G6 480 be livre appartence Jean Homy Guillaume Henry Schaefer Ecrit à 26 Juin 1881. Gb 480* 11*** hudprots 1 Guardsto) m p0.mschiltiswo CABI JAN 3 odustine c 1* 2* 2 dilk mart Inhalt. Erste Abtheilung. Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehören. 1) Vom Worte Gottes, Num. 1-13. 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten, Num. 14-41. 3) Von der Schöpfung, Num. 42-48. 4) Von der Vorsehung Gottes, Num. 49-69. 5) Von dem Menschen, seiner Natur und Bestimmung, Num. 70-77. 6) Vom Fall und von der Berdorbenheit des Menschen, und der daher rührenden Flüchtigkeit des Lebens, Num. 78 bis 88. 7) Von der Erlösung der Menschen, und dem Erlöser überNum. 89-98. Tominc haupt, 8) Von der Geburt Jesu Christi, Num. 99-119. 9) Vom Wandel Jesu auf Erden, Num. 120-123. 10) Von dem Leiden und Sterben Jesu, Num. 124-152. Von dem Begräbniß Jesu, Num. 153-155. 4 Inhalt. 11) Bon der Auferstehung Jesu, Num. 156-172. 12) Von der Himmelfahrt Jesu, und seinem Siken zur Rechten Gottes, Num. 173- 189. 13) Von der Wiederkunft Jesu zum Gericht, Num. 190 bis 196. 14) Von dem heiligen Geist und dessen Gaben, Num. 197 bis 207. 15) Von der christlichen Kirche, Num. 208-217. 16) Von der heiligen Taufe, Num. 218-221. 17) Von dem heiligen Abendmahl, Num. 222-234. 18) Von der Vergebung der Sünden, Num. 235-241. 19) Von der Glückseligkeit wahrer Christen, und ihrem Trost bei der Unvollkommenheit dieses Lebens, Num. 242 bis 259. 20) Vom Tode der Gläubigen, und der Auferstehung der Todten, Num. 260-272. 21) Von dem ewigen Leben, Num. 273-280. Zweite Abtheilung. Lieder, die zur christlichen Sittenlehre gehören. Je 170 22) Von der Buße und Bekehrung, Num. 281-302. 23) Vom Glauben, Num. 303-322. 24) Von der Heiligung oder dem christlichen Wandel überhaupt, Num. 323-352. 25) Von der Erkenntniß Gottes, Num. 353-356. Inhalt. 5 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott, Num. 357 bis 367. 27) Von der Furcht Gottes, Num. 368-371. 28) Von dem Vertrauen auf Gott, und der Ergebung in seinen Willen, Num. 372-397. 29) Vom Gebet, Num. 398-405. 30) Gebetlieder: 1. Allgemeine, Num. 406-415. 2. Besondere, in geistlichen Anfechtungen, Num. 416 bis 418. In allgemeinen Nöthen und Landplagen, Num. 419. Im Kriege, Num. 420-421. rung, Num. 422. In Seuchen, Num. Krankheiten, Num. 424. Auf der Reise. Num. 425. Bei Gewittern, Num. 426-428. Fürbitten für die Obrigkeit, Num. 429; für die Prediger, Num. 430; bei Einsegnung der Eheleute, Num. 431 432; der Aeltern für ihre Kinder und der Kinder für ihre Ueltern, Num. 433 434; einer Waise, Num. 435. 31) Vom Lobe Gottes, Num. 436-437. Loblieder: In Theue423. In 1. Allgemeine, Num. 438-458. 2. Besondere, Num. 459-463. 32) Gebet- und Loblieder beim Anfange des Jahrs, Num. 464 bis 469. 33) Morgenlieder, Num. 470-479. 34) Abendlieder, Num. 480-489. 35) Vom öffentlichen Gottesdienste, Num. 490-494. 36) Von der Selbstliebe, Num. 495. 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Num. 496-498. 38) Von der Sorge für die Seele, Num. 499-507. 39) Von der Sorge für den Leib, Num. 508-511. 40) Von dem rechtmäßigen Gebrauche der zeitlichen Güter, und wider den Geiz, Num. 512-514. 6 Inhalt. 41) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf, Num. 515-517. 42) Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden, Num. 518bis 531. 139.591 43) Von dem rechten Gebrauch des Lebens und der Zubereitung zum Tode, Num. 532-542. 44) Von der Liebe des Nächsten, Num. 543-547. 45) Von der Gerechtigkeit, Num. 548. 46) Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit, Num. 549-552. 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit, Num. 553 bis 555. 48) Vom rechten Gebrauch der Zunge, Num. 556-558. An moland bier nied thu 15 atto sijo moc- bro 1. K 1800 Bitte um Segen zu Anhörung des göttlichen Wortes. Erster Theil. Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehören. 1) Vom Worte Gottes. omm heil' ger Geist, = erfüll' die Herzen deiner Gláu= bigen, und entzünde in ihnen didas Feu'r deiner göttlichen Liebe, der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammlet hast, in EinigCHU keit des Glaubens. 21- lelu- ja, 201= lelu- ja, 21- lelu- ja. Xnmerkung. Bei dem ersten und zweiten Alleluja singt nur das weibliche Geschlecht und die Jugend, bei dem dritten die ganze Gemeinde. G nnd urspe Mel. D Gott, du unser Vater. 2. G ott, der du unser Vater bist, durch Jesum Christ, gieb, daß f dein Geist jetzt mit uns sey, und uns zur Wahrheit leite. Geheiligt sey dir diese Stund! Deffne den Mund des Lehrers, daß er rein und frei bei uns dein Wort verbreite. Hilf du selbst unsrer Schwachheit fort, laß nichts die Undacht stören! Du lehrest uns in deinem Wort, wirk' auch, daß wir's so hören, E daß wir dich hier, und ewig dort, in Heiligkeit verehren! 8 Erster Theil.- Vom Worte Gottes. - Mel. Herr Jesu Christ, dich zu. 3. H HEEG err Jesu! send' uns deinen Geist, den Geist, der, wie Weg der Wahrheit führt. 2. Deffn' uns zu deinem Lob den Mund, und mach' uns deinen Willen kund; rühr' unser Herz, stårk' den Verstand, so wird dein Nam' uns recht bekannt. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 4, dein Wort verheißt, mit ſeiner 5. Höchster Gott! wir danke Gnade uns regiert, und auf den dir, daß du uns auch wir, nach demselben heilig leber Wort gegeben! Hilf uns ferner, de Gieb dem Glauben solche Stärke, do er thätig sey im Werke. 2. Unser Gott und Vater! du, di du lehrst uns, was wir sollen, schen uns deine Kraft dazu; gieb zum Wisse auch das Wollen, und zum Wolle das Vollbringen! so wird alles wol gelingen. mels Erben, lehr' uns leben, leb uns sterben. iebster Jesu! wir sind hier, dich und dein Wort anzu= hören; lenke Sinnen und Begier zu des Himmels süßen Lehren, daß die Herzen von der Erden Nach dem öffentlichen Gottei dienste. 3. Bis wir einst, deinen Engeln gleich, dich preisen, Herr, in deinem Reich, und schauen dich von Ungesicht in ew'ger Freud' und sel'gem Licht. 4. Dir, Gott, den Erd' und Himmel 6. W preis't, dir Vater, Sohn und heil'gem Geist, dir heilige Dreieinigkeit, sey Lob und Preis in Ewigkeit! 4. L ganz zu dir gezogen werden. 2. Dieses Lebens Wissenschaft bleibt mit Finsterniß umhúllet, wenn nicht deines Geistes Kraft uns mit Licht von Gott erfüllet. Glaubend lehr' auf's Wort uns merken; laß es uns zum Leben stärken! 3. du Glanz der Herrlichkeit, Licht von Licht aus Gott geboren! Heiligster! von Ewigkeit, hast du dir uns auserforen, Lehre deines Him1 Mel. Es ist das Heil uns kommen ic. ir Menschen sind vo f ſelbst, o Gott, zum Geistlich #f untüchtig; dein göttlich Wese dein Gebot, sind viel zu ho # und wich- tig. Wir wissen's un verstehen's nicht, wo uns, Her deines Wortes Licht den W zu dir nicht zei= get. DO 2. Drum sind vor Zeiten ausg fandt Propheten, deine Knechte! wurden damals schon bekannt di Menschen deine Rechte. Zulest i noch dein lieber Sohn, o Vater, vi des Himmels Thron selbst kommen un zu lehren. 3. Mit Lob und Preis, o höchst Hort, muß Herz und Mund di ehren; da wir in deinem theuern Wo. dich zu uns reden hören. Mach' un Erster Theil. Vom Worte Gottes. - durch deinen Geist bereit zu dem, was uns dies Wort gebeut; hier redest du, nicht Menschen. 4. Hilf, daß der frechen Spötter Schaar uns nicht vom Wort abwende! ihr Spott bringt tödtende Gefahr, und nimmt ein schrecklich Ende. D laß dagegen immer mehr dein Wort zu deines Namens Ehr' an uns sich kräftig zeigen. 5. Herr, öffne du uns selbst das Herz, daß wir dein Wort recht fas sen; gieb, daß wir es bei Freud' und Schmerz nie aus den Augen lassen. Laß uns nicht hörer nur allein, nein, Vater, laß uns Thater seyn, und uns nicht selbst betrügen. 6. Der Saame wird am Weg so= fort vom Teufel weggenommen; in Fels und Steinen kann das Wort zu keiner Wurzel kommen. Der Saame, der in Dornen fállt, wird von der Sorg' und Lust der Welt verdorret und ersticket.dnd dis 7. Mach' uns durch deine Gnade gleich, Herr, einem guten Lande. Mach' uns an guten Werken reich in unserm Umt und Stande: daß mit beharrlicher Geduld, gerührt von deiner Lieb' und Huld, wir reichlich Früchte bringen. 9. Laß uns dein Wort beständig seyn ein Licht auf dunkeln Wegen. Erhalt es bei uns bell und rein, und laß uns seinen Segen, Kraft, Rath und Trost in aller Noth, im Leben und noch mehr im Tod, mit frohem Herzen spüren. Mel. Wer nur den lieben Gott. seg durch dein Wort dein Werk bei uns beständig fort; stårk' Hoffnung, Glaub' und Liebe. ein Wort, o Höchster, ist vollkommen. Es lehrt uns unsre ganze Pflicht: es giebt dem Sünder und dem Frommen zum Leben sichern Unterricht. O selig! wer es achtsam hört, bewahrt und mit 8. Laß uns auf unsrer Pilgrim- gest nicht. schaft den Weg der Sünder meiden. Gieb uns ein Herz, das an dir haft' auch in dem schwersten Leiden. Herr! unser Herz ist vor dir blos; mach' uns von eiteln Sorgen los, und allen bösen Lüften. Gehorsam ehrt. 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrthums Finsterniß; es füllt mit Freuden, bringt uns Gegen, und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, was theu'r in deinen Augen ist. 9 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben; lehrt, wie viel Gut's du denen giebst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du våterlich uns liebst. und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr; du lú4. Gott, deine Zengnisse sind besser, und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles, was die Erde zollt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Gegen stets bereit. 10. Laß dies dein Wort zu deiner Ehr', o Gott, sich weit verbreiten, O, möchte deine Gnadenlehr', Herr Jeſu, jeden leiten! O heil'ger Geist, S. 5. Drum laß auch mich mit Luft betrachten, was mich dein Wort, o Höchster, lehrt, und mit Gehorsam auf das achten, was es von mir zu thun begehrt; so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. Mel. Gott, du frommer Gott. u willst, Gott, daß mein Herz zur Heiligkeit geneſe; 10 Erster Theil. 16 Vom Worte Gottes. und die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht; und weise Demuth ist's, zu glauben, was Gott spricht. drum gieb, daß ich dein Wort, oft und mit Andacht lese: das Wort, das deinen Rath von unserm Heil enthält. Dank sey dir für dies Wort, den größten Schaß der Welt. 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehrfurcht und Vertrauen, mit Luft und frommem Ernst dadurch mich zu er= bauen. Du bist's, der in der Schrift zu meiner Seele spricht: o segne doch an mir, Herr, deinen Unterricht. 3. Mein Gott, vor welchem ich jest meine Hände falte, gieb, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte; und laß mich deinen Rath empfindungsvoll verstehn, die Wunder am Geset, am Wort vom Kreuze sehn! 4. Du, aller Wahrheit Gott, kannst mich nicht irren lassen. Untrüglich ist dein Wort; o, laß mich daraus fassen, so viel mein Heil verlangt. Du bist's, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht, und aus Gewissen liebt. - 5. Gieb, daß dein kraftig Wort, o Gott, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. O, stårke mich durch ihn mit Ernst und Munterkeit, das Gute zu vollziehn. 6. Um tugendhaft zu seyn, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den läss'st du inne werden, die Lehre sey von dir, die uns die Bibel giebt: man lernt ihr Wort verstehn, wenn man es treulich übt. 7. Spricht sie geheimnisvoll, so laß mich dies nicht schrecken. Kein endlicher Verstand kann dich, Gott, gang entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nicht was mein Wig verlangt, ist meines Glaubens werth. 8. Sich seines schwachen Lichts bei Gottes Licht nicht schämen, ist Ruhm, 11661 pm 9. Erinnre mich hieran, wenn mich die Zweifel kränken, und lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken, dort sen die Zeit des Schau'ns, und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit. 10. Find' ich in deinem Wort noch manche Dunkelheiten, so laß mich einen Freund, der mehr, als ich sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Schrift geweih't, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 11. Stets sey dein Wort mir werth! Es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie schmáhn, bleibt doch dein Wort, o Gott ny Mel. Nun danfet alle Gott. 9. 3 elobt seyst du, o Gott, für deines Wortes Lehre! Gieb, Vater, daß ich sie mit Undacht fleißig höre. D, mache doch mein Herz von Vorurtheilen rein und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen seyn. 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. Höchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thôricht ist es doch, blos andern Menschen glauben! Das heißt, Vom Worte Gottes. 11 Es sey mein Theil; es sey mir Hell und Kraft zum ew'gen Leben. Erster Theil. sich selbst den Grund zur ew'gen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschnur macht, dem giebt es Licht und Trost auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Gieb deinen Geist in's Herz, der Lust und Kräfte giebt, baß man die Wahrheit lernt, prüft, glaubt, erfährt und übt. Mel. Ach Gott und Herr. 10. G ott ist mein Hort, und auf sein Wort soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir, im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr, laß immer dar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott! mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstånd' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklárt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Sur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Dein ew'ger Rath, die Missethat der Sünder zu versühnen, den fennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba! sagen. 7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weih'n, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie! dein Wort giebt neue Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort! denn du hast's uns gegeben, 11. Mel. Nun habe Dank für deine. 234. er du das Daseyn mir gegeben, wie preis' ich dich, o Gott, dafür! Nie kann mein Dank dich g'nug erheben! durch Chris stum schenktest du es mir. Kein Licht, kein Trost erfreute mich, kennt' ich nicht, Jesu Christe, dich. 2. Auf ungewissen finstern Pfaden wurd' ich ein Raub des Irrthums seyn; mit Súndenschuld und Fluch beladen, mußt' ich des Richters Rache scheu'n; ich fånde keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod. 3. Wozu hat mich mein Gott ers schaffen? was ist auf Erden meine Pflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hålt Gott fünftig ein Gericht, wie werd' ich im Gericht bestehn? wie der verdienten Straf' entgehn? 4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt sie die Zweifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den sie verspricht? Uch! ohne Christi Licht und Heil wär' Finsterniß und Tod mein Theil. 5. Ja, du hast mich den Finsternissen des Irrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr, entrissen; ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht. Du zeigest mir des Höchs sten Rath, und führst mich auf der Wahrheit Pfad. 6. Ich weiß, wozu mich Gott ers schaffen; ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird nicht im Tod entschla fen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn, und dann verklärt dich selber sehn. 7. O Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und feines Spotters Wahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! Dein Heil erfreu' im Tode mich! Erster Theil. Mel. Liebster Jesu, wir sind. 4. 12. err, mein Licht! erleuchte mich, daß ich mich und dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden, weise zu dem Himmel werden. 12 - - 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst meinem Forschen fort, richtig daraus einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und mir, deinem Knecht, gebühret. 3. Uber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam seyn, ten erkannten Weg zu gehen. Denn sonst würd' Denn sonst würd' ich bei dem Wissen doppelt Streiche leiden müssen. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, es sey in meinem Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisse vermehren! Find' ich manche Dunkelheit bei geheimnißvollen Lehren; laß mich 3weifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet und die Lust der Welt verachtet. 7. O, verleihe mir die Kraft, deis nem Wort gemäß zu handeln, und vor dir gewissenhaft, als dein treues Kind zu wandeln; so wird einst in jenem Leben mich ein hell'res Licht umgeben. - Vom Wesen Gottes mit Ehrfurcht stets zu uennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können., flöße mei nem Geist die tiefste Demuth ein, und 13. Psalm 100. er Spotter Strom reißt viele fort. Erhalt' uns, Herr, bei deinem Wort! So können wir uns, Vater, dein im Leben und im Tode freu'n. 2. Ein Haufe Låst'rer wagt's, o Gott, mit wildem ausgelaß'nem Spott, den Heiland, deinen Sohn, zu schmähn, durch den die Himmel einst vergehn. 3. Uch, ihrer Lehre Pest, o Herr, schleicht jego nicht im Finstern mehr; am Mittag, Herr, bricht sie hervor, und hebt ihr tödtend Haupt empor. 4. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns dein Urm nicht hält, so reißt sie uns zum Tod auch fort. Gieb Sieg und Leben durch dein Wort! 5. Beschüße uns, Herr Jesu Christ, der ou zur Rechten Gottes bist. Sen unser Schild und starke Wehr! Staub ist vor dir der Spotter Heer. 6. Du hast, von Ewigkeit gesehn, wie lange noch ihr Trog bestehn, und wider dich hier schnauben soll. Vielleicht ist nun ihr Maaß bald voll. 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten. Mel. D Gott, du frommer Gott. 8. laß mich stets vor dir voll Ehrerbie14. Anbetungswürd'ger Gott! tung seyn. 7. 2ch, wären sie dir, Herr, versöhnt! sie, deren Spott dich so verhöhnt! Uch, gieb, daß vor der Todesnacht zur ernsten Reu' ihr Geist erwacht. 2 Du bist das höchste Gut; du weißt von keinem Leide; stets ruhig in dir selbst schmeckst du vollkommne Freude. Dein ist die Herrlichkeit. und seinen Vollkommenheiten. Mel. Allein Gott in der Höh'. Auch ohne Kreátur bist du dir selbst genug, du Schöpfer der Natur. 3. Du riefst dem, das nicht wahr, 15. D er Herr ist Gott um Lust und Seligkeiten auf's Man= nigfaltigste um dich her auszubreiten. Die Liebe bist du selbst; Verstand und Rath ist dein; und du gebrauchst sie gern zu segnen, zu erfreun. 4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein ailmächtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kräft'gen Wort trågst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns un möglich fällt. 5. Du bist der Herren Herr. Der Erde Majestáten sind, Höchster, vor dir Staub. Auch Geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhö hen willst, deß Hoheit muß bestehn. 6. Du bist es, der allein Unsterblichkeit besiget, der Leben giebt und nimmt, der unsern Odem schüßet. Der Geist, der in uns lebt, den haben wir von dir. Willst du, so wird er Nichts. Du bleibest für und für. 7. Wer hat dich je geschn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu den Lichtes Höhen, wo du voll Majestät auf deinem Stuhle thronst, und unterm frohen Lob der Himmels- Heere wohnst. 8. Was wir, Unendlicher! von deinem Wesen wissen, daß hast du selbst zuvor uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deinen Namen fund. 13 9. Doch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen. Wird aber der= maleinst der Vorhang weggenommen, der jetzt das Heiligste noch unserm Blick verschließt, dann sehen wir dich, Gott, so herrlich, wie du bist. 10. Indeß ſsen auch schon jetzt dein Ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein Lob von lallend schwachen 3ungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, ein Lied im höhern Chor dich, großer Gott, erhöhn. und feiner mehr. Frohlockt ihm F alle From- men! Wer ist ihm gleich? wer ist wie Er, so herrlich, so vollkom- men? Der Herr ist groß! sein Nam' ist groß! Er ist unendlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen. 2. Ihn trifft kein Wechsel flücht ger Zeit. Nie größer oder kleiner wird seines Wesens Herrlichkeit. Der Erst' ist er, sonst keiner! Wir Menschen sind von gestern her; eh' noch die Erde war, war Er; noch eher, als die Himmel. 3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet. Ihn fassen alle Himmel nicht, wie weit er sie erfüllet! Er bleibet ewig, wie er war, verborgen und nur offens bar in seiner Werke Wundern. 4. Was wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hátte? Er fennet uns, und was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand umspannet Erd' und Himmel. 5. Ist er auch jemals von uns fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht! Gedanfen selbst entfliehn ihm nicht in ihrer ersten Bildung. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über alle! Du bist voll Freundlichkeit 14 Erster Theil. und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner. - 7. Unsträflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne! du hast un= sterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, haft Freuden, Gott, die Fülle. Psalm 8. 8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und feiner mehr! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie Er, so herrlich, so vollkommen? 16.& rhabner Gott: was reicht an deine Größe? Denk ich forschend Denken ist. 2. Du wohnst im Licht, dazu kein Mensch kann kommen. Was ist's, das wir von deinem Ruhm vernommen? Ach! nur ein Theil von jener Majestät, die über alles dich, o Gott, erhöht. Vom Wesen Gottes es bleibet ewig stehen. Erforsch' ich gleich dein göttlich Wesen nicht! ſo g'nüge mir davon dein Unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle Dinge. Gieb, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. Begreif' ich's nicht, wie du die Welt regierst; so sey mir's g'nug, daß du mich selig führst. 3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkomm'nes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Ver= stand! von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. an dich, so führ' ich meine Bloße, ich fühle, Herr, daß du unendlich 17.& bist, und daß umschránkt mein 4. Wie sollt' ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O, mache mich von solchem Dunkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtschnur sey. 5. Mein eigner Geist kann sich leicht hintergehen. Dein Wort ist wahr; 7. Einst wirst du dich mir näher offenbaren. Einst werd' ich mehr von deinem Rath erfahren; wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden sey, wie du mich hier regierst, bis du mich einst zu deinem Himmel führst. 9. Dann werd' ich dich in hellerm Lichte sehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhöhen. Herr, du bist groß und zeigst es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. ott mache du mich selbst bereit, vor deinen Thron zu treten, und deine große Herrlichkeit voll Ehrfurcht anzubeten. Laß, Herr, vor deinem Angesicht mein Herz sich deiner freuen, und einen Strahl von deinem Licht RE die Finsterniß zerstreuen, die mich hier noch umgiebet. 2. Du bist der Herr, und keiner mehr, nichts sind der Heiden Götter; nur dir gebühret Preis und Ehr'; kein Helfer, noch Erretter ist außer und seinen Vollkommenheiten. 15 dir: laß mich allein auf dich, o Herr,| tigkeit, und deine Wege preise, fo vertrauen, mein ganzes Leben dir nur weih'n, mein Glück blos auf bich bauen, und dich niemals verläugnen. Sottopos 3. Du bist der höchst vollkommne Geist der Vater aller Geister, dich preiset, was vernünftig heißt, als seinen Herrn und Meister! Laß meiner Seele hohen Werth mich reine Tugend lehren, und so, wie es dein Wort begehrt, dich ungeheuchelt ehren, im Geist und in der Wahrheit. T! 4. Du bist, o Gott, von Ewigkeit, und wirst allzeit bestehen; es bleibet deine Herrlichkeit, wenn Himmel selbst vergehen. Laß von der Erde eitlem Tand mein Herz sich stets erheben zu meinem wabren Vaterland, und nur nach dem mich streben, was ewig mich erfreuet. 5. Gott, was seyn wird, ist und war, und was wir thun und dichten, das ist dir alles offenbar; du wirft einst alles richten. Laß mich dein helles Auge scheu'n, aufrichtig vor dir wandeln, und, deines Bei falls mich zu freu'n, auch dann rechtschaffen handeln, wenn Finsterniß mich decket. Rach' an ihm zu üben. Gieb, daß mich deiner Aumacht Schuß stets als ein Schild, bedecke, mich auch nicht Menschen Grimm und Truck, nur deine Strafe schrecke; du tödteſt Leib und Seele. 7. Boll höchster Weisheit bist du, Gott! kein Mensch kann sie ergründen. Umringt uns allenthalben Noth, du, Herr, weißt Rath zu finden. Gieb, daß ich dir stets traue zu, du werdest für mich sorgen, auch Uebels weder denk' noch thu', denn dir ist nichts verborgen; du prüfest Herz und Nieren. 400 8. Gott, du bist beilig und gerecht, Fannst keine Sünden dulden, wer fagen will, er sey dein Knecht, der meide Sündenschulden. Gieb, daß wunderbar sie scheinen. 9. 9, Du bist sehr gnädig, fromm und gut, vergiebst die Schuld dem Sünder; erbarmst dich, wie ein Vater thut, von Herzen deiner Kinder. Laß reichen Trost von deiner Gnad' auf meine Seele kommen. Von mir sey meine Missethat so fern hinweggenoms men, als Morgen ist vom Abend. Psalm 27. 6. Unendlich ist, Herr, deine Macht, zu retten, die dich lieben, und 18. FE wenn auch ich mich der Heiligkeit mit rechtem Ernst befleiße, nachjage der Gered 10. Gott, deffen Wahrheit stets besteht! wohl denen, die die glauben! Wenn Erd' und Himmel einst vera geht, wird dein Wort ewig bleiben. Gieb, daß ich fürchte dein Gericht, und alles, was du drauest: auch hoffe, was dein Wort verspricht, daß du mir's gern verleihest; wer hofft, wird nicht zu Schanden. 11. Gott, wenn ich dich so kenn' und ehr', dein Wort zum Grunde sege, erfreu' ich mich darüber mehr, als über alle Schage, bis ich dort, o mein Heil und Licht, dich ohne Lallen nenne, von Ungesicht zu Ungesicht dich schaue, dich erkenne und unaufhörlich lobe. dar 38032 uf! auf! mein Geist, auf! auf! den Herrn zu loben, auf! auf! erwecke dich und säume nicht; was in dir ist, werd' ftill und sanft erhoben zu Gott Jehova unserm Schild und Licht: nur er ist würdig Ehre, Preis und Ruhm zu nehmen allezeit und überall. Erheb ihn dann mit TONDI THO 16 Erster Theil. Vom Wesen Gottes G frohem Jubelschall, und geh' in sein erhabnes Heiligthum. 2. Er ist das große Wesen aller Wesen, Gott von unendlicher Vollkommenheit: von ihm, zu ihm, durch ihn ist, was gewesen, und ist, und seyn wird bis in Ewigkeit. Ein Gott, wie Er, hat seines gleichen nicht: ein Gott, vor dessen höchsten Majestät der Engel selbst gebückt und zitternd steht! Sein Thron ist Licht, ein unzugänglich Licht. 3. Man sieht ihn nicht, und ist doch wohl zu sehen, man gebe nur auf seine Werke Ucht; da sehn wir ihn gleich als vor Augen stehen in seiner ew'gen Kraft und Gottheit Pracht: Die Himmel rühmen ihres Schöpfers Ehr': Luft, Erde, Meer, was lebt und sich bewegt, ist das, was ihn zu zeigen, stets sich regt, und spricht: Er ist der Herr und keiner mehr. 4. Was gut und fein nur kann genennet werden, was uns mit Luft und Lieblichkeit anlacht, was in sich faßt der Himme fammt der Erden, der große Bu, sell Schönheit und voll Pracht, und was dies Rund nur Köstlich's in sich jatießt, das kommt aus diesem unerschonften Meer und deffen unerforster Fülle her; Er ist der Quell er immer überfließt. 5. Von Ewigkeit, ohn' Anfang und ohn' Ende ist Er, und wird auch stets derselbe seyn. Er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlichste wird tlar in seinem Schein. Cein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit. Die Kraft, die in ihm wohnt, wird nimmer schwach. Höchstselig, fennet er kein Ungemach! Er ist und bleibt, wi er war vor der Zeit. 6. Was er verspricht, dem kann man freudig trauen, die That stimmt mit den Worten überein. Auf Men schen kann man niemals sicher bauen; doch Gottes: Ja ist ja, sein: Nein ist nein. Voll Billigkeit ist sein Gericht allzeit, groß von Geduld ist er und Mitleids voll, nur langsam, wenn er Sünder strafen soll, und bleibt die Lieb' in alle Ewigkeit. SHUNT in disar. 7. Wie selig ist doch, der ihn also kennet, und zu ihm: lieber Vater! sagen kann. Er, er ist es, den Gott den Seinen nennet! Gott sieht ihn als sein Kind recht zärtlich an! Nichts ist so hoch, nichts kann so herrlich seyn! der höchsten Fürsten hocherhab'ner Stand ist, gegen dies zu rechnen, lauter Tand; es ist zu schlecht, es bleibt ein leerer Schein. 8. Herrscher, wie soll ich dich g'nug erheben! Auch mich hast du den Deinen zugezählt, in Christo brachtest du mich schon zum Leben, in ihm hast du zur Kindschaft mich erwählt. 3war seh' ich dich jetzt nur bei schwachem Licht; jedoch es kommt, es kommt der frohe Tag, da ich dich ohne Decke schauen mag, vertraut, von Angesicht zu ungesicht. 9. Indeß, mein Geist, auf! auf! ihn stets zu leben: Auf! auf! erwecke dich und säume nicht! Was in dir ist, werd' sanft und still erhoben zu Gott, Jehovah, unserm Schild und Licht! Herr! du bist würdig, Ehre, Preis und Ruhm zu nehmen allezeit und überall. Lob' ihn im Vorhof schon mit frohem Schall, einst öffnet sich dir selbst das Heiligthum. no conf bith 19. F ott ist n.ein Lied! E SEC ist der Gott der Stärke; groß ist sein Nam' und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und spricht's: so find und leben Welten: Und er gebeut; so fallen durch sein Schelten die Hima mel wieder in ihr nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl die beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Beste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. und seinen Vollkommenheiten. 17 4. Unendlich reich, ein Meer von| Von der Ewigkeit und Unver= Seligkeiten, ohn' Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? ånderlichkeit Gottes. 5. Was ist und war, im Himmel, 20. Erd' und Meere, das fennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher rube; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah', du sigest oder gehest: Ob du an's Meer, ob du gen Himmel flóheft: so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele, er weiß, wie oft ich Gutes thu' und fehle, und eilt mir gnádig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang' ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr; immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde seyn. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Geisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Uuen, Thal und Hügel, or send sein Loblicd und sein Psalm! 13. Du tránkst das Land, führst uns auf grüne Weiden! und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Þand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, hne deinen Willen; sollt' ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hált? Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.. 4. 20. Gott ott, du bist von Ewigfeit und dein herrlich 15. Ist Gott mein Schuß, will Gott mein Netter werden, so frag' nichts nach Himmel und nach den, und biete selbst der Hölle - großes Wesen ándert sich zu feiner Zeit; du bleibst stets, was du ge wesen. Laß dies meinen Geist beleben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben. 2. Ewig und unwandelbar ist, o Gott, dein hohes Wissen. Was dir einmal Wahrheit war, wird es ewig bleiben müssen. Niemals fann dein Ausspruch fehlen; laß mich ihn zum Leitstern wählen. 3. Herr, du bist kein Menschenkind, daß dich etwas reuen sollte. Immer bleibst du gleich gesinnt. Was dein Rathschluß vormals wollte, willst du noch. O, hilf uns allen thun nach deinem Wohlgefallen. 4. Immer bleibst du, Gott! ein Feind derer, die das Unrecht üben. Immer bleibst du, Gott! ein Freund derer, die das Gute lieben. Laß uns darum schon auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Deine Worte trugen nicht! Du bist ewig der Betreue, der das hält, was er verspricht. O, daß dies mich stets erfreue! Laß nur deinen Geist mich treiben, dir, Herr, auch getreu zu bleiben. 6. Stets ist Wohlthun deine Lust; ewig währet deine Liebe. Wohl mir, wenn auch ich mit Lust mich in dei wird's meiner Seelen nie an wahrem o Herr, Wohlseyn fehlen. 7. Erd' und Himmel wird vers gehn; alle Welt wird mich verlassen. Nur du bleibst mir ewig stehn; deine Hand wird mich umfassen, wenn ich nun von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude. 8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden, diese deine Ewigkeit einen starken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und auf deinen Trost zu bauen. 2 Erster Theil. Aus dem 102. Psalm. Mel. Erhabner Gott, was. 16. ei'r 21. vergehn deine und die Welt sinkt, wenn sie dein 2rm nicht hält. flucht aller Zeiten, denn du bist Gott in allen Ewigkeiten. Du warst es schon, eh' Erd' und Himmel ward, eh' noch dein Urm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschenkinder? Staub sind vor dir der Heilige, der Sünder. Wie schnell enteilt das Leben doch von mir! Du Höchster, du nur bleibest für und für. 3. Du hast vorhin die Erde zube= reitet; dein Urm hat, Gott, den Himmel ausgebreitet. Doch sie vergehn, veralten, wie ein Kleid; du aber bleibst in alle Ewigkeit. 4. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand von dir verwandelt werden. Du bleibeft, wie du bist; denn keine Zeit umgrenzet doch je die Unendlichkeit. 18 Mel. Gott sey E - 5. Das ist der Trost, die Hoffnung deiner Knechte, du schůzest sie mit deiner starken Rechte, du läsf'st ihr Herz sich ewig deiner freu'n und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sey mein Trost in allen trüben Stunden. Vom Tode selbst bleibt er unüberwunden. Kein Tod, kein Grab trennt mich, o Gott, von dir. Mein Fels, mein Heil, das bleibst du ewig mir! Dank in aller Welt. 22. U - nermeßlich, ewig ist Gott, der Höchste. Herr, du bist, wie du dich uns offenbarst, hun und ewig, der du war'st. 2. Ewig bleibst du selbst dir gleich, weis' allein und gnadenreich, ewig machtig und voll Kraft, heilig und untadelhaft. Vom Wesen Gottes auf dein Geheiß, da stand, deiner Weisheit Preis. 4. Wie gegoßne Spiegel stehn deine 3. Alle Werke deiner Hand waren dir, o Gott, bekannt, eh' die Welt, 5. Du nur bleibest, wie du bist, was dein weiser Rath beschließt, ist unwandelbar, wie du, gut und heilig stets, wie du. 6. Du bist nicht ein Menschenkind, daß du lúgest! nicht gesinnt, wie der Mensch, der wandelbar nimmer bleibet, was er war. 10. Und in allgemeine Nacht sinke dann mit seiner Pracht jeder Himmel, und die Welt stürze hin, wenn Gott mich hålt! Von der Allwissenheit Gottes. Der 139. Pfalm. Mel. D Gott, du frommer Gott.- 8. err, du erforschest mich; dir 23. Du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. Was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand. 7. Was du zusagst, ist gewiß; zwischen Licht und Finsterniß tappt der Mensch hin, wählt, bereut plößlich wieder, was ihn freut. 8. Sollt' ich denn auf Fleisch ver trau'n? nicht, mein Heil, auf dich nur bau'n? ohne Weisheit und Verstand Brunnen graben in den Sand? 9. Nein, Unwandelbarer, dein soll sich meine Seele freu'n. Sey mein Fels, Gott, sen mein Licht, ewig meine Zuversicht! 2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu', du ordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh' ich auf dich. Wie groß ist dein Verstand! Wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? Wo konnt' ich jemals wohl mich deinem Uug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief hinab, auch hier bist du mir nah. und seinen Vollkommenheiten. 19 4. Nähm' ich auch, schnell zu fliehn,| du klar, du prüfest Herz und Nieren, die Fittige vom Morgen; selbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Ullmachtshand; denn du bist überall; und dein ist jedes Land. 5. Sprách' ich zur Finsterniß: Sey um mich, mich zu decken; so sucht' ich doch umsonst vor dir mich zu verstecken. Denn auch die Finsterniß ist vor dir helles Licht; die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Ungefic 6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe; ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh' ich war, schon váterlich gedacht. 7. Du kanntest mein Gebein, eh' ich an's Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenomDein Uuge sah mich schon, eh' ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar. men. 8. Was für Erkenntnisse! für köstliche Gedanken! unzáhlbar sind sie mir; denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, sehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; ob ich recht schaffen bin, wie ich's von aussen scheine. Sieh', ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht. Mel. Gott mache du mich selbst. 17. 24. Alwissender, vollkomm'ner Geist! des Auge alles fiehet, was Nacht und Abgrund in sich schleußt und unserm Blick ent= fliehet. Es kann vor deinem hellen Licht sich kein Geschöpf verstecken. Auch Finsterniß verbirgt es nicht. Du weißt sie aufzudecken und Tag daraus zu machen. 2. Selbst die Gedanken sind dir fund, die unsre Seele beget, eh' sie noch der verschloßne Mund durch Worte dargeleget. Dir sind die Herzen offenbar; du kannst ihr Dichten ſpucen. Den Nath der Seele siehst und nichts bleibt dir verborgen. 3. Was deiner Freunde Herz be= gehrt, das weißt du, eh' sie beten. Ihr Seufzen wird von dir gehört, eh' sie noch vor Dich treten. Was deiner Feinde Herz beschließt, ist auch dir unverborgen; dir, der du ihren Unschlag siehst, so heiter als den Morgen, den Wolken nicht verdunkeln. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit noch fünftig wird geschehen, siehst du schon in Allwissenheit als gegenwärtig stehen. Du machst es deinen Knechten kund, es weiter auszubreiten, und láss'st durch ihren schwachen und die größten Heimlichkeiten der ganzen Welt entdecken. 5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch in dieser Welt verschwiegen, so wird vor ihrem Auge doch einst alles offen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, wird alles offenbaren. Was noch so heimlich jest geschieht, wird alle Welt erfahren, und laut alsdann erzählen. 6. Laß mich, o höchste Majestát, dein helles Auge scheuen. Wo ist der, der dich hintergeht mit seinen Heucheleien? Laß mich auch in der Einſamfeit dich gegenwärtig denken! Laß Wahrheit und Rechtschaffenheit bei allem Thun mich lenken, und stets mein Herz behüten. Von der Weisheit Gottes. Mel. Nun habe Dank für deine. 234. u weiser Schöpfer aller 25. D Dinge, der alles ganz genau versteht! nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach dei ner Ordnung geht; du schreibest der Geschöpfe Chor, 3weck, Maaß, Gewicht und Regeln vor. 2. Die wundervollen pracht'gen Werke, die unserm Auge fern und nah, die stehn sowohl durch deine Stárke, als auch durch deine Weisheit da. unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Weltbau macht's bekannt. 3. Mit eben der allweisen Stärke, mit welcher du die Welt gemacht, regierst du alle deine Werke, die 2* - 20 Erster Theil.. dein Verstand hervorgebracht. Du brauchst, o unerschaffnes Licht, der Menschen Rath und Beistand nicht. - 4. Was du zu thun dir vorgenommen, das kommt unfehlbar auch zur That. Wenn tausend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Rath. Du kennst und wählst zu deinem Zweck beständig, Gott, den besten Weg. 5. Die Menge fo verschiedner Willen, wo dieser hier, der darauf fällt, muß immer doch den Schluß erfüllen, den sich dein Wille vorbehält, der aller Feinde stolzen Wahn als Unvernunft beschamen tann. 6. Weisheit!, decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle in ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg des Friedens nicht; o, gönne mir dein sich'res Licht! 7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem klugen Rath geführt. Mein Geist muß dir die Ehre geben, daß du auf's beste mich regiert. Leit' ferner mich durch Welt und Zeit bis zu der frohen Ewigkeit. Von der Allmacht Gottes. Mel. Machs mit mir Gott nach. 26. H crr, deine Ullmacht reicht so weit, als selbst dein Wesen reichet. Nichts ist, daß deiner Herrlichkeit und deinen Thaten gleichet. Es ist kein Ding so groß und schwer, das dir zu thun unmöglich war. 2. Du sprichst, und auf dein máchtigs Wort fállt alles dir zu Füßen. Du führest deinen Unschlag fort bei allen Hindernissen. Du winkst, so Vom Wesen Gottes stehet eilend da, was noch zuvor kein Auge sah. 3. Du hast dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. Es bleiz bet stets dein Augenmerk und wird durch dich regieret. Noch immerhin besteht die Welt, weil dein allmächtig Wort sie hält. 4. Die Menge vieler Wunder zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Geseße steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, und ihren Lauf hebst du nach weiser Willkühr auf. 5. Wer deiner Gnade folgsam wird, sein Herz zum Guten neiget, und wenn er sich von dir verirrt, vor dir sich innig beuget; o, dem vergiebst du Sund' und Schuld, mit allmachtsvoller Gnad' und Huld! 6. Was für ein Wunder deiner Macht wird unser Uug' einst sehen, wenn nach der langen Grabesnacht die Todten auferstehen, wenn du von unserm Staub den Rest zu neuen Körpern werden låff'st. 7. Ullmächt'ger, mein erstaunter Geist, wirft sich vor dir darnieder. Die Ohnmacht, wie du selber weißt, umgiebet meine Glieder. Mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus tem Tode Leben schafft. 8. O, zünd' in mir den Glauben an, der deine Macht ergreifet, der stark und machtig werden kann, wenn er auf dich sich steifet. Gieb, daß ich traue deiner Kraft, die alles kann und alles schafft. Von der Allgegenwart Gottes. Mel. Erhabner Gott, was reicht.- 16. 27. großer Gott! der alle Ding' erfüllet, vor des sen Blick kein Dunkel uns umhüllet, wohin soll ich vor deiner Umacht gehn? und wohin fliehn vor dir, Herr, ungesehn? 2. Könnt' ich auch schnell mich zu den Wolken schwingen, und wieder schnell bis in die Tiefe dringen; so hielte mich doch deine Hand auch da: denn wo ich bin, da bist du, Herr, mir nah'. und seinen Vollkommenheiten. 3. Dein Uuge sieht, was Nacht und Abgrund decken, es kann sich nichts vor deinem Licht verstecken; du kennst genau das Inn're der Natur, der ganzen Welt und jeder Kreatur. 4. Kein falscher Gott, aus falschem Wahn verehret, hat je sein Volk das Künftige gelehret! du aber weißt, was künftig wird geschehn, und läss'st auch uns in deinem Wort es sehn. 5. Du weißt und hörst, was deine Kinder beten, und siehst, wenn sie im Stillen vor dich treten; noch eh' ihr Mund dir ihren Kummer sagt, vernimmst du schon, was dir ihr Seufzen flagt. 6. Vor Menschen bleibt hier manche That verborgen, dir aber ist die Nacht ein heller Morgen, und was hier noch in Finsterniß geschieht, entdeckt einst dein Gericht, dem nichts entflieht. 7. Wohl dem, der hier vor deinem Untlig wandelt, und der vor dir und Menschen redlich handelt; der steht alsdann, als ein bewährter Freund, getrost vor dir, wenn nun dein Tag erscheint. 8. O prüfe selbst die innersten Gedanken, ob sie vielleicht von deiner Richtschnur wanken. Bin ich, o Gott, noch auf verkehrtem Steg, so führe du mich auf der Wahrheit Weg.d - 26. - Mel. Mach's mit mir Gott nach. 28. Nie bist du, Höchster! von uns fern; du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; denn deine Rechte schüßet mich. 2. Was ich gedenke, weissest du; du prüfest meine Seele. Du siehst es, wenn ich Gutes thu: du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn; und nichts mich deiner Hand entziehn. 21 und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet; so weißt du sie, und strafest mich zu meiner Bess rung váterlich. 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine! voll Mitleid, Vater, záblest du die Thránen, die ich weine. Du siehst und wågest meinen Schmerz, und stárkst mit deinem Trost mein Herz. 3. Wenn ich in stiller Einſamkeit mein Herz an dich ergebe, und über deine Huld erfreut, lobsingend dich erhebe; so borst du es, und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sey. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte Wege wählet, 6. O druck', Ullgegenwärtiger! dies tief in meine Seele! daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur 3uflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu', und dir zu dienen eifrig sey. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroft zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich seyst, das tröst' und beff're meinen Geist. Von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. - Mel. Freu' dich sehr, o meine Seele.- 29. Pf. 42. ott, vor desfen Ungesichte nur ein reiner Wandel gilt! Ew'ges Licht, aus dessen Lichte, stets die reinste Klarheit quillt! Deines Namens Heiligkeit werde stets von uns gescheut! Laß fie uns doch fräftig dringen, nach der Heiligung zu ringen, 2. Heilig ist dein ganzes Wesen; denn kein Boses ist an dir. Ewig bist du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unstráflich, recht und gut, und mit deines Urmes Starke wirkst du stets vollkommne Werke. 22 Erster Theil. Vom Wesen Gottes 3. Herr, du willst, das deine| stimmest jedem seinen Lohn, dem Kinder deinem Bilde ähnlich seyn. Frommen und dem Sünder. Nie Nie besteht vor dir der Sünder, siehst du die Personen an, allein auf denn du bist vollkommen rein. Du das, was wir gethan, sieh'st du als bist nur der Frommen Freund, Uebel= rechter Richter. thätern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 3. Viel Gutes und Barmherzigkeit giebst du schon hier den Frommen; du schüßest sie vor manchem Leid, darin die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlgefällt, den man der Tugend widmet. 4. O, so laß uns nicht verscherzen, was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine Herzen, tódt' in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gett, vor dir? Du bist heilig, aber wir sind verderbt, und wer kann zahlen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dabin. O, so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn. Gieb uns, wie du selbst verheiff'st, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere, und zu allem Guten führe. - 6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht! Unfres Wandels größte Bierde sen rechtschaffne Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Himmelreich wirst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 30. erechter Gott, vor dein Gericht, muß alle Welt sich stellen. Du wirst in ihrem Ungesicht auch mir mein Urtheil fällen. D, laß mich dein Gericht stets scheun, und hier mit Ernst beflissen seyn, vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von deinem festen Thron auf alle Menschenkinder! be 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, und bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufgenommen. Sein Werk und Dienst gefällt dir wohl, ist er gleich nicht so, wie er soll, ganz rein von allen Fehlern. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Gesez und Recht entweiht, bist du ein strenger Rächer. Shn strafend machst du offenbar, daß er dir nie gefällig war, der hier der Sünde dienet. 6. Der Untergang der ersten Welt, die aus der Urt geschlagen, das Feuer, das auf Sodom fållt, Negyptens lange Plagen, und andre Wunder deiner Macht sind Zeugen, wenn dein Zorn erwacht, wie du den Sündern lohnest. 7. Bleibt hier viel Böses unbe= straft, viel Gutes unbelohnet, so kommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Sünders schonet; da stellst du, Herr, in's hellste Licht, wie recht und billig dein Gericht: dann triumphirt der Fromme. 8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben! Gieb selber mir die Kraft dazu! Wirk' inniges Betrüben, wenn sich die Herz, das lauter Gutes hegt, ſey Sünd' in mir noch regt! Dein meines Herzens Muster. 9. Und weil vor dir, Herr Zebaoth, nur die allein bestehen, die gläubig auf des Mittlers Tod bei ihrer Reue sehen; so laß mich die Gerechtigkeit, die mich von Straf' und Schuld befreit, im Glauben eifrig suchen. und seinen Vollkommenheiten. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. 31. Noch nie haft du dein Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott, verlegt. Du hältst getreu, was du versprochen, vollführst, was du dir vorgeseßt. Wenn Erd' und Himmel auch vergehn, bleibt ewig doch dein Wort bestehn. 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was uns dein Mund verheißen hat. Nach deiner Macht, nach deiner Treue bringst du das alles stets zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, so kommt sie doch zur rechten Zeit.. 3. Und wie du das unfehlbar giebest, was deine Lieb' uns zugedacht; so wird, wenn du Vergeltung übest, dein Drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o Gott, beharrlich haßt, fühlt deiner Strafe schwere Last. Mel. Gott des Himmels und der. 32. W eicht ihr Berge, fallt ih: Hügel! Berg und Felsen stürzet ein: Gottes Treu hat dieses Siegel, sie soll fest und ewig seyn. Laßt den Weltkreis untergehn, Gottes Gnade muß bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort ver= sprochen, seinen Bund mit mir gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit trúget nicht, was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt. Sie soll ihren Zweck erreichen, den fie ewig sich gestellt. Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm, gut und getreu. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie Krieg und Streit im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen. Shm vertraun ist stets Gewinn; denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. 4. O, drücke dies tief in mein Herze, daß es vor deinem Wort sich scheut. Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherze mit deiner Strafgerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, was dein Befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Trost uns jemals rauben, den wir auf dein Versprechen bau'n? du bist ein Fels, dein Bund steht fest: Wohl dem, der sich auf dich verläßt! 6. Wie stark sind unsers Glaubens Gründe! hier ist dein Wort, das niemals trügt. Und daß dies allen Beifall finde, hast du den Eid hinzugefügt. Wahrhaft'ger, was dein Mund beschwört, ist völlig unsers Glaubens werth. 23 7. Laß, Seele, laß dich dies beschamen! O, traue Gott, der treu es meint. Such' ihn zum Muster anzunehmen, und sey auch aller Lügen Feind. Beweise dich als Gottes Kind, bei dem man Treu' und Wahrheit find't. 5. Laßt sein Untlig sich verstellen; ist sein Herz doch treu gesinnt, und bezeugt in allen Fällen, ich sey sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch alle Hoffnung weicht. 6. Er will Friede mit mir halten, wenn sich schon die Welt emport. Ihre Liebe mag erkalten; ich bin seinem Herzen werth. Und wenn Höll und Abgrund brüllt, bleibt doch er mir Sonn' und Schild. act 7. Er, der Herr, ist mein Erbar= mer; so hat er sich selbst genennt; welch ein Troft, nun werd' ich Urmer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht ihn sich mir jemals ganz entziehn. 24 Erster Theil. 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen unbeweglich auf ihm ruh'n: Felsen will ich auf ihn bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd' und Himmel fann vergehn, doch sein Bild bleibt ewig stehn! Von der Liebe und Güte Gottes. Mel. des 66. Psalms. 33. W - ie groß ist des Au, macht'gen Güte! ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe F zu ermessen sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stårkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? Ist's nicht sein Urm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig schn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Gute sind sie dein. Sieh', darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig seyn. Vom Wesen Gottes 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren? Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? Den Weg, den er mir zeigt, nicht geh'n? Sein Will' ist mir in's Herz geschrieben; sein Wort bestárkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben, und meinen Náchsten gleich als mich. 5. Dies ist mein Dank; dies ist sein Wille. Ich soll vollkommen seyn, wie Er. So lang' ich dies Gebot erfülle, stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit. fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn! sie stárk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tróste mich zur Zeit der Schmerzen: sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks. 34. OF Gott, du bist die L Liebe! Allein zum Wohlthun haft du Lust. Der Auálsucht harte Triebe sind deinem Herzen unbewußt. Ganz ohne alle Gránzen ist deine Gútigs feit. So weit die Himmel glänzen, übst du Barmherzigkeit. Du, Herr, haft Wohlgefallen an dem, was du gemacht; und haft uns Sündern allen noch Leben zugedacht. und seinen Vollkommenheiten. D 2. Als du uns hießest werden, da schufst du uns zum ew'gen Wohl. Nicht nur auf dieser Erden ist alles 35. deiner Güte voll: auch in dem Himmel droben hat deine Vaterhand uns Güter aufgehoben die noch kein Uug' erkannt. Dorthin uns zu erheben ist, Gott, mit uns dein Sinn. Drum gab für uns sein Leben dein ew'ger Sohn dahin. 3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld, wie du? Auch auf dem Sündenpfade siehst du uns voller Langmuth zu. Du lockest uns zur Buße; und wenn, zur Reu' bewegt, der Sünder sich zu Fuße vor dir in Demuth legt, so siehst du auf ihn Urmen mit váterlicher Huld, und schenkst ihm aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. 4. Mit jedem neuen Morgen wird über uns dein Wohlthun neu; du kommest unsern Sorgen zuvor mit deiner Vatertreu'. Du, Ursprung aller Gaben! Du weißt, was uns gebricht, und, was wir nöthig haben, versagst du, Gott, uns nicht. Vom Wohlthun, das du übest, sind unsre Tage voll; auch wenn du uns betrübest, geschieht's zu unserm Wohl. 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu verblieben, wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu fegnen, ist ewig deine Lust. Mit Dank dir zu begegnen sey, Herr, auch unsre Lust. Laß uns, treu zu erfüllen, was du befiehlst, nie ruh'n. Wer sollte deinen Willen nicht gern, o Bater, thun? Mel. Wie schön leuchtet der. Gott, des starte Hand die Welt erschaffen hat, und noch erhält! Ich spüre deine Güte hier auf der Welt an jedem Ort. R Sie hilft mir Schwachen gnädig fort; und wenn ich mein Gemüthe von hier zu dir, o Gott, wende, streckst du Hände voll Erbarmen, und voll Wohlthun nach mir Urmen. 2. Seh ich den weiten Pimmel an, so viel ich davon sehen kann, so seb ich deine Güte. Der Himmelskörper Lauf und Pracht, das Sternenheer, das du gemacht, erreget mein Gemúthe, mächtig, freudig dir zu singen, dir zu bringen Ehr und Ståärke: Groß sind deiner Hande Werke! 6. Wer hier auf deinen Wegen sich willig deinem Dienste weiht, den fetest du zum Segen schon hier, noch mehr in Ewigkeit. Du krönest seine Leiden mit herrlichem Gewinn, und führest ihn zu Freuden, zu ew'gen Freuden hin. Wie theu'r ist deine Güte! Gott, laß mich ihrer freu'n, und stets mein ganz Gemüthe voll ihres Ruhmes seyn? 25 3. So oft ich athme und den Hauch der Lüfte fühle, fühl' ich auch, Gott, deine große Güte. Wind, Wasser, Feuer, Schnee und Eis sind deines Wohlthuns lauter Preis, und rühren mein Gemüthe, táglich hier mich dein zu freuen, und von neuem, Herr, mein Leben dir zum Dienste zu ergeben. 4. Die Erd' ist deiner Güte voll! In allem, was mich náhren soll, schreck' ich, Gott, deine Güte. Sch seh' und hör' und fühle sie in Feld und Wald, an Thier und Vich. Dies dringet mein Gemüthe, Herr, dich innig ohn' Aufhören zu verehren. Hoch zu loben sind ja deiner Güte Proben! 5. Schau ich mich selber achtsam an, so viel ich mich beschauen kann, so seh' ich deine Güte. Die zeiget mir ein jedes Glied, ein jeder Sinn, ein jeder Tritt, mein Geist und ganz Erster Theil. Gemüthe. Billig muß ich dir hinwieder meine Glieder ganz ergeben, und nur dir zu Ehren leben. 26 - Der 36. Psalm. Mel. des Psalms. Vom Wesen Gottes wer kann sie, Gott, so wie du, mit voller Freud' erquicken? Wer kann der Deinen reine Brust mit Strömen nie gefühlter Lust, wer will sie so entzücken. 3. Fließt, fließt nicht alle Seligkeit, o Gott, aus deiner Gútigkeit, quillt nicht von dir das Leben? Auch kenn= ten wir dich, Höchster, nicht, hätt st du uns des Verstandes Licht, dein Wort, Herr, nicht gegeben! Wer diesem Lichte folgt, der wird zum höhren Licht, zu dir, geführt! Den wirst du nicht verlassen! Geuß deinen Segen über die, die dich verehren! schüße sie, die alle Falschheit hassen! 6. Herr! dazu, bitt' ich, hilf du mir! 3euch immer näher mich zu dir durch deine große Güte! O heilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank hüte. Laß mich, was ich bitt', erlangen; dir anhangen hier auf Erden, bis mir wird der Himmel werden. 36. ott, deine uld und AAR Gútigkeit erfüllet alles, reicht so weit, als deine Himmel reichen! Und alles sagt: daß deine Treu', wie du, unendlich, ewig sen! Eh' werden Berge weicher, eh' uns des Herren Huld verläßt! Stein, nein! sein Wort steht ewig fest 4 auf nie bewegten Gründen! Du, Gott, von dem nur Gutes fließt, du lásfest uns, so lang' du bist, Erbarmung vor dir finden. 2. Dein sind die Menschen, dein das Vieh! du, Gott, erhältst, ernähreft sie, wer fann dich gnug er= beben! Du Gott voll Gnaden, voll Geduld, stets fühlen deine Baterhuld, die hier auf Erden leben. Wer giebt dem Menschen sichre Ruh? Wer Von der Geduld und Langmuth Gottes. 37. viel Geduld beweisest du uns Urmen! Wir häufen täglich unsre Schuld, du háufest dein Erbarmen. Was ist des Menschen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf, und deinem Wink entgegen. Und gleichwohl, Vater, suchst du ihn langmüthig davon abzuziehn, zur Beßrung zu bewegen. 2. Der Menschen Elend jammert dich. Wenn sie sich gleich verstocken, so suchst du sie doch väterlich durch Huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du nicht ehmals deinem Volke zu, daß sich ihr Herz bekehrte! wie trugst du nicht mit Univ.- Bibl. Giessen etreuer Gott! Wie und seinen Vollkommenheiten. Butigkeit die erste Welt so lange Beit, eh' sie die Fluth verheerte! 3. Noch immer giebst du Sündern Raum, der Strafe zu entgehen. Du aff'st den unfruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen. Du schonest sein von Zeit zu Zeit; verziehest, voll Barmherzigkeit, ihn gänzlich abzu= hauen. Du wartest sein mit großer Treu', und hörst, damit er fruchtbar sen, nicht auf, an ihm zu bauen. 4. Langmüthigster! so große Huld bezeigst du frechen Sündern, und o, nicht weniger Geduld hast du mit deinen Kindern. Sie werden ja, weil Fleisch und Welt hier ihnen häufig Nese stellt, oft sicher, matt und tráge. Sie straucheln, sie vergehen sich, und fehlen oftmals wider dich auf falsch gewähltem Wege. 5. Du rufest ihnen in Gefahr, so oft sie irre gehen; reichst ihnen Hand und Stärke dar, von Sünden aufzustehen. Du trågest sie mit Vaterhuld, bist willig, ihre Sündenschuld durch Chriftum zu vergeben; giebst ihnen neue Glaubenskraft und nach vollbrachter Pilgrimschaft ein ewig Freudenleben. 6. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott, unsre Herzen rühren! Nie müsse deine Baterhuld zur Sicherheit uns führen! Trag' uns erbarmend fernerhin; doch gieb uns auch dabei den Sinn, daß wir die Sünde hassen, und uns noch in der Gnadenzeit den Reichthum deiner Gütigkeit zur Buße leiten lasse. Mel. Wunderbarer König. 38. UE numschránkte Liebe, gönne blöden Augen, die zum Frrdischen kaum taugen, daß sie in die Strahlen deiner Langmuth blicken, die den Erdkreis buldreich schmücken, 27 f und zugleich freudenreich, Bösen und den Deinen, wie die Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplah deiner Güte. Deiner Langmuth Ehre, wird durch neue Proben, immer herrs licher erhoben. D, wie weit, o, wie breit streckt sie ihre Flügel über Berg und Hügel! 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag vor Tag zu schonen, Tag vor Tag zu dulden, ſo viel Millionen Schulden, und dazu ohne Rub' lieben, die dich hassen: Herr! wer kann das faffen? 4. Du vergiebest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte drauet, und erbarmt sich wieder, legt die pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch sie kaum weggeleget, dich zum Zorn erreget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen; wer zu deinen Füßen sich mit Thránen senket, dem wird Straf' und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Urmen gnädig dich erbarmen. 6. Hochster, sen gepriesen, daß du so verschoneft, und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sen Ehre, die so wohl regieret, und mit Nuhm den Scepter führet. Fahre fort, 3ions Hort, Langmuth auszuüben und die Welt zu lieben. Lob der heiligen Dreieinigkeit. 39. G Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. ott, unserm Gott allein sey Ehr'! Ihm Dank für seine Gnade! Uns drücket nun sein 3orn nicht mehr! geheilt ist unfer Schade. Er, der uns seinen Frieden gab, schaut auf die Erde nun herab mit Lieb' und Wohlgefallen. 28 Erster Theil. Vom Wesen Gottes 2. Gott Vater wir verehren dich,| Pilgrimschaft im Glauben selig schlies mit Loben und mit Danken; denn fen. Wir wollen dir gern folgen. du regiereft ewiglich! dein Thron kann niemals wanken. Herr, alles, was du sprichst, geschieht, so wie dein Uug' auf alles sieht: Wohl uns, daß du regiercft! 5. Laß, Gott, uns dein auf Erden schon als unsers Gottes freuen. Herr, segne uns von deinem Thron, daß wir vor dir gedeihen! Dein ist das Reich, die Herrlichkeit. Dir wollen wir hier leben; und du wirst nach vollbrachter Zeit uns einst dahin er= heben, wo wir dich ewig schauen. 3. Christe, Gottes ein'ger Sohn! Für uns ins Fleisch geboren! Ramst du nicht von des Himmels Thron, so waren wir verloren. Sey uns mit deinem Heile nah! Uch, für uns alle starbst du ja! Erbarm' dich unser aller! - Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.-30. 41. O heiligste Dreieinigkeit, nach zu ehren bemüht sich deine Christenheit, dein Lob läßt sich stets hören. Wie hoch bist du, wie wundersam! 2[ n= betungswürdig ist dein Nam', dein Wesen unerforschlich. 2. Es zeigt die herrliche Natur, und zwar an jedem Orte, des Allerhöchsten Segensspur, doch Dank sey Mel. Gott, mache du mich. seinem Worte! Es zeigt uns ihn erst err, unser Gott, wer ist recht, er heißt: Gott Vater, Sohn 17. 40. bist das der des 4. O heil'ger Geist! du theures Pfand, du Tröster der Erlösten! Erleucht' mit Weisheit den Verstand, und komm', das Herz zu trösten. Sey, wo wir wandeln, unser Licht! Verlaß uns auch im Tode nicht! Wir trau'n auf deine Treue. 1 höchste Wesen. Und doch hast du, an Gnade reich, uns dir zum Dienst erle= sen. Gemeinschaft sollen wir mit dir, du Ullerhöchster, haben. Mit deinem Heil willst du uns hier und ewig einst begaben, du Quelle alles Segens. 2. Wir beten dich, o Vater, an. Sind wir gleich vor dir Sünder, so nimmst du dich doch unser an, wie Båter ihrer Kinder. Du haft für uns aus großer Huld selbst deinen Sohn gegeben. Dein Herz voll Güte und Geduld verleih' uns Trost und Leben, daß wir dich findlich fürchten. 3. O Jesu, ew'ger Gottessohn! Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich steht zu des Vaters Thron der Weg uns wieder offen. Uns zu befrei'n von Sund' und Tod, kamst du zu uns auf Erden. O, laß uns, unser Herr und Gott, froh deines Gegens werden, und dir im Glauben dienen. 4. heil'ger Geist, du Geist von Gott! Wehr' in uns dem Verderben! Sm Glauben an des Mittlers Tod hilf uns der Sünde sterben! Du giebst zum Guten Luft und Kraft. Laß uns deß auch genießen! damit wir unsre armen Sünders. 3. Nun weicht die Nacht, nun wird es hell, laßt Lobgesänge fließen! Du Vater, aller Wesen Quell und Ursprung, sey gepriesen! Du Vater, haft von aller Zeit in grånzenloser Ewigfeit den Sohn, dein Bild, gezeuget. 4. Du schufft den weiten Erdenkreis mit gnåd'gem Wohlgefallen. Du schufft den Menschen: Dank und Preis soll erst durch ihn erschallen. Du trágest durch dein mächtig Wort, was du erschaffen, immerfort, und herrsch'st mit weiser Güte. 5. O bester Vater steh' uns bei, uns, deinen armen Kindern! wir fehlen oft noch, ach verzeih', verzeih' uns armen Sündern. O, unsre Noth ist mannigfalt, errett' uns, Herr, und hilf uns bald, zeig' dich an uns als Vater! 6. Herr Jesu Christ, des ew'gen Sohn, von Ewigkeit geboren. Du herrsch'st auf deines Vaters Thron, zu unserm Heil erkoren. Durch dich erschuf er diese Welt, du bist's, durch den er sie erhält, o Gott, aus Gott geboren! 7. Du bist des Höchsten Ebenbild, er dich sieht, sieht den Vater; ein Mensch, nachdem die Zeit erfüllt, ein Delfer, ein Berather des Menschen. Du erwarbst ihm Huld, bezahltest seine chwere Schuld durch dein unschuldig leiden. und seinen Vollkommenheiten. 8. Nun sikest du zur rechten Hand Des Vaters hocherhoben, beherrsch'st allmächtig jedes Land, und dámpfst Der Feinde Toben. Hilf, unser Bruder, inser Gott, du bist's, auf den in Noth und Tod wir uns allein verlassen. 9. Von Ewigkeit warst du auch chon, o Geist, Quell aller Wahrbeit, Gott mit dem Vater und dem Sohn, erfüllt mit höchster Klarheit. Vom Vater und vom Sohn gesandt, mach' uns die Gottheit recht bekannt, und ihr zu dienen willig. 42. D 29 10. O heil'ger Geist, du Geist des Herrn, durch den wir Abba schreien, nur du kannst uns, und thust es gern, zu seinem Bild ernenen. Durch dich wird unsre Haffnung fest, und wenn uns alle Welt verläßt, so bleibt dein Trost noch kraftig. Der 19. Pfalm. 11. Geist des Gebetes steh uns bei, daß wir in allen Nöthen voll Dankbarkeit, mit wahrer Reu', zu Gott im Glauben beten. Wenn unsre Stunde kommen ist, so hilf, daß wir auf Jesum Christ getroß und selig sterben. 3) Von der Schöpfung. ie Himmel rufen, jeder ehret die Größe Gottes, ſeine Pracht; die ausgespannte Veste lehret die Werke, die sein Urm gemacht; und aller Welten Harmonie, verkündigt und befinaet fie. 2. Es stromt von einem Tag zum andern, gleich Bächen, ihre Rede fort, und eine Nacht erzählt der andern laut ihr gedankenvolles Wort. Es sind nicht Sprachen, die sie spricht; doch wer hört ihre Stimme nicht? 12. Gott Vater, Schn und heil'= ger Geist, wie groß ist deine Güte; sey ewiglich dafür gepreis't, mit freudigem Gemüthe! Wenn dich der Engel Chor befingt, wo heilig, heilig, heilig klingt, so hör' hier unser Lallen! 3. Die Ordnung funsterfüllter Kreise verherrlicht Gott durch jedes Land und macht, damit der Mensch ihn preise, sein Lob der fernsten Welt befannt: denn wer sieht ihre Wuns derbahn, und betet nicht den Schopfer an? 4. Wer schuf, daß uns der Tag erwache, der Sonne strahlend Zelt, als Er? Sie kommt; so geht vom Brautgemache der heitre Bräutigam daher; sie eilet, wie ein Held zum Streit erwachet und des Kampfs sich freut. 5. Ihr hoher Aufgang ist im Morgen, bis in den fernsten West ihr Lauf. Nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen; sie gehet allen segnend auf. Ihr Glanz zerstreut das Grau'n der Nacht, beseelt die Welt und giebt ihr Pracht. 6. Das Recht, das uns der Herr gegeben, ist heilig und untadelhaft. Es stárkt die Seelen, daß sie leben, und giebt dem kranken Herzen Kraft; sein Wort ist ohne Falsch und Trug, erhellt und macht die Einfalt flug. Erster Theil.. Von der Schöpfung. 30 7. Uus seinen richtigen Gesetzen quillt Freude für die Traurigkeit. Sie heiligen, wenn sie ergógen. Wie lauter ist, was Gott gebeut! Herr, deines Wortes reines Licht erleuchtet jedes Angesicht. 1 8. Die Furcht des Herrn erhebt und schmücket ein folgsam Herz, und macht es rein, und ewig bleiben die beglücket, die sich dem Dienste Gottes weih'n. Denn alles, was der Herr gebeut, ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 9. Die Zeugnisse des Herrn sind besser und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles noch so feine Gold. Süß sind sie, wie der Honig ist, und mehr, als der vom Stocke fließt. 10. Wie warnen sie nicht deine Knechte! Der hat viel Eegen, der fie halt! Doch oft vergißt man deine Rechte: Wer merkt, o Gott, wie oft er fällt? Vergieb, das bitt' ich, Gott, von dir, auch die verborg'nen Sünden mir! 11. Enthalte mich von frechen Sünden, die ein vermeßner Stolz erzeugt, und laß sie den nicht überwinden, der willig in dein Joch sich beugt! Daß ich unschuldig, rein und frei von großer Uebertretung sey! 12. Vernimm, voll Huld, aus meinem Munde die Reden, die sich deiner freu'n, und laß, zur ange= nehmen Stunde, dir mein Gebet geseufzet seyn! Ich habe ja dein gnädig Wort, Herr, mein Erlöser, Gott, mein Hort! 3. Daß Kraut und Pflanzen sich verjüngen, und alles neues Leben fühlt, daß alle Bäume Blüthen bringen, das Feld mit tausend Farben spielt, das fließt allein aus deiner Gnad', die unsre Welt gezieret hat. aller Himmel Pracht. Was wir nur schönes sehn und hören, hat deine Hand allein gemacht. Un deine Weisheit, an dein Licht, reicht keines Menschen Denken nicht. 2. Du bist's, der die Geschöpfe weidet, der ihnen ihre Zierde schenkt. Du bist es, der die Erde kleidet, und sie mit grünem Schmuck behángt. Du bist es, der durch seine Kraft dem Frühling neue Unmuth schafft. 4. Wie viel vermag dein mächtig: Werde! erhabenster Herr Zebaoth! Dein Lob verkündigt zwar die Erde, doch herrlicher noch, reicher Gott, verkündiget der Himmel Pracht die Größe deiner Schöpfermacht. fließt auch der Sonne feurig Meer. 5. Aus dir, du Quelle alles Lichtes, Ja, großer Schöpfer des Gesichtes, das Wunder her, daß mir die Schönheit dieser Welt so strahlend in die Augen fällt. 6. Was zeugt das Heer von tausend Sternen, das selbst die Nächte reizend macht? Von ihnen soll ich hier schon lernen, wie groß, o Schöpfer, deine Pracht! Gott du bist nichts, als Heiterkeit; nur Licht und Strahten sind dein Kleid. 7. Uch Schöpfer! heil'ge mein Gesichte, wenn ich so voll Verwund'rung steh', daß ich in deines Geistes Lichte allein auf dich, den Ursprung, seh' Uch! reinige selbst meine Brust von jeder schnóden Erdenlust. Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. o 44. Wenn ich, Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege: so weiß ich, von Bewund'rung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Mel. Die Himmel rufen, jeder.- 42. 43. Gott! den alle Himmel Gott, mein Herr, und Vater! ehren, von dir 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Him= mel, práchtig ausgesc můckt, preist dich, du Gott der Stárke! Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestát? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoos der Erde auf, mit Vorrath uns zu segnen? Gott der Macht und Herrlichkeit, Erster Theil. Von der Schöpfung. - Gott, deine Güte reicht so weit, als nur die Wolken gehen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, bich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der ge: ringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt meinem Schöpfer Ehre! 31 5. Hilf, daß die Güter dieser Erden mich zu dir locken, höchstes Gut! daß sie mir nicht zum Fallstrick werden, der statt des Nugens Schaden thut. Laß allen Mißbrauch ferne seyn! Mein Schag und Ziel sey du allein. 6. Hier ist mein Leben eine Reise: hier geht mein Weg zur andern Welt. O, mache du mich flug und weise, daß ich hier thu', was dir gefällt. Nimm endlich nach vollbrachtem Lauf mich, Gott, in deinen Himmel auf. 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wundervoll bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Mel. des 140. Psalms. Preis, ist sich ein täglicher Beweis 46. D ie Himmel rühmen von deiner Güt' und Größe. Gottes Ehre, ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! erhebe seinen Namen! Gott, unser Bater, sey gepreist, und alle Welt sag': Umen! und alle Welt fürcht ihren Herrn, und hoff' auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. 45. Gott des Himmels und der Erden, der du allgegenwärtig bist, und nimmer kannst begriffen werden, vor dem kein Ding verborgen ist, auch ziehe mich, mein Gott, zu dir, und offen bare dich in mir! 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find' ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Undacht überdenke die wundervolle Kreatur, so ruft mir gleichsam alles zu: Wie groß ist Gott, wie klein bist du. 3. Es zeigen alle Elemente, wie weis und gut der Schöpfer sey. O, wenn das Stumme reden konnte, so stimmt es der Entmunt'rung bei: Ihr Menschen! ehrt des Schöpfers Pracht, auch euch zu gut sind wir gemacht. 4. Herr Gott! wie groß ist deine Liebe! die Erd' ist deiner Güte voll. O, gieb mir deines Geistes Eriebe, daß ich dich preise, wie ich soll. Nimm, was ich kann, und hab', und bin, zu deinem Dienst auf ewig hin! der Erdkreis, ihn die Meere; vers nimm, o Mensch, ihr göttlich Wort. 2. Ber trågt die unzählbaren Sterne; Ver führt die Sonn' aus ihrem Belt? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und läuft den Weg, gleich als ein held. 3. Vernimm's und sieb' die Wunderwerke, die die Natur dir aufge= stellt. Verkündigt Weisheit, Ordnung, Stárke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt. 4. Kannst du die unzählbaren Heere der Wesen fühllos wohl beschau'n? Durch wen ist alles? gieb ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertrau'n! 5. Mein sind die Himmel, mein die Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich werde seyn, der ich seyn werde, dein Gott und Bater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, Weisheit, Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil; ich bin's, mich liebe dein Gemüthe, und nehm' an meiner Gnade Theil. Erster Theil. Von den Engeln. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 47. H err, du hast in deinem Reich große Schaaren heil'ger Engel. Ihnen bin ich noch nicht gleich; denn ich bin noch voller Mångel. Uch! wann werd' ich auch so rein, als die guten Geister seyn. 2. Mich beschwert noch Fleisch und Blut; stärke mich bei der Beschwerde! Stárke mich mit Kraft und Muth, daß ich hier schon auf der Erde als dein Erbe und dein Kind immer himmlisch sen gesinnt. 3. Gieb mir Weisheit, gieb mir Fleiß, dich, o Gott! recht zu erkennen. Laß mich deines Namens Preis gern auch vor der Welt bekennen; daß ich darin auf der Erd' deinen Engeln ähnlich werd'. 4. Herr, dein Wille soll geschehn, wie im Himmel, so auf Erden. Laß uns doch stets darauf sehn, daß wir dir gehorsam werden, so in deinem Willen ruh'n, wie die reinen Geifter thun. 32 - Von der Schöpfung. F 5. Unsre Welt ist voll Gefahr; voll Gefahr ist unser Leben. Sende deiner Engel Schaar, daß sie schüßend uns umgeben. Wo wir gehen aus und ein, las sie unsre Wächter seyn. 6. Mach' es, wie mit Lazaro, wenn ich künftig werde sterben. Laß mich dann auch eben so deines Himmels Freuden erben. Bringe durch der Engel Hand mich hin in mein Vaterland. 7. Laß mich dann vor deinem Stuht bei den Auserwählten stehen, wenn die Bofen in den Pfuhl der Verdammniß zitternd gehen. Mache mich in deinem Reich völlig deinen Engeln gleich. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. D DET u Herr der Seraphinen, dem tausend Engel dienen und zu Gebote stehn: du herrlich großer Meister des ganzen Reichs der Geister! mein Mund soll deinen Ruhm erhöhn. 2. Herr, deine Himmelsheere, die 3eugen deiner Ehre, giebst du zu meiner Wacht. Sie sehn dein Ungesichte im höchstvollkommnen Lichte, und haben dennoch auf mich Ucht. 3. Ich prcise deine Güte mit dankSchaar. Ich rühme deine Rechte für barem Gemütbe für diese Wunderdiese deine Knechte, durch deren Schuß ich sicher war. ferner diese Hüter zu meinem Schirm 4. Gieb, Geber aller Güter, gieb mir bei. Es sey mein ganzes Leben mit ihnen stets umgeben, so bleis ich manches Fehltritts frei. 5. Doch sollen sie nicht weichen, so laß mich ihnen gleichen an wahrer Heiligkeit. Wie sie die Kinder lieben, und wahre Demuth üben, so mach' auch mich dazu bereit. 6. Sie thun ja deinen Willen; laß mich den auch erfüllen. Sie deinen Worten, o Herr an allen leben völlig rein; laß mich, nach Orten auch so, wie sie, die Sünde scheun. 7. Wenn ich denn endlich scheide, so führe mich zur Freude, auf ihren Händen ein. Bei dir, o Höchster, droben will ich dich ewig loben, wenn ich den Engeln gleich werd' scyn. antolama 4) Von der Vorsehung Gottes. Der 33. Psalm. Mel. des Psalms. 49. S hr Frommen, auf! die ihr die Ehren des Gottes aller Ehren singt; dieweil sein Lob von 3ions Chören noch eins so ange= nehm erklingt! Spielt ihm streng und schone! Mischt der Orgeln Töne in den Jubelsang! Lobet ihn auf Saiten, laßt ihm sich bereiten eurer Flóten Klang. 2. Verherrlicht ihn mit neuen Weisen! Erhebt ihn durch ein ewig Lied! Und seyd, ihn würdiglich zu preisen, mit allgemeinem Fleiß bemüht! Was sein Wort uns lehret, was sein Mund uns schwöret, ist vollkommen wahr. Jedes seiner Werke leget, daß man's merke, seine Wahrheit dar. 3. Gerecht und heilig ist sein Wille und jeder Ausspruch, den er fällt. Der Ausfluß seiner Gegensfülle ergeußt sich durch die ganze Welt. Die gewölbten Lüfte, und der Himmel Klüfte, hieß sein Machtwort seyn. Aller Sternen Kreise, Wechsel, Licht und Weise schuf sein Hauch allein. IN IND 4. Er hält die Meer' und Wasserschäße in ihrem sichern Abgrund auf. Er schreibt der Ebb' und Fluth Gesetze, und ordnet aller Flüsse Lauf. Adams ganz Geschlechte fürchte Got tes Rechte, die dies wirken kann! Betet, freche Geister, Gott, des Donners Meister, mit Erstaunung an! 33 5. Er spricht, um etwas zu vollbringen: so ist's im Augenblick ge= schehn. Er rufet unerschaffnen Dins gen: so sind sie wirklich schon zu seh'n. Allen Nath der Großen weiß er umzustoßen, wie es immer geh'. Alle List der Erden muß zu Schanden werden, daß sein Rath besteh'. 6. Er wechselt niemals in Gedanken. Kein Fall der Zeiten schwächt sein Neich. Er kann nicht, wie die Menschen, wanken, und ist sich selbs sten ewig gleich. Wohl denn dem Geschlechte, welches sich mit Rechte zu den Seinen zählt! Wohl euch, 3ions Kindern, die er aus den Sündern, als sein Erb', erwählt! 7. Er sieht von seiner Sterne Bühnen das Thun der Erdenkinder ein. Er unterscheidet, die ihm dienen und die vor ihm nicht lauter seyn. Gott, der Weltberather, nimmt, als Herr und Vater, aller Menschen wahr; seiner Fürsicht Proben werden uns von oben stündlich offenbar. 8. Er hat das Herz in uns geleget; d'rum kennt er dessen Haß und Lust, und was sich da geheimes reget, ift eher ihm als uns bewußt. Nicht die vielen Machten siegen in den Schlachten, sondern Gottes Urm. Dieser ist bewährter, als der Helden Schwerter und der Riesen Schwarm. 9. Ein feurig Pferd, mit dem ein Sieger oft glücklich durch die Feinde riß, ist keinem Flüchtling, keinem Krieger mit aller seiner Kraft gewiß. Die sich Gott ergeben, deren Gut und Leben nimmt sein Aug' in Ucht. Ihre Seele trauet, wenn dem Bösen grauet, seiner Huld und Macht. 10. Der Flügel Gottes deckt die Seinen vor allen Tod'sgefahren zu. Wenn andre lang nach Brode weinen, so speis't er uns in milder Ruh'. Darum, fromme Herzen, harrt in allen Schmerzen seiner Hülf und Kraft, die euch fest umringet, alle Noth verdringet, und euch Heil ver= schafft. 3 34 Erster Theil. 11. In dir, o Herr, in dir alleine erfreuen wir uns jederzeit. Der Trost für Israels Gemeine ist deine Treu' und Heiligkeit. Uebe dein Erbarmen ferner an uns Urmen, du, o höchstes Gut! Gieb uns einst zum Lohne unsers Glaubens Krone, der auf dich beruht. - Von der Vorsehung Gottes. Der 65. Pfalm. Mel. des Psalms. 50. Mª an betet, Herr, in 3ions Stille zu deiner Macht 5. Dein Wink gebeut den wilden Meeren, und stillet Wind und Fluth. Wenn Welt und Hölle sich empören so dámpfst du ihre Wuth. So weit der Erde Theile reichen, erschrickt die Heidenschaft vor deiner wahren Gotts heit Zeichen und deiner höchsten Kraft. 6. Du machest fröhlich, was da webet, so bald der Tag erwacht; und Abends danket, was da lebet, dem Schuße deiner Macht. Wenn du erquickst mit Thau und Regen der Erde heißen Schooß, so wird durch deinen milden Segen der Felder Reichthum groß. 4. Die Hoffnung aller Menschen Schaaren ist nur auf dich gestellt: Denn du allein nur mußt bewahren, was See und Land enthält. Du bist es, dessen sichre Stärke die Berge gründen kann, und warest zu dem Schöpfungswerte mit Allmacht angethan. 7. Dein Brunn, der nimmermehr verseiget, erquickt sie früh und spát, bis Keim und Wehre treibt und steiget, und alle Frucht geráth. Wenn Frucht und Fluren sich verneuen, o Herr, so trånkst du sie, und thauest Wachsthum und Gedeihen auf unsre Saat und Müh'. und Huld. Da zahlt man dir der Opfer Fülle und der Gelübde Schuld: da merkest du auf unfre Lieder und Bitten für und für, 8. Du krónest alle Jahreszeiten mit segensvoller Hand, und träufelst eitel Fettigkeiten auf unser ganzes Land. Es triefen Wüsten, Haid' und Weiden von ihrem fruchtbar'n Guß. Die Hügel schmücken sich mit Freuden und holdem Ueberfluß. und sammelst deiner Kirche Glieder aus aller Welt zu dir. Daß uns der Sünden Last nicht schade, wie schwer sie immer sey, so spricht uns Urme deine Gnade von Fluch und Schulden frei. Wohl denen, die sie aus den Sündern zu deinem Dienste wählt, und hier und dort zu deinen Kindern und Hausgenossen zählt. 9. Es wimmeln von dem Schaafgedrånge die Unger rings umher. Es stehen von des Kornes Menge die Auen dick und schwer. Da schallt der Dank von tausend Chören: der frohe Landmann singt des Allerhalters Macht und Ehren, daß Berg' und Thal erklingt. Der 104. Psalm. 3. Du gießest nach den bangen Zeiten den Trost auf Jakobs Haus, vom Sige deiner Seligkeiten, an allen Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen.- 33. Enden aus. Wir können deiner Liebe 51. Sen feurig, Seele, Gott Proben in tausend Wundern und dich als unsern Heiland loben, sobald wir zu dir flehn. loben, ihn, den hovah Sebaoth! Sehr herrlich bist du, sehr erhoben, geschmückt mit Majestát, mein Gott! Licht, das auch Seraphinen schrecket, Licht ist dein strahlenvoll Gewand! den grenzenloſen Himmel strecket zum Vorhang aus, Herr, deine Hand. 2. Du bau'st in unermess'ne Höhen, Allgegenwärtiger, dein Haus; und - Von der Vorsehung Gottes. Erster Theil. oblbst mit dichten Wasserseen die glanzesvolle Wohnung aus. Du fährst auf Wolken, deinem Wagen, nah'st Dich in Wettern fürchterlich, dein Wagen donnert; willig tragen die Fittige des Sturmes dich! 3. Die Engel fliegen, gleich den Winden, vor dir voran, Herr Ze: paoth: wie Flammen, die sich schnell entzünden, sind deiner Ullmacht Die ner, Gott. Du hast der Erde Grund Dereitet, sie steht und wanket nimmermehr. Einst war sie mit der Tief' umEleidet, und über Berge floß ein Meer. 4. Du schalt'st die Wasser, und sie Tohen vor deinem Schelten schnell porbei. Sie hörten deinen Donner rohen, enteilten, und das Land ward Frei. Der Berge Gipfel, Herr, erchienen, erhoben durch dein mächtig Bort; die Thaler sanken unter ihnen an den für sie bestimmten Ort. 5. Du hast dem Meer ein Ziel gestecket, das es nicht überschreiten ann; die Erde wird nicht mehr sedecket, es findet nie der Rückkehr Bahn. Von dir wird aus der Berge Höhlen mit Quellen jedes Thal er= Füllt: da trinkt, wenn Hiß' und Durst ie quälen, der Felder Volk, des Waldes Wild. 6. Und an der Bäche Ufer steigen Diel schattenvolle Báum' empor; zu Frieden wohnt auf ihren Zweigen und ingt voll Lust der Vögel Chor. Aus Deinen Höhen wird mit Thaue und Regen jeder Berg erquickt. Dann grünen fröhlich Feld und Aue, mit deinen Früchten, Gott, geschmückt. 7. Du nährst mit Gras der Thiere Heerden, wie schon bekleidet es das Land! es wachsen Kräuter, und es werden die Saaten reif durch deine Hand. Brod giebst du für des Men Schen Leben, und uns're Herzen zu erfreu'n, schenkst du aus traubenvollen Neben mit milder Hand uns, Herr, den Wein. 35 gen die Bäume uns so manche Frucht, die Gedern Libanons, Herr, steigen empor, gepflanzt durch deine Zucht. 9. Die Vögel bau'n in ihre Wipfel, die Storch' in Tannen sich ihr Nest. Die Gemse liebt der Berge Gipfel, die sich auf steile Höh'n verläßt. In Klúften, in der Felsen Höhlen verbergen die Kaninchen sich. Die Zeit zu ordnen, sie zu zählen, theilt sie der Mond, o Gott, durch dich! 8. Wie heiter glångt von deinem Dele des Menschen frohes Angesicht! Du machst, daß uns das Brod nie feble, wen sättiget, wen stárkt es nicht? Von deinem Saft ernähret zeu= 10. Die Sonn' eilt, ohne zu er= matten, zum Abzug, ihn versäumt sie nie; dann herrscht die Nacht, und sinst're Schatten umzieh'n die Erde, decken sie. Dann geht das Wild aus seinen Wäldern, was in den Wüsten wohnet, wacht, und suchet auf bethauten Feldern sich seine Nahrung in der Nacht. 11. Der jungen Löwen laut Gebrülle begehret seinen Raub von dir; du náhrst sie, Gott, aus deiner Fülle, und sáttigst jedes wilde Thier. Doch melden kaum die hell'ren Lüfte des neuen Tages Unfunft an, so fliehen sie in ihre Klüfte, die nie der Sonnen Strahlen sah'n. 12. Der Mensch erwacht: mit neuen Kräften geht er zur Arbeit, baut das Feld, wirkt bis zum Abend in Geschäften, zu denen ihn dein Ruf bestimmt. Wie zahllos, Gott, find deine Werke! die Welt ist deiner Gute voll, du giebst sie, daß man deine Stärke und Huld und Weisheit preisen soll. 13. Wie wimmelt's in den weiten Meeren von Thieren, die du, Herr, nur záhlst, von größern und von kleinern Heeren, die du ernährest und beseelst. Die Schiffe finden sichre Bahnen, du führest sie bewahret hin, hin auf den wilden Oceanen, dein Leviathan spielt darin. 14. Herr, alles wartet auf der Erde, im Meer und in der Luft auf dich, daß es von dir gesättigt werde! du segnest: sie erquicken sich. Du giebst: sie sammeln. Deine Hände eröffnest du: sie werden satt. Wie schrecket sie ihr nahes Ende, wenn sich dein Blick verborgen hat! 3* Erster Theil. Von der Vorschung Gottes. 36 15. Du nimmst, Herr, deinen Odem wieder; so muß, was lebet, schnell vergehn; Staub werden der Geschöpfe Glieder; du sendest ihn, und sie entsteh'n. Wie oft erneu'rt dein Hauch der Erde Gestalt, und was auf ihr sich regt; daß evig Gott verherrlicht werde, der Lust zu seinen Werken trágt. 16. Er schau't die Erd' an: sie erzittert. Er tastet an der Berge Höh'n; und Berg und Fels, durch ihn zersplittert, sind Flammen, dampfen und vergeh'n. Gott, meinem Gott, will ich lobsingen; ihm, weil ich lebe, Lieder weih'n; ihm soll voll Ruhms die Harf' erklingen, sein Lob mein letztes Stammeln seyn. 17. Und süß ertönen meine Lieder dir, der du meine Freude bist! Bald reinigst du den Erdkreis wieder, der jest voll von Verbrechen ist. Cen feurig, Seele, Gott zu loben, ihn, den Jehovah Zebaoth! Er werd' in aller Welt erhoben, und Hallelujah fing' fie Gott! inven Sadd Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 52. ir, unser Gott ist nie- 53. verborgen! Dein Rath 53. Fur D mand gleich im HimZürwahr, du bist, o Gott, mel und auf Erden. Du bist der Höchste, und dein Reich kann nie begriffen werden. Unendlich ist die Majestät, die über alle dich erhöht, die Kron' und Zepter tragen. bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du sorgtest, eb' die Welt noch war, für unser Wohl schon váterlich; dies sey genug zum Trost für mich. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen für unsre Augen oft versteckt; doch wenn wir erst den Ausgang wissen, wird uns die Ursach' auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunkeln Weg gewählt. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen vor deiner Weisheit, Macht und Gut'. Du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht einen sicht. Uus Finsterniß bringst du das Licht. Du sprichst, o Gott, und es geschicht. 2. Wie weit erstreckt sich dein Gebiet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein Uuge sieht, da seh' ich deine Größe. Beit über alle Himmel weit geht deines Reiches Herrlichkeit; du herrschest über alles. 5. Wohl uns, daß du das Regiment, Gott, über alles führest. Und wohl dem, der den Zweck erkennt, dazu du uns regierest! Ich, dein geringster Unterthan, Herr, bete dich in Demuth an; o, sieh' auf mich in Gnaden! 6. Ich bin verderbt und schulden= voll, und auf dem Tugendwege nicht stets so eifrig, als ich soll; bin oft zum Guten tråge! doch du bist gnádig, und voll Huld vergiebst du Reuenden die Schuld; d'rum hoff' ich auch Vergebung. 7. Ich hoff' es, weil mich der vertritt, den du für mich gegeben. Mein Jesus, welcher für mich litt, erwarb mir Recht und Leben. Sein Tod macht mich vom Zweifel frei, ob ich der Gnade fähig sey; auch mich hat er versöhnet. 8. Herr, ewig will ich deinen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienst ergeben. Mit Lust will ich bis in den Tod nach deinem heiligen Gebot durch deinen Beistand wandeln. 3. Du herrscheft weislich, recht und gut nach heiligen Gesetzen. Du pflegst nach deiner treuen Hut das Kleine werth zu schägen. Auf Alles geht dein Augenmerk, und immer ist's dein liebstes Werk, zu segnen, zu beglücken. 4. Wie recht ist, Höchster, dein Gericht, der du die Wahrheit liebest! Wie richtig ist nicht dein Gewicht, wenn du Vergeltung übest. Du handelst stets nach Billigkeit in dieser und der künft'gen Zeit, beim Strafen und Belohnen. 4. So weicht denn, ångstliche Ge danken! Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib', Seele, in der Demuth Schranken; die Demuth wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, und deiner Führung sich ergiebt. Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. - 5. Drum will ich mich dir überlassen mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, auf deine Macht und Weisheit hin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, daß stets dein Nath voll Gute war. 6. Gieb, daß dies mein Vertrauen mehre in Glück und unglück, Freud' und Leid'. Schick' alles, Herr, zu deiner Ehre und meiner Seelen Seligkeit! So preis' ich einst vollkommen dich, so freu' ich dein auf ewig mich. Mel. des 62. Psalms. 54. D Bunder- Gott, der alles schafft, wie groß bist du von Rath und Kraft! Den hohen Himmel sammt der Erden, und was man überall erblickt, hat deine was man überall erblickt, hat deine Hand, dein Rath beschickt, desgleichen, was noch erst soll werden. 2. Man spürt dich kräftig überall und groß ist deiner Werke Zahl; du ordnest Sonnenschein und Regen; du suchst uns heim durch dürre Zeit, und auch des Jahres Fruchtbarkeit beruht auf deinem Wort und Segen. 3. Die Erde starrt auf dein Geheiß vor Frost, und Herr, zu deinem Preis belebt der Frühling unsre Fluren. Wenn uns ein Glücke wird gewährt, wenn uns ein Unglück wiederfährt, so sehn wir deiner Allmacht Spuren. 37 du bleibst mein höchstes Gut. Was frag' ich nach der Feinde Wuth! Nichts fann ja ohne dich geschehen. Der 145. Psalm. 4. Laß denn, o Schöpfer, der die Welt so fest in ihrer Ordnung hält, auch mich dein göttlich Auge leiten! Gieb, daß mein Herz geduldig trágt, was du mir, Herr, haft aufgelegt; hilf dankbar seyn in Segenszeiten. 5. Auch stärke meine Zuversicht, so quálet mich die Sorge nicht, wie mir's noch künftig möchte gehen. Du bist, 55. JE ch will, mein Gott, du König, dir lobsingen, und ewig Ehre deinem Namen bringen! A Sen täglich, ewig sey von mir erhoben! dich will ich loben! 2. Der Herr ist groß! Wer kann ihn g'nug erheben? wer kann mit seinem feurigsten Bestreben, wie groß er ist, begreifen und empfinden, wer Gott ergründen? 3. Von unsern Våtern wurdest du erhoben; dich werden unsrer Kinder Kinder loben, und deine Macht besingen, deiner Stärke preisvolle Werke. Back The 4. Wie herrlich bist du, Gott, wie schön und prächtig, wie groß in deinen Wundern, Herr, wie machtig! das preis' ich, daß dein Nam' erhoben werde, der ganzen Erde. 5. Daß deiner Wunder Ruhm umher erschalle; die Welt von deinen Thaten wiederhalle, und deine Wahrheit, deine Huld besinge, und Preis dir bringe. 6. Der Herr ist mild, von duldendem Gemüthe, barmherzig, gnädig, und von großer Güte; erbarmt sich seiner Werke, hat an allen sein Wohle gefallen. 7. Jehovah, alle deine Werke sollen dir jauchzend danken. Deine Frommen wollen aus allen ihren Kräften sich bestreben, dich zu erheben! 8. Sie breiten aus den Ruhm von deinem Reiche, daß keine Macht, Jes hovah, deiner gleiche, das rühmen fie, damit sie auf der Erde bewuns dert werde. Hut 38 Erster Theil. 9. Dein Reich, o Gott, ist herrlich; ewig währen dein Reich und deine Macht, die wir verehren, und ewig wird von aller Völker Zungen dein Lob besungen. 1 Von der Vorsehung Gottes. 10. Der Herr bewahret alle, welche fallen; Jehova hilft den Unterdrückten allen, und eilt, mit Heil die, die um Heil ihn bitten, zu überschütten. 11. Nach dir, Gott, schauen aller Wesen Blicke, daß deine Hand sie väterlich erquicke; du giebst auch einem jeden seine Speise, daß er dich preise. 12. Herr, du erhältst mit deinem Wohlgefallen, was lebt, thust deine Hand auf und giebst allen, was sie bedürfen; keiner sucht vergebens dich, Quell des Lebens! 13. In allen Wegen Gottes strahlet Gnade; untadelhaft sind alle seine Pfade, und was er thut, gereicht zu seinem Preise, ist gut und weise. 14. Der Herr ist nahe denen, die ihn bitten! die ernstlich ihn um seine Hülfe bitten; er thut, was die Gerechten, die ihn ehren, von ihm begehren. 15. Der Herr behütet alle, die ihn lieben; die aber, die Gewalt und Frevel üben, verfolgt er, daß er sie zum Fluche mache mit seiner Rache. 56. ott, der an allen 2. Da ich noch tief verborgen im Mutterleibe lag, da wachte schon dein Sorgen für mich; und wie vermag mein endlicher Verstand die Wohlthat zu erheben, die du in meinem Leben mir huldreich zugewandt? Enden viel große Wunder thut, in dessen treuen Händen mein ganzes Leben ruht. Du zählst die Zahl mir zu von meinen Lebenstagen mit ihrem Glück und Plagen, mit Unruh' und mit Ruh'. eh' wir sind, und hast nie Lust uns zu 3. Du fångst an uns zu lieben noch betrüben: doch núßt uns eine Last, so bleibst du mitleidsvoll, bist sorgsam, deinen Kindern die Bürde sanft zu lindern, die sie nun treffen soll. 6. Dein Name sey gepriesen, der sich so oft an mir so herrlich hat erwiesen! Mein Herz und Mund soll 16. Ja, ewig will ich seinen Namen dir, du Retter aus Gefahr, mein loben! von allen Menschen werde Gottschuldig Opfer bringen, und deiner erhoben! Was lebet, müsse, Herr, zu Gute singen jetzt und auch immerdar. allen Seiten dein Lob verbreiten. Mel. Ven Gott will ich nicht. * 4. Láss'st du mich Noth empfinden; dein Wort, Herr, tröstet mich. Durch dich muß sie verschwinden! drum hoff' ich stets auf dich mit kindlich treuem Sinn. Drum werf ich, was zu tragen mir schwer deucht, ohne Sagen, noch täglich auf dich hin. 5. Noch immer ist mein Hoffen, das sich auf dich verließ, so sicher eingetroffen, wie mir's dein Wort verhieß. Du hast mir wohlgethan; denn deine Gnad' ist größer, und macht's mit mir viel besser, als ich's ersinnen kann. 7. Du hast mir wohlgerathen, und lauter Gut's gethan, daß deine Liebetsthaten ich nicht g'nug rühmen kann. Hilf, daß ich ewig dort ver= klárt und ganz vollkommen, mit allen deinen Frommen dich preise, Herr, mein Hort. Aus dem 9. Pfalm. Mel. Valet will ich dir geben. 57. F ott! meine ganze Seele macht deinen Ruhm bekannt, Dir dank' ich und erzähle die Wunder Erster Theil. - Von der Vorsehung Gottes. deiner Hand. Mein Geist ist froh. Ich singe: Herr meine Lust bist du. Dir, dem ich Lieder bringe, dir, Höchster, jauchz' ich zu. 2. Du sigest auf dem Throne als Richter aller Welt, der jeglichem zum Lohne das rechte Urtheil fällt. Wenn dich die Menschen schmähen, dann rächst du ihren Spott. Du schiltst; und sie vergehen vor deinem 3orn, o Gott. 3. Der Herr hat zum Gerichte sich seinen Thron erhöht. Vor seinem Ungesichte bleibt nicht, wer widersteht. Ihr kühnen Sünder, zittert! beren't noch euren Spott! Sein Thron wird nie erschüttert; der Herr bleibt ewig Gott. 5. Gott ist ein Fels der Armen, ein Fels in jeder Noth. Sie trau'n auf sein Erbarmen, wenn ihnen Unfall droht. Die Thránen, die sie weinen, sind dir bekannt und werth, du, Gott, versäumest keinen, der deinen Schuß begehrt. 6. Ihr Bürger 3ions! preiset, verkündet in der Welt, wie groß sich Gott beweiset, der, was er zusagt, hålt. Er denkt daran, und fraget nach des Gerechten Blut. Er hört ihn, wenn er klaget, und stillt der Wetter Wuth. 4. Der Herr regiert und liebet, was ungerecht ist, nicht. Er wägt die Welt und übet partheilos sein Gericht. Die 59. N Wage sinkt und steiget, wie sein Geset gebeut, und jedes Land bezeuget des Richters Heiligkeit. 7. Herr! sey mir gnädig. Schaue voll Huld auf meine Noth! Du bist's, dem ich vertraue, du hilfft auch selbst vom Tod. Nach überwundnem Leiden geh' ich in's Heiligthum; und, über dich voll Freuden, erheb ich deinen Ruhm. 39 Der 121. Pfalm. Mel. Der Spötter Strom reißt.- 13. 58. Me Mein ein Auge sieht, o Gott, zu dir! Von deinem Throne hilf du mir! Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt mbried hervorgebracht. 2. Getrost mein Herz! dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird. Der dich behütet, schlummert nicht. In Finsterniß ist er dein Licht. 3. Kein Uebel sey dir fürchterlich; denn Gottes Rechte schüßet dich. Durch seine treue Vaterhand wird, was dir schadet, abgewandt. 4. Sein Schuß gewährt dir Sicherheit, sein Trost füllt dich mit Freudigkeit. Er leitet dich auf eb'ner Bahn, und nimmt dich einst mit Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mich. Du bist mein Heil, ich hoff' auf dich. Dein Segen felg' aus dieser Zeit mir bis in jene Ewigkeit. Mel. Mein Gott das Herz ich bringe. och immer wechseln. ordentlich des Jahres Zeiten ab. Dein Regen, Gott, ergießet sich noch auf die Erd' herab. 2. Du öffnest deine milde Hand, uns Menschen wohl zu thun, und läss'st noch immer jedes Land in deinem Segen ruh'n. VIE 3. Von deinem Himmel, Höchster, tråuft Gedeih'n und Fruchtbarkeit. Die Saat geht auf, und blüht und reift, und såttigt und erfreut. 4. Von dir gesegnet, giebt der Baum den Schatten, den man sucht, und unter seiner 3weige Raum Erfrischung und auch Frucht. 5. Du nährest jede Kreatur. O Herr, wer ist dir gleich? Dein Vorrathshaus, Gott, die Natur, ist un erschöpflich reich. 40 Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. 6. Wem strömt sie nicht, von dir| Leben schufft, wo uns vollkomm'ne erfüllt, Lust und Vergnügen zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, so våterlich, wie du? - 7. Herr, ohne dich vergingen wir, und wir verdienten's auch: Und dennoch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 8. Wer, Gott, erfährt nicht deine Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? mit welcher Langmuth und Geduld verschonst du unser nicht? 9. O, betet Gott, ihr Menschen, an! Erwägt's und dankt ihm nun! Was hat Gott schon an uns gethan? Was will er nicht noch thun? 10. Nicht blos für diese kurze Zeit, Herr, hießest du uns seyn. Du schufft uns für die Ewigkeit, uns ewig dein zu freu'n. Mel. Wer nur den lieben Gott. 60. Herr und Schöpfer unsers Lebens, du hegst ein wahres Vaterherz. Kein Mensch hofft je auf dich vergebens, du siehst und linderst gern den Schmerz, wenn wir als Kinder auf dich seh'n, und dich um deine Hülfe fleh'n. 2. Dem Fluche, der die Welt noch drůcket, die ganz im Urgen sicher liegt, hast du zwar schon dein Volk entrůcket, das durch den Glauben an dich siegt. Es wird vom Heiligthum bedeckt, wenn dein Gericht die Sun: der schreckt. 1 11. Läsf'st du uns deine Freundlichkeit schon hier so herrlich sehn: was wird in der Vollkommenheit der fünft'gen Welt gescheh'n? 12. Noch tiefer dringt alsdann mein Blick in deine Wunder ein. Herr, laß dies erhab'ne Glück mir stets vor 61. Augen seyn! 3. Allein des Lebens bange Sor gen beschweren hier noch oft ihr Herz. Oft hältst du, Retter, dich verborgen, als fenntest du nicht ihren Schmerz. Der Stolze wühlt im Ueberfluß oft, wenn der Fromme darben muß. Freuden fehlen, nein, sie zum bessern Erbtheil rufft: dein Sohn ging auf der Leidensbahn uns zuin Erempel selbst voran. 5. Du zählst und segneft unsre Tage, und dieses Lebens Ungemach ist uns zum Heil gewählte Plage. Ein ewig Wohlseyn folgt ihr nach. Du führst die Deinen in der Zeit durch Leiden zu der Herrlichkeit. 4. Doch, Herr, der du der Men= schen Seelen nicht blos für dieses 6. Wenn dein Geschöpf, liebreicher Bater, zu dir um Hülf und Nahrung schreit, so bist du immer der Berather, der es zur rechten Zeit erfreut. Du, den der Engel froh erhebt, du sorgst für alles, was da lebt. 7. Drum laß mich einzig auf dich sehen, und fern von aller eignen Wahl nach deinem Rath die Welt durchgehen. Du bist bei mir im finstern Thal. Ja, Herr, mein Glaube traut auf dich. Du leitest mich recht väterlich. 3100 en zufrieden mein Gemüthe, Gott ist gut! was er thut, ist voll Lieb' und Güte. Schaue seine große Thaten; was die Welt in sich hält, ist ihm wohlgerathen. 2. Beides, Erd' und Himmel, preisen seine Macht, Tag und Nacht müssen es beweisen. Sonn' und Mond sind laute Beugen; was sich regt und bewegt, kann es nicht verschweigen. 3. Schau' die Werke seiner Hånde! Mensch und Thier melden dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so Kleines nennen, Gras uno Laub, selbst der Staub giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh', in der See, oder Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. sonst zu finden, rühmt die Weisheit seinen Willen gehorsam zu erfüllen, stiner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preisen seine Stärke. so nimmt er selbst sich meiner an. 5. Wie muß ich sein Lob erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir mein Leben? Seel' und Leib ist sein Geschenke, bin ich nicht ihm verpflicht't, wenn ich dies bedenke? 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Ucht, das zeigt jeder Morgen. Ja kein Augenblick verschwindet, der mich nicht, Gott, mein Licht, dir zum Dank verbindet. 7. Drückten mich des Kreuzes Pla= gen; wenn die Last kaum gefaßt, half Gott selber tragen. War nicht mehr Geduld vorhanden; seine Kraft hat geschafft, daß ich's überstanden, 8. Nun, mein Herz, das hat schon lange Gott gethan, denke d'ran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlassen; es geschicht wahrlich nicht, er kann dich nicht haffen. 9. D'rum ergieb dich seinem Willen, heiße gut, was er thut, er wird's auch erfüllen; denn er ist in allen Sachen groß von Rath, stark von That; er, er wird's wohl machen! Mel. Nun ruhen alle Wälder.- 48. 62. Jaß ich den Höchsten n allen meinen haten rathen, der alles kann und hat! Er muß in allen Dingen, soll's anders wohl gelingen, der Helfer seyn durch Rath und That. 2. Was nüßen uns vom Morgen bis Abend alle Sorgen, wenn sein Gedeihn uns fehlt? Er hat uns Glück und Plage, und bös' und gute Tage, eh' wir noch waren, zugezählt. 3. Was Gott für mich ersehen, das soll und muß geschehen, ist mein bescheiden in allem, was er mir giebt, gefallen, und halt es für mein wahres Heil. 4. Jhm trau' ich in Gefahren: Er wird mich wohl bewahren, er, der da will und kann. Such' ich nur 41 5. Er laffe meine Sünden vor ihm Vergebung finden, durchstreiche meine Schuld, Und wenn ich zu ihm schreie, so schenk' er mir auf's neue in Christo seine Baterhuld. 6. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht, irr' ich auf finstern Wegen, eil' ich dem Kreuz entgegen, so sey sein Wort mein Trost und Licht. 7. Schein' ich von ihm verlassen, so will ich mich doch fassen, und seiner Hülfe traun: und wenn ich auf der Erde nicht groß und glücklich werde, voll Glauben in die Zukunft schau'n. 8. Ihm hab' ich mich ergeben zu sterben und zu leben, wie und wann er gebeut: ich lebe oder sterbe, so bleibt mein Theil und Erbe des Himmels ganze Seligkeit. 9. So sey nun, Seele, stille, dein Ruhm sey dessen Wille, der dich erschaffen hat: es gehe, wie es gehe! dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. aldoar radi Der 93. Pfalm. Mel. Auf, auf, mein Geist, auf. - 18. ehovah herrscht mit Mos 63. jestät bekleidet, er gürtete sich selbst mit Ullmacht an, und hat sich in der Welt ein Reich bereitet, so fest, daß nichts es je erschüttern fann. Von dem an steht dein Thron in Ewigkeit, denn ewig bist du, schaust von deinen Höh'n, wie sich emporte Stróme schwelleno blah'n, siehst ihre Wuth, die weit Verderben draut. 2. Das Weltmeer tobt; der starken Wogen Stimme braus't donnernd aus den Tiefen fürchterlich; du Stårkerer siehst ruhig ihrem Grimme vom Him mel zu; du winkst: die Wuth legt fich. Wahrhaftig ist, was, Herr, dein Wort uns lehrt, gewiß, was du versprichst. Zu jeder Zeit ist deines Hauses Bierde Heiligkeit, sie nur, die dir gefällt und ewig währt. ad Erster Theil. Der 96. Psalm. Mel. Wie groß ist des Aumächt'gen.- 33. 64. Erhebet Gott durch neue Lieder, voll nie gehörter Harmonie! Stimmt ein, ihr Welten, schallt sie wieder, bis an die Himmel schallet fie! Besingt den Herrn und seine Werke, lobt seinen Namen! Tag auf Tag erzählet froh, was feine Stärke und Huld zu unserm Heil vermag! 42 — Von der Vorsehung Gottes. Der 97. Pfalm. Mel. des Psalms. 2. Groß ist dies Heil! O, sagt mit Freuden sein Lob der Erde Völkern an! Verkündigt unter allen Heiden die Wunder, die sein Arm gethan! Der Herr ist groß und hoch zu loben; erbebt vor seinem Angesicht! bewährt ihm eurer Treue Proben; nur vor den Göttern zittert nicht! 3. Die Götter, die die Völker ehren, sind Goßen ohne Seyn und Kraft. Gott aber, dem wir angehören, Gott ist es, der den Himmel schafft. Vor ihm ist Majestät und Ehre, voll Stärke glänzt sein Heiligthum. Bringt her, bringt, aller Völker Chöre, dem Herrn und seinem Namen Ruhm! 4. Bringt Opfer, welche Gott gefallen, im Schmucke, der ihm wohl= gefällt; fallt hin in seines Tempels Hallen; ihn fürchte heilig alle Welt! Der Herr ist König! sagt der Erde: sein Reich wird ewig fest bestehn! Sagt: über alle Völker werde sein billiges Gericht ergeh'n! 5. Es jauchze dir, Herr, Herr, dein Himmel! die Erde dank' und freue sich! des großen Weltmeers froh Getümmel und sein Bewohner preise dich! Laßt alle Felder, laßt die Heer den aufhüpfen: laffset jeden Hain und jeden Baum voll Jauchzens werden, sein Lob ertönen, sein sich freun. 6. Vor unsers Gottes Angesichte geht Freude, Lob und Jubel her. Der Herr erscheinet, daß er richte, den ganzen Erdkreis richtet er. Er wågt dem menschlichen Geschlechte sein Urtheil, Fromme, freuet euch! nach seiner Wahrheit, seinem Rechte, Verdienste und Vergeltung gleich! 65. DE 65. er König aller Welt ist Gott, der sie erhält. Ihr Lander sammt den Meeren, frohlockt zu dessen Ehren, der in den Himmeln thront, und in dem Dunkeln wohnt, allwo sein Stuhl besteht, und sein Gericht ergeht, das feinen Sünder schont. 2. Um seinen Wolkensig erscheinet Blig auf Blig, die Bösen zu verzehren, wenn sie sich nicht bekehren! Es brüllet Berg und Kluft; es glühet Erd' und immer lebt und webt, wenn er den Luft! und alles zagt und bebt, was Wettern ruft. so schmelzen auch geschwind vor seiner 3. Wie Wachs beim Feuer rinnt, Ullmacht Flammen die Berge selbst nicht sein heiligstes Gericht; und zeugt zusammen. Verschweigt, ihr Himmel, der Heidenschaft von seiner Gottheit Kraft, die aus den Wolken bricht! 4. D schåmet euch forthin; und brauchet Uug' und Sinn, die ihr mit Gößen prahlet, und ihnen Opfer zahlet! Verehrt den höchsten Geist, der sich als Gott erweis't, und welchen immerdar die demuthsvolle Schaar der Engel selbsten preis't. 5. Befehrt, bekehret euch, damit sich 3ions Reich auch über eurer Reue und eurem Heil erfreue! Wenn Gott, der uns regiert, auch eure Herzen rührt, so stimmet mit uns ein, daß ihm doch ganz allein der Gottheit Ruhm gebührt. 6. Ihr, die ihr ihn nur liebt, und ihn nicht gern betrübt, vermeidet alles Erster Theil. Bose, damit er euch erlöse. Er nimmt der Seinen wahr, und schüßt sie wunderbar. Verfolgt sie Satans Macht, so hált er treue Wacht, und zeucht sie aus Gefahr. - Von der Vorsehung Gottes. RAY 7. Erscheint sein Freudenlicht dem Frommen heute nicht, so scheinet es doch morgen, und endigt ihre Sorgen. So starte seinen Muth in Gott, dem höchsten Gut, so danke jederzeit dem Gott der Heiligkeit, wer seinen Willen thut. d 014. Aus dem 127. Pfalm. Mel. des 130. Pfalms. 66. Nimmt Gott, dem wir vertrauen, nicht unsers Werks sich an, will er das Haus nicht bauen, vergebens bau'n wir dann! Will er die Stadt nicht schüßen, er, groß durch Rath und Macht, was wird der Wächter núßen? Umsonst ist's, daß er wacht. 2. Ihr wachet spát und frühe, und est voll Traurigkeit das Brod der Sorg' und Mühe, und häuft euch Leid auf Leid. Was núgt der bange Kummer, da Gott dem, den er liebt, was er bedarf, im Schlummer, und unerwartet giebt. Mel. Ach, err, mich armen Sünder. 67. BE efiehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt, der treuen Vaterpflege deß, der den 43 Weltkreis lenkt; er zeichnet Stern und Winden die abgemeßne Bahn; sollt' er nicht Wege finden, wo dein Fuß wandeln kann? 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohlergehn, und dein Werk auf ihn bauen, soll es vor ihm besteh'n. Gott láßt durch Sorg' und Gramen und durch selbst eigne Pein sich keine Wohlthat nehmen, sie muß erbeten seyn.mic 3. Dein Uug', o Gott der Gnade, sieht immer ungeschwächt, was gut sey oder schade dem sterblichen Geschlecht. Und was du dann erlesin, dein Rath fürs beste hålt, bringst du zum Stand und Wesen, wie es dir wohlgefällt. sup 4. Un wunderbaren Wegen fehlt dir's, Allweiser! nicht: Dein Thun ist Gnad' und Segen, dein Gang ist Recht und Licht, und wenn du deinen Kindern ein Glück hast zugedacht, so kann dein Werk nichts hindern: du willst, es ist vollbracht. 5. Hoff, o bedrängte Seele! hoff' und sey unverzagt! Gott weiß es, was dich quále, den Kummer, der dich nagt, er wird dich ihm entrůcken; erwarte nur die Zeit, bis dich mit holden Blicken sein Angesicht erfreut. 6. Auf, wehre deinem Schmerze, der Sorgen bange Nacht verfinstre nicht dein Herze! Auf! brich der Schwermuth Macht Bist du doch nicht Res gente, der alles führen soll! Gott sigt im Regimente, und führet alles wohl. 7. Drum, Seele, laß ihn walten, er ist ein weiser Fürst, er wird dich aufrecht halten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, nach seiner Weisheit Rath, das Werk hinausgeführet, das dich geängstet hat. 8. und blieb der Trost auch lange, den du von ihm begehrt, und würde dir oft bange, daß er dich nicht ge= 44 Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. hort: Er wird dir Hülfe senden, wenn du's am mind'sten glaubst, und all' dein Unglück wenden, so u ihm treu verbleibst. 9. Wohl enölich deiner Treue! du trågst den Sieg davon. Auf! daß dein Herz sich freue! schau' nur den reichen Lohn! Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. d. 30 A 10. D, ende, Herr, o, ende, hier alle unsre Noth, und reich' uns deine Hande im Leben und im Tod. Stets laß uns deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn; so gehen uns're Wege gewiß zum Himmel ein. Jom mind - Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.- 30. 68. Robt Gott, der uns den Frühling schafft, Gott, der den Erdkreis schmůcket; der mit allmächtig reicher Kraft das, was er schafft, erquicket! Der Herr erschafft, der Herr erhält! er liebt und segnet seine Welt: Lobsinget ihm, Geschöpfe. 2. Das Land, das erst erstorben lag, erwacht, und lebt nun wieder! es stromet jeden neuen Tag sein Segen neu hernieder: der Wurm, der in dem Staube webt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 3. Der Erde Untlik ist verjúngt und heiter glänzt der Himmel; Gebirg und Thal und Wald erklingt von freudigem Getúmmel, und gnádig schauet Gott berab, der allen Seyn und Leben gab, auf seiner Hánde Werke. 4. Doch fühllos nur und unbeseelt sind Uuen und Gefilde: auch hast du nicht die Thier' erwählt zu deinem Ebenbilde. Der Mensch nur freuet deiner fich, kennt, fühlet und empfindet dich, und hofft ein ewig Leben. 5. Lobsinget ihm! er ist uns nah'! Singt, alle seine Heere! Der Herr ist allenthalben da! im Himmel, Erd' und Meere. Ich lob', o Gott, ich preise dich! Wo ich nur bin, bist du um mich, und bist mir Lieb' und Gnade, 6. Du rufft die Wolken übers Land, und tránkest mild die Erde: daß mit den Gaben deiner Hand der Mensch gefåttigt werde. Thau, Regen, Sonnenschein und Wind, die deiner Ullmacht Diener sind, erzählen deine Güte. 7. Es stromen, wenn dein Donner dráut, wenn Berg und Thal erzit= tern, Gesundheit, Stárkung, Fruchtbarkeit selbst aus den ungewittern! Dann bricht die Sonne neu hervor, und aller Kreaturen Chor jauchzt und erfreut sich wieder. 8. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunnquell aller Gaben! Dort wirst du uns mit Seligkeit in reichen Strömen laben. Dein freu'n des Himmels Heere sich auch wir, o Gott, wir loben dich, und sind, wie fie, unsterblich. 9. Doch schwach ist, Vater, unser Dank, den wir dir findlich bringen. wollen würdiger dir singen. Dir weih'n wir uns're Lebenszeit, und seh'n das Heil der Ewigkeit im Geiste schon von ferne. 69. Der 73. Psalm. Mel. bes 89. Psalms. urch so viel Schein gestárkt, támpft 3weifel, wie ihr wollt; Gott ist doch Israel, doch reinen Herzen hold. Allein wie hatte nicht mein Herz mit sich zu streiten! Mein Gang war ungewiß, mein Fuß fing an zu gleiten. Ich hörte eifersvoll das Jauchzen stolzer Thoren, sah' Frevler mit Verbruß zum Glück allein geboren. Erster Theil. Von dem Menschen, seiner Natur zc. 45 2. Des Todes ernster Blick, sein Schmerz erschreckt sie nie, in immer frischer Kraft des Wohlseyns blühen sie, von aller Mühe frei, worunter Menschen zagen, von Undrer Sorgen frei, und frei von ihren Plagen. Stolz ist des Halses Schmuck, den sie sich umgehangen, und Freve! ist das Kleid, darin sie festlich prangen. 3. Der Körper nimmt an Fett, der Geist an Kühnheit zu, schweift in Entwürfen aus, kennt weder Maaß noch Ruh'; droht, alles um sich her zu drücken, zu vernichten, und will auf Und'rer Noth sich seine Höh' er= richten; und spricht von ihr herab, und will bewundert werden; dem Himmel troßt ihr Mund, die Zunge herrscht auf Erden. - 4. Der Pöbel sieht ihr Glück; sucht Theil an ihrer Ruh'; drångt ihnen, gleich dem Strom, der überläuft, sich zu. Sie sprechen: sollte Gott herab auf Erden sehen; in seiner Höhe wohl er wissen, was geschehen? Seht diese Frevler an! Ihr Spott sind die Gesege; doch blühn' sie ruhig hier, und haufen Schás' auf Scháze. 5. So hab' ich denn umsonst gesucht, im Herzen rein, im Wandel ohne Schuld der Tugend treu zu seyn! So ist des Kampfes Lohn, daß ich hier meine Tage in Ungst verseufzen muß, in mehr, als einer Plage! Ge= züchtigt werd' ich stets, mir bringet jeder Morgen statt Lichtes Finsterniß, statt Trostes neue Sorgen! 6. Schweig, schweig, emportes Herz! fall' nicht den Frevlern zu! Denn schlössest du, wie sie; wie treulos würdest du an aller Heil'gen Schaar, an Gottes Kindern werden? und gleichwohl sann ich nach, den Weg des Herrn auf Erden, und seiner Vorsicht Gang und ihren Grund zu wissen. Umsonst! Mein Uug' sah' nichts in 3161489 ihren Finsternissen. - 7. Bis ich in's Heiligthum des höchs sten Lehrers ging, und da mein blödes Aug ein göttlich Licht empfing. Da ließest du mich, Gott, der Frevler Ende sehen: ich sah im Schlupfrigen den Fuß am Abgrund stehen, ſah schnell sie hingestürzt, sie schnell von dir gerichtet, und schreckenvoll ihr End', und all' ihr Glück zernichtet. 8. Wie das Erwachen bald des Traums Betrug vertreibt, der Bettlern Schäße schenkt, so wird ihr Glück zerstäubt. Vom pôbel kurz vorher verehrt, gleich einem Gotte, dient dann des Frevlers Bild, Herr, deiner Stadt zum Spotte. Den Abweg ſah ich jetzt, worauf ich schier gerathen, als Schmerz und Eifersucht mein Herz bestürmet hatten. mein Herz bestürmet hatten. 9. Doch hatte der Verdruß fast die Vernunft verdrängt; ich war ein Vieh vor dir, das nur am Unschein hångt! Nun bleib' ich stets bei dir! du fassest meine Hände, führst mich nach deinem Rath zu der Verklärten Ende! Was würde ohne dich mir selbst der Himmel werden? Nichts, nichts gelüftet mich, Gott, außer dir, auf Erden! 10. Verschmachteten auch, Herr, mein Fleisch, mein Herz vor Leid; doch bleibst du hier mein Fels, mein Theil in Ewigkeit! Die treulos von dir flieh'n, nach andern Göttern sehen, den falschen Buhlern gleich, wie werden sie vergehen! 3u dir halt' ich mich, Gott, das soll mein bestes heißen, nur dir will ich vertrau'n, und deinen Namen preisen! Sou 5) Von dem Menschen, seiner Natur und Bestimmung. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. Vater, riefst mich aus dem Nichts 70. Diſt mein Leben! Wie De ein bin ich, Gott, dein zum frohen Unschau'n deines Lichts. tröstlich ist mein Ursprung mir! Du haft den Odem mir gegeben, mein ganzes Wesen kommt von dir. Du, 2. Wie viel hab' ich dir zu verdans ken, Herr, der du mich bereitet haft! 2018 mich die ersten finstern Schranken des ersten Daseyns noch umfaßt; 46 Erster Theil. Von dem Menschen, da war dein Auge über mir, da lebt'| zer Leib erbau't von dir, sammt einem ich, Höchster, nur in dir. jeden Sinn an mir, beweiset deine Größe. - 3. Du gabst mir die vernünft'ge Seele, die nur so lang' im Fleische lebt, bis sie, daß ihr kein Wohlseyn fehle, dein Ruf zum höhern Geist erhebt. Du hast mir Sinnen und Verstand, Begierd' und Wollen zugewandt. 4. Wenn ich auf meinen Körper sehe, den du so tunstvoll ausgebild't, so wird, o Vater in der Höhe! mein Herz mit Ehrfurcht ganz erfüllt. Ein jedes Glied, ein jeder Sinn reißt mich zu deinem Lobe bin. 5. Durch deiner Vorsicht gnädig's Walten, die mich von Kindheit an umfing, bin ich bis hierher noch erhal: ten, so daß der Tod vorüber ging. Ich stehe noch und preise dich. Herr, deine Rechte schüßet mich. 6. Ich bin nicht werth der großen Güte, die du, mein Gott, an mir gethan. Beschämt empfindet mein Gemüthe die Schuld, die ich nicht láugnen kann. Ich habe, was mich sehr erschreckt, vielfältig Leib und Seel' befleckt. 7. Ja, Herr, ich habe meine Glieder zu Sündengliedern oft gemacht. Vor dir fall ich in Demuth nieder; vergieb, was ich nicht recht bedacht! Verwirf mich, Vater, nicht vor dir! Schaff' selbst ein reines Herz in mir. 8. Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich thu, was dich erfreut, und Geist und Leib und Glieder gebe zu Waffen der Gerechtigkeit; daß ich bis in den Tod dir treu, und stets ein Freund der Tugend sey. 9. Fällt dieses Leibes Hütte nieder; vollend' ich dieses Lebens Lauf, o Gutt, so richte du mich wieder ver= herrlicht aus dem Staube auf. Dein ew'ges Leben sey mein Theil, so preif ich ewig dich, mein Heil! Mel. Allein Gott in der Höh'.— 15. 71. Dir, Gott, fen Preis und Dank gebracht! Dich rühme Harf' und Psalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schöpfer, mein Erhalter! Mein gan= Mund und Hand, die ich zu dir erhebe; 2. Haupt, Uug' und Ohr, und die Haut, so künstlich ausgespannt, der Nerven fein Gewebe und alle Glieder sagen mir, ich sey, o Gott, deiner Weisheit. ein Werk von dir, ein Werk von 3. Wie biegsam, wie gelenkvoll schließt, den Thoren zu verdammen, der's läugnet, daß ein Schöpfer ist, sich Glied an Glied zusammen! Wie willig, Herr, gehorchen sie, wenn meine Seele spåt und früh des Leibes Dienst verlanget. 4. Uch, háttest du mein Auge nicht so meisterlich bereitet: was núßte mir der Sonnen Licht, ihr Glanz, vor mir verbreitet? Dann säh' ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr, durch deine weise Macht, was du erschaffen, schmückest. 5. Ich jauchze, daß ich sehen kann und hören, und empfinden, und reden. Beten will ich an, Gott sehen und empfinden. Mein Mund sey voll von deinem Dank! Mein Herz vernimm den Lobgefang der ganzen weiten Schöpfung. 6. Wer leitet meines Blutes Lauf? Wer lenkt des Herzens Schläge? Wer regt die Lung' und schwellt' sie auf, damit ich leben möge? Gott ist es, der dies alles thut. Schlag', Herz! Entflamme mich, o Blut! daß ich den höchsten preise. 7. O, pries' ich, Höchster, immer dich, wenn ich die Sinne brauche, geh', lieg' und ausruh', oder mich bewege, athme, hauche! Gieb, daß ich ewig dein mich freu'! und daß mein Leib ein Tempel sey, worin dein Geist stets wohne. 72. 72. G ott werde stets von dir erhoben, du, deines Schöpfers seiner Natur und Bestimmung. Bild, mein Geist! Sollt' ich nicht meinen Vater loben, ben jedes seiner Werke preis't? Er schuf mich ja, sein Bild zu seyn, ihn einst zu den er zu seinem Stuhle wählt; doch ist der sonnenreiche Himmel gedanken: los und unbeseelt; und mir, dem Thone seiner Hand, giebt er Empfindung und Verstand. fchau'n, mich sein zu freu'n. 2. Schön ist der sonnenreiche Himmel, 73. Was fichte der Mensch, Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. vor Un3. Unmuthig, prachtig zum Ent= zücken, ist Gottes ganze Körperwelt. Wer zählt die Reize, die sie schmücken? Was ich nur sehen kann gefällt; und dennoch kann sie nicht, wie schön, wie wundervoll sie sey, verstehn. 4. Für Geister nur und nur für Seelen, die zu den Geistern Gott erhob, sind sie so herrlich! Sie erzáhlen nur ihnen meines Schöpfers Lob. O Seele, jauchze, daß der Ruf der 2umacht dich zum Geiste schuf. 5. Gott, ich kann denken! Ich gewinne, weil ich zu einem Geiste ward, durch dir Empfindung meiner Sinne, Gedanken tausendfacher Urt; groß, mannigfaltig ist ihr Heer, und doch wird ihrer täglich mehr. 6. Ich kann sie sammeln und verbinden, und trennen, wie es mir gefällt; die Welt empfinden, mich empfinden, weit unterscheiden von der Welt! 3u tausend Thaten hab' ich Kraft; wer giebt sie? Gott, der alles schafft. 47 erwägen, mit welcher Gute du mich liebst! Mocht' ich mit allen Kräften dein, dein mit Verstand und Willen seyn. 7. Wie feurig dürftet meine Seele nach Glück und Lust und Seligkeit! Nur, daß ich oft betrogen wähle, was mich nach dem Genusse reu't. Doch, das ist, Vater, meine Schuld, vergieb sie mir nach deiner Huld. 8. Wie wundervoll ist das Vermogen, Gott, das du meinem Willen giebst. O, möcht' ich es doch stets 9. Gott, meine Lust sey, dich zu kennen, dich Urquell der Vollkom= menheit; von deiner Liebe ganz zu brennen, das sey mir Ruhm und Seligkeit. Bin ich vereinigt, Herr, mit dir, was brauch' ich noch? was fehIct mir? Gott, daß du sein gedenkst, und einen Strahl von deinem Lichte auf ihn, den Staub, hernieder senest! Was ist er, wär' er noch so groß? Ein bald zerfallner Erdenklos. 2. Du sahest an den Menschenkindern den schweren Fall schon vor der Zeit; und dennoch hast du diesen Sündern aus göttlicher Barmherzigkeit unzählig viel zu gut gethan, ja mehr, als jemand fassen kann. 3. Du hast den Leib, obschon aus Erde, doch wunderbar und schön ge= bau't, daß er der Seele würdig werde, ihm Sprach' und Sinnen anvertraut. Du hast ihn selbst zum Herrn der Welt, dem alles dienen soll, bestellt. 4. Du hast ihm noch viel mehr geschenket, du gabest ihm zum bessern Theil die Seele, welche will und denfet, und ihr hast du ein ew'ges Heil, noch ehe sie nach dir gefragt, in deinem Worte zugeſagt. 5. Drum laß es mich stets wobl bedenken, was du, o Gott, an mir gethan; dir Leib und Seele wieder schenken, da ich dir sonst nichts schenken kann, damit sie beide nach der Zeit dich preisen in der Ewigkeit. 6. Und nimm indeß sie alle beide, Ullmächtiger, in deinen Schuß: so bieten wir in allem Leide, mit dir auch Welt und Satan Truß. Wenn wir in deiner Gnade stehn, so muß es uns stets wohlergehn. 7. Doch wenn erhöhet von der Erden, im Himmel, deiner ew'gen Stadt, dich Leib und Seele schauen 48 Erster Theil. werden, von deinem Licht stets froh Mel. Nun danket alle Gott. 9. und fatt; so follen ſie auch beide dich 75. Allmächtig großer Gott! Wer g'nug erheben? Du gabst der ganzen Welt ihr Daseyn, Kraft und Leben. Was Geist und Körper heißt, was Erd' und Himmel hegt, hat deine Hand gebaut, die jest noch alles trågt. 2. Du schufft, ich dank' es dir, auch mich zu deiner Ehre; und wolltest, Gutigster, daß ich dein Bildniß wäre, drum hast du auch den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus deiner Huld geschenkt. 3. welch ein großer Zweck, dazu du, Gott, mich schufest! wie herrlich ist das Theil, dazu du mich berufest! Dir, Höchster, ähnlich seyn, ist unser größtes Glück. O, wohl mir, wenn ich's bin! Hilf mir zu diesem Glück. Von dem Menschen, Der 8. Psalm. Mel. Erhabner Gott, was reicht. 16. unser Gott, wie voll ist deiner Ehren, was lebt und webt in allen Land und Meeren. Es reichen selbst die Himmel nicht so weit und nicht so hoch, als deine Herrlichkeit. 1 2. Der Säugling muß schon deine Fürsicht preisen. Ein schwaches Kind kann deine Kraft erweisen. Sein zarter Mund bezähmt den frechsten Feind, der deine Macht noch troget und verneint. 3. Sch seh' erstaunt die Größe deiner Werke, die ich zur Nacht am Himmelsbau bemerke, wo du des Mond's und aller Sterne Licht sammt ihrem Lauf so weislich eingericht't. 4. Was ist der Mensch, daß du noch sein gedenkest; daß du ihn suchst und als dein Kind beschenkest; daß er so theu'r in deinen Augen ist, und daß du selbst sein wahrer Vater bist. 5. Wie heilig ist der Schmuck, der ihn bekrönet! Wie hoch die Macht, womit du ihn belehnet! vermißt er gleich für eine kurze Zeit auf dieser Welt der Engel Herrlichkeit. 6. Du schaffefst nichts, das ihm nicht dienstbar werde. Er ist dein Bild und König auf der Erde. Und was ihr Schoos nur immer zeugt und trägt, das hast du, Herr, ihm untern Fuß gelegt. 