GG 1141 Schönewald's Vermächtnisſ 1865. Bref four Yo Eus Geraisches Gesangbuch nebst Gebete n. Neue Ausgabe auf landesherrlichen Befehl. Gera, gedruckt in der Hofbuchdruckerei bei Blachmann und Bornschein. 1850. Jdia-.vinU nozzei @cunktell ab budgmnls@ don msiada cas neope 10478 miledesimal Univ.- Bibl. Giessen 41 son momol of Vorwort. 101 Als sich in Erwägung des noch sehr geringen Vorrathes von Exemplaren des Geraischen Gesangbuches für das laufende Jahr die Nothwendigkeit einer neuen Auflage herausstellte, glaubten wir an die Ausführung des von Sr. Durchlaucht, des gnädigst regierenden Fürsten und Herrn, Herrn Heinrich LXII. uns übertragenen Werkes um so freudiger gehen zu können, je mehr wir in dem verhältnißmäßig schnellen Absatze der früheren Auflage ein erfreuliches Zeugniß für ein in vielen Familien noch reges und lebendiges Bedürfniß nach christlicher Erbauung finden durften. id Leitend und maßgebend bei dieser neuen Auflage mußte uns vor Allem der Wunsch seyn, den Ankauf eines Buches, welches im christlichen Familienkreise nächst der Bibel den beßten Hausschaß bilden soll, dem Unbemittelten und namentlich ärmeren Familien, welche mehrere schulpflichtige Kinder zu versorgen haben, wo möglich selbst auch bei einer gefälligeren typographischen Ausstattung noch zu erleichtern. War IV Vorwort. War dieser Wunsch nur erreichbar auf dem Wege der Verminderung des an sich sehr reichen in unserm Gesangbuche vorhandenen Materials, so konnten wir beim Gebrauche dieses Mittels in der Ausscheidung dessen, was bei der ersten Auflage nur orts- und zeitgemäßen Rücksichten seine Aufnahme zu verdanken hatte, nicht in Zweifel seyn, hielten uns aber zu einer noch weiteren Anwendung auch deßhalb berechtigt, weil die Erfahrung hier und anderwärts mehrfach gelehrt hat, daß ein zu großer Liederschaß einer innigen Bekanntschaft und heimischen Bertrautheit mit den beßten Erzeugnissen der christlichen Poesie, mit den so genannten Kernliedern, eher hinderlich als förderlich sey. do disjual and Wir haben indeß mit aller Sorgfalt und Ueberlegung nur solche Lieder ausgeschieden, die entweder einer reichlich ausgestatteten Rubrik angehörten und neben dem Trefflichern entbehrlich schienen, oder solche, bei denen nun eine fast dreißigjährige Anwendung gelehrt hat, daß sie theils wegen der veralteten und unbeliebten Melodie, theils wegen des vorherrschenden Lehrtons oder wegen ihres speziellen Inhaltes den übrigen nachgesetzt und fast vergessen wurden. and d Von denselben Grundsätzen wurden wir geleitet bei hie und da nöthig befundener Ausscheidung und Abkürzung des in der Gebetssammlung vorhandenen Stoffs. mi eshiser Von den Gebeten für die besondere Gottesverehrung sind unter der Rubrik: ,, Beicht- und Communiongebete" mit Benuzung der vorhandenen zwei neue Beichtund zwei Communiongebete gegeben worden, und das ,, Gebet Vorwort. ,, Gebet nach der Genesung" und Seufzer eines Sterbenden" haben nach Inhalt und Form Veränderungen erfahren. Song Or d imad sglo mi Die I. Rubrik unter den Gebeten für die allgemeine Gottesverehrung: ,, Erhebung des Herzens beim Anfange derselben" ist ganz in Wegfall gekommen, weil dieselben für den benannten Zweck wenig oder keine Anwendung gefunden hatten, und die altkirchliche Sitte der Intonationen und Collecten als die vorzüglichere im Laufe der Zeit erkannt und beibehalten worden war. SANÖS 105 145. Aus der II. Rubrik: Allgemeine Beichten und Zusprüche des Predigers darauf" fonnte nur die bisherige unter 1. befindliche wörtlich beibehalten, mußten dagegen alle folgende ausgeschieden werden, weil dieſelben mehr Winke für den Prediger andeuten und mithin in einem für die Gemeinde berechneten Erbauungsbuche eine passende Stelle nicht finden konnten. detomis sila s Aus der III. Abtheilung: ,, Kirchengebete Sonntags und in den Wochenkirchen nach der Predigt oder Bibellection anwendbar" sind das 1. 2. 3. 4. 5. 11. 12. 13. 14. und unter den Festgebeten sämmtliche unter Nr. 1. befindliche als die salbungsvollsten beibehalten, die Gebete aber ,, am Reformations=" und ,, am Kirchweihfeste" in kürzere Form gezogen worden. Als nicht mehr zeitgemäß mußten wir das Gebet ,, zum Andenken des am 18. October 1813 erfochtenen Sieges bei Leipzig", sowie die Gebete ,, am Brand= gedächt= VI Vorwort. gedächtnißtage" betrachten, weil das erste im Wechsel der politischen Begebenheiten seine Bedeutung, die letzteren in Folge der mit dem 70. Jahre geseßlich aufhörenden Gedächtnißfeier ihre kirchliche Bestimmung verloren haben. Eben so wenig konnten wir den beiden Gebeten, während einer Theurung durch Mißwachs" und nach einem schweren Gewitter" für die neue Auflage das Bürgerrecht einräumen, weil dieselben als zu speziell für Fälle, welche unter den verschiedensten Umständen eintreten können, nach einer vorgeschriebenen Form kaum rathsam sind, vielmehr dergleichen Ansprachen in Zeiten der Noth und der Trübsal dem Seelsorger aus der Fülle des Herzens überlassen bleiben müssen, während es für die besondere Erbauung einem bekümmerten Gemüthe an trostreichen und erhebenden Liedern in unserm Gesangbuche für ähnliche Fälle nicht fehlen wird. Die Stelle eines todten Schatzes für die öffentliche Gottesverehrung nahmen nach unserm Dafürhalten auch die unter den Festgebeten befindlichen ,, Confirmationsgesänge", sowie die dem Gebete: ,, in Bezug auf Verstorbene" folgenden Lieder ein, da weder jene noch diese Stach di wegen Mangels fortlaufender Liedernummern zu einer Anzeige geeignet, mithin für den kirchlichen Gebrauch gar nicht anwendbar sind. Dieselben unter die gehörigen Rubriken der Liedersammlung einzureihen, war aber unmöglich, sobald die für den Gebrauch des Gesangbuches nach beiden Auflagen unumgänglich nothwendige Gleichförmigkeit nicht gestört sti werden Vorwort. VII werden sollte. Und bedenklich mußte es scheinen, ein besonderes Gebet, dessen Stelle jene Confirmationsgesänge vertreten sollen, für das Confirmationsfest zu geben, weil die liturgische Anordnung und Einrichtung dieser Handlung dem jedesmaligen Ermessen des Geistlichen überlassen ist und, so lange wir nicht im Besige einer zeitgemäßen Agende sind, in de tul no überlassen bleiben muß. Die im Register und in der Uebersicht der Liederverfasser mit biographischen Andeutungen etwa vorhandenen Irrthümer sind unter thätiger, dankenswerther Mitwirkung fachkundiger Männer in der hymnologischen Literatur beseitigt, sowie die im Laufe der Zeit nöthig gewordenen Aenderungen und Nachträge gemacht worden, und was für Orthographie und Interpunction geschehen, gründet sich auf die für unsere No achil Zeit unabweisbaren Foderungen der Sprachlehre. Die an den gehörigen Stellen unter den Liedern eingeklammerten Nummern haben auf die ausgefallenen Lieder Bezug, und alle übrigen auf die äußere Form bezügliche Veränderungen, wie namentlich das Weglassen der besonderen im Texte befindlichen Unterabtheilungen, sind aus Rücksicht auf Raumersparniß und eben dadurch mögliche Preis1sm and dad bln nommel sósiz& ermäßigung geschehen. Jedoch bei aller veränderten Gestalt unsers Gesangbuches ist den Besitzern der ersten Auflage ein ungestörter Gebrauch auch für die allgemeine Gottesverehrung gesichert geblieben, und nur die eine Rücksicht nothwendig geworden, daß bei der Auswahl der Lieder für den kirchlichen Gebrauch diese neue Aufsodanie lage 3310 VIII Vorwort. lage zum Grunde gelegt werde, wozu vom Fürstl. Consistorio die Anweisung an die Herren Prediger bereits ergangen ist. Daß den Grundsätzen, von welchen wir bei dieser durch Gottes Gnade vollbrachten Arbeit uns leiten ließen, allseitige Zustimmung zu Theil werde, können wir bei der großen Verschiedenheit der Ansichten und Wünsche, welche bei solchen Unternehmungen laut werden, nicht erwarten, aber beistimmen werden uns alle Gutgefinnte in dem innigen Wunsche, daß unser Gesangbuch auch in vorliegender Gestalt immer mehr eine Quelle reichen, erquickenden Trostes, süßer, belebender Hoffnung, richtiger, lebendiger Erkenntniß und kräftiger Ermunterung werden möge, ja daß durch dasselbe gerade in unsern Tagen, denen man von mancher Seite und wohl nicht Ho mit Unrecht den Vorwurf religiös- sittlicher Lauheit und kirchlicher Gleichgiltigkeit macht, die Sache der Erbauung immer mehr gefördert, der Glaube an den Ewigen und Unsichtbaren befestigt, die Liebe für den Gekreuzigten erhöht und der Eifer für ein frommes, gottseliges Leben gestärkt werde. Denn auch in unsere durch bürgerliche, wie durch religiöſe Spaltungen vielfach zerrissene Zeit kann für Staat und Kirche, Schule und Haus doch durch keinen Andern Einheit und Friede kommen, als durch den, welchen Gott der Welt gab zur Weisheit und zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Gera, am 1. Adventssonntage 1850. and di Carl Ernst Wittig, Consistorialrath u. Archidiak. D. Jonath. Heinr. Trang. Behr, Geh. Kirchenrath u. Superintendent. en Joh. David Friedrich Schottin, Licent. der Theol., D. der Philos. u. Pfarrer zu Köstrik. domando Tot( Bir paginis d 11( 650 inmedog stoß ma) vise spitig 393092 vin ble at the Fi dan meng 1881-( dilement de durmiding 18k sibi disponding andnhalt. Inhalt.+00 ane piass dail 21 de Rank of COS Te( Nach den Nummern zu suchen.) picas imtán 10% mi mi miditrag al 8TS( silapan) 24 gudmo 654 gadu 234 pm Les mist, sol .pf 800 Erste Abtheilun g. puldandium ist 052 stan 008 1 Glaube des Christen. 368 sjeldsuself and ist nice nitelen EEE 350 70 gnugilis Gott, dessen Daseyn, Wesen und Eigenschaften. Gott so überhaupt 1 folgende. Gottes Dajeyn 6 fg. Wesen 9 fg. Einheit 12 fg. Ewigkeit und Unveränderlichkeit 14 fg. Allgegenwart und Allwissenheit 18 fg. Allmacht 26 fg. Weisheit 29 fg. Heiligkeit und Gerechtigkeit 33 fg. Liebe, Güte, Gnade und Barmherzigkeit 38 fg. Langmuth 46 fg. Wahrhaftigkeit und Treue 49 fg. Gott, als Vater, Sohn und heiliger Geist( am TrinitatisBate 46 feſte) 53 fg. 954 fg.( vergl. 518). Werke und Wohlthaten Gottes. Schöpfung überhaupt 65 fg. gan Himmelskörper 73 fg. Engel( am Michaelisfeſte) 76 fg. Der Mensch 83 fg. .01 Vorschung. In Beziehung auf alle Geschöpfe 86 fg. In Beziehung auf die Menschen 88 fg.( Gottes sittliche Weltregierung 92.) Die dunkeln Wege der Vorschung 102 fg. aidimo k tincidhe(.pd Erlösung der Menschen durch Jesum Christum. Erlösung überhaupt 111 fg. Person des Erlösers 114 fg.) Anbus kündigung des Erlösers( an den Festen Mariä Verkündigung und Heimsuchung) 118 fg. Ankunft des Erlösers( Adventslieder) 122 fs. Geburt des Erlösers ( Weihnachtslieder) 137 fg. 962 fg. Offenbarung des Erlösers unter den Heiden( am Feste der Erscheinung Christi) 159 fg. Darstellung Jesu im Tempel( am Feste der 1108) Inhalt. der Reinigung Mariä) 167 fg. Johannes, der Vorgänger Jesu( am Feste Johannis des Täufers) 171 fg. Leben und Beispiel Jesu 175 fg. Jesus als Lehrer 181 fg. Leiden und Sterben Jesu( Passionslieder) 183 fg. 964 fg. Besondere Vorfälle in der Leidensgeschichte 205 fg. Auferstehung Jesu( Osterlieder) 226 fg. 966. Erhöhung Jesu( Himmelfahrtslieder) 249 fg. 967. Herrlichkeit Jesu im Himmel 261 fg. Wiederfunft 269 fg. Heiligung. 968 fg. Sendung des Geistes( Pfingstlieder) 278 fg. Kirche Jeju 294 fg. 975. Verbesserung der Kirche( am Reformationsfeste) 302 fg. Wort Gottes 309 fg. Taufe 329 fg. Bei Taufhandlungen 333 fg. Confirmation 335 fg. Abendmahl 348 fg. Vor der Abendmahlsfeier 351 fg. Bei der Abendmahlsfeier 356 fg. Nach der Abendmahlsfeier 371 fg. 978. Abendmahls= lieder eines Kranken 374 fg. Glückseligkeit des Christen in diesem Leben 376 fg. In jenem Leben 397 fg. The 81 81 disd Ⓒ din fil Zweite Abtheilung. D Verhalten des Christen. the Anerkennung der menschlichen Würde und Bestimmung 416 fg. Anerkennung der menschlichen Sündhaftigkeit und ihrer til Folgen 421 fg. 88 Verbesserung des sittlichen Zustandes.( Buße, Sinnesänderung.) Selbstprüfung, Reue, Entschluß zur Besserung gi 428 fg. Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. ( Glaube) 443 fg. Wachsthum und Beständigkeit im Guten 467 fg. Freudigkeit eines gebesserten Herzens 485 fg. Allgemeine Pflichten. Verhalten gegen Gott. Streben nach Erkenntniß Gottes 490 fg. Chrfurcht vor Gott 493 fg. Heilighaltung des Namens Gottes; des Eides 496 fg. Liebe zu Gott Inhalt. und Freude an ihm 500 fg. Gehorsam gegen Gott 507 fg. Streben nach Aehnlichkeit mit Gott 509. Dankbarkeit gegen Gott, Lob Gottes 512 fg. 987 fg. Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen 522 fg. 979 fg. Gebet 550 fg. Allgemeine Bitten 556 fg. 982. Deffentliche Verehrung Gottes 565 fg. XI in 21. Gesinnungen gegen Jesum. Dankbare Verehrung Jeſu 567 fg. Liebe zu Jesu und Freude an ihm 569 fg. 983. -Nachfolge Jesu und Gehorsam gegen ihn 575 fg. 984. Treue gegen Jesum 580 fg. 3311999 da3 Verhalten des Christen gegen sich selbst. Selbstliebe 589. Sorge für uns're Seele 592 fg. Selbsterkenntniß und Demuth 596 fg. Selbstbeherrschung und Wachsamkeit 601 fg. Umgang mit guten Menschen 604. Einsamfeit 605. Sorge für Lebenserhaltung, Körperpflege und Gesundheit 606 fg. Mäßigkeit in Freude und Genuß 610 fg. Reuschheit 614 fg. Rechtes Verhalten in Ansehung des zeitlichen Gutes 616 fg. Arbeitsamkeit und Berufstreue 621 fg. Heiterkeit des Sinnes, Zufriedenheit, Genügsamkeit 624 fg. 986. Wahre Ehrliebe 630. Gebrauch des gegenwärtigen Lebens 631 fg. Gesinnungen gegen diese Welt 637. Himmlischer Sinn 639 fg. Verhalten gegen Andere. Menschenliebe überhaupt 647 fg. Fürbitte für alle Menschen 653. Brüderliche Theilnahme 655 fg. Sorge für das geistige Wohl des Nächsten 657. Cbristliche Duldung 660 fg. Bescheidenheit 663 fg. Sorge für Leben und Gesundheit des Nächsten 666. Gerechtigkeit und Billigkeit 668. Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe 671. Sanftmuth, Versöhnlichkeit, Friedfertigkeit 674 fg. Barmherzigkeit 680 fg. 108 Dankbarkeit 685. Freundschaft 687. Verhalten des Christen in besondern Verbindungen. Häusliche Gesellschaft 690. Verlobte 691. Bei Trauungen 692. Ehelicher Stand 694. Eltern 695 fg. Herrschaften 700. Dienende 701. Bürgerliche Geſellschaft 702. Obrigkeit und Unterthan 703 fg. Kirchliche Gesellschaft. Christliches Lehramt 705 fg. Einweihung zum christlichen Lehramte 707 fg. Bei Einführung eines Predigers 709 fg. Bei Synoden 711. drod 410 хи 711. Zur gemeinschaftlichen Abendmahlsfeier der Synodalen 712. Bei Einweihung einer Kirche 713. Schulungesänge, vor dem Unterrichte 714 fg. Nach dem Unterrichte 720 fg. Bei Schulfeierlichkeiten 726 fg. Bei Aufnahme von Schülern und Schülerinnen 729 Bei Entlassung von Schülern und Schülerinnen 731 fg. Bei Einführung eines Schullehrers 733. Begrüßung eines neuen Schullehrers in der Schule 734. In besondern Umständen. Allgemeine Noth 735 fg. Allgemeiner Wohlstand 737 fg. Krieg 742. Friede 744. Mißwachs und Theurung 749. Gewitter 751. Nach Gewittern 754. Feuersnoth 755 fg. Seuchen 767. In allerlei Trübsal 769 fg. Vorbereitung auf den Tod 783 fg. 989. Furchtloser Hinblick auf Grab und Tod 788 fg. Der Christ im Sterben 812 fg. Andenken an Verstorbene 816 fg. Bei Begräbnissen 819 fg. Bei besondern Todesfällen 826 fg. 310lm 018 0821 Inhalt. .020 In besondern Zeiten. Lebenszeiten. Jugend 842. Alter 843. Kirchliche Zeiten. Neues Kirchenjahr 844 fg. Sonntag 849 fg. Bei'm sonntäglichen Gottesdienste 853 fg. 953 fg. Kirchweihfest 859 fg. Bußund Bettag 862 fg. Jahreswechsel. Jahresanfang 865 fg. Schluß des Jahres 874 fg. Jahreszeiten MOTOR 877. Frühling 878. Sommer 881. Herbst 882. Winter 883. Saat- und Erntezeiten. Aussaat 884 fg. Ernte 887 fg. Nach der Ernte 889 fg. Tageszeiten. Morgen 895 fg. Morgenfürbitte 913. Am Morgen des Sonntags 914 fg. Am Morgen des ersten Werktages 916. Zur Tischzeit 919 fg. Abend 924 fg. Abendfürbitte 944. Prüfung am Abend 945. Am Ende der Woche 950. Am Tage der Orgelweihe 951. 01 DI T -lisd 158.100 Anhang. Aeltere unverändert gebliebene Lieder 953 fg., ( welche unter der gehörigen Rubrik angemerkt find). od pond and totoo mystur mine on'de smis odlijs ad jus thai tumot pinta niod Hovedtuju) 1. Geistl. Gem. 2. Geistl. ling lado alien 5775673119 Gem. 3. Geist 1. Gem. 4. Geistl. 7. Geistl. thi Gem. zum Wechselgefange zwischen dem Geistlichen ng Imoroden und der Gemeine. bu 1156 i 10 ord i els @ his 11 s la Jis0 SI Der Herr sey mit euch! 940 310 81 Und mit deinem Geiste! m 1: 0.01 line 100 per and Hole ind i In lid dorop Altarverse, is.00 s 11 10 Selig sind, die Gottes Wort hören und bepor wahren! Hallelujah! dis@ Und bringen Frucht in Geduld! Herr, heilige uns in deiner Wahrheit! t Denn dein Wort ist die Wahrheit! Hallelujah! Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte! Hall. Gem. Und ein Licht auf meinem Wege! Hall. 5. Geistl. Gedenke des Sabbaths, daß du ihn heiligest! -piero ng tinigi Hall, no end S m Gem. Den Herrn zu heiligen und zu preisen! Hall. du lun An Fest- und Feiertagen überhaupt. It 6. Geistl. Dieß ist der Tag, den der Herr gemacht Isdin Hall. 1 ming dolg tot 1190 31 Gem. in Lasset uns freuen, und fröhlich darinnen seyn! Hall. Dienet dem Herrn mit Freuden! Hall. Kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Hall. urol 0 m sodir jun 15 9 Zur Adventszeit. all 8. Geistl. Gem. llp@ J10 JS novada i oni ni An Sonntagen... Hosianna dem Sohne Davids! Hall. Gelobet sev, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hall. tiong dll 50 9. Geistl. XIV 9. Geistl. Gem. 10. Geistl. Gem. #s bi 11. Geistl. Gem. 12. Geistl. Gem. 13. Geistl. Gem. 14. Geistl. dnju Gem. 15. Geistl. Altarverse. Bereitet dem Herrn den Weg! Hall. Macht auf dem Gefilde eine eb'ne Bahn unserm Gott! Hall. Siche, du Volk des Herrn, dein König kommt zu dir! Hall. 16. Geistl. Gem. Mois 17. Geistl. Gem. Er kommt, gerecht, ein Helfer, sanftmuthsvoll! Hall. Ein Kind ist uns geboren! Hall. Ein Sohn ist uns gegeben! Hall. Ehre sey Gott in der Höhe, und Friede auf Erden! Hall. Und den Menschen ein Wohlgefallen! Hall. Siehe, ich verkündige euch große Freude! Hall. Die allem Volfe widerfahren wird! Hall. Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns! 311 33088 misd yi Gem. Und wir sahen seine Herrlichkeit! Hall. Hisdado Hall. Zu Weihnachten. Euch ist heute der Heiland geboren! Hall. Welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids! Hall. Zum Neujahrstage. Herr, du bist unsre Zuflucht für und für! Hall. Denn du bist Gott von Ewigkeit zu Ewig: feit! Hall. Du krönest das Jahr mit deinem Gute! Hall. D'rum jauchzen wir, und bringen Dank und Ehre! Hall. d T Und long thouse Ho 18. Geistl. Gott gieb Fried' in deinem Lande! Tags Gem. Glück und Heil zu allem Stande! Am Feste der Erscheinung Christi.io. Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt! Hall. Und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! Hall. Ind 19. Geistl. Gem. 20. Geistl. Lobet den Herrn, alle Heiden! Hall. Gem. Und preiset ihn, alle Völker! Hall. 21. Geist L Altarverse. 21. Geistl. Das Volk, das im Finstern wandelt, fichet ein großes Licht! Hall. Gem. Und über die, die da wohnen im finstern Lande, scheinet es herrlich! Hall. 22. Geistl. Gem. 23. Geistl. Am Feste der Darstellung Christi. Gott hat seinen Sohn unter das Gesetz gethan! Hallint Auf daß er die, so unter dem Gesetze waren, Herr, einst erlöſete. Hall. 818 20 läßest du deinen Diener in Friede fahren! Hall. 2 XV Gem. Denn meine Augen haben deinen Heiland ge= sehen! Hall. 2 and dull Holst, chilome 24. Geistl. Gott hat bereitet seinen Sohn vor allen Völsuided mollior san fern! Hall. Gem. Ein Licht, das alle Welt erleuchten soll! Hall. Ironourgjo nollim til Zur Passionszeit. Zur Passionszeit. Jus 25. Geistl. Christus ist um unserer Missethat willen verwundet. Gem. Und um unserer Sünde willen zerschlagen. 26. Geistl. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Friede No hird hätten. 10.2 10150 12 Gem. Und durch seine Wunden sind wir geheilet. Fürwahr, er trug unsre Krankheit.s0.88 Und lud auf sich uns're Schmerzen. Siehe, das ist Gottes Lamm! Welches der Welt Sünde trägt. 27. Geistl. Gem. Christus hat uns're Sünde selbst an seinem Leibe geopfert. Auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Am Feste der Verkündigung Mariä. 28. Geistl. Gem. 29. Geistl. monlan Gem. 118 Woo Anato Gem. 30. Geistl. Also hat Gott die Welt geliebet, Daß er seinen eingebornen Sohn gab. 31. Geistl. Gott hat seinen eingebornen Sohn gesandt in Sodalias die Welt! Hall. Gem. Daß wir durch ihn leben sollen. Hall. 32. Geistl. $ 0.00 XVI 32. Geift. Gem. Am Gründonnerstage. 33. Geistl. So oft ihr von diesem Brod esset, und von diesem Kelche trinket, sollt ihr des Herren Tod verkündigen! Hall. Bis kommt! Hall. Gem. daing mi vairal 34. Geistl. Gem. Gem. 38. Geistl. Altarverse. Christus wird ein König seyn über das Volk Gottes ewiglich! Hall. Und seines Königreiches wird kein Ende seyn! Hall. Gem. Christus hat dem Tode die Macht genommen! Hall. Und das Leben und ein unvergänglich)' Wesen -la molla 700 ndan's Licht gebracht! Hall. 35. Geistl. Christus ist um uns'rer Sünde willen dahinlindast gegeben! Hall. 20 Gem. 36. Geistl. DS Gem. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er der wird sdoing sim god jugleich stürbe! Hall. 37. Geistl. Halt im Gedächtniß Jesum Christum! Hall. Der auferstanden ist von den Todten! Hall. Christus ist auferwecket durch die Herrlichkeit des Vaters! Hall, dr Also sollen wir auch in einem neuen Leben Jpwandeln! Hall. g sochistlusi, daß er shar 39. Geistl. Gem. 40. Geistl. momist an disini Jfi0 SE Am Osterfeste. 10 ES Und um uns'rer Gerechtigkeit willen auferwecket! Hall. Ich bin, spricht Christus, die Auferstehung und das Leben! Hall. usud? Ifist..es: Am Feste der Himmelfahrt. Ich fahre auf, spricht Christus, zu meinem Vater und zu eurem Vater! Hall. Zu meinem Gott und zu eurem Gott! Hall. Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Hall. Gem. Tod, wo ist nun dein Stachel; Hölle, wo ist dag do nun dein Sieg? Hall. 41. Geistl. Unser Wandel ist im Himmel! Hall. 18 Gem. Von dannen wir auch warten des Heilandes lomalle Jesu Christi! Hall, 862 Zu Altarverse. 1 trong 3 Zu Pfingsten. 42. Geistl. Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen! Dein guter Geist führe mich auf eb'ner Bahn! Schaff in mir, Gott, ein reines Herz! Und gieb mir einen neuen gewissen Geist! Gottes Geist giebt Zeugniß unserm Geist! Hall. Daß wir Gottes Kinder sind! Hall. Gem. 43. Geistl. Gem. 44. Geistl. Gem. 45. Geistl. Gem. 46. Geistl. Und die Pforten der Höllen sollen sie nicht überwältigen! Hall. I Komm', heiliger Geist, in's Herz der Gläubigen! Gem. Entzünd' in uns das Feuer deiner Liebe! 47. Geistl. Gem. 48. Geistl. Am Feste der heiligen Dreieinigkeit. 11: 0.86 Heilig, heilig, heilig ist unser Gott, der Herr Zebaoth! Hall. Alle Lande sind seiner Ehren voll! Hall. Wir loben Gott, den Vater, Sohn und heiligen Geist! Hall. Im Gem. 49. Geistl. Gem. XVII 50. Geistl. Gem. 51. Geistl. Christus hat auf einen Felsen gebauet seine Gemeine! Hall. Gem. 52. Geistl. Gem. Am Feste Johannis, des Täufers. Gelobet sey der Herr, der Gott Jsraels! Hall. Denn er hat besucht und erlöset sein Volf! Hall. Siehe, spricht der Herr, ich will meinen Engel senden. Hall. Der vor mir her den Weg bereiten soll. Hall. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste. Hall. Bereitet dem Herrn den Weg! Hall. 53. Geistl. Gem. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit! Hall. Von ihm, durch ihn und in ihm sind alle TO" 00 Dinge! Hall. Ihm sey Ehre in Ewigkeit! Hall. Am Feste Mariä Heimsuchung. Meine Seele erhebet den Herren! Hall. Und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes! Hall. 54. Geistl. Altarverse. 54. Geistl. Gott hat große Dinge an uns gethan! Hall. Gem. Derda mächtig ist, und deß Name heilig ist! Hall. 55. Geistl. Gottes Barmherzigkeit währet immer für und für! Hall. Bei denen, die ihn fürchten. Hall. XVIII Gem. His 56. Geistl. Gem. 57. Geistl. Gem. 58. Geistl. 59. Geistl. Gem. 60. Geistl. Gem. 61. Geistl. Am Michaelisfeste. Lobet den Herrn, ihr, seine Engel, ihr starken Helden! Hall. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten. Hall. Gem. Und hilft ihnen aus. Hall. Gem. 62. Geistl. Gem. Die ihr seine Befehle ausrichtet! Hall. Daß ihr nicht Jemand, spricht Christus, von diesen Kleinen verachtet! An Danffesten; namentlich nach der Ernte. Lobe den Herrn, meine Seele! Hall. Und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat! Hall. Gott hat ein Gedächtniß gestiftet seiner Wunder. Hall. 63. Geistl. Gem. 64. Geistl. Gem. Denn ihre Engel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Der gnädige und barmherzige Herr! Hall. Gott giebt Speise denen, die ihn fürchten. Hall. Er denket ewiglich an seinen Bund. Hall. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist! Hall. Wohl dem, der auf ihn trauet! Hall. Am Reformationsfeste. Herr, halte dir im Bau deine Gemeine, die du gepflanzet hast! Hall. Und errette sie, die du dir festiglich erwählet hast! Hall. Wir haben ein festes prophetisches Wort. Hall. Und wir thun wohl, daß wir darauf achten! Hall. 65. Geistl. 65. Geistl. Gem. 66. Geistl. Gem. 67. Geistl. Gem. Altarverse. Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die da selig macht! Hall. Alle, die daran glauben! Hall. Am Kirchweihfeste. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Hall. 71. Geistl. Gem. 72. Geistl. Gem. 73. Geistl. XIX Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn. Hall. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauſes! Hall. Und den Ort, da deine Ehre wohnt! Hall. An Buß- und Bettagen. 68. Geistl. Gem. Verwirfmich nicht, o Gott, von deinem Angesicht! Und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden! Gem. Und vergilt uns nicht nach uns'rer Missethat! 70. Geistl. Hilf uns, Gott, unsers Heils, um deines Namens willen! 69. Geistl. Gem. Errette uns, und vergieb uns uns're Sünde um deines Namens willen! Am Tage der Confirmation. Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht! Hall. Denn Solcher ist das Reich Gottes. Hall. Sey getren, spricht der Herr, bis in den Tod! So will ich dir die Krone des Lebens geben. Halte, was du hast, so spricht der Herr Herr, dein Erbarmer. Gem. Daß Niemand deine Krone raube. Nach der heiligen Abendmahlsfeier. 74. Geistl. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich! Hall. Gem. Und seine Güte währet ewiglich! Hall. 75. Geistl. Was der Herr ordnet, das ist löblich und herrlich! Hall. Gem. Und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich! Hall. 76. Geistl. XX 76. Geistl. Gem. 77. Geistl. So Jemand wird aufthun, spricht der Herr, zu dem werde ich eingeh'n. Hall. Gem. Und mein Abendmahl mit ihm halten und er Nag mit mir. Hall. bou, bud) Bei Beerdigungen. 78. Geistl. Selig sind die Todten, die in dem Herrn sterben! Hall. 314 Gem. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit! Hall. 79. Geistl. Gem. 80. Geistl. Gem. 81. Geistl. Gem. 82. Geistl. Gem. Altarverse. Siehe, spricht Christus, ich bin bei euch alle Tage! Hall. Bis an der Welt Ende! Hall. 83. Geistl. Gem. 84. Geistl. Gem. 85. Geistl. Gem. Leben wir, so leben wir dem Herrn! Hall. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn! Hall. Der Herr wird mich erlösen von allem Uebel! Hall. Und aushelfen zu seinem himmlischen Reiche. Hall. Christus wird unsern nichtigen Leib verklären. Hall. Daßer ähnlich werde seinem verklärten Leibe. Hall. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Hall. Und er wird mich hernach aus der Erden auferwecken. Hall. Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand. Hall. Und keine Qual rühret sie an. Hall. Bei allgemeiner Noth. Rufe mich an, spricht der Herr, in der Zeit der Noth, so will ich dich erretten. Und du sollst mich preisen. Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoff' auf ihn! Er wird's wohl machen. 1.2 Um gute Witterung, Frieden und gemeine Wohlfahrt. 86. Geistl. Aller Augen warten auf dich, Herr, unser Gott. Gem. Und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. 87. Geistl. Gott, gieb Fried in deinem Lande! Cin Gem. Glück und Heil zu allem Stande! of 300 Erste Abtheilung. Glaube des Christen. Mel. Ich dank' dir schon 2c. 1. Anbetung sey dir, Herr Heil' entgegen. lichster, Gott, Schöpfer aller Dinge! Wer ist dir gleich, wer würdiger, daß man ihm Ehre bringe? 2. In dir vereinigt Alles sich, was wir vollkommen Preis dir, Heil uns, Herr, daß wir dich als unsern Vater kennen. nennen. 3. Nun dürfen wir, wir Schwache, nicht vor deiner Größe beben; zu dir fann sich mit Zuversicht, froh unser Herz erheben. 4. Du, dessen Macht unendlich ist, bist auch der Gott der Liebe; und ewig, wie du selber bist, sind deines Wohlthuns Triebe. den Wegen, hier einer wahs ren Geistesruh', dort vollem 5. Wer dir nur folgt, den führest du, auf sichern, gra6. Ja, nicht bloß zur Zufriedenheit auf kurzem Pils gerpfade, zu Freuden einer Ewigkeit erschuf uns deine Gnade. 7. Wie sollten wir nun deinen Ruhm nicht wonnevoll erheben, und als dein Volk und Eigenthum nicht dir zur Ehre leben? 8. Kein Tag von uns'rer Lebenszeit soll, Höchster, uns vergehen, an dem wir deine Herrlichkeit nicht ehrfurchtsvoll erhöhen. 9. Mit Unterwerfung, Lieb und Dank soll unser Herz dich ehren; und einst soll unsern Lobgesang der ganze Himmel hören. 1 Mel. 2 Gott, überhaupt. Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 2. Auf, Christen, preiſt mit mir den Herrn! Wer preist, was herrlich ist, nicht gern? Er, welchen Erd' und Himmel ehrt, ist eures höchsten Lobes werth. 2. Lobt ihn; sein ganzer Nam' ist Ruhm, Unendlich keit sein Eigenthum. Dieß grenzenlose Meer von Licht durchschauet selbst der Engel nicht. 3. Ja, eure Lust sey, ihn erhöh'n; solch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Verstand, erhebt das Herz, macht himmlisch froh, und stillt den Schmerz. 4. Wie wird der Geist dadurch entzückt, hinauf gen Himmel hingerückt, mit seinem hocherhab'nen Freund, mit Gott, stets inniger vereint! 6. Ja, Pflicht ist's, daß ihr sein gedenkt, ihr, denen er Verstand geschenkt. Die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wißt. zu Gott mit Inbrunst nah'n, und seine Größe fühlen kann. 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besingt, die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich 8. Auch euer Mund, so oft er spricht, erinnert euch an diese Pflicht. Die Sprache dankt ihr ihm allein; und wolltet nicht voll Rühmens seyn? 9. Wer ist wohlthätiger, als er? O, welche Gaben soll uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch seinen Sohn uns giebt? 10. Was gebet ihr nun ihm dafür? Ist nicht ein Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe brennt, das Einz'ge, was ihr geben fönnt? 5. O, welch ein herrlicher Beruf, zu dem Gott selbst die Engel schuf! Welch eine Mel. Wachet auf! ruft uns ic. theure, süße Pflicht, die uns 3. Bringe deinem Gott, so reichen Lohn verspricht! dem Größten, dem Weisesten, dem Allerbesten, mit Freuden, Seele, Preis und Dank! Seine Majestät und Gnade, womit er auf des Lebens Pfade dich führt, sey täglich dein Gesang! So fordert's der Beruf, dazu sein Arm dich schuf! Seiner Aufsicht sollst du dich freu'n, ihm ganz dich weih'n, und 11. So preist denn, Chris sten, preist den Herrn! Wer preist nicht milde Geber gern? Bedenkt, wie viel er uns gewährt! Wer ist, wie er, des Dankes werth?" Gott, überhaupt. und Herold seines Ruhmes seyn. 15d siber. 2. Was im Himmel und auf Erden nur je sein Allmachtswort hieß werden, verkündigt seine Herrlichkeit. Ihm, ihm jauchzen Engelchöre; und du, du wärest ihm zur Ehre, nicht auch zu seinem Preis bereit? Auch dir gab seine Hand Empfindung und Verstand, zu er fennen, wie groß er ist, er, deß du bist, der huldvoll deiner nie vergißt. 3. Schäße diese deine Würde, und acht' es nie für eine Bürde, lobsingend Gottes dich zu freu'n. Seligkeit ist's, ihn zu loben. Wie wird der Geist dadurch erhoben! Und welch ein Glück kann größer seyn? Im voraus schmeckt er schon der Frommen künft'gen Lohn, Himmels freuden. Erheitert sieht sich sein Gemüth, und Kummer, der ihn nagte, flieht. 4. Immer inniger und fester wird er mit dir, du Allerbester, durch deines Namens Preis vereint; fühlt sich immer mehr getrieben, aus allen Kräften dich zu lieben, als seinen Vater, seinen Freund. Wie wächst ihm da der Muth, von dir, du höchstes Gut, froh zu hoffen, was für die Zeit 3 und Ewigkeit ihm nützt, und sichern Trost verleiht! 5. Sollt' ich denn nicht gern dich preisen, und dir, mein Gott, den Dank erweisen, der deiner Batertren' gebührt? Täglich will ich dir lobsingen, und mich im Geiste zu dir schwingen, bis mich dein Arm zum Himmel führt. Da liegen dann vor mir mehr Quellen noch, als hier, immer offen, auf ewig dein mich zu erfreu'n, und deines Preises voll zu seyn. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 26. 4. Von allen Himmeln tönt dir, Herr, ein froher Lobgesang. Zu dir, Anbetungswürdiger, steig' auch der Menschen Dank! 2. Du brauchst zwar unsers Preises nicht, bist selig ohne ihn; doch bleibt dein darf sich der entziehn? Lob stets unsre Pflicht. Wer 3. Dich preisen ist uns Seligkeit, dir danken hohe Lust; schon hier fühlt, wer sich deiner freu't, den Himmel in der Brust. 4. Und du, der uns Empfindung gab für deine Herrlichkeit, siehst huldreich auf das Lob herab, das unser Herz dir weiht. 5. Wir stammeln's zwar in Schwachheit nur, so heiß 1* das Gott, überhaupt. 4 das Herz auch gläht; denn deinen Ruhm, Herr der Natur, erreicht fein sterblich Lied.dir 6. Doch du verschmäb'st das Opfer nicht, das dir die Andacht bringt, die sich mit Kindeszuversicht zu deinem Throne schwingt. 7. So soll dein Lob denn allezeit in unserm Munde seyn, und dankvoll deiner Gütigkeit stets unser Herz fich freu'n. 8. Einst fingen wir im höhern Ton dir unsrer Seele Dank, und dann erschallt an deinem Thron ein beßrer Lobgesang. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ze. 5. Laßt uns den Herrlichen erheben, den Einzigen, den Vater jeder Welt; der uns, der für der Menschen Leben die schöne Erde schuf und uns erhält; uns schön're Wohnungen in seiner Stadt, die über Sonnen steht, bereitet hat. cod 2. Aus allen Welten tönen Lieder, aus allen Himmeln Jubel ihm empor; ihm hallet jede Tiefe wieder; und wir frohlockten nicht in die fes Chor? Wer fühlt sie ganz, die Würde, Mensch zu sevn, und kann nicht Gottes sich lobsingend freu'n? 3. Und können wir genug ihn preisen, der unaussprechlich groß und herrlich ist; der Welten ruft, in ihren Kreisen die Sterne führt, und unser nicht vergißt; der immer wacht, stets Segen um sich streu't, und jedes Leben, selbst den Wurm er= freu't? d 4. Wer kann es je genug erheben, was Gott für ihn aus Baterliebe that, seitdem er aus dem Nichts ins Leben, fremd auf den Schauplaß seiner Wunder trat? Wer zählts? Wem floß nicht Segen, Freud' und Ruh' und Hülf und Trost an jedem Tage zu? 5. Und wessen Lob erreicht, wie weise, wie liebreich Gott sein Schicksal noch regiert; ihn stärkt auf seiner Lebensreise, ihn schüßt, ihn aus der Nacht zum Lichte führt? wie väterlich Gott immer sorgt, um ihn für eine beßre Welt hier zu erziehn? 6. Frohlockt! Frohlockt! Wir sind berufen, Bewohner seines Himmels einst zu seyn, und, wie an seines Thrones Stufen die Engel, seiner uns schon hier zu freu'n. Welch Glück, voll Preises hier vor ihm zu steh'n, wie sie, die mehr von seiner Größe seh'n! 7. Drum sey des großen Vaters Ruhme stets unser Herz Gott, dessen Daseyn. Herz, oft unser Lied geweiht! durchdrungen, wird immer Nicht nur in seinem Heilig- besser, frömmer unser Herz. thume, auch in den Hallen Es sey dann unser Pfad uns'rer Einsamkeit, auch oft verschlungen; wir geh'n gein uns'rer Lieben frohem Kreis trost, seh'n Wohlthat selbst ertöne feierlich ihm Dank und im Schmerz. Und nah't sich uns der Tod: wir fürchten Preis. 8. Wenn wir den Geist zu ihm erheben, vom Irdischen, wo er sich oft vergißt, hinauf in reinem Wohllaut schweben, wo ew'ges Heil, das Licht der Wahrheit ist, dann schwindet jeder eit'le Traum der Zeit; wir athmen Wonne sei ner Ewigkeit. 9. Von dieser Seligkeit Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 6. Es ist ein Gott; o, fühl' es, Herz! erhebt euch), ihr Gedanken! Im höchsten Glück, im tiefsten Schmerz soll nie mein fen. Was giebt mir im Geräusch der Welt die Hoff nung, die mich froh erhält, wenn ich an Gott nicht glaube? 2. Bestimmt zum Himmel, leb' ich hier im Durst nach höhern Freuden. Wer stillt die heiße Sehnsucht mir? Wer rettet mich von Leiden? Wenn sich mein Herz der Tugend weiht, wer, fnüpft Nichts; er kommt, ein Engel im Gewand des Lichts. 10. O, wann er kommt, der Gottgesandte, uns beimzuführen in das Vaterland: wir reichen an des Grabes Rande ihm freudig, ihm mit Dank und Preis die Hand. Heil uns! dann jauchzen wir im Engelchor dem Höchsten reiner unser Lob empor. an sie die Seligkeit? Wer reicht mir Stegeskronen? 3. Du bist es, Gott; du bist und lebst! Gleich Felsen steht mein Glaube. Du wohnst der Tugend, du er= hebst sie mächtig aus dem Staube. Du bist und lebst! Ich seh' es ja an deinen Werken fern und nah; du schufft und trägst fie alle. 4 Am Himmel prangt der Allmacht Bild; da funkeln deine Sterne; da leuchtet mir so sanft und mild dein Mond aus jener Ferne; da flieht vor deinem Glanz die Nacht; die Sonn' entsteigt in voller Pracht dem Schooß der Morgenröthe. 5. Du, 6 Gott, dessen Daseyn. 5. Du, Schöpfer, du nur zogst sie an mit diesem Strahlenkleide; du wälzest sie durch ihre Bahn zu deiner Kinder Freude. Nur du hast dort mit starker Hand das Zelt so herrlich ausge= spannt, worin die Welten freiſen. 6. In tauſend Stimmen rauscht und tönt dein Leben durch die Wälder; dein Segen, Herr, verjüngt und krönt mit Schmuck die reichen Felder. Du bindest Stürm' und Wolken los; du rufft den Blizz aus dunkelm Schooß; dir rauscht die Meereswoge.. 7. Und sollt auch Alles, Alles hier vor meinem Blicke schwinden; doch würd' ich den Beweis in mir von deinem Daseyn finden. Ich bin, ich bin, wie könnt' ich seyn, wär' ich, o Herr der Welt, nicht dein, nicht dein Geschöpf, o Bater! 8. Der mich aus seiner Quelle tränkt, mich speist von seinem Gute, deß Kraft in meiner Seele denkt, und wallt in meinem Blute, und fühlt und wirkt in Herz und Sinn, durch den ich ward, durch den ich bin, ja, der muß seyn und leben. 9. Jch blicke, Gott,' mit Zuversicht empor zu deiner Höhe. Du bist und lebst; ich zweifle nicht; ob ich dich gleich nicht sehe. O, laß doch meinen Glauben rein, laß ihn durch Werke thätig seyn; dann wirst du in mir leben! Mel. Wach' auf, mein Herz ze. 7. Gott! aus deinen Werken kann ich dein Daſeyn merken; in allen Kreaturen find' ich der Gottheit Spuren. 2. Das große Weltge= bäude, dein Ruhm und meine Freude, ruft in viel tauſend Chören: Gott ist, Gott mußt du ehren! du ehren! d 3. Wer sprach es, daß die Erde, und daß der Himmel werde? Wer sprach es, daß im Meere des Wassers Sammlung wäre? 4. Wer ließ in jenen Höhen das Sternenheer entstehen? Wer hieß des Donners Brüllen die Welt mit Furcht erfüllen? 5. Du bist's, Gott; deine Werke erzählen deine Stärke und deine weise Güte dem achtsamen Gemüthe. 6. Der zarte Wurm im Staube, die bunte Raup' am Laube, das Gras, die schlanken Halmen sind deines Ruhmes Psalmen. 7. Herr, du bist hoch erhoben, und ewig hoch zu loben; wenn auch der Thvren Gott, dessen Daseyn. ren Rotten dich läugnen und verspotten. 8. Laß Alle, die dich kennen, und dich mit Ehrfurcht nennen, und die dir fest vertrauen, auch deine Hülfe schauen! Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. 8. Gott, deiner Werke jedes ist von dir uns Pfand und Siegel; das kleinste ruft uns, daß du bist, und ist von dir ein Spiegel. Ein jeder Punkt in der Natur trägt deiner weisen Allmacht Spur, ist Ausfluß deiner Güte. 2. Um hohen Himmel strah let sie, die Sonne, dir zur Ehre; dich preist der Mond; es schweigen nie von dir der Wesen Heere. Von dir, von dir spricht jeder Strahl der unzählbaren Sternenzahl; von dir zengt Erd' und Himmel. 3. Und jeder Zeitpunkt, jeder Ort ist Offenbarung deiner. Und dennoch fand dich, ohne Wort von dir, der Menschen Reiner! Er scheinen, dasteh'n mußtest du; du riefst dem ersten Menschen zu: Sieh', hier bin ich, dein Schöpfer. Indu stis 7 4. Wie menschlich machtest du dich fund, du Gott, den Menschenkindern! Voll Ernst und Gnade sprach dein Mund mit Heiligen und Sündern." Vernommen wurde, bald mit Lust, dein Wort, bald mit beklemmter Brust, und durch die Schrift verewigt. 5. Die Wunder wurden angeseh'n, voll Einfalt dann beschrieben, durch durch Zeugen bald, und bald durch den, den, Gott, dein Geist getrieben; so kam zu uns, der späten Welt, dein Wort, das niemals trügt und fehlt, dem Kraft entströmt und Leben. 6. Unschäßbar ist uns, Gott, dieß Wort, voll Geist und reich an Gnade! Es hilft dem Schwachen mächtig fort durch rauhe Dornenpfade! Es ist ein Licht in Finsterniß! Es macht den Wahrheitsfreund gewiß von Ewig= keit und Himmel. 7. Anbetung, Dank dir für dieß Licht, dem alle Schatten weichen! Nein, was nur Menschenweisheit spricht, kann deinem Wort nicht gleichen. Anbetung, Dank dir, daß du kamst, die Bind' uns von den Augen nahmst, dich, Bater, zu erkennen! Mel. 8 Mel. Nun danket Alle Gott zc. mit Huld auf deine Schö pfung blickst, und Alles, was 9. Anbetungswürd'ger da lebt, erfreuest und beGott, mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O, flöße meinem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor die voll Ehrerbietung seyn! 2. Du riefst dem, das nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs mannichfaltigste um dich her auszubreiten. Du bist die Liebe selbst; Verstand und Rath sind dein, und du gebrauchst sie gern, zu segnen, zu erfreu'n. 3. Du sprichst; und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deiner Allmacht Hand regierest du die und deine vollführt, was uns unmöglich 11. Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Schranken, ist unaussprechlich groß. Er ist der höchste Geist. Er will auch schon auf Erden von mir verherrlicht werden, wie ihn der Engel preist. 2. Rein Sinn fann ihn erreichen; kein Mensch, kein Engel ist dem Höchsten zu vergleichen, den kein Gedank ermißt. Macht euch von ihm kein Bild, der aller Welten Kreise, Gott, dessen Wesen. fällt. 4. Du bist der Herren Herr; der Erde Majestäten sind, Höchster, Staub vor. dir; wie bald kannst du sie tödten! Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöh'n? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß besteh'n. 5. Wer hat dich je geseh'n? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du glückst. 6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen. Wird aber dermaleinst der Vorhang weggenommen, der dich, Unendlicher, noch unserm Blick verschließt, dann seh'n wir heller ein, wie herrlich, Gott, du bist. 7. Indeß sey auch schon jetzt dein Ruhm von uns bejungen. Verschmähe nicht ein Lob von unsern schwachen Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst im hellern Licht dich seh'n, vollkomm'ner unser Lied dich, großer Gott, er= höh'n. ( 10.) Mel. Aus meines Herzens 26. Gott, dessen Einheit. 9 Kreise, zu seinem ew'gen ner Hülf, und denket und Preise mit Herrlichkeit erfüllt! will aus eig'ner Kraft. 3. Laß, Sonn', in hoher Ferne dein Antlig schöner glüh'n; glänzt heller noch, ihr Sterne! Was seyd ihr gegen ihn? Jbr sevd mit aller Pracht, womit der Herr euch schmücket, womit ihr uns entzücket, bloß Schimmer seiner Macht. 4. Der Gott, an den ich glaube, hat keinen Leib, wie ich. Er, der mich Staub vom Staube belebt hat, lebt durch sich; braucht keines Sinns, und schafft und wirkt uneingeschränket, braucht keiMel. Ich dank' dir schon 2c. 12. Es ist doch nur ein ein'ger Gott im Himmel und auf Erden. Nur sein allmächtiges Gebot hieß Erd' und Himmel werden. 2. Was er erschuf, das kann allein durch seine Kraft bestehen. Will er, die Welt soll nicht mehr seyn, so muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Majestät ist er nur Weltregierer; ist über Alles hoch erhöht, und unsers Lebens Führer. 4. Groß ist sein Nam', und mit der That fann er es 5. Wie sollen wir dich Beherrscher aller nennen, Welt? Was wissen wir? Wir kennen kaum, was in's Auge fällt. Des Weisen Scharfsinn steigt nie zur Natur der Geis ster; und vor dir, ihrem Meister, staunt selbst ihr Heer, und schweigt. 6. D, nenn' ihn Vater, Seele, der väterlich dich liebt! Erfülle die Befehle, die er dir freundlich giebt, und ehr' ihn durch Vertrau'n! Dann wirst du über Sternen ihn näher kennen lernen, ihn immer größer schau'n. auch beweisen. Herr, groß an Huld, an Macht und Nath, wer sollte dich nicht preisen? 5. Dir nur gebühret Preis und Ehr'; wo ist je deines Gleichen? Nur du bist Gott, sonst Reiner mehr; wie sollt' ich von dir weichen? 6. Nein, ewig bleibst du mir allein der Herr, an dem ich hange; und ewig soll's kein And'rer seyn, von dem ich Heil verlange. 7. Mein ganzes Leben weih ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einst noch mehr, als hier, in deiner Größe schaue. Mel. 10 Gott, dessen Ewigkeit und Unveränderlichkeit. ( 13.) Mel. Scy Lob und Ehr' dem 2c. 14. Erhaben über Welt und Zeit, lebst du, Gott, ohne Schranken, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie staunt bei dem Gedanken mein ganzer Geist! Er sinnt ihm nach; er sinnt und forscht, und ist zu schwach, dein ew'ges Seyn zu fassen. 2. Noch ward von feiner Sonne Licht durch deine Welt verbreitet; die Himmel jauchzten dir noch nicht, durch deine Macht bereitet; noch war das Trock'ne nicht; kein Meer strömt' an der Berge Gründen her; du aber warst schon ewig. 3. Nicht eine Stund' ist es vor dir, vom Anfang bis zum Ende. Nur Augenblicke leben die Werke deiner Hände. Nie nehmen deine Jahre zu; in alle Ewigkeit wirst du derselbe seyn und bleiben. 4. Ja, du bist ewig, du stirbst nie; bleibst immer meiner Seele der starke Fels, den ich für sie zur sichern Zu= flucht wähle. Denn deine Gnad' und Wahrheit ist so ewig, als du selber bist. Heil mir, daß ich dir traue! 5. Mein Leib ist sterblich), nicht mein Geist; den will ich dir vertrauen; dein Wort, das Wahrheit ist, verheißt, er soll dein Antlig schauen. Auch ruht mein Leib nur kurze Zeit; am Erntetag der Ewigkeit wirst du ihn auf erwecken. 6. D, wohl mir, wenn ich nun schon bier nach ew'gen Gütern strebe, und dir, o Ewiger, nur dir zum Wohl= gefallen lebe! Dann hab' ich auch an deinem Heil mit allen Frommen ewig Theil, und jauchze dir auf immer. 7. O, lehre mich hier in der Zeit, die du mir noch wirst schenken, der seligen Unsterblichkeit mit allem Ernst gedenken! Sie sey mein Trost, mein höchstes Gut; sie stärke mich mit Kraft und Muth, gerecht vor dir zu leben! Mel. Die Sonn' hat sich mit 2c 15. Herr Gott, du biſt die Zuflucht aller Zeiten; denn du bist Gott in alle Ewigkeiten, Du warst es schon, eh' Erd' und Himmel ward, eh' noch dein Arm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschenfinder? Staub sind vor dir der Heilige, der Sünder. Wie schnell verblüht das Leben doch in mir! Du, Höchster, du nur bleibest für und für. 3. Du Gott, dessen Ewigkeit und Unveränderlichkeit. 11 selbst genug, und keiner Welt bedürftig! 2. Ja, Höchster, tauſend Jahre sind dir weniger, als Stunden; dir, wie der Tropfen schnell zerrinut, begonnen und verschwunden; sie sind, entflohen, immerdar mit Allem, was da ist und war, doch dir noch gegenwärtig. 3. Was bin ich), Gott, vor dir, ich Staub, ich schnell verblüh'te Blume; ich, ach, wie bald des Grabes Raub, mit Glück und Lust und Ruhme? Wie ein Geschwätz des Tages fleucht mein Pilgerleben hin; es gleicht dem leichten Morgentraume. 4. Und dennoch zeigst du mir von dir so Viel in Augenblicken; entdeckest deinen Rathschluß mir, mich ewig zu beglücken. Du machst dieß Leben, dir sei Dank! zu einem heitern Uebergang in jenes begre Leben. 3. Du hast vorhin die Erde zubereitet; dein Arm hat, Gott, die Himmel ausgebreitet. Doch sie vergeh'n, veralten wie ein Kleid; du aber bleibst in alle Ewigkeit. 4. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand, von dir verwandelt werden. Du bleibest, wie du bist; denn welche Zeit umgrenzet wohl, Herr, die Unendlichkeit? 5. Das ist der Trost, die Hoffnung deiner Knechte. Du schüßzest sie mit deiner starken Rechte; du läßt ihr Herz sich ewig deiner freu'n, und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sey mein Trost in allen trüben Stunden; vom Tode selbst bleibt er unüberwunden. Kein Tod, fein Grab trennt mich, o Gott, von dir; mein Fels, mein Heil, das bleibst du ewig mir. Mel. Sey Lob und Ehr' dem 20. 16. Wer gleicht dir, Gott? Undenkbar ist die Zahl von deinen Jahren. Du warst, o Schöpfer, was du bist, ch' alle Sonnen waren. Schon ch' dein Arm die Welten trug, warst du dir immer 5. Unwandelbar und ewig ist, Herr, deine Gnad' und Trene. Du bleibst auf im= mer, was du bist, der Gott, deß ich mich freue. Ob Erd' und Himmel untergeb't, wohl mir! wohl mir! dein Wort besteh't; du wirst mich nie verlassen. ( 17.) Mel. 12 Gott, dessen Allgegenwart und Allwissenheit. Mel. Nun leb' meine Seele zc. 18. Der Herr ist in den Höhen; auch in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen zu ihm flehen, wo ihn die Engel schau'n, ist er. Wo ich nur in Gedanken mich denk', ist er mir nah'; ist, frei von allen Schranken, in jedem in jedem Naume da; umfaßt mit seinen Händen die Welten, und umspannt an allen ihren Enden, was je durch ihn entstand. 2. Allgegenwärtig schauets sein allumfassend Aug' umher; und wer ihm nur vertrauet, den schüßet, den verforget er. 4. Er ist auch nahe denen, die willig thun, was er gebot; hört sie, zählt ihre Thränen, hilft und verscheucht, was ihnen droht. Wohl mir! Zu meiner Rechten ist mir der Herr, mein Gott; in meines Kummers Nächten, und wo ich seufz', ist Gott. Wo keinen Freund ich habe, wo Niemand hilft, ist Gott. Jm Sturm, im Tod, im Grabe, und überall ist Gott! the ( 19.) Mel. O Gott, du frommer 2c. Er hört das 20. Herr, du erforschest Schrei'n der Raben; hat für die ganze Welt, hat für den Wurm selbst Gaben, und Schmuck für Thal und Feld. Für sein Geschöpf zu sorgen, fehlt ihm nie Rath und Macht. Er ist's, der auch verborgen uns nah' ist, uns bewacht. selbst die Finsternisse, worin ihr euch verhüllt. 3. Wie könnt ihr denn, Verbrecher, dem, der so nah' euch ist, entgeh'n? könnt wähnen, er, der Rächer, werd' euer finst'res Werk nicht seh'n? Eh' noch Gedanken werden, sieht er vom Himmel sie, und alle Nacht auf Erden verbirgt vor ihm sie nie. Wäbut nicht, daß er's nicht wisse; mit seinen Schrecken füllt er mich, dir bin ich unverborgen; du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sor= gen. Was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand. 2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu'; du ordnest, du beschließest, was mir begegnen soll; erstaunt seh' ich auf dich. Wie groß ist dein Verstand! wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? Wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ Gott, dessen Allgegenwart und Allwissenheit. 13 Führ' ich gen Himmel auf, Ehrfurcht will ich stets auf so bist du, Höchster, da; dich, mein Schöpfer, seh'n, führ ich zur Tief hinab, dir folgen, und dein Lob, so auch hier bist du mir nah'. gut ich kann, erhöh'n. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; ob ich der wirklich bin, der ich zu seyn mir scheine. Sieh', ob mein Fuß vielleicht sich einem Irrweg naht, und halte mich zurück auf eb'nem, sicherm Pfad. 4. Nähm' ich auch, schnell zu flieh'n, die Fittige vom Morgen: selbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Allmachtsband; denn du bist überall, und dein ist jedes Land. 5. Wollt' ich in Finsterniß mich deinem Aug' entziehen, so sucht' ich doch umsonst auch da, dir zu entfliehen. Die dickste Finsterniß ist vor dir helles Licht; die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht. 6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, ch' ich war, schon väterlich gedacht. 7. Du fanntest mein Gebein, eh' ich an's Licht gekommen; da ich im Dunkeln erst die Bildung angenommen; dein Auge sah' mich schon, eh' ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar. 8. Was für Erkenntnisse, für föstliche Gedanken! Unzählbar sind sie mir; denn sie sind ohne Schranken. Mit 3998 Mel. Mirnach, spricht Christus ze. 21. Nie bist du, Höchster, von uns fern; du wirkst an Wo ich nur allen Enden. bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; du leitest, du beschügest mich. 2. Was je mein Herz empfunden hat, was ich verwerf und wähle, der erste Trieb zu jeder That, der stillste Wunsch der Seele, der dunkelste Gedank' in mir, Gott, Alles liegt enthüllt vor dir." 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz zu dir erhebe, und, über deine Huld erfreu't, nach deinem Willen lebe: so steh'st du es, und steh'st mir bei, daß ich dir immer treuer sey. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte Wege wählet. Und bleibt auch eine böſe 14 Gott, dessen Allgegenwart und Allwissenheit. böse That vor aller Welt verbehlet: so kennst du sie, und strafest mich zu meiner Beßrung väterlich. 5. Du hörest meinen Seufs zern zu; schaff'st, daß mir Hülf' erscheine. Mit Baterliebe zählest du die Thränen, die ich weine. Du sieh'st und wägest meinen Schmerz, erfüllst mit deinem Trost mein Herz. 6. O drück', Allgegenwärtiger, dieß tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu', dich zu verehren eifrig sey. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln. Du bist um mich; o Herr, verleih, daß dieß mir Trost und Warnung sey! Mel. Sey Lob und Ehr' dem ic. id 22. u Gott, o Seele, schwing' dich auf, und werde Dank und Bonne! Er lenkt voll Kraft der Welten Lauf, zeigt ihre Bahn der Sonne! Durch ihn nur sind und leben wir; was mich erfreut, das schenkt er mir; er ist allgegenwärtig. 2. Wenn sich in stiller Einsamkeit mein Geist zu ihm ers bebet, und, voll von hoher Seligkeit, in ihm, in ihm nur lebet: dann sieht sein gnadenvoller Blick mit Woblgefallen auch mein Glück; er ist allgegenwärtig. 3. Wenn ich, zu thun, was ihm gefällt, den frommen Borsaß fasse; wenn ich die Eitelkeit der Welt und jedes Laster basse: so mangelt mir nie Licht und Kraft; denn er, der das Vollbringen schafft, Gott ist allgegenwärtig. 4. Wenn er mir heit're Tage giebt, und dieſes Lebens Freuden, und wenn er meine Tugend übt durch Prüfungen und Leiden: so tran' ich ihm und zage nicht; denn er schafft Finsterniß und Licht; er ist allgegenwärtig. d 5. Und wenn mein Auge. sterbend bricht, wenn jeder Sinn nun schwindet, und schon die bange Seele nicht der Freundschaft Trost empfindet; wenn nichts mehr mich erfreuen kann, o Gott der Hülfe!- dann, auch dann bist du mir gegenwärtig. 6. Dann schwing' ich mic zu dir hinauf, zu deines Himmels Freuden; beginne meinen höhern Lauf, auf ewig frei von Leiden; dann werd' ich dich, der Alles lenft, im Tod und Leben Freude schenkt, mit allen Engeln preiſen. Mel. Gott, dessen Allgegenwart und Allwissenheit. 15 Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 23. Umsonst, umsonst verhüllst du dich, mein Herz, in Finsternisse; was kann ich Gott verbergen? ich? Welch Thun, das er nicht wisse? Und wärst du dunkler, als das Grab: das Ange Gottes schaut hinab, und kennt auch deine Tiefen. 2. Wo ist die Nacht der Einsamkeit, die mich vor ihm verhehle? Er sieh't euch schon, ch' ihr noch seyd, Gedanken meiner Seele. Eh' ich euch selbst entdecken kann, von eurer ersten Bildung an, bis ihr euch ganz entfaltet. 3. Er fennet und durch schauet euch, wenn ihr euch mir entziehet; bemerkt euch, wenn ihr, Bligen gleich, schnell auffahrt, schnell entfliehet. Vergebens wünsch' ich: Sterbt! vergeht! Ich hass' euch! Aufgezeichnet steht ihr schon in seinem Buche. 4. Der Herr gedenket ihrer noch; Jahrhunderte verschwinden. Sie bleiben; und ich träume doch: Gedanken sind nicht Sünden? Sie alle müssen an das Licht, wenn er erscheint, und im Gericht der Herzen Rath entdecket. 5. Dann wird das Siegel seines Buchs vor aller Welt gebrochen; das Urtheil des verdienten Fluchs Gedanken selbst gesprochen. Wo ist die Nacht, die sie verhehlt? Der Richter hatte sie gezählt; nicht einer ist vergessen. 6. Seyd heilig, seyd von Gott nur voll, Gedanken meiner Seele, daß, wenn gerichtet werden soll, fein einziger mich quäle! Seyd heilig! O, dann fürcht' ich nichts! Gott wird am Tage des Gerichts wie Thaten euch belohnen. ( 24.) Mel. Ich weiß, mein Gott, daß zc. 25. Allgegenwärtiger, ich bin dir nicht verborgen, wo ich bin, und könnt' auf schnellen Schwingen mich an die fernsten Meere bin die Morgenröthe bringen. 2. Flög' ich zum Himmel hoch empor, mich unter seinem Sternenchor im Glanze zu verstecken: so bist du da, ziehst mich hervor; Nichts kann vor dir mich decken. 3. Stieg' ich aus Furcht vor dir hinab in's Haus der Finsterniß, in's Grab: du bist auch da zugegen, und schwingest deinen Richterstab auf schauervollen Wegen. 4. Noch keines Herzens böser Rath, kein schnödes Wort, und keine That ist deinem Aug' entronnen. Du kennest den geheimen Pfad des Stanbes und der Sonnen. 5. O 16 Gott, dessen 5. O gehe, Herr, nicht in's Gericht, wenn wider die gelobte Pflicht wir, deine Knechte, handeln! Lehr' uns vor deinem Angesicht in frommer Ehrfurcht wandeln. Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 26. Herr, deine Allmacht reicht so weit, als selbst dein Wesen reichet. Nichts ist, das deiner Herrlichkeit und deinen Thaten gleichet. Was ist zu groß, was ist zu schwer, das dir zu thun nicht möglich wär'? Allmacht. 6. Daß deinem Auge Nichts entflieh't, was war, und ist und einst geschieh't, sev unsre Ruh' und Freude! Der Gott, der Alles weiß und sieb't, nimmt unser wahr in Leide. 2. Du sprichst, und auf dein mächtig Wort fällt Alles dir zu Füßen; du führest deinen Rathschluß fort bei allen Hindernissen. Wenn du gebeutst, so stehet da, was noch zuvor kein Auge sah. 3. Du hast dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. Es bleibet stets dein Augenmerk, und wird durch dich regieret. Noch immerfort besteh't die Welt, weil deine Allmacht sie erhält. Alles, was durch dich entstand. 5. Was für ein Wunder deiner Macht wird einst mein Auge sehen, wenn nach der langen Grabesnacht die Todten auferstehen; wenn du von unserm Staub den Rest zu neuen Körpern werden läßt! 6. Allmächtiger, erstaunt fall' ich vor dir anbetend nieder; mein blöder Geist verfieret sich, und allt nur schwache Lieder; bewundert dich und deine Kraft, die Todten neues Leben schafft. 7. O, schenfe mir die Zuversicht, die deiner Macht vertrauet; der Macht, die Hülf und Trost verspricht, wenn man auf dich nur bauet; auf dich und deine Gotteskraft, die Alles kann, und Alles schafft. sakit hi Mel. Wer nur den lieben Gott ze. ( Neue Mel.) HINDI 4. Die Größe deiner Thaten zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über alle 27. Gott, den alle Kräfte steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr; in deiner Hand bleibt Himmel ehren, von dir kommt aller Welten Pracht. Was wir empfinden, seh'n und hören, Gott, dessen Allmacht. 17 ren, hat, Herr, dein Wort hier schon lernen, wie hehr, hervorgebracht. Und deiner tiefen Weisheit Licht erforscht der größte Weise nicht. wie groß, Gott, deine Pracht. Es bleibt durch alle Ewigkeit, Jehovah, deine Herrlichkeit. 2. Du bist es, der die Thiere weidet, dem Baume seine Schönheit schenkt. Du bist's, der Berg und Thäler fleidet, und sie mit mildem Regen tränft. Du bist es, der durch seine Kraft im Frühling Alles neu erschafft. 3. Daß Flur und Garten sich verjüngen, und Alles neues Leben fühlt, die Bäume Laub und Blüthen Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. das Feld mit tausend Farben 28. Unser Gott ist groß spielt, das Alles kommt von dir, o Herr! Du willst, so wird's, Allmächtiger! 4. Wie Viel vermag dein schaffend Werde, das einst dem Nichts zu seyn gebot! Dein Lob verkündet schon die Erde, du herrlicher und starfer Gott! doch lauter spricht des Himmels Pracht von deiner Größ' und Schöpfermacht. und mächtig, und seine Schöpfung reich und prächtig, voll Weisheit und Vollkommenheit. O ihr, seiner Allmacht Heere, hoch in den Himmeln, tief im Meere, verkündigt seine Herrlichkeit! Sein Kleid ist reines Licht; er hält im Gleichgewicht alle Welten. Der Wesen Heer, das weite Meer, den Engel und den Wurm schuf er. 5. Aus dir, du Urquell alles Lichtes, fließt auch der Sonne feurig Meer. Ja, großer Schöpfer des Gesichtes, von dir kommt auch das Wunder her, dağ mir die Schönheit dieser Welt so strahlend in das Auge fällt. 2. Er, der auf den Winden schwebet, er schaut die Erde an: sie bebet; er rührt den Berg an, und er raucht; speist den Vogel, nährt die Heerde, erneuert die Gestalt der Erde, erfreut, was in ihr lebt und haucht. Mit milder Freundlichkeit giebt er, zu seiner Zeit, Allen Speise; schmückt und erhält die ganze 2 Welt; 6. Was lehrt das Heer von tausend Sternen, das selbst die Nächte reizend macht? Bon ihnen soll ich 7. D, laß mich stets mit frommen Blicken die Wunder deiner Werke sehn! Laß mich mit Danken und Entzücken dich, ihren Schöpfer, oft erhöhn; mich immer deiner Schöpfung freun, und dir des Herzens Andacht weihn! 18 Gott, dessen Weisheit. Welt; ihm dankt, ihm jauch-zet Wald und Feld. 3. Durch ihn stehn des Himmels Säulen; er rief dem Mond, das Jahr zu theilen; er schuf des Lichtes Herrlich feit. Gott ist gnädig, Gott regieret; Gott ist's, der alle Welten führet, und alle seg net und erfreut. Der Wallfisch und der Wurm, der Blüthenduft, der Sturm zeugt vom Höchsten; der Tag, die Nacht rühmt Gottes Macht, rühmt, daß er stets allmächtig wacht. 4. Gott der Weisheit, Gott der Stärke, wie groß und viel sind deine Werfe! wie voll von Gütern ist das Land! Schiffe gehn in weiten Meeren; da wimmelt es von frohen Heeren der Thiere, zahllos, wie der Sand. Mit Ordnung, mit Genuß, mit Reiz und Ueberfluß prangt die Erde, wohin entzückt mein Met. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 29. Schöpfer, jedes deiner Werke macht deiner Größe Ruhm bekannt, verkündigt deine Macht und Stärke, verkündigt Weisheit und Verstand! Wie herrlich Auge blickt, mit Wundern Gottes ausgeschmückt. 5. Der das Gras auf Wiesen kleidet, die Vögel nährt, die Lämmer weidet, Gott sorgt, als Bater, auch für mich. Auch mein Loos in fernen Tagen hat er geordmeine Seel', ermuntre dich! net; sollt' ich zagen? Nein, Trau' deinem Gott! Auf ihn wird sorgen, er, der mich wirf alle Sorgen hin! Er nährt, mein Fleh'n erhört, in Fülle Gutes mir gewährt. 6. Dank und Ehre Gott zu bringen, von ihm erfüllt, sein Lob zu singen, soll ewig meine Wonne sein. Laut foll ihm mein Lied erschallen; mein Opfer wird ihm wohl= gefallen; er sieht's, wenn wir uns seiner freun. Sein Lob ist Seligkeit. Ihm sey mein Herz geweiht, schon auf Erden! Dort werd' ich stehn, ihn selber sehn, und ewig seinen Ruhm erhöhn. ordnet deine Wahl der Wesen unermeßne Zahl! 2. Dein kleinstes Werk ist, wie das größte, voll Ordnung, Herrlichkeit und Pracht; ist, denn du wählest nur das Beste, ein Spiegel deiner weisen Macht. Wie mannichfaltig und wie gut ist das, was deine Weisheit thut! 3. Oft Gott, dessen Weisheit. 3. Oft ist uns, Herr, dein Weg verborgen; dein Rath ist dennoch wunderbar; der Ausgang deiner weisen Sorgen erhellt, was unbegreiflich war. Was du beschließest, das besteht; was dir entgegen strebt, vergeht. 4. Der Mensch hat seinen freien Willen; und dennoch muß, wie frei er wählt, er immer deinen Rath erfüllen, der seines Zieles nie verfehlt. Zu Schanden machst du Tück und List, und lehrst, daß du nur weise bist. 5. Weisheit Gottes, meine Seele fennt ohne dich das Gute nicht! Damit sie stets das Beste wähle, gewähre du ihr selbst dein Licht. Deckst du, was täuschen kann, mir auf, so wandt' ich sicher meis nen Lauf. 6. Noch immer, Bater meines Lebens, hat deine Hand mich gut geführt. Wohl mir! ich lebe nicht vergebens, wenn deine Weisheit mich regiert. Sie führt gewiß durch Welt und Zeit mich hin zu deiner Herrlichkeit. ( 30.) Mel. Gott des Himmels und 20. 31. Unerforschlich sey mir immer meines Gottes Weg und Rath, und die Nacht sey ohne Schimmer, die mich hier 19 umschattet hat; doch ist Alles, was er thut, wie's auch scheine, weis und gut. 2. Sollt' ich das von Gott nur loben, wo auch ich schon Weisheit seh?? Jst's nicht ein Geschenk von oben, wenn ich seinen Weg versteh'? Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt? 3. Soll ein Vater unterlassen, was sein Kind für Thorheit hält? Soll Gott, was nur Engel fassen, ordnen so, wie mir's gefällt? Hier sollst du dem Herrn vertrau'n; glauben hier, und dort erst schau'n. 4. Soll er deine Wünsch' erheben zu Beherrschern seiner Welt? Kann er heilig seyn, und geben, was doch Lüsten nur gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilgers stande sey mein Theil Zufriedenheit; dort in meinem Vaterlande wohnt die wahre Seligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel seyn! 6. Darum auch auf rauben Wegen, meine Seele, flage nicht! Was hier schmerzet, wird dort Segen; was hier Nacht ist, wird dort Licht; und ich saff erst Gottes Sinn, wenn ich ganz vollendet bin. ( 32.) 2% Mel. 20 Gott, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit. Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. 33. Gott, vor dessen Angesichte nur ein reiner Wandel gilt; ew'ges Licht, aus dessen Lichte stets die reinste Klarheit quillt! Deines Namens Heiligkeit werde stets von uns gescheut! Laß sie uns doch kräftig dringen, nach der Heiligung zu ringen! 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, und kein Böses ist an dir. Ewig bist du só gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unsträflich, recht und gut, und mit deines Armes Stärke wirkst du stets vollkomm'ne Werke. 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin., so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Einn! Gieb uns, wie du selbst verheißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere, und zu allem Guten führe. 6. Reiner fündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht. Unsers Wandels größte Zierde sey rechtschaff'ne Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Himmelreich wirst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. 3. du deine Kinder deinem Bilde 34. Heilig ist der Herr ähnlich sey'n. Nie besteht vor dir ein Sünder; denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund; Uebelthätern bist du seind. Wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden! der Welten; ihr Spötter, bebt vor seinem Schelten, die ihr Gesetz und Recht verhöhnt! Mit gerechtem Abschen siehet er den, der Licht und Wahrheit fliehet, und knechtisch bösen Lüsten fröhnt. Fluch und Verderben ruht auf dem, der Böses thut. Gott ist heilig! Der Frevler Schar umringt Gefahr und Schrecken Gottes immerdar. 4. O, so laß uns nicht verscherzen, was du uns noch zugedacht! Schaff in uns stets reine Herzen; tödt' in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Tu bist heilig; aber wir sind verderbt; ach, wer kann zählen, großer Gott! wie oft wir fehlen? 2. Heilig war sein Sohn auf Erden! Ihm täglich ähn= licher zu werden, ist unser heiliger Beruf. Ehren sollen wir im Stillen, gleich ihm, des großen Vaters Willen, der 21 Gott, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit. der zur Vollkommenheit uns freudig euern Sinn! Wer schuf. Wer spricht: Ich kenne glaubt und sich bekehrt, der ihn, muß jedes Laster fliehn. ist des Mittlers werth. Gott Gott ist heilig! Wie glänzt ist heilig! Den Bösewicht ers am Thron' des Christen Lohn, rettet nicht des Sohnes Opfer im Gericht. der heilig lebt,-wie Gottes Sohn! 3. Heilig ist der Geist der Gnade, der auf der Wahrbeit lichtem Pfade dem hohen, Ziel uns näher führt! Wohl dem, der des Geistes Triebe zu Gottesfurcht und Men= schenliebe und edeln Werken in sich spürt! Sein Herz ist fromm und rein, und Jesus nennt ihn sein. Gott ist heilig! O, folge gern dem Geist des Herrn! Sein Licht, o Mensch, ist dir nicht fern. 4. Sieh' das Licht in Jesu Lehre! Sie fordert seines Va= ters Ehre; ihr Zweck ist unsre Seligkeit. Sie verkündet Heil und Frieden, wenn unser Herz nur stets hienieden im Glauben sich dem Himmel weiht. Doch sichern Sündern droht sein Wort mit Schmach und Tod. Gott ist heilig! Wer gläubig ehrt, was Jesus lehrt, der strebt empor, und wird verklärt. 5. dem Freundlichen, dem Guten! Um sich für Sünder zu verbluten, ging er zur Schädelstätte hin. Glaubt an ihn, ihr bangen Sünder! O, glaubt, und wer det Gotteskinder, und bessert 6. Selig sind die Ueberwinder, die Gott, als seine guten Kinder, dort inniger mit sich vereint! Himmelskronen sind erstritten, der Erde Leiden ausgelitten, der Pils ger Thränen ausgeweint; und hohe Gottesruh' strömt seinen Duldern zu. Gott ist heilig! Sie liebten ihn, und er erschien, um sie zum Licht empor zu zieh'n. 7. Auf, laßt uns als Chris sten ringen, nur edle Thaten zu vollbringen, wie Christus uns ein Beispiel gab! Frommer Sinn macht unsre Herzen im Glück vergnügt, getrost in Schmerzen, und jöhnt uns aus mit Tod und Grab. Zur bessern Welt erhebt Gott den, der heilig lebt. Gott ist heilig! Ihm ähnlich seyn, vermag allein, uns ewig, ewig zu erfreu'n. Mel. Nun freut euch, licben 2c. 35. Du bist, o Gott, gerecht; du giebst uns heilige Gefeße, und willst, weil du das Gute liebst, daß feiner sie verlege. Dein Wort und unser Herz erklärt uns deines / Willens 22 Gott, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit. Willens hohen Werth. Sey, Herr, dafür gelobet! 2. Was du befiehlst, machst du auch leicht durch Antrieb und Vermögen. Wer nicht von deiner Ordnung weicht ,. dem lohnet Heil und Segen. Ein Segen, den kein Sünder hat, erwächst aus des Gerechten Saat: die Ruhe des Gewisſens. 3. Die Frommen werden immerdar in deinem Schatten grünen; und drohet ihnen auch Gefahr: du bist und bleibst bei ihnen. Du hilsst; und ernten sie nicht gleich): wie fruchtbar werden dann, wie reich, die späten Ernten werden! 4. Du, Gott, bist ihre Zuversicht, und wirst gerecht vergelten; wer dir gehorcht, den täuschet nicht die Hoffnung beßrer Welten. In deinem Lichte, wo du wohnst, entdeckst du künftig und belohnst die Thaten der Gerechten. 5. Oft prangt der Sünder wie ein Baum, voll grüner, frischer Blätter, beschattet einen weiten Raum, und troßt dem fernen Wetter. Schon braust der Sturm; der Stolze fällt; entwurzelt liegt er und entstellt; zer streut sind seine Blätter. 6. Und sollt' ich darum Unrecht thun, weil der Verbrecher Strafen hier oft, wie ferne Stürme, ruhn, ihr Haupt nicht hier schon trafen? Dein heiliges Gericht erfüllt, was du gedroht hast, und vergilt dem Sünder seine Thaten. 7. Gerechter Gott, dieß warne mich, wenn mich die Sünde locket, eh meine Seele sorglos sich verschlimmert und verstocket! Dein Geist, o Vater, gebe mir den Wilten und die Kräfte, dir mit Freuden zu gehorchen. Mel. O Gott, du frommer ze. 36. Preis dir, dem Heiligen! O, lehr' uns dir gefallen; laß uns auf Christi Bahn nach unserm Ziele wallen! Du zeigst uns unsre Pflicht; schenk' uns auch Lust dazu, und lehr' uns heilig seyn und fromm und gut, wie du. 2. Wer schützte so das Glück des menschlichen Geschlechtes durch unser eigen Herz, durch sein Gefühl des Rechtes? Wer schreckt des Sünders Troß? Wer giebt der Tugend Ruh', auch wenn sie kämpfen muß? Du thust's, Vergelter, du! 3. Wer fromm ist, fühlt durch dich Zufriedenheit und Ruhe. Sein Herz giebt Zeugniß ihm, daß er, was recht ist, thue; mit Seligkeit belohnt's ihm jede gute That. Selbst Gott, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit. 23 den Frommen; du schügest sie vor manchem Leid, darein die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß die der Eifer wohlgefällt, den man der Tugend widmet. 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut; du bist ein Freund der Frommen; wer deinen Willen freudig thut, wird von dir aufgenommen. Sein Werk und Dienst gefällt dir wohl, ist er gleich nicht so, wie er soll, ganz heilig, ganz vollkommen. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht schen't, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geseß und Recht entweib't, bist du ein strenger Rächer. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewissensmartern Met. Wenn mein Stündlein zc. 37. Gerechter Gott, vor sind sein Lohn oft schon in diesem Leben. dein Gericht muß alle Welt sich stellen; du wirst in ihrem Angesicht auch mir mein Urtheil fällen. O, laß mich jede Sünde scheu'n, und hier mit Ernst beslissen seyn, vor dir einst zu bestehen! Selbst leidend freut er sich des Wegs, den er betrat. 4. Wer von der Frömmigkeit, von dir, Gerechter, weichet, der flieht umsonst den Arm, der durch die Himmel reichet; ihm drohet, ihn verfolgt, wo kein Verfolger ist, sein eignes banges Herz, durch das du Richter bist. 5. Drum will ich, Heiliger, die Sünde stets verachten; auf Jesu Christi Ruf und deinen Willen achten. Mein Sinn sey Jesu Sinn, so heilig und so rein! Dann wird gewiß mein Herz voll deines Friedens ſeyn. 2. Du siehst von deinem hohen Thron' auf alle Men= schenkinder; bestimmeſt jedem seinen Lohn, dem Frommen und dem Sünder. Du siebest die Person nicht an; auf das allein, was wir gethan, siehst du, gerechter Richter! 3. Viel Gutes und Barmherzigkeit giebst du schon hier 6. Bleibt bier viel Böjes ungestraft, viel Gutes unbelohnet, so kommt ein Tag der Rechenschaft, der feines Sünders schonet. Da stellest du in's helle Licht, wie recht und billig dein Gericht; dann triumphirt der Fromme. 7. Gerechter Gott, lag mich, wie du, das Gute eifrig lieben! Gieb selber mir die Kraft dazu, es willig auszuüben. Regt sich die Sünde noch in mir, so stärke mich die Furcht vor dir, daß ich sie überwinde. 8. Und 24 Gott, dessen Liebe, Güte, Gnade u. Barmherzigkeit. 8. Und weil vor dir, gerechter Gott, nur die allein bestehen, die gläubig auf des Mittlers Tod bei ihrer Reue sehen: so laß mich die Gerechtigkeit, die mich von Straf und Schuld befreit, im Glauben eifrig suchen. Mel. Ich dank' dir schon durch zc. Freuden; ich seh' sie mit bes thräntem Blick auch in des 38. Cs lebt ein Gott, Lebens Leiden. der Menschen liebt! ich seh's, wohin ich blicke; am Nebel, der den Himmel trübt, so wie am Sonnenblicke. 2. Ich seh's an jeder dunfeln Nacht, wo auch kein Stern mir leuchtet; am Mond', wenn er in stiller Pracht mir meinen Pfad erleuchtet. 3. Ich seh's, wenn Donnerwolken glüh'n und Berg und Wald bewegen; ich seh's, wenn sie vorüberflieh'n, am fruchtbar sanften Regen. 4. Nicht nur, wenn Frühlingslüfte weh'n durch Laub und junge Blüthe; nicht nur, wenn reif die Saaten steh'n, seh' ich des Schöpfers Güte: 5. Ich seh' sie auch, wenn tiefer Schnee die starre Flur bedecket, und brausend von des Himmels Höh' der Sturm den Wand'rer schrecket. 6. Ja, wie sie sich in der Natur allliebend meinem Blifte enthüllt, so seh' ich ihre Spur beim wechselnden Geschicke. 7. Ich sehe sie nicht nur im Glück", bei dieses Lebens 8. Einst seh' ich ohne Thränen sie noch heit'rer, als die Sonne, und singe, frei von aller Müh, ihr Lob in ew'ger Wonne. 39. Wie groß ist des Allmächt'gen Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? der mit verhärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sey ewig meine größte Pflicht! Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft ver= warf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts genießen? Ist's nicht sein Arm, der Alles schafft? 3. Schau', o mein Geist in jenes Leben, zu welchem du Gott, dessen Liebe, Güte, Gnade u. Barmherzigkeit. 25 sieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks. Mel. Nun lobe meine Seele ze. du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig seh'n wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh', darum mußte Christus le= den, damit du könntest selig seyn! 40. Gott, du bist die Liebe! Uns woblzuthun, ist deine Lust. Drum preist mit frohem Triebe dich unsre dankerfüllte Brust. Ganz ohne Maß und Grenzen ist deine Gütigkeit. So weit die Himmel glänzen, übst du BarmDu siehst mit berzigkeit. Wohlgefallen auf das, was du gemacht, und hast auch uns, uns Allen, viel Gutes zugedacht. erschusst du uns und deine 2. Uns ewig zu beglücken, Welt, die hier schon zum Entzücken so viele Wunder in sich bält. Noch größ'rerGüte Proben hat für uns deine Hand im Himmel aufgehoben, der Wonne Vaterland. Dahin uns zu erheben, sandt'st du den Sohn herab, der huldreich selbſt sein Leben für uns Verlor'ne gab. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren, und seine Güte nicht versteh'n? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht geh'n? Sein Will' ist mir in's Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über Alles lieben, und meinen Nächsten, gleich als mich. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille; ich soll vollkommen seyn, wie er. So lang' ich dieß Gebot erfülle, stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn! Sie stärk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen; sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie be3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld, als du? Auch auf dem Sündenpfade siehst du uns voller Langmuth zu. Du lockest uns zur Buße. Und fallen wir gebeugt voll Reue dir zu Fuße, voll Reu', die Begrung zeugt: so schenfest du uns Armen Jdig- vinu 26 Gott, dessen Liebe, Güte, Gnade u. Barmherzigkeit. mein Gemüthe zu dir voll Liebe seyn. Armen, auch Trost an deiner Huld, und tilgest aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. Mel. Aus meines Herzens 20. 4. Mit jedem neuen Mor- 41. Groß ist des HöchGüte gen ist immer deine neu; selbst unserm Fleh'n und Sorgen kommst du zuvor mit Vatertreu'. Du Geber aller Gaben, du weißt, was uns gebricht; und was wir nöthig haben, versagst du Reinem nicht. Wie sind doch unsre Tage von deinem Wohl= thun voll! Selbst ihre Last und Plage lenkst du zu unferm Wohl. sten Güte! Wer sie nicht achtete, welch fühllos Herz verriethe der Unerkenntliche! Sie rettet uns aus Noth, erquikfet uns im Leide, verwandelt es in Freude, versüßet selbst den Tod. 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, und biſt ſtets treu geblieben, wie Viel wir wi= der dich verübt. Mit Gnaden uns zu segnen, ist ewig deine Lust; mit Dank dir zu begegnen, jey stets auch unsre Lust. Zu ehren deinen Willen, uns selbst zum Glück und Heil, ihn freudig zu erfüllen, sev unser bestes Theil. 6. Wer hier auf seinen Wegen dein Wort vor Augen bat und hält, den setzest du zum Segen schon hier, noch mehr in jener Welt. Du schaff'st ihm selbst aus Leiden den herrlichsten Gewinn, und führest ihn zu Frenden, die ewig währen, hin. Wie groß ist deine Güte! Mich ihrer Mel. Nun lobe meine Seele se. stets zu freu'n, laß, Gott, auch 42. Mit fröhlichem Gemütbe 2. Und meine Lippen schwiegen? Ich selbst versagte mir das himmlische Vergnügen, Gott, lobzusingen dir? Nein, Herr, von meinem Dank ſev jeder Morgen Zeuge, und jeden Abend steige zu dir mein Lobgesang. 3. Du wirst mich ferner leiten, so unwerth ich's auch bin; treu bleibt zu allen Zeiten dein milder Vatersinn. Ich hoffe stets auf dich. Du wirst in Kümmernisſen mir wohl zu helfen wissen; dir überlaß ich mich. 4. Ja, deine Huld ist gröBer, als es der Mensch versteht, dein Rath unendlich besser, als was sein Wunsch erfleht. Herr, meine Zuversicht! dir froh mich zu ergeben, dich dankbar zu erheben, sey meine liebste Pflicht. Univ.- Bibl. Giessen Gott, dessen Liebe, Güte, Guade u. Barmherzigkeit. 27 müthe dankt, die ihr Christo angehört! Dankt Gott, daß seine Güte, so wie sein Leben, ewig währt! Nach so viel tausend Jahren, die durch sie alle reich an Heil und Segen waren, bleibt sie sich immer gleich. Nie hört sie auf, zu sorgen, und sorget immer treu; sie wird mit jedem Morgen an den Geschöpfen nen. Gewürm herab. Von so viel Kreaturen läßt sie nicht eine leer, und breitet Segensspnren auf alle rings umher. Und wie sie voll Entzücken stets für den Himmel quoll, ist auch, wohin wir blicken, von ihr der Erdkreis voll. 2. Sie reicht durch Erd' und Himmel, um, was da lebet, zu erfreu'n. Welch' fröhliches Gewimmel in ihrem milden Sonnenschein! Vor ihren heitern Strahlen, wo sie hervorbricht, flieh'n auch bange, finst're Qualen, wie leichte Wolfen hin. Wer zählt die Millionen, die sie erwärmt und nährt? So weit nur Wesen wohnen, hat sie sich auch verklärt. 4. Süß ist das Licht der Sonne, das täglich jedes Aug' entzückt; weit süßer ist die Wonne, womit uns Gottes Güt' erquickt. Erfreulich ist das Leben, und schauervoll der Tod; doch besser noch, als Leben, ist deine Güte, Gott! Wie ist sie uns so theuer! Sie, sie verläßt uns nie. Was ist wohl milder, treuer, und tröstender, als sie? 4. Wer wollte sie nicht lo= fie, die doch Allen ben? Alles gab, vom hohen Engel droben bis zu des Staub's 5. Zu ihrem Lob' erwecke vor Allem du dein Herz, v Christ! Komm' her, und sich' und schmecke, wie freundlich Gott, dein Vater, ist! Auf! seinen Ruhm erzähle dein frommes Saitenspiel, deine ganze Seele sey Inbrunst und Gefühl! Von ſeiner Güte sage, wie treu sie für uns wacht, ein Tag dem, andern Tage, die Nacht der andern Nacht. und 6. Wir sind viel zu geringe der Treu', die Gott an uns gethan! Wir schau'n die großen Dinge mit heiliger Bewund'rung an. Er schenkt den Sohn uns Sündern, erlöset uns durch ihn, erwäh= fet uns zu Kindern, will ſelbst uns zu sich zieh'n. Auf! da in Jesu in Jesu Namen ihm unser Lob gefällt; lobsingt ihm! Amen! Amen! Sein Lob füll' alle Welt. Mel. Aus meines Herzens ze. 43. Mit Singen dich zu loben, ist, Gott, mein Herz bereit. Gieb selbst dazu von oben 28 Gott, dessen Liebe, Güte, Gnade u. Barmherzigkeit. oben mir Kraft und Freudig- Mel. Wachet auf! ruft uns ze. keit. Dank! E, wäre doch mein Leben dem 44. Neget euch, ihr froGott, der mir's gegeben, ein steter Lobgesang. hen Triebe! Der Gott des Himmels ist die Liebe; er kann ich Worte finden, den ist's in alle Ewigkeit. O, wo Ruhm der Liebe zu verfünden, die ewig segnet und erfreu't? Wer bin ich), Herr! vor dir? Nur stammeln kann ich bier: Liebe! Liebe! Rein Mensch ermißt, wie gut du bist; ja selbst der Engel faßt es nicht. 2. Es freu'n sich deine Kinder des Reichthums deiner Huld; du trägst auch selbst den Sünder mit schonender Geduld. Gern willst du, daß der Christ beglückt hier auf der Erde, und einst dort se= lig werde, wo die Bergeltung ist. 3. Mein Gott, wie große Dinge hast du an mir gethan! Mein Herz ist zu geringe, mit dem ich danken kann. Wie groß ist deine Tren'! Ich werfe meine Sorgen auf dich; denn alle Morgen ist deine Güte neu. 4. Gott, du willst mich beglücken durch Alles, was du thust; aus deinen Vaterblifken strömt in die Seele Luft. Du bist mein höchstes Gut, im Finstern meine Sonne, im Rummer meine Wonne; du giebst mir Kraft und Muth. 5. Drum, frohes Herz, bekenne, daß Gott die Liebe sey. Sey dankbar, und entbrenne in Gegenlieb' und Treu'. Vertrau' ihm, hang' ihm an. Den Trost laß dir nicht rauben: Beglückt ist, wer im Glauben ihn Vater nennen kann! 2. Wundervoll sind deine Werke. Ich sehe Weisheit bier und Stärke, und meine Seele benget sich. Aber deine Liebe thronet auch da, wo Macht und Weisheit wohnet; ich seh' es, und erhebe mich. Mein heit'rer Blick entdeckt in dem, was Thoren schreckt, nichts, als Liebe. Der kleinste Wurm, der Donnersturmt, und Alles, Alles preiset sie. 3. Huldreich riefst du mich in's Leben, um hohe Kräfte mir zu geben, und Freuden um mich her zu streu'n. Jeder Tag erzählt's dem andern: die Erde, wo die Menschen wandern, soll Vorhof deines Himmels seyn. Ich jauchze, daß ich bin, und öffne Herz und Sinn deiner Lie= be. Von dir beschüßt und unterstüßt, durchlauf ich muthig meine Bahn. 4. Trü Gott, dessen Liebe, Güte, Gnade u. Barmherzigkeit. 29 4. Trüben sich auch meine Tage: hinweg mit jeder Jammerklage! Du nur, mein Vater, trübest fic. Licht ent strömt den Dunkelheiten; du willst nur Segen mir bereiten, und Trost und Hoffnung fehlt mir nie. Vor dir entflieht der Schmerz, und froh erfährt mein Herz deine Liebe. Wenn Alles bricht: ich zage nicht! Du reichst mir deine Baterhand. werden. Wer ist im Himmel, wer auf Erden, der so, wie du beglücken kann? Einst umstrahlet, gleich der Sonne, mich ewig, ewig Licht und Wonne, geh' ich nur treu auf meiner Bahn. Dann schwebt mein Geist empor, und singt im Sternenchor: Liebe, Liebe! O Herr der Zeit und Ewigkeit! ich weiß, daß du die Liebe bist. 5. Ach, wie kann ich dir vergelten, was du, scher aller Welten, dem schwachen Sohn des Staubes giebst! Sünde häuf ich oft auf Sünde; und dennoch seh' ich und empfinde, daß du, Erbarmer, mich noch liebst. Du hast Geduld mit mir, und lockst mich stets zu dir durch die Liebe. Und wer dich ehrt, und wiederkehrt, o Preis dir, den begnadigst du! 6. Ja, du willst der Sünder Leben. Selbst deinen Sohn hast du gegeben, daß er der Sünder Heiland sey. Weisheit kam mit ihm her nieder; er litt und starb für seine Brüder, und machte sie von Sünden frei. Gott, was fühlt mein Geist! Wie staunt er nun und preist deine Liebe! Dein Sohn erschien! Du fandtest ihn! Wie hoch hast du die Welt geliebt! 7. Dir will ich gehorsam Mel. Dir, dir, Jehovah, will ze. 45. So weit nur deine Sonnen glänzen, reicht, Vater, deine Huld, die uns erhält; reicht, über unsers Himmels Grenzen, im hohen Raume bis zur fernsten Welt. Durch alle Zeit, in Ewigkeiten währt die Vatergüte, die dein Volk verehrt. 2. Gott, dir ist kein Geschöpf verborgen, und keines ist von dir gering geacht't. Du würdigst jedes deiner Sorgen, bist immerdar auf Vom Aller Wohl bedacht. Menschen bis hinab zum kleinsten Thier dankt Alles Leben, Kraft und Hülfe dir. 3. Mit heilig freudigem Gemüthe erheb' ich, o du Gott der Gnade! dich. Wie theuer ist doch deine Güte! Wie liebst du uns so tren, so väterlich! uns, die wir findlich, ohne Furcht und Grau'n, dem sichern Gott, dessen sichern Schatten deiner Flügel tran'n. 4. Mit welchem reichen Ueberflusse erfüllst du diese Welt, dein großes Haus! Du theilst ihn Allen zum Genusse nach deinem weisen Rathe liebreich aus! Erbarmer, unsers Lebens Quelle fließt aus dir, der du das Leben hast und bist. 30 Mel. Ein Lamm geht hin, und zc. 46. Mit welcher Langmuth und Geduld trägst du die Menschenfinder! Wie trägst du bei gehäufter Schuld auch selbst die größten Sünder! Sie nahen dem Verder= ben sich; du sich'st es, Gott; es jammert dich des Elends dieser Armen. Daß sie zu später Reu' entflichn, suchst du ihr Herz zu dir zu ziehn aus innigem Erbarmen. 2. Erbarmest du dich schon so sehr selbst der verstockten Sünder, so trägst du schonend noch vielmehr die Frommen, deine Kinder. Läßt ihrer Tugend Eifer nach, und werden sie im Glauben schwach, und träq' in quten Werken: so bist du Bater, denkst daran, wie leicht ihr Herz sich täuschen kann, und eilest, fie zu stärken. 3. Du warnest sie vor der Gefahr, noch eh' fie irre geLangmuth. 5. Wir, unerschaff'ne Sonne, schauen in deinem ew'gen Lichte nur das Licht. Ent= ziehe denen, die dir trauen, dein leuchtend gnadenvolles Antlig nicht. Gott, deine Vaterhuld sey über die, die dich verehren; segne, schüße fie! hen; Gefall'nen reichst du Stärke dar, vom Falle aufzustehen. Du lockest sie voll Lieb' und Huld, verheißest ihnen, ihre Schuld durch Christum zu vergeben; und steh'n sie auf: wie fenert dann dein Trost sie zu dem Eifer an, unsträf licher zu leben! 4. Wenn sie oft furchtsam und mit Angst den Weg des Lebens wallen, nicht freudig, nicht, wie du's verlangst, mit vollem Wohlgefallen; wenn sie, nach Kampf und Mühe, sich entschlossen zeigen, Gott, für dich und ihre Pflicht zu leiden: dann hebst du und beruhigst sie, versüßest ihres Kampfes Müh' durch manche stille Frenden. 5. O Langmuth, der Nichts gleichen kann, gedenke stets der Sünder! Nimm mit Geduld dich ihrer an, als deiner schwachen Kinder! Ach, Keiner häufe Schuld auf Schuld durch schnöden Mißbrauch deiner Gott, dessen Wahrhaftigkeit und Treue. ner Huld; hilf uns das Böse hassen, daß alle sich, durch dich erneu't, den Reichthum der Barmherzigkeit zum Himmel leiten lassen. Mel. Dir, dir, Jehovah, will zc. 47. Laßt uns, dem Vater laßt uns singen aus voller Seel ein dankbar frohes Lied! Erwacht mit mir, uns aufzuschwingen, zu unserm Gott, der auf uns niedersicht, uns hört von seiner Höh'! Und reine Lust, wenn wir ihm danken, strömt in unsre Brust. 2. Laßt uns ihm singen! Was wir haben, sind schwache Lieder und ein dankbar Herz für alle, alle seine Gaben, für alle Vatertren' bei Glück und Schmerz, für alle Freuden, alle Lieb' und Huld, für alle Güt' und schonende Geduld. 3. Er ist ganz Liebe, ganz Erbarmen; hat, eh' wir waren, uns als Gott geliebt. Mit immer off'nen Vaterarmen nimmt er uns auf, auch wenn wir ihn betrübt; ruft uns zurück von ungerader Bahn, bent uns die Hand, und nimmt sich unser an. 4. Nur wir, sein Werk, 31 bildu( 48.) Mel. Liebe, die du mich zum ze. nur wir vergessen undankbar oft, was er an uns gethau, der Gnade, die das Herz nicht messen, von der der schwache Mund nur fallen kann; vergessen sein, der unser nie vergißt, den Undank sieht, und doch Erbarmer ist. 5. Seit wir auf dieser Erde wallen, bast du uns mit Barm= herzigkeit geführt; uns segnen, war dein Wohlgefallen; uns retten, wenn wir uns von dir verirrt; uns trösten, wenn wir weinten; unbewußt uns Freud' erschaffen, das war deine Lust. 6. Das wird sie seyn; mit Vaterhänden willst du uns leiten bis an unser Grab; uns vollbereiten, uns vollenden, im Todesthale Stecken seyn und Stab, und, lebten wir dir unsre Pilgerzeit, uns Leben schenken und Unsterblichkeit. 7. Gott, Gott, wie gut bist du! O Seele, fint in den Staub, bet' ihn verstummend an! Fließ, Freudenthräne, und erzähle, was Gott, dein Gott, stets hat an dir gethan! Jhm ähnlich werden, sey der bess're Dank, dein Leben ihm ein steter Lobgesang! fallt, ihr Hügel! Berg' und Felsen, stürzet ein! Fester wird, als Berg' und Hügel, 49. Weicht, ihr Berge! Gottes Batertrene seyn. Laß den 32 Gott, dessen Wahrhaftigkeit und Treue. den Weltkreis untergeh'n; Gottes Wahrheit muß besteh'n. 2. Gnade hat er mir versprochen; das ist Gottes Bund mit mir. Dieser Bund wird nie gebrochen; seine Treue Mel. O Gott, du frommer ze. bürgt dafür. Erd' und Him- 50. Gott ist und bleibt was er mel mag vergeh'n, zusagt, muß gescheh'n. 3. Nicht auf Menschen will ich schauen; wie betrüglich ist die Welt! Meinem Gott will ich vertrauen, der, was er gelobt, auch hält. Er, ein Feind der Heuchelei, ist wahrhaftig und getren. getreu. Sein Herz bricht ihm vom Lieben. Pflegt er gleich oftmals auch die Seinen zu betrüben; er prüfet durch das Kreuz, wie rein ihr Glaube sey, wie standhaft die Geduld. Gott ist und bleibt getren. 4. Droht die Welt mir, mich zu hassen, und verfolgt mich), will ich mich immer auf den Herrn verlassen; er erbarmt doch meiner sich. Denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. 2. Gott ist und bleibt getren. Er hilft uns selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen; er züchtiget uns oft, und bleibet doch dabei ein Vater, der uns ficbt. Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu. Er weiß, was wir vermögen; er pfleget nie zu Viel dem Schwachen aufzulegen; er macht sein Eigenthum von Last und Banden frei, wenn große Noth entsteht. Gott ist und bleibt getreu. 5. Scheint er auch, mich nicht zu achten, und verbirgt sein Angesicht, läßt mich rufen, läßt mich schmachten; doch vergißt er meiner nicht. Denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. 6. Er will Frieden mit mir halten, wenn sich auch die Welt empört. Ihre Liebe mag erkalten; bleib' ich meinem Gott nur werth! Er, der meinen Rummer stillt, bleibt mir immer Schirm und Schild. 7. Ihm allein will ich vertrauen, will auf diesem Felsen ruhn; will mein Glück auf ihn nur bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd' und Himmel mag vergeh'n; Herr, dein Bund bleibt ewig steh'n! 4. Gott ist und bleibt getren. Er tröstet nach dem Weinen; er läßt nach trüber Nacht die Freudensonne scheinen. Der Sturm, des Kreuzes Sturm, geht augenblicks vorbei. Sey, Seele, nur getrost! Gott ist und bleibt getren. 5. Gott Gott, dessen Wahrhaftigkeit und Treue. 5. Gott ist und bleibt getreu. Er stillet dein Begehren; nur will er dich zuvor durch Kreuz und Leid bewähren. Nimm an von Gottes Hand den Kreuzfelch ohne der Freudenbecher Gott ist und bleibt Schen; folgt. getren. 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter frachen; Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Leid dir ewig nüglich sey. So liebt der Höchste dich! Gott ist und bleibt getreu. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 51. Noch nie hast du dein Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott, verlegt. Du hältst getreu, was du versprochen, vollführst, was du dir vorgesetzt. Wenn Erd' und Himmel gleich vergeh'n, wird ewig doch dein Wort besteh'n. 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was uns dein Mund verheißen hat. Nach deiner Macht, nach deiner Treue bringst du, was du versprichst, zur Scheint die Erfüllung gleich That. 33 noch weit, so kommt sie doch zur rechten Zeit. 3. Wie du unfehlbar das verleihest, was deine Vaterhuld verhieß, so trifft die Strafe, die du dräuest, den Sünder endlich auch gewiß. Die deine Langmuth, Gott, verschmäh'n: wie wollen sie vor dir besteh'n? 4. D, pflanze, Herr, in mein Gemüthe die Ehrfurcht, die dich findlich scheu't! Gieb, daß ich mich vor Leichtsinn hüte, vor aller Ungerechtigfeit! Nie werde das von mir gewagt, was dein Geseß mir unterſagt! 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben dem Worte deiner Gnade trau'n. Wer kann den Trost uns jemals rauben, den wir auf dein Versprechen bau'n? Du bist ein Fels; dein Bund steht fest. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! 6. Gieb, Herr, daß ich die Wahrheit liebe und, allen meinen Pflichten treu, durch Falschheit nie ein Herz betrübe, und ferne sey von Heuchelei. Dann bin auch ich des Gottes Kind, dem Treu' und Wahrheit heilig sind. ( 52.) 3 53. Allein Gott, als Vater, Sohn und heiliger Geist. 34 53. Allein Gott in der Höhy sey Ehr' und Tank für seine Gnade! Er forget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unfall schade. Uns wohlzu thun, ist er bereit; sein Rath ist uns're Seligkeit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Vater, wir erheben dich mit freudigem Gemüthe. Du herrschest unveränderlich mit Weisheit und mit Güte. Unendlich groß ist deine Macht, und stets geschieht, was du bedacht. Wohl uns, daß du regiereſt! 3. O Jesu Christ, des Höchsten Sohn, dich, seinen Eingebornen, dich fandte Gott vom Himmelsthron zur RetDut tung der Verlornen. Mittler zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod; erbarm' dich unser Aller. 4. O heil'ger Geist, du Geist von Gott, erleuchte, beff're, tröste, die Jesus Christ durch seinen Tod von Sünd und Tod erlöste! Auf deinen Beistand hoffen wir. Verlaß uns nicht; so sind wir hier und einst auch ewig selig. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. 54. Lobfinget Gott! Dank, Preis und Ehr' sey unjerm Gott je mehr und mehr für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt er und herrschet weit und breit mit Weisheit, Gür und Stärke. Singet, singet hohe Lieder! Fallet nieder! Rufet fröhlich: Gott ist herrlich, groß und selig! 2. Lobsinget Gott! Dank, Preis und Ruhm sey von uns, deinem Eigenthum, Herr Jesu, dir gesungen! Du, Mittler zwischen uns und Gott, hast, durch Gehorsam bis zum Tod, das Leben uns errungen. Heil uns, Heil uns schon auf Erden! Selig werden einst die Frommen, die durch dich zum Bater fommen! 3. Lobsinget Gott! Du Geist des Herrn! seyy nie von unserm Geiste fern, mit Kraft ihn auszurüsten. Du flößest Muth im Leiden ein, hilf'st uns getrost und siegreich seyn im Streit mit unsern Lüsten. Leit uns, stärk' uns, in der Freude, wie im Leide, Gott ergeben, und der Tugend treu zu leben. 4. Lobsinget Gott! Dank, Breis und Ehr' sey unserm Gott je mehr und mehr, und seinem großen Namen! Auf! mit der ganzen Christenschar, mit allen Himmeln bringe dar dein Heilig! Amen! Amen! Singe, singe Jubellieder; falle nic Gott, als Vater, Sohn und heiliger Geist. 35 des ew'gen Lebens Trost in's Herz. nieder, du Erlöster, vor dem Schöpfer, Mittler, Tröster! 55. Wir glauben All Schöpfer an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden. Er, unser Vater, unser Gott, hieß uns seine Kinder werden. Er will uns auch stets ernähren, jedes wahre Gut gewähren. Er beschloß schon, eh' wir waren, uns're Rettung in Gefahren. Er ist's, der für uns sorgt und wacht, und Alles steht in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes Sohn, den Eingebornen, den Herrn, der Mensch geworden ist, den Erretter der Verlornen. Er, er achtete sein Leben nicht zu boch, für uns zu geben. Er erstand, herrscht, hoch erhöz het, in dem Reich, das nie vergehet; er läßt uns auch im Grabe nicht, und kommt dereinst zum Weltgericht. Mel. Wir glauben All' an Einen 2c. 56. An Einen Gott nur glauben wir, Vater, Sohn und heil'gen Geist, den froh die Schar der Christen hier, dort das Chor der Engel preist; der durch seine Huld und Kraft Alles wirket, thut und schafft. 2. An Jesum Christum glauben wir, Gottes eingebornen Sohn; der für uns Mensch geworden hier, dort herrscht auf des Vaters Thron; der, indem er litt und starb, Heil und Leben uns erwarb. 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, dessen gnadenvolle Kraft an unsern Herzen sich erweist, Wollen und Vollbringen schafft. Heilige Dreifaltigkeit, segne deine Christenheit! Mel. Komm, heil. Geist, Herreic. 3. Wir glauben an den göttlichen Regierer, den Jesus 57. Lob, Preis und Ehre Christus uns verheißt, uns zum Beistand und zum Führer; der in Trübsal seine Christen eilt, mit Muth und Kraft zu rüsten; der uns lehrt Vergebung finden, und der Tugend Werth empfinden. Er flößet uns im Todesschmerz bringen wir, Herr, unser Gott und Vater, dir! Dein Ruhm soll unter uns erschallen. Laß unser Lob dir wohlgefallen! Laßt, Menschen, seiner Lieb' uns freu'n, und ewig, ewig dankbar seyn! Lobsingt ihm, Christen, uns're 3* Brü 36 Gott, als Bater, Sohn und heiliger Geist. Brüder; fallt vor dem Gott der Liebe nieder, und betet an, und betet an! des Herrn! Wir waren einst von Christo fern, entfernt von dir und von dem Leben, mit Finsternissen ganz umgeben. Du hast durch deines Wortes Macht auch uns zum wahren Licht gebracht; du lehr'st uns leben, lehr'st uns sterben, und weihest uns zu Himmelserben durch Christi Tod, durch Christi Tod. 6. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Gott, Vater, Sohn und Geist, nur dir! Es müsse jedes Land auf Erden mit deinem Ruhm erfüllet werden! Wie selig, wie begnadigt ist ein Volk, deß Zuversicht du bist! O Höchster, deinem großen Namen sey ewig Ruhm und Ehre! Amen! Gott sey gelobt! Gott sey gelobt! 2. Er hieß uns leben! Wir sind sein. Du bist die Lieb', und wir sind dein. Wie groß und viel sind deine Werke, du Gott der Weisheit und der Stärke! Dein ist der Erdkreis, und in dir, o Höchster, sind und leben wir. Du, Herr, erschusst der Engel Heere. Uns auch erschuf'st du, dir zur Ehre. Gelobt sey Gott! Gelobt sey Gott! 3. Herr, du gedenk'st nicht uns'rer Schuld, und trägst uns Sünder mit Geduld auf deinen väterlichen Armen, mit unergründlichem Erbarmen, verkürzest uns're Prüfungszeit, und führest uns zur Seligkeit. Du überschüttest uns mit Freuden, und schickst, zu unserm Heil, Mel. Geløbet seyst du, Jesu zc. uns Leiden. Du Gnädiger! 58. Preis ihm! Er ſchuf, Du Gnädiger! und er erhält seine wundervolle Welt. Du sprachst! Da wurden, Herr, auch wir. Wir leben und wir sterben dir! Sey hoch gelobt! 2. Preis ihm! Er liebt von Ewigkeit, wird ein Mensch, stirbt in der Zeit. Erlöst, erlöst hast du uns dir. Dir leben und dir sterben wir! Sey hoch gelobt! 3. Preis ihm! Er führt des Himmels Bahn, führt den 4. Lob, Preis und Ehre, Jesu, dir! Verlor'ne Sünder waren wir; du bist am Kreuz für uns gestorben, und hast uns ew'ges Heil erworben. Wer zu dir fliehet, an dich gläubt, und in Versuchung treu dir bleibt, der soll, befreit vom Fluch der Sünden, Erbarmung, Ruh' und Leben finden, in Ewigkeit, in Ewigfeit. 5. Gelobet seyst du, Geist Gott, als Vater, Sohn und heiliger Geist. heiliger den schmalen Weg hinan. Sohn, Geheiliget hast du uns dir. Dir leben und dir sterben wir! Sey hoch gelobt! 4. Sing', Seele! Freudenthränen, fließt! Heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott! Jehovah, dir, dir leben und dir sterben wir! Sey hoch gelobt! Geist. 37 unser Mittler, hoch auf der Gottheit Thron; brünstig flehen wir hinauf zu dir: Erbarm' dich über uns! Mel. Kyrie 2c. 60. Herr und Gott, o Va. ter von Ewigkeit! groß bist du durch Barmherzigkeit, aller Dinge Schöpfer und Regierer; erbarm' dich über uns! 2. Christe, Trost aller Welt, zum Sündentilger uns dargestellt! O Jesu, Gottes 3. Herr und Gott, heil'ger Geist du! gieb uns Kraft und Trost und Seelenruh', daß wir einst durch den Tod mit Heldenmuth entflieh'n der Erde Noth. Erbarm' dich über uns! Mel. Herr Jesu Christ, dich 2c. Mel. Nun danket Alle Gott 2c. 59. Der du bist Drei in Einigkeit, dir dienet, Herr, 61. Gelobet sey der Herr, die Christenheit; o dring' in uns're Herzen ein mit deinem hellen Gnadenschein! 2. O Vater, Schöpfer deiner Welt; o Sohn, der Kirche Haupt und Held, o Geist, du Trost in Noth und Schmerz, dich, Herr, dich preise Mund und Herz. mein Gott, mein Licht, mein Leben; mein Schöpfer, der allein mir Seel' und Leib gegeben; mein Vater, der mich schützt von Kindesbeinen an, der jeden Augenblick viel Gutes mir gethan! 3. Die Welt sey voll von deinem Ruhm! Auf, Christen, Gottes Eigenthum, auf! finget mit der Engelschar das Heilig, Heilig immerdar! 2. Gelobet sey der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben; des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöſet hat mit seinem theuern Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut! 3. Gelobet sey der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben; des Vaters heil ger Geist, den mir der Sohn ges geben, der mir mein Herz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Noth Rath, Trost und Hülfe schafft! 4. Gelobet sey der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den 38 Gott, als Vater, Sohn und heiliger Geist. den Alles lobt und preist, was ist und lebt und webet! Gelobet sey der Herr, deß Name heilig heißt, Gott Vater, und der Sohn und auch der heil'ge Geist! 5. Dem wir, mit Dank ( 63.) erfüllt, Gebet und Opfer brin- Mel. Herzlich lieb hab' ich dich zc. und mit der das Heilig, Heilig fingen; 64. Ein Glück im furden herzlich lobt und preist die ganze Christenheit; gelobet sey mein Gott in Zeit und Ewigkeit! Mel. Werde munter, mein 2c. 62. Betet, Brüder, an im Staube unsern Gott, den Einzigen! Sey gesegnet, Christenglaube an den Undussprechlichen! Ihn, der seyn wird, war und ist, den fein Forscher je ermißt, den selbst Engel nicht ganz kennen, ihn lehr'st du uns Vater nennen. den heil'gen Geist. Ihm, der alles Gute schafft, euch beſeelt mit hoher Kraft, ihm gelobet, schon auf Erden ganz sein Eigenthum zu werden! Er 2. Ihm, den göttliches Erbarmen, heiße Menschenliebe drang, daß er Retter ward uns Armen, bringt ihm, Men schen, frommen Dank! ging auf der Tugend Bahn uns, ein Muster, stets voran, und hat selbst für uns sein Leben in den bängsten Tod gegeben. 3. Werdet reines Herzens; strebet nach der Heiligung und preist den, der euch mit Muth belebet, preiset Gott, zen Raum der Zeit ist gegen ew'ge Seligkeit nicht werth, daß ich's erwähle. Du rief'st mich, Vater, aus dem Nichts, zum frohen Anschau'n deines Lichts; dieß dankt dir meine Seele. Nicht zu der Frende dieser Welt, die so viel Mängel noch enthält; zur Bonne jener Ewigkeit bestimmt mich deine Gütigkeit. O Vater, Gott! wie liebst du mich! wie freudenreich bin ich durch dich! 2. O Sohn, vom Vater mir gesandt! ich folge deiner sanften Hand, die mich zum Himmel leitet. Auch mir floß einst dein Blut dahin; auch mir hast du mit mildem Sinn die Seligkeit bereitet. Zwar seh' ich jetzt mit schwachem Blick von ferne nur des Himmels Glück; noch dunkel ist mir jene Welt, die Gott dem Glauben vorbehält. Doch preis ich dich, D Gottes Sohn! Einst seh' ich Licht an deinem Thron. 3. Geist Gottes, uns're Zuver= Schöpfung, überhaupt. versicht! Verlaß, verlaß uns Arme nicht, und gieb uns Kraft zum Glauben. Zu Gott und Jesu leit' uns hin, und kein Verlust und kein Gewinn müss' uns den Himmel rauben! Entreiß' uns aller Eitelkeit! und bild' uns für die Ewigkeit, Ja, unsern Geist empfehlen wir im Leben und im Sterben dir. O guter Geist! verlaß uns nicht! Dann geh'n wir froh einst zum Gericht. 4. Unendlicher, wie groß 65. Gott ist mein Lied! Er ist der Gott der Stärke. Groß ist sein Nam', und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und spricht's, so sind und leben Welten. Und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wie der in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 39 sind wir! Wie groß durch dich! der du uns hier zum HimDer mel suchst zu lenken! Erde Scheingut hilft uns nicht, wenn unser'm Herzen Trost gebricht; dieß lehr' uns stets bedenken! Dir, Schöpfer und Erlöser, dir, und dir, Geist Gottes, bringen wir mit Freuden hier im Heiligthum vereinigt Preis und Dank und Ruhm. Dreieiniger! in Ewigkeit, in Ewigkeit sey unser Herz dir ganz geweiht. 5. Was ist und war, im Himmel, Erd' und Meere, das fennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah', du sigest Ob du an's oder gehest. Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er fennt mein Fleb'n und allen Rath der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes thu' und fehle, und eilt, mir gnädig beizusteh'n. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang' ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, Nichts ist mein, das Gott nicht angehöre; Herr, immerdar soll deines Schöpfung, überhaupt. 40 nes Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde seyn. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seyd sein Loblied und sein Pfalm. 13. Du tränfst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag und Korn und Del und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt' ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Jst Gott mein Schuß, will Gott mein Retter wer= den: so frag' ich Nichts nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hölle Truz! M el. Wachet auf! ruft uns die zc. 66. Betet an! Laßt uns lobsingen, und Ruhm und Dank dem Schöpfer bringen! Sein, sein ist Weisheit, Huld und Macht. Ihm, der Alles hieß entstehen, den Erdkreis und des Himmels Höhen, ihm werde Lob und Preis gebracht! Wer ist dem Höchsten gleich? Er hat sein weites Reich sich bereitet; er schuf die Welt, die er erhält. Es rühm', es preis ihn seine Welt. 2. Seiner Seligkeiten Fülle auch mitzutheilen, war sein Wille; und was er wollte, das geschah. Er gebot allmächtig: Werde! Da ward der Himmel, stand die Erde zum Preise seiner Güte da. Der Allmacht erster Sohn, der Engel, jauchzte schon seinem Schöpfer; doch war's noch nicht auf Erden licht. Er sprach: Es sey! Da ward das Licht. 3. Alles ordnet er auf's Beste; er wölbet oben eine Feste, und unter ihr der Wolken Heer. Wasser deckt der Erde Höhen; er donnert; seine Winde wehen: es flich't, und decket sie nicht mehr. So bricht er seinen Lauf; enthüllt steigt nun herauf seine Erde, sein Eigenthum, sein Preis und Ruhm, und seines Sohnes Eigenthum. 4. Er gebeut der Erde: Felder, und Hügel, Thäler, Berg' und Wälder blüh'n fruchtbar durch sein Wort voll Macht. Seine Sonn' in hoher Ferne regiert den Tag, und Mond und Sterne regieren stiller in der Nacht. Er spricht: da füllt das Meer ein tausendfältig Heer, ihm zum Preise. Auch singt und ruft Schöpfung, überhaupt. ruft das Volf der Luft zu ihm, der es zum Leben ruft. 5. Grünend steh'n nun die Gefilde. Wie wimmelt es vom Vieh und Wilde in je dem Wald, auf jeder Flur! Wer bevölkerte die Erde mit dieser unzählbaren Herde? Das konntest du, o Höchster, Was sich auf Erden regt, sich fühlt und sich bewegt, Quell des Lebens, das kommt von dir. Das kleinste Thier im Staube dankt ſein nur. Leben dir. 41 schon jetzt, und einst noch mehr, als hier. 6. Und auch wir, du Gott der Stärke, auch wir sind deiner Hände Werke; welch hoher Dank gebührt nun dir! Laßt uns, sprach'st du, Menschen schaffen, ein Bild von uns, nach uns geschaffen! Und Adam ward, mit ihm auch wir. Welch seliger Beruf, dazu dein Arm uns schuf! Gott der Liebe! Wir sollen dein uns ewig freu'n, und deinem Bilde ähnlich seyn. Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. 67. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für Alles wacht, anbetend überlege: so weiß ich, von Bewund'rung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater! ner Werke. hin es blickt, die Wunder dei2. Mein Auge sieht, woDer Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke! Wer hat die Sonn' an ihm erhöh't? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schooß der Erden auf, mit Vorrath uns zu segnen? 7. Ewig wollen wir lobsins gen, und ewig frohen Dank dir bringen, der uns zu seinem Bild gemacht. Zum unsterblich frohen Leben hast du das Daseyn uns gegeben; auf ewig sey dir Preis gebracht! Du schufest deine Welt, die noch dein Arm er hält, uns zur Wonne. Allgür'ger, dir frohlocken wir Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen! 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, rust auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Chre! Mich), ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Ter 42 Schöpfung, überhaupt. 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen, leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt' und Größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist; erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sey gepreist, und alle Welt sag': Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn, und hoff' auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Mel. Nun lobe meine Seele zc. 68. Kommt, kommt den Herrn zu preisen, der groß von Rath ist, groß von That; den Gütigen, den Weisen, der Reinen seines Gleichen hat! Der Herr thut große Werke; wer hindert seine Kraft? Wer seines Armes Stärke, die alles Gute schafft? Er dehnet, gleich Gezelten, die weiten Himmel aus. Er spricht: so gehen Welten aus ihrem Nichts heraus. 2. Er will: die Sonnen flammen; auch drängt das Wasser, wenn er spricht, in Wolken sich zusammen, und ihre Schläuche reißen nicht. Er ruft den Ungewittern: das Meer wird ungestüm; des Himmels Säulen zittern; die Erde bebt vor ihm. Er will, und Blizze zünden Gebirg' an; sie vergeh'n. Er spricht, und ruft den Winden: schnell wird sein Himmel schön. 3. Er, er gebent den Wellen: Bis hieher! Schnell verrinnen sie! Er legt in Felsen Quellen; sie rieseln, und versiegen nie. Er füllet Wüsteneien mit seinen Wundern an, heißt Thiere da sich freuen, wo Niemand wohnen kann. Wer kann die Sterne führen? Wer weiß, als er allein, die Himmel zu regieren? O, wag's nicht, stolz zu seyn! 4. Kannst du mit deiner Stimme, o Stolzer! donnern, wie Gott thut? Stren' aus von deinem Grimme Verderben und der Blige Gluth! Leg' auch Gewalt an; zeige dich mächtig, wie der Herr! Schau' an die Höhen; beuge, versenke sie, wie er! Was rühmen denn die Thoren mit ihrer Stärke sich? O Staub, aus Staub geboren, nur Gottes rühme dich!! 5. Herr, dein ist alle Stärfe, und alle Hülfe, Gott, ist dein! Das preisen deine Werke, die deiner Kraft allein sich freu'n. Wir auch erfreu'n uns ihrer; ihr Lob sey uns're Pflicht! O Vater, o Regierer, wen hält, wen schüßt sie nicht? Du lebst, du Schöpfung, überhaupt. du wirkst in Allen; dir, dir rertrauen wir. Erhalter, wer kann fallen, geleitet, Herr, von dir? ( 69.) Mel. Wachet auf, ruft uns ze. 70. Kommt, und laßt uns niederfallen, erstaunen, rühmen, daß uns Allen der Herr anbetungswürdig ist! Sagt, ihr Engel, sagt, ihr Frommen: Gott, Schöpfer, Herr, du bist vollkommen; du warst, du bleibest, wie du bist! Noch eh' der Himmel war, den deine Macht gebar, eh' die Erde, warst du, ihr Herr, und herrlicher, als dich der jawache Geist sich denkt. 2. Alles, was er schaffen wollte, was nach der Schöpfung werden sollte, sab er in seiner Möglichkeit; sah's, als ob's erschaffen wäre, sah jede Welt, jah ihre Heere, und jeden Geist, den er erfreut. Allwissend war der Herr! Allmächtig war der Herr, gut und heilig! Auch hne Reich bedurft' er euch, ihr Welten, nicht zur Seligfeit. 43 ren die, denen er die Welten gab. Nun hat der Herr ein Reich, noch immer selbst sich gleich, unaussprechlich! Und die Natur verkündigt nur, was er vor allen Welten war. 4. Alles will und muß den Willen des Allgewaltigen erfüllen; was er verordnet, das besteht. Seine Wege sind vollkommen. Er schüßt, beglückt, und liebt die Frommen, und wer ihm trogen will, vergeht. Er hält in Ewigkeit, was er verheißt, und dräut nicht vergebens. Bebt, Sünder, bebt! Der Herr Herr lebt. Gerechte, jauchzt! Der Herr Herr lebt! 5. Leben wird er, seyn ein Rächer euch, widerspenstige Verbrecher; der Frommen Bater im Gericht. Dunkel sind noch seine Pfade; einst aber Heiligkeit und Gnade, und alle seine Thaten Licht. Lobsingt, lobsinget Gott, dem Herrn Herrn, unserm Gott! Ihm, der seyn wird! Im Heiligthum erschallt sein Ruhm schon jetzt, und künftig reiner noch. ( 71.) Mel. Nun danket Alle Gott! 2c. 3. Er erschuf, uns zu beglücken, euch, Erd' und Himmel! Euch zu schmücken, floß 72. Wie schön ist Gotüber euch sein Licht herab. Ihnen sich zu offenbaren, erschuf er Geister; zahllos wates Welt! Wie schön sind jeine Werfe! Wie gut sind sie, wenn ich auf ihren Nuzzen Schöpfung, Himmelskörper. 44 zen merke; für Jeden gut, dem er Gefühl und Leben gab, von seiner Engel Heer bis auf den Wurm herab! 2. Sein Sonnenlicht bestrahlt, belebt und wärmt die Erde, daß Berg' und Thal und Feld durch sie gesegnet werde, daß sie von Jahr zu Jahr mit Pflanzen, Blüth und Frucht den Menschen sättigen, der Pfleg' und Freude sucht. 3. Vereinigt euch mit mir, ihr Himmel, Gott zu preisen! Ihr hellen Sterne, lobt den Gütigen, den Weisen! Erheb', o Sonn', o Mond, den Vater jeder Welt, der euch in's Daseyn rief und immer noch erhält. 4. Jhr leuchtet; euer Glanz entströmt aus seiner Fülle. Ihr wandelt Jahr für Jahr in segensvoller Stille. Wer zeichnet euch die Bahn? Gott, euer Schöpfer, sieht, was gut Mel. Nun danket Alle Gott 2c. 73. Gott, du Erhabenster, unendlich großes Wesen, wie viel kann ich von dir in deinen Werken lesen! Mir zeigt ein blühend Thal, der Wald, die Aehrenflur, mir zeigt das Prachtgewölb' des Himmels deine Spur. ist, lenket euch, und was er will, geschieht. 5. Verkündige sein Lob, o Erde! Preist ihn, Meere! Lobt den Allgütigen, ihr alle seine Heere! Der Vogel, das Gewürm, der Wallfisch, jedes Thier, im Wald und auf der Flur, lobsinge, lobsinge, Schöpfer, dir! 6. Selbst, was uns Kummer macht, dein Blizz, dein Feuerregen, dein Hagel und dein Sturm, gebiert uns neuen Segen. Auch wird das starre Land, wenn Eis und Schnee es deckt, zu neuer Fruchtbarkeit, zu neuer Lust erweckt. 7. Was kann gescheh'n, das nicht dein nicht dein weiser Rath regiere? Welch Uebel kommt von dir, das nicht zum Guten führe? O, lobt ihn, dankt ihm, singt! Er, er ist groß allein. Wer kann so weis' und gut, als unser Schöpfer seyn? 2. So oft ich still entzückt, in rothbeflammten Höhen, die Sonne strahlenreich seh' auf- und untergehen, da lächelt sie mir zu: Ich bin ein Werk der Macht des Schöpfers, der aus Huld dich an mein Licht gebracht. 3. Seh' ich, wenn freundlich sie zur untern Welt gegangen Schöpfung, Himmelskörper. gangen, von ihr entflammt, den Mond in stiller Größe prangen: wie freu't sich da mein Herz! Ich les' in seiner Pracht: Aus Liebe schuf mich Gott für deine dunkle Nacht. 4. Und irrt, wenn er nicht glänzt, mein Aug' in jene Ferne, wo Licht zusammenströmt, zur großen Saat der Sterne, da steht mit gold'ner Schrift: Hoch wohnt er, des sen Ruf dich, Mensch, für seine Stadt mit höher'n Wesen schuf. 45 Pracht vor ihm, zum Preise seiner Macht, die Himmel und die Erde. Als er's ausrief, da begonnen tausend Sonnen, und erhellten ein unzählbar Heer von Welten. 5. Mein freudetrunkner 5. Mein freudetrunkner Geist eilt dann zu jenen Wesen, die du von Welt zu Welt zu ihrem Heil erlesen. Von Brüdern, welche Schar steht jetzt im Glanz vor mir! Anbetend sink' ich hin: Was bin ich, Gott, vor dir? 6. O, wer in der Natur nicht Gott, den Schöpfer, findet; nicht da, wie groß er ist, wie weis' und gut, empfindet: der findet nimmer ihn, wird nie mit ihm vertraut, auch in den Tempeln nicht, die Menschen ihm erbaut. 2. Wie sie so berrlich sind, so schön! Wie sie einmüthig Gott erhöh'n, und seine Größe preisen! Wie jede Jubel ist und Dank, ein hoher, lauter Lobgesang des Gütigen und Weisen! O, wie könnt' ich fühllos schweigen, solcher Zeugen Lob vernehmen, und doch seines Ruhms mich schämen? 3. Noch strahlt mir ungeschwächt sein Licht, noch weigert die Natur sich nicht, die Welt für mich zu schmücken; noch hat sie Freuden g'nug für mich, noch immer schön und jugendlich, mein Auge zu entzücken. Eher werden auch die Werke seiner Stärke nicht veralten, bis er kommt, Gericht zu halten. 4 So hat der Herr an mich gedacht, so hat er mich durch seine Macht zum Herrn der Erd' erhoben! Er gab mir meinen Leib und auch die Seele, seines Odems Hauch, Mel. Wie schön leuchtet der 2c. 74. Wie groß ist Got- gleich' Engeln, ihn zu loben. tes Herrlichkeit! Er sprach zu seinen Himmeln: Seyd! und zu dem Erdkreis: Werde! Da standen schon voll Reiz und Rühm' ihn, Seele! Jauchzend halle von dem Schalle deiner Lieder Gottes Eid' und Himmel wieder. 5. Das 46 5. Das Kind, der Jüngling und der Mann, die ganze Schöpfung bet' ihn an, und seiner Wunder Menge. Strömt bin aus meiner vollen Brust, strömt hin, Empfindungen voll Lust, in hohe Dankgesänge! Schöpfer, Vater, dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, meine hochbeglückte Seele! Schöpfung, Engel. 4. Kannst du der Wesen unzählbare Heere, den kleinsten Staub fühllos beschau'n? Durch wen ist Alles? O gieb ihm die Ehre! Mir, rift der 75. Die Himmel rühmen Herr, sollst du vertrau'.. des Ewigen Ehre; ihr Schall. pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere; vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem zelt? Sie kommt und leuchtet und wärmt uns von ferne, und läuft den Weg, gleich als ein Held. 3. Vernimm's, und siehe die Wunder der Werke, die die Natur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 76. Wer zählt der Engel Heere, die du zu deiner Ehre, Herr aller Welten, schuf'st? Sie freu'n sich, deinen Willen gehorsam zu erfüllen, wie Flammen schnell, wenn du sie russt. 2. Sie eilen, in Gefahren den Frommen zu bewahren in seiner Pilgerzeit. Sie 5. Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich bin's und werde seyn, der ich seyn werde, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil; ich bin's! Mich liebe von ganzem Gemüthe, und nimm an meiner Gnade Theil! 11 freu'n, an deinem Throne, wie ihrer eignen Seligkeit. sich einst auch seiner Krone, 3. Befehren sich die Sünder, und werden deine Kinder, die dir dein Sohn gewinnt: dann jauchzen ihre Lieder, daß ihre neuen Brüder, dem Fluch entrissen, selig sind. 4. Sie jauchzen deinem Sohne, daß du sie ihm zum Lohne Schöpfung, Engel. Lohne für seine Leiden giebst; daß du sie trägst und leitest, zum Himmel vorbereitest, und zärtlich, als ein Vater, liebst. 5. In solcher Geister Chören dich ewig zu verehren, welch eine Seligkeit! Wer wird sie einst empfinden? Nur, wer entwöhnt von Sünden, sich ihnen gleich zu werden freu't. 6. Drum laß mich schon auf Erden den Engeln ähnlich werden, so weit ich Schwacher kann; so bet' ich mit den Engeln, rein von der Menschheit Mängeln, dich würdiger im Himmel an. 7. Wenn du zu ihren Liedern, zu meinen höhern Brüdern, vor deinen Thron mich rufst: will ich empor mich schwingen, und Dank und Preis dir singen, daß du für mich auch Engel schuf'st. 8. Dann lehren sie mich droben, dich würdiger zu loben, des Himmels höhern Dank. Dann wird zu deinem Ruhme, in deinem Heiligthume, der ganze Himmel Ein Gesang. 47 jauchzen, Heil von dir erfleh'n? 2. Unzählbar ist der Seelen Schar, die einst im Sinnenlande war, und, dir erzogen in der Zeit, sich nun in höher'n Welten fren't. 3. Unzählbar ist der Seelen Schar, die jetzt und einst noch wunderbar du mit der Menschheit Hülle zier'st, und durch den Tod zum Leben führ'st. 4. Zahllose Geister preisen dich von Welt zu Welt, und sehnen sich, den Einzigen, dem sie vertrau'n, im Licht der Seligen zu schau'n. 5. Wenn, o ihr Himmlischen, mein Geist dem Staub der Erde sich entreißt, drängt er sich auch in eure Reih'n, ein Mitanbeter Gottes, ein. 6. Entzückt vom Licht, das ich errang, begeistert von dem Throngesang, frohlockt dann meine Seel', und ringt euch nach, wenn ihr dem Vater singt; 7. Dem Vater, dessen Allmachtöruf auch mich mit euch verbrüdert schuf, der Hülle nur von Erd' ein Grab, Unsterblichkeit dem Geiste gab. Mel. Herr Gott, dich loben Alle 2c. 77. Unendlicher, wer zählt die Reih'n der Scharen, die sich deiner freu'n, hinauf, zu dir, dem Vater, seh'n, dir ( 78.) 79. Herr Gott, dich le= ben alle wir, Herr, unser Gott 48 Gott, wir danken dir, daß du nicht bloß der Engel Schar, auch uns geliebt hast immerdar. Schöpfung, Engel. 2. In deines Lichtes Herrlichkeit steh'n Tausend deinem Wink bereit; erhaben über Grab und Tod, vollzieh'n sie redlich dein Gebot. 3. O, daß dein Wille hier gescheh', wie dort in deines Himmels Höh'! Daß wir in deines Sohnes Reich schon würden deinen Engeln gleich! 4. Wie sind wir doch so hoch erhöh't! Einst frönst du uns mit Majestät. Hier streben wir von Licht zu Licht, und schauen dort dein Angesicht. 5. O Seligkeit! O Seligfeit! Zu Engeln sind wir eingeweiht! Herr, unser Gott, dich loben wir; Herr, unser Gott, wir danken dir. ( 80.) Mel. Wachet auf! ruft uns ic.. 81. Betet an, ihr Menschen, bringet dem Höchsten Ruhm und Preis! Lobsinget! Gott, unsern Schöpfer, betet an! Zahllos sind der Geister Echaren, die, eh' noch Erdges schaff'ne waren, schon Wunder seiner Güte sah'n. Ihr Heer, umstrahlt von Licht, bedeckt das Angesicht vor dem Schöpfer. Boll Preis und Dank tönt ihr Gesang durch alle Himmel Gottes hin. 2. Er nur fennt die Mil= lionen, die seiner Himmel Kreis bewohnen, und seiner Größe Ruhm erhöh'n. Heilig ist er! Heilig! rufen sie tiefanbetend an den Stufen des hohen Throns, um den sie steh'n. So weit er herrscht, so weit geht seine Herrlichkeit! jauchzen Alle. Wer ist, wie er? frohlockt ihr Heer; wer ist, wie Gott, der uns erschuf? 3. Hohe Seligkeit ist's ihnen, dem Gotte, der sie schuf, zu dienen, und treu zu thun, was er gebeut. Winden gleich und gleich den Blizzen, geh'n sie vom Thron aus, fegnen, schügen, und fördern uns're Seligkeit. Sie freu'n sich brüderlich, wenn Sünder reu'voll sich Gott geloben; wenn unser Dank den Preisgesang des Himmels hier schon wiederhallt. 4. Gott, mit allen diesen wird, dich ehren, und ewig Heeren soll, wer hier heilig sich mit ihnen freu'n; soll, erlöst durch dein Erbarmen, zu dir gebracht auf ihren Armen, wie sie, verklärt und selig seyn. Vernehmt's, ihr Menschen, hört: Wer sich zu Gott bekehrt, wird am Throne, in seinem Reich, den Engeln gleich, in seiner Herrlichkeit ihn schau'n! 5. Werdet Schöpfung. 5 Werdet heilig, gleich den frommen, verklärten Geistern! Gott wird kommen mit seiner Heerschar zum Gericht. Welcher Ruhm, wenn er uns Allen, mit einem Blick voll Wohlgefallen, in ihrem Kreis ( 82.) Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. 83. Auch mein, o Herr, hast du gedacht; auch mir hast du das Leben nach deiner weisen Güt' und Macht deinem Was ist der Mensch, der Staub vor dir? Und dennoch thust du, Herr, an mir so überschwenglich Gutes! 2. Wer hat den Leib mir schön gebaut, die Kraft ihm zugewogen? Wer das Gebein mit feiner Haut und Adern überzogen? Dieß Alles ist ein Werk von dir. Und dir, mein Gott, gehört dafür Anbetung, Dank und Ehre. 3. Du hast mich mit Verstand geziert, und Freiheit mir verliehen; mich hast du in die Welt geführt, zum Himmel mich zu ziehen. Ich bin so wohl, o Herr, dein Kind, als es die höhern Geister sind; du liebst auch mich als Vater. 4. Dir, Gott, der liebreich mich erschuf, und hier dieß Der Mensch. 49 das Urtheil spricht! Heil uns, wir beten dann mit allen Engeln an, gleich den Engeln! Ihr Preisgesang und unser Dank hallt dann durch alle Himmel hin. erste Leben, um es zum himmlischen Beruf zu nügen, mir gegeben; der mich noch stets erhält und schützt, mir täglich schenket, was mir nüßt, dir will ich ewig danken. Met. Nun ruhen alle Wälder ic. 84. Dir dank' ich für mein Leben; Gott, der du mir's gegeben, ich danke dir dafür. Du hast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Güte bin ich hier. 2. Du, Herr, hast mich bereitet, mich väterlich geleitet, bis diesen Augenblick. Du gabst mir frohe Tage, und selbst der Leiden Plage verwandeltest du oft in Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu geringe, mit der du mich bewacht. Damit ich, Staub und Erde, auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du hörtest schon mein Sehnen, und zähltest meine Thränen, eh' ich bereitet war; noch 50 Vorschung, in Beziehung auf alle Geschöpfe. noch war mir nicht das Leben von dir, o Gott, gegeben, da wogst du schon mein Theil mir dar. 5. Für alle deine Treue, Herr, deren ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Er, den du mir geschenket, er ist's, der dein gedenket, und freudig dich, o Vater, preiſt. 6. Daß du mit Kraft mich rüstest, und mir mein Leben friMel. Wer nur den lieben Gott tc. ( Neuc Mel.) 86. Gott des Himmels und der Erden, der du allgegenwärtig bist, von Niemand fannst begriffen werden, da Niemand dir verborgen ist; ach! ziehe meinen Sinn zu dir, und offenbare dich in mir! 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find' ich deiner Vorsicht Spur. Wenn ich voll Andacht überdenke dein Werk, die prächtige Natur, so ruft mir Alles, Alles zu! Wie groß ist Gott, wie klein bist du! stest, dieß, Vater, dank' ich dir. Daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dieß alles, Vater, dank' ich dir. 7. Was mir in diesem Leben noch nützt, wirst du mir geben; du giebst's; ich hoff' auf dich. Dir, Bater, dir befehle ich kindlich Leib und Seele. Herr, ſegne, Herr, behüte mich! ( 85.) deine Liebe! die Erd' ist deiner Güte voll. O! gieb mir deines Geistes Triebe, daß ich dich preise, wie ich soll. Nimm, was ich kann und hab' und bin, zu deinem Dienst auf ewig hin. 5. Hilf, daß die Güter dieser Erden mich zu dir locken, höchstes Gut! daß sie mir nicht zum Fallstrick werden, der statt des Nußens Schaden thut. Fern laß von mir den Mißbrauch seyn! Mein Schatz und Ziel sey du allein. 6. Mein Leben ist nur eine Reise, mein Weg geht nach der andern Welt; drum madhe du mich fromm und weise, daß ich hier thu', was dir gefällt. Und end' ich diesen kurzen Lauf, so nimm in deine Ruh' mich auf. mel. Lobt Gott, ihr Christen z. 3. Uns zeigen alle Elemente Macht, Güt' und Weisheit überall! O! wenn das Stumme reden könnte, wie groß wär' stets der Jubelichall: Rühmt, Menschen, Gottes Güt' und Macht, der uns für euch hervorgebracht! 4. Herr Gott! wie groß ist 87. 87. Erheb', o Seele, Gottes Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. 51 zen zu erfreu'n, in Allem Ueberfluß. 6. Durch Blig und Donner segnet er, und führt der Wolken Heer. Er überströmet ringsumher mit Segen Land und Meer. 7. Der Tag verkündigt seine Macht dem späten Abendroth; dem Morgen sagt's die Mitternacht: Groß ist der Schöpfer, Gott! Gottes Ruhm! Erheb' ihn, deinen Herrn! Du bist und bleibst sein Eigenthum! Lobfing' und dank ihm gern! 2. Bom Engel an bis auf den Wurm ist Alles voller Pracht. Des Frühlings Duft, des Winters Sturm verfündigt seine Macht. 3. Er giebt die Sonne seiner Welt, den Mond erhellt ihr Licht. Er ist's, der unsern Erdkreis hält in seinem Gleichgewicht. 4. Das Feld weiß seine Zeit genau; Nichts dringt zu früh hervor! Der Halm, ge= nährt durch milden Thau, schießt täglich mehr empor. 5. Gott giebt der jungen Saat Gedeih'n, und Kräfte zum Genuß, und, uns're HerMel. Singen wir aus Herzens zc. 88: Was den Leib erhält und nährt, hat uns unfer Gott gewährt, der uns alle Gaben reicht, dem an Wohlthun Keiner gleicht; der die ganze weite Welt, wie es seinem Rath gefällt, durch sein Allmachtswort erhält. 2. Alles, Alles, was ich seh', in der Tiefe, in der Höh', was hoch in den Lüften schwebt, was im weiten Meere lebt, hofft, Versorger, nur 8. Groß, wenn sein Donner rollt daher; groß, wenn die Sonn' entzückt, groß, wenn der Strom rauscht und das Meer; groß, wenn der Quell erquict. 9. Allmächtiger! unendlich weit schallt deiner Größe Ruhm. Ein dankbar Herz sey dir geweiht, dir ganz zum Heiligthum. auf dich, freuet deiner Gaben sich; und du giebst sie mildiglich. 3. Ja, auch mich, auch mich erfreu't deiner Güte Mildigkeit. Du bist's, Vater, der mir schenkt, was mich speiset, was mich tränkt; du bist's, der so gern es thut, und im Wohlthun niemals ruht. D, wie bist du doch so gut! 4. Frober Dank sey dir dafür, milder Geber, daß auch mir väterlich du stets beschert, was mir Unterhalt gewährt; daß 52 Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. daß auch ich mit frohem Einn, was du gnädig mir verlieh'n, zu genießen fähig bin. 5. Hilf, daß ich, beim Ueberfluß deiner Gaben, im Genuß niemals überhebe mich, allzeit, Höchster, preise dich; und, wenn ich mich ihrer fren auch aus Menschenhuld dabei eingedenk des Armen sey. 6. So werd' ich zu deiner Ehr', wie du mir befiehlst, o Herr, froh genießen, was du mir gnädig hast verliehen hier; und mich hoffnungsvoller freu'n, daß auch künftig du allein werdest mein Verforger ſeyn. 2. Jhm ist, was du heut' und morgen nöthig hast, niemals verborgen. Fehlt dir Dieß und Jenes gleich; Gott ist gütig, Gott ist reich. Mel. Sollt' es gleich bisweilen 2c. 89. Gott, o Mensch, gab Mel. Ach, was soll ich Sünder 2c. dir dieß Leben; und so wird er dir auch lang' es ihm gefällt, dich im 90. Sollt ich meinem Leben hier erhält! 3. Sieh', die Vögel in den Lüften, jeder Wurm in Fels und Klüften, Fisch' im Meere, Thier' im Wald finden Speis und Aufenthalt. 5. Laß dich Gottes Rath nur leiten; o, so wird dein Fuß nicht gleiten. Glaube, was Gott will und thut, ist unsträflich, weis und gut. 6. Groß im Kleinen, wie im Großen, wird er feinen Wurm verstoßen; sollte denn der Mensch allein seiner Sorg' entzogen seyn? 7. Nein, sein Rath hat schon hienieden, was du brauchest, dir beschieden. Dienet Etwas dir zum Heil, o, so wird dir's auch zu Theil. 4. Und du solltest dich nicht schämen, über Mangel dich zu grämen? Denke, wenn der Mangel droht: Warum zag' ich? Lebt doch Gott! 8. Trau' auf deines Lebens Pfade nur auf Gott und seine Gnade. Glaube, daß der Herr der Welt Alles, was er schuf, erhält. Gott nicht trauen, der mich liebt so väterlich, der so herzlich sorgt für mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, der mir ewig bleibet fest, der die Seinen nie verläßt? 2. Er weiß Alles, was mich drücket, mein Anliegen, meine Noth; er steht bei mir bis zum Tod; er weiß, was mein Herz erquicket; seine Lieb' und Vatertreu' ist mir jetzt und ewig neu. 3. Der die Vögel alle nähret, der die Blumen, Laub und Gras kleidet schön ohn' Unter Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. Unterlaß; der uns alles Gut's bescheret: sollte der verlassen mich? Nein, ich trau' ihm sicherlich. 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, wenn ich durch Gerechtigkeit finde meine Seligkeit, wenn ich Geld und Gut nicht achte: ſegnet Gott mich früh und spat, Wort und Werke, Rath und That. 5. Ei, so bleib' der and're Morgen! Das, was mir noch fünftig ist, irrt mich nicht; ich bin ein Christ. Gott nur laß ich für mich sorgen. Ist doch meiner Lebenszeit ihre Sorge schon bereit! 6. Lob sey Gott, der mich erfreuet, daß ich glaube festiglich: Gott, mein Vater, sorgt für mich! der mir diesen Trost erneuet, daß ich weiß: Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 91. Du bist's, dem Ehr und Ruhm gebührt; und das, Herr, bring' ich dir. Mein Schicksal hast du stets regiert, und stets warst du mit mir. 53 Herr, rette mich! so halfst du mir; mit welchem Dank, mein Gott, erheb' ich dich? 2. Wenn Angst und Noth sich mir genah't, so hörtest du mein Fleh'n, und ließest mich, nach deinem Rath, Hülf und Errettung seh'n. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit sank, und rief: 4. Betrübte mich des Feindes Haß, so klagt' ich dir den Schmerz. Du halfst mir, daß ich ihn vergaß, und gabst Geduld in's Herz. 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor, und mich verschuldet sah: rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Gnade war mir nah'. 6. Herr, für die Leiden dank' ich dir, dadurch du mich geübt, und für die Freuden, welche mir dein milder Segen giebt. 7. Dir dank' ich es, daß die Natur mich nährt und mich erfreu't. Ich schmeck in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 8. Ich danke dir für deinen Sohn, der mir zum Heile starb, und der zu deinem Gnadenthron den Zutritt mir erwarb. 9. Wie sehr liebt Gott der Menschen Wohl! Erheb' ihn, Volk des Herrn! Die Erd' ist seiner Güte voll. Er hilft und rettet gern. 10. Er bilft und läßt die Traurigkeit bald uns vorübergeh'n; will uns nach kurzer Prüfungszeit zu ew'gem Heil erhöh'n. 11. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, nicht, was er dir gethan! 54 Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. gethan! Verchr und halte jein Gebot, und bet' ihn ewig an! Mel. Wie schön leuchtet der zc. 92. Es feimt, es feimt, es wächset groß das Samenforn im stillen Schooß, im Schooß der Ewigkeiten. Als schön're Pflanze aufzusteh'n, muß es in die Verwesung geh'n, der Hülle sich entkleiden. Doch lebt, doch hebt sich die Fülle, die die Hülle hält verborgen; herrlich steh't sie da am Morgen. 2. Noch siehet nicht, o Sterblicher, dein dunk'ler Blick, was Gott der Herr im Stillen schon bereitet! Voll stiller Größe ist fein Gang! Dir dünket wohl der Weg zu lang, auf dem das Gute schreitet! Ruhig, muthig kannst du trauen! Gott wird bauen seinen Garten, und den Keim des Guten warten, 3. Der aller Weisheit Quelle ist, aus dem Vernunft in Strömen fließt, läßt nicht Vernunft versiegen. Der Heilge, dessen Allmachtsruf mit Kraft zum Guten Geister schuf, läßt sie nicht öde liegen! Mäch tig drängt sich durch die Stille ihrer Hülle Weisheit, Güte, Geistesfrucht aus Geistes blüthe. 4. Du schiffst gestirnlos, hoffnungsleer auf dieses Lebens Weltenmeer, strahlt dir nicht dieser Glaube; die Welt, und was wir selber sind, wird uns ein irres Labyrinth, dem Zweifel Gott zum Raube! Er ist! er ist! Gott regieret gut und führet Sonn' und Geister, wie's geziemt der Welten Meister! 5. Er senkte tief in uns're Brust des Guten und des Wahren Lust und seine heil'gen Rechte. Zum Schirm des Heil'gen rief er: Geh't! verkündigt meine Majestät, ihr, meines Reiches Knechte! Sprechet! Brechet Geistesfetten, zu erretten freie Seelen, um das Wahre zu erwählen. 6. Du, Höchster, schaffest, daß das Licht auch in die dunkle Hütte bricht, und in den Geist der Jugend! Auf welchen düstre Rohheit lag, auch deren Geist bringst du zu Tag, zur Weisheit und zur Tugend! Führe, rühre alle Seelen, zu erwählen, als das Größte, nur das Ewige, das Beste. 7. Es feimt, es feimt, es wächset groß das Samenkorn im stillen Schooß, im Schooß der Ewigkeiten. Als schön're Pflanze aufzusteh'n, muß es in die Verwesung geh'n, der Hülle sich entkleiden. Doch lebt, doch hebt sich die Fülle aus Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. aus der Hülle, noch verborgen; herrlich steht sie da am Morgen. 8. Die Morgensonne kommt gewiß, muß gleich erst Licht und Finsterniß im kurzen Kampfe liegen. Ist nur die Dämmerung vorbei, dann wird, von düstern Nebeln frei, der Glanz der Wahrheit siegen. Herrlich hebt sich dann die Sonne, und mit Wonne jauchzen Geister Preis und Dank dem Weltenmeiſter! 55 uns nicht erfreu'n, so kann uns nichts gelingen. 9. Anbetend, Vater, schweige ich, und flehe- Vater, höre mich! dein herrlich Reich laß kommen! Es kommt, es kommt gewiß dein Reich! Schon ist es da; mit ihm zugleich Heil allen deinen Frommen! Dein Sohn hat schon es begründet; einst verbindet -freu't euch, Brüder!- dort uns Wahrheit, Tugend wieder. 3. Du schufest und regierst die Welt nach deinem Rath, wie dir's gefällt; du lenkst der Menschen Herzen. Sei auch mein Licht, und laß mich nicht, Gott, deine Huld verscherzen. 4. Dein Wort lehrt mich des Lebens Pflicht; doch fühl ich auch, was mir gebricht, die Blindheit meiner Seele. Ach, Gott der Huld, vergieb die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle! 5. Verstand und Herz ist fehlerhaft. Bald fehlt mir Licht, bald fehlt mir Kraft, mich weislich zu regieren. Drum bitt' ich dich, laß, Höchster, mich selbst deine Weisheit führen. 6. Herr, dessen Huld uns ewig liebt, laß mich beim Segen, den sie giebt, auf dich, den Geber, schauen. Selbst, wenn du schlägst, und Kreuz auflegst, so laß mich dir verMel. In dich hab' ich geheffet 2c. 93. Von ganzer Seele trauen. preis' ich dich, Herr, der du mich so väterlich) bis diesen Tag erhalten. Laß für und für noch über mir dein göttlich Auge walten. 2. Wer schenkt uns Leben, Glück und Ruh'? Wer giebt uns Kraft zur Pflicht? Rur du schaffst Wollen und VollMel. Lobt Gott, ihr Christen zc. bringen. Wird dein Gedeih'n 94. Ich finge dir mit Herz 7. Gieb, daß ich meine Lebenszeit, nur dir mit ganzem Ernst geweih't, in deiner Furcht vollbringe, bis ich einst dir dort für und für Lob, Preis und Ehre singe. 56 Vorschung, in Beziehung auf die Menschen. Herz und Mund, Herr, mei- du uns're Schuld, und wirfst nes Herzens Lust! Ich sing' sie in das Meer. und mach' auf Erden fund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad', die ew'ge Quelle seyst, daraus uns Allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd', das uns, o Vater! nicht von dir allein gegeben werd'? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesegt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen netzt? 5. Wer wärmet uns in Kält' und Frost? Wer schüßt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most zu seinen Zeiten find't? 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? Aus wessen milder Hand kommt uns der edle, gold'ne Fried' in unser'm Baterland? 7. Ach, Herr! mein Gott! das kommt von dir; du, du mußt Alles thun; du hält'st die Wach' an uns'rer Thür, und läßt uns sicher ruh'n. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, und steh'st uns, wenn wir in Gefahr gerathen, treulich bei. 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld, und strafft nicht allzusehr; ja endlich nimmst 10. Seufzt unser Herz voll Bangigkeit, wirst du gar leicht erweicht, und giebst uns, was uns hoch erfreu't, und dir zum Ruhm gereicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christ hier wein', und was sein Kummer sey; die kleinste Thrän' ist nicht zu klein, du hebst und legst sie bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steh't, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd' entgeh't. 13. Woblauf, mein Herz, frohlock' und sing', und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, bringt Hülf' und Heil, schafft Rath, und läßt dich nicht. 15. Was fränkst du dich in deinem Sinn, und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg', und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgefehrt! 17. Er hat noch nie Etwas verseh'n in seinem Regiment; nein, Vorsehung, in Beziehung auf die Menschen. 57 5. Lobsinget seinem Namer, und strebt ihm nachzuahmen, deß Huld ihr nie ermeßt. Wie gern muß der nicht segnen, der selbst den Bösen regnen, und seine Sonne scheinen läßt! ( 95.) 6. Mit herzlichem Erbarmen reicht eure Hand den Armen, weß Volkes fie auch Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. sey'n! Wir sind nicht mehr, nicht minder, find alle Got96. Gesund und frohes tes Kinder, und sollen uns, wie Brüder, freu'n. Muthes genießen wir viel Gutes, das unser Gott uns schenkt! O, preist ihn, Christen, den der Mel. Wenn wir in höchsten 2c. uns ſpeiset, und unser Herz 97. Mein Auge sicht, o mit Freude tränft. 2. Er ruft herab: Es werde! und Segen schwellt die Erde; verjüngt steh'n Wald und Flur. Es lebt und webt auf Triften; im Wasser und in Lüften erfreu't sich jede Kreatur. Gott, nach dir; von deinem Throne hilf du mir. Mein Heil fommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. nein, was er thut und läßt gescheh'n, das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun, und red' ihm nicht darein; so wirst du hier im Frieden ruhy'n und ewig selig seyn. 3. Dann sammeln seinen Segen, so viel sich lebend regen, Geschöpfe sonder Zahl. Vom Menschen bis zum Wurme, im Sonnenschein und Sturme herrscht Freud' und Wohlseyn überall. 4. Vom Aufgang seiner Sonne erfreuet Gott mit Wonne, bis zu dem Niedergang; sieht seine Kinder sammeln, und ihr vereintes Stammeln tönt ihm in tausend Eprachen Tank. 2. Getrost, mein Herz! Dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird. Der dich behütet, schlummert nicht; in Finsterniß ist er dein Licht. 3. Rein Uebel fev dir fürchterlich; denn Gottes Rechte schüßet dich. Durch seine treue Baterhand wird, was die schadet, abgewandt. 4. Sein Schuß gewährt dir Sicherheit; sein Trost füllt dich mit Freudigkeit. Er leitet dich auf eb'ner Bahn und nimmt dich einst mit Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mic). Vorsehung, in Beziehung auf die Menschen. 58 mich. Du bist mein Heil; ich hoff' auf dich. Dein Segen folg' aus dieser Zeit mir nach bis in die Ewigkeit. giebst mir Kraft zum Kampf und Lauf; und fall' ich, so hilfst du mir auf. 7. Mein Vater, drum verlaß ich mich in allen Fällen nur auf dich. Sich' stets mich mit Erbarmen an, so Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 98. Gott lebet noch! wandt ich fröhlich meine Bahn. Drum sorg' ich nicht. Du, Herr, bist meine Zuversicht. Stürzt auch der ganze Weltfreis ein, du wirst mein Schuß und Retter seyn. 2. Du sorgst für mich; was sorg' ich denn, da ich dich, meinen Vater, fenn'? Ist's deine Macht nicht, die die Welt mit Weisheit und mit Güt' erhält? 3. Wenn mich Gefahr und Noth umringt, mir Einsicht fehlt, kein Rath gelingt: dann denk' ich voll Vertrau'n daran, daß du regierst; dich ber ich an. 4. Du kennst mich, und dein Rath weiß wohl, wie er mein Schicksal lenken soll. Auch dann machst du es mit mir gut, wenn du mich prüfst; drum hab' ich Muth. 5. Leg'st du auf mich ein schweres Joch; wie schwer's auch sey, so hoff' ich doch. Du hilf'st uns tragen, was uns plagt, und stärkest den, der nach dir fragt. 6. Wie hart mich auch ein Leiden drückt, so bist du's doch, der mich erquickt. Du Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 99. Gott, du bleibst ewig uns'rer Wohlfahrt Meister. Wie thöricht handeln'unzufried'ne Geister! Sie quälen sich, und machen ihren Herzen vergeblich Schmerzen. 2. Was helfen uns die ängstlich bangen Sorgen für den doch ungewissen andern Morgen? Und müssen wir uns über unser Grämen nicht endlich schämen? 3. Es ist umsonst; wir kön nen Nichts erzwingen, wenn wir auch Nächte durch mit Kummer ringen, und noch so früh mit ängstlichen Geschäften uns selbst entkräften. 4. Mein Glück beruh't, o Gott, Gott, auf deinem Segen. Vertrau' ich dir, geh' ich auf deinen Wegen: so wirst du mir, laß mich dieß stets bedenken, was noth ist, schenken. 5. Bin ich getreu mit dem verlich'nen Pfunde, und harr' ich nur der rechten Segensstunde: so kommt sie, und dann Vorschung. Ihre dunkeln Wege. dann werden meine Thaten zum Glück gerathen. 6. Drum förd're selbst die Werfe meiner Hände. Gesegnet sey der Anfang und das Ende! Gieb Rath und Kraft, damit, was ich vollbringe, mir auch gelinge. 7. ilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen, und dann mein Herz mit froher Hoff nung stillen. Erlang' ich nur, was du, Herr, mir bes schieden, bin ich zufrieden. Mel. In dich hab' ich geheffet ac. 102. Gott führt uns Menschen väterlich; zwar wunderbar, doch füge dich, wie er dich führt, zu geben. Kein Weiser kann die heil'ge Bahn und ihren Zweck verstehen. 59 8. Und wenn auch And're Mehr an Reichthum haben; versorge nur den Geist mit jenen Gaben, die mehr als alles Irdische erquicken, und stets beglücken. 9. Hier hab' ich G'nug. Laß mich nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgüter kommen; so wird mein Wunsch, den irdisch Gut nie stillet, zuletzt erfüllet. ( 100. 101.) dein Herz, bei jedem Schmerz, mit Trost von ihm gesegnet. 5. Ja, Gott ist heilig, gut und tren. Glaubst du, daß Gott die Liebe sey, so hemme deine Klagen. Das Leiden drückt, doch was Gott schickt, hilft er, als Gott, auch tragen. 6. Er wog, eh' noch die Welt entstand, mit weisheitsvoller Baterhand, dir Wohlseyn zu und Leiden; erwarte du in stiller Ruh' des bessern Lebens Freuden. 2. Die Wege, die des Höchsten Rath den Seinen ausgezeichnet hat, sind nicht der Menschen Wege. Doch fasse Muth, sein Weg ist gut; sey, ihn zu geh'n, nicht träge! 3. Wenn dein allweiser Gott dich führt, wenn er dein Herz und Thun regiert, so kann dein Herz sich stillen. Tritt Noth herzu, du findest Ruh' in Gottes gutem Willen. 4. Von feinem blinden Chngefähr, vom besten Vater fommt es her, das Leid, Mel. Wer nur den lieben Gott zc. das dir begegnet; es wird 103. Nie kann ich meines 7. Sey fromm und übe deine Pflicht; verzag' in deinem Leiden nicht, wenn dich auch Menschen haffen. Vertraue Gott in jeder Noth; er wird dich nicht verlassen. 60 nes Gottes Wege mit meinen Blicken überseh'n, noch, wenn ich Alles überlege, vollkommen seinen Rath versteh'n. Doch weis und heilig ist sein Plan; er herrscht als Gott, ich bet' ihn an. Vorschung. Ihre dunkeln Wege. 2. Ich kann Genug von ihm erkennen, mich seiner Macht und Huld zu freu'n, bewundernd Vater ihn zu nennen, mein ganzes Leben ihm zu weih'n; Genug, ihm kindlich zu vertrau'n, und immer froh auf ihn zu schau'n. 3. Er wählt- was brauch' ich mehr zu wissen?- nichts Böses, thut vergebens Nichts. Selbst in des Lebens Finsternissen bedarf ich feines hellern Lichts. Was er hier werden läßt, ist ja zum Besten seiner Menschen da. 4. Der Wolken Sturm, des Meer's Getümmel braust, oder ruh't, wie er's beschließt, er, welcher höher, als die Him mel, und tiefer, als der Abgrund ist; er segnet selbst im Sturm, was lebt, wenn auch die Welt erschrocken bebt. 5. Was brauch' ich Alles zu ergründen, was er beschlossen hat und macht? Genug, ich kann den Vater finden, im Sonnenglanz und in der Nacht. Was er für seine Kinder thut, ist Alles recht, ist Alles gut. 6. Kenn ich den Weg des Licht's, des Regens, des Bliz zes und der Stürme Gang? Kenn' ich die Quelle alles Segens? Versteh' ich's, wie das Meer entsprang? Sah' ich's, wie er die Berge wog, und seiner Erde Richtschnur zog? 7. Wer trägt die Himmel, die nicht wanken? Wer hält uns, daß wir nicht vergeh'n? Wer giebt verständige Ge danken, der Weisheit Lehren zu versteh'n? Der Herr, der weise nur beschließt; nur thut, was gut und heilig ist. 8. Ihm will ich folgen, Alles hassen und meiden, was er mir verbeut; ihm will ich findlich überlassen mein Glück in Zeit und Ewigkeit. Er führe mich! Er führt gewiß zum Lichte von der Finsterniß. 104. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Gott ist gut, der aus Erbarmen alle Hülf' auf Erden thut, der mit Kraft und starken Armen Alles machet wohl und gut. Gott kann besser, als wir denken, alle Noth zum Besten lenken. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollte schlummern, oder schlafen, der das Vorschung. Ihre dunkeln Wege. das Aug' hat zugericht't? Der die Chren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Gott weiß Alles, hört und siehet, wo den Frommen web geschiehet. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verbüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 61 Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! seine Treu' vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden fränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm' zu Gott; er wird versenken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angst der Seelen wird dir's nicht an Troste fehlen. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein: Gott wird dennoch dich umfassen, und im Leiden bei dir seyn. Gott ist's, der es herzlich meinet, wo die Noth am größten scheinet. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der rauhen Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Trauerleben Friede, Freud' und Wönne geben. Seele, so bedenke doch, Gott, dein Helfer, lebet noch! 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft dem Mel. Ach, was soll ich Sünder sc. Schwachen Gottes Gnade währet immer, 105. Selig, wer mit ſtillem Herzen ihm, dem Vater, der uns liebt, ganz sein Schicksal übergiebt, und auch in den tiefsten Schmerzen seinem Kummer muthig wehrt, und auch da den Herrn verehrt. 2. Mensch, kein Schicksal deines Lebens, sorgst du auch von Jugend auf, nimmt drum einen andern Lauf. Sorge quält, und quält vergebens; deine Vorschung. Ihre dunkeln Wege. 62 deine Kräfte zehrt sie ab, stürzt dich vor der Zeit in's Grab. 3. Eh' du noch die Welt betratest, wog er, der dir Leben gab, dir schon längst dein Schicksal ab. Eh' du noch um Segen batest, eh' noch deine Thräne rann, sah er dich schon gnädig an. 4. Dankbar nimm des Lebens Frenden aus des Höch-, sten milder Hand; und ist Krenz dir zuerfannt: o, so fasse Muth, zu leiden! Gut ist Alles, was Gott will; dulde willig, und sey still! 5. Will dein Anschlag nicht gedeihen, und mißlingt die dein Bemüh'n, denke: Was erst Glück uns schien, muß man oft hernach bereuen. Wohlthat ist für dich gewiß, was dir Gott mißlingen ließ. 6. Wenn er nicht so reichen Segen, als dem Nächsten, dir verlich, müsse doch sein Wohlstand nie Neid in deiner Brust erregen! Lerne fremden Glücks dich freu'n! fremdes Glück wird dadurch dein! 7. Wenn dir Frevler Angst erwecken, wenn ihr Haß dich drückt und kränkt, hält sie Gottes Macht umschränkt. Droht der Tod mit seinen Schrecken: der vom Tode retten kann, nimmt sich deiner mächtig an. 8. Rüstete sogar zum Streite sich die Hölle wider dich: sie ist dir nicht fürchterlich. Fielen auch zu deiner Seite Tausend dort, Zehntauſend hier: zage nicht; Gott ist bei dir. 9. Christ, sei unbesorgt und heiter. Im Vertrau'n auf Gottes Wort setze deine Wallfahrt fort! Der bisher half, hilft auch weiter; er hält fest, was er verspricht; Gott, dein Gott verläßt dich nicht! Mel. Wer nur den lieben Gott z. Dein 106. Fürwahr, du biſt, o Gott, verborgen! Rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle uns're Sorgen; du sorgtest, eh' die Welt noch war, für unser Wohl schon väterlich. Dieß sey genug zum Trost für mich. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen vor unsern Augen oft versteckt; doch wenn wir erst den Ausgang wissen, wird auch die Ursach' uns entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunkeln Weg gewählt. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen von deiner Weisheit, Macht und Güt'; du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht einen sieht. Aus Finsterniß bringst du das Licht; du sprichst, o Gott, und es geschicht. 4. So Vorschung. Ihre dunkeln Wege. 4. So weicht denn, ängst liche Gedanken! Gott kann Gott kann weit Mehr, als ihr versteh't. Bleib, Seele, in der Demuth Schranken; die Demuth wird von Gott erhöh't. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, und deiner Führung sich ergiebt. 5. Drum will ich dir mich überlassen, mit Allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht fann fassen, auf dich, den Gott der Liebe, bin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, daß stets dein Rath voll Güte war. 6. Gieb, daß dieß mein Vertrauen mehre in Glück und Unglück, Freud' und Leid. Schick' Alles, Herr, zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit. So preis' ich einst vollkommen dich; so freu' ich dein auf ewig mich. 63 erforschlich seyn. Einst wird der Nebel fallen; dann betest du sie an. Froh wird dein Lied erschallen: Wie wohl hat Gott gethan! 3. Erfenne voll Vertrauen den Weisen, der regiert, und die, so auf ihn schauen, doch immer selig führt. Ist gleich sein Rath verborgen, führt gleich sein Weg durch Nacht: so darfst du doch nicht sorgen, weil stets sein Auge wacht. 4. Sein Nath ist immer Gnade, voll Weisheit bleibt sein Plan. Er führt auf dunklem Pfade dich immer himmelan. Voll Huld schaut er hernieder auf unser Erdenland, und hält der Kette Glicder mit unsichtbarer Hand. 5. Nur Er durchschau't das Ganze, nur Er umfaßt die Welt. Im reinsten Sonnenglanze ist Alles aufgehellt. Mel. Keinen hat Gott verlassen 2c. Vor dir verhüllen Nächte den wunderbaren Rath, nach welchem seine Rechte dich oft ge= führet hat. 6. Drum ehre stets hienicden die Vorsicht, die dich schüßt. Sie wirft zu deinem Frieden, und giebt dir, was dir nüßt. Ergieb dich ihr gelassen, ihr, die die Welt regiert. Bist du von ihr verlassen, wenn ihre Handdich führt? 7. Sie ist an deiner Seite; 107. Entehre nichtdurch Klagen die Vorsicht, die dich deckt, wenn dich an manchen Tagen ein trüber Morgen weckt. Dieß ist das Loos der Erden; nur dort ist heit'rer Tag; dort folgen nach Beschwerden dir Ruh' und Wonne nach. 2. Hier hüllen Finsternisse den Plan der Vorsicht ein. Es müssen ihre Schlüsse hier un 64 te; du wirst von ihr gedeckt, wenn morgen oder heute ein Unfall dich erschreckt. Geführt von ihren Händen verlierst du nie den Pfad, den Gott, ihn zu vollenden, dir vorgezeichnet hat. 8. Auch in den bängsten Leiden wird Gott dir nahe seyn, und seinen Geist der Frenden dir, wenn du zagst, verleih'n. Wird einst dein Lauf sich schließen, der wunderbar begann, so wirst du sagen müsfen: Wie wohl hat Gott gethan! Vorschung. Ihre dunkeln Wege. Mel. O Gott, du frommer 2c. 108. Nichts ist von ungefähr! Ein großer Gott regieret; ein Gott, der seine Welt mit reichem Segen zieret. Auch, was uns Zufall heißt, ist, eh' es noch geschieh't, in seinem Plan bestimmt und Einer Kette Glied. 2. Er sah vor aller Zeit, was künftig werden sollte, und Nichts ist, Nichts wird seyn, als was sein Rathschluß wollte; und Alles, was er will, ist weise, recht und gut. wohl mir, daß mein Glück in seinen Händen ruh't! O 3. Wie dürft' ich mißvergnügt in meinem Stande leben? Kann jemals böse seyn, was mir mein Gott gegeben? Der Thor nur flagt und murrt, und lästert Gottes Rath; er hat nicht, was er will, und will nicht, was er hat. 4. Wer wahre Weisheit liebt, der liebt auch den Gedanfen: Mein Heil, mein Fels ist Gott, und wenn auch Welten wanken. Ich sollte, was ich bin, nicht etwas And'res seyn, und mein besondres Loos stimmt mit dem Ganzen ein. 5. Mein Unmuth ändert nie die Ordnung aller Dinge. Ich quäle nur mich selbst, wenn ich die Hände ringe. Doch folg' ich meinem Gott, so lindert sich mein Schmerz; denn was mich elend macht, ist immer nur mein Herz. 6. Wie thöricht würd' ich seyn, wenn ich begehren wollte, daß alles Ungemach nur mich verschonen sollte! Mein Bater liebt auch mich, und mischt mit Freundlichkeit in seinen Segenskelch des Leidens Bitterkeit. 7. Im Leiden lern' ich mich und meinen Gott erkennen, und mich mit edlem Sinu von falschen Frenden trennen. Wie kann mir schrecklich seyn, was mich vollkommner macht? Ein frommer Sinn ist mehr, als eines Königs Pracht. 8. Die Borsehung. Ihre dunkeln Wege. 8. Die Tugend wird bald schwach im Schooße nied'rer Freuden, und stark erscheinet fie, umringt von herben Leiden. Sie strahlt am göttlichsten aus tiefer Dunkelheit; da leuchtet sie der Welt, und überlebt die Zeit. 9. Hinweg mit blöder Furcht! Der Herr will mich regieren, und auch auf rauher Bahn zu meinem Ziele führen. Hier bin ich, Herr, mein Gott; o, stehe du mir bei, daß selbst in Noth und Tod mein Herz dir folgsam sey! Mel. In dich hab' ich gehoffet zc. 109. DeinGott, o Christ, der stets dich liebt, sucht, wenn er dich durch Leiden übt, die Wohlfahrt deiner Seele, will, daß dir nicht zu deiner Pflicht Entschluß und Eifer fehle. 2. Das Leiden beugt den Uebermuth, erstickt der Wollust wilde Gluth, bricht die Gewalt der Sinne, erweicht dein Herz, daß fremder Schmerz dein Mitleid bald gewinne. 65 Glauben. Weit minder kann Verführung dann dir deine Krone rauben. 5. Verschmerzt ist bald das Erdenleid. Denn bald ent= fleucht die schnelle Zeit; doch ewig, ewig währet dort ein Genuß ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geist begehret. 3. Es übt in Demuth und Geduld, erhöh't den Werth von Gottes Huld, stärkt mächtig dein Vertrauen, lehrt im Vers lust dich nur mit Lust auf's Unsichtbare schauen. 4. Es reizet und entflammt dich stets zu größ'rer Inbrunst des Gebets, und läutert deinen 6. Auch bleibt ja stets dein Gott getreu; er stehet dir als Vater bei, sorgt, daß er dich erquicke, und daß der Schmerz dein banges Herz doch nie ganz niederdrücke. 7. Verbirgt er auch sein Angesicht; doch raube dieß den Muth dir nicht: er fann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur liebt, sich ihm ergiebt, den wird er nicht verlaffen. 8. Durch Trübsal sind zu aller Zeit die Heiligen zur Herrlichkeit, gleich Jesu, eingegangen. Willst denn nur du in träger Ruh' des Lebens Kron' erlangen? 9. Sey fromm und demuthsvoll, wie sie! Gleich ihnen bet', und zage nie; denn Gott erhört dein Flehen. Zu seiner Zeit entweicht dein Leid. Auch dich wird er erhöhen. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 110. Oft hält dein Antlig sich verborgen, als sähest du mein Elend nicht. Oft fang' ich ängstlich an zu sor5 gen, 66 gen, weil Trost und Freude mir gebricht. Mein thränenvolles Auge sieh't nach Hülf empor, und sie verzieh't. 2. Und doch will ich von dir nicht lassen. Dir, Vater, eil' ich flehend nach. Nur fester noch will ich dich fassen, dich, der noch nie sein Wort uns brach. Verbirgt sich auch dein Antlig mir; doch blick ich hoffend auf zu dir. 3. Ein Vater sorgt für seine Kinder; und wer ist Vater so, wie du? Dein Regen träufelt selbst dem Sünder, und deine Sonne strahlt ihm zu. O wohl mir, Gott, ich bin dein Kind, und du bist väterlich gefinnt! 4. Ihr Zweifel, flich't, die ihr vermessen im bangen Herzen euch empört! Mein Gott hat meiner nicht vergessen, obgleich er mich nicht schnell erhört. Er fennet mich und meinen Schmerz. So sey denn ruhig, o mein Herz! 5. Von jeher stellte deinem Blicke die ganze Zukunft, Herr, Erlösung. Me 1. Ermuntre dich, mein ze. 111. Also hat Gott die Welt geliebt, und sie so hoch geehret, daß er felbst seinen Sohn ihr giebt! Das preise, wer es höret! Ihn, der so sich dar. Du warst bekannt mit meinem Glücke und meinem Leid, noch eh' ich war; denn du, du bist es, dessen Rath mein Schicksal selbst geordnet hat. 6. Und du, Herr, solltest, was mir fehlet, nicht deutlicher noch seh'n, als ich? Du, der des Hauptes Haare zählet, du wärest unbesorgt um mich? Nein! aller deiner Kinder Schmerz bewegt dein väterliches Herz. 7. Wenn dir mein Elend Freude machte, du hättest Jesum nicht gesandt. Er war es ja, der Segen brachte, und unser Herz mit dir verband. Er ruft mir zu: Verzage nicht, ob auch dir jede Stüße bricht! 8. Ja, hülle dich in finst're Wetter! du bist uns doch mit Gnade nah'. Uns helfen wirst du, starker Retter! nur deine Stund' ist noch nicht da. Sie fommt gewiß! Dein Licht geh't auf und fröhlich end' ich meinen Lauf. viel an uns gethan, ihn bete dankvoll Jeder an, der dieß von Gott erkennet, und seinen Gott ihn nennet. 2. Wer hat wohl einen Batersinn, und giebt sogar für Sünder sein Kind zu ihrer Ret= 67 nem Sohn ergeben, will ich dir einzig leben. Erlösung, überhaupt. Rettung hin, das liebste seiner Kinder! Und so, so liebt uns Gott der Herr! Wer ist an Huld so reich, als er? Er schenket uns Verlor'nen selbst seinen Eingebor'nen. 3. Er schenkt ihn, daß die Sünderwelt befreit, und diese Erde dem, der forthin zu Gott sich hält, des Himmels Vorhof werde; daß Jeder, der an Christum glaubt, und Sünden sich nicht mehr erlaubt, in Gottes Gnade stehe, und nicht verloren gehe. 4. O, welch ein Heil, befreit von Schuld, gereinigt im Gewissen, voll Trost an Gottes Vaterhuld, im Herzen Ruh? genießen; den Himmel vor sich offen seh'n, und einst zu seinen Freuden geh'n! Dieß Heil uns zuzuwenden, ließ Gottes Sohn sich senden. 5. Wer kann dieß wissen, 112. Gott, und doch dir fühllos widerstreben? So hoch geliebt seyn, und dennoch sich weigern, dir zu leben? O, sollt' ich, da dein Sohn selbst stirbt, und mir ein ewig Heil erwirbt, nicht deine Lieb' empfinden? Wie häuft' ich meine Sünden! 6. D, welch ein Gräu'l! Wie werth wär' ich, mit jeder Plag' auf Erden, und mit noch größ'rer ewiglich von dir bestraft zu werden! Nein, ewig ferne sey von mir ein solcher Undank! Vater! dir und dei7. O, schenke du mir selbst die Kraft, daß ich, im wahren Glauben, gleich ihm auch wandle tugendhaft, mir nicht mein Heil zu rauben! Wie könntest du, da du mir schon den Sohn geschenkt haft, deinen Sohn, nicht gnädig mein gedenken, und mit ihm Alles schenken! 