7. Das zahme Vieh in Triften und in Feldern, das freie Wild, das in Gesträuch und Wäldern durch Thaler irrt, und auf Gebirgen klimmt, ist alles ihm zum Eigenthum bestimmt. 8. Der Vögel Schaar, der Sånger Chor in Lüften, der Fische Heer in Fluß- und Wasserklüften und was sich nur im Meere náhren kann, ist insgesammt den Menschen unterthan. 9. O unser Gott! Beherrscher aller Machten, wie herrlich ist dein Name doch zu achten! Wie heiliglich wird deine Majestát so weit verehrt, als Erd' und Himmel geht. 4. Laß mir dies große Ziel doch stets vor Augen schweben. Mein allerstärkster Wunsch, mein eifrigstes Be= streben in allem meinem Thun, sey dies, o Gott, allein, daß ich auch so, wie du, gesinnet möge seyn! 5. Du bist der Wahrheit Freund; laß mich auch Wahrheit lieben, und mit stets munterm Fleiß in alle dem mich üben, was mich zur Weisheit führt; zur Weisheit, die dich ehrt, und allem Beifall giebt, was du uns selbst gelehrt. 6. Laß deine Heiligkeit mich stets zum Muster nehmen. Hilf mir die Sünde fliehn, des Fleisches Lüste zähmen, nur das, was recht ist, thun, des Guten mich erfreun, und dem der's üben will, auch gern behülflich seyn. 7. Gieb, daß ich so, wie du, ein Freund der Menschen werde, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beschwerde dem Nächsten gern erspart, dem Nächsten gern versüßt, und wo er helfen kann, zum Helfen willig ist. 8. Wie weit bin ich noch fern, o Gott, von diesem Ziele! Du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich selber fühle, wie wenig ich dir noch seiner Natur und Bestimmung. im Guten ähnlich bin. O, bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn. 9. Beglückt ist nur alsdann mein Lebenslauf auf Erden, wenn ich dir immer mehr schon hier kann ähnlich werden. Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt seyn, und mich ohn' Unterlaß, Gott, deiner Güte freun! Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.- 59. 76. J ch bin, o Gott, dein Eiက genthum. Du schufft mich, dein zu seyn; mein ganzes Le ben dir zum Ruhm und deinem Dienst zu weihn. 2. Du gabst mir den vernünft'gen Geist, bewundernd einzusehn, wie dich, Herr! deine Schöpfung preist, mit ihr dich zu erhöhn. 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott, deine Herrlichkeit. 3u ihrem Preise reizt mich hier selbst jede Jahreszeit. 4. Und ich, ich sollte fühllos seyn? Ich rühmte dich, Herr, nicht? Ein Herold deines Ruhms zu seyn, bleibt meine größte Pflicht. 5. O, mache dieser Pflicht mich treu, so treu, Herr, als ich soll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel sey stets deiner Ehre voll. 6. Wer dich verehrt, hålt dein Gebot. Ihm ist's nicht last, nicht Pein. Drum gieb auch mir die Kraft, o Gott, gehorsam dir zu seyn. 7. Was du gebeutst, ist für uns gut. Du willst nur unser Heil. Wohl dem, der deinen Willen thut! Du bist sein Trost und Theil. 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn, und selbst in Traurigkeit schmeckt er, dir, Höchster! zugethan, in dir 3ufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter Prüfungszeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! laß nach dieser Seligkeit mein ganz Bestreben seyn. 49 Mel. Es ist das Heil uns kommen.- 6. die wichtig ist doch der Beruf, den uns der Herr gegeben; Gott, als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben. zum Leben, welches ewig währt, das weder Leid, noch Ungst beschwert, willst du uns hier erziehen. 2. Nicht hier ist unser Vaterland: allein bei dir, Gott, droben, da ist der Ort, wo deine Hand das Glück uns aufgehoben, das nie ein traurig Ende nimmt. Hier sind wir nur von dir bestimmt, uns dazu anzuschicken. 3. O, laß mir doch dies große Ziel durch nichts verrücket werden! was hilft's, wenn ich auch noch so viel von Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn', wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmels reich zu erben? 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier. Laß mich dies nie vergessen! Wie viel an Zeit, Herr, hast du mir zur Wallfahrt zugemessen? Nur we nig Zeit. Ist die vollbracht, so wird der Erde Gut und Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Hers lichkeit mich stets vor Augen haben. Laß mich in meiner Prüfungszeit um jene beff'ren Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am ersten uno mit Ernst bemüh'n, damit ich nicht einst darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Bater! liebt, und deines Sohns sich freuet; das in dem Glauben Zugend übt, und sich vor Sünden scheuet; ein solches Herz das wird allein sich ewig deiner Güte freu'n und einst dein Untlig schauen. 7. Und solch ein Herz das wollst du mir, Gott, aus Erbarmen geben, damit ich könne auch schon hier nach den Geseßen leben, die selbst im Hims mel gültig sind; bis ich als dein bewähr tcs Kind zu deiner Freude gehe! mad NOR 61 4 50 Cath 6) Vom Fall und von der Verdorbenheit des Menschen und der daher rührenden Flüchtigkeit des Lebens. Mel. Auf meinen lieben Gott. 78. D u, der kein Böses thut, du schufst den Menschen gut. Du, Höchster, gabst ihm Kräfte zum seligen Geschäfte, in Heiligkeit zu wandeln, stets recht vor. dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Uch, wir dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein von Súnden, vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied. Dein Auge, Höchster, sieht auf alle Menschenkinder, und sie sind alle Sünder. Da ist vor dir, Herr, keiner unschuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist aller Sinn. Die Weisheit ist dahin, die uns regieren sollte, nur was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu wählen und zu üben. 5. Fleisch sind wir von Natur. Uns rühren, leider! nur die Güter dieser Erden, die nie vollkommen werden, mehr als die höhern Gaben, die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen, dúnkt uns 3wang. Des bösen Herzens Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schnöder Sündenliebe. Und können wir auch zählen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. Herr, was uns gebricht, laß in der Wahrheit Licht so heilsam uns erkennen, daß wir von Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Beff'rung nachzujagen. 8. Wobl dem, der sie gewinnt. Gott, so verderbt wir sind, so willst du uns doch heilen, und Kräfte uns ertheilen, schon wiederum auf Erden dir gleichgesinnt zu werden. 9. Herr, diese deine Huld laß uns durch unsre Schuld nicht freventlich verscherzen. Erwecke unsre Herzen, dir nicht zu widerstreben, damit wir ewig leben. Mel. des 38. Psalms. 79. J esu, Urzt todtkranker Seelen! Will's uns fehlen an Erkenntniß eigner Noth, so daß wir e die Laft der Sünden nicht empfins den, ruhig bei dem nahen Tod: 2. Ach, so gieb Gefühl von innen, mach' die Sinnen lebendig und aufgeweckt; bis die gráuelvolle Höhle unsrer Seele sich bei deinem Licht entdeckt. 3. Unsrer Sünden Meng' und Größe, unsre Blöße, zeiget dein Geseg uns an; so daß wir nach dir uns sehnen, und mit Thránen zu dir, Arzt der Seele, nah'n. 4. Dein Geses spricht: heil'ge Triebe, eine Liebe, welcher nichts an Stárke. gleich, widmet Gott dem Allerhöchsten, euren Náchsten sollt ihr lieben, so wie euch. 5. Uber, ach! wer kann verhehlen? Hier will's fehlen, ach, das Herz ist Hasses voll, und wie die Erfahrung zeiget, abgeneiget von dem, was es lieben soll. 6. Jesu, ach, ach trag' Erbarmen mit uns Armen, Geelen- Urzt, der heilen kann. Zünde bei uns allzus sammen reine Flammen deiner Lieb' im Herzen an. Erster Theil. Vom Fall und von der Verdorbenheit zc. Mel. Jefu, Arzt todtkranker.- 79. 80. Arretter und Vertreter, Erretter und Vertreter, bei dem unsichtbaren Licht! Sieh, ich lieg' in meinem Blute, ja das Gute, so ich will, das thu' ich nicht. 2. Uch! was bin ich, mein Erlöser! täglich böser sind' ich meiner Seelen Stand! Drum, mein Helfer, nicht verweile, Jesu eile, komm und reiche mir die Hand. 51 3. Hilf mir durch den Geist der was bin ich, mein Gnaden von der angeerbten Noth! Heite meiner Seele Schaden durch des Mittlers Kreuzestod! Tilge alle meine Sünden! Laß mich vor dir Gnade finden! 3. Von Geburt bin ich ein Sünder und nicht minder stråflich durch ge= häufte Schuld. Doch ich kenne dein Erbarmen, hilf mir Urmen, groß ist deine Gnad' und Huld. 4. Uch! wann wirst du mich erheben zu dem Leben, das erst recht ein Leben ist! Demuth kann dich bald bewegen, daß dein Segen sich zu meinem Heil ergießt. 5. Zuflucht der betrübten Herzen! Ungst und Schmerzen segen meiner Seele zu. Sieh', wie mich die Súnden quälen, Arzt der Seelen, schaffe meinem Herzen Ruh'.. 6. Herr, errette mich vom Fluche, sieh, ich suche dich von nun an demuthsvoll. Sprich zu mir, daß ich im Sterben nicht verderben, sondern ewig leben soll. Mel. Zeuch mich, zeuch mich. 81. Se 5 err: du fennest mein 4. Deinen Willen hier auf Erden zu vollbringen wird mir schwer. Soll ich dazu tüchtig werden, mußt du selbst von oben her mir dazu die Kraft verleihen, und mein sündhaft Herz erneuen. Herz, Herr, von dir neiget, und viel böse Thaten zeuget. 2. Wie verderbt sind meine Wege! Wie verkehrt mein eigner Einn! Ich empfind' es, Gott, wie tráge ich die zu gehorchen bin. Uch! wer wird vom Hang zum Bösen mich doch wiederum erlösen? 5. Schaffe denn ein reines Herze, Herr, durch deinen Geist in mir, daß ich nicht mein Heil verscherze. Laß der sündlichen Begier mich mit Nachdruck widerstehen, und auf deine Hülfe sehen. 6. Unter Wachen, Beten, Ringen, hilf mir selbst mein Fleisch und Blut unter deinen Willen zwingen; denn dein Wille, Gott, ist gut. Was nicht kann dein Reich ererben, laß schon hier an mir ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn die Sünd' in mir sich regt. Hilf mir selber muthig kämpfen, alle böse Lüste dämpfen. 8. Sollt' ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf! Laß in deiner Kraft mich siegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen treuen Hånden gut und selig möge enden. Met. Alle Menschen müssen sterben. Verderben. Ach! es regt in meiner Brust, wie bei allen Adamserben 82. Großer Gott! Erhab'nes sich noch immer böse Lust, die mein Wesen, das, voll segnender Begier, Menschen ch zum Dienft erlesen! ach! was ist der Mensch vor dir? Wenn ich deine Größ' erwäge, und was ich bin, überlege: O wie 4* 52 Erster Theil. Vom Fall und von der Verdorbenheit zc. - dürftig und wie klein muß ich mir nicht selber seyn? 2. Fluch und Elend, Tod und Sünde drücken, lider! mein Gemüth; machen mich zu einem Kinde, das vor seinem Vater flieht. Tausend Mängel, tausend Flecken schánden mich zu meinem Schrecken, und in der verderbten Brust regt sich täglich böse Lust. 3. Was ich Gutes an mir habe, ist von deiner Baterhand. D, wie manche gute Gabe hast du, Herr, mir zuge: wandt! Selber auf dem Sündenpfade trågt mich schonend deine Gnade. Náhmest du zurück, was dein, ach, was würd' mir übrig senn? 4. Doch die Menge deiner Gaben Flagt nur meinen Undank an; weil ich sie oft ganz vergraben, oft damit nur groß gethan; oft voll Leichtsinn sie verschwendet, und zu Sünden angewendet. D, wie häuft sich meine Schuld durch Verachtung deiner Huld! schwache Lallen meines Lobes dir gefallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. 7. Meine Kräfte, meine Glieder sind zu deinem Dienst bereit! Herr! ich falle vor dir nieder voller Ehrerbietigkeit. Deinen Willen thun und leiden, sey der Gipfel meiner Freuden, Gott und Herr der ganzen Welt, thu' mit mir, was dir gefällt. Mel. Auf meinen lieben Gott. 78. 83. Mein Gott, dir ist be wußt die inn're böse Luft, die Quelle meiner Sünden, die Menschen nicht ergründen. D heile du aus Gnaden der Seele tiefen Schaden. 2. Des bösen Herzens Grund wird oft durch Thaten fund, die mich vor dir verklagen, und mein Gewissen nagen. Herr, willst du sie bestrafen, wer wird mir Rettung schaffen? - 3. Ich habe wider dich, den Nächften und auch mich vielfältig, Herr, gehandelt; ich bin den Weg gewandelt, der Menschen von dir wendet, und sich mit Schrecken endet. mich und droht, weil ich, dies schlägt 4. Ein jegliches Gebot zeugt wider mich nieder, nur gar zu oft dawider gedacht, gethan, gesprochen, und deinen Bund gebrochen. 5. Sieh, hier lieg' ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebückt; doch mein demuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Batergüte, und mein tief be schámt Gemüthe, das ben Muth fast ganz verlor, hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja, die Wunder deiner Liebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Uch! erhalte selbst die Triebe treuer Dankbarkeit in mir. Vater! laß das 84. D 5. Verwirf mich nicht von dir. Hilf, Herr, erbarmend mir! Erneure meine Seele, daß sie nur Gutes wähle. Wer kann mich sonst vom Bösen, als du, o Herr, erlósen? 6. Drückt mich der Sünde Joch gleich mächtig, so bleibt doch weit macht'ger deine Gnade. Wie groß auch nur mein Schade, so kannst du ihn doch heilen, und Leben mir ertheilen. 7. Hat sonst des Fleisches Macht in mir ihr Werk vollbracht: so gieb mir Lust und Stärke, daß ich nun gute Werke beschließe und vollbringe, und ewig dir lobsinge. Psalm 51. ie Quell, woraus der Mensch ursprünglich ist, der ew'gen Gottheit Kraft und heil'ger Wille, die Ullgenugsamkeit und Gottesfülle, die immerfort mit reinen Strömen fließt, die anders nichts, als was fehr gut, gemacht. Erster Theil. Vom Fall und von der Berdorbenheit zc. T 53 3. Da wall' ich bin, da wartet mein das Anschau'n Gottes, oder Pein. Uch Gott, mein Heil und mein Vertraun, las mich dein selig Untlig schau'n. hat auch den Menschen gar nicht bóf erschaffen; nein, ihn zu Gottes Bild hervorgebracht. Wie könnte sonst der Herr das Böse strafen? 2. Gerechtigkeit und wahre Heiligfeit, das war die Zier von Gottes Ebenbilde, der schöne Glanz, womit er gut und milde die Seele schmückte, die er sich geweiht. Es sollt' der Mensch im Licht den Schöpfer sehn, das ganze Herz in Liebe zu ihm neigen, mit ihm vercint in ew'ger Wonne stehn, und so an sich den Ruhm der fich Gottheit zeigen. 3. Ach! aber ach! ein unglücksel'ger Fall, durch Satans List und Bosheit angerichtet, hat gar zu bald dies große Gut zernichtet, und Sünd' und Tod herrscht jest und überall. Es ist das Gift der Wurzel zugeflößt: Drum 86. W kann der Stamm mit allen seinen 3weigen, nun ganz verderbt, von inn'rer Kraft entblößt, auch weiter nichts als bitt're Früchte zeigen. 4. Wo find' ich Heil? Hier ist kein Gutes mehr. Denn ich vermag mit allem meinem Dichten jetzt von Natur nur Böses auszurichten, bin unbequem zu meines Schöpfers Ehr'. Uch hilf, mein Gott, und mach' mich wieder neu, durch deinen Geist, durch Licht und Kraft von oben: daß ich mit deinem Bild gezieret sen, und dich, o Lebensquell, mög' ewig loben. Aus dem 90. Psalm. Mel. Der Spötter Strom reißt. 13. 85. Wie Die ein Geschwäß des Tags verfließt die Zeit, die mir geliehen ist. So rauscht vorbei ein schneller Bach, und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach. 2. Die Ewigkeit, die Ewigkeit ergreift mich nach) durchlebter Zeit: ich, wenn sie kommt, sey was ich sey, ein Sünder, oder Gott getreu.. - 4. Wir sind nur wie ein Schlaf vor dir, wie Gras, so blúb'n und welken wir: das machet unsre Missethat, die deinen Zorn entzündet hat. 5. Ich zittre, Herr, und mein Gebein durchångstigt dein gewaltig Dráu'n! Denn denkst du in's Gericht zu gehn, wer kann, wer kann vor dir bestehn? 6. Uch zúrne nicht auf deinen Knecht, und Gnade, Gnad' ergeh' für Recht! Versöhner, Gottes Sohn, mein Heil, sey meine Zuflucht, sey mein Theil. 7. Auf daß ich klug sey, lehre mich der Tod, daß ich nichts fürcht', als dich. Dann leb' und sterb' ich dir allein; im Leben, Gott, im Tode dein. ie fleucht dahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit: wer denkt doch wohl an jene Stund' von Herzensgrund? Kaum spricht davon der tråge Mund. 2. Das Leben ist ein eitler Traum; so nichtig, als ein Wasserschaum, der, wenn er sich jest stolz erhöht, gar nicht besteht, und eb' man es noch denkt, vergeht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; und fallen Berg und Hügel hin, so bleibt mein Sinn getrost, wenn ich bei Jefu bin. 4. Du kommst, Weltrichter, Gottes Sohn! Bald kommst du und mit dir dein Lohn. Ach! gieb, daß ich mich 54 Erster Theil.- Vom Fall und von der Berdorbenheit zc. jeden Tag bereiten mag auf jenen legten Glockenschlag. 5. Was hilft die Welt in jener Noth, Lust, Ehre, Reichthum in dem Tod? Mensch! das alles merkest du, sieh' dann wohl zu, sonst kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg, Eitelkeit! der Thoren Spiel! Das höchste Glück sen stets mein Ziel! Was ewig bleibet, finden wir gewiß nicht hier, wir finden's, Jesu, nur bei dir. 7. Damit ich dich verklárt einst seh', und froh vor deinem Throne steh', so lehre du, mein Heiland, mich Mel. Nun ruhen alle Wälder.- 48. und gieb, daß ich nichts ſo begierig 88. Die Herrlichkeit der Grden such', als dich. sche werden und nichts bleibt ewig stehn! das, was uns hier ergößet, was man für ewig schåget, wird als ein leichter Traum vergehn. 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so trosig machen, als Zand und Eitelkeit? Was ist der Menschen Leben? Stets mit Gefahr umgeben, währt es nur eine kurze Zeit. 3. Was hilft uns unser Wissen? Wird's, wenn wir sterben müssen, ein großer Vorzug seyn? Was hilft uns Macht und Ehre, so glänzend sie auch ware? Kann sie uns wohl. alsdann erfreun? 4. Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit Müh' gewinnen; was unser Fleiß erwirbt? Kann wohl, was wir besigen, uns vor dem Tode schügen, und stirbt nicht alles, wenn man stirbt? 5. Was sind die Lebensfreuden? Wie bald folgt Ungst und Leiden und Reu' auf den Genuß? Was ist's, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr' erlangen, die nicht zulegt verschwins den muß? 6. Was sind selbst alle Thronen? Giebt es wohl ird'sche Kronen, die unverwelklich blüh'n? Kann vor des Grabes Schrecken der Purpur dich bedecken? die Krone dich dem Tod entziehn? Mel. Wie fleucht dahin der.- 86. 87. Gott ott hab' ich alles heimgestellt. Er thue, was ihm wohlgefällt, zum Tod und Leben gleich bereit, wie er gebeut, vertrau' ich seiner Gütigkeit. 2. Auch meine Zeit kommt, wenn Gott will, ich warte d'rauf und bleibe still. Gott ist mir, was sein Rath erwählt, der nimmer fehlt. Er hat auch meine Haar' gezählt. 3. Was ist die Welt? ein Jammerthal. Es wartet auf uns überall in unsrer kurzen Lebenszeit manch Herzeleid. Der Mensch lebt immer dar im Streit. 4. 3ulegt ruft dann doch Gott dem Tod. Er kommt und endigt unsre Noth. Sink' du, o múder Leib, hinab in's stille Grab, dort wischt mir Gott die Thránen ab. 5. Wenn mich die Sünde schon anficht, o fo verzag' ich dennoch nicht; es gab ja mein getreuer Gott bei meiner Noth den Sohn selbst für mich in den Tod. mein! das soll allein mein Trost im Tod und Leben seyn. 8. Der schon in dieser Prüfungszeit so oft mein schmachtend Herz erfreut, gönnt meinem Leib auch einen Blick, und ruft zum Glück, zum Leben meinen Leib zurück. 6. Heil mir! daß mein Herr Jesu Chrift für meine Schuld gestorben ist; nun lebt und herrscht er mir zu gut; der Höllen Glut löscht sein vergosnes theures Blut. 7. Dem sterb' und leb' ich allezeit, von dem mich auch der Tod nicht scheid't. D, sein bin ich, und er ist 9. Ich werde dann von Ungesicht Gott schau'n in jenem sel'gen Licht. Welch' unaussprechlich große Freud' ist mir bereit't! Gott sey gedankt in Ewigkeit. 7. Wie, wenn die Sonn' aufge= het, die Rose blühend stehet in ihrer schönsten Bier, und doch verwelkt sich Erster Theil. beuget, eh' sich der Abend blühen und verwelken wir. - 8. Froh wachsen wir auf Erden, und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch in den schönsten Ta= gen, noch eh' wir Früchte tragen, bricht uns des Todes Sturm entzwei.c Von der neiget; so 9. Wir rechnen Jahr' auf Jahre, inzwischen wird die Bahre vor unser 89. mi Mel. Jesu meine Freude. 7) Von der Erlösung der Menschen und dem Erlöser überhaupt. ort aus Gottes Erlösung der Menschen. 55 Haus gebracht. Man scheidet von den Seinen, die húlflos uns beweinen, und uns bedeckt des Grabes Nacht. Gottes Kraft, Munde! Wort vom FriedensBunde! Evangelium! Bald, hz da wir gefallen, ließ dich Gott erschallen! du bist unser Ruhm! Kraft, die Glauben 10. Dies laßt uns wohl bedenken, und uns zum Himmel lenken, weil er uns offen steht. Wer dahin will gelangen, darf an der Welt nicht hangen, da sie mit ihrer Lust vergeht. Mund, liebreich ihre Füße, ihre Lehren süße. Welch ein theurer Bund! Gottes Huld trágt unsre Schuld, und wer ihn mit Glauben ehret, wird von ihm erhöret. 3. Alles ist vollendet, Gott hat den gesendet, der verheißen war. Jesus, der sein Leben wollte für uns geben, stellt sich wirklich dar, ja er hat des Hochsten Rath ganz vollbracht, und lebt in Ehre; ach erwünschte Lehre! 5. Auf! und wehrt den Schmerzen! kommt, ihr, deren Herzen das Geset zerschlug; kommt zu dessen Gnaden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu Tod versöhnt euch Gott; Gott, der euch als Vater liebet, und die Schuld vergiebet. schafft! gute Botschaft, uns zum Leben von Gott selbst gegeben! 2. dein vor der Beit uns allen, Gott, beſtimmet hat: 90. Durch Adams Fall ist was sonst dunkle Schatten vorgebildet hatten, das vollführt dein Rath. Daß dein Eid dich nicht gereu't, zeigst du nun; in Jesu Namen wird er Ja und Umen. erst verderbt der Menschen Thun und Wesen. Dies Gift ist auf uns fortgeerbt. Wir waren nie genesen; war' Jesu Heil nicht unser Theil. Denn wie so tiefe Wunden! Ach, 4. Da uns Strafen drohten; was für frohe Boten! trostreich ist ihr 6. Hierauf will ich bauen, Christo mich vertrauen, und in ihm mich freun. Ihm will ich nur leben, ihm mich ganz ergeben, ewig treu ihm seyn. So werd ich auch einst durch dich, o mein Heiland, selig sterben und den Himmel erben. 56 Erster Theil.- - Von der Erlösung der Menschen jeder hat in Adams That des Satans Neid empfunden! 2. Seit Satan ihn dahin gebracht, daß er frech abgefallen; so herrschet mit tyrann'scher Macht die Sünde in uns allen. Uns drückt der Tod. In solcher Noth beschloß Gott, uns zu geben den eignen Sohn zum Gnadenthron, damit wir möchten leben. 3. Warf uns denn eine fremoe Schuld in Adam alle nieder; so bringt uns eine fremde Huld in Christo alle wieder. Und wie wir all' in Adams Fall des ew'gen Todes starben, so rettet Gott durch Christi Tod, die sonder verdarben. 4. Gott hat uns seinen Sohn geschenkt, da wir noch Feinde waren, der ist für uns ans Kreuz gehenkt, erstanden, aufgefahren. Tod und Gericht trifft uns nun nicht, so wir ihm nur vertrauen. Fest steht dies Wort! Wem mag hinfort noch vor dem Tode grauen! 5. Er ist das Licht, der Weg, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Kraft, sein ewig's Wort, zum Heiland uns gegeben. Dem Feind zum Truß umgiebt sein Schuß uns alle, die wir glauben. Er ist der Hirt, die Seinen wird aus seiner Hand nichts rauben. 6. Der Mensch ist gottlos und verflucht, und wird zuleht zum Spotte, der solchen Trost bei Menschen sucht, und nicht bei seinem Gotte. Denn wer sich will ein andres Ziel ohn' diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Feind's Gewalt und arge List erschrecken. 7. Wer hofft in Gott, und dem vertraut, kann nie zu Schanden werden. Wohl, wer auf diesen Felsen baut! trifft ihn schon hier auf Erden viel Angst und Müh'; hab' ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich nur fest auf Gott verläßt. Gott hilft den Seinen allen. 8. Du wollest, Herr, von meinem Mund dein heil'ges Wort nicht neh men; so weiß ich, láßt dein theurer Bund mich, Sunder, nicht beschämen. Der Sünden Schuld deckt deine Huld! vertraut, auf sie fest baut, der wird nur ihr will ich vertrauen. Wer ihr den Tod nicht schauen. 9. Mir zeigt schon jest dein heilig's Wort den Himmel aus der Ferne, dem hellen Morgensterne. Bricht der denn dies Licht führt zü Chrifto fort, nun an, so faffet man alsdann die hohen Gaben, die Gottes Geist auch uns verheißt, so wir nur Glauben haben. Mel. Freu' dich sehr, o meine.- 29. 91. Ew'ge Liebe, mein Gemüthe Blick in den Abgrund deiner Güte; fend' ihm einen Blick zurück, einen Blick voll Heiterkeit, der die Finsterniß zerstreut, die mein blödes Auge drücket, wenn es nach dem Lichte blicket. 2. Ich verehre dich, o Liebe! daß du dich erbarmet hast, und aus freiem edlen Triebe den allweisen Rath gefaßt, ein theures Lösegeld, durch des eignen der verdammnißwerthen Welt durch Sohnes Sterben Gnad' und Freiheit zu erwerben. 3. O, ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit! welcher uns hülflosen Urmen Gnade, Troft und Hülfe beut. Liebe, die des Sohns wohnt, um die Sünder zu erretten nicht schont, der in ihrem Schooße aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, jeder darin übe, der am Segen Uneine Ordnung auch bestimmt, daß sich theil nimmt; wer nur an den Mitts ler glaubt, und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. 5. Da du keinen zum Verderben ohne Grund verbannet hast, tragen Sünder, wenn sie sterben, ihrer eignen Bosheit Last. Wer nicht glaubt an deie nen Sohn, der hat Fluch und Tod zum Lohn, sein muthwillig Widerstreben schließt ihn aus vom Heil und Leben. 57. und dem Erlöser überhaupt. 3eit unendliche Barmherzigkeit. 6. Ewig sey mit Dank besungen, zen schau'n; da findet sich zu aller avas dein Rath beschlossen hat. mit uns preisen Engelzungen diesen weisen beil'gen Rath, den der Glaub' in De= muth ehrt, die Vernunft erstaunend hört; wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. 7. Libe, laß mich dahin streben, meiner Bahl gewiß zu seyn. Richte felbst mein ganzes Leben so nach dei nem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Beugniß dienen moge: ich sey auf dem rechten Wege. 8. Laß mich hier schon mit Vertrauen meinem Heil entgegen sehn; alsdann wird' ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn; keine Creatur wird mich, den du liebest, ewiglich deiner Hand entreißen können, noch von deiner Liebe trennen. 92. J Mel. Wer nur den lieben Gott.-7. ch habe nun den Grund gefunden, den meine Hoffnung ewig hålt! Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt: Ein Grund, der unbe weglich steht, wenn Erd' und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt: Es sind die offnen Liebesarmen, des, der sich zu dem Sünder neigt; er geht nicht mit uns in's Gericht, und will den Tod des Sünders nicht. 3. Wir sollen nicht verloren wer: den; Gott will, uns soll geholfen seyn! deßwegen kam sein Sohn auf Erden, und nahm den Himmel sieg= reich ein. Nun ruft sein Wort und Geist uns zu: Kommt her zu mir, bei mir ist Rub'. 4. Abgrund, welcher unsre Sunden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt; weil Christi Blut beständig schrei't: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich glaubig senken, dem will ich mich getrost vertrau'n, und wenn mich meine Sünden krånken, nur bald nach Gottes Her 6. Wird alles andre mir entrissen, was Leib und Seel' erquicken kann; muß ich des Lebens Freuden missen, und nimmt kein Freund sich meiner an; scheint die Errettung noch so weit, mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Ich kann in meinen besten Wer fen, wenn ich noch so behutsam bin, gar manchen, manchen Fehler mer ken; o, wie fällt aller Ruhm dahin! doch bleibt mir noch der Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist: Er wird gewiß sein Wort erfüllen. Er, der die Seinen nicht vergißt; sie währet ja in Ewigkeit, die göttliche Barmherzigkeit. 9. Auf diesen Grund will ich stets bauen, so lang' ich hier auf Erden bin; der Gnade Gottes will ich trauen, fällt alles andre gleich dahin, so fing' ich einst nach dieser Zeit: Abgrund der Barmherzigkeit! 30. un, Christen, laßt uns 93. Nun fröhlich seyn, Gott Dank und Ehre bringen, von Herzen seines Heils uns freun, mit Lieb' und Lust ihm singen. Wer faßt die große Wunderthat; was Gott an uns gewens det hat, wie theu'r er uns erworben. 2. Vom Teufel hart verstrickt war ich todt, elend und verloren. Stets quálte meine Sünde mich; verderbt war ich geboren. Ich sank auch immer tiefer drein, that niemals Gutes, war allein von Sünde ganz beseffen. 3. Gott jammerte von Ewigkeit mein Elend chne Maaßen. Er dachte der Barmherzigkeit, mir wollt' er helfen lassen; zu mir wandt' er sein Vaterherz; zu heilen meiner Wunden Schmerz; ließ er's sein Bestes koften. 4. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit kommt, zu erbarmen! Eil', meines Herzens werthe Kron'! sey du das Heil der Urmen! Hilf ihnen aus der tiefen Noth! für sie entwaffne du den Tod, und laß sie mir dir leben. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 58 Erster Theil. 15. Der Sohn, der ihm gehorsam war, erschien nunmehr auf Erden, als eine Jungfrau ihn gebar. Mein Bruder wollt' er werden, hielt heimlich seines Arms Gewalt, und ging einher in Knechtsgestalt, des Satans Reich zu stürzen. 6. Er sprach zu mir: Halt' dich an mich! Es soll dir jest gelingen. Mich selber gab ich ganz für dich; will mächtig für dich ringen. Denn ich bin dein und du bist mein. Auch du sollst, wo ich bleibe, seyn. Uns soll der Tod nicht scheiden. 1 Von der Erlösung der Menschen 7. Vergießen wird man mir mein Blut, voll Grimms mein Leben rauben. Gern leid' ich alles dir zu gut. Das halt mit festem Glauben. Dein Leben, Sterblicher, ist mein, und mein Verdienst ist, Sünder, dein. So bist du selig worden. 8. Den Himmel nehm' ich wieder ein, und scheid' aus diesem Leben. Da will ich stets dein Meister seyn, und meinen Geist dir geben, der dir in Trúbsal Trost gewährt, dich, wenn er mich in dir verklárt, in alle Wahrheit leite. 2. Für uns ein Mensch geboren, der keuschen Jungfrau Sohn, wie Gottes Eid geschworen, erlitt'st du Qual und Hohn; starbst, daß wir Leben möchten, erhubst uns zu Gerechten und Erben deines Reichs. 3. Gieb, stets in reicherm Maaße, Erkenntniß deines Heils, daß keiner je verlaffe die Wahl des besten Theils. Laß uns im Glauben bleiben, durch ihn zur Lieb' uns treiben, und zu der Lust an dir. Mel. Herr Chrift der ein'ge Gott's. 94. D Christe, Eingeborner, von Ewigkeit gezeugt! Des Baters Uuserkorner, zu dem sein Herz sich neigt! Mit ihm von einem Wesen, bleibst du, der du gewesen, der Glang der Herrlichkeit. 4. Der du trågst alle Dinge, des Vaters ew'ge Kraft! ohn' den ich nichts vollbringe! der alles Gute schafft! Hilf, daß mich nichts verblendet, meinHerz nichts von dir werdet, nichts meine Liebe schwächt. 5. Laß uns, mit dir begraben, mit dir auch aufersteh'n; mit dir zur Höh' erhaben, nicht auf das Eitle sehn; dich wissen und dich hören, nach dir allein begehren; dein todt und lebend seyn. 6. Dank, Lob und Preis und Ehre sey Gott in Ewigkeit für solche süße Lehre, mit der er uns erfreut. Sie tröst' uns, wenn wir leiden; sie stark' uns, wenn wir scheiden; sie schug' uns im Gericht. Mel. D Trostwort, das uns Leben giebt. 9. Was ich gethan, was ich ge lehrt, das sollst du thun und lehren; daß Gottes Reich sich stets vermehrt zu seines Namens Ehren. Nur bute 95.& dich vor Menschenwahn, der dir den Schag leicht rauben kann, dies sey mein Abschiedssegen. d edanke, der uns Leben giebt, welch Herz vermag dich auszudenken! Also hat Gott die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenken. 2. hoch über die Vernunft erhöht, umringt mit beil'gen Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestát, und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Lauf und Bau ergrüns ben; und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden. 4. So kann mein Geist den hohen Rath des Opfers Jesu nicht ergrün den; allein das Göttliche der That, bas kann mein Herz empfinden. und dem Erlöser überhaupt. 15. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ am meine Mel. Allein Gott in der Höh'. eil uns! unsrer Sungetragen, nicht Gott und mein Erlöser 96. Hennoch ist Rettung uns ist: so werd' ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn: so werd' ich ewig irren müssen, und wer Gott ist, und was ich bin, und werden soll, nicht wissen. 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir fein frecher Spotter rauben; ich fühle seine Göttlichkeit und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum durch ihn des ew'gen Lebens Erbe, dies bin ich; und das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Er giebt mir seinen Geist, das Pfand, daran wir seine Liebe merken, und bildet uns durch seine Hand zu allen guten Werken. 10. So lang' ich seinen Willen gern mit einem reinen Herzen thue; so fühl' ich eine Kraft des Herrn, und schmecke Fried' nnd Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde krankt, und ich zu seinem Kreuze trete: so weiß ich, daß er mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, daß ich erwecket aus der Erde, wenn er sich zum Gericht erhebt, im Fleisch ihn schauen werde. 13. Kann unsre Lieb' im Glauben hier für den, der uns geliebt, erkalten? Dies ist die Lieb', o Gott, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll' mein Herz mit Dank barkeit, so oft ich deinen Namen nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 15. Sollt' ich dereinst noch würdig seyn, um deinetwillen Schmach zu leiden: so laß mich feine Schmach noch Pein von deiner Liebe scheiden. 59 erworben. Der Herr will nicht des Sünders Tod. Was Adams Fall verdorben, hat er aus Gnaden uns ers seht. Wie werth sind wir von ihm geschäßt! Wie groß ist sein Erbarmen! 16. Und soll ich, Gott, nicht für und für des Glaubens Freudigkeit empfinden, so wirk' er doch sein Werk in mir, und rein'ge mich von Sünden. 2. Selbst seinen eingebornen Sohn sandt' er zu uns auf Erden, von dem verdienten Sündenlohn ein Retter uns Er kam und mit ihm zu werden. unser Heil: er kam, am ew'gen Leben Theil uns wieder zu erwerben. 3. Wo ist, o Zod, dein Stachel nun? Hier ist dein Ueberwinder. Für unsre Schuld genug zu thun, starb er, das Heil der Sünder. Wo ist nun, Súnde, deine Kraft? Hier ist der, der uns Kräfte schafft, dein Joch von uns zu werfen. 4. Gelobt sey Gott! Gelobt sein Sohn, der Retter unsrer Seelen! nun kann uns auch auf Erden schon das wahre Glück nicht fehlen, getrost und froh in Gott zu seyn, wenn wir uns nur dem Heiland weih'n, den Gott für uns verordnet. 5. Was er zum Leben uns verschafft, das ist in seinen Händen. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er ſo liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl allen, die ihm trauen! 6. D, Laßt uns ihm uns anvers trau'n, und niemals sein uns schás men! Auf seine Mittlershülfe bau'n, und sein Joch auf sich nehmen, das ist der Weg zum ew'gen Wohl; der Weg, auf den man friedenvoll auch schon auf Erden wandelt. 7. Herr, laß uns diese Seligkeit doch über alles schäßen. Nie können Güter dieser Zeit den Mangel uns ersegen, wenn uns das größte Gut gebricht; ein reines Herz voll Zuvere sicht zu dir, Gott, unser Vater! 17. Hat Gott uns seinen Sohn gefchenkt, so laß mich noch im Tode denken: Wie sollt' uns der, der ihn 8. lenk' auf dies erbab'ne Glück geschenkt, mit ihm nicht alles schenken. 1 ber Seele stärkste Triebe! Zeuch mächtig Erster Theil. Von der Erlösung der Menschen 60 unser Herz zurück von schnöder Cún: denliebe! An dem uns theu'r erworb': nen Heil laß uns im wahren Glauben Theil stets suchen und gewinnen. Mel. Un Wasserflüssen Babylons. 97. L - suchst liebreich von der Sünde Joch und ibrem schnöden Lohne, die ihr noch dienen, zu befrei'n. Beschwerter Herzen Trost zu seyn, ist deines Her zens Freude. Du giebst den müden Seelen Ruh; und wer dich liebt, den stárkest du, daß nichts ihn von dir scheide. ob, Ehre, Preis und Dank sey dir, o Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für. Wer kann dich g'nug erheben? Noch war die Welt ein Nichts, und schon warst du groß, herrlich Gottes Gottes Sohn! gekrönt mit Schmuck und Ehre. Dein ist das Reich, die Herrlichkeit, und du beherrscheft weit und breit der Kreaturen Heere. 2. Dein sind sie, denn durch wessen Kraft ward Himmel, Meer und Erde? Wer hat das Leben uns verschafft? Wer sprach zum Engel: Werde! Du bist es, dessen 2umachtsruf die ganze Welt aus nichts erschuf. Du bist's, der alles tráget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd' und Himmel in sich schließt, und was im Meer sich reget. 4. Was ist die Welt? die arge 3. Und dennoch bist du uns zu gut Welt, was sind doch Udams Kinder? in diese Welt gekommen; haft willig daß sie dein Sohn so theuer hält. unser Fleisch und Blut, o Herr, an dich genommen. Aus der erschreck- Borne Belial mit seinen Engeln allzuEr rettet diese Sünder; da du im lichsten Gefahr zu retten, was verloren war, warst du ein Fluch auf Erden. Huld, die sonst nichts aleiches hat! du starbst für unsre Missethat, ein Heiland uns zu werden. mal zum finstern Abgrund stießest. 4. Du warst es uns und bist es noch jest auf der Himmel Throne; 5. Du hörst der Deinigen Gebet und endest ihre Plage. Du bleibst bis Zeit und Welt vergeht, bei uns noch alle Tage. Herr, dir sey ewig Dank und Ruhm für deinen Tod und Marterthum, für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin, gieb daß ich mich, so lang' ich bin, in deinem Lobe übe. Mel. Allein Gott in der Höh' sey.- 15. 98, Liebesglut, wie kann ich dich nach Würdig: keit besingen! Wie wagt's ein schwacher Geist jest, sich so hoch hinauf zu schwingen. Es glänzet Gottes Herrs lichkeit in lauter Lieb' von Ewigkeit; bleibt noch mein Herz erfaltet? 2. Gett, der in sich ganz felig war, das allerreinste Wesen, hat sich der schnöd'sten Sünder Schaar zu lieben auserlesen. Du staunst, Vers nunft? gicb Sott die Ehr'! Gott wollt' unendlich lieben, mehr als du begreifen solltest. 3. Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schooß genommen! Er ist von seines Vaters Thron zu uns hers abgekommen. Sein Mangel, Knechtsstand, Kreuz und Grab malt uns mit starken Farben ab, wie sehr Gott lieben könne. 5. O, welche Tiefen seh' ich hier! nie werd' ich sie ergründen; doch seh' ich g'nug, um, Gott, mich dir auf's stärkste zu verbinden. Herr, dir sey ganz mein Herz gewährt, ein Herz, und dem Erlöser überhaupt. 61 das dir allein gehört, als Schöpfer| gut ich immer kann, dich recht inbrunund Erbarmer." stig liebe. Die Welt nicht, Gott sey meine Lust; laß ewig nichts in meis ner Brust, als deine Liebe bleiben. 6. O liebster Vater, nimm es an, und rein'ge seine Triebe, daß ich, so 8) Von der Geburt Jesu Christi. Mcl. Nun danket alle Gott. 9. D belegt, für uns geschlachtet ward, 99. Es lag die ganze Welt mit und alle Sünden trägt. Zorn und Fluch beladen; da offnetest du, Gott! die Fülle deiner Gnaden. Dein Sohn erscheint; du schickst den, dessen Dienst die Bahn dem Herrn bereiten soll, als seinen Knecht voran. 8. Wohl dem, der dieses Lamm, auf das Johannes weiset, mit festem Glauben faßt, und auch im Leben preiset. Wer, seinem Taufbund treu, sich Jesu ganz ergiebt, der ist in ihm von Gott begnadigt und geliebt. GARET 2. Gott, wer kann thun wie du? Schon wohlbetagt an Jahren gebiert Elisabeth. Der Sohn der Unfruchtbaren, den jenes Engels Mund verheißen soll't allein der keuschen Jung- glaubt, der bleibt in Ewigkeit. frau Sohn, ein würd'ger Herold seyn. 3. Du willst durch ihn die Welt von deinem Heil belehren; und ihn auch hreft du, um deinen Sohn zu ehren. 100. Mit Einder, das Herz in Mel. Von Gott will ich nicht laffen.- 56. o Sein Vater wird erst stumm; der Stumme schnell beredt und weisfagt, da auf ihn der Geist des Herrn geráth. 4. Das Kind wird stark am Geist, der Gnade treuer Lehrer, ein bren= neno, scheinend Licht, ein mächtiger Bekehrer, ein heil'ger Eiferer, der obne Schonen straft. Auf seiner Seele rubt Eliá Geist und Kraft. euch bestellt! damit das Heil der Sünder bei euch den Einzug hält. D, hemmt nicht seinen Lauf! Gott hat den Sohn gegeben, und mit ihm Heil und Leben, nehmt ihn mit Freuden auf. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; ihr Berge senket euch; senkt euch, und werdet eben, wenn Thale sich erhes ben; ihr Krummen, werdet gleich. 3. Ein Herz, das Demuth übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth liebet, mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist, und folget Gottes Leiten, das fann sich recht bereiten; zu dem kommt Sesus Christ. 5. O welch ein Gnadenwort! welche süße Stimme, die in der Wüst' erschallt! Gott straft nun nicht im Grimme die sündenvolie Welt. Sein Himmelreich ist nah! denn der die Welt mit Gott versöhnen soll, ist da. 9. Das werd' auch unser Theil! Johannis Umt und Lehre verherrliche noch stets, Gott, deines Namens Ehre. Wer Buße thut und glaubt, hat Trost auf alle Zeit. Wer Buße thut und 6. Euch ist solch Heil bereit! Ihr Sünder, nehmt's zu Ohren! Freut mit Johannes euch! wie er, noch ungeboren, des Heilands sich erfreut, so freut er sich auch nun, durch Tauf' und Predigten ihn allen fund zu thun. 7. Allein zu Jesu hin verweis't er seine Jünger; allein auf Jesum zeigt sein ausgestreckter Finger. Seht, das ist Gottes Lamm, das mit dem Fluch 4. Uch, mache du mich Armen zu dieser heil'gen Zeit, aus Gute und Ers barmen, Herr Jesu! selbst bereit! 3euch in mein Herz hinein; dies sey statt jener Krippen! so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar seyn. 62. Erster Theil. 101. G - Von der Geburt Jesu Christi. 102. 2 21 Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb uns seinen Sohn zum Heiland giebt. Wie hat uns Gott so lieb! 2. Was sein erbarmungsvoller Rath schon in der Ewigkeit zu unserm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit. rhebt den Herrn, ihr Frommen; er hált, was er ver= spricht. Der Heiland ist gekommen, der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, hat uns zu unserm Leben, selbst seinen Sohn gegeben. Durch ihn sind wir erlös't. 2. Erlös't! O, welche Gnade hat uns der Herr erzeigt! der uns betroffne Schade, der uns so tief gebeugt, ist nun nicht unheilbar. Von Sünden und Verderben uns Rettung zu er= werben, gab Gottes Sohn sich dar. 3. Er kam zu uns auf Erden in armer Knechtsgestalt. Voll Mühe und Beschwerden war hier sein Aufenthalt. Der ihm gegebnen Macht enthielt er sich mit Freuden, bis er durch Tod und Leiden sein großes Werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht! O, bringet Gott euren Lobgefang! Erlös'te Men schen! singet dem Mittler ewig Dank. Wo niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsrer Seelen Schaden. D, nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder! Verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuversicht. Drum kommen wir zu dir. Hilf uns die Macht der Sünden doch glücklich überwinden! Denn dein, o Herr, sind wir. 2014 6. Bei dir steht unser Leben. 3u unserm ew'gen Heil hast du dich hingegeben. Gieb uns am Himmel Theil! Laß uns dir folgsam seyn! Was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann werden unsre Seelen sich Gottes ewig freun. Iso hat Gott die 3. Er, aller Menschen höchstes Gut, der alle segnen kann, nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, doch ohne Sünden, an. 4. Ich freue mich, mein Gott, in dir. Du nimmst mein Fleisch an dich. Was fehlt mir nun? ist Gott mit mir, wer ist dann wider mich? 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst auch mir Rath, Kraft und Held, mein Vater und mein Friedefürst, so wie das Heil der Welt. 6. Was mir zum Seligseyn gebricht, das, Herr, erwarbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, das hab' ich nur an dir. 7. Dein Mangel wird mein reiches Theil; dein Leiden stillt mein Leid. Durch deine Knechtsgestalt, mein Heil, gewinn' ich Herrlichkeit. 8. Gelobt sen Gott! Gelobt sein Sohn! durch den er Gnad' erweist! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! Erheb' ihn auch, mein Geist. Mel. Sey zufrieden, mein Gemüthe.- 61. 103. Laßt uns unserm Gott freut laßt uns heut' ihn Verehrung bringen! In des Himmels hohe Chöre stimmet ein! Gott allein, unserm Gott sey Ehre! 2. Jeder, der sich fühlt verloren, freue sich inniglich! Chriftus ist ges boren! Er, der König aller Wesen, steigt herab, bis ins Grab, Sünder zu erlösen. 3. Wer kann Gottes Rathschluß fassen? Aber dies ist gewiß: Gott PUN Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. ann uns nicht bassen! Kommt der Sohn aus freien Trieben zu uns ger; wie sollt' er nicht die Menschen ieben? 4. Wenn er uns verworfen hatte, náhm' er dann Menschheit an? Er pricht: Ich errette. Deß soll sich der Erdkreis freuen! zum Gericht komm er nicht, sondern zum Verzeihen. 5. Eilt im Geist nach Bethlems Hütten, seht, was dort euer Hort schon für euch erlitten. Er wird niedrig euretwegen. Welch ein Freund! Er erweint seinen Feinden Segen. 6. Er, er will für eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod Lernt den göttlich groß erdulden. Menschenfreund erkennen, gnadenreich will er euch seine Brüder nennen. 7. Dankt ihm, der eu'r innres Sehnen fehen kann! betet an! opfert Freudenthránen! Liebt ihn, der von Liebe brennet, traut dem Herrn, der euch gern seine Brüder nennet. 63 13. Du kommst einst zum Weltges richte! dann werd' ich, Richter, dich schau'n von Ungesichte. Gott, wie wird dein Hasser beben! Dann werd' ich deiner mich freu'n und ewig leben. 104. 8. Wenn euch eure Sünden frånken, eilt herzu, suchet Ruh! Er will sie euch schenken. Schaut auf ihn mit Glaubensblicken! Bittert nicht! denn er spricht: ich will euch erquicken. 9. Ihr Erdulder schwerer Tage, euren Schmerz fühlt mein Herz! Kein Erlöster zage! Bringet ihm an seinem Feste 3utrau'n her, wisset, er wählt für euch das Beste. 10. Er verläßt euch nicht, ihr Schwachen! mehr, als ihr, litt er hier, euch beglückt zu machen. Eure kleine Zeit der Leiden und der Müh', was ist sie gegen ew'ge Freuden? clobet seyst du, Jesus Christ, daß du Menschh geworden bist! Da eine Jungfrau dich gebar, frohlockte selbst der Engel Schaar. Hallelujah! 2. Dich sahn die Båter schon von fern, Davids Sohn und Davids Herrn; ihr Heil und ihre Zuversicht, und aller Volter Trost und Licht. Hallelujah! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über die, so nie ihn sahn; auf die, so Finsterniß umgab, glänzt Gottes Wahrheit nun herab. Halles lujah! 12. Dir, mein göttlicher Befreier folg' ich nach, obwoh! schwach, doch um so viel treuer. Reine Kreatur, tein Leiden, keine Noth und kein Tod soll von dir mich scheiden. 4. Durch den die Welt einst wore den ist, der einst richtet, Jesus Christ, der Schöpfung Herr kommt in sein Reich, Erniedrigt sich und wird uns gleich. Hallelujah! 5. Jauchzt Himmel, Erde freue dich! Gott versöhnt die Welt mit sich! uns, Adams sündiges Geschlecht, entsündigt Er, macht uns gerecht. Hallelujah! 6. Gelobet feyst du Jesus Christ, daß du Mensch geboren bist. Dir ift der Erdkreis unterthan! dich beten alle Himmel an. Hallelujah! Stanz DE 201 Mel. Wie schön leuchtet der. 35. 11. Gottmensch! du nahmst meine gern auf dich, daß auch ich frei und selig würde. Wer kann deine 105. Friedensfür que me aus Das Stamm! o Lieb' ergründen? Ewig soll freudenvoll sie mein Herz empfinden. ner Seelen Bräutigam! mein Trost, mein Heil, mein Leben! Dank sey dir o Immanuel! Du kommst zu uns. Nach Leib' und Seel' will ich mich dir ergeben. Heil dir! Heil mir! Weicht ihr Leiden, singt mit Freuden, Hosianna! seht er kommt jest: Hosianna! - Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. 64 2. Ich selbst bin nun von Freuden voll, und weiß nicht, was ich schenken soll dem auserwählten König! theurer Jesu, nimm doch hin, mich selbst und was ich hab' und bin, ach freilich ist es wenig. Schließ mich in dich. Nichts auf Erden, nicht Beschwerden, keine Leiden sollen mich je von dir scheiden. 3. Bleib, höchstes Gut, du Himmelezier! mein Leitstern stets, o bleib bei mir! Du Hoffnung der Verzagten! Du Lebensquell, erquicke mich, du süßes Manna schenke dich zum Troste der Geplagten! Laß nicht dein Licht hier auf Erden dunkel werden! Laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen. - 5. Mein Blutsfreund, mein Immanuel! was konnte dich bewegen, mein Goel, meine Lebensquell'! den Zepter hinzulegen, und kommen in dies Jammerthal, um dich mir selbst zu schenken? Ich wende mich hin überall, ob etwas auszudenken, die Gabe zu vergelten. 6. Wår' nicht der ganze Himmel dein, und könnt' ich ihn dir geben, so würd' es doch zu wenig seyn: Könnt' ich mein Blut und Leben zu tausend mal bingeben dir, so blieb ich doch in Schulden; weil, was du hast ge= than an mir, und für mich wollen duiden, unendlich mehr verdienet. 7. Doch sich', mein Herz, o welche Lieb'! der Herr will keine Gaben; komm nur, und dich ihm selbst ergieb, das ist's, was er will haben. Der sich Mel. Gott mache du mich selbst. 17. 106. Gottessohn und Men- dir schenket, will allein mit Glaub' schenkind! Mein Bruder, Gott und König! Mein Stam= mein, meine Lieder sind vor deinem Glanz zu wenig. Wo Menschenweisheit sich kehrt um, wo Engelzungen und Liebesarmen in Dankbarkeit umfaffet senn. Aus ewigem Erbarmen bist du oon ihm erkaufet. tallen, da bliebe man wohl ewig 107.Liebster Jefu! Sey Mcl. Jesus, meine Zuversicht. 47. und Marien Sohn! stumm, wenn dir es würd' mißfallen, was Kinder stammelnd bringen. willkommen! der da Urmuth, Spott und Hohn mit der Menschheit anges nommen. Rette mich aus aller Noth, welche meiner Seele droht! 2. Was alles Denken übertrifft, was Wig unmöglich nennet, hat deine Wunderhand gestift' t, die keine Schranken kennet; Gott wird ein Mensch, der Herr ein Knecht, und Menschenarme tragen den, der den ganzen Weltkreis trágt. Was kann ein Klügling sagen, dies Ráthsel aufzulösen? 3. Du bautest aus Maria dir, o großer Erdgesandte, die Hütte, da dein Herz zu mir in Liebesflammen brannte. Du kamst in's Elend nackt und bloß, zu kleiden mich mit Segen; verließest deines Vaters Schooß, um mich darein zu legen, und ewig zu erquicken. 4. Was aller heil'gen Båter Schaar berlangte zu erblicken; was Adam schon verheißen war; was Lamech konnt erquicken; was Jacob sah; was er besang; was Hiobs Trost ge= wesen; und was durch Davids Harf' erklang, das alles ist zu lesen in meines Heilands Krippe. 1 - 2. Wir empfinden alle noch, was uns Udam einst verloren: und auch ich bin in dem Joch seiner Missethat geboren. Doch ich hoffe jezt auf dich. Undrer Udam, åndre mich! 3. Du bist worden, was ich bin: laß mich auch, was du bist, werden; nimm mein Sündenelend hin. Mache mich dir gleich auf Erden! und vers leib' von deinem Heil mir, o Jesu, auch mein Theil! 4. Aus dem Himmel kamst du her, hilf mir Urmen aus der Hölle: Nur ein Stall war dir noch leer; aber gieb mir eine Stelle unter denen, die bei dir wohnen werden für und für. 5. Steckt mein Herz in böser Luft, laffe du es nicht so bleiben! Wohne selbst in meiner Brust, alles Böse zu vertreiben, bis ich, ganz mir dir erfüllt, habe Gottes Ebenbild. Erster Theil.- Von der Geburt Jesu Christi. 65 6. Wurdest du ein Menschensohn: und wir können deinetwegen nun auch mache mich zu Gottes Kinde, daß ich| Kinder Gottes seyn. Hat die Sünd' tets vor seinem Thron einen Vater uns gleich verdorben, o so hast du neue an ihm finde! Er ist ja nicht mehr Kraft uns zur Heiligung verschafft, mein Feind, denn ich bin dein wahrer und die Tüchtigkeit erworben, einst, Freund. von Sünden völlig rein, deinem Bilde gleich zu seyn. 4. Du bist Mittler! Heil uns Súndern! huldreich gab der Vater ihn! Du hast armen Adamskindern nun sogar das Recht verliehn, in den Himmel einzugehn, und des Herren Herrlichkeit, nach vollbrachter Prüfungszeit ewig einst verklárt zu sehen. Nun hat meine Zuversicht einen Anker, der nicht bricht. 5. Sollte Gott mich nun wohl hafsen? Hier ist ja Immanuel. Sollt' er mich wohl hülflos lassen? Hier ist ja der Hülfe Quell. Was vermag mich anzufechten? Er, der meinen Jammer kennt, und mich seinen Bruder nennt, fist als Herr zu Gottes Rechten. Durch ihn bin ich Gott vereint. Gott ist mein versöhnter Freund. 7. Wenn der Teufel sich erbost auf uns schwache Menschenkinder, so Hab' ich den großen Trost: daß du Da bist, Heil der Sünder! Dir ergeb' Ich Leib und Seel', hilf mir, mein Immanuel! shor 108. O Heil errungen, Mensch geword'ner Gottes Sohn! ewig sey dir Lob gesungen, daß du von des Himmels Thron uns zu gut ine Fleisch gekommen. Der du voller Freundlichkeit lángstens schon vor meiner Zeit dich auch meiner ( 8111711 er du uns das angenommen, und mein Bruder worden bist, sen gelobt, Herr do Jesu Chrift! 2. Sen gelobt, denn dir gehöret Preis und Dank und Ruhm mit Recht. O, wie hoch hast du geehret unser sterbliches Geschlecht! Herr, du hast es selbst vermählet mit der göttlichen Natur, und vor aller Kreatur es zur Luft dir auserwäblet. Ja, in dir, du Gottes Sohn, sigt der Mensch auf Gottes Thron. 3. Du du bist der Völker Segen, Famst, vom Fluch uns zu befrein, 6. Herr, wie groß ist deine Güte! Meine Seele freut sich dein. Laß doch stets mein ganz Gemüthe voll von beinem Ruhme seyn. Nimmer will ich dein vergessen, dir will ich mich ganz vertrau'n, freudig folgen, auf dich baun. Deine Huld ist unermessen. Gieb, daß ich für deine Treu dir auf ewig dankbar sey. Mel. Vom Himmel hoch da komm. 109. D ies ist der Tag, den Gott gemacht. Sein werd' in aller Welt gedacht. Ihn preise was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt. Doch, als die Zeit erfüllet ward; da fandte Gott von seinem Thron dich, Heil der Welt! dich, seinen Sohn! 5 Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. 66 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist voll Ehrfurcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb' unendlich ist. - 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt! nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Dein König, 3ion! kommt zu dir; er kommt voll brünstiger Begier, dich zu erfreun; er hilft dir gern. Gelobt sey, der da kommt vom Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst! Immanuel und Friedefürst! auf den die Båter hoffend sah'n; dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an. 7. Du unser Trost und höchstes Gut! vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majestát! Du bist es, der das Herz erhöht. Ge= danke voller Seligkeit! Du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zag' ich nun, wenn der mich schüßt, der in des Vaters Schooße sigt! 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied. 11. Herr, der du uns den Tag gemacht, der uns solch großes Heil gebracht. Dich preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. 110. G& F ott! deine Gnade erheben. Denk' en die Nacht, da auf der Welt des Höchsten Sohn sich eingestellt, um sein so theures Leben für Sünder hinzugeben. 2. O große That! Erwünschte Nacht! von Engeln selbst besungen; Du hast den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erschien der starke Held, der alles schuf und alles hält, der Freund der Men= schenfinder, des Todes Ueberwinder. tráger Geist, ihr Wohlthun zu 3. Der du zu uns, gesandt vom Herrn, aus deinem Himmel kameft, und unser Fleisch und Blut so gern in Demuth an dich nahmest! Sohn Gottes! o wie hast du dich so tief erniedrigt auch für mich! wie arm bist du erschienen, um meinem Heil zu dienen. 4. D, lehre mich den großen Werth reizte dich auf dieser Erd', dich ſo von deiner Huld recht fassen! Was herab zu lassen? Hier warteten dein nichts als Noth, Verachtung, Kummer, Schmerz und Tod; und doch kamst du auf Erden, ein Menschens sohn zu werden. 5. Noch stärker, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menschenliebe. Du sahest unsre Sündennoth mit mitleidsvollem Triebe. Du stimmtest unser Heil zu seyn, in deines Vaters Rathschluß ein; wardst Mensch, und kamst mit Freuden, für uns den Tod zu leiden. 6. Smmanuel! dein freu' ich mich. Du bist auch mein Erretter. Auch mir zum Troste sandte dich der Herr, der Gott der Götter. Was mir ein sen gepreis't! Sie schuf uns Heil wahres Wohl verschafft, Erleuchtung, Friede, Besf'rungskraft, und Freuden, die stets währen, willst du auch mir gewähren. und Leben. Ermuntre dich, mein Was soll ich dir, mein größter Freund, für deine Treue geben? Du Erster Theil. ift's, der mich mit Gott vereint, du ban ringt mir Heil und Leben. Herr! 112. H was ich hab' und was ich bin, das geb' ich dir zum Dienste hin. Ich will dich ohn' Aufhören mit Leib und Seel' verehren. 1922 1 Von der Geburt Jesu Christi. 67 8. 3war seh' ich dich im Fleisch noch icht; doch du wirst wiederkommen; and dann schau'n dich von Ungesicht, Serr, alle deine Frommen. Dann werd' ich auch, Herr Jesu Christ! ich schau'n so herrlich, als du bist. Dann wirst du mich zum Leben, das ei dir ist, erheben. — Mel. Valet will ich dir geben. 57. 111. Thro hr, die ihr war't ver: loren! hört, was euch rösten kann! Der Heiland ist gebo= en, und nimmt sich eurer an. reuet sich dort oben der Engel heil'ge Schaar; und ihre Chöre loben Gott arum immerdar. 2. Sie wissen nichts vom Neide, reu'n sich mit uns zugleich, und fingen: große Freude verkündigen wir uch! Euch ist dies Kind gegeben! Fuch solches Heil bereit't; bei Gott wereinst zu leben in steter Seligkeit. 3. Daß sich kein Mensch betrübe! pies Kind zerbricht das Joch, bringt uch des Vaters Liebe; was trauert hr nun noch? Er schenkt ein bimmisch Erbe! Wohl dem, wer an ihn glaubt, daß jeder fröhlich sterbe, da olch ein Schaß ihm bleibt! da err! laß mich 4. Tod, Súnde, Teufel, Hölle, vas wider euch gekämpft, hat er an eurer Stelle bestritten und gedämpft. Dies Kind tritt sie darnieder. Nun end ihr wohl gerácht, und Gott erhöht nun wieder das sterbliche Ge= chlecht. doch recht feierlich des Heilands Fest mit Lob und Dank begehen! Lieb ist der Dank, der Lobgefang, durch den wir dich, du Gott der Lieb', erhöhen! 2. Wie bin ich froh, daß du also, o Gott, die Welt in deinem Sohn geliebet!, wer bin ich, daß du auch mich so herrlich hoch, noch eh' ich war, geliebet? 3. Er, unser Freund, mit uns vers eint, zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren; er wird uns gleich, um, Gott, dein Reich, und deine Lieb' im Fleisch zu offenbaren. 4. Un seinem Heil gieb mir auch Theil! Hilf, daß ich redlich glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr! Herr! spricht, und doch nicht sucht sein Beispiel nachzuahmen. 5. Uus Dank will ich in Brüdern dich, dich Gottessohn, bekleiden, speifen, tránken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreu'n und dein dabei gedenken. Ben 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden! die Christenheit preist dich erfreut, und aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn, er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird fein Name trösten. Hallelujah! Hallelujah! Freut euch des Herrn, und hjauchzt ihm, ihr Erlös'ten! der bo 5. So rühmen sie; mit ihnen frohlocket jeder Christ, daß Gott im Fleisch erschienen, der Herr sein Bruder ist. 113. Derfreut! das Heil der Mel. Herr laß mich doch recht.- 112.6 hoch Herr, Dein sind nun unsre Herzen. bir geloben wir: uns trennen weder Schmerzen, noch Freud' und Glück bon dir. sondaadius ming pr Welt, der Mittler, ist geboren, der uns erlöst und ewig tröst't. Wer an ihn glaubt, geht nimmermehr verloren. 5* 11 68 Erster Theil. 2. O große That! nach Gottes Mel. Ach Herr, mich armen S.- 67, Rath hat ſich fein ew'ger Sohn für 115. Wie ſoll ich dich empfans Von der Geburt Jesu Christi. ohne Sund', ward er für uns, und bracht' uns Heil und Leben.00 3. Seligkeit! er hebt das Lcid, das durch den Sündenfall auf uns gekommen. Mit uns ist Gott nun in der Noth. O jauchzt dem Herrn, und hofft auf ihn, ihr Frommen! 4. Auch mein Gefang, Herr, bringt dir Dank. Du wurdest Mensch, damit wir selig würden. Du machst uns groß, und völlig los vom Fluch der Sund' und ihren schweren Bürden. 5. Gelobt sey Gott! Auf unsre Noth sah er als Vater mitleidsvoll hernieder. Christenheit! preis ihn erfreut. Denn Gottes Sohn bringt das Verlorne wieder. 1 3. Nichts hast du unterlassen zu unsrer Seligkeit, als wir im Staube saßen, gebeugt vom schwersten Leid. Da mir das Reich genommen, wo Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen, und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du Cr Mel. Herr, laß mich doch recht. 112. 114. Mirf, blöder Sinn, den kommst und machst mich los; ich stand Kummer hin. Gott ist für dich, was will dich ferner fránten? Hallelujah! Sein Sohn ft da, wie sollt' er uns mit ihm nicht alles schenken? in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß. Du hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir großes Gut, das sich nicht låst verzehren, wie ird'scher Reichthum thut. 2. Schlägt dir das Herz vor Angst und Schmerz, empfindest du, wie sehr die Sünden frånken? Dein Heil ist hier; wie? sollte dir nicht Gott mit ihm auch Gnad' und Friede schenken? 3. Ist deine Kraft zu mangelhaft, mußt du mit Schaam an deine Schwäche denken? er, der dir giebt, das, was er liebt, wird dir mit ihm zur Tugend Kräfte schenken. sid 4. Fehlt Weisheit dir, um glücklich hier noch zu entgehn, der Bosheit schlauen Rånken? Erschrick nur nicht! Gott ist dein Licht. Er wird dir mit dem Sohn auch Weisheit schenken. 3ier! o aller Welt Verlangen, wie gerne will ich dir mein Herz zum Tempel weihen! Nur zeige du min an: womit ich dich erfreuen, wie ic dir dienen kann. 5. Gebricht es dir bald da, bald hier, sorgst du, wer dich noch speisen wird und tránken? D, faffe Muth! das höchste Gut wird mit dem Sohn dir auch die Nothdurft schenken. 6. Wirf, blöder Sinn, die Sorgen hin, die dich in's Meer der Traurig feit versenken. Dein Heil ist da. Hallelujah! Wie sollt' uns Gott mit ihm nicht alles schenken. die adi a 2. Dort streut dir 3ion Palmen; wird nicht mein Herz gerührt? Ge zeigt durch frohe Psalmen, was es für Regung spürt. Dich, Herr, soll es erheben, denn dir gebühret Ruhm, dir soll es Ehre geben, dies Herz, dein Eigenthum. 5. Was hat dich, Herr, getrieben, dich, den fein Himmel hált, als nur dein theures Lieben, womit du diese Welt bei ihrem lauten Klagen, bei ihrer Jammerlast, bei ihren tausend Plagen so fest umfangen hast. thir 6. So jauchze nun von Herzen, du hochbetrübtes Heer! bei denen Gram undSchmerzen sich häufen immer mehr. Send unverzagt, erblicket die Hülfe vor der Thür; der euer Herz erquicket und tröstet, stehet hier. 7. Gollt' euch nun noch erschreckem der Sünde schwere Schuld? Nein Jesus will sie decken mit feiner Lieb" und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zu wahrem Troft und Heilmacht sie zu Gottes Kindern, unt Gott zu ihrem Theil.sindin 8. Laßt eure Feinde drauen, weicht darum nicht zurück, der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. En kommt, der große König! der Rächen eilt geschwind! stürzt, Feinde! die zu wenig zum Widerstande sind. sid no 9. Du kommst zum Weltgerichte, erklärter Menschensohn! in maje: tåt'schem Lichte, und mit dir kommt Dein Lohn. Geh' auf, o wahre Sonne! und leucht' in vollem Glanz, erfüll' mit ew'ger Wonne das Herz der Deinen ganz. Mel. Werde munter mein Gemüthe. W 116. Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. ie lang' sollt' ich traurig stehen, du Gesegneter des Herrn. Solltest du vorüber gehen? Tritt doch nicht von mir so fern! Helfer in der rechten Zeit, der mit ew'gem Trost erfreut! Hilf, o Jesu, meinem Herzen von den Wunden, 69 5. Wo ist etwas, das nicht nichtig, dürftig und voll Mühe war'? Hab ich Hoheit, die ist flüchtig. Hab' ich Reichthum, was ist's mehr, als ein wenig schnöder Erd'? Hab' ich Lust, was ist sie werth? Was ist, das mich heut erfreuet, und nicht morgen schon moopm day mabinore gereuet? die mich schmerzen. 2. Schau auf meinen großen Jammer! stille des Gefeßes Dráun! Denn dies Wort ist als ein Hammer, und zermalmt mir mein Gebein. Es verkúndigt Fluch und Tod. Uch, wie schrecklich wird mir Gott! Komm, von des Allmächt'gen Pfeilen mein verwundet Herz zu heilen. os tim 3. Sieh', wie Satan seine Lügen noch in diese Schrecken mischt; als müßt' ich, gleich ihm, nun liegen in der Gluth, bie nie verlischt. Weh' mir, zu noch größerm Schmerz wird mein schon zerriss'nes Herz durch das folternde Gewissen immer heftiger zerriffen.com 4. Flieh' ich dann, die Angst zu lindern, da ich so beangstigt bin, zu der Welt und ihren Kindern, fall' ich vollends ganz dabin. Da ist Freude, die betrübt; Troft, der nicht Erquif: fung giebt; Helfer, die mir Unlust machen; Freunde, die wohl meiner lachen. 6. Aller wahrer Trost im Leide ruht in dir, o Jesu Christ; und auch du allein giebst Freude, die gang rein und lauter ist. Uch wie sehn' ich mich nach dir! Eile, Jesu! komm zu mir, daß ich deine Hülfe sehe, eh' ich in der Angst vergehe. 7. Freu' dich, Herz, du bist erhöret. Jego zeucht er bei dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret. Auf! heiß' ihn willkommen seyn! Er verspricht dir Heil und Ruh. Auf! bereite dich ihm zu, daß er dich zur Wohnung wählet, und da klag ihm, was dich quálet. 8. Wohl dir, daß dich Jesus liebet! Wo ist, was dir schaden kann? Was du Boses selbst verübet, das sieht Gott nun nicht mehr an. Auch wird, was sich in der Welt Boses dir ent= gegen stellt, statt dich in den Staub zu legen, dir nur lauter Glück und Segen. 9. Dir dient selber das zum Heile, was die Sünder schreckt und qualt; denn du hast zum besten Theile deinen Jesum dir erwählt. Sey ihm, wie er dir ist, treu, und es bleibet fest dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. nas! op d Von der Erscheinung der Weisen. Mel. Gott des Himmels und der. 32. ott Juden, Gott 117. Govereiden! Aller Völker Heil und Licht! Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Himmel spricht: Sem und Japhet kommt von fern, dich zu sehn, du Jacobsstern. - Erster Theil.- Von der Geburt Jesu Christi. 70 2. Wir gesellen uns zu denen, die aus Morgenlande find; unser Fragen, unser Sehnen ist nach dir, du großes Kind! Unsre Kniee beugen sich, unser Arm umfasset dich.) soddol pho Der 98. Pfalm. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen. 33. hr stimmet nun 118. mit Freuden dem, der manch Wunderwerk gethan, dem Sieger über Feind und Leiden, dem Herrn, ein neues Loblied an! Denn euch, die ihr im Finstern waret, erscheinet Licht und Heil jegund! sein starker Arm ist offenbaret; sein Recht wird allen Bölfaction gian trodd fern fund.d. Toot 3. O, mit welchen ird'schen Scházgen mag ein armer Sterblicher dich erquicken und ergoßen? Du bist über alles Herr. Ein Geschenk, das dich erfreut, ist ein Herz voll Dankbarkeit. 4. Nimm für Gold und andre Gaben Glaube, Lieb' und Hoffnung an. Was wir sind und was wir haben, sey dir gänzlich unterthan. Hier ist mehr, denn Salomon. Dein sind wir, o Gottes Sohn! 5. Nimm dies Opfer in Genaden 119. M von getreuem Herzen an. Sucht uns mancher Feind zu schaden, der dich nicht vertragen kann; so nimm uns bei seiner Buth, starker Gott! in deine Hut. duid 79 od ug 6. Heilig führest du die Deinen; sicher machst du ihre Bahn. Laß uns gleichen Trost erscheinen, nimm dich unser mächtig an. Führe du uns bei der Hand in das wahre Baterland. 2. Er denkt daran, was er vor Seiten dem Hause Israel verhieß: die Huld, das Heil, die Seligkeiten, die seine Wahrheit hoffen ließ, die fallen jedem ins Gesichte, die zeigen sich jetzt offenbar: es wird sein Heit in vollem Lichte auch den entfernt'sten Ländern Flar. König thront, die fisch und inselreichen Meere, der Erdkreis, und was drinnen wohnt.lt mod's 3. Drum jauchzet, singet, lobet alle, preis't Gott mit Saiten und Gesang, der Harfen sanfter Ton erschalle, und der Posaunen heller, Klang! Es lobe alles dessen Ehre, der als der größte 4. Die an der Strome Ufer pflůgen, besingen ihn, und freuen sich, und die, so auf den Bergen liegen, frohlocken vor ihm inniglich! Es kommt, es eilt mit hoher Stärke der Richter aller Welt herbei. Er stürzet Satans Reich und Werke, und schaffet alle Dinge neu. Von dem Namen Jefus. Mel. Aus tiefer Noth schrei. ein Jesu, du haft unsre Schuld mit ihrer Strafe Pla- gen, o unerhörte Lieb' und Huld, freiwillig wollen tragen! Du, der Gerechte, ließeft dich zur Sünde machen, daß ich mich in dir gerecht kann nennen. 2. So heißest du nicht Jesus nur; du bist auch, was du heissest; da du die menschliche Natur aus allem Jammer reisfest. Die That stimmt mit dem Namen ein; du wollteft, was du heißest, seyn, mein Heil, mein Seligmacher. indibils 100m 3. In keinem andern ist ja Heil; kein Nam' ist uns gegeben, darin wir können nehmen Theil an Seligkeit und Leben; du bist's allein, der jedermann ein ew'ges Leben geben kann. Gelobet sey dein Name! 4. O Name! werde doch in mir durch Gottes Geist verklåret; da, was verborgen ist in dir, kein fleischlich Herz erfähret. Denn die Vernunft begreift es nicht, ohn' deines Geistes Gnadenlicht blieb' es unaufgeschlossen. ODOTATO Erster Theil.. Vom Wandel Jesu auf Erden.. 5. Caß mich empfinden deine Kraft,| rung kennen. So wird der Sündennoth von heißer Liebe brennen, und deines gewehrt, in Hoffnung meine Furcht Namens Eigenschaft stets aus Erfah- verkehrt, und Seligkeit mein Erbe. ein Lehrer ist dir, Jesu, gleich. Un Weisheit und an Liebe reich, bist du sowohl durch Wort als That, der schwachen Menschen sich'rer Rath. Es freut mein Geist im Glauben sich, Herr Jesu, daar bost Jesu auf Erden. 3. Du sahest in der Gottheit Licht, mit aufgeklártem Ungesicht, was nach des Höchsten weisem Rath die Welt noch zu erwarten hat; du machtest selbst durch deinen Mund das Kunftige den Menschen fund. 71 9) Vom Wandel Mel. Vater unser im Himmelreich. i gestärkt von dir, mit steter Treu' dir nachzufolgen eifrig sey. 120. 4. Dies, und die Wunder deiner Hand, sind uns ein göttlich Unterpfand, was man aus deinem Mund gehört, sey Wahrheit, die uns Gott gelehrt. Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott. 22. bed fordig 5. Du lehretest durch Wort und That. Man trifft der reinsten Tugend Pfad in deinem heil'gen Wandel an. Gieb, Herr, daß ich auf dieser Bahn, ter 6. Du bist es, Herr, von dem das Umt, das die Versöhnung predigt, stammt. Du machst durch treuer Lehrer Mund noch jest dein Heil den Menschen kund. Begleite stets mit deiner Kraft ihr Umt, damit es Nußen schafft! dein und lobet dich. 2. Du kamst zu uns, von Gott gesandt, und machtest uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sún denschuld, theilhaftig werden deiner Huld. Auf ewig sey dir Dank und Mel. Schmücke dich, o liebe Secle. Ruhm, Herr, für dein Evangelium. 121. HE eiland! deine Menschenliebe war die Quelle jener Triebe, die dein treues Herz regieret, und dich selbst dahin geführet, daß du, unserm Heil zu dienen, bist in Knechtsgestalt erschienen. O, wer faßt die starken P Triche deiner treuen Menschenliebe! 7. Noch immer bilfst du deinem Wort in seinen Siegen måchtig fort. Du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geist, der dem, der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte giebt. 8. Mein Heiland! send' ihn auch zu mir, daß er mich zu der Wahrheit führ'; vom Eigendúnkel mich befrei', damit ich dir gehorsam sey; bis mich bei dir in Ewigkeit ein hell'res Licht dereinst erfreut. 72 Erster Theil. Vom Wandel Jesu auf Erden. 12. Ueber seine Feinde weiren, je erscheinen, sich Mel. Machs mit mir, Gott, nach.- 26. u wesentliches Ebender Blinden, Lahmen, Urmen, megt 122. Dis er der ochten mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klage hören, sich in and'rer Dienst verzehren, das sind Proben wahrer Gute: und so, Herr, war dein Gemüthe. Liebe! Du warst, o Jesu, ganz erfüllt bild allerhöchsten mit Gott geweihtem Triebe. Gott war dein 3weck, dein höchstes Gut; ihm folgtest du mit Heldenmuth. 3. du Zuflucht der Elenden! Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Trost und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? Wie ist dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! und wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzutheilen! ein Herz. Sein Wille war dein Wille. 2. Du warst mit ihm ein Sinn, Du ehrtest ihn auch unter Schmerz stets mit zufriedner Stille. Auch auf der allerraub'sten Bahn sahst du ihn noch als Bater an. 4. Die Betrübten zu erquicken, fie dem Kummer zu entrúcken, die Unwissenden zu lehren, die Verkehrten zu bekehren; Sünder, die sich selbst ver stocken, langmuthsvoll zu dir zu locken; das war tåglich dein Geschäfte; selbst mit Aufwand deiner Kräfte. 5. O, wie hoch stieg dein Erbarmen, Heiland, da du für uns Armen Ungst und unerhörte Schmerzen litteft mit gelaßnem Herzen, dich von Sündern ließ'st verhöhnen und zum Schimpf mit Dornen krónen, ja, uns Leben zu erwerben, willig warst, am Kreuz zu sterben! 6. Deine Huld hat dich getrieben, Canftmuth und Geduld zu üben; ohne Schelten, Drohen, Klagen, and'rer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lasterung zu segnen, deine Feinde zu vertreten und für Mörder selbst zu beten. 7. Aller Welten Herr und König, Sohn des Hochsten! o, wie wenig haft bu je nach Ruhm getrachtet, und auf Menschenlob geachtet. Willig litt'st du, um den Willen deines Vaters zu erfüllen, Urmuth und Erniedrigungen. Lob sey dir dafür gesungen! 8. Laß mich, Herr, zu reichem Segen deinen Wandel oft erwägen! und bei des Gewissene Schmerze trófte mich dein huldreich Herze! Heilige auch meine Triebe zu rechischaffner Men schenliebe! Laß mich immer mehr auf Erden deinem Bilde ähnlich werden! vollkommen zu erfüllen, und unter3. Du suchtest nichts, als sein Gebot Baters Willen. Dein Hauptgeschäft warfst dich bis zum Tod ganz deines Ruhms zu seyn. war das allein, ein Herold seines bank hin, Gehorsam zu bezeigen. Man 4. Du gingst verstummt zurSchlachtsah dich mit gelaßnem Sinn zur Schädelstätte steigen. Du warst zur tief sten Schmach gefaßt, und trugst die schwere Kreuzeslast. 5. Heiland, der du mich versöhnt, laß dein Verdienst mich decken, wenn mich, der ich Gott oft verhöhnt, verdiente Strafen schrecken. Hilf mir, daß ich so gern, wie du, den Willen deines Vaters thu'! Mel. Gott werde stets von dir.-72, 123. Wie göttlich sind doch Jesu Lehren! Wie überzeuget seine Macht! Wenn wir nur von den Thaten hören, die er noch ihm der Glaube bei, daß er der Welt in dem Fleisch vollbracht: so stimmet Erlöser sey. den, die man aus seinen Zeichen sah. 2. Die Herrlichkeit war voller GnaEr wirkte nie zu Jemands Schaden, wie von Propheten sonst geschab; und raffete die Sünder nicht durch Tod und Plagen vor's Gericht. 3. Er schenkte das Gesicht den Blinden, den Tauben gab er das Gehör; der Aussag mußte vor ihm schwinden; der Stumme sang ihm Dank und Ehr'. Sein Machtwort hieß die Lahmen gehn, und selbst die Todten auferstehn. Erster Theil. Von dem 4. Er schalt des Satans Legionen; die Legionen scheuten ihn: so mußten fie die Menschen schonen, und plöglich in den 26grund fliehn! Berief er sei ner Engel Schaar, so stellten sie sich dienstbar dar. cim 05. Sein Segen speis'te ganze Heere, da, wo es doch an Brod gebrach: und faum gebot er Wind und Meere, so ließ ihr Sturm gehorsam nach. So sahe man in allem Thun auf ihm der Gottheit Fülle ruh'n! ni 811 Leiden und Sterben Sefu. 73 6. Wir danken, Höchster, deiner Stärke, die Jesum vor der Welt verklárt, der durch so große Wunderwerke als dein Gesandter sich bewährt! Wir nehmen solchen glaubig an, und sind ihm willig unterthan.dad and 7. Erfüll', o Herr, nur unsre Herzen mit seiner Lehr' und Göttlichkeit! damit wir nicht das Heil verscherzen, das uns dein Sohn allein verleiht: und schaffe, daß ihm unsre Treu bis in den Tod beständig sey! thi# 94 end sebt chaud rapor ei tepasso1113 mild 10) Von dem Leiden und Sterben Jesu. abla) 6. Darum fam sein Sohn hernieder, nun zugleich ein Mensch, wie wir, und versöhnte seine Brüder, Herr, durch seinen Tod mit dir. Heilig bist sora 9001 du, und ein Rächer, und doch schonft du der Verbrecher. 7. O, Geheimniß weiser Güte, das kein Engel ganz durchschaut; rühre Fráftig mein Gemüthe! wie mein Herz auf dich vertraut, Gottmensch! so laß auch mein Leben dir Lob, Preis und Ehre geben! Vom Seelenleiden. Mel. 3euch mich, zeuch mich. 81, 124. Gott! was muß den Sohn ertragen! welche Mars ter! welchen Tod! Allem Trost muß er entsagen! Ronnt' ich denn in mei ner Noth bei dem Schreien meiner Sünden sonst nicht Trost und Ret= tung finden? thid 2. Schöpfer! káme denn uns Urmen ohne sein Versöhnungsblut nicht väterlich Erbarmen, deine Gnade 49. nicht zu gut; wenn wir gleich die 125. Freuden! wirst du mit Mel. Ihr Frommen auf, die ihr. Jeſu, Brunnquell aller Schuld bereuen, und um Gnade zu dir schreien? 300 N 3. und mußt du versöhnet werden? muß bei dir ein Mittler seyn? war denn keiner hier auf Erden, war fein Engel selbst so rein, der uns, Gott, mit dir versöhnte, und mit Heil und Segen fronte? Traurigkeit erfüllt? Mußt du in deiner Unschuld leiden, daß Schrecken aus dem Herzen quillt? So viel theure Streiter sah man auf die Scheiter und zur Feuergluth steigen, ohn' Entfärben in der Marter sterben, mit getrostem Muth. n 4. Gnade willst du zwar erweisen, doch soll die Gerechtigkeit auch der Sünder zitternd preisen, wenn ihn seine Schuld bedráut. Reiner kann bei seinen Sünden ohne Mittler Gnade finden. 2. Wie kommt's, daß deine Glieder zittern? Unüberwindlich großer Held! daß Schmerzen deinen Leib erschüttern, daß dich ein Grauen überfällt? Kann der Tod ein Schrecken dir vielmehr erwecken, als er jenen thut, wenn sie ohn' zu beugen von der Wahrheit zeugen, selbst mit ihrem Blut? 5. Niemand aus der Engel Orden, niemand aus der Menschen Schaar ist dazu ersehen worden, weil doch feiner tüchtig war; Gott nur konnte Gott versöhnen, mich mit Heil und Segen frönen. 3. Uch ja, der Tod, der dich um= giebet, ist gar von einer andern Art; der Grimm, den er an dir verübet, ist mit des Himmels 3orn gepaart: denn du fühlst die Pfeile, und des Fluches Keile; jene fühlen's nicht: weil du dich mußt quälen, hatten ihre Seelen deiner Freuden Licht. 74 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. du von solcher Ungst, o Herr, bes stürmet werden? 4. Du bist das Lamm, das Schuld und Strafe auf seinen Schultern wil lig trágt; der gute Hirt, der für die Schaafe sein theures Leben niederlegt. Du bezahltest Schulden, und willst das erdulden, was wir all' verdient: auf bir liegt's alleine, daß wir würden reine, und mit Gott verfühnt. 4. Uch, Herr, der Sündenknecht war ich. Ich sollte Blutschweiß schwißen. Es sollten billig nur auf mich der Rache Wetter bligen. Ich Urmer, wie entrinn' ich da! vor Gottes 3orne mußt' ich ja ohn' allen Troft versinken. Und da kommst du, daß du ihn stillst. Sohn Gottes du, du selber willst den ganzen 3ornfelch trinken. abdun 5. Dies ist die Ursach' deiner Kla: gen; das Herz fließt über durch den Mund, und macht sein schreckenvolles 3agen durch schreckenvolle Worte fund: da du selbst bezeuget, daß dein Geist gebeuget sen bis in den Tod. Dieses ist die Quelle, da die múde Seele sich erfreut in Gott, dru 6. Ich will für solche Liebespro= ben, dergleichen man noch nie gesehn, dich, mein Erlöser, ewig loben, werd' ich vor deinem Throne stehn. Laß dein traurig Ringen mir indessen brin: gen wahre Glaubensfrücht'; daß ich mich verschreibe, und dir treu vers bleibe, o mein Lebenslicht! 5. Heil mir! der Sohn des Höchsten hat für mich sich richten lassen. Gott, welch ein wundervoller Rath! wer kann dein Thun noch fassen? Uch, da uns Fluch und Strafe droh'n, so trågt er sie für uns, der Sohn, den Gott uns selbst gegeben. Nun jauchze, Seele! du kommst nicht in Gottes schreckliches Gericht; du dringst hindurch in's Leben. 6. Doch denk', um welchen theuren Preis dein Heiland dich erkaufet! für dich rang er im Todesschweiß, für dich mit Blut getaufet! ach Seele, forge, daß dich nie die Sünd' in ihre Nege zieh', nichts deine Treu' erschütz tre! Reizt dich das Fleisch, ach höre nicht! schau' hin in's furchtbare Gericht, das Jesum traf; und zittre! Von den Banden Jesu. Mel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. ottes Lamm, durch 127. dessen Wunden unser Heil wird festgeseßt! Ach, wie hart wirst du gebunden, und dein heil'ger. Leib verlegt! Deiner Feinde strenge Hände wissen ihrer Wuth kein Ende! und du giebst mit stillem Sinn dich in ihre Fesseln hin. 11 126. Swilliglich, dein LeiMel. Getreuer Gott, wie viel.- 37. o gehst du, Jesu, williglich, dein Leiden anzutreten, mit heißen Thránen auch für mich zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen hast, gehst hin, um aller Sündenlast auf dich allein zu laden. Da schon das Schwert gezücket war, stellst du dich seinen Streichen dar, damit sie uns nicht schaden. 2. Du Held, der andern Stärke giebt, was kann dich so erschüttern? Uch, seine Seele wird betrübt, des Helden Glieder zittern. Ach, hingesunken auf die Knie, arbeitet er in schwerer Müh', und kämpfet im Gebete. Er wünscht den bangen Kampf ver: kürzt. Wer sieht dies, und wird nicht bestürzt? O schauervolle Stätte! 3. Gott, wie bist du so wunderbar in allen deinen Werken! Ein Knecht, ein Engel, muß sogar den Herrn vom Himmel stärken. Er ringt. Von seinem Ungesicht trauft Schweiß, ach, wer entsegt sich nicht? Für Schweiß tráuft Blut zur Erden. Der du in reiner Unschuld prangst, wie konntest 2. Mehr, als zwölf der Legionen, welche dort um jenen Thron deines großen Vaters wohnen, stehn bereit, o Menschen Sohn! deine Ketten zu zerschlagen, deine Feinde zu verjagen: aber du verlangst es nicht, daß man deine Bande bricht. 3. Du bist selber reich an Stárke, die sich jetzt auch nicht verlor; aber hier in diesem Werke geht Geduld Erster Theil.- Von dem Leiden und Sterben Jesu. 75 des Vaters Schoos dermaleinst zu führen ein, lassen wir von eitlem Schein lieber, als von seinen Schlägen unsern schnöden Sinn bewegen. der Allmacht vor. Denn sonst muß| er anders nichts verlanget, als uns in ten Band' und Schlingen wie des Simsons Stricke springen; und der Feinde große Zahl stürzte deiner Gottbeit Strahl. udo d'ins 4. Starker Held, um meinetwillen streckst du deine Hände dar, um die Schriften zu erfüllen, schonest du der frechen Schaar, wehrst dem Schwerte deines Freundes, heilst die Wunden deines Feindes, und dein Arm nimmt Fesseln an, die er doch vermeiden kann. 5. Alles, was du ausgestanden, ift zu meinem Heil geschehn; und die Schmach von deinen Banden macht, daß ich kann ledig gehn. Weil man dich gefangen führet, bleib' ich frei und unberühret; weil du deiner Ketten Last mir zu gut getragen hast. 3. Lehre mich, o Heit der Urmen! deiner Streiche hohen Werth, was dadurch für ein Erbarmen und für Trost mir wiederfährt; da dein Blut, das von dir fließt, ein bewährter Balsam ist von dem Gift der Sünden= beulen mich zu rein'gen und zu heilen. 4, Willst du, daß ich mitempfinde, wie dich deine Geißel schmerzt, wenn mein Herz durch Schuld und Sünde, | Jesu, deine Gunst verscherzt: ach, Herr, so verbirg nur nicht dein genadig Ungesicht, laß von deiner Strafe Ru= then nicht so sehr die Wunden bluten. 6. Heiland, wie ist deine Güte für mich Sündenknecht so groß! mache dann auch mein Gemüthe immer mehr vom Eiteln los. Lasse mich mit ihren Stricken Welt und Lúste nicht berúden, daß ich von der Sünde frei, dir nun ganz ergeben sey! sll 7. Laß in diesen Prüfungstagen den durch dich erlöf ten Geist keine and're Bande tragen, als die du mich tragen heiß'st: Bande deiner Furcht und Liebe. Lege meines Fleisches Triebe solche Strick' und Fesseln an, die es nicht gerreißen kann. ridsin en 8. Soll ich einst die Ehr' erlangen, daß ich deines Geistes voll, auch in andern Fesseln prangen und für dich was leiden ſoll; ach, ſo laß mich in 129. Seht, welch ein Menſch! den Banden, in ach seht! Schand' und Schanden, ja in aller Zodespein dir, mein Heiland! ähnlich seyn. Von der Geiſselung Jeſu. Mel. Freu' dich sehr, o meine G. 29. Inser Heiland steht ge= 128. Unfer bunden, voller Striemen, voller Blut, und fühlt so viel neue Wunden, als der Kriegsknecht Streiche thut. Seht, was seine Liebe kann! und wir denken kaum daran, daß er wegen unsrer Schulden dieses alles muß erdulden. nie 0 2. Da die Welt in Seide pranget, steht ihr König nackt und bloß, da - 5. Herr, du littest nicht vergebens. Wenn ich dann nach Gottes Schluß, an dem Ende meines Lebens mit dem Tode ringen muß: ach, so zeige dich nur bald in der tröstlichen Gestalt, da vom Scheitel bis zu'n Füßen des Versöhnbluts Ströme fließen. 6. Was mußt du, mein Heiland, leiden, welche Schmach und welche Pein! doch du siehst auf jene Freuden, und erduldest Schmach und Pein. Laß mich auch voll Zuversicht, wenn dereinst das Herz mir bricht, meiner Leiden Ausgang schauen; fest will ich auf dich vertrauen. 6, nid sic of chat mist, di Mel. D Gott, du frommer Gott.- 8. 1 ist er bedecket, der Glanz der Herrs lichkeit! Schaut Menschen, und erschrecket! Des Höchsten Sohn habt ihr so tief herab gebracht! so schwere Müh' hat ihm nur eure Schuld gemacht! 2. Seht, welch ein Mensch! Weh' euch, wenn hier noch vor den Súnden nicht eure Seele gráult! Sein Dann 3orn wird sich entzünden! fordert er die Schmach, die er für euch empfand, so ihr euch nicht bes kehrt, im Sorn von eurer Hand. 3. Seht, welch ein Mensch! die ihr in Heiligkeit ihm bienet, schaut, wie er Sünden büßt! schaut, wie 76 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. er uns verfühnet! Wohl euch, daß| ganz entzündet für mein Heil! Nichts seine Schmach euch schmerzet und scheuest du: Nicht Marter, Schmach betrübt. Erfreuet euch des Heils, das und Hohn, um aus der Noth mich diese Schmach euch giebt.dsi mi ganz herauszuziehen, mich Sohn des Staub's, o du, des Höchsten Sohn! wie kann ich g'nug vor Dankbegierde glühen! sind ud 4. Seht, welch ein Mensch! hier steht, Verbrechern gleich gebunden, an dem sein Richter selbst gar feine Schuld gefunden! Dies Zeugniß ist mir werth! Denn wár' er nicht ganz rein, wie fonnt' er dann für uns ein gültig's Opfer seyn? 10 5. Scht, welch ein Mensch! ach seht! wie ist sein Leib zerriffen! Seht, was für Strome Bluts aus seinen Wundenfließen. Heilsame theure Fluth! aus diesen Wunden quillt, was unfre Schaden heilt, und das Gewissen stillt ned foloses 2. Um Delberg wartet auf dich Angst und Qual, die Stund' ist da, nun willst du nicht verweiten, ich sehe dich aus Salems Pforten eilen. Duwallst dahin durch Kidrons schwarz zes Thal, und Todesschrecken folgen dir dahin. Nichts kann indeß den großen Vorsag hindern; des Menschen Rettung lag dir långst im Sinn. Ganz weihst du dich verlornen Adamss findern. tisd ( 107 6. Seht, welch ein Mensch!: ach seht! schmerzhafte Dornen krönen sein majestátisch Haupt! doch mag die Welt dich höhnen! Mein Jesu, mir bleibst du ein König auch noch hier! Voll Ehrerbietigkeit beug' ich die Knie vor dir. izb - 7. Geht, welch ein Mensch! Er muß, vom Rohrstab frech zerschlagen, noch in der eignen Hand des Frevels Werkzeug tragen! Uchwißt! daß diese Hand ein eisern Zepter trågt! Sorgt, Frevler, daß sie euch nicht einst im Born zerschlägt! to and find i 8. Echt, welch ein Mensch! schaut hin, o Sünder! und erschrecket! da so viel Speichel ihm sein Untlig über decket. Gott, wie viel schnöde Schmach trifft deinen Sohn um mich! Mein Dank ergießt vor dir in heißen Thránen sich. 9. Seht, welch ein Mensch! mein Herz im Leibe will mir brechen! Ob diese Leiden schon mir ew'gen Trost versprechen; Herr, ich kann ihrer nie mich ohne Wehmuth freu'n! Herr, laß mich ja für dich nie Spott und Schande scheu'n! in and 3. Nunmehr kommst du in jenem. Garten an, wo dich, o du mein einziger Berather! so oft mit Ernst zu deinem großen Vater für unser Heil die Engel beten sahn. Seht wurdest du in Traurigkeit versenkt, mit Todesangst und Schrecken ganz befangen, daß ich von allem, was mich nagt und kränkt, bei deiner Ungst Befreiung möcht' erlangen. 4. Dein blut'ger Schweiß zeigt, wie dich Gott jetzt schreckt: wie beben dir, o Held, vor Furcht die Glieder! Du sinkst vom 3orn des höchsten Richters nieder, wirst als ein Wurm mit Blut und Staub bedeckt. Hör' seine Stimm', o Sünder, höre sie! Dir ruft er zu, in diese Noth gerathen: mit deiner Schuld machst du mir diese Müh', und diese Qual mit deinen Missethaten. ORT 5. Ganz sollst du nun ein Mann des Schmerzes seyn. Dich, Heiliger! Verbrechern gleich zu fangen, dringt jetzt auf dich mit Fackeln, Schwert und Stangen von Wuth beseelt die Schaar der Sünder ein. Du stellst dich dar; doch ihren harten Sinn kann weder deine Macht noch unschuld rühren; gefesselt führen dich die Frevler Mel. Die Quell', woraus der M. 84. 130. Mein Lebensfürst! nun hin, die bei dir nichts als Willigkeit ich dich mein Theil, und meinen Trost, und meinen Retter nennen. Wie loderst du, wie werd' ich's g'nug erkennen, von Eifer 6. Mit größter Wuth greift dich der Feind nun an, als wärest du der größte Missethäter. Was thut der Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jeſu. 77 Freund? Uch, er wird ein Berráther! I zürn' ich mit der Juden Wuth? Ach, Mit Ubscheu seh' ich seine Bosheit hier kann ich des Menschen Thorheit an. Doch Judas schmerzt dich jeho lesen; Tand wählet er, der Thor, nicht allein; bei deiner Noth siehst du für's höchste Gut: wie oft bin ich ein ich ei die Jünger fliehen; jegst bleibeft du solcher Thor gewesen. mga mang ganz hülflos und allein, du siehst sie all' und selbst auch Petrum fliehen. omn 7. Der Richter seines Volks steht vor Gericht, vor Caiphas läßt er sich laut verklagen, und schweigt, was auch die falschen 3eugen sagen; gescholten, schilt der heil ge Gottmensch nicht. Er kommt noch einst und mit ihm kommt sein Lohn, und alle Bos= heit wird gewiß gerochen. Gleichwohl wird ihm, des Allerhöchsten Sohn, als einem Lásterer der Stab ebrochen. 8. Mein Jesu! bricht nicht die Schmach das Herz? Verspei't wirst du, geschlagen und verhöhnet. Wie ist dir, da der Laft'rung Stimm' ertònet? Wie weit treibt man den póbelhaften Scherz? Du, der Propheten Größter, wirst ein Spott. Wie darf dein eignes Volk dich so entehren! Ach, theuer sey du mir! Bon dir spricht Gott: das ist mein lieber Sohn, den follt ihr hören. 9. Hat Petrus dreimal dich aus Furchtsamkeit verläugnet, und damit dein Herz durchstochen, ach! wie viel öfters hab' ich Treu' gebrochen! Doch ist es mir, o Herr, wie Petro, leid. Und darum hast du den treulosen Knecht beständig noch zu lieben fort gefahren. Ach, bring' mich auch, wenn ich verirrt, zurecht, laß deinen Geist dies schwache Rohr bewahren. 10. Folg' ihm, mein Geist, bestürzt in's Richthaus nach: O, welch ein Schauplah nie erhörter Leiden! wie duldet er von Juden und von Heiden, Er beider Heil, ganz unverdiente Schmach! Den Aufruhrstifter sieht Pilatus nicht; o, wie emporet sich jest mein Gewissen, da, Jesu, dir sein Mund das Urtheil spricht! bedroht, geschreckt, wird Er dahin gerissen. 11. Dir durfte man den Mörder Barrabas, o Theuerster! gar an die Seite sehen, und, was entsegtich ist! dich schlimmer schagen. Raserei! O, mehr, als Cains Haß! Doch warum 12. Das Mordgeschrei, das an den Himmel stieß, schallt nicht so laut, als meine Sünden riefen. Die Strome, die aus so viel Wunden liefen, als, Jesu, dich Pilatus geißeln ließ, entdeckten mir gar merklich meine Schuld; veroient hatt' ich des Satans Buth und Morden: o! Dank sey dir! mich rettet deine Huld, heil bin ich nun durch deine Wunden worden. 13. Welch Schauspiel stellt sich meinen Augen dar; mit Dornen krónet man dich, o mein König! dem Frevler ist die Schmach noch allzuwenig, ein Rohr reicht man dir als ein Zepter dar! der Purpur höhnet dich, man beugt die Knie uno spottet dich mit Worten und Gebehrden. Uch, meine Schuld! wie groß, wie groß ist sie! so tief mußt du für mich ers niedrigt werden. 14. Ganz matt schleppst du dein Kreuz nach Golgatha, noch mehr vom Fluch, der auf dir lag, gedrücket. Was ist's, das nun mein schüchtern Uug' erblicket? Wie schauervoll wirst Da hånget er, du mir, Golgatha! ein Scheusal, nackt und bloß; sollt' er denn nicht mein Mitleid ganz ers wecken! Ach, ihn drückt unsre Schuld! ein Berg! wie groß! und er verlangt nicht Mitleid, sondern Schrecken. 15. Du bist, o schreckenvolles Gol= gatha, die Trauerbühne, da mein Hei land litte; der Kampfplag, wo des Weibes Saame stritte; der Ort, wo man das höchste Wunder sah. Hier hänget Er, der Opfer Gegenbild, der Gottes Born in vollem Maaße fühlte! hier trifft der Pfeil, dich, meines Glaubens Schild, der långst auf mich, mich großen Sünder, zielte. 16. Mein Heiland hångt dort zwis schen Mördern. Mich wollt' er der Schaar der Sel'gen zugesellen; hier will ich dann zu seinem Kreuz mich stellen der Deinen Treu und Wehmuth rühret dich. Der Kriegsknecht 78 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. nimmt zwar deine Kleider hin, doch| Wasser fleußt! Vergebung schafft mir mir verläsfest du den besten Segen. sein vergoßnes Blut, sein Geist starkt Dein bin ich ganz, und was ich hab' mich zu jedem guten Werke: ein offner und bin, will ich auch gern zu deinen Born, wie fließt er mir zu gut! ich bin Füßen legen. laurapot b im Herrn Gerechtigkeit und Stárke. to 22. Kommst du mit Blut und Wass ser nun zu mir, so will ich, Herr! dir mich zum Opfer bringen! beim ofnen Vorhang wird es mir gelingen: freimuthig nah' ich mich nunmehr zu dir. Muth mache mir im legten Kampf dein Blut, gestärkt durch deinen Geist laß mich dann scheiden, dein Blut lösch' aus für mich der Höllen Gluth, dein Geist führ' mich zu deines Himmels Freuden. Pilgrim bin, soll in mein Herz dein 23. So lang' ich aber noch ein sterbend Bild sich schließen; mein Mund soll sich in Lob und Dank ergießen; ganz geb' ich mich zu deinem Opfer hin. Die Sünde, die dich mit so schwerer Laft für mich gedrückt, will ich mit Ernst verfluchen! ich will, was du für mich geleistet haft; mit Lieb und Treu' dir zu vergelten suchen. ni fi acd.: 1280 Mel. Herzliebster Jesu, was hast. 17. Das Bundesblut erwies die erste Kraft am Schächer, der noch in der legten Stunde durch wahre Buß' und Glauben Gnade funde. Für alle Sünden war nun Rath geschafft. Doch ist aus tausend einem dies gescheh'n; so ist dem sichern Fleisch nichts eingeräumet; der and're Schächer mußt' zu Grunde gehn, weil er die rechte Gnadenzeit verfáumet. sa 18. Der Mittag kommt. Der Sonne Schein hört auf: dir, ihrem Schöpfer, will fein Licht Helfer, mußt als ein Verlass'ner wei nen. Dein Ungstgeschrei stort jetzt der Schöpfung Lauf. Wer zittert nicht der Low' aus Juda brúllt, den Sohn der Liebe trifft des Vaters Ruthe; was Wunder, daß sich die Vernunft verhüllt!, du mein Trost! Was schmeckst du mir zu gute. 19. Nun weiß ich, daß die Nacht der Finsterniß zerstöret ist. Sollt' ich noch rathlos stehen, und schmachtend 131. U hin durch dunkle Thåler gehen, so bleibt mir, Jesu, doch dein Trost gewiß. O, sollt' ich je von dir geschieden seyn! O, solltest du je meiner nicht gedenken! Eh' wird die Sonne sich, von Licht und Schein beraubet, in des Abgrunds Kluft versenken. adin 20. Vom heißen Durst wirst du zulegt gequält; und welch ein Labsal wird für dich gefunden! Uch, wie betrübt sind deine legten Stunden! damit ja nichts an deinem Leiden fehlt. Es ist vollbracht! rufst du dann aus, und stirbst, und übergiebst den Geist des Vaters Händen. Welch Heil! das du so sterbend mir erwarbst! getrost Fann ich nun meinen Lauf vollenden. 20 21. Merk' auf, o du in mir erschrockner Geist! Schau' Jesu Seite noch zulegt durchstochen; nachdem der Tod ihm schon das Herz gebrochen, schau', wie sein Blut vereint mit nschuld'ger Jesu, F was hast du verbrochen? Dein Todesurtheil haben sie gesprochen. Ein Fluch gemacht sollst du am Kreuze sterben, wie Sünder sterben. Schmach gekrönet, in's Angesicht ge= 2. Gegeisfelt wirst du und zur schlagen und verhöhnet! mit Finsterniß des Todes schon umschattet gehst du ermattet. auf blut'gen Wegen voll 3uversicht 3. Du trägst dein Kreuz, du eilst voll Muth dem Tod entgegen! Sch sehe dich gekreuzigt, dich entfärbend, voll Wunden sterbend. 4. Was ist die Ursach' dieser deiner Plagen? Ach, unsre Sünden haben Erster Theil.- Von dem bich geschlagen! Wir, großer Mittler, haben das verschuldet, was du erduldet! 5. Wie wunderbar ist, Richter, deine Strafe! der gute Hirte leidet für die Schaafe! die Schuld bezahlt der Mitt er, der Gerechte, für seine Knechte! 6. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt! der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt! die Un= schuld stirbt! der das Geset gebrochen, wird losgesprochen! hez minde 7. Uch, unsre Seele war entstellt bon Sünden, an uns Verbrechern war nichts Gut's zu finden! das hätten wir, von Gott verworfen, müssen auf ewig bußen! 8. Liebe! Liebe niemals auszuprechen! du will'st! an dir soll es der Rácher råchen! Wir lebten mit der Welt in ihren Freuden, und du willst leiden! 9. Wer kann, o Herr, die großen Seligkeiten, die du uns gabst, mit vollem Dank ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Proben genug erhoben? 10. Doch du sagst selbst: Eins werde dir gefallen: wenn wir vor dir mit Buße niederfallen, und unser Herz von neuem nicht entzünden mit alten Sünden! 11. Es ist, Versöhner, nicht in unsern Kräften, dem Kreuze die Begierden anzuheften! O send' uns deinen Geist, der uns regiere, zum Himmel führe! 12. Dann wollen wir mit vollem Dank betrachten, was du gethan hast, diese Welt nicht achten. Wir wollen wachen, beten, deinen Willen mit Freud' erfüllen. odchod 13. Dann wollen wir für dich, Herr, alles wagen; kein Kreuz nicht fürchten; keine Schmach und Plagen; und sollen Spott, Verfolgung, Tod und Leiden nie von dir scheiden. 14. Dies alles ist zwar nur für schlecht zu achten, weil wir noch sterblich sind, im Staube schmachten! doch nimmst du's an; du wirst uns dennoch geben ein ewig's Leben! 15. Dort werden wir, o Herr, vor deinem Throne, geschmücket mit der Leiden und Sterben Sefu. 79 Ueberwinder Krone, dein großes Lob viel würdiger befingen, stets Dank dir bringen! Mel. Herzliebster Jesu. 131. 132. Herr err! stårke mich, dein - Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch, gleich uns auf Erden; und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn' ich ihm nach, so zagen meine Kräfte. Mein Herz erbebt; ich seh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht; ein Rächer alles Bösen. Gott ist die Lieb', und láßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder! es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deiner Güte. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt' ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Großt' in Gott ist: Gnad' und Lieb' erweisen; uns femmt es zu, sie demuthsvoll zu preisen; zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade steiget. uds 9. So sen denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir erwiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebtest mich, ich will dich wieder lieben; und stets mit Freuden deinen Willen üúben, o gieb zu diesem heiligen Geschäfte, Herr, selbst mir Kräfte.endo Lex 80 Erster Theil. Mel. Uch Herr, mich armen Sünder.- 67. 133. D er du voll Blut und Wunden für uns am - Von dem Leiden und Sterben Jeſu. Kreuze starbst, und unsern legten Stunden den größten Trost erwarbst; der du dein theures Leben, noch eh' ich war, auch mir zur Rettung hingegeben, mein Heil! wie dank' ich dir? 2. Wie viel hast du erlitten, erhab' ner Menschensohn! als du den Tod bestritten, den Tod, der Sünde Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; ba traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Ungst, die das Herze brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller S zu dir und deiner Treu, und bis ich einst erfalte, ganz nur der Deine sey! 9. Wenn ich denn einst soll scheiden! ach! dann verlaß mich nicht! sey auch in Todesleiden mein Trost, mein Heil, mein Licht! Wenn mir am allerbångsten wird um das Herze seyn, dann reiß mich aus den lengsten fraft deiner Ungst und Pein. Welt. Dich flohen deine Freunde; du 134. Meine Liebe zu Mel. Liebster Jesu, wir sind.- 4. Seel', ermuntre dich, Jesu ( tom- Tophe der Leute Spott; dich höhnten deine Feinde: wo ist denn nun dein Gott? 1100 1682 ell 4. O schreckliches Empfinden! du fühltest das Gewicht vom Fluche unsrer Sünden und Lind'rung ward dir nicht. Stets wuchsen dcine Plagen; kein Helfer kam für dich. Man hörte dich felbft flagen: Gott! wie verläss'st du mich! am 5. Mein Heit! was du erduldet, das ist auch meine Last. Ich habe mit verschuldet, was du getragen hast. Sieh gnädig auf mich Urmen, der 3orn verdienet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. 16. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr! nicht liebst? wo Reinigung von Sünden, wenn du sie mir nicht giebst?#godsmed# 7. Du hast mir durch dein Leiden Vergebung, Beßrungskraft, in Trübsal Trost und Freuden, die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser Gnade auch mir im Glauben Theil; so wird mein Seelenschade durch dich, Erlöser! beil. him 10. Erhebe dann mein Hoffen, zur bessern Welt zu gehn, und laß im Geist mich offen, Herr! deinen Hims mel sehn. Dahin laß mit Entzücken alsdann mich glaubensvoll nach dir. mein Heiland, blicken. Wer so stirbt, der stirbt wohl! bedenken. Auf sein Krenz hin müsse sich jest dein Blick voll Undacht lenken, daß dein Herz der großen Treue deines Jesus sich erfreue. 2. Sieh'! der wahre Gottessohn ist für dich an's Holz geheftet! Hier hängt er voll Schmach und Hohn, blutig, schmerzenvoll, entkräftet! Uch für mich mit Fluch beschweret! wo ist größre Lieb' erhöret? in der Hölle leiden, und von Gott 3. Du, du solltest große Pein ewig verstoßen seyn, ewig fern von allen Freuden. Da trågt Jeſus deine Súnben, daß du könntest Gnade finden. 4. Sein verdienstlich Leiden stillt deines Richters Sorn und Rache. Er hat das Geseß erfüllt, gut gemacht die bose Sache; Súnde, Teufel, Tod bezwungen, und das Leben dir errungen. 5. Nun, was liegt dir ob, mein Herz? Dem dich dankbar zu beweisen, der sogar durch Blut und Schmerz seine Lieb' an dir will preisen. Kannst du wohl in schwachen Liedern ihm so große Lieb' erwiedern? 6. Uch, ich kann ja nimmermehr das Geringste nur vergelten! Er vers bind't uns ihm zu sehr. Meine Trågheit muß ich schelten, daß ich ihn ſo lau geliebet, ja durch Sünden oft blag morg 8. Ich danke dir von Herzen, o du, mein größter Freund! für deine Todesschmerzen. Wie gut hast du's gemeint! ch! gieb, daß ich mich halte| betrübet. Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 81 7. Was geschehen ist, das soll ferMel. Getreuer Gott, wie viel. 37. ner nicht von mir geschehen. Fest 135. Erfülle, Herr! doch ſelbst eifersvoll, andern Weg zu gehen, will ich nun nur Jesum suchen, und, was ihn betrübt, verfluchen. mein mit reinem Undachtstriebe. Ich denk' an deines Leidens Schmerz, die Wirkung deiner Liebe. Dein Kreuz sey mir gebenedeit; weld) Wunder der Barmherzigkeit hast du der Welt erwiesen! Wenn bab' ich dies doch recht bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? 2. Rath, Kraft und Friedefürst, und Held, in Fleisch und Blut gekleis det, wirst du das Opfer für die Welt, und deine Seele leidet? Du ringst mit Ungst und Todesnoth und gehst doch willig in den Tod: O Liebe sonder Ende! du niminst auf dich der Mens schen Schuld, und giebst mit göttliches Geduld dich in der Sünder Hände. - 8. Weg ihr Sünden, fern von mir! euch kann ich an mir nicht leiden! Welch ein schnöder Greut seyd ihr! Ach, von dem wollt ihr mich scheiden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 9. Dir, mein Jesu, dir mein Heil, will ich ganz mich übergeben; als dein Eigenthum und Theil, dir zu sterben, dir zu leben, dir zu reden, dir zu lei den, dir zu schweigen, dir zu meiden. 10. Du, mein Jesu, sollst es seyn, auf den stets mein Auge blicket. Wie du mein bist, bleib' ich dein, immer ganz und unverrücket; was du liebst, will ich auch lieben; was dich kránkt, soll mich betrüben. 11. Drohten mir sogar um dich Tod und Martern, Schmach und Bande, mich schreckt nichts; von dir hab' ich deinen Geist zum theuren Pfande, daß ich soll den Himmel erben; darauf kann ich fröhlich sterben. 12. Nun dann, nimm mich ganz dahin! Jesu will ich seyn und bleiben, dem ich lebe, deß ich bin. Nichts sou mich von Jesu treiben. Du wirst, Sesu, mich nicht lassen. Ewig will ich dich umfassen. 13. 3ft schon jeto, ist schon hier solche Freud' und Ruh' zu finden, wenn im Glauben wir mit dir, uns, mein Jesu, recht verbinden, schenkst du schon so viel auf Erden: ey, was will im Himmel werden! 14. Was für Wollust nach dem Leid! nach dem Elend was für Ehre! was für Ruhe nach dem Streit! was für frohe Jubelchore! Ewig werd' ich Gott dort loben, wenn er mich zu sich erhoben. 15. Záglich, táglich freu' ich mich auf dies freudenvolle Leben! Heiland, dir sey Dank! durch dich wird es mir dereinst gegeben! Laß, im Glauben mich zu halten, deine Kraft in mir stets walten. bom 3. Du trágst der Missethäter Lehn, und hattest nie gesündigt; du, der Gerechte, Gottes Sohn! so war's vors her verkündigt. Der Frechen Schaar begehrt dein Blut; du duldest göttlich groß die Wuth, um Seelen zu errets ten. Dein Mörder, Jesu, war auch ich; denn Gott warf alle Súnd' auf dich, damit wir Friede háttén. 4. Erniedrigt bis zur Knechtsge= ftalt, und doch der Größt' im Hers zen, ertrågst du Spott, Schmach, und Gewalt, voll Krankheit und voll Schmerzen. Man sah dich, der Vers heißung Ziel; doch an dir war nichts, das gefiel, und nicht Gestalt und Schöne. Vor dir, Herr, unsre Zuvers sicht, verbarg man selbst das Ange= sicht, dich schmähten Bundesföhne. 5. Ein Opfer nach dem ew'gen Rath; belegt mit unsern Plagen; um deines Bolkes Missethat gemartert und zerz schlagen, gebst du den Weg zum Kreuzes stamm, in unschuld stumm, gleich als ein Lamm, das man zur Schlachte bank führet. Freiwillig als der Hels den Held, trågst du aus Liebe für die Welt, den Tod, der uns gebühret. 6. Du neigst dein Haupt. Es ist volle bracht. Du stirbst, die Erd' erschüts tert. Die Arbeit hab' ich dir gemacht; Herr, meine Seele zittert. Was ist der Mensch, den du befreit? O war' 6 82 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. Huld erheben? Wie herrlich zeigst du im Erlösungswerke der Gnaden Stärke. ich dech ganz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden; und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wieder lieb' und dich nie kreuzige mit Sünden. 2. Dein ew'ger Sohn felbst stirbt für Menschenkinder. Der Heiligste tritt an die Statt der Sünder! der Seligste begiebt sich seiner Freuden, für uns zu leiden. 3. Er wird das Lamm, das aller Sünden tråget, d'rauf du die Strafe weislich selbst geleget, daß du die Schuld an den verlornen Schafen nicht dürftest strafen. 4. Was ist der Mensch, daß du sein so gedenkest, und deinen Sohn ihm zum Versöhner schenkest? Was findest du an mir und an uns allen für Wohlgefallen? 5. Verdient Verachtung göttlicher Gesege, verdient Verschwendung un schäßbarer Scháze, verdient ein selbst gemachter böser Schade des Richters Gnade? 6. welche Tiefe deiner Menschenliebe! wer faßt, o Gott, die Größe ihrer Triebe? Du thust noch mehr zu unſerm Wohlergehen, als wir verstehen. - 7. Welch Warten einer ew'gen Pein, für die, die dich verachten, die, solcher Gnade werth zu seyn, nicht nach dem Glauben trachten; für die, die dein Verdienst gestehn, und dich durch ihre Laster schmáhn, als wirkliche Verhöhner. Wer dich nicht liebt, kommt in's Gericht, wer nicht dein Wort hålt, liebt dich nicht; ihm bist du kein Versöhner. 8. Du hast's gesagt; du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ist's, das mir Trost verschafft, wenn mich die Sünden kránken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb und Demuth stets vor dir erfunden werden! dein Heil sey mir der Schirm in Roth, mein Stab im Glück, mein Schild im Tod, mein legter Trost auf Erden. Mel. Lamm Gottes, unschuldig. 136. D Gottes Lamm, unschuldig am Kreuz für uns geschlachtet, befunden stets geduldig, wiewohl du wurd st verachtet; die Sund' hast du getragen, sonst müßten wir verza- gen. Erbarm 7. Uch, lebre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuversicht dich meinen Vater nennen, und zum Gehorsam dir mein ganzes Leben willig ergeben. 55. 137. ott, der du für uns deinen Sohn gege= ben, wer kann doch g'nugsam deine 8. Was mir dein Sohn, da er für mich gestorben, aus deiner Huld durch seinen Tod erworben, daß werde mir zu meinem ew'gen Heile, nun auch zu Theile! 9. Dein Friede wohne stets in meinem Herzen, und tröste mich bei des Gewissens Schmerzen. Dein Geist sey mit mir, deinen guten Willen treu zu erfüllen. undi Mel. Christus, der uns selig macht. dich unser, o Jesu, Jesu. 2. Gottes Lamm, unschuldig am Kreuz für uns geschlachtet, befunden fiets geduldig, wiewohl du wurd'st 138. m verachtet! Die Súnd' hast du getragen; sonst mußt auch icy verzagen, Lob sey dir ewig, o Jesu, Jesu! d -llow flise Mel. Ich wil, mein Gott, du. Mein Erlöser, Gottes Sohn, der du für mich littest: und auch auf der Himmel Thron jest noch für mich bittest Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 83 9. Stårke mich durch deinen Tod auf die legten Stunden. Wie du deine Todesnoth siegreich überwunden; o, fo hilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr, so dank' ich ewig dir für dein bittres Leiden. 1 welche Wohlthat ist für mich dein versöhnend Leiden! O, wie preiß' ich würdig dich, Ursprung meiner Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. - 139. Belt! fich hier dein Leben am Stamm des Ari Freuden! Kreuzes schweben! dein Heil sinkt in 2. Unermeßne Herrlichkeit war dir, den Tod. Der große Fürst der Ehren Herr! gegeben; und du fonntest jeder låst willig sich beschweren mit Banzeit voller Freuden leben. Uber, o Über, oden, Schlägen, Hohn und Spott. der großen Huld! daß ich selig würde, übernahmst du in Geduld schwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Missethat noch Vergebung finden; denn du starbst nach Gottes Rath auch für meine Sünden. Unsre Strafe trugest du, uns vom Fluch zu retten, daß wir im Gewissen Rub, mit Gott Friede hätten. 4. Was uns Luft zur Behrung schafft, was zur Tugend leitet, dazu hast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen noch zu thun, Sünden abzusterben. 5. Nun kann ich auf's Todesthal noch mit Freuden sehen; und zu jener Welt einmal ohne Schrecken gehen. Du, Herr, hast aus aller Noth Rettung mir errungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod bezwungen. und 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen! Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, du hast sie in Händen, was du mir zum Heil verschafft, gláubig anzuwenden. 7. Laß das Wort von deinem Kreuz mich mit Muth beleben, siegreich jedem Sündenreiz hier zu widerstreben. Treib' mich machtig dadurch an, Gottes Born zu scheuen; was ich Unrecht je gethan innig zu bereuen. and 8. Drückt mich meine Sündennoth, straft mich mein Gewissen: o! dann laß aus deinem Tod mich den Trost genießen, daß du auch für meine Schuld búßend bist gestorben, und Vergebung, Gnad' und Huld mir bei Gott erworben. 2. Tritt her und schau mit Fleiße! mit Blut und Todesschweiße ist ganz sein Leib bedeckt: und unnennbare Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des Zornes schmeckt. 3. Wer hat dich so geschlagen, und dieses Heer von Plagen, Herr, wider dich erregt? du bist ja nicht ein Sunder, wie wir und unsre Kinder: wie sind die Strafen auferlegt? sha 4. Ich, ich und meine Sünden, der sich so viele finden, als Sandes an dem Meer, die haben dich geschlagen, die brachten diese Plagen auf dich, und dieses Marterheer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen in ew'gen Finsternissen, was nun dein Tod versühnt: die Geißel und die Banden, und was du ausgestanden, das alles, Herr, hab' ich verdient. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken, wie ein Gebirge schwer! du wirst ein Fluch; dagegen erwirbst du mir den Segen, und o wie gnadenreich ist er! 7. Du sehest dich zum Burgen, ja lásfest dich selbst würgen für mich) und meine Schuld; für mich läss'st du dich krónen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Für mich ihn zu erlegen, eilst du dem Too entgegen mit großem Heldenmuth. Du stirbst, daß ich nicht sterbe, noch ewiglich verderbe; o una erhörte Liebesglut! dan b 9. Wie bin ich dir verbunden, durch den ich Heit gefunden! ich bin dein Eigenthum. Mich dankbar zu erweisen, soll Seet und Leib dich preifen, urd. dir gehorchen sey mein Ruhm! 6* 84 Erster Theil. Von dem 10. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mich tròften und erfreun. Es soll von meinen Pflichten mich täglich unterrichten, und Kraft zur Tugend mir verleihn. 11. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird ráchen, die seine Huld verschmähn; wie schwer sie ihrer Sünden Vergeltung werden finden will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Dein Beispiel soll mich lehren, den Rath des Höchsten ehren, und thun, was er gebeut. Nicht meinen eig'nen Willen, nur seinen zu erfüllen, ist meine Pflicht und Seligkeit. 13. Nach dir will ich mich üben, die Feinde selbst zu lieben, nach dir, der für sie bat. Ich will des Lebens Plagen getroft und willig tragen; und thun, wie mein Erlöser that. 14. Nie will ich wieder schelten; nie Spott mit Spott vergelten; nie, wenn ich leide, dráu'n; wie du gelaffen dulden; dem Náchsten seine Schulden, wie du, von Herzensgrund verzeihn. 15. Ich will ans Kreuze schlagen mein Fleisch, und dem entsagen, was| Kreuz ihm nach. dir, Herr, nicht gefällt; was deine Augen haffen, das will ich fliehn und Laffen, gefiel es auch der ganzen Welt. - Mel. Meine Liebe hängt am Kreuz. 140. M ein Erlöser hángt am Kreuz und ist hier ein Ziel des Spottes, ach Sohn Gottes! Wo ist deines Urms Gewalt? Leiden und Sterben Jesu. mir zum Segen. In ihm wird, statt Fluches, Heil, jedem, der da glaubt, zu Theil. 4. Mein Erlöser hångt am Kreuz. Hier will ich ihn fest umfassen, ihn nicht lassen, ihn, der mich am Kreuz vertrat, bis er mich gesegnet hat. 5. Mein Erlöser hångt am Kreuz! auch für mich hat er sein Leben hingegeben. Brenne, Herz, in heißer Glut gegen ihn, dein höchstes Gut. 6. Mein Erlöser hångt am Kreuz! und ich sollte nun an Sünden Lust noch finden? Sie will ich voll Abscheu's flichn; meine Sünden kreuz'gen ihn. 7. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und ich wollt' in rohen Freuden mich noch weiden? Das sey fern! Die Welt sey mir nun gefreuzigt, und ich ihr. 8. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und ich sollte seinen Willen nicht er= füllen? Theuer hat er mich erkauft, und auf ihn bin ich getauft. 9. Mein Erlöser hängt am Kreuz; Sollt' ich nun in Hobn mich gråmen? Sein mich schämen? Froh rühm' ich mich seiner Schmach; trage gern sein Wo die göttliche Gestalt? 2. Mein Erlöser hångt am Kreuz. Groß und Hoheit sind verschwunden. Nichts, als Wunden! Nichts, als Blut, und Qual auf Qual! nichts, als Leiden obne 3abl. d3, Mein Erlöser hängt am Kreuz; und hängt bier auch meinetwegen; 10. Mein Erlöfer hångt am Kreuz; und ich wollt' in trůben Tagen trostlos zagen? Ach, die schwerste Burde deucht, gegen seine Last, mir leicht. 11, Mein Erlöser hångt am Kreuz. Herr, ich bleib' im Tod und Leben bir ergeben. Als du starbest, starbst du mir; wenn ich sterbe, sterb' ich dir. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr. 141. Um Gnade für die Sünderwelt rufst du mein Heil, am Kreuz gequált von frecher bn Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wenn dich bei deinem herben Schmerz die Böses Erster Theil. Von dem - wichter spotten. Du siehst mit segensvollem Blick von ihnen weg auf den zurück, den diese Schaar in dir entehrt; rufit, daß es Erd und Himmel hört; vergieb, o Gott, und führe nicht sie ins f Gericht; das, was sie thun, Leiden und Sterben Jeſu. 85 Kraft. Herr Jesu Christ! der letzte Kampf wird mir versüßt, wenn du mein Trost im Tode best. 3. Daß Gott mit Langmuth und Geduld, auch selbst bei sehr gebáufrer Schuld, der Sünder dennoch schonet; daß er so liebreich ihrer denkt, und ihnen Frist zur Buße schenkt, eh' nach Verdienst er lohnet; daß ich noch fröhlich sagen kann: auch mich, mich Sunder, nimmt Gott an! hast du durch deiner Fürsprach Kraft, mein treuer Heiland mir verschafft. O Jesu Christ! mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! vertritt du mich bis in den Tod. verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh' ich diese Huld. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die Moroer so ertráget! Thr, die ihr euren Heiland ehrt! fühlt seiner Großmuth bohen Werth, und danket ihm beweget. Er hat durch segnendes Gebet auch uns ein ewig Heil erflebt. Er sagt auch uns zu unsrer Ruh Erbarmen und Vergebung zu. Herr Jesu Christ, gelobt ſeyst du für deinen Tod! Gott 142, ist durch dich noch unser Gott. 1 5. Den anften liebesvollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöß', Herr, in meine Seele! Gieb, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Gach' empfehle. Besänftige mein reges Blut; und flammt des 3ornes wilde Glut mein Herz zur Rachbegierde an: oſo erinn're mich daran, Herr Jeſu Christ! wie du am Kreuz durch dein Gebet selbst deinen Mördern Gnad' erfleht. 6. Mich tröste dein Versöhnungstod! es bilde mich dein Geist, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde! O, zeuch mich, du erhöhter Held, zu dir hinauf vom Dienst der Welt, zum von der Erde! Du bist der Deinen Schußpanier. Beuch dir uns nach, so laufen wir, so wollen wir uns deiner Pein und deiner Fürsprach ewig freun. Herr Jesu Christ! wie selig ist, wie selig ist der Mensch, dem du ein Heiland bist! mis hiltion is dal Mel. Jesus, meine Zuversicht. 4. Wird wo mein Herz vom Troste leer, weil meiner Sünden furchtbar Heer aufs neue mich erschrecket: o, dann versich're mich aufs neu', du stehest mir als Mittler bei, der meine Schuld bedecket. Mein Geift blickt glaubensvoll auf dich. Sey du mir nur nicht fürchterlich! und schließt sich meine Pilgrimschaft, so stårke mich mit neuer 47.1 chwing' dich auf gen Golgatha! schau' den Heiland hier am Kreuze; nimm zu Herzen, daß dich ja seine Pein zur Buße reize. Härter bist du noch, als Stein, so du hier kannst fühllos seyn. - 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd' und Himmel hangen! wie das Blut in Strömen quillt; daß ihm alle Kraft entgangen! schaue! ach, erschrickst du nicht, da sein sterbend Herze bricht? mid 3. O Lamm Gottes ohne Schuld! alles das hátt' ich verschuldet, und du haft aus freier Huld Pein und Schmach für mich erduldet. Aus des ew'gen Feuers Glut mich zu retten, fließt dein Blut..ndt 4. Du für uns erwürgtes Lamm! groß, ja groß ist deine Liebe! schau' von deines Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe! Ich bin schuldig; aller Schmerz, der dich trifft, durchbohrt mein Herz! 86 Erster Theil. Von dem 5. Herr, was kann ich dir dafür, daß du mich so liebest, geben? Nimm, was ich vermag, von mir! dir, nur dir gehört mein Leben! wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend seyn. 99 1861 6. Nur bei dir allein such' ich Hülf in meinen bångsten Stunden! schmachtend, lechzend sehn' ich mich nach dem Trost aus deinen Wunden, wie ein Hirsch nach Wasser schreit, bis er meine Seel' erfreut. mont 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut! lehre mich die Welt verschmähen! laß auf dich, du höchstes Gut, immer unverwandt mich sehen, und im Kreuze führe mich selig, wenn schon wunderlich. 8. Endlich laß mich alle Noth freudig sterbend überwinden. Nirgends müsse mich der Tod, als bei dir, mein Heiland, finden. Wer nur dich zur Zuflucht macht, spricht getrost: Es ist vollbracht! 4 stunt ab - Mel. Ich will, mein Gott, du König. 55. 143. Las deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich chriftlich übe. 2. Das Gute thun, das Böse fliehn und meiden, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben und an dich glauben? ad of 19 3. Da du dich selbst für uns dahingegeben, wie könnt' ich noch nach meinem Willen leben? und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelafl'nen Herzens werden; da du so viel für uns, die wir's verschuldet, liebreich erduldet? n ene dick 5. Für welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt' ich sie, sie meine Brüder hassen; und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, für sie noch beten? 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten. Du, Heiligster! Du Herr und Haupt der Glieder, schalt'st auch nicht wieder. - Leiden und Sterben Jesu. 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank für deines Kreuzes Schmerzen. Und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen dich nachzuahmen. mellas reg 8. Unendlich Glück! du littest uns zu gute. Ich bin versöhnt mit deinem theuren Blute. Du hast mir Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben. 9. Nun bin ich denn schon selig hier im Glauben? so wird mir nichts, nichts meine Krone rauben? so werd' ich dort von Herrlichkeit umgeben, einst ewig leben? 10. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad betrete, im Glauben fámpf', im Glauben wach' und bete, so ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, als Jesus lebet. 11. Lockt böse Lust mein Herz mit ihrem Reize; so schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; und werd' ich matt im Laufe guter Werke, so sey mir's Stärke! 12. Seb' ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein ergerniß und eine Thorheit werden; so sey's doch mir, troß alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 13. Gott! eile nicht, sie råchend zu einer von den Spottern sich spát bez zerschmettern! erbarme dich, wenn kehrt, und dich, den er geschmähet, um Gnade flehet. Aud 14. Wenn endlich, Herr, mich meine Súnden frånken; so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken! dein Kreuz, dies sey, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried' und Freude. Mis Hambar outlist Mel. Ich will, mein Gott, du.- 55.19 144. S en hochgepriesen, Herr, für deine Liebe! fie drang dich zu dem mitleidsvollen Triebe, für eine Welt voll Sünder selbst dein Leben dahin zu geben. 1 dalsze 2. Fürwahr, du trugest unsrer Sünden Schmerzen. D, welch ein Herz gleicht deinem edlen Herzen? du ließest unsre Schuld an dir bestrafen, uns Heil zu schaffen. advance Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 87 3. laß dies Heil doch auch mein Erbe werden! was hab' ich sonst für sichern Trost auf Erden? was giebt mir sonst wohl wahren Grund zur Freude, wenn ich einst scheide. 10 4. Für mich, o Herr, bist du ja auch gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, das hast du ja, von großer Treu' geleitet, auch mir bereitet. 5. O stårke selbst mein Herz in diesem Glauben. Kein banger Zweifel müsse ihn mir rauben! Er müsse mich zum Fleiß in guten Werken, beständig stärken. 6. Soll ich mich nun noch frevelhaft erkühnen, der Sünde, die dich tödtete, zu dienen? so wär' ich ja, o Herr, nicht sein Erlöster, du nicht mein Tröster. 7. Nein, dir allein, der du durch deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienst verbunden, nur dir, mein Heiland, sey mein ganzes Leben zum Dienst ergeben. 10 R10 indoc 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit verklärten Bungen stets wird besungen. 990 200 Die letzten Worte Jesu. Gott um Glauben an! 145. B BE egleite mich, o Chrift! wir gehen zum schmer€ zenvollen Golgatha, auf dessen fürchterlichen Höhen, was nie ein Engel faßt, geschah! Erwäg' an diesem heil'gen Orte des ster= benden Erlösers Worte, und rufe können dir den Trost im Leben, und einst den Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr, tròften kann, magund 2. Schon zeigt der Blutberg fich von weitem! erschrick und zittre, frommes Herz! Sieh' deinen Retter, sieh ihn streiten, und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern übergeben, am Holze, Gottes Sohn, dein Leben; hier trug er unsrer Sünden Schuld; empfand in jenen bangen Stunden, was nie ein Sterblicher empfunden, und bracht' atst Cant uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmers nimmt er seiner Feinde an; Erruft mit sanftmuthvollem Herzen: sie wissen nicht, was sie gethan. Der göttliche, der größte Beter fleht liebreich noch für Missethåter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach! D Mensch, den Rach und 3orn ver führen, laß dich durch dieses Beiſpiel rühren, und bete dem Versöhner nach! 4. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Baht, der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend anbefahl. 20ch, wird mein Hug' einst um die Meinen in seiner leßten Stunde weinen, fo soll dies Wort mir Trost verleih'n! der, als der Tod schon um ihn schwebte, die Seinen noch zu schüßen strebte, wird auch der Meinen Pfleger seyn. 5. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hort, was zu dem gebeugten Schächer der Mund der Liebe sterbend sprich!: du wirst, so ruft er ihm entgegen, noch heute deines Glaubens wegen mit mir im Paradiese seyn. D Herr! laß an des Todes Pforte einst diese 88 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jeſu. Der Tod Jesu. -- troftesvollen Worte auch meiner Seele Trost verleih'n! 090 6. Mér fann die hohen Leiden fas sen, als Christus an dem Kreuze rief: 146. S Mein Gott, wie hast du mich verlaffen? wie beuget ihn die Last so tief, die unsre Sünden auf ihn brachten! vor Angst und Pein mußt' er ver: schmachten, wär' Gott nicht seine Zuversicht. Herr, der für mich zum Tod gegangen, für mich verlassen da ge= hangen, mein Herr und Gott, ver: laß mich nicht! 7. Der Fürst des Himmels und der Erde, von Ullem, was erquict, entblößt, wünscht, daß sein Durst gestile Let werde! Mensch, der dich so theu'r erlöst! der Heiland rufet dir noch heute aus tausend Armen, dir gur Seite, die Hunger, Durst und Mangel drückt! selig, wer den Ruf erfüllet! denn, wer den Durst des Armen stillet, der hat den Heiland selbst erquickt. eht den leidenden Gerechten, so entehrt von Lasters knechten! Er, der Herr, gekrönt, zum Hohne, tråget seine Dors nenkrone, und büßet unsern 10. Bewein' ihn fromm mit stillen Sähren, o Christ, du hast ihn sterben sehn. Bald wirst du ihn durch Freuden ehren, und jauchzend seinen Ruhm erhöhn! Den deine Seufzer jest beklagen, der wird als Held nach dreien Tagen vom Grabe siegreich auferstehn! den freche Rotten hier entehrten, den wirst du dort bei den Verklärten zur Rechten seines Vaters sehn. Frevelmuth. 2. Unser göttlicher Vertreter wird geführt, wie Uebelthäter. Wer kann seine Leiden zählen? Eine Welt verlorner Seelen erkauft er sich um dels sen Preis. Tadster B3, Seht den Schönsten unter Ullen Schmach bracht! Wort des Cieges! Wort entweihte seine Wangen, und seine 8. Nun enden sich die schweren Lei- bleich, entstellet und verfallen! Seiner den; der Heiland spricht; es ist voll- Hoheit Glanz vergangen! Richterstimme schwieg. inghi adhis der Freuden! du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns! Wer darf es nun wohl wagen, uns, die Erlös'ten, zu verklagen, da er für uns genug ge= than? Sieb, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: vollbracht ist nun des Leidens Bahn. 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Versöhner Gottes, sey auch mein! Laß es in meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleih'n! du rufest: Bater, ich befehle in deine Hände meine Seele, die allen Menschen Heil erwarb! Nun war das große Werk vollendet, wozu der Vater ihn gesendet; da neigt er sanft sein Haupt und starb. 4. Ja, mit sanftem Edelmuthe litt er alles, uns zu Gute! daß der Sünder leben móge, wandelt auf dem Todess wege der Gottverföhner willig fort. 5. Keine Lind'rung stårkt den Mús den, auf ihm liegt zu unserm Frieden, Fluch und Straf'! er trågts gelassen! seine Kraft hat ihn verlassen; ev sinket wieder in den Staub. 6. Seht ihn auf der Schädelståtte für uns ringen im Gebete. Schauet mit zerschlagnem Herzen hin auf ihn, den Mann der Schmerzen, am Kreuz! und stirbt. 7. Herr, dein Leiden zu bedenken, wollest du mir Weisheit schenken. Mich vom Laster abzuschrecken, mich zur Tugend zu erwecken, lass mir es stets vor Augen seyn. 8. Daß ich dir mich ganz ergebe, niemals deiner unwerth lebe, nicht vor dir zu schanden werde, wenn du kommst, den Kreis der Erde zu rich ten mit Gerechtigkeit. Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 89 88. Ja, noch an demselben Tage geb' Mel. Werde munter, mein. 116. 147. Heute, ſprach mein Hei- ich in den Himmel cin, los von aller land, an sein heute, blut'ges Kreuz erhöht, als ein Sún: der, ihm zur Seite, sterbend noch um Gnade fleht; heute, so betheu'r ich dir, heute noch sollst du mit mir in mein Paradies erhaben, Theil an meinem Reiche haben. Die ande und Plage, Herr, bei dir daheim zu seyn. Hier genieß ich deines Lichts, bis der Tag des Weltgerichts auch dem Grab' die Macht entwendet, ganz die Seligkeit vollendet. Soll Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. 2. Theures Wort aus Jefu Munde! 148. Es ist vollbracht! ſo ruft fest durch sein Blut! der finstern Todesstunde giebst du Freudigkeit und Muth. Wenn der Chrift nun scheiden soll, bleibt er fester Hoffnung voll, sieht die Nacht in Licht verwandelt, weiß gewiß, wohin er wandelt. am des sterbens den Erlösers Mund., Wort voll Trost und Leben! reize zur Freude Das große Gott auch meines Herzens Grund. Opfer ist geschehn, das mir zum Heil ersehn. og 103 - 3. Ohne 3agen kann er sterben. Seine Seel' erstirbt ja nie. Ihr droht nicht nur kein Verderben, auch kein Schlaf betäubet sie, wo sie erst aus langer Nacht nach Jahrhunderten erwacht. Nein, sie soll zu neuem Leben scheidend noch empor sich heben. 4. Theures Wort des ew'gen Le bens! tröste du mein brechend Herz; und dann ángstet nur vergebens meis nen Geist der Trennung Schmerz; Er sinkt nicht in Finsterniß! denn wahrhaftig und gewiß ist das Wort des treuen Zeugen. Hier muß jeder 3weifel schweigen. 5. Herr! nun fühl ich abzuscheiden eine heil'ge Luft in mir. Dort sind unbefleckte Freuden, aber Müh und Sünden bier. Kein, auch noch so frühes, Grab kürzet je mein Leben ab. Es soll nur, los von Beschwerden, zeitiger veredelt werden. 6. Selig, furchtlos, rein von Mängeln, ja von nun an selig ist, brüder= lich begrüßt von Engeln, der im Herrn entschlafne Christ. Was sein Glaube je gethan, jedes gute Werk folgt dann feiner Seele von der Erden hin vor Gott, sein Lohn zu werden. Tas 7. Nun, auch ich, o Herr, befehle, wenn ich faum noch lallen kann, die durch dich erlös'te Seelen deinen treuen Händen an. Und bu, Heiland, stárkest mich; rufest mir auch zu, daß ich noch am Tage, da ich sterbe, deine Herrlichkeit ererbe. 2. Mein Jesus stirbt. Die Felsen beben; der Sonne Schein verlieret sich; in Todte dringt ein neues Leben, der Heil'gen Gråber öffnen sich; der Vorhang reißt, die Erde kracht! und die Versöhnung ist vollbracht.moi.2 13. Mie viel, mein Heil, haft du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinweggewendet, der auf der Welt voll Sunder lag. Für uns hast du genug gethan; Gott nimmt uns nun genadig an. 4. Dankvolle Thránen! neßt die Wangen. Mein Glaube sieht nun offens bar die Handschrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Heil gemacht, rief auch für mich: es ist vollbracht! 5. O Herr! laß mich nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt. Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft ges währt. O starke mich dazu mit Macht, bis meine Bess'rung ganz vollbracht. 6. Du litt'st so viel zu meinem Les ben: drum laß mich stets voll Eifer seyn, mich deinem Dienste zu ergeben, und feine Schmach dabei zu scheu'n. Dein Dienst, mein Heiland, sey mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eis genthum. 7. Soll ich bei dir ergebnem Herzen auch hier durch manche Trübsal gehn, und hat mein Gott geháufte Schmerzen zu meiner Prüfung auserfehn: so laß auch mich den Trost erfreun: es kommt das Ende meiner Pein. 90 Erster Theil. Von dem 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, so starte mich in solcher Last. Laß mich den Trost auch sterbend schmecken, daß du ihn überwunden hast; so tret' auch ich ins Todes Nacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht! drive thigibe vid - 97. Mel. Un Wasserflüssen Babylons. rhebe vom Geräusch der 149.& th Welt, o Seele, deine - Mel. Wie fleucht dahin der. Flügel. Hin, wo die Wuth ihr Opfer 151. Nun ist es Ulles wohl= HimMein zu jenem mel! welch ein Mensch ist das! wie drückt ihn seiner Feinde Haß mit höllisch wilden Freuden! Er, der die Todten auferweckt, er muß, mit Wunden überdeckt, den Tod der Mörder leiden. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. 150. roblocke mein Gemüthe, und bete Gottes Gute in deinem Heiland an. Was selbst der Engel Schaaren zu thun nicht fähig waren, das hat des Menschen Sohn gethan. Leiden und Sterben Jeſu. auf der sünd'gen Welt; doch er kam uns zu gute, und gab mit seinem Blute für uns ein ew'ges Lófegeld. 4. Kein Freund meint es mit Freunden so treu, als es mit Feins den Er, unser Mittler, meint. Preis ihm, dem Ueberwinder! Nun sind wir Gottes Kinder, mit Gott versöhnt durch unsern Freund. man 86. - 2. Geduldig siehet er sein Blut in vollen Strömen fließen! fleht für die Hasser, die voll Wuth es im Triumph vergießen. Schau, jest umhüllt ihn finstre Nacht; er ruft, er ruft: es ist vollbracht! Stun senkt sein Haupt sich nieder. D, meine Seele! freue dich; dir gab, der hier am Kreuz verblich, das Recht zum Himmel wieder. 3. Er, er hat deine Missethat, den Fluch für dich getragen. Seele, deine Sünde hat den Frommen so gerschlagen. Durch ihn nimmt dich der Vater an. Die Wunder seiner Güte kann kein sterblich Lied erheben. Doch bort er unsre Lieder gern. Drum bringet Preis und Ruhm dem Herrn, der uns sein Heil gegeben. * 99 170716/ sim 00 ne ano anchn 2. Schau hin, wie der Gerechte für uns, der Sünden Knechte, den bittern Bornfelch trinkt; wie er für Frevler bittet! wie Wasser ausgeschüttet hångt er, da er in Tod hinsinkt. 3. Wir Sünder sollten sterben; Fluch lag auf dame Erben, Fluch sus ruft: Es ist vollbracht! der neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir erwirbt das Erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an Hoheit Feiner gleicht, der Herr der Herrlichkeit er= bleicht. Was Wunder, daß die Erde fracht, die Welt deckt Nacht! denn Gottes Sohn wird umgebracht. 3. Das Heiligthum steht aufgedeckt; die Felsen bersten; Alles schreckt. Die freudentose Kreatur klagt jego nur den Tod des Herrschers der Natur. 4. Weil denn die Kreatur sich regt, so werd' auch du, o Mensch, bewegt! durch dies Gericht beweget, daß dein Der Fels zerreißt, und du wirst nicht Herz dir bricht? 5. Du selbst, hast du es g'nug bedacht? Du hast den Herrn an's Kreuz gebracht. Ihm, der für dich fein Leben gab, folg' in sein Grab, und stirb dem Sündengráuel ab.da 6. Ach, Vater! ach, in Pein und erbleicht am Kreuz dein eigner Sohn. Nun ist kein Zweifel; deine pulb tilgt meine Schuld, und trägt forthin mit mir Geduld. 7. Ich will mit ihm zum Grabe gehn, und wo die Unschuld bleibet, jehn. Sein Tod soll meine Zuflucht seyn; auf ihn allein schlaf ich einst fanft und ſelig ein. 8. Und nun dient' ich der Sünde noch? Wie drücket mich ihr schweres Joch! auf, Seele, daß du dich erbebst, nur Jesu lebst, nur Jesu zu gefallen strebst! 9. Tödt', Jesu, selbst in meiner Brust, was sich noch find't von böser Erster Theil.- Von dem ust! dein Tod, der mir das Leben hafft, giebt mir auch Kraft und Ruth auf meiner Pilgrimschaft. 10. Ja, Herr, mein Heiland, fråf= iglich stärkst du in meinem Borsag nich! ich sehe freudig auf dein Wort en Kampf stets fort. Der reiche ohn erfolget dort. 11. Wie dane ich g'nug die Jesu Shrist, daß du für mich gestorben bist! ich preif' ich auch in Ungst und Leid; chon in der Zeit, noch würd'ger in mer Ewigkeit, Kraft und Trost des Leidens Jesu. Rel. Freu' dich sehr, o meine S. Leiden und Sterben Sefu. 910 Müh'! durch dein Kreuz verschwindet sie; denn es führt durch kurze Leiden zum Genuß von ew'gen Freuden. 7. Hab' ich dich in meinem Herzen, mad Ursprung aller Seligkeit, so besieg' ich alle Schmerzen, auch sogar im legten Streit. Rufft du, und ich habe nun g'nug gekämpfet, um zu ruhn, Herr, so dank' ich's deinen Wunden, daß ich fieghaft überwunden, 29. 152. und Wunden, deinen esu, durch dein Blut martervollen Tod, hab' ich Heil bei Gott gefunden, Kraft zur Tugend, Trost in Noth. Mich sollt' ich durch Sund' entweihn? Nein, ich denk' an Deine Pein. Uch, den ganzen Gråu'l der Sünden läßt mich die mit Graun empfinden. Tommelige 2. Schmachtet nach der Wollust Freuden mein verderbtes Fleisch und Blut, o, so blick' ich auf dein Leiden! schnell verlischt die wilde Glut. Tracht' ich eitler Ehre nach, und ich blick' auf deine Schmach; schnell schlägt die den Stolz darnieder, und giebt mich der Demuth wieder. 6. Ueber Alles, was zum Staube meine Seele niederdrückt, wird mit starfer Kraft mein Glaube durch dein Leiden hingerückt. Deines Trostes Freudigkeit reißt mich fort zur Ewigkeit, die du, Herr, als du gestorben, mir auch mir am Kreuz erworben. 8. Ja, auf dich steht mein Vertrauen; du bist meine Zuversicht. Du besiegst des Todes Grauen, rettest Durch dein mich aus dem Gericht. mir erworb'nes Heil hab' ich an dem Himmel Theil. Wahrlich, Herr, ein ewig's Leben wird dercinst dein To mir geben. 3. Scheint beim öden Weg zum Leben mir der Welt betret'ne Bahn luftig, breit, gemächlich, eben; Jefu, dich schau' ich dann an. Da warnt mich des Bornes Laft, welche du getragen bast, nicht mit dem verblend'ten Baufen ins Verderben hinzulaufen. 4. Hålt mein schreckendes Gewissen mir der Sünde Menge vor: 0; in meinen Kümmernissen schau' ich nach dem Kreuz empor. Bald verschwindet alles Wch'! In den Wunden, die ich seh', find' ich Sicherheit und Leben, und den Trost: Sie sind vergeben. 5. Hier such' ich in Unruh' Friede; in der Ungst Beruhigung; neue Kraft, wenn ich ermúde, und in Qualen Linderung. Schwer sey dieses Lebens fli Von dem Begräbniß Jesu. 129 Mel. Der Tag ist hin, mein Geist. GLE 153. o schlummerst du in stiller Ruh', der du für uns ge= storben, und am Kreuz in schwerer Múh, ewig's Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, o Herr, fund hast doch in dir selbst das Leben. Bleich als Sterbliche hat dich nun ein Grab umgeben. 3. Doch Heil sey mir! Herr, du willst hier nicht die Verwesung sehen, sondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirst, mein Lebensfürst, wie dich auch mich erwecken. Sollte denn mein glaubig Derz vor der Gruft erschrecken. 92 Erster Theil. Von dem 5. Hier werd' ich einst, bis du ers scheinst, in sanftem Frieden liegen. Denn durch deinen Zod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Thr, die die Welt gefesselt hålt, gagt nur vor der Verwesung! ich, ich hoff' in Christo einst meines Leib's Erlösung. 1 Mel. Der Tag ist hin. 183.[ 7. Nein, nichts verdirbt. Selbst das, was stirbt, der Leib wird auferstehen, 155. Um Kreuz erblaßt, der und zum Himmelsglanz verklärt aus dem Grabe gehen. Tos desqualen múde, findet mein Erlöser erst in dem Grabe Friede.p336 2. Ein heil'ger Schmerz durch dringt mein Herz, und, Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tiefgerühret schlagen. 8. So sink in's Grab mein Leib binab! ich will mich drum nicht frånken; theurer Heiland, mir zum Trost an dein Grab gedenken. Mel. Erhabner Gott, was. L 16. 154. D Freund, der meine Schuldenlast getra= Fluch ist an das Leiden und Sterben Jesu. 7. Ich darf nun nicht vor meiner Gruft erschrecken, da du, mein Heil, ein Grab dich läsfest decken. Dein Grab macht meins zum stillen Schlafs gemach; da rub' ich einst bis an den lezten Tag. 1167,019 gen, und als ein Kreuz geschlagen! nun nimmt man noch vor Abends dich berab, und trägt dich hin in Josephs neues Grab. 2. O tröstlich Bild, o gnadenvolles Zeichen, das aber nur der Glaube kann erreichen! Nun ist vom Fluch die Erde frei und rein; zum Zeugniß deß mußt du begraben seyn. 3. Nun weiß und glaub' ich, daß du bist gestorben, daß du den Tod geschmeckt und mir erworben Gerechtigkeit, daß ich bestehen kann vor Gott und daß die Schuld ist abgethan. 4. Des Höchsten Wort kann nicht gebrochen werden; drum muß dein Leib auch ruhen in der Erden. Was Jonas Beispiel liebreich vorgebild't, seh' ich hierin, mein Heil, an dir erfüllt. 2019000 5. Du bist das Waizenkorn, das man verscharret; doch wenn man nur des dritten Tages harret, wird man dich aus dem Grabe auferstehn, und tausendfache Früchte bringen sehn.. 6. Indeß ist dein Begräbniß selbst ein Siegel der unschuld, und der ganzen Welt ein Spiegel in welchem mit Verwundrung jedermann ein Vorspiel der Erhöhung sehen kann. and red loudly GRACE 3. Du schüßest mich, und über dich gehn aller Trubsal Wetter. Sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 4. Du hast's getban. Dich bet' ich will ich im Tode mich, glaubensvoll an, der Erlös'ten! dein getrösten. sie im h 5. Es ist vollbracht! riefft du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei babest hingegeben. 6. Hochheil'ge That! des Höchsten Rath will ich in Demuth ebren. Der Erfinder meines Heils wird mir's einst erklären. 7. Ullmächtig rief Er, der ents schtief, den Todten: sie erstanden! Leicht entriß der Lebensfürst sich des Todes Banden. 8. Das finstre Thal will ich eine mal durchwandeln chne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ist's mir der Pfad zum Schauen. 16g 9. Ich preise dich! Erforsche mich, und siehe, wie ich's meine: ja, ndu siehest, wenn ich still meinen Dank dir weine. d 10. Bergeff ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so lang' ich bin, deine Lieb' ermessen. ( 1310 pider for and ube audiniul red nol al 11) Von der Auferstehung Jesu. Sup, atan Mel. Dennoch bleib' ich stets an dir. 156. A uf mein Herz! ein froher Tag hat die Nacht der Furcht vertrieben. Christus, der im Grabe tag, ist im Tode nicht geblieben. O, wie hoch sind wir getröst't! Jesus hat die Welt erlös't. 2. Er ist Gottes ew'ger Sohn. Ewig sey er auch gepriesen! seiner Feinde Schaar zum Hohn hat er sicht bar es bewiesen. Er erfüllet durch die That, was sein Mund geredet hat. 8. Unfre Schulden sind zwar groß, doch wir dürfen nicht verzagen: Gott láßt unsern Burgen los, der sie bußend hat getragen. Jesus ist mit Preis ge= front, und wir sind mit Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünden Sold; nun ist Christus unser Leben, der für unfre Schuld nicht Gold, nein, sich felber bingegeben. Er hat aus des Grabes Nacht neues Leben mitgebracht. 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier ist Gott, der Hülfe schafft, bier ist Jesus, der fann retten, wenn gleich unser Fleisch und Bein wird in Staub verwandelt seyn. 6. Herr, dies glaub' ich dir zum Ruhm, und mein Trost ist nicht vergebens, denn ich bin dein Eigenthum, du die Quelle meines Lebens. Hoch erfreuet sing' ich dir jegt und ewig Dank dafür. Mel. Ehrift lag in Todesbenden. 157. Marko er Herr lag in das Grab gestreckt, für uns dahin ge790 98 geben. Nun, da ihn Gott hat auferweckt, bringt er uns Sieg und Leben. Lasset drum uns fröhlich seyn, vor Gott von Herzen uns erfreu'n, Halleluja ihm sin- gen. Hallelujah! 2. Der Tod, da nichts ihm Einhalt that, würgt' alle Menschenkinder. Hier wußte niemand Trost und Rath; denn alle waren Sünder. Drum fället uns der Tod so bald. Von fället uns der Tod so bald. ſeiner furchtbaren Gewalt sind wir doch nun errettet. Hallelujah! 3. Der einige Sohn Gottes ist zu uns ins Fleisch gekommen, hat unfre dem Tod die Macht genommen. Jeſus macht uns frei und los. Vom Tode blieb ein Schatten blos; sein Stachel liegt zerbrochen. Hallelujah! 4. Es war ein wunderbarer Krieg, als Tod und Leben rungen. Dem Leben blieb zulegt der Sieg; es hat den Tod verschlungen. Långst verkúndigt es die Schrift. Ein Tod war es die hier des andern Gift. Nun kann kein Tod uns schaden. Hallelujah! 5. Hier ist das rechte Osterlamm, das unsre Schuld getragen. Um mare tervollen Kreuzes stamm ward es für und zerschlagen. Nun bezeichnet uns sein Blut. Dies giebt dem Glauben Start' und Muth. Der Würger geht vorüber. Hallelujah! 6. So feiern wir das hohe Fest in großer Freud' und Wonne, das uns der Herr erscheinen läßt. Er selber ist die Sonne! Mächtig strahlt sein Glang daher! Das finstre Herz erleuchtet er! Es fliebt die Nacht der eünden. Hallelujah! hand pai Erster Theil. Von der Auferstehung Jeſu. 94 7. Wir heiligen uns ganz dem Herrn, der uns zum Heil geladen. Der alte Eauerteig sey fern vom theuren Wort der Gnaden! Christus selber will allein der Seele Speis' und Nahrung seyn! der Glaube lebt bloß seiner. Hallelujah! 11 Mel. Herr Christ, der ein'ge Gottes.- 94. er Held hat überroun158. D den der Höllen ganzes Heer; der Drache liegt gebunden; die Sünde kann nicht mehr mich durch's Geseß verdammen, denn alle 3ornesflammen hat Jesus ausgelöscht. 2. Auf dann, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor; vertreib' die Furcht und schwinge im Glauben dich empor! wirf des Gewissens Na= gen, dein Sorgen und dein 3agen in Christi leeres Grab. 2. Wie sträubte sich die alte Schlang', als Christus mit ihr kämpfte, und wie ergrimmt sie auf ihn drang, doch ihren Grimm bald dámpfte? ob sie ihn in die Fersen sticht, so siegt sie darum dennoch nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig geht der Herr hervor; und nimmt den Feind gefangen; zer= bricht der Hölle Schloß und Thor; trågt weg den Raub mit Prangen. Nichts hält in seinem Siegestauf den starken Held aus Juda auf. Er überwindet alles. 4. Des Herrn streitbarer Urm behält den Sieg, und ist erhöhet. Des Herrn erhab'ne Rechte fällt, was stolz ihr widerstehet. Besiegt ist alles, was uns droht: besiegt ist Teufel, Holl und Tod, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es ward getödtet Jesus Christ, und sieh', er lebet wieder. Weil num das Haupt erstanden ist, steh'n wir auch auf, die Glieder. Wir wissen, daß, wir Christo glaubt, nicht in der Nacht des Todes bleibt: er lebt, ob er gleich stirbet. 3. Ist Christus auferstanden mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja den Banden des Todes mit entrúckt. Ist er dem Tod entrissen; so lásset Gott dich wissen, daß er versöhnet ist. 4. Gieb meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ! daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist. Laß nicht mehr die Gedanken in bangen 3weifeln wanken, und mache mich gewiß. 5. Hast du den Tod bezwungen, bezwing' ihn auch in mir; du bist bindurch gedrungen! zeuch mich, ich folge dir; laß Teufel, Höll und Sunden mich auch nun überwinden, wie du für mich gethan. 6. Welch' Aussicht giebt dein Leben, dein neues Leben mir! Ich sollt' am Eiteln fleben? o, neige mich zu dir! daß ich die Welt verachte, und nach dem Himmel trachte, wo du, mein Heiland, bist. a s Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.- 30. 159. To, wo ist dein Stachel nun? dein Sieg, Grab, verschwindet; was kann forthin uns Gatan thun, da Jesus 160. Bringt Preis unt überwindet! Geendigt ist der schwere Krieg! Gott sen gedankt, daß er den Sieg durch Christum uns gegeben. Ruhm dem Heiland dar! frohlocks 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dors vom andern Tode frei, dem keiner sonst entgehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergånglich Wesen. 7. Dies ist die große Seligkeit, der wir theilhaftig werden, Fried', Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und hoffnungsvoll, daß unser Leib dort gleichen foll des Herrn verklártem Leibe. 8. Tod! wo ist dein Stachel nun; dein Sieg, o Grab, verschwindet; was fann forthin uns Schaden thun, da Jesus überwindet? Gott sey gedankt, der schwere Krieg ist nun geendigt, und der Sieg durch Christum uns gegeben. Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, ist dem Gericht entnommen. Een gelobt, Herr 95 17. O, laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich wandeln; und jederzeit nach deinem Sinn rechtschaffen seyn und handeln! daß ich, wenn ich aufersteh', und dich, des Todes Sieger seh, vor dir dann nicht erschrecke. Hallelujah! 8. Da, wo du bist, da soll auch einst dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wenn du nun erscheinst, zu deiner Freud' erheben. Laß dies gestorben bist und siegreich auf- auch mein Erbtheil seyn, so werd' ich ewig deß mich freun, daß du vom Tod erstanden. Hallelujah! Jesu Christ, daß du für uns erstanden! Hallelujah! 2. Dein Leben in der Majestät Mel. des 32. Psalms. bonis befeſtigt unsern Glauben. Wer kann, 161. Jch weiß gewiß, daß d) da dich dein Gott erhöht, uns nun den Troftgrund rauben, daß du für uns genug gethan, uns Sündern eine neue Bahn zum ew gen Heil eröffnet? Hallelujah! mein Erlöser lebet, Sund', Teufel, 3. Gott selbst, der dich dem Grab' entrůckt, hat dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufgedrückt, und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Werth hat er auf's Herrlichste bewährt, da er dich auferwecket. Hallelujah! 4. Erstand'ner! ich frohlocke dir, daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir das ew'ge Leben gebest, daß du mein Erretter seyst, und neue Kräfte mir verleih'st, mit Freuden Gott zu dienen. Hallelujah! 5. Mein Herr, meir Gott! hilf mir dazu! Befreie mich von Sünden. Laß mich für meine Seele Rub' im Frieden mit Gott finden! pflanze deinen Einn in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Erlöster wandle. Hallelujah! 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht Verstorb'ne zu erwecken. Du rufst einst, und der Gråber Nacht wird Todte nicht mehr decken. Wie du auferstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. Hallelujah! in modal Tod und was ihm widerstrebet, f F hat er erlegt; er stehet auf dem Staub der allerleşte und vertheilt den Raub. Die Erde bebt, da er den Fuß auffeget, trog, daß ihn mehr ein Fersenstich verleget, es blitt um ihn, wenn er vom Grab' auffährt: er ist der Herr, dem alle Macht gehört. 2. Er hatte zwar vom Bach am Weg getrunken, doch ist sein Muth ihm keineswegs gesunken; er hebt das Haupt nun sieghaft in die Höb', kein Feind ist mehr, der gegen ihn besteh'. Dein Ehr und Ruhm, da es dir so gelungen, sey ewiglich, o Siegesfürst, besungen: die Schlüssel sind bei dir 96 Erster Theil. zu Holl' und Tod, es trifft dein Volk nun ewig keine Noth. 3. Herr: laß auch uns vom Tod in's Leben bringen, hilf, wenn es kommt zum Todeskampf, vollbringen, dem zweiten Tod laß an uns keinen Theil, erweck' 109. ered uns hier, reiß ab die starken 163. Kften Lauf die Sonn' in Mel. Vom Himmel hoch, da. Daum steigt zu ihrem fiohSeil', die Leib und Seel' an diese Erde beften. Erfüll' uns jest mit neuen Lebenskráften, und ruf einmal die Leiber aus dem Grab, daß Leib und Seel' in dir das Leben hab'. voller Pracht herauf; seht! so verláßt der Herr sein Grab, der erst für uns sein Leben gab. 2. Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Er, der uns Ehr' und Sieg erstritt, Mel. Vom Himmel hoch, da.- 109. 162. Dich bet' ich an, erstand der bringt uns seinen Frieden mit. ner Erretter einer Sünderwelt, du, unsre Zuflucht für und für, froh huldigt meine Seele dir! 3. 3war hier ist nicht ganz fund gemacht, was er uns aus dem Grab gebracht; der edle Schag, die reiche Beut', der sich sein Volk vor ihm erfreut. 4. Uns lebrt es einst sein großer Tag, wie viel sein starker Urm vermag, und was er da für Thaten that, als er der Schlange Kopf zertrat. 5. O edler Sieg, o starker Held! wo ist ein Feind, den er nicht fällt! wo eine Plage, so ergrimmt, der Christi Sieg die Macht nicht nimmt. 6. Und daß der Herr erstanden sey, das ist von allem Zweifel frei. Ja, es ist je gewißlich wahr, das lecre Grab macht's offenbar. 7. Die Erd' erbebt; es wälzt vom Grab den Stein ein Engel Gottes ab, und fündiget den Siegsheld an, den bald auch seine Junger sahn. 8. Sie sehen, hören, fühlen ihn; und die Verzagten sind nun kühn. In vieler Schmach mit ihrem Blut versiegelt es ihr Heldenmuth. - Von der Auferstehung Jeſu. 2. Um deinen Thron, der ewig steht, glångt Wahrheit, Heil und Majestát; ich nabe mich voll Zuversicht zu dir, denn du verwirfst mich nicht. 3. Herr, meine Seele preiset dich. Erlös't auf ewig bast du mich, so wahr du selbst vom Himmel kamst, dein Leben gabst und wieder nahmst. 4. Wer ist's, der mich verdammen fann? ich glaub' an dich, und sage dann: der Gott, durch den die Himmel sind, der ist mein Vater, ich sein Kind. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segenreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Herr mein Heil, hab' ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdselig sprachst du: Erde, fey der Schauplaß meiner Huld und Treu! wir sehen deine Huld und Treu auf deiner Erde táglich neu. 7. 3war trifft noch mancher Schmerz uns hier, noch, o Erbarmer, sterben wir! doch du regierst! und wir sind dein! und ewig werden wir es seyn! 8. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! du Trost, der meinen Geist erhebt, ich seb', durch dich gestärkt, auf's Grab mit unerschrocknem Aug' binab. 9. Welch' neue Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieser Zeit! da findet der verklárte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 10. Der du für unsre Seele wachft, sie zu dir ziehst, und selig machst, las mich mit freudigem Vertrau'n im Tod auf dich, Bollender, schau'n! 1 9. Lebt Christus, was bin ich beliebt! und stürb' auch alle Welt mir ab, trübt? Ich weiß, wie herzlich er mich 9'nug, daß ich Christi Liebe hab'. mich. Sterb' ich, so nimmt er mich 10. Er náhrt, er schüßt, er tröstet zu sich. Wo er jest lebt, komm' ich auch hin! weil ich sein Theil und Gliedmaß bin.c que 11. Durch ihn bin ich mit Gott verföhnt; durch ihn mit Gnad' und Heil getrönt. Mein banges Herz ermanne sich! Gott und die Engel lieben mich. diston hipatus Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. 97 4. Laß schon jetzt an mir erscheinen, daß du auferstanden bist. Neige du mich zu dem Einen, das des Lebens Endzweck ist; daß zu jener sel'gen Ruh' einzugeh'n, ich alles thu', daß ich diese Welt verachte, und nach deinem Himmel trachte. 5. Jesus, mein Erlöser, lebet. Heil mir, daß ich dieses weiß! nun denn, ihr Erlös'ten, gebet seinem Namen 164. Jesus Christus, unser Dank und Preis; kommt zu ſeiner S = Pxp Heiland, der den Tod überwand, leeren welche ruft: Jesus, euer Haupt, lebt wies der, durch ihn Leben seine Glieder. 12. Durch seiner Auferstehung Kraft vollend' ich meine Pilgerschaft; freu' seiner mich in seinem Reich, und bin dort seinen Engeln gleich. 13. Für solchen Trost, du starker Held, mein Jesu, dankt dir alle Welt. Wenn wir dereinst dein Untlig sehn, foll dich ein würd'ges Lied erhöh'n. Mel. D Gott, du bist die Liebe.- 34. - 166. obfinge, meine Seele, dem Welterlöser! bet ihn an! Lobsing' ihm, und erzähle, Er hat für dich gerungen. Durch was dir zum Heil der Herr gethan! seine Macht hat er des Todes Macht bezwungen, gestürzt der Höllen Heer. Nun liegt ihr Troß darnieder, sein Sieg hat uns befreit. Uns kronet Gott nun wieder mit Huld und. Seligkeit. 2. Froh führte seine Sonne den. festlich hohen Tag herauf. Da stand. er, meine Wonne, mein Gott und mein Versöhner auf. Gedanke, der zu Freuden des mich 29. Gott in allen 165. Printen, auchze, du sedante, der im Leiden mit reichem Trost belebt! Des höhern Lebens Quelle! mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wo ist dein Stachel, Tod? ist auferstanden, die Sünd' führt er gefangen. Erbarm' dich unser. 2. Der ohne Sünde war gebor'n, trug für uns Gottes Born; hat uns verföhnet, daß uns Gott seine Huld gönnet. Erbarm' dich unser! 3. Tod, Sünd', Teufel, Leben und Gnad', alles in handen er hat: Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Erbarm' dich unser! Mel. Freu' dich sehr, o meine S. 1 erlös'te Schaar! denn der Herr ist auferstanden, der für uns gestorben war. Seht, wie Gott sein Leiden front: nun sind wir mit ihm versöhnt; er heilt, aller Noth entrissen, unser schüchterncs Gewissen. 3. Des Felsen Grund erbebet, die Wächter flieh'n, das Grab ist leer. Der todt war, sieh', er lebet! er lebt! und stirbt hinfort nicht mehr. Die schwachen Jünger wanken, er stárkt die Wankenden. Sie seh'n ihn, freu'n sich, danken, dem Auferstander Sie seh'n empor ihn steigen, und geh'n, wie er gebot, mit Freu den hin, und zeugen von ihm bis in den Tod.. 2. Jesus ruht den Sabbat über; nach dem Sabbat steht er auf. Einst komm' ich zu ihm hinüber; ruhe nach vollbrachtem Lauf. Tod, du bist mir keine Straf'; einst erwach' ich von dem Schlaf'; dann werd' ich mit seinen. nen Theuern jenen ew'gen Sabbat feiern. 3. Muß ich dann von hinnen fahren, so schreckt mich doch kaum der Tod. Mächtig wirst du mich bewahren, Heiland, in der legten Noth. Meinen Geist, welch ein Gewinn! bringet er ja zu dir hin. Ruht indeß, entseelte Glieder! einst belebt euch Jesus wieder. 4. Herr, deine Boten siegen, von dir und deinem Geist gelehrt. Die Gögentempel liegen, der Erdkreis wird zu Gott bekehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freudenvoll ein Christ. Ihn bet' ich an im Staube, ihn 7 Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. 98 der mein Retter ist. Ich werd' ihn ewig schauen, wenn er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen: er starb für mich und lebt. L Mel. Hosianna, Davids Sohn. 167. JE esus, meine Liebe, lebt, dem es ist so wohl gelungen, daß der Feind nun vor ihm bebt, und der Tod im Sieg ver= schlungen: Er, mein Heil, ist wieder Licht, der im Grabe lag erbleichet, aber jetzt der Sonner gleichet, mit verklártem Ungesicht. 2. Einen hoffnungsvollen Blick, und ein unvergånglich Wesen bringt mir diese Sonn' zurück, und giebt mir im Wort zu lesen: daß die Glieder ihrem Haupt gleich im Leben, gleich im Sterben, gleiches Leben sollen erben, dessen sie zuvor beraubt. 3. Liebe, stárker als der Tod! Du giebst klare Siegeszeichen, machst den Feind zum Friedensbot', låff'st den Tod zum Heil gereichen: denn wie sollt' zur Sterbenszeit mich die Botschaft können schrecken, die mir sagt von Auferwecken, nichts von Todes Bitterfeit? 4. Sehet nicht auf die Gestalt! dieser Tod ist nur ein Schlafen: Nunmehr hat kein Feind Gewalt an den wiederfund'nen Schafen: denn der auferstandne Hirt, der sich selbst für sie gegeben, führt sie durch den Tod zum Leben, wo er ewig triumphirt. 5. Bringt man mich dem Grabe zu, das du, Lebenssonn'! durchscheinest; so komm' ich zur süßen Ruh', da du mich mit dir vereinest: wenn du einst die Stimm' erhebst, so wird dies mein Fleisch erwachen, denn du wirst es lebend machen, und mich bringen, wo du lebst. 6. Komm, mein Hirte! führe mich E Liebe! gieb, daß ich dich schmecke; Sonne! laß mich sehen dich, daß der Tod mich nicht erschrecke; führst du mich zum Leben hin: gieb, daß ich dir folgen möge, durch die dir beliebten Wege, bis ich ewig bei dir bin. Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 168. ach auf, mein Herz; auf, tráger Sinn! die Sonn' ist aufgegangen; wirf dich zu Jesu Füßen hin, den Heiland zu umfangen. Siegreich hebt er sein Haupt empor; er geht aus seinem Grab hervor, der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh' von dem Tod der Sünden auf, beginn' ein neues Leben! Vollführe deines Glaubens Lauf, nun mußt du dich erheben gen Himmel, wo dein Jesus ist, such' nun, was droben, als ein Chrift, der geistlich auferstanden. mit unverwandten Blicken, schau, weil 3. Vergiß nun, was dahinten ist! du noch auf Erden bist, auf Jesum, soll dir's glúcken. Verlaß die Welt und ihren Schein! bei Jefu kannst du nur allein Ruh' und Erquickung finden. 4. Bald reizt dich freilich noch die Welt, bald sucht sie dich zu schrecken. Doch wer sich fest an Jesum hált, dem kann nichts Furcht erwecken. Wirf deine Sorgen auf den Herrn; er sorgt für dich, und thut es gern, d'rum ist er auferstanden. 5. Der Lów' aus Juda hat nunmehr vollkommen überwunden. Auch gegen aller Feinde Heer wird bei ihm Schuß gefunden. Durch ihn gestärkt, durch ihn belebt, wirst du, was dir noch widerstrebt, auch siegreich überwinden. 6. Du warest todt, Herr Jesu Chrift! nun bist du auferstanden. Du kennst des Satans Macht und List, o, mache sie zu Schanden! daß wir in dieser Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. - Prüfungszeit, mit ihm und mit der Welt im Streit, zulegt das Feld behalten. 7. Kommt dann der Tod, der legte Feind, so stårk' uns, Herr! im Glau: ben. Erzeige dich als unsern Freund, und was wird er uns rauben? Dort wisch'st du uns die Thránen ab: auf Hoffnung ruht der Leib im Grab, einst wird er herrlich glänzen. - Mel. Vom Himmel hoch, da. 109. 169. Grinnre dich, mein Geist, erfreut, des hohen Tags der Herrlichkeit; halt im Gedächtniß Jesum Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.- 30. reiwillig du dartande alle Dankbarkeit für ihn, 170. gebracht für uns, o 2. Führ Freiwi als ob er heute dir erschien, als spräch' er: Friede sey mit dir! so freue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau' über dich, und bet' ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint, und ist dein König und dein Freund. Herr, dein Leben. Du hattest, es zu lassen, Macht; Macht, wieder dir's zu geben. Und darum liebte dich dein Gott, weil du, gehorsam bis zum Tod, dich haft für uns erniedrigt. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er krönte dich mit Herrlichkeit, die Sterbliche nicht fassen. Dein Kreuz, daran man dich erhöht, verwandelt sich in Majestät, denn du gingst aus dem Grabe. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist, und der da war! sein Name sey gebenedeit, von nun an bis in Ewigkeit. 5. O Glaube, der das Herz erhöht! was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht. 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich, und ewig, ewig selig seyn; Herr, welche Herrlichkeit ist mein. 099 bim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freu'n in Ewigkeit. 11. 3u welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum! mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferstanden schon. bylby 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu'. 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb' und Verwund rung kámpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht fall' ich, Gott, auf mein Angesicht. 8. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst; und du erfüllst einst mein Vertrau'n, in meinem Fleische dich zu schau'n. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirft, erweckt aus meinem Grabe gehn, ind rein zu deiner Rechten ftehn. 10. Mit Engeln und mit Geraphim, mit Thronen und mit Cheru13. Er ist's, der alles in uns schafft, fein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. 3. Gehaßt in deiner Niedrigkeit, warst du ein Ziel des Spottes, und zeigtest doch zu gleicher Zeit an dir die Hoheit Gottes. Dein Kreuz schien zwar der Welt ein Greu'l; doch sterben für der Feinde Heil, dies ist die höchste Tugend. 4. Dein Reich war nicht von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschenebre. Un Demuth groß, an Lieb' ein Held, und göttlich in der Lehre! geduldig und von Sünden rein, gehorsam bis zum Kreuze seyn; dies war, Herr, deine Größe. 5. Du fiarbst am Kreuz, doch war dir ja die Kraft des Herrn gegeben. Du schafftest, daß der Blinde sah; du gabst den Todten Leben. Du sprachst: es schwiegen Wind und Meer! und selbst der bösen Geister Heer gehorchte deiner Stimme. 6. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schan7* 100 Erster Theil. Von den. Du bist mein Herr, du bist mein Gott! denn du bist auferstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der Herr, durch dessen mächtig Wort auch ich einst ewig lebe. -- 7. Wir sind nun göttlichen Geschlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts, in dieser will ich sterben. Wie du vom Tod' erstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ! durch dich einst auferstehen. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 171. H HFC allelujah! Jesus leber. Erlöste Menschen, o erhebet, des Gottversöhners Majestät! Horts, betrübte Sünder! gebet der Freude Raum! denn Jesus lebet: Gott hat ihn aus dem Staub' erhöht. D Seele! dein Gesang erschalle ihm zum Dank! Hallelujah! dich, großer Held, erheb' die Welt! weil deine Hand den 2 Sieg behält. 2. Jesu Junger, wehrt dem Leide! lobsinget ihm, und nehmt voll Freude am Siege Theil, den er errung. Seht, der Tod ist überwunden! die ganze Hölle ist gebunden; für eure Schuld that er genung. Laßt eure Feinde dráu'n! ihr könnt getroft euch freu'n! Jesus lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, derselbe gestern und auch heut' der Auferstehung Jesu. 3. Nun verzagt auch nicht, Vers brecher! Gott ist euch nun fein strenger Racher, wenn ihr die Schuld vor ihm bereut. Durch des Todes Ueberwinder ist er versöhnt, und gegen Sünder ein Vater der Barmherzigkeit. Er ruft sein Volk hinauf: schließt seinen Himmel auf, sie zu segnen. Der Himmel tont: Gott ist versöhnt! weil Jesus lebt, ist Gott versöhnt! 4. Tod! wo sind nun deine Schrekken? nicht ewig wird das Grab uns decken, verwes't der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben sich aus des Todes Staub erheben, wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird das todte Feld zu einer regen Welt. Ulles lebet, sowie verneu't zur Frühlingszeit das Pflan= zenreich die Erde kleid t. 5. Erstandner! welch ein Segen erwartet uns, wenn wir auf Wegen einhergehn, die dein Fuß betrat. Unnennbare Seligkeiten, die ewig währen, sind die Beuten, die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald sind sie unser Theil. Bald krönet uns das Heil deines Lebens. Hallelujah! der Herr ist nah. Bald ist der Tag des Sieges da! Mel. Dennoch bleib' ich siets an dir. 156. - 172. Jesus lebt, mit ihm auch ich. wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Todten auferwecken. Er verklárt mich in sein Licht! dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt; ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, låstert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein; sein sey auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn, und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. ide Erster Theil. Von der Himmelfahrt - 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, feine Herrlich keit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. 12) Von der Himmelfahrt Jesu und seinem Sitzen zur Rechten Gottes. Mel. Auf diesen Tag bedenken wir. 173, 2 Jesu zc. 101 6. Jesus lebt: nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! 5. O großer Tag! an Freuden reich, wenn wir mit allen Frommen nun unserm großen Heiland gleich zum sel'gen Schauen kommen. Wie wohl, wie wohl ist uns zu Muth' in Ewigkeit beim höchsten Gut! mehr können wir nichts wünschen. AlleElujah, Alle= Ullelujah! 12 lujah, Alle- Alelujah! 2. Gottlob! der Weg ist nun bereit't: uns steht der Himmel offen. Der Christ kann seine Herrlichkeit aus starken Gründen hoffen, wenn er im Glauben freudenvoll sich emsig rustet, wie er soll, dem Herren nachzufahren. Allelujah, Alle= Allelujah! n diesem Tag froh Locken wir! Herr! du bist aufge: fah- ren! Des Himmels Chöre jauchzen dir: o laß auch uns erfah= Mel. Erhebt den Herrn, ihr.- 101. ren: daß wie voll Müh' das Leben 174. Der Herr fährt auf gen ist, doch da du hingegangen bist, mit hellem Jubelschall, mit jauchzendem Getümmel, und mit Posaunenhall. Lobsingt, lobsinget Gott! lobsingt, lobsingt mit Freuden dem Könige der Heiden, dem Herren Sebaoth! die Hoffnung es versüßet. Alle3. Wer nicht nach seinem Willen thut, verlangt nicht nach dem Herren. Er wird dem trågen Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Ist unser Glaube rechter Urt, so laßt uns Christi Himmelfahrt nicht an der Erde kleben. Allelujah, Alle- Allelujah! zusammen kommen. Allelujah! Alle= Allelujah! 4. 3euch uns dir nach, Herr Jesu Christ, daß wir, so lang' wir leben, zu dir, der du nun droben bist, uns immerdar erheben. Wir seh'n hinauf, du siehst herab, an Treu' und Lieb' geht uns nichts ab, bis wir 2. Der Herr wird aufgenommen in königlicher Pracht. Deß freu'n sich alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein des Himmels laute Heere, die seiner Pracht und Ehre sich, gleich als wir, erfreun. 3. Mit freudigem Gebete wird er von uns erhöht! wir wissen nun die Ståtte, die uns bereitet steht. Der Heiland geht voran, läßt uns nicht von ihm trennen, macht, daß wir folgen können, uns freie sichre Bahn. 4. Wir Pilgrimme der Erden, die hier das Elend bau'n; wir sollen himmlisch werden, und Jesum ewig schau'n. Auf, Kinder Gottes, auf! wo Jesus hingegangen, dahin steh' eu'r Verlangen! dahin kehrt euern Lauf! 5. Gen Himmel laßt uns dringen mit herzlicher Begier! mit Inbrunst laßt uns singen: dich, Jesu, suchen wir! zu dir, o Gottes Sohn, soll sich Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jesu, 102 der Geist erheben. Du bist uns Licht und Leben, und unser großer Lohn. - 6. Hinweg mit deinen Schägen, du gleißnerische Welt! sollt' uns dein Nichts ergoßen? dort ist, was uns gefällt! er, unser Fleisch und Blut, prangt auf der Gottheit Throne, giebt une sich selbst zum Lohne, ist unser höchstes Gut. 7. Wann wird es doch geschehen; wann kommt die frohe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? bu Tag, wann wirst du seyn, da wir ihn mit zum erstenmal erblicken? Tag, brich bald herein! - vom Thron der Majestát, um den, auf deinen Wink bereit, die Schaar der starken Helden steht. DATED Den Lohn, den du uns zugeſagt, erwartet unser Geist erst dort. 10. Ja, aufgefahrner Jesu Christ, auf dich nur schau'n und hoffen wir. Wir suchen nur, was droben ist, und unser Herz ist schon bei dir. 11. Bollenden wir dann unsern Lauf; so eil', uns máchtig beizusteh'n! nimm unsre Seelen zu dir auf, laß deine Herrlichkeit uns seh'n! 2. Denn als du ganz dein Werk vollbracht, beschlossfest du den edlen Lauf; und fuhrst in königlicher Pracht zu deinem Vater wieder auf. 3. Ein ewig's heil hast du geschafft, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! Nun sigest du in großer Kraft, als unser Haupt, auf Gottes Thron. 4. Dein Urm, du Gottmensch, herrscht und siegt, du bist uns allenthalben nah! und selber das Verborgne liegt vor deinen Augen offen da. 5. Schau', Herr, aus deiner heil'gen Höh' auf uns, die Deinen, die du kennst; daß alle Welt erkenn' und seh', daß du uns deine Brüder nennst. 6. Du bist in deine Herrlichkeit schon eingegangen; aber wir, wir sind noch immerdar im Streit, und scufzen noch im Elend hier. 7. Doch darum fürchten wir uns nicht, da deine Hand uns hält und schüßt. Du, unsre Kraft und unser Licht, bist mitten unter uns auch ist. 8. Von deinen Brüdern sey gelobt, Held, der du uns den Sieg erstritt'st! daß du den Satan, wenn er tobt, auch unter unsre Füße tritt'st. 9. So setzen wir denn unverzagt, und freudig unsre Wallfahrt fort. Mel. Vom Himmel hoch, da. 109. 176. Auf! Jesu Jünger! freuet cuch, Herr Mel. Vom Himmel hoch, da. 109. 2. Sein Werk auf Erden ist voll175. chau, großer Herr der bracht. Zerstört hat er des Todes Herrlichkeit, herab Macht. Er hat die Welt mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gefront. 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit. Ihm dienen selbst die Seraphim. Lobsinget ihm mit hoher Stimm'! - auf zu seinem Reich. Er triumphirt. Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit hoher Stimm'! 4. Sein sind die Völker aller Welt. Er herrscht als sieggewohnter Held! er herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. 5. Er schüßet seine Christenheit erhält sie bis in Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit hoher Stimm'! 6. Ja, Heiland, mir erheben dich; und unsre Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Majestät, dazu dich Gott, dein Gott erhöht. 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bei dir steht Kraft und macht; und dein sind wir. Nimmst du dich unser hilfreich an; was ist, das uns ge= brechen kann? 8. In deiner Hand ist unser Heil. Wer an dich glaubt, dem giebst du Theil am Segen, den du uns erwarbst, als du für uns am Kreuze starbst. 9. Du hast die Ståtte uns bereit't, bei dir zu seyn in Ewigkeit. Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf, nimmst du uns in den Himmel auf. 10. zeuch uns immer mehr zu dir. Hilf uns mit eifriger Begier nach und seinem Sitzen dem nur trachten, was da ist, wo du, verklärter Heiland, bist. 11. Dein Eingang in die Herrlich keit, stårk' uns in unsrer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu trau'n, bis wir dereinst dein Untlig schau'n. 7. O, was sind wir Menschenfine der, daß du unser so gedenkst, und so hülfreich auf uns Sünder immer noch dein Auge lenkst? Hilf, daß wir dich glaubig ehren, und auf deine Stimme hören; nur bei dir steht unser Heil. Gieb uns ewig daran Theil. 8. Wenn wir zu dem Vater beten, not und uns unsre Günde schreckt; laß uns dein Verdienst vertreten, welches Mel. Alle Menschen müssen sterben. 82. PO 177. Großer Mittler! der zur unfre Schuld bedeckt. Laß zum Fleiß Rechten seines großen Baters sigt, und die Schaar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schüßt, dem auch selbst die Seraphinen mit verhülltem Antlig dienen! in guten Werken deines Geistes Kraft uns stärken. Hilf uns durch die Průfungszeit, Herr, zu deiner Herrlichkeit. 0912.30a) 1950 din Mel. Erhebt den Herrn, ihr Fr.- 101. deſſen Reich und Majestát über alle 178. Mein Jefus triumphiret, Dinge 2. Dein Geschäft auf dieser Erden ist auf's Herrlichste vollbracht. Der Verlornen Heil zu werden, gingst du in die Todes nacht. Aus dem Tod trat'st du ins Leben. Welch ein Trost ist uns gegeben! ewig unser Haupt zu seyn, gingst du in den Himmel ein. 3. Nun, o Herr, ist dein Geschäfte in des Himmels Heiligthum, die erworbnen Lebenskräfte durch dein Evangelium den Erlös'ten mitzutheilen, und von Cünden sie zu heilen. D wohl allen, die dir trau'n, und auf deine Hülfe bau'n. di zur Rechten Gottes. 103 finden, und einst ewig bei dir seyn, ewig deiner sich zu freu'n. ten 12. Dann wird sich völlig unsre Seel' in dir erfreu'n, Immanuel! dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. 4. Herr, du schauest voll Erbarmen stets auf diese Welt herab. Liebreich suchst du jeden Armen, der sein Herz der Welt, ergab, von der Thorheit abzuschrecken und zur Buße zu erwecken. Selig, wer, o guter Hirt! deiner Stimme folgsam wird. 5. Keiner, keiner wird zu Schanden, der, o Heiland! dein begehrt. Rettung aus der Sünde Banden wird dem stets von dir gewährt, der von dir die Rettung suchet und den Sündendienst verfluchet. Seiner Seele schenkest du Leben und Gewissensruh'. 6. Du vertrittst, die an dich gláuben; du bewahrst und stärkest sie, daß sie dir vereinigt bleiben; daß sie dieses Lebens Müh' standhaft durch dich überwinden, ihres Glaubens Ende mel ein. Er hat sein Werk vollführet, vom Fluch uns zu befrei'n. Die hohen Seraphim empfangen ihn mit Freuden nach überstandnen Leiden. Lobsingt, lobsinget ihm! is big mist mid 2. Wohl uns! die wir noch hoffen. Nun Jesus triumphirt, steht uns der Weg auch offen, der zu dem Himmel führt. Er selbst, er macht uns Bahn. Wer hier nur an ihn glaubet, ihm folgt und treu verbleibet, der wandelt himmelan.id hope n 3. Nur dort, nicht auf der Erden, ist unser bestes Theil. Um himmlisch einst zu werden, erwarb der Herr uns Heil. Erlös'te! macht euch auf! wo Jesus hingegangen, dahin schickt das Verlangen! dahin geh' euer Lauf! ni 4. Herr! hilf uns darnach ringen mit eifrigster Begier. Laß unsern Fleiß gelingen; den Himmel suchen wir. Laß uns in dieser Welt im Glauben an dich wandeln, so denken und so handeln, wie es dir wohlgefällt.. 5. Was sind der Erde Freuden? wie bald sind sie dabin! op hilf uns alles meiden, was hier noch unsern Sinn vereitelt und uns stórt, das beste Theil zu achten, und nur nach dem zu trachten, was ewig Heil gewährt. 6. Ser du selbst unser Leiter in unsrer Prüfungszeit, und bring' uns immer weiter zu deiner Herrlichkeit! 104 Erster Theil. bis diese Zeit vorbei, bis wir dich, Heiland! sehen, und freudig vor dir stehen, bis Erd' und Himmel neu. ud and 14 Von der Himmelfahrt Jesu, - Mel. Vom Himmel hoch, da. 109. 179. Wi ir freuen uns, Herr Jesu Christ, daß du zur Rechten Gottes bist. Du starker Herr, SImmanuel! o stárk' im Glauben unsre Seel'. 2. Du sigest auf des Himmels Thron als unser Freund, als Menschensohn. Auch da schämst du dich unser nicht! drum bleibst du unsre Zuversicht. 3. Dein ist die Macht, dein ist das Reich. Wer ist an Majestät dir gleich? Mensch, Engel, jede Kreatur ist dein, du Herrscher der Natur! bin, wo alle Engel Gottes ihn als ihren König ehren. 2. Denn über jedes Fürstenthum hat er sich nun erhoben, und über aller Engel Ruhm ist er sehr hoch zu loben. Ihm jauchzt der Seraphinen Stimm', die Cherubinen singen ihm das: Heilig! ohne Ende. 3. Ihm dient in seiner Herrlichkeit der Himmel sammt der Erden, und was sowohl in dieser Zeit, als dort genannt mag werden; was Kraft und Macht nur heißen kann, das ist ihm alles unterthan: er herrschet über alles. 15. - Mel. Allein Gott in der Höh'. 180. Mein ein Jesus sigt zur rechten Hand des Baters in der Höhe; er herrscht in meinem Vaterland, das ich von ferne sehe, und wo ich mit dem Herzen 4. Du mußtest Hoherpriester seyn: dein Opferblut, dein Beten, dein Segen fonnte ganz allein uns helfen und vertreten. Und dir gebührt auch nur der Ruhm, daß dies dein Hohespries sterthum in Ewigkeiten währet. 5. Nun hörst du unser Flehen gern; wir sind dir unterthänig; nun waltest du als Herr der Herrn und der Monarchen König. Herr über Ewigkeit und Zeit, du Herrscher in Gerechtigkeit, Herr über Tod und Leben! 6. Immanuel! du bist bei uns bis an der Zeiten Ende; und die Besorgung unsers Thuns gab Gott in deine Hande. Du stehst uns bei in aller Noth; du streit'st, und siegst, und hilfft im Tod, durch Glauben überwinden. 7. Du sprichst: dem, welcher überwind't, will ich zu sigen geben, auf meinem Stuhl, als Gottes Kind, und er soll ewig leben, wie ich gesiegt, als Gottes Sohn, und bin auf meines Vaters Thron voll Herrlichkeit gesessen! 4. Umsonst, umsonst emporet sich der Fürst der Hölle wider dich. Dein Thron steht fest, der seine liegt, durch deine Macht ist er besiegt. 5. Du, unser triumphirend Haupt! wie selig ist, wer an dich glaubt! du bist sein Licht, sein Trost, sein Theil, sein starker Schuß, sein ew'ges Heil. 6. Herr, unsre Herzen trau'n auf dich. Dein freuet unsre Seele sich. Du Held von unserm Fleisch und Blut, bist unser Trost und höchstes Gut. 3197. Was uns gebricht, ist dir bekannt. Der Segen ist in deiner Hand. Von feiner Seele bist du fern; du siehst auf sie, und hilfft ihr gern. 38. Sieh auf uns gnädig allezeit vom Throne deiner Herrlichkeit! hilf unserm schwachen Glauben auf, und segne unsern Lebenslauf. 9. Gen Himmel fuhrst du als ein Held. Als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. 181. Meineht über alle Himmel Mel. D Gott, du bist die Liebe. 34. deine Laß uns dann freudig vor dir stehn. 10. Dann triumphirt der Glaub' an dich.. Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Chrift: der du zur Rechten Gottes bist. weit. Wer ist, der sie ermesse? Du warst bei Gott von Ewigkeit. Du bist der Erstgeborne vor aller Kreatur; kamst zwar für uns Verlorne in menschlicher Natur; doch in der Menschheit Orden trat'st du erst in der Zeit. Eh' noch die Welt geworden, hatt'st du schon Herrlichkeit. - 2. Der Himmel und die Erde sind durch dein fráft'ges Wort gemacht. Auf dein allmächtig: Werde! entstand und seinem Sitzen die Welt mit ihrer Pracht. Du bist auch unser Meister; auch uns schuf deine Hand so, wie das Heer der Geister, das dich noch eh'r erkannt. Ein Erbe über alles! das ist dein ew'ger Ruhm; drum jammert dich des Falles von deinem Eigenthum. 3. Du trágest alle Dinge durch deiner 20lmacht starkes Wort; das Große und Geringe geht blos durch deinen Wllen fort. Sohn Gottes! du regierest ten ganzen Kreis der Welt. Weil du das Ruder führest, geschieht, was dir gefällt. Bei dir steht Tod und Leben, Drum wird einst jede Gruft die Todten wiedergeben, wenn deine Stimme ruft. zur Rechten Gottes. 105 erhört und der des Glaubens Wunsch gewährt, sobald wir zu dir kommen. 2. Uns muß durch deine Himmelfahrt der Himmel offen stehen. Du hast den Weg geoffenbart, wie wir zum Vater gehen. Der Glaube weiß und ist gewiß, du habest uns im Pas radies die Stätte zubereitet. 3. Geht unser Haupt zum Himmel ein, so werden auch die Glieder gewiß nicht ausgeschlossen seyn. Du bringst fie alle wieder: sie werden da seyn, wo du bist, und dich verklärt, Herr Jesu Christ, dir áhnlich, ewig schauen. 4. Beuch uns dir nach, so laufen wir: laß uns ein himmlisch Wesen in Worten, Werken und Begier von jegund an erlesen; zeuch unser Herz dem Himmel zu, daß unser Wandel, Schag und Ruh' nur sey bei dir dort oben! 5. Was droben ist laß künftighin uns unablássig suchen; was eitel ist, das laß uns fliehn, was sündlich ist, verfluchen! weg Welt! dein Luft- und Freudenschein ist viel zu elend, viel zu klein für himmlische Gemüther. 4. Gott láßt dir Ehr erzeigen, die feinem andern wiederfährt. Dir soll sich alles beugen! denn göttlich groß ist, Herr, dein Werth. Du bist das Heil der Erden. Wer auf dein Wort nicht hört, der kann nicht selig werden. Wer aber dich verehrt, dem hilfst du vom Verderben; schaffst ihm Zufriedenhat, und machst ihn einst zum Erben vollkommner Seligkeit. 6. Kleinod, das im Himmel strahlt, ich will nach dir nur laufen! dich will ich an mich kaufen! o Erbtheil voll Zufriedenheit, o Himmel voller Seligkeit, sey mein, aus Jesu Gnaden! 5. Wie herrlich ist dein Name schon jest, o Herr, in aller Welt. Dicho Perle, die die Welt nicht zahlt, preis't der Frommen Saame, der glaubig dir zu Füßen fällt. Dich preisen Seraphinen, crhabner Menschensohn! mit Freuden dir zu dienen, stehn sie vor deinem Thron. Wer sollte dein sich schämen? werth bist du Preis und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem Eigenthum. 7: Wann fahr' ich auf aus dieser Noth? wann komm ich, Heilserstate ter, zu deinem und zu meinem Gott, zu dein- und meinem Vater? wann komm' ich zu dir, höchstes Licht? wann seh' ich einst dein Ungesicht? fomm bald, o Jesu! Amen! stoid 6. Sohn Gottes! ich verehre und bete dich in Demuth an. Bescháme und bekehre die, die bir noch nicht zugethan; odio monial die deinem Wort nicht glauben, und dir, Mel. Hosanna, David's Sohn. 167. der für uns litt, die ſchuld'ge Ehre 183. osianna, Davids Sohn, rauben. Theil Gnade mit, dich glaubig zu erkennen. Laß nichts, die dich erkannt, ven deiner Liebe trennen. Dein Ruhm full' jedes Land! der in seines Vaters Namen sich erhebet auf den Thron über Jacobs Haus und Saamen, welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Reiche dieser Erden endlich müssen dienstbar werden, und das selbst kein Ende nimmt! Mel. Nus tiefer Noth schrei' ich.- 119. 182. H err Jesu, deiner Glieder Ruhm, du star- 2. Sen gesegnet, theures Reich, das kes Haupt der Schwachen! du hast ein solcher Herr besiget, dem kein Herr ein ewig's Priesterthum, kannst allzeit auf Erden gleich, der das Recht mit felig machen; du bist, der das Gebet| Nachdruck schüget! Schwinge dich in - 106 Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jesu, stetem Flor, groß durch Frieden, reich| Thron; der Höllen Heere sehn den an Freuden, unter Juden, unter Heis den mit vermehrtem Glanz empor! Sohn, und fliehn vor seinem Schelten. 5. Es werden selbst die Herrn der Welt zu seiner Fahne schwören, und sich, besiegt durch diesen Held, zu ihm als Gott bekehren. Es beugen sich mit Jacobs Stamm dir, Herrscher, Gott von Abraham, die Mächtigen der Erde. 3. Deines Königs Majestát můsse jedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren! selbst der kleinen Kinder Mund mache, zum Verdruß der Feinde, und zur Freude deiner Freunde, deinen grosen Namen kund! mos mb 4. Schreibe mich, Herr, auch mit an unter deine Unterthanen! ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist froh zu jenen großen Reihen, die dein Hosianna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte! freuet euch; seyd ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch auch Raum gewinnen. Kommt, und schwört den Huld'gungeeid! kommt und küßt den Sohn der Liebe! Uch, daß niemand außen bliebe! Hier, ach hier ist Seligkeit. imoth civil Aus dem 72. Pfalm. Mel. D Gott, du frommer Gott. 8. 185. D Gott! gieb dein Gericht dem Könige der Erden, laß die Gerechtigkeit durch ihn verschaffet werden! durch ihn, den Königssohn, sey, Herr, dein Volk befreit, und wer die Sünde fühlt zu deinem Bild erneut. - 2. Von nun an müssen sich auf 3ions Berg' und Hügeln Fried und Gerechtigkeit in vollem Glanze ſpiegeln; der Held aus Juda nimmt des armen Volks sich an, er, dessen strengen Zorn kein Frevler tragen kann. 3. Dir, Heil der ganzen Welt, wird man mit Ehrfurcht dienen, ſo lange Sonn' und Mond an den ges wölbten Bühnen im alten Prachte Bon Kind und Kindeskind erschallt, wie groß und schön, Herr, deine Werke sind. 1st Aus dem 47. Pfalm. rotunt ann Mel. Allein Gott in der Höh' sey.- 15. hr Völker in der ganzen 184. Welt, froblockt mit stehn. The Herz und Handen! jauchzt unserm Gott! erhebt den Held, der sich an allen Enden stets als den größten König zeigt, an Hoheit alles über: steigt, und Feinden schrecklich bleibet! 2. Thr, die ihr seinen Zepter ehrt, ihr werdet einst regieren; ihr werdet diese Welt zerstört zu euern Füßen ſpüren. Zu seinem Erbtheil wählt er euch; euch ist ein ewig Königreich: ein ewig's Heil beschieden. 3. Den Himmel nahm er jauchzend ein: ihm sangen Cherubinen. Wie? wollt ihr långer tråge seyn, lobsingend ihm zu dienen? Nein, auf! lobsingt, lobsingt dem Herrn; denn er ist Gott und Jacobs Stern, ein König aller Menschen. 4. Mit klugem Lob erhöhet ihn, den König aller Heiden! für ihn laßt euern Eifer glühn, und dienet ihm mit Freuden! der Abgrund bebt vor seinem 4. So sehr ein sanfter Guß das dürre Land erquidet, so mild und stärkend wird auch 3ions Gott erblicket: er kommt, und seht, durc ihn wird der Gerechte blüh'n, mit ihm wird Fried' und Ruh' in alle Gránzen ziehn. 5. Als König herrschet er von einem Meer zum andern, ihm unterwerfen sich, die in der Wüste wandern: er wirft mit mácht'ger Hand die Feinde in den Staub, und macht, des Siegs gewohnt, aus ihnen einen Raub. 6. Bis an das fernste Meer wird sich sein 3epter schwingen, ihm werden Könige Geschenk' und Gaben bringen, ihm dient, was in der Welt nur groß und machtig heißt, von Heiden selbst wird auch sein hoher Ruhm gepreis't. und seinem Sißen zur Rechten Gottes. 7. Warum? sein starker Arm wird ie Elenden retten, sein mild und úlfreich Herz bricht ihre schweren Retten; von Trug und Frebel macht ie sein Erbarmen frei, und zeigt, wie werth vor ihm sein Blut geachet sey. 8. Er lebt; und seine Macht weiß nicht von 3iel und Gränzen. Sein anermess'nes Reich wird jetzt und ewig glánzen. Ihm bringt man alle Zeit Bebet und Opfer dar, uno drånget ich mit Lust zu seinem Lobaltar. 9. Wie, wenn ein gutes Land die reichsten Saaten decken, so reichlich vird sich auch der Segen einst erstrecken, Der auf die Sterblichen aus seiner Fülle fleußt; und ewig wird dafür ein Nam' und Thron gepreist. 10. So lange Sonn' und Mond im alten Glanze bligen, wird sich der Nachwelt Trost auf seinen Namen tügen: durch ihn gesegnet, Eniet der Heiden große Schaar mit Ehrfurcht, Dank und Ruhm vor seinem Sühnaltar. 11. Gelobet sey der Herr, den Ifrael verehret, der einzig Wunder thut und Feind und List zerstöret! gelobet sen sein Nam', bis in das fernste Land werd' seine Herrlichkeit je mehr und mehr bekannt. Aus dem 24. Pfalm. 52100 mod Mel. Vom Himmel hoch, da. 109. - Nachahmung des 21. Psalms. Mad Wel. Wie schön leuchtet der.-35. 187. Her err, der du deinen theus ren Sohn mit Hülf' und Kraft vor deinem Thron zum Mittleramte schmücktest! Gott, der du auch, da Holl' und Tod ihn schon mit untergang bedroht, doch gnädig nach ihm blicktest! Siche! Mühe, Schmerz und Wunden sind verschwunden. Nach dem Leiden lebt er nun in ew'gen Freuden.noid 2. In jenen Wohnungen des Lichts, im Glanze deines Ungesichts erhebt er deine Güte. Da rühmt die Wunder deiner Huld nach unsrer ausgesöhnten 186. Die Erd' und was darin- Schuld ſein göttliches Gemüthe. Nun nen ist, das Meer, so weit es schäumend fließt, die Welt mit Sonne, Mond und Stern, dies Alles, Alles ist des Herrn.. preist deiner Liebe starke Triebe, die ihn hielten, als die Wetter auf ihn zielten. 2. Des Herrn, der seine heil'ge Stadt so felsenfest gegründet hat, daß sie, wenn alles untergeht, gleichwohl wie Berge Gottes steht. 3. Wer darf sich dieser Ståtte nah'n? wen nimmt er zum Bewohner an? nur den, der durch's Versöhnungsblut die schweren Sünden von sich thut. 107 4. Nur dem, der reines Herzens bleibt und keine falsche Lehre treibt, des Meineids sich nicht schuldig macht, nur dem ist Segen zugedacht. 5. Sa, Segen und Gerechtigkeit theilt Gott, die, Quell' der Seligkeit, dem, welcher vor sein Untlig tritt, recht überschwenglich gnädig mit. ba 6. Verlorne Sünder, machet doch die Thore weit, die Thüren hoch! und soll euch recht geholfen seyn, so nehmt den Ehrenkönig ein. 7. Ihr fragt: wer dieser König sey? Nichts, nichts kommt seiner Große bei. Er ist der Herr von ew'ger Kraft, der statt des Streits bald Frieden schafft. 8. Eröffnet fröhlich Thür und Thor! geht aus der Finsterniß hervor, er kommt, der Herrscher Zebauth! vor ihm fleucht Sünde, Holl' und Tod! 3. Ja, Herr, was nur sein Herz begehrt, wonach sich nur sein Wunsch gekehrt, das hast du ihm geschenket. Denn nur auf unsre Seligkeit, auf deinen Ruhm und Herrlichkeit war Kronen, stets sein Ginn gelenket. Thronen und ein Regen deiner Segen muß ihm werden. Sel'ger Wechsel der Beschwerden! 4. Um's Leben bat er, Bater, dich, da Trost und Vater von ihm wich; Wer du gabst ihm langes Leben. mißt jegt seiner Tage Lauf? das Lob, den Schmuck, den du ihm drauf in Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jeſu, 108 deinem Schooß gegeben? Freunde, Feinde, alle müssen zu den Füßen Jesu fallen, durch sie muß dein Ruhm erschallen. pbilen 1900 5. Du, den mein Glaube zártlich ſpúrt, du hast es glücklich ausgeführt, was ich zum Leben brauchte. Des Baters Rechte hielt dich fest, als von des årgsten Grimmes Pest, der Feinde Rache rauchte. Schnöde, spróde, und mit Spotte sucht die Rotte dich zu tödten: Gott sieht drein, und sie erröthen. 6. Sein 3orn, gleich einem Feuer, frißt das Volk, das seinen Bund vergißt, die mörderische Bande. Noch trågt ihr Saame diesen Fluch, und ist( welch harter Richterspruch!) ein Scheusal aller Lande. Erde, werde, bei der Sache dieser Rache, die noch brüllet, werde doch mit Furcht erfüllet. 7. Man dachte, Boses dir zu thun, Lamm Gottes! und dann erst zu ruh'n, wann du vertilget wärest. Weisheit! die du Macht und List, wie groß und fein sie immer ist, zu ihrem Schaden Lehrest. Freunde! Feinde! hört: es flogen von dem Bogen seines Rochers Pfeile des erzúrnten Ráchers. bon 8. Erhebe dich in deiner Kraft, und dampfe, was uns Schaden schafft, und die dein 3ion stören! so soll auch unser Herz und Mund dich, Herr, und 189. deinen Gnadenbund in lauten Liedern chren. Rühre, führe selbst die Heiden zu den Freuden, zu den Kränzen, die so schon in 3ion glänzen. 1 Mel. Freu' dich sehr, o meine G. 29. 188. Herr! bu fährst mit Glanz err! du fährst mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herrlichkeit: doch mich drücken noch die Leiden dieses Lebens, dieser Zeit! Gieb mir, Jesu! Muth und Kraft, daß ich meine Pilgerschaft so in dir zurücke lege, daß ich stets dein bleiben möge. - 2. Laß mir deinen Geist zurücke, aber zeuch mein Herz nach dir: wenn ich nach dem Himmel blicke, o, so öffn' ihn gnädig mir! neige meinem Flehn dein Ohr, trag' es deinem Vater vor, daß er mir die Schuld vergebe, daß ich mich bekehr' und lebe! 3. Lehre mich, die Welt verachten, und was in ihr Eitles ist und nach dem, was dort ist, trachten, wo du, mein Erlöser, bist. Wollust, Ehrsucht und Gewinn, soll mich dies zur Erde zieh'n, da ich jenseits über'm Grabe eine größ're Hoffnung habe? 4. Diese müsse mir nichts rauben; du erwarbst sie theuer mir; jegund seh ich sie im Glauben, dorten find' ich sie bei dir. Dort belohnst du das Vertrau'n deiner Gläubigen durch Schau'n, und verwandelst ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit' auch mir die Stätte in des Vaters Hause zu. Rufst du frühe oder späte mich zu meines Gras bes Ruh'; leucht' auch mir in dieser Nacht, durch die Stärke deiner Macht, die des Todes Macht bezwungen und für uns den Sieg errungen. 199 6. Kommst du endlich glorreich wieder an dem Ende dieser Zeit, o, so fammle meine Glieder, die Verwesung jef zerstreut! heil'ge und verklär' sie dann nicht mehr von Staub und Erde ganz, daß der Leib im Himmelsglanz ähnlich deinem Leibe werde. dolin mel. Schmücke dich, o liebe Seele.- 121. onig, dem kein König gleichet, dessen kein Lob erreichet, Ebenbild von Gottes Wesen, der zum Mittler uns erlesen, sich der Welt wollt' offenbaren, als das Bild des Unsichtbaren, dir gehört das Recht zum Throne, als dem Mitte ler, als dem Sohne! Kontsic 2. Himmel, Erde, Luft und Meere müssen stets zu deiner Ehre dir, Herr, zu Gebote stehen, und dein Wille muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben, alles ist dir übergeben, und vor deinem macht'gen Schelten zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Gránzen sieht man deine Wunder glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen: die nach deiner Vors schrift leben, dir nur zu gefallen stree ben, alles gern für dich verlassen, und, wie du, das Unrecht hassen. if und seinem Siken zur Rechten Gottes. 4. In dem Reiche deiner Ehren hort man stets dein Lob vermehren von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Untlig schauen: die dich unermüdet preisen, und dir Ehr' und Dienst erweisen. 5. Herr, in allen diesen Reichen, bir ist niemand zu vergleichen an dem Ueberfluß der Scháze, an der Ordnung der Gesege, an der Unterthanen Menge, 50 bindend 190.& 13) Von der Wiederkunft Jesu Christi zum Gericht. Mel. D Ewigkeit, du Donnerwort. wiedergeben. Sie stehn durch dich, Herr, neubeseelt, nun alle auf, und keiner fehlt. rhöh'ter Jesu, Gottes Sohn! der du schon längst der Himmel Thron als Herrscher eingenommen. Du wirst dereinst zu rechter Zeit, in großer Kraft und Herrlichkeit, vom Himmel wieder kommen. Gicb! daß dann froh und mit Vertrau'n dich, 109 an des Regimentes Långe, an Begnas digung der Freunde, und an Siegen über Feinde. och mind this con Herr, auch meine Augen schau'n. 2. Wer fast, o Heiland! jest die Pracht, die deinen Tag einst herrlich macht? wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, die jest schon dir sich beugen. Dann sieht die Welt die Majestát, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab mit allmachtsvoller Kraft hinab, und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer das unzáhlbare große Heer der Todten 6. Nun herrsch' auch in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen. Zaß mich deinen Schuß genießen, auf mich deine Gnade fließen; dich stets fürchten, ehren, lieben, und mich im Gehorsam üben, hier mit leiden, kämpfen, streiten, dort mit herrschen, dir zur Seiten. 4. Du sammelst sie vor deinemThron, seiner That zu geben. Dann trifft um jedem den verdienten Lohn nach den Bösen Schmach und Pein, den Frommen aber führst du ein in das verheißne Leben. Wer läugnet dann noch, Jesu Christ! daß du der Erden Richter bist? erscheint, daß ich in dir dann noch 5. D gieb, wenn nun dein Tag den Freund und Heiland wiederfinde; daß ich mit Freuden vor dir steh', und mit dir in den Himmel geh', ganz frei von Fluch und Sünde. Laß mich im Glauben wacker seyn, und auch die kleinste Sünde scheu'n. 6. Dein Name sey mir ewig werth! und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben. Niemals ermüde bier mein Geist, dich, den schon iegt der Himmel preis't, aus aller Kraft zu lieben; so hab' ich in der Ewigkeit auch Theil an deiner Seligkeit. Mel. Uus tiefer Noth schrei' ich.- 119, St er kommt, er kommt 191. zum Weltgericht, der Heiland, den wir ehren. O weigert euch, Erlöste, nicht, jetzt auf sein Wort zu hören. Wer hier nicht seine Stimme hört, und sie nicht mit Gehorsam ehrt, wird nicht vor ihm bestehen. 110 Erster Theil. 2. Herr, laß mich deiner Majestát mit wahrer Freude dienen! Wie herrlich dich dein Gott erhöht, ist zwar noch nicht erschienen. Doch was uns hier verborgen war, das wird dereinst uns offenbar, wann du wirst wiederkommen. 3. Wenn vor dir die Natur dann bebt, und unter deinen Füßen sich alles, was dir widerstrebt, wird völlig beugen müssen, wenn alle Engel vor dir stehn: dann werden aller Augen sehn, wie hoch dich Gott erhoben. 4. Wenn dann, o Herr! auf dein Geheiß die Todten wieder leben; dein Feind mit Furcht, dein Freund mit Preis sich aus dem Grab' erheben; wer wird dann noch, Herr Jesu Christ! daß du die Auferstehung bist, mit Frechheit läugnen können? 5. Wer spottet dann noch deiner Kraft, wenn du, die dich hier fliehen, für ihre Schuld zur Rechenschaft mit Maje= stát wirst ziehen? wenn nun ihr Auge dich erblickt, und sie dein Strafgerichte drückt, dann werden sie verstummen. 6. Und wenn du dann die Deinen nun mit Preis und Ehre zierest; und ihnen ewig wohlzuthun, sie zu dem Himmel führest, dann, Herr, wird völlig offenbar, daß dein die Macht und Gnade war, die Deinen zu beglücken. 1 Von der Wiederkunft Jesu Christi 7.0 laß mich dann, Herr Jesu Christ, mit Freuden vor dir stehen; und dir, so herrlich du auch bist, getroft entgegen sehen. Wenn deiner Feinde Rotte zagt, von Reu' und Angst und Furcht ge= plagt, dann jauchze meine Seele. 8. Daß ich dies Glück erleben mag; so laß in diesem Leben, o Heiland, deinen großen Tag mir stets vor Augen schweben. Er reize mich, dir mich zu weih'n, in deinem Dienste treu zu seyn, und nie dich zu verläugnen. Mel. Ewigkeit, du Donnerwort. 190. er unsre Menschheit an sich nahm, als er, uns zu versöhnen, kam, kommt zum Gerichte wieder. Nicht fern ist seiner Zu192. D - 2. Warum verzeucht der Richter Gott? wo bleibt der Rächer? fragt der Spott. Hört, Sünder! hört's mit Beben! euch, die ihr frevelnd widerstrebt, und in der Bosheit sicher lebt, zur Besf'rung Frist zu geben. Doch bald ist euer Maaß erfüllt: bald kommt der Richter, und vergilt. 3. Dann öffnet um euch her sich weit der Abgrund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; dann wird, wenn. Gottes Fluch euch droht, nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vor ſeinem 3orn euch decken. Denn nun nicht mehr erbarmt er sich; und sein Gericht ist fürchterlich! 4. Wenn furchtbar seiner Donner Schall, und der Posaunen Wiederhall der Erde Grund erschüttern; und plößlich nun der Bau der Welt mit Krachen stürzt, in Trümmer fällt; wenn alle Menschen zittern, und vor den Richter hingerückt, der Spotter glaubet und erschrickt: 5. Dann ist nicht mehr zur Buße 3eit! wo werdet ihr Barmherzigkeit, und Gnad' und Rettung finden? die ihr der Sünde Maaß noch häuft, fühlt', eh' euch dieser Tag ergreift, die Lasten eurer Sünden! daß ihr euch einst nicht selbst verflucht, und ohne Hoffnung Lind'rung sucht. 6. Mein Herz erschrickt, es bebt in mir mein Innerstes, o Gott, vor dir! ich bin ein Missethåter. Begnadige, wann dein Gericht auch mir mein ewig's Urtheil spricht, Herr, mich, den Uebertreter! du, der die Sünder nicht verstößt, du hast auch, Jesu, mich erlöst. 7. Tag Gottes! Tag der Ewigkeit! du predigst uns den Werth der Zeit laut mit des Donners Stimme. Neizt, Christen, nicht durch eure Schuld den Gott der Langmuth und Geduld, daß er nicht bald ergrimme. Denn ewig wird der Sünder Pein, so wie der Frommen Wonne seyn. 104633 1739) misd Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.- 67. kunft Zeit! in aller ſeiner Herrlichkeit 193. Bedenke, Mensch! das steigt Jesus dann bedenke deirer Erdkreis besfre dich! der Tag nen Tod. Der Tod kommt oft behende; des Schreckens nahet sich. der heute frisch und roth, kann mors sips mellied zum zum gen, und geschwinder, hinweggestorben seyn. Drum bilde dir, o Sunder, ein táglich Sterben ein. 2. Bedenke, Mensch, das Ende: bedenke das Gericht. Es müssen alle Stände vor Jesu Ungesicht. Kein Mensch ist ausgenommen; es wird dort jedermann den Lohn von ihm bekommen, nachdem er hier gethan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende: der Hollen Ungst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein flåglich Schmerzensschreien; ach, Sünder, húte dich.an 4. Bedenke, Mensch, das Ende: bedenke stets die Zeit, daß dich ja nichts abwende von jener Herrlichkeit, womit vor Gottes Throne ein müder Streis ter prangt, der nach dem Kampf die Krone in Gottes Reich erlangt. 5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten legte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sey bereit. Laß mich den Tod betrachten und deinen Richterstuhl: laß mich auch nicht verachten der Höllen Feuerpfuhl. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf meinen legten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag: im Tod und vor Gerichte, steh' mir, o Jesu! bei; daß ich im Himmelslichte zu wohnen würdig sey! Gericht. Gericht. z nire Mel. Uch Herr, mich armen S.- 67. Ich denk' an dein Ge194. aller Welt, der Thor nennt's ein Gedichte, das Schwachen nur gefällt! mich soll sein Wahn nicht stören, weil mich dein göttlich Licht, und mein Gewissen lehren: du haltest ein Gericht. 2. Ich höre die Posaunen, o Herr, im Geiste schon; ich sehe mit Erstaus nen dich auf dem Richterthron, um den die heil'ge Menge erhab'ner Engel steht. Welch herrliches Gepränge, welch hohe Majestát! 111 Sündern und den Deinen giebst du gerechten Lohn. i 712 E 4. Frohlockend sehn die Frommen dein göttlich Ungesicht. Schon hier dem Fluch entnommen, zagt ihreSeele nicht. erlös't Nun triumphirt ihr Hoffen! von aller Müh', sebn sie den Himmel offen, und du, Herr, segnest fie. 3. umsonst sucht nun der Sünder vor deiner Macht zu fliehn. Herr, alle Menschenkinder wirst du zur Rechnung giehn. Du rufft, und sie erscheinen vor deinem Richterthron. Den 5. Wie angstvoll aber beben, die hier dein Wort verhöhnt, und durch ein fleischlich Leben das eitle Herz verwöhnt. Du giebst der Sünde Knechten ihr Theil in ew'ger Pcin; und führest die Gerechten zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jesu! dein Gerichte mir stets vor Augen seyn, und drücke sein Gewichte in mein Gewissen ein! laß fromm vor dir mich wandeln, und hier zu aller Zeit so wie ein Weiser handeln, der seinen Richter scheut. 7. Ist dann dein Tag vorhanden, wird diese Welt vergeh'n, so werd' ich nicht mit Schanden vor deinem Thron bestehn. Du stellst mich dann zur Rechten, von aller Schuld be= freit, führst mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. 30. Mel. Gs ist gewißlich an der Zeit. chon ist der Tag von 195. Gott bestimmt, da, wer auf Erden wandelt, sein Loos aus Gottes Hånden nimmt, nachdem er hier gehandelt. Er kommt, er kommt, des Menschen Sohn, er kommt, und Wolken sind sein Thron, der Kreis zu - 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit, hier stehn die Millionen, die seit dem ersten Tag der 3eit auf dieser Erde wohnen, nur dem Allwissenden bekannt, unzählbar, wie am Meer der Sand; hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt der Wahrheit unterliegen. Hier, wo das Recht die Wage hält, wird feine Sünde siegen. Hier ist zur Buße nicht mehr Frist; hier gilt nicht mehr Betrug und List; hier gilt kein falscher 3euge. 4. Der Richter spricht, der Himmel schweigt, und alle Völker hören erwartungsvoll und tief gebeugt. Kommt 112 Erster Theil. erbt das Reich der Ehren! so spricht Mel. Wachet auf, ruft uns die. 171, er zu der Frommen Schaar, doch die, 196. Machet auf vom Schlaf, war, er nun G ihr erwacht! denn euch, o Menschenkinder, erwarten Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben, hat Gott in eure Hand gegeben: erwacht! noch ist zur Buße Zeit! gerecht, gerecht ist Gott, er hört der Frevler Spott! Frevler zittert! wißt, was er spricht, gereut ihn nicht, er kommt gewiß, und hält Gericht. brennen; dann wird der Spotter ihn 2. Schrecklich wird sein Zorn ent= erkennen, des Vaters eingebornen Sohn. Jauchzet, jauchzt, ihr seine Frommen! kommt er und mit ihm sein Lohn! euch er wird zu euerm Heile kommen! bald richtet Christus nicht! Er selbst ging ins Gericht für die Sünder: Gott ist versöhnt! mit uns versöhnt, wer überwindet, wird gefront! von sich weichen. 5. O Herr! mit welcher Majestát wirst du dies Urtheil fållen! die Sünder, die dich hier verschmäht, geh'n dann gewiß zur Höllen. Hier trifft sie unerforschte Pein. Wer wird dann noch ihr Retter seyn? ihr Warten ist verloren. Von dem heiligen Geiste 6. Sie, die Gerechten, leuchten dann so wie der Glanz am Himmel. Du selbst nimmst sie zu Ehren an. welch ein froh Getümmel! nun ſehn sie mit erstauntem Blick, daß Glaub und Lieb' das höchste Glück, uns Gottes Gnad' erworben. 7. Sie gehn nun in das sel'ge Reich, das Gott für sie bereitet, und seh'n auf ewig, Engeln gleich, ihr Wohlseyn ausgebreitet. Das Stückwerk wird Bollkommenheit! kein Kummer, feine Traurigkeit stört ihre ew'ge Freude. 8. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernst bedenken! es stårke meine Zuversicht, wenn mich die Leiden Frånken. Es reize mich gewissenhaft, und, eingedenk der Rechenschaft, nach deinem Wort zu wandeln. 14) Von dem heiligen 197. K omm, o Gott, Schópfer, heil ger Geist, kehr' in das Herz der Menschen ein, und bilde sie so wie du weißt, daß dein Geschöpf vor dir muß seyn. 2. Mach' du als Tröster dich bekannt. Gott ist für uns nun nichts zu theu'r; er hat uns seinen Sohn gesandt, und gönnt uns auch dein göttlich Feu'r. 3. Seyd bereit, ihn mit Verlangen, mit reinem Herzen zu empfangen: denn plöglich bricht sein Tag herein. Und der Richter wird vom Bösen sein Reich, die Erde, ganz erlösen, von Sünd' und Tode sie befrei'n. Heil, Bonne, Seligkeit ist ewig uns be reit't! Amen! Amen! die Zeit ist nah'! bald ist sie da! gelobt sey Gott! Hallelujah! Geiste und dessen Gaben. 3. Verstand und Herz erfülle gang mit deinem Licht, mit deiner Kraft. Es spiegle sich in uns der Glanz, o Geist der alles Gute schafft. 4. In Bundergaben zeigst du dort den Finger Gottes, und wie schnell verbreitet sich darauf das Wort; du sprachst: auch bei uns ward es hell. 5. O, mach' es fråftig: Treibe fern des Feindes List. Dein Friede sey mit uns, daß wir dir folgen gern, und steh' uns in Versuchung bei. 6. Stárk' uns im Glauben an den Sohn und Vater, bis das Schau'n ihn front und dann durch uns vor jenem Thron dein und ihr hohes Lob ertönt. odtenbiss momindo m his mpil und dessen Gaben.lisd 3 33. Rel. Wie groß ist des Aamächt'gen. 198. erhebt und preiſet erhebet froh mit Herz und Mund Die Gnade, die uns Gott erweiset; mit uns macht er den neuen Bund. Er fegnet reichlich und wir nehmen den Geift der Kraft und Kindschaft hin. Sein Segen fließt in vollen Strómen: er schreibt sein Wort in unsern Sinn.pilis@ mod sun ist 2. Gesalbet mit dem Del der FreuDen vollendet Jesus seinen Lauf. Nun herrschet er nach seinem Leiden, und thut uns seine Schäße auf. Sein Geist, in den Aposteln kräftig, schmückt ihm ein Volk zu seinem Ruhm, das nun, in seinem Dienst geschäftig, ihm danket als sein Eigenthum.n 3. Auf! auf ihr Herzen! auf ihr Bungen! verkündigt Gottes hohen Ruhm; sein Name werde stets besungen von seinem heil'gen Eigenthum: 0, daß ein Geist des Lebens wehe, und was nur Odem hat, erfüll'; daß alle Welt die Wunder sehe, die Gott in Christo schaffen will! o, 4. So laßt uns denn die Pfingsten halten im Geist und nicht im Fleischesfinn. Verbleiben wir allzeit im Alten, so ist dies Fest uns kein Gewinn. Wir müssen neu geboren werden, so daß fein Geist auch in uns lebt, und unser Geist schon hier auf Erden mit ihm vereint im Himmel schwebt.ge 5. Uch, Jesu! schent' uns armen Sündern durch deinen Geist Genad' und Kraft. Mach' uns zu Gottes achten Kindern, theilhaftig deiner Ei genschaft! ach zünde deine reine Liebe in unfrer aller Seelen an; und schaffe, daß mit heil'gem Triebe, was lebt, dich ewig loben kann. 119 Mel. Water aller nade. 199. F 1 ott, groß von Erbarmen weise nicht mich Urmen, nicht mein Flehen ab. Schau' von 113 E deinem Throne, schau in deinem Sohne auf mich Wurm herab. Ich bin ein unwürd'ger Beter, doch dein Sohn ist mein Vertreter. m 2. Nicht die Lust zu chàßen, Würden und Ergößen, treibt mich, Herr! zu dir; deines Geistes Gaben wünsch' ich nur zu haben, so genüget mir; und die willst du gern verleihen, wenn wir brúnstig zu dir schreien. 3. Must dein Sohn nicht sterben, um mir zu erwerben diesen guten Geist? Sollte meiner Seelen dieser Beistand fehlen, den dein Wort verheißt? Soll ich Lob und Preis dir geben, so muß mich dein Geist beleben. am 4. Urge Väter haben Kindern gute Gaben immer noch gewährt; thateft du wohl minder? werden deine Kinder von dir nicht erhört, wenn um deinen Geist sie flehen? das wird ewig nicht geschehen.bid affach) sim ni 5. 3war ich hab' in Sünden sicher, ohn' Empfinden, lange fortgelebt; deines Geistes Regung selbst mit lieberlegung gar oft widerstrebt, ja, ich bin ein Kind der Höllen, doch verzeihest du Rebellen. i cili ndi anl 6. Komm dann, mein Berather! Komm, du Geist vom Vater! Komm, du Geist des Herrn! du kannst Herzen zwingen, du kannst Ruhe bringen, und du thust es gern. Fördre du durch macht'ge Triebe in mir Glauben, Hoffnung, Liebe! hun agnol 7. Deffne mein Verständniß! Weisheit und Erkenntniß stammt von dir allein. Laß bei meiner Blöße mir der Gottheit Größe stets vor Augen ſeyn, und dann zeige du mir Armen Jesu göttliches Erbarmen. anist dhuite 8. Quelle brúnst'ger Triebe, Feuer keuscher Liebe! laffe deine Glut auch mein Herz durchdringen, und in Flame men bringen Gott, mein höchstes Gut! laffe mich gleich Seraphinen dir mit Lieb und Eifer dienen. 8. Erster Theil.- Von dem heiligen Geist 114 9. Ist bei schweren Plagen ganz mein Geist zerschlagen, so hilf gná= diglich. Macht die Prüfungshihe, daß ich schmachtend size, so erquicte mich. Laß des Trostes Ströme fließen, und sich in mein Herz ergießen. 10. Sch kann alles tragen; ich darf alles wagen; du bist mir ein Pfand, das im tiefsten Leide mir des Himmels Freude und mein Vaterland auf das tröstlichste gewähret, und mich seufzend danken lehret.or do mgieb mir immer neue Kräfte. Mel. Werde munter, mein Gem.- 116. er du uns als Bater 200. Die t, tuler Gott! und deinen Geist denen, die dich bit: ten, giebest, ja, um ihn uns bitten heiß'st: demuthsvoll fleh' ich vor dir; Vater! send ihn auch zu mir, daß er meinen Geist erneue, und ihn dir zum Tempel weihe. rechne zum Gewinn, wenn ich je eirs F iedensband knüpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleicht'rung der Beschwerden, kann dem Nächsten nüglich werden. adanie) 7. Gieb mir wahre Selbsterkennt niß, daß ich meine Fehler seh', unddurch demuthsvoll Bekenntniß Gott um die Vergebung fleh'. Mache täglich Ernst und Treu', sie zu bessern, in mir neu. Zu dem Heiligungsgeschäfte 4. Ew'ge Quelle heil'ger Güter, hochgelobter Gottes Geist! der du menschliche Gemüther besserst, und mit Trost erfreu'st! nach dir, Herr, verlangt auch mich! ich ergebe mich an dich. Mache mich, zu Gottes Preise, heilig, und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes But, über alles möge licben, daß ich mit getrostem Muth seiner Vaterhuld mich freu', und mit wahrer Kindestreu' stets vor seinen 2ugen wandle und rechtschaffen dent' und handle.eniro ad lit 6. Geist des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth úse, und mir's 8. Wenn der Unblick meiner Sünden mein Gewisſen niederschlágt; wenn sich in mir zweifel finden, die mit Angst mein Herze hegt; wenn mein Aug' in Nothen weint, und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung 47051 fehlen. 9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir. Selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich Herr, verlangt nach dir. O, fo fege durch dein Wort deine Gnadenwirfung fort, bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. SUR M 3 Eba Mel. des 77. Pfalms. INDIA A eil'ger Geist, du Himmelslehrer! starker Tröster und 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir entrissen, und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Icfu noch mit achter Treu' meinen Gott und Herrn dich nennen, stebet 201. mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn fráftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre., Bekehrer! febre bei mir Sünder ein, laß mich deine Wohnung seyn. Gieb, daß siets durch heil'ges Denten sich mein Herz zu Gott mag lenken: klopf an meinem Herz gen an, wenn ich geb' auf fals scher Bahn. tobris 115 Die 2. Treibe, leite und regiere, mich| betrübten Stunden tröfte mich durch um Guten stetig führe, gieb selbst Zuft und Kraft dazu, daß ich Gottes Willen thu'. Gieb mir stetiges VerLangen, Jesu fester anzuhangen, imner mehr von Sünden rein, heilig, unbefleckt zu seyn. his meil und deſſen Gaben. msgili Jesu Wunden. 5. Pflanze du mich selbst in ihm, als ein Glied an seinem Leibe, und wenn ich sein eigen bin, hilf mir, daß ich es auch bleibe, und als eine gute Rebe Früchte bring' und in ihm lebe. 6. Glaube, Lieb und Hoffnung sey stets die 3ierde meiner Seele; in Ver= suchung steh mir bei, daß ich stets das Beste wähle. Gieb mir Demuth in den Freuden, und Geduld und Muth im Leiden. 7. Hilf mir reden recht und wohl; und des Gottesdienstes Pflichten, wie du forderst, wie ich soll, ohne Heuchelei verrichten; christlich leben, selig sterben, und dein himmlisch Reich einst erben. dnia 1tisipia me 11: 0 Mel. Getreuer Gott, wie viel. 37. 5. Komm, erfülle, komm, bewohne, 203. Dit, Bater! bankt mein Herz und singt, daß mit dem Vater und dem Sohne, Geist der Liebe, lieber Gast, was du so geheiligt haft; so will ich von ganzer Seelen deinen Gottesruhm erwählen, preisen dich, Dreieinigkeit, hier und dort in Ewigkeit. du den Sohn gegeben, den Sohn, der Heil den Sündern bringt, und unvergånglichs Leben! ich danke dir, daß du den Geist, der deinen Sohn durch Wunder preis't, zur Erde haft geſendet! der Geist der Wahrheit kam herab, der deinen Knechten Stärke gab, daß sie dein Werk vollendet. 3. Hilf, taß ich mich bald betrübe, wenn was Böses ich verübe; gieb, Daß bei mir wahre Neu" über mein Vergehen sey. Laß mich allezeit erwá gen, daß Gott sey bei mir zugegen, der auf jedes Wort und That sehr genaue Achtung hat. 4. Laß mich, weil ich leb' auf Erden, wachsam stets erfunden werden, und nach göttlichem Geheiß thun mein Umt mit allem Fleiß. So werd' ich durch dieses Führen auch in meinem Herzen spüren, daß du, werther Gottes Geist in mir wohnst und kraftig seyst. 2014. Mott! du haft in deinem 202. Gott! Sohn mich von Ewigkeit erwählet! Sende mun von deinem Thron, was noch meinem Heile fehlet, und gieb mir des Geiftes Gaben durch sie werd' ich alles haben. 2. Bin ich noch in Sünden todt, und zum Guten ganz verloren: heil' ger Geist, mein Herr und Gott! mache du mich neu geboren; rette mich von dem Verderben; laß mich nicht in Sünden sterben! Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. 3. Treibe weg die finstre Nacht falscher, zweifelnder Gedanken; wenn die Welt mich irre macht, halte die Vernunft in Schranken! wenn ich mich von dir entferne, wo ist's, daß ich Weisheit lerne? 4. Schaffe mir ein reines Herz, daß ich stets an Gott gedenke, und mich oft mit Reu' und Schmerz über meine Sünden Fránke; doch nach den 2. Erfüllt von seiner Wunderkraft, geh'n sie, die Welt zu lehren: der Geist, der neue Herzen schafft, hilft ihnen sie bekehren: der ganze Erdkreis hört erfreut die Botschaft unfrer Se: ligkeit, Vernunft und Wahrheit siegen; das Laster und die Blindheit flieht! wo man den Finger Gottes sieht, muß Satan unterliegen. 3. Umsonst, daß er noch wilder tobt, Verfolgung zu erregen. Der Name Jesu wird gelobt; sein Wert ist Kraft und Segen. Die Jünger schreckt nicht Pein noch Müh'; der Geist der Stärke stärket sie in Martern und im Tode. Sie blieben ihrem König treu, bekannten seinen Namen frei, und lobten ihn im Tode. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jest der Menschen Lehrer, der Jesu neue Jünger schafft; des Höllenreichs Zerstörer. In Sundern 8* 116 Erster Theil. Von dem heiligen Geist hisabat wirkst du Buß' und Leid, in frommen| heißt! schenk' uns Muth und Kraft im Seelen Trost und Freud', und Muth Krieg, und verleih' uns dann den Sieg! im Kampf der Sünden. In bangen Stunden schenkest du, so wie im Tode, Seelenrub', daß sie dich froh empfinden. 8. Herr, bewahr' auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben! du bist unser Schuß und Gott! sagt das Fleisch gleich immer: Nein! Laß dein Wort gewisser seyn! 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der Liebe, den Gott den Betenden verheißt, ach, beil'ge meine Triebe! schaff du in mir ein neues Herz, gieb wahre Buß' und Sundenschmerz, hilf mir im Glauben beten. In bangen Stunden tröste mich, und zeige poll Erbarmen dich mir einst in Todesnöthen! 168 and dan Mel. Gett des Himmels und der. 121 C Mel. Nun bitten wir den H. G. dade modi 32. 204. omm, o tomm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sey nicht vergebens; fie erfüll' uns jeder=" zeit! so wird Geist, und Licht, und Schein in den dunkeln Herzen seyn. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Ratb, Verstand und Zucht; daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wille sucht! dein Erfenntniß werde groß, und mach' uns vom Irrthum los. 9. Wenn wir endlich sollen sterben; so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr', die uns unser Gott bestimmt, und die nie ein Ende nimmt. bu Geift 205. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege! das, was dich betrüben kann, raume ferner aus dem Wege; führ' uns zu dem Guten an; wirke Reu' an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß uns stets dein Beugniß haben, daß wir Gottes Kinder sind: stark uns dann mit deinen Gaben, wenn sich Noth und Drangsal find't; zeige, daß des Vaters 3ucht einzig unser Bestes sucht! 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten glaubig und mit Freudigkeit; mach' uns tuchtig, recht zu beten, und vers tritt uns allezeit! so wird unsre Bitt' erhört, und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch um Hülfe bange, daß das Herz oft rufen muß: ach, mein Gott, mein Gott, wie lange! o so mache den Beschluß; sprich der 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns beine Werke, wenn uns Satan wanken es Vaters und des # Sohnes Geist, du, der uns den EE Weg zum Heile weis't, gnadenvoller Tröster! Laß, wenn wir sterben, duns das ewige Leben ererben, gieb uns Jesu Frieden. 2. Es leucht' uns, Licht des Herrn, dein Schein, wenn schon Tod und Verwesung uns dráu'n; Ichr', uns Jesum Chriftum den Sohn erkennen, und in der Liebe des Sohnes brennen, lebend und im Tode. 3. du, der Liebe Geist! erhöb' unsre Seele, daß sie schmeck' und sch', wie der Herr uns liebte, laß in den Brüdern, als in seinen geheiligten Gliedern, Jesum stets uns lieben. 4. Du höchster Trost in aller Noth! hilf getreu uns seyn bis in den Tod. Heilig laß uns leben; und nicht vers zagen, wenn uns unsre Sünden vers flagen vor der Welten Richter! Mel. Freu' dich sehr, o meine S. Seele tröstlich zu, und gieb Muth, 206. Edler Geist im Himmels und throne, Wesens, einer Kraft mit dem Vater und dem Sohne! Geist, der neues Leben schafft. Flöße du die wahre Reu' in mein Herz 1 29. und dessen Gaben.d 117 abrik es neu', daß selbst mit einer Gabe Luft in mir zu wohnen babe. 207. Gem Gohne! der du Mel. Freu' dich sehr, o meine Seele.- 29. Zeist vom Vater und 2. Du, der Jugend Wiederbringer, machst es in dem Herzen licht; du giebst, mächtiger Bezwinger, daß der Sunde Macht zerbricht. Kehrest du nur bei mir ein: so wird meine Seele rein, und auch schon auf dieser Erden eine Wohnung Gottes werden. 3. Geist der Wahrheit! komm' und führe mich zur wahren Weisheit an; daß des Höchsten Wort mich rühre, und ich willig folgen kann. Deffne du mir jene Schrift, die mein ewig Heil betrifft: Laß mich hier zum Theil verstehen, was ich dort soll völlig sehen. 4. Geist des Troftes! in dem Leiden steh' mir allzeit kräftig bei! wenn die besten Freunde scheiden, bleib du mir beständig treu! gicb mir ein gelass'nes Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seele bei dir finde, und den Unmuth überwinde. 5. Geist des Naths! wenn mir ver schwindet aller Rath in Ungst und Noth, wenn sich nirgends Hülfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod mir fast unvermeidlich scheint, und mein trúbes Auge weint; so gieb, daß es meiner Seele nicht an Rath und Hülfe fehle. 6. Geist der Freuden, mein Gemüthe sucht an dir nur seine Lust. Schmeck' ich deine große Güte; so verachtet meine Brust, was die Welt für Lust erdenkt, welche nur die Seele krånkt. Rechte Freude muß den Frommen eingig von Gott selber kommen. 7. Geist des Betens! lehr' mich beten: Abba, Vater in der Höh'! Treibe mich, vor Gott zu treten: und gieb, wenn ich vor ihm steh', daß mein Bitten kräftig sey; stehe meinem Seufzen bei; sprich in mir, in Gottes Namen, nach dem Fleh'n ein fráftig's: Umen! 390 ads 1in i stat unser Tröster bist, und von unsers Gottes Throne húlfreich auf uns Schwache siehst. Stehe du mir machtig bei, daß ich Sett ergeben sey; o, so wird mein Herz auf Erden schon ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir seyn; wenn ich bange 3weifel hege, deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kräftig meinen Sinn auf mein wahres Wohlseyn hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen, werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über alles treu meinen Gott und Vater liebe! daß mir nichts so wichtig sey, als in seiner Huld zu stehn. Seinen Namen zu erhöh'n; seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich gelingen. 4. Stárke mich, wenn wo zur Sünde, mein Gemüth versuchet wird, daß sie mich nicht überwinde. Hab' ich irgend mich verirrt, o, so strafe selbst mein Herz, daß ich, unter Reu' und Schmerz, mich vor Gott darüber beuge, und mein Herz zur Beßrung neige. 5. Reize mich mit Flehn und Beten, wenn mir Hülfe nöthig ist, zu dem Gnadenstuhl zu treten. Gieb, daß ich auf Jesum Chrift, als auf meinen Mittler schau' und auf ihn die Hoffnung bau', Gnad' um Gnad auf mein Verlangen von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bei; daß ich auch alsdann mit Freuden, Gottes Führung folgsam sey. Gieb mir ein gelassen Herz. Laß mich selbst im Todesschmerz bis zum frohen Ueberwinden, deines Trostes Kraft empfinden. ad SOPRO tibu ndi na 15) Von der christlichen Kirche. bis 1500met 6195 Aus dem 46. Pfalm. Mel. Ein' fefte Burg ist unser Gott. 208. G in starter Schuß ist unser Gott! auf ihn steht unser Hoffen. Er hilft uns treu aus aller 118 Erster Theil. Von Noth, so viel uns der betroffen. Satan, unser Feind, der mit Ernst es meint, rustet sich mit List, trost, daß er mächtig ist. Shm gleicht der christlichen Kirche. 4. Steure, Erbarmer! deiner Feinde Grimme. Warne die deinen vor des Irrthums Stimme. Lehre sie prüfen, daß sie falsche Freuden klüglich vermeiden. 5. Sey du ihr Licht in ihren Finsternissen, heile selbst ihr verwundetes Gewissen. Schlägt oft ein Kummer ihre Herzen nieder; starke sie wieder. 4. Das Wort steht fest! die stolze Welt mag noch so heftig toben! der Herr mit uns! der starke Held! der giebt uns Sieg von oben. Tödten sie den Leib; nehmen Kind und Weib; rauben Gut und Ehr'; sie nehmen's! was ist's mehr? Uns muß der Himmel bleiben. 68 grad noe typapl AUTO kein Feind auf Erden. 2. Nicht unsre Macht ist's, die ihn fällt. Wir waren bald verloren. Es kámpft für uns der rechte Held, den uns Gott selbst erforen. Fragst du, wer er ist? er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth. Er, unser Herr und Gott, er muß den Sieg behalten. Mel. Auf, Christen, preis't mit.( 436. 3. Die ganze Hölle schäume Wuth, 210, ott! der uns immer Gutes gab, schau' gnädig stets auf uns berab, entzieh' dein freundlich Angesicht, Herr, deinen Auserwählten nicht! und droh' uns zu verschlingen. Trog ihr!, uns rustet Gott mit Muth. Es soll uns doch gelingen. Wenn der Fürst der Welt sich schon grimmig stellt, schreckt er uns doch nicht. Er ist lángst gericht't. Ein Wort kann ihn schon fallen. 6. Schüße uns máchtig mitten unter Bösen, bis du von ihnen ganz uns wirst erlösen; bis wir zum Umlockend kommen. gang der verklárten Frommen frohDer 67. Pfalm. 2. O Gott, Jehovah, zeige dich der Welt! der Weltkreis freue sich, wird dein Erkenntniß ihm zu Theil, in dir, o Gott, und deinem Heil. 3. Es mache aller Völker Mund, Gott, deine Macht und Weisheit fund! kein Volk sey auf der weiten Welt, das deine Güte nicht erzählt! 4. Ja, jedes Volk, das dich erkennt, das wird von deinem Lob entbrennt, wer dich anbetet, Gott, der freut sich deiner großen Gütigkeit. 5. Lob, Erdenkönig, dir! du bist ein Führer, der allmächtig ist! wer nimmt sich unser treuer an, wer ist, Mel. Ich will mein Gott, du. 55. 209. Laß doch, o Jeſu, laß der so beschüßen kann? bein Reich auf Erden unter den Sündern ausgebreitet werden! Schenke doch ihnen, deiner Leiden wegen, Leben und Gegen.100 2. Gieb ihnen Gnade, dich recht zu erkennen, daß sie dich glaubig ihren Herren nennen; gieb ihnen Eifer, deinen guten Willen treu zu erfüllen. 3. Mit heil'ger Achtung laß die Schrift sie ehren; denn sie verkúndigt deines Mundes Lehren. Ausser ihr suchen Sterbliche vergebens Worte des Lebens. 6. Es mache aller Völker Mund, Gott, deine Macht und Weisheit fund! kein Volk sey auf der weiten Welt, das deine Güte nicht erzählt. 7. Die Erde ist nicht mehr ver= flucht, sie bringt uns segensvolle Frucht, wir wissen nichts von Hungersroth; stets segne uns Gott, unser Gott! 8. Ja, mach Jehovah, deine Treu an uns mit jedem Morgen neu! dir diene deine ganze Welt mit einem Dienst, der dir gefällt. Erster Theil. 211. S Theil. Von der christlichen Kirche. - rhalt uns, Herr, ambei deinem Wort, und steure deiE ner Feinde Mord, die Jesum Chris diftum, deinen Sohn, vom Throne do frech zu stürzen drohn. 2. Beig' deine Macht, Herr Jesu Christ! der du Herr aller Herren bist: beschirme deine Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gieb, heil'ger Geist! uns einen Sinn, nimm alle 3wietracht von uns hin. Vor deines Wortes Licht und Macht entflieh' des Wahns und Irr: thums Nacht. 4. Herr! laß uns dir befohlen feyn. Schau' unsre Noth: wir sind ja dein. Erhalt im Glauben uns getreu, und mach' uns von den Feinden frei. 119 4. Ewig, o Heiland, sey dein Nam'? erhoben. Ewig frohlockend müsse di einst loben, o du Beherrscher din schwachen Heerde! Himmel und C Der 46. Pfalm. 5. Sie dichten, Herr! ein Frevelftuck! es fall' auf ihren Kopf zurück! fie graben Gruben mit viel Müh'; in ihre Gruben stürze fie! 16. So werden sie erkennen doch, du unfer Herr, Gott, lebeft noch, du stehst bei deiner Kirche fest, die sich allein auf dich verläßt. m Mel. Man betet, Herr. 50. 213. ott ist uns Stark' und Schuß in Nothen, und unsre Zuversicht. Er weigert, wenn wir zu ihm beten, uns feine Hülfe nicht. Und sollte gleich der ErdFreis zittern, und stürzt er auf uns her; uns würde keine Furcht erſchüt tern, und sånken Berg ins Meer. 2. Sollt auch das Meer so heftig toben; und stürzten vor der Wuth Gebirge, ihrem Grund enthoben, hinab in seine Fluth; sie bleibet doch mit ihren Bächen die Stadt des Herrn, in ihr wohnt Gott, der wird die Wogen brechen, sie jauchzet: Gott ist hier! Mel. Ich will, mein Gott, d. Kón, 55. NO CON 49lind TROL 212. chuße die Deinen, die nach dir sich nennen, und dich, o Jesu, vor der Welt be kennen. Laß deinen Händen, wie du selbst verheißen, nichts sie entreißen. od 2. Laß deine Wahrheit rein verfündigt werden. Mach' ihre Siege herrlicher auf Erden. Gieb Muth und Weisheit denen, die sie lehren, dein Reid) zu mehren. blas llar 3. Du hast noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Führe die Deinen, wie du selbst versprochen, fübre fie endlich aus dem Kampf hienieden zum ew'gen Frieden, d - 3. Gott wohnet selbst in ihren Mauern, der Herr beschüßet sie, sie wankt nicht, ewig wird sie dauern, der Höchste hilft ihr früh. Die Völker tobten, und im Grimme emporten Reiche sich! er sprach, vor seines Don ners Stimme zertheilten Welten sich. 4. Wer ist der Feind, der uns zer= store? er, der uns hilft, ist Gott! Gott ist mit uns, der Herr der Secre, uns schüßet Jacobs Gott! fommt her, und merkt auf Gottes Werke und lernet seine Kraft. Er ist es, es ist seine Stárke, die solch Zerstören schafft. 5. Er macht sich auf, dem Krieg zu steuern, der so viel Blut vergoß. Und er zerbricht, daß Lander feiern, Schwert, Bogen und Geschoß. Den Spieß hat seine Hand zerschlagen, daß er nicht tödten kann. Er zündet des Verheerers Wagen mit seinem Feuer an. 6. Laßt ab, und wißt, und Lernt mit Freuden, ich sey Gott, Herr der Welt! groß will ich werden vor den Heiden, und herrlich vor der Welt! Gebt alle unserm Gott die Ehre! er, der uns hilft, ist Gott! Gott ist mit uns, der Herr der Heere, uns schuhet Jacobs Gott! 120 214. Wenn Christus ſeine Kirche schüßt; so mag die Hölle wüthen. Er, der zur Rechten Gottes sigt, hat Macht ihr zu ge= bieten. Er ist mit Hülfe nah: wenn er gebeut, steht's da. Er schutt zu seinem Ruhm mit Macht das Christenthum. Mag doch die Hölle Erster Theil. Von der christlichen Kirche. - wüthen. I vid ft 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören! denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott, doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empóren! 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmahn; uns fann er sie nicht rauben. Der Unchrift mag ibr widerstehn; wir halten fest am Glauben. Gelobt seg Jesus Christ; wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 215. 2 4. Auf Christen! die ihr ihm vertraut, last euch kein Drohn erschrecken. Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bededen. Der Herr, Herr Zebaoth hált über sein Gebot; giebt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod, was will uns dann erschrecken? Boze 111082 od ch Gott vom Himmel fieb' darein, und laß es dich etbar= men! wie wenig Herzen sind noch dein; entzieh' dich nicht uns Ur= men! dein theures Wort hält man für Spott; empórt sich wider dich, o Gott! will deinen Sohn nicht kennen. 2. Sie lehren eitel Träumerei, was Eigenwiß erfindet. In feiner Wahrheit ist dabei ihr unftát Herz gegründet. Der wählet dies, der andre das, es trennen sich ohn' Unterlaß, die mit Vernunft sich brüsten. 3. Uch Herr mein Gott, vertilge doch des Irrthums freche Lehren. Menschheit zu entehren: tief schau'n Wie lange sprechen Frevler noch die wir in die Wahrheit ein; uns täuscht kein gleißnerischer Schein. Nur blinde Herzen glauben! 1500 4. Gott siehts und spricht: bald kommt die Zeit, daß ich dem Frevel Steure, damit sich in der Christenheit kein Hcidenthum erneure. Indessen greif' den schnöden Wahn mein Wort mit starken Waffen an, und bleib unüberwindlich. 5. In Feuer siebenmal bewährt, glänzt edles Silber heller; und durch tes Wort auch heller. Der StrahVerspottungen bewährt, strahlt Got len siegende Gewalt durchbricht der 3weifel Nebel bald, und blendet selbst die Feinde. uns nie das frevelnde Geschlechte in 6. Sein Licht beschüß' uns, daß seine schlauen Nege zieh', nie unter uns sich flechte; denn alle Bosheit wachs't geschwind, wo frecher Spott erst Kraft gewinnt, sein Gift ertöds tet Seelen. nochordan mind 13 7. Odámpfe selbst, du starker Gott, die dir die Ehre rauben. D Jesus Christ, bei ihrem Spott stärk Erster Theil. Von der christlichen Kirche. 121 träftig unsern Glauben. O beil'ger 1469 Geist, verleih' uns Gnad', daß wir 217. T de, du, der Deinen stars Mel. Freu' dich sehr, o meine.- 29. reuer Hirte deiner Heers vor Abfall und Verrath mit ganzem T sid sir birt 2013 Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich. 119. fer Schuß! siehe doch, wie Staub und Erde wider dich mit frechem Truß tobt, und in den Waffen ist, und sich freventlich vermißt, deine Kirche zu don 216. Bater der Barmher zerstören und dein Erbe zu verheeren. D zigkeit, bei verwandten, doch nun seit der Apostelzeit recht groß in allen anden; du hast durch deines Geistes Kraft die große Schaar der Heidenschaft zu deinem Reich berufen. 2. Du, Herr! bist ja unser König; dein sind wir nach Leib und Seel'. Menschenhülfe ist zu wenig, wo du nicht, Immanuel, zu der Deinen Ret= tung wachst, und den Feind zu Schans den machst, wo du nicht sein Wüthen dámpfest, und für deine Wahrheit fámpfeft. Ernst uns buten. Bombers - 2. Getrennt durch MannigfaltigFeit des Glaubens und der Zungen, auf dieser ganzen Welt zerstreut, hat die dein Wort durchdrungen! hat sie dein starker Geist gerührt und nun zu einem Zweck geführt in Einigkeit des Glaubens. ps 28 189 1760 po 3. Uch, sen doch auch in dieser Zeit uns, Vater, wieder gnädig! und mach' uns von Uneinigkeit des Glaubens los und ledig! gieb, daß vereint auf einen Grund wir dir zugleich mit Herz und Mund im Geist der Liebe dienen. 4. Uch, schaue, wie des Satans Lift vereinte Brüder trennet. Wie man der Liebe ganz vergißt, von blindem Eifer brennet, und dann, von Wissen aufgebläht, um Dinge, die man nicht versteht, sich ohne Grund entzweiet. 3. Es betrifft ja deine Ehre, es betrifft dein Heiligthum; deine theure Gnadenlehre, deines Todes Kraft und Ruhm, und den Dienst, der dir allein von uns muß geheiligt seyn; o, wie solltest du denn schweigen, und dich nicht als Retter zeigen! 4. Du bedrohest Wind und Wetter, und es schweigt ihr Ungeftum. Steure denn, Herr, unser Retter, auch der Feinde Wuth und Grimm. Saul bes | kehrst du, wenn er schnaubt, und dir Ruhm und Ehre raubt, ach, befehre, die durch Lügen sich selbst um ihr Glück betrügen. 5. Doch nicht nur der Feinde Dráuen, die Verführung müssen wir auch bei unsrer Schwachheit scheuen, unfre Hülfe steht bei dir. Kám' es auf uns selbst nur an, ach, wie leicht wär' es gethan. Satan würde bald den Glaus ben uns aus unserm Herzen rauben. 6. Laß uns denn vorsichtig wandeln, und mit Tauben- Einfalt zwar, doch auch flug, wie Schlangen, handeln. 3eig' uns selbst bald die Gefahr. Schickt euch, es ist böse Beit! sprichst du; mach' uns selbst bereit, daß wir wachen, beten, tämpfen, und so die Versuchung dämpfen. daikt, and 30 bin find us S pils) nis dan sto nism 5. Herr! bilf diesem Uebel ab und gieb, daß deine Heerde bald unter ihres Hirten Stab genau verbunden werde: im Wesentlichen einerlei; in Nebendingen aber frei, in allem liebreich denke. 6. Wenn Brüder, Herr, auf dein Geheiß, vertraut beisammen wohnen, und ihrer Schwachheit wechselweis mit 3ärtlichkeit verschonen; o, was Fann angenehmer seyn; du selbst, Herr! wirst dich ihrer freu'n, und fie mit Segen frónen. CONG 30 mg sg' sid pior mund him 209 A apiG- manne 808 30 and imod is dadsgas da moni must mind blo 1122 da chi ansal dus fais bind aday mada antide and nadrets sid trod mad no indbung 11010 mada2 pismillor BG J im Rest diss 122 sobil mobilfinda and mo 06- anism tau 16) Von der heiligen Taufe. it 2301) da Einsehung der Taufe. Mel. Christ, unser Herr, zum Jordan. 218. W ie Christus selbst HÀN NH zum Jordan kam, und nach des Vaters Willen die Taufe von Johannes nahm, um alles zu er fül- len, was Gott heischt'; so muß auch das Bao, das er, um uns von Sünden zu waschen, angeordnet hat, vielmehr uns willig finden. Jisd 1919 219. J Ich bin getauft auf dei: bi nen Namen, Gott Bater, Sohn und heil'ger Geist! ich bin gezählt zu deinem Saamen, zum Boll, das dir geheiligt heißt. D, welch ein Glück wird dadurch mein! Laß, Herr, mich deß auch ewig freun. 2. Du hast mich für dein Kind erkläret, mein Vater! und cin selig Theil hast du, Sohn Gottes! mir gewähret an dem von dir erworbnen Heil. Du willst, mein Leben Gott zu weih'n, Geist Gottes, selbst mein Beistand seyn. Frid 3. Die Liebe ist nicht zu ermesſen die du, mein Gott, mir zugewandt. O, laß mich nie die Pflicht vergessen, dazu ich selbst mich dir verband, als du in deinen Bund mich nahmst, und mir mit Heil entgegen famst. 4. Du bist getreu. Auf deiner Seite bleibt dieser Bund stets feste stehn. Ja selbst, wenn ich ihn überschreite, láss'st du dein Vaterherz mich sehn! du klopfft an mein Gewissen an, und Lockst mich auf die rechte Bahn. 5. Ich gebe, o mein Gott! auf's Erwecke mich zu neuer Treue, und neue mich ganz zu deinem Opfer hin. bilde mich nach deinem Sinn. Weich' eitle Welt! o Súnde weich'! Gott hort es! jest entsag' ich euch. and Es bringt uns Heil und Leben. 2. hort, wie es zu den Jungern heißt: mel. Liebster Jesu, wir sind. 4. die und auf den Bater, Sohn und Geift tauft 220. M mich die zum Eiein Erlöser! der du nunmehr alle Völker. Wer glaubet, und die Tauf empfängt, wird selig, wer hingegen ungläubig fest am Irrs thum hangt, der fliehet vor dem Segen, und muß verloren gehen. aus 100 rol and did som 100138 Mel. Gott werde stets von dir erhoben.- 72. mein Vater! und bewahre mich, daß 6. Befestige dies mein Versprechen, ich es niemals möge brechen. Mein ganzes Leben preise dich! Gott meines Heils! sey ewig mein, und laß mich stets den Deinen seyn! 10162 Balbin genthum erkaufet, als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. erwecke mich zum Fleiße, recht zu seyn das, was ich heiße. 2. Laß mich oft mit Achtsamkeit meiner Taufe Bund betrachten; und nur das zu jeder Zeit für mein größtes Wohlseyn achten, daß ich, Jesu! deinen Willen treulich suche zu erfüllen. bleibt im Tode doch zurücke. Nur 3. Dieser Erde Gut und Ruhm ein wahres Christenthum folgt uns nach zum ew'gen Glücke. Davon ist auch nach dem Sterben ewig Segen zu ererben. 4. Laß mich drum, wie dir's ge= fällt, deinem Dienst, Herr, gang ergeben, und, entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jünger leben; daß ich einst auch, wenn ich sterbe, das verheißne Leben erbe. 123 3. Hirte! nimm dies Schaffein an! Haupt! mach' es zu deinem Gliede! 221. Lehrer! zeig' ihm deine Bahn! Friedefürst! sey du sein Friede! König! laß es deinen Willen künftig immer treu erfüllen! Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. Mel. Liebster Jesu, wir sind.- 4. err! wir stehen hier vor auf unsern Armen dir gefallen, bitten wir, und erzeige dein Erbarmen, daß es bein Kind hier auf Erden, und im Himmel moge werden. 4. Saß uns alle in der Welt als 2. Wasch' es, o Herr Jesu! rein durch dein Blut von seinen Sünden: rechtschaffne Christen leben! endlich laß es deinen Geist erneu'n und mit auch, wenn dir's gefällt, christlich dir genau verbinden! da wir ihm den unsern Geist aufgeben, und im HimNamen geben, schreib es in deinmel zu den Frommen, zu den wahren Christen kommen. Buch zum Leben! dim Tad dan Inoce Mist 17) Von dem Einsehung des heiligen Abendmahls. ble mel. des 91. Pfalms. 222. FE heiligen Abendmahle. s Jesus jesund sterben wollt für unsre Missetha ten, in jener Nacht um schnoden Sold aufs schändlichste ver= ra- then: hielt er in dem bestimmten Saal, von Gottes Hand geleis tet, mit ſeinen Jüngern noch das Mahl, das lángst auf ihn gedeutet. 2. Hier sprach er: mich verlanget sehr, dies Paschab zu begehen; nun fei'r ich keinen Festtag mehr, bis Gott mich wird erhöhen auf meinem Stuhl in meinem Reich, das mir der Vater giebet, und dem, der hier mit mir zugleich in feiner Lieb' sich übet. 3. Drauf nahm er Brot, und brach's, und danft', uno sprach: nehmt hin und esset, damit ihr nicht im Glaus ben wanft, uud meiner nicht vergesset, das ist mein Leib, der durch viel Qual JOHT jetzt wird für euch gebrochen; daß eure Schuld und Adams Fall nicht werd' an euch gerochen. 4. Den Dankkelch nahm er auch hierauf; er that mit Wohlgefallen den Mund zum Lobe Gottes auf, und sprach zu ihnen allen: nehmt hin und trinkt, das ist mein Blut, das ich für euch vergieße; euch droht umsonst der Hollen Gluth, indem ich für euch büße. 5. Das Blut, das an dem Altar dort in Opfern ward vergossen, tilgt nicht die Schuld, schafft sie nicht fort, drum sollt', wie Gott beschlossen, jest zur Bertilgung dieser Schuld mein Blut, mein Sohnblut fließen: nun denkt an Gottes Gnad' und Huld lule? mit freudigem Gewissen. 6. Halt't oft den Brauch mit Brot und Wein, auf daß ihr mein gedenket; laßt euch mein Leiden theuer seyn; gespeiset und getránket, sagt laut: 0! wenn dein Tod nicht wär', wir müßten ewig sterben. Und lebt hinfort zu meis ner Ehr', als würd'ge Himmelserben! 7. Kein Tropfen labt den reichen Mann in seinen schweren Leiden, schaut mich dagegen gläubig an, sein Schicksal zu vermeiden. Wer mir vertraut, und Buße thut, der ist durch mich versöhnet, doch weh' dem Falschen, der mein Blut mit frechen eastern höhnet. 8. Die Welt, die nicht ihr Heil versteht, bleibt an dem Neußern hangen, und meint damit, wenn's übel geht, Genade zu erlangen! doch dich 124 Erster Theil. entzeucht nicht Brot und Wein dem ernstlichen Gerichte; soll dies dein Trost, o Sunder, seyn; so wird dein Trost zunichte. 1 Von dem heiligen Abendmahle. - 9. Der 9. Der rechte Labtrant ist mein Blut, mein Fleisch die rechte Speise; o, iß und trinke dir zu gut, und auf die Erkenn', daß ich mich in den Tod für dich dahin 224. Gaoth! gelobt für Mel. Herzlich lieb hab' ich dich.— 141. elobt seyst Herr gegeben; so weichet Durst und Hun gersnoth, so hast du Heil und Leben. 10. Sch bleib' in dir und du in mir, damit von meinem Geiste, dein Geist getrieben für und für Gott Dank' und Ehr' erweise. Du bist nun ganz mein Eigenthum, ich kann dich nicht verlassen. Ich will dich einst zu meinem Ruhm mit ew'ger Treu' umfassen. unsers Mittlers Tod; der uns das Heil erworben! wie hast du, Gott, auch mich geliebt! er, der uns ewig Leben giebt, ist auch für mich gestors ben. Mein ganzes Herz frohlockt in mir. Bater, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag auf's neu' mich dei ner Vaterhuld erfreu'. Gott meines Heils! sey ewig mein, sey ewig mein, und laß mich dir recht dankbar seyn. 223. 11. Dein Wort, o Jesu! fehlet nicht, das glauben wir von Herzen; nur gieb, daß wir nach unsrer Pflicht an deine Todesschmerzen stets denken, und auf ebner Bahn nach deinem Willen wandeln, und also, wie du uns gethan, mit unsern Brüdern handeln. E Mel. Allein Gott in der Höh. 15. alt' im Gedächtniß Jefum Chrift, o Seele! der auf Erden vom Himmelsthron gekommen ist, ein Heiland dir zu werden. Vergiß sein nicht: denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! do 2. Halt' im Gedächtniß Jefum Christ, der für dich hat gelitten. Da er am Kreuz gestorben ist, hat er dir Heil erstritten. Errettung von der Sünden: noth erwarb er dir durch seinen Tod. Dank ihm für diese Liebe!). 3. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden, und jegt zur Rechten Gottes ist. Er hat von Todesbanden auch dir Befreiung aus gemacht, und ew'ges Leben wieder bracht. Dank ihm für diese Liebe! 5. Mein Heitand, den der Himmel preis't, dich will ich ewig loben. O, starke dazu meinen Geist mit neuer Kraft von oben. Dein Abendmahl ver: mehr' in mir des Glaubens Kraft, auf daß ich dir mit neuer Treue diene. 4. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, er wird einst wiederkommen, zu richten, was auf Erden ist, die Sünder und die Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich zu danken. 2. Boll hoher Ehrfurcht beug' ich mich vor dir, Sohn Gottes, der du dich für mich dahin gegeben. Es komme mir nie aus dem Sinn, wie viel ich dir, Herr, schuldig bin. Dein Tod bringt mir das Leben. Durch deines Opfers ew'ge Kraft bast du, o Herr, auch mir verschafft, was mich vor dem Verderben schüßt, was meinem Geiste ewig núßt. Herr Jesu Christ! wie liebst du mich! wie liebst du mich! gieb, daß ich ewig liebe dich! 3. Mit Inbrunft fleb' ich, Herr, zu dir! befördre du doch selbst in mic ein gläubiges Gemüthe! mich dürstet, gleich dem dürren Land, bei deiner Liebe Unterpfand, nach deiner großen Güte. Ich fühle, Herr, was mir ge bricht. O stärke meine Zuversicht, daß du auch mein Versöhner seyst, und mich vom ew'gen Tod befreist. Herr, dieser Trost sey fest in mir, sen fest in mir, so dien' ich voller Freuden dir. 4. 3ur Weisheit und Gerechtigkeit, zur Heiligung und Seligkeit bist du mir ausersehen. Auch mir zum herre lichsten Gewinn gabst du dein Leben willig hin, drum hör' auch jetzt mein Flehen. Mein Heiland, zeuch mich ganz zu dir, ja, durch den Glauben wohn' in mir; so nimmt in mir die Seelenruh', und meines Herzens Bess's rung zu. Mein Herr und Gott! ver= Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. laß mich nicht, verlaß mich nicht, so tomm' ich einst nicht ins Gericht. 5. 3u deinem Himmel hilf du mir. Der Freuden Fülle ist bei dir: laß sie mich einst genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, so meine ganze Pilgerschaft zu führen und zu schließen, daß mir dein Wort stets heilig fey, daß ich, bis in den Tod dir treu, mit Freuden thu', was dir gefällt, und dich auch ehre vor der Welt. O Herr, mein Heil, sen stets mit mir, fey stets mit mir, so komm' ich einst gewiß zu dir. motoad po 26 125 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen., gieb mir selbst durch deinen Tod die Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an tüchtig seyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besfe= rung mir und der Welt beweisen. damise Mel. Getreuer Gott, wie viel. 226. der Schwachen Kraft und mächtiger Vertreter! erbarme dich, du hörer der Gebeter! gedent' an mich, o mein 37. ch komme, Herr, und hier mit Furcht 225. I fuche dich, mühselig und Angst belegt; ich klag' es dir, du und beladen. Herr! mein Heiland, segne mich mit den erworbnen Gna: den! ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh'; ich suche Ruh' und finde sie im Glauben der Erlös'ten. Prüfer meiner Nieren: Du bist ein Urzt, der kranker Seelen pflegt, du bist der Hirt, der selbst sein Schaf will führen. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an: du bist das Heil der Sünder. Du bast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht, und an dein an deines Leidens Macht, und an dein Wort: es ist vollbracht! du hast mir Heit erworben. Für mich hast du dich dargestellt. Mit sich versöhnte Gott die Welt, da du für sie gestorben. O 3. freue dich, mein Herz in mir! er tilget deine Sünden, er nahet sich mit Trost zu dir, und läßt dich Gnade finden. Du rufst und er erhört dich schon; spricht liebreich: sey getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod ge tauft. Vergiß nicht, dem, der dich erkauft, zur Ehre stets zu leben. 84. Menschenfreund, o Mel. Die Quell', woraus der M. 4. Dein, spricht er, ist die Seligkeit, bewahre sie im Glauben; und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock: bleib' an mir; so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 2. Ich bin betrübt; ich fühle, was mich plagt; mein Auge darf ich kaum zu dir erheben, von ferne steh' und seh' ich nach dem Leben, wohin mein Geist nur seinen Wunsch noch wagt. Uus Demuth schlag' ich an die bange Brust, der Sünden Sie, die mich von dir geschieden. Ich scháme mich auch der verborg'nen Lust, in welcher oft die Herzen heimlich sieden. Tod! 3. Wo soll ich hin? Ich will zum Lebens- Gott. Es soll mich nichts von meinem Felsen treiben: dir, Jesu, will ich mich allein verschreiben. Holl'! dein Sieg und Stachel ist ein Spott. Der Ueberwinder, Jesus, ist mein Haupt, der Hölle, Tod und Teufel hat bezwungen; ich bin durch ihn der Sündenmacht entraubt, es ist dem Held ausDavids Stamm gelungen. 4. So tret' ich denn, mein Jesu, jest vor dich; ich komm' zu deinem Mahl, nach deinem Willen. Uch laß mich da den Durst und Hunger stillen; mein Heiland, dein Verdienst erquicke mich! wird nun mir so des Glaubens Kraft vermehrt; dann soll er sich in Werken thätig weisen; dann werd' ich dich, der du mein Fleh'n erhört, mit Herz und Mund hier und dort ewig preisen. 126 Erster Theil. 227. W ie groß ist deine Menschenliebe, mein theurer Hei land, Jesu Christ, der du für mich gestorben bist! o, daß ich nur mit reinem Triebe dir treu verbliebe. 2. Dein Mahl, bei welchem du mich speisest mit deinem heil'gen Brot und Wein, muß mir ein göttlich Denkmal seyn, daß du mich auf dein Opfer weisest, mich glauben heißest. Von dem heiligen Abendmahle. 4. Uch laß mich nur recht glaubig essen, und schenke mir in voller Kraft, was uns dein Opfertod verschafft! all' meiner Sünden werd' indessen vor -Gott vergessen. nu Mel. Un Wasserflüssen Babylons. 97. 3. Uuch ist mir das ein Pfand und Zeichen, wenn ich zu deiner Tafel geh', und Brot und Wein mir geben seh', du werdest meiner Seel' imgleichen 229., Herr! haft aus dich selber reichen. Barmherzigkeit zum Denkmal deiner Gnaden das ganze Volk der Christenheit wohlthätig eingeladen. Du rufft: Mühsel'ge, kommt au mir. Du Weltversöhner! ja zu dir komm' ich auch heut', ein Sünder. Au Verstoß von deinem Angesicht, verstoß mich, o mein Heiland! nicht, vom deiner Kinder, med h 2. 3war meine Missethat ist mehr, mehr als ich konnte záhlen. Sie drückt mich, Herr, ich zittre sehr, vor Unruh' meiner Seelen. Weittichter, ach! im 3orne nicht, im 3orne geh' nicht in's Gericht mit mir, Gott, reich an Güte! du kennst, was ich nicht recht gethan. Erbarmer! sieh' mein Herz auch an, mein reuiges Gemüthe. # 3 5. Uch Jesu! laß mich doch erscheinen voll Sehnsucht nach Gerechtigkeit! ach, mach' uns allesammt be reit! und laß in einem Geist die Deinen sich fest vereinen, anso 6. Du bist das Haupt, wir sind die Glieder, die eines Brots theilhaftig sind. Ach, daß uns deine Lieb' ent= zünd'! so finden wir uns einst als Bruder im Himmel wieder. -191x3 fi Mel. Jesus, meine Zuversicht. 