8. Ich hoff' es, Gott, voll Zuversicht; ich will das Böse hassen, vertrau'n auf deinen Sohn, und nicht von ihm mich Durch ihn, trennen lassen. o Vater, bin ich dein, und ewig, ewig will ich's seyn; will deinen Willen üben, dich über Alles lieben. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 112. Auf, Christen, laßt uns unsern Gott mit.frohem Dank erheben! Er hat nicht Lust an unserm Tod, will, daß wir ewig leben. Was uns zum Heile nöthig ist, das hat er uns durch Jesum Christ erbarmungsvoll bereitet. 2. Nach seinem gnadenvollen Rath kam er, sein Sohn, auf Erden, von uns'rer Schuld und Missethat ein Retter uns zu werden. Er ward's, und hat sein Werk vollbracht, und sich nach kurzer Grabesnacht zum Himmel aufgeschwungen. 3. Wo Erlösung. 68 3. Wo ist des Todes Herrschaft nun? Hier ist sein Ueberwinder. Des Todes Macht hinweg zu thun, starb er, das Heil der Sünder. Eröffnet ist uns nun die Bahn, die von der Erd' uns himmelan zur ew'gen Wonne leitet. 4. Was er zum Leben uns verschafft, das ist in seinen Händen. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl Allen, die ihm trauen! 5. O, lasset ihm uns an. vertrau'n, und seine Stimme hören; auf seine Mittlerhülfe bau'n; ihn mit Gehorsam eh ren! Das ist der Weg zum ew'gen Wohl, der Weg, auf dem man friedevoll auch schon auf Erden wandelt. 6. Herr, leite selbst uns diesen Pfad, zeuch uns zu deinem Sohne, daß Glaub' an ihn, auch mit der That, in unsern Herzen wohne. So haben wir an seinem Heil, zu uns'rer Freude, ewig Theil; so preisen wir dich ewig! 2. Hoch über die Vernunft erhöh't, aus heil'gen Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestät, und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen, und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Jesu Tod ergründen; allein das Göttliche der That, das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ, für mich an's Kreuz geschlagen, mein Herr und mein Erlöser ist, so werd' ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn, werd' ich stets irren müssen, und wer Gott ist, und was ich bin, und werden soll, nicht wissen. 113. Gedanke, der uns Leben giebt, du bist nicht aus zudenken: Also hat Gott die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenken. 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein Spötter rauben; ich fühle seine Göttlichkeit und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum, durch ihn des Himmels Erbe, dieß bin ich, und Mel. Ich dank' dir schon durch ze. das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Er sendet mir den Geist der Kraft, im Glauben mich zu stärken, und macht durch ihn mich tugendhaft, und reich an guten Werfen. 10. So Person des Erlösers. 10. So lang'ich seinen Willen gern, mit reinem Herzen thue, so fühl ich Freudigkeit im Herrn und des Gewissens Rube. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, und ich zum Kreuze trete: so weiß ich, daß er mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, der mich einst aus der Erde erweckt, und zu dem Reich erhebt, da ich ihn schauen werde. 13. Kann meine Lieb' im Glauben hier für ihn jemals erfalten? Das ist die Lieb', 69 o Gott, zu dir: dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll' mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 15. Soll ich dereinst noch würdig seyn, für deinen Ruhmzu leiden: so laß mich keine Schmach und Bein von deiner Liebe scheiden. 16. Hat Gott uns seinen - laß mich Sohn geschenkt, noch sterbend denken!- wie sollt uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht Alles. schenken! Mel. Aus meines Herzens ze. schuld, zu Gott uns zu erheben, littst du, Herr, mit Ge114. Dir, Jesu, tönt duld. Du starbſt; doch hielt vom Staube mein Lied hinanf zum Thron. In dir erblickt mein Glaube des ew'genVaters Sohn. Glanz seiner Herrlichkeit! um unser Heil zu gründen, zu retten uns von Sünden, erschienst du in der Zeit. 2. Du famst, und Nächte schwanden; es tagte reines Licht. Die Sterblichen erkannten nun ihre Würd' und Pflicht; erkannten, hoch erfreu't, den Vater auf dem Throne; in dir, dem ew'gen Sohne, der Tugend Herrlichkeit. 3. Uns Ruh' und Trost zu geben, und, frei von Sündendich nicht der Tod in seinen Banden; du, siegreich auferstanden, erscheinst zum Weltgericht. 4. Wer gleicht dir? Wo ist Einer im weiten Schöpfungsreich so groß, so herrlich? Keiner fühlt, Heiland, dir sich gleich. Die Engel nah'n sich dir, von Ehrfurcht tief durchdrungen, zu sel'gen Huldigungen; bewundern dich, wie wir. 5. Dein ist das Reich der Wahrheit, wo sich, von Mängeln rein, in immer höh'rer Klarheit die Deinen ewig freu'n. Wie selig macht dein Licht! Dich Erlösung. Dich lieben, dich verehren, treu üben deine Lehren, sey stets mir heil'ge Pflicht! 115. Wie schön leuchtet der Morgenstern! O, welch ein Glanz geh't auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht, du bringst in finst're Seelen Licht, die nach der Wahrheit schmachten. Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben. Wer fann dich genug erheben? 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, des Himmels großer König, von ganzem Herzen preis ich dich. Hab' ich dein Heil, so rühret mich das Glück der Erde wenig. Zu dir komm' ich; wahrlich, Keiner tröstet deiner sich vergebens, wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 3. Durch dich nur fann ich selig seyn. O, drücke tief in's Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, damit ich ganz dein eigen sey, aus Weltfinn deinen Dienst nicht scheu', und dein Gebot gern übe! Nach dir, nach dir, den ich fasse, und nicht lasse, ewig wähle, dürftet meine ganze Secle. 4. Von Gott strahlt mix ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein Angesicht ich einst noch soll erblicken. Du fannst indeß durch deine Kraft, die Nuh' in müden Seelen schafft, mich stärken, mich erquicken. Tröste du mich, Seligmacher, daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfrenden inne werde. 5. Und wie, Gott Vater, preis ich dich? Von Ewigkeit her hast du mich durch deinen Sohn geliebet; dein Sohn hat mich mit dir vereint; er ist mein Bruder und mein Freund; was ist, das mich betrübet? Seele, wähle ihn, den Besten, ihn, den Größten, dir zum Freunde; und dann fürchte keine Feinde! 6. Jhm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm müsse froher Lobgesang mit jedem Tag erschallen, dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Tönet, tönet, Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde voll von seinem Lobe werde! 7. Wie freu' ich mich, o Jesu Christ, daß du der Erst' und Letzte bist, der Anfang und das Ende! Wenn nun ich sterbe, geh't mein Geist, der auch im Tode dich noch preist, getrost in deine Hände. Ewig werd' ich, Herr, dort oben Person des Erlösers. 71 oben hoch dich loben, dem zu finden; ich sehnte mich, ich traue, wenn ich nun dein Antlig schaue. von ihm durch Schuld geschieden, umsonst nach Frieden. 7. Dieß große Elend hast du weggenommen; bist mir der Weg, in Gottes Reich zu kommen; dein Opfer schafft mir der Vergebung Freuden, und Trost im Leiden. 8. Die beßre Zukunft war vor mir verhüllet; fein Strahl der Hoffnung, welche Seelen füllet, die sich unsterblich fühlen, schien dem Herzen in ſeinen Schmerzen. Mel. Herzliebster Jesu, was ve. 116. Nie kann mein Herz dich, Jesu, g'nug erheben. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben; durch dich kann ich, der Sündenlast entnommen, zum Vater kommen. 2. Du, Gottes Sohn, du kamst zu uns auf Erden, und gabst dich hin in Marter und Beschwerden, um Trost und Heil auf Zeit und Ewigkeiten mir zu bereiten. 9. Du aber, großer Mittler, bist mein Leben; willst nach der Zeit zum Himmel mich erheben; mir ew'ges Heil für meinen Geist ge= währen, den Leib verklären. 10. Mit tiefgerührtem, dankbarem Gemüthe verehr* ich, Jesu, deine große Güte. In Himmelswonne preis ich deinen Namen einst besser. Amen. 3. Nun liegt sie vor mir, deine Segensfülle, daß ich daraus den Durst der Seele stille, den Durst nach Gütern, die mein Herz erquicken, mich ganz beglücken. 4. Mir fehlte Licht, Gott richtig zu erkennen, froh zu verehren, Vater ihn zu nennen; du aber bist zum Lichte Mel. Schatz über alle Schäße zc. mir erschienen, Gott recht zu 117. Aus irdischem Getümmel, wo Glück und Luft vergeb't, wer zeigt den Weg zum Himmel, dahin die Hoffnung steh't? Wer leitet unser Streben, wenn es das Ziel vergißt; wer führt durch's trübe Leben? Der Weg ist Jesus Christ. 2. Wenn Irrthum uns befangen dienen. 5. Vor deinem Glanz entflieh'n die Todesschatten, die mich Verblendeten umgeben hatten; ich sehe nun, erhellt durch deine Wahrheit, des Höchsten Klarheit. 6. Verschlossen hatt' ich mir durch meine Sünden den Weg zu Gott, um Trost an ihm Erlösung. fangen, fein Strahl die Nacht durchbricht, wie mögen wir gelangen zu der Erkenntniß Licht? Getrost! es strömt die Klarheit von Gottes ew'gent Thron; denn Christus ist die Wahrheit, der eingebor'ne Sohn. 3. Wer schenkt in Noth An den Festen Mariä Verkündigung und Heimsuchung. Gefahr: so erscheine stets auch 118. Gott sey Dank in mir Hülf und Rettung, Herr, von dir. aller Welt, der sein Wort beständig hält, und der Sünder Trost und Rath in die Welt gesendet hat! 2. Was der alten Bäter Schar sehnsuchtsvollstes Wünschen war, was ihr Glaub im Geiste sah, ist erfüllet, ist nun da. 3. Hier ist mehr als Davids Sohn, mehr als eines Reiches Thron. Gottes Sohn, v Sünderwelt, hat in die sich eingestellt. und Leiden, wenn bang das Herz verzagt, die Hoffnung ew'ger Freuden, daß einst der Morgen tagt? Wer stillt der Seele Beben, gewährt im Tode Ruh'? Mein Jesus ist das Leben, und führt dem Leben zu. 4. Sey willkommen! auch. zen wir. Hilf uns und bereit' uns dir! Richte selbst dir eine Bahn auch in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach' es, wie du gern es thust, rein von schnöder Sündenluft. 6. Und wie deine Zukunft war Hülf' und Rettung aus Sinn, wenn ich schwach und 7. Tröste, tröste meinen zaghaft bin; wenn mir Niemand helfen kann, hilf und nimm dich meiner an. bei, daß ich, aller Sünde frei, 8. Stel' mir in Versuchung dir hier auf der Glaubensbahn selig bleibe zugethan. bensfürst, prächtig wieder= 9. Daß, wenn du, o Lekommen wirst, ich dir mög' entgegengeh'n, und und gerecht vor dir besteh'n. Met. Nun danket Alle Gott zc. 119. Lobfingt, lobfingt dem Herrn, frohlocket Gott voll Freuden! Denn er ist unser Heil in allen unsern Leiden. Er, unser Vater, nimmt sich unser hülfreich an; gar große Dinge hat der Herr an uns gethan, 2. Wie Ankündigung des Erlösers. 4. Er stößt Gewaltige her ab von ihrer Höhe, daß, wer erst niedrig war, an ihrer Stätte stehe; giebt Hungrigen Genug, und läßt die Reichen leer. Wer herrschet so gerecht, wer gütiger, als er? 2. Wie mächtig ist der Herr! wie heilig, hoch zu ehren von Allen, die durch ihn erlöst zu seyn begehren! Denn er ist gnädig, ist's durch Zeit und Ewigkeit, dem, welcher ihm vertrau't, und seiner Huld sich freu't. 3. Er steh't den Frommen bei; er segnet seine Freunde. Die Stärke Arms erMet. Herzlich lieb hab' ich dich zc. fahren ſeine Feinde. Er fich't 120. Von ganzem Herden Uebermuth der Stolzen, und sein Blick zerstreu't sie, und entreißt Hoffärtigen ihr Glück. zen lieb' ich dich, mein Heiland; denn du liebtest mich, eh' ich dich konnte lieben. Schon hast du meiner, Herr, gedacht, eh' deines Mitleids große Macht dich in die Welt Und sah'st du getrieben. gleich, ich würde dein unwürdig und ein Sünder seyn, durch meiner Väter Fall entweih't, beraubt der ersten Heiligkeit; doch sollt' ich dein, ich, Jesus Christus, sollte dein, ich Sünder sollte selig seyn! 5. Daß er barmherzig sey, daß er erlösen wolle, daß selbst der Sünder nicht ver= loren gehen solle, das ist sein Bund, mit uns von Ewigfeit gemacht; und o, wie hat der Herr an seinen Bund ge= dacht! 73 6. Er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen werde gesegnet einst dein Volk, und jedes Volk der Erde! Frohlockt, und seh't, wie Gott, was er verheißt, auch hält! Gesegnet ist sein Volk, gesegnet ist die Welt! 7. Denn Jesus Christus fam, sein Sohn und Abrams Same, und rettete die Welt. Gelobt sey Gottes Name! Anbetung bringet ihm, bringt Tank und Preis ihm her! Denn Niemand ist so tren, und so voll Huld, als er. 2. Ach, möcht' ich, o mein Schild und Heil, dir, hier mein Trost, und dort mein Theil, nur würdig danken können! Laß gegen dich, wie du's verdienst, mich, weil du mir zum Heil erschienst, in heißer Lieb' entbrennen. Erhaben über allen Dank, weit über meinen Lobgesang, bedarfst du, meine Zuversicht, mein Lob zu deiner Größe nicht. Doch flamme Dank! Dir, Erlösung. 74 Dir, Jesus Christus, flamme Dank! Hoch flamm' empor mein Lobgesang! 3. Des Todes Band' umfingen mich; du sahst's, und du erbarmtest dich, als ich vergehen wollte. Du, du beschloffest, ob ich zwar des Fluchs, des Todes würdig war, daß ich nicht sterben sollte. Dich fannt' ich nicht, und rief dir nicht; doch wandtest du dein Angesicht voll Mitleids nach dem Staub, zu mir, sung, schwurst bei dir: Ich will den Tod, ich will der Abgefall'nen Tod erdulden, der den Sündern droht! Mel. Lobt Gett, ihr Christen sc. und fchwurst Erlö. 121. Was ist der Mensch, 4. Du kamst; doch da zerflossen nicht die Wolken unter dir im Licht, dem Kommenden zu Ehren. Die Berge wurden nicht erregt, in ihren Gründen nicht bewegt; du kamst nicht, zu zerstören. Dich fündigte kein Sturmwind an; kein fressend Feuer ging voran; kein Donner donnert, und kein Blizz schoß durch die Himmel, deinen Siz; du kamst zur Welt, zur Rettung der gefall'nen Welt, still, wie der Thau der Nächte fällt. dich, von meines Todes Banden mich mitleidig zu entketten. Du reichtest mir der Hülfe Hand vom Kreuz herab, und ich empfand mein Elend und mein Heil zugleich, vom Fluch erlöset in dein Reich. Du starbst den Tod; du starbst der Abgefall'nen Tod. Besiegt, besiegt ist nun der Tod! 5. Ein Mensch, nicht mächtig und nicht reich, ach, arm und niedrig, Knechten gleich, erschienst du, mich zu retten; mich, ewig, ewig preif' ich der Staub vor dir, daß du, Gott, sein gedenkst, und schon in diesem Leben hier ihm so viel Gutes schenfst? 2. Du sieh'st auf uns're Nicdrigkeit mit gnadenvollem Blick, und führst uns, unter Freud' und Leid, zu unserm wahren Glück. 3. Wer dir vertrau't und dein Gebot befolgt, der hat an dir auch Trost; denn deine Gür, o Gott, währt immer für und für. 4. Wer aber stolz auf eig'ne Macht in seinem Herzen spricht: Wer ist der Herr? und dich veracht't, den achtest du auch nicht. 5. Du stürzest ihn von ſeiner Höh' herab, eh' er's gedacht, daß er sein Nichts erkenn', und seh' die Größe deiner Macht. 6. In seiner niedern Hütte lebt, Ankunft des Erlösers. lebt, von Menschen oft verkannt, der Fromme; aber ihn erhebt, o Bater, deine Hand. 7. Der Dürft'ge wird durch dich erfren't; das beßre Glück der Welt wird ihm zu Theil Zufriedenheit, die oft dem Reichen fehlt. 8. Gieb, Vater, daß ich weis und gut, und dir ergeben sey, im Glück von Stolz und Uebermuth, im Leid von Unmuth frei. 9. Schenk' mir in meiner 75 Pilgrimszeit, wär's auch nur Einen Freund, der sich bei meinem Glücke fren't, bei meinem Unglück weint. Mel. Vom Himmel hoch, da zc. 122. Wie freudenreich ist diese Zeit! Kommt, feiert fie voll Dankbarkeit! Gegründet ist hier Gottes Reich. Gott ist die Liebe! Frenet euch. 10. Um Morgen, wo die Freude facht, bist du mein Lobgedicht; doch auch in stiller Leidensnacht vergeß ich deiner nicht. Adventslieder. 2. Er, der uns ward zum Heil gesandt, ist uns ein göttlich Unterpfand, wie innig Gottes Batertren, wie werth ihm uns're Wohlfahrt sey. 11. Du hast so viel an mir gethan, der du so mächtig bist! Bet' ihn, mein Geist, voll Ehrfurcht an, deß Name heilig ist! 3. Durch ihn hat er die sich're Bahn zur Seligkeit uns fund gethan; durch ihn hat er uns Muth und Kraft, auf dieser Bahn zu geh'n, verschafft. oft daran, und betet Gott in Demuth an. 5. Aus Gegenlieb' und Dankbarkeit sey unser Herz ihm ganz geweih't, ihm, der so väterlich uns liebt, daß er uns ew'gen Segen giebt. 6. Dem, den er uns zum Helfer gab, dem folget redlich bis an's Grab! Seyd treu, und wendet dankbar an, was er zu unserm Heil gethan. 7. Wer ihn von ganzem Herzen liebt, sich gläubig im Gehorsam übt, der hat einst Theil am Himmelreich. Gott ist die Liebe; freuet euch! 4. Vergeßt, vergeßt zu feiner die GüMel. Vom Himmel hoch, da ze. tigkeit! Mit Frenden denfet 123. Auf, auf! macht Ther 76 Erlösung. Thor und Herzen weit! Hier Mel. Gott sey Dank in aller ze. kommt der Herr der Herrlichfeit; der Ehrenkönig ziehet 124. Komm' nun, o du ein; drum laßt uns alle fröhlich seyn! starker Held, Netter der verlor'nen Welt! Sich', dein Erbe wartet dein; komm', du Lebensfürst, herein! 2. Willkommen auf der Pilgerschaft, o Jesu, meine Ruh' und Kraft! fein Engel kommt auf seiner Bahn bei uns so hehr und herrlich an. 3. Zwar ziehst du still und dürftig ein; doch kommst du, Menschen zu erfreu'n, ein Mitt= ler zwischen uns und Gott, 125. Gottes Sohn ist und wirst gehorsam bis zum Tod. fommen! Rühmt es laut, ihr Frommen! Er erschien auf Erden, Retter uns zu werden, und ein Reich zu gründen, unentweih't von Sünden. 4. Du zeigst in deiner Knechtsgestalt dein göttlich Wesen und Gewalt. Dir, Herr, gehört die weite Welt; du lenkst das Herz, wie dir's gefällt. 5. Wohlan, wir eilen auch zu dir, dich zu verehren nach Gebühr. O Liebe Jeſu, nimm mich ein; mein Herz laß dei nen Tempel seyn! 6. Weg, Sünd' und Tod und alles Leid! durch Buße wird die Bahn bereit't. An dir, Herr Jesu, hab' ich Theil; du bringst das längst erwünschte Heil. 2. Um uns her ist finst're Nacht; du bringst uns des Himmels Pracht. Darum freuet sich die Welt. Auch mein Herz ist dir bestellt. 7. Gelobt sey, der gekommen ist, und der uns noch durch's Wort begrüßt! Gelobet sey, der kommen soll! Deß sind wir alle freudenvoll. 2. Sünder zu bekehren, läßt er uns noch lehren; er kommt noch zu Seelen, die die Wahrheit wählen, die das Gute lieben, und es willig üben. seiner zu gedenken, hohe Him3. Er will ihnen schenken, ben; will sie dadurch stärken melsgaben, die die Seele lazu der Tugend Werken. und, nach seinen Lehren, Gott 4. Die ihn gläubig ehren, sich ganz ergeben, immer heilig leben, werden einst mit Freuden von der Erde scheiden. 5. Gebet gleich behende hier ihr Lauf zu Ende; auch Todesschmerzen giebt er Trest dem Herzen, und für furze Ankunft des Erlösers. furze Leiden giebt er ew'ge Freuden. 6. Euch zum Heil, ihr Frommen, wird er wiederkommen; er wird neues Leben den Entschlaf'nen geben, und im Himmelslichte thronen zum Gerichte. 7. Da wird er belohnen, feines Sünders schonen. Wohl dann Gottes Freunden! Wehe Gottes Feinden, die den Herrn verhöhnten, und dem Laster fröhnten! 77 nem Munde spricht die Wahrheit; begierig öffn' ihm Herz und Ohr! Er wird dich von den Finsternissen des Irrthums zu befreien wissen; es strahlt aus ihm der Gottheit Licht. Er flärt dir auf des Vaters Willen; er giebt dir Kraft, ihn zu erfüllen. Ihn hören, sey dir Lust und Pflicht. 8. Laß, o Herr, uns ringen, Gutes zu vollbringen, immer wachen, streiten, daß wir froh einst scheiden, froh vom Erdenleben Rechenschaft dir geben. 3. Dein König kommt, doch ohne Prangen; sein Aufzug ist an Armuth reich. Auf! deinen Herrscher zu empfangen! er ward zu deinem Trost dir gleich. Zu Gottes Bild dich zu erheben, erniedrigt er sein göttlich Leben; er stirbt für dich auf Golgatha. Nun thu', wie treue Unterthanen; geselle dich zu seinen Fahnen, und bleib' ihm stets in Liebe nah'. Mel. Wie wohl ist mir, o 2c. 126. Dein Dein Mittler kommt, gebeugte Seele, die ein erwacht Gewissen schreckt, das Gottes heilige Befehle, der Sünde Folgen dir entdeckt. Er kommt, bringt deinem wunden Herzen Erquickung, Trost für bitt're Schmerzen; er bricht dir selbst die Freudenbahn. Durch ihn darfst du Vergebung hoffen; Gott ist versöhnt, der Himmet offen. O, bete deinen Mittler an! 2. Dein Lehrer kommt; mit hoher Klarheit trägt er dir mel. Vom Himmel hoch, da ic. ew'ges Leben vor; aus sei. 127. Lub jey dem allerob höch4. Dein Alles kommt, dich zu beglücken; er kommt, der dich mit Gott vereint. Drum laß die Welt dich nicht berücken; erkenn' im Mittler deinen Freund! Was könnte sonst dir Rettung geben? Bei ihm ist Segen, Fried' und Leben; bei ihm ist Alles, was Zerbrich die dir frommt. Fesseln, die dich schänden; empfang dein Heil aus Jeſu Händen! O armes Nichts, dein Alles kommt! 78 böchsten Gott! Grbarmend sah er uns're Noth, und sandte Jefum, seinen Sohn, zu uns von seines Himmels Thron. 2. Jbn sandt er, unser Trost zu seyn, vom Sündendienst uns zu befrei'n; mit Licht und Kraft uns beizusteh'n, und uns zum Himmel zu erhöh'n. 3. O, welch ein liebevoller Rath! o unaussprechlich große That! Gott thut ein Werf, dem keines gleicht, das feines Menschen Lob erreicht. Erlösung. 4. Sein Sohn, durch den er Alles schuf, nimmt willig auf sich den Beruf, uns vom Verderben zu befrei'n, und schämt sich nicht, uns gleich zu seyn. deinem Herzen Bahn, auf daß er komm' in dein Gemüth, und du genießest seiner Gür. 9. Bei dieser Treue hast du Theil an dem von ihm erworb'nen Heil. Wo nicht, ach, so verschließt du dir muthwillig selbst die Himmelsthür! 10. Sein erste Zukunft in der Zeit war voller Huld und Freundlichkeit; die and're wird zu großer Pein der Sünder majestätisch seyn. 7. Nimm, Seele, nun dein Bestes wahr; verschmähe den nicht undankbar, den Gott zum Helfer dir bestimmt, und der sich liebreich dein annimmt. 8. O, nimm ihn doch mit Freuden an; mach' ihm in 11. Zu Ehren aber nimmt er dann mit Freuden, die ihn lieben, an, und wird sie in des Vaters Reich verklärt erhöhen, Engeln gleich. 12. Gelobt sey Gott, der ihn gesandt! Sein Nuhin erfülle jedes Land! Gelobt sey von uns Jesus Christ, der uns zum Heil erschienen ist! 5. Er fommt zu uns in Knechtsgestalt, verläugnet Hoheit und Gewalt, und läßt selbst bis zum Tod und Grab zu uns'rer Rettung sich herab. Mel. Aus meines Herzens zc. 6. Was sind wir, daß uns 128. Erhebt den Herrn, Gott so liebt, und seinen ein' gen Sohn uns giebt? Was nüßen wir dem höchsten Gut, daß er so Großes an uns thut? ihr Frommen! Er hält, was er verspricht. Der Heiland ist gekommen, der Völker Trost und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, hat uns zum Heil und Leben selbst seinen Sohn gegeben; durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlöst! O, welche Gnade hat uns der Herr erzeigt! Der uns betroff'ne Schade, der uns so tief gebeugt, ist nun nicht unheilbar. Von Sün Ankunft des Erlösers. Sünden und Verderben uns Rettung zu erwerben, gab Gottes Sohn sich dar. 3. Er kam zu uns auf Erden in armer Knechtsgestalt. Voll Mühe, voll Beschwerden war hier sein Aufenthalt. Der ihm gegeb'nen Macht enthielt er sich mit Freuden, bis er durch Todesleiden sein großes Werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht. O, bringet Gott euern Lobgesang! Erlöste Menschen, singet dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden; heilt unsern Seelenschaden. D, nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, verwirf uns, Je= ſu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist uns're Zuversicht. Drum kommen wir zu dir. Hilf du die Macht der Sünden uns glücklich überwinden; denn dein, o Herr, sind wir. 6. Bei dir steh't unser Leben. Zu unserm ew'gen Heil hast du dich hingegeben: gieb uns am Himmel Theil. Laß uns dir folgsam seyn; was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann werden uns're Seelen sich deiner ewig freu'n. Mel. Schatz über alle Schäßze zc. 129. Wie soll ich dich 79 empfangen, Heil aller Sterblichen? Du Freude, du Verlangen der Trostbedürftigen? Gieb selbst mir zu erkennen, wie, deiner Güte voll, dich meine Seele nennen, dich würdig preisen soll. 2. Einst stren'te man dir Palmen. Jeßt soll die Dankbegier, mein Heil, in Freudenpsalmen ergießen sich vor dir. dir. Dich, dich will ich erheben, so gut ich Schwacher kann; mein Herz will ich dir geben. Ach, nimm es gnädig an! 3. Damit du mich befreitest, gabst du dich selbst für mich; mich zu erretten, freutest du, Seligmacher, dich. Du sab'st, es wäre Reiner vermögend g'nug dazu. Da jammerte dich meiner; da kamst und halfest du. 4. Du machst mich von den Banden des Todes frei und los, entreißest mich den Schanden der Sünde, machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren, und schenkeſt Güter mir, die unaufhörlich währen. Dank, ewig Dank sey dir! 5. O du, an den ich glaube, was war's, das dich bewog? Was war's, das dich zum Staube, zu mir hernieder zog? Dein göttliches Erbarmen! Ja, du, o Jeſu, baſt mit Erlösung. 80 mit mitleidsvollen Armen die ganze Welt umfaßt. 6. Das schreibt in eure Herzen, Betrübte, klagt nicht mehr. Zagt nicht in euren Schmerzen, als ob kein Helfer wär'. D, sebet auf! Ihr habet den besten Helfer nah'; der eure Seele labet, der treue Freund ist da! 7. Die ihr mit ernster Reue still eure Schuld beweint, wißt, daß er euch verzeihe, der große Menschenfreund! Er kommt und ruft den Sündern der Gnade Trostwort zu, macht sie zu Gottes Kindern, schafft ihren Seelen Ruh'. 8. Und er verlässet Keinen. Er weiß, was Jedem nügt. Hat er nicht stets die Seinen von Anbeginn geschüßt? Nicht sie in ihrem Leide zu trösten stets gewußt? Erfreu'n ist seine Freude, und Wohlthun seine Lust. 1 2. Die Welt, die ganz im Dunkeln lag, erleuchtet nun ein heller Tag; es seh'n die Völker, nah' und fern, die Gnad' und Herrlichkeit des Herrn. 3. Was Weise nie durch den Verstand erforschen konnten, ward bekannt. Daß Gott der Menschen Vater ist, ward offenbar durch Jesum Christ. 4. Gestürzt ist nun der Gößen Thron. Dir, Gott, und Jesu, deinem Sohn, ertönet Preis und Lobgesang vom Ausgang bis zum Niedergang, 5. Lobsingt! Gott hat sein Wort erfüllt; sein Sohn, der Gottheit Ebenbild, der größte Menschenfreund erschien, und selig werden wir durch ihn. ( 131.) 10. Er kommt zum Weltgerichte, und bringt, wenn er erscheint, Fluch jedem BöMel. Aus meines Herzens 2c. ſewichte, und Heil dem Tu- 132. Nun jauchzet All*, ihr 9. Was achtet ihr das Dränen der Feinde? Trau't auf ihn! Er kann sie schnell zerstreuen. Der Herr ge= beut; sie flieh'n. Er kommt, er fommt, ein König, dem auch ein zahllos Heer von Feinden viel zu Wenig zum Widerstande wär'! gendfreund. Wohl ewig allen denen, die seine Wege geh'n, und dort mit Freudenthränen zu seiner Rechten steh'n! mel. Vom Himmel hoch, da zc. 130. Lobsingt! Gott hat sein Wort erfüllt; sein Sohn, der Gottheit Ebenbild, der größte Menschenfreund erschien, und selig werden wir durch ihn. Ankunft des Erlösers. ihr Frommen, in dieser Gnadenzeit! Dent unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlich keit; zwar ohne Glanz und Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören der Sünde Reich und Macht. 81 6. Dereinst wirst du er scheinen in deiner Herrlich keit, verwandeln unser Weinen in Ruh' und ew'ge Freud'. Du bist's, der helfen kann; drum mache du mich fertig, mich deiner stets gewärtig auf meiner Lebensbahn. 2. Er kommt in uns're Hütten, will unser Helfer seyn, und stellt sich in die Mitten Mel. Lobt Gott, ihr Christen zc. für uns zum Opfer ein. Er 133. Also hat Gott die bringt kein zeitlich Gut; er will uns durch sein Sterben ein ewig Heil erwerben. Lobt ihn mit frohem Muth! 3. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt; er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden ganz vollbracht. 4. Bewohner dieser Erden, nehmt diesen König an, wenn ihr wollt selig werden, und geh't die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt, weil der, der ihn verachtet, nach seinem Heil nicht trachtet, die Seligfeit verliert. Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb uns seinen Sohn zum Heiland giebt; wie hat uns Gott so lieb! Tilbed this 2. Was sein erbarmungsvoller Rath von aller Ewigfeit zu unserm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit. 3. Er, unser Freund und bestes Gut, der Alle segnen kann, des Höchsten Sohn, nimmt Fleisch und Blut, doch ohne Sünde, an. 5. Drum wollest du uns leiten, o Mittler, Jesu Christ.. Wer deiner Seligkeiten theil haftig worden ist, ist immer voller Muth; fühlt reichen Trost im Herzen auch in der Zeit der Schmerzen; du bist sein höchstes Gut.( 1 4. Jch freue mich, mein Heil, in dir; du wirst ein Mensch, wie ich, daß ich mit Gott sey, Gott mit mir; wie sehr beglückst du mich! 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst auch mir, durch Rath und That, mein Helfer und mein Friedefürst auf dieses Lebens Pfad. 6. Was mir zum Seligseyn gebricht, schafft deine Lieb' auch mir: Versöhnung, Leben, Trost und Licht; wie Biel hab' ich an dir! 6 7. Dein 82 Erlösung. S 7. Dein Mangel wird mein reiches Theil; dein Leiden stillt mein Leid. Durch deine Demuth, Herr, mein Heil, gewinn' ich Seligkeit. 8. Gelobt sey Gott! gelobt sein Sohn, durch den er Gnad' erweist! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron; erheb' ihn auch, mein Geiſt! Mel. Von Gott will ich nicht zc. 134. Mit Ernst, ihr Menschenkinder, das Herz in euch bestellt! damit das Heil der Sünder, der große Wunderheld, den Gottes Gnad' allein der Welt zum Licht und Leben versprochen und gegeben, bei Allen fehre ein! 2. Kommt, reinigt eure Seelen; seyd heilig, seyd bereit, was ihm gefällt, zu wählen, zu flieh'n, was er verbeut! Gilt willig in sein Reich; verabschen't und verlasset, was euer König haffet; ihm trau't, ihm weibet euch! 135. 1 3. Ein Herz, das Demuth übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth liebet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das redlich ist, und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten; zu dem kommt Jesus Christ.deyer Mitleid und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Es ruft mein Herz nach dir; es senf zet dir entgegen. Komm, komm mit deinem Segen, und wohne stets in mir! dan, ind 4. Ach, mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit voll Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. or kommt, er 10 or METRO kommt, der starke Held, voll göttlich hoher Macht; sein Armi zerstreut, ſein Bliz erhellt des Todes Mitternacht. Wer ist der Held voll gött2. Wer fommt, wer kommt? Wer ist der Held voll göttlich hoher Macht? Der Heiland ist's! Lobsinge, Welt! Dir wird das Heil gebracht. 3. Dir, der du famest, fingen wir Anbetung, Preis und Dank! In Ewigkeit er.. schalle dir der deinen Lobgesang! Mel. Nun danket Alle Gott zc. 136. Sie kommt, fie eilt, die Zeit, da Gott, was er verheißen, zu unserm Heil erfüllt. Auf, dankbar ihn zu preißen! Der große Tag des Herrn, der Tag des Heils, ist nah'! Denn er, der ihm den Weg bereiten soll, ist da! 2. Laut schallt das frohe Wort: Der Herr kommt! Es verbreitet sich überall der Ruf: Erwachet, und bereitet dem, der Geburt des Erlösers. der da kommnt, den Weg! Macht ihm, dem Retter, Bahn! Macht Bahn, bereitet euch, ihn würdig zu empfah'n! 3. Er kommt, von Gott gesandt, der Völker Trost und Segen; und Guad' und Wahrheit glänzt auf allen seinen Wegen. Er fommt, um eine Welt vom Elend zu befrei'n, HH 83 und wer ihm huldigt, wird hier froh, dort selig seyn. 4. Heil uns! Mit uns ist Gott! D, laßt uns mit Verlangen, mit Dank und Preisgesang den Kommenden empfangen, gern bören auf sein Wort, treu thun, was er gebeut, um mit ihm einzugeh'n in's Reich der Herrlichkeit! Weihnachtslieder.fi Mel. Wir Christenleut 2c. 137. Auf, schicke dich, recht feierlich des Heilands Fest mit Danken zu begehen! Lieb' ist der Dank, der Lobgesang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also hat Gott die Welt in seinem Sohn geliebet!, wer bin ich, Herr, daß du mich so herrlich hoch in deinem Sohn geliebet! 3. Er, unser Freund, mit uns vereint, zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren; er wird uns gleich, um Gottes Reich und seine Lieb' im Fleisch zu offenbaren. D Brüdern dich, dich, Gottes Sohn, bekleiden, speisen, tränten; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreu'n, und dein dabei gedenken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und AlLes ist, im Himmel und auf Erden; die Christenheit preiſt dich erfreut, und Aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern; und wer ihn ſucht, den wird sein Name trösten. Gelobt sey Gott! Gelobt sey Gott! Freut euch des Herrn, und jauchzt ihm, ihr Erlösten! Met. Vom Himmel hoch, da zc. 4. An ihm nimm Theil; er ist das Heil; thu' täglich 138. Dieß ist der Tag, Buß', und glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr, Herr, spricht, und doch nicht sucht, sein Beispiel nachzuahmen. den Gott gemacht; sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! 5. Aus Dank will ich in 2. Die Völker haben, dein geharrt, bis daß die Zeit ers füllet 84 füllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. Erlösung. 3. Wenn ich dieß Wunder fassen will, so steh't mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an uns'rer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch, und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, fommt zu dir. Ich komm', im Buche steh't von mir; Gott, deinen Willen thu' ich gern." Gelobt sey, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sah'n, dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an. 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Maje= stät, du bist es, der das Herz erhöh't! Gedanke voller Seligkeit, du bist es, der das Herz erfren't! 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt. Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schüßt, der in des Vaters Schooße sigt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligen Geburt! Und Erde, die ihn heute sich't, fing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preiſe, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 139. Lobt Gott, ihr Christen, freuet euch! Von seiner Gnade Thron beruft er uns zu seinem Reich, und sendet seinen Sohn. 2. Der Sohn kommt nach des Vaters Rath, mit Heil uns zu erfreu'n, und auf des ew'gen Lebens Pfad der Welt ein Licht zu seyn. 3. Bei seinem Eintritt in die Welt umgiebt ihn keine Pracht, die glänzend in die Augen fällt und groß vor Menschen macht. 4. Er wählt die niedrigste Gestalt, wird armen Knechten gleich; verlangt nicht Hoheit und Gewalt, kein irdisch Königreich. 5. Er kommt, durch seiner Wahrheit Macht zu Gott uns hinzuzieh'n; vor seinem Lichte muß die Nacht der Todesschatten flieh'n. 6. Er Geburt des Erlösers. 6. Er lehret uns die Sünde scheu'n, er giebt auch Kraft dazu, und schafft uns, wenn wir sie bereu'n, Begnadigung und Ruh'. 7. Er bringt den Trost der bessern Welt vom Himmel uns herab. Nun schreckt, wenn uns're Hütte fällt, den frommen Geist kein Grab. 8. Er öffnet uns dereinst die Thür zu unsers Gottes Reich. O Christen, wie beglückt sind wir! Lobt Gott und freuet euch! 85 nen habt gethan, das, spricht er, habt ihr mir gethan; und er, er will's vergelten. Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. di in 140. Laßt uns mit ehrfurchtsvollem Dank den Gott der Lieb' erhöhen, mit feierlichem Lobgesang des Heiland's Fest begehen! Preis sey dem Vater, der ihn gab! Preis sey dem Sohn! Er kam herab, und ward das Heil der Menschen. 2. Ist der ein Christ, der dieses Heil nicht schäßt und lieb gewinnet? O, nehmt an Jesu Segen Theil, und seyd ihm gleich gesinnet! Wer nicht wie er, gesinnet ist, der ehrt ihn nicht, der ist kein Christ. Der Herr erkennt die Seinen. 4. Wer so den Sohn des Höchsten ehrt, den wird sein Name trösten. Von ihm beglückt, von ihm belehrt, lobsingt ihm, ihr Erlösten! Es freu't sich deine Christenheit, Herr, deiner Menschenfreundlichkeit. Dir, dir sey ewig Ehre! Mel. Vom Himmel hoch, da zc. 141. Vom Himmel fommt der starke Held, der Retter der gefall'nen Welt. Die Heerschar jauchzt, des Himmels Pracht umstrahlt die Hirten in der Nacht. 2. Und seh't, ein Bote Gottes schwebt zu ihnen, deren Herz erbebt, und spricht mit Huld im Angesicht: O fürchtet euch, ihr Lieben, nicht! 3. Wißt, große Freude bring' ich euch; der Sohn des Höchsten ward euch gleich; geboren ist in Davids Stadt er, der des Lebens Fülle hat. 3. Jn Dürft'gen laßt uns ihn erfreu'n, bekleiden, speisen, tränken! Ja, laßt uns frohe Geber seyn, und sein dabei gedenken! Was ihr den Sei4. Der dort in einer Krippe liegt, er ist's, der Sünd' und Tod besiegt; der alles Volk zur Seligkeit, zum Himmel Gottes Erde weih't. 5. Er spricht's, entschwebt, und ihn umringt ein strahlend Chor, das Gott lobsingt. Es jauchzt der Engel feiernd Heer 86 Erlösung.d Heer: Gott in der Höhe, Met. Gelobet feyst du, Jesu 20. Gott sey Ehr'! 6. Und Friede herrsch und 142. Gelobet feyſt du, Seligkeit auf seiner Erde weit und breit. Gott freue seiner Menschen sich, und segne sie nun ewiglich! hi 7. Anbetend stammeln ihren Dank die Hirten in den Preisgesang, erheben freudig sich, und geh'n nach Bethlehem, ihr Heil zu seh'n. 8. Auch ich will dieses Heils mich freu'n, und mit den Hirten achtsam seyn, zu seh'n, wie Gott so hoch uns liebt, daß er den ein'gen Sohn uns giebt. 9. O, sey willkommen, edler Gast, der du uns nicht verschmähet hast! Du kommst in's Elend her zu mir; wie soll ich's immer danken dir? 10. Du achtest nicht der Fürsten Pracht, nicht ihre Hoheit, Ehr' und Macht; willst lieber lassen dich verschmäh'n, als mich von Gott geschieden seh'n. 11. Ach, liebster Heiland, Jesu Christ, der du auch mir geboren bist, vergessen will ich nimmer dein; du sollst mir Freud' und Wonne seyn.- 12. Des Todes Schrecken sind entflöh'n; geschenkt ist uns der ein'ge Sohn. Ihm schallt der Engel Lobgesang; ihn preis auch du, mein from mer Dank! sis Gottes Sohn, der du auf der Allmacht Thron jetzt herrschest und einst warst, wie wir! Anbetung, Preis und Dank sey dir! Gelobt sey Gott! 2. Dich, unsern Heiland, unsern Herrn, sah'n die Bäter schon von fern; du aller Völker Trost und Licht, du warst auch ihre Zuversicht. Gelobt sey Gott! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an, über die, ſo nie ihn sah'n; aufdie, so Finsterniß umgab, glänzt Gottes Wahrheit nun herab. Gelobt sey Gott! 4. Durch den die Welt einst worden ist, der einst richtet, Jesus Christ, der Schöpfung Herr, fommt in sein Reich, erniedrigt sich und wird uns gleich. Gelobt sey Gott! nach d 5. Jauchzt, Himmel! Erde, freue dich! Gott versöhnt die Welt mit sich! Der Menschen fündiges Geschlecht entsündigt er, macht uns gerecht. Gelobt sey Gott! 6. Gelobet feyst du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist! Dir ist der Erdkreis unterthan; dich beten auch die Himmel an! Gelobt fey Gott! at pington Mel, Erlösers. 87 Wege deiner Wahrheit geh, und dein mich nimmer schäme; bis ich durch dich, wenn ich sterbe, zu dem Erbe deiner Frommen auch dereinst werd' aufgenommen! 5. Ich bringe dir ein dankbar Herz, bereit, in Freuden und im Schmerz, wie dir's gefällt, zu wandeln. verleihe du mir selbst die Kraft, nach deinem Wort gewissenhaft zu denken und zu handeln. Fröhlich will ich hier im Leben dich erheben, und einst droben wonnevoll dich ewig loben. Geburt des Mel. Wie schön leuchtet der ze. 143. stimm auch du n it frohem Dank, mein Geist, in jenen Lobgesang, davon der Himmel tönte, als der zur Welt hernieder, kam, und uns're Menschheit an sich nahm, der uns mit Gott verföhnte. Freu' dich innig! Er, dein Führer und Regierer, kam, auf Erden Licht und Heil auch dir zu werden. 2. Ja, Preis und Ehre, Gott, sey dir! Wie gnadenvoll bist du auch mir in deinem Sohn erschienen! Du fandtest aus Erbarmen ihn, die dem zu Mel. Gott sey Dank in aller 2c. zieh'n, die schnöden Küsten 144. Heiland, den uns dienen. Preis dir, daß mir neue Pfade zu der Gnade offen stehen, mich der Sünd' entrückt zu sehen! 3. Und wie vergelt ich, Heiland, dir die große Trene, die du mir schon, eh' ich war, bewiesen? Du bahntest unter bitterm Leid auch mir den Weg zur Seligkeit. Sey hoch dafür gepriesen! Durch dich kann ich nun hienieden Gottes Frieden schon empfangen, und einst volles Heil erlangen.de 4. D, gieb, daß ich an diesem Heil nun auch in wahrem Glauben Theil durch deinen Beistand nehme; daß ich hinweg vom Eitlen seh', die Gott verhieß, den der Himmel jauchzend pries, als du, Sterblichen zum Dienst, huldreich auf der Erd' erschienst. 2. Wie dein Nam', ist auch dein Ruhm. Jesu, wir, dein Eigenthum, ehren dankvoll und erfreut deine große Gütigkeit. 3. Du, deß Hand die Himmel hält, du kamst willig in die Welt, uns von Sünden zu befrei'n, unser Licht und Trost zu seyn. 1 4. Stark in deines Vaters Kraft, hast du Leben uns verschafft. Wir, von Rath und Hülf entblößt, sind, o Herr, durch dich erlöst. 5. Preis sev dir in Ewigfeit! Auf, die ihr erlöset seyd, rübmt 88 rühmt den, der mit Lehr' und That euch vom Tod erlöset hat! Erlösung. 4. O, lehre mich den großen Werth von solcher Liebe fassen! Was reizte dich auf dieser Erd', dich so herab zu lassen? Hier traf dich tausendfache Noth, Verachtung, Kummer, Schmerz und Tod; und doch kamst du auf Erden, ein Menschensohn zu werden. 65. Viel stärker, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menschenliebe. Du sahest unf're Sündennoth mit mitleidsdie ndaim did 145. Ermunt're dich, vollem Triebe. Du ſtimmtest, unser Heil zu seyn, in deines Vaters Rathschluß ein; wardst Mensch, und kamst, mit Freuden den Tod für uns zu leiden. 6. Der du liebreich zu uns famst, uns're Rettung über nahmst, dein uns theu'r erworb'nes Heil sey auf ewig unser Theil! and 7. Uns're Seele trau' auf dich; unser Leben preise dich! Und du selber, Heil der Welt, hilf uns thun, was dir ge= fällt! soddtand mein schwacher Geist, die Gnade zu erheben, die aller Himmel Loblied preist; sie schafft uns Heil und Leben. Denk an die Nacht, da Jesus kam, und uns're- Menschheit an sich nahm, um sein so theures Leben für Sünder hinzugeben. 2.O großer Tag, erwünschte Nacht, von Engeln selbst be sungen! Du hast den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erschien der starke Held, der Retter einer Sünderwelt, der Freund der Menschenfinder, des Todes Ueberwinder. Wie arm bist du erschienen, um mir zum Heil zu dienen! 3. Der du, zu uns gesandt vom Herrn, aus deinem Himmel kamest, und unser Fleisch und Blut so gern in Demuth an dich nahmest; Sohn Gottes, o wie hast du dich so tief erniedrigt, auch für mich! 6. SohnGottes, deiner freu' ich mich; du bist auch mir gegeben. Auch mir zum Troste fandte dich der Herr, durch den wir leben. Was mir mein wahres Wohl verschafft, Erleuchtung, Friede, Beßrungsfraft und Freuden, die stets währen, willst du auch mir gewähren. no ed in 7. Was soll ich dir, mein Seelenfreund', für deine Treue geben? Du bist's, der mich mit Gott vereint; du bringst mir Heil und Leben. Herr, was ich hab' und was ich bin, das geb' ich dir zum Dienste hin. Ich will dich ohn' Aufhören voll Dankbarkeit verehren. 8. Zwar sieh't dich hier mein Auge Geburt des Erlösers. Ange nicht; doch du wirst wiederkommen, dann schauen dich von Angesicht, Herr, alle deine Frommen. Dann werd' auch ich, Herr Jesu Christ, dich schau'n, so herrlich, als du bist; dann wirst du mich zum Leben, das ewig ist, erheben. 89 Sterblichkeit und Sünden uns beschweren, durch uns're ganze Pilgrimszeit dich unser Dank verehren; doch mehr preis' unser Leben dich, und unser Geist bestrebe sich, stets durch ein göttlich Leben dich, Heiland, zu erheben! midine 5. Schon hier, erhab'ner Gottessohn! sind wir durch Hoffnung selig. Die Freuden, die uns dort am Thron erwarten, sind unzählig. Dir, der sie gnadenvoll erwarb, der für uns Mensch ward, für uns starb, sey ewig Dank und Ehre, Anbetung, Preis und Ehre! ako bì an das Mel. Warum sollt' ich mich zc. St 147. Fröhlich laßt uns tid droud they shod Mel. Ermunt're dich, mein ze. sd 146. Gelobet feyst du, Jesu Christ, von aller Menschen Zungen; von Jedem, der noch sterblich ist, verherrlicht und besungen! Gelobet seyst du von der Schar, die einst, wie wir, auch sterblich war, nun heilig, ganz erneuert, den Sabbath Gottes 2. In dieſer höhern Brüder Dank soll unser Loblied schallen; auch schwacher Menschen Lobgesang hofft, Herr! dir zu gefallen. Noch schauen wir ach! nur von fern die hohe Seligkeit des Herrn, wozu nach diesem Leben du dort uns wirst erheben. 3. Doch bald, bald sind wir auch, wie sie, zum Leben durchgedrungen! Bald ist, nach furzer Tage Müh', das Kleinod uns errungen. Dann fingen wir dir, Jesu Christ! daß du ein Mensch geboren bist, in deiner Engel Chöre Anbetung, Preis und Ehre. 4. Hier soll, so lang' noch Gott lobsingen! Hoch erfreu't laßt uns heut' ihm Anbetung bringen! In des Himmels hohe Chöre stimmet ein: Gott allein, unserm Gott sey Ehre! 2. Jeder, der sich fühlt verloren, freue sich inniglich! Christus ist geboren! Er, der vor der Welt gewesen, steigt herab bis in's Grab, Sünder zu erlösen. 3. Wer fann Gottes Rathschluß fassen? Aber dieß ist gewiß: Gott kann uns nicht hassen! Kommt der Sohn aus freien Trieben zu uns her, wie sollt' er nicht die Menschen lieben? 4. Wenn 90 Erlösung, do 4. Wenn er uns verworfen hätte, nähm' er dann Menschheit an, daß er uns errette? Deß soll sich der Erdkreis frenen! Zum Gericht kommt er nicht, sondern zum Verzeihen. 5. Er, er will für unf're Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod göttlich groß Lernt den Menschenfreund erkennen! Gnadenreich will er euch seine Brüder nennen. Der erdulden. Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und selig würde. Wer kann deine Lieb' ergründen? Ewig soll freudenvoll sie mein Herz empfinden. 9. Er verläßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr, als ihr, litt er hier, euch beglückt zu machen. Diese furze Zeit der Leiden und der Müh', was ist sie gegen ew'ge Freuden? 10. Jesu, du nahmst meine 11. Dir, mein göttlicher Befreier, folg' ich nach, obwohl schwach, doch um so viel treuer. Du bist meines Lebens Leben; reich durch dich, will ich mich ewig dir ergeben. 6. Dankt ihm, der das inn're Sehnen sehen kann! Betet an! Opfert Freudenthränen! Liebt ihn, der von Liebe bren= net! Traut dem Herrn, der euch gern seine Brüder nennet! 12. Dir will ich mein Leben weihen, mich in dir, für und für, mein Erlöser, freuen. Keine Kreatur, tein Leiden, keine Noth und kein Tod soll von dir mich scheiden. 7. Wenn euch eure Sünden fränken, eilt herzu; suchet Ruh'; er will sie euch schenfen, Schaut auf ihn mit Glaubensblicken! Zittert nicht; denn er spricht: Ich will euch erquicken. med soud 18. Drückt euch hier so man13. Werd' ich einst im Tod erfalten, so will ich mich an dich, Jesu, gläubig halten. Und dann wollst du mich erheben aus der Zeit zu der Freud' in des Himmels Leben. med quispia Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. opadnoche Plage; euern Schmerz 148. Du Gott, der Bund fühlt sein Herz; fein Erlöster zage! Bringet ihm an seinem Feste Preis und Ehr'! Wisfet, er wählt für euch das Beste. und Treue hält, dein Wort bleibt ewig wahr. Dein Heil erscheint; du stellst der Welt den, der sie rettet, dar. 2. Was jener Väter Hoffnungsblick in dunkler Ferne sah, ihr Wunsch, ihr Ruhm, ihr Trost, ihr Glück, ihr Ziel und Hort ist da! 3. Es kam der Tag, vom Herrn gemacht, der schönste Freudentag; vor ihm entwic Die Geburt des Erlösers. 91 die Jammernacht, die auf der Met. Nun danket Alle Gott ze. Erde soon S 4. Nun wird zu unserm 150. Ich freue mich in Wohlergeh'n das große Werk vollbracht, das, seine Wunder einzuseh'n, selbst Engel lüstern macht. dir, und heiße dich willkommen, mein liebster Jesu! Du, du hast dir vorgenommen, du willst mein Bruder seyn., welch ein süßer Ton! Wie freundlich ist er doch, der große Gottessohn! 5. Dir, Welt, schenkt Gott sein eig'nes Kind; wer fasset diese Huld? Sein Tod und seine Leiden sind die Tilgung uns'rer Schuld. 2. Gott sendet seinen Sohn, das Bild von seinem Wesen, in menschlicher Gestalt. Nun muß die Welt genesen! Des Allerhöchsten Sohn spricht freundlich bei uns ein, wird gar ein armes Kind, und will di old mein Retter seyn. 3. Wie lieblich klingt es mir, wie schallt es in die Ch ren: der Heiland Jesus Christ ist uns zum Trost geboren! Wer Jesum recht erkennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, weil er den gläubig faßt, der uns das Heil erwirbt. 4. Wohlan, so will ich mich an diesen Jesum halten, und sollte gleich die Welt versinfen und sich spalten! O mein Erlöser, dir, dir leb' ich ganz allein; auf dich, allein auf dich, o Jesu, schlaf ich ein, in 6. Was ist der Mensch? doch denkst du sein, du Gott der Freundlichkeit. Auch mich schloß dein Erbarmen ein! Mein Dank sey dir geweiht. 7. Und nun geh' ich in meinem Lauf beruhigt durch die Welt; nun schließt sich mir der Himmel auf, wenn meine Hütte fällt. 8. Nun zag' ich nicht bei Noth und Schmerz, nicht, wenn sich Mangel zeigt; in Christo ist dein Baterherz zum Wohlthun mir geneigt. 9. Ja, Vater, der du an mich denkst: wenn mir dein Wort verheißt, daß du mit Christo Alles schenkst, wie froh wird dann mein Geist! sasd 10. Des Segens Füll' und Kraft seb' ich im Sohn mir aufgethan. O segne, Vater, segne mich, der Alle seguen fann! chil sd( 149.) $ 289 Mel. Ein Kindelein so löbelich zc. damar, n'iszaadta 151. Der Heiland, welcher Jesus heißt, ist uns zum Trost geboren, zum Licht und Heil für unsern Geist, zum Net 92 Erlöfung.d Retter auserkoren. Wär' uns der Heiland nicht gebor'n, wir wären allesammt verlor'n! Und nun ist Heil uns Allen! Liebster Heiland, Jesu Christ, der du Mensch geboren bist, dein Lob soll stets erschallen. STER nomi Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. erotisch 2010 152. Ewig sey dir lobgesungen, Mensch geword'ner Gottessohn! Du hast uns das Heil errungen, als du, von des Himmels Thron, bist in diese Welt gekommen, und uns Sterblichen zu gut, wie die Kinder, Fleisch und Blut bast so willig angenommen. O, wer ist an Huld dir gleich? wer, wie du, so gnawie du, ſo qu denreich? 2. Bis in Ewigkeit gebühret dir der Menschen Dank und Ruhm; denn dein Werk ist ausgeführet, und sie sind dein Eigenthum. Huldreich hast du dich vereinet mit der menschlichen Natur, und vor aller Kreatur fie, so niedrig sie auch scheinet, dir zum Wohlthun auserwählt, mit deinem Geist beseelt. und 3. Freundlich kamst du uns entgegen, uns vom Elend zu befrei'n, wurdest aller Völker Segen, suchtest aller Trost zu seyn. Hat die Sünd' uns gleich verdorben, o, so hast du neue Kraft uns zur Heiligung verschafft, und das große Glück erworben, einst von Sündenliebe rein, ähnlich dir, o Herr, zu seyn. 4. Ja, du zeigst durch deine Lehren uns den sichern Weg zum Heil; giebst uns, wenn wir treu dich ehren, an dem großen Vorzug Theil, in den Himmel einzugehen, und da Gottes Herrlichkeit nach vollbrachter Uebungszeit ewig einst verklärt zu sehen. Christen, faßt nur Zuversicht! Glaubet fest, und zweifelt nicht! 5. Sollte Gott mich nun wohl bassen, weil ich nicht vollkommen bin? Nein, er kann mich nicht verlassen; ihn belebt nur Vatersinn; denn er gab mit seinem Sohne, ihm, der meine Schwäche kennt, und mich seinen Bruder nennt, meinem Glauben Heil zum Lohne. Er, der mich mit Gott vereint, herrscht mit Gott auch als mein Freund. 6. Herr, wie groß ist deine Güte! Meine Seele freu't sich dein, und mit dankendem Gemüthe will ich ganz dein eigen seyn. Nimmer will ich dein vergessen; auf dein Beispiel will ich schau'n, und, um stets dir zu vertrau'n, stets auch deine Huld ermessen. Stehe selbst mir mächtig 93 Heil der Sünder; er bleibt es immerfort; hier sind sie Gottes Kinder, und Gottes Erben dort. spode sjør 4. O du, dem jetzt die Menge der Engel und Ver= klärten singt, vernimm die Lobgesänge, die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warst einst auf Erden, was deine Brüder sind, ein Dulder der Beschwerden, ein schwaches Menschenkind. O, laß auch uns auf Erden 10 dir gleich gesinnet seyn, bis wir einst himmlisch werden, und dein uns ewig freu'n. 5. Ach, sind wir einst zum Lohne der Himmelsbürger dort erhöh't, dann stehen wir am Throne und schauen deine Nicht mehr aus Majeſtät. dunkler Ferne dringt dann der Dank zu dir; erhaben über Sterne, dir näher, jauchzen wir, und mit des Himmels Heere schallt unser Lobgesang: Dem Ewigen sey Ehre, dem Welterlöser Dank! Geburt des Erlösers. mächtig bei, daß ich dir ergeben sey! sudi 11010 Mel. Nun lobe meine Seele 2c. an 153. Vom Grab', an dem wir wallen, soll, Jesu Christ, dein Lobgesang empor zum Himmel schallen; dir opfre jede Seele Dank! Und jeder der Gebor'nen sey froh, ein Mensch zu seyn, und jeder der Verlor'nen bereit, sich dir zu weih'n! Zum Heiland uns gegeben, erschienst du, Gottes Sohn! Mit dir erschien das Leben, mit dir des Himmels Lohn. 2. Kommt, laßt uns niederfallen vor unserm Mittler, Jesu Christ, ihm danken, daß er Allen ein Retter, Freund und Bruder ist! Gleich jener Morgensonne mit ihrem ersten Strahl, entströmt ihm Licht und Wonne und Leben überall. Durch ihn kommt Heil und Gnade auf uns're Welt herab; er segnet uns're Pfade durchy's Leben bis an's Grab.l 3. Frohlockt, ihr Mitgeund der Mel. Vom Himmel hoch, da zc. Sterblichkeit! Nun ist uns 154. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag ist da! Lobsinget! Gottes Heil ist nah! 2. Vom Himmel fam in dunfaufgeschlossen der Eingang in die Herrlichkeit. Zu uns'rer Welt hernieder kam Gottes ew'ger Sohn; nun hebt er seine Brüder empor zu Gottes Thron. Er ward das 94 Erlösung, d dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht gebracht! Nun leuchtet uns ein milder Strahl, wie Morgenroth, im dunkeln Thal! DESIG 2. Er kam, des Vaters Ebenbild, vom armen Pilgerkleid umhüllt, und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, ins Vaterland. 4. Er, der im Himmel herrlich thront, hat unter uns, ein Mensch, gewohnt, damit auch wir ihm würden gleich auf Erden und im Himmel reich. 5. Er leitet auf des Himmels Bahn uns, seiner Brüder Schar, hinan, und wan= delt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem der Engel Lied erklang, der hohe Freudentag ist da! Lobsinget! Gottes Heil ist nah'! 30 hier. Wie sollte dir nicht Gott mit ihm auch Ruh' und Frieden schenken? 3. Ist deine Kraft zu mans gelhaft, mußt du beschämt an deine Schwäche denken? Gott, der dir giebt das, was er liebt, wird dir mit ihm zur Tugend Kräfte schenken. 4. Fehlt Weisheit dir, um glücklich hier noch zu entgeh'n der Bosheit schlauen Ränken? Verzage nicht! Gott ist dein Licht. Er wird dir mit dem Sohn auch Weisheit schenken, auch weis 2. Schlägt dir das Herz vor Angst und Schmerz, empflindest du, wie sehr die Sünden fränken? Dein Heil ist 5. Gebricht es dir an Hülfe hier; sorgst du, wer dich noch speisen wird und tränfen? O, fasse Muth! Das höchste Gut wird mit dem Sohn dir auch die Nothdurft schenken. 6. Wirf, blöder Sinn, die Sorgen hin, die dich in's Meer der Traurigkeit versenfen. Dein Heil ist da! Dein Heil ist da! Wie sollt' uns Gott mit ihm nicht Alles schenken? doand ther de Mel. Wir Christenleut' zc. 155. Wirf, blöder Sinn, dband scoilf den Kummer hin! Gott iſt Mel. Wir Christenleut' se. ibollorg für dich; was will ner kränken? Sein Sohn ist 156. Christenheit, fev da! Sein Sohn ist da! Wie sollt' er uns mit ihm nicht Alles schenken? hoch erfreut! Das Heil der Welt, der Mittler ist geboren. Nimm freudig Theil an seinem Heil; wer an ihn glaubt, wird nimmermehr verloren. D 2. D große That! Nach Got Geburt des Gottes Rath hat sich sein ew'ger Sohn für uns gegeben. Ein Menschenfind, doch ohne Sünd', erwarb er uns das Heil und Licht und Leben. 3. Er, er befreit uns von dem Leid, das durch der Sünde Macht auf uns gekommen. Mit uns ist Gott nun in der Noth. Frohlockt dem Herrn, und hofft auf ihn, ihr Frommen! 4. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dank. Du wurdest Mensch, damit wir selig würden; du machst uns groß, und ewig los vom Fluch der Sünd und ihren schweren Bürden.ind sidus in 5. Gelobt sey Gott! Auf uns're Noth sah er mit Hülfe liebevoll hernieder O Christenheit, preis ihn erfreut! Des Höchsten Sohn bringt das Verlor'ne wieder. at this time, Mel. Vom Himmel hoch, da 2c. Ciesusdund Erlösere. 95 3. Heil, Erde, dir, beglücktes Land! Wir Menschen sind mit Gott verwandt! Sein Sohn nahm uns're Menschheit an, und ward, gleich uns, Gott unterthan. 4. Wie groß ist, Gott, des Wie hoch Menschen Werth! hast du den Staub geehrt! Wir sind dein ew'ges Eigenthum; dieß, dieß sey unser. höchster Ruhm! 5. Selbst, da der Mensch sein hohes Ziel vergaß, galt er vor dir noch viel. Verdunkelt war in ihm dein Bild, und dennoch halsst du ihm so mild! 6. Was ist er, daß du sein gedenkst, ihm deinen Sohn zum Heiland schenkst, ihm gern vergiebst der Sünden Schuld, ihn würdigst deiner Vaterhuld? 7. O, dieses Vorzugs mir bewußt, erhebt sich freudig meine Brust; voll Dank schau' ich zum Vater hin; mein gan157. Erfülle, Seele, zes Leben preise ihn! deine Pflicht; preis mit dem Gott, durch den du lebst und 158. Laßt uns alle fröhbist, der dein versöhnter Bater ist! al tid lich seyn, unsern Gott erheben, und uns seines Sohnes freu'n, den er uns gegeben! 2. Ja, dir, o Gott, er tönt mein Lied, und rege Dankbarkeit durchglüht, erhaben über Gram und Schmerz, mein dir ergel'nes, frohes Herz! Twadd 2. Er fam in dieß Jammerthal, ward ein Knecht auf Erden, daß wir frei von aller Qual, selig möchten werden. byud 3. Gr 96 3. Er ward arm, wir wer. den reich; o wie liebt er Sünder! Sünder werden En geln gleich, werden Gottes Kinder! ( ndi on 119 thrus slu Erlösung. Mel. Wie schön leuchtet der zc. 159. Nun ist die Finsterniß entfloh'n; die Völker seh'n den Morgen schon, und finden den Erretter. Er, den Gott in die Welt gesandt, zerstört durch seine starke Hand die Tempel falscher Götter. Gott wird selbst Hirt seiner Herde; Himmel, Erde seh'n mit Freuden seinen Sohn, den Trost der Heiden.. 4. DO Herr, mach' es an uns wahr! Laß, in deinem Namen, uns mit jener Himmelsschar ewig froh seyn! Amen. dn 88316 2 Der Gottheit Fülle Fülle wohnt in dir; durch dich mein Heil, fommt Gott zu mir, , und schenkt mir seine Liebe, die ich nicht g'nug bewundern kann; du nahist der Menschen Schwachheit an, daß ich nicht hülflos bliebe. Dankvoll, Herr, soll mein Gemüthe deine Güte hoch erheben; du, mein Heiland, bist mein Leben. 3. Es deckte Finsterniß die Welt; du hast die finstre Nacht erhellt, bist uns zum Torubial Chrifl 4 Am Feste der Erscheinung Christi. di sin vd sunne dad Trost erschienen. Vom Aufs gang bis zum Niedergang erschallt der Völker Lobgesang; sie kommen, dir zu dies nen. Wie blind, Herr, sind, die dich hassen, sich nicht lassen gern belehren, und sich nicht zu dir bekehren! 4. Ein Herz, das deine Wahrheit liebt, und die sich willig übergiebt, das kannst du nicht verschmähen. Wer sich an deiner Lehr' ergößt, und ihre Vorschrift nicht verletzt, den willst du einst er höhen. Dein Licht ist nicht bei dem Sünder; deine Kinder sind die Fronimen, die dich gläubig aufgenommen. 5. War Armuth gleich dein irdisch Loos, so warst du dennoch göttlich groß, voll Wahrheit, Huld und Gnade. Dein Wort, das meine Seel er freu't, entdeckt mir deine Herrlichkeit auf meinem dunkeln Pfade. An dich glaub' ich, troß dem Spötter! fein Retter, ist auf thi dioted nits worde Sonst Erden, durch Offenbarung des Erlösers unter den Heiden. 97 durch den Sünder selig wer- Licht erschienen. Es leuchtet den. nab', es leuchtet fern. Zahllose Völker dienen den todten Göttern nun nicht mehr; sie fennen ihn, den Herrn, und er läßt sie im Lichte wandeln. 2. Kaum sandte Gott durch seinen Sohn der Erde große Freuden, so sammelt er sich selber schon die Erstlinge der Heiden. Der Wahrheit Bild, ein schöner Stern führt sie zu ihrem neuen Herrn. Sie fommen, anzubeten. 3. O wär' uns nicht dein Licht, o Gott, so hell und rein erschienen, wir würden der Vernunft zum Spott noch jeßt den Gözzen dienen. Nicht sie, nicht eig'ne Würdigkeit, nur deine Huld hat uns befreit von jenen Finsternissen. 4. Drum laß mit fröher Dankbarkeit uns nun im Lichte wandeln, uns in der gnadenreichen Zeit stets fromm und weise handeln; auf dich bei treu erfüllter Pflicht zufrieden und voll Zuversicht in Noth und Tod vertrauen. 5. Es müsse, wer dich, Gott, erkennt, erkennen deinen Willen, und wer das Thun voin Wissen trennt, noch seine Pflicht erfüllen. Nichts helfen Opfer des Gebets dem, der da glaubet, und doch stets der Sünde sklavisch dienet. 6. Und wo noch bange Dunkelheit und falsche Schatten 7 fie= 6. Mein Glaube sey mein Dankaltar; dir bring' ich mich zum Opfer dar, dir, der Verlaßnen Tröster. Jch bete demuthsvoll dich an; wer ist, der mich verdammen kann? Ich bin ja dein Erlöster. Von dir strömt mir Gnadenfülle; Ruh' und Stille, Heil und Segen find' ich hier auf deinen Wegen. 7. Dir will ich ewig dankbar seyn, mich gläubig deiner Liebe freu'n, und immer dein gedenken. Mein Weihrauch sey Gebet und Fleh'n; hin auf dein Beispiel will ich seh'n, wenn hier mich Leiden kränfen. Hab' ich wenig Gold im Leben hinzugeben, soll des Armen sich mein Herz doch gern erbarmen. 8. Versich're mich durch deinen Geist, daß du für mich erhöhet seyst, und Seligkeit mir schenkest. Dann bin ich meines Heils gewiß, wenn du bei aller Hinderniß mein Herz zum Guten lenkest. Ohn' dich kann ich nichts vollbringen! Hilf uns ringen; laß die Seelen ewig dich zum Freund erwählen! Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 160. Dem finstern Erdfreis ist vom Herrn ein helles 98 die Erlösung. liegen; wo Irrthum, Wahn und Sinnlichkeit noch Sterbliche betrügen: auch da geh' nun im Siegeslauf das schöne Licht der Wahrheit auf, daß alle Welt dir diene. his ordimilist Mel. Lebe den Herren, den 2e. sonstic 161. Ehre sey Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren, Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erforen. uns sein ihr Mel. Lobt Gott, ihr Christen 200 hid Christen, uns freu'n! Ist er 162. Der Retter der genicht uns auch geboren? 2. Dunkel bedeckte den Erdfreis, und ängstiglich irrten Völker umber, wie die Heerden, verlassen von Hirten. Jesus erschien! Nächte ver schwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten. C barmend gegeben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel herab, um uns zum Himmel zu heben. isi fes 6. Wohl mir, wenn droben ich meinen Erretter einst sehe, und mit den Scharen Vollendeter ewig erhöhe! Völlig beglückt, sing' ich dann, himmlisch entzückt: Ehre sey Gott in der Höhe! dimirbflandi fall'nen Welt, der große Sünderfreund, der Heiden Trost und Jakobs Held, der Erde Licht erscheint. namun 2. Der, als er Erd' und Himmel schuf, gebot: Es werde Licht! der wiederholt jetzt diesen Ruf, und sprach: Es werde Licht! od 3. Menschen, berufen, sich unter einander zu lieben, folg- 3. Und Völker, welche Finten der Zwietracht und Bitterkeit schändlichen Trieben. Jesus erschien, lehrte den Men schenhaß flieh'n, lehrte den Frieden uns lieben. sterniß und Todesnacht um gabperblickten Licht; die Wahrheit riß des Irrthums Dekfen ab. 4. Und ihre Götzen wurden 4. Wohlthun und Segen Spott, trotz aller Macht und nur folgten des Göttlichen List, die sich verbanden wider Schritten; Trost und Erquif- Gott und wider seinen Christ. fung trug er in der Weinen- 5. Und Heiden, vormals den Hütten! Jesus, ihr Freund, hatte vielfältig geweint, sel ber gekämpft und gelitten. fremd und fern von Gott und seinem Heil, erkannten nun Gott, ihren Herrn, und wurden Christi Theil. 1-10 5. Ehre sey Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben hat uns der Vater durch Christum er= 6. Und der erstaunten Erde Kreis jah es, und betetan; er Offenbarung des Erlösers unter den Heiden. er betete mit Dank und Preis dich, Welterlöser, an. 17. Der du aus allen Völfern dir ein heilig Volk er wählt, Heil uns, Erlöser, wir, auch wir sind solchem beigezählt. 8. Auch uns're Väter waren fern von dir und deinem Bund; allein die Herrlichkeit des Herrn that sich an ihnen fund. 9. So daß ein Volk, das Heiden war, nun, Herr, auf dich getauft, sich freudig rechnet zu der Schar, die du mit Blut erkauft. 99 Stamm ging einst sehr flar ein Stern auf, und ward of fenbar; der Stern warst du, Herr Jesu Christ, der du nun unser Bruder bist. Angesicht; 11. Und danken, unsers Heils gewiß, es deiner Gür und Macht, daß du uns aus der Finsterniß zu deinem Licht gebracht. Gilpbrir 12. Ach, Herr, thu' auch Barmherzigkeit an Allem, was noch jetzt, entfernt von dir, in Dunkelheit, am Eiteln sich ergößt. ( 11 130 Die Erde sey dein Dankaltar, die Welt dein Heiligthum, und jedes Herz dir immerdar geweih't zu Preis und Ruhm! * 10. Herr, Herr, Messias, Gottessohn, der Heiden Trost und Licht! wir werfen uns. Mel. Werde munter, mein zc. vor deinem Thron auf unser 164. Frenet euch, ihr d Gottesfinder! preiset mit mir Gottes Macht; freuet euch, ihr armen Sünder! laßt der Welt die stolze Pracht! Freu't euch, daß euch Gott regiert, und zu seiner Kirche führt; daß wir arme Heiden können uns nun Gottes Kinder nennen! 2. Denn der Heiden Trost ist kommen, Jesus, unser Freudenlicht, der Beschirmer aller Frommen, unser Schutz und Zuversicht. Preiset seine Güt und Treu', die uns noch wird täglich neu; so wird er uns allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. 341 201 2. Die Heiden sahn's und nahmen Theil an dieses Lichtes Trost und Heil, und küns digten, was Gott gethan, auch andern Heiden fröhlich an. 3. Deß freu' sich, wer sich freuen fann; Gott sieht die Heiden gnädig an! Durch Christum, der als Mensch erscheint, wird Gott verlor'ner Menschen Freund! tot Mel. Vom Himmel hoch, da ze 163. Aus Jakobs ( 165.) anda( band Mel. Erlösungall 100 Met. Wie schön leuchtet der 2c. 166. Erhebet Gottes sotto) Lieb' und Macht, der uns den Himmel dargebracht durch Christi Wort und Gnade. Geh't, sprach der Herr voll Majestät, ihr Boten meines Reiches, geh't auf nie betret nem Pfade! Lehret, taufet alle Heiden, die mit Freuden gläubig hören, daß sie Gottes Reidy vermehren, indi 2. Wie eilten Christi Boten nun, das Wort des Lebens fund zu thun, um Sünder zu erretten! Sie achteten mit fübnem Muth nicht Weib und Kind, nicht Gut und Blut, und machten freiin Ketten! Willig, treulich über breite Meeresweite, Thal und Hügel trug sie ihrer Sehnsucht Flügel. so 3. Wie dort der Vögel ziehend Heer Gott selber ruft vom Mittagsmeer, als theure Frühlingsboten: zogen sie von Land zu Land, durch Gott geweckt, in Lieb' entbrannt, als Lebende zu Todten. Mächtig, präch tig, wo sie ziehen, neu erblühen die Gefilde, wie zum Paradiesesbilde. he and 64. Der Winterfrost, die Heidennacht entfliehen vor der Himmelsmacht, durch Christi Bort verscheuchet. Auch hier in unserm Vaterland entwich der Frost, das Eis verschwand, durch Lebensgluth erweichet. Singet, danket für die Auen, rings zu schauen in den Seelen, die sich mit dem Wort vermählen. 5. Doch ist das Werk noch nicht vollbracht. So walle fort in Gottes Macht, du Wort voll Gnad' und Segen; nach Mittag und nach Mitternacht, bis du sein großes Werk vollbracht, geh' hin auf allen Wegen, fliegend, fiegend, bis zum Meere, wo die Chöre wilder Horden am Altar den Bruder morden. 6. Und ihr, die ihr die alte Zeit, der Jünger heil ges Thun. erneu't, weil ihr das Wort empfunden, vollendet, was der Herr gebeut, wozn euch Gottes Geist geweiht in heil'gen Wonnestunden. Kommet, kommet! rufen schmerzlich, bitten herzlich Millionen, die in Todesschatten wohnen. bar 1.83 8 7. So rücke nun die Zeit heran, wo Gott der Erdkreis unterthan und seines Ruhms voll werde; wo auch das starre Herzerwarmt, der Feind den Feind mit Lieb' umarmt, Gin Hirt und Eine Herde! Jesus Christus sey der Meister aller Geister; ihm zu dienen, müsse seine Weide grünen! did u lis 8. Ein Geist, Ein Herr, Ein 101 Darstellung Jesu im Tempel. Ein Vater nur, ein Reich der Seliakeit erwächst zu von göttlicher Natur des Gottes Bilde! Vater, sende Glaubens und der Milde, aus den Höhen, was wir wo sich das Herz dem Höch- flehen, daß die Erde nun zu sten weih't, und im Gefühl einem Himmel werde.d itive) PR Am Feste der Reinigung Mariä. 100 Mel. Kommt her zu mir, spricht zc. 167. Entreiße dich, mein Geist, der Welt, dem, der für dich sich dargestellt, nun dich auch darzustellen! Er ist das Licht, drum sey gewiß, er wird auch deine Finsterniß durch seinen Glanz erhellen.di lis 2. Er macht das Herz von Sünden rein, um dich zum Leben einzuweih'n, zum wahrEr haft frommen Leben. giebt dir Kraft zu jeder Pflicht, und stärket deine Zuversicht, zu Gott dich zu erheben. wahrer Heiligung sich sehnt, der opfert echte Gaben. 5. Wer durch das Wort, worauf er trau't, im Glauben seinen Heiland schau't, fann einst im Frieden fahren. Der Herr erfüllt, was er verspricht. Er wird sich einst in seinem Licht ihm herrlich offenbaren. dis 6. Ich komme, Herr, mich dir zu weih'n. O, mache mich von Sünden rein, und laß mich heilig leben, bis du auch mich, wenn dir's ge fällt im Frieden wirst aus dieser Welt zu deiner Woun erheben. Dis may 31 3. Wer noch der niedern Sinnlichkeit, wer noch des Lasters sich erfreu't, ach, Mel. Meinen Jesum laß ich zc. der verscherzt den Segen. Nie 168. Herr, ich darf, wie wird ihm wahres Glück und Heit, nie wird ihm Seelen ruhizu Theil auf seinen bögi Simeon, meinen Trost in dir erblicken; du allein, des Höchsten Sohn, fannst die sen Wegen. dr bange Seel' erquicken. Weil mein Auge dich geseh'n, werd' ich froh von dannen geh'n. 4. Wer aber wünscht, wie Simeon, das Heil der Welt, des Höchsten Sohn zu seinem Heil zu haben; wer recht thut, sich der Welt entwöhnt, nach 2. Gottes ewige Wahrheit spricht: Christ, du ſollst im Frieden fahren; wenn dein mü Erlösung. müdes Auge bricht, kommst Mel. Christus, der ist mein Leben ze. du den Scharen. Herr, bei dir ist jedes Leid 170. Komm, Bilger, zu bald verklärt in Herrlichkeit. 102 Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 1905. 169. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets näher hin zur Ewigkeit; unwiederbringlich schnell entflieh'n die Tage, die uns Gott verlieh'n. 12. Wie bald ist unser Lebenslauf vollbracht; zum Greisesziel hinauf gelangt nur eine kleine Zahl. Ach, Gräber winken überall! 3. Doch fließe, Leben, immerhin! Erfüllen wir mit frommem Sinn im Erdenleben uns're Pflicht, dann schreckt ein frühes Grab uns nicht. 4. Dann wird auch uns des Glaubens Lohn, wie ei. nem frommen Simeon. Empor zum Himmel steigt der Geist, der sich der Erde Staub entreißt. 5. Dort werden wir in lich= * 30 ten Höh'n den, den wir hier verehrten, seh'n, und alles Leiden dieser Zeit verwandelt sich in Seligkeit. 6. So fließe, Erdenleben, hin! Herr, gieb uns einen solchen Sinn, daß wir vollbringen jede Pflicht; so schrekten Tod und Grab uns nicht. dem Grabe; fomm, armer Erdensohn, an deinem Wanderstabe; betrachte Simeon. 2. Auf seinem Angesichte strahlt Andacht, und sein Blick, umglänzt von höherm Lichte, erblickt der Zukunft Glück. 3. O, wer in Gottes Tempel gleich gern und oft er scheint, der seh' an dem Exempel, wie gut der Herr es meint! 14. Der Wunsch der frommen Väter, das Heil, so heiß begehrt, wird ihm, dem frommen Beter, noch eh' er stirbt, gewährt. 5. Ihn sah' sein Gott hienieden den Weg der Frommen geh'n; ihm war der Trost beschieden, den Heiland noch zu seh'n. 6. Er sah ihn mit Entzücken, sah dankvoll himmelwärts und sprachy, mit frohen Blicken, ihn drückend an sein Herz: aploge dine pole 7. Nun will ich, Herr, mit Freuden, so bald dein Wink mich ruft, von deiner Erde scheiden, ich fürchte nicht die Gruft; 8. Nun hab' ich den gesehen, der, deines Geistes svoll, dein Israel erhöhen, die Welt erleuchten soll. 9. So jchloß am Pilgerstave SIST Johannes, der Vorgänger Jesu. stabe der Fromme seinen Lauf; du thatest, Herr, am Grabe ihm deinen Himmel auf. 10. Hab' ich auf meinem Pfade des Lebens Ziel erreicht, dann sey durch Jesu Gnade auch mir mein Sterben leicht! and hangt 11. Zwar werd' ich ihn du ihn! 103 nicht sehen, hier noch, wie. Simeon; doch über jenen Höhen erwartet er mich schon.. tisti 12. Dann tönen meine Lieder: Heil mir, nun seb' ich ihn! Der Himmel hallt es wieder Heil dir, nun steh'st is - I Am Feste Joh. des Täufers. 171. Gelobet sey der Herr; laßt uns ihn fröhlich preisen! Er denkt an seinen Bund, erfüllt, was er verheißen. Der Heiland Israels, der Heiden Heil und Licht, auf den Johannes weist, ist unsre Zuversicht. 2. Gelobet sey der Herr! Voll Wahrheit und voll Gnade erschien der Christ des Herrn, ein Licht auf unserm Pfade. Erleuchtung gab er uns; nun wandeln wir im Licht den Weg zum ew'gen Heil, und Frrthum täuscht uns nicht. Laid prote Mel. Nun danket Alle Gott! 2c. Nicht Trübsal, keine Leiden, Nichts kann uns nun von ihm und seiner Liebe scheiden. In Allem siegen wir durch den, der uns geliebt, der uns im Leben Trost, im Tode Ruhe giebt. 5. Gelobet sey der Herr! Von banger Furcht befreiet, frei von der Sündenmacht, zum Tugenddienst geweihet, gely'nwir des Lebens Pfad, bis unser Lauf sich schließt, in der Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. wid 3. Gelobet sey der Herr! Mit findlichem Vertrauen kann der erlöste Christ hinauf zum Himmel schauen. Wenn auch erkannte Schuld ihn reu'voll niederschlägt: hier ist das Gotteslamm, das uns're Sünde trägt. of usichuss 589 sid 14. Gelobet fey der Herr! 6. Gelobet sey der Herr! Auch auf des Todes Pfade erleuchtet uns sein Licht, erfreu't uns seine Gnade. Uns schreckt nicht Grab und Tod; voll froher Zuversicht vollenden wir den Lauf, doch unser Leben nicht. 7. Gelobet sey der Herr! der uns das Heil gegeben, Gelobt sey Jesus Christ, durch den wir sind und leben! Gelobt 104 lobt der heil'ge Geist, der uns mit Trost erfreu't! Gelobt sey unser Gott, jetzt und in Ewigkeit! Erlösung. 1003 5. Wir schwören's dir, Herr Jesu Christ, dich und dein Wort zu lieben, in dem, was dir gefällig ist, uns Lebenslang zu üben. O, stärk uns nur durch deinen Geist, den du 172. Du, dem Johan Kampf mit jeder Sünde! den Deinigen verheißt, im Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 6. Dir nach geh'n wir nun himmelan, auf deinem heil'gen Pfade; bei jedem Schritt auf dieser Bahn erquickt uns deine Gnade. Und wenn hier unser Lauf sich schließt, so führst du uns, Herr Jesu Christ, zur Fülle deiner Freuden.la suider thi Sturdt Mel. Wie groß ist des Allalashs mächt'gen 2c. Fac nes dort voran durch die Ge= filde schreitet; du, dessen Herold kühn die Bahn durch Tauf' und Wort bereitet; Herr, unser Trost, allein durch dich fann uns're Seele Gottes sich und ihres Lebens freuen. 2. Uns droh'ten furchtbar Sünd' und Tod mit allen ihren Plagen. Wer half uns hier, in solcher Noth nicht muthloß zu verzagen? Von Gott du; mit dir zugleich auch Trost 173.Es ging ein Mann und Ruh' und Heil für unsre Seelen. 3. Du kamst und ward'st ein Mensch, wie wir, du Bild der ew'gen Liebe! Der Abglanz Gottes war in dir, die Fülle heil'ger Triebe. Du gabst mit treuem Brudersinn dein Leben für uns Sünder hin, vom Elend uns zu retten. 4. Sey hochgelobt, Herr! Lebenslang gebührt dir uns're Liebe. O, daß dir Keiner diesen Dank noch länger schuldig bliebe! Durch dich erlöst, gehören wir dir völlig an. möchte dir zur Ehre Jeder leben! , voll Gnad' und Segen, Johannes, dem Erlöser vor. Die Hügel bahnt' er ihm zu Wegen, riß Herzen aus dem Staub empor. Es bebte, wer ihn reden hörte, und Mancher schlug den Thränenblick zur Erde nieder, weint, und kehrte zur Tugend und zu Gott zu rück. 01/ 1m 2. Er schreckte Heuchler, strafte Sünder; er ries: ,, Das Himmelreich ist nah'! thut Buße, werdet Gottes tinder; denn der Verheißene ist da! Erfommt, und wird die Menschheit sid ten! Heil frönet die erfüllte Pflicht; parteilos wird Johannes, der Vorgänger Jesu. 105 ben für die Wahrheit hinzugeben. er wird er Thaten richten; den fest entschlossen, selbst das LeFrevel trifft sein Strafgericht. 3. Ein himmlisch Licht ist seine Lehre, und Geist wird seine Taufe seyn. Ihm, ihm allein gebührt die Ehre! kommt, und jedes Herz ist sein!" Da wurden ganze Völker rege, selbst Heiden riefen Jesum an; und freudig wallt es auf dem Wege nach dem erhellten Ganaan. 3. Ob auch Marter, Blutgerüst, Henkerstod dem Heldendrobte: er verachtet Droh'n und List; bleibt getren dem Pflichtgebote; fällt, und zeugt in edlem Muthe für das Recht mit seinem Blute. 4. Du, o Ziel des höchesten Ruhms, Heiligkeit, du Segensfülle, Geist des wahren Christenthums, du, der Gottheit ew'ger Wille: durch dich kann der Mensch auf Erden höhern Geistern ähnlich werden. 19 4. Und wir, die Jesu Stimme hören, wir sollten träg' und sicher ruh'n? Und nicht still weinend uns bekehren; nicht froh des Höchsten Willen thun? Laßt uns entrinnen dem Verderben, dem Gottesruf gehorsam seyn; fromm leben, um einst fromm zu sterben! Dann wird uns selbst, der Tod nicht dräu'n. - QUE 15 AN Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 174. Stets erfüllen seine Pflicht, stets des Guten sich bestreben, bis das Auge sterbend bricht, fromm und tren und redlich leben: das nitr ist, nach Jesu Lebre, wahre Weisheit, Christenehre 2. So umstrahlt mit Got teslicht, in des Geistes Himmelsklarheit, ging Johannes, wanfte nicht von dem Weg der Pflicht und Wahrheit; Galising 19 5. Denn mit überird'schem Schein strahlst du uns, d höh're Sonne; weib'st den Geist zum Himmel ein, und gewährst ihm Himmelswonne; du veredelst uns're Freuden, reinigst uns durch Schmerz und Leiden. 6. Blumen blüh'n auf Gräbern auf unter deinem saufuns ten Strahle! Und zu unser'm Ziel hinauf führst du vom Todesthale, wo wir dann in lichtern Höhen Gottes Wunder heller sehen. 7. Gieb, o Gott, uns Kraft und Muth; heil'ge unser ganzes Streben, christlich weise, christlich gut, deinem Willen nur zu leben, daß uns weder Schmerz noch Freude je von deiner Liebe scheide. 510 Lodol Mel. Leben und Beispiel Jesu. 106 Met. Mir nach, spricht Christus 2c. Find dein Herz an ihm trotz alles Spottes. Dein Hoffen war 175. O Jefu, wahrer im bängsten Schmerz die sichy're Frömmigkeit vollkommienstes Exempel, dein Herz, dem Vater ganz geweih't, war jeder Tugend Tempel, dein Wandel, rein von aller Schuld, Gott werth und würdig seiner Huld. 2. Wer war wohl eifriger, als du, zu thun des Vaters Willen? Dir war es Ruhm und Seelenruh', ihn treulich zu erfüllen; dir feines Eigenruhms bewußt, war ihn zu preisen, deine Lust. Hülfe Gottes. Und was du hofftest, ist gescheh'n; Gott hörte deiner Stimme Fleh'n. 7. Mit Ehr' und Preis von ihm gefrönt, lebst du zu seiner Rechten voll Majestät, und addir ertönt von allen Gottesfuechten das Lob, deß du so würdig bist. O selig, wer dir ähnlich ist! 8. Hilf, daß ich dein Exempel mir, o Herr, zum Muster sege, und meinen Gott, gesinnt gleich dir, weit über Alles schäße, mit Freuden seinen Willen thu', und ganz in seiner Fügung ruh'. 3. Wenn je dein Auge Frevler sah, warst du voll edler Schmerzen; doch wenn des Vaters Wort geschah, quoll Freud' aus deinem Herzen. An ihm nur hing dein ganzer Sinn, auf ihn sah stets 176. Niedrig und in dein Auge hin. bon 4. Jhn ehrtest du mit Wort und That vor aller Welt mit Freuden. Du warst bereit, nach seinem Rath, zum Heil für uns zu leiden. Wie er die Liebe selber ist, so warst du's auch, Herr Jesu Christ. Dürftigkeit lebte Jesus einst auf Erden; ihn, den Herrn der Herrlichkeit, drückten Mangel und Beschwerden; aber still und ohne Klagen wußt' er seine Last zu tragen. 5. Du zeigtest, daß die größte Noth dich nicht zum Murren reize; warst Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuzes! Auch da war deine Zuversicht auf ihn allein und fest gericht't. 2. Er entäußerte sich gern seiner göttlich hohen Rechte, und, von eitlem Glanze fern, trat er in den Kreis der Knechte; denn er war hier nur erschienen, um in Demuth uns zu dienen al 6. Von ihm verlassen, blieb Mel. Liebster Jesu, wir sind ze. mno b 3. Weisheit lenkte seinen Gang, Menschenliebe seine Tritte. Wenn sein Wort in Herz Leben und Beispiel Jesu. 107 nicht auf niederm Stande. Herzen drang, dann vergaß Sünden ruhet Schande, aber er, was er litte. Freundlich bracht er Trost und Segen auch dem Dürftigen entgegen. 9. Herr, mein Reichthum sey ein Herz, das den Armen nie verachtet, und auch unter Hohn und Schmerz stets nach höhern Gütern trachtet. Solch ein Herz wird schon auf Erden deinem Herzen ähnlich werden. 10. Aus der Tiefe schwangst du dich zu des Himmels Frendenhöhe. Heil mir Armen, wenn auch ich dort vor deinem Throne stehe! O dann 4. Das Geräusch der groBen Welt, Rang und Pracht und schnöde Freuden, und was Thoren sonst gefällt, konnte nie sein Herz beneiden. Seine Wonne war's, im Stillen Gottes Rathschluß zu enthüllen. 5. Nur der Ehre werth zu sern, aber nie sich zu erheben; nur die Menschen zu erfreuen, war sein heiliges Bestreben. Ach, er liebte fie, wie Brüder, und sein Vater liebt ihn wieder. TOP 6. Willig ließ er sich herab zu den Sündern, zu den Echwachen; trug sein Kreuz und ging in's Grab, um sie glaubensvoll zu machen, um mit Gott sie zu versöhnen, und zur Tugend zu gewöhnen. 7. 3mmer soll dein liebes Bild, Heiland, mir vor Augen schweben. Immer will ich, sanft und mild, meine Zeit, gleich dir, durchleben, und, wenn And're mich verfennen, mich nie von der Liebe trennen. 8. In bescheid'ner Thätigfeit will ich meine Ehre suchen, und, entfernt von Gram sund Neid, niemals meinem Stande fluchen. Nur auf schau' ich, fern vom Staube, was ich hier nur hoff' und glaube. drinat Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 177. Heiland! deine Menschenliebe war die Quelle jener Triebe, welche dich herabgezogen, zu so großer Treu' bewogen, dich bewogen, selbſt das Leben in den Tod dahin zu geben. O, wer faßt die starken Triebe deiner treuen Menschenliebe? 2. Uleber seine Feinde weinen, Jedermann mit Hülf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in And'rer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder: das ist Lieb', o Menschenfinder! Gat 3. D 108 3. O du Zuflucht der Elen den! wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? Wie ist dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! und wie pflegtest du zu eilen, das Erbet'ne mitzutheilen! sadest Erlösung. 4. Die Geängstigten zu stärken, auf die Kinder selbst zu merken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu befehren, Sünder, die sich selbst verstocken, liebreich zu dir hinzulocken, war, mit Opfrung deiner Kräfte, Herr, dein tägliches Geschäfte. Schmuck und Krone; nie haft du nach Ruhm getrachtet, noch auf Menschenlob geachtet; deines Vaters heil'gen Willen mit Gehorsam zu erfüllen, und uns Heil und Trost zu geben, war der Zweck von deinem Leben. 709) 8. Laß mich, Herr, zu reichem Segen, deinen Wandel oft erwägen! Laß mich in der Angst der Sünden Trost und Hülfe bei dir finden! Heilige auch meine Triebe zu rechtschaffner Menschenliebe! Laß mich immer mehr auf Erden deinem Vorbild ähnlich werden! ading b. O, wie hoch stieg dein da Heiland, Mel. O Gott, du frommer 2c, 308 700 für die Armen dein unschäße 178. Preis dir, Herr bar theures Leben in den ärgsten Tod gegeben; da, zur Tilgung uns'rer Schulden, du die Strafe wolltest dulden, und uns Segen zu erwer ben, als ein Fluch am Kreuze sterben! med and 6. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Haß mit Haß nicht zu vergelten, deine Schmäher nicht zu schelten, Allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, deine Feinde zu vertreten, und für Mörder ſelbst zu beten. 7. Demuth war bei Spott und ohne deiner Tugend Jesu Christ! Dem Alter, wie der Jugend, warst du als Pilger hier, ein Vorbild echter Tugend. Von früher Kindheit an betrat'st du ihren Pfad, und ehrtest deinen Gott mit Herz und Mund und That. 2. Du warest immerfort bereit, des Vaters Willen, selbst bis zum Kreuzestod, mit Freu den zu erfüllen; und willig übernahm dein liebevolles Herz, der Welt zum Trost und Heil, Beschwerden, Müh und Schmerz. 9 10 bisits 3. Nie hast du, Heiligster, die kleinste Pflicht verlegzet; nie Leidende geseh'n, und nicht mit Leben und Beispiel Jesu. mit Trost ergößet; und hatte sich ein Mensch vom rechten Pfad verirrt, wie gern hat deine Hand ihn nicht zurückgeführt! im se 4. Versuchung ohne Zahl; hier Ruhm und Schmeiche leien, dort lockender Gewinn, bier bittrer Feinde Dräuen umgaben überall dich, wo du gingst; doch du gingst standhaft durch sie hin mit Festigfeit und Ruh' tous 109 spiel gabst du mir, mein HeiLand, durch dein Leben! Sollt' ich nicht gern und mit Begier dir nachzuahmen streben? Nicht geh'n den Weg, den du betrat'st; nicht freudig thun, was du, Herr, that'st? 2. Dein Herz, von Sünden nie entweih't, war rein, wie deine Lehre; dein ganzer Wandel Heiligkeit, dein Endzweck Gottes Ehre, und, o, wie dent' ich's hocherfren't! der Menschen ew'ge Seligkeit. 3. Du führtest uns zur Tugend an; und daß wir folgen möchten, gingit du selbst ihre schwere Bahn voran vor deinen Knechten. Auch wenn du littest, ohne Schuld, ertrugst du Alles mit Geduld. 4. Der Kummervollen Trost. zu seyn, zu wehren jedem Leide, stets wohlzuthun und zu erfreu'n, war deine Sorg' und Freude; und eines jeden Menschen Schmerz durchdrang dein liebevolles Herz. 5. Du trugst mit Sanftmuth und mit Huld die Schwachheit deiner Freunde; daudy Sünder trugst du mit Geduld, und batest für die Feinde; verzagtest nie in Schmerz und Noth, und warst gehor= sam bis zum Todig 6. Ein folches Beispiel hast du mir zum Vorbild hinterlassen, und heißest mich Ver179. Welch hohes Beist traum zu dir und deiner Hülfe faljen 5. Voll hohen Friedens blieb, bis an des Lebens Ende, dein schuldlos Herz; und du gabst in des Vaters Hände den Geist geruhig hin. Vollendet war die Bahn; du warst am hohen Ziel, Belohnung zu empfah'n. 6. Vollendeter, auch ich kann sterbend ohne Beben in deiz nes Vaters Hand die Seele übergeben, wenn sie voll Eifer, rein von des Gewissens Schuld, dir ähnlich ward an Tren', an Sanftmuth und Geduld. dan unik d 7. Schau', o mein Geist, auf ihn! Verschmäh' des Lasters Freuden. Der Sünden Sold ist Tod, und ihre Frucht sind Leiden. Wie Jesus, weihe Gott des Lebens furze Zeit; dann folgest du ihm einst in's Reich der Herrlichkeit. Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. ofisi 110 Erlösung. faffen. Nimm, sprichst du, nimm mein Joch auf dich; komm, folge mir, und sich' auf mich! 7. Ich komme, Herr; gieb Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Jünger sev, und nicht mich bloß den Deinen nenne; damit ich), deinem Vorbild treu, auch Andern selbst ein Beiſpiel sey. ai Mel. Wie wohl ist mir zc. d 180. 3ut u dir erhebt sich mein Gemüthe, du Freund der Menschen, Jesu Christ, der du durch freie Herzens güte der Welt ein Vorbild worden bist. Du warst der Menschheit größter Segen; du brachtest Frieden ihr entgegen und Licht in ihre Dunkelheit. Nur Wohlthun war dein Erdenleben; dein Zweck, dein eifrigstes Beſtreben war deiner Menschen Seligkeit. 2. Es folgten dir auf jedem Schritte Erbarmen, Huld und Liebe nach, dir in des Armen nied're Hütte, dir unter des Beglückten Dach. Der Tempel, wie die öden Wälder, die Städte, wie die freien Felder, bezeugten deine Gün tigkeit. Eh' noch ein Leiden der es wagte und die sein Elend weinend klagte, warst du mit Hülfe schon bereit. Hists 3. Du fühltest deiner Freun de Leiden mehr, als du eigne Noth empfandst; du dachtest nicht an Ruh' und Freuden, so oft du Menschen leidend fandst. Nichts, Nichts beschränkte deine Werke. Du warst der blöden Seelen Stärfe, und der Bedrängten Zuversicht. Du halfst den Kranfen, wie den Armen, und riefst Verirrte mit Erbarmen auf den verlaßnen Weg der Pflicht.albated cou 4. So gingst du still auf deinem Pfade dem schrecklichsten der Tode zu. Noch war in deinen Blicken Gnade, in deiner Seele Himmelsruh'. Auch dann, als Schrecken und Gefahren dir nah' von allen Seiten waren, verließ dich nicht dein Edelmuth. Du bliebst Beschüßer deiner Freunde, du bliebst Erbarmer dei-? ner Feinde, und bat'st für sie bei ihrer Wuth. 5. Jesu, wäre doch mein Leben dem deinen gleich! wär' ich, wie du, so ganz der Mens schenlieb ergeben, so fanft, so mitleidsvoll, wie du! O, stärke in mir die frommen Triebed des Mitleids und der Mensd schenliebe, und präge deinen Sinn mir ein! So ziert mein Wandel deine Lehre, und mein ist, Herr, die hohe Ehre, dein Freund, ein wahrer Christ zu sen. nad og ordi Mel. Jesus als Lehrer. 111 5. Du lehrtest, Herr, durch Wort und That den Weg zu Gott, der Tugend Pfad. Du gingst als Führer selbst voran; o, gieb, daß ich auf gleicher Bahn, gestärkt von dir, mit 50C Mel. Vater unser im Himmelr. 2c. 181. Kein Lehrer ist dir, Jeſu, gleich. An Weisheit und an Liebe reich, bist du, sowohl durch Wort, als That, der schwachen Menschen sichrer Rath. Es freu't mein Geist im Glauben sich, Herr Jesu, dein, und lobet Dich. 2. Du famst zu uns von Gott gesandt, und machtest uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sündenschuld, theilhaftig werden seiner Huld. Auf ewig sey dir Dank und Ruhm, Herr, für dein Evangelium! 119+ 08 3. Du sahest in der Gottheit Licht mit aufgeklärtem Angesicht, was, nach des Höchsten weisem Rath, die Welt noch zu erwarten hat, und machtest auch durch deinen Mund die Zukunft selbst den Menschen fund. 4. Dieß und die Wunder deiner Hand sind uns ein was man sy aus deinem Mund gehört, 182. Wie göttlich find sey Wahrheit, die uns Gott gelehrt. Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dieß Wort von Gott! doch Jesu Lehren, wie überzengend seine Macht! Wer kann die großen Thaten hören, die er auf Erden hat vollbracht, und stimmet uns nicht gläubig bei, daß er der Welt Erlöser sey? steter Treu', dir nachzufolgen, eifrig sey.ind 6. Du bist es, Herr, von dem das Amt, das die Versöhnung predigt, stammt. Du machst, durch treuer Lehrer Mund, noch jetzt dein Heil den Menschen fund. Begleite stets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nußen schafft. 7. Noch immer hilfft du deinem Wort in seinen Siegen mächtig fort. Du sendest, wie du selbst verheißt, noch immer deinen guten Geist, der dem, der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte giebt. Go 8. Mein Heiland, send' ihn auch zu mir, daß er mich zu der Wahrheit führ', vom Eigendünkel mich befrei', damit ich dir gehorsam sey; bis mich dereinst in Ewigkeit ein hell' res Licht bei dir erfreu't.r Mel. Wer nur den lieben Gott tc. ( Neuc Mel.) 2. Er schenkte das Gesicht den Blinden, den Tauben gab er das Gehör; die Krankheit 112 heit mußte vor ihm schwinden, der Stumme bracht ihm Dank und Ehr'; sein Kraftwort hieß die Lahmen geh'n, und selbst die Todten aufersteh'n. Erlösung. 3. Sein Segen speiste ganze Heere; aus wenig Vorrath schuf er Biel. Gebot er nur dem Wind und Meere, so fand ihr Toben bald sein Ziel. Mit Gottes Lieb' und Gottes Macht ward jede That von ihm vollbracht. hin, und trägt die Schuld der abgefall'nen Kinder; geh't hin, und träget mit Geduld die Sünden aller Sünder, Es geh't den rauhen Todes gang, folgt seinen Würgern ohne Zwang, begiebt sich aller Freuden; es sieh't die Marter, die ihm droht, und will die Schmerzen und den Tod doch gern und willig leiden. 4. Wir danken, Vater, dei ner Stärke, die Jesum vor der Welt verklärt, der durch so große Wunderwerke als dein Gesandter sich bewährt. Auf, Menschen, nehmt ihn gläubig an, und seyd ihm willig unterthan! Passionslieder. 2002 lisdie groß; doch du vermagst es: 183. Ein Lamm geh't mache los, die nun im Elend schmachten. 3. Ja, Vater, sprach der ew'ge Sohn, tein Sünder soll verzagen! Ich steig' berab von deinem Tyron, und will die Sünden tragen. O unerhörte Liebesmacht, daß Gott, was nie ein Mensch gedacht, den eig'nen Sohn uns schenfet! O Liebe, wer faßt deinen Rath! Den, welcher selbst das Leben hat, hast du in's Grab gesenket. 4. Er büßt für uns am Krenzesstamm', damit wir Gnade finden; er läßt sich tödten, wie ein Lamm, zum Opfer für die Sünden. Für Alle stirbt er; auch für mich ergießet seine Liebe sich in milden Strömen Blutes. Lamm Gottes; ewig dank' ich dir! Dech nie genug! du thatest mir 2. Dieß Lamm ist der erhab'ne Freund und Heiland uns'rer Seelen; Gott, als der Sünde strenger Feind, wollt' ihn zum Mittler wählen. Sohn, sprach er, nimm dich derer an, die über sich in blindem Wahn selbst Schuld und Strafe brachten. Die Schuld ist schwer, die Strafe seh Leiden und Sterben Jesu. 113 mir, ch' ich noch war, schon Met. Jesu Leiden, Bein und ze. Gutes.do Cout 5. So lang' ich lebe, will 185. Mein Erlöser, Gotich dich aus meinem Sinn nicht lassen! Dich will ich stets, gleich wie du mich mit trener Lieb' umfassen! Nur die gefallen, sey mein Ruhm; ich will mich hier zum Eigenthum auf ewig dir ergeben. Nur du bist meine Zuversicht; und wenn mein Herz im Tode bricht, bist du auch dann mein Leben. 6. Was ist das Leiden die fer Zeit, und Alles, was mich fränket, wenn meine Seel' in Traurigkeit, Herr, an dein Leiden denket? Dieß flößt in meine bange Brust zur Zeit der Trübsal sanfte Lust, läßt mich nicht unterliegen; dieß stärket mich mit Kraft und Muth, auch über Welt und Fleisch und Blut im schwersten Kampf zu fiegen. 7. Ist endlich ganz voll bracht, was mir Gott auferlegt zu leiden, und rufst du, Jesu, mich zu dir und deines Reiches Freuden: dann reichest du von deinem Thron mir jenen großen Gnadenlohn, den mir dein Tod erworben; dann werde dir in Ewigkeit Anbetung, Preis und Dank geweiht, daß du für mich gestorben! 10 ( 184.) tes Sohn, der du für mich littest, und, erhöh't auf Gottes Thron, jetzt noch für mich bittest; welche Wohlthat ist für mich dein so bitt'res Leiden! O, wie preis' ich würdig dich, Stifter meiner Freuden? 2. Dir, dem Herrn der Herrs lichkeit, war es ja gegeben, en ohne Schmerzen, ohne Leid, ewig froh zu leben. Aber, o der großen Huld! daß ich selig würde," übernahmst du in Geduld schwerer Leiden Bürde! 3. Nun fann meine Missethat noch Vergebung finden; denn du starbst nach Gottes Nath für der Menschen Sünden. Uns're Lasten trugest du; fittest, uns zu retten, daß wir im Gewissen Ruh', mit Gott Friede hätten. 4. Was uns Lust zur Beßrung schafft, was zur Tugend leitet, dazu bast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen gern zu thun, Sünden abzusterben. 5. Froh kann ich in's Todesthal schon im voraus sehen, und zu jener Welt eins mal ohne Schrecken gehen; denn du hast aus aller Noth 8 Ret Erlösung. 114 tung mir errungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen! Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, denn du hast's in Händen, was du mir zum Heil verschafft, gläubig anzuwenden. 7. Strafet mein Gewissen mich, reu'n mich meine Sünden, o dann laß, gestärkt durch dich, mich den Trost empfinden: du bist auch für meine Schuld an dem Kreuz gestorben; hast zu Gottes Baterhuld Zutritt mir erworben. 8. Laß das Wort von deinem Krenz mich mit Muth beleben, standhaft jeder Sünde Reiz hier zu widerstreben. Treib' mich mächtig dadurch an, mich vor Gott zu scheuen, was ich unrecht je gethan, innig zu bereuen. 9. Stärke mich durch deinen Tod auf die letzten Stunden. Wie du deines Todes Noth siegreich überwunden: v, so bilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr, so dank' ich ewig dir für dein bitt'res Leiden. dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. AFTON 103 10 Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an uns'rer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen! 3. Welch wundervoll, hochheiliges Geschäfte! Sinn' ich ihm nach, so zagen meine Kräfte; mein Herz erbebt; ich seh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb', und läßt die Welt erlösen; dieß kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz' erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es stürzt mich tief, und es er hebt mich wieder; lehrt mich mein Glück; macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. Herr, mein Heil, an den ich herzlich glaube! ich liege hier vor dir gebeugt im Staube, verliere mich mit danfendem Gemüthe in deine Güte. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken. Allein sollt' ich darum im Glauben wan186. Herr, stärke mich, fen? Ich bin ein Mensch; darf Leiden und Sterben Jesu. darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt' in Gott ist, Gnad' und Lieb' erweisen; uns kommt es zu, fie demuthsvoll zu preisen; zu seh'n, wie hoch, wenn Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade steiget. 9. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren; daß ich, ge treu in dem Beruf der Liebe, mich christlich übe. 115 14. Lockt böse Lust mein Herz mit ihrem Reize, so schrekke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; und werd' ich matt im Laufe guter Werke, so sey mir's Stärke. 15. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein 10. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dieß ist der Dank für deines Kreuzes Schmerzen; und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen, die nachzuahmen. ergerniß und eine Thorheit werden, so sey's doch mir, trotz alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 16. Gott, eile nicht, sie rächend zu zerschmettern; erbarme dich, wenn Einer von den Spöttern dereinst bekehrt zu dem, den er geschmähet, um Gnade flehet! 17. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden fränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken. Dein Kreuz, dieß sey, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude. 11. Unendlich Glück! Du littest uns zu gute! Ich bin versöhnt mit deinem theuren Blute! Du hast mein Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben! Q Mel. Herzliebster Jesu, was tc. 12. So bin ich denn schon 187. So gingst du einſt, selig hier im Glauben? So wird mir nichts, Nichts meine Krone rauben? So werd' ich dort, von Herrlichkeit umge ben, einst ewig leben? beraubet aller Freuden, für deine Feinde Schmach und Tod zu leiden! Du gingst, o Willen Jesu, deines Vaters treu zu erfüllen. di 13. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad betrete, im Glauben kämpf, im Glauben wach und bete, so ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, als Jesus lebet. 2. Du, der Erbarmer aller Menschenkinder, gingst in's Gericht vor Gott hin, für die Sünder. Nur uns're Schuld und Last muß, Herr, dich drükken, uns zu beglücken. 8* 3. Dut Erlösung. 116 3. Du ließeft dich, um aus des Todes Nöthen uns zu befrei'n, verhöhnen, martern, tödten. Du würdest, als ein Fluch, an's Kreuz geschlagen, in's Grab getragen. 4. Herr, der du dich für uns dahin gegeben, und unser Heil mehr liebtest, als dein Leben, Lamm Gottes, das du Aller Schuld getragen, ich kann nicht zagen. 5. Dein Tod vertilget alle meine Flecken; er schüget mich vor des Gerichtes Schrecken; er stärket mich, die Welt, mich und die Sünden zu überwinden. 6. Werd' ich dereinst im letzten Kampf erzittern; wird meinen Geist des Grabes Furcht erschüttern: dann laß dein Leiden, Hoffnung der Erlösten, mich mächtig trösten! Mel. O Haupt voll Blut zc. 188. Der du voll Blut und Wunden für uns am Kreuze starbst, und unsern leßten Stunden den größten Trost erwarbst; der du dein theures Leben, noch eh' ich war, auch mir zur Rettung hingegeben, mein Jesu, Dank sey dir! Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du warst der Leute Spott; dich höhnten deine Feinde: Wo ist denn nun sein Gott? 2. Wie viel hast du erduldet, erhab'uer Menschensohn, als du, der nichts verschuldet, empfingst der Sünder 4. Wer kann dir nachempfinden den Schmerz, die Todesangst, mit welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangst! Die Last gehäufter Plagen fiel da so schwer auf dich, daß sie dich drang zu klagen: Gott, wie verläßt du mich! 5. Ach, diese Last und Mühe hab' ich dir auch gemacht. O mein Erlöser siehe vom Throne deiner Macht in Gnaden auf mich Armen, der sich verschuldet hat, und hilf mir er du voll Blut aus Erbarmen von meiner Missethat. 6. Auf dich will ich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? Verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du, Herr, mich nicht liebst? wo Reinigung von Sünden, wenn du sie mir nicht giebst? 7. Du hast uns durch dein Leiden Vergebung, Beßrungskraft, in Trübsal Trost und Freu Leiden und Sterben Jesu. Freuden, die ewig sind, verschafft. O, gicb an dieser Gnade auch meinem Glauben Theil, und auf des Lebens Pfade mir Muth, Kraft, Trost und Heil! 8. Mit innig frohem Triebe bring' ich dir meinen Dank. Die Größe deiner Liebe bleibt stets mein Lobgesang. Gieb nur, daß ich mich halte zu dir mit fester Treu', und, wenn ich einst erfalte, dein Tod mein Leben sey. 9. Belebe dann mein Hof fen, zum Himmel einzugeh'n. Laß meinen Geist ihn offen, und dich verherrlicht seh'n. Da ruf ich dann mit Freuden: Nimm meinen Geist, Herr, auf! Und du nimmst ihn im Scheiden zu deiner Wonn' hinauf. 117 deinen Plagen; o, wie dank, wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! 3. Du betrat'st, für mich zu sterben, willig deine Leidensbahn; stieg'st, mir Leben zu erwerben, gern den Todespfahl binan; dachtest nicht an deine Schmerzen, trug'st die Menschen nur im Herzen; o, wie dank', wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! 4; Meinetwegen trugst du Bande; littest frecher Läst'rer Spott; achtetest nicht Schmach und Schande, Schläg' und Wunden, Kreuz und Tod. Mich hast du der Noth entrissen, die mich hätte treffen müssen; o, wie dank, wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! 5. Frevler krönten dich zum Hohne; deine Stirne blutete unter einer Dornenkrone, König aller Könige! Das hast du für mich gelitten, mir die Ehrenfron' erstritten; o, wie dank', wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! 6. Du, der tausendfache Schmerzen mir zur Liebe gern ertrug, deinem großmuthvollen Herzen war mein Heil Belohnung g'nug. Trost in meinen letzten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden; o, wie dank', wie dank' ich) dir, mein Erlöser, g'mug dafür! 7. Ruh' 189.Jeju, meines Lebens Leben, deß sich meine Seele fren't, der für mich sich hingegeben, Stifter meiner Seligkeit; du, der lieber wollt' erblaffen, als mich im Verder= ben lassen; o wie dank', wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'ung dafür! 2. Menschenfreund, vonGott gesendet, zu erfüllen seinen Rath, längst hast du dein Werk vollendet, wegzuthun die Missethat. Doch wird mir in diesen Tagen nen das Bild von 118 7. Ruh' im Leben, Trost am Grabe, unaussprechlicher Gewinn, den ich dir zu danken habe, dir, deß ich nun ewig bin! Jesu, dir mein Herz zu geben, deinem Beispiel nachzustreben, dir zu trau'n, zu sterben dir, dieß, dieß sey mein Dank dafür! Erlösung. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 190. Meine Seel er= hebt voll Freuden sich zu dir, o Golgatha! und bei Christi Kreuz und Leiden singt sie ihm: Hallelujah! Mich betrübet zwar die Sünde; doch was ich bei Jesu finde, das verwandelt alles Leid in die größte Freudigkeit. 2. Gottes Gnade, Heil und Leben, Trost und Segen hab' ich hier; meine Sünden sind vergeben; nichts Verdammlich's ist an mir. Christus ist für mich gestorben, und hat mir das Heil erworben; er, er hat auf blut'ger Bahn mich erlöst von Furcht und Wahn. 17h- JU 3. O, wie wohl hab' ich's getroffen! Hier soll meine Wohnung scyn! Gottes Arme steh'n mir offen; Jesu Liebe führt mich ein. Hier will ich mir Hütten bauen; hier erhebt sich mein Vertrauen; hier ist Rah' von allem Drang; hier, hier bleib' ich lebenslang. 4. Hier soll auch des Lebens Ende, und mein letzter Seufzer seyn. Decken mich nur Jesu Hände, o, so schlaf ich selig ein! Denn versöhnt durch Christum sterben, heißt das nicht, das Leben erben? So bin ich, o Golgatha, schon auf dir dem Himmel nah'! am Mel. Jesu Leiden, Pein und 2c. 191. Mein Erlöser, auch für mich gingst du hin zum Leiden, und begabst aus Liebe dich aller deiner Freuden, littest Bande, Schmerz und Hohn, sah'st den Tod von ferne; doch ertrugst du, Gottes Sohn, alle Leiden gerne. 2. Du entfloh'st nicht der Gefahr, die dem Leben drohte. Als die Stund' erschienen war, gingst du froh zum Tode. Muthig übergabst du dich in der Feinde Hände, und bliebst unveränderlich standhaft bis an's Ende. 3. Lehre mich, wie du, so still und getrost zu leiden, und, wenn es dein Rath einst will, willig zu verscheiden. Stärke mich, wenn ich einmal sterbend zu dir flebe, daß ich durch das Todesthal ohne Schrecken gehe. 4. Dant, o Jesu, Dank sey dir für dein schweres LeiDen! Leiden und Sterben Jesu. 119 den! Denn dadurch erwarbst im Geist ich seh', was ist's, du mir deines Himmels Freuden. Nunmehr weiß ich, daß im Tod ich nicht ewig sterbe; denn ich bin versöhnt mit Gott, bin des Himmels Erbe. das ich empfinde? Ich weine, Herr, nicht über dich; ich wein' und klage über mich, und über meine Sünde. 4. Du leidest nicht für eig'ne Schuld; denn du bist der Gerechte. Du stirbst voll göttlicher Geduld für schnöde SünMel. Ein Lamm geht hin und ze. 192. Herr, der du Erd' denknechte. Es war auch meine und Himmel lenkst, was bin ich doch, ich Armer, daß du so huldreich mein gedenkst, mein Vater und Erbarmer? Mich drückte des Gewissens Noth, mir droh'ten Elend, Qual und Tod; wo sollt' ich Rettung finden? Doch du erbarmtest meiner dich, und du beschlossest väterlich die Tilgung meiner Sünden. Missethat, die, Heiland, dich gemartert hat; ichSünder sollte sterben; doch du ging'st für mich in den Tod, mir von der Sünd' und ihrer Noth Befreiung zu erwerben. 2. O Rathschluß voll Barmherzigkeit! Dein Sohn will für uns sterben, wird Stifter unsrer Seligkeit, entreißt uns dem Verderben! Er fleider sich in Fleisch und Blut, thut, was kein Freund, fein Bruder thut; wer fann dieß ganz durchdenken? stellt sich den größten Martern bloß, erduldet sie, stirbt göttlich groß, und läßt in's Grab sich senfen. 5. Und dient ich nun der Sünde noch? Wie müßt' ich mich nicht schämen! Nein, Jesu, nur dein sanftes Joch will ich nun auf mich nehmen. Ich will der Sünde Lockung flieh'n und ihren Lüften mich entzieh'n, bei deinem Tod am Kreuze! Dem, Herr, entsag' ich, was der Welt, was meiner bösen Lust gefällt, und ihrem falschen Reize. 3. Ganz faßt dich selbst ein Engel nicht, Gedanke zum Erschüttern! Zwar bist du meine Zuversicht; doch denk' ich dich mit Zittern. Wenn ich im Geist Gethsemane, wenn Golgatha 6. Ach, laß, nach deiner Gütigkeit, mich dein Erbarmen schmecken, wenn Sünden der vergang'nen Zeit mein banges Herz erschrecken. Es stärke mich in Seelennoth dein für mich ausgestand'ner Tod, die Kraft von deinen Wunden! Es tröste mich dein banges Fleh'n, als man verlassen dich geseh'n, in meinen Prüfungsstunden. 7. Dank, 120 7. Dank, mein Erlöser, Dank sey dir für jede dei ner Plagen, für alle Leiden, die du hier an Seel' und Leib ertragen; für allen Schmerz, für alle Angst, damit du für mich Sünder rangst, sey Ehre deinem Namen! Gedenke meiner in der Noth, gedenk' auch meiner einst im Tod und im Gerichte. Amen. Erlösung. 194. Wenn meine Sünd'n mich fränken, o mein Herr Jesu Christ! so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist, und alle meine 193. An deine Leiden heil'gen Kreuzes, auf dich geSchuldenlast, am Stamm des Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. nommen hast. denken wir, Herr Jesu Christ, und danken dir, daß du so willig ihre Last zu unserm Heil getragen haſt. 2. Im Geiste folgen wir dir nach, von Schmerz zu Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir schau'n zu dei nem Kreuz hinan, und beten dich bewundernd an. 3. Auch uns zu gut, o Herr, betrat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Auch uns strömt Kraft und Trost und Ruh' aus deinem bittern Leis den zu. des Lebens Pfad, wer dich verschmäht. 140 6. Mit Dank und Freude folgen wir, o Jesu, treuer Heiland, dir; und du wirst uns, wenn wir dich seh'n, zur frohen Ewigkeit erhöh'n. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, Bußfertigen die Schuld vergiebt, den großen Trost von unserm Gott gewährt, Erlöser, uns dein Tod. 5. Und an dich glaubten, Herr, wir nicht? Wer gäb' uns Trost und sich'res Licht? Mit ungewissen Schritten geht 2. O Bunder ohne Maßen; mein Herz, betracht' es recht! Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; selbst seinen eig'nen Sohn hat Gott für mich verlor'nen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Fluch, der Sündern droht? Ich bin bei Gott in Gnaden durch Jesu Mittlertod; von allem Fluch bin ich befreit, daß ich nicht mehr darf fürchten Gericht und Ewigkeit. 4. Drum sag' ich dir von Herzen, jetzt und mein Leben lang, für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank; für deine Noth und Angstgeschrei; für dein unschuldig Sterben; für deine Lieb' und Treu'. 5. Herr, Leiden und Sterben Jesu. 5. Herr, laß dein bitt'res Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meis den die sündliche Begier; daß mir nie fomme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, und wär's auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verläugne diese Welt, und folge jenem Beispiel, das du mir vorgestellt. SP 198 7. Laß mich an Andern üben, was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen Jedermann, obn' Eigennuß und Heuchelschein, und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb' allein. 8. In meinen legten Stunden erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir verbunden, besieg' auch diese Noth. Du bist es, Herr, auf den ich trau'! Stärk' meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig schau'! 121 Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befremdet's dich, daß ich Jesum Christum liebe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mir Schirm und Schild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Mel. Freu' dich sehr, o meine ze. 195. Der am Kreuz ist meine Liebe, meine Lieb' ist Jesus Christ! Weich von mir, des Eiteln Liebe, Alles, was nicht ewig ist! Was du giebst, ist nicht von Gott, und, womit du lohust, ist Tod. Der am Kreuz' ist meine 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du bist mir verhaßt. Weh' mir, wenn ich den betrübe, der für mich am Krenz erblaßt. Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Trät ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Krenz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz' ist meine Liebe. Was ist dir noch fürchterlich? Ruh', Gewissen! Er, die Liebe, Jesus opfert sich für mich! Schaue, wie er blutend ringt mit der Sünd', und sie bezwingt! Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Nichts, wie mächtig es auch ist, Hunger, Blöße, Sündentriebe, trennt von dir mich, Jesu Christ; nicht Gewalt, nicht Gold noch Ruhm, Engel nicht, kein Fürstenthum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der 122 6. Der am Kreuz' ist meine Liebe. Komm, o Tod, du bist mein Freund. Wenn ich, wie ein Staub, verstiebe, wird mein Geist mit Gott vereint. Da, da schau' ich Gottes Sohn, ernte seiner Leiden Lohn! Der am Kreuz' ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. Erlösung. Mel. Freu' dich sehr, o meine sc. 196. Deine Wunden, deine Schmerzen, Heiligster, dein Kreuzestod, geben Ruhe meinem Herzen, Kraft zur Tugend, Trost in Noth. Will die Sünde mich entweih'n, denk' ich nur an deine Pein; fie, sie läßt den Grän't der Sünden mit Entsegen mich empfinden. ging dein Weg zu ew'gen Freuden. 4. Wenn ich innig an dich glaube, o, wie werd' ich hingerückt über Alles, was zum Staube meine Seele niederdrückt! Deine Schmach, dein Blut, dein Schmerz hebt zur Ewigkeit das Herz, auf zum Lohn, den du erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Ja, mit deinem Bild Herzen fürcht ich Noth im und Trübsal nicht, nicht den Tod mit seinen Schmerzen, nicht das kommende Gericht. Lob und Dank dir, Jesu, dir! ew'ges Leben giebst du mir. Herr, durch deine Todesstunden hab' ich jetzt schon überwunden. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. 2. Wenn nach unerlaubten Frenden mein verderbtes Herz 197. Seele, geh auf begehrt, und ich seh' auf deine Leiden: welche Lust hat dann noch Werth? Jag' ich eitler Ehre nach, und erblick in tiefer Schmach dich, den alle Himmel ehren; fann noch Stolz mein Herz bethören? Golgatha, beuge dich vor Jesu Kreuze, und bedenke, was dich da für ein Trieb zur Buße reize! Willst du unempfindlich seyn, o, so bist du hart, wie Stein! 3. Herr, bei dir nur such' ich Friede, in der Angst Beruhigung, neue Kraft, wenn ich ermüde, und des Herzens Heiligung. Sind des Lebens Lasten schwer: ach, von Kreuz weh't Stärkung her; denn vom Kreuz, dem Ziel der Leiden, 2. Siehe doch dieß theure Bild zwischen Erd' und Himmel hangen; wie das Blut in Strömen quillt, daß ihm alle Kraft entgangen! Jesus stirbt in Schmach und Noth eines Uebelthäters Tod! 3. Lamm Gottes, ohne Schuld! alles das hab' ich ver Leiden und Sterben Jesu. 123 Noth auch geduldig überwinden. Nirgend sonst wird mich der Tod, als in deiner Liebe finden. Wer sich fühlt von dir bewacht, spricht getrost: Es ist vollbracht! verschuldet, und du hast aus großer Huld Angst und Tod für mich erduldet; daß ich nicht verloren geb', giebst du dich in bitt'res Web. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe! Schaue von des Kreuzes Stamm', wie ich mich um dich betrübe! Dein im Blute wallend Herz seget mich in bangen Schmerz. 5. Ich kann nimmer, nimmermehr diese Liebe dir vergelten. Du verbindest mich so sehr! Schenkt ich ſo gleich tausend Welten, ach! das wäre nicht genung nur für deinen Gallentrunf. dir 6. Nun, ich weiß Etwas für dich: sieh', ich will mein Herz dir geben; dieß soll Herz dir geben; dieß soll unveränderlich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend seyn. 7. Laß dein Herz mir offen steh'n, wenn ich je den Muth verliere. Dahin will ich glänbig geh'n, wenn ich Kreuz und Noth verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst't, bis du mich erquicken wirst. 8. Gieb dem Schwachen Kraft und Muth; lehre mich die Welt verschmähen. Laß 199. Herzliebſter Jeſu, mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen. Führ in allem Kreuze mich wunderbar, nur väterlich! 9. Endlich laß mich meine Mel. O Lamm Gottes 2c. 198. Erlöser, einst im Staube mit Blut und Thränen bedecket, dein tröste sich mein Glaube, wenn Tod und Sünde mich schrecket. Dein Ringen, Seufzen, Klagen, dein Todestampf ,, dein Zagen sey meine Ruhe, Herr Jeſu! 2. Du fittest ganz unschuldig von Frevlern Schmähung und Schmerzen, und trugst sie doch geduldig mit sanftem, versöhnlichem Herzen. Dein Bild müss' uns beleben, zu dulden, zu vergeben, wie du zu lieben, Herr Jesu! 3. Am Kreuz hingst du unschuldig für uns're Sünde verschmachtet! Dein Sterben mach' uns geduldig, wenn uns die Welt verachtet. Es schreck uns ab von Sünden; es müss' uns dir verbinden zu innigem Danke, Herr Jeju! was hast du verbrochen, daß man das Todesurtheil dir gesprochen! Ein Fluch gemacht, sollst du am Kreuze sterben, wie Sünder sterben! 2. Ge= 124 Erlösung. ihren Freuden, und du willst leiden! 9. Wer kann, o Herr, die großen Seligkeiten, die du uns gabst, mit vollem Dank ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Proben genug erhoben? 10. Doch Eins, sagst du, Eins werde dir gefallen, wenn wir vor dir in Buße niederfallen, und uns're Herzen nicht mit alten Sünden auf's neu' entzünden. 4. Was ist die Ursach' dieser deiner Plagen? Ach, uns're Sünden haben dich geschla- i 11. Doch, es ist nicht ein gen! Ich, großer Mittler, ich hab' das verschuldet, was du erduldet! Werk von eig'nen Kräften, die Lust zur Sünde an das Kreuz zu beften! O! gieb mir deinen Geist, der mich regiere, und es vollführe. 5. Wie wunderbar ist, Nichter, deine Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe! Die Schuld bezahlt der Bürge, der Gerechte, für seine Knechte! 6. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt! Der Böse lebt, der wider Gott gehandelt! Die Unschuld stirbt! Der das Gesetz gebrochen, wird losgesprochen! 7. Ach, ich, ich war verderbt und voller Sünden; nichts Gutes war an mir vor Gott zu finden; drum hätt' ich billig mein Verbrechen müssen auf ewig büßen. 8. D Liebe, Liebe, die nicht auszusprechen! Du läßt an dir, was ich gesündigt, rächen! Wir lebten mit der Welt in 2. Gegeißelt wirst du, und zur Schmach gekrönet, in's Angesicht geschlagen und verhöhuet; mit Finsterniß des Todes überschattet, geh'st du ermattet. 3. Du trägst dein Kreuz; du eilst auf blut'gen Wegen, voll Zuversicht, voll Muth, dem Tod' entgegen! Ich sehe dich, gefreuzigt, dich entfärben, voll Wunden sterben! 12. Dann werd' ich deine Huld mit Dank betrachten, dich, dich nur lieben und die Welt verachten; dann werd' ich wachen, beten, deinen Willen mit Lust erfüllen. 13. Dann werd' ich dir zur Ehre Alles wagen, das Kreuz nicht achten, keine Schmach, noch Plagen; mich sollen Spott, Verfolgung, Todesleiden nie' von dir scheiden. 14. Dieß Alles ist zwar für gering zu achten; weil wir noch sterblich hier im Staube schmachten. Doch nimmst du's an; du wirst dein ew'ges Leben mir dennoch geben. 15. Empfang' ich dann, o Herr, vor deinem Throne, aus dei Leiden und Sterben Jesu. deiner Hand, der Ueberwinder Krone, so soll dich ewig unter Engelchören mein Loblied ehren. Mel. Wenn meine Sünd'n mich zc. 200. Mit Wehmuth Mit Wehmuth und Vertrauen, Gefreuzigter, will ich auf deine Leidenschauen; v stärke, stärke mich! Gieb mir von deinem Todesschmerz, gieb mir von deinen Wunden Empfindung in mein Herz. 2. Wie fönnt' ich ohne Neue an deinem Kreuze steh'n, und fühllos deine Treue und deine Qualen seh'n? Dich drückte fremder Sünden Last. Ach, wer vermag zu fassen, was du erduldet haft? 3. Mich dringe Dank und Liebe, die Sünde stets zu scheu'n, und dir aus reinem Triebe mich ganz zum Dienst 125 Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist, und hast uns durch dein theures Blut vor Gott gemacht gerecht und gut. 2. Und bitten, wahrer Mensch und Gott, durch deine Wunden, Angst und Noth, erlös uns von dem ew'gen Tod, und tröst' uns in der letzten Noth. 3. Bebüt uns auch vor Sünd' und Schand', und reich uns deine Allmachtshand; hilf uns im Kreuz geduldig seyn, uns trösten deiner schweren Pein. 4. Heil mir! aus deinen Wunden fließt dann mir Stärfung zu, und in den letzten Stunden empfind' ich Trost und Ruh'. Ich kann in freudigem Vertrau'n dir, dem ich lebte, sterben; denn dort werd' ich dich schau'n. 201. Wir Mel. O Jesu Chrift, mein's 2c. ir danken dir, 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, du werdest uns verlassen nicht, vielmehr ganz treulich bei uns steh'n, bis wir durchy's Kreuz in's Leben geh'n. Mel. Jesu Leiden, Pein und zc. weih'n! Mein ja ich schwör' es hier bei dei 202. O hilf, Christe, nem Tod am Kreuze: Jch leb, ich sterbe dir! Gottes Sohn, durch dein bitt'res Leiden, daß wir, dir stets unterthan, all' Untugend meiden; deinen Tod und sein' Ur= sach' fruchtbarlich bedenken; dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. Mel. Herzliebster Jesu, was zc. 203. Sey hochgepriez sen, Herr, für deine Liebe! Sie drang dich zu dem mitleids 126 Erlösung. leidsvollen Triebe, für eine Welt voll Sünder selbst dein Leben dahin zu geben. 2. Fürwahr, du trugest unf'rer Sünden Schmerzen. O, welch ein Herz gleicht deinem edlen Herzen! Du ließest unMel. Es ist genug! So nimm sc. f're Schuld an dir bestrafen, 204. Ich bin erlöst! Es uns Heil zu schaffen. floß des Mittlers Blut; er starb den Kreuzestod. Mit Gott versöhnt, empfind' ich Glaubensmuth; ich fürchte keine Noth. Die Weisheit hat mein Heil erfunden; die Liebe glorreich überwunden. Ich bin erlöst! d 2. Ich bin erlöst! Es trifft des Donners Spruch vom Sinai mich nicht. Mein Heiland nahm von mir den schweren Fluch; ich komm' nicht in's Gericht. Drum quält mich nicht, beren'te Sünden; der Vater läßt mich Gnade finden. Ich bin erlöst! 3. Ich bin erlöst! Der Held zerriß das Band der Feinde meiner Ruh'. Zur Hölle hat die Schlüssel seine Hand; er schloß die Pforte zu. Nun können Feinde frommer Seelen mich nicht mit Furcht und Schrecken quälen. Ich bin erlöst. 503704 4. Ich bin erlöst! Was ist noch, das mich schre.ft? Licht wird die Todesna.ht, aus der mich bald der Herr des Lebens weft, in neuer Schö3. Laß dieses Heils auch mich theilhaftig werden! Was hab' ich sonst für süßern Trost auf Erden? Was giebt mir sonst wohl sichern Grund zur Freude, wenn ich einst scheide? 4. Du bist, mein Heiland, auch für mich gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, das hast du, von Barmherzigkeit geleitet, auch mir bereitet. 5. Erhalte selbst mein Herz bei diesem Glauben; fein ban ger Zweifel müsse mir ihn rauben. Er müsse mich zum Fleiß in guten Werken be ständig stärken. 6. Sollt' ich mich nun noch frevelhaft erkühnen, der Sünde, die dich tödtete, zu die nen? Wie könnt' ich mit der Menge der Erlösten mich deiner trösten? 7. Nein, dir allein, der du durch deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienst verbunden, nur dir, mein Heiland, sey mein ganzes Leben zum Dienst ergeben. 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden. bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit dankvollen Zungen stets wird besungen. Besondere Verfälle in der Leidensgeschichte. 127 Stunde da. Der Tod wird mir zum seligsten Gewinn; mein Retter ist mir nah', den Geist beim Abschied von dem Leben in's Land der Engel zu erheben. Ich bin erlöst! Schöpfungspracht. Ich ruh, werd' ich in's Grab getragen, nur von den schwülen Prüfungstagen. Ich bin erlöst! 5. Ich bin erlöst! In Frieden fahr' ich hin, ist meine Mel. Ein Lamm geht hin und zc. 205. Der Weltversöhner ist bereit, sein Leiden anzutreten. Er geh't, in stiller Einsamkeit zu fämpfen und zu beten. Dort, hingesunken auf die Knie, arbeitet er in schwerer Müh', und bètet, kämpft und zaget. Er wünscht den heißen Kampf verkürzt. Wer sieht's und höret nicht bestürzt, wie leidenvoll er flaget? 2. Gott, du bist heilig, wunderbar in allen deinen Werfen. Ein Knecht, ein Engel, muß sogar den Herrn vom Himmel stärken. Er ringt; sein heilig Angesicht träuft Blutschweiß; wer entsetzt sich nicht? Wer litt, wie er, auf Erden? Der du in reiner Unschuld prangst, wie konntest du von solcher Angst, o Herr, bestürmet werden? 3. Du rang'st für uns're Seelenruh', von Qual und Tod umgeben; und gottergeben weih'test du dem Martertod dein Leben. Du warst so rein von eig'ner Schuld, und wardst ein Beispiel der Geduld, uns zu befrei'n von Sünden. O Frevler, der du ihn verschmäh'st, und frech den Weg der Thorheit geb'st, was wirst du einst empfinden! 4. Mehr litt er, nach des Höchsten Rath, für Sünder, als wir fassen; er litt, auch auf der Leiden Pfad ein Vorbild uns zu lassen. Nun jauchze, wen die Sünde reu't, wer Jesu Christi sich erfreu't, er wird vor Gott bestehen. Der du ihm folgst, o zage nicht vor Noth und Tod und Weltge= richt! Du wirst sein Heil einst sehen. 5. Doch denke stets, um welchen Preis dein Heiland dich erkaufet. Er rang, bedeckt mit Todesschweiß, mit Blut für dich getaufet. Ach, wache, daß die Sünde sich nie dein bemächtige, noch dich in deiner Treu' erschütt're! Lockt ihre Stimme, höre nicht! Schau' hin auf ihn; denk' an's Gericht, das Sünder trifft, und zitt're! Mel. 128 Erlösung. Mel. O Lamm Gottes 2c. 206. Criöser, fieb, ich falle anbetend ver dir nieder. Zu deinem Himmel schalle der Jubel meiner Lieder. Als Held hast du gerungen und hast den Tod bezwungen. Preis sey dir ewig, o Jesu! 2. Du sab'st sie schon, die Bande, womit dir Frevler droh'ten; sah'st vor dir Cual und Schande, und dich schon unter Todten. Doch du, voll Huld und Gnade, gingit gern die Marterpfade. Preis sey dir ewig, o Jesu! 3. Von beißer Angst erschüttert, liegst du vor Gott im Staube. Doch, da dein Herz erzittert, erhöhet fich dein Glaube, und unter Todesgrauen wird fester dein Vertrauen. Preis sey dir ewig, o Jesu! 4. Nur uns zum Heil und Leben hast du in Angst und Plagen dich willig hingegeben, und gern dein Kreuz getragen. Nicht Glück, nicht Schmach und Leiden soll nun von dir mich scheiden. Dein bin ich ewig, o Jesu! Mel. Wenn meine Sünd'n mich zc. 207. Herr, es gescheh dein Wille! Gern duld' ich jeden Schmerz, giebst du nur Muth und Stille und Hoff nung mir in's Herz. Laß mich, wenn mir Versuchung droht, wie du, mein Heiland, leiden, und treu seyn bis zum Tod. 2. Ein Heer von Martern schwebte vor deinem sanften Blick. Zwar deine Seele bebte; doch wich sie nicht zurück. Gestärkt von Gott mit Geistes ruh', erhobst du dich vom Staube, und gingst den Feinden zu. 3. Dich schreckte das Getümmel der Mörderwaffen nicht. In deinem Geist war Him mel und Muth im Angesicht. Schon stürzt auf dich der Feinde Schar; doch bot'st du deine Hände den Banden willig dar. 4. O, wär' ich doch im Leiden, wie du, so sanft und still! O litt' ich so mit Freuden, was Gott, mein Vater, will! Ich will mit Ehrfurcht und Vertrau'n, Geduld von dir zu lernen, auf dich, Erlöser, schau'n. 5. Giebst du mir deinen Frieden, so schreckt mich feine Noth, nicht Schmerz, nicht Tod hienieden, wär's auch der Martertod. Durch dich, Herr, überwind' ich weit; denn deine Gnade tröstet mein Herz mit Seligkeit. ( 208.) Mel, Besondere Vorfälle in Met. Wenn meine Sünd'n mich sc. 209. Von Furcht dahin gerissen, verläugnet Petrus dich. Bald straft ihn sein Gewissen; da weint er bitterlich. Dein Blick, o Jesu, rührt sein Herz; er fleh't zu dir um Gnade, und du stillst seinen Schmerz. 2. Wie wuchs nun deinem Zeugen Beständigkeit und Muth! Furcht konnt' ihn nicht mehr beugen; für dich floß selbst sein Blut. Dich, seinen Herrn und seinen Gott, verherrlichte sein Leben, verherrlichte sein Tod. 3. Betrübt ist meine Seele, erfüllt mit Reu' und Schmerz! Was hilft's, daß ich's ver= hehle? Durchschau'st du doch mein Herz! Bekennen will ich's, Jesu, dir: Oft bab' ich dich verläugnet; vergieb, vergieb es mir! 4. Wenn deines Namens Spötter dich schmäh'ten, wenn ihr Spott dich höhnte, Welterretter, dich, ihren Herrn und Gott: dann schwieg ich zaghaft, schämte mich, ein Christ zu seyn, und scheu'te mehr ihren Spott, als dich. 5. Du hast, o Herr, dein Leben für meine Seligkeit so willig hingegeben, zum Segnen so bereit! Wie undanfbar, wie schwach war ich, daß der Leidensgeschichte. 129 ich den Haß der Sünder mehr fürchtete, als dich! 6. Ich seh' jetzt, ich empfinde die Größe dieser Schuld. Vergieb auch diese Sündenach deiner großen Huld. Erbarmend sah'st du Petrum an; laß eine gleiche Gnade mich, o mein Heil, empfah'n. 7. Laß mich bei meiner Reue den Bund mit dir er= neu'n, Standhaftigkeit und Treue dir, mein Versöhner, weih'n! Dich zu verläugnen, Herr, mein Gott, das fürchte meine Seele weit mehr, als Qual und Tod. 8. Bewahr' ich deine Gnade, folg' ich dir standhaft nach: wer ist dann, der mir schade? Was fürcht' ich Hohn und Schmach? Die Spötter mögen mich verschmäh'n! Sie werden mich mit Ehre von dir verherrlicht seh'n. 9. Nichts soll von dir mich trennen; dich will ich frei und gern vor aller Welt bekennen, dich, meinen Gott und Herrn! Denn vor dem Vater im Gericht verläugnest du, o Richter, den treuen Jünger nicht. Mel. O Welt, sich hier dein 2c. 210. O, welche Schmach und Plagen muß er, mein Heiland, tragen, der nie ein Sünder war! Jhn stellen Missethäter als einen Uebertreter den ungerechten Richtern dar, 9 2. Da Erlösung.intrope 130 2. Da steh't er im Gerichte! Auf seinem Angesichte strablt Ruh' und hoher Muth. Groß noch in seinen Banden, macht er die List zu Schanden und duldet still der Frevler Wuth. 3. Er wird ein Ziel des Spottes, er heißt ein Läst'rer Gottes; der Tod wird nun sein Lohn. Doch Tod und Schande störet ihn nicht, daß er beschwöret: Ich bin des Hochgelobten Sohn! 4. Jhr, seines Reiches Glieder, vernehmi's, und werft euch nieder, ihr Christen, betet an! Er ist, trop alles trotz alles Spottes, der Sohn des ew'gen Gottes; ihn betet einst der Weltkreis an. he 5. Er, dem Gericht entnommen, wird herrlich wieder kommen, wenn er Gerichtstag hält. Was todt war, und was lebet, frohlocket oder bebet vor ihm, dem Richter al ler Welt. 6. Jauchzt, Fromme, ihm entgegen! Er kommt, mit ew'gem Segen; er fommt, mit ihm sein Lohn! Wenn Erd' und Sonnen fallen, soll durch die Himmel schallen: Gelobet seyst du, Gottes Sohn! Mel. Herr Jesu Christ, du 2c. 211. Seh't, welch ein Mensch! Wie liegt so schwer auf ihm die Last der Sünder! Wie unanssprechlich duldet er für euch, ihr Menschenkinder! Wie ein Verbrecher steh't er da, verachtet, und dem Tode nah', ein Ziel des Hohngelächters. 2. Mit Striemen und mit Blut bedeckt, Blut bedeckt, von Geißeln wund gehauen, mit Dornen, ach, gekrönt, erweckt er selbst im Richter Grauen. Seh't, welch ein Mensch! Erbarmt euch! spricht Pilatus; doch sie hören nicht, die Mörder seines Lebens. 3. Da ist kein Herz, das Mitleid fühlt, kein Auge, das da weinet, kein Mittel, das die Wunden kühlt, kein Retter, ach! erscheinet. Die Mordlust tobt, der Wahnsinn droh't; sie fordern seinen blut'gen Tod: Er sterb', er sterb' am Kreuze! 4. Mein Geist denkt ohne Schaudern nie an diese Jammerstunden; ich fühle fester mich durch sie mit dir, o Herr, verbunden. Denn was aus deinem Angesicht und allen deinen Wunden spricht, ist grens zenlose Liebe. 5. Lockt mich die Welt, lockt Fleisch und Blut mich auf den Weg der Sünde, und mangelt's mir an Kraft und Muth, daß ich sie überwinde: dann rufe mir vom Himmel zu: Denk', welch ein Mensch ich war, und du, o lern' auch du mich lieben! Mel. Besondere Vorfälle in der Leidensgeschichte. 131 Mel. Wenn meine Sünd'n mich sc. 6. Ach, Sünder, nehmt's zu Herzen; bekehrt euch, wer212. Sin an dein Krenz det rein! Der Preis für so zu treten, in deinem Leiden in deinem Leiden dich voll Glauben anzubeten, Versöhner, stärke mich. Laß mich mit Zittern und Vertrau'n, wie du dich für die Sünder hin in den Tod gab'st, schau'n. viel Schmerzen soll eure Ret= tung seyn. O, nehmt an seiner Gnade Theil; erkennet seine Liebe; verwerft nicht euer Heil! 2. Wie ist des Mittlers 213. Welt, fich' bier Seele bis in den Tod betrübt! So brünstig, meine Seele, hat dich mein Freund geliebt! In heißen Aengsten schwebt er da, mit unsrer Schuld be laden, dem Opfertode nah'! 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sünder, verhüllt das Angesicht! Jetzt ist für Adam's Kinder der Mittler im Gericht! Er leidet unsers To des Pein, fühlt unnennbare Qualen, uns Menschen zu befrei'n. 4. Vernehmt's auch ihr, o Spötter, die ihr den Mittler schmäh't! Er ist auch euer Retter. Hört für euch sein Gebet: Sie wissen nicht, was sie begeh'n; vergieb, o Vater, ihnen, wenn sie zu dir einst fleh'n! dim 5. Jhr, eurer Brüder Feinde, o schlagt an eure Brust! Seyd aller Menschen Freunde; verdammt der Rache Lust; vergeltet euren Hassern nie! Den Feinden, die euch fluchen, vergebt, und segnet sie! 07 dein Leben am Stamin' des Kreuzes schweben! Dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und bitter'm Spott. 2. Tritt her und schau' mit Fleiße; sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt! Aus seinem edlen Herzen, vor unerhörten Schmerzen, ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, o Herr, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder, wie and're Menschenkinder; von Missethaten weißt du nicht. 4. Ich, ich, und meine Sünden, die sich wie Körner finden des Sandes an dem Meer, die haben dich geschlagen; die brachten dieſe Plagen und diese Martern auf dich her.. 5. Ich bin's; ich sollte büßen; die Strafe leiden müßsen; entbehren Gottes Huld. 9* Die 132 Die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, verdient' ich wegen mei ner Schuld. Erlösung. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch; dagegen erwirbst du mir den Segen, dein Schmerz soll mir ein Labsal seyn. 7. Du seßest dich zum Bürgen, ja, läsfest dich erwürgen für mich und meine Schuld. Für mich läßt du dich frönen mit Dornen, die dich höhnen; und leidest Alles mit Geduld. 8. Du geh'st auch meinetwegen dem Tode selbst entge. gen mit großem Heldenmuth; du stirbst, mir vom Verder ben Errettung zu erwerben. O unerhörte Liebesgluth! 9. Wie bin ich dir verbunden! Herr, zu allen Stunden bin ich dein Eigenthum; was Leib und Seel' vermögen, das soll ich billig legen all' zeit an deinen Dienst und Ruhm. zen, ich sey auch, wo ich sey; es soll mir seyn ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel von deiner großen Lieb' und Treu'. 12. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird rächen, die seine Huld verschmäh'n; wie viel die werden leiden, die nicht die Sünde meiden, will ich aus deinem Leiden seh'n. 13. Dein Beispiel soll mich lehren den Rath des Höchsten ehren mit stillem, sanftem Muth, und wie ich die soll lieben, die mich so sehr betrüben mit Werfen, die die Bosheit thut. 14. Nie will ich wieder schelten; nie Spott mit Spott vergelten; nie, wenn ich leide, dräu'n. Das Unrecht will ich dulden; dem Nächsten ſeine Schulden, wie du, von Her Y zensgrund verzeih'n. 15. Gerührt von deinen Plagen, will ich mit Ernst entsagen dem eigenen Gelüst; was deine Augen hassen, das will ich flieh'n und lassen, so viel mir immer möglich ist. 16. Dein Seufzen und dein Sehnen, und jene bangen Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deines Baters Hände begleiten zu der ew'gen Ruh'. 10. Nun, ich kann nicht Viel geben in diesem armen Leben. Eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruh'n. 11. Mel. Ein Lamm geht hin, und zc. will's vor Augen seßen, mich stets daran ergöz- 214. Erforsche mich, erfahr' Besondere Vorfälle in fahr' mein Herz, und sieh', Herr, wie ich's meine. Ich denk an deines Leidens Schmerz, an deine Lieb', und weine. Dein Krenz sey mir gebenedeit. Welch)' Wunder der Barmherzigkeit hast du der Welt erwiesen! Wann hab' ich dieß genug bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? 2. Rath, Kraft und Fries defürst und Held! in Fleisch und Blut gekleidet, wirst du das Opfer für die Welt, und deine Seele leidet. Du ringst mit Angst und Todesnoth, und geh'st doch willig in den Tod; o Liebe sonder Ende! Du nimmst auf dich der Men schen Schuld, und giebst mit göttlicher Geduld dich in der Sünder Hände. 3. Du trägst der Missethäter Lohn, und hattest nie ge sündigt, du, der gerechte Got tessobn; so war's vorher verfündigt. Die blinde Schar begehrt dein Blut; du duldest, göttlich groß, die Wuth, um Seelen zu erretten. Warum verläßt du mich, mein Gott! rufst du in deiner Todesnoth, damit wir Friede hätten. 4. Ein Opfer, nach des Ew' gen Rath, belegt mit unsern Plagen, um deines Volkes Missethat gemartert und geschlagen, geh'st du den Weg zum Krenzesstamm, in Under Leidensgeschichte. 133 schuld stumm, gleich als ein Lamm, das man zur Schlachtbank führet. Freiwillig als der Helden Held, stirbst du, aus Liebe für die Welt, den Tod, der uns gebühret. 5. Du neig'st dein Haupt: es ist vollbracht! Du stirbſt! die Felsen beben. Du fink'st dahin in Grabesnacht, damit wir ewig leben. Was ist der Mensch, den du befreit? O wär' ich doch ganz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden! Und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wieder lieb', und dich nie kreuzige mit Sünden. 6. Welch Warten einer ew'gen Bein für die, die dich vers achten! die solcher Gnade werth zu seyn, nach keinem Glaus ben trachten; für die, die dein Verdienst gesteh'n, und dich durch ihre Laster schmäh'n, und deinen Tod verhöhnen! Wer dich nicht liebt, kommt in's Gericht; wér nicht dein Wort hält, liebt dich nicht; ihm hilft nicht dein Versöhnen. 7. Du hast's gesagt; du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ist's, das mir Trost verschafft, wenn mich die Sünden fränken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb' und Des muth stets vor dir erfunden werden. Dein Heil sey mir ein Schirm in Noth, mein Stab Erlösung. 134 Stab in Schwachheit, Schild im Tod, mein letzter Trost auf Erden! Mel. Wie wohl ist mir, o zc. 215. Begleite mich, o Christ; wir gehen zum schmerzenvollen Golgatha, auf dessen fürchterlichen Höhen, was nie ein Engel faßt, geschah! Erwäg' an jenem heil'gen Orte des sterbenden Erlösers Worte, und rufe Gott um Glauben an; sie können dir schon Trost im Leben, sie werden Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr trösten kann. 2. Schon zeigt der Blutberg sich von weiten; erschrick und zitt're, frommes Herz! Sieh' deinen Retter, sieh' ihn streiten, und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern übergeben, am Holze Gottes Sohn, dein Leben; hier trug er uns'rer Sünden Schuld; empfand in jenen bangen Stunden, was nie ein Sterblicher empfunden, und bracht' uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmerzen nimmt er sich seiner Feinde an; er ruft mit liebevollem Herzen: Sie wissen nicht, was sie gethan. Der göttliche, der größte Beter, fleh't segnend noch für Missethäter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach. O Mensch, den Rach' und Zorn verführen, laß dich sein heilig Beiſpiel rühren, und bete dem Versöhner nach! 4. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend noch empfahl. Ach, wird mein Auge um die Meinen in meiner legten Stunde weinen, so soll dieß Wort mir Trost verleih'n. Der, als um ihn der Tod schon schwebte, die Seinen noch zu schüßen strebte, wird auch der Meinen Pfleger seyn. 5. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht in's Gericht. Hört, was zu dem gebeugten Schächer der Mund der Liebe sterbend spricht! Du wirst, so rust er ihm entgegen, noch heute schau'n des Glaubens Segen, mit mir im Paradiese seyn. O Herr, laß an des Todes Pforte einst diese trostesvollen Worte auch meiner Seele Trost verleih'n! 6. Wer kann die hohen Leiden fassen, als Jesus an dem Krenze rief: Mein Gott, wie hast du mich verlassen! Wie bengt ihn uns're Last so tief! Was hat der Heiland da empfunden! Und doch blieb, selbst in diesen Stunden, der Vater seine Zuversicht. Wenn ich den Kelch des Leidens trinke, die Seele zagt, und ich versinke, Besondere Vorfälle in der Leidensgeschichte. 135 10. Bewein' ibn fromm mit stillen Zähren, o Christ; du hast ihn sterben seh'n! Einst wirst du in der Engel Chören frohlockend seinen Ruhm erhöh'n; er starb für dich und lebet wieder; sing' ihm des Dankes Jubellieder; durch ihn wirst du auch aufersteh'n. Den freche Spötter hier entehrten, den wirst du dort bei den Berklärten zur Rechten seines Vaters seh'n. sinke, dann, Gott, verlaß, verlaß mich nicht! 7. Der Herr des Himmels und der Erde, von Allem, was erquickt, entblößt, wünscht, daß sein Durst gestillet werde. O Mensch! Der dich so theu'r erlöst, dein Heiland ruft noch um Erbarmen aus tausend hülfbedürft'gen Armen, die Hunger, Dürst und Mangel drückt. O selig, wer den Ruf erfüllet! Denn wer den Durst der Brüder stillet, der hat den Heiland selbst erquickt. Met. Herzlich lieb hab ich dich zc. 8. Nun enden sich die schwe- 216. Um Gnade für die ren Leiden; der Heiland ruft: Es ist vollbracht! Wort des Sieges, Wort der Freuden, du nimmst dem Tode seine Macht! Heil uns! Wer darf, wer darf es wagen, uns, die Erlösten, zu verklagen, da er vom Fluch uns frei gemacht? Gieb, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: Es ist vollbracht! Es ist vollbracht! Sünderwelt rufst du, o Herr, am Kreuz gequält von frecher Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wenn deiner bei dem herben Schmerz die Bösewichter spotten. sieh'st mit segensvollem Blick von ihnen weg, auf den zurückt, den diese Schar in dir entehrt; rufst, daß es Erd' und Himmel hört: Vergieb, o Gott, und führe nicht sie in's Gericht; denn was sie thun, versteh'n sie nicht! 2. Erstaunend seh' ich diese Huld. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die Mörder so erträget! Jhr, die ihr euren Heiland ehrt, fühlt seiner Großmuth hohen Werth, und danket ihm beweget! Er hat durch segnendes Gebet auch uns ein ewig Heil erfleh't. Er 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, o mein Versöhner, sey auch mein! Laß es in meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleih'n! Du betest: Vater, ich befehle in deine Hände meine Seele; auch noch im Tode bin ich dein. Nun ist das große Werk vollendet, wozu der Vater dich gesendet; nun bin und bleib' ich ewig dein! Dit Du 136 Er sagt auch uns, zu uns'rer Ruh', Erbarmen und Bergebung zu. Herr Jesu Christ, gelobt seyst du für deinen Tod! Gott ist durch dich auch unser Gott! Erlösung. 3. Den sanften, liebevollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöß', Herr, in meine Seele., Gieb, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Sach' empfehle. Besänftige mein reges Blut. Und flammt des Zornes wilde Gluth mein Herz zu heißer Rachgier an: D so erinn're mich daran, Herr Jesu Christ, wie du am Kreuz durch dein Gebet selbst deinen Mördern Gnad' erfleh't! O 4. Mich tröste dein Versöhnungstod. Es bilde mich dein Geist, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde. zeuch mich, du erhöh'ter Held, zu dir hinauf von dieser Welt, zum Himmel von der Erde! Du bist uns Alles, dort und hier. Zeuch dir uns nach, so folgen wir. So werden wir uns deiner Pein und deines Todes ewig freu'n. Herr Jesu Christ, wie selig ist, wie selig ist der Mensch, dem du ein Heiland bist! su, ist dein Herz! Du achtest nicht auf eig'nen Schmerz, erduldest ihn mit stiller Ruh', und And'rer Elend linderst du. 2. Du sieh'st die Mutter, steh'st den Freund, die Thränen, die ihr Auge weint; verwundet ist dein edles Herz; ganz fühlst du deiner Mutter Schmerz. 3. Du eilst, ihr Stärkung zu verleih'n. Sieh', sprichst du, dieser Sohn ist dein; was ich dir war, wird er dir seyn, und dich mit Trost und Hülf erfreu'n. 4. So innig, bis zum Tode sey auch meine Zärtlichkeit und Treu', stets willig, Andern beizusteh'n, und ihnen Beistand zu erfleh'n. 5. Wenn euch, die hier mein Herz geliebt, o Freunde, einst mein Tod betrübt: dann übergeb' ich euch dem Herrn; er hört, er hilft, er ſegnet gern. 6. Froh geh' ich, wann es ihm gefällt, den Weg zu jener bessern Welt; euch sag' ich, die ihr um mich weint: Getrost! bald werden wir vereint! Mel. O Traurigkeit! 2c. 218. Herr, denk an Mel. Nun laßt uns den Leib zc. mich! Wie oft hab' ich mit Sünden dich verachtet! Sieh' 217. Wie liebreich, Je- nach Hülfe schmachtet. die Seele gnädig an, die Herr Besondere Vorfälle in der Leidensgeschichte 2. Herr, denk' an mich! Es jamm're dich dieß Elend, mein Erbarmer! Dächtest, Herr, du meiner nicht, ach, was wär' ich Armer! 3. Herr, denk' an mich! Ach, ewiglich kannst du mich nicht vergessen! Wer kann deine Freundlichkeit, deine Gnad' ermessen? 4. Herr, denk' an mich! Wie leicht kann ich in Sünd' und Elend fallen! Laß mich stets an deiner Hand deine Wege wallen. 5. Herr, denk' an mich! Dann nahe sich die Stunde schwerer Leiden. Bin ich dein, o was vermag, mich von dir zu scheiden! 6. Herr, denk' an mich! Gestärkt durch dich, geh' ich dem Tod entgegen. Tod und Grab wird mir durch dich, Jesu Christ, zum Segen. 7. Herr, denk an mich! dann will ich dich für deine Huld erheben, wenn du mir das Paradies wirst aus Gnaden geben. 137 vom Kreuze bald im Himmelseyn. Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. 219. Einst rief der Herr vor dem Erblassen: Mein Gott, mein Gott, du konntest mich noch jetzt beim Lebensschluß verlassen? Nein, Bater, nein, ich trau' auf dich. Laß mich, denn groß ist meine Pein, 2. Verlaß, o Vater, meine Seele auch nicht, wenn Noth und Tod mich schreckt. Dieß Wort, Herr, sey, wenn ich mich quäle, was Muth und Du Trost in mir erweckt. weißt es wohl, was mir gebricht; verlaß, verlaß mich Armen nicht. 3. Verlaß mich nicht in meinem Leben; wirf mir des Lebens Nothdurft zu. Laß mich nach wahrer Tugend streben; hilf, daß ich niemals Böses thu'. Mein Leben sey ganz dir geweih't in göttlicher Gerechtigkeit. 4. Verlaß mich nicht in meinem Leiden; laß mich kein Krenz von deiner Huld und deiner Vaterliebe scheiden; gieb Leidenskraft, Muth und Geduld. Die Hoffnung jener Seligkeit versüße mir das größte Leid. 4. Verlaß mich nicht in meinem Sterben. Ist einst mein Lebenslauf vollbracht: reiß' meine Seel' aus dem Verderben, nimm meinem Tode seine Macht, und führe mich durch Jesu' Hand zu dir in jenes beßre Land. 6. Verlaß mich nicht in meinem Grabe. Erwecke mich durch deinen Sohn, wenn ich genug geschlafen habe; hilf mir vor Christi Richterthron; und 138 und laß mich drauf verklärt und schön zu deines Himmels Frenden geh'n. 7. Alsdann will ich dir Ehre bringen, und mit der frohen Himmelsschar ein unaufhörlich Danklied singen, daß du auf Erden immerdar mich aus der schwersten Sorgenlast erlöst und nie verlassen hast. Erlösung. ( 220.) Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. 221. Es ist vollbracht! Nuhm. So ruft am Kreuze des sterbenden Erlösers Mund. D Wort voll Trost und Leben, reize zur Freude meines Her zens Grund! Das große Opfer ist gescheh'n, das Gott auch mir zum Heil erseh'n. 2. Mein Jesus stirbt; die Felsen beben; der Sonne Schein verlieret sich; in Todte dringt ein neues Leben; der Frommen Gräber öffnen sich; der Vorhang reißt; die Erde kracht; der Welt Versöhnung ist vollbracht. 4. O, hilf mir, Herr, nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt! Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft ge währt. Mich stärke deines Geistes Macht, bis ich mein Tagewerk vollbracht. 5. Du litt'st so viel zu meinem Leben. Wie? sollt' ich nicht voll Eifer seyn, mich deinem Dienste zu ergeben? Sollt ich dabei vor Schmach mich schen'n? Dein Jünger seyn, dein Eigenthum, sey meines Herzens Freud' und 5. Wie Viel, o Herr, hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den gewendet, der auf der Welt voll Sün der lag; du hast durch dunkle Todesnacht uns Bahn zur Ewigkeit gemacht. 6. Soll ich, bei dir ergeb' nem Herzen, auch hier durch manche Trübsal geh'n, und hast du auch gehäufte Schmerzen zu meiner Prüfung auserseh'n, so laß die Hoffnung mich erfreu'n: auch das wird einst vollendet seyn. 7. Fühl ich zuletzt des Todes Schmerzen, so stärke mich bei solcher Last, und mach' es lebbast meinem Herzen, daß du den Tod besieget hast. So geh' ich froh zur Grabesnacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht. 19 Mel. O Welt, sich hier dein ze. 222. Wer kann die Leiden fassen, die du, o Herr, gelassen für mich erduldet haft? Daß ich gerettet würde, trugst du Besondere Vorfälle in der Leidensgeschichte. du die schwerste Bürde, und übernahmst auch meine Last. 2. Laß deine letzten Stunden, da du so Viel empfunden, mich trösten und erfreu'n. Es lehre mich dein Leiden den Dienst der Sünde meiden, und die mich jetzt und ewig weih'n. 3. Du gabst am Leidensende in deines Vaters Hände getrost die Seele hin. Ach, wenn ich meine Seele ihm auch, wie du, befehle, dann ist der Tod mir nur Gewinn. 4. Für Sünder, meine Brüder, sanf, Herr, dein Haupt hernieder; du schliefst in Frieden ein. In meinem letzten Kummer soll mir dein Todesschlummer noch Labsal und Erquickung seyn. ( 223.) 139 blassen; du neigest fauft dein Haupt. Wohl mir im letzten Leiden, wo Leib und Seele scheiden, daß doch mein Herz noch an dich glaubt. 4. Ja, hier, hier will ich lernen von Sünden mich entfernen, und sterben, wie du starbst; will hier dir Treue schwören, und ewig dich verehren, weil du mir Seligkeit erwarbst. 5. Nun darf ich nicht verzagen, wenn in den bängsten Tagen der Tod mir näher rückt. Ich weiß auch, wenn ich sterbe, daß ich ein Glück ererbe, das ewig meinen Geist entzückt. 6. O Todestag voll Segen! dich soll mein Herz erwägen; an dir starb einst mein Freund! Ja, dich will ich erneuern, dich bis an's Ende feiern mit Thränen, die die Liebe weint. Mel. O Welt, sich hier dein ze. 224. Nach tausend Todesleiden, am Kreuze dich verscheiden, für mich verscheiden seh'n: was könnte, mir zum Segen, mich kräftiger bewegen, aus Liebe deine Bahnzu geh'n? 2. Was hat dein Herz empfunden! O tranervolle Stunden! seyd meinem Geiste nah'! Ich stehe hier und bete an der geweih'ten Stätte, und schaue hin nach Golgatha. 3. Da jeh' ich dich gelassen für meine Schuld erMel. O Traurigkeit! zc. 225. Am Krenz erblaßt, der Marterlast, der Todesqualen müde, findet mein Erlöser erst in dem Grabe Friede. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz. Und, Herr, was fann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tiefgerühret schlagen. 3. Du schüßest mich; und über dich geh'n aller Trübfal Wet 140 Erlösung. Wetter. Sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 4. Du hast's gethan. Dich bet' ich an, du König der Erlösten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefst du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei habest hingegeben. 6. Hochheil'ge That! Des Höchsten Rath will ich in Demuth ehren. Der Erwerber meines Heils wird mir's einst erklären. 7. Allmächtig rief er, der entschlief, den Todten; sie erstanden! Leicht entschwingt der Lebensfürst sich des Todes Banden. Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. 226. Jesus lebt! Frohlockt, ihr Chöre! Singt Jesu Christo Lob und Ehre! Wie groß, wie herrlich ist sein Tag! Er entriß des Todes Banden mit Macht sich, und ist auferstanden, er, der für uns im Grabe lag. Sein ist Gewalt und Macht! Preis ihm, er hat's vollbracht! Preis dem Sieger! Er lebt, der Held! Erheb' ihn, Welt! Er hat die Finsterniß erhellt. 2. Glorreich hat der Held gerungen, hat mächtig Sünd' 8. Das finst're Thal will ich einmal durchwandeln ohne Granen. Denn durch dich, Erlöser, ist's mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich. Erforsche mich, und siehe, wie ich's meine. Ja, du sieh'st es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Vergeß' ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so lang' ich bin, deine Lieb' ermessen. Osterlieder. und Tod bezwungen, von ih ren Qualen uns befreit. Gott vergiebt uns; kommt, ihr Sünder, und werdet wieder Gotteskinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir; entschlafen, Jesu, dir, ruh'n in Friede die kurze Nacht, bis deine Macht in unsre Gräber ruft: Erwacht! 3. Nun kann uns der Tod nicht schrecken; denn du wirst unsern Staub erwecken, der du des Staubes Schöpfer bist. Du wirst unvergänglich Leben und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der Auferstehung Jesu. der uns heilig ist. Dann wird des Todes Feld zu einer regen Welt. Hallelujah! Uns schrecken nicht Tod und Gericht; denn Jesus blieb im Tode nicht. 4. Auferstand'ner, welch ein Segen beglückt uns, wenn wir auf den Wegen einhergeh'n, die dein Fuß betrat. Unnennbare Gottesfreude, die ewig währet, ist die Beute, die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald ist sie unser Theil; bald krönet uns das Heil deines Lebens! Gelobt sey Gott! Uns führt der Tod zu unserm Vater, unserm Gott. Mel. Nun lobe meine Seele ze. 227. Lobsinge, meine Seele, dem Welterlöjer! Bet ihn an! Lobsing' ihm, und erzähle, was dir zum Heil der Herr gethan! Er hat für dich gerungen; durch seine Macht hat er des Todes Macht bezwungen, gestürzt der Hölle Heer. Nun liegt ihr Troß darnieder, sein Sieg hat uns befreit. Uns frönet Gott nun wieder mit Huld und Seligfeit. 2. Froh führte seine Sonne den festlich hohen Tag herauf. Da stand er, meine Wonne, mein Herr und mein Versöhner, auf. Gedanke, der 141 zu Freuden des Himmels mich erhebt! Gedanke, der im Leiden mit reichem Trost belebt des höher'n Lebens Quelle, mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? wo ist dein Stachel, Tod? 3. Der Felsen Grund erbebet; die Wächter flieh'n, das Grab ist leer! Der todt war, sieh', er lebet! Er lebt, und stirbt hinfort nicht mehr! Die schwachen Jünger wanken; er stärkt die Wankenden. Sie seh'n ihn, freu'n sich, danken dem Auferstandenen. Sie seh'n empor ihn steigen, und geh'n, wie er gebot, mit Freuden hin und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten siegen, von dir und deinem Geist gelehrt; die Gößentempel lie gen; der Erdkreis wird zu Gott befehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freudevoll ein Christ. Ihn bet' ich an im Staube, ihn, der mein Retter ist. Ich werd' ihn ewig schauen, wenn er auch mich erhebt. Der Herr ist mich und lebt! mein Vertrauen; er starb für Mel. Wie schön leuchtet der 2c. 228. Tro Frohlockt dem Herrn! Bringt Lob und Dank ihm, der des Todes Macht bezwang, und uns, den Staub, er= 142 Erlösung. erhöh'te! Der hohe Sieger überwand! Nacht war um ihn, und sie verschwand in helle Morgenröthe. Bebet, gebet, stolze Spötter, unserm Retter Preis und Ehre! Huldigt ihm, ihr Engelchöre! 2. Preis ibm! Heil uns! sein Grab ist leer; fest stehet, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er gesprochen. O selig, wer sich ihm vertraut! Er hat den Tempel nen gebaut, den Feindeswuth gebrochen. Seele, wähle ihn Seele, wähle ihn zum Führer und Regierer deines Lebens. Auf ihn hoff'st du nicht vergebens. 3. Zum höher'n Leben führt er dich, und nimmt gewiß dich einst zu sich, fällt deine Hütte nieder. Empfängt das Grab auch dein Gebein; getrost! im schönern Morgenschein giebt er verklärt dir's wieder. Herrlich wird sich dann auf's neue seine Treue offenbaren; volles Heil wirst du erfahren. Mel. Wachet auf! ruft uns 2e. 229. Amen! Lob und Preis und Stärke sey dem Vollender seiner Werke; dem Todesüberwinder Dank! Singt des Helden Auferstehen, ihr Himmel all' in cuern Höhen; auch unser Erdkreis sey Gesang! Ihm, der vom Tod erstand, ihm, der einst überwand, weih't Anbetung! Sein ist die Macht; er hat's vollbracht; ihm werde Preis und Dank gebracht! 2. Ja, du Land des Todes, Erde, empor aus deinem Staub, und werde ein Land des Lebens und des Lichts! Er, der siegreich auferstanden, befreit uns von des Todes Banden und von den Schrekfen des Gerichts. Heil uns, das Grab ist leer; des Abgrund's furchtbar Heer ist bes zwungen! Des Todes Nacht, der Hölle Macht, der Gräber Grauen ist besiegt. 3. Was vermag uns zu erschüttern? Nur freche Sünder müssen zittern vor ihm, der ewig, ewig lebt. Wir, des Auferstand'nen Brüder, wir Christen, seines Leibes Glieder, wir freu'n uns deß, der ewig lebt. Für uns litt er den Tod; für uns entrückte Gott ihn dem Grabe. Empörer, bebt; der Sieger lebt; er lebt, und stirbt hinfort nicht mehr. nicht wanken; die bangen zwei4. Unser Herz darf nun felnden Gedanken besiegt des Glaubens Zuversicht. Wie ein Fels des Herrn im Meere, steh't unerschüttert Jesu Lehre, umglänzt mit Seligkeit und Licht. Des Himmels Ban zerfällt; die Herrlichkeit der Welt wird verschwinden; doch fort und fort steh't Jesu Wort, giebt Auferstehung Jesu. giebt Trost uns hier und Wonne dort. 5. Ja, auch wir, wir werden bleiben; mag doch des Körpers Bau zerstäuben; umschließe, Erde, mein Gebein! Jesus lebt, und meine Glieder belebt einst seine Allmacht wieder; wie er, werd' ich unsterblich seyn. In der Verwesung Grab dringt dann sein Ruf hinab; und ich lebe; und ich bin sein, auf ewig sein. Wie wird mir dann, o dann mir seyn! Mel. Erschienen ist der herrliche 2c. 230. Er lebt! er lebt! O Christenheit, Heil dir in Zeit und Ewigkeit! Das Grab ist leer, der Sieg ist sein, und wir, Erlöser, wir sind dein! Gelobt sey Gott! 2. Die bangen Zweifel sind zerstren't. Wir seh'n des Siegers Herrlichkeit, der seine Feinde überwand, der starb, und wieder auferstand. Gelobt sey Sott! 3. Gelobt, gelobt sey Jesus Christ, daß er vom Tod erstanden ist! Lob sey dem Herrn der Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Gelobt sey Gott! Mel. Auf, auf, mein Herz! mit 2c. 231. Sen festlich uns ey 143 willkommen, des Freudentages Strahl! Frohlocket all', ihr Frommen! entrückt ist er der Qual, mit Herrlichkeit gefrönt, er, den die Welt verhöhnt; und unvergänglich Heil ist durch ihn unser Theil. 2. Der Sünde Macht zu dämpfen, des Irrthums finst're Nacht, hast du nach schweren Kämpfen dein großes Werk vollbracht. War dir die Hülfe fern, vertrautest du dem Herrn; und aus der Todesnoth riß dich der starke Gott. 3. So führte zur Vollendung des Heldenkampfes Lauf; es drückt der hohen Sendung der Tod das Siegel auf. Denn aus des Todes Nacht bist siegend du erwacht; auf diesem Felsen steh't dein Reich, das nie vergeh't. 4. Versenkt in tiefen Kummer war deiner Treuen Herz; da löste sich dein Schlummer, und Wonne ward ihr Schmerz. Sie gaben Gut und Blut für dich mit Heldenmuth; und deiner Lehre Schall ertönet überall. 6. Unsterblichkeit und Leben an's Licht gebracht hast du, und Hoffnungen umschweben nun uns'rer Gräber Ruh'. Das stille Friedensthal führt zu dem Freudensaal, wo dich das Aug' entzückt, Vollende= ter, erblickt. 6. Gehöre nur am Stanbe dir 144 dir unser Leben an! so führt zum Schau'n der Glaube, zum Heil die Dornenbahn. Es stört nicht Schmerz noch Lust den Frieden uns'rer Brust, hat uns dein Sinn, dein Bild durchdrungen und erfüllt. Erlösung. 7. Ihm, der vor Gottes Throne der Arbeit Lohn geneußt, des Vaters heil'gem Sohne bringt Opfer, dankt und preist! Er lebt! Blickt fröhlich auf! Vollbringt, getrost den Lauf! Ihr sollt in jenen Höh'n den Ueberwinder seh'n. 7. Wie? sollt' ich Herr, den Tod noch scheu'n? Kann ich mich seiner nicht erfreu'n, und deiner, der du mich erEr ist erstanden, schuf'st, gelassen harren, bis du rus'st? Gelobt sey Gott! Mel. Erschienen ist der herrliche sc. 232. Jesus Christ, der unser Trost und Helfer ist. Als Sieger trat er auf den Staub, hinfort nicht mehr des Todes Raub. Gelobt sev Gott! 2. Er hat erfüllt, was er verhieß, eh' er für uns sein Leben ließ: Drei Tage sollen nicht vergeh'n, so werdet ihr mich wiederseh'n. Gelobt sey Gott! 3. Ich lebe, sprach er, und auch ihr sollt leben, Gläubige, mit mir. Ich komme; meine Stimme ruft euch dann ans eurer Todtengruft. Gelobt sey Gott! im Staub des Grabes schlief, Gelobt sey Gott! 5. Gelobt sey Gott; ich werde nun auf kurze Zeit im Grabe ruh'n. Er weckt mich auf, und volles Heil ist dann bei ihm gewiß mein Theil. Gelobt sey Gott! 6. Auch führt er nach des Grabes Ruh' mir meine from. men Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, uns wiederseh'n in seinem Reich. Gelobt sey Gott! 4. Er wird's erfüllen, Jesus Christ, der selbst vom Tod' erstanden ist; der Lazarum in's Leben rief, als er 8. Gieb nur, daß ich im Glauben treu, und treu im frommen Wandel sey; so komm' ich nicht in dein Gericht; mein Herz frohlockt darum, und spricht: Gelobt sey Gott! Mel. Ein' feste Burg ist unser 2. 233. Er lebt! o Freudenwort! Er lebt, der Heiland aller Sünder; der Feinde Heer erschrickt, und bebt vor seinem Ueberwinder. Er stritt mit Heldenmuth, und kämpfte " bis auf's Blut; durch Leibs= und Seelennoth, und durch den Kreuzestod erwarb er mir das Leben. 2. Er lebt, des Vaters ew'ger Auferstehung Jesu. Er ew'ger Sohn, erhöht zu seiner Rechten; er herrscht auf seinem Siegesthron, und hilft uns, seinen Knechten. lebt nun ewiglich, und ewig schüßt er mich; er thut mit starker Hand den Feinden Widerstand; sie können mir nicht schaden. Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. 3. Er lebt zu unserm Wohlergeh'n, des Guten milder 234. Feiert, Christen, Geber. Die Kraft von seinem Aufersteh'n dringt bis in uns're Gräber. Tragt meinen Leib zur Ruh'! deckt ihn mit Erde zu! gebt ihn den Würmern hin! da ich in Christo bin, werd' ich im Grab nicht bleiben. singt ihm Lieder, dem Heiligen! Er lebet wieder, und of fenbart nun seine Macht. Er durchkämpfte bange Stunden; das Leben quoll aus seinen Wunden, bis ihu umfing des Grabes Nacht. Doch ward die Nacht bald Licht; verwe= sen sollt' er nicht. Nein, es decket dort sein Gebein nicht mehr der Stein; zum neuen Leben ging er ein. 2. Alengstlich suchen die Betrübten im stillen Grabe den Geliebten; in Thränen schwimmt ihr frommer Blick. Lieb, ach lieb war ihrem Herzen im Tode noch der Mann der Schmerzen. Sein Leben war ihr Lebensglück. Er hatte sie befehrt; er hatte sie gelehrt hohe Tugend. Des Todes Hand riß nicht das Band, das sich um ihre Seelen wand. 3. Und nun, welche Himmelswonne! Wie eilen in der Morgensonne sie von der heilgen Gruft zurück! Hoffnung, seliges Entzücken verklären sich 10 in 4. Er lebt! Gott hat ihn auferweckt; er wird auch mich erwecken. Der Tod, den Jesu Sieg geschreckt, kann mich nun nicht mehr schrecken. Sein Stachel, seine Kraft, die Sünd' ist weggeschafft; der treue Zeuge spricht: Wer glaubt, der stirbet nicht! Deß tröst' ich mich von Herzen. 5. Erlebt, der unbezwung'ne Held! Besingt, ihr Engelchöre, besingt, ihr Völker in der Welt, des Mittlers Ruhm und Ehre! Erhebt des Siegers Macht, der von dem Tod erwacht; der unsern Tod bezwingt, und Leben wieder bringt. Frohlockt, frohlockt dem Sohne! 145 heben! Laßt uns mit Freuden allezeit ihm wohlgefällig leben! Hier, Mittler, hast du mich! Befiehl mir; hier bin ich! Dein, dein will ich allein todt und lebendig seyn; dein will ich ewig bleiben! 6. Da Jesus lebt, so laßt uns heut und stets sein Lob er Erlösung. 146 in ihren Blicken; erwacht war ihres Lebens Glück. Ihr sollt ollt ihn wiederseh'n; er wird euch wiederseh'n, sprach ein Bote im Lichtgewand, von Gott gejandt; er, den ihr sucht, der Herr erstand! 4. Fren't ench, Christen; unserm Leben hat er den größten Trost gegeben, er, der zurück vom Tode kam. Wir auch werden auferstehen, und alle Guten wiedersehen, die hier des Todes Hand uns nahm. ( Es werden nicht zu Staub, nicht der Verwesung Raub Menschenseelen. Mit seinem Stab legt nur am Grab der Pilger seine Bürden ab. 5. Leben quillt in Grabeshügeln. Der Glaube hebt auf seinen Flügeln uns von der Erde, Gott, zu dir. Gräber bergen uns nicht immer; des ew'gen Tages Morgenschimmer fällt auch durch uns're Grabesthür. Der Fromme wird belohnt. Du, der im Himmel wohnt, bist Belohner. Zur Herrlichkeit im Grab erneut, erhebt er sich zur Ewigkeit. Mel. Ermunt're dich, mein c. 235. Das Grab ist leer; des Höchsten Sohn verläßt der Todten Grüfte, und seiner Jünger Jubelton dringt freudig durch die Lüfte. Du, den der Engel Loblied preist, entreiße, Heiland, meinen Geist den Neigungen der Erde, daß er dir heilig werde. 