47. BOC CU 228. gemacht! Sen gesegden mir der net, Tag der Freude! du erhelst des net, Tag der Freude! du erhelft des Kummers Nacht, und erquickest mich im Leide. Heit und Leben schenkst du mir. Gott, wie dank' ich dir dafür! treu geliebet; bin gewichen von dem Pfad, den sein Wort gezeichnet hat. 3. Der ich kühn sein Recht entehrt, der ich seine Macht verkennet, ach ich bin es nicht mehr werth, daß er noch sein Kind mich nennet. Ich verdiene Fluch und Tod, die sein Wort den Sündern droht. opsplice anod 2. Widerspenstig seinem Ruf, hab' ich meinen Gott betrübet, ihn, der mich zum Glück erschuf, und mich stets so 4. Dennoch nimmt der Güt'ge mich wieder auf zu seinem Kinde. Heut' vergißt er väterlich seines 3orns und Boten Hand mir der Gnade süßes meiner Sünde; giebt durch seiner Pfand.i 5. Tag der Wonne, heil'ges Mahl, ewig will ich dein gedenken. Meines Jesu Todesqual soll mir Trost im Leiden schenken, und mein Leben soll allein seinem Ruhm gewidmet seyn. - 3. Es seufzt um Trost, und ångftigt sich, gebuckt vor dir im Staube. Auf mein Verdienst nicht, nur auf dich, Erlöser, hofft mein Glaube. versprichst, den Schwachen beizuſtehn, Gebeugte die nach Errettung schmachten. Stets versprichst, den Schwachen beizustehn, bleibst du deinen Worten treu; und wirst ein gläubig Herz voll Reu", wirst ein gläubig Herz voll Reu', auch meines nicht verachten. 4. Mein Gott! regiere künftig mich, daß ich vorsichtig handle, und heilig, voll Vertraun auf dich, nach deinem Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. 127 geladen. Deinen Bund sollst du erneuen, und dich seines Todes freuen. 2. Eil', wie wahre Christen pflegen, glaubensvoll dem Herrn entgegen, komm, den gnadenvollen Willen deines Heilands zu erfüllen! fomm mit brúnftigem Verlangen, seine Güter zu emMel. Dennoch bleib' ich stets an dir. 156. pfangen. Daß er dich der Sünd' ente mudiats lade, giebt er heute Gnad um Gnade. 3. Herr! ich freue mich mit Beben. Laß mich Gnad' empfahn und Leben. Du willst dich hier mit den Deinen durch des Glaubens Band vereinen; du willst sie mit Segen tránken, und dich ihnen selber schenken: 0, wer darf sich unterwinden, deine Liebe zu ergründen! Rathe wandle. Gieb, daß aus Dank für deine Huld, in Lieb', im Glauben, in Geduld, ich dir auf Erden lebe, bis ich dereinst in deinem Reich, vers klárt, unsterblich, Engeln gleich, dich ewig rein erhebe. THE- 1001/ 6088 230. Dich, mein Jefu, laff ich nicht; du kannst Seelen recht erquicken! du bist meine Zuversicht, du allein kannst mich be glücken! du, mein Jesus, sollst allein meines Herzens Freude seyn. S 2. Nun mag das Gesetze noch mich verklagen und verfluchen! weiß es mein Gewissen doch, wo ich soll den Segen suchen! Jesus macht durch seine Huld mich gerecht von aller Schuld. bud 3. Uch, was hab' ich für ein Gut! was für Schage kann ich zeigen! meines Jesu Fleisch und Blut ist und bleibet mun mein eigen: Heil und Leben und was sein, ist mit ihm auch alles mein. 4. Kann die Liebe höher gehen? Laßt fie sich wohl tiefer finden? Mag die Treue fester stehn, oder näher sich verbinden, als da dieser, der uns liebt, uns sich selbst zum Pfande giebt? id 75. Brenne, Seel und Geist in mir! lodre, Herz, in vollen Flammen; halt mit feuriger Begier mich und Jesum stets zusammen; daß ich ewig gegen ihn mög' in heißer Liebe glub'n. 6. Erd' und Himmel fahre hin; Leib und Seele mag verschmachten! fein Verlust und kein Gewinn ist doch gegen das zu achten, daß mein Jesus in mir bleibt, und mich seine Liebe treibt. i 17. Jesus ist des Herzens Theil; Je= fus ist mir Trost und Leben; Jesus ist der Seele Heil; Scjus fann mir alles geben. Drum, was in mir lebt, das spricht: Dich, mein Jeſu! lass' ich nicht. od drudal pies als animd Mel. Schmücke dich, o liebe Secle. 30302 4. Herr, ach laß mich würdig nahen, Heit und Leben zu empfahen. 2ch! ich suche dich mit Thránen; sollt ich mich pergeblich sehnen, meiner groß und dir zu finden! laß, Erlöser! laß mich Sünden Tilgung, Herr, bei nahen, Heil und Leben zu empfahen. 5. Du, dem unsrer Väter Schaaren die, wie wir, auch Sünder waren, Dank und Preis und Jubel singen, daß sie hier dein Mahl empfingen! Sohn des Vaters! Licht vom Lichte! laß von deinem Angesichte uns, die deinem Ruhm sich weihen, Licht und Leben jest erfreuen. - 6. Konig! Hoherpriester! Lehrer! du mein göttlicher Bekehrer! du, der selbst dein eignes Leben für mich in den Tod gegeben, hier fall' ich zu deinen Füßen; ach, laß würdig mich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preiſe. 7. 3um Gedächtniß deiner Leiden, und zum Vorschmack jener Freuden, die du, 121. eiland, mir erstrittest, als du unaussprechlich littest, als dich Todesschweiße deckten, und die Schrecken Gottes schreckten, als du selbst für mich gestorben, mir des Vaters Huld erworben. 8. Deincs Heils will ich mich freuen, eele, willst du Ruhe dir will ich mich ewig weiben. Hier will ich mich fleißig üben, dich zu die Last der Sünden, komm, Verge: fennen, dich zu lieben; einst werd ich bung zu empfangen, denn dein Licht dich ganz erkennen, ganz in deiner Liebe ist aufgegangen, und der Herr voll brennen. Laß sie mich auch hier empfinHeil und Gnaden hat zu sich dich ein- I den; bilf mir, bilf mir überwinden. 231. Seele, willst du Ruhe finden, drucket dich 128 Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. Mel. Mein Gott in der Höh'. 15.8mel. Gott werde stets von dit. 72. 232. Jo 233. ier bin ich, Jesu! zu Hier erfüllen, was du in deiner Leidensnacht, nach teinem gnadenvollen Willen, zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Uebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht. m mein Heil, für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früch ten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du warst ein Opfer auch für mich. O gieb, daß meine Seele sich deß ewig freuen möge! APTY 2. Was kann mein Geist durch deinen Tod nicht noch für Segen finden! Erlösung aus der Todesnoth, Vergebung aller Sünden, Gewissensrub', zur Beßrung Kraft, das hast du, herr, auch mir verschafft, da du am Kreuze starbest. 3. Dein Mahl ist mir ein Unterpfand von dieser großen Güte. Wie viel bast du an mich gewandt! o ftárke mein Gemüthe zum gläubigen Bertrau'n auf dich, daß ich, so lang' ich lebe, mich an deine Gnabe balte. 4. Ich fühle, Herr, voll Reu' und Schmerz, die Laft von meinen Sún den. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den großen Trost empfinden, daß du, aus Gottes Baterhuld, auch mir Vergebung meiner Schulb auf Buße haft erworben. 5. Der Troft, den mir dein Tod verschafft, werd'ewig mir zum Segen. Er stärke mich mit neuer Kraft auf allen meinen Wegen nur das zu thun, was dir gefällt, und alle Furcht und Lust der Welt standhaft zu überwinden. 6. Nie will ich mich vor Spottern schámen des Dienstes, den man dir erweis't; mich nie zu einem Schritt 6. Die Liebe, die du mir erzeigt, bequemen, den mein Gewissen sündlich ist gar nicht zu ermessen. O, mache heißt. O floße mir den Eifer ein, selbst mein Herz geneigt, sie nimmer wie du, o Herr, gesinnt zu ſeyn. zu vergessen! daß ich aus ächter Gei7. Laß mich mit Ernst den Nächsten gentreu dir bis zum Tod ergeben sey, lieben, und wenn er strauchelnd was und dir zur Ehre lebe. versicht, Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben. Nie komm' es mir aus dem Gemüth, welch eine schwere Súndenlast du mir aus Huld erlassen hast. 18. Es starte sich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einst aus des Grabes Staube mich dein allmächt'ger Nuf erhebt, wenn du 7. Laß deines Lebens großen 3weck mir stets vor Augen stehen. Ráum' alle Hindernisse weg, die eb'ne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weis't, und die einst den erlös'ten Geist zu deiner Freude führet. 8. 3um ew'gen Leben hast du dich für mich dahin gegeben. Dein Abendmahl erwecke mich, mit Ernst dar nach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt, und werd' ich einst der Welt entrückt; so sey dein Tod mein Leben. 2. Es werde, Herr! für mein Ge wissen dein Abendmahl ein Unterpfand, mir sey an dein versöhnend Bußen ein felig Untheil zuerkannt! so freuet meine Seele sich an deinem Heil und lobet dich. 3. Bewundernd denk' ich an die Liebe, damit du unser Heil bedacht. Wie stark find deine Mitleibstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! o gieb von deinem Todesschmerz heut' neuen Eindruck in mein Herz! o 1390 14. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, für welche du, dich opfernd, starbst! durch schröden Mißbrauch nie entweihen, was du so: theuer mir ers warbst. Nie führe mich zur Sicherheit der Trost, den mir dein Tod verleiht. si5. Ich übergebe mich aufs neue, o du, mein Herr und Gott! an dich. Ich schwöre dir beständige Treue vor deinem Tische feierlich. Dein eigen will ich ewig seyn. Du starbst für mich: d'rum bin ich dein. grad d dich, großer Lebensfürst! den Völkern sichtbar zeigen wirst. 3 old Nach der Communion.and 9. Hier liege ich zu deinen Füßen mit Dank und Lob, Gebet und Fleba. Erster Theil. Von der Vergebung der Sünden. 129 4. Laß stets mich dankbar, Herr, ermessen, was du für mich gelitten hast, und deine Liebe nie vergessen, die so viel Segen in sich faßt. Laß meinen Glauben thátig seyn, und mir zum Guten Kraft verleihn. Las neue Gnade auf mich fließen! mein Heiland, laß es doch geschehn, aß mir zur Stärkung meiner Treu' ein Abendmahl gesegnet sey. 234. NE un, habe Dank für deine Liebe, du großer Mittler Jefu Chrift! gieb, daß ich dich nicht mehr betrübe, der du für mich gestorben bist. Laß deines Leidens Ungst und Pein mir im merdar vor Augen seyn. 2. Wie kann ich dich genug erheben? ch, der ich Fluch und Tod verdient, ich soll nicht sterben, sondern leben, weil du mich selbst mit Gott verfühnt. Ach! du sein Sohn, du starbst für mich! Wie preis' ich, Herr, wie preis' ich dich? 3. Heit mir! mir ward das Brod gebrochen, ich trank, Herr, deines Bundes Wein! voll Freude hab' ich dir versprochen, dir, treuster Jesu, treu zu seyn. Ich schwör' es nun noch einmal dir; schenk' du nur deine Gnade mir! dan ( bid 202 1971 1 081 081 70 5. Im Streite hilf mir überwinden, und stärke mich zu meiner Pflicht, bewahre mich vor neuen Sünden; vertas mich in Versuchung nicht, und dein für mich vergoßnes Blut schenk' mir im Todeskampfe Muth. dr Mel. Gott werde stets von dir.- 72. 235. Gott, ott, deine Gnad' ist unser Leben! fie schafft uns Heil und Seelenruh'. Dein ist's, die Sünden zu vergeben, und willig ist dein Herz dazu. Dem dir verschuldeten Geschlecht schenkst du zum Leben neues Recht. 12. Uns, uns Verlorne zu erretten, gabst du für uns selbst deinen Sohn. 315 6. Und euch, ihr seines Leibes Glieder, die Jesu Heil wie mich erfreut, euch lieb' ich stets als seine Brüder, als Erben seiner Herrlichkeit. Wir haben einen Hern und Gott; uns ſpeist und tránkt ein Wein, ein Brod. Namen ſein Volk vor ihm versammelt 7. Wie jetzt in unsers Heilands war, so kommen wir noch einst zu sammen vor ihm, mit seiner Engel Schaar, und preisen, als sein Eigens thum, dann ewig seines Namens Ruhm. 8. Hier will ich mich mit euch ver= einen, die ihr ihn ewiglich erhöht, und, wenn er einst uns wird erscheis nen im Glanze seiner Majestät, dann geh' ich im Triumph mit euch, ihr Auserwählten, in sein Reich. mine 18) Von der Vergebung der Sünden. mm 90909 9. So soll den weder Spott noch Leiden, noch Ehre, Freud' und Lust der Welt mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibest ewig mein, o laß mich deiner würdig seyn. Er litt, damit wir Friede hätten, für uns den Tod, der Sünde Lohn. Gott, wie hast du uns geliebt! welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dant! ewig Dank sey deiner Treue, die niemand g'nug erheben kann! nun nimmst du jede wahre, Reue mit Baterhuld noch gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt, und gläubig seinen Mittler ehrt. 9 130 Erster Theil. Von der Vergebung der Sünden. 4. Den, Herr, befreist du von den zu dir! Gott, du siehest mein Ver Plagen, die dem Gewissen furchtbar find; der kann getroft und freudig sagen: Gott ist für mich; ich bin sein Kind; hier ist der, welcher für mich litt, und mich noch jest bei Gott vertritt. trauen. Sicher kann ich auf die bauen. Deine Batertreue ist ewig. wie du selber bist. dodaodis nin 3. Uch! gedenke an die Sünde meiner Jugendjahre nicht! laß mic Armen Gnade finden, Gott, vor dei nem Ungesicht. Alle Sünden, di uns reuen, willst du, Vater! ja ver zeihen. O so bóre dann auch mich Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünder Leben; seine Seele ist dir werth. Gnä dig willst du ihm vergeben, wenn e sich zu dir bekehrt. Mitten auf der Sündenwege machst du sein Gewisse: rege. Wohl dem, der zu seiner Pflichy umkehrt, den verwirfst du nicht. 5. Herr! wie selig ist die Seele, die sich in deiner Gnade freut. Sie Flagt nicht, daß ein Glück ihr fehle: ihr Loos ist die Zufriedenheit. Und, Gott, dein Fried' ist weit mehr werth, als alles, was die Welt gewährt. 6. Dein Friede stárkt zum frohen Muthe das Herz, auch in der größten Noth; giebt Hoffnung zu dem ew'gen Gute, und macht getroft selbst auf den Tod. Wer diesen Frieden hat, genießt Luft, die des Himmets Anfang ist.. 7. Laß, Vater, denn in diesem Frieden auch meine Seele freudig ruhn. Auch mir hast du dies Glück beschieden; denn auch für mich genug zu thun, ward sterbend der am Kreuz ein Fluch, der aller Menschen Sünden trug. 5. Du erquickest die Elenden, dere Herz sich dir ergiebt, die sich flehen zu dir wenden, über ihre Schuld be trübt. Freude schenket deine Güte den geangsteten Gemüthe, welchem du di Súndenlast liebreich abgenommen haft Gott, zu dir, denn ich kenne deine Güte. O wie theuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens! kei ner harrt auf dich vergebens. Nur Verachter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. 2. Lebre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir! daß ich nicht verirren möge, führe du mich selbst 6. Herr! zu was für Seligkeiten di in jener bessern Welt jeden Frommer noch willst leiten, der dir Treu' uni Glauben hålt, offenbarst du allen Seelen, die zu ihrem Theil dich wäh len; deinen ganzen Gnadenbund machf du deinen Kindern fund. 8. laß mich dies im Glauben fassen, und mich mit starker 3uversicht auf deine Bundestreu verlassen. Wenn alles wanft, so wankt sie nicht. Mit Neu' und Demuth such' ich dich; gieb mir den Trost: Gott ist für mich. 9. Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gnade freun, und deinem Dienst mein ganzes Leben in kindlichem Gehorsam weih'n. Daß, Herr, bei dir Vergebung sey, das macht in deiner Furcht mich treu. Der 25. Pfalm. Der 130. Pfalm. Mel. Alle Menschen müssen sterben.-82, Mel. Ach Herr, mich armen S. 67. w 236. Ich erhebe mein Gemüthe 237. h ch fleh' in tiefster Reue zu deiner Gnad' und Huld. Du, milder Gott, verzeihe mir Urmen meine Schuld! eröffne meinem Sehnen, o Vater! Herz und Ohr, und lasse meine Thránen und meine Seufzer vor! de dag 7. Dir will ich mich denn ergeben Gott, mein Gott verlaß mich nicht Laß mich immer heilig leben, Herr vor deinem Ungesicht. Keine schnöde Lust der Sünden müsse mich mehr überwinden! Ach! bewahr', ich bitte dich, meinen Geist, und stärke mich - 2. 20ch! sollte, wenn wir fallen, für Gnade Recht ergeh'n, so würde von uns allen der Frommste nicht bestehn. Du aber heilest gerne zer Erster Theil. Von der nirschter Seelen Pein, daß man in Ehrfurcht lerne, dir treu und dankar seyn. 3. Ich trau' von ganzer Seelen uf dich, du höchster Hort! wenn mich die Sünden quálen, so tröstet nich dein Wort. Nach dir nur schau' himmer, wenn mich ein Schmerze rückt, wie nach des Morgens Schim= er der múde Wachter blickt. 4. Der Saame Jacobs gründe sein peil allein auf dich! denn, Herr, du ist gelinde, und schonst uns väterlich. Du trágst die schwachen Sünder in einer Liebe Schooß, und machest 3ions Tinder von allem Bosen los. - sed sim Der 32. Psalm. madh Mel. Kommt her zu mir, spricht. 238. W ie felig, Gott! wie selig ist der Sünder, dem of du gnädig bist, den Todesfurcht Vergebung der Sünden. 131 die Fluth, die aus den Ufern bricht, mag noch so máchtig toben. JURG 5. Mein Schirm bist du; zu dir flieh' ich, wenn drohende Gefahren mich mit Schrecken überfallen. Du machst dich mir in der Gefahr, als meinen Retter, offenbar, und läss'st mich sicher wallen. thi UTC 6. Ich zeige, sprichst du selbst zu mir, den rechten Weg zum Heile dir; dich soll mein Auge leiten. Darum, mein Herz, verachte nicht des ew'gen Baters Unterricht. Er führt zu Šeligkeiten. 7. Wer nicht von Gott die Weisheit lernt, der ist verblendet, und entfernt sich von den wahren Freuden. Wer aber sich auf Gott verläßt, hált seine Gnade ewig fest, auch in den schwersten Leiden. ichra 8. Stimmt Gottes Lob, ihr From: men, an! euch wird des Höchsten Gut umfahn. Von allen seinen Knechten bleibt Gott der Trost, die Zuversicht. Er råchet ihre Sünden nicht. Frohlockt ihm, ihr Gerechten. mad Mel. Erhabner Gott, was reicht. 2001 Erbarmen decket! 2. Wer seine Sünden dir verhehlt, eff' Seele wird mit Angst gequält om strafenden Gewissen. Die Angst erzehret seine Kraft. Der Troft, en deine Gnade schafft, wird ihm adurch entrissen.de da 3. Darum, mein Gott, bekenn' ich ir, was deine Huld entfernt von mir, ie mir bewußten Sünden. Dann, ann, mein Gott, verzeiheft du, und diff'st die múde Seele Ruh' in deinem Frieden finden. 9 4. Die Frommen werden deine Huld and deine schonende Geduld, o Vater! wig loben. Du liebest ihre Zuversicht; gram 16. nicht schrecket! dem, weil ihn 239. Ach ſchone doch, o großer Menschenhüter! ach feine Schuld betrübt, dein Herz die Missethat vergiebt; den dein ftrafe nicht, barmherziger Gebieter! ach rechne nicht! wer fann vor dir bestehr? Mich schreckt dein Born! doch will ich zu dir gehn.du 382 2. Uch zúrne nicht! in Jesu will ich kommen: Hat er nicht, Herr, die Strafe weggenommen? Er ist am Kreuz ein Fluch für mich gemacht; zu meinem Heil rief er: Es ist vollbracht! 3.2ch rechne nicht! auf tausend muß ich schweigen. Ich will mich vor dem Gnadenzepter beugen: laß Gnad', o Herr, anstatt des Rechts ergebn; sonst kann ich nicht vor deinem Thron bestehn! gual chil 4. Uch strafe nicht, du aller Bos= heit Rácher! wo blieb' ich sonst, ich schuldiger Verbrecher! sieh' an den Sohn, der unsre Schulden trug, und den dein 3orn, als unsern Burgen, schlug. anism toimy burd, sier C 5. Uch schone doch! ich bin zwa Usch' und Erden, ein leichtes Blatt 9* 132 Erster Theil. Von der das bald zu Staub wird werden; doch will ich seyn, o Herr, dein Eigen thum: ach nimm mich auf; gedenk' an deinen Ruhm! 6. Nun, Herr! ich weiß, du wirst mich nicht verlassen; du wirst mich doch mit Lieb' und Huld umfassen. Drum tröst' ich mich, und fasse guten Muth: es ist bezahlt; die Schuld macht Jesus gut. ad Tint Mel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. 240. Schopfer aller Menschenkinder, großer Richter aller Welt! sieh', hier wird ein armer Sünder, Herr, vor dein Gericht gestellt, der in Sünden ist geboren, der dein Ebenbild verloren, der mit Lastern sich befleckt, der in tiefen Schulden steckt.dia matrooch) nid Vergebung der Sünden. sprichst zu mir: du sollst leben! dein Schuld ist dir vergeben; sey getreft mein lieber Sohn! komm zu meinen Gnadenthron. For 7. Seht, wie sich der Abgrun schließet! seht, wie sich der Himme freut! da das Blut des lammes flie set, da mich die Gerechtigkeit de: vollkommnen Mittlers decket. We ist, der mich ferner schrecket? We ist, der sich an mich wagt, und ein Himmelskind verklagt? 8. Nichter, der mich losgesprochen Vater, der mich zärtlich liebt! Mitt ler, der, was ich verbrochen und ge raubt, Gott wieder giebt! Geist, des mir den Glauben schenket, der mid in den Mittler senket! Gott der Gna den! dir sey Ruhm, uno mein Her dein Eigenthum. 2. Mein erwachendes Gewissen, deine Strafgerechtigkeit, dein Gesek, das ich zerrissen, nebst dem Satan, steh'n bereit, meine Seele zu verklagen: ich weiß nichts darauf zu sagen; denn der Zeuge giebt sich an, der geseh'n, was ich gethan. 3. Wehe mir! ich muß verderben! ich seh' nichts, als Höllenpein. Frecher Sünder, du mußt sterben! wird Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. mein strenges Urtheil seyn. Es erzit- 241. Wie theuer, Gott! if tert meine Seele vor des off'nen Übgrunds Höhle; es erstarret Geist und Blut vor der ew'gen Flammen Glut. deine Güte, die alle Missethat vergiebt, sobald ein reuendes Gemüthe die Sünden, die es sons geliebt, erkennt, verdammt, und ernst lich haßt, und Zuversicht zum Mitt ler fast! 4. Doch, Gottlob! die Furcht vers schwindet, weil ein Burg' ins Mittel tritt, weil sich ein Vertreter findet, der für den Verklagten bitt't. beglückte theure Stunden! Gottes Sohn hat seine Wunden, und sein blutig's Lösegeld meinem Richter dar, 2. D! laß mich ja nicht sicher wer den, weil du so reich an Gnade bist. Wie kurz ist meine Zeit auf Erden die mir zum Heil gegebne Frist! gieb daß sie mir recht wichtig sey; daß gestellt und garden and dich sie meiner Beff'rung weih'! 5. Richter, siehe meinen Bürgen; siehe die Bezahlung an; dieser ließ für mich sich würgen, dieser hat genug gethan! der hat dein Geseß erfüllet, der hat deinen Born gestillet. Herr! ich glaube: steh' mir bei; sprich von Straf' und Schuld mich frei! ndo 6. Siehe mich im Staube liegen. Owie drückt mich meine Schuld! doch dein Wort kann ja nicht trügen. Sündern gönnst du deine Huld. Du e 9. Laß mich nun die Sünde hassen die das Herz mit Angst beschwert laß mich alles unterlassen, was der neuen Frieden stórt: rein'ge tåglid mein Gewissen, laß mich eifrig seyn beslissen, mit Verläugnung dieser Wel das zu thun, was dir gefällt! -O 3. 3war deine Gnade zu verdienen sind Reu' und Bess'rung viel zu klein. Doch darf sich auch ein Mensch erkühnen, zu glauben, dir versöhnt zu seyn, wenn er noch liebt, was dir mißfällt, und nicht dein Wort von Herzen hålt? 4. Nie kannst du dem die Schuld erlassen, der frevelnd Schuld auf Schulden häuft. Der kann kein Herz zu Jefu fassen, der zwar auf sein Verdienst sich steift, doch in der Sünde Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 133 noch beharrt, dafür er selbst ein Opfer ward. 70033 will ich durch Uebung guter Werke beweisen. Mache selbst mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! sie drånge stets und leite mich! 5. Drum fall' ich dir, mein Gott, zu Füßen; vergieb mir gnädig meine Schuld, und heile mein verwund't 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, Gewissen mit Trost an deiner Vater der du die Missethat vergiebst! das huld. Ich will mit Ernst die Sünden hassen, was du mir vergeben, das scheu'n, und willig dir gehorsam seyn. lieben, was du selber liebst. Laß 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stárke Vater, mein Gewissen rein, und heidurch Christum mir geschenket sey, lig meinen Wandel seyn! no - THAT 19) Von der Glückseligkeit wahrer Christen, und ihrem Trost bei der Unvollkommenheit dieses Lebens. 330331 Der 1. Pfalm. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.- 59. 242. Dwohl dem Menſchen, der dem Rath der Frevler sich entzieht; dem Menschen, der den Frummen Pfad der Uebertreter flieht. 2. Der, wo der Gottheit Spotter lacht, die fromme Seel' entfernt; sich Gottes Recht zur Freude macht, und Tag und Nacht es lernt. 3. Er grünet, wie am Bach ein Baum von seinem Segen schwillt, sich hebt, und einen weiten Raum mit feinem Gipfel füllt; 4. Er trägt, wenn seine Zeit kommt, Frucht, stets unentlaubt und grún; er tröstet den, der Schatten sucht, der ucht, Wandrer segnet ihn. 5. Das ist der Fromme! was er macht, geråth ihm, und gedeiht; Staub ist der Sünder, der sein lacht, Spreu, die der Wind zerstreut. 6. Der, der sich gegen Gott em= port, besteht nicht im Gericht, in der Gemeinde, die Gott ehrt, bleibt der Verbrecher nicht. Feners and dete 7. Dir, Höchster, dir gefällt die Bahn, die der Gerechte geht, du schaust im Zorn den Sünder an, des Sünders Weg vergeht. Mel. des 1. Pfalms. 243. D er Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn: wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehn; so dürfen wir ihn unsern Bater nennen, und er will uns für Kinder auch erkennen. Bedürs fen wir im Kampfe Trost und Muth; so giebt ihn uns dies Wort: der Herr ist gut. 273 2. Der Herr ist gut, und hat mit uns Geduld; ist reich an Gnad', und will der Sünder Schuld nicht, wie er könnt', nach höchster Strenge rächen; er übersieht der Irrenden Verbrechen: er ist versöhnt durch seines Sohnes Blut. Was will ich mehr zum Trost? der Herr ist gut! 3. Der Herr ist gut, und theilt sich willig mit. Er geht uns nach und merkt auf jeden Schritt, und giebt uns gern, was wir vonnöthen haben; er schenket uns den Reichthum seiner Gaben: wo ist ein Herr, der dies an Knechten thut? Ja wohl ist dies gewiß: der Herr ist gut! 4. Der Herr ist gut! in seiner Liebe Schooß trågt er uns stets, und ist das Elend groß, so hat er Kraft 134 Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen xc. bekehrt, der wird nicht, wenn e flebt, erhört. 4. Die Frevler mögen nicht beste hen! du hasfest jeden falschen Geist der sich aus deinem Joche reißt, uni sich erfrecht, dich, Gott, zu schmähen; dein strenges heiliges Gericht verschont der frechen Lügner nicht. und Neigung uns zu schüßen: es kann der Geist in stillem Frieden sigen, weit unter seinem Schuß man sicher ruht, und sich an ihm ergoßt. Der Herr ist gut! dono dos 5. Der Herr ist gut! wer dies im Glauben schmeckt, dem wird erst recht, was Freiheit sey, entdeckt; er wird aus seinem Dienste nimmer gehen, 5. Ich aber, Gott, durch dein vielmehr darin mit Lust und Freude Güte erquickt, ich aber lobe dich! ir stehen: nichts ist umsonst, was hier deinen Tempel eile ich, o Gott, mi der Glause thut, der immer besser dankendem Gemüthe! anbetend fall sieht: der Herr ist gut. 197dnich vor dir hin, ich, der ich durc dich selig bin. 6. Der Herr ist gut! er siehet huldreich an den schwachen Dienst, den 6. Du kannst, du wirst mich ferner man ihm leisten kann, giebt Gnaden- leiten nach deiner großen Gütigkeit lohn den Knechten, die ihn lieben; die gern erlös't und gern erfreut: du kein Wassertrunk ist unvergolten blie- wirst mir meinen Weg bereiten; und ben; er giebt dafür die ganze Se= wer, wenn du, Herr, bei mir bist gensfluth: und so bleibt ewig wahr: der Herr ist gut! wer ist, der meiner mächtig ist? 7. Wenn meine Feinde vor mit heucheln, wenn sie nach meinem Unfall sehn, und immer meiner Tugent 244. ſchmähn, und mir mit Schlangenzun gen schmeicheln, so bin ich noch nicht ganz verzagt; noch hörst du's, wenn mein Herz dir's flagt. non ernimm, o Gott! vernimm mein Flehen; verachte meine Bitte nicht! laß, laß mich, Herr, dein Angesicht, mein König, deine Hülfe sehen! Ich flehe Tag und Nacht zu dir, mein Gott, hilf, und sey gnädig mir! 2. Ich will auf dein Gebot aufmerken; ganz heilig will ich vor dir seyn! ach mach', mein Gott, mich selber rein! du hast an allen guten Werken ein innig's Wohlgefallen, Herr, d'rum heilige mich, Heiligster! 3. Gott, dir mißfällt der Gráu'l der Sünden! wer bos' ist, bleibet nicht vor dir! wer dich beleidigt für und für, der kann vor dir nicht Gnade finden; wer sich zu dir, Herr, nicht 8. Erfreue, Gott! die dir vertrauen, und eile, wenn sie zu dir schrein, mit deiner Hülfe zu erfreun, die, die auf deinen Namen bauen; sey ihren Feinden, Herr! zu Truß, stets der verlass'nen Frommen Schuß. 331lt tomm 245. M ein Salomo! dein freundliches Regicren stillt alles Weh, das meinen Geist beschweret; wenn sich zu dir mein blödes Herze kehret; so kann ich bald von dir Erquickung spüren. Dein Gnadenhlick ermuntert meinen Sinn, und Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen ic. 135 Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert seyn von deines Geistes Gaben! Es 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. spricht uns Trost im Elend zu, versüßet uns des Lebens Rubh', und stärkt uns in Gefahren. - nimmt die Furcht und Unruh' von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen konnte! was ist's, womit fie ihre Diener lohnte? Es kann ja nicht die můden Seelen laben; mein Jesus kann's, er thut's im Ueberfluß, wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. O bester Freund, du tröftest ein Gemüthe, das Gutes will, und Böses in sich findet, und betend deine Kraft gar bald empfindet! es schmecket deine wunderbare Güte, die alle Angst, die 6. So rub' ich nun, mein Freund, in deinen Armen; du läsfest deine Huld mich tröstlich schmecken. Von dir geschüßt, kann mich nichts mehr erschrecken, mein 3oar ist dein ewiges Erbarmen. Mein Geist ist still, da du ihm alles bist, und deine Gunst mein frohes Herz genießt. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort, um deines Namens willen! laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneu'n, und mich mit Trost erfüllen! un Mel. Wie schön leuchtet der. 35. alle Noth verschlingt und unsern Geist 247. Wie groß ist unfre Ses zur o schon 14. Es müsse dann mein Herz nur Christum schauen; schein' unverhüllt, o Sonn', aus jener Höhe! daß ich das Licht in deinem Lichte sehe, und könne schlechterdings ter Gnade trauen. Kein Fehler sey so groß, so schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe führ'. 5. Wenn meine Schwachheit mich darnieder schläget, und fast den Geist der Kindschaft in mir dámpfet, so daß mit 3weifel noch mein Glaube kampfet, und dieser Streit mir neue Angst erreget: so laß mich bald dein huldreich Untlik sehn, und neue Kraft und Zuversicht entstehn. Mel. Kommt her zu mir, spricht.— 238. Ich hoff', o Gott! mit 246. festem Muth auf deine Gnad' und Christi Blut; ich hoff' ein ewig Leben. Du bist ein Vater, der verzeiht, hast mir das Recht zur Se: ligkeit durch deinen Sohn gegeben. 2. Herr! welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben! im - in der Prüfungszeit, selbst unter viel- Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergiebt, und treu in Jesu Dienst sich übt! wie groß wird sie einst werden, wenn sich herrlich jenes Leben wird erheben, wo man Freuden erndtet von der Saat der Leiden! 2. O, wie erhaben ist das Recht, das du mir giebest, dein Geschlecht und Bundesvolk zu heißen! bei dir ist unser Vaterland, und wer will deiner starken Hand, Allmächt'ger! uns entreißen? Wenn wir gleich hier müssen streiten, und zu Zeiten schwach uns finden, hilfst du uns doch überwinden. 3. Du deckest unsre Schulden zu, schenkst unsern Seelen wahre Ruh' und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm wir sein erkauftes Eigenthum, und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Beschwerden, unsre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns wiederfährt, verborgen hier auf Erden. Doch, wenn dereinst vor aller Welt, Er, unser Haupt, Gerichtstag hält, dann wird er sichtbar werden. Alsdann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen und mit Ehren für sein treues Bolk erkláren. 19 136 Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 7. 3u diesem Glück bin ich erfauft, o Herr, durch deine Leiden. Auf deinen Tod bin ich getauft, wer will mich von dir scheiden? Du zeichnest mich in deine Hand; Herr, du bist mir, ich dir bekannt. Mein sind des Himmels Freuden. bent 16: 248. F 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! empfinde sie, o Seele! vom Tand der Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich.- 119. Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! Ich weiß, an wen mein der Erde glänzend Nichts vergeht; nur Glaub' sich hält. Kein des Gerechten Ruhm besteht durch alle Feind soll mir ihn rauben! Als Bürger Ewigkeiten.ddsy 2d 2& einer bessern Welt, leb' ich hier nur im 669 do lim od odlim Glauben. Dort schau' ich, was ich Der 112. Pfalm. i na float bier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in Jesu Mel. Ich will, mein Gott, du. 55. Marsonde sey 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit. 249. Preis, Preis fen Gottl und Glück und Heil Lang' ist der Tag des Sieges. Ich kámpfe für die Ewigkeit. Erwünschter Lohn des Krieges! Der du für mich den Tod geschmeckt; durch deinen Schild werd' ich bedeckt: was fann mir denn nun schaden? und Segen sey dem, der Gott ehrt und auf seinen Wegen einhergeht und sich freuet, seinen Willen stets zu erfüllen! 1573 2. Er ist beglückt, und machtig wird auf Erden der Saame derer, die Gott fürchten, werden. Der Herr läßt ihr Geschlecht, sie zu belohnen, im Guten wohnen. 3. Mit Reichthum wird der Herr sie überschütten; sein Ueberfluß erfüllet ihre Hütten; die fernste Nachwelt wird ihr frommes Leben mit Luft erheben. 4. In grauenvollen lichtberaubten Nächten umstrahlet Gottes Schimmer den Gerechten, den Milden! den, deß sich die Urmen freuen, und den Getreuen! 21 bin- ubun 5. Beglückt ist, wer Bedrängte gern erfreuet; wer seinem Nächsten willig hilft und leihet; gerecht und eifrig, der verfolgten Armen sich zu erbarmen. kn 5. Wie glücklich, Gott, sind Christen dann! wie viel hast du an uns gethan! o laß uns unsre Würde vor Augen haben jederzeit! so tragen wir mit Willigkeit der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und das Leben ganz zu Jesu Dienst zu geben. anu 10001 ORN 3. Herr! du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigenthum; du bast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu; d'rum eile ich ihm freudig zu. Du reichst mir meine Krone. 4. Herr! lenke meines Geistes Blick von dieser Welt Getúmmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigfeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht, und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sey mein Wandel! 5. Jest, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Uuge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag erscheint, dann werd' ich's froh empfinden. 6. Im Dunkeln seb' ich hier mein Heil; dort ist mein Untlig heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil; dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich, Gott, vollkommen schmücket. 6. Heil ihm, daß er sie zu ver= treten eilet, und seinen Ueberfluß mit ihnen theilet! sein Heil ist ewig; sein wird nie auf Erden vergessen werden. 7. Es mögen Boten des Verder bens kommen, und doch verzaget nicht das Herz des Frommen. Er hofft und traut mit freudigem Gemüthe auf Gottes Gute. Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen 2c. 8. Er ist getroft, und seine Seele gittert vor feinen Plagen, ruhig, unerschüttert; mit Lust wird er an denen, die ihn schmähen, gerácht sich sehen. TEE 137 Liebe, stárker als der Tod! Herr! und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? dir mein Herz nicht n? bir m weihen? oni modus osci najjier 7. Würdig dir zu leben, dies sen mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! was die Welt vergnüget, o mein Heil, das g'nuget meiner Seele nicht. Hab' ich dich: wie gern will ich, das, wornach die beiden trachten, reich in dir, verachten! ni d 9. Er streuet aus, erquicket voll Erbarmen die Hungrigen, und tröstet gern die Armen! die fernste Nachwelt wird sein edles Leben mit Luft erheben. 10. Der Frevler wird sein Horn erhöhet sehen, unmuthig zúrnen, fnirschen und vergehen; denn was der Frevler Wünsche sich erkoren, das ist verloren. daad nisse 20 de 19inie opon z 18. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, die die Mel. Jefu, meine Freude. 89. Welt bethören, Traum und Eitelkeit? 603 336 3ud 250. Wie getroft und heiter, Du erfreust des Menſchen Geiſt, Herr, du Gebenedeiter, du willst, die dich verehren, ewig wieder chren. 109 110 110 * 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden. Und was hoff ich dort? unbegränzte Zeiten voller Seligkeiten hoff ich auf dein Wort. Sie sind mein durch dich allein. Bleib' ich dir getreu im Glauben, wer kann sie mir rauben? onom ko tplit ind 10. Boll von deiner Güte frohlockt mein Gemüthe, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! laß mich so beherzt und froh einft durchs Thal des Todes bringen, dort dein Lob zu singen. machst du meinen Geist! der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen, und so gern erfreust! niemals wird bei dir, o Hirt und Beruhiger der Seelen, mir Erquickung fehlen. biste 2. Deinem Rath ergeben, freu' ich mich, zu leben; was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwacher, du, mein Seligmacher, rústest mich mit Muth. Wenn die Welt erbebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrek: Een, willst du mich bedecken. Griber 3. Ich kann ohne Grauen Gråber vor mir schauen: mein Erlöser lebt! ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Urm ereines Frevlers Herz erschüttern: was 251. We wiſſen habe, ſo hab sise 71 40 Jize Mel. Die Himmel rufen, jeder.- 42. ich Ge ich große Seligkeit: es ist des Hims meis befte Gabe, das böchste Glück. in dieser Zeit. In Freud' und Leiden giebt es hier die wahre Ruh' der 2. Seele mir.hu id no 2. Jch bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig ist. Mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Chrift des göttlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt. 131633 brauch' ich zu zittern? 4. Uuch in mir ist Sünde: doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich. Sink' ich oft noch nieder: du erhebst mich wieder, du begnabigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld, nie entziehst du deinem Knechte der Erlös'ten Rechte. 0336 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, und mich ewig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe, dank' ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweis't und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. 6. Der bu Blut und Leben hin für mich gegeben; daß in meiner Noth ich nicht hilflos bliebe: groß ist deine 3. Getrost wag' ich's, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubens Freus digkeit als meinen Vater anzubeten, der, was ich habe, mir verleiht, und jedem Heil und Segen giebt, der ihn von Grund des Herzens liebt. 0722 138 Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen ic. 4. Mit Muth trag' ich des Lebens Leiden, Verfolgung, Lást'rung, Schmach und Hohn: denn des Gewissens innre Freuden sind süßer als der Welt ihr Lohn: und was kann höhern Troft verleihn, als ohne Schuld im Leiden seyn? 19 aid Boot 4. In stiller Nacht wein ich oft, Herr, hinauf zu deiner Höhe. Mein schivaches Herz seufzt freudenteer, wenn ich den Morgen sehe. Ein Blick gen Himmel tröstet mich, und meine Thránen stillen sich einst ganz in jenem Leben. 5. Die Fröhlichkeit in meinem Herzen verbreitet sich auf mein Gesicht: sie ist mein Labsal in den Schmerzen, und in der Finsterniß mein Licht. Sie macht getroft, wenn eine Welt erzittert und in Trümmern fällt.) ülg 96. Ich eile mit geseßtem Schritte des Lebens letter Stunde zu: denn der verfall'nen Leibeshütte zeigt sich im Grabe sanfte Ruh', indem mein Geist, der Gott gelebt, zu seinem Ursprung sich erhebt. is 7. und droht mir ja noch ein'ge Sunde, mein Heiland giebt mir Trost und Muth, ich weiß, daß ich stets Ruhe finde in der Versöhnung durch sein Blut! er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Missethat. all 18. D Seele! darum sey beflissen, daß Frömmigkeit und Heiligkeit dir immerdar ein gut Gewissen und Glaustarch benszuverſicht verleiht. Und du, mein 253. Wie wohl iſt, könnt' ich ohne dich? id Ind spind Jesu, meiner Seelen! In deiner Liebe find' ich Ruh'. Nichts laff'st du deinem Freunde fehlen; will irgend eine Noth mich quálen, so eil' ich deinen Armen zu. Mein Mel. Es ist das Heil uns kommen 6. 252. in in Pilger bin ich in der Welt, und kurz find meine Tage: so manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Bater, deine Ewigkeit versüßt mir meine Pilgrimszeit, und stárkt mich selbst im Leiden. 1dip 2. Jeßt, da die Sünde mich noch drückt, seufzt meine bange Seele. Wie bald ist nicht mein Herz berückt! wer merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd' ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz selig seyn. Dies tröstet meine Seele.dnser - 3. Vor meinen Augen wandeln die, die dich, o Jesu, schmähen: ihr freches Herz bethoret sie, daß sie dein Heil nicht sehen. Einst bebt der Spotter, Herr! vor dir; wenn du als Richter kommst, und wir frohlockend dich erheben. 15. Wenn mich der Zukunft Schicksal schreckt, die Noth der fernen Tage; wenn sie in mir die Sorg' erweckt, ob ich sie auch ertrage: so mildert mir die Ewigkeit das kurze Elend dieser Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 6. Wenn einst, der jegt von ferne dráut, der Tod mir náher winket; wenn, nach der Arbeit dieser Zeit, mein Haupt zum Schlummer sinket: so sterb' ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, die alles übersteiget.dsneri zid 67. Herr! diesen Trost, der mich erfreut, vermehr in meinem Herzen. Mich stärke deine Ewigkeit bei mei ner Wallfahrt Schmerzen. Sie sey in meinem Tod mein Heil, und einst mein lángst gewünschtes Theil, wenn ich vom Tod' erwache! mai nam davite Mel. des 4. Psalms. Herz muß mir bald leichter werden, erquickt an deiner treuen Es weichen Sorgen und Beschwerden, den Himmel hab' Brust. Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen 2c. ich schon auf Erden; hier such und find' ich Rub' und Luft. 2. Die Welt mag ihre Freundschaft preisen, und mir mit láchelndem Gesicht, so wie sie kann, viel Gut's crweisen, sie mag selbst meine Feindin heißen: o Theuerster! das irrt mich nicht. Ich will mich ganz zu dir gesellen; du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht, und Feinde mich zu Boden fållen. Trug sey den stärksten Unglückswellen, wenn Jesus mir die hánde reicht! 10000 139 mich dich selbst erwählen, du selbst, mein Gott, vergnügest mich! zu deinem Wort gieb dein Gedeihen, laß mirs des Himmels Vorschmack seyn: weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! nichts tann, als Jesus, mich erfreuen. Oreicher Trost! mein Freund ist mein! mp3 min quo home, bes 46. bli Mel, des 46. Psalms. mind 254. B eglückter Stand getreuer Seelen, die Gott, den Höchsten, sich erwählen zu ihrem Zweck, zu ihrem Theil, und suchen E nur in Jesu Heil! glückselig, wer aus reiner Liebe, und ungefälschtem Glaubenstriebe nach seines. treuen Heilands Rath die Welt 3. Droht Moses mit erzúrnten Blicken mir großen Sünder Ungst und Weh; muß ich bei meines Herzens Zücken mich selbst anklagen, schüchtern blicken, so fast' ich, wenn ich dich nur feb', doch Muth, du lösch'st des Bornes Flammen, du haft für mich genug gethan. Tritt alles wider mich zusammen; du bist mein Heil: wer will verdammen? du nimmst dich meiner Fráftig an! hariyong 4. Führst du mich selbst auf rauhen. Wegen, ich folg' und lehne mich auf dich: sie enden sich in lauter Segen, du kommst mit Troste mir entgegen, mit deiner Liebe labst du mich. Ja, sollt' ich dich nicht gleich verspüren, so wart' ich deine Stunde ab: wen du, mit dir zu triumphiren, willst über Sonn' und Sterne führen, den führst du erst recht tief hinab. 5. Der Tod mag andern schrecklich scheinen, er schwachet doch nicht meinen Muth. Um Abend bleibst du bei den Deinen: in jener Nacht verlässt du keinen, deß Zuversicht auf dir berubt. Mich bringt der Tod nach allen Leiden an jenen Ort der Sicher: heit. Du rufft, wie sollt' ich nicht mit Freuden aus einer Welt voll Sammer scheiden! du rufft zur frohen Ewigkeit!! him mbi 2 mm 6. Wie wohl ist, Jesu! meiner Seelen, weil du mich liebst; ich trau' auf dich! mich kann Welt, Noth und Tod nicht quálen, du heißest und sich verläugnet hat. door 2. Wer Gott hat, was wird der verlieren? Nichts, Seele, nichts! du wirst verspüren, daß er den Seinen alles ist. Wenn du nur deiner erst vergiff'st, dich ihm mit Leib und Seel' ergiebest, in seiner Liebe dich nur übest, so ist und wird dir Gott allein Gut, Ehre, Lust und Leben seyn. 3. Betrogne Welt! bethörte Súnder, die ihr euch selbst, nach Art der Kinder, betrügt und eilt dem Schatten nach! wie stürzt ihr euch in Weh' und Uch! Was hat die Welt, das recht vergnüget, das nicht durch leeren Schein betrüget? Ihr tappt im Finstern ohne Licht, ihr sorgt, ihr sucht, und findet nicht. dokund 4. O süße Lust, die der empfindet, der sich im Glauben dem verbindet, und nur zu dem das Herze lenkt, der sich uns selbst zu eigen schenkt! 140 Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen? c. als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. nd jus nom), tor Wie leicht wird ihm sein kurzes Leiden! er hat den Vorschmack jener Freuden; er schaut darauf, er denkt dahin, vergisset allen Weltgewinn. 7. Du segneft mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wird's doch nicht gelingen. Mit deiner Treu' stehst du mir bei, daß ich kann fröhlich singen. A 5. Laß, Jesu, mich den Vorsag faffen, die Welt und alles das zu hassen, was mich von dir nur trennen kann! 3euch mich dir nach auf deiner Bahn! laß deinen Geist mich stets regieren, und hier durch Welt und Prüfung führen zum Himmel, wo man dein genießt, und du in allem alles bist. 8. Du lásf'st mir's ewig wohlergehn. Einst werd' ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden! an dir wird sich dann ewiglich mein ganzes Herz, Herr! weiden. des 9. Noch hat's tein menschlich Ohr gehört, was uns dein Himmel einst gewährt; doch seh' ich's schon im Glauben. Vollkommnes Heil ist da mein Theil. Das wird mir niemand rauben. Mel. Ich weiß, mein Gott, daß alle. 255. ch freue mich, mein Gott, in dir. Du bist mein Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu. Troſt, und was kann mir in deiner 256. Mi ein treuer Gott! Liebe fehlen! du, Herr, bist mein, und ich bin dein: was mangelt dein gutes Werk, das in mir angefangen, muß ganz allein durch deine Stárk' zu seinem Ziel gelangen. Soll ich, bis in den meiner Seelen? 2. Du hast mich von der Welt er= wählt, und deinen Kindern zugezählt. Mag mich die Welt doch haffen. Du liebst mein Wohl; wirst gnadenvoll mich nimmermehr verlassen. 3. Du trågst mich liebreich mit Geduld, vergiebst in Christo mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du giebst mir Theil an seinem Heil. Dies tröstet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, der es auf's Beste mit mir meint. Wo find' ich Deinesgleichen? Du stehst mir bei und bleibst mir treu, wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum frag' ich nicht nach Himmel und nach Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht, in dir leb' ich zufrieden. So dort, Lod getreu, in deinem Dienste bleiben, und bekleiben; so stehe E du mir bei, im Glauben Frucht zu treiben. ud 2. Herr! wie genau ist dein Gebot, wie groß ist meine Schwäche! der. ich, verführt von Lust und Noth, manch guten Vorsag breche. Ich bin nicht g'nug auf meiner Hut, wenn mit geheimen Tücken mich berücken die Welt und Fleisch und Blut; wer hilft aus so viel Stricken! Ate 3. Doch, Vater! deine Treu' und Macht, doch, Mittler! dein Ver Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 141 treten, doch, Geist der Gnaden, deine Wacht, dein Trieb zum Kampf und Beten, wird alles, was mir Schaden bringt, ja selbst den weiten Rachen, jenes Drachen, der sonst so viel verschlingt, bei mir zu Schanden machen. 3. Der Gott ist unveränderlich, der mich zum Heil ersehen. Er kennet mich, er liebet mich, wer will sich uns terstehen, mich zu verderben? seine Hand wird mich und meinen Gnadenstand beständiglich bewahren. 4. Die in der Liebe redlich sind, läßt sich der Herr nicht nehmen. Mein Vater wird sein armes Kind im Hoffen nicht beschämen. Das allerkleinste Lamm läßt nicht mein treuer Hirt verschmachten, er wird achten, was mir annoch gebricht, und mir zu helfen trachten. 5. Den Glauben, den er mir ges 5. Den Glauben, den er mir schenkt, den wird er mächtig stärken. Die Kraft, die er in mich gesenkt, wird keinen Abgang merken. Er wird durch seines Geistes Trieb mich Schwachen vollbereiten, gründen, leiten. Er hat mich zärtlich lieb, drum wird mein Fuß nicht gleiten. 6. Führt er mich selbst in Kampf and Streit, so wird er mich auch schügen, und durch Gebet und Wach: samkeit mich mächtig unterstüßen. Fall' ich, so wird er mich, sein Kind, nicht hilflos liegen lassen, und mich Haffen. Uch nein, er kommt geschwind, mich bei der Hand zu fassen. 7. Er bleibet mir, ich ihm getreu: kein Tod, kein Schmerz, kein Lei= den, nicht Furcht, nicht Lust, nicht Schmeichelei soll uns Verbundne scheiz den! Was er zusammen hat gefügt, wird kein Geschöpfe können jemals trennen. Wohl mir, ich bin vergnügt! ich darf mich selig nennen. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 30. 257. Getrost, mein Herz, und zage nicht! allen Rummer fahren! weil mir mein Bun besgott verspricht, daß er mich will bewahren in aller Trubsal, Ungst und Noth, ja selbst auch endlich in dem Tod. Er kann und will mich schüßen. - 4. Un meiner Statt hat Jesus sich zum Bürgen hingegeben; und nicht ums sonst; er hat für mich erworben Heil und Leben. Die Sündenschuld ist abs gethan, wer flaget mich nun weiter an? wer kann mich nun verdammen? 5. Mit dem mein Glaube sich vers band, mein treuer Seelenretter, mein Jesus ist zur rechten Hand des Vaters mein Vertreter. Ihn aber hört Gott allezeit; wie könnt er nach Gerech tigkeit mich denn verderben lassen? 6. Ich bins, auf den sein Auge sieht: follt' er mich nicht regieren? Er ist mein Haupt; ich bin sein Glied: sollt' er mich denn verlieren? ich bin das Schaf; er ist der Hirt, der mich allmächtig schüßen wird: wer will mich ihm denn rauben? 2. Er schon von Ewigkeit zum Eigenthum erkoren; er hat in der und Geist geboren. Der Gnadenrath, der starke Grund, der ewig feste Friedensbund wird nimmermehr gebrochen. 7. Mein Erbtheil ist die Seligkeit, die Jesus mir verheißen, die er vers dient, die er bereit't: wer will sie mir entreißen? Dazu hat er mir seinen Geist, der Lehrer und auch Beistand heißt, zum Unterpfand gegeben. 8. Und dieser Geist soll ewiglich, sagt Christus, bei mir bleiben. Er stärket und versiegelt mich, nichts kann ihn von mir treiben. Durch ihn gea nieß' ich allbereit den Vorschmack jener Seligkeit, die ich ererben werde. 9. Laß mich doch diesen Geist nur nicht durch Sünd', o Herr, betrüben! gieb, daß ich mog' bei seinem Licht mich stets im Glauben üben! ach, mache mich je mehr und mehr bequem zu deines Namens Ehr', bis ich dich dorten lobe! 30608 ludot Mel. Es ist das Heil uns kommen her.- 6. 258. it mein Freund! in dieser hohen Würde steh' ich und fürchte feinen Feind, und lache jeder Bürde. Der Rang erfüllt mit Muth und 142: Erster Theil. Vom Tode der Gläubigen, Kraft mein Herz in dieser Pilgrimschaft des Lebens und der Leiden. That coint 200 2. Mein Glaube steht und wanket nicht; er ist zu fest gegründet. Er stutet sich voll Zuversicht auf Jeſum Chrift, und findet bei ihm allzeit Trost, Heil und Rub'; er eignet sein Verdienst sich zu und troßet Welt und Holle. 3. Sollt' ich um Hoffarth, Eitelkeit und Güter dieser Erden, aus Wolluft oder Sicherheit der Tugend untreu werden? Nein, auf die Sünde folgt der Tod: allein die Tugend segnet Gott mit Leben und mit Friede. CONCE 4. Was sind die Leiden dieser Zeit mir gegen jene Kronen, womit Gott in der Herrlichkeit die Frommen will belohnen? was dieses Lebens kurze Frist, Gott, gegen das, was ewig ist? sollt' ich nicht muthig kämpfen? 5. Sch fürchte nicht des Todes Macht mit allen seinen Schrecken. Gott will mich aus des Grabes Nacht zum gro= sen Tag erwecken; ich fürchte nicht der Hollen Glut, erkauft durch des Erldfers Blut zum Eigenthum und Erbe. sind CI 9713901 monial sim 259. DE* er Herr, mein Hirt, behüte mich in Gnaden; 181 490 3903 ad 20) Vom Tode der zure mild Auferstehung 260. Geben, dich zu verlaſſen, Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.- 67. tern will ich mich ergeWelt. Ich geh' zum bessern Leben, sobald es Gott gefällt. Was war's, das mich betrübte? dort schau' ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eb' ich ihn gefeh'n. 2. Er ruft zur Zeit der Schmerzen uns voll Erbarmen zu: kommt ber, beladne Herzen, zu mir, und findet Rub'. Dies Wort aus deinem Mund laß, Herr, mich zu erfreu'n, mir mangelt nichts und niemand darf mir schaden. Er weidet mich, E wo sanfte Wasser fließen, und låsſet mich der stillen Ruh genießen: wie wohl ist mir bei seiner treuen Pflege! er führet mich stets auf die besten Wege. 2. Drum, sollt' ich gleich in finstern Tiefen wallen, so würde mich kein Grauen doch befallen, du, Höchster, bist mit deinem Stab und Stecken mein sichrer Trost vor allen Todes= schrecken. Noch mehr, du willst, daß ich an deinem Tische im Ungesicht der Feinde mich erfrische. 3. Du falbst mein Haupt mit deinem Freudenóle: dein voller Kelch erquicket meine Seele. Mir folgt bein Heil auf meinem Lebenspfade zu jeder Beit, mir folget deine Gnade. Ich werde stets, Gott wird es mir vergönnen! in seinem Heiligthume bleiben Fönnen. Gläubigen, und der der Todten. in meiner letzten Stunde mir Geist und Leben seyn. 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu überstehn. Im gläubigen Entzücken laß meine Seele sehn, wie im Gericht für Sünder du mit dem Tode rangst, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangst. 4. Der frohe Siegsgedankfe: wo ist dein Stachel, Tod? stårk' mich, daß ich nicht wanke in meiner To= der desnoth; so ist, obgleich ich sterbe, doch Sterben mein Gewinn. Ich bin pi und der Auferstehung der Todten. in des Himmels Erbe: dein Wort sagt, daß ich's bin. til Gud 5. Du schreibst ins Buch des Lebens auch meinen Namen ein. Dein Blut kann nicht vergebens für mich vergossen seyn. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele! der du die Liebe bist. A s mis 29 ind 2. Herr, du weißt's! Du hast die Tage meines Lebenslaufs gezáhlt. Ihre Mel. Wie fleucht dahin der. 86. 261. Dein sind wir, Gott, in Freuden, ihre Plage sah dein Auge, Ewigkeit. In deiner Hand steht unsre Zeit. Du hast der ganzen Menschenschaar ihr Todesjahr bestimmt, als keine Zeit noch war. das nie fehlt, früher noch als du auf Erden mich ließ'st einen Pilgrim werden. Da schon schriebst du meinen od auf dein Buch, o weiser Gott. 3. Einst, wenn es dein Wille fodert, wird mein reger Leib zu Staub, und das Feu'r, das in mir lodert, wird des kalten Todes Raub. So, wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken; Kraft und Odem nehmen ab, und den Leichnam nimmt das Grab. 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab, verwandle ihn in Erd'. Den= noch triumphirt mein Glaube; denn mein Leib wird einst verklärt. Des verwes'ten Körpers Trúmmer bleiben wahrlich nicht auf immer der VerNeu bes mod'rung schnöder Raub. seelt wird einst mein Staub. 1 2. Wenn nun auch unser Ende kommt, und deine Hand das Leben hemmt, dann hilf uns in der Todes noth, Herr, unser Gott, ein sanfter Schlaf werd' uns der Tod. sim 3. Nimm nach vollbrachtem Lebenslauf in deine ew'ge Ruh' uns auf. Verwirf, wenn unser Herz uns bricht, verwirf uns nicht, Herr, Herr, von deinem Ungesicht! bistaie, mid dh 4. Drückt uns dann noch der Krankheit Schmerz, so stårke das beklemmte Herz, daß es, auch in der Schmer: zenswuth, mit starkem Muth in dei ner weisen Fügung ruht. are not 5. Gieb Hoffnung zu der ew'gen Ruh'! In unsern Herzen wirke du, Geist Gottes, daß wir glaubend trau'n, und ohne Grau'n hin in die Nacht des Todes schau'n. 6. Hilf unsrer Schwachheit. Geist des Herrn! Beig' uns den Himmel dann von fern; laß uns, wenn wir zum Vater flehn, getröstet sehn, wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 7. Ach, Gnad' ergehe dann für Recht, denn von dem menschlichen Geschlecht ist auch der Heiligste nicht rein. Wer kann je dein, Gott, ohne deine Gnade seyn? 143 Mel. Alle Menschen müffen sterben.- 82. 262. Noch bin ich dein Gaſt, Gott mehrt meiner Tage 3ahl! daß ich reif zum Himmel werde, prüft er mich, läßt mir die Wahl, Boses oder Gut's zu wählen. Doch werd' ich viel Jahre zählen? oder ruft ein naher Zod mich zu banger Sterbensnoth? dum 8. sey uns dann nicht fürchterlich, erbarme, Vater, unser dich! Wenn unser Auge sterbend bricht, leit' uns dein Licht! so fehlt uns Trost im Tode nicht. 5. Durch dein schöpfrisch Wort: Es werde! rufft du, Herr, in mein Gebein neues Leben; nicht mehr Erde wird alslischen Geschäften schmückst du ihn mit dann seyn. Zu den himmneuen Kräften; und von Schwäch' und Sterblichkeit wird er ewig dann befreit. 6. Hor', o Seele, einst mit Freuden jenen Ruf: das Grab ist da! denn das Ende deiner Leiden ist mit ihm zugleich dir nah. Der, der deinen Tod bezwungen, hat das Leben dir errungen. Durch den Weg der Sterblichkeit führt er dich zur Ewigkeit. 7.Starke mich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst, und an Gottes Gnadenbunde ewig Antheil mir er warbst. Laß mich Too und Grab nicht scheuen; laß vielmehr mich darauf freuen. Denn nach treu vollbrachtem Lauf nimmst du mich zum Himmel auf. Erster Mel. Jefus, meine Zuversicht. 47. der Fluch der Sünde nieder. Doch 263. Selig, Gott, find die, bu, o Herr, erleichterst mir dies Joch die nun schon im friedenvollen Grabe von des Lebens Arbeit ruhn, und sich deiner größten Gabe, eines ew'gen Lebens, freun. Möchten wir es auch schon seyn! mein Herz stárkt sich in dir, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Chris stus, laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, und dein Himmelreich zu erben. 144 Theil. Theil. Vom Tode der Gläubigen, 1 - 2. Doch du willst's, wir leben noch mühsam hier in Pilgerhütten. Alle trugen einst dies Joch, die des Lebens Kron' erstritten. Endlich aber führt der Tod uns auch bin zu dir, o Gott! 3. Jesus selber lebte hier vormals auch in Pilgerhütten. Noch unendlich mehr, als wir, hat er auf der Erd' erlitten. Laßt uns glaubig auf ihn sehn, und durch ihn im Kampf bestehn. 4. Was ist diese Lebenszeit? Uch, nur eine furze Stunde, gegen jene Ewigkeit. Gleichwohl kommt auf diese Stunde, die Gott noch verkürzen kann, unser ew'ges Schicksal an. 5. Gieb uns Weisheit, Herr, und Kraft, diese Stunde wohl zu nügen, und beim Schluß der Pilgrimschaft wollest du uns unterstügen, daß wir freudig auf dich sehn, und getrost zum Tode gehn. 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, daß du uns wirst auferwecken, diese Kraft der bessern Welt laß uns, wenn wir sterben schmecken! floß' uns Muth und Ruhe ein, selbst im Tode froh zu seyn. 3. Verachte denn des Todes Grau'n, mein Geist, er ist ein Weg zum Schau'n in jenem beffern Leben. Er sey dir nicht mehr fürchterlich; zum Allerheiligsten wird dich der Herr dadurch erheben. Hier wird dein Hirt nach den Thránen, nach dem Sehnen, dich Erlösten völlig und auf immer trösten. 4. Herr, Herr! ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Tooten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eb' ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Mach' mich fertig! ich befehle meine Seele deinen Händen: Laß mich meinen Lauf gut enden! and 5. Vielleicht sind meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem 3iel noch weit, so sey mein Leben dir geweiht, bis einst mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir ganz mein Leben zu erges ben, daß ich droben dich unendlich könne loben. 7. Wenn wir, um einst auch zu ruhn, zu den Todten Gottes gehen, wollst du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verstehen. Auch für unsre Todesnacht riefst du einst: es ist vollbracht: 2020 nad Wel. Wie schön leuchtet der.-35. Wie föön leuk 264. Wie wird mir dann, mein ich dich erhöhen! Heiland, seyn, wenn ich, mich deiner ganz zu freu'n, in direl. des 103. Pfalms. entschlafen werde? Dann, Seele, wirst du, ganz befreit von Sünde und von 265. W Sterblichkeit, entfliehen dieser Erde. Freu' dich innig! stárke, tröste dich, Erlös'te, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben. 2. Ich freue mich, und bebe doch; so drückt mich meines Elends Joch ,! 6. Wie wird mir dann, mein Heis land, seyn, wenn ich mich deiner ganz erfreu'n, dich dort anbeten werde? Dann bin ich frei von Sund' und Leid, ein Mitgenoff' der Herrlichkeit, nicht mehr ein Mensch von Erde. Preis dir! daß mir durch dein Leiden jene Freuden offen stehen. Ewig will bist ie komm' ich doch mein Heil, zu dir hinüber? Du bist mir ja, mein höchstes Gut! und der Auferstehung der Todten: viel lieber, als diese Welt, woher fommt denn die Qual, daß mic des Tod's Erinnerung erschrecket? 266. B Wie kommt's, daß dem, den deine Huld bedecket, doch grauet vor dem finstern Todesthal. 2. Mit Dank muß ich von deiner Búte sagen, wie du mich durch die Wüste durchgetragen, und meine Seel' mit vielem Trost erquict: ich weiß, vie manche oth mir kam zu HanDen, doch weiß ich auch, wie du mir eigestanden, daß mich die Last der Trubsal nicht erdrückt. 145 gieb mir hier die Lebensfrucht zu schmecken, damit ich kann in deiner Liebe ruh'n. 4. Dein Licht und Wahrheit, so mich durchgeführet durch diese Wüst', und nie den Glanz verlieret, das bleibe mir in Todesfinsterniß: geh' auf, o Sonn', mit deiner Kraft zu heilen, laß deinen Trost die finstre Wolk' vertheilen, und mache mich doch deiner Huld gewiß. 5. Du bist mein Fels: die Wunden sind die Höhlen, dahin ich flieh', was kann ich sonst erwählen, wenn mir der Tod das matte Herz zerbricht? Muß ich allhier im finstern Thale wandern, treibt Todesnoth von einem Ort zum andern; so komm' ich doch aus deinen Bunden nicht. 6. Gott! du bist's, der aus dem Tod erhebet, du hilfest dem, der nur an dir fest klebet; ich bin's, ich hoff', du wirst es ferner thun. 3um Leben wirst du mich hernach erwecken, o Mel. Nun laßt uns den 2cib begraben. BE egrabt den Leib in S seine Gruft, bis ihm des Richters 3. Nun aber will die Furcht den Glauben schwächen in mir, da ich burch diesen Jordan brechen, und durch den Tod in Canan gehen soll: ach, führe mich hindurch, o mein Erret4. Hier hat ihn Trubsal oft ge= ter! mit starker Hand reiß mich ausdrückt; nun wird er, Gott, von dir Sturm und Better, das auf mich fällt, und macht mich schreckensvoll. erquickt; hier wandelt' er im finstern Thal; nun ist er frei von Schmerz und Qual. Stimme ruft! wir såen ihn; einst blüht er auf, und steigt verklärt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr; er war schon Staub, und wird's nun mehr; er liegt, er schläft, verwes't, erwacht dereinst aus dieser Todesnacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Notb, aus aller ihrer Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thránen ab! was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit. 6. Nun, du Erlöfter, schlaf in Ruh'! wir gehn' nach unsern Hütten zu, und machen zu der Ewigkeit mit Freud' und Bittern uns bereit. 7. Uch, Jesus Christ, dein bittrer Tod stárk' uns in unser legten Noth! laß unsre ganze Seele dein, und freudig unser Ende seyn. Mel. Was Gott thut, das ist woblg. 267.ch freue mich der froben Beit, da ich werd aufer= madol lol zdr 10 146 Erster Theil. - Vom Tode der Gläubigen, stehen. Dann werd' ich in der Herrlichkeit, dich, Gott, mein Heiland sehen. Dann werd' auch ich, o Herr, durch dich, in's Reich verklárter Frommen als Mitglied aufgenommen. OCH 2. du sie 2. Ja, Herr, du führst sie einst beran, die Stunde der Erlösung; die Stunde, da ich hoffen kann, Troft, Freiheit und Genesung; da, Engeln gleich, im Himmelreich mich Ruhe, Lust uns Leben in Ewigkeit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, du bist's, an den ich glaube! Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, im Tode nicht verbleibe. Und dein Gericht wird mich dann nicht mit Trübfal, Ungst und Schrecken, so, wie die Heuchler, decken. 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit vor dir, mein Haupt, zu stehen, und mit dir in die Herrlichkeit frohlockend einzugehen. O, hilf mir doch aus Gnaden noch, zum Glück der Ewigkeiten mich würdig zu bereiten. od Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 268. Mein ein Heiland lebt. Er hat die Macht des Tobes ganz bezwungen, und siegreich aus des Grabes Nacht zu Gott sich aufgeschwungen. Er ist mein Haupt; ſein Sieg ist mein. Sein soll mein ganzes Leben seyn, und ihm will ich auch sterben. nast den i 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jesu, schauen. Das ist's, was mich zufrieden stellt, selbst bei der Gräber Grauen. Ich bin getrofst und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt: ich leb', und ihr ſollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub, er wird doch wieder leben, und einst aus der Verwesung Staubsich neu gebild't erheben, wenn du, o großer Lebensfürst, nun deinen Todten rufen wirst, zum Leben auf zuwachen. 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann vor dir, mein Heiland, stehen! dann nimmst du mich mit Ehren an; las't in dein Reich mich gehen. Forthin von keiner Last beschwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb' ich bei dir dann ewig. 5. O, welch ein sel'ges Theil ist mir auf jene Welt bereitet! der Freuden Fülle ist bei dir. Von dir, o Herr, geleitet, werd' ich in deinem Himmelreich, unsterblich, deinen Engeln gleich, vollkommne Lust genießen. 6. Denn, wo du bist, da sollem die, die dir hier folgen, leben, unt ewig frei von Schmerz und Müh', von Seligkeit umgeben, genießen dei ner Herrlichkeit. D, was sind Leider dieser Zeit, Herr, gegen jene Freuden? 7. Laß die zukünft'ge Herrlichkeit mir stets vor Augen schweben; und mich in dieser Prüfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheir uns mehr drückt, wo wir, der Sterb lichkeit entrückt, frohlockend vor die wandeln. dar dau 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß der Jugend nachzustreben, und als deir Junger, dir zum Preis, nach deinen Wort zu leben. Und fühl ich hier noc Noth und Schmerz; so tröste selbst da mit mein Herz: es kommt ein besff'res Leben. da Mel. Herzlich lieb hab' ich dich.- 141. Geist erfreut 269. Mein Heiland! wenn im Glauben auf die Herrlichkeit de ew'gen Erbtheils blicket, das du fu mich bereitet hast: wie leicht dúnt mir dann alle Laft, die mich hienie den drücket? Dann wird der Eitel keiten Tand in meinen Augen schlecht als Sand. Der Erde Pracht ist mi wie nichts, beim Anblick jenes ew'ge Lichts. Herr Jesu Christ, mein Her und der Auferstehung der Todten. D und Gott, mein Herr und Gott! dies Heil verdank' ich deinem Tod. 2. Wenn einst auf deinen Wink mein Geist des Körpers Banden sich entreißt, dann stárk' ihn aus der Höhe; daß ich, durch deinen macht'gen Stab beschüßt, ins Todesthal hinab getrost und freudig gehe. Die Klarheit jener bessern Welt schaff', wenn mich Dunkelheit befällt, in meinem finstern Herzen Licht, und Heiterkeit im Ungesicht. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! dann wird zum Schlummer mir der Tod. 3. Und wenn mein Geist aus Schüchternheit sich dennoch vor dem Tode scheut, weil ihn die Sünden frånken; dann laß mich, Herr, auf deinen Tod die Hoffnung bau'n: es werde Gott der Sünden nicht gedenken. Der Trost, den du auch mir erwarbst, als du zum Heil der Sünder starbst, und fühltest, wie dich Gott verließ, der mache mir das Sterben süß. O Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! verlaß mich nicht in meinem Tod. 4. Auf kurze Zeit schließt sich zur Ruh' mein thränenvolles Auge zu, und schlummert in dem Staube. Doch der, der mich zum Grabe ruft, der ruft mich einst auch aus der Gruft. Ich weiß, an wen ich glaube. Er lebet, und ich werd' durch ihn der Grabesnacht gewiß entflieh'n. Mein Geist und mein verklárt Gebein wird sich des Herrn, des Mittlers, freu'n. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! zum Leben schaffst du nun den Tod. 5. Du bleibest meine Zuversicht, mein Trost, wenn einst das Weltge= richt die Engel ausposaunen. Vor deinem Thron werd' ich dann stehn, dich, Richter aller Völker, sehn, dich sehn und froh erstaunen. Auch mir schenkst du dann jenes Heil, der Auserwählten fel'ges Theil. Ich soll, dein Mund schwur es mir zu, ich soll lebendig seyn, wie du. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! stárk' diesen Glauben einst im Tod. 147 Mel. Jesus, meine Zuversicht. 47. Tit 270. Je Resus, meine Zuversicht und mein Heiland, ist mein Leben! dieses weiß ich, sollt' ich nicht auch zu sterben, mich ergeben? was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht! 2. Jesus, mein Erlöser, lebt! ich werd' auch das Leben schauen, wenn er mich zu sich erhebt; warum sollte mir denn grauen? Er ist der Gemeine Haupt, und sein Glied, wer an ihn glaubt. 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; er hált mich bei meiner Hand in den dunkeln Todesstunden, er führt mich auf rechter Bahn und nimmt mich zu Ehren an. 4. Fleisch bin ich, und muß daher auch einmal zu Staub werden. Dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit bei ihm sey in Ewigfeit. - 5. Dann umgiebt mich diese Haut, dieser Leib, wie ich fest glaube; Gott wird dann von mir geschaut, wenn ich aufsteh' aus dem Staube. Ja, in diesem Fleisch werd ich sehen, mein Erlöser, dich. BEN 105 6. Ob dies Uug' im Tode bricht, wird's doch meinen Retter kennen. Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd' in seiner Liebe brennen. Dank ihm! Dank ihm! Preis uno Ruhm! wun: derbar schafft er mich um! 7. Was hier leidet, seufzt und fleht, wird nicht ewig untergeben; irdisch werd' ich ausgeja't, himmlisch werd' ich auferstehen. 3u verwesen, sink' ich ein; dann werd' ich unsterb= lich seyn. 8. Freudig bin ich und getrost: dann steigt mein Versöhner nieder. Wenn ich sterb', ist er mein Trost, und den Todten ruft er wieder, wenn einst die Posaune klingt, die durch alle Gräber bringt. 9. und mich schreckte noch der Tod? mich die Gråber und ihr Grauen? meinen Mittler, meinen Gott, Jesum Christum werd ich schauen! Dann 10* 148 Erster Theil. wird Leben, Sieg und Heil ewig, ewig seyn mein Theil. - 10. Nur daß du dich, Seel', erhebst von den Lüsten dieser Erden, und schon hier dem Gotte lebst, mit dem du vereint sollst werden! Willst dit seines Heils dich freu'n; mußt du, Seele, heilig seyn! Vom Tode der Gläubigen 2c. Mel. Mach's mit mir, Gott. 26. 271. He Herr! err! du bist meine Zuversicht. Du lebst, ich werd' auch leben. Du wirst mir, was dein Wort verspricht, Unsterb: lichkeit einst geben. Dein Junger fommt nicht ins Gericht: dies stárket meine Zuversicht. - 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, den Saamen auszustreuen; dort wird der herrlichste Gewinn der Werndte mich erfreuen. Ich leide, und verzage nicht, denn du bist meine Zuversicht. 3. Hier trag' ich deine sanfte Last. Wie groß ist meine Würde! jedoch die Welt, die sie nicht fast, nennt's fälschlich schwere Bürde. Einst trifft den Spotter dein Gericht, und dann fiegt meine Zuversicht. 4. Sink' immer hin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Hier werd' ich nur des Todes Raub, dort werd' ich ewig leben. Wie stark ist dieses Trost's Gewicht; wie sicher meine Zuversicht. Tso'm 81. 273. M 5. Herr, diesen Segen dank' ich dir! Mich aus der Gruft zu heben, gingst du aus deinem Grab' herfür. Du lebst, und ich soll leben. Ich glaub' es dir und zweisle nicht: dein Wort ist meine Zuversicht. ein Leben ist ein 6. In diesem Glauben stårke mich. Laß mich den Trost empfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod kann überwinden. Grab und Verwesung schreckt mich nicht; denn du bleibst meine Zuversicht. Pilgrimstand; der Himmel ist mein Vaterland! ich finde keine Mel. Wachet auf, ruft uns die. 171. 272. Machet auf! ſo ruft die Stimme einst nach der Zeit, der Engel Stimme, verlaßt das Grab, verlaßt die Gruft, wachet auf, erlös'te Sünder! ver= sammelt euch, ihr Gotteskinder! Der Welten Herr ist's, der euch ruft. Des Todes stille Nacht ist nun vorbei! erwacht! Hallelujah! macht euch bereit zur Ewigkeit! sein Tag, sein großer Tag ist da! 21) Vom ewigen Leben. L die Frommen stehen auf zum Leben, 2. Erd' und Meer und Hölle beben, ihr zum neuen Leben steh'n sie auf; Versöhner kommt voll Klarheit, vor ihm ist Gnade, Treu' und Wahrheit; Licht ist um deinen Thron und Leben, der Tugend Lohn front ihren Lauf. Gottes Sohn! Hosianna! Erlöser, dir! dir folgen wir zu deines Vaters Herrlichkeit: 3. Ew'ges Lob sey dir gesungen! wir sind zum Leben durchgedrungen; am Ziel sind wir beim großen Lohn. Christus strómt der Freuden Fülle auf uns; wir schau'n ihn ohne Hülle, ihn, unsern Freund und Gottes Sohn. Kein Auge sahe sie, dem Ohr erscholl sie nie, diese Wonne; in Ewigkeit sey dir geweiht, Herr, unser Dank und Ehr' und Preis! Ruh' auf Erden; ich suche die zufünft'ge Stadt, die Gott selbst fest gegründet hat, da werd' ich Erster Theil. - Vom ewigen Leben. erst recht glücklich werden: mein 274. A Leben ist ein Pilgrimstand; der Himmel ist mein Vaterland. 2. Wie Schatten por der Sonne flieh'n, so flieht mein Leben schnell dahin; dies ist der Ort nicht, den ich wähle, ich eile nach der Ewigkeit: Herr, mache mich dazu bereit, erleuchte du selbst meine Seele, daß ich, was zeitlich, irdisch ist, verachte als ein wahrer Christ. 3. Man trifft auch auf der Lebensbahn sehr viele Hindernisse an: es ist nicht leicht, sie zu bestreiten! der Weg ist schmal, der Feinde viel, und weit entfernt ist noch das Ziel, stets sucht die Welt mich zu verleiten! ich muß durch dürre Wüsten gehn, und tann oft keinen Ausweg fehn. 4. Oft sah ich zwar die Sonne nicht, die Sonne, die mit Heil und Licht und Trost des Frommen Herz erfüllet; der Trúbsal Sturm dringt auf mich zu, mein múder Geist find't nirgends Rub', doch weicht die Nacht, die mich umhüllet, betracht' ich nur der Treue Lohn und jener Ueberwinder Kron'. 5. Hilf du mir selbst, Herr Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch haft angez nommen, laß mich auf der Verlaugnung Pfad, den mir dein Fuß ge zeichnet hat, dem iele täglich näher Bieb, daß ich standhaft streite hier und ewig herrsche dann Fommen. mit dir. Pfalm 16.0 6. Verleihe mir Beständigkeit, und laß mich stets mit Freudigkeit und Muth auf deinen Wegen gehen. Fall' ich noch oft, so hilf mir auf, daß ich vollende meinen Lauf. Laß in der Noth mich feste stehen, getrost auf deine Hülfe trau'n; so werd' ich einst das Leben schau'n! 149 uf, tráger Geift! laß das, was sichtbar ist, nicht långer dich als angefesselt halten. Gedenke, daß du selbst ein Wesen E bist, das, wann der Himmel als ein Kleid veralten, und wann die Erde brennend wird vergehen, in Ewigkeit wird dauern und bestehen. 2. Ja, hast du nicht im Glauben schon gesehn, daß, was dein Herz wahrhaftig kann ergoßen, nur droben sey? ist nicht der Schluß geschehn, du wolltest Jesum über alles schätzen, du wolltest dich und alles gern drum geben, mocht'st du in ihm, mocht' er in dir nur leben? 3. Israels Urzt! vertreibe durch die Macht, die so viel Blinden das Gesicht gegeben, in mir der Seelen finstre Blindheitsnacht. Die Augen werd' ich dann zu dir erheben, um so mit aufgedecktem Ungesichte dein ew'ges Licht zu sehn in deinem Lichte. 4. Schenk' Uugensalbe für die Blódigkeit, die mich verhindert, flüglich zu vergleichen des Himmels Schäße mit dem Dampf der Zeit; laß nie das Kleinod aus den Augen weichen, das du mit theuerm Blut haft wollen kaufen, für alle, die in LebensschranEen laufen. ad d. 300 abdi 5. O selig's Volk! das du aus freier Gnad' zum Licht berufen, und Jehovah kennet; das Augen, um zu sehn, empfangen hat, das in ver= borgner Herzens- Undacht brennet, um über Sonn' und Sterne sich zu schwingen, und bis ins innerst' Heiligthum zu dringen., Vom ewigen Leben. 7. Sch entbrenne von Verlangen dieß verheiß'ne Land zu sehn, jen Krone zu empfangen; bald erhöre Gott mein Flehn. Diese Hütte, si verstäube, ich, ich weiß, an wen ich gläube. Mir ist Sterben ein Gewinn denn zum Vater geh' ich hin. 8. Welche Tröftung, das gu wissen dieser großen Hoffnung voll, zag ic nicht in Kümmernissen, die ich hier Mel. Alle Menschen müssen sterben. 82. 275. Menschen ist's gefest, zu noch dulden soll. Leicht und kurz sind sterben, ihre Herrlichkeit verblüht. Welcher von den Himmelserben lebet, der den Tod nicht sieht? Staub wird dieser Leib von Erde; doch damit er himmlisch diese Leiden, sie verwandeln sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug bis Gott spricht: es ist genug. werde, wird er einst von Gott erneu't, an 150 Erster Theil. 6. Erwünschter Tag! der dieſe Scheidewand, den Sündenleib, der meine Freiheit storet, zerbrechen wird! o lang gehoffter Stand! wenn ich, mein Heiland, dich nun selbst verkláret in Klarheit seh'! o, dich will ich dort oben mit reinem Geist und reinem Munde loben. 10 2. Wollt' ich länger hier verweilen, als es meinem Gott gefällt? seinem Reiche zuzueilen, lass ich gern die Prüfungswelt. Jesus tilget meine Sünden, stårkt mich, hilft mir überwinden, auch in meiner leßten Noth rettet mich sein Blut und Tod. 3. Und wer kann mich ihm entreißen? mein ist er und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheißen; sein soll ich mich ewig freu'n. Ja, mir soll's durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu stehn, meinen Heiland, ihn zu sehn! 4. Dort bei ihm ist wahres Leben; Millionen stehen schon, ihren Retter zu erheben, selig da vor seinem Thron. Hohe Seraphinen ringen, mitanbetend ihm zu singen. Preis zu nehmen würdig ist der Erbarmer, Jesus Chrift! 5. Ulle, die ihm nachgewandelt, fehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schau'n verwandelt, und in Wonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Kronen nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. 6. Vaterland verklárter Frommen! Heil, Unsterblicheit und Ruh', was kein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewährest du. Freudenårndten schenkt er denen, die erst hier gesa't mit Thránen. Alle Thránen trocknet er, Súnd' und Elend sind nicht mehr. Mel. Wer nur den lieben Gott.-7, s 276. ist noch eine Ruh € jeder Gott ergebnen Geist, wenn er sid dieses Körpers Banden, nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier aut Erden, lebt und denkt. 2. Die, Herr, zu dieser Ruhe kommen, wie selig sind doch alle die! ir deinen Himmel aufgenommen, ruh'r sie von dieses Lebens Müh'. Nach aller Last, die sie gedrückt, wird ewig num ihr Herz erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, so segnet mit 3ufriedenheit auch deine Gnade die Erlös'ten, nach überstandner Prüfungszeit. Du selbst machsi ihnen offenbar, wie gut stets deine Führung war. 4. Da schweigen alle ihre Klagen da bringt, mit frohem Lobgefang selbst für die ausgestandnen Plagen dir ihre Seele Preis und Dank; num jauchzen sie: es ist vollbracht, der Herr hat alles wohl gemacht! 5. Wie Gott von seinen Werken ruh'te, als er die Welt hervorgebracht, so sehn auch mit zufriednem Muthe, vom Herren selbst gerecht gemacht, die Frommen, bei dem ew'gen Glück auf ihr vollend'tes Werk zurück. 6. Forthin erwartet sie kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwachheit mehr. Gott führt sie zu vollkommnem Freuden und krónet sie mit Preis und Ehr'. O unaussprechlich süße Ruh', wie herrlich, Höchster, segneft du! Vom ewigen Leben. 151 5. Vor seinem Untlig wandeln sie auf ewig frei von aller Müh', und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust, und ihre tausendfache Lust kein feindliches Gemüthe. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deine Baterhand die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich frei von Mängeln, selbst mit Engeln, Freundschaft pflegen: O, ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchften Sohn, der mich geliebt? wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen. Da werd' ich dich, Herr Jesu Chrift, so menschenfreundlich, als du bist, auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt, von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen 3325 Freunden aufgehoben. Erster Theil. 7. Wer kann hier deine Gnade fassen? Du willst den, der dich redlich liebt, nicht ewig in der Unruh' lassen, die dieses Leben noch umgiebt. O mache mich doch in der Zeit geschickt zu dieser Seligkeit. - 8. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast, will ich des Lebens müde werden, und fühl ich dieser Tage Last, so stárke mächtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 9. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, die Gottes Volk verheißen ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist! so årndt' ich von der Last der Zeit einst völlige Zufriedenheit. Mel. Wie schön leuchtet der. 35. 277. Mein ganzer Geist, Gott, wird entzückt, wenn er nach jenem Himmel blickt, den du für uns bereitet; wo deine milde Vaterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du daselbst verbreitet. Mächtig fühl' ich mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. in 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehålt! kein Mensch kann sie erwerben. Jesu, Herr der Herrlichkeit, du hast die Stått' auch mir bereit't, hilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach streben, und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Gute dar, zum fröhlichen Empfinden: doch hier sind wir bei den Freudend on thisle hiird min med noch mit Leiden stets umgeben, dort Mel. Nun habe Dank für deine.- 234.00 nur ist vollkommnes Leben, 3. Kein Tod ist da mehr und kein 278. Nach einer Prüfung kurGrab. Dort wischest du die Thránen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o Herr, machst alles neu, das Ulte ist vergangen. Hinfort sind dort von gerechten Gottesknechten keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. zer Tage führst du uns, Gott, zur Ewigkeit. Dort endet sich der Deinen Klage in himmlische Zufriedenheit. Hier übt die Jugend ihren Fleiß, und dort reichst du ihr selbst den Preis. 4. In unsers Gottes Heiligthum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen 3ungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn; bier schaut man sie nicht mehr von fern; hier wird fie ganz besungen. Völlig giebt sich den Erlós'ten, sie zu tóften, der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. 2. Du schenkst dem Frommen zwar auf Erden schon manchen sel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm noch kein vollkomm'nes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt; bald kámpft in seinem eignen 152 Erster Theil. Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt. Bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist; wo man den Glücklichen beneidet, und den Bekümmerten vergißt; hier kann 279, nie der Mensch nie von Pein, frei von eigner Schwachheit seyn. 5. Hier such ich's nur, dort werd' ich's finden; dort werd' ich, heilig und verklärt, der Jugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth. Dich, Gott der Liebe, werd' ich sehn, dich lieben, ewig dich erhöhn. 6. Da wird, o Herr, dein heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt seyn; und lieblich Wesen, Heil die Fülle an deinem Throne mich erfreu'n. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. - 7. Da werd' ich das im Licht erken= nen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. da 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig fingen dem Lamme, das erwürgetward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig sehn; das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß und ihn zu Millionen Malen noch fegnen, daß er mir ihn wies. Da find' ich, Herr, in deiner Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchtest du es geben, vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sey dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! o Gott, wie muß dies Glück erfreu'n, der Retter einer Seele seyn! 12. Was seyd ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, Vom ewigen Leben. die an uns offenbart soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh'! Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. u gabst mir, Ew'ger dieses Leben nicht für den Augenblick der Zeit: nein, was du mir davon gegeben, gabst du min für die Ewigkeit. Hier ist allein der Prüfungsort: Bestrafung und Be lohnung dort. 2. Du schenktest mir Verstand unt Willen, die Wahrheit zu erkennen, Licht; Kraft, deine Vorschrift zu erfüllen, und eine Richtschnur meiner Pflicht: der Tugend inneres Gefühl, und Freiheit, wie ich wählen will. - 3. Du schmücktest durch dein mächtig: Werde! mit Reiz und Pracht mein irdisch Haus, und gossest über diese Erde die Wunder aller Schöna heit aus: und schufst mir feine Sinnen an, daß ich sie auch empfinden kann. 4. Und dennoch lásfest du mich wissen, daß dies mein irdisch Haus zerbricht. Ich soll zwar dieser Welt genießen, doch als genoss ich ihrer nicht: ich soll der Sinne Lüste fliehn, wenn sie mich zu der Erde ziehn. 5. Der Freude soll ich oft nicht achten, die mein Herz für so schmeichelnd hält; nach Wollust, Ehr' und Gold nicht trachten, das meinem Wahn so wohl gefällt: was Fleisch und Blut oft wehe thut, das soll ich wählen als ein Gut. 6. Die Prüfung, Gott, war nicht vergebens, du wolltest sehn, ob ich dir treu, in der Gemeinschaft jenes Lebens mit dir zu wohnen würdig sey? Ob ich vom Zand des Eiteln leer, einst höh'rer Freuden fähig war? 7. Denn du willst eine neue Erde und einen neuen Himmel bau'n, und daß ich hier geheiligt werde, soll ich auf's Unsichtbare schau'n, dem Reiz der Lúste widerstehn, und stets auf deinen Wegen gehn. 8. Wohl mir, wenn ich es muthig wage, der großen Hoffnung werth zu seyn, und diese kurzen Prüfungstage Gott und der Tugend blos zu weih'n, Erster Theil. wenn nie mein Fuß den Pfad verliert, der mich zum bessern Leben führt. 9. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Lust des Fleisches und der Welt, und jede Lockung überwinde, die noch mein Herz gefesselt hält, und, o welch glänzender Gewinn, hier Sie ger, dort gefrónet bin! - Vom ewigen Leben. 153 4. Dann wirst du dich unsern Seelen offenbaren, wie du bist. Keine Lust wird da uns fehlen, wo das Land der Wonne ist. 3u vollkommnen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieses Glück erwarb, als am Kreuz er für uns starb. 10. Gott, gieb deines Geistes Stárke, der du in Schwachen máchtig bist, dem, der zu diesem großen Werke zu klein, zu schwach, zu sinnlich ist: lehr' mich das Irdische verschmähn, und stets nach meinem 3iele ſehn. 11. Laß mich oft in gefunden Tagen mein Grab mir in Gedanken baun, und bei des Lebens Freud' und Plagen auf dich und auf das Kunft ge schau'n; damit ich, meiner Pflicht getreu, des höhern Lebens fähig sey. 1 5. Da wird deiner Frommen Menge ein Herz, eine Seele seyn, Dienst und Dank und Lobgesånge dir, erhab= ner Gott! zu weih'n, dir und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. Mel. Alle Menschen müssen. 82. 280. D'elig werden wir im e as noch fe köſtlich sey, ist's Himmel seyn! Da, da árndten wir unzählig unsers Glaubens Früchte ein. Da wird, ohne Leid und Zähren, unser Leben ewig währen. Gott! zu welcher Seligkeit führst du uns durch diese 7. ist unser Leos auf Erden? Ob's auch so doch nie ganz von Beschwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen. Dort nur wird die Zeit erscheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Glück bestándig steigt. Zeit. 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort für Glück bereitet hast, noch in keines Herz gekommen. Welcher Mensch auf Erden fast deines Himmels Herrlichkeiten? Doch beim Unbruch jener Zeiten werden alle, die dir trau'n, noch mehr, als sie hofften, schau'n. 3. Neue Wunder deiner Güte werden da ihr Glück erhöhn. Mit erstaunendem Gemüthe wird dann unser Auge sehn, deine Huld sey überschwenglich, und die Wohlfahrt unvergånglich, die dem, der dich redlich liebt, deine Baterhand dort giebt. 6. O, wer sollte sich nicht sehnen, aufgelös't und da zu seyn, wo nach viel vergoff nen Thránen ew'ge Güter uns erfreu'n, wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kummer stört. 8. Sey, o Seele, hoch erfreuet über das erhabne Glück, das dir einst dein Gett verleihet; richte deines Glaubens Blick oft nach jener Stadt der Frommen mit dem Ernst, dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird keiner, Herr, in deinen Himmel gehn. O, so mache immer reiner hier mein Herz, dich einst zu sehn! hilf du selber met ner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt. 154. 157( 010 nsdo2 mngions rase moto 1041 2337 A Zweiter Theil. app Lieder, welche zur christlichen Sittenlehre Homo sia unior gehören. Who ind 0972 22) Von der Buße und Bekehrung. Der 51. Psalm. Mel. Die Quell', woraus der M. 84. 281. Gegnadig, Herr, nach deiner großen Huld, und tilge durch dein göttliches Erbarmen die Sünden eines tiefgebeugten Urmen: wie schwer sind sie! ach tilge meine Schuld! Gott, wasche mich von meiner Missethat, und rein'ge mich vom Unflath meiner Sünden, du siehst, wie sehr er mich beflectet hat, ach, laß mich Reinigung und Gnade finden. - 2. Ich fühle, Herr, mit Scham, mit Reu' und Weh' die Missethat und ihre ganze Größe: denn, ach, dein Geist halt meine Schand' und Bloße mir immer vor, wo ich nur geh' und steh': an dir allein, o Gott, vergriff ich mich, du fahest es, und solltest du es ráchen, so müßte man, so mußt' ich selber dich ganz frei und los von allem Unrecht sprechen. 3. Von Jugend auf bin ich durchaus verderbt; mir war bereits, da ich unwissend lebte und annoch kaum in Mutterleibe webte, der Sünden Gift und Krankheit angeerbt. Du aber liebst des Herzens Reinigkeit, ach, gieb sie, laß in meinen Finsternissen das Licht mich sehn, das sie allein zerstreut: laß mich die Weisheit im Verborgnen wissen! thim 30 e 4. Ich bin Ausság'gen gleich ein Gráu'l, unrein! Laß des Versöhnbluts Kraft mich, Herr, empfinden, verzeib' und wasche mich von meinen die nit 417922 Sünden, so werd' ich weiß wie Schne und Wolle seyn. Laß aber auch des Glaubens Freudigkeit mich, wie zuvor im innern Grunde hören; es müſs nun kein Schrecken, Furcht und Leid der Seelen Ruh' und Bonne nicht mehr stören. 5. Gieb' meine Günd', o Herr, nicht weiter an. Uch, streiche sie ganz aus in deinem Buche, und züchtige mich, der ich Gnade suche, nicht mehr, als es dein Knecht ertragen kann. Schaff' aber auch ein reines Herz in mir! gieb mir den neuen Geist, der dich erwählet, und mach' ihn fest, damit dein Knecht vor dir nie wiederum der rechten Bahn verfehlet. 6. Verwirf mich doch von deinem Untlig nicht, entreiß' mir nicht das Siegel deiner Gnade, den heil'gen Geist, laß ibn auf deinem Pfade mich leiten, nie verlösche mir sein Licht! erwed' in meinem Herzen Fröhlichkeit durch deine Hülfe, gieb den Geist der Freuden, der unterstüß' und mache mich bereit, was dir mißfällt, mit allem Ernst zu meiden. 7. Ulsdann wird sich noch mancher Sündenknecht, wenn er mich sieht, zu dir, o Gott, bekehren; mein Beiſpiel wird ihn deine Wege lehren, nur mache du mich Sünder erst gerecht. Auch siehe, wie mich meine Sünde drückt; doch wirst du sie, mein Heiland, mir vergeben, so werd' ich ganz durch deine Huld beglückt, dein Recht und Heil vor aller Welt erheben. Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 155 Gott, erhöre mich! PO 8. Eröffne meine Lippen, daß ich| derlich. Dein will ich ewig seyn. O kann, Herr, deiner Gnade Ruhm mit Dank erheben! dir wollt' ich Opfer und Brandopfer geben, jedoch dein Uuge hat nicht Lust daran. Ein Herz, germalmt durch Reue, und ein Geist, zerknirscht durch Kummer über seine Sünden, und der mit Macht sich eitler 283. G Lust entreißt, sind Opfer, die dein gnädig Auge finden. Ander of 9. Nach deiner Huld befördre Zions Wohl; sey ihm geneigt, und baue Salems Mauern; den Frieden deiner Stadt laß ewig dauern, und mache sie stets deines Segens voll. Erhalte deine Kirche selber rein; laß deinen Geift sie immer mehr beleben. Laß, Heiligster, uns vor dir heilig seyn, und alles dich mit frohem Muth erheben! nigrices et ou um Aus dem 143. Pfalm.d 9d CONSON Mel. O Gott, du frommer Gott. 8. 282. Herr! err! höre mein Gebet um deiner Wahrheit willen! du bist an Gnade reich, und wirst mein Seufzen stillen. Ach, gehe in's Gericht doch nicht mit deinem Knecht, vor dir, o Herr, ist ja kein Sterblicher gerecht. F 2. Die Größe meiner Schuld schlägt meine Seele nieder. Beschämt empfind' ich sie; o trofte du mich wieder, daß mir der Seele Schmerz nicht alle Kraft verzehrt. Wer ist, der außer dir, mir wahren Trost gewährt? 3. 3u dir, o treuer Gott, erheb' ich Herz und Hände. Mein Heil fteht nur bei dir: o, daß ich Hülfe fande! für Recht laß Gnad' ergeh'n! ich hoffe, Herr, auf dich. Zeig mir den rechten Weg; denn nach dir seh'n ich mich. 205 pikit, m 4. Ich will, o stårke mich! ich will die Sünde hassen. Auf deine Hülfe nur will ich mich, Gott, verlassen. Nur das, was dir gefällt, werd' auch von mir gethan. Führ' mich durch deinen Geist auf dieser ebnen Bahn. 5. Beruhige mein Herz um meines Mittlers willen. Laß seines Opfers Trost auch mein Gewissen stillen. Du bist die Liebe selbst, ganz unveránDer 95. Pfalm. Eigene Melodie. rhebt, erhebet Gottes Ruhm! frohlockt in seinem Heiligthum, mit allgemeinem Jubesinge du, erwählte Schaar, wie herrlich und wie offen= bar, sein Schuß und Segen bei uns wohne, m 2. Nur unser Gott ist groß von Kraft, der alle Majeståten schafft, und über alle Götter siget. Er ist's, der alles sieht und trägt, was je der Erden Abgrund hegt, und der den Bau der Berge stüzet. 3. Das weite Meer und trockne Land, sind Werke seiner Allmachtshand, die uns auch, was wir sind, verliehen. So heiligt ihm denn, was ihr seyd, und dantet voller Brúnstig. feit dem großen Schöpfer auf den Knieen! doon sano 4. Denn er ist unser Gott und Heil, wir sein erkauftes Volk und Theil, und Schafe seiner Weid' und Pflege. Drum, wenn ihr seine Stimme hört, wenn sie euch heute lockt und ehrt: so send doch nicht verstockt und tråge! no bi 5. O merkt, was sein Erbarmen spricht: verhärtet eure Herzen nicht, wie eure Våter in der Wüsten. Sie schau'ten, was mein Arm vollbracht, versuchten dennoch meine Macht, und reizten mich mit ihren Lusten. beltone! 6. Ihr robes Herz blieb doch verrucht, und war mit ihnen meine Zucht wohl vierzig Jahr umsonst bez 156 Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. mühet. So fahrt denn, sprach ich, nur dahin in euerm blind' und tollen Sinn, weil ihr doch meine Wege fliehet! 7. War sonsten meine Langmuth groß: so brach mein 3orn doch endlich los; weil sie sich nicht bekehren wollten. Da schwur ich einen theuern Eid: daß sie zu meiner Herrlichkeit und Ruhe nicht gelangen sollten. - Mel. Lasster Jefu, Troßt der H. 284, 2 A# te uf, o Sünder! und vor deinem Heiland fliehest, dest mehr wächs't dein Gericht: o, wi wohl ist dem gerathen, der selbst rich tet seine Thaten! 1982 vorzulegen. 2. D, das wäre großer Schade, so du wartest, bis die Gnade, als die Sonne untergeht! fomm' am Tage dieses Lebens, hör' die Warnung nicht vergebens, da dir noch zu rathen steht: fomm, weil du sie heut' noch horest, daß du die Gefahr nicht mehrest. 3. Scheu' dich nicht, wenn's andre merken; Gott ist's, der nach deinen Werken, nicht nach andrer Urtheil fragt. Lerne, will man dich verleiten, alle Menschenfurcht bestreiten; fey getrost und unverzagt: sich der bösen Welt entfernen, heißt, die wahre Weisheit lernen. 5. Drum ergieb dich seiner Gút mit demüthigstem Gemüthe; Christu nimmt die Sünder an: ehre ihn al deinen Meister, fliehe alle blinde Gei ster, und erwähl' die rechte Bahn so wirst du den Heiland finden, de dich frei macht von den Sünden. Komm, bei ihm hinfort zu bleiben laß dich nichts zurücke treiben, wenn dich lockt die arge Welt: bleibe, wenn du bist gekommen, danke, wenn di aufgenommen, thue, was ihm wohl gefällt: der hat seiner Gnaden Pfände wer beharret bis an's Ende. laß dich lehren, komm, den großen Gott zu hören, fáume keinen Augenblick: komm bald, an dem 7. Willst du nur am Hören hangen Nein, du mußt weit mehr erlangen durch den Geist, der alles schafft; ruf zu dem, der ihn will geben, daß di Glaubenskraft; noch scheint dir di könnest christlich leben, angethan mi Gnadensonne, und verspricht dir Hei und Wonne. frühen Morgen, komm nur ohne Furcht und Sorgen, halte dich nicht selbst zurück! Gott hat lauter 8. Uch! so öffne mir das Herze daß ich nicht mein Heil verscherze Jesu! gieb mir deinen Sinn: pflanz in meinen Geist dein Leben; mach Heil und Segen dir, dem Sünder, mich zur wahren Reben, Frucht zu bringen immerhin: daß ich diese: Frucht genieße, wenn ich meiner Lau beschließe. i id Mel. Freu' dich sehr, o meine.- 29. 285. 285. S chaffet, schaffet, Men= schenkinder, schaffe eure Seligkeit! bauet nicht wie sichre Sünder auf die ungewisse Seit; unvera weilt bekehret euch, ringet nach dem Himmelreich, und bemüht euch, hier auf Erden heilig, selig dort zu werden. 2. Doch soll dieses recht geschehen, o, so müßt ihr Fleisch und Blut, Welt und Satan widerstehen, nur was Gott, das höchste Gut, von euch fordert, muß allein eures Lebens Richtschnur seyn. Es mag eurem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 4. Schrecket dich die Macht der Sünden? Ei, du kannst noch Gnade finden; er, dein Gott, verstößt dich nicht. Doch je långer du verziehest, I wer des Fleisches Lüste dämpfet und 3. Selig, wer im Glauben fámpfet, selig, wer im Kampf besteht, Von der Buße und Bekehrung. Zweiter Theil. en Reiz der Welt verschmäht! unter Shristi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will rerben, muß erst seinen Sünden sterben. 4. Werdet ihr nicht standhaft ringen, sondern trág' und lässig seyn, ure Neigung zu bezwingen: wie kann uch der Sieg erfreu'n? ohne tapfern Streit und Krieg folget nie Triumph and Sieg: nur den Sieger schmückt um Lohne unverwelkt des Himmels Rrone. Oferung 5. Sich voll Leichtsinn stets zertreuen, thun, was Fleisch und Welt uns heißt, und den Kampf des Glau: Sens scheuen, ist der Welt, nicht Christi Beist. Wer ihn wünscht zu haben, Eann auf der Tugend rauher Bahn nicht in sicherm Stolze leben, und Den Lusten sich ergeben. 6. Brünstig beten, allzeit wachen, bie Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt sich bemühn, selbst beim Spott und Hohn der Welt das zu thun, was Gott gefällt: dieses wollen und vollbringen heißet nach dem Himmel ringen. 7. Drum entreißet euch den Lüsten, die ihr noch gefesselt send, und beweiset euch als Christen, muthig, standhaft in dem Streit. Schont der liebsten Neigung nicht, war es auch die schwerste Pflicht; und denkt oft an Christi Worte: dringet durch die enge Pforte. 8. 3ittern will ich ver der Sünde, und dabei auf Jesum sehn, daß ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ja, mein Heiland, ach! geh nicht mit mir Urmen ins Gericht: gieb mir deines Geistes Waffen, meine Celigkeit zu schaffen. 157 - 7. 286. i Buse thue, weit Mel. Wer nur den lieben Gott. ott! hilf mir, ich Bemich noch deine Stimme lockt. wahre mich vor falscher Ruhe, dabei das Herz sich leicht verstockt, wenn du selbst das Gewissen rührst, und zum Gefühl der Sünden führst. 2. Du willst nach deiner großen Gute nicht eines einz'gen Sünders Tod; drum weckst du oftmals sein Gemüthe, zu fühlen seine Sündennoth. Wohl dem, der deine Stimme hört, und redlich sich zu dir bekehrt. 3. Den rettest du von dem Verberben; nimmst seine Buße gnädig an; machst ihn zu deinem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen kann: wie groß ist Gottes Vaterhuld, er tilget meine Sündenschuld. 4. Sollt' ich die Güte denn vers achten, die mir noch Kraft zur Beff= rung reicht? Vom Troste leer, muß der verschmachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem zulegt, der frevelhaft gering sie schäßt. 5. So gieb, daß deiner Gnaden= lockung, o Sott, mein Herz stets offen sey! damit mich ja nicht die Verstockung, wenn ich mein Leben ohne Reu' im Sündendienste zuge= bracht, zu deinem 3orngefäße macht. 6. Sich bessern, ist der Weg zum Leben, drum laß mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür sorgen, daß mein Geist dem Sündenelend sich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Cündendienst befrei't, und leite mich selbst auf dem Pfade der christlichen Rechtschaffenheit! wie selig bin ich dann schon hier! wie glücklich einst, mein Gott, bei dir! 9. Gieb mir Wollen und Vollbrin gen, Muth und Kräfte zu dem Streit, 287. Ddigt, Herr, bei dem Mel. 3cuch mich, zeuch mich.- 81. ir allein bab' ich gesünlehre mich, mich selbst bezwingen, und verleih Beständigkeit. Beige mir von deinem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe, und also zum Himmel dringe. ich Gnade such'! ein gerecht Geseg verkündigt jedem lebertreter Fluch. und was kann vor seinem Schrecken, Richter aller Welt, mich decken? Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 158 2. Kann ich deinem Urm entfliehen? Du bist allenthalben nah. Flób' ich, dir mich zu entziehen, himmelan: so bist du da. Stúrzt' ich in die Tiefe nieder, deine Rechte hält mich wieder. 3. Herr, ich flieh' in deine Hände! außer dir ist keine Ruh'. Dein Er barmen hat kein Ende: wer ist gnå diger, als du? Du bist Gott und fannst vergeben; ach, vergieb und laß mich leben! Back 4. Groß sind meiner Sünde Schulden, ihre Last ist mir zu schwer. Ja, wenn lánger mich zu dulden, deine Langmuth müde war: müßt ich, wur: dest du nur winken, in des Todes Nacht versinken, - 5. Mich für straflos zu erklären, reichet nicht Bebaurung zu. Und zerfloff mein Herz in Bayren, fand' ich darum doch nicht Ruh'. Können eines Sünders Thränen, dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Gottversöhner, dein Erbarmen, dein für mich vergoff'nes Blut, und dein Tod erlös't mich Urmen, heilet mich und giebt mir Muth. Dein Verdienst ist's, was mich decket, wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden; schaff' ein reines Herz in mir! laß bei dir mich Ruhe finden; zieh' mich immerdar zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein Erlöser, dir zu leben! Mel. Freu' dich sehr, o meine.- 29. 288. Höchfter! bent' ich an die her erzeigt: 0, so wird mein ganz Gemüthe zu der tiefsten Schaam gebeugt, daß ich dich gering geschäßt, dein Gebot hintangesegt, und dich, der du mich geliebet, mit Bergehungen betrübet. manchen schweren Sorgen machteft. du mein Herze frei! was mir nugte, gabst du mir. Aber ach, wie dankt ich dir? O, wie hab' ich so vermessen. deines Wohlthuns Zweck vergessen! 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig seyn. D, wie hab' ich sie entweiht! ach! zur Ungerechtigkeit und zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie Von wie 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt' ich ja die Sünde fliehn; und um Rettung von dem Schaden meiner Seele mich bemüh'n. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor ihrem sanften Locken, fuchte mich selbst zu verstocken. 5. Uch! an dir hab' ich gesündigt, Gott, mein Vater! zurne nicht! dir hab' ich oft aufgekündigt meine schuld ge Kindespflicht. Uch vergieb, was ich gethan! nimm mich noch erbarmend an! Führe mich vom Súndenpfade schnell zurück durch deine Gnade! Mel, Liebster Jesu, Trost der H.- 284. Gute, die du mir bis 289. Liebster Jeſu, Troft der Stiller ban6. Dir ergeb' ich mich auf's neue! gieb, daß mein beschwerter Geist deiner Vaterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, da er für die Sünde stars, Fried' und Freude im Gewissen, ach, das laß auch mich genießen. 7. Stårke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weih'n. Sieb, daß keine Kraft mir fehle, folg= sam deinem Wort zu seyn. Stehe mir stets måchtig bei! mache du mich selbst recht treu, dich zu lieben, dir zu leben. Ewig will ich dich erheben. ger Sündenschmerzen! einzig wahres Heil der Welt! wenn ich bei mir überschlage, was für Sündenschuld ich trage, die des Höchsten Buch enthalt: ach! so kann ich nicht ersehen, wie ich fünftig soll bestehen. 2. Von Geburt bin ich ein Gün= der, und nach meinem Thun nicht minder: meiner Seele wahre Zier, Gottes Bild, hab' ich verloren, ich bin Fleisch von Fleisch geboren; und nichts Gutes wohnt in mir; was ich in dem Herzen finde, was ich thu', ist lauter Sünde. 3weiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. potens 3. Herr, wohin soll ich mich wenden? Was kann meinen Jammer enden? In mir find' ich nichts, als Noth, keinen Trost im Weltgetůmmel; oben schrecket mich der Himmel; Satan spricht von Fluch und Tod; und mich dúnkt, daß selbst die Erde über mir zum Klåger werde. 4. Ach! dein ångstlich Sündenbüßen, und dein theures Blutvergießen, Sesu, komme mir zu statt! sey mein Helfer und Berather; sprich für mich vor deinem Vater; tilge meine Missethat! wolltest du für Menschen dulden; ach, so tilg' auch meine Schulden! 5. 3war ich muß vor Gott gefte hen, daß ich gröblich mich versehen, und verdient der Sünder Lohn. Uber, Herr, ich komme wieder; fall' in tiefster Demuth nieder, so wie der verlorne Sohn, bitte, seufze, fleb' mit Thránen: Bater, ach, laß dich versöhnen! 6. Ist im Himmel größ're Freude, wenn ein Sünder kehrt mit Leide wieder zu der rechten Bahn, als um neun und neunzig Fromme: ach, so werde, wenn ich komme, mir auch gnädig aufgethan! ich will mich forthin be= 159 so fahr' bier fort, nur schone dort, muß ich auch hier viel büßen. 2. Flöh' ich gleich weit vor Bangig teit bin an des Erdreichs Enden, der Angst und Pein befreit zu seyn: würd' ich sie doch nicht wenden. 3. 3u dir fleh' ich, verstoß' nicht mich, der ich's so sehr verdienet. Ach geh' doch nicht, Gott, in's Gericht! dein Sohn hat mich verfühnet. Co 4. Soll's ja so seyn, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen: 5. Vergiß die Schuld! Gieb mir Geduld, und ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Theil, durch Murren nicht verscherze. 6. Verfahr' mit mir, wie s důnket dir: du stärkst mich, es zu leiden! nur wollst du mich nicht ewiglich von deiner Gnade scheiden. 7. Das thust du nicht, mit Zuvers sicht kann es mein Glaube hoffen! durch Christi Tod, steht ja, mein Gott, auch mir der Himmel offen. 8. Herr Jesu Christ, mein' Zuflucht ist das Kreuz, an dem du starbest; und mir zu gut mit deinem Blut die Seligkeit erwarbest. 9. Dies tröstet mich, und ob auch fich mein Leib und Seele scheiden, so werd' ich dort, bei dir, mein Hort, ererben ew'ge Freuden. Mel. Es ist das Heil uns kommen her.- 6. Jesu Christ, du ſtreben, beſſer, als bisher, zu leben. 291. Herr pochistes but, bu Weg, ihr vor'gen weg, o Welt, mit deiner Liebe! Jesus ist nun alles mir. Ohn' ihn war ich ganz verloren; durch ihn bin ich neu geboren, in ihm leb' ich für und für, in ihm will ich selig sterben, durch ihn auch den Himmel erben. du Brunnquell aller Gnaden! ich komme mit gebeugtem Muth, mühselig und beladen; da das Gesetz, das mich verklagt, und das Gewissen, das mich nagt, mich armen Sünder schrecken. 2. Mich drůcket eine schwere Last; nimm sie von meinem Herzen, du, Mel. Uch Gott und Herr. 10. der du mich versöhnet hast, am Kreuz Gott Herr, mit und damit ich 290. A wie groß und schwer nicht mit Seid und Weh' in meinem Elend untergeh' und ewiglich verzage. sind meine vielen Sünden! wie drückt mich doch des Elends Joch! wo kann ich Hülfe finden? 3. Ja, Herr, wenn mein erroeckter Sinn, an mein Betragen denket, so sink' ich fast vor Ungit dahin; die Sünde drückt und Fránfet, und schrecket mich. In dieser Pein würd' ich gewiß verloren seyn, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Weil aber dies dein Wort mir sagt: auch, Sünder, du sollst leben, wer weinend seine Schuld beklagt, dem will ich sie vergeben, ja, weil du alle Huld verheiß'st dem, der sich 10. Gott Ehr' und Ruhm! sein Eigenthum bleib' ich in Jesu Namen. Jch zweifle nicht, mein Heiland spricht: wer glaubt, wird selig, Amen. Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 160 mit zerknirschtem Geist, im Glauben zu dir nahet. 41 2. Uch, wenn mein Herz zurückge= denkt, mit wie viel Missethaten ich dich von Jugend auf gekránkt: so kann es sich nicht rathen. Ich sundigte voll unverstand; dein Wille war mir unbekannt; das Böse wußt' ich allzuwohl; wie blind und toll macht ich das Maas der Sünden voll! 3. Trieb mich die Zucht zum Gu ten an, hab' ich's doch wider Willen aus Furcht der Strafe nur gethan, zum Schein es zu erfüllen. So ging ich hin, so wuchs ich auf; so nahm ich in dem Lebenslauf an Alter, nicht an Gnade zu; die Seelenruh' verschwand; dies alles sahest du. 4. Mit Trug und Lügen deckte ich des Herzens böse Tücke. Kein ernstlich Drauen schreckte mich; es zog mich nichts zurücke. Mein Tichten, Herr, verführte mich; in deinem Worte hort' ich dich, und achtete jedoch nicht drauf; mein Lebenslauf war ganz verderbt von Jugend auf. 5. Die Schuld ward mit den Jahren groß, brach aus zu wildem Wesen: gleichwie ein Roß, das zügellos, lief ich zu allem Bösen. Ich wuchs an Hoffart, Ueppigkeit, an Frechheit, ch schäme mich Wollust, Troß und Neid, und meine schåndliche Begier zog mich von dir. Ach Jeiu! ach, vergieb es mir. 5. So komm' ich, Herr, denn auch zu dir in meiner Noth mit Thránen, du kennst mein Leid, ach hilf du mir, verschmähe nicht mein Sehnen! ver= gieb mir, Herr, genadiglich, was ich, ich Frevler, wider dich von Jugend auf begangen. 6. Uch Herr! erbarm' dich meiner doch um deines Namens willen. Mich ångstigt mein Gewissen noch, da kannst sein 3agen stillen. Laß mich, von allen Sünden rein, nun gånzlich dir ergeben seyn, in kindlichem Gehorsam. 7. Dein freud'ger Geist stårt' mich im Fleiß; heil' mich durch deine Wunden, mich tröste noch dein Todesschweiß in meinen legten Stunden, und führe mich, wenn dir's gefällt, mein Heiland, selig aus der Welt, zu enen Auserwählten. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu.- 308. 292. vor deinem Thron, o Prüfer aller Her- zen! verschone doch, o Gottessohn! ich bin voll Súndenschmerzen. Erbarme dich, und 6. Gedenke nicht der Jugend Schuld; Evergieb mein Uebertreten; trag ferner noch mit mir Geduld: erhör' mein ångstlich Beten! lösch aus, Herr Jesu, durch dein Blut, und mach' mein Schuldregister gut; viel máchtiger ist deine Gnad', als meine That, die dich so oft beleidigt hat. 7. Hilf mir, von Sünden abzustehn, und durch ein heilig Leben den wahren Tugendweg zu gebn; dir will ich mich ergeben. Ich will durch deines Geiftes Kraft, die Wollen und Vollbringen schafft, voll Reu' und Leid mich dir allein zum Dienste weib'n. Uch, laß es Ja und Umen seyn! Mel. An Wasserflüssen Babylons. nimm mich an, du bist's allein, der helfen kann. Geh' ja nicht mit mir in's Gericht, verstoß mich nicht, indem mein Herz vor Ungst zerbricht. 97. 293. Ronig, deſſen Majestát sich über alles bebet, dem Erd' und Meer zu Dienste - Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 161 sprechen kann, so nimm den legten Seufzer an: Gott sey mir Sünder gnädig! - steht, vor dem der Erdkreis bebet. Der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herrlichkeit, sehr groß und wunderthätig. Ich armer Mensch vermag nichts mehr, als daß ich ruf zu deiner Ehr': Gott sey mir Sünder gnädig! 2. Hier steh' ich, wie der 3öllner that, beschämet und von ferne, ich suche deinen Trost und Rath: mein Gott! du hilfft ja gerne. Doch mei ner Fehler große Zahl schreckt und verfolgt mich überall; mein Glaube ist nicht thatig: drum schlag' ich nieder mein Gesicht vor dir, du allerreinstes Licht! Gott sey mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mich bewußt, beschweren mein Gewissen; drum schlag ich reuend an die Brust, die Schmerz und Leid zerrissen. Ich, der ich mich von dir gekehrt, ich bin des Lebens gar nicht werth; doch weil du winkst, so bet' ich mit ganz zerknirschtem bangen Geist, der gleich wohl dich noch Vater heißt: Gott sey mir Sünder gnädig! e 4. Mein Vater! schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder: der für die Welt genug gethan; durch den wir Gottes Kinder und Erben der Verheißung sind; der ist's, bei den: ich Ruhe find': er ist ja stets gutthätig. Drum fass' ich ihn und lass ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht: Gott sey mir Sünder gnådig. 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Uch heilige mich ganz und gar, mach' meinen Glauben immerdar durch wahre Liebe thätig. Laßt sich dann noch viel Schwachheit sehn, so soll mein Herz mit Wehmuth flehn: Gott sey mir Sünder gnädig! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade. Mir geh' es übel oder gut, gieb, daß es mir nicht schade. Und kommt mein Ende nun heran; so stark' mich auf der Todesbahn, mach mich von Sún: den ledig und wenn ich nicht mehr Mel. Heil'ger Geift, du Himmelst, 201. enn der Sünder hat 294. Wen mißhandelt und den breiten Weg gewandelt, welcher zum Verderben führt: so er sich bekehren wird, steht der Himmel wieder offen, wird, steht der Himmel wieder offen, Friede wird mit Gott getroffen, Bus und Glaub' an Christi Blut machet alles neu und gut. fine.s 2. Bei stets fortgeseßten Sünden magst du keine Gnade finden, und Fannst nicht vor Gott bestehn; tief muß dir zu Herzen gehn, was du Böses je begangen; um dem Guten anzuhangen, mußt du dich der Sünd' entziehn, sie wie Gift und Schlangen fliehn. 3. Seine Sünden stets bereuen, sich in Gott durch Christum freuen, ohne 3wang und Heuchelei, was der Wille Gottes sey, táglich prüfen, fröhlich üben, Gott und seinen Náchsten lieben, und im Guten niemals ruhn, ist des neuen Menschen Thun. 1 4. Dich zu diesem Stand der Gnaden sehr nachdrücklich einzuladen, brauchet Gott der Stimmen viel, hast du davon kein Gefühl? Siehst du nicht, o Mensch, die Werke seiner Langmuth, Gút' und Stärke? Zeigt nicht jede Kreatur ihres gut'gen Schöpfers Spur? ane e 5. Doch viel heller ist die Klarheit, die sich zeigt im Wort der Wahrheit; komm, o Sünder, und vernimm Jesu, des Versöhners, Stimm'. Komm' zu dieser Quell der Gnaden; komm mühselig und beladen; er sagt deiner Seele Ruh', er sagt dir Erquickung zu. 6. Jesu, Trost der müden Seelen! du kannst uns nicht nur befehlen; du schaffst selbst durch deinen Geist, in uns, was dein Wort uns heißt. Sey zu meinem Heil geschäftig; mache selbst dein Wort so kráftig, daß mein Herz dadurch gerührt, endlich wahre Buße spürt. 59( T 11 162 Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 295. A 1 n dir allein hab' E ich gesündigt, und übel oft vor dir gethan. Du siehst, was mir der Fluch verkündigt; sieb, Gott, auch meinen Jammer an. d 2. Dir ist mein Seufzen nicht verborgen, und meine Thránen sind vor dir. Ach Gott! wie lange soll ich sorgen? wie lang' entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich; laß mich dich finden, du Gott der Langmuth und Geduld. 4. Früh' wollst du mich mit Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit. Tróst' mich um deines Na= mens willen; du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich freudig wallen, und lehre mich dein heilig Recht, mich thun nach deinem Bohlgefallen: du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du mir beizustehen, und leite mich auf eb'ner Bahn. Gott hört mein Schrei'n, er hört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. Mel. Meine Seele, willst du ruh'n. 296. SE under, willst du 2. Eile! Sodom lehret dich, wie der Herr so fürchterlich auf verstockte Sünder bliget: such' ein 3oar, das dich schüßet! auf! Gott rufet dich zu sich: eile, und errette dich! 3. Denke, daß es Schaden bringt, wenn dein schnödes Fleisch dich zwingt, nur nach seiner Lust zu leben, weil ihm stets wird Frist gegeben. Auf! Gott rufet dich zu sich: eile, und errette dich! 4. Die Verstörer deiner Ruh', deine Sünden nehmen zu. Dein Gewissen wird beschweret, und der Strafe Maaß vermehret. Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! 5. Deines Herzens Hårtigkeit steigt und wächst von 3cit zu Zeit. Súnden, die dich jetzt noch schrecken, wirst du bald mit Lust vollstrecken. Auf! Gott rufet dich zu sich: eile, und errette dich! 6. Was du Böses an dir haft wird sonst wie ein alter Ust. Dessen Krümmen gleich zu ziehen, wird man sich umsonst bemühen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! 7. Eile, denn es kommt der Tod! und wie groß wird dann die Noth, wenn man aus der Welt soll gehen, und vor Gott nicht kann bestehen! Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! 8. Brauch', ach brauch' die Gnadenzeit! denn es kommt die Ewigkeit wie ein starker Strom geflossen, der durch Damm und Deich geschossen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! 9. Suche, wo du weise bist, was von dir versäumet ist, schleunig wieder einzubringen, und mit Eifer durchzus dringen! auf! Gott ruft dich noch zu sich! eile, und errette dich! 10, Bater der Barmherzigkeit! Gieb doch, daß die Gnadenzeit nicht von mir versäumet werde; führ' mich selbst zu deiner Heerde! Vater, ach ich bitte dich: eile, und errette mich! sicher seyn, und befreit von Furcht und Pein: schaffe, daß du dich E bekehrest, da du Gottes Stimme hörest! auf! Gott rufet dich zu 297. Her Sünden, balb Mel. Jesu, Urzt todtkranker, 79. üter wird die Nacht sich: eile, und errette dich. verschwinden? Huter! ist die Nacht 3weiter Theil.- Von der Buße und Bekehrung. 163 bald hin? wird die Finsterniß der widerstehn, und seine Lüfte dåmpfen? Sinnen bald zerrinnen, womit ich Ja, Sünder, es ist schwer; allein zu umgeben bin? deiner Ruh' ist dies der einz'ge Weg. und dem entsagest du? 2. Seh' ich nicht das Rund der Erden helle werden, bei der Sonne neuem Lauf! so geh' doch zu meiner Wonne, wahre Sonne! auch in meinem Herzen auf! 3. Ist deine Pflicht von Gott, wie kannst du sie vergessen? Nach deinen Kräften selbst hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich noch? Ist Gott denn ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leisten kann? 3. Sind wir nicht im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist? Und ich soll noch länger harren und erstarren, weil du mir fo ferne bist? 4. Du hast ja, da du bist kommen, weggenommen alle Finsterniß und Nacht; willst du denn nicht mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach deinem Lichte tracht't. 4. Sprich selbst, gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und, seiner werth zu seyn im Glauben mich erkühne? Wenn du die Tugend übst, die Gott, dein Herr, gebeut, wem dienst du? Ringst du nicht nach deiner Seligkeit? 5. Was weigerst du dich noch, das Laster zu verlassen? Weil es dein Unglück ist, befiehlt es Gott zu haffen. Was weigerst du dich noch, der Tugend Freund zu seyn? Weil sie dich glücklich macht, befiehlt sie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbringen; sollt' er durch Ullmacht dich, ihm zu gehorchen, zwingen? Er gab dir die Vernunft; und du verläugneft sie? Er sendet dir sein Wort; und du gehorchst ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott fennt mein Herz; ich hab' es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Laster loszureißen; jest ist das Werk zu schwer. Doch diese Schwierigkeit, die heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Beit? ad Fon 8. Je öfter du vollbringst, was Fleisch und Blut befohlen, je stárker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheust du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu seyn: um wie viel weniger wirst du dich morgen scheu'n! 9. Ist denn die Buß ein Werk von wenig Augenblicken? Kann dich kein der Welt noch heut entrúcken? Ist ein Geschrei zu Gott, ein Bunsch nach Besserung, und Angst der Missethat, die wahre Heiligung? 10. Ist's g'nug zur Seligkeit, des Glückes der Erlös'ten, wenn uns der Zod ergreift, sich sicher zu getrösten; ist das Bekenntniß g'nug, daß uns 11* 5. 3eige mir in reiner Klarheit deine Wahrheit: laß die Wolken sich verzieh'n; so werd' ich das Gute lieben, Demuth úben, und der Nacht Geschäfte flieh'n. 6. Herr! du winkst, und auf der Stelle wird es helle, sprich auch zu mir: werde Licht! und mein Licht soll vor den Leuten sich verbreiten. Dir ist's Ruhm, versag' mir's nicht! 7. Des Vernunftlichts schwacher Schimmer zeigt zwar immer unsers großen Schöpfers Spur; aber es kann Trost und Leben mir nicht geben, dein Licht, Jesu, thut es nur. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wo sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß ein freies Uluge seyn. blou 9. Jesu! sollen meine Augen etwas taugen, o so rühre du sie an. Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. dry this Mel. O Gott, du fremmer Gott. 8. Millst du die Buße noch, 298. verschieben: so schåndest du sein Wort, und mußt dich selbst nicht lieben. Ist deine Besserung nicht deiner Seele Glück? Und wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? bisog 2. Ullein, wie schwer ist's nicht, sein eigen Herz bekämpfen! Begierden 164 3weiter Theil. Von de Buße und Bekehrung. die Sünde reu't; so ist kein leichter 19. Sprich selbst, ist dies kein Glück in leid Werk, als deine Seligkeit. numit ruhigem Gewissen die Güter dieser 11. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der Seelen; ist keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehLen; ist dieses dein Beruf, Gott dienen, den du liebst; so zittre vor dir selbst, wenn du dies Werk verschiebst. ent Welt, des Lebens Glück genießen, und máßig und gerecht in dem Genusse seyn, und sich der Seligkeit schon hier im Glauben freu'n? ( 1901 an toan to do anno Mel. D Gott, du frommer Gott.-8. Qaß mich doch, o mein 12. Der Glaube heiligt dich. Ist 299. Gott, die Baße nicht dieser dein Geschäfte? Nein, Mensch! und du verschmähst des Geistes Got tes: Kráfte? Erschreckt dich nicht sein Wort? Giebt im verkehrten Sinn den Sünder, der beharrt, nicht Gott zulegt dabin? verschieben, die mir dein Wort gebeut! wie fonnt' ich sonst mich lieben? Ist wahre Besserung nicht meiner Seele Glück? O wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? 2. Du, Gott, gewinnest nichts, wenn ich dir kindlich diene und deiner werth zu seyn, im Glauben mich erkühne. Wenn ich das Gute thu', das mir dein Wort gebeut, wem dien' ich? nur mir selbst, und meiner Seligkeit. 3. So süß ein Laster ist, so giebt's doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hast du dies Glück beschieden. Wer dir, o Gott, gehorcht, erwählt das beste Theil; wer dich, o Gott, verläßt, verläßt sein eigen Heil. 300 4. Was weig're ich mich denn, das easter, zu verlassen? Weil es mein Unglüct ist, befiehlst du es zur haffen. Was weig're ich mich denn, der Tus gend Freund zu seyn? Weil sie mich glücklich macht, befiehlst du sie allein. 5, Die Buße führt mich nicht in eine Welt voll Leiden. Sie führet mich vielmehr, o Gott, zu deinen Freuden macht meine Seele rein; füllt mich mit Zuversicht; giebt Weisheit und Verstand, und Muth zu meiner Pflicht.. 6. Wahr ist es, es ist schwer, sein eigen Herz bekämpfen, Begierden widerstehn, und seine Lüste dämpfen. Doch bleibt's ja meine Pflicht, und diese Schwierigkeit, die heute mich erschreckt, wird schwerer durch die Zeit. - 13. Hat Chriftus uns erlös't, damit wir Sünder bleiben, und sicher durch sein Blut, das Laster höher treiben? Gebeut uns Christo Wort nicht Tügend, Recht und Pflicht: so ist es nicht von Gott. Gott widerspricht sich nicht. 14. Noch heute, weil du lebst, und seine Stimme hörest, noch heute schicke dich, daß du vom Bosen kehrest. Begegne deinem Gott, willst du zu deiner Pein dein bier versäumtes Glück nicht ewig noch bereu'n. 40 Sign 15. Entschließe dich beherzt, dich selber zu besiegen; der Sieg, so schwer er ist, bringt göttliches Vergnügen. Was zagst du? Geht er gleich im Anfang langsam fort; sey wacker, Gott ist nah! und stärkt dich durch sein Wort. 16. Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich sein Geseg erst ihren Fluch empfinden, so widerstreb' ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 17. So süß ein Laster ist, so giebt's doch keinen Frieden; der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott gehorcht, er: wählt das beste Theil; ein Mensch, der Gott verläßt, verläßt sein eignes Heil. 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Leiden; Gott tennt und liebt dein Glück; sie führt zu deinen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht, giebt Weisheit und Verstand und Muth zu deiner Pflicht.in 7. Je ófter ich vollbring', was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheu ich mich heute nicht, o Herr, dein Feind zu seyn; um wie viel weniger werd' ich mich morgen scheu'n, e 8. Du reichst ja Kräfte dar, une selber zu besiegen. Der Sieg, so schwer Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 165 6 Heut lebst du, heut' bekehre dich; eh morgen kommt, kann's andern sich! wer heut' ist stark, gesund und schön, kann morgen an dem Grabe stehn: stirbst du nun ohne Besf'rung hin, wie willst du dem Gericht entflieh'n? er ist, bringt göttliches Vergnügen; geht er im Unfang gleich nur noch sehr langsam fort, so bist du, Gott, mir nah, und stärkst mich durch dein Wort. 9. Wie schnell kann nicht der Tod mich dieser Welt entrücken! und Buß ist ja kein Werk von wenig Augenblicken. Ein Seufzer zu dir, Gott, ein Wunsch nach Besserung und Angst auf Missethat, ist noch nicht heiligung. 10. So gieb denn, weil ich noch, Herr, deine Stimme höre, daß ich mich ungesäumt von allem Bösen kehre, so darf ich nicht dereinst zu meiner größten Pein mein hier versäumtes 301. WE Glück, wiewohl zu spát, bereu'n. Mel. Vater unser, im Himmelr.- 120. 300. owahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß er rechtschaffen sich bekehr', sich beff're in der Gnadenzeit, und mit mir leb' in Ewigkeit. 2009072 $ 16. 2. Dies Wort bedenk' o Sünder, wohl! verzage nicht verzweiflungsvoll! u nimmst an der Erlösung Theil; hier findest du Trost, Gnad' und Heil: und Gott besiegelt's mit dem Eid; o selig, wem die Sünd' ist leid! 3. Doch húte dich vor Sicherheit, denk' nicht: zur Buß' ist's immer Beit, ich will mich meines Lebens freu'n, und werd' ich dessen múde seyn, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist es: Gott ist stets be reit zum Wohlthun, zur Barmherzigkeit; doch, wer auf Gnade Böses thut, und der Versöhnung theures Blut verachtet, seiner selbst nicht schont, dem wird, wie er verdient, gelohnt. 7. Hilf, o Herr Jesu! hilf du mir, daß ich mich glaubig nahe dir und mich bekehre unverweilt, eh mich mein Ende übereilt, damit ich heut' und jederzeit zum letzten Abschied sey bereit. sur choud speitand 5. In seinem Sohne will dir Gott das Leben schenken für den Tod: allein, entdeckt sein Wort dir wohl, wer von uns morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir kund; verborgen ist die Todesstund'. bitmia njofts 9 Bardnus Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. ie treu, mein f* p guter Hirte, gehst du dem Sünder nach, der sich von dir verirrte, der, elend, frank und schwach, in sein Verderben läuft, wo deine Hand den Armen, nicht selber aus Erbarmen, eh' er versinkt, ergreift. bez 865 anodopsy 205 2. Wie tröstlich ist die Stimme, die alle Sünder lockt! ach, sprichest du im Grimme: weicht, Sünder, weicht von mir, ich will euch nicht erkennen! wer wollt' es unrecht nennen? Wer bist du? Wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen; und merken wir nicht d'rauf, ob wir ihn schon vernommen; so suchst du selbst uns auf. Dein Herz, o Heiland, brennt, daß doch das Schaaf zur Heerde zurückgeführet werde, davon es sich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sünder den Gnadenruf nicht an; so bist du viel gelinder, als man es denken kann. Sein Ziel verlängerst du, er kann noch Gnade hoffen, der Zugang steht ihm offen, er eile nur herzu. 166 3weiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. Bußlied eines schwermüthigen adal on sur Christen. sim 1108) INDORO 5. Liebhaber unsrer Seelen! mein Hirt! mein treuster Freund! was follt'. ich es verhehlen, wie wohl du es ge= meint? Ich war auf meiner Flucht ein Raub der schnödsten Lüste; doch du hast in der Wüste mich huldreich aufgesucht. 2008 Aus dem 6. Pfalm. den Mel. Mache dich, mein Geist, bereit. 302. C S trafe nicht, o Heis ligster, mich in deinem Grimme. Hore, Herzenskündiger, meines Flehens Stimme! sende du Erost di6. Dein Wort schallt noch im Herzen, das mich zur Buße rief, als ich zu deinen Schmerzen den Weg zur Holle lief. Du aber brachteft mich von diesem breiten Wege durch Kreuz zum wahren Stege. Mein Hirt! ich preise dich. 7. Uch, daß ich deiner Liebe nur immer folgsam wår', nicht oft zu= rücke bliebe, an Lieb' und Eifer leer; nicht, wie viel du gethan, mir oft entfallen ließe, da ich ja mehr genieße, als ich verdanken kann. 8. Nun, Jesu! ich beklage den blöden bidden Unverstand, und daß ich meine Tage so übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht! mich reu't und schmerzt mein Schade, verwandle deine Gnade nicht in ein 3orngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, gabst du dein Leben dar, daß so dein Eifer suche, was ganz verloren war. Ja, Nam' und That erweis't, daß du, Herr, nicht vergebens das rechte Brot des Lebens, der Sünder Heiland ſeyst. 11bol G 10. Das laß mich herzlich glauben, doch gieb mir selber Kraft, dem Heile treu zu bleiben, das mir dein Tod geschafft; und wie ich glaubensvoll aus deinem Ueberflusse zum wirk lichen Genusse stets Gnade schöpfen foll. 11. Doch sollt' ich mich auf's neue, ich schwach Geschöpf, vergehn; so laß mir deine Treue, mein Hirte! nie entstehn, erweck' und führe mich, daß nichts von dir mich wende; so preis' ich sonder Ende, als meinen Hirten, dich. * 20 19 mir zu! reiss' mich aus den Röthen, F ehe sie mich tödten. 2. Wird dies Herz im Grabe sich deiner Gute freuen? Gott des Lebens! todt kann ich dir kein Danklied weihen. Rette mich, daß ich dich, weil ich hier noch lebe, dankbar froh erhebe. 3. Nichts, als deine Baterhuld kann mich glücklich machen. Ach, gedenk nicht meiner Schuld! stärke du mich Schwachen. Heile mich, zeige dich, mir in deiner Gnade, Gott, du Gott der Gnade! 4. Wann wirst du mich doch erfreun? Wann mir Trost gewähren? Täglich, Helfer, harr' ich dein und ich hab' in Zähren meine Nacht oft durchwacht. Eil', Erbarmer, eile, deinem Knecht zum Heile! S 5. Elend, tiefgebeugt bin ich und von Seufzen múde. Meine Seele sehnet sich nur umsonst nach Friede. Ach wie lang' soll ich bang', Heiland müder Seelen, trúbe Stunden zählen? 6. Doch, o Seele, zage nicht! Gott verstößet keinen, der ihn fleht mit Zuversicht, er vernimmt mein Weinen. Nie vergißt Jesus Chrift seiner theu'r Erlös'ten, deß will ich mich trösten! Sund du moclisd stisur ale te G..A 11331 #atbloot byuds 23) Vom Glauben, d nad Das Apostolische Glaubens- 11. Auch an den Geist, der ehmals Bobekenntniß.zalais mumáchtig in Christi ersten Zeugen war, glaub' ich noch stets ist er geschäftig, und mehrt der frommen Christen Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46. an Gott! 303. Ich glaub verehret, er, 12. Die Kirche glänzt durch ihn auf Erden, in Glaub' und Liebe fest vereint, wie glänzend wird sie einst noch werden, wenn jene Klarheit ihr erscheint! d un toupin 398 13. Glückselig, wer im Tod und Leben bußfertig Jesu sich ergiebt! ihm sind die Sünden all' vergeben, wie viel er ihrer auch verübt. der der rechte Vater heißt; deß Da= seyn die Natur mich lehret, und den die weite Schöpfung preis't. sind 2. Der in sich Sel'ge sprach: es werde! und seiner Weisheit, Gut' und macht frohlockt der Himmel und die Erde, von ihm aus Nichts her: vorgebracht. 167 3. Un Jesum Christ, den Eingebornen des ew'gen Vaters, unsern Herrn, glaub' ich. Gott sprach: hilf den Berlornen, er kam, und half, und that es gern.suad tim vid 4. Er fam, und durch die Kraft des Hochsten gebar ihn einer Jungfrau Schooß. Er kam zu uns, als seinen Nächsten, und stellt sich unserm Eleno blos. duplo pomemorodas 5. D, was láßt ihn Pilatus leiden! wo ist ein Schmerz wohl, wie sein Schmerz! am Kreuze selbst mußt er verscheiden, wie bricht ihm Pein und Schmách das Herz! 3.8 8. Bald steht er auf! Sein Haupt erhebet er siegreich über Tod und Grab, Nun weiß ich, daß mein Heiland lebet, und troge siegreich Tod und Grab. 9. Er fährt gen Himmel, um zur Rechten des Vaters aller Herr zu seyn. Hier wacht er über seinen Knechten, daß hier sie einst mit ihm sich freu'n. 10. Als Richter kommt er endlich wieder. Erschreckt, ihr Sünder! freuet euch, ihr Frommen! er führt euch als Brüder nun mit sich in sein ewig Reich. mi aiznil the stee id 14. Laßt seinen Leib in Staub vers wesen, er wird doch wieder auferstehn, vom Sundenschaden nun genesen, wie glanzend, wie unsterblich schön! d 15. Den Herrn erblickt er mit Vers trauen, und geht zu seinen Freuden ein, sein Untlig wird er ewig schauen, und ewig voll des Lobes seyn. 16. O heil'ger Gott, dein Wort ist Wahrheit; es ist allein die rechte Lehr'. Erleuchte mich durch deine Klarheit, und heil'ge mich je mehr und mehr! dag i dn 92.8 n than 1701 109l todoiled sun and Spar mel. Es ist das Heil uns kommen. 6.131 6. So stirbt der Gottmensch und bekämpfet im Tod das Reich der Fin= 304. Es ist das Heil uns kom= Des Teufels ist nun gedämpfet; dein Heil ist nun, o Mensch, gewiß.codig ud anor 7. Sein Leib wird zwar des Grabes Höhle, als ein erhaschter Raub, zu Theil, doch Jesu abgeschied'ne Seele bedenkt noch stets der Menschen Heil. men aus Gottes freien Gnaden. Die Werke helfen nimmermehr, der Bürd' uns zu entladen. Der Glaube sieht auf Jesum Christ, der unser Mittler worden ist; der bat uns Heil erworben. mis 2. Da man, was das Geses gebot, nicht völlig konnt' erfüllen, erschreckt' uns 3orn und große Noth, die Niemand mochte stillen. Der Sünde Macht nahm immer zu, nichts gab uns Sündern Trost und Ruh' beim Fluche des Geseges.,' SCI 3. und doch mußt' es erfüllet seyn: sonst mußten wir verderben. Drum stellt vor Gott sein Sohn sich ein, als Mensch für uns zu sterben. Der hat es ganz für uns erfüllt, damit den schweren Born gestillt, deß Last uns alle drückte. 168 Zweiter Theil. 4. Da es durch den erfüllet ist, durch welchen wir genesen; so lern' und fasse wohl, o Christ, des Glaubens rechtes Wesen. Der Glaube spricht, du, Herr, bist mein, dein Tod muß mir das Leben seyn; du hast für mich gebüßet. 5. So glaub' ich fest, und zweifle nicht; dein Wort wirst du nicht brechen. Wenn alle Welt die Treue bricht, hältst du doch dein Versprechen. Wer glaubt an dich und wird ge= tauft, dem ist die Seligkeit erkauft, der gehet nicht verlorentud mod 6. Vor Gott gerecht sind die allein, die dies von Herzen glaubenjo Die Werke des Glaubens Schein; Mel. Gott, du frommer Gott.-8, onden wird er nie breiben. Er 305. Herrein Mensch vor dir tehrt, in Gottes bestehen!" Drum wend' ich mich zu dir mit demuthsvollem Flchen. D zünde selbst in mir den wahren Glauben an, weil ich durch meine Kraft ihn mir nicht geben kann. MATE 2. Dein Daseyn laß mich, Gott, mit Ueberzeugung glauben. Nichts müsse mir das Wort aus meinem Herzen rauben: daß du dem, der dich sucht, stets ein Vergelter seyst, und hier und ewig ihn mit deinem Heil erfreuft.. 3. Wahrhaftig ist dein Wort. Laß mich ihm völlig trauen. Nie wanket deine Treu'; laß mich darauf stets bauen. Gieb, daß ich dir in Glück und unglück stets getreu, und dem, was du gebeutst, von Herzen folgsam sey. spurg dzia dia no 4. Laß mich, mein Jesu, dich im Glauben recht erkennen; dich, meinen Herrn und Gott, im Geist und Wahrheit nennen. Laß mich im Glauben thun, was mich dein Wort gelehrt, daß dich Herz, Mund und That, als meinen Heiland ehrt. 10073 du 5. Dein göttliches Verdienst sey mir, o Herr, stets theuer. Es fülle mich mit Trost; es mache mich stets freier vom schnöden Lasterdienst. Es stärke mich mit Kraft zu deines Namens Ruhm in meiner Pilgerschaft. dict 6. Wie selig leb' ich dann im Glauben schon auf Erden! wie herrlich wird mein Theil dereinst im Himmel dem Nächsten Gutes thun, Geduld und Sanftmuth üben. ni RI # 7: Wer bei Gott Gnad' erlanget bat, muß ihn vor Augen haben, daß er bei ihm sucht Húlf und Rath; ihm dankt für alle Gaben, in seiner Furcht freiwillig lebt; des Fleisches Lusten widerstrebt! dies ist der Weg zum Beben, olisd dan tisdr 8. Wer aber sicher gehet hinthut, was ihm nur beliebet, lebt fort nach feines Herzens Sinn, den Lüsten sich ergiebet; ruft Gott nicht an, daß er ihn führ, mit seinem Geist ihn stets regier', der läuft den Weg zur Hölle. n99. Den meidet jeder, der recht glaubt, bewahrt, was ibm gegeben; fieht zu, daß er das Fleisch betäubt; sehnt sich nach jenem Leben; dient seinem Nächsten; ehrt und preist in Chrifto Gott mit stillem Geist, es geb' ihm, wie es wolle. illo ibin 10. Die Hoffnung wartet still der Zeit nach göttlicher Zusage, bestimmt gur Hülf' in unserm Leid dem Höch sten nicht die Tage. Er weiß wohl wenn's am besten ist, er, der der Seinen nie vergißt, und will, daß wir ihm trauen. HOREN TO 11. Verbirgt er je sein Angesicht, das laß dich nicht erschrecken. Selbst wenn er schon dein Joch zerbricht, will er's oft nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser seyn, und Vom Glauben. ångstigt dich des Zweifels Pein; fo laß dir doch nicht grauen. 12. Bon allen 3ungen sey gepreist, um dieser Gutthat willen, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! du selber wollst erfüllen dein in uns angefang's hes Werk zu Ehren deiner Größ' undStárk! dein Name werde heilig! 13. Dein Neich komm', daß dein Wille mag, wie droben, hier geschehen! gieb unser Brod uns jeden Tag! verzeih, was wir versehen, als wir den Schuldigern verzeih'n! Bersuchung laß fern von uns seyn! Hilf uns vom Bosen. Umen. 050 013 3weiter Theil. Vom Glauben. 169 beweisen. ne hodil nidad werden, dann schau' ich, was ich| laß mich allezeit des Glaubens Kraft hier geglaubt, in ew'ger Ruh. O pas stárt im Glauben mich, Gott meines 8. Wohn' in mir durch den Glau Heils, dazu! cod moms ben so, o du, der Deinen Stárke! nop'un eed om trollando daß ich, als dein Erlös'ter, froh auch Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich. auf dein Beispiel merke; und eifrig, gleich wie du gethan, auf der mir abgemesi'nen Bahn, Gott und dem Nächsten diene.. nani? - 119, Gottes Sohn, Herr 306. D Jesu Christ, an wen soll ich mich wenden, daß man recht glaubt, und standhaft ist, steht nicht in unsern hånden. Dhilf du mir von oben her, daß ich, gestárkt je mehr und mehr, recht und beharrlich glaube, du 300 2. Komm dann und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich mit freud'ger Ehrfurcht dich den Sohn des Höchsten nenne; daß ich zugleich den heiligen Geist, den mir dein theures Wort verheißt, von ganzem Herzen ehre. d Ons 33. Laß mich dein großes Gnadenheit im rechten mich und bazu an meinem Theil mit allem Gifer Mel. Herzlich lieb hab' ich dich. 214.8 1 schicken. Nur in dir find' ich Trost und und der Weg bist du, die Wahrheit und das Leben. 4. D gieb, daß ich dein theures Wort recht tief zu Herzen fasse; daß ich mich nun und immerfort auf dein Verdienst verlasse; und wenn mich gleich mein Herz verklagt, ich dennoch auf dich unverzagt, als meinen Mittter, hoffertson modig 3 55. Doch laß auch meinen Glauben fich des Bluts, das du vergoffen, nicht anders trösten, als daß ich, zu deinem Dienst entschlossen, durch seine Kraft die arge Welt, und was sich dit entgegen stellt, für Roth und Schaden achte. amin buh 6. Noch ist mein Glaube schwach und klein; oft kann ich ihn kaum merken. Wer hilfet mir? nur du allein; du kannst mich mächtig stårken; der nicht ein schwaches Rohr zerbricht, der nicht ein nur noch glimmenb Licht auslöscht, wird sich erbarmen. si7. Gieb, daß ich Schwacher lediglich auf deinen Beistand sehe; und dann, mit Macht gestärkt durch dich, fest in dem Glauben stehe. Früchten der Gerechtigkeit erfüllet, Mit 9. Insonderheit gieb mir die Kraft, daß ich an meinem Ende des Glau= bené voll, die Pilgrimschaft mit Freudigkeit vollende. Steh' dann zu meinem Trost bereit, daß ich der Seelen Seligkeit, des Glaubens End' erlange. 10. Dein ist's, was Gut's sich in mir find't; mit dir wird's mir gelingen; bu wellst, was du hast ange= zund't, zu vollen Flammen bringen. Dies fordert deines Namens Ehr', stárk' meinen Glauben immer mehr, und krón' ihn durch das Schauen! 307.ch komme, Friedensfürst! Erbarmend rufst du ja auch mir, den Fries den zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer. O laß mein Herz von Trost nicht leer! laß es die Rub' erlangen, die du dem tiefgebeugten Geist, der zu dir fliehet, felbst verheiß'st. Wertröstet mich, als du allein? Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, mein Troft und Licht! mein Trost und Licht! verwirf, verwirf du mich doch nicht. 2. Unbetend steh ich, Herr, vor dir. Dein Untlig neige du zu mir, und sey mir Sünder gnädig. Wenn mein Vergeh'n um Nache schreit, so mache aus Barmherzigkeit mich aller Strafe ledig. Der du am Kreuz gelitten hast! du trugest ja auch meine Last, als du zum Heil der Sünder starbst, und ihnen Gottes Huld erwarbst. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! erlöse mich durch deinen Tod. J 3. Du, du bist meine Zuversicht: durch dich entflieh' ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden. Durch dich kann ich dem Fluch entgehn, und 170 3weiter Theil.. mich mit Gott vereinigt fehn, und ew'ges Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil. Gieb mir an ſeinem Segen Theil. Er sey auch mir Berus higung und meines Lebens Heiligung. Herr Jesu Chrift! ich hoff' auf dich, ich hoff' auf dich! in dieser Hoffnung stárke mich. non nisises Vom Glauben. hier ist, was sie retten kann: Sefue nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir werth. Dennoch hat in seinem Worte er sid gnadenreich erklärt, und des ew'gen Le= bens Pforte durch sein Blut selbst auf gethan. Jesus nimmt die Sünder an 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das verirrte; zeiget ihm die rechte Bahn. Jesus nimmt die Sünder an. 4. Rommet alle, kommet her, fommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Auf! und last uns zu ihm nahn! Jesus nimmt die Sünder an. nahod the 5. Ich Betrübter komme hier, und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Bergebung finden! daß dies Wort 308. Auf dich allein, Herr mich trösten kann: Jesus nimmt die Jesu an! mein Vertrau'n sich gründen, auf dich, der du mein Heiland bist, sonst ist kein Heil zu finden. Es ist kein Retter außer dir, kein Mensch, kein Engel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen kann: dich ruf ich an, du bist's, der helfen will und kann. 4. Mein ganzes Leben preise dich. Erlös't, mein Mittler, hast du mich, dein Eigenthum zu werden. Wenn ich dein bin, so fehlt mir nichts; nichts einst am Tage des Gerichts, nichts hier auf dieser Erden. Auf dieser Bahn zum Vaterland entzeuch mir niemals deine Hand. Zu deinem Dienste stårke mich, und laß mich siegen einst durch dich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! ein Leben sey mir einst der Tod. moniam adam ap Mel. Allein zu dir, Herr Jesu. 292. - - 6. Nun, so hab' ich guten Muth. Sind schon meiner Sünden viele, macht doch dein Versöhnungsblut, daß ich ihre Last nicht fühle, und versichert sprechen kann: Sesus nimmt die Sünder an! 7. Nun verdammt mein Herz mich nicht. Will mich das Geseß verkla= gen? Der mir einst das Urtheil spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann. Jesus nimmt die Sünder an! 2. Erlöser! meine Schuld ist groß, fie reuet mich von Herzen. Erbarme dich und sprich mich los, durch deines Todes Schmerzen, weil du für mich genug gethan, nimmt Gott auch mich zu Gnaden an. So bin ich los der Sündenlaft! mein Glaub' umfaßt dich, der du sie getragen hast. mis 8. Jesus nimmt die Sünder an. Mich hat er auch angenommen, und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen, und auch sterbend rühmen kann: Jesus nimmt die Sünder an! bo dok njom i bal 3. Hilf, daß ich meines Glaubens Kraft durch wahre Lieb' erweise. Sa, mache du mich tugendhaft zu deines Namens mir in meiner Prüfungszeit ein Helfer voll Barm- 310. felbst durch deinen bitMel. Alle Menschen müssen.- 82. esu! daß Seele herzigkeit; und naht die legte Stunde sich, dann zeige dich in deiner Gnad' und rette mich. und dane 12100) Jan niont hele dan Mel. Jesus, meine Zuversicht. 47. esus nimmt die Sünder tern Tod aus des Abgrunds tiefster Höhle, aus der allergrößten Noth, siegreich hast herausgerissen, láss'st du mich Berzagten wissen; dieses prediget dein Wort, uns zum Trost noch immerfort. 309. an! sagt doch dieses IG Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Wegen wallen! 2. Blindlings, als verirrte Schafe, eilten wir der Hölle zu; aber unsre Zweiter Theil. Vom Glauben. 171 Schuld und Strafe, treuer Hirte,| der Drangsal mir erwecken. Welch trugest du; und nun rufst du allen Sündern: kommt! laßt euch die Welt nicht hindern! Euch heilt niemand, als nur ich. Herr, hier bin ich, heile mich. ein hart und banger Streit! Herr, laß da mich nicht erliegen. Hilf mir siegen! hilf mir siegen! wenn mein Fleisch mich selbst verklagt, hilf mir, daß es nicht verzagt. M 3. Sch bekenne meine Sünden. Ach! ich irre weit und breit. Es ist nichts bei mir zu finden, als nur ungerechtigkeit. Besf'rung hab' ich oft ver: sprochen, und wie bald mein Wort gebrochen. Kaum erschreckt mich die Gefahr, die mir oft so nahe war. 4. Uch! ich mußte ganz verzagen, da die Sünden, welch ein Heer! mich vor Gott so laut verklagen, wenn dein theures Blut nicht wär'! doch im Bund, den du beschworen, heißt's: wer glaubt, geht nicht verloren. Ewig lebt er: in's Gericht kommt nun der Versöhnte nicht. 11. Wie du mit dem Tod gerungen, steh' im legten Kampf mir bei. Du hast ja den Tod bezwungen, daß auch ich sein Sieger sey. Dir, Herr! will ich fest vertrauen. Ich soll dort dein Untlig schauen. Muthig kämpf' ich. 5. Herr, ich glaube. Rette, rette! Auf den Streit folgt, das weiß ich, denn mich schrecket dein Gericht. Du Seligkeit.odsdiens no starbst, daß ich Friede hátte, or oid bid als mein Schrei'n! verlaß mich nicht: Mel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. sich an ach), gieb Troft, die Ungſt zu lindern. 311. Jeunaben! fich mein Furchtbar zu bort dein Fluch vom Richterstuhl, bis hinab zum Feuerpfuhl. sist 6. Herr, durch deine Todesschmer: zen heile meiner Seele Schmerz. Du, du Kundiger der Herzen, kennst ja mein zerbrochnes Herz. Dies mein Herz, von Ungst bedrånget, doch auch durch dein Blut besprenget, übergeb' ich, Jesu, dir. Nimm es gnådig an von mir, nos tod 97. Mach' es selber rein. Ich fühle, daß nichts Gutes in mir wohnt. Gutes seg' ich mir zum Ziele, Boses bin ich stets gewohnt. Nun kann ich mein Fleisch nicht zwingen; und das Gute zu vollbringen, hindert mich der Sünde Joch. Was ich nicht will, thu' ich doch. 8. Brich des Fleisches starren Willen, wenn es kühn den Aufruhr wagt. Auch an mir wirst du erfüllen, was du allen zugesagt. Du willst selber in uns leben, Kraft zu jeder Tugend geben, daß nun, von der Sünde frei, ganz das Herz dir eigen sey. 9. Oft wird auch der Hölle Schrekten neue Furcht und Bangigkeit in 10. Hilf durch deine blut'gen Wun-= den; denn durch diese werd' ich heil. Durch die Qual, die du empfunden, ist nun Seligkeit mein Theil. Deine Schmach und Dornenkrone stårke mich in Schmach und Hohne, und dein Blutschweiß, Schmerz und Tod tröste mich in jeder Noth. 10 Elend, meine Noth: laß dich's jammern, hilf dem Schaden! ach! er bringt mir sonst den Tod. Solltest du Erlöser heißen, und mich nicht dem Tod entreißen? Wie dein Nam', ist auch dein Ruhm! das erfährt dein Eigenthum. Onu linge 2. Gottes ewiges Erbarmen, das in dir sich zu uns lenkt, hat dich ein'= gen Sohn den Urmen und auch mir zum Trost geschenkt. Uch, wie hoch bedarf ich deiner; Jesu! so gedenk auch meiner; denk' an mich, sprich nur ein Wort, o so weicht mein 097724-16 Sammer fort. 3. Alle Worte deiner Lippen, alle Thaten deiner Hand, ja dein Leben von der Krippen, bis man dich am Delberg band; dein für uns geschmeck tes Leiden, dein am Kreuz so schmerzlich's Scheiden ist, so hat es Gott verschn, zu der Sünder Heil geschehn. 4. Wenn die Hände sich nur regten, war die Hülfe schon bereit, wenn die Lippen sich bewegten, schallte lauter Seligkeit; ach, sie hießen zu dir kommen nicht die Heil'gen, Starken, 172 Frommen; nur den Sünder riefen fie, die voll Urbeit, Ungft und Müh. 5. Sesus, sollt' ich's denn nicht wagen? sollt' ich denn zu dir nicht fliehn? Sollt' ich darum ganz vers zagen, weil ich so verdorben bin? Nie verstießest du den Armen; meiner wirst du dich erbarmen: weil doch deine Gnad' und Huld größer ist als meine Schuld. wam hipit Sendlich ist mein Heil! o Glaube, der 6. Wo die Sünde mit Beschwerden erfreut! gelobet sey der Herr, gelobt also máchtig worden ist, da laß mir in Ewigkeit. o sim oid upto auch kundbar werden, wozu du ge schenket bist! reiß mich los aus Sa3weiter Theil. Vom Glauben. COUTD in ganzes und Sinn, Leib und Seel' und alles hin! 7. Mach' mich dir auf ewig eigen; führ' mich, wie es dir beliebt! lehr' mich meiden, leiden, schweigen! folgen, wie dein Rath mich übt! ach! so still mein ångstlich Qualen, daß ich mit erfreuter Seelen dich hier preise in der Zeit und dort in der Ewigkeit. ni. dhiw tans Stricken! brich der Holle Band 313. Herr, allerhöchster Gott, Mel. D Gott, du frommer Gett.- 8. 312. Mag ag doch der Spotter Heer des Namens 5. Dies müsse mein Vertrau'n zu dir, o Herr! erwecken. Zu schwach, der Gottheit Rath vom Menschen zu entdecken, bet ich der Liebe Macht, die ich nicht fassen kann, mit froher Suversicht, doch auch in Demuth an. 6. Herr, deine Ewigkeit wird mir mehr Licht gewähren, und deine große Lieb' im Schauen mir erklären. Un= Jefu fpotten. Dich, Heiland, bet' ich an; du kommst, sie auszurotten. Dein Kreuz ist Thorbeit nur dem, der verloren geht; uns, die der Glaube stárkt, ift's Heil und Majestát. 2. Nur du, des Höchsten Sohn, fonnt'st uns mit Gott versöhnen, und uns mit neuem Recht zum ew'gen Glück belehnen. D! beides ist gleich groß, der Welt ein Schöpfer seyn, und eine Welt, die fiel, von ihrem Fall befrei'n! 12 mio un 3. Wer kann die Majestät der Lieb' und Großmuth faffen? als Sohn des Ewigen der Himmel Thron verlassen, sich selbst erniedrigen, einher in Demuth gehn, der Wahrheit Herold seyn, und sich verspottet sehn.. 603 4. Die Wunder Bottes thun, und an das Kreuz geschlagen, mit himmlischer Geduld der Menschen Schulden tragen, um der zu seyn, der uns ein ew'ges Heil erwirbt; deß Herz ist göttlich groß, der selbst für Feinde stirbt. 112007730 A Mel. D Gott, du frommer Gott. 8. 1 ben, und was uns núßlich ist, allein zu suchen haben; o, sich erbarmend mich in meiner Schwachheit an, weil ich, so wie ich will, dir nicht vertrauen kann. dulo di 2. Sch glaube zwar an dich, doch nur mit schwachem Glauben. Oft will die Zweifelsucht mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch von mir nicht ferne seyn! 3. O, reiche du mir selbst aus Gnade deine Hande! hilf meiner Schwachheit auf, daß sich mein Kummer ende. Ist schon, dem Senfkorn gleich, mein Glaube noch sehr klein, so laß ihn doch bei mir im steten Wachsthum seyn. 4. Gieb, daß die Zuversicht in mei nem Geist sich mehre, daß du mein Vater seyst, und ich dir angehöre, daß alle meine Schuld von dir vergeben sey; damit mein Herz sich dein, als seines Gottes, freu'. bi S O 5. Mach' diese Zuversicht in mir, o Gott! so kráftig, daß ich mein Lebentang in deinem Dienst geschäftig, und stets beflissen sey, zu thun, was dir gefällt: so hab' ich, Gott, in dir den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einst für deine Jünger batest, und, wenn sie wanketen, beim Vater sie vertratest; o unterstüß' auch jest mein sehnliches Gebet, und schenke Glaubenskraft dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlershand ist Heil und aller Segen. Herr ,, unterstüge Zweiter Theil.. mich auf allen meinen Wegen, daß ich des Glaubens Biel, der Seelen Seligkeit erlange, und dich preif' in alle Ewigkeit. dimmings OFELLING Mel. Machs mit mir, Goft, nach.- 26. er, Gott, dein Wort 314. Mer, Gott, dein Wort nicht hält und spricht: nicht hält und spricht: ich kenne Gott, der lúget! in solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber dein- Wort glaubt und hält, der ist von dir, nicht von der Welt. Vom Glauben.. 173 matte Herz nun bricht; las ich meinen Jesum nicht. 4. Dort auch laff' ich Jesum nie, hange stets an seinen Blicken; denn nach dieses Lebens Müh' leuchtet dort, mich zu erquicken, ewig mit sein Un gesicht. Meinen Jesum laff ich nicht. 5. Weder Welt noch Himmel ist's, was mein sehnlich Herz begehret. Du allein, mein Jesu, bist's! denn für mich mit Fluch beschweret, wandtest du 3orn und Gericht. Dich, mein Jefu, laff ich nicht. 6. Dich, mein Jesu, halt' ich fest, lasse nichts von dir mich scheiden. Weh' euch, die ihr sein vergeßt! ihr beraubt euch ew'ger Freuden! selig aber, der da spricht: meinen Jesum laff ich nicht. 2. Der Glaube, den dein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher mein Erkenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein, er stärkt das -Herz und macht es rein. 3. Durch Jesum rein von Missenjat burg den billig m Mel. Herr, hör', ach höre mein. that, sind wir, Gott, deine Kinder. Wer solche Hoffnung zu dir hat, der flieht den Rath der Sünder; folgt 316. Christi Beispiel, als ein Christ, und reinigt sich, wie er rein ist. in4. Denn ich bin dir, Gott, ange= nehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer deinen Willen thut, in dem ist wahrlich deine Liebe. Ein täglich thätig Christenthum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. ai des 5. Der bleibt in dir, und du in ihm, der in der Liebe bleibet. Die Lieb' ist's, die die Seraphim, dir, Herr, zu folgen treibet. Du bist die Lieb'! an deinem Heil hat ohne Liebe niemand Theil, buldim bitn Mel. Dennoch bleib' ich stets an dir. 156. 315. Me einen Jesum lass' ich nicht, da er sich für mich gegeben, sollt' ich nicht aus Dank und Pflicht an ihm hangen, in ihm leben? er ist meines Lebens Licht. Meinen Jesum lass' ich nicht. 2. Jesus bleibt mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende. Ihm geb' ich zum Eigenthum ganz mich hin in seine Hände. Es ist meine Zuversicht. Meinen Jesumlass' ich nicht. 13. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang' und Lippen sich ent= fårben: mich kein Labsal mehr erfrischt; alle Sinnen mir ersterben; und das ucht man die Freundschaft in der Welt nur unter solchen die sich gleichen: weiß ich doch, daß sich Gott gesellt zu denen, die ihn nicht erreichen. Ist Gott schon alles. und ich nichts; ich Schatten, er die Quell' des Lichts; er noch so stark, ich noch so blöde; er noch so rein, ich noch so schnöde; er noch so groß, ich noch so klein: ist er doch mein, und ich bin sein.( bt day is 3/1 176 Zweiter Theil. Vom Glauben. mich in deinem Sohn geliebet. Dein| kann selbst der Hölle Wüthen Rub Sohn hat mich ihm fest vereint. Er in Eil' gebieten. smist ind selbst, mein König, ist mein Freund. Trok dem nun, was betrübet! Seele! Seele! ihn, den Sieger stolzer Krie ger, wähl' zum Freunde! und dann fürchte feine Feinde. sunni 6. Ihm, welcher Holl' und Tod bezwang, ihm, ihm müss' unser Lobgesang mit jedem Tag erschallen; dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Tonet! tonet! Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde ganz voll seines Lobes werde. 7. Wie freu' ich mich, o Jesu Christ, daß du der Erst' und Lette bist, der Anfang und das Ende. Du schließeft selig meinen Lauf, du weckst mich auch von Todten auf. Deß klopf ich in die Hände. Amen! Amen! ja wir müssen, denn wir wissen, wem wir trauen, noch dereinst dein Untlig schauen. 35077 Mel. Jesu, meine Freude. 319. Toft im Leibe! Amon - Gut im Gluck! du hast meine Liebe; du fühlst meine Triebe! an dir hängt mein Blick. Hab' ich dich, wie reich bin ich doch beglückt kann ich auf Erden ohne dich nicht werden. 89. beſtes refu, meine Freude, befter 320. H HE öchst erwünschtes 座 Seelenleben, ach wie unbekannt bist du: wo man sich nicht will bestreben, nach der ew'gen Himmelsruh'. Ach, wie eitel ist der Wahn, der des in Fleisches Sinn rerblendet, wenn er flebt der Erden an, sich zum Rauch und Schatten wendet. 2. Ach, wie oft bin ich gerathen in dieselbe Blindheitsnacht! wenn ich über Herz und Thaten nicht sorgfältig hab' gewacht. Wie hat die Erfah rung mich meine Thorbeit oft gelehret! wenn mit eiteln Sorgen sich mein betrognes Herz verzehret. sier jp 2. Unter deinem Schirme können feine Stürme mir erschrecklich seyn. Laßt auch Felsen splittern! Laßt den Erdkreis zittern, und den Einsturz dráun! was ist's mehr? Rings um mich her mag es donnern, krachen, bligen! Jesus will mich schüßen. 3. Donnert auch im Grimme des Gefeßes Stimme; Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfahen, Jesus láßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltgericht. Freudig, daß ich Jesum sehe, blick ich auf zur Höhe. 197 4. Wer ist's, der den Glauben meis nem Herzen rauben, ihn erschüttern kann? Bei der Hölle Toben stimm' ich, Gott, zu loben, Freudenlieder an. Jesu Macht halt mich in Acht, die 5. Lockt nur, Gold und Schäße! Ehre sey der Soße der betrognen Welt! mich sollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhált. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 6. Weich, des Eiteln Liebe! weicht des Fleisches Triebe! Thoren täuschet ihr. Mich sollt ihr, ihr Sünden, nie mehr willig finden. Fliehet weit von mir! Ueppigkeit, Stolz, Schmahſucht, Neid! ihr beschweret das Gewissen. Ing Euch will ich nicht wissen. 7. Weichet, Sorg' und Sagen! schweiget, bange Klagen! Jesus ist ia mein! jeden, der ihn liebet, muß, was erst betrůbet, noch zulegt erfreu'n. hab' ich hier viel Ungst und Müh', Jesu, auch im bángsten Leide bleibst du meine Freude. 10 did ni sid 92 Mel. des 25. Pfalms. mi Zweiter Theil. 3. 3war der Schluß ward oft ge= nommen; ich riß mich im Geiste los; doch wenn es zur That sollt' kommen, fand ich mich von Kräften bloss ich Gefangner, Armer, ich! wer zerschlågt mir diese Ketten! Jesu, Held! erbarme dich. Mächtiger! du kannst mich retten. 4. Jesu! Stárke der- Verzagten! der du giebst den Matten Ruh'; wahre Zuflucht der Geplagten! rühr' mein Herz, und bring's dazu, daß die ganze Kreatur nichts in meinen Augen scheine, und ich darauf denke nur, wie ich ewig sey der Deine. 5. Uch, vertilge das Verlangen, das noch etwas Ird'sches will. Nimm den bösen Sinn gefangen, der nicht bált in allem still. Gieb, daß ich in dieser Welt nichts der Sorge werth mag achten, weil du mich darein gestellt, um nach besserm Gut zu trachten. 6. Gieb mir Nugen, um zu sehen deines Reiches Gnadenschein. Gieb mir Kräfte, um zu gehen bis in's Heiligthum hinein. Mache mich mit dir bekannt, laß in deinen Liebesflammen Herz und Seele seyn entbrannt, halte dich und mich zusammen. 7. Weicht, ihr eitelen Gedanken, stört nicht ferner meine Ruh'. Ich will in den Lebensschranken eilen meinem Jesu zu. Jesu will ich geben Ehr', in ihm will ich mich versenken, und forthin mich um nichts mehr, als um seine Liebe kránken. 2. Herr, meine Sünden ångsten mich: der Todesleib mich plaget. O Lebens- Gott erbarme dich! vergieb mir, was mich naget! du weißt es wohl, was mir gebricht: ich weiß es auch, doch völlig nicht. Hilf, Jesu, dem Betrübten! Vom Glauben. 177 drum ist mein Herz auf dich gericht't. Du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn: in Noth als Herzog vor mir gebn: Hilf, Icsu, dem Zerknirschten! dit 3. Du sprichst zu mir: verzage nicht! du rufft: ich bin das Leben! 4. Bist du der Hirt, der Schwache trågt; auf dich will ich mich legen. Bist du der Arzt, der Kranke pflegt: erquicke mich mit Segen, ich bin ge= fährlich krank und schwach, heil und verbind', hör' an die Klag': Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen! 5. Ich thue nicht, Herr, was ich foll: wie kann ich doch bestehen? Dies angstigt mich; das weißt du wohl. Ach, wann wird's doch geschehen, daß ich Elender endlich, frei vom Leib' des durch Christum! Todes, bei dir sey! ich danke Gott Mel. Auf meinen lieben Gott. 78. 322. Mo flieh' ich Sünder hin, der so strafe bar bin? Wo kann ich Rettung finden? Mich schrecken schwere Sünden; mit Angst bin ich umfangen, wo soll ich Trost erlangen? Rel. Uus tiefer Noth schrei' ich zu.-119. 321. o foll ich hin wer Heil gefunden. W hilfet mir? Wer führet mich zum Leben? 3u niemand, Herr, als nur zu dir, will ich mich frei begeben. Du bist's, der das VerLorne sucht; du segneft das, so war verflucht: hilf, Jesu, dem Elenden! 1 2. O Jesu voller Gnad'! auf dein Gebot und Rath kommt mein betrübt Gemüthe zu deiner großen Gúte: laß du auf mein Gervissen ein Gnaden= tröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf' alle meine Sünd', so viel ihr in mir stecken, und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets 4. Durch dein unschuldig Blut mach' meine Schulden gut: wasch' mich damit von Sünden, und laß mich Rettung finden; in's Meer sie tief versenke, und ihrer nicht gedenke. 5. Du bist es, der mich troft't, denn du hast mich erlöst: was ich gesündigt habe, verscharrtest du im Grabe, da wird es bleiben müssen! du heilest mein Gewissen. 6, 3war meine Schuld ist groß, doch werd' ich ihrer los, wenn ich dein Blut auffasse, und nun die Sünde hasse. Wer so sich zu dir wendet, sieht bald sein Leid geendet. 12 178 Zweiter Theil. 7. Sehr vieles fehlet mir, doch find' ich es bei dir. Dein Blut versöhnt mich Sünder; es stärket mich nicht minder, daß ich Tod, Teufel, Sünde, und alles überwinde. 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär', darf ich doch nicht verzagen, mit dir kann ich es schlagen, dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Trog bald schweigen. Die heiligen zehn Gebote. Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46. 323. Erheb dein Herz, thu Volk, das du verstocket bist, und Gott sich doch zum Volk erforen; vernimm, was Gottes Wille ist: Von der Heiligung, 9. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jeht kann ich nicht verderben; dein Reich muß idererben; denn du hast mir's erworben, da du für mich gestorben. 24) Von der Heiligung, oder dem christlichen Wandel überhaupt. 2. Ich bin der Herr, dein Gott und Retter; aus jenem Diensthaus führt' ich dich. Verehre keine fremde Götter; du hast ja keinen Gott, als mich. 3. Du sollst den Dienst der Bilder fliehen; mach' kein's, es sey wovon es woll', fußfällig vor ihm hinzuknien: denn ich, dein Gott, bin Eifers voll. 4. Den Namen Gottes zu entehren, scheu', liebst du deine Seligkeit; wagst du es, falsch und leicht zu schwören, so ist die Strafe schon bereit. 5, Sechs Tage widme den Geschäften, der siebente gehört dem Herrn; dien' ihm daran aus allen Kräften, dem großen Gott, und dien' ihm gern. 6. Erweis' den Eltern bis zur Bahre Gehorsam, Ehre, Lieb' und Treu'; daß Gott dir lange Lebensjahre, und hier und dorten Heil verleih'. 10. 2ch, bringe meinen Sinn durd deinen Geist dahin, daß ich mag alles meiden, was dich und mich kann schei= den; daß ich an deinem Leibe eir Gliedmaß ewig bleibe. 7. Enthalte dich von eigner Rache, und schone deines Nächsten Blut. Befiehl dem Höchsten deine Sache, wenn dir schon jemand Unrecht thut. 8. Entweih' die Eh' nicht, und verbleibe von Ueppigkeit und Unzucht frei, daß deine Seele fammt dem Leibe ein reiner Tempel Gottes sey. 9. Vergreif' dich nicht an jemande Gute; erwuch're nicht der Armen Schweiß; und lebe mit vergnügten Muthe von deiner eignen Hände Fleiß 10. Ertheile nach Gewissenstrieb dein Zeugniß, wo es nöthig ist. Be schäm' und fleuch die Ehrendiebe, und rede nicht mit arger List. 11. Berdamm', als Sünden, di Begierden nach jemande Weibe, Haab und Haus, und wenn sie in dir reg würden, so tilge sie bei Zeiten aus. 12. Zehn Worte sind dir vorge schrieben, doch ein's fast alles unte sich: Gott sollst du über alles lieben und deinen Nächsten so, wie dich. 13. Mein Mittler! ich erschreck heftig; da Gott mit mir im Donne spricht durch deinen Geist wirk' au mich kráftig; vertritt du selbst mic im Gericht. Gebet über die zehn Gebote. 324. M ein Bundes- Gott ach, unterweise mich, daß ich Furcht, Vertrauen, Demuth, Liebe dich ehr, und stets Geduld un oder dem christlichen Wandel überhaupt. Hoffnung übe, und lieber alles fahren lass', als dich. 2. Gieb, daß ich, o du höchstvollkomm'ner Geist, auch dir im Geist und in der Wahrheit diene, und keinen Dienst zu leisten mich erkühne, wor auf mich nicht dein heil'ges Wort verweist. 3. Es nenne deinen Namen nie mein Mund vergeblich: falsches und unnüges Schwören sey von mir fern, voll Demuth dich zu ehren, so gut ich kann, erheischt von mir dein Bund. 4. Die ganze Zeit ist dein, voraus der Tag von dir bestimmt, in Ruhe dich zu loben. Laß mich so teben hier, daß ich dort oben in süßer Ruh' dich ewig loben mag. 5. Der Unterschied des Standes ist von dir: die Menschen soll er manche Tugend lehren; laß mich in meinem Stand die Obern ehren, und segne mich, o Höchster, dort und hier. 6. Liebreicher Gott, laß mich recht liebreich seyn, ein Menschenfreund, ein Helfer und Erbarmer, des Feindes Freund, wie könnte sonst ich Urmer, der dich erzürnt, mich deiner Huld erfreun? 7. Laß mich, mein Gott! der Zucht ergeben seyn; treu deinem Ruf, der Wollust falsche Freuden sammt ihrem Reiz mit aller Sorgfalt meiden, und meinen Leib zu deinem Tempel weih'n. 179 Von der Beschaffenheit der wahren Heiligung. 10. Verleih', daß ich auch die ge ringste Lust, die dir entgegen ist, von Herzen meide; was dir gefällt, das sey auch meine Freude, mit Lust zu dir erfülle meine Brust. 325. G Mel. Jesu, Arzt todtkranker Seelen.- 79. ott! wie rein ist deine Lehre! wenn ich höre, wie wir vor dir sollen seyn; o! so dringen die Befehle in die Seele, wie ein scharfes Schwert hinein. 2. Was ist an den äußern Werken mehr zu merken, als der wahren Zugend Schein? Doch, o Höchster! deinen Willen zu erfüllen, muß das Herz geschäftig seyn. 3. Ich soll selbst sein Innres Dichten also richten, wie es dein Gesek befiehlt. Deine hellen Augen finden da schon Sünden, wo das Herz in Lüften ſpielt. 4. Boses soll ich nicht nur lassen, sondern haffen, ich soll, Herr, auf dein Geheiß, allem Guten nachzuleben, mich bestreben, unverrückt, mit Lust und Fleiß. 5. Können wir denn deinen Willen gang erfüllen? Günde schleicht sich doch mit ein, wenn wir noch so eifrig wollen, wie wir sollen, dir, o Gott, gehorsam seyn? 6. Dein Geset ist, unsre Flecken zu entdecken, uns zum Spiegel vorgestellt. Uch, ich sehe sie, und eile, ohne Weile, zu dir, Jesu, Heil der Welt! 7. Doch soll der versöhnte Sünder nun nicht minder auch den Weg der Sünde fliehn, und im Wege des Gebotes seines Gottes sich mit allem Ernst bemühn. 8. Vor ungerechtem Gut behüte mich, daß ohne Geiz ich meinen Wandel führe; auch jedem geb' und laff', was ihm gebühre, mein Werk verricht vergnügt und emsiglich. 9. treuer Gott! regiere Herz und Mund, daß ich, wie du, Betrug uno Lugen hasse, und jedermann in ſeinen Würden laſſe, der Wahrheit 326. W** stets getreu von Herzensgrund. 8. Dazu wollest du mich Schwachen tüchtig machen; gieb mir deinen guten Geist; alsdann will ich klüglich han deln, und so wandeln, wie dein Wort mich wandeln heißt. enn zur Vollführung deiner Pflicht dich Gottes FF Liebe nicht beseelet: so rúhme dich 12* 180 Zweiter Theil. der Tugend nicht, und wisse, daß dir alles fehlet, wenn Vortheil, Wollust, Eigensinn und Stolz die nur das Gute rathen! so thue noch so gute Thaten, du hast vor Gott den Lohn dahin. 2. Sey durch die Gaben der Natur das Wunder und das Glück der Erden! Beglückest du die Menschen nur, um vor der Welt geehrt zu werden, erfüllt die Liebe nicht dein Herz; so bist du bei den größten Gaben, bei dem Verstand, den Engel haben, vor Gott doch nur ein tönend Erz. 3. Bau' Häuser auf und brich dein Brod, das Volk der Urmen zu verpflegen; entreiß die Witwen ihrer Noth, und sey der Waisen Schuß und Segen! gieb alle deine Habe hin! noch hast du nichts für Gott gegeben. Wenn Lieb' und Pflicht dich nicht be leben; so ist dir alles kein Gewinn. 4. Thu' Thaten, die der Heldenmuth noch niemals hat verrichten können; vergieß für's Vaterland dein Blut, laß deinen Leib für andre brennen! beseelet dich nicht Lieb' und Pflicht, bist du die Absicht deiner Thaten; so schus' und rette ganze Staaten; Gott achizt deiner Werke nicht. 5. Låg' ihm an unfern Werken nur: so könnt' er uns, sie zu vollbringen, sehr leicht durch Fessel der Natur, durch Kräfte seiner umacht zwingen. Vor ihm, der alles schafft und giebt, gilt Weisheit nichts, nicht Macht und Stärke. Er will die Absicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. 6. Ein Herz, von Eigenliebe fern, fern von des Stolzes eitelm Triebe, geheiligt durch die Furcht des Herrn, erneut durch Glauben zu der Liebe: Von der Heiligung, das ist's, was Gott von uns verlangt. Und wenn wir nicht dies Herz besitzen, so wird ein Leben uns nichts núßen, das mit den größten Thaten prangt. 7. Drum täusche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh nicht auf deine Werk' allein; sieh auf die Quell', aus der sie kamen. Pruf dich vor Gottes 2ngesicht, ob seine Liebe dich beseelet. Ein Herz, dem nicht der Glaube fehlet, dem fehlet auch die Liebe nicht. 8. Wohnt Liebe gegen Gott in dir= so wird sie dich zum Guten stärken. Du wirst die Gegenwart von ihr an Liebe zu dem Nächsten merken. Die Liebe, die dich schmücken soll, ist gütig, ohne Lift und Tücke; beneidet nicht des Nächsten Glücke; sie bläht fsich nicht; ist langmuthsvoll. 9. Sie deckt des Nächsten Fehler zu, und freut sich niemals seines Falles. Sie suchet nicht blos ihre Ruh': fie hofft, und glaubt und duldet alles. Sie ist's, die dir den Muth verleiht, des Höchsten Wort gern zu erfüllen, macht seinen Sinn zu deinem Willen, und folgt dir in die Ewigkeit. Mel. Freu' dich sehr, o meine Seele.- 29. 327, ommt, laßt euch dem Herren lehren! fommt, und lernet allzumal, welche die find, die gehören zu der rechten Christenzahl, die im Glauben fest bestehn, freudig Gottes Wege gehn, und dem Heiland frei bekennen, dürfen sich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in Demuth Tebet, seine Schwachheit nie vergißt, Gott allein, sich nie erhebet, wenn er groß und glücklich ist: Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Himmelreich ist sein; Gott wird dort zu Ehren sehen, die sich bier geringe schagen. 3. Selig ist, wer seine Sünde wehmuthsvoll vor Gott bereut; und, damit er Gnade finde, sich vor neuen Sünden scheut: Gott will ihm die Schuld verzeihn, Kraft zum Guten ihm verleión, und er soll schon hier auf Erden, und auch dort getröstet werden. oder dem christlichen Wandel überhaupt. 4. Selig ist, wer Sanftmuth übet, seinem Feinde niemals flucht, seine Fehler ihm vergiebet; nie sich selbst zu ráchen sucht; ruhig seine Pflicht vollbringt, und sein eigen Herz bezwingt. Gott wird selber ihn beschügen, und er wird das Land besigen. 5. Selig, die nichts mehr verlangen, 328. als gerecht, wie Gott, zu seyn; die fest an dem Guten hangen, und sich ganz der Jugend weihn; deren Herz nichts mehr begehrt, als was Gottes Ruhm vermehrt: Gott wird ihr Verlangen stillen, und den frommen Wunsch erfüllen. 6. Selig, wer der Noth des Urmen, niemals fühllos sich entzieht, ihm aus zärtlichem Erbarmen wohlzuthun sich froh bemüht, und, wenn er um Hülfe weint, ihm mit Trost und Hülf' er= scheint! dieser wird auch Hülf' empfangen und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die sich bemühen, züchtig, keusch und rein zu seyn; die der Wollust Stricke fliehen und der Heiligkeit sich weih'n; die der Lockung dieser Welt, und was Fleisch und Blut gefällt, allzeit standhaft widerstehen, werden Gottes Untlig sehen. 8. Selig, wer im Frieden lebet; wer die Ruh' und Einigkeit zu erhalten sich bestrebet, und wenn Feindschaft, Haß und Streit seiner Brüder Glück zerstört, sie die Pflicht der Eintracht lehrt; die des Friedens sich befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die um Christi willen leiden und sich dessen freun, standhaft ihre Pflicht erfüllen und den Marter: tod nicht scheun: Gott steht ihnen mächtig bei, und will sie für ihre Treu' einst mit unverwelkten Kronen auf das herrlichste belohnen. 181 in Freud' und Schmerz, Vater! hilf von deinem Thron, daß ich glaub' an deinen Sohn, und durch deines Geistes Stárke mich befleiße guter Werke! dort mich freuen kann. Gieb, daß ich demüthig sey; meine Schuld vor dir bereu'; die Gerechtigkeit stets liebe, auch an Feinden Sanftmüth übe. 11. Daß ich Urmen helf' und diene: immer hab' ein reines Herz; die in Feindschaft stehn, verfühne; dir anhang' Mel. D Gott, du frommer Gott.- 8. ch danke meinem Gott, der mir den Sinn gegeben, so gut ich immer fann, zu seinem Preis zu leben. Du weißt, Gott, wie viel Kraft dein Knecht noch nöthig hat! verleihe du sie mir; bei dir ist Rath und That. 2. In allem meinem Thun laß mich auf dich nur sehen, und, untreu meiner Pflicht, nie eigne Wege gehen. Laß diese Wahrheit mir allzeit vor Augen stehn: Gott sieht's, Gott hórt's, Gott straft; du kannst ihm nicht entgehn. 3. Gedanke, leite du mich stets in allen Sachen; ist's denn auch recht, wenn ich's der Welt gleich wollte machen! und, siehet jegund mich des Menschen Auge nicht! ist's recht vor Gott? ist's recht vor seinem Ungesicht? 4. Uch führe mich, mein Gott! wie kann ich sonst bestehen! und laß mich ohne dich nie einen Schritt nur gehen. Mir überlassen, stürz' ich mich nur in den Tod; wenn du mich aber führst, so hat es keine Noth. 5. Die Gnade winket mir! nie sey es, Herr, vergebens; dein Wort sey jederzeit die Richtschnur meines Le bens; daß ich, wie dir's gefällt, geh', sige, liege, steh', uno nur in meinem Thun auf deine Ehre seh'. Von der Nothwendigkeit eines heiligen Lebens. Der 15. Pfalm. 10. Herr! du wollst mich selber Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46. leiten auf der wahren Jugend Bahn, 329. Wer darf in deine Hütte hier seinen Wohnplaß ein? Wer wird auf jenen heil'gen Höhen, o Herr, beständig vor dir seyn? 2. Der, der vor dir unsträflich wandelt, nic ungehorsam seiner Pflicht, der heilig denkt und heilig handelt, und gern die Wahrheit sucht und spricht. 182 Zweiter Theil. Von der Heiligung, 3. Der nie mit seiner Zunge schmá=| sanftes Joch und seine Last zu tragen. het, und groß durch seine Redlichkeit, mach' mich bereit, und seinem Vornie seinen Nächsten hintergehet, und bild gleich. Arges ihm zu thun sich scheut: 4. Der, der die Ehre seiner Freunde nie mit Verläumdungen verlegt; der Gottes frevelvolle Feinde nie seiner Achtung würdig schäßt: 5. Der die Verehrer Gottes ehret; dem nur der Redliche gefällt, der, was er seinem Nächsten schwöret, und - Mel. Gott, mache du mich selbst.- 17. schwör' er sich zum Schaden, hält: 331. Bewahre mich, Herr, daß 6. Der nie zum Gefeße auf ungerechten Wucher leiht, und durch gerecht erworbene Schäge, die, die Gott darben läßt, erfreut: nie mein Gemüth bethore, als wär' es schon genug gethan, wenn dir nur auß're Ehre der Mensch, dein Unterthan, erweist. Erinn're mein Gewissen, wie in der Wahrheit und im Geist, die dich verehren müssen, die dir gefallen 7. Der nie, Unschuldigen entgegen, Geschenke von Verbrechern nimmt; dem, dem ist seiner Tugend wegen ein unvergånglich Heil bestimmt! Mel. Mein Bundes Gott, ach.- 324. Ich weiß es wohl, ich wollen. 2. Die kommen nicht in's Himmelreich, die, Herr! zu Jesu sagen, und nicht dabei mit Ernst zugleich der 330. nachjagen. Nur die, die deinen Willen thun, läßt du, als deine Kinder, o Gott, im ew'gen Frieden ruhn; wenn heuchlerische Sünder von dir verstoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie ein heilig Leben trennen; mich nicht für Jesu Jünger hie blos außerlich bekennen. Gieb, daß mein Glaube thätig sey, und Jugendfrüchte bringe daß ich, vom Súndendienste frei, mit Eifer darnach ringe, im Guten zuzunehmen. nicht, daß du, o Herr, mich vom Verderben risfest, ja, wenn du mir nach meinen Werken missest, so ist der Tod mein Urtheil im Gericht. 2. Die Gnade nur in Christo macht mich frei; doch soll ich dich in guten Werken preisen, und durch den Fleiß der Heiligung beweisen, wie sehr ich dir, mein Gott, verbunden sey. 3. Dein Sohn bat mich mit seinem Blut erkauft, nicht, daß ich nur der Holle mocht entgehen, dein Ebenbild follt' nun in mir entstehen: drum bin ich auch mit deinem Geist getauft. 4. Mein Leib und Seel' soll, als dein Eigenthum, von dir, o Gott! und deiner Gnade zeugen: nicht nur der Mund soll niemals hiervon schweigen, der Thaten Stimm' erzähle deinen Ruhm. 7. Nimm weg von mir, was dir, mein Gott! mißfällt, und was mich fann aus deinem Himmel schließen; um auch durch dich der Güter zu genießen, die der genießt, der an dein Wort sich hält. 5. Des Glaubens Kraft kann ich ja anders nicht, zu meinem Trost, als aus den Früchten merken! den Nachften reiz' ich auch zu guten Werken, nicht anders, als durch meiner Werke Licht! 6. Uch nimm mich auf in deines Sohnes Reich, o Gott, laß mich nicht nur Herr! Herr! ihm sagen: sein 4. Du kennst, o Gott, der Men= schen Herz, und liebst, die redlich handeln. O laß in Freude und ir Schmerz mich richtig vor dir wan deln. Dein Wille sey mein Augen: merk. Hilf mir, selbst ihn vollbringen: durch dich muß jedes gute Werk dem glücklich noch gelingen, der deine Hülfe suchet. 5. Doch wenn ich aus Unwissen: heit und Uebereilung fehle: so thu an mir Barmherzigkeit, und richt meine Seele durch deine Gnade auvom Fall. Erhalt' mich bei dem Ei nen, daß ich dich fürchte überall, bis ich einst mit den Deinen dir chn Fehltritt diene! oder dem christlichen Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir.- 119. 332. Dein bin ich, Herr, dir der, Menschen, betet an! zum Opfer ganz ergeben; rechtschaffen, fromm und rein will ich vor deinen Augen leben; wie könnt' ich eines andern seyn? Ich bin ja durch die Schöpfung dein, und dein durch die Erlösung. 2. Ich fiel und wandte mich von dir, zur Finsterniß vom Lichte; doch wandtest du dich, Gott, zu mir mit deinem Angesichte. Erbarmen war dein Angesicht, mich von der Finsterniß zum Licht, zu dir zurück zu rufen. 3. Dein, Herr, dein ist Barmher= zigkeit; du liebest selbst die Sünder. Seyd, rufst du, geistlich mir geweiht, und meiner Gnade Kinder! ihr irrt und fündigt; faffet Muth; dort fließet der Versöhnung Blut, von Sünden euch zu waschen. Wandel überhaupt. 183 Dank und Ruhm gebracht! fallt nie4. Dein Sohn erniedrigt sich, und stirbt zur Tilgung unsrer Strafen! büßt für die Laster und erwirbt Befreiung ihren Sclaven. Wie vielfach, Höchster, bin ich dein! o laß mich Feines andern seyn. Dein Sohn ist auch mein Heiland. 5. Durch ihn versöhnt und dir zum Ruhm erkauft mit seinem Leiden, will ich mich, Gott, dein Eigenthum, von dir nie wieder scheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt! getödtet, was dir nicht gefällt, damit ich dir nur lebe! 6. Dies wirke, Gott, dein Geist in mir! ich habe kein Vermögen, die Sund' und alles, Gott, was dir verhaßt ist, abzulegen. Hier ist mein Herz, nimm ganz mich hin, und gieb. mir einen neuen Sinn, damit ich dir gefalle. 7. So werd' ich, der ich finster war, ein Licht in deinem Lichte! besteh' einst mit der kleinen Schaar der Frommen im Gerichte; frohlocke dann, und lobe dich, daß deine Gnad' und Treue mich gerecht und selig machte. Mel. Komm, o Gott, Schöpfer.- 197. 333. Dein, Gott, ist Maje= stát und macht, und alles ist dir unterthan. Dir werde 2. Dich preiset jede Kreatur, der höchste Engel und der Wurm. Dich ehrt gehorsam die Natur; dein Wink erregt und stillt den Sturm. 3. Wohin mein Uuge, Gott, nur blickt, ist Ordnung, Eintracht, Harmonie; und ich, mit deinem Bild ge= schmückt, empöre mich und störe sie. 4. Du schufft das menschliche Geschlecht; durch dich, Gott, sind wir, was wir sind: du bist mein Herr, ich bin dein Knecht; du bist mein Bater, ich dein Kind. 5. Wie darf, wer, Vater, dich nicht ehrt: des Glücks, dein Kind zu seyn, sich freu'n? Nur die sind dieser Ehre werth, die ganz sich deinem Dienste weih'n. 6. Wie billig, wie gerecht und gut ist alles, was uns Gott gebeut! wohl dem, der seinen Willen thut! ihn thun, ist Freud' und Seligkeit. 7. Nur das, was bös und schädlich ist, und uns entehrt, verbeut uns Gott. Weh' dem, der seine Pflicht vergißt! er stürzet sich in Schand' und Noth. 8. Gott ist, wenn er Gesege giebt, kein menschenfeindlicher Tyrann: blos weil er unsre Wohlfahrt liebt, treibt er uns zum Gehorsam an. 9. Leicht ist die Last und sanft sein Joch. Wer's willig trågt, sest seinen Lauf stets freudig fort! und fällt er noch, so hilft ihm Gott selbst wieder auf. 10. Bald heißt uns seine Lieb' und Huld gehorsam seyn aus Dankbarkeit; bald warnt er uns vor neuer Schuld, und übet uns durch Kreuz und Leid. 11. Sein Wort ermahnt, droht und verheißt, und hält uns Tod und Leben vor; und rühret und erweckt sein Geist: und ich verschlösse Herz und Ohr! 12. Nein! Gott, dir sey mein Herz geweiht, Gehorsam sey mein größter Ruhm. Verleihe mir Beständigkeit, und heil'ge mich, dein Eigenthum. Zweiter Theil. Bitten um Heiligung. In Mel. Durch Adams Fall ist ganz.- 90. ilf mir, mein Gott! 334. verleihe mir, daß ich nur dich begehre; mein ganzes Glück nur such' in dir, und dich allein verehre; daß ich in Noth dich meinen Gott und Vater gläubig nenne; daß weder Leid, noch Glück und Freud' mich jemals von dir trenne. 184 — 2. Erfülle mich mit wahrer Reu', wenn ich dich, Gott, betrübe, gieb, daß ich alles Böse scheu', und stets das Gute liebe. Laß mich doch nicht, Herr, meine Pflicht mit Vorsag je verlegen. Der Seele Heil, mein ew'ges Theil, laß mich recht theuer schågen. 3. Mein Gott! ich bitte dich, verleih' mir einen festen Glauben, der standhaft, treu und thätig sey, und laß mir den nichts rauben. Gieb, daß ich mich allzeit auf dich und auf dein Wort verlasse, und in der Noth, ja selbst im Tod dein Heil getroft umfasse. Von der Heiligung, Nein mir heilig seyn; laß mich nicht lieblos richten, und 3ank und Streit mit Freundlichkeit, mit Lieb' und Sanftmuth schlichten. 8. Herr! lehre mich Enthaltsamkeit, gieb mir ein rein Gemüthe, daß ich in dieser Prüfungszeit vor böser Lust mich hüte. Der Lügen Feind, der Wahrheit Freund, laß mich aufrichtig wandeln, und jederzeit nach Billigkeit mit meinem Nächsten handeln. 7. Die Falschheit, List und Heuchelei hilf mir sorgfältig fliehen: nie muss ich mich durch Gleißnerei um Menschengunst bemühen. Laß Sa und 9. Gieb, daß ich stets den Müßiggang fammt aller Trågheit fliehe! daß ich der Welt mein Lebelang zu dienen mich bemühe. Laß meinen Fleiß zu deinem Preis, o Gott! mir wohl gelingen, und segnest du das, was ich thu, dir dafür Ehre bringen. 10. 2ch, gieb mir deinen guten Geist, der selbst mein Herz regiere, und mich, wie es dein Wort verheißt, auf deinen Wegen führe. So wird mein Herz in Freud' und Schmerz dir zu gefallen streben, und du wirst mir, Gott, einst bei dir, den Lohn der Treue geben. 4. Hilf mir, der ich erlöset bin, daß ich den Heiland liebe, und bilde mich nach seinem Sinn: gieb, daß Mel. Ich will, mein Gott, du.- 55. ich mich ſtets übe, auf ihn zu sehn, 335. Ich habe, Gott! mir ihm nachzugehn, mich seiner nicht zu schämen; und stets bereit mit Freudig keit sein Kreuz auf mich zu nehmen. vorgenommen, nie auf der Uebertreter Pfad zu kommen; vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben zu übergeben. 5. Nie müsse Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren; nie Haß und Zorn und Bitterkeit zur Rache mich verführen. Dein Wort gebeut Versöhnlichkeit; verdammt der Rachsucht Triebe; gieb, daß den Feind, so wie den Freund, mein Herz aufrichtig liebe. 2. Erforsche mich, sich, ob ich's redlich meine! gieb, daß ich nicht blos, was ich seyn soll, scheine; mit allen Kräften strebe, deinen Willen ganz zu erfüllen! 3. Wenn deine Furcht mich überall begleitet, und meinen Gang, wenn mich kein Mensch sieht, leitet, wie sicher werd' ich deine Wege wandeln! wie richtig handeln! 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld, Herr, laß mich ja nicht trachten. Laß mich die Ehren dieser Welt für eitle Schatten achten, und nie nach Pracht, nach Hoheit, Macht, und großen Namen streben; laß mich vielmehr nach deiner Lehr' in wahrer Demuth leben. 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge scheuen! verschleuß mein Ohr der Sünde Schmeicheleien! stets werde mir das Gleißende der Lafter nur mehr verhaßter.isto 5. Gieb Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten, so mag die Welt, wie ihr's gefällt, mich richten; ich, hab' ich deinen Beifall, kann mit Freuden Berachtung leiden.372540 oder dem christlichen Wandel überhaupt. 6. Du achtest nicht das Ansehn der Personen; wirst billig alles richten und belohnen; mit Herrlichkeit und Ehre deine Kinder, mit Schmach die Sünder. 7. Bald, bald vollend' ich meiner Prüfung Stunden. Werd' ich im Tode nur bewährt erfunden; wie Mel. Gott mache du mich selbst.- 17. schön verwandeln ſich dann meine 337. Der du Berstand und Leiden, und werden Tugend schenkst, Vater meines Lebens! wo du nicht Thun und Lassen lenkst; so leb' ich Mel. Herr Christ, der ein'ge Gottes.- 94. 336. Herr Seſu, Gnadenſonne! hier vergebens. Denn, wen dein Geiſt wenn nicht neu der Licht bei uns mit Kraft und Wonne, ergeben; und, wen die Sünde noch durch Frost und Schatten bricht; so regiert, der ist zum rechten Leben wird das Herz erfreuet, so wird der Geist noch nicht hindurchgedrungen. erneuet: versag' dies Glück mir nicht!" 2. Mit vielen großen Sünden reiz' ich dich wider mich; doch laß den 3orn verschwinden, vergib genådiglich. Du pflegst dich ja der Armen mitleidigst zu erbarmen: ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib' aus meiner Seelen des alten Menschen Sinn. Weg, Sünden, die mich quälen! Herr! lasse mich forthin mit einem heil'gen Leben mir selbst das Zeugniß geben: daß ich erlöset bin. 4. Beförd're dein Erkenntniß in mir, Herr! durch dein Wort. Wie blöd' ist mein Verständniß, und welch ein finst'rer Ort! doch sprich: und es wird helle, es weichen auf der Stelle die dust'ren Schatten fort. 5. Uch, Herr, wie gar geschäftig ist Fleisch und Blut in mir! erzeig' dich in mir kraftig, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb' in dir. 185 8. Ich lebe deiner Gnaden, mich stüßet deine Treu'; dir zeig' ich meis nen Schaden, die Gnade macht mich frei. Damit ich deinen Willen be= stándig mog' erfüllen, so steh' mir fráftig bei! 6. Uch! zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir zum Wohlgefallen beständig moge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Schwach bin ich, gieb mir Stårke; der Feind schreckt, gieb mir Muth. Weg, Ruhm der eignen Werke! Herr! was dein Geist nicht thut, was ich aus eignem Triebe bald lasse, bald verübe, ist böse und nicht gut. 2. Drum, Vater, neig' dich våter= lich zu deinem schwachen Kinde. Gieb mir ein frommes Herz, daß ich mich scheu' vor jeder Sünde. Bewahre meinen Mund, daß mir kein schlüpfrig Wort entfalle; vielmehr von meinen Lippen dir manch freudig Lob erschalle, den Nächsten zu erbauen. 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spôtter höre, damit in meinem Glauben mich fein frecher Thor bethore. Hilf, daß kein Wig der Lästersucht mir Ohr und Herz vergifte, noch jemals, wie er tückisch sucht' durch mich dann 3wietracht stifte, nie mich zur Schmáhsucht reize. 4. Die Augen, Gott, bewahre mir vor unverschämten Blicken, und vor unzüchtiger Begier die Unschuld zu verstricken. Laß sie den Schmuck der Sittsamkeit weit über alles schätzen; was reiner Engel Uug' erfreut, das sey auch mein Ergögen; was, du liebst, ihr Bestreben. ironed 5. Behüte mich vor Schwelgerei, die leicht das Herz beschweret; vor Trunkenheit, die ohne Scheu Schandthaten üben lehret. Die Lust, die blos den Leib ergößt, verderbt auch fromme Herzen; und was die Welt für Freude schäßt, bringt Nachreu', Elend, Schmerzen, und stürzt zulegt zur Hölle. 6. Hilf, daß mein Geist nichts lieber hört, nichts lieber spricht und 186 Zweiter Theil. Von der Heiligung, denket, als was den Glauben stårkt| Rohr, vom Wind regiert, so irrt, und nährt, und Lust zum Guten von Leidenschaft verführt, auch oft schenket; was mich zu jenem Leben mals meine Seele. Herr, hilf mir, bringt, wo man bei dir stets lebet, daß ich als ein Christ das flieh, was dein Lob mit allen Engeln singt, den vor dir strafbar ist, und nur das Heiland sieht, erhebet: und ihm sich Gute wähle. ähnlich schauet. 1 Mel. Wer nur den lieben Gott. - 7. 338. ott! dir gefällt kein gottlos Wesen. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum laß von Sünden mich genesen, und schaff' ein reines Herz in mir; ein Herz, das sich vom Sinn der Welt entfernt und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die begang'nen Sünden mit inniger Beschämung sebn; durch Christum vor dir Gnade finden, und auf den Weg der Wahrheit gehn. Ich will forthin das Unrecht scheu'n und deinem Dienst mein Leben weih'n. 3.D stárke mich in dem Gedanken! gieb meinem Vorsak Festigkeit! und will mein schwaches Herz je wanken, so hilf der Unentschlossenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit oir! nimm deinen Geist nur nicht von mir! 4. Gieb, daß er mir stets Hülfe leiste, und Muth und Kräfte mir verleih', daß ich mit kindlich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sey! so sieg' ich über Fleisch und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Wenn ich indeß aus Schwachheit fehle; mein Vater! so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Un= gesicht; und mache in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 6. Erquicke mich mit deinen Freuden; schaff ein getrostes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden; so halt' ich mich, mein Gott, zu dir, bis nach vollbrachter Prüfungszeit der Deinen Erbtheil mich erfreut. - - 37. Mel. Getreuer Gott, wie viel. 339. Erbarm' dich, Herr! du kennst mein Herz. Geneigt zu Eitelkeiten, läßt sich's durch Freude und durch Schmerz oft auf den Srrweg leiten. So wankt ein 2. Laß doch mein Herz nicht fernerhin in seiner Neigung wanken. Erhebe den verirrten Cinn zu himmlischen Gedanken! wenn von dem Dienst der Eitelkeit mich deines Geistes Kraft befreit, so wird es mir gelingen. Ich halte deinem Willen still. Ich will mich åndern, Herr, ich will. Gieb selber das Vollbringen! 3. Umsonst such' ich der Tugend Bahn, wenn du mich nicht begleitest, und nicht, befreit von Menschenwahn, zu deiner Wahrheit leitest. Du haffest zu deiner Wahrheit leitest. Du hasfest jeden falschen Schein. Mit Ernst willst du verehret seyn. Herr, hilf um Jesu willen! Erhebe den gebeugten Muth! Hilf mir der Leidenschaften Wuth durch deine Gnade stillen! 4. Mein Gott! mein Gott! gedenke nicht der Sünden meiner Jugend. Wie hart schien mir oft meine Pflicht! wie rauh die Bahn der Tugend! Se= doch du trugst mit mir Geduld. Laß, Vater! laß mich diese Huld nicht folgen, undankbar verachten. Dir Dir ist mein wahres Heil. O laß mich's als mein bestes Theil auch immerfort. betrachten. 5. Ich bin ein Mensch. Du kennest mich. Wie schwach sind meine Kräfte! doch meine Seele hofft auf dich. Du wirst zu dem Geschäfte der Heiligung mir Kraft verleih'n, und mich mit deiner Hülf' erfreu'n, vor dir gerecht zu leben. Ich, dein erkauftes Eigenthum, will dafür deines Namens Ruhm in Ewigkeit erheben. Mel. D Gott, du frommer Gott.- 8. Dein Vater und mein 340. du in diesem Leben, zur Leuchte meinem Fuß, dein heil'ges Wort gegeben. Regiere doch mein Herz durch deinen guten Geist, daß ich dem folgsam sey, was, Gott, dein Wort mich heißt. oder dem christlichen Wandel überhaupt. 187 2. Verleih, daß ich zuerst nach| mir sterben, dir zu leben, und mach' deinem Reiche trachte, und kein ver- in mir, Herr, alles neu. Ach, wirk' gånglich Gut so übermäßig achte. in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! Wer nach dem Ewigen mit rechtem das wahre Christenthum! Eifer ringt, empfängt schon hier zum Lohn, was wahre Ruhe bringt. 3. Gieb, daß ich von der Welt mich unbefleckt erhalte, und daß in mir der Trieb zum Guten nie erkalte. Hilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoff nung stark und fest gegründet sey. 3. Reiß' los mein Herze von der Erden; laß mich, der ich unsterblich bin, nach deinem Bild erneuert werden, und gieb mir meines Heilands Sinn. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 4. Gieb, daß ich als ein Christ, mich Christo ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, und nicht der Geist der Welt, so geb' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele liebe, und Lieb' und Gútigkeit auch an dem Nächsten übe. Laß ohne Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und ohne Ungeduld in trüben Tagen seyn. 6. Nie müsse sich mein Herz der Fleischeslust ergeben, und nie dem schnöden Geiz! mein dir geweih'tes Leben sey von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, von ungerechtem Gut und stolzem Sinn befreit. o 4. Regiere du selbst meine Seele, damit ich Christo folge nach, und stets den schmalen Weg erwähle, ja, Ehre such' in Christi Schmach. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 5. Gieb mir zum Streite Muth und Kräfte! hilf, daß ich dir verbleibe treu! daß ich an Christi Kreuz mich hefte, und mir die Welt gefreuzigt sey. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. ein Gott! ach, lehre 341. Mein mich erkennen den Selbsibetrug und Heuchelschein, daß tausend, die sich Christen nennen, mit nichten Christi Glieder seyn. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 7. Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiren: so unterstüße mich, wenn meine Tritte gleiten. Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe bau'n, und auch, wenn sie verzeucht, dir noch getroft vertrau'n. 8. Erlöse endlich mich von allen meinen Leiden; und ist die Stunde Mel. Nun danket alle Gott. 9. da, aus dieser Welt zu scheiden, 342. Du fagst: ich bin ein wenn Christ. bricht, mich Sterbenden mit Trost wenn Werk und Leben dir dessen, und froher Hoffnung nicht. was du sagst, Beweis und Zeugniß geben; und wenn dein ganzes Thun, durch Gottes Kraft und Geist, von deinem Christenthum die ächten Proben weist. 2. Du sagst: ich bin ein Chrift. Der ist's, der Jesum kennet; der seinen Gott und Herrn ihn vor den Menschen nennet, und thut dann auch dabei, was Christus ihm gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit. 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe lebendig, fest und thắtig seyn, daß ich bis an mein Ende übe das Christenthum ohn' Heuchelschein. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 2. Hilf, daß ich dir allein ergeben, der Sünde abgestorben sey; laß mich 7. So hab' ich schon auf dieser Erde, was mich beruhigt und erfreut: wenn ich mit Gott vereinigt werde, schmeck ich des Himmels Seligkeit. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 188 Zweiter Theil. Von der Heiligung, 3. Du sagst: ich bin ein Christ.| zeigt 3orn, und Haß und Neid, so Wer sich's will nennen lassen, muß bist du ja gewiß vom Christenthum leben, wie er glaubt, und alles Bose noch weit. hassen. Der liebet Christum nicht, der noch die Sünde liebt, ist auch kein Christ, ob er sich gleich den Namen giebt. 4. Du sagst: ich bin ein Christ, denn ich bin ja getaufet auf Christi Tod, der mich mit seinem Blut erkaufet. Ja wohl; doch prüfe dich, wie steht's um deinen Bund, den du mit Gott gemacht in jener Gnadenstund'? 5. Hast du ihn nicht vorlängst gar oft und viel gebrochen? Hast du als Gottes Kind dich, wie du ihm versprochen, in allem Thun erzeigt: dem Guten nachgestrebt? Hat nicht der alte Mensch bisher in dir gelebt? - 6. Du sagst: ich bin ein Christ, weil ich die Gnadenlehre zu Haus' und öffentlich beständig les und höre. Ja, Lieber, thust du auch, was Gottes Wort dich lehrt? Nur wer es hört und thut, der ist dem Höchsten werth. 7. Du sagst: ich bin ein Christ; ich lass mich öfters finden bei Jesu Bundesmahl, mit Gott mich zu verbinden. Doch zeiget sich bei dir in deinen Werken auch rechtschaff' ne Besserung nach solchem heil'gen Brauch? 8. Du sagst: ich bin ein Christ! ich bete, les und singe; ich geh' in's Gotteshaus. lauter gute Dinge, wenn du von Heuchelei dabei entfernet bist, und deiner Undacht Zweck die Ehre Gottes ist. 9. Du sagst: ich bin ein Christ; Wer kann es dir gestehen, er könne solches denn aus deinem Wandel sehen? Rührt nicht dein ganzer Ruhm aus falschem Grunde her? Wer Christi Junger ist, der wandelt so, wie er. 10. Bist du ein wahrer Christ, so müssen Sinn und Triebe nach Christi Vorbild seyn. Wenn unverfälschte Liebe dein ganzes Herz erfüllt; wenn du voll Sanftmuth bist, voll Demuth, wie der Herr; so sag': ich bin ein Christ. 11. Doch wenn man noch an dir das Gegentheil verspüret; wenn Stolz und Uebermuth dein eittes Herz regieret, wenn statt der Sanftmuth sich 12. Du sagst: ich bin ein Christ, und rühmst dich deß mit Freuden: doch thust ou auch wohl mehr, als manche fluge Heiden? Uch, ich befürchte sehr, sie klagen einst dich an; weil du vielleicht noch nicht so viel, als sie gethan. 13. Gag' nicht: ich bin ein Christ, bis daß dir Werk und Leben, auch dessen, was du sagst, Beweis und 3eugniß geben. Der Name macht's nicht aus: ein Christ muß, ohne Schein, das, was er heißen will im Wesen selber seyn. 14. Gott, schenke mir doch Kraft, mich ernstlich zu befleißen, ein wah rer Christ zu seyn, und nicht nur so zu heißen! denn wer den Namen hat, und nicht die That zugleich, ge= langet nimmermehr zu dir in's Himmelreich. S Kampf der Heiligung. Mel. Durch Adams Fall ist ganz.- 90. 343. Oft ft denkt mein Herz, wie schwer es sen, Herr, deinen Weg zu wandeln, und täglich deinem Worte treu zu denken und zu handeln. Wahr ist's, die Tugend kostet Müh, sie ist der Sieg der Lüste! jedoch, mein Gott, was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Laster freu'n trifft ja auch Schmerz hienieden. Sie sind die Sclaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüste dåmpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist Anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ist Anfangs steil, läßt nichts als Mühe blicken, doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. oder dem christlichen Wandel überhaupt. 4. Gott, háttest du es uns vergönnt nach unsers Fleisches Willen, wenn Wollust, Neid und Zorn entbrennt, die Lüste frei zu stillen; erlaubtest du dem Frevler hier, aus Bosheit uns zu kranken: was müßten wir doch dann von dir, du weiser Vater, denken? 5. Du willst, wir sollen glücklich seyn, drum gabst du uns Gefeße. Sie sind es, die das Herz erfreu'n, sie sind des Lebens Schäße. Du sprichst in uns durch den Verstand, du sprichst durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe deiner Hand, fliehn oder wählen müssen. 6. Dich fürchten, das ist Weisheit nur, und Freiheit ist's: sie wählen; ein Thier folgt Trieben der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? Was sein Beruf auf Erden? Die Tugend. Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Dir, Höchster, ähnlich werden. 7. O stärke mich dazu mit Kraft; so wird es mir gelingen. Du bist es, Gott, der beides schafft, das Wollen und Vollbringen. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von dir noch mehr be fommen: wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Mich starke auf der Tugend Pfad das Beispiel sel'ger Geister. Ihn zeigte mir, und ihn betrat ja selbst mein Herr und Meister. laß mich nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern. Mein wahrer Ruhm ist bei dir, Gott, und nicht bei Menschenfindern. 189 Bitten um Beständigkeit und Wachsthum in der Heiligung. 9. Gieb, daß ich mit der Ewigkeit den Kampf so kurzer Jahre vergleich', und ernstlich allezeit gedenk an meine Bahre. Das Kleinod, das der Glaube hátt, laß neuen Muth mir geben, und zu den Freuden jener Welt mich oft im Geist erheben. 72. 344. Mel, Gott werde stets von dir. chön ist die Tugend, mein Verlangen, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhangen, hat meine Seel' auch oft begehrt. Uch könnt' ich's, wie würd' ich mich freu'n! wer heilig ist, muß selig seyn. 2. Gott ist der Seligkeiten Fülle von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein Verstand ist Licht, sein Wille ist Ordnung und Vollkommenheit! Von Ewigfeit her war er gut; er bleibt's, und recht ist, was er thut. - 3. Wie schnell umhüllen Finsternisse mich, wenn ich auch erleuchtet bin; dann fliehn die heiligsten Entschlüsse, den Morgennebeln gleich, dahin. Bald wähl ich, was dem Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt! 4. Ich Urmer! darum kommt kein Friede in mein verschmachtetes Gebein! wie bin ich dieses Wechsels müde! wann werd' ich fest im Guten seyn? Wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienste, Gott, geweiht? 5. Unwandelbar ist deine Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell. Sie leuchte mir in voller Klarheit beståndig unbefleckt und hell, daß nie der Sünde Täuscherei gefährlich deinem Kinde sey. 6. O bilde, Bater, meine Seele! in deiner Liebe mache mich, weil ich zu meinem Trost dich wähle, gewiß und unveränderlich. Denn bin ich erst dein Eigenthum, so bin ich ewig auch dein Ruhm. Mel. Nun habe Dank für deine.- 234 10. Erhalte mich stets unverzagt, wenn mir's nicht immer glücket; 345. W der Gerechte! du wenn mich, so viel mein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drücket. Du siehst nicht auf die That allein, du siehst auf meinen Willen; ein göttliches Verdienst ist mein! dies laß mein Herze stillen. bist sein Schild und großer Lohn. O, daß ich ganz gerecht seyn möchte! doch ach, wie wenig bin ich's schon. Du weißt es, Gott, ich bin noch weit entfernt von der Vollkommenheit. Zweiter Theil. Von der Heiligung, 190 2. Wie viel ist noch an mir zu finden, das nicht mit deiner Vorschrift stimmt! oft übereilen mich noch Sünden, wenn's Herz gleich bessern Vorsat nimmt. Ja, oft verleg' ich meine Pflicht, mein Gott, und weiß es selber nicht. 1 4. Gieb, daß mit brünstiger Be= gier ich fest stets an dir klebe, zeuch mich dir nach, daß ich zu dir mich von der Welt erhebe! ja laß mich, wenn ich sterben soll, auf deine Gnade bauen, dir vertrauen, und dann dort wonnevoll dein Untlig ewig schauen! 5. Ich kámpf', ermatt' und strauchle oft. Hilf, Herr, mein Hort, dem Schwachen, der nur auf dich in Demuth hofft. Du kannst mich machtig machen. In jeder Seelennoth laß mich bei dir Erbarmung finden, Trost empfinden, und endlich, Herr, durch dich in allem überwinden. 3. Wer fann, wie oft er fehlet, merken? Nur du, du siehst mich, wie ich bin. Nur du kannst mich im Guten stårken; drum fall' ich, Vater, vor dir hin. O mach', um heilig ganz zu seyn, mich von verborg'nen Fehlern rein. 4. Von aller eiteln Eigenliebe befreie mich durch deine Kraft. Erweck' und mehr' in mir die Triede zu dem, das wahre Bessrung schafft. Laß Mel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. meinen Fleiß geſegnet ſeyn, und meine 347. Du, der Herz und NieHeiligkeit gedeih'n. 5. Du wirst das demuthsvolle Flehen des Sünders, der dich scheut und ehrt, o Gott der Gnade, nicht verschmähen. Du bist es, der Gebet erhört. Mein Fels, mein Heil, ich traue dir. Das, was ich bitte, giebst du mir. ren kennet, Ewiger, erforsche mich! ach! ich war von dir getrennet, aber du erbarmtest dich, hörtest mein Gebet, mein Sehnen, fab'st die Inbrunst meiner Thránen, schenktest mir selbst deine Huld, und vergabst mir alle Schuld. 2. Ach! erforsche selbst mein Herze! sieh, es irrt und fehlet noch, und mit unruhvollem Schmerze fühlt es Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu.- 256. oft der Sünde Soch; wankend, un346. ich zu oft noch err, mein Erlöser! nur gewiß und tråge geht mein Fuß der mein Blick auf der Laster Bahn zurück. 8. Als zuerft vor meinen Blicken der Verblendung Nacht verschwand, und mein Auge voll Entzücken, Gott, dein Untlig wieder fand, wie war da der Reiz der Sünden mir so leicht zu überwinden! ihre Schrecken sah ich nur, aber keiner Unmuth Spur. Hülf'erflehen; vernimm mein Seufzen, eile mir, mein Helfer, beizustehen. Des wahren Glaubens Kraft und Licht, das selige Bestreben, dir zu leben, und Muth zu dieser Pflicht, das wollest du mir geben. 2. Du hast dein königlich Gebot mir tief ins Herz geschrieben! von ganzer Seele soll ich Gott, wie mich, den Nächsten lieben! wenn ich nach deinem Worte thu': so hab' ich schon bienieden großen Frieden, und welches Heil hast du den Frommen dort beschieden. 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir entreissen. Denn du hast deine Seligkeit den Treuen nur verheißen. Wie könnten wohl durch ihre Müh' sie, solche zu verdienen, sich erkühnen? Aus Gnaden schenkst du sie, und du erwarbst sie ihnen. and noo, e 4. Wenn, von Andacht hingerissen, ich den Himmel offen sah, lag die Welt zu meinen Füßen und, Gott, deinem Throne nah', mischt ich in der Engel Chöre den Gesang von deiner Ehre, von der Huld, die ewig liebt, Sünden decket und vergiebt. 5. Welche Rube, welcher Friede wohnte da in meiner Brust! Eitelfeit, dein war ich múde! Welt, ich fluchte deiner Luft! ich verschmähte deine Gaben, mir war Gottes Huld zu haben, und ein Herz, das ihn verehrt, mehr als Erd' und Himmel werth. oder dem christlichen Wandel überhaupt. 6. Thr, dem Beten heil'ge Stunden, voller Ruhe, voll Gewinn, ach wohin send ihr verschwunden; Gluth der Undacht, ach wohin? Oft noch such' ich Gott durch Zähren, durch Gebet und Flehn zu ehren; doch der Welt Geräusch zerstreut des Gebetes Brúnstigkeit. Budstice de 7. Wenn die Menge der Verachter meines frommen Wandels lacht, aus der Undacht ein Geláchter, aus dem Beten Thorheit macht, wenn sie spottisch auf mich sehen, mich und meinen Glauben schmähen, dann vergess' ich meine Pflicht; ich bekenne Jesum nicht. 8. Unter der Verfolger Steinen bebten Gottes Márt'rer nie, seine Wahrheit zu verneinen, zwang nicht Droh'n, nicht Folter sie. Auf des hárt'sten Todes Wegen gingen sie dem Lohn entgegen, sahn den Himmel offen stehn, konnten so den Tod verschmähn. 9. Der du sie mit Kraft von oben zu dem Kampfe stark gemacht, und zu deinem Lohn erhoben, wo kein Feind mehr ihrer lacht, hilf auch mir den Spott bezwingen, hilf auch mir den Lauf vollbringen. Vater, bis ans Ende sey dir mein ganzes Herz getreu, 10. Wer getreu bleibt bis an's Ende, und nicht achtet Spott und Hohn, dem bereiten Gottes Hände eine ew'ge Siegeskron'. Kampf und Muth war nicht vergebens, Gott giebt ihm vom Baum des Lebens, und er kommt nicht in's Gericht, stirbt des Tod's der Seele nicht. Mel. Es wolle Gott uns gnädig seyn, ( 3m Choral- und im Melodienbuch für Kurhessen ist zu diefem Liede die achte Zeile wegzulassen, die vorlegte Note e in der sechsten Zeile aber zweimal zu singen.) 348. J ch armer Sünder, wer bin ich, daß du, o Gott, stets meiner dich erbarmst, daß du noch meiner schonst, und mir nicht nach Verdiensten lohnst. Zum Glauben 191 und zum Thun zu schwach, giebt oft mein Herz der Sünde nach. Ich kämpf' o Vater nicht genung den Kampf der ernsten Heiligung. 2. Wie schnell ist von der rechten Bahn zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in diesen Abgrund blickt! wie nahe grånzt die Missethat an unsers Herzens bösen Rath;! wie bald wird Frevel selbst verübt, wenn man erst Schwachheitsfehler liebt! 3. Vertreib', o Gott, des Irrthums Nacht; entreisse mich der Sünde Macht! wie glänzet deiner Streiter Schaar, die einst, wie ich, auf Erden war, und die nun, weil sie überwand, den Lohn empfängt aus deiner Hand! sie sind gekrönt! ich noch im Streit: o gieb auch mir Beständigkeit! 4. Schmal ist der Weg zu Got tes Höh'n, und wenige sind, die ihn geh'n! die Pfort' ist eng', und der nur dringt durch sie zu Gott empor, der ringt. Ich lieg' auf meinem Angesicht, und fleb' und weine, laß dein Licht mir leuchten, Bater, laß mich dein im Leben und im Tode seyn. 5. Der mir in Christo alles gab, Gott! schaue doch auf mich herab! auf mich, der Sünde schnellen Raub, den Himmelserben, und den Staub! erbarm' dich mein, und steh' mir bei, daß ich des Kleinods würdig sey, das Christus mir so theu'r erwarb, als er für mich am Kreuze starb. 6. Ja, du erbarmtest über mich, ver= föhnter Gott und Vater, dich. Vom Leibe dieses Tod's befreit, führst du mich einst zur Herrlichkeit, wo meine Tugend nicht mehr wankt, und dir, Gott, ewig dafür dankt, daß sie dein Gnadenlohn beglückt, und deiner Sieger Krone schmückt. 192 Zweiter Theil. Mel. Mach's mit mir Gott nach.- 26. ald oder spåt des J Von der Heiligung, nicht Schmach, nicht Tod noch leiden, getauft. Ich bin durch Jesu Blut erkauft; 10. Der uns in Chrifto alles giebt, Gott, wird mich nicht vernichten! der uns bis in den Tod geliebt, der wird mich einst nicht richten! wenn Erd' und Himmel untergehn, werd' ich zum Leben auferstehn. 349. bin auf ich noch hier auf Erden, ich Sterblicher, doch dieser Staub soll einst unsterblich werden. Und dann, dann ist mein ewig's Theil, o Gott, Verwerfung oder Heil. 2. Mit Furcht und Bittern soll der Christ nach seinem Heile ringen; verachten, was auf Erden ist, hinauf zu Gott sich schwingen; getroft den Pfad der Trúbsal gehn, und stand haft in Versuchung stehn. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß, noch bin ich in den Schranken; noch nicht am Ziele, doch mein Fuß beginnet oft zu wanken. Herr, stärke mich durch deine Kraft auf dieser kurzen Pilgerschaft. 4. So lang' ich noch ein Fremdling hier, in diesem Leibe walle; so schaff' ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf eb'ner Bahn, durch deinen Geist zu dir hinan. 5. Es sey mein Ruhm, dir werth zu seyn, was du gebeutst, zu üben; mein höchstes Gut, mich dein zu freu'n, von Herzen dich zu lieben; mein Trost, auf deinen Schuß zu trau'n, und meine Hoffnung, dich zu schau'n. 6. Die freche Thorheit dieser Zeit foll nie mir meinen Glauben, den süßen Trost der Ewigkeit, des Himmels Hoffnung rauben. Was lindert sonst des Lebens Noth? Und was versüßt mir einst den Tod? Von der Nachahmung des Erlösers. Mel. Mach's mit mir Gott nach.- 26. 7. Verzagt und ſchwach sind Fleisch 350. Welch hohes Beiſpiel und eitel Werke; der Glaub' allein giebt Kraft und Muth, und nur durch Christi Stärke sind wir in Angst und Traurigkeit getrost, und überwinden weit. 8. Was ist die Trubsal dieser Zeit und alles Leid der Erden, Gott, gegen deine Herrlichkeit, die fund an uns soll werden? Wie schnell flieht dies mein Leben hin! hin, wo ich ewig selig bin! 9. Heil mir! ich bin sein Eigenthum! nichts soll mich von ihm scheiden! nicht Wollust, Güter oder Ruhm; 11. Nicht Trubsal mehr, nicht Leid noch Schmerz betrübet dort die Seinen, nicht klagen mehr wird unser Herz, nur Freudenthránen weinen; er, der für uns sein Leben gab, er trocknet unsre Chránen ab. 12. Dort schauen wir, und beten an vor seinem Angesichte, und die wir hier im Dunkeln sahn, wir werden dort im Lichte die Wunder seiner Liebe sehn, des Weisen Wege ganz verstehn. 13. Shr, die ihr ihn erhab'ner preis't, ihr Engel, meine Brüder, dann finget mein verklärter Geist in eure Jubellieder; und eurer hohen Harfen Klang ertönt in meinen Lobgesang. 14. Du, der uns dieses Heil erwarb, laß, Jesu, mich's ererben! du, der für seine Menschen starb, las, Jesu, dir mich sterben! gieb, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir sey. Heiland, durch dein Leben! sollt' ich nicht gern und mit Begier dir nachzuahmen streben? und nicht den Weg, den du betrat'st, auch gehn, und das thun, was du that ft? 2. Dein Herz war voller Heiligkeit, so rein, wie deine Lehre: dein Thun, Lieb' und Rechtschaffenheit, dein Endzweck Gottes Ehre: hier schaffst du mir Zufriedenheit, und dort einst ew'ge Seligkeit. 3. Darum entáußertest du dich, und stiegst vom Himmel nieder, warbst oder dem christlichen Wandel überhaupt. Mensch, ein armer Mensch, wie ich; uns Schwache nennst du Brüder, der Bosheit Raub, der Leute Spott, in deinem Wandel gleich wie Gott. his 193 4. Das Böse sucht' er alsobald mit Gutem zu vergelten; man hörte, wenn die Welt ihn schalt, ihn' niemals wieder schelten; man hört' ihn nicht um Rache schrein; er übergab es Gott allein: fo sey auch du gesinnet! 4. In Knechtsgestalt erschienest du, um uns zu Herrn zu machen; den Kranken gabst du Kraft und Ruh', und warst stark in den Schwachen: du trugsto die Leiden mit Geduld, und trugst sie sonder eigne Schuld. 5. Wenn Stolz und Eigenliebe sich, Seele, bei dir reget! so starke Jesu Beispiel dich; dann wirst du nicht be weget. Ach, nimm doch dessen Wort in Acht, und denke, wie er's hat gemacht: so sey auch du gesinnet! 5. Du starbst für unsre Missethat. Wer liebt so seine Freunde! erfüllst für uns des Vaters Rath, und bittest felbst für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, und ehrtest auch im Tode 352. Kommt ber, Mühfelge, Gott. 6. Dies große Beispiel hast du mir zur Richtschnur hinterlassen, daß ich gesinnet sen gleich dir in meinem Thun und lassen. Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz auf dich, komm, folge mir, und thu', wie ich. fommt zu mir, spricht Gottes Sohn, o kommt, send ihr mit Sünden gleich beladen. Wo sucht ihr Trost? Nur Trost und Heil, wird dem, der zu mir kommt, zu Theil: ich heile euren Schaden. 7. Ich komme, Herr! gieb Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer mich fälschlich nur so nenne: damit ich deinem Beispiel treu auch andern felbst ein Beispiel sey. m Mel. Kommt her zu mir, spricht.- 238. 2. Wie lange fáumet ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt mein Joch, und folget meinen Lehren. Seht, wie ich, ganz nach Gottes Sinn, fo fanft und so demüthig bin; mich müßt ihr billig hören! St 3. Sanft ist mein Joch, leicht meine Last. D! wer sein wahres Glück nicht haßt, wird sich darunter beugen. Ruh' und Erquickung findet sich bei mir, und Mel. Es ist das Heil uns kommen her.- 6. 351. D Seele, chaue Stuu trostreich werde ich mich gewiß an ihm bezeigen. an! hier fannst du recht erkennen, was wahre Demuth heißen kann, und was wir Sanftmuth nennen. Er stellt sich dir zum Muster dar; wie Jesu Christ gesinnet war: so sey auch du gesinnet. 4. Nun, Jesu, mich verlangt nach dir, zeuch mich dir nach, so laufen wir, dir will ich mich ergeben. Ich weiß es, o Herr Jesu Christ, daß außer dir kein Retter ist; bei dir ist Heil und Leben. 2. Er war der große Gottessohn, ihn ehrten Cherubinen; doch ließ er seinen Himmelsthron, und kam, um uns zu dienen. Er selbst, der Herr der Herrlichkeit, war Menschen wohl= zuthun bereit, so sey auch du gesinnet! 5. Laß mich nun, so wie du gethan, aus wahrer Demuth jedermann zu dienen fertig stehen. Laß mich, wie du, sanftmüthig seyn; Beleidigungen gern verzeihn, und Fehler übersehen. 3. Er sah die ganze Lebenszeit auf 6. Uch, bilde mich nach deinem seines Vaters Willen, durch Thun Sinn, mich, der ich ohne dich nichts und Leiden stets bereit, ihn treulich bin, daß ich dein Joch recht trage. zu erfüllen. In allem, was er dacht' Sprich meiner Seele tröstlich zu, und und that, verehrt er seines Vaters bringe mich zur wahren Ruh', am Rath: so sey auch du gesinnet! Ende meiner Tage spr Tin I zid- nod to dil bo 60 9- med sit and 1990 trupin en imádom saborso altro achin day bid shuj 29 d misdain duu dumta thin numi sciple najpienisse 13 194 qindrada de mobilidad da mer og 25) Von der Erkenntniß Gottes. H Mel. Ich will, mein Gott, du König. 55. 353. Soul oll sich mein Geist, o Gott, zu dir erheben, und dich zu kennen glücklich sich bestreben, so mußt du selbst, um groß von dir zu denken, die Kraft mir schenken. 11. Dann werd' ich immer heller dich erkennen, und täglich mehr vor deiner Lieb' entbrennen, dir gerr gehorchen, fröhlich dich erheben, dir Gott, nur leben! G Mel. Gott werde stets von dir.- 72. 2. Laß doch, o Herr, dein Licht 354. Wo find' ich Gott, der meine Seele von mich stets erfreuen, und meiner Seele Finsterniß zerstreuen: erleuchte mich, daß mich zu deiner Ehre, dein Glanz verflåre. 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, das so, wie du, verdien' erkannt zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so Glú stille, als deine Fülle? 4. Dich suchen, ist die edelste der Sorgen: zwar bist du unerforschlich und verborgen; doch willst du, wenn wir nur dein Licht nicht hassen, dich finden lassen. 5. Mit lauter Stimme lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Gut' und Stärke; auch hast du selbst, sey hoch dafür gepriesen! uns unterwiesen! 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir getreu, was du uns lehrst, bewahren, wenn wir, was deine Lehren wirken sollen, uns bessern wollen. 7. Uch, möcht' ich, Gott, aus allen meinen Kräften dich suchen, ruh'n von Sorgen und Geschäften, und mein Gemüth, um mich zu dir zu schwingen, zur Stille bringen! 8. Doch mein Verstand ist unståt, tråg', er scheuet der Ueberlegung Müh', und, schnell zerstreuet, sinkt er, wenn ich zu dir gezogen werde, zurück zur Erde. 9. Auch täuscht mein Herz ihn, machet ihn vermessen, verführt ihn, seine Gránzen zu vergessen, will mehr, als seine Kräfte mir vergönnen, von dir erkennen! 10. Ergreife mich und leite meine Seele, daß sie den Weg zum Lichte nicht verfehle, gewähre mir, damit sie nicht ermüde, Ernst, Lust und Friede! allem ewig lieben will? Du, den ich mir zum Trost erwähle, schweig, Herr zu meinem Wunsch nicht still! wann werd' ich mit dir, größter Freund, noch völliger, als hier vereint? 2. Wie wollt' ich dich, mein Gott nicht preisen, wenn ich dich sehe wie du bist! zwar, deine Wunder Herr, beweisen, wie unaussprechlic gut du bist. Wie schimmern sie, dod zeigt ihr Glanz mir deine Herrlichkei nicht ganz. 3. Ich sehe dich hier nur im Spie gel, und bete dich in Schwachheit an. Ach, hatte meine Seele Flügel, fic dir, mein Schöpfer, mehr zu nah'n wie würde sie sich deiner freu'n! wir selig, wie verherrlicht seyn! 4. Dürft' ich, am Fuße deines Thro: nes, mit deinen Engeln dich erhöh'n könnt' ich im Untlig deines Sohnes wie deine Seligen dich sehn: ich, den ich hier kaum stammeln kann, lob. sånge dir dann, wie ein Mann. 5. Mir macht zwar jedes deines Werke mehr, als ich rühmen kann bekannt. Es zeigt mir deiner Ullmach Stärke, und deinen weisesten Verstand und deine Huld, die selbst das Lob de Davids noch zu schwach erhob. 6. Du sprichst auch, wie mit einem Kinde, in deinem Wort, o Gott, mi mir. Wie gut, wie zärtlich! doch di Sünde verdunkelt mir dies Licht vor dir. Was kann ich wissen, wenn dei Geist nicht selbst von dir mich unter weis't? 7. Doch, wenn in meinen Finster nissen er auch mein blödes Aug' er hellt; was lern' ich, Gott, von dir Mein Wissen bleibt immer Stückwen in der Welt. Ich suche dich, un Zweiter Theil. Von der Erkenntniß Gottes. 195 und den, den du für uns gegeben, hier so erkenne, wie du mich in deinem Wort es selbst gelehrt; bis einst sich meine Einsicht mehrt. Tehousin 5. Vor allem laß bei mir lebendig, o Höchster, dein Erkenntniß seyn! laß mich darnach dir auch beständig die größte Lieb' und Ehrfurcht weih'n. Bieb, daß ich thu' mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. ud forsche nach, und bleibe, dich zu sehn, zu schwach. 8. und hört' ich nur auf deine Stimme, in deinem Worte, hort' ich nur, wie du verdienest, auf die Stimme der dir lobsingenden Natur! so lernt' ich hier schon, mich allein, Gott, deiner Herrlichkeit zu freu'n. 9. Wie brünstig würd' ich dann dich lieben! mit welchem Eifer würd' ich mich dir, Vater, zu gefallen üben, wie selig war' ich blos durch dich! nun aber tauschet meinen Geist, gleich Kindern, Tand, wenn er nur gleißt. D 10. Welch Elend! Bater, ich empfinde mein Elend! 3euch mich selbst zu dir! Entkräfte selbst die Macht der Sünde. Dein Geist der Weisheit wohn' in mir! damit ich vor der Tauscherei der Sinnlichkeit gesichert sey. 11. Gieb, daß der Strahl von deiner Wahrheit mein Leben leite, bis ich dort dich näher seh', und mit mehr Klarheit, als hier, an diesem Prüfungsort. Ich, der ich hier kaum stammeln kann, lobsinge dir dann, wie ein Mann. sind bilamol of Mel. Wer 355. -7. Mein Dein Gott, du wohnest zwar im Lichte, dahin kein sterblich Auge dringt! doch giebst du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Ullerhöchster, bist, und was mit uns mit uns dein Endzweck ist. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe.- 59. nur den lieben Gott. 356. Wie felig bin ich, wenn zu Gott sich schwingt, und, wenn er seinen Schöpfer preis't, der Engel Werk vollbringt? 2. Wer gleicht Gott? wer ist so geschmückt mit Herrlichkeit und Licht? Ihr Seraphim! ihr seht entzückt sein göttlich Ungesicht. 3. Ein voller Strom von Wollust quillt aus seiner Wissenschaft. Denn er ist selig und erfüllt mit Freuden, was er schafft. 4. Er spricht ein Wort, und schnell umringt den Seligen ein Heer, das selig ist, und ihm lobsingt, das niemand zählt, als er. 5. Auch ich entstand, weil er mich schuf, um ewig froh zu seyn. Heil, Secle, dir! denn dein Beruf ist, Gottes dich zu freu'n. 2. So gieb denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernstlich es betrachte, so hilf selbst meinem Forschen fort! Laß für der Wahrheit hellen Schein mein Aug' und Herz stets offen seyn. drpd ng 3. Dein Wort sey mir ein Licht im Glauben, das mich zur wahren Weisheit führt. Laß mir doch keinen Irrthum rauben, was mir ein ewig Heil gebiert. Kein Spottergeist verführe mich; kein Zweifel sey mir hinderlich. 6. Was hilft das richtigste Erkennt= niß, wenn's nicht zu deiner Liebe treibt? Was nugt ein aufgeklärt Verständniß, wenn doch das Herz noch böse bleibt? Drum lenke, Herr, auch meinen Sinn durch Wahrheit dir zum Dienste hin. 7. Laß dein Erkenntniß mir im Leiben ein Brunnquell wahres Tro stes seyn. Laß mich, wenn Leib und Seele scheiden, dann noch im Glauben deiner freu'n. Dort seh' ich dich im hellern Licht von Ungesicht zu Ungesicht. 4. Dich kennen ist das ew'ge Leben. Drum hilf mir, Bater, daß ich dich, 6. Schon siehst du durch ein dámmernd Licht den Unaussprechlichen! dort wirst du ihn von Angesicht in größ'rer Klarheit sehn. sim days be m 13* 196 Sotto intensid olid mother 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. Mel. Nun habe Dank für deine. 234.2 357. dráut, ist sie mein Sonnenschein. Mich können keine Leiden von deiner Liebe scheiden, so groß sie immer seyn. Die sollt' ich dich, mein Gott, nicht lieben? Du hast mich ja zuerst geliebt, und, von Erbarmen angetrieben, den Sohn geschenkt, der Leben giebt. Herr, dies Geschenk zeigt rührend an, wie huldreich du mir zugethan. - 3. Mit fröhlichem Gemüthe denk ich an deine Treu': denn, Bater, deine Gute ist alle Morgen neu' Seh' ich nur stets auf dich, wird mir die Arbeit süße, in der ich Schweiß vergieße; du unterstügest mich. 2. Von Ewigkeit hast du beschlossen, ich soll dein Kind und Erbe seyn. Und wann ist eine Zeit verflossen, da du mein Gott, mich zu erfreu'n, mir nicht noch weit mehr Gut's gethan, als ich jemals aussprechen kann? 3. Wie sehr, Herr, bist du mir gewogen! du liebtest mich von Unbeginn, und hast mein Herz zu dir gezo- 5. Wie gut ist's, dein gedenken gen. Bewahre selbst in mir den Sinn, daß dir, voll brünst'ger Dankbarkeit mein ganzes Leben sey geweih't. 4. welch ein seliges Geschäfte, O Herr, deinem Dienst sein Leben weih'n! gieb du mir selber dazu Kräfte, so wird mein Fleiß gesegnet seyn. Sft deine Gnade nur mit mir, so bleib' ich stets, mein Gott, an dir. die Welt mag immerhin ihr Herz auf's Eitle lenken. Wie schlecht ist ihr Gewinn! zu dir halt' ich mich, Gott! dies bringt, auch wenn ich leide, dem Herzen Trost und Freude; dies stårkt mich einst im Tod. 5. Führst du mich gleich auf rauhen Wegen, so thust du es zu meinem Heil. zu meinem Heil. Uuch unter harten Kreuzesschlagen hab' ich an deiner Huld doch Theil, und nach vollend'ter Lebensbahn nimmst du mich einst mit Ehren an. thumbja Mel. Herzlich lieb hab' ich dich.- 141. 6. reiche mir, auch wenn ich 359. Der du mich als ein und O sterbe, deine Dann tröste mich mein künft'ges Erbe! dann führe mich in deine Ruh'. Mit volliger Zufriedenheit lieb' ich dich dann in Ewigkeit. 1 4. Du gabst mir aus Erbarmen den Sohn, der für mich starb, und großmuthsvoll mir Urmen dein Kindschaftsrecht erwarb. In ihm, Gott, bist du mein. Drum kann ich Hoffnung faffen, du wirst mich nie verlassen, nein, stets mein Helfer seyn. 6. Drum will ich an dich denken, so lang' ich denken kann. Wird man in's Grab mich senken, so geh' ich zwar die Bahn, da mein die Welt vergißt. Doch du, Herr, denkst noch meiner, wenn auch auf Erden feiner mein eingedenk mehr ist. NG mich mit Wohlthun gang umgiebst, Gott, meiner Seelen Freude! ich bleibe dennoch stets an dir. Was ist mein Gott, das je mich hier von 100002 i dobier 10 deiner Liebe scheide? Du machst mir Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. deinen Weg bekannt, hältst mich bei dich, mein Gott, meiner rechten meinen regierest -301. 358. Agedenten, ist Pflicht lebenslauf, und hilfest meiner Schwachheit auf. Herr, mein Gott! du bist mein Licht; du bist mein Licht! ich folge dir, so irr' ich nicht. In und Troft für mich. Wenn Sorg' und Gram mich krånken, so sieht mein Aug auf dich. Dann mindert sich mein Schmerz; dann fliehn die bangen Sorgen, wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh' erfüllt mein Herz. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der andres nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Geht's gleich zu Seiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach hartem Tritt auf 2. Denk' ich an deine Liebe, wie werd' ich dann erfreut! wenn alles um mich trübe, und mir ein Wetter Zweiter Theil.- Von der Liebe und Dankbarkeit zc. rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Króne der Gerechtigkeit. Mein Herr! mein Gott! ach voll Begier, ach voll Begier wünsch' ich zu ſeyn, mein Heil, bei dir. 360. Mein Einn ist ganz auf dich ge= richt't. Hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär' der Himmel ohne dich, so konnte keine Lust für mich auch selbst im Himmel werden. War'st du nicht schon auf Erden mein, so möcht' ich nicht auf Erden seyn. Denn nichts ist in der ganzen Welt, das mir so sehr, wie du, gefällt. Mein Herr und Gott! wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Noth, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel' und Leib verschmachten; dies alles wird, wenn's auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle war', mein Glaube doch nicht achten. Du bist und bleibest doch mein Heil, und meines Herzens Trost und Theil. Denn wahrlich nur durch dich allein kann Leib und Seele selig seyn. Herr, meine Burg! ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 197 warte drauf: ich warte brauf: nimm mich in deinen Himmel auf! omste tusce do stack Mel. Gott, Vater, ich glaub' an dich. ohlan, mein Herz, sen stets bereit, und zeige deine f Dankbarkeit dem Gott, dem du 5. Wer von dir weicht, und auf der Welt dir nicht beharrlich Glauben hålt, muß freilich wohl verderben. Er fann, weil er die Lust und Pracht der Erden sich zum Himmel macht, nicht deinen Himmel erben. Denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht sein Herz von dem entfernt, was dir, du Heiligster, mißfällt, kommt nicht zu jener bessern Welt. Nur den, der hier sein Herz dir weiht, sein Herz dir weiht, nur den führst du zur Herrlichkeit. nelle Both 6. Drum halt' ich mich getrost zu dir; du aber hältst dich auch zu mir! und das ist meine Freude. Ich sege meine Zuversicht auf dich, mein Fels, und zage nicht, auch selbst im tiefsten Leide. Dein Wort, o. Höchster, soll allein mein Trost und meine Richt: schnur seyn, bis sich einst in der Ewigkeit mein Herz vollkommen deiner freu't. Gott meines Heils! ich ganz eigen bist; deß liebstes Werk das Wohlthun ist; deß Heil uns überall begegnet; der den vers fluchten Sünder segnet. 2. Er denkt bei jedem Augenblick, bei jedem Pulsschlag an mein Glück. Er ist's, in dem ich leb' und bin; durch den ich der Gefahr entrinn: ach, dan= kend muß ich, Herr, verstummen; wie viel sind deiner Gnade Summen! nis 3. Dort zeigt sich mir erst eine See, vor der ich ganz erstaunend steh'! ich Erdenklos, ich schnöder Staub! ich Sünder! ich, der Höllen Raub, erfahr' in seinen Liebesarmen ſein groß, sein göttliches Erbarmen. 4. O Sünden, die ich je verübt, und er mir våterlich vergiebt: wer zählt euch? seines Geistes Macht hat mich so oft zurecht gebracht, so oft mit mildem Trost erfreut: sein Wohlthun wird noch stets erneut. 5. Auch seine Züchtigungen sind für mich oft pflichtvergeff'nes Kind Wohlthaten, alles Dankes werth. So wird des Fleisches Kraft verzehrt, der Schlaf verjagt, der Geist ent= zündet, und Glaub' und Hoffnung fest gegründet. 6. Ich zähle leichter Stern' und Sand, als alle Güter deiner Hand. Der sel'gen Engel hohe Sprach' ist selbst für deinen Ruhm zu schwach. Wie kann es dann mir Wurm gelin- li gen, dein Hallelujah recht zu singen? 198 o tistra Zweiter Theil. 7. Doch will ich bringen, was ich kann. Nimm mich dir ganz zum Opfer an. Herz, Muth, Mund, Leib, sey dir geweih't, zu deiner Ehr' in Ewigkeit. Ich will mich ewig dir verschreiben: du sollst mein, ich will dein verbleiben. Von der Liebe is 9. Wie köstlich ist vor Gott der Frommen Tod! o Herr, ich bin dein Knecht, von dir erkoren, von deiner Magd zum Knechte dir geboren! aus Banden risfest du mich, Herr, mein Gott!. ind that indsug dor 10. Dir opfr ich Dank; dich will ich stets erhöhn, und preisen, was für Gutes mir geschehen, bezahlen will ich dir, dein Volk soll's sehen, was bir mein Herz gelobte bei dem Flehn. 11. In Salem, Herr, in deinem Heiligthum, will ich dich loben! durch des Tempels Hallen soll mein Gesang, soll, Gott, mein Dank erschallen, da sing' ich: Hallelujah! dir sey Ruhm. Ruhm. simmerd bidhin li d -1 Der 116. Pfalm. st 361. We Gott zu meinem Mel. Mein Bundesgott, ach. 324. Windsting Die lieb ist mir's, daß daß Schrei'n sein Ohr herab neigt, er meine Klagen im Himmel hört; in allen meinen Tagen soll mein Gebet nur ihm geweihet seyn! 2. Schon überall um mich war nichts als Tod, schon hatte mich des Grabes kaum ein poffnungsstrahl noch meinem Leben, 362. Dschenfinder, der du Mel. Die Himmel rufen, jeder.- 42. u Vater Men= tief sank ich hin in Traurigkeit und Noth.usnada 158 159 3. Da rief ich Gottes heil'gen Namen an! ach, Herr, mein Gott, errette und behüte mich doch! gerecht ist Gott, er ist voll Gute, barmherzig, und ein Gott, der helfen kann. dni) laic die Liebe selber bist; und dessen Herz auch gegen Sünder noch gütig und voll Mitleid ist! laß mich von ganzem Herzen dein, laß mich's mit allen Kräften seyn. Kräften seyn.o un pachet 2. Gieb, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu seyn mich übe, wie du mir dazu Vorschrift giebst. Was dir gefällt, gefall' auch mir. Nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 3. Bertilg' in mir durch deine Liebe den Hang zur Liebe dieser Welt; und gieb, daß ich Berláugnung übe, wenn mir was Eitles noch gefällt. Wie sollte ich die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Er schüßt die Frommen, und er hilft auch mir, wenn ich voll Ungst und fast verzehrt, mich quâle; zu deiner Ruhe kehre wieder, Seele, denn wie viel Gutes thut der Herr an dir! 5. Du machtest mich vom nahen Tode frei, mein Aug' von Thránen, meinen Fuß vom Fallen: ich will vor dir im Land des Lebens wallen; ein Herold deiner Huld und deiner Treu'! 6. Mein Mund bekennet, weil mein Glaube siegt! zwar litt' ich sehr, viel waren meiner Plagen; doch sprach ich auch in meinem größten 3agen: Gott ist wahrhaftig, jeder Mensch betrügt. 7. Wie kann ich Gott vergelten, was er that? Unzählich ist die Wohl= that seiner Güte! was bringt ihm nun mein dankerfüllt Gemüthe, ihm, der so gnådig mich errettet hat? 8. Ich will den Heilskelch nehmen, ihn erhöh'n, die Wunder rühmen, die an mir geschehen, bezahlen will ich ihm, sein Volk soll's sehen, was ihm mein Herz gelobte bei dem Flehn! 4. Laß mich, um deines Namens willen, gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieh' auf meine Willigkeit, und rechne mir, nach deiner Huld, die Schwachheit, Vater! nicht zur Schuld. smirit 13 od dan 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheu'n, laß, Vater, mich behutsam seyn. od und Dankbarkeit gegen Gott. 6. Aus Liebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rath bestimmt. Auch Trubsal führt zu ew'gen Freuden. Wer ihre Last gern übernimmt, geduldig trägt, und weislich núgt, wird machtig von dir unterstüßt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben. Dann wird der Tod selbst mein Gewinn, dann werd' ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Dann lieb' ich in Vollkommenheit dich, Vater der Barmherzigkeit.. and thim and thim and Mel. Werde munter, mein.-116. ott, mein deine Mel. Die Himmel rufen. 363. Biebe reicht, so weit 364. Mein Herz, ermuntre Deines Wohlthuns zum Preise der Himmel ist. starke Triebe sind so ewig, als du bist. Deiner Huld Unendlichkeit, Gott, er schöpfet keine Zeit; und wer kann die vielen Proben deiner Güte würdig Lobendom or 32. Uls ich noch, der Welt verborgen, in dem Schooß der Mutter lag, wachtest du, für mich zu sorgen, über mich schon jeden Tag. Durch den Beistand deiner Macht bin ich an das Licht gebracht, und was hat mein ganzes Leben Gutes, das du nicht gegeben? 3. Nie gedenket mein Gemüthe, ohne brúnst'ge Dankbegier, jener unverdienten Güte, da du durch die Taufe mir das erhabne Recht gewährt, daß ich für dein Kind erklärt, mich des Segens der Erlösten voller Zuversicht darf trösten. boa notar vad k 199 Stárk' und mehre selbst die Triebe wahrer Dankbarkeit in mir. Las mich ganz dein eigen seyn; so mich deines Wohlthuns freun, daß auch mir auf dieser Erde Wohlthun wahre Freude werde. pidziet sin sing 7. Ja, laß jede deiner Gaben recht zu brauchen mich bemüh'n; stets den 3weck vor Augen haben, dazu du sie mir verliehn. Deine Güte reize mich, daß ich immer brünst'ger dich lieb, und deinen heil'gen Willen freudig suche zu erfüllen.ds dried dir mat. 300 42. 4. In den zarten Jugendjahren warst du meines Lebens Stab; mein Beschirmer in Gefahren. Un dir hab' ich bis in's Grab einen Vater, der mich liebt; einen Vater, der mir giebt, was zum wahren Wohl mir nüget, einen Bater, der mich schüket. 15. Gott, du machst's mit uns stets beffer, als wir wünschen und verstehn. Deine Gute ist viel größer, als die Kraft, dich zu erhöhn. Schallte gleich so hoch mein Dank, wie der Seraphim Gesang; dennoch würde durch mein Coben deine Huld nicht g'nug erhoben.nod sun bild 6. D so zeuch durch deine Liebe, Herr, mein ganzes Herz zu dir. - des Gottes, der dein Vater ist! bedenke, auf wie viele Weise du ihm zum Dank verpflichtet bist. Bring' ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr, deine Hand ist immer offen, zu geben, was mir nüglich ist. Und doch bin ich oft schwach im Hoffen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott! wie wenig bin ich's werth, daß mir noch Hülfe wiederfährt! 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen. Nur wohlzuthun bist du gewohnt. Drum wird auch mir, mein Gott, mir Urmen, von dir nicht nach Ver dienst gelohnt. Noch immer steht mir deine Treu mit Segen, Trost und Hülfe bei. soc 4. Du bist es, der in meinen Sors gen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch für mich verbor= gen, nach meinem Wahn zu lang' verweilt, so kommst du, eh' ich's mich versehn, mich aus dem Kummer zu erhöh'n. 5. Du wählst und wirkest stets das Beste, und wenn auch meine Noth sich häuft, so steht durch dich mein Wohl doch feste. Wenn Fluty von Elend auf mich tráuft, so siehst du mit Erbarmen drauf, und hemmst allmächtig ihren Lauf. bidludap post 6. Du bist mein Heil. Mein ganz Gemüthe ist deines Ruhms, mein Retter, voll. O, Retter, voll. O, könnt ich deine große Güte doch so erheben, wie sich 200 Zweiter Theil. Von der Liebe foll! doch meine Kraft reicht nicht| Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe- 59. dahin. Du weißt es, Goft, wie 366. Mein Geiſt erstaunt, Uschwach ich wenn er 7. und hätt' ich auch viel tausend Bungen, so würde deines Wohlthuns Preis nie würdig g'nug von mir besungen, auch bei dem allergrößten Fleiß. Denn mehr, Herr, als ich rühmen kann, hat deine Huld an mir gethan, sa 30 8. Jedoch du siehst mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Redlichkeit; und hörest selbst das schwache Lallen der Deinen mit Zufriedenheit; du hörst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit trägt. $ 19. Drum soll mir deine Huld und Gute bestandig, Gott, vor Augen seyn. Ich will mit redlichem Gemüthe mein Leben deinem Lobe weih'n, bis ich vollkommner deinen Ruhm erheb' im höhern Heiligthum. ma( 28 100 23001 -- Mel. Dennoch bleib' ich stets an dir. 156. abe deine Lust am Herrn, 365. und Leben; und er wird, denn er giebt gern, dir auch, was dir dienet, geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. ld, and oore 2. Laß der Welt die eitle Luft, die in Weinen sich verkehret! Glaube, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf feiner Bahn, was das Herz nur wünschen kann. nisi 390 39 id 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, wenn man Gott im Worte fennet. Lust an Gott starkt uns zur Pflicht, wenn man in der Liebe brennet. Solche Lust beut alles an, was das Herz nur wünschen kann. ndos 4. Wer die Lust am Herren hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet ihn durch Wort und That unverdroffen zu erfüllen! und so trifft er alles an, was das Herz nur wünschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trag geduldig die Beschwerden: wenn du wohl gelitten hast, wird dir ew'ge Freude werden, und du triffft im Himmel an, was dein Herz nur wünschen kann. bad std sãoze - die Gnaden denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, so unverdient beschenkt. 2. Dann ist mein Herz so hoch erfreut, ganz deiner Güte voll, und weiß vor heißer Dankbarkeit nicht, wie es danken soll. 0750 000 3. 2018 ich noch in der Mutter Schooß, in Nacht verborgen, schlief, bestimmtest du für mich das Loos, das mich zum Leben rief. 4. Du wählst des Sterblichen Geschick, eh' er geboren ist. Und so ward ich, o welch ein Glück! schon als ein Kind ein Christ. Jammid, aad 5. Schwach an der Brust, vers nahmst du schon, was noch kein Flehen war, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr erbarmend dar. 6. Wenn ich als Jüngling von dem Pfad der Tugend mich verirrf, hat mich höchstliebreich, Herr, dein Rath darauf zurückgeführt.bm warst mein uno meine Wehr vor Unglück und Gefahr, und vor dem Laster, das noch mehr, als sie zu fürchten war.di madal 8. Ich sah, von Krankheit bleich, durch dich mein Leben mir geschenkt: und deine Gnad' erquickte mich, wenn Sünden mich gefránkt. ndrs ud vin 9. Von Freudenstrahlen glångt mein Blick, da du so hoch mich liebst, und in der wahren Freundschaft Glück des Lebens Trost mir giebst. ng t i 10. und welche Wohlthat, Herr, ist nicht dies Herz, das fühlen kann; dies Herz, ganz dein, das dankbar spricht, was du an mir gethan. and 11. Kein Tag soll froher mir vergehn, als, höchster, dir zum Preis. Ich will dein hohes Lob erhöhn, so gut ich kann und weiß. lolo 12. In Schrecken, Ungft, Gefahr und Noth trau' ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der Tod mir nicht mehr fürchterlichidan 113. Wenn Frachend einst der Bau der Welt sich aus den Angeln reißt, will ich den preisen, der mich hält, dich, der mich leben heißt. 7390 sotto und Dankbarkeit gegen Gott. 14. Dich, der mich bei der Welten Sturz mit starkem Urm erhob! selbst Ewigkeiten sind zu kurz, o Höchster, für dein Lob! bom adellid 1 falsa op nobleste med at fod bun Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. 367. ir dank' ich für mein Leben, Gott, der du mir's gegeben, ich danke dir dafür! Du hast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Gute bin ich hier! den 8 2. Du, Herr, hast mich bereitet; mich váterlich geleitet bis diesen Augenblick. Du gabst mir frohe Tage, und selbst der Leiden Plage verwandeltest du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu geringe, mit der du mich bedacht. Damit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du hörtest schon mein Sehnen und zähltest meine Thránen, eh' ich teid-Bildu, 201 bereitet war; eb' ich zu seyn begonnte, und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar.id) rs5. Du ließ'st mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher von Ewigkeit. D Höchster! welch Erbarmen! du forgtest für mich Urmen, und bist ein Vater, der verzeiht.. Mel. D großer Gott von Macht. H: 1000 368. du erhab'ner Gott, an Macht unendlich reich! wer ist dir auf der Erd' und wer im Himmel gleich? Vor dir erbebt id die Geisterwelt: und was der Himmel in sich hält, muß sich mit tiefem Schweigen vor deinem Throne 27) Von der Furcht Gottes. 6. Für alle deine Treue, für das, deß ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Er ist dein größt Geschenke; daß ich durch ihn dich denke, ist dein; dein ist's, daß er dich preist. of 7. Daß du mein Leben fristeft, und mich mit Kraft ausrústest, dies, Bater, dank' ich dir; daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dies alles, Bater, dank' ich dir. 8. Was mir in diesem Leben noch núßt, wirst du mir geben; du giebst's, ich hoff' auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich meinen Leib und Seele. Herr, segne und behüte mich! bisse beugen. The 2. Du hast durch deine Kraft den Himmel ausgestreckt; die Erde fest gegründ't, dem Meer sein Ziel gesteckt. Dein Wort bewegt der Berge Grund, und stürzt sie in des Meeres Schlund. Du sprichst: so fliehn selbst Welten, o Herr, vor deinem Schelten. 3. In deiner Hand sind wir, wie Thon in Töpfers Hand. Was an uns Gutes ist, hast du uns zugewandt. Du lehrst das menschliche Geschlecht durch die Vernunft und Schrift dein Recht, willst, daß wir Thun und Denken nach deiner Vorschrift lenken. 4. Erleuchte meinen Geist, o Gott, mit deinem Licht. Dich fürchten, sey mir stets so Seligkeit, als Pflicht. Hilf, daß ich, als dein Unterthan, der niemals dein entbehren kann, bemüht sey, deinen Willen gehorsam zu erfüllen. doin Sin 5. Laß deine Gegenwart mir stets vor Augen seyn, und auch im Dunteln mich dein helles Untlig scheun. Erinn're mich an dein Gericht, wenn zur Verlegung meiner Pflicht die Lust der Welt zu Zeiten mich Schwachen will verleiten. dapat disipiliak dim 202 Zweiter Theil. Von 6. Doch zunde auch in mir das Licht des Glaubens an, daß ich in Christo dich als Vater lieben kann. Gieb, daß ich frei vom knecht'schen Geist, mit Freuden dir Gehorsam leift, und mich aus reiner Liebe, in deinen Wegen übe. soud Immand 7. Laß, Bater, deine Furcht des Lebens Leitstern seyn, so nimmt kein Irrthum mich zu meinem Schaden ein. Sie mache mich von Heuchelei, von Menschenfurcht und Trágheit frei; so werd' ich im Gewissen die süße Ruh' genießen. - 369. D 8. Entzünd' den Trieb in mir, mit Lust zu thun, was dir gefällt, o Gott, mein ewig Heil! dir will ich mich ergeben, dir sterben und dir leben; Mel. des 26. Pfalms.dir, meines Herzens Trost und Theil! mud Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. Gott, wer ist 370. V Eindlich scheuen, ist unsre allergrößte Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheut er dein heilig Auge nicht. Drum wirk' in mir durch deinen Geist, die Furcht vor dir, die kindlich heißt. dir gleich, wie máchtig ist dein Reich dein Dráun bewegt der Erde Grund. Willst du zur Strafe ziehen, wer kann vor dir entfliehen? dein Urm wird allenthalben kund. 2. Wo ist der Ort der Welt, der mich verborgen hålt? Vor dir liegt alles aufgedeckt; wie sollt' ich dann noch wagen, Gehorsam zu versagen, da deine Gegenwart mich schreckt? 3. Dem, was ich lass und thu', siehst du aufmerksam zu, und bringst es einst vor dein Gericht. Wie sollt' ich dann nicht beben? auch bei dem besten Leben bestehen Adams Kinder nicht. 4. Doch mach' von Heuchelei und Knechtesfurcht mich frei, daß ich dich fürchte als dein Kind, und in der reinen Liebe mich durch den Glauben übe, wozu mich deine Huld verbind't. der Furcht Gottes. 6. Wer als ein Knecht ihn scheut, und thut, was er gebeut, jedoch von seiner Liebe blos, der kann ihm nicht gefallen! die Liebe macht bei allen, und auch bei Gott, den Menschen groß. 5. Uch lenkte bloßer 3wang den ungewissen Gang, wie könnt' ich mich in dir erfreun? Nein, laß mich dir, o Vater, mein Helfer und Berather, mit Willigkeit ecgeben seyn. 7. Was noch so schwer uns deucht, macht uns die Liebe leicht; sie machet uns dir, Höchster, gleich! fie stillet unsre Herzen, versüßet unsre Schmerzen, und bringt uns in dein ewig Reich.dsedmogoss etdbise ad aud 2. In allem, was ich thu' und denke, laß, Herr, das meine Weisheit seyn, daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, vor jeder Sünde mich zu scheu'n. Denn, wer noch Luft zur Sunde hat, der fürchtet dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu Herzen nehme, daß du allgegenwärtig bist, und das zu thun mich ernstlich scháme, was dir, mein Gott, zuwider ist; der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Gericht mich scheuen, und wirke steten Ernst in mir, mein Leben deinem Dienst zu weihen, daß ich die Gnade nicht verlier', die mich von dem verdienten Fluch befreit, und stets noch liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Bittern mich schaffen meine Seligkeit. Soll nichts mein eivig Glück erschüttern, so laß mich in der Gnadenzeit mit Vorsicht alles Unrecht fliehn, und nur um deine Gunst bemüh'n. 96. Gieb, daß ich stets ein gut Ge wissen vor dir zu haben sorgsam sey; und mache von den Hindernissen der Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott 2c. 203 wahren Tugend selbst mich frei. Nie| Gott als Beugen vor sich hat, der store Furcht und Lust der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt. freut sich jeder guten That.pa dan 4, Wena Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth ver= leih'n, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, auch dann, was unrecht ist, zu scheun. Denk' nur, vor seinem Ans gesicht ist Finsterniß, wie Mittagslicht. 5. Den Herren öffentlich verehren, sowohl, als in der Einsamkeit; auf des Gewissens Stimme hören, und willig thun, was er gebeut: auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; auch das thut, wer ihn fürchtet, gern. 6. Last dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich fromm von ihr entfernst: die Furcht des Herren wird dich stärken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, selbst beim Spott der Welt. - 7. In deiner Furcht laß mich stets wandeln, und überall, auch wo ich bin, nach deiner Vorschrift redlich han deln. Du hasseft heuchterischen Sinn. Wer dich von Herzen scheut und ehrt, nur der ist dir, o Vater, werth. 8. In deiner Furcht laß mich einst sterben, so schreckt mich weder Tod noch Grab; so werd' ich jenes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich gab. Gott! deine Furcht bringt Se gen ein. Ihr Lohn wird groß im Himmel seyn. O 734100 in. ple) cu Mel. Gott werde stets von dir erhoben.- 72. illst du der Weisheit 371. Wit Quelle kennen? Es ist die Furcht vor Gott dem Herrn. Nur der ist weis' und klug' zu nennen, der alle seine Pflichten gern, weil Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern' Gottes Große recht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit! so wirst du nie dich unterwinden mit thörichter Verwegenheit zu tadeln, was sein Rath beschließt, der wunderbar, doch heilig ist. bildadu 3. Wirst du den Höchsten kindlich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last: nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer 7. Sich stets vor dem Ullmächt'gen scheuen, giebt Heldenmuth und Tas pferkeit, wenn uns der Menschen stolzes Drauen, was Gott mißfällt, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schuß, mein Heit und Licht, so beb' ich vor den Menschen nicht. den Menschen nicht. da dopad 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, den Höchsten, sehn! laß sie mich zu der Weisheit führen: so werd ich niez mals irre gehn. Wohl dem, der sich stets kindlich scheut; dich fürchten, Gott, ist Seligkeit. Basemalled idad didje shedza si 28) Von dem Vertrauen auf Gott, und der Ergebung in seinen Willen. Der 11. Psalm. Jude lift he Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46.01 372. Boll oll Glauben will ich zu dir beten, o Gott, vor deinem Angesicht! dann kann kein Feind mich untertreten, dann beb' ich, Gott, vor Menschen nicht! Doo di 2. Und wenn sie mit, um mich zu fållen, und meines Falles sich zu freun, noch so verborgne Neße stellen, so will ich doch nicht zaghaft seyn. thod End mapili vi and thod tobom bil 13. Wenn meiner Wohlfahrt Feinde sagen: nun, nun ist er zu Fall ge= bracht! so werd' ich dennoch nicht vers zagen, denn Gott lebt noch mit seiner nas Macht! 4. Gott ist im Himmel, doch auf Erde schaust du herab, vom Himmel, Gott! und siehst, wenn ich gedrånget werde, siehst meinen Jammer, meine Noth. # 5. Du kennst und liebest den Gerech ten, befreist ihn gern von jeder Last; 204 3weiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, - hilfft, wenn sie flehen, deinen Knechten, und hafſeft jeden, der ſie haßt. 6. Weh' der den Gerechten spottet! Gott schaut im 3orn den Frevler an: er wird mit Wettern ausgerottet von dem, der ewig tödten fann! Tod un march 7. Denn der gerechte Richter liebet, der Heiligen Gerechtigkeit! und hilft dem, der, was recht ist, übet, wenn auch die ganze Welt ihm dråut! s Sud meng to each pers Mel. Was Gott thut, das ist.- 267. Mel. Gott werde stets von dir erhoben.- 72. 374. Mein Hort ist Gott, laß ich walten. Ich hoff auf ihn! er kennet mich. Shm fehlt's, die Seinen zu erhalten, an Mitteln nie, und sein bin ich! ich grunde meine Zuversicht auf diesen Fels und wanke nicht. nou 2. Was qual' ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffnung ist? Herr, das ist meines HerMizens Freude, daß du mein Gott und Helfer bist. Hilf, mein Erbarmer, 373. Auf dich, Herr, nicht auf stärke mich, denn nichts vermag ich ohne dich. dior mu2 761 wis meinen Rath, will ich mein Glücke bauen, und dir, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Du, der die Welt allmächtig hält, wirst mich in meinen Tagen, als Gott und Vater tragen.plout midi 3. Der Herr erzieht hier seine Kinder zur Ewigkeit mit weiser Huld. Er schont, er züchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat Geduld. Er hat nicht Lust an unserm Schmerz; wir flehn; ihm bricht sein Vaterherz. 