2. Die Menschheit, Herr, erlaubt mir nicht, mit dir empor zu steigen, bis diese schwache Hütte bricht, und sich mein Haupt wird neigen; alsdann nimm nach vollbrachtem Lauf auch mich in deinen Himmel auf; nimm, Herr, an meinem Ende den Geist in deine Hände. 3. Doch soll ich einst, o Gottes Sohn! in deinem Reich dich sehen, so muß ich auf der Erde schon vom Tod auch auferstehen. Der lebt nicht, den die Lust der Welt, und ihre Pracht gefesselt hält; nach das heißt wahrhaft leben. Gott und Tugend streben, nur 4. Du auferstand'ner Menschenfreund! erweck' in mir die Triebe, durch die man sich mit dir vereint, den Glauben und die Liebe! Ich will, o Herr, dein eigen seyn; laß mich mit Ernst die Sünde scheu'n; und gieb selbst Muth und Kräfte zum Heiligungsgeschäfte! 5. So kann ich als ein wahrer Christ jetzt leben und einst sterben, und endlich da, wo du, Herr, bist, vollkomm'ne Freuden erben. Dahin, mein Heiland, hilf du mir; so bring' ich, ewig froh in dir, mit deiner frommen Menge, dir Lob- und Dankgesänge. 236. Jesus Auferstehung Jeſu. 236. Jejus, meine Zuversicht und mein Heiland, ist im Leben! Dieses weiß ich; sollt' ich nicht darum mich zufrieden geben, was die bange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? 2. Jesus, er, mein Heiland lebt; und ich kann ihm sicher trauen, daß er mich zu sich erhebt: warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieh't? 3. Ich bin durch des Glaubens Band zu genau mit ihm verbunden. Er, der selbst den Tod empfand, hat für mich auch überwunden. Er erstand; und einst erwacht auch mein Leib durch seine Macht. 147 nen Retter nennen, wenn er von der Sterblichkeit nun auf ewig mich befreit! 7. Was hier frank ist, seufzt und fleht, wird er herrlich dort erhöhen. Irdisch wird mein Leib gesä't, himmlisch wird er auferstehen, zum Verwesen fällt er ein; dort wird er unsterblich seyn. 4. Jch bin Staub, und muß daber auch einmal zu Staube werden. Das erkenn' ich); doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn seyn mög' allezeit. 8. Seyd getrost und hocherfreut! Jesus kennt euch, seine Glieder! Christen, wehrt der Traurigkeit! Sterbt ihr: Christus ruft euch wieder, wenn einst seine Stimm' erklingt, die durch alle Gräber dringt. 9. Aus der finstern Erdenfluft blickt hinauf in's begre Leben; dorthin wird euch aus der Gruft eures Jesu Macht erheben. Siegreich schau't ihr dann umher, weinet dann, o dann nicht mehr. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr ähnlich dort sollt werden. Schickt das Herz nur da hinein, wo ihr ewig wünscht zu seyn. 5. Dann wird mich, statt dieser Haut, ein verklärter Leib umgeben, für die neue Welt gebaut, und geſchickt zum bes- 237. Auf, auf, mein sern Leben; und in diesem Leib werd' ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dann werd' ich in helferm Licht seine große Lieb' erkennen; und wie freudig werd' ich nicht ihn dann meiHerz! mit Frenden besinge Jesu Lob, der, frei von allen Leiden, sich aus dem Grab erhob! Wie unschuldsvoll er war, macht Gott jegt offenbar. Aus Todesschatten bricht uns nun ein belles Licht. 10% 2. Ein 148 Erlösung. 2. Ein Felsengrab umfaßte Met. Jesus, meine Zuversicht zc. sein ruhendes Gebein. Die Notte, die ihn haßte, hielt 238. Jesus lebt; mit Wach' am Grabesstein. Umsonst; die Erd' erbebt; die Wächter flieh'n; er lebt! Triumph! er überwand, als er vom Tod' erstand. ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Todten auferwecken. Er verflärt mich in sein Licht; dieß ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dieß ist meine Zuversicht. 3. Der Held steht auf dem Grabe, gekrönt mit Ehr' und Ruhm. Triumph! des Feindes Habe ist nun sein Eigenthum. Sein ist Gewalt und Macht; er hat sein Werk vollbracht. Er, der das Feld behält, ist Retter einer Welt. 4. Bovor kann mir nun grauen, da Jesus ewig lebt, und Alle, die ihm trauen, zu seinem Reich' erhebt? Hell ist des Irrthums Nacht, geschwächt der Sünde Macht, ohumächtig, was uns droht, ein Schreckbild nur der Tod. 5. Triumph! Triumph! mit Freuden geh' ich nun meine Bahn. Ich achte keine Leiden; denn Jesus ging voran. Mit ihm besieg' ich Noth und Sünde, Welt und Tod. Wenn Alles mich verläßt, hält ihn mein Glaube fest. 6. Er bringt mich an die Pforte des Himmels, ruft mir zu: Du glaubtest meinem Worte; geh' ein zu meiner Ruh'! Wer dort ward mit verhöhut, wird hier auch mit gekrönt; wer dort sich mir geweih't, den lohnt die Ewigkeit. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich befehre. Gott verstößt in Christo nicht; dieß ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein; sein sey auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich seyn, und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dieß ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß: Nichts soll mich von Jesu scheiden; keine Macht der Finsterniß; keine Herrlichkeit, fein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dieß ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir ein Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todes 149 nen läßt er hier nicht im Staube. Er kommt und ruft: Verlaßt die Gruft! Steh't auf, Entschlaf'ne, folget mir! Auferstehung Jeſu. desnoth wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, an dem uns Tod239. Herr, ich will mit ten Gottes Sonne hervorDanken kommen! Dir, du Erretter deiner Frommen, dir, dir will ich mein Loblied weih'n. Du hast bis zum Tod gekämpfet, und sterbend meinen Feind gedämpfet. Dein Sieg, du Siegesfürst, ist mein. Lob, Preis und Dank sey dir! Du halfst vom Tode mir, Ueberwinder! Mein Lobgesang, mein heißer Dank erhebt sich ewig, Gott, zu dir. bricht nach der langen Nacht! O, was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsterniß verschwinden, und plötzlich unser Ang' erwacht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen. Die Todesbahn gingst du voran. Wir folgen dir in deine Ruh'. 2. Betet ihn, den Ueberwinder des Todes, betet ihn, ihr Sünder, in glaubensvol ler Demuth an! Werft euch mit mir vor ihm nieder, die er errettet, seine Brüder, und rühmt, was er an uns gethan! Glaubt Alle: sein Gebot ist uns Befehl von Gott. Mitgenossen, er stritt allein; dringt mit ihm ein in's Allerheiligste vor Gott! ( 240.) 3. Wenn wir unsern Tod einst schmecken: wo sind dann Mel. Erschienen ist der herrliche zc. alle ſeine Schrecken? Wo ist 241. Ich weiß, daß mein sein Stachel? Was ist er? Jesus lebt, und uns're Glieder belebt des Siegers Allmacht wieder; auch uns're Gräber werden leer. Sein Eigenthum sind wir; die SeiErlöser lebt! Vom Grabe stand er auf, er lebt! Er hat sein großes Werk vollbracht; uns Sünder hat er frei gemacht! Hallelujah! 5. Held, vor dem die Hölle bebet, der selbst den Tod sah' und nun lebet, nun lebt und herrscht in Ewigkeit, dein Gott hat dir Sieg und Leben, dir hat er Alles übergeben, Gewalt und Reich und Herrlichkeit. An deinem ganzen Heil hat dein Erlöster Theil durch den Glauben. Des Glaubens Licht verlösch uns nicht! So seh'n wir ewiglich dein Heil. 2. Ich weiß, daß mein Er Yö 150 löser lebt! O Trost, der meine Seel' erhebt! Nun macht mich Jesu Blut gerecht; ich bin nicht mehr der Sünden Knecht! Hallelujah! Erlösung. der weite Kreis der Luft von Siegestönen bebet! Sey uns gegrüß't, erstand'ner Held! Die mit dir auferstand'ne Welt jauchz't dir Triumph entgegen. 2. Was war dir, Erde, dazumal, was war es, das dich störte, als Jesu letzte Todesqual dein Junerstes empörte? Auf! zitt're nun vor Fröhlichkeit! Gesegnet sey des Helden Streit, der Tod und Grab bezwungen! 310512 3. Ihr Himmel, laßt den Jubelklang durch alle Wolken schallen; kommt, wiederholt den Lobgesang mit euern Geistern allen! Ehrt diesen Tag, wie jene Nacht, die ihn, den Held, an's Licht gebracht; verherrlicht seine Siege! 4. Es müsse Zions Hei6. Dann wird mein Auge ligthum vom Jauchzen wieJesum seh'n; zu seiner Rech-, derhallen: Gott in der Höhe, ten werd' ich steh'n, und ewig dir sey Ruhm, den Menschen werd' ich freuen mich. Mein Wohlgefallen! Stimmt, KreaHerr und Gott! ich glaub' turen, stimmt mit ein: Auf an dich. Hallelujah! Erden müsse Friede seyn; im Himmel hohe Wonne. 5. Nun Jesus Grab und Siegel bricht, steht mir der Himmel offen! Nun wankt der schwache Glaube nicht bei unerfülltem Hoffen. Ja, Herr, du leb'st, und leb'st in mir; du kannst, du wirst, ich folge dir, Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 242. Triumph! Berlaßt mich einst zum Vater führen. 6. Erschein' in deiner Siegespracht, die von der Höhe bliz 3. Ich bin mit Gott verföhnt durch ihn; nun kann ich frendig zu ihm flieh'n. Er tilget meiner Sünden Schuld, und schenkt mir seines Vaters Huld! Hallelujah! 4. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! Wenn man mich gleich dereinst begräbt, so bleib' ich es doch ewig nicht; auch schreckt mich nicht das Weltgericht! Hallelujah! 5. Ich sterb', um schöner aufzusteh'n! Einst werd' ich aus dem Grabe geh'n. Verkläret wird mein Leib dann seyn; zu ew'gen Freuden geh' ich ein! Hallelujah! 134 7. Und ewig werd' ich selig seyn; denn ich bin Jesu, er ist mein. Er schenkt mir Freud' und Seligkeit und herrliche Unsterblichkeit. Hallelujah! die leere Gruft! Triumph; der Heiland lebet! Hört, wie Auferstehung Jesu. bliget, mein König, der der höchsten Macht verklärt zur Rechten siger! Du, der den Tod gefesselt hält, Erlöser, Richter, Herr der Welt, laß mich dir ewig leben! Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 243. Erinn're dich, mein Geist, erfreu't des hohen Tag's der Herrlichkeit; halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. 2. Fühl' alle Dankbarkeit für ihn. Als ob er heute dir erschien', als spräch' er: Friede sey mit dir! so frene dich, mein Geist, in mir. 151 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb' und Verwund'rung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht, fall' ich, Herr, auf mein Angesicht. 8. Du, der du in den Himmeln thron'st, ich soll da wohnen, wo du wohn'st? Und du erfüll'st einst mein Vertrau'n, in meinem Erbe dich zu schau'n? 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe geh'n, und rein zu deiner Rechten steh'n! 3. Schau' über dich, und bet ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn: er lebt und herrscht, mit Gott vereint, und ist dein König und dein Freund. 10. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freu'n in Ewigkeit! 4. Macht, Ruhm und Hobeit immerdar dem, der da ist, und der da war! Sein Name sey gebenedei't von nun an bis in Ewigkeit. 11. Zu welchem Glück, zu welchem Ruhm erbebt uns nicht das Christenthum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferstanden schon. 12. Nie komm' es mir aus o 5. Glaube, der das meinem Sinn', was ich, O Herz erhöht! Was ist der Herr, dir schuldig bin; damit Erde Majestät, wenn sie mein ich mich, in Liebe treu, zu Geist mit der vergleicht, die deinem Bilde stets ernen'. ich durch Gottes Sohn erreicht? 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich), unsterblich, bei lig, Engeln gleich, und ewig, ewig selig seyn: Herr, welche Herrlichkeit ist mein! 13. Du bist's, der Alles in uns schafft; dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Ich hoff' aufdich, Herr Jesu Christ, der du vom Tod erstanden biſt. ( 244, 245.) Mel. 152 Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 246. Dich bet' ich an, Dich bet' ich an, erstand'ner Held! Erretter ei ner Sündenwelt! Du, uns're Zuflucht für und für, froh huldigt meine Seele dir! 2. Um deinen Thron, der ewig steht, glänzt Wahrheit, Heil und Majestät. Ich nahe utich voll Zuversicht zu dir; denn du verwirfst mich nicht. 3. Herr! meine Seele preiſet dich. Erlöst auf ewig hast du mich, so wahr du selbst vom Himmel kam'st, dein Le ben gabst und wieder nahmst. Erlösung. 4. Wer ist's, der mich verdammen kann? Ich glaub' an dich und sage dann: Der Gott, durch den die Himmel sind, der ist mein Vater, ich sein Kind. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segensreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Herr, mein Heil! hab ich an deinem Frieden Theil. 6. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! o Trost, der meinen Geist erhebt! Ich seh' durch dich gestärkt auf's Grab mit unerschrock'nem Aug' hinab. 7. Welch neue Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieser Zeit! Da findet der verklärte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 8. Der du für uns're Seeten wach'st, sie zu dir zieh'st und selig mach'st, laß mich mit freudigem Vertrau'n im Tod auf dich, Vollender, schau'n. Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. 247. Siegreich stand mein Heiland auf; Friede ruht auf meinem Grabe. Auch mein Morgen eilt herauf, wenn ich ausgeschlummert habe. Mich erschreckt der Tod nicht mehr. Heil mir! Jesu Grab ist leer. 2. Froh besieg' ich nun das Grau'n, das die Todtenhügel decket. Meinen Heiland werd' ich schau'n, den der Vater hat erwecket, der aus seines Grabes Nacht in mein Grab hat Licht gebracht. 3. Er ist meine Zuversicht; denn er kennt und liebt die Seinen. Immer läßt er sie hier nicht kämpfen, dulden, klagen, weinen. Nein, der Abend eilt herzu, und bringt frommen Pilgern Ruh'. 4. Bang' macht keine Zufunft mir! Ewig, ewig werd' ich leben. Furchtlos will ich), Erde, dir, was du mir gabst, wiedergeben, weil den bessern Theil, den Geist, nichts aus Gottes Händen reißt. 5. Wirst du, Leib, einst mütterlich in der Erde Schooß genommen, schlumm're sanft! Er schüßt auch dich und sein Schöpfungstag wird kommen. Herr Erhöhung Jesu. Mel. Christ ist erstanden ze. 248. Fest sey der Glaube: Christus hat dem Staube Herrlicher bekleidest du mich nach sanfter Grabesruh'. 2. Nie im Glauben wan6. O, so will ich in der Zeit mich zu jenen Seligkeiten immer mehr durch Heiligkeit, wie mein Heiland, ken, heißt dem Sieger danvorbereiten. Gott, wie werd'.fen. Herrlich führt an seiner ich einst mich freu'n, ein verklärter Mensch zu seyn! Hand der Herr, der aus der Gruft erstand. Lobsinget ihm! Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 249. Im Jubelton frohlocken wir: Der Herr ist auf gefahren! Wir sind zwar noch im Elend. hier, und unter viel Gefahren; doch sinfet unser Muth nicht hin; durch Jesum wissen wir, wohin uns uns're Wallfahrt führet. 2. Das Leben ist an's Licht gebracht, der Himmel steht uns offen. Ihn schloß uns auf durch seine Macht der Herr, auf den wir hoffen. Er hebt uns einst zu sich empor; doch will er, daß wir hier zuvor auf seinem Pfade wandeln. 153 als Sieger sich entschwungen und sich das Reich errungen. Lobsinget ihm! Himmelfahrtslieder. 3. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort seines Heils genießen. Wer ihm nicht folgt, 3. Lobsinget ihm! Lobfinget ihm! Lobsinget ihm! Wenn einst die Welt vergehet: sein Gottesreich bestehet. Lobsinget ihm! dem wird auch er den Himmel einst verschließen. Wer wünscht, zum Himmel einzugeh'n, der laß in seinen Thaten seh'n, sein Wandel sey im Himmel. 4. Uns kommt es zu, daß wir der Welt uns immer mehrentwöhnen; stets lieben, was dem Herrn gefällt; zu ihm hinauf uns sehnen. bringen wir so unsern Lauf, so nimmt der Herr uns gnädig auf in's Reich der ew'gen Freuden. Voll5. O Tag, an hoher Wonne reich, wann wirst du uns erscheinen? Du mach'st uns Gottes Engeln gleich, und stillest Leid und Weinen. O wohl uns, wenn in Ewigkeit uns Erlösung. 154 uns nun das höchste Gut erfreut in jenem bessern Leben! ( 250.) Mel. Wachet auf! ruft uns die zc. 251. Ueber aller Himmel Heere erhob'st du dich zum Thron der Ehre, Vollender uns'rer Seligkeit! Hin zu dem, der dich gesendet, ging'st du, da hier dein Werk vollendet, mit göttlicher Vollfommenheit. Du hast die Sündenwelt mit deinem Licht erhellt. Preis und Ehre sey, Jesu, dir! Froh sehen wir dir nach in deine Herrlichkeit. 2. Deines Vaters Gnadenwillen auf Erden völlig zu erfüllen, warst du gehorsam bis zum Tod. Size, Sohn, auf meinem Throne; dir geb' ich meine Welt zum Lohne, und meine Herrlichkeit, sprach Gott. Wie herrlich ist dein Lohn, erhab'ner Gottessohn! O, ihr Frommen, folgt treu ihm nach durch Streit und Schmach! Gott, dem ihr dient, belohnt als Gott. Bahn, auf der dich wandeln sah'u deine Freunde. Auch wir empfah'n auf dieser Bahn dereinst, wie du, die Kron' am Ziel. 4. Uns die Stätte zu bereiten, um die wir Pilger hier noch streiten, ging'st du voran in's Vaterland. Herrlich wirst du wiederkommen, und zu dir alle deine Frommen verjammeln in dieß Vaterland. Erkauft hast du uns Gott und dir durch deinen Tod. Wo du lebest und Gott mit dir, da sollen wir auch mit dir leben ewiglich. 5. Welch ein Jubel wird es werden, wenn wir dich wiederseh'n auf Erden in aller Majestät des Herrn! Das wird seyn ein Tag des Lebens für uns, und nicht ein Tag des Bebens. Dann schau'n wir dich nicht mehr von fern. Dann seh'n wir, hocherfreut, ganz deine Herrlichkeit, Welterlöser! Dann führest du der Wonn' uns zu, die bei dir ist in Ewigkeit. Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 3. Deine trauernden Erlösten, o Herr, zu stärken und 252. Auf, Jeju Jünger, zu trösten, kam über sie von dir dein Geist. Er ist's, der auch uns im Leiden mit Trost erfüllt und zu den Freuden der bessern Welt den Weg uns weist. Er leitet uns die freuet euch, der Herr fährt auf zu seinem Reich. Er triumphirt; lobsinget ihm! Lobfinget ihm mit lauter Stimm'! 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht; zerstört hat er des Erhöhung Jesu. des Todes Macht. Er hat die Welt mit Gott versöhnt und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit. Ihm dienen selbst die Seraphim. Lobsinget ihm mit lauter Stimm'! 4. Sein sind die Völker aller Welt. Er herrscht als sieggewohnter Held; er herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß.. 5. Er schüßet seine Christenheit, erhält sie bis in Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm'! 6. Ja, Heiland! wir erbeben dich; und uns're Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Majestät, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr bei dir stebt Straft und Macht, und dein sind wir. Nimmst du dich unser hülfreich an: was ist, das uns noch fehlen kann? 155 tem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. 8. In deiner Hand ist unser Heil. Wer an dich glaubt, dem giebst du Theil am Segen, den du uns erwarbst, als du für uns am Kreuze starbst. 10. O, zeuch uns immer mehr zu dir! Hilf uns mit eifrigster Begier nach dem nur trachten, was da ist, wo du, verklärter Heiland, biſt. 11. Dein Eingang in die Herrlichkeit stärk' uns, in unfrer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu trau'n, bis wir dereinst dein Antlig schau'n. 12. Dann wird sich völlig uns're Seel in dir erfreu'n, Immanuel. Dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. 9. Wir freuen uns, nach dieſer Zeit bei dir zu seyn in Ewigkeit. Nad) treuvollbrachMel. Erschienen ist der herrliche zc. 233. Wir freuen uns, Herr Jesu Christ, daß du zu Gott erhöhet bist. Immanuel, dir danken wir; stärk' uns mit Heil und Kraft von dir! Gelobt sey Gott! 2. Dir ist der Erdkreis unterthan; dich beten selbst die Engel an. Du lebst, regierst dem Vater gleich, und hast, wie er, ein ewig Reich. Gelobt sey Gott! 3. Du hast gesiegt; wir fiegen mit. Wer will verdammen? Er vertritt! Es flage, wer da will, uns an; er nimmt sich seiner Brüder an. Gelobt sey Gott! 4. Wohl dem, der nur auf dich vertraut, sein Heil auf dich 156 Erlösung. dich, den Felsen, baut! Fleuch, Mel. Wie schön leuchtet der z. Sünde, wir entsagen dir; dem Herrn des Himmels die- 254. Wie herrlich, Jeju, nen wir. Gelobt sev Gott! starker Held, du Retter einer Sünderwelt, hat sich dein Lauf geendet! Du siegest über Schmerz und Tod, verläßt das Grab, fährst auf zu Gott, der dich zu uns gesendet. Ewig trifft dich nun kein Leiden, Herr der Freuden; Tod und Leben hat dein Gott dir übergeben. 5. Du, Herr, bist unser höchstes Gut; denn du er warbst uns durch dein Blut des Vaters Huld, und gabst den Geist, der uns zum Leben unterweist. Gelobt sey Gott! 6. Du leitest uns, und unser ist dein Reich, dein Himmel, Jesu Christ! Wir sollen durch den Glauben dein, uns deines Ruhmes ewig freu'n. Gelobt sey Gott! 7. Du hast die Menschen nicht verschmäht, hast uns erlöst und bist erhöht; erhöre nun auf deinem Thron uns, deine Brüder, Gottes Sohn! Erhör uns, Gott! 8. Erhalt uns deine Lehr', und gieb zu allem Guten Kraft und Trieb! Gieb in Versuchung Nüchternheit, in Prüfung Muth und Festigkeit! Erhör uns, Gott! 9. Herr, nimm nns an, wenn du Gericht zu halten kommst; verwirf uns nicht! Laß uns zu deiner Rechten steh'n, und deine Herrlichkeit uns sch'n! Erhör uns, Gott! 10. Dann fürchten wir den Tod nicht mehr, und jauchzen mit der Engel Heer, daß du der Herr, o Jesu Christ, daß du so hoch erhaben bist. Gefobt sev Gott! 2. Dir dienen alle Seraphim, und wir vereinen Herz und Stimm', mit ihnen did zu loben. Du hast dein gro Bes Werk vollbracht, bast aus des Leidens banger Nacht zum Himmel dich erhoben. Preis dir, daß wir schon auf Erden sollen werden Gottes Kinder und des Todes leberwinder! 3. Du, du bist unser Haupt, und wir sind deine Glieder; nur von dir kommt auf uns Was unHeil und Leben. sern Seelen Segen schafft, Licht, Friede, Freude, Tugendkraft, wird uns von dir gegeben. Laß doch dein Joch gern uns tragen, und entsagen allen Sünden, daß wir hier schon Ruhe finden. 4. Zeuch uns're Herzen ganz zu dir; hilf, daß vor allen. Dingen wir nach deinem Reiche trachten! Laß uns im Wandel heilig, rein, voll Sanftmuth Erhöhung Jesu. 157 sen Weg voran! muth und voll Demuth seyn, zu Gott dir weist, ging dieund eit'te Lust verachten! Jede Sünde lehr' uns meiden, und mit Freuden unser Leben dei= nem Dienste ganz ergeben. 5. Sey unser Schuß und unser Hort, und tröst uns durch dein göttlich Wort, wenn hier uns Leiden drücken. Nur da ist Wonne, wo du bist; die Thräne, die auf Erden fließt, wird einst vor dir Entzücken. Von dir kommt hier Trost im Herzen. Laß in Schmerzen uns schon offen deinen Himmel seh'n, und hoffen! 5. Auch dich will er zu sich erhöh'n, bleibt ihm dein Herz geweiht; zur Wonne dir, sollst du ihn seh'n in seiner Herrlichkeit. begleiten Engel ihn. 2. Er, den man hier verkannt, verschmäh't, herrscht, weil ihn Gott erhob, mit göttlich großer Majestät; ihm jauchz't des Himmels Lob. 3. Er hat die Welt mit Gott versöhnt, uns ew'ges Heil gebracht; mit Preis hat ihn nun Gott gekrönt, und sein ist alle Macht. 4. Verehr' ihn ewig, o mein Geist, und bet ihn dankbar an; er, der den Weg 6. Weldy hohes Glück, wie viel mehr werth, als alles Erdenglück! Nun zag' ich, was mich auch beschwert, nicht einen Augenblick. 7. Einst öffnet mir sein Himmel sich, dann ist mein Leid entfloh'n; und ew'ge Wonne strömt auf mich von meines Jesu Thron. 8. Erlöser, dir sey Preis und Dank, so lang' dieß Leben währt! Dir weih' ich höhern Lobgesang, wenn michy dein Arm verklärt. 28( 255.) Mel. Lobt Gett, ihr Christen zc. 256. Der Herr schwingt Met. Wie wohl ist mir, o 2c. sich mit Glanz und Pracht zu fernen Welten gröBern Schauplaß ſeiner Macht 257. Vollendet ist dein Werk, vollendet, o Welterlöfer, unser Heil; der Sünde Fluch ist abgewendet; nun wird dein Lohn auch unser Theil. Erheb', erhebe dich vom Staube; zum Sieger schwing' dich auf, mein Glaube; mit ihm dring' in des Himmels Licht! Sie sind versiegt, des Leidens Thränen! Gott will den Ueberwinder frönen vor aller Welten Angesicht. 2. Heil dir! Des Himmels Pforten schließen vor dir sich auf Erlösung. 158 auf, o Gottes Sohn! Der Erde Niedrigkeit entrissen, empfängst du nun des Kampfes Lohn. Noch segnest du die Trengeliebten, noch senk'st du Trost auf die Betrübten, strömst süße Hoffnung in ihr Herz. Sie schn's: du bist von Gott gekommen, wirst mit Triumph dort aufgenommen, und hohe Wonne wird ihr Schmerz. 3. Ich seh' empor, o mein Vertreter! Dich bet' ich still mit Thränen an. Ich weiß, daß auch ein schwacher Beter im Staube dir gefallen kann. Zwar fallen vor dir Engel nieder; doch auch der Engel höhre Lieder verdrängen nicht mein schwaches Lied. Von meinen aufgehob'nen Händen wirst du nicht weg dein Antlitz wenden; du sieb'st den Dank, der in mir glüht. 4. Gieb meinem Glauben Muth und Leben, sich über Erde, Welt und Zeit mit starfen Flügeln zu erheben, zu dir, in deine Herrlichkeit! O du, der mich vom Tod errettet, von Erd' und Himmel angebetet, durch den sich Gott mit uns vereint; du, aller Welten Herr und Führer, der Geister ewiger Regierer, du bist mein Bruder und mein Freund! 5. Einst wirst du herrlich wiederkommen; du kommst; es kommt dein Lohn mit dir. Frohlockend heben dann die Frommen die Häupter auf zu dir, zu dir! Mit Wonne schau'n sie dir entgegen; denn du bringst ihnen Heil und Segen, o Herr der Macht und Herrlichkeit! Auch uns, die jetzt noch zu dir weinen, wirst du als treuer Freund erscheinen, uns führen in die Seligkeit! Mel. Ermunt're dich, mein 2c. 258. Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ, der du nach langem Leiden gen Himmel aufgenommen bist, zum Siß der reinsten Freuden; wer sollte sich nicht deiner freu'n, nicht dir von Herzen folgsam seyn, dir, der zum ew'gen Leben auch uns einst will erheben? 2. Du hast durch deine Himmelfahrt uns ew'gen Trost bereitet; hast uns den Weg geoffenbart, der uns zum Bater leitet. Und weil du nun, Herr Jesu Christ, stets in des Himmels Wonne bist: so werden deine Frommen gewiß auch dahin kommen. 3. Hilf uns nur unser bestes Theil und unser wahres Leben da suchen, wo du volles Heil wirst Gottes Kindern geben. Was unvergänglich Herrlichkeit Jesu im Himmel. tich, ewig ist, mach' uns recht werth, Herr Jesu Christ, weil bleibend Glück auf Erden nicht kann gefunden werden. 4. Zeuch uns dir nach, so laufen wir; stärk' unsers Glaubens Kräfte; führ' uns durch deinen Geist schon hier zum So himmlischen Geschäfte. führst du mich auch einst dahin, wo ich ohn' Ende fröhlich bin, und dich, dem ich hier trauc, zu meiner Frende schaue. distrated wh 159 Angst auf Erden, durch deine Macht zu dir gebracht, erlöst und frei zu werden. Gottes Sohn, kam zu uns auf Erden von des Himmels ew'gem Thron, unser Heil zu werden. Er, er ward ein Mensch, wie wir, schwerer Leiden Bürden übernahm er willig hier, daß wir selig würden. 3. Zench uns nach dir, so wandeln wir den Weg, den Fehlt uns du uns leitest. 4. Zeuch uns nach dir; denn schwach sind wir, nur zu geneigt zum Bösen. Herr, wir sind dein; du kannst allein von Sünden uns erlösen. 5. Zench uns nach dir, so finden wir den Weg zu deinem Throne. Dann schmückt uns einst, wenn du erscheinst, Mel. Ach Gott und Herr ze. 259.3euch uns nach dir, der Ueberwinder Krone. so eilen wir zum Himmel voll Verlangen, wohin du bist, o Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, so jauchzen wir, von Sünd' und 2. Nun herrscht er, voll Majestät, nach vollbrachten Leiden, als der Herr, von dein Licht, so seh'n wir nicht, welch Heil du uns bereitest. Met. Jesu Leiden, Pein und 2c. Gott erhöht, und regiert mit Freuden weisheitsvoll das gro261. Jesus Christus, ße Neich, das ihm Gott gegeben. Fromme sollen, Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 3. Ehrfurcht und Gehorsam soll ihm der Mensch bezeigen; Aller Knie' sich demuthsvoll vor dem Mittler bengen; frob soll jede Nation und mit Dank bekennen, er, des Allerhöchsten Sohn, sey der Herr zu nennen. 4. Wer den Sohn chrt, ehrt zu= 6. Zench uns nach dir, so leben wir, nach Dämmerung und Grauen, in deinem Reich, den Engeln gleich, bei dir, o Herr, im Schauen. BI( 260.) 160 Immi Erlösung. zugleich Gott, durch den wir leben. Ist des Vaters Macht und Reich ihm nicht übergeben? Wer zu Jesu: Herr, Herr! spricht, und doch Böses übet, kennt ihn und den Vater nicht, der nur Fromme liebet. 5. Ewig liebe dich mein Herz, göttlicher Erbarmer; denn durch deinen Todesschmerz leb' und sieg' ich Armer. Du kennst, treuer Menschenfreund, uns're Leidensstunden; und, wie ein Verlaßner weint, hast du selbst empfunden. 9. Jesu, weiche nicht von mir; reiche mir die Hände, daß auch ich den Weg zu dir einst beglückt vollende. Laß, weil ich auf Erden bin und mit Noth umgeben, deinen liebevollen Sinn meinen Geist beleben. 10. Lehr' einst in der Todesnacht, wenn die Angen brechen, mich dein Wort: Es ist vollbracht! auch mit Freuden sprechen. Hilf, daß ich mein Vaterland dann im Geist erblicke, und mich in des Vaters Hand ew'ge Wonn' erquicke! d Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 6. Du, den in der Niedrigkeit Noth und Angst umgaben, kannst nun in der Herrlichkeit Mitleid mit uns haben. Jene Seelenangst, die du einst für uns getragen, ist die Quelle 262. König, dem kein uns'rer Ruh', lindert uns're Plagen. 7. Wenn Gebet und Angstgeschrei auf zum Himmel dringen, eilst du mitleidsvoll herbei, hilfft den Sieg erringen, schenfest unsern Seelen Licht, unsern Herzen Leben, daß wir, schreckt uns dein Gericht, nicht als Sünder beben. König gleichet, dessen Ruhm kein Lob erreichet, Ebenbild von Gottes Wesen, der, zum Mittler uns erlesen, sich der Welt wollt' offenbaren als das Bild des Unsichtbaren, dir gehört das Recht zum Throne, als dem Mittler, als dem Sohne. 8. Du kannst zur Unsterblichkeit aus dem Staub' erhöhen. Wenn dein Allmachtswink gebeut, muß die Nacht vergehen. O, wie weicht da alles Leid, wo du gnädig wohnest, und mit Muth und Freudigkeit Gläubige belohnest! 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, aller Kreaturen Heere müssen zu Gebot dir stehen; was du willst, das muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben, Alles ist dir übergeben, und vor deinem mächt'gen Schelten zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Gren Herrlichkeit Jesu im Himmel. 161 Grenzen sich't man deine Siege uns trösten, der zur Rechten glänzen, wo viel tausend trene Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die nach deiner Vorschrift leben, dir nur zu gefallen streben, Alles gern für dich verlassen, und, wie du, das Unrecht haffen. Gottes sitzt, und als Mittler der Erlösten sie so gern beglückt und schüßt, Jeju, deiner Macht und Ehre jauchzen aller Engel Chöre und in ihren Lobgesang stimmt auch deiner Frommen Dank. 4. In dem Reiche deiner Ehre jauchzen dir der Engel Chöre; durch frohlockende Gefänge preist dich der Erlösten Menge, die, befreit von Furcht und Grauen, dein verklärtes Antlig schauen. Und mit al len diesen Chören werden wir dich einst verehren. 5. Herr, in allen diesen Reichen ist dir Niemand zu vergleichen an dem Ueberfluß der Schäßze, an der Ordnung der Gesetze, au der Unterthanen Menge, an der Herrschaft Macht und Länge, an Begnadigung der Freunde, und an Siegen über Feinde. 6. Herrsch' auch), Herr, in meinem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen. Laß mich deinen Schutz genießen, auf mich deine Gnade fließen. Dich will ich im Glanben lieben und mich im Gehorsam üben; will mitkämpfen, will mit leiden, bis ich einst mit herrsch' in Freuden. 2. Du, du kamst, uns zu erlösen; und das Opfer ist vollbracht, das von allerSchuld des Bösen uns befreit und selig macht. Seine Frucht uns zuzuwenden, steh't nunmehr in deinen Händen. Ewig unser Haupt zu seyn, gingst du in den Himmel ein. 3. Durch dich sollen wir empfangen, was zum Heil uns nöthig ist; durch dich Gnad' um Gnad' erlangen, weil du nun im Himmel biſt. Da regierst du, da vollendeſt du dein großes Werk, und sendest deinen Geist auf die herab, die die Gott zum Erbe gab. 4. Mächtig wirket deine Lehre; denn du giebst ihr Licht und Kraft. Sünder macht sie, dir zur Ehre, gläubig und gewissenhaft; lehret sie die Lust der Sünden ernstlich flieh'n und überwinden, stärket sie im Tugendlauf und hilft ihrer Schwachheit auf. Mel. Jesu, meines Lebens Leben zc. Band 5. Huldreich sorgst du für die Deinen; du versäumst ihr 263. Heiland, dessen wir Bestes nie; zählst die Thrä-. nen Jug Erlösung. 162 nen, die sie weinen, tröstest und belohnest sie. Alle, welche treu dir bleiben, und dein Werk mit Eifer treiben, führst du aus der Welt hinaus, hin in deines Vaters Haus. 6. Du entzieh'st dich auch den Armen, die noch unbe fehrt sind, nicht, weil dein Herz dir aus Erbarmen über ihrem Elend bricht. Ach, du trägst sie mit Verschonen, und willst nach Verdienst nicht lohnen; willst noch gern ihr Helfer seyn, und zur Beßrung Kraft verleih'n! 7. So, Verherrlichter, regierest du dein Erbe, bis du einst ganz dein großes Werk vollführest, wenn du zum Gericht erscheinst. O, entsaget allen Lüsten; kämpft, o kämpft mit Muth, ihr Christen, bis ihr seinem Thron euch nah't, und des Kampfes Lohn empfah't! 8. Großer Mittler, sey er hoben! Weil wir leben, wollen wir dich mit Herz und Munde loben, dir nur folgen, leben dir, stets auf deine Stimme hören, dir vertrauen, dich verehren, bis der ganz verklärte Geist dich mit allen Himmeln preist. Mel. Mirnach, spricht Christus 2c. 264. Mit Preis und Ruhm gekrönt, hast du dein großes Werk geendet; schaust auf dein Tagewerk mit Ruh', denn Alles ist vollendet; vollbracht der Kampf der Sterblichkeit, und wieder dein die Herrlichkeit. 2. Du schau'st herab, und sieh'st den Lohn für deine: Leiden Menge. Schon sam. meln zu dir, Gottes Sohn, im fröhlichen Gedränge sich Scharen, hoch durch dich beglückt, belehrt, geheiligt und erquickt. 3. Aus allen Völkern femmen sie, mühselig und beladen, und suchen Ruh' und finden sie, und sind des Joch's entladen; weih'n freudig sich dir, Gottes Sohn, und werden deiner Arbeit Lohn. 4. Gerettet sind, die sich verirrt, in Finsterniß verloren. Welch eine Schar von Kindern wird dir durch dein Wort geboren! wie auf der frischen Morgenau', auf Blumen ungezählt der Thau. 5. Sie alle selig, und durch dich, zur Wonne deinem Herzen, das nur für And're schlug, und sich vergaß bei Qual und Schmerzen, gerettet alle, leben dir; und unter ihnen, Herr, auch wir. 6. Auch wir! O, schau' von deinem Thron herab auf deine Kinder! Auch wir sind deines Schweißes Lohn, noch sterblich zwar, noch Sünder; doch Herrlichkeit Jesu im Himmel. 163 doch, das ist uns're Zuversicht, les siegt, ist überall uns nah; unsterblich einst im ew'gen und selbst das Tiefverborg'ne liegt vor dir stets offen da. Licht. 7. O daß, Beseliger, daß wir nie deine Huld verkennen, dich unsern Heiland niemals hier mit faltem Herzen nennen! Ach, Reiner von uns allen sey dir, seinem Retter ,. ungetreu. 8. Wie wird uns dann seyn, wenn zur Schar der Seligen erhoben, auch wir uns drängen in die Schar, dich, unsern Herrn, zu loben, das Herz von reinerm Danke glüh't, der Blick dich freudeweinend sieh't! 9. Vollenden hilf auch uns den Lauf, das Tagewerk vollbringen; und, ist's vollbracht, zu dir hinauf die Seele freudig dringen; und dort, an deinem Richterthron, empfah'n der Treue Gnadenlohn! ent Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 265. Wir schauen, Herr der Herrlichkeit, zu deines Thrones Höh'n, vor dem, auf deinen Wink bereit, viel tausend Engel steh'n. 2. Dugingst, als hier dein Werf vollbracht zum Heil der Menschen war, zurück zum Throne deiner Macht, und herrschest immerdar. 3. Dein Arm, der über Al4. Du nahmst von deiner Herrlichkeit schon längst Besty; nur wir, wir leben immer noch im Streit, und seufzen oft noch hier. 5. Doch darum fürchten wir uns nicht, wir kennen ja den Herrn; du, unsre Kraft und unser Licht, du bist uns nimmer fern. 6. Du stärkest unsers Glanbens Muth mit deiner Gegenwart. Wohl dem, der deinen Willen thut, und deiner gläubig harrt! 7. Wir preisen, Heiland, dankvoll dich, daß du so siegreich stritt'st; und Tod und Elend unter dich und uns're Füße tritt'st. 8. So wandeln wir denn fort und fort die wechselvolle Bahn, und sehen schon am Ziele dort die Heimath aufgethan. 9. Ja, Herr des Himmels, Jesu Christ, auf dich nur hoffen wir; wir suchen nur, was droben ist, und sind im Geist bei dir. 10. Vollenden wir einst unsern Lauf, so eil' uns beizusteh'n. Nimm uns in deinen Himmel auf, und daß dein Heil uns seh'n! 11* Mel, 164 Erlösung. Wiederkunft Jesu. Mel. Nun freut euch, lieben ze. empören; so fällt doch deine Kirche nie; du hältst und du 266. O Jeju, Licht und beschüßest sie durch deines Geistes Gaben. Heil der Welt, der du in die sem Leben dein Wort, das Gottes Rath enthält, zur Richtschuur uns gegeben, du bist der Herr der Christenheit, die du in dieser Pilger-. zeit dir aus den Menschen sammelst. 2. Sie willst du, als dein Eigenthum, zur wahren Weisheit leiten, und durch dein Evangelium zur Seligkeit bereiten. Du bist, Herr, groß von Rath und That, und was dein Mund versprochen hat, wirst du gewiß erfüllen. In 3. Du bist der Deinen Trost und Heil. So Viel' nur an dich glauben, die haben an dir alle Theil, die wird kein Feind dir rauben. Von dir fließt Weisheit, Trost und Ruh dem, der dir folgt, unfehlbar zu. Dein ist des Guten Fülle. 4. Mag doch die Menge immerhin auf deinen Ruf nicht hören, und Mancher, im verfehrten Sinn sich wider dich 5. Dein ist das Reich, dein ist die Kraft; wer sollte dir nicht tranen? auf dich, der Alles kann und schafft, nicht seine Hoffnung bauen? Dein Heil ist unser höchstes Gut; hilf, daß wir stets mit frohem Muth dich vor der Welt bekennen. ter aller Welt, der auch mir mein Urtheil fällt, Jesu, nimm dich meiner an, daß ich einst bestehen kann, m 6. Zwar kämpfen wir noch manchen Streit, auch mit uns selbst auf Erden; doch werden. zur Bollkommenheit auch wir erhoben werden. Dann endet sich der Deinen Müh'; dann frönest und belohnst du sie obn' End' mit Preis und Ehre. 17. Wir seh'n dich dann in Majestät, und uns, gleich deinen Engeln, zu nie empfund'nem Glück erhöh't, befreit von allen Mängeln; frohlocken dir und preisen dich, daß deine Macht und Gnade sich so hoch an uns verherrlicht. snis( 267. 268.) Mel. Aus der Tiefe rufe ich zc. 2. Mache mich von Sünden frei, fest im Guten, dir 269. Herr und Nich- getren; so erschricht, hältſt du Gericht, vor dir meine Seele nicht. DHE JOIES 90 3. Millionen preisen schow deine Hülfe, Gottes Sohn D Wiederkunft Jesu.urgili O, bereite auch an mir solche Lobgesänge dir! de 4. Die dir folgen, führest du sicher deinem Himmel zu. Führ auch mich einst da hinein; nur der Deine will ich seyn. 165 ner kommt voll Klarheit; vor ihmist Gnade, Tren' und Wahrheit; ihr Glanz wird hell, ihr Stern geh't auf. Licht ist um deinen Thron und Leben, Gottes Sohn. Hosianna! Erlöser, dir, dir folgen wir zu deines Vaters Herrlichkeit. 3. Ew'ges Lob sey dir ge= sungen! 2Bir sind in's Leben durchgedrungen! Wir steh'u am Ziel beim großen Lohn. Christus strömt der Gottheit Fülle auf uns; nun schau'n wir ohne Hülle dich, unsern Freund und Gottes Sohn. Stein Ange sahe ste, dem Ohr erscholl sie nie, diese Wonne. Von Ewigkeit zu Ewigkeit sey Dank und Preis und Ehre dir! 5. Folgen will ich deinem Wort; hilf mir gnädig darin fort, bis mein Lauf, Herr Jesu Christ, selig hier vollendet ist. G Im 6. Fröhlich hör ich dann von dir: Komm, Gesegneter, zu mir; nimm an meiner Wonne Theil; dein ist nun mein ganzes Heil! 7. Und frohlockend preis ich dann, was du, Herr, an mir gethan, freue mit den Deinen mich deiner Gnade ewiglich. ( 270.- 273.) ( 275. 276.) 13 274. Wachet auf! ruft Met. Straf' mich nicht in c. 200 uns die Stimme vom Himmel einſt, die Donnerſtimme: 277. Herr, ich bin dein verlaßt den Staub, die dunkle Gruft! Bachet auf, erlöste Sänder! Versammelt euch, ihr Gottesfinder! der Welten Herr ist's, der euch ruft. Des Todes stille Nacht ist nun vor= bei. Erwacht! Hallelujah! Macht euch bereit zur Ewigfeit! Sein Tag, sein großer Tag ist da. Jan Eigenthum; dein ist auch mein Leben. Mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's gegeben. Väterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen. 2. Einst fommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden. Dann soll ich zur Rechenschaft dargestellet wer den. 2. Erd' und Meer und Hölle beben; die Frommen stehen auf zum Leben, zum ew'gen Leben steh'n sie auf Ihr VersöhDein Gericht schonet nicht, Richter aller Welten; denn du willst vergelten, chi 3. Weh' dann mir in Ewigfeit 166 keit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit nicht gebrauchet habe! Weh' dann mir, hab' ich hier dein Geschenk verschwendet und nicht angewendet! Heiligung. Sendung des Geistes. 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben! Möcht' ich mich, stets meiner Pflicht treu zu seyn, bestreben, daß ich nie thöricht sie außer Augen sezze, nie mit Fleiß verlege! 5. Lehre mich gewissenhaft meine Zeit anwenden, eingedenk der Rechenschaft jeden Tag vollenden. Gieb, daß ich ernstlich mich jeden Tag, auch heute, darauf vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit furchtbar in der Nähe: o dann ist es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad' erflehe! Wenn der Tod mir schon droht, kann ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfüllen. tung uns gebracht, Tag, den uns unser Gott gemacht, mit Inbrunst sey von allen Zungen zu Gottes ew'gem Preis besungen. Die Erde lag, von Nacht umhüllt, mit Wahn und Gößendienst erfüllt. Du bast den dicken Finsternissen, nach langer Nacht, die Erd' entrissen. Gelobt sey Gott! Gelobt sey Gott! 2. Singt Jesu Dank! Er ward erhöh't auf Gottes Thron 7. Mein Gewissen strafe mich schnell für jede Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade such' und finde. Dann ruf'st du einst mir zu: Alles ist vergeben! Sünder, du sollst leben! 8. Dann werd' ich auch im Gericht, Herr, vor dir bestehen, und vor deinem Angesicht Freud' und Wonne sehen. Ewig dein werd' ich seyn und im höhern Leben ewig dich erheben. Pfingstlieder. Mel. Komm, heil. Geist, Herresc. voll Majestät. Nun segnet gnädig seine Jünger der tri278. Tag, der Erlench- umphirende Vollbringer. Er sendet den verheiß'nen Geist der Schar der Zeugen, die ihn preist. Sie sterben froh für seine Lehre, daß sich der Erdkreis zu ihm fehre. Gelobt sey Gott! Gelobt jey Gott! 3. Gesandt von Jesu, geh'n sie gern, und sammeln überall dem Herrn selbst aus Verfolgern neue Jünger. Das, wahrlich, das ist Gottes Finger! Umsonst bestürmt sie Grium 1 Sendung des Geistes. Grimm und Spott! Sie stegen dennoch, stark durch Gott, troß alles Drohens, alles Spottes, und wirken große Thaten Gottes! Gelobt sey Gott! Gelobt sey Gott! 167 2. Es leucht uns, Licht des Herrn, dein Schein, wenn schon Tod und Verwesung uns dräu'n; lehr' uns Jesum Christum, den Sohn, erkennen, von der Liebe des Sohnes uns brennen. Herr, erbarm' dich unser! 3. du der Liebe Geist! erhöh' uns're Seele, daß sie schmeckt und seh', wie der Herr uns liebte; laß uns als Brüder lieben Jesu geheiligte Glieder. Herr, erbarm' dich unser. laß 4. Du höchster Trost in aller Noth! bilf getreu uns seyn bis in den Tod. Heilig lag uns leben; uns nicht verzagen, wenn uns uns're Sunden verklagen. Herr, erbarm' dich unser! 4. Der Herr mit euch! Ter Herr mit euch! Ihr bauet ihm sein weites Reich. Nun herrscht der Herr auch unter Heiden, und Völker dienen ihm mit Freuden. Es lernt die ganze Welt, nun frei vom Joche der Abgötterei, den lang verkannten Schöpfer fennen, und ihn durch Christum Vater nennen. Gelobt sey Gelobt sey Gott! Gelobt sev Gott! 5. Auch uns hat dieses Segens Kraft zu der beglückten Bürgerschaft in Jesu groBes Reich geführet. Wir preisen laut, von Dank gerühret. Herr, laß uns Alle würdig Met. O heiliger Geist, o heiliger ze. seyn, uns dieses hohen Glücks 280. Auf, feiert mit uns in zu freu'n; laß deines Geistes milde Gaben auch reicher Fülle haben. Preis sey dir, Herr! Preis sey dir, Herr!! Dank das heilige Fest, das Gott uns heut erleben läßt! Der Tag, der nach des Jrrthums Nacht der Wahrheit helles Licht gebracht, der Tag sey uns stets ein heiliges Fest! Mel. Nun bitten wir den heil'gen 2c. 2. Es fliche von uns die Sorge der Zeit; wir leben für die 279. Des Baters und Ewigkeit. Wir sind von uns'rer des Sohnes Geist, du, der uns den Weg zum Heile weist, gnal envoller Tröster! laß, wenn wir sterben, uns das ewige Leben ererben. Herr, erbarm' dich unser! Seele Werth durch Jesum, Gottes Sohn, belehrt, seh'n himmlisches Licht im Dunkel der Zeit. 3. Wir wissen, daß Gott uns väterlich liebt, dem Reuigen Die 168 die Schuld vergiebt. Von seinem Rath, von uns'rer Pflicht giebt nun sein Geist uns Unterricht. Oselig, wer Gott, den Ewigen, liebt! 4. O selig, wer Gott voll Dankbarkeit preist, sich leiten läßt durch seinen Geist, der von der Macht der Sinnlichfeit, aus ew'ger Knechtschaft uns befreit zum Leben, das Gott durch Frömmigkeit preist. 5. O selig, wer Gott dem Vater vertrau't, der immer seg nend auf uns schau't, durch seinen Geist uns stärkt in Noth, zum Leben führet durch den Tod. Nichts fürchtet, wer hier ihm findlich vertraut. 6. Es mögen einst Erd' und Himmel vergeh'n; wir werden uns verherrlicht seh'n. Wir finden eine schön're Welt, wenn treu wir thun, was Gott gefällt, als Kinder zu ihm, dem Liebenden, geh'n. Mel. Werde munter, mein 201 7. D ewiger Geiſt, uns leuchte 282. Der du uns als dein Licht, daß, tren der Christen Würd' und Pflicht, wir jeder Täuschung widersteh'n, in Eintracht zu dem Vater geh'n, um ewig zu schau'n sein göttliches Licht. Heiligung. S Mel. Kemm, Gott Schöpfer zc. 281. Wer dir vertraut, den leitest du, o Geist, zur Wahl des besten Theils; so führ' auch uns dem Himmel zu, du Führer auf der Bahn des Heils. 2. Uns strahle deiner Wahrheit Licht; gieb reine Lieb' in unser Herz; zum Vater frohe Zuversicht, zur Tugend Kraft, und Trost im Schmerz. 3. Gott, unsern Gott, und Jesum Christ recht kennen, das nur ist der Quell, aus welchem ew'ger Segen fließt; mach' diese Kenntniß in uns hell. tis app d 4. Das Wort, das er, des Höchsten Sohn, vom Himmel uns herab gebracht, beglücke jede Nation, durch deiner Leitung sanfte Macht. 5. Vereine deine Christenheit durch deines Friedens festes Band, und führ' in Lieb und Einigkeit sie in das beßre Vaterland. u I now hind 15 Vater liebest, trener Gott, und deinen Geist denen, die dich bitten, giebest; ja uns um ihn bitten heißt, demuthsvoll fleh ich vor dir: Bater, send' ihn auch zu mir, daß er meinen Geist ernene, und ihn dir zum Tempel weihe one and Wissen Leben, Kraft und 2. Dhu' ihn fehlet meinem Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir entrissen, und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er Sendung des Geistes. er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 169 7. Lehre mich, mich selber kennen, die verborg'nen Fehler seh'n, sie voll Demuth Gott bekennen, zu ihm um Vergebung fleh'n. Mache täglich Ernst und Treu', sie zu bessern, in mir neu; zu dem Heiligungsgeschäfte gieb mir immer neue Kräfte. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu! noch mit ächter Tren' meinen Herrn und Heiland nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre. 8. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen niederschlägt; wenn sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern hegt; wenn mein Ang' in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören scheint: v, dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen. 4. Ew'ge Quelle heil'ger Güter, hochgelobter Gottesgeist! der du menschliche Gemüther besserst, und mit Trost erfreu'st! Nach dem Glück ver= langt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich, zu Gottes Preise, heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über Alles möge lieben, daß ich mit getrostem Muth seiner Baterhuld mich freu', und mit wahrer Kindestreu' stets vor seinen Augen wandle, und rechtschaffen denk' und handle. Mel. Wachet auf! ruft uns 20. 6. Geist des Friedens und 283. Gottes Geist, du der Liebe! bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mir's rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann; wenn meine Hand zur Erleicht'rung der Beschwerden, fann dem Nächsten nüßlich werden. 9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzündet, daß mein Herz verlangt nach dir. O, so seze durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. Geist der Liebe, beleb auch unsers Herzens Triebe, der Freuden viel umher zu streu'n. Genß in's Herz der Liebe Flammen, daß wir, wie Brüder, hier beisammen in deinem Tempel uns erfrew'n! In Eintracht singen wir, als deine Kin A Heiligung. 170 Kinder, dir, dir o Bater! Du ſegnest gern, bist nie uns fern; wir folgen dir, dem guten Herrn. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 284. Nicht um einflüchtig Gut der Zeit, ich fleh' um deinen Geist, Gott, den zu meiner Seligkeit dein theures Wert verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, o Vater, lehr' er mich; die Weisheit, die das Herz entflammt zur Liebe gegen dich. 3. Dich lieben, Gott! ist Seligkeit; gern thun, was die gefällt, wirkt edlere Zufriedenheit, als alles Glück der Welt. 4. Alsdann hab' ich Vertrau'n zu dir, dann schenket selbst dein Geist das freudige Bewußtseyn mir, daß du mir gnädig seyst. 25. Er leite mich zur Wahrheit hin; zur Tugend stärk' er mich; beweise, wenn ich traurig bin, auch mir als Tröster sich. 6. Er schaff' in mir ein reines Herz; verstegle deine Huld; und er bewaffne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld. Mel. Alles ist an Gottes Segen zc. 285. Geist, gesandt vom Himmelsthrone, Geist vom Vater und vom Sohne, dem wir unsre Lieder weih'n, lag uns würdig dich besingen und in uns're Seelen dringen deiner Gnade hellen Schein. 2. Wie die Nebel vor der Sonne, weicht vor dir, du Licht der Wonne, jedes Jrrthums finst're Nacht. Was durch Sünden war entweihet, wird durch deinen Glanz erneuet; du vertreibst der Sünde Macht. 3. Du lehrst uns die Wahrheit sehen, und des Friedens Wege gehen, lehrest uns das Gute thun. Herzen, die das Böse wählen, fliehest du; doch frommen Seelen öffnet sich dein Gnadenbrunn. 4. Haben wir dein Licht gefunden, dann ist schnell die Nacht verschwunden; es erscheint uns Alles neu. Freude wohnet nun im Herzen, und von allen Sündenschmerzen fühlt sich das Gewissen frei. 5. War das Herz von Sorgen trübe: vor dem Glanze deiner Liebe weicht der Sorgen Heer zurück. Nicht wie Feuer, das verzehret; wie die Sonne, die uns nähret, strahlet deines Lichtes Blick. 6. Die der Tugend Weg verloren, die Verirreten, die Thoren bringst du auf den du neue Stärke, Lust zu jerechten Pfad. Schwachen giebst dem > Sendung des Geistes. dem guten Berke, Muth zur allerschwersten That. 171 ( 287.) 7. Du, der Unberath'nen Mel. Aus meines Herzens ze. der Bankenden Regierer, leit auch uns au 288. Wo Gottes Geiſt an deiner Hand. Hilf das Eitle uns verachten, und mit heißer Sehnsucht trachten nach dem ew'gen Vaterland. regieret, da ist des Segens Land; wo er die Menschen führet, da wird Gott recht erfannt. Du, Geist des Herrn, giebst Licht, schaff'st Ruhe für die Seelen. Zum Führer dich erwählen, ist Weisheit, Ruhm und Pflicht. 8. Christi Jüngern, den Verzagten, halfst du siegen und sie brachten selbst das Leben für ihn dar. Laß uns nicht vergeblich flehen; hilf auch uns im Glauben stehen und der ganzen Christenschar. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 286. Geist der Wahrheit, laß dein Licht unsern blöden Geist durchdringen! Wenn sein Strahl die Nacht durchbricht, wird es deinem Wort gelingen! Sünd' und Wahn hält uns gefangen; laß zur Wahrheit uns gelangen. 2. Geist der Liebe, senke dich tief hinab in uns're Seelen! Wer von Gottes Liebe wich, muß den rechten Weg verfehlen. Und wir sind, nicht mehr, nicht minder, eines großen Vaters Kinder. 3. Geist der Andacht, mach' uns frei von der Erde engen Schranken! Die befreite Seele sey voll von himmlischen Gedanken. Hier in heil'ger Sabbathstille heil'ge dir sich unfer Wille. 2. Du geh'st auf ihren Wegen den Menschen liebreich nach; versprichst dem Frommen Segen, droh'st Sündern Qual und Schmach; zeigst Allen ernstlich an, daß sie das Leben hassen, sobald sie den verlassen, der sie erretten kann. 3. Du giebst uns Heil und Frieden, und Himmelsseligfeit, wenn wir nur nicht ermüden, zu thun, was Gott gebeut. Dein strafendes Gericht sucht Schlummernde zu wecken; du reißest alle Dekken dem Heuchler vom Gesicht. 4. Uns treu zu Gott zu führen, bist immer du bemüht. Du prüfest Herz und Nieren, auch wo kein Mensch uns sieh't. Du lenkest unsern Sinn, enthüllst der Bosheit Tiefen, weckst Sünder, die noch schliefen, führst sie zu Jesu hin. 5. Du willst in unsern Leiden 172 den ein Geist des Trostes seyn, erfüllst das Herz mit Freuden, lehrst uns den Unmuth scheu'n. Und kann des Beters Mund kaum noch zum Vater lallen, so muß dein Wort erschallen: Gott hält des Segens Bund. Justin 6. Geist der Huld und Liebe, o Geist der Heiligkeit, sent in mich edle Triebe, gieb mir zufriedenheit; verlaß mich nicht im Schmerz, und stärke mein Bestreben, im Glück dir ganz zu leben; geweih't sey dir mein Herz! Heiligung. Mel. Komm', heiliger Geist, Herre zc. 1380 289. Komm' über uns, du heil'ger Geist! du Lehrer, der zu Christo weist! ihn lehr' uns kennen, ihn verlangen, der du vom Vater ausgegan= gen. Er hat durch seines Todes Kraft Heil und Bergebung uns verschafft; du knüpf'st uns fest mit ihm Ist Gott für uns, wer will verdammen? Hallelujah! Hal lelujah! 2. Machy' selber dir mein Herz bereit, und schmück es aus mit Heiligkeit! dein Friede wohne stets darinnen; bewahr' und stärke Herz und Sinnen! Laß uns, von Missethaten rein, des großen Gottes Tempel seyn, zu seines Namens Ruhm erbauet, auf den huldvoll er niederschauet. Hallelujah! Hallelujah! 3. Geist, der die Seel' in Ruhe stellt, gieb uns den Frieden, nicht der Welt, nein, jenen hohen, sel'gen Frieden, den Gottes Rathschluß uns beschieden, den Christi Hingang uns gebracht; der ist es, der uns freudig macht, ob auch die Welt und Hölle toben, doch Gott im Himmel hoch zu loben. Hallelujah! Hallelujah! 4. Lehr' uns die rechte Sterbefunst! Tröster! mach' O durch deine Gunst uns fest in jenem theuren Worte, daß Christus sey die Lebenspforte! Halt uns im wahren Glauben fest, bis unser Geist die Welt verläßt! Im letzten Kampf lehr uns wohl ringen, und durch den Tod in's Leben dringen. Hallelujah! Hallelujah! Mel. Aus meines Herzens 2c. 290.Zeuch ein zu deinen Thoren, Geist Gottes, wohn' in mir; der du, da ich gebo ren, mich neu geboren dir; o hochgelobter Geist des Baters und des Sohnes, mit Beiden gleiches Thrones, mit Beiden gleich gepreist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sün Sendung des Geistes. 173 Sünden Hülf und Errettung kannst Menschenherzen wenschafft. Ach, heil'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste die Ehr' und Dienste leiſte, die ich dir schuldig bin! den, wie dir es wohlgefällt; so schmücke jeden Stand, das Alter, wie die Jugend mit Gottesfurcht und Tugend; gieb Fried im ganzen Land! 3. Ich glich den wilden Reben; durch dich genieß' auch ich des rechten Weinstocks Leben, in ihn verpflanzt durch dich. Gieb, was der Vater sucht, daß ich zum Erntetage die Frucht des Glaubens trage, der guten Werke Frucht. 4. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret und macht uns segensvoll; es steiget himmelan, es steigt hinan zum Throne, zu dem, der in dem Sohne uns helfen will und kann. 8. Erfülle die Gemüther mit reiner Glaubenszier; aus dir, Quell ew'ger Güter, ström' Segen für und für. Gieb Kräfte unserm Geist, das Gute nur zu lieben und standhaft auszuüben, wie Gottes Wort uns heißt. ner an! Du hast in deinem Worte mir selbst die enge Pforte des Lebens aufgethan. 6. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Einigfeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Haß und Neid und Streit. Laß uns die Rache flich'n, und ihre Gluth verdammen; von deiner Liebe Flammen laß Aller Herzen glüh'n. 7. Du hast in deinen Händen die ganze weite Welt; 9. Richt' unser ganzes Leben nach deinem heil'gen Sinn. Und sollen wir es geben in Todesstaub dahin: so hilf uns fräftig aus; laß uns mit Freuden sterben, und nach dem Tod ererben des ew'gen Lebens Haus. is Mel. Wie wohl ist mir, o 2c. 3891 5. Du bist ein Geist der Freuden, und Trauern liebst du nicht; so leuchte mir im Leiden auch deines Trostes Licht. Ach, nimm dich mei- 291. Geift Gottes! wer kann dich verstehen? Wem leuchtet dein durchdringend Licht? Wer strebt zu deiner Weisheit Höhen? Wer sich schon weise dünket, nicht! Du bist ein Licht; doch nur den Blinden. Wer bei sich ſelbst noch Rath kann finden, dem ist bei dir fein Trost bereit. Nur dem bist du des Lebens Quelle, der, an des Unterganges Schwelle, in sich verzagt, um Hülfe schreit. 2. Da wirfest du, und schmel 174 schmelzest Herzen, in Sünden todt, wie Felsen hart. Du weckest selig bange Schmerzen, die Traurigkeit der edlen Art. Es reget sich ein banges Sehnen; im Stillen fließen bitt're Thränen, die Zeugen weh'muthsvoller Reu'. Du zeigst durch göttliche Gerichte dem Frevler in dem hellsten Lich te, was Gott, Geseß und Sünde sey. Heiligung. 3. Wenn Seelen, so mit Noth beladen, nur sehnlich um Errettung fleh'n, enthüllet sich der Thron der Gnaden; du läsfest sie den Mittler seh'n. Dann wandelt sich das bange Sehnen in einen Strom von Freudenthränen, und Trauernacht in tröstend Licht. Der Schuldbrief zeigt sich dann zerrissen; es schweigt das richtende Gewissen, da Jesu Tod jetzt stärker spricht. 4. So wie der Born der reinsten Liebe in dir geweihten Seelen quillt, so opfern dir sich alle Triebe, die deine Gotteskraft erfüllt. Auf dem Altare reiner Herzen, da brennen dir, da leuchten Kerzen, die deine heil'ge Gluth entflammt. Dein Odem soll ihr Leuchten mehren, und alle fremde Gluth verzehren, die nicht aus diesem Ursprung stammt. 5. Dein Lieben weiß von keinem Wählen unlauterer Parteilichkeit, womit sich Erden. söhne quälen; dein Lieben ist Gerechtigkeit; du weißt aus allem Sectenwesen, was Wahrheit sucht, heraus zu lesen, und zählst es deiner Herde zu. Wer nur bereit ist, dich zu hören, den bist du willig zu bekehren; wer dich nur sucht, den findest du. 6. O, möcht' ich allzeit deine Lehren, wenn deine Salbung in mir spricht, mit treuem Jüngerherzen hören, daß nie mich blend' ein täuschend Licht! Ja, möchten meine Geistesaugen mit sicherm Blick zu sehen taugen die Wahrheit und den falschen Schein! Und möcht' ich, fern von stolzen Höhen, doch stets im Thal der Demuth gehen, an deine Zucht gewöhnet seyn. 7. Ja, du allein, du Geist der Wahrheit, machst meinen Pilgerschritt gewiß, und leis test stärkend mich zur Klarheit durch unbekannte Finsterniß. Du bist der Beistand meines Lebens, dir ruf' ich, irrend, nie vergebens, wenn je mein Fuß den Pfad verliert. Dein Trost ist's, der die Schwachheit stüget; dein Wort die Kraft, die mich beschüßzet; du selber bist es, der mich führt. in 8. So wie ein Bach in sanften Güssen allmählig seinem Thal entweicht und bald ver Sendung des Geistes.. 175 vereint mit großen Flüssen, zur Sünde mein Gemüth vernun unbekannt in's Weltmeer schleicht: so sanft, so still und unbemerket, durch unsichtbare Kraft gestärket, fließt meines Lebens Stunde hin, hin in das Meer der Ewigkeiten, wo ich bei tausend Seligkeiten in deinem Licht vollendet bin. suchet wird; hilf, daß ich die Rückkehr finde, wenn mein Fuß im Dunkeln irrt. Und verstocket sich mein Herz, o, dann wecke Reu' und Schmerz, daß ich mich in Demuth benge, und den Sinn zur Beßrung neige. Mel. Werde munter, mein 2c. 5. Reize mich mit Fleh'n und Beten, wenn mir Hülfe nöthig ist, zu dem Gnaden292. Geist vom Bater stuhl zu treten, im Vertrau'n und vom Sohne, der du unser Tröster bist, und von unfers Gottes Throne hülfreich auf uns Schwache sieh'st! stehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben sey, daß mein ganzes Herz auf Erden mög' ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir seyn; wenn ich bange Zweifel hege, deine Wahrheit mich erfreu'n. Lenke fräftig meinen Sinn auf mein wahres Wohlseyn hin. Lehr'st du mich das Rechte wählen, werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heil'ge du des Herzens Triebe, Herr, zu einer festen Treu', daß mir Gottes Vaterliebe über Alles wichtig sey. Gottes Namen zu erhöh'n, und in seiner Huld zu steh'n, Gottes Willen zu vollbringen, fann mir nur durch dich gelingen. 4. Stärke du mich, wenn auf Jesum Christ. Auf den Mittler laß mich schau'n, und auf ihn die Hoffnung bau'n, Gnad' um Gnad', auf mein Verlangen, von dem Vater zu empfangen. 6. Stebe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bei, daß ich auch alsdann mit Freuden Gottes Führung folgsam sey. Gieb mir ein gelaßnes Herz; laß mich ſelbst im Todesschmerz bis zum frohen Ueberwinden deines Trostes Kraft empfinden. Mel. Warum sollt' ich mich ze. 293. Höchster Tröster, komm hernieder! Geist des Herrn, sey nicht fern; stärke Jesu Glieder. Der, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat deinen Rath seinem Volk versprochen. 2. Geist der Weisheit, gieb uns Allen durch dein Licht Un= Heiligung. Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr' uns freudig vor ihn treten; steh' uns bei, und verleih', daß wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens fämpfen; gieb uns Muth Fleisch und Blut, 5. Sey in Schwachheit Sünd' und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden.f 4. Hilf uns nach dem Be176. 2. Deine Feinde wüthen zwar; zitt're nicht, du kleine Schar! Denn der Herr der Herrlichkeit machet deine Grenze weit. Die Kirche Jesu. wak Mel. Aus der Tiefe rufe ich zc. Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah'; wenn er 294. Triumphire, Got- gebeut, steht's da. Er ſchüztes Stadt, die sein Sohn erbauet hat! Kirche Jesu, freue dich! Der im Himmel schüßet dich. zet seinen Ruhm, und hält das Christenthum. Mag doch die Hölle wüthen! H 3. Nimmt der Völker Toben zu: laß sie wüthen, leide du! Leide mit Geduld und Muth! Blute! Fruchtbar ist dein Blut! mal sten streben; schenk' uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen; treib' uns an, froh die Bahn, die du zeigst, zu gehen. 2. Gott sieht's, wenn Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören, und den Gesalbten, seinen Sohn, nicht wollen christlich ehren; dein ktheures Gotteswort, dein uns're Stüße; steh' uns bei; mach' uns treu' in der Prüfungshize. Und wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, bring' den Geist in des Himmels Freude. seine Kirche schützt, so mag die Hölle wüthen; er, der zur Rechten Gottes sigt, hat Kreuz, Herr unser Hort, ist ihrem Dünkel Spott. Doch sind sie Staub vor Gott. Sie mögen sich empören! sing Mel. Ein' feste Burg ist unser ze. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmäh'n; uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widersteh'n; 295. Wenn Christus wir halten fest am Glauben. Gelobt sey Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, ſein Wort von Herzen hält, dem fann Die Kirche Jesu. kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertrau't, laßt euch fein Droh'n erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schan't, wird uns gewiß bedecken. Der Herr, der starke Gott, hält über sein Gebot, giebt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod; was kann uns denn erschref= fen? Mel. Christus, der ist mein Leben ze. 296. Ach, bleib' mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des Feindes Macht und List! 2. Ach, bleib' mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, daß uns an jedem Orte sey Trost und Heil beschert! 3. Ach, bleib' mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht; die Wahrheit in uns pflanze, damit wir irren nicht! 4. Ach, bleib' mit deinem Segen bei uns, du reicherHerr; dein Wollen und Vermögen sich reichlich in uns mehr'! 5. Ach, bleib' mit deinem Schußze bei uns, du starfer Held, daß uns der Feind nicht truge, noch fäll' die böse Welt! 177 297. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, und steur' der Feinde List und Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, mit aller Kraft zu stürzen droh'n. 2. Zeig' deine Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr alder du aller Herren bist; beschirm' dein' arme Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 6. Ad), bleib' mit deiner Trene bei uns, Herr, unser Gott! Beständigkeit verleihe; hilf uns aus aller Noth! 3. Gieb, heil'ger Geist, uns Einen Sinn; nimm alle Zwietracht von uns hin; sey mit uns in der letzten Noth; führ uns in's Leben durch den Tod. 4. Sie sinnen auf ein Frevelstück; treib' ihre Tücke, Herr, zurück. Und wenn du uns von ihr befreist, gieb ihnen einen bessern Geist. 5. Laß alle Welt erkennen doch, du, unser Herr Gott, lebest noch, und steh'st bei deiner Kirche fest, die sich allein auf dich verläßt. 6. Verleih' uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten; es ist ja doch kein And'rer nicht, der für uns fönnte streiten, denn du, unser Herr Gott, alleine. 7. Gieb uns'rer Landesherrschaft und aller Obrigkeit Fried' und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein geruhiges und stilles Leben führen mö12 gen 178 Heiligung. gen, in aller Gottseligkeit und Sohn erbauet hat. Erfüllt Ehrbarkeit. Amen. von hoher Klarheit, freu't sie sich ihres Herrn. Er wohnt mit seiner Wahrheit in ihren Tempeln gern. Oft, wie von Meereswogen, ward sie be stürmt vom Krieg. Umsonst; die Feinde zogen vorbei und ohne Sieg. Mel. Was mein Gott will zc. 298. Herr, dir sey Preis und Dank gebracht, daß wir zur Wahrheit kommen, daß deines Wortes Licht die Nacht und Blindheit weggenommen. Wir wissen: wer auf Christum trau't, erlanget Heil und Leben; wer glaubend auf den Heiland schau't, dem wird die Schuld vergeben. 2. Dieß lehret uns, o Herr, dein Mund, wobei wir fest verbleiben; uns soll von diesem Felsengrund kein Engel selbst vertreiben. Es werde deine Gütigkeit, die uns zum Heil gewiesen, Herr, unser Gott, zu jeder Zeit durch unsern Dank geprieſen. 3. Zeuch durch dein Gnadenwort an dich, die noch den Irrweg gehen; steur' allen Frevlern kräftiglich, die dir noch widerstehen! Nichts müsse, Herr, dein Lebenswort, Nichts dessen Lauf verhindern! Erhalt es weiter fort und fort bei uns und unsern Kindern! Mel. Nun lobe meine Seele zc. 299. Frohlockt zu Got-. tes Rubme! fest stehet die geweih'te Stadt, die ihm zum Heiligthume des Menschen 2. Auf Felsengrund erbauet, ward sie zu Gottes Stadt er höh't, sie, die nur ihm vertrauet, und ewig durch sein Wort besteh't. Von ihren Bergen flammet umher der Wahrheit Licht; und wer es fühlt, verdammet die Nacht, durch die es bricht; der Mensch, dem Wahn entrissen, erleuchtet hier sein Herz, beruhigt sein Gewissen, und strebet himmelwärts. 3. Hier wohnen Trösterinnen, die Lehren, welche Gott uns gab; wenn Thränen uns entrinnen, so trocknen sie die Thränen ab. Sie zeigen unsern Tritten des Rechtes sich're Bahn; sie führen uns zu Bitten, die Gott gefallen, an; sie zeigen auf dem Throne uns unsern Herrn, den Sohn; am Ziel die ew'ge Krone, der treuen Kämpfer Lohn. 4. Die Krone der Belohnung gewinnt der Bürger dieser Stadt, der hier sich seine Wohnung erwählt, der hier gestritten hat. Errettet vom Verderben, eilt er in hoher Die Kirche Jesu. her Ruh', und freudig selbst im Sterben, dem Vaterlande zu. Dort wird er zu den Frommen, die schon des Lohn's sich freu'n, vom Vater aufgenommen, vollkommenselig seyn. 5. Froblocke, Kirche, singe, erhebe deines Königs Ruhm! Breit' aus sein Reich, und bringe die Sünder all' in's Heiligthum; daß sie gereinigt werden, daß site, von dir erhellt, ihn lieben und auf Erden gern thun, was ihm gefällt; bis alles Volk erneuert und in dein Licht verklärt, ein Fest des Friedens feiert, der ewig, ewig währt. Freundlichkeit des unsichtbaren Gottes! Ergreift mit uns die Seligkeit, und schämt euch eures Spottes! Sehet, wie er liebt, und wie er vergiebt; wie er Besserung, den Weg der Heiligung, die roh'sten Sünder lehret. 4. Dieß zeugten jene Zengen, Gott, voll Muth in Schmach und Banden; bezeugten es durch ihren Tod, was sie gewiß empfanden. Saat, die du gesä't! Reif und fruchtbar steh't längst die Ernte schon. Der Ernte Herr, dein Sohn, wird bald die Garben sammeln. 5. Wer rüstete mit Heldenmuth euch wider eure Leiden? Wer lohnt euch nun für euer er Spötter Heere Blut mit unnennbaren Freu= Mel. Ein' feste Burg ist unser sc. 300. Der Spötter Heere rüsten sich, dein Zion zu zer stören. Sie spotten unser, die wir dich und deine Wahrheit ehren. Bitter ist ihr Spott. Ach, wann werden, Gott, die dein Wort so schmäh'n, das sie doch nicht versteh'n, zu dir sich endlich sammeln? 179 2. Stolz fragen sie, warum doch wir auf Jesu Wort un gründen? ob's auch gewiß sey, daß wir hier den Weg zum Leben finden? Möchten sie's doch seh'n, und es ganz versteh'n, was für Weisheit ist im Worte Jesu Christ, und welche Gottesstärke! 3. O, schmeckt und seh't die den? Ihr habt Gott vertrau't; nun steht' ihr und schau't auf dem Thron im Licht den Gott von Angesicht, der durch sein Wort euch lehrte. 6. Auch wir, dein Volk, dein Eigenthum, sind deiner Wahrheit Zeugen. Dein Wort schafft auch uns Sünder um; wie fönnten wir's verschweigen! Uns're Hoffnung ist fest auf Jesum Christ. Gott, verföhnt mit dir, empfinden täglich wir des Glaubens Kraft und Wahrheit. 7. Durch eures Wandels Heiligkeit ehrt, Christen, diesen Glauben! Kein Spott 12* fann 180 kann euch die Seligkeit, kann euern Trost euch rauben. Durch des Wortes Kraft werdet tugendhaft! Und dann lacht der Welt, die euch für Thoren hält. Gott wird es seh'n, und richten! Heiligung. 8. Wenn so der Spötter euer Licht ehrwürdig leuchten siehet, erfülle Scham sein Angesicht, daß er die Wahrheit fliehet. Deines Wortes Glanz, Gott, erleucht' ihn ganz. Sehnsucht, fromm zu seyn, und deiner sich zu freu'n, erfülle feine Seele. Mel. Jesu, meines LebensLeben 2c. 301. Hülfe kann dein Arm bereiten, Gott, am Tage der Gefahr; aus der Nacht zum Lichte leiten der Bekenner tapf're Schar. Aus dem Dunkel schaff'st du Klarheit, zieh'st hervor aus Wahn die Wahrheit, und der Väter Thränenblick gründet oft der Kinder Glück. 2. Ewig weise, ewig milde waltest du, Allmächtiger; def= fest, wie mit einem Schilde, die Gerechten um dich her, die mit fest entschloss'nem Muthe für das Wahre, für das Gute tren in heißem Kampfe steh'n, und auf dich voll Hoffnung seh'n. 3. Seit der Vorzeit grauen Jahren ist es herrlich oft erprobt; in den schrecklichsten Gefahren, wenn der Bösen Rotte tobt; in den grauenvollsten Stürmen kannst du Recht und Wahrheit schirmen. Frevler, eure Macht ist Spott. Eine feste Burg ist Gott. 4. Stirbt die Wahrheit in den Flammen? Sinft sie unter in der Fluth? O, ihr könnt den nur verdammen, der die Wahrheit liebt und thut! Aber wird sein Blut euch nüßen? vor der Wahrheit Macht euch schützen, die, je mehr ihr sie entehrt, herrlicher nur sich verklärt? 5. Droh't der Wahrheit nur mit Ketten; selbst gebunden, ist sie frei; und von Fesseln sie zu retten, eilt ein Stärferer herbei; der hat nichts mit euern Waffen, Feuer oder Schwert, zu schaffen. Wahrheit siegt durch inn're Straft; Gott ist's, der ihr Sieg verschafft. 6. Ja, du hilfft der Wahrheit siegen, mag des Frevlers Macht und List, mag die Thorheit sie befriegen, weil du selbst die Wahrheit bist. Ihre Kraft wird fest bestehen, ihr Licht kann nicht untergehen; immerfort hat deine Macht sie im schwersten Kampf' bewacht. 7. Auf denn! Huldiget dem Wahren, huldiget dem Guten gern; in den drohendsten Gefahren Verbesserung fahren ist des Schüßers Arm nicht fern. Liebt, Gerechte, tren hienieden Gottes WahrAm Reformationsfeste. der Kirche. 181 heit, ihren Frieden, bis euch in der bessern Welt ihre Sonne ganz erhellt! 3. Doch Gott stand seiner Kirche bei; da wurden die Gewissen frei; da schwand des Aberglaubens Wahn; das hat, das hat der Herr gethan! 4. Bewahrt sein Wort. Verträglichkeit und Wahrheitslieb' und Frömmigkeit und Tugend sey der Kirche Zier; so sieget fie; Gott ist mit ihr! 5. Zagt nicht, weil seines Wortes Licht nicht schon durch alle Nebel bricht, daß Spötter seine Wahrheit schmäh'n; die Lehre Jesu wird besteh'n; Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 302. Lobsinget! Gottes Huld und Macht vertrieb des Aberglaubens Nacht. Lobsingt! sein heilig Wort entriß uns manches Irrthums Finsterniß. 2. Verdunkelt war der Wahrheit viel Mel. Sey Lob und Ehr' dem ic. sahen's nicht. In harte Skla= 303. Lobsing't in ſeinem verei versank der Christen Volk durch Glaubenszwang. Heiligthum dem Herrn, durch den wir leben! Er hat zu seines Namens Ruhm der Welt sein Wort gegeben. Sein Wort, das klug und weise macht, hat unser Gott an's Licht gebracht, und wunderbar erhalten. 6. Seb't Gottes Sonne; sie erhellt nicht auf einmal die ganze Welt. Laßt, Christen, unsers Lichts uns freu'n, und Gott durch Thaten dankbar jeyn! 7. Lobfing't, lobsing't dem Herrn und freu't, ihr Christen, euch der Ewigkeit! Da wird fein Zwist, da wird allein Ein Hirt und Eine Herde seyn. 2. Es war mit Unverstand und Nacht der Erdkreis ganz bedecket, und Gottes Stimme ward veracht't, die doch zur Buße wecket. Des Höchsten Reich war unbekannt; was List und Eigennuß erfand, das hieß der Weg zum Leben. 3. Die Heil'gen Gottes seufzten laut: Wann wird er sich erbarmen? Wann kommt der Held, der Zion baut? Wann rettet er die Armen? Erlöser, komm'; denn es ist Zeit, dein Evangelium entweih't, 182 weih't, dein Sacrament zer rissen! 4. Der Herr erschien, und gab sein Wort durch seine Knecht' uns wieder. Die Wahrheit drang die Lüge fort, und schlug den Irrthum nieder. Der Weg des Heils ward neu entdeckt, das Licht im Finstern aufgedeckt; ein Wunder unsern Augen! Heiligung. 5. Des Höchsten Wort vergehet nicht, mag es die Welt auch hassen; der Gott des der Gott des Lichtes kann sein Licht bald wieder scheinen lassen. Ein Werkzeug, das die Welt verlacht, kann schnell des Aberglaubens Macht, wenn Gott gebeut, zerstören. 6. Dank dir, der du dein Volk erkauft, daß uns dein Wort erfreuet! Du hast das Unfraut ausgerauft und mächtig uns befreiet. Dein Evangelium erquickt die Herzen, die ihr Elend drückt; schenkt Sündern Gnad' und Leben. dir, von Lüsten frei, ans Her zensgrund bekehren! Wer frech sich wider dich empört, foll nie, was uns dein Zengniß lehrt, soll nie dein Wort uns rauben. 9. Dein Evangelium behält den Sieg und lehrt uns siegen; denn deine Rechte, Herr der Welt, läßt es nicht unterliegen. Dein Geist schreib' es in unsern Geist! Dann sagt sein Zengniß uns, du seyst durch Christum unser Vater. Mel. Nun danket Alle Gett! 20. 304. 304. Sehr groß, Herr, ist die Huld, die du an uns bewiesen; sey dafür inniglich gelobet und gepriesen! O, pflanz' dein Wort in uns, daß es, je mehr und mehr, die schönsten Früchte bring' zu deines Namens Ehr'! 2. Im Glanze deines Lichts laß uns hienieden wallen, zu unserm wahren Heil und dir zum Wohlgefallen. Breit' deine Lehre aus, schüß' deine Christenheit, und führ' uns allesammt zum Licht der Ewigfeit. 7. Es ist das Licht inFinsterniß, giebt Rath und Trost im Leiden; es macht des Frommen Gang gewiß und segnet ihn mit Freuden. Bewahr' uns, Herr, mit mächt'ger Hand dein Wort, unser Land, den Reichthum unsrer Seelen. das Glück für Mel. O Gett, du frommer 2. 8. Der Menschen größte 305. Vernimm, Herr, Weisheit sey, Herr, dieß dein Wort recht ehren, und sich zu unser Fleh'n! dein Volk sinkt betend nieder. Entflamm' in uns Verbesserung der Kirche. uns den Sinn der frommen Vorwelt wieder. Für Andacht, Pflicht und Recht laß deine Christen glüh'n, und schnöde Sinnenlust und Trug und Lafter flieh'n. 2. Die Höhern wecke du, daß in dem Erdenthale des Beispiels Sonnenlicht durch sie den Niedern strahle! Der Eintracht Brudersinn, der Liebe festes Band, Ein Glaube, Gott, an dich, umschlinge Meer und Land! 3. So müsse dein Geschlecht zu höh'rer Würde reifen, uns immer mächtiger, o Herr, dein Geist ergreifen, dieß Fest noch fromm und frei der Enkel Chor erneu'n! wir stimmen dann verklärt in ihre Jubel ein. Mel. Wie schön leuchtet der zc. 306. Komm', komm', du Licht in Gottes Pracht, den Tag, den uns der Herr gemacht, mit deinem Glanz zu weiben! Weck' auf, was schläft in dunkler Haft, zünd' an der rechten Andacht Kraft, uns heil'gen Schmuck zu leis hen! Frühe ziehe uns nach oben, den zu loben, der allmächtig Sonnen lenket, groß und prächtig! 183 erhöh't; ihr Hoffen ist geschehen. Viel Könige, Propheten viel sah'n harrend auf nach solchem Ziel, und haben's nicht gesehen. Selig, selig, wer da siehet, was entglühet Gottes Strable, Himmelslicht im finstern Thale! 3. Verdunkelt stand des Herrn Altar; in Menschentrug begraben war das Wort aus Gottes Munde. ,, Wo bleibst du, Licht von Anbeginn? Ach, Hüter! ist die Nacht bald bin? bald da des Aufgangs Stunde?" Singet, bringet Morgenlieder unserm Hüter! Er schläft nimmer! herrlich kam des Aufgangs Schimmer. 2.0, seh't! in hellem Glanze steh't die Kirche Christi hoch 4. Zum Auserfor'nen dringt der Schein: ,, Steh' auf! du sollst mein Rüstzeug seyn; dich ruft des Reiches König!" Da schallt's: ,, die Wahrheit macht euch frei, die Nacht ist hin, der Tag herbei" und Jubel ballt vieltönig. Herr, Herr! Ew'ger! tren im Halten und im Walten überschwänglich, Gott, dein Licht ist unvergänglich! 5. Gs stritt mit Macht die Finsterniß; die Erde bebt, der Vorhang riß; da siegt' das Licht vom Morgen. Jahrhunderte sind hingefloh'n, manch Reich gestürzt und mancher Thron; die Kirche steh't geborgen. Jesus Christus gestern, heute, und in weite 184 weite Ewigkeiten! Eilt, sein Lob heut auszubreiten! i Heiligung. 09 6. Tag, den uns Gott erscheinen läßt, dich grüßt, in Lieb' und Glauben fest, die heilige Gemeine, die kämpfend noch hienieden geh't, die triumphirend droben steh't; es ist ja doch nur Eine! Ein Wort, Ein Hort! Jauchz't, Verklärte, jauchz', o Erde, seinem Namen: Heilig, hei-, lig! heilig! Amen! Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. 307. Ein neues Lied fingt Gott, dem Herrn, und rühret Zion's Saiten! Wohlauf! begrüßt den Morgenstern, da Nacht und Tag sich scheiden. Er geh't den frommen Herzen auf; er wandelt leuchtend seinen Lauf; begrüBet ihn mit Freuden. 2. Er ist das rechte Gotteswort, vom Himmel uns gegeben; ein Quell, der quillet fort und fort, und fließt in's ew'ge Leben. Und nimmer dürstet, wer ihn trinkt, und wer ihn trank, viel Früchte bringt, gleich edlen Weinstocksreben. 3. Das Wort von Gott ist wahr und rein; kein Mensch hat es erfunden. Frei zieh't es in die Seelen ein; kein Mensch hat es gebunden. Und ob der Feind viel Unfraut sä't: der Wächter wachet früh' und spät, bis zu der Ernte Stunden. 4. Was wagst du, Welt der Finsterniß, dich wider Gott zu sträuben? Die Männer Gottes steh'n gewiß; das Reich muß uns doch bleiben. Es bleibt und steh't, wenn Alles wankt; dir, Herr der Herren, sey's gedankt von Allen, die da gläuben! 5. Führ' deine Herd' auf rechter Bahn, daß nimmer sie verderbe. Zünd' Glauben, Christi Sinn nicht sterbe. Wir Lieb' und Hoffnung an, daß folgen dir, wir trau'n auf dich; hilf deinem Volke väterlich, und segne, Herr, dein Erbe! Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2. 308. Vor dir, Herr, denken wir erfreu't an uns'rer Väter Glauben! Der Feind erhob sich fühn zum Streit, dein Wort der Welt zu rauben; sie aber kämpften ritterlich, gestärkt, Allmächtiger, durch dich; sie kämpften, und fie siegten! 2. Dein Wort war ihnen Schwert und Schild, Schuß, Heereskraft und Bogen. Lang' war's in Dunfel eingehüllt, der Christenwelt entzogen; sie brachten's wieder an das Licht, und achteten Gefahren nicht; Wort Gottes. nicht; sie sangen heldenmüthig: Eigne Melodie. 3. Ein' feste Burg ist unser Gott, ein' gute Wehr und Waffen; er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alt, böje Feind, mit Ernst er's jetzt meint; groß' Macht und viel List sein' grausam' Rüstung ist; auf Erd'n ist nicht sein's gleichen. 4. Mit uns'rer Macht ist Nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erforen. Frag'st du, wer er ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein and'rer Gott; das Feld muß er behalten. 5. Und wenn die Welt voll Teufel wär', und wollt'n uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr; es muß uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, thut er uns doch 185 Nichts; das macht, er ist gericht't; ein Wörtlein kann ihn fällen. 6. Das Wort sie sollen las= sen stah'n, und kein'n Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan, mit ſeinem Geist und Gaben. Nehm'n sie uns den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib: laß fahren dahin, sie haben's fein'n Gewinn; das Reich Gott's muß uns bleiben. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 309. Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen; es lehrt uns uns're ganze Pflicht; es giebt dem Sünder und dem Frommen zum Leben sichern Mel. Nun danket Alle Gott 2c. 7. So sangen sie, und weit erschollen ihre Lieder: die Völker fehrten froh zum freien Glauben wieder. Der Aberglaube flob; es wich die düst're Nacht; das Evangelium ward an das Licht gebracht. 8. Triumph! die Wahrheit siegt! Gott war mit ihren Streitern! Gott ist und bleibt mit ihr; er wird ihr Reich erweitern. Auf, die ihr sie erkennt, und dankbar sie verehrt, auf, haltet fest an ihr! Sie sey uns ewig werth! Unterricht. O selig, wer es achtsam hört, bewahrt und mit Gehorsam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf unfern Wegen, vertreibt des Jrrthums Finsterniß; erfüllt mit Freuden, bringt uns Segen, und machet unser Herz gewiß. 186 wiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. Heiligung. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, lehrt, wie du denen Gutes giebst, die dein Gebot mit Freuden üben, und wie du väterlich uns liebst. Was uns darin dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr; du lügest nicht. 4. Gott, dieß dein theures Wort ist besser, und mehr der Sehnsucht werth, als Geld; sein Werth ist köstlicher und größer, als alle Schätze dieser Welt. Wer gern thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. So laß mich denn mit Lust betrachten die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt. Laß folgsam mich auf Alles achten, was dein Befehl von mir begehrt. So fließen Trost und Seelenruh' auch mir aus deinem Worte zu! Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 310. Wir Menschen sind zu dem, o Gott, was geist lich ist, untüchtig. Dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig; wir wissen und versteh'n es nicht, wo uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget. 814 2. Drum hast du vormals ausgesandt Propheten, deine Knechte; sie machten in der Welt bekannt dein Heil und deine Rechte. Zulegt ist selbst dein ein'ger Sohn, o Vater, von des Himmels Thron gekommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sey, Herr, gepreist! laß uns das bei verbleiben, und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte gläuben; daß wir's annehmen jederzeit mit Ehrfurcht, Treu und Willigkeit, als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott uns nicht vom Wort abwende; denn du bist ein gerechter Gott, und strafst gewiß am Ende. Erweck' uns durch der Wahrheit Kraft; und was sie Gutes in uns schafft, das laß uns treu bewahren. 5. Herr, öffne du Verstand und Herz, daß wir dein Wort recht fassen, in Lieb' und Leid, in Freud' und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein, nein, auch des Wortes Thäter seyn, Frucht hundertfältig bringen. mache 6. Geist Gottes! selbst uns gleich schon hier dem guten Lande, daß wir, an Tugendfrüchten reich, in unserm Amt und Stande stets Gutes üben in Geduld; bewah Wort Gottes. wahren deine Lehr' und Huld in einem frommen Herzen. 7. Laß uns, so lang' wir leben bier, den Weg der Sünder meiden. Gieb, daß wir halten fest an dir, im Wohlstand, wie im Leiden. Rott' aus die Dornen allzumal; bilf uns die Weltsorg' überall und böse Lüste dämpfen. 187 2. Zur wahren Weisheit oft zu träge, erkennet er nicht sich, noch seine Pflicht, nicht seinen Gott, noch seine Wege, und selbst sein tiefes inn'res Elend nicht; vergißt in eitler Ruh' und Sicherheit Tod, Rechenschaft, Gericht und Ewigkeit. 8. Dein Wort erhalt' uns flar und rein, und laß es unsern Füßen ein Licht auf unsern Wegen seyn; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rath und Trost in aller Noth, daß wir im Leben und im Tod darauf beständig trauen. 9. Laß sich dein Wort zu deiner Ehr', o Gott, sehr weit verbreiten! Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög' und leiten! O heil'ger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Lieb', Hoffnung, Trost und Glauben. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ze. 5. Das sehen wir durch bilds dich, und beben. Doch sollen wir darum verzagen? Nein! Du zeigst uns auch den Weg zum Leben, und lehrest uns: Gott will so gern verzeih'n. Du führst zu Jesu Christ, der uns versöhnt, und uns mit Sieg und Heil und Gnade frönt. 6. Auch schauen wir in deinem Lichte der Frömmigkeit und 3. Dank dir, o Geist, und Preis und Ehre! Du, du hast uns des Himmels Licht gewährt. Durch Jesu Wort, der Wahrheit Lehre, wird unserm Geist das Dunkel aufgeklärt. So lernen wir durch deinen Glanz, wie blind, wie schwach, wie thöricht und ver-= derbt wir sind. 4. Du zeigst uns Gott in seiner Größe, in seiner Heiligkeit und Vaterhuld; zeigst uns sein Recht, des Menschen Blöße und unsers Ungehorsams große Schuld, das Elend uns'rer trägen Sicherheit, Tod, Rechenschaft, Gericht und Ewigkeit. 311. Des Wahns und Irrthums Finsternissen wird, o du Geist des Lichts, wer Licht begehrt, durch deine Wahrheit nur entrissen, die uns den Weg des Heils und Friedens lehrt. Getäuscht von Selbstbetrug und Thorheit irrt, wer nicht von deinem Strahl erleuchtet wird. 188 und Tugend hohen Werth, und alle Frommen im Gerichte von Gottes Huld begnadigt und verklärt, und ihre Leiden in der Prüfungszeit, wie Nichts, in jenes Lebens Herrlichkeit. Heiligung. 7. Geist Gottes, laß, zu deiner Ehre und unserm Heil, dein Licht uns alle seh'n, und das Geschenk der besten Lehre nicht undankbar, nicht höhnend stolz verschmäh'n! Gieb, daß wir redlich thun, was du uns lehrst, bis du bei Gott uns dermaleinst verklärst. Mel. O Gott, du frommer 2c. 312.Soll dein verderbtes Herz zur Heiligung genesen, Christ, so versäume nicht, das Wort des Herrn zu lesen; bedenke, daß dieß Wort das Heil der ganzen Welt, den Rath der Seligkeit, den Geist aus Gott enthält. 2. Merk auf, als ob dir Gott, dein Gott gerufen hätte; merk' auf, als wenn er selbst zu dir vom Himmel red'te! so lies, mit Ehrfurcht lies, mit Lust und mit Vertrau'n, und mit dem frommen Ernst, in Gott dich zu erbau'n. 3. Sprich fromm: O Gott, vor dem ich meine Hände falte, gieb, daß ich dein Gebot für dein Wort ewig halte, und laß mich deinen Rath empfindungsvoll versteh'n, die Wunder am Gesetz, am Wort vom Kreuze seh'n. 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht irren lassen. Lies, Christ, sein heilig Buch; lies oft, du wirst es fassen, so Viel dein Heil verlangt. Gott ist's, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht, und sie von Herzen liebt. 5. Rührt dich ein starker Spruch, so ruf ihn, dir zum Glücke, des Tags oft in dein Herz, im Stillen oft zurücke; empfinde seinen Geist, und stärke dich durch ihn zum wahren Edelmuth, das Gute zu vollzieh'n. 6. Um tugendhaft zu seyn, dazu sind wir auf Erden. Thu', was die Schrift gebeut, dann wirst du inne werden, die Lehre sey von Gott, die dir verkündigt ist, und dann das Wort versteh'n, dem du gehorsam bist. 7. Spricht sie geheimnißvoll, so laß dich dieß nicht schrecken. Ein endlicher Verstand kann Gott nie ganz entdecken. Gott bleibt unendlich hoch; wenn er sich dir erklärt, so glaube, was er spricht, nicht, was dein Wiß begehrt. 8. Ja, laß dich, frommer Christ, durch keine Zweifel fränken. Hier bist du Rind: doch dort wird Gott mehr Licht dir schenken. Dort wächst mit Dei Wort Gottes. deinem Geist dein Licht in Ewigkeit; dort ist die Zeit des Schau'ns, und hier des Glaubens Zeit. 9. Halt' fest an Gottes Wort; es ist dein Glück auf Erden, und wird, so wahr Gott ist, dein Glück im Himmel werden. Verachte christlich groß des Bibelfeindes Spott; die Lehre, die er schmäh't, bleibt doch das Wort aus Gott! Mel. Ach Gott und Herr 2c. 313. Gott ist mein Hort, und auf sein Wort soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken. Laß feinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glauben schrecken! 189 6. Nun darf mein Herz in Neu' und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeih'st, lehrst meinen Geist im Glauben Vater sagen. 7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weih'n, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie; dein Wort giebt mir die Kräfte. 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verständ' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Den ew'gen Rath, die Missethat der Sünder zu versühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dieß Licht nicht durch dein Wort erschienen. 8. Herr, unser Hort, laß uns dieß Wort! Denn du hast's uns gegeben. Es sey mein Theil, es sey mir Heil und Kraft zum ew'gen Leben! ( 314.) Mel. Liebe, die du mich zum ze. 315. Theures Wort aus Gottes Munde, das mir lauter Segen trägt, dich allein hab' ich zum Grunde meiner Seligkeit gelegt. In dir treff ich Alles an, was zu Gott mich führen kann. 2. Du, mein Leitstern hier auf Erden, sollst allein mein Führer seyn! Durch dich soll ich weise werden; ohne dich folg' ich dem Schein, der den Wand'rer leicht verwirrt, und in das Verderben führt. 3. Geist der Wahrheit, der im Worte Licht und Wahrheit mir entdeckt, öffne mir des Lebens Pforte, daß mein Geist, durch dich erweckt, frei von allem Menschentand, folg' in Einfalt deiner Hand! 4. Was 190 4. Was ich lese, laß mich merken; was ich höre, laß mich thun. Wird dein Wort den Glauben stärken, laß dabei es nicht beruh'n; schaff' auch, Mel. Nun lobe meine Seele 20. daß, von Sünde frei, Sinn 317. Ich weiß, an wen ich und That ihm ähnlich sey! gläube. Mein Jesus ist des Glaubens Grund, bei dessen Wort ich bleibe, und das bekennet Herz und Mund. Was Mel. O Gott, du frommer 26. 316. Gelobet feyst du, kann die Weisheit sagen, die heute steh't und fällt? Wer Fleisch und Blut will fragen, verliert sich in die Welt. Ich folg' in Glaubenslehren, Herr, deinem Wort allein; was dieses mich läßt hören, das muß untrüglich seyn. Heiligung. Gott, für deines Sohnes Lehre! Gieb, daß ich sie auch gern mit Fleiß und Andacht höre. Ja, mache selbst mein Herz von Vorurtheilen rein, und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen seyn. 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie ver= fehlen, und nie, was schädlich ist, als wahres Heil erwählen. O, Höchster, leite selbst den forschenden Verstand; so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Dein Wort bleibt ewig wahr; laß mich's von Herzen glauben, und mir nicht seinen Trost durch Ungehorsam rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschuur macht, dem giebt es Licht und Trost auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre. Gieb deinen Geist in's Herz, der Lust und Kräfte giebt, daß man die Wahrheit sucht, prüft, glaubt, bewahrt und übt. 2. Herr, stärke mir den Glauben. Verführung trachtet Nacht und Tag, wie sie das Kleinod rauben, und um mein Heil mich bringen mag. Wenn deine Hand mich führet, so kann ich sicher geh'n; wenn mich dein Geist regieret, wird's selig um mich steh'n. Ach! segne mein Vertrauen, und bleib mit mir vereint; so laß ich mir nicht grauen, und fürchte feinen Feind. 3. Laß mich im Glauben leben. Und wenn Verfolgung, Angst und Bein mich auf der Welt umgeben, so laß mich tren im Glauben sern. Im Glauben laß mich sterben, wenn sich mein Lauf beschließt, und dann das Leben erben, das mir verheißen ist. Nimm mich Wort mich in deine Hände bei Lebund Sterbenszeit; so ist des Glaubens Ende der Seelen Seligkeit. Gottes. 191 Mel. Liebster Jesu, wir sind. 319. elig sind, die, Gott, dein Wort hören und zugleich bewahren! O, so laß Mel. Es spricht der Unweisen ze. auch immerfort dieses Heil mir widerfahren; daß es mich zum Guten stärke, und ich seinen Trost vermerfe! 2. Drückst du es dem Herzen ein, wird es mir kein Irrthum rauben. Selig werd' ich hier schon seyn, auch bei einem dunkeln Glauben, bis dereinst in jenem Leben hell= res Licht mich wird umgeben. mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 318. Erhalt uns, Herr, dein reines Wort; gieb Fried' und Ruh' im Lande; gieb Glück und Segen immerfort, und Heil in jedem Stande! Dein Wort ist uns're Freud' und Lust; es flößet Ruh' in uns're Brust; ist mehr, als alle Schäße. 2. Dein Wort ist unsrer Füße Licht auf deinem Him- 320. Herr, mein Licht, melswege; drum fehlet uns're Seele nicht, und findet deine Stege. Es ist ein Trost in Noth und Tod, wir wären sonst in tausend Noth längst ohne dich vergangen. erleuchte mich, daß ich mich und dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden weise für den Himmel werden. 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst meinem Forschen fort, deutlich daraus einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und mir, deinem Knecht, gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen; lehr' mein Herz auch folgsam seyn, den erkannten Weg zu geben. Denn sonst würd' ich bei dem Wissen dop= pelt Strafe leiden müssen. 4. Gieb, 3. Beschirm' des Landes Obrigkeit, und laß ihr Werk gedeihen; so können wir uns allezeit in ihrem Schuß erfreuen. Gott, unser Heil, verlaß uns nicht, und laß des Herzens Zuversicht niemals zu Schanden werden. 4. Gott, stärk' unser al O ler Geist, so werden wir genesen, daß dich dann jeder ewig preist, weil du sein Trost gewesen. Wohlan, es hat die trene Brust stets ihre größte, höchste Lust, mein Gott, an deinem Rechte. 192 Heiligung. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, es fey in meinem Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit mein' Erkenntniß mög' vermehren! Find' ich manche Dunkelheit bei geheimniß vollen Lehren: laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer deutlicher erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet, und die Lust der Welt verachtet. 7. O, verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir ge= wissenhaft, als dein treues Kind, zu wandeln; so wird einst in jenem Leben mich ein bell'res Licht umgeben.. Mel. Sey Lob und Chr' dem 2c. 321. Erhebe dankbar Gottes Rubur, wer ihn als Christ verebret, daß er sein Evangelium ven Jugend auf mms lebret, uns früh den Beg zur Bahrheit zeigt, früh unser Herz zum Guten neigt. Gebt unjerm Gott die Ehre! 2. Herr, durch dieß Wort erkennen wir: im Himmel und auf Erden kommt Alles, Alles nur von dir; du hießest Welten werden. Der du des Segens Quelle bist, den fürchten wahre Weisheit ist, dir, dir gebührt die Ehre! deinen Geist, der uns zur 3. Dein Wort verheißt uns Wahrheit leitet, zur Frömmigfeit uns unterweist, uns stärkt und vollbereitet. Es giebt uns Freudigkeit in's Herz, verſüßet hilft uns überwinden. uns des Todes Schmerz, und 4. Sey innig, Herr, von uns gepreist, du, den wir Vater nennen! Von Allem, was dein Wort verheißt, ſoll ewig uns nichts trennen; nicht Ruhm bei Menſchen, nicht ihr Spott, Gefahr und Hoffsoll von dir uns scheiden. nung, Noth und Tod, Nichts 5. Den Weg der Wahrheit wählen wir; wir kennen deinen Willen; gieb uns die Kraft, sie kommt von dir, ihn eifrig zu erfüllen! Erhalt in deiner Furcht das Herz, daß es in Freuden und im Schmerz dir findlich tren verbleibe! 6. Herr, dein sind wir; verlaß mas nicht; stirf uns in njerm Glauben. Bermehr in uns die Zuversicht; Nichts möge sie uns rauben! Getren bist du; auch uns mach' treu, daß uns dein Bort stets bei fig 3 Wort Gottes. 193 3. Sie ist es, die mich Gott erkennen, mich meinen Schöpfer lieben lehrt. Ich darf getrost ihn Vater nennen, darf sicher seyn, daß er: mich hört. Sie ruft mir zu: Dein Gott ist gut! Wohl dem, der seinen Willen thut! 4. Sie treibt mein Herz, mich selbst zu richten; sie schärfet meines Geistes Blick; belehrt mich über meine Pflichten, und schreckt vom Bösen mich zurück; sie stärket den Gewissenstrieb, und macht mir jede Tugend lieb. 5. Sie leitet mich auf alten Wegen; sie zeiget mir das höchste Gut; sie macht mir jedes Glück zum Segen, und giebt im Unglück frohen Muth. Wo Nichts, sonst nichts mich trösten kann, da hebt ihr wahrer Trost erst an. 323. Neligion, von Gott 6. Sie schafft dem Geiſte hohen Frieden, verscheucht den sorgenvollen Sinn, und reichet jedem Lebensmüden den sichern Stab der Hoffnung bin, auf den er still und fest sich lebut, so oft er sich nach Rube jebut. lig sey! Preis sey dir, Dank und Ehre! Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 322. Unser Gott, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben. Gieb uns Gnade, daß wir hier auch darnach rechtschaffen leben. Gieb dem Glauben solche Stärfe, daß er thätig sey durch Werke. 2. Uns, o Vater, lehrest du, was wir thun und glauben sollen. Schenk' uns deine Kraft dazu; gieb zum Wissen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen; so wird Alles wohl gelingen. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) gegeben, sey ewig meinem Herzen werth! Wie trostlos würd' ich oft erbeben, wenn mich des Lebens Last beschwert! Nur du erbeiterst meinen Sinn, und führst mich sanft zum Ziele bin. 2. D, zeigt mir eine beff're Lehre, ihr Thoren, die ihr sie verlacht! Bas ist, das so viel Trost gewähre? Bas habt ihr, das so weise macht? Bo find ich außer ihr das Licht, das durch des Lebens Dunkel bricht? 7. Sie läßt mich ew'ges Dajeyn hoffen, verfündigt mir Unsterblichkeit. Durch sie steh't mir der Himmel offen, und mein ist seine Seligkeit. D, welche Bonne für den Geist, der sich der Sündenlust entreigt! 13 8. Jh 194 8. Ich weiß, ich weiß, an wen ich glaube; ich glaube fest und zweifle nicht. Kein Wahn, kein Wiß der Spötter raube mir jemals meines Glaubens Licht. Religion erhebt mein Herz; sie adelt mich in Glück und Schmerz. 9. Ja, du, des Lebens reinste Wonne, begleite du mich bis an's Grab, und leuchte dann, gleich einer Sonne, vor mir in's Todesthal hinab! Mein erster Laut an Gottes Thron sey Dank für dich, Religion! Heiligung. Mel. Herr Christ, der ein'ge 2c. 324. Der Herr liebt unser Leben; zu unserm Heil hat er uns sein Geseß gegeben; aus Liebe gab's der Herr. Wohl mir, wenn fromm und weise ich Gottes Liebe preise und ihm gehorsam bin! 2. Schon die Vernunft kann wissen, was gut und böse sey; sie richtet durch's Gewissen, verdammt und spricht uns frei, verheißt uns Ruh' und Freuden, wenn wir die Sünden meiden, und gern das Gute thun. 3. Doch Hang zu tausend Sünden verblendet unsern Geist, daß wir den Quell nicht finden, aus dem das Leben, fleußt. Drum gab der Herr uns Armen aus göttlis EI chem Erbarmen auch seines Wortes Licht. STRE PAR 4. Nur ihn soll ich vereh ren, ihn lieben, ihm vertrau'n, auf seine Stimme hören, auf seine Wege schau'n; nicht frem. den Gözen dienen; nie thö richt mich erfühnen, die Welt ihm vorzuzieh'n. 5. Ich soll mit sanftem Herzen des Nächsten Glück erhöh'n; ihm gern auch unter Schmerzen mit Trost zur Seite steh'n, nicht seine Tage trüben; soll, wie mich selbst, ihn lieben, ihn segnen und erfreu'n. 6. Mein ganzes Herz soll del rein, die Tugend mir er heilig, mein Sinn und Wanfreulich und Gott mein Alles seyn. In meinem ganzen Leben soll ich nach dem nur streben, was ihm gefällig ist. 7. Herr, stärke meine Liebe zur wahren Heiligkeit, damit ich freudig übe, was mir dein Wort gebeut. Denn nur auf deinen Wegen ist Ruhe, Heil und Segen, und Ruhm, der ewig währt. 1511770896 ( 325.) 1191118 Fino Mel. Nun danket Alle Gott 2. an 326. Mit Inbrunſk dank' ich dir für deines Wor tes Lehre, die ich als dein Geschenk, o Gott, von Herzen ehre. Wort Gottes. ebre. Sie ist's, die uns den Weg zum Heil des Himmels weist. O Herr, wie liebevoll versorgst du unsern Geist! 2. Zu deinem Lichte fann fein blödes Auge dringen. Wie oft muß hier der Mensch mit bangen Zweifeln ringen! Doch, Herr, dein göttlich Wort, der klare Unterricht, den uns dein Sohn ertheilt, ersetzt, was uns gebricht. 3. Hier offenbarest du der wahren Weisheit Schäße; hier sieht mein froher Geist die der det jeder Stand den Beg zum höchsten Gut; hier strahlet deine Huld, die nichts, als Gutes, thut. 195 Durch leerer Worte Schmuck wird so kein Herz erquickt, und von der eiteln Welt zu dir emporgerückt. Jan 4. Wie fräftig ist dein Wort! Wie vielen tausend Christen verlich es Muth und Sieg im Kampf mit bösen Lüsten, im Leiden Trost und Ruh', im Glück Bescheidenheit, int Alter Zuversicht, im Tode Freudigkeit! ne 5. Der Fromme wird gestärkt, der Sünder tief erschüttert, der Zweifler steh't beschämt, des Spötters Seele zittert, und an der Seinen Gruft beruhigt sich der Christ, wenn er mit Achtsamkeit das Wort des Lebens liest. 6. Rein and'res Buch kann so Herr, deine Größe preifen, so faßlich rührend nicht den Weg zur Tugend weisen. 7. Dein offenbartes Wort, o möcht' es stets mich rühren, und auf der Tugend Bahn mich durch das Leben führen, bis einst, o Herr, bei dir in deiner Herrlichkeit mich unbewölktes Licht umleuchtet und erfreu't! Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) al 327. Du hast mir, Gott, dein Wort gegeben; von Herzen dank' ich dir dafür. Aus feinem Unterricht quillt Leben und Ruh' und ew'ger Segen mir. Kennt' ich die Lehre Jesu nicht, wie wenig hätt ich Trost und Licht! 2. Auf ungewissem, finsterm Pfade würd' ich ein Raub des Irrthums seyn, fern von der Hoffnung deiner Gnade, in dir den strengen Richter schen'n. Verzweifeln würd' ich in der Noth, und schrecklich wäre mir der Tod. 3. Doch diesen bangen Finsternissen des Irrthums und der Sünde Macht hat Jesu Lehre mich entrissen; ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht. Ich weiß, was du, o Höchster, bist, und was dir wohlgefällig istog namne 13 4. Ja 196 4. Ich kenne nun mein Loo8 auf Erden und in der Zufunft; weiß, daß Noth und Trübsal mir zum Segen werden, und meine Bande löst der Tod. Er führt den Geist zu höher'm Licht, und läßt mich schau'n dein Angesicht. 5. O, laß mich dieser heil's gen Lehre gehorchen mit stets größ'rer Lust! Kein Zweifel und kein Spott zerstöre ihr Trostgefühl in meiner Brust. Der Spötter fühlt einst Neu' und Schmerz; des Himmels Ruh' erfüllt mein Herz. Mel. Erhalt' uns, Herr, bei ze. od Heiligung. 328.Der Spötter Strom reißt Viele fort! Erhalt du uns bei deinem Wort: so können wir uns, Vater, dein im Leben und im Tode freu'n. 2. Ein Haufe Läst'rer, unfer Gott! wagt's, deinen Sohn mit wildem Spott, den Sohn, den Mittler, den zu schmäh'n, durch den selbst Himmel einst vergeh'n! MITH Hd 3. Wer seyd ihr, eurer Lüste Raub, jest lebender, bald todter Staub, daß ihr euch wider Gott empört, und gar noch euern Frevel lehrt? 4. Seh't ihr der Zeugen Wolfe nicht? Auf uns strablt fie allmächt'ges Licht. Euch donnert sie, deckt euch das Grab, einst in den Ort der Qual hinab. 5. Denn wißt, zu fühne Sünder, wißt, daß euer Geist doch ewig ist. O, den ihr höhn't, verzeihet nicht, wie einst am Kreuz, auch im Ge richt. 6. Ach, ihrer Lehre Pest, o Herr! schleicht jego nicht im Finstern mehr; am Mittag, Herr, bricht sie hervor, hebt hoch ihr tödtend Haupt empor. 7. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns dein Arm nicht hält, so reißt sie uns zum Tode fort. Gieb Sieg und Leben durch dein Wort! 8. Cb Tausend uns zur rechten Hand, Zehntausend uns zur linken Hand auch fallen, steh'n wir unerreicht, wie weit ihr Flammenpfeil auch fleugt! 9. Denn Jesus Christ, denn Jesus Christ, der, starb er gleich, allmächtig ist, ist unser Schng und starke Wehr! Staub ist vor ihm der Spötter Heer! 10. Du hast von Ewigkeit geseh'n, wie lange noch ihr Reich besteh'n, sich gegen dich empören soll; vielleicht ist, Herr, ihr Maß bald voll. 11. Vielleicht, Weltrichter, baben sie, in ihrer stolzen, bangen Müh', den Taumelfelch bald ausgeleert, und ihres Mutbes Kraft verzehrt. 12. Ach), fennt ihr den, den ihr verhöhu't? Auch euch, auch euch 197 schweres Joch. Erbarm', o Sohn, dich ihrer noch, wenn noch in ihres Todes Nacht, selbst dann erst ihre Seel' er wacht! Taufe. euch hat er versöhn't! Ach, wüßtet ihr's, die ihr ihn haßt: Sanft ist sein Joch, leicht seine Last! 13. Jhr tragt der Sünde Mel. Nun lobe meine Seele zc. 329.Geweih't zumChristenthume, sind wir auch dir, v Gott, geweih't, nur dir zum Preis und Ruhme zu führen uns're Lebenszeit; uns deiner Vaterliebe durch Christum zu erfreu'n, und deines Geistes Triebe gehorsam stets zu seyn; damit wir schon auf Erden, noch mehr in jener Welt, des Heils theilhaftig werden, das nur der Christ erhält. Licht erfreut. Gieb, daß wir oft ermessen, was uns dein Wort verspricht, und strafbar nie vergessen die dir gelobte Pflicht. 4. Ja, hilf du selbst uns allen, o Gott, in deinem Willen ruh'n, und, dir zum Wohl gefallen, nach deines Sohnes Lehre thun. Du wirst in diesem Leben, wie du bisher gethan, was wir bedürfen, geben. Verleih uns nur als dann die beste deiner Gaben, daß wir durch Jesum Christ Theil an dem Erbe haben, Sin das unvergänglich ist. ( 330.) 2. Wie Viel hat deine Gnade von jeher, Gott, an uns gethan! Auf diesem Pilger- in pfade fing faum sich uns're Wallfahrt an: so gabst du schon uns Armen am Reiche Christi Theil, und brachst uns 331. Ich bin getauft nach aus Erbarmen die Bahn zu feinem Heil; du schafftest une fern Seelen früh schon Gelegenheit, zu kennen und zu wählen den Weg der Selig Jesu Lehren, dich, Vater, deinen Sohn und Geist so zu bekennen und zu ehren, daß Herz und Mund und That dich preist, und dann des Glücks, ein Christ zu seyn, mich hier und ewig dort zu freu'n. feit. 2. Du hast zu deines Reiches Erben, o treuer Vater, mich erklärt; es hat die Frucht von seinem Sterben dein Sohn, mein Heiland, mir gewährt; und, dir mein Leben ganz 3. Herr, auch für diese Güte gebührt dir unser Lobgesang. Mit freudigem Gemüthe bringt unser Herz dir Preis und Dank, daß du uns durch die Taufe zu Christen hast geweih't, und uns zum Tugendlaufe mit deinem huk tudo d mel. Wer nur den lieben Gott ze. ( Neue Mel.) 198 ganz zu weih'n, soll selbst dein Geist mein Beistand seyn. 133. Gelobt, mein Gott, sey deine Liebe, die mir, noch eh' ich dich gekannt, aus freiem, väterlichem Triebe schon so viel Gutes zugewandt! Wie huldreich hast du mein ges dacht, und für mein wahres Wohl gewacht! 4. Dir geb' ich mich, mein Gott, auf's neue nun ganz aus Dank und Liebe hin. Er wecke mich zu steter Treue, und bilde mich nach deinem Sinn. Was dir mißfällt, sey fern von mir; geheiligt sey mein Leben dir! Heiligung. Bei Taufhandlungen. 5. Damit ich, was ich hier verspreche, auch redlich halte und getren, nie mein Gelübd' aus Leichtsinn breche, steh', Gott, mit deiner Kraft mir bei; und fall' ich, so verwirf mich nicht, o Herr, von deinem Angesicht! 6. Erwecke mich durch deine Gnade zum steten Ernst der Besserung, und leite mich auf sicherm Pfade des Glaubens und der Heiligung. Gott meines Heils, sey ewig mein, fo Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) bi 333. Herr, der du Keinen je verließest, der sich im Glauben dir genah't, nie un und laß mich stets dein eigen seyn! Mel. Liebster Jefu, wir sind. 332. Mein Erlöſer, der du mich dir zum Eigenthum erkaufet, als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. Gieb, daß ich mit allem Fleiße wirklich werde, was ich heißes 2. Gieb daß ich mit Achtsamkeit meinen Taufbund oft betrachte, und nur das zu jeder Zeit für mein größtes> Wohlseyn achte, daß ich dei nes Vaters Willen treulich suche zu erfüllen. 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bleibet doch zurück am Grabe. Nur ein wahres Christenthum fällt nicht mit dem Pilgerstabe. Davon ist, auch nach dem Sterben, Gottes Segen zu erwerben. 4. Laß mich denn, wie dir's gefällt, deinem Dienste ganz ergeben, und, entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jünger leben, daß ich, wenn dereinst ich sterbe, das verheiß'ne Leben erbe.m ( bi tom erfreu't ihn von dir ließest, wenn er um deine Hülfe bat; die gern erhöret und erfren't! gelobt sey deine Gütigkeit, 2. Du hattest, Heiland, voll Erbarmen an Kinderunschuld Confirmation. ugung igno schuld deine Lust; du würdigtest sie zu umarmen, du drücktest sie an deine Brust. Laßt, sprachst du, lasset sie zu mir; denn wißt, das Himmelreich ist ihr 3. Dir sey auch dieses Kind empfohlen, dir, dessen Treu' unwandelbar. Wir bringen's, wie du selbst befohlen, dir in der heil'gen Taufe dar. Du segnest es, Herr Jesu Christ, so wahr sie deine Stiftung ist. 8001 HISHE Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 334. Bater, sieh', hier bringen wir dieses Kind auf unsern Armen; öffn' ihm deiMel. Wie schön leuchtet der 2c. Die Gemeine und die Kinder. 10000 335. Wie bist du, den kein Auge sah, uns sichtbar, Ewiger, und nah' in ihm, der uns versöhnet! Im reinsten Menschenangesicht strahlt uns der Gottheit blendend Licht gemildert und verschönet. Vater! Vater! ruft vertrauend auf dich schauend, der Entzückte, der in Jesu dich erblickte, do 09) 199 nes Reiches Thür', und erzeig' ihm dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden. und im Himmel möge werden. 3465. 2. Hirt, nimm dieses Schäflein an; Haupt, mach' es zu deinem Gliede; Lehrer, zeig' ihm deine Bahn; Friedefürst, sey du sein Friede! Jesu, laß es deinen Willen künftig immer treu erfüllen! 2. Aus seinem dunkeln Kreuz erblübt für unser gläubiges Gemüth ein helles, warmes 3. Geist des Licht's! den sanften Schein deiner unbe= wölkten Wahrheit laß des Kindes Leitstern seyn, bis es fommt zur Himmelsklarheit Amen, in dem Bundesbade falb es, Gott, mit Heil und Gnade! A Gnade! Leben, das von der Erde will, und kann sich hoch und höher himmelan in ew'ger Lieb? er= heben. Selig! Selig! Herr, von Sünden rein, empfinden die Gemüther ganz die Fülle deiner Güter. me deiner Güter. m dett Die Gemeine. $ 150 10 3. D, rängen All' um diesen Preis! O, schlössen sich an unsern Kreis auch dort die jungen Seelen! Die Kinder. Gerufen machen wir uns auf, schon in der frühen Jugend Lauf ein ewig Ziel zu wählen. Die 200 Heiligung. Die Gemeine. Heil euch! Heil euch! Auserfor'ne! Gottgebor'ne! Die Kinder. Seh't, wir kommen! Die Gemeine. Seyd mit Frenden aufgenommen! Mel. Wie schön leuchtet der zc. 4. Wer zählt die Stern' am Himmel dort? So mehret sich noch fort und fort die Schar, die hier genießet. 336. Ihr Christen, Gemeine Jesu, sammelſt gern Auch du, Gesegnete des Herrn, die Frucht, die hier entsprieBet. Lobet, lobet auserwählte, zugezählte Gotteskinder, die ihr brechtvom Heil der Sünder! 5. D Herr, auch heute rufest du in Gnaden unsrer Jugend zu: ,, Herbei zum Baum des Lebens! Dem Reiche Jesu längst geweih't, sey nun das Herz in Gott erneu't; mein Bund sey nicht vergebens!"Vater! Vater! Fromm und sinnig, tren und innig laß die Seelen deinem Reiche sich vermählen. fommt und sammelt euch zu heil'ger Lust an Jesu Reich, an seinem Licht und Segen. Als noch verachtet und gering der Herr im Staub' der Erde ging, wollt' er dieß Reich nur pflegen. Wie ein Körnlein manche Stunde tief im Grunde liegt verborgen, schlief es bis zum FrühlingsBaum in seiner Schöne. Er breitet hoch die Zweig' umher weit über Berg' und Thal und Meer, und labt der Erde Söhne. Danket, danket, ihr entzückten, hochbeglückten Nationen, die in seinem Schatten wohnen! morgen. 2. Der Frühling kam durch Gottes Hut; da brach, getränft mit Christi Blut, der zarte Keim nach oben. Es wuchs, es wuchs, dem Senfforn gleich, zum hohen Baum das Gottesreich; ob auch die Stürme toben. Fren't euch! Freu't euch! Nicht nur pflanzen, auch umschanzen Frucht und Blüthen wollte Jesu trenes Hüten. 3. Noch heute grünt im fichern Schuß, dem Blig und dem Gewürm zum Truß, der 6. Wenn einst der Leib in Staub zerfällt, wenn dann vergeb't die Lust der Welt- dein Reich wirst du erneuen. Dort wechseln nimmer Licht und Nacht; dort grünt das Heil in schön'rer Pracht; o felig die Getreuen! Jesus Christus, Herr der Freude, wie wir heute vor dir stehen, lag auch dort dein Reich uns ſehen! Mel. Confirmation. Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. Die Gemeine. 337. Blick auf dieſejungen Seelen; sie wollen dich zum Führer wählen, o Mittfer uns'rer Seligkeit! Grenzenlos ist deine Liebe; sie fühlen's, und aus heil'gem Triebe wird nun ihr Bund init dir erneu't. O, nimm sie buldreich auf, und lenke ihren Lauf durch das Leben! Wir alle fleh'n: O, laß sie seh'n, wie herrlich du die Deinen führst! Die Kinder. 201 Herr dich nennt, wer dein Gebot erkennt, und nicht übet, ach, Straf' und Tod ist ihm gedroht; du rufft ihm zu: Hinweg von mir! Die Kinder. 2. Höre das Gebet der Frommen! Sev quädig uns! O Herr, wir kommen, wir kommen, um uns dir zu weih'n. Flieh't, ja flich't, ihr Jugendfünden! Wer könnte Heil und Frieden finden, wer nun noch ſäumte, Christ zu seyn? Wir säumte, Christ zu seyn? Wir glauben, Herr, an dich, und zeugen öffentlich, daß wir glauben! Sie ist zerstren't, die Dunkelheit, die sonst auf unfern Seelen lag. Die Gemeine. 4. Nichts soll uns're Treu erschüttern. Wer an dich glaubt, der darf nicht zittern; dein Wort kann ihn von Furcht befrei'n. Ja, mit dir wird's uns gelingen, die Macht der Sünde zu bezwingen; wir werden mit dir Sieger seyn. O gern geloben wir an diesem Tage dir ew'ge Treue! In Glück und Schmerz gewinnt das Herz, das dir mit Heldenmuth vertraut! Die Gemeine. 5. Singt, o singt ihr frohen Chöre, bringt unserm Heiland Preis und Ehre! Dir, dir, oHerr, sind wir geweih't. Auch an diesen jungen Christen, die sich zum edeln Kamfe rüsten, verklärst du deine Herrlichkeit. Dein göttlich Neich besteh't, wenn gleich die Welt vergeh't. Wohl uns allen! D, welches Heil wird uns zu Theil, wenn Jeder deine Stimme hört! 3. Dank sey dir, o Freund des Lebens! Du hast auch ihbnen nicht vergebens des Geistes finst're Nacht erhellt. Selig, wer im Lichte wandelt; wer weise denkt und edel bandelt! Er geht empor zur hö- 338. Erhör', o Gott, hern Welt. Doch wer nur das heiße Fleh'n der Kinder, die ( Mel. Komm, heiliger Geist, Herre 26. 202 die hier vor dir steh'n! Erbarmend blick auf sie hernieder; denn sie sind dein, find Christi Glieder! Gieb ihnen, Vater, Sohn und Geist, den Segen, den dein Wort verbeißt! Erfülle sie mit deinen Gaben! Mit dir laß fie Gemeinschaft haben! Er barme dich! Erbarme dich! 2. Sie wollen, deiner sich zu freu'n, sich ganz nun deinem Dienste weih'n, den Taufbund feierlich erneuern, und dir mit Herz und Mund be theuern, in ihrem Glauben fest zu steh'n, in ihrem Thun auf dich zu seh'n, im Wandel rein, und rein im Herzen, ihr Heil nie sorglos zu verscherzen. Gieb Kraft dazu! Gieb Kraft dazu. ds Heiligung. 3. Schenk' ihnen Muth und Freudigkeit. Laß des Gelübdes Heiligkeit so stark, so tief ihr Herz durchdringen, daß sie ihr Wollen treu vollbringen! Auch uns laß jetzt mit Herz und Mund mit dir erneuern unsern Bund, und einſt hör' unser brünstig Flehen mit ihnen in den Himmel gehen! Erhör uns, Gott! Erhör' uns, Gott! - - uns hernieder; denn wir sind dein, sind Christi Glieder! Gieb uns, o Vater, Sohn und Geist, den Segen, den dein Wort verheißt! Erfülle uns mit deinen Gaben! Mit dir laß uns Gemeinschaft baben! Erbarme dich! Erbarme dich! die wir in Demuth vor dir steh'n! Erbarmend blick auf 2. Wir wollen, deiner uns zu freu'n, uns ganz nun deinem Dienste weih'n, den Taufbund feierlich erneuern, und dir mit Herz und Mund betheuern, in unserm Glauben fest zu steh'n, in unserm Thun auf dich zu seh'n, im Wandel rein und rein im Herzen, das Heil nie sorglos zu verscherzen. Gieb Kraft dazu! Gieb Kraft dazu! 3. Schenk', Herr, uns Muth und Freudigkeit. Laß des Gelübdes Heiligkeit so stark, so tief das Herz durchdringen, daß wir dein Wollen tren vollbringen! Ja, laß uns jetzt mit Herz und Mund mit dir erneuern unsern Bund, und einst hör unser brünstig Flehen zu dir in deinen Himmel gehen! Erhör' uns, Gott! Erhör uns, Gott! - Mel. Herr Jesu Christ, dich zu zc. Die Gemeine. ( Daffelbe Lied für die Kinder.) Erhöre gnädig unser Fleh'n, 339. Kommt, Kinder, Jesu weihet euch! Geh't ein in Jesu Christi Reich! Gott, Gott Confirmation. Gott ist hier; erhebt den Geist zu Gott, den Erd und Him mel preist! 2. Vergesset jetzt, was irdisch heißt; zu Gott erhebet Herz und Geist! Gott heil'ge euch für Jesu Reich! Gott ſegne euch! Gott segne euch! Mel. Seelenbräutigam 2. Die Gemeine. 340. Auf, beschwört den Bund! Schwört mit Herz und Mund, fest im Glauben zu bestehen, Gottes Wege stets zu gehen. Weh' dem, der den Gid freventlich entweih't! 2. Haltet ihn getreu! und Gott steb' euch bei! Kommt, wir wollen euch zur Seiten Hand in Hand zum Ziele schreiten! Muthig! uns're Bahn gehet himmelan! Mel. Seelenbräutigam zc, Die Gemeine. 203 3. Bleibt der Hoffnung treu! Schwöret nun auf's nen', nach dem Himmel aufzublikfen, wenn der Erde Lasten drücken, bis nach kurzem Leid folgt die Herrlichkeit. Met. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) Die Kinder. 341. Bleibt dem Glanben tren! Schwöret nun auf's neu'! Was euch Jesu Wort gelehret, was euch Zeit und Welt verkläret, Gottes ew'ges Licht, das verlösch' euch nicht! 2. Bleibt der Liebe tren! Schwöret nun auf's neu, gern, wie Jesus, zu verschonen, Haß mit Wohlthat zu beloh nen! Gottes heil'ge Gluth geb euch Kraft und Muth! 342. Von neuem, Herr, gelob' ich Treue, von neuent Fleiß im Christenthum. Dir, Jesu, weih' ich mich auf's neue zu deinem ew'gen Eigenthum. Von deinem guten Geist allein will ich hinfort geleitet seyn. 2. Nimm, Heiliger, von deinem Kinde der Treue fromm Gelübde hin! Versuchet mich hinfort die Sünde, so will ich ihre Lockung flieh'n, will dir mich und der Wahrheit weih'n, und dieser Tag soll Zeuge seyn. 3. Nie will ich treulos an dir werden, nie deine guten Wege flich'n. Kein Scheingut, keine Lust der Erden, kein Unglück soll mich dir entzieh'n. Weich, eitle Welt! Fleuch, Sünde, fleuch! Gott hört es! Jest entsag' ich euch! 4. Einst werd' ich, Herr, vor deinem Throne mich dieses 204 Heiligung. ses Bundestages freu'n; geschmückt mit jener Siegeskrone, werd' ich dann ewig selig seyn. D, welch ein Heil! wie freu' ich mich! Herr, nimm dieß Herz! Dein, dein bin ich. Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. Die Kinder. 343. Ja, Gott, hör' uns! wir geloben, zum Himmel Herz und Blick erhoben, dein ew'ges Eigenthum zu seyn. Ewig wollen wir dich lieben, in jeder Tugend früh uns üben, uns dankbar deiner Güte freu'n. D, nimm uns huldreich auf, und stärk' uns in dem Lauf nach dem Ziele, wo Seligkeit für Müh. und Streit die Treuen lohnt in Ewigkeit! Die Gemeine. Mel. O Lamm Gottes zc. Die Gemeine. 344. O du, der diese Kinder einst rief zum Daſeyn und Leben, und auch für sie als Sünder den Sohn zum Heile gegeben; o sey ihr Licht, ihr Segen, ihr Schuß auf allen Wegen! Erbarm' dich ihrer, o Bater! 2. O du, der einst auf Erden, auch sie zu retten, gekommen; ein Leben voll Beschwerden und selbst den Tod übernommen; o rette sie von Sünden, damit sie Gnade finden! Erbarm' dich ihrer, o Jesu! 3. du, der uns zur Tugend, uns Schwachen, Stärke verleihet, o komm' zu dieser Jugend, die dir zum Tempel sich weihet! Gieb heilige Gedanken, gieb Treue sonder Wanken! Erbarm' dich ihrer, o Tröster! 2. Segen euch zum Christenbunde! Stets heilig sey euch diese Stunde! Gottschau't einst im Gericht. dem Ew'gen, der einst rich 345. Gott ist hier! was tet, habt ihr auf ewig euch verpflichtet; wie groß ist, Chri. sten, eure Pflicht! Er richtet Wort und That, und selbst des Herzens Rath, der Gerechte. Vor seiner Schar wird offenbar, wer tren hier seinem Bunde war. Mel. Eins ist noth; ach Herr 2c. Die Gemeine. Er hat's vernommen, ihm euer Mund versprach. Denfet, wenn Verführer fommen, denket dann an diesen Tag! Nicht sollt ihr den Lüsten der Jugend erliegen; o, wachet und betet, so werdet ihr siegen! O, wachset an Weis Confirmation. Weisheit und Gnade bei Gott! Das tröstet im Alter, das das mildert den Tod. Die Kinder. 2. Ja, wir wollen treulich üben, was heut' unser Mund versprach; wollen Gott und Jesum lieben. Zeuge sey uns dieser Tag! Weg, Lüste der Jugend! ihr lockt uns vergebens. Wir kennen durch Jesum die Wege des Lebens. Und sind sie gleich anfangs oft dornicht und steil: wir wandeln sie dennoch; sie führen zum Heil! Die Gemeine und die Kinder. 3. Jesu, Freund der Menschenkinder, nimm dich unf'rer gnädig an! Laß durch deinen Geist uns Sünder Kraft zur Heiligung empfah'n! O, schmücke mit christlicher Weisheit und Tugend das reifende Alter, die wachsende Jugend; und nimm uns nach glücklich vollendetem Lauf zu dir in die ewige Herrlichkeit auf. 205 mer wanket, ist nicht von dies ser Welt. O dankt ihm, Kin= der, danket, der euch uns beigeſellt! Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. Die Gemeine. 346. Wie selig ist hicnieden- schon in dem Pilgerland!- wer Christi Nuh' und Frieden und Trost und Leben fand! 2. Dieß Glück, das nimDie Kinder. 3. Wir danken ihm mit Thränen! Schon an der Mutterbrust erfüllt er unser Sehnen, und nahm uns auf mit Lust. 4. Erneu't in seinem Bunde geh'n wir nun himmelan. O ewig theure Stunde, wo wir den Schwur gethan! Die Gemeine. 5. Wohlan, zu höhern Stufen! Nach Jesu Tugendhöh'! O, daß durch eitles Rufen kein Herz verloren geh'! Die Kinder. 6. Die ihr ihm treu geblieben, so zieh'n wir, Hand in Hand, durch Glauben, Hoffen, Lieben in's beßre Vaterland! Die Gemeine und die Kinder. 7. Schon selig ist hieniedenim dürftigsten Gewand! wer Christi Ruh' und Frieden und Trost und Leben fand! - Zum Schluß. 8. So laßt uns geh'n voll Freude, und fest in unserm Eide Du, Herr, bist uns're Weid! durch Zeit und Ewigkeit. Mcl. 206: Mel. Nun danket Alle Gott ze. Die Gemeine. 3F Heiligung. Abendmahl. Die Gemeine und die Kinder. A 2. Herr Gott, wir danken 347. Euch segne, segne dir die Feier dieser Stunde Gott, der Vater guter Kinder! Euch segne Jesus Christ, der Freund reu'voller Sünder! Euch segne Gottes Geist, der uns der Tugend weih't! Eu segne, segne Gott in Zeit und Ewigkeit. Herr Gott, wir loben dich mit danferfülltem Munde, Herr Gott, dir leben wir als Bürger dieser Welt. Herr Gott, wir sterben dir, wann's deinem Rath gefällt. Mel. Nun freut euch, lieben 26. 348. Herr, deines Lebens legte Nacht, die Nacht voll Angst und Schmerzen, die Ruh' und Segen uns gebracht, sey heilig unsern Her zen! An deiner letzten Stunden Qual laß uns bei deinem Abendmahl mit Dank und Rührung denken. 2. Um zu vollenden, wolltest du jegt von den Deinen scheiden; ſah'st ihre Hoffnung, ihre Rub' vertilgt durch Furcht und Leiden: da weih'test du der Liebe Mahl; und einer beſſern Hoffnung Strahl ging auf in ihrer Seele. 3. Du gingst zum Tode, Herr, mit Nuth und liebevollem Herzen; und jeder Fußtritt war voll Blut; du gingit durch tausend Schmerzen; doch im Triumph vom Blutaltar zu Gott, um dort der from men Schar die Stätte zu bes reiten. 4. Wie froh erhebt sich unser Blick an deines Altars Stufen zu jenem höhern, ew'gen Glück, zu dem uns Goff berufen durch dich, der du für alle starbst, und Hoffnung uns, auch uns erwarbst, des ew'gen Lebens Hoffnung! 5. Gieb, dag aus Dankbarfeit wir nun die Sünde ernstlich meiden, mit Freuden Gottes Billen thun, und standhaft seyn im Leiden; gieb, daß wir deine große uld, durch Liebe, Sanftunth Leben ehren. und Geduld, und frommes 6 Hilf, daß, so oft wit feierlich der Liebe Bund ers neuen, in immer höhrer Tu- gend sich die Herzen deiner freuen; daß nie wir diesen Bund entweih'n, nein, unverbrüchlich tren dir seyn im Leben und im Tode.m Mel. Abendmahl. dadle Mel. Nun freut euch, lieben c. 349. Ich preise dich, o Herr, mein Heil, für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früchten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch für mich; o gieb, daß meine Seele sich deß ewig freuen möge! 2. Du läsfest mich in deinem Tod das wahre Leben finden, Erlösung aus der größten Noth, Vergebung aller Sünden, Gewissensruby, zur Begrung Kraft; das hast du, Herr, auch mir verschafft, der du am Kreuze starbest. 207 len meinen Wegen, nur das zu thun, was dir gefällt, und alle Furcht und Lust der Welt standhaft zu überwinden. 3. Dein Abendmahl ist mir ein Pfand von dieser großen Güte. Wie Viel hast du an mich gewandt! O, stärke mein Gemüthe zum gläubigen Vertrau'n auf dich, daß ich, so lang' ich lebe, mich an deine Gnade halte! SU 4. Ich fühle, Herr, voll Real und Schmerz, die Last ven meinen Sünden. Lag mein vor dir gebeugtes Herz 6. Wie soll ich die Barm herzigkeit, die du mir thu'st, ermessen! Gieb, daß ich sie zu feiner Zeit undankbar mag vergessen; daß ich aus ächter Gegentren' dir bis zum Tod ergeben sey, und dir zur Ehre lebe. Huld, auch mir Bergebung meiner Schuld auf Buge haft erworben. en 5. Der Trost, den mir dein Ted verschafft, werd' ewig mir zum Segen. Er stärke mich mit neuer Kraft auf al 7. Laß deines Leidens greBen Zweck mir stets vor Augen stehen; nimm alles Hinderniß hinweg, die eb'ne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weist, und die einst den erlösten Geist zu deiner Freude führet. 8. 3u meinem Heile hast du dich für mich dahin gegeben; dein Abendmahl erwecke mich, mit Ernst darnach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt; und werd' ich einst der Welt entrückt, so fcy dein Tod mein Leben. Sel. Jefu, meines Lebens Leben 24, den großen daß du, nach deines Baters 350. Freu bich, Seele, rühm und preise! Christus sey dein Siegsgefang! Bahrlich, wahrlich eine Speise ist sein Leib, fein Blut ein Trank; jener Leib, der für dein Leben ward ein Opfer hingegeben; jenes Blut, das Gelgatha Abendmahl. Vor der Abendmahlsfeier. 208 gatha an dem Krenze fließen sah. 2. Ich will euch in Felsen graben, Worte meiner Zuversicht; meine Seele sollt ihr laben, wenn mein Herz im Tode bricht. Knie'n will ich und niederfallen, euch mit froher Demuth fallen; aber in der Sieger Chor jauchz' ich euch zu Gott empor. 3. Immer wunderbar im Geben, giebst du, Herr der Herrlichkeit, mir, dem Todeserben, Leben, Leben deiner Ewigkeit. Mich, der ich verwesen werde, mich erweckst du aus der Erde, daß ich ewig leb', und frei von dem andern Tode sey. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 351. Ich will den Bund mit meinem Herrn bei seinem Mahl erneuen; ich will, von Weltgeschäften fern, mich jeines Todes freuen. O Tag, wie heilig bist du mir! Es soll mein dankbar Herz zu dir, Erlöser, sich erheben. 2. Gewohnheit führe mich nicht hin, noch der Betrug der Sünde, daß auch ein lasterhafter Sinn dadurch schon Gnade finde. Nein, mache Nein, mache mich, mein Heiland, frei von Selbstbetrug, von Heuchelei, von aller Lust zur Sünde. 3. Bekennen will ich's öffent4. Nicht nur, daß ich ewig lebe, sondern auch mit dir vereint, Herr, zu dir mich ganz erhebe, ganz mit dir, der lebt, vereint. Dank', erlöste Seel', und preise: Wahrlich, Christus ist die Speise. Sein genieß' ich voll Vertrau'n, daß ich ihn werd' ewig schau'n. 5. Preis dem Heiliger der Sünder! Sing' dem Herrn, erlöste Schar! Macht ist er, und Ueberwinder; Nath ist er und Wunderbar. Hosianna! Er ist Leben. Das will er mir ewig geben. Preis ihm! Er wird seyn und war; Rath. ist er und Wunderbar. lich, dein Sterben sey mein Leben. Dir, mein Erlöser, hab' ich mich zum Eigenthum ergeben. So lang' ich lebe, will ich dein und deiner Liebe mich erfreu'n, und sie noch sterbend preisen. 4. Demüthig will ich meine Schuld vor meinem Gott gestehen; durch dich gewiß von seiner Huld, zu ihm um Gnade flehen. Ich will mit glänbigem Vertrau'n nach deinem Kreuz, o Jesu, schau'n, durch dich Vergebung hoffen. 5. Dein Leib und Blut versich're mich von deines Baters Gnade, daß ich getröstet, Herr, durch dich geh' auf der Tul Bei der Abendmahlsfeier. Tugend Pfade, mich täglich meines Gottes freu', und voll der frohen Hoffnung sey, den Himmel einst zu erben. 6. Hilf, daß ich, jeder Sünde feind, dich über Alles liebe, und ernstlich mich, mit dir vereint, in guten Werken übe. Dieß ist dir angenehmer Dank; den müsse dir mein Leben lang, mein Herz, o Jesu, bringen. 209 dir leben, den hohen Trost zu geben: Gott ist doch ewig die Liebe! Mel. O Lamm Gottes zc. 353. Bereit sind wir von Herzen, uns dir, o Herr, zu weihen. Du trugst des Todes Schmerzen, von Furcht uns zu befreien, und Allen, die 2. Durch dich mit Gott versöhnet, sind wir nun ſeine Kinder! und Preis und Ehre frönet uns einst als Ueberwinder. O Heiland, welche Freuden! Wer mag von dir sich scheiden? Wir bleiben ewig die Deinen! Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. 352. Schaff'in mir, Gott, ein reines Herz, und gieb mir 354. Herr, du wollst fie einen neuen gewissen Geist! 2. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! ( uns) vollbereiten zu deines Mahles Seligkeiten, sey mitten unter ihnen,( uns, o) Gott! Leben, Leben zu empfahen, laß sie,( uns,) o Sohn, sich ( uns) würdig nahen, durch dich befreit von Sünd' und Tod. Sie( Wir) sind erlöst und rein, sind, Jesu Christe, dein, sind unsterblich. Laß, laß sie( uns) seh'n von dei= nen Höh'n von fern der Ueberwinder Lohn. sten Schmerz versunken, aus dem Todeskelch getrunken mit festem Muth. ( 355.) Mel. Auf, hinauf zu deiner ze. 2. ,, Kommt zu mir, die ihr 356. Kommt, und hört mühselig, und so schwer beden Herrn der Gnaden, der bei Armuth, Hohn undSchmach die Betrübten eingeladen, bis sein Herz vor Liebe brach; der, uns zu gut, in den tiefladen seyd; euch vor allen Andern wähl' ich, daß euch blühe Freud' aus Leid, wie mir geschah. Die mit Schmerzen und mit Bangen aus sich selbst 14 210 selbst hinaus verlangen, euch bin ich nah. 3. Kommet, ich will euch erquicken, denn ich fühle, was euch quält, wenn in dunkeln Augenblicken euch der Friede Gottes fehlt. Der müde Geist hoffet auf die Welt vergebens; mir gehört der Quell des Lebens, der droben fleußt. 4. Achte nicht der falschen Lehren, wanke nicht, wo Alles weicht; sanft nur kann mein Joch beschweren, o, und meine Last ist leicht; die trage du! Geh' in Sanftmuth und in Demuth, fern von eitler Sorg' und Wehmuth, dem Himmel zu. Heiligung. 5. So nur wirst du Ruhe finden, ob der Erde Last sich mehrt; ja, wenn alle Kräfte schwinden, meine Kraft bleibt unverzehrt. Nimm, was ich hab'! Wover könnte dir noch grauen, weid' ich dich auf grünen Auen bis an das Grab?" 6. Herr, wer solchen Ruf vernommen, kann der zaudernd ferne steh'n? Frommer Hirte, sieh', wir kommen, hier, wo Noth und Gram vergeh'n. Der Welt entrückt, trinken wir bei deinem Mable aus des Lebens voller Schale, und sind beglückt. Huld und Treue steh', ich wid me dir auf's neue, bei dem Denkmal deiner Liebe, dies mein Herz voll heißer Triebe, dir in meinem Lauf auf Er den immer dankbarer zu werden, und an deines Segens Gaben auch auf immer Theil zu haben. 2. Laß dieß Opfer dir ge fallen. Du versprichst ja selbst es Allen, die nach deinem Heil verlangen, daß sie Gnad' um Gnad' empfangen, und, wenn fie dich lieben wollen, Kraft dazu gewinnen sollen. O, wie könntest du das Flehen meines Herzens je verschmähen! 3. Nein, ich trau' auf dein Versprechen. Herr, du kannst es mir nicht brechen; denn du fichest mein Bestreben, nur nach deinem Wort zu leben. Stärke selbst mich, zum Genusse deines Heils, in dem Entschlusse, dich und deine heil'gen Lehren mit Gehorsam zu verehren. 4. Diesen Dank für deine Liebe, wenn ich den dir schuldig bliebe, wie verwerflich würd' ich handeln! wie der Huld zuwider wandeln, die dich trieb, auch mir zum Leben in den Tod dich hinzugeben! Welche Qualen im Gewissen würd ich endlich fühlen müssen! Met. Schmücke dich, o liebe zc. 357. Seiland, groß an messen will ich nie der Pflicht 5. Nein, so strafbar, so verver= : Bei der Abendmahlsfeier. vergessen, die dir, Herr, von mir gebühret, die zum wah ren Heil mich führet. Ewig dir nur anzuhangen ist mein sehnlichstes Verlangen. Hilf du selbst nur meiner Seele, daß sie nicht dieß Ziel verfehle. 6. Bringe mich durch deine Gnade, auf des wahren Glaus bens Pfade, immer näher zu dem Ziele, wo ich ganz mich felig fühle. Laß indeß mich schon hienieden deinen mir er worb'nen Frieden immer reichlicher genießen, bis sich meine Tage schließen, 7. O, wie wird mein Herz sich freuen! welchen Dank wird es dir weihen, wenn du mich dorthin erhebest, wo du ewig herrschend lebest! Nichts wird dann mich weiter stören, dich, Erlöser, zu verehren; und du wirst mich mit den Frenden deines Himmels ewig weiden. Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 358. Schicke dich, erlöste Seele, gläubig, nach des Herrn Befehle, seinen Mittlertod zu feiern, deinen Dank ihm zu erneuern! Auch für dich hat er sein Leben in den bängsten Tod gegeben, dir auf Zeit und Ewigkeiten Heilund Wohlfahrt zu bereiten. 2. Zum Genusse seiner Gnaden wirst du von ihm einge211 laden. Eil' ihm demuthsvoll entgegen und nimm Theil an Komm ges seinem Segen. trost, es ist sein Wille; fomm, und schöpf aus seiner Fülle neuen Muth und neue Triebe zur Verehrung seiner Liebe. 3. Herr, ich komme mit Vers langen, Glaubensstärkung zu empfangen, der du huldreich deinen Frieden sterbend auch mir hast beschieden. Hier fall' ich zu deinen Füßen; laß, laß würdig mich genießen deines Mahls, der Seelenspeise, mir zum Heil und dir zum Preise! 4. O, wie sehnt sich mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ewig währet deine Treue; und du sieh'st mein Herz voll Reue. Meinem findlichen Begehren wollst du deinen Trost gewähren, meiner Sünden nicht gedenken, und mir deinen Frieden schenken. 5. Ja, ich hoff' auf deine Gnade, daß sie mich der Schuld entlade, und mit neuer Kraft zum Werke meiner Heiligung mich stärke. Was du, da du für uns starbest, Jedem, der Gott sucht, erwarbest, Seelenruh' und ew'ges Leben, wirst du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich stets mich freuen, ganz mich deinem Dienste weihen, nur nach deinem Willen leben, und dich dankbar froh erheben. Deine 14% Huld 212 Huld ist unermeßlich. Herr, fie sey mir unvergeßlich, daß ich dich auf alle Weise herzlich lieb' und thätig preise. 7. Du, dem die verklärten Scharen, die, wie ich, auch Schwache waren, ewig Dank und Jubel singen, daß sie hier dein Heil empfingen; laß auch mich einst dahin kommen, daß ich mich mit allen Frommen ewig deiner Huld erfreue, und dir meine Jubel weihe. per Heiligung. bracht! O, gieb von deinen Todesschmerz jetzt neuen Gine druck in mein Herz! 4. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, für welche du, dich opfernd, starbst; mit schnödem Mißbrauch nie ent weihen, was du so thener mir erwarbst. Nie führe mich zur Sicherheit der Trost, den mit dein Tod verleih't. 5. Ich übergebe mich auf's neue, o du, mein Herr und Freund, an dich; ich schwöre dir beständ'ge Treue vor dei nem Tische feierlich. ( 359. 360.) Dein Mel. Wer nur den lieben Gott zc. eigen will ich ewig seyn. Du ( Neue Mel.) starbst für mich; drum bin ich dein. 361. Hierbin ich, Jeſu, zu erfüllen, was du in deiner Leidensnacht nach deinem gnadenvollen Willen zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Uebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht. 2. Es werde mir für mein Gewissen dein Mahl ein tröst. lich Unterpfand, daß ich, der Sündenschuld entrissen, durch dich bei Gott Vergebung fand. So freuet meine Seele sich in deinem Heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die Liebe, womit du unser Heil bedacht. Wie stark find deine Mitleidstriebe, die dich bis an das Kreuz ge6. Nie will ich mich vor Spöttern schämen des Dienstes, den man dir erweist; nie mich zu einem Schritt bequemen, den mein Gewissen sündlich heißt. O, flöße mir den Eifer ein, wie du, o Herr, gesinnt zu seyn! 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, und wenn er strauchelnd sich versieh't, Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben, gleich dir, mit freundlichem Gemüth; laß mich bedenfen, welche Last du mir aus Huld erlassen hast. 8. Es stärke sich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß mich aus dem Erdenstaube einst dein allmächt'ger Ruf erhebt, wenn du m e e e t : I 213 den sinkenden Muth; du tränk'st und begabest mit ewigem Gut. Wenn man dich genießet, wird Alles versüßet; es wallet, es singet, es jauchzet das Herz; es weichet von dannen der traurige Schmerz. 5. Drum gieb mir zu trinfen, wie du mir verheißt; laß gänzlich versinken den ſehannenden Geist im Meer deiner Bei der Abendmahlsfeier. du dich, großer Lebensfürst, den Völkern sichtbar zeigen wirst. 9. Gebeugt lieg' ich zu deinen Füßen, mit Dank und Lob, Gebet und Fleh'n. Laß auf mich neue Gnade fließen; mein Heiland, laß es doch gescheh'n, daß mir zur Stärkung meiner Treu' dein Abendmahl gesegnet sey. ( 362.) Liebe; laß heilige Triebe mich immerfort treiben zum Himm lischen hin; es werde das 363. Ursprung des Herz mir ganz trunken darin! 6. Und wenn du von Leiden auch schenkest mit ein, so gieb, dir mit Freuden gehorsam zu seyn. Denn alle die Seelen, die dir sich vermählen, und trinken vom Kelche der Bitterfeit hier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. Lebens! o ewiges Licht! da Niemand vergebens sucht, was ihm gebricht; lebendige Quelle, die lauter und helle sich hier aus geheiligtem Tempel ergießt, und in die Gemüther der Durstigen fließt. 2. Du sprichst: Wer begehret zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme! denn hier sind himmlische Gaben, die Seele zu laben; er trete mit Glauben zur Quelle heran; hier ist, was ihn ewig beseligen kann. 3. Hier komm' ich, mein Hirte, mich dürstet nach dir; o Jesu, bewirthe den Schmachtenden hier! Du kannst dein mir Armen nicht Mel. Schatz über alle Schäße zc. brechen; du ficheſt, wie elend 364. Für dich, o Weltund dürftig ich bin; auch giebst du die Gaben aus Gnaden nur hin. versöhner, soll nur mein Herz erglüh'n. Nicht heiliger und schöner kann dieser Tag entflieh'n. In Andacht und in Stille 4. Du, süße Fluth, labest 7. Drum laß mich auch werden, mein Jesu! erquickt da, wo deine Herden kein Leiden mehr drückt; wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo Wonne, wo Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt! 214 Stille leb' ich ihn einzig dir, und deines Friedens Fülle gewährst du segnend mir. 2. Du reichst bei deinem Mahle am heiligen Altar mir in Schale des LeMel. Wach auf, mein Herz u. bens Speiſe dar. Ich nehm' 365. O Jefu, meine und ess' und trinke; gestärkt wird Herz und Sinn, und voller Inbrunst sinke ich dir zu Füßen hin. Wonne, du, meiner Seelen Sonne, du, Freundlichster auf Erden, laß mich dir dankbar werden! Heiligung. 3. O sich', welch heißes Sehnen in mir sich jego regt; sieh' auch die stillen Thränen, und was mein Herz bewegt! Mit dir vereint zu werden, ist meiner Wünsche Ziel; dann hab' ich schon auf Erden des Himmels Vorgefühl. 4. Doch nicht allein; mit Brüdern nah' ich mich dem Altar; zu jenes Reiches Gliedern gehört auch ihre Schar; uns Alle, Herr! belebe dein göttlich reiner Sinn, und keiner, Keiner gebe sich je der Sünde hin. 5. Der Liebe Band vereine uns Alle fest und treu, und Keiner klag' und weine, daß er vergessen sey; und Jeder schwör' im Herzen bei deinem Kreuzestod, zu lindern fremde Schmerzen, zu heben fremde Noth. 6. Laß dein uns ewig bleiben, du, Aller Herr und Gott! Laß nie uns von dir treiben des Leichtsinns frechen Spott! Du bist der Deinen Hüter, ihr Schild und großer Lohn; dein sind wir, Weltgebieter, dein ewig, Gottes Sohn. 2. Wie kann ich g'nugsam schäßen dieß himmlische Er gözzen, und diese theuren Ga ben, die hier die Seele laben? 3. Wie soll ich dir's ver danken, o Herr! daß du mich Kranken hier speisest und mich tränfest, ja selber dich mir schenfest? 4. Ich lobe dich von Her zen für alle deine Schmerzen, für deine Todeswunden, die du für mich empfunden. 5. Dir dank' ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank' ich für dein Sehnen und heißvergoss'ne Thränen. 6. Dir dank' ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank' ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jegt schmecket mein Gemüthe, Herr, deine große Güte; dieß theure Pfand der Gnaden tilgt meiner Seele Schaden. 8. Herr! laß mich's nicht per Bei der Abendmahlsfeier. vergessen, daß du mir zugemessen die kräft'ge Himmelsspeise; wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch jetzt empfinde, aus meinem Herzen treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Du, du hast mich erwählet, und hast mich die vermählet, o Liebe, du mein Leben! Was kannst du Schön' res geben? 11. Laß, Jesu! meiner Seele das Heil, das ich erwähle, mit innigem Verlangen an dir allein zu hangen! 12. Laß mich die Sünde meiden; laß mich geduldig leiden; laß mich mit Andacht beten und von der Welt nun treten! 215 decken, willst mich Todten auferwecken, willst ein ewig sel'ges Leben mir, wenn ich dir folge, geben. Wenn ich, Heiland, hier im Staube zu dir fleh' und an dich glaube, kann ich Theil an deinen Gaben, Theil an deinem Himmel haben. 13. So kann ich nicht verderben; so werd' ich selig ster ben, und freudig auferstehen, o Jesu! dich zu sehen. 3. Heute sey der Bund erneuet, dir sey ganz mein Herz geweihet; wie du hier gelebt, zu leben, will ich täglich mich bestreben. Dir gelob' ich, deine Glieder, Jesus Christ, als meine Brüder, immer mit den reinsten Trieben, immer, wie mich selbst, zu lieben. 4. Ich gelobe dir von Herzen, meiner Brüder Noth und Schmerzen täglich brüderlich zu lindern, Elend, wo ich kann, zu mindern; ich gelobe dir mit Freuden, Unrecht still, wie du, zu leiden, ungeduldig nie zu klagen, an Gott nimmer zu verzagen. Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 5. Was du hassest, will ich hassen, ganz von dir mich leiten lassen, nie mit Vorsatz 366. Herr, ich falle vor dich betrüben, Alles, was du dir nieder, danke dir, und finge Lieder; wer, o Tilger meiner Sünden, wer kann deine Lieb' ergründen? O, mit welch erhab'nem Herzen wolltest du die tiefsten Schmerzen, Schmach und Spott für meine Schulden, selbst den Kreuzes tod erdulden! liebest, lieben. Welt und Tand und alle Güter eitler sündlicher Gemüther sollen nie mein Herz berücken, mein Gewissen nie ersticken! 6. Doch ich kenne meine Schwäche, Jesu, da ich dieß verspreche. Morgen bab' ich oft gebrochen, was ich heute dir versprochen. Darum hilf 2. Meine Sünden willst du du 216 du mir und stärke mich zu jedem guten Werke! Komm', und eile, mich vom Bösen, das ich thun will, zu erlösen! 7. Hilf den ersten Reiz der Sünden mir bei Zeiten überMel. Auf, hinauf zu deiner zc. winden; laß mich Aug' und 367.Siche, der einst überHerz verschließen, eh' der Geist wird hingerissen! Laß mich ihre Folgen schrecken, des Gewissens Freuden schmecken, die mein Herz so oft empfunden, wenn ich Sünden überwunden. wunden Kreuz und Schmach und bittern Tod, der die Seelen losgebunden von der Erde Sünd' und Noth, dein bester Freund, Jesus Christ auf ew' gem Throne bietet dir die Himmelskrone, mit dir vereint. Heiligung.d is 8. Deine Trew' laß mich ermessen, deiner Liebe nicht vergessen! Laß mich, weich ich ab vom Guten, Herr, dich seh'n am Kreuze bluten! Liebe schlug dir deine Wunden; das soll mich in dunkeln Stunden, wenn mich Angst und Zweifel drücken, mit erhab'nem Trost erquicken. 9. Gieb, daß ich und alle Christen sich auf deine Zukunft rüsten, daß, wenn heut dein Tag schon käme, Keiner, Herr, vor dir sich schäme! Schaff', o Heiland aller Sünder, dir viel Jünger, viele Kinder, die dir leben, leiden, sterben, deine Herrlichkeit zu erben! 10. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, da wir mit der Engel Chören, Herr, dich seh'n und ewig ehren? Ewig seyst du angebetet, Jeſu! Du haft uns er rettet. Danket, danket, fromme Herzen, ewig ihm für seine Schmerzen! 2. Sieh', ich stehe vor der Thüre, ist sein milder Gnadenruf, daß dein Leben nicht verliere, was ich einst im Leben schuf. Ich harre dein, nicht mit Druck und hartem Zwange, daß du nur aus heil'gem Drange mich laſſfeſt lassest ein. o am 3. Sieh', o Christ, an jedem Morgen, bis zum Abend klopf ich an, bei des Lebens Müh' und Sorgen, ob mir werde aufgethan. Nie laß ich dich. Wenn du bist der Sünden müde, wenn du schmachtest im Gemüthe, dann hörst du mich. 4. Thu' mir, fleh't der Gnadenreiche, thu' mir auf dein Heiligthum; jeder fremde Gast entweiche, der dich lockt zu Gold und Ruhm, zu eitler Luſt. Den Begierden und Gedanfen, die dich treiben, noch zu wanken, verschleuß die Brust. 5. Wirst mis Bei der Abendmahlsfeier. ilg 5. Wirst du, ruft des Freundes Liebe, wirst du aufthun, geh' ich ein, daß dich nun fein Unfall trübe; denn der Himmel ist ja mein. Aus jenem Land bring' ich Licht und Trost und Glauben, Schäße, die kein Feind mag rauben, mit voller Hand. 6. Ja, wenn du mich auf genommen, schenk' ich mich zu eigen dir, halte nun das Mahl der Frommen, ich mit dir und du mit mir. Im Raum der Zeit fleugst du dann zu Gottes Throne, und genießest in dem Sohne schon Seligkeit. 217 und machst mich ewig reich und fatt. 2. Am Tische, den du mir bereitet, beutst du mir Gnad' um Gnade an. Hier wird mein Geist auf das geleitet, was du am Kreuz für mich gethan. Den Leib, das Blut für mich gegeben, seh' ich in diesem Brod und Wein; dieß stärket mich zum ew'gen Leben, dieß machet mich von Sünden rein. 3. Ja, es wird meinen Glauben stärfen an meinen Mittler, Jesum Christ, wenn er zu allen guten Werken bereit, rechtschaffen thätig ist. Doch, daß er dieses in mir werde, muß ich stets nüchtern seyn und wach; denn noch, noch bäng' ich an der Erde; der Will' ist gut, das Fleisch ist schwach. 4. Ach Gott, das Wollen und Vollbringen des Guten kommt allein von dir, o wirke, wie in allen Dingen, so jego Beides auch in mir! Gieb, daß die sel'ge Himmelsspeise und der genoß'ne Seelentrank 369, 23ie kann ich satt- ganz seine Kraft an mir beweise von nun an und mein Leben lang. 5. Pflanz' in mir Glauben, Demuth, Liebe, und was noch ist von Tugend mehr, und heil'ge alle meine Triebe zu meinem Heil und deiner Ehr'; daß ich der Welt zum Nugen lebe, 7. Herr, ich folge deinem Worte, lasse alles And're seyn; aufgeschlossen ist die Pforte, und du, König, ziehest ein. Willkommen hier! Nun ist mein das ew'ge Leben; Christus hat sich mir gegeben, und wohnt in mir. ( 368.) Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen 2c. sam doch erheben, o Heiland, deine Lieb' und Huld? Du schenfst mir heute Heil und Leben, befreiest mich von Fluch und Schuld; anstatt mit Strafen zu erwiedern, was meine Schuld verdienet hat, erfüllst du mich mit Lebensgütern, Heiligung. Nach der Abendmahlsfeier. 218 lebe, dem Nächsten diene, wo ich kann, mich stets der Heiligung bestrebe, und vor dir geh' auf eb'ner Bahn. 6. Erhalt' in mir die sel'ge Rene, die Reue, die Niemand geren't; daß ich des Sünders Wege scheue, vermeide, was dein Wort verbeut; daß ich im Reden, Thun und Dichten dir stets beweise meine Tren', und in der Uebung frommer Pflichten stets wirksam und geschäftig sey. Mel. Wie wohl ist mir, o 2C, 370. Bei diesem Denkmahl deiner Liebe schwör' ich auf's neu, mich dir zu weih'n. O, stärke selbst die heil'gen Triebe, dir bis zum Tod geMel. Nun freut euch, lieben ze. 371. Durch dich, du höchstes Gut, erfreu't, erhebet mein Gemüthe die Größe dieser Seligkeit, die Größe deiner Güte; gestärket durch dein Abendmahl, geh' ich getrost durch dieses Thal des Lebens und der Leiden. 2. Dir folg' ich nach, o Herr, mein Hort, mit freudenvoller Seele. Ich halte mich fest an dein Wort, daß ich nicht wank' und fehle. Blickt nur mein Geist auf dich treu zu seyn; dir nachzudulden, ist's dein Wille, dir gleich in meines Lebens Stille, in Müh' und Arbeit, ohne Ruh'; durch Wohlthun Menschen zu beglücken, den, der mich haßte, zu erquicken, und sanften Sinn's zu seyn, wie du. 2. Nichts soll den hohen Christenglauben, daß du auch mir zum Segen starbst, Nichts jenen Himmelstrost mir rauben, daß du mir ew'ges Heil erwarbst. Lockt mich die Welt zu ihren Freuden, dann soll das Bild von deinen Leiden mir immerdar vor Augen steh'n. Ermatt' ich in des Kampf's Beschwerden, so laß Das Auge heller werden, und deines Kampfes Lohn mich seh'n! zurück, so schenkest du mir würdig lebe. dann das Glück, daß ich dir 3. Dieß Leben, Jesu, dir zu weih'n, nach dir mich ganz zu bilden, dieß, dieß, soll mein Bestreben seyn. Ich fleh' zu dir, dem Milden: 0, stärke mich zu dieser Pflicht; du, meiner Seele Zuversicht, laß mich dir ähnlich werden! 4. Hilf Allen, die du jetzt erfreu't; regier' auch ihre Herzen, und laß uns uns're Seligkeit leichtsinnig nie verscherzen. Erbarm' dich unser Aller 219 gefällig ist. Es müsse deines Todes Pein mir immerdar vor Augen seyn. 2. Wie kann ich dich genug erheben? Ich, sündhaft und des Todes werth, ich soll nicht sterben, sondern le372. Preis dir! du hast ben; denn leben soll, wer sich bekehrt. Du starbst für Sünder, starbst für mich; wie preiß ich, o wie preis ich dich! aus deiner Fülle, Herr, unser schmachtend Herz erquickt. In welches Licht, in welche Stille ward betend unser Geist entrückt! In uns erwachten höh're Triebe, als sich die Welt um uns verlor. Um uns war Himmel; Got tes Liebe hob uns vom Ir dischen empor. 2. Vollbracht ist nun die heil'ge Feier; verkündigt ward von uns dein Tod., dein Gedächtniß sey uns theuer, und unvergeßlich dein Gebot! Laß nie des Himmels Vorgefühle in uns erfalten und vergeh'n, und würdig einst am Kronenziele, Herr, deine Herrlichkeit uns seh'n. Abendmahlslieder eines Kranken. ler, Herr, damit wir dich, Allliebender, vereinigt dort erheben. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen 2c. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) 373. Nimm hin den Dank für deine Liebe, erhab'ner Mittler, Jesu Christ! Gieb, daß ich nun mit Freuden übe, was dir, Herr, wohl3. Heil mir! dein Brod ward mir gebrochen; ich trank, Herr, deines Bundes Wein. Bon Herzen hab' ich dir ver= sprochen, die bis zum Tode treu zu seyn; und feierlich gelobr ich's dir; sey du nun Hülf und Beistand mir! 4. Bewahre mich vor neuen Sünden; verlaß mich in Versuchung nicht; im Kampfe bilf mir überwinden, und hilf mir überwinden, stärke mich zu jeder Pflicht. Im Tode noch sey, Herr, dein Heil mein höchster Trost, mein bestes Theil. 5. So soll denn weder Spott, noch Leiden, noch Ehre, Gut und Lust der Welt mich je von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibest ewig mein; o, laß mich deiner würdig seyn! Mel. Wer nur den lieben Gott zc. mit deinen Gliedern im Tem= pel, Jesu, dich erhöh'n, und 374. Ach, könnt' ich doch frendenvoll mit meinen Brüdern 220 dern, Herr, deines Todes Mahlbegeh'n! Doch weil mich Noth und Krankheit plagt, ist diese Freude mir versagt. 2. Sieh', hier auf meinem Krankenbette halt ich dein Abendmahl allein. Doch, Herr, ich weiß, an jeder Stätte haft du verheißen, nah' zu seyn. Wo je ein Frommer seufzt und weint, da bist du, großer Menschenfreund. 3. Um Trost ist meinem Herzen bange. Ich suche, Herr, dein Angesicht. Allwissender, du weißt, wie lange, durchschauest tief, was mir gebricht. Ach, stärke bei des Leibes Schmerz mein banges und verzagtes Herz! 4. Vielleicht, o Herr, erquickt mich heute zum letzten Mal dein Leib und Blut. Noch einmal gieb dem Herzen Freude, und der verzagten Seele Muth. Noch einmal fleh' ich: Höre mich! Am Rand des Grabes höre mich! 5. Laß das Gedächtniß deiner Leiden mir Schwachen Trost und Kraft verleih'n. Laß es die Quelle höh'rer Frenden und deines Himmels Vorschmack seyn. Dein Leiden, dein Versöhnungstod erquicke mich in meiner Noth. 6. Ich sehe schon den Himmet offen, ich fühle meine Seligkeit. Was kannst du, & Heiligung. . Seele, Größ'res hoffen, als was dir hier dein Gott verleih't? Umringt mich nun der Leiden Heer, mein Herz erbebt davor nicht mehr. 7. Und nah't der Tod mit seinen Schrecken: ich bin getrost und zage nicht. Vom Tode wirst du mich erwecken, ich komme nicht in dein Gericht. Ich bin getrost; dein Leib und Blut giebt auch im Tode Trost und Muth. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 375. Dank, Dank sey dir für dein Erbarmen, o mein Erlöser, Jesu Christ, dir, der du einst auch für mich Armen den Tod am Kreuz gestorben bist. O, welch ein Trost ist dieß für mich! Was wär' ich, Mittler, ohne dich! 2. Im Glauben will ich dich umfassen, gewiß, daß du mein Retter bist. Du wirst mich Schwachen nicht verlassen, du schenkst mir, was mir nüglich ist. Ein Wink von dir, so endet sich mein Jammer, und ich preise dich. 3. Und soll sie nah'n, die ernste Stunde, die mich dem Irdischen entreißt: ein mildes Wort aus deinem Munde er. wartet mein erlöster Geist! Wohl mir im Tode! ew'ges Heil wird deinen Frommen dort zu Theil. Mel. Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 221 Met. Herzlich lieb hab ich dich sc. stärke meine Zuversicht, daß du auch mein Versöhner sevst, und mich vom ew'gen Tod be= frei'st! Herr, dieser Trost sey fest in mir, sey fest in mir! So dien' ich voller Freuden dir. 376. Gelobt seyst du, Herr, unser Gott, gelobt für unsers Mittlers Tod, der uns das Heil erworben! Wie hoch hast du auch mich geliebt! Er, der uns ew'ges Leben giebt, ist auch für mich gestorben. Mein ganzes Herz frohlockt in mir; o, Vater, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag auf's neu' mich deiner Baterhuld erfreu'! Gott meines Heils, sey ewig mein, sey ewig mein, und laß mich dir stets dankbar seyn! 2. Voll froher Ehrfurcht beng' ich mich vor dir, Sohn Gottes, der du dich für mich hast hingegeben. Es komme mir nie aus dem Sinn, wie Viel ich dir, Herr, schuldig bin; dein Tod bringt mir das Leben. Durch deines Opfers ew'ge Kraft hat deine Liebe mir verschafft, was mich vor dem Verderben schüßt, was ewig meiner Seele nüßt. Herr Jesu Christ, wie liebst du mich, wie liebst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich. 3. Mit Inbrunst fleh' ich, Herr, zu dir; beförd're du doch selbst in mir ein glänbiges Gemüthe. Wie dürres Erdreich dürstet mich, und meine Seele sebnet sich nachy deiner großen Güte. Ich fühle wohl, was mir gebricht; o, 4. Zur Weisheit und Gerechtigkeit, zur Heiligung und Seligkeit bist du mir ausersehen. Gieb, daß auf dieses Heil's Gewinn ich eifrig richte meinen Sinn, mein Streben Zeuch und mein Flehen. mich, mein Heiland, ganz zu dir; ja, durch den Glauben wohn' in mir! So nimmt in mir die Seelenruh' und meines Herzens Bess'rung zu. Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht, verlaß mich nicht! So komm' ich einst nicht in's Gericht. 5. Du öffnest deinen Himmel mir. Der Freuden Fülle ist bei dir; auch ich soll sie genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, so meine ganze Pilgrimschaft zu füh= ren, zu beschließen, daß mir dein Wort stets heilig sey, daß ich, bis in den Tod dir tren, mit Freuden thu', was dir gefällt, und dich auch ehre vor der Welt. O Herr, mein Heil, sey stets mit mir, sey stets mit mir! So komm' ich einst gewiß zu dir! Mel. Wachet auf! ruft uns die zc. 377. Herr, wir singen dei 222 deiner Ehre! Erbarm' dich unser und erhöre; nimm gnädig unser Loblied an. Herr, wir danken voll Entzücken. Wo ist ein Gott, der so beglücken, so lieben und so segnen kann? Der Gott, den wir erhöh'n, er, dessen Heil wir seh'n, ist die Liebe; schon vor der Zeit, von Ewigkeit war Gott die reinste Liebe schon. 2. Um zu dir uns zu erheben, hauchst du in uns're Bruft das Leben, und schen= 378. Aus Gnaden soll kest uns der Erde Glück. Um zu dir uns zu erheben, entzieh'st du uns'rer Brust das Leben, und schenfest uns des Himmels Glück. Du giebst das Leben, Gott, du sendest uns den Tod nur zum Segen; bist liebevoll, nur unser Wohl, nicht unser Elend schaf fest du. ich selig werden, und nicht durch meiner Werke Werth. Welch Heil, daß Gott mich schon auf Erden für seiner Gnade Kind erklärt! Durch meinen Heiland soll ich rein, aus Gnaden ewig selig seyn. 2. Aus Gnaden! Denn wer kann erwerben, was Sündern Gottes Sohn erwarb, als er für seines Reiches Erben, für uns, für uns am Kreuze starb? Nahm er nicht Aller Sünden Schuld auf sich allein, und bloß aus Huld? Heiligung. 3. Als wir, von der Sünde Plagen gequält, in unserm Elend lagen, und Nacht des Todes uns umfing, fern von deiner Wahrheit Pfade, da war es, Gott, als deine Gnade erbarmungsvoll vorüberging. Da rief der Liebe Blick in's Leben uns zurück von der Sünde; aus ihrer Nacht sind wir erwacht, erwacht, und sehen nun dein Licht. 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder! Zur Erde stieg sein Sohn hernieder, ward Mensch und starb der Sünder Tod. Christus hat den Tod bezwungen; ein neues Lied werd' ihm gesungen! Uns segnet und begnadigt Gott. Wir sind mit ihm versöhnt, ihr Lobgesänge, tönt, tönt zum Himmel! erschallt schon hier! Einst kommen wir an seinen Thron, und beten an. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 3. Aus Gnaden trug er ja auf Erden der Strafen Gottes ganze Last. Was trieb ihn, Mensch, dein Freund zu werden? Sprich, weß du dich zu rühmen bast? Bracht' er sich nicht zum Opfer dar, als Jeder Gottes Feind noch war? 4. Aus Gnaden that er's! freu't euch, Sünder! Wenn ihr Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 5. Aus Gnaden! Aber, Sünder, hüte dich vor dem Mißbrauch seiner Huld, und häufe nicht, weil seine Güte so wundervoll ist, Schuld auf Schuld; denn wer auf sie zu freveln wagt, dem ist ihr Trost und Heil versagt. 6. Ergreif mich denn mit Baterarmen; gieb Glauben, Herr, in meine Brust; gieb Heiligkeit durch dein Erbarmen, zu allem Guten Trieb und Lust, daß meine Seele dir getreu im Leben und im Tode sey. 7. Aus Gnaden hilf mir ringen, streiten, und überwinden; tritt herzu, wenn meine matten Füße gleiten, und decke meine Mängel zu. Denn du belohnst dem Glauben auch der Gnade redlichen Gebrauch. ihr nur wahre Buße thut und glaubt, so seyd ihr Gottes ihm ſein Blut. Welch Heil, das 380. Ich bin gewiß in Gott uns geben fann! Aus Gnaden nimmt er Sünder an. meinem Glauben, als der mit Christo mich verband. Wer kann mir dieses Kleinod rauben? Sein Blut und Tod ist Unterpfand. Sein theures Wort bekräftigt dieß; drum sagt mein Glaub': Ich bin gewiß. 2. Ich bin gewiß in meiner Liebe, die nur nach dem Erlöser strebt, daß, wenn ich mich im Glauben übe, sein Geist in meinem Herzen lebt. Ihn lieben, ist mein Paradies; er liebet mich; ich bin gewiß. 8. Aus Gnaden einst von dir erhoben in deinen Himmel, will ich dann mit allen Heiligen dich loben, mehr, als ich hier dich preisen kann. Dann bin ich ganz gerecht und rein, und ewig selig, ewig dein. 223 ( 379.) Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) 3. Ich bin gewiß in meinem Leben, daß Jeju Gnade bei mir ist; sie hilft mir allen Kummer heben, wenn sich mein Herz an seines schließt. So acht ich auf fein Hinderniß. Gott sorgt für mich; ich bin gewiß. 4. Ich bin gewiß in meinem Leiden; fein Engel und fein Fürstenthum mag mich von meinem Jesu scheiden; er ist mein Theil, mein Heil, mein Ruhm. Was schadet Nacht und Finsterniß? Geduld sagt doch: Ich bin gewiß. 5. Ich bin gewiß in meinem Hoffen; was gegenwärtig ist, vergeh't. Mein fünftig Erbtheil steh't mir offen, wohin sich auch mein Geist cr= die erhöh't. Die Hoffnung macht den Wermuth süß; die Klage flich't; ich bin gewiß. 6. Ich bin gewiß in mei nem Sterben, daß mich der Tod nicht tödten kann. Durch ihn macht mich mein Gott zum Erben vom ew'gen bessern Ganaan. Ein and'res Leben folgt auf dieß; mein Jesus lebt; ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es heißen, bis aus dem Glanben Schauen wird. Es soll mich nichts von Jesu reißen; ihm folg' ich tren; er ist mein Hirt. Und ob der Himmel selbst zerriß; die Losung bleibt: Ich bin gewiß. 224 Heiligung.go Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 381. Ich weiß, an wen mein Glaub' sich hält; fein Feind soll mir ihn rauben. Als Bürger einer bessern Welt leb' ich hier nur im Glauben. Dort schau' ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in Jesu Händen. 2. Mein Leben ist ein furzer Streit, lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit; erwünschter Lohn des Krieges! Der du für mich den Tod geschmeckt, durch deinen Schild werd' ich bedeckt; was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr, du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben; in jener Welt mein Eigenthum; du hast dich mir gegeben. Von fern glänzt mir mein Kleinod zu; du schaff'st mir nach dem Streite Ruh', und reich'st mir meine Krone. 4. Herr, lenke meines Geistes Blick von diesem Weltgetümmel auf dich, auf mei ner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeh't und währt nur kurze Zeit; im Himmel sey mein Wandel! 5. Jeßt, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene bess're Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag_erscheint, dann werd' ich's froh. empfinden. 6. Jm Dunkeln seh' ich hier mein Heil; dort ist mein Antlig heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil; dort hebt mein Geist sich weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich, Gott, vollkommen schmücket. 7. Zu diesem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden, auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir scheiden? Du zeichnest mich Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. in deine Hand; ich bin dir, du bist mir bekannt. Mein find des Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Seligkeit! Empfinde sie, o Seele! Vom Tand der Erde unentweih't, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Licht vergeh't; nur des Gerechten Ruhm besteh't durch alle Ewigkeiten. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. High 225 wir sind dein Volk und Eigenthum und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Beschwerden unf're Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? 382. Wie groß ist unPre Seligkeit, o Gott, schon in der Uebungszeit, selbst unter viel Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergiebt, und tren in deinem Dienst sich übt! Wie groß wird sie einst werden, wenn sich herrlich jenes Leben wird anheben, wo man Frenden erntet von der Saat der Leiden! 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns widerfährt, verborgen hier auf Erden; doch wenn der Herr vor aller Welt in Majestät Gericht einst hält, dann wird er sichtbar werden. Als= dann sieh't man ihn mit Kronen uns belohnen, und die Seinen ewiglich mit sich vereinen. 5. Wie selig, Gott, find wir alsdann! Wie viel hast du an uns gethan! O, laß uns uns're Würde vor Augen haben jederzeit; so tragen wir mit Willigkeit der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und im Leben uns dir gänzlich zu ergeben. 2. Schon sind wir göttlichen Geschlechts und freuen uns des hohen Rechts, als Bater dich zu preisen. Bei Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. dir ist unser Vaterland; und wer will deiner starken Hand, uns Wenn wir gleich hier müssen 383. Gott, durch welstreiten, und zu Zeiten schwach uns finden, hilfst du uns doch überwinden. chen alle Dinge sind und wirfen und vergeh'n, stärke mich, daß ich dir singe; lehre mich dein Lob erhöh'n. O, fönnt' ich dich würdig loben, der du mich voll Lieb' und Huld aus den Tiefen meiner Schuld zu des Christen Glück erhoben; 15 dich 3. Du deckest uns're Schulden zu, schenkst unsern Seelen wahre Ruh', und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm; Heiligung. bilo Wonne hat. Sollten mich der Erde Freuden, sollte mich der Sünder Spott und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe scheiden? Raubt' ich meine Krone mir? Nein, ich leb', ich sterbe dir. 226 dich erheben immerdar, der mich schuf und neu gebar! 2. Könnt ihr die Gestirne zählen; Gottes Gnade zählt ihr nicht. Er errettet uns're Seelen, ist ihr Lohn, ihr Schild und Licht. Wenn wir mit den Eitelkeiten, mit Versuder mit dem Feind in uns'rer Bruſt, wenn 384. Auf, hinauf, zu deiwir mit dem Tode streiten: dann hilft er der Schwachheit auf, und erleichtert Kampf und Lauf. ner Freude, du, mein Geist, mein Herz und Sinn! Weg, hinweg mit deinem Leide! bin, zu deinem Jesu hin! Entflich dem Traum! Jesus ist dein einzig Leben; will die Welt nicht Raum dir geben, bei ihm ist Raum. 3. Wenn uns Welt und Freunde meiden, weil wir ihre Freuden flich'n: dann giebt er uns seine Frenden, unser Herz empfindet ihn. Kann ich größ'res Glück begehren? Ewiger hat dich mein Herz, o, so wird es ohne Schmerz den Besitz der Welt entbehren. Alles And're wird mir klein gegen deine Gnade seyn. 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, nehm' ich sie als Wohlthat an von der Hand, die nur beglücken, aber niemals schaden fann. Tu bez Du lohnst mir meine Schmerzen mit der Seele Heiterkeit, und versüßest alles Leid durch die sich're Ruh im Herzen, die mich stets mit Muth belebt, über allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, über diesen rauhen Pfad geb' ich, Bater, in dein Leben, das nicht Leid, nur 2. Fort, nur fort; steig' immer weiter in die Höh zu Jesu auf; seine Kraft ist dein Begleiter; eile mit behendem Lauf! Gott ist dein Schuß. Jesus bleibet dein Beschirmer wider alle Seelbestürmer, und bietet Truß. 3. Fest, fein fest dich angehalten an die starke Jeſustren'; laß du, laß du Gott nur walten; seine Güt' ist täglich neu. Er meint es gut. Wenn die Feinde dich erfassen, müssen sie vor ihm erblassen; hab' guten Muth! 4. Ein, hinein in Gottes Kammer, die dir Jesus auf gethan! Klag' und sag" ihm deinen Jammer, fleh' ihn nur um Hülfe an. Er steh't dir bei. Wenn dich alle Menschen et er nd d ch i: 7₁ 3₁ It ei m 3. er d 1³ tt g= t. 1, 1; 8 = f= mt Ir ir 11= en Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 227 ben, sollte dein Geliebter sterben. schen haffen, kann und will er dich nicht lassen; das glaube frei. 5. Hoch, so hoch du kannst erheben deine Sinne von der Erd', schwing' dich, ihm dein Herz zu geben; er ist deiner Liebe werth. Dein Jesus ist, der um dich so trenlich wirbet, und für dich aus Liebe stirbet; drum du sein bist. 6. Auf, binauf, das Droben suche! Trachte doch allein dahin, wo dein Jesus; sonst verfluche allen schnöden Sündersinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden; nur bei Jesu ist zu finden die wahre Ruh'. Mel. Werde munter, mein 2c. 385.Mit frohlockendem Gemüthe schau' ich, Gott, voll Dankbegier in die Tiefen deiner Güte, und verliere mich in ihr. O, wie groß ist deine Huld! Uns're ganze Sündenschuld willst du uns so gern vergeben; denn du hast nur Lust am Leben. 3. O, ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, welcher uns verlaß'nen Armen Gnad' und reichen Trost verleih't! O, wie hast du uns geliebt, daß dein Sohn sich für uns giebt, die verscherzten Seligkeiten wiederum uns zu bereiten! 2. Ich verehre, Gott voll Liebe, deiner Gnade weisen Rath, die aus eig'nem, freiem Triebe unser sich erbarmet hat. Uns Verlor'nen dachtest du Rettung vom Verderben zu, und dieß Heil uns zu erwer4. Ja, du zeigst aus weiser Liebe uns zur Gnade selbst die Bahn, führst durch deines Geistes Triebe uns zu Buß' und Glauben an. Wer nicht in der Sünde bleibt, standhaft an den Mittler gläubt, soll, befreiet vom Verderben, Himmelsseligkeiten erben. 5. Da du Keinen zum Vers derben ohne Grund verbannet hast, tragen Sünder, wenn fie sterben, ihrer eig'nen Bosheit Last. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, der hat Fluch und Tod zum Lohn; sein beharrlich Widerstreben raubt ihm Gnade, Heil und Leben. 6. Ewig sey mit Dank besungen, was dein Rath beschlossen hat. Mit uns preisen Engelszungen diesen weisen, heil'gen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erstaunend hört; wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. 7. Bater, hilf mir darnach streben, meines Heils gewiß 31 15% 228 zu seyn. Richte du mein ganzes Leben nur nach deinem Willen ein. Laß des Glaubens Frucht und Kraft, die dein Geist nur in uns schafft, mir das sich're Zeugniß geben, ich sey auf dem Weg zum Leben. Heiligung. 8. Ueberzeugt von deiner Gnade, und gewiß, dich einst zu seh'n, will ich selbst des Todes Pfade ohne Grau'n und muthig geh'n. Hab' ich deine Gnade nur, so wird keine Kreatur mich von deiner Liebe trennen, Nichts mich dir entreißen können. Met. Schaß über alle Schäße ic. This domani 386. It Gott für mich, ſo trete gleich Alles wider mich! So oft ich zu ihm bete, verliert mein Kummer sich. Hab' ich das Haupt zum Freunde, ist nur mein Helfer Gott: was fann mir thun der Feinde Verfolgung, Schmach und Spott? 2. Wie ruhig und wie selig bin ich in Gott als Christ! Ich weiß und rühm' es frößlich, daß er mein Vater ist; daß er zu allen Zeiten mir seine Hülfe reicht, im Kampfe mir hilft streiten, in Noth nicht von mir weicht. titigilshöl traue, find' ich mein höchstes Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd'; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein Jesus ist mein Leben, mein Glanz, mein Ruhm und Licht. Von ihm wird mir gegeben das Glück, dem Nichts gebricht. Er ist mein Heil, mein Tröster, bereit, mich zu erfreu'n; wie könnt' ich, sein Erlöster, betrübt und muthlos seyn! 3. Der Grund, worauf ich bane, ist Christus und sein Blut. Bei ihm, dem ich ver5. Durch ihn hat meine Seele zu Gott die Zuversicht: auch wenn ich Schwacher fehle, verwirft er mich doch nicht. Den Kummer frommer Herzen fieb't er erbarmend an, daß auch zur Zeit der Schmerzen ich sein mich freuen kann. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh'; und wie er hab' erbauet die ew'ge Friedensstadt, wo unf're Seele schauet, was sie geglaubet hat. 7. Auf dieß mein Theil und Erbe sch' ich voll Zuversicht. Wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Und geh ich unter Zähren auch manche rauhe Bahn, getrost! Gott nimmt zu Ehren mich einst auf ewig an. 8. Dieß stärkt mich, auch im Leiden dem Höchsten tren zu Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. zu seyn. Was soll von ihm mich scheiden? Nicht Trübfal, Angst und Bein! Er lenkt das Kreuz zum Besten; ist mir mit Troste nah'; und wenn die Noth am größten, ist seine Hülfe da. 9. Nichts, was wir hoch erheben, kein glänzend Eigenthum, wornach die Eiteln streben, nicht Ansehn, Macht und Ruhm, Nichts, Nichts soll meinen Glauben an Gottes Batertreu' vermindern, oder rauben. Er steh't mir ewig bei. 10. Mein Herz ist voller Freuden, und kann nicht traurig seyn; auch selbst die Nacht der Leiden ist für mich Son nenschein. Die Wonne, die ich habe, verdank' ich Jesu Christ, der bis zu meinem . Grabe mein Freund und Heiland ist. mein Wohl, hast gnadenvoll mein Glück mir zugemessen. 229 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergiebst durch Christum mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. An seinem Heil hab' auch ich Theil; dieß tröstet meine Seele. 4. An dir hab' ich den treuen Freund, der es auf's beste mit mir meint; wo find' ich deines gleichen? Mit deiner Treu' steh'st du mir bei, wenn Berg'und Hügel weichen. Mel. In dich hab' ich gehoffet ze. 387. Ich freue mich, mein Gott, in dir. Du bist mein Trost; und was kann mir in deiner Liebe fehlen? Du, Herr, bist mein, und ich bin dein; was mangelt meiner Seelen? Entl( titl 2. Du hast mich vor der Welt erwählt, und deinen Kindern zugezählt; nie wirst du mein vergessen! Du liebst 5. In Finsterniß bist du mein Licht, mein Fels im Sturm; drum frag' ich nicht nach allem Tand der Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 6. Du segnest mich, wenn man mir flucht; und wer mir auch zu schaden sucht, dem wird's doch nicht gelingen. Selbst was mich fränkt, von dir gelenkt muß es mir Segen bringen. 7. Auf deiner Huld allein beruh't mein ganzes Glück, mein höchstes Gut; in dir leb' ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. 8. Du willst mein ew'ges Wohlergeh'n; einst werd' ich dich noch näher seh'n, du Ursprung aller Freuden. An dir wird sich dann ewiglich die ganze Seele weiden. Mel. 230 5 Heiligung. Met. Ewigkeit, du Donnerw.zc. verschwindet aller Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein 388. Mein Glaub' ist Herz. meines Lebens Ruh', und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Verleih' mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube! Tief präg' es meinem Herzen ein, welch Glück es sey, ein Christ zu seyn! 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht, meinHeiland, voller Huld das Recht zur Seligkeit erworben. Zum Staube kehr zurück der Staub! Mein Geist wird nicht des Todes Raub; wird nicht des Todes Raub; du bist für mich gestorben! Mir, der ich dein Erlöster bin, mir wird der Tod ſelbst zum Gewinn, 3. Ich bin erlöst, ich bin ein Christ! Mein Herz ist ruhig und vergißt die Leiden dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: ich dulde nicht vergebens. Gott selber mißt mein Theil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Rub'. 4. Was seyd ihr, Leiden dieser Zeit, mir, der ich jener Herrlichkeit im Geist entgegen schaue? Bald ruft mich Gott, und ewiglich belohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue; bald, bald so trag' ich doch nicht mehr 5. Bin ich gleich schwach, der Sünde schweres Joch in meinem Lauf auf Erden. Der Wille Gottes ist mir Pflicht; gelang mir's gleich bis jetzt zu werden, so ist mein Trost: noch nicht, von Fehlern frei Gott hat Geduld und lohnt mir nicht nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast, o Herr, mich aus der Angst, in der ich war, gerissen. Dir, dir verdank' ich meine Ruh'; du heilest meine Wunden zu, du stillest mein Gewissen. Und fall' ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. 7. Gelobt sey Gott, ich bin ein Christ! Und seine Gnad und Wahrheit ist an mir auch nicht vergebens. Ich wachse in der Heiligung;. ich spüre täglich Besserung des Herzens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft den neuen Menschen in mir schafft. 8. Dank sey dir, Vater, Dank und Ruhm, daß mich dein Evangelium lehrt glauben, hoffen, lieben! Es macht mich ruhig, es erfreu't, und führt mich einst zur Seligfeit; wie sollt' ich es nicht üben, nicht weihen, Herr, mein Le= t Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. Leben lang für deine Huld dir Preis und Dank! 231 Laß mich deine Kraft beleben, wenn die matten Hände beben; laß sie mir den Sieg gewähren; trockne, trockne meine Zähren! Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 389. Vom Geräuſch der Welt geschieden, schmeck ich, Jesu, deinen Frieden, und die Freude, schon auf Erden mit dir, Herr, vereint zu werden. Ich seh' diese Welt der Sünden unter meinem Fuß verschwinden, und das Heil von jenem Leben den entzückten Geist umgeben. 2 O, was achten weise Christen jenen Reiz von niedern Lüsten? Was den Glanz der eiteln Freuden? Was des Lebens furze Leiden? Was durchströmt sie für Entzücken, wenn sie deinen Lohn erblifken, jene Palm' und Siegeskrone dort an deinem Herrscherthrone! Mel. Dir, dir, Jehovah, will zc. 390. Der du zu den beglückten Scharen, die Jesum kennen, mich, auch mich gesellt; durch ihn schon in der Kindheit Jahren mich treu gelehrt, was dir und ihm gefällt; dir bringt, gerührt von seiner Seligkeit, mein Herz ein Lied voll heißer Dankbarkeit. 2. Ich darf ja dich nun Vater nennen, dich, Gott, der du die Liebe selber bist. Von ' dir kann mich kein Schicksal trennen, bin ich dein Kind, bin ich ein ächter Christ, ein Christ, der treulich übt, was Jesus lehrt, und sein Gebot als Gottes Willen ehrt. 3. Mag doch Trübsal auf mich stürmen; deine Huld wird mich beschirmen. Kurz sind dieses Lebens Pfade; ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes stillen Zähren will ich deinen Rath verchren, unter feiner Plage sinfen, gern den Kelch der Leiden trinfen. 4. Du hast selbst der Mene schen Plagen, Heiland, voll Geduld ertragen, hast den schwersten Kampf gestritten, 4. Er ist mein Trost in Kümmernissen, mein Vorbild auf des Pilgerlebens Bahn. Und fühl ich Kummer im Gewissen, so schau' ich glaubenstausendfaches Leid gelitten. voll zu ihm hinan, zu ihm, der 3. Unzählbar sind die Seligkeiten, die mir mein hoher Glaube täglich giebt. Zu freudenvollen Ewigkeiten werd' ich auf dieser Erde vorgeübt. Wer Jesu glaubt, der bleibt im Tode nicht; ein ewig Leben bracht er an das Licht. 232 der von der Furcht das Herz befreit, und mir verheißt, daß Feinde; ich bin getroſt, ich bau' auf dich. In dir verGott uns gern verzeih't. gnügt sich meine Seele, du 5. Gelitten hat er selbst, geduldet, kennt Noth und Elend, weiß von Gram und Schmerz; und, ach, er hatte Nichts verschuldet, und rein von Sünden blieb im Kampf sein Herz! Nun kann er helfen, weiß, wie dem, der weint, zu Muthe sey, der trene Menschenfreund. bist mein Freund, den ich er wähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Trek' den Anker reicht. 3. Will Moses Eifer mich verdammen, bedroht mich des Gesetzes Weh', empfind' ich schon der Hölle Flammen: so steig' ich gläubig in die Höh'; dort wächst der Balsam meiner Wunden; bei dir hab' ich den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zu sammen; du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. Heiligung. 6. Wer zählt, wer zählt die Segen alle, die durch ihn wurden unser Loos und Theil? Preist ihn mit lautem Jubelfchalle, und fühlt, erlöste Brüder, euer Heil! Ihm danke, wer ihn kennt und wer ihn ehrt. O selig, wer auf seine Stimme hört! 111. 1150 391. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh'! Ich steige aus der Schwermuth Höhlen, und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so angenehmen Freuden die Liebe strabit aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden; wer wollte nicht vergnüget werden, der in dir suchet Ruh' und Lust? 2. Hab ich, Erlöser, dich zum Freunde, was fehlt mir dann? du forgst für mich! Hätte ich auch eine Welt voll 4. Führst du mich, Herr, in Wüsteneien; ich folg' und lehne mich auf dich. Aus Wolfen träufelt mir Gedeihen; du labest aus dem Felsen mich. Ich fraue deinen Wunderwegen; sie enden sich in Lieb' und Segen. Genug, wenn ich dich bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren, und über Sonn' und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. h 5. Der Tod mag Andern düster scheinen; mir nicht, weil Seele, Herz und Muth in dir, der du verläsfest Kleinen, o mei= chy U Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 233 o meines Lebens Leben, ruh't. bebt und fällt, wenn Gericht Wen kann des Weges End' und Hölle schrecken, willst du erschrecken, wenn er aus mör- mich bedecken. en tidig dervollen Hecken gelanget in die Sicherheit? D Herr, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildniß scheiden zu deiner Ruh der Ewigfeit. 19 6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich halt an dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen; denn deine Huld erquicket mich. Laß solche Ruh in dem Gemüthe, nach deiner unumschränkten Güte, des Himmels süßen Vorschmack seyn. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts fann, als Jesus, mich erfreuen. O teicher Trost! Mein Freund 1974 ist mein. 3. Jch fann ohne Grauen Gräber vor mir schauen; mein Erlöser lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Arm erhebt. Todestag, dein Schref= ken mag eines Frevlers Herz erschüttern; was brauch' ich zu zittern? 200 ast 144. Auch in mir ist Sünde; doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich Sink' ich oft noch nieder; du erhebst mich wieder, du begnadigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld; nie entzieh'st du deinem Knechte der Erlösten and dies Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, und mich ewig sein; daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe, dank' ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweist, und mich führt auf deinem Pfade, das ist deineGnade. Hirt und Beruhiger der Seelen, mir Erquickung fehlen. od 2. Deinem Rath ergeben, freu' ich mich zu leben; was 6. Der du Blut und Leben für mich hingegeben, daß in meiner Noth ich nicht hilflos bliebe, groß ist deine Liebe! stärker, als der Tod! Herr! und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? du willst, ist gut. Nichts ver- dir mein Herz nicht weihen? mag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, rüstest mich mit Muth. Wenn die Welt ermobil lid Mel. Jesu, meine Freude, 2c. 392. Wie getrost und heiter, du Gebenedeiter, machst du meinen Geist! Der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen, und so gern erfreu'st! Niemals wird bei dir, 7. Würdig dir zu leben, dieß sey mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! Was die Welt de Heiligung. 234 Welt vergnüget, o mein Heil, das g'nüget meiner Seele nicht. Hab' ich dich, wie gern will ich das, wornach die Heiden trachten, reich in dir, verachten! 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde, durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, die die Welt bethören, Traum und Eitelkeit? Du erfreu'st des Menschen Geist, Herr, du willst, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden. Und was hoff' ich dort? Unbegrenzte Zeiten voller Seligkeiten hoff' ich auf dein Wort. Sie sind mein, durch dich als lein. Bleib' ich dir getreu im Glauben: wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte jauchzet mein Gemüthe, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich so, beherzt und froh, einst durch's Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu singen! Mel. Dir, dir, Jehovah, will zc. 393.Herr, dein ſe liges Regieren stillt alles Leid, das meinen Geist beschwert! Wie bald läßt sich dein Friedo de spüren, wenn mein geängstet Herz zu dir sich kehrt! Dein Gnadenblick ermuntert meinen Sinn, nimmt alle Furcht und Unruh' von mir hin. 2. Gewiß, du giebst mir solche Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kann. Nichts kann die matte Seele laben, schau' ich der ganzen Erde Reichthum an; du kannst's, o Herr, und thust's im Ueberfluß, und schenkst mir deiner Gnade Vollgenuß. 3. O Freund, wie wohl ist dem Gemüthe, das sich auf eig'nem Weg ermüdet hat, und nun zu deiner Huld und Güte sich findlich und getrost im Glauben nah't! Wie fühlt es alle Furcht und Angst verz drängt, und sich mit sanfter Ruh' von dir beschenkt! 4. Was eig'ne Kraft mir nicht kann geben, das schenfet deine Gnade mir schon hier; sie ändert auch mein Herz und Leben, und wirket Lust zur Heiligung in mir! Sie ist's, die mich von Kraft zu Kräften führt, und mit Geduld und Langmuth mich regiert. 5. Drum will ich, Herr, auf dich nur schauen; o führe mich, du Führer aus der Höh'; und deiner Leitung zu vertrauen, hilf, daß ich stets auf deine Gnade seh', daß nicht Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 235 nen so tröstend und so mild, und mein unendlichy Sehnen wird nur durch ihn gestillt. Mel. Ich dank' dir schon zc. nicht im Unglück, selbst im Tode nicht, je wante meines Glaubens Zuversicht. 6. Wenn mich ein Fehler mein kindliches Vertrauen in mir dämpft; 395. Ich will mich meiwenn bange Furcht in mir sich reget, und Zweifelmuth mit meinem Glauben kämpft: so laß mich, Herr, auf deine Liebe seh'n; laß neue Kraft und Zuversicht entsteh'n.in 7. So ruh' ich denn in deinen Armen! Du sollst, o Herr, mein Ein und Alles seyn. Mein Himmelreich ist dein Erbarmen; o schließ' schließ' mich nur in deine Gnade ein. Genug, wenn du mein Freund und Führer bist, und wenn mein Herz nur deine Huld genießt! Mel. Christus, der ist mein Leben ze. 394. Ich weiß, an wen ich glaube, und mein Erlöser lebt, der meinen Geist vom Staube dereinst zu sich erhebt. nes Gottes freu'n, im Glauben der Erlösten; nur dieses kann mein Herz erfreu'n, und mich im Tode trösten. 2. Mit namenloser Seligfeit, mit Ueberwinderkronen will Gott nach dieser Prüfungszeit den Glauben einst belohnen. 2. Ich weiß, an wem ich hange, wenn Alles wankt und weicht, der, wird dem Herzen bange, die Rettungshand mir reicht. 3. Ich weiß, wem ich vertraue, und, wenn dieß Ange bricht, daß ich ihn ewig schaue, ihn selbst von Angesicht. 4. Gr trocknet alle Thrä3. O, welche Wonne, weldhe Ruh', welch himmelvolles Leben wirst du, der rechte Vater, du, mir, deinem Kinde, geben! 4. Mehr als die wärmste Bitte fleh't, wirst du die Sehnsucht stillen; weit mehr, als mein Verstand versteh't, wirst du dein Wort erfüllen. 5. O Christenglaube, du allein sollst meinen Geist beleben, mein Kleinod hier auf Erden seyn, und mich zu Gott erheben. 6. In allen Kämpfen, die ich hier noch durchzukämpfen habe, sey du mein Schild, sey Stärkung mir, und leite mich zum Grabe! 7. Durch dich ist's mir nicht fürchterlich; ich dringe durch zum Leben, wo über alle Himmel sich einst wird mein Geist erheben. 8. Wie 236 8. Wie groß ist meine Seligkeit, wie herrlich meine Krone, am Ende meiner Pilgerzeit vor Jesu Christi Throne! Mel. Wachet auf! ruft uns die zc. de Heiligung. so reich auf. Du verleihest zum Geschäfte der Heiligung mir Muth und Kräfte, und förderst meinen Tugendlauf. Wie freu't sich dann mein Geist, daß du so gern verzeih'it! 396. Herr, aus deiner Reger Eifer wird in mir ney, daß ich dir treu, und wach sam in der Zukunft sey. Gnadenfülle strömt Heiterkeit und sanfte Stille und reine Lust der Seele zu Seit ich 4. Und wie sollt' ich ängstdir mein Herz ergeben, em- lich zagen, wenn auch in mei pfind' ich erst das wahre Le- nen Pilgertagen Gefahren mir ben; ich fühle des Gewissens und Leiden droh'n? Auch auf Ruh'. Erbarmend gabst du dornenvollem Pfade bleibst du mir den Frieden, Gott, mit mein Trost mit deiner Gnadir! Hochgelobet sey deine de; du bist der Deinen Schild Treu'! Sie schuf mich neu; und Lohn. Des Lebens größte vom Sündendienst bin ich nun Pein muß mir zum Heil ge frei.deih'n; denn dich liebet mein 2. Heiter fühlt sich meine Seele; weil ich, was gut und recht ist, wähle, und unter stügt von dir, auch thu'. Jeder Sieg, den ich erringe, wenn ich der Lüste Reiz bezwinge, schafft neue Wonne mir und Ruh'. Gott, welche Seligkeit, vom Sündendienst befreit, deinen Willen von Herzen thun, und freudig nun in deinen Baterarmen ruh'n! 3. Beugt mich manche Schwachheit nieder: so rich test du mein Herz doch wieder mit deinem Troste huldkindlich Herz; im größten Schmerz seh' ich im Glauben himmelwärts. 100 aufersteh'n wirst du, mein Stanb, nach kurzer Ruh'; 5. Ja, ich seh' den Himmel offen; mein Geist frohlockt im sichern Hoffen, daß ich dereinst sein Bürger bin. Welch ein Glück ist mir be schieden! Will ich im heißen Kampf ermüden: so blick ich auf die Krone bin. Dann fühl ich hecherfreu't die volle Seligkeit deiner Gnade, und preise dich, Herr, daß du mich so hoch beglückt haft, ewiglich. past the log unsterblich Leben wird, der 397. Aufersteh'n, ja, dich schuf, dir geben! Geløbt unisoid te subs sey er! 2. Wieder aufzublüh'n, werd' ich) Bie it! ell it= 21ir uf Ont ID te la n n 11 - # I > Il e 1 Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. 237 kein Mensch geboren, die Liebe sie uns so bestimmt. Die Liebe wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; sie ruft, sie locket weit und breit: Ihr müden Seelen, und ihr Frommen! versäumet nicht, heut' einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. ich gesä't. Der Herr der Ernte geh't und sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben. Gelobt sey er! o 3. Tag des Dank's, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweck'st du mich. 4. Wie den Träumenden wird's dann uns seyn. Mit Jefu geh'n wir ein zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach, in's Allerheiligste führt mich mein Mittler; dann leb' ich im Heiligthume zu seines Namens Ruhme. Gelobt sey er! bre Mel. Wie wohl ist mir ze. 100 398.€. s ist noch eine Ruh' vorhanden; auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzeit hier in deinen Bauden, und deine Sonne scheinet nicht. Sich auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden. Wirf hin die Last, und eil ihm zu! Bald ist der schöne Kampf geendet; bald, bald der sau're Lauf vollendet; so geh'st du ein zu deiner Rub 2. Die Ruhe hat Gott aus erforen, die Rube, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch 3. So fommets denn ihr matten Seelen! die manche Last und Bürde drückt. Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen; geh't nicht mehr traurig und gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; dafür läßt euch die Liebe sagen: Ich will selbst eure Ruh'statt seyn. Ihr seyd mein Volk; der Erde müde, geh't ein; hier wohnt des Herren Friede; seyd nur getrost, und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben, und einen mü= den Wandersmann? Wo jener nur ein Lager haben und sauft von Schmerzen ruhen fann; wenn dieser sich darf niedersehen, an einem frischen Trunk ergößen; wie sind sie Beide so vergnügt! Doch dieß sind kurze Ruhestunden. Es ist noch eine Ruh' erfunden, da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man Frendengarben bringen; denn uns're Thränensaat ist aus. D! welch ein Jubel wird erklingen! Das Kind kehrt in das Baterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid, 238 d Leid, des Todes Bangen, ist dann geflohen und vergangen. Wir werden auch den Heiland seh'n. Er wird vom Kampf uns nen erfrischen, die Thränen von den Augen wischen und mit uns ein zur Freude geh'n. 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen; denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; der Herr ist seinem Volke nah'. Er will selbst über ihnen wohnen, und ihre Treue wohl belohnen mit Licht und Trost, mit Ehr' und Preis. Es werden die Gebeine grünen; der große Sabbath ist erschienen, da man von feiner Arbeit weiß. Heiligungod tistgilſhöl 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab. Dort wischest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; denn du, o Herr, machst Alles neu; das Alte ist vergangen. Hinfort sind dort von gerechten Gottesknechten keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsers Gottes He ligthum schallt seines Namens hoher Ruhm von lanter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn; hier Mel. Wie schön leuchtet der zc. schau't man sie nicht mehr von fern; hier wird sie froh besungen. Völlig giebt sich den Erlösten, sie zu trösten, der ZIE 7. Da ruhen wir, und sind im Frieden, und leben ewig sorgenlos. Ach, fasset dieses Wort, ihr Müden! Kurz ist die Müh', der Lohn ist groß! Ach! Flügel her, wir müssen eilen, und uns nicht länger hier verweilen; dort wartet schon die frohe Schar! Fort, fort, mein Geist, zum Jubiliren! Begürte dich zum Triumphiren! Auf, auf! es kommt das Ruhejahr. nach jenem Himmel blickt, den du für uns bereitet; wo deine milde Baterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du daselbst verbreitet. Mächtig fühl ich mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben, das dort ist, mich will er heben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar, daß wir sie froh empfinden; doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben. Dort nur ist voll komm'nes Leben. 399. Mein ganzer Geist, Gott, wird entzückt, wenn er en ne en ie 1= I e Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. 239 Stätt' auch mir bereit't; hilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach streben, und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlig wandeln site, auf ewig frei von aller Müh', und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust und ihre tausendfache Lust fein feindliches Gemüthe. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die dann weiter nicht mehr fehlen. 6. Gott! welche Schar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deine Baterhand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich, frei von Mängeln, selbst mit Engeln Freund schaft pflegen. O, ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, der mich geliebt? Wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen. Da werd' ich dich, Herr Jesu Christ! so menschenfreundlich, als du bist, auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt! von den Freuden Nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch fann sie erwerben. O Jesu! Herr der Herrlichkeit! du hast die Mel. Alle Menschen müssen ze. 190 400. wie unaussprechlich selig werden wir im Himmel seyn! da, da ernten wir unzählig unsers Glaubens Früchte ein. Da wird, ohne Leid und Zähren, unser Leben ewig währen. Gott! zu welcher Seligkeit führst du uns durch diese Zeit! 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort für Glück bereitet hast, noch in Reines Welcher Herz gekommen. Mensch auf Erden faßt deines Himmels große Freuden? Doch nach dieses Lebens Leiden werden Alle, die dir trau'n, mehr noch, als sie hoffen, schau'n. bil 3. Neue Wunder deiner Güte werden da ihr Glück erhöh'n. Mit erstaunendem Gemüthe wird dann unser Auge seh'n, deine Huld sey überschwänglich, und die Wohlfahrt unvergänglich, die dem, der dich redlich liebt, deine Vaterhand dort giebt. 4. Dann wirst du dich unfern Seelen offenbaren, wie du bist. Keine Wonne wird uns fehlen, da, wo Alles Wonne 240 Wonne ist. Zu vollkomm'nen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns die ses Glück erwarb, als am Kreuz er für uns starb. 5. Da wird deiner Frommen Menge Ein Herz, Eine Seele seyn, Dienst und Dank und Lobgesänge dir, erhab'ner Gott, zu weih'n, dir, und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. Mel. Wer weiß, wie nahe mir. 6. D, wer sollte sich nicht 401. Es ist noch eine sehnen, aufgelöst und da zu seyn, wo nach ausgeweinten Thränen, ew'ge Güter uns erfreu'n; wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, uns're Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kummer stört! Heiligung. thila 7. Was ist unser Loos auf Erden, ob's auch noch so köstlich sey? Ist's doch nie ganz von Beschwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei! Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen! Dort nur wird die Zeit erscheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Glück beständig steigt. 8. Sey, o Seele, hoch erfrenet über das erhab'ne Glück, das dir einst dein Gott ver= leihet! Dabin richte deinen Blick; nach der heil'gen Stadt der Frommen, mit dem Ernst, dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, nut nach dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird Keiner, Herr, in deinen Himmel geh'n. O, so mache selbst mich reiner, würdiger, dich einst zu seh'n! Hilf du selber meiner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt. Ruh' vorhanden für jeden Gott ergeb'nen Geist, wenn er sich dieses Leibes Banden nach Gottes Willen einft entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier auf Erden, lebt und denkt. 2. Zu dieser Ruhe werd' ich kommen; o Gott, wie se lig bin ich dann! In deinen Himmel aufgenommen, fang' ich das bess're Leben an, wo nach der Last, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, so tröstet deine Gütigkeit mich mit der Bonne der Erlösten, mit völliger Zufriedenheit. Und dann wird mir recht offenbar, wie gut hier deine Führung war. 4. Da schweigen alle meine Klagen; da bringt mein frommer Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. 241 Mel. Wer nur den lieben Gottec. mer Lobgesang dir selbst für Lebens Plagen mit nie gefühlter Rührung Dank. 402. Nach einer PrüFroh jauchz' ich dann: Sie find vollbracht; der Herr hat Alles wohlgemacht! E fung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Klage in göttliche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und feine Schwachheit mehr; ich denk' und fühle Nichts, als Freuden, gekrönt von dir mit Preis und Ehr'; mein Glück wird fest; und volles Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil.en 6. Gott, laß mich dieß zu Herzen fassen, daß du die Seele, die dich liebt, nicht stets willst in der Unruh lassen, die dieses Leben noch umgiebt. Das flöße Muth und Kraft mir ein, die auch im Leiden treu zu seyn. $ 18 7. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast, will ich des Lebens müde werden, und fühl ich dieser Tage Last: so stärke mächtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einst der Frommen Erbtheil ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist. So folgt auf meine Uebungszeit gewiß vollkomm'ne Seligkeit. 2. Wahr ist's, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen sel'gen Augenblick; doch alle Frenden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Getümmel dieser Welt; bald kämpft in seinem eig'nen Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kum= mer und in Ungeduld 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und des Bekümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Bein, nie frei von eig'ner Schwachheit seyn. 5. Hier such' ich's nur, dort werd' ich's sinden; dort werd' ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth; den Gott der 16 Liebe 1 242 Liebe werd' ich seh'n, ihn lieben, ewig ihn erhöh'n. 6. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt seyn, und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich er= freu'n. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. Heiligung. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. da find' ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch ſegnen, daß er mir ihn wies; 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu; Heil sey dir! Denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dieß Glück erfreu'n, der Retter einer Seele seyn! 12. Was seyd ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbart an uns soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie Nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh'! ( 403.) 8. Dort werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart, ein Heilig, Met. Herzlich lieb hab ich dich zc. Heilig, Heilig fingen dem Lam- 404. Mein Heiland, me, das erwürget ward; und Mneschen, Engel, Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. mit 9. Da werd' ich in der Engel Scharen mich ihnen gleich und heilig seh'n, das nie gestörte Glück erfahren, Frommen stets fromm umzugeh'n. Da wird, durch jeden Augenblick, ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. wenn mein Geist erfreut im Glauben auf die Herrlichkeit des ew'gen Erbtheils blicket, das du für mich bereitet hast: wie leicht dünkt mich dann jede Last, die mich hienieden drücket! Dann wird der Eitelkeiten Tand in meinen Augen schlecht, wie Sand. Der Erde Pracht ist mir wie Nichts, beim Anblick jenes ew'gen Lichts. O Herr, mein Schutz in jeder Noth, in jeder Noth! dieß Heil verdank' ich deinem Tod. 2. Wenn einst auf deinen Wint Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. 243 Mein Geist und mein verklärt Gebein wird sich des Herrn, des Mittlers freu'n. O Herr, mein Schuß in jeder Noth, in jeder Noth! zum Leben schaffst du um den Tod. 5. Du bleibest meine Zuversicht, mein Trost, wenn einst das Weltgericht die Engel ausposaunen. Vor deinem Thron werd' ich dann steh'n, dich, Richter aller Völker, seh'n, dich seh'n, und froh erstaunen. Auch mir schenkst du dann jenes Heil, der Auserwählten sel'ges Theil. Ich soll, dein Mund schwur mir es zu, ich soll lebendig seyn, wie du. O Herr, mein Schuß in jeder Noth, in jeder Noth! stärk diesen Glauben einst im Tod! Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. 405. Wenn ich auf GotWink mein Geist des Körpers Banden sich entreißt; dann stärk' ihn aus der Höhe, daß ich, durch deinen mächt'gen Stab beschützt, in's Todesthal hinab getrost und freudig gehe. Die Klarheit jener bessern Welt schaff', wenn mich Dunkelheit befällt, in meinem finstern Herzen Licht, und Heiterfeit im Angesicht. O Herr, mein Schuß in jeder Noth! in jeder Noth! dann wird ein Schlummer mir der Tod. 3. Und wenn mein Geist aus Schüchternheit sich den noch vor dem Tode scheu't, weil ihn die Sünden kränken; dann laß mich, Herr, auf deinen Tod die Hoffnung bau'n, es werde Gott der Sünden nicht gedenken. Der Trost, den du auch mir als du zum Heil der Sünder stärbst, und fühltest, wie dich Gott verließ, der mache mir das Sterben süß. O Herr, mein Schuß in jeder Noth! in jeder Noth! verlaß mich nicht in meinem Tod! 4. Auf furze Zeit schließt sich zur Ruh' mein thränenvolles Auge zu, und schlummert in dem Stanbe. Doch der, der mich zum Grabe ruft, der ruft mich einst auch aus der Gruft. Ich weiß, an wen ich glaube. Er lebt, und ich werd' auch durch ihn der Grabesnacht gewiß entflieh'n. tes Wegen wanke, und straucheln will, so treffe mich der herzergreifende Gedanke: Gott richtet einst die Welt und dich! Er hat's verkündigt; sein Gericht ist unausbleiblich; strauchle nicht! 2. Der Weg der Tugend, den ich walle, sey rauh und steil: wo führt er hin? Zum Himmel, wenn ich Gott gefalle, wenn ich getreu und standhaft bin; haft bin; gestärkt, o Gott, durch deine Huld zur Selbstverläugnung und Geduld. 3. Laß mich zu meiner Seele 16* 244 Heiligung. O Mel. Herr, wie du willst, so. sagen: Die Welt vergeh't mit ihrer Lust! Wohl mir, wenn ich bei allen Plagen mir dei 407. Ein Fremdling bin ner Gnade bin bewußt! Es kommt, es fommt die Ewigkeit, die mich aus jeder Noth befreit. ich in der Welt, und kurz sind meine Tage; so manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, jene Seligkeit versüßt mir meine Pilgerzeit, und stärft mich selbst im Leiden. 4. Dann werd' ich Jesu Stimme hören: ,, Der du zu meiner Rechten bist, du warst gehorsam meinen Lehren; nimm hin, was dir bereitet ist! Sey, treuer Knecht, den Engeln gleich! Komm', erbe meines Vaters Reich! 5. Du hast in deinen armen Brüdern Barmherzigkeit an mir gethan; ich nahm in meiner Stirche Gliedern den Segen deiner Wohlthat an! Komm' nun, Gesegneter, zu mir! des Himmels Freuden werden dir!" 6. D, welche Wonne wartet meiner, wenn ich mit brüderlichem Sinn den nächsten lieb' und gern mich seiner erbarm', und Jefu ähnlich bin! Wie fönnt' ich bart und fühllos seyn; Betrübte seh'n, und nicht erfreu'n! 7. Herr, verleih' mir Muth und Stärke, damit mein Glans be, dir getren, und reich an Früchten guter Werke, bewährt und unverwerflich sev! So werd' ich ewig selig seyn, mich ewig deiner Gnade freu'n! ( 406.) 2. Jeßt, da die Sünde mich noch drückt, seufzt meine bange Seele. Wie bald ist nicht meinHerz berückt! Wer merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd' ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz_felig seyn. Dieß tröstet meine Seele. 3. Wenn mich der Zukunft Schicksal schreckt, die Noth der fernen Tage; wenn sie in mir die Sorg' erweckt, ob ich sie auch ertrage: so mildert mir die Ewigkeit das kurze Elend dieser Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 4. Wenn einst, der jetzt von ferne dräut, der Tod mir näher winket; wenn, nach der Arbeit dieser Zeit, mein Haupt zum Schlummer finfet: so sterb' ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, die Alles überwieget. 5. Herr, diesen Trost, der mich erfreut, vermehr' in meinem Herzen! Mich stärke jene Herrlichkeit bei meiner Wallfahrt Schmerzen. Sie sev in meinem Tod mein Heil, und einst 245 nun die Krone, die fern mich schon entzückt, und feierlich am Throne den treuen Kämpfer schmückt! Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. einst mein längst gewünschtes Theil, wenn ich vom Tod er wache. Mel.Jerusalem, du hoch gebaute ic. 5. O, welch ein Volk, welch beil'ge Schar mir da eine 408. Dubist mein Ziel, entgegenglänzt! was in der erhab'ne Gottesstadt! Wie schlägt das Herz in mir! Des Irdischen und seiner Freuden satt, schwing' ich mich auf zu dir; weg über Erd' und Sterne! Reicht, Engel, mir die Hand! Ich seh' es in der Ferne, mein schön'res Vaterland. Welt von Auserwählten war, mit Seligkeit umfränzt! Des Himmels reinste Freuden entstrahlen ihrem Blick! Sie rufen: Müh' und Leiden krönt hier ein ew'ges Glück. 2. O großer Tag, der du mich ihm vereinst, wann gläns zest du herauf? Wann, hei ligste der Stunden, schlägst du einst, und frönest meinen Lauf? Wann nah't des Glanbens Ende, das mich der Welt entreißt? Dann, Gott, in deine Hände befehl ich meinen Geist! d fish 6. Da geh' ich dann, von Seligen umschwebt, zur Stadt des Lebens ein, dem Lichte zu, worin der Ew'ge lebt. Gott, wie wird mir seyn, wenn, schon von tausend Sonnen und deinem Heer entzückt, in Seligkeit zerronnen, nun dich mein Geist erblickt! 3. D, wie den Geist schon der Gedank' erhebt, von Erde frei zu seyn! Die Hütte sinft; er, im Triumphe, schwebt in's Reich der Geister ein. Frei von des Leibes Bürde, klimmt er die Sternenbahn, halb Engel schon an Würde, zu Got tes Thron binan. 4. Ein Morgentraum sind Müh' und Drangsal nun; mein Glaubenskampf ist aus. Ich komm' zum Schau'n, und will im Lichte rub'n; dort ist des Vaters Haus! errungen Mel. Wie schön leuchtet der zc.. 409. Wie wird mir dann, o dann mir seyn, wenn ich, mich ganz des Herrn zu. freu'n, in ihm entschlafen werde! Bon feiner Sünde mehr entweih't, entladen von der Sterblichkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Freu' dich, Seele. Stärke, tröste dich, Erlöste, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben. 2. Ich freue mich; und bebe doch! So drückt mich meines Elends Joch, der Fluch der Sünde, nieder! Der Herr et= 246 Heiligung. erleichtert mir mein Joch. Es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Christus! Laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich zu erben. 6. Wie wird mir dann, o dann mir seyn, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freu'n, ibn dort anbeten werde! Von feis ner Sünde mehr entweih't, ein Mitgenoss' der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von Erde. Heilig, heilig, heilig singen wir und bringen Dank und Ehre, dir, der war und seyn wird, Ehre. 3. Berachte denn des Todes Grau'n, mein Geist; er ist ein Weg zum Schau'n, der Weg im finstern Thale. Er sey dir nicht mehr fürchterlich; in's Allerheiligste führt dich der Weg im finstern Thale. Mel. Wer nur den lieben Gotti. Gottes Ruh' ist unvergäng: 410. Ich bin zur Ewiglich, überschwänglich; die Erlösten wird sie unaussprechlich trösten. keit geboren, für eine bess're Welt bestimmt; mein Leben geht nicht ganz verloren, wenn gleich das Grab die Hülle nimmt. Zu groß bin ich für diese Zeit; mein Schicksal ist Unsterblichkeit. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh' ich dieß Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Bater, Vater, ich befehle meine Seele deinen Händen; treuer Vater, deinen Händen. 5. Vielleicht find meiner Tage viel; vielleicht bin ich noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit; die Hütte meiner Sterblichkeit, wird sie erst spät zer trümmert: laß dann, Bater, gute Thaten, gute Thaten mich begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! 2. Was ist der Erde Glück und Ehre? Und wäre dieß auch Alles mein, so blieb' es, wenn kein Himmel wäre, für meinen Wunsch doch viel zu klein. Der Staub giebt nicht dem Geiste Ruh'; er eilt ers hab'nern Gütern zu. 3. Schuf mich nicht meines GottesLiebe zum höhern Glück, zu größ'rer Lust, und pflanzte selbst dazu die Triebe so stark und tief in meine Brust? Er, der den Geist mit Sehnsucht füllt, läßt wahrlich sie nicht unge stillt. 4. Der Wunsch, ihn ewig treu zu lieben, in größ'rer Klars Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. Klarheit ihn zu seh'n, der hier noch unerfüllt geblieben, muß herrlich in Erfüllung geh'n. So wahr Gott mein Verlangen kennt: ich bleibe von ihm ungetrennt. 5. Er weckt mich auf aus meinem Grabe, dieß hofft mein Herz, dieß sagt sein Wort; und da ich dieß zum Pfande habe, so fliehen alle Zweifel fort. Wie froh erhebet sich mein Geist, da Gott ihn selbst unsterblich heißt! 247 stammt vom Herrn des Lebens dieß süße Vorgefühl. Er gab mir's nicht vergebens; ich seh' mein höh'res Ziel. 3. Vernichtet wird im Reiche der Natur auch nicht der kleinſte Staub. Wie? hältst du denn des Menschen Seele nur für der Vernichtung Raub? Der uns das Seyn gegeben, erhält, was er uns gab; schafft aus Verwesung Leben, lockt Keime aus dem Grab. 6. Ihr Thäler, sinft; fallt, Berge, nieder! Mein froher Glaube fürchtet Nichts. Der= einst seh' ich den Morgen wieder, den Morgen jenes ew'gen Lichts. Dann fängt mein neues Leben an; o Gott, wie selig bin ich dann! Mel.Jerusalem, du hoch gebaute ac. 5. Hier strebt der Geist nach Wahrheit und nach Licht; doch 411. Unsterblichkeit! Ge- Wahn und Irrthum hemmt des Forschers Lauf; er findet sie hier nicht; ihm bleibt so Vieles fremd. Ach, dieser Durst nach Wahrheit wird einst gewiß gestillt, dort, wo in größ'rer Klarheit der Quell der Weisheit quillt! danke, der den Geist des Sterblichen belebt, in Trübsal ihn dem finstern Gram entreißt und zu den Sternen hebt! Du strahlst mehr als die Sonne mir Licht und Wärme zu! Mein Glück und meine Wonne, mein ganzer Stolz bist du! 4. Jch daure fort! Es strebt in mir ein Drang zur Thätigfeit schon früh, und wenn ich hier mit allen Kräften rang, das Ziel erreicht ich nie. Wozu der Muth? dieß Streben? der Keim von hoher Kraft?- Für diese Spanne Leben? Wie klein! Wie räthjelhaft! 2. Jch daure fort; auch wenn der Leib zerfällt. Sonst wäre Leben Qual. Die Seele fommt zu einer bessern Welt, zu Freuden ohne Zahl. Es 6. Wie wird hier oft der wahre Tugendfreund verkannt, verfolgt, geschmäht, indeß im Glück der freche Tugendfeind sein frevelnd Haupt erhöht! Dort über Sternen thronet er, der Gericht einst hält. Der 248 Der Fromme wird belohnet in einer bessern Welt. 7. Deß bin ich froh! Die ganze Seele glüht voll hoher Ahnungen. Hoch tönet noch am Grab das Jubellied der bald Vollendeten! Ich weiß, an wen ich glaube; weiß, was mir Gott verheißt; zum Himmel schwingt vom Staube der Erde sich mein Geist. d 8. So stirbt die Flur im Winterschlaf dahin; die Bäume steh'n entlaubt. Der Lenz erwacht, und die Gefilde blüh'n; der Wald bekränzt sein Haupt. O schönes Bild vom Leben, du Flur im Frühlingskleid! Mein Haupt werd' ich erheben im Lenz der Ewigkeit! Heiligung. isigi bilə Sehnen! Was sind die Freuden dieser Zeit, wenn uns der Tod Vernichtung dräut? 3. Und ist nicht Sorge, Müh' und Qual, sind nicht oft Leiden ohne Zahl das Loos des Pilgerlebens? Ist nicht das Laster oft beglückt? Seufzt hier nicht, in den Staub gedrückt, die Tugend oft vergebens? Und, ach, wen täuscht der Irrthum nicht? Wer schmachtet nicht nach höher'm Licht? 4. O wohl mir, daß mich Gott erschuf! Die Ewigkeit ist mein Beruf und Üebungszeit dieß Leben. Des Geistes Hülle fällt einst ab, und Staub und Moder füllt mein Grab; doch er wird sich erheben, Staub; der Geist wird nie ganz selig, über Grab und des Todes Raub! Mel. O Ewigkeit, du Donnerw. zc. 412. Gedanke voller Seligkeit, du, Glaube der Unsterblichkeit, du bester Trost im Leben! Was wär' mein Daseyn ohne dich? Mit welchem Schander würde mich die Zukunft oft durchbeben? Umsonst erhübe sich mein Herz zum Himmel bei so manchem Schmerz. 2. Jm Dunkeln irrt' ich dann hinab den Weg des Lebens bis an's Grab, das Ziel Mel. Wachet auf! ruft uns 2c. von meinen Thränen. Was 413. Selig sind des Himwäre meines Lebens Glück? Ein Traum, der einen Augenblick mich täuscht nach langem Geist entzückt die Freunde, die, 5. Gott, dann grüßt mein der Erd' entrückt, nun schon den Sieg erstritten. Die andern Lieben folgen mir; uns alle sammelst du zu dir in deine Friedenshütten; und unserm Blick enthüllt sich dann dein großer, weiser Schöpfungsplan. r 55 mels Erben, die Todten, die im Herren sterben, zur Auferstehung eingeweih't! Nach den Glückseligkeit des Christen in jenem Leben. 249 den letzten Augenblicken des dem rechten Vaterland; dort Todesschlummers folgt Ent- hat mir an Gottes Throne zücken, folgt Wonne der Un- Heil und Krone aufbewahrt des Mittlers Hand. sterblichkeit! In Frieden ruhen sie, los von der Erde Müh'! Hosianna! Vor Gottes Thron, zu seinem Sohn begleiten ihre Werke sie! 2. Danf, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sey dir, Verföhner, Jesu Christ! Jhr, der Ueberwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sauf, wie wir, in's Grab, wischt uns're Thränen ab, alle Thränen! Er hat's vollbracht! Nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne seyn! 8 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann! Er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn! Heil! nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil! uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr, das Alt ist nun nicht mehr! Hallelujah! Er sank hinab, wie wir, in's Grab! Er ging zu Gott; wir folgen ihm. 2. Welch ein Glück, vor Gott zu stehen, Jesum sehen und die auserwählte Schar! Dort bring' ich mit dieser Menge Lobgesänge Gott und Jesu ewig dar. 3. Keine Leiden und Be= schwerden dieser Erden, feine Thräne und kein Schmerz fol len diesen Frieden stören; wiederkehren wird die Ruhe in mein Herz. 4. Dort wird Gott von allem Bösen mich erlösen; dort werd' ich, von Fehlern rein, mich bestreben, Gottes Willen zu erfüllen; feine Sünde wird mehr seyn. 15. Hell'res Licht wird mich umgeben; was im Leben mir noch unerforschlich war, auch das werd' ich Weisheit nennen, und bekennen, daß Gott stets voll Güte war. 6. Schauen werd' ich meine Brüder alle wieder; keine Trennung wird mehr seyn; liebend werden wir uns nennen und erkennen, die wir uns in Gott erfreu'n. Mel. Hüter, wird die Nacht der ze. 7. Nunmehr beb' ich nicht am Grabe, denn ich habe Hoffnung auf ein ew'ges Heil; auch ich werde mit den From= 414. Schöne Hoffnung! men aufgenommen, und der Ich soll leben, ewig leben in Himmel ist mein Theil. Mel. 250 Met. Hüter, wird die Nacht der ze. 415. In des Himmels höhern Freuden sollst du weiden; Seele, schwinge dich em por! Wie ein Adler fleng' behende; Jesu Hände öffnen dir das Sternenthor. Heiligung. 2. Los von niedern Erden dingen laßt mich schwingen zu des Hocherhab'nen Thron, dem seit vielen tauſend Jah ren Engelscharen jauchzeten im Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, doch das Ruder meines Schiffleins, führ' mich ein in den Hafen, wo im Frieden deine Müden ewig ohne Furcht sich freu'n! 4. Nicht soll an der Erde hangen mein Verlangen; Staub ist, was die Erd' enthält! Sollt' ich mich durch ihre Mühen dir entziehen? Jenſeit ist die beß're Welt! 5. Auf dich, als den Fels, zu bauen, gieb Vertrauen, Heiland, das kein Sturm besiegt, bis, vom Körper los gerissen, dir zu Füßen dankend meine Seele liegt. 6. Du fannst durch des Todes Thüren schlummernd führen, daß der frei geword'ne Geist voll des Lichtes und der Bonne dich, die Sonne jenes Lebens, jauchzend preist. 7. Meine Last hast du getragen; Furcht und Zagen wird mich nun auf ewig flieh'n. Tod, dein Stachel ist vernichtet! der mich richtet, hat als Freund mir schon verzieh'n. 8. Herzensfreund! dich will ich loben hier und droben; Alles, Alles bist du mir! Du hast dich zum ew'gen Leben mir gegeben; Jesu, bring' mich bald zu dir! Zweite Abtheilung. Verhalten des Christen. Mel. Nun freut euch, lieben ze. 416. Gieb, daß ich meinen hohen Werth, o Gott, zu Herzen nehme, und dessen, was mich selbst entehrt, vor dir mich ernstlich schäme. Nie fomme mir es aus dem Sinn, was ich als Mensch vermag und bin durch deine weise Güte. 2. Du gabst mir Daseyn nicht allein; du hauchtest mit dem Leben des höhern Les bens Geist mir ein, und hast mir Kraft gegeben, noch mehr, als was die Sinne rührt, und Sinnenlust und Schmerz gebiert, zu fassen, zu erwägen. 3. Gott, diesen Vorzug gabst du mir vor so viel Millionen, die auch belebt, genährt von dir, auf deiner Erde wohnen; gabst mir zur Aehnlichkeit mit dir Vernunft und Freiheit, und mit ihr die Fähigkeit zur Tugend. 4. Du schufst mich zur Geselligkeit, und zu der Freundschaft Freuden; gabſt mir Gefühl für And'rer Leid, Gefühl für And'rer Freuden; noch Mehr, ein Herz, das fähig ist, sich dein, der du mein Vater bist, zu freu'n und dich zu lieben. 5. In stiller Andacht kann mein Geist zu dir empor sich schwingen, und dir, den Erd' und Himmel preist, Dank, Preis und Ehre bringen. Auch ich fann thun, was dir gefällt, und um mich her in deiner Welt des Guten Viel verbreiten. 6. Nicht bloß für diese kurze Zeit riefst du mich in das Leben; zu Freuden einer Ewigkeit soll sich mein Geist erheben. Des Leibes Bau zerfall' in Staub: der Geist ist nicht des Grabes Raub; du, Gott, schuf'st ihn unsterblich. 7. Boll 252 Anerkennung der menschlichen 7. Voll Liebe kam, geſandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er fam, und ward ein Mensch, wie wir, der Menschen Heil zu werden. Wie hoch sind wir durch ihn geehrt! wie ernstlich durch ihn selbst belehrt, der Menschheit Werth zu schäßen! 8. Und frevelnd sollt' ich mich entweih'n? ich gleich den Thieren handeln? den Einnen nur ergeben seyn; nicht deine Wege wandeln? Der mir des Geistes Kräfte gab, Gott, laß mich nie so tief herab von meiner Würde sinfen! 9. Herr, hilf mir jetzt und allezeit auf mein Gewissen achten, nach Weisheit und Gerechtigkeit mit allem Eifer trachten, dich lieben und mich deiner freu'n, und ähnlich deinem Bilde seyn, zu dem du mich erschufest. by ( 417.) Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 418. Ich bin, o Gott, dein Eigenthum; du schusst mich, dein zu seyn, mein ganzes Leben dir zum Ruhm und deinem Dienst zu weih'n. weih'n. 2. Du gabst mir den vernünftgen Geist, bewundernd einzuseh'n, wie dich, Herr, Mel. O Gott, du frommer 2c. funct deine Schöpfung preist, mit 419. Bestimmt haſt du, ihr dich zu erhöh'n. o Gott, auch mich schon hier auf 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott! deine Herrlichkeit; zu ihrem Preise reizt mich hier selbst jede Jahreszeit. 4. Und ich, ich sollte fühllos seyn? Ich rühmte dich, Herr, nicht? Ein Herold deines Rubms zu seyn, bleibt meine größte Pflicht. 5. O, mache dieser Pflicht mich treu, so tren, Herr, als ich soll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel sey stets deiner Ehre voll. 6. Wer dich verehrt, bält dein Gebot; ihm ist's nicht Last, nicht Pein. Drum gieb auch mir die Kraft, o Gott, gehorsam dir zu seyn. 7. Was du gebeutst, ist für uns gut; du willst nur unser Heil. Wohl dem, der deinen Willen thut! Du bist sein Trost und Theil. S 8. Er wandelt hier auf eb'ner Bahn; und selbst in Traurigkeit schmeckt er, dir, Höchster! zugethan, in dir Zufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter Prüfungszeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! laß nach dieser Seligkeit mein ganzes Streben seyn. Würde und Bestimmung. auf Erden, dir an Vollkommenheit stets ähnlicher zu werden. Die Sünde soll ich flich'n, soll gut und weise seyn, um einst noch herrlicher mich deiner Huld zu freu'n. 2. Gerecht ist dein Gebot; wie könnt' ich's jemals tadeln! Nur wahre Frömmigfeit kann Menschenseelen adeln. Sie ist weit mehr als Gold, weit mehr als Kronen werth; sie giebt mir jenen Glanz, den keine Zeit zerstört. 253 dieß sagt schon mein Gewissen; mich lehrt mein eig'nes Herz, daß Frevler zagen müs= sen; und reine Seligkeit durchströmet meine Brust, bin ich mir meines Thuns nach deinem Sinn bewußt. 3. Und dennoch sollt' ich mich der Sinnenlust ergeben, und, niedern Wesen gleich, am Erdenstaube fleben? Dit gabst mir einen Geist, der dich, o Schöpfer, denkt, und den der Wahrheit Kraft zur Pflicht und Tugend lenkt. 4. Selbst Jesum, deinen Sohn, hast du dahin gegeben, damit ich eifrig sey, nach Heiligung zu streben. Sein Licht erleuchtet mich; sein Muster glänzt mir vor; steh't am hohen Ziel, ruft mich zu sich empor. er 5. Wie ist die Welt so schön, wo Menschen mensch lich handeln! Wie wird sie da entstellt, wo Menschen thierisch wandeln! Wie schnell zerreißt das Band, das sie zusammenhält, wenn jeder zügellos nur thut, was ihm gefällt! 6. Ja, heilig soll ich seyn, 7. O lehre, Gott, mich thun nach deinem Wohlgefallen, und stets auf Jesu Bahn zu meinem Ziele wallen. Beseelt mich frommer Sinn im Elend, wie im Glück, so schau' ich ruhevoll einst auf die Welt zurück. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 420. Wie wichtig, Herr, ist der Beruf, den du mir selbst gegeben! Als deine Liebe Menschen schuf, da schuf sie uns zum Leben. Zum Leben, welches ewig währt, das weder Leid noch Angst beschwert, willst du uns hier erziehen. 2. Nicht hier ist unser Vaterland! nur, Gott, bei dir, dort oben, da ist der Ort, wo deine Hand das Glück uns aufgehoben, das nimmermehr ein Ende nimmt; hier sind wir nur von dir beſtimmt, uns dessen werth zu machen. 3. Gieb, daß mir dieses große Ziel durch Nichts verrücket werde! Was hilft's, wenn ich auch noch so Viel von Gütern dieser Erde, von Ehre 254 Ehre, Gold und Lust gewinn', wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmelreich zu erben? Anerkennung der menschlichen 4. Dein Pilger bin ich ja nur hier; dieß laß mich nie vergessen! Nur wenig Tage hast du mir zur Wallfahrt zugemessen. Schnell wie ein Traum sind sie vollbracht; und dann wird dieser Erde Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Herrlichkeit mich stets vor Augen haben, und mich in meiner Prüfungszeit um jene bessern Gaben, die mir im Tode nicht entflieh'n, am Mel. Wachet auf! ruft uns die zc. 421. Deine Schöpfung, Erd' und Himmel, Gott, war vollendet; Erd' und Himmel und Alles, was du schuf'st, war gut. Auch der Mensch, dein Bild auf Erden, bestimmt, durch dich beglückt zu werden, war deiner würdig, Herr, war gut. Er war untadelhaft, und hatte Licht und Kraft, dir zu dienen. Das erste Paar der Menschen war in jeder Neigung unbefleckt. 2. Höher und beglückter waren im Himmel deiner Engel Scharen; nicht reiner, nicht unsträflicher. Deine jüngern Kinder standen auf tieersten und mit Ernst bemüh'n, damit ich einst nicht darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Bater, liebt, sich deines Sob. nes freuet; das treu im Glauben Tugend übt, und sich vor Sünden scheuet; ein solches Herz, das wird allein sich ewig deiner Güte freu'n und deiner Seligkeiten. 7. Ein solches Herz, das woll'st du mir, Gett, aus Erbarmen geben, damit ich möge freudig hier nach den Geseßen leben, die selbst im Himmel gültig sind; bis ich als dein bewährtes Kind zu deiner Freude gehe. fern Stufen; doch empfanden Herr; nur nicht so wonnevoll, auch sie, wie gut du bist, o wie der dich schauen soll, welcher standhaft, sich dir zu nah'n, stets deine Bahn, die Wege deines Rechtes geh't. 3. Weder Wahn noch Sünden trübten die reinen Seelen; Gott, sie liebten dich über Alles, dich allein, frei vom Tode, frei von Sorgen und heiter, wie der Schöpfung Morgen, wie er, von jedem Nebel rein. Der Freude Quell ergoß der Ströme viel und floß, wo sie gingen. Und die Natur frohlockte nur, wehklagte nicht, wie sie jetzt flagt. 4. Fallen konnten sie und sterben; Sündhaftigkeit und ihrer Folgen. sterben; doch auch nicht fallen, auch nicht sterben, wenn nur ihr Herz dich nicht verlicß; fonnten, frei vom Tod, auf Erden zum Himmel vollbereitet werden, den ihnen dein Gesetz verhieß. Sie hatten Kraft genug, in immer höherm Flug aufzustreben, stets herrlicher, dir ähnlicher; der Engel selbst vermag nicht mehr. 5. Ach, so liebevoll beglücktest du deine Menschen, Gott; so schmücktest, so hoch erhobit du sie zu dir! Auch wir sollten alle werden, wie sie, der Gottheit Bild auf Erden, unsündlich und unsterblich hier. Allein wir wurden's nicht; sie brachen Bund und Pflicht, ach, sie fielen! Nun sind auch wir durch sie vor dir strafwürdig und des Todes Raub. 6. Trauern will ich; wer darf's wagen, die ersten Sünder anzuklagen? Ich will bloß meiner Schuld mich zeih'n! Trauert, Brüder; doch wir wollen Gott noch lobsingen; denn wir sollen, geheiligt, einst sein Bild noch seyn. Entsündigt sollen wir, o Bater, wieder dir ähnlich werden; denn deine Huld will Aller Schuld vertilgen, will auch uns erneu'n. 255 weil sie gut sich denken, gut. Wohl mir, daß ich noch auf Erden durch Gottes Gnade rein soll werden, und selbst durch seines Sohnes Blut! Daß der mein Heil beschloß, daß er sein Blut vergoß, welch Erbarmen! Welch Heil, noch hier zum Bilde dir erneu't zu werden, Gott, schon hier! met. Wo soll ich fliehen hin zc. 422. Du, der kein Böses thut, du schuf'st den Menschen gut; du gabst ihm Sinn und Kräfte zum seligen Geschäfte, stets recht vor dir zu handeln, in Heiligkeit zu wandeln. 7. Warum sollt ich's mir verhehlen, daß ich befleckt bin? Sind doch Seelen nicht, 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach, wir, dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter Allen ein Mensch ganz rein von Sünden vor dir, o Gott, zu finden? 3. Verderbt ist unser Sinn; die Weisheit ist dahin, die uns regieren sollte, nur, was dein Wille wollte, zu wählen und zu lieben, und freudig auszuüben. 4. Der Sinne Lust und Schmerz rührt, leider! unser Herz mehr, als die höhern Freuden, mehr, als die größern Leiden, die wir auf Ewigfeis 256 feiten selbst unserm Geist bereiten. 5. Dir folgen, dünkt uns Zwang; des Herzens eitler Hang reißt uns zur Sündenliebe, erstickt die edeln Triebe; und wer vermag's, zu zählen, wie oft vor dir wir sehlen? Anerkennung der menschlichen 6. Herr, gieb uns dein Licht, daß wir, was uns gebricht, beschämt vor dir erkennen, und von dem Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Bess'rung nachzujagen. 7. Wohl dem, der sie gewinnt! Denn, so verderbt wir sind, so willst du uns doch heilen, und neue Kraft ertheilen, durch Christum schon auf Erden von Sünden frei zu werden. 8. Ach, laß durch unsre Schuld uns diese deine Huld nicht freventlich verscherzen! Erwecke, Gott, die Herzen, nach Heiligung zu streben, daß wir dir ewig leben! Leichtsinn fehlt, der weiser denkt, mit Vorsicht wählt, stets forschet mit Bescheidenheit, dringt hier nicht weit, umringt von tiefer Dunkelheit. 3. Uns decket Dunkelheit vom Herrn. Auf Erden sol len wir nur fern des Ewigweisen Rathschluß seh'n, im Vorhof steh'n, und noch in's Heiligthum nicht geh'n. 4. Wenn vor dem Schöpfer tief gebeugt die kühne Wißbegier auch schweigt, so tragen wir der Sünde Joch; so flieh'n wir doch, du Heiligster, dein sanftes Joch. 5. Ach, wir, der Uebertretung Raub, wir ew'gen Seelen, und wir Staub, wir Sünder, Gott, was wären wir, erhöben wir nicht glaubend unsern Blick zu dir? 6. Wird hier der Sohn der Sterblichkeit nie von der Sünde ganz befreit? Ach, wären's Schwächen nur allein, die uns entweih'n! Möcht' uns're Schuld nie BosMel. Ich hab' mein' Sach' Gott zc. heit seyn! 7. Du, der uns Arme nicht 423. Noch schauen wir verstößt, von allem Elend einst erlöst, wie werden wir von Sünden rein uns deiner freu'n! freu'n! wie dann uns dir, Vollender, weih'n! im dunkeln Wort; noch reißt uns Wahn und Irrthum fort; und unser wankender Verstand hat, abgewandt von Gott, oft Gottes Rath ver= fannt! Mel. Herr Jesu Christ, du 20. 2. Auch der, der nicht aus 424. Kein Mensch, o Gott Sündhaftigkeit und ihrer Folgen. Gott, ist sündenfrei; wer dürfte fich erbeben? Was hilft uns Trug und Heuchelei? Du kennest Herz und Leben. Um sonst, umsonst verbergen wir selbst die geheimsten Triebe dir; dein Blick durchschauet Alles. 2. Du weißt, wie oft wir frevelhaft uns böser Thaten freuen, und unsers Geistes edle Kraft dem Sündendienste weihen. Gereizt von Welt und Sinnlichkeit, verscherzen wir oft uns're Zeit und unsers Herzens Ruhe. 3. Wir sollten stets auf dein Gebot mit frommer Seele merken; wir fönnten es; denn du, o Gott, willst gern die Schwachen stärken; und den noch unterdrücken wir so oft die Ehrfurcht, Herr, vor dir, und folgen unsern Lüsten. 4. Wie leicht entwöhnt sich unser Herz, im Glück auf dich zu schauen! Wie bald vergessen wir im Schmerz, dir findlich zu vertrauen! Wie mächtig reizen Stolz und Neid uns oft zur Unzufriedenheit mit deiner freien Güte! 257 6. Oft wirft auch unsers Beispiels Macht, daß schwache Brüder fehlen. Sie seh'n auf uns; die Lust erwacht, das Böse zu erwählen; gleich uns verschmäh'n sie deine Huld; und ihr Verderben, ihre Schuld vermehrt auch uns're Schulden. 7. O großer Gott, hier stehen wir, verklagt von unsern Sünden. Vor dir, Allheiliger, vor dir ist Keiner rein zu finden. Wie fümmert uns're Seele sich! Wir Alle fehlten wider dich! Erbarm' dich unser Aller! 5. Du hast mit Menschen uns vereint, die dir, Gott, angehören; wir sollen, aller Bosheit feind, nur ihre Frenden mehren. Doch wer ist immer liebevoll? wer sorgt so gern für fremdes Wohl, wer hilft, so viel er fönnte? Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. 425. Ach, wer auf späte Buße hofft, erwäg', er= wäge doch, wie oft der Sünder plötzlich vor's Gericht gerufen wird, und frevle nicht! 2. Ich, sprach er, will erst fröhlich seyn! Ich will mich meines Frühlings freu'n! Be= kehr' ich nur im Alter mich, wird Gott schon mein erbarmen sich. 3. Noch da er's sprach mit frohem Muth, da stockt auf einmal ihm das Blut, und wie ein Strom reißt ihn in's Grab ein schreckenvoller Tod hinab. 4. Und in's Gericht! Ich zitt're, Gott, vor einem bösen, schnellen Tod! Bewahre 17 mich Anerkennung der menschlichen mich vor Sicherheit, und vor ihn, daß mein Glaube sie dem Mißbrauch meiner Zeit. get! Und ewig, ewig dank ich din 5. Vielleicht, wenn es dein Wille spricht, muß ich noch heute vor Gericht. Hilf dann, o Gott! Hilf, daß ich tren Mel. Herzliebster Jesu, was u. bis in den Tod, einst se= 427. Wo ist wohl Noth lig sey! und Elend auf der Erde, Mel. Wie mächtig spricht in ze. das von der Sünde nicht geboren werde? Verwandeln 426. Gott, welch ein sich nicht stets der Thorheit Freuden in bitt're Leiden? 258 Kampf in meiner Seele, welch steter Widerspruch in mir! Mein Geist gebent, daß ich dich wähle; er sehnt, o Tugend, sich nach dir; allein das Fleisch verführt den Willen, macht ihn den Sinnen unterthan, strebt ihre Lüsternheit zu stillen, und schmiegt der Leidenschaft sich an. 2. Der gute Vorsatz, den ich fasse, entweicht oft, wie ein Traumgesicht. Das Böse thu' ich, das ich hasse; das Gute, das ich liebe, nicht. Getrieben wie ein Schiff vom Winde, dem Mast und Steuerruder brach, reißt sie mich hin, die Macht der Sünde; zu späte Thränen folgen nach. 3. Wer löst mich von den Sklavenketten? Wer schafft in meinem Innern Ruh'? Wer kann mich von der Sünde r.tten? Nur du, Allmächtiger, nur du! Ein Strahl von deiner Guade g'nüget zur seligsten Genesung mir; o send' Qua 2. O, wären wir, vom Jüngling bis zum Greise, dir, Gott, gehorsam, immer gut und weise: was würden wir mit freudigem Gewissen für Glück genießen! 3. Erhöhet würde jede Lust auf Erden, und jede Bürde uns erleichtert werden, wenn wir nur kämpften, jeden Reiz der Sünden zu überwinden. 4. Noch herrscht die Sünde, Alles zu zerrütten, erschüttert Throxen und verwüstet Hüt ten, trübt jeden Segensquell, droht unsern Tagen mit har ten Plagen. 5. Nie denkt der Sünder ohne Furcht und Beben an Tod und Grab und an der Zukunft Leben; nie wird er freudig, ohne Furcht und Grauen, gen Himmel schauen. 6. Die Lust zum Bösen fesselt ihn, und wüthet; er leidet selbst durch das, was sie gebietet, und bahnet sich den Weg Sündhaftigkeit und ihrer Folgen. Weg durch ihre Frenden zu Gram und Leiden. 7. Du, Gott, zu dem wir fromm die Hände heben, o, 259 führe du uns selbst den Weg zum Leben; und gieb uns Kraft, im Kampfe mit den Sünden zu überwinden. Selbstprüfung, Reue, Entschluß zur Besserung. Mel. O Gott, du frommer 2c. 5. Hab' ich, wie Jesus that, gesegnet, die mir fluchten? Durch Güte die beschämt, die mir zu schaden suchten? Bezwang ich meinen Zorn? Uebt' ich Versöhnlichkeit, und sah' ich And'rer Glück mit Lust und ohne Neid? 428. Anwissender, ich will jetzt meines Herzens Tiefen und meinen Lebenslauf nach deiner Vorschrift prüfen. Ich möchte gern, von Schuld und von Vergehen rein, mich meiner Besserung und deiner Gnade freu'n. 2. Hab' ich dich, Gott, ge liebt, und durch ein frommes Leben von dieser Lieb' auch stets Beweise dir gegeben? Hab ich dich treu verehrt, im Kummer dir vertraut, und so durch Wort und That die Meinigen erbaut? E 3. Gebraucht' ich meinen Geist mit allen seinen Kräften, Verstand und Willen stets zu nützlichen Geschäften? Hab' ich für meinen Leib mit Sorgsamkeit gewacht, und keine böse Lust genährt und angefacht? 6. War ich der Unschuld Schuß, und hab' ich sie vertheidigt? Durch Spott und Bitterfeit nie Redliche beleidigt? Hab' ich Geringere durch Härte nicht gedrückt, und nach Vermögen gern auch Andere beglückt? 7. War mir das Seelen= heil des Nächsten immer theuer? Goß ich in keine Brust der Wollust wildes Feuer? Reizt' ich zum Leichtsinn nicht? Verlor durch meine Schuld auch Keiner seinen Trost, auch Keiner deine Huld? 8. Allwissender, wer kann, wie oft er fehlet, merken! 4. War ich gerecht und Sey gnädig; handle nicht mit tren? Bewies ich Menschen mir nach meinen Werken! Ich liebe, und regten sich in mir will mit größerm Fleiß mich des Mitleids edle Triebe bei jeder Tugend weih'n, und jeder fremden Noth? Floh ich wieder sanftmuthsvoll den Fehdes Stolzes Reiz, der Scha- lenden verzeih'n. denfreude Hohn, und Schmähli sucht, wie den Geiz? 1100( 429. 430.) 17% Mel, 260 Verbesserung des sittlichen Zustandes. el. Freu' dich sehr, o meine 2c. vor dir. Laß mich vor dir Gnade finden, neige, Herr, 431. Höchster, denk' ich dein Chr zu mir. Ach, vergieb, was ich getban! Nimm dein Kind erbarmend an! Führe mich vom Sündenpfade auf den eb'nen Weg der Gnade. an die Güte, die du mir bisher erzeigt: o, so wird mein ganz Gemüthe zu der tiefsten Scham gebeugt, daß ich dich gering geschäßt, oftmals dein Gebot verletzt, und dich, der mich so geliebet, durch Vergehungen betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig seyn. Doch hab' ich der Eitelkeit unbedachtsam sie geweih't; ja, zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Bater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machte sie das Herz mir frei! Meine Hülfe kam von dir; was mir nüßte, gabst du mir. Dennoch bab' ich so vermessen den dir schuld' gen Dank vergessen! ( 432.) Mel. Jesu Leiden, Bein und it. 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt' ich ja die Sünde 433. Schlage, Jeſu, an flieh'n, und um Rettung von dem Schaden meiner Seele mich bemüh'n. Deine Güte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte selbst mich zu verstocken. mein Herz, rühre mein Gewissen; damit aus der Sünden Schmerz heiße Thränen fließen. Blicke mich, wie Petrum an, daß ich in mich schlage; daß ich mag gedenken dran, und doch nicht verzage. 5. Ich erkenne meine Sünden beuge mich, mein Gott, 6. Dir ergeb' ich mich auf's neue; gieb, daß mein gebengter Geist deiner Baterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, als er für die Sünder starb, Freud' und Frieden im Gewissen laß, o Herr, auch mich genießen! 7. Etärfe selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weih'n. Gieb, daß keine Kraft mir fehle, folgsam deinem Wort zu seyn. Stehe mir stets mächtig bei; mache du mich selbst recht tren! Dich zu lieben, dir zu leben, sey mein eifrigstes Bestreben. 2. Weck' mich durch des Wortes Schall aus dem Schlaf der Selbstprüfung. der Sünden; laß für meiner Schulden Fall mich Erbarmung finden, und nimm mich zu Gnaden auf; meinen Glauben stärke, daß mein ganzer Lebenslauf sey voll guter Werke. 3. Zeig' dich mir, Herr Jesu Christ, wie du warst gebunden; wie du hart gemartert bist mit so vielen Wunden; daß ich auch zur Herrlichkeit durch v'el' Trübsal gehe, und nach überstand'nem Streit, dich, mein Jesu, sehe. 4. Dein Blut, das mir Leben schafft, sey mein Trost im Leiden, meiner Seele Stärk' und Strast; so sterb' ich mit Freuden. In der Stunde leßter Noth woll'st du mein gedenken, und ein selig End' im Tod mir, o Jeju, schenken. Mel. Herzliebster Sefu, was se. 434. Aus dunkler Tiefe, Herr, mit schwerem Herzen ruf' ich zu dir in meinen Sündenschmerzen. O, mache mich, Gott, meines Kummers ledig, und sey mir gnädig! 2. Beschämt erkenn' und fühl' ich meine Sünden. Laß, Vater, mich Erbarmung vor dir finden! Willst du aufSchuld und Uebertretung sehen, wer wird bestehen? 261 leben; uns soll die Größe deiner Liebe lehren, dich treu zu ehren. 4. Verzeihe mir, Herr, alle meine Fehle. Dein barret, Vater, meine müde Seele! Laß Trost und Ruh', um des Verföhners willen, mein Herz erfüllen. 5. Vom Abend an, bis zu dem frühen Morgen hoff' ich auf dich; o stille meine Sorgen! Du schenkest ja Beladenen und Müden gern deinen Frieden. 6. Ja, hoffe nur, mein Herz, auf Gottes Gnade. Noch mächt'ger ist sie, als dein Seelenschade. Ihr starker Arm wird dich aus allem Bösen herrlich erlösen. 3. Bei dir allein, Herr, steh't es, zu vergeben. Du willst nicht tödten; nein, wir sollen Mel. Jesu, der du meine Seele zc. 435. Großer Gott! erhab'nes Wesen, das so gnädig für und für Menschen sich zum Dienst erlesen, ach! was ist der Mensch vor dir? Wenn ich deine Größ' erwäge, und was ich bin, überlege: o, wie dürftig und wie klein muß ich mir nicht selber seyn! 2. Fluch und Elend, Tod und Sünde drücken, leider! mein Gemüth, machen mich zu einem Kinde, das vor seinem Vater flieh't. Tausend Mängel, tausend Flecken, Gott, erfüllen mich mit Schrecken, und Verbesserung des fittlichen Zustandes. 262 und in der verderbten Brust regt sich täglich böse Lust. 3. Was ich Gutes an mir habe, ist von deiner Vater band. O, wie manche gute Gabe hast du, Herr, mir zugewandt! Selber auf dem Sündenpfade trägt mich schonend deine Gnade, Zögst du deine Hand zurück, ach, wo bliebe dann mein Glück! 4. Doch der Güter meines Lebens bin ich mir mit Schmerz bewußt, weil ich sie oft ganz vergebens nur gebraucht zu Stolz und Lust; oft voll Leichtsinn sie verschwendet, und zu Sünden angewendet. O, wie häuft sich meine Schuld durch Berachtung deiner Huld! 5. Sieh', hier lieg'ich, Herr, im Staube, tief gebeugt vor deinem Thron; doch es blickt mein fester Glaube noch em por zu deinem Sohn, hofft auf deine Vatergüte, und mein tief beschämt Gemüthe, das im Eiteln sich verlor, hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja, die Wunder deiner Liebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Ach! erhalte selbst die Triebe treuer Dankbarkeit in mir. Vater! laß das schwache Lallen meines Lobes dir ges fallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. 17. Meine Kräfte, meine Glieder sind zu deinem Dienst bereit. Herr, ich falle vor dir nieder voller( hrerbietigkeit. Deinen Willen thun und leiden, sey die Quelle meiner Freuden. Gott und Herr der ganzen Welt! thu' mit mir, was dir gefällt. Mel. O Gott, du frommer. 436. Derr, höre mein Gebet um deiner Wahrheit wil len; du bist an Gnade reich und wirst mein Seufzen stillen. Ach! geh' nicht in's Gericht mit deinem armen Knecht! Vor dir, o Herr, ist ja fein Sterblicher gerecht! 2. Die Größe meiner Schuld schlägt meine Seele nieder. Beschämt empfind' ich sie; e, tröste du mich wieder, daß mir der Seele Schmerz nicht alle Kraft verzehrt! Wer ist, der außer dir mir wahren Trost gewährt? 3. Zu dir, o trener Gott, erheb' ich Herz und Hände. Mein Heil steh't nur bei dir. D, daß ich Hülfe fände! Für Recht laß Gnad' ergeh'n; ich hoffe, Herr, auf dich. Zeig' mir den rechten Weg; denn nach dir sehn' ich mich. 4. Jch will, o stärke mich! ich will die Sünde hassen. Auf deine Hülfe nur will ich mich, Gott, verlassen. Nur das, was dir gefällt, werd' auch von mir gethan. Führ' mich durch Deis Reue, Entschluß zur Besserung. deinen Geist auf dieser eb'nen Babn! 5. Beruhige mein Herz um meines Mittlers willen. Laß seines Opfers Trost auch mein Gewissen stillen. Du bist die Liebe selbst, ganz unveränderlich. Dein will ich ewig seyn; o Gott, erhöre mich! ( 437.) 263 sie seufzet, als nur du? Ich setze mein Vertrau'n auf dich; du, Freund des Lebens, rette mich! 438. Mein Gott, zu dem ich weinend slehe, du, der allein mich retten fann, noch einmal sieh' von deiner Höhe mit gnadenvollem Blick mich an. Vergieb mir, Vater; geb' noch nicht mit mir, dem Sünder, in's Gericht. 2. Wie oft hast du mir schon vergeben, wenn reu'voll ich um Gnade bat! Wie oft versprach ich dir ein Leben, gereiniget von Missethat! Doch ich vergaß, was ich versprach, und ging der Sünde wieder nach. 5. Für alle, auch für meine Sünden, floß einst des Welterlösers Blut. Ach, laß durch ihn mich Gnade finden, du, meiner Seele höchstes Gut! Noch einmal, Vater, sprich zu mir: Auch diese Schuld ers lass ich dir. 6. Gott, sey mein Zeuge, da ich schwöre: Mein Herz soll dir gehorsam seyn! Dir, deinem Willen, deiner Ehre will ich mein ganzes Leben weih'n, der Sünde will ich widersteh'n, und standhaft deine Wege geh'n. s 7. Vergiß nicht wieder, meine Seele, wie oft du schon gefallen bist! Merk auf die heiligen Befehle des Gottes, der dein Retter ist! Ruf ihn im Glauben täglich an: Erhalt' mich, Herr, auf eb'ner Bahn! 8. Bin ich gleich schwach; du wirst mich stärken, mein Helfer in Versuchung seyn; zum Glauben und zu guten Werken mir Kraft und Freudigkeit verleih'n! So steh' ich fest, und wanfe nicht, denn du bist meine Zuversicht. 3. Nun bin ich nah' dem Untergange, den dein gerechter Ernst mir droht. Um Trost wird meiner Seele bange, um einen Retter aus der Noth. Mein richtendes Gewissen wacht, und Alles um mich her ist Yacht. mind 4. Zu wem, o Vater, soll ich flichen? Wo findet meine Seele Ruh'? Wer kann sie aus dem Abgrund ziehen, in dem 439. Da Mel. Herr Jesu Christ, du zc. 439. Damit ich dir gez fäl= 264 fällig sey, und vor dir Gnade finde, so mache mich, o Bater, frei von aller Lust zur Sünde. Erwecke mich, zu deinem Preis, und mir zum Heil, in stetem Fleiß der Heiligung zu leben. Verbesserung des fittlichen Zustandes. 2. Du, Heiligster, du kannst dich nicht mit Sündern je vers einen; nur Frommen scheint dein Gnadenlicht; du wohnst nur bei den Reinen. So rei nige, Herr, mein Gemüth, daß es die Sünden haßt und flieh't, auch selber die geringsten. 3. Vor dir sind keine Laster klein, wie klein sie immer scheinen; nur die, die alle Sünden scheu'n, gehören zu den Reinen, und danken dir es durch die That, daß sie dein Sohn erlöset hat, damit sie selig würden. 4. Wer auch vom kleinsten Guten weicht, kann leicht sein Heil verlieren; ein einz'ger Fehltritt kann sehr leicht zu großen Lastern führen; und wer nur Eine Sünde liebt, und ihren Lüsten sich ergiebt, verliert schon deine Gnade. 5. Er eilt entgegen dem Gericht auf seinem finstern Pfade; aus eig'ner Schuld er langt er nicht die ihm verheiß'ne Gnade; bringt sich muthwillig um sein Heil, und hat am Himmel keinen Theil. Herr, laß mich dieß bedenken! 6. Hilf, daß ich selbst mit tiefem Schmerz den kleinsten Fehl berene, mit allem Ernst mein ganzes Herz dir und dem Guten weihe; so kann ich dei ner Huld mich freu'n, so werd' ich stets bemühet seyn, an Heiligkeit zu wachjen. 7. O, mache mich im Gu ten treu! so werd' ich mit den Frommen, dereinst von allem Uebel frei, zu deinem Reiche kommen, wo feine Schwach heit mehr mich drückt, wo feine Sünde mehr berückt, wo ich ganz rein dir diene. Mel. Nun sich der Tag geendet. 440. Das Herz, o Vater, bring ich dir zu einem Opfer dar. Du forderst solches selbst von mir; dir geb' ich's ganz und gar. 2. Wem sonst, als dir, ges hört es zu, dir, meinem Gott und Herrn? Bei dir nur findet's wahre Ruh'; und du erquick'st es gern. 3. So sey es denn dein Eigenthum, und müss' es ewig seyn! Schaff', o mein Vater, schaff' es um, und mach' es gut und rein. 4. Gebengt erkennt es ſeine Schuld, und seine Sündlichkeit; es fleh't zu dir um Gnad' und Huld, um Kraft zur Heiligkeit. 5. Ver= Reue, Entschluß zur Besserung. 5. Verwirf, verwirf dieß Fleben nicht, sey mir mit Gnade nah'! Auf dich, steh't meine Zuversicht; mein Bater bist du ja. 6. O, stärfe mir nur selbst den Muth, mit freudigem Vertrau'n auf dich und meines Jesu Blut mein ganzes Heil zu bau'n. 8. Hilf, daß ich dir, mein Herr und Gott, im Glauben stets getreu, und, bei der Welt List, Macht und Spott, im Guten standhaft sey. 9. Hilf, daß ich sey im Leiden fest durch Hoffnung und Geduld; mein Trost, wenn Alles mich verläßt, sey deine Vaterhuld. 265 13. Nimm denn, o Gott, zum Tempel ein mein Herz hier in der Zeit, und laß es deine Wohnung seyn auch in der Ewigkeit. 7. Steh' mir zur wahren Besserung mit deinem Geiste Mel. Herr Chrift, der ein'ge 2c. bei, damit mir meine Heili 441. Herr Jeſu, Gnagung durch seine Kraft ges deily'. densonne, wahrhaftes Lebenslicht, laß Leben, Licht und Wonne mein Herz und Angesicht nach deiner Guad' erfreuen, und meinen Geist erneuen; ach, Herr, versag' mir's nicht! 10. Hilf, daß ich gegen Jedermann, vom Stolz und Neide frei, aufrichtig und, so viel ich kann, zu dienen fertig sey. 11. Hilf, daß ich wohl zu thun mich freu', und, rein ron Rachbegier, selbst meis nem Feinde gern verzeih'; denn du vergiebst auch mir. 12. Von Herzen fromm seyn, sey mein Ruhm, doch fern von Heuchelei; damit mein ganzes Christenthum dir wohlgefällig sey. 14. Weg, Welt und Sünd'! euch dien' ich nicht! Nur Gott kann mich allein, dieß, dieß ist meine Zuversicht, auch nach dem Tod' erfreu'n. 2. Vergieb mir meine Sün= den- dein Blick durchschauet mich! So laß nun Trost mich finden, und hilf mir gnädiglich, daß deine Friedensgaben mein Herz mit Ruhe laben. Ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib' aus meiner Seelen den alt verkehrten Sinn, und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe, und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Beförd're dein' Erkenntniß in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständniß, Herr, durch dein heilig Wort, damit ich an dich gläube, und in 266 in der Wahrheit bleibe, hier selig und einst dort. Verbesserung des sittlichen Zustandes. 5. Tränt' mich in dieser Wüste, und dämpfe nun in mir die Herrschaft böser Lüste; auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe, den Fleische nach verderbe, hingegen leb' in dir. 6. Nun, Herr, verleih' mir Starte, verleih' mir Muth und Kraft; denn das sind Guadenwerke, die dein Geist in uns schafft; hingegen all' mein Sinnen, mein Schaffen und Beginnen ist bör und mangelhaft. 7. Ach, zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und die zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn! Thum Mel. Vater unser im Himmelr. 2c. 442. So wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß er von Sünden sich bekehr', daß er rechts schaffen bess're sich, und lebe mit mir ewiglich. 2. Dieß Wort bedenk', o Sünder, wohl! Verzage nicht verzweiflungsvoll. Hier findest du Trost, Gnad' und Heil, nimmst du an der Bersöhnung Theil; und Gott besiegelt's mit dem Eid. Sep nur zur Besserung bereit. 3. Ja, büte dich vor Si cherheit! Denk' nicht, zur Bess'rung ist's noch Zeit; ich will mich mit der Welt erst freu'n, und werd' ich ihrer müde seyn: alsdann will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit zum Wohlthun, zur Barmherzigkeit; doch, wer auf Guade Böses thut, verachtet der Verjöhnung Blut, und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird, wie er verdient, gelohnt. 5. Gnad' hat dir zugesaget Gott durch Jesu Christi Blut und Tod; doch welchem Sünder sagt er wohl, daß er bis morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir fund; verborgen ist die Todesstund'. 6. Heut' lebst du, heut' befehre dich; eh' morgen kommt, fann's ändern sich. Wer heut' ist stark, gesund und roth, ist morgen frank, ja, wohl gar todt; stirbst du nun ohne Bess'rung hin, wie willst du dem Gericht entflieh'n? 7. Hilf, o Herr Jeſu, hilf du mir, daß ich alsbald mich nahe dir, und müße jeden Augenblick, eh' mich ein schneller Tod hinrück'; damit ich heut' und jederzeit zu meinem Heimgang sey bereit. 443. Ach Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 267 zweifle nicht, mein Heiland ſpricht: Wer glaubt, soll selig werden. 443. As Gott und Herr, wie groß und schwer sind meine vielen Sünden! Wie drückt mich doch ihr bar( 444.) tes Joch! Wo kann ich Hülje 445. Aus tiefer Noth rufs' ich zu dir; vernimm, o Gott, mein Flehen! Barmherzig neige dich zu mir, und laß mich Hülfe sehen! Schau'st du als strenger Richter an, was unrecht ist vor dir gethan, o Herr, wer wird bestehen? finden? 2. Flöh' ich gleich weit, voll Bangigkeit, bis an des Himmels Enden; der Angst und Bein befreit zu seyn: doch würd ich sie nicht wenden. 3. Zu dir flely ich: Er barme dich, du Gott der Gnade, meiner! Geb' mit mir nicht, Herr, in's Gericht! Vor dir bestehet Reiner. 4. Und sendest du mir Leiden zu, so sey's ein heilsam Leiden! Die Züchtigung bring' Besserung und Ernst, die Schuld zu meiten! 5. Sonst macy's, wie's dir gefällt, mit mir; du kannst's nicht böse meinen. Nur woll'st du mich nicht ewiglich dort scheiden von den Deinen. 6. Das thust du nicht; mit Zuversicht darf es mein Glaube hoffen. Durch Christi Tod steh't ja, mein Gott, auch mir der Himmel offen. 7. Dieß stärfet mich; und ob auch sich einst Leib und Seele scheiden, so schenkst du mir alsdann bei dir des Himmels ew'ge Freuden. 8. Gott, dir sey Ruhm! Dein Eigenthum bleib' ich dort, wie auf Erden. Ich 2. Vor dir gilt Nichts, als Gnad' und Huld, die Sünde zu vergeben. Kein Sterblicher ist frei von Schuld, auch bei dem besten Leben. Und, ach! was sind wir gegen dich? du Heiliger, wer dürfte sich mit Stolz vor dir erheben? 3. Nein, Herr, ich will allein auf dich, auf mein Verdienst nicht schauen. Auf dich verlassen will ich mich, und deiner Gnade trauen; dein theures Wort sagt sie mir zu. Drum will ich meine ganze Ruby' auf diese Guade banen. 4. Vom Morgen bis zur Mitternacht und wieder bis zum Morgen ist unser Gott voll Lieb' und Macht bereit, für uns zu sorgen. Wer nur im Glauben rechter Art vor Zweifelmuth sein Herz bes wahrt, bleibt ruhig und geborgen. 5. Und 268m Verbesserung des sittlichen Zustandes. 5. Und ob die Sünd' auch mächtig ist; weit mächt'ger ist die Gnade. Durch unsern Mittler, Jesum Christ, weicht aller Seelenschade. Er ist allein der gute Hirt, der wiederbringt, was sich verirrt, zum rechten Lebenspfade. ( 446.) Mel. Mein Gott, zu dem ich u. 447. Ich armer Menſch, ich armer Sünder steh' hier vor deinem Angesicht. Er barmer aller Menschenfinder, ach, geh' mit mir nicht in's Gericht; bin ich es gleich vor dir nicht werth, daß mir noch Gnade widerfährt. läsfest du mich Ruhe finden, nd sprichst: Ich, ich vertilge sie! Du schenfest mir an Je su Heil, zur Stillung meines Kummers, Theil. 5. Auch mir hat er das Glück erworben, getrost zu dir empor zu seh'n; auch ich, da er für mich gestorben, darf, Herr, zu dir um Gnade fleh'n, zu dir, dem Gott, der gern vergiebt, und lieber segnet, als betrübt. 6. Sprich denn zu mir: Dir ist vergeben! und stille des Gewissens Schmerz; und will mein zagend Herz noch beben, so sprich du stärker, als mein Herz. Dein Gnadenwort mach Alles gut, und schenke mir zur Bess'rung Muth. 2. Um Trost ist meiner Seele bange; die Last gehäuf ter Missethat liegt schwer auf mir, die mich so lange von dir, mein Gott, entfernet bat. Weß tröst' ich mich, ich Schuldigster, als deiner nur, Barmherzigster? 3. Soll ich an deiner Huld verzagen? ich, dein Geschöpf? Tas willst du nicht. Du, der du mich bis jegt getraMel. Herzliebster Jesu, was 2. gen, bleibst ewig meine Zu- 448. Ich flehe, Gott versicht. Du, Gott, durch den ich leb' und bin, giebst mich nicht dem Verderben hin. 4. Du fich'st die Strafen meiner Sünden; und dent' ich: Wer vertilget die? so 7. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret; mein Glaube sagt mir, daß ich's bin. Der Trost, der sich im Herzen mehret, der neue, dir geweih'te Sinn, mein kindliches Vertrau'n auf dich bezeugen's: Du begnadigst mich. von ewiggroßer Güte, zu dir mit heilverlangendem Gemüthe. Wer hofft auf dich, der hoffet nicht vergebens, du Gott des Lebens. 2. Du heiligster Erforscher aller Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 269 aller Herzen, fieh'st meine Reu'; ich trau', in ihren Schmerzen, auf deinen Sohn, der Gnade mir verfündigt, und mich entsündigt. 4. Kommet Alle, kommet her; kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Auf, und laßt uns zu ihm nah'n! Jesus nimmt die Sünder an! 5. Jch Betrübter komme hier, und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dieß Wort mich trösten fann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Jesus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch angenommen, und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm fommen, und noch sterbend rühmen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 3. Statt aller Opfer, Richter aller Welten, soll dessen Tod vor dir auf ewig gelten. Um seinetwillen laß mich meiner Sünden Vergebung finden. 4. Stärk' mich, des Lasters falschen Reiz zu fliehen, ein rein Gewissen Allem vorzuziehen. Mit heil'ger Freude schwör' ich dir auf's neue die Pflicht der Treue. es Mel. Meinen Jesum laß ich 2c. 449. Jesus nimmt die Sünder an! Sagt doch dieses Trostwort Allen, die, fern von der rechten Bahn, noch auf Sünderwegen wallen. Hier ist, was sie retten kann; Jes 450. Ich bin im Himmel sus nimmt die Sünder an! angeschrieben, und Gottes Kindern zugezählt; mich hatte schon sein brünstig Lieben von Ewigkeit dazu erwählt. Nun ruh' ich still in seinen Armen; mein Vater blickt mich huldvoll an. Ich weiß von Nichts, als von Erbarmen, dadurch ich ihm gefallen kann. 2. Das dank' ich jenem gu ten Hirten; so selig hat er mich gemacht. Mit Schmerzen sucht' er mich Berirrten, und gab auf meine Wege Acht. Komm, 2. Keiner Gnade sind wir werth. Dennoch hat in seinem Werte er sich gnadenreich erklärt, und des ew'gen Lebens Pforte dem, der glaubet, aufgethan. Jesus nimmt die Sünder an! 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein guter Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, zeiget ihm die rechte Bahn. Jesus nimmt die Sünder an! Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ze. 270mVerbesserung des sittlichen Zustandes. Komm, rief er täglich, fehre Höhen zu; und nur auf die wieder! Ich hörte, sann, und fehrte um, warf mich mit Thrä. nen vor ihm nieder, und gab mich ihm zum Eigenthum. sem schmalen Stege komm' ich zur ew'gen Sabbathsrub. Dann soll man in den höher'n Chören mein Loblied bis in Ewigkeit aus dem verklärten Munde hören. Herr, mache mich dazu bereit! 3. Wie war ich ihm so sehr willkommen! Wie freute sich sein Hirtenherz! Wie zärtlich ward ich aufgenommen! Wie bald wich da mein Seelenschmerz! Er wusch mich rein, rerband die Wunden, und legte mich in's Baters Schooß. 452. Wo soll ich flic Du, hieß es, du hast Gnade funden! du bist von Schuld und Strafe los.bigun hen hin, da ich beschweret bin von dem Gefühl der Sün den? Wo soll ich Rettung finden? Wer wird sich mein erbarmen? Wer schaffet Trost mir Armen? 4. Das waren die Erquifkungszeiten, die Tage längst erwünschter Rub'; da floß ein Strom von Seligkeiten mir aus des Mittlers Liebe zu. Ich ward des Vaters Kind und Erbe; der Sohn sprach: Selig bist du nun. O, rief ich, wenn ich jezzo sterbe, wie werd' ich sanft, im Frieden rub'n! 2. Du, mein Herr Jesu, du, du russt mir täglich zu. Mit hoffendem Gemüthe fleb ich zu deiner Güte; du hilfst betrübten Seelen, die dich zum Helfer wählen. 3. Jch traue froh auf dich. Dein Blut floß auch für mich; du rettest mich von Sünden, läßt mich den Frieden finden, den der hat, der dich liebet, und den die Welt nicht giebet. 5. Nun bin ich noch bei ihm in Gnaden; Nichts raubt mir meines Baters Huld. Mein Elend kann mir selbst nicht schaden; denn er hat göttliche Geduld. Je mehr ich meine Chumacht sehe, je mehr wird seine Gnade groß; und wenn ich denn nur brünstig slehe, so wird mein Herz des Kummers los. 6. So geht es hier durch tiefe Wege nach jenes Zions ( 451.) dic nd dim hile# du machst von ihr mich frei, 4. Wie groß die Sünde sey: wenn ich dein Wort recht faffe, mich fest darauf verlasse. Du sprichst: Dir ist vergeben! So fühl ich neues Leben. 5. Zwar Viel noch mangelt mir; doch, Gütigster, von dir kommt jede gute Gabe, die ich Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 271 ich noch nöthig babe. Du wirst mich unterstüßen, und in Versuchung schützen. 3. Dieß, dieß soll in je dem Schmerz mein Vertrau'n erwecken. Vor der Sünde foll mein Herz, nicht vor dir er Trauen will ich, schrecken. Vater, dir, stets die Sünde bassen; nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen. 4. Preis sey dem Allgütigen, der mein Seufzen fennet; der dem Gnadesuchenden freien Zutritt gönnet! Rühm' es, Seele, vor dem Herrn, fließ' von Freuden über! Gott, dein Gott, verstößt nicht gern; er begnadigt lieber. 5. Ewig bist du so gesinnt, Retter meiner Seele. Auch wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle: so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, meiner Schwachheit, und verzeih'st dem, der wiederkehret. 6. Wie unerschrocken ruht das Herz in deiner Hut! Du bast ja selbst verheißen, Nichts selle mich entreißen dir, dem ich angehöre, folg' ich nur deiner Lehre. 7. Der du mein Herz gewannst, Gedanken sehen kannst, vor dem ich dankbar weine, du siehest, wie ich's meine; du siehest mein Bestreben, dir würdiger zu leben. 8. Herr, deß ich ewig bin, gieb mir den festen Sinn, das Alles stets zu meiden, was mich von dir kann scheiden; so leb' ich dir, und erbe den Himmel, wenn ich sterbe. all or the aid Mel. Jesu Leiden, Bein und ic. do 453. Liebster Bater, ich, dein Kind, falle vor dir nieder. Du weißt, was wir und dich wieder. Groß ist meine 454. O welch ein Trost Sündenschuld, die mich innigst reuet; größer deine Baterhuld, die mich noch erfreuet. 2. Zwar bin ich's nicht werth, zu dir findlich aufzusehen. Doch du bleibst ein Vater mir, du vernimmst mein Flehen; fennst mein Jun'res; siehest mich, wenn ich vor die weine; und vergiebst mir väterlich, wenn ich's redlich meine. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) dont für meine Seele, daß, Gott, bei dir Bergebung ist, und daß du, wenn ich Schwacher fehle, mir nicht ein strenger Richter bist! Wie könnt' ich sonst vor dir besteh'n, und der verdienten Straf entgeh'n? 2. Ja, deine Gnad' ist für mich Leben, aus ihr fließt Heil und Trost mir zu. Wer ist zum Schonen und Vergeben, 272 ben, o Bater, williger als du? Du, den nur unser Wohl erfreu't, erzeigst uns gern Barmherzigkeit. 3. Mit Zuversicht darauf zu hoffen, heißt uns dein eingebor'ner Sohn. Durch ihn steh't uns der Zutritt offen zu deinem ew'gen Gnaden thron; wenn wir uns redlich nur bemüh'n, der Sünde schnös den Dienst zu flieh'n. Verbesserung des fittlichen Zustandes. 4. Wohl mir, wenn deine Gnad' und Treue mein Herz zu deiner Liebe rührt, mich über mein Met. Straf mich nicht in. zur Sorgfalt in der Bess'rung 455. Neuvoll nab' ich führt! Dann find' ich auch in deiner Huld gewiß Verzeihung meiner Schuld. 5. Und, o, wie wohl ist meiner Seele, wenn ihr dein Friede nicht gebricht! Ob dann auch äuß'res Glück mir feble, so fehlt mir wahre Ruh' doch nicht; und die ist mehr, als Alles werth, was sonst die Welt für Glück erflärt. 6. Dann bin ich froh und gutes Muthes bei jeder Furcht, in jedem Leid; dann hoff' ich von dir lauter Gutes für meine Zeit und Ewigkeit. Des Himmels Vorschmack hab' ich hier, hab' ich nur Gnade, Gott, bei dir. deine Gnade leiten laffe; fo so fehlt mir nie Beruhigung. Und stärkest du mein Herz, o Gott, so halt' ich treulic dein Gebot. 8. Dann komm' ich auc zu jenem Frieden, den nie ein Fehltritt unterbricht; und freue mehr noch, als hienieden, mich in des höhern Le bens Licht des großen Glücks, im Herzen rein, und dir, Gott, angenehm zu seyn. 7. Gieb, daß ich dieß zu Herzen fasse, und mich zum Fleiß der Heiligung, durch mich zu dir, Gott, um Trost zu finden. Bangen Schmerz erweckt in mir das Gefühl der Sünden. In mir spricht dein Gericht. Sieh' vor dir mich beben; wirst du mir vergeben? 2. Ja; denn zürnend strafft du nicht, wie oft Menschen pflegen. Weise schafft hier dein Gericht selbst durch Strafe Segen. Ach, sie soll renevoll uns zur Tugend leiten, und zu Seligkeiten. 3. Ruft nicht von des Lasters Bahn Jesus Christ die Sünder? ,, Kommt, Mühselge, kommt heran, werdet Gottes Kinder; Gott vergiebt, der euch liebt, es soll euren Seelen nicht an Troste fehlen." 4. Herr, ich komme! Sich' in Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 273 4. Herr, was kann ich ohne dich, auch bei'm besten Willen? Ach, zu schwach, zu schwach bin ich, ganz ihn zu erfüllen! Drum laß deines Geistes Kraft stets mein Herz regieren; und er, der den Willen schafft, helf' ihn auch vollführen. Ghini sing ardbar ( 457-459.) in mir sehnliches Verlangen, bei der Reue Schmerz von dir Gnade zu empfangen. Dir will ich dankbar mich ganz zum Opfer geben, ewig dir nun leben. 5. Hält noch eitle Lust mich fest an gewohnten Ketten: du, der Schwache nie verläßt, kannst davon mich retten. Mach' mich frei; steh' mir bei, daß ich jede Sünde mäch. tig überwinde.m.id, Mel. Jesu Leiden, Bein und 2c. dunk mi 456. Gott, der väter. lich uns liebt, Vater aller Gnaden, sieh', zu dir, der gern vergiebt, komm' ich schuldbeladen. Ja, du nimmst die Sünder an, die mit bangen Zähren auf des Glaubens heil'ger Bahn sich zu dir bekehren. 2. Herr, ich hab' den Weg verfehlt, den dein Sohn gewandelt; oft und viel hab' ich gefehlt, nicht, wie er, gehandelt. Ich erkenne meine Schuld; voll der tiefsten Reue seh' ich auf zu deiner Huld; Vater, ach, verzeihe! 3. Leite mich nach deinem Rath; laß mich deinen Wil. len, so, wie unser Heiland that, treu und froh erfüllen. Regt sich Schwachheit noch in mir, stärfe meine Seele; daß ich lebe dir, nur dir, Retter meiner Seele. And Mel. Herr Jefu Christ, du 2c. 460. Bater der Barmherzigkeit, ich falle dir zu Fuße, und thu' noch in der Gnadenzeit von ganzem Herzen Buße! Was ich nicht recht gethan vor dir, Erbarmer, das verzeihe mir nach deiner großen Güte! 2. Du, Geber wahrer SeeIenruh', nimm von mir, was mich quälet; durch deine Gnade wirke du, woran es mir noch fehlet. Gieb mir den Geist der Heiligung, daß ich in meiner Besserung es täglich weiter bringe. 3. Und du, o Jesu, der du dich für uns dahin geges ben, du hast aus freier Huld auch mich erlöst zum ew'gen Leben; auch mich hast du versöhnt mit Gott; erbarm' dich meiner Seelennoth, und gieb mir deinen Frieden. POMP 4. Für Sünder floß dein theures Blut zur Rettung 18 yom 274. Verbesserung des sittlichen Zustandes. vom Verderben. So fomm' es denn auch mir zu gut, im Leben und im Sterben!€ 8 tröste bei Gewissenschmerz, Gott, deine Baterhuld, mein Herz, und lehr' mich Sünden meiden. 5. Geist Gottes, du, das wahre Licht der Herzen und Gedanken, regiere mich, und laß mich nicht vom Weg der ugend wanken. Gieb, daß ich jedes Laster flich'; daß Ehrsucht, Geiz und Wollust nie mein Herz beflecken möge. 6. Und schlägt die legte Stunde mir, so hilf mir über winden! Laß meine Seele Trost bei dir, du Gott des Trostes, finden! Belebre mich, daß Schmerz und Noth, der Krantheit Last, und selbst der Tod mich doch zum Leben führe. und hier und ewig ihn mit deinem Heil erfreu'st. 3. Herr, laß mich auf dein Wort von ganzem Herzen trauen, und stets auf deine Tren' und deine Wahrheit banen. Gieb, daß ich dir in Noth, in Kreuz und Tod getren, und durch des Glaubens Kraft all'zeit gehorsam sey. 4. Mein Jesu, laß mich dich im Glauben recht erfennen, dich meinen Herrn und Freund, Trost, Schuß und Heiland nennen. Laß mich ben kann kein Mensch vor dir bestehen; drum wend' ich mich zu dir mit demuthsvol. tem Flehen: D, zünde selbst in mir den wahren Glauben an, in welchem ich allein dir wohlgefallen kann. 2. Dein Daseyn laß mich, Herr, mit Ueberzeugung glauben. Nichts müsse mir das Wort aus meinem Herzen rauben, daß Jedem, der dich sucht, du ein Vergelter sey'st, im Glauben thun, was mich dein Wort gelehrt, daß dich Herz, Mund und That als den Erlöser ehrt. 5. Dein göttliches Verdienst sey mir beständig thener, er fülle mich mit Trost, und mas che mich stets freier vom schnö den Sündendienst; es stärke mich mit Kraft zu deines Namens Ruhm, in meiner Pil Mel. O Gett, du frommer 2C. 461. Herr, ohne Glau- grimschaft. 6. Wie selig leb' ich dann im Glauben schon auf Erden! Noch herrlicher wird einst mein Theil im Himmel werden! Da werd' ich, was ich hier geglaubt, im Lichte schau'n; ja, dann erfüllst du ganz mein findliches Vertrau'n.. Met. Nun freut euch, lieben 2c. 462. Der Glaub' ist feste Zuversicht zu Gottes Gnad Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 275 Gnad' und Treue, daß ihn der Tod des Sünders nicht, daß ihn sein Leben frene; er ist der Kindschaft sich'rer Grund, auf Gottes Wort und seinen Bund von Jesu selbst gegründet. 6. Stürmt Sorg' und Unruh' auf mich zu, voll zweifelnder Gedanken: sein Geist versichert meine Ruh', und läßt mein Herz nicht wanken. Der Glaube fürchtet feinen Schmerz; er blickt auf Gottes Baterherz und seines Sohnes Leiden. The Quit 7. Mein Glaube sey oft schwach und klein, wenn Trübsal sich erhebet; er darf sich dennoch Gottes freu'n, wenn er nach Hülfe strebet. So lang' ich Jesum Christum gern verehr' und lieb' als meinen Herrn, so lebt der Glaub' im Herzen. 8. Gott übt in solchen Kämpfen mich, um mein Vertrau'n zu stärken, und so vermehrt er väterlich den Fleiß in guten Werken; denn meine Hoffnung bleibet fest, daß mich mein Vater nie verläßt, wie hart mein Kampf auch werde. 2. Der Glaub' ist göttlicher Beweis, daß Gott nicht gern betrübe; daß er, zu seiner Güte Preis in seinem Sohn uns liebe. Er macht mein banges Herz gewiß, daß Jesus mich dem Fluch entriß, dem ich entgegen eilte. 3. Der Glaube giebt mir neuen Muth, zum Vater mich zu nahen, Bergebung durch des Sohnes Blut und Gnade zu empfahen. Was er mir giebt, und noch verheißt, mir einst zu geben, sieht mein Geist, als wär' mir's gegenwärtig. 4. Der Glaube stärkt mich, daß ich hin zum Unsichtbaren dringe; daß ich in Hoffnung felig bin, und nach dem Himmel ringe. Gott ist mein Gott, mein Heil sein Sohn; sein Geist mein Pfand; mein Schild und Lohn ist seine Baterliebe. 5. Jch fürchte nicht der Hölle Heer, noch ihrer Strafé Flammen; ich bin kein Kind des Zornes mehr; Gott wird mich nicht verdammen. Weicht, alle meine Feinde, fort! Ich höre meines Heilands Wort: Die Sünd' ist dir vergeben. 9. Ich weiß, auf wen ich bauen kann; ich weiß, an wen ich glaube. Mein Gott nimmt mich zu Ehren an; er hebt mich aus dem Staube. Die Welt mag um mich her vergeh'n; ich falle nicht, ich bleibe steh'n; ich glaube seinem Worte. Mel. Mein Gott, zu dem ich zc. 463. Wenn heiße Thränen mir entfließen, mein Herz mit Angst und Schmerzen 18* ringt, Verbesserung des sittlichen Zustandes. 276 ringt, dann sink' ich, Herr, zu deinen Füßen, und finde, was mir Tröstung bringt; dann wird der Glaube mir ein Licht, das meines Kummers Nacht durchbricht. 2. Du, Heiland, bietest jedem Müden Erquickung, Muth und Hoffnung an, und giebst ihm jenen innern Frieden, den ihm die Welt nicht geben kann. Durch dieses Friedens Kraft erfreut, wird ihm der Glaube Seligkeit. Mel. Kommt her zu mir, spricht zc. 3. Auch wenn wir zweifelnd uns wenn Kleinmuth unsern Geiſt verſtimmt, 464. So hoff ich denn willst du uns Schwache nicht beschämen, so lang' ein Funke Glaubens glimmt; du fach'st ihn an, du nährest ihn; und bald wird er von neuem glüh'n. 4. Du stärkst die schon gesunk'nen Hände, du stärkst des matten Kämpfers Fuß; giebst der Versuchung solch ein Ende, daß unser Dank dich preisen muß, und führest durch die Prüfungszeit uns nur zu größ'rer Herrlichkeit. 5. Wir würden immer unterliegen im Kampfe mit der Leidenschaft, wir könnten feinen Feind besiegen, erfüllt'uns nicht des Glaubens Kraft; doch wenn dein Geist nur auf uns ruht, so siegen wir mit Heldenmuth. eine Welt, und wirket in uns Gottes Werfe, und Tugend, die ihm wohlgefällt; und je der Sieg, den er verschafft, belebet uns mit neuer Kraft. 7. Verleib', o Herr, mir diesen Glauben; fern sey mirjeder Heuchelschein; laß Nichts mir deinen Frieden rauben; in Liebe laß mich thätig seyn. Dann werd' auch ich in jener Welt den Auserfor'nen zugeſellt. 6. Des Glaubens Kraft ist uns're Stärke, er überwindet mit festem Muth auf Gottes Gnad' und Christi Blut; ich boff ein ew'ges Leben! Gott ist ein Vater, der verzeih't, hat mir das Recht zur Seligkeit in seinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben; im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben, und versichert seyn von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirft göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren; es spricht uns Trost im Elend zu, versüßet uns des Lebens Ruh', und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein Wachsthum und Beständigkeit im Guten. dein göttlich Wort, um dei nes Namens Willen; laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneu'n, und mich mit Trost erfüllen. ( 465.) mel. D Gott, du frommer 21. 5. Mach' diese Zuversicht in 466. Herr, allerhöchster mir, o Gott, so kräftig, daß Gott, von dem wir alle Gadem wir alle Gas ben, und was uns nüßlich ist, in reichem Maße haben; o, sieh' erbarmend mich in meiner Schwachheit an, weil ich nicht, wie ich will, die recht vertrauen kann. ich mein Lebenlang in deinem Dienst geschäftig, und stets beflissen sey, zu thun, was dir gefällt. So hab' ich schon in dir den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einst für deine Jünger batest, und, wenn sie wanften, dann beim Vater sie vertratest; ach unterstüß' auch jetzt mein sehnliches Gebet, und schenke Glaubenskraft dem, der um Glauben fleht! 7. In deiner Mittlerhand ist Heil und aller Segen. Herr, unterstüge mich auf allen meinen Wegen, daß ich des Glaubens Ziel, der Seelen Seligkeit erlange, und dich preis in alle Ewigkeit. 2. Ich glaube zwar an dich; doch nur mit schwachem Glauben. Oft will die Zweifelsucht mir jede Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch von mir nicht ferne jeyn! 277 so laß ihn doch bei mir im steten Wachsthum seyn. 4. Gieb, daß die Zuversicht in meinem Geist sich mehre, daß du mein Vater sev'st, und ich dir angehöre, daß alle meine Schuld von dir vergeben sev, damit mein Herz sich dein, als seines Vaters, freu'! 3. O, reiche du mir selbst aus Gnaden deine Hände; hilf meiner Schwachheit auf, daß mich nichts von dir wende! Ist schon, dem Senfkorn gleich, mein Glaube noch sehr klein; Mel. Schatz über alle Schätze zc. schen'n. Zeitlebens muß ich ringen, in immer neuer Kraft, 467. Um als ein Christ die Weltlust zu bezwingen, und jede Leidenschaft. 2. Wie schwer ist dieß Geschäfte der wahren Besserung! Wie zu leben, muß ich mich Christo weih'n; nach höhern Gütern streben, und jede Sünde 278 Verbesserung des sittlichen Zustandes. Wie schwach sind meine Kräfte mel. Mirnach, spricht Christus uc. meiner follt ich darum zagen? Nein, 469. Wer Gottes Wort Vater, nein, mit dir will ich den Kampf doch wagen; sey du nur stets mit mir! 3. Verleih' zu diesem Werke mir nur durch deinen Geist die Weisheit und die Stärke, die mir dein Wort verheißt. Durch ihn gieb meiner Seele die Einsicht und die Kraft, daß ich kein Scheingut wähle, das nur Verderben schafft. 4. Werd' ich im Guten träge, so stärke mich zum Lauf. Fall' ich auf meinem Wege, so hilf mir wieder auf; und mache jedes Laster, deß sich der Sünder freu't, mir immer nur verhaßter in seiner Schändlichkeit. 5. Ja, zeige mir am Throne der Herrlichkeit des Sohns der Ueberwinder Krone, das Kleinod meines Lohns, die Wonne der Erlösten, womit der gute Hirt, der für uns starb, mich trösten, und ewig frönen wird. 6. So kann ich alle Sünden, mich selbst, die Welt, den Tod, und Alles überwinden, was mir Verderben droht. Ich werde nicht erliegen, ich dring' in's Reich des Lichts; ich bin gewiß, zu sie gen. Dein Wort, mein Gott, verspricht's. ( 468.) nicht hält, und spricht: Ich kenne Gott, der trüget; in Solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber sein Wort glaubt und hält, der ist von Gott, nicht von der Welt. Wort erzeugt, muß auch die 2. Der Glaube, den sein Liebe zeugen; je höher dein' auch die Erkenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' das Herz, und macht es rein. erleuchtet nicht allein; erstärkt 3. Durch Jesum rein von Missethat, sind wir nun Got tes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, der flieh't den Rath der Sünder, folgt Christi Beispiel als ein Christ, und reinigt sich, wie Er rein ist. 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer die Gebote hält, in dem ist wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Christenthum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' ist's, die die Cherubim, Gott zu ges horchen, treibet. Gott ist die Lieb'; an seinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. Mel. Wachsthum und Beständigkeit im Guten. 279 Mel. Mein Gott, zu dem ich ic. in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 470. Gott, dir gefällt wer kein gottlos Wesen; bös ist, bleibet nicht vor dir. Drum laß von Sünden mich genesen, und schaff' ein reines Herz in mir; ein Herz, das sich vom Sinn der Welt entfernt und unbefleckt erhält. Mel. Jesu, der du meine 2c. 2. Laß mich auf die beSünden mit ster Beschämung seh'n, durch 471. Ach, wann werd Christum vor dir Gnade fins den, und auf den Weg der Tugend geh'n. Ich will fort. bin das Unrecht scheu'n, mein Leben deinem Dienste weih'n. 3. O, stärfe mich in dem Gedanken; gieb meinem Vorsaß Festigkeit; und will mein schwaches Herz je wanken, so bilf der Unentschlossenheit. Wie Viel vermag ich, Gott, mit dir! Nimm deinen Geist nur nicht von mir. 6. Erquicke mich mit deinen Freuden, schaff' ein gee troftes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden mit froher Zuversicht zu dir; bis nach vollbrachter Uebungszeit mich ungestörte Ruly' erfreu't. 4. Gieb, daß er mir stets Hülfe leiste, und Muth und Kräfte mir verleih', daß ich mit findlich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sey. So sieg' ich über Sünd' und Welt, und thue, was dir wohl. gefällt. @ 5. Wenn ich indeß aus Schwachheit fehle, mein Bater, so verwirf mich nicht. Berbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Angesicht; o Herr, mach' ich von der Sünde, Gott, mein Vater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgefällig sey? Noch nicht, ich gesteh's mit Thränen, kann ich mich von ihr entwöhnen; immer noch ereilt sie mich, und verführt mich wider dich. 2. In der Andacht sel'gen Stunden, wo mein Geist die Wahrheit hört, hab' ich oft das Glück empfunden, das die Frömmigkeit gewährt; habe Nichts so sehr hienieden mir gewünscht, als innern Frieden, als ein Herz, dir ganz geweih't, als der Frommen Seligkeit. 3. Voll von heiligen Entschlüssen, schwur ich dann, dir treu zu seyn, und mit wachendem Gewissen nur in Unschuld mich zu freu'n; willig wollt' ich da mein Leben dir, mein Gott, zum Dienst ergeben, aller Sünde widersteh'n, 280 Verbesserung des sittlichen Zustandes. steh'n, standhaft deine Wege geh'n. 4. Aber, ach, zu schnell empöret sich der Leidenschaften Macht; sie verdunfelt, schwächt und störet, was ich sonst so gut bedacht! Plößliche Vers suchungszeiten, Beispiel, Reiz der Eitelkeiten, deren Menge mich umringt, das ist's, was zum Fall mich bringt. 5. Du verzeih'st, Gott, die Gebrechen meiner fündigen Natur. Nicht die Schwachheit wirst du rächen; bösen Vorsatz straf'st du nur. Hätt' ich nicht den Trost: ich würde unter meiner ganz erliegen, und mich dein, höchstes Gut, nie können freu'n. 6. Stellet mir nun hier auf Erden lebenslang die Sünde nach; kann ich nicht vollkommen werden, bin und bleib' ich immer schwach: o, so segne mein Bestreben, so gerecht ich kann, zu leben, daß ich doch von Heuchelei und von Bosheit ferne sey. laß 7. Wenn ich falle, mich's merken; laß mich streben aufzusteh'n; eile, mich, dein Kind, zu stärken; lehre selbst mich fester geh'n; warne mich, sey mein Begleiter; täglich führe, Gott, mich weiter; bis ich in der Ewigkeit bringe zur Vollkommenheit. Mel. Wachet auf! ruft und i 472. Tugend ist der ich Seele Leben. Wie sollt denn nach ihr nicht streben? Des größten Eifers ist sie werth. Gott, du kenneſt mein Verlangen; dir und dem Gu ten anzuhangen, ist, was mein ganzes Herz begehrt. Ach, würde mir doch Kraft von dir dazu verschafft! O, wie innig würd' ich mich freu'n, wär' ich ganz rein! Wer heilig ist, muß selig ſeyn. 2. Gott, du bist der Freustand ist Licht, dein Wille ist denn dein VerOrdnung und Vollkommen heit. Du liebst mit stets gleicher Stärke das Gute nur, heit und Gerechtigkeit., und deine Werke sind Wabrbilde mich nach dir! So find' ich auch schon hier Ruh' der Seele; bis nach dem Leid der Prüfungszeit vollkomm'ne Bonne mich erfren't. Falle bin ich, so lang' ich 3. Ach, wie ausgesetzt dem hier noch walle! Zerstren't ist hier noch oft mein Sinn. Wachsam g'nug bin ich nicht immer; oft blendet mich ein falscher Schimmer, und oft reißt Leidenschaft mich hin. So fehl' ich häufig noch. Wie drückt mich dieses Joch! Ich Elender! Wann nimmt fein Schein mich täuschend ein? Wann Wachsthum und Beständigkeit im Guten. Wann werd' ich fest im Glaus ben jevn? 4. Herr, du kannst dazu mich stärken. Von dir kommt Kraft zu guten Werken, du, aller guten Gaben Quell! Leite mich nach deiner Wahrheit; sie leuchte mir in vols ter Klarheit, von Täuschung frei und immer hell. Wer sich auf dich verläßt, wird in der Tugend fest. Mein Erbarmer, ich hoff' auf dich; o mache mich im Guten uns veränderlich. ig sin du 281 sich Versuchung nab't, und Stärke mir gebricht, so weiche nicht von mir. Ach, Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach, Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefahren, und laß zur rechten Zeit mir Hülfe widerfahren! Wenn 4. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Gieb Wollen und Vermögen. In allem meinen Thun begleite mich dein Segen; die Werfe meines Amt's, die Werke meiner Pflicht laß, Herr, durch dich gedeih'n. Ach, Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Dir bleib' ich ganz ergeben. Hilf mir, daß ich, o Gott, recht glauben, christlich leben, und selig sterben mag, zu seh'n dein Angesicht. Hilf mir in Noth und Tod. Ach, Gott, verlaß mich nicht! ( 474.) Mel. O Gett, du frommer 2c. 473. Ad, Gott, verlaß mich nicht! Reich' du mir selbst die Hände, daß ich den schweren Gaug durch's Leben wohl vollende. Hier in dem finstern Thal sey du mein Echuß, mein Licht, mein Füh Mel. O Gott, du frommer 2c. rer, Helfer, Freund. Ach, 475. Du sagst: Ich bin Gott, verlaß mich nicht! 2. Ach, Gott, verlaß mich nicht! Lehr' deinen Weg mich wallen, und laß mich nim mermehr in Sünd' und Thors heit fallen. Gieb mir den guten Geist, des Glaubens Zuversicht; und wenn ich straucheln will, ach), Gott, vers laß mich nicht! ein Christ! Wohl dir, wenn Herz und Leben von deinem Christenthum ein sich'res Zeugniß geben! Wo ist ein höh'= rer Ruhm? Welch Glück kann größer seyn, als Christi Wege geh'n, und Gottes Huld sich freu'n? ng 30 2. Du sagst: Ich bin ein Christ! Nicht Jeſum nur bes kennen, nur seinen Gott und Herrn ihn mit dem Munde nennen, ist echtes Christenthum; befolge deine Pflicht, wic Verbesserung des sittlichen Zustandes. 282 wie dich sein Wort gelehrt; die Heuchler kennt er nicht. leih' uns, Vater, Kraft, zu folgen Jesu Ruf, zu wandeln würdiglich dem himmlischen Beruf! still be 3. Zum Guten willig seyn, mit Ernst das Böse hassen, den Lüsten widersteh'n, gewohnte Sünden lassen, dieß ist des Herrn Befehl; dieß seiner Lehre fein tod ter Glaube führt zur ew'gen 476. Beglückt, beglückt Wohlfahrt hin. ist, wer auf Erden mit allen ſeinen Kräften strebt, an gu ten Werken reich zu werden, und nicht für diese Welt nur lebt, stets vorwärts dringt, und nie vergißt, daß seine Seel' unsterblich ist! 2. Er forscht nach seines Gottes Wegen, was gut ist, leicht und schnell zu thun; spricht nicht im Sommer, gleich dem Trägen: Noch will ich schlummern, will noch ruh'n; jä't früh und wuchert mit der Zeit zur Ernte für die Ewigkeit. 4. Nur dann erst, wenn dein Sinn, wenn alle deine Triebe dem Herrn geheiligt sind in unverfälschter Liebe; wenn du, wie Christus war, voll stiller Sanftmuth bist, voll Demuth und Geduld, dann sag': Ich bin ein Christ! 5. Jedoch, so lang' dich noch der Sinn der Welt regieret; dein Stolz zur Eitelkeit und Schmähsucht dich verführet; nicht Sanftmuth in dir herrscht, nur Zorn und Haß und Neid: so bist du noch entfernt von wahrer Heiligkeit. is 6. Wenn, Jedem wohlzuthun, die Unschuld zu beschüßen, mit möglich treuem Fleiß den Brüdern gern zu nügen, ohn' Eigennuß und Stolz, dein Herz stets willig ist, auch wenn's Verläugnung gilt, dann sag': Ich bin ein Christ! 7. Gott, Allbarmherziger, o, schenke doch uns Allen, die Christi Name schmückt, auch Kraft, dir zu gefallen! VerMel. Wer nur den lieben Gott 2. ( Neue Mel.) 3. Erfüllet von der Tugend Sorgen, denkt er, und denkt mit Lust daran, wie er, hier sichtbar, dort verborgen, ein edles ein edles Werk vollenden kann; und nüzet jeden Augenblick für Gott und seiner Brüder Glück. 4. Nie abgeschreckt von Hindernissen, stärkt er mit Gottes Stärfe sich zu seinen heiligen Entschlüssen, gleich Felsen, unerschütterlich; und wo er auch zu kämpfen hat, wird jeder doch vollführt und That. 5. Be Wachsthum und Beständigkeit im Guten. 5. Beschwerden schen't er nicht, gerüstet mit Selbstverläugnung, und entbehrt, was Sinn und Phantasie gelüstet, großmüthig, größ'rer Freuden werth; wie schmeichelnd auch das Laster sey, doch stets sein Feind, und Gott getreu. 6. Er widersetzt mit festem Muthe den Lastern sich, und kämpft für Gott; ihn treff im Kampfe für das Gute der Welt Verfolgung, oder Spott; ihm bleibet doch der Preis des Streits; er kämpft und ringt; denn Gott gebent's. 7. Er zählt der großen Siege viele; und alle werden ihm belohnt, wenn er nun nach erreichtem Ziele im Paradieje Gottes wohnt. Wohl euch, die ihr ihm gleicht, wohl euch! Nur ihr seyd groß! nur ihr seyd reich. 283 trübe. Gieb, daß ich alles Böse schen', und nur das Gute liebe. Laß meine Pflicht, mein Gott, mich nicht mit Vorsatz je verletzen. Der Seelen Heil, mein bestes Theil, das laß mich theuer schäßen. Mel. Was mein Gott will ze. 477. Hilf mir, mein Gott; verleihe mir, daß ich nur dich begehre, mein gan= zes Glück nur such' in dir, und dich allein verehre; daß ich in Noth dich meinen Gott und Vater gläubig nenne; daß Glück und Frend' und Traurigkeit mich niemals von dir trenne. 2. Erfülle mich mit wahrer Reu', wenn ich dich je be3. Mein Gott, ich bitte dich, verleih' mir einen festen Glauben, der standhaft, treu und thätig sey, den Nichts mir könne rauben. Gieb, daß ich mich all'zeit auf dich und auf dein Wort verlasse, und in der Noth, ja selbst im Tod dein Heil getrost umfasse.d 4. Hilf mir, der ich erlöset bin, daß ich den Heiland liebe. Nimm allen Kaltfinn von mir hin; gieb, daß ich stets mich übe, auf ihn zu seh'n, ihm nachzugeh'n, mich seiner nicht zu schämen, und allezeit mit Freudigkeit sein Kreuz auf mich zu nehmen. 5. Nie müsse Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren; nie Haß und Zorn und Bitterfeit zur Rache mich verführen. Dein Wort gebeut Versöhnlichkeit, verdammt der Rachsucht Triebe; nicht bloß mein Freund, auch selbst mein Feind erfahre meine Liebe. 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld laß, Herr, mich ja nicht trachten. Laß mich die Ehren dieser Welt nicht für das Höchste achten, und nie nach Pracht, nach Ho 284 Hebeit, Macht und Würden ängstlich streben; laß mich vielmehr, nach deiner Lehr', in leben. einst bei dir den Lohn der Treue geben. Met. Straf mich nicht in u. 7. Betrug und List und 478. Mache dich, mein Heuchelei hilf mir mit Sorgfalt fliehen. Nie müss ich mich durch Gleißnerei um Menschengünst bemühen. Laß Ja und Nein mir heilig seyn; laß mich nie lieblos richten, und Zank und Streit mit Freundlichkeit, mit Lieb' und Sanftmuth schlichten. 48. Herr, lehre mich Enthaltsamkeit; gieb mir ein rein Gemüthe, daß ich in dieser Prüfungszeit vor böser Lust mich hüte. Der Lügen Feind, der Wahrheit Freund, laß mich aufrichtig wandeln, und jeder zeit nach Billigkeit mit meinem Nächsten handeln. Verbesserung des sittlichen Zustandes. 9. Gieb, daß ich stets den Müßiggang und alle Trägbeit fliehe, und meinem Nächsten lebenslang zu dienen mich bemühe. Laß meinen Fleiß zu deinem Preis, o Gott, mir wohl gelingen; und segnest du das, was ich thu', so laß mich dir lobsingen. 10. Ach, gieb mir deinen guten Geist, der selbst mein Herz regiere, und mich, wie es dein Wort verheißt, auf Christi Wegen führe; so wird mein Herz in Freud' und Schmerz dir zu gefallen streben, und du wirst mir, Gott, Geist, bereit, wache, bet' und flehe, daß dein Herz zur bö sen Zeit fest im Glauben stehe. Ach, schon ist mancher Christ von Versuchungsstunden plötzlich überwunden! 2. Auf denn, und ermunt're dich aus dem sichern Schlafe! Wache; denn sonst zeiget sich bald darauf die Strafe! Der fällt leicht, dem es däucht, daß er sicher stehe auf der Tugend Höhe. 3. Wache; denn hier hat der Christ noch von allen Seiten, was der Seele schädlich ist, muthig zu bestreiten. Gott läßt zu, daß auch du, wenn du sorglos wallest, in Versuchung fallest. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be zwinge, oder, wenn sie sich verstellt, listig an sichy bringe. Wach' und sieh', daß dich nie die Verführer fällen, die dir Netze stellen. 5. Wach, und hab' aufdich wohl Acht; trau' nicht deinem Herzen. Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. Ach, es ist voller List, weiß sich selbst zu heucheln, und mag gern sich schmeicheln! 6. Aber Wachsthum und Beständigkeit im Guten. 6. Aber bet auch stets dabei, bete bei dem Wachen! Das wird dich von Trägheit frei und behutsam machen. Gott verleiht Munterfeit auf dem rechten Pfade durch erbet'ne Gnade. 7. Darum nah' dich mit Gebet oft zu seinem Throne. Wenn dein Herz nur gläubig fleht, hört er in dem Sohne. Er verheißt, seinen Geist, mit ihm Kraft und Leben auf dein Fleh'n zu geben. 8. Nun, so will ich immer dar wachen, fleh'n und beten, und, vermehrt sich die Gefahr, immer brünst'ger beten. Kurze Zeit währt der Streit, und dann wird zum Lohne mir die Siegeskrone! ( 479,) 285 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe, und mich in deinen Wegen übe, und doch ist von Unlauterfeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 5. Ich muß, o Herr, noch mehr auf Erden durch deinen Geist geheiligt werden; der Sinn muß tiefer in dich geh'n, der Wille unbeweglich steh'n. 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu rathen; hier gelten nicht der Menschen Thaten. Wer macht sein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket seyn. 7. Doch fenn' ich wohl dein treues Lieben; du bist noch immer treu geblieben. Ich weiß gewiß, du steh'st mir bei, und machst mich von mir selber frei. 480. Si Hier ier legt mein Sinn sich vor dir nieder; mein Geist sucht seinen Ursprung wieder. Laß dein erfreuend Angesicht zu meiner Armuth seyn gericht't. 2. Schau' her, ich fühle mein Verderben; gieb Muth, der- Sünde abzusterben. O, möcht' in deiner Gnade Schein die Finsterniß verschwunden seyn! 3. Du wollest gnädig meinen Willen, o Herr, mit Kraft zum Guten füllen; brich der Natur Gewalt entzwei, und mache meinen Willen frei. 8. Indeß, Herr, will ich treulich fämpfen, und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersich'st, und mich aus allen Netzen zieh'st. 9. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen; Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh' und Sicherheit. 101-0 10. Drum will die Sorge meiner Seelen ich dir, mein Bater, ganz befehlen. Ach, drück' es tief in meinen Sinn, daß ich in dir nur selig bin! 11. Wenn ich mit Ernst dar 286 daran gedenke, und mich in dein Erbarmen senke, so werd' ich von dir angeblickt, und meine Seele wird erquickt. Verbesserung des sittlichen Zustandes. 12. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck' ich schon des Kampfes Beute, und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. 4. Sey Gott getreu, fein theures Wort stets muthig zu bekennen, vor Jedermann, an jedem Ort dich seinen Freund zu nennen. Was in der Welt dir wohlgefällt, muß Alles bald vergehen; sein theures Wort bleibt immerfort zum Heil der Frommen stehen. Mel. Was mein Gott will zc. 5. Sey Gott getren, so wirst du dann durch ihn auch Stärfe finden. Er nimmt sich 481. Sey Gott getreu deiner Schwachheit an; beund seinem Bund; bekenn' ihn durch dein Leben; ihn ehre nicht allein der Mund; dein Herz sey ihm ergeben. Wie hat er dich verpflichtet sich durch seine Huld und Gnade! Sey tren dem Herrn, und wandle gern auf Jesu Christi Pfade. kämpfe nur die Sünden in seiner Kraft, die Sieg ver schafft. Doch, wirst du dich vergehen: daß dann die Reu' nur ernstlich sey, um fünftig fest zu stehen! 6. Sey Gott getren bis in den Tod, laß Nichts von ihm dich wenden. Er kann und will in jeder Noth dir seinen Beistand senden. Der Leiden Nacht, der Bosheit Macht laß nie dein Herz erschrecken. Es ist dir ja dein Retter nah'; sein Schild wird dich bedecken. 2. Sey Gott getren von Jugend auf; laß keine Lust, fein Leiden dich je in deines Lebens Lauf von seiner Liebe scheiden; denn seine Treu' wird täglich neu; sein Wort kann niemals trügen. Was er verspricht, das bricht er nicht; daran laß dir genügen. 3. Sey Gott getreu in je dem Stand, in welchen er dich seget; dann schüßt dich seine starke Hand. Wer ist, der dich verleget? Schau' nur auf ihn voll Glaubens hin und folge dem Gewissen; so Mel. Alle Menschen müssen i. wird, was dir begegnet hier, 482.Wer das Kleined zum Besten KIND will 7. Wirst du Gott also blei ben treu, wird er sich dir er weisen, daß er dein lieber Bater sey, wie er dir hat verheißen, und eine Kron' zum Gnadenlohn im Himmel dir verleihen; dann wirst du dich dort ewiglich an seiner Huld erfreuen. Wachsthum und Beständigkeit im Guten. will erringen, wer zum Heil der bessern Welt will hindurch, als Sieger, dringen, zeig' im Kampfe sich als Held! Hier in seinen Uebungstagen muß er Alles thun und wagen, um der Hoffnung werth zu seyn: Einst ist jene Krone mein! of 2. Wie hat nicht der Herr gestritten, eb' sein Haupt am Kreuze sank! Welche Qual bat er gelitten, als den To deskelch er tranf! Nun muß jeder Name weichen, jedes Knie sich vor ihm beugen; denn er ward vor Gottes Thron hoch erhöht zum Himmelslohn. 3. Kämpften nicht und überwanden seiner Wahrheit Märtyrer? Was sie duldend einst empfanden, fühlt und duldet Keiner mehr; und doch trugen sie mit Freuden der Versuchung schwere Leiden; achteten nicht Schmach und Noth, Banden nicht, nicht Qual noch Tod. 4. Und du wolltest unter liegen in dem Kampf der Leidenschaft? nicht den Reiz der Welt besiegen in des Glaubens hoher Kraft? nicht den innern Feind bekämpfen? nicht die Gluth der Lüste dämpfen? Jesu ChristiEigenthum, Seele, wo wär' dann dein Ruhm? 287 schüttert stehe, wenn der Feinde Macht mir drän't; daß mich selbst ich überwinde bei den Lockungen der Sünde; daß ich meiner Pflicht getren, standhaft in Versuchung sey. 5. Reiche mir aus deiner Höhe, Herr, die Waffen selbst zum Streit, daß ich uner( 483.) Mel. Dir, dir, Jehovah, will zc. 484. Laß mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen seh'n und mich dir weih'n, gieb selbst das Wollen und Vollbringen, und laß mein Herz dir ganz geheiligt seyn. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin; dein, Herr, ist Alles, was ich hab' und bin. 2. Gieb meinem Glauben Muth und Stärke, laß ihn durch Menschenliebe thätig seyn, daß man an seinen Früchten merke, er sey fein eitler Traum und falscher Schein. Er stärke mich in meiner Pil grimschaft, und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. 3. Laß mich, so lang' ich hier soll leben, auch an dem bösen Tage seyn vergnügt, und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Besten Alles weislich fügt. Gieb Furcht und Demuth, wenn du mich beglückst; Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst. 4. Ach, hilf mir beten, wachen Freudigkeit eines gebesserten Herzens. 288 chen, ringen! so will ich einst, wenn ich den Lauf vollbracht, dir ewig Dank und Ehre bringen, dir, der du Alles 30 Anale Mel. Wer nur den lieben Gott tc. ( Neue Mel.) 485. Wenn ich ein gut Gewissen habe, so hab' ich große Seligkeit. Es ist des Himmels beste Gabe, das höchste Glück in dieser Zeit. In Freud' und Leiden giebt es hier die wahre Ruh' der Seele mir. 2. Jch bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig ist; mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Christ, des göttlichen Berufes werth, der mich hier himmlisch wandeln lehrt. Glaubensfreudigkeit, als meinen Vater anzubeten, der, was ich brauche, mir verleih't, und Jedem Heil und Segen giebt, der ihn von ganzer Seele liebt. hast so wohl gemacht. Dann werd' ich beilig, rein, ganz dir geweih't, dein Lob verz kündigen in Ewigkeit. Mel. Nun freut euch, lieben ic. 3. Getrost vor Gott zu treten, und ihn, voll 486., welch ein un4. Mit Muth trag' ich des Lebens Leiden, Verfolgung, Läst'rung, Schmach und Hohn; denn des Gewissens inn're Frenden sind süßer, als der Menschen Lohn. Und was kann höher'n Trost verleih'n, als ohne Schuld im Leiden seyn? D Schritte des Lebens letter 5. Ich eile mit gesetztem Stunde zu. Fällt endlich dieses Leibes Hütte, so geh' ich ein zur wahren Ruh'; weil dann mein Geist, der Gott gelebt, zum höhern Leben sich erhebt. 6. D Seele, darum sey beslissen, daß bei unwandelbarer Treu' ein immer freudiges Gewissen dein Trost in diesem Leben sey; und du, mein Gott, regiere mich; denn was vermag ich ohne dich? schäßbares Gut ist doch ein gut Gewissen! Hab' ich nur das, so hab' ich Muth, wenn And're zagen müssen. Dann zittert meine Seele nicht; mich schreckt fein Tod und fein Gericht; ich habe Gott zum Freunde. 2. Bin ich mir deiner Huld bewußt, und, Gott, bei dir in Gnaden, so wohnet Ruh' in meiner Brust, und wer will mir dann schaden? Ich seh' Verbesserung des sittlichen Zustandes. 289 seh' auf dich in aller Noth, und nie aus Vorsaß fehle. womit die Zukunft mich be- Denn wer nur reines Herzens droh't; mich tröstet deine ist, hat immer dich durch JeLiebe. sum Christ, Allwissender, zum Lohne. 3. Trifft mich auch hier zuweilen noch das Gift der Lästerungen; wird meines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Weiß ich nur mein Gewissen rein, und flich' ich auch den bösen Schein, wirst du mich schon beschüßen. 4. Ich sehe mit Zufrieden heit der künft'gen Welt entgegen; sie giebt mir Muth und Freudigkeit auf allen meinen Wegen. Dort, dort erst macht, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menschen fund; da wird der Fromme fiegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil ein unverletzt Gewissen, des Lebens allerbestes Theil, zu haben sey beflisſen. Gott, deiner Huld gewiß zu seyn, dein heilig Recht nie zu entweih'n, sey meine größte Sorge. 6. Laß mich, was mein Gewissen spricht, als deine Stimme ehren, und ohne from men Borsag nicht auf seine Warnung hören. Erinnert's mich an meine Schuld, so laß mich, Vater, deine Huld voll Ren' und Glauben suchen. 7. Mit deiner Gnade tröste mich und stärke meine Seele, daß sie vor Sünden hüte sich, Mel. Nun ruhen alle Wälder ze. 487. Ein ruhiges Gewissen laß, Herr, mich stets genießen; denn hab' ich dieses nur, so ist für mich in Tagen, wo And're ängstlich zagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, und dann dein Geist bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Trübsal drücket: wie unschäzbar ist mein Gewinn! 3. Sollt ich solch ruhig Leben für Lust der Sünde geben, und dann die inn're Pein, mich selber zu verklagen, in meinem Herzen tragen? Gott, laß dieß ferne von mir seyn! 4. Sein eig'nes Herz bekämpfen und seine Neigung dämpfen, ist freilich schwere Pflicht. Doch wenn wir uns besiegen: welch himmlisches Vergnügen gewährt die Ue= berwindung nicht! 5. Nichts fann im Wohlergehen so unser Glück erhöhen, als ein zufried'nes Herz. Das schafft uns inn're Freuden, und mildert auch im Lei19 den Freudigkeit eines gebesserten Herzens. 290 den durch seinen Trost den größten Schmerz. 6. Die Güter zu verachten, wornach die Thoren schmachten, was giebt dazu uns Muth? Was tröstet Gottes Kinder beim Spotte frecher Sünder? Ein ruhig Herz, das beste Gut. 7. Zu dir gen Himmel schauen, o Gott, und mit Vertrauen sich rühmen: Ich bin dein, im Glauben der Erlösten sich deiner Huld zu trösten, welch Glück, o Gott, kann größer seyn? 8. Läst du mich im Gewissen einst diesen Trost genießen, wenn Alles von mir weicht; fann ich dann voll Vertrauen auf dich, o Vater, schanen: so wird mir selbst das Sterben leicht. 9. O, laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich tren! Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung stärfen, daß groß der Lohn im Himmel sey. zur rechten Zeit, und schenkt den Frommen Seligkeit. 488. 3um Trost in unfern Kümmernissen, zum Licht auf dunkler Pilgerbahn gab uns der Schöpfer das Gewissen; das zeigt uns jeden Irrweg an, mahnt Sünder noch 2. Hätt'st du ein Paradies auf Erden, und wärst des Unrechts dir bewußt, es würde dir zur Hölle werden; denn Hölle wär' in deiner Brust. Ein Königreich vertauschtest du bei ihren Qualen gern um Ruh'. 3. Wenn du auch über Meere flöhest, und einen menschenleeren Ort zu deiner Wohnung auserfähest: dich strafte dein Gewissen dort. Vergeb lich schläferst du es ein; du taumeist nur zu größ'rer Pein. 4. Wohl dem, der in sich selber sindet, was ihm die Welt nicht geben kann; der stets sein Glück mehr darauf gründet, daß er die Tugend lieb gewann; der höher, als den Ruhm der Welt, ein freudiges Gewissen hält! 5. In jedem Alter, jeder Lage wird's liebreich ihm zur Seite steh'n, die kleinste FreuMel. Wer nur den lieben Gott zc. de seiner Tage durch stillen ( Neue Mel.) Beifall ihm erhöh'n, und wo Versuchungen ihm dräu'n, sein Führer und sein Retter seyn. 6. Ja, Unschuld, du verscheuchst die Sorgen; o welch ein großer Schaß bist du! du wachst mit mir am frühen Morgen, drückst Abends mir die Verhalten gegen Gott. Streben nach Erk. Gottes. 291 die Augen zu. Du schwebst mir ſelbst im Traume vor, und führst zum Himmel mich für mich hienieden; ach, wie inniglich such' und lieb' ich dich! 3. Selig ist der Christ, der dich nicht vermißt. Stören ihn auch manche Schmerzen, wohnt doch Ruh' in seinem Herzen. Alles wird versüßt dem, der dich genießt. 4. Drum so wollen wir streben stets nach dir. Gottes Willen treu vollbringen, uach dem ew'gen Heile ringen, dieß gewährt schon hier Herzenss ruhe mir. 5. Auch im Seelenschmerz laßt uns himmelwärts hin auf Gottes Gnade schauen, und ihr christlich fromm vertrauen; o sie ist im Schmerz Balsam für das Herz. empor. 7. O Unschuld, wenn ich denn auch leide; du tröstest mich in aller Pein, und machst es mir zu hoher Freude, auch unterdrückt noch fromm zu seyn. Die Hütte wird mir zum Pallast, wenn sie mit mir auch dich umfaßt. 8. Ach, wenn ich einst volle endet habe, mein letzter Schweiß die Stirne deckt, wie flieh'n die Schrecken dann vom Grabe, wenn mich fein inn'rer Richter schreckt! Dann ruf' ich froh, selbst im Gericht: Mein Herz, mein Herz verdammt mich nicht! Mel. Seelenbräutigam 2c. 489.Sanfte Seelenruh', o wie süß bist du! Du versüßest meine Freuden, bist mein Labsal auch in Leiden; ströme sanft mir zu, heil'ge Seclenruh'. 2. Nie erfreuet mich Etwas ohne dich. Ohne sanften Seelenfrieden giebt's kein Glück Hold Upco BE THERE IS 6. Ja, im Glück und Leid willig allezeit Gottes Fügung sich ergeben, und dann fromm und christlich leben- giebt Zufriedenheit, tröstet und erfreu't.in Mel. Wer nur den lieben Gott ic. ( Nene Mel.) 7. Süßes Kleinod du, sanste Seelenruh'! Sey uns Vorschack schon hienieden von dem sel'gen Himmelsfrieden; bis zur Grabesruh' ströme sauft uns zu! wohnst in einem Lichte, dahin kein sterblich Auge dringt; doch giebst du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns 490. Mein Gott, du Erkenntniß bringt, was du, o 19% Al 292 Verhalten gegen Gott. Allerhöchsten, bist und was dir wohlgefällig ist. 2. So gieb denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht am dunkeln Ort; und wenn ich ernstlich es betrachte, so hilf selbst meinem Forschen fort. Für deiner Wahrheit hellen Schein laß Aug' und Herz geöffnet seyn. 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, das mich zur wahren Weisheit führt, damit fein falscher Wahn mir raube, was mir ein ew'ges Heil gebiert. Kein Spötterwig verführe mich! kein Zweifel sey mir hinderlich! 4. Das ist der Weg zum ew'gen Leben, daß wir, o Vater, dich und den, den du zum Heil uns hast gegeben, erfennen, lieben und erhöh'n. O, führe du auf dieser Bahn mich selbst durch deine Wahrheit an. 5. Vor Allem gieb, daß stets lebendig bei mir, Gott, dein' Erkenntniß sey, und daß ich dir darnach beständig Lieb', Ehrfürcht und Gehorsam weih'. Hilf, daß ich thu' mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. 6. Was hilft das richtigste Erkenntniß, wenn's nicht zu deiner Liebe treibt? Was nüßt ein aufgeklärt Verständniß, wenn doch das Herz noch böse bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu, und daß mein Glaube thätig ſey. 7. Laß dein' Erkenntniß mir im Leiden die Quelle wahren Trostes seyn, und einst, wenn Leib und Seele scheiden, mich deiner noch im Glauben freu'n. Dort seh' ich dich in heller'm Licht, von Angesicht zu Angesicht. Mel. Seele, was ist schöner ze. ( Die verkürzte: Auf, hinauf zuz.) 491. Seele, was ist herrlicher in der ganzen Welt, als ihr Schöpfer, als der Herr, welcher sie erhält? Sich', die Natur ist in ihrer Blüthenpracht in dem Glanzgefild' der Nacht sein Schatten nur! 2. Schöner, als der Sonne Strahl, ist der Wahrheit Licht, das hier in das Nebelthal deiner Bildung bricht. Doch nur von fern glänzet dieses Lichtes Spur; es ist Morgenröthe nur von Gott, dem Herrn. 3. Treu der Wahrheit Bahn zu geh'n, um in ihrem Licht immer Mehr von ihm zu seh'n, sey dir heil'ge Pflicht! Verachte Spott! Seele, frei vom Erdenhang, eil' hinauf den Stufengang, hinauf zu Gott! mel. Wer nur den lieben Gott ze. ( Neue Mel.) 492., Wo find' ich Gott, den Cite Streben nach Erkenntniß Gottes. 293 den meine Seele so sehnlich mit einem Kinde, in deinem sucht, wo sind' ich ihn? Jhn, Lebenswort mit mir; wie gut, den ich mir zum Freund ers wie zärtlich! Doch die Sün. wihle, ihn Allen, Allen vor- de verdunkelt oft dieß Licht zuzieh'n? Wie weilt die Zeit, von dir. Was kann ich wisda er, mein Freund, sich inni- sen, wenn dein Geist nicht ger mit mir vereint! selbst von dir mich unterweist? 2. Wie wollt ich Gott, mein Gott dich preisen, wenn ich dich sähe, wie du bist, da deine Werke schon beweisen, daß Nichts dir gleich, Vollkomm'ner, ist! Ich suche dich; doch find' ich hier nur schwache Schatten, Gott, von dir. 7. Und wenn er auch in Finsternissen mein blödes Auge mir erhellt, was lern' ich, Gott, von dir? Mein Wissen bleibt immer Stückwerk in der Welt; auch nehm' ich allzu oft nur Wahn und Täuschungen als Wahrheit an. 3. Ich sehe dich hier nur im Spiegel, und bete dich in Schwachheit an. Ach, hätte meine Seele Flügel, sich dir, mein Schöpfer, mehr zu nah'n! Wie würde sie sich deiner freu'n! wie selig, wie verherr. licht scyn! 8. Doch hört' ich nur auf deine Stimme in deinem Worte, hört ich nur, wie du's verdienest, auf die Stimme der dir lobsingenden Natur! Dann lernt' ich hier schon mich allein, Gott, deiner Herrlichkeit erfreu'n. 4. Türft' ich am Fuße deines Thrones mit deinen Engeln dich erhöh'n, könnt ich im Artlig deines Sohnes, wie deine Seligen dich seh'n: ich, der ich hier kaum stammeln fann, welch hohes Lobfied stimmt' ich an! 5. Mir macht zwar jedes deiner Werke Mehr, als ich rühmen kann, bekannt, entbüllt mir deiner Allmacht Stärke, enthüllt den weisesten Verstand, und deine Huld, die Davids Lob in schwachen Tönen nur erhob. 6. Auch sprichst du, wie 9. Wie brünstig würd ich dann dich lieben; mit welchem Eifer würd' ich mich dir, Vater, zu gefallen üben; wie selig wär' ich dann durch dich! Nun aber täuscht sich mein Verstand, gleich Kindern, oft mit eitlem Tand. 10. Welch Glend! Vater, ich empfinde mein Glend! Ach, zeuch mich zu dir! Entfräft' in mir die Macht der Sünde, und deine Weisheit wohn' in mir, daß ich vor aller Täuscherei der Sinnlichfeit gesichert sey! 11. Daß auch der schwächste Strahl 204 Verhalten gegen Gott. Strahl von Wahrheit zu dir mich führe, bis ich dort dich näher seh', und mit mehr Klarheit, als durch die SchöMel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) die mich, bei aller Miſsethat, so liebreich noch getragen hat. 5. Ja, Vater, laß mit 493. D, Gott, dich Furcht und Zittern mich schaf fen meine Seligkeit. Soll Nichts mein ewig Glück ers schüttern, so laß mich in der Gnadenzeit mit Vorsicht alles Unrecht flich'n, mich nur um deine Gunst bemüh'n. 6. Erhalt' in mir ein gut Gewissen, das weder Spott noch Trübsal scheu', und mas che von den Hindernissen der wahren Tugend selbst mich frei. Nie störe Furcht und Lust der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt. Herr, mich wandeln, und ſtets, 7. In deiner Furcht laß, deiner Vorschrift redlich hanich sey auch, wo ich sey, nach deln; du hasfest alle Henchelei. Wer dich von Herzen liebt und ehrt, nur der ist dir, o Bater, werth. fürchten, findlich schenen, ist uns're höchste, größte Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheu't er dein heilig Auge nicht. Drum wirk' in mir durch deinen Geist die Furcht vor dir, die findlich heißt. 2. Sie leite, Herr, mein Thun und Denken; sie müsse meine Weisheit seyn, und mich auf solche Wege lenken, die vor dir heilig sind und rein. Denn wer noch Lust zur Sünde hat, der fürchtet dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu Herzen nehme, daß du allges genwärtig bist, und das vor dir zu thun mich schäme, was dir, mein Gott, zuwider ist. Was hilft mir alles Lob der Welt, wenn dir mein Leben nicht gefällt? Ehrfurcht vor Gott. pfung und dein Wort! Ich, der ich hier kaum stammeln kann, welch hohes Loblied sing' ich dann! 4. Laß nie mich dein Gericht vergessen, und wirke wahre Buß' in mir, damit ich nicht, stolz und vermessen, der Gnade Seligkeit verlier', einst mich sterben, so schreckt 8. In deiner Furcht laß mich weder Tod noch Grab; so werd' ich jenes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich gab. Gott! deine Furcht bringt Segen ein; ihr Lohn wird groß im Himmel ſeyn. Mel. Heilighaltung des Namens Gottes; des Eides. 295 5. Den Höchsten vor der Welt verehren, sowohl als in der Einsamkeit, auf des Gewissens Stimme hören, und willig thun, was sie gebeut; auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Läßt dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich fromm von ihr entfernst: die Furcht des Herrn, die wird dich stärken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, selbst beim Spott der Welt. Mel. Wer nur den lieben Gotthic. ( Neue Mel.) 494. Willst du der Weisheit Quelle kennen? Es ist die Furcht vor Gott, dem Herrn. Nur der ist weis und klug zu nennen, der alle seine Pflichten gern, weil Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern' Gottes Größerecht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit; so wirst du nie dich unterwinden, mit thöz richter Verwegenheit zu tadeln, was sein Rath beschließt, der wunderbar, doch heilig ist. 3. Wirst du den Höchsten kindlich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last. Nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer Gott als Zeugen vor sich hat, der freu't sich jeder guten That. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleih'n, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, auch dann, was Unrecht ist, zu scheu'n. Denk nur: Vor seinem Angesicht ist Finsterniß, wie Mittagslicht. 7. Sich stets vor dem Allmächtgen scheuen, giebt Heldenmuth und Freudigkeit, wenn uns der uns der Menschen stolzes Dräuen verbot'ne That zu thun gebeut. Jst Gott mein Schuß, mein Heil und Licht, so beb' ich vor den Menschen nicht. 8. Laß, Gott, mich deine Furcht regieren, mich stets auf dich, den Höchsten seh'n. Laß sie mich hier zur Weisheit führen; so werd' ich niemals irre geh'n. Wohl dem, der stets dich findlich scheut. Dich fürchten, Gott, ist Seligkeit. ( 495). Mel. O Gott, du frommer 2c. Mund, so oft er, Gott, dich nennet, dich, den mit Ehr496. Bewahre meinen furcht selbst der Geister Heer er= 296 Verhalten gegen Gott. erkennet, daß nie durch Unbedacht ich strafbar ihn entweih'; daß nie mir Scherz und Spott dein großer Name sey. 2. Stets bleib' er heilig mir; und muß mein Ohr es hören, daß And're dich, o Herr, und dein Gebot entehren: so reiße nie der Strom der Spötter mich dahin. Die Schuld wird mein, wenn ich ihr Mitgenosse bin. 3. Auch sey der Name deß, durch den ich, Gott, dich fenne, mir heilig, daß ich ihn stets ehrerbietig nenne. Die kennen Jesum nicht, die nicht sich seiner freu'n, und seinen Namen frech durch Lästerung entweih'n. 2. Wenn ihr eure Hand erhebt, dann ergreif' ench heil'ges Schrecken! Denkt: Gott ist uns nah', er lebt, er wird Alles doch entdecken, was Betrug und List verstellt, er, der Richter aller Welt. der Eid euch, ihr Christen, die ihr schwöret! Furchtbar ist die Heiligkeit eures Nichters, der euch höret; furchtbar, aller Lügen Feind, hier und wann er einst erscheint. 3. Denkt, daß keine Finsterniß ihm des Sünders Herz verhehlet; ach, er ahndet es gewiß, wo ihr frevelt oder fehlet! Diesem Nichter troßet nicht; bebt und fürch. tet sein Gericht. 4. Wenn ihr täuschen woll tet:' ach, eures eig'nen Herzens Klage folgt auf jedem Tritt euch nach, quält bei Nacht euch und am Tage. Selbstgericht, was ist ihm gleich? Alle Ruhe raubt es euch. 4. Von meinen Lippen fern sey Fluch und freches Schwören! Fern sey schamloser Scherz! der Mensch kann dich nicht ehren, auf dessen Lippen schwebt, was strenge Tugend schmäht; und nicht gefallen kann dir, Höchster, sein Gebet. 5. Qual und Elend würde dann Alles um euch her auf Erden; Alles, was sonst segnen kann, würde dann zu Fluch euch werden; und Verzweiflung käm' zugleich, ohne Rettung über euch. ( 497.) Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 6. Nein, für aller Welt Gewinn geb' ich nicht des Herzens Ruhe, nicht die le498. Heilig, heilig sey berzeugung hin, daß das recht ist, was ich thue; daß selbst meine' Neigung nicht, was mir Gott gebietet, bricht. 7. Dann darf ich zu Gott hinan voll Vertrau'n und Hoffnung sehen, und hier ſelbst die Heilighaltung des Namens Gottes; des Gides 297 die rauh'ste Bahn muthig und zum Pfande giebst: dein mit Ruhe gehen. Denn dem, Glück, dein ew'ges Leben! der es redlich meint, ist Gott Verwirf nicht mit VerwegenBater, ist Gott Freund. heit dein Theil an Gott und Seligkeit; wer kann dir's wies dergeben? Was hilft dir dann die ganze Welt? Nichts hat 499. Gott, der du Her- sie, das dich schadlos hält. Mel. Ewigkeit, du Donnerw.zc. zenskenner bist, dem Falschbeit stets ein Gräuel ist, und Lügen ein Verbrechen; fein Wort spricht je ein falscher Mund, Allwissender, dir ist cs fund, und einst wirst du cs rächen. Laß jederzeit mein Ja und Nein aufrichtig und voll Wahrheit seyn. 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Trost nicht mehr mein Herz erfreut, dein Trost nicht, wenn ich sterbe: wer wird mich dann von Qual befrei'n? Dann besser, nie geboren seyn! 6. Wie thöricht, wer noch denkt und spricht: Gott sieh't es nicht, Gott achtet's nicht! So lästern Spötterrotten. Zwar seine Langmuth ist bekannt; er lähmt nicht jede falsche Hand; doch läßt er sein nicht spotten, ist Richter uns, schon in der Zeit, und Richter in der Ewigkeit. 7. Drum soll nicht Ehre, Gut und Geld, und nicht die Macht der ganzen Welt mich blenden und verführen; und drohten mir auch Schmerz und Leid; ich will doch meine Seligkeit muthwillig nicht vers lieren. Es gilt kein Leid, kein Glück der Zeit, nein, es gilt Gott und Ewigkeit. 2. Gott, wenn ich schwörend vor dir steh', hinauf zu deinem Himmel seh', und meine Hand erhebe; wenn mit des Geistes Sammlung ich zum Zeugen dich anrufe, dich, durch den ich bin und lebe: dann sey von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei. 3. Wenn Frevler auch noch da dich schmäh'n, und frech vor dir mit Lügen steh'n: dann laß mein Herz erschrekfen. Weh' dem, der dich und deine Macht zur Hülle seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Weh' ihm! er stürzet freventlich in ewiges Verderben sich. 4. O Seele, wenn du noch dich liebst, bedenk', was du 8. Gott, heilige du selbst mein 298 das Verhalten gegen Gott. mein Herz, daß ich nie frevelnd Spott und Scherz mit Wort und Eidschwur treibe; daß ich der Wahrheit treuer Freund, auch wenn es mir Mel. Jesu, meines Lebens Leben ic. 500. Quelle der Voll100m kommenbeiten, Gott, mein Gott, wie lieb' ich dich! Und mit welchen Seligkeiten säts tigt deine Liebe mich! Seel' und Leib mag mir verschmachten; hab' ich dich, darf ich's nicht achten; mir wird deine Lieb' allein mehr, als Erd' und Himmel seyn. 2. Dent' ich deiner, wie erhebet meine Seele sich int mir! Wie getröstet, wie belebet fühl ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, deine Güte, deine Stärke, wie entledigt er mein Herz von Bekümmerniß und Schmerz! zu schaden scheint, mit frohem Muthe bleibe! Dann kann ich ohne Furcht und Grau'n dem Tode selbst in's Antlig schau'n. 3. Floß aus deiner Segensfülle mir nicht tausend Wohl that zu? Daß ich ward, das war dein Wille; daß ich noch bin, das machst du. Daß ich denke, daß ich wähle, dafür dankt dir meine Seele, dankt dir, daß sie dich erkennt, und dich ihren Vater nennt. derben mich durch deinen Sohn, o Gott; ließest den Gerechten sein Tod. Ewig dort mit ihm sterben; mir zum Leben ward zu leben, hast du mir durch ihn gegeben, ewig deiner mich zu freu'n, und von dir geliebt zu seyn. 5. Sollt' ich dich nicht wieder lieben, der du mich zuerst geliebt, und mit mehr als Batertrieben, unanssprechlich mich geliebt? Könnt' ich ruhig hier auf Erden ohne deine Liebe werden? ohne sie nach dieser Zeit würdig seyn der Seligkeit? 6. Heil mir, wenn ich es empfinde, wie so liebenswerth du bist! wenn mein Herz vom Haß der Sünde inniglich durchdrungen ist! wenn auf dein Gebot ich achte, und es zu erfüllen trachte! Heil mir! dann, dann fehlt mir nicht Seelenruh' und Zuversicht. 7. Noch lieb' ich dich unvollkommen; meine Seel' erkennt es wohl. Dort, im Vaterland der Frommen, lieb' ich dich, Herr, wie ich soll. Ganz werd' ich dort deinen Suge the 4. Du erkauftest vom Ver- Willen kennen, ehren und erfül= Liebe zu Gott und Freude an ihm. 299 füllen, und empfal'n an dei- 5. Nur du kannst mich mit nem Thron der vollkomm'nen dem beglücken, was recht und Liebe Lohn. dewig mich erfren't; auch du nur fannst mich dem entrükMel. Wer nur den licken Gott ic. fen, was mir Gefahr und ( Neue Mel.) Elend drän't. Kein Trost, kein Heil ist außer dir. Bist 501. Herr, wenn ich dich du mir hold, so gnüget mir. nur haben werde, so hab' ich G'nug in Ewigkeit. Im Himmel und auf dieser Erde ist Nichts, das mich, wie du, er freu't. Du bist mein allerbestes Theil, im Leben und im Tod mein Heil. 6. Kann auch ein fest'res Band auf Erden, als zwischen Leib und Seele seyn? Doch muß es einst gelöset werden; und wer wird dann den Geist erfreu'n? Wer sonst als du, der Herr der Zeit, des Todes und der Ewigkeit? 2. Das ungezählte Heer der Sterne, von dir begabt mit Glanz und Pracht, erhellt aus seiner weiten Ferne mir zwar die Dunkelheit der Nacht; doch aller Sterne Glanz und Licht reicht, Gott, an deine 7. Drum hilf du mir, mein ganzes Leben vor Allem deiner Liebe weih'n, nach deinem Beifall einzig streben, und deinem Wink gehorsam seyn. Mir ist's der größeste Gewinn, wenn ich bei dir in Gnaden bin. Gnade nicht. 3. Voll ist die Erde deiner Güter. Ihr Reiz nimmt Menschenherzen ein, und blendet Met. Was mein Gott will zc. irdische Gemüther, nur dieser 502. Wen Gottes Liebe Doch Erde sich zu freu'n. mehr, als Güter dieser Erd', ist deine Gnade, Gott, mir werth. 4. Wie Mancher sucht in Ruhm und Ehre bei Menschenkindern nur sein Glück, und sorgt, daß sich sein Anseh'n mehre, mit jedem Tag und Augenblick. Und doch, was hilft mir Ruhm der Welt, wenn dir mein Leben nicht gefällt! non sige nicht zur Pflicht, zur Heiligung beseelet, der rühme ſeine Tugend nicht, weil aller Werth ihr fehlet. Wenn Vortheil, Wollust, Eigensinn und Stolz ihm Gutes rathen: so hat er seinen Lohn dahin für seine guten Thaten. 2. Sey durch die Gaben der Natur, durch deinen Stand auf Erden der Menschheit Glück; bist du es nur, um mehr. 300 mehr geehrt zu werden: so kann dein Thun, so kann deint Herz nicht Gottes Beifall haben; vor ihm bist du ein tönend Erz, und leer sind Stand und Gaben. Verhalten gegen Gott. 3. Brich stets mit milder Hand dein Brod, die Armen zu verpflegen; entreiß' die Wittwen ihrer Noth, und sey der Waisen Segen; gieb alle 503. Du Bater deiner deine Güter hin: noch haft du Nichts gegeben, wenn Lieb' und Pflicht nicht deinen Sinn vor Gott dazu beleben. 4. Läg' ihm an unsern Werfen nur, wie leicht fönnt er uns zwingen, er, der Beherrscher der Natur, das Gute zu vollbringen! Allein vor ihm, der Alles giebt, gilt Klugheit Nichts und Stärke; er sieht das Herz an, ob's ihn liebt, sieh't auf den Zweck der Werke. 5. Drum laß nie durch der Tugend Schein dein Herz zum Stolz verführen. Sieh' auf die Werke nicht allein; forsch auch, woher sie rühren. Wohl dir, wenn, gut und mild zu seyn, dich Gottesliebe dringet, und wenn aus ihr, aus ihr allein dein Gutesthun entspringet! Menschenliebe Neiz mir giebt: dann darf getrost und fröhlich ich hoffen, daß mein Gott mich liebt; ich bin, hier fromm, dort selig. 6. O Liebe, die vom Himmel stammt, die Gottes Geist erzeuget, wenn deine Glut mein Herz entflammt, zum Guten hin mich neiget, zur Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) Menschenfinder, der du die Liebe selber bist, und dessen Herz auch gegen Sünder noch gütig und voll Mitleid ist: laß mich von ganzem Herzen. dein im Leben und im Tode seyn. 2. Gieb, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu seyn mich übe, wie du mir selbst die Vorschrift giebst. Was dir gefällt, gefall' auch mir; Nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 3. Vertilge, Herr, durch deine Liebe in mir die Liebe zu der Welt, und gieb, daß ich Verläugnung übe, wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie könnt' ich je. die Kreatur dir vorzieh'n, Schöpfer der Natur! 4. Laß mich um deines Namens willen gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, so sich auf meine Willigkeit, und rechne mir nach dei Liebe zu Gott und Freude an ihm. deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden vollbringt, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Sorgfalt meiden, gefiel' es auch der ganzen Welt. Die fleinste Sünde selbst zu scheu'n, laß, Vater, mich beslissen seyn. 6. Aus Liebe laß mich Alles leiden, was mir dein weiser Rath bestimmt. Auch Trübsal führt zu ew'gen Freuden, wenn sie mein Herz geduldig nimmt. Wer seinen Kummer weislich nüßt, wird von dir mächtig unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, so ist auch Sterben mein Gewinn; so werd' ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewia nahe bin. Da licb' ich in Vollkommenheit dich, Vater der Barmherzigkeit. 301 Bahn, was das Herz nur wünschen kann. 504. Habe deine Lust am Herrn! Bei dem Herrn ist Freud' und Leben; und er wird, denn er giebt gern, dir auch, was dir dienet, geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich verfehret. Wisse, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf seiner 3. Lust am Herrn erfüllt mitLicht, wenn man ihn durch's Wort erkennet. Lust am Herrn stärkt den zur Pflicht, der von seiner Liebe brennet. Lust am Herrn beut Alles an, was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer nur Lust am Höchsten hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet, ihn durch Wort und That unverdrossen zu erfüllen; und so trifft er Alles an, was das Herz nur wünschen kann. Mel. Jesu Leiden, Pein und zc. Mel. Meinen Jesum laß ich 2c. 505.Deines Gottes freue dich, dank' ihm, meine Seele! Sorget er nicht väterlich, daß kein Gut dir fehle? Schüßt dich seine Vorsicht nicht, wenn Gefahren dränen? Ist's nicht Seligkeit und Pflicht, seiner dich zu freuen? 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trage willig die Beschwerden. Wenn du wohl gelitten hast, wird dir ew'ge Freude werden; und im Himmel hast du dann, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Ja, mein Gott, ich hab' an dir, was mein Herz begehret, einen Vater, welcher mir, was mir nüßt, gewähret, der mich durch sein göttlich Wort hier zum Guten len 302 lenket, und mit Himmelswonne dort meineSeele tränket. Verhalten gegen Gott, s 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, findlich fürcht und liebe, wenn ich redlich dein Gebot und mit Freuden übe: o, wie ist mir dann so wohl! wie ist mein Gemüthe seliger Empfindung voll, voll von deiner Güte! 4. Dann darf ich mit zu versicht auf zum Himmel blikken; meine Leiden fühl ich nicht, wie sie mich auch drüfken! Hoffnung und Zufrieden heit wohnen mir im Herzen, trösten und erhöh'n mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! So jauchz' ich dann; wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ich's rühmen kann: Mein ist deine Gnade! Dir ist meine Wohl fahrt werth; der du mir das Leben schenktest, wirst auch, was mich nährt und erfreu't, mir geben. lich; und so kann nichts von dir mich scheiden. 7. Dich, du Trost der Sterb lichkeit, Heil des bessern Lebens, himmlische Vollkommens heit, such' ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Heiland, Jesus Christ, mich zu seinen Freuden. Gott, wird dann ewig wäh 8. Meine Lust an dir, mein ren. Noch so furchtbar sey der Tod; er wird sie nicht stören. Willig werd' ich mein Gebein dein Tag bricht einst herein; der Verwesung geben. Herr, mit ihm nenes Leben. 9. Gieb mir nur, so lang' ich hier in der Fremde walle, das Bewußtseyn, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle. Diese sanfte Freudigkeit, die ich zu dir habe, sey mein Heil in dieser Zeit, und mein Trost am Grabe. 10. Laß die Lust der Sünde nie dieses Heil mir rauben. Rüste selbst mich wider sie mit entschloss'nem Glauben. Gieb mir deinen Geist, der mich und mein Heil regiere, daß ich mein Vertrau'n auf dich ewig nicht verliere. 6. Jesus ist nach deinem Rath in die Welt gekommen; alle meine Missethat hat er weggenommen. Ihm vertrau' ich; bet' ihn an, glaub' an seine Leiden, folg' ihm treuSed ( 506.) Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. ist dein Wille, wie du selbst es bist, o Gott. Du gebeutst; in tiefer Stille hört die Schöpfung dein Gebot. Geister, 507. Gut und heilig die dein Loblied singen, ſteh'n m Gehorsam gegen Gott. 303 auf Erden, wie im Himmel, dein Gebot freudig stets vollzogen werden, und entweichen manche Noth. Alle, Alle, die dich kennen, werden unterthan dir seyn, und sich deiner Liebe freu'n, dich den guten Vater nennen. Denn wer deinen Willen thut, der hat immer frohen Muth. um deinen Thron bereit, frenen sich der Seligkeit, deinen Willen zu vollbringen; nur der Mensch erkennt's oft nicht für sein Glück und seine Pflicht. 2. Dir gehorcht mit hoher Wonne nicht nur aller Geister Heer; deine Feste, deine Sonne, Sturm und Donner, Erd' und Meer, Alles dienet deinem Willen; Alles, Höchster, was du schuf'st, eilt und drängt sich, wenn du ruf'st, dein Gebot auch erfüllen; nur der Mensch, der Erdenſohn, ſpricht 508. Gott, deinen heioft deinem Willen Hohn. 3. Stolz empört sich seine Seele, Herr und Schöpfer, wider dich. Deinem göttlichen Befehle widersetzt er frevelnd fich, läßt sich nicht von dir regieren, folget lieber seinem Wahn, wählt sich eine and're Bahn, die ihn soll zum Heile führen, und geh't blind mit sicher'm Sinn auf verkehrten Wegen hin. ia Isisig 4. Bater, laß uns doch empfinden, daß uns böse Lust verführt, und daß jeder Hang zu Sünden Nichts, als Angst und Noth gebiert! Mach' uns deinen Willen wichtig, führ' auf deine Bahn uns hin, lehr' uns jeden Irrweg flieh'n; denn dein Weg allein ist rich tig. Gieb, daß unser Herz dir treu, unser Wandel heilig sey. 5. Dann wird, Heiligster, Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) ligen Befehlen will ich, dein Kind, gehorsam seyn, sie nur zu meiner Richtschnur wählen, und dir mein ganzes Leben weih'n. Dein Will' ist stets gerecht und gut. Wohl dem, der ihn mit Freuden thut! 2. Gehorsam forderst du von Allen, die, dich zu kennen, fähig sind. Auch ich kann dir nur wohlgefallen, wenn ich dir folge, wie ein Kind, aus freier Lieb' und frohem Dank, und nicht aus Sklavenfurcht und Zwang. 3. Dein Sohn gehorchte dir so gerne; o hilf mir, daß ich immerdar dir, Vater, so gehorchen lerne, wie Jesus dir gehorsam war! Er war's auch unter Schmach und Noth, er war es bis zum Kreuzestod. 4. Laß deine heiligen Geseße mir immer gegenwärtig seyn; 304 ſeyn; laß mich, daß ich ste nie verletze, dich, den Allwissenden, nur scheu'n. Dein Joch ist sanft! leicht ist die Last, die du uns aufgeleget hast. 5. Sobald ich deine Stimme höre, so mache du mich auch bereit, daß ich mit Folgsamkeit sie ehre, und thue, was sie mir gebeut. Ich soll nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter seyn. 6. Beut mir die Welt auch tausend Freuden auf ihren Verhalten gegen Gott. Mel. O Gott, du frommer 2c. 509. Allmächtig großer Gott, wer kann dich g'nug erheben? Du gabst der ganzen Welt ihr Daseyn und ihr Leben. Was Geist und Körper heißt, was Erd' und Himmel hegt, hat deine Hand gebaut, die jetzt noch Alles trägt. 2. Du schusst, ich dank es dir, auch mich zu deiner Ehre, und wolltest, Gütigster, daß ich dein Bildniß wäre. Drum hast du auch den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus freier Huld geschenkt. 3. O, welch ein großer Zweck, dazu du, Gott, mich schufest! Wie herrlich ist das Theil, wozu du mich berufest! Dir, Höchster, ähnlich seyn, ist unser größtes Glück. S Lasterwegen an, Lasterwegen an, so laß mich flieh'n, und sie vermeiden. Was ist's, das sie mir geben kann? Im Anfang Lust, am Ende Pein, und die wird groß und schrecklich seyn. 7. Wenn ich mich im Ge horsam übe, und deinen Willen treulich thu', so bleib ich, Gott, in deiner Liebe, und hab' in des Gewissens Ruh' den Himmel hier schon in der Zeit, und mehr noch in der Ewigkeit. wohl mir, wenn ich's bin! Hilf mir zu dieſem Glück! 4. Laß mir dieß große Ziel doch stets vor Augen schweben. Mein allerstärfster Wunsch, mein eifrigstes Bestreben, in allem meinen Thun sey dieß, o Gott, allein, daß ich auch so, wie du, gefinnet möge seyn. 5. Wie weit bin ich noch fern, o Gott, von diesem Ziele! Du weißt, was mir noch fehlt; und ich, ich selber fühle, wie wenig ich dir noch im Guten ähnlich bin. O, bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn! 6. Beglückt ist nur alsdann mein Lebenslauf auf Erden, wenn ich dir immer mehr schon hier kann ähnlich werden. Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt seyn, und mich ohn'Unterlaß, Gott, deiner Güte freu'n. Mel. Dankbarkeit gegen Gott. Lob Gottes. ( 510. 511.) ha 512. Sey Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, demGott, der mein Gemüthe mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Him melsheer', o Herrscher aller Thronen! Und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die Alles hat so wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er aud erhalten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten; in seinem ganzen Königreich ist Alles recht und Alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Jch rief den Herrn in meiner Noth: Ach Gott! er hör' mein Weinen! Da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost erscheinen. Drum dank', o Gott! drum dank' ich dir; ach, danket, danfet Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und ewig nicht von seinem Volk geschieden. Er bleibet ihre 305 händen leitet er die Seinen treulich hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Trost und Hülf ermangeln muß, die sonst die Welt erzeiget, so kommt, ſo hilft der Ueberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Bateraugen denen zu, die sonst hier nirgend finden Ruh'. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all' mein Lebenlang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott! deinen Lobgesang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz, ermunt're dich! Mein Geist und Sinn erfreue sich! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Jhr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unferm Gott die Ehre! Die fals schen Gözen macht zu Spott! Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, mit Jauchzen Dank zu bringen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Der Herr hat Alles wohl bedacht, und Alles, Alles recht gemacht! Gebt unserm Gott die Ehre! Mel. Werde munter, mein ze Heil und Frieden. Mit Mutter- 513. Du, der Alles hieß 20 ent 306 Verhalten gegen Gott. entstehen, haft auch mich hervorgebracht, auch zu meinem Wohlergehen Erd' und Himmel schön gemacht. Wie viel Herrliches enthält unser Wohnplatz, diese Welt! wie viel Güter! wie viel Frenden! wie viel selbst im Leiden! 2. Du nur biſt's, der mir gewähret, was im Leben mich erhält, was den Körper stärkt und nähret, und den Sinnen wohlgefällt. Täglich strömt aus deiner Hand Segen auch auf meinen Stand; ich auch fann oft Leiden mindern, And'rer Noth und Elend lindern. 3. Und mit welcher Huld und Trene nimmst du meiner Seele wahr! Daß ich, als ein Christ, mich freue, reichst dn selbst mir Kräfte dar; lenkst vom Eitlen meinen Sinn auf die bessern Güter hin; führest mich auf Christi Wegen jenem ew'gen Glück entgegen. 4. Selbst aus Leiden die fes Lebens fließt mir Heil und Segen zu, und bei dir sucht nie vergebens meine Seele Trost und Ruh'. Nug' ich deine Züchtigung nur zu meiner Besserung: dann führt auf dem Dornenpfade mich zum Heile deine Gnade. 5. Ja, in Allem, was du schickest, seh' ich deiner Güte Spur. Wenn du züchtigst und beglückest, willst du, Gott, mein Bestes nur. Und ich sollte, Herr, nicht dein mich von ganzer Seele freu'n? Täglich will ich dich erheben täglich dir zur Ehre leben. Met. Nun danket Alle Gott ut. 514. Von Frend' und Dank durchglüh't, besingt den Gott der Liebe! Weih't ihm des Geistes Kraft, weih't ihm des Herzens Triebe! O Menschen, Seligkeit schließt der Gedanke ein, von dem Allgütigen, von Gott geliebt zu seyn! 2. Der Schöpfer spricht ein Wort, und eine Welt entstehet; er spricht, der Ewige, und eine Welt vergehet. Licht ist sein Kleid, sein Blick durchdringt der Tiefen Nacht; das grenzenlose All umfasset seine Macht. bon umfaſſet ſeine 3. Doch nur, um wohlzuthun, zu segnen, zu beglücken, gebraucht er seine Macht. Mit frendigem Entzücken fühlt seine Vaterhuld, fühlt seine Gütigkeit! Auch uns hat unser Gott gesegnet und erfreut. 4. Wir danken, Vater, dir; wir weihen, Gott der Liebe, dir unsers Geistes Kraft, dir unsers Herzens Triebe. O, bilde unser Herz nach dir, Allgütiger, und mach' an Güte uns dir immer ähnlicher. ( 515.) Mel. Dankbarkeit gegen Mel. Lobe den Herren, den 2c. 516. Danket mit Freuden, o danket dem Vater der Gnade, ihr, die er segnet und führet auf sicherem Pfade! Die ihr ihn kennt, Vater in Christo ihn nennt, preiset den Vater der Gnade! 2. Seine erhabenen Werke find oftmals verborgen; eh' sie geschehen, zagt Alles, vertiefet in Sorgen. Sind sie 7. Hilf mir, mein Vater, dir danken mit heiligen Werken; folgsam in Allem auf deine Gebote nur merken; muthig dir trau'n; still in der Noth auf dich schau'n! Du allein, du kannst mich stärken. ( 517.) Mel. Sey Lob und Ehr' dem 26. 3. des Höchsten! Erfennet die Ga- 518. Stimmt unſerm gescheh'n; hat man sie heute geseh'n: o, so vergißt man sie morgen! ben, die wir vom mildesten Vater im Ueberfluß haben! Sorgte nicht er, Brüder, wo nähmen wir her, was nur wir Dürftige haben? 4. Habt ihr nicht oft seine helfende Rechte erfahren? Ach, wie oft fonnte nicht macht euch, nicht Weisheit bewahren: er, der es fann, nahin sich dann ener noch an, riß euch aus tausend Gefahren. Gott. Lob Gottes. 307 ren; bist du errettet, so soll auch dein Dank mich dann ehren. Dieß ist sein Wort; danfet, o danfet nur fort; er wird die Gaben vermehren. 5. Dank läßt uns immer mehr Gaben vom Geber empfangen, Zusag im Glauben, im Lieben, im Hoffen erlangen. Und der Herr giebt, wenn das Herz findlich) ihn liebt, Mehr uns noch, als wir verlangen. 6. Rufe mich an in der Noth, und ich will dich erhöGott ein Lobfied an mit freudigem Gemüthe! Es rühm' und preise, wer da kann, den Geber aller Güte! Er macht uns frei von aller Noth; drum lobet ihn, lebt unsern Gott, und danfet seinem Namen! 2. Lobt Gott, und rühmet allezeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt, indem er alle Ding' erhält. Drum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der is erschaffen hat, der Seele, Leib und Leben aus väterlicher Huld und Gnad' uns allen hat gegeben; der uns mit seiner Rech ten schüßt; der täglich schen20* fet, Verhalten gegen Gott. 308 fet, was uns nügt. Drum dauket seinem Namen! 4. Lobt Gott! Er gab uns seinen Sohn, der selbst für uns gestorben; der uns die ew'ge Lebenskron' durch sei nen Tod erworben; der Frieden hat mit Gott gemacht, und seinen ganzen Rath voll bracht. Drum danket seinem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet, und seinen Bei stand uns verheißt, wenn er uns tren erfindet; der uns durch Jesu Wort regiert, und auf den Weg des Lebens führt. Drum danket seinem Namen! 6. Lobt Gott! Er hat dieß gute Werk selbst in uns angefangen, vollbringt es auch, giebt Kraft und Stärk', das Kleinod zu erlangen, das er am Ziel uns vorgestellt, und das den Himmel in sich hält. Drum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim, ihr Engel und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', die hier auf Erden wohnen! Lobt Gott mit Herz und Mund und That; ja, Alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen! ( 519.) send Zungen hätte, und einen tausendfachen Mund! so stimmt ich damit in die Wette vom allertiefsten Herzensgrund' ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir gethan! 2. O, daß doch meine Stim me schallte bis dahin, wo die Sonne steh't! O, daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang' es noch im Laufe geh't! D, wär' ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang! 3. Was säumt und schweigt ihr, meine Kräfte? Erwacht; gebrauchet allen Fleiß! Auf, auf! zum heiligsten Geschäfte, zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und reget euch mit mir! Ihr schlanken Halmen in den Feldern, ihr Blumen, lasset eure Zier zu Gottes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach, Alles, Alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöh'n, die allenthalben um mich steh'n. 6. Dank dir, o Schöpfer, 520. O, daß ich taus du, mein Vater, für dein erbarMel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 309 barmungsvolles Herz! Dank, den Eitelkeiten los, und rufe Jesu, mildester Berather, für mit erhöhter Seele: Mein deine Tren' im Todesschmerz! Gott, du bist sehr hoch und O Geist des Herrn, was mir groß! Kraft, Ruhm, Preis, gebricht, Dank dir, das wirkt Dank und Herrlichkeit gehört dein göttlich Licht! dir jetzt und allezeit! 7. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schüßet mich auf meinen Wegen? Wer hilft aus aller Angst und Noth? Wer trägt mit meiner Sündenschuld unendlich gnäs dige Geduld? 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe steh'n? Wie sollt' ich, auch im tiefsten Leiden, nicht triumphirend aufwärts seh'n? Und fiele selbst der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig seyn! 9. Drum reiß ich mich jetzt aus der Höhle der schnöMel. O Gott, du frommer zc. 522. Es s hilft uns un ser Gott, er höret unser Flehen; wir dürfen stets getrøst zu seinem Throne gehen. Und klagen findlich wir ihm uns're ganze Noth, so werden wir erhört, so hilft uns unser Gott. 2. Es hilft uns unser Gott, der Alles weiß und siehet; dem auch das Innerste des Herzens nicht entfliehet. Ja, Alles, was uns fehlt, und 10. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftios seyn, so stimm' ich doch mit Seufzen ein. 11. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, wenn ich verklärt zum Engel bin. Da sing' ich dann, vor deinem Thron, ein höh'res Lied in höher'm Ton. ( 521.) unser sehnlich Fleh'n, das hat der Höchste schon von Ewigfeit geseh'n. 3. Es hilft uns unser Gott, der Alles wohl vollführet, und auf das weiseste die ganze Welt regieret. Sein göttlicher Berstand sieh't es am besten ein, was jetzt und allezeit für uns mag nüßlich seyn. 4. Es hilft uns unser Gott, der alle Macht befizet, dem Nichts unmöglich ist; wohl uns, daß er uns schüßzet! Ist Un= 310 ml mahe Verhalten gegen Gott. unser Leiden gleich sehr groß und mancherlei; getrost und unverzagt! Die Allmacht steh't uns bei! 5. Es hilft uns unser Gott, den unser Jammer fränket; der sein erbarmend Herz auf uns're Bitte lenfet; der aller Güte voll, die Liebe selber ist. Von ihm fommt alles Heil auf uns durch Jesum Christ. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 523. Groß ist der Herr! die Berge zittern vor seiner Gottesmajestät, wenn er in dunkeln Ungewittern, der Hei lige, vorübergeh't. Doch Liebe strömt aus seiner Hand in finstern Wolken auf das Land. tranervollen Mitternächten ist dir der Ewige nicht fern. Mit deinem Frieden, deinem Harm wirf seiner Huld dich in den Arm. 5. O, schwinge dich empor vom Staube, verfinstern deine Tage sich. Zu ihm blick auf, und ber und glaube; versagend selbst erhört er dich. Doch nie enthüllt die Ungeduld das heil'ge Dunkel seiner Huld. 6. Gott fehletnicht; o Seele, thue, was die gebührt; sey fromm und gut! Versage dir nicht diese Ruhe; aus ihr erwächst der hohe Muth, der, wenn das Unglück uns umstürmt, uns rettet, tröstet, hebt und schirmt. 2. Bom Raum, wo sich der Halm entfaltet, bis zu der letzten Sonn' hinaus, herrscht sein Gesetz; als Vater waltet er durch das große Weltenhaus. Der Leben giebt und Freude schafft, mit Liebe waltet er und Kraft. 3. Was dich auch drückt, mein Herz, er rettet! Vers trau'n zu ihm ist deine Pflicht. 524. Gieb dich zufrieEr, der dem Wurm ein Lager bettet, der Gott verläßt den Menschen nicht. Der so Viel giebt und Mehr verheißt, erhebe dankend ihn, mein Geist! 4. Bermiß dich nicht, mit ihm zu rechten; mit Demuth nahe dich dem Herrn. In 7. Vertraue Gottes Vaterhänden, wenn er den frömmsten Wunsch versagt. Was hier beginnt, wird dort vollenden, wo dir ein neues Leben tagt. Es ruh'n im engen Raum der Zeit die Keime deiner Ewigkeit. den, und sey stille in dem Gotte deines Lebens! In ihm ruhy't aller Freuden Fülle; ohn' ihn müh'st du dich vergebens! Er ist dein Quell; die Lebenssonne, die täglich hell dir scheint zur Wonne. Gieb dich zufrieden! 2. Gr Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 311 2. Er ist voll Licht und Trost und Gnaden, von gar treuem Vaterherzen; liebst du ihn nur, wie mag dir schaden auch die Bein der größten Schmerzen? Kreuz, Angst und Roth fann er bald wenden; ja, auch den Tod hat er in Händen. Gieb dich zufrieden! doch nie unterliegen; denn wenn du wirst so hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden! 3. Wie dir's und Andern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Thränen, und fasset auf all unser Sehnen. Gieb dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Ein'ger wär' auf Erden, dem du dich darfst anvertrauen, alsdann will er dein Treu'ster werden, und nur auf dein Bestes schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen; auch weiß er Zeit, es dir zu nehmen. Gieb dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer dei ner Seelen, und des Herzens stilles Klagen; und was du Keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern von deiner Hütte; hört bald und gern des Armen Bitte. Gieb dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen; halt' an Gott, so wirst du siegen! Ob alle Fluthen dich umringen, kannst du 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten woll'st und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt gewähren. Des Höchsten Hand, voll aller Gaben, ist reich, um Land und Meer zu laben. Gieb dich zufrieden! 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheiden Körnlein schenket, der auch die Blumen auf den Feldern alle Tage schmückt und tränfet, der wird auch dich, den Ein'gen, nähren, und väterlich dem Mangel wehren! Gieb dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Wo find ich Hüll' und Speise? Wo ich such, ist nichts zum Besten! Denn das ist Gottes stille Weise: helfen, wenn die Noth am größten. Wenn du und ich ihn nicht mehr ſpüren, so nah't er sich, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 10. Bleibt schon die Hülfe etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen! Macht dich das Harren ängstlich, bange: es geschieh't zu deinem 312 Verhalten nem Frommen! Was langsam schleicht, faßt man gewisser; und was verzeucht, ist desto süßer. Gieb dich zufrieden! 11. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet hier auf Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt uns're Lenden bis in das Grab; da wird sich's enden. Gieb dich zufrieden! 12. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns retten aus den Banden dieses Leibes und vom Bösen. Bald wird der Tod auf schnellen Schwingen aus aller Noth uns sämmtlich bringen, Gieb dich zufrieden! 13. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich nun auch in Frieden freuen; da sie, vereint an Lebensbächen, den ew'gen Freund selbst hören sprechen: Gieb dich zu frieden! Mel. Meinen Jefum laß ich z. 525. Wer Wer auf seinen Gott vertrau't, ängstigt sich durch feine Sorgen; ihm, auf den er sicher ban't, bleibt sein Kummer nicht verborgen. Gott gegen Gott. verläßt die Seinen nicht, dieß ist seine Zuversicht. 2. Er, der Schöpfer aller Welt, der Versorger seiner Kinder, der, was er verspricht, auch hält, huldreich selbst noch gegen Sünder; er, der uns hervorgebracht, hat auch, uns zu helfen, Macht. 3. Ihm, ihm ist es immer leicht, uns're Wünsche zu ers füllen; wie unmöglich es uns däucht, kann er doch den Kummer stillen, helfen stets, wenn Noth uns quält, wenn uns Rath und Beistand fehlt. 4. Und wer ist ihm gleich, dem Herrn? wer so reich, wie er, an Segen? Niemand hilft, wie er, so gern auf des Lebens rauhen Wegen; er, der liebreich unser denkt, und zum Glück die Trübsal lenkt. 5. Wenn mein Auge lang' geweint, ohne daß ich Hülfe sehe; wenn sie nicht so früh erscheint, als ich sie von ihm erflehe; weiß ich doch voll Zuversicht, daß sie mir nicht stets gebricht. 6. Dann auch, wenn, wie mir es scheint, selbst der Hoff ich doch: Gott ist mein Freund, nung Trost verschwindet, weiß der auch da noch Wege findet, wo sich keiner mir ent= deckt, wo der Zukunft Nacht mich schreckt. 7. Drum sey ihm, dem Herrn der Welt, ganz mein Schick= Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 313 und habe verläßt uns doch im Grabe. Schicksal überlassen; er, der auch den Wurm erhält, kann und wird mich nicht verlassen. 2 leib' ich selbst nur ihm getreu, so steh't er mir huldreich bei. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es Keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Ge526. Auf Gott, und wissen die Trübsal auch verMet. Was Gott thut, das ist ze. süßen. nicht auf meinen Rath will ich mein Glück stets bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigfeit, wie viel mir nüßen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. Was zagt mein Herz? 3t 527. Wohl dem, der auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu befiegen wäre? 3: Gott fennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe! 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod; und Ehre, Glück 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! er hilft uns gern. Seyd fröhlich, ihr Gerechten! Der Herr hilst seinen Knechten. sich auf seinen Gott recht findlich kann verlassen! Den mag gleich schrecken Sünd und Tod, und alle Welt ihn hassen; so bleibt er dennoch wohlgemuth, weil er im Schooß des Höchsten ruh't. 2. Es mag die Welt gleich immerhin mich hier und da befeinden; kann sich nur mein Gemüth und Sinn mit meinem Gott befreunden, so beb ich nicht vor ihrem Truß; ich steh' in Gottes heil'gem Schuß. 3. Und hab' ich gleich darüber oft viel Unglück leiden müssen; so hat Gott dennoch lill 314 Verhalten gegen Gott. unverhofft mich stets herausgerissen. Da lernt ist erst, daß Gott allein der Menschen bester Freund muß seyn. 4. Ja, wenn gleich meiner Sünden Schuld sich häuft in mir zusammen, mich treibt in Angst und Ungeduld, und will mich hier verdammen: auch diese Leiden fürcht' ich nie; denn Gott, mein Freund, vertilget sie. 5. Drum tobe nur der Feinde Heer mit ihrem Thun und Lachen, ja, alle Welt; mich kann nicht mehr ihr Zürnen traurig machen! Gott ist mein Freund, mein Schutz und Rath; wohl dem, der Gott zum Freunde bat! Mel. Jesu, meine Freude, 20. 528. Gott von Macht und Güte, mein betrübt Gemüthe tröstet nur dein Wort. Wovor soll mir grauen? Dir will ich vertrauen, Gott, mein Fels und Hort. Nur auf dich verlaß ich mich. Stärke mich, daß kein Gedanke zweifelnd von dir wanke. 3. Urquell aller Freuden! In so manchen Leiden, wenn mich Noth geschreckt, hast du voll Erbarmen mich mit Liebesarmen väterlich bedeckt. Deine Treu' ist täglich neu; täglich will ich dich erheben, und dir dankbar leben. 4. Gott, dein Weg ist heilig, und du sorgest treulich für mein wahres Heil. Auch auf rauhen Wegen wird so mancher Segen mir von dir zu Theil. Was du thust, ist meine Lust. Dir, dir halt ich findlich stille; dein Will' ist mein Wille. 5. Du, du liebst die Treuen, die sich findlich freuen, daß du gnädig bist. Der lebt dir zur Ehre, trau't auf Jesu Lehre, wer nicht zaghaft ist. Wer sich fest auf dich verläßt, wird doch, sollt ihn Alles hassen, nie von dir verlassen. 6. Gott, dir sey mein Leben, treu mein Herz ergeben; du bist fromm und gut. Gieb, wenn ich hier leide, durch den Geist der Freude mir des Christen Muth. Sey mein Schild; laß Jesu Bild, wenn mein Auge bricht, mich sehen, froh einst vor dir stehen. 2. Groß sind deine Werke. Niemand ist an Stärke dir, du Höchster, gleich. Du bist nah' und ferne, lenfest Sonn' und Sterne, machest arm und reich. Hab ich dich: was Met. Was Gott thut, das zc. ängstet mich? Du bist groß 529. Der Herr ist meine an Macht und Guade; wer Zuversicht, mein einz'ger Trost ist, der mir schade? im Leben, Dem fehlt es nie an Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 315 an Trost und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist sein Gott; auf sein Gebot wird seine Seele stille; ihm g'nügt des Vaters Wille. 6. Sey unbewegt, wenn um dich her sich Ungewitter sammeln. Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er, und deine Schmerzen nimmt er dir von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht; auf dich hofft Du weißt, meine Seele. was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen, und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehl' ich mich, mein Wohlseyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sey du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich trane, bis ich dein Antlig schane. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertrau'n? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche nach dir schau'n, seh'n deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk voll enden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läsfest, wenn ihn Noth umgiebt, ihn deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten weißt du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff', o Seele, boff auf Gott! Der Thoren Trost verschwindet, wenn der Gerecht in seiner Noth Hülf' und Erbarmung findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steh't, wenn jene zittern, ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Weh' denen, die zu Menschen flieh'n! Weh' dem, der von Gott weichet! Schreckt Sünde schon; sein eig'ner Sohn, der sich für dich ließ tödten, erwarb dir Hüls in Nöthen. Mel. Herr, wie du willst, so ze. 530. Du hast, mein Bater und mein Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der From= men Noth in Freuden einst verkehret, und daß ich Alles, was mich fränkt, auf dich, der unser Schicksal lenft, mit Zuversicht soll werfen. 2. So will ich, Vater, auf dein Wort, der Sorgen mich entschütten. Erhöre du, mein Fels 316 Fels, mein Hort, mein kindlich Fleh'n und Bitten. Gieb meiner Seele wahre Ruh'; was mich bekümmert, lenfe du zu meinem ew'gen Besten. Verhalten gegen Gott. wirst du mir auf's reichlichste ersetzen, wenn ew'ge Frenden mich bei dir in deinem Reich ergößen. Da ist mein Erb' und höchstes Gut. O, stärke mir dadurch den Muth bis an mein fel'ges Ende! ( 531.) 3. Der Sorgen Macht hat freilich oft mich übermannen wollen. Auch hab' ich nicht auf dich gehofft, wie ich wohl hoffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! An dir hab' ich durch Unge- 532. Alles ist an Gottes duld vielfältig mich versündigt. 4. Erbarmender, vergieb es mir nach deiner großen Güte! Erfülle mit Vertrau'n zu dir mein schüchternes Gemüthe; und stärk' in mir die Zuversicht, du werdest mich, als Vater, nicht verlassen, noch versäumen. 5. Seh' ich auch gleich nicht immerført den Weg zur Ret, tung offen; so laß mich den noch, Herr, mein Hort, auf deine Hülfe hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath, und immer mächtig auch an That, mein Bestes zu besorgen. 6. Dieß sey mein Trost, dieß sey mein Licht, wenn mich die Sorgen fränken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich gläubig denken, daß mir's nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so wählst du stets das Beste. 7. Was hier mir fehlt, das Segen und an seiner Gnad' gelegen, über alles Geld und Gut; wer auf Gott sein' Hoffnung setzet, der behält ganz unverleget einen freien Heldenmuth. 2. Der mich hat bisher ernähret, und mir manches Glück gewähret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderbar geführet, und noch leitet und regieret, wird hinfort mein Helfer seyn. 3. Biel bemühen sich um Sachen, die nur Sorg' und Unruh' machen, und ganz unbeständig sind; ich will nach dem Ew'gen ringen, was mir wahres Heil kann bringen, und man hier gar selten find't. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad' ergeben, und ihm Alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 317 nem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat Alles ſeine Zeit. Ich hab' ihm Nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wenn Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerstreben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang' bestehet; alles Jrdische vergehet, und fährt wie ein Strom dahin! un Mel. Herr, wie du willst, so zc. 533. Ich hoff auf keine Hülfe mehr, als, Herr, von deinen Höhen. Bei Menschen find' ich kein Gehör; erhöre du mein Flehen. Flehen. Du bist mein Gott; du bist mir oft in meinem Leiden unverhofft mit deinem Trost erschienen. 2. Du bist der Gott noch, dessen Macht Aegyptens Für sten schreckte, der aus des Todes öder Nacht den Lazarus erweckte. Herr, hilf mir! Ja, ein himmlisch Licht, das in die dunkle Seele bricht, verspricht mir deine Hülfe. 3. Mit deinem Trost erquicke mich, wenn mir ein Leid begegnet. Herr, nimmermehr verlaß ich dich, bis deine Huld mich segnet. Ich höre dich. Mein Vater spricht: Ich bin dein Schuß, dein Trost, dein Licht; geh' hin, mein Kind, in Frieden! 534. Sollt es gleich bisweilen scheinen, als vers ließe Gott die Seinen; o, so weiß und glaub' ich dieß: Gott hilft endlich doch gewiß! 2. Hülfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenn's nöthig ist. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben das, wornach die Kinder streben: so hält Gott auch Maß und Ziel; er giebt wem, und wann er will. 4. Seiner fann ich mic getrösten, wenn die Noth am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 5. Troß dem, was mir Angst will machen! Ich kann dessen Macht verlachen. Trot dem schweren Krenzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Trotz der Welt und allen denen, die nach meinem Fall sich sehnen, die mir sind ohn' Ursach' feind! Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden. Will sie mich nicht länger leiden, o, so frag' ich Nichts darnach; Gott ist Richter meiner Sach)'. 8. Will sie mich gleich von sich treiben; muß mir doch der Himmel bleiben. Wenn ich Verhalten gegen Gott. 318 ich nur im Himmel sieg', hab' ich Alles zur Genüg'. 9. Ich will ihr gar gerne lassen ihre Lust; sie mag mich hassen! Ich verachte ihren Spott, und verlasse mich auf Gott. 10. Ach, Herr, wenn ich dich nur habe, acht' ich keiner andern Gabe! Legt man mich auch in das Grab; ach, Herr, wenn ich dich nur hab'! Mel. Was Gott thut, das ist zc. 535.WasGott thut, das ist immer gut; wie sollt' ich mich denn fränken, ob er mir jetzt gleich wehe thut, und einen Kelch will schenken, der voller Leid und Bitterfeit durch meine Glieder fähret, und jede Kraft verzehret! 2. Was Gott thut, das ist immer gut; es geh' auch, wie es gehe; ob es gleich unser Fleisch und Blut nicht immer dar verstehe! Doch weiß der Geist, daß allermeist der Höchste die betrübet, die er von Herzen liebet. 3. Was Gott thut, das ist immer gut; lacht man in guten Tagen, so muß man auch mit gutem Muth die bösen Tage tragen. Denn Gottes Hand ist bald gewandt, und hat in wenig Stunden geschlagen und verbunden. 4. Was Gott thut, das ist immer gut; durch Krankheit ist sein Streben, gleich einem Schmelzer, durch die Gluth dem Golde Glanz zu geben. Das heißt bewährt, und der erfährt, wer an den Gliedern leidet, daß Sünde von ihm scheidet. 5. Was Gott thut, das ist immer gut; wenn wir es nur bedenken, so soll uns keine Jammerfluth der Trübsal hier ertränken. Ein einzig Wort, so muß der Ort, wo wir ge siechet haben, mit Siegeskraft begaben. 6. Was Gott thut, das ist immer gut; kein Arzt ist ihm zu gleichen. Die Kranken sind in seiner Hut; er kann ein Labsal reichen für alles Gift, das uns betrifft. Selbst von des Todes Ketten weiß seine Hand zu retten. 7. Was Gott thut, das ist immer gut; ich will es auch erkennen, und was er jezo an mir thut, nur lauter Liebe nennen. Mein frankes Herz soll allen Schmerz in Christi Huld versenken. Was darf ich mich denn fränken? 8. Was Gott thut, das ist immer gut; will er noch länger schlagen, so bleib' ich dennoch wohlgemuth; er wird es helfen tragen. Ja wenn die Noth auch in den Tod mich endlich sollte reißen; doch ist es gut zu heißen. 9. Was Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 319 9. Was Gott thut, das ist könnte mir ein Gott versaimmer gut, auch mitten in gen, der so unendlich gütig ist! dem Sterben; denn stirbetman Erhab'ner Trost, der nimmer auf Christi Blut, so ist das trügt, und jeden Zweifel überSterben Erben. Dort ist es wiegt. gut; drum wohlgemuth! Geh't es aus diesem Leben: Gott wird ein beßres geben! Mel. Wer nur den lieben Gott ze. 536. Mein Schuß iſt Gott! Ihn laß ich walten; ich hoff' auf ihn, er fennet mich. Ihm fehlt's, die Seinen zu erhalten, an Mitteln nie, und sein bin ich. Ich gründe meine Zuversicht auf diesen Fels, und wanke nicht. 2. Was quäl' ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffnung ist? Nein, das ist meines Herzens Frende, daß du mein Gott und Helfer bist. Hilf, mein Erbarmer, stärke mich; denn Nichts vermag ich ohne dich. 3. Der Herrerzieh't hier seine Kinder zur Ewigkeit mit weiser Huld. Er schont, er züchtigt viel gelinder, als wir's verdient, und hat Geduld. Er hat nicht Lust an unserm Schmerz; wir fleh'n: uns hilft sein Vaterherz. 4. Gott ist die Liebe; kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jefum Chrift? Was 5. Ich harre seiner, und bin stille. Wie bald ver= streicht die Prüfungszeit! Dann nehm' ich auch aus seiner Fülle unendliche Zufriedenheit. Du führ'st mich, Herr, zu deinem Licht'; ich glaube, was dein Wort verspricht. Met. Wer nur den lieben Gott ze. Va537. Gich mir das Wolfen und Vollbringen, o Bater aller Gütigkeit! und mache mich vor allen Dingen durch deinen guten Geist bereit, daß meinem Herzen nur gefällt, was mir dein Wille vorgestellt. 2. Du hast mir deinen guten Willen in deinem Worte g'nug erklärt; ach, fönnt' ich den nur recht erfüllen, so wär' ich dir auch lieb und werth. Nun aber fehlt mir noch gar Viel; ich bin noch weit vom rechten Ziel. 3. Mein Eigenwille steh't im Wege, daß ich nicht will, was dir gefällt, indem ich das zu wollen pflege, was Welt und Fleisch für rathsam hält. Des Menschen Wille bleibt 320 bleibt verkehrt, der oft für Segen Fluch begehrt. 4. Dein Wille, Vater, aber lenfet mich allezeit zum Guten hin; denn wo der Mensch nicht hingedenket, da leitest du doch unsern Sinn, und läsfest uns am Ende seh'n, es sey zu unser'm Heil gescheh'n. 5. Gieb, daß mein Wille deinem Willen sich findlich unter 538. In 538. werfen fann. Und kann ich Alles nicht erfüllen, so nimm den guten Willen an, und habe du aus großer Huld mit meiner Schwachheit noch Geduld. Verhalten gegen Gott. 6. Willst du, daß mir die Sonne scheine, so laß mir's auch gefällig seyn; willst du, daß mir der Himmel weine, so lenke mich gelassen drein. Soll ich zum Krenz und Grabe geh'n, so laß es auch mit Lust gescheh'n. 7. Ich folge demnach deinem Willen; der Schatten folgt der Sonne nach. Willst du mich nur mit Kraft erfüllen, so folg' ich dir, Gott, allgemach. Wer sich nach deinem Willen richt't, spürt immer Kraft und nenes Licht. 8. Mein Jesus ist mir vorgegangen, der deinen Willen freudig that. Will ich nun mit dem Namen prangen, den er mir selbst gegeben hat, so muß ich auch darauf beruh'n, und deinen Willen willig thun, 9. Laß mich im Leben und im Sterben nach deines Wil lens Leitung geh'n, und diesen Trost im Glauben erben, dein Wille werde fest besteh'n. Du willst ja meine Seligkeit; so mache mich dazu bereit. In eigner Melodie. Oder: Nun ruhen alle Wälder zc. In allen meinen Thaten laß ich den Höchsten rathen, der Alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, soll's anders wohlgelingen, selbst geben( Segen,) Rath und That. 2. Nichts ist es, spät und frühe, um alle meine Mühe, um meine Sorg' und Kunst. Er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen; ich stell's in seine( Vater-) Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was mir ſelig ist. Ich nehm' es, wie er's giebet; was ihm von mir beliebet, das hab' ich auch( allein) erkiest. 4. Ich trane seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schüßt; leb' ich nach seinen Sägen, so wird mich Nichts verlegen, Nichts fehlen, was mir( ewig) nüßt. 5. Er wolle meiner Sünden in Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 321 in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht schnell das Urtheil sprechen, und haben noch( mit mir) Geduld.daid dam thut weh', ohn' uns zu hassen. Wer Gott vertrau't, fest auf ihn bau't, den will er nicht verlassen. 6. Leg' ich zur Ruh' mich nieder, weckt mich der Morgen wieder, lieg' oder zieh' ich fort; in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein ( theures) Wort. 2. Gott ist mir Trost und Zuversicht, mein Hoffen und mein Leben; dem, was Gott will, das mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr; er hat mein Haar auf meinem Haupt gezählet. Er sorgt und wacht, und seine Macht giebt Alles, was uns fehlet. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß geh'n. Rein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich werd' ihn( muthig) übersteh'n. 8. Ihm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, so wie er mir gebeut; es sey heut' oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß( gar wohl) die rechter Zeit. 9. So sey nun, Seele, dei- 540. Herr, wie du willst, ne, und traue dem alleine, der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe; dein Vater in der Höhe, der weiß für Alles( Hülf' und) Rath. THE TIGE so schick's mit mir im Leben und im Sterben. Mein Herz verlangt allein nach dir; laß mich, Herr, nicht verderben. Erhalt' mich nur in deiner Huld; sonst, wie du willst! Gieb mir Geduld; dein Will' ist stets der beſte. 2. Zucht, Ehr' und Tren' verleih' mir, Herr, und Lust zu deinem Worte. Behüte mich vor falscher Lehr', zeig' mir die enge Pforte. Gieb, 21 was 100 539. Was mein Gott will, gescheh' all'zeit; sein Will' ist stets der beste. Zu helfen ist er dem bereit, der an ihn glaubet feste. Er hilft aus Noth, der treue Gott; 3. Und muß ich einst von dieser Welt hingeh'n nach seinem Willen, zu meinem Gott: wenn's ihm gefällt, will ich mein Herz auch stillen. Dir, Herr, befehl' ich meine Seel' in meinen letzten Stunden. Dein Sohn, o Gott, hat Grab und Tod für mich einst überwunden. 322mllimi Verhalten gegen Gott.go was mir dient zur Seligkeit; wend' ab all' Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 3. Und soll ich einst nach deinem Rath von dieser Welt abscheiden: verleih' mir, Herr, nur deine Gnad', daß es gescheh' mit Freuden! Herr, Seel' und Leib befehl ich dir; gieb nur ein selig Ende mir durch Jesum Christum. Amen. Mel. Keinen hat Gott verlassen ze. 541. Befehl du deine Wege, und was dein Herz nur fränkt, der allertreu'sten Pflege deß, der den Himmel lenft; der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen fann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohlergeh'n; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll besteh'n. Mit Sor gen und mit Grämen und selbst geschaff'ner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen; es muß erbeten seyn. 3. Dein' ew'ge Tren' und Gnade, o Vater! weiß und sieh't, was gut sey oder schade dem menschlichen Gemüth; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held! und bringst zu Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt. 4. Weg' hast du allerwe gen, an Mitteln fehlt dir's nicht. Dein Thun ist lauter Segen; dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann Niemand hindern; dein Walten darf nicht ruh'n, wenn du, was deinen Kindern ersprießs lich ist, willst thun. 5. Und ob gleich Welt und Teufel hier wollten widersteh'n; so wird doch ohne Zweifel des Höchsten Rath gescheh'n. Was er sich vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele! hoff, und sey unverzagt! Gott dich der Kummer plagt, mit wird dich aus der Höhle, da großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf! gieb deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was die Herzen betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der Alles führen soll; Gott sigt im Regimente, und führet Alles wohl. 8. Jhn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Wert Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 323 Werk hinausgeführet, das dich befümmert hat. trau'n ergeben. Was böse scheint, wird mir Gewinn; der Tod selbst ist mein Leben; denn Gott ist mein, und ich bin sein; was ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt, und Kreuz auflegt, ist doch sein Thun voll Gnade. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Läßt er auch oft mich freudenleer, so will er mich nur üben; er will mein Herz, auch unter Schmerz, gewöhnen, sich zu fassen. Tran' in Geduld ich seiner Huld, wird er mich nicht verlassen. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Theile, als hätt' in seinem Sinn er deiner sich begeben; und sollst du für und für in Angst und Nöthen schweben, so frag' er Nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befins den, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich ent binden, da du's am mind'sten gläubst. Er wird dein Herz erlösen von der so schweren Last, die du zu feinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue! du trägst den Sieg davon. Auf daß dein Herz fich freue, blick auf die Eh renfron'. Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand; und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach' End', o Herr! mach' Ende mit aller uns'rer Noth; stärk' uns're Füß' und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn. So gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. Was mein Gott will 2c. 542. Ich hab' in Gottes Herz und Sinn mich voll Ver3. Gebildet hat mich seine Kraft, mir Seel' und Leib gegeben; er ist's, der Nahrung mir verschafft, er fristet mir das Leben. Erbarmend hat auch mich sein Rath gezählet zu den Seinen. Der so mich liebt, so viel mir giebt, er kann's nicht böse meinen. 4. Er ist voll Weisheit und Verstand, voll Kraft in seinen Thaten; es ist ihm Zeit und Ort bekannt, zu helfen und zu rathen. Er weiß, wann Freud', er weiß, wann Leid uns, seinen Kindern, diene; und was er thut, ist Alles gut, ob's noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, es sey mit einer großen Last dein Lebensgang beschweret; hast spät und 21** früh 324 molimonis Verhalten gegen Gott. unfo früh nur Sorg' und Müh auf selbst erwählten Wegen; doch was dir fehlt, dich schuldlos quält, das bringt dir ew'gen Segen. ni nid ei 6. Es kann bei stetem Son= nenlicht das Feld nicht Früchte tragen; so reift auch Men schenwohlfahrt nicht bei lauter guten Tagen. Wie bitter sey die Arzenei, schafft sie doch neues Leben; so muß der Schmerz oft unser Herz zu Freud' und Glück erheben. 7. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir getrost in deine Hände. Mach's, wie es dir gefällt, mit mir bis an mein Lebensende. Du, der die Welt so weis' erhält, so mild pflegt zu regieren, du wirst auch mich recht väterlich auf sicherm Pfade führen. 8. Willst du mir geben Sonnenschein: ich nehm' ihn an mit Freuden; soll's aber Nacht und Trübsal seyn, will ich's geduldig leiden. Soll ich vor dir noch länger hier im Pilgerstande leben: du mich führst und führen wirst, nie will ich widerstreben. wie 9. Auch noch im Tode bin ich dein; mir soll vor ihm nicht grauen. Er führt zum bessern Leben ein, und leitet mich zum Schauen. Dort wird mir klar, was dunkel war in meinem ersten Leben; und dann werd' ich voll Wonne dich für Leiden auch erheben. smis mar Mel. Herr, wie du willst, so r. 543. Wie Gott mich führt, so will ich geh'n. Er wird, was gut ist, wählen; hat, was mir nügt, vorher erseh'n, und das kann mir nicht fehlen. Wohin er führt, da geh' ich hin, versichert, daß ich selig bin, wenn ich ihm findlich traue. 2. Wie Gott mich führt, so will ich gern von ihm mich leiten lassen; kann ich gleich oft den Weg des Herrn nicht ganz versteh'n und fasſen. Mein Eigenwille weig're sich; in Gottes Rath ergeb' ich mich; ich bin ja nicht mein eigen. 3. Wie Gott mich führt, so folg' ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steh't er mit seiner Kraft mir bei, was kann von ihm mich scheiden? Ich trau' auf seine Gnade fest; was er mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 4. Wie Gott mich führt, so wird er mich auch in den größten Stürmen, weil ich ihm folge, väterlich mit seiner Hand beschirmen. Wenn er nur meine Seel erhält, so laß er, wie's ihm wohlgefällt, mich leben oder sterben. 5. Wie Gott mich führt, so will ich geh'n Surch Freuden Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 325. den oder Leiden. Hier kann ich nicht sein Antlig seh'n; dort schau' ich's, und voll Freuden. Dort seh ich, daß sein Vaterrath mich treu und wohl geführet hat; das ist mein fester Glaube. und deinemEigenwillen wehrst. Gott ist voll Weisheit und Verstand; du irrest leicht, und bau'st auf Sand. 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein Jesu; laß mich seyn vergnügt mit Allem, was dein weiser Wille mit mir in meinem Leben fügt. Nur nimm dich meiner Seelen an; so hab' ich, was ich wünschen kann. ndodonsdois bon jan et tid Ga un( 544.) dan nnd Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 545. Befieht dem Höchsten deine Wege, und mache dich von Sorgen los. Vertrau' dich seiner Vaterpflege; für ihn ist nichts zu schwer und groß, das er zu seines Namens Preis nicht herrlich auszuführen weiß. 2. Wo du ihn nur hast walten lassen, hat er es immer wohl gemacht; denn was dein Denken nicht kann fassen, hat er schon längst vorher be dacht. Wie es sein Rath bat außerseh'n, so, und nicht anders, muß es geh'n. 3. Wie wirst du deine Lebenstage von mancher Kummerlast befrei'n! Wie leicht wird dir die Noth und Plage in diesem Jammerthale seyn, wenn du Nichts wünschest in der Welt, als was Gott will, und ihm gefällt! 4. Dir wird's an feinem Gute fehlen, wenn du dein Herz gewöhnst und lehrst, nur Gottes Willen zu erwählen, dal b 6. Ich weiß, du thust's; sie ist die deine, und kostet dich dein theures Blut. D, mache sie von Sünden reine, dir wohlgefällig, fromm und gut. Ja, laß mich dir empfohlen seyn; so wird gewiß dein Segen mein. 6. Indeß, o Herr, sey stets gepriesen für alle Sorgfalt, die du mir, noch eh' ich war, bereits erwiesen, da du, mein treuer Hirte, dir zum Eigenthume mich erwählt, und deiner Herde zugezählt. 8. Dir sey auch Preis und Lob gegeben, daß du mich von so mancher Last befreit, und für mein zeitlich Leben so gnadenreich gesorget hast. Mehr, als ich dir verdanken kann, hast du schon hier an mir gethan. well as typies 9. Doch preif ich deiner Liebe Thaten dereinst erst in Vollkommenheit, wenn mir der beiße Wunsch gerathen, daß ich im Licht der Ewigkeit er fen 326 fenne, wie dein weiser Rath mich immer wohl geführet hat. Verhalten gegen Gott. Mel. Schatz über alle Schäße zc. 546. Hoffnung, Lebenswonne, du sanfte Tröste rin, gleich Gottes milder Sonne erwärmst du Geist und Sinn! Du strömest reine Freuden in jedes Menschen Herz, versüßest seine Leiden, und linderst seinen Schmerz. 2. Du heiterst trübe Morgen, der Nächte Dunkelheit; zerstreu'st des Lebens Sorgen, und ſprichst Muth auf rauhen Wer gen in des Verzagten Brust; verheißest neuen Segen bei jeglichem Verlust. 3. Du bist's, die voll Erbarmen die Dürftigkeit beglückt; die den verlass'nen Ar. men mit ihrem Trost erquickt; die selbst den Lebensmüden mit frischer Kraft belebt, zum lang entbehrten Frieden des Sünders Herz erhebt. 4. Du bist es, die dem Kranken die Angst des Todes stillt, mit himmlischen Gedan fen der Zukunft ihn erfüllt, In seinen letzten Stunden zeigst du ihm Seligkeit, die ihn, vom Staub entbunden, dort ewiglich erfreu't. 5. Auch mir, auch mir zur Seite geb'st du, o Hoffnung treu; machst, daß in jedem Leide ich mich der Zukunft freu'; zeigst dort mir neue Blüthe, welft hier ein Glück mir ab. Preis ihm, der dich gab! aus Güte mir zur Gefährtin 6. D, führe du mich weiter auf dunkler Lebensbahn; dann geh' ich froh und heiter zu meinem Ziel hinan. Wie Viel darf ich noch hoffen! Du zeigst in Gottes Licht mir selbst den Himmel offen; und dieses täuschet nicht. Mel. Wer nur den lieben Gott ze. 547. Ich hoff auf dich; denn deine Gnade hält mich empor, verläßt mich nie. Sey's immer Nacht auf meinem Pfade; du riefst die Nacht, du winkest sie, bin ich genug geprüft, zurück, verwandelst mir mein Leid in Glück. 2. Fließt gleich so manche Thräne nieder auf meines Les bens Pilgergang: bald scheint mir deine Sonne wieder, und ich erkenn' mit Preisgefang, daß jede Prüfung dieſer Zeit mich höherer Veredlung weih't. 3. Nie zag' ich, wenn des Glückes Sterne in Trauerschleier hüllen sich; Licht dämmert in der dunkeln Ferne, den Retter ahn' ich, ahne dich. Zu dir empor, durch Nacht und Grau'n, erhebt mein Herz sich voll Vertrau'n. 4. Auch Hoffnung auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 327 4. Auch auf des Lebens Dornenwegen wandt' ich an deiner Vaterhand; ich weiß, zur Wohlthat mir, zum Segen ward mir der Schmerz herabgesandt; zu läutern unsern Geist, das Herz, geh'n Hand in Hand hier Freud' und Schmerz. 5. Wie oft schon zagt' ich, und wie oft half seine Hand mir unverhofft! Oft jammert ich untröstbar heut, und more gen ward ich schon erfreu't. 6. Oft sah ich keinen Ausgang mehr; dann weint' ich laut und flagte sehr: Wo bist du, Gott? Wie? schauest du all' meinem Elend müßig zu? 5. Ich hoff auf dich, wenn Berge schwanken, wenn unter mir die Erde bricht, wenn Sonne, Mond und Sterne wanfen; denn deine Gnade wanket nicht. Fiel aller Wels ten Last auf mich: du bist mein Schuß, ich hoff' auf dich. Mel. Wenn wir in höchsten ic, 548. Von dir, o Bater, nimmt mein Herz Glück, Une glück, Freuden oder Schmerz, von dir, der stets nur lieben kann, vertrauensvoll und danks bar an. 2. Nur du, der du allweise bist, nur du weißt, was mir heilsam ist; nur du sich'st, was mir jedes Leid für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ist Alles dunkel um mich her, die Seele müd' und freudenleer: bist du doch meine Zuversicht; in meiner Nacht, o Gott, mein Licht. 4. Verzage, Herz, verzage nie! Die Last sey schwer, Gott fennet sie! Er weiß den Kummer, der dich quält, und kann dir geben, was dir fehlt. 7. Dann hörtest du, o Herr, mein Fleh'n, und eiltest bald, mir beizusteh'n. Du öffnetest mein Auge mir; ich sah mein Glück, und dankte dir. 8. Sagt, Fromme, die der Herr geprüft, wenn ihr zu ihm um Hülfe rieft: Hat je der Vater das Gebet der De= muth und Geduld verschmäh't? 9. Die Stunde kommt, früh oder spät, wo Dank und Freud' aus Leid entsteh't; wo Pein, die Stunden nur gewährt, in Freudenjahre fich perkehrt. 10. Du erntest deiner Lei den Lohn vielleicht in diesem Leben schon; vielleicht, daß, eh' du ausgeweint, dir Gott mit seiner Hülf erscheint. 11. Schau deinen Heiland gläubig an. Wenn Niemand dich erquicken kann, so schütte du in seinen Schooß dein Herz aus; seine Huld ist groß. 12. Einst hat er auch, der Menschenfreund, im Thränenthale hier geweint. Auf deine Thränen giebt er Acht, und dir zu helfen, hat er Macht. 13. Und 328 mm Verhalten gegen Gott.jus pu 13. Und helfen will er, zweifle nicht! Er hält getreu, was er verspricht: du sollest nie verlassen seyn. Dieß laß dein sorgend Herz erfreu'n. Mel. Was Gott thut, daß zc. alt dur ius 549. Du feitest mich zen! nach deinem Rath, allweiser Weltregierer! Preis dir, stets groß an Rath und That, mein väterlicher Führer! Dem Sternenheer, der Fluth im Meer bezeichnest du die Pfade; auch mir, du Gott voll Gnade. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, wenn ich mein Herz dir weihe. Mehr, als ich je verstand und bat, hat deine Batertreue von Kindbeit an an mir gethan. Fließt, fromme Freudenzähren, ihm, meinem Gott, zu Ehren! 3. Du leitest mich nach deinem Nath bei des Berufs Geschäften. Du segnest Wollen und die That mit Einsicht, Muth und Kräften. Wer Gutes schafft gewissenhaft, darf seines Thuns sich freuen; du läßt die Saat gedeihen. 25. Du leitest mich nach deinem Rath auf rauhem Dornenpfade. Wenn ich nur schuldlos ihn betrat, versichert deiner Gnade, wie drang dann nicht des Trostes Licht so mild zum bangen Herzen! Wie schwand die Nacht der Schmer4. Du leitest mich nach deinem Rath, wenn Freuden quellen fließen, die mir den furzen Pilgerpfad durch deine Huld versüßen. Dann dank' ich dir recht froh dafür, und auf des Glückes Wegen strömt wir dein Heil entgegen, 6. Du leitest mich nach deinem Rath. Wenn ich des Weg's verfehlte, und dann voll Rene zu dir trat, mich heil'ger Ernst beseelte: so winttest du mir Schonung zu, und reichtest, voll Erbarmen, zur Tugend Kraft mir Armen. 7. Du leitest mich nach deinem Rath oft wunderbar und weise. Wenn deiner Wege Dunkel nah't, blick ich zu deinem Preise zu dir hinauf. Mag sich mein Lauf in Nacht und Grau'n verlieren: du wirst zum Licht mich führen. deinem Rath, wenn sich am 8. Du leitest mich nach Greisesstabe der Pilger seinem Ziele nah't, dem friedlich stillen Grabe. Zum Himmel an führt deine Bahn. Wie sollte mir denn grauen, das Todesthal zu schauen? 9. Du leitest mich nach deinem Rath. Sey froh, gerührte Seele! Gott, ewig treu von Wort und That, reicht die die Hand. Drum wähle den Gebet.stladas At den Weg des Herrn. Er hilft dir gern, und nimmt- trau' 329 Jesu Lehren!- dich ewig auf zu Ehren. dil Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen 2c. schmeck' in Freuden, wie freunddlich er, dein Vater, ist. Bet' oft zu Gott, und fühl in Leiden, wie göttlich er dein Leid versüßt. Bet' oft, wenn dich Versuchung quälet; Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe schafft. Bet oft, wenn inn'rer Trost dir fehlet; er giebt den Müden Stärk und Kraft. 5. Bet' oft, und heiter im Gemüthe schau' dich an seinen Wundern satt. Schau' auf den Ernst, schau' auf die Güte, mit der er dich geleitet hat. Hier irrtest du in deiner Jugend, im Alter dort, er trug Geduld, rief dich durch Glück und Kreuz zur Tugend; erkenn' und fühle seine Huld. 16. Bet' oft, und schau' mit sel'gen Blicken bin in des Ewigen Gezelt, und schmeck im gläubigen Entzücken die Kräfte der zukünft'gen Welt. Ein Glück von Millionen Jabren, weich Glück! Doch ist's von jenem Glück, das dem der Herr wird offenbaren, der ihm hier dient, kein Augenblick. da obran, sint 550. Dein Heil, ein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen, sey wach und nüchtern zum Gebet. Ein findlich Fleh'n aus reinem Herzen hat Gott, dein Bater, nie verschmäh't. Erschein' vor seinem Angesichte, mit Dank, mit Demuth, oft und gern, und prüfe dich in seinem Lichte, und klage deine Noth dem Herrn. 2. Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu steh'n! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menschen Fleh'n? Sagt Gott nicht: Bittet, daß ihr nehmet? Ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, der schämt sich, Gottes Freund zu seyn. 3. Sein Glück von seinem Gott begehren, ist dieß wohl eine schwere Pflicht? Und seine Wünsche Gott erklären, erhebt dieß uns're Seele nicht? Sich in der Furcht des Höchsten stärken, in dem Vertrau'n, daß er uns liebt, im Fleiß zu allen guten Werken, ist diese Pflicht für dich) betrübt? 4. Bet oft zu Gott, und 7. Bet oft; durchschau' mit heil'gem Muthe die herzliche Barmherzigkeit deß, der mit seinem theuern Blute die Welt, der Sünder Welt, befreit. 330 freit. Nie wirst du dieses Werk ergründen; nein, es ist deines Gottes That. Erfreu' dich ihrer, rein von Sünden, und ehr' im Glauben Gottes Rath, 944 Verhalten gegen Gott. 8. Bet oft zu Gott für deine Brüder, für alle Men schen, als ihr Freund; denn wir sind Eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch dein Feind. Bet' oft; so wirst du Glauben halten, dich prüfen und das Böse scheu'n, an Lieb' und Gifer nicht ers falten, und gern zum Guten weise seyn. mi Mel. D Gott, du frommer 20. 551, Unendlich ist mein Glück! Ich darf mich unter winden, mich betend Gott zu nah'n, um tief es zu empfinden, wie groß an Macht und Huld, wie reich an Freunde lichkeit er jedem Frommen sey, der sein Gebet ihm weih't. 2. Zu meinem Trost und Glück, zu meiner Tugend Segen, mich gegen Gott zum Dank, zur Liebe zu bewegen, von ihm in Leiden Kraft und Stärke zu empfah'n, darf ich mit Zuversicht mich im Ges bet ihm nah'n. 3. Wie innig freu' ich mich, wenn ich aus voller Seele die Wunder ſeiner Huld mit heißem Dank erzähle! Du bist die Liebe, Gott! so ruf ich hochentzückt, und fühl' im Geiste schon zu dir mich hingerückt. 4. Wenn ich mein Glück und Herz in deine Hände lege, und deine Führungen mit Preis und Dank erwäge, wie süß ist meine Ruh'! wie fest die Zuversicht; Mein Vater und mein Gott verläßt die Seinen nicht! 5. Ich wandle deinen Weg nie froher, nie gewisser; nie ist des Lebens Lust mir unschuldsvoller, süßer; nie bin ich meiner Pflicht mit größ'res Sorgfalt treu; nie ist mein Blick so froh, mein Herz so sorgenfrei. 6. Fromm, ruhig und vergnügt verflossen mir die Stun den, wo ich am Morgen schon Gott im Gebet empfunden, ihn dankerfüllt erhob, und Weisheit, Kraft und Rath, Schuß, Segen, Trost und Ruh' andächtig mir erbat. 7. So will ich, Bater, denn mit findlichem Vertrauen mein Herz oft durch Gebet veredeln und erbauen! Erweck und stärk in mir der Andacht hohen Trieb; und dann versieg'le mir den Trost: Gott hat mich lieb! 552. Dir, dir, Jehovah, will ich singen; denn wo ist doch Gebet. doch ein solcher Gott, wie du? Dir will ich meine Lieder bringen; ach! gieb mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu' im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh' zu dir, dein Geist in meinem Herzen wohne, und meinen Sinn nach deinem Sinn regier'; daß ich den Frieden Gottes schmeck' und fühl, und dir zum Dank im Hers zen sing' und spiel'! 3. Verleih' mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan, So klingt es schön in meinem Liede; dich bet' ich dann in Geist und Wahrheit an, So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing' im höhern Chor. 4. Denn er kann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; er lehret mich recht gläubig beten; giebt Zeugniß meinem Geist, daß ich, dein Kind, ein Mitgenoß im Erbe Christi steh'; daher ich Abba, lieber Bater! fleh. 5. Wenn dieß aus meinem Herzen schallet, durch deines heil'gen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vater herz, und wallet ganz brün331 stig gegen mich vor heißer Lieb'; daß mir's die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab' gethan. 6. Was mich dein Geift selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht't, und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohn's geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad' um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dieß Zeugniß habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlange jederzeit, die giebst du, und thust überschwenglich Mehr, als ich verstehe, bitte und begehr'. SOSE 8. Wohl mir, ich bitt' in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist Alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir! Lob dir, jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenfest solche Seligkeit! 50 Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 553. Mein bester Troſt in diesem Leben ist ein Gebet zu dir, o Gott! Dieß kann mir Kraft in Schwachheit geben, Geduld und Muth in 332 in jeder Noth, bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ruhiges, zufried'nes Herz. bis Verhalten gegen Gott. 2. Wie kann ich Trost und Ruhe finden, wenn mein Gewissen mich verklagt; wenn bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor dir, du Heil'ger, zagt? Nichts tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, zu dir um Gnaden fleh't. 3. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen fann: dann ruf' ich dich, Herr, der mich höret, um Trost in diesem Kummer an. Wer dir sein Leid mit Zuversicht entdecket, den verwirfst du nicht. 4. Ber ich bei des Berufs Geschäfte, den du mir auferlegt, zu, dir: so fleh' ich nicht umsonst um Kräfte; du, Gott der Stärke, giebst sie mir; du giebst aus väterlicher Huld mir Segen, Weisheit und Geduld. 5. Wenn, böser Lüste Macht zu dämpfen, mir Schwachen Muth und Kraft gebricht: dann bet' ich, und du hilsst mir kämpfen; du giebst mir Muth zu jeder Pflicht; und stark durch deine Gottesfraft bezwing' ich jede Leidenschaft. 6. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bei Niemand Hülfe finden kann, so ruf' ich dich doch nicht vergebens um deinen Beistand, Vater, 10 an, der, wenn die Sprache mir vergeb't, selbst meine Seufzer noch versteh't.ind ind und fait, esitt ur * 2 mm( 554.) ndi hd vid by sier Mel. Dir, dir, Jehovah, will ic. 555. 2. enn ich vor dich, mein Schöpfer, trete, und andachtsvoll in stiller Einsamkeit aus vollem Herzen zu dir bete, was fühl ich dann für hohe Seligkeit! Ich bin mir selbst entrückt, und Alles flieh't, was meinen Geist zur Erde niederzieht. 2. Dann acht' ich nicht der niedern Freuden, vergesse gern den Tand der Eitelkeit, um den sich Menschen oft beneiden, der Thorheit Sklaven und der Sinnlichkeit; fühl' es: Gett, mit dir ver einigt seyn, das ist der Seelen wahres Glück allein. 3. Dann weichen selbst die schwersten Sorgen; dann flieh't der Schmerz, der sonst mich niederdrückt. Ich weiß es, dir ist Nichts verborgen, audy nicht der Seufzer, den mein Herz erstickt. Du bist ein Bater, der mich ewig liebt, auch wenn er mich durch fur zes Leid betrübt. A 4. Ja, das Gebet giebt. Kraft im Leiden, belebt und stärkt zur Tugend meinen Geist, und hilft mir Alles, Alles Mel= Allgemeine Bitten. meiden, was mir die Zuverficht zu dir entreißt; nur muß mein Flehen ernstlich, fromm und rein, nach Jesu Wort, in Jesu Namen seyn. 5. Drum bitt' ich nicht in meinen Leiden: O nimm sie, 333 Vater, nimm sie weg von mir! Auch bitt' ich nicht in meinen Freuden: Erhalt', o Vater, diese Frenden mir! Nur um ein frommes, dir ergeb'nes Herz bet' ich zu dir in Freuden und in Schmerz. Mel. Herr, wie du willst, so zc. Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In 556. Gott, deine Güte deiner Hand stehy't meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. reicht so weit, so weit die Wolken gehen; du frönst uns mit Barmherzigkeit, und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Fleh'n, mert auf mein Wort; denn ich will vor dir beten. 2. Jch bitte nicht um Ueberfluß und Schäße dieser Erden. Laß mir, so Viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen ſelbſt zu 3. Jch bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht, und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Met. O Jesu Christ, mein's 2c. 557. Ich komme vor dein Angesicht; verwirf o Gott, mein Flehen nicht; vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnaden und Geduld. 2. Schaff' du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb und Furcht zu dir, ein Herz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Lebelang. 3. Sey mein Beschüßer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den Verstand; erhalt ihn mir, o Herr, mein Hort, und stärk' ihn durch dein göttlich Wort! 5. Laß 334 5. Laß, deines Namens mich zu freu'n, ihn stets vor meinen Augen seyn. Laß, meines Glaubens mich zu freu'n, ihn stets durch Liebe thätig seyn! 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sey mein Glück, daß ich zu erst nach deinem Reiche tracht' und tren in allen meinen Pflichten sey! Verhalten gegen Gott. 8. Gieb von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so Viel, als dir gefällt; gieb deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 12. Bestimmst du mir ein läng'res Ziel, und werden meiner Tage viel: so laß, Gott, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nah'n, so nimm dich meiner herzlich an, und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. 7. Ich bin zu schwach aus Siege meis ner Leidenschaft; du aber 558. Gott, wer fann zieh'st mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen fann. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich mäBig im Genuß, und dürft'ge Brüder zu erfreu'n, mich einen frohen Geber seyn. 10. Gieb mir Gesundheit, und verleih', daß ich sie nuß', und dankbar sey, und nie, aus Liebe gegen sie, mich zaghaft einer Pflicht entzieh'. 11. Erwecke mir stets einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beiſpiel giebt. Mel. Wer nur den lieben Gott ze, et. Mer nur b etwas Gutes haben, das nicht von dir den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, und immer groß an Rath und That. Du willst, daß mit Gebet und. Fleh'n wir stets auf deine Hülfe seh'n. 2. Drum fomm' ich auch mit meinem Beten, o Gott, vor deinen heil'gen Thron. Wie freudig kann ich vor dich treten! denn mich vertritt bei dir den Sohn. dir den Sohn. In ihm hab' ich die Zuversicht: Mein schwaches Fleh'n verwirfst du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem Willen, was deinem Kinde heilsam ist. Du nur fannst meinen Mangel stillen, weil du des Segens Quelle bist. Vor allen Dingen sørge du für meines Geistes wahre Ruh'. 4. Gieb mir Beständigkeit im Allgemeine Bitten. 335 im Glauben; laß meine Liebe Will Etwas Mel. Nun fich der Tag geendet zc. mir dieß Kleinod rauben, so 559. Augütiger, allein schränke die Versuchung ein, und stärke mich mit heil'gem Muth; so sieg' ich über Fleisch und Blut. bei dir steh't aller Menschen Heil. Nur du kannst segnen; gieb auch mir an deinem Segen Theil. 5. Bewahr in mir ein gut Gewissen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit; ein Herz, auf's Gute stets beslissen, das sich vor deinem Auge scheu't. Und fehl' ich, Gott, so strafe mich zu meiner Beß rung väterlich. 6. Ein Herz, das in beglückten Tagen, o Vater, deiner nie vergißt; ein Herz, das unter Noth und Plagen vor dir still und demüthig ist; ein Herz voll Zuversicht zu dir und voll Geduld verleibe mir. 7. Das And're alles wirst du fügen. Du weißt am besten, was mir nüßt. An deiner Huld laß ich mir g'nügen, die Schwache mächtig unterstüßt. Zufrieden, Vater folg' ich dir. Bestärke die fen Sinn in mir. 8. Soll ich auf Erden länger leben, so gieb, daß ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor Augen schweben; und kommt dereinst mein Sterbetag, so sey mein Ausgang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. 2. Erleuchte du mir den Verstand, mein Bestes einzuseh'n; und leite mich an deiner Hand, den Weg des Heils zu geh'n. 3. Zeuch meine Seele ganz zu dir und deiner Liebe hin; und mehr sey deine Gnade mir, als irdischer Gewinn. 4. Laß mich die schnöde Lust der Welt mit weiser Vorficht flieh'n, und nur zu thun, was dir gefällt, mit Eifer mich bemüh'n. 5. Zu einer jeden guten That gewähre mir Gedeih'n, und laß mich gern mit Hülf und Rath den Leidenden erfreu'n. 6. Was ich bedarf, so lange hier mein Leben dauern soll, das, o mein Vater, gieb du mir; du willst und liebst mein Wohl. 7. Gieb mir ein immer fröhlich Herz, das dich für Alles preist; und stärke, trifft mich auch ein Schmerz, zum frohen Muth den Geist. 8. Erleicht're mir des Lebens Last mit Trost der Ewigkeit; bis mich, was du verbeiБен Verhalten gegen Gott. 336 Ben hast, vollkomm'ne Bonn' erfreu't. 19.06 Mel. O Gott, du frommer 2c. 560. Herr, lehre du mich thun nach deinem Wohlgefallen! Laß mich im Herzen schon bei dir im Himmel wallen! Dein heil'ger guter Geist führ' mich auf eb'ner Bahn, und gebe, daß ich dich recht findlich ehren kann. 2. Gieb, daß ich stets durch ihn im Glauben stärker werde, und jederzeit mich selbst, die Lust und Pracht der Erde durch ihn verläugnen mag. Laß mich von Heuchelschein, Verstellung, Schmeichelei und List entfernet seyn. 1 biſt. 3. Laß mich, Herr, meinen Gang, mein Denken, Thun und Dichten, Herz, Augen, Hand und Mund nach deinem Worte richten. Gieb, daß ich jederzeit voll reiner Lieb' und Treu, mein Vater! gegen dich und meinen Nächsten sey. 4. Gieb, daß ich überall, bei jeder That, bedenke, ob ich mich auch von dir und meinem Taufbund lenke; ob deines Namens Ruhm mein steter Endzweck bleibt; ob mein unachtsam Herz Verbot'nes denkt und treibt; im Glauben fester fasſe; ob es die Seligkeit mit Furcht und zittern schafft, und denkt, wie leicht der Tod uns von der Erde rafft. 16. Hilf, was dahinten ist, von Herzen zu verachten, und laß mich stets mit Fleiß nach jenem Kleinod trachten, das du mir vorgesteckt. Laß Jesum mir allein das wahr' und höchste Gut in diesem Leben seyn. 7. Was du mir auferlegt, laß mich geduldig leiden. Laß mich die Missethat mit größ tem Ernst vermeiden, und denken, daß, o Herr! dir Nichts verborgen ist, und daß du überall selbst gegenwärtig 5. Ob ich mich täglich mehr, Herr! von dir heil'gen lasse; ob auch mein Herz dich stets 8. Laß mich behutsam seyn, daß ich dem Zorn entgehe, und Nichts als Segen, Heil, Trost, Schuß und Gnade sehe. Laß mich mit Freuden thun, was mir dein Wort gebeut; gerieth' ich auch dadurch in Schmach und and'res Leid. 9. Hilf, daß ich stets auf dich, als meinen Felsen bane; dir jederzeit allein in Noth und Tod vertraue. Du kennest, mehr als ich, die Sorge, die mich plagt, und du versäumst mich nicht, weil du es zugesagt. 10. Laß mich hier deinen Geist mit Himmelsgütern nähren, bis ich dort oben dich mit Allgemeine Bitten. mit allen Engeln ehren und völlig rühmen kann für deine Gütigkeit, wenn mich vor deinem Thron dein ew'ges Licht erfreu't. 337 suchung nicht; Herr, stärk' uns, wenn uns Kraft gebricht; steh' uns zum Siege mächtig bei; mach' uns're Herzen täglich neu. 8. Erlös, erlös' uns, unser Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! Nimm nach vollbrachtem Prüfungslauf uns in das bess're Leben auf. 9. In deines Himmels Heiligthum, auf deiner Erd' erschallt dein Ruhm. Dein ist die Macht, die Herrlichkeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Mel. Mein Gott, ich danke zc. 561. Du, deß sich alle Himmel freu'n, auch uns're Seele freu't sich dein, daß du, deß Macht unendlich ist, daß du, Gott, unser Vater bist. 2. Weit, über unser Den ken weit geh't deines Namens Herrlichkeit. Dich ehre, wer Mel. Seelenbräutigam zc. dich, Bater, kennt, so oft er 562. Kindlich nahen wir deinen Namen nennt. uns, o Vater, dir! Der Gedanke deiner Liebe heiligt unsers Herzens Triebe; und mit Vatersinn schau'st du auf uns hin. 3. Verbreite deiner Gnade Ruhm durch Jesu Evangelium. Mach' unser Herz ihm unterthan; so beten wir dich freudig an. 4. Der du in deiner Wahl nie irr'st, und wohlzuthun nie müde wirst, dein Wille, Weifester, gescheh' auf Erden so, wie in der Höh'! 5. Was unser Leben hier erhält, gieb uns, so lang' es dir gefällt; doch gieb uns auch ein Herz dabei, das dankbar und genügsam sey. 6. Vergieb, vergieb uns uns're Schuld; trag' uns're Schwachheit mit Geduld; wir wollen auch, von Rachsucht rein, des Bruders Fehler gern verzeih'n. 7. Herr, führ' uns in Ver2. Himmlisch ist dein Thron, himmlisch auch dein Lohn, wenn wir ohne Furcht und Grauen deiner Huld und Macht vertrauen. Gnade winkest du frommen Betern zu. 3. Sey denn jederzeit, Herr der Herrlichkeit, von der weiten Welt verehret; und was deinen Ruf vermehret, müsse stets allein uns geheiligt seyn! 4. Deines Reiches Glanz zeige sich uns ganz; und das Alter, wie die Jugend, liebe Wahrheit, Recht und Tugend! Und in Freud' und Schmerz weih' sich dir das Herz! 22 5. Herr, 338 5. Herr, wir fassen Muth; du regierst uns gut. Ja, wir streben, deinen Willen gleich den Geistern zu erfüllen, die sich himmlisch freu'n, dir getreu zu seyn. Verhalten gegen Gott. 6. Frömmigkeit besteh't; Erdenglück vergeh't. Doch, was nöthig ist auf Erden, Herr, das laß uns huldreich werden! Gieb uns bis zum Tod täglich unser Brod! 7. Oft verirren wir uns, o Gott, von dir. Ach, verzeih' uns uns're Sünden, so, wie wir uns willig finden, Feinden zu verzeih'n, sanft und mild zu seyn. 8. Regt die böse Lust sich in uns'rer Brust, Herr, so laß uns nicht erliegen! Lehr' uns beten, kämpfen, stegen! Unverführbar sey unser Herz dir treu! 9. Leit' uns durch die Welt, wie es dir gefällt! Nur ent reiß' uns allem Bösen! Du bist Gott, und kannst erlösen. Deines Himmels Heil werd' uns dort zu Theil! 10. Herr, wer ist, wie du? Alles jauchzt dir zu. Alles lehrt in deinem Reiche, daß an Macht dir Niemand gleiche. Deine Herrlichkeit währt in Ewigkeit. gedenke meiner im besten jetzt und allezeit; denn außer dir, o Herr, ist Reiner, der mich mit Rath und Trost erfreu't. Dein Wort macht mich voll Zuversicht, und sagt mir, du vergißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mache mir die Himmelslehre zur Lebenskraft im Christenthum, daß Jesu Aussaat wohl geling', und hundertfältig Früchte bring. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und neig' dein Vaterherz mir zu; wenn ich in Christo vor dich trete, bring' dem bewegten Herzen Ruh'. DO Vater, gieb mir das allein, was mir kann gut und selig seyn! 4. Gedenke meiner, wenn ich falle; verstoße den Gefall'nen nicht! Und daß ich künftig treuer walle den Weg der mir gebot'nen Pflicht, so förd're selbst zu deinem Preis, o Vater, meinen Tugendfleiß. 5. Gedenke meiner, wenn ich leide; wen hab' ich sonst, als dich allein, der bei Verfolgung, Haß und Neide mein Freund und Tröster könnte seyn? Mich schreckt, wenn deine Hand mich hält, kein Haß, fein Spott, kein Droh'n der Welt. ( 563.) Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 564. Mein lieber Gott! dem Allen, woran ich nicht 6. Gedenke mein auch in ge= Deffentliche Verehrung Gottes.339 Was könnte mir der Himmel seyn, blieb' ich nicht dort auch ewig dein! 8. Nie will ich unzufrieden flagen; du, Vater, dessen Huld mich schüßt, wirst deinem Kinde nie versagen, was ihm zu seiHeile nüßt. nem Heile nügt. Heil mir, daß du mein Schicksal lenkst, und stets im besten mein gedenkst! nem gedenken kann, und blicke mich mit Wohlgefallen in meinem ganzen Leben an. Denn giebst du mir, was dir gefällt, ſo ist's um mich recht gut bestellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe, und wenn mich alle Welt vergißt; versezze mich in jenes Erbe, wo du mein Theil und Leben bist. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 565. Den Höchsten öffentlich verehren, und in sein Haus mit Freuden geh'n, um andachtsvoll sein Wort zu hören, und ihn lobpreisend zu erhöh'n, ist eine Pflicht, wozu der Christ, so lang' er lebt, verbunden ist. 2. Wenn du nur in der Still' ihn ehrest, zwar Jesum deinen Heiland nennst, doch ihn nicht öffentlich verebrest, ihn nicht auch vor der Welt bekennst: bist du dann sein? Bist du ein Christ, der seinem Heiland dankbar ist? 3. Wer sich dem Gottes dienst entziehet, an seines Gottes Ruhetag aus Trägheit die Versammlung fliehet, und nicht mit Andern beten mag, entzich't sich einer heil'gen Pflicht, und sorgt für seine Seele nicht. 4. Auch deinen Nächsten zu erbauen, mußt du zum Hanse Gottes geh'n. Wie Manche find, die auf dich schauen, die bloß auf And'rer Beispiel seh'n! O, denke dran, daß du als Christ ein gutes Beispiel schuldig bist! 5. Doch selber dich von deinen Pflichten und von der Bahn zur Seligkeit noch immer mehr zu unterrichten, in dieser deiner Prüfungszeit, was ist wohl nöthiger, o Christ, der du geneigt zu Fehlern bist? 6. Wie schwach sind uns're eig'nen Kräfte! Wie schwach Erkenntniß und Verstand! Der Gottesdienst ist ein Geschäfte, wozu Gott gütig uns verband; ein Mittel, das uns neue Kraft zum Glauben und zur Tugend schafft. 7. Wie manchen Trost hab' ich empfunden, wenn ich das Wort des Herrn gehört! Wie 22* lieb 340 Verhalten gegen Gott. Gesinnungen gegen Jesum. lieb' ich euch, ihr frohen Stunden, da man anbetend Gott verehrt, und um das Ewige bemüht, sich aller Erdensorg' entzieht. großer Tempel, Schöpfer, ist die Welt und jedes Menschenherz, das dir gefällt. 2. Doch reicher noch fließt uns dein Segen, der auch daheim den stillen Beter lohnt, in Gnad' und Wahrheit hier entgegen, wo deines großen Namens Ehre wohnt; wo Greis und Jüngling, Mann und Weib und Kind zu deiner Anbetung versammelt sind. 3. Da, wo beseelt von gleichem Triebe, ein froher Lobgesang den andern hebt; wo Alles, voll von deiner Liebe, in Einem Geiste denkt und lebt und webt: wie stärket, wie erweckt und tröstet mich an dieser Stätte der Gedank an dich! 8. Nichts gleicht dem himmlischen Entzücken, das hier ein frommes Herz belebt, wenn es in sel'gen Augenblicken sich im Gebet zu Gott erhebt, und voll des Glücks, das es genießt, von Dank und Freuden überfließt. 9. Kommt, fromme Christen, theure Brüder, vereint im Geist vor Gott zu steh'n; kommt, wir sind Eines Leibes Glieder; kommt, unsern Schöpfer zu erhöh'n! Frohlockend preiset Jesum Christ, der unser Haupt und Mittler ist! Mel. Dir, dir, Jehovah will ze. 566. Dich preisen, Herr, Gesang und Lieder bis an die fernsten Grenzen der Natur; und Erd' und Himmel tönt sie wieder, nicht hier die Gott geweih'te Halle nur. Dein 4. Enthülle dich aus deinem Worte, o Gott, du Allerheiligster, uns ganz! Nicht hier allein, an jedem Orte umstrahl' uns deines Lichtes heller Glanz, zum Eifer, uns im Glauben dir zu weih'n, und deine Tempel überall zu seyn! Mel. Wie schön leuchtet der zc. Wolfe! Als du famest, hörten Taube, und der Glaube half 567. Wie groß, wie den Kranken; Stumme sangen, dir zu danken. angebetet ist dein Nam', o Heiland, Jesu Christ! wie thener deinem Volke! Welch Licht ging in der Finsterniß mit dir der Welt auf! Wie jerriß, wie floh des Irrthums 2. Nur Schwache waren's, die dein Licht verbreiteten; die Weisen nicht. Wo find sie? wo die Hohen? und wo die Reichen? wo die Macht, vor der Dankbare Verehrung desselben. 341 der des Gößendienstes Nacht Jesu Christ! wie herrlich bei und seine Schatten flohen? Macht nicht, List nicht; deine Gaben, Mittler, haben dich verkläret, und den Weg zu Gott gelehret. den Deinen! Führst du uns einst zu deiner Ruh': 0, wie weit herrlicher wirst du den Frommen dann erscheinen! Ewig müsse, dir zur Ehre, ihrer Chöre Lob erschallen, durch die Himmel wiederhallen! 3. Wir werden deinen Ruhm erhöh'n; wir werden deinen seh'n, den Preis von deinen Leiden; genießen, was 568. Mein Jesu, dem du uns erwarbst, als du für uns am Kreuze starbst, der Engel hohe Freuden. Welche Gnade, daß wir Sünder Gottes Kinder werden sollen, wenn wir an dich glauben wollen! 4. Dit hast dich deiner Herrlichkeit entäußert eine kurze Zeit, für uns von Gott verlassen. Und nun mit Ehr' und Ruhm gekrönt, nun machst du selig, die versöhnt der Sünden Gräuel hassen. Ihnen willst du Heil und Leben ewig geben, und uns Allen helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Vom Aufgang bis zum Niedergang erschallet dir der Lobgesang erretteter Gerechten. Unzählbar sind die Scharen schon, die gerne dir vor deinem Thron ein würdig Loblied brächten. Ihrer mehr noch, Jesu, werden schon auf Erden dir lobsingen, Preis und Dank und Ruhm die bringen. 6. Wie groß, wie angebetet ist dein Nam', o Heiland, die Seraphinen, im Glanz der höchsten Majestät, ſelbſt mit bedecktem Antlitz dienen, wenn dein Befehl an sie ergeh't: wie sollten blöde Fleischesaugen, die die verhaßte Sündennacht mit ihrem Schatten trüb' gemacht, dein helles Licht zu sehen tangen? 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Eingang in dein Heiligthum, und laß mich deine Gnad' erquicken, zu meinem Heil und deinent Ruhm. Reich' deine Gnade meiner Seele, die reuerfüllt vor dir sich beugt, die Lieb' und Dankbarkeit bezeigt; sprich: Ja, du bist's, die ich erwähle. 3. Sey gnädig, Jesu, voller Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt; hör', wie das sehnende Gemüthe: Herr, sey mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du fannst mich nicht verstoßen; wie könntest du nicht gnädig seyn dem, den dein Blut von Schuld und Pein erlöst, da es so reich geflossen? 4. Sch Gesinnungen gegen Jefum. 342 4. Ich fall' in deine Gnadenhände, und flebe glaubensvoll zu dir: Gerechter König, wende, wende mit deiner Gnade dich zu mir! Ich bin ge= recht durch deine Wunden; es ist nichts Sträfliches an mir. Bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib' ich auch mit dir verbunden. 5. Ach, laß mich deine Weisheit leiten, und nimm ihr Licht nicht von mir weg! Stell' deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis an's Ende wandle; damit ich hier in dieser Zeit, in Lieb' und Herzensfreudigkeit, nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe, und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg' und stehe, wenn Stärk' und List der Mel. Sollt' ich meinem Gett zc. 569. Welterlöser, dich zu lieben, bis das Aug' im Tode bricht, mit des Herzens reinsten Trieben ist uns theure, heil'ge Pflicht. Von der Liebe Gluth durchdrungen, kamst du aus des Himmels Reich, wurdest schwachen Menschen gleich, hast mit Noth und Tod gerungen. Froher Herzen Preisgesang sagt nun deiner Liebe Dank. Feinde wacht. So wird dein Gnadenreich auf Erden, darin Gerechtigkeit regiert, und Lieb' und Huld das Zepter führt, auch in mir ausgebreitet werden. dich 7. Ja, ja; mein Herz will umfassen; dich umfassen; erwähl' es, Herr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb' ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron', so würd'ge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Tempel seyn, bis du, fällt dieser Bau einst ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben, steig' du in Lieb' herab zu mir; laß Nichts mir diese Freude rauben; erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang' in mir das Herz sich regt; und wenn dasselbe nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. 2. Keine lockende Begierde drängte dich zum Eiteln hin; Heiligkeit war deine Zierde, Menschenrettung dein Gewinn. Willig trugst du deine Bürden; tratest sanft und still hervor; hobst die Welt zu Gott empor, daß wir ewig selig würden. Niedrigkeit war, Herr, dein Loos, und doch dein Verdienst so groß! 3. Mächtig, selbst im tiefsten Staube, schufest du der Seelen Glück. Zweifelsucht und Liebe zu ihm und Freude an ihm. 343 erheben! Herr, durch diesen Hoffnungsstrahl wird uns hell das Todesthal. Wer 4. Nun entfliehen Furcht und Schrecken vor dem groBen Weltenherrn. Nichts kann Sorg' in uns erwecken; er ist nimmer von uns fern. Seine Liebe, Nichts als Liebe predigt uns die ganze Welt, die er täglich noch erhält, daß 7. Dank sey dir von allen Frommen, Preis und Dank sey dir geweih't! Ja, durch dich ist Heil gekommen in das Land der Sterblichkeit. dir folgt durch's Erdenleben, athmet hier schon Himmelslust; Friede wohnt in seiner Brust; einst wird Gott die Kron' ihm geben. Dann mischt sich der Liebe Dank in der Engel Preisgesang. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. sie uns im Lieben übe. Men 570. Bleib', Jeſu, hier; schenfreund, seit du erschienst, ist die Liebe Gottesdienst. dein Gnadenschein erfülle meine Seele! Du bist der theure Freund allein, den ich mir auserwähle. Nichts will ich, Jesu, außer dir! Was ich nur will, das bist du mir; und das ist meine Freude. 5. Selbst der Sünder darf nicht beben, eilt er nur zu dir zurück. Deine Stimme: Du sollst leben! heitert seinen Thränenblick. Ach, du blutetest am Kreuze, trugest Schmach und Angst und Noth; starbst für ihn, damit dein Tod ihn zum frommen Leben reize. Folgt er dir, o welche Huld! ausgetilgt ist seine Schuld. 6. Heil uns, wenn wir treu dir dienen! Wonne strömt durch unsern Geist. Noch ist es uns nicht erschienen, was die Zukunft uns verheißt. Dich, dich hat uns Gott gegeben; o, zu welcher Herrlich feit wird er nach durchkämpfter Zeit uns, dein treues Volk, und falscher Glaube schwanden in die Nacht zurück. Hin zum Heiligthum der Wahrheit führtest du der Deinen Schar, und wer dir nur folgsam war, sah das Heil in voller Klarheit. O, wer bebt vor Freude nicht? Uns, auch uns umglänzt dein Licht. 2. Weg Alles, was mir Kummer macht! Was sorg' ich für das Meine? Dein Auge nimmt es so in Acht, als wär' es selbst das Deine. es ist auch Wiewohl Alles dein; du aber bist dagegen mein; und das ist meine Freude. 3. Nun Etwas will und muß ich noch dir, Jesu, anvertrauen: es ist mein Nächster; laß ihn doch auch deine Güte schauen! Bon allen Menschen insgemein, wünsch' ich, fie . 344 fle möchten selig seyn; und das ist meine Freude. Gesinnungen gegen Jesum. 4. Weg mit allen Schäzzen! du bist mein Ergößen, Jesu, meine Lust! Wollust lockt vergebens; du nur, Fürst des Lebens, wohnst in meiner Brust. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich Biel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Fahre hin, o Wesen, das die Welt erlesen; mir gefällst du nicht! Fahret hin, ihr Freuden, die zur Sünde 571. Jesu, meine Freu- leiten; kommt nicht mehr de, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier, ach, wie lang', wie lange ist dem Herzen bange! Mich verlangt nach dir! Hab' ich dich, wie reich bin ich! Außer dir soll mir auf Erden sonst Nichts lieber an's Licht! Fahre hin, du stolzer Sinn! du verirrtes, eitles Streben, fort aus meinem Leben! 4. So will ich, treuer Jesu, mich in deine Arme le gen. Der Glaube hält mich fest an dich; du bist mein Heil und Segen; du bist mein Trost, du bist mein Hort; du bist mein Alles, hier und dort: und das ist meine Freude. werden. 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß auch Felsen splittern, laß den Erdfreis zittern; mir steh't Jesus bei! Ob es ist gleich fracht und bligt, ob mich Sünd' und Hölle schrecken; Jesus will mich decken. 3. Nicht des Grabes Höhle ängstigt meine Seele, noch das Weltgericht. Nichts kann meinen Glauben, Nichts mir Jesum rauben; er verläßt mich nicht. Und bewacht durch seine Macht, kann ich, bei der Feinde Toben, Gott mit Freuden loben. 6. Weicht, ihr Trauergeister! denn mein Freudenmeister, Jesus tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Wonne seyn. Duld' ich schon hier Spott und Hohn; dennoch bleibst du, auch im Leide, Jesu, meine Freude. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu sc. 572. Du, der du alle Schmerzen heilst, den Fle= henden zu Hülfe eilst; wie selig ist, wer nach dir strebt; wie selig der, der in dir lebt! 2. Du sendest Licht in uns're Brust, du schaff'st dem Herzen Himmelslust; erfreuender, als alle Freud', ist deiner Liebe Lieblichkeit. 3. Du Liebe zu ihm und Freude an ihm. 3. Du Göttlicher, der für uns starb, und Heil und Leben uns erwarb, nun über Tod und Moder schwebt, im Himmel ewig für uns lebt; 4. Ach, bleib' bei uns, du guter Herr; verlaß uns nicht, du Freundlicher! Der Zeiten Abend dringt herein; wir können ohne dich nicht seyn. 7. Drum floß für uns dein theures Blut; drum trugest du der Feinde Wuth, befreitest uns von Sünd' und Tod, und führtest uns den Weg zu Gott. 345 su, kommst du ganz zu mir? Wann werd' ich ganz durch dich erfreu't? Wann seh' ich deine Herrlichkeit? 5. Kommst du in unser Herz, so bricht der Morgen an, und Mittagslicht scheint, wo du bleibest, hell und flar und macht dein Lieben of fenbar. 6. Du liebst, du liebst mel. Meinen Jefum laß ich 2c. uns grenzenlos! Dein Herz 574. Einen Trost weiß ist huldvoll, göttlich groß, geduldig, himmlisch, sanft und rein, nur strebend, Menschen zu erfreu'n. nur mein Herz vor der ganzen Welt zu finden; nach ihm blick ich himmelwärts; Noth und Tod muß dann verschwinden. Jesus ist mein Trost allein, und wird es auch ewig seyn. 8. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich durch dich, o Jesu, bin; stets leuchte mir in hellem Licht dein gnadenvolles Angesicht. 9. Wer von dir ißt, den hungert noch; wer von dir trinkt, den dürstet noch; doch hungert ihn allein nach dir, doch dürftet ihn allein nach dir. 10. Nichts stillet meinen Trieb nach dir. Wann, Je11. Komm' du, den meine Seele liebt, der Leben ist und Alles giebt, komm' und erfüll' ihr heißes Fleh'n, und laß mich deinen Himmel seh'n. 12. Jhr, die ihr schon vollendet seyd, ihr Sel'gen, macht die Thore weit! Lobsinget ewig ihm mit mir: Heil, Jesu, Gottes Sohn, sey dir! ( 573.) 2. Seine Brust ist voller Treu', er ist meiner Seele Leben. Jesu Liebe steh't mir bei, eine Burg, die mich umgeben. Und betrübt er mich gleich noch, so ist er mein Jesus doch. 3. Kreuz und Leiden sind mir ja herzvertraute Liebeszeichen; er ist auch im Trauern nah', läßt es gleich, als wollt' er weichen. Jesus hat ein treues Herz, nimmt mir endlich allen Schmerz. 4. Geh't 346 4. Geh't der Kreuzkelch bitter ein: Jesus kann ihn leicht versüßen. Bleibt mir nur sein Sonnenschein: o, wer fragt nach Regengüssen? Hab' ich ihn, so wachsen mir Rosen in der Wüste bier. Gesinnungen gegen Jesum 5. Erd' ist Erd' und kann gewiß nimmermehr mich recht vergnügen; Eitelkeit muß überdieß vor der Zeit, wie Staub verfliegen. Alles gehet drauf, mich doch mein Jesus auf. Obgleich nimmt 2. Stiller Jesut, wie dein Wille dem Willen deines Baters stille und bis zum Tod gehorsamwar: also mach' auch gleichermaßen mir Herz und Willen Gott gelassen, und stille meine Triebe gar! Mach' mich dir gleichgesinnt, wie ein gehorsam Kind, stille, stille! Jesu, bilf du auch mir dazu, daß ich gehorsam sey, wie du! 6. Bin ich reif zum Tode nun, o wie selig werd' ich sterben! Christus läßt mich sicher ruh'n; ich kann also nicht verderben. Jesus soll mein Trost allein noch an meinem Grabe seyn. Mel. Wachet auf! ruft uns zc. 3. Wachsam ohne Rast und Schlummer, in großer 575. Heil'ger Jesn, Arbeit, Müh und Kummer, Heil'gungsquelle, wie strahlt dein Tugendglanz so helle! wie leuchtet deine Heiligkeit! Aller Geistesglanz auf Erden, was Großes mag bewundert werden, ist gegen dich nur Dunkelheit. Vorbild sey du mir! O, bilde mich nach dir, du, mein Alles! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich so heilig sey, wie du! bist du gewesen Tag und Nacht. War dein Tagewerk geschehen, lagst du des Nachts vor Gott mit Flehen, haft viel gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachsamkeit, daß ich zu jeder Zeit wach' und bete! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich so wachsam sey, wie du! Ein 4. Güt'ger Jesu! o wie gnädig, wie warst du stets in Liebe thätig, selbst gegen Feinde gutgesinnt! Deine Milde leuchtet Allen, dein Segen soll auf Alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sind! Mein Heiland, lehre mich, daß auch hierinnen ich dir nachahme! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich so gütig sey, wie du! 5. Sanfter Jesu, warst unschuldig, und littest alle Schmach Nachfolge desselben und Gehorsam gegen ihn. 347 Schmach geduldig, und übtest als den Hunger stillen, lag niemals Rachgier aus. Wer dir am Herzen, Gottes Wilkann deine Sanftmuth mes- len zu thun mit aller Freusen! die doch den Eifer nicht digkeit. Herr, hilf mir meivergessen, der nöthig war für's nen Leib beherrschen, daß ich Vaters Haus. Mein Hei- bleib' mäßig, nüchtern! Je= land, ach, verleih' mir Sanft- su, hilf du auch mir dazu, daß muth und dabei guten Eifer! ich stets mäßig sey, wie du! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich sanftmüthig sey, wie du! 9. Nun, o Jesu, liebstes Leben, mach' mich in Allem dir ergeben, und deinem heil'gen Vorbild gleich; daß dein Geist mich ganz durchdringe, daß ich viel edle Früchte bringe, und tüchtig sey zu deinem Reich. Ach, zieh' mich ganz zu dir! Behalt mich für und für, treuer Heiland! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich bei dir einst finde Ruh'! 6. Würd'ger Jesu, Wahrheitskönig! du suchtest Menschenehre wenig, und wurdest niedrig und gering; wan= deltest sehr arm auf Erden in Demuth und in Knechtsgeberden; erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demuth lehr' mich auch je mehr und mehr fleißig üben! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich demüthig sey, wie du! 7. Mel. Mein Gott, ich danke zc. Keuscher Jesu! all' dein Wesen war züchtig, rein und 576. Ihr, die ihr euch auserlesen, voll schöner, zarter Sittsamkeit. Denken, Reden und Beginnen, dein äusf'rer Mensch, dein Herz von innen war voller Zucht und Ehrbarfeit. Erhalt auch mich von Christo nennt, und euch zu seiner Lehr' bekennt, die ihr seyd durch sein Blut er= fauft, und auch auf seinen Tod getauft; 2. Führt nicht den Namen nur allein, ihr müßt auch rechte Christen seyn, wenn ihr einst wollt nach dieser Zeit eingeh'n zu Christi Herrlichkeit. 3. Wer dort mit Christo herrschen will, der muß ihm auch hier halten still in Freud' und Leid, und geh'n die darin, erhalt' mir Herz und Sinn feusch und züchtig. Jesu, hilf du mir stets dazu, so kensch und rein zu seyn, wie du! 8. Mäß'ger Jesu, deine Weise in froher Menschen frohem Kreise lehrt uns die rechte Mäßigkeit. Mehr noch, 348 di Gesinnungen gegen Jesum.plebo 12 die Bahn, die er gegangen ist voran. gelitten hast, was du auf legst, standhaft trage. Dann wird, was erst schrecklich däucht, süß und angenehm und leicht. 4. Ach! viel mehr, unendlich Mehr, als ich je von Kreuz empfinde, litt'st du, Allerheiligster, für die Welt, für meine Sünde. Ohne Zahl war deine Noth, unaussprechlich schwer dein Tod. 5. Durch dein Kreuz erwarbst du mir Kraft und Muth in meinem Leiden. Nun kann, Jesu, mich von dir keine Pein, kein Tod nicht scheiden. Werd' ich zaghaft, stärket sich mein erschrock'nes Herz durch dich. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. 6. Herr, du hast nach deinem Streit dich zu Gott em577. Jesu, Jesu, stärke por geschwungen. Mein iſt deine Herrlichkeit, durch dein Kreuz auch mir errungen. Wer, wie du, mein Jeſu, hier kämpft, der erbet dort mit dir. 4. Wer ewig will bei Christo seyn, der muß ihm leben, ihm allein, und nicht den Sünden seine Zeit aufopfern und der Eitelkeit. 5. Wer seinem Jesu sich ergiebt, ihn jederzeit von Herzen liebt, ein christlich frommes Leben führt, der ist ein Christ, wie sich's gebührt. 6. Wer Jesum Christum recht erkennt, und christlich seine Zeit verwendt, der schläft einst sanft und selig ein, und wird bei Gott sich ewig freu'n. mich, willig jede Noth zu tragen! Ach, mein Herz entseget sich, würd' auch ohne dich verzagen. Doch ich weiß es, ich bin dein; dir muß ich auch ähnlich seyn. 2. Wer dir nachzufolgen strebt, muß sich deiner Schmach nicht schämen; willig, ob sein Herz auch bebt, dein Kreuz dennoch auf sich nehmen. Wer sich dessen weigert, ist noch fein Freund von dir, kein Christ. 3. Sanft wird endlich deine Last, wenn ich, still und ohne Klage, weil auch du 7. Nein, ich fliche nicht dein Kreuz; sich', ich nehm's aus deinen Händen. Mich soll nie der Lüste Reiz, nic die Trübsal von dir wenden. Gern trag' ich, wiewohl noch schwach, dir dein Kreuz, mein Jesu, nach. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 578. Mein Gott! mir hat Nachfolge desselben und Gehorsam gegen ihn. 349 nur lauter Lieben im Wandel vorgeschrieben. Er hat dein lieber Sohn ein Vorbild hinterlassen; mein ganzes Leben soll hiervon ein wahres Muster fassen. geht voran, und zeigt die Babn; er will durch sein Bemühen uns Alle nach sich ziehen. 2. Mein Jesus rufet: Folge mir! Ich folg' ihm zwar im Glauben; allein die Kraft fommt nur von dir; soll die kein Zweifel rauben, so muß dein Wort mich im merfort in alle Wahrheit leiten; sonst kann ich leicht noch gleiten. 3. Gieb, daß ich folge seiner Lehr', und allen Irrthum meide; daß Noth und Tod mich nimmermehr von seiner Wahrheit scheide. Ich weiß, es ist mein Jesus Christ Weg, Wahrheit und das Leben; er kann mir Alles geben. 6. Mein Jesus rufet: Folge mir! Ich folg' ihm auch in Leiden. Zwar widerstrebt noch die Begier; doch muß ich mich bescheiden. Sein Kreuzfelch war sehr wunderbar; ich denk' an das mit Schrecken, was seine Lippen schmecken. 5. Hilf mir, so geh' ich, weil ich kann, auf seinen Tugendwegen, und führe mich zur Demuth an; laß mich zum Grunde legen, was seine That erwiesen hat, die mir 7. Zeuch aber mich zum Kreuze nach, das Jesus selbst getragen. Kommt nun Verfolgung, Hohn und Schmach, und tausend and're Plagen: so gieb mir Muth durch Christi Blut, bis ich, mit ihm verbunden, den schönsten Sieg gefunden. 8. Mein Jesus rufet: Folge mir! Ich folg' ihm auch im Sterben. Sein Kreuz verbleibe mein Panier, und lasse mich dort erben in Ewigkeit, was mir bereit. So folg' ich, nach dem Leiden, ihm zu viel tausend Freuden. 4. Mein Jesus rufet: Folge mir! Ich folg' ihm nach im Leben; du aber wollest der den Mel. Ach, was soll ich Sünder zc. druck geben. Zeuch mich nur 579. Jesus selbſt, mein hin nach Christi Sinn, und laß mich ihm auf Erden im Wandel ähnlich werden. Licht, mein Leben, Jesus, meinerSeele Zier, spricht: Kommt her, und lernt von mir! Jesu, dem ich mich ergeben, Ürsprung meiner Seligkeit, lehr' mich selbst die Frömmigkeit! 2. Ach, wie ist mein Herz verderbet! Fest noch hält das Sündenband Seel' und Leib, Sinn 350 Gesinnungen gegen Jesum. Treue gegen ihn. Sinn und Verstand. Böses ist mir angeerbet; schwach ist meine Tugendkraft; sie erliegt der Leidenschaft. Licht, meine Kraft und Zu versicht! Mache mich dir so ergeben, daß ich flieh' die Lust der Welt, und nur thu', was dir gefällt. 3. Hilf nun! hilf, um auszurotten alles Unkraut, Haß und Neid, Stolz und Unge rechtigkeit. Laß den Feind nicht meiner spotten; in Versuchung steh' mir bei; mach' mich aller Bosheit frei. 4. Pflanze mir in mein Gemüthe deine große Freundlich keit, auch Geduld und Frömmigkeit, deine Liebe, deine Güte, Andacht, Treu' und Redlichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit. 5. Laß mich dir zur Ehre leben, Jesu, meines Herzens 580. Wenn Alle untreu werden, so bleib' ich dir doch tren, daß Dankbarkeit auf Erden nicht ausgestorben sey. Für mich umfing dich Leiden, für mich starbst du im Schmerz; drum weih' ich dir mit Freuden auf ewig dieses Herz. Wegen; gieb mir, wie dain 6. Führe mich auf deinen Wort verheißt, Jesu, deinen guten Geist; täglich gieb mir Gnad' und Segen, täglich Weisheit, Hülf und Rath; segne Denken, Wort und That. Mel. Schatz über alle Schätze ic. Heil der Welt errungen; und wer denkt daran? doch 2. Oft möcht' ich bitter weinen, daß Mancher dich vergißt, der du doch für die Deinen am Kreuz gestorben bist. Von Liebe nur durchdrungen, hast du so viel gethan, hast 7. Bis ich endlich werde kommen aus der Unvollkommenheit zu des Himmels Herrlichkeit, da ich dich mit allen Frommen, Geber meiner Seligkeit, preisen werd' in Ewigfeit. - 3. Du steh'st voll trener Liebe noch immer Jedem bei; und wenn dir Steiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treu'ste Liebe sieget; am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfun den! Laß du auch nicht von mir! Laß innig mich verbunden auf ewig seyn mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts, und sinken liebend nieder, und fallen dir an's Herz. Mel. Treue gegen ihn. Mel. Seelenbräutigam zc. 581. Wer ist wohl, wie du, Stifter wahrer Ruh'? Jesu, Freund der Menschen finder, Retter der verlor'nen Sünder! Licht und Seelenruh' fließt von dir uns zu. 2. Herr der Herrlichkeit, zur bestimmten Zeit kamst du uns zum Heil auf Erden, warst zur Duldung der Beschwerden uns'rer Niedrigkeit großmuthsvoll bereit. 3. Tiefe Schmach und Noth, selbst den Kreuzestod hast, zur Tilgung uns'rer Schulden, du als Mittler wollen dulden; hast durch deinen Tod uns versöhnt mit Gott. 4. Keine Furcht der Welt schreckte dich, o Held! To= desmacht hast du bezwungen, und ein ew'ges Heil errungen für die sünd'ge Welt, Friedefürst und Held! 5. Deine Majestät, König und Prophet, will ich demuthsvoll verehren, und auf deine Stimme hören; denn dein denn dein Reich besteh't, wenn die Welt vergeh't. 6. Laß mich dir zum Ruhm, als dein Eigenthum, recht und nach Gewissen handeln, so, wie du, im Himmel wandeln. Wahres Christenthum sey mein bester Ruhm. 7. Zeuch zu dir mein Herz; laß in Freud' und Schmerz 351 mich an deine Trene denken. Und wenn Noth und Furcht mich kränken, o, so gieb im Schmerz Muth und Trost in's Herz. 8. Bilde mich nach dir, daß ich eifrig hier mich in wahrer Sanftmuth übe, und, wie du, die Demuth liebe; Stolz und Nachbegier herrsche nie in mir. 9. Neiget sich mein Sinn zu dem Eiteln hin, o, dann warne meine Seele, daß sie nicht ihr Ziel verfehle! Lenke meinen Sinn auf das Ew'ge hin. 10. Wecke mich stets auf, daß in meinem Lauf Nichts von dir zurück mich halte, und mein Eifer nicht erfalte. Herr, im Tugendlauf hilf mir Schwachen auf. 11. In Versuchungszeit stärke mich zum Streit. Laß mich wachen und mit Beten voll Vertrauen vor dich treten, bis nach Kampf und Streit mich der Sieg erfreu't. 12. Will der Trübsal Nacht und der Menschen Macht meine bange Seele schrecken, müsse mich dein Schild bedecken. Hab' in solcher Nacht huldreich auf mich Acht. 13. Einen edlen Muth, daß ich irdisch Gut willig, ja, mein eig'nes Leben mög' um deinetwillen geben; solchen wei Gesinnungen gegen Jesum. 352 weisen Muth gieb mir, höchstes Gut. 14. Soll's zum Sterben geh'n, laß mich auf dich seh'n. Bleib' mir bülfreich dann zur Seiten, mich dur'chs Todesthal zu leiten, dich verklärt zu seh'n und vor dir zu steh'n. Mel. Meinen Jesum laß ich 2c. 582. Sanft, o Christ, ist Jesu Joch; und was kann bei ihm uns fehlen? D, wie selig sind wir doch durch den Retter uns'rer Seelen! Welche Bonn' und Herrlichkeit wartet unser nach der Zeit! 2. Freue deines Glaubens dich, deines Gottes, seines Sohnes! Deine Seele rühme sich ihrer Hoffnung, seines Lohnes, voller Muth und unverstellt, freudig vor der ganzen Welt. er gleich wider dich und deinen Glauben? Gottes Beiz fall, Gottes Reich kann doch keine Macht dir rauben. Halte dich an dem nur fest, der die Seinen nie verläßt. 6. Welchen Kampf hat nicht dein Herr für dein ew'ges Heil gestritten! Jene Schar der Märtyrer, was hat die für ihn gelitten! Schmach und Martern, selbst den Tod litten sie getrost für Gott. 7. Und der Spötter Wig und Hohn könnte je dein Herz verführen, deinen Antheil an dem Lohn deines Glaubens zu verlieren? Nein; o Christ, nein, wanke nie; fleh' um Rettung auch für sie! 8. Sey getreu bis in den Tod; denn du glaubest nicht vergebens. Nach dem Tode führt dich Gott zu der Wonne jenes Lebens. Und auf einen kurzen Streit frönt dich seine Herrlichkeit. 3. Hat gleich sein Bekenntniß hier seine Leiden und Beschwerden; dennoch sey ihm tren; denn dir sollen ew'ge Freuden werden. Was ist geMet. Sollt ich meinem Gott 2c. gen ſolch ein Glück dieses 583. Lasset uns mit Jeſu Lebens Augenblick? ziehen! Wer ihn liebet, folgt ihm nach; geh't, dem Argen zu entfliehen, gern die Bahn, die er uns brach. Starker Glaube sey uns eigen, der führt auf den Himmelspfad; doch der Glaube zeige That, Bruderliebe muß er zeigen! Bleib' 4. Schäme seines Worts dich nie vor den Frevlern, vor den Spöttern, wenn sie ihn verschmäh'n, wenn sie sich und ihren Wiz vergöttern. Was vermag des Läst'rers Spott wider Jesum, wider Gott? 5. Was vermag er, tobt Treue gegen ihn. O Bleib', o Jesu, stets bei mir; geh' voran, ich folge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden! Wer ihn liebet, wird ihm gleich. Nach der Trübsal folgen Freuden, auf die Schmach das Ehrenreich. Thränensaat bringt Erntesegen; gro= Bes Heil frönt die Geduld. Gottes Weisheit, Macht und Huld ist mit uns auf Leidenswegen. Jesu, hier leid' ich mit dir; dort gieb deine Freuden mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod schützt vor'm andern Tod, schützt die Seele vor Verderben, und befreit aus ew'ger Noth. Tödten wir das Fleisch hienieden, sterben wir den Lüsten ab: o, so schreckt uns nicht das Grab; wir empfinden Gottes Frieden. Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jesu leben! Er stand von den Tod ten auf, ward mit Preis und Kraft umgeben, und schwang sich zu Gott hinauf. Herr, nun sind wir deine Brüder; wo du lebst, da leben wir. Ach, erkenn' uns für und für, theures Haupt, für deine Glieder. Jesu, dir, dir leb' ich hier, und dort ewig auch bei dir. 353 ist der Pfad, der uns zur Vollendung leitet. Selig ist, wer ihn betrat, und zur Ehre Jesu streitet! Selig, wer den Lauf vollbringt, und am Ziel erst niedersinft! 2. Ueberschwänglich ist der Lohn der bis in den Tod Getrenen, die, der Lust der Welt entfloh'n, ihrem Schöpfer ganz sich weihen, deren Hoffnung unverrückt nach der Siegeskrone blickt. 3. Den wir lieben und nicht seh'n, der hat uns den Lohn errungen, und zu seines Himmels Höh'n sich vom Staub empor geschwungen. Sieger in des Todes Nacht, sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zieh', o Herr, uns hin zu dir! Zieh' uns nach, die Schar der Streiter! Sturm und Nacht umfängt uns hier; droben ist es still und heiter; jenseits, hinter Grab und Tod, strahlt des Lebens Morgenroth. 5. Geh't, o Mitgenossen, geh't muthig durch die kurze Wüste! Seh't auf Jesum! Wach't und fleh't, daß er selbst zum Kampf euch rüste! Ihm, der uns in Schwachheit stärkt, bleibt kein Kämpfer unbemerkt. 585. Meinen Jesum Mel. Meinen Jesum laß ich ze. laß ich nicht; weil er sich für 584. Steil und dornicht mich gegeben, so erfordert 23 meine 354 meine Pflicht gleicherweis für ihn zu leben. Er ist meines Met. Herzlich lieb hab' ich dich u. Lebens Licht. Meinen Jeſum 586. Herr Jesu Chriſt, laß ich nicht. mein höchstes Gut, du ma chest meinem Herzen Muth, schaff'st meiner Seele Freude. Und darum bleib' ich stets an dir. Was ist, o Herr, das mich von dir und deiner Liebe scheide? Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regierst und führst den Lebenslauf, hilfst gnädig meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ, du bist mein Licht, du bist mein Licht; ich folge dir, so irr' ich nicht. Gefinnungen gegen Jesum. 2. Von ihm wank' und weich' ich nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab' ich voll Zuversicht, was ich bin und hab', ergeben. Alles ist auf ihn gericht't. Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, jede Sinneskraft entweichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn des Leibes Hütte bricht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, bin ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht frommer Christen Glaube pranget. Mich erfreu't sein Angesicht. Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seel' in mir sich sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht. Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir; geh' ihm ewig an der Seiten. Christus läßt mich für und für zu des Lebens Bächlein leiten. Selig, wer von Herzen spricht: Meinen Jejum laß ich nicht! 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders Nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Geht's gleich zu Zeiten wunderlich; so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach saurem Gang auf rauher Bahn nimmst du mich einst mit Ehren an, und schenfest mir nach allem Leid die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach, mit Begier, ach, mit Begier sehnt sich mein Herz, zu seyn bei dir! 3. Mein Alles ist auf dich gericht't. Hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär' der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst Treue gegen ihn. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht' ich auch nicht auf Erden seyn. Denn auch die ganze weite Welt hat Nichts, was außer dir gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, was mir erfreulich ist. 4. Auch in der allergrößten Noth erquickst du mich; und wenn im Tod auch Seel' und Leib verschmachten: wie könn te das mir schrecklich seyn? Mein Glaube fernt auch To despein in deiner Huld verachten. Du bist und bleibst auch dann mein Heil, mein Trost und meines Herzens Theil, und führst mich über 587. Liebe, die du mich Welt und Zeit zum Schauen deiner Herrlichkeit. So wahr du bist erhöh't zu Gott, erz höh't zu Gott, du segnest mich selbst durch den Tod. 355 Herz dir giebt, wird ewig auch von dir geliebt. 6. Nun, Herr, ich halte mich zu dir; du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich sehe meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in noch so großem Leide. Ich will mich deiner Gnade freu'n, dich lieben, die gehorsam seyn, will dir in Noth und Tod 5. Wer von dir weicht, und wer die Welt mehr liebt als dich, nicht Glauben hält, der stürzt sich in's Verderben. Weil er der Erde Lust und Pracht zu seinem Himmelreis che macht, kann er dein Reich nicht erben. Denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht sein Herz von dem entfernt, was dir, du Heiligster, mißfällt, kommt nicht zu je ner bessern Welt. Wer aber hier sein Herz dir giebt, sein vertrau'n; so werd' ich dort dich ewig schau'n. Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf. Komm, Herr, mein Heil, und nimm mich auf. zum Bilde deiner Gottheit haft gemacht; Liebe, die dit mich so milde nach dem Fall mit Heil bedacht; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erforen, eh' ich noch erschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren, und mir gleich warst ganz und gar; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten, und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat er= stritten ew'ge Lust und Seligkeit; Liebe, dir ergeb'ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 23* 4. Liebe, 356 Gesinnungen gegen Jesum. Treue gegen ihn. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich hingegeben mir zum Heil und Seelenhort; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Mittler, denn du heiltest mir alle meine Wunden. Und ich sollte dein Gebot, wie die Sünder, hassen, und mein Recht an deinen Tod wieder fahren lassen? 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden und mein Herz nimmt ganz dahin; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele litt; Liebe, die Erlösung giebet, und mich fräftig dort vertritt; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Mel. Jesu Leiden, Pein und 2c. 588. Sollt ich jetzt noch, da mir schon deine Gnad' erschienen, dich verlassen, Gottes Sohn, und der Sünde dienen; mit den Lüsten die ser Zeit niedrig mich beflecken, und nicht mehr die Süßigfeit deiner Liebe schmecken? 2. Hab' ich doch allein bei. dir meine Ruh' gefunden, 3. Nein, ich bin und bleib' ein Christ, folge deinen Lehren, lasse weder Macht noch List meinen Glauben stören. Fielen Tausend ab, nicht ich; mag's die Welt verdrießen! Sie wird mein Vertrau'n auf dich mir doch gönnen müssen. 4. Zeigt sie mir ein Heil, wie du? Bringt sie Kraft den Müden, den Bedrängten Trost und Ruh', Sündern Gottes Frieden? Giebt sie mir die Zuversicht, daß ich, trotz dem Grabe, deiner Ewigfeiten Licht zu erwarten habe? 5. Rettet sie mich, wenn vor Gott einst die Völker ste= hen, und das Leben und den Tod ihm zur Seite sehen; wenn der Sich're nun zu spät aus dem Schlaf erwachet, und der Spötter, der hier schmäh't, glaubt, und nicht mehr lachet? 6. D, wie thöricht, wenn ich mich noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße; da ich weiß, auf wessen Wort ich die Hoffnung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad' und Leben finde! 7. Nein, ich merk' auf dein Gebot; Trübsal nicht noch Freu s Verhalten gegen uns selbst. Selbstliebe. 357 Freuden, nicht das Leben, nicht Eitelkeit und des Fleisches der Tod soll mich von dir scheiden. Welt und Sünd' und Triebe, Alles überwind' ich weit, Herr, durch deine Liebe. Mel. O Gott, du frommer Gott zc. 589. Dein Will' iſt's, Herr, mein Gott, ich sol mich selber lieben. O, laß mich diese Pflicht nach deiner Vorschrift üben, und schränke selbst den Trieb, froh und beglückt zu seyn, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Grenzen ein! 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe, das Gute willig thu', das Böje ernstlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flich't auch als ein Christ, was deinem theuern Wort, o Herr, zuwider ist. 3. Kein schnöder Eigennuß beherrsche meine Seele; und wenn zu meinem Glück ich Weg und Mittel wähle: so laß mich stets dabei auf Recht und Wahrheit schau'n, und nie mein Wohlergeh'n auf And'rer Unglück bau'n. 4. Kein Segen wohnt bei dem, der nicht das Unrecht meidet; das kann mein Glück nicht seyn, wodurch mein Nächster leidet. Wer Unrecht liebt und thut, hat deinen Beifall nicht; wie könnt' er einst besteh'n vor dir, Herr, im Gericht! 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer! Die Welt mit ihrer Lust vergeh't doch einst auf immer. Was hilft ein flüch= tig Glück? Was nüzet eitle Pracht? Wo ist ein zeitlich Gut, das stets zufrieden macht? 6. Ein gottergeb'nes Herz, ein unverlegt Gewissen, dieß, dieß allein kann uns des Le= bens Müh' versüßen; dieß bleibt uns auch im Tod, und folget aus der Zeit, wennalles And're weicht, uns in die Ewigkeit. 70 selig, wer darnach mit Ernst und Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deinen Beifall achtet! Der liebt allein sich recht; der findet in der Zeit schon wahre Ruh', und einst vollkomm'ne Seligkeit. 8. Dieß sey mein Zweck, mein Fleiß! O, segne mein Bestreben; so werd' ich wahrhaft froh schon hier auf Erden leben. Dann, Bater, lieb' ich mich so, wie dir's wohlgefällt; lieb' über Alles dich, mein Gott, und nicht die Welt. ( 590. 591.) Mel. 358 Verhalten gegen uns selbst. Sorge für uns're Seele. Mel. Kommt her zu mir zc. o Gott, in mir ein Herz, das Sünden hasset, das seine Schuld vor dir beren't und das zu deiner Gütigkeit durch Christum Hoffnung fasset. 592. Herr, meiner Seele großen Werth, den mir dein theures Wort erklärt, laß mich mit Ernst bedenken, und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet, als ich soll, den größten Eifer lenken. 7. In meiner ganzen Pil grimschaft laß mich, gestärkt durch deine Kraft, nach je nem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augen stellt, und alle Güter dieser Welt wie Nichts dagegen achten. 2. Wie hoch ist sie vor dir geachtt! Welch Heil hast du ihr zugedacht! Wie Viel an sie gewendet! Du schufft sie, Gott, dein Bild zu seyn, und hast, dasselbe zu erneu'n, selbst deinen Sohn geſendet. 3. Zu groß für diese furze Zeit, bestimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Erden, durch Glauben und Gottseligkeit zu größerer Bollkommenheit im Himmel reif zu werden. 4. Mit großer Treue willst du sie, selbst durch des Lebens furze Müh', zu diesem Ziele führen. O, laß mich nicht durch eig'ne Schuld das Heil, das deine Baterhuld ihr zu gedacht, verlieren! 5. Mit dir, o Herr, vereint zu seyn, mich ewig deiner Huld zu freu'n, und dich zum Trost zu wählen, sey mein Zweck und mein Bemüh'n; laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtsinn nie verfehlen. das 6. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, 8. Wie selig, Vater, werd' ich seyn! Schon hier werd ich mich deiner freu'n, und in dir ruhig leben; und du wirst, nach vollbrachter Zeit, auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben. Mel. Wenn mein Stündlein u. 593. Nach meiner Seele Seligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt ich die furze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? Wie würd' ich einst vor dir besteh'n? Wer in dein Reich wünscht einzugeh'n, muß reines Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn auf seine Sünden sehen, und, wenn man nicht mehr sünd'gen kann, um dein Erbarmen flehen, das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du Sorge für uns're Seele. 3. Du rufft uns hier zur Heiligung; drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stärke mir den Trieb; Nichts sey so groß, Nichts mir so lieb, das ich nicht willig opfre. 4. Gewönn' ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o Gott, darüber meiden: was hälfe mir's? Nie kann die Welt mit Allem, was sie in sich hält, mir deine Gnad' ersetzen. 5. Was führt mich zur Zufriedenheit schon hier in diesem Leben? Was kann mir Trost und Freudigkeit in Noth, im Tode geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glück; nur Gottes Gnade, nur der Blick auf jenes Lebens Freuden. 359 so find' ich hier schon wahre Ruh', und dort das ew'ge Leben. 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und was mir daran hinderlich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geb', und im Gericht dereinst besteh', sey meine größte Sorge. 7. Doch), was vermag ich, wenn du nicht vor Trägheit mich beschüßest, und mich zur Tren' in meiner Pflicht mit Kräften unterstüßest? O, stärfe mich, mein Gott, dazu; Mel. Freu' dich sehr, o meine zc. 594. Schaffe doch vor allen Dingen, Seele, deine Seligkeit! Säume nicht, darnach zu ringen; schnell entSey flieh't die Gnadenzeit. nicht sichern Sündern gleich; trachte nach dem Himmelreich; werde heilig schon auf Erden, selig hier und dort zu werden. 2. Suche dieß mit Ernst und lebe Gott zur Ehre; frenz'ge dann schnöde Lust, und widerstrebe dem, was dich verderben kann. Was Gott fordert, muß allein deines Lebens Nichtschnur seyn; es mag deinem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 3. Selig, wer im Glauben lämpfet; selig, wer im Kampf besteh't; wer des Fleisches Lüste dämpfet, und den Reiz der Welt verschmäh't! Gottes Fried ist hier sein Theil, und dereinst vollkomm'nes Heil. Denn wer Beides will ererben, muß erst seiner Sünde sterben. 4. Unermüdet mußt du ringen, treu bis an das Ende seyn, soll es dir der= einst gelingen, ewig dich vor Gott 360 Gott zu freu'n. Nur auf ei nen tapfern Streit folgt des Sieges Herrlichkeit; nur den Treuen schmückt zum Lohne, daß er stritt, des Himmels Krone. Verhalten gegen uns selbst. 5. Eifrig beten, sorgsam wachen, der Verführung sich entzieh'n, sich die Pflicht zur Freude machen, die Versuchung eifrig flieh'n; selbst beim Spott und Hohn der Welt gläubig thun, was Gott gefällt: dieß nur wollen und vollbringen, heißet nach dem Himmel ringen. 6. Drum entreiße dich den Lüsten; thue, was dem Herrn Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 596. Wer bin ich? Welche wicht'ge Frage! Gott, lehre ste mich recht versteh'n. Gieb, daß ich mir die Wahrheit fage, um mich, so wie ich bin, zu seh'n. Wer nicht sich selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von deinen Händen; du schuf'st mich, Gott, zu deinem Preis; dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich soll, zu deinem Rühm? 3. Ich bin ein Christ nach gefällt; zeige dich als einen Christen mitten in der argen Welt. Schone deiner Neigung nicht, wär' es auch die schwerste Pflicht; und gedenk an Christi Worte: Dringet durch die enge Pforte! 7. Ja, ich will vor jeder Sünde fliehen und auf Jesum seh'n, daß ich seinen Beistand finde, Kraft, im Gnten fest zu steh'n. Zeig' mir, Herr, von deinem Thron den verheiß'nen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe, und also zum Himmel dringe. Shrich ( 595.) dem Bekenntniß. Doch bin O, öffne du mir das Verich's, Herr, auch in der That? ständniß, recht einzuseh'n, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewiesen, geh', und ob ich fest im Glauben steh'! 4. Du fennest unsers Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, ob ich sey Christo gleich gesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten täuschen kann. 5. Wer Alles weiß, und doch verborgen und unbekannt sich selbst noch bleibt, wir will der für sein Bestes sore gen? Was ist, das ihn zu Bejj' 361 als es dein Wort gebeut? Trag' ich der Tugend Bürde, aus Kenntniß ihrer Würde, auch immer mit Zufriedenheit? heit? 3. Entzieh' ich mich den Sünden auch stets aus rechten Gründen, aus wahrer Frömmigkeit? Oft sind die guten Triebe nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. 4. Der Sünden meiner Jugend, der Mängel meiner Tugend, o Herr, gedenke nicht! Willst du mit deinen Knechten, wie sie's verdienen, rechten, so trifft sie Alle dein Gericht. 5. Doch wenn auch, die zur Ehre, rein meine Tugend wäre, weß ist das Eigenthum? Wer ließ mich unterrichten? Wer ließ in meinen Pflichten mein Glück mich seh'n und meinen Ruhm? Selbsterkenntniß und Demuth. Beff'rung treibt? Sich selbst recht kennen, ist Verstand; drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir! Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nicht verlier'! Erleuchte mich mit deinem Licht! So täuschen mich Verführer nicht. d 17. Bin ich noch fern vom rechten Stege, der mich zum ew'gen Leben führt, so bringe mich zurück vom Wege, der ins Berderben sich verliert. Gieb mir zur Bess'rung Lust und Kraft; du bist's, der Beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmaldoch erfahren, was ich hier war und hier gethan. O, laß mich's nicht bis dahin sparen, wo Reue Nichts mehr helfen kann. Herr, mache mich zum Himmel klug, und frei vom schnöden Selbstbetrug. DIME Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Gebot zu üben, die Lust und Freudigfeit? Wer stärkte meine Kräfte im Heiligungsgeschäfte? Wer 597. Gieb, Gott, wenn gab mir Muth und Sieg im ich dir diene, daß ich mich nie erfühne, darüber stolz zu seyn. Wer kann bei seinen Werfen, wie oft er fehlet, merken? Wer ist von Mängeln völlig rein? 2. Sud)' ich stets deinen Willen so eifrig zu erfüllen, Streit? 7. Du schaff'st, daß ich dich wähle; du ruf'st mich, wenn ich fehle, auf rechten Weg zurück. Du zich'st mich ab von Sünden, und läßt mich Gnade finden, und giebst zu meiner Besserung Glück. 8. Sollt Verhalten gegen uns selbst. 362 8. Sollt' ich mich deß erheben, was du mir, Herr, gegeben? Hab' ich zum Lohn ein Recht? Könnt' ich auch Alles üben, was du mir vorgeschrieben? wer bin ich? Ein unnüßer Knecht! Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. Mel. Nun ruhen alle Wälder u. 598. Gott, mein 599. Was ich nur Gutes habe, ist deine milde Gabe, du Vater alles Lichts! Mein Daseyn und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich Nichts. Vater, steh' mir bei, daß ich, weil ich hier walle, dem Sinne Jesu ähnlich sey, damit ich dir gefalle! Laß mich durch ihn gerecht und rein, und so, wie er, demüthig seyn. 2. Wer in sein Reich zu kommen sucht, muß sich vom Stolz entfernen; muß unter deines Geistes Zucht auch wahre Demuth lernen. Wer fie von seinem Herrn nicht lernt, bleibt auch von seinem Reich entfernt. 3. Wer sich voll Hoffart selbst erhöh't, wird sich erniedrigt sehen; doch wer einher in Demuth geh't, den wirst du, Gott, erhöhen. Dir, dessen Hand die Welt umfaßt, ist jedes stolze Herz verhaßt. 5. Nur du bist groß; was ist an mir? Wie bald bin ich nicht Erde! Gieb, daß ich allezeit vor dir gerecht erfunden werde; und zeig' im Glanze deines Lichts mir deine Hoheit und mein Nichts. 4. Was ich, o Bater, bin, bin ich durch deine freie Gnade. Durch diese Gnade leite mich der Demuth stille Pfade. Verleihe sie zum Schmucke mir; denn nur durch sie gefall' ich dir. 2. Verstand und Lust und Kräfte zum nüglichen Geschäfte hab' ich aus deiner Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten dem Borsag wohlgerathen; ich bin allein an Fehlern schuld. 3. Das Glück, deß ich mich freue, wer schafft mir's? Deine Treue, du Herr der ganzen Welt. Du ordnest meine Tage, ihr Glück und ihre Plage stets so, wie dir es wohlgefällt. 4. Sollt' ich mich denn erheben, wenn mir in dieſem Leben viel Gutes widerfährt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß du mich vorgezo= gen? Bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe der Huld, die ich besinge, und Selbstbeherrschung und werd' es ewig seyn. Das laß mich nie vergessen, so werd' ich nie vermessen mich irgend eines Vorzugs freu'n. 6. Das nützlich) anzuwenden, was du mit BaterhänMel. Was mein Gott will 2c. 601. Oft klagt dein Herz, wie schwer es sey, den Weg des Herrn zu wandeln, und täglich seinem Worte treu zu denken und zu handeln. Wahr ist's, die Tugend fostet Müh' im Kampfe gegen Lüste; doch richte selbst, was wäre sie, wenn sie nicht fämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Laster freu'n, trifft die kein Schmerz hienieden? Sie sind die Sklaven eig'ner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüste dämpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwandelt sich in Frenden. 3. Des Lasters Bahn ist Anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen, allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ist Anfangs steil, fäßt Nichts, als Mühe blikken; doch weiterhin führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. Nimm an, Gott hätt' und Wachsamkeit. 363 den mir gütig zugewandt, gehorsam dir zu werden: das sey mein Fleiß auf Erden! Dazu gieb Demuth und Verstand. ( 600.) es uns vergönnt, nach unsers Fleisches Willen, wenn Wol= lust, Neid und Zorn entbrennt, die Lüste frei zu stillen; nimm an, Gott ließ den Undank zu, den Frevel, dich zu kränken, den Menschenhaß: was würdest du von diesem Gotte deuken? 5. Er will, wir sollen glücklich seyn; drum gab er uns Geseße. Sie sind es, die das Herz erfreu'n; sie sind des Lebens Schäße. Er spricht zu uns durch den Verstand, und lehrt durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe seiner Hand, flieh'n oder wählen müssen. 6. Ihn fürchten, das ist Weisheit nur, und Freiheit ist's, sie wählen. Das Thier folgt Fesseln der Natur, der Mensch dem Licht der Sec= len. Was ist des Geistes Eigenthum? Was sein Beruf auf Erden? Die Tugend! Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig ähnlich werden! 7. Lern' nur Geschmack am Wort des Herrn und seiner Gnade finden, und übe dich, ge= 364 getren und gern dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte bat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, geVerhalten gegen uns selbst. D nommen. 8. Du streitest nicht durch eig'ne Kraft; drum muß es dir gelingen. Gott ist es, Mel. Mein Gott, zu dem ich z. welcher Beides schafft, daswol 602. Nicht, daß ich's len und Vollbringen. Wann gab ein Vater einen Stein dem Sohn, der Brod begehrte? Bet' oft; Gott müßte Gott nicht seyn, wenn er dich nicht erhörte. 9. Dich stärket auf der Tugend Pfad das Beispiel sel'ger Geister; ihn zeigte dir und ihn betrat dein Gott, dein Herr und Meister. Dich müsse nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern; der wahre Rühm ist Ruhm bei Gott, und nicht bei Menschenkindern. 10. Sey stark, sey männlich allezeit; tritt oft an deine Bahre; vergleiche mit der Ewigkeit den Kampf so furzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, wird neuen Muth dir geben; und Kräfte der zukünft'gen Welt, die werden ihn beleben. Biel dein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drüffet. Gott steh't nicht auf die That allein; er sieh't auf deinen Willen. Ein göttliches Verdienst ist dein! Dieß muß dein Herz wohl stillen. 11. Und endlich, Christ, sey unverzagt, wenn dir's nicht immer glücket; wenn dich, so schon ergriffen hätte! die beste Tugend bleibt noch schwach! Doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach. Denn Tugend ohne Bachjamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geh't. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steh't. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in uns'rer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend; oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hige roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit; und was Natur und Zeit gethan, sieh't unser Stolz für Tugend an. 4. Oft ist die Aend'rung unsrer Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühl'st, wie Stolz und Hochmuth quälen, und dämps'st sie; doch du wechselst nur; dein Herz fühlt Selbstbeherrschung fühlt einen andern Reiz; dein Stolz wird Wollust oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was Andern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmähsucht Triebe erwecken dir so manchen Feind; du wirst behutsam, schränk'st dich ein, flich'st nicht die Schmähsucht, nur den Schein. und Wachsamkeit. 365 liebste Neigung auf? Dieß ist das Auge, dieß der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. 8. Oft denft, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft; kaum lachet uns die Welt entgegen, so regt sich uns're Leidenschaft; wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch einen strengen Lebenslauf; doch opferst du wohl seiner Liebe die stärkste, 10. Sey nicht vermessen, wach' und streite! Denk' nie, daß du schon g'nug gethan! Dein Herz hat seine schwache Seite; die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach' überall! 6. Du denfft, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fällt, so werde Nichts dein Herz verMel. Mir nach, spricht Christus 2c. fül ren; doch jedes Herz hat 603. Christ, die Reize seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nichtrührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. dieser Welt besiegst du nicht vergebens. Wer standhaft ringt und kämpft, erhält die Krone jenes Lebens, die dein Erlöser Jedem giebt, der tren bis in den Tod ihn liebt! 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, und sich', dein Herz wallt auf und dräut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. 2. Verzage nicht! Wer Gott vertrau't, kann sich selbst überwinden; wem vor der Selbstverläugnung gran't, der liebt noch heimlich Sünden. Wer schweren Pflichten sich entzieh't, zeigt, daß er vor der Tugend flieh't. 3. Und wäre Tugend ohne Streit, so wär' ihr Werth geringe; so wären Großmuth, Mäßigkeit und Wohlthun kleine Dinge; und so gewönne Tugendfleiß nicht jenes Lebens hohen Preis. 4. Drum folge deinem Heiland nach und sey sein ächter Jün 366 Verhalten gegen uns selbst. Jünger. Die Freude, die dir hohen Thron, die Seligkeit, hier gebrach, ist wahrlich weit der Frommen Lohn. geringer, als dort, an seinem Umgang mit guten Menschen. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) Lebensfrömmigkeit, und gegenseitig sich belehren mit Liebe, mit Bescheidenheit; wo Alle 604. Vereint mit dei sich der Tugend weih'n: gern will ich unter ihnen seyn. nen guten Kindern, will ich der Bösen Umgang flieh'n. Verführern und vermess'nen Sündern mich, wo ich kann und darf, entzieh'n. Ihr Beispiel bringt Gefahr und Schmerz, und ist ein Gift für unser Herz. 2. Wo Menschen dich, o Gott, verehren durch wahre 3. In edler Menschen fro hem Kreise kann ohne Furcht mein Herz sich freu'n; ihr Umgang macht mich gut und weise, wird Antrieb mir zur Tugend seyn. Er giebt schon jetzt mir Seligkeit, und mehr einst in der Ewigkeit. Einsamkeit. Met. Gott des Himmels und sc. Gewissen, wo ich siegte, wo ich fiel; stärker flammt mein 605. Ja, zur Stille will Herz sich dann zu dem Kampf der Tugend an. ich fliehen; will mit weiser Sorgsamkeit dem Geräusche mich entziehen, das ret und zerstren't; will, o Gott, mit dir allein andachtsvoll beschäftigt seyn. 2. Prüfen will ich mich im Stillen, wie entschlossen, wie getreu, dein Gesetz, Herr, zu erfüllen, meines Herzens Vorsatz sey; ob, von nied'rer Selbstsucht fern, ich dir redlich dien' und gern. Gus 3. Allen Täuschungen entrissen, seh' ich heller dann mein Ziel; freier sagt mir mein 4. Mehr empfind' ich deine Liebe, wenn mich kein Geräusch zerstreu't; stärker deines Geistes Triebe und der Zukunft Herrlichkeit; mehr die Heiligfeit der Pflicht, und dein künftiges Gericht. 5. Wenn in dir geweih'ter Stille meine Leidenschaften ruh'n, o, wie strebet dann mein Wille, Alles, was du willst, zu thun! Herr, durch deine Huld erfreu't, fühl' ich meine Kraft erneu't. 6. Fro Sorge für Lebenserh., Körperpflege und Gesundh. 367 6. Froher fehr' ich, theure Brüder, dann zur Thätigkeit zurück; menschenfreundlich leb' ich wieder; sorge treu für euer Glück; freue mich, wenn ihr euch freu't, leide, wenn ihr traurig seyd. 7. Ja, zur Stille will ich fliehen; will mit weiser Sorgsamkeit oft mich dem Geräusch entziehen, das mich störet und zerstreu't; bis mich einst zur stillen Gruft, Vater, deine Stimme ruft. Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 606. Was ist mein zeitlich Leben, das du mir, Gott, gegeben? Ein unschäßbares Gut! Du gabst mir's, hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruh't. 2. Hier wird die Saat ges streuet; dort, wenn sie wohl gedeihet, wird reich die Ernte seyn. Je länger ich hier les be und gut zu handeln strebe, je größer wird mein Glück dort seyn. 3. Sollt' ich dieß Glück mir rauben? Gieb, Herr, daß mir im Glauben der künft'gen Erntezeit, mein Leben auf der Erde so werth und wichtig werde, als mir's dein heilig Wort gebeut. 4. Mir selbst es zu verfürzen, mich in das Grab zu stürzen, ist wider meine Pflicht. Du, Herr, riefst mich in's Leben; dir soll ich's wiedergeben, wenn du gebeutst, doch früher nicht. 5. Was leicht in Krankheit stürzet, das Leben leicht verfürzet, laß mich mit Sorgfalt flieh'n; doch auch nicht ängstlich zagen, es für die Pflicht zu wagen; auch dazu hast du mir's verlieh'n. 6. In deine Vaterhände befehl' ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage Lauf. Es sey mein ganzes Leben dir hier zum Dienst ergeben; hilf du selbst meiner Schwachheit auf. 7. Was nüßt ein langes Leben dem, der nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugend strebt? Wer Gott und Mens schen liebet, im Guten treu sich übet, nur der hat lang' und wohl gelebt. Mel. Mein Gott, zu dem ich zc. 607. Mein Leben, das du mir verliehen, Gott, zu bewahren ist mir Pflicht. Mich eigenmächtig ihm entziehen, es selbst verkürzen, darf ich nicht; wie hart mich auch 368 dm Verhalten gegen uns selbst. pro auch mein Schicksal drängt, das über mich dein Rath verhängt. 2. Der Glaube lehre Muth mich fassen, erhelle meine Schwermuthsnacht! Der mich erschuf, kann mich nicht hassen, und grenzenlos ist seine Macht; ja, Alles ist ihm untertban, was mein Geschick erleichtern fann. 3. Nie flöße mir die Last der Leiden den quälenden Gedanken ein, so arm, wie Keiner sonst an Freuden, wie Keiner sonst, gedrückt zu seyn! Ach, Viele drückt ein größ'rer Schmerz, und doch verzaget nicht ihr Herz. 4. Wie, wenn vor Nacht mir anders würde, als mir am trüben Morgen ist? Mit Hoffnung trag' ich meine Bürde, so schwer sie sey; ich bin ein Christ! Ich grabe mir nicht selbst die Gruft; ich harre, bis mein Gott mich ruft. 15. Ich habe, Herr, aus deinen Händen mein Leben, und du gabst mir's nicht, es unbedachtsam zu verschwenden; dein ist es, es gehört der Pflicht. Der Pflicht und dir weih' ich es gern; ich leb', ich sterbe dir, dem Herrn! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 608. Des Leibes warten, und ihn nähren, dieß ist, o Schöpfer, meine Pflicht; durch ei'gne Schuld ihn zu zerstören, verbietet mir dein Unterricht. O, stehe mir mit Weisheit bei, daß diese Pflicht mir heilig sey! 2. Sollt' ich, o Herr, nicht theuer schäßen, was deine Hand mir anvertrau't? den wundervollen Bau verlegen, den du, mein Schöpfer, selbst erbau't? Weß ist mein Leib? Er ist ja dein; wie dürft' ich sein Zerstörer seyn! 3. Ihn zu erhalten, zu beschützen, giebst du mit milder Vaterhand die Mittel uns, daß sie uns nüßen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein; wie sollte sie denn mir es seyn! 4. Gefunde Glieder, munt're Kräfte, wie Viel sind die, o Gott, nicht werth! Wer taugt zu des Beruf's Geschäfte, wenn Krankheit seinen Leib beschwert? Ist nicht der Erde größtes Gut Gesundheit und ein froher Muth? 5. Drum laß mich stets mit Sorgfalt meiden, was meines meines Körpers Wohlseyn stört; daß nicht, wenn seine Kräfte leiden, mein Geist den innern Vorwurf hört: Du selbst bist Störer deiner Ruh'; den zu! du zogst dir selbst dein Lei6. Laß Mäßigkeit in Freude und Genuß. 369 6. Laß jeden Sinn und Des Leibes Wohl laß nie alle Glieder mich zu bewah- allein den Endzweck meiner ren achtsam seyn; drückt mich Sorgen seyn. die Last der Krankheit nieder, so flöße du Geduld mir ein! Erweck'in mir den heitern Muth, der still in deiner Fügung ruh't. 7. Doch gieb, daß ich nie übertreibe, was auf des Leibes Pflege zielt, und stets in jenen Schranken bleibe, die dein Gesetz mir anbefiehlt. 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sey meiner Seele, Gott, geweih't, daß sie zum Himmel tüchtig werde, und reife zur Vollkommenheit! Dazu, Herr, segne meinen Fleiß; so leb' ich hier zu deinem Preis. doty #Q ( 609.) 6. Wir bauen auf, und reißen ein, und wechseln Last mit Last. Ein Gut, deß wir uns heute freu'n, ist morgen uns verhaßt. id bord Mel. Nun sich der Tag geendet zc. 610. Wir wallen, Pilger allzumal, von mancher Noth bedränt, durch dieser Erde dunkles Thal hinan zur Ewigkeit. 2. Ein Weg voll Unruh und Gefahr! Der müde Wand'rer feucht, und hofft, und suchet immerdar, was immer weiter weicht. Vaterland! Die Rubstatt nir3. Ach, nirgend Heimath, gend hier! Der Geist, in diesem Prüfungsstand, ringt schmachtend vor Begier. 4. Und findet nimmer, was ihm g'nügt; woran das Herz sich nährt, ist oft ein Gift, das uns betrügt, und jede Kraft verzehrt. 5. Ja, uns're Erdenfreuden sind ein Rausch, der süß betäubt; sind Wasserwogen, die der Wind schnell an das User treibt. 7. Er, der vom Himmel, groß und klein, die Menschenfinder steh't, er will, wir sollen glücklich seyn, und lehrt uns, wie's geschieh't. 8. Doch Stolz und Klugheit bläht uns auf, hält unsern Fuß zurück. Ein Blinder hemmt des Blinden Lauf, und spricht: Hier ist dein Glück. 9. Befrei' uns, Vater in der Höh', von allem eiteln Wahn. Dein Will', Allliebender, gescheh'! Leit uns auf eb'ner Bahn! 10. Wo Einfalt sich mit Zuversicht an dein Wortgläubig hält, da strahl' ein unverfälschtes Licht, und führ' uns durch die Welt. 11. Der Geist der Wahrheit schweb' herab im reinsten 24 Hime 370 Verhalten gegen uns selbst. Keuschheit. Himmelsglanz, und zeig' uns über Tod und Grab des Pilgers Siegerfranz. 2. Laß im Genuß der Gaben, die wir so reichlich haben, uns immer mäßig seyn; fie, die wir gern besitzen, zu uns'rer Stärkung nüßen, und sie durch Mißbrauch nie entweih'n. ( 611.) Mel. In allen meinen Thaten 2c. po 3. Laß, wenn sie uns er612. Mit freudigem Ge- quicken, uns jeden Hang ermüthe erheb' ich deine Güte, Gott, der uns täglich nährt. Du hast zum frohen Leben uns Speis' und Trank geges ben, und mir auch fie bis jeßt gewährt. sticken zum schwelgenden Genuß; als dein Geschenk fie schäßen, der Freude Grenzen segen, und meiden jeden Ueberfluß. ( 613.) Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. ist Tugend, aber heilig muß sie seyn; nicht ein Taumel, 614. Cifrig sey und fest der bethört, der Gefühl und Kraft zerstört; der im Sturme wilder Lüste Paradiese macht zur Wüste. mein Wille, reines Herzens, Gott, zu seyn; in der Unschuld heit'rer Stille deiner Gnade mich zu freu'n. Keine Freude dieser Welt, wenn sie noch so sehr gefällt, laß mich wider mein Gewissen wünschen, suchen und genießen. 2. Weiß ich doch, daß deine Güte viel zu mild und freund lich ist, als daß sie aus Neid verbiete, was das Leben uns versüßt. Uns zum Besten nur gebeut dein Geseß Bescheidenheit, Zucht und Ordnung im Genusse, Mäßigkeit im Ueberflusse. 3. Uns're Kindheit, uns're Jugend, unser Alter darf sich freu'n. Auch die Freude, Gott, 4. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer feuschen Brust toben nicht der Reue Schmerzen, wohnen wahre Ruh' und Lust. Unbeherrschte Sinnlichkeit tödtet die Zufriedenheit; sie vergiftet alle Freuden und verwandelt sie in Leiden. 5. Sittsamkeit und Unschuld schmücket mehr als Schönheit; sie vermehrt jede Lust, die uns entzücket, jedes Glückes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell; und sie können sicher Keuschheit. sicher tranen, einst dein Antlig, Gott, zu schauen. 6. O, so hilf mir darnach streben, reines Herzens stets zu seyn, daß ich züchtig möge leben, jede schnöde Wollust scheu'n! Schüße vor Verführung mich, und mein Herz ergebe sich keiner schändlichen Begierde; Heiligkeit sey meine Zierde. 7. Dann umfäht mich Heil und Segen, Hoffnung, Muth, Zufriedenheit; und du führst auf meinen Wegen noch zu größ'rer Seligkeit. Weih' ich, Gott, mein Herz nur dir: o, dann werd' ich einst von hier mich zu deinem Throne schwingen, und mit Freuden Preis dir singen! 371 Muth und Stärke, schwächt den Verstand, der Seele Licht; sie raubt den Eifer edler Werke, und Ernst und Lust zu jeder Pflicht; ste straft mit des Gewissens Schmerz, mit Scham und bitt'rer Reu' das Herz. 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Bürde zur Niedrigkeit des Thiers herab; er schändet und entehrt die Würde, die ihm sein weiser Schöpfer gab; vergißt den Zweck, für den er lebt, wenn er nach nied'ren Freuden strebt. ( Mehr zum Lesen, als zum Singen) 615. Der Wollust Reiz zu widerstreben, laß, Höchster, meine Sorge seyn! Sie ist ein Gift für unser Leben, und ihre Freuden werden Bein. Drum fleh' ich demuthsvoll zu dir: O, schaff' ein reines Herz in mir! 2. Die Wollust kürzt des Lebens Tage; sie raubt dem Körper seine Kraft. Der Armuth Schmerz, der Krankheit Plage sind Früchte dieser Leidenschaft. Der haßt sich selber, der sie liebt, und sich in ihre Fesseln giebt. 3. Sie raubt dem Herzen 5. Wie blühte nicht des Jünglings Jugend, eh' ihn der Wollust Gift verdarb! Doch, er verließ den Weg der Tugend, und seine Blüth' und Kraft erstarb. Sein Leben ist Verwesung schon, und Schmerz und Schande sind sein Lohn. 6. Ja, schimpflich sind der Wollust Bande; Wollust Bande; schon vor der Welt sind sie ein Spott. Sie sind vor dem Gewissen Schande, und Frevelthat vor dir, o Gott! Wer sich in ihre Knechtschaft giebt, wird nicht, o Gott, von dir geliebt. 7. Drum will ich allen bösen Lüsten mit Muth und Nachdruck widersteh'n, und um dawider mich zu rüsten, auf dich, Allwissender, nur seh'n. Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieh't auch geheime Missethat. 24% Mel. Verhalten gegen uns selbst. 372 Mel. Herr, wie du willst, so 2c. 616. Laß mich, o Gott, gewissenhaft mein zeitlich Gut verwalten. Gieb du mir Weisheit, gieb mir Kraft, damit wohl Haus zu halten; auf daß ich, im Geringern treu, durch deine Gnade fähig sey zu größern Gnadengütern. 2. Mein Hab' und Gut kommt nur von dir; es ist dein milder Segen. Nicht zum Verderben gabst du mir mein zeitliches Vermögen; du gabst es mir zum wahren Wohl, So bilf denn, daß ich's, wie ich soll, nach deinem Wort gebranche. * 3. Es ist das mir geschenkte Gut vergänglich, wie die Erde. Gieb, daß ich nie zum Uebermuth dadurch verleitet werde. Nie reiß' ein irdischer Gewinn mein Herz so weit zum Ei= teln bin, daß ich mein Heil vergesſe. 4. Was nüßte mir die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, verblendete mich Gut und Geld, mich dir zu widersetzen? Verschmäht' ich, was dein Wort begehrt, was mir ein ewig Heil gewährt: wie elend würd' ich werden! 5. O schenke, Bater, schenke mir nur deines Geistes Gaben; so werd' ich reich genug in dir die besten Güter haben; so bin ich sicher deiner Huld, voll Freude, Friede und Geduld; Nichts fehlt dann meiner Seele! 6. Den Geiz laß ferne von mir seyn, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh' und Gewissenspein kann Reichthum nicht erlösen. Er nüßzet mir im Tode Nichts, und kann am Tage des Gerichts nicht meine Seele retten. 7. Lehr' du mich weise Sparsamkeit, um das nicht zu verschwenden, was du mir gabst, nein, in der Zeit es nüßlich anzuwenden. Laß mich damit aus Dankbegier auch meinem Nächsten, nicht bloß mir, des Lebens Müh' erleichtern. 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft; gieb, daß ich dieß bedenke, und dahin stets gewissenhaft des Geistes Sorgfalt lenke, so alle Güter dieser Zeit zu nutzen, daß ich einst erfreu't weit bess're Güter erbe. Mel. Wer nur den lieben Gott u. ( Neue Mel.) 617. Von dir, mein Gott, kommt aller Segen, der mich im Irdischen erfreu't. Sie strömt mir Freud' und Glück entgegen, die Fülle deiner Gütigkeit! Du steh'st mir bei in jeder Noth; du giebst mir mehr, als täglich Brod. 2. Wie Rechtes Verhalten in Ansehung des zeitlichen Gutes. 373 und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit? 2. Wie gut bist du! Oberfluß doch die Zufriedenheit; Bater, leite mich stets auf deiner eb'nen Bahn. Wie leicht ist's, daß ich Schwacher gleite! Wie leicht zieh't irdisch Glück mich an, und lenkt auf's Gitte meinen Sinn, zum Geiz, zu Stolz und Hoffart hin! 3. O, laß doch, was du mir beschieden, für mich nicht wahres Unglück seyn! So lang' ich lebe, gieb hienieden mir immer den Gedanken ein, daß ich vor dir einst den Genuß des Erdenglücks berechnen muß.di isihist 4. Hilf mir nach deinem Reiche trachten mehr, als nach zeitlichem Gewinn; weit mehr auf jenes Erbtheil achten, zu dem auch ich erlöset bin; dir, als dein Kind allein vertrau'n, und nicht auf Erdenschäße bau'n. 5. Gieb, daß ich, Herr, durch deine Gaben auch reich an guten Werken sey, und daß auch And're Freude baben, gern gebe, gern behülf lich sey. Hier ist die Saatzeit. Stärke mich; so ernt' ich dort auch ewiglich. Mel. O Gott, du frommer 2c. 618. Laß mich doch nicht, o Gott, den Schäßen dieser Erden so meine Neigung weih'n, daß sie mein Abgott werden. Oft fehlt beim Ue2. Kann ein vergänglich Gut auch uns're Wünsche stillen? Es steh't ja sein Besiß nicht bloß in unserm Willen. Nicht stets wird's dem zu Theil, der ängstlich darnach ringt; und schnell verliert's oft der, dem sein Bemüh'n gelingt. 3. Ein Gut, das unsern Geist wahrhaftig soll beglükken, muß nicht vergänglich seyn, und für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hat's, und wünscht noch mehr; noch immer bleibt sein Herz von wahrer Ruhe leer. 4. Gott, so wehre doch den ungerechten Trieben, und heilige mein Herz, die Güter nicht zu lieben, die man mit Müh' gewinnt, bald schwelge= risch verzehrt, bald rubelos bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weises, frommes Herz, das sey mein Schatz auf Erden. Sonst Alles, nur nicht dieß, fann mir entrissen werden. Dieß bleibt im Tod auch mein, und folgt mir aus der Zeit zum ſeligsten Gewinn, bis in die Ewigfeit. 6. Was sind, wenn dieses fehlt, die herrlichsten Vergnügen? 374 Verhalten gegen uns selbst. Arbeitsamk. u. Berufstreue. gen? Nur süße Träume sind's, die unsern Geist betrügen. Drum lenke, Gott, den Wunsch vom irdischen Gewinn durch deines Geistes Kraft zu ew'. gen Gütern hin! ( 619. 620.) Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 621. 3ur Arbeit, nicht zum Müßiggang sind wir, o Gott, auf Erden. Drum müss' auch ich mein Lebenlang kein Knecht der Trägheit werden. Gieb mir Verstand und Lust und Kraft, geschickt, treu und gewissenhaft zu thun, was mir gebühret. 2. Hast du ein Amt, so warte sein! so, Herr, gebeut dein Wille. O, flöße du den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle! Hilf, daß ich stets an Willigkeit, an Einsicht und an Tüchtigkeit zu meinem Amte wachse. 3. Hilf, daß vor träger Weichlichkeit ich standhaft mich bewahre, und wo die Pflicht mir Müh' gebeut, nie meine Kräfte spare. Wenn sie erschöpft sind, dann will ich durch reine, stille Freuden mich zu neuer Arbeit stärken. 4. Vorsichtig laß mich seyn, und nicht die Zeit mit Nebendingen und mit Versäumung meiner Pflicht verschwenderisch verbringen. Das müsse mein Vergnügen seyn, mich den Geschäften ganz zu weih'n, die du mir auferleget. 5. Ein heil'ger Trieb belebe mich, o Höchster, meine Pflichten in deiner Furcht, gestärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freu't, giebt zu der Arbeit Munterkeit, erleichtert ihre Lasten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unverrückt mit einem Herzen wandeln, das Geiz und Ehrsucht nicht bestrickt, gewissenlos zu handeln. Mein Leben deinem Dienst zu weih'n, so nützlich, als ich kann, zu seyn, das sey mir Ehr' und Reichthum. 7. Dir zu gefallen, sey mein Ziel bei Allem, was ich thue, so hat, es gehe wie es will, doch mein Gewissen Ruhe. Wer, Heiligster, nicht dir ge= fällt, was nüzet dem die ganze Welt mit allen ihren Schäßen? 8. Gieb, daß mein Fleiß in dem Beruf, zu dem mich auf der Erde dein weiser Rath, o Gott, erschuf, mir eine Stufe werde, worauf ich, nach vollbrachter Zeit, zur höhern Kraft und Thätigkeit des bessern Lebens steige. Mel. Heiterkeit des Sinnes, Zufriedenheit, G'nügsamkeit. 375 Met. Herr, wie du willst, so sc. 622. Gott ist's, der das Vermögen schafft, das Gute zu vollbringen; er giebt zur Arbeit Muth und Kraft, und läßt sie uns gelingen. Was man mit ihm nur unternimmt, wird, wenn's mit seinem Wil len stimmt, nicht ohne Fortgang bleiben. 4. Drum gieb, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sche. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut; nach deines Reichs Gerechtigkeit mich vor Allem trachten. laß 2. Wer über Alles sich bestrebt, vor ihm gerecht zu werden, und tren nach seinem Willen lebt, dem giebt er auch auf Erden vom Zeitlichen mit milder Hand so viel beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wahrhaftig nüßet. 5. Laß Müßiggang und Trägheit mich, weil du sie bassest, meiden; und hilf, daß ich gestärkt durch dich voll Muth, mit Lust und Freuden in meinem Stand geschäftig sey. Dein Segen kröne meine Treu', daß sie auch Andern nüße. 6. Sey überall, mein Gott, mit mir! Die Werke meiner 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn. Und frönt er sie mit Gnaden, was sollte noch der Feinde Hohn und Mißgunst ihnen ihnen schaden? Mit seinem Schuß bedeckt er fie, und segnet bei des Le bens Müh' ihr Herz mit Trost und Hoffnung. Hände befehl ich, Allerhöchster, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines großen Namens Preis, daß mir die Frucht von meinem Fleiß in jenes Leben folge. ( 623.) Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 624. Ich will im Sterben und im Leben mit meinem Gott zufrieden seyn. Denn was des Höchsten Hände geben, das dient zum Segen, zum Erfreu'n. Ich bin vergnügt, wie Gott es giebt, und mir gefällt, was ihm beliebt. 2. Wenn ich nur meinen Jesum habe, so hab ich mehr, als Gut und Geld. Denn Jesus ist die beste Gabe für diese und für jene Welt. Weg Geld, weg Gut, weg stolze Pracht; ich habe, was mich freudig macht! 3. Gnug, wenn mir Gott Gesundheit giebet, und was ich sonst bedarf zur Noth. G'nug, wenn mich nur mein Hei 376 die Verhalten gegen uns selbst. Heiland liebet, den Geist mir nährt mit Lebensbrod, und mein Gewissen rein bewahrt, bis zu der Seele Himmelfahrt. 4. Wenn alles Unglück sich empöret, wenn Mangel mich verzaget macht, so weiß ich, daß mich Gott ernähret, an dem ich hange Tag und Nacht. Drum soll kein Elend bis in's Grab von meinem Gott mich scheiden ab. 5. Ich will mich stets zu Jesu halten in meiner ganzen Lebenszeit, und meinen Gott nur lassen walten im Wohlstand und in Traurigfeit. Giebt mir Gott wenig oder viel; Zufriedenheit bleibt doch mein Ziel. Herz, so oft ich vor dich trete, und durch des Geistes Trieb mit Andacht zu dir bete. Doch deinem Willen bleibt mein Wille heimgestellt; gieb nur, was wahrhaft gut, und was dir wohlgefällt. 2. Gieb mir ein fröhlich Herz im Wünschen und Verlangen; laß meine Zuversicht an die beständig hangen, und blicke mich mit Trost in meiner Hoffnung an, daß ich von deiner Huld stets Heil erwarten kann. 3. Gieb mir ein fröhlich 4. Gieb mir ein fröblich Herz bei Kümmerniß und Sorgen; du sorgest ja für mich, und dir ist unverborgen, was meiner Seele gut, was meinem Leibe dient; du weißt die Mittel auch, wodurch mein Glück mir grünt. 5. Gieb mir ein fröhlich Herz, wenn ich in Unschuld leide. Kränkt mich die fal sche Welt mit unverdientem Neide; so bleib' ich doch getrost; du bist mein bester Freund, der's ewig treu und gut mit meiner Wohlfahrt Mel. O Gott, du frommer 2c. 625. Gieb mir ein fröh- meint. lich Herz, du Geber aller Gaben, und laß mich meine Lust an deinem Worte haben; so bin ich ganz vergnügt, so ist kein Trauergeist, der dich, mein Herr und Gott, aus meiner Seele reißt. 6. Gieb mir ein fröhlich Herz auch selbst in Trauertagen, und laß mich mit Geduld die Last derselben tragen. Auf Ungewitter folgt doch wieder Sonnenschein; so wird mir auch das Kreuz voll Frucht und Segen seyn. 7. Gieb mir ein fröhlich Herz, auch wenn ich endlich sterbe. Der Tod ist mein Gewinn, weil ich das Leben erbe. Im Himmel heben sich die rechten Freuden an. Ach, daß ich heute nicht von hinnen scheiden kann! 8. Gieb Heiterkeit d. Sinnes, Zufriedenheit, G'nügsamkeit. 377 8. Gieb mir ein fröhlich Herz! Das wirst du mir auch geben. Ich will nur dir, mein Gott, mit treuer Seele leben: so blick ich ganz getrost im Trauern himmelwärts, und flehe nicht umsonst: Gieb mir ein fröhlich Herz! Mel. Nun ruhen alle Wälder ze. 626. Dir hab' ich mich ergeben, mein Gott, im ganzen Leben, im Unglück, wie im Glück. Dir dank' ich meine Freuden; dich preis' ich auch in Leiden bis an den letzten Augenblick. 2. Du bist's, der für mich wachte, noch eh' ich war und dachte; du hast mit treuer Hand mich huldvoll stets geleitet, auch da mir Glück bereitet, wo ich nur Schmerz und Elend fand. 3. Was helfen meine Sorgen? Ist mir mein Glück verborgen: dir, Herr, ist Alles licht. Du, dem ich mich befehle, du weißt, was meiner Seele, was meinem Leben hier gebricht. 4. Warum ich heute flehe, das möchte, wenn's geschähe, schon morgen mich gereu'n. Nur Einen Wunsch vor allen laß, Höchster, dir gefallen, den Wunsch, zufrieden stets zu seyn! 5. Wenn ich verlassen scheine, im Leiden zag' und weine, was wünscht mein banges Herz? O, hilf es mir besiegen! Es wünschet sich Vergnügen; und was es wünscht, wird oft sein Schmerz. 6. Drum will ich findlich schweigen, zufrieden mich bezeigen mit Allem, was du giebst. Du kannst uns nicht verlassen, die dir vertrau'n, nicht hassen, weil du die Frommen ewig liebst. 7. Nicht das, warum ich flehe; dein Wille nur geschehe, und was mir selig ist! Ich will dir ganz ergeben, getrost und ruhig leben, bis einst der Tod mein Auge schließt. Mel. Warum sollt' ich mich sc. 627. Sey zufrieden, mein Gemüthe! Gott ist gut; was er thut, ist voll Lieb' und Güte. Er nur weiß in allen Sachen, groß von Rath, wie von That, Alles wohl zu machen. 2. Beides, Erd' und Himmel preisen seine Macht, Tag und Nacht müssen sie beweisen. Sonn' und Mond sind laute Zeugen; was sich regt und bewegt, kann von ihm nicht schweigen. 3. Schau' die Werke seiner Hände; Mensch und Thier mel 378 Verhalten gegen uns selbst. Wahre Ehrliebe. melden dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so Kleines nennen, Gras und Laub, selbst der Staub giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh', in der See, oder sonst zu finden, rühmt die Weisheit seiner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preisen seine Stärke. sid 5. Sollt' ich denn ihn nicht erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir mein Leben! Was ich hab', ist sein Geschenke; auch der Geist, der ihn preist, und mit dem ich denke. 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Acht, das zeigt jeder Morgen. Ja, kein Augenblick 1er Ehre mich niemals geizig seyn. Gieb, daß dein Geist mich lehre, der Ehre mich zu freu'n, die ewiglich vor dir besteh't, und mit mir von der Erde zum Himmel übergeh't. verschwindet, der mich nicht, Gott, mein Licht! dir zum Dank verbindet. Mel. Wenn meine Sünd'n mich 2c. führt ein stolzer Sinn mich von der Demuth Pfade, ver630. Herr, laß nach eit- birgt mir, wer ich bin! 3. Nicht im Besitz von Schäßen und Gütern dieser Zeit laß meinen Ruhm mich sezen; sie sind doch Eitelkeit, sind oftmals auch des Thoren Glück, verlassen uns im Sterben, und bleiben hier zurück! 2. Nie blende mich der Schimmer des Ansehns vor der Welt. Das bleib, o Vater, immer mein Ruhm, was dir gefällt. Wie bald ent7. Segten mir des Kreuzes Plagen heftig zu, so halfst du, o mein Gott, sie tragen. War nicht mehr Geduld vorhanden: deine Kraft hat geschafft, daß ich's überstanden. 8. Nun, mein Herz, das hat schon lange Gott gethan; denke dran, wird dir jemals bange, als wollt er dich ganz verlassen. Es geschicht wahrlich nicht; er kann dich nicht hassen. 9. Drum ergieb dich seinem Willen; heiße gut, was er thut; er wird's auch erfüllen. Denn er ist in allen Saden groß von Rath, stark von That; er, er wird's wohl machen. ( 628-629.) ng 4. Laß mich in Demuth leben, wenn mich die Welt verehrt; durch Stolz mich nic erheben, wenn sich mein Anseh'n Gebrauch des gegenwärtigen Lebens. seh'n mehrt. Und schenkst du mir der Erde Gut, o Vater, so bewahre mich auch vor Uebermuth! 5. Dich kennen, meine Pflich 5. Dich kennen, meine Pflich mit Fleiß und Redlich gewissenhaft verrichten, wie mir dein Wort gebeut, ten feit und überall mein Christenthum nach Jesu Vorbild üben: das sey mein wahrer Ruhm. 6. Dein Beifall ist der beste, nach dem ich streben kann. Wenn ich mich dessen tröste, hab' ich genug daran; wenn mir es auch am Lohn der Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 631. Herr der Zeit und Ewigkeit, gieb doch, daß ich bis an's Ende, so wie mir dein Wort gebent, flüglich meine Zeit verwende, die mir noch dein weiser Rath auf der Welt beschieden hat. 2. Wie ein Traum, so schnell entflieh'n Jahre, Monden, Tag und Stunden. Das, womit wir uns bemüh'n, ist mit ihnen nicht verschwunden. Der Vergeltung Ewigkeit folgt auf diese Arbeitszeit. 379 Welt, an Menschenlob und Ruhme bei guten Thaten fehlt. 7. Auf dieser Bahn der Ehre erhalte meinen Gang, durch deines Sohnes Lehre, mein ganzes Leben lang. Dem Guten meinen Fleiß zu weih'n, und Und'rer Glück zu fördern, laß mein Bestreben seyn. 8. Gieb mir, o Herr, die Gnade, mich dieses Glücks zu freu'n; leit' mich auf rechtem Pfade, ein solcher Christ zu seyn, den einst die Ehrenkrone schmückt, die ewig deine Frommen in jener Welt beglückt. 3. Gott, wie thöricht hab' ich schon hier so manche meiner Zeiten, die bereits dahin gefloh'n, unter schnöden Eitelkeiten und auf solche Art verbracht, die mich jetzt befümmert macht! 4. Doch erbarmend schenkst du mir jetzt noch Zeit und Raum zur Buße. Herr, ich komm' und falle dir flehend und beschämt zu Fuße. Sey mir gnädig! Sieh', mich reu't meine hier verlor'ne Zeit. 5. Wiederbringen kann ich nicht, was mir einmal ist verschwunden; doch bin ich der Zuversicht, muß' ich nur getreu die Stunden, die du mir noch ferner schenkst, daß du gnädig mein gedenkst. 6. Säen soll ich hier mit Fleiß zu der Ernte jenes Lebens. O, wie glücklich, daß ich weiß, dieß geschehe nicht vergebens! Ewig freut sich ſeiner Verhalten gegen uns selbst. 380 seiner Saat, wer hier treulich Gutes that. 7. Gott, laß deinen guten Geist mich zu dieser Weisheit führen, und, wie es dein Wort verheißt, meinen Wandel so regieren, daß ich von der Saat der Zeit ernten kann in Ewigkeit. Mel. Wer weiß, wie nahe mir ic. 632. daß von meidaß von meinen Lebenstagen doch keiner ganz verloren sey! Verlor'ne Mel. Keinen hat Gott verlassen ze. ſpät das Herz mit Gram und 633. Veſtimme meinem Reu'; und den entfloh'nen Augenblick bringt kein Gebet, kein Fleh'n zurück. adina 2. Laß jeden meiner Augenblicke, o Gott, mir innig theuer seyn; die Zeit, die du zu meinem Glücke mir gabst, durch Sünde nie entweih'n, nie durch die Lust der Eitelfeit, die doch zulegt das Herz bereu't. ha la suit 3. Noch ist es Tag; jetzt laß mich Werke der Tugend wirken, eh' die Nacht, wo Niemand wirkt, erscheint; jetzt stärke mich deine Lieb und deine Macht. Wie Viel ist noch für mich zu thun! Und ich, ich sollte jetzt schon ruh'n? es jetzt mit Herz und Mun de, und sey dem ernsten Schwur getreu: Dir, Herr der Zeit und Ewigkeit, sey jeder Augenblick geweih't! 5. Dann seh' ich an der Laufbahn Ende getrost auf meine Tage hin, und sage: Herr, durch deine Hände empfing ich, was ich hab' und bin; hier ist mein Tagewerk; nicht mein, dein ist der Ruhm, die Ehre dein!# 5.2.0 4. Auf, auf, mein Geist, laß keine Stunde des Lebens ungenutzt vorbei! Auf, schwör' JOHUS Pfade, Herr, wie du willst, sein Ziel! Du schenkest uns der Gnade auf kurzem Wege Viel. Du, Vater, gabst das Leben, und dein Rath weiß es wohl, was er dem Kinde geben, wie lang' er geben soll. 2. Jm hellen Sonnenstrahle, wie bei der Sterne Licht, im bunten Frühlingsthale, wenn jede Knospe bricht, im reichen Fruchtgefilde, und in des Winters Ruh' sprichst du mit Batermilde dem Menschen freundlich zu. 3. Wer überall dich findet, du Höchster, groß und gut, auf dich sein Hoffen gründet, und seinen Trost und Muth, dem wurde mehr gegeben im engen Raum der Zeit, als auch das längste Leben dem Undankbaren beut. 4. Daß Gebrauch des gegenwärtigen Lebens. 4. Daß wir vereint mit Andern in Frieden, Hand in Hand das Erdenthal durchwandern in's bess're VaterRecht und Lieb Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. und Treue in aller Freud' 634. Es eift der lette und Noth uns für den Himmel weihe: das, Herr, ist dein Gebot. 5. Wer deine Stimme höret, auf deine Weisheit trau't, gern, wie es Jesus lehret, hinauf zum Himmel schau't, und nach des Geistes Frieden mit regem Eifer strebtwohl dem! der hat hienieden stets lang' genug gelebt. 381 Welt; o, sege meinem Pfade sein Ziel, wie dir's gefällt! 6. Um fünft'ger Tage Mor= gen will ich nicht ängstlich fleh'n, und nicht mit bangen Sorgen in weite Ferne seh'n; bis sich die Augen schließen, das Gute freudig thun, das Gute froh genießen, und die ergeben ruh'n. 7. Du läsfest jetzt mich leben; ich fülle diesen Tag mit dir geweih'temStreben; so folgt mir Friede nach. Der Tag kommt nimmer wieder; ich will im Herrn mich freu'n, und was euch nüßt, ihr Brüder, in treuer Kraft euch weih'n. von den Tagen, die du hier lebst, o Mensch, herbei. Erfauf die Zeit, und statt zu klagen, sie sey zu kurz, gebrauch' sie tren! Nimm mit erkenntlichem Gemüth der nahen Stunde wahr; sie flieh't. 2. Getäuscht von eiteln Kleinigkeiten verlierst du deines Lebens Zweck, verschiebst dein Heil auf ferne Zeiten, und wirfst so sicher Jahre weg. Bist du, zu kühner Sterblicher, des nächsten Augenblickes Herr? 3. Einst Ewigkeiten zu besizen, gebrauche wohl die kurze Zeit. Sie soll zu ei= ner Aussaat nügen, zur Aussaat, die der Herr gebent. Er ruft dir menschenfreundlich zu: Sieh', Eins ist noth! Was säumest du? in ausb 4. Drum eil' und rette deine Seele, und denke nicht: Gin andermal! Sey wacker, ber und überzähle der Menschentage kleine Zahl. Gesetzt, dein Ende wär' auch fern: sey fromm, und wandle vor dem Herrn! 5. Mit jedem neu geschenkten Morgen erwecke dich zu dieser Pflicht. Sprich: dir, o Gott! 8. Der du die Sterne füh-, rest am Himmel auf und ab, auch meinen Lauf regierest, du Bater, bis in's Grab, du schenkest Gnad' auf Gnade, du rufft zur bessern 382 o Gott! ist nichts verborgen; ich bin vor deinem Angesicht, und will, mich dei ner Huld zu freu'n, mein Leben gern der Tugend weih'n! 6. Erleucht' und stärke meine Seele, weil ohne dich fie Nichts vermag. Du gönnst, daß ich mein Heil erwähle, aus Gnaden mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, die deine Langmuth mir gewährt! 7. Wohl mir, wenn ich aus allen Kräften nach GotSus Verhalten gegen uns selbst. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 637. Die Herrlichkeit der Erden muß Staub und Asche werden, und Nichts bleibt ewig steh'n; das, was uns hier ergößet, was man für ewig schäßet, wird als ein leichter Traum vergeh'n. 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so trotzig machen, als Tand und Eitelkeit? Was ist der Menschen Leben? Stets mit Gefahr umgeben währt es nur eine kurze Zeit. 3. Was hilft uns unser Wissen? Wird's, wenn wir sterben müssen, ein großer Vorzug seyn? Was hilft uns Macht und Ehre, so glänzend sie auch wäre? Kann sie uns wohl im Tod erfreu'n? 4. Der Ruhm, nach dem tes Reiche hier gestrebt, in Gott gefälligen Geschäften die Pilgertage durchgelebt, und einst im Glauben sagen kann: Du nimmst mich, Herr, zu Ehren an! QUE 8. Mein sprachlos Fleh'n bei meinem Ende vernimmst du, Herzenskündiger. In deine treuen Vaterhände befehl ich meinen Geist, o Herr. Er schwingt sich über Grab und Welt zu dir, wenn seine Hütte fällt. 309( 635-636.) wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falcher Wahn; so bald der Geist gewichen, und unser Leib verblichen, fragt Keiner, was wir hier gethan. 5. Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit Müh gewinnen, was unser Fleiß erwirbt! Kann wohl, was wir besigen, uns vor dem Tode schüßen, und stirbt nicht Alles, wenn man stirbt? 6. Was sind des Lebens Freuden? Wie bald folgt Angst und Leiden und Rew auf den Genuß! Was ist's, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr' erlangen, die nicht zuletzt verschwinden muß? alle 7. Was sind selbst Thronen? Giebt es wohl Erdenkronen, die unverwelklich blüh'n? Gesinnungen gegen diese Welt. blüh'n? Kann vor des Grabes Schrecken der Purpur dich bedecken? die Krone dich dem Tod entzieh'n? 8. Wie, wenn die Sonn' aufgehet, die Roſe blühend stehet in ihrer schönsten Zier, und doch verwelkt sich beuget, eh' sich der Abend zeiget: so blühen und verwelfen wir. si 9. Froh wachsen wir auf Erden, und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch in den schönsten Tagen, eh' wir noch 383 Früchte tragen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. 10. Wir rechnen Jahr auf Jahre; indeß wird schon die Babre vor unser Haus gebracht. Man scheidet von den Seinen, die hülflos uns beweinen; und uns bedeckt Mel. Ich dank' dir schon 2c. 639. Christ, erhebe Herz und Sinn! Was bängst du an der Erden? Hinauf, hinauf, zum Himmel hin! Ein Christ muß himmlisch werden. 2. Was bist du in der Welt? Ein Gast, ein Fremdling und ein Wand'rer. Wenn du kurz ausgehalten hast, so erbt dein Gut ein And'rer. 3. Was hat die Welt? Was beut sie an? Nur Tand und eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, der schäßt die Welt geringe. 4. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch den Sinn auf's Nied're lenken? Nur wer an Gott denkt, denket hoch. So müssen Christen denken! des Grabes Nacht. 11. Dieß laßt uns wohl bedenken, und uns zum Himmel lenfen, weil er uns offen steh't. Wer dahin will ge= langen, darf an der Welt nicht hangen, da sie mit ihrer Lust vergeh't. St ( 638.) 5. Wenn dich die Last der Leiden drückt, schau' drum nicht muthlos' nieder. Schau' frei empor! Sprich: Mich erquickt der Herr doch endlich wieder. 6. Du lebst nicht bloß für diese Welt; dein Ziel ist nicht auf Erden. Du sollst, wenn deine Hütte fällt, ein Himmelsbürger werden. 7. Dort ist das rechte Ganaan, wo Lebensströme flieBen. Blick' oft hinauf! Der Anblick kann den Leidenskelch versüßen. ind 8. Dort oben ist des Baters Haus. Gott theilt zum Gnadenlohne den Ueberwindern Kronen aus; kämps' auch um diese Krone! 9. Dort 384 9. Dort ist's den Engeln süße Pflicht, der Gottheit Ruhm zu singen. Freund Gottes, sehnest du dich nicht, mit ihnen Dank zu bringen? Verhalten gegen uns selbst. 10. Dort wohnt Gott, Vater, Sohn und Geist, mit Licht und Glanz umgeben. Glück, das dir dein Gott verheißt! Wo Gott lebt, sollst du leben. 11. Dort herrscht dein Heiland, Jesus Christ; du, los von den Beschwerden, sollst dem, durch den du selig bist, an Klarheit ähnlich werden. 12. Hilf stets, mein Heiland, hilf du mir, daß ich den Geist erhebe, und daß ich jetzt und ewig dir zu Ehren denk' und lebe. i Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) 1917 640. Wie lieblich ist es in der Stille, wo Gott allein zugegen ist; wo unser Herz in seiner Fülle der süBen Einsamkeit genießt! Da schmeckt man in Zufriedenheit des Höchsten Güt' und Freundlichkeit. 2. Wohl dem, der stets in Gottes Schranken Geist, Herz und Sinne halten kann! Er schwinget sich mit den Gedanken in heil'ger Lust oft himmelan, und schmecket schon in dieser Zeit des Himmels reiche Süßigkeit, 3. Was hängt ihr doch an eitler Erden, und denkt bald da, bald dort hinaus? Ihr, die ihr wolletselig werden, gedenket nur an jenes Haus, das Gottes Huld für euch erbau't, und daß ihrjeßt im Glauben schau't. 4. Verschließt das Herz den eiteln Sinnen; laßt ihre Wuth nicht Meister seyn. Laßt euch die Lüste nicht gewinnen, und haltet die Begierden ein. Schweift ihr verkehrter Trieb herum, so eilt zu Gottes Heis ligthum. had 5. Ergößet euch an Gei stesschägen, die schön und unvergänglich sind; die euern Geist in Ruhe setzen, weil er da volle G'nüge find't. Geh't selbst in euer Herz hinein, und sammelt ew'ge Güter ein. 6. Mein Gott! eröffne mir die Pforten; führ mich in deinen Freudensaal. Ich habe Lust zu deinen Worten; denn diese stillen alle Qual. Komm, nahe dich; tilg' allen Schmerz, und öffne mir jetzt Schrift und Herz. 7. Mein Glaube sich't den Himmel offen, der mich bereits zu dir erhöh't, wo ich kann Gnad' und Leben hoffen, ob Sturm und Wetter auf mich geh't. Wer sich in dir erfreuen kann, sieh't Welt und Pracht verächtlich an. 8. Ich will mich von der Welt Himmlischer Sinn. Welt entfernen; weg, Eitelfeit, aus dieser Brust! Hinauf, o Seele, zu den Sternen! Mein Jesu! du bist meine Lust. Wie selig geh't die Zeit da.bin, wenn ich mit dir vereinigt bin!# dubitus, todali Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. 641. V. Vater, den mein Herz verehret, dem mein Leben angehöret, heilig sey mir dein Gebot: über Alles dich zu lieben, deinen Willen gern zu üben, und dir treu zu seyn, o Gott! 2. Ohne dich ist doch kein Friede, und die Seele strebt sich müde nach dem Blendwerk dieser Zeit. Ihren Durst kannst du nur stillen, und du willst ihn gern erfüllen, hier und auch in Ewigkeit. 385 And're hassen, mich auf dich nur, Gott, verlassen, und verdammt mein Herz mich nicht: o, so bin ich voller Freude, und verlier', auch wenn ich leide, nicht den Muth zu meiner Pflicht. 6. Laß den Reiz der Eitelkeiten nie von dir mein Herz ableiten; bleibe du mein höchstes Gut. Hilf mir, den Betrug der Sünden seh'n, und standhaft überwinden; gieb dazu mir Kraft und Muth. 7. Lenke, Vater, mein Bestreben hin zu einem bessern Leben; lehre mich, schon in der Zeit, an dem Ew'gen mich ergößen, hier den Werth der Dinge schäßen, wie einst in der Ewigkeit. ( 642.) 3. Gieb, daß schimmernd Mel, Schaß über alle Schäße 2c. Glück 4. Frieden werd' ich im Gewissen, hier den Himmel schon genießen, lieb' ich herzlich dich allein. Such' ich, Vater, mehr als Allen, such' ich dir nur zu gefallen, so sind deine Freuden mein. 5. Kann ich, wenn mich mich verführend werde; deine Huld 643. Ich lebe, wo ich sey mehr mir werth. Sie nur ist das Glück der Seelen; und das werd' ich nie ver= fehlen, wenn mein Herz dich findlich ehrt. liebe; ich bin nicht, wo ich bin, und geh' in meinem Triebe stets nach dem Himmel hin. Wo Jesus, der Verklärte, dort wohnt mein ganzes Herz; mein Sinn geh't von der Erde nur immer himmelwärts. 2. Ich liebe, was zum Himmel, nicht was zur Erde führt. Der Welt ihr Lustgetümmel und was ihr sonst gebührt, tret' ich getrost mit Füßen, 25 und 386 und schwinge mich empor; empor; denn jenes Leben wissen, gehy't aller Weisheit vor. Verhalten gegen uns selbst. 3. Hinauf, mein Herz, mit Freuden! Dort oben ist gut seyn. Geh' durch Gefahr und Leiden nur immer himmelein. Laß And're nach dem Triebe der Erdenkinder geh'n. Ich lebe, wo ich liebe; so leb' und sterb' ich schön. Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. 644. Ach Gott, es sind der Thränen in dieser Welt so viel! Mit Furcht und bangem Sehnen nah't Mancher sich zum Ziel. 3. Nur aufgeschaut mit Freuden! So ruft uns Christus zu. Hinweg mit Angst im Leiden! Gott sorgt für eure Rub'. 4. Wem deine Huld die Gabe des Christensinns verlieb, dem fehlt es bis zum Grabe an Muth und Hoffnung nie. 5. Ihn machet das Getümmel der Welt nicht bang und heiß, weil er getrost zum Himmel empor zu schauen weiß. erwacht. Er weiß, des Lebens Kummer währt doch nur eine Nacht. E 6. Bon trägem Geistesschlummer ist er schon längst 7. Die dunkle Nacht entfliehet; der helle Tag bricht an. Noch eh' man sich's versiehet, entschwinden Furcht und Wahn. 8. Gott, wer diesem Tage nur froh entgegenblickt, der sich't einst aller Plage auf ewig sich entrückt! 2. Doch deines Sohnes Lehre erquickt des Christen Herz; sie trocknet jede Zähre 645. Himmelan, nur und lindert jeden Schmerz. 9. Das Ziel ist dann errungen; dann endlich ist er da, und fühlt, von Danf durchdrungen, sich dir und Jesu nah'. Mel. Seele, was ist schöner 2. ( Die verkürzte: Auf, hinauf zuz.) himmelan soll der Wandel geh'n! Was die Frommen wünschen, kann dort erst ganz gescheh'n; auf Erden nicht! Freude wechselt hier mit Leid; richt hinauf zur Herrlichkeit dein Angesicht. 2. Himmelan schwing' deinen Geist jeden Morgen auf! Kurz, ach kurz ist, wie du weißt, unser Pilgerlauf. Fleh' täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, präg' in's Herz mir den Beruf; mach mich getren! 3. Hat Gott selber nicht dein Ziel himmelan gestellt? Sorge darum nicht zu viel um aqundradi dil Himmlischer Sinn. min um den Tand der Welt. Flieh' diesen Sinn! Nur was du dem Himmel lebst, dir an Schäßen dort erstrebst, das ist Gewinn. 4. Himmelan heb' deinen Muth, wenn dich Kummer drückt; weil dein Vater, mild und gut, stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben, in dem Land des Lichts, weiß man von der Sorge nichts; sey himmlischfroh! 5. Himmelan ging Jesus Christ mitten mitten durch die Mel. O Ewigkeit, du Donnerw. zc. Schmach; geh', weil du sein 646. Mein Leben ist Jünger bist, seinem Vorbild nach. Er litt, und schwieg. Halt dich fest an Gott, wie er; statt zu klagen, bete mehr; so folgt der Sieg. 6. Himmelan führt seine Hand durch die Wüste dich, ziehet dich im Prüfungsstand näher hin zu sich, im Himmelssinn. Von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter geht's zum Himmel hin. 387 Einst wirst du anbetend nah'n, und Gott nah't sich dir, in Ewigkeit. Aller Jammer ist vorbei; Alles jauchzt verklärt und neu in Ewigkeit. 7. Himmelan führt dich zu leht selbst die Todesnacht; ob sie auch dir sterbend jetzt kurze Schrecken macht. Harr' aus, harr' aus! Auf die Nacht wird's ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell des Vaters Haus. 8. Hallelujah! Himmelan steig' dein Dank schon hier! 9. Hallelujah! singst auch du, wenn du Jesum sieb'st; unter Freuden ein zur Ruh' in den Himmel zieh'st. Ge= lobt sey er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft dir aus zu diesem Sieg; gelobt sey er! ein Prüfungsstand; der Himmel ist mein Vaterland; nicht find' ich Ruh' auf Erden. Ich suche meines Gottes Stadt, die er uns dort erbauet hat; da werd' ich selig werden. Mein Leben ist ein Prüfungsstand; der Himmel ist mein Vaterland. 2. Wie Schatten vor der Sonne flieh'n, so fliehet meine Zeit dahin. Hier ist nicht, was ich wähle. Ich eile nach der Ewigkeit. Ach, mache mich dazu bereit; bewahre meine Seele! Gieb, daß ich als ein wahrer Christ stets fuche, was im Himmel ist. 3. Der Tugend Hindernisse, Gott, sind viele; Trübsal, Noth und Spott muß oft der Fromme leiden. Der Weg ist schmal und weit das Ziel; 25* wie 388 Verhalten gegen Andere. Menschenliebe überhaupt. wie oft find seiner Feinde viel, und klein die Zahl der Freuden. Und dennoch soll's ihn nie geren'n, dein Pilger hier, o Gott, zu seyn. ich mit dir nur standhaft bier, so herrsch' ich ewig auch mit dir. Pist 4. Hilf darum mir, o Jesu Christ, der du mein Heil geworden bist, hilf mir und allen Frommen. Laß auf der Selbstverläugnung Pfad, da auch dein Fuß gewandelt hat, mich hin zum Ziele kommen. Streit' Mel. Ein Lamm geht hin und zc.. 647. Der du die Liebe selber bist, und gern uns Menschen segnest; ja selbst dem, der dein Feind noch ist, mit Wohlthun doch begegnest; o, bilde meinen Sinn nach dir, und laß mich doch, mein Heiland! hier, wie du gewandelt, wandeln. Die können keine Christen seyn, die sich nicht And'rer Wohlfahrt freu'n, und menschenfeindlich handeln. 2. Dein Leben in der Sterblichkeit war für die Menschen Segen. Dir folgten Lieb' und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen. Wohin du gingst, ging Wohlthun mit; dein Wort, dein Werk, und jeden Schritt begleitete Erbarmen. Du übernahmst die schwere Pein, uns vom Verderben zu befrei'n, und starbst zum Heil uns Armen. 5. Verleihe mir Beständigfeit; laß mich mit Unerschrokkenheit den Weg des Lebens gehen. Fall' ich, so bilf mir gnädig auf; hilf mir vollenden meinen Lauf; laß fest in Noth mich stehen, getrost auf deinen Schuß vertrau'n, und selig einst dein Antlig schau'n. 3. Auch jetzt noch auf des Himmels Thron bist du das Heil der Sünder. Auch da bleibst du, o Gottes Sohn! ein Freund der Menschenfinder. Du schaff'st den Deinen wahre Ruh', und die Verirrten suchest du aufrechten Weg zu leiten. zu leiten. Du hörst der Seufzenden Gebet, gebrauchest deine Majestät, nur Segen auszubreiten. 4. O, laß in meiner Pilgerschaft mich auf dein Vorbild sehen! Erfülle mich mit Lust und Kraft, dem Nächsten beizustehen, betrübter Herzen Trost zu seyn, mich mit den Fröhlichen zu freu'n, mit Weinenden zu klagen. Laß mich dem, der sein Herz mir weib't, ein Herz voll frommer Redlichkeit und Treue nicht versagen. 5. Laß mich mit brüderlicher Huld den Strauchelnden er= Menschenliebe überhaupt. erwecken; durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld des Nächsten Fehler decken. Mein Antlig sey nie fürchterlich; und meine Seele neige sich zu des Bedrängten Flehen; so wird mich in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hält, der Liebe Lohn erhöhen. der Liebe Lohn Mel. O Gott, du frommer ic. 389 seguet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer And're stärkt; Nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. ein Herz, das jeden Menschen liebet, bei seinem Wohl sich freu't, bei seiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennut und Neid und Härte flieh't, und sich um And'rer Glück, wie um sein Glück bemüh't. 2. Seh' ich den Dürftigen, so laß mich gütig eilen, von dem, was du mir giebst, ihm bülfreich mitzutheilen; nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu seyn, und mich verehrt zu seh'n; nein, Menschen zu erfreu'n. 3. Dieß sey mein Gottesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, müss' Andern stets mein Herz mit Rath und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohlthat an; nein, was ich Brüdern thu', das sey dir, Gott, gethan! 648. Gieb mir, o Gott, deck seine Fehler zu. 5. Und eilt ein boshaft Herz, Unfrieden anzurichten, so laß mich sorgsam seyn, der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmähsucht fränke nie mein Mund des Nächsten Ruh'; er rühme sein Verdienst, 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Durstigen begegnet; ein Blick voll Trost, mit dem mein Herz Bedrängte 6. Die Rach' ist dein, o Gott; du sprichst: Ich will vergelten. Drum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht; den liebe, der mich haßt; den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlergehen mit eingeschränktem Blick bei meinem Nächsten sehen; noch stärker müsse mich sein ewig Glück erfreu'n; noch mehr sein Seelenheil mir angelegen seyn. 8. Den, der im Glauben wanft, im Glauben zu bestärken; den, der noch sicher ist bei seinen bösen Werken, von der verkehrten Babu des Lasters abzuzieh'n, dazu verleib' mir Kraft, und segne mein Bemüh'n. 9. O, heilige du selbst, Herr, meiner Seelen Triebe durch 390 durch deine Lieb' und Furcht zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den nächsten liebt, geh't nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen seyn! Verhalten gegen Andere. Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 649.So Jemand spricht: Ich liebe Gott! und haßt doch ſeine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb', und will, daß ich den nächsten liebe, gleich als mich. 2. Wer dieser Erde Güter hat, und sieh't die Brüder leiden, und macht den Hung'rigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht, und hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den Nächsten unterstützet; doch nur aus Stolz, aus Eigennuß, aus Weichlichkeit ihm nüßet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 4. Wer harret, bis, ihn anzufleb'n, ein Dürft'ger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizusteh'n, der im Berborg'nen weinet, nicht gütig forscht, ob's ihm gebricht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer And're, wenn er sie beschirmt, mit Härt' und Vorwurf quälet, und ohne Nachsicht straft und stürmt, so bald sein Nächster fehlet: wie bleibt bei seinem Ungestüm die Liebe Gottes wohl in ihm? 6 Wer für der Armen Heil nicht wachet, dem Uebel nicht und Zucht mit Rath und That zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet, nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. 7. Wahr ist es, du vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben; doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünschest dir die Kraft dazu, und sorgst dafür, so liebest du. 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so such' ihn zu beleben. Sprich oft: Gott ist die Lieb', und mir bat er sein Bild gegeben. Denk' oft: Gott, was ich bin, ist dein; sollt ich, gleich dir, nicht gütig seyn? 9. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 10. Ein Heil ist unser Aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Soh Menschenliebe überhaupt. Sohnes Blut so hoch erfaufen lassen? Daß Gott mich schuf, und mich versühnt, hab' ich dieß mehr, als sie, verdient? 11. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen! Ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? Dem nicht verzeih'n, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? 12. Was ich den Frommen hier gethan, den Kleinsten auch von diesen, das siehst du, mein Erlöser, an, als hätt' ich's dir erwiesen. Und ich, ich sollt' ein Mensch noch seyn, und dich in Brüdern nicht erfreu'n? 13. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergeben, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihm flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. 391 2. Wenn Einer willig seine Hab' austheilete den Armen, und brächte nicht die freie Gab' aus Mitleid und Erbarmen; wenn er sich brennen ließ dabei, und that es nicht aus Lieb' und Treu', so wär' es ihm nicht nüße... 3. Die Lieb' ist lauter Sanftmuth voll, ist gütig und gelinde, daß man, es komme, wie es woll', nichts Bitt'res an ihr finde. Einem etwas Einem schicht, so eifert und mißgönnt sie nicht; ihr Muth bleibt in den Schranken. Wenn Gut's ge= 100 de Mel. Nun freut euch, lieben zc. 650. Wenn Giner alle Ding' verständ', mit Engelzungen red'te; wenn er zugleich weissagen könnt, den Wunderglauben hätte, daß er versetzte Berge hin, und bätte nicht der Liebe Sinn, so wär es doch vergebens. 4. Sie fennet nicht, was Hoffart ist; sie haßt und lästert Reinen; sie sucht nicht ihren Nuß mit List; sie rathet den Gemeinen; sie zürnet nicht; wie viel man sagt vom Nächsten, über den man flagt: sie fehrt es stets zum Besten. 5. Die Lieb' ist da voll Traurigkeit, wo unrecht wird gerichtet; der Wahrheit und Gerechtigkeit hat sie ihr Herz verpflichtet; sie deckt des Nächsten Mängel zu, trägt seinen Fehl in stiller Ruh', gedenkt nie des Bergang'nen. 6. Die Liebe glaubet gern das Best, ohn' Argwohu tran't sie Allen; sie hoff't noch ihre Besf'rung fest, wenn sie in Sünden fallen. Und wenn sie leidet ohne Schuld, erträgt 392 trägt sie Alles mit Geduld, und wird dabei nicht müde. Verhalten gegen Andere. 7. Ja, wenn zuletzt die Wissenschaft und Alles wird aufhören, behält die Lieb doch ihre Kraft, und wird sich noch vermehren, wenn wir nach dieser Prüfungszeit einander in der Seligkeit vollkommen werden lieben. 8. Herr Jesu, du giebst selber dich zum Vorbild wahrer Liebe; verleih', daß dem getreu auch ich stets Lieb' am Nächsten übe; daß ich bei Allem, wo ich kann, Treu', Lieb' und Hülfe Jedermann, wie ich's mir wünsch', erweise! Fler Mel. Ach, was soll ich Sünder 2c. 651. Sollten Menschen, meine Brüder, mir, mein Gott, nicht thener seyn? sollt' ich sie nicht gern erfreu'n? Sind nicht alle Christen Glieder dessen, der für Alle starb, Allen Gottes Huld erwarb? 2. Alle sind wir Eines Stammes, gleich an dürftiger Natur; Allen hilft ein Opfer nur, des unschuld'gen Gotteslammes; und dieselbe Seligkeit ist für Alle gleich bereit. 3. Gottes Kinder sollt' ich haffen, lieblos, unbarmherzig seyn? meinem Feinde nicht verzeih'n? keine Schulden ihm erlassen? und das Gericht, ein Urtheil spricht? 4. Du, der einst für Uebelthäter um Vergebung bat, du hast still getragen unfre Last, eine Last der Uebertreter; bliebest stets von Rache fern; duldetest, vergabest gern. 5. Wenn mein Herz von Zorn und Sünde hingerissen dich verkennt, und zu Haß und Rach' entbrennt: hilfdann, daß ich überwinde. Laß mich dich sanftmüthig seh'n in den Tod für Feinde geh'n. 6. Wie dir deine Thränen flossen, als dein Aug' um uns geweint; wie du, großer Menschenfreund, auch für mich dein Blut vergossen, wie du laß mir vor Augen ſeyn. starbst, mich zu erfreu'n, das 7. Gieb es mir so zu erkennen, daß ich thu', wie du gethan. Wer nicht wohlthut, wie er kann, ist kein Glied von dir zu nennen; ist dem Gott der Lieb' ein Gräu'l, und verscherzt sein eig'nes Heil. nicht fürchten das auch mir 8. O, so hilf mir, daß ich übe, was dein Wille mir ge beut, Nachsicht, Sanftmuth, Gütigkeit; daß ich, wie du liebest, liebe; daß ich herzlich, milde, treu, sanft und leicht versöhnlich sey. 9. Christen, Eines Hauptes Glieder, Christi, der für Alle alis Fürbitte für alle Menschen. sting393 Alle starb, Allen Gnad' und Huld erwarb, lieben wollen wir uns, Brüder! uns einander mild erfreu'n, wohlthun, dulden und verzeih'n. eig'nen Pein, Stolz und Neid beherrschen lassen? Wer kein Freund des Nächsten ist, ut fürwahr kein Mensch, kein Christ. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. de a 5. Was wir auch aus Gottes Hand zum Voraus vor Andern haben: Anseh'n, Reichthum, hoher Stand, Leibes652. Allen Menschen kräfte, Geistesgaben, alles dieß befrei't uns nicht von der Menschenliebe Pflicht. und auch mir hat der Herr dieß vorgeschrieben: Euern Nächsten sollet ihr, wie euch selbst, von Herzen lieben! Christen, was Gott hier gebeut, sey uns heilig allezeit. 2. Wir sind Bürger Einer Welt, Kinder Eines Vaters, Brüder, die er huldreich all' erhält; alle Eines Leibes Glieder, die sein weiser Allmachtsruf alle, sich zu lieben, schuf. 3. Eine sterbliche Natur hat uns Allen Gott gegeben, und auch Eine Hoffnung nur, Hoffnung auf ein bess'res Leben, wenn wir nur in dieser Welt redlich thun, was ihm, gefällt. 4. Und wir sollten uns entzwei'n? lieblos uns einander hassen, und zu uns'rer Mel. Schmücke dich, o liebe zc. 653. Trener Bater deiner Kinder, Gott der Frommen und der Sünder! Höre 6. Selbst der Gaben Unterschied dient zum allgemeinen Besten, wenn nur Jeder sich bemüh't, von dem Kleinsten bis zum Größten, Andern, und nicht sich allein nüglich, wie er fann, zu seyn. 7. Darum gieb uns, Gott, ein Herz, voll von wahrer Menschenliebe, das an And'rer Freud' und Schmerz Antheil nehm' und redlich übe, was der Liebe Pflicht begehrt, wie sie Jesus uns erklärt. 8. Diesem großen Menschenfreund laß uns Alle ähnlich werden, daß wir, hier mit ihm vereint, nachy vollbrachtem Lauf auf Erden, einst auch ewig bei ihm seyn, seiner Lieb' uns ganz zu freu'n. gnädig an mein Flehen für der Brüder Wohlergehen. Ach, erweck in meinem Herzen Mitleid bei der Brüder Schmerzen. Herr, belebe meine Tries be 394 Verhalten gegen Andere. Brüderliche Theilnahme. be zum Gefühl der Menschenliebe. 2. Du, du schau'st auf alle Brüder voll Erbarmen segnend nieder. Alle sind nicht mehr, nicht minder, Alle Menschen, deine Kinder. Möchten Alle dich erkennen, kindlich froh dich Bater nennen, Alle dein Wort gläubig hören, Alle dich durch Jesum ehren! 4. Gieb den Leidenden und Kranken Linderung und Trostgedanken; richte huldreich auf, die fallen; leite Kinder, die noch lallen. Weisheit, Treue gieb dem Lehrer, Sinn für Wahrheit jedem Hörer; schenke, trener Vater, Beiden deiner Wahrheit hohe Freuden. 3. Zeige dich, du Weltregierer, als der Frommen Schuß und Führer. In der Noth und in Gefahren eile, dich zu offenbaren; tröste die, die trostlos weinen; stärk' die Schwachen, hilf den Deinen; du, der Vater aller Armen, wirst auch ihrer dich erbarmen. 5. Sey der Freund von meis nen Freunden; schenk' Erbarmen meinen Feinden. Komm' mit deinem Batersegen allen Sterblichen entgegen. Laß sich Alle deiner frenen, Alle, Vater, die sich weihen. Laß sie Alle fromm auf Erden, und im Himmel selig werden. ( 654.) Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. Triebe, auf And'rer Wohlergeh'n, und auf die größern 655. Gieb Gott, voll Gaben, die ſie empfangen baben, mit schelem Auge hinzuseh'n. Lieb' und Güte, den Trieb in mein Gemüthe, mich fremden Glücks zu freu'n! Bei meines Nächsten Schmerzen laß fern von meinem Herzen der Bosheit wilde Freude seyn. 2. Wer sich des Guten freuet, was deine Huld verleihet, er find' es, wo er's find', der ist nach deinem Bilde barmherzig, gütig, milde, und als ein wahrer Christ gesinnt. 3. Der Stolz, die Eigenliebe sind freilich mächtge 4. Jedoch, du hilfft mir kämpfen, hilfft Neid und Mißgunst dämpfen, wenn ich nur wachsam bin; und wenn ich auf dich sehe, zu dir um Hülfe flehe, so hilsst du mir zum bessern Sinn. 5. Dein sind, o Gott, die Gaben, die ich und And're haben; mit Weisheit hältst du Haus, und theileſt unter Allen, nach freiem Wohlgefallen Sorge für das geistige Wohl des Nächsten. 395 nicht ungerührt bleibt unſer Herz? 3. Was ist es, das uns hoch entzückt, wenn himmelwärts das Auge blickt, und daß dich, der das Weltall lenkt, froh unser Herz als Vater denkt? fallen, die Güter deines Hauses aus. 6. Beneid' ich meinen Nächsten, so greift dich selbst, den Höchsten, mein Unmuth tadelnd an. Gott, welche schwere Sünde, wenn ich mich unter winde zu tadeln, was du selbst gethan! 7. Ich Thor, ich selber quäle mit Unmuth meine Seele, herrscht Neid in meiner Brust. Herr, mache mir dieß Laster je mehr und mehr verhaßter! Auch And'rer Glück sey meine Lust. Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 656.Was ist es, das die ganze Welt der Lebenden zusammen hält? Was knüpft auf diesem Erdenrund die Menschen all' in Einen Bund? 2. Was ist's, daß, wo die Freude lacht, ein traurig Herz vom Gram erwacht, und daß bei uns'rer Brüder Schmerz Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 657.Laß, o Jesu, mich empfinden, welch ein Segen mir es ist, daß du, mich von Wahn und Sünden zu befrei'n, erschienen bist; und daß du mit Huld und Gnade auf des Lebens dunklem Pfade 4. Dank dir, Gott, für das Mitgefühl; es leitet uns zu unserm Ziel. Wer seine sanfte Stimme hört, wird nie durch Haß und Neid gestört. 5. Jhm strahlt mit himmlisch mildem Licht die Freundlichkeit vom Angesicht; und wo er wandelt seine Bahn, sind ihm die Herzen zugethan. 6. Des schönsten Erdenglücks entbehrt, wer Mitgefühl nicht in sich nährt; und zu des Grabes stiller Ruh' drückt ihm fein Freund die Augen zu. 7. Wem Mitgefühl das Herz erhebt, der findet Brüder, wo er lebt, und schläft einst mit der Hoffnung ein: Auch droben werden Brüder seyn. die Gefahr mir offenbarst, treu mich warnest und bewahrst. Crailong his doin 2. Laß mich fühlen, welch ein Segen es für meine Seele sey, wenn ich dir auf Gottes Wegen immer folgsam bin und tren; wenn ich meinen Schöpfer lieben, und von deis nem Geist getrieben, immer froher 396 Verhalten gegen Andere. Christliche Duldung. frober hoffen kann: Mich nimmt Gott mit Ehren an. 63. Doch, wie könnt ich dieß empfinden, und doch fühllos Menschen seh'n, die, bethört vom Reiz der Sünden, Wege des Verderbens geh'n; wie nicht rufen, daß sie hören: Eilt, o Brüder, umzukehren, wenn ihr selig werden wollt, wie ihr's werden könnt und follt! in 1 -5. Von des Irrthums Finsternissen selbst errettet, will auch ich warnen, rühren deß Gewissen, der von deinen Wegen wich; will ihm zeigen, was ihn blende, daß sein Herz zu dir sich wende; ihn ermuntern, dir allein, nicht der Sünde, sich zu weih'n. - 6. Hilf, daß ich ihn mög' erweichen; und wenn meine Bitten nicht bis zu seinem Herzen reichen, sev mein Beispiel ihm ein Licht, daß er an mir sehen möge, wie Erlöser, deine Wege Jedem, der sie liebgewinnt, lauter Heil und Segen sind. 4. Auch für mein Brü der Seelen, nicht nur für mein Heil allein, soll ich sorgen; wenn sie fehlen, gern ihr treuer Führer seyn. Wenn sie sündigen und sterben, und ich rief nicht vom wo ich konnte, sie zu dir, ford( 658. 659.). 020 derst du ihr Blut von mir. 97860 Subisid Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ohne Strahl von deinem Licht ( Neue Mel.) ist feines Menschen Angesicht. adidas 3. Und Keiner Aller, wel660. Dir, Bater, Dank che leben, ist fern, Unendliund Preis und Ehre von deiner ganzen Kinderschar! Dir, Herr der hohen Sternenheere, bring' jeder Mund Anbetung dar! Du, unser Aller Vater, gieb, zu preisen dich, uns Kraft und Trieb. E cher, von dir. In dir, du Vater Aller, weben wir Alle, sind und athmen wir; und dich zu suchen, rufest du voll Liebe allen Herzen zu. 3151 2. Bereit, dich dem zu offen baren, den Sehnsucht drängt, sich dir zu nah'n, nimmst du von allen Völkerscharen Gebete, Lieder, Opfer an. Ganz 4. Dem rufft du lauter, Jenem leise: Ein Gott ist, welcher dich erschuf! Nur der ist froh und gut und weiſe, der gläubig hört auf deinen Ruf; und wer dich fromm und findlich ehrt, deß Flehen wird von dir erhört. 5. Rein themodian Christliche Duldung. ledn 5. Kein Erdensohn hat and're Pflichten, als seinem Lichte tren zu seyn. Wie könn test du den strenge richten, dem du mehr Licht versagtest! Nein! Begnadigst du nicht selber den, der's wagte, dir zu widersteh'n? indi and 6. Und wir, wir sollten strenge richten? Wir lieblos seyn, wo du verschonst? die Einfalt und die Tugend richten, die du vielleicht mit Ehre lohnst? den schmähen, der dich anders ehrt, als uns der Bäter Glaube lehrt? 397 der Völker Lobgesang vom Ausgang bis zum Niedergang. 2. Die Geisteseintracht mehresich; durch Sinn und Tbaten preise dich das Volk, das deine Rechte kennt, und Jesum seinen Heiland nennt. 3. In christlich frommer Fürsten Bund thu' sich die Kraft der Wahrheit fund, und sichy're Frieden, Lieb' und Recht uns und dem spätesten Geuns und dem schlecht. do 1980 198 4. Mit deinem Geiste salbe, Herr, des Himmelreichs Verkündiger, daß sie, in Lehr' und Wandel rein, stets wack're Seelenhüter seyn. 7. Wer heilig deinen Namen nennet, dir ehrfurchtsvoll zu dienen meint, so gut dich ehrt, als er dich kennet, sey Bruder uns, mit uns vereint! O webe dem, der sie verdammt, die Andacht, die zum Himmel flammt! 8. Erwecke Fürsten, bilde Lehrer voll weiser Menschenfreundlichkeit. Entwaffne mächtig, Herr, den Störer der Eintracht und Berträglichkeit; und heller strahle bald dein Licht, wo es an Duldung noch gebricht. Mel. Erhalt' uns, Herr, bei zc. 661.Beschirm' uns, Herr, dein reines Wort! Es schalle. frei und mächtig fort, und sey 5. Die Meinung trenne Herzen nicht; das Wissen förd're jede Pflicht. Im Glanben reiche sich die Schar auch Tugend, Lieb' und Demuth dar. mis plus 6. Und uns're Lämmer, jung und zart, führ' auf die Weide guter Art, wo volle G'nüg' und Leben ist, zum Kinderfreunde Jesu Christ. 7. O, möcht' im ſeligsten Verein Ein Hirt und Eine Herde seyn! Laß, Herr, dieß große Heil uns seh'n, uns Hand in Hand gen Himmel geh'n! 0 24 e) ( 662.) Mel. 398 Verhalten gegen Andere. Bescheidenheit. Mel. O Gott, du frommer 2c. Mel. Es spricht der Unweisen zc. 663. Herr, der du Alles 664. Wer wahre Herzensdemuth liebt, den Nächsten nicht verachtet, und gern in seiner Pflicht sich übt, ist hoch bei Gott geachtet. Gott ehrt ihn wieder; sein Gebet wird nimmermehr von dem verschmäh't, der auch auf's Nied're schauet. giebst, von dem ich Alles habe, was ist mein Stand, mein Glück, und jede gute Gabe? Es ist nicht mein, es ist ein unverdientes Gut; darum bewahre mich vor Stolz und Uebermuth.dnal ng hy 2. Wenn ich der Welt vielleicht mehr, als mein Nächster nüße, wer gab mir diese Kraft? Wenn ich Verstand besige und Klugheit mehr als er, wer gab sie mir? Von dir, von dir kam mir die Kraft, und du erhältst sie mir. 53. Wenn mir ein größer Glück nach deinem Rath begegnet; wenn deine Güte mich vor Andern oft gesegnet: giebt diese deine Huld mir wohl zum Stolz ein. Recht? Bin ich darum nicht auch, was And're sind, dein Knecht? 4. Wenn ich geehrt und groß in hohen Würden stehe, und And're unter mir in kleiner'm Glücke sehe, wer machte sie gering, und wer erhöh'te mich? Ist nicht mein Nächster oft viel würdiger, als ich? 5. Wie könnt' ich mich, o Gott, des Guten überheben? Was ich besig', ist dein; von dir hab' ich mein Leben, und was ich Gutes thu', dazu giebst du Gedeih'n. Drum laß mich ewig fern von Stolz und Hochmuth ſeyn. 2. Den Stolz verfolgen Schmach und Spott auch oft schon auf der Erde. Ihm widersteh't gewißlich Gott, daß er erniedrigt werde. Wer, wenn ihn Gott zu Ehren setzt, sich seiner Gaben unwerth schäßt, an dem hat Gott Gefallen. 3. Hat Gottes milde Va terhand mehr Güter dir gegeben; kannst du durch Anseh'n und Verstand des Nächsten Glück erheben: was bist du? Immer Gottes Knecht. Dein Vorzug giebt dir nie ein Recht, den Kleinsten zu verachten. 4. Der Herr von göttlicher Gewalt ist auf der Welt ers schienen arm, niedrig und in Knechtsgestalt; warum? Um uns zu dienen. Er wehrte dem, der ihn erhob, und wählte für der Menschen Lob selbst Schmach, um sie zu retten. POST GRE 5. Ich bin dein Jünger, Heiland, ich bekenne deinen Na Sorge f. Leb. u. Gesundh.d. Nächst. Gerechtigk.u.Billigk.399 Namen; sey du mein Vor- so wird mir einst der Liebe bild! Stärke mich, dein Bei- Lohn. spiel nachzuahmen. Du rufst ja allen Menschen zu: Lernt Demuth, und ihr werdet Ruh' für eure Seelen finden. OBIET ( 665.) Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 666. Gott, dein ist unser Leben; du hast es uns gegeben; es soll uns theuer seyn. Drum will ich's Keinem fürzen; nie in Gefahr ihn stürzen; nein, aus Gefahren ihn befrei'n. 2. Nie will ich seinem Herzen bereiten Gram und Schmerzen, die der Gesundheit droh'n; beglückt durch deinen Segen, will ich der Kranken pflegen; Met. Alle Menschen müssen 2c. 668. Aller meiner Brüder Rechte laß mir, Gott, stets heilig seyn! Wenn ich sie zu kränken dächte, ihres Kummers mich zu freu'n, über sie mich zu erheben, oder mir allein zu leben: dann verlegt' ich meine Pflicht, ehrte deinen Willen nicht. 2. Könnt ich, taub bei ihren Klagen, ihnen das aus Eigensinn, oder Neid und 3. Ich soll den nächsten lieben, nie fränken und betrüben; und bassen könnt' ich ihn? Besorgt für meine Freuden, sollt' ich vor seinem Leiden, um nur nicht mit zu leiden, flieh'n? 4. Nein, Gott, ich will den Armen erquicken voll Erbarmen, des Blinden Führer seyn, die Schwachen unterstützen, die in Gefahr sind, schüßen, und kann ich, sie daraus befrei'n. 5. Ich will, sie zu erfreuen, selbst Müh' und Schmerz nicht scheuen; auch das ist dein Gebot. Hat doch dein Sohn sein Leben für mich dahin gegeben, für meine Rettung in den Tod. 4( 667.) 2014 SUPE Geiz versagen, was ich ihnen schuldig bin; könnt' ich ohne Treu und Glauben Andern Gut und Ehre rauben: welchen Haß verdient' ich nicht, welch ein schreckliches Gericht! 3. Nein, ich will das Unrecht hassen, Recht erzeigen Jedermann; Jedem geber, Jedem lassen, was er hat und fordern kann. Lieber will ich Unrecht dulden, als durch Unrecht mich verschulden; lieber arm 400 Verhalten gegen Andere. Aufrichtigk. u. Wahrheitsliebe. arm und niedrig seyn, als durch Unrecht mich entweih'n. zeih'n. Hab' ich Macht: sie soll mir nützen, die Bedrängten zu beschüßzen; eilig, wo Verlass'ne fleh'n, ihnen lieb reich beizusteh'n.mirdim 4. Würden der Bedrängten Zähren, würden ihre Seufzer nicht Rettung, Gott, von dir begehren, und erschweren mein Gericht? Würd' ich nicht stets zittern müssen? Würde nicht selbst mein Gewissen mir mit Angst und Schrecken dräu'n, und des Unrechts Rächer seyn? 7. Sichern laß mich meine Rechte, aber sanft und mit Geduld. Wir sind Alle deine Knechte; und wie groß ist deine Huld! Du vergiebst mir meine Schulden; sollt ich denn fein Unrecht dulden? nicht gelind seyn? mich nicht freu'n, gleich dir, Vater, zu verzeih'n? 5.Eines UnterdrücktenThränen, o, wie furchtbar sind sie nicht! Eh' es Ungerechte wähnen, trifft sie, Herr, dein Strafgericht. Doch blieb auch mein Erdenleben mit des Glüffes Glanz umgeben: führet denn der Tod mich nicht, Richter, einst vor dein Gericht? 6. Lehre mich gerecht und billig gegen alle Menschen seyn; Keinen drücken, lieber willig dem Beleidiger ver=Mel. Schatz über alle Schäge zc. heit übt! 671. Wohl dem, der richtig wandelt, der als ein Wahrheitsfreund in Wort und Werken handelt, und das ist, was er scheint; der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit übet, sich unbefleckt erhält! 8. Hilf mir immer richtig wandeln, Gott, vor dir, als meinem Herrn, billig stets mit Andern handeln, und von aller Härte fern. Denn du, Richter aller Welten, wirst mir Alles einst vergelten, was ich meinen Brüdern that, wenn sich dein Gericht mir nah't. ( 669-670.) 2. Wohl ihm, daß sein Gemüthe, Herr, stets die WahrIhn leitet deine liebt. Du wirst ihn einst erGüte; er wird von dir gehöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 3. O Herr, laß alles Lügen doch ferne von mir seyn! Behüte mich vor Trügen mit gleißnerischem Schein. Erinn're mein Gewissen, du hassest Heuchelei, damit ich stets be Sanftmuth, Versöhnlichkeit, Friedfertigkeit. beflissen der Tren' und Wahrheit sey. 4. Laß niemals mich versprechen, was ich nicht halten fann; auch nie Zusagen brechen, die ich einmal gethan; nie mich den Stolz verleiten, und nie des Beispiels Macht, als Wahrheit auszubreiten, was fälschlich ward erdacht. 5. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten zur Vorsicht in der Pflicht, damit ich flüglich wisse, wann ich für And'rer Wohl und für mich reden müsse, und wann ich schweigen soll. 401 6. Wenn je, um mich zu drücken, des Feindes Rath gelingt; wenn er mit bösen Tücken in Kümmerniß mich bringt: so stärke meine Seele, daß sie nicht unterlieg', und Alles dir befehle. Du giebst der Unschuld Sieg. 2. Laß mich meines Nächsten schonen, willig tragen seine Last! Und so lang'ich hier soll wohnen, sey mir aller Streit verhaßt! Denn das ist, o Gott, dein Wille, und 7. Ein Herz voll Tren' und Glauben, das, Gott, zu dir sich hält, das soll mir Niemand rauben, das führt zur bessern Welt. Einst scheid' ich mit Vertrauen, dort werd' ich, als dein Kind, dich mit den Frommen schauen, die reines Herzens sind. ( 672. 673.) Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. die Eintracht liebest du. O, so hilf auch mir dazu! Gieb 674. Gott, der du die ein Herz mir, das die Stille und den Frieden sucht und liebt, statt der Rache Sanftmuth übt. Menschen liebest, der du nicht ein strenges Recht, sondern lauter Gnade übest an dem sündlichen Geschlecht; laß mich deinen Geist beleben, daß ich, Bater, als dein Kind, liebreich sey, wie du, gesinnt. Herr, du woll'st den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachsicht zeigt, und mit Sanftmuth spricht und schweigt. 3. O, wie wird das Herz beschweret durch des Zornes Leidenschaft! Streitsucht und der Haß verzehret nach und nach des Körpers Kraft, hemmt den Lauf von unsern Jahren, macht zum Himmel ungeschickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, ach! du wollest mich bewahren, daß des Jähzorns Raserei nie des Herzens Meister sey. 4. Wer mir flucht, den will ich segnen, so wie mein Erlöser 26 402 löser that, und demnachsichtsvoll begegnen, der zum Streite sich mir nah't. Für die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedensfürst, wenn du Menschen richten wirst, ausgeföhnt mit ihnen treten. Gott des Friedens, segne du mich mit deiner Kraft dazu. Verhalten gegen Andere. 4. Dir, Herzenskündiger, dir muß ich's flagen, wie Wenig noch mein stolzes Herz kann tragen; wie schwer ich oftmals, wenn mich Andre hassen, mich weiß zu fassen. 5. Vergieb mir, Herr, und wende mein Verderben! Bei Zorn und Haß läßt sich dein Reich nicht erben; und jener Tag vergilt nach strengem Rechte dem harten Knechte. 6. So hilf mir denn die wilde Gluth ersticken! Lag sich dein Bild in meine Seele drücken! So werd' ich mich versöhnlich finden lassen, den Feind nicht hassen. 7. Flucht mir die Welt, so laß mich, Herr, sie segnen, nnd ihrem Grimm mit Freundinlichkeit begegnen; daß mich 675. Herr, deine Sanft- das Böse, das ich dann emondo Mel. Herzliebster Jesu, was zc. psinde, nicht überwinde. muth ist nicht zu ermessen! Wie Biel hast du vergeben und vergessen! Ach, führemir doch deine große Güte recht zu Gemüthe! 5. Gwig Heil ist dem beschieden, der nach frommer Eintracht strebt. Höchster! gieb mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regier' in Herz und Sinnen; denn wenn er das Herz regiert, wird, was zu der Zwietracht führt, niemals lebermacht gewinnen; bis einst in der Herrlichkeit ew'ger Friede uns erfreu't. sid gar leicht durch eig'ne Rache verwerflich mache. 3. Ach, glich ich dir, v Heiland! Ich bekenne, daß ich noch oft von schnellem Zorn entbrenne, und mich vor dir 8. Verleih' mir das um deiner Sanftmuth Willen; so erb' ich auch, im Lande deiner Stillen, die Seligkeit, wozu sie jenes Leben einst wird erheben. 2. Du segnetest, die deinem Namen fluchten; du heilteſt die, die dich zu fangen suchten, und zeigtest unter Mel. Mirnach, spricht Christus 2c. deiner Feinde Toben der Lang= 676. Verbitt're dir dein muth Proben. Leben nicht, o Christ, durch eig'ne Rache; vergeben ist des Menschen Pflicht, vergelten Gottes Sache. Die Sanftmuth, Sanftmuth, Versöhnlichkeit, Friedfertigkeit. muth, die sein Wort gebent, liebt Feinde, segnet und verzeih't. 2. Wahr ist's, empfindlich ist der Schmerz, von Mens schen Unrecht leiden; und dennoch soll des Christen Herz sich nicht am Zorne weiden; soll nicht sein eig'ner Richter seyn; soll alles Ünrecht gern verzeih'n. 3. So schwer auch diese Pflicht dir scheint, so mußt du doch sie üben; sonst bist du nicht des Heilands Freund, der sie dir vorgeschrieben. Empört dein Herz dawider sich, so sieh' auf ihn; besiege dich. 4. Wer hat wohl größern Widerspruch von Sündern hier erduldet, als er, der Herr, der Schmach und Fluch durch Unrecht nie verschuldet? Und dennoch will er langmuthsvoll, daß Keiner ewig sterben soll. 5. Ist's nicht der Christen 403 7. Die Rachgier reißt Gerechtigkeit und Glauben aus dem Herzen; sie störet die Zufriedenheit, und straft mit bittern Schmerzen. Sie hindert Dank, Gebet, Vertrau'n, und raubt den Muth, auf Gott zu bau'n. dem Feind' verzeihen; nicht Ehre für ihr Christenthum, sich seines Falls nicht freuen? Den Schmähenden nicht wieder schmäh'n, wirkt das nicht eig'nes Wohlergeh'n? 6. Wer denket je im Zorne nach, was Gott gefallen sollte? Die Rache selbst vermehrt die Schmach, die sie bestrafen wollte. Kein Schimpf wird ungescheh'n gemacht, wenn wilde Nachbegier erwacht. 8. Durch Sanftmuth, welche süße Pflicht! wirst du den Feind besiegen. O, du, mein Herz, versag' dir nicht dieß himmlische Vergnügen! Dann wird der Herr auch dir verzeih'n, dein Vater und Vergelter seyn. 9. Laß mich aus Liebe, Herr, zu dir, das Unrecht niemals rächen. Du wirst, wie ich verzeih', auch mir ein gnädig Von dir Urtheil sprechen. fommt auch der Sanftmuth Sinn; gieb, o mein Vater, gieb mir ihn! Met. Schatz über alle Schäße 2c. 677. Nie will ich wieder fluchen, wenn mir mein Hasser flucht; nie dem zu schaden suchen, der mir zu schaden sucht. Ich will ihm sanft begegnen, nicht drohen, wenn er droht; schilt er, so will ich sequen. Dieß ist des Herrn Gebot. 2. Mein Jesus, der Gerechte, vergalt die Schmach mit Huld; die Wuth ergrimmter Knechte ertrug er mit Ge26* duld. 404 ilgis Verhalten gegen Andere.Ə duld. Sollt' ich denn wieder schelten, da er nicht wieder schalt? Mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind' vergalt? 3. Verleumdung dulden müssen, ist eine schwere Pflicht; doch, wenn nur mein Gewisfen für meine Unschuld spricht! Dieß will ich tren bewahren; so bessert mich mein Feind, und lehrt mich, flug verfahren, indem er's böse meint. 4. Ich will die Fehler schenen, die er von mir ersann; auch die will ich bereuen, die er nicht wissen kann. Durch Huld will ich mich rächen, an ihm das Gute seh'n, und Gutes von ihm sprechen; fönnt' er länger schmäh'n? wie 5. Ich will niemals ermüden, ihm thätig zu verzeih'n, und als ein Christ zum Frieden, zu Diensten willig seyn. Wenn, mich zu untertreten, ihn Güte mehr erhitzt, so will ich für ihn beten, und Gott vertrau'n; Gott schützt. Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 678. Der du, dem Tode nah', für die, die dich erwürgten, batest: der du bei deinem Vater sie, mein Heiland, selbst vertratest: o, möcht' ich doch dir ähnlich seyn, und meinem Feinde gern verzeih'n! 2. Wie könnt' ich hoffen, Trost im Tod, Huld im Gericht zu finden; zu Gott noch flehen: Richte, Gott, mich nicht nach meinen Sünden! hört' ich nicht deine Stimm' in mir: Wie du vergiebst, vergiebt Gott dir? 3. Du, Stimme Gottes, schalle mir durch meine ganze Seele, daß ich mit Ernst, o Gott, vor dir, drauf acht und darnach wähle. Derwählt den Segen, der vergiebt; und der den Fluch, wer Rache liebt. 4. Erwirb dir, Christ, die Fertigkeit, dich selbst zu überwinden. Duld' und vergieb; denn Gott verzeih't, und straft nicht deine Sünden. Nicht Rache, Segen rufe du, Begnadigter, dem Feinde zu. 5. Auch mein Beleidiger hat Theil am Heiland aller Sünder; mit Blut erkauft' auch ihn zum Heil der Todesüberwinder. An mich und ihn ergeh't der Ruf des Gottes, der uns beide schuf. 6. O, fönnt ihn meine Sanftmuth noch zur Seligkeit bekehren, und ihn der Liebe sanftes Joch mit Freuden tragen lehren! Wie göttlich würd' es mich erfreu'n, der Retter meines Feindes seyn! 7. Wie wird er einst am Weltgericht mich Freund und Bruder nennen, mir danken und sich ewig nicht von meiner 3795 Barmherzigkeit. ner Seite trennen, und Gott erhöhen, dessen Hand uns für die Ewigkeit verband! 8. Wie gern will ich, Gott, aufdein Wort, Haß und Verfolgung leiden; wie gern ver405 zeih'n, da du mir's dort vergiltst mit solchen Freuden, wenn mir im Himmel nur Ein Feind dankbare Freudenthränen weint! ( 679.) Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 680. Du, aller Men= sie nur stillen kann. schen Vater! du gütigster Berather in Allem, was uns drückt! Was wir hier Gut's genossen, das ist von dir geflossen; durch dich wird unser Herz erquickt. 2. Du läßt dich bei uns Sündern durch Undank nicht verhindern, uns seguend zu erfreu'n. Zu ew'gen Seligfeiten uns Sterbliche zu lei ten, wird ewig dein Bestreben ſeyn. um deinetwillen mich And'rer Nothdurft stillen, so oft ich 4. Gieb, daß ich willig gebe, mich wohlzuthun bestrebe, so, wie mein Heiland that, der göttliche Erbarmer, den kein Bedrängter, Armer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt' in mir die Triebe der mitleidsvollen Liebe. Wie du mir Gut's gethan, so laß 6. Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung stärken, vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, sey, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefällt. 7. Laß mich hier reichlich säen; denn, Herr, was hier geschehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier gern hilft und giebet, und sich im Wohlthun übet, der erntet dort die Herrlichkeit. 3. Wie groß ist deine Milde! Barmherz'ger Vater, bilde mein Herz nach deinem Sinn, daß ich der Noth der Armen Met. Wie wohl ist mir, o c. mich willig mög' erbarmen! 681. Wie wohl ist mir, Nimm alle Härte von mir hin. wenn mit Erbarmen ich meiner Brüder Elend seh'! Wie wohl ist mir, wenn ich dem Armen mit Hüls und Rath entgegen geh'; wenn seiner Freude stille Zähre, dem, der durch mich ihm half, zur Ehre, von seiner bleichen Wange. fließt; wenn dann mein Herz die süßen Freuden bei'm Anblick weggeschwund'ner Leiden des 406 des Wohlthuns Freuden dann genießt! 2. Wie wohl ist mir, wenn ich erquicken, ich Menschen fröhlich machen kann; dem, welchen schwere Lasten drüffen, mittragend sie erleichtern tann; wenn ich durch Sanft muth in den Mienen den ärmern Brüdern, die mir dienen, das Loos versüße, das fie traf; in ihnen nie mich selbst verkenne, Erholung ihren Kräften gönne, und nach der Arbeit süßen Schlaf! 5. Du schufft zum Menschen mich! Erhalte, mein Schöpfer, stets den Sinn in mir, daß meine Liebe nie erfalte; durch Lieb' und Güte gleich' ich dir. Nichts lag mir die Empfindung nehmen für Menschenwohl, und nie mich schämen des Mitgefühls bei fremder Noth. Erquickung gieb, wenn ich den Armen mit Hülf erfreue, voll Erbarmen auch mir, o Herr, in meiner Noth! ( 682.) 3. Wie wohl ist mir, wenn ich dem Kranken, der unter Angst und Schmerzen Mel. Liebe, die du mich zum u. wenn fein Vertrau'n beginnt 683. Trockne gern des zu wanfen, ob sein Gebet zu Gott auch dringt, mit Stärfung dann entgegen eile, sein Elend willig mit ihm theile, ihn tröst in seiner Einsamfeit, ihm seiner Armuth Jammer mind're, ihm seiner Wunden Schmerzen lind're; sein stiller Dank ist Seligkeit! Kummers Thränen, die dein armer Bruder weint! Lange muß er oft sich sehnen, eh' ein Helfer ihm erscheint. Auf, o Christ, was zögerst du? Eile dem Bedrängten zu. Verhalten gegen Andere. 4. Wie wohl, wenn ich verlass'nen Kindern ein Bater, ein Versorger bin, beslissen, ihre Noth zu mindern, und fie dem Himmel zu erzieln, wenn ihrem Geist ich Güter schenke, die mehr als Gold find, ihrer denke, wenn ihrer auch die Welt vergißt; wenn ohne Lohn, selbst ohne Bitte, der Frühverwaiste in der Hütte so werth mir, als der Reichste ist! 2. Gott ist's, der des Mitleids Triebe dir in deine Seele schuf. Horch; sie rufen dich zur Liebe, und ihr Ruf ist Gottes Ruf. Menschlich, menschlich sollst du seyn, und des Menschenwohls dich freu'n. 3. Fühle selbst, wie Viel dir fehle, wenn des Leidens Stunde schlägt, und kein Mensch in deine Seele Trostund Muth und Hoffnung trägt! Wenn fie heut' dich nicht erreicht, trifft sie morgen dich vielleicht. 4. Alle sind wir fest vereinet, 407 reit und sprich: Herr, mein Gott, gebrauche mich! 6. Einst verstummet jede Klage, wenn du Gottes Wege gingst, und am großen Erntestage ihm der Garben viele bringst. O, dann hebt er dich empor; dich empfängt der Engel Chor! Dankbarkeit. einet, wir durchlaufen Eine Bahn. Auch den Armen, der da weinet, sieh't dein Vater huldreich an; für den Himmel sucht er ihn auch durch Leiden zu erzieh'n. 5. Tritt an deines Vaters Seite! Wirfe mit ihm für die Welt! Hilf und schüße, rathe, leite! Uebe stets, was ihm gefällt! Jmmer sey beMel. Wer nur den lieben Gott zc. 685. Wenn Menschen dir, o Gott, an Güte, an Wohlthun streben gleich zu seyn, und mich mit willigem Gemüthe durch ihren Rath und Trost erfreu'n: mit reichem Segen segne dann, die ich nicht wieder segnen kann! 2. Es zenge meine Freu= denzähre, wie tief mich Dankbarkeit durchdringt; mit welchem Eifer ich begehre, was ihrem Herzen Freude bringt; mit welchem Ernste mein Gebet für sie zu dir, mein Bater, fleh't. 3. Ich will mich aller ihrer Freuden und ihres Glück's von Herzen freu'n; will, trauernd über ihre Leiden, gern ihnen Freund und Tröster seyn; und kann ich tragen ihre Noth, mit Freuden will ich's thun, o Gott! ( 684.) 4. Und kann ich's nicht, o Gott, so dringe doch meines Herzens Fleh'n zu dir; und was sie wünschen, das gelinge; denn, Herr, sie thaten wohl an mir. Auf Jeden komme Freud' herab, der liebevoll mir Freude gab! 5. Umfange sie mit deiner Güte; Gott, deine Huld verlaß sie nie! Sey stets ihr Helfer, und behüte vor hoff= nungslosen Leiden sie; und trifft sie doch Gefahr und Schmerz, so stärk und heile du ihr Herz! 6. Jm Tode nimm sie mit Erbarmen zu deines Reiches Erben an! Sie haben, weil sie lebten, Armen mit deinen Gaben wohlgethan; und diese flelyn an deinem Thron: Groß, herrlich, ewig sey ihr Lohn! ( 686.) Mel, 408 Verhalten gegen Andere. Freundschaft. Mel. Sollt ich meinem Gott zc. ho 687. Auf, erwachet, meine Lieder, singet Preis und Dank dem Herrn! Gott sieh't auf den Staub hernieder, hört der Menschen Loblied gern. Sollt' ich ihn nicht froh erheben? Floß aus seiner Vaterhand, eh' mein Stammeln ihn genannt, mir nicht Freude schon und Leben? Alles, Alles, was ich bin, bin und ward ich nur durch ihn.. 2. Doch, was wären Freudentage, theilte sie kein Freund mit mir? Ach, sie endeten in Klage, irrt' ich öd' und einsam hier. Wie in leere Wüsteneien wär' ich in die Welt gebannt, lebt allein und unbekannt, müßt' ich ohne Freund mich freuen. Werde froher, mein Gesang! Brüder, stimmt in meinen Dank! 3. Dank mit Geist und Herz und Munde, daß in treuer Freunde Schooß manche stille, sel'ge Stunde wie ein Augenblick verfloß! Dank für alle reinern Freuden, die mir deren Liebe gab, die, bereit, bis an das Grab mit zu danken, mit zu leiden, deine treue Vaterhand mir so unverdient verband! 4. Dank, daß viel der bessern Seelen, mir ein Segen und der Welt, mich zu ihren Freunden zählen, Gott, von dir mir zugesellt; alles Gute mit mir theilen, das mir deine Güte schenkt, gern, wenn mich ein Kummer kränkt, meiner Seele Wunden heilen, mich erheben, wenn ich sank; Preis dir, Geber, Ehr' und Dank! 5. Dir geheiligt sey die Wonne, die nur aus der Freunds schaft quillt; die, erwärmend gleich der Sonne, mit der Liebe Gluth mich füllt. Ja, an frommer Freunde Händen werd' ich meinen kurzen Lauf, der zu dir mich führt hinauf, festen Schrittes einst vollenden. Muthig geh'n wir Hand in Hand hin in's höh're Baterland. 6. Alle, die mich nah' und ferne lieben, Allbarmherziger, segne sie! Du segnest gerne; segne sie, Allgütiger! Ihrer Seele stilles Sehnen, ihr Bedürfniß, ihr Gebet, das viel leicht für mich jetzt fleh't, ihre Frenden, ihre Thränen, ihre leiseste Begier, Alles, Herr, befehl' ich dir. 7. Hebe, wenn der Tod die Bande, die uns binden, streng zerreißt, zu der Freundschaft Vaterlande, zu dem Himmel unsern Geist. Laß uns dort uns wiederfinden, wo, hoch über Grab und Tod, keine Trennung mehr uns droht; wo wir reiner uns verbinden, keine Abschiedsthräne fließt, und die Freundschaft ewig ist. Mel. In besond. Verbindungen. Häust. Gesellschaften. 409 Sihil( 688. 689.) der treu und unverdrossen nach seiner Pflicht Erfüllung strebt; wenn Eintracht und Zufriedenheit das Haus zum Sig des Segens weih't! 6. Wohl uns, wenn auch bei unsern Freuden sich freu't der Nachbar und der Freund; wenn er beim Anblick uns'rer Leiden des Mitleids sanfte Thräne weint; die Bruderhand uns willig reicht, und Hülf' und Beistand gern erzeigt! es Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ( Neue Mel.) ish 690. Im Stillen wollen wir dich ehren, Gott, der du frommen Wandel liebst, und was wir fromm von dir begehren, so gern, so liebevoll uns giebst. Schon oft sind wir erquickt, erhört von deinem Thron zurückgekehrt. 2. Uns Alle, die wir fleh'n, verbindet des Blutes und der Freundschaft Band; und unser Herz, o Gott, empfindet die milde Leitung deiner Hand, und preiset dich, du Menschenfreund, der uns durch dieses Band vereint. 3. Wohl dem, der in der Che Bunde in treuer Lieb' und Eintracht lebt! Ihm wird so manche Lebensstunde mit stiller Heiterkeit durchwebt; er blickt mit Ruh', mit frohem Sinn auf Pfad und Ziel der Wallfahrt hin. 4. Wohl dem, dem frommer Kinder Segen des Haus ses Glück noch schöner macht; wenn freundlich auf des Lebens Wegen der Unschuld Engel sie bewacht, wenn sie der Eltern Beispiel rührt, und auf die Bahn der Tugend führt! 5. Wohl denen, deren Hausgenossen die Furcht des Herrn vor Augen schwebt; wenn je7. Den Frommen, die dich findlich ehren, o Vater, strömt dein Segen zu; sie wandeln treu nach deinen Lehren, vertrauen dir und finden Ruh', und finden Freuden, deren Werth und Dauer keine Zeit zerstört. 8. Zwar oft wird auch der Kelch der Leiden den Deinen, Herr, von dir gesandt; oft muß der Tod die Freunde scheiden, die Blut und Treue fest verband; oft störet ein verlor'nes Gut, oft Krankheit ihren heitern Muth. 9. Doch trinken sie den Kelch gelassen, den du, ihr Vater, eingeschenkt. Du wirst, du kannst sie nicht verlassen, du Gott, der seiner Kinder denkt, der, wenn der Glaube standhaft ringt, durch Leiden uns zur Wonne bringt. 10. Mag selbst des Todes Arm uns trennen; wir werden einst uns wiederseh'n, vor 410 In besondern Verbindungen. Verlobte. vor deinem Thron die Unsern kennen, mit ihnen dan kend vor dir steh'n. Da, wo kein Tod mehr trennen kann, steh'n wir vereint und be ten an. 11. Wir preisen ewig deine Mel. Keinen hat Gott verlassen 2c. 691. Der Stand, in den ich trete, wie Viel hat er auf sich! Mein Gott, zu dem ich bete, sich' gnadenvoll auf mich! Hilf mir aus deiner Höhe, daß mir mein Wunsch gedeih', und gieb, daß meine Che beglückt und friedlich sey! 2. Führ' mich nach deiner Gnade, durch deinen guten Geist beständig auf dem Pfa= de, den dein Gesetz mir weist. Laß mich nach seinen Lehren bei Allem, was ich thu', dich, Vater, freudig ehren, zu meiner Seele Ruh'. 3. Zur Arbeit gieb uns Kräfte, Gesundheit, Lust, Verstand, zu dem Berufsgeschäfte Gedeih'n von deiner Hand. Uns redlich zu ernähren, sey uns're Sorg', o Gott; gieb, banger Noth zu wehren, uns unser täglich Brod. Güte, die unaussprechlich uns geliebt, dem dir geheiligten Gemüthe schon hier des Himmels Vorschmack giebt, durch Freundschaft uns zur Ewigkeit, zur Wonne der Verklärten weih't. 4. Kommt dann dein milauf's new' zu unserm Troſt der Segen uns jeden Tag entgegen, so laß uns froh dabei das Herz zu dir erheben, und deiner Huld und Macht Dank, Ruhm und Ehre geben, sobald der Tag er= wacht. 5. Doch sendest du auch Plagen im Ehestand uns zu, so schenke, sie zu tragen, uns Kräfte, Muth und Ruh'. In drohenden Gefahren sey deine starke Hand, uns mächtig zu bewahren, nie von uns abgewandt. 6. Herr, der du ohn' Ende die höchste Liebe bist, erbarme dich, und wende von uns, was schädlich ist! Wir trauen deiner Güte, die keine Grenzen hat. Uns segne, uns behüte dein ewig weiser Rath! Mel. Wie schön leuchtet der 2c. der Einigkeit, ward einst der Ehebund geweih't; o, weih' 692. Von dir, du Gott auch sie zum Segen, die hier vor Bei Trauungen. Chelicher Stand. vor deinem Angesicht bereit steh'n, dir den Schwur der Pflicht einmüthig abzulegen. Bater, laß sie aufwärts schauen, kindlich trauen deinem Namen, und dann sprich selbst Ja und Amen. 2. Ja! Amen! Gott, du willst dieß Band, daß sie vereinigt, Hand in Hand, ihr Erdenglück vermehren. Laß ihre Liebe lanter seyn; laß nimmer sie den Bund entweih'n, den sie dir heute schwören. Was du fügest am Altare, das bewahre vor dem Mel. Wie schön leuchtet der zc. 694. Der mit der Allmacht Schöpfungsruf die Sonnen für einander schuf, die hoch am Himmel glänzen; der auf dem weiten Raum der Welt zu Wesen Wesen hat gestellt bis an die fernsten Grenzen, Ew'ger, Vater, der auch lenfet, was da denfet, Menschenseelen, daß fie sich in Liebe wählen. 411 Bösen, daß es nur der Tod kann lösen. 2. Du hast die Ordnung, Herr, geweih't, daß Mann und Weib in Heiligkeit vereint durch's Leben gehen. Du nahmst sie auf in deine Hut, sprachst liebevoll: Es ist nicht gut, daß Menschen einsam stehen. Trene Helfer gabst du ihnen, daß sie dieNach der Handlung. 3. O segne sie, der gern beglückt, und Segen uns von oben schickt, auf allen ihren Wegen. Laß ihr Geschlecht sich deiner freu'n; gieb selbst zu ihrem Fleiß Gedeih'n, und ihr Beruf sey Segen. Laß sie, Bater, dir ergeben, glücklich leben, selig sterben, und vereint den Himmel erben! ( 693.) nen deinem Willen und den Kreis der Erde füllen. 3. Jm Himmel eint dein weiser Rath, was sich auf Erden liebend nah't, um Herz für Herz zu geben. Du knüpfest selbst das Segensband, von deiner Huld ein Unterpfand, ein Licht für's dunk'le Leben. Treue Liebe lehrt die Freuden, lehrt die Leiden willig theilen, Thränen trocknen, Schmerzen heilen. 4. Bund, der ewig uns genügt! Was Gottes Hand zusammenfügt, das soll der Ein Mensch nicht scheiden. Leib, Ein Geist, Ein Erdenloos: Geheimniß! wie bist du so groß, und heiligernst zu denten! Hört es, fühlt es, die ihr gläubet! also bleibet im 412 In besondern Verbindungen. Eltern. im Vereine mit dem Haupte die Gemeine. 5. Drum bleibt vereint in Furcht des Herrn; die böse Lust sey ewig fern, sie ist der Stein des Falles. Zum Herrn zieh't eure Kinder auf; die Liebe richte euren Lauf, ste trägt und hoffet Alles. Dann kommt freundlich Gottes Segen euch entgegen jeden Morgen; Stamm und Zweige sind geborgen. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ihnen hier in dieser Zeit, und ( Neue Mel.) einst in jener Ewigkeit! 695. Herr, welch ein wichtiges Geschäfte für Eltern, Kinder zu erzieh'n! Gieb dazu Weisheit, Lust und Kräfte, und segne redliches Bemüh'n, wodurch der Eltern weise Zucht der Kinder Herz zu bilden sucht. 6. O schenk uns, Vater, deinen Geist, der unser Herz der Sünd' entreißt durch Weihung aller Triebe. Für Keuschheit laß die Jugend glüh'n! laß jeder Ehe Wohlfahrt blüh'n durch Heiligung in Liebe! Rufst du dann einst von Betrübten die Geliebten, sprich: Ihr Treuen! dort sollt ihr den Bund erneuen. 2. Du rufst die Menschen in das Leben, und willst, daß sie sich deiner freu'n, mit Willigkeit, in regem Streben sich gern zu And'rer Dienste ih'n; willst, daß sie in der Jugendzeit erblüh'n zur Saat der Ewigkeit. 3. Wohl Eltern, welche deinen Willen hierin mit Redlichkeit vollzieh'n, und diese Absicht zu erfüllen, sich nach Vermögen treu bemüh'n! Wohl 4. Sie bau'n das Wohlfeyn ihrer Jugend zu deines großen Namens Preis; fie lehren Frömmigkeit und Tugend durch eig'nen und durch And'rer Fleiß; und um Gedeih'n fleh't ihr Gebet zu dir, in dessen Hand es steh't. 5. Mit weiser Liebe sie zu lenken, mit Freundlichkeit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu senken, ist ihre Sorgfalt stets bemüh't. Doch, widerstrebt das Kind der Pflicht, schont weise Zucht des Ernstes nicht. 6. O welch ein wonnereicher Segen für Eltern, Kinder und die Welt, wenn fromme Zucht auf deinen Wegen, o Herr, die Absicht nicht verfehlt! Lust strömt den Eltern; Birger Eltern. Herrschaften. 12. 0 413 tern; Glück und Heil ist hier 3. Gieb allen Kindern und dort der Kinder Theil. 7. Ja, für die Welt, für Kirch' und Staaten, o welch ein seliger Gewinn, wenn Kindheit, Jugend wohlgerathen, erzogen, Herr, nach deinem Sinn; Fleiß, Ordnung, Wohlstand, Fried' und Ruh' nimmt sichtbar dann auf Erden zu. 8. O Gott, lehr' Eltern dieß erwägen; erweck und stärfe ihr Bemüh'n, daß unter deinem milden Segen sie ihre Kinder wohl erzieh'n! O, laß sie einst so glücklich seyn, und dessen sich im Himmel freu'n! Mel. Mein Gott, ich danke zc. 696. Die Kinder, deren wir uns freu'n, sind, allerhöchster Vater, dein; sind deine beste Gab', o Herr; bewahre sie, Allgütiger! 2. Hilf, daß wir ernstlich uns bemüh'n, sie dir zum Preise zu erzieh'n, und gieb zu dieser schweren Pflicht Geduld und Weisheit, Kraft und Licht. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 700. Durch dich, Gott, bin ich, was ich bin; auch das ist deine Gabe, daß ich, nach Wunsch, Dienst und GeLernbegier, zum Guten Lieb' und Lust vor dir; laß sie erblüh'n in deinem Reich, dem hoffnungsvollen Baume gleich. 4. Gesegnet sey der Unterricht durch deines Geistes Kraft und Licht, daß ihnen früh des Lebens Bahn in Christo werde fund gethan. 5. Im Glauben mache sie gewiß; bewahre sie vor Aer= gerniß, vor der Verführung Trug und List, getreu dem Wort von Jesu Christ. 6. Hilf, daß sie dich an jedem Ort vor Augen haben durch dieß Wort, und sich befleißen jederzeit der Tugend, Zucht und Frömmigkeit. 7. Daß wir in ihnen Christen seh'n, die freudig deine Wege geh'n, und Bürger einst, voll Lust und Muth, zu thun, was edel ist und gut. 8. Erhör', o Vater, dieß Gebet; gieb Mehr, als unser Herz versteh't! So danken einst, Allgüt'ger, wir mit allen unsern Kindern dir. ( 697-699.) winn von meinen Brüdern habe. Daß sie mir ihre Kräfte leih'n, das kommt von dir, von dir allein; du bist der Herr der Menschen. 2. Zu meinem Wohlseyn dienen 414 In besondern Verbindungen. Dienende. dienen sie mit Aufwand ihrer Kräfte, und dulden gern des Lebens Müh' in nüglichem Geschäfte. Auch dafür laß mich dankbar seyn, und nie dieß Vorrecht stolz entweih'n, das du mir, Bater, schenktest. 3. Auch der geringste Diener ist bestimmt zum ew'gen Leben. Für mich und ihn hat Jesus Christ sich in den Tod gegeben. Vor dir, o Richter, hat mein Knecht mit mir dereinst ein gleiches Recht; dort sind wir nicht verschieden. 4. Gott, präge mir dieß Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 701. Gott, deinen weisen Willen soll Jeder hier erfüllen. Laß ihn mir heilig seyn! Du hast auch mich auf Erden zum Menschen lassen werden; dir soll ich meine Kräfte weih'n. 2. Zwar bin ich auserse hen, in And'rer Dienst zu stehen; es war dein Rath, o Gott! Drum laß der Herrschaft Willen mich gern und treu erfüllen, als deinen Wil-= len, dein Gebot. 3. Lehr' ohne bitt're Klagen des Lebens Last mich tragen, dem Unmuth widersteh'n, im Reden und im Schweigen mich ehrerbietig zeigen, und ernstlich ein, aufrichtig ihn zu lieben; es müsse hohe Pflicht mir seyn, ihn niemals zu betrüben. Auch wer mir dient, ist Mensch, wie ich; daß ich ihn liebe, so wie mich, dieß ist, o Herr, dein Wille. 5. Hilf, daß ich Jedem seine Pflicht durch Menschlichkeit versüße; daß er, wenn Hülfe ihm gebricht, sie auch von mir genieße. Ihn trae gen will ich, ihm verzeih'n, sein Pfleger in der Krankheit seyn, sein Freund in Glück und Unglück. gern den Weg der Demuth geh'n. 4. In meinem Dienst auf Erden stets tüchtiger zu wer den, sey Freude mir und Pflicht. Wo ich nur immer handle, und wo ich, Herr, nur wandle, bin ich vor deinem Angesicht. 5 Du, Gott, bist der Gerechte, der Herr der Herrn und Heil. Wer niedrig ist und Knechte, und Aller Trost auf Erden, kann groß im Himmel werden, sucht er bei dir sein bestes Theil. 6. Dieß laß mich stets er-wägen! denn dieß giebt Trost und Segen, und reicht die Hoffnung dar: Einst wirst du, Herr der Welten, den Fleiß noch mehr vergelten, womit ich Menschen nüßlich war. Mel. Bürgerliche Gesellschaft. Obrigkeit und Unterthan. 415 Mel. Sey Lob und Ehr dem 16. Handel gnädig auf, der Menschen Viel zu nähren. Zur 702. Uns strömt aus Nothdurft, zur Bequemlichkeit vertheilst du deine Gaben weit auf ungezählten Wegen. deiner milden Hand des Wohlthuns Viel entgegen. Durch dich, Herr, füllt sich Meer und Land mit Fruchtbarkeit zum Segen. Durch dich strömtrings aus der Natur Gedeih'n auf jede Kreatur, durch dich, des Segens Quelle. 5. Wenn schaffend wirkt des Bürgers Fleiß zum Segen seiner Brüder, so kommt doch, was er schafft und weiß, von droben nur hernieder. Bon Haus zu Haus, von Hand zu Hand fließt, was du, Herr, uns zugewandt, durch nüßliche Gewerbe. 2. Von dir kommt Weiss heit und Verstand, wodurch die Völker blühen; du führest Weise in das Land, und segnest ihr Bemühen. Du giebſst dem Geiste Thätigkeit; du bist's, der Jedem Kraft verleih't, den Nächsten zu be. glücken. 3. Du zeigst als milden Geber dich den Völkern aller Lande, und du verknüpfft sie unter sich durch deines Segens Bande. Von Land zu Land, von Ort zu Ort strömt deines Segens Quelle fort, und will sich nimmer enden. 4. Du giebst den Schiffen ihren Lauf auf Strömen und auf Meeren; du hilft dem Mel. Nun sich der Tag geendet ze. 703.Gott, deiner Stärke freue sich der Fürst zu aller Zeit! Sein Auge sehe stets auf dich! Sein Herz sey dir geweih't! 6. Herr, unser Gott, wir preisen dich mit dankbarem Gemüthe. Du gabst uns Viel und väterlich vom Reichthum deiner Güte. Geuß deinen Segen ferner aus auf unser Land, auf jedes Haus, zu deines Namens Ehre. 7. O hilf, daß Jeder redlich sey in seinem Thun und Handel, rechtschaffen, brüderlich), getreu in seinem ganzen Wandel. Mit Lust, o Vater, wendest du dem Land des Segens Fülle zu, das solch ein Volk bewohnet.p 2. Begnadigt, Herr, mit deiner Kraft, und deines Geistes voll, gedenk' er stets der Rechenschaft, die er dir geben soll. 3. Er förd're willig deinen Ruhm; er denke gern daran, sein 416 fein Land sey auch dein Eigenthum, und er dein Unterthan. 4. Der über Christen, Gott, von dir verordnet ist, sey deiner Kirche Schuß und Zier, der beste Mensch und Christ. 5. Groß und voll Müh' ist seine Pflicht, und er ein Mensch, wie wir; ach, er bedarf vor Andern Licht und Rath und Kraft von dir! In besondern Verbindungen. singuli dann jauchzen wir, und preisen deine Macht! 6. Wenn er dich sucht und fromm begehrt, dir ähnlich, Gott, zu seyn, so bhilf ihm, in dein Bild verklärt, sein Volk, wie du, erfreu'n. 7. Er lieb auf seinem Throne dich, als ein getreuer Sohn; den Lastern sey er fürchterlich, der TugendSchirm und Lohn. 8. Des ganzen Volkes Liebe sey sein edelster Gewinn; und kein gerechter Seufzer schrei' um Rache wider ihn. 9. Fern sey für ihn das hohe Ziel, nach dem er wallen soll! Gott, mache seiner Tage viel, und jeden segensvoll! 10. Um seinen Thron sey immerdar Recht und Gerechtigkeit; sey sein Beschüßer in Gefahr und wenn sein Hasser dräut. 11. Sein werd' in jedem Fleh'n zu dir mit Lieb und Dank gedacht. Erhör'es, Gott; Mel. Herr, wie du willst, so sc. 704. Erhalt uns, Herr, die Obrigkeit, die du uns gabst auf Erden, mit Wohlstand und mit Sicherheit durch sie beglückt zu werden. Verleih' ihr Weisheit, Trieb und Kraft, was wahres Wohl dem Lande schafft, mit Sorgfalt wahrzunehmen. 2. Gieb, daß sie deinem Vorbild gleich, uns väterlich regiere, und deinen Segen in das Reich durch treues Walten führe, der Unschuld Schirm und Retter sey, den Redlichen im Land' erfreu', dem Unrecht kräftig steure. 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Friedens Glück genießen, und ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen. Hilf, daß wir in Gottseligkeit dir dienen, und schon in der Zeit die Frucht davon empfinden. 4. Es herrsche stets Gerechtigkeit in unserm Vaterlande! Gieb Eintracht und Zufriedenheit, o Gott, in je dem Stande! Der Obrigkeit gieb Kraft und Muth, und Weisheit, immerdar, was gut und recht ist, zu befördern! 5. Gieb denen Eifer, Fleiß und Treu', die du ihr untergeben, Christliches Lehramt. geben, daß Jedermann beflissen sey, nach seiner Pflicht zu leben. Erleicht're ihres Standes Müh', mit deinem Segen fröne sie, und sey ihr Lohn auf ewig. 6. Laß sie mit uns beslissen Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) dein Gnadenwalten versorgt und labt uns allesammt. Dein Will' ist, mit uns Haus zu halten durch deiner Diener heilig Amt. O, welcher Gaben theures Gut legst du durch sie in Herz und Muth! 2. Wenn deine Lehren rein erschallen durch deiner Friedensboten Kraft auch auf mich fallen 705. Getreuer Gott! Thränen schafft. bis in der Seele tiefsten Grund. Ja, senke täglich Mehr hinein, und laß es Geist und Leben seyn. 3. Herr, segne deinerKnechte Werke; durch sie regiere stets dein Haus. Ach, rüste sie mit Muth und Stärke zum Kampfe mit den Feinden aus. Hilf, daß ein Jeder vor dir tren in Lehre, Trost und Strafe sey. 417 seyn, in deiner Furcht zu leben, sich deiner Oberherrschaft freu'n, mit uns dein Lob erheben; daß so vor deiner Majestät, die über alle Hoheit geh't, Regent und Volk sich beuge. 4. Herr, segne doch auch unser Hören; erwecke den, der geistlich todt! Der Gnadenbotschaft süße Lehren sey'n unser Labsal in der Noth; und dein Gesetz, das sey die Kraft, die Reu' und bitt're 5. Wird endlich dann, o Herr der Scharen! das legte Richterwort von dir den Rath der Herzen offenbaren, so offenbare doch auch mir dich, Seligmacher, als mein Heil, den Himmel als mein ew'ges Theil. mel. Wenn mein Stündlein zc. 706. Dein ist das Licht, das uns erhellt; von dir das Amt der Lehrer. Gott, welch Geschenk für deine Welt, für deines Wort's Verehrer! Dieß lehrt uns deiner Boten Mund; so wird dein Reich uns Allen fund, und kund der Weg zum Leben. 2. Welch großes Amt, Betrug und Wahn und Laster zu bestreiten, und Seelen auf der Wahrheit Bahn zu dir, o Gott, zu leiten! Wie edel, herrlich und wie schwer! Laß alle Lehrer täglich mehr des Amtes Würde fühlen. 27 3. Gieb - In besonderen Verbindungen. 418 3. Gieb ihnen deiner Weisheit Licht; stärk' ihres Geistes Gaben, die sie zu And'rer Unterricht von dir empfangen haben. Laß ihre Lehren wahr und rein, fest ihren eig'nen Glauben seyn, ihr Leben fromm und heilig! 4. An Sanftmuth und an Nachsicht reich, laß sie die Schwachen tragen, und keimt der Same nicht sogleich, nicht an der Frucht verzagen. Laß sie mit Unverdrossenheit und ohne Haß und Bitterkeit vor Sünd' und Laster warnen. 5. Gieb, Herr, der alle Kraft verleih't, wenn sie uns unterweisen, daß sie voll Geist die Seligkeit der Kinder Gottes preisen; gieb, daß nicht nur ihr Unterricht, daß uns auch ihres Beispiels Licht auf deine Wege leite. 6. Laß sie den Irrenden zurück zu deinem Pfade führen, besorgt für seiner Seele Glück, zur Besserung ihn rühMel. Komm, heiliger Geist, Herre 2c. 707. Der du vom Himmel Licht uns giebst, und alle Menschenseelen liebst, sie alle schufst zum ew'gen Leben, sie alle willst zu dir erheben: o segne, Vater, ihn, der heut' der Wahrheit heil'gem Dienst ren. Laß sie geduldig und gelind, voll Muth, und Demuth seyn gesinnt, wie's Christi Dienern ziemet. 7. Trifft sie Verfolgung oder Spott, o, dann laß sie mit Freuden, mit unerschrock'nem Muth, o Gott, für deine Wahrheit leiden. Du sandtest sie; sie ehren dich. Um sonst empören Frevler sich, die Wahrheit zu vertilgen. 8. Belohne sie, Herr, auch schon hier! Dein Segen ruh' auf ihnen, wenn sie mit treuer Sorgfalt dir in deinem Weinberg dienen. Laß fie mit Vorsatz nie betrübt, von allen Redlichen geliebt, geschäßt von Allen werden. 9. Und wenn sie, ihrem Rufe treu, durch deines Geistes Gaben, viel Seelen aus der Sklaverei der Sünd' er= rettet haben: so laß sie, Gott, im reinsten Licht des Gnadenlohns erfüllter Pflicht in Ewigkeit sich freuen. sich weih't! Auch er will Licht von dir verbreiten, auch er zum Himmel Seelen leiten. Gott, sey mit ihm! Gott, sey mit ihm! 2. Herr, schwören will er, schwören dir, mit Muth und heiliger Begier der Wahrheit Spur stets nachzugehen, um immer mehr des Lichts zu fehen; gi Bei Einweihung zum sehen; ihr göttlich Wort zu lehren rein, und Thäter selbst des Worts zu seyn, um Alle, die sich ihm vertrauen, durch Lehr' und Leben zu erbauen. Gott, sey mit ihm! Gott, sey mit ihm! 3. Einst wird ihn richten dein Gericht, ihn richten nach der großen Pflicht, die er gelobt! Wir Alle hören ihn feierlich dir Treue schwören. O wehe, weh' ihm, wenn er bricht, was er so heilig dir verspricht! Wohl aber ihm und ew'ger Segen, führt er die Seelen dir entgegen! Gott, sey mit ihm! Gott, sey mit ihm! Nach der Handlung. Mel. Nun freut euch, lieben zc. 4. Was einst dein Herr gethan, gelehrt, das sollst du thun und lehren; so werde Christi Reich vermehrt zu Gottes Lob und Ehren; und prüfe wohl der Menschen Saß, daß nicht verdirbt der edle Schaß, der dir ward anvertrauet. christlichen Lehramte. 419 Schild und Hort; was du selbst begannst, vollende: die Boten deines Reiches sende zu hoher That, zu freiem Wort. Sie nah'n, sie nah'n sich hier, und wollen willig dir angeloben, mit aller Kraft gewissenhaft dem Herrn und Meister sich zu weih'n. 2. O du heiligernste Stunde, du Siegel zu dem heil'gen Bunde! Geift Gottes, der zum Himmel zieh't, wie du einst die Jünger lehrteft, und fie durch Licht und Kraft verklärtest, so fülle jetzt auch ihr Gemüth! Gieb ihnen Himmelsgluth, Geduld und frommen Muth; ruh' auf ihnen, daß sie bereit mit Freudigkeit stets halten ihren theuern Schwur. Nach der Handlung. 3. Gehet nun, die ihr, gewählet, dem guten Hirten beigezählet, nach euerm Werke muthig schau't. Greifet nun zum Friedensstabe, und ruft und weidet bis zum Grabe die Lämmer, die euch Gott vertrau't. Nie stehet ihr alMel. Wachet auf! ruft uns die zc. 708. Heil'ger Bater lein; der Herr wird bei euch deiner Kinder, der Frommen Schuß, du Trost der Sünder, der Kirche Sonn' und seyn! Hallelujah! Gott ist mit euch, Gott ist mit euch, daß ihrer Kein's verloren geh'! 27% Mel. 420 In bes. Verbindungen. Bei Einführung eines Predigers. Met. Wie schön leuchtet der zc. uns auch ein Herz, das folgsam hört, und sich im Guten übet! Stärke Lehrer und Ge meine! Laß sie deine Treue sehen, und den Weg zum Himmel gehen! 709. Beherrscher dei ner Christenheit, o Jesu, Herr der Herrlichkeit, du Führer deiner Herde! Du siehst auf die erlöste Welt, schenkst ihr das Licht, das sie erhellt, sorgst, daß sie selig werde. Trostvoll, göttlich sind die Lehren, die wir hören; Heil und Leben willst du dem Gerechten geben. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund uns dir entgegen führen! Du hast die Herd' ihm zugezählt; du siehst's, wenn eine Seele fehlt; laß feine ihn verlieren! Vor dir, Richter, wird der Lehrer und der Hörer dann sich freuen, und dir Jubellieder weihen! 2. O wohl uns, Herr, daß du uns liebst, nach deinem Sinn uns Lehrer giebst, die uns zum Leben führen; die, voll von heil'ger Wissenschaft, von Wahrheitsliebe, Geist und Kraft, der Sünder Herzen rühren! Treue Hirten laß den Seelen niemals fehlen, und die Herden sammt den Hirten beilig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne sein Bestreben, die Seelen, die sich ihm vertrau'n, durch Lehr' und Wandel zu erbau'n, nur dir, dir ganz zu leben. Mächtig steh' ihm stets zur Seite, daß er streite, bete, wache, sich und And're jelig mache! 4. Nur deinen Geist laß auf ihm ruh'n! Laß ihn sein Amt mit Freuden thun! Nimm weg, was ihn betrübet! Gieb, wenn er deine Wahrheit lehrt, Nach der Handlung. 6. So sey gesegnet, Knecht des Herrn! Dein Herz sey nimmer von uns fern! Du kommst in Jesu Namen. Wir reichten dir die Freundeshand; wir geh'n mit dir in's Vaterland; du mit uns. Amen! Amen! Heilig bleib' uns diese Stunde! Unserm Bunde treu zu leben, sey nun unser frommes Streben. Mel. Wachet auf! ruft uns die zc. 710. Heilig sey uns diese Stunde, die feierlich zum schönsten Bunde dir, Seelenhirt, und uns erscheint! Er, der über uns regieret, hat dich in unsern Kreis geführet; Gott ist's, der dich mit ung Bei Synoden. C uns vereint. Frohlockend preisen wir den Heiligen mit dir. Seiner Wahrheit, die in der Zeit die Nacht zerstreu't, sey ewig unser Herz geweih't! 2. Uns von Gott und unsern Pflichten mit Treu' und Fleiß zu unterrichten, von Wahn und Sünd' uns zu befrei'n; zu veredeln uns're Freuden, zu stärken uns in bangen Leiden, im Tode Tröster uns zu seyn; dieß, dieß gelobst du hier; und gern ge= loben wir, dir zu folgen, und jederzeit mit Freudigkeit zu Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 711. So fomm' hernieder, Geist des Herrn, der Weisheit und der Stärke; uns Alle rüste, nah' und fern, mit Licht und Kraft zum Werke. Berufen zu der heil'gen Pflicht, sey Jeder treu und wanke nicht. 2. Der Tag der Rechenschaft, er nah't; gezählt sind uns're Tage. Dann wäget Willen, Kraft und That des Richters sich're Waage. Er ist barmherzig, doch gerecht; er lohnet nur dem treuen Knecht. 421 thun, was Gottes Wort gebeut. 3. Gieb Eintracht, Herr! der Liebe Band laß fester uns umschlingen, daß wir verNach der Handlung. 3. Heil dem hohen Christenbunde! Du hast gelobt mit Herz und Munde; nunbist du unser, wir sind dein. Richten wird der Heil'ge, richten gerecht nach unsers Bundes Pflichten, bricht sein Bergeltungstag herein. Heil uns, wenn Alle wir dann im Triumph mit dir geh'n zum Throne! Dort danken wir die Palme dir; und ewig lohnt dich Gott dafür. eint mit starker Hand im Kampf den Sieg erringen. Es gilt dein Reich, und keine Macht zerstört, was du an's Licht gebracht. 4. Mit uns ist Gott! Last unverzagt uns Zions Mauern bauen; dem, was der Herr uns zugesagt, von ganzer Seele trauen! Sey uns're Kraft auch schwach und klein, der Mächtige wird mit uns seyn. ( Zur gemeinschaftlichen Feier des heiligen Mahls.) Mel. O Haupt voll Blut und ic. Die Synodalen allein. 712. Wir ir schwören dir auf's 422 aufs neue bei deinem Todesmahl, Herr Jesu, ew'ge Treue, wir Brüder allzumal. Es soll in uns'rer Mitte kein falscher Judas seyn; und schwankten uns're Tritte, soll's uns, wie Petrum, reu'n. 2. Wie wohl, und doch wie wehe, wie deiner Zwölfen Zahl, ist's uns in deiner Nähe, bei deinem Abschiedsmahl! Ach, willst du uns verlassen? zum Tode gehen hin?! Chor. Will euch nicht Waisen las sen; behaltet meinen Sinn. In besonderen Verbindungen. 14 3. Mein Geift, der wird euch leiten zur Wahrheit Himmelsquell; geh't aus und helft verbreiten fie frei und rein und hell; bleibt nur als edle Reben an eurem Weinstock fest; dann wird der in euch leben, der nimmer euch verläßt." Die Synodalen. 4. So sprachst du, und sie gingen getroft in alle Welt; fie lehrten, wirkten, hingen an dem, was dir gefällt; ste kämpften, litten, tranken aus deinem Kelche Muth; voll deiner in Gedanken, vergossen sie ihr Blut. 5. Auch wir, o Jesu, nahen, aus deiner Freundeshand die Stärkung zu empfahen, der Liebe Unterpfand, der Liebe, die das Leben für Wahrheit, Recht und Pflicht in Tod dahin gegeben, der Qualen achtend nicht. 6. Vom Kelch des heil'gen Bundes, geweih't dem Got des und Eines Sinn's zugleich tesreich, genießen Eines Mun wir, deines Reiches Glieder, des Reich's Verkündiger, wir, der Apostel Brüder, du, unser Haupt und Herr! 7. Geist Jesu, schweb' hernieder auf deine Jüngerschar; beseele die Gemüther für's Gute immerdar; mit deinem Lebensbrode, mit deinem Himmetssaft stärk uns, daß bis zum Tode wir fühlen seine Kraft; ten, ohn' Miethlingssinn, uns 8. Daß wir, als gute Hirfreu'n, zu suchen die Verirrten, und keine Bürde scheu'n; daß wir, so lang' die Sonne noch unsern Pfad bescheint, mit dir, o Herr, vereint. streu'n Saaten ew'ger Wonne, 9. Geist Jesu, schweb' hernieder auf deine Jüngerschar; beseele die Gemüther für's Gute immerdar; mach' uns zu deinen Erben, die, wenn es Pflicht gebeut, auch für das Gute sterben, bewußt der Ewigkeit! Mel. Bei Einweihung einer Kirche. ac; Mel. Nun danket Alle Gott se, 713. Vom heiligen Gefühl der Andacht tief durchdrungen, sey, Gott, dir heut von uns Lob, Preis und Dank gesungen. Hier wollen wir vereint uns deiner Liebe freu'n; drum weihen wir dieß Haus zu deinem Tempel ein. 2. Anbetend dir sich nah'n, dich ehrfurchtsvoll erheben, wie süß ist diese Pflicht, wie wichtig für das Leben! Drum werde zum Gebet, zum Dank, zu deis nem Ruhm, oft unser Herz erweckt in diesem Heiligthum! 3. Hier sollen wir den Sinn von Christi Lehren fassen, und zur Befolgung uns, zur Tren' ermuntern lassen; hier strahlt dem Geiste Licht, hier quillt dem Herzen Rub'; hier spricht dein Wort, o Gott, Geduld und Trost uns zu. 4. Hier sollen am Altar sich dir, du Gott der Liebe, die Neuverbund'nen nah'n, die Schulges.vor d. Unterr. 423 heil'gen ihre Triebe; vor deiz nem Angesicht sich schwören Lieb' und Trew', damit ihr Leben dir stets wohlgefällig sey. 5. Hier wird mit Dankge= bet das Kind in früher Ju gend gebracht zum Kinderfreund, dem Vorbild jeder Tugend; hier schwört es einst den Schwur, Gott ewig treu zu seyn, in frommer Jünger Bund ihm Herz und That zu weih'n. 6. Hier sollen wir vereint das Mahl der Liebe feiern, und ernstlich den Entschluß der Besserung erneuern; erinnern uns an ihn, der auf der Liebe Bahn, durch Leben und durch Tod, uns muthvoll ging voran. 7. Laß diese Wohlthat uns, o Vater, stets erwägen, und dieses Hauses Zweck recht ernstlich überlegen. Dann wird der Tag der Weih' ein Tag des Segens seyn; und seiner wird sich noch die späte Nachwelt freu'n. Mel. Ich dank' dir schon 2c. Mel. Gott des Himmels und 2c. 714. Herr, unser Gott, 715. Nichts kann uns wir bitten dich um Weisheit und um Tugend; regiere du uns väterlich in uns'rer früben Jugend. die Zeit ersetzen, die uns ungenugt verschwand. Laß uns uns're Jugend schätzen, Herr, als Gabe deiner Hand! Hier wird unser Geist belehrt; jede Stünde sey uns werth! 2. Laß uns des Lebens Frühlingszeit mit Mäßigung genießen, und ohne fromme Thätigkeit nie einen Tag beschließen. 2. Bis zum Abend unsers Lebens laß uns tren und thätig seyn. Nie leucht' uns ein 424 In besonderen Verbindungen. Tag vergebens; ach, er würd' uns spät geren'n! Stärke, Vater, jederzeit unsern Trieb zur Thätigkeit. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 716. Die Jugend ist die Zeit der Saat; das Alter erntet Früchte. Wer jung nicht Gottes Willen that, deß Hoffnung wird zu nichte. Den Fleiß belohnt die Ewigkeit; ach Herr, laß uns're Jugend heut aufreiche Aussaat denken! von uns mit Hochgesang, ihr schönen Morgenstunden! Wir sind, nach einer sanften Nacht, zum neuen Leben froh erwacht, jest innig hier verbunden. Gott, wir singen dankbar wieSegen leitet uns auf unsern der Jubellieder; denn dein Wegen. 2. Froh wollen wir zu deinem Preis auch jetzt, o Gott, mit regem Fleiß um uns're Palme ringen. Laß unfre jugendliche Kraft durch deinen Geist gewissenhaft dem Vater, uns're Jugend hier zur Ziele näher dringen. Leite, und dereinst zur HimmelsTugend, Lieb' und Wahrheit, klarheit! Mel. Was Gott thut, das ist ze. 717. Gott, laß den Unterricht gedeih'n zu wahren Himmelsfreuden, und deines Beifalls werth zu seyn, uns Mel. Dir, dir, Jehovah, will ic. alle Trägheit meiden. Lenk 719. Zur Tugend willst unsern Sinn zur Weisheit hin; verleih' uns Lust und Kräfte zum nüglichen Geschäfte. 2. Die Blume, die der Morgen fand im bunten Farbenschimmer, verblich oft plößlich und verschwand am Mittag schon auf immer. So sind auch wir vergänglich hier. Gott, laß uns früh auf Erden reif für den Himmel du uns erziehen; o Dank dir, Gott, der uns zu Menschen schuf! Laß uns von heil'gem Eifer glühen, und achtsam seyn auf deines Sohnes Ruf. Verleih' uns stets zur Uebung. uns'rer Pflicht, durch Jesu Wort, Ermunterung und Licht! werden. 2. Owohl uns, wenn wir christlich leben, und täglich wachsen in der Frömmigkeit! Dann wirst du, Herr, uns einst erheben zu größ'rer Einsicht und Vollkommenheit; dann jauchzet einst im Himmel unser Geist, der dich schon hier für diese Hoffnung preist. Mel. Mel. Wie schön leuchtet der ze. 718. Seyd uns gegrüßt mit frohem Dank, geweih't Schulgesänge. Nach dem Unterricht. 425 uns freu'n, und immer froher streben, nach uns'rer Pflicht zu leben, von Herzen fromm zu seyn!" Mel. Christus, der ist mein Leben ze. 720. Bater guter Gaben, Lob, Preis und Dank sey dir! Denn was wir Gutes haben, das haben wir von dir. 2. Auch jetzt gabst du uns wieder zur Arbeit Munterfeit. Dir tönen uns're Lieder aus froher Dankbarkeit. 3. Laß unser ganzes Leben dir, Vater, heilig seyn. Du wirst uns Kräfte geben, dir unser Herz zu weih'n. 2. Dich, guter Vater, lieben, stets hangen fest an dir, und dein Gebot nur üben, ja, dieß, dieß wollen wir! O du, der Alles schafft, du hörst, was wir geloben; gieb, lieber Gott, von oben, gieb unser'm Willen Kraft! Mel. Liebe, die du mich zum 2c. 723. Alles hast du uns gegeben; Vater, wie beglückt sind wir! Seelenkräfte, Leib und Leben, Alles haben wir von dir. Auch zur Uebung uns'rer Pflicht gabst du heute Kraft und Licht. 2. Mit dem freudigsten Gemüthe fühlen wir des Lebens Werth, und lobsingen deiner Güte, die sich täglich uns bewährt. Auch in Zukunft hoffen wir Heil und Segen, Gott, von dir. Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 721. So beschließen wir auch heut, Vater, dankbar uns're Stunden; Freuden edler Thätigkeit haben wir auch jegt empfunden! Hilf, daß wir nach deinem Willen unf're Pflichten stets erfüllen. 2. Ja, so lange wir hier sind, wollen wir als Christen wandeln, täglich fromm und gut gefinnt nur nach Jesu Lehre handeln; dann nimmst du uns, wenn wir scheiden, auf zu deinen höhern Freuden. Mel. Christus, der ist mein zc. 724. Die Stunden weiMel. Aus meines Herzens tc. ser Lehre sind abermals dahin! Wohl uns, wenn wir 722. Wohl uns! hier sie nutzten zu bleibendem Gefloß auch heute uns Licht und winn! Segen zu. Der Tugend folget Freude, der Arbeit folget Ruh'. Drum wollen wir 2. Wem wohlgenußt, die Stunden des Tag's vorübergeh'n, dem lohnet Ruh' im Hers 426 In bef. Verbindungen. Bei Schulfeierlichkeiten. Herzen; dem ist der Abend schön. 3. Der wird sich seiner Jugend noch spät im Alter freu'n, wird froh zu Grabe gehen und ewig selig seyn. Mel. Sey Lob und Ehr dem zc. 725. Dank sey dir, unser Herr und Gott, für die gehörten Lehren. Zum Leben führt uns dein Gebot, wenn wir es folgsam hören. Allgütiger! o laß uns nicht vergessen deinen Unterricht, nicht deine Macht und Güte. Mel. Lobt Gott, ihr Christen zc. 726. An diesem Tag erscheinen wir, mit Ruhm und Preis und Dank an dieser Stätte, Gott vor dir; hör' unsern Lobgesang! 2. Von dir kommt Weisheit und Verstand, von dir der Wahrheit Licht! du machst uns mit uns selbst bekannt, und lehrst uns uns're Pflicht. 3. Du läsfest gute Schulen blüh'n, zu einer Himmelssaat; um Menschen christlich zu er= zieh'n, führst du sie Jesu Pfad. 4. Du bildest sie zum Dienst der Welt, giebst ihrem Fleiß Gedeih'n, um nüglich einst, 2. Lebendig, unvergeßlich sey, bei lockenden Gefahren, uns deine Wahrheit, deine Treu', die täglich wir erfahren. Von Thorheit und von Sünden rein laß unser Herz und Leben seyn, wie Jeju Herz und Leben. 3. Zum Heil uns, Vater, dir zum Ruhm, zur Freude uns'rer Lehrer, sey'n wir vom Evangelium die freudigsten Berehrer! Wie unaussprechlich selig ist, wer sich dir, Gott, durch Jesum Christ, mit ganzer Seele weihet! wo dir's gefällt, in jedem Stand zu seyn. 5. Von ganzem Herzen bringen wir, mit freudigem Gesang, für diese große Wohlthat dir, o Vater, unsern Dank. 6. Laß uns're Schule fernerhin der Weisheit Tempel seyn; laß Gottesfurcht und frommen Sinn, Herr, immer mehr gedeih'n. 7. Laß stets auf unser'm Vaterland des Friedens Segen ruh'n, und uns vereinigt, Hand in Hand, das Gute willig thun. 8. Beglücke, Herr, dieObrigkeit, vergilt der Lehrer Treu'; gieb, daß noch in der Ewigfeit die Schulzeit uns erfren'! Mel. Bei Schulfeierlichkeiten.. 427 Met. Mir nach, spricht Christus 2c. an Die Gemeine. and 5. Wie wird die Jugend ihre Bahn vor dir unsträflich Die Gemeine. 727. Es freut, Herr, die gehen? Wie wird ihr Auge Gemeine sich zu deines Namens Ehre. Wir, Jung" und Alte, preisen dich für Jesu Christi Lehre. Du, der in ihm uns Alles gab, schau' gnadenvoll auf uns herab! frei hinan nach deinem Himmel sehen? Wenn sie sich standhaft immerfort nur hält, o Herr, nach deinem Wort. Die Kinder. 400 6. Die Väter müssen von uns geh'n, die Mütter uns verlassen; der Vater in des Himmels Höh'n wird uns nicht Waisen lassen. An deiner Hand geh't unser Lauf; du, Herr und Bater, nimmst uns auf. Die Kinder. 2. Wir stimmen in den Preisgesang, ihr, unsrer Jugend Führer. Wir singen dir auch unsern Dank, Gott, Vater und Regierer! Dein Wort bezeugt, daß, Herr der Welt, auch frommes Lallen dir gefällt. Die Gemeine. 3. Wir sind durch's Evangelium schon früh zum Heil geführet. Wir kennen unser Christenthum, und wie es uns gebühret, zu sorgen, daß nicht wir allein, daß auch die Unsern selig seyn. Die Kinder. 4. Wohl uns, daß wir von Kindheit auf aus deinem Worte wissen, wie Christen ihren Pilgerlauf zur Heimath richten müssen! Es unterweist in früher Zeit im Glauben uns zur Seligkeit. ST Alle. 7. Ja, hilf, daß wir in Jesu Christ dir rechte Kinder werden, der du der rechte Vater bist im Himmel und auf Erden! Dann stimmen wir vor deinem Thron einst in der Engel Jubelton. Mel. Herr Gott dich loben Alle zc. 728. Herr, unser Gott, dich preisen wir; Herr, unser Gott, wir danken dir! Du bist, o Gott, von Ewigkeit; uns aber schufst du in der Zeit. 2. Weit, über alle Himmel weit geh't deines Lichtes Herrlichkeit. Du, Gott, der uns Das 428 In bes. Berb. Bei Aufn. v. Schülern u. Schülerinnen. das Daseyn gab, gabst Licht in unsern Geist herab. 3. O, welch ein helles Licht erschien durch Jesum uns; du fandtest ihn. Er lehrte treu durch Wort und That den wahren sichern Himmelspfad. 4. Auch hier, o Gott, hier lehrt dein Wort die Wahrheit uns noch immerfort, die Jesus hat an's Licht gebracht, und die uns gut und selig macht. 5. Auch uns're Schule sey dein Ruhm, Herr, deiner Mel. Wachet auf! ruft uns zc. 729. Heilig sey euch diese Stunde! wir heißen euch mit Einem Munde willkommen, wie der Freund den Freund! Gott, der über uns regieret, hat euch in unsern Kreis geführet; nun streben wir mit euch vereint, an treuer Lehrerhand, mit der uns Gott verband, hin zum Ziele. Auf, schwört ihn heut', den thenern Eid, euch ewig eurer Pflicht zu weih'n! 2. Seh't der Lehrer( des Lehrers) Arme offen, seh't, wie in ihren( seinen) Augen Hoffen und Lieb' auf ihren ( ſeinen) Mienen schwebt! Schuldlos bleibe euer Leben; das erste feurigste Bestreben sey Tugend, die den Geist erWahrheit Heiligthum! Gieb, daß durch diesen heil'gen Ort verbreitet werde, Herr, dein Wort. 6. Gieb Segen, daß es wirksam sey; Herr, weck' uns auf, und mach' uns frei vom Irrthum, von der Sünde Macht, und von des Aberglaubens Nacht. 7. O, steh' mit deines Geistes Kraft, der aus dem Dunkel Licht erschafft, steh' uns, o Vater, Allen bei, daß uns dein Licht stets heilig sey!. hebt. Selbst Weisheit ohne sie bleibt doch nur eit'le Müh'. Gottes Liebe ist mehr, als Ruhm; sein Eigenthum seyd ihr; vergeßt, vergeßt es nie! 3. Bei der Freunde frommem Sehnen, bei guter Eltern heißen Thränen, für euer wahres Wohl geweint: weicht von Jesu Christi Pfade nicht einen Schritt, und Gottes Gnade wird mit euch seyn. Gott wird euch Freund! Bleibt euch an Unschuld gleich, an Tugend werdet reich; seyd einst nüglich dem Vaterland; mit voller Hand stren't dann, was ihr hier sammelt, aus! as ihr hi Met. Christus, der ist mein 2c. 730. Vereint zu deinem Preise, Regierer deiner Welt, Bei Entlassung von Schülern und Schülerinnen. 429 Welt, sind heute unserm Kreise auch diese zugeſellt. Herz; und ach, es fühle nimmer der bangen Reue Schmerz! 2. Nimm, Vater, nimm dieß Flehen um Segen für fie an, und laß sie muthvoll gehen auf dieser neuen Bahn. 3. Es sey ihr erstes Streben, von dir geliebt zu seyn, und durch ein frommes Leben sich deiner Huld zu freu'n. 4. Des Lasters falscher Schimmer bethöre nie ihr Mel. Schaß über alle Schäße zc. Die Versammlung ohne die Abgehenden. 731. Denkt, Kinder, daß die Stunden der Kindheit schnell entflieh'n! Für ench sind sie verschwunden; die Schulzeit ist dahin. Ihr gehet aus dem Kreise der Jugendfreunde fort. O Kinder, lebet weise! Denkt oft an die sen Ort! 2. Befolget Jesu Lehren, übt sie mit Redlichkeit! Jm Geiste Gott verehren, giebt hier schon Seligkeit. Ihr werdet dann erfahren auch fern in weiter Welt, daß Gott selbst bei Gefahren der Frommen Muth erhält. Die zurückbleibenden Schüler. 3. Vergeßt uns nicht, ihr 5. Laß sie die Weisheit lernen, die Christenseelen ziert, und sich von dem entfernen, was sie in's Elend führt. 6. Der( des) Lehrer( Lehrers) Warnungsstimme verschmähe nie ihr Ohr, und treu geleitet flimme ihr Fuß zum Ziel empor. Brüder, vergeßt uns, Schwestern, nicht, als Einer Schule Glieder, Genossen eurer Pflicht! Fern waren hier die Klagen bei Fleiß und Fröhlichkeit; o, denkt in ſpäten Tagen noch dieser schönen Zeit! Die Abgehenden. 4. Oft waren wir hier fröhlich, da Freundschaft uns verband; oft fühlten wir uns selig an treuer Lehrerhand. Doch unter dieser Sonne hat Freude nie Bestand; die Schulzeit, uns're Wonne, auch sie, ach! sie verschwand. Die Zurückbleibenden und die Abgehenden. 5. Die Stunde bringet Schmerzen, die uns von euch entfernt; doch bleibt in unsern Herzen, was wir vereint gelernt. Dieß treu nun auszuüben, ruft euch( uns) das Va= 430 In bes. Verbindungen. Bei Einführ. eines Schullehrers. Vaterland. Lebt wohl! nehmt hin, ihr Lieben, der Liebe Abschiedshand! Freuden des Umgangs fich bewußt, versüßt der Trennung Leiden, verlöscht nie in der Brust. Getrennt denkt noch mit Bonne der Freund an seinen Freund, und freut sich, wenn die Sonne dem tren Geliebten scheint. 207 20 3. Der überall zugegen den Frommen segnen kann, der streue seinen Segen auf eure neue Bahn. Was wahrhaft euch beglücket und eure Tugend mehrt, was euern Geist entzücket, sey euch von ihm gewährt! 10 Mel. Schatz über alle Schäße zc. 732. chon schlägt die Trennungsstunde, die uns're Herzen rührt, die euch aus unserm Bunde, aus unserm Kreise führt. Doch Gott, der Weltregierer, fann überall erfreu'n; er wird auch euer Führer und Beistand künftig feyn. 2. Die Freundschaft, reiner Mel. Dir, dir, Jehovah, will 2c. 733. Last dankbar uns die Lehrer ehren, die stets mit Ernst und Sorgfalt sich bemüh'n, den Geist der Jugend zu belehren, ihr Herz von seinen Fehlern abzuzieh'n! Durch sie wird Saat des Guten ausgestreu't; sie feimt empor für Zeit und Ewigkeit. 2. Bedauernswürdig sind die Seelen, die unbelehrt durch dieses Leben geh'n. Wie können sie das Gute wählen, wenn sie nicht auf das Licht der Wahrheit seh'n? Wo bleibt ihr Werth? Wo bleibet ihre Kraft, mit Freudigkeit zu thun, was Segen schafft? 3. Preis dir und Dank, der du der Jugend auch unter uns mit Vaterhuld gedenkst; der du zur Weisheit und zur Tugend durch treue Führer ihre Schritte lenkst. Wie weise, Gott, wie liebreich segnest du! Durch Schulen auch strömt uns dein Segen zu. 4. Wir seh'n der Zukunft froh entgegen, wenn unser Blick auf gute Kinder fällt. Durch sie verbreitet sich dein Segen einst weit umher in deiner Menschenwelt; und sterben einst die Alten auf dein Wort, so seßen sie dein Werk auf Erden fort. 5. Drum gieb, o Gott, den Lehrern Kräfte und regen Trieb, die Kinder dir zu weih'n. Laß treuen Fleiß im Lehrgeschäfte stets ihren Ruhm und ihre Freude seyn! Erfülle Begrüßung eines neuen Schullehrers in der Schule. 431 fille fie mit Achtung für ihr Amt, aus dem das Heil so vieler Seelen stammt! hier dem neuen Lehrer bei! Erleicht're seines Amtes Bürde, damit er stets getrost und muthvoll sey; gieb uns ein Herz, das ihn mit Achtung ehrt, das dankbar ist, und seine Freuden mehrt! 6. Laß sie durch Ernst dem Leichtsinn wehren, durch Freundlichkeit die Herzen an sich zieh'n; auch wenn sie strafen, noch belehren, und forgsam selbst den Schein des Unrechts fliehu. Dein Wort, o Herr, und wahre Frömmigfeit verbreite sich durch sie zu jeder Zeit! 7. O welche Pflichten! Welche Würde! Gott, steh' auch m 8. Wenn ihn des Tages Lasten drücken; wenn ihm der heit're, frohe Sinn entweicht: dann laß ihn jene Kron' erblicken, die deine Hand dem treuen Lehrer zeigt. Er sey ein guter Hirt, wie Jesus Christ, der rastlos wirket, weil es Tag noch ist! Mel. Schaß über alle Schäße ze. 3. Auch hier ist Gottes Garten, gleich Blumen blühen 734. Mit frendigem wir; du wirst uns pflegen, Vertrauen, mit froher Zuversicht, einst Frucht der Saat zu schauen, blick auf, und zweifle nicht. Der Vater deines Lebens, der immer wohl regiert, der hat dich nicht vergebens in unsern Kreis geführt. warten; der Herr vertrau't uns dir. Ach! uns'rer jungen Blüthe droh't oft ein gift'ger Hauch; bewahre du, behüte hinfort die Blüthen auch. 2. Sich' auf uns her, wir Alle sind Kinder Eines Herrn. Sey uns gegrüßt; fomm, walle nun mit uns froh und gern. Führ' uns mit Freundeshänden, geh' uns zum Ziel voran; von dir geführt, vollenden wir sicher uns're Bahn. 4. Getrost! zum Freundschaftsbunde empfangen brüderlich in dieser frohen Stunde nun uns're Eltern( Lehrer) dich. Nie sey dein Auge trübe; sey nie von uns gefränkt! Getrost! mit voller Liebe seh'n wir dich uns geschenkt. Mel. 432 In besonderen Umständen. Allgemeine Noth. Met. Wo soll ich fliehen hin zc. 8 735. Es züchtigt deine Hand, o Höchster, unser Land. Zu deinem Vaterherzen steigt auf, in Furcht und Schmerzen, das heiße Fleh'n der Armen; vernimm es mit Erbarmen! 2. Du steh'st des Landes Noth; sie kam auf dein Gebot. Du kannst mit starken Händen sie lindern, kannst sie enden. Ein Wort aus deinem Munde verändert Zeit und Stunde. 3. D Herr, wir murren nicht. Gerecht ist dein Gericht bei Allem, was wir dulden; denn groß sind uns're Schulden. Du züchtigst, doch noch minder, als wir's verdient, wir Sünder. 4. Ja, Vater, deine Huld ist größer, als die Schuld. Gedenke denn der Deinen, die reuevoll hier weinen, und laß es ihren Seelen nicht an Erquickung fehlen! 5. Verkürze, treuer Gott, die Dauer uns'rer Noth; uns, die geängstigt flehen, laß Trost und Rettung sehen! Verwandle, Herr, die Leiden in neue Lebensfreuden. 6. Doch wenn, o Herr der Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trübsal zu entfernen, so stärk' uns, daß wir lernen, mit ehrfurchtsvollem Schweigen vor dir uns kindlich beugen. 7. Herr, deine Züchtigung leit' uns zur Besserung! Laß sie die Sichern schrecken, die Schläfrigen erwecken, die Redlichfrommen stärken, auf dein Gebot zu merken. 8. Wenn unser Herz dich liebt, so wird, was uns betrübt, uns doch zum Heil gedeihen, und uns zuletzt ers freuen; es wird uns deine Gnade ein Licht auf dunkelm Pfade. 9. So stärke denn das Herz, daß auch im größten Schmerz es nie an Muth ihm fehle! O, sprich zu uns'rer Seele: Gefrost! dich soll kein Leiden von meiner Liebe scheiden. 10. Schließt einst sich unser Lauf, dann flärt sich Alles auf; dann wird die Aussicht heiter; dann weint fein Auge weiter; dann finden uns're Herzen nur Wonne nach den Schmerzen. Mel. Wenn wir in höchsten ze. 736. Seh'n wir nur und Trübjal um uns her, wissen keinen Ausgang mehr, und finden weder Schuß noch Rath, ob wir auch sorgen früh und spat: 2. Dann ist das unser Trost allein, daß wir uns deiner noch erfreu'n, und flieh'n zu dir, Allgemeiner Wohlstand. dir, du treuer Gott, du befter Helfer in der Noth. 3. Wir heben unser Aug' und Herz hinauf zu dir in unser'm Schmerz, und flehen um Begnadigung und unser's Elend's Linderung. 4. Nach deiner Gnade sagest du dieß Allen, die dir trauen, zu, durch den, der unser Mittler ist, durch unsern Heiland Jesum Christ. 5. Drum kommen wir, Herr, unser Gott, und klagen dir 433 all' uns're Noth. Ach, deine Vateraugen seh'n, wie wir so ganz verlassen steh'n! 2. Weit, über alle Himmel weit geh't deine Macht und Herrlichkeit. Sie, die den Erdkreis wunderbar bekehrten, der Apostel Schar, der Lehre Jesu Märtyrer, sie preisen ewig dich, o Herr! Am Grabe noch, noch in der Zeit preist dich auch deine Christenheit, dich, Vater, auf des Himmels Thron, dich, Jesu Christ, des 6. Nur du bist uns're Zuversicht. Vergilt nach uns'rer Schuld uns nicht! Steh' uns um Christi Willen bei, und mach' uns aller- Plagen frei! 7. Auf daß wir danken für und für mit freud'erfülltem Herzen dir, gehorchen deinem theuern Wort, und preisen dich, Herr, unser Hort. 737. Herr Gott, dich Geist, deß Wunderkraft in Vaters Sohn, und dich, o loben wir! Herr Gott, wir danken dir! Bon Ewigkeit zu Ewigkeit preist Alles deine Herrlichkeit. Der Kreaturen großes Heer verkündigt deines Namens Ehr'. Die Engel, deine Seraphim, lobsingen dir mit hoher Stimm': Heilig ist unser Gott, heilig ist unfer Gott, heilig ist unser Gott, der Herr, Herr Zebaoth! Sündern neues Leben schafft! 3. Du Herr der Ehren, Jesu Christ, des Vaters ew'ger Sohn du bist! Du wardst ein Mensch, doch fündenrein, die Welt von Sünden zu be-. frei'n. Dem Tode nahmst du seine Macht; zum Himmel hast du uns gebracht. Nun thronst du in des Vaters Reich, an Majestät und Macht ihm gleich. Im Grabe lässest du uns nicht; du kommst, du kommst und hältst Gericht. 4. O, der für uns geblutet hat, erwürgt für uns're Missethat, einst sey im Himmel ew'ges Heil mit allen Frommen unser Theil! Hilf deinem Volke, Jesu Christ, und segne, was dein Erbtheil Leit' uns durch uns're 28 Prüist. In besondern Prüfungszeit bis zu der frohen Ewigkeit. 5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich; dir heiligt uns're Seele sich. Vor aller Ungerechtigkeit behüt' uns jetzt und allezeit. Sey gnädig uns, o treuer Gott, sey gnädig uns in aller Noth. Wenn wir zu dir um Hülfe fleh'n, laß uns dein gnädig Antlig seh'n. Auf dich steh't uns're Zuversicht; verlaß uns auch im Tode nicht! Amen. #his 434 Mel. Lebt Gott, ihr Christen 2c. 9. Er drücke, wenn das 738. Nun danfet All' Herz uns bricht, uns uns're Augen zu, und zeig' uns dann sein Angesicht dort in der ew'gen Ruh'; und bringet Ehr', ihr Men schen in der Welt, dem, deffen Hand des Himmels Heer, den Wurm im Staub erhält! 2. Frohlockt mit hohem Jubelschall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von uns'rer Kindheit an frisch und gesund uns helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. und wo kein Mensch 4. Der, ob wir ihn gleich off betrübt durch Sünd und Uebermuth, die Straf erläßt, die Schuld vergiebt, und thut uns Viel zu gut. Umständen. 6. Er lasse seinen Frieden ruh'n auf unser'm Baterland. Er gebe Glück zu unſer'm Thun, und Heil in jedem Stand. 7. Er lasse seine Lieb' und Güt' um, bei und mit uns geh'n; was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns steh'n. 8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib' auch, wenn wir von der Erd' einst scheiden, unser Theil. 5. Er geb' uns stets ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn, und werf' all' Angst und Sorg' und Schmerz zur Mecrestiefe hin. 10. Daß wir ihn loben allzugleich für seine Gütigkeit, und singen ihm in seiz nem Reich Lob, Preis in Ewigkeit! Mel. Wach' auf, mein Herz 2c. 739. Laßt unſer'm Gott uns singen, ihm Dank und Ehre bringen, daß wir so viele Gaben von ihm empfangen haben. 2. Nur er hat uns das Leben und Seel' und Leib gegeben. Er ist es, der sie schüget, und schenkt, was beiden nüßet. 3. Dem Leibe giebt er Nahrung, der Seele Heilserfah Allgemeiner Wohlstand. fahrung, auf daß sie, rein von Sünde, ihr Glück bei Christo finde. 4. Für uns dahingegeben ward Christus, unser Leben; er, der für uns gestorben, hat uns das Heil erworben. 5. Sein Wort wird, uns zum Segen, ein Licht auf unsern Wegen; zu allen unsern Werfen soll selbst sein Geist uns stärken. 6. Er läßt uns Gnade finden, vergiebt uns uns're Sünden, wenn sie uns herzlich reuen, und wir forthin sie scheuen. 7. Da wir denn schon auf Erden so hoch begnadigt werden: Gott, was wird nicht für Gaben für uns dein Himmel haben! 8. So hilf du nur uns Allen die eb'ne Bahn stets wallen, die, wenn wir sie vollendet, in ew'ges Heil sich endet. 9. Leit uns durch deine Wahrheit, bis wir in voller Klarheit dich, dem wir hier vertrauen, noch heller werden schauen. 740., Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehre! Stimme frohlockend mit ein in die himmlischen Chöre! Seele, dein Dank schalle mit frohem Gesang deinem Erhalter zur Ehre. 435 2. Lobe den Herren, der Alles so herrlich regieret; der dich auf Adelers Fittigen ficher geführet; der dir gewährt, was dich erfreuet und nährt. Hast du nicht solches verspüret? 3. Lobe den Herren, der fünstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! In wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar geseg= net, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren und seinen hochheiligen Namen! Lobet ihn Alle, die Odem und Leben bekamen! Es ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; lob' ihn in Ewigkeit! Amen. 741. Nun lobe, meine Seele, was in mir ist, des Höchsten Treu'! Auf, seine Güt' erzähle! denn sie ist alle Morgen neu. Die Sünd hat er vergeben. Gott macht von Schwachheit los, bewahrt dein armes Leben; nimmt dich in seinen Schooß. Er, der mit Trost erquicket, verjüngt dich, Adlern gleich. Der Herr 28* schafft In besondern Umständen. Krieg. 436 schafft Recht, beglücket, was seufzt in seinem Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht; er liebt uns ohne Maßen, ihm mangelt's an Erbarmung nicht. Er schüßt uns in Gefahren, straft nicht nach uns'rer Schuld, pflegt Gnade nicht zu sparen; er hat mit uns Geduld. Sein Wohlthun ist so labend für findlich frommen Sinn. So fern der Ost vom Abend, ist uns're Schuld dahin. 3. Wie Väter sich erbarmen, wenn ihre Kinder hülflos schrei'n: so will der Herr uns Armen, die wir ihn fürchten, Vater seyn. Er fennet uns're Schwäche; er weiß, wir sind wie Staub, wie Gras auf dürrer Fläche, wie Blum' und fallend Laub. Kaum, daß die Winde wehen, so ist es nicht mehr da: so wird der Mensch Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. 742. Dich, Richter, fürchte alle Welt und was auf Erden wohnet, dich, der des Weltalls Ruder hält, und ewig sicher thronet! In Staub hin werfe sich, in Demuth ehre dich der Herrscher und der Knecht. Herr, Herr! du se vergehen; sein End' ist stets ihm nah'. 4. Nur Gottes Gnad' und Trene steh't fest und bleibt in Ewigkeit. Sie frönet stets auf's neue, die hier sich seinem Dienst geweih't: euch, die ihr Glauben haltet! Er herrscht im Himmelreich. Ihr starfen Engel, waltet des Lobes, dient zugleich, dem großen Herrn zu Ehren, und treibt sein heilig Wort; mein Geist soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 5. Anbetung, Preis und Ehre, Gott, Vater, Sohnund heil'gem Geist. Er segn' uns, und vermehre, was er aus Guaden uns verheißt; daß wir nach droben schauen, verlassen uns auf ihn, fest auf den Helfer bauen mit unſer'm Muth und Sinn; voll Freuden an ihm hangen, und halten seinen Bund. Herr, laß es uns erlangen! Wir fleh'n aus Herzensgrund. schaffest Recht im Himmel und auf Erden. 2. Empor zu ihm hebt Herz und Hand, wenn sich Gefahren thürmen! Dem Himmel sind wir ja verwandt; den kann kein Feind erstürmen. Aus Wolkenbrüchen geh't hervor in Majestät der stillen Sonne Pracht: so geh'st du, Got Friede. Mißwachs Gott der Macht, vor uns einher im Wetter. 3. Unsterblich sind wir; fürchtet nicht, die nur den Leib uns tödten! Gott, Gott ist uns're Zuversicht, ein Helfer uns in Nöthen. Uns schützt sein theures Wort, und reißt der Sturm uns fort bis in das finst're Grab; er, der den Geist uns gab, führt aus dem Kampf zur Ruhe. Mel. Wie schön leuchtet der zc. 744. Lob, Preis und Dank dir, Heiliger! Anbetung dir, Preiswürdiger, und deinem großen Namen! Noch stammeln wir in dieser Zeit dein Lob; einst in der Ewigkeit erschallt das große: Amen! Froher Jubel tönet wieder. Uns'rer Lieder frohe Chöre weih'n Anbetung dir und Ehre. 2. Den Tag, o Herr, hast du gemacht; erseufzt nach langer Trauernacht erscheint er uns'rer Erde. Ihn riefest du mit Majestät; des Friedens hohe Palme weh't auf dein allmächtig: Werde! Ehre, Ehre sey dem Vater, sey dem Helfer, sey dem Retter nach des Krieges Sturm und Wetter! ( 745-748.) Mel. Von Gott will ich nicht zc. und Theuerung. 437 4. Hinaufin's Land, wo Lieb' und Recht die Siegesfahnen schwingen; wo wir, ein göttliches Geschlecht, den ew'gen Frieden singen! Hoch über's Leichenfeld der Erde, Herr der Welt, schwingt auch im schweren Lauf der Christ sich muthig auf, und sieget. Hallelujah! 749. Du trener Gott der Armen, Beherrscher aller ( 743.) 3. Viel tausend Thränen fließen schon, Herr, unser Gott, vor deinem Thron, des DanWir kes und der Wonne. jammerten in großer Noth; doch du entrisfest uns dem Tod; uns strahlt des Friedens Sonne. Friede, Friede, holder Friede, sey willkommen! Du schenkst Frende nach der Angst und nach dem Leide. 4. Drum Lob und Dank dir, Heiliger, Anbetung dir, Preiswürdiger, der uns so hoch gesegnet! Wir bringen, Herrscher, Preis und Ruhm dir jetzt in deinem Heiligthum; hoch hast du uns gesegnet! Ewig, Vater, sey gepriesen; Lob und Ehre deinem Namen ewig, Vater, Amen! Amen! Welt! Du Vater voll Erbarmen, der ewig Glauben hält! Du, uns're Zuversicht, zu dem wir Alle flehen, auf den wir Alle 438 In besondern Umständen. Alle sehen; verlaß, verlaß uns nicht! 2. Erbarmender, ach, wende der schweren Zeiten Lauf; thu' deine milden Hände, uns zu versorgen, auf! Was irgend Leben hat, nährst du mit Wohlgefallen. Nähr' uns auch, schaff' uns Allen bei unser'm Mangel Rath! 3. Bisher war jeden Morgen dein Vatersegen neu; jetzt wird von Nahrungssorgen das Herz nur selten frei. Uns helfen kannst du leicht. Du fannst dem Mangel wehren, in Ueberfluß ihn kehren, wenn's uns unmöglich däucht. 4. Den Reichen gieb Erbarmen, Gefühl für And'rer Schmerz; und, zu erfreu'n die Armen, ein mitleidsvol les Herz; damit sie mild ihr Brod den Kummervollen bre= chen, und nicht bloß heuchelnd sprechen: Es nähr', es helf ench Gott! Mel. Nun sich der Tag geendet zc. 751. In Dunkel hüllt der Himmel sich; ein schweres Wetter dräut. Ich bebe bebe nicht; ich freue mich, Gott, deiner Herrlichkeit! 2. Du zürnest, wenn du donnerst, nicht, bist Vater uns und Freund; bist's, wenn Gewitter. 5. O Herr, laß Jeden eilen, mildthätig jeden Tag Bedrängten mitzutheilen, so Viel die Hand vermag. Einst steh't das Jesus an, wenn wir die Brüder retten und sättigen, als hätten wir das ihm selbst gethan. 6. Die Früchte laß gerathen, und deine Hülf uns seh'n; erquicke du die Saaten, so oft sie traurig steh'n! Mit milder Vaterhand gieb Wärme, Thau und Regen; so kehrt dein reicher Segen zurück in unser Land. 7. Allgütiger, wir hoffen auf dich und deine Treu'. Oft hat uns Noth betroffen; doch standest du uns bei. Du hilfst, du rettest gern; so sey denn unser Leben vertrauensvoll ergeben dir, unser'm Gott und Herrn! ( 750.) der Blitz sich Bahnen bricht, und flammend uns erscheint. dich nicht fennt, bist du dann 3. Dem Sünder nur, der dich Bater nennt, zeig'st du fürchterlich; dem aber, der als Vater dich. 4. Gut ist für uns der Sonne Licht, der Tag, die stille Nacht; gut ist für uns auch Nach Gewittern. auch dein Gericht, und deiner Blige Pracht. 5. Du reinigst durch den Bliz die Luft; dein Regen tränft die Saat; und donnerst du, dein Donner ruft: Groß ist der Herr von That! 6. Du kannst auch tödten; doch es scheu't der Christ nicht Mel. Ich dank' dir schon durch zc. und Wetter schweigen. Vor dir muß sich an jedem Ort das Reich der Schöpfung beugen. 7. Gelobt sey deine Wun= derfeaft, die nach Gefahr und Schrecken uns Ruhe schenkt, und Segen schafft, nach weisheitsvollen Zwecken! 8. Dein Auge stand mit Vaterblick auf uns voll Vorsicht offen; drum hat kein widriges Geschick im Wetter uns betroffen. 754. Gott, der Gewitter schafft und lenkt! ¡ mit fröhlichem Gemüthe lobsingen wir; denn an uns denkt dein Herz mit neuer Güte. 439 dein Gericht; wer deiner Gnade sich erfreu't, bebt vor dem Tode nicht. 7. Laß frei das Herz von Alengsten seyn, wenn uns dein Wetter droh't. Weg, bange Furcht! Wir sind ja dein, und lieben dich, o Gott! ( 752-753.) gos 2. Groß bist du, Herr, auf dein Gebot muß Blig und Donner schrecken; doch bist du bei uns in der Noth, allmächtig uns zu decken. 3. Du züchtigest, doch nicht im Grimm; du strafest, doch mit Maßen. Noch immer schallt des Vaters Stimm': Ich will dich nicht verlassen. 4. Was wären wir, wenn deine Hand uns nach Verdiensten lohnte? wenn uns're Güter, Volk und Land nicht dein Erbarmen schonte? 5. Wohl uns! Du zeigest viel Geduld in allen deinen Wegen; du krönest jeden Tag mit Huld, mit immer neuem Segen. 6. Groß bist du! Auf dein mächtig Wort muß Sturm 9. Kein Zufall hat des Feldes Schmuck uns Schmachtenden entrissen; kein Hagel, kein zu schwerer Druck von starken Wassergüssen. 10. Mehr Leben ist in die Natur von dir, Herr, ausgegossen. Zum Wohlthun, Schöpfer, hast du nur die Himmel ausgeschlossen. 11. O, lağ doch wahre Furcht vor dir stets unser Herz regieren; laß uns, als deine Kinder, hier ein frommes Leben führen! 12. Du wirst dann ferner Vater 440 In besondern Umständen. Feuersnoth. Vater seyn, und gnädig auf uns blicken; wir werden uns Mel. Wenn wir in höchsten z. Gott, 755. dessen Macht des Feuers Kraft zum Segen und Verderben schafft, mit welcher schrecklichen Gewalt verwüstet's, und wie leicht, wie bald! 2. Ach, manche Wohnung ist verzehrt, und mancher Menschen Glück zerstört! Auch dieß hat deine Hand gethan; wir weinen, Herr, und beten an. 3. Wir weinen, und verehren doch auch deine Huld; sie half uns noch; sie hielt der Flammen schnellen Lauf, des Uebrigen zu schonen, auf. 4. Mit Brüdern seufzen wir in ihrem Jammer, Gott, zu dir. Laß sie nicht hülflos; tröste die, die du gebeugt haft; segne sie! 5. Ach, der Verschonte fliche nicht die Uebung seiner heil'gen Pflicht, der Pflicht, Betrübte zu erfreu'n und regen Mitleid's voll zu seyn. 6. Uns wieder segnen kannst du, Gott, in Heil verwandeln jede Noth. Ja, weise, liebevoll und gut ist Alles, was dein Wille thut. 7. Gicb Unterwerfung und des Vaters freu'n, und er wird uns beglücken. Geduld, und laß uns deiner Vaterhuld mit frommer Zuversicht vertrau'n, und stets auf deine Hülfe schau'n. Mel. Nun danket Alle Gott. 756. Wir nah'n zu deinem Thron, Gott, mit gerührtem Herzen, daß du so gnädig halfst, da wir, voll Angst und Schmerzen, uns in Gefahr und Noth von Feuerflammen sah'n, und nun gerettet sind; Gott, das hast du gethan. Gott! Du hast das Leid ge2. Dank sey dir, großer wendet, das uns so nah' umschloß, und Hülfe zugesendet. Heil uns, daß noch dein Lob von unsern Lippen schallt, Gott, an Erbarmen reich, und mächtig an Gewalt! 3. Steh' den Bedrängten bei, die jetzt noch traurig weinen; hör' auf der Frommen Fleh'n, wenn sie vor dir erscheinen. Und segne du mit Glück, nach väterlichem Rath, was jetzt bei And'rer Noth die Menschenliebe that. ( 757-766.) Mel. Seuchen. In allerlei Trübsal. Mel. In dich hab' ich gehoffet ze. 767. In unsern Nöthen In unsern Nöthen fallen wir gebeugt und demuthsvoll vor dir in unser'm Jammer nieder; denn Seuch' und Tod umgiebt uns, Gott, und würget uns're Brüder. 2. So Viele sanken schon in's Grab wie unerwartet schnell hinab! Wie ist um Hülf uns bange! O, schone noch, befrei uns doch von unser'm Untergange! 3. Uns retten Kunst und Vorsicht nicht; wir haben keine Zuversicht, als nur zu deiner Güte. Dem Tod, o Herr, gebeut, daß er nicht weiter schrecklich wüthe. 4. Wir glauben an den Sohn und dich; und darum schaue väterlich auf tiefgebeugte Sünder. Denn du allein kannst uns befrei'n; errett' uns, deine Kinder! 441 5. Wir übergeben Volk und Land in deine treue Vaterhand; entferne jede Plage. Erquick' uns, Herr, Allmächtiger! Gieb wieder heit're Tage. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 769. Was ist's, daß ich mich quäle? Harr' Seiner, meine Seele, harr' und sey unverzagt! Du weißt nicht, was dir nüßet; Gott weiß es; und Gott schüßet; er schüßet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Pla6. Doch willst du uns noch nicht befrei'n, so laß uns, Gott, geduldig seyn, und dir uns ganz ergeben. Laß, sterben wir, uns dort vor dir in deiner Wonne leben. 7. Zeig' allen Sterbenden dein Heil, und laß sie, Gott, ihr begres Theil im Himmel nicht verlieren. Laß sie den Tod aus jeder Noth zu deinem Throne führen. 8. Laß unser gläubiges Gebet, das hier um deine Gnade fleh't, dir, Bater, wohlgefallen; und unser Dank und Lobge= sang frohlockt: Gott hilft uns Allen! ( 768.) ge, eh' ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah'. 3. Die kleinste meiner Sor= gen ist dem Gott nicht ver borgen, der Alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wär's auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, 442 den, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeh't. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteh't. 5. Was dieses Glück vermehret, sey mir von dir gewähret! Gott, du gewähr'st es gern. Was dieses Glück verletzet, wenn's alle Welt auch schäßet, sey, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krankheit Plagen, der Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott: so harr' ich, und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh', o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich will bewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich. In besondern Umständen. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 770. Herr, mache meine Seele stille bei Allem, was mich drückt und kränkt! Es ist doch nur dein weiser Wille, der Alles, mir zum Besten, lenkt. Du bist's, der Alles ändern kann, und was du thu'st, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauh'= sten Wegen führst du uns nur zur Seligkeit. Auch Widerwärtigkeit wird Segen dem Geiste, der sich dir geweih't. Sicht's gleich der blöde Mensch nicht ein; ihr Ausgang wird doch herrlich seyn. 3. Drum laß mich stille seyn und hoffen, wenn du mir Prüfungen bestimmt. Dein. Vaterherz steh't dem doch offen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer still in deiner Fügung ruh't, mit dem machst du es immer gut. 4. Oft bleibt uns, was uns nüßt, verborgen; wer hat es je genau erkannt? Wie oft sind uns're Wünsch' und Sorgen furzsichtig und voll Unverstand! verstand! Wer kann, was seinem Wohlergeh'n zum Schaden dient, ganz überseh'n? 5. Nur du, du kennst und wählst das Beste. O Vater, mache selbst mein Herz in dieser Ueberzeugung feste; dann überwältigt mich kein Schmerz. Ich spreche mit gefaßtem Muth: Was Gott will, das ist immer gut. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkomm'nes Glück erfreu't. Denn einmal führst du doch die Frommen zur völligen Zufriedenheit. Und dann wird Jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beste war. 7. Dann wird auch mich für alle Plagen ein ewiger Gewinn erfreu'n. Daun wird mein In allerlei Trübsal. mein Herz, statt aller Klagen, voll von dem Dank und Lobe sevn: Der Herr, der für mein Heil gewacht, hat Alles, Alles wohlgemacht! G 443 Der steh't fest, der Gott nicht. läßt. Laß ringsum die Wetter krachen: Gott wird's doch wohl machen! 5. Herrlich ist die Krone, die der Christ zum Lohne seiner Treu' empfängt. Nur Nichts selbst verschuldet; und dann froh erduldet, was dein Gott verhängt! Sieg' als Held! Mag doch die Welt deiner Hoffnung spöttisch lachen; Gott wird's doch wohl machen! Mel. Jesu, meine Freude zc. 771. Christ, aus deinem Herzen banne Sorg' und Schmerzen! Schöpfe neuen Muth! Wenn schon Kreuz dich drücket: Gott ist's, der erquicket; was er schickt, ist gut. Wenn dich Noth ringsum bedroh't, Sorgen stets mit dir erwachen: Gott wird's doch wohl machen! 2. Ist der Himmel trübe, wankt der Freunde Liebe, wird die Last dir schwer; stürzt mit jedem Tage eine neue Plage über dich daher; weicht das Glück stets mehr zurück, scheint's dich nicht mehr anzulachen: Gott wird's doch wohl machen! Mel. Keinen hat Gott verlassen 2c. 3. Bürden abzunehmen, hilft 772.Warum dein Blick nicht Angst und Grämen, schafft auch keine Raft. Ungeduld macht Bürden, die dir leicht seyn würden, erst zur Felsenlast. Zagend Herz, zähm' deinen Schmerz! Drückt die Bürde schon dich Schwachen: Gott wird's doch wohl machen! 4. Du führst Christi Namen; Christo nachzuahmen, das ist deine Pflicht. Werde nicht erschüttert, wenn die Erde zittert und der Himmel bricht. 6. Dabei soll's denn bleiben. Ich will nie mich sträuben, folgsam Gott zu seyn. Stets, im Tod und Leben, bleib' ich Gott ergeben; ich bin sein, er mein. Was er will, sey stets mein Ziel. Wunderbar mag Gott es machen; er wird's doch wohl machen! so trübe? Warum dein Herz so schwer? Ist nicht dein Gott die Liebe? dein Helfer nicht der Herr? Den Kummer, der dich quälet, hat er ihn nicht gesandt? Hat nicht dein Loos gewählet des weisen Vaters Hand? 2. Du fühlst den Druck der Leiden, und sich'st die Hülfe nicht, doch- übt bei steten Freuden man auch die schwere Pflicht? Wird in den trüben In besondern Umständen. 444 trüben Tagen nicht fest und stark der Geist, und lernt gelassen tragen, was ihn Gott tragen heißt? 3. Es sey, daß deine Schmerzen kein And'rer mit dir theilt, die Wunde, tief im Herzen, fein Trost der Liebe heilt; es Mel. Jesu, meine Freude u. ſey, daß, die dich liebten, falt 773. Nein, ich will nicht und von ferne steh'n, den den Weinenden, Betrübten in seinem Gram verschmäh'n; 4. Es sey, daß deinen Klagen der Gott der Hülfe schweigt, die Last, schon schwer zu tragen, dich täglich tiefer beugt: es säumet doch die Rechte des Helfers ewig nicht, im Thal der dunkeln Nächte erhebt sich schon dein Licht. 5. Von Todesqual umgeben, denk', wie der Heil'ge rang, dem mattgequälten Leben die letzte Kraft entsank! Und dennoch ließ sein Glaube den großen Vater nicht, und übte tief im Staube der Unterwerfung Pflicht. 6. Und du du willst verzagen? Willst ihm nicht ähnlich seyn? Willst seinen Namen tragen, und klagend ihn entweihn? Der Gott, der ihn vollendet, lebt noch, und ist dein Gott. Wer sich von ihm nicht wendet, den reißt er aus der Noth. - 7. Wirf alle deine Sorgen auf ihn! Er sorgt und wacht; ein schöner, lichter Morgen folgt bald der dunkeln Nacht. Auf kurze Leidenstage folgt Wonne, Preis und Dank; dann wandelt sich die Klage, und wird Triumphgesang. sorgen! Weiß ich denn, ob morgen noch das Licht mir scheint? Der so treu mich führte, immer recht regierté, bleibt mit mir vereint. Geht die Bahn er nur voran, sey sein Weg mir auch verborgen: warum sollt' ich sorgen? 2. Nein, ich will nicht klagen! Sollt' ich denn verzagen, weil der Trost verzich't? Wenn des Herzens Sehnen, wenn die stillen Thränen nur der Vater sieh't! Ungeduld wird oft zur Schuld; was er auflegt, hilft er tragen; sollt' ich denn verzagen? 3. Nein, ich will nicht wäh len! Ach! ich möchte fehlen, leicht getäuscht vom Schein. Schwach an meinen Sinnen, seh' ich im Beginnen nicht den Ausgang ein. Meine Wahl wird oft zur Qual. Mag sein Plan sich mir verhehlen; Gott kann niemals fehlen. 4. Wie viel tausend Sonnen, seinem Licht' entronnen, zeigt er Bahn und Lauf! Aller Wesen Meister, wie viel tau In allerlei Trübsal. tausend Geister blicken zu ihm auf! Allen hat sein weiser Rath Schmerz und Freuden zugemessen; sollt' er mein vergessen? 5. Ihm will ich vertrauen; Glaube führt zum Schauen, Hoffnung stärkt das Herz. Ist der Himmel trübe: Gott bleibt doch die Liebe; Liebe heilt den Schmerz. Was mich drückt, hat sie geschickt. Werd' ich nur in Prüfungsstunden treu bewährt erfunden! 6. Bin ich ganz verlassen, kann der Geist nicht fassen, was der Vater will: halt' ich auch in Schmerzen, mit ergeb'nem Herzen ihm gehorsam still. Was er thut, ist recht und gut; jede Trübsal dieser Erden soll zum Heil mir werden. 7. Sey mir Kampf beschieden; führet doch zum Frieden mich des Sieges Bahn. Der den Tod bezwungen, der den Sieg errungen, kämpfte mir voran. Du, o Held, bezwangst die Welt. Wer dir folgt, kann nicht erliegen; mir auch hilfst du siegen. Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 774. Was soll ich ängſtlich klagen, und in der Noth verzagen? Der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohl 445 seyn fehle. Genug zum Trost, mein Herz, für dich! 2. Was nüßt es, ängstlich sorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer seh'n? Du, Vater meiner Tage, weißt, eh' ich dir's noch sage, mein Leid und auch mein Wohlergeh'n. 3. Auf deine Hand zu schauen, dir kindlich zu vertrauen, das, Herr, ist meine Pflicht. Ich will sie treulich üben, und dich, mein Vater, lieben; denn du verläßt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen flei= deft, und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur, weißt Alles, was mir fehlet. Drum, Seele, was dich quälet, befiehl dem Herrn, und glaube nur. 5. Herr, alle meine Sorgen, die Noth, die oft verborgen an meinem Herzen nagt, werf ich auf dich, den Trenen; du weißt den zu er= freuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thränen, und sich nach Hülfe sehnen, so flag' ich dir's, dem Herrn. Dir, Bater, dir be- 1 fehle ich jeden Wunsch der Seele; du hörst, du hilfst, du segnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon größ'res Heil gegeben, und deinen Sohn geschenkt, du wirst mir Alles schenken, und mir zum Besten len In besondern Umständen. 446 lenken, was mich zu Sorgen reizt und kräuft. im 8. Du leitest, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du mit mir ge= than; kann ich doch deß mich trösten: Du nimmst mich, mich Erlösten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort bei den frommen Scharen, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da bring' ich dir mit Freuden, nach überstand'nem Leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt. köstlich Ding, sich in Geduld zu fassen, und stets sich Gottes Vaterwink getroft zu überlaſſen. Rauh oder eben sey die Bahn; was Gott thut, das ist wohlgethan. Geduld erhält das Leben. Bewahre dich vor Ungeduld; Geduld giebt Muth und Gnade. 2. Verzage nicht, mein Herz, wenn dich ein schweres Lei= den drücket. Klag's deinem Gott, der väterlich dich tröstet und erquicket. Verzeucht er auch; er thut's aus Huld. 3. Erwarte nur die rechte Zeit; du wirst den Vater finden. Er wird voll Lieb' und Freundlichkeit sich stets mit dir verbinden. Er will und wird dein Tröster seyn, und ewig, ewig dich erfreu'n. Ge duld wird nie zu Schanden. 5. Jch, Gott des Trostes! hoff' auf dich; Geduld ist deine Gabe. Mit dieser Gabe segne mich. Wohl mir, wenn ich sie habe! Laß mich in allen Leiden dein, gedul775. Es ist gewiß ein dig, so wie Jesus, ſeyn, und Mel. Herr, wie du willst 2c. dann sein Reich mich erben. wie ein Held. Du wirst nicht 4. Nur streit' und kämpfe, unterliegen; wirst über jede Noth der Welt, wie Jeſus Christus, stegen. Sey standfrönt deine Hoffnung und haft; deines Vaters Huld Geduld mit seines Himmels Krone. Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. 776. Fortgekämpft und fortgerungen, bis zum Lichte durchgedrungen muß es, bange Seele, seyn. Durch die tiefsten Dunkelheiten kann dich Gott zum Ziele leiten; Muth spricht er dem Schwachen ein. 2. Bei der Hand will er dich fassen, scheinst du gleich von In allerlei Trübfal. von ihm verlassen; glaube nur und zweifle nicht. Bete, kämpfe ohne Wanken; bald wirst du voll Freude danken; baldumgiebt dich höh'res Licht. 3. Weg von dieser Welt die Blicke! Schau' nicht seit wärts, nicht zurücke, nur auf Gott und Ewigkeit; nur zu dem Erbarmer wende Aug und Herz und Sinn und Hände, bis er himmlisch dich erfreu't. 4. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht trene Hand. Nie zu kurz ist seine Rechte; wo ist Einer ſeiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? 5. Schließ' dich ein in deine Kammer; geh', und schütte deinen Jammer aus in Gottes Baterherz. Kannst du gleich ihn nicht empfinden, Worte nicht, nicht Thränen finden; klage schweigend deinen Schmerz. 447 ich und nicht wanken; bald werd' ich voll Freude danken; bald umgiebt mich höh'reslicht. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. 6. Kräftig ist dein tiefes Schweigen; Gott wird sich als Vater zeigen; glaube, daß er dich erhört, daß er Schweigende verstehet, daß dein Mittler für dich flehet, und daß Gott sein Fleh'n gewährt! 7. Nun, so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Antlig wagen, mit des Kindes Zuversicht. Kämpfen will 777. Immer müsse, Gott, dein Rath mich und meinen Willen lenken. Du, der mich erschaffen hat, kannſt ja dein Geschöpf nicht fränfen. Wenn du nimmst und wenn du giebst, thust du's nur, weil du mich liebst. 2. Willig folg' ich, Gott will; führst du gleich rauhe Wege. Murren halt' ich still, treffen Denn noch hast du stets ge= mich gleich harte Schläge. than, was mein Heil befördern fann. wie mich Ohne 3. Wahr und heilig ist dein Wort; was du zuſagst, wirst du halten. Dir vertrau' ich immerfort, lasse deine Vorsicht walten. Wer sich deiner Hülfe freu't, schmeckt auch deine Freundlichkeit. 4. Herr, du weißt, was mir gebricht; dich im Himmel laß ich sorgen. O, dein Trost ist Sonnenlicht bei dem allertrübsten Morgen! Harre mit Gelassenheit; endlich kommt die rechte Zeit. 5. Wein' ich oft vergebens hier, trügt mich oft mein irdisch Hoffen: nur Geduld! einst steh't auch mir jenes Buch der Vorsicht offen. Dort jely' In besondern Umständen. 448 Mel. Es tft genug! rc. seh' ich, wie wunderbar deine weise Führung war. 6. Alle Leiden dieser Zeit, 779. Gott ist getren! alle Thränen und Beschwerden sind nicht werth der Herrlichkeit, die dort offenbart soll werden. Herr, du hast, rühm' ich alsdann, Großes stets an mir gethan! Sein Herz, sein Vaterherz ist voller Gütigkeit; Gott ist ge treu bei Wohlseyn und bei Schmerz, in gut und böser Zeit. Laß Erd' und Himmel untergehen; das Wort des Herrn bleibt ewig stehen! Gott ist getreu! 2. Gott ist getreu! Er ist mein bester Freund, dieß weiß, dieß glaub' ich fest, und daß er mich gewiß von feinem Feind zu hart verſuchen läßt. Er wird nie über mein Vermögen auf mich zu schwere Prüfung legen. Gott ist getren! 3. Gott ist getreu! Erthut, was er verheißt; er hält, was er verspricht. Wenn mir sein Wort den Weg zum Leben weist, so wank' und irr' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen; sein Wort der Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getren! 4. Gott ist getreu! Er handelt väterlich bei Allem, was er thut. Schickt seine Hand ein Leiden über mich, auch dann meint er's noch gut. Das Kreuz macht, daß ich auf ihn merke, und giebt zum Kampf mir neue Stärke. Gott ist getreu! 5. Gott ist getren! Mein Herz, was fehlt dir noch, dich stets Mel. O du Liebe meiner Liebe zc. 778. Dulde, Christ, des Lebens Leiden, dich dem Herren ganz zu weih'n. Besser find sie oft, als Freuden und des Glückes Sonnenschein. Ob sie noch so schwer dich drük. ken, sind sie doch für dich Gewinn. Dulden führet zum Entzücken, und der Schmerz zur Bonne hin. 2. Duldend lernst du Gott vertrauen, und die Sel'gen freu'n sich dein; lernest Andere erbauen, und dich selbst dem Himmel weih'n. Wie das Gold bewährt durch's Feuer, wird durch Trübsal auch dein Herz. Besser und von Fehlern freier machet dich des Lebens Schmerz. 3. Flücht'gem Schmerze folgt die Krone, kurzem Kampfe ew'ger Sieg. Zu der treuen Zeugen Krone führet Gott durch Leiden dich. Drum in deinem ganzen Leben hoff' auf ihn, sey fromm und rein. Hast du hier dich Gott ergeben, geh'st du dort zur Ruhe ein. In allerlei Trübfal. 449 stets im Herrn zu freu'n? auch gnadenvoll auf mich. Gott ist getreu! Sey un- Mein Gott, mein Gott, ich verzagt; mag doch die Welt hoff auf dich. Du bist ein voll Falschheit seyn! Bewei- Fels der Deinen. set sie dir Neid und Tücke: auch dieß dient dir zu deinem Glücke. Gott ist getreu! 6. Gott ist getreu! Vergiß, o Seele, nicht, wie zärtlich treu er ist! Gott treu zu seyn, sey deine größte Pflicht, so lang' du denkst und bist. Halt fest an Gott, sey treu im Glauben; laß dir den starken Trost nicht rauben: Mel. Was Gott thut, das 2c. Gott ist getreu! 781. Die Bahn ist rauh, auf der ich hier nach meiner Heimath eile. Wie viel Ge= fahr seh' ich vor mir! Wie droht sie meinem Heile! Gott, wärst du nicht mein Trost und Licht, mein Heil in finstern Tagen, so mußt' ich längst verzagen. 2. Vor dir darf ich mein traurig Herz, Erbarmer, nicht verhehlen; darf meinen Kummer, meinen Schmerz_vertraulich dir erzählen. Dann schaffest du mir Trost und Ruh' aus deiner Gottesfülle; und meine Seel' ist stille. 3. Du lehrest mich den hohen Werth der Trübsal, die ich leide, daß sie mich dir vertrauen lehrt, mich führt zu wahrer Freude. Ich würde dein mich minder freu'n, nur diese Welt begehren, wenn keine Leiden wären. 29 4. Dein Mel. Herr, wie du willst, so zc. 780. Die Hoffnungnaher Ewigkeit, voll reiner Himmelsfreuden, versüßt in dieser Pilgerzeit mir, Vater, alle Leiden. Ich schaue, wenn ich traurig bin, getrost nach deinem Himmel hin, wo feine Pein mir folget. 2. Und selbst die Leiden, die uns hier noch immerfort umgeben, sind Mittel, unser Herz zu dir, Erbarmer, zu erheben; zu dir, der sie zum Besten lenkt, der dann auch huldvoll an uns denkt, wenn wir im Stillen weinen. 4. Soll ich in dieser Lebenszeit noch manche Trübsal leiden, so harr' ich in Gelassenheit auf deines Himmels Freuden. O, die sind einst der Frommen Theil! Dort schau' ich dich, o Gott, mein Heil, und segne jede Thräne. 3. Du, Herr, du siehest unsern Schmerz, und zählest uns're Zähren; du stärkest das gebeugte Herz, und wirst uns Trost gewähren. Du schau'st 450 In besondern Umständen. 4. Dein Wort giebt mir die Zuversicht: Du sorgst für meine Tage; dein Auge schläft und schlummert nicht; du hörest meine Klage; du frönst mich einst, wenn du erscheinst, in deinem Heiligthume mit Wonne, Preis und Ruhme. 5. O, dann wird alle Traurigkeit aus meiner Brust vers schwinden; vergessen werd' ich ganz mein Leid, und nur dein Heil empfinden! Mein Lobgesang, voll Preis und Dank, wird dir zum Wohlgefallen durch deinen Himmel schallen. 6. Mich, den Vollendeten, darf dann nicht mehr die Sünd entweihen; mit Unschuld steh' ich angethan in treuer Knechte Reihen. Und ewiglich erfreu'st du mich, daß ich, der Mensch von Erde, gleich deinen En geln werde. 7. Drum will ich dieses Lebens Schmerz, mein Gott, geduldig tragen; beruhigen soll sich mein Herz, nicht mehr voll Unmuth flagen. Du bist bereit, zur rechten Zeit, o Gott, von allem Bösen mich herrlich zu erlösen. entscheiden? Wer schenkt mir bess're Freuden, als du, Quell aller Seligkeit? 2. Vor dir ist nichts verborgen; wie sollt' ich ängstlich sorgen, da du mein- Bater bist? Du, Herr, gabst mir mein Leben, und wirst mir Alles geben, was mir zum Leben nöthig ist. 3. Wir streben oft nach Dingen, die, wenn wir sie erringen, des Unglücks Quellen sind. Ein Schein, der uns bethöret, und unsern Stolz vermehret, macht uns für wahre Güter blind. 4. Der Hang zu Eitelkeiten wahre Seelenruh'. Wenn wir stört doch zu allen Zeiten die dir unser Leben, o Vater, übergeben, dann fließt dem Herzen Friede zu. 5. Dein Rathschluß sey mein Wille; ich will in heit'rer Stille mich deiner Vors sicht freu'n. Dein ewiges Er barmen, dein Beistand foll mir Armen Zufriedenheit und Reichthum seyn. 6. Laß mich nicht zweifelnd wanken, wenn traurige Ge danken mir deinen Trost entzieh'n. Ich werde nie vergebens zu dir, Herr meines Lebens, mit findlichem VerMel. Nun ruhen alle Wälder ze. 782. Auf deine Weis- trauen flieh'n. heit schauen, Gott, deiner Güte trauen, das schafft Zufriedenheit. Wer kann mein Wohl 7. Erleicht're meine Leiden durch deines Geizes Freuden, durch Muth und Hoffnung mir. Vorbereitung mir. Drückt mich die Last der Schmerzen, dann sprich zu meinem Herzen: Jch, dein Erretter, helfe dir. 8. Was sollt' ich mich betrüben? Den Menschen, die auf den Tod. 451 dich lieben, muß Alles Segen seyn. Ich bin ja dein Erlös ster. Sonst weiß ich keinen Tröster, sonst keinenSchuß, als dich allein. wirbst, fürchte Gott, und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheu'n; lern' auch seiner dich erfreu'n! Mel. Jesus, meine Zuversicht 28 783. Meine Lebenszeit verstreicht, stündlich eil' ich zu dem Grabe; und wie wes nig ist's vielleicht, das ich noch zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod! Säume nicht, denn Eins ist Noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts wird dich im Tod erfreu'n; diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gus tes liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneu't, giebt im Tode Freudigkeit. Mel. Nun laßt uns den Leib zc. 4. Wenn in deiner letzten 784. Wie sicher lebt der Noth Freunde hülflos um dich beben, dann wird über Welt und Tod dich dieß reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht; Gott ist deine Zuversicht. Mensch, der Staub! Sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sey noch fern. 5. Daß du dieses Herz er2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch 29** jei= 6. Ueberwind' ihn durch Vertrau'n. Sprich: ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd' ihn schau'n; er erweckt mich aus dem Stansi Con be Er, der rief: es ist vollbracht, nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein vers senken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken; lehre du mich's jeden Tag, daß ich weiser werden mag. In besondern Umständen. 452 seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und Keiner nimmt den Frrthum wahr. mer Serum 3. Sprich nicht: Ich denk' in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. du 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut; und unsers Lebens fleinster Theil ist eine Frist zu unser'm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht; da bringt Gott Alles an das Licht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut, so sey doch wakfer und bereit! Prüf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist!) 7. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunsch, durch des Erlösers Tod vor Gottes Thron gerecht zu seyn, dieß macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folgt, und sich vom Bösen kehrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, das ist es, was in Christo gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh'; du wirkst sie nicht, Gott wirket sie. Du aber ringe stets nach ihr, als wäre sie ein Werk von dir! 10. Der Ruf des Lebens, das du lebst, dein böchstes Ziel, nach dem du strebst, und deiner Tage Rechenschaft ist: Tugend in des Glaubens Kraft. 11. Ihr alle seine Tage weih'n, heißt eingedenk des Todes seyn; und wachsen in der Heiligung, ist wahre Tod'serinnerung. oder 12. Wie oft vergess' ich diese Pflicht! Herr, geh' mit mir nicht ins Gericht. Drück selbst des Todes Bild in mich, daß ich dir wandle würdiglich. 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o Gott, erforschen mag, ob Liebe, Demuth, Fried' und Treu', die Frucht des Geistes, in ihm sey. sey. 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh', stets meiner Schwachheit widersteh', und sterbend, in des Glaubens Macht, mit Freuden rus: Es ist vollbracht! O Haupt voll Blut zc. 785. Mensch! gedenk an's Ende, daß du nichts Uebles thust; der Tod bringt oft behende zur Stätte, wo du ruh'st. An einem Augenblicke hängt ewig Wohl und Web'; Mel. Vorbereitung auf den Tod. Weh'; drum denke wohl zurücke, wohin dein Leben geh'. 2. O Mensch! gedenk' an's Ende; wer weiß, ob nicht noch heut der Tod sich zu dir wende; drum mache dich bereit, daß du kannst Rechnung geben von dem, was du gethan, damit dein eig'nes Leben dich nicht verflagen kann. 3. Q Mensch! gedenk' an's Ende, stirb stets den Sünden ab; gieb dich in Gottes Hände, und fürchte nicht das Grab. Sey fertig alle Stunden; durch Christum fasse Muth. Stirbst du mit ihm verbunden, so ist dein Ende gut. 453 wenn dein Herz von dem Schmerz deiner Schuld zerrissen wird verzagen müssen! 4. Wenn vor deinem Ange sich jede Sünd' enthüllet; wenn der kleinste Frevel dich ganz mit Grau'n erfüllet, Nichts dich dann stärken kann, keine deiner Freuden: was wirst du dann leiden! 3. Kommt nun, ehe du's gedacht, unter Sündenfreuden deines Lebens letzte Nacht, was wirst du dann leiden, 5. Nah' dem Untergang' wirst du, an des Grabes Stufen, bang' um Trost und Seelenruh', dann vergebens rufen: Rette, Gott, mich vom Tod, rette noch im Sterben mich aus dem Verderben! 6. Noch, noch wandelst du allhter auf des Lebens Pfade; noch ist zur Errettung dir nah' des Ew'gen Gnade. Eil' ihr zu, daß du Ruh' für dein Herz empfindest, und Bergebung findest. Mel. Straf mich nicht in u. 786. Sich'rer Mensch, noch ist es Zeit, aufzusteh'n vom Schlafe! Nah' ist Tod und Ewigkeit, nah' ist Lohn und Gott spricht! Mel. Ach, was soll ich Sünder zc. ſäume nicht, ſeinen Ruf zu 787. Mensch, geschaffen hören, und dich zu bekehren. 2. Noch weckt der Posaunen Schall nicht die Todten alle; noch bebt nicht der Erdenball, nahe seinem Falle; aber bald, bald erschallt Gottes Ruf: Es werde, Mensch, dein Leib zu Erde! aus dem Staube, Mensch, dem Tod geweih't zum Raube, was erhebst du dich im Glück? Sieh dein Bild im Seyn und Werden; Erde bist du, und zur Erden kehrest du zulegt zurück. 2. Wie der Jahre Zahl sich mehret, wie sich deine Kraft verzehret, nimmt des Lebens Faden ab. Gleich dem Schatten, der da weichet, eilt das Leben; 454 Leben; und erreichet ist in kurzer Zeit das Grab. 3. Hartes Loos, das uns gefallen! Hartes Schicksal, das uns Allen die Natur zum Ziel gestellt! Weinend kamst du auf die Erde, kämpfst im Leben mit Beschwerde, und verläßt mit Furcht die Welt. 4. Ist dir denn dieß Lods beschieden: warum suchest du hienieden nur das Eitle, das In besondern Umständen. Mel. Schatz über alle Schäße 2c. 788. In Gottes Rath ergeben, verlass' ich gern die Welt. Ich geh zum bessern Leben, so bald es ihm gefällt. Was wär's, das mich betrübte? Dort schau' ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eh' ich ihn geseh'n. 2. Er ruft zur Zeit der Schmerzen uns voll Erbarmen zu: Kommt her, belad'ne Herzen, zu mir, und findet Ruh'! Dieß Wort aus deinem Munde laß, Herr, auch mich erfreu'n, und in der letzten Stunde mir Geist und Leben seyn. 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu übersteh'n. In gläubigem Entzücken laß meine Seele sel'n, wie du, o Heil der Sünder, einst mit dem Tode rangst, vergeh't? Denke, du auch mußt einst scheiden, und wirst ew'ge Pein erleiden, wenn auf's Fleisch du ausgesä't. 5. Staubbewohner, Mensch von Staube, Mensch, dem Tod geweih't zum Raube, schnell verblüh't des Lebens Glück! Sieh' dein Bild im Seyn und Werden; Erde bist du, und zur Erden kehrest du zuletzt zurück. und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangst. 4. Der frohe Siegsgedanke: Wo ist dein Stachel, Tod? stärk' mich, daß ich nicht wanke in meiner Todesnoth. So ist, ob ich gleich sterbe, doch Sterben mein Gewinn. Ich bin des Himmels Erbe; dein Wort sagt, daß ichy's bin. 5. Du schriebst in's Buch des Lebens auch meinen Namen ein; dein Blut kann nicht vergebens für mich vergossen seyn. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele, der du die Liebe bist.odices Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott zc. 789. Mein Leben steh't in Gottes Hand. Er mach's, wie er mir's heilsam fand! Er zählte mir, so wie mein Haar, Furchtloser Hinblick auf Grab und Tod. 455 Mel. Es ist nun aus mit meinem ze. Haar, schon eh' ich war, auch meines Lebens Stunden dar. 2. Ich nuße mit Zufrieden- 790. Ein Ort der Rub heit die Tage meiner Sterblichkeit. Wie väterlich verfüßt sie Gott! Doch Müh' und Noth sind ihr Gefolg', und dann der Tod! 3. Die Blume pranget, und fällt ab; so blüh't der Mensch, und sinkt in's Grab. Nicht Jugend schüßt, nicht Stand, noch Gold; der Sünde Sold wird ihm, so bald es Gott gewollt. 4. Wer rüstet mich mit 4. Wer rüstet mich mit Muth und Kraft am Ende meiner Pilgerschaft? Wer ist dann mein Beruhiger? Du bist es, Herr, und außer dir ist's Reiner mehr. 5. Du bringst mich, bin ich nun bereit, zum sichern Glück der Ewigkeit, wo man des kurzen Gram's vergißt, wo mancher Christ vor mir schon hingegangen ist. 6. Froh werd' auch ich, wenn's dir gefällt, ein Bürger jener bessern Welt. Den Meinen fag' ich auf dein Wort: Gott, unser Hort, vereint uns bald auf ewig dort. 7. Den Trost, o Jesu, dank ich dir; du brachtest ihn vom Himmel mir. Du hast gesprochen: Ihr seyd mein; auch ihr sollt seyn, wo ich bin, und euch ewig freu'n. ist mir beschieden; da lieg und schlaf ich bald in Frieden, von feinem Uebel mehr erschreckt. Wie wohl ist da dem müden Herzen, wo es, erlöst von Gram und Schmerzen, von kühler Erde wird bedeckt! Drum ohne Grau'n blick ich hinab in's stille Grab. 2. In's Grab zieh't uns die Last der Leiden; in's Grab zich't uns der Strom der Zeiten, auf dem des Lebens Schifflein treibt. Was in der Jahre Lauf entstehet, erlangt ein Ziel, da es vergehet; Nichts blieb, was ward, Nichts wird, was bleibt. So eil', o Zeit, dahin mit mir! Gern folg' ich dir. 3. Ich folg' und weiche Gottes Willen, den schweigend Erd' und Zeit erfüllen; was Gott beschließt, ist stets gerecht. Ein Sterblicher bin ich geboren, vor vielen Wesen doch erforen, zu seyn von göttlichem Geschlecht. Ich preise laut den Allmachtsruf, der mich erschuf. 4. Gott schuf und gab mir dieses Leben; Gott werd' ich's denn auch wiedergeben, zur Stunde, die er mir bestimmt. Mein Schicksal liegt in seinen Händen; er wird mir eine Stunde senden, die Mehr mir giebt, In besondern Umständen. 456 giebt, als sie mir nimmt. Mein Glück reift nicht hier, wo der Christ ein Fremdling iſt. Auf 5. Ich bin ein Fremdling auf der Erde; daß ich des Himmels Bürger werde, so schließet sich mein Prüfungslauf. Nach kurzem Schlummer in dem Grabe wird mir des bessern Lebens Gabe; zum Leben Christi steh' ich auf. Sein Friede schwebt um meine Gruft, bis Gott mich ruft; Mel. Aufersteh'n, ja aufersteh'n ic. 791.Meiner Tage, Gott, sind hier nicht viel; bald, bald bin ich am Ziel. Für Ewigkeiten schufst du mich, nicht für Zeiten, die schnell vergeh'n. 2. Leite mich bei deiner rechten Hand in's wahre Ba terland, daß ich vom Wege mich nicht verirren möge, der dahin führt. 3. Nicht vergeblich sey mein Leben hier; geheiligt sey es dir! Herr, deinen Willen gehorsam zu erfüllen, sey meine Lust. 4. Einst, wenn du mich rufst, laß voll Vertrau'n auf Jesu Tod mich schau'n. Bei meinem Ende nimm, Herr, in deine Hände den frohen Geist. 5. Sanft im Staube rube mein Gebein; dir wird es theuer seyn. Ein neues Leben wirst du dem Geiste geben vor deinem Thron. 6. O, wie wird dir, meine hid Seele, seyn, im neuen Morgenschein! Wie ist das Leben, das Gott, dein Gott wird geben, voll Herrlichkeit! Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 6. Bis ich den Tag des Lebens sehe, bis ich im Licht des Himmels stehe, und Seligkeit mein eigen wird. Nach seines Leidens harter Plage lag schlummernd bis zum dritten Tage im Grabe selbst mein Herr und Hirt; da that sich auf des Todes Thor; er ging hervor. werd' auferstehen; ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Er starb für mich; mir lebet er, und stirbt nicht mehr. 1101 7. Er ging hervor in heit'rer Wonne, wie aus der Nacht die Morgensonne in ihrem Strahlenkleide steigt. Vorüber sind die Jammerstunden, verklärt die Mahle seiner Wunden; die Trauer lieh't, die Klage schweigt. Es wandelt sich der Jünger Leid in Seligkeit. 8. Ich bin den Jüngern beigesellet; drum wird mein Geist vom Glanz erhellet, der um den Auferstand'nen schwebt. Ich hoffe fest, ihn einst zu 792. Ich eite meinem sehen, wenn ich durch ihn Furchtloser Hinblick auf Grab und Tod. Grabe zu; ein Schritt, so bin ich Erde! Ach, meine Zuflucht, Gott, bist du, so oft ich zaghaft werde! Was ist die Zeit, in der ich bin? Sie fähret wie ein Strom dahin, der niemals wiederkehret. 457 6. Jedoch, was fürchten wir die Gruft, als wären wir noch Heiden? Er, der uns von der Erde ruft, führt durch den Tod zu Freuden. Wer glaubt, der lebt und stirbet nicht, ob er gleich stirbt; Tod und Gericht droh'n ihm nicht ew'ge Strafen. 7. Bestegt hat Tod und Grab der Held, er, der für uns gestorben; er hat das Leben hergestellt, die Hoffnung uns erworben, daß so, wie ihn fein Grab mehr deckt, der Christ, aus seinem Grab erweckt, zum Leben auferstehe. 8. So laß nach deinem weisen Rath, Herr, meine Stunde kommen. Du bist's, der selbst den Weg betrat, Beschüßer deiner Frommen! Mit dir, mein Jesu, schlaf' ich ein; auf dich will ich begraben seyn, durch deinen Arm erwachen. 2. Von Allem, das von Jugend an mir Müh' und Schweiß erreget, ist nichts, das mich erretten kann, wenn meine Stunde schläget. Ich sey geehrt, arm oder reich; mich macht der Tod den Undern gleich, die längst die Erde decket. da 3. Ich fühle schon des Todes Macht, die dieses Haus zerstöret, sobald in Finsterniß und Nacht mein Leib zurückgefehret. Ja, ich empfinde die Gewalt, mit der des Todes Keim so bald den Gliederbau zerrüttet! 4. Ach, welch ein grauenvoller Blick! Wir, die noch heute blühen, geh'n morgen in den Staub zurück; wir sterben, und entfliehen. Der Mel. Aufersteh'n, ja aufersteh'n 2c. Mensch, der hier so viel bez 793. Was wird's seyn, saß, verwelket wie ein leich tes Gras auf Bergen, eh' es reifet. 5. Ein Sarg verschließt den Ueberrest von modernden Gebeinen, und sein zerstörtes Haus verläßt der Geist, da zu erscheinen, wo ihm des Ewigen Gericht ein unparteiisch Urtheil spricht, be lohnet, oder strafet. wenn einst, o ew'ges Licht, dein großer Tag anbricht! Die hohe Wonne beim ersten Strahl der Sonne gleicht ihm doch nicht! 2. Du durchstrahl'st die Himmel weit und breit in Unermeßlichkeit; und zu uns Allen wird deine Klarheit wallen in Ewigkeit. 3. Mach' 458 3. Mach' mich werth, vor deinem Thron zu steh'n, und dich im Licht zu seh'n! Ich will dir fröhlich, schon hier in Hoffnung selig, entgegen geh'n! In besondern Umständen. 5. Und mag auch, in des Grabes Nähe, mir die Verwesung furchtbar dräu'n: du, Herr, auf den ich hof fend sehe, du wirst auch dann mein Beistand seyn. So nah' dem Lohn, den Gott Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. 794. Ich will dich noch verspricht, so nah am Ziel verzag' ich nicht. im Tod erheben, Herr, noch am Grabe dank' ich dir. Zum Segen gabst du mir das Le ben, und auch zum Segen nimmst du's mir. Wohl mir! Ich sucht es dir zu weih'n; drum bleib' ich auch im Tode dein. 6. Ich will dich noch im Tod erheben, Herr, noch am Grabe preis ich dich; denn ewig werd' ich bei dir leben, und ewig freu' ich deiner mich. Durch dich ist Sterben mir Gewinn; wohl mir, daß ich erlöset bin! 2. Gott, welche feierliche Stunden, wenn du mich nun der Erd' entzieh'st; auf mich, den du erfunden, mit Melt. Mir nach, spricht Chriftus z. schonender Erbarmung siehst! 795. Herr, du bist meine Allmächtiger, in dein Gericht geb'st du mit mir Erlösten nicht. ich folge dir; zum Leben wird dein Tod auch mir. 3. Der Leib wird schwach; die morsche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; ich eile hier mit jedem Schritte entgegen einer bessern Welt; ich bin getroft und zitt're nicht; denn Gott ist meine Zuversicht. en 4. Wie sollt' ich vor dem Tode beben, da du, Erlöser, für mich starbst? Er ist durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbst. Du gingst voran; Zuversicht! Du lebst; auch ich soll leben. Du wirst mir, was dein Wort verspricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein Jünger kommt nicht in's Gericht! Dieß stärket meine Zuversicht. 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, den Samen auszustreuen; dort wird der herrlichte Gewinn der Ernte mich erfreuen. Ich leide; doch verzag' ich nicht; denn du bist meine Zuversicht. 3. Hier trag' ich deine sanfte Last, und fühle meine Würde; hält auch die Welt, die fie Furchtloser Hinblick fle nicht faßt, fie für die schwerste Bürde. Den Frevler trifft einst dein Gericht; und dann siegt meine Zuversicht. 4. Sink immerhin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Nur hier bin ich des Todes Raub; dort werd' ich ewig leben. Wie bell ist dieses Trostes Licht! Wie sicher meine Zuversicht! 5. Herr, diesen Segen dank ich dir. Du lebst, auch ich soll leben. Du gingst aus deinem Grabe, mir Unsterblichkeit zu geben. Ich glaub' es dir, und zweifle nicht; dein Wort ist meine Zuvers sicht. auf Grab und Tod. 459 wann ich sterben soll, Allwissender, das weißt du wohl. 2. Ben hab' ich sonst, als dich allein, der mich in meiner letzten Bein mit Troste kann beleben? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn ich von dem, was ich gethan, nun Rechenschaft soll geben? Wer schafft der trüben Seele Licht? Thust du es, o mein Heiland, nicht? 3. Mich dünft, schon lieg' ich kraftlos da, dem letzten Augenblicke nah', von Todesangst befallen. Der Sinne Kräfte lassen nach, Gehör und Augen werden schwach, und kaum kann ich noch lallen; doch des Gewissens Stimme spricht noch laut genug: Gott hält Gericht! 4. Schon hör' ich der Posaune Ton; ich sehe meinen Richter schon, vor ihm die In seiner Völker stehen. Hand ist Heil und Fluch; unwiderruflich ist sein Spruch; ihn hintertreibt fein Flehen. Nur seiner Frommen Loos ist Heil; Verdammniß bleibt der Sünder Theil. 6. In diesem Glauben stärke mich. Laß mich den Trost empfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod kann überwinden. Grab und Verwesung schreckt mich nicht; denn du bist meine Zuver sicht. Mel. Ewigkeit, du Donnerw. 2C. 796. Ich bin, o Herr, in deiner Macht; du hast mich an das Licht gebracht, und du erhältst mein Leben. Du kennest meiner Tage Zahl, weißt, wann ich Sterblicher einmal der Welt muß Abschied geben. We, wie und 5. Nicht Stand und macht erretten dann; umsonst beut sich ein Bruder an, den andern zu erlösen. Nach dem, was Jeder hier gethan, wird Jeder dort den Lohn empfah'n; kein Schein hilft dann den Bösen. Verschwendern ihrer 460 ihrer Gnadenzeit folgt Unglück in der Ewigkeit. 6. Drum fleh' ich, Herr, mein Heiland, dir: Erleuchte mich; die Sünde hier zu fliehen, Kraft verleihe! Erhalte mich im Guten tren, daß ich, vom Joch der Sünde frei, mich deinem Dienste weihe, So geh' ich voller Zuversicht hier in den Tod, dort vox Gericht! he 7. O Menschenfreund, dein theures Blut floß auch für mich, dieß giebt mir Muth, der ich dir angehöre. Doch fällt in meiner Todespein mir noch ein banger Zweifel ein, so hilf mir, die zur Ehre, und nimm dich meiner huldreich an. Du bist's, der In besondern Umständen. 2. Jch, meines Glaubens mir bewußt durch deines Geistes Gabe, weiß, daß ich meine höchste Lust an dir, mein Heiland, habe; weiß, daß du meiner Sünden Last von mir auf dich genommen hast, damit ich selig würde. 3. Erhalte mir, o Jesu Christ, den tröstlichen Gedan ken, und laß, weil du mein Mittler bist, nie meinen Glauben wanfen. Bewahre meine Seel, o Gott, in deiner Gnade, bis der Tod mich hin, sum Himmel führet. 4. Dann geb' ich meine Schwache stärken kann. Seele dir in deine Vater8. Ja, ja, ich werd', o Herr, mein Heil, an deiner Wonne nehmen Theil, dir nach zum Himmel steigen! Nun steg' ich über Angst und Noth, nun mögen sich mir Höll' und Tod mit ihren Schrecken zeigen! So lang' ich lebte, war ich dein; dein werd' ich auch im Tode seyn. Mein Ende steht allein bei dir! die Stunde, Herr, verbirgst du mir, da ich die Welt verlasse. ich weiß gar wohl, daß ich einmal muß sterben. Nur weiß ich das nicht, wann ich soll, und wie ich werde sterben. hände. Erhalt die Kraft zu denken mir, ist's möglich, bis an's Ende; daß voll Gedanfen, Gott, an dich, die bald erlöste Seele sich von ihrem Leibe trenne. 5. Soll ich gewaltsam, o mein Gott, schnell, oder angstvoll sterben: so führe mich nur jeder Tod zu deines Reiches Erben. Herr, hilf mir, daß ich allezeit zur Rechenschaft vor dir bereit und hei Mel. Wenn mein Stündlein 20. 797. Herr Jesu Christ, lig sterben könne. 6. Empfind' ich keine Freudigkeit, entweicht in großen Schmerzen die Stille der Gelassenheit aus meinem bangen Furchtloser Hinblick gen Herzen so rechne mir, mein Gott, nicht zu, was ich Unrechtes red' und thu'; verzeih' der Schwachheit Fehler. 7. Nimm auch verborg'ne Seufzer an; laß, wenn mein Herz nicht beten, wenn mein Verstand nicht denken kann, mich deinen Sohn vertreten. Geh' ich zu deinem Himmel ein, werd' ich mich meines Endes freu'n; es komm' auch, wie es wolle. 8. Damit ich's könne, laß mich, Herr, stets heiliger auf Erden, in guten Werken fertiger, dir immer treuer werden. Geheiligt müss' ich dir nur seyn; dann bin ich, Gott, mein Vater, dein im Leben und im Tode. 9. So kann ich freudig, wo ich bin, mich deiner Huld ergeben. Sterb' ich: der Tod ist mein Gewinn; denn Christus ist mein Leben. Er wird gewiß zu seiner Zeit auch meinen Leib zur Herrlichkeit der bessern Welt verkläreu. 3 450 min Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott ze. auf Grab und Tod. 461 segten Frist auch unser Lauf vollendet ist, so bilf uns in der Todesnoth, Herr, unser Gott! Ein sanfter Schlafwerd? uns der Tod. 798. Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit. In deiner Hand steh't uns're Zeit. Du hast der ganzen Menschenschar ihr Todesjahr bestimmt, als keine Zeit noch war. 2. Wenn nun zu der ge-. 3. Nimm nach vollbrachtem Lebenslauf in deine ew'ge Ruh' uns auf. uns auf. Verwirf, wenn unser Auge bricht, verwirf uns nicht, o Herr, von deinem Angesicht. 4. Drückt uns der Krankheit herber Schmerz, so stärke das beklemmte Herz; verleih uns in der Schmerzen Wuth den starken Muth, der still in deiner Fügung ruh't. 5. Gieb Hoffnung zu der ew'gen Ruh'; in unsern Herzen wirke du, Geist Gottes, daß wir gläubig trau'n, und ohne Gran'n hin in die Nacht des Todes schau'n. 16. Hilf uns'rer Schwachheit, Geist des Herrn; zeig' uns den Himmel dann von fern. Laß uns, wenn wir zum Vater fleh'n, getröstet sety'n, wie der uns liebt, zu dem wir geh'n. E 7. Ach, Gnad' ergehe dann für Recht! Denn von dem menschlichen Geschlecht ist auch der Heiligste nicht rein. Wer könnte dein, Gott, ohne deine Gnade seyn? d, d 8. Sie sey uns überschwenglich naby, ist uns're letzte Stunde da. Wenn unser sterbend Auge bricht, leit uns dein Licht. In besondern Umständen. 462 Licht. So fehlt uns Trost im Tode nicht! Met. Schatz über alle Schäße ze. 799. Die auf der Erde wallen, die Sterblichen, sind Staub. Sie blühen auf, und fallen, des Todes sich'rer Raub. Verborgen ist die Stunde, da Gottes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt näher uns der Gruft. 2. Getrost geh'n Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn, zu der verstockte Sünder vers zweiflungsvoll sich nah'n, wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, vor dir, des Frommen Retter, er zittert und verzagt. 3. Wenn, diese Bahn zu gehen, dein Wille mir gebeut; wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit; wenn meine Kräfte beben, und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o, dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in solcher Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst. Und wenn des Kampfes Ende gewaltiger mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erlöset hast. 5. Des Himmels hohe Freuden ermißt kein sterblich Herz. O Trost für kurze Leiden, für kurzen Todesschmerz! Dem Sündenüberwinder sey ewig Preis und Dank! Preis ihm, der auch für Sünder den Keld des Todes tranf! 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Himmel weih'n; die aufgelöst zu werden, mit heil'ger Furcht sich freu'n! Bereit, es hin zu geben, wenn Gott, ihr Gott, gebeut, geh'n sie getrost durch's Leben zum Licht der Ewigkeit. Mel. Ewigkeit, duDonnerw. z. 800. Wenn, Jesu, meine Pilgerzeit nun ganz durchlebt ist, und der Streit des Glaubens ausgestritten; wenn faum mein sterbendHerz mehr spricht, dann komm', o Heiland; schweige nicht zu meinen letzten Bitten. Erhöre mich, wenn mein Gebet um Trost zu dir, um Gnade fleh't. 2. Wenn mich kein Freund mehr trösten kann, und doch mein Herz erbebt: o dann, dann sprich: Dir ist vergeben. Und wenn des Todes Schref= ken mich ergreifen, o mein Heiland, sprich: Nicht sterben sollst du, leben! Ein Wort von dir nur, und mir g'nügt; des Todes Schrecken sind besiegt. 3. Nicht sev mir dann dein Angesicht wie Missethätern im Gericht; Erbarmen, nicht Ver derben! Nicht sterben laß mich, Herr, Furchtloser Hinblick Herr, wie die, die dich verwarfen, die sich nie bereiteten, zu sterben. Ach, furchtbar, furchtbar ist der Tod, der ewige Verwerfung droh't! Met. Alle Menschen müssen ze. 4. Und sterben, sterben wird den Tod, der Verwerfung droh't, wer, Herr, dein 801, Noch bin ich dein Heil nicht achtet. Wer nicht durch deine Gnade rein von Sünden ist, und dein zu seyn, sich weigert, dich verachtet; ach, den ergreift der Tod, der Tod, der ewige Verwerfung drob't! 5. Er drohe! Jesu, der ist frei, wer dir geweih't ist, dir getreu; ihm ist er feine Strafe. Gelobet sey der Herr, mein Licht in jener Nacht! Sie schreckt mich nicht; mir wird der Tod zum Schlafe. Es ist ein finst'rer Weg; doch mir ein Weg zum Leben und zu dir. 6. Gelobet sey der Herr, mein Schild, der mich mit Frendigkeit erfüllt, mit Freudigkeit, zu sterben! Ich glaub' an ihn, und bin gewiß, er führt mich aus der Finsterniß zu seines Reiches Erben. O, welchen Jubel stimm' ich dann dem Todesüberwinder an! auf Grab und Tod. 463 det Ruh'; ich will euch nun vollenden." Erquicke sie, und nach dem Streit erhöhe sie zur Seligkeit. 7. Gieb deinen Frommen, Jesu, Kraft, den schwersten Schritt der Pilgerschaft mit Freudigkeit zu enden. Ach ruf den bangen Seelen zu: ,, Kommt her zu mir und finGast, o Erde! Gott mehrt meiner Tage Zahl. Daß ich reif zum Himmel werde, läßt er prüfend mir die Wahl, Böses oder Gut's zu wählen; doch, werd' ich viel Jahre zählen? Oder ruft ein naher Tod mich zu banger Sterbensnoth? 2. Herr, du weißt's; du hast die Tage meines Lebens schon gezählt. Ihre Frenden, ihre Plage sieh't dein Auge, das nie fehlt. Ehe du mich hier auf Erden ließest einen Pilgerwerden, da schon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, o weiser Gott. 3. Ginst, wenn es dein Wille fodert, wird mein reger Leib zu Staub, und die Gluth, die in mir lodert, wird des falten Todes Raub. So wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken; Kraft und Odem nehmen ab, und den Leichnam nimmt das Grab. 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab, in deine Todesnacht; dennoch triumphirt mein Glaube, ruf' ich einst 404 602 In besondern Umständen.bug einst: Es ist vollbracht! Denn den herrlich lohnet, nie ge zu himmlischen Geschäften denk' ich ernstlich dein, ohne schmückt mich Gott mit neuen deiner mich zu freu'n. Kräften; und von Schmerz und Sterblichkeit bin ich ewig dann befreit. 3. Er, dein König, der mich hier auf der Bahn des Friedens leitet, er, mein Hei land hat in dir meine Stätte mir bereitet; und an deinem ew'gen Heil hat auch meine Seele Theil. 5. Hör, o Seele, einst mit Freuden jenen Ruf: Das Grab ist da! Denn das Ende deiner Leiden ist mit ihm zu gleich dir nah'. Er, der deinen Tod bezwungen, hat das Leben dir errungen. Durch den Weg der Sterblichkeit führt er dich zur Ewigkeit. 6. Stärke mich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst, und an Gottes Gnadenbunde ew'gen Antheil mir erwarbst. Laß mich Tod und Grab nicht scheuen, laß vielmehr mich darauf freuen; und nach treu vollbrachtem in der Nähe, die du kommst, meiner Heimfahrt, sehe; wenn mich zu befrei'n, Stunde Lauf nimm mich in den Him- den Leib des Grabes Gruft, und den Geist sein Schöpfer ruft! mel auf. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 802. Hier ist nur mein Prüfungsstand; hier ist nicht mein bleibend Erbe. Dort, dort ist mein Vaterland; das erreich' ich, wenn ich sterbe. Preis und Dank für meinen Tod bring' ich dir, o Herr, mein Gott! 2. Gottes Stadt, die droben ist, wo der Unsichtbare wohnet, wo mein Mittler, Jesus Christ, seinen Freun4. Nahe sey mir, oder fern dieses Heil, das ich verlange; ringen will ich, daß vom Herrn ich mein Erbtheit zet dann mein Geist: Bande auch empfange. Freudig seufder Natur, zerreißt! 5. O, wie wohl wird dann mir seyn, wenn ich dich einst 6. Todesschrecken, ihr sollt dann meinen Glauben nicht erschüttern. Nur der Uebertreter kann froh nicht sterben; er muß zittern. Gottes Kinder zittern nicht; denn sie dringen durch's Gericht. 7. Daß ich dieſe Freudigkeit einst in meinem Tod empsinde, mache siegreich mich im Streit, Jesu, wider Welt und Sünde. Stärke mich im Kampf und Lauf; nimm mich endlich gnädig auf! 803. Rein Furchtloser Hinblick auf Grab und Tod. 803. Kein Stündlein geh't dahin, es liegt mir in dem Sinn, und wandelt mit mir, wo ich bin, daß mich der Tod wird setzen in die lezte Noth. Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 2. Hier ist kein Aufenthalt, der Tod mit Allgewalt er greift und fesselt Jung und Alt. Er reißt uns fort aus unsern Würden, Stand und Ort. Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 3. Kein Rath, kein Geld und Gut, kein fühner Heldens muth, kein Arzt hilft vordes Todes Wuth; in aller Welt ist Nichts, das endlich mich erhält. Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 4. O, welche Angst und Pein, bricht nun der Tod herein, Gott, welche Nacht wird um mich seyn! Auf öder Bahn, wer nimmt, wer nimmt sich meiner an? Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 465 wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein 5. Wenn Freundesstimme schweigt, wenn jeder Trug entweicht, mein eigen Herz vor Schuld sich beugt, und wider mich dann Alles tritt, wer rettet mich? Ach Gott, Licht. 6. Wenn mir vor großer Qual im dunkeln Schreckensthal die Sinn' ersterben allzumal, mein Herr und Hort, wer fasset selbst mein stum= mes Wort? Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 7. Erbarmer, du allein sollst mir in Todespein mein Helfer und mein Führer seyn. Auf dich will ich die Welt verlassen williglich. Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 8. Erbarmer, nimm mich auf! zu dir bfick' ich hinauf, wenn ich vollendet meinen Lauf. Ich fleh' zu dir, so lang' ein Odem ist in mir. Ach Gott, wenn Herz und Auge bricht, so bleibe du mein Trost, mein Licht. 804. Mit Fried' und Frenden fahr' ich hin nach Gottes Willen; er, dem ich lebe, deß ich bin, wird er füllen, was er gnädig mir verhieß. Der Tod ist mir ein Schlummer. 2. Erbarmend sprach der Herr zu mir: Dir ist vergeben! Mein Heil, mein Frie30 de do In besondern Umständen. 466 de sey mit dir; du sollst le ben! Fürchte Nichts; denn du bist mein; ich habe dich erlöset. 3. Dieß ist mein Trost; ich bin erlöst und Gottes Erbe. Ich weiß, daß er mich nicht verstößt, wenn ich sterbe. Fürst der Schrecken, dich, o Tod, dich hat sein Arm entwaffnet! 4. Er ist mein Fels; auf ihn allein will ich vertrauen. Ich sehne mich, bei ihm zu seyn, ihn zu schauen; meine Seele dürstet lang', den Herrn dort anzubeten. 5. Im letzten Schlummer soll der Tod mich nur ent= kleiden. Dann komm, o Tag, bestimmt von Gott; Tag der Freuden! Ganz unsterblich, wonnevoll sink' ich dann vor ihm nieder. # 3 wunderst deines Gottes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 3. Dann, Seele, wirst du das verstehen, was dir kein Sterblicher erklärt, was hier vollkommen einzusehen der Weiseste umsonst begehrt; dann täuscht dich Wahn und Irrthum nicht, und selbst die Finsterniß wird Licht. 4. Dann wirst du den, ach, den erblicken, den hier allein der Glaube sieh't; ihn, der, dich ewig zu beglücken, nach Gottes Rath am Kreuz verschied. Dann jauchze, daß kein Wahn, fein Spott dich hier getrennt von deinem Gott! 5. Wenn nun der Tag des Herrn erscheinet, verläßt dein Leib der Gräber Ruh'; zum zweiten Mal mit dir vereinet, wird er unsterblich, so wie du Seele, zittre länger nicht, daß deiner Hütte Bau Mel. Wer weiß, wie nahe mir ze. 805. Warum erbebst zerbricht! du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich umschließt einst ſeine 806. Es ist genug! So Höhle; nur deine Hütte sinkt hinab. Sie schuf der Allmacht Wink aus Staub; drum wird sie der Verwesung nimm, Herr! meinen Geist zu Zions Geistern hin; lös' auf das Band, das nun allmälig reißt; befreie diesen Sinn, der sich nach seinem Gotte sehnet, der täglich klagt und nächtlich thränet: Es ist genug! Raub. 2. Du, zur Unsterblichkeit erlesen, schwingst dich empor zu Gottes Licht, und schau'st den Ursprung aller Wesen von Angesicht zu Angesicht; be2. Es ist genug des Jammers, der mich beugt; ach, wie Furchtloser Hinblick auf Grab und Tod. 467 Herrn! Vollbracht ist dann mein Lauf. Ich trete zu dem Throne, und Gott seßt mic die Krone der Ueberwinder auf. wie verberg' ich's dir? Oft war ich mehr der Welt, als dir geneigt; viel Böses wohnt in mir. Ich irr' und wank' auf meinem Pfade; wann kommt das Ziel? Wann ruft die Gnade: Es ist genug? 3. Es ist genug des Kreuzes, das nun fast den Träger wund gemacht. Wie schwer, o Gott! wie hart ist diese Last! Ich nezze manche Nacht die Lagerstatt mit heißen Thränen; wie lang', wie lang' muß ich mich sehnen! Wann ist's genug? 4. Es ist genug! Wenn nur mein Heiland will; er fennet ja mein Herz. Ich harre sein, und halt' indessen still, bis er mir allen Schmerz, der meine sieche Brust zernaget, besänftigt hat, und zu mir saget: Es ist genug! 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so hilf, so bilf mir aus! Mein Helfer fommt; nun, gute Nacht, o Welt! ich geh' in's Baterhaus. Ich fahre sicher hin in Frieden; mein großer Jammer bleibt hienieden. Es ist genug! 2. Für seines Reiches Erben hat Jesus mich erklärt. Was fürcht' ich mich zu sterben, wie er mich sterben lehrt? Mir ist der Tod Gewinn. Daß ich ganz selig werde, entschwing' ich mich der Erde, und geh' zum Himmel hin. 3. Nicht mich, nur meine Bürde verschließt die finst're Gruft; mich hebt zu höh'rer Würde mein Vater, der mich ruft. Er ruft mich durch den Tod. Der Tod reißt meine Glieder, den trägen Leib darnieder; mich selbst führt er zu Gott. 4. Jch, der Gefahr entronnen, geh' aus dem Kampf hervor; hoch über alle Sonnen hebt mich mein Glaub' empor. Da tret' ich in die Reih'n der Engel, meiner Brüder; in ihre hohen Lieder stimm' ich mit Jauchzen ein. 5. Gott schau't von seinem Throne mit Huld auf mich herab, dem er in seinem Sohne das Recht der Kindschaft gab. In seiner Ewigkeit wird er mit größern Freuden die Mel. Von Gott will ich nicht ze. 807. Der letzte meiner Auserwählten weiden, die hier sich ihm geweih't. Tage ist mir vielleicht nicht fern. O, dann wird meine Klage ein Lobgesang dem 6. Die Leiber seiner Frommen sind Saat, von ihm ge30* sä't; 468 od In besondern Umständen. fä't; die Freudenzeit wird kommen, da reif die Ernte stelyt. Dann wird der Erntetag ein neues ew'ges Leben auch meinem Staube geben, der tief im Tode lag. 7. Mit dir steh' ich im Bunde, Herr, meines Lebens Fürst, der du mir einst die Stunde des Todes senden wirst. Erhalt' mich stets bereit im Glauben deiner Frommen, bis einst die Zeit wird kommen, die mich und sie befreit. 8. Dann geh' ich, frei von Kummer, des Todes dunkle Bahn; mir bricht nach furzem Schlummer ein ew'ger Morgen an. Heil mir! Er ist nicht fern, der letzte meiner Tage; er kommt, und alle Klage wird Lobgesang dem Herrn. 4. Dort bei ihm ist wah res Leben. Millionen stehen schon, ihren Retter zu erheben, selig da vor seinem Thron! Hohe Himmelsgeister ringen, mitanbetend ihm zu singen, der des Ruhm's so würdig ist, dem Erbarmer, Jesu Christ. 5. Alle, die ihm nachge wandelt, seh'n des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schau'n verwandelt, und in 808. Alle Menschenmüs. Bonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Krone nieder vor dem Herrn, und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. sen sterben, ihre Herrlichkeit verblüh't; und wer kann den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht sieh't? Staubwird dieser Leib von Erde; doch, damit er himmlisch werde, wird er einst von Gott erneu't, und zieh't an Unsterblichkeit. Prüfungswelt. Jesus tilget meine Sünden, stärkt mich, hilft mir überwinden; anch in meiner letzten Noth rettet mich sein Blut und Tod. 3. Kann der Tod mich ihm entreißen? Mein ist er, und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheißen; sein soll ich mich ewig freu'n. Ja, mir soll's durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu steh'n, seine Herrlichkeit zu seh'n. 2. Wollt ich länger hier verweilen, als es meinem Gott gefällt? Seinem Reiche zuzneilen, laß ich gern die 6. Baterland verklärter Frommen! Heil, Unsterblichkeit und Ruh, was fein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewährest du! Freudenernten schenkt Gott denen, die erst hier gefä't mit Thränen; alle Thränen trocknet er, Sünd' und Elend sind nicht mehr. 7. Ich Furchtloser Hinblick 7. Ich entbrenne von Verlangen, was ich glaub', im Licht zu seh'n, jene Krone zu empfangen; bald erhöret Gott mein Fleh'n. Diese Hütte, die zerstäube! Jch, ich weiß, an wen ich gläube. Mir ist Sterben nur Gewinn; denn zum Vater geh' ich hin. 8. Welche auf Grab und Tod. 469 4. Dann ist nicht Sünde mehr, noch Tod, nicht Schmerz noch Leiden; dann lohnen dieses Lebens Noth Himmelsfrenden. Hallelujah! denn durch dich ist mir der Tod ein Schlummer.ind Mel. Wer weiß, wie nahe mir ze. das zu wissen! Dieser großen Hoff- 810. Mein Gott, ich nung voll, zag' ich nicht in Kümmernissen, die ich hier noch dulden soll. Leicht und kurz sind diese Leiden; sie verwandeln sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug, bis Gott spricht: Es ist genug! weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein Mensch, der bald vergeh't, und finde hier kein solches Erbe, das unveränderlich besteh't. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. Mel. Mit Fried' und Freuden 26. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe. Kein Augenblick geh't sicher hin. 809. Mir schauert nicht Das Erdgefäß wird leicht zur vor dir, o Gruft, o Todesstille! Ich bin getrost, wenn nun mich ruft, Gott, dein Wille. Durch dein gnaden volles Wort ist mir der Tod ein Schlummer. Scherbe! Die Blume fann so schnell verblüh'n! Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 2. Jhm, der für uns erwürget ist, sey Preis und Ehre! Dir, unserm Retter, Jesu Christ, Preis und Ehre! Dein ist's, daß wir ohne Furcht den Pfad des Todes wandeln. 3. Wir kommen nicht in dein Gericht, die an dich gläuben; du läsfest uns im Grabe nicht ewig bleiben. Hallelujah! denn du wirst zum Leben uns erwecken. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, weil auch der Tod viel Wege hält. Dem Einen wird das Scheiden herbe; sanft geh't ein And'rer aus der Welt. Doch, wie du willst; gieb, daß da bei mein Ende gut und selig sey. 4 Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch wenn ich nur den Troſt erwerbe, daß mich dein Ruf zum 470 zum Leben weckt: so nehm' ich jedes Kämmerlein; die Erd' ist allenthalben dein. 5. Drum, liebster Gott, wenn ich nun sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir. Bin ich durch deinen Sohn dein Erbe, und hab' ich ihn im Glauben hier: so gilt mir's gleich, so geh't mir's wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. i mnd i Mel. Schatz über alle Schäße zc. In besondern Umständen. deng nieder legt' in des Grabes Schooß. 60 4. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben im Wechsel dieser Zeit? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten seyn; wer nicht hat wohlgerungen, geh't nicht zum Himmel ein. 5. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt; doch denk' ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandle meine Straße, die 811. Ich bin ein Gast zu der Heimath führt, da mich ohn' alle Maße mein Vater trösten wird. auf Erden, und hab' hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden; da ist mein Vaterland. Hier wall' ich nach dem Grabe; dort in der ew'gen Ruh' ist Gottes Gnadengabe; die schleußt all' Arbeit zu. 6. Zu dem steh't mein Verlangen, zu dem wollt' ich gern hin; die Welt bin ich durch gangen, daß ich's fast müde bin. O, komm' und mach ein Ende, Herr, meiner Wanderschaft, und was mich drückt, das wende durch deines Armes Kraft. Han 2. Was ist mein ganzes Wesen, von meiner Jugend an, als Müh' und Noth gewesen? So lang' ich denken kann, hab' ich so manchen Morgen, so manche lange Nacht, mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. So ging's den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt an gutem Nath; ste zogen hin und wieder; ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie 7. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret' ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg' ich Alles ab, und wenn ich ausgehauchet, bedecket mich das Grab. 8. Du aber, meine Freude, du, meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, in's Haus der ew'gen Wonne, da ich andre Der Christ im Sterben.dd 471 # ich stets freudenvoll, gleich wie die helle Sonne, mit Christo leuchten soll. nen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun, und, frei von schnöden Dingen, in meinem Erbtheil ruh'n. 9. Da will ich ewig wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit KroMel. Wachet auf! ruft uns ac. Throne der Majestät? Wem soll die Krone? Schon streckt 812. Softanna! Gott erscheinet! Nun hat mein Auge g'nug geweinet; der Himmel öffnet sich vor mir. Gottes Engel steigen nieder; bald werd' ich nun, verklärte Brüder, das Antlig Gottes schau'n, wie ihr. Wie? ist mein Leben schon, der kurze Traum, entfloh'n? Und nun ewig soll Met. Wachet auf! ruft uns sc. ich mich nach ihr die Hand sich aus. Wie wird mir? Bleich, entstellt sinkt unter mir die Welt! Und schon seh' ich von Angesicht zu Angesicht in deinem Licht, o Gott, das Licht. ( 813.) und Vollender, ja, dein Reich ist 814. Gott sey mit dir! mein! 2. Welt und Hölle sind bezwungen; ich habe nun das Heil errungen, das deine müden Streiter frönt. Matt vom schweren Pilgerstabe, sehnt' ich mich oft nach meinem Grabe, wie sich nach Ruh' ein Wand'rer sehnt. Preis und Halle lujah! Es ist, es ist nun da! Von der Hütte der Sterblich keit werd' ich befreit; sie fällt in Staub auf kurze Zeit. Amen! Amen! Entschlaf' in jenem großen Namen, den Erd' und Himmel tief verehrt! Sieh', an deiner Laufbahn Ende nimmt Gott in seine Baterhände die Seele, die ihm angehört. Hör', o erlöster Geist, der bald am Thron ihn preist: Jesus Christus hat dich versöhnt; von ihm gefrönt, empfängst du nun des Glaubens Lohn. 3. Gott, mein Heil und mein Vertrauen, will sie einst herrlich wieder bauen; dann wird sie ein unsterblich Haus. Wer, ach, wer winkt mir vom 2. Welcher Glanz wird dich umfangen, ist dir der Tag nun aufgegangen zum Leben nach der Todesnacht! Sey gesegnet! Amen! Amen! Entschlaf' in Jesu Christi Namen. Er 472 In besondern Umständen. Andenken an Verstorbene. Er starb für dich und hat's vollbracht. Ach, Mehr als du versteh'st und weinend von ihm fleh'st, wird er geben. Er hat's vollbracht; die dunkle Nacht des Todes und der Sünde flieh't. 3. Nimm den letzten Trost und Segen: du eilest zwar dem Grab entgegen; doch zage Mel. Herzlich lieb hab' ich dich sc. ( Auf Gräbern. Auch anderwärts.) hip 816. Wir wallen hier ( hin) zu eurer Gruft, ihr Todten, die die Liebe ruft um-= sonst aus euerm Schlummer! O schlafet, schlafet immerhin; verschlaft mit sorgenlosem Sinn, verschlafet Noth und Kummer! Es hat gelitten euer Herz so manche Noth, so manchen Schmerz, hat sich gekämpfet müd' und matt; jetzt hat es seine Ruhestatt. Ihr ruhet jetzt in Gottes Hut, in Gottes Hut; da ruh't sichy's gut, da ruh't sich's gut! 2. Wir weckten gern; doch schweig', o Herz! und dulde lieber deinen Schmerz, und blick' hinauf zur Höhe! Die du hier suchest, sind nicht hier; was sie dir waren, sind sie die noch jetzt in Jesu Nähe. DasLeibliche war fallend Laub, das Geistige ward nicht zu deine Seele nicht! Irdisch werden wir dich säen; doch himmlisch wirst du auferstehen, und schauen deines Gottes Licht! Geh' ein zu deiner Ruh'! Du geh'st dem Vater zu, der dich liebet. Nach kurzer Ruh', Entschlaf'ner du, wirst duzum Leben aufersteh'n. ( 815.) S18 Staub; das bleibet über Grab und Zeit dir noch in alle Ewigkeit. Das Göttliche vermodert nicht, vermodert nicht, wenn auch die morsche Hütte bricht. 3. ,, Das, was dich liebte, ist noch dein, mit dir im trautesten Verein;" tönt's von der sel'gen Ferne ,,, und was in dir mich wieder liebt, und liebend sich um mich betrübt, ist mein auf jedem Sterne. Uns trennt nicht Tod, uns trennt. nicht Grab; die Hims melsleiter reicht herab; auf Tugendsprossen geh't der Lauf der Geister nieder und hinauf. Wir gingen euch in's Baterhaus, in's Baterhaus auf Augenblicke nur voraus." 4. So wallen wir, führ auch der Pfad uns über der Gebeine Saat, in's Land der ew'gen Liebe. Die Liebe höret nimmer auf, wenn auch im raschen Zeitenlauf uns Nichts beständig bliebe. D Seele, mind Andenken an Verstorbene. Seele, schwinge dich empor, sey jetzt schon Auge, jetzt schon Ohr für das, was eine höh're Welt dir Herrliches bereitet hält. Jetzt hoffest du mit Gottvertrau'n, mit Gottvertrau'n; einst wirst du schau'n, bald wirst du schau'n! 473 4. Diese Kräfte, dieses Trachten aufwärts zur Vollkommenheit, dieses Vorgefühl, dieß Schmachten nach der Unvergänglichkeit, dieser Geist, der Welten denket, würde mit in's Grab gesenket? Und géschaffen hätte Gott dieſes Alles für den Tod? Mel. Alle Menschen müssen ze. 5. Nein, o Vater, nicht vergebens schufst du uns zu 817. Trocknet eures Jam- deinem Bild; Lieb' und Weisheit hat des Lebens edeln Geist in Staub gehüllt. Was du schusst, wird nie vernichtet; nein, die freie Seele richtet zu der höhern Geister Chor freudig ihren Lauf empor. mers Thränen, heitert euern trüben Blick! denn es bringt kein banges Sehnen die Geschied'nen euch zurück. Ach, die theure Stimm' und Rede, und der Lieblichkeiten jede, und ihr freundliches Gesicht ruh't im Grab, und kehret nicht. 2. Gleich des Feldes Blumen schwindet, was da lebet rings umher; trauernd sucht der Freund, und findet den geliebten Freund nicht mehr. Vor dem matten Greis am Stabe sinkt der Jüngling und der Knabe; und so zog das stille Grab, die wir liebten, auch hinab. 3. Gleich des Feldes Blumen werde, was geboren wird, zerstäubt! Nur der Erdenleib wird Erde, aber sein Bewohner bleibt. Ihr Geliebten, ja, ihr schwebet über Sternen; ja, ihr lebet noch voll Liebe für den Freund, der an euerm Grabe weint. 6. Auf, von Moder und Verwesung, blicke dort hinauf, mein Geist, wo im Friedensthal Genesung alles Er-. denjammers fleußt, wo nicht Krieg, nicht Sturm, nicht Fluthen, Hunger, Pest und wilde Gluthen, wo nicht Trennung mehr, noch Tod liebenden Geliebten drob't. 7. Ach, des Wonnetags, der wieder, was am Grabe hier geweint, Eltern, Kinder, Schwestern, Brüder, Freund und Gatten fest vereint; wenn, gelehrt von Himmelsweisen, wir des Vaters Liebe preisen, der aus Irrthum, Schmach und Gram uns in seine Ruhe nahm. 8. Bald vielleicht, ach, bald ver 474 In besondern Umständen. Bei Begräbnissen. drücke nicht der Schmerz unser banges müdes Herz. verschwunden ist auch uns're zu Staub begraben: dann erLebenszeit; und wer weiß, von unsern Stunden kommt die letzte wohl schon heut'. O, laßt Gottes Weg uns wandeln, kindlich glauben, männlich handeln, daß wir, wenn der Vater ruft, freudig finken in die Gruft. 4. Ist ja doch des Grabes Rand nicht das Ziel, wohin wir gehen! Fern ist nicht das Vaterland; wieder werden wir sie sehen. Laßt uns warten mit Geduld, bis uns ruft des Vaters Huld. 5. Eh' wir's denken, ruft schon, öffnet seines HauMet. Jesus, meine Zuversicht sc. er 818. Klagend seh'n wir ses Pforte; freundlich winkt uns Gottes Sohn, lieblich schallen seine Worte: Kommt zum ewigen Verein mit den Theunern nun heretu! 6. O, da füget Hand und Hand, Herz und Herz sich fest zusammen. Heilig ist das neue Band, reiner glüh'n die neuen Flammen; Siegeswonne folgt dem Streit, Licht und Kraft und Seligkeit. von uns geh'n, uns voraus, die Vielgeliebten. Wieder werden wir sie seh'n, welche schek dend uns betrübten. Mächtig hält sie Gottes Hand; fern ist nicht das Vaterland. 2. Auferstand'ner, Jesus Jesus Christ! gieb uns stärkende Gedanken! Wenn es einsam um uns ist, wenn wir hierhin, dorthin wanken, wenn wir sehnend um uns schau'n: lehr' uns fest dem Vater trau! ch 3. Wenn wir zu der Stätte geh'n, wo die Müden Ruhe haben; wenn wir Gras und Blumen seh'n, wo man Staub 7. Wieder werden wir sie seh'n, welche scheidend uns betrübten, wandeln auf des Himmels Höh'n mit den frommen Vielgeliebten. Mächtig hält uns Gottes Hand; fern ist nicht das Vaterland. 819. Christus, der ist zuscheiden, und bei dem Herrn Freuden geh' ich Erlöster ein. zu seyn; Gott ruft; zu seinen mein Leben, und Sterben mein Gewinn. Gott hab ich ergeben; mit Freuden fahr' ich hin. 2. Längst wünscht ich ab3. Nun hab' ich überwunden, nun wird mein Kampf gefrönt! Ich bin durch Christi Wunden Bei Begräbnissen. Wunden dem Vater ausge= söhnt. Jonid 4. Wenn meine Kraft vergehet, die Zung' am Gaume klebt, das Herz um Gnade flehet, und langsam schlägt und bebt; 5. Wenn mir die Augen brechen, und, wie zur dürren Zeit der Hirsch nach frischen Bächen, nach Gott die Seele schreit: sds 6. Dann siehe meinen Jams mer, sieh', Herr, mein Elend an, und öffne selbst die Kammer, in der ich ruhen kann. 7. Gieb mir ein stilles Ende; nimm, Vater, nimm von mir in deine treuen Hände den müden Geist zu dir. 8. Daß ich, gefrönt mit Freuden, mit Wonn' und Seligkeit, nach überstand'nem überstand'nem Leiden bei dir sey allezeit. 9. Dann sing' ich mit der Menge der Heil'gen, die dich preist, unsterbliche Gesänge dir, Vater, Sohn und Geist! 820. Es ist nun aus mit meinem Leben! Gott 475 2. Komm', Todestag, du Lebenssonne! du bringst mir höh're Lust und Wonne, als hier das arme Herz gewinnt. Du machst ein Ende allem Leiden, das oft schon bei den Kinderfreuden mit bitter'm Schmerz und Gram beginnt. Nun ruh' ich aus in stiller Nacht; es ist vollbracht! mt es hin, der es gegeben nach seiner Weisheit reichem Maß. Des Todes Arm hat mich umfangen; des Lebens Licht ist ausgegangen, und still steh't nun mein Stundenglas. Die Welt verlischt in finst're Nacht; es ist vollbracht! 3. Gott Lob! jetzt kann ich recht genesen; ein Fremdling bin ich hier gewesen in dir, o Welt, o enges Haus! Der Tod soll mir ein Engel heißen, der mir, wie Loth, den Weg soll weisen. Mit Freuden geh' ich nun hinaus, zu Gottes Licht, aus dieser Nacht; es ist vollbracht! 4. Wie freudig will ich von die scheiden, von dir und deinen tausend Leiden, Welt! eine Wüste warst du mir, wo ich voll Gluth, voll Durst und Bangen im heißen Sand umhergegangen mit immer sehnlicher Begier. Nun kommt die Ruh' der stillen Nacht; es ist vollbracht! 5. Welt, lebewohl! behalt' das Deine, und laß mir Jesum, als das Meine, ihn, den mein Geist nun ewig sieh't. Behüt' euch Gott, ihr, meine Lieben! Laßt meinen Tod euch nicht betrüben, durch welchen mir so wohl geschieh't! Mein Leid vergeh't in stiller Nacht; es ist vollbracht! 6. Was 476 6. Was wollet ihr euch nach mir sehnen? Ach, stillet, stillet eure Thränen, weil meine schon gestillet sind. Blickt auf zu jenes Himmels sollen wir uns Met. Nun laßt uns den Leib zc. wiedersehen, wo keine Kum= 822. Nun bringen wir merthräne rinnt. Wie hat es Gott so wohl gemacht! Es ist vollbracht! th den Leib zur Ruh', und def ken ihn mit Erde zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Asche werden muß. In besondern Umständen. Mel. Der lieben Sonne Licht zc. 821. Die Frommen wandeln ruhig fort, getrost bei Müh' und Jammer, und kommen in den Ruheport, und ruh'n in ihrer Kammer. Der Seele frohen Lauf nimmt Gottes Wohnung auf; das Waizenkorn wird in sein Beet auf Hoffnung reicher Frucht gefä't. 2. Wie sevd ihr doch so wohl gereist in eurer Wallfahrt Stille, du seliger befreiter Geist, und du, verlaß'ne Hülle! Den führt nun Jesu Hand im hochgelobten Land; die deckt zu ungestörter Ruh' der Erde stiller Schatten zu. 3. Wir freu'n uns in Gelassenheit der hohen Offenbarung; indessen bleibt dein Pilgerkleid in heiliger Verwahrung. Wie ist dein Glück so groß! Sey froh im Gnadenschooß! Die Gnade führ' uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! 2. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; lern' hier, was unser Leben ist. Nach Sorge, Furcht und mancher Noth erwartet uns zulegt der Tod. 3. Schnell schwindet uns're Lebenszeit; auf's Sterben folgt die Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier angewandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand. 4. So währen Reichthum, Ehr' und Glück, wie wir, nur einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit, wie unser Leben, kurze Zeit. 5. Ofich'rer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. In Allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 6. Hier, wo wir bei den Gräbern steh'n, soll Jeder zu dem Bater fleh'n: Ich bitt', o Gott, durch Christi Blut, mach's Bei Begräbnissen. mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Laßt alle Sünden uns bereu'n, vor unserm Gott uns findlich schen'n! Wir sind hier immer in Gefahr; ach, Herr, nimm uns'rer Seelen wahr! 8. Wenn unser Lauf vollendet ist, so sey uns nah', Herr! Jesu Christ! Mach uns das Sterben zum Gewinn; zeuch uns're Seclen zu dir hin. 477 Lauf; da geh't in schönen Träumen die neue Welt euch auf. 5. Kein Auge sah' die Palmen, die dort um Sieger web'n; fein Ohr vernahm die Psalmen, womit sie Gott erhöh'n. 6. Hoch über unsern Wegen, da wohnt der Frommen Glück. Ihr Grab, ihr Bild, ihr Segen bleibt tröstend uns zurück. 7. Ruh't unter Gott, ihr Frommen! Ruh't unter seinem Dach! Es wird ein Morgen kommen: da seyd ihr ewig wach. 8. Und wir mit euch, ihr Lieben! wenn Gottes Stimme rief, was wach im Herrn geblieben, und was im Herrn entschlief. 9. Sein ist des Lebens Gabe, sein ist auch unfre Gruft. Preis ihm, der uns zum Grabe und zum Erwachen rust! mel. Nun laßt uns den Leib zc. 825. So o laß, Herr, die Gebeine nun, in deinem Schutz bewahret, ruh'n, und lehr' uns allesammt dabei, wie nichtig unser Leben sey. 2. Erfreue den getrennten Geist mit Wonne, die dein Wort verheißt; er ist ja dein durch 9. Und wenn du einst, du Lebensfürst, die Gräber mächtig öffnen wirst, so laß uns fröhlich aufersteh'n, und dort dein Antlig ewig seh'n! bin 6lar( 823.) Mel. Christus, der ist mein ze. 824. Nub't unter Gott, ihr Frommen! Ruh't unter seinem Dach! Ist euer Licht verglommen: bleibt doch der Wächter wach. 2. Der alles Leid geendet, das müde Wand'rer traf, hat ench den Schlaf gesendet und hütet euren Schlaf. 3. Da rührt das Herz kein Jammer und feine Qual mehr an; fein Ach! tönt aus der Kammer, die Gott euch auf gethan. 4. Er führt in Himmelsräumen der Geister sel'gen 478 In bes. Umständen. Bei besondern Todesfällen. durch Jesum Christ, der auch sein Hirt und Heiland ist. 3. Verkläre, wenn die Welt vergeh't, den Leib, der wieder aufersteh't, und führ' ihn, Jesu Leibe gleich, verherrs licht in dein ew'ges Reich. 4. So tröstet sich auch unser Geist, der dich in stiller Demuth preist. Gott gab, Gott nahm hier in der Zeit; Gott sey gelobt in Ewig keit! Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 826. Trüb' ist der Trennung Stunde, und tief des Herzens Wunde, das treu geliebt und fest; wenn Alles nun verschwindet, was Seek an Seele bindet, und wenn der Freund den Freund verläßt. us 5. Wer wohl den Kampf eh' er's dachte, an's große vollbrachte, den führt Gott, legte Ziel. Er bleibt in Baterhänden; ihn herrlich zu vollenden, entriß ihn Gott dem Weltgewühl. 6. Wer weiß, wie bald zum Scheiden von allen Erdenfreuden für uns die Stunde schlägt! Drum trocknet, Wehmuthszähren; es wird nicht lange währen, daß man auch uns zur Ruhe trägt. 2. Nichts fann ja ewig dauern; es muß ja Einer trauern; denk', daß dich Gott erfor. Gehorche seinem Willen; fühl' deinen Schmerz im Stillen, und sieh' mit Ruh' zu Gott empor. ( 827.) 198 Mel. Nun laßt uns den Leib u. 3. Sprich: Gott, du hast's über Tod und Leben, du nahmst es 828. Wir bringen weiauch dahin. Du willst uns dort vereinen; verzeihe hier mein Beinen. Gieb Trost jeßt, da ich traurig bin. 4. Mit deinem heißen Seh-= nen, mit deinen bittern Thränen ruf'st du doch Nichts zu rück. Im bessern Vaterlande vereinen fest're Bande; da trennt fein Tod der From= men Glück. i hall nend unsern Dank, wir stammeln dir den Lobgesang, dir, der den Retter aus der Noth gesendet hat, den sanften Tod. 2. Des Todes Kampf war schwer und heiß; die Stirn bedeckte falter Schweiß; hoch hob das Herz und zitternd sich; da fam Gott und erbarmie sich. 3. Nun schläft so tief, den ( die) Bei besondern Todesfällen. ( die) wir geliebt; die Seele, die kein Kummer trübt, ist ewig! ewig wird sie nun von dieses Lebens Kämpfen ruh'n. 4. Denn Seligkeit ist ihr gewährt; der Leiden Kelch ist ausgeleert; sie hört des Weinens Stimme nicht; genießet Wonn' im höhern Licht. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 5. In Frieden schlumm're! Himmelsruh' strömt dir vom Throne Gottes zu. Bald legen unsern Pilgerstab auch 380. Da stehen wir, wir bei unsern Gräbern ab. 2. Dahin ist nun die kurze Angst, in der du mit dem Tode rangst; dein Gott hat wohl an dir gethan. Nun rührt dich keine Qual mehr an. 3. Du gingst voran; wir folgen dir. Auch deine Freunde wallen hier auf ihres Lebens Bahn hinab zum Ziel, zur Ruh' im stillen Grab. 479 Glaube himmelwärts, wo Jesus Christus, unser Hirt, die Seinen alle sammeln wird. die Deinen, Unendlicher, und weinen ein Grablied an der Gruft. Wir sehen auf vom Staube; uns stärkt der ChriMel. Nun laßt uns den Leib sc. 829. Wir geh'n an's stenglaube, daß Gott uns einst zum Leben ruft. Grab, und hoffen doch. Der Geist der Todten lebet noch; er lebt, von Schmerz und Noth befreit, im Lande der Unsterblichkeit. 2. Fließt nur, ihr Thränen, fließet! Ein Sterblicher beschließet des Lebens furzen Lauf. Nimm, mütterliche Erde, dein Kind, frei von Beschwerde, in deine milden Arme auf. 3. Sey ihm ein Ruhebette, nachtvolle Grabesstätte, und deck' ihn fühlend zu. Er schlafe hier in Frieden den stillen Schlaf der Müden, des Kranken lang' erseufzte Ruh'! 4. Senft denn den Leichnam nieder zum Staube ſeiner Brüder, wo ihn kein Schmerz mehr weckt; wo keine Wuth der Seuchen ihn ferner kann erreichen; wo keine Plage mehr ihn schreckt. 5. Den Leib nur, nicht die Seele 4. Du wirst uns unvergeßlich seyn. Dein frommes Herz, durch Liebe rein, mit List und Falschheit unbekannt, ruh't nun in Gottes, Vaterhand. 6. Auch er hat den entschlaf'nen Freund, wie wirden unsrigen, beweint. Er bleib' uns Trost und Zuversicht, wenn unser Herz im Tode bricht! 5. So blicke bei der Wehmuth Schmerz auch unser 480 Seele, umschließt des Grabes Höhle mit ihrer dunklen Nacht! und Heil dem todten Staube; So singt der Christen Glaube: Auch er erwacht, auch er erwacht! Ju besondern Umständen. durch Trost erquicken, wenn wir gläubig zu dir blicken; du bist unsre Zuversicht und versäumst uns ewig nicht. 4. Stärk' uns in des Lebens Schwächen, hilf uns in der Erde Noth; halt uns, will der Stab zerbrechen; rette, wenn Gefahr uns droht. Trockne selbst des Kummers Thränen, stille du das heiße Sehnen; gieb, wenn aller Muth erschlafft, uns zum leben neue Kraft. Mel. Alle Menschen müssen ze. 5. Führ' uns aus der Welt Getümmel in die Stille sanft 831. Vater! dunkel ist zurück; zeig' in Leiden uns den Himmel, im Verlust der Zukunft Glück! Heb' uns von dem Grabeshügel auf der Undacht hohem Flügel in die ewig heitern Höh'n, wo die Siegeskränze weh'n. 6. Nun, o Vater, wir er geben deinem Willen Herz und Geist, dir vertrauend, der uns leben, der dereinst uns sterben heißt. Laß uns glauben, laß uns hoffen; zeig' uns deinen Himmel offen; was du nahmest in der Zeit, gieb uns in der Ewigkeit. 6. Nun schauet auf, Betrübte! Dort wandelt der Geliebte nach Finsterniß im Licht. O gönnet ihm dieFreude; o wehret eurem Leide, und wischt die Zähren vom Gesicht! dein Walten und dein Rath oft Mitternacht! Was dein Wille fonnt' erhalten, gabst du in des Todes Macht. Heilig, heilig ist dein Wille, doch bedeckt mit finst'rer Hülle; Bater, darum sende du selbst des Trostes Geist uns zu. 2. Ach! die Wittwe spricht mit Klagen: Wer wird mein Versorger seyn? Und verwaiste Kinder fragen: Wer wird Batertren' uns weih'n? Ach! sie dünken sich verlassen, können deinen Rath nicht fasfen, seh'n nur Elend um sich her und die Zukunft sorgen. schwer. 3. Doch du hast es ja verheißen, Vater, und die Kraft ist dein, ein Bersorger für die Waisen und der Wittwen Schuß zu seyn. Ja, du willst Mel. Alle Menschen müssen 2. 832. Herr des Todes! deine Rechte liegt auf unsern Herzen schwer. Finster, wie des Grabes Nächte, öd' und traurig ist's umher. Zürne nicht Bei besondern Todesfällen. 481 nicht ob unsern Klagen! Kaum Mel. Wenn mein Stündlein sc. zu faſſen, kaum zu tragen, ad, ach, zu groß für uns're Brust und zu schwer ist der Verlust! 2. Wie ein stürmend Meer, so fluthet des gebeugten Gatten Schmerz; wie aus Todeswunden blutet der verwaisten Kinder Herz. Grausam Herz von Herz gerissen, sollen sie die Theu're missen; die in Liebe sie beglückt, ist der Liebe nun entrückt. 3. Herr, wir sinken vor dir nieder, der die tiefe Wunde schlug. Heil', o heile du sie wieder; sprich zum Gram: Es ist genug! Daß wir nicht durch Unmuth fehlen, gieb, o Gott, in uns're Seelen, wie dein heilig Wort verheißt, uns den Tröster, deinen Geist. 4. Sie ist heim zu dir gegangen, wir noch wallen mühsam hier, und mit innigem Verlangen wünschen wir uns hin zu ihr. Du wirst unsern Wunsch erfüllen, wirst den Drang der Liebe stillen, hebst du uns dereinst zum Chor deiner Seligen empor. 5. Laß uns auf des Lebens Pfade leuchten deines Trostes Licht, und verlaß mit deiner Gnade uns in unser'm Jammer nicht. Zeuch uns immer mehr nach oben, wo die Seraphim dich loben; richt' und hebe himmelwärts uns're Hoff nung, unser Herz. 833. fenke nicht den trüben Blick an deiner Gattin Grabe, als ob auf ewig Freud' und Glück es dir entrissen habe! Blick auf, du wirst sie wiederseh'n! Der Trennung bitt're Stunden geh'n gleichwie ein Traum vorüber. 2. Mag, was auf Erden glänzt, vergeh'n, erlöschen. jeder Schimmer; mag diesen Staub der Wind verwely'n: die Liebe endet nimmer. Wenn einst dem Schau'n der Glaube weicht, wenn Hoffnung dort ihr Ziel erreicht, so wird die Liebe währen. 3. War nur die Liebe fromm und rein, und werth des ew'gen Lebens, so werden wir sie dort erneu'n; wir hoffen nicht vergebens. Dort löst, o, blicke froh hinauf! der Schmerz in Seligkeit sich auf, im neuen, festern Bunde. 4. Was hier der Geist nicht fassen kann, wird dort im Licht entfaltet.. Wir beten den Getreuen an, der über Alles waltet. In frommer Freunde heil'gem Chor steigt dann der Dank zu ihm empor: Gott war, Gott ist die Liebe.d 5. D'rnm blicke hoffnungs voll hinauf zu jener Segensfülle. Hinauf geh' stets dein 31 482 In besondern Umständen. Lebenslauf; fest sey und gut dein Wille. Nur wer der Pflicht getreu hier lebt, wie Jesus nach dem Ziele strebt, der wird um ihn sich sammeln. wird's vollkommen. Wohl ihm, von fremder Lebensbahn ist es zur Heimath kommen. Kurz lebt' es nur, sah kaum die Spur von mühe. vollen Wegen. Es starb; sein Tod ist Segen. 6. Es sichert uns des Ew'gen Hand, wenn uns're Lię- 4. Thut's Gott, so ist es ben scheiden, im höhern, bes- wohlgethan; wie bald war's sern Vaterland des Wieder sehens Freuden. Wo wir gleich als die Engel sind, am Throne Gottes, dort beginnt das Glück der Ewigkeiten. zu verführen! Dort trifft es reine Freuden an, wobei Nichts zu verlieren. In Got tes Hand geb' ich dieß Pfand; er nimmt's, ich will ihn loduben; wie gut ist's aufgehodisid ben! ben old ( 834.) Mel. Was Gott thut, daß zc. 835. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er giebt, und nimmt's oft wieder. Bald führt er uns die Freudenbahn, bald schlägt die Noth uns nieder. So wechselt Freud' und Traurigkeit. Du hörst nach Wiegensingen die Sterbeglocke flingen. 2. Doch, was er thut, ist wohlgethan; wer darf die Weisheit meistern? Ruft er mein Kind nun himmelan, zu reinen, sel'gen Geistern, und wollt' mein Herz bei diesem Schmerz vor banger Wehmuth brechen: kann ich ihm widersprechen? 3. Gott thut's, und so ist's wohlgethan; denn eher 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; mein Herz sey ihm ergeben. Dort ist die Ruh', sein Kanaan; hier ist noch Prüfungsleben; dort wird mein Kind, wo Sonnen sind, die niemals untergehen, im vollen Glanze stehen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wohl uns, weil wir es glauben, daß er uns wiedergeben kann, was Grab und Tod jetzt rauben! Schon freu' ich mich, mein Kind, auf dich; denn dort seh' ich dich wieder, und finge Dankeslieder! 7. Gott thut es, so ist's wohlgethan. Vergleb mir, Gott, mein Sehnen; vergieb mir, seh' ich himmelan, die Augen voller Thränen. Bald rufst du mich, bald werd' auch Bei besondern Todesfällen. 483 auch ich zur Ruh mein Auge schließen. Dein Rath sey, Frommen die Kindlein auf und spricht: O laßt sie zu mir komHerr, gepriesen! itumen und wehret ihnen nicht! Er grüßt als seine Glieder, was schuldlos zu ihm kam; und reif giebt er einst wie836. Wie Augenblicke der, was er als Knospe nahm. 6. So schweigt mit stillem Warten, wenn Sehnsucht euch bewegt. Blickt auf zum Himmelsgarten, der alle Blüthen pflegt. So opfert cure Gabe und sä't den edlen Keim, und geht gefaßt zum Grabe und kehrt getröstet heim! d HO JE OS Mel. O Haupt voll Blut zc. flichen, so flicht des Menschen Zeit; wie Gras und Blumen blühen, blüht seine Herrlich feit. Ein Hauch des Windes wehet: und sie ist nicht mehr da. Dein Wort nur, Herr, bestehet, und bleibt mit Trost uns nah'. 2. Kaum hat des Säugs lings Lallen der Mutter Wehversüßt; kaum hat mit Mel. Es ist genug! 2. gefallen der Vater ihn bez 837. Er gab und nahm; grüßt; kaum ist, zu schönem Hoffen, ein Leben aufgewacht: so sinkt es, früh getroffen, in dunk'le Todesnacht. 3. O, die ihr betend ranget um euer Lebensglück: was Gott zurückverlanget, das gebt ihm still zurück! Was früh die Lieb' entbehret in ihrem Freudenkranz, das hat Gott früh verkläret in seines Himmels Glanz. in 4. Vergißt auch Mutterliebe wohl ihres Kindleins je? Und könnte ste's:' er bliebe, doch treu in Wohl und Weh. Hin-. auf vom Erdenstaube, zu ihm hinauf, o Herz! Dort zeiget dir der Glaube dein Heil in deinem Schmerz. 5. Dort nimmt der Hirt der sein Name sey gepreist, auch wo die Thräne rinnt! Vom Himmel kam, zum Himmel geht der Geist; dein Kind ist Gottes Kind. Was bangt dir um die welke Blüthe? Warum so matt und lebensmüde in deinem Gram? 2. Getrost, o Herz! Der dir die Bürde reicht, reicht dir auch seinen Stab. Den langen Schmerz macht seine Gnade leicht, den schweren fürzt sie ab. Der Wunden schläget, heilt auch Wunden; er läßt das franke Herz ge= sunden; getroft, o Herz! 3. Und unverzagt! Sey stark zum sauern Gang, und weich und zitt're nicht. Der Morgen tagt; dünkt dir die 31* Nacht In besondern Umständen. 484 Nacht so lang? so fern das ew'ge Licht? Sieh, stark durch Stilleseyn und Hoffen, am offnen Grab den Himmel of fen; sey unverzagt! 4. Heimath du! Du nimmst, was dein ist, auf; das Haupt verlangt sein Glied. Früh geht zur Ruh', zu Engeln früh hinauf, wer früh von hinnen schied. Und die das Vaterhaus verloren, sind sterbend nun für dich geboren, o Heimath du! und Himmelsglanz umgeben. Es schwebt der freie Geist her vor aus seiner Hüll' und steigt empor, empor zum Siz der Wonne. Do p 838. Nicht lang ein Pilger in der Zeit, schon reif zum besser'n steh' ich am Rand der Ewigkeit, von ibnit 2. O, Heil mir, Heil mir, wenn ich nicht die beste Zeit der Jugend entzog dem Dienste meiner Pflicht, der Frömmigkeit und Tugend; wenn, eingedenk der Rechenschaft, und des Gerichts, das Sünder straft, ich mich des Lebens freute! disid Gun 3. So kann ich freudig mich dem Thron' des Weltenrichters nahen; denn Jesus Christus, Gottes Sohn, läßt mich den Trost empfahen: Der Richter liebt Barmherzigkeit, und wer mit Ernst die Sünde scheut, geht ein in's Reich der Freuden. 5. Da trägt der Herr, was in der Blüthe fällt, an der Vollendung Ziel. O Ewiger, wie sind in deiner Welt der Wohnungen so viel! Und Erd' und Himmel fest verbunden! Preis dir schon in den Trennungsstunden, Preis dir, o Herr! do and adop 6. Die Stunde naht! Leb' wohl, du Vaterhaus; gieb still dein Kleinod hin! Die edle Saat streu' nun in Hoff nung aus auf fünftigen Gewinn. Einst findest du sie wohlgeborgeneinst, wenn am ew'gen Lebensmorgen die Ernte naht. bis sdn 5. So sinkt denn wieder námu on siin den Staub, ihr, meines 4. O, Trost in meiner letzten Noth, daß ich an Jesum glaube! Wie selig ist mir nun der Tod! Er hebt mich aus dem Staube; führt mich zur Ewigkeit empor, aus der der Auserwählten Chor mir schon entgegen jauchzet. Mel. Wenn mein Stündlein zc. Leibes Glieder! Die Seele, nicht des Todes Raub, schaut ihr, ihr werdet aufersteh'n, freudig auf euch nieder. Auch und aus dem Staub verkläret geh'n zu neuer, ew'ger Jugend. Mel. • In besondern Todesfällen. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. chito Isoled 839. Nun ist, o Gott, mein Lauf vollbracht; ich geh' zu meinem Grabe. Die Last 485 zum Himmel gehen, wo wir uns wiedersehen. mivier ne faid 3. Nun leg' ich meinen Wanderstab an meinem Sarge nieder, und werf' all' meine Bürden ab; ruht nun, ihr müden Glieder! Die Seele schwebt, wo Jesus lebt, wo fie kein Alter drücket, empor, und wird beglücket. hat müde mich gemacht, die ich getragen habe. Zwar gabit 840. Dein Knecht geht, du mir viel Gutes hier; doch überwog mein Leiden im Alter meine Freuden. reif an Jahren, nun zur ersehnten Rast. Laß ihn in Friede fahren, wie du gesaget hast. 2. Auf meinen Pilgerstab gelehnt, falt für der Jugend Freuden, hab' ich gelassen mich gewöhnt, zum Tod mich zu bereiten. Wie oft seufzt' ich: Wann rufst du mich? Beherrscher deiner Frommen, o, möchtest du bald kommen! 2. Er hat wohl viel getragen, sein Lauf war lang und schwer; nun fühlt er von den Plagen des Lebens keine mehr.700 stort 3. Sein Abend ist gekommen, vollendet ist sein Thun; wie wird er bei den Frommen nun sanft und selig ruh'n! 4. Sind auch für euch, ihr Lieben, viel einst dieses Lebens Tage, erreichet ihr ein hohes Ziel bei mancher Last und Plage, bewahrt das Wort: Es ist ja dort noch eine Ruh' vorhanden, die schon viel Pilger fanden. 5. Gott lohne Allen, die mich hier gepflegt, getragen haben; die jeden Schmerz versüßten mir durch treuer Liebe Gaben! Nun gute Nacht! Es ist vollbracht! Ich muß . met. Christus, der ist mein Leben 2c. 4. Versammelt zu den Vätern, geht er die Himmelsbahn, steht mit des Himmels Betern am Thron und betet an. 5. Dein Nath hat ihn ge= leitet, o Herr, wie wunderbar! Dein Schutz hat ihn begleitet, wo auch sein Fußtritt mod dild 150mldop war. 6. Mit deines Geistes Stärke hast du sein Thun gelenkt, zum langen Tagewerke ihm Kraft und Frucht geſchenkt. 7. Du hast im Erdgetümmel dich still zu ihm geneigt, und Christi Weg zum Himmel dem Gläubigen gezeigt. 8. Nun rief er, stark im Hoffen, doch matt vom Erdenlauf: ,, Ich seh' den Himmel 486 mel offen, Herr Jesu, nimm mich auf!" it on 9. Wohl dir! du wirst ihn sehen in deiner süßen Rast. Wohl dir! dir ist geschehen, wie du geglaubet hast. 10. Der Herr bringt dir entgegen der Treue Gnaden lohn. Uns bleibt dein Werk und Segen und dein Gebet am Thron. find sp -90 sig Idear In besondern Zeiten. Jugend. Mel. Ermunt're dich, mein 2c. 842. Ich trete vor dein pod Angesicht, du Schöpfer meiner Jugend! Verwirf mein kindlich Flehen nicht um Weisheit und um Tugend. O nimm dich meiner Schwachheit an; und wenn sich mir Gefahren nah'n, so stehe mir zur Seite, damit mein Fuß nicht gleite!!! mis@ 2. Mein Herz, von Lastern zwar noch rein, doch jung und unerfahren, wird leicht geblendet durch den Schein, und stürzt sich in Gefahren. O, mache mich mir selbst bekannt, und gieb mir Weisheit und Verstand, damit ich meine Wege unsträflich wandeln möge! 3. Zum Leichtsinn, der das Herz verführt, das Böse zu erwählen; zum Ehrgeiz, der den Stolz gebiert, dieß Merkmal schwacher Seelen; zur 11. O Schöpfer und Er halter! o führ' auch uns so treu, und steh' uns noch im Alter mit deiner Gnade bei. die 12. Ja, führ' uns, bis wir sterben, auf deines Sohnes Bahn, und endlich nimm als Erben uns dort mit Ehren an. ( 841.) S andsle Trägheit, die den Geist ver Easter nährt;- laß nie zu zehrt, und jeden Trieb zum diesen Sünden, o Gott, mich willig finden. nd india 4. Wenn sich auf meiner Jugend Bahn, mich in ihr Netz zu ziehen, Verführer meiner Seele nah'n, so laß mich weislich fliehen. Ihr süßes Locken lenke nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht; ihr Spotten und ihr Lachen laß nie mich wankend machen! 5. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schöpfer und Erhalter; sie werde meiner Jugend Glanz und einst mein Trost im Alter! Erhalte mein Gewissen rein; laß keinen meiner Tage seyn, der nicht zu deiner Ehre geschmückt mit Tugend wäre! 6. Ach lehre mich den Werth der Zeit, daß ich sie nie verschwende; daß ich mit weiser Thätigkeit zum Guten sie verwende. Alter. Neues Kirchenjahr. wende. Gott, meiner Jugend Fleiß und Müh' sey nicht umsonst: o, segne sie! Laß auch durch mich auf Erden dein Werk gefördert werden. 7. Erhöre gnädig mein Gebet, du Führer meiner JuMel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 843. Du, Herr von meinen Tagen, hast mich voll Huld getragen von meiner Jugend an; auf allen meinen Wegen umgab mich, Gott, dein Segen selbst auf des Leidens rauh'ster Bahn. 487 gend; erhör' es! Meine Seele fleht um Weisheit und um Tugend. Mein ganzes Leben dank' ich dir. Nie weiche, Gott, dein Geist von mir, damit ich meine Wege unsträflich wandeln möge. 3. War Menschenrath vergebens, so warst du, Herr, des Lebens, mein Licht auf dunkler Bahn. Dich laß ich thun und rathen; denn du Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. 844. Herr, deine Kirche danket dir; noch wohnt dein Wort im Lande. Von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Kommt sie in Gefahr durch der Feinde Schar: dann, o Jesu Christ, thust große Thaten, und nimmst dich unser huldreich an. 2. Oft hatt' ich schwere Sorgen; doch, wie ein heit'rer Morgen durch dunkle Nächte dunkle Nächte bricht, so hab ich's auch erfahren: du weißt uns zu bewahren, und führst durch Finsterniß zum Licht. 4. Du willst in meinem Alter mein Stab seyn, mein Erhalter, nach deiner Vatertreu'. Bin ich gleich schwach und müde: bei dir ist Trost und Friede; du steh'st mir Schwachen mächtig bei.ad 5. Noch wenig bange Stunden, dann hab' ich überwunden; ich bin dem Ziele nah¹. Dort enden alle Leiden. D, welche hobe Freuden erwarten meine Seele da! 6. Ich harre froh und stille, bis, Herr, mein Gott, dein Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende sink ich in Jesu Hände; denn er hat mich mit dir versöhnt. bestege Macht und List, und herrsch' in jedem Lande! 2. Sey, Herr, mit uns! Verlaß uns nie, uns, deines Leibes Glieder. Hilf deiner Kirch', und schüße ste; denn wir sind deine Brüder. Sie, die dir vertraut, hast du selbst erbaut; ach, erhalt' sie rein! Und 488 Mel. Vom Himmel hoch, da x. Und die den Bund entweih'n, die dir wieder. 3. Eins, Herr, ist, was die 845. Nun fommt das In besondern Zeiten. Frommen fränkt: daß unter deinen Christen noch Mancher deiner nicht gedenkt, beherrscht von seinen Lüsten. Bieler Glaub' ist schwach, falt die Lieb', und, ach! sie bedenken nicht, es wart't ein schwer Gericht auf träge, sich're Christen! on ise 2. Noch schallt sein guadenreiches Wort in unsern Kirchen immerfort; noch steht sein heil'ges Recht und Licht in seinem Erbtheil aufgerichtt! 4. Und du, o Jesu, bist so treu! Ach, daß wir frömmer 3. Gott! was uns deine wären! Mach' alle Herzen rein und neu, laß alle sich bekehren. Gieb uns Wissenschaft, Glauben, Lieb' und Kraft; gieb Entschluß und Muth, zu wagen Ehr' und Blut zum Preise deiner Lehren. 5.Entferne Zwietracht, Krieg und Mord; erhalt uns Ruh' und Frieden. Laß uns, gestärket durch dein Wort, im Guten nie ermüden. Mache leicht, was drückt; gieb uns, was beglückt. Nach der Prüfungszeit ruf uns zur Seligkeit, zu deines Himmels Freuden. 6. Herr, deine Kirche streitet noch; hilf deiner Kirche fiegen! So schwer ihr Kampf ist, müsse doch kein Kämpfer unterliegen. Hör ihr findlich Fleh'n; eil', ihr beizusteh'n, daß sie standhaft sey, stets deiner Wahrheit tren. Hilf deiner Kirche fliegen! neue Kirchenjahr; auf! frene dich, o Christenschar! Dein Herr, dein König kommt heran; stimm', Zion, Freudenlieder an! Wahrheit lehrt, ist unsrer Lieb' und Ehrfurcht werth; laß es gedeihen, daß wir dir voll Freuden danken für und für. Mel. Wer nur den lieben Gottu. ( Neue Met.) 846.Fest steht dein Bund, wie Felsen stehen, du Gott der Gnade, Gott der Trenu'! Jahr' und Jahrhunderte vergehen; doch deine Güt ist täglich neu. Für diese Güte bringen wir auch heute Dank, o Vater, dir. 2. Kein Feind zerstörte die Altäre, fein Feind zertrat dein Heiligthum. Noch singen wir von deiner Ehre; noch predigt man von deinem Ruhm'. Durch Tauf und Abendmahl und Wort bau'st du auch hier die Kirche fort. 3. Doch fragst du nach des Bor Kirchenjahr. ne gainn Neues Bortes Früchten, und bring'st, was wir gethan, an's Licht, nach unsern Werken uns zu richten: Gott, Richter! so be steh'n wir nicht. Du trugst uns immer mit Geduld; wir aber häuftenSchuld aufSchuld. 4. O, laß es deinem Geist gelingen, bei uns in diesem neuen Jahr die Sünde mächtig zu bezwingen, wo sie bisher noch herrschend war. Hent' schwören wir gerührt auf's neu' dir, unser'm Vater, ew'ge Tren'. h 100 5. Hör unser Fleh'n mit Wohlgefallen: Laß, Herr, an diesem heil'gen Ort bei unfrer Nachwelt noch erschallen dein unverfälschtes Gnadenwort; hier laß sie deines Mahls sich freu'n, und deine wahre Kirche seyn. 6. Gieb, daß wir stets dich kindlich ehren, als dein geweihtes Eigenthum; damit wir einst in höhern Chören verkünden deiner Liebe Ruhm, wo man das Leben, neu beseelt, nicht mehr nach Tag und Jahren zählt. 489 Ehre der Offenbarung Lehre, dieß Licht, von dir bereitet, das uns zum Leben leitet. 3. Noch hast du uns verschonet, nach Sünden nicht gelohnet, mit Langmuth uns getragen, erhört Gebet und Klagen. Act 4. Du duldest uns auf Erden, damit wir frömmer werden; Herr, was wir seh'n und hören soll uns zu dir bekehren. 5. Wir preisen dein Erbarmen; vergieb, o Gott, uns Armen; du wollest länger schonen, und nach Verdienst nicht lohnen. lohnen. 6. Wir wollen voll Vertrauen auf deine Güte schauen, dein heilsam Wort recht lernen, vom Bösen uns entfernen. 7. Hilf uns zu allen Zeiten; laß uns dein Auge leiten. Getreu sey jeder Lehrer, und folgsam jeder Hörer. 8. Dein Friede wohn' im Lande; gieb Segen jedem Stande; nach überwund'nen Leiden gieb uns des Himmels Freuden. in Mel. Wach auf, mein Herz 2c. Mel. Dir, dir, Jehovah, will zc. 847. Hier sind wir, dich 848. So fangen wir zu ehren, dich, dem wir angehören; dir, Bater, zu lobfingen, dir Preis und Dank zu bringen. in Gottes Namen heut' fröhlich an ein neues Kirchenjahr. Es strent der Sämann seinen Samen, bringt ihm der Herbst die reife Ernte dar; so werd' auch 2. Noch leuchtet dir zur In besondern Zeiten. Sonntag. 490 auch hier von nenem ausgesä't das Himmelswort, das ewig nicht vergeht. 2. O, fall' es nie auf harte Wege, wo es im Wachsthum eitler Sinn zerknickt; nicht in der Dornen wild Gehege, wo es, kaum aufgesprosset, schon erstickt! Es falle stets auf guten Boden hin, und bring' uns hundertfältigen Gewinn! DE 8 Sed 3. Du schöner Kreis von heil'gen Tagen, den wir mit Lobgejang beginnen heut', du Mel. Herr Jesu Christ, dich zc. 849. Deur, Christen, ist der Tag des Herrn; Geschäft und Müh' sey von euch fern; verhindert euch mit Arbeit nicht; kommt vor des Höchsten Angesicht. 2. Rommt, betet enern Schöpfer an, und rühmt, was er an euch gethan! Ihn preisen ist der Christen Pflicht; Drum Christen, auf, versäumt sie nicht; 3. Rühmt Gottes ew'ge Schöpfermacht, die einst die Welt hervorgebracht, und uns nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Verstand er= füllt. 4. Erkennt und rühmt mit Kindessinn, was er gethan vom Anbeginn; wie er uns sollst uns mild und freundlich tragen durch das Gewühl der wechselvollen Zeit. Du schließest unser Herz dem Himmel an; so gehen wir getrost die rauhe Bahn. 4. Wenn wir gedrückt von Lebenssorgen, bang, und ermattet von Geschäften steh'n: o, wie beglückt uns dann der Morgen, wo wir zum Hause unser's Gottes geh'n! Wie groß und schwer die Last des Herzens sey: ein Blick zu Gott macht aller Bürden frei. trägt, ernährt und schüßt, als Vater darreicht, was uns nüht. 5. Rühmt auch, daß heute Jesus Christ aus seinem Grab' erstanden ist, der durch die Größe seiner Macht das Leben hat an's Licht gebracht. 6. Du Sieger über Tod und Grab, der sich für uns zum Opfer gab, laß uns der Wohlthat würdig sein, und mach' uns selbst von Sünden rein. 7. Daß wir getrost durch's Leben geh'n, der bessern Welt entgegen seh'n, und nach der kurzen Grabesnacht aufſteh'n in Herrlichkeit und Pracht. 8. Auf, freut euch, daß von diesem Tag die Lehre Jesu allgemach durch Geistes kraft und Lehrermund ward unter allen Völkern fund! 9. Ja, ustis Sonntag.d n 491 9. Ja, froh laßt uns den ser Tag dir heilig sei; ſei Tag begeh'n, voll Andacht unser Trost in aller Noth, hin zum Tempel geh'n; als stärk' uns im Leben und im Tod. Christen, wie aus Einem Mund, erheben Gott von Hers pre sud zensgrund. 10. Gott, du aller Welten Herr, Allmächtiger, Allgütiger, du uns're Zuflucht immerdar in jeder Trübsal und Gefahr! somon 11. Hilf, daß in deiner Werke Pracht wir finden deine Güt' und Macht; daß wir in jeder Kreatur erkennen deiner 1 d. 12. Und du, o Heiland, Jesu Christ, der du vom Tod erstanden bist, richt uns're Herzen auf zu dir, daß sich der Sündentraum verlier'. 13. Laß deiner Auferstehung Kraft, die neues Leben in uns schafft, uns mit dem hos hen Trost erfreu'n, einst ewig, Herr, bei dir zu ſein. 14. O heil'ger Geist! Laß uns dein Wort so hören heut' und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr, Glaub', Lieb' und Hoffnung reichlich mehr'. 39001 15. Erleucht' uns huldvoll durch dein Licht; versag' uns deinen Beistand nicht; all' unser Thun auch so regier, daß wir Gott preisen für und für. 16. Gott, Vater, Sohn und Geist, verleih, daß die400 39001 850. Dieß ist der Tag, zum Segen eingeweihet! Ihn feiert gern, wer deiner, Gott sich freuet. O, laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten! duct Ladmas 2. Dich preißt der Lobge= sang der Himmelsheere. Auch unser Tempel schall' von deiner Ehre! Auch unser Dank und unsers Herzens Flchen soll dich 3. Wie fren' ich mich, da, wo gerührt die Deinen anbetend vor dir stehen, zu erscheinen, und wo dein Lob von der Erlößen Zungen froh wird besungen! du 4. Mit Andacht will ich, Höchster, vor dich treten. Ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten. Dein heilig' Recht, das Teine Boten lehren, will ich gern hören. 5. Auch folgen will ich diesen heil'gen Lehren, und von der Sünde mich zu dir befehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Heil dich wähle. 6. Dein Tag sei mir ein Denkmal deiner Güte, ein Tag des Dank's, und lenke mein Gemüthe auf jenen Trost, den mir dein Sohn erwor= ben, da er gestorben. 7. Dich 1 492 In besondern Zeiten.n 4. Laßt uns recht sehen und empfinden, wie freundlich Gott den Seinen ist; er, der die Menge unsrer Sünden, so bald wir Buße thun, vergißt, und uns, veredelt in sein Bild, mit Himmelstrost erquickt und stillt. 15. Nichts gleicht dem himmlischen Entzücken, das eine fromme Seele fühlt, wenn sie, in sel'gen Augenblicken, dem Herrn inbrünstig singt und Mel. Wer nur den lieben Gott zc. spielt, und voll des Glücks, odol( Neue Mel.) das sie genießt, von Dank und Jubel überfließt. dis 4gby og wo 6. Ja, Träume nur sind Schmerz und Leiden, Andacht uns zu Gott erhebt! Wir ruhn im Schooß der Seligkeiten, wenn betend unser Geist entschwebt; und je der Kummer fällt und bricht, wie Nebel vor dem Sonnenlicht. i 13 m od: 7790 7. Dich bet' ich an, du Todesüberwinder! der du an diesem Tag zum Heil der Sünder, die Gott und ihre Seligkeit nicht kannten, vom Grab' erstanden. pag 18. Es fei're dankbar diesen Tag die Erde, daß jedes Land voll deines Ruhmes werde! Lob sey, Erlöser, dei-. nem großen Namen auf ewig! Amen.dalmi 150 g 851. Der Tag hat sich heut' eingefunden, der ganz der Andacht zugehört. Wie liebt mein Herz die heil' gen Stunden, da man anbetend Gott verehrt! Für Er= ben reiner Seligkeit verdirbt ja sonst die beste Zeit. 2. Kommt, fromme Christen, theu're Brüder, laßt freudig uns zum Tempel geh'n; laßt uns, als Eines Leibes Glieder, vereinigt unser'n Gott erhöh'n; laßt uns erheben Jesum Christ, der unser Haupt und Mittler ist! ipsje nordats 3. Bereite ſelbst, Herr, uns're Herzen, mach' sie von allem Eiteln rein; flieh't, Sorgen, Erdenlust und Schmerzen! O, mischt euch hier nicht strafbar ein! Flieh', schnöder Dienst der Eitelkeit! Das ganze Herz sey Gott geweih't. Mel, Wie groß ist des Allonsd mächt'gen 2c. 852. Du, Tag des Herrn, sollst meiner Seele ein stiller, froher Festtag seyn; ein Tag, den ich mit Ernst erwähle, um ihn dem Lebenswort zu weih'n. Zum Himmel soll mein Geist sich schwingen, zum Himmel; denn ich fei're heut', entfernt von allen eiteln Dingen, den Festtag der Unsterblichkeit. 2. Sev Beim sonntäglichen Gottesdienste. 493 2. Sen stark, und trium- dein Erlöster, für den du phir', mein Glaube; ich weiß starbst, mich kann erfreu'n; es, daß du Wahrheit bist! zu dir, mein Licht, mein Schild, Emporgeschwungen aus dem mein Tröster, durch den ich Staube des Todes hat sich geh' zum Leben ein. Jesus Christ. Ja, Licht und Wahrheit, Worte Gottes, sind deine Worte! Ja, du bist, du bleib'st, trotz jedes fre= chen Spottes, der Sohn des Höchsten, Jesu Christ! 3. Mit deinen heiligen Gemeinen, die heut vor deinem Antlig steh'n, soll meine Seele sich vereinen, Herr, deine Liebe zu erhöh'n; dein Lob mit Ehr- 6. Als milder, brüderlicher furcht hier zu stammeln, bis einst, wenn in der Engelchor sich deine Heiligen versammeln, mein Psalm mit ihnen steigt empor! thin byl 4. Noch hier, am Gott geweihten Orte, erschallt der Gnade Stimme mir. Ich hör', o Jesu, deine Worte, und stille seufzt mein Herz zu dir; zu dir, daß ich, als What indan ind dom Tröster will ich zu dir, Verlaß'ner, geh'n; mit Freundlichkeit, du Hülfentblößter, soll gern mein Herz dir offen steh'n. Ich will zu dir, du Kranker, eilen, du sollst in meiner Liebe ruh'n; will deine Schmerzen mit dir theilen! Denn Sabbathsruf ist: Gutes thun! Mel. Wie schön leuchtet der zc. 853. Sen uns gesegnet, Tag des Herrn! Zu Gottes Preise, nah und fern, weiht sich der Christen Menge. Ihr Lobgesang tönt spät und früh; zum Heiligthume wallen sie in festlichem Gedränge. Froher schallen ihre Lieder, wo die Brüder, treu verbun5. Und sammeln soll in heil'ger Stille zu neuer Kraft die Seele sich, und fragen: Was verfolgt mein Wille? Was quält, und was ergözet mich? Sie soll ergründen ihr Bestreben, im Blick auf jenen heil'gen Pfad, den einst in sei= nem Pilgerleben mein Herr und Freund gewandelt hat. den, feiern stille, sel'ge Stunden. 2. Komm, Geist der Andacht und der Ruh'! Anch unsern Tempel weihe du mit feierlicher Stille. Vom Jrrthum reiß' das Herz uns los; uns werde Gottes Name groß, sein Wille unser Wille. Fromme Liebe, Brudertreue müff' auf's 494 auf's neue uns beleben, dem Erlöser nachzustreben. off Ali mism In besondern Zeiten. mis Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 854. Wir erscheinen, Gott, vor dir, dich im Geiste zu verehren; lehrbegierig kommen wir, auf dein heilig Wort zu hören, von der Welt uns zu entfernen, und der Wahrheit Weg zu lernen. 2. Gieb uns deinen Geist, o Gott, und durch ihn den wahren Glauben; nimmer 856. Amen! Lob, Preis laß der Läst'rer Spott dieses Segens uns berauben. Gieb auch Licht und Muth und Stärke uns zu jedem guten Werfe. und Herrlichkeit sey unserm Gott zu aller Zeit! Wir geh'n wohl fort aus seinem Haus; doch Gottes Leuchte licht nicht aus. Das Lied verhallt, der Segen bleibt; das Wort steht, ob die Welt zerstäubt. 3. Hilf, daß alle Sünder sich durch dein Wort zu dir bekehren, und wir alle, Gott, durch dich gern vollbringen, was wir hören, alle fromm durch dich auf Erden, all' im Himmel selig werden! dein Wort gebeut, was Frucht bringt für die Ewigkeit. 3. Daß wir, im Glauben stark, und frei von aller Sünd' und Heuchelei, dir dienen uns're Lebenszeit in Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Erhör' uns! unser Lobgesang gefalle dir und unser Dank, bis wir vor deinem Throne steh'n, und dann vollkommen dich erhöh'n. Wege geh'n! 2. Erleuchte deine Lehrer nun und ihre Hörer; lehr' uns thun, was uns, o Herr, 1094150 300 Met. Bater unser im Himmelr. u. 2. Herr, führ' uns all' auf Christi Bahn zu Licht und Freiheit himmelan! Die Liebe mehr', den Glauben stärk', und baue fort dein Ackerwerk, bis alle Welt an Christum 855. Hier sind wir, ewig bleibt. gläubt, der gestern, heut' und Mel. Herr Jesu Christ, dich zc. Gott, und fleh'n um Licht, versage deinen Geist uns nicht; Mel. Liebster Jesu, wir sind it. laß uns dein heil'ges Wort versteh'n, und freudig seine 857. Nun, Gott Lob! es ist vollbracht Singen, Beten, Lehren, Hören. Gott hat Alles wohl gemacht; dantbar laßt uns ihn verehren. Unser Kirchweihfest. Unser Gott sey hochgepriesen, daß sein Wort uns unterwiesen! 2. Unser Gottesdienst ist ans; und auf uns ruht Gottes wir nach Haus, wandeln fort 858. Laß mich dein auf Gottes Wegen. Gottes Geist wird selbst uns leiten und zum Himmel zubereiten. 13. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen; segne unser täglich Brod, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit hinte dit nilst 115 Mel. Nun danket Alle Gott 2c. 859. Lobt Gott, lobt Alle Gott! Dank't ihm, dem Ewigweisen, dem Ewiggütigen! Wer wollte Gott nicht preisen, den Gott, durch den wir sind und uns des Lebens freu'n? Laßt uns mit Freuden ihm den Dank des Herzens weih'n! ndodo 495 sel'gem Sterben, und mach uns zu Himmelserben. 35109 160 1619 2. Hoch strahlt in Flammenschrift am Himmel Gottes Ehre; die Sonne pre= digt ste, der Mond, die Sternenheere. Laut stimmt der Erdkreis ein; es preiset Wald und Flur, und was auf Erden lebt, den Schöpfer der Natur. bine 3. Auch hier, auch hier ist Gott! Auch hier ist seiner Ehre geweiht ein Dankaltar; id Met. Schatz über alle Schätze zc. seyn und bleiben, du treuer Gott und Herr; von dir laß mich nichts treiben; halt mich bei reiner Lehr. Ach, Herr, laß mich nicht wanken, gieb mir Beständigkeit! Dafür will ich dir danken in Zeit und Ewigkeit. sity are drum auf! ihr Jubelchöre! Erfüllet freudig jetzt des dieses Hauses Schuß, für Jeſu Dankes heil'ge Pflicht für Trost und Licht! gadir 4. Dank't, Christen, danfet Gott, der uns der Wahrbeit Quelle vom Himmel leifete, so ungestört und helle! Sie strömt uns Segen zu, fie stärket uns mit Kraft im Kampf mit Sinnlichkeit und jeder Leidenschaft. 5. Dank't, Christen, danket Gott für all' die sel'gen Stunden, wo ihr des Himmels Glück in Andacht hier empfunden! Dir tönt, Allgütiger, der Freude Lobgesang; dir bringen wir vereint des Herzens frommen Dank, dod 6. O, blicke segnend, Gott, noch ferner auf uns nieder, und laß uns Hand in Hand, ver In besondern Zeiten. vereinigt geh'n, wie Brüder, im ew'gen Licht', wohin kein für wahres Christenthum voll edlen Eifers seyn, voll edler Thätigkeit gern wohlthun und erfreu'n. 7. Schüß' uns're Herrschaft! Ruh' und Friede wohn' im Lande! Bei Fleiß und Frömmigkeit gieb Heil in jedem Stande! Laß Kirch' und Schule blüh'n! Und wenn wir, Gott, uns freu'n, laß uns're Freude dir geweiht und schuldlos seyn! dilig 496 4. Wenn ich in frommer Brüder Schar dir bringe meine Opfer dar, dir meine Seele singet; wenn sich mein Geist zu dir empor, vereinet mit der Brüder Chor, vom Staube aufwärts schwinget: selig fühl Mel. Wie schön leuchtet der 2c. 860. In Jubelchören ich schon hienieden Gottes Frieden; von der Erde schwing' ich mich zu euch, Verklärte! wallen wir, durchglüht von heil'ger Dankbegier, in die ses Tempels Hallen. O du, der über Sternen thront, und in den frommen Seelen wohnt, laß, Höchster, dir gefallen, was sich mächtig in uns reget und beweget uns're Herzen, und entflammt der Andacht Kerzen. Ange schauet; der Weltfreis ist für dich zu klein; wie könnte es ein Tempel seyn, von Menschenhand erbauet? Doch strebt, doch strebt Herzens Fülle, heil'ger Wille, anzubeten dich an dir geweihten Stätten! ið Gith 2. In dem geweihten Heiligthum' erschallet deines Namens Ruhm noch heut' von tausend Zungen; noch immer wirkt dein kräftig' Wort in heil'ger Rede fort und fort, hat manchen Sieg errungen. Himmlisch fühlt sich, frei von Sorgen und geborgen und erhoben, wer hier kommt, dich, Herr, zu loben. Bild 3. Zwar fassen alle Himmel nicht dich, der da wohnt 5. Jhr, die ihr hier zum ersten sangt, und eure Seelen aufwärts schwangt, und dieſe Kirche weihtet, habt ener Herz zugleich geweiht dem Himmel und der Ewigkeit, wo feine Kirche streitet! Nicht hier feyd ihr; aber droben hocherhoben; höh're Chöre schall'n dem Ewigen zur Ehre. 6. In diese Chöre stimmt mein Herz; es schwinget sich heut' himmelwärts, singt Gott und seinem Sohne. Es naht dir, Unerforschlicher, dir aller, aller Welten Herr; es fnie't vor deinem Throne: Herr, Herr! Ew'ger! sieh', ich weihe dir auf's neue meine Seele, daß das Göttliche sie wähle! 7. Mein ganzes Leben sey dein gatid Kirchweihfest. udnod# 497 dein Ruhm, mein ganzes Herz schen nicht, und lernten nicht dein Heiligthum mir jede Stätte heilig. Es sei mir deiner Gottheit Spur in Berg und Thal, in Hain und Flur, auch in dem Tempel heilig; heilig, heilig im Gebete diese Stätte, bis ich selig Jubellieder singe ewig. o tomor dust od mn Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. gözhaum 861. Die Die Himmel preisen deine Macht mit allen ihren Heeren, und ihrer Wunder hohe Pracht strahlt, Schöpfer, dir zu Ehren. Was deine Weisheit, Gott, vermag, lehrt jeder Tag den andern Tag, und jede Nacht die and're. dich preisen. Was wüßten wir, wenn deinen Ruhm, o Gott dein Evangelium uns nicht verkündigt hätte? 5. Nur Jesu Weisheit, diese nur giebt Blinden Kraft zu sehen, und lehrt das Loblied der Natur, der Schöpfung Ruf verstehen. Durch ihren heil'gen Unterricht wird erst des Lebens Dunkel licht, dich, Schöpfer, zu erkennen. 6. Von ihr erhellt, seh'n wir den Pfad, der näher zu dir leitet; seh'n, was für uns dein weiser Rath in jener Welt bereitet; seh'n, was wir ohne dieses Licht am Himmel und auf Erden nicht zu un2. Gleich einem Bräutigam ser'm Troste fänden. geschmückt geht aus des Mor- 37. Was brachtest du, o gens Pforten die Sonn' her vor, erfreut, entzückt die Menschen aller Orten; sie eilet rüstig, wie ein Held, von eiz ner Welt zur andern Welt, den Weg, den du sie führest. Wort des Herrn, den Sterblichen für Wonne! Mehr Schimmer, als der Morgenstern; mehr Glanz, als selbst die Sonne. In deinem strah=" lenreichen Lauf ging uns ein neuer Himmel auf und eine neue Erde.lapund 3. Dir tönt das Loblied der Natur; es rauschen's Flüss und Meere. Dich rühmen Wald und Thal und Flur, dich aller Wesen Heere. Wem ruft nicht Sturm und Donner zu: Der Herr ist Gott! Wem ließest du dich, Schöpfer, unbezenget? d 4. Doch deiner Schöpfung Unterricht verstanden selbst die Weisen mit allem ihren ForInderd 8. D'rum wohne hier, wohn' immer rein in dieser heil'gen Stille, daß in des Irrthum's Nacht dein Schein die Wahrheit uns enthülle! Hier sey dein Lichtquell; hier ström aus; ström' Heiterkeit in jedes Haus, in jede nied're Hütte! 32 9. Von 498 In besondern Zeiten. 9. Von Gott erleuchtet werden wir nach uns'rer Würde leben; bestimmt zu Engeln, mit Begier nach seinem Himmel streben, und immer fröhlich, mit Vertrau'n auf unsern guten Vater schau'n, und seine Liebe preisen. d. 10. Wir werden ohne Heuchelei gern seinen Willen üben; wie er gebeut, einander tren und alle Menschen lieben; gerecht, mild und dienstfertig seyn, Bedrängte schüßen, sie erfreu'n, und selbst die Feinde ſegnen. 1951 rid 11. Dann wird uns Wohtsi on Jommid smp, stbil asteid onde Met. Herzlich lich hab' ich dich ze. 862. Gott, der du uns're por mast Zuflucht bist, Herr, unser Mittler, Jesu Christ, Geist Gottes Geist der Gnaden! Unendlicher, verwirfuns nicht; wir kommen vor dein Angeficht mit Missethat beladen. Nimm von uns uns're Sündenschuld, du Gott der Langmuth und Geduld! Erhöre gnädig unser Fleh'n, daß wir dein Heil, Erbarmer, seh'n. Herr, unser Gott, verbirg uns nicht dein Angesicht, und geb' mit uns nicht in's Gericht. 2. Ward Recht und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unsers Bundes Eid, dein Weg von uns verlassen: o sieh, wir Buß- und Bettag. that jedes Leid; Lust jede Tagsbeschwerde; Erquickung jedes Glück der Zeit; ein Paradies die Erde; ein Engel Gottes wird der Tod; und aus der Gruft glänzt Morgenroth den Kommenden entgegen. entgegen. i aid sumS 12. Die Hülle finft; das Land der Ruh' eröffnet sich den Frommen. Dort jauchzen uns Gekrönte zu: Vollendete, willkommen! Dann preisen wir, wie sie, geschmückt, wie sie von Herslichkeit ent zückt, dich, Gott, durch Ewigkeiten! di fehren voller Reu' zurück zu deine Gnade fasſen! Sie leit dir; laß Herr, auf's neu' uns uns auf den eb'nen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß JIrrthum und Versuchung nie uns auf die Bahn des Lasters zieh'. Herr, unser Gott, groß von Geduld, vor aller Schuld behüt' uns deine Baterhuld. a 3. Dein Segen komm' auf unser Land; laß es, beschirmt von deiner Hand, des Friedens Nuh' genießen! Wend' ab von uns der Flammen Wuth, und die Verwüstung wilder Fluth, des Krieges Blutvergießen! Sey unser Retter, wenn uns Noth des Mangels und der Seuchen droht! Buß- und Bettag. droht! Du Vater wollest mit uns seyn, daß wir uns deines Schuzes freu'n. Herr, unser Gott, in deiner Hut sind wir voll Muth! denn Alles, was du thust, ist gut. 4. Vereine, was entzweiet ist, der du ein Gott der Lie be bist; laß Alle friedlich le= ben. Den Sinn der Herrscher lenke du, daß sie mit Weisheit, Kraft und Ruh' der Länder Wohl erheben. Laß stets in Lehr' und Wandel rein die Diener deines Wor= tes seyn; und bringe zu der Wahrheit Glück, zu dir die Irrenden zurück! Herr, unser Gott, mit starker Hand schirm' jedes Land; beglücke, segne jeden Stand! this 5. Vernimm der Leidenden Gebet! Wer in der Noth um Rettung fleht, dem hilf aus seinen Nöthen! Gieb Kranken Linderung und Ruh'; die Sterbenden erlöse du; erhör' ihr letztes Beten! Sey aller Unterdrückten Heil, der Wittwen und der Waisen Theil; vereitle der Verfolger Rath, und lehre sie den rechten Pfad! Herr, unser Gott, durch alles Leid der Pilgerzeit führ' uns zu deiner Herrlichkeit!) and bod mmun? botten Litanei. 863. Ewiger, bin 3 ( Erbarme dich.) indt Herr, Gott Vater, du Schöpfer, Herr, Gott Sohn, du Mittler und Erlöser, und Erlöser, sub Herr, Gott heiliger Geist, du Beistand und Tröster, ( Erbarm' dich über uns.) Ach, wir sind Sünder! ( Verschon' uns, Herr, Herr, unser Gott.) Doch wir sind dir versöhnt! ( So hilf uns, Herr, Herr, unser Gott.) Vor Irrthum und der Spötter Gift; 34 DER Bor Sünden und des Lasters Macht; ida 356 Vor Leichtsinn, Stolz, vor Sicherheit und Trägheit: Vor der Verführung Reiz und Trug;( dg sthirst Bor Zwietracht, Aufruhr und Empörung; rgbol Vor Krieg, Gewalt und Blutvergießen; Vor Hagel, Feuer und Was-. sersnoth; min Vor Theu'rung, und vor Pestilenz; Bor schnellem Tod in unsern Sünden; Vor dem ewigen Tod; e ( Behüt'uns, Herr, Herr, unser Gott.) n. Durch deine Baterhuld, Erbarmer; 321 eng rinit Durch 499 Herr, Herr, Gott, dban 3 ( Erbarme dich.) Ewiger, ng( 6 ( Erbarme dich.) sur befont In besondern Zeiten. Bellag 500 Durch deine Liebe, Sohn Got tes und Erlöser; Durch Alles, was du für uns that'st und litteſt; Durch deinen Tod am Kreuze, Durch deine Auferstehung; Durch deine Herrschaft auf dem Thron des Vaters; In jeder Noth, die wir empfinden; idemd13) Wenn Niemand retten kann, als du; 989) (( Hilf, uns, Herr, Herr, ind unser Gott.) Duc Wir Sünder bitten dich, ( Du wollest uns erhören, Herr, Herr, unser Gott.) Woll'st deine Kirche schützen, segnen und erweitern; Alle Lehrer in der Wahrheit und des Lebens Reinigkeit er halten; Thandis Deines Geistes Kraft zum Unterrichte geben; 10073 Durch den wort die Welt erleuchten und verbessern; Die Jrrenden zurück auf deine Pfade leiten; die Allen Spaltungen und Alergernissen wehren; den Den Leidenden Erquickung, Trost und Hülfe senden; Deinem Evangelio den Sieg im Kampf mit Unglauben und Aberglauben verleihen; Alle Kaiser, Könige und Fürsten mit Eintracht und mit glücklicher Regierung segnen; Uns're Landesherrschaft mächtig schüßen und erhalten; Ihr Glück und Heil und jedes wahre Gut gewähren; Unsrer Obrigkeit sammt der in Semeine helfen und sie behüten; din Dog tim dall Das ganze Vaterland beschirmen und beglücken; Den Müttern und den Säug-lingen Gedeihen, Kraft und Leben schenken; Uns're Jugend früh mit deiner * Furcht erfüllen; d Die Unterdrückten retten und befreien; Der Kranken und Verlaß'nen dich erbarmen; Der Wittwen und der Waisen Versorger seyn und Bater; Unsern Feinden verzeihen und sie bekehren; Aller Menschen dich erbarmen; Des Landes Früchte bewahren und vermehren; Uns're Nahrung, Handel und Gewerbe segnen; Herr, Herr, dieß Fleh'n wollst du aus Gnaden stets erhören. 1 ( Erhör' uns, Herr, Herr, unser Gott.) 3d d Welterlöser, Gottes Sohn, ( Erbarm' dich über uns.) O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, ( Erbarm' dich über uns.) O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, ( Erbarm' dich über uns.) du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, ( Ver39 gnojnns Buß- und Bettag.do ne 501 den.) Herr, Herr, bi mi Indo( Verleih uns steten Frie- geloben! Nur schenk' uns wiean der Freundesblickt und gieb is sedad#uns Kraft von oben. Denn, ( Erhöre uns.) un stehst du, Mächt'ger, uns nicht bei, so können wir der Tyrannei der Sünde nicht ent= Erinnen; wir preisen oft die Tugend hoch, und folgen, eh' wir's meinen, doch der Welt und unsern Sinnen. dm3 in 4. Erhör' uns, bild' uns tugendhaft; du fennest uns're Mel. Ein Lamm geht hin, und 2c. Schwäche! Uns lenkt ja deine du Gotteskraft so leicht, wie Was864. Erhör uns, Bater, serbäche! Den ergernissen zu entgeh'n, laß uns in deinem Worte seh'n den Stab für schwache Stunden; o, mach' es uns durch Lehrer werth, bei denen Mund und Beispiel lehrt, was tief ihr Herz empfunden! me 5. O du, der nie sein Volk verläßt, dein Heilsquell muß uns fließen! Verhüte Böſes, Theurung, Pest, Krieg, Aufruhr, Blutvergießen! Verhüte Brand und Wassersnoth, Raub, Mord, und andern schnellen Tod! Gieb Glück; der Saat Gedeihen! Gieb Glück! du segnest Fromme gern! o Gott! segn' uns're( unser'n) Landesherrn und alle ihre( jeine) Treuen! 6. Laß uns're Stadt,( unsern Ort,) laß unser Land, Herr, deine Huld empfinden; beut denen deine Baterhand, die sich im Elend winden! Des Ewiger, nd( Erbarme dich.) Herr, Herr, ( Erbarme dich.) da Ewiger, ( Erbarm' Amen.) dich unser. Sohn und Geist: wir kommen, anzubeten! Du bist es, der uns Trost verheißt, Trost in den größten Nöthen. Verbirg, o Gott, dein Angesicht vor uns in Sündennöthen nicht, die wir die Schuld bereuen. Noch hoffen wir Barmherzigkeit; du schwurest ja, zu aller Zeit Bußfert'gen zu verzeihen. die palend 2. Ja, Vater der Barmherzigkeit, der du uns auserforen, wir bauen auf den theuren Eid, den du selbst hast geschworen. So wahr ich lebe, schwurst du, Gott, ich will nicht armer Sünder Tod; sie sollen, mir gleich, leben. Doch fordr' ich Tus gendwiederkehr; sonst will, sonst kann ich nimmermehr sie in mein Reich erheben! 3. Wir fehren, Herr, zu dir zurück, das wollen wir 502 In besondern Zeiten. Des Weibes, das für ihre Frucht, das freißend deine Hülfe sucht, der Wittwen, Waisen, Kranken, des Feind's, der nicht verzeihen kann, ach, aller Menschen nimm dich an, daß wir dir alle danken.is 7. Erhör'uns, Vater; schau' vom Thron auf uns, des Staubes Kinder! Und du, No findompart Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. floss'nen Jahr mich väterlich und wenn mein Herz Du, Gott, du bist voll Sorgen war, mir Hülf 865. Dut der Herr der Zeit und auch der Ewigkeiten! Laß mich auch jetzt mit Freudigkeit dein hohes Lob verbreiten. Ein Jahr ist abermals dahin. Wem dank' ich's, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Guad' und Güte.si Jahresanfang. Fürsprecher, ew'ger Sohn! sprich für uns arme Sünder. Du hoher Geist, gieb Schwa chen Muth; Verlor'ne bring' in sich're Hut; tröst' uns in Jesu Namen! Herr, Herr, du uns're Zuversicht, verlaß uns nicht, verlaß uns nicht im Tod' und Leben! Amen. 35mm( hidd)) 2. Dich, Ewiger, dich ber ich an, unwandelbares Wesen! Dich, den fein Wechsel treffen kann; wir werden, sind gewesen, wir blühen und vergeh'n durch dich; nur du bist unveränderlich, du warst, und bist, und bleibest. In 3. Herr, ewig währet deine Treu', mit Huld uns zu begegnen; und jeden Morgen wird sie neu, mit Wohlthun uns zu segnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflossen wäre. non ad 4. Du hast auch im verund Trost bereitet. Mit ganzer Seele preis ich dich. Von neuem übergeb' ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld von den verfloss'nen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Christo ferner tragen! Laß mich in deiner Gnade ruh'n, und lehre lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen! 6. Gieb neue Lust und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich, Herr, stets gewissenhaft mit mir und Andern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht; dieß reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Um bess're Freuden müsse sich mein Geist schon jetzt bemühen! Den En Jahresanfang. ne Engeln bin ich ja verwandt; im Himmel ist mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten. 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt, so gieb mir Kreuz und Leiden. Nur stärke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. 008 4 han5. Hilf deinem Volke vä= terlich in diesem Jahre wie= der. Erbarme der Verlass= nen dich und der bedrängten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dich Gott, mit Heil und Rath auf uns're Obern nieder. 6. Daß Weisheit und Gerechtigkeit auf ihrem Stuhle throne; daß Tugend und Zufriedenheit in unser'm Lande wohne; daß Tren' und Liebe bei uns sey: dieß, lieber Vater, dieß verleih' in Christo, deinem Sohne. nis@ 794 - mis snsdis? de 8. Dy lehre selbst mich, meine Zeit recht weislich auszukaufen. Laß mich die Bahn zur Ewigkeit mit heil'ger Vorficht laufen. Der Tage Last erleicht're mir, bis meine Ruh' dereinst bei dir kein Wechsel weiter störet. Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 866. Gott ruft der Sonn' und schafft den Mond, das Jahr darnach zu theilen; er schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht; auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! 503 Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 2. Herr, der da ist, und der da war, von dankerfüllten Zungen sey dir für das versloff'ne Jahr ein heilig Lied gefungen; für Leben, und für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen. 125 3. Laß auch dieß Jahr gesegnet seyn, das du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein! in deiner Furcht zu leben. Du schüßest uns, und du vermehr'st der 10.0 Met. Wach' auf, mein Herz re: 867. Nun laßt uns geh'n und treten, mit Singen und mit Beten, zum Herrn, der unser'm Leben bis hieher Kraft gegeben.uth 01 2. Wir geh'n dahin und wandern von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen. manis ir 3. Durch In besondern Zeitenanfang 504 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn, wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: id och du droit g 5. Also auch, und nicht minder, läßt Gott uns, seine Kinder, wenn Noth und Trübsal bligen, in seinem Schooße sigen.deded on this man 6. Ach, Hüter unsers Lebens! fürwahr, es ist vergebens mit unser'm Thun und Machen, wo nicht dein' Augen wachen. Die and 7. Gelobt sey deine Trene, die alle Morgen neue; Lob sev den starken Händen, die alles Unglück wenden. and 8. Sey wenn wir weinen, Gott, Stab und Trost der Deinen, in allem Kreuz' und Leiden ein Brunnen unf'rer Freuden. 12 9. Gieb mir und allen denen, die sich nach Hülfe sehnen, in Angst und Noth und Schmerzen vertrauensvol le Herzen. ad ming and 10. Schleuß zu die Jammerpforten, und laß an allen Orten auf so viel Blutver gießen die Friedensströme fließen. est mod adind 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen, Herr, und Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sey der Verlass'nen Vater, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe.m 13. Hilf gnädig allen Kranken; gieb fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermuth quälen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll' uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich der s ziere, und dort zum Himmel führe. 1 15. Das Alles wollst du geben, o unsers Lebens Leben. So wallen wir im Se= gen der Ewigkeit entgegen. 003, tondro g met. Aus meines Herzens zc. 868. Des Jahres erster Morgen soll, Gott, dir heilig seyn; ich will mich, frei von Sorgen, nur deiner Güte freu'n. Bis hieher halfst du, Herr! Lobsing' ihm, meine Seele; lobsing' ihm, und erzähle! Wie tren, wie gut ist er! spam) 2. Ich überschau' die Pfade der kurzen Pilgerschaft; nah', Gott, war deine Gnade, nah' war mir deine Kraft. Du führtest mich zum Ziel' stets aufso sanften Wegen, verliehst mir Jahresanfang. n mir deinen Segen und großer Freuden viel! d dude 3. Und gegen diese Frenden- o Gott, wer zählet sie? was sind die kurzen Leiden? was ist des Lebens Müh? Am Abend war mein Herz oft voll von Gram und Sorgen, und mit dem neuen Morgen verschwand meinGram und Schmerz. sunn@ opp 14. So stärkte, Gott, dein Segen der Seele Zuversicht. Auf meines Lebens Wegen warst du mein Heil und Licht. Wie that'st du mir so wohl! Wohin ich geh' und trete, ist jede, jede Stätte von deiner Güte voll. Gislin nd ud 505 Engelchören nachznahmen, lallt uns're Freude deinen Namen, und unsern Mund erfüllt dein Lob.) zdijo 2. Wie, Gott, dein Arm die Welt bewahre, verkündigt jeder Tag der Nacht; ein Jahr erzählt dem nächsten Jahre die großen Wunder deiner Macht. Dein Thron, o Gott, bleibt ewig stehen; du bleibst derselbe; wir vergehen. Wie schnell verströmet uns're Zeit! Schon wieder iſt von unserm Leben ein Jahr, das deine Huld gegeben, im Abgrund der Vergangenheit. 3. Kommt! Dieß sey uns ein Tag des Bundes; dem frommen Bunde bleibet treu, und den Gelübden unsers Mundes stimm' uns're Seele redlich bei! O Land, gelobe, Gott zu dienen, und du wirst wie ein Garten grünen, den er sich selbst gepflanzet hat! Geht, Menschen, geht auf ſeinen Wegen; dann macht sein unerschöpfter Segen aus seiner Füll' ench täglich satt. 4. Gott, schau' herab von 869. Herr, den die Son- deinen Höhen auf uns als Kinder, die du liebst! Erhöre, die in Christo flehen; gieb, wie du deinen Kindern giebst. Für sie( ihn) fleh'n wir um Heil und Leben, die ( den) du zum Schirm uns hast gegeben; durch Furcht vor dir besteh' ihr( sein) Thron. Laß 5. Gott, dein ist Macht und Stärke und Preis in Ewigfeit. Groß, groß sind deine Werke, groß deine Freundlichkeit! Ich will mein Leben lang dich preisen, dich erhöhen; und noch mein legtes Fley.n sey, Herr, ein Lobgefang. np dhil hid sie chun ichilapni! pied der Mel. Wie weht ist mir, o ze. nen und die Erden durch ihren Bau voll Pracht erhöh'n, durch dessen Machtwort Welten werden, und Welten wieder untergeh'n, Herr, den durch laute Lobgesänge der Wesen unzählbare Menge und aller Zeiten Lauf erhob! Den hi In besondern Zeiten. 506 Laß sie( ihn) auf Recht und Wahrheit schauen, durch Recht des Landes Wohlfahrt bauen; der Herzen Liebe sei ihr( sein) Lohn! is bold zum Preise hilf uns auch dieß Jahr, und beweise, du seyst es, der Gebet erhört. in Mel. Gott, der Vater, wohn'. 5. Erhalte deiner Kirche Wächter, Herr, deiner lautern 870. Tausend Jahre sind Lehre treu, daß noch die spätesten Geschlechter die Predigt deines Wort's erfreu'. Hilf ihnen, Herr, daß ihre Lehren nie leer an Früchten wiederkehren, und wir uns ganz der Wahrheit weih'n. Laß deinen Segen auf uns fließen; sie pflanzen, Herr, und sie begießen; doch nur von dir kommt das Gedeih'n. 6. Den Obrigkeiten unsers Landes stel selbst zu ihren Pflichten bei, damit die Wohlfahrt jedes Standes und unser Fleiß gesichert sey. Bild' auch das Herz der zarten Jugend; gieb, daß durch Weisheit ächte Tugend in allen unsern Schulen blüh'! Des Landes Hoffnung laß gerathen, daß man nicht Bürger nur für Staaten, auch fürden Himmel Christen zieh'! 17. Laß keine Seel ihr Heil verscherzen, und mache du die Thoren flug; gieb süßen Trost bedrängten Herzen, und unser'n Armen Brød genug. Gott, unser Fleh'n sey Ja und Amen in Jesu; denn in Jesu Namen giebst du, was unser Herz begehrt. Gott, unser Vater, dir vor dir, wie einer unsrer Tage! Ach, zum Tode reif sind wir am ersten unsrer Tage! Du nur bleibest, wie du bist. Du heißest uns entstehen und deine Werke sehen; du russt, und wir vergehen. Aller Zeiten Dauer ist ein Punkt in deinem Leben; selbst Ewigkeiten geben kein Maß von deinem Leben. Ewig warst du, du allein, und wirst von nun an ewig seyn. 2. Mit dir unveränderlich ist deine Güt' und Stärke. Du erbarmst dich väterlich der Menschen, deiner Werke. Du bist uns're Zuversicht; du sättigst uns mit Segen auf unsers Lebens Wegen, daß wir dich lieben mögen. Herr, wir seh'n dein Angesicht auch sterbend noch voll Gnade; selbst auf des Todes Pfade folgt uns noch deine Gnade. Sicher ruh'n wir uns're Zeit; dann weckst du uns zur Ewigkeit. 3. Auch das Jahr, du Ewiger, das wir vollendet haben, wie erfüllt kam es daher mit deiner Güte Gaben! Wie gesegnet war sein Lauf! Wir seh'n, wie deine Treue sich 507 Jahr' auf Jahre hin; noch schneller Tag und Stunden. Wie viele sind, seitdem ich bin, wie Schatten mir verschwunden! Und feine Stunde kommt zurück; selbst ein verlor'ner Augenblick läßt sich durch Nichts erkaufen. 2. Gott, diese schnelle Flucht laß mich zu meinem Heil bemerfen, und mich aus Liebe gegen dich heut' in dem Vorsag stärken, beständig folgsam dir zu seyn, dir immer mehr mein Herz zu weih'n, und auch dieß Jahr zu nutzen. Jahresanfang.. sich jeden Tag erneue, und wohlzuthun sich freue. Unser Dank stieg zu dir auf; wir durften in den Nöthen des Lebens vor dich treten, und kindlich zu dir beten. Und du hast mit treuer Hand, was uns nicht gut war, abgewandt. 4. Freudig, Gott, beginnen wir dieß neue Jahr des Lebens. Niemals noch vertrauten dir, wir Sterbliche vergebens. Auch vergebens dießmal nicht! Wir werden es erfahren! Du wirst uns, Gott, bewahren vor Unfall und Gefahren. Gott, du wirst dein Angesicht mild über uns erheben; was nöthig ist zum Leben, wirst du uns Alles geben. Dankbar lehr' es uns empfah'n, und unser'm Ziel getrost uns nah'n. 5. Die schon an dem Ziele steh'n der Pilgerschaft auf Erden, lehre freudig zu dir geh'n, wenn sie gerufen werden. Führe selbst sie durch den Tod; versöhnt in deinem Sohue, gieb ihnen vor dem Throne des bessern Lebens Krone. Ewig gnadenreicher Gott, du wollst uns alle leiten durch diese Nacht der Zeiten in's Licht der Ewigkeiten. Herr der Ewigkeiten, dir, dir leben und dir sterben wir! 5. Laß mich dir strenge. Rechenschaft von jedem Tage geben; verleih' mir Einsicht, Muth und Kraft, als wahrer Christ zu leben; gieb, daß ich meinen Pflichten treu, und treu in dem Berufe sey, Mel. Herr, wie du willst 2c. 871. Schnell fliehen den du mir angewieſen. 6. Laß 3. Umringt mit täglicher Gefahr in diesem Erdenleben, ist dieß vielleicht das letzte Jahr, das du mir hast gegeben; und dennoch sollt' ich meiner Pflicht, und dir, Herr meiner Tage, nicht aus allen Kräften leben? d 4. O, hilf mir diese Thorheit scheu'n; hilf mir Entschlüsse fassen, die mich zu keiner Zeit gereu'n, und jenen Leichtsinn hassen, der seine edle Zeit verträumt, des Geistes ew'ges Wohl versäumt, für diese Welt nur lebet. 508 6. Laß mir dieß Jahr gesegnet seyn an ächten Tugendfrüchten. Laß guter Thaten oft mich freu'n, und gerne sie verrichten. Voll Eifer für des Nächsten Glück, laß mich mit liebevollem Blick froh seinen Rummer lindern. d In besondern Zeiten. Gott vertraut, in Ruh' an allen Orten. Sein Lebensglück ist fest gebaut, ist Gott sein Fels geworden. Der's Auge macht, sieht vor und wacht; der's Ohr pflanzt, wird dein Flehen, dein still'stes Wort verstehen. In this 7. Mein Schicksal übergeb' ich dir; du wirst es weise lenken. Herr, was mir gut ist, wirst du mir aus Vaterliebe schenken. Im Leiden selbst verzag' ich nicht; ich weiß mit froher Zuversicht, es muß mir Wohlthat werden. hun dun hun dun 78. Soll td), eh' dieses Jahr verfließt, nach deinem Willen sterben: so laß mich, Herr, durch Jesum Christ des Himmels Glück ererben. Dannur as tydel andlun freu ich mich der Ewigkeit so dankbar, Gott, als ich mich heut' des Erdenlebens freue. -Tod slojd - 3. Herz, deine Wünsche schick hinauf; Gott wird zu Allem rathen. Wohlan, mit ihm zum weitern Lauf, ihm in Wort und Thaten! Mit Gott allein, so soll es seyn! Dich preisen deine Werfe; ſey mit uns, Gott der Stärke! *** 2017004 il gio Mel. Herr Gott, dich loben Alle zc. 873. Preis ihm, der ist und der da war! Preis ihm, mit diesem neuen Jahr! denn seine Güte, ſeine Treu' wird uns mit jedem Morgen neu. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 2. Preis ihm, der uns als 872. Mit Gott geh'n Bater liebt, uns seinen Sohn zum Heiland giebt; wie sollte, der so viel gethan, sich nicht auch unser nehmen an! wir getrost dahin, der künftgen Zeit entgegen. Mit Gott! Nimm dieses Wort zu Sinn; denn es hat Gottes Segen. Allein damit thu' jeden Tritt, das Herz zu Gott erhoben; die Hülfe kommt von oben. 2. In Frieden wohnt, wer spoirspur 3. Ja, Jesu! voller Freudigkeit nah'n wir durch dich zum Vater heut'. Wir fürchten weder Feind noch Noth; mit uns ist Gott! Mit uns ist Gott! mo y Handh 118 Mel. Schluß des Jahres. Mel. Keinen hat Gott verlassen ze. 1 stod 874. Durch wechselvolle Tage der bangen Pilgerzeit, durch manche Sorg' und Plage, durch manches bitt're Leid bin ich hindurchgedrungen; vorüber ist das Jahr. Dem Herrn sey Lob gesungen, der stets mein Helfer war! 2. Der du mich bast erhalten, mein Schöpfer und mein Hort, dich laß ich ferner walten, und traue deinem Wort. Dir ist mein Will ergeben; er ist nicht weiter mein. Mein Herz, mein ganz zes Leben soll dir geheiligt jeyn, dan was omdrain 3. In deinen Rath sich schicken, ist Weisheit und giebt Ruh'. Soll mich die Armuth drücken: mein höchstes Gut bist du. Soll mich Verfolgung plagen, so schüßest du mich doch. Soll ich Verachtung tragen: ich trage, Herr dein Joch.del 201 509 Sterblichkeit, der kurzen Lebenstage, ist abermals dahin mit seiner Freud' und Plage; auf immer ist ein Theil der furzen Pilgerschaft wie schnell zurückgelegt, und fordert Rechenschaft! 4. Soll ich verlassen leben: verlaß nur du mich nicht! Soll ich in Aengsten schweben: sey meine Zuversicht! Und soll ich Krankheit leiden: du wirst Geduld verleih'n. Und soll ich endlich scheiden: du führ'st zum Leben ein! adid Mel. O Gott, du frommer ze. 2. Herr, deine Huld ist's nur, die nimmer uns zu lie ben ermüdet, daß bis heut' wir übrig sind geblieben. Nimm unsers Herzens Dank in Gnaden von uns an für das, was du an uns in diesem Jahr gethan. Jub pid 3. Wir schließen uns auf's neu' in dein so treues Sorgen, in deine Obhut ein; da find wir wohl geborgen; da ist das feste Schloß vor aller Feinde Truß; da birgt dein Volk sich hin, und findet sichern Schutz. 4. Gieb mit dem neuen Jahr' uns neue Stärk" im Glauben; laß uns den alten Grund der Wahrheit Niemand rauben. Erneu're Herz und Sinn, und das gegönnte Licht des ewig wahren Wort's verlösche bei uns nicht. mis 35. Erwecke neue Lieb' und Hoffnung in uns allen; und sollt' im neuen Jahr uns neue Noth befallen: so stärke die Geduld, und mache deine Treu, o Vater über uns mit jedem Tage neu. 6. Gich, daß wir mehr und 875. Ein Jahr der mehr des Fleisches Lüste töd15102 ten. 510 ten. Verleih' an Seel' und Leib, was Jedem ist von nöthen; und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zufrieden seyn; du mach'st doch Alles gut. om In besondern Zeiten. 7. Wem du im neuen Jahr, aus dieser Welt zu scheiden, das Ziel gesetzet hast, den laß in dir mit Freuden durch Glauben selig hier beschlieBen seinen Lauf, und nimm in deine Hand die Seele gnädig auf.dis adagot &** Met. Nun sich der Tag geendet ze. 6. Sey gnädig uns! denn wer vermag, Herr, zu besteh'n vor dir? Ach, prüftest du nur einen Tag: wo, Richter, wären wir? itd 7. Längst wären wir vor dir nicht mehr, der Erde längst entrückt! Nie hätten wir die Wiederkehr des neuen Jahrs erblickt. 876. 108. Doch Dank sey deiner si dan Vaterhuld! Noch sind und chon wieder leben wir. O Gott voll Langeilt von uns'rer Zeit ein Le- muth und Geduld, wir le= bensjahr dahin! So eilend ben! Dank sey dir! dull flieh'n zur Ewigkeit der Men- 9. Wir leben; doch jetzt schen Tage hin!+ näher schon dem Ziel der furzen Bahn; und näher täglich rückt der Lohn der Ewigkeit heran! port sport pind 2. Ach, unaufhaltsam fliehen sie! Und ich bemerk' es kaum. Des ganzen Lebens Glück und Müh' ist nur ein kurzer Traum. n dun 3. Und doch ist dieser Traum ein Theil von meiner Prüfungszeit, an Elend fruchtbar wie an Heil, für Welt und Ewigkeit.donano 10. O, lehr' uns unser bestes Theil, des Lebens Zweck, versteh'n; zeig' uns den sichern Weg zum Heil, und stärk uns, ihn zu geh'n. 4. Wohl mir, wenn jeder Augenblick zum Segen mir verschwand; wenn ich Gewis11. Dann werden wir uns immerdar, Gott, deiner Güte freu'n; und Jedem wird das neue Jahr zur Ewigkeit gedeih'n. maja) 318 da 30 she and listg J sensruh' und Glück in guten Thaten fand! 5. Dann könnt' ich ohne Scham und Qual jetzt vor dem Richter steh'n, und heiter die durchlebte Zahl der Stunden überseh'n.dard thr .GT8 Mel. Frühling. 511 7. Herr, ohne dich verginw gen wir, und wir verdienten's auch; und dennoch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 2 suis bil tussis 8. O, wer erfährt nicht deine Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? Mit welcher Langmuth und Geduld verschieb'st du dein Gericht! id Jahreszeiten. Met. Lobt Gott, ihr Christen ze. 877. Noch immer wech seln ordentlich des Jahres Zeiten ab, und früh und spät ergießet sich dein Segen, Gott, herab.la duod 2. Du öffnest deine milde Hand, uns Menschen wohlzuthun; du segnest, du erfreu'st das Land, daß wir im Frieden ruh'n.nl 3. Von deinem Himmel, Höchster, träuft Gedeih'n und Fruchtbarkeit; die Saat geht auf und blüht und reift und sättigt und erfreut. bid d 4. Von dir gesegnet, giebt der Baum dem Schatten, der ihn sucht; giebt unter seiner Zweige Raum Erfrischung, Schuß und Frucht. 5. Du nährest jede Kreatur; o Herr, wer ist dir gleich? Der Freudenquell, Gott, die Natur ist unerschöpflich reich! 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, Lust und Erquickung zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, so väterlich, wie du? da bi nido dst tim Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 878. Gelobt sey, der den Frühling schafft, Gott, der den Erdkreis schmücket! Preis ihm und Ehre, Stärk' und Kraft, der, was er schuf, 168 9. O, betet Gott, ihr Menschen, an! Erwägt und danfet nun! Was hat Gott schon an uns gethan! Was wird er nicht noch thun! 10. Nicht bloß für diese kurze Zeit, Herr, hießest du uns uns für die Ewigkeit, uns ewig zu erfreu'n. 11. Du läsfest deine Freundlichkeit uns hier so herrlichy seh'n; was wird in der Vollkommenheit der bessern Welt geschehn! 12. Noch tiefer dringt dann unser Blick in deine Wunder ein. O Herr, laß dieß erhab'ne Glück uns stets vor Augen seyn! beglücket! Der Herr erschafft; der Herr erhält; er liebt und segnet seine Welt; lobsinget ihm, Geschöpfe! p 2. Das Land, das erst erstorben lag, erwacht und lebt nun wieder. Es strömet jes den 512 den nenen Tag sein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube lebt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. In besondern Zeiten. Sommer. 3. Der Erden Antlig ist verjüngt; erheitert glänzt der Himmel; Gebirg' und Thal und Wald erklingt von freudigem Getümmel. Mit Wohl gefallen schaut herab, der Allen Sevn und Leben gab, auf Aller Dank und Freude. 4. Lobsinget ihm; er ist uns nah'! Singt ihm, all' seine Heere! Der Herr ist in den Himmeln da, auf Erden und im Meere. Ich preise dich, ich finge dir; wo ich nur bin, bist du bei mir mit Allmacht, Lieb' und Gnade. 6. Selbst, wenn vom Donnersturm bedräut, erschrock'ne Länder zittern strömt Stärkung, Segen, Fruchtbarkeit aus Nacht und Ungewittern. Dann bricht die Sonne neu hervor, und alles jauchz't zu dir empor, vor dem die Wetter schweigendo a 67, Von dir kommt, was uns hier erfreut, von dir, Quell aller Gaben! Dort wirst du uns mit Seligkeit in reichern Strömen laben. Dein freuen höh're Geister sich; auch wir, o Gott, wir lo ben dich, und sind, wie sie, unsterblich. sid no 5. Du ruf'st die Wolken in das Land, und still'st den Durst der Erde, daß mit den Gaben deiner Hand der Mensch gesegnet werde. Du machest Hagel, Thau und Wind, die deiner Allmacht Boten sind, zu uns'rer Freude Quellen.is 8. Nur schwach ist, Vater, unser Dank, den wir dir findlich bringen. Wir wollen unsern Lobgefang einst wür diger dir singen. Dir weih'n wir uns're Lebenszeit, und freuen uns der Ewigkeit im Glauben, bis wir schauen. in si törm d( 879. 880.) id ed g of jma ng gumbiup od 60 cm bil s'indilsstie of dime pat of Mel. Wie wohl ist mir, o 2c. 881. Weit um mich her ist Alles Freude; wie schön ist Schöpfer, deine Welt! Es prangt in seinem Feierfleide Gebirg' und Au' und Wald und Feld! Wie heilig wird mir Thal und Höhe! Du bist 1100 nd mir nah! Wohin ich gehe, umströmt dein reicher Segen mich. Ich sehe dich auf allen Fluren; in allen deinen Kreaturen erblick ich, Herr und Bater, dicha pilding mod 112. Das Rauschen in belaubten Bäumen ruft: Freudig müßt ihr Gott erhöh'n! Die Zeit tanisul Sommer. Herbst. dojedn 513 täglich Speis und Trank. Gebirg' und Thal und Hügel geben, was Allen nöthig ist zum Leben; und Alle jauchzen frohen Dank.tod 4. Weit um mich her ist Alles Freude; o freu' auch, meine Seele, dich in Gottes schönem Weltgebäude! Sein Segen reifet auch für mich. Hoch müsse dessen Lob erschallen, der uns so wohlthut, Allen, Allen! und selbst des Wurmes nicht vergißt! Stimm' ein in der Geschöpfe Chöre: Dir, Gott, sey Preis, dir Dank und Ehre, der du so mild und gnädig bist! Zeit gefühllos zu vertreiben, ist Gottes große Welt zu schön! Mir sagt, beglänzt vom Morgenthaue, die Flur, der Garten und die Aue: Wie segnet unser Gott so gern! Mir sagt das Brausen seiner Fluthen: Gott ist der Urquell alles Guten! Lobsing't dem Herrn! Lobsing't dem Herrn! 3. Wie hast du, Gott der Macht und Stärke, so väterlich an uns gedacht! Wie viel und groß sind deine Werfe; wie wunderbar ist ihre Pracht! Zum vollen, fröhlichen Genusse empfängt von deinem Ueberflusse, was lebet, 6 billion, misie Snouachiai 11 trimichi d NG Mel. Lobt Gott, ihr Christen zc. 882. Gott sorgt für uns! O, singt ihm Dank, ihr Christen, singt ihm gern! Vom Aufgang bis zum Niedergang trägt uns die Huld des Herrn. 2. Vom Menschen bis zum kleinsten Wurm reicht seine Gnad' und Macht; im Sonnenschein, so wie im Sturm, ist. er auf Heil bedacht. 3. Was wir auf Hoffnung ausgestreut, hat seine Huld vermehrt; er hat das Fleh'n um Fruchtbarkeit auch dieses Jahr erhört. indtour 4. Mit frohgerührter Seele bringt ein Herz voll Dank ihm dar! Die Aehre, die vom jadi 94 Segen sinkt, ist sein; Gott krönt das Jahr! 5. Ja, Höchster, wir verehren dich mit kindlich frohem Dank; du nährst uns, und giebst mildiglich noch Mehr als Speis und Trank. 6. Fried' und Gesundheit, Kraft, Gedeih'n zu uns'rer Hände Fleiß, auch das giebst du, und dir allein gebührt dafür der Preis. 7. Laß deines Segens Ueberfluß uns nun auch nüglich seyn, und hilf uns, daß wir bei'm Genuß uns dessen mäßig freu'n. 8. Vermehr' in uns die Zuversicht, dir ewig zu vertrau'n, bis wir dereinst in deinem Licht des Glaubens Ende schau'n. 33 Mel. 514 In besondern Zeiten. Winter. Aussaat. Met. Wie wohl ist mir, 26. Staub geläutert werde, finft er zur Aussaat in die Erde; 883. Von ihrer Arbeit Gott fordert einst ihn wieder ruht die Erde; sie schläft, ab. Sein ew'ger Frühlingsvon Gottes Hand bedeckt, daß tag wird kommen; dann, dann ihre Kraft erneuert werde, verlassen seine Frommen voll bis sie der Frühling wieder neuer Lebenskraft das Grab. weckt. Bertranet bat in Getalls shpall ind i 10 tes Namen der Landmann ihr den späten Samen; der Schöpfer wacht auch über ibn. Todt liegt er da; ihm wird das Leben der Sonne RückTunft wieder geben, und reich an Hoffnung wird er blüb'n. 12. So werden wir auch cinst ermüden, und ruben in des( rabes Nacht. Wir werden schlummern tief in Frieden, von ihm, der nimmer schläft, bewacht. Daß unser 11dn2 and inői -15% vir michig ho OP G Mel. Herr, wie du willst, se te. @ Tamu vittpropte.$ 88 Land, Herr, ohne deine Segenshand der Menschen Fleiß 884. Cs banet, Herr, velobnen? mug and proging auf dein Geheiß der Men- 3. Umsonst ist aller Menschen Hand die Erde, voll schen Müh im Pflanzen und Hoffnung, daß ihr reger Fleiß Begießen, wenn nicht vom von dir gesegnet werde. Auf Himmel spät und früh des dein Veripreden strauen fie: Eegens Ströme fließen. Nur Du sollst dein Brod bei Fleiß du regierst der Wittrung und Müh', so lang du leb'st, Lauf; du ruf'st den zarten empfaben. hun nun onu juh Reim berauf, und aus dem 750 Halm die Aebres trd 2. Noch immer traf dieß Wort auch ein; gieb ferner deinen Eegen, daß Saat und Pflanzen wohl gedeih'n; gieb Sonnenschein und Regen. Kann auch ein wohlgebautes 19100 4. So fröne denn mit Fruchtbarkeit das Land nach deiner Güte; und wenn die Ansiaat wohl gedeibt, be wahr' auch, Herr, die Blüthe; 13. O, Tag des Lebens, Tag der Woune! Wie sehnet sich mein Geist nach dir! O du, der Auferstehung Sonne, wann wirst du aufgeb'n über mir? Erst muß ich die Verwesung jehen, erst muß das Irdische vergeben; die Saat muß sterben, unt zu blüh'n. Kann ich, ein Christ, den Tod noch schenen? Nein, göttlich wird er mich erfreuen; du, Tag des Lebens, folg'st auf ihn! Aussaat. tur) the; gieb, daß nicht Frost und Hagelschlag der Felder Schmuck zerstören mag, nicht Fluthen ihn verderben. 5. Wir bau'n auf dich, o trener Gott! gern lassen wir dich walten! Du kennſt am besten uns're Noth, kannst mächtig uns erhalten. Ja, Herr, du wirst zu deinem Ruhm, für uns, dein Volk und Eigenthum, forthin auch gnädig sorgen. 13 Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 885.Unfre Aussaat segne Gott, wo des Himmels Lüfte wehen. Auf sein mächtiges Gebot soll sie sterbend auferstehen. Gott allein verjüngt die Auen; unser Werk ist: ihm vertrauen. 12. Bater aller Gütigkeit, dir vertrauen uns're Lieder. Was wir einfach ausgestreut, vielfach giebest du's uns wie der. Du erhörst Gebet und Flehen, und thust mehr, als wir verstehen.er misd 13. Gieb auch, was uns nöthig hier, ferner unser'm Erdenleben, bis wir vollen Dank dafür dir in deinem Himmel geben. Herr, vor deinem Angesichte ernten wir dann ew'ge Früchte, nd Mel. Christus, der ist mein 2c. 886. Auf, laßt den Herrn 515 me uns loben! Erschalle, Preisgesang! Dem großen Geber droben gefällt der Menschen Danf. 2. Ja, alle gute Gabe kommt her von unserm Gott; er segnet uns're Habe, er schüßet uns in Noth. 3. Was nab' ist, und was ferne, von Gott kommt Alles her; das Sandkorn und die Sterne, der Tropfen und das Meer. 4. Von ihm find Baum und Blätter, und Korn und Obst von ihm; von ihm fommt Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. 5. Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land; doch Wachsthum und Gedeihen steht nicht in uns'rer Hand. 6. Gott thut mit leisem Wehen uns seinen Himmel auf; wenn wir zur Hütte ges hen, träuft er Gedeihen d'rauf. 7. Er jendet Thau und Regen, er sendet Sonnenschein; dann glänzt das Feld von Segen; und wir, wir ernten ein. 8. Auch Frommseyn und Vertrauen und stiller Christensinn, auf unsern Vater schauen, auch das kommt uns durch ihn. 9. So wollen wir denn loben und preisen immerdar den groBen Geber droben, der seyn wird, ist und war. 33* Mel. 516 Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 887. Die Ernt ist da! Schon winkt der Halm dem Schnitter in das Feld. Erschalle denn, o Freudenpsalm, dem großen Herrn der Welt! 2. Er ist's, der uns die Ernte giebt; er öffnet seine Hand. Heil uns, daß er so treu uns liebt, und segnet unser Land! In besondern Zeiten. 6. Wie groß ist deine Wundermacht, wie gut, o Gott, wie groß! Sie wirkt bei Tag und in der Nacht; sie wirket grenzenlos. Ernte.fact. freut: Du hast uns wohlgeGal than. 9. Des Schnitters Tag ist lang und schwül; doch freudig ist sein Muth. Sein Auge sieht der Garben viel, und dich, Herr, treu und gut. 7. Du willst, und Segen strömt daher und nähret Mensch und Thier; das Kornfeld wallet wie ein Meer; der Landmann danket dir. 3. Er legte in ein Korn, so klein, den Reichthum seiner Kraft, gab ihm vom Him mel Sonnenschein und milden Nahrungssaft. 4. Oft zogen schwarze Wolfen her und drohten Hagel- Mel. Wer nur den lieben Gott z. 1pnije schlag. Er sprach; wir sahen( Neue Mel.) fie nicht mehr, und heller ward der Tag. odst eller 888. Wir fingen, Herr, 5. O, preiset ihn, den Mächtigen, der in Gewittern wohnt! Lobt ihn mit Dank, den Gütigen, der donnernd uns verschont! von deinen Gaben, wiewohl sie nicht zu zählen sind. Du giebst, damit wir Nahrung haben, uns Regen, Wärme, Thau und Wind. So blüht und reifet uns're Saat nach deinem wundervollen Rath. 2. Der Himmel träufelt lauter Güte, die Erd' ist deiner Schäße voll, damit ein achtsames Gemüthe dich finden und bewundern soll. Groß bist du; deine weise Macht hat alles dieß hervorgebracht. 3. So sey die Liebe denn gepriesen, gepriesen sey die Wunderkraft, die auf den Feldern, auf den Wiesen den Erdbe8. Nun führest du die Erntezeit von neuem uns heran, und Jeder rühmt es hocher10. Du hebest Kummer, Sorg' und Schmerz; durch dich wächst Brod uns zu. Wir weihen dir dafür das Herz dieß, Gott, verlangest du. 11. O, wenn wir stets mit Freudigkeit und ganz das Herz dir weih'n: wie schön wird dann die Erntezeit nach unserm Tode seyn! Nach der Ernte. bewohnern Nahrung schafft! Tu nährest uns, wir werden sett; du giebst, daß man noch übrig hat.. 4. Du schüttest deines Segens Fülle herab, die wir doch nicht verdient. Es ist allein dein guter Wille, daß Feld und Au' und Garten grünt, und uns, sind wir es gleich nicht werth, die Frucht der Erde reichlich nährt. 5. Bewahre ferner uns're Saaten und uns're Häuser, Hab' und Gut. Bewahr' uns auch vor Missethaten, vor Wollust, Geiz und Uebermuth; weil sonst im reich Mel. Wach auf, mein Herz 2c. 889. Kommt, laßt uns Gett lobsingen, und Preis und Dank ihm bringen für seiner Ernte Gaben, die wir gesammelt haben! 2. Aus seinem Ueberflusse zum freudigen Genusse hat er uns, was zum Leben uns nöthig ist, gegeben. 3. Die Scheuern sind voll Segen; denn er gab Thau und Regen, und Wachsthum und Gedeihen der Frucht, der wir uns freuen. 4. Preis, Herr, sey deiner Milde, daß Auen und Gefilde, was wir gesäet haben, so reichlich wiedergaben! 5. Preis sey dir, unserm Retter! Oft drohten Sturm 517 sten Ueberfluß die Seele doch verderben muß. 6. Ja, wenn wir dich nicht dankbar ehren, der du als Vater an uns denkst, so wird der Fluch das Gut verzehren, womit du liebreich uns beschenkst. Und wird der Vorrath nicht zerstreut, so mangelt doch Zufriedenheit. 7. Nun, Herr! so wollen wir auf Erden des Guten Samen auszustreu'n, nie müde, nie verdrossen werden, und nns der großen Ernte freu'n, die einst nach dieſer Zeit der Saat dein Rath für uns ersehen hat. dior jo und Wetter den Untergang der Saaten; und doch sind sie gerathen! 6. Sie sproßten auf und grünten, ob wir's gleich nicht verdienten, und schmückten die Gefilde durch deine Batermilde. 7. Wir preisen deine Güte mit freudigem Gemüthe. Du schaff'st, daß stets die Erde verjüngt und fruchtbar werde. 8. Rühr' uns durch deine Gnade, zu geh'n auf Christi. Pfade, daß deiner Huld und Treue stets unser Herz sich freue.ustre 9. Du giebst so viel zu ernten! O, daß wir dankvoll lernten, dir ähnlich, uns der Armen mitleidig zu erbarmen! 10. Wenn In besondern Zeiten.. 318 10. Benn wir die gern erquicken, die Noth und Mangel drücken; so wirst du, was zum Leben uns noth ist, fer ner geben. 11. Hoch sey'st du stets erhoben, bis wir, dich dort zu loben, gebracht in deine Scheuern, ein ewig Dankfest feiern. ( 600 119 Mel. Aus meines Herzens ze. 890. Dem Gott voll Huld und Stärke ersdalle Lobgejang! Ihn preisen seine Werke, ihn preis' auch unser Dant. Daß wir der Ernt' uns freu'n, auch das sind seine Thaten; er gab zum Wuchs der Saagab ten sein himmlisches Gedeih'n. 2. Wie prangten gold'ne Früchte, des Sommers Feierkleid! Wir sah'n im schönsten Lichte, Herr, deine Freundlichkeit. Wer giebt so gern, wie du? Dich baten wir um Leben, und du hast's uns gegeben und Ueberfluß dazu. 3. Gott, du schusst die Wonne, die Alles hoch entzückt, so weit als deine Sonne den Erdkreis überblickt. Du nahm'st die Bitten an; wo Aller Augen warten, hast du im Feld und Garten die Hand mild aufgethan. 4. Oft sank in Ungewittern der Hoffnung süße Lust; da ward das Herz mit Zittern sich deiner Macht bewußt. Du ries'st mit Gottesmacht dem Donnersturm und Bliße vom hohen Wolkensize: und Mittag ward zur Nacht. 5. Doch Herr, mit milder Schonung such'st du die Erde beim. Geschüßt blieb uns're Wohnung, bewahrt der Saaten Keim. Vom Sturmgewölfe los ergoß sich sanfter Regen, und Fruchtbarkeit und Schooß, GHIE ston Segen troff in der Erde T 6. Nun zog von Thal und Hügel der Reichthum in das Haus. O breite deine Flü gel auch schirmend d'rüber aus! Wend' ab, was nächtlich drän't; gieb zu des Brodes Fülle Genuß in beit'rer Stille und Fried' und Frömmigkeit. pajdal nu 7. Dir, der uns Alle segnet, auch den, der's nicht verdient; deß Gnade uns begegnet, wo Freud' und Hoffnung grünt; dir schalle Lobgesang! Dein Name sey erhoben! Dich preist der En gel droben; dich preis auch unser Dant! pe chnete omn Mel. Wie groß ist des Allmächt gen 2c. SISTER 891. Wir alle, Menschenvater, bringen dir unsern feierlichsten Dank, und uns're frohen Herzen singen dir ih1000 ren Nach der Ernte. ren lauten Preisgesang. Für Millionen deiner Kinder ist jegt ein neuer Tisch bereit. Du nährst den Frommen, nähr'st den Sünder, und Alles wird durch dich erfreut. 519 entströmten sie der Vater hand. Wir sollen alle sie ge= nießen; doch mäßig auch und dankbar seyn, und so, mit ruhigem Gewissen, uns deines Vatersegens fren'nusnot 6. Ja, groß, o Herr, ist deine Milde! Wir wollen frendig dich erhöh'n, und liebreich seyn nach deinem Bilde, und hören auf des Armen Fleh'n. Er jauchze heute mit uns allen, er trocne seine Thränen ab, und denke stets mit Wohlgefallen, daß deine Hand uns Segen gabe sei milih sid ämm 80% e Mel. Wach auf, mein Herz 2c. 2. D, welchen Reichthumn deiner Gaben hast du mit liebevoller Hand, uns zu er halten und zu laben von neuem uns herabgesandt! Wir ernteten aus deiner Fülle den Segen unsrer Fluren ein; denn uns zu seguen ist dein Wille. Wer wollte dir nicht dankbar sein! nor doig dus 3. Wie väterlich kannst du versorgen! Mehr, als wir bitDu hörst ten und versteh'n! en mit. 892. Erhebt mit JuBaterhuld auf unser Fleh'n. Selbst unser Undauf, uns're Sünden ermüden deine Liebe nicht. Wir sehen, schmecken und empfinden, was uns dein göttlich Wort verspricht. di 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, die weiter, als die Wolken, reicht? Wer kann sie undankbar vergessen, da jede Stunde von ihr zeugt? Du scheuttest Sonnenschein und Regen zur rechten Zeit für jede Frucht. D, wohl uns, wenn auf deinen Wegen auch unser Herz dich ewig sucht! 5. Um deine Gaben anzuwenden, verleih' uns Weisheit und Verstand; denn nicht zum üppigen Verschwenden belschalle, ihr Christenbrüder alle, ihn, dessen reiche Gaben wir eingeerntet haben. 2. Ja, Herr, durch den wir leben, dich wollen wir erheben; laut schall' im Hei ligthume das Lied von deinem Ruhmend adindust 3. Was du uns einst versprochen, hast du noch nie gebrochen; du willst, daß stets die Erde erfüllt mit Gütern werde. 09 1:12 4. Du sprach'st; da floß dein Segen, da troffen Than und Regen; du winktest, und die Sonne entsandte Licht und Wonne.her nig 5. Da wogte gleich den Meeren die dichte Saat der Achren; In besondern Zeiten. Nehren; da reichte, uns zu was nöthig ist zum Leben, laben, der Zweig die gol will er uns allen geben. d'nen Gaben. hod 2. Gott ist der Herr, in 6. Wo unser Auge weilte, da, guter Vater, eilte mit tausendfachem Segen uns deine Huld entgegen. seiner Hand ist, was die Erde bringet. Des Menschen Mühe baut das Land; Gott giebt, daß sie gelinget. Von ihm allein fommt das Gedeih'n; nur er läßt uns're Saaten blüh'n, reifen und gerathen. 520 7. Dieß Alles gab uns Armen, du Gnäd'ger, dein Erbarmen; du liebtest uns, die Sünder, wie deines Himmels Kinder. 10 38. O, laß uns diesen Segen, wie gute Kinder pflegen, mit dankbar offnen Händen, wie du's befiehlst, verwenden. 9. Laß uns die christlich laben, die minder, als wir, haben, und die, die Blöße leiden, mit Bruderhänden fleidend di pollodisd 10. Laß nie es uns vergessen, das Wort: Wie ihr gemessen, so wird euch auch gegeben hier und in jenem Leben. A mel 11. Ja, rühmt's, ihr Chris stenbrüder, durch Thaten und durch Lieder, daß wir so reiche Gaben von Gott empfangen haben! d pitchordsg Mel. Was Gott thut, das ist ze. na 893. Auf! preist Gott mit Zufriedenheit, deß Güte ewig währet, der auch bei mind'rer Fruchtbarkeit uns väterlich ernähret! Noch immer hält sein Arm die Welt; 3. Oft seh'n wir froh in Hoffnung schon der reichſten Ernt' entgegen; und plößlich ist er uns entfloh'n, der uns gezeigte Segen. Gott nimmt und giebt, was ihm beliebt, daß er, als Herr der Erde, von uns verehret werde. 4. Zeigt auch gleich nicht so sichtbar sich der Reichthum seiner Gaben, so schenkt er doch uns väterlich, so viel wir nöthig haben. Er ist be dacht, voll Gnad' und Macht, die Seinen zu erhalten, die ihn nur lassen walten. 5. Ja, Höchster, wir verehren dich in allen deinen Wegen, und trauen unveränderlich auf deinen milden Segen. Auch unser Brod wirst du, o Gott, uns väterlich gewähren, wenn wir dich findlich ehren. 6. Wir beten demuthsvoll dich an, der Alles weislich füget, deß Vorsicht niemals irren kann, deß Wohlthun niemals trüget. Froh danken wir, Erhalter, dir, und preis spro Nach der Ernte.pn 521 5. Wir schweigen, deiner Größe voll, mit unsern Klagen stille. Du herrschest weise; Mel. Was Gott thut, das ist zc. heilig ſoll uns sein dein Rath and# 30 ORD7 19 und Wille. Fest halten wir, o Gott, an dir. Vergieb uns uns're Sünden, und laß uns Gnade finden. preifen deine Güte mit gläubigem Gemüthe. chim 11988 894. Was trauern wir? Gott sorgt ja doch getreu für unser Leben. laßt uns auch im Mangel noch ihm Ruhm und Ehre geben! Preis sey dem Herrn! Bon Unmuth fern, laßt, ihm zum Wohlgefallen, ein frohes Lied erschallen! 2. Sein ist die Herrschaft; wie er will, vertheilt er ſeine Gaben. Sein Werk ist's, daß wir nicht so viel, als sonst, geerntet haben. Und was er thut, ist recht und gut, geschieht, daß seine Ehre und unser Wohl sich mehre. 3. Er ist unendlich, wir sind Staub; er heilig, wir sind Sünder; oft sorglos schröder Lüste Raub und ungetreue Kinder. Wer mag ganz rein von Schulden seyn? Wer darf von seinen Knechten mit ihm, dem Schöpfer, red ten? TOM 4. Ja, Gott, du bist untadelhaft in allen deinen Wegen. Du wirkest, wenn dein Arm auch strast, zu unser'm nahren Segen. Auch dann sorg'st du für uns're Ruh', und Heil für uns're Seelen sind Sorgen, die uns quälen. 6. Du bist allmächtig; alle Noth kannst du zum Besten lenken. Du, guter Vater, wirst uns Brod auch noch bei Mangel schenken. Wie hast du dich so väterlich sey hoch dafür gepriesen! - bisher an uns bewieſen! 7. Wie manches segensreiche Jahr hast du uns schon gewähret! wie gnädig uns auch immerdar von Jugend auf ernähret! Wer sollte nicht mit Zuversicht auf dich, o Bater, schauen, und deiner Güte trauen? 8. Ach, laß nur, Vater, fernerhin bei uns'rer Hände Werken, mit einem stets zufried'nen Sinn uns dein Gedeihen merken! Laß deine Hand bald unser Land um deiner Güte willen mit neuem Segen füllen! 9. Anbetung, Ruhm und Dank sey dir! du höreſt unjer Flehen. Dein sind wir, Gott; d'rum werden wir auch deine Hülfe sehen. Auf dein Gebot wird uns're Noth wie wollen wir dich ehren!in Wonne sich verkehren. 31 Mel. In besondern Zeiten. 522 Met. Wie schön leuchtet der zc. 895. Dich seh ich wieder, Morgenlicht, und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchsten Dank zu bringen. Ich will, entbrannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer, dir mit heil'gem Muth lob singen! Schöpfer! Bater! deine Treue rührt auf's neue mein Gemüthe. Froh empfind ich Deine Güte. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was wär ich, hättest du nicht dich so Morgen. Pfade. Stärk' mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrachten, über Alles dich zu achten. 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank an dich oft still zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall ich hier; einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff ich! Herr, ich werde mich der Erde gern entschwingen, die dert ewig Lob zu singen, d jo id it wis mir bewiesen? 33 al meinem Leben sehest du jegt 896. Gott des Himmels einen neuen Tag hinzu; sey hoch dafür gepriesen! Durch dich bin ich, und ich merke neue Stärke; dich erhebe meine Zunge, weil ich lebe! 3. Berleih', o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe; daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufriedenheit zu nußen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ich's meine; dir ist keine meinerSorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Christ; o Herr, verleih, daß ich des Namens würdig sey! Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich? Ein irrend Schaf; erhalte mich, mein Hirt, auf deinem und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geiſt, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt; dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält! 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, und bei aller meiner Schuld mich noch trägst mit Vaterhuld. 9% 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergeh'n. Laß mich Gnade vor dir finden, glaubensvoll auf Jejum jeh'n, der für meine Missethat sich am Kreuz' geopfert hat. 4. Hilf, daß ich auch diefen motiv Morgen. E sen Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 2011032 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sey und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort. Nirgend, als bei dir allein, kann ich recht bewahret ſeyn. 6. Meinen Leib und meine Seele, Kräfte, Sinne und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ebr' und Ruhm, nimm' mich auf, dein Eigenthum! 7. Hülfe wollest du mir senden, wenn Gefahr und Noth mir droht; Alles mir zum Besten wenden, es sey Leben oder Tod. Sterb' ich, o, so bringe du mich zu deines Himmels Rub' D 523 Hauchy beseelt. Gleich einem Todten lag ich hier; daß ich noch lebe, dank' ich dir.do! 3. Und jedes Gut, deß ich mich freu, empfang' ich jego wieder neu aus deiner milden Hand. Mein Auge wird, wohin es blickt, von Wundern deiner- Huld entzückt. 4. Dich, dem ich nicht vergelten kann, dich, Vater, bet' ich findlich an; ich opf're dir mein Herz. Ein Herz voll Dank und Zuversicht verwirfst du, Hocherhab'ner, nicht. 2. Sieh', Herr, ich unterwinde mich, mit dir zu reden; Staub bin ich, von deinem 5. du, den meine Seele preist, erwecke mich durch deinen Geist zu meiner Christenpflicht! Hilf selber meiner Schwachheit auf, bis ich vollende meinen Lauf.* 1000 6. Ein gut Gewissen sev mein Theil! dieß wirk' in mir, o Herr, mein Heil, und ſegne meinen Fleiß. Dir ist, was ich bedarf, bekannt, und Alles steht in deiner Hand. # 5079 BAGI AND in day tshirpys Mel. Warum betrüb'st du dich zc. O 897. Ihm, der das Licht entstehen hieß, und mich gefund erwachen ließ, sen Preis und froher Dank! Des neuen Morgens Heiterkeit sey mei- ed hid tun aydney pinup** nem Gott zuerst geweiht. do immunist 8 Mel. Ich dank' dir schon durch 20. 7. Die Blume fleidest du mit Pracht, nährst jeden Vogel, Gott der Macht! Bin ich nicht mehr, denn sie? Ich werfe meine Sorg auf dich; du, mein Erbarmer, sorg'st für mich. #i Jottoit 898. Mein erst Gefühl sey Preis und Dank; erheb 524 erheb' ibn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang; lobsing' ihm, meine Seele! bi 2. Mich selbst zu schüßen, ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe für die Müden? In In besondern Zeiten.eu. 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß, und schüßt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag' und seinem Licht, mich wieder zu erwecken? iding 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält, und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet jevst du, Gott der Macht, gelobt sey deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tag's erfreue! Ardbe tim 7. Laß deinen Segen auf mir ruh'n, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. ibl 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. ein Unter 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn' und willig thue. 300 10. Daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe. 11. Daß ich, dem Nächsten beizusteh'n, nie Fleiß und Arbeit schene, mich gern an Aud'rer Wohlergeh'n und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. met. Ich dank dir, lieber ze. od jus bhim dae Gui 50 1130891 899. Lob sey Gott, der den Morgen uns sendet nach der Nacht, der, wenn wir ohne Sorgen entschlummern, für uns wacht; der uns im Schlaf erquicket, und uns're Kraft erneut; Gott, der die Erde schmücket, und, was er schuf, erfreut! 2. Der Engel heil'ge Heere erhöh'n ihn mit Gesang. Auf! singt in ihre Chöre, in ihrer Jubel Klang! Ertönet, Harf' und Psalter, in's Lied der Seraphim! Dem Schöpfer, dem Erhalter ertönt! lobsinget ihm! 3. Von mois 525 Morgen, od ne heute 3. Von dir ist mir gege- trost! vielleicht ist heute des ben, Herr, was ich hab' und Kampfes Ende da. bin; und dieß mein irdisch, big jus Leben fließt wie ein Strom Me 1. Christus, der ist mein Leben ze. dahin. Bald ist ganz verschwunden, der Wallfahrt kurze 900. Noch läßt der Herr Zeit; doch hängt an ihren Stunden das Heil der Ewigfeit. Og les m 4. O süßer, hoher Glaube, nicht ewig zu vergeh'n! Es soll der Mensch vom Staube einst wieder aufersteh'n. Ach, laß mich's nie vergessen! Der heil'gen Hoffnung voll, laß täglich mich ermessen, was einst ich werden soll. 5. Sollt ich nach Reichthum trachten? Nie komm' es in mein Herz! Nach Ehr' und Wollust schmachten? Ihr Lohn ist Reu' und Schmerz. Hienieden schon Erden soll meine Seele rein, ein Tempel Gottes werden, ganz ihm geheiligt seyn. 6. Zwar dieses Lebens Freuden sind nicht der Christen Loos; doch ist in ihrem Leiden des Herrn Erbarmung groß. Wir leiden nicht vergebens, und schau'n von ferne schon die Wonne jenes Lebens, der Ueberwinder Lohn. 7. Getrost, mein Geist! ermüde in deinem Kampfe nicht! Dich stärket Gottes Friede mit Kraft und Zuversicht. Ermunt're dich und streite! Des Sieges Lohn ist nah'! Ge• mich leben! Mit fröhlichem Gemüth' eil' ich, ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. 3. Du, Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an; wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? Sie gelten nichts vor dir; du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott! von 5. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freu'n, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weih'n. lu 6. Tilger meiner Sünden, o Mittler, Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du so gnädig bist. abf 7. Dir hab' ich mich ergeben; ich freue mich in dir. Erfreuender als Leben ist deine Güte mir. and pro 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad. Du, Ewigweiser, leite mich selbst nach deinem Rath. 9. Nur 526 9. Nur Eins laß mich erflehen: das christlich weise Herz, auf dich stets aufzuseben in Freuden, wie im Schmerz. 5. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst in's Herz 10. Daß ich am ersten mir ſehen; weißt, daß ich mich Gabe ganz geopfert trachte nach dem, was dir gefällt; mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt. In besondern Zeiten. 11. Daß ich, dir innig trauend, das Gute standhaft thu', und froh, gen Himmel schauend, denk': Herr, mich siebest du! 12. Bereit, den Lauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Gewissen, so finde mich der Tod! athin notlop si TEM 1500 nd; id fou 901. Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem( Seber aller ( Süter, dem treuen Menschenbüter!, NÍSM 2. Mit göttlichem Erbar-. men bedecktest du mich Armen; ich schlief in dem Vertrauen, der Sonne Licht zu schauen. And 3. Und dieß, Herr, ist geschehen; ich kann das Licht nun sehen; gesund grüß' ich den Morgen; dein Schuß hat mich geborgen. 4. Du willst ein Opfer haben. Hier bring' ich meine Gaben; mein Weihrauch, Herr, ut e mein Hüter, sind meiner Andacht Lieder. habe. od 6. Nun gieb du auch Ge lingen zum Wollen und Vollbringen; mit Baterhänden trage mich auch an diesem auch an d Tage. and. 7. Sprich Ja zu meinen Thaten; bilf selbst das Beste rathen; den Anfang, Mitt' und Ende, ach, Herr, zum Besten wende! 8. Mit Segen mich beschütte; mein Herz sey deine Hütte; dein Wort sey meine Speise auf meiner Pilgerreiſe.ch dn mit jji mdo? TO THD nachì. nadsinsið Mel. Aus meines Herzens uc. ng disar est100 902. Almächtiger, ich hebe mein Aug' empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, und neuer Dank dafür! Herr, deine Huld ist groß; und niemals bat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß. 2. Daß nicht im tiefen Schlummer des Lebens Licht verlischt, und daß mich frei von Kummer, ein sanfter Schlaf erfrischt, das dank' ich deiner Macht und deiner Batertreue. Durch notis Morgen.#C d Durch sie bin ich aufs neue mit heiterm Muth erwacht. versloffnen Nacht; erquickteſt mich, erhieltst mein Leben, 3 Beschützer meiner Seele, und schafftest es, daß ich verich harre stets auf dich. Was gnügt erwacht. Wer bin ich, ist's, das ich mir wähle? O, daß du meiner so gedenkst, wähle du für mich! Gieb, und wieder einen Tag zum was mir nüglich ist, du, dem Heil mir schenk'st? mid dun ich Alles danke. Mein freu- 2. Auch über mir ist deine digster Gedanke sey, daß du Güte noch immerfort mit jeum mich bist. jm rom dem Morgen nen. Mit innig dankendem Gemüthe fühl ich die Größe deiner Batertren'. Auch diesen Tag will ich mich deiner freu'n; auch er soll die zum Dienst geheiligt seyn. 63. Vor deinen Augen will ich wandeln, und treulich thun, was dir, mein Gott, gefällt; gewissenhaft in Allem handeln, und standhaftflieh'n die schudde Lust der Welt. O, stärke ſelbst mit deiner Hülfe mich; denn, was vermag ich Schwacher ohne dich? ohne dich? mocht 1998 8 4. Er führe von der Sünde mich auf der Tugend Bahn; er tröste mich und zünde Lieb und Vertrauen an. Ach, das zerstoß'ne Rohr, das willst du nicht zerbrechen! Dieß gnäz dige Versprechen hält jest mein Herz dir vor. allor 5. Beglücke du die Meinen mit deinen Segnungen. Verlaß der Armen Keinen; hilf allen Trauernden. Du eilst zwar ohnedem gern, Jedem beizustehen, doch ist der Liebe Flehen, dir, Bater, angenehm. 6. Gott, dem ich angehöre, dein Friede ruh auf mir. Mein Seufzer, meine Zähre, Erbarmer, ist vor dir. Deß soll mein Herz sich freu'n. Wer dir nicht trant, der bebe! Ich sterbe, oder tebe, so bin ich ewig dein.G( bilrsind nisur hid Inn 527 Mel. Dir, dir, Jehovah, will ze. dunt 903. Dich, dich, mein Gott, will ich erheben! Du warst mein Schirm in der choud 4. Laß diesen Tag mich ſo verbringen, daß ich ihn ohne Rew beschließen kann. Soll guter Borsaß mir gelingen, so schreib' den Vorsaß selbst zum Heil mir an. Auch dieser Theil von meiner Uebungszeit sey mir Gewinn noch für die Ewigkeit! im po mopid 5. Gieb mir auch heute, was mir nüßet. Vor Allem aber gieb ein. rubig Herz, das sich auf deine Vorsicht stüßet, und die vertraut, auch in dem größten Schmerz. Du weißt, was mir zum wahren Wohl In besondern Zeiten. 528 Wohl gebricht, und du versäumst gewiß mein Bestes nicht. 6. In diesem findlichen Vertrauen will ich getrost an mein Geschäfte geh'n, auf deinen sichern Beistand bauen, und deiner Fügung still entgegen seh'n. Ich weiß, du führst mich auf der rechten Bahn, und nimmst mich einst gewiß zu Ehren an. und en7. Was du mir zum Ver= gnügen giebst, vermehr' in mir die Lust, ganz dein zu seyn, der du mich liebst, und so viel Gutes thust! boing thi 8. Wenn Sorg' und Kummer mich befällt, so laß mich auf dich schau'n, und deiner Vorsicht, Herr der Welt, mit frohem Muthe trau'n.n 9. An deiner Gnade g'nüge Mel. Lokt Gott, ihr Christen 2c. NOT TO 904. 3u deinem Preis mir! Sie ist mein beſtes Theil, mein Trost und meine Zuflucht hier, und dort mein volles Heil. vid di mir; und wenn ich von Geschäften ruh', so sey mein Herz bei dir. und Ruhm erwacht bring' ich dir Ruhm und Preis, dir, Gott, der durch die Ruh' der Nacht uns zu erquicken weiß. i 42. D Bater, deine Gütigfeit ist alle Morgen neu. Du thust uns wohl von Zeit zu Zeit, und groß ist deine Treu'. 3. Jetzt schenk'st du mir zu meinem Heil von neuem einen Tag. Gieb, daß ich davon jeden Theil mit Weisheitnüßen magui in TOT animals 4. Die Zeit, in deiner Furcht vollbracht, bringt ewigen Gewinn. So fließe vor dir, Gott der Beacht, dieser Tag mir hin. auch id auch 15. Gieb, daß ich fern von Müssiggang, in meinem Stande treu, und, wem ich kann, mein Lebenlang bereit zu dienen ſey. Sungi 6. In Allem, was ich denk' und thu', sey dein Gebot vor sid.nd shilp Mel. Gott des Himmels und 26. 905. Der du alle deine Werke liebtest, Gott, von Ewigkeit, du bist auch mit Huld und Stärke ihnen nahe in der Zeit. Deine Güt' und deine Treu' ist mit jedem Morgen neu. ihn iste 2. Unter vielen Millionen siehst du liebreich auch auf mich; sicher läsfest du mich väterlich. Dafür preiſt mit wohnen, und beschirmst mich neuem Dank mein früher Lobgesang. 3. Darf ich, Erd' und Staub, es wagen, froh zu dir empor zu seh'n, meinen Kummer dir zu klagen, findlich frei dich anzufleh'n? Ja, durcy stis Morgen. ne durch Christum hab' auch ich dieses Zutrau'n gegen dich. 4. Du läßt meine Kümmernisse im Vertrau'n auf dich entflieh'n. So entfloh'n die Finsternisse, da die Morgensonn' erschien. Keine Sorge raube mir meine Freudigfeit zu dir! bistronal pol 15. Du gewährst mir neue Stunden zur Vollbringung meiner Pflicht. Werd ich da nur treu befunden, so bin ich voll Zuversicht, wenn mein Richter nun erscheint, der erhab'ne Menschenfreund. E 36. Stärke du mich Schwachen, leite mich mit deinen Segnungen. Ich ergebe mich auch heute deinen weisen Fügungen. 6 Herr, mich sieht 529 Sorgen frei. Du weißt es, was mir nüglich ist, und giebst es, weil du gütig bist. 3. Du unterhältst mir mei= ne Kräfte, damit ich sie gebrauchen soll; und treib' ich redlich mein Geschäfte, o so geräth es immer wohl! Bei Treu' und Fleiß giebſt du Gedeih'n; d'rum will ich treu und fleißig seyn. njoner 19 4. Ich will es seyn, so lang' ich lebe, so lange du mir Kräfte schenkst, damit ich mir das Glück erstrebe, daß du mit Beifall an mich denkst. Dann hab' ich hier Zufriedenheit, und dort vollkomm'ne Seligkeit.in chim Godf bri, His op sitism Mel. Ich dank' dir schon ze.. a dein Baterblick; v, wie groß 907. Ermuntre dich, ist dieß mein hid der sling om Mel. Wer nur den lieben Gott tc. ( Neuc Mel.) 906. Der frohe Morgen er frohe Morgen weckt mich wieder und ladet mich zur Arbeit ein; der Schlaf erquickte meine Glieder; nun will ich wieder thätig seyn. Mit frohem Herzen will ich nun, was meine Pflicht erfordert, thun. 2. Gott, dir sey Dank für dieſen Schlummer, und dir ergeb' ich mich auf's neu! In deinem Schuß bin ich von Kummer, bin ich von allen 111 mein Geist, du mußt zu Gottes Throne treten! Genieße früh die hohe Lust, den Schöpfer anzubeten..dom 2. Er, er hat mich zu rechter Zeit aus Nichts an's Licht gezogen, und hat mein Glück von Ewigkeit allgütig abge= wogen. down 3. Gelobt, mein Gott, sey deine Tren', gelobt sey deine Güte! Auch heut' wird sie mir wieder neu. Froh dankt dir mein Gemüthe. 6: 4. Vom süßen Schlaf, o Herr, erquickt, fühl ich die Kraft der Sonne; und aber34 mals 530 mals seh' ich entzückt der Schöpfung Pracht und Wonne. In besondern Zeiten. 5. O Vater, nimm dich meiner an auf allen meinen Wegen; erhalte mich auf ebner Bahn, und gieb mir deinen Segen!) miom childst 6. Erinn're mich an meine Pflicht, an mein Berufsgeschäfte; gieb mir dazu der Weisheit Licht, und neue Geistesfräfte. 85 Biar che 47. Herr, laß mein Herz zu aller Zeit auf deine Vorsicht bauen, in aller Noth, mit Freudigkeit und findlichem Vertrauen. chì find in 38. Dir ist bekannt, Herr, was mich fränkt, du fennest meine Sorgen; und was mein Herz nur wünscht und denkt, ist dir, Gott, unverborgen. 9. Laß weislich mich die Prüfungszeit zu meinem Heil verwenden; du forderst in der Ewigkeit sie einst von meinen Händen. seh': o, dann wach' ich anders auf! Schon am Ziel ist dann mein Lauf. Träume sind des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. mineralini ald 2. Gieb, dağ feiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, jenem Richtenden einst sage, er sey ganz von mir entweiht. Auch noch heute wacht' ich auf; Dank dir, Herr! zu dir hinauf führe mich, durch Glück und Plage, jeder meiner Lebenstage. 3. Daß ich gern sie vor mir sehe, wenn ihr letzter nun erscheint; wenn zum dunkeln Thal ich gehe, und mein Freund nun um mich weint! Lind're dann des Todes Pein; und laß mich den Stärksten seyn, daß ich ihn gen Himmel weise, und dich, Herr des Todes, preiſe. Chat 10. Behüte, Herr, und segne mich. Und was du mir Mel. Gott des Himmels und 2c. Chine Jose beſchieden, erhalte mir auch 909. Dir sev Preis! Ich väterlich, und gieb mir deis nen Frieden. si) nism toch meine Lieder, und erheben dankMel. Werde munter, mein 20. bar dich; denn dein Aug' hat 908.28enn ich einst von Kind, gewacht. i 00 hu in der Nacht über mich, dein 2. Wenn ich einst vollendet habe diese meine Pilgerzeit, ruh' ich auch also im Grabe, keime für die Ewigkeit. Auch in lebe wieder, Vater, und emopfinde mich. Auch erwachen jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh', und von dieses Lebens Kummer frei, den schönern Morgen Morgen. in dieser langen Nacht wird mein Staub von dir bewacht. 3. Aber ich erwach' auch wieder, und mein Lobgesang mit mir; dann erschallen meine Lieder feuriger und reiner dir. Ewig wird der Morgen seyn! Ewig schlaf ich nicht mehr ein! p mism 4. Wach' auch über meine Tage, Bater, meine Zuversicht, daß mich keiner einst verklage, wenn du kommst zum Weltgericht; daß ich meiner Pflicht hier treu, und dort unerschrocken sey. mishis 5. Keinen Tag zählst du vergebens, Gott, durch den ich bin, mir zu. Jeder ist ein Theil des Lebens; jeden, jeden richtest du. Lehr' mich wachen, daß mir nie unge nugt ein Tag entflieh'. 6. Heute leb' ich, laß auch heute nicht umsonst mein Leben seyn. Laß einst nach vollbrachtem Streite dieses Tages auch mich freu'n. Recht zu händeln, gieb mir heut' Stärke, Lust, Gelegenheit! i 10 25pung minste Ingy and Mel. Lobt Gott, ihr Christen ze. mit frohem Dank verlaß ich Bett' und Ruh'. Herr, höre meinen Lobgesang! Mein er stes Wort bist du. 531 neuen Muth. Vor Tausenden bin ich beglückt, die nicht so sanft geruht. 20 2. Wie hat der Schlum mer mich erquickt! Ich fühle lim ich dir, dir die verjüngte 3. Mein neues Leben dank' Kraft. Denn Beides, Vater, hast du mir durch deine Huld verschafft. 4..Ich nehm's aus deinen Händen hin mit froher Dankbarkeit. Herr, was ich habe, was ich bin, sey ewig dir geweiht dan tegang do 5. Mein ganzes Leben preise dich, dein soll mein Herz sich freu'n. Nur, bester Vater, lehre mich, fromm und dir tren zu seyn. telkeit berücke nie mein Herz. 6. Der Erde Lust und EiGieb Klugheit bei der Fröhlichkeit und Mäßigung im Schmerz. o dn mind -8. Ich schwacher Pilger in der Zeit will ihre Lüste flieh'n; mis nur um das Heil der Ewig910. Nun ist es Tag; keit soll sich mein Geist bemüb'usidus and c 7. Kurz ist der Eitelfeit Genuß, die mir die Welt versprach, und Neue, Marter und Berdruß folgt ihren Freuden nachy. müh'n. 9. Dann wird es niemals mich geren'n, daß ich den Tag durchlebt; ich werde froh und selig seyn, wenn man mich einst begräbt. toimit 34* Mel. In besondern Zeiten. 532 Mel. Aus meines Herzens 2c. 911. Des Morgens erste Stunde soll dir, Gott, heilig seyn. Mein Herz stimmt mit dem Munde zu Dankgesängen ein. Ob ich dein Lob hier schon mit schwachen Lippen lalle, so weiß ich, es gefalle dir doch durch deinen Sohn. 2. Auch mich hat deine Gnade in dieser Nacht bedeckt; mich hat kein Schmerz noch Schade verleget und erschreckt. Der Schlaf hat mich erquickt; ich bin mit frischen Kräften zu des Berufs Geschäften durch deine Huld beglückt. 3. Gieb Gnade mir auch heute, daß ich gewissenhaft dem Bösen widerstreite, gestärkt durch deine Kraft. Den ganzen Tag laß mich vor deinen Augen wandeln, fromm denken und fromm handeln, aus Liebe gegen dich. 4. Bei Fleiß und Arbeit schleiche kein Geiz sich in mein Herz; leicht rühre, leicht erweiche mich meines Nächsten Schmerz! Kein Glück, das Andern blüht, empöre mich zum Neide; und kein Genuß der Freude verderbe mein Gemüth. 5. Bewahr' an diesem Tage mich vor Gefahr und Leid. Und trifft mich eine Plage, so gieb Gelassenheit. Nur hilf, o Vater, mir, daß ich sie nicht verschulde, und dann * 18 site christlich dulde, voll Zuversicht zu dir. dum nisin 6. Wie bald ist's überwunden, das Leiden dieser Zeit! Auf wenig bange Stunden folgt Heil der Ewigkeit. Dieß stärke mich in Noth, daß ich nicht ängstlich zage; am letzten meiner Tage sey dieß mein Trost im Tod. $ 19 Ann2 Mel. Lobt Gett, ihr Christen sc. Vergangen ist auch 912. Verser analizy diese Nacht, sein neuer Tag erscheint! Ich ruhte sanft; wer hat gewacht? Du, Gott, mein Herr und Freund! 2. In deinem Schuße schlummert' ich, beschirmt durch deine Macht; kein Unfall traf und schreckte mich; ich ward von dir bewacht. S njo jaun 3. Wie manche mir verborg'ne Noth entfernte deine Hand! Auch einen bösen schnellen Tod hat sie von mir gewandt. u tim chu sopst 4. Wie dank' ich, Vater, dir dafür? O, könnt' ich dankbar seyn! Mein ganzes Herz ergeb' ich dir; auf ewig sey es dein! 5. Gedenk' auch heute, Herr, an mich, wenn sich Gefahren nah'n; o, nimm dich meiner väterlich um Jesu willen an! 6. Und du, mein Jesu, gieb mir Kraft; steh' deinem Freunde bei, damit ich fromm, gen wis Morgenfürbitte. Am Morgen des Sonntags. 533 mich dir vertrau'n, um ewig mich zu freu'n! wissenhaft in meinem Wandel sey. 394 thn thi drsar 17. Entfern', o Heiland, mein Gemüth von aller Eitelkeit; denn selig ist, wer auf if dich sieht, schon selig in der Zeit. 7. L 8. Im Glauben erst, und dann im Schau'n wird er es ewig seyn. So will ich, Herr, Mel. O Jesu Christ, mein's 2c. la part 913. Wir sind nach sanftem Schlaf erwacht. Wie Mancher hat die lange Nacht in Schmerz verseufzt, in Gram verweint, verlassen, ohne Trost und Freund! 2. Uns hat der Schlummer nen erquickt; vor Tausenden sind wir beglückt. Wie Mancher sieht der Sonne STING ME hare 9. Sev du nur mein, und treib' mich an zu jeder guten That; und ewig selig ruf' ich dann: Licht ist sein Himmelspfad! Mel. Sey Lob und Ehr' dem zc. 11.10 10. So fang' ich denn gewissenhaft in deinem Namen an. Gieb, Herr, zu meinem Wirken Kraft, daß ich's vollenden kann. uz mid. Strahl zu neuem Schmerz, zu neuer Qual! 3.5, Bater, wehmuthsvoller Dank tönt heut in unsern Lobgesang. Du bist allmächtig, unser Gott; ach, lind're uns'rer Brüder Noth! 4. Den Leidenden, führ' uns ihn zu; er finde Trost bei uns und Ruh'. Die Gabe, die sein Herz erfreut, sey Opfer unsrer Dankbarkeit. TIHE galo Himmel an, o Schöpfer aller Dinge! Wohl mir! auch 914. Frohlodend, Ba- ich darf mich dir nah'n; du ter, wach' ich auf am Tage deiner Ehre. Mein Morgenopfer dringt hinauf; schau' du herab und höre! Du wirst durch deinen Unterricht auch heute Muth und Trost und Licht in meiner Seele wirfen. hörst, wenn ich dir singe. Du selbst bedarfst zwar meiner nicht; doch ewig bleibt es meine Pflicht, dich findlich zu verchren. 1901901 2. Dich beten Erd' und 3. Ach, möcht' ich doch zut jeder Zeit, o Gott, mich deiner freuen, und voll von deiner Herrlichkeit, mein ganzes Herz 534 In besondern Zeiten. Am Morgen des Sonntags. Herz dir weiben! Du weißt und empfind' ich hier den es, oft reißt meinen Sinn Himmel schon auf Erden. die Eitelkeit der Erde hin, So werd' ich nach der Prüund dann vergeß' ich deiner. fungszeit einst im Genuß der 4. Dziehe sanft mich hin Seligkeit dich unaufhörlich dir in diesen Feierstun- preisen. od tisti zu zu die oft, o Bater, sind den! sie mir schon unbenugt verschwunden! Doch nun soll meidieſer Tag allein dir, nem Gott, geheiligt seyn, geheiligt deinem Ruhme! 5. Es freue meine Seele sich, hin in dein Haus zu gehen! Dein göttlich Wort erleuchte mich, und lehre stets mich sehen, wie freundlich du, mein Vater, bist, wie dein Gesetz nur Liebe ist, wie se lig, wer dir folget! 6. Dann, wenn der Wahrheit Lehrer mir den Weg zum Himmel zeigen, laß meinen Geist empor zu dir in heißer Andacht steigen! Gieb Lernbegier, Lust und Verstand, daß mir dein Wille recht bekannt, dein Rathschluß heilig werde. 7. Hilf mir, daß deines Wortes Kraft mein ganzes Herz durchdringe, und ich auch stets gewissenhaft, was Du mich lehrst, vollbringe! Laß, Herr, durch deinen Ünterricht mich eifriger in meiner Pflicht, im Glauben stärfer werden! 8. So wird dein Tag, o Bater, mir ein Tag des Segens werden. So seh' ich Mel. Wie schön leuchtet der zc. 915. Willkommen, edles Morgenlicht, du Schein von Gottes Angesicht, so herrlich und so milde! Zu grüßen deine Freundlichkeit, sind ringsum wach und allbereit die irdischen Gefilde. Viel Sang, viel Klang, hoch in Lüften, tief in Klüften; aller Orten ist die Welt zum Tempel worden. 2. Du Herr und Geber stiller Nacht, du Schöpfer, der den Tag gemacht, der Welt zu Nuß und Freuden; du Meister, dem kein and'rer gleich, du König, der mit seinem Reich umspannet Ewigkeiten; mächtig, prächtig, hoch vor allen, die da wallen, die da wohnen in des Himmels Regionen. 3. Die weite Welt ist dein Altar; mein Herz auch hast du wunderbar zu deinem Dienst bereitet. O du, den noch kein Auge fah, du bist so hoch und doch so nah; fein Raum von dir mich scheidet. Innig fühlt dich mein Geist in sich, und wie fröh13 Am Morgen des ersten Werktages. Zur Tischzeit. 535 fröhlich ist er dessen! Wer kaun deine Huld ermessen! nolltoldo 4. Wo brüderlich in Einem Geist die Schar der Gläubigen dich preist, eil' ich, dir zu lobsingen. Herr, sler 300 deinen Tag, der sanft die Welt mit seinem heil'gen Licht erhellt, läßt du mir Wonne bringen. Leite, weide deine Herde; Alles werde dir zum Ruhme, Gott, in deinem Heiligthume! bun ansted3 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 916. Mit dir geh' ich an mein Geschäfte; o Gott, du giebst durch deinen Geist mir auch gewiß zur Arbeit Kräfte, so lange du mich leben heißt. Laß, dieser Hoff nung mich zu freu'n, auch deinen Rath mir theuer seyn. 4. Laß mich auf diese Ordmich ihrer freu'n. Wie sollt nung sehen, ihr folgen und ich dabei irre gehen, und nicht vielmehr gesegnet seyn von dir, der du der Arbeit Last auch reichen Lohn beschieden hast? bonding cair ding suisd me Me 1. Herr Gott dich loben Alle ze. mus dviert 919. Du schenkst uns, a thing Is 5. So wart' ich denn auf deinen Segen, du weißt, wie Viel mir werden soll. Ich sehe deiner Huld entgegen, und bin des hohen Trostes voll: Mein Fleiß, o Höchster, ist vor dir; du siehst und du vergiltst ihn mir. 6. Ich tröste mich deß nicht vergebens; blieb er auch unvergolten hier, du reichst am Ende meines Lebens mir doch der Treue Lohn dafür. Dann freu' ich mich in Ewigkeit des nüßlichen Gebrauchs der Zeit.d ando? ing @ 2. Der ehrt dich nicht, der seine Tage in trägem Müs siggang verlebt, und sich und Andern gleich zur Plage das ihm gelieh'ne Pfund vergräbt. Du bist's, der uns den Fleiß gebot, und wer ihn übt, chrt dich, o Gott, dhe do 3. Du gabst mit so viel andern Trieben mir auch den Trieb zur Thätigkeit, und ihn auf's nüßlichste zu üben, giebst du uns auch Gelegenbeit. Du kennest uns'rer Arbeit Müly und deine Kraftsip sihi all erleichtert sie. di( 917.- 918.) onis hun sidsdoft mij d might Gott, so väterlich jetzt Speis und Trank; wir preisen dich; denn Alles, was uns stärkt und 536 In besondern Zeiten. Zur Tischzeit. mie und nährt, wird uns durch deine Huld gewährt.1 52. Sich, deine Gaben nehmen wir mit Freuden, Bater, hin von dir; o laß uns den Genuß gedeihn, und dir dafür auch dankbar seyn digil der Streiter Menge; des Men schen Troß kann ihm nicht wohlgefallen. Der Herr ist freundlich denen, die ihm trauen. Lobet den Herren. 7. Danket dem Höchsten, der mit Frieden segnet; der uns läßt wissen seine Recht' und Thaten. Der Brunn des Lebens quillt aus ſeinem Herzen. Lobet den Herren. 920. Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich. Es ist sehr köstlich, unsern Gott zu loben. Sein Lob ist schön und lieblich anzuhören. Lo bet den Herren. 1954 8. D Herr und Mittler, Sohn des Allerhöchsten, gieb deinen Christen Gnade, Gott zu preisen, und seinen Namen zu erheben. Amen. Lobet den Herreno od mod 2. Er heilet gnädig die zerbrochnen Herzen; er zählt die Stern und nennet sie mit Namen. Der Herr ist groß, allbarmherzig. Losd than# 1] ⠀( bim pun Mel. Nun danket Alle Gott zc. 192 bet den Herren. dd 921. Wir danken freudig 3. Er tröstet freundlich, die da trauernd gehen; er stößt zu Boden, die ihm widerstehen. Singt unserm Gott mit Harfen und mit Psalter. Lobet den Herren.saps bin 4. Er deckt mit Wolfen das Gezelt des Himmels; er sendet Regen, wenn er will, auf Erden; er läßt Gras wachsen hoch auf dürren Bergen. Lobet den Herren. 6 5. Der allem Fleische giebet seine Speise, dem Vieh sein Futter väterlicher Weise, den jungen Raben, die auch zu ihm rufen. Lobet den Herren. du 6. Er hat nicht Freude an dir für alle deine Gaben, die wir, o Bater, jetzt von dir empfangen haben. Gesundheit giebst du uns und Nahrung, die erfreut; hier einen frohen Muth, dort deine Seligkeit! ti ung 13& 2. Laß nie undankbar uns, wie gut du bist, verkennen! Von wahrer Dankbarkeit laß unser Herz entbrennen! Mach' uns gehorsam dir, mach' im Beruf uns tren, daß unser ganzes Thun dir wohlgefällig sey. 3. Wenn deine Huld uns schon auf Erden so beglücket, wie wird uns seyn, wenn einst dein Himmel uns entzücket! dusdie Zur Tischzeit, majd ne zücket! Führ uns dahin, wo wir dein Antlig ewig seh'n; so wird dich unser Dank noch würdiger erhöh'n. E * 1768 69ise bon mole Me 1. Bater unser im Himmelr. 2c. is jung 922. Gott, deine weise Macht erhält die ganze lebensvolle Welt; und Aller Augen freuen sich, und warten hoffnungsvoll auf dich, auf dich, der du sie Alle liebst, und Allen ihre Speise giebst. lis 2. Du öffnest deine Hand, 923. Singt dem Herrn so fließt herab, was Jedem nöthig ist. Mit Wohlgefallen sättigt sie dein Aufseh'n und versäumt sie nie; nie sind Geschöpfe deiner Hand dir unwerth oder unbekannt. Lob, Preis und Dank! Froh erheb' ihn, mein Gesang, ihn, der täglich uns ernährt, täglich uns viel Gut's gewährt! Er, der unser Vater heißt, der uns reichlich hat geſpeist, sey von uns auch jetzt gepreiſt! d 3. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil, noch täglich mein beschiednes Theil; gabst es mit Huld und Freundlichfeit noch immer mir zu rechter Zeit. Kein Vater sorgt so väterlich für seinen Sohn, als du für mich), 2. Ja, mit Freuden singen wir Dank und Lob, Versorger, dir. Doch erhör auch unser Fleh'n; lehr' uns selbst die Kunst versteh'n, deiner Güt uns recht zu freu'n; laß uns fromm und mäßig seyn, Uebermuth und Wollust scheu'n.d af de and don 3. Segn' uns ferner, unfer Gott! Gieb uns unser täglich Brod. Jeden laß zu seinem Heil nehmen sein be schied'nes Theil. Schenk uns, Herr, Zufriedenheit, Glück, Gesundheit, Einigkeit, Fried und einst die Seligkeit. dig Mel. 4. Der Vogel bauet nicht das Land; du nährst ihn doch mit milder Hand. Du schmückst die Blume königlich, die nicht zur Arbeit eilt, wie ich. Ver giß es, meine Seele, nie: Weit mehr bin ich vor Gott, als sie! timu 100 spor 51 537 mehr noch deiner; denn von dir kommt jeder Segen, Gott zu mir, der du der Quell der Gnade bist, aus welchent alles Gute fließt. had dor 5. Laß, Gott, mich nur genügsam seyn, und deiner Gaben mich erfreu'n; doch Hol 6. Bei deiner Gaben leberfluß erhalt' mich mäßig im Genuß. Auch schüße mich in Dürftigkeit vor Schmach und Unzufriedenheit. Du bist mein Gott! mein Lebenlang gebühret dir mein Preis und Dank. Mel. Singen wir aus 2c. 538 Mel. In dich hab' ich gehoffet ze. i 924. Für alle Güte sey gepreist, Gott, Vater, Sohn und heil'ger Geist! Jhr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. jus 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut' an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschüßet und genähret. In besondern Zeiten. Abend. Gedeih'n zu meinem Werke, in mir. inchide drie und schaff'st ein reines Herz of 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, nach deines Wort's Befehlen einher im Leben geh'n; auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen, und dort den Preis des Glaubens seh'n! Ind das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet' ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut' an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemüthe freu' ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen; ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Theil! igidon 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh' entgegen; dein Name sey gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände befehl ich, Bater, meinen Geist. lid 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: der Geist, mit dem ich dein gedenk', ein ruhiges Gemüthe; was ich vermag bis diesen Tag, ist AlLes deine Güte. rsd. 4. Sey auch, nach deiner Lieb' und Macht, mein Schuß und Schirm in dieser Nacht; vergieb mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. dolor 926. Nun sinkt die SonTomisd Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. ne nieder; die stille Nacht fommt wieder, und mit ihr 925. Herr, der du mir Schlaf und Ruh'; sie schenkt uns neue Kräfte, beschließt des Tag's Geschäfte, und drückt die müden Augen zu. 2. Noch wach' ich, und erzähle mit tief gerührter Seele, was Gott an mir gethan. Mit dankendem Gemüthe lobfing' ich seiner Güte; er hört mein frommes Loblied an. 3. Von whild on thrẻ tim os Mel. Nun ruhen alle Wälder sc. Abend. .motio 3. Von ihm kommt jede Gabe, das Leben, das ich das babe, die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, mein Schutz und treuer Hüter, der, wenn ich schlumm're, für mich wacht. 4. Er läßt es finster werden, und hüllt den Kreis der Erden in Nacht und Dunkelheit. Doch auch in dunk'ler Stille wohnt er mit seiner Fülle, und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Er führt aus dunk'ler Ferne den Mond und tausend Sterne mit Majestät herauf. Sie leuchten, ihm zur Ehre, hoch über Erd' und Meere, und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Voll Majestät und Stärfe steh'n lauter Wunderwerke in seiner Schöpfung da. Wie kann ich dir's vergelten? Du, Gott und Herr der Welten, warst auch mir Armen heute nah'. 7. Woher mein Glück, mein Leben? Gott ist's, der mir's gegeben? Gott ist's, der für mich wacht. Woher auf meinen Wegen so mancher reiche Segen? Gott ist's, der Alles wohlgemacht. 8. Gott, groß von Macht und Treue, jetzt, da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die müden Glieder in deinem Namen nieder, so wachest du; ich sorge nicht. 539 D.d me 9. Soll mir der Schlaf zum Leben erneu'te Kräfte geben, so will ich deß mich freu'n. Soll er mein Leben enden, so wirst du mich vollenden, mein Gott auch noch im Tode seyn.gal 200 Mel. Dies ist der Tag zum 2c. 927. Entflohen sind auch dieses Tages Stunden, an dem wir noch des Lebens Glück empfunden. Mit frohem Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den wir leben! 2. Des Lebens Müh' und Elend zu versüßen, giebt uns der Herr viel Freuden zu genießen; und welche Güter schenft er unsern Seelen! Wer kann sie zählen? 3. Noch immer läßt er uns Erbarmung finden; er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden. Wir häufen Schuld auf Schuld; er läßt uns leben, und will vergeben. 4. Wie unwerth sind wir, Vater, deiner Treue! Wir opfern dir ein Herz, erfüllt mit Reue. Die Seufzer nach Vergebung wollst du stillen um Christi willen! 5. Uns wohlthun ist dein göttliches Vergnügen. Dein Aufsehn schützt uns, wenn wir hülflos liegen, und, wie entseelt, umhüllt von Finster= nissen, von uns nichts wissen. 6. War 540 6. War dieß für uns der leßte Tag auf Erden; soll uns der Schlaf ein Todesschlummer werden: so weck'st du uns, die wir uns dir er geben, zum ew'gen Leben. 7. So legen wir getrost zur Ruh' uns nieder. Seh'n wir erfreut die Morgensonne wieder, dann preiſen wir mit Heiterem Gemüthe, Herr, dei ne Güte. 011010196550 O Ediams bilo 90 94 H 10l Inn Husd Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. dan de ansdox asa 928. 3n unserm Beſten Gott liebreich jendet er auch die Nacht uns 929. Nacht und Stille In besondern Zeiten. zu, hüllt uns in stille Schatten, erquicket dann die Matten, im sichern Schlummer, durch die Ruh. 2. Der Herr versäumet Keinen. Der andern Welt zu scheinen rief er der Sonne nun. Uns decken Finsternisse; doch ohne Kümmernisse soll unser Herz in Frieden ruh'n. 3. In unermeß'ner Ferne erzählen tausend Sterne die Größe seiner Macht. Fall, meine Seele, nieder! Erhebe froh dich wieder zu deinem Gott, der dich bewacht. 4. Er, der den Mond be reitet, die Sterne zählt und leitet, ist auch von mir nicht fern. Zu seines Himmels Höhe blick ich empor, und flehe; denn meine Hülfe kommt vom Herrn. 5. Wer bin ich? Staub und Sünder. Doch, Vater aller Kinder, auch mich erhörest du. Wenn still geweinte Zähren dir meine Reu' erklären, so ruft dein Sohn mir Gnade zu. 6. Mein Herz vergesse nimmer der Baterhuld, die immer mich trägt, mich nie vergißt; und meine Lippe preise den Höchsten, der so weise, so gütig, als allmächtig ist. 98798 Mel. Werde munter, mein 2c. führen wieder uns den milden Schlaf herzu; die von Arbeit miatten Glieder sehnen sich nach ihrer Rub'. Aber du versäume nicht, meine Seele, deine Pflicht, dich zu Gott noch zu erheben, seinem Schuß dich zu ergeben. 2. Prüfe dich vor ihm, o Seele! Nußtest du auch deine Zeit? Wärst du, wenn er dir's beföhle, vor's Gericht zu geh'n bereit? Ach, erwäg' es: Eins ist noth! Denk an Gott und an den Tod. Eile, dich ihm zu ergeben; nur bei ihm ist Heil und Leben. 3. Herr, ich muß es dir gestehen, oft vergaß ich meine Pflicht. Ach, du hast, du haft's 341 3. Der Tag ist schnell da hin geeilt, und deine Baterhand hat mir viel Gutes zu getheiltys viel Böses abge wandt. ustis Abend.at bast's gesehen; aber schon und richte nicht. Mein Vers trauen gründet sich nur auf deinen Sohn und dich, der du auch die Sünder liebest, lieber wohlthu'st, als betrübest. n'dans po3 396 sim 4. Herrscher über Tod und Leben, nimmidich meiner gnädig an. Du allein bist's, der vergeben, und mein Herz noch bessern kann. Sieh', ich komm und suche dich; und mein Mittler spricht für mich. Darum laß mich Gnade finden, und vergieb mir meine Sünden, niin 5. Leb' ich morgen, o, so leite meinen Gang auf deiner Bahn; nimm dich dann, daß ich nicht gleite, mächtig meiner Schwachheit an. Gieb auf meiner Pilgerschaft dei nen Schutz und deine Kraft. Fröhlich geb' ich dann am Ende meinen Geist in deine Hände. sidding sid port sofons usd Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. 15 no bod us 930. Wer unter deinem Schirme ruht, o Gott, von dir bewacht, der trott Mel. Wenn wir in höchsten 2c. mit unerschrocknem Muth dem 931. Wie ein Geſchwäß Grauen dunkler Nacht. asing 2. Aus öder, stiller Finsterniß sing'ich dir, Herr, ein Lied; mein Herz frohlockt, und ist gewiß, daß mich dein Auge sieht. dam ichnie 4. Auch in der Noth, und wenn ich litt, nabist du dich meiner an; und so ist nun ein neuer Schritt zur Ewigfeit gethan. 5. Gott, wie ist deiner Huld so viel! Du machst die Prüfung leicht. Die Tage flich'n; bald ist mein Ziel der Pilgerschaft erreicht. 6. Doch dir befehl ich meine Zeit, so lang' es dir gefällt; dir, Vater der Barmherzigkeit, leb' ich auf dieser Welt. ann 7. Ich trau' auf dich, und zitt're nicht; kein Unfall wird sich nah'n; denn du bist mei ne Zuversicht von meiner Jugend an. und sings 8. Mit Finsterniß umringt, schließ: ich die Augen betend zu; doch du, mein Vater, bist um mich, und segnest meine Ruh'. des Tag's, verfließt die Zeit, die mir geliehen ist; sie rauſcht vorbei, schnell wie ein Bach; und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach.one andror- 694 2. Die Ewigkeit, die Ewige feit 542 In besondern Zeiten. keit ergreift mich nach durch- und läßt mich auch im Tode lebter Zeit; ich sey alsdann nicht! hin bir d auch, was ich sey, ein Süntip der, oder Gott getreu.is Mel. Ich dank' dir schon durch zc. 3. Da wall' ich hin; da wartet mein das Anschau'n Gottes, oder Pein. Ach, Gott, mein Heil und mein Vertrau'n, laß mich dein heilig Antlig schau'n! 4. Du träufelst auf die Müden Ruh'; und wenn wir schlummern, wachest du. Ach, wie viel Seelen wallen nicht im Schlummer hin vor dein Gericht! is bisur 5. Wir sind nur, wie ein Schlaf, vor dir; wie Gras, so blüh'n und welfen wir. Du forderst uns vor dein Gericht; vor dir besteht kein Sünder nicht.dn'dan hij 112 canism 6. Verzeihe denn nach dei ner Huld auch mir, Erbarmer, meine Schuld; schenk mir an Jesu Christo Theil, und deine Gnade sey mein Heil. is 7. Gieb du die wahre Weisheit mir, daß ich nichts fürchte außer dir; so schlaf ich mit dem Troste ein, ich sey im Tod' und Leben dein. 8. Und fürchte nicht, von dir bewacht, des Todes Schlaf, des Grabes Nacht. Du, Gott, bist meine Zuversicht, till 932. Wie schnell ist mir der Tag entfloh'n, den ich durchlebet habe! Bollendet ist nun wieder schon ein neuer Schritt zum Grabe! 2. Herr, lehre mich die Flucht der Zeit mit stillent Ernst bedenken, wenn in des Lebens Eitelkeit mein Herz sich will versenken.tr@him 33. Damit ich jeden Abend mich in Zukunft frömmer finde: so tödte selbst, das bitt' ich dich, in mir die Macht der Sünde, d 4. Mit Glauben, der dich thätig preist, schmück, Höchster, meine Seele; und wars ne mich durch deinen Geist, so oft ich strauchelnd fehle. 5. Dir dank' ich, Bater, für die Huld, die du mit heut' erwieſen. mich Sünder mit Geduld; Du trägst sey hoch von mir gepriesen! 6. Sieh' ferner mich in Gnaden an; vergieb mir meine Sünden; und laß mich auf der Tugendbahn der Seele Frieden finden. Fin HINATO 7. Wenn meine matten Glieder nun vom Schlaf gefesselt liegen: so laß mich sanft und sicher ruh'n, bis Nacht und Schlaf verfliegen! Mel. mtis Abend.d n Met. Nun ruhen alle Wälder sc. of osha ord 933. Lobsinge, Seel, und sage, wie auch an diesem Tage dein Gott dir wohl gethan! Ja, dankend fall' ich nieder, und bringe meine Lieder; o Vater, nimm sie guädig an! usled 2. Dein ist's, daß ich noch lebe, jetzt deine Treu' erhebe, mich deiner Liebe freu'. Du mich gabst mir Speis' und Freuden, bewahrtest mich vor Leiden, und legtest deine Kraft mir bei, dia ads 3. Du lenktest Thun und Dichten, da mir bei meinen Pflichten so Manches wider stand. Zu jeglichem Geschäfte verlich'st du Lust und Kräfte, und führtest mich an deiner Hand. GA O Not 4. Zwar wank' ich oft und gleite; ich weiß, mein Gott, and heute sind meiner Fehler viel. Doch du hast mich geleitet, und, wenn mein Fuß gegleitet, doch nicht gestattet, daß ich fiel. re ti bin 5. Stets bist du hoch zu loben. Von deiner Liebe Proben zeugt nicht der Tag als lein. Gott, deine Liebe wolls te, die stille Nacht auch sollte für mich reich an Erquickung seyn. ism plizad 543 mir es gab.nd Bis ich es hier beschließe, dort deines Lichts genieße, ziehst du von mir die Hand nicht ab. bun 7. Nun, Bater, ich befehle dir fröhlich Leib und Seele, und schlaf in sich'rer Ruh. Ich trau' auf deine Guade. Was ist wohl, das mir schade? Allmächtiger, mein Schuß bist du. O Met. Werde munter, mein 2c. Yine 93ticht 934. Auf, Seele, sev noch munter, und gedenk' an deine Pflicht! Gottes Sonne gebt zwar unter, aber seine Güte nicht. Heut' auch hat sie mich ernährt, manche Freude mir gewährt, vor Gefahren mich beschüßet, meine Schwachheit unterstüzet. 12. Angebetet, hochgepriesen seyst du, Herr, mein Gott, von mir! Was du Gutes mir erwiesen, danket meine Seele dir. War idy's, Bater, gleich nicht werth, hast du doch mein Fleh'n erhört, daß ich heut', als ich erwachte, die in Jesu Namen brachte. non 3. Ruhe, Munterkeit und Kräfte, Trieb, die Arbeit nicht zu flieh'n, Fortgang im Berufsgeschäfte hast du mir auch heut' verlieh'n. Und wie viel Gelegenheit gab mir deine Gütigkeit, zu des Himmels Seligkeiten immer mehr mich zu bereiten.dratllor m4. Doch 6. Ich darf nicht ängstlich beben; denn du bewahr'st mein Leben, du selbst, der 544 4. Doch, da ich voll Dank erzähle, wie so groß dein Wohlthun war, stellen sich auch meiner Seele die begang'nen Fehler dar. Ach, verzeih mir meine Schuld, Gott der Langmuth und Geduld; in Bekämpfung schnöder Sünden laß mich deinen Geist empfinden. phim im 5. Gieb auch bis zum frohen Morgen meinem Le fanfte Ruh'. Durch dich schlaf ohne Sorgen; wenn ich schlafe, wachest du. Seel 936. Herr, es ist von und Leib befehl' ich dir. Walt' allgütig über mir, bis ich durch ein selig Ende meine Tage hier vollende. bio -dris@ 300 dpi$ 6 Mel. Werde munter, mein 2c. tur disg/ howbh meinem Leben wiederum ein Tag dahin. Könnt' ich mir doch Zeugniß geben, daß ich ihn nach deinem Sinn recht und nüßlich zugebracht, und zur Freude mir's gemacht, die mir anbefohl'nen Pflich 935. Laß mich diese Nacht ten treu und emsig auszurichIn besondern Zeiten. empfinden eine sanfte süße Ruh'; alles Uebel laß verschwinden; decke mich mit Ses gen zu. Leib und Seele, Muth und Blut, und die Meinen, Hab' und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sind in deinen Schuß geschlossen.sme 42. Ach, laß uns kein banges Schrecken, weder Raub noch Feuersgluth, aus dem süßen Schlummer wecken! Halt uns, Herr, in deiner Hut! Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im sichern Schlafe droht; laß uns, wenn wir sollten sterben, doch des Himmels Freuden erben. 34 Treuer Bater! ſo ge währe, was dein Kind gebeten hat. Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schuß und Rath. Heil'ger Geist! verlaß mich nicht; gieb mir Kraft und Zuversicht. Hör', o Gott, mein sehnlich Fle hen! Amen, ja, es soll geschehen. and i min S dado ou smisd tæt adst Mel. Werde munter, mein 2c. 400 ten! o bi u thot 2. Aber kann ich dir, dem Zeugen dessen, was ich denk' und thu', meine Fehler wohl verschweigen? O, sie alle sahest du! Ja, wie oft verging ich mich nicht auch heute wider dich! Wer kann merken, wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? in song and 3. Hab', o Bater aller Gnaden, habe noch mit mir Geduld! Heile meiner SeeleSchaden; tilge meiner Sünden Schuld. Deine unbegrenzte Treu' werd' auch diesen Abend neu', daß ich künftig deinen Willen stin Abend. Willen besser mög', als heut', erfüllen. 4. Heilige du mein Gemüthe, daß mein Schlaf nicht sündlich sey. Steh' mit deiner großen Güte auch in die ser Nacht mir bei. Nimm dich meines Hauses an; wehre dem, was schaden kann, daß ich morgen mit den Meinen feinen Unfall darf beweinen. 5. Laß mich dir zum Preis erwachen, ewig dir gewidmet seyn, daß ich mich in allen Sachen deiner Hülfe kann erfreu'n. Rath, o Gott, heute noch für mich den Tod: nun, so nimm an meinem Ende Leib und Seel' in deine Hände. 545 was ich hab' und was ich bin, in deine Hände geb' ich's hin. 2751911 3. Du, dessen Auge ewig wacht, verleih' auch nun in dieser Nacht Erquickung mir, dem Müden. Beschirmet deine Rechte mich, so stärken meine Kräfte sich, so lieg' ich ganz in Frieden! erwache froh, und mein Gesang singt dir, mein Vater, nenen Dank. nd then m Mel. Mirnach, spricht Christus 2c. Doch bestimmt dein 938. Herr, desſen Gnade Alles schafft, durch dich hab. ich mein Leben. Gesundheit, Segen, Lust und Kraft hast du mir heut' gegeben. Den ganzen Tag war'st du mit mir; mit froher Seele dank' ich dir. 2. Du hast mich heute väMel. Ewigkeit, du Donnerw.zc. 937.So hab' ich, Gott, terlich geſpeiset und getränfet; behütet vor Gefahren mich; zum Guten mich gelenket; zur Arbeit gab'st du Kraft und Muth. Wie bist du doch, mein Gott, so gut! 3. Du, ewig guter Vater, du wirst ferner für mich sorgen. Gieb meinem Leibe sanfte Ruh', bis zu dem frohen Morgen. Wenn ich erwache, fang' ich dann den neuen Tag mit Loben an. durch deine Macht nun wieder einen Tag vollbracht! Sey hoch dafür gepriesen! Mit froher Rührung dank' ich dir für alle Wohlthat, die du mir so unverdient erwiesen. O, laß mich ferner mit Vertrau'n auf dich und deine Leitung schau'n! da 2. Auch des verfloß'nen Tages Schuld verzeihe mir nach deiner Huld, und förd're mein Bestreben, in deiner Fügung still zu ruh'n, und deinen Willen gern zu bis du Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Jans mich führst zum Leben. Herr, 939. 3u so viel Tagen, 35 die In besondern Zeiten. 346 die mir schon von meiner Met. O Jesu Christ, mein's 2. schnell auch dieser, den ich 940. Ein sanftes Lager bent' durchlebt, in's Meer der Ewigkeit. 2. Gott, dem ich Nichts verbergen kann, der Alles weiß, was ich gethan, was ich geredet und gedacht, weiß auch, wie ich ihn zugebracht. wartet mein. Wie viele meiner Brüder freu'n, wenn du entfliehst, des Tages Licht, sich dieser Wohlthat heute nicht! 3. O Seele, denk' an deine Pflicht, versäume deine Beß'rung nicht! Denn auch der kleinste Theil der Zeit hat Einfluß auf die Ewigkeit. 2. Auf hartem Boden hingestreckt, bei Frost und Kälte unbedeckt, ruft mancher Kranke jammervoll den Tod der ihn erlösen ſoll! erlöſen ſoll! ples, char 4. Der Tod vollendet mich vielleicht, eh' diese Nacht dem Morgen weicht, und führet mich, wie ich hier bin, vor Gott, vor meinen Richter hin. 3. Du, werth der Glücklichste zu seyn, mein Mittler, ach, es war nicht dein der Ort, wo du nach Müh' und Last zur Ruh' das Haupt geleget haft! 4. Wer bin ich? Wie vergelt' ich dir, mein Vater, was du thust an mir? Ich bin zu schwach! Doch höre du den Dank für meine sanfte Ruh'. 5. Bewahre gnädig mich, mein Gott, vor einem bösen schnellen Tod. Zur Beß'rung und zur Frömmigkeit gieb, mein Erbarmer, mir noch Zeit. 6. Erhöre väterlich mein Fleh'n, laß Gnade, Herr, für Recht ergeh'n. Nicht schrecklich sei mir dein Gericht, gedenke meiner Sünden nicht. 7. Bon allem bösen Vorfag rein, will ich dir ganz mein Leben weih'n. Kein Tag soll wieder mir entflieh'n, es segne denn dein Beifall ihn. 8. Von dir bewacht entschlaf ich nun.. Laß' mich in fanfter Stille ruh'n! Mein erst Gefühl nach meiner Ruh' jep mein Gelübde, Gott, sey du Mel. Wer nur den lieben Gott ze. 941. S Jeſu, wenn zum Stärkungsschlummer dein Haupt ermüdet niedersauf, wie manches Erdenpilgers Rummer, der aus dem Kelch der Leiden trank, war dann gestillt! wie mancher Schmerz geheilt durch dein erbarmend Herz! Herz! 7 79104 2. Wie waren deine treuen Hände zum Wohlthun immer ausgestreckt! Wie hatte, wo sich Elend fände, des Menschen= Abend. android n add fchenfreundes Blick entdeckt! Du lebtest jeden Augenblick für Brüderwohl, für Menschenglück. b 201 3. Und ich? lebt ich vielleicht vergebens? vielleicht kaum halb nur diesen Tag? Was helfen Stunden meines Lebens, von denen ich nichts ernten mag? Ach, hätt' ich deiner oft gedacht, sie wären besser zugebracht!( the onl 4. Jch blicke ren'voll auf die Stunde, die ungenugt mir heut entwich; gelobe dir mit Herz und Munde, o Gott, mehr Treue gegen dich. Ja, jedes fünft'gen Tages Licht sey Zeuge treu erfüllter Pflicht. . Nun ruhen alle 942. S Wälder; es ruhen Städt' und Felder; es schläft die müde, Welt. Ihr aber, meine Sinne, auf, daß ich noch beginne, was eurem Schöpfer wohlgefällt. sid 127959 2. Der Sonne Licht und Glänzen entwich aus unsern Grenzen; uns deckt die finst're Nacht. Fahr' hin, du ErdenErden sonne, wenn Jesus, meine Wonne, mein Herz nur hell und heiter macht. sid 10 1547 4. Verfenft in füßen Schlummer, vergißt nun seinen Kummer das tief betrübte Herz. Frohlocke, frei zu werden von jeder Last der Erden, vom Sündenjoch, von Angst und Schmerz! 5. Bald legt ihr, matte Glieder, euch auf das Lager nieder, das euch die Ruh' gewährt. Es kommen einst die Zeiten, da man euch wird bereiten die Ruhstatt in der fühlen Erd'. dan p 56. Die Augen steh'n verdrossen; wer wacht, wenn sie geschlossen? Wer sorgt für Leib und Seel'? Deck fic mit deinen Gnaden; sey gut vor allem Schaden, du Wächter über Israel. 7. Dein Flügel, Herr, bedecke mich Schlafenden; es wecke fein Unfall mich, noch Pein! O Jesu, meine Freude, laß' du vor allem Leide mein stilles Lager sicher seyn. 8. Auch euch, ihr, meine Lieben, erschütt're fein Betrü ben, fein Unfall, noch Gefahr. Schlaft ruhig bis zum Morgen; der Herr wird für euch sorgen; euch schüßet seiner Engel Schaar. S 3. Durch jene blaue Ferne, weit über alle Eterne, erhob brimi shumit shiv mnie Mel. Der lieben Senne Licht zc monisi er herrlich sich. Ich will gen 943. Preis dir, der auch Himmel schauen, mit gläubigem Vertrauen; dort sorgt in stiller Nacht sein Antlig mein Heiland noch für mich, zu uns neiget! Preis dir, da 1512 35* in 548 in gestirnter Pracht von dir der Himmel zenget! Dich løbet jeder Stern und rufet: Lobt den Herrn! Auch meine Seele lobt erfreut, Erhalter, dich, dich, Herr der Zeit! 2. Mir ward der Tag, der jetzt verschwand', durch dich zum frohen Tage. Mich schüßte deine Allmachtshand vor jeder Noth und Plage. Du gabst, warum ich bat; mich führte, Herr, dein Rath. Durch Segen ward mir offenbar, daß Gott mein Freund und Helfer oord war. 3. Was bin ich, großer Gott, vor dir, daß du so treu Jug 05 nodon is tim In besondern Zeiten. Abendfürbitte. mich liebest? Womit verdien' ich's, daß du mir so viele Freuden giebest? Ich denk an meine Schuld, voll Scham bei deiner Huld. Vergieb, und mach' durch wahre Ren mich dir und meiner Pflicht getreu. nidus jlad ond en 4. Erquicke mich in dieser Nacht zu einem frohen Morgen. Du bist es, der für Alles wacht; d'rum schlaf ich ohne Sorgen. Ich bin, ich bleibe dein, und schlafe betend ein. Berlaß auch, Gott, mein Gott, mich nicht, wenn einst mein Aug' im Tode bricht! ge moja, ndaj mij ops), of Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. und Lind'rung flehn und auf dich voll Hoffnung seh'n. od 3. Sende, Vater, Muth den 944. Gott der Tage, Schwachen, Licht in jedes trübe Gott der Nächte, uns're See- Herz! Allen, die bekümmert le harret dein; hofft auf dei- wachen, lind're gnädig ihren ne starke Rechte, weiß, du Schmerz! Laß die Wittwen, kannst nicht ferne seyn. Auch laß die Waisen deine. Huld. in stiller Nächte Stunden hat und Treue preisen! Gieb den dich manches Herz gefunden, Kranken sanfte Ruh'; Sterwenn es im Gebete sich sehnte, benden sprich Tröstung zu! Herr, zu finden dich.d4. O du treuer Menschensous girl thing 2. Vater, viele Menschen weinen, viele Kranke schmachten jetzt! Aber du verläsfest Keinen, der auf dich Vertrauen segt; trocknest liebreich Kummerthränen, und erfüllst der Deinen Sehnen, die um Ruh' hüter! Nacht ist wie der Tag vor dir. Herr, allmächtiger Gebieter! deinen Schutz erflehen wir. Allen, Allen, die jetzt leiden, öffne bald den Quell der Freuden, daß sie, frei von ihrer Pein, deiner Huld sich dankbar freu'n. Mel. sdiserlsgr Prüfung am Abend.tisd# 549 Trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? Mel. O Gott, du frommer 2c. Tid tid 945. Der Tag ist wieder hin; und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn verbracht? Verstrich) er mir ver= gebens? Hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Verlangen, als ein Geschöpf von Gott der Tugend mich zu weih'n, und züchtig und gerecht, und Gottes Freund zu seyn? 63. Hab' ich in dem Beruf, den Gott mir angewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen; mir und der Welt genüßt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Menschen sah'n? 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? Erfreut' ich mich des Herrn, der unser Fleh'n bemerkt? Und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz gestärkt? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmächtigen, durch den sie sind und werden? Berehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich seine Huld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs süße Stun= den? Fühlt' ich der Freundschaft Glück, sprach ich, was ich empfunden? War auch mein Ernst noch sanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? Und hab' ich nichts gered't, das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beispiel still zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleid's Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das And're traf, war dieß mir angenehm? 8. War mir der Fehltritt leid, so bald ich ihn begangen? Bestritt' ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? Und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu steh'n, auch willig und bereit? o 910 9. Gott, der du Alles weißt, was könnt' ich dir ver= hehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Bergieb durch Christi Blut mir die verletzte Pflicht; vergieb, und gehe du nicht mit mir in's Gericht. 10. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden fränken; du liebst Barmherzigkeit, und wirst 550 In bes. Zeiten. Am Ende der Woche. Orgelweihe. wirst auch mir sie schenken. so leb' ich dir; sterb' ich, so Auch diese Nacht bist du der sterb' ich dir! Wächter über mir. Leb' ich, Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 950. Unwiederbringlich schnell entflieh'n die Tage, die uns Gott gelieh'n. Die Woche kommt, und eilt davon; vergangen ist auch diese schon! neu. 2. Dank sey dir, ewig treuer Gott, für deinen Beistand in der Noth, für tausend Proben deiner Treu'; denn deine Huld war täglich war täglich 3. Wenn unser Herz, von Schuld befreit, sich mancher guten That erfreu't, weß' war die Kraft? Wer gab Gedeih'n? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein. 4. Oft fehlten wir, und merkten's nicht. Verzeih' uns die verlegte Pflicht! Dusich'st, die( 946-949,) ( 946-949,) 951. Hinauf zu Gott, Gesangeslust! und thu' ſein Walten fund! Sein Dankaltar sey jede Brust; sein Lob in jedem Mund! 2. Stimm' ein in unsern Lobgesang, du mächtger Orgelton! Trag der Gemeine 257 ndimi dnd sie best? Erbarmer, uns're Neu'; um Christi willen sprich uns frei! 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets näher hin zur Ewigkeit. Du hast die Stunden zugezählt; die letzte weislich uns verhehlt. 6. Herr unsers Lebens, mache du uns selber recht geschickt dazu; daß nicht, indem wir sicher sind, der Tod uns unbereitet find't! 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, die unser Loo8 entscheiden soll: so führ' uns aus der Prüfungszeit zu deiner frohen Ewigkeit.d 8. Da sind wir unsers Heils gewiß; da wechseln Licht und Finsterniß nicht mehr, wie hier. Du ew'ges Licht, Herr, unser Gott, verlaß uns nicht! plerism 1100 tun hird Mel. Lobt Gott, ihr Christen c. Preis und Dank empor zu Gottes Thron. THA 3. Zum Schöpfer, der auch Schöpferkraft dem Menschengeist verleiht, damit er Kunst und Wissenschaft dem Unsichtbaren weiht. 4. Hoch strahlt die schöne Ziererin im schönen Gotteshaus, haus, und geht als Sangesführerin vieltönig uns voraus. 5. Wir weihen sie im Heiligthum' mit Freud' und Jubel ein. Sie soll ein Werk zu Gottes Ruhm in der Gemeine seyn. 6. Šie preise mit beim Festgenuß in Jesu Gnaden reich; sie danke mit beim Sabbathsgruß: ,, der Herr, Herr sey mit euch!" 7. Zu ihrer Stimme, ernst und hehr, sing' frommer Christen Schar: ,, Allein Gott in der Höh' sey Ehr', der seyn wird, ist und war." 8. Sie töne, wenn, trotz Zweiflerspott, der Glaub'uns aufwärts weist: ,, Wir glauben all' an einen Gott, an Bater, Sohn und Geist." 9. Den frommen Sinn entzücke sie hoch über Erdenschmerz, und bringe Himmelsharmonie in das entzweiteHerz. 3010 Orgelweihe. 551 10. Sie wecke mit Bosannenton vom Schlaf den Sünder auf, und trage sein Gebet zum Thron im leiſen Klang hinauf. 11. 3hr Lautenhall, ihr Flötenspiel sey Trost im trüben Gram, und jener Wonne Borgefühl, die noch kein Ohr vernahm. 12. Hinauf zu Gott! Der Tag gebeut, uns deiner, Herr, zu freu'n. Dein Lob soll immerdar, wie heut', in unser'm Munde seyn. 13. Nimm unsern Dank, hör' unser Fleh'n, und hilf uns ein und aus; laß deine Herr, Angen offen steh'n, über dieses Haus. 14. Auf deine Güte hoffen wir, und schau'n getrost empor. Einst tönt mit Engelbarfen dir ein Lied im höhern Chor. ( 952.) nous AD HONOST *** disab - 1 bom.01= éopmas ela jdog dau und 30 pundit jismi nod ng du du dus the digit Anhang. pe mist choir sid Aeltere unverändert gebliebene Lieder. 3117 dem Sohn, sammt heil'gem Geist in Einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit. Mel. Mein Gott, ich danke zc. 953. Gott Lob! der Sonntag kommt herbei; die Woche wird nun wieder neu. Heut' hat mein Gott das Licht gemacht; mein Heil hat mir das Leben bracht. 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden ist, und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht g'nug freuen mag; da wir mit Gott versöhnet sind; daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. 4. Mein Gott! laß mir dein Lebenswort; führ mich durch's Himmels Ehrenpfort'; laß mich hier leben heiliglich, und dir lobsingen ewiglich. 5. Ehr' sey dem Vater und 954. Kyrie, Gott VaBarmherzigkeit, aller Ding' ter in Ewigkeit! groß ist dein' ein Schöpfer und Regierer. Eleison!: 07 2. Christe, aller Welt Trost! uns Sünder allein du hast erlöst. O Jesu, Gottes Sohn! unser Mittler bis in dem höchsten Thron; zu dir schreien wir aus Herzensbegier: Eleison! 3. Kyrie, Gott, heiliger Geist! tröst', stärk' uns im Glauben allermeist, daß wir am letzten End' fröhlich abscheiden aus diesem Elend. Eleison! 955. Allein Neltere unverändert 955. Allein Allein Gott in der Höh' sey Ehr', und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehruns rühren kann kein Schade! Ein Wohlgefall'n Gott an uns hat; nun ist groß Fried' ohn' Unterlaß; all' Fehd' hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich; für deine Ehr' wir danken, daß du, Gott Vater! ewiglich regier'st ohn' alles Wanken. Ganz unermess'n ist deine Macht; fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht; wohl uns des feinen Herren! 3. O Jesu Christ, Sohn eingebor'n deines himmlischen Baters, Versöhner der'r, die war'n verlor'n, du Stiller unsers Haders; Lamm Gotz tes, heil'ger Herr und Gott! nimm an die Bitt' von unf'rer Noth; erbarm' dich unser aller. 4. heil'ger Geist, du höchstes Gut, du allerbeilsamster Tröster! vor's Teufels G'walt fortan behüt', die Jesus Christus erlöfet durch große Marter und bittern Tod; abwend' all' unsern Jammer und Noth; dar= auf wir uns verlassen. 956. Wir glauben all' an Einen Gott, Vater Sohn gebliebene Lieder. 553 und heil'gen Geist; an Gott, den Herren Zebaoth, den die Schar der Engel preist; der durch seine große Kraft Alles wirket, thut und schafft. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der von dem Himmel kommen ist, und uns führt in's Himmels Thron; der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Noth. 3. Wir glauben auch an heil'gen Geist, der von Beiden gehet aus; der uns stets Trost und Beistand leist't wi= der alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit! sey ge= preist zu aller Zeit. 957. Wir glauben all' an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Bat'r gegeben hat, daß wir seine Kinder werden. Er will uns all'zeit ernähwohl bewahren; allem Unfall ren, und Seel' auch will er wehren, kein Leid soll uns wiederfahren; er forget für uns, hürt und wacht; es steht Alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, ſeinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren; von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren 554 do19Aeltere unverändert zils? ren, durch den heil'gen Geist 959. Herr Jeſu Chriſt im Glauben, für uns, die wir waren verloren, am Kreuz gestorben, und vom Tod wied'r auferstanden ist durch Gott. daly dich zu uns wend', dein'n heilgen Geist du zu uns send'; mit Hülf' und Gnad', Herr, uns regier', und uns den Weg zur Wahrheit führ'! apid 3. Wir gläuben auch an heil'gen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden ein Tröster heißt, uns mit Gabe zieret schöne, die ganze Christenheit auf Erden hält in Cinem Sinn gar eben; hier all' Sünd'n vergeben werden; das Fleisch soll uns wieder leben; nach diesem Elend ist uns bereit ein Leben in der Ewigkeit. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ew'ger Freud' und sel'gem Licht! 4. Ehr' sey dem Vater und 958. Liebster Jesu! dem Sohn, dem heilgen Geiſt in Einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sey Lob und Preis in Ewigkeit. ( 960. 961.). 00 wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören. Lenke Sinnen und Begier auf die süBen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Thu' auf den Mund zum Lobe dein; bereit' das Herz zur Andacht fein; den Verstand, daß uns dein Nam' Glauben mehr', stärk' den werd' wohl bekannt. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umbüllet, wo nicht deines Geistes Glanz uns mit bellem 962. Dieß ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hundert tausend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz in Licht erfüllet. Gutes denken, thun und dichten, mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren! mach' uns allefammt bereit; öffne Herzen, Mund und Ohren! Unser Bitten, Fleh'n und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ( Neue Mel.) gebliebene Lieder. in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. so 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klas ren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern' vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles seyn.sh 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel seyn. 5. D'rum, Jesu, schöne Weihnachtssonne! bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sey meine Weihnachtswonne, und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll, und sey der Weihnachtsfreude voll. 555 2. Des ew'gen Vaters ein ges Kind jetzt man in der Krippen find't; in unser ar mes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Kyrieleiſon. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schooß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding' erhält allein. Kyrieeffle= leison. 4. Das ew'ge Licht geht da herein, giebt der Welt ein' neuen Schein; es leucht't wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleiſon. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward, und führt uns aus dem Jammerthal; er macht uns Erb'n in seinem Saal. Kyrieleison. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm', uns in dem Himmel mache reich; und seinen lieKyrieben Engeln gleich. leison. 7. Das hat er alles uns gethan, sein' groß' Lieb' zu zeigen an, deß' freu' sich alle Christenheit, und dank' ihm deß' in Ewigkeit. Kyrieleison. 35 and 1157 963. Gelobet feyst du, Jesu Christ! daß du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; deß' freuet 964. Christe, du Lamm sich der Engel Schar. Kyrieleiſon. Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm' dich unser.400-1013. THER dich unser. 2. Christe, du Lamm Gottes 556 tes, der du trägst die Sünde der erbarm' dich unser. Mel. Christ ist erstanden ze.i hi 3. Christe, du Lamu Gor- 967. Christ fuhr gen tes, der du trägst die Sünde Himmel; was sandt' er uns der Welt, gieb uns deinen hernieder? den Tröster, den Frieden. Amen. bimte heiligen Geist, zu Trost der sling mall Nodrom nisionit armen Christenheit. Kyrie, Aeltere unverändert alle tindry" peleison! 965. Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlachtet, all'zeit erfunden geduldig, wiewohl du warest verachtet! all' Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm' 968. heiliger Geist, 108.1 dich unser, o Jeju! 2. Lamm Gottes un-= schuldig! u. s. w. Erbarm' dich unser, o Jesu! n 3. Lamm Gottes unschuldig! u. s. w. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! TIN 93 8nd o heiliger Gott! du Tröster werth in aller Noth! Du bist gesandt vom Himmelsthron, von Gott dem Vater und dem Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! mor 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Gieb uns die Lieb' zu deinem Wort; zünd' an in uns der Liebe Flamm', daß wir uns lieben allesammt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! hetonudba nd 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Mehr' unsern Glauben immerfort. An Christum Niemand glauben kann, es sey denn durch dein' Hülf gethan. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Erleucht uns durch dein göttlich Wort. Lehr uns den Vater fennen schon, dazu 966. Christ ist erstanden von der Marter alle; deß' soll'n wir alle froh seyn; Christ will unser Trost seyn. Kyrie, eleison. 2. Wär' er nicht erstanden, so wär' die Welt vergangen: seit daß er erstanden ist, loben wir den Herren Jesum Christ. Kyrie, eleison. 3. Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! Deß' soll'n wir alle froh seyn; Christ will unser Trost seyn: Kyrie, eleifon. 2. Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! Deß ſoll'n wir alle froh seyn; Christus will unser Trost seyn. Kyrie, eleison! gebliebene dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott!( pod o nd 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Du zeigst die Du zeigst die Thür zur Himmelspfort'. Laß uns hier kämpfen ritterlich, und zu dir dringen seliglich. Oheiliger Geist, o heiliger Gott! 01x0 Lieder. 19 557 aller Noth! hilf, daß wir nicht fürchten Schand' noch Tod; daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrie, eleison! quis tinction) jpg Dided fojtstift and ( 970.) root mind Mel. Wie schön leuchtet der ze. med 6. O Geist, o liger Gott! Verlaß uns nicht 971. O heil'ger Geiſt, in Noth und Tod! Wir sagen dir Lob, Ehr' und Dank jehund und unser Lebenlang. Oheiliger Geist, o heiliger Gott! 18 solle Bath Bor fehr bei uns ein, und laß uns deine Wohnung seyn; o komm', du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein bei uns und in nn8 kräftig seyn, zu steter Freud' und Wonne, daß wir, in dir recht zu leben, uns ergeben, und mit Beten oft im Glanben dor dich treten. dip mi and aling Imgut 969. Nun bitten wir den heil'gen Geist um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unser'm Ende, wenn wir heimfahren aus diesem Elende. Kyrie, eleison! 2. Du werthes Licht! gieb uns deinen Schein, lehr' uns Jesum Christum erkennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns gebracht zu dem rechten Vaterland. Kyrie, eleison! Kyrie, eleison! jul 3. Du süße Liebe! schenk' uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben, und im Frieden auf Einem Sinne bleiben. Kyrie, eleison! iden 4. Du höchster Tröster in 2. Du Quell, d'raus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hören, daß wir in Glaubenseinigkeit auch And're in der Christenheit dein wahres Zeugniß lehren. Höre, lehre, daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben. si dane 3. Steh' uns stets bei mit deinem Rath und führ uns selbst den rechten Pfad, weil wir den Weg nicht wissen. Gieb uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir auchy leiden 558 Aeltere unverändert den müssen. Schane, bane, was zerrissen und beslissen, dich zu schauen, und auf deis nen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein' edle Bal- sid samkraft empfinden, und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden; auf daß wir unter deinem Schuß begegnen al- 973. Komm, heiliger ler Feinde Truß, so lang' wir sind auf Erden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 5. O starker Fels und Lebenshort! laß' uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von dei ner weisheitsreichen Lehr' und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte in's Gemüthe, daß wir können Jesum unsern Heiland nennen. Geist, Herre Gott! erfüll' mit deiner Gnaden Gut deiner Gläubigen Herz, Muth und Sinn; dein brünstig' Lieb' entzünd' in ihn'n. O Herr durch deines Lichtes Glanz zu dem Glauben versammelt hast das Volk aus aller Welt Zungen, das sey dir, Herr, zu Lob gesungen! Hallelujah! Hallelujah! 6. Du süßer Himmelsthau, laß' dich in uns're Herzen kräftiglich, und schenk' uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sey dem Nächsten stets mit Liebestren', und sich darinnen übe, fein Neid, fein Streit dich betrübe; Fried' und Liebe müssen schweben; Fried' und Freude wollst du geben! OH! 2. Du heiliges Licht, edler Hort! laß uns leuchten des Lebens Wort, und lehr' uns Gott recht erkennen, von Her zen Vater ihn nennen. Herr! behüt' vor fremder Lehr', daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum Christ, mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah! Hallelujah! 3. Du heilige Brunst, süBer Trost! Nun hilf uns fröhlich und getrost in deinem 7. Hilf, daß in wahrer Hei- Dienst beständig bleiben, die ligkeit wir führen unsre Lebens- Trübsal uns nicht abtreiben. zeit; sey unsers Geistes Stär- Herr! durch deine Kraft O ke, daß uns forthin sey unbe- uns bereit, und stärk' des wußt die Eitelkeit, des Fleisches Fleisches Blödigkeit, daß wir hier Lust, und seine todten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, bis wir Himmelserben werden. ( 972.) gebliebene Lieder. hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah! Hallelujah! 974. K Komm, Comm, heiliger Geist! erfüll' die Herzen deiner Gläubigen, und entzünd' in ihnen das Fener deiner göttlichen Liebe, der du durch Mannichfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammelt hast in Einigkeit des Glaubens. Hallelujah! Hallelujah! lle du Gard wohn' uns bei, und laß uns nicht verderben; mach' uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr'; halt' uns bei festem Glauben, und auf dich laß' uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen; dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen entflieh'n des Teufels Listen, mit Wafe fen Gottes uns rüsten! Amen! Amen! Das sey wahr! So fingen wir Hallelujah! 2. Jesu Christe, wohn' uns bei, und laß' uns nicht verderben u. f. w. 559 979. Wer nur den lieben Gott läßt walten, und 975. Gott, der Bater, hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderlich erhalten in aller Noth und Traurigfeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf feinen Sand gebaut. 3. Heiliger Geist, ach, wohn' uns bei, und laß uns nicht verderben u. s. w. ( 976-977.) 978. Gott sey gelobt und gebenedeiet, der uns selber hat gespeiset mit Christi Leibe und mit seinem Blute; das gieb uns, Herr Gott, zu gute! Kyrie, eleiſon. 2. Gott geb' uns allen seinen Gnadensegen, daß wir geh'n auf seinen Wegen, in rechter Lieb' und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrie, eleison. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein Wes nig stille, und sey doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Guadenwille, wie sein' Allwissenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Gr 560 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nüßlich sey. Wenn er uns nur hat treu erfunden, und merket keine Heuchelei: so fommt Gott, eh' wir's uns verseh'n, und lässet uns viel Guts gescheh'n. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshize, daß du von Gott verlassen seyst, und daß der Gott im Schooße size, der sich mit stetem Glücke speist. Die Folgezeit verändert viel, und seßet Jeglichem sein Ziel. Neltere unverändert 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten Alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöh'n, bald stürzen kann. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getren, und tran' des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott segt, den verläßt er nicht. 2c. Mel. Nun ruhen alle Wälder ze. pimps fuist 980. Dem Herrn, der mich regieret und wunderbarlich führet, vertrau' ich mich allein; obschon viel Krenz hienieden zum Theil mir ist beschieden, so soll Gott doch mein Vater seyn. 2. Mich weiß er wohl zu schüßen, wenn Sturm und Wetter blizen, bei trübsalsvoller Nacht. Ich weiß von feinen Klagen; bis heute muß ich sagen: Der Herr hat Alles wohl gemacht. mind 3. Nichts darf mich je betrüben; sein väterliches Lieben hilft, wo Nichts helfen kann; und wenn mein Kreuz das größte, so ist mein Gott der beste und allertreuste Helfersmann. 4. Sebt an die lieben Alten, die fest an Jesu halten! Der Herr verläßt sie nicht; prüft er gleich oft die Frommen, so läßt er sie doch kommen niemals aus seinem Angesicht. dam, hint 5. Ruft nur ein Kind der " Treue mit starkem Angstgeschreie: Mein Gott, verlaß' mich nicht! O, traun! der Kinder Jammer ist ihm als wie ein Hammer, der ihm sein Vaterherz zerbricht. 6. Viel haben's ja erfahren, was bei bedrängten Jahren die Hülfe Gottes thut. Ist denn des Höchsten Trene nicht mehr die täglich neue? Ist Gott nicht mehr so fromm und gut? 7. D'rum hoffe nun und singe; sey froh und guter Dinge! Gott hilft noch jeder Frist. gebliebene Lieder. Frist. Er hat dein Kreuz ge= messen, und dich noch nicht vergessen, wenn du in Angst und Kummer bist. 8. Betrifft dich Angst und Leiden: nimm's auf, mein Herz, mit Freuden; es kommt von Gottes Hand. In Feldern, wo es regnet, steht alle Frucht gesegnet. Die Thränen sind dem Herrn bekannt. 9. Thu' du nur stets das Deine; Gott kommt mit seinem Scheine, und macht dein Auge licht. Er wird schon heut' und morgen für deine Hülfe sorgen; denn Gott verläßt die Seinen nicht. 981. Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt gerecht sein Wille; wie er fängt meine Sachen an, will ich ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; d'rum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betrügen. 561 Arzt und Wundersmann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu. D'rum will ich auf ihn bauen, und seiner Güte trauen. auf rechter Bahn; so laß ich mich begnügen an seiner Huld, und hab' Geduld. Er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen Händen. Er führet mich 982. Gott, du from3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken. Er, als mein 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud' und Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken; weil doch zuletzt ich werd' ergött mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben: so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten; d'rum laß ich ihn nur walten." 04 mer Gott, du Brunnquell aller Gaben, ohn' den Nichts ist, was ist, von dem wir Alles haben; gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein unverleßte Seel' und rein Gewissen bleib'. 2. Gieb, daß ich thu' mit 36 Fleiß, 562 Neltere unverändert Fleiß, was mir zu thun ge- 7. Laß mich an meinem bübret, wozu mich dein Be- End' auf Christi Tod abscheifehl in meinem Stande füh- den; die Seele nimm zu dir ret; gieb daß ich's thue bald, hinauf zu deinen Freuden; zu der Zeit, da ich soll, und dem Leib ein Räumlein gönn' wenn ich's thu', so gieb, daß bei frommer Christen Grab, es gerathe wohl. auf daß er seine Ruh' an ihrer Seite hab'. 8. Wenn du an jenem Tag die Todten wirst erwecken, wollst du auch deine Hand zu Grab ausstrecken. meinem Laß hören deine Stimm', und meinen Leib weck' auf, und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt( Stand) ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Verdruß. 4. Find't sich Gefährlichfeit, so laß mich nicht verza= gen; gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen; gieb, daß ich meinem Feind mit Sanftmuth überwind', und wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind'. 65. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Freundschaft le= ben, so weit als chriſtlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Gut und Geld, so gieb auch dieß dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sey. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch in's Alter dringen: so gieb Geduld, und mich vor Sünd' und Schand' bewahr', damit ich tragen mag mit Ehren granes Haar. 9. Gott Vater, dir sey Preis hier und im Himmel oben; o Jesu, Gottes Sohn! dich will ich allzeit loben; o heil'ger Geist dein Ruhm erschalle mehr und mehr. O Herr, dreiein'ger Gott! dir sey Lob, Preis und Ehr'! per busin emill mothed du 983. Seelenbräutigam, Jesu, Gottes Lamm! habe Dank für deine Liebe die mich zieht aus reinem Triebe zu dem Kreuzesstamm, Jesu, Gottes Lamm! 2. Deine Liebesgluth stärket Muth und Blut; wenn du freundlich mich anblickest, und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemuth deine Liebesgluth. 3. Wahrer Mensch und Gott! Trost in Noth und Tod! du gebliebene Lieder. du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und Gott! 4. Meines Glaubens Licht laß' verlöschen nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glanbens Licht. 5. So werd' ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren, und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd' in dir. 6. Held aus David's Stamm! deine Liebesflamm' mich ernähre, und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus David's Stamm! 7. Großer Friedefürst! wie hast du gedürst't nach der Menschen Heil und Leben, und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich dürft't! großer Friedefürst! 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb' uns, den Deinen, die dich kennen, und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gieb. 563 10. Nun ergreif' ich dich, du mein ganzes Jch! Ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, wird dein Thränenfluß nun die meinen auch begleiten, und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thränenfluß sich bald stillen muß.d 12. Wenn ich mich auf's neu' wiederum erfreu', freuest du dich auch zugleiche, bis ich dort in deinem Reiche ewiglich auf's neu' mich mit dir erfreu'. 9. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um den lebendigen Glauben, der wird bald empfindlich schauen, daß Niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron'; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenfron' folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu! hilf, daß ich allhier ritterlich Alles durch dich überwinde, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. Esplo 984. Mir nach, ſpricht Christus, unser Held, mir nach, ihr Christen alle! verläugnet euch, verlaßt die Welt, solgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich 36 leucht Aeltere unverändert 564 leucht' euch hier mit heil'gem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort, und führ' euch zu der Himmelspfort'. nachgehen, und wohlgemuth getrost und gern bei ihm in Leiden stehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron' des ew'gen Lebens nicht davon! she( 985.) mi 3. Mein Herz ist voll Devoll Liebe meine Seele; mein Mund, der fleust 986. Warum ſoll't ich zu jeder Zeit vom süßen Sanftmuthsöle; mein Geist, Gemüthe Kraft und Sinn ist Gott ergeben; schaut auf ihn! 5. Fällt's euch zu schwer: ich geh' voran, ich steh' euch an der Seite; ich kämpfe selbst; ich brech' die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf steh'n, wenn er den Feldherrn sieht angeh'n! 6. Wer seine Seel' zu finden meint, wird sie ohn' mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen; wer nicht sein Kreuz nimmt, und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel' GIA mich denn grämen? Hab' ich doch Christum noch; wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? id= 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd' ich auch hinziehen, wenn ich werd' von der Erd' als ein Schatten fliehen. DEA THOTE 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben ist nicht mein; Gott allein ist es, der's gegeben; will er's wieder zu sich kehren, nehm' er's hin; ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein: sollt' ich d'rum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all' mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt; sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? gebliebene Lieder. 565 tragen? Fromm ist Gott, und ich bin dein, Niemand kann schärft mit Maßen; sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin gelangen, da du mich und ich dich lieblich werd' umfangen! 6. Satan, Welt und ihre Rotten, können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil' sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er iſt, ſtets sich laſſen schaue 987. Nun danket Alle en; wollt' ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth, dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht tödten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöthen; schleußt das Thor der bittern Leiden, und macht Bahn, daß man kann geh'n zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schägen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergößen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden; der uns von Mutterleib und Kin= desbeinen an unzählig viel zu gut, und noch jezzund gethan. 2. Der ewig reiche Gott woll' uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad' erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr' und Preis sey Gott, dem Vater und dem Sohne, und auch dem heil'gen Geist im hohen Himmelsthrone! Lob dem dreiein'gen Gott, als der im Anfang war, und ist, und bleiben wird jegund und immerdar. 10. Was sind diese Lebensgüter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüther; dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus wird mich ohn' Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn 988. Sollt ich meinem aller Freuden! du bist mein, 00150 Gott nicht singen? Sollt' ich ihm 566 ihm nicht dankbar seyn? Denn ich seh' in allen Dingen, wie so gut er's mit mir mein'. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herz bewegt, das ohn' Ende hebt und trägt, die in seinen Dienst sich üben. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. nops 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab, und das Leben das ich hab', und noch diese Stunde treibe. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. Aeltere unverändert, 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ew'gen Feuer durch sein theu'res Blut gewinn'. O du unergründ'ter Brunnen! wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief' ergründen können? Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort'; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohlbedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt er's gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann; kommt mein Gott, und hebet an, seine Kraft mir beizulegen. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug' hinkehre, find' ich, was mich nährt und hält. Thier' und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh', in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen, und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich) sein Angesicht nicht geleitet, wär' ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. anda bik 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan zugeführt, 567 wird auch nach der Pein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe find't: ei! so heb' ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu erheben Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben; bis ich dich, nach dieser Zeit, lieb' und lob' in Ewigkeit. di gebliebene Lieder. stisk geführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher gerührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, das der Feind anzurichten hat gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz. entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus den Schranken weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut; will mein Fehlen mit der Ruth und nicht mit dem 989. Herzlich lieb hab Schwerte rächen. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. ich dich, o Herr! Ich bitt', wollst seyn von mir nicht fern mit deiner Hülf und Gnaden; die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Himmel und Erden frag' ich nicht, wenn ich dich nur kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, bist du doch meine Zuversicht, mein Heil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut bat erlöst. Herr Jesu Christ! mein Gott und Herr, mein Gott und Herr! in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr! dein G'schenk und Gab' Leib, Seel' und Alles, was ich hab' in diesem armen Leben; damit ich's brauch' zum Lobe dein, zum Nuß und Dienst des Näch10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seyn; dennoch, wenn ich's recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke, und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuz hin zu sich lenke. Alles Ding' währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr, und lasse mir's nicht aus dem Sinne geh'n: Christenkreuz hat seine Maße, und muß endlich stille steh'n. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also 568 Aeltere unverändert gebliebene Lieder. Nächsten mein, woll'st mir dein' Gnade geben. Behür mich, Herr! vor falscher Lehr'; des Satans Mord und Lügen wehr; in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ich's trag' geduldiglich. Herr Jesu Christ! mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! tröst' mir mein' Seel' in Todesnoth! 3. Ach Herr! laß dein' lieb'n Engelein am letzten End' die GIUS mod Vene CHASE 080 Seele mein hinauf zu Christo tragen; den Leib in sein'm Schlaffämmerlein gar sanft ohn' ein'ge Qual und Pein ruh'n bis zum jüngsten Tage; alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud', o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ! erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. 2010 bi dasar a AD mod ind chim and thin ade 15 = 161 Einige Gebete panathin zum abwechselnden Gebrauch e 108 Bei der besondern. bei der besondern und allgemeinen Gottesverehrung. Morgengebete. 1. die to OTC Andreds * 150 ther and Am Sonntage. 107 m Wie unempfindlich müßte ich seyn, wenn ich nicht am Morgen eines jeden Tages an dich, Vater und Herr meines Lebens, denken und mich deiner Güte freuen wollte! Sollte ich das nicht vornehmlich an dem Tage thun, der deiner öffentlichen Verehrung gewidmet ist? Er erinnert mich ja an Jesum Christum, unsern Herrn, der, nachdem er zu unserm Heile den Tod geschmeckt hatte, in's Leben zurückkehrte, und uns dadurch zur lebendigen Hoffnung einer seligen Unsterblichkeit erhob. Er fordert mich auf, an die weisen Anstalten zu denken, die du zur Verkündigung deines Wortes gemacht hast, das so geschickt ist, unsern Verstand zu erleuchten, unser Herz zu beruhigen, unſern Willen 570 Für die besondere Gottesverehrung. Willen zu heiligen und unser Leben zu bessern. Heilig sey mir dieser Tag! Ich will mich an demselben von den gewöhnlichen irdischen Geschäften losreißen, und ihn mit Betrachtung des sen zubringen, was du, o Gott, für das Heil uns'rer Seele gethan hast, noch thust, und thun willst. Wie werde ich mich bei dieser Beschäftigung in dir freuen! wie werde ich mich angetrieben fühlen, deinen Ruhm zu verkündigen! Daher ist es auch mein ernster Vorsatz, mich bei den öffentlichen Gottesverehrungen fleißig einzufinden; aber nicht aus bloßer Gewohnheit, sondern, um von deiner Gnade unterrichtet, durch die Verheißungen des Evangeliums getröstet, in der Liebe zu dir, im Vertrauen auf dich, und in der Willigkeit, dir zu gehorchen, bestärkt zu werden. Bewahre mich vor Zerstreuung, wenn ich dein Wort höre; laß es vielmehr mit Ehrfurcht und Andacht, mit Anwendung auf meinen Seelenzustand und mit dem ernsten Vorsatz geschehen, Allem nachzukommen, was du von uns forderst. ONU 10 Mund und Herz müssen übereinstimmen, wenn ich bete und singe, und der Gedanke, daß And're mit mir gemeinschaftlich Einen Gott und Vater anrufen, denselben Glauben, dieselbe Hoffnung an den Tag legen, und sich gleicher Hülfe, gleiches Segens bedürftig erklären, müsse mich in der Demuth erhalten und mich zur herzlichen Liebe gegen diejenigen reizen, mit welchen ich so genau verbunden bin. Ja, Bater, laß mich alle Andachtsübungen als Mittel ansehen, mich im Guten weiter zu bringen, und befestige mich in der Ueberzeugung, daß wir dich nur dann recht verehren, wenn wir uns selbst dir zu einem lebendigen Dankopfer darbringen, uns're Kräfte und Gaben nach deinen Absichten anwenden, Wittwen und Waisen in ihrer Trübsal besuchen, und uns von den Unsittlichkeiten der Welt unbefleckt erhalten. Mich hierzu williger zu machen, laß auch die heutige Sonntagsfeier gesegnet seyn. Bestrebe ich mich aufrichtig, dich durch treue Erfüllung meiner Pflichten zu verehren: so werde ich nicht nur die Ruhe und die Freude, die du mir heute gönn'st mit dankbarem Andenken an dich genießen und mich dabei vor Sünden hüten, sondern ich werde auch jeden fünftigen Tag meines Lebens für mich zu einem Freudentage machen, weil ich an jedem das Zeugniß eines nshine guten - puudus Morgengebete. sids 571 guten Gewissens fühlen, mich deines Beifalls und Wohlge= fallens trösten und in froher Hoffnung jener seligen Rube entgegen sehen kann, die du deinen treuen Verehrern verheißen hast.d 396 #alpen?). Wer deinen Lehren folgt, fühlt ihre Göttlichkeit. Sie geben Licht und Trost, im Tode Freudigkeit. Amen. Carbi stil betais. sila ng id aspmbon 1992. Boursinnte Ins Herr, hilf, o Herr, laß Alles wohl gelingen! Mit diesem Gedanken gehe ich heute an die Werke meines Standes und Berufs. Wie unverantwortlich wäre es, wenn ich mich denselben entziehen, oder sie auch nur verdrossen verrichten wollte! Du, o Bater, hast sie mir aufgegeben und willst, daß wir still arbeiten sollen, um unser eigenes Brod essen zu können; die ganze Natur ist thätig; du selbst wirkest; denn du erhältst, beschüßest und beglückest in jedem Augenblicke; und ich sollte nicht geschäftig zum Wohle Anderer seyn wollen? Wir Menschen sind unter einander so genau verbunden, wie Glieder eines Leibes, und so viele meiner Brüder leisten mir Dienste, indem sie durch ihre Arbeiten und Anstrengungen beitragen, meinen Bedürfnissen abzuhelfen, und mir so manche Bequemlichkeit, so manchen Genuß zu ver= schaffen; und ich sollte mich nicht verbunden achten, meinen Mitmenschen durch die treueste Anwendung meiner Kräfte zu dienen? d'enfants do Laß mich also, mein Gott und Herr, recht lebhaft fühlen, daß du mich nicht zum Müssiggehen, sondern um Gutes zu wirken, in die Welt gesetzt hast; hilf aber auch, daß ich nicht bloß um meines Vortheils willen arbeite, sondern in der Ueberzeugung, daß ich dir selbst diene, wenn ich meine Geschäfte darum redlich betreibe, weil du sie mir aufgegeben hast, und weil ich verpflichtet bin, deine Absichten zu erfüllen und mich Andern nüßlich zu machen. 103000 Aber was vermag ich ohne dich? Wer fristet mein Leben? Wer erhält meine Gesundheit? Wer verleihet mir Geistes- und Leibeskräfte? Wer entfernt die Hindernisse, die wir oft bei unsern redlichsten Bestrebungen finden? Wer führt günstige Umstände herbei, ohne welche uns're Bemühungen nicht gelingen können? Das thust du, o Bater, von dem ich 572 Für die besondere Gottesverehrung. ich mit Allem, was ich bin, was ich habe und unternehme, ganz abhänge. Wo du das Haus nicht bauest, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Weder der, der pflanzt, noch der da begeußt, ist Etwas, sondern Gott, der das Gedeihen giebt. Fördere also meine Berufsgeschäfte, und laß mich inne werden, daß es nie ganz vergebens ist, wenn ich redlich ausrichte, was mir obliegt. Noch einmal flehe ich: O Herr, hilf, o Herr, laß Alles wohl gelingen, dir zum Preise und mir und meinen Mitmenschen zum Segen! Amen. sid 1159 p pid 3. Großes, o Gott, hast du an mir gethan. Meinen Geist hast du mit herrlichen Fähigkeiten, mit Vernunft und Freiheit begabt, und meinen Leib wunderbar bereitet. Du hast mich von jeher liebreich versorgt und ernährt; viel Bequemlichkeiten und Freuden mir geschenkt; manche Gefahr von mir abgewandt! in mancher Noth und Verlegenheit mir beigestanden, und mich daraus errettet. Du hast mich Gelegenheit finden lassen, dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum zn erkennen, der auch mir den Weg zum ewigen Leben zeigte und eröffnete. Und mit welcher Treue hast du gesucht, mich von der Sünde, die der Menschen Verderben ist, abzuziehen, und mich durch Glauben, Liebe und Hoffnung näher mit dir zu verbinden! Ja, Großes hast du an mir gethan, der ich Staub und Asche, der ich vor dir ein Uebertreter bin. Für einen solchen aber muß ich mich schon darum erklären, weil ich deine Wohlthaten oft gedankenlos genossen, sie nicht immer deiner Gnade einzig und allein zugeschrieben, nicht immer mit zufriedenem Herzen angenommen und nach deinem Willen gebraucht habe. Ach, liebreicher Vater, laß mich die Pflicht der Dankbarkeit nie vergessen! Laß mich aufmerksam seyn auf jede Gutthat, die du mir heute und an jedem fünftigen Tage meines Lebens erweisen wirst. Gieb aber auch, daß ich es zu meinem Geschäfte mache, zuweilen, besonders wenn ich des Morgens erwache, über den ganzen Gang meines Lebens nachzudenken, und mir diese oder jene wunderbare Leitung, Hülfe, Rettung oder Segnung, die mir widerfahren ist, in's Gedächtniß zu rufen. Dieß wird viel beitragen, daß Morgengebete. 573 daß ich mich meiner Vorzüge nicht überhebe, sondern sie stets als unverdiente Beweise deiner Huld betrachte; daß ich dich, den milden Geber alles Guten, innig liebe, dir vertraue, und deine Befehle verehre. An Zufriedenheit und Freude in dir, mein Gott, wird es mir dann gewiß nicht fehlen. Es bleibt immer ein köstlich Ding, dir, dem Herrn, danken und lobsingen deinem Namen, du Allerhöchster; des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Treue verfündigen. Amen. S 4. Viel zu geringe bin ich, o Gott, der Treue und der Barmherzigkeit, die du an mir gethan hast. Mein Herz fühlt das mit inniger Dankbarkeit; aber auch mein Mund soll deinen Ruhm verkündigen. Zwar vermag ich nicht, meine Empfindungen ganz auszudrücken, und deine große Liebe würdig zu erheben; aber einem liebreichen Vater gefällt auch schon das Lallen seines Kindes. Laß dir daher den Dank gefallen, den ich dir in dieser Morgenstunde für alle Gnade bringe, deren du mich in meinem ganzen Leben und auch noch in der vergangenen Nacht dadurch gewürdigt hast, daß mich unter deinem Schuße kein Unfall traf, daß ich vielmehr die Nacht in ungestörter Ruhe zurücklegen, und im Schlafe Erquickung und Stärkung finden konnte. Nun, so wirst du gewiß auch an dem heutigen Tage mit deiner Gnade über mir walten; wirst Alles von mir entfernen, was mir wahrhaft schädlich ist, und mir schenken, was zu meinem wahren Heile gereicht. Eile also mir beizusteh'n und mir zu helfen! Hilf, daß ich dich auch an diesem Tage vor Augen habe und im Herzen; jede Sünde sorgfältig zu vermeiden und mein Denken und Wollen, Dichten und Trachten immer mehr nach deinen Gesetzen einzurichten suche. In der Stunde der Versuchung, sie komme von innen, oder von außen, laß mich nicht unterliegen; sondern stärke mich, daß ich all'zeit Glauben und ein gut Gewissen bewahre. Bei der Abwartung meiner Berufsgeschäfte und im Handel und Wandel laß mich nicht bloß auf meinen Nugen seh'n, sondern auch den Vortheil des Nächsten berücksichtigen. Behüte mich vor Neid und Mißgunst, vor Härte und Unbarmherzigkeit. Gieb vielmehr 574 Für die besondere Gottesverehrung. mehr, daß ich das Glück meines Nächsten als mein eigenes betrachte, und seine Noth mit Rath und That zu heben, oder zu lindern suche. Vielen Unannehmlichkeiten des Lebens werde ich ausweichen, wenn ich mich einer ungeheuchelten Gottseligkeit und Tugend befleißige. Treffen mich aber doch Leiden, die feine natürlichen Folgen meiner Vergehung und meiner Thorheit sind: so laß mich wohl bedenken, daß es unter deiner väterlichen Regierung geschieht, und daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Dann werde ich nie in mißmüthige Klagen über deine Fügung ausbrechen, nie zu unerlaubten Mitteln meine Zuflucht nehmen, um mich von Noth zu befreien, sondern mich willig dem unterwerfen, was dein weiser Rath über mich beschlossen hat, und mit findlicher Zuversicht deiner Hülfe harren. Wer deinen Rath vor Augen hat, dem wird sein gut Gewissen die Trübsal selbst versüßen. Amen. dar 5. Was, Geber aller guten Gaben, was sind alle Erdengüter? Ihre Erwerbung ist mit Mühe und Beschwerde, ihr Besiß mit Sorge und Unruhe verbunden. Nie können sie die Wünsche und das Verlangen uns'rer Seele völlig befriedigen; aber leicht können sie uns ein Anlaß zur Sünde werden; leicht können wir sie schon während uns'rer Lebenszeit verlieren, und ganz gewiß müssen wir uns im Tode von ihnen trennen. Diese Erdengüter darf und will ich also nicht zum letzten Ziele meiner Wünsche und Bestrebungen machen. Nein, ich kenne weit bessere, die du mir, o Vater, all'zeit geben willst, die mir all'zeit gut sind und stets bei mir bleiben, und diese sind Weisheit und Tugend, Versicherung von deiner Gnade und von der Vergebung der Sünde, Ruhe der Seele, Friede im Gewissen, und gegründete Hoffnung des ewigen Lebens. Um diese Güter bitte ich mit findlicher Zuversicht. Gieb mir Verstand, dich, mich selbst, die Wahrheit, und was recht und gut ist, immer besser zu erkennen; stärke mich im Glauben und in der Liebe zur Tugend; verleihe mir aber auch Kraft, deinen Willen zu thun, und mich allzeit und in allen Dingen als deinen treuen Diener zu beweisen, damit ich mich deiner Gnade sicher trösten, das Zeugniß eines Morgengebete. 575 nes guten Gewissens fühlen, und mich des ewigen Lebens schon hier freuen kann. Deiner Weisheit und Güte überlasse ich, mir an zeitlichen Gütern so viel zu schenken, als sich mit meiner Wohlfahrt verträgt; denn du weißt doch bes ser, als ich, was zu meinem Heile dient. Gewähre mir nur den nothdürftigen Unterhalt, und behüte mich vor zu großer Armuth, damit mich ihr Druck nicht verleite, mich an dir zu versündigen. Dankbar will ich alle deine Gaben annehmen, und mir mit dem Maße genügen lassen, das mir deine Baterhuld an zeitlichen Gütern zukommen läßt. dan tolo Herr, mein Gott, ich weiß nicht, was mir heute, oder in den künftigen Tagen meines Lebens begegnen wird; und wie gut ist es, daß ich das nicht weiß! aber daran zweifle ich nicht, daß ohne deinen Willen kein Haar von meinem Haupte fällt, und daß mir nichts geschehen kann, als was dein weiser Rath über mich beschlossen hat. Deiner gnädigen Fügung überlasse ich mich nun ganz; auch mit mir wirst du es wohl machen. Leite mich nach deinem Rath, und nimm mich endlich mit Ehren an. Mach mich nur an meiner Seele reich, so hab' ich G'nug hier und dort ewiglich. Amen. the ord oll 6. Präge doch, heiliger und erhabener Gott, deine Gegenwart und Allwissenheit meinem Gemüthe tief ein, damit ich überall dein helles Auge scheue. Wenn es mir gelänge, meine Vergehungen vor dem Sonnenlichte und den Augen aller Menschen zu verbergen: so bist du doch um mich, du, der einst an's Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist. Hütete ich mich vor bösen Thaten, sündigte aber durch unbesonnenes Fluchen, leichtsinniges und falsches Schwören, durch Lügen, Verleumden, Afterreden, durch unsittliche Scherze: so ist ja tein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht wissest, du, der Rechenschaft fordern will von jedem unnüßen Worte, das wir geredet haben. Führte ich auch einen äußerlich ehrbaren Wandel, ließe aber Neid, Rachgier, Schadenfreude, Geiz, Ehrgeiz, Wollust in meinem Herzen aufkommen: so wäre ich doch ein Uebertreter vor dir, der mir geboten hat, reines Herzens zu seyn, und der die Tiefen meines Gemüths durchschauet. Darum will ich dich all 576 Für die besondere Gottesverehrung. all'zeit und besonders dann vor Augen haben, wenn sich Gelegenheit und Anreizung findet, im Geheim Unrecht zu thun. Aber der Gedanke, daß du auch Zeuge des Guten bist, das in der Welt geschieht, belebe meinen Eifer für die Tugend. Ich soll manche Tugend ganz im Stillen üben; soll bei Erweisung der Wohlthätigkeit die linke Hand nicht wis sen lassen, was die rechte thut; wie wird mich da der Gedanke stärken, daß du, o Vater, in's Verborgene siehest! sni Mögen meine guten Handlungen auch von der Welt verkannt und übel ausgelegt werden: du kennest meine Ges finnungen, die Quellen, aus welchen meine Handlungen fließen, und die Absichten, in welchen sie geschehen; du allein kannst ein untrügliches Urtheil über die Untadelhaftigkeit der Bewegungsgründe fällen, nach welchen ich zu handeln gewohnt bin, und dein Beifall gilt mir mehr, als der Tadel der Menschen. Du kennest aber auch mein Anliegen; auch die Kümmernisse meiner Seele, die ich Niemanden entdecken darf, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. Vor dir will ich mit findlicher Zuversicht mein Herz ausschütten, und Trost und Hülfe von dir erwarten, der du nahe bist allen, die dich anrufen, und, so fern es nach deiner Weisheit geschehen kann, gern thust, was die Gottesfürchtigen von dir begehren. Auch dann endlich, wenn die letzte meiner Stunden schlägt, wenn meine Bekannten von fern treten, Freunde meinen Anblick scheuen, und das finst're Todesthal sich für mich öffnet, auch dann fürchte ich fein Unglück; denn du, Herr, bist bei mir, erlösest mich durch den Tod von allem Uebel, und hilfst mir aus zu deinem ewigen Reiche. Amen. 7. Leben und Wohlthat, o Gott, hast du an mir gethan, und dein Aufsehn bewahrte meinen Odem. Auch in der vergangenen Nacht hast du mich väterlich beschirmt, meine Gesundheit erhalten, mich durch den Schlaf erquickt und gestärkt, so daß ich mich jetzt meines Lebens freuen kann. Billig aber sehe ich mein Leben als eine große Wohlthat an, weil ich ohne dasselbe weder Gutes genießen, noch Gutes wirken könnte. Zwar ist es mit mancherlei Beschwerden, Mühseligfeiten gourd Morgengebete. id 577 feiten und Leiden durchflochten; aber unzählig find doch auch die Beweise der Liebe, womit du uns in demselben erfreuest, und selbst die Unannehmlichkeiten, die uns begegnen, dienen zu unser'm Besten, und kommen gegen das Gute, das wir genießen, in keine Vergleichung. Aber dadurch erhält mein irdisches Leben einen noch größern Werth, daß ich mich in demselben auf ein anderes, nach dem Tode zu erwartendes, vorbereiten, und den Grund zu einer Glückseligkeit legen kann, die ewig, wie mein Geist, besteht. Ach, hätte ich es doch immer so betrachtet, so geführt! Leider aber muß ich vor dir, Allwissender, bekennen, daß ich einen großen Theil meiner Lebenszeit ungenußt für die Ewigfeit habe vorbeigeh'n lassen. Wie nagen sie nun, die verlor'nen, die übel angewandten Stunden! Keine Reue bringt sie zurück, so bittere Vorwürfe ich mir auch deshalb mache. Was soll ich nun thun? Meine Tage flieBen wie ein Strom dahin, und ich werde mich an der Pforte der Ewigkeit befinden, ehe ich es meine. Ich will daher eilen und meine Seele retten. Ich will meine Besserung nicht verschieben, sondern ungesäumt und recht ernstlich an derselben arbeiten. Ich will mich bestreben, den Schaden, den ich durch meine Vergehungen angerichtet habe, so viel möglich wieder gut zu machen und das versäumte Gute nachzuholen. Ich will suchen, in deiner Erkenntniß und Liebe immer zuzunehmen, meine Reis gungen und Begierden immer mehr zu beherrschen, in Demuth vor dir zu wandeln, treu in meinem Berufe, mäßig bei meinen Frenden, geduldig in Leiden mich zu beweisen und die Wohlfahrt meiner Mitmenschen nach Krästen zu befördern. Durch weise Verwendung der vergänglichen Erdengüter, die du mir verliehen hast, oder noch schenken möchtest, will ich mir einen Schaß von Tugendthaten sammeln, den ich mit mir in die Ewigkeit nehme. Bei dem redlichen Bestreben, so zu leben, wie ich, wenn ich meinen Lauf beschließe, wünschen werde, gelebt zu haben, werde ich doch flehen müssen: Herr, gehe nicht in's Gericht mit deinem Knechte( deiner Magd), vor dir ist kein Lebendiger gerecht; denn Wollen hat der Mensch wohl, aber Vollbringen des Guten findet er oft nicht. Aber schon das ernstliche Wollen, das redliche Bestreben, deinen Willen zu thun, 37 gefällt 578 Für dir besondere Gottesverehrung. gefällt dir, Vater, und deine Kraft ist in den Schwachen mächtig. did Sey du also mein Schuß und Schirm, mein Helfer, Führer und Berather auf meiner Lebensreise; so werde ich nicht auf Irrwege gerathen, sondern im Guten beständig bleiben, und durch den Tod in jenes ewige Leben übergehen, wo Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewig ist. Amen. Abendgebete. 1. Am Sonntage. Wie viel Gutes, barmherziger Gott, ist mir heute in Hinsicht auf meinen Leib und auf meinen Geist durch deine Gnade zu Theil geworden! Ich konnte von den gewöhnlichen Arbeiten ruhen, durch Erholung meine Kräfte stärken und meines irdischen Lebens froh werden. In Gesellschaft vieler meiner Miterlösten konnte ich dich in Ruhe und Sicherheit öffentlich anbeten, deine großen Eigenschaften und Werke erheben, dir für deine Wohlthaten danken, mein und meiner Brüder Anliegen dir klagen, und mancherlei Hülsen und Gaben in freudiger Erwartung der Erhörung mir von dir erbitten. Auch bot sich mir so vielfache Gelegenheit dar, aus deinem Worte Belehrung, Trost und Antrieb zur Gottseligkeit und Tugend zu schöpfen! Wohl nun mir, wenn der Zweck der heutigen Sonntagsfeier auch an mir erreicht wurde; wohl mir, wenn ich mich beim Genuß der Ruhe und Erholung auf keine Weise von meiner Pflicht entfernte; wenn die Religionswahrheiten, womit ich mich heute angelegentlich beschäftigte, tiefen Eindruck auf mich machten, gute Regungen hervorbrachten und fromme Vorsäße erzeugten! Und welchen großen Gewinn kann ich mir versprechen, wenn der Same des Guten, der heute in mein Herz fiel, nun auch feste Wurzel faßt, und bleibende gute Früchte in einem heiligen Wandel hervorbringt! Habe Abendgebete. Ma ( 579 Habe ich heute auf diese oder jene Art gefehlt; habe ich Trägheit zum Guten, Zerstreuung, Flatterhaftigkeit und Leichtsinn mir zu Schulden kommen lassen, so vergieb mir, o Vater, der du Reuigen gern verzeihst, und hilf mir, daß ich in Zukunft über mich wache, meinen Wandel mit aller Vorsicht führe, und im Guten täglich zu wachsen suche, damit ich lauter und unanstößig vor dir erfunden werde. Dein Wort sey all'zeit meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinen Wegen, so werde ich nicht straucheln. Schüße mich auch in dieser Nacht gegen die Reizungen zur Sünde, und entferne von mir alle böse Lüste, ängstliche Gedanken, quälende Sorgen. Schläft mein Leib, so müsse mein Geist wachen und sich mit dir beschäftigen; wird meine Ruhe unterbrochen, so laß mich an dich und deine Liebe denken. Auch in dieser Nacht bin ich mancherlei Gefahren ausgesetzt, und mancherlei Unfälle können mir begegnen; aber du bist bei mir, deine starke Hand schüßet mich. Du, Hüter und Beschüßer deiner Menschen, schläfst noch schlummerst nicht; du liebst uns und sorgst für uns, wir mögen wachen oder schlafen. Mit freudigem Vertrauen überlasse ich daher mich und die Meinigen und Alles, was ich habe, deiner weisen und gütigen Vorschung; du wirst alles wahre Uebel von mir abwenden und mir gewiß gewähren, was zu meinem Heile gereicht. Gedenke also auch in dieser Nacht meiner, mein Gott, im Besten. Unter deiner Obhut werde ich sicher ruhen. 452 sisch fürchte Nichts, von dir bewacht, Auch nicht, mein Gott, des Grabes Nacht; sem Todesthale beb' ich nicht; Denn du bist meine Zuversicht. Amen. 2. Vollbracht ist nun mein Tagewerk, liebreicher Gott, und dir allein gebührt dafür die Ehre. Was hätte ich vermocht, wenn du nicht mein Leben erhalten, mir Gesundheit, Kräfte und Munterfeit zu meinen Geschäften verliehen und den Fortgang derselben begünstigt hättest? Jch rühme dich daher mit erfreuter Seele, und danke dir gerührt für die Beweise deiner Güte, die du mir auch heute gegeben hast. 37% Aber Für die besondere Gottesverehrung. Aber, Herr, wer kann merken, wie oft er fehle; verzeih' mir auch die verborgenen Fehler! Vergieb mir, wenn ich bei meinen Berufsarbeiten nicht mit der gehörigen Treue und Gewissenhaftigkeit handelte, und das, was Stand und Beruf mir auflegte, nicht immer in der reinen Absicht that, mich durch Vollbringung deines Willens deines unschäßbaren Beifalls würdig zu machen. - Ich gelobe dir, und du wirst mir zur Erfüllung dies ses Versprechens deine Gnade geben, ich gelobe dir, mich zu beeifern, täglich weiser, frömmer und dir wohlgefälliger zu werden, besonders die Werfe meines Standes und Berufs fleißig, zur rechten Zeit, in der rechten Ordnung, in der rechten Absicht zu verrichten, und Alles, was du mir anvertrauet hast, treu zu verwalten. Dann kann ich jeden Tag meines Lebens froh beschließen, und mit Grunde hoffen, am großen Vergeltungstage das erfreuliche Wort zu vernehmen: Du Frommer und Getreuer, du bist über Wenig getreu gewesen; ich will dich über Viel segen; gehe ein zu deines Herrn Freude! Amen. adil mioon 13. 580 Alle Menschen, gütiger Gott, haben an dem heutigen Tage deine Freundlichkeit erfahren; du hast sie nicht nur mit dem Nothdürftigen versorgt, sondern auch vor vielen Uebeln behütet; ja selbst diejenigen, die nach deinem weisen Rathe den Druck von mancherlei Leiden fühlten, hast du getröstet und erquickt. Auch mein, o Herr, hast du gedacht. Deine milde Hand hat mich gesegnet; dein starker Arm hat mich beschirmt; denn wie leicht hätte ich in eine Krankheit verfallen, Schaden an meinem Leibe nehmen, einen Theil meiner Güter, oder wohl gar mein Leben verlieren können! Aber durch deine Gnade bin ich, was ich bin. Schon diese Erfahrung, aber auch die gnädige VerheiBung, die du deinen treuen Verehrern gegeben hast, sie nicht zu verlassen, noch zu versäumen, berechtigen mich zu der Hoffnung, daß du all'zeit und auch in dieser Nacht mein Schutz und Schirm seyn werdest. Getrost übergebe ich mich daher dem. Schlafe. Sollte ich auch in dieser Nacht in Furcht und Schrecken gesetzt werden, so weiß ich, daß mir ohne deine Zulassung nichts Widriges begegnen kann; daß du ur Abendgebete.ad sig 581 du ein Helfer in der Noth bist, und daß denen, die dich lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Ist es aber deinem Willen gemäß, so wende von mir und den Meinigen Feuerund Wassersnoth und anderes Verderben; schenke mir eine ungestörte Ruhe, und laß mich morgen froh erwachen. Willst du mein Leben fristen, so wirst du mir auch Gnade verlei hen, es zu deiner Ehre, zu meinem und meines Nächsten Wohl zu gebrauchen. Sollte aber diese Nacht die letzte meines Lebens seyn, so stärke mich der Gedanke, daß mein Tod nicht mein Ende, sondern der Uebergang in das rechte ewige Leben ist. Du Herrscher über Tod und Leben, der du allen bei Reue und Besserung Gnade zugesagt hast, vergiebst auch mir um Christi willen meine Sünden, würdigest mich deiner Vaterliebe, und führst mich durch den Tod zur ewigen Freude. Darum verachte ich selbst des Todes Grau'n; er ist ja doch der Weg zum Schau'n, der Weg im finstern Thale; er ist mir nicht mehr fürchterlich; in's Allerheiligste führt mich der Gottes Ruh' ist unvergänglich, Weg im finstern Thale. überschwenglich; die Erlösten wird sie unaussprechlich trösten. Amen. thi2 nim gid dur dot 4. brin und C 4. Jorn Ermüdung, Nacht und Stille laden mich zur Ruhe ein. Ehe ich mich aber dem Schlafe überlasse, erhebe ich mich noch zu dir, mein himmlischer Vater, dir für deine Wohlthaten zu danken, mich vor dir zu prüfen, und mich deinem Schuße zu empfehlen. Unzählich und unschäßbar sind die Wohlthaten, die du mir in meinem ganzen Leben und auch an dem heutigen Tage ohne mein Verdienst aus lauter väterlicher Güte erwiesen hast. Aber habe ich sie auch dankbar und mit zufriedenem Herzen angenommen, und nach deinen Absichten angewandt? Habe ich die ganze Zeit meines Lebens, habe ich den nur eben verlebten Tag so benußt, daß ich ohne alle Vorwürfe darauf zurücksehen kann? Wenn du mich heute vor dein Gericht stelltest, würde ich nur wegen Eines Tages freudige Rechenschaft ablegen können? Ach, waren es auch nicht äußere böse Thaten, die ich mir zu Schulden kommen ließ, so waren es doch verwerfliche Borte, sträfliche Regungen und Begierden; so unterließ ich doch so viel Gutes, wozu ich verbunden war, und was ich. thun 582 Für die besondere Gottesverehrung. thun konnte. Scham und Traurigkeit erfüllen mein Herz, das sich den Vorwurf machen muß, deine Gnadenerweisungen und Gebote oft vergessen zu haben. Was soll ich anfangen? Ich kann die verlebten Tage nicht noch einmal verleben, meine Vergehungen dir nicht wegläugnen und deiner Hand nicht entfliehen. d Aber zu deiner Barmherzigkeit kann ich meine Zuflucht nehmen. Du willst nicht den Tod des Sünders; du freuest dich vielmehr über Jeden, der sich aufrichtig bessert. Auch für mich hast du deinen Sohn in den Tod gegeben, und willst mir mit ihm Alles schenken, meine Sünden mir verzeihen und mein gnädiger Gott und Vater seyn. Dieſer Glaube bringt Ruhe und Erquickung in meine Seele. Stehe ich bei dir in Gnaden, so wirst du mich gewiß auch im Guten weiter bringen, meiner Schwachheit aufhelfen, mir in der Stunde der Versuchung beistehen, und mein wahres Heil auf alle Art fördern. Wie erheben diese Gedanken meine Seele! Nun schreckt mich feine Noth; nun fürchte ich nichts in der Natur; selbst Tod und Grab nicht. Du bist mein Licht und mein Heil, vor wem sollt' ich mich fürchten? Du bist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Ich lebe dir, ich sterbe dir, bit, id fleche ( 1 1689 mamis Dein bin ich auch im Tod; Du Gott, mein Vater, bist bei mir, Und hilfft aus aller Noth. Amen. - $ 40 hon Dhe mk- conn 5. Auch ich, Herr Himmels und der Erde, auch ich darf dich als meinen Vater ansehen. Du hast auch mir das Leben gegeben und erhalten; du hast mich mit deinem Vorrath geſpeiſet, getränket, gekleidet; hast mich manche Freude genießen lassen, und auch bei widrigen Begegnissen dich meiner angenommen. Selbst deinen Sohn hast du für mich in den Tod gegeben, und mir die Erlaubniß ertheilt, mit kindlicher Zuversicht im Gebet vor dich zu treten, vor dir das Herz auszuschütten, und von dir Hülfe und Gaben zu erflehen. Dieß hätte mich auf das stärkste antreiben sollen, dich findlich) zu fürchten und zu lieben, dir zu vertrauen und zu gehorchen. und Abendgebete. 583 horchen. Aber wie oft vergaß ich meine Kindespflicht! Wie oft ließ ich es an der dir schuldigen Ehrfurcht fehlen! Wie oft erfaltete meine Liebe! Wie schwach war mein Vertrauen! Wie undankbar bezeigte ich mich für deine Wohlthaten! wie unzufrieden mit deinen Schickungen! wie träg' und verdrossen SUN zur Ausrichtung deiner Befehle! Ach, Vater, ich habe gesündigt, vielfältig und gröblich mich vergangen, und bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße. Beschämt stehe ich von fern und scheue mich, meine Augen zu dir aufzuheben, weil ich lebhaft die Größe meiner Schuld fühle. Doch zweifle ich an deiner Gnade nicht; denn du bist einem Vater gleich, der sich über die Rückkehr eines verirrten Sohnes freuet. Du siehst, wie aufrichtig ich meine Verirrungen bereue und wie ernstlich ich entschlossen bin, mein Leben zu bessern; gewiß nimmst du mich zu Gnaden an, und würdigest mich ferner deiner Baterhuld. Fehler und Schwachheiten, die ich, so lange ich auf Erden walle, immer haben werde, wirst du mir nicht zurechnen; bei Versuchungen zur Sünde wirst du mich schüßen; an Hülfe und Beistand zum Wachsthum im Guten es mir nicht fehlen lassen, und auf das Gute, das ich durch deine Gnade thue, mit Wohlgefallen sehen. Und wo wäre ein leiblicher Vater, der seinen um's Brod bittenden Sohn nicht hören sollte?- So wirst auch du mir gewiß meinen Lebensunterhalt gewähren, nur zu meinem Nußen Züchtigungen über mich verhängen, und mir einst ein ewiges Erbe im Himmel schenken. Nie will ich aufhören, dich als meinen Vater zu lieben, und diese Liebe wird mich antreiben, dir willig und freudig und auch da zu gehorchen, wo die Befolgung deiner Gebote Selbstüberwindung, Kampf und Aufopferung kostet; sie wird mich reizen, dir immer ähnlicher zu werden und barmherzig zu seyn, wie du, o Vater, es bist, der du deine Sonne über Böse und Gute aufgehen, und deinen Regen auf Gerechte und Ungerechte fallen läsfest. Amen. 6. Wie unverständig würde ich handeln, liebreicher Gott, wenn ich ängstlichen Sorgen für die Zukunft Raum geben wollte! 584 Für die besondere Gottesverehrung. wollte! Dadurch würde ich meine Gemüthsruhe stören, mich um den frohen Genuß des Guten bringen, das mir deine Huld schenkt; würde vielleicht meiner Gesundheit schaden, auch wohl mein Leben verkürzen und an meinem Echicksale nichts ändern. Deine Vorsicht regiert ja Alles; deine Liebe sorgt für Alles. Du nährest die Vögel unter dem Himmel, und kleidest das Gras auf dem Felde; so wirst du das vielmehr uns Menschen thun, die wir weit vollkomm'nere Geschöpfe sind. Das Leben ist mehr werth, als die Speise, und der Leib mehr, denn die Kleidung. Hast du uns nun Leib und Leben gegeben, so wirst du uns auch gewiß Alles schenken, was wir zur Erhaltung dieses Lebens und zur Pflege dieses Körpers brauchen. Und wie wunderbar hast du auch schon den ganzen Gang meines Lebens geleitet! Wie oft bist du schon mein Versor= ger, wie oft mein Schuß bei Gefahren, mein Helfer in der Noth gewesen, und hast mich die Erfahrung machen lassen, daß auch die Trühsal eine heilsame Frucht giebt, wenn wir dadurch geübt werden. Auf dich, der du der rechte Vater bist über Alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, auf dich werfe ich meine Sorgen, fest überzeugt, daß du es mit mir und meinem Schicksale unverbesserlich gut machst; daß deine Wege oft zwar dunkel und unerforschlich, aber allzeit heilvoll sind, und daß das Loos, das mir in dieser Welt zufällt, das beste ist, daß mich treffen konnte. Die kleinste meiner Sorgen ist dir, Herr, nicht verborgen, der Alles sieht und hält; und was du mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wär's auch die größte Last der Welt. Sorge also, großer Menschenfreund, heute und morgen und allezeit für mich, ich mag schlafen, oder wachen; sorge für meine Seele, für meinen Leib; sorge nicht nur für mich und die Meinigen, sondern auch für alle Menschen, auch für meine Feinde, die deine Geschöpfe sind, und deren Heil du willst. Ja, das thust du, und die feste Ueberzeugung, daß deine Vorsicht vor Gefahren schüßt und kein Gut uns fehlen läßt, stärkt meinen Geist, und erfüllt ihn mit Ruhe und Zuversicht. Wer unter dem Schirme des Höchsten siget und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibet, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg; mein Csillogt Gott Abendgebete.d old sing 585 Gott, auf den ich hoffe. Er wird mich mit seinen Fittigen decken und meine Zuversicht wird seyn unter seinen Flügeln. Amen. S 7. od Am Sonnabend. nji inja) # Abermals, unveränderlicher Gott, habe ich eine Woche verlebt, und wo ist sie hin? Wo sind sie hin, die Stunden, und Tage, die Monden und Jahre, die mir deine Gnade schon geschenkt hat? Sie sind vergangen, daß kein Aufhalten da gewesen ist. So werden auch meine künftigen Tage dahin eilen, und ihr letter wird erscheinen, ehe ich es meine; denn es ist ja den Menschen geseßt, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht. Ach, wie oft habe ich das nicht so bedacht, als es hätte geschehen sollen! Bei dem Glauben an ein Gericht und eine gerechte Vergeltung nach dem Tode hätte ich mich üben sollen, all'zeit ein unbeflecktes Gewissen zu bewahren. Aber oft, o Gott, habe ich die mir verliehehenen Kräfte und Gaben nicht nach deinem Willen angewandt, oft meinen Begierden und Leidenschaften den Zügel gelassen, oft Worte gesprochen, die sündlich waren, oder Gelegenheit zur Sünde gaben; und wie oft habe ich mich in die Geschäfte, Zerstreuungen, Vergnügungen, und Sorgen des Lebens so sehr verwickelt, daß ich die Sorge für das Heil meiner Seele dabei hintanseßte! Ach, Herr, der du aller Welt Richter bist, wie könnte ich dir von dem, was ich je gedacht und gewollt, gethan und unterlassen habe, freudig Rechenschaft geben! Vor dir ist kein Lebendiger gerecht. Beklagenswerth würde mein Zustand seyn, wenn ich in steter banger Furcht dem Tode, dem Gerichte und der Ewigkeit ente gegen sehen, oder auch nur in Ungewißheit bleiben müßte, ob du mich einst zu Gnaden annehmen, oder verwerfen werdest. Ich weiß aber, an wen ich glaube und bin gewiß, daß du um meines Heilandes willen auch mir reuevollem Sünder Gnade widerfahren läsfeſt. Wer an den Sohn glaubet, kommt ja nicht in's Gericht. Wie beruhiget, wie erhebt diese Versicherung meinen Geist! Ja, Gott, nun geh'st du nicht in dein Gericht mit mir, den Christi Tod versöhnt. Diesen Glauben, der die quälende Furcht vor dem Tode und einem traurigen Schicksale nach demselben aus meinem Herzen 586 Für die besondere Gottesverehrung. Herzen vertreiben kann, stärke und erhalte mir, und hilf, daß er sich all'zeit durch Liebe zu dir und durch ein ernstliches Streben, deinen guten und vollkommenen Gotteswillen in allen Stücken aufrichtig und freudig zu thun, thätig und wirksam beweise. Dann habe ich gegründete Hoffnung, in Ewigkeit zu bleiben, wenn auch die Welt mit ihrer Lust vergeht; und dann werde ich auch in meinem letzten Kampfe voll Zuversicht beten können: Vater, in deine Hände befehl' ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du getreuer Gott! Und im midtd sont Kas ol d Ich eile mit dem Strom der Zeit Stets näher zu der Ewigkeit; Dort forderst du, Herr, Rechenschaft Von meiner Zeit und Geisteskraft. D'rum laß mit jedem Augenblick Mich wuchern für mein ew'ges Glück, Mich eifrig stets im Guten seyn, Mich immer höh'rer Tugend freu'n. sing Sinkt dann mein Leib dem Grabe zu, ** So feier' ich den Tag der Ruh', Von einer schöner'n Sonn' erhellt, Gott, in deiner bessern Welt. Amen. Vor der Beichte. lind and Tur ollaby usd Allwissender Gott, der du die Herzen der Menschen prüfest und ihre Gedanken von serne versteh'st, regiere mich durch deinen Geist, daß ich alle Heuchelei und allen Selbstbetrug meide, wenn ich jetzt erforsche, wie ich es meine und wie ich vor dir stehe. Denke ich an mein Verhältniß zu dir, und an die selige Freiheit, zu welcher du deine Kinder in Christo Jesu, meinem Heilande, berufen hast, denke ich mit Ernst daran, wenn, wie und wo ich deine heiligen Gebote übertreten, die Pflicht der Schen und Ehrfurcht vor deinem Geseg, des Gehorsams gegen deinen Willen, der Liebe zu deinem Worte, der Dankbarkeit für deine Wohlthaten, und des Vertrauens auf deine Wege und Fügungen verletzt habe und dem heiligen Bunde mit dir und deinem Sohne untren geworden bin, zu welchem mein Herz und mein Leben einst durch 24 Vor der Beichte. dig 587 durch die Taufe geweiht worden ist: so scheue ich mich, meine Augen aufzuheben zu dir, meinem Vater, meinem Gesetzgeber und Richter, weil ich auf Tausend nicht Eins antworten könnte, wenn du, Herzenskündiger, mit mir in's Gericht Sehe ich mich um in den Verhältnissen des Lebens, in welche deine Weisheit und Güte mich gesetzt hat, in meinem Stande und Berufe, in meinem Familienkreise, in dem Verkehr mit meinen Brüdern und Schwestern; rufe ich mir da mein Verhalten in meinem Tagewerk, wie gegen Eltern und Geschwister, gegen Lehrer und Schüler, gegen Vorgesetzte und Untergebene, gegen Freund und Feind zurück: ach! wie viel Unwürdiges und Verwerfliches entdecke ich da in meinen Gesinnungen, meinen Worten und Werfen! wie Manches fällt da schwer auf mein Gewissen, was ich so gern, aus meiner Seele verdrängen möchte! Und untersuche ich mein Herz nach seinen Trieben und Neigungen, nach seinen Begierden und Leidenschaften, halte ich meine ganze innere Verfassung an die hohe Aufgabe, die du mir gestellt hast, reines Herzens.zu seyn und vollkommen zu werden, wie du, heiliger Vater, bist: o, so erkenne ich mit Wehmuth und Scham, wie weit ich von dem Ziele entfernt bin, zu welchem mich mein Heiland, Jesus Christus, erheben will, und wie oft mir die Kraft im Streben und Ringen nach Heiligung gebrach. Wohl habe ich dieß schon in so manchen Augenblicken ernster Einfehr in mich selbst schmerzlich empfunden, und nie habe ich deinen Altar ohne das frömme Gelübde betreten, mich zu bessern, meine erkannten Fehler und Sünden abzulegen und dir Herz und Leben zu einem dir wohlgefälligen Dienste zu weihen. Aber das Wollen hatte ich wohl, doch das Vollbringen fehlte mir, die Kraft brach mir oft in Stunden der Anfechtung und Versuchung, ich wankte, ich strauchelte, ich fiel in gar manchem Kampfe mit Welt und Sünde. So fuche ich nun um so aufrichtiger deine Gnade und Erbarmung und werfe mich von neuem mit findlichem Vertrauen in deine Vaterarme. Du wirst das schwache Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. So ergreife ich mit um so innigerm Verlangen nach Trost und Frieden die Bürgschaft für die Vergebung 588 Für die besondere Gottesverehrung. bung meiner Schuld, die mir der Glaube an das Verdienst meines Erlösers und Versöhners bietet. Du wirst meinem reuigen Gemüthe den Segen des Versöhnungsmahles nicht entziehen: sey getrost und fürchte dich nicht, dein Glaube hat dir geholfen; dir sind deine Sünden vergeben! So bitte ich dich nun inbrünstig, mein Herr und mein Gott, laß die Ermahnungen und Ermunterungen zur Buße und Besserung, die ich heute aus dem Munde eines Dieners an deinem heiligen Worte vernehmen soll, tief in meine Seele dringen und mein Herz rühren, daß ich im heiligen Antrieb, mich frei zu machen von der Sünde, die mich von dir und deinem Himmel scheidet, nicht blos als ein mit dir Versöhnter, sondern auch als ein Erweckter und im Geiste Erneuerter, von deinem Altare scheide. Du wirst die Verheißung deines Sohnes auch an mir erfüllen: was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Und so hoffe, so baue ich auf deine Gnade. Du wirst mich erhören um Jesu Christi wil len. Amen. sdod sid n -1100 dns s tid, Nach der Beichte. thi tisur sim Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn meis ne Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes ge than hat! Ja, gnädiger und barmherziger Gott, du hast durch deinen Geist meinem Geiste Zeugniß gegeben, daß ich noch dein Kind sey und daß du mich nicht vor deinem Angesichte verwerfen und deinen guten und heis ligen Geist nicht von mir nehmen willst. Ich fühle wieder Ruhe und Frieden im Gewissen, da ich mein Herz vor dir ausgeschüttet und meine gläubige Seele an der Hoffnung erhoben habe, daß mein Flehen von dir erhört worden sey. So laß dir nun wohlgefallen die Rede meines Mundes und den frommen Dank meines Herzens. So besiegle durch das heilige Nachtmahl in mir die freudige Zuversicht, daß ich, als ein Begnadigter auf allen meinen Wegen wan deln und auf deinen Beistand in allen Gefahren und Kämpfen rechnen darf, die mich wieder abwenden könnten von dem Pfade Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. 589 Pfade der Gerechtigkeit, die vor dir gilt. Dir habe ich auf's neue Herz und Leben geweiht, deinem Dienste mich nun ganz ergeben. Mit gestärkter Kraft und erhöhtem Muth gehe ich nun die Bahn, auf welcher du mich führen wirst und fest halte ich die treue Freundeshand, meines Erlösers, auf daß ich immermehr hinankomme zumvollkommnen Manne nach dem Maße der vollkommnen Größe Christi. Ein solches Opfer des Dankes wirst du nach deinem heiligen Worte nicht verschmähen, das uns zuruft: ,, gieb mir, o Kind, dein Herz und laß dir meine Wege Gads 208070 wohl gefallen." Amen. 0 3p11b Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. Cine heilige Weihestunde für Geist und Herz willst du, allgütiger Vater im Himmel, mir heute am Altare deines Sohnes, Jesu Christi, bereiten. O, wie glücklich fühle ich mich, daß ich mit ihm, dem einigen Mittler zwischen dir und den Menschen in Gemeinschaft steh', ihn meinen Erlöser und Herrn nennen und mich zu seinen Jüngern und Freunden zählen darf! Wie glücklich, daß auch mir eine Stätte bereitet ist, wo ich meinen Glaubens- und Lebensbund mit ihm erneuern und besiegeln kann, und von wannen auch an mein Herz seine freundliche Einladung ergeht: kommet her zu mir, die ihr mühselig und beladen seyd, ich will euch erquicken; bei mir sollt ihr Ruhe finden für eure Seelen. Und so komme ich heute, um mich öffentlich als seinen Jünger und Verehrer, als seinen Freund zu bekennen. Ich weiß es, wie ich dieß auch immer mehr werden kann. Ihr seyd meine Freunde, sprach mein Mittler selbst, so ihr thut, was ich euch gebiete. Nur die Sünde scheidet mich von dir und ihm. O, so stehe mir bei, daß ich mich von der Stätte, die eine ewige Erlösung predigt nicht selbst dadurch banne, daß ich der Sünde noch Raum gebe in meinem Herzen! So bewahre du mich vor jedem Mißbrauche des Gnadenwortes: für euch gegeben und für euch vergossen zur Vergebung der Sünden, und hilf mir die Feindin meines Seelenfriedens besiegen, wie schmeichelnd 590 Für die besondere Gottesverehrung. chelnd sie mir auch winken und wie sehr sie auch mit der Macht der Gewohnheit den Neigungen meines schwachen Herzens huldigen mag. vo 0 G MEN So komme ich heute an den Gnadentisch meines Erlöfers, um mich in würdiger Nachfolge auf der Bahn der Trübsal zu stärken und mich in meinen fummervollen Tagen aufzurichten durch die Gemeinschaft mit ihm, der die Welt mit aller Angst und Noth überwunden hat und dafür von dir mit Preis und Ehre gekrönt worden ist. Regiere du daher mein Herz, daß der Hinblick auf ihn mich stark mache in großer Geduld, in Trübsal, in Nöthen und Aengsten mich allezeit als deinen Diener zu erweisen, gezüchtigt und doch nicht ertödtet, traurig und doch allezeit fröhlich, als der Nichts inne hat, und doch Alles hat. So komme ich heute, um meine Gemeinschaft mit allen Gläubigen, meinen Brüdern und Schwestern, zu erneuern und zu kräftigen und mich zur innigen und aufrichtigen Liebe gegen sie zu verpflichten. Die Liebe Jesu Christi hat ja ihr schönstes Vermächtniß im Abendmahle niedergelegt; wie er hatte geliebt die Seinen, so liebte er sie bis an's Ende; und daran will er erkennen, daß wir seine Jünger sind, so wir Liebe unter einander haben. Sollte die heilige Stätte des Altars nicht auch eine Stätte meiner Liebe werden? Darf da meine Liebe fehlen, wo die Liebe des Erlösers, die sich auch für mich geopfert hat, so tief und so erweckend an mein Herz dringt? Gott, du bist die Liebe! Erzeige mir deine Güte und stärke mich durch deinen Geist, daß ich rechtschaffen sey in der Liebe und es immer mehr werde! Bei der Redlichkeit meiner Entschließung wirst du mir auch diesen Segen des Abendmahls nicht entziehen. Selig in Hoffnung betrete ich nun die Stätte, welche die Liebe geweihet hat; denn wer in der Liebe bleibet, der bleibet auch in dir, und du in ihm in Zeit und Ewigkeit. Amen. didi toim 2019 din tid Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. Imende mon rommes Dankgefühl durchströmt mein Herz, Vater im Himmel, der du mich durch den Genuß des heiligen Abendmahls erquickt und gestärkt und mir das thenerste Unterpfand Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. 591 pfand deiner Gnade und Liebe gegeben hast, und fest stehet in meiner Seele der Entschluß, was ich noch lebe im Fleisch, das zu leben im Glauben deines Sohnes, gesinnt zu seyn, wie mein Erlöser und Heiland gesinnt war, und mit unverbrüchlicher Treue in seinen heiligen Fußtapfen zu wandeln. Ich habe mich feierlich von der Sünde losgesagt und dir auf's heiligste versprochen, die Lüste der Welt zu fliehen, ihre Reize zu besiegen, mich selbst zu verläugnen, mein Kreuz willig auf mich zu nehmen und einen Glauben zu üben, der in der Liebe thätig ist. Hilf du mir nun, o Gott, daß ich meinen guten Vorsägen tren bleibe! wie du mir das Wollen gegeben hast, so gieb mir auch das Vollbringen! laß nie das erhabene Vorbild, das du mir in deinem Sohne aufgestellt hast, vor meinen Blicken schwinden, auf daß er selbst in mir lebe und in mir eine Gestalt gewinne, wie ich ihn heute im gesegneten Brote und Weine, welche da sind die Gemeinschaft seines Leibes und Blutes, in mich aufgenommen habe! Du kannst und willst überschwänglich thun über Alles, was wir bitten und verstehen, und deine Kraft ist auch in den Schwachen mächtig. O, wie glücklich werd' ich seyn auf allen meinen Wegen, auch in solchen Tagen, wo deine Hand schwer auf mir liegt und mich züchtigt in der Gerechtigkeit, wenn ich bei dem Zeugnisse eines guten Gewissens mich deiner Gnade und Hülfe getrösten und auf deinen Beistand in meinen Kämpfen rechnen darf! Mit welchem Frieden im Herzen gehe ich der Zukunft, die dunkel vor mir liegt, entgegen, da ich neue Bürgschaft für die Zuversicht gewonnen habe, daß du mich nicht verwerfen und deinen heiligen Geist nicht von mir nehmen willst, so ich immerdar wandle vor deinem Angesicht und in der Gemeinschaft mit meinem Heiland und Erlöser. Und so hoffe ich auf dich und befehle dir alle meine Wege; du wirst es wohl machen mit mir im Leben und einst im Sterben, um Christi willen. Amen. Gebet nach der Genesung. Zu dir, Herr über Leben und Tod, rief ich in meiner Krankheit: ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir, 592 Für die besondere Gottesverehrung. n mir, so friste mir mein Leben noch auf einige Zeit! Und du erhörtest mein Flehen, du sahest meine Thränen, du segnetest die Mühe, die Sorgfalt nnd Aufopferung guter, theilnehmender Menschen für mich und gabst mir Gesundheit und Leben wieder. Wie soll ich dir nun würdig danken für deine Hilfe und Gnade? Welches Opfer soll ich dir bringen? Du weißt es, was ich in meinen Trübfalsstunden dir gelobt und welche frommen Entschließungen ich gefaßt habe. O, präge du sie mir tief in's Herz, und laß mich nicht vergessen, daß ich fortan dir leben und alle meine Kräfte deinem Dienste weihen wollte! Ziehe deine Hand nicht von mir ab; gieb mir Kraft, Muth und Standhaftigkeit, daß ich allen Versuchungen zur Untreue gegen dich widerstehe und alle Lockungen der Wollust überwinde und daß mir nie deine ernste Ermahnung aus dem Sinne komme: siehe du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, auf daß dir nicht etwas Aergeres widerfahre! Ich weiß ja nicht, wie lange du mir noch Frist geben willst zur Vorbereitung für meinen Ausgang aus dieser Welt und für einen seligen Eingang in dein himmlisches Reich, wo mein wahres Vaterland ist. Ach, so laß auch meine Seele völlig genesen und mache sie rein von jeder Befleckung! heilige du mich durch und durch und erbaue mich zu einem Tempel, darin dein guter Geist wohnt! So wird die neue Weihe meines Lebens ein dir wohlgefälliges Opfer werden; so wird auch fernerhin dein gnadenreiches Auge über mir offen stehen Tag und Nacht; so kann und darf ich in allen lengsten und Nöthen des Lebens, in welche mich dein weiser Rath noch hienieden führen mag, auf deine Hilfe bauen und mit aller Zuversicht und Freudigkeit meinem letzten Stündlein entgegen sehen. Ja, Herr, dir will ich leben, um einst dir sterben zu können und im Vertrauen auf meinen Erlöser, Jesum Christum, einzugehen in jenes Land, wo ewige Genesung ist von allem Uebel. Erhöre mich und segne mein Gelübde! Amen. mollis und Kurze Gebete auf und an dem Sterbebette. 1) Erlöser, Heiland, ich habe nur noch einen Schritt vom Leben zum Tode. Hilf mir in meinem legten Kampfe; IN ver Kurze Gebete auf und an dem Sterbebette. 593 vertritt mich bei deinem Vater und bei meinem Vater, daß ich selig sterbe; denke an mich, daß ich in dein Reich komme und die Krone des ewigen Lebens ererbe! Amen. 2) Herr, nun läsfest du deinen Diener in Frieden fahren. An dieses Wort halte ich mich, ob mir gleich bang' ist um's Herz. Meine Augen haben den Heiland gesehen; so wird er mich auch reißen aus meinen letzten Aengsten kraft seiner Angst und Pein. Dazu hilf, mein Erbarmer! Amen. 3) Du hast mir verheißen, göttlicher Erlöser, wo ich bin, da soll mein Jünger auch seyn; ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Das ist mein Trost im Scheiden von Allem, was mir hier theuer und werth ist. Schon sieht mein Auge den Himmel offen, schon ahnet mein. Herz seine Seligkeit. O, nimm mich auf zu deinem ewigen Frieden! Amen. 4) Dahin sinken soll ich in der Blüthe und Kraft meiner Jahre. Herr, wie du willst, so schick's mit mir. Droben ist ja auch dein Vaterhaus, wie hier; droben finde ich sie wieder, die mir vorangegangen sind. O, so mache mir leicht den letzten Kampf! so trockne die Thränen derer, die um mich weinen, und laß mich daheim seyn bei meinem Heiland, der mir die Pforte des ewigen Lebens öffnet! Amen. 5) Ich bin ein sündiger Mensch. Das fühle ich tief, mein Herr und mein Gott, in der Nähe deines Gericht's. Aber deine Tröstungen erquickten mein Herz. Vor meinem brechenden Auge steht das Kreuz deines Sohnes, meines Versöhners; er selbst hat auch für mich in seiner letzten Noth gefleht: Bater, vergieb ihnen! und deine Gabe ist das ewige Leben in Christo Jesu. So nimm nun in Gnaden meine Seele auf in dein himmlisches Reich! Amen. 6) Meine Abschiedsstunde ist nahe, die Stunde der Ers lösung von allem Uebel. O Gott, wie wohl wird mir seyn, wenn ich den Kampf vollbracht habe und des müden Pilgers Leiden nicht mehr sind! Bater, ich befehle meinen Geist in deine Hände; ich habe Lust, abzuscheiden und daheim zu seyn bei Christo, dem 38 Herrn, 594 Für die besondere Gottesverehrung. Herrn. Erhöre mein letztes Gebet und laß mich das verheiß'ne Kleinod ererben! Amen. 7) Wie ist mir so bange um's Herz. Ich höre die Klagen der Theuern an meinem Sterbelager, die nun bald verlassen, bald verwaist seyn werden. Ach, Gott und Herr, sey du ihr Vater, ihr Schutz und Schirm! Du bist ja der rechte Vater über Alles, was Kinder heißt, im Himmel und auf Erden. Laß deinen Geist auf ihnen ruh'n, sie deine Wege geh'n. Aber meiner scheidenden Seele erbarme dich nach deiner Liebe in Christo Jesu! Führe sie ein zu'r Ruhe, die kein Ende nimmt! Erhöre mein Flehen! Ich hoff' auf deine Gnade. Amen. 8) Gott, dir sey Lob und Dank! Bald ist mein Lauf vollbracht und mein Kampf geendet. Ach, daß ich Glauben gehalten und einen guten Kampf gekämpft haben mag! Dann wird mir deine Gnadenhand die Krone des ewigen Lebens reichen. Nun, ich hoffe auf dich; du wirst mich um Christi willen nicht verwerfen vor deinem Angesicht. Mit diesem Vertrauen schließe ich mein Auge zum letzten Schlummer. Laß mein Erwachsen droben in deinem himmlischen Reiche ein seliges Erwachen seyn! Amen. Gebet bei Sterbenden. Vater und Herr unsers Lebens! wir danken dir von Herzen für alle Barmherzigkeit, die du diesem Sterbenden vom Anfang seines Lebens bis auf diesen Augenblick erwiesen hast, und fassen die Zuversicht nach dem Evangelium Jesu Christi, unsers Herrn, du habest ihn nicht bloß für dieses kurze Leben geschaffen, sondern werdest auch an ihm deine barmherzigen Absichten in der Ewigkeit vollenden. Erleichtre ihm die Schmerzen und Bangigkeiten des Todes, und belebe in seiner Seele die Ruhe des Geistes, der auf dein größeres Heil in der Ewigkeit wartet. Erlöse ihn so von allem Uebel, und hilf ihm aus zu dem besseren Leben, wo kein Wechsel mehr seyn und sich Alles in Freude verkehren wird. Wir unterwerfen uns in der Trennung von ihm deinem stets guten Nath' und Willen, und erheben uns von diesem niederschlagenden Anblick menschlicher Hinfälligkeit zu dir, der du Alles mit und für uns wohl machest. Gieb uns Weis Gebete nach der Predigt oder Bibellection. 595 Weisheit und Ernst, einen heilsamen Eindruck davon zu bewahren. Lehre uns wohl bedenken, daß es mit uns allen früher oder später auch dahin kommen wird, wo uns alle Güter und Freuden dieser Welt Nichts helfen, sondern nur deine Gnade und ein gutes Gewissen uns Trost und Zuversicht geben können. Mache uns dieß zu einem mächtigen Antriebe, stets in deiner Furcht zu leben, damit wir, wenn nun auch uns're Zeit kommt, dieses uns allen bestimmte Ziel auf Erden mit wahrhaftig christlichen Gesinnungen und Hoffnungen erreichen mögen. Amen. I. Die bisherige allgemeine Beichte und Zusprache. allmächtiger Gott, barmherziger Vater! ich armer elender Sünder bekenne dir alle meine Sünde und Missethat, damit ich dich jemals erzürnet( damit ich jemals deinem heiligen Willen entgegen gehandelt), und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Und ich bitte dich durch deine grundløse Barmherzigkeit, und durch das heilige, unschuldige, bittere Leiden und Sterben deines lieben Sohnes, Jesu Christi, du wollest mir armen Sünder gnädig und barmherzig seyn. Amen. Auf solch euer Bekenntniß verkündige ich euch allen, die ihr eure Sünde herzlich bereuet, euern Glauben und Vertrauen auf Jesum Christum einig und allein seget, und den Vorsatz habt, hinführo euer Leben zu bessern, Kraft meines heiligen Amtes, als ein berufener und verordneter Diener des Worts, die Gnade Gottes, und vergebe euch,( versichere euch) anstatt und auf Befehl meines Herrn, Jesu Christi, alle eure Sünden( der Vergebung aller eurer Sünden) im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Dahingegen sage ich allen unbußfertigen, sichern, ruchlosen, Gottes und seines heiligen Wortes, und der hochwürdigen Sakramente Verächtern, Kraft meines heiligen Amtes, und in dem Namen Jesu Christi, daß ihnen der gerechte 38* Rich 596 Für die allgemeine Gottesverehrung. Richter im Himmel ihre Sünden vorbehalten habe, und gewißlich dieselben zeitlich und ewig strafen werde; woferne sie nicht in der Gnadenzeit davon ablassen, wahre Buße thun und ihr Leben bessern, welche Buße wir ihnen von Herzen gönnen, und Gott bitten, daß er sie durch seinen heiligen Geist hierzu kräftig erleuchten wolle um Christi willen, Amen. II. Kirchengebete, Sonntags und in den Wochenkirchen, nach der Predigt oder Bibellection anwendbar. 1. Das bisherige. Herr des Himmels und der Erde, du großer Gott und Bater unsers Herrn Jesu Christi, dir sagen wir vom Herzen Dank, daß du selbst in deinem heiligen Worte dich uns nach deinem Wesen und Willen zu erkennen gegeben, auch bei solcher Erkenntniß bis auf diese Stunde erhalten, und sonst täglich viel Wohlthaten an Seele und Leibe nach deiner großen Güte erzeiget hast.- Wir müssen, leider! bekennen, daß wir derer bösen[ ostmals böse] Knechte gewesen, die ihres Herrn Willen gewußt, und doch nicht gethan baben, darum haben wir auch bisher billig viel[ oftmals verdiente] Streiche leiden müssen; aber demüthig bitten wir, du wollest unserer Sünden verschonen, und uns hinfort zu bessern deine Gnade geben, dein seligmachendes Wort, jammt Kirchen und Schulen, rein und lauter unter uns erhalten, derselben treuen Diener dich annehmen; sie mit Geist und Kraft erfüllen, wider alle unbillige Gewalt schützen und verleihen, daß dein Wort unter uns wachse und laufe, mit aller Freudigkeit, wie sich's gebühret, geprediget, auf unsere Nachkommen fortgepflanzet; hierdurch dein werther Name geheiliget, dein Reich vermehret, dein Wille vollbracht, und unser aller Seelen Heil und Seligkeit gesuchet und befördert werde. Breite[ deshalb] auch deine Güte über alle Regenten und Obrigkeiten, die dich lieben und ehren und dein Gebete nach der Predigt oder Bibellection. 597 dein Wort fördern. Gieb allenthalben friedfertige, und unserer evangelischen Religion gewogene Herzen, und thue wohl Allen, die es mit deinem Worte und gemeiner Wohlfahrt gut meinen. Insonderheit erfreue mit deiner Guade unsere hohe Landesherrschaft, sammt Dero theuern Angehörigen, ingleichen die Herren Bettern älterer Linie, sammt dem ganzen hohen Reußischen Stamm. Segne sie, o Gott, alleſammt geistlich und leiblich, erhalte sie in deiner Wahrheit, behüte sie vor allem Unglück, und hilf, daß wir unter ihnen ein stilles und ruhiges Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Du wollest auch Ihre sämmtlichen Räthe und Beamten, sammt Bürgermeister und Rath dieser Stadt[ sammt der hiesigen Ortsobrigkeit], gnädig beschirmen, sie mit deinem heiligen Geiste regieren, daß sie allerseits Ihr Amt erkennen, darinnen treu erfunden werden, und mit Gericht und Gerechtigkeit thun, was dir gefällig und zu allgemeiner Wohlfahrt nüglich und heilsam ist. Den fümmerlichen Hausstand, und in demselben die ganze Stadt und Bürgerschaft, und eingepfarrten Gemeinen allhier[ die ganze Gemeine allhier], mit allen ihren Zugehörigen, wollest du, o treuer Gott! auch väterlich ansehen, gegen die Obrigkeit gehorsame Herzen, zur Haushaltung und Nahrung deinen Segen mildiglich geben, insonderheit unsern Handel und Gewerbe in gutem Wohlstand erhalten[ wieder in guten Wohlstand setzen], ein gesegnetes Aufnehmen desselben verleihen; dagegen Unfall und Schaden von uns in Gnaden abwenden. Segne die Früchte unsers Landes, bewahre sie vor Hagel und Ungewitter, und laß sie wohl gerathen und ge-. deihen. Wende von unsern Grenzen ab Verwüstungen, Plünderungen, und alle Feindthätlichkeiten. Brich allen bösen Rath und Willen, und laß den lieben Frieden[ im deutschen Vaterlande und allenthalben fest] unter sich wurzeln und herrlich über sich grünen, damit wir und unsere Nachkommen Nimm seiner edeln Früchte beständig genießen mögen. dich auch an aller Angefochtenen und Schwermüthigen, aller traurigen und trostlosen Herzen, aller Schwangern und Säugenden, auch der Kinder im Mutterleibe, aller unschuldig Gefangenen, aller Wittwen und Waisen, und aller Menschen, die Kreuz, Noth, und Anliegen haben, sowohl in dieser, als andern christlichen Gemeinen. Behüte uns auch ver Pest und - 598 Für die allgemeine Gottesverehrung. und allen anfälligen Krankheiten, vor Theurung, Hunger, Feuer- und Wassersnoth, sammt Allem, was uns schädlich seyn mag an Leib und Seele.- Zuleßt, wenn unser Stündlein herbeinahet, so wollest du, o Gott unsers Lebens! uns ein seliges Ende bescheren und uns aus diesem Jammerthale [ aus allem Jammer] zu dir nehmen in die ewige Freude, Herrlichkeit und Seligkeit. Dieses und alles Andere, darum du, ewiger Gott! gebeten seyn willst, verleihe uns gnädiglich, um des theuern, werthen Verdienstes und kräftiger Fürbitte[ Zusage] willen deines lieben Sohnes, unsers Herrn und Heilandes, Jesu Christi, welcher sammt dir und dem heiligen Geiste ist wahrer Gott, hochgelobet in Ewigkeit. Amen, Amen.- jisté and gossip 2901-190 - 514 all 10.2. ad du, der du Vater aller Menschen und auch unser Va ter bist, Vater über Alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden: welche unzählige Wohlthaten verdanken wir deiner väterlichen Güte im Leiblichen und im Geistigen. Wie hast du uns vor so vielen tausend andern Geschöpfen des Erdbodens auch schon in unserm sinnlichen Wohlseyn ausgezeichnet als deine Kinder! wie viele Freudenquellen uns eröffnet, wie viele Güter uns geschenkt! Jeder in seiner Art muß bekennen: ,, Ich bin zu gering, zu unwerth aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an mir bewiesen hast;" und mancher noch insbesondere gerührt hinzusetzen: ,, Herr, wer bin ich, und mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht hast!" Aus wie manchen Gefahren hast du uns errettet! wie manche überschwengliche Beweise deiner Huld auch im Irdischen uns verliehen! n! Aber wie hast du erst unsern Geist bedacht, o Vater! Jbn hast du mit Kräften und Fähigkeiten ausgerüstet, die seine himmlische Abkunft, seine göttliche Kindschaft auf das herrlichste beurkunden- haft ihn zum Verwandten der Engel gemacht, hast ihn zu deinem Ebenbilde, und also auch zu dem Ebenbilde Dessen erhoben, von dem es einst hieß und noch beißt: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!"; Dessen, der uns ehrenvoll für seine Verschwisterten, für Söhne und Töchter Eines Baters erfennt! Und welche Vatersorge hast - Gebete nach der Predigt oder Bibellection. 599 hast du getragen, und trägst sie noch, o Vater, für die Erziehung deiner Kinder auf Erden! Jedes freudige und traurige Ereigniß, Alles, was da ist und geschieht, Natur und Geschichte, Kunst und Wissenschaft muß zu ihrer Veredlung, zur Bildung ihres Geistes dienen! Und alle Bildungsanstalten, die du unter jedem Volke, die du auch unter Christen durch Christum getroffen hast, und noch triff'st, sind redende Beweise, daß du Vater und Erzieher der Geister bist, und als solcher dich auch väterlich deines Menschengeschlechts, deiner Söhne und Töchter auf Erden annimmſt, und in alle Ewigkeit annehmen wirst. was Vertrauensvoll blicken wir daher zu dir auf, und rufen- wir, die wir nicht einen knechtischen, sondern einen findlichen Geist empfangen haben- mit kindlicher Zuversicht im Geist und im Namen Jesu: ,, Abba! lieber Va= ter!" Gieb uns, was uns gut ist, und was nicht gut ist weder für uns, noch für Andere, noch für das Allgemeine Vater, das versag' uns, auch wenn wir darum flehten. Du bist ja Vater! fannst überschwenglich mehr thun, als wir bitten und verstehen; und weißt, was wir bedürfen, ehe wir zu dir rufen. Wir sind deine Kinder! deine schwachen, kurzsichtigen Kinder, wissen oft nicht, wir bitten, wünschen uns oft unser Unglück. Nun du, nach deiner unendlichen Baterweisheit, wirst uns geben, was uns noth thut, wirst uns gewähren, was uns und dem Ganzen heilsam ist, wirst uns wohlthun, wenn wir uns in deine heilige Ordnung fügen! Unter dieser allen deinen Kindern, allen deinen Unterthanen auf Erden vorgeschriebenen Bedingung, wirst du wohlthun, o Herr! o Vater, unserer geliebten Landesherrschaft, und allen ihren theuern Angehörigen, und dem ganzen edeln Reußenstamme; sämmtlichen Räthen und Beamten, sammt Bürgermeister und Rath dieser Stadt[ sammt der Obrigkeit dieses Orts,] der Bürgerschaft und den eingepfarrten Gemeinen allhier[ und der ganzen Gemeine allhier;] nicht weniger den Lehrern an Kirchen und Schulen; allen Nothleidenden und deiner besondern Hülfe Bedürftigen; allen Menschen, unsern Brüdern, ohne Unterschied, zu welchem Stand', zu welchem Alter, zu welchem Geschlecht, zu welchem Volk', zu welcher Religionsparthei sie auch gehören mögen! Alle sind ja deine Kinder! — - 11 Für die allgemeine Gottesverehrung. Oso leite uns denn Alle- deine Kinder an deiner Baterhand durch unser ganzes Leben bis an das Grab- und über's Grab- und nimm uns, wenn wir hier vollendet haben, dort, wo Christus ist, dort, wo alle Weise und Edeln der Vorzeit, dort wo unsere früher heimgegangenen Lieben und alle Seligen und alle höhern Geister sind, uns alle mit Ehren an, und bilde und erziehe unsern Geist, dein Ebenbild, fort in alle Ewigkeit, o du, der du Vater bist über Alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, du Vater unsers Herrn Jesu Christi, und unser Vater! Amen! 600 3.0 var sidder Aller Segen kommt von dir, o Gott! von dir unser Leben, von dir unsere Kräfte, von dir unsere Erhaltung, von dir jede gute Gabe, die wir besigen, erwerben und genießen. Zwar hast du, weiser Erzieher, deine väterlichen Segnungen an unsere Thätigkeit geknüpft und an Bedingungen, die wir, deine Kinder, erfüllen müssen, wenn du, der so gern beglückt, und sollst beglücken können. Du hast uns, deinen vernünftigen Geschöpfen auf Erden, den Vorzug verliehen, unter deiner gnädigen Leitung selbst mit Schöpfer unsers wahren Glücks werden zu können. Wenn ich Unrechts vorhätte in meinem Herzen, würdest du mich nicht hören," auch wenn ich dich um deinen Segen flehte. Auf deinen heiligen Willen müssen wir merken, deiner heiligen Ordnung uns unterwerfen, die da festsetzt: ,, Tugend erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben;" die uns ermahnt und ermuntert: ,, Bleibe fromm und halte dich recht: solchen wird's zuletzt wohlgehen;" die uns verheißt: ,, Wohl dem, der den Herrn fürchtet, und auf seinen Wegen gehet. Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit, und gesegnet werden vom Herrn." Thun wir aber auch Alles, was in unsern Kräften steht; pflanzen wir, begießen wir sey es im Geistlichen oder im Leiblichen- so bist und bleibst du es doch, o Gott, der das Gedeihen dazu giebt. - Darum wenden wir uns auch jetzt an dich, du Geber aller 601 Gebete nach der Predigt oder Bibellection. aller guten Gaben, du Vater des Lichts und aller vollkommenen Gabe, und flehen um deinen Segen. Amen! ste 110 4. ( 11 301048 Alheiliger, Allbarmherziger, du rufft uns zu durch deinen Sohn: Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und sucht vor Allem die Pflichten treulich zu erfüllen, die Gott von euch fordert: dann wird euch Alles, was zu eures Leibes Nothdurft und zu eurer irdischen Wohlfahrt gehört, zufallen." Du, himmlischer Vater, weißt ja, was wir bedürfen! nährst ja auch die Vögel unter dem Himmel so sorgsam; kleidest ja auch die Blumen auf dem Felde so herrlich. Ach solltest du unserer vergessen? Nein, eher könnte eine Mutter ihres Kindes vergessen, als du, himmlischer Bater, deines Menschenkindes. O du hast uns ja so hoch begnadigt, daß wir mehr sind, als die Vögel unter dem HimWenn wir nur mel und die Blumen auf dem Felde! nicht dein vergessen!- wenn wir dich nur nicht verlassen! wenn wir nur unsere Kindeshand nicht deiner Baterhand entreißen! wenn wir nur gerne thun nach deinen Geboten! wenn wir nur suchen, immer geistiger gesinnt, immer weiser, immer besser, dir, und deinem Sohne Jesu immer ähnlicher, immer würdigere Bürger deines heiligen Gottes- und Himmelreichs zu werden! O du, der du über dasselbe herrschest, du König aller Könige, du Herr aller Herren, du, unser Aller Gesetzgeber und Richter, siehe! wir alle deine Unterthanen, vom Höchsten bis zum Niedrigsten, wünschen innigst, es zu werden! Trachten wollen wir Alle zuerst nach deinem Reiche und der Vollbringung seiner heiligen Geseze! trachten Alle immer mehr nach dem, was droben, und nicht bloß nach dem, was auf Erden ist. Weisheit, die vom Himmel stammt, und heiliger, himmlischer Sinn sey uns mehr, als alle Güter und Schäße der Erde, sey unser höchstes Gut! Trachten wir Alle darnach wie wir es entschlosſen sind:- dann wirst du, o heiliger Vater, gewiß auch jedes andere wahre Gut uns noch überdieß gnädig verleihen: dann wirst du uns alle segnen vom Höchsten bis zum Niedrigsten, Amen. und segnen können! Gebet - 602 Für die allgemeine Gottesverehrung. 5. Gebet und Beichte zugleich in Form des: Bater Unser. Unendlicher, der über Sternen thronet, Und aller Welten Kreise mächtig lenkt, Doch auch im Herzen frommer Beter wohnet, Und, was uns heilsam ist, uns gerne schenkt, Wir knie'n vor dir mit kindlich frohem Flehen, Gott! Unser Vater in des Himmels Höhen! Dein Lob erschallt in Millionen Chören, Denn jeder Laut ist deiner Ehre Ruf, Distille Vom Seraph in des Lichtes höhern Sphären, Bis zum Gewürm, das deine Liebe schuf; Dich beten an die Himmel und die Erden, Dein großer Name soll geheiligt werden. die last Chup Gieb der Vernunft und Freiheit ihre Rechte, Verbanne Zwanggewalt und rohen Wahn; Es brech' einmal dem menschlichen Geschlechte Der Tag des Wahren, Schönen, Guten an, Laß, der so tief gebeugten Welt zum Frommen, Zu uns dein Reich in Kraft und Segen kommen. Die ganze Schöpfung huldigt deinem Willen. Die Sterne geh'n bewußtlos ihre Bahn, Doch frei die Engel dein Gebot erfüllen, So sey auch frei der Mensch dir unterthan. Dein Will', o Allgebietender! geschehe Auf Erden so, wie in des Himmels Höhe. Du nährst die Vögel, giebst dem Wild die Speiſe, Du schmückst mit Pracht die Lilien der Flur; Was wir bedürfen, schenkest du dem Fleiße, Für uns gabst du den Reichthum der Natur. d Dein Segen weiche nie von uns'rer Seite, O Gott! Gieb unser täglich Brod uns heute. Und blicke mit Erbarmen auf uns nieder, Wenn wir gewichen sind vom Weg' der Pflicht Und fränken uns durch Wort und That die Brüder, 2010 d hit bo d So Gebete nach der Predigt oder Bibellection. So fehl' es uns an milder Schonung nicht; Wir woll'n verzeih'n, selbst wenn wir Unrecht dulden, Vergieb, wie wir den Schuldnern, uns die Schulden. Verderbt ist unser Dichten, unser Trachten, Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach; Oft stürzt uns die Gefahr, die wir verachten, Und späte Reue folgt dem Leichtsinn nach: D'rum hilf' du selbst uns kämpfen recht und stegen, Daß der Versuchung wir nicht unterliegen. Steur' aller Noth, die Menschen selbst sich schaffen, Des Lasters Gift, der Leidenschaften Wuth, Der Feindschaft Zwist; durch ungerechte Waffen Vergieße nie der Mensch der Brüder Blut; Ein Gräuel ist vor dir solch' gottlos Wesen, D'rum wollest du vom Uebel uns erlösen. Dein ist das Reich, du herrschest ohne Grenzen, Dein ist die Kraft, was du gebeutst, geschieht, Dein ist die Herrlichkeit, vor deren Glänzen Der Seraph tief verhüllt am Throne kniet. Wir singen findlich deinem großen Namen Von Ewigkeit zu Ewigkeiten. Amen. 603 - and C 6. Gewiß, selige Stunden sind es, die wir in unsern der Anbetung Gottes und Allem, was heilig ist, geweihten Tempeln, frommen Versammlungen und gemeinschaftlichen Andachtsübungen verleben können; und welche segenreiche Früchte lassen sich davon erwarten, wenn Geist und Herz durch Lehre, Gesang, Gebet, Gemeinschaft durch Alles höher gestimmt, Gottes Nähe in denselben auf das lebendigste und innigste empfindet. - ONE Nur dürfen wir, um jene segenreichen Früchte in vollem Maße zu ernten, nie darüber vergessen den Ausspruch des Apostels: Betet ohne Unterlaß! nie vergessen, daß unser ganzes Leben eine immerwährende Verehrung Gottes seyn müsse. Allenthalben und allezeit sollen wir Gott vor Augen haben und im Herzen, und vor Gott wandelnd uns hüten, in Sünde zu willigen, noch zu Dathun wider Gottes Gebot. 604.no Für die allgemeine Gottesverehrung. Darum verlassen wir auch dieses Gotteshaus und seine heiligen Anbetungen mit dem frommen Entschluß: our din Mein ganzes Leben sey dein Ruhm, da Mein ganzes Herz dein Heiligthum, Mir jede Stätte heilig. Es sev mir deiner Gottheit Spur In Berg und Thal, in Hain und Flur, Wie in dem Tempel, heilig. Herr, Herr! Ew'ger! Sich', ich weihe dir auf's neue Meine Seele, Daß das Göttliche sie wähle: O dann seyd ihr gewiß die Gesegneten des Herrn! ( Segenswünsche.) ed aspirat 7. win) Gnädiger und barmherziger Gott, du Bater des Lichts und Geber aller guten und vollkommenen Gaben! Laß aufgehen über uns die Sonne deiner Gnade, und unter ihr das wahre Heil suchen und finden. Erhalte uns dein seligmachendes Wort, und pflanze dasselbe mit dem rechten Gebrauch der heiligen Sakramente unter uns und auf unsere Nachkommen fort, daß es unsers Herzens Freude und Trost bleibe, die wir genennet sind nach deines Sohnes Namen, Herr unser Gott! Steh' uns bei in unserm Wollen und Vollbringen, daß wir eben so willige Thäter, als aufmerksame Hörer dieses deines göttlichen Wortes seyn, von Tage zu Tage mehr erleuchtet, im Geiste unsers Gemüths erneuert, und an Leib und Seele geheiliget werden. Allmächtiger, dir befehlen wir auch unser Wirken in unserm zeitlichen Beruf und Stande, dir, der uns zur Arbeit verordnet, und einen Jeden unter uns an seinen Ort gestellt hat, damit er tren und fleißig erfunden werde. Wo du das Haus nicht banest, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Weder der da pflanzet, noch der da begeußt, ist Etwas, sondern du, der das Gedeihen giebt, bist Alles in Allem. Bei dir ist Rath und That. Froh gedenken wir darum deiner Verheißung, daß eines frommen Mannes Gang von dir gefördert werden, und Alles, was er machet, wohl gerathen soll, und hoffen mit fister Zuversicht, daß du uns beistehen werdest mit deiner Kraft Gebete nach der Predigt oder Bibellection. 605 Kraft, all unser Thun wohl anzufangen und glücklich auszuführen. Fördere das Werk unserer Hände bei uns, ja, das Werk unserer Hände wollest du fördern. Segne uns're Amtsverrichtung, Handel und Gewerbe, Nahrung, Ackerbau, und jede Thätigkeit, die deinem Willen gemäß ist.) Vater, dir befehlen wir uns're Wege und hoffen auf dich, du wirst es wohl machen. Nimm uns in deinen Schutz. Bewahre unser Haus und Hof, sammt Allem, was wir baben, vor Feuer- und Wassersnoth und allem Verderben. Erhalte uns die föstliche Gabe der Gesundheit, und sende unsern franken Brüdern Trost und Genesung. Halte ferne von uns die Leiden des Kriegs und ansteckende Senchen. Thue Gutes immerdar unserm lieben Landesherrn, sammt seinen theuern Anverwandten, Räthen und Dienern. Laß durch ihre Fürsorge im ganzen Lande Ordnung, Sicherheit und Gerechtigkeit wohnen und herrschen. nder med Herr, Herr, regiere uns're Herzen, unser Thun und Laslen, und all uns're Schicksale, daß wir Gutes schaffen unter den Menschen, weil es Tag ist, durch deine Gnade Glauben und ein gut Gewissen bewahren, und nach der Arbeit dieses Lebens froh und leicht in die ewige Ruhe deiner Seligkeit eingeh'n. Amen. 8. Bater, reich an Barmherzigkeit, der du dir eine heilige Gemeine und Kirche auf Erden durch dein erleuchtendes Wort und deines Geistes heilige Wirksamkeit gesammelt haſt, wir bitten dich, du wollest die kleine Herde, die da weidet unter deinem Stabe, dein Volf, welches dein Wort, mit dem du es begnadigt hast, ehret und fördert, insonderheit uns an diesem Orte bei der erkannten, reinen, seligmachenden Lehre, auch bei rechtem Gebrauch der hochwürdigen Sacramente stät und fest erhalten, und kräftig schüßen und bewahren wider alle Pforten der Höllen, wider alle Bosheit und Lockung der Welt, wider alle Versuchung in und außer uns, wider ,, alle Schalkheit der Menschen und Täuscherei, damit sie uns erschleichen zu verführen und wider allerlei Wind der Lehre, die uns erhalten wollte in der Kindheit und hindern aufzuwachsen zum vollkommenen Manne nach dem Maße der vollkommenen Größe Chri 606 Für die allgemeine Gottesverehrung. D Christi." Erhalte uns ferne von der Wankelmüthigkeit, welche den Wasserwogen gleichet, in deren Schwanken und Toben das Schifflein untergeht. Laß deine Kirche fest und unerschütterlich stehen auf dem Felsen, auf dem sie erbauet ist. Gott Zebaoth, schaue vom Himmel und siehe an, und suche heim deinen Weinstock; verzäune ihn, nimm sein Gewächs in deinen Schuß, und laß ihn Frucht bringen für die Ewigkeit. Laß das helle Licht, das uns aufgegangen, nimmer sich verdunkeln oder verlöschen! Laß siegen das Reich des Lichts über das Reich der Finsterniß! und die Strahlen der Sonne deines Evangeliums auch zu jenen Völkern dringen, die daran sich noch nicht erleuchten und erwärmen. Aber auch unter der Christenheit bringe die, die in schädliche Irrthümer gerathen sind, und sich von dem Geiste des Stifters ihrer Religion entfernt haben, von ihren Abwegen wieder zurück. Möge die Zahl deiner wahrhaften Anbeter, die dich verehren nach der Vorschrift deines Sohnes, im Geist und in der Wahrheit, immer größer und größer werden! Erhalte uns daher bei unserer Gewissensfreiheit, und wehre aller Verfinsterung und Unterjochung!- Beschüße uns und deine ganze Christenheit, die sich auf dich verläßt! Aber auch wir wollen das Uns'rige thun, und als Kinder des Lichts auch im Lichte wandeln. Bei diesem aufrichtigen Bestreben wirst du Geduld haben mit unsern Schwachheiten und uns gnädig seyn in Christo Jesu, deinem lieben Sohne, unſerm Trost und Heiland. Amen! - 9. Dank, ehrfurchtsvoller Dank sey dir, o Gott, für jedes geistige und leibliche Gute, das du uns schenkst! Auch an diesem heiligen Tage, auch in dieser heiligen Stunde hast du unser geistiges Wohl bedacht! Und du wirst ferner väterlich dafür sorgen. O so laß dein Evangelium ferner eine Leuchte unserer Füße und ein Licht auf unserm Wege seyn. Dein guter Geist, der Geist der Wahrheit und der Heiligung führe uns immer auf rechter und eb'ner Bahn! Sende deshalb auch uns und unsern Nachkommen treue Hirten und Lehrer, die deine Wahrheit mit Kraft verkündigen und deinem Reiche immer mehrere und würdigere Bürger in Kir chen Gebete nach der Predigt oder Bibellection. 607 chen und Schulen gewinnen, damit dein Name geheiliget, dein Reich erweitert und dein Wille auf Erden so wie im Himmel vollbracht werde!- Regiere deshalb auch die Herzen aller Regierenden auf Erden, daß es ihnen nur darum zu thun sey, deine Ehre zu befördern, und die Grenzen deines Reiches immer weiter auszudehnen, über alle Herzen ihrer Unterthanen, wie über ihre eigenen, über alle Reiche der Erde, wie über ihr eigenes. O dann läßt du es gewiß ihnen, wie ihren Staaten und Unterthanen, wohl gehen! Denn du, der so gern segnet, segnest geistig und leiblich, und beförderst auch gern, was zu unserer irdischen Wohlfahrt gehört und gereicht. Darum beten wir auch zu dir für unsern Fürsten und alle seine Angehörigen! Gieb ihm zu seiner Regierung ein weises und väterliches Herz, heilsame und gerechte Werke, verständige und für's Gute und Heilige theilnehmend besorgte Räthe, treue Diener und gehorsame Unterthanen. Verleihe allen hohen und niedern Obrigkeiten des Landes, insonderheit auch der Obrigkeit unsers Orts, den Geist der Weisheit, des Rechts und der Gerechtigkeit, damit durch sie Ruhe und Sicherheit erhalten und das allgemeine Wohl zu ihrer eigenen Zufriedenheit befördert werde. Gieb Gnade zur Auferziehung der Jugend, damit in ihr ein gutes Geschlecht auf wachse, und von gutgesinnten Eltern gutgesinnte Mitglieder des Staats und der Menschheit erzogen werden. Laß Künste und Wissenschaften, Handel und nützliche Gewerbe immer glücklicher gedeihen! Stehe Jedem unter uns bei in seinem Beruf und Stande, und gieb Segen zu seinem Fleiß! Segne den Ackerbau und die Früchte des Feldes! Laß in Frieden und Ruhe uns unsers Lebens froh werden, und in Zucht und Ordnung deine Gaben genießen! Wende in Gnaden Unglück von uns ab, und was du prüfend und erziehend über uns verhängst, das läßt du gewiß, o Vater, deinen Kindern zum Besten dienen!- Sey daher auch aller Armen und Verlassenen, aller Nothleidenden und Betrübten, aller Kranken und Elenden, aller Schwangern und Säugenden, aller Wittwen und Waisen, insbesondere auch in dieser Gemeine, Verſorger, Berather, Helfer, Tröster, Bater! Richte die Gefallenen auf und stärke die Schwachen! Leite die Irrenden zur Wahr 608 Für die allgemeine Gottesverehrung. Wahrheit und die Lasterhaften zur Tugend. Ermuthige die, welche um des Guten willen leiden und gieb ihnen Kraft von oben, daß sie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Möge der Geist der Duldung und Menschenliebe immer mehr siegen über den bösen Geist der Unduldsamkeit, des Hasses und der Rache! Mögen die irrreligiösen Verfolgungen nichtchristlicher Kirchen und ihrer Glieder gegen christliche ein Ende nehmen, und dieser gegen jene nie wieder gehört werden. Mögen aber auch die unchristlichen Schmähungen, Verkeßerungen, Verdammungen, Verfolgungen christlicher Kirchen und ihrer Glieder unter und gegen einander eben so wenig länger dem Geist und der Religion deines Sohnes Hohn sprechen! Nimm dich unfers ganzen Geschlechts väterlich an, daß es immer mehr im Ganzen und im Einzelnen heranreife zu höherer Vollkommenheit, und Jeder von uns, wenn wir vollbracht und ausgerungen haben, dorthin gelange, wo ew'ger Fortschritt und ew'ger Friede ist! Amen! din III. Fest gebete. Auf die heilige Adventszeit, 1. Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi! wir preiſen dich in dieser festlichen Zeit, daß nach deinem ewigen Rathschluß dein Sohn in diese Welt gekommen ist, als ein Gerechter, um uns zu schenken seine Gerechtigkeit; arm, um zu tilgen uns're Sünden und uns reich zu machen im Himmel; sanftmüthig, um uns in allem Jammer und Elend zu erquicken; ein Helfer, um uns von allen Nöthen des Geistes und Herzens zu befreien. Bater, wie beglückt sind wir durch diese heilsame Gnade, die einst dem Menschengeschlechte erschienen ist, und die du fort und fort erneuerst durch dein heiliges Wort und die hochwürdigen Sakramente! Wir gelo' ben zum Danke dafür, auf dein heiliges Wort zu merken, deinem Willen allezeit gehorsam zu leben, und dir zu dienen - Festgebete. 609 nen in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist, unser Leben lang. Dazu verleihe uns die nöthige Kraft; gieb zum Wollen auch das Vollbringen durch deinen heiligen Geist, damit Christus nicht bloß durch Erkenntniß und Glauben unter uns wohne und verehrt werde, sondern auch durch fromme Gesinnung und rechtschaffenen Wandel, und wir der= einst dem Nichter der Lebendigen und der Todten mit Freuden entgegengehn und erneuen dürfen den Preisgesang: Hostanna! Gelobet sev, der da kommt im Namen des Herrn! Dir sey Lob und Ehre in Ewigkeit! Amen. 2. Herr und Haupt deiner Kirche, Sohn deines himmlischen Vaters, wir loben dich, da wir abermals[ in ein neues Kirchenjahr und] in die frohe Adventszeit eingetreten sind, daß du uns Menschen so hoch gewürdiget hast, und in die Welt gekommen bist, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Freund uns'rer Seelen, halte deine Gnadenzufunft auch jetzt noch bei uns, und ziehe ein in jedes Herz. Hilf deis nem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, was dein Erbtheit. ist. Erleuchte uns, daß wir dich recht erkennen, Tröste uns, daß wir uns in dir freuen. Regiere uns, daß wie dir nachfolgen in Liebe und Gehorsam. Vergieb uns, wenn wir dich verläugnet haben und nun Rene fühlen. Bekleide uns mit deiner Gerechtigkeit, du Gerechter. Schenke uns die reichen Güter deines Hauses, der du arm würdest, um uns reich zu machen. Sohn des Allerhöchsten, erhalte bel uns deine Kirche, und gieb, daß ihre Diener dein Wort getrost verkündigen, einen Sieg nach dem andern erhalten und mit vielem Segen geschmückt werden. Behüte und kröne mit Gnaden uns're hohe Landesherrschaft, sammt ihren thenersten Verwandten, thren Räthen und Dienern, daß sie deines Namens Ehre befördern und dein Reich ausbreiten bel fen. Uns allen verleihe ein gehorsames Herz, daß wir beständig au dich glauben, und willig thut, was du geboten, hast in deinem Worte, Unter deinem Kreuze laß uns finden die Palmen des Friedens, und vor Allem trachten nach dem, was droben ist. Wecke die Schhinimernden in unsrer Mitte, daß wir allesammt bereit seyn, dich mit Freuden zu 39 610 Für die allgemeine Gottesverehrung. empfah'n und dir mit reinem Herzen zu dienen, bis wir durch dich und mit dir einziehen in die erhabene Gottesstadt, die unser Aller Ziel ist. Amen. Auf das heilige Weihnachtsfest. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi! wir sagen dir von Herzen Lob und Dank, daß du deinen eingebornen Sohn um uns'rer Seligkeit willen in die Welt gesendet, und in ihm deine unanssprechliche Liebe gegen das ganze Menschengeschlecht erwiesen hast. Was sind wir doch, wir arme, schwache, verirrte Menschen, daß du so Viel zu unserm Heile gethan hast, und womit können wir uns deiner unaussprechlichen Güte erkenntlich beweisen? Wir haben, o du Allbarmherziger! für dein Geschenk feine andere Gegengabe, als die Empfindung eines gerührten Herzens und die Bitte um neue Segnungen. Nimm gnädig an dieß Opfer unsers Danks, und erhöre. väterlich deiner Kinder Flehen. Bewahre in uns die Freude an dem himmlischen Lichte, welches in deinem Sohne der Welt aufgegangen ist. Erwecke um uns her die Schlafenden, daß sie mit uns sich weiden lernen an dem Morgenglanze, auf welchen ein heller Tag folgt. Erhalte in unserm Lande und in der ganzen Welt, dir zur Ehre und uns zum Segen, eine Versammlung von Gläubigen, und in solcher die treueste Liebe zu alle dem, was dein Sohn auf Erden verfündigt, gethan und erduldet bat. Segne die christlichen Obrigkeiten in ihrem Sorgen und Wirken, vor Allem uns're hohe Landesherrschaft mit allen Zweigen ihres edeln Stammes, und laß ihre Bemühungen zur Förderung deines Reiches, zur Ruhe und Wohlfahrt des Landes nicht ohne Frucht bleiben. Auch ihre Räthe, Beamten, Befehlshaber[ Bürgermeister und Rath], sammt ganzer Gemeine allhier, wollest du mit Erfenntniß erleuchten und zu heiligem Willen beleben, daß Jeder in seinem Beruf und Stande dir dienen möge sein Leben lang im Geist und nach dem Beispiel deines Sohnes. Herr, laß alle deine Führungen in Stadt und Land immerdar unsern Glauben stärken und uns're Trene gegen dich be Festgebete. all sid süg 611 befestigen, bis wir durch Jesum Christum selig in deiner Gnade einschlafen, und also das Ende unsers Glaubens, das ist, der Seelen, Seligkeit, erreichen. Das wollest du thun nach deiner Barmherzigkeit, der du die Liebe bist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. jot do Beim Jahreswechsel. disid mi gá allmächtiger, ewiger Gott, Herr des Himmels und der Erde, der du bleibest, wie du bist, und dessen Jahre kein Ende nehmen, während die Gestalt der Erde sich verändert, und Zeiten, Jahre und Tage wechseln; unser Dank wird nen an diesem Tage, und unser Herz bricht aus in Lobge= sang, weil du in dem vergangenen Jahre so mild an uns gedacht, und uns so mannichfaltig gesegnet hast. Wir erkennen es gerührt und rühmen es laut, daß du uns dein seligmachendes Wort erhalten und uns durch dasselbe zum Himmelreiche unterweisen lassen; daß du uns're Landesobrigkeit behütet, uns're Nahrung gesegnet, und kein Gutes hast mangeln lassen den Frommen. Gelobet sey des Herrn Name! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergange sey gelobet der Name des Herrn! Der Herr ist hoch über alle Heiden, und seine Ehre reichet, so weit der Himmel ist, und seine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Wer ist, wie der Herr, unser Gott, der sich so hoch gesetzet hat, und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden? Ach, du sahest auch uns're Verirrungen, und unser Undank blieb dir nicht verborgen. Bater, verzeihe uns um deiner Liebe willen, die du in Christo kund gethan hast, und walte mit deiner Gnade über uns auch in dem angetretenen Zeitraum. Erhalte dein liebes Wort bei uns und unsern Nachkommen; laß uns fernerhin dein Volk seyn, und bleibe du unsers Herzens Freude und Trost. Segne den Stand der Obrigkeit, und regiere aller Gewalthaber Herzen zu Gedanfen des Friedens und der Gerechtigkeit. Insonderheit laß dir befohlen seyn zu trener Obhut uns're hohe Landesherrschaft mit allen ihren theuern Verwandten; decke sie mit deinem Schilde und stehe ihnen allezeit zur Rechten, daß sie Gesegnete des Herrn seyn und bleiben, und wir unter ihrem Schutze ein stilles und ruhiges Leben führen mögen in 39* Gott 612 Für die allgemeine Gottesverehrung. Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Laß deine Gnade alle Mor gen neu aufgehen über ihre Räthe und Beamten, über die Vorgesetzten dieses Ortes, über eines jeden Weib und Kind und Hab' und Gut. Gieb Gnade zur Kinderzucht; segne den Schulunterricht; laß all' unser Thun und Vornehmen in deinem Namen begonnen und vollendet werden. Und rufest du in diesem Jahre uns hinweg aus dem zeitlichen Leben, so hilf, daß wir selig sterben, und dort ein ewiges Jubeljahr an deinem Throne feiern. Amen.spitihämallo Auf das Fest der Erscheinung. Barmherziger Bater, der du einst auf besondere Weiſe eiapps de sang masing dan nige Männer des Morgentandes in die Nähe und zum Anschaun des neugebornen Welterlösers geführet hast; nimm hin unsern Dank, daß du gleichergestalt auch uns im fernen Abendlande bedacht, und aus der Finsterniß und den Schatten des Todes zur Erkenntniß deines Sohnes gebracht hast. Vater des Lichts, du allein wußtest und bestimmtest die Wege, auf denen wir und Alle, welchen dein Licht auf gegangen ist, zur Offenbarung himmlischer Wahrheit und zur Bürgerschaft deines Reiches gelangen sollten. Wir stimmen darum in den Preisgesang der Millionen, mit welchen uns Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Nachtmahl verbindet. Gelobet seyst du, unser Vater, ewiglich, und gelobet sey dein herrlicher Name! Alle Lande müssen deiner Ehre voll wer den, und alle Völker deine Güte preisen. dol Erhalte uns und unsern Nachkommen dieß Licht deines Evangeliums. Stärke unsern Glauben, daß wir immer rei cher werden an Erkenntniß, und immer sich'rer wandeln im Glanze, der über uns aufgegangen ist. Schüße uns vor Rückfall in heidnischen Unglauben, Aberglauben, und and're große Schand' und Laster. Fördere das Werk Aller, die in deinem Namen die Nacht vertreiben und den Tag herbeiführen sollen. Segne die Arbeit jener Diener deines Worts, die als Apostel der Heiden in fernem Lande thätig sind. So weit die Sonne reichet, wollest du auch die Strahlen deiner Wahrheit umhersenden, daß die Fülle der Heiden eingeh', und der ganze Erdkreis deines Ruhmes voll werde. Stehe darum auch bei unserer hohen Landesherrschaft, ihren Rä 613 Festgebete. Räthen und Dienern, wenn sie die äußerlichen Hindernisſe deines Wortes hinweg zu räumen suchen. Gieb einen hellen Schein in alle Gemüther, in welchen es dunkel ist, daß sie Armuth, Kränkung, und andere Unvollkommenheiten dieses Lebens geduldig ertragen. Und wenn es endlich Abend mit uns werden will, und der Tag sich geneigt hat, so bleibe bei uns, und laß uns den milden, tröstlichen Strahl deines Wortes vorleuchten in das himmlische Vaterland, wo kein Wechsel des Lichtes und der Finsterniß mehr seyn wird. Amen.onsp Auf das Fest der Mariä Reinigung. Ewiger Gott, himmlischer Vater, der du einst deinen Sohn nnter das Geseß gethan, and ihn im Tempel dir selber dargestellet hast; wir erkennen darin eine Aufmunterung, gleidhergestalt nach unserm böhern Berufe unser Herz und Leben dir zu heiligen. Dein Geist weihe uns dazu. Erhalte in nns allen die Sehnsucht nach der Stätte, wo deines Namens Ehre wohnt, daß wir in rechter Andacht deinen Tempel befuchen, uns daselbst dir ergeben zu einem Opfer, das da kebendig, heilig and dir wohlgefällig sey. Erleuchte unsre Augen, daß wir mit kindlichem Sinne in deinem Sohne das Heil der Welt erblicken, den Trost Israels, der uns gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Entflamme in uns den Eifer, uns zu reinigen von Allem, was dir mißfällig ist, durch aufrichtige Buße und wahre Besserung. Erwecke in den Betrübten die frohe Hoffnung, die da spricht mit David: Ich will schauen dein Antlig in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde. Schenke uns die Freudigkeit, die nicht von dieser Welt ist, und unser Alter, wie unfre Jugend himmlisch beglückt und erheitert. Und sind wir, Vater, immerdar bereit durch deine Gnade auf den Tag der Erlösung, so laß uns endlich, gleich Simeon, im Sterben cinen sanften Schlaf, im Tode einen seligen Heimgang finden, und freudig und glaubensvoll im letzten Augenblicke, wie jenen Greis im Tempel, ausrufen: Herr, nun läsfest du deinen Diener in Friede fahren. Amen. Auf 614 Für die allgemeine Gottesverchrung. id Auf die heilige Passionszeit. Wir danken dir, Herr Jesu, in dieser heiligen Zeit, daß du uns Menschen, ohne all' uns're Würdigkeit, durch dein Leiden und Sterben so theuer erlöset hast. Ach, Herr, wie groß war dein Leiden, wie mannichfaltig deine Marter, wie bitter und schmerzlich die Liebe, womit du uns deinem himmlischen Vater versöhnet hast! Zu unserm Heile, o du Erhabener, hast du dich erniedriget; aus Erbarmung, o du groBer Menschenfreund, alle Marter auf dich genommen! Mit stillem Herzen begleiten wir dich zu deinem Kampfe und Schweiße auf dem Oelberg, zu deiner Verlassenheit unter der gottlosen Schar, zu deinen ungerechten, unbarmherzigen Richtern, zu deinen Mißhandlungen unter rohen Händen, zu deinem blutigen Tode unter Uebelthätern auf Golgatha, und bedenken es gerührt, daß du um uns'rer Missethat willen verwundet, und um unsrer Sünden willen zerschlagen wor den bist; die Strafe liegt auf dir, damit wir Friede hätten, und durch deine Wunden sind wir geheilet. Erlöser, für diese zu unserm Segen erduldete Marter und Bein sagen wir dir mit allen Erlösten Lob und Dank, und bitten dich, laß dein heiliges, bitt'res Leiden und Sterben an Keinem unter uns verloren seyn; sondern hilf, daß wir uns desselben jederzeit von Herzen trösten und rühmen, auch dasselbe in diesen Tagen also betrachten und feiern, daß alle böse Lust in uns geschwächt und gedämpfet, alle Tugend dagegen eingepflanzet und vermehret werde; damit wir der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, deinem uns gelassenen Vorbilde nachfolgen, das Uebel mit Geduld era tragen und das Unrecht mit gutem Gewissen leiden. Amen. Auf das Fest der Verkündigung Mariä. Ewiger, gütiger, und getreuer Gott! wir preisen dich an diesem frohen Tage in gläubiger Andacht und mit dankbas rem Gemüthe, daß du, als die Zeit erfüllet war, das große Werk der Erlösung des gauzen menschlichen Geschlechtes angefangen und deine Treue herrlich bewiesen hast. Ach, laß uns diese erfreuliche Botschaft niemals aus dem Gedächtnisse kommen, sondern in aller Noth und Angst und Wider sid 137 Festgebete.pl sig 615 derwärtigkeit daran gedenken, daß in Christo Jesn Alles Ja und Amen sey. Erquicke alle mühselige und beladene Seelen mit der englischen Botschaft von der Menschwerdung deines Sohnes. Hilf uns bei der angebornen Schwachheit allen Zweifel und jede Beängstigung durch Glaubenskraft überwinden. Das sey uns're feste Zuversicht, weil du uns deinen Sohn zur Erlösung geschenket hast, du werdest uns mit ihm Alles schenken. Wie Maria sich deinem Willen unterwarf, die Gebeneiete unter den Weibern, so laß uns auch in allen Dingen deinem heiligen Willen unterthan seyn; dann haben wir nicht Ursache, uns zu fürchten, sondern dürfen getrost fragen: Jst Gott für uns, wer mag wider uns seyn? Welcher auch seines einigen Sohnes nicht hat verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht Alles schenken? Dieser gnadenreichen Sendung, Erlösung und Versöhnung laß uns theilhaftig seyn im Leben, Leiden und Sterben, fest glaubend: Cb Jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jejum Christum, der gerecht ist; derselbe ist die Versöhnung für uns're Sünde, nicht allein für die unsre, sondern für der ganzen Welt Sünde. Vater! segne, behüte, schüße und erhalte uns alle in deiner Gnade, und laß es uns in Zeit und Ewigkeit ergehen, wie du willst. Dein Wille geschehe, Herr, auf Erden, wie im Himmel. Amen. 14 Am Gründonnerstage. Getreuer Hirt deiner Heerde! der du noch am Abend vor deinem Tode ein Segensmahl gestiftet hast, daß wir dabei deiner Liebe gedenken, mit dir selbst in die innigste Gemeinschaft treten, und dich verkündigen sollen vor aller Welt, bis daß du kommst; mit dankbarem Sinne gedenken wir heut' aller der Stärkungen und Tröstungen, die wir von jeher bei deinem Gnadenmahle genossen haben. Ach, erhalte uns dieß heilige Sakrament, und dessen reinen Gebrauch. Erwecke in allen dir geweiheten Herzen das rechte Verlangen darnach. Dein Geist bereite uns vor, so oft wir uns deinem Tische nahen wollen, und wirke in uns durch Selbstprüfung den nöthigen Hunger und Durst. Herr, so oft wir kommen, laß uns nie als Unwürdige uns selber das Gericht essen und 616 Für die allgemeine Gottesverehrung. und trinken, sondern die Wohlthaten deines Leidens vor Augen halten, dein heiliges Beispiel vor uns stellen, ein stärkendes Gefühl der Gnade empfinden, und nun im Gehorsam gegen Gott und in der Liebe gegen den nächsten dir willig und frendig im Glück und Unglück nachfolgen. So laß den innern Menschen durch diese himmlische Nahrung stets wachsen und zunehmen an dir, unserm Haupte, und führe uns endlich, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, so du in uns wirkest, zu deinem höheren Reiche, wo du nach dem Vorschmack jener Freuden uns mit Wonne in Ewigkeit sättigen wirst. Ach, haben wir dich und giebst du dich uns ganz, so haben wir Genug! Amen. Auf den heiligen Charfreitag. Herr und Mittler! der du aus Erbarmen gegen deine Brüder so viele Leiden, ja den herben Tod am Stamme des Kreuzes erduldet haft; wir danken dir heut für alle die Schmerzen, die du aus Liebe so willig und freudig zu un serm Segen übernahm'st. Fürst des Lebens, du bist getödtet, um uns von der Gewalt des Todes zu befrei'n!. Höre unser Gelübde an deinem Todestage: Nimmermehr wollen wir deiner Liebe vergessen. Wie dein ganzes Leben nur Wohlthun war, so sey das uns'rige ein steter Dank. Erweckt durch dein Wort und gestärkt durch dein Beispiel, wollen wir jedes Ungemach, aus den Händen deines und unsers Vaters, mit Kindessinne auf uns nehmen; wenn die Sünde der Welt locket und die Leidenschaft erwachet, gleich dir uns besiegen und verläugnen, und also in unserm Thun und Leiden, an unserm Leib' und Geiste, im Leben und im Tode, dich bekennen, dich verehren und preisen. Ein so fester Sinn beseele alle christliche Obrigkeiten, vornehmlich in diesem Lande. Ein solches Johannesherz wohne in den Wächtern und Hütern deiner Kirche. Alle, die die geheiligt sind, laß hangen an dir als theuer erkaufte, treue, fromme Jünger, Herr, laß uns dulden mit dir, daß wir auch dort mit dir herrschen; laß uns mit dir sterben, daß wir auch dort mit dir leben. Dein Krenz werde uns ein immer grüner Baum des Lebens, dessen Zweige und Früchte hinüberreichen in Festgebete.splin id alig 617 in die Ewigkeit. Im Vertrauen auf dich befehlen wir einst getrost, wie du, unsern Geist in die Hände des himmlischen Baters, gehen unverzagt in unser Kämmerlein zur Grabesruh', und hoffen bei dir, erwacht aus dem Todesschlummer ein ewiges Ostern zu feiern. Amen. ni Auf die Buß- und Bettage. 56 35 mollid muid main den fol Heiliger Gott und Vater! der du die Sünder zur Buße rufest, und nicht willst, daß Jemand verloren werde, sondern daß sich Jedermann zu dir bekehre; wir kommen jetzt vor dein allerheiligstes Angesicht, und bekennen, gedrückt von unsrer Missethat, daß wir unzählige Mal wider dich gesündigt, und nicht gethan haben, was dein heiliger Wille von uns fordert. Die unermeßlichen Wohlthaten, welche du uns und unserm Lande bisher erzeiget hast, haben wir leider nicht so, wie sich's gebühret, erkannt, und dir dafür gedanfet. Berachtung deines heiligen Wortes und deiner ewigen Wahrheit ist unter uns im Schwange gewesen; Unglaube, Sicherheit, Henchelei und and're grobe Sünden haben überband genommen; Trägheit zu allem Guten, da man deine Ehre nicht nach allem Vermögen gefördert, und dem Bösen nicht nach allen Kräften widerstanden, hat bisher unter uns geherrscht, daß, wenn wir daran denken, wir uns scheuen müssen, unsere Augen zu dir aufzuheben.' ibl Gerechter Gott, dem gottlos Wesen nicht gefällt, und der du gedrohet hast, die Sünden heimzusuchen mit göttlichem Strafgericht; wir erkennen mit Furcht und Zittern, wie sehr wir verdient hätten, daß du deinen Segen uns entzögest, mit deiner Gnade von uns wichest, und uns inne wer den ließest, was für Jammer und Herzleid es bringe, den Herrn seinen Gott verlassen, und ihn nicht fürchten. Und vielleicht ist dein allmächtiger Arm schon bereit, uns zu züchtigen, und durch Krieg, Feuer, Hunger und Seuchen unser Land beimzusuchen. Wir fallen aber, o du Heiliger, in deine Arme, da es noch Zeit ist, und bedenken, wovon wir gefallen sind. Wir kommen und suchen dein Antlig; ach, verbirg es nicht von uns, und verstoße uns nicht, der du geschworen hast bei dir selbst: So wahr ich lebe, ich habe keinen Gefallen am Tode: des 618 Für die allgemeine Gottesverehrung. des Sünders, sondern daß sich der Gottlose von seinem bösen Wesen bekehre und lebe. ay per 15 Ach, so erfülle an uns allen deinen gnädigen Willen! Bekehre du uns, Herr, so werden wir bekehrt. Unterweise alle Sünder auf dem Wege, und rette sie aus dem Verder=" ben. Schaffe in uns ein reines Herz, und gieb uns einen neuen gewissen Geist; verwirf uns nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von uns. Und wenn wir jetzt, o du Gnädiger, in heiligem Antrieb, vor dir niederfallen, so wollest du unser gedenken nach deiner großen Barmherzigkeit, und ein bußfertiges und zerschlagenes Herz nicht verachten. Uns tröstet die Güte, die von der Welt her gewesen ist, und dich bewogen hat, deinen eingebornen Sohn für uns dahin zu geben. JAM Bater, um deines Sohnes willen rechne uns uns're Sünden nicht zu. Um seines Verdienstes und unsers Glanbens willen an diesen unsern Heiland und Erlöser verwand'le den verdienten Fluch in Segen. Wende in Gnaden ab, was uns hindern kann an der Wohlfahrt unsrer Seelen. Wehre allen Sünden! Steure allen Rotten und Aergernissen! Erhalte die theuern Gnadenmittel unsers Heiles, dein Wort und deine Saframente, rein und unverfälscht unter uns. Erhöhe deinen Namen bei allen Mächtigen der Erde, daß fie, ihre Abhängigkeit von dir erkennend, deines Reiches Beschüßer sey'n und deine Ehre fördern. Kröne insonderheit mit allen Gnaden unsre hohe Landesobrigkeit, und laß alle Zweige ihres edeln Stammes im Segen grünen immer und ewiglich. Vater, verschone unser armes Land mit schweren zeitlichen Plagen, und laß vielmehr aus dem reichen Brunnen deines erbarmenden Vatersherzens allerlei Gutes auf uns flieBen. Behüte uns vor Theurung, Pestilenz, Feuer- und Wass sersnoth und anderm Unglück. Gieb im deutschen Vaterlande und auch an diesem Orte und allenthalben Frieden. Gewähre den nothdürftigen Unterhalt dieses zeitlichen Lebens, und erhöre das Seufzen der Armen und Nothleidenden, daß unser Land sein Gewächs gebe. Herr Zebaoth! laß leuchten dein Antlig, so genesen wir: Vergieb uns uns're Sünden und thue uns wohl, so wollen wir dir opfern den Dank unsrer Herzen und uns'rer Lippen, und Festgebete. ln sid sing 619 und unablässig bringen rechtschaffene Früchte der Buße. Amen. Auf das heilige Osterfest. and smörlop modell ein sem 1. Allmächtiger, ewiger, barmherziger Gott und Bater unsers Herrn Jesu Christi, der du ein Brunnquell alles Guten bist; wir danken dir von Herzen, daß du deinen Eingebornen um uns'rer Sünde willen dahin gegeben, und um uns'rer Gerechtigkeit willen auferwecket hast. Im Geiste verweilen wir am leeren Grabe, und freuen uns, daß du durch ihn, den Erstand'nen, dem Tode die Macht genommen, Gerechtigkeit, Leben und Seligkeit wiedergebracht, und also unser Elend getilgt hast. Ach, laß die Hoffnungen, die uns dein Sohn giebt, und alle die unaussprechlichen Wohlthaten, die du in ihm nach deiner Gnade mitgetheilt hast, laß sie, o Herr, an uns allen nicht verloren geh'n, sondern durch festen Glauben unser Eigenthum, unsern Trost, uns're Kraft und Wonne seyn bis in den Tod. Segne die jetzige Auferstehungsfeier, und laß durch sie deine Kirche und Gemeine unter uns vermehret werden. Sende deiner Heerde getreue Hirten. Laß uns're hobe Landesherrschaft, mit allen Gliedern ihres Fürstenhauses, laß ihre Räthe und Diener[ Bürgermeister und Rath] und Alle, die in ihrem Beruf und Stande zur Beförderung deines Reiches mitwirken können, nicht ohne Schuß und Gedeihen. Auch die sämmtlichen Glieder dieser Gemeine, Väter, Mütter, Kinder, Gesinde stehe ihnen bei, o Gott, mit deiner Guade, und eröffne ihnen bei den Wechseln dieses Lebens die heitere Aussicht auf ein unvergängliches Erbe. Flöße dadurch Muth in die Verzagten, Geduld in die Hartgeprüften, Ernst in die Leichtfertigen, Schrecken in die Abtrünniggewordenen. Laß die Hoffnung auf ein beß'res Leben der Jugend zum Leitstern, dem Alter zum Stecken und Stabe dienen; und denen, die endlich scheiden, gieb einen sanften Tod in dem seligen Vorgefühle: Es wird gesäet verweslich, und wird auferstehen unverweslich! Amen. Ter 620 Für die allgemeine Gottesverehrung. enijo 2.00m Der du allein Unsterblichkeit hast und ewiges Leben! dir gebühret Preis und Ruhm von allen Bekennern deines Sohnes, daß du ihm die Bande des Grabes gelöset, und ihn nach einem schmachvollen Ende als Ueberwinder gekrönt hast. Du, du hast ihn erweckt, und ihm die Schlüssel der Höllen und des Todes anvertraut. Du, du hast durch seine Wiederbelebung ein unvergängliches Leben an's Licht gebracht, und uns die Ewigkeit deines Reiches dargethan. Darum sind wir fröhlich, und opfern dir freudig nach solchem Siege im heiligen Schmuck; darum danken wir deiner Güte, und preisen deinen hochheiligen Namen. olie tipit Bater, fein Gemüth bleibe verschlossen für solche Freude; und wem du den Sinn geöffnet hast, deß Andacht sey thätig und beständig. Gleichwie dein Sohn durch deine Herrlichkeit erweckt ist von den Todten, so wollen wir allesammt in einem neuen Leben wandeln, im Leben des Glaubens, der Lieb' und der Hoffnung, und Ostern halten in Lauterkeit und Wahrheit. Bewahre uns vor Kleinmuth, wenn Leiden uns ängstigen, durch den Hinblick auf das Eude aller Leiden; und im Gefühle der Sterblichkeit richte uns auf durch den Triumphgesang: Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist nun dein Stachel; Hölle, wo ist nun dein Sieg? Mit deinem Frieden, der alle himmlischen Güter in sich begreift, walte über uns auf uns'rer ganzen Pilgerschaft; und wenn du uns endlich heimrufft aus dieser Fremde, so führe uns zum Anschau'n deiner Herrlichkeit, in die Versammlung deiner Anserwählten und in die selige Gemeinschaft dessen, der da spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben. Amen. id esitada Auf das Fest der Himmelfahrt Christi. Sohn des Ewigen, Heiland der Welt, Ueberwinder aller deiner Feinde! wir freuen uns, daß du herrschest als das Haupt der Gemeine, und dir ,,, ein Name[ eine Würde] gegeben ist, der über alle Namen ist, daß in deinem Namen sich bengen sollen aller derer Knie, die im Himmel, auf Erden, und unter der Erden sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß du der Herr seyst zur Ehre Gottes, des Vaters." Des 621 Festgebete. an sid ring Deß freuen wir uns heute und danken dir für alle die unaussprechlichen Wohlthaten, die du auf Erden gewirket hast und noch wirkest, nachdem du aufgefahren bist zu deinem Bater und zu unserm Vater, zu deinem Gott und zu unserm Gott. Dein Leben sollte unser Leben, deine Erhöhung unsere Erhöhung werden.sous four le monst Herr, fahre fort zu segnen, und erfülle deine Gemeine mit Licht und Leben, Kraft und Sieg, Fried' und Frende. Der Geist der Wahrheit, den du verheißen hast, lehre und führe, stärke und tröste uns, auf daß wir an deinem seligmachenden Worte fest hangen, und unser irdisches Daseyn dur dich be dich verklärt werde. Beschirme dein auserwähltes Volf. Sende treue Arbeiter in deine Ernte, und gieb zu ihrer Arbeit Kraft und Gedeih'n. Erfülle auch unsere liebe Landesherrschaft mit deiner Weisheit, Gerechtigkeit und Liebe; und segne sie sammt allen ihren theuern Anverwandten, mit allerlei geistigem Segen durch deine himmlischen Güter! Uns allen sey deine Erhöhung eine stete Ermahnung, daß wir uns're Augen und Herzen von dem Irdischen und Vergänglichen dieser Welt hinwegwenden, und vor Allem nachy dem, was droben ist, nach dem Ewigen und Himmlischen trachten. Zeuch uns dir nach! Gieb uns Flügel des heiligen Verlangens, daß wir uns oft im Glauben und Hoffen emporschwingen, dem vorgesteckten Ziele eifrig nachjagen, dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes, immer näher kommen, und endlich, wie du, triumphirend aus dem Vorhof der Seligkeit in das Allerheiligste gelangen. Amen. Auf das heilige Pfingstfest. Allmächtiger, ewiger Gott, barmherziger Vater unſers Herrn und Heilandes, Jesu Christi! wir danken dir von Herzen, daß du dich vom Himmel geoffenbaret, nnd durch Mittheilung hoher Geistesgaben die Apostel tüchtig gemacht hast, aus dem Menschengeschlechte eine Gemeine der Heiligen durch evangelische Predigt zu versammeln; wir danken dir, daß jene Ausgießung himmlischer Kräfte der Anfang großer Segnungen ward, und daß du noch jezzo auf dem ganzen Erdkreis durch das Predigtamt frommer und heilsamer Lehrer in 622 Für die allgemeine Gottesverehrung. in Kraft und Wirkung deines Geistes deine Kirche erhältst und fortbanest, und in ihrem Schooße die Herzen erleuchten, bekehren, gläubig, heilig und ewig selig machen willst; wir danken dir, daß du auch uns mit dieser deiner Kirche in Gemeinschaft gebracht, und in uns're Seelen jetzt und künftig senden willst, was uns erneuern, gewiß und beständig machen kann. Ach, Herr, laß uns're Verbindung mit deinem Volke nicht umsonst seyn, und uns're Hoffnung nicht verloren gehn. Lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe uns auf eb'ner Bahn. Regiere mit deinem Gnadengeiſst alle christliche Obrigfeiten, insonderheit uns're hohe Landesherrschaft, sammt ihren theuersten Angehörigen, wie auch ihre Räthe, Beamte, Befehlshaber[ Bürgermeister und Rath] und diese ganze Gemeine. Laß Jedermann in seinem Beruf und Stande dich vor Augen