2. Du sahest schon von Ewigkeit, wie viel mir núßen würde, bestimmtest meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen ware? dag d 4. Die Lieb' ist Gott! wie kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jesum Christ? Was könnte mir ein Gott versagen, der so unendlich gútig ist? Erhab'ner Trost, der nimmer trúgt, und jeden 3weifel überwiegt! 3. Du, Herr, weißt was mein Herz begehrt, und hättest, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich bat, gewährt, wenn's deine Weisheit litte. forgst für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, dein Wille, Herr, geschehe. Yo ndup sus) alom Du Du dicht, 5. Ich harre seiner, und bin stille, wie bald verstreicht die Prüfungszeit, dann nehm' ich dort aus seiner Fülle unendliche Zufriedenheit. Er leite mich nach seinem Rath, wie er mir zuge= faget hat! sust od medi 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige bei dessen Last Mel. Was Gott thut, das ist.-267. Herr wir klagen? Die größte Noth hebt 375. Dersicht, mein einz ger doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe, verläßt mich doch im Grabe. 5. Un dem, was wahrhaft glücklich macht, láss't du es keinem fehlen. Gesundheit, sind nicht das Stück und Pracht g'nügt des Vaters Wille. Glück der Seelen. Wer deinen Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. hoste Troft im Leben. Dem fehlt es nie an Trost und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist sein Gott. Auf sein Gebot wird seine Seele stille. Ihm 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden? Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden? Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern. Send fröhlich ihr Gerechtem; der Herr hilft seinen Knechten. now use di isted, 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertrau'n? du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schau'n, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That! mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. mingite 3. Noch nie hat sich, wer Gott geliebt, verlassen sehen müssen: Du lässt ihn, wenn ihn Noth umgiebt, doch deinen Trost genießen. Des From und der Ergebung in seinen Willen.ti men Herz wird frei von Schmerz. Der Sünder eitles Dichten, pflegst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff', o Seele, hoff' auf Gott. Der Thoren Trost verschwindet; wenn der Gerechte in der Noth das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn jene zittern, als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn; verflucht, wer von Gott weichet! dein Heiland starb: er, er erwarb, auf seinem Todeshügel, dir deines Glaus bens Siegel. 6. Sey unbewegt, wenn um dich her sich ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thránen Zahl zählt er, er wiegt die Schmerzen, und wälzt sie von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht. Auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quále. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen, und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlseyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sey du mein Gott, und einst im Tod mein Fels auf den ich traue, bis ich dein Untlik schaue. Mel. Uus tiefer Noth schrei' ich.-119. D 376. u haft, mein Vater und mein Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der Frommen Noth in Freude einst verkehret, und daß ich alles, was mich kränkt, auf dich, der unser Schicksal lenkt, mit Zuversicht soll werfen. 2. So will ich denn auch auf dein Wort der Sorgen mich entschütten. Erhöre du, mein Fels, mein Hort, mein kindlich Flehn und Bitten. Gieb meiner Seele wahre Ruh'. Was mich bekümmert lenke du zu meinem ew'gen Besten. to 10 3hun 205 hab' ich nicht auf dich gehofft, ats ich wohl hoffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! an dir hab ich durch ungeduld vielfältig mich versündigt. Tiet ond mast 3. Der Sorgen Macht hat freilich oft mich übermeistern wollen. So 4. Erbarmender! vergieb es mir, nach deiner großen Güte! und stärke zum Vertraun zu dir mein schüchternes Gemüthe. Gieb, daß ich freudig hoff' auf dich, du werdest nie, als Vater, mich verlassen, noch versäumen. s 5. Seh' ich auch gleich nicht immerfort zur Hülfe Wege offen; so laß mich dennoch, Herr, mein Hort, auf deine Rettung hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath, und immer machtig auch an That, mein Bestes zu besorgen.am et 6. Dies sey mein Trost, dies sey mein Licht, wenn mich die Sorgen krånken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich glaubig denken, daß mir's nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so fügst du stets das Beste. arbin 7. Was hier mir fehlt, das wirst du mir auf's Neichlichste ersegen; wenn ew'ae Freuden mich bei dir in deinem Reich ergößen. Da ist mein Erb' und höchstes Gut. O stårke mir dadurch den Muth bis an mein selig Ende.s made thon mada Der 62. Pfalm. no Mel. Wunder- Gott, der alles.-54. 377. Mein Geift soll nun in allein als seinem Schuße, ruhig seyn. Ich stehe ja bei ihm in Gnaden. Genug: ist dieser Gott mein Held, so tob' und stürme nur die Welt; ihr Unfall soll mir doch nichts schaden. 310 i 2. Wie lange beut'st du, roher Hauf, Verläumdung, List und Bos= heit auf, um einen Mann zu über| mögen? ibr Frevler eilt mit aller Macht, wie eine Wand, die hängt und kracht, nur eurem Fall und Tod ad and sid entgegen. 3. Umsonst sucht dem, den Gottes Hand zu einem hohen Ehrenstand bestimmt, der Neider nachzustellen. Da spart ihr keine Tücke nicht. Ihr' 206 Zweiter Theil. fegnet mich in's Ungesicht, und flucht mir gleichwohl in der Seelen. Von dem Vertrauen auf Gott, 4. Da ruht mein Herz in Gott allein; der wird schon mein Erlöser seyn, und meine Sehnsucht bald vergnügen. Er ist der eine, der mich stugt, und wider alle Feinde schüßt. Wie sollt' ich stets darnieder liegen? 5. Mein Schug und Sieg in aller Noth, mein Truß und Ruhm bis in den Tod, der Herr erquicket mein Gemüthe. Drum schütte vor ihm Jacobs Haus das Herz nur immer gläubig aus, und gründe sich auf seine Güte. 6. Wer auf der Menschen Hülfe baut, und auf der Großen Schuß vertraut, der wird in seinem Wahn betrogen. Ihr ganzes Wesen weit und breit ist eitler noch, als Eitelkeit, und wird von nichts auch überwogen. a man 7. Verlaffet euch auf Frevel nicht, und send auf keinen Raub erpicht! vergeht euch nicht nach Eitelkeiten! und kommet ihr zu Geld und Gut, so laßt euch nicht zu Uebermuth, noch schnödem Geize je verleiten. T 8. Mich lehrte Gott einmal ein Wort; das hör' ich, deucht mich immerfort: er sey der Herr im hochsten Throne, der Richter, dessen Macht und Treu' der Unschuld Hülf' und Rath verleih', und jedem nach Verdienste lohnc. Mel. Uue Menschen müssen sterben.- 82. 2ott der Wahrheit! dessen 378. Freue unsre Hoffnung stüßt und hält, ich erkenn' es voller Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen.-33. 379. Der ew'ge Gott und die doch keinen Trost mir bringen. allem, was da Kinder heißt, die Lebenswie oft vergeh' ich mich, ängstlich quell', der Weltberather, den unser zweifelnd, wider dich. Glaub' als Schópfer preis't, der diese Welt aus seinen Schäßen blos durch sein Wort hat aufgestellt, und der nach seinen weisen Sågen, Zeit, Maas, Ges wicht uno Ordnung hält: d 2. Der hat sein Herz zu mir genetget in seinem vielgeliebten Sohn, den er von Ewigkeit gezeuget, und der nun herrscht auf Gottes Chron, um dessen Willen will er heißen mein Vater und mein Bundesgott, auch Neue, daß mich Kleinmuth oft befällt. mein an ngen, O den dich um mich zur Mauer machst. Laß mich auf dein Wort stets hoffen, das noch immer eingetroffen. Gott, wer deinem Wort nicht traut, hat auf leichten Sand gebaut. 4. Laß mich fest im Glauben werden, daß dein Wort wahrhaftig sey: o, so werd' ich hier auf Erden von so mancher Unruh' frei. Dann werd' ich, mein Gott, mit Flehen, stets auf deine Hülfe sehen; dann wächst meine Zuversicht, und die Hoffnung trugt mich nicht. 5. Vater, meine Hoffnung gründet sich auf deines Sohnes Tod. Meine Seele sucht und findet darin großen Trost in Noth. Ja, sein siegreich Auferstehen läßt mich zu dem Leben gehen, das kein traurig Ende nimmt, wo mir ew'ges Heil bestimmt. 6. Muß ich gleich noch hier auf Erden, Gott, vor dir ein Pilgrim seyn; wirst du doch von den Beschwerden dieser Zeit mich einst befrei'n. D, erwünschte sel'ge Stunden! ewig aller Noth entbunden, werd' ich dich, mein Heilano, sehn, und zu deiner Freude gehn. top thin 7. Laß mich fröhlich darauf hoffen, Herr, Herr, meine Zuversicht! bis das alles eingetroffen, was auch mir dein Wort verspricht. Auf dich, Quelle alles Lebens, harrt der Glaube nie vergebens. Was wir glauben, schauen wir einst gewiß, o Herr, bei dir. 2. Gott, vergieb mir diese Sünde! nimm die Strafe von mir hin. Schenke, Vater, deinem Kinde einen dir ergebnen Sinn, der von dir nur Hülfe heischet, den nicht falsche Hoffnung täuschet, die das Herz auf's Eitle zieht, und wie leichter Rauch entflieht. 6 3. Laß mich Gram und Sorgen meiden, weil du für mich sorgft und wachst, und bei allem Druck der Lei found der Ergebung in seinen Willen. våterlich sich mir erweisen in aller Leibs- und Seelennoth. e 3. Sollt' ich nun nicht dem Vater trauen? sollt ich nicht, wann mich Unglück trifft, voll 3uversicht auf's Ende schauen, da seine Zucht viel Gutes stift't? ich will es thun von ganzer Seelen, mein Herz sey ganz auf ihn gericht't, so kann mein Hoffen mir nicht fehlen, denn ihm fehlt Macht und Wille nicht. 207 ist: die Zukunft ándert oft sehr viel, und seget jeglichem sein 3iel. dan Dr. Ade 380. W ott last walten, Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. Jer nur den lieben und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Noth und Traurigkeit: wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? was hilft uns unser Web und Uch? was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 4. O wie so wohl geschieht der Seelen in dieses ew'gen Baters Schooß! ach laß mich dich allein erwählen, reiß mich von allem andern los: lag mich mit starken Liebesseilen zu dir 381. W ohl dem Menschen, stets angezogen seyn; so stellt dein Kind sich ohn' Verweilen, bei dir, mein Gott und Vater, ein.d der von Herzen, alles, was ihn überfällt, in des Höchsten Hände 3. Man halt in frommer Ehrfurcht stille, und warte, bei sich selbst vergnúgt, wie Gottes Gnad' und heil' ger Wille und sein' Allwissenheit es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß am besten, was uns fehlt. 54. Er kennt die wahren Freuden: stunden, weiß, wenn ein Glück uns nügßlich sey; und wenn er uns bewährt erfunden, aufrichtig, ohne Heuchelei; so kommt Gott, eh' wir's uns versehn, und läsfest uns viel Gut's geschehn. dininio 5. Denk nicht in deiner Drangfalshige, daß dich dein treuer Gott vergißt, und daß der ihm im Schooße sige, der reich und groß und machtig 6. Was sind vor Gott der Menschen Sachen? sein starker Urm vers mag sogleich den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; wie leicht ist es bei dem gethan, der bald erhöhn bald stürzen kann! 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, verrichte deine Pflicht getreu, trau' ihm und seinem reichen Segen, so wird er bei dir werden neu: denn wer nur seine Zuversicht auf Gott fest, Sen verläßt er nicht. ut ind stellt, der nicht mit vergeb'nen Schmerzen seines Unglücks trübe Nacht trüber macht. 2. Denn es ist doch nur vergebens, daß ein Mensch, der sterblich ist, immer sich mis Sorgen frißt; weil der Stifter unsers Lebens, alles, wie es muß geschehn, vorgesehn... 3. Wenn der Himmel dich will segnen, so emport die Erde sich nur vergeblich wider dich; soll was Widrig's dir begegnen, wirst du ihm, durch Widerstehn, nicht entgehn. int 4. Geht dein zeitlich Heil zurücke, werde nicht so sehr bewegt: der für alles Gorge trågt, dieser sorgt auch für dein Glücke; deine Stunde kommt ja wohl, wenn sie soll. moram 15. Ist dir mancher überlegen, der es nicht verdienet hat; glaube, Gottes dunkler Pfad ist gar weit von unsern Wegen, und es ist doch, alles gut, was er thut. 6. Hast du Angst vor bösen Leuten; ihre Bosheit, die dich kránkt, ist mit Gottes Macht umschránkt: will dich 208 Zweiter Theil. Von Noth und Tod bestreiten! waffnet Erd' und Hölle sich wider dich; d 14 7. Wisse: wen die Allmacht schüßet, den erschlägt kein Donnerknall, ob der dicken Wolken Fall gleich mit Flamm' und Keilen bliget; ja ob gleich die ganze Welt bricht und fällt. 8. Führ' dein Leben nur mit Freuden, warte von des Höchsten Hand, was er dir hat zuerkannt, schicke dich, auch das zu leiden: schweige gern zu allem still, was Gott will. 310 9. Gott weiß alles wohl zu machen! darum wer sich steif und fest auf des Höchsten Huld verläßt, und sich gern in allen Sachen unter seinen Willen biegt, lebt vergnügt. Der 138. Pfalm. 382. Mel. Die Himmel rufen, jeder ehret.-42. och danke dir von ganzem Herzen; dir sing' ich, Herr, vor aller Welt. Dein Name Herr, vor aller Welt. Dein lindert meine Schmerzen; wenn mich dein Tempel in sich hält, so preis ich deine Gür' und Treu' und wie dein Name herrlich sey! 2. Ruf' ich dich an, so wollst du hören, und neue Kräfte mir ver= leih'n! dich müssen alle Fürsten ehren, und deinem Wort gehorsam seyn! und allenthalben mach' ihr Mund die Größe deiner Ehre kund. he 3. Der Herr ist hoch; allein er fiehet auf's Niedrige, und hält's in Hut. Nichts ist, das seinem Blick entfliehet! auch nicht des Stolzen Uebermuth. Wenn mich die Angst mit Haufen drückt, so werd' ich doch durch ihn erquickt. ad d. dem Vertrauen auf Gott, lenket, ist auch von dir nicht fern. Erwach' aus deinem Schlummer, zu Gott erhebe dich! er siehet deinen Kummer, und liebt noch väterlich. 4. Es mag der Born der Feinde wüthen: doch reicht der Herr mir seine Hand; sein rechter Arm wird mich behüten, und enden meinen Jammerstand. Herr, deine Huld bleibt für und für; vollende nur dein Werk in mir! ang dojce alitud Jug balinthod 1 87 damp Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.- 67. 2. Sind's Sünden, die dich schmerzen? ja, fühle deine Schuld, doch trau' mit ganzem Herzen auf deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet die Reu', die Gott gefällt. allein den Tod gebieret die Traurigkeit der Welt. 3. Trau' Gott, nicht deinen Schlüssen, die Wahl des Besten zu. Sprich, wer wird's besser wissen, dein Schöpfer, in jedem Augenblick. Was er, dein oder du? Er weiß ja, was dir fehlet, Bater, wählet, das dient zu deinem Glück! 4. Der Gott, auf dessen Segen, dein ganzes Wohl beruht, ist stets in seinen Wegen, hochheilig, weis und gut. Und was er seinen Kindern zu ihrem Heil ersah, kann kein Erschaffner hindern. Wenn er gebeut, steht's da. sonst emport sie sich, wenn er dich 5. Es mag die Hölle wüthen! um= will behüten; und er behútet dich! wer gleicht ihm? seinen Winken ge= horchen Erd' und Meer. Laß deinen Muth nicht sinken, dein Schirm und Schild ist er. 6. Gott zählet deine Zähren, und wird, was gut ist, gern auch deinem Wunsch gewähren. Sey stille vor dem Herrn! er ist ein Hort der From= men, hoff' unverzagt auf ihn, denn feine Seit wird kommen, und deine Wohlfahrt blühn. 6 7. Ergieb dich ihm mit Freuden, sey start in seiner Kraft. Sen auch zur Zeit der Leiden ein Christ und tugendhaft. Und dann ergreif' im Glauben den Trost der Ewigkeit! wer kann dir diesen rauben, der allen Gram zerstreut? spunes of palichang &'18. Gey froh; dein Gott regieret! sein Rath ist wunderbar. Einst wirst du überführet, daß er der beste war. 383. Chrift, alles was dich Du denkst wohl unterdessen: der Herr frånket, befiehl getrost dem Herrn. Er, der die Himmel erbarmt sich nicht; der Herr hat mein vergessen! doch höre, was er spricht: und der Ergebung in seinen Willen. 9. Ist auch der Mütter eine, die ihres Sohns vergißt? denk' an dies Wort und weine die Freudenthran', o Christ! und könnt' sie ihn vergessen! will ich doch deiner nicht, ich deiner nie vergessen, der Herr ist's, der es spricht. 10. Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich fest, und wiff', daß seine Gute dich ewig nicht verläßt. Er will nach einer Weile dich destomehr erfreu'n. 3u deinem größern Heile verzieht er; harre sein. 11. Wohl dir alsdann, du Treuer! wie groß ist einst dein Lohn! dein Richter, dein Befreier reicht dir die Mel. Jesu, meine Freude. 89. Siegeskron'; auf kurze Prüfungstage 385, Seele, sey zufrieden! was dir folgt und Dank. Dann schweiget jede Klage und wird ein Lobgesang. Mel. Gott werde stets von dir.-72. 384. He err, mache meine Seele stille: bei allem, was mich kränkt und drückt, geschieht doch einzig nur dein Wille, der nichts zu meinem Schaden schickt. Du bist's, der alles andern kann! und was du thust, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauh'sten Wegen führst du uns zur Glückseligkeit. Selbst Trübsal bringt den ew'gen Segen, der dir sein ganzes Herze weiht. Ihr Ausgang wird doch herrs lich seyn, sieht's gleich der blöde Geist nicht ein. 3. Drum laß mich stille seyn und hoffen, wenn du mir Prüfungen bestimmt. Dein Vaterherz steht dem doch offen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, mit dem machst du es immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns núßt, verborgen. Wer hat's je ganz genau erkannt. Wie oft sind unsre Wünsch' und Sorgen voll Thorheit und voll Unverstand! wer kann, was seinem Wohlergehn zum Schaden dient, ganz übersebn? to 209 noch mit der Gelaffenheit; was mein Gott will, gescheh' allezeit. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut, denn einmal führst du doch die Frommen zur völligen Zufriedene heit. Und dann wird jedem offenbar, daß, Gott, dein Nath der beste war. 7. Dann wird von allen meinen Plagen der ew'ge Nugen mich erfreun; dann wird mein Herz statt aller Klas gen, voll von dem Dank und Lobe seyn; der Herr, der für mein Heil gewacht, hat alles wohl mit mir gemacht! 5. Nur du, du kennst und wählst das Beste. O Bater, mache selbst mein Herz in dieser Ueberzeugung feste: so ehr' ich auch im größten Schmerz dich ofthe den, das ist alles gut: treib' aus deis nem Herzen Ungeduld und Schmerzen; faffe frischen Muth! ist die Noth dein täglich Brot; mußt du weinen mehr als lachen; Gott wird's doch wohl machen. 2. Bringt der Feinde Menge alles ins Gedránge, was die Wahrheit liebt; will man deinen Glauben von dem Herzen rauben; sey drum unbetrübt! stellt man dir viel Elend für; drohen der Verfolger Rachen; Gott wird's doch wohl machen. 3. Scheint der Himmel trübe; fällt der Menschen Liebe immer mehr das hin; droht ein hart Geschicke alle Uus genblicke dem erschrocknen Sinn; nur Geduld! des Himmels Huld sieht auf alle deine Sachen: Gott wird's doch wohl machen. 4. Ungeduld und Grámen kann von uns nichts nehmen; macht nur grös sern Schmerz: wer sich widersehet wird nur mehr verleget; drum Ges duld, mein Herz! aus dem Sinn mit Sorgen hin! drůcket gleich die Last dich Schwachen; Gott wird's doch wohl machen. 5. Wer ein Christ will heißen, muß sich auch befleißen, alles auszustehn: mag bei Ungewittern Erd' und Himmel zittern, ja zu Grunde gehn; der steht fest, den Gott nicht läßt; drum las alle Wetter krachen: Gott wird's doch wohl machen. 14 210 Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, 6. Kronen soll der tragen, der des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt: fröhlich ausgehalten, und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele! für alles Unglück zu verlachen: Gott wird's boch wohl machen.tid Der 31. Psalm. und Aus dem 27. Pfalm. Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich. 119. er ist meines LeMel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. err! trau' 386. auf der Erde weiß ich kei- 387. Dens Kraft. Soll mit vor Unglück grauen? Er ist's, der Rath und Hülfe schafft, ihm soll meir Herz vertrauen. Er schüßt mich Meiner Feinde Heer, ihr stolzer Trog nichts schreckt mich mehr, hab' ich ihn nur zum Freunde. nen Freund, als dich. Damit ich nie schamroth werde, rette, du Gerechter, mich! neige mir dein Ohr und eile schnell daher zu meinem Heile, sey mir, wenn das Unglück dráut, Fels und Burg und Sicherheit. 2. Ja, du bist mein Fels, Erretter! meine feste sichre Stadt, welche mich in jedem Wetter liebreich auf genommen hat. Eite, deines Namens wegen, mich zu führen, mir entgegen; reiß' der Feinde Neß entzwei! steh' mir, meine Stärke, bei! 7. Liebt den Herrn, ihr seine Kina der! die ihm trau'n, bewahret Gott, schrecklich råcht er stolzer Sünder frechen Uebermuth und Spott. Keinem, der ihn liebt, wird's fehlen, darum stårket eure Seelen, und die ihr zur Zuversicht ihn erwählt habt, zittert nicht! - 2. Empóre dich, ohnmächt'ge Welt mein Geist wird nicht erschrecken. Gott wird in seinem heil'gen Zelt zur bösen Zeit mich decken. Sein Ratt für mich ist Wohlergehn. Er wird mit Segen mich erhöh'n zum Heile der Erlösten. 3. Meine Stärke, dir befehle, dir in deine Baterhand übergeb' ich meine Seele, zu bewahren, wie ein Pfand. Du beschirmst mich, Gott der Treue, und ich hasse, Herr, und scheue jeden, der die Lügen liebt, Eitelkeit und Frevel übt. mind tnis ha 4. Dir vertrauet mein Gemüthe, fröhlich sing' ich und entzückt jauchz' ich über deine Güte, daß auf mich dein Auge blickt; daß, wenn alle mich verlassen, wenn mich tausend Feinde haffen, du auf meine Schmerzen siehst, du mich nicht verkennst, noch fliebst. 5. Daß du, standhaft deinem Freunde, wenn du, Prüfer, mich betrübst, nicht gefesselt in der Feinde bosheitsvolle Hand mich giebst; daß für meine müden Füße, damit ich nicht straucheln müsse, deine wundervolle Kraft einen weiten Raum verschafft. 6. Preis sey deiner Huld und Liebe, die in einer festen Stadt, damit ichtio beschirmet bliebe, treu sich mir erwieſen hat! angstvoll nannt' ich mich 388. Es hilft uns unter ht er höret verstoßen, und dein Auge mir schlossen: doch, als meine Stimme schrie, und dir rief, vernahmst du sie. Flehen wir dürfen stets getroft zu seinem Thror gehen: wenn wir in Demuth ihm nu 3. Ja, Bater! neige mir dein Ohr wenn Holl' und Welt mir fluchen. Mein Herz hålt dein Gebot mir vor ihr sollt mein Untlig suchen. Ich eile Herr, getroft zu dir. Verbirg deir Untlig nicht vor mir, und laß dic gnådig finden. 4. Verlaß mich nicht, o Gott, mein peil, wenn Menschen mich verlassen Nimm du mich auf, und sey mein Theil, und bes're, die mich hassen Herr! nimm du mich zu Gnaden am und lehre mich, auf richt'ger Bahn in deiner Furcht zu wandeln. 5. Den Feinden übergieb mich nicht die mich voll Frevel schmähen: s werd' ich einst dein Angesicht im Lan des Lebens sehen. Sen froh! hare unverzagt des Herrn, mein Herz! den: er, der Herr, hilft gern. Er ist de Urm des Schwachen. Mel. Gott, du frommer Gott. 8. M in feinen Willen. 211 nung blickt? ein Herz, das ihm vertrauet, und glaubig auf ihn bauet, wird doch zulegt erquickt. 5. Uch, wenn wir nur bedachten, wie treulich er es meint! er sorgt für die Gerechten, und bleibet stets ihr Freund. Sieht's gleich gefährlich Caus, kann er sie doch nicht hassen, und der Ergebung Elagen unsre Noth; so werden wir erhört, so hilft uns unser Gott. 2. Es hilft uns unser Gott, der alles weiß und siehet; dem auch das Innerste des Herzens nicht entfliehet. Ja, alles, was uns fehlt, und unser sehnlich's Flehn, das hat der Höchste schon von Ewigkeit gesehn. 3. Es hilft uns unser Gott, der alles wohl vollführet; und auf das Weisefte zu aller Zeit regierct; sein herrlicher Verstand sieht es am besten ein, was uns wahrhaftig kann gut oder schädlich seyn. 4. Es hilft uns unser Gott, der alle Macht besiget, dem nichts unmöglich ist; wohl uns, daß er uns schüket! ist unser Leiden gleich sehr groß und mancherlei: getroft und unverzagt! oie Allmacht steht uns bei. 5. Es hilft uns unser Gott, den unser Jammer frånket; der sein erbar mend Herz auf unsre Bitte lenket; der aller Güte voll, die Liebe selber ist; und von dem alles Heil auf uns durch Christum fließt. 389. Mel. Zeuch ein zu deinen Thoren.- 301, as hilft's, daß ich mich quale? Was frånket mich ein Leid? Entreiß' dich, meine Seele, doch aller Traurigkeit! Gott machet alles wohl: er wird's auch fer= ner fügen, wie dir es zum Vergnügen und Besten dienen soll. 2. Du wirst doch nichts gewinnen, wirst du gleich Tag und Nacht mit Furcht und Sorgen sinnen, wie dir's noch gehen mag. Bei Gott besteht's allein: laß seine Hand dich führen; die wird dich so regieren, wie dir's wird nüglich seyn. 3. Was dich will niederschlagen, was dich zur Erde biegt, was dir mit Ungst und Klagen in den Gebanken liegt, das wirf in seinen Schoos: vertrau' auf seine Güte, und mach' dich, mein Gemüthe, von allem Kummer los. 4. Er wird mich wohl versorgen, und besser, als man denkt. Wer weiß, wie nah' der Morgen, der mir den Segen schenkt, auf den die Hoffnoch in der Unruh' lassen: er reißt sie endlich d'raus. 6. So fall' ich denn mit Freuden in Gottes Urme hin. Nichts kann mich- von ihm scheiden, weil ich sein eigen bin. Er bleibt auf ewig mein, und wird mir alles geben, was meinem Stand und Leben wird gut und selig seyn. Mel. Erhab'ner Gott, was reicht.-16 390. Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, gieb, daß ich mich in deinen Rath ergebe; laß ewig deinen heil'gen Willen mein, und was du thust, mir eine Freude seyn! 2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb' und Stärke! Du, Herr, erbarmst dich aller deiner Werke! was zag' ich denn noch einen Augenblick? Du bist mein Gott! dein Wille ist mein Glück. 3. Von Ewigkeit hast du mein Loos entschieden. Was du bestimmst, das dient zu meinem Frieden. Du wogst mein Wohb'du wogst mir auch mein Leid, und was du schickst, ist meine Geligkeit. 100% 4. Gefällt es dir: so müsse keine Plage sich zu mir nah'n; gieb mir zufried'ne Tage. Allein vermehret es mein ewig Heil: so bleibe du nur selbst mein Trost, mein Theil. 5. Du giebst aus Huld uns dieser Erde Freuden; aus gleicher Huld verhångst du unsre Leiden. Ist nur mein Beh nicht meine eigne Schuld; so zag' ich nicht. Du giebst dabei Geduld. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verlieren, und willst du, Gott, mich rauhe Wege führen: so wirst du, denn du hörst mein kindlich Fleh'n, mir dennoch bald und machtig Hülf erseh'n. 14* 212 Zweiter Theil.- Von dem Vertrauen auf Gott, 7. Vielleicht muß ich nach wenig| Muthe singen: o Herr, durch den ich Tagen sterben. Herr, wie du willst! immerfort vollkommen überwinde, du soll ich den Himmel erben, und dieser bist mein Heiland und mein Hort, ist im wahren Glauben mein, wie auf welchen ich mich gründe. kann der Tod mir alsdann schrecklich seyn. 2. Du machest meinen Gang gewiß vor des Verfolgers Stricke; und treibst die Macht der Finsterniß beschämt von mir zurücke. Ich biete Trot mit deinem Wort den stärksten Feindesschaaren: denn mich bedeckt an jedem Ort dein Flügel vor Gefahren. 3. Durch dich kann ich mit 3uversicht das Graun der Nacht besiegen. Mir droh'n die Pfeil' und schaden nicht, die an dem Tage fliegen. Die Seuche, die am Mittag würgt, kann ich unschädlich nennen; die sich zur Mitternacht verbirgt, wird mich nicht tódten können. Mel. D Wunder- Gott, der alles.- 54. 391. as gråmst du dich, mein blödes Herz? Verbanne Sorgen, Furcht und Schmerz! befiehl dich Gott! der wird's wohl fügen: er wird dir zeigen in der That, wie er dich führt nach feinem Rath, durch dunkle Wege zum Vergnügen. 2. Gedenke, daß er alles weiß! was nur geschieht, ist sein Geheiß: wer Fann doch seinen Willen hindern? Kein Engel, Fürstenthum, noch Tod, kein Hohes, Tiefes, teine Noth kann in dem Rath nur etwas mindern. 3. Die Gnade Gottes wird bestehn! ſein Bund wird nimmermehr vergebn: auf Jesu Tod ist er errichtet. Wenn schon ein Menschenkind betrügt; so denke doch, daß Gott nicht lügt, der sich durch einen Eid verpflichtet. 5. Ich fliehe dir alleine zu, wenn alle Teufel toben; so bin ich in getroster Ruh', o Höchster, aufgehoben. So darf kein Uebel und kein Neid mich jemals überziehen; und alle Plagen müssen weit von meiner Hütte fliehen. 6. Du ordnest deiner Engel Wacht zu meinen beiden Seiten, daß sie mich sorgsam Tag und Nacht behüten und begleiten. Sie tragen mich, sie stehn mir bei, und bieten mir die Hände, daß ja mir nichts im Wege sen, wohin ich mich nur wende. 7. Auch Löwen tret' ich unter mich auf meinen sichern Pfaden; zertret'ne Nattern krúmmen sich und können min nicht schaden. Der junge Lowe brüllt nach Raub; sollt' er mich furchtſam machen? Onein, ich tret' ihn in den Staub, tret' auf den Kopf des Drachen. 8. Du läsfest mich, sobald ich fleh' dein kräftig's Ja verspüren. Du bist mit mir in Noth und Weh', und hilff Der 91. Pfalm. Mel. Als Jesus jegund sterben wollt'.- 222. 392. Wer unter Gottes Schatz mir triumphiren; und wirst mir, bin ten ruht, den mag Fein Feind bezwingen. Er kann, bei seiner Ullmacht Hut, mit frohem ich einstens satt des Lebens und der Ehren, wie mir dein Wort verheißen hat, die Seligkeit bescheren. 4. Wohl dem, der in den Gnaden= bund, als Bundsgenoß, mit Herz und Mund den großen Herrn aufrichtig ehret; und wohlthut nur aus Dankbarkeit, als Glied an Jesu sich erfreut, wenn auch der Nächste sich bekehret! 5. Wohl dir, o Christ, du hast es gut! wer, Gott ergeben, willig thut, was Glaub' und Liebesregel wollen, dem schadet weder Feind noch Leid; weil ihm zum Heil der Ewigkeit auch Leid und Feinde dienen sollen. 4. Wenn mir zur Linken tausend, auch noch mehr zur Rechten sterben so wird ihr gifterfüllter Hauch mich dennoch nicht verderben. Ich seh' nur, wie die Sünder mir zur Lehre dienen müssen, wenn sie für ihre Bosheit hier schon so erschrecklich büßen. 6. Nun denn! ist dir der Weg be= wußt; so hab' am Herren deine Lust: du magst dich ihm wohl frei ergeben. Sen gutes Muths! er lebt in dir. Ein solch Gewissen ist schon bier, im Vorschmack, jenes Freudenteben. und der Ergebung o Aus dem 146. Psalm. Mel. Gott des Himmels und der Erden.- 32. 393. Auf, mein Geiſt, dem Herrn zu singen, der uns alles Gutes giebt! ihm will ich ein Danklied bringen; er hilft jedem, der ihn liebt, und wer sich auf ihn verläßt, dessen Hoffnung stehet feft. 2. Menschen, ruft die Menschen kinder nicht um Hülf' und Beistand an! trogt nicht auf die Macht der Sünder, die sich selbst nicht helfen kann. Fürsten sind nur Usch' und Staub, und, wie wir, des Todes Raub. 3. fo lehnt euch nicht auf Stügen, die der Tod so bald zerbricht: Gott allein kann euch beschügen; er hält stets, was er verspricht. Wohl dem, der auf ihn nur schaut, und sich ihm ganz anvertraut. 4. Unsers Gottes Macht und Güte währet bis in Ewigkeit, und sein våterlich Gemüthe ift zur Hülfe stets bereit. Suchet nur sein Angesicht; er verläßt die Seinen nicht. Gra o 16 2. Was nüßt es, heidnisch sorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? du, Vater meiner Tage, weißt, eh' ich dir's noch sage, mein Leid und auch mein Wohlergehn. 3. Auf deine Hand zu schauen, dir kindlich zu vertrauen, das, Herr, ist meine Pflicht. Ich will sie treulich üben, und dich, mein Vater, lieben; denn du verläßt die Deinen nicht. in seinen Willen. 213 Treuen, du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 4. Der du die Blumen kleideft, und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur! weißt alles, was mir fehlet. Drum Seele, was dich quålet, befiehl dem Herrn und glaube nur! 5. Herr, alle meine Sorgen, die Noth, die mich verborgen in meinem Geifte nagt, werf ich auf dich, den 6. Wenn meine Augen thrånen, und sich nach Hülfe sehnen, so klag' ich dir's, dem Herrn. Dir, Bater, dir befehle ich jeden Wunsch der Seele. Du hörst, du hilfft, du segnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon größ'res Heil gegeben, und deinen Sohn geschenkt; du wirst mir alles schenken, und mir zum Besten lenken, was mich zu Sorgen reizt und kränkt. Mel. Nun ruhen alle Wälder.- 48. 394. Was soll ich ångstlich flagen, und in der Noth verzagen? der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele Mel. Von Gott will ich nicht lassen.- 56. kein wahres Wohlseyn fehle: genug 395. Von Gott will ich nicht zum mein Herz, für lassen, mein Gott mir zuvor, da auf unsichern Straßen ich irrend mich verlor. Wie hulfreich fand ich ihn, am Abend, wie am ist nun sein ganz Bemühn. Morgen mich huldreich zu versorgen, 2. Der Menschen Gunstverkehret sich wohl in Haß und Neid; des Höchsten Freundschaft währet in alle Ewigkeit. Er hilft aus aller Noth; in Ketten und in Banden wird nicht sein Freund zu Schanden; er hilft selbst aus dem Tod. tot du 365t alas 3. Auf ihn will ich vertrauen auch in dem schwersten Leid! stets will ich auf ihn schauen: er hilft zur rechten Zeit. Dem Herrscher aller Welt will ich in meinem Leben mich ganz zum Schuß ergeben: er thu', was ihm gefällt. 07219 englan 8. Du führest, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe. Das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan; kann ich doch deß mich trösten: du nimmst mich, mich Erc lös'ten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort, bei der Frommen Schaaren, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da sing' ich dir mit Freuden, nach überstand'nen leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt.t Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, 214 4. Und ihm kann nichts gefallen, als was mir núßlich ist, gut meint er's mit uns allen. Und du, Herr Jesu Christ! wie laut spricht nicht dein Blut: daß er mein Heil bedenket! der uns den Sohn geschenket, versaget uns kein Gut. ndid and 5. Lobt den mit Herz und Munde, der alles mit ihm schenkt. O selig ist die Stunde, darin man sein gedenkt! ihr habt, dazu gewöhnt, den Himmel schon auf Erden! wie froh müßt ihr einst werden, wenn dort sein Lob ertont. nie fehlet mir mein täglich Brot. Ift's gleich nicht viel, doch danke ich; er segnet es, und sorgt für mich. 5. Gott sorgt für mich und für die Meinen, wie sehr wir auch verlassen find. Er láßt uns seinen Trost erscheinen, wenn mancher Unschlag uns zerrinnt Geht es den Meinen kümmerlich, und mir auch selbst: Gott sorgt für mich. KUT JOUR - 6. Gott sorgt für mich in meinem Leiden, das Kreuz, das er mie auferlegt, verwechselt sich gar bald in Freuden. Und wenn Gott gleich die Seinen schlägt, so schlägt er doch nur váterlich, zu unserm Wohl und sorgt für mich. 6. Die Welt wird zwar vergehen mit ihrer Herrlichkeit; doch uns wird Gott erhöhen, uns, die sein Lob erfreut. Wird gleich den Leib der Tod im Grabe tief verscharren, er steht nach kurzem Harren bald auf, und jauchzet Gott. 17. Gott sorgt für mich in meinem Ulter: da hebt und trägt mich, der mich liebt. Denn immer bleibt er mein Erhalter, der mir in Schwachheit Stärke giebt. Wie er noch niemals von mir wich, weiß ich auch dann: Gott sorgt für mich. a) dil 7. So schweig' ich denn und dulde das mir bestimmte Leid, das ich so oft verschulde. O jene Seligkeit macht mich schon freudenvoll! o Heil, das sonder Ende, weil ich zu Gott mich wende, mir wiederfahren soll! d 8. Gott sorgt für mich auch in dem Sterben; der Tod ist mit ein süßer Schlaf. In Christo sest er mich zum Erben, da mich sonst Fluch und Rache traf. Drum nimmt er meinen di dim sis Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. 396. ott forgt für mich, was Geist zu sich in seine Ruh': Gott appar will ich sorgt ist mein Vater, ich sein Kind. Er forgt für heut', er sorgt für morgen; so, daß ich täglich Spuren find', wie Gott die Seinen väterlich versorgt und schüßt. Gott sorgt für mich. 2. Gott sorgt für mich, ihm will ich trauen. Ich weiß gewiß, was mir gebricht werd' ich in meinen Hånden schauen, so bald er nur sein Aus dem 77. Pfalm.*** Mel. Heil'ger Geist, du Himmelslehrer.- 201, Machtwort ſpricht. Drum bin ich 397. Meine Stimme ruft zur gar wohl versorgt. Gott sorgt für mich.en 3. Gott sorgt für mich, nach Seel' und Leibe Sein Wort ist's, das die Seele nährt, und wenn ich mein Berufswert treibe, wird für den Leib mir Brot gewährt. Wohl dem, der ihm nur festiglich vertraut, und glaubt: Gott sorgt für mich. wo Ret= ter wohnt; ich flehe in der Angstzeit, Gott, zu dir! und du neigst dein Ohr zu mir. Sehnlich streckt sich meine Rechte unermüdet durch die Nächte, Herr, zu dir im Fleh'n empor, hält mein Leid dir ringend vor! 3389 the 4. Gott forgt für mich bei theuren Seiten; auch in der größten Hungersnoth kann er mir einen Tisch bereiten, 2. Mein Geist, fühllos Troft zu fassen, wollte sich nicht trösten lassen. Ein Gedanke, Gott, an dich, sonst mein Leben, schreckte mich! meiner Seele Selbstgespräche stürzten sie im 9. Gott forget für mich selbst im Grabe, dem Leibe gönnt er da die Ruh', und wenn ich ausgeschlafen habe, ſo führt er mich dem Himmel zu; und Leib und Seel' verein'gen sich; und fingen froh: Gott sorgt für mich. und der Ergebung in seinen Willen. 215 größ're Schwäche. Und die Augen| Bebaoth? Er nur zeigt durch Wun hieltest du, daß sie wachten ohne Ruh'! derwerke allen Völkern seine Stärke. Máchtig machte seine Treu' Jacobs, Josephs Kinder frei. 3. Ich war ohne Maas zerschlagen: mir gebrach auch Kraft zu klagen. Endlich lenkt' ich meinen Sinn auf entflohne Zeiten hin; mein Geist senkte seine Blicke in Jahrhunderte zurücke. Meinen Liedern sann ich nach nächtlich, forschte, dacht' und sprach: das 7. 20ls du wider ihre Haffer ans zogst, sah'n dich, Gott die Wasser; ängstlich sah'n die Wasser dich, und die Tief entsegte sich. Dicke, volle Wolken gossen Fluthen, und die Don ner schoffen deine Flammenpfeil' umher, und dein Himmel zürnte sehr! 4. Kann Gott ewig mich verstoßen? bleibt mir seine Gunst verschlossen? hört denn der wohlthat'ge Lauf seiner Gute gänzlich auf? ist, was er versprach, vollendet? hat sein Herz sich so gewendet, daß sein Mitleid Gott ver= gist; daß sein 3orn es ganz verschließt? 5. Doch ich sprach: ich muß das leiden, Gottes Rechte wird's entscheiden! schau', mein Herz, die Wunder an, die vor Ulters Gott gethan! ja, ich denk' an deine Werke, die Beweise deiner Stárke, ich betrachte deine Macht, alles, was sie schon vollbracht. 6. Heilig sind, Gott, deine Wege; wer ift, der sie tadeln möge? wer ist groß, wie unser Gott, wie Jehovah in 2016.1 8. Um und um aus deinem Size brüllten Donner, strahlten Blige furchtbar und verschlangen ganz die bestürzte Welt im Glanz. In der Wetter Ungestüme wurde deiner Donner Stimme tief der Erde Innerm kund; und es bebte selbst ihr Grund. 9. Dein Weg war in Ozeanen, in den Meeren, schufst du Bahnen; doch dein Tritt ward nicht erkannt, und du führtest durch die Hand Mosis, Arons, deiner Knechte, dein Volk, Israels Geschlechte, einer Heerde Schafe gleich, hin in dein verheissnes Reich missip dan the widnik natia so bid worth oth) fur nod 3 Gebeton did so sicer 29) Vom Mel. Gott werde stets von dir.-72. 4. Sein Heil von dir, o Gott, 398. Dein peit, mein Geist, begehren, ist wahrlich keine schwere nicht zu verscherzen, sey wach und nüchtern zum Gebet. Ein findlich Fleh'n aus reinem Herzen hat Gott, dein Vater, nie verschmäht. Erschein' in Demuth, oft und gern, mit Dank und Flehen vor dem Herrn. Pflicht. Des Herzens Wünsche dir erflåren, wie stárkt das unsre Seele nicht zu dem Vertrau'n, daß du uns liebst und uns gern, was uns nuget, giebst. 2. Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu stehn! du, Herr des Himmels und der Erden, brauchst freilich keines Menschen Fleh'n. Du weißt die Sorge, die uns plagt, auch eh' noch unser Herz dir's flagt. 3. Doch sprichst du: bittet, daß ihr nehmet! der Bitten Frucht ist einzig mein. Wer sich der Pflicht zu beten schämet, der schämt sich, Gott, dein 5. Was kann zum Fleiß in guten Werken uns kräftiger den Muth erhöhn, was mehr in Leidensstunden stärken, als wenn wir flehend auf dich sehn? o Vater, unsre Seelenruh' nimmt durch Gebet beständig zu. 6. Sein Wort ist immer Ja und Amen. Wer glaubig bittet, der empfäht. Drum laß auch mich in Jesu Namen, oft vor dich kommen mit Gebet. Nie sey mir diese Pflicht zur Last, die du zum Heil geboten hast. Mel. Wer nur den lieben Gott.7. Freund zu ſeyn, und stößt das anges 399. Komm betend oft und mit bot'ne muthwillig selbst von Vergnügen, mein zurück. vor Gottes Ungesicht! nie müsſe Tråge 216 Zweiter Theil. Vom Gebet. heit bich beffegen im Abtrag dieser| dein Feind. Solch Bitten, das aus fel'gen Pflicht. O übe sie zu Gottes Liebe fließt, ehrt Gott, der selbst die Preis, und deinem Heil mit treuem Liebe ist. Fleiß. 2. Bet' oft, doch mit aufricht'ger Seelen. Gott sieht auf's Herz; Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, wofern das Herz dich beten heißt? Der Glaub' an Gott und seinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton.Jommi 8 m 3. Wer das, was uns zum Frieden dienet, von Herzen sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich erfühnet, was er nicht wünscht, entehret Gott. Wer schnell die Treu', die er Gott schwur, vergißt, der spottet seiner nur. for sidie sa Mel, Nun habe Dank für deine Liebe.- 234. 4. Bet' oft zu Gott, und schmeck in Freuden, wie freundlich er, dein Bater, ist. Bet' oft zu Gott, und, 400, Bon bir kommt jede gute fühl' im Leiden, wie göttlich er das Leid versüßt. Gott hort's, Gott ist's, der Hülfe schafft. Er giebt den Múden Trost und Kraft. Gabe! nur du, mein Gott, kannst mich allein mit allem, was ich nöthig habe, zu meinem wahren Wohl erfreun. Mein Leben und mein Glück beruht allein auf dich, du höchstes Gut. 5. Bet' oft und heiter im Gemüthe, schau' dich an seinen Wundern satt. Schau' auf den Ernst, schau' auf die Gute, womit er dich geleitet hat. Er trågt dich lieblich mit Geduld; erkenn' und preise seine Huld. 2. Umsonst ist alle meine Mühe, wenn sie dein Segen, Herr, nicht krönt. Was ich auch noch so angstlich fliehe, wird doch von mir nicht abgelehnt, wenn vor dem Uebel, das mich schreckt, dein mächt'ger Schuß mich nicht bedeckt. 6. Bet' oft, durchschau' mit frohem Muthe die herzliche Barmherzigkeit deß, der mit seinem theuren Blute die Sünderwelt vom Fluch befreit; und eigne dir zu deiner Ruh' und Heiligung sein Opfer zu. 3. Wie sollt' ich denn nicht von dir bitten, was meiner Seele Wunsch begehrt? vor dir, o Gott, sein Herz ausschütten, wenn Noth und Kummer uns beschwert, besänftigt unsrer Seele Schmerz, und öffnet deinem Trost mein Herz. 7. Bet' oft, Gott wohnt an jeder Ståtte; in feiner minder oder mehr. Denk' nicht, wenn ich mit vielen bete, so find' ich eh'r bei Gott Gehör. Ist nur dein Wunsch gerecht und gut, so sen gewiß, daß Gott ihn thut. 4. Sollt' ich nicht Dank und Ruhm dir bringen, wenn mich ein wahres Glück erfreut? dir, Allerhöchster, dir lobsingen, ist gut, ist für uns Seligkeit, und flößt uns neuen Eifer ein, in deinem Dienste treu zu seyn. 8. Doch säume nicht, in den Gemeinen auch öffentlich Gott anzuflehn, und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern, zu erhöhn. Wie eifrig war dein Heiland nicht in uebung dieser sel'gen Pflicht. 9. Bet' oft zu Gott für deine Brüder, für alle Menschen, als ihr Freund; denn wir sind eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch 10. Bet' oft, so wirst du Glauben halten, dich prüfen und das Böse scheun, an Lieb' und Eifer nicht erkalten, und reich an guten Werken seyn. Denn Muth und Kraft und Seelenruh sagst du, Gott, dem, der bittet, zu. com pi 11. Dies reize mich, vor dich zu treten mit Lob und Dank, mit Wunsch und Flehn. Doch meine Fehler bei dem Beten wollst du, mein Vater, übersehn; weil mich, der dir zur Rechten sigt, durch seine Fürsprach' unterstüßt. hi 5. Du hörst es, Gott, mit Wohls gefallen, wenn deine Kinder zu dir flehn; verschmähest nicht ihr schwa ches Lallen, wenn sie lobsingend dich erhöhn. Du ehrst den wieder, der dich ehrt, und hörest den, der dich, Gott, hört. 3weiter Theil. 6. Mit Segen uns zu überschütten) bist du, o Bater, stets bereit. Was wir nach deinem Willen bitten, giebst du uns aus Barmherzigkeit. Und wer dir dankt, dem strömest du beständig neuen Segen zu. dan mudada 7. So will ich denn zu deinem Throne oft im Gebet mich findlich nah'n. Nimm, Vater, nimm in deinem Sohne der Undacht Opfer gnädig an. Dein regiere meinen er dich, betend, würdig preis'ted nied and anot modisie hen Mel. Höchst erwünschtes Seelenleben.- 320. Resu, meiner Seelen und meinem Gott mein versöhnender Vertreter! wie kann ich sonst meine Noth vor sein heilig Angesicht mit Gebet und Flehen bringen? wenn mich nicht dein Blut beschügt, wird mir kein Gebet gelingen. C 4. Herr, wenn wir jest beten wol len, wir gar oftmals nicht, was und wie wir beten sollen. Doch, du weißt, was uns gebricht! Wenn der Mund nicht sprechen kann, wenn wir nicht mehr können beten, so laß deinen Geist alsdann uns mit Seuf zern noch vertreten. Vom Gebet. 217 6. Herr, wenn mich nach Leib und Seele mancherlei Bedürfniß drückt, und ich's betend dir befehle, so laß mich, der Noth entrückt, Hülfe, Rettung, Troft und Rath: bald erfahren und nie wanken, und wenn Gott erhöret hat, ihm mit frohem Herzen danken. 401. vor ningdy Sun dia Mel. Nun banket alle Sott.- 9. 402. Wohl auf, mein Herz! 5. Wirk' selbst in uns das Vertrauen, daß des Vaters Ohr uns hört, und, chn' auf Verdienst zu schauen, unser Bitten uns gewährt. Du hast unsre Schuld verfühnt, und Gott will, um deinetwillen, so, wie du es uns verdient, frommer Beter Wunsch erfüllen. Gott zu bringen! laß Seufzer und Gebet zu ihm gen Himmel dringen! weil Gott dich beten heißt, und du durch seinen Sohn ganz freudig treten 2. Gottes Gnade, Gottes Gaben sind wohl unsers Dankes werth. Was wir schon empfangen haben, was noch unser Herz begehrt; alles heißet uns zu Gott mit gebeugtem Herzen treten; beides, Seel' und Leibesnoth, lehrt uns seufzen, fleh'n und beten. 3. Doch nicht g'nug ist's, daß wir beten, Gott schenkt denen seine Gunst, die nach rechter Weise beten. Sesu! lehr' uns diese Kunst, daß wir vor dem Gnadenthron zu dem wahren Gott nur flehen, und auf dich, o Gottessohn, wenn wir beten, glâubig sehen. and decolag mel. Gott mache du mich selbst.- 17. DOA 2. Dein Vater ist's, der dir befohe len hat, zu beten; dein Heiland ist's, der dir versprach, dich zu vertreten; der werthe Tröster flößt den Trieb zum Beten ein; drum muß dein Seufzen auch gewiß erhöret seyn. 3. Da siehst du Gottes Herz; das kann dir nichts versagen. Sein Wort, sein treues Wort vertreibt ja alles 3agen. Was dir unmöglich dúnkt, kann seine Vaterhand noch geben, die von dir schon so viel Noth gewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen! sprich: lieber Vater, hilf! ich bin dein Kind; sprich: Amen! ich weiß, es wird geschehn; dein Herz verläßt mich nicht: du weißt, du willst, du kannst! thu', was dein Wort verspricht. amir 3101 35 1100 403. Bater, allerhöchster Gott! wie einem Kinde, verstattet wird, in aller Roth, wie groß auch meine Sünde, mein Herz, vor deinem Gnadenthron, in Einfalt auszuschütten; das machet dein geliebterSohn: der heißt mich freus od dig bitten, und findlich zu dir nähen. 2. D Liebe; weil an meiner Statt dein Sohn für meine Sünden gebüßet und bezahlet hat, so kann ich Gnade finden. Dein Sohn bezeugt, es stehe mir dein Herz und Himmelhoffen; Sich könne rufend, Herr, zu dir getrost Erhörung hoffen; du seyst mein treuer Bater! nion nound paird ug sid 218 Zweiter Theil. 3. D angenehmer Baternam! jegt komm' ich armer Sünder, der sonst voll Zweifel zu dir kamis getrost, wie liebe Kinder. Ich weiß, mein Flehen rühret dich, weil du mich zärtlich liebest. Du wirst, weil du den Sohn für mich, und mir zum Heiland giebest, mit ihm mir alles schenken. - Vom Gebet. - 4. O fester Grund der Freudigkeit! in meinen Missethaten kommt mir der in meinen Missethaten kommt mir der Unschuld reines Kleid, das Jesus schenkt, zu statten. Er spricht: ich bete felbft mit dir; mein Geift soll dich vertreten; mein redend Blut soll für und für dem Klopfen, Suchen, Beten, Gewicht und Nachdruck geben. 5. So faffe dich, mein blöder Geist! ich hab' in Jesu Wunden zu Gott, der nun mein Vater heißt, den offnen Weg gefunden. Es dringet, durch den Geist, mein Uch! hin durch des Himmels Pforte; ihm lall' ich: Abba, Bater! nach, er lehret mich die Worte; er heiligt die Gedanken. fallen hat, weil sich auch unser Herz dir naht, und nicht blos unsre Lippen. 4, 3m Geist und Wahrheit laß zu dir das Herz uns glaubig richten, mit Undacht beten für und für, ohn' fremdes Thun und Dichten. Giebuns des Glaubens Zuversicht, so zweic feln wir in Christo nicht, die Bitte zu erhalten. in mise 5. Hilf, daß wir keine Zeit und Maaß im Beten dir vorschreiben, an= halten ohne Unterlaß, bei dem allein auch bleiben, was uns dein Willen bitten lehrt, was deinen großen Namen ehrt, und unser Wohl befördert. 6. Laß uns im Herzen und Ge müth auf unser Bert nicht bauenauf deine nie erschöpfte Gut laß einzig uns vertrauen, und sind wir auch nicht dessen werth; so sen doch unser Flehm erhört von dir, aus lauter Gnade. 7. Du, Vater! weißt, was une gebricht, so lange wir hier leben. Verborgen ist die gleichfalls nicht, wenn wir in Nöthen schweben. Wir deine Kinder, slehn dich an; wir sind gewiß, daß uns nicht fann dein Ba terherz verlassen. 404. 6. Oreicher Trost! Gott kann und will mein Untlig nicht beschámen. Ich darf aus Jesu Gnadenfüll' im Glauben alles nehmen. Mein frohes Beten stuget sich auf drei sehr feste Gründe: der Bater droben liebet mich; sein Sohn tilgt meine Sünde; sein Geist wohnt mir im Herzen nie 1190 12 og udt tomat, jd nig Mel. Uus tiefer Noth schrei' ich zu dir.— 119. 29 Gott, es fehlt uns Kraft und Licht, dich würdig zu verehren. Wir wissen fo zu beten nicht, daß du uns fannst erhören. Drum geuß, wie uns dein Wort verheißt, selbst über uns aus dei nen Geist der Gnad' und des Gebetes. 10. Dies alles, Bater, werde wahr 120 Der nehm' sich unsrer Schwach du wollest es erfüllen, erhór' und hil heit an uns fráftig zu vertreten, uns immerdar um Jesu Christi willen fosoft wir deinem Thron uns nahn, denn dein, o Herr! ist allezeit vor zu danken und zu beten; und unser Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, die Flehn zu dir, onherr sey nie ein Macht und Ehre. muam frostiges Geplárr; es sey ein Flehne des Herzensed ndo nis asdan Mel. Uch Gott vom Himmel.- 215. 3. Beuch unser Herz zu dir hinauf 405. Mit Seufzen klag te id im Beten im uns auch die Lippen auf, ein Opfer dir zu bringen, daran mein Herz Gedir, mein Gott gern wollt' ich eifrig beten, und drück mich meiner Sünden Noth, voll Glau 8. Wir haben ja die Freudigkeit in Jesu Christ empfangen: der Gnaden: stuhl ist da bereit, die Hülfe zu erlan gen. Laß heil'ge Hånd' uns immer hier aufheben, Vater, und zu dir in wahrer Inbrunst schreien. at 90 9. Dein Nam', o Gott, geheiligi werd, dein Reich laß uns erfreuen: dein Will' gescheh' auch hier auf Erd' gieb: Frieden, Brot, Gedeihen; all unsre Sünden uns verzeih; steh' une in der Versuchung bei, erlós uns vor dem Bösen.iden dan Zweiter Theil. Allgemeine Gebetlieder. 219 ben zu dir treten: gern bracht' ich, lieber| Herzen, das dich so oft beleidigt hat; Bater! dir im Geist und Wahrheit mit Begier die Opfer meiner Lippen. weil Lust und Andacht teine Stätt in meiner Seele findetuid bilplen teiald 2. Ullein mein Herz, ach Gott und Herr! kann sich nicht recht erheben. 3um Guten oft zu kalt und schwer bleibt es am Eiteln kleben. Trág ist oft, leider! Sinn und Muth, und oft muß ich mein Fleisch und Blut zur Andacht mühsam zwingen.id di est 5. Ach, leider! Bater, hab' ich dich nicht allezeit gehöret, wenn du in deinem Worte mich erweckt, gerührt, gelehret. Doch schone, handle nicht mit mir, wehmüthig fleh' ich, Gott, zu dir, wie ich verdienet habe. 3. Umsonst faff' ich oft den Ent: schluß. Die Welt sammt ihren Kindern fucht, meinem Herzen zum Verdruß, am Beten mich zu hindern. Und fleht mein seufzend Herz zu dir, bringt sie, zu meiner Kränkung, mir viel Eitles07, Gott, laß den Eifer des Gebets in's Gemüthe. 6. Ich will hinfort Nachlässigkeit und alle Trägheit meiden. O mache du mein Herz bereit, vom Eiteln mich zu scheiden. Laß es dich hören und allein auf's Himmlische gerichtet seyn. Gieb du mir Kraft und Stärke. 14. Dies Herr mein Gott, dies frånkt mich sehr, und ich denk' oft mit Schmerzen, als wär' dein guter Geist nicht mehr in meinem trágen nhin qabyud dal nom ja nie in mir erfalten! der Andacht Feuer wollst du stets durch deine Kraft erhalten. Den Hindernissen wehre dur, und setze meine Seel' in Ruh', sich frei empor zu schwingen. borse Amiso 021.3int i nad 312 MAR bonied 51 bis 19 153 - 30). Gebetlieder. a. Allgemeine dau Banda Gebetlieder. Das Gebet des Herrn.| Fleisch und Blut, das wider deinen 6190 and Mel. Beter unser im Himmelreich: 120.. 406. melreich; wir stehen jest vor dir zugleich, pereint durch deinen lieben Sohn, auf sein Geheiß vor deinem Thron: laut singet vor dir unser Mund; hilf, daß es geh' von Herzensgrund. Willen thut. ( 5; Gieb uns heut' unser täglich Brot; bu am besten Hilf uns! entferne Krieg und Streit, Peft, Seuchen, Dürr' und theure Zeit. Laß bei uns Heil und Frieden blüh'n, und laß uns Geiz und Sorgen flieh'n. ST 2. Dein Name must uns heilig seyn; erhalte dein Wort bei uns rein, damit, wie du selbst heilig bist, auch unser Wandel heilig ist. Bewahr, was deinen Namen nennt; befehre, was ihn noch nicht fennt. scop im sisene mot cof 3. Dein Reich erschein' in dieser Zeit, und vollends in der Ewigkeit. Steh uns mit deinem Geiste bei, mach' uns von fremder Knechtschaft frei; zerbrich bes Satans Macht und Wuth; nimm deine Kirch in deine Hut.+ On Führ uns nicht in Versuchung. Sey, Herr, unser Schild, und steh' uns bei, und hilf mit deiner starken Hand; durch dich nur thun wir Widerstand: laß uns zulegt als Sieger stehn, und deiner Gnade Ruhm erhöhn. 8. Mach uns von allem Uebel los. Ach, unsre Schwachheit ist sehr groß! o tröste du uns in der Noth; vers leih' uns einen sel'gen Tod. Herr, ende glücklich unsern Lauf; nimm uns in deinen Himmel auf. 4. Dein Will' gescheh auf Erden schon, wie er geschieht vor deinem Thron. Mach' uns, o Gott, in Freud' und Leid zu dem, was dir gefällt, bereit, und wehre allem 6. Vergieb uns gnädig unsre Schuld; und trage, Herr, mit uns Geduld, durch dich erweckt, verzeihn wir gern auch allen unsern Schuldigern; und sollten wir nicht gern verzeihn, um deiner Huld uns zu erfreun? udsid 220 Zweiter Theil. 9. Das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit ist deino Vater, allezeit, bleibt ewiglich dein Eigenthum: erhör uns Herr; es ist dein Ruhm: im Namen Jesu flehn wir nun; du kannst, du willst, du wirst es thun! in 10. So sey es: Umen! Herr, erhor'! Stárk' unsern Glauben immer mehr; und unser Flehn ist Zuversicht! wir bitten dich und zweifeln nicht. So sing' das Umen unser Mund, und es erschall aus Herzensgrund.is dau dd bid as onsdisc w indol Der 86. Pfalm. Ullgemeine Gebetlieder. 6. Stolze haben mich umgeben und Tyrannen; meinem Leben drohen sie, und scheuen nicht dein allsehend Uns gesicht! aber du bist ganz Erbarmen, ein Verschoner, mild den Armen, treu den Frommen, voll Geduld, groß durch Wahrheit und durch Huld.mo 39 7. Wende dich zu deinem Knechte, deiner Magd Sohn; deine Rechte stark' ihn, sey ihm gnädig, Gott, hilf ihm mächtig aus der Noth! wirke, mir zum Heil, ein Zeichen, daß die Feinde schamroth weichen, wenn sie sehn, daß du mich liebst, und mit deinem Schuß umgiebst! Sie impun Mel. Heil'ger Geist, du Himmelslehrer.- 201. 407. Herr, erhöre meine Klameine Plagen, elend bin ich, arm bin 408. fo weit, ſo weit die Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich.- 119. ott, Güte her auf tof ich, und vertraue nur auf dich. Rette deines Knechtes Leben, der sich heilig dir ergeben; ach, mir leucht't ein Strahl des Lichts deines Vaterange= fichts. ſo Wolken gehen. Du fronst uns mit Barmherzigkeit, und eilst, uns beizus stehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk'( auf mein Wort, denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß und Schåge dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade wers den. Gieb mir nur Weisheit und Vers stand, bich, Gott, und den, den du ! bgefandt, und mich selbst zu erkennen. 2. 3u dir ruf ich alle Tage: Herr, sey gnädig meiner Klage! schenke neue Freude mir; denn mein Herz verlangt nach dir! du bist gütig, zeigst an allen, die. dir flehn, dein Wohlgefallen; ach vernimm auch mein Gebet, böre, wie mein Herz dir fleht. 3. In des Leidens bangen Zagen, wenn mich Feind und Elend plagen, ruf' ich nur zu dir mein Gott! fleuch, sprichst du, zu meiner Noth! eitel ist die Macht der Götter, du allein bist mein Erretter; Herr, wie wirkst du wunderreich! wo sind Werke, deinen gleich? up 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren. Des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahs rer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht, und frommer Freunde Liebe. mad 4002 4. Herr, es werden alle Heiden, die du schufest, einst mit Freuden zu dit nahn, und sich allein deinem Dienst und Ruhme weihn. Dir ist Niemand zu vergleichen; du bist groß und du thust Zeichen; du bist Gott und feiner mehr; dir gebühret Preis und Ehr' 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit. Laß du mich nur Barme herzigkeit vor dir im Tode finden. Som 21: Mel. Der Spotter Strom reißt.- 13. 409. Ich komme vor dein 5. Lehre, Herr, mich deine Bege, daß ich richtig wandeln möge; laß zu deiner Furcht allein alles in mir einig seyn! ewig dankt dir mein Gemüthe; herzlich rühmlich deine Güte, die mich hold aus Finsterniß, aus dem tiefsten 2. Schaff' du in mir ein reines Herz, Grabe riß. Aud Juo lammig monia niein Herz, das dir in Freud und o Gott, mein Flehen nicht: vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld! w12 Zweiter Theil. Allgemeine Gebetlieder. Schmerz voll Dank und Demuth sich ergiebt, dich fürchtet und inbrünstig liebt. 3. Sey mein Beschüßer in Gefahr. Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den Verstand. Erhalt' ihn mir, o Herr, mein Hort, und stárk' ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen seyn. Laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig seyn. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sey mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten sey. 7. Bekämpf' ich gleich aus eigner Kraft zu schwach, Herr, meine Leidenschaft; so ziehest du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gieb von den Güteru dieser Welt mir, Herr, so viel, als dir gefällt; gieb deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich måßig im Genuß, und, dürft'ge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber seyn. 10. Gieb mir Gesundheit, und verleib', daß ich sie núß' und dankbar sen, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer Pflicht entzieh'. 11. Erwecke mir stets einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beiſpiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein láng'res Biel und werden meiner Tage viel: so bleib', Gott, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nab'n: so nimm dich meiner herzlich an, und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. 221 mer groß an Rath und That. Du willst, daß mit Gebet und Flehn wir stets auf deine Hülfe sehn.. 2. Drum komm' ich auch mit meinem Beten, o Gott, vor deinen heil'gen Thron. Wie freudig kann ich vor dich treten! denn mich vertritt bei dir dein Sohn. In ihm hab' ich die Zuversicht, mein schwaches Flehn verwirfst du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem Willen, was deinem Kinde heilsam ist. Du nur kannst meinen Mangel stillen, weil du des Segens Quelle bist. Vor allen Dingen sorge du für meines Geiftes wahre Ruh'. 4. Gieb mir Beständigkeit im Glaus ben; laß meine Liebe brünstig seyn. Will etwas mir dies Kleinod rauben, so schránke die Versuchung ein, und stårke mich mit beil'gem Muth; so sieg' ich über Fleisch und Blut. 5. Bewahr' in mir ein gut Gewissen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit; ein Herz, auf's Gute stets beflissen, das sich vor deinem Auge scheut. Und fehl' ich, Gott, so strafe mich zu meiner Bess'rung väterlich. 6. Ein Herz, das in beglückten Tagen, o Vater, deiner nie vergißt; ein Herz, das unter Noth und Plas gen vor dir still und demüthig ist; ein Herz voll Zuversicht zu dir und voll Geduld, verleihe mir. Rel. Nun habe Dank für deine.- 234. er kann, Gott, ja was Gutes haben, das nicht von dir den Ursprung hat; du bist der Geber aller Gaben, und im410. 7. Das andre wird sich alle fügen. Du weißt am besten, was mir nust. 2n deiner Huld laß ich mir g'nügen, die Schwache machtig unterstüßt. 3ufrieden, Vater, folg' ich dir, befest'ge diesen Sinn in mir. 8. Soll ich auf Erden långer leben, so gieb, daß ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor Augen schweben; und kommt dereinst mein Sterbetag, so sey mein Hingang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. Mel. Gott, du frommer Gott.- 8. 411. ott, du frommer D quell aller Gaben, ohn' den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben! gesunden Leib gieb mir, und daß in 222 Zweiter Theil. folchem Leib' ein' unverlegte Seel' und rein Gewissen bleib'. then - Allgemeine Gebetlieder. Lebenslauf, alle deine Wohlthat zählen, würden Zeit und Worte fehlen. 3. Alles, was ich bin und habe, Leib und Seele, Gut und Stand, kommt, als dein Geschenk und Gabe, blos von deiner Vaterhand. Habe Dank für deine Treu'! sie ist alle Morgen neu. Habe Dank für deinen Segen! alles ist daran gelegen. he mi ha 4. Stárke mich mit deiner Güte, Heiland! ferner Tag und Nacht. Führ' mich selber, und behúte mich durch deiner Engel Wacht; laß dieselbe bei mir stehn, wenn ich ein und aus muß gehn, wenn ich reise, schlafe, wache, und in jeder guten Sache. 2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet: gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu', so gieb, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen;. Laß kein unnúßes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und muß: so gieb den Worten Kraft und Nachdruck, ohn' Verdruß. 4. Find't sich Gefährlichkeit: so laß mich nicht verzagen. Gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen: gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind', und zur Versöhnlichkeit bereit sey, als dein Kind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Ehr' und Glück; so gieb auch dies dabei: daß ich nicht ungerecht, nicht stolz, noch sicher sey. 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, und unter mancher Last hindurch in's Ulter dringen: so gieb Geduld; laß mich auf deinen Wegen gehn, und auch im Alter noch, Herr, deinen Ruhm erhöhn. 5. Segne alle meine Thaten durch den werthen Segensgeist! laß fie tåglich so gerathen, daß mein Herz dich täglich preis't: es ist dein, und nicht mein Werk, drum verleih' mir Muth und Stárk, stets gerade durchzugehen, nicht auf Menschengunft zu sehen. 6. Treuer Gott! du wirst mich lehren, wie ich klüglich handeln soll, daß mein Thun zu deinen Ehren und des Vaterlandes Wohl immer eingerichtet sey; höre mich und steh' mir bei, daß der Feind durch List und Tücke mir nicht dieses Ziel verrücke. 7. Hilf mir meine Noth und Pla= gen, meines Umtes Bürd? und Laft und sonst alles freudig tragen, was du auferleget hast. Findet sich Gefährlichkeit, Hinderniß, Verdruß und Neid; laß mein Herz sich ja nicht quálen, sondern alles dir befehlen. 8. Dir befehl' ich meine Sachen! dir sey alles heimgestellt; Herr! du wirst es also machen, wie es deinem Mel. Freu' dich sehr, o meine.- 29. 412. Liebster Jesu! Gnaden Rath gefällt. Bricht auch Kreuz und sonne, meines herein, es gar aus zu zens Zuversicht; meine Freude, meine seyn; laß mich ruh'n in deinem Wonne! ich komm' vor dein Unge- Willen, und damit den Kummer sicht; ob ich schon ein Sünder bin, stillen. werf ich doch den Muth nicht hin, weil ich auch als Usch' und Erde nicht von dir verstoßen werde. CO 2. Herr! ich muß vor allen Dingen, ob ich schon nicht völlig kann, dir ein schwaches Danklicd bringen, daß du mir viel Gut's gethan. Wollte ich von Jugend auf, durch den ganzen 7. Laß mich an meinem End' auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; der Leib, Herr, ruhe sanft in seiner stillen Gruft, bis ihn dein Ullmachtswort verklárt in's Leben ruft. 9. Muß ich auch Verspottung hdren, werd' ich hier und da verlacht: laß dies meine Ruh' nicht stören. Bin ich, Welt! von dir veracht't! wohl! mach immer was du wilt, Gott ist mir doch Sonn' und Schild, wider den will ich nicht sprechen, noch mich an den Feinden rächen. Zweiter Theil.- Allgemeine Gebetlieder. 10. Soll ich hier noch langer leben, nehm ich's gern und willig an. Ich will Gott nicht widerstreben, wenn ich ihm nur dienen kann. Drum, Herr mach' mich dir getreu, gieb gesunden Leib dabei, und laß mich an deinem Fugen und an deiner Huld begnügen. 11,9 11. Soll ich bald von hinnen schei= den, bin ich auch dazu bereit. Bringe mich nach kurzem Leiden an den Ort der Seligkeit. Nimm, nach hier vollbrachtem Lauf, meinen Seift zu dir hinauf. Ruht im Grabe, múden Glieder, Jesus kommt und weckt euch wieder. Mel. In dich hab' ich gehoffet, Herr 2c. 413. Ich weiß es, Gott; mein ganzes Thun, mein Glück mag nicht auf mir beruhn; von dir kommt Heil und Se- gen, ich kann mich, Höchster, ohne dich, nicht 223 i6, Drum, lieber Vater! der du dich so hoch gesegt, und fürchterlich aus schwarzen Wolken blitest, schrei ich im Staub; hör von dem Thron, wo du; Weltherrscher, sigest. ildst 7. Verleihe mir, o Gott, das Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen senket. Wo kommt mir währe Weisheit her, wenn sie mir Gott nicht schenket? 8. Erleuchte mich von deiner Höh'; gieb Weisheit, daß ich nie besteh' auf meinen eignen Willen. Hilf mir, mein Gott, mit Rath und That, das, was du willst, erfüllen. regen noch bewegen. 2. Es steht in feines Menschen Macht, daß er thut, was er ausgedacht, und seines Gangs sich freuet. Der Ullmacht Rath wirkt es allein, wenn unser Rath gedeihet. 3. Oft denkt der Mensch mit stolzem Muth: dies macht mein Glück, dies ist mir gut! und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was Gott zu Gut ihm wählet. 4. Go fängt auch oft ein weiser Mann sein Werk mit vieler Klugheit an, und bringt's doch nicht zu Stande. Er meint, er bau' ein festes Haus, und bauet auf dem Sande. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn schon über alle Berge hin, und wenn er um sich siehet, so hält ihn noch das niedre Thal; umsonst war er bemühet. 9. Laß mich stets prüfen, und was gut, behalten; laß durch Fleisch und Blut mich nie verleitet werden. Dein 3weck, mein Gott, das beste Theil, sey auch mein Theil auf Erden. 10. Was, weises, bestes Wesen! dir gefället, das gefall auch mir: ist etwas dir entgegen, so laß davor auch deinen Knecht den größten Abscheu hegen. 11. Ein Werk von dir begleite Glück; ist's nicht von dir, geh' es zurück, und andre Herz und Sinnen. Was deinem Rathschluß widerspricht, das muß von selbst zerrinnen. 12. Umsonst bemühet sich die Welt, ein Werk, das, Höchster, dir gefällt, mit Stolz zu hintertreiben; was Gott thut und beschlossen hat, das muß wohl stehen bleiben. 13. Beut mir die Hand, und es wird leicht, was mir sogar unmöglich däucht. Die Werke deiner Hände gelangen allzeit, weiser Gott! zu einem guten Ende. 14. 3war wird mir oft der Anfang schwer; hier braust die Luft, dort tobt das Meer; zurücke möcht' ich treten; mich nur brunst'ger beten. doch alle Schwierigkeit und Noth heißt 15. Wer betet, wirkt, und Gott vertraut, wird, wenn ihm schon zuweilen graut, zu seinem 3wecke kommen. Er spricht: wer wälzt den Stein uns weg? und er ist weggenommen. 16. Der Tugend Pfad scheint rauh und wild, er hat, mit Dornen ange= füllt, nichts, was die Sinnen rühret. 224 Zweiter Theil. Er ist indeß der sichre Pfad, der dich zur Freude führet. bed of did 17. Du weißt, mein Gott, was mir gebricht; an Macht zu helfen fehlt dir's nicht, du stärkst die múde Seele. Gieb, daß ich, deinem Wink getreu, des Weges nicht verfehle. 18. Dir, Herr, gebühret Ruhm und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und mehr von Grunde meiner Seelen, vor deinem Bolf, vor aller Welt mein Lebelang erzählen.in 414. Bo Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.- 255. on ganzer Seele preis' ich dich, Herr, der du mich so váterlich bis diesen Tag erhalten. Laß für und für noch über mir dein göttlich Auge walten. 2. Wer schenkt uns Leben, Glück und Ruh'? Wer giebt uns Kraft zur Pflicht? nur du schaffst Wollen und Vollbringen. Wird dein Gedeihn nicht uns erfreun, so kann uns nichts gelingen.. 3. Du schufft und du regierst die Welt nach deinem Rath, wie dir's gefällt. Du lenkst der Menschen Herz gen. Sen auch mein Licht und laß mich nicht, Gott, deine Huld verscherzen. Besondere Gebetlieder. 5. Verstand und Herz ist fehlerhaft: bald fehlt mir Licht, bald fehlt mir Kraft, mich weislich zu regieren. Drum bitt' ich dich, laß, Höchster, mich selbst deine Weisheit führen. 4. Dein Wort lehrt mich des Lebens Pflicht; doch fühl' ich auch, was mir gebricht, die Blindheit meiner Seele. Ach, Gott der Huld, vergieb die Schuld, wenn ich aus Schwachheit feble. b. Besondere In geistlichen Anfechtungen. Mel. Wie groß ist des Aumächt'gen Güte.- 33. u bist ja, Jesu! meine 416. D Freude! warum ist denn mein Geist betrübt? kann denn die Freud' auch bei dem Leide seyn in dem Herzen, das dich liebt? ach ja, mein Jesu! deine Liebe füllt meinen Geist mit Freuden an, daß, wenn ich mich darinnen übe, fie keine Zung' aussprechen kann.drapur 2. Weil aber noch nicht ganz ge: dampfet in mir mein boses Fleisch 6. Herr, dessen Huld uns ewig liebt, laß mich beim Segen, den sie giebt, auf dich, den Geber, schauen. Selbst wenn du schlägst, und Kreuz auflegst, so laß mich dir vertrauen. 7. Gieb, daß ich meine Lebenszeit, nur dir mit ganzem Ernst geweiht, in deiner Furcht vollbringe; bis ich einst dir dort für und für Lob, Preis und Ehre singe. 415. V erleih' uns Frieden F gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser Gott alleine. 2. Gieb Gnade unsrer Obrigkeit, Licht, Heil und vielen Segen, daß wir gottselig allezeit, gerecht und züchtig mögen ein ruhig's Leben führ'n. Umen. Gebetlieder. und Blut, und noch der Geist darwider kämpfet, wird oft dadurch ges frånft der Muth: drum leg' ich mich vor dir mit Flehen, ach stärke mich in diesem Streit! laß Hülfe mir, mein Heil, geschehen, daß ich mög' übers winden weit. 3. Du hast, o Held! ja überwunden, gieb mir auch Ueberwindungefraft, und laß mich in den Kam pfesstunden, erfahren, was dein Leiden schafft, dadurch ich kann den Feind besiegen, da Sünde, Teufel, Holl' und Tod nun unter deinen Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. Füßen liegen, so mach' sie auch an mir zu Spott.( bi bom 4. Sch trau' allein auf deine Gnade die mir dein theures Wort verspricht. Es sagt, daß nichts den Deinen schade, weil's nie an deiner Kraft gebricht. Nun haft du mich ja angenommen, wie es mein Herze, wohl verspürt; da ich bin flehend zu dir kommen, hat mich dein Gnadenblick gerührt. 5. Weil ich denn nun an deinem Leibe ein Glied, wiewohl unwürdig, bin; so gieb, daß ich stets an dir bleibe, und in mir habe deinen Sinn. Laß mich nicht andre Helfer suchen. Besige du mein Herz allein. Laß falsche Lüste mich verfluchen; dein Leben laß mein Leben seyn. mi 6. Gieb, daß ich mich in dir er freue, weil mich dein Herz beständig liebt, doch auch dabei kein Leiden scheue, weil solches meinen Glauben übt. Gieb, daß ich immer stárker ringe, und in Besiègung aller Pein ich immer näher zu dir dringe: da wird die Freude ewig seyn. signor 5) Cane Case is so du i sin Mel. Ach, mein Jesu, steh', tch 417. D uaal und Angst muß ich empfinden, ob ich Gottes Kind auch sey; denn der Kindschaft Pflicht und Treu brach ich oft durch schwere und Treu brach ich oft durch schwere Sünden, die ich wider Gott verübt, und wodurch ich ihn betrübt. 2. Uch! der Bund ist übertreten, welchen Gott mit mir gemacht. Uch! ich hab' ihn nicht bedacht. Will ich nun zum Höchsten beten, fällt mir oft der Zweifel bei: ob ich Gottes Kind auch sey? 9ldo i imod, 3. Gott erhört nur seine Kinder, welche seinen Willen thun. Kann 225 mein Herz nun also ruhn: bin ich nicht ein schnöder Sünder? ach, die Sorge nimmt mich ein: wie kann Gott dein Vater seyn? 14.Stürmen auf mich Trubsalswinde, wird mein Glaube vollends klein; und ich schließe mir zur Pein: Gott verfährt mit seinem Kinde nicht so scharf; wärst du sein Kind, wär' er nicht so hart gesinnt.( biri 5. Darum fleh' ich: hilf mir Urmen, Bater der Barmherzigkeit! tilge dieses herbe Leid durch dein väterlich Erbarmen; und verwirf mich Urmen nicht ganz von deinem Ungesicht. 6. Bater! laß mich Gnade finden; sprich mich, den vertornen Sohn, wieder frei vor deinem Thron. Ich will michirauf Christum gründen: darum schenke mir die Schuld, und ertrag' mich mit Geduld. 7. Dein Kind fernerhin zu heißen bin ich freilich nicht mehr werth. Doch, da mich dein Geist bekehrt, fann dein Bund auch nicht zerreißen. Schau', ich kehr zu meiner Pflicht: Herr, darum verstoß mich nicht! islp 8, Herr! ich fage dir auf's neue wieder Pflicht und Liebe zu, die du forderst: blicke du nun nach deiner Vatertreue, den mit Gnadenaugen an, für den Jesus g'nug gethan. T 9. Du sollst doch mein Vater bleiben, wenn gleich deine Zucht mich schreckt, und mir Schmerz und Angst erweckt. Dir will ich mich ganz verschreiben: Herr, dir leist' ich Treu und Pflicht, bis mein Herz im Sterben bricht! Bilnas modi and Ji sinduro 190920100 809 816 Me!. Entbinde mich, mein Gott ic. 418. Befreie meinen Geiſt, o Gott, von schnöden Banden. Du siehst, wie willig er, wie schwach mein Fleisch noch ist. Mach' des 15 226 Zweiter Theil. - Besondere Gebetlieder. außer dir ist Eitelkeit und Pein. D, möcht' ich ungestört mit dir vereinigt seyn. Versuchers List, durch deine Kraft zu Schanden, der du der Sünder Trost, der Schwachen Beistand bist. Noch streit' ich, schau' herab, von deinem Gnadenthron! gieb mir zum Kampfe Kraft, und hilf durch deinen Sohn. 2. Ein Sclav, den jeder Reiz der Sünde leicht entzündet, war ich: Dank sey dir, Gott! du hast mich frei gemacht. Doch laß mich, da sich noch so mancher Fallstrick findet, der meiner Freiheit droht, mein Gott, nie aus der Acht! mir überlassen, bin ich ohne Hülf' und Rath! doch durch dich bin ich stark; bei dir ist Rath und That. 3. Uch! ich sollt' himmelwärts, gleich kühnen Adlern fliegen; der Hang zum Irdischen läßt mich noch nicht hinauf! du låff'st, die auf dich sehn, stets neue Stärke kriegen: du giebst den Müden Kraft und förderst ihren Lauf! laß mich, der Welt ent= wöhnt, starr nach dem Himmel sehn, und zu dir immer mehr mich aus dem Staub erhöhn. 4. O, dieser Leib des Tod's be= schwert die arme Seele; der Sinnen Zauberkraft entrückt dem Geist sein Biel, daß ich, vom Sinnlichen gelenkt, des Wegs verfehle, der Vorurtheile Raub, der Leidenschaften Spiel, oft thu', was ich nicht will, und, was ich will, nicht thu'. Ach, siehe meinem Kampf nicht ohne Mitleid zu. 5. Ich weiß, ich liebe dich, doch, es sey dir geklaget! noch lange nicht so sehr, als selbst mein Herz begehrt, was oft noch in die Welt verstohine Blicke waget, und damit seine Ruh' und deine Liebe stort. Doch alles, 6. Der Umgang mit der Welt raubt meinem Blick den Himmel. Des Beispiels Reiz ist stark, mein Widerstand oft schwach. Ich meide dann die Welt und ihr verwirrt Getümmel, doch in der Wüste eilt mir meine Schwäche nach! hier, wie in dem Gedráng', merk' ich, was Fleisch und Blut, wenn du nicht bei mir bist, beim besten Vorsag thut. dann meine Ruhe stören? doch bringt 7. Ich trau' auf Gott: was kann die Phantasie mir manchen Schrecken bei. Der Sorgen kann ich mich nicht immerhin erwehren; die Schwermuth, die mich drückt, läßt meinen Geist nicht frei. Ich seh' den stärksten Trost, und merke seine Kraft, und seufze, daß kein Trost in meinem Herzen haft't. der hohen Menschenliebe, in's unbe8. Oft schleicht das Ich, der Feind wachte Herz von neuem wieder ein, und störet meine Ruh' durch seine niedern Triebe: mich dringet Jesu Lieb', und ich bin noch so klein! so wechselt stets bei mir das Licht mit Finsterniß. Wann kommst du, starker Gott, und machst mein Herz gewiß? allen diesen Banden! du siehst, was 9. Befreie mich, mein Gott, von meinen Geist im Fleisch gefangen hålt. Ich hoff' auf dich, mein Heil! wie würd' ich denn zu Schanden im Streit mit Fleisch und Blut, mit Satan und der Welt? die Fessel, die mein Herz mit Freuden trågt und küßt, reicht deine Liebe mir, die unaussprechlich ist. 10. Wen diese Liebe bind't, ist nicht ein Knecht der Sünden; in diesen Banden bleibt er ein recht freier Mann. Wie willig laß ich mich mit Liebesseilen binden! ich folge dir mit Lust auf der bestimmten Bahn. Befreie du mich nur von mir und von der Welt, damit mein edler Geist sein Freiheitsrecht behålt! 10-181 spoliur Besondere Gebetlieder. 227 verbreitet Glück und Heil auf Gottes Eigenthum, und Israel frohlockt, und bringt ihm Preis und Ruhm.ldoer Zweiter Theil. In allgemeinen Nöthen und Landplagen. Der 85. Pfalm. Mel. Gott, du frommer Gott.- 8. 419, ie gnädig warst du, Gott, vor Alters deinem Lande! wie halfft du ihm! wie oft zerbrachst du Jakobs Bande! und schontest deines Volks mit våter licher Huld, vergabst die Missethat, bedecktest seine Schuld. 2. Dein strenger Zorn erlosch mit allen seinen Flammen, sobald es sich entschloß, die Sünde zu verdammen; die Menschen sündigen; du bleibst dir immer gleich, gerecht und heilig stets, und stets an Gnade reich. 3. Hilf, hilf uns, unser Gott! laß wegen unsrer Sünden uns deine Rache nicht, Herr, unser Heil, empfinden! wie schrecklich ist dein Grimm! ach, soll er ewig glüh'n? und willst du deine Huld auf ewig uns entzieh'n? 4. Wann kehrt zu uns zurück dein Trost, o Gott, dein Segen, daß wir, dein Erbtheil, uns in dir erfreuen mógen? o laß uns leben, Gott! laß uns dein Untlik sehn; sey gnädig, hilf uns aus; hilf, ehe wir vergehn! 5. Jedoch, ich hör' uns schon den Gott des Trostes trösten! Heil giebt er seinem Volk und Ruhe den Erlöften, die er erwählet hat, wenn wir nur heilig sind, und unsre Seele nicht die Thorheit lieb gewinnt! 6. Geflügelt naht sein Heil sich seinen frommen Knechten; und Gottes Ehre wohnt im Lande der Gerechten. Barmherzigkeit und Treu' umfahn sich schwesterlich, Gerechtigkeit und Fried' umfahn und küssen sich! 7. Der Glaube kommt zurück und blüht auf Erden wieder; die Gnade sieht mit Lust von ihrem Himmel nieder; und segnet Gottes Volk, das, seinem Dienst geweiht, thut, was ihm wohlgefällt, und seines Heils sich freut! 8. Der Herr begnadigt uns; das Land bringt seine Früchte, und seine Huld geht her vor seinem Ungesichte, Im Kriege. d no diver Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. 6 420. && zieht, o Gott! ein Kriegeswetter jest über unser Haupt einher. Bist du, Herr! hier nicht unser Retter, so ist's für unser Land zu schwer. Sieh! wie die Fürsten sich entzwei'n, und sich zu unterdrücken dráu'n. 2. O laß mich hier allein, o Vater, auf dich und deine Vorsicht schau'n; auf dich, den mächtigsten Berather, und nicht auf Menschenhülfe bau'n, die ohne dich uns gar nichts núßt, die nur durch dich uns kräftig schügt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden; du bist es, der die Welt regiert. Laß uns der Feinde Spott nicht werden, die Stolz und Neid zu uns geführt. Seyd böse, Völker, rüstet euch! sey ou für uns, so fehlt der Streich. 4. Die allerfeinsten Kriegeslisten vereitelt leicht dein weiser Rath. Nie wird der Feind das Land verwüsten, das dich, Gott, zum Beschüßer hat. Durch dich hat oft die kleinste Macht ein großes Heer zur Flucht gebracht. 5. Je weniger sich öfters zeiget woher die Hülfe kommen soll! je mehr Gefahr und Plage steiget, und alles an Verwirrung voll; je größer mache mein Vertrau'n, o Gott, auf dich allein zu schau'n. miserinteistoff 6. Was hilft der Feinde große Menge? Was hilft dem Riesen große Macht? Der Ross' und Wagen stark Gedränge ist's nicht, was Feinden Sieg verschafft. Der Mensch vertraut darauf zwar gern; jedoch der Sieg kommt nur vom Herrn.lopriu 7. Drum werf ich mich in deine Urme, du Vater der Barmherzigkeit! und flehe voll Vertrau'n: erbarme dich über uns zur schweren Zeit. Laß Gnade doch für Recht ergehn: so bleiben wir doch aufrecht stehn. 15* Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 228 8. Doch findet, Herr, dein weiser| Wille noch ferner Buchtigungen gut: wohlan, so schweig' ich und bin stille bei dem, was deine Vorsicht thut. Ich, dein Geschöpf und auch dein Kind, weiß, daß es Vaterschläge sind. 9. Die kleine Einsicht meiner Seelen, Herr, schreibe niemals dir was vor. So grob laß du mich niemals fehlen; so hart und grob fehlt nur ein Thor. Ist gleich, was deine Weisheit thut, mir oft ein Räthsel, ist's doch gut. 10. Nie grimmig, sondern nur mit Maaßen sind deine Strafen eingericht't. Du wirst uns nicht zerstören lassen. Nein, Vater, nein, das thust du nicht. Wir sollen nur durch Angst und Pein geläutert und gereinigt seyn. 11. 3ulegt wird jeder sagen müssen, das hat Gott, unser Gott, gethan! so brach er, nach verborgnen Schlüssen, zum bessern Endzweck leicht die Bahn! gulegt errettet deine Hand, barmherz-| ger Gott! das Vaterland. - 5. Um seinetwillen schone du; erhöre unsre Klagen. Verleih uns wieder Fried' und Ruh', und wehre allen Plagen. Erbarm', o Herr, erbarme dich, und rett' uns alle gnädiglich von Krieg und Kriegsbeschwerden! 6. 4. Verzeih' uns solche Missethat um Jesu Christi willen! o, der für uns gelitten hat, kann deinen Born nur stillen. Das Lamm, das unsre Sünde trägt, die du ihm selbst hast aufgelegt, hat sie ja, Gott, versöhnet. Gott! bu fannst der Fürsten Herz wie Wasserbáche lenken. Uch, laß sie einst der Völker Schmerz recht båterlich bedenken! sprich du selbst ihnen mächtig zu, daß sie auf ihrer Lånder Ruh' und Wohlfahrt ernstlich denken. antal Ribaded 7. O Herr! wir fallen dir zu Fuß, du wollest uns erhören! gieb, daß wir uns mit wahrer Buß' in Ernst zu dir bekehren, damit wir nicht an unserm Theil selbst unser eignes Glück und Heil, den theuren Frieden, istören. 8. Breit' wieder aus um unser Land die Flügel deiner Gnaden. Beschug" und segne jeden Stand. Laß nichts uns weiter schaden. Wir wollen solche Gütigkeit und Vatertreu zu jeder Zeit mit Dankbarkeit erheben. smid mit 9. Dies alles, Bater, werde wahrs Mel. Uch Gott, vom Himmel.- 215. du wollest es erfüllen. Erhör' unt Ich Gott! wir treten hilf uns immerdar um Jesu Christi 421. As hier vor dich mit willen! denn dein, o Herr, ist allezeit, traurigem Gemüthe: wir bitten dich von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Reich, demüthiglich, rett' uns durch deine die Macht und Ehre! id; m Güte. Schau', wie die große Kriegs= dat chi choos& G gefahr sich zu uns naht, und wie siete In Theurung.ad 110 manier o gar uns zu verderben dráuet. ચળ 2. Gedenke, Vater, jest nicht mehr, daß wir's verdienet haben. Gedenke nicht, daß wir so sehr die uns verlieh'nen Gaben geschändet, und so lange Beit zur Wollust, Pracht und Ueppigkeit undankbarlich mißbrauchet. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 56. 422. unreicher Gott der 3. Wie öfters ist der Nebenchrist gedrucket und betrogen, durch Schein des Rechts, Gewalt und List das Seine ihm entzogen! darum ist nun dein Zorn entbrannt, die Sünde, die wir nicht erkannt, wird öffentlich vergolten. hod a 7330 700 m aller Welt; du Vater voll Erbarmen, der ewig Glauben hált! weil du Gebet erhörst, so kommt in seinen Rothen auch alles Fleisch mit Beten zu dir, der du uns nährst.bilzaub 2. Herr, unsre großen Sünden verdienen diese Noth; daß wir mit Recht empfinden, was uns dein Wort gedroht: Ein fruchtbar Erdreich soll um seiner Bürger willen nichts tragen, sie nicht füllen. Ach, unser Maas ist voll, somis de clopidoer di 3. Uch, unser boshaft Leben drück uns mit Recht zwar hart: doch wolls du uns vergeben nach treuer Vaterart. Die Sünde trágt zwar Frucht; Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 229 doch diese Frucht bringt Schaden. 14. 3war könntest du, o treuer Hort, Ach, Herr, vergieb aus Gnaden dem, der dein Untlig sucht. So auch unser Land und diesem Ort durch Seuch' und Pest verheeren, und ganz und gar uns fündige Schaar in deinem Zorn verzehren. nam dibin g 4, Ertrag uns mit Erbarmen: wir tragen herzlich Reu'. Erhöre doch uns Urmen, nach deiner Wundertreu. Du bist die Zuversicht, zu der wir alle flehen, nach der wir alle sehen, darum verlaß uns nicht. 15. Wir haben dir oft widerstrebt, nach deiner Vorschrift nicht gelebt, was dir mißfällt, verübet: wir haben dich oft freventlich mit Uebelthun betrübet. od 900/ 1900 5. Gott, unser Heil, ach wende der Zeiten schweren Lauf! thu' deine milden Hände, den Schatz der Ullmacht auf. Was nur ein Leben hat, náhrst du mit Wohlgefallen: drum auf und schaff' uns allen bei unserm Mangel Rath. 6. Du rufft dem Nichts, o Vater, damit es etwas sey. Gey jetzt auch, Gott! Berather, und hör' das Ungstgeschrei, ba uns der Mangel quält. Ja, hilf uns und erhöre auch nun zu deiner Ehre; ersehe, was uns fehlt. 7. Laß alle Frucht gerathen, bereichre du das Land; erquicke seine Saaten mit deiner Gnadenhand: ja segne, was man pflügt, und tránk's mit Thau und Regen, daß sein Gewächs und Segen uns wiederum vergnügt. i 1506 8. Dein Gutes überschütte und króne Jahr und Zeit; es triefen deine Tritte von lauter Fettigkeit; laß alles, was nur webt am Morgen wohl gedeihen, am Abend sich erfreuen, mach' fröhlich, was da lebt! -Up Bim Che Cint Allotor menlad In Seuchen. Sur 3door 20 1 - 6. Doch handle nicht, liebreicher Gott, ach handle nicht, Herr Zebaoth! mit uns nach unsern Sünden! nein, Vater, nein, laß uns allein für Recht jest Gnade finden.**. 7. Uch, schenk uns doch aus Gutigkeit die Schuld, die uns von Herzen reut, und laß uns nicht verderben. Uch, laß uns nicht durch dein Gericht in Sünden plöglich sterben. Sind 8. Beschüß' uns, Herr, mit deiner Hand; schüß' unsre Stadt und unser Land, samt allem, was wir haben. Verlaß uns nie; erfüll' uns früh mit deinen Gnadengaben. ANONG 9. Go wollen wir voll Dankbarkeit dich, höchster Vater, jeder Zeit von Herzen ehren, preisen; und dann auch dort, o werther Hort, dir ewig Lob erweisen. In besonders schmerzhaften langwierigen Krankheiten und Verfolgungen. ni dd) San Der 38. Pfalm. ips Mel. Sesu, Urzt todtkranker Seelen.- 79. 424. Straf, Serr! mich Mel. In dich hab' ich gehoffet. -413, 423. Ah Gott, du unser Lebenslicht, Herr, unsre Burg und Zuversicht, du Trost und Heil der Urmen! wir bitten dich demüthiglich, erzeig' uns doch Erbarmen. Urmen nicht! 2. Wir spüren, daß der Seuche2. Alles Fleisch ist mir verschwunGift schon hin und wieder Manchen trifft; es fånget an zu wüthen; brum flehen wir und schrei'n zu dir, du wollest uns behüten. na 300 3. Wir beben, Herr, bei deiner Stimm'. Uch, straf uns nicht in deinem Grimm mit dieser bösen Seuche. Hilf uns, o Gott, wend' ab die Noth, daß sie uns nicht erreiche. nicht im Grimme, und bestimme über mich kein Rachgericht! rüge meiner Sünden Menge nicht mit Strenge, und verstoß mich den von den Wunden, die dein Zorn geschlagen hat. Mein Gebein erquickt kein Friede, fiech und müde macht es meine Missethat. Jis 3. Meine Schuld, wie hoch sie steis get, drückt und beuget mich bis in den Abgrund fast. Stinkend eitern mir die Bunden. Bange Stunden machen mich mir selbst zur Laft. 230 Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. Herz zerbricht.) 44. D, wie trübet meine Tage manche| Höhe auf das Wehe, wovon fast mein Plage! Frumm gebückt geh' ich ein her; schon verdorrt mein Eingeweide; Trost und Freude kennt mein banges Herz nicht mehr. 15. Komme denn, erzeig' mir Urmen dein Erbarmen! eile, mir in meiner Noth bald mit Beistand zu erscheinen, mir, dem Deinen, eile, hilf mir, Herr, mein Gott! 5. Mir vertrocknen alle Säfte. Meine Kräfte sind dahin! ich seh' kein Licht. Es umziehen schon mich Matten schwarze Schatten! mein umwolket Auge bricht. 11 Auf der Reise. Freunde flieh'n als Feinde meine Qual und 425 J Herr Chrift! will ich Mel. Uch Gott, vom Himmel.- 215. En deinem scheuen mich. Alle meine Unverwandten und Bekannten fliehen und entfernen sich. 7. Die mein Tod ergößet, stellen, mich zu fällen, Nege; falsch ist Wort und That. Die mir Uebels wollen, denken, mich zu kránken, auf Betrug und auf Verrath. nun weiter( zur Reise) gehen: du, der du mein Begleiter bist, wirst mir zur Seite stehen. Herr, Leib und Seel' befehl ich dir, nebst Ehr' und Gut, und was du mir auf dieser Welt bescheeret. 8. Ich soll taub seyn und nicht hören, noch sie stören, wenn die Schmach das Herz mir bricht. Taub soll ich ihr Lástern tragen, und nichts sagen, wenn die gift'ge 3unge sticht. 9. Doch ich harre dein, du hörest und gewährest meine Bitte, Herr, mein Gott! übergieb mich ihrer Rotte nicht zum Spotte; rette mich aus meiner Noth!) 10. 3war verdien' ich, daß die Freude von mir scheide: ich verscherzte deine Huld. Ach, ich möchte wohl verzagen! meine Plagen sind ja meiner Sünden Schuld. 11. Doch schau', groß von Gnad' und Treue, meine Reue! ich verdamme mich vor dir. Uch, wie martert das Empfinden meiner Sünden! und wie scham' ich mich vor mir! 12.( Uber sollen die sich blähen, die mich schmähen, und mir täglich Unrecht thun? weil das Glück sie hat erhoben, will ihr Toben wider deinen Knecht nicht ruhn. 13. Wie lang' sollen sie mich schelten? sie vergelten meine Redlichkeit mit Hohn. Weil ich mich für dich bemühe, Boses fliehe, trag' ich Haß und Schmach davon. 14. Doch will alle Welt zusammen mich verdammen; so verwirf nur du mich nicht. Blicke, Herr, von deiner 2. Ich weiß, ich bin in dieser Zeit stets mit Gefahr umfangen: auch werd' ich in der Sterblichkeit nie völlig Rub' erlangen. Ich bin ein Pilger, ber den Fuß und Stab stets weiter segen muß, und hier kein Bleiben findet. 3. Duch hilf du, daß ich auch wie du, in allem überwinde, bis daß ich dort die wahre Ruh', die rechte Heimath finde. Da sind dann Müh' und Sorgen aus; da bin ich eigentlich zu Haus! die Unruh' hat ein Ende. 4. In dieser Nuhstatt denk' ich nun Herr! anjeßt bei meinem Wallen. hilf und lehre mich hier thun nach deinem Wohlgefallen. Leit' mich allzeit auf rechter Bahn; und fang' ich etwas Gutes an, so führ' es wohl zum Ende. 5. Dir, Herr, ist mein Beruf be= kannt; er fordert diese Reise. O führe du mich bei der Hand, damit, zu deinem Preise, ich redlich thue, was ich soll. Mein Herz soll dich, des Dankes voll, für deine Führung loben. 6. Nur bitt' ich, o mein Gott, verleih', daß ich behutsam wandle, und immerdar vorsichtig sey, nie frech und strafbar handle. Durch deines Geistes Gütigkeit gieb Rath, Verstand und rechte Zeit zu meinem Thun und lassen. 7. Nimm dich, o Herr, der Meinen an, die ich zurück gelassen. Du wolleft sie, mehr als ich kann, mit treuer Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 231 Huld umfassen. O, laß sie dir em-| sie hin! durch Gottes Stimme wird pfohlen seyn, und uns bald mit einander freun, wenn wir uns wieder sehen. erschüttert die wundervolle Wüste Sin. - 8. Auf seinem Weg sieht Jacob dort von Engeln ganze Schaaren. Nun reis't er froh und muthig fort. Auch mich wird Gott bewahren. O nimm mich, Herr, in deinen Schuß; und wessen Lift, Gewalt und Truß kann mir alsdann wohl schaden? 9. Nun, Vater! dir ergeb' ich mich. Ich bin in deinen Händen. Du wirst, ich hoff' es, gnädiglich hier meine Wallfahrt enden. Drum laß mich, wenn es dir gefällt, nach aller Unruh' dieser Welt dort ewig bei dir wohnen. Bei Gewittern. Der 29. Pfalm. Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46. 426. Bri ringt her, ihr Machtigen der Erde, bringt her dem Herrscher Lob und macht! der Ehre seines Namens werde von euch der Dank und Ruhm gebracht! 2. Jm heil'gen Schmuck fallt vor ihm nieder, mit reiner Unschuld ange= than, mit hingeworfnen Leibern nieder, und betet den Weltherrscher an! 3. Die Stimme Gottes wälzt im Meere gethürmte Wogen vor sich her. Er donnert laut, der Gott der Ehre, auf großen Wassern donnert er. 4. Gott spricht. Voll Kraft ist feine Stimme; er spricht: so steht da, was er schafft. Gott spricht, und herrlich ist die Stimme, in ihr ist Majestät und Kraft. 5. Die Stimme Gottes schilt die Cedern: schnell, wie der Strahl, zersplittern sie Die Stimm: Gottes ruft den Cedern: dem Libanon entstürzen sie. 6. Sie macht sie hüpfend, wie die Kålber, sie stürmet, daß der Libanus, daß der erhab'ne Hermon selber wie ein jung Eichhorn hüpfen muß. 7. Gebirge stürzet sie zusammen; der Erdkreis bebt, da er sie hört. Des Höchsten Stimme haut wie Flammen, sie hauet um sich und zerstört. 8. Die Stimme spricht: die Wüste zittert, welch Schrecken brauset durch 9. Erschreckt von dieser macht'gen Stimme, gebåren Hindinnen zu früh. und schnell entblößet sie im Grimme die Wälder und entwurzelt sie. 10. Gott spricht, daß er verherr licht werde; sagt ihm im Tempel Lob und Dank! er sprach und richtete der Erde die Sündfluth zu, zum Untergang. 11. Und sie vertilgte die Verbrecher, die seines Namens Ehr' entweiht. Da war er König, Richter, Rächer, und das ist Gott von Ewigkeit. 12. Gott wird in aller Feinde Stürmen den Kindern Jacobs Kraft vers leih'n. Er wird sie segnen, sie beschirmen, um sie wird großer Friede seyn. Mel. Nun danket alle Gott.- 9. Höchster, dessen Kraft 427. D Luft, Meer und Erde tráget; der Erde, Luft und Meer durch einen Wink beweget, ich lobe deine Gut'; ich preise deine Macht, auch da bei deinem Blig der Donner schreckend kracht. 2. Dráut gleich der Grund der Welt zu wanken, zu vergehen; läßt die ges borstne Luft gleich nichts als Flammen sehen; heult gleich mit Ungestúm empórs ter Winde Wuth; droht dem erschrocknen Land gleich eine Wasserfluth: 3. So zittert, blikt und rauscht doch alles Gott zu Ehren. Er läffet seine Stimm' im Donner prächtig hören; er zeiget seine Kraft und seine Lieb', es bricht selbst durch der Wolken Nacht des Schöpfers Weisheitslicht. 4. Gott führet våterlich, zum Nußen und zum Segen, der Wolke feuchte Frucht, den oft erbet'nen Regen, durch Wind und Wetter her; macht durch der Blite Brand nicht nur die Lüfte rein, tränkt auch das dürre Land. 5. Weisheit sonder Ziel! o Almacht sonder gleichen: o wahrer Vaterlieb' untrüglich helles Beichen! ach möchten wir es doch in froher Ehrfurcht sehn, und auch im Wetter selbst der Gottheit Huld verstehn! 6. Denn ob darüber gleich Luft, Meer und Erd' erschüttern; so darf 3welter Theil. Besondere Gebetlieder. 233 ein frommes Herz, doch darum nicht erzittern! schreckt dich des Schöpfers Macht, denke dabei: er zu deinem Schus nicht minder mächtig sey. 7. Gewiß, du ehrst ihn nicht, wenn du zu knechtisch bebest, und unter Blik und Knall in lauter Wengsten schwebest. Sieh deinen starken Gott doch nicht so machtlos an, daß er im Wetter dich nicht auch beschirmen kann. aid ad 8. Es wirket feine Macht ein ehrfurchtsvolles Grauen; doch auch nicht weniger ein kindliches Vertrauen. 2n uns liebt unser Gott zwar Ehrerbietigkeit, doch mehr noch Zuversicht, noch mehr Gelassenheit, mis 9. Und sollte, was er thut, dir etwa Schaden bringen; so suche christlich stark, den Unmuth zu bezwingen. Ohn' ihn kann nichts geschehn, und was durch ihn geschicht, ist alles núg' und gut, begreift man es gleich nicht. 10. Weil aber dieses nicht in unsern Handen stehet, und man sich blos, o Herr, durch dich zu dir erhöhet; To fleh' ich inniglich; gieb mir die Eigenschaft, die dir gefällig ist, und des Vertrauens Kraft. F 11. Co oft wir bligen sehn, so oft wir donnern hören, laß uns, Herr Sebaoth, dich lieben, fürchten, ehren! hat deine Gute schon den Blig her: vorgebracht; so ist sein Strahl doch doch auch ein Zeichen deiner Macht. 12. Von unserm Nichts kann nichts ſo klar uns überführen, als wenn wir die Gewalt der Elemente spüren. Die ungeheure Macht erweiset, wie so klein, ſo elend, so gering und schwach wir Menschen seyn.( trdi nol 13. Drum, Herr, erbarme dich! erbarme dich aus Gnaden! laß dies Gewitter doch den Unsrigen nicht scha= den. Gieb, daß der grause Sturm, gieb, daß der Schlossen Heer uns weder Leib noch Gut entreiße, noch versehr'. 14. Uch, las in der Gefahr, bei Donner, Blig und Stürmen, uns deine Lieb' und Macht, o Bater, doch beschirmen! vor allem aber gieb, wenn die Gefahr vorbei, daß so für Schuß als Nug', dir jeder dankbar sey! dankbar sey! mel. Die Himmel rufen, jeder ehret- 42. 428. Des Donners schreckenwird schwächer, und die Blige fliehn: bald schmückt, bei angenehmer Stille, der Sonne Glanz das feuchte Grün. Herz! heischet dies nicht deinen Dank? heischt dies nicht einen Lobgesang? 2. Die frohe Heerde blockt schon wieder; ein Chor der Vögel schwirrt und singt nur von dem Herrn verstand'ne Lieder. Ihr munterer Gesang durchdringt durchdringt der ungemess'nen Lüfte Kreis, dem Segensgott zum Ruhm und Preis. 3. D Seele, preise den Erretter. der seine große Kraft bewies; den starken Gott, der sich im Wetter so majestätisch hören ließ, der selbst des Bliges Strahlen lenkt, und auch im Zorn der Gnade denkt. 4. Nimm auch des Höchsten theure Güte in Bliß und Ungewitter wahr. Dem frohen forschenden Gemüthe stellt sich ein großer Schauplaß dar von ungezählter Segensspur, zum Labsal aller Kreatur. 5. Wenn bei erhigter Dünste Glůhen sowohl die Menschen als das Vieh den Odem matt und Feuchend ziehen; wie froh, wie munter werden sie, wenn in die angstlich schwüle Luft der Donner kühle Winde ruft. 6. Wie lieblich hebt sich das Getraide, getránket durch den Regenguß; und wie vergnügt betritt die Weide der neubelebten Thiere Fuß! der muntern Vögel frohes Heer verkündigt des Erhalters Ehr'. 7. D Gott! wie viele Segensproben verbreitest du auch durch den Blig; dich muß man auch im Wetter loben. Du meinst es gut und wie's uns núg'. Dir sey mein Herz ein Dankaltar; dir bring' ich Lob zum Opfer dar. nd 8. Verfleucht der Knall von Donner: wettern: des Wortes sanfter Donner währt. Droht nun kein Blitz uns zu zerschmettern; des Wortes Leuchten bleibt und nährt. Sey treu, o Herz! bei diesem Licht; Gott rührte dich; vergiß es nicht! h the pa 3weiter Theil. Besondere Gebetlieder. 233 1971 Bei der Einführung eines Predigers. euse don Fürbitten. ob Für die Obrigkeit. 1001- mi wie main he met, Hus meines Herzené Grunde 2. 430.6 lojer! sich auf uns Mel. 429. Jehovah, Herr und hernieder, auf Hirten und der Heerde Glieder, die wir vereinigt zu dir Ko- nig der Könige und Herrn, dir ist man unterthänig; du herrschest nah' und fern, du Gott, Herr schrein, und unsre Bitten, unsre LieB# der, laß, Herr, dir wohlgefällig seyn. Sebaoth! an Ehren groß und prach2. O selig, welchen du erwählet, und deinen Boten zugezählet! wenn er dein Wort aufrichtig lehrt; und wo er fehlt, aus Schwachheit fehlet, und selbst thut, was man von ihm hört. tig; im Schüßen stark und mach- tig, indintsuldoontim ein Helfer in der Noth. 1533 2. Nach deines Knechtes Lehre ist keine Obrigkeit, die, Herr, von dir nicht wäre; ihr Schwert, das Frevlern draut, das hat sie ja von dir! wer ihr zuwider lebet, der wagt's, und widerstrebet dir selbst noch mehr als ihr. 3. Ach, lieber Vater, lehre mich doch durch deinen Geist, daß ich die Obern ehre, wie uns dein Wort es heißt! fie tragen ja dein Bild; laß mich Gehorsam üben, und sie mit Ehrfurcht lieben, wie du es haben willt. 3. So selig sey der auch zu halten, für den wir jest die Hände falten, da er sich deinem Dienst geweiht, und solchen würdig zu verwalten sich binden will mit Wort und Eid. 6. Gieb, daß durch ihr Regieren wir mit Zufriedenheit ein ehrbar Leben führen in wahrer Frömmigkeit. Herr Gott du segneft gern: wir bitten ohn' Ermüden: gieb Segen, Heil und Frieden durch Jesum, unsern Herrn. 4. Du selbst mußt ihm Vermögen geben; mit Licht und Kraft den Geist beleben, und leiten ihn als bei der Hand; dann macht sein wichtiges Bestreben erst dich und deinen Ruhm bekannt. 4. Die wir zu Herrschern haben, laß deinen Willen thun. Laß deines laß deinen Willen deines Geistes Gaben auf ihnen reichlich ruhn. Du herrschest selbst im Land. Das Herz der Obrigkeiten fannst du wie Bache leiten, es steht in deiner Hand. 5. Gott von großer Güte, gieb ihrem Geiste Licht. Gieb Treue dem Gemüthe zum Urtheil im Gericht. Laß stets durch ihr Bemüh'n den Frommen ficher stehen, der Bösen Rath vergehen, und alle Stånde blühn. 5. O laß ihn, Herr! durch dich belehret, durch feines Jrthums Wahn bethöret, die Wahrheit selbst gerühret sehn, und wie sich auch das Fleisch emporet, doch ihre Stege richtig gehn. 6. Gieb Gnade, daß zu rechter Stunde, dein streng Gefeß aus seinem Munde den Sünder wecke! doch dabei des Lebens Wort vom Gnadenbunde für schüchterne Gewissen sey. 7. Uch! laß ihn seiner Arbeit Früchte mit unbeschámtem Angesichte nach weisem Fleiße reifen sehn, und bei dem drückenden Gewichte des Amts, die Kraft von dir erflehn. 8. Erhalt' ihn in den rechten Schranken, in Wort, in Wandel und Gedanken! gieb ihm, nur deinen Geist zu scheu'n; von seinem Vorsag nicht zu wanken, und bis an's Ende treu zu seyn. 234 Zweiter Theil. Bei der Einsegnung der Eheleute. Mel. Vom Himmel hoch, da komm'- 109. Gott! deß Gnadenvoller Rath den Eh'Besondere Gebetlieder. 3. Gott schmücket ihr geliebtes Haus mit wohlgerathnen 3weigen aus, woram sie Freude sehen: und bricht gleich oft ein Kreuz herein; will er selbst Trost Helfer seyn, und stets Seite teden. Endlich soll sich nach dem Leide ew'ge Freude für sie findenGott will ihnen Kränze winden. 431. stand eingeseget hat, der du ihn segneft, schüßest, liebst, und ihm Glück, Heil und Gnade giebst. 2. Gieb diesen, daß sie stets mit Fleh'n, in Lieb und Eintracht zu dir geh'n: und wenn ihr Herz voll Un= dacht schrei't, gieb, daß ihr Wert auch wohl gedeih't. 3. Auch wenn sie Kreuz und Kummer drückt; so zeige, daß du es geschickt. Hilf bald, und gieb, daß sie zuletzt dein gnadenreicher Trost ergößt. 4. Laß Eltern Schand' und Sünde fliehn, und fremme Kinder auferziehn, daß Einigkeit, Zucht, Schaam und Treu' zu aller Zeit im Wachsthum sey. 5. Laß, die im Ehestande stehn, sich, Herr, durch dich gesegnet sehn. Gieb, daß sie deinen Willen thun, und unter deinem Schuße ruh'n. 6. treuer Gott! wir bitten dich, regiere sie stets gnádiglich, erhalte sie die Lebenszeit in deiner Furcht und Heiligkeit. 7. So bringen sie dir lebenslang für solche Gnade herzlich Dank; bis dich, Gott, Vater, Sohn und Geist! ihr froher Mund dort ewig preis't. Nach der Trauung.. 4. Nun, Gott! du hast es wohl bedacht, die beil'ge Ordnung selbst gemacht, und willst sie noch bedecken. Dein Geist regiere Mann und Weib, daß sie ein Herz, ein Fleisch und Leib, dein Bündniß nie beflecken. Núhre, führe ihre Seelen, dich zu wählen, dich zu ehren; laß sie keine Noth beschweren. 5. Führ' ihre ganze Lebenszeit zur Gottesfurcht und Heiligkeit, durch deines Geistes Stárke. Regier' und lenke doch ihr Herz von Fleischeslust, vom eiteln Scherz, allein auf gute Werke. Laß die, so die Ehen schließen, Heil genießen, Segen sehen, und zur Lammeshochzeit gehen. Der Eltern für ihre Kinder. Mel. Werde munter, mein Gemüthe.- 116. 433. S orge doch für meine du ihr Vater bist. Sie sind freilich Kinder, Gott, der vor dir Sünder, doch versöhnt durch Jesum Christ, und in ihrer Kindheit schon dir und Jesu, deinem Sohn, Mel. Wie schön leuchtet der Morgenst.-35. 432. Gott ist es, deſſen weifer bei der Taufe übergeben, dein zu seyn und dir zu Rath Ehestand gestiftet hat: er ist's, der Eva machte, und diese tugendvolle Braut, die er aus Adams Ripp' erbaut, zum ersten Menschen brachte. Ehen sehen derowegen Gottes Segen; Gott beglücket was er stiftet, fügt und schicket. 2. Du hast sie bisher genähret; du haft manchem Unglücksfall mehr als váterlich gewehret. Da dein Engel überall, ob er gleich dein Untlig sieht, sich doch für sie froh bemüht; o so muß mich ihr Gedeihen, Herr, mit jedem Tag erfreuen. 2. So lebt ein frommer Mann beglückt, wenn Gott ihm eine Gattin schickt, durch die er wird gesegnet; wenn eins das andre zärtlich liebt, und ihnen Gott den Frieden giebt. O! wie viel Wohlfeyn regnet täglich reichlich auf die Seelen, die Gott wählen, die sich lieben und zugleich die Tugend üben. 3. Sollt' ich denn für solche Güte dir nicht herzlich dankbar seyn, und mit dankendem Gemüthe mich bei solchem Glücke freu'n? Zeigt' ich nicht voll Rühmens an, was du, Herr, an mir gethan! ach, so würde dies mein Schweigen von dem schndd' sten Kaltsinn zeugen. Zweiter Theil. 4. Herr! du bist's, was mich ergdget, meiner Seele Trost und Heil, das mein Herz am höchsten schäget; Herr, du bist mein Gut und Theil: bleib' auch meiner Kinder Gott; laß sie doch in keiner Noth, auch im Glücke nicht verderben, rühmlich leben, selig sterben. -O Besondere Gebetlieder. 235 2. Oft hab' ich sie schon betrübt. Ach, vergieb mir diese Sünde! nie hab' ich sie so geliebt, wie es einem jedem Kinde Wort und selbst Natur gebeut. Gott! es ist mir herzlich leid. 3. Was ich ihnen schuldig bin, nehm' ich willig wohl zu Herzen. Laß mich nicht durch Eigensinn ihre Huld und Sunst verscherzen. Gieb, daß meine Dankbarkeit, mein Gehorsam sie erfreut. 4. Wie viel Sorgen, Ungst und Müh' haben oft ihr Herz gebeuget? Wie viel Liebe haben sie tåglich, stündlich mir erzeiget? Haben sie nicht manche Nacht, wenn ich schlief, für mich gewacht? 5. Laß denn, ohne Heuchelei, mich vor ihnen dankvoll beugen, und Gehorsam, Lieb' und Treu' stets in Wort und Werken zeigen; so fehlt mir der Gegen nicht, den mir dein Geset verspricht. 6. Stelle mir zum Beispiel für jenes Muster aller Kinder, Jesum, der zwar Eins mit dir, und die Eltern doch nicht minder mit Gehorsam selbst verehrt, dies sen mir nachahmungswerth. 7. Lege viele Jahre zu meiner Eltern Zeit auf Erden! Laß sie, Herr! in Fried' und Ruh' mir zum Besten älter werden. Beten sie für sich und mich, so erhör' es gnädiglich. 5. Laß sie nicht ihr Herz verstocken, heb' es stets zu dir empor. Wenn sie böse Buben locken, o dann höre nicht ihr Ohr. Laß der Thoren Wahn und Scherz nicht ihr jugendliches Herz, das nur dir gehört, entweihen; deiner müss' es sich erfreuen. 6. Laß du sie schon hier auf Erden dir zum Ruhm geschäftig seyn, und den Menschen nüßlich werden. Deine Furcht pflanz' ihnen ein; daß in einer argen Welt, sie stets thun, was dir gefällt, und nach deinem heil'gen Willen treulich ihre Pflicht erfüllen. 7. Gieb, Herr, daß sie stets mit Ehren, nicht dem Feind zum bittern Spott, nicht dem Freund zur Last sich nähren. Segne du ihr täglich Brot, daß sie nie ein Unfall schreckt, der zu herbes Leid erweckt. Schlägst du sie, so laß es ihnen stets zum wahren Besten dienen. 8. Still lass' ihre Tage fließen. Laß sie ihre Prüfungszeit tugendsam und fromm genießen. Wenn sie dann zur Ewigkeit endlich einmal übergehn, so laß sie vor dir bestehn. Laß sic sanft und ruhig sterben, und dort deinen Himmel erben. 9. Gönne mir die große Freude, daß ich an dem jüngsten Tag, nach hier überstandnem Leide, einst mit Jauchzen sagen mag: liebster Vater, ich bin hier, nebst den Kindern, die du mir einst in deiner Gunst gegeben: ewig will ich dich erheben. Der Kinder für ihre Eltern. Mel. Jesus, meine Zuversicht.— 47. 434. ott, mein Vater! Dank sey dir: du hast Gutes, Leib und Leben, durch die Hand der Eltern, mir ohne mein Verdienst gegeben: für mich krönst du ihre Müh', mir zu gut erhältst du sie. 8. Alles Kreuz mach ihnen leicht; hilf es, Vater! selber tragen, und wenn sie ihr Ziel erreicht, nach den sauren Lebenstagen, so gieb du vor deinem Thron ihnen frommer Eltern Lohn. Eines Waisen. 3902 Mel. Warum betrübst du dich, mein 2c. 435. D welch ein Leiden, das mich drückt! das du mir, Bater! zugeschickt! weil leider! mir der Tod die Eltern früh Zweiter Theil. Vom Lobe Gottes. und Noth, in Seel- und Leib'sgefahr. entriffen hat, demüthig ehr' ich Bedeck mich durch der Engel Macht, als Gott und Helfer Tag und Nacht. 236 deinen Rath. 2. Drum flieht mein kummervoller Sinn zu dir, dem höchsten Helfer, hin. Herr! stehe du mir bei! zu dir steht meine Zuversicht; verlaß mich, bester Vater! nicht. 3. Ach! floß mir wahre Tugend ein, so werd' ich immer glücklich seyn. Herr! leit' und führe mich. Laß mich bei dir in Gnaden stehn, so wird mir's immer wohl ergehn. 4. Von dir kommt alles wahre Gut: drum gieb mir Weisheit, Kraft und Muth durch deinen guten Geist; damit mein schwaches Herz nicht fehl', und stets das beste Theil erwähl'. 5. Beschüß mich auch, o treuer Gott! in Kreuz, Verfolgung, Angst 6. Brunnquell aller Gütigkeit! bescheere mir von Zeit zu Zeit die Mittel meines Glücks; du weißt ja leicht für jeden Rath, den deine Hand erschaffen hat. 436. Auf, Christen! preiſt mit mir den Herrn! wer preis't, 7. Du hörest, wenn die Raben schrei'n: laß auch dein Kind erhöret seyn, und nimm mein Seufzen auf: gieb Kleider anzuziehn, und Brod zu effen, o du reicher Gott! 8. Ich werfe meine Sorg' auf dich, mein Gott und Herr! versorge mich, und mach' es immer woht; so lob' ich dich, so dank' ich dir für solche Gnade für und für. 31) Loblieder. EDITI UN TIGH spberbim- 00 a. Vom Lobe Gottee. was herrlich ist, nicht gern? und welch ein Glanz, der Gott verklårt! 9. Bricht dann mein Lebensziel herein; laß mich des Himmels Erbe seyn. Erlang' ich dieses nur, so acht' ich weder Noth noch Qual in dieſem jammervollen Thal. 5. Welch ein so herrlicher Beruf, uf, Christen! preist zu dem Gott selbst die Engel schuf! welch eine theure süße Pflicht, die uns so reichen Lohn verspricht. 6. Ja, Pflicht ist's, daß ihr sein gedenkt, ihr, denen er Verstand geschenkt, die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wißt. 22 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besingt, die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich zu Gott mit Inbrunst nah'n, und seine Größe fühlen kann. Du wer ist, wie er, des Lobes werth? 2. Lobt ihn! sein ganzer Nam' ist Ruhm; Unendlichkeit sein Eigentbum. Dies gránzenlose Meer von Licht durch schauet selbst der Engel nicht. 3. Ja, eure Lust sey, ihn erhöh'n! folch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Verstand, erhebt das Herz, und stillt im Leiden allen Schmerz. 9. Wer ist gutthätiger, als Er? denn welche Gabe sollt' uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch seinen Sohn uns giebt? 4. Wie wird der Geist dadurch ent- 10. Was gebet ihr ihm nun dafür? zückt; hinauf gen Himmel hingerückt; ist nicht ein Herz voll Dankbegier, mit seinem hocherhab'nen Freund, mit das ganz in seiner Liebe brennt, das Gott, stets inniger vereint! Eing'ge, was ihr geben könnt? 8. Auch euer Mund, so oft er spricht, erinnert euch an diese Pflicht. Die Sprache dankt ihr ihm allein, und wolltet nicht voll Rühmens seyn?. Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. 237 11. Auf, Christen, preift mit mir| Tag und Nacht zu seinem Lobt und den Herrn; wer preis't nicht milde Dienste wacht! sont monist nod gout Geber gern? gedenkt, wie viel er uns gewährt! wer ist, wie er, des Dankes werth? badmk m odbi miDeri 134mpfalm.m danza 436, Mel. Auf, Christen, preis't mif mir. rhebet Gottes Heilig437.& teit ihr, die er sich por andern weih't, und die ihr vor ihm fint sun nisuta miom naboladni 2. Erhebet zu ihm Herz und Hand, und bittet ihn für jeden Stand; und lehrt und singt im Heiligthum, als wie die Engel seinen Ruhm! Jommic 1100 og dlad thier iam ad Tob.20llgemeine be Der 34. Psalm.0. Mel. Alle Menschen müssen sterben- 82. ir, mein Gott, will 438. D ich lobsingen, und von meinem Munde soll stets dein Lob zum Himmel dringen; denn mein Herz ist Dankes voll. Deiner, freut sich mein Gemüthe, rühmt sich, mein Gott, deiner Güte; alle Frommen freuen sich deiner, Herr, und loben dich! 2. Ja, preis't ihn ihr frommen Seelen, stimmt Danklieder mit mir an! lasset fröhlich uns erzählen, was der Herr uns Gut's gethan! laffet, laffet uns zusammen Lieder singen sei nem Namen! ein vereintes Lob gefällt unserm Gott, der uns erhält. 3. Herr, du hast mein Seid vernom: men, du sahst meine ganze Noth! mein Geschrei ist vor dich kommen: da balfst du mir, o mein Gott und du eittest auf mein Beten, mich aus meiner Noth zu retten; strecktest, ach, wie dank' ich dir, deine Vaterhand zu mir! 4. 3ittert nicht in den Gefahren! unsers Gottes Ungesicht schaut auf uns, uns zu bewahren, Fromme! Gott verläßt euch nicht; wer will uns unglück lich machen? Gottes starke Engel wachen immer um uns! Gottes Treu steht beim nahen Tod uns bei. 5. Schmecket, Freunde Gottes, schmecket, fühlet seine Freundlichkeit! seine Gnad' und Huld bedecket jeden, der sich seiner freut: Gott kann uns in allen Stürmen, wenn wir ihm verthin 3. Euch segne Gott- von seinem Thron, und sey dort ewig euer Lohn; euch segne Gott, der alle Welt er= schaffen hat, und noch erhält. bilpta od malla den i 10 Loblieder.d traun, beschirmen; ja, der Herr ist unser Gott, unser Fels in jeder Noth! 6. wer wollte dich nicht ehren? wer verdient Vertrau'n, als du? wer Eann in der Noth erhören? wer kann helfen, Gott, wie du? du willst die, die deinen Willen freudig thun, mit Freud erfüllen, ihnen fehlt's an Segen nie! du ernährst und segnest sie. 7. Was die Frommen sich erwerben, das verdirbt nicht dein Gericht, Sunder läßt du oft verderben, aber deine Kinder nicht! wer den Herren nie betrübet, er verheißt es, daß für sucht und liebet, wird mit Mang den seine Schäße offen stehn. den seine Schäße offen stehn. 8. Kommt dann fromme Seelen, höret, wie der Herr euch segnen kann! nehmet, Kinder, was er lehret, mit bereitem Herzen an! ihr müßt, wollt ihr fetig leben, eure Herzen Gott ergeben; euer Herz und Mund muß rein, ganz das Leben heilig seyn! 9. Fliehet eurer 3unge Sünden; laßt zu keiner Heuchelei, teiner Sünd' euch überwinden, bleibt Gott und der Tugend treu, sucht und faget nach dem Frieden, laßt den Feind euch nicht ermüden, thut ihm Gutes, thut es gern, Neid und Born sey von euch fern! 610, Gott schaut alle seine Knechte stets mit Wohlgefallen an! er ist's, der, wenn der Gerechte zu ihm schreit, ihm helfen kann; in sein Buch sind alle Klagen seiner Frommen eingetragem; ihre Thránen und ihr Schmerz rühren sein erbarmend Herz.un hud 238 Zweiter Theil. dr 11, 2ber Gottes Zorn verzehret weg von seinem Angesicht jeden, der ihn frech entehret! spottet, Sünder, Gottes nicht! fleht ihn an, daß seine Rache nicht wider Gott ist gut, doch immer schont der nicht, der im Himmel wohnt. 12. Weh' dem, der den Frommen drücket, Gott sieht's! und der Fromme schreit, und Gott hort's, und Gott erquicket ihn, zur Hülfe stets bereit. Er ist nahe allen denen, die sich nach der Hülfe sehnen; so gewiß sie zu ihm flehn, werden sie die Rettung sehn. 13. 3üchtigt Gott gleich unsre See: Yen; er meint's immer mit uns gut! lást, wenn uns die Leiden qualen, doch nicht sinken unsern Muth. Gott beschüßt, erhält die Seinen, die es redlich mit ihm meinen; er bleibt in der größten Noth, wie im Glück, ein treuer Gott! 14. Ohne seinen Rath und Willen wird uns nie ein Haar gebeugt; er kann jedes Wetter stillen, das schnell auf uns niedersteigt! er, er wird mit seinen Wettern seiner Feinde Schwarm zerschmettern! dient denn, romme, Gott! ihr send sein in alle Ewigkeit! almo Der 100. Psalm. Mel. Vom Himmel hoch, da komm'- 109. 439. hr Völker, jauchzt mit frohem Schall dem Gott der Götter überall! erscheint in seinem Heiligthum mit eifersvollem Dank und Ruhm! 2. Der Herr ist Gott. Nur er allein, nicht wir, verlich uns unser Seyn. Wir sind sein Werk und eigen Gut, und Schafe seiner Weid' und Hut. ! nup] 3. Erhebt, empfangt ihn allzugleich; und eilet in sein Gnadenreich! er öffnet seine Thore weit. Da dringt hindurch mit Freudigkeit. d 4. Unendlich groß ist seine Treu'. Sie scheint uns alle Morgen neu; und seine Huld und Gütigkeit besteht durch aller Zeiten Zeit. Allgemeine Loblieder. 111 Der 103. Pfalm. Mel. Wie komm' ich doch, mein.- 265, 440. obfinge Gott mit wahrem o meine Seel', und preise seine Liebe! was in mir ist, erhebe seine Treu'! ich soll, ich will mit dankerfüllter Seelen, so lang' ich kann, erwägen und erzählen, wie groß an mir sein Gnadenreichthum sey! 100 Der 2. Bewein' ich nur mit Schmerzen meine Sünden; so láßt er mich bald seinen Trost empfinden. Er heilt mein meine Schuld. Herr, mein Gott, erlöst mich vom Verderben, und krönet mich, als einen Himmelserben, mit heil'gem Schmuck und ewig reicher Huld. Fülle: gewähret mir des innern Frie3. Er sáttigt mich mit aller Güter dens Stille; und schaffet mich, wie Er giebt nicht Adler, jung und neu. Macht und eist des Armen Unschuld zu, daß jemals Welt und Hölle mit fälle, und im Gericht steht er ihr fiegreich bei. 4. Wie herrlich zeigten sich dort seine Wege, wie wundervoll sein Schu und seine Pflege durch Mose Dienst an Jakobs großem Heer! der Herr ist sanft und milde von Gemüthe; er übt an uns nur Treu', Geduld und Gate, langsam zum 3orn und voll Mitleid ist er. and 5, Verdienen wir, daß er uns ganz verlaffe, und droht er uns mit ſeinem schweren Hasse; so währet doch sein 3orn nicht lange Zeit. Er lohnt uns nicht nach unsern Missethaten; und so dient sie nur zu unsrer Seligkeit. wenn wir auch in seine Zucht gerathen; findlich trauen, viel höher noch der 6. Er läßt an uns, wenn wir ihm Gnade Wunder schauen, als über uns der Himmel Kreise gehn. Die Sünde muß viel weiter von uns schwinden, als Ost und West sich von einander finden, wenn wir zu ihm mit Reu' und Thränen flehn. 7. So zártlich schont kein Vater seiner Kinder, als unser Gott der tiefgebeugten Sünder; er schlägt und Zweiter Theil.- Allgemeine Loblieder. heilt und lindert ihre Pein, als welcher stets auf unsre Schwachheit schauet. Er denkt daran, daß wir aus Staub gebauet, und wieder Staub in kurzem werden seyn. manhid sibi 8. Wie eitel sind doch unsre kurzen Tage! wir leben kaum, so find't sich Müh' und Plage; wir blühen, doch wie eine Blume blüht, die jeder Wind, der kaum vorüber fähret, versengt und dörrt, und wie in nichts verkehret, daß niemand mehr auf ihre Spur nur sieht. 9. Nur Gottes Treu' fann nimmermehr vergehen, wenn wir nur fest in seiner Furcht bestehen, will sie auf uns und unsern Enkeln ruhn. Sein ewig Heil wird über denen walten, die seinen Bund und sein' Geseke halten; und, was er will, von ganzem Herzen thun. 10. Des Herren Thron ist himmelhoch erbauet, von welchem er auf alle Menschen schauet. Sein Wink regiert die Völker aller Welt. Lobsingt dem Herrn, ihr Engel und ihr Helden, die sein Gebot vollstrecken und uns melden, und die sein Wort in ew'ger Uebung hält. 11. Lobsingt dem Herrn, ihr seine lichten Heere, die ihr um ihn, uns Sterblichen zur Lehre, mit Freuden dient, und seinen Willen thut! Lobsingt dem Herrn, ihr alle seine Werke; so weit er herrscht, verehret seine Stärke; lobsing' auch du, mein Geist, dem höchsten Gut. Der 111. Psalm.com Te Mel. Ich will mein Gott. 55. 441. elobt sen Gott! ihm will ich fröhlich singen; ihm Dank und Ruhm mit den Gerechten bringen, und der Versamm= lung aller frommen Seelen sein Lob erzählen. - 2. Groß, majestätisch sind des Höchsten Werke, und würdig, daß man sie erforsch' und merke! aus ihnen stromen heilige Vergnügen, die nie versiegen. 3. Was er nur ordnet, ist voll Schmuck und Ehre, daß er, wie groß 239 er sey, die Welten lehre. Der Höchste bleibt gerecht von Ewigkeiten auf alle 3eiten! got du in 800 4. Er baut den Wundern, die sein Urm verrichtet, ein Denkmal, welches keine Zeit zernichtet! der Herr von frommem, duldenden Gemüthe; der Herr voll Güte. 5. Der Herr giebt Speise denen, die ihm dienen; was er verheißet, das erfüllt er ihnen; er denkt des Bundes; ewig soll er währen, weil sie ihn ehren. 6. Die Thaten seiner Hand find Recht und Treue. Gott spricht kein gnädig Wort, das ihn gereue. Der Fromme weiß, daß er aus Lieb' und Gute sein Recht gebiete. 7. Es dauert fest und ewig unbe= weget! er hat's auf Stein und uns in's Herz gepräget, daß wir getreu und willig seinen Rechten gehorchen möchten. 8. Er sendet Heil und Rettung seinem Erbe, damit es nicht der Feinde Grimm. verderbe. Sein Bund, die Frommen herrlich zu erhöhen, bleibt ewig stehen. 9. Die Furcht vor Gott, die Lust, ihn zu erheben, führt uns zur Weisheit, führet uns zum Leben; sie giebt Verstand und Licht, damit die Seele, was gut ist, wähle. 10. Von ihr geleitet, lernt man Wege wallen, die nie verführen, welche Gott gefallen. Der Ruhm, womit sie sich geschmückt wird sehen, wird nie vergehen. Mod- 3911pm Der 113. Pfalm. Mel. Allein Gott in der Höh' sey Ehr'.- 15. 442. Febr hr Knechte Gottes, lobt den Herrn, lobt seinen heil'gen Namen! gelobet sey er nah' und fern, und jetzt und ewig! Amen! Vom Aufgang bis zum Niedergang sey er der Heiligen Ge sang, ihr Ruhm und ihre Freude! 2. Unendlich ist der Herr erhöht, hoch über alle Heiden. So weit der große Himmel geht, muß Chr' und Schmuck ihn kleiden. Ja, ja, wer wie unser Gott, der hohe Herrscher Sebaoth, der auf das Niedre siehet? 240 Zweiter Theil. 13 Errichtet die Geringen auf die nach Errettung dursten; und fördert des Verlass'nen Lauf, und segt ihn zu den Fürsten. Der Unfruchtbaren ödes Haus schmückt er mit holden Kindern aus. Bast: Hallelujah! schallen.ist and time mondiud mummot Der 117. Pfalm.de Allgemeine Loblieder. will dich ewig lieben, ich will, ats dein Eigenthum, stets erheben deiner Ruhm! nosod irad 12 tunch) du2: Wie ein Udter sein Gefieder über seine Jungen streckt, so hat( dankt's ihm meine Lieder) mich auch Gottes Arm bedeckt! Gott!: der über mir | schon wachte, als ich kaum zu seyn begann, fab mit Baterhuld mich an, eh ich lebte, eh ich dachte! Leib und 19 di 100 Mel. Die Himmel rühmen Gottes. 327720320 53 443. o Seele du o wie verdank ich's dir! danmain and 46, 1001 ihr Nationen! froblockt ihm; bringt ihm Ruhm und Macht! von allen, die auf Erden wohnen, werd' Ehr' und Lob, dem Herrn gebracht! and 2. Denn seine Gnade, seine Treue ist groß und unveränderlich; sie herr schet ewig: Erdkreis freue der Gnad' und Treue Gottes dich! 29. den? seine Lieb' ist immer neu, ewig seine Gnad' uno Treu'!. nu Brand 4. Ceinen wunderbaren Führer, seinen Tröster, seinen Geist, giebt der Herr mir zum Regierer, wenn die Welt mich an sich reißt, daß er meine Seele fülle mit des Glaubens hellem Licht! dann, dann fürcht' ich kein Gericht und mein bebend Herz wird stille! deines Heils darf ich mich freu'n! Herr! dein bin ich du bist mein!! an5. Meinem bessern Theit, der Seele, giebe er Trost und Kraft und Ruh! wenn ich, was er wählte wähle, strömet mir sein Frieden zub was, so lange wir hier wallen, wir bedür fen in der Welt, was die Hütten stüßt und hält, die dereinst in Staub zerfallen, auch dies giebt uns, dessen Ruf uns für diese Welt erschuf. 3. Lobt, lobt den Herrn, ihr Nationen; froblockt ihm, bringt ihm Preis und macht! von allen, die auf Erden wohnen, werd' Ehr' und Lob dem Herrn gebracht! nsditt piars idiald nadodas u 17790 444. S 10: 1p of modern Heiden, preiset ihn alle Bob- ker; denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. l- te lu- ja! Alleluja! 2. Ehr' sey dem Vater und dem Sobne, und auch dem heil'gen Geiste, als es im Unfang war und nun bleibet bis in Ewigkeit. Amen! Alleluja! Alleluja! onto obet den Herren, alle 3. Für mich Urmen, mich Verlor= nen, mich, der ich gefallen bin! gab er seinen Eingebornen, Jesum Chris stum, selber hin. Wer kann, was er that, ergründen? auf der ganzen Erde wer? wer aus seiner Engel Heer kann es, wie er liebt, ergrúnampin Thoms Mel, Der du uns das Heil. 108. Sollt' ich meinem Goft 445. Goll nicht singen? sollt' ich ihm nicht dankbar seyn? Sollte nicht in allen Dingen seine Liebe mich erfreu'n? Lieben ist es nichts als Lieben, herzliche Barmherzigkeit, die so oft und viel verzeih'te Herri ich 6. Himmel, Erd" und ihre Heere find zu meinem Dienste da! wohin ich mein Uuge kehre ist mir Gottes Segen nah! Thier und Kräuter und Getraide in den Gründen, auf der Höh', in den Büschen, in der See, find mir Nahrung, sind mir Freude; vom Gedeih'n und Ueberfluß trieft des Allerhöchsten Fuß! ejem J 7 Wenn Betrübniß meine Seele, Glend meinen Leib umgiebt; dann, dann bet' ich und verhehte nichts dem Gott, der doch mich liebt! war er nicht mein Gott gewesen, hätte mich Zweiter Theil. fein Angesicht nicht erquickt; so wår' ich nicht von so vieler Qual genesen! vom Allsehenden bewacht, ging ich durch die dunkle Nacht! 1 mod so Allgemeine Loblieder. 241 Gnade, Treu und Gute froh erhebe Tag und Nacht: denn was ich nur bin und habe, kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. bin bi 3. Herr! sich muß mit Schaam geste hen, daß ich häufe Schuld auf Schild; und mein sündliches Vergehen raubt mir billig deine Huld! gleichwohl trágft du, Gott, mich Urmen noch beständig aus Erbarmen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. dun sn4 Ja, Herr! wenn ich überlege, mit wie großer Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit; so weiß ich kein Ziel zu finden, noch die Tiefen zu ergründen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. ndo anar 5. Du, Herr, bist mir nachgelaufen, mich zu reißen aus der Glut: denn da mit der Sünder Haufen ich nur suchre irdisch Gut, hießest du mich dies verachten, und nur nach dem Himmel trachten. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. Bu ne 6. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn: daß ich nur das Gute wähle, und das Böse möge fliehn, hast du mir durch Chriftum Leben, Licht und Kraft und Geist ge geben. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 8. Wie ein Vater seinem Kinde nie mals ganz sein Herz entzeucht; ob es gleich, verführt zur Sünde, von der rechten Bahne weicht: also sieht auch mein Verbrechen mein versöhnter Vater an, züchtigt mich, daß ich's gethan, will's nicht mit dem Schwerte råchen, weil, als ich's verirrt beging, doch mein Herz noch an ihm hing! sibund 9. Wohlthat ist das Kreuz der Christen; ist's gleich, wenn es da ist, Pein, führt es uns in dürre Wüsten, scheint's gleich oft Gericht zu seyn! und, was haben wir gelitten, duldeten die Märtyrer nicht viel mehr, als wir, viel mehr, eb' sie ihre Kron' erstritten? rühmt im Leiden, rühmt und preist Gott, der euch der Welt entreißt! DESC god sposa sio 10. Sft, so lang' ich leb' am Grabe, Kreuz und Trübsal oft mein Theil, Gott, dem ich geglaubet habe, Gott giebt einst mir ewig's Heil! die, so hier mit Thránen säen, erndten dort mit Freuden ein; nach des furgen Lebens Pein, werd' ich mein Geschick verstehen! jauchzen, daß mich Gottes Rath diesen Weg geleitet hat! 500 11. Weil dann ohne Ziel, ohn' Ende deine Gnaden, Vater, sind; o so heb' ich meine Hände zu dir auf, erhör' dein Kind: Vater! du wollst Gnade geben, die mich ganz und gar zu weih'n, dein Verehrer stets zu seyn, hier und in dem höhern Leben! Heilig, heilig, heilig ist er, der seyn wird, war und ist! oduse sid TO S 330) li chi 7. Ja, Herr, Majestät und Klarheit strahlt von deinem Ungesicht: all' dein Thun ist Gnad' und Wahrheit, recht und heilig dein Gericht; wer muß nicht aus deinen Werken deine Macht und Weisheit merken? Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafürching tunya 8. Bald kamst du mit Baterschlägen, bald mit Wohlthun, Gott, zu mir, um mein Herz nur zu bewegen, sich ganz 446. zu dir, ſtets guten Willen ohne Murren zu erfüllen. Taufend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. mas di usb in 9. Wie ein Vater nimmt und giebet, nach dem's Kindern nüglich ist; so hast du mich auch geliebet, Gott, der du barmherzig bist, und dich meiner angenommen, wenn's auf's Höchste 16 790 - Mel. Alle Menschen müssen. 82. - omit soll ich dich wohl Zebaoth? sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! denn ich kann mit nichts erreichen deine Huld und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 2. Herr! entzünde mein Gemüthe, daß ich deine Wundermacht, deine 242 Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. gleich gekommen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 7. Er half und wird mich fort erldsen. Er hilft; der Herr ist fromm und gut. Er hilft aus Reizungen zum Bösen, und giebt mir zu der Tugend muth. nist, morial 10 mis sig, 8 10. Trágst du nicht in deinen 2ra men mich oft treu und väterlich? riß mich nicht oft dein Erbarmenaus Gefahr und schüßte mich? mußt' ich einsam, bülflos weinen, so ließ'st du mir Trost erscheinen. Tausend, tau sendmal sey dir, großer König! Dank dafür, doon nom chin 30 d ad 8. Dir dank' ich, Herr, auch für die Leiden, die du zur Prüfung mir geschickt. Dir dank ich für die mehrern Freuden, womit mich deine Hand beglückt. non din toard 9. Dir dank' ich für das Gut der Erden, für die Geschenke deiner Treu'. Dir dank' ich, denn du hieß st sie werden, und deine Gut ist táglich neu. 10. Dir dank' ich für die höchste Güte; selbst deinen Sohn gabst du für mich. Von ganzem Herzen und Gemuthe, von allen Kräften preis ich dich. 11 Vater! du haft mir erzeiget laufer Gnad und Gütigkeit; und du haft zu mir geneiget, Jesu! deine Freundlichkeit; und dein Wort, o Geist der Gnaden! heilet meinen Geelen schaden! Tausend, tausendmal sey dir, großer Konig! Dank dafür.thod 4912. Tausendmal sey dir gesungen Preis und Lob und Dank, mein Gott! daß es mir bisher gelungen, ach! laß mich bis in den Tod fest in deiner Gnade stehen, und dereinst dein 2nta 12. Er hilft, des Abends währt lit sehen, so werd' ich, dein Eigen- die Klage, des morgens die Zufriethum, ewig preisen deinen Ruhm.denheit. Nach einer Prüfung kurzer noteid est lomdistunt duo2 Tage erhebt er uns zur Seligkeit.. Mel. Die Himmel rühmen Gottes.- 46.13. Vergiß nicht deines Gottes, 11. Erhebt ihn ewig, Gottes Werke! die Erd' ist voll der Huld des Herrn. Sein, sein ist Weisheit, Ruhm und Stärke, er hilft, und er errettet gern. 447. Du bist's, dem Ruhm Seele! vergiß nicht, was er dir ge= und Dank gebühret: und Ruhm und Dank, Herr! bring' ich dir. Du hast mein Schicksal stets regieret, und deine Hand war über mir. than. Ehr' seiner Heiligkeit Befehle, und bet' ihn durch Gehorsam an. bibs nisu di dasarmide ampdid Mcl. O Gott, du biſt die Liebe. 34.0 2. Wenn Noth zu meiner Hütte 448.[ uf, meine Seele, finge! an dir, nahte; der mein Flehn, und ließ nach seinem gnåd'gen Rathe mich nicht in meiner Noth vergehn.dnu' dan i nud niad o 3. Ich sank in Schmerz und Krankheit nieder, und rief: o Herr, errette mich! da half mir Gott, der tarke, wieder, und mein Gebein erfreute sich. 4. Wenn mich des Feindes Haß betrübte, klagt' ich Gott kindlich meinen Schmerz. Er half, daß ich nicht Rache übte, und stärkte durch Geduld mein Herz.id is dar aid stadigas 5. Wenn ich verirrt vom rechten Pfade, mit Súnde mich umfangen sah: rief ich zu ihm, dem Gott der Gnade: und seine Gnade war mir nah'.@ 6. Um Trost war meiner Seele bange; denn Gott verbarg sein Ungesicht. Ich rief zu ihm: ach Herr, wie lange? und Gott verließ den Schwachen nicht. du es bist, thut Gott so große Dinge. Weh' dir, wenn ihn sein Herz vergißt! Gott rettet dich ins Leben, will alle Missethat in Christo dir vergeben. gnadenvoller Rath! schon hier wirst du mit Heile getröstet und erfreut, und dort wird dir zu Theile die Ruh' der Ewigkeit. i daw som 2. Er hat uns wissen lassen, der Herr, sein Recht und sein Gericht; Erbarmung ohne Maaßen dem Frommen, der den Bund nicht bricht! schnell eilt sein 3orn vorüber, straft nicht nach unsrer Schuld, der Herr begnadigt lieber, nimmt lieber auf zur Huld! wohl dem, der Christo lebet! Gott ist er angenehm. Mit Udlersflügeln schwebet Erbarmung über dem. 3. Wie Våter mit Erbarmen auf ihre schwachen Kinder schau'n: so thut Zweiter Theil. Gott an uns Urmen, wenn wir in Einfalt ihm vertraun'. Gott weiß es, wir sind Sünder: Gott weiß es, wir sind Staub und der Verwesung Kinder, ein niederfallend Laub! kaum daß die Winde wehen, so ist es nicht mehr da! wir Sterbliche vergeben! stets ist der Tod uns nah' 4. Des Ew'gen Gnad' alleine bleibt, gleich als er, in Ewigkeit bei dir, des Herrn Gemeine, die ganz sich seinem Dienste weiht, und daß sie selig werde, mit Furcht und Bittern ringt. Auf! daß ihr von der Erde schon jest euch dorthin schwingt. Dort nimmt mit seinen Engeln auch unsrer Brüder Schaar, nun rein von allen Mångeln, stets seines Lobes wahr. 107 5. Unbetung, Preis und Ehre sey dir, Gott Vater, Sohn und Geist! wir singen's in die Chöre der Schaar, die dich vollkomm'ner preist. Unbe= tung, Preis und Ehre, dir, der du warst und bist! wir stammeln's nur; doch höre, hör uns, der ewig ist! Einst tragen wir auch Palmen, du Gott, auf den wir trau'n; einst singen wir dir Psalmen, wenn wir verklärt dich schau'n! End Allgemeine Loblieder. 243 nen, da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost erscheinen! ich danke, Gott, ich danke dir, ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre. print of 5. Gott ist uns nah' und niemals nicht von seinem Volk geschieden! er, er ist ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden! mit seiner Allmacht leitet er sein Volk durch's Feuer und durch's Meer! Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Hülfe nicht mehr helfen kann, die nur die Welt erzeiget, so hilft, der ewig helfen kann, der Schöpfer selbst, und neiget sein huldreich Ungesicht uns zu! denn außer ihm ist keine Ruh': Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o Gott, dich freudig ehren: man soll, Herr, meinen Lobgefang an allen Orten hören! mein Geist, o Gott, erhebe dich! mein ganzes Herz erfreue sich! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Thr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, gebt unserm Gott die Ehre! die falschen Gögen macht zu Spott: der Herr ist Gott! der Herr ist Gott! gebt unserm Gott die Ehre! mist m Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 449. Lob, Chr und Preis dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte! dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe, mit seinem reichen Trost crfüllt! dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer', Beherrscher aller und die auf Erden, Luft und Meer in deinem 450. Numit perzen, Mund Mel. Nun danket alle Gott.- 9. un danket alle Gott Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfersmacht, die uns und sie hervorgebracht! Gebt unserm Gott die Ehre! und Händen, der große Dinge thut hier und an allen Enden; der mächtig uns erhält, und von der Kindheit an uns so viel Gutes thut! mehr als man zählen kann. 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten! darüber wird des Weisen Rath, des Vaters Gnade walten! in seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich! Gebt unserm Gott, die Ehre! 4. Jch rief zum Herrn in meiner Noth: ach Gott! vernimm mein Wei9. Kommt, laßt uns vor sein Ungesicht mit Freud' und Bittern bringen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: der Herr hat alles wohl bedacht, und alles recht und gut gemacht! Gebt unserm Gott die Ehre! UD CNG 2. Er, unser Vater, woll' ein fröhlich Herz uns geben; der Herr laff uns, sein Volk, in stetem Frieden leben, und unsre Nachwelt auch, daß seine Gnad' und Treu' das ganze Land umfah', sein Segen mit uns sey. 16* Allgemeine Loblieder. Schuß, du bist der Müden Ruh'; ein Gott, der gern verzeiht. Wie gnädig, Gott, bist du. 100 390m 7. Wem soll ich sonst vertraun, als dir, du Gott der Götter? wen ehren, als nur dich, mein Schuß und mein Erretter? wie fanft ist dein Befehl: gieb mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg! ich bin dein Schild und Lohn. 244 Zweiter Theil. 3. Der große starke Gott woll' uns von allem Bösen, und was uns scha= den kann, gewaltiglich erlösen: er schüß uns in Gefahr, er helf uns allezeit, so lang er uns allhier das Leben noch verleih't. 4. Dir, Gott, dir, und nicht uns sey Ehr' und Preis gegeben, was in uns ist, soll stets, Herr, deine Huld erheben. Und stehn wir einst verklárt in deinem Heiligthum, so sen dein Name, Gott, auf ewig unser Ruhm. 8. Herr, dein Gebot ist Heil, dein Weg ist Fried' und Leben. Wie könnt ich einem Gott der Liebe widerstreben? umsonst lockt mich das Glück, in dem Mel. Nun danket alle Gott. 9.11 40 451. Durch dich, o großer das Laſter blüht. Ich haſſe ſeinen Weg, weil mich dein Auge Gott! bin ich vorhanden. Die Himmel und ihr Heer sind durch dein Wort entstanden; denn wenn du sprichst, geschieht's; wenn du gebeutst, steht's da. Mit Allmacht bist du mir, und auch mit Gute nah. 2. Du bist der Gott der Kraft; dich preisen Erd' und Meere, und Himmel predigen die Wunder deiner Ehre. Dich bet' ich dankend an. Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hörst der Menschen Flehn, und du crrettest gern. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott! gewürdigt werde, was frag' ich außer dir, nach Himmel und nach Erde? Im Himmel donnerst du, und Schrecken füllt das Land, noch fürcht' ich nichts, denn mich beschüßt der Ullmacht Hand. 452. Ja 4. Wenn ich die Himmel seh', die du, Herr, ausgebreitet, der Sonne Majestát, den Mond, den du bereitet; so sprech' ich: was ist doch der Mensch, daß du sein denkst? und daß du táglich uns unzählig Gutes schenkst? Mel. Wachet auf, ruft uns.- 272. auchze, auserwählt Geschlechte! freut euch des Herrn Herrn, ihr Gerechte, ihr Frommen preis't den Höchsten hoch! laffet eure Harfen klingen; ihr müßt ein neues Lied ihm singen; so kommt und rühmt, und danket doch! macht es mit frohem Muth auf Saitenspielen gut! Hallelujah! sein Wort ist süß; was er verhieß, ist Wahrheit; und er hält's gewiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lichte, Gerechtigkeit ist sein Gerichte; die Welt ist seiner Güte voll. Droben schuf er, ihm zur Ehre, der Licht erfüllten Sterne Heere, die Sonne, die uns leuchten soll. Es fürchte alle Welt den Herrn, der sie erhält! Halund Leiden, die mich üben; und mei- lelujah! er will, er spricht's, sogleich ner Tage Zahl war auf dein Buch geschicht's, gebeut er: wird etwas aus geschrieben. Du bist der Frommen I nichts. 5. 2018 Schafe laff st du uns auf grünen Uuen weiden, nährst uns mit Speis' und Trank, und füllst das Herz mit Freuden; du sab'st mich, eh' der Grund der Welt geleget war, zogst mich aus Mutterleib, als mich ihr Schooß gebar. 19090 6. Du wogst mein Glück mir ab, 9. Auch wenn kein Mensch mich sieht, will ich die Sünde fliehen; denn du wirst Aller Werk vor dein Gericht einst ziehen. Ich will, wenn meinem Fleisch was Böses noch gelüft't, bedenken, daß mein Leib, o Gott, dein Tempel ist. CHU 10. Sollt ich der Menschen Ruhm stolz zu erringen trachten? nein, Herr, wenn du mich ehrst, mag mich die Welt verachten. Du bist es, dem zum Dienst ich Leib und Seele weih. Gieb, daß mein Wandel stets voll deines Ruhmes sey! Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. 245 3. Unser Gott herrscht ohne Schran- errettet unsre Seelen, ist ihr Lohn, Fen! er wendet Volkern die Gedanken; ihr Schild und Licht. Wenn wir mit er macht zunicht der Heiden Rath. den Eitelkeiten, mit Versuchungen der Ewig kann sein Rath nicht wanken, Lust, mit dem Feind in unsrer Brust, er ándert sich nicht in Gedanken, er wenn wir mit dem Tode streiten, stårkt ist gleich groß an Rath und That. er uns zum Kampf und Lauf, und Wohl dem Volk, dessen Gott heißt: hilft unsrer Schwachheit auf. sms? Herr, Herr, Sebaoth! Hallelujah! jan 3 3. Wenn uns Welt und Freunde felig ist, wen Gott erkiest, und sich zum Erbtheil auserliest! 4. Herr, deine Güte gleichet dem Himmel, deine Wahrheit reichet so weit als aller Wolken Heer! ja, als wie der Berge Höhen bleibt die Gerechtigkeit stets stehen, dein Recht wie Tiefen in dem Meer. Eh' Meer und Berge seyn, bist du, o Gott! allein. Hallelujah! des Himmels Rund, der Erden Grund ward durch den Geist aus deinem Mund.on 5. Sende zu mir voller Klarheit, mein Gott, dein Licht und deine Wahrheit! daß sie mich leiten, wo ich bin: und mich bringen zu den Hügeln, zu deiner Cherubinen Flügeln, und zu dem Stuhl der Gnaden hin! so geh ich da hinein, um Gottes mich zu freun. Hallelujah! da wo Gott wohnt, da wo er thront, der unser wie der Kinder schont. 1104 6. Uch! da will ich dann mit Beten vor den Altar des Höchsten treten; zu dem Gott, der die Schuld vergißt, zu dem Gott, der Schild und Sonne, der meine Freud' und meine Wonne, durch Christi großes Opfer ist. Ich ſpiel ein Danklied dir da auf der Harfe mein Gott, Herr Zebaoth, du bist mein Helfer in der Noth! pians Indo ad du sto id risdadas Mel. Der du uns das Heil. 108. 453. 1 ott, durch welchen alle Dinge sind, und wirken und vergehn, stårk mich, daß ich dich besinge; lehre mich dein Lob erhöhn! laß mich dich im Stillen loben, mich, den du voll Lieb' und Huld, aus den Tiefen seiner Schuld, zu des Christen Höh' erhoben; dich erheb' ich immerdar, der mich schuf und neu gebar. 2. Könnt ihr die Gestirne zählen: Gottes Gnaden zählt ihr nicht. Er meiden, weil wir ihre Wollust fliehn, dann giebt er uns seine Freuden, unser Herz empfindet ihn! kann ich groß res Glück begehren? Ewiger, hat dich mein Herz, o so wird es ohne Schmerz den Besig der Welt entbehren, Erd' und Himmel wird mir klein, gegen dich veráchtlich seyn. Sad k 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, nehm' ich sie als Wohlthat an, von der Hand, die nur beglücken, aber niemals schaden kann. Du belohnst mir meine Schmerzen mit der Seelen Heiterkeit, und versüßest alles Leid, Gott, durch deine Ruh' im Herzen, die mich ganz mit Muth belebt, über allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, über diesen rauhen Pfad geh' ich, Vater, in dein Leben, das nicht leid, Gefahr nicht hat. Sollten mich der Erde Freuden, sollte mich der Sünder Spott und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe scheiden? raubt' ich meine Krone mir? nein! ich leb' und sterbe dir! Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 454. Stimmt unserm Gott ein Loblied an mit freudigem Gemüthe; es rühm' und preise wer da kann, den Geber aller Güte. Er macht uns frei von aller Noth, drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket seinem Namen der 2. Lobt Gott und rubmet alle Zeit die großen Wunderwerke, die Majeståt und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt, indem er alle Ding' er= bált: drum danket seinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, der Seele, Leib und Leben aus påterlicher Huld und Gnad' uns Ullen hat gegeben; der uns durch seinen 246 Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. Engel schüßt; der täglich schenket,| 4Der Herr ist groß und machtig, was uns nüßt: drum banket seinem voll Heiligkeit und Ruhm. Es stehet Namen.b alles prachtig in seinem Heiligthum. Er ist gerecht und gut; von seinen Vatersorgen zeugt jeder neue Morgen, und alles, was er thut. 30 15 tim matists: 194 14, Lobt Gott! er giebt uns seinen Sohn, der selbst für uns gestorben, der uns die ew'ge Lebenskron durch seinen Tod erworben; der Frieden hat mit Gott gemacht, und seinen ganzen Rath vollbracht: drum danket seinem Namen. nisi am 29 3dsig mand 315 5. Drum lobt, erlös'te Seelen! lebt stets den Herrn der Welt, helft dessen Ruhm erzählen, der euch schuf und erhält; der euch in Chrifto liebt, euch durch sein Blut erkaufte, auf seinen Tod euch taufte, euch einst den Himmel giebt. 15. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet, und seinen Beistand uns verheißt, wenn er uns treu erfindet; der uns stets durch sein Wort regiert, und auf den Weg des Lebens führt: drum danket seinem Namen. 9 6. Lobt Gott! er hat dies gute Werk selbst in uns angefangen, vollbringt es auch, giebt Kraft und Stárk, das Kleinod zu erlangen, das er am Ziel uns vorgestellt und das den Him- 7 Er ist getreu den Seinen, entmel in sich halt: drum danket seinem Namen. goghi 09 reißt sie aller Noth. Wenn seine Kinder weinen, so bleibt er doch ihr Gott. Wenn der Verfolger Macht, wenn ihre Wuth sie schrecken, so wird sie Gott bedecken, er, der stets für sie no dajulslind wacht.dour to 7. Lobt Gott! ihr starken Sera: phim, ihr Engel und ihr Thronen! es loben Gott mit heller Stimm', die hier auf Erden wohnen! lobt Gott, und preis't ihn früh und spat; ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. Onu dns and en itdunt Sadischi sdsi smisd, mod 6 Mel. Erhebt den Herrn, ihr. 101. 455. Lobt Gott, den Gott der Stärke, der, was er will, erschafft, ihr alle seine Werke, aus aller eurer Kraft. Thr send sein Eigenthum, so weit der Himmel reichet, was Luft und Meer durch6. Lobt Gott, der euch regieret, der, als der treuste Freund, selbst dann euch weislich führet, wenn ihr das Kreuz beweint, das er euch auferlegt: laßt uns in solchen Proben ihn dennoch kindlich loben, weil er aus Liebe schlägt. 73. Was Odem hat und lebet, was sich bewegt und regt, was in den Lüften schwebet, und was der Himmel trägt, fey überall bemüht, den höchsten Gott zu loben, der aus den Wolken oben auf sein Geschöpfe sieht. 8. Lob, Ehre, Preis und Stärke sey dir, o Gott, bereit't; denn deine Weg' und Werke sind voll von Herrlichkeit. Dein Zion lobet dich, merk' auf sein schwaches Lallen, und laß dir's wohlgefallen: erhör uns gnáHis 9. Mocht es uns balde gelingen, von aller Schwachheit frei, ein Opfer dir zu bringen, das deiner würdig fey! ach, laß vor deinem Thron uns streichet, verbreite seinen Ruhm. 3 ewig mit dir leben, und ewig dich erheben, dich, Vater und den Sohn! list Sad Snu Clo 2. Erhab'ne Himmelsgeister, erwettet euern Fleiß; gebt euerm Herrn und Meister Dank, Ehre, Lob und Preis! stimmt dreimal Heilig! an. Lobt ihn, ihr Seraphinen, lobt ihn, ihr Cherubinen! lobt ihn, was loben Fann 200d 39 316 dru M Der Umbrosische Lobgesang oder dim das Te Deum. de mise him dal jepnijed bid 456. S dich loben wir, wir danken dir err unser Gott! Herr unser Gott! Jehovah ist von Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. 247 Ewigkeit, er schuf die Welt, das 99. Sen hier schon unser Trost und Licht, verlaß uns auch im Tode nicht, vollende dadurch unser Heil, Herr, Herr Gott unser Troft und Theil! so preisen wir dich in der Zeit, noch besser in der Ewigkeit. 3 15 al dans bid acail 1 Werk der Zeit. Die ganze weite 200 AL Schöpfung preis't Gott Vater dich, 457. dich Sohn, dich Geist. Mel. Mein Gott, das Herz ich.- 39.0 Ech singe meiner Seele Lust vor dir, Herr Bebaoth! ich sing' aus dankerfüllter Brust, von deiner Güte, Gott! 9000 2. Die Cherubim, die Seraphim, die Himmel alle singen ihm: höchst- 2. Was ist der Mensch, der Staub, heilig ist er, unser Gott, groß ist vor dir, daß seiner du gedenkst? Herr dein Ruhm, Herr Zebaoth! weit über alle Himmel weit geht deine Macht und Herrlichkeit. aller Welt, was haben wir, wenn du es uns nicht schenkst? odtop sid 3. Sie, die den Erdkreis wunderbar bekehrten, deiner Boten Schaar, des Mittlertodes Märtyrer, sie preisen ewig dich, o Herr! am Grabe noch, noch in der Zeit, preis't dich auch deine Christenheit. 4. Dich, Bater, auf der Himmel Thron, dich, Jesu Christ, des Vaters Sohn! und dich, o Geist! deff Wunderkraft in Sündern neues Leben schafft, dich preiset alles weit und breit, dich preiset deine Christenheit. 5: Du Hoherpriester, du Prophet, du König, desf' Reich nie vergeht, du haft dich, Gott! uns Gott zu weih'n, erniedriget, ein Mensch zu seyn. Dem Tode nahmst du seine Macht, zum Himmel hast du uns gebracht. 6. 3ur Rechten Gottes sisest du, mit deinem Vater herrschest du; du, der für uns gelitten hat, erwürgt für unsre Missethat. Im Grabe lås fest du uns nicht, du kommst, du kommst und hältst Gericht. 7. Hilf deinem Volke, Jesu Christ, und segne, was dein Erbtheil ist. Leit' es durch diese Prüfungszeit den Weg zur frohen Ewigkeit. Die Erd' ist auch dein Heiligthum, auch sie erfülle stets dein Ruhm. 8. In dieser unser Pilgerschaft fey, Herr, dein Wort uns Licht und Kraft, sen gnädig uns, o treuer Gott! sey gnädig uns in aller Noth. Wenn wir zu dir um Hülfe schrei'n, laß dein Erbarmen uns erfreu'n. 3. Wer hat den Himmel ausgespannt, der unser Uug' entzückt? Wer hat mit göttlich milder Hand den Erdkreis ausgeschmückt? 160 4. Wer kleidet Hügel, Thal und Uu' mit Schönheit, pflanzt den Hain? trånkt sie mit Regen und mit Thau? und giebt der Saat Gedeih'n? 5. Wer führt die Sonn' in ihrer Pracht mit jedem Tag uns zu? wer spricht zum Mond in dunkler Nacht: den Menschen Leuchte du. nism, thild 6. Wer front mit Segen jedes Jahr, daß unser Herz sich freut? wer liebet uns unwandelbar, auch wenn ein Donner draut? 7. Durchdenke deinen Lebenslauf, o Mensch, wer half bisher? wer war, von deiner Jugend auf, dein Helfer? Sage: Wer? 8. Herr, unser Herrscher, nur von dir fließt alles Heil uns zu. Dein Volt, Dein Eigenthum sind wir, und unser Gott bist du! Ja nian 9. Wie groß ist deine Huld und Treu', du zähltest unser Haar, stehst uns allgegenwärtig bei in jeglicher Gefahr. 10. Uns Sünder trågst du mit Geduld, lehrst uns durch deinen Geist, und reut uns unsre Sündenschuld, du siebst es und verzeihst. 11. Ja, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken ziehn. Der junge Rab', Erbarmer! schreit, zu dir, du nábrest ihn! 12. und rührte dich, o Menschen freund, nicht eines Christen Schmerz? 248 Zweiter Theil. die stillste Bähre, die er weint, bemerkt dein Vaterherz. od 1hi3 13. Weh' dem, der an dem Herrn verzagt und seine Zuversicht auf Menschen segt, und heidnisch sagt: Gott achtet unsrer nicht! ni 14. Er liebt dich mehr, als du verstehst, ist, Seele, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh' du flehst, vertraue du dem Herrn. Besondere Loblieder. und Güte, Wahrheit und Barmherzigkeit zu des Sünders Heil bereit. 3. Von Begierde, dich zu kennen, kann mein Herz nicht g'nugsam bren nen. Doch gieb mir des Glaubens Kraft, den dein Geist im Herzen schafft; so kann ich gelehrtes Wissen ohne großen Schaden missen; so bin ich gelehrt genug, und zum Reich der Himmel flug. 16. Lobsing' ibm, bet' ihn ewig an mit frommer Zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! vergiß es, Seele, nicht. ingisgeus lommigd100 19 Mel. Heil'ger Geist, du Himmelst. 4. Gieb, daß ich dich so erkenne, daß ich auch vor Eifer brenne, dich von meines Herzens Grund, und nicht blos mit meinem Mund; auf das Innigste zu preisen; du selbst mußt mich unterweisen, dann dringt erst mein Lob empor; dann hört mich dein Vaterohr. 5. Ganz entzückt von deinem Namen, S - 201. 458. Großer Gott, Herr aller wünsch' ich dir, Herr, nachzuahmen, Großer Gott, Herr aller Schöpfer, Vater und Erretter! alles rufet weit und breit: rühmt den Herrn der Herrlichkeit! Engel preisen deine Werke. Wenn ich sie erstaunend merke; so schwingt sich mein Herz empor, und fingt in der Engel Chor.in the daß, wie du so heilig bist, auch mein Wandel heilig ist. And're möcht' ich gern erwecken, deine Freundlichkeit zu schmecken; deiner sich mit mir zu freun: Gott, dein Ruhm sey allgemein! 2. Hier im niedern Weltgebäude blickt mein Geist mit großer Freude deiner Allmacht Proben an: wo ich bin gedenken kann, siehet mein erstaunt Gemüthe, deine Weisheit, Macht 6. Wie die heil'gen Seraphinen dir mit allem Eifer dienen; so sey Herr, auch jederzeit dir durch mich ein Lob bereit't, bis von mir und ihnen allen droben wird ein Lob erschallen: Heilig, heilig ist der Herr! herrlich seines Namens Ehr'! din ud 100 Sal 1100 bid ind Hiple dis 1spozna Bize 30.05 Loblieder. 115. Er schaut herab von seiner Höh' auf den, der niedrig ist. Erhebe dich, Unsterbliche, zu ihm, von dem du bist. 91ubid a Jurisado? monted säng C. acer and Skodard and adoro Cand Besondere 107 Met. Alles ist an Gottes Segen. fro 459. S err! mein Licht, mein Heil und Leben, wie kann 2016ich dich g'nug erheben; was für Lieder stimm' ich an? was soll ich zum Dank dir bringen; und wie soll ich würdig fingen, was du, Herr, an mir gethan.innost 2. Du hast meine Seel' gebeuget, aber auch mir bald gezeiget, daß du stets den Deinen nah'. In der Nacht warst du verborgen, doch bald kam der frohe Morgen, da ich, Herr! dein Untlik sah. 3. Heilig, Herr! sind deine Wege, wunderbar sind alle Stege, wo du deine Kinder führst; wer muß nicht aus deinen Werken, dir zum Preise, es bemerken, wie gerecht du, Herr, regierst? 4. Nun will ich dir fest vertrauen und auf deine Gnade schauen, wenn des Kreuzes Last mich drückt; ich will still seyn, hoffen, schweigen, stets vor dir, o Herr, mich beugen, bis dein Untlig mich erquickt, maar nie Zweiter Theil. 5. Willst du deine Hülf aufschieben? willst du meine Demuth üben! Herr, ich bin ein sünd'ger Knecht; willst du strafen, willst du schlagen, schickst du Trubsal, Noth und Plagen? Herr du bleibest stets gerecht. 6. Doch weiß ich, daß deine Treue ewig ist und täglich neue selbst zur schwersten Prüfungszeit; deine Stra= fen, deine Schläge, sind ja, wenn ich's recht erwäge, Mittel meiner Seligkeit. - Besondere Loblieder. 249 6. Mein Mund, mein Geist und mein Gemüthe sind deines Ruhms, mein Helfer, voll. Die Wunder aber deiner Güte mit Dank zu preisen, wie ich soll, reicht mein Vermögen nimmer zu, es ist voll Schwachheit, was ich thu'. 7. Uch! so starke mir den Glauben, laß mir nichts denselben rauben, keine Wollust, keine Pein; laß mich deine Liebe schmecken, laß in Noth und Angst und Schrecken deine Gnade mich erfreun. - Mel Nun habe Dank für deine.. 234. 460. Mein Herz, ermuntre bringen, das Opfer meiner Dankbardich nun wieder, dir zum Lieder singen, und singe mit erquicktem Muth, jest so viel dein Geist mir Kraft verleiht: neue Dank- und Freudenlieder dem im Namen Jesu sing' ich dir; in Herrn, der große Dinge thut: denn diesem nimm es an von mir! er beschämt zur rechten Zeit nun wie: niso biondo dru ando duchnie snied thil der deine Furchtsamkeit.26 02 Danklieder bei der Erndte. nucing k 2. Herr! deine Hand ist immer offen, geben, was mein Herz begehrt; hingegen ist mein zaghaft Hof: 461. Feichen mit den Mel. Nun danket alle Gott. roblocket, Jung und fen oft, leider! feiner Hülfe werth: und doch erträgst du mit Geduld des wankenden Vertrauens Schuld. Urmen! da Gott den Unterhalt von neuem aus Erbarmen für euch nun auf ein Jahr so mildiglich bescheert. Was euer Wünschen war, ist våter= lich erhört. Englis 13. Wenn oft in Kümmerniß und Sorgen der Trost, wonach mein Auge weint, vor meinem Denken tief verborgen und noch sehr weit entfernet scheint; hast du schon meine Noth bedacht, und dich zu helfen aufgemacht. 4. Dein unermeßliches Erbarmen ist immer wohlzuthun gewohnt; d'rum wird mir sündlich schwachen Armen nicht, wie ich's würdig bin, gelohnt. Dich jammert der Gebrechlichkeit; du hilfft zur recht erwünschten Zeit. 7. Doch läss'st du auch mein schwaches Lallen, der du des Herzens Redlichkeit zu prüfen weißt, dir wohlgefallen: siehst auf die Unvollkommenheit, als wie ein holder Vater pflegt, der seiner #lips Kinder Schwachheit trägt. 8. Nichts hat mein armes Unvermögen, wie dir, mein Gott, schon offenbar, dir zur Vergeltung darzulegen: bot' ich mich selbst zum Opfer dar; ſo ist ja alles schon vorhin dein eigen, was ich hab' und bin. 10 9. Doch will ich dir mein Opfer 5. Herr! deine Zeit ist stets die beste; auch dann selbst, wenn die Noth sich häuft, bist du schon meine Stárk' und Beste. Wenn Fluth und Jammer auf mich läuft, so siehst du mit Erbarmen drauf und hemmest schleu20% nig ihren Lauf. misd - 9. 2. Auf! danket unserm Gott, daß Fried' und Ruh' hier wohnet. Mit Krieg und Hungersnoth hat uns der Herr verschonet. Kein Feuer, keine Fluth, kein schwerer Hagelschlag, noch böser Seuchen Wuth, trifft uns bis diesen Tag.d doo 13 du √IA? C 3. Die Erndte hat der Herr uns treu und wohl bewahret: wer hátt, wenn Gott nicht wär', uns sonst die Frucht gesparet? Wer gåb' uns Sonnenschein? Wer Regen oder Thau? was würd's ohn' ihn wohl seyn mit unserm Uckerbau? sid 4. Umsonst wär' uns're Müh', umsonst wár Sáen, Pflügen. Wir würden sonsten nie ein Rórnlein wieder 250 Zweiter Theil Besondere Loblieder. kriegen. Wir möchten früh aufstehn| Met. 3euch mich, zeuch mich.81. ott im Himmel und und bis zur Mitternacht nicht wieder 462. schlafen gehn: es war'umsonst gewacht. Gott auf Erden! Herr5. So aber forgt und wacht der Herrscher in der Höhe; sein Vater: Tegen macht, daß unser Werk bestehe. Der hat auch diesesmal des Såmanns Wunsch gestillt, und reichlich überall der Schnitter Hand gefüllt. fcher in der ganzen Welt! laß den Mund voll Lobes werden; da man dir zu Fuße fällt, für den nahen Erndtejegen Dank und Opfer darzulegen. 2. Herr, dir jauchzen Feld und Auen, überall wirst du verspürt, überall läßt du dich schauen und wir blieben ungerührt; gleich als ob zu deiner Ehre Feld und Au so schön nicht wäre! 3, Bater! du hast aus Erbarmen uns Unwürdige genährt. Du hast Reichen, du hast Armen manches, uns viel Gut's bewiesen, sey gelobet manches Glück gewährt. Gott, der und gepriesen! 6. Gott ist's, der euch ergößt, da ihr nun jauchzt und singet, und jenen Segen jest in eure Scheuern bringet, dem stellt euch dankend dar, des Lob ſo weit ertont, der wiederum das Jahr mit seinem Gute front.doonifo Duschmecket doch und seht des Schöpfers milde Güte. Lobt seine Majestät mit freudigem Gemüthe. Dem gebet Preis und Ehr, der uns viel Gut's verleiht, doch selbst uns noch weit mehr, als Korn und Del erfreut. 8. Gut ist, o Herr! das Land, darin du uns geseget, groß deine starke Hand, die uns so oft ergoget; unendlich deine Macht, und ohne Ziel dein Ruhm, drum lobt dich Tag und Nacht, dein Volk und Eigenthum. 9. Verleih', o frommer Goft, uns ferner deine Gnade, daß ja die Feuersnoth nicht unsern Hütten schade: bewahr' vor Ungst und Leid, vor Seuchen, Wassersfluth, vor Krieg und theurer. Zeit halt uns in deiner Hut. 1:10. Gesegne, treuer Gott, das, was wir täglich essen! Gieb auch, daß wir der Noth der Armen nicht vergeffen. Herr! deine milde Hand erfreue jedermann, daß bei uns Stadt und Land den Segen spüren kann. 11, Caß unser Korn zur Saat und bis zur Erndte reichen. Gieb selber Rath und That, und thu' an uns ein Beichen; laß sehen jedermann, du sey'st, Herr Sebaoth! der Wunder wirken kann, der rechte treue Gott. 1307 4. Du hast Sonnenschein und Regen nunmehr allerwegen Auen voller Korn uns zu rechter Zeit geschickt, daß man erblickt; Berg" und Thaler, Tief und Höhen sehen wir im Segen stehen. 5, 2ch! wer ist, der solche Güte dir genug verdanken kann? nimm ein dankbares Gemüthe für die große Wohl= that an; und mein Mund soll stets erschallen: Gott macht satt mit Wohl= gefallen. nism porno vio 6. Gieb nun Kraft, den milden Segen, den uns deine Hand bescheert, auch so löblich anzulegen, daß der Fluch ihn nicht verzehrt. Bleiben wir in alten Súnden, kann das Gute leicht verschwinden.gada 7. Schent' uns auch vergnügte Hers zen; Stolz und Geiz laß ferne seyn; laß den Undank nichts verscherzen. Schenke ferner dein Gedeih'n, und laß uns mit deinen Gaben willig auch den Dürft gen laben. 8. Laß es deinem Wort gelingen, daß auch wir zu deiner Ehr' hier schon reichlich Früchte bringen, stárke du uns immer mehr, schenk' uns auch nach allem Leide, droben mehr als Erndtefreude. 32 0290 dit mund thro 12. Lob, Ehre, Preis und Rühm bringt dir zu allen Seiten dein wahres Eigenthum, o Gott der Ewig ny nocht u die keiten! dir Vater, dir Gott Sohn, Danklied auf den Frieden. tim ud dan olub( bir lub bin TuD 5000 efingt Gott 36= und dir, Gott heil'ger Geist! den man vor seinem Thron, und hier auf 463. B Erden preis't, mis ain nano) da Zweiter Theil! Gebet- und Loblieder zc. baoth; besinget unsern Gott! dem müsse von uns allen ein feutig Lied is erschallen, der unser Wohl bedenket, und uns den Frieden schenket. 2. Wie schreckte Gottes Hand das werthe Vaterland! der Krieg hat es verheeret und bis aufs Mark verzehret, doch Gott hat es gewendet, Gott, der den Frieden sendet. hin 3. Dankt jest und immerdar, lihr, welche die Gefahr des Krieges hart geplaget, zerstreuet und verjaget: um Frieden euch zu schaffen, zerbrach Gott selbst die Waffenin 20 7. Dein Geist mach' uns bereit, daß wir zu feiner Zeit in deinem Dienst erkalten, dein Wort beständig halten, und nicht mit neuen Sünden des Krieges Wuth entzünden, die d d8, 4. Besingt Gott Zebaoth, besinget unsern Gott! das Rachschwert legt ng im chi mi 60 TDI 1 mi Ambil mio olaslis of nam 300 16 Herr Gott Sebaoth! o Herr du unser Gott! laß deines Friedens Gaben uns überflüssig haben, bis daß wir dich dort oben in vollem Frieden loben. Jeid of m 310# 13#ob axopary gad! tenutog nast nordo monspdo pimar 300 Chis GI hi aid stand Joanphon 32) Gebet- und Loblieder beim Anfang des Jahres. Samiskit mis# SDC ---Mel. Es ist das Heil uns kommen.- 6. dady mrod 464. u, Gott, du bist der Herr der Zeit, und auch der Ewigkeiten! laß mich auch jest mit Freudigkeit dein hohes Lob ausbreiten. Ein Jahr ist abermal dahin. Wem dank' ich Gott, daß ich ich Gott, noch bin? nur deiner Gnad' und Güte. 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, unwandelbares Wesen! dich, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, find gewesen, wir blühen und vergeh'n durch dich! nur du bist unveranderlich; du warst, und bist, und bleibest. $ 251 er nieder, führt uns den Frieden wieder, und nebst ihm heil und Gegen mit neuer Huld entgegen. sid jal 5. Nun, Gott! wir loben dich, und danken ewiglich, daß du auf unser Flehen uns huldreich angesehen, und uns den edlen Frieden zu unserm Theil beschieden. Hooal do Estupe 16, mache du ihn fest, Gott, der uns nicht verläßt, und trag' uns mit Verschonen, daß wir hier sicher wohnen, uno, als des Himmels Erben, auch einst im Frieden sterben. nied nd 19d d 3. Herr! newig währet deine Treu', mit Huld uns zu begegnen; und jeden Morgen wird sie neu, mit Wohlthun uns zu segnen. Ich kenne keinen Uugenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflossen wäre.mprmis 4. Du haft auch im verfloff' nen Jahr mich väterlich geleitet, und wenn mein Herz voll Sorgen war, mit Hülf und Trost bereitet. Von ganzer Seele preis' ich dich. Auf's Neue übergeb' ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld laß von den verfloffnen Tagen, und las mich deine Baterhuld in Chrifto ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruh'n, und lehre lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Lust und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich, Herr, stets gewissenhaft mit mir und Andern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht. Dies reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Biel beff're Freuden rufen mich zum wichtigern Bemühen! der Ewigkeit bin ich verwandt; im Himmel ist mein Baterland; ndahin, Herr, laß mich trachten.mod mad ognog zlsid jus 8, lehre selbst mich meine Zeit recht weislich auszutaufen.aß mich 252 die Bahn der Ewigkeit mit heil'ger Vorsicht laufen. Der Tage Last er leicht're mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter störet. 3weiter Theil.-Gebet- und Loblieder 10. Shr eiteln Tage flieht denn immerfort; ich halt' euch nicht, vers doppelt euer Eilen; mich lústet nicht, in Mesech zu verweilen, nur bald von hier, und dann geschwinde dort. Mel. Mein Bundes Gott, ach: 324. 465. So ist von meiner kurzen Pilgrimschaft cin 11. Dort, wo der Hafen der Glücks ſeligkeit; dort, wo das Kleinod meiner Laufbahn glánzet; dort, wo ein müder Streiter wird bekránzet, und seines Sieg's sich ewiglich erfreut. ganzes Jahr( ganzer Tag) schon wieder hingeflossen! Herr, wie viel Gut's hab' ich darin genossen! ich bin für mehr als tausend Pfund verhaft't. 2. Bundesgott! wie hat nicht deine Treu' mir unverdienten Segen aufgetragen! zwar keinen Tag fehlt es an eignen Plagen, doch Trubsal 12. Wenn ich indeß hier langer dienen soll, so gieb, mein Gott, daß ich stets wachend bleibe. Gieb du mir Muth und Kraft zum Kampf; vertreibe die Sicherheit und mach' mich Eifers voll. 730 23007 ist der Seelen Arzenei 79 mi13. Laß mich, als dein erkauftes 3. So hast du nie den theuren Bundeseid gekránkt. nur ich hab' ihn so oft gebrochen; fast nichts gethan, und doch so viel versprochen! vergieb es mir; es ist mir herzlich leid. Eigenthum, Geift, Seel's und Leib von Flecken rein bewahren; und, wirst du neue Schuld von mir erfahren, laß mich nicht sinken, stark mich wiederum.onds e Jose 4. Ach! wie viel näher mußt' ich schon zu dir in so viel Tag' und Jahren seyn gekommen! des Fleisches Trieb hat wenig abgenommen, noch glänzt nicht, wie es soll, dein Bild 14. Se långer ich auf deinen Wegen geh', je klarer gieb dein Licht mir zu erkennen; je heller laß mein Licht im Wandel brennen, bis ich verklárt vor deinem Throne steh.33096) in mir. 15. Es ist doch um ein Kleines nur zu thun, so heiß ich dich, mein Bräutigam, willkommen; dann werd' ich aller Müh' und Qual entnommen, vergnügt vergnügt und froh in deinem Schooße ruh'n. 15. Wie eilt die Zeit! fie fliegt! oft fällt mir ein: konnt' ich so viele Stunden, die verlaufen und schnell verflogen sind, doch wieder kaufen! ich wollte sie zu deiner Ehre weih'n. 6. Nur, wenn ich mein betrüglich Herz betracht, so war' es doch ohn' misd liigidust tim tas Mel. Allein Gott in der Höh'.- 15. 1000 ott ruft der Sonn' deine Gnad' vergebens: Uch! würde 466. Gund schafft den Mond, nur das Restchen meines Lebens zu deinem Preise beffer zugebracht! 7. Die Rebe mag am Weinstock nur besteh'n. Die Safte, die in Jesu reichlich fließen, las auch in mich sich mildiglich ergießen; und du sollst Frucht an dürren Reben seh'n. das Jahr darnach zu theilen. Er schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er ord= net Jahre, Tag und Nacht. Auf! laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! 8. Hab ich in Trägheit so viel Zeit verspielt, laß mich, was übrig ist, wie Gold abwägen! o möcht' kein Odem mehr in mir sich regen, der nicht, o Gott, auf deine Ehre zielt! ni 9. Dein Glück, o Welt, macht nicht ( die Seele satt. Was kann doch wohl auf dieser ganzen Erden beim lángsten Leben angetroffen werden, das nicht vom Fluch betrübte Spuren hat 2. Herr, der da ist und der da war! von Dank erfüllten Jungen sey dir für das verfloss'ne Jahr ein heilig Lied gesungen; für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, für Fried' und Rub', für jede That, die uns durch dich gelungen.nburmatolopus sim 500 561O 3. Laß auch dies Jahr gesegnet seyn, das du uns neu gegeben. Verleih' uns Kraft, denn sie ist dein, in deis beim Anfang des Jahres. 253 ner Furcht zu leben. Du schüßest uns, Mel. Freu' dich sehr, o meine. 29. und du vermehrst der Menſchen Glück, 468. A bermal ein Jahr( ein wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben, om om dimone 310 Tag) verflossen! näher zu der Ewigkeit! wie ein Pfeil, der abgeschoffen, so verflieget meine Zeit. Treuester Herr Sebaoth! unveränderlicher Gott! adh was soll, was soll ich bringen, deiner Langmuth Dank zu singen? dag door het ont 2. Ich erschrecke, mächtig's Wesen! Ungst und Furcht bedecket mich; denn mein Beten, Singen, Lesen, ach! das ist so schläferig. Heilig, heilig, Heiliger, großer Seraphinen Herr! wehe mir, ich muß vergehen! denn wer fann vor die bestehen? manas duas Schrecklich ist es ja, zu fallen in die Hand des Höchsten. Gott rufet warnend zu uns allen: niemand treibe mit mir Spott! irret nicht, wo das geschicht, so leid' ich's, Jehova, nicht: ich bin ein verzehrend Feuer, und mein Born brennt ungeheuer. 4. Uber du bist auch sanftmüthig, treu ist, Herr, dein Vaterherz! in dem Burgen bist du gütig, dich versöhnt sein Todesschmerz. Bin ich nicht in deiner Hand, Gott, ein dir sehr theures Pfand, das du vor der Feinde Wüthen ewig, ewig willst behüten? 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt: so gieb mir Kreuz und Leiden. Nur starke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. niso hot 5. bitf b deinem Volke våterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaff'nen dich, und der bedrängten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf unsern Fürsten nieder.3, 6. Laß Weisheit und Gerechtigkeit auf seinem Stuhle thronen! Laß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohnen! laß Treu' und Liebe bei uns wohnen! laß Treu' und Liebe bei uns seyn! dies, Bater! wollst du uns verleih'n in Christo, deinem Sohne. Met. Nun ruhen alle Wälder.-48. librie err! der du mir das 467. He Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet' ich findlich an; ich bin viel zu geringe der Treu', die ich besinge, die du bisher an mir gethan. enfer( pon ONEARE 5. Auf mein Herz! stell' dich nur wieder dem versöhnten Vater dar. Opfre dem Gebet und Lieder, welcher fronet Tag und Jahr. Fang' ein neues Leben an, das dich endlich führen kann, mit Verlangen nach dem Scheiden zu des Himmels ew'gen Freuden. Re 36. Soll ich denn allhier auf Erden 13. Gott, welche Ruh' der Seelen, länger noch ein Pilger seyn; so wirst nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn; auf deine Gute hoffen, im du, bei den Beschwerden, Herr, mir Geist den Himmel offen, und dort den bleibe mir, liebster Heiland, ich will die Geduld verleih'n. Deine Treue Preis des Glaubens sehnid toon dir mich hinwiederum verschreiben, dir 904. Ich weiß, an wen ich glaube, und auch ewig treu zu bleiben. nahe mich im Staube, zu dir, o Gott, smist son and ander mein Heil! bin ich der Schuld entladen, und nur bei dir in Gnaden, so ist im Himmel auch mein Theil. 5. O leite mich im Segen dem großen Biel entgegen, dahin dein Wort mich weis't. Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl' ich, Bater, meinen Geist! Jialloise 2. Mit dankendem Gemüthe freu' ich mich deiner Gute; ich freue mich in dir. O gieb mir Kraft und Stärke; Gedeihn zu meinem Werke, und schaff ein reines Herz in mir. Mel. D Gott, du frommer Gott.-8. 469. Ein Jahr der Sterbliche keit, der kurzen Le benstage, ist abermal dahin mit seiner Luft und Plage, und wiederum ein Theil von unsrer Pilgerschaft nunmehr zurückgelegt durch Gottes Schuß und Kraft. 254 Zweiter Theil. 2. Herr! deine Gute macht's, die| niemals uns zu lieben ermüdet, noch vergißt, daß wir noch übrig blieben. Nimm unsers Herzens Dank denn jego gnädig an für das, was du an uns in diesem Jahr getban. 3. Wir schließen uns auf's neu' in dein so treues Sorgen, in deine Obhut ein; da sind wir wohl geborgen. Da ist das feste Schloß vor aller Feinde Truß, da läuft ein Hauflein hin, und findet sichern Schuß,& nism nism 4, Gieb mit dem neuen Jahr uns neue Stárk im Glauben; laß uns den alten Grund der Wahrheit niemand rauben; erneu're Herz und Sinn, und das gegönnte Licht des ewig wahren Worts erlösche bei uns nicht! id odladt deromsin: millo any ug dnstrange og tim Sod oor thin si titog im i thin cod' thi' dial of thibise ist du am dusdeguse nis mid( bi oldturitno bus tid ud mod sad ji tgradat 470. M 390790 nt bine dnsqua gol tenordt signt monit chicoloani hddsiztu da em isd sdsi? dan u Bol mandoue dag 33) Morgenlieder. ein erst Gefühl sen Preis und Dank; erhebe Gott, o Seele! der Herr hórt deinen Lobgefang: lobsing' ihm meine Seele! sunt oblidn's this and an och 2. Mich selbst zu Macht lag ich, und schlief in Frie: den. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer führt mein Blut in stetem Kreis, und schüßt mich vor Gefahren? Morgenlieder. 5. Entzünde neue Lieb' und Sanfte muth in uns allen. Und soll uns dieses Jahr auch neue Noth befallen; so stärke die Geduld und mache deine Treu', o Vater, über uns mit jedem Tage neu. day due anche sod 6. Gieb, daß wir mehr und mehr den alten Menschen tödten. Verleih' an Seel' und Leib, was jedem ist von= nöthen; und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zufrieden seyn; du machst doch alles gut. 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich selber zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? d qi 7. Wem du auf dieses Jahr, von dieser Welt zu scheiden, sein Ziel haft festgesest, den laß auf dich, mit Freu den, im Glauben selig hier beschließen seinen Lauf, und nimm in deine Hand die Seele gnädig auf. san. 5. Du bist es Gott, und Herr der Welt, und dein ist unser Leben! du bist es, der es uns erhält, und mir's jest neu gegeben. msniad offisde mi nist 6. Gelobet feyst du, Gott der Macht! gelobt sey deine Treue, daß ich nach überstand'ner Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn; mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohl= gefallen. 8. Nimm meines Lebens gnábig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sey mir ein Netter in Gefahr ein Bater, wenn ich fehle. ng hufados 9, Gieb mir ein Herz voll Zuver ficht, erfüllt mit Sieb und Ruhe! ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thues ndon nads 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe; gottselig züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe. 0 hadnote ai tinh doi 11. Daß ich dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Urbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue.. Val 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe! nonim sto Zweiter Theil. Morgenlieder. 255 Mel. Ach Herr, mich armen Sünder.-67. Lippen seyn: er hat, als das reinste 471. Noch läßt der Herr mich Wesen, auserlesen Herzen ohne fal= leben! mit 1 Gemüth eil ich, ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. Zu ihm entzuckt mich wieder der Morgensonne Pracht, ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. doi m2, duDu Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an: wie soll ich dir vergelten, was du an mir ge= than? Wilst du nach Opfern schauen? fie gelten nichts vor dir, du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott! von mir.onno. nsolim iad u 3. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freu'n, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weih'n. Eilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du mir gnädig bist. dodas 4. Dir hab' ich mich ergeben; ich freue mich in dir, erfreuender als Leben ist deine Güte mir. Sie fübre mich auch heute auf deinen Tugendpfad. Du Ewigweiser, leite mich selbst nach deinem Rath. 5. Nur eins laß mich erflehen, das christlich weise Herz, auf dich stets auf zusehen, in Freuden, wie in Schmerz. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt; mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt.id 3. Deine Pflicht kannst du erlernen von den Sternen, deren Glanz der Sonne weicht: so muß sich vor Gott mit Schweigen alles beugen, was uns groß und herrlich deucht. 4. Ihn mußt du am höchsten achten, und nur trachten, das zu thun, was ihm gefällt. Wer ihm irdisches Ergögen gleich will schätzen, ehret nicht den Herrn der Welt. 472. S eele! du mußt munter werden, denn der Erden blickt hervor ein neuer Tag. Komm, dem Schöpfer dieser Strahlen zu bezahlen, was dein schwacher Trieb vermag. 9. Wir sind an den Lauf der Stun: den fest gebunden, der entführt, was eitel heißt und der deinen Leib, o Seele, nach der Höhle eines finstern Grabes reißt. en sit die T 6. Daß ich, dir innig trauend, das Gute standhaft thu', und froh, gen Himmel schauend, denk': Herr, mich sieheft du bereit, den Lauf zu schlie: 10. Drum so seufze, daß mein Ben auf deinen Wink, o Gott, und Scheiden nicht ein Leiden, sondern lauter im Gewissen: so finde mich der sanftes Schlafen sey und daß ich Tod. idine malds and bim sumit Lust und Wonne seh' die Sonne, wenn des Todes Nacht vorbei, nism ins or b2 magnitudol malibod Mel. Sesu, Arzt todtkranker.179.070 11. Erau auf allen deinen Wegen Gottes Segen! wen des Hochsten Huld erquickt, der genießet wahre Freuden selbst im Leiden, und ist hier und dort beglückt. dan mol 1.0.2 12. Kränkt dich etwas diesen Mors gen, laß ihn sorgen, ihn, der gnädig auf dich schaut; er weiß besser, was dir dir núget, und beschüßet den, der sich ihm anvertraut. ammin 5. Schau, wie das, was them ziehet, sich bemühet um der Sonnen holdes Licht! wie sich, was der ErdFreis tráget, freudig reget, wenn ihr Glanz Sie Schatten bricht. snied 6. So laß dich auch fertig finden anzuzünden deinen Weihrauch. Gottes macht hat, um dich vor Unglückssture men zu beschirmen, selber machtig dich bewacht. 11spase sia 3100 bin 7. Bitte, daß er dir Gedeihen mag verleihen, wenn du auf was Gutes zielst; aber daß er dich mag stören und bekehren, wenn du böse Regung fühlst. magnitude. 8. Denk', daß er auf deinen Wegen stets zugegen, daß ihm alles ist bewußt; daß er selbst verborgne Sünden kann ergründen, und genau weiß, was du thust. 2. Doch, daß man auf würd'ge Weise Gott recht preise, wollen nicht nur 256 Morgenlieder. smel. Erhab'ner Gott, was. Mel. Warum betrübst du dich.435. 473. Mein erſter: 474. 3 fréhen bieß, und mich Wunsch, gesund erwachen ließ, sey Preis und froher Dank! des neuen Morgens Heiterkeit sey meinem Gott zuerst geweiht. 2. Sieh', Herr, ich unterwinde mich, mit dir zu reden! Staub bin ich, von deinem Hauch beseelt. Gleich als ein Todter lag ich hier! daß ich noch lebe, dank' ich dir. mas nagi 13. Und jedes Gut, deß ich mich aus deiner milden Hand. Mein Uuge freu', empfang' ich jego wieder neu Zweiter Theil. - 16.12 - streben ist, Herr mein Gott! dich würdig zu erheben. Unendlich groß ist deine Vatertreu', mit jedem Tag ist deine Güte neu. 2. Die Sonn' enthüllt den Schauplak deiner Werke, und alles zeugt von deiner Huld und Stärke. Sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt rastlos hin, und strahlt zu deinem Preise andand 3. Die Erd' ist dein, und du regierst dies Ganze! vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze seh' ich, wie groß sich deine Vorsicht zeigt, sie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 334, und sie umfaßt auch mich! du, Höchster, denkest an mich, den Staub, der ou die Himmel lenkest, du forgst für mich! Gott, wie vergelt' ich dir? ein dankvoll Herz, das bring' ich dir dafür! Sour Two ud at spise 5. Nimm's gnädig an! gedenk' nicht meiner Sünden, durch deinen Sohn laß mich Vergebung finden. Er, welcher nie ein gläubig Flehn verwarf, verleiht, daß ich dich Vater nennen darf. 4901 140/19 6. So will ich denn mit kindlichem Vertrauen auf dich allein, ſo lang' ich lebe, trauen, du bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, mein starker Fels, mein Helfer immerdar. wird, wohin es blickt, von Wundern deiner Huld entzückt. 9. Dein Auge sieht die Schwäche meiner Seele; verwirf mich nicht, vertritt mich, wenn ich fehle! zu dir empor fleht meine Seele stets, und du vernimmst's, Erhörer des Gebets! 4. Dich, dem ich nicht vergelten kann, dich, Bater, bet' ich kindlich an! ich opfre dir mein Herz. Ein Herz voll Dank und Zuversicht verwirfst du, Hocherhabner, nicht, 5. O du, den meine Seele preist! erwecke mich durch deinen Geist zu meiner Christenpflicht. Er helfe meiner Schwachheit auf, bis ich vollende meinen Lauf. 6. Ein gut Gewissen sey mein Theil! das wirk' in mir, o Herr, mein Heil, und segne meinen Fleiß. Dir ist, was ich bedarf, bekannt, und alles steht in deiner Hand. ring 7. Die Blume kleidest du mit Pracht, náhrst jeden Vogel, Gott der Macht! bin ich nicht mehr, denn sie? ich werfe meine Sorg' auf dich, du, mein Ers so barmer! sorgst für mich. ned drouoch). Mamic Mel. Wie schön leuchtet der.- 35. bim 7. Du weißt, wie lang' ich hier noch wallen, werde; fällt ohne dich kein Sperling auf die Erde: so nimmst Mit Namen kennst du mich und zählst freue mich der edlen Pflicht, dem du, Herr, auch meines Lebens wahr. 475. Dich seh' ich wieder, mein Haar. bose sado and Höchsten lobzusingen. Ich will, ent8. Mein Heiland, gieb mir Kraft zum neuen Leben, gieb mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, das du, o Herr, uns hinterlassen haft; dein Soch ist sanft und leicht ist deine Last. brannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer! dir mit heil'gem Muth obsingen! Schöpfer! Vater! deine reue rührt auf's Neue mein Gemüthe. Frch empfind' ich deine Güte. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was war' ich? hättest du nicht dich so hülfreich mir erwiesen! zu meinem Leben segest du jetzt einen neuen Tag hinzu; sey hoch dafür Zweiter Theil. Morgenlieder. 257 gepriesen! durch dich bin ich! und ich| deinem Angesichte ich ein Kind des merke neue Stárke. Dich erhebe meine Zunge, weil ich lebe. Lichtes bin, und den angebrochnen Tag also hinterlegen mag, daß ich in dem Lichte wandle, und in allem weislich handle. 3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd" und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufriedenheit zu nüßen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ich's meine. Dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. 5. Segne mich in allen Werken, die mir mein Beruf gebeut; laß nur deinen Geist mich stårken, mindre die Beschwerlichkeit. Was ich denke, red' und thu', alles, Herr, regiere du, gieb, daß Wollen und Vollbringen dir zu Ehren wohlgelingen. 4. Ich bin ein Christ, o Gott, verleih', daß ich des Namens würdig sey! Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich? ein irrend Schaf. Erhalte mich, mein Hirt, auf deinem Pfade. Stárk' mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrachten, über Alles dich zu achten. 6. Sollt' ich heut' in Sünde fallen, richte mich bald wieder auf. Laß in deiner Furcht mich wallen, bei der Welt verkehrtem Lauf. Halte Fleisch und Blut im 3aum, gieb dem Satan keinen Raum, wenn er mir sein Nege stellet, daß er meinen Fuß nicht fället. 5. Uuch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank an dich oft still zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier, einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich, Herr! ich werde mich der Erde gern entschwingen, dir dort ewig Lob zu singen. 7. Werd' ich auch an diesem Tage nicht ohn' alle Plage seyn; mache nur, daß ich's ertrage, so find' ich mich willig drein. Wenn du nur aus Liebe schlägst, und mein Kreuz zur Hälfte trágst, darf ich keine Trúbsal scheuen; du wirst auch Geduld verleihen. 476. Mel. Werde munter, mein.- 116. err! es ist von meinem Leben wieder eine Nacht vorbei. Laß mich deine Treu erheben, die auch diesen Morgen neu. Deine Nacht mir zur sanften 8. Nun ich leb' an diesem Morgen, da ich Abends sterben kann! laß mich für mein Ende sorgen, nimm dich meiner Seele an. Reiß' mich nicht in Sünden bin, wenn ich reif zum Tode bin. Laß auf Jesu Blutvergießen mich die Wallfahrt, selig schließen. Mel. Besingt Gott Zebaoth.— 463. trúben Ruh gemacht, und nun kommt mir 477, weicht! den Eag Jhr schon dein Segen mit der Morgenroth' entgegen. hab' ich erreicht, die Sonne schau' ich wieder: erwachet frohe Lieder! ein Opfer Gott zu bringen, müss' euch anjeßt gelingen. 2. O wie theu'r ist deine Güte, die mich überschattet hat, daß zu meinem Bett' und Hütte keine Plage sich genaht. Nunmehr steh' ich fröhlich auf, und mein Herze denkt darauf, dir für dieses neue Leben den verbundnen Dank zu geben. 2. Was nur mein Auge sieht ist um die Wett' bemüht, dich, Höchster! laut zu preisen: dir Ehre zu erweisen, sen dann auch mein Bestreben, in meinem ganzen Leben. 3. Wenn ich dir mich selber schenke, wird es doch zu wenig seyn, und so ich es recht bedenke, bin ich ja vorhin schon dein. Seel' und Leib gehöret dir. Doch nimm gnädig an von mir, was ich selbst, als eine Gabe, von dir, Herr, empfangen habe. 3. Du, Herr, hast mich bewacht, und an dies Licht gebracht. Zum Preise deiner Gnaden, bin ich so manchem Schaden, so mancher Noth entkommen, von dir in Schuß genommen. 4. Du lenkst von Jugend auf so gütig meinen Lauf; låss'st mich so manche Gaben aus deiner Fülle haben; gönnst 17 1 4. Jst mein Auge nunmehr lichte; so erleuchte meinen Sinn, daß vor 258 Zweiter Theil.- Morgenlieder. mir so manchen Segen, und wachſt dem Geiſt des Herrn ſey Ehre! DreiThrone! dem Vater und dem Sohne, auf meinen 5. Ich selbst bin gänzlich dein, und werd' es ewig seyn. Was mich erquickt und nähret, das hast du mir gewähret: du hast mir Leib und Leben und diese Geel' gegeben. 6. So nimm denn wieder hin, Herr, was ich hab' und bin. Zu deinem Wohlgefallen laß mich stets vor dir wallen, bemühet deinen Willen auf richtig zu erfüllen. 7. Dies ist mein Wunsch. Jedoch, wenn ich zuweilen noch nicht thue, was ich sollte, nicht lebe, wie ich wollte; so trage mit mir Urmen ein gnädiges Erbarmen. 8. Laß deines Geistes Licht, was mir annoch gebricht, durch seine Kraft vollführen, und meinen Gang regieren. Was du hast angefangen, das laß zum Ziel gelangen. 9. Da ich selbst nichts vermag; so wollst du diesen Tag nach deinem Rath mich leiten; ich schau' zu allen Seiten, vom Anfang bis zum Ende, auf deine Vaterhånde. 10. Wie schnell verfliegt die Zeit! Herr, mache mich bereit, zu deines Himmels Freuden, aus dieser Welt zu scheiden; verklärt werd' ich dort oben dich erst recht würdig loben. Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. 478. W ach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, des Menschen treuem Húter. 2. Mit göttlichem Erbarmen, bedecktest du mich Urmen! schlaf, sprachst du, ohne Grauen; die Sonne sollst du schauen. 3. Dein Wort, Herr, ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen. Du machst, daß ich auf's neue mich meines Lebens freue. 4. Steig' auf, mein Dank, zum einig's Wesen, hore: 5. Hor' meinen Dank, mein Flehen! du kannst in's Herze sehen: ach möchte dir gefallen, Herr, meines Herzens Lallen! 6. Dein Werk wollst du vollenden; dich nimmer von mir wenden, und mich in meinen Tagen stets mit Verschonen tragen. 7. Du selber wollst mir rathen in allen meinen Thaten; mich stets zum Besten leiten; zum Himmel mich bereiten! 8. Begleite mich mit Segen auf allen meinen Wegen Dein Wort sey meine Speise auf meiner Pilgrimreiſe. Mel. Gott des Himmels und der.-32. ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geist! der es Tag und Nacht läßt werden, Mond und Sonne scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält! 479.0 479, 2. Gott! ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Ungst, Noth und Schmerzen treu behütet und bewacht, und bei aller meiner Schuld nich noch trágst mit Baterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sunden jest mit dieser Nacht vergehn: laß mich Gnadever dir finden! glaubensvoll auf Jesum sehn! der für meine Missethat sich am Kreuz geopfert hat. 4. Hilf, daß ich auch diesen Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen; daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint, und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort: sen und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort: unter deinem Schuß allein fann ich froh und sicher seyn. 6. Dir, o großer Gott, befehle ich, was ich nur hab' und bin, meinen Leib und meine Seele; werf auf dich die Sorgen hin. Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm! segne mich dein Eigenthum. Zweiter Theil. Abendlieder. 7. Du wollst deinen Engel senden, wenn Gewalt und List mir droht; alles mir zum Besten wenden, und mich stärken in dem Tod. Sterb' ich, o so bringe du mich zu deines Himmels Ruh'. 480. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 34) Abendlieder. o fliehen unsre. Tage hin! auch dieser ist nicht mehr. Die Nacht, der Müden Trösterin, eilt wieder zu uns her. 2. Herr! du nur bleibest, wie du bist; du schläfft und schlummerst nicht; die Finsterniß, die uns umschließt, ist deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb' ich voll Vertrau'n mich auch in dieser Nacht. Und wovor follte mir denn grau'n? mich schüßet deine Macht. 4. Hab ich an deiner Gnade nur noch Theil, Herr Zebaoth: so fürcht' ich keine Kreatur, und scheue nicht den Tod. 1 259 8. Höre, Gott, was ich begehre, und was mir dein Wort verheißt, dir sey Lob und Preis und Ehre. Vater, Sohn und heil'ger Geist! ich, der hier nur stammeln kann, bete dich einst würd'ger an. 6. Jch eil' im Glauben zu dir hin, und weiß, wie sicher ich im Schatten deiner Flügel bin. Du wachest über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir! Herr Jesu, du allein sey mein Gedank'! o weihe dir mein Herz zum Tempel ein! 8. Vielleicht ist dies die legte Nacht in meiner Prüfungszeit, dann führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, ja dein bin ich auch todt! du, mein Erretter, bist bei mir, und hilfft aus aller Noth. al fid Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.- 255. ür alle Güte sey gepreist, 481. F Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. 2. Da nahmst dich meiner herzlich an, haft Großes heut' an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast våter= lich mein Haus und mich geschüßet und genähret. Mel. Ihr Frommen, auf. 49. 55. 3war ich erkenne meine Schuld, 482. Gepriesen, Gott! fey Erbarmen, du mit ich sie. Doch mein Versöhner, deine Huld, wie trostvoll ist mir die. Gott der Langmuth und Geduld! du trågst uns stets auf Vaterarmen, mit unaussprechlich großer Huld. Kraft, Gedeihn und Leben hast du uns gege= ben. Herr, wir sind's nicht werth! aber dein Gemüthe ist so reich an Güte, die ohn' Ende währt. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk! der Geift, mit dem ich dein gedenk', ein ruhiges Gemüthe; was ich vermag, bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sen auch, nach deiner Lieb' und Macht, mein Schuß und Schirm in dieser Nacht; vergieb mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, Herr Bebaoth, so laß mich Gnade finden! - 2. Verzeih' uns, Richter unsrer Seelen, die heut' verlegte Christenpflicht; wir merken nicht, wie oft wir fehlen, verzeih' und geh' nicht in's Gericht. Heil der Menschentinder! wir sind Staub und Sünder, ach, gedenke d'ran! wer würd' uns erretten, wenn wir dich nicht hátten? nimm dich unser an. 3. Du sendest mit der Nacht uns Müden den stärkend süßen Schlummer 17* 260 3weiter Theil. zu. Wir liegen dann und ruh'n im Frieden; denn unser Schuß, o Herr, bist du. Hilf, Erbarmer! denen, die nach Ruh' sich sehnen, die mit Angst und Müh' ihre Nacht verbringen, und mit Schmerzen ringen. Stärke, tröste sie! 4. Wer kann uns deiner Hand entreißen? wir sind, auch wenn wir sterben, dein. Du selber hast es uns verheißen, du wollest allzeit bei uns seyn. Hilf uns hier auf Erden, daß wir würdig werden, einst vor dir zu stehn; daß wir als die Deinen, wenn du wirst erscheinen, dir entgegen gehn. Mel. Erhabner Gott, was reicht.- 16. 483. Der Tag ist hin, du aber Sesu! bleibe, daß mir dein Licht der Sünden Nacht vertreibe! erleuchte mich, Glanz der Gerechtigkeit; so ist mir wohl auch in der Dunkelheit. 4. Vergieb mir's, Herr! sagt mir gleich mein Gewissen, daß Teufel, Sund' und Welt mich hingerissen; so ist mir's leid: ich stell' mich wieder ein. Verwirf mich nicht; sey mein, so bin ich dein! Abendlieder. 2. Des Lebens Müh' und Elend zu versüßen, giebt uns der Herr viel Freuden zu genießen, und welche Güter schenkt er unsern Seelen! wer kann sie zahlen? 3. Noch immer láßt er uns Erbarmung finden: er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden. Wir häufen Schuld auf Schuld, er láßt uns leben, und will vergeben. 4. Wie unwerth sind wir, Vater, deiner Treue! prúf' unser Herz! es flehet dir voll Reue. Uch, laß es uns von dir im Glauben stillen, um Christi willen. 5. Uns wohlthun ist dein göttliches Vergnügen! Dein Aufsehn schüßt uns, wenn wir húlflos liegen, und wir entfeelt, umhüllt von Finsternissen, von uns nichts wissen. 6. War dies für uns der letzte Tag auf Erden, soll unser Schlaf ein To= desschlummer werden; dann weckst du uns, die wir uns dir ergeben, zum ew'gen Leben. 7. So legen wir getroft zur Ruh' uns nieder. Seh'n wir erfreut die Morgensonne wieder: dann preisen wir mit heiterem Gemüthe des Höchsten Güte. 2. Lob, Preis und Dank sey dir, mein Gott, gesungen; dir sey die Ehr', daß alles gut gelungen! du machst es wohl, ob ich's gleich nicht versteh': du bist gerecht, es geh' auch, wie es geh'! 3. Nur eines ist, das mich empfind= lich quälet; Beständigkeit im Guten mir noch fehlet: das weißt du wohl, Mel. Werde munter, mein.- 116, o Herzenskündiger! ich strauchte noch, 485. Wer Gemüthe! fühle wie ein Unmündiger. fromme Dankbegier, und erhebe Gottes Gûte, die er heut' gethan an mir; da er mich den ganzen Tag vor so mancher Noth und Plag' treu behütet, und in Gnaden abgewendet allen Schaden. 2. Lob und Dank sey dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit! daß mein Werk durch dich gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden gröb'rer Urt so gar våterlich bewahrt, die Bersuchung abgetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. O 5. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Uch, laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! Lebenssonn', erquicke meinen Sinn! ich laß dich nicht, mein Fels! der Tag ist hin. - Mel. Ich will, mein Gott.- 55. 3. Wer vermag es aufzuzählen, was 484. ntflohen sind auch dies du, Herr, an mir gethan? Rechnung, ses Tages Stunden, an dem wir noch des Lebens Glück empfunden; mit frohem Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den wir leben! 9801 Wort' und Kräfte fehlen, fang' ich nur zu zählen an: deiner Wohlthat ist zu viel, ihr ist weder Maas noch Ziel. War' ich nur bei deinem Lies ben dir in allem treu geblieben! Zweiter Theil. 4. Uch! verzeihe mir aus Gnaden meine Sünd' und Missethat, die ich heut' auf mich geladen! nimm mir, Herr, nicht deine Gnad', treibe ferner Satans Tuck', Gott durch deine Kraft zurück; laß es ihm ja nicht gelingen, mich in Sund' und Leid zu bringen. 5. Sieh', ich fall in Demuth nieder; schau', o Gott, von deinem Thron! schau', voll Reue komm' ich wieder, ich vorhin verlorner Sohn! ich verläugne nicht die Schuld, aber deine Gnad' und Huld ist viel größer, als die Sünden, welche sich an mir noch finden. 16. du Licht der frommen Seelen! o du Glanz der Ewigkeit! dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleib' bei mir, Herr Jesu Christ, da es Abend worden ist! tröste mich mit deiner Liebe, daß kein Unfall mich betrübe. 7. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft' und süße Ruh': alles Uebel laß verschwinden; sende mir nur Gutes zu. Leib und Seele, Sinn und Muth, meine Wohnung, Haab' und Gut, meine Freund' und Hausgenossen seyn in deinen Schuß geschlossen. 8. Uch! bewahr' uns doch vor Schref= ken; schüß' uns doch vor Ueberfall; laß uns keine Krankheit wecken; treibe 1 Abendlieder. 2. Stets gefürchtet, hochgepriesen sey, mein treuer Gott, von mir. Was du Gutes mir erwiesen, dankt mein ganzes Leben dir. Du hast, war ich's schon nicht werth, dennoch mein Gebet erhört, das ich heut', als ich erwachte, dir in Jesu glaubig brachte. 3. Gieb nun bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh'. Durch dich schlaf' ich ohne Sorgen. Wenn ich schlafe, wachest du. Seel' und Leib befehl' ich dir. Walt' allmächtig über mir. Sey auch du der Gott der Meis nen, zähl' sie alle zu den Deinen. 4. Ach, laß uns kein banges Schrekken, Räuber nicht, nicht Feuersgluth, plöglich aus dem Schlafe wecken. Halt uns fest in deiner Hut. Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im sichern Schlafe droht! oder willst du, daß wir sterben, Gott, so sey's nicht zum Verderben. del Mel. Werde munter, mein.- 116. Auf, Seete, werde 486. 2uf, o Seete, werde munter! Lob ist immer deine Pflicht; denn die Sonne geht zwar unter, aber Gottes Güte nicht. Heut' auch hat sie mich genáhret; heut' auch Freud' und Trost gewähret; vor Gefahren mich geschüßet; meine Schwachheit unterstüzet. 5. Hore, Vater, ach erhöre, was jetzt mein Gebet begehrt. D, Sohn Gottes, dir zur Ehre werd' es mir in dir gewährt. Heil'ger Geist, laß mit Vertraun auf des Mittlers Blut mich baun. Hor', Dreieiniger! mein Flehen. Umen! Sa! es wird geschehen. Mel. Nun ruhen alle Wälder.. 261 weg des ab Feu'r- und Wassersnoth, Pest und 487. bösen schnellen Tod: keinen laß in Sünden sterben, noch an Leib und Seel' verderben! 9. O, du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat! Jesu! den ich stets verehre, bleibe du mein Schuß und Rath. du werther heil'ger Geist, stårk' mich, der du Beistand heiß'st. Herr! erhöre dies mein Flehen. Amen! Ja, es soll geschehen. SURNOS 48. chon ruhet auf den Feldern, in Städten und in Wäldern ein Theil der müden Welt. Ihr aber meine Sinnen, auf! ihr sollt noch beginnen, was euerm Schöpfer wohlgefällt. nida 2. Der Sonne Licht und Glänzen vermissen unsre Gränzen, uns deckt die dunkle Nacht. Fahr' hin, du ird'sche Sonne, wenn Jesus, meine Wonne, mein Herz nur hell und heiter macht. 3. Was jest der Leib noch tråget, das Kleid, wird abgeleget. Auch meine Sterblichkeit zieh' ich einst aus; dage= gen wird Christus um mich legen den Rock der Ehr' und Herrlichkeit. 4. Das Haupt, die Füß' und Hande sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sey. Herz, freu' dich! du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Urbeit frei. - 262 Zweiter Theil. 5. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, da ihr die Ruh' begehrt. Einst wird nach allen Sorgen euch bis auf jenen Morgen im Grab' die stille Ruh' gewährt. 6. Die Augen stehn verdrossen! wer wacht, wenn sie geschlossen? wer sorgt für Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden; sey gut für allen Schaden, du Uug' und Wächter Israel. 7. Dein Flügel mich bedecke, daß keine Noth mich wecke, kein Unfall, keine Pein. Mein Jesu, meine Freude! laß du vor allem Leide mein stilles Lager sicher seyn! 8. Auch euch, ihr meine Lieben, erschüttre kein Betrüben, kein Unfall, noch Gefahr. Schlaft ruhig bis zum Morgen. Gott wolle für euch sorgen: euch schüße seiner Engel Schaar! Mel. Uch Herr, mich armen. - 67. 488. Wfaumen! Gott, stärke Wi ie lang' darf ich noch - meinen Geist, daß er sich auch im Träumen aus Satans Nege reißt; hilf für mein Bestes sorgen, verandre meinen Sinn, daß ich mit jedem Morgen im Guten fester bin. 2. Das Licht seh' ich verschwinden; die trübe Nacht bricht ein. Ach, Herr, Laß meine Sünden auch mit verschwunden seyn: streich' sie aus deinem Buche! hilf mir aus aller Noth! errette mich vom Fluche, den dein Geset mir droht. 13. Wenn heut', Herr meiner Jahre, mein letzter Abend ist; gieb, daß ich dahin fahre, wo du, mein Vater, bist. Doch soll ich långer leben, so laß den festen Schluß mir stets vor Augen schweben, daß ich einst sterben muß. smism are! at Prüfung am Abend. Mel. O Gott, du frommer Gott. -8. 489. Der Tag ist wieder hin, - des Lebens, wie hab' ich ihn vollbracht? Verstrich er mir vergebens? hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? - 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? Mit Dank Abendlieder. und mit Gebet, mit eifrigem Verlangen, als ein Geschöpf von Gott, der Tugend mich zu weih'n, und züchtig und gerecht, und Gottes Freund zu seyn? 3. Hab' ich in dem Beruf, den Gott mir angewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen? mir und der Welt genügt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Menschen sah'n? tonnt' ich dir verhehlen? Ich fühle 9. Gott! der du alles weißt, was täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergieb durch Christi Blut und diesen mir die vergieb und gehe du nicht mit mir ins Gericht. 10. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden frånken; du liebst Barmherzigkeit, und wirst auch mir sie schenfen. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir! leb' ich, so leb ich dir, sterb' ich, so sterb' ich dir! 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? erfreut' ich mich des Herrn, der unser Fleh'n bemerkt? und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz gestärkt? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmächtigen, durch den sie sind und werden? verehrt' ich ihn im Staub; empfand ich seine Huld? trug ich das Glück mit Umgangs süße Stunden? fühlt ich Dank, den Unfall mit Geduld? der Freundschaft Glück? sprach ich, was ich empfunden? war auch mein Ernst noch sanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? und hab' ich nichts gered't, das ich bereuen soll? 6. Und wie genoß mein Herz des falt mir verpflichtet, sie durch mein 7. Hab' ich die Meinigen durch SorgBeispiel still zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Undre traf, war dies mir angenehm? 8. Warmir der Fehltritt leid, sobald ich ihn begangen? bestritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? und, wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? než ijmidestro nobilin med me22- limatisarE 263 ochis 35) Von dem öffentlichen Gottesdienste. Nach dem 84. Pfalm. Mel. Die Himmel rufen. der Erlösten Zungen froh wird be sungen! 42. 4. Vergebens lockt die Welt zu 490. Wie lieblich ist doch, ihren Freuden. Mein Geist soll sich auf Gottes Uuen weiden. Sein heil'ges Wort, das seine Boten lehren, das will ich hören. Herr, die Státte, da deines Namens Ehre wohnt! o gieb, daß ich sie gern betrete, weil da dein Segen die belohnt, die deines Wortes sich erfreun, und dir des Herzens Undacht weihn. 5. Mit Undacht will ich, Höchfter, vor dich treten. Ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten. Der Thoren Glück, die sich der Sünde freuen, wirst du zerstreuen. 2. Wohl dem, der dich in deiner Hütte, Gott, zu verehren, Ernst beweist! du hörst sein Lob und seine Bitte, und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahrheit Bahn rechtschaffen vor dir wandeln kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen, wenn man's nur recht zu Herzen nimmt. Es giebt uns Trost auf Trubsalswegen, die du zu unserm Heil bestimmt. Es giebt im Kampf uns Muth und Kraft, und ist ein Schwert, das Sieg verschafft. 6. O, laß auch heute deinen Geist mich lehren, vom Weg, der dir mißfällt, mich abzukehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Trost dich wähle. 7. Dein Tag sey mir ein Denkmal deiner Güte. Er bring' mir Heil und lenke mein Gemüthe auf jenen Trost, den uns dein Sohn erwerben, da er gestorben. dall. 8. Dich bet' ich an, du Todesüberwinder! der du an diesem Tag, zum Heil der Sünder, die, fern von Gott, in Todesschatten saßen, dein Grab verlassen. 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erden. Als Sabbath müss' er mir stets heilig werden! Lob sey, Erlöser, deinem großen Namen auf ewig. Umen! id band 4. Gott, laß auch mir dein Untlig scheinen! dein Sabbath bringt auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heil'ger Ståtte bin. Laß dir das Lob, das wir dir weihn, ein angenehmes Opfer seyn. 5. Ja, du bist Sonn' und Schild den Frommen. Du, Herr, giebst ihnen Gnad' und Ehr'. Und wer nur erst zu dir gekommen, dem fehlt das wahre Glück nicht mehr. Was du verheißest, Mel. Auf Christen preis't.-436. hältst du fest. Wohl dem, der sich auf 492. Gott! du bist mein dich verläßt. dan Preis und Ruhm. Mein Herz sey ganz dein Eigenthum! laß mir den Sabbath heilig seyn, und gern ihn deinem Dienste weihn. Mel. Ich will, mein Gott, du.- 55. 491. Dies ist der Tag, zum Segen eingeweihet. Shn feiert gern, wer deiner, Gott, sich freuet. O, laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten! 2. Gieb, daß ich mein Gemüth bewahr, wenn ich mit deiner ChristenSchaar zu deines Hauses Ståtte geh', daß ich mit Ehrfurcht vor dir steh'. 3. Erinn're selber meinen Geist, daß du mir gegenwärtig seyst, damit ich deines Wortes Lehr' mit Undacht und mit Nußen hör'. 4. Druck' alles tief ins Herz hinein, und laß mich nicht blos Hèzeri cyn. Steb' mir mit deiner Gnade bei, daß ich des Wortes Thâter sey. 2. Dich rühmt der Lobgesang der Himmelsheere! auch unser Tempelschall' von deiner Ehre! auch unser Dank und unsers Geistes Flehen soll dich erhöhen. 3. Wie freu' ich mich, die Stätte zu begrüßen, wo Durstenden des Lebens Bäche fließen, und wo dein Heil von 264 3weiter Theil. Von dem öffentlichen Gottesdienste. daß sich in uns durch deine Lehr' Glaub', Lieb' und Hoffnung reichlich mehr'. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhetag zu meinem Segen feiern mag. Bewahr' mich vor dem Geist der Welt, die deinen Tag verächtlich hält. 12. Erleuchte uns, du wahres Licht! entzeuch uns deine Gnade nicht: sen unser Trost in aller Noth: stårk' uns im Leben und im Tod. - 6. Doch laß mich nicht dabei bestehn, dich nur am Sabbath zu erhöhn. Herr, meine ganze Lebenszeit sey deinem Dienst und Ruhm geweiht! 37022 Mel. Vom Himmel hoch. 109. 493. ies, Christen, ist der Tag des Herrn, Geschaft und Müh' sey von uns fern! kommt vor des höchsten Ungesicht, und freuet euch in seinem Licht. 2. Kommt, betet euern Schöpfer an, und rühmt, was er an euch gethan! ihn preisen ist der Christen Umt, drum preist und lobt ihn allesammt. 3. Rühmt seine Weisheit, Kraft und Rath, da er aus nichts erschaffen hat den Himmel und die ganze Welt, und alles, was sie in sich hält. 4. Und als er ihren Bau vollbracht, hat er den Menschen auch gemacht, den er nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Verstand erfüllt. - 5. Erkennt, um euch voll Dank zu freun, wie er durch seine Gut' allein uns täglich schüßet und ernährt, und manches Unglück von uns kehrt. 6. Dankt auch, daß heute Jesus Christ von Todten auferstanden ist, und durch die Größe seiner Macht das Leben an das Licht gebracht. 7. Gott, der du den Erdenkreis erschaffen haft zu deinem Preis, und auch in Trübsal und Gefahr uns treu bewahrt so manches Jahr. 8. Hilf, daß wir voller Dankbegier erkennen, was du für und für durch deine Weisheit, Gut' und Macht, gethan, geordnet und vollbracht. 9. Du Sieger über Tod und Grab, der sich für uns zum Opfer gab, laß uns der Wohlthat würdig seyn, und mach' uns von den Sünden rein. 10. Laß deiner Auferstehung Kraft, die neues Leben in uns schafft, uns mit dem hohen Trost erfreun: einst ewig, Herr, bei dir zu seyn. 11. O heil'ger Geist! laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, Der 50. Pfalm. Mel. Beglückfer Stand getreuer.- 254. 494. D er Herr des Himmels und der Erde will, daß die Welt gerichtet werde: mit strahlenvollem Angesicht kommt unser Gott und schweiget nicht. Er ruft, daß Erd' und Himmel hören: mich soll der Mensch nicht stets entehren; er ruft, daß alles tief erbebt, wenn seine Rache sich erhebt. 2. Gott wird nach diesen Prüfungstagen, wie wir gehandelt, ernstlich fragen: erzittre, sündliches Geschlecht, denn Gott, dein Richter, ist gerecht. Die Allmacht kann das Recht nicht beugen, desf', desf' sind alle Himmel 3eugen: ihr 3orn ist recht, gerecht ihr Lohn. Gott ist gerecht auf seinem Thron. 3. Ich bin dein Gott, so wird er sprechen, und meinen Bund laff' ich nicht brechen, und mein Gesek nicht frech entweihn! ich, ich will selber Richter seyn; ich fordre, Mensch, nicht nur Besuche geweihter Tempel; ich verfluche des Frevlers Opfer und Gebet. Ein Herz will ich, das mich erhöht. 4. Jch, ohne den kein Himmel wäre, ich, ich bedarf nicht Menschenehre zum Pfeiter meiner Herrlichkeit. Doch will ich, was mein Mund gebeut, weil Heil und Segen davon fließen, von meiner Welt gehalten wissen: ich bin der Vater meiner Welt. O thut, was euerm Gott gefällt! 5. Bringt, eures Heils nicht zu verfehlen, bringt mir zum Opfer eure Seelen und reine Herzen voll von Dank vor mich, in euerm Lobgesang. 3u mir nur fleht in euern Nöthen, und nicht vergeblich sollt ihr beten, vergeßt nur euern Retter nicht: mich preisen, das ist eure Pflicht. 6. Vernehmt mit Ehrfurcht, Men= schenkinder, was Gott Jehovah, zu dem Sünder, der kühn den Bund der Zweiter Theil. Gnade bricht, mit Majestät und Eifer ſpricht: wie wagst du's andern einzu scharfen, was dein Lúste doch verwerfen? was rubmst du mich und meinen Bund? was predigt ihn dein falscher Mund? 7. Du spielest nur mit Treu' und Glauben, und schämest dich nicht, das zu rauben, was ich, Gott, deinem Bruder gab. Von meinem Thron schau' ich herab auf dich, den Schänder keuscher Ehen; du meinst, ich werde dich nicht n; doch mein nie müdes Auge wacht: Licht ist vor mir die Mitternacht. - Von der Selbstliebe. 265 erzeige, so meinst dir, ich sey gleich wie du, und sähe dir mit Beifall zu. Allein, ich will mich an dir rächen, im Wetter will ich mit dir sprechen. Ich donn're dir in's Angesicht, und fürchterlich ist mein Gericht. 10. Hort, immer freche Sünder, höret, was euch der Mund der Wahrheit lehret: denkt, Sünder, denkt an mein Gericht, und spottet meiner Warnung nicht. Sonst komm' ich, euch hinwegzureißen. Euch, Borngefäße, zu zerschmeißen, so daß euch Onehmet niemand retten kann. meine Warnung an! 11. Go finkt denn bin zu meinen Füßen, in frohem Danke zu zerfließen: süß, tiefgebeugter Sünder, ist der Dank mir, der vom Herzen fließt. Komm, komm zu meinen offnen Armen, und dann ermúde mein Erbarmen mit neuen Missethaten nicht: dann schau' mein freundlich Ungesicht. 8. Du wagst es, die zu untertreten, die einen Gott mit dir anbeten; von deinen falschen Lippen fließt, was deinem Náchsten bitter ist. Verläumdung, Spott und freche Lügen gießt deine Zunge mit Vergnügen auf deinen frommern Bruder aus, den Sohn in deines Vaters Haus. 9. Das thust du, Sünder, und ich schweige; und weil ich Langmuth dir 36) Von der Selbstliebe. Mel. D Gott, du frommer Gott..- 8. 495. Dein Bill' ist, großer Gott! ich soll mich selber lieben. O laß mich diese Pflicht nach deiner Vorschrift üben, und schránke selbst den Trieb, froh und beglückt zu seyn, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Grånzen ein. 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weibe; und daß in allem ich dein Auge findlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Christ, was wider deine Furcht und Menschenliebe ist. 3. Kein schnöder Eigennuk beherrsche meine Seele! und wenn zu meinem Gluck ich Weg' und Mittel wähle, so laß mich stets dabei auf Recht und Wahrheit schau'n; auch nie mein Wohlergehn auf andrer Elend bau'n. 4. Dein Fluch trifft jedes Glück, dabei die Tugend leidet, dabei der, der es sucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt deinen Himmel nicht. Nie treffe mich, o Gott, dies schreckliche Gericht. 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer. Die Welt mit ihrer Lust vergeht doch einst auf immer. Was hilft uns kurze Luft? Was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergånglich Gut ist's, was uns glücklich macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverlegt Gewissen, nur das kann uns allein des Lebens Last versüßen: das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. selig! wer danach mit heilgem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deine Gnade achtet. Der liebt allein sich recht, der find't schon in der Zeit die wahre Ruh' und einst vollkomm'ne Seligkeit. 8. Das sey mein 3weck, mein Fleiß. segne mein Bemühen! so wird das wahre Wohl nicht meinem Wunsch entfliehen. Bewahre mich dabei, Herr, vor dem Lauf der Welt. Gieb, daß ich mich so lieb', als die es wohlgefällt. 266 bi 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth. Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. Mel. Wie komm' ich doch. 496. Wer er bin ich? welche 497. Herr! lehre mich, wenn Frage! Gott, lehre sie mich recht verstehn. Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, und laß mich achtsam auf mich sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. ich Tugend diene, daß nicht mein Herz des Stolzes sich erfühne, nicht auf sie sicher und vermessen sey. Herr, lehre mich, wie oft ich fehle, merken. Was ist der Mensch bei seinen besten Werken? Wann sind sie gänzlich von Gebrechen frei? 2. Ich bin ein Werk von deinen Hånden. Du schufft mich, Gott, zu deinem Preis. Dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein våterlich Geheiß. Doch leb' ich als dein Eigenthum, auch wie ich soll, zu deinem Ruhm? 3. Ich bin ein Christ nach dem Bekenntniß. Doch bin ich's, Herr, auch in der That? o öffne du mir mein Verständniß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewiesen, geh'? und ob ich auch im Glauben steh'? 4. Du kennest unsres Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, wie ich, mein Gott, vor dir gesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten täuschen kann. 5. Wer alles weiß, und doch verborgen und unbekannt sich selbst noch bleibt: wie will der für sein Bestes sorgen? was ist, das den zur Bess'rung treibt? sich selbst recht kennen, ist Verstand; drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nicht verlier'. Ach leite mich mit deinem Licht; so tauschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten Wege, der mich zum ewigen Leben führt, so bringe mich zurück vom Stege, der in's Verderben sich verliert. Gieb mir zur Bess'rung Lust und Kraft. Du bist's, der beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. O laß mich's nicht bis dahin sparen, wo Reue nichts mehr helfen kann. Herr! mache mich schon hier recht klug, und frei vom schnöden Selbstbetrug. birch 265. 2. Wie oft fehlt mir zum Guten selbst der Wille! wie selten, wenn ich dein Gebot erfülle, erfüll' ich's ganz und treulich, wie ich soll. Sind Lieb' und Furcht stets die Bewegungsgründe der guten That, der unterlaff'nenSünde? und ist mein Herz des Danks und Eifers voll? 3. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend: gedenke nicht der unvollkomm'nen Tugend der reifern Jahre meiner Lebenszeit. Wenn ich noch oft aus Stolz nach Tugend strebe, aus Menschenfurcht mich Lastern nicht ergebe; was ist vor dir, Herr, meine Frömmigkeit? 4. Wenn ich den Geiz, aus Furcht der Schande, fliehe; aus Weichlichkeit mich wohlzuthun bemühe, und mäßig bin, nur um gesund zu seyn; wenn ich die Rach' aus Eigennuge hasse; der Ehrsucht Pfad aus Trágheit nur verlasse; was ist an aller dieser Tugend mein? 5. Und, Gott, wie oft sind unfre besten Triebe nicht Frömmigkeit, nicht Früchte deiner Liebe, nür Früchte meistens der Natur und Zeit! wann fühlen wir der Tugend ganze Würde? Wann ist dein Joch uns eine leichte Bürde, und dein Gebot Wunsch und Zufriedenheit? 6. Doch, Herr, mein Gott, wenn auch zu deiner Ehre mein Herze rein, rein meine Tugend wäre; wer hatte Recht zu diesem Eigenthum; wer ließ mich früh zur Tugeud unterrichten? mein Glück mich sehn in meines Lebens Pflichten; wer lehrte mich: Gehorsam sey mein Ruhm? 7. Wer gab mir Muth, Herr, dein Gebot zu lieben? wer gab mir Commun Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. Kraft, es freudig auszuüben? wer gab mir in Versuchung Schild und Sieg? Wess' ist die Quell, die mich mit Weisheit trånkte? und wess' der Freund, der mich zum Guten lenkte, und mir die Fehler liebreich nicht verschwieg? 8. Du triebst mich an, daß ich das Gute wählte, und riefst mich eft, wenn ich des Wegs verfehlte, durch deines Geistes fråft'gen Ruf zurück; zogst mich durch Kreuz, durch Wohl= that auch von Sünden; ließ'st, wenn ich rief, mich wieder Gnade finden: gabst mir zur Besf'rung deinen Segensblick. 9. Was ist der Mensch, daß du, Gott, sein gedenkest; Gerechtigkeit in deinem Sohn ihm schenkest, und so zum ew'gen Leben selbst ein Recht? Und wenn ich nun durch deines Geistes Gabe des Glaubens Kraft und alle Werke habe: Wer bin ich vor dir? ein unnüger Knecht. 267 und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich nichts. 2. Sowohl Verstand, als Kräfte zu nüglichem Geschäfte, hab' ich aus deiner Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten dem Vorsak wohlgerathen: ich bin allein an Fehlern schuld. - 6. Das núßlich anzuwenden, was du mit Baterhånden mir gütig zugeMel. Nun ruhen alle Wälder. 48. 498. Was ich nur Gutes habe, wandt; dein treuer Knecht zu werden, ist deine milde Gabe, du Vater alles Lichts. Mein Daseyn das sey mein Fleiß auf Erden; dazu gieb Demuth und Verstand. Mel. Kommt her zu mir, spricht.- 238. err! meiner Seele gro= 499. Her sen Werth, den mir dein theures Wort erklárt! laß mich mit Ernst bedenken; und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet als ich soll, den größten Eifer lenken, 2. Wie hoch ist sie vor dir geacht't! welch Glück hast du ihr zugedacht! wie viel an sie gewendet; du schufft sie, Gott, dein Bild zu seyn; und haft, vom Fluch sie zu befrein, selbst deinen Sohn gesendet. in najubo 3. 3u groß für diese kurze Zeit, bestimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Erden; durch Glauben und Gottseligkeit, zu größerer Vollkommenheit im Himmel reif zu werden. 3. Das Glück, deß ich mich freue, wer schafft mir's? deine Treue, du Herr der ganzen Welt. Du ordnest unsre Tage, ihr Glück und ihre Plage nur so, wie es dir wohlgefällt. 4. Sollt' ich mich denn erheben, wenn mir in diesem Leben viel Gutes wiederfährt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß du mich vorgezogen? bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe der Huld, die ich besinge, und werd' es ewig seyn. O, laß mich's nie vergessen; so werd' ich nicht vermessen der Eigenliebe Weihrauch streun. 38) Von der Sorge für die Seele. 4. Mit großer Treue willst du sie selbst durch des Lebens kurze Müh' zu diesem Ziele führen. O laß mich nicht, durch eigne Schuld, das Heil, das deine Vaterhuld ihr zugedacht, verlieren. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu seyn, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zum Trost zu wählen; das sey mein Fleiß und höchster Zweck! laß mich dazu den rechten Weg aus Leichtsinn nie verfehlen. 6. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, o Gott, in mir ein Herz, das Sünden hasset; das seine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Gütigkeit durch Christum Hoffnung fasset. 7. Gieb, daß ich dir mich ganz ergeb'; und was ich hier im Fleisch noch leb', laß mich im Glauben leben an dich, Sohn Gottes, der du mich so hoch geliebet hast, und dich für mich dahin gegeben. 268 Zweiter Theil. 8. In meiner ganzen Pilgrimschaft laß mich, gestärkt, durch deine Kraft, nach jenem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augen stellt, und alle Leiden dieser Welt wie nichts dagegen achten. Samen Von der Sorge für die Seele. 9. Wie selig werd' ich dann nicht seyn! schon hier wird dann mein Herz sich freu'n, in dir, Gott, ruhig leben; dhur - 29. Mel. Freu' dich sehr, o meine. und du wirst nach vollbrachter Zeit 501. Lehre mich, Herr! recht was auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben. Mel. Uus tiefer Noth schrei' ich.-119. 500. Na ach meiner Seelen Se ligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? wie würd' ich einst vor dir besteh'n, wer in dein Reich wünscht einzugeh'n, muß reines Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der Lebens bahn auf seine Sünden sehen, und wenn man nicht mehr sünd'gen kann, Gott um Erbarmung flehen: das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du riefft uns hier zur Heiligung, drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stärke mir dazu den Trieb. Nichts sey so groß, nichts mir so lieb, das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewonn ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o Gott, darüber meiden; was hülfe mir's? fann auch die Welt mit allem, was sie in sich hält, mir deine Gnad' erseßen? 5. Was führt mich zur Zufrieden heit schon hier in diesem Leben? was kann mir Trost und Freudigkeit in Noth und Tode geben? nicht Menschengunft, nicht irdisch Glück; nur Gottes Gnade und der Blick auf jenes Lebens Freuden! 7. Doch, was vermag ich, wenn du nicht vor Trägheit mich beschüßest, und mich zur Treu' in dieser Pflicht mit Kräften unterstüßest? stärke mich, mein Gott, dazu, so find' ich hier schon wahre Ruh', und dort das ew'ge Leben. 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und was mir daran hinderlich mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh', und im Gericht dereinst besteh', sey meine größte Sorge! hafte Weisheit sey. Meinen Fleiß darauf zu lenken, stehe mir aus Gnaden bei. Denn die Klugheit, so die Welt ohne Grund für Weisheit hält, fördert nicht mein Wohlergeben, und wird nie vor dir bestehen. 2. Weisheit ist's, wenn unsre Seelen sich, Herr, deines Wortes Licht nur allein zum Leitstern wählen, und mit fester 3uversicht diesem Licht sich anvertrau'n: denn, die folgsam darauf schau'n, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit ist es, darnach trachten, recht mit sich bekannt zu seyn; sich nicht schon vollkommen achten, und den Eigendúnkel scheun; gern auf ſeine Fehler sehn, reuend sie vor Gott gestehn; eifrig stets nach Beff'rung streben, und sich desf' doch nie erheben. 4. Weisheit ist es, Christum ehren, seiner Mittlerhuld vertraun; ſo auf seine Stimme hören, und auf seinen Wandel schaun, daß man falsche Wege flieht, und mit Eifer sich bemüht, seinem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. di 99163 5. Weisheit ist es, alles meiden, was mit Reu' das Herz beschwert, und sich húten vor den Freuden, die der Sündendienst gewährt; nicht die Ehre dieser Welt, nicht Gemächlichkeit und Geld für das wahre Wohlseyn achten; nein, nach bessern Gütern trachten. #E 6. Weisheit ist es, Gottes Gnade sich zu seinem Zweck ersehn, und auf seiner Wahrheit Pfade diesem Glück entgegen gehn; gerne Gottes Willen thun; froh in seiner Fügung ruhn, und wenn Leiden uns beschweren, hoffend mit Geduld sie ehren. cudund Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. 7. Weisheit ist es, stets bedenken, daß wir hier nur Pilgrimm' sind; Wunsch und Hoffnung dahin lenken, wo die Seele Ruhe find't; seine Augen unverwandt nach dem ew'gen Vater land richten, und sich hier bestreben, wie man droben lebt, zu leben. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, Höchster, unser bestes Theil! Die von ihr geleitet werden, deren Weg ist Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir, Gott, verleihe sie Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.- 30. auch mir! laß ſie mich zu allen Seiten 503. D, welch ein unschágauf den Weg des bares ist, Herr, 269 8. Einst lásf'st du im Gewissen mir diesen Trost genießen, wenn alles von mir weicht; wenn ich den Lauf voll= endet und sich mein Leben endet: so wird mir selbst das Sterben leicht. 9. O, laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu! zum Fleiß in guten Werken, laß mich die Hoffnung stárken, daß nichts verdammlich's an mir sey. Vom Gewissen. ein rein Gewissen! wer dieses hat, der hat auch Muth, wenn andre zagen müssen. Sein ruhig Herz erzittert nicht; ibn schreckt kein Tod und kein Mel. Nun ruhen alle Wälder.- 48. 502. Ein ruhiges Gewissen laß, Gericht; denn mit dir hat er Friede. 2. Sich deines Beifalls, Gott, bewußt, blickt er zu deiner Gnade. Dein Friede wohnt in seiner Brust, und wer ist, der ihm schade? auf dich sieht er bei aller Noth, womit die Zukunft ihn bedroht. Ihn tröstet deine Vorsicht. Herr, mich sen. Denn hab' ich dieses nur, so ist für mich in Tagen, wenn andre ängstlich zagen, nichts schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Sünde schweiget, und mir dein Geist bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Trubsal drücket: wie unschäßbar ist mein Gewinn! 3. Sollt ich solch ruhig Leben für Lust der Sinne geben, und dann die innre Pein, mich selber zu verklagen, in meinem Busen tragen: wie groß wurd' meine Thorheit seyn? 4. Sein eigen Herz bekämpfen, und seine Neigung dämpfen, ist freilich schwere Pflicht; doch, wenn wir uns besiegen, welch seliges Vergnügen gewährt uns die Vollbringung nicht? 5. Nichts kann im Wohlergehen so unser Glück erhöhen, als ein geruhig's Herz. Das schaffet inn're Freuden, selbst in den größten Leiden, und stillt in Schmerzen selbst den Schmerz. 6. Die Güter zu verachten, wor= nach die Thoren schmachten, was giebt uns dazu Muth? was tröstet Gottes Kinder beim Spotte frecher Sünder? ein ruhig Herz, dies größte Gut. 7. 3u dir gen Himmel schauen, o Sott, und mit Vertrauen sich rühmen: ich bin dein; gezählt zu den Erlös'ten; darf deiner Huld mich trösten: welch Glück, mein Gott, kann größer seyn? 3. Trifft ihn auch hier zuweilen noch die Geissel böser Zungen, wird seines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Er hütet sich vor Uebelthat, und denkt: der Lügen wird wohl Rath; Gott wird die Unschuld retten. 4. Sein Geist sieht mit Zufriedenheit der künft'gen Welt entgegen. Die giebt ihm Muth und Freudigkeit auf allen seinen Wegen. Denn dort macht felbst, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menschen kund; da wird der Fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil, ein unverlegt Gewissen, des Lebens allerbesten Theil, zu haben sey beflissen. Mit dir, Gott, ausgeföhnt zu seyn; dein heilig Recht nicht zu entweihn, das sey mein größter Eifer. 6. Gieb, daß ich des Gewissens Spruch als deine Stimme ehre; und immer aufmerksam genug auf seine Warnung hore. Erinnert's mich an meine Schuld, so laß mich, Vater, deine Huld, voll Reu' und Glauben suchen. disse sid Zweiter Theil. Von der 270 7. Mit deiner Gnade tröste mich,| verschmerzen, und sieh', dein Herz und stärke meine Seele, daß sie vor wallt auf und dráut, und schilt fo Sünden hüte sich und nie aus Borsag lieblos und so hart, als es zuerst gefehle. Denn, wer nur reines Herzens scholten ward. ist, hat immer auch durch Jesum Christ, zum Troft dich, Ullerhöchster! 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen, so reget sich die Leidenschaft. Wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch einen strengen Lebenslauf; doch opferst du, will's seine Liebe, ihm auch die liebste Neigung auf? Dies ist das Auge, dies der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. 10. Du fliehst, géneigt zu Ruh' und Stille, die Welt, und liebst die Einsamkeit. Doch bist du, fordert's Gottes Wille, auch dieser zu entfliehn bereit? Dein Herz haßt Habsucht, Neid und 3ank: flieht's Unmuth auch und Müßiggang? 1 Von der Sorge für die Seele. Von der Wachsamkeit. Mel. Gott werde stets von dir.- 72. 504. nicht, daß ich's schon ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend. Oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hige roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit. Und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz für Tugend an. 4. Oft ist die Uendrung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dämpfst sie; doch du wechselst nur! dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wollust oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was andern strenge Tugend scheint. Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. Der Trieb des Neids, der Schmah: 505. Damit ich meine Seele dir so manchen Feind. Du wirst behutsam, schränkst dich ein, fliehst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. rette, so gieb, Herr, daß ich bet' und wach'! wenn ich dich nicht zum Beistand hätte, wär' ich zum Guten viel zu schwach. Und Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der andern Zugend fällt: so werde nichts dein Herz verführen; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach 11. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? liebst máßigkeit; denn auch Geduld? Du dienest gern, wenn andre leiden; vergiebst du Feinden auch die Schuld? von allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sen nicht vermessen! wach' und streite; denk' nicht, daß du schon g'nug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach' überall. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Wenn mich gleich nicht die Dinge rühren, durch die der andern Tugend Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. fällt: wird darum nichts mein Herz verführen? Uch, jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 271 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge: oder, wenn sie sich verstellt, listig an sich bringe. Wach' und sieh, daß dich nie falsche Brüder fällen, die dir Nege stellen. 5. Wach' und gieb auf dich selbst acht; trau nicht deinem Herzen. Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. O, es ist voller List, kann sich selber heucheln, und voll Hochmuth schmeicheln. 6. Du mußt mit der Wachsamkeit das Gebet verbinden. Was uns Stark' und Kraft verleiht, ist bei Gott zu Geist und Wort hilft dir finden. fort, daß du wacker bleibest, und sein Berk recht treibest. 4. Oft schläft der Trieb in meinem Herzen. Von Rachsucht schein' ich mir befreit; jest soll ich eine Schmach verschmerzen; und ach! mein Herz wallt auf und draut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. 5. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen: so regt sich unsre Leidenschaft. Wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 6. Drum gieb, Herr, daß ich wach' und streite; nie denke, daß ich g'nug gethan. Mein Herz hat seine schwache Seite; die greift der Feind der Wohl= 507. Hier gezeit. Hier find Mel. Vater unser im Himmelreich.- 120. noch Průfahrt an. Die Sicherheit droht mir den Fall. Hilf, daß ich wache überall! wir immerdar im Streit; hier, wo uns Satan leicht berückt; das schwache Fleisch sich selbst verstrickt; die Sinne Mel. Mache dich, mein Geist.- 302. 506. Mache dich, mein Geist, jedes Blendwerk rührt; auch Böses Beispiel oft verführt. bereit; Wachen, Fleh'n und Beten stårket uns zu jeder Beit; hilft in allen Nöthen. Satans List kann der Christ durch Gebet und Wachen leicht zu Schanden machen. 2. Auf denn! und beharre nicht in dem Sündenschlafe. Christus ist nun selbst dein Licht. Eile! schwere Strafe, große Noth, selbst der Tod möchten dich in Sünden unbereitet finden. 3. Wache, sonst bringt Satans List dich zu schweren Sünden. Er kann, wenn du schläfrig bist, dich leicht überwinden. Die Gott liebt, übergiebt er ihm, wenn sie schlafen, zu gerechten Strafen. 7. Du wirst nie vergeblich schrei'n: Gott wird Heil und Leben, Gott wird Segen und Gedeih'n, wenn du bittest, geben; wenn du schreist, wird sein Geist auf dein Fleh'n bald merken, und in Noth dich stärken. 8. Auf denn! du mußt immerdar wachen, fleh'n und beten, und, vermehrt sich die Gefabr, immer brünst'ger beten. In der Noth, in dem Tod wirst du kräftig flehen, und vor ihm bestehen. 2. Oft nehmen Lafter überhand und strömen über's ganze Land. Drum hüte dich! das Weltgericht bringt alle Günden an das Licht. Christ, sey im Glauben stets bereit, und flieh' den Schlaf der Sicherheit. 3. Mein Vorsaß ist: ich will ihn flieh'n. Doch wie gelingt mir mein Bemüh'n? Gefahr nehm' ich hier bei Gefahr, und ein Netz bei dem andern wahr. Wie so viel Feinde drohen mir! ach, wie entrinn' ich Schwacher, hier? wahr. 4. Die Welt hüllt in der Tugend Schein oft ihre Laster künstlich ein: preis't den Genuß des Lebens an; schilt Frömmigkeit für finstern Wahn. Ihr Weg ist lustig, breit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen soll. 5. Uuch Satan reizt das Herz, und sagt: o, eine Sünd' ist leicht gewagt! die Ewigkeit ist ja noch fern. Und ach, mein Fleisch gehorchet gern. Denn wie so leicht ist es bethört, da es verführt zu seyn begehrt. 272 Zweiter Theil. Von 6. Du Jesu! mußt das Beste thun. Mein Hoffen soll auf dir beruhn. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein; dein Bruder, Herr, dein Fleisch und Bein! Mein Gott, mein Gott, laß nicht von mir, damit auch ich nicht laff' von dir. ALONG 7. Der Sündendienst nimmt anfangs ein, und endet sich in Hollenpein. Drum steh' dein guter Geist mir bei, daß ich kein Knecht der Sünde sey. Gestatte dem Versucher nie, daß er mich deiner Hand entzieh'. 8. 3war ist mein Glaube klein: doch du, du starker Held, sagst Hülfe zu. Mein ganzes Herz ergiebt sich dir. Ich weiß, durch dich gelingt es mir. Auf dich verläßt in aller Noth mein Herz sich fest bis in den Tod. Mel. Gott werde stets von dir.— 72. 508. Wie die Gaben, wodurch uns, Herr, dein Wohlthun nährt, und die, so Geist als Leib zu laben, uns täglich deine Hand gewährt! auch das, was unser Mund genießt, zeigt uns, wie freundlich, Gott, du bist! 2. Du giebst uns Brod für unser Leben, und unsre Herzen zu erfreun, giebst du den traubenvollen Reben mit segensreicher Hand den Wein. Wie angenehm ist der Genuß von dem, was uns ernähren muß. 39) Von der Sorge für den Leib. 3. Doch laß die Kraft, uns zu vergnügen, die du in Speis' und Trank gelegt, mich nie, o Höchster, so besiegen, daß sie zum Schwelgen mich bewegt. Laß, deiner Gaben mich zu freun, mich máßig im Genusse seyn. 4. Mit Speis und Trank sein Herz beschweren, steht niemals wahren Christen an. Dadurch wird das, was uns ernähren und unsern Geist erquifken kann, ein Gift, das in die Adern schleicht, und Krankheit, Schmerz und Tod erzeugt. der Sorge für den Leib. 9. Wenn schon die Trübsal auf mich dringt und überall mich Angst umringt; bleib' ich doch stets in deiner Hand. Ich halt' in jeder Prüfung Stand. Du, du bist durch den Glauben mein. Nun muß mir alles heilsam seyn. 5. Die Schwelgerei raubt uns die Kräfte zu dem, was uns die Pflicht gebeut; macht tråge zum Berufsge= 10. Mit dir, o Herr, kann ich bestehn; sollt' auch der Weltkreis untergehn. Es fürchte sich der Heuchelchrift, und wer ein Sclav der Laster ist. Sch will nicht zagen. In's Gericht kommt ja, wer an dich glaubet, nicht. 11. Du bist es auch, dem ich vertrau', so lang' ich noch das Elend bau': bis dort, wohin mein Herz sich sehnt, die Sieger Preis und Ehre front. Herr! steh' in jedem Streit mir bei, daß ich durch dich ein Sieger sey. schäfte, untüchtig zur Gottseligkeit; erweckt Unordnung, Streit und Bank, und hindert den Gott schuld'gen Dank. 6. Wer sich den Bauch zum Gott erforen, unmáßig deine Gaben braucht, der geht des Himmelreichs verloren, zu dem kein Knecht der Lüfte taugt. Gott! laß mich ja dies Laster scheun, und mäßig stets und nüchtern seyn. 7. So oft ich Speis' und Trank genieße, so laß es mit Vernunft ge= schehn, und daß ich beides mir versüße, mit Dank auf dich, den Geber, sehn; auf dich, der du uns zärtlich liebst, uns Nahrung und Erquickung giebst. Mel. Nun habe Dank für deine.- 234. 509. er Wollust Reiz zu 509. D widerstreben, laß, Höchster, meine Weisheit seyn! Sie ist ein Gift für unser Leben, und ihre Freuden werden Pein. Drum fleb* ich demuthsvoll zu dir: o schaff' ein reines Herz in mir. 2. Die Wollust kürzet unsre Tage; sie raubt dem Körper seine Kraft; und Urmuth, Seuchen, Schmerz und Plage sind Früchte ihrer Leidenschaft. Der haßt sich selber, der sie übt, und sich in ihre Fesseln giebt. Zweiter Theil. Von der Sorge für den Leib. 273 3. Sie raubt dem Herzen Muthi 4. Gesunde Glieder, muntre Kräfte, und Stárke, schwächt den Verstand der Seele Licht; sie raubt den Eifer edler Werke, und Ernst und Lust zu jeder Pflicht. Sie führt Reu' und Gewissensschmerz in das ihr hingegebne Herz. o Gott, wie viel sind die nicht werth! wer taugt zu des Berufs Geschäfte, wenn Krankheit seinen Leib beschwert? Ist nicht der Erde größtes Gut Gesundheit und ein heitrer Muth? 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Bürde zur Niedrigkeit des Thiers herab; er schåndet und entehrt die Würde, die ihm sein weiser Schöpfer gab; vergißt den Zweck, dazu er lebt, weil er nach niedern Lüsten strebt. 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was meines Körpers Wohlseyn stórt, daß nicht, wenn meine Kräfte leiden, mein Geist den innern Vorwurf hört: du selbst bist Storer deiner Ruh'; du zogst dir selbst dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder mich zu bewahren achtsam seyn! drückt mich die Last der Krankheit nieder; so flöße selbst Geduld mir ein. Gewähr' auch dann mir guten Muth, und segne, was der Arzt dann thut. 7. Doch gieb, daß ich nicht übertreibe, was auf des Leibes Pflege zielt: nein, stets in jenen Schranken bleibe, die dein Geset mir anbefiehlt. Des Körpers Wohl laß nie allein den Endzweck meiner Sorge seyn. 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sey stets auf meinen Geist gericht't, daß er zum Himmel tüchtig werde, eh' dieses Leibes Hütte bricht; dazu, Herr, segne meinen Fleiß, so leb ich hier zu deinem Preis. 5. So schimpflich sind der Wollust Bande! schon vor der Welt sind sie ein Spott. Sie sind vor dem Gewissen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! wer sich in ihre Knecht schaft giebt, wird nie von dir, o Gott, geliebt. 6. Du wirst den wiederum verders ben, der deinen Tempel hier verdirbt. Dein Himmelreich wird niemand erben, in dem die böse Lust nicht stirbt. Drum laß mich ihre Reizung fliehn; und, keusch zu seyn, mich stets bemühn. 7. Gieb, daß ich allen bösen Lüsten mit Muth und Nachdruck widersteh', und stets, darwider mich zu rüsten, auf dich, Allgegenwärt'ger, seh'. Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieht auch verborgne Missethat. Mel. Nun habe Dank für deine Liebe.-234. MOTO Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. 510. Des Leibes warten und 511. Was ist mein zeitlich ihn das ist, o Schöpfer, meine Pflicht, muthwillig seinen Bau versehren, verbietet mir dein Unterricht. O stehe mir mit Weisheit bei, daß diese Pflicht mir heilig sey. Leben, das du Gott, gegeben? Ein unschäßbares Gut. Du gabst mir's, hier auf Erden zum Himmet reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. 2. Sollt' ich mit Vorsaß das verlegen, was zur Erhaltung mir vertraut? sollt' ich gering ein Kunststück schäßen, was du, o Schöpfer, selbst erbaut? Wess' ist mein Leib? er ist ja dein. Sollt' ich denn sein Zerstörer feyn? 2. Hier wird die Saat gestreuet; dort erndtet man erfreuet der Jugend Früchte ein. Je länger ich hier wandle, vor dir rechtschaffen handle, je größer wird mein Glück dort seyn.. 3. Sollt' ich dies Glück mir rauben? Herr! laß mir, im Glauben der künft'gen Erndtezeit, mein Leben auf der Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut! 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ist wider meine Pflicht; ist undant deiner Güte. Ein 18 3. Ihn zu erhalten, zu beschüßen, giebst du mit milder Baterhand die Mittel, die dazu uns núßen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein. Wie? sollte sie denn mir es seyn? 274 Zweiter Theil Von dem rechtmäßigen Gebrauch zc. redliches Gemüthe verläßt ja seinen Lauf. Es sey man ganzes Leben dir Poften nicht, id dnit Isid sit hier zum Dienst ergeben. Hilf nur dem guten Willen auf. 430 5. Gieb, daß ich klüglich fliehe, was oft mit leichter Mühe mir gar mein Leben nimmt. Doch laß mich auch nicht zagen, es muthig dran zu wagen, wenn mich die Pflicht dazu bestimmt. 7 Was nügt ein langes Leben dem, der nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugende strebt? wer Gott und Menschen liebet, und sich im Glauben übet, nur der hat lang' und wohl gelebt. 6. In deine Baterhånde befehl ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage insani no teniam, nadrol dog stadch's thermist ther mist mdi si 190 1991 and, baare nu in 40) Von dem rechtmäßigen Gebrauch der zeitlichen se daun Güter, und wider den Geiz. temub of.0 o 513. W Gott! den Schäßen Mel. O Gott, du frommer Gott. 8.790 Mel. Mach's mit mir Gott nach.- 26. Mohl dem, der beff're Schäße liebt, als Schäße dieser Erden! wohl dem, der sich mit Eifer übt, an Tugend reich zu werden, und in dem Glauben, daß er lebt, sich über diese Welt erhebt. 512. Laß mich doch nicht, dieser Erden so meine Neigung weihn, daß sie mein Abgott werden! Oft fehlt beim Ueberfluß doch die Zufriedenheit. Und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit. 2. Kann ein vergånglich Gut auch unsre Wünsche stillen? Es steht ja sein Besig nicht stets in unserm Willen. Nicht stets wird's dem zu Theil, der ångstlich darnach ringt; und schnell verlierts oft der, dem der Besitz gelingt. 3. Ein Gut, das unsern Geist wahr haftig soll beglücken, muß nicht vergánglich seyn, und für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hat's, und wünscht noch mehr; noch immer bleibt sein Herz von wahrer Ruhe leer. 2. Wahr ist es, Gott verwehrt uns nicht, hier Güter zu besigen. Er gab sie uns, und auch die Pflicht, mit Weisheit sie zu nügen. Sie dürfen unser Herz erfreun, und unsers Fleises Antrieb seyn. 3. Doch nach den Gütern dieser Zeit mit ganzer Seele schmachten, nicht erst nach der Gerechtigkeit und Gottes Reiche trachten; ist dieses eines Menschen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erschuf? 4. Der Geiz erniedrigt unser Herz; erstickt die edlern Triebe. Die Liebe für ein schimmernd Erz verdrångt der Tugend Liebe, und machet, der Vernunft zum Spott, ein elend Gold zu deinem Gott. andene 5. Der Geiz, so viel er an sich reißt, läßt dich kein Gut genießen; er quält durch Habsucht deinen Geist, und tödtet dein Gewissen, und reißt durch schmeichelnden Gewinn dich blind zu jedem 1985$ 110079 Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er schon aus dir mit meineid sprechen; dich zwingen, der Arbeiter Lohn unmenſchlich abzubrechen; er wird in dir der Witwen Flehn, der Waisen Thránen widerstehn. INUA 4. Gott, so wehre doch den ungerechten Trieben, und heilige mein Herz, die Güter nicht zu lieben, die man mit Müh' gewinnt, bald praf send sie verzehrt, bald geizig sie bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weises frommes Herz, das sey mein Schaß auf Erden. Sonst alles, nur nicht dies kann mir entrissen werden. Dies bleibt im Tod auch mein, dies folgt mir aus der Zeit, zum feligsten Gewinn, bis in die Ewigkeit. 6. Was sind, wenn dieses fehlt, die herrlichsten Vergnügen? Nur süße Träume sind's, die unsern Geist betrügen. Drum lenke, Gott, den Wunsch vom irdischen Gewinn durch deines 7. Wie fonnt ein Herz, vom Geize Geistes Kraft zu ew'gen Gütern hin.| hart, der Wohlthat Freuden schmecken, Śweiter Theil. Von der Arbeitsamkeit ac. sind in des Unglücks Gegenwart den Ruf zur Hülf entdecken? Und wo ist eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht?? ad 8. Dun bist dein Bater; und aus Geiz entziehst du dich den Kindern, und läsfest dich des Goldes Reiz, ihr Herz zu bilden, hindern; und glaubst, du habst sie wohl bedacht, wenn du sie reich, wie dich, gemacht. I 9. Du hast ein richterliches Amt; und du wirst dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt aus Habsucht recht zu sprechen; und selbst der Tugend größter Feind erkauft an dir sich einen Freund. 10. Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frei zu lehren; sdu schweigst, wenn sie dich reden heißt, rehrst, wo du nicht sollst ehren, und wirst umd einirwerachtlich Geld ein Schmeichter und die Pest der Welt. 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, daß ich mir g'nügen lasse; Geiz ewig, als Abgötteret, von mir entfern und haffe. Ein weises Herz und guter Muth fey meines Lebens größtes Gut! $ 100 Mel. Es ist das Heit uns kommen. 6. TOMONL 514. 275 Herr, daß ich's, wie ich soll, nach deiner Vorschrift braucheim aus der 3. Was ist das mir geschenkte Gut? vergånglich, und von Erde Hilf, daß ich nie aus Uebermuth dadurch vereitelt werde! Nie reiße irdischer Gewinn mein Herz so weit zum Eiteln hin, daß ich mein Heil vergesse. auntisce od 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schäßen; verführt mich zeitlich Gut und Geld, sorglos hintan zu sehen, was meiner Seelen Heil begehrt, und mir ein ewig Glück gewährt: Wie strafbar würd ich handeln! time abist 5. Mein größtes Trachten sey allhier nach deines Geistes Gaben. Wie reich bin ich, o Gott, in dir, wenn ich nur die kann haben! Hab' ich nur, Höchster! deine Huld; bin ich voll Glauben und Geduld; was fehlt dann meiner Seele? 6. Den Geiz laß ferne von mir seyn, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh' und Gewissenspein kann Reichthum nicht erlösen. Er hilft in Todesstunden nichts, und nichts am Tage des Gerichts.Da schußt er keinen Sunder. xidthodein, d err! Taß mich doch ge- 7. Laß mich mit weiser Sparsamkeit wissenhaft mein zeitdie Güter nie verschwenden, die du lich Gut verwalten. Gieb selbst mir mir- gabst, in dieser Zeit sie nüglich Weisheit, gieb mit Kraft, damit ſo anzuwenden. Gieb mir die Klugheit, Hauszuhalteniwie es mir nügt und daß ich hier dadurch dem Nächsten so, dir gefällt; damit dich nicht in jener pie mir, des Lebens Müh' erleichtre. -Welt an ew'gen Gütern darbe.ramu8 G3 kommt ein Tag der Rechenim2, Mein Hab und Gut kommt ja von dir und deinem milden Segen. Nicht nur zum Fallstrick gabst du mir mein zeitliches Vermögen. Du gabst es mir zum wahren Wohl, Drum gieb, and monsthis schaft; das laß mich stets bedenken, und mein Gemüth gewissenhaft zur heil'gen Sorgfalt lenken, also die Güter dieser Zeit zu nügen, daß ich einst erfreut noch Segen davon erndte. 290 130910 390m id sou bim 52.0 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.-30. sin ott ist's, der das Ver515. mögen schafft, das Gute zu vollbringen. Er giebt zur Arbeit Muth und Kraft, und läßt fie uns gelingen. Was man mit ihm and med sid nemsuped him pillior Just bij. 41) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf. d 2nd purse tesned inside 1999 roce nad mi folo nur unternimmt, wird, wenn's mit feinem Billen stimmt, nicht ohne Fort60x22 chilot gang bleiben. 2. Wer das zu seinem Hauptzweck macht, vor ihm gerecht zu werden, und erst nach seinem Reiche tracht't, 18* Zweiter Theil. Von der Arbeitsamkeit ic. 276 dem giebt er auch auf Erden vom ird'schen Gut mit milder Hand so viel beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wahrhaftig núget.others 33. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, und, front er sie mit Gnaden, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunst ihnen schaden? Mit seinem Schuß bedeckt er sie, und segnet bei 64. 2ch! förd're großer Gott die Werke meiner Hande. Hilf mir bei meinem Thun, am Anfang und am Ende. Laß mich, bei meiner Last, auf jenen Sabbath sehn, da wir, nach treuem Fleiß, in deine Ruhe gehn. digis odio and did fish) dis 89 799 39 0.1 re Mel. Uus tiefer Noth schreit ich. 119.0 dad 911 and 12 517.3 Masiggang, ſind wit, des Lebens Müh' ihr Herz mit Troft 517. 3 Our Arbeit, nicht zum und Hoffnung. tu hiling( bi d Herr, auf Erden. Drum laß mich doch mein Lebelang kein Knecht der Trägheit werden. Gieb mir Verstand und Lust und Kreft, geschickt, treu und gewissenhaft mein Umt hier zu verwalten. idmoz tibuinnions 79 009 .01 2. Hast du ein Umt, so warte fein: das ist, do Gott, dein Willeis D floße selbst den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülles hilf miris daß ich von Seit zu Zeit? and Einsicht und an Tüchtigkeit zu meinem 2mte wachſe. - 4. Drum gieb, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut. Nach deines Reichs Gerechtigkeit laß mich vor allem trachten. 5. Laß Müßiggang und Trägheit mich als dir mißfällig, meiden, und hilf, daß ich, gestärkt durch dich, voll Muth mit Luft und Freuden in meinem Stand dein Segen fröne meine Treu, daß sie auch andern nüße. 6159 10 39 6. Sey überall, mein Gott, mit mir! die Werte meiner Hande befehl ich, Allerhöchster, dir; hilf, daß ich fie vollende zu deines großen Namens Preis, daß mir die Frucht von meinem Fleiß in jenes Leben folge.i Mel. Gott, du frommer Gott.- 8. 516. D u hast uns, Herr, die Pflicht zur Arbeit auf erleget, und Fleiß in dem Beruf uns ernstlich eingepråget. Der tråge Múfiggang ist dir, o Gott, verhaßt, für uns der Laster Net, und unserm Nächsten Last.d me thon 2. In deine Ordnung, Herr, laß willig mich bequemen, die Bürden des Berufs getroft auf mich zu nehmen. Wird gleich mein Angesicht mit sauerm Schweiß beneßt: genug, daß du mich selbst in den Beruf gesetzt. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungssorgen. Gieb mir mein täglich Brod, und sorge selbst für morgen. Laß mich an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuversicht in deiner Fúgung ruhn. 3. Hert? vol træget Weichlichkeit wollst du mein Herz bewahren! so werd ich aus Gemächlichkeit nie meine Kräfte sparen. Erholen werd' ich mich nur dann, wenn ich von Kraft erschöpft, mich kann zu neuer Arbeit stärken. ma mondato mention 4. Mit wahrer Vorsicht laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen, die weit entfernt von meiner Pflicht, verschwenderisch verbringen. Das müsse mein Vergnügen seyn, mich den Geschaften ganz zu weihn, dies du smir aufgeleget.lim manied de sid noo 5. Ein heil'ger Trieb belebe mich, o Höchster! meine Pflichten in deiner Furcht, gestärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freut, giebt zu der Arbeit verſüßt uns ihre Lasten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unver= rückt mit einem Herzen wandeln das Geiz und Ehrsucht nie bestrickt. Gewissenhaft zu handeln; mein Leben deinem Dienst zu weih'n, so núßlich, als ich kann, zu seyn, das sey mir Ehr' und Reichthum.gg Snú sit Zweiter Theil. Von der Zufriedenheit 2c. 277 7. Dir zu gefallen, sey mein Sweck 8. Laß mir den zeitlichen Beruf, bei allem, was ich thue! so wandle ich dazu mich, Herr, auf Erden dein den rechten Weg zu der Gewissensweises Allmachtswort erschuf, doch ruhe. Denn, wer dir, heiligster, eine Leiter werden, worauf ich einst mißfällt, was nüßet dem die ganze in jener Welt, die höheren Beruf Welt mit allen ihren Schäßen? enthält, zu höhern Würden steige.196 309 ma il modom qol mms201 2017( 91 misd 300 mi und Geduld im Leiden. dry of 19 42) Von der Zufriedenheit Odense Mel. Ich will, mein Gott, du: 55. cott! du bleibst ewig 518. unsrer Wohlfahrt Meister. Wien thöricht handeln unzufried'ne Geister! fie quâlen sich, und machen ihrem Herzen vergeblichy Schmerzen.de muid 2. Was helfen uns die angstlich 519. Entehre nicht, mein Herz! bangen den ungewissen andern Morgen? Und müssen wir uns über unser Gråmen nicht nachmals schamen? di un ndi sa 3. Es ist umsonst: wir werden nichtszerzwingen, wenn wir auch Nächte durch mit Kummer ringen, und noch so früh mit ängstlichen Geschäften den Leib entkräften. biup 4. Mein Glück beruht, o Gott, auf deinem Segen. Vertrau' ich dir, und geh' auf deinen Wegen; so wirst du mir, auch ohne Sorg und Krån ken, was nüglich, schenken. 30918 5. Bin ich getreu mit dem verlieh'= nen Pfunde, und harr' ich nur der rechten Segensstunde; so kommt sie, und dann werden meine Thaten zum Glück gerathen. edason, patlada) mad 6. Drum fördre selbst die Werke meiner Hande. Gesegnet sey der Anfang und das Erde! gieb guten Rath, damit, was ich vollbringe, mir wohl gelinge. motor 370052 197 Hilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen und dann mein Herz mit froher Hoffnung stillen. Erlang' ich nur, was du, Herr, mir beschieden, bin ich zufrieden is bid daian 58. Kann ich den Leib auch nicht, wie Reiche, laben; versorge nur den Geift mit jenen Gaben, die mehr, als alles Irdische erquicken, und stets beglücken. nadmiaradis daun 9. Hier hab' ich g'nug. Laß mich nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgúter kommen; so wird mein Bunsch, den irdisch Gut nie stillet, völlig erfüllett stofnsdums o son of noinbal asdisg aid this Mel. Die Himmel rühmen Gottes.-46.im der dich zum Glück erschuf. Die Müh des Lebens zu ertragen, und froh zu seyn, ist dein Berufsestru 2. Der Christ murrt nicht bei den Beschwerden von dieser kurzen Lebensbahn; er sucht, daß sie ihm nüßlich werden, und betet Gottes Willen an. 3. Gott selbst hat dir dein Loos beschicden. Nimm's dankbar aus der Vorsicht Hand. Erfülle jede Pflicht zufrieden, die sie mit diesem Loos verband. 4. Sie giebt dir Munterkeit und Kräfte, und nährt und stärkt sie våterlich. Sie brauchen, dies ist dein Geschäfte, und ihr Gebrauch ist Ruhm für dich. DIER 5. 3war jenen hat des Himmels Segen, mehr Güter anvertraut, als dir; doch soll dies deinen Neid erregen? denk: wer ist Gott, und wer sind wir? 6. Weiß er nicht besser, was dir nuget, und was dem Nächsten nügt, als du? wenn er dich führt, regiert und schüßet, was fehlet wohl zu deiner dolay d Ruh'est nom S 27 Duprangest nicht mit hohen Würden? beneide nicht der Großen Glück; fie seufzen unter schweren Burden, und oft stürzt sie ein Augenblick di8. Dir ward kein Ueberfluß gewäh ret? ihn wünschen, das ist Selbst betrug. Wer igern was er nicht Zweiter Theil. Bon der Zufriedenheit 278 braucht, entbehret, der ist beglückt, und reich genugo Tint god 9. Herr! der du mir zum frohen Leben so viel ich brauch', und mehr verlieh'n, laß täglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu flieh'n. 10. In Demuth laß mein Herz sich üben, Gott, deiner Güte sich zu freun; dich fürchten, dir vertraun, dich lieben, müs' ewig meine Wollust seyn! un pun'p bi'ded ride Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48.in ill mich, o Gott, hie520. Wi nieden des Lebens Last ermüden, so stårke meinen Geist! wenn mich die Leiden krånken, so laß mich weht bedenken: auch das sey gut, was Trubsal heißt. 2. Nicht ewig soll sie währen. Of werden unsre 3ähren schnell von die abgewischt, und seufzen wir: wie lange ist unsrer Seelen bange? so wird mit Trost das Herz erfrischt. 3. Die Lasten, die uns pressen, haft du, Herr, abgemessen, so groß sie immer seyn. Du hilfft sie selbst uns tragen, und richtest unsre Plagen nach unsern Kräften weislich ein. 4. Ja, wenn ich's recht erwäge, so find's nur Liebesschläge, womit du uns belegst: nicht Schwerter sind's, nur Ruthen, womit du, blos zum Guten, als Vater deine Kinder schlägst. 5. Dein väterlich Bemühen will uns hier auferziehen, zu thun, was dir gefällt; du willst die Lüste schwächen, den eignen Willen brechen, befrei'n uns von der Luft der Welt. 6. Du willst den Eifer mehren, gehorsam dich zu ehren, mit Glauben und Geduld, daß wir in unsern Nòthen, auch wenn du uns wollt'st tödten, doch trau'n auf deine Baterhuld. 17. Was will uns, Herr, auch scheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns erseh'n? man lebe oder sterbe, so wird des Himmels Erbe doch deinen Kindern nicht entgeh'n. 18. 3u fenem bessern Beben willst du auch mich erheben. Der Tod ist mein Gewinmd Muß gleich mein Leib verwesen wird doch mein: Geist sgez nesen; er eilt zu Seligkeiten hintsd 9. drücke meinem Herzen, auch unter Sorgbund Schmerzen, dies doch aufs Tiefste ein; der, den du, Bater, liebest, kann, wenn du ihn betrübest, doch niemals unglückselig seyn.bine Smabb maid mall sim, 11 Mel. Ich weiß, mein Gott, daß.- 255. 521. Sen, Seele, stark und R unverzagt, wenn irgend dich ein Kummer plagt. Befiehl Gott deine Sachen. In aller Pein vertrau' allein auf ihn! er wird's wohl n! er wird's wohl machen. 19 2. Kein Leiden kommt von ohnge= fähr; die Hand des Höchsten schickt es her; sein Rath hat's so ersehen! drum sey nur still! was dein Gott will, laß immer gern geschehen. 3. Erweckt dir gleich das Leiden Pein, so soll's dir doch nicht schädlich feyn. Gott kann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur liebt, sich ihm ergiebt, den wird er nicht verlassen.98 4. Wie lange währt der Frommen Leid? Nicht ewig, Herr, nur kurze Zeit. Nach überstandnem Leide erquickest du ihr Herz mit Ruh', und einst mit ew'ger Freude, jaste 5. Drum hab', o Seele, guten Muth! vertraue Gott! es wird noch gut nach aller Trubsal werden. Durch's Kreuz zieht er dich immer mehr zum Himmel von der Erden. LFG 6. Gott ist dein Gott. Er ist ge= treu; und stehet dir als Vater bei in allem Kreuz auf Erden. Der Leiden Heer wird nie zu schwer durch dem Christen werden. ihn 0190 300 7. Es haben ja zu aller Zeit die Heiligen in Traurigkeit hier oftmals wandeln müssen. Warum willst du hier nur von Ruh', und nichts von Trubsal wissen? ning out sim 18 Obet, uund sich auf deinen Gott, in aller deiner Angst und Noth! laß, wie er will, es gehen. Sein Will' ist gut: behalte Muth! Gott wird dich einst erhöhendinug thi nid 9 Der du ein Gott des Trostes bist! laß jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du Liebst, und prüfend übst, den Unmuth überwinden. mbulgad tissdisund Geduld im Leiden. viisar 279 522. zu empfahen, und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, andre zu stärken. in mod 1941 Mel. Ich will, mein Gott, du König. 55. in Herz, o Gott! in Sin Leid und Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, täglich ermessen. 2. Bin ich nicht Staub wie alle meine Våter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu' ich zu viel, wenn ich die schweren Tage standhaft 12. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. Ein starkes Herz steht in der Noth noch feste. Hoffe das Beste! Mel. Nun ruhen alle Wälder.- 48. ch hab' in guten Stun( DIX ertrage 200 523. J den des Lebens Glück 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Bose dulden, erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient bekommen, ein Kreuz der Frommen. 100 B50 empfunden und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch im Leiden fassen: welch Leben hat nicht seine Qual? 4. Doch selbst, o Herr, in Strafen unsrer Sünden lässt du den Weg zu unserm Seil uns finden, wenn wir sie uns, die Missethat zu hassen, züchtigen laffen. of formelinar as onist 55. Sag' ich nur nach dem Frieden im Gewissen, wird alles mir zum Besten dienen müssen. Du, Herr, regierst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 3 ppmu sigt 6. Ich bin ein Gast und Pilger auf der Erden; nicht hier, erst dort, dort soll ich glücklich werden; und was sind gegen euch, ihr ew'gen Freuden, dieser Beit Leiden? i2 niam il modtag 7. Wenn ich nur nid, t mein Elend selbst verschulde! wenn ich als Mensch, als Christ, hier leid' und dulde, so kann ich mich der Hülfe der Erlösten sicher getrösten. 10 p 8. Ich bin ein Mensch und Leiden müssen frånken; doch in der Noth an seinen Schöpfer denken, und ihm vertraun, das stärket unsre Herzen mitten in Schmerzen. Jaman 9. Schau' über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Merk' auf! wer spricht: bis hieher! zu dem Meere? ist er nicht auch dein Helfer und Be- 524. W rather, ewig dein Vater? dine do 10. Willst du so viel, als der Allweise, wissen? jest weißt du nicht, warum du leiden müssen! allein du witst, was seine Wege waren, nachmals erfahren. $ 11. Er züchtigt uns, damit wir zu it wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geistes BE 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, be schwert mit Schulden, kein zeitlich Weh' erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott! will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen: du hilfft und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und be reun. Jegt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben seyn. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was schreckt mich Grab und Tod? auch auf des Todes Pfade vertrau' ich deiner Gnade. Du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will den Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod beoenken. Du, Herr, wirst alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. am Neue Mel. oder Sey zufrieden. nsg arum sollt ich Tahun mich denn gråmen? hab' ich doch, Christum noch, wer will mir den nehmen? wer will mir den Himmel 280 3weiter Theil. Von der Zufriedenheit - rauben, den mir schon, Gottes Sohn, beigelegt im Glauben? 120 2. Ich kam unter Angst und Nöthen, hulfelos, arm und blos einst an's Licht getreten: nichts nehm' ich auch von der Erde dann mit mir, wenn ich hier einst verscheiden werde. 12.Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht imo mein Licht! aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich bingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd umfangen.athanam Joid us hi ud 9 pis abie Mel. Was Gott thut, das ist.- 267. , 48 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und 525. Was Gott thut, das ist bleibt Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, der's gegeben. Fordert er es einstens wieder, nehm' er's hin, ich preis' ihn doch durch meine Lieder. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen; dringt herein Angst und Pein; sollt' ich drum verzagen? der es schickt, der hat's in Händen: er weiß wohl, wie er soll all' mein Unglück wenden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergost; sollt' ich jest nicht auch etwas tragen? fromm ist Gott und schärft mit Maaßen sein Gericht; kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil' sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; wollt' ihn auch der Tod bekriegen; Christi Blut, und sein Muth hilft auch den besiegen.. 8. Denn kein Tod kann mich ertödten, nein: er reißt meinen Geist aus viel tausend Nöthen; endigt dieses Lebens Leiden, und giebt mir einst dafür alle Himmelsfreuden. 9. Dann werd' ich mit bessern Scházzen Geist und Herz auf den Schmerz ewig dort ergógen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hålt, muß wie Rauch verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Unbestand, eitler Tand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn' Ende laben. niemand kann uns scheiden! ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, für mich hingegeben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden! du bist mein, ich bin dein; es gerecht sein Wille. Wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm halten stille: er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohl= gethan; er låsſet mich nicht fallen: er führet, die auf rechter Bahn, die seine Wege wallen. Trost und Geduld giebt seine Huld: er wird mein Unglück wenden: es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er weiß nur, was uns nuget; wie ungewiß irrt jedermann, der sich auf ihn nicht stúget! ja seine Treu' ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Gute trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gonnen kann; ihm will ich mich ergeben in Freud' und Leid; es kommt die Zeit, da offentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan: muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn; laß ich mich doch nicht schrecken, weil er zuleßt mich doch ergößt mit süßem Trost im Herzen: da weichen alle Schmerzen. duob 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, dabei will ich verbleiben! es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben; so wird Gott mich doch väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. ud nian traum asdibl ud murroor Mel. Gott werde stets von dir.- 72.or 526. Ver erborgner Gott! dem nichts verborgen, was auf der ganzen Welt geschicht, was didnadai and Geduld follt' ich wie ein Heide sorgen, als wüßtest du mein Elend nicht? vers stellet gleich dein Antlig sich; dein Herz meint es doch väterlich. 2. Mich und mein Loos hast du ge sehen, als ich noch nicht geboren war, und was mir fünftig soll geschehen, stellt sich dir gegenwärtig dar. Dein Auge siehet aus der Höh' und kennt mich, wo ich geh' und steh'. 3. Du weißt auch, was ich nöthig habe, und giebst mir mein bescheiden Theil; ja, alles, Herr, ist deine Gabe, du sorgest täglich für mein Heil. Wo ich noch gar nicht hingedacht, hast du schon alles gut gemacht. 4. Uch! solltest du denn nicht erkennen, wenn Kummer, Angst und Noth mich quâlt? Wer muß dich nicht barmherzig nennen? Du bist es, der die Chránen zählt. Du hast's gesagt, dein Herze bricht, wenn deinen Kindern was geschicht. 15. So laß mich doch recht feste glauben, daß deine Augen auf mich sehn; laß mir den süßen Trost nichts rauben, du werdest mir zur Seite stehn, und bald zerstreun durch deine Macht der Sorgen und des Leidens Nacht. 6. Du wirst dein Wort gewiß erfüllen; du haft mir Hülfe zugesagt. Ja, du wirst meinen Kummer stillen: ich bin getrost und unverzagt; es wird gescheh'n, ich zweifle nicht; du bist mein Gott, mein Heil und Licht! im Leiden. stisur 281 daß ich gelassen sie ertrage, und machst zuletzt doch alles gut. Auf Kummer folgt zufriedner Dank, auf Klagen froher Lobgesangus insid and madal 114. 3u ungestörten Sicherheiten schickt sich gewiß kein Prüfungsstand. Wie würde, drückt uns nicht zu Zeiten ein Leiden, unsre Treu' erkannt? Vollkomm'ne Ruh? und Sicherheit ist nur ein Glück der Ewigkeit., piors 5. Was bist du denn, o meine Seele, in deiner Noth so fummervoll Vera traue Gott; nur ihn erwähle zu deinem Trost. Er schüßt dein Bohl. Einst dankst du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es seyn. Ruf' in Gefahren ihn als den eing'gen Helfer ane Er weiß dich machtig zu bewahren, und da, wo niemand helfen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht. Dies 10000 stårke meine Zuversicht. 7. Befiehl ihm alle deine Wege, und hoffe auf ihn allezeit. Auch auf dem allerrauhsten Stege sieh' fröhlich hin zur Ewigkeit. Da sammelst du von aller Pein den Segen mit Vers gnügen ein. 8. sich dahin zu allen Zeiten; in eigner und gemeiner Noth, im Glücke; und wenn dich von weitem ein Unglückswetter hart bedroht. Nichts giebt uns Trost zu solcher Zeit, als Gott, und jene Herrlichkeit. ojong an 9. So laß mich, Gott, stets dahin schauen, und dann mit starkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen. Du bist bei mir. Das stárke mich! wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getroft als Christ, mend oblidai Satvöftinu nad 1 tbord Mel. Nun ruhen alle Wälder. 48. Mel. Nun habe Dank für deine.- 234. as ist mein Leben auf 527. Wa der Erde? ein Wechsel ist's von Luft und Leid. Hier stort oft Unruh' und Beschwerde die sanfteste Zufriedenheit. Hier wohn' ich noch in einer Welt, die kein vollkommnes 528. Was iſt's, daß ich mich quale? auf Gott, o Seele, harr und sey unvers zagt! du weißt nicht, was dir nuget; Gott weiß es, und Gott schüßet allmächtig den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, ch' ich ihn Bater nannte, war er mir schon mit Hilfe.mab.id 2. Wes soll ich mich, o Herr, denn trösten? Nur deiner Huld. Du bist mein Heil, und bleibst, wenn auch die Noth am größten, doch meines Herzens Trost und Theil, und stehst nach deiner Vatertreu mir stets mit Rath und Hülfe bei. dbi odnedal 3. Du stärkst mir unter aller Plage, o Gott, auf mein Gebet, den Muth, 282 Zweiter Theil. Von der Zufriedenheit 30mDie kleinste meiner Sorgen ist dir, Gott, nicht verborgen, der alles sieht und hält und was du mir be: schieden, das dient zu meinem Frieden, war's auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, sey Leiden zu meiner Bessrung fruchtbar 6. Laß, Gott, nur dieses Lebens mir von dir gewähret! Gott, du ge= seyn; so geh' ich zu des Himmels währst es gern. Was dieses Glück Freuden durch dieser Erde Trübfal ein. verleget, wenn's alle Welt auch scház- Dort wird mein Leben ohne Pein, und zet, sey, Herr mein Gott, mir ewig fern! 2097-9933996 dan 10 19 ohne Leid und Thránen seyn. 6, Sind auch der Krankheit Plagen und Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so harr ich, und bin stille zu Gott, denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh', o Gott! itusone anism 529. Wauf Erden? Wo ist Mel. Wer nur den lieben Gott.- 7. ist Leben hier hier wohl Vollkommenheit? Wer lebt hier frei von den Beschwerden der Trubsal und Mühseligkeit? Du legst in unserm Lebenslauf, o Gott! uns manches Leiden auf. drum 2. Doch das sind treu gemeinte Schläge der Vaterhuld, die für uns wacht. Wie hast du doch durch Leidenswege so manchen schon zu dir gebracht! denn ungestortes irdisch Glück hält uns von dir, o Gott, zurück. 3. Wenn uns die Welt nicht Noth erweckte, vergnügte uns dein Himmel nicht. Wer suchte, wenn ihn nichts erschreckte, die Hülfe, die dein Wort verspricht? wer fühlt, wenn keine Laft ihn drückt, wie sanft, o Gott, dein Trost erquicktim ab 2 sehr veracht't! und doch trug er dies alles gerni Gieb, daß ich folge meinem Herrn. alinis and bald Haft 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir wiederfahren, wenn du mich willst bewahren und 530. du, mein Gott, bewahrest mich, no 4. 3um Dulden führt dein Ruf der Gnaden, der uns zu Christi Gliedern macht. Wie schwer war der nicht bier beladen! wie hart verfolgt! wie 5. Er war beleidigt ohn' Vergelten, gegeisfelt ohne Widerstand; gescholten ohne Wiederschelten, ohn' Widerspruch zum Kreuz verbannt. Wie? sollt' ich denn nicht mit Geduld das tragen, was ich selbst verschuld't? nd og 7. Drum laß mich mit dem Trofte siegen: Gott giebt nach kurzer Průfungszeit das allerseligste Vergnügen in jenem Reich der Herrlichkeit. Verschmachte Leib! stirb und vergeh'! ich weiß, daß ich einst aufersteh. Trost in geistlicher Schwermuth. do bim u klagst, o Christ! in schweren Leiden, und seufzeſt, daß der Geist der Freuden von dir gewichen ist. Du klagst und rufft: Herr, wie so lange? und Gott, verzeucht, und dir wird bange, daß du von Gott verlassen bist. THE asing n 2. Sind meine Sünden mir vergeben; hat Gott mir Sünder Heil und Leben in seinem Sohn verlieh'n: wo sind denn seines Geistes Triebe? warum empfind ich nicht die Liebe, und hoffe nicht getroft auf ihn? and Jau 3. Mühselig, sprichst du, und bes laden, hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, und ich empfind' ihn nicht; bin abgeneigt, vor Gott zu treten; ich emada? ass burund Geduld im Leiden. Ji tisur 283 bet, und kann nicht glaubig beten; ich denke, Gott, ooch ohne Licht. masin A. Sonst war mir's Freude, seinen Willen von ganzem Herzen zu erfülTen; sein Wort war mir gewiß. Jeht kann ich's nicht zu Herzen fassen, und meine Kraft hat mich verlassen, und meinen Geist deckt Finsterniß. 13. Fabr' fort zu beten und zu wachen, Gott ist noch mächtig in den Schwachen, ist Güte für und für. Laß dir an seiner Gnade g'nügen; sein Wort ist wahr und kann nicht trügen: ich starke dich, ich helfe dir! Seelen, und meine Hülf' ist fern.14. 2uf, fasse dich in deinen NoIch suche Ruh', die ich nicht finde; in meinem Herzen wohnt nur Sünde, nur Unruh', keine Furcht des Herrn. 5. Oft fühl ich 3weifel, die mich qualen, heut' oft vor Unruh meiner 6. 3ag' nicht, o Christ, denn deine Schmerzen sind sichre Zeugen bess'rer Herzen, als dir das deine scheint. Wie könntest du dich so betrüben, daßint min dir die Kraft fehlt, Gott zu lieben, war nicht dein Herz mit ihm vereint. then! sprich: wollte mich der Herr auch tödten: so harr' ich dennoch sein.Mir bleibt das Erbtheil der Erlös'ten; und will mich Gott nicht eher trösten, so wird er mich im Tod 1957 fe t 6mm 1198 erfreun. Comeche 20 7. Kein Mensch vermag Gott zu erkennen, noch Jeſum einen Herrn zu nennen, als durch den heil'gen Geist. Hast du nicht diesen Geist empfangen? f fr er ist's, der dich nach Gott verlangen, und sein Erbarmen suchen heißt. 8. Vertrau' auf Gott; er wohnt bei denen, die sich nach seiner Hülfe sehnen; er kennt und will dein Glück. Er horet deines Weinens Stimme; verbirgt er gleich in seinem Grimme sich einen kleinen Augenblick. dyr 9. Gott ließ so manchen seiner Frommen in dies Gefühl des Elends kommen, und stand ihm mächtig bei. Du sollst dein Nichts erkennen lernen, follst das Vertraun auf dich entfernen, und sehn, was Gottes Gnade sey. 10. Vor Sicherheit dich zu bewahren, läßt er dich seine Streng' erfahren, und schickt dir diese east. Er reinigt dich wie Gold im Feuer, macht dir das Heil der Seele theuer, damit du haltest, was du hast. 11. So wie ein Vater über Kinder, erbarmet Gott sich über Sünder, die nachmals wird sie friedsam geben Frucht der Gerechtigkeit und Leben dem, der durch sie geübet ward. Bris ſeinen Namen scheun. Dein Seufzen ist ihm nicht verborgen, so fern der Abend ist vom Morgen, läßt er von dir die Sünde feynapovanied gins 12. 3war ist um Trost dir jezo bange; denn alle Züchtigung, so lange sie da ist, scheint uns hart. Doch dat Trost in Dürftigkeit. pintura. mie 531, D du flagst, und fühlest die Beschwerden des Stands, in dem du dürftig lebst; du strebest glücklicher zu werden, und siehst daß du vergebens strebst. 0% 157 2. Ja, flage! Gott erlaubt die 3ähren; doch denk' in Klagen auch zurück. Ist denn das Glück, das wir begehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 3. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter dem Menschen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther ist Tugend und Genügsamkeit. iur 4. Genieße, was dir Gott beschie den, entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last. n5. Gott ist der Herr, und seinen Segen vertheilt er stets mit weiser hand; nicht so wie wir's zu wünschen pflegen, doch so, wie er's uns heilsam fand.mgille noni f 284 3weiter Theil.-Von dem rechten Gebrauch des Lebens, 96. Willst du zu denken dich erkühnen,| deines Stands Geschäfte, und nuge daß seine Liebe dich vergißt? er giebt deine Lebenszeit.bool uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns schädlich ist. 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in tråger unzufriedenheit; besorge 43) Von dem rechten Gebrauch 850 maniad i thi Zubereitung zum 30. 350 3. Einst Ewigkeiten zu besitzen, sollst du die kurze Lebenszeit als deine Saatzeit weislich nügen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: sieh', Eins ist Noth! was sáumest du? 8. Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoffnung fehn, dies ist der Weg zu Ruh' und Leben. Herr, lehre diesen Weg mich gehn! balloor d Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. 532.& s eilt der letzte von den Tagen, die du hier lebest, Mensch, herbei. Erkauf' die Beit! und statt zu klagen, sie sey zu kurz, gebrauch sie treu! nimm mit er= Fenntlichem Gemüth' der nahen Stunde wahr; fie flieht! 2. Getäuscht von eiteln Kleinigkeiten verlierst du deines Lebens Zweck, verschiebst dein Heil auf ferne Seiten, und wirfst so sicher Jahre weg! bist 533. W du, zu kühner Sterblicher, des nächsten Augenblickes Herr? 4. Drum eil', errette deine Seele, und denke nicht: ein andermal! sey wacker, bet' und überzähle der Menschentage kleine Zahl. Gefeßt, dein Ende wär' auch fern: sey fromm und wandle vor dem Herrn! pagad mi bsd 10 maniers des Lebens, und der Tode. Holm( 01 id duie sbul b2 Pilgertage durchgelebt, und einst im Glauben sagen kann: bu nimmst mich, du Herr, zu Ehren an! 908 5. Mit jedem neu geschenkten Mor gen erwecke dich zu dieser Pflicht. Sprich: dir, o Gott, ist nichts verborgen; ich bin vor deinem Ungesicht, und will, mich deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn! 6. Erleucht' und stärke meine Seele, weil ohne dich sie nichts vermag. Du gönnst, daß ich mein Heil erwähle, aus Gnade mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, die deine Langmuth mir gewährt.se po 7. Wohl mir! wenn ich aus allen Kräften nach Gottes Reiche hier gestrebt, in Gott gefälligen Geschäften die 8. Mein sprachlos Fleh'n bei meinem Ende vernimmst du, Herzenskündiger. In deine treuen Vaterhånde befehl ich meinen Geist, o Herr! er schwingt sich über Grab und Welt zu dir, wenn feine Hütte fällt. tom. mis mul on 9m/ 9339 Jina mag lied X as forgst du ångstlich für dein Leben? Es Gott gelassen übergeben, ist wahre Ruh' und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weislich nügen, es dankbar, als ein Glück besigen, verlieren, als verlörst du's nicht. bid 1861 2. Der Tod soll dich nicht traurig schrecken; doch, dich zur Weisheit zu erwecken, soll er dir stets vor Augen ſeyn. Er soll den Wunsch zu leben mindern, doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr dir Kraft dazu verleihn. 33. Ermattest du in deinen Pflichten: so laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage sind. Sprich: sollt ich Gutes wohl verschieben? Nein, meine Beit, es auszuüben, ist kurz, und sie verfliegt geschwind. ind i ends and und der Zubereitung zum Tode. tisor 285 4. Dent' an den Tod, wenn bèse| 8m2. Daß du, o Höchster, meinem LeTriebe, wenn Lust der Welt, wenn ben ein mir verborg'nes Ziel bestimmt; ihre Liebe dich reizen; und ersticke sie. und daß die Zeit, die mir gegeben, Sprich: kann ich nicht noch heute vielleicht gar bald ein Ende nimmt: sterben? Und fonnt' ich auch die Welt das floße mit die Weisheit ein, stets ererben, beging ich doch solch Uebel nie. auf mein Heil bedacht zu seynald do 5. Denk an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, wenn deine Schage sich vermehren, daß du sie nicht zu heftig liebst. Denk an die Eitelkeit der Erden, daß, wenn sie dir entrissen werden, du dann dich nicht zu sehr betrübst. 3. Hier hab' ich lebenslang zu lerz nen, mein Herz von Sünden abzuziehn, mich von der Weltlust zu ent= fernen, und um den Himmel zu bemühn. O mache mich dazu geschickt, eh' mich der Tod der Welt entrückt. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben bei dir, Gott, meiner Seelen Theil! ist mir das Beste aufgehoben. Dort ist für mich vollkommnes Heil Da, wo mein Schag ist, sey mein Herz! Herr, lenke selbst es himmelwärts. 6. Dent' an den Tod bei frohen Zagen. Kann deine Luft sein Bild vertragen, so ist sie gut und unschuldsvoll. Sprich dein Vergnügen zu vermehren: welch Glück wird Gott mir dort bescheren, wo ich unendlich leben foll; duo? draint nis i nou 5. Herr, allen Sünden abzusterben, 8907. Denk an den Tod, wenn dei- zu leben der Gerechtigkeit, um einst nem Leben das fehlt, wornach die dein himmlisch Reich zu erben, dazu Reichen streben; sprich: bin ich hier, laß meine Sterblichkeit mir stets, mein sum reich zu seyn? wohl mir, wenn Gott, vor Augen seyn, und deine ich in Christo sterbe, dann ist ein Hülfe mich erfreun. otomst unbeflecktes Erbe, dann ist der Him- adr6. Willst du mich långer leben lasmel Reichthum mein. adoor muit hin 8. Denk an den Tod. wenn Leiden Fommen; sprich: alle Trubsale eines Frommen ist zeitlich, und im Glauben leicht. Ich leide; doch von allem Bösen wird mich der Tod bald, bald erlosen; er ist's der mir die Krone reicht. sen, so laß es mir zum Heil geschehn. Doch soll ich heute noch erblassen, so hore, Bater, auf mein Fleh'n! sey, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Trost und meine 3Suversicht. G 7. Dir will ich gánzlich mich ergeben, dir, dessen Eigenthum ich bin. 9. Denk an den Tod zur Zeit der Bist du, mein Heiland, nur mein Schrecken, wenn Pfeile Gottes in dir Leben, so bleibt mein Sterben mein stecken; dat rufft, und er antwortet Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir. du nicht. Sprich: sollte Gott mich ewig Sey nur mein Trost, so gnüget mir. baffen? ich seh' ihn doch nach dem Er- bandairy gard d 25300 blaffen; dann zeigt er mir sein Ungesicht. Mel. Jesus, meine 3uversicht. 47.30 ich hab' aus dei10 So suche dir in allen Fällen 535. Herre', mit zum den Tod oft lebhaft vorzustellen; so wirst du ihn nicht zitternd scheu'n; so wird er dir ein Trost im Klagen, ein weiser Freund in guten Tagen, ein Schild in der Versuchung seyn. ( 6 67613 ded that t Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. Heil, noch Zeit in hånden. Gieb doch, daß ich sorgsam sey, sie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. mug din anga 534. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die uns zugezählten Stunden. Eh' duman's denkt, sind sie dahin, und auf ewig uns verschwunden. Niemals kehrt ein Augenblick, uns zum Heil, davon zurück. idud, C. 3. Laß, bei ihrer Flüchtigkeit, mich mein Gott, doch nie vergessen, wie u, Herr und Meister meiner Tage! weißt, daß ich, dein schwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern trage, die irdisch und zerbrechlich sind. Drum gieb, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode sey bereit. O NO 286 3weiter Theil. Von dem rechten Gebrauch des Lebens, unscházbar sey die Zeit, die du.uns deine Beit ift Gottes Sache. Lern' bier gugemessen; wie, was hier von nicht nur den Tod nicht scheun; tern' uns geschieht, ew'ge Folgen nach sich auch seiner dich erfreunbid ador audi zieht.in on mis dind ang chillsid96, ueberwind' ihn durch Vertraun. $ 14. Reize mich dadurch zum Fleiß, Spricht ich weiß, an wen ich glaube, eh' die Zeit des Heils verlaufen, mir und ich weiß, ich werd' ihn schaun zur Wohlfahrt, dir zum Preis, noch einit in diesem meinem Leibe. Er, die Stunden auszukaufen, irdie, zu der rief: es ist vollbracht! nahm dem meiner Seligkeit deine Gnade mir ode seine Machtud andme verleihtig sd dan 1974 Tritt im Geift zum Grab' oft 115 Deine schonende Geduld. trage mich, Gott nicht vergebens.much! vergiebi mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Lebens ich, zu meiner Seelen Woht, nicht gebraucht so, wie ich sollallod him aut in d hing dfiehe Beins Gebein versenken. Sprich Herv! daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenkent lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. dubiura i lofte Melo Der Spötter Strom reißt- 130 16. Laß mich meine Beſſerung für 537. Wie sicher lebt der Mensch, mein achten, nach Lemeiner Heiligung mit so treuem Eifer trachten, als erwartete noch heut' mich Gericht und Ewigkeit.mi diad ben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sey noch fernend ndo an is Deine Gnade steh' mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an guten Früchten sey, und dem Nächsten nüglich werden und ist einst mein Ende da, o so sey mit Trost mir nah'! of usaldas( bon sed thi Hot be 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Stethum wahr. nim mudirbisse Jor Mel. Jesus, meine Zuversicht. 47.00 eine Lebenszeit ver3. Sprich nicht: ich denk' in Glück und Noth, im Herzen oft an meinen Tod Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit an gedacht.od dind das asd( bim dzict 536. M eit ich zu dem Grabe. und was ist's, daß ich vielleicht hier annoch zu leben habe? denko Seele, an den Tod! fáume nicht, denn Eins ist noth. 45 Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut und unsers Lebens kleinster Theil ist 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, eine Frist zu unserm Heil.( f wünschen wirst gelebt zu haben. 15.Der Tod rückt Seelen vor's Güter, die du hier erwirbst, Wür- Gericht; da bringt Gott alles an das den, die dir Menschen gaben; nichts Bicht, und macht, was hier verborgen wird dich im Tod erfreun; diese Gú- war, den Rath der Herzen offenbar. ter sind nicht dein. 06 Drum, da dein Tod dir täglich draut; so sen doch wacker und bereit; pruf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist. i mis dai3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, ( nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott 17. Gin Seufzer in der letzten Noth, erneut, giebt zum Tode Freudigkeit. ein Wunsch durch des Erlösers Tod, 14,1enn in deiner legten Noth vor Gottes Thron gerecht zu seyn, dies Freunde hulflos um dich stehen; dann macht sich nicht von Günden rein. wird über Welt und Tod dich dies veineud 8. Ein Herz, das Gottes Stimme Herz erhöhen; dann erschreckt dich kein hört; ihm folgt und sich vom Bösen Gericht; Gott ist deine Zuversicht. kehrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, dies ist es, was in Christo gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh'; du wirkst sie nicht, Gott wirket sie. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott, und bet, und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; ends ascund der Zubereitung zum Tode.i8 287 Du aber, ringe stets nach ihr, als| naht, dje stárker steh' mir bei! auf wäre sie ein Wert von dir! be das getreuer Gott, bei allen seinen Schrecken, mir meine legte Zeit die allerbeste sey. Die Zeichen deiner Huld vermehre mir alsdann, damit ich meinen Lauf mit Muth vollenden kann. 5. Gewähr', eh' noch der Tod des Leibes Bau zerstöret, mir einen hellen Strahl der frohen Ewigkeit, der allen Rest der Luft zum Irdischen verzehret, und zu dem legten Kampf mit Muth und Stärke beut. Wohl mir, wenn schon mein Herz davon den Vorschmack hat! froh schau' ich dich dann einst, von deinem Bilde satt. 6. Verschroinde denn, o Welt! bleibt mir nur Gottes Gnade; so wird mir mehr, als Welt und mehr, als Leben seyn. O führe du mich selbst auf jenem dunkeln Pfade, Herr, der du mich erlöst, in deinen Himmel ein. Dir übergeb' ich mich im Leben und im Tod: im Tod und Leben dein, und du auch stets mein Gott. 8 Dein Lebensfürst, zeig' sold be ano das outbrot Mel. Gott, deine Gnade sey. 110. 10. Der Ruf des Lebens, das du lebst, dein höchstes Ziel, nach dem du strebst, und was dir ewig Glück verschafft, ist Tugend in des Glaubens Kraft.msp 11. Ihr alle seine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes seyn; und wachsen in der Heiligung ist wahre Tod'serinnerung. So machine P 12. Bie leicht verges' ich diese Pflicht! Herr, geh' mit mir nicht in's Gericht! an meinen Tod erinn're mich, daß ich dir wandle würdiglich. 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o Gott, erforschen mag, o Glaube, Demuth, Lieb' und Treu, die Furcht des Geistes in mir sey. 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meinen Lusten widersteh', und einstens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: es ist vollbracht! $ d Saw Mel. Entbinde mich, mein Gott.-418. 538. Mein mir, in deines Geistes Lichte, wie alles Irdische so gar vergånglich ist. Ja alles, alles macht zulegt die Zeit zu nichte; und du, o Mensch! der du doch so gebrechlich bist, lebst sicher! lehre mich, unwandelbarer Gott! und so gedenk' ich erst mit Klugheit meinen Tod.mobi mas 539. Wie ungewiß ist, Herr, das der Wallfahrt auf der Erde? ob ich noch wenig oder viel an Tagen zählen werde, das weiß ich nicht; du weißt's allein. Ich kann vielleicht der nächste seyn, vom abgekürzten Leben ein Beispiel memildra abzugeben, mmin mnoG 2. Bin ich erbaut aus besserm 3eug als andre, die an Jahren und Munterkeit mir völlig gleich des Todes Beute waren? wie manchem starrte schnell das Herz, eh' weder Krankheit oder Schmerz ihm, als des Todes Boten, sein nahes Ende droh'ten. 3. Wenn ich die Gottesäcker seh' 3. Laß mich, o Herr! mir selbst und alles könnte lesen, was der, auf und allen eiteln Dingen, noch eh' ich dessen Grab ich geh', in seinem Sinn sterben muß, recht abgestorben seyn. gewesen, und was bei ihm die TodesDie Selbstverläugnung laß mir immer nacht für Hoffnungen zu nichts gemehr gelingen, daß ich was bessers macht: so würd' ich oft mit Scheekwahl, als Welt und falschen Schein! ten mein eigen Herzentdecken. und so von ihr entwöhnt ich meinen.4. Mein Gott, befreie mich vom legten Tag, in Hoffnung selig schon, Dunst der irdischen Beschwerden, und getroft erwarten mag. dob od lehre mich die große Kunst, bei Gråbern flug zu werden. Nur der ist weise, der bedenkt, wie viel von sei4. Gott, dessen Flügel mich in aller Noth bedecken, je mehr der Tod sich 2. Weg, eitle Hoffnung, weg! als würd' ich lange leben, du Mutter stråflicher, verwegner Sicherheit! oo meine Sorge sey, dir, Gott! mich zu ergeben; dein Wille sey mein Will in dieser Prüfungszeit. Gieb, daß im Glauben stark, und in der Liebe treu, ich deiner Zukunft stets wachsam gewärtig sey! 288 3weiter Theil. Von dem rechten Gebrauch des Lebens, nem Tod abhängt, und der dazu in| Docht verlodert, und mich Gott zur Seiten sein Herz sucht zu bereiten.nd 95 Erinn're mich ans große 3iel, dazu du mich geschaffen, damit ich mich nie in das Spiel der Weltlust mag vergaffen. Und sieht dein Auge, daß mein Schritt noch nicht den rechten Weg betritt, so wollst du, Herr, in Beiten auf solchen Weg mich leiten. 6. Daß ich mich vor der kalten Hand des Todes nicht entfårbe; so mache mich mit ihm bekannt vorher noch, eh' ich sterbe. Laß mir sein Bild vor Augen seyn, damit ich lerne Sünden scheu'n, die das Gewissen schrecken und Todesfurcht erwecken.d sin. Gieb, daß ich dich mit frohem Muth als meinen Gott betrachte, hingegen Freunde, Glück und Gut nicht als mein eigen, achte: so wird, wenn mich die Zeit wegnimmt, die du zum Abschied mir bestimmt, nichts, was mir hier verliehen, mein Herz zurücke ziehen. 8. Dir fer es gänzlich heimgestellt, wie, wo und wann ich scheide. Wer unter deinen Flügeln fällt, wird frei von allem Leide. Doch wünsch' ich, daß ich wohl geschickt von hinnen werde wegge rückt, und allzuschweres Kämpfen nicht die Vernunft mag dampfen.sie gado 9. Laß mich auf Jesu Herrlichkeit mit froher Hoffnung blicken, und mitten in der Dunkelheit mich sein Verdienst erblicken. Dann nimm, Herr, nach vollbrachtem Lauf den Geist aus dieser Hütte auf, die einst im Reich der Deinen wird neugebaut erscheinen stamp moren stor oc sims Mel. Freu' dich sehr, o meine Seele. 29.] 540. mich 9 bedenken, daß ich einmal sterben muß. Den wird einst der Tod nicht krånken, der schon vor des Lebens Schluß dieses Lebens Werth erkennt, und von regem Eifer brennt, sich in diesen Augenblicken zu der Ewigkeit zu schicken. hi duo of: Rechnung fodert? 3. Kaum, daß ich das Leben habe, so theilt sich der Tod mir mit. Von der Wiege bis zum Grabe ist ein kurz gemess'ner Schritt. Meine Kraft ent= wickelt sich und zugleich verzehrt sie sich. O ich merk', indem ich steige, wie ich mich zum Sinken neige. 4. Menschen! was ist euer Leben! wenn ihr gleich so sicher seyd. Stunden hat euch Gott gegeben, und ihr schäßt den Tod so weit! nur wer bald sein Haus bestellt, geht mit Freuden aus der Welt; auf des sichern Sünders Wegen eilet man der Holl' entgegen. 5. Predigen doch meine Glieder mir genug von Sterblichkeit. Kraftlos legen sie sich nieder, wenn es jetzt der Schlafs gebeut, der durch seine Stärkungskraft ihnen neues Leben schafft; doch bei aller seiner Milde zeigt er uns den Tod im Bilde. 6. Laß mich, Gott, mein Heil bedenken und mich niemals sicher seyn. Will die Welt mich anders lenken, präge deine Furcht mir ein; rufe du mir machtig zu: Mensch! die Welt verläsfest du, willst du dich mit eitlen Dingen um dein Glück im Himmel bringen? 7. Last mich nicht die Buße sparen, bis die Krankheit mich ergreift, sondern schon bei muntern Jahren, ehe sich die Sünde häuft, táglich, täglich Buße thun. Tod, mein Freund, o komme nun, du kannst mir, im Stand der Gnaden, mir Versöhnten nicht mehr schaden. mehr schaden. Siemiad: nadogrom tipike asisid ni Mel. Die Himmel rufen, jeder.- 42. Rod 541. Ich ch will dich noch im Tod erheben, selbst nah' am Grabe preis' ich dich; zum Segen gabst du mir mein Leben, nimmst du es mir, du segneft mich. Mein Leben sucht' ich dir zu weih'n, mein Tod soll auch dir heilig seyn. 2. Endlich muß ein Bicht verbren- 2, Gott! welche feierliche Stunden, nen, dessen Schein mich noch erfreut. wenn du mich nun der Erd' entziehst, Will ich mich denn nicht erkennen? auf mich, den du getreu befunden, was ist meine Lebenszeit! fommt mir voll schonender Erbarmung siehst! denn nicht in den Sinn, da ich so Allmächtiger! in dein Gericht gehst vergånglich bin, wie geschwind mein du mit mir Erlds'ten nicht. d drose 3. Der Beib wird schwach; die ird'sche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; schon gehen meine můden Schritte den Weg zu Gott aus dieser Welt. Ich bin getroft und zage nicht, denn Gott ist selbst mein Heil und Licht. von der Zubereitung zum Tode. 4. Wie sollt' ich vor dem Tode beben, da du für mich, Erlöser, starbst? er ist durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbst. Wie du ihn sahst, will ich ihn sehn, wie du, so werd' ich auferstehn. 5. Laß Qual und Leib mein Grab umringen und mir den legten Schrekken dráun; du halfft mir, Herr, die Welt bezwingen, den Tod darf ich mit dir nicht scheun. So nab' dem Lohn, den Gott verspricht, so nah' am Ziele fink' ich nicht. 6. Du wachest über meine Seele, wenn ihre Stärte sich verliert, giebst deinem Engel schon Befehle, der sie zu deinen Freunden führt, des Todes Nacht um mich verscheucht, und mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich will dich noch im Tod' erheben, selbst nah' am Grabe preis' ich dich; denn ewig werd' ich vor dir leben. Wie segnet dann dein Untlig mich! o Tod, o Sterben, mein Gewinn! wohl mir, daß ich erlöset bin! Mel. Christus, der ist mein Leben. 542. Mein Jesus iſt mein ein Jesus ist mein Leben. Reißt schon der Tod mich hin; was sollt' ich ångstlich beben? der Tod ist mein Gewinn. 339 Jor sdísz( 1 abur alga 360 289 2. Wer an ihn glaubt, wird selig. Dies Wort steht ewig fest. Die Freuden sind unzählig, die es mich hoffen läßt. Mel. Getreuer Gott, wie viel.— 37. 543. er du die Liebe selber bist, und gern uns Menschen segnest; ja selbst dem, der 3. Drum fahr' ich hin in Frieden zu dir, o Jesu Christ; von dir stets ungeschieden, der du mein Bruder bist. 4. Du kennest meinen Glauben; und keine Furcht noch Pein wird mir auch nun ihn rauben. Ich bin und bleibe dein. 5. Bald hab' ich überwunden! schon weicht die Finsterniß; denn, Herr, durch deine Wunden ist mir der Sieg gewiß. 6. Durch sie bin ich gereinigt; durch sie mit Gott versöhnt; durch sie mit dir vereinigt und bald mit Preis gekrönt. 7. Wer kann dich g'nug erheben? Du hast, Sohn Gottes, dich für uns dahin gegeben. Heil mir! du auch für mich. 8. Du wolltest Strafe dulden, die ich doch auf mich lud. Du tilgtest meine Schulden ganz durch dein göttlich Blut. 9. Geheilt ist nun mein Schade. Im Himmel ist mein Theil. O theure, hohe Gnade! o unaussprechlich's Heil! 10. Erlöser! sieh, ich sammle noch meine legte Kraft, und preise dich, und stammle, welch Heil du mir gez schafft. 11. 3a dir, Herr! will ich flehen, so lang' ich lallen kann. Du kannst mein Innres sehen, und nimmst auch Seufzer an. 12. Du selber hilfft mir ringen; allmächtig hilfst du mir, in's Leben durchzudringen. Bald, bald bin ich bei dir. 13. Owohl mir! ich vollende nun bald den schweren Lauf. Du nimmst in deine Hände den Geist, mein Heiland! auf. ( 9) an 44) Von der Liebe des Nächsten. dein Feind noch ist, mit Wohlthun doch begegnest! o bilde meinen Sinn nach dir, und laß mich doch, mein Heiland, hier, wie du gewandelt, 19 Zweiter Theil. Von der Liebe des Nächsten. 290 wandeln. Die können keine Christen ſeyn, die sich nicht andrer Wohlfahrt freun, und menschenfeindlich handeln. -- 2. Dein Leben in der Sterblichkeit war für die Menschen Segen. Dir folgten Lieb' und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen. Wohin du gingst, ging Wohlthun mit, dein Wort, dein Werk und jeden Schritt begleitete Erbarmen, Du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verderben zu befrein, und starbst zum Heil uns Armen. 3. Auch jetzt noch auf der Himmel Thron bist du das Heil der Sünder Auch da bleibst du, o Gottesſohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst den Deinen wahre Ruh', und die Verirrten suchest du auf rechten Weg zu leiten. Du hörst der Seuf zenden Gebet und brauchest deine Majestát, nur Segen auszubreiten. 4. Olaß in meiner Pilgrimschaft mich auf dein Vorbild sehen.-Erfülle mich mit Lust und Kraft, dem Nach sten beizustehen, betrübter Herzen Trost zu seyn, mich mit den Fröhlichen zu freun, mit einenden zu klagen. Laß mich dem, der sein Herz mir Mel. O Gott, du frommer Gott: 8. gieb mir, o Gott! ein weiht, ein Herz voll frommer Red- 545. Gi Herz, das jeden Menlichkeit und Treue nicht versagen. schen liebet; bei seinem Wohl sich freut, bei seiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennug, und Neid, und Härte flicht, und sich um andrer Glück, als um sein Glück bemüht. 5. Laß mich mit brüderlicher Huld den Strauchelnden erwecken; durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld des Nächsten Fehler decken. Mein Untlig sey nie fürchterlich! und meine Seele neige sich zu des Bedrängten Flehen; so wird mich in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hålt, der Liebe Lohn erhöhen. nicht blos für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 3. Sein Heil ist unser aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? daß Gott mich schuf, und mich versühnt, hab' ich dies mehr, als sie verdient? Mel. Mach's mit mir Gott. 26. o jemand spricht: ich 2. Seh' ich den Dürftigen, so laß mich gütig eilen, von dem, was du mir giebst, ihm hülfreich mitzutheilen. Laß mich gern dienen, nicht groß vor der Welt zu seyn, und mich verchrt zu sehn; nein, Menschen zu erfreu'n. 3. Dies sey mein Gottesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, müss' andern 544. ſtets mein Herz mit und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohlthat an: nein, was ich Brüdern thu', das sey dir, Gott, gethan. mit Se 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Durftigen begegnet, ein Blick voll Trost, mit dem mein Herz Bedrängte segnet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer andre stärkt, doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und handelt ganz dawider. Gott ist die Lieb', und will, daß ich den Nächsten liebe, gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt 4. Du schenkst mir tåglich so viel Schuld, du, Herr, von meinen Tagen! ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeih'n, dem du vergiebst? und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier gethan, den Kleinsten auch von dieſen, das siehst du, mein Erlöser, an, als hätt' ich's dir erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch seyn, und dich in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, und nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist, ein Herz, das dich durch Liebe preist. der Liebe des Nächsten. 291 4. Laß mich aufrichtig schågen deine Gaben, die andre, Herr, von deiner Güte haben. Es müsse nie mein Herz des Nächsten Freuden boshaft beneiden. - Zweiter Theil. Von nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. 5. Eilt wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten; so laß mich sorgsam seyn, der Brüder 3wist zu schlichten. Aus Schmähsucht fránke nie mein Mund des Nächsten Ruh'; er rühme sein Verdienst, deck' seine Fehler zu! 6. Die Rach' ist dein, o Gott! du sprichst: ich will vergelten, drum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich dem ver13. Mel. Der Spötter Strom. ur Liebe ohne Heuchezeih, der mir zu ſchaden ſucht, den 547. Nutei zeigt, ob man net liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. geboren sey; sie zeigt vom wahren Christenthum; sie ist des Menschen höchster Ruhm. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlergehen mit eingeschränktem Blick bei meinem Nächsten sehen. Noch stärker müsse mich sein ewig Glück erfreun, und ihm zum Seelenheil mein Herz behülflich seyn. 2. Gott ist die Liebe; du sein Kind, wenn dich der Nächste liebreich find't. Wer ohne Lieb' ist, kennt nicht Gott, ist noch in seinen Sünden todt. 8. Den, der im Glauben wankt, im Glauben zu bestårken; den, der noch sicher ist, bei seinen Fleiſcheswerken, von der verkehrten Bahn auf rechten Weg zu ziehn, dazu verleih' mir Kraft und segne mein Bemühn. 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seelen Triebe, durch deine Lieb' und Furcht, zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den Nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen seyn. Beter shots Mel. Ich will mein Gott. 55. ilf, Jesu! daß ich meinen 546. Hilf, Seju! daß ich meinen Nächsten liebe; durch lieblos Nichten ihn ja nicht betrübe, ihn nicht verläumde, noch durch falsche Ranke sein Herze kranke. 2. Gieb, daß ich nachsichtsvoll des Nächsten Fehle, so viel ich immer kann, der Welt verhehle/ und, wenn er fällt, auf mich, der ich noch steye, mit Vorsicht sehe. 5. Laß mich, mein Heiland, immer mehr auf Erden, an Lieb' und GütigGieb dazu feit dir ähnlich werden. Kräfte, Herr, so will ich droben dich ewig loben. 3. Hilf, daß ich klüglich ihn zu bessern trachte, und seiner Seelen Wohl recht theuer achte. Denn du Denn du haft selbst für sie in Todesbanden viel ausgestanden. **** - 3. Kannst du des Nächsten Elend fehn, und ungerührt vorüber gehn, so 10 steht's um deinen Glauben schlecht; ſo ist dein Christenthum nicht ächt. 4. O sprich nur nicht: er ist mein Feind, wie kann man seyn des Feindes Freund? der Feind bleibt ja dein Fleisch und Blut; thu', was der Samariter thut. 5. Hat dich denn Gott nicht stets geliebt? Gott, welchen du so oft betrübt? Gleichwohl vergißt er 3orn und Nach'; o folge diesem Beiſpiel nach. 6. Den liebt ein Heide, der ihn liebt; dem giebt er wieder, der ihm giebt. So schránket sich der Christ nicht ein; auch Feinden wird er gütig seyn. 7. Dein Herz sey voll von Lieb' und Huld, voll Demuth, Sanftmuth und Geduld, so wirst du vieler Feinde los, uno dein zukünft'ger Lohn ist groß. 8. Nun, Gott, der du die Liebe bist, gieb, daß ich als ein wahrer Christ nach deinem Beispiel liebreich sey, aufrichtig, ohne Heuchelei. 9. Dann nimm mich, nach vollbrachtem Lauf, an jenen Ort des Friedens auf, wo dich und jeden Menschenfreund die Lieb' auf's innigste vereint. 19* ( bimo juo thim isllour 292 LASE 45) Von der 630 YOU Mel. Kommt her zu mir, spricht.- 238. 548. u liebst, o Gott! Gerechtigkeit, und hasfest den, der sie entweih't, am Nächsten Unrecht übet. Du bist's, der jedem seinen Lohn, ohn' alles Ansehn der Person, nach seinen Werken giebet. 5. Laß mich beständig dahin sehn, 2. Gerechter Gott! laß deinen Geist mit jeglichem so umzugehn, wie ich's zu dem, was recht und billig heißt, von ihm begehre; damit ich keines stets meine Seele lenken. Nie komm' Menschen Herz durch meine Härte es mir doch in den Sinn, aus schno- je mit Schmerz und Kümmerniß beder Habsucht und Gewinn des Nächsten Recht zu frånken. schwere. 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Brust, und laß mich stets mit wahrer Lust der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf unrecht denkt, nur Schaden sucht, und andre fränkt, wie kann das Brüder lieben? Gerechtigkeit. 4. Nie seufze jemand über mich! mein ganzes Herz bestrebe sich, dem Náchsten gern zu geben, was er mit Recht verlangen kann, und immerfort mit jedermann in Einigkeit zu leben. 2. Laß mich meines Nächsten scho= nen, willig tragen seine Last! und so lang' ich hier soll wohnen, bleibe 3antsucht mir verhaßt! denn das ist, o Gott, dein Wille, und die Eintracht liebest du: o, so hilf auch mir dazu! gieb ein Herz mir, das die Stille, und den Frieden sucht und liebt, das statt Rache Sanftmuth übt. 6. Herr! mit dem Maaß, damit ich hier dem Nächsten messe, wirst du mir dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur Billigkeit, so werd' ich auch zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen. 46) Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. Mel. Der Du uns das Heil. 108. zorns Raserei nie des Herzens Meister sey. 2ott, der du die Men549. schen liebest, der du nicht ein strenges Recht, sondern lauter Gnade übest an dem sündlichen Geschlecht! laß mich deinen Geist beleben, daß ich, Vater, als dein Kind, liebreich sey, wie du gesinnt. Herr, du wollst den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachsicht zeigt, und mit Sanftmuth spricht und schweigt. 4. Wer mir flucht, den will ich segnen, so wie mein Erlöser that, und dem nachsichtsvoll begegnen, der zum 3anken Neigung hat. Für die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedensfürst, wenn du Menschen richten wirst, ausgeföhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens! segne du mich mit deiner Kraft dazu. 5. Ewig Heil ist dem beschieden, der nach frommer Eintracht strebt. Höchster! gieb mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; denn wenn er das Herz regiert, wird, was zu der 3wietracht führt, niemals Uebermacht gewinnen; bis einst in der Herrlichkeit ew'ger Friede uns erfreut. 3. D, wie wird das Herz beschweret, durch des Bornes Leidenschaft! 3anksucht und der Haß verzehret nach Mel. Herzliebster Jesu, was.- 131, und nach des Körpers Kraft, hemmt 550. Herr, mein Verſöhner! den Lauf von unsern Jahren, macht zum Himmel ungeschickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt! ach, du wollest mich bewahren, daß des Jahdu test! und noch zur Rechten Gottes für mich bittest! erweck in mir, du Muster wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe. Zweiter Theil.-- Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 293 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? du schalt's nicht wie 551. Het nicht zu ermeſſen! Mel. Herzliebster Jesu, was. 131. err! deine Sanftmuth ist der, als man dich gescholten. Du segnetest mit Wohlthun nicht blos Freunde; nein selbst auch Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen andre brennen? ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten, und wieder, schelten? sube unico mis 4. Wie kann ich: Vater! zu dem Höchsten sagen, und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, und Rache schreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Jünger ist nur, der wie du, vergiebet, und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seelen Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe; vertilge durch die Lust zu deinem Namen der Rachgier Samen. 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich, ihr unrecht übersehen. Laß mich, wenn sie mich auch empfindlich kranken, an dich ge= denken. 8. Erwecke denn, o Herr, in meinem Herzen, auf's neue das Gedächt= niß jener Schmerzen, die du in deinen schweren Leidensstunden für mich empfunden. 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, den, der mir flucht, voll Großmuth, wie du, segHerr, mache gegen alle, die mich hassen, mein Herz gelassen. nen. wie viel hast du vergeben und vergessen; ach, führe mir doch deine große Güte recht zu Gemüthe! 11. Du schüßest den, der redlich vor dir wandelt, und überall nach deinem Vorbild handelt. Drum laß in Ullem mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. 2. Du segnetest, die deinen Namen fluchten; und heiltest die, die dich zu fangen suchten; und zeigtest unter deiner Feinde Toben der Langmuth Proben. 3. Uch, glich' ich dir, o Heiland! ich bekenne, daß ich noch oft von schnellem 3orn entbrenne, und mich vor dir gar leicht durch eigne Rache verwerflich mache! 4. Ich muß es wehmuthsvoll vor dir, Herr, klagen; mein stolzes Herz kann, leider! wenig tragen; und schwerlich weiß sich, wenn mich andre haffen, mein Herz zu fassen. 5. Vergieb mir, Herr, und wende mein Verderben; bei Zorn und Haß läßt sich dein Reich nicht erben. Und jener Tag vergilt nach strengem Rechte dem harten Knechte. 6. So hilf mir denn die wilde Glut ersticken; laß sich dein Bild in meine Seele drücken! so werd' ich mich versöhnlich finden lassen, den Feind nicht hassen. 7. Flucht mir die Welt, so laß mich, Herr, sie segnen; und ihrem Grimm mit Freundlichkeit begegnen; daß mich das Bose, das ich dann empfinde, nicht überwinde. 8. Verleih' mir das um deiner Sanftmuth willen; so erb' ich auch im Lande deiner Stillen die Selig= keit, wozu sie jenes Leben einst wird erheben. 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd' ich sonst mein ganzes Glück verlieren: o Herr, so laß mich, ihr zu wider: 552. stehen, auf dich dann sehen. Mel. Man betet, Herr, in 3ions.- 50. ie will ich dem zu schaden suchen, der mir zu schaden sucht. Nie will ich meinem Feinde fluchen, wenn er aus Haß mir flucht. Mit Güte will ich ihm begegnen, nicht drohen, wenn er droht. Wenn er mich schilt, will ich ihn segnen: dies ist des Herrn Gebot. Zweiter Theil. Von der Dienstfertigkeit zc. 294 2. Er, der von keiner Günde wußte, vergalt die Schmach mit Huld, und litt, so viel er leiden mußte, mit Sanft muth und Geduld. Will ich, sein Junger, wieder schelten, da er nicht wie der schalt? mit Liebe nicht den Haß vergelten, wie er den Haß vergalt? - 3. Wahr ist's, Verläumdung dulden müssen, ist eine schwere Pflicht. Doch selig, wenn ein gut Gewissen zu unsrer Ehre spricht: dies will ich desto mehr bewahren; so bessert sich mein Feind, und lehrt mich weiser nur verfahren, indem er's böse meint. 2012 may - 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit. Mel. O Gott, du frommer Gott. 8, Er sieht auf wirkt seine Gütigkeit. 553. Wie selig lebt ein Mensch, seinen Gott, der Liebe ihm gebeut. der Dienstbegierde kennet, und ihre Pflicht zu thun aus Menschenliebe brennet! der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienst der Welt verbind't, Beruf und Eid und Umt schon in sich selber find't. 7. So laß mich auch gesinnt, mein Gott! durch Christum werden! voll regen Eifers sey mein Leben hier auf Erden, so núglich, als ich kann, dem Náchsten stets zu seyn; dann geh' ich einst, o Gott, in's Reich der Liebe ein. 2. Dir, Höchster, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch DienstMel. Nun ruhen alle Wälder. 48. befliſſenheit sucht er dies zu erreichen; 554. Du, aller Menschen Vaz er Wohl allein gemacht; er hält sich für die Welt von dir hervorgebracht. Bes rather in allem, was uns drückt! was wir hier Gut's genießen, das läßt du uns zufließen; du bist's, der unser Herz erquickt. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienst und Kräfte, ihr nügen, ist für mich ein seliges Geschäfte. Als Glieder schuf uns Gott, als Bürger einer Welt, in der des einen Hand die Hand des andern hält. 2. Du láßt dich bei uns Sündern durch Undank nicht verhindern, uns segnend zu erfreun. 3u ew'gen Seligkeiten uns Sterbliche zu leiten, wird ewig dein Vergnügen seyn. 3. Wie groß ist deine Milde! Barmherz'ger Vater! bilde mein Herz nach deinem Sinn, daß ich der Noth der Urmen mich willig mög' erbarmen! nimm alle Härte von mir hin. 4. So denkt der Menschenfreund; und das ist sein Bestreben, so treu, als er sich lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Nächsten Heil sein eignes Himmelreich; er fühlet fremde Noth, als tráf' ihn selbst der Streich. 5. Er eilt dem, der's bedarf, mit Hülfe beizustehen; sein Unsehn und sein Freund, sein Stand, sein Wohlergehen, sind Mittel, die er braucht, behülflich gern zu seyn, und einen Leidenden mit Troste zu erfreun. 4. Ich will mich vor den Fehlern hüten, die er von mir ersann; uno auch die Fehler mir verbieten, die er nicht wissen kann. So will ich mich durch Sanftmuth råchen, an ihm das Gute sehn, und dieses Gute von ihm sprechen: wie könnt' er långer schmäh'n. 6. Was andrer Nothdurft heischt, das reizet seine Triebe, auch ohne Ruhm und Lohn zu wahrer Menschenliebe. Kein Stolz noch Eigennug 5. In seinem Haß ihn zu ermüden, will ich ihm gern verzeih'n, und als ein Christ bereit zum Frieden, bereit zu Diensten seyn. Und wird er, mich zu untertreten, durch Güte mehr erhigt, will ich im Stillen für ihn beten und Gott vertrau'n: Gott schüßt. un 1 4. Gieb, daß ich willig gebe, mich wohlzuthun bestrebe, so wie mein Heiland that, der göttliche Erbarmer, den kein bedrängter Armer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt' in mir die Triebe der mitleidsvollen Liebe. Wie du mir Gut's gethan; so laß, um deinetwillen, mich andrer Nothdurft stillen, so oft ich sie nur stillen kann. Zweiter Theil. Vom rechten Gebrauch der Zunge. 295 6. 3um Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung stärken; vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, sey, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefällt. 4. Wer harret, bis ihn anzuflehn, ein Dürft'ger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, der im Verborg'nen weinet, nicht gütig forscht, ob's ihm gebricht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. TAS -- 7. Laß mich hier reichlich säen. Denn, Herr, was hier geschehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier gern hilft und giebet, und sich im Wohlthun übet, der erndtet dort die Herrlichkeit. 790 CAN Mel. Mach's mit mir Gott. 26. dieser Erden Güter 6. Wer für der Armen Heil und 555. Wer hat und sieht den Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet; nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. od 190 7, 3war du, mein Geist! vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben: doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünchest dir die Kraft dazu, und sorgst dafür: so liebest du. 198 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so such' ihn zu beleben! denk' oft: Gott ist die Lieb', und mir hat er sein Bild gegeben. Ja, Hochster! was ich hab', ist dein; sollt' ich, wie du, nicht gütig seyn? aid 200 dni abituals dra Nächsten leiden, und macht den Hung rigen nicht satt, låst Nackende nicht fleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht, und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 2. Wer seines Nächsten Ehre schmäht, und gern sie schmähen höret, sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, und nichts zum Besten kehret; nicht dem Verläumder widerspricht, der liebet seinen Nächsten nicht. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den Nächsten unterstüget, doch nur aus Stolz, aus Eigennuß, aus Weichlichkeit ihm núßet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, auch der liebt seinen Nächsten nicht. 5. Wer andre, wenn er sie beschirmt, mit Hårt' und Vorwurf quâlet, und ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nachster fehlet: wie bleibt bei seinem Ungestům, Gott, deine Liebe wohl bei ihm? 48) Vom rechten Gebrauch der Zunge. - Mel. Ach Gott, vom Himmel. 215, Nächsten Glimpf und Nuß, der Un556. Die Bunge, die vernehm- ſchuld und der Schwachen Schuß belich spricht, hat dir meine dein Gott gegeben. Welch ein Geschenk! mißbrauch es nicht, sie bringet Tod und Leben, sie stürzt in Unglück, hilft in Noth; sie fluchet und sie segnet Gott, so gut ist sie, so bose! 2. Gott! laß in meines Herzens Grund stets Recht und Wahrheit siegen. Dann mag das Herz in meinem Mund der Welt vor Augen liegen: dann werd' ich von Verstellung frei, der Wahrheit und dem Recht getreu, nicht mit den Lippen sünd'gen. 3. 3u deiner Ehr', zu andrer Wohl soll ich mein Thun stets lenken; laß dann auch, wenn ich reden soll, mich diesen Zweck bedenken. Dein Lob, des 4. Schandbare Worte, frecher Scherz, unheilge Spottereien, verrathen ein verderbtes Herz: davon mich zu befreien, so wirk' auf mich durch deinen Geist, daß Herz und Mund dich, Höchster, preis't, wie Christen es geziemet. 5. Was züchtig, keusch und ehrbar ist, was wohl und lieblich klinget, das redet billig nur der Christ. Er spricht, wenn's Nußen bringet; er schweigt, wenn Schweigen besser ist; er bildet sich stets, als ein Chrift, nach seines Heilands Muster. 6. wehe dem verwegnen Mund, der einen Fluch nicht scheuet! wie wird des Herzens Leichtsinn kund und 296 3weiter Theil.-Vom rechten Gebrauch der Zunge. oft zu spät bereuet! ach, fluchen brin- Mel. Uch Herr, mich armen Günder.-67. get Fluch und Noth, und, wenn nicht 558. Wohl dem, der richtig folgt, den mich bewahren! wolle 7. Gieb, Gott! daß ich, der Lügen Feind, des Teufels Arglist hasse, und mich stets als ein Menschenfreund aufrichtig finden lasse. Der Lügner Theil ist jener Pfuhl! die jauchzen einst vor Gottes Stuhl, die Treu' und Wahrheit lieben. Mel. Alle Menschen müssen sterben.- 82. 557. Laß mich, Höchster! darnach streben, stets der Wahrheit Freund zu feyn! jenes freudenvolle Leben nimmt nicht freche Lúgner ein. Denn vor deinem Angesichte werden sie beschämt zunichte, so wie Satans Trug und List, der der Lügner Vater ist. 2. Undern zu gefallen lügen, leeren Schwägern gleich zu seyn, heuchelnd Brüder zu betrügen, Herr! das falle mir nie ein! Wahrheit leit' an allen Orten mich in Werken und in Wor= ten. Redlich sey des Herzens Grund, redlich spreche auch mein Mund. 3. Die der Falschheit sich ergeben, sind vor dir, o Gott! ein Gráu'l; und ein unglückselig's Leben bleibt gewiß ihr künftig's Theil. Hier schon trifft verdiente Schande sie bei Redlichen im Lande. Denn ein jeder Menschenfreund ist der Falschheit Rånken Feind. 4. Schmåht mich, ohne mein Verschulden, der Verläumder Låstermund; Herr, so laß mich still erdulden. Einst wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht långer schweigen, meine Unschuld zu bezeugen, o so gieb, daß stets dabei Herz und Mund voll Sanftmuth sey. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte 3euge meines Wandels bist; daß kein eing'ges meiner Worte deinem Ohr verborgen ist; das sey stets mir im Gemüthe, daß ich mich vor Lügen húte, denn du liebst den WahrheitsFreund, und bist falschen Herzen feind. ein Wahrheitsfreund, in Wort und Werken handelt, und das ist, was er scheint; der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit übet, sich unbefleckt erhält. 2. Wohl dem, der Lügen hasset, und der, so oft er spricht, so seine Reden fasset, daß er die Wahrheit nicht mit Vorbedacht verleget, und der an allem Ort sich dies vor Augen seget: Gott merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, daß sein Gemüthe, Herr, deine Rechte übt! Ihn leitet deine Güte, er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 4. Herr! drücke diese Sache mir tief in's Herze ein; daß ich's zur Pflicht mir mache, der Lügen Feind zu seyn. Erinn're mein Gewissen, du hasfest Heuchelei, damit ich stets beflissen der Treu' und Wahrheit sey. 5. Nie laß mich was versprechen, das ich nicht halten kann, und nie Zusagen gethan; nie mich den Stolz verleiten, und nie des Beiſpiels Macht, als Wahrheit auszubreiten, was ich doch selbst erdacht. deiner Weisheit Licht, Herr, meine 6. Doch laß zu allen Zeiten auch Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb', und wisse, wann ich für andrer Wohl und für mich reden müsse, und wann ich schweigen soll. 7. Wenn je, um mich zu drücken, des Feindes Anschlag gilt, der sich bei bösen Tücken in guten Schein verhüllt; so starke meine Seele, daß sie nicht unterliegt, und alles dir befehle, durch den die Unschuld siegt. 8. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das, Gott, zu dir sich hält, das soll mir niemand rauben; so kann ich aus der Welt einst mit der Hoffnung gehen: ich werde, als dein Kind, dich mit den Frommen sehen, die reines Herzens sind. A. Übermals ein Jahr verflossen Uch Gott, du unser Lebenslicht Uch Gott und Herr Uch Gott vom Himmel sieh Num. da CS. 468 Chrift! alles, was dich 423 290 Register über sämmtliche Lieder, nach der Nummer des Liedes. Auf, Christen, preis't Auf dich allein, Herr Jesu Auf dich, Herr! nicht auf Auf! Jesu Jünger, freuet Auf, meine Seele, singe Auf, mein Geist, dem Herrn Auf, mein Herz, ein froher Auf, o Seele, werde munter Auf, o Sünder, laß dich Auf, tråger Geist! laß das B. Bald oder spåt des Todes Bedenke, Mensch, das Ende Beficht du deine Wege Befreie meinen Geist Begleite mich, o Christ! Beglückter Stand, getreuer Begrabt den Leib in seine. Besingt Gott Zebaoth Bewahre mich, Herr Bringt her, ihr Mächtigen Bringt Preis und Ruhm 215 421 Uch Gott wir treten hier Ach! Herr, lehre mich bedenken Uch schone doch, o großer Uch was bin ich, mein Erretter 80 Allmächtig großer Gott 75 Allwissender, vollkomm'ner Als Jesu jegund sterben Also hat Gott die Welt Um Kreuz erblaßt der M. Unbetungswürd'ger Gott Un dich, mein Gott An diesem Tag frohlocken An dir allein hab' ich gesündigt 295 Auf! auf! mein Geist 18 540 239 24 222 102 155 14 358 173 436 308 373 176 448 393 156 486 284 274 349 193 67 418 145 on Damit ich meine Seele Dein bin ich, Gott, dein Dein bin ich, Herr, dir Dein, Gott, ist Majestát Dein Heil, mein Geist 331 426 D. 140008 Dein sind wir, Gott! in Dein Will' ist's, großer Dein Wort, o Höchster Der du das Daseyn mir Der du die Liebe selber im Der du mich als ein Vater. Der du uns als Bater liebest Der du uns das Heil Der du Verstand und Tugend Der du voll Blut und Der ew'ge Gott und höchste Der Held hat überwunden Der Herr des Himmels Der Herr fährt auf gen Der Herr ist Gott und keiner Der Herr ist gut, in dessen Der Herr ist meines Lebens Der Herr ist meine Zuversicht Der Herr lag in das Grab Der Herr, mein Hirt Der König aller Welt Der Spotter Strom reißt Der Tag ist hin; du aber Der Tag ist wieder hin Der unsre Menschheit an 297 254 Des Leibes warten und 266 Des Vaters und des Sohnes 463 Dich bet' ich an, erstandner Der Wollust Reiz zu widerstr. Des Donners schreckendes 747 Num. 383 Dich, mein Jesu, laß ich Dich seh' ich wieder, Morgenl. 160 Die Erd' und was darinnen 505 70 332 333 398 261 495 7 11 543 359 200 108 337 133 379 158 494 174 15 243 387 375 157 259 65 13 483 489 192 509 428 510 205 162 230 475 186 298 Die Herrlichkeit der Erden Die Himmel rühmen Gottes Die Himmel rufen, jeder Die Quell', woraus der Dies, Christen! ist der Dies ist der Tag, den Gott Dies ist der Tag, zum Segen Die Zunge, die vernehmlich Dir allein hab' ich gesündigt Dir dank' ich für mein Leben Dir, Gott, sey Preis und Dir, mein Gott! will ich Dir, unser Gott! ist niemand Dir, Vater! dankt mein Du, aller Menschen Vater Du bist ja, Jesu, meine Du bist's, dem Ruhm und Du, der Herz und Nieren Du, der kein Böses thut Du gabst mir, Ew'ger! Du, Gott, du bist der Herr Du hast, mein Vater, und Du hast uns, Herr, die Du Herr der Seraphinen Du, Herr, haft aus Barmb. Du Herr und Meister Du klagst! o Christ, in Du flagst und fühleſst die Du liebst, o Gott, Gerecht. Durch Adams Fall ist erst Durch dich, o großer Gott Durch so viel Schein gestärkt Du reicher Gott der Urmen Du sagst: ich bin ein Chrift Du Vater deiner Menschenk. Du weiser Schöpfer aller Du wesentliches Ebenbild Du willst, Gott! daß mein Edler Geist im Himmelsth. Ein Herz, o Gott, in Leid Ein Jahr der Sterblichkeit Ein Pilger bin ich in der Ein ruhiges Gewissen Eins ist Noth! ach Herr Ein starker Schuß ist unser Entehre nicht mein Herz Entflohen sind auch diesec Erbarm' dich, Herr, du Erfülle, Herr, doch selbst Erhabner Gott, was reicht. Erhalt uns, Herr, bei Register. 88 46 42 84 Erheb' dein Herz, thu' auf Erhebet Gott durch neue Erhebet Gottes Heiligkeit Erhebe vom Geräusch der 493 Erhebt den Herrn, ihr 109 Erhebt, erhebet Gottes Erhöhter Jesu! Gottes Erinnre dich mein Geist Er kommt, er kommt zum Erlöser, sieh' auf uns herab Es eilt der letzte von den Es hilft uns unser Gott 491 556 287 Es ist das Heil uns kommen Es ist noch eine Ruh vorh. Es ist vollbracht! so ruft S. 229 Fürwahr, du bist, o Gott 534 191 367 430 71 532 438 388 52 304 203 276 554 148 416 Es lag die ganze Welt 99 447 Es zieht, o Gott! ein Kriegesw. 420 347 Ew'ge Liebe, mein Gemüthe 78 91 516 48 279 464 Freiwillig hast du dargebracht 170 376 Frohlocke mein Gemüthe 150 461 481 53 530 531 548 90 451 69 422 342 362 25 122 8 Frohlocket jung und alt Für alle Güte sey gepreist 823 64 437 149 101 283 Gedanke, der uns Leben Geist vom Vater und vom Gelobet seyst du, Jesu Christ Gelobt sey Gott, ihm will Gelobt seyst du, Herr Zebaoth Gelobt seyst du, o Gott Gepriesen, Gott, sey dein Gerechter Gott, vor dein Gern will ich mich ergeben Getreuer Gott! wie viel Getroft mein Herz, und Gieb mir, o Gott, ein Herz Gott! deine Gnade sey Gott, deine Gnad' ist unser 190 169 9303 206 522 469 252 Gott! der an allen Enden 502 Gott! der du die Menschen 317 Gott, der du für uns deinen Gott, der du unser Vater 208 519 Gott der Juden, Gott der 484 Gott! der uns immer Gutes 339 Gott der Wahrheit, dessen 135 Gott des Himmels und 16 Gott, dir gefällt kein gottlos 211 Gott, du bist von Ewigkeit 95 207 104 441 224 9 482 30 260 37 257 545 110 235 Gott, deine Güte reicht ſo 408 Gott, deine Huld und Gütigkeit 36 56 549 137 2 117 210 378 479 388 20 Gott, du bleibst ewig unsrer Gott, du hast in deinem Gott, durch welchen alle Gottes Lamm, durch dessen Gottes und Marien Sohn Gott, groß von Erbarmen Gott hab' ich alles heimgestellt Gott! hilf mir, daß ich Gott im Himmel und auf Gott ist es, dessen weiser Gott ist mein Sort Gott ist mein Lied Gott ist's, der das Vermögen Gott ist uns Stárk' und Gott mache du mich selbst Gott, meine ganze Seele Gott, mein Vater, Dank Gott, mein Vater, deine Gott ruft der Sonn' und Gott sorgt für mich, was Gott, unserm Gott allein Gott, vor dessen Ungesichte Gott, was muß dein Sohn Gott werde stets von dir Gott, wie rein ist deine Großer Gott, erhabnes Großer Gott, Herr aller Großer Mittler, der zur H. Habe deine Lust am Herrn Hallelujah! Jesus lebet Halt im Gedächtniß Jesum Heiland! deine Menschenliebe Heil'ger Geist, du Himmelst. Heil uns! aus unsrer Herr, allerhöchster Gott Herr, deine Ullmacht Herr, deine Sanftmuth Herr, der du deinen theuren Herr, der du mir das Leben Herr, dir trau' ich auf Herr, du bist meine Zuversicht Herr, du erforschest mich Herr, du fährst mit Glanz Herr, du hast deinem Herr, du kennest mein Verd. Herr, erhöre meine Klagen Register. 518 202 107 453 Herr Jesu, send' uns deinen 127 Herr, laß doch mich recht Herr, laß mich doch gew. Herr, lehre mich, wenn Herr, mache meine Seele Herr, mein Erlöser! nur Herr, meiner Seelen großen 199 87 286 462 432 Herr, mein Licht, erleuchte 10 19 515 213 17 57 434 39 29 124 72 223 121 201 96 313 26 551 363 Heute, sprach mein Heiland 466 Sier bin ich, Jesu! zu Hier ist noch unsre Prüf. Hier liege ich zu d. V. 9. Hilf, Jesu, daß ich meine 396 2. 9. Hilf mir mein Gott, verleihe Höchster! denk' ich an die Höchster Gott, wir danken Höchst erwünschtes Seelenleben 458 Hosianna! Davids Sohn 177 Hüter! wird die Nacht 325 82 187 467 Herr Jesu deiner Glieder Herr Jesu! Gnadenfonne 386 271 23 188 Herr, mein Licht, mein Herr, mein Versöhner Herr, ohne Glauben kann Herr, stårke mich, dein 365 Jauchze, auserwählt Geschlechte Ich armer Sünder, wer 171 Sch bin ein Chrift: Gott Herr, es ist von meinem 476 Herr Gott, du bist die Zuflucht 21 Herr, höre mein Gebet Herr, ich hab' aus deinen Herr Jesu Christ, du höchster 282 535 291 Herr, unser Gott, dich loben Herr, unser Gott, wer Herr, wir stehen hier vor - do 299 # 182 336 3 112 514 497 50384 Ich denk' an dein Gerichte Ich erhebe mein Gemüthe Ich fleh' in tiefster Reue Ich freue mich der frohen Ich bin getauft auf deinen Sch bin, o Gott, dein Eigenth. Ich danke dir von ganzem Ich danke meinem Gott Ich freue mich, mein Gott Ich glaub' an Gott, hoch Sch habe, Gott, mir Ich habe nun den Grund 47 Ich hab' in guten Stunden 81 Sch hoff', o Gott, mit festem 407 Sch tomme, Friedensfürst Ich komme, Herr, und Sch komme vor dein Angesicht Ich preise dich, o Herr Sch schäme mich vor deinem Sch singe meiner Seelen 346 499 12 459 550 305 132 456 40 221 147 233 507 233 546 334 288 5 320 183 297 452 348 258 219 76 382 328 194 236 237 267 255 303 335 92 523 246 307 225 409 232 292 457 300 Register. 541 55 Ich weiß, an wen mein Glaub' 248 Lob, Ehre, Preis und Dank Ich weiß es, Gott, mein 413 Lob, Ehr' und Preis dem Ich weiß es wohl, ich selbst 330 Lobet den Herren, alle Heiden Ich weiß gewiß, daß mein 161 Lobsinge, meine Seele Ich bill dich noch im Tod Ich will mein Gott, du Jehovah herrscht mit Majestät Jehovah, Herr und König Jesu, Urzt todtkranker Seelen Sesu, daß du meine Seele Jesu, durch dein Blut und Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seelen Netter Jesus Christus, unser Heiland Jesu, sieh' mich an in Gnaden Jesus lebt, mit ihm auch Jesus, meine Liebe, lebt Jesus meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an Ihm, der das Licht entstehen Ihr Christen rühmt, erhebt Thr, die ihr war't verloren Ihr Frommen, auf! die Ihr Knechte Gottes, lobt Ihr trüben Sorgen, weicht Ihr Volker, jauchzt mit Ihr Völker in der ganzen Ihr Völker, stimmt nun In allen meinen Thaten In deinem Namen, o Herr SA König, dem kein König Kommt betend oft, uno Komm heiliger Geist, erfüll' Komm, o Gott Schöpfer Komm, o komm, du Geist Kommt her, Mühsel'ge Kommt, laßt euch den Herren L. 63 429 79 Laß deinen Geist mich stets Laß doch, o Jesu, laß dein Laß mich doch nicht, o Gott Laß mich doch, o mein Gott Laß mich, Höchfter, darnach Laßt uns unserm Gott lobsing. Lehre mich, Herr, recht Liebster Jesu, Gnadensonne Liebster Jesu, Trost der Liebster Jesu, wir sind hier 310 319 401 152 Mache dich, mein Geist Mag doch der Spötter Heer Man betet, Herr, in 3ions Mein Auge sieht, o Gott Mein Bundesgott, ach Meine Lebenszeit verstreicht 167 Meinen Jesum laß ich nicht 270 Mein Erlöser, der du mich Mein Erlöser, Gottes Sohn Mein Erlöser hångt am 309 474 198 111 49 442 164 311 172 K. Kaum steigt zu ihrem frohen 163 Kein Lehrer ist dir, Jesu, gleich 120 189 399 Lobsinge Gott mit wahrem Lobt Gott, den Gott der Lobt Gott, der uns den F. Lobt, lobt den Herrn ihr M. Mein erster Wunsch, mein Mein erst Gefühl fey Preis Meine Seel', ermuntre dich Meine Stimme ruft zur 477 Mein ganzer Geist, Gott 439 Mein Geist erstaunt, Ullmacht. 184 Mein Geist soll nun in Gott 118 Mein Gott, ach lehre mich 62 Mein Gott, dir ist bewußt 425 Mein Gott, du wohnest Mein Heiland, deine Größe Mein Heiland lebt, er un Mein Heiland, wenn mein Mein Herz, ermuntre dich Mein Herz, ermuntre dich zum Mein Hort ist Gott, ihn Mein Jesu, du hast unsre 1 197 Mein Jesus ist mein Leben 204 Mein Jesus sitt zur rechten 352 Mein Jesus triumphiret 327 Mein Leben ist ein Pilgrimst. Mein Lebensfürst, nun fann Mein Lebensfürst zeig' mir Mein Salomo, dein freundl. Mein treuer Gott, dein 143 209 512 Mein Vater und mein Gott 299 Menschen ist's gesest zu 557 103 Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Seufzen klag' ich dir N. 501 97 449 444 166 440 455 68 443 506 312 350 58 324 536 315 220 138 140 473 470 134 397 277 366 377 341 83 355 181 268 269 460 364 374 119 542 180 178 273 130 538 245 256 340 275 100 405 412 289 Nach einer Prüfung kurzer 278 4 Nach meiner Seelen Seligkeit 500 Gebete. 200 303 Morgengebete. Gott, ott, Schöpfer und Herr Himmels und der Erden, barmherziger Wohlthäter und Vater der Menschen, dich bete ich als den Urheber und Erhalter meines Lebens, als den Gotf meines Heils, als die einige und unerschöpfliche Quelle meiner Glückseligkeit demüthigst an. Dir danke ich mit Freuden für mein Leben, für meine Gesundheit, für meine Kräfte, für alle geistliche und leibliche Vortheile, die ich besitze. Dir danke ich insbesondere dafür, daß du mich diese Nacht mit deinem mächtigen Schuhe bedeckt, daß du alle Gefahren, die mir droheten, von mir abgewandt, daß du meinen Leib durch einen sanften Schlaf erquicket, und mir neue Kraft und neues Leben eingeflößet hast. Gott, deine Gute ist alle Morgen neu, und deine Treue ist sehr groß. Sie übertrifft alle unsere Verdienste unendlich: sie ist weit größer, als daß wir dir jemals würdig genug dafür danken könnten. Wer bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du auch mein gedenkest und dich meiner so annimmst? ich bin ein Sünder, der deine heiligen Gesetze übertreten, der deine Wohlthaten öfter gemißbraucht, der sich des schåndlichsten Undanks gegen dich schuldig gemacht, und als ein solcher nichts als Ungnade und Strafe verdienet hat. Ja, Herr, wie könnte ich vor dir bestehen, wenn du mit mir in's Gericht gehen wolltest? aber du handelst nicht mit uns nach unsern Sünden und vergiltst uns nicht nach unsern Missethaten. Noch schonest du meiner, wie ein Vater seines Kindes schonet. Noch fährst du fort, mich zu segnen und mir Gutes zu thun. Noch willst du mich durch Güte zur Buße leiten. Noch schenkest du mir Zeit und Kräfte, an meiner Besserung zu arbeiten, und meine Heiligung in deiner Furcht zu vollenden. Wie beschamet mich deine Huld und Güte, o Gott, wie reuet es mich, daß ich dich, meinen Vater und Wohlthäter, so oft beleidiget, und dir den schuldigen Gehorsam verweigert habe! Ach, strafe mich nicht, wie ich es verdienet habe. Sey mir gnädig in Christo, deinem Sohne, und verzeihe mir um seinetwillen alle meine Sünden. 304 Morgengebete. Siehe, ich heilige mich dir ganz und gar. Ich verabscheue das Böse, das ich bisher gethan habe, und wünsche nichts mehr, als immer besser, immer tugendhafter und heiliger zu werden. Ich erneuere hiermit in deiner Gegenwart, o Gott, den aufrichtigen Vorsak, alle unordentlichen Begierden, die in mir aufsteigen, zu unterdrücken, alle bösen Gewohnheiten, die ich noch an mir habe, zu bestreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten nicht nach dem Willen meines Fleisches, noch nach dem Beispiel der Lasterhaften, sondern allein nach deinen guten und heiligen Geboten zu richten. Dir, meinem Schöpfer und Herrn, zu gehorchen, deiner Gnade und deines Beifalls mich zu versichern, nach deinem Bilde erneuert, und dadurch deiner seligsten Gemeinschaft fähig zu werden: dies soll meine Ehre, mein Ruhm, meine ernstliche Bemühung und meine Seligkeit seyn. Ja, ich schwöre es, und will es halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. O Gott, stehe mir selbst mit deiner Gnade bei, dieſen guten Vorsatz mit Treue zu erfüllen, denn ohne dich vermag ich nichts. Schenke mir deinen Geist, der mich erleuchte, reinige, und auf den Weg der Wahrheit und der Tugend führe. Bewahre mich auch heute vor allen Versuchungen zur Sünde, und wenn ich versucht werde, so laß mich nicht fallen. Bewahre mich insonderheit vor den Sünden, zu denen ich am meisten geneigt bin, und die noch die größte Gewalt über mich haben. Gieb, daß ich sorgfältig über mich selbst wache, daß ich allen Anlaß und alle Gelegenheiten zum Bösen fliehe, und jeden sündlichen Gedanken, jede unerlaubte Neigung, die in mir entstehen, unverzüglich unters drücke. Laß die Vorstellung von deiner Allwissenheit und Allgegenwart mich überall begleiten, und mein Herz mit der tiefsten Ehrfurcht gegen dich und deine Gesetze erfüllen. Laß mich oft an den Tod, an das Gericht und die Ewigkeit gedenken, und dadurch weise werden zur ewigen Seligkeit. Erfülle mich mit einer aufrichtigen Liebe gegen alle Menschen, und laß mich meinen Brüdern so nüglich werden, als es die Fähigkeiten, die du mir verliehen, und die Umstände, in welche du mich gesetzet haft, erlauben. Verleihe mir Gesundheit und Kräfte zu meinen Berufsgeschäften, und begleite sie mit deinem Segen. Gieb, daß ich bei meiner Arbeit mein Herz oftmals zu dir erhebe, deine Vorsehung in allem, was mir begegnet, demüthig verehre, und weder dem Geize, noch der Ungerechtigkeit, noch irgend einem andern Laster den Zugang zu meiner Seele verstatte. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Menschen. Laß das Licht deiner Offenbarung sich über alle Völker ausbreiten. Wehre dem Unglauben und dem Aberglauben, und erweitere die Grenzen des Reichs der Wahrheit und der Tugend. Segne unsern Morgengebete. 305 Landesherrn und die Obrigkeiten, die du über uns gefehet hast. Segne die Lehrer, und laß fie reizende Muster der wahren Weisheit, der Liebe und aller christlichen Zugenden seyn. Segne diesen Ort, dieses Land und alle Einwohner desselben. Segne insbesondere diejenigen, die du durch die Bande des Bluts und der Freundschaft mit mir verbunden hast. Gieb, daß wir alle die Pflichten unsers Berufs treulich erfüllen, daß wir das allge nieine Beste unserm besondern Nußen vorziehen, und deine Ehre und das Heil unserer unsterblichen Seele zum letzten Endzwedk aller unserer Bemühungen machen. Erhöre mich, Vater der Barmherzigkeit, und sen mir gnädig um Jesu Christi willen, Umen. Unser Vater zc. 256 Tblispm misd 100 100 st organsda camism bild do 3000 omu olu 1198 umächtiger und unendlich gütiger Gott; deiner gnädigen Vorsehung habe ich es zu danken, daß ich diesen Morgen wiederum erwacht, und gesund aufgestanden bin. Du hast nächtliche Schrecken und Gefahren in Gnaden von mir abgewandt, und mich vor vielem Unglück behütet, das mir ohne deinen Schuß hátte begegnen können. Ich erkenne deine Güte, die diesen Morgen an mir neu ist, und bete zu dir, dem Allgenugsamen: bereite mich selbst zu einem dir wohlgefälligen Lobe, daß ich dich nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit einer gerührten Dankbarkeit des Herzens preise, und mein Leben zu deiner Ehre und nach deinem Wohlgefallen führen möge. Deinem mächtigen Schuhe befehle ich mich darum an diesem Tage und fernerhin. Erhalte mir die Gesundheit und die Kräfte des Leibes und der Seele, und bewahre mich vor solchen Vorfällen, die mir schädlich seyn können. Regiere alle meine Entschließungen, und leite alles mein Thun und Vornehmen, daß es deinem heiligen Willen gemäß feyn möge. Gieb mir ein zufriedenes und freudiges Gemüth, daß ich willig und mit Munterkeit die Geschäfte verrichte, die mein Stand, in welchen du mich geseket hast, mir aufleget. Gieb, daß ich treu und fleißig mich in meinem Berufe beweise, und in allem, was ich thue, rechtschaffen und gewissenhaft handle. Sen auch nach deiner großen Barmherzigkeit mir armen Sünder um Jesu Christi willen gnädig, und verleihe mir den Beistand deines heiligen Geistes zu einer beständigen Besserung meines Lebens. Verhüte in Gnaden, daß ich an diesem Tage mein Gewissen nicht mit vorsätzlichen Sünden beschwere, sondern laß deine Furcht und die Betrachtung deiner Gegenwart mich von allem Bösen zurückhalten, und gegen alle Versuchungen stärken. Wenn ich aus Uebereilung fehle, so wirke durch deine Gnade, daß ich meine Fehler aufrichtig bereue, bei dir Vergebung suche, und in's Kunf 20 306 Abendgebote tige mit mehr Sorgfalt mich vor Sünden hüte. Odu weiser und gütiger Gott, regiere alle Umstände meines Lebens zu meiner wahren und sewigen Wohlfahrt. Dir befehle ich meine Wege, und ich hoffe auf dich, du wirst's wohl machen, Amen. $ 19/ 910 onu bule 830 sormet sid chrud ud sid minstoid axadnojedini alla sier and d mad til sid solle end zor Bod mlijs( bilus t and anis dmr, nodigrad nause misdoled minu sist and Bagan Abendgebete.ind and Gitta im 230 2310 i 30 dim 9) 3920 ich freue mich deiner Güte, o Gott, und komme mit Danken vor dein Ungesicht. Jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick meines Lebens giebt mir neue Beweise von deiner väterlichen Huld und Gnade, und legt mir neue Verpflichtungen zur Dankbarkeit und zum Gehorsam gegen dich, meinen Vater und Wohlthåter, auf. Auch heute hast du dich an mir Unwürdigen nicht unbezeugt gelassen. Auch heute hast du mir in allen Absichten viel Gutes gethan. Wie viele bekannte und unbekannte Gefahren und Uebel hast du durch deine gnädige Vorsehung von mir abgewandt! Vor wie vielen Sünden, die unter allen Uebeln die größesten sind, hast du mich Schwachen bewahret! Wie viele geistliche und leibliche Wohlthaten habe ich aus deiner freigebigen Hand empfangen! Womit soll ich dir, dem Herrn, alles das Gute vergelten, das du an mir gethan hast? Nimm meinen Leib und meine Seele zum Opfer hin. Sie sind dein und deinem Dienste, deiner Verherrlichung sollen sie auf ewig geheiligt seyn. Möchte nur mein Eifer, dir zu gefallen, beständiger, möchte der Gehorsam, den ich dir leiste, reiner und vollkommener seyn! Aber, o mein Gott, wie weit bin ich noch von dem Ziele der christlichen Vollkommenheit entfernt! Wie vieler Nachlässigkeit und Trägheit im Guten, wie vieler Bergehungen und Fehler muß ich mich täglich vor deinem Angesichte beschuldigen! Habe ich wohl den vergangenen Tag in aller Absicht so zugebracht, wie es einem vernünftigen Geschöpfe, einem Christen, einem Erben der zukünftigen Herrlichkeit anständig ist? Habe ich in deiner Furcht gewandelt, und die Empfindung deiner Gegenwart sorgfältig in meiner Seele unterhalten? Habe ich mir das Beispiel meines Herrn und Heilandes zum Muster der Nachahmung vorgesetzt, und durch mein Verhalten bewiesen, daß ich ein Jünger und Nachfolger des demüthigen, des sanftmüthigen, des wohlthätigen und himmlisch gesinnten Jesu sey? Habe ich jeden Anlaß mich selbst zu bessern und Andern nützlich zu werden, begierig ergriffen, prallen Reizungen zum Stolze, zur Eitelkeit, zum Born, zur Unzufriedenheit, zur Wollust widerstanden, und 08 doim Abendgebete. 1sds SAG 307 mich recht sorgfältig gehütet, weder mit Gedanken und Begierden, noch mit Worten und Werken zu fündigen? Habe ich meine Beit meine Kräfte meine Güter so wohl angewandt, als ich es hätte thun sollen und thun können? Habe ich meine Pflichten gegen dich, gegen meinen Nächsten und gegen mich selbst mit der Willigkeit, mit dem Eifer, mit der Treue erfüllt, wie es deine Wohlthaten und meine Schuldigkeit von mir fordern? Bin ich in einer solchen Verfassung, daß ich freudig sterben und mich einer seligen Ewigkeit getrösten könnte, wenn es dir gefallen sollte, meinem irdischen Leben in dieser Nacht ein Ende zu machen? o Gott, wie beschåmet, wie erniedrigt mich diese Prüfung! Herr, wer kann merken, wie oft er fehle! Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler. Gehe nicht in's Gericht mit mir, denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht! Ich bekenne dir meine Sünden und Uebertretungen Ich bereue sie von ganzem Herzen; ich entschließe mich, in deiner Furcht mich immer mehr von allen Befleckungen des Fleisches und des Geistes zu reinigen, und meine Heiligung zu vollenden Stärke mich selbst, o Gott, in diesem guten Vorfate. Stehe mir in der Ausführung desselben mächtig bei. Gieb, daß sich alles, was dir zuwider ist, hasse, und als das größte Uebel meide und fliehe. Gieb, daß ich alles, was dein heiliger Wille von mir fordert, aufrichtig und mit Freuden thue. Laß mir den morgenden Tag heiliger seyn, als den heutigen. Laß mich täglich an Weisheit und Tugend wachsen, und immer mehr nach deinem Ebenbilde erneuert werden. Hege sich Haß und Neid gegen irgend einen Menschen in meinem Herzen, so laß den Schlaf ferne von mir seyn, bis ich ihm verzeihe, bis ich ihm mit Aufrichtigkeit Gutes wünsche, und ihm solches wirklich zu erzeugen geneigt bin. Laß mich so einschlafen, wie ich zu sterben und dereinst vor deinem Richterstuhle zu erscheinen wünsche. Dein mächtiger Schutz bedecke mich und auch die Meinigen in dieser Nacht, damit uns kein Unglück begegne und keine Plage sich zu unserer Wohnung nahe. Schenke mir einen sanften und erquickenden Schlaf. Laß mich morgen, wenn es dir gefällt, mit neuen Leibes und Seelenkräften wieder aufwachen, und gieb, daß ich sie nach deinem Willen und zu deiner Ehre anwende. Tröfte, barmherziger Gott, tröfte meine elenden Mitbrüder, die in dieser Nacht durch Schmerzen und Krankheit, oder andere Arten des Elendes der süßen Ruhe beraubt sind, und mit Verlangen auf den Anbruch des Tages warten! Stärke die Sterbenden und laß fie Gnade vor dir finden. Hindere die Werke der Finsterniß erbarme dich der Sünder und bekehre fie. Dir, Herr, mein Gott, übergebe ich meinen Geist und meine Seele, mein Leben und alle meine Schicksale. Führe mich selbst an 20* 308 Das Gebet des Herrn, umschrieben. deiner Hand, leite mich nach deinem weisen Rath, und nimm mich dereinst in deine Herrlichkeit auf. Ich bitte dich um dieses alles in dem Namen und als ein Jünger Jesu Christi, unsers Mittlers und Seligmachers, Umen.udi dna mallot find sited Es tim fdist him napag- dry milchill manism magag id magse snisd es sic 19 91913 19 tim 1912- med tim isigilli 190 Barmherziger, gnädiger Gott, unter deinem gnädigen Schuhe habe ich abermals einen Tag zurückgelegt. Ich danke dir dafür, und preise deinen heiligen Namen für alle andere unzählige Wohlthaten, die mir deine große Güte und Barmherzigkeit von meiner Jugend an bis auf diese Stunde bei aller meiner Undankbarkeit so mildiglich hat zufließen lassen. Stelle, o Gott, meine heutigen mir bewußten Uebertretungen nicht im 3orn vor dich, noch meine unerkannten Sünden in's Licht vor deinem Ungesichte, sondern wirf sie hinter dich zurück, und sey mir um Chrifti willen gnådig. Laß deine Güte auch in dieser Nacht über mir walten; und wenn meine Augen geschlossen sind, so wache du über mir, du Wächter Ifraels. Nimm mich, die Meinigen und alles, was wir haben, in deinen allmächtigen Schuß. Wende alles Unglück von uns ab, und schenke uns eine süße, erquicente Ruhe, die uns auf den morgenden Tag zu deinem Dienste und zu unseren Berufsgeschäften wiederum geschickt mache, bis wir dereinst würdig erfunden werden, an dem Ende unserer Prüfungstage in die felige Ruhe einzugehen, die du deinen Kindern bereitet hast. Erhöre mich um Jesu Christi, deines geliebten Sohnes willen, Umen. 01790. manis mi nabing manis dropai napon diste oma thi and disgundo do mar och med int diliziar eschlol di dnnsinar estudistglibitul tim di interpo mars DE ug( biror fotoldbinje Das Gebet des Herrn, umschrieben.d ninapinistle gid hun anii chim Unser Vater, der du bist im Himmel, Herr der ganzen Welt, dessen Thron der Himmel ist, welche Ehre und Gnade ist es für uns, daß wir, die wir von Natur Kinder des Bornes sind, dich mit Zuversicht und Vertrauen unsern Vater nennen, und insgesammt unsere Herzen und Hände zu dir aufheben dürfen! Großer Gott und versöhnter Vater in Christo, was können deine so hoch begnadigten Kinder mehr wünschen und bitten, als daß dein Name geheiliget werde? Nur du bist allein groß, herrlich, heilig, und würdig von allen erkannt, geehret und gepriesen zu werden. O laß deinen Namen, deine Tugenden und Vollkommenheiten immer bekannter und herrlicher auf dem ganzen Erdboden werden, so daß vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang Jedermann dich recht erkenne, über alles ehre, fürchte, * 09 Das Gebet des Herrn, umschrieben. 309 liebe, und mit Gedanken, Worten und Werken preise. Und damit dein Name je länger, je herrlicher werde, so komme dein Reich, so laß dein Reich, das du durch deinen Sohn auf Erden aufgerichtet hast, sich immer mehr ausbreiten, daß alle Welt sich dir unterwerfe und dir diene! Regiere und herrsche du in uns durch dein Wort und durch deinen Geist. Zerstöre das Reich des Satans und erweitere die Grenzen deines Reiches durch Erleuchtung derjenigen, die noch in Finsterniß leben, und durch Bekehrung so vieler, die noch auf den Irrwegen des Lasters und des Unglaubens wandeln. Nur dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel, nicht unser verkehrter Wille, sondern dein guter und vollkommener Wille geschehe, so daß wir sowohl in guten als in bösen Tagen deine Befehle ohne Ausnahme, beständig willig und freudig ausüben, gleich wie sie von den Engeln und vollendeten Gerechten im Himmel vollzogen werden. repartis wieds Sin the stod did adni di gr Gieb uns auch heute unser täglich Brot, so viel wir zu unserer Nahrung und Kleidung bedürfen. Wir verlangen nicht Ueberfluß, sondern was wir zu unserer Erhaltung nöthig haben. Wir bitten dich nur um ein gottseliges, demüthiges, dankbares und vergnügtes Herz, daß wir täglich unsere Abhängigkeit von dir erkennen, täglich unser Vertrauen auf dich sehen, und uns arbeitsam und treu in unserm Berufe beweisen. Vor allen Dingen aber bitten wir dich, ach Gott! vergieb uns unsre Schuld, als auch wir vergeben unsern Schuldigern. Erlaß uns alle unsere Schulden, die wir so sehr gehäuft haben, und verfichere uns der Vergebung unserer Sünden in dem Blute Christi. Wirke du selbst in uns eine göttliche Traurigkeit, Reue und Leid über unsere Sünden, daß wir sie hassen und verabscheuen. Gieb uns auch ein versöhnliches Herz gegen die, so uns beleidiget haben, damit wir ihnen so gerne, willig und herzlich vergeben, als du uns vergiebst. Denn wenn wir nicht vergeben, so wirst du uns auch nicht vergeben. Und da wir wohl wissen, wie leicht wir in Sünde fallen, und wie stark und listig unsere Feinde, der Satan, die Welt und unser Fleisch sind, um uns zu stürzen, so führe uns nicht in Versuchung, so laß uns nicht in gefährliche Versuchung zur Sünde gerathen, oder wenn es dir gefallen sollte, uns auf die Probe zu stellen, daß wir von unsern Feinden versucht werden, so stehe uns bei, so stärke und erlöse uns von allem Bösen, damit wir nicht zu Schanden werden. sid finde ud sid puldir ved midboy and to Denn dein ist das Reich, du bist König und Herr über die ganze Welt; alles steht unter deiner Regierung, und muß dir unterthan seyn. Dein ist die Kraft, du bist allein mächtig, 310 Vor dem Genusse des heil. Abendmahls. und kannst unendlich mehr thun, als wir bitten und verstehen. Dein ist die Herrlichkeit in Ewigkeit.om Ewig gebühret dir Ehre, Ruhm und Preis, und wir wollen dich ewig preisen und verherrlichen. Amen. Ja, das ist unser sehnlicher Wunsch und Begierde. Erhöre unser Gebet, das uns dein lieber Sohn ſelbst gelehret hat. Wir bitten dich in seinem Namen, und haben das Vertrauen, daß du unser Gebet gewiß erhören werdest, Umen, da imani ni bon sidsgins d prudusi daud ndoto bud Susilo Bad mappen and wo don sid 309b79g sila misd mic nisdunor en duplgll asd dis 297709 00 bin lommid, misionar2 lun 11 Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. Sindoneu anda oldhist sied nopok narod 100 Herr err, Herr, Gott, barmherzig, gnädig, geduldig, von großer Cady Güte und Treue, der du Gnade beweisest, und vergiebst Missethat, Uebertretung und Sünde, dich bete ich als den einigen wahren und lebendigen Gott, als den Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, und in ihm als den Vater der Barmherzigkeit und den Gott alles Trostes, demüthigst an. Dir danke ich mit gerührtem Herzen für die außerordentlichen Beweise, die du uns durch Christum von deiner mehr als våterlichen Liebe gegeben hast. Du hast ihn, deinen Sohn, für uns in die Welt gesandt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Du hast ihn für uns in den Tod dahin gegeben, und willst uns mit ihm und um seinetwillen alles schenken, was wir zu unserer wahren und ewigen Glückseligkeit nöthig haben. Auch mich, barmherziger Gott, auch mich Unwürdigen hast du zur Erkenntniß dieses großen Heils gebracht. Auch mir bietest du auf die billigsten Bedingungen Vergebung der Sünde, Gnade, Leben und Seligkeit an. Auch mir willst du von diesem allen in dem heiligen Abendmahle die feierlichsten Zeichen und Versicherungen mittheilen, wenn ich, mit wahrer Bußfertigkeit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorsake, ein heiliges Leben zu führen, zu dir nahe. Gott, wie wollte ich entfliehen, und dem Verderben entrinnen, wenn ich eine solche Seligkeit nicht achtete, und durch diesen Beweise deiner Güte mich nicht zur Buße und Dankbarkeit leiten ließe? Nein, ferne sey es von mir, mich eines solchen Verbrechens schuldig zu machen! Ich empfinde den Werth deiner Gnade. Ich bewundre die Größe deiner Barmherzigkeit und Menschenliebe. Ich wünsche sehnlich, an den Früchten der Erlösung, die durch Christum geschehen ist, Theil zu haben, und durch ihn gerecht und selig zu werden. Ich bin willig und bereit, alle Bedingungen, auf welche du mir diese unschätzbaren Vortheile anbietest, zu erfüllen. Vor dem Genusse des heil. Abendmah13. 311 O Gott, verzeihe mir, daß ich bisher meinen Verpflichtungen so oft zuwider gehandelt, daß ich mich nicht dankbarer und geborsamer gegen dich, meinen unendlichen Wohlthåter, bewiesen habe. Meine Sünden haben mich von dir entfernet.id2ber siehe, ich komme wieder zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz sagt gr mir von deinetwegen: ihr sollt mein Untlik suchen. Ich suche es, o Herr! verbirg dasselbe nicht vor mir. Deinem Dienstep o Gott, und dem Gehorsam deiner Gebote sey mein ganzes übriges Leben gewidmet. Ich entfage in deiner Gegenwart allen Sünden, und dein heiliger Wille soll von nun an die einzige Richtschnur meines Verhaltens seyn. Uch, schenke mir selber Kraft und Stärke, meine Gelübde zu erfüllend Laß die Betrachtung deiner unendlichen Liebe, laß den Genuß der Zeichen und Pfänder derselben, die ich an dem Tische meines Herrn empfangen werde, laß die Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die du mir vorhältst, so gesegnete Eindrücke auf mich machen, daß ich alle Versuchungen zum Bösen mit neuem Muthe bestreite, alle Pflichten meines himmlischen Berufs mit neuer Sorgfalt erfülle, und dir bis in den Tod getreu verbleibe. qui? mod tim gold chim bi nd abin is mind omu- tbi2 misd im sdm( 9) vid ned samt mg90 alle jong manise du magace wd and stands msd el omn Heiland der Welt, Herr Jesu Christ, under Wunder deiner Liebe gestiftet. vor deinem Leiden sehtest du das heilige Abendmahl zum Troste deiner Verehrer und zur Stärkung ihres Glaubens ein, und du läsfest mich auch noch jetzt einladen, diesen feierlichen Gebrauch gemeinschaftlich mit deinen Nachfolgern zu begehen. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkommenen Mittler zwischen Gott und den Menschen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne, daß ich dich meinen Herrn und Gott nennen, mich deiner ſeligen Gemeinschaft rühmen, und mich zu deinen Erlöseten und Freunden zählen darf! O wie viel habe ich dir, meinem Heilande, zu danken! Wie unwissend, wie verderbt, wie trostlos wie elend würde ich ohne dich und deine Gnade seyn? Wie unerträglich würde mir die Last meiner Sünden, wie fürch= terlich die Erwartung der damit verdienten Strafen, wie erschreck= lich der Anblick des Todes und des Grabes seyn, wenn du uns nicht selbst den gnädigen Willen Gottes bekannt gemacht, wenn du dich nicht zum Opfer für unsere Sünden dahin gegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erworben hättest. Sa, alles Licht, das mich erleuchtet, aller Trost, der mich erquicket, alle Hoffnung, die mich belebet, sind Geschenke deiner unverdienten Liebe. Wie theuer soll mir denn nicht dein Gedächtniß seyn! Würde ich nicht der undankbarste und niederdu hast ein Gedächtniß Nur wenige Stunden 312 Nach dem Genusse des heil. Abendmahls.. trächtigste unter allen Sterblichen seyn, wenn ich dein vergaße, wenn ich mit Kaltsinnigkeit und Gleichgültigkeit an dich gedachte, wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und den Dank zu geben, die dir gebühren? Nein, göttlicher Erlöser, ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde und Freude. Ich komme, mich öffentlich für deinen Jünger und Verehrer zu bekennen, und es Jedermann zu sagen, daß ich es für mein Glück und für meinen Ruhm halte, der Deinige zu seyn. Ich komme als ein müh feliger und beladener Sünder, Ruhe für meine Seele zu suchen, und ergreife mit Bußfertigkeit und Glauben die Gnade, die du mir anbietest, und das große Heil, das du gestiftet hast. Sch komme, dir für dein Leiden und Sterben feierlich zu danken, mich dir zum Eigenthum aufzuopfern, und den heiligen Vorsatz zu erneuern, nicht mehr mir selber, sondern nur dir zu leben, der du für mich gestorben und auferstanden bist. Ich komme, meine Gemeinschaft mit allen Gläubigen zu unterhalten, und mich aufs neue zu einer aufrichtigen und brüderlichen Liebe gegen sie zu verpflichten. Herr, laß mein Vorhaben gesegnet seyn. Erlaube nicht, daß ich mich bloß mit den Lippen dir nahe, aber mit deni Herzen ferne von dir sey. Sende mir dein Licht und deinen Geist, und laß den Gedanken, daß du Herzen und Nieren prüfest, alle Falschheit und Verstellung aus meiner Seele vertreiben. Laß mich die Wunder deiner Barmherzigkeit so bedenken, daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir gestärket, und ich auf das Kräftigste bewogen werde, die Versprechungen, die ich dir thun werde, mit unverbrüchlicher Treue zu halten, Amen. im fotol dilbilg si22.nsdopad u rasploidoost moniad tim cilj mommmolloo dni mpime pop or 350dbi id outis? smisd( bi and nothinse med dutto mbling site 1190 du mois did died ons lind misd dau Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. sind 19ig sier i und holding dit 1191010172) Robe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der dir alle deine Sündenr vergiebt, und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset, und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsern Missethaten. Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Wohl dem, dem die Uebertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr bie Missethat nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist! Nach dem Genuffe bes heil. Abendmahls. 313 Sch sprach: ich will dem Herrn meine Uebertretungen bekennen; da vergabst du mir die Missethat meiner Seele. Wo ist ein solcher Gott, wie du bist; du hast deines Sohnes nicht verschonet um unsertwillen, du hast ihn für uns in den Tod dahin gegeben: wie? solltest du uns mit ihm nicht alles schenken? Ja, gelobet sey Gott, und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit den kostbarsten geistlichen und himmlischen Gütern durch Christum! In ihm, dem Geliebten, sind wir dem Höchsten angenehm geworden. In ihm dürfen wir Gott unsern Vater, und uns seine Kinder nennen. An ihm haben wir einen vollkommenen Seligmacher, der immerdar lebet und für uns bittet. Durch seine Auferstehung von den Todten haben wir die gewisse Hoffnung eines unverwelklichen Erbes, das behalten wird im Himmel. Gott, womit soll ich dir alle das Gute vergelten, das du an mir gethan hast? Ich will dich erhöhen, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich täglich loben, und deine Gnade rühmen immer und ewiglich. Dir will ich Dank opfern, und mein Gelübde bezahlen vor allem Volke. di( bilgus modis 510 min maniad him ordij en Esilicom and mpini usd ind gasd nient. un mio sim simbo Großer Erlöser, meine Seele erhebet dich, den Herrn, und mein Geist freuet sich in dir, meinem Heilande. Du bist würdig, zu nehmen Kraft und Reichthum, Weisheit und Stärke, und Ehre, und Preis und Lob. Denn du bist auch für mich erwürget worden, und hast mich mit deinem Blut erkauft. Durch dich habe ich Frieden mit Gott, und einen freien Zugang zu seiner Gnade. Durch dich bin ich von der Gewalt der Sünde und des Todes erlöset, und darf mich der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit rühmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals vergelten! Ich will dich ewig lieben, denn du hast mich bis in den Tod geliebet: Du hast deinen Leib für mich gegeben. Du haft dein Blut für mich vergossen zur Vergebung der Sünden. Du bist für mich gestorben. Du haft dich ſelbst für mich geopfert. Ich will ganz der Deinige seyn. Dir will ich leben. Dir will ich sterben. Dir sey mein Leib und meine Seele, dir sey mein ganzes Leben heilig: Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu gehorchen, deinem Beispiele zu folgen, deinen Namen unter den Menschen zu verkündigen, dein Reich hier auf Erden zu erweitern, und mich zu deiner näheren Gemeinschaft im Himmel geschickt zu machen, dies soll meine Ehre, mein Ruhm, mein vornehmstes und beständiges Geschäfte, meine ganze Seligkeit seyn! Amen. bis moll sim 8 bin iti 8 Sapsil sadeimad attednojmovit ratin? Inze 1930 ond FOT 314 aldemdns Gebet eines Kranken, ad bo 1119 So habe ich mich denn feierlich dem Dienste Gottes, meines gnädigen Vaters und unendlichen Wohlthäters, gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Junger und Nachfolger meines hochgelobten Erlösers zu leben, und ihn mit meinem Geiste und mit meinem Leibe zu preisen, die beide sein Eigenthum sind. Wie heilig sind diese Verpflichtungen! Wie undankbar, wie unglücklich würde ich nicht seyn, wenn ich diese Zusagen vergåße, und diese Versprechungen nicht hielte! Welch eine Verantwortung, welch ein Gericht, wenn ich nun noch der Sünde diente, wenn ich nicht alle Fehler, alle böse Gewohnheiten, die ich an mir habe, ernstlich bestritte, wenn ich eben so träge und nachlässig im Guten wäre, als ich es ehemals gewesen bin! So würde ich mich ja aller Vorrechte und Seligkeiten, die ich als ein Christ besige, verlustig, und meine Verdammniß um so viel schwerer machen. Uch Gott! erlaube nicht, daß ich so undankbar gegen dich, und so feindselig gegen mich selbst handele. Sey du in meiner Schwachheit machtig. Befestige meine guten Entschließungen, und verleihe mir Gnade, an der Ausführung derselben unverzüglich und unverrückt zu arbeiten. Erhalte du selbst mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Schenke mir ein neues Maaß deines Geistes und führe mich durch denselben auf ebene Bahn. Gieb, daß ich mich von allen Befleckungen des Fleisches und des Geistes reinige, und meine Heiligung in deiner Furcht vollende. Bewahre mich vor Verfuchungen, stärke mich, wenn ich darein gerathe, und laß mich das Kleinod, zu welchem du mich durch Christum berufen hast, niemals aus den Augen verlieren. So werde ich den guten Kampf kämpfen, den Glauben behalten, und meinen Lauf glücklich vollenden. So werde ich dereinst die Krone der Gerechtigkeit aus deiner Hand empfangen, und die Lob und Ehre bringen, in Ewigkeit, Umen. ud andmadsit gids bid lion 2 Instagra n@ mdsgag thim ni dia sond d amdgram ogrod him si Jong chim Gebet eines Kranken 1odoilsg da mad l& mind ind in de to sing tar de odroit chi mein Gott, du Quelle des Trostes und der Gnade, ich demüthige mich vor dir, um deinen Beistand in meinen großen und heftigen Schmerzen fehnlich zu suchen. Höchster Richter, deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. Mein Leib ist schwach, meine Seele voll Leiden. Schon haben mich des Todes und Grabes Bande umfangen. 3u wem kann ich mich wenden, der ich so elend und voll Jammer auf diesem Krankenbette darnieder liege? Es ist nichts mit allen Geschöpfen. Gebet eines Kranken 315 Diese können nicht rathen und nicht belfen. Nur du allein, mein Gott, kannst die Krankheit heilen, welche mir Seufzer auspresset. 3u dir allein wende ich mich. Erhöre, mich, mein Gott, und schweige nicht zu meinen Thränen.nboarded tomslag mognung pustims, gasd tisipinismil yello mod bist dust E Herr, ich belenne es, daß ich nichts anders leide, als was ich verdiene. Wolltest du mich sonstrafen, als ich wegen meiner Sünden es werth bin, so würden alle Wellen deines Zornes über mir zusammenschlagen und ich mußte gleich jenen abtrünnigen Geistern zur Verdammniß verstoßen werden, weil ich ihnen auf dem Wege des Verderbens so unglücklicher Weise nachgefolget bin. Herr, ich empfinde es, daß ich strafbar bin, du aber unendlich gerecht bist. Ich habe gesündigt wider dich und vor dir. Meiner Sünden sind mehr, denn Haare auf meinem Haupte. Uch, nich Unglückseliger! Ach, daß ich dich zum Born wider mich gereizet habe! Du bist die Liebe selbst. Du bast mit so vieler Gnade mich überhäuft, und nicht aufgehöret, mir Gutes zu thun. Wie konnte ich doch so undankbar seyn, daß ich mich wider dich, meinen großmüthigsten Wohlthåter, erhob! Wie konnte ich so frech, so treulos seyn, daß ich mich gegen meinen Bater und Konig emporte! Gott, ich erschrecke, wenn ich bedenke, daß es meine Sünden sind, die dich gegen mich reizen, daß ich mein Leben damit beflecket habe, und durch sie mich nun an den Rand des Abgrunds geführet sehe, wenn anders deine Barmherzigkeit nicht noch ins Mittel tritt, und den Arm deiner Gerechtigkeit aufhält. erbarmungsvoller Gott, höre die Stimme des Blutes, welches mein theuerster Erlöser für bußfertige Sünder vergossen hat. Laß es mich lebhaft bereuen, daß ich dich beleidiget habe. Gieb mir Kraft, daß ich allen dir mißfälligen Neigungen widerstehe, und mich gånzlich deinem heiligen Willen unterwerfe. Ja, mein Gott, ich füsse die Ruthe, welche mich schlägt. Ich lege meine Hand auf den Mund, und will gar nicht murren. Ich preise deine Barmherzigkeit mitten in deinen Züchtigungen. Gieb mir Geduld in meiner schweren Krankheit. Laß mich einen sanften Sinn und Freundlichkeit gegen alle die, so um mich herum sind, beweisen, und alle Sorgfalt, so man an mir beweiset, mit Dank erkennen. Laß die Mittel der Genesung, so ich anwende, gesegnet seyn, denn ohne deinen Segen arbeitet doch der Arzt vergeblich, und alle Mittel sind umsonst. Von dir, o Gott, erwarte ich alles. Mache es mit mir, wie es deinem heiligen Willen gemäß ist. Nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Verlaß mich nur nicht. Unterstüße mich durch deine Gnade, an Deine Kraft sey mächtig in mir Schwachen! Gefällt es dir, mein Gebet zu erhören, und meine Gesundheit der ich genug habe. 316 Danksagung und Bitte wieder herzustellen; willst du, daß ich noch im Lande der Lebendigen bleiben soll; so gieb mir, Herr, daß ich ein neues Leben führen und zeigen möge, daß ich in der Schule deiner Züchtigungen gelernet habe, wachsamer über alles mein Thun und Lassen zu seyn, und mich von aller Unreinigkeit der Welt zu entfernen. Hast du aber beschlossen, den Lauf meines Lebens durch diese Krankheit zu endigen, und mich vor deinen Richterstuhl zu fordern: so setze mein Herz in eine solche Verfassung, darinnen wir, wie allezeit, also vornehmlich zu der Zeit, uns billig befinden müssen, wenn du uns von hier abrufest. Reiße mein Herz ganz los von der Erde, und laß meine Sehnsucht nur nach den Gütern der Ewigkeit gerichtet seyn.( Denn was hat die Welt, das mich an sie fesseln sollte? Es ist wahr, die, an welche mich so starke Bande knüpfen, gehen mir nahe. Doch auch deinem Sohne lagen die Seinigen bei seinem herannahenden Abschiede am Herzen. Er liebte sie allezeit, er liebte fie bis ans Ende. Da er jetzt seinen Geist in deine Hände befehlen wollte, so sorgte er noch liebreich für seine Mutter. Soll ich die Meinigen verlassen, so verlasse du sie nicht. Ich werde mich dann nicht, wie bisher, ihrer ferner annehmen. Aber du lebest immer und ewiglich. Sey du ferner ihr Vater, ihr Berather, ihr Beschüßer und Helfer. Laß sie bei meinem Hingange nicht weinen als solche, die keine Hoffnung haben, sondern dadurch besonders erweckt werden, so lange sie hier noch streiten müssen, sich täglich zu ihrer Verän derung zu bereiten. Bringe du mich indessen selbst immer mehr in die heilige Fassung, daß du mir ungleich lieber bist, als alles, was ich auf Erden lieb habe). Versiegele mich auf den Tag der Erlösung. Gieb neue Stärke meinem Glauben, meiner Liebe und Hoffnung, daß ich diese Welt ohne Kummer verlassen, und mit Freuden aus derselben gehen mögenied chilenos dan de advi 908 bing, adblocat. adtuffridal Nun, mein Gott, ich erwarte in tiefster Demuth deine Befehle. Rede, Herr, denn dein Knecht höret, und ist bereit, deiner Stimme zu folgen. Erhöre mich, ich rufe zu dir aus der Tiefe, und um Chrifti Jefu, meines Heilandes willen, Amen. m. nimuot Jelisaved sina nn mom all day lisured on muted odmenn bi of grujom od lottissid jn? nonnotre inn tint ells hepog in Danksagung und Bitte nach der Genesung spilled amoniad von einer Krankheit. Un dis Isdedbion slide misd misnot niem tik i gömsp#liaz Großer Gott, höchster Gebieter und Herr über unser Leben, der du allein in das Grab, und auch wieder heraus führest, ich werfe mich in tiefster Demuth vor dir nieder und danke dir nach der Genesung von einer Krankheit. 817 den sim von Herzen, daß du mich von den Pforten des Grabes zurück rufest. Uch ia, Herr! schon schien es, daß ich ein Opfer des Todes seyn sollte. Ich rief zu dir: ewiger Gott, erlöse mich um deiner großen Barmherzigkeit willen, denn im Tode gedenket man dein nicht, und wer will dir im Grabe danken? Du hast meine Klagen erhöret, und meine Thränen angesehen. Du bist von Mitleiden gegen mich gerühret worden, und hast mir die Gesundheit und das Leben wiedergegeben. O, daß ich deine Liebe und deinen Beistand nach Würde genug erheben könnte! Ich erkenne es vor Jedermann, daß ich dir allein meine Genesung zu danken habe. Auch die größte Klugheit, beste Sorgfalt und Bemühung der Menschen ist ohne dich vergeblich.prto of and indomie gid 0 91d dood Dimmi jim sodisk Was habe ich dir nicht, o mein Gott, mitten in meiner Krankheit und in meinen lengsten versprochen! Und was mußte ich dir nicht versprechen? Ich hatte mich dir ganz zu deinem Dienste gewidmet. Ich sagte allem dem ab, was dir mißfallen kann; ich that das Gelübde, daß ich die bösen Begierden meines Herzens ausrotten wollte, welche dich gegen mich erzürnten; ich versprach dir, bis in den Tod treu zu bleiben. Gieb dann doch nicht zu, daß ich so heiliger und billiger Zusagen jemals vergesse, fondern sie vielmehr tief in mein Herz grabe, alle Tage meines Lebens daran gedenke, und alle meine Kräfte anwende, um sie nach aller ihrer Größe zu erfüllen. Ja, mein Gott, laß meine Seele leben, daß sie dich lobe. Ziehe du nur deine Hand nicht von mir ab, indem du mich wieder in diese Welt treten låssest, denn diese ist ein ungestümes Meer und voll Klippen, daß viele darauf Schiffbruch leiden. Du allein kannst mich erretten. Gieb mir das nöthige Licht, gieb mir Standhaftigkeit und Muth, damit ich allen Versuchungen widerstehen, und alle Lockungen und Drohungen einer verführerischen Welt großmüthig verachten möge. Sey du mir zur Rechten, damit ich niemals wanke. Deine Hand erhalte mich! Dein Rath führe mich! Dein Geist reinige mich! Der Glaube sey mir anstatt des Schildes, und dein Wort anstatt eines zweischneidigen Schwertes, um allen Anläufen der Feinde zu widerstehen, wider die ich werde zu streiten haben. Gott, so mancher ist nach erlangter Gesundheit in das Verderben der Welt zurückgefallen, und hat seine vorige Lebensart wieder angefangen; und ich habe dir auch bei anderen Gelegenheiten so große Verheißungen gethan, aber sie nicht erfüllet. Es, überfällt mich deswegen ein Bittern. Ich bin ganz beschämt. Ich bitte dich, laß mich nicht von neuem untreu werden. Es erschalle doch ohne Aufhören die Ermahnung in meine Ohren: Siehe zu, du bist gesund geworden, fündige hinfort nicht mehr, auf daß dir nicht 318#indinn Gebetider Umstehendensed bon etwas Aergeres widerfahre! Ich weiß es, daß, obgleich du mir jetzt mein Leben und die Gesundheit wieder schenkest, ich doch. einstens aus dieser Welt weggehen muß; ich weiß es, daß diese Lebensfrist mir nur zur Vorbereitung auf meinen Ausgang dienet; ich weiß es, daß diese neuen Tage mich recht lehren sollen, wie bald diese Welt, die ein Schauplatz ist, ihre Gestalt verändere; ich weiß es, daß der Himmel nur unser wahres Vaterland ist, und unsere Herzen und Begierden dahin gerichtet seyn müssen, weil da unser Erbtheil aufbewahret lieget. Ach! so laß mich dann dergestalt völlig genesen, daß meine Seele auch von den Wunden heil werde, welche die Sünde ihr geschlagen hat, und daß, so angenehm und vortheilhaft auch die Gesundheit meines Leibes mir immer ist, doch die Gesundheit der Seele mir noch weit wichtiger und angelegentlicher seyn.bin sid bi sdod anak the stura enor dull and menal monism si dan tiad Erbarme dich auch, o mein Gott, aller armen Kranken.in Höre ihre Bitten, stehe ihnen bei und gewähre ihnen alles dasjenige, was deine anbetungswürdige Weisheit für sie am ersprieslichsten findet. Unterstüße und stärke alle, die du mit mir von ihren Krankenlagern aufstehen läsfest, daß sie die Sonne mit Freuden erblicken. Gieb einem jeden unter uns, daß wir weder deine Wohlthaten, noch auch unsere Versprechungen jemals vergessen. Erhöre mich, Bater im Himmel, ich rufe dich mit innigster Inbrunst um Jesu Christi, meines liebsten Heilands willen an, Ameni smisd sun ud adai dol 39 and tabl stav 1122 sipid si dior him a madai do sim no slaid and noqqi12 Dois i sisid misd dei 11979 bin nimt siells HQ mdist curdich jed Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. Almächtiger, gnädiger und barmherziger Gott und Bater, du willst, daß wir dich in der Noth anrufen, und verheißest uns Erhörung, daß wir dich preisen; darum erscheinen wir auch jetzt vor deinem heiligen Angesichte und bitten dich für diese kranke Person, die nicht mehr mit uns, wohl aber mit dir, dem einigen Herzenskündiger, durch das Seufzen und Flehen deines und ihres Geistes reden kann. Ach, gieb ihr Gnade, daß fie in dieser Schwachheit ihr Herz zu dir erhebe und seufze: Uch, Herr Jesu, erbarme dich mein, komm doch bald und hilf mir; und erhöre alsdann das Flehen ihres Herzens und errette sie. des ( Did shid bene aid we 1911, mis pearaad on Dirto allerliebster Batery wollen auch wir ihre Noth vortragen, und bitten dich herzlich und kindlich pfiehe sie doch in Gnaden an, stårke sie im Kampf und Streit wider den Tod, dnadsst für einen Sterbenden.* d ads 319 ihren letzten Feind; sen nicht ferne von ihr, denn die Angst ist groß. Es ist hier kein Helfer, denn du allein. Reinige sie, o Gott, durch das Blut deines Sohnes von allen ihren Sünden, versiegele durch deinen heiligen Geist in ihrem Herzen die Gewißheit der Seligkeit. Sprich zu ihrer Seele: Mein Sohn( meine Tochter) sey getrost, dir sind deine Sünden vergeben. Stärke und erhalte sie in heiliger Vollbringung deines Willens, damit sie dir getreu bleibe bis in den Tod. Tröste sie in der großen Angst mit der Angst, Traurigkeit und den Schmerzen, die dein liebster Sohn in seinem schwersten Streite empfunden und ausgestanden hat. Lindere, verkürze und vermindere die Furcht und die Schmerzen des Todes, und gieb ihr alles, was sie zu ihrer Glückseligkeit vonnöthen hat, und wir für sie bitten und begehren können. Heilige ihren kalten Todesschweiß durch den blutigen Schweiß, welcher von dem Leibe Jesu, deines Sohnes, in seiner großen Anfechtung und Angst, in seinem 3ittern und Sagen auf die Erde geflossen ist, und erquicke sie mit der Hoffnung der ewigen Seligkeit, und der fröhlichen Auferstehung ihres Leibes. Herr, es ist nunmehr Abend bei ihr worden, und der Tag ihres Lebens hat sich geneiget, bleibe bei ihr, und streite gegen alle ihre Feinde. Ihr Fleisch ist schwach. Ach, stårke in Gnaden ihren Geist. Mache sie willig und freudig zu streiten, und laß deine Kraft in ihrer Schwachheit mächtig seyn. Oliebster Heiland Jesu! du hast verheißen, wenn du werdest erhöhet seyn, so wollest du uns alle zu dir ziehen; nun bist du nicht nur am Kreuz erhöhet worden, und haft daselbst alle unsere Missethat versöhnet, sondern du bist auch nach deiner Auferstehung über alle Himmel erhaben worden, damit du vor dem Angesichte deines himmlischen Vaters für uns erscheinest. So ziehe dann diese Schwache durch die kräftige Wirkung deines Geistes zu dir, daß sie dir nachlaufe; ziehe ihre Seele aus dem bald einfallenden Kerker ihres Leibes, darinnen sie gefangen ist, daß sie bald mit Freuden von der Erde in den Himmel, von der Sünde zur Gerechtigkeit, aus der Unruhe zu der Ruhe, aus der Finsterniß in das Licht, aus allem Jammer in die Herrlichkeit, ja aus dem Tode in das Leben fahre. Wenn ihre Augen finster worden sind, so erhalte in ihrem Herzen das Licht des seligmachenden Glaubens, damit ihre Seele dich anschauen und in dir sich erfreuen möge. Wenn ihre Ohren verschlossen sind, daß sie nichts mehr hören, so erquicke und tröste sie durch das innerliche Zusprechen des heiligen Geistes. Wenn ihr die Rede entfällt, so sey, Herr Jesu, ihre Fürsprache bei deinem und ihrem Vater, und laß auch deinen Geist für sie mit unaussprechlichem Seufzen bitten. 320 Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. heiligster Seligmacher, wirke in ihr bei ihrem Abschiede gute und heilige Gedanken und laß beine heiligen Engel sid um sie her lagern, und ihre Seele in das himmlische Paradies, und in den Schooß ihres Erlösers führen. mind th enjont) do mist 2199 ording thing 190 disd Uns aber, o Herr, gieb die Gnade, daß wir uns oft unserer Sterblichkeit erinnern, aller Sünde bei Seiten absterben, und durch rechtschaffene Bekehrung und wahren lebendigen Glauben uns zu einem seligen Abschied vorbereiten. Nimm dich unser in Gnaden an, wenn die Stunde unseres Todes vorhanden ist, und nimm uns zu dir in die ewige Freude und Herrlichkeit. Erhöre uns, so lieber Vater, um Jesu Christi willen, in dessen Namen wir dich also anrufen: Unser Vater zc. msgid md brud and omist mind Samad isemblestos min mordisplinge joodis? mad not ribiotis Tuo magn& dar apo monist ni Agnis di gunajus major and to 16 simsil biups G oling: 9072) sid andis? ardi gudsfjuk mbilder som saspies 903, didro sun sug stipuit du di isd dialddagis og off and amada? észdi san ni stabil, df bar 500 ist si sta Sli NE jarl shind Bal fjedisor und mmser mindre fod aid 12 dalis ud id nun nodoig id ug sllo my no folloor of 315 alla distad fod dni, modrooi todadro gus mo main gudafirul romiso an dom fidud madnot 390 Caso a sibilag mod be ud med droom dado muilla, dir mind adsifonisins emu) 871 mid anled id ug asilis snied until spitios!, sid, did sound spid maduslintnis dind and sun laser adai jualbon sid sit and im died off and mountap si nonnised Sadis! Esadi asia gadu s nogomic modi 3019 19d, nou modus 7 Himoni od Sun qui ad dual and euntisigitos msd Sun ni ischildsid mi ampmalla amo chi and mi dit nodion setja magus azdi navdot noda? 800 mi 9003 ensdunt mainsbomgilst Sad bi and magrad susi mi stindre of por nus) il id mi dau noundinn big sissardi timad masod am eichin of god dit salle Sad macharqi shilmi and hand si sijon @ 091 01 3ol de 3912 matid ngun jis sdsie sid adi imale mordi du mnis isd sbosqiz madilbarqjenom tim sit aut fis diri ug gioussi ou pillit .ngsi mest gizom odds o 3 des de sydt mms du obimpse of estis milion adi manist dium 8. nches 1₁ Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 15 6 Farbkarte# 13 3 4, ³ Green ¹8 Yellow 19 4 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 11₁6₁1 14 15 White 17 17 16 3/ Color 18 42 19 B.I.G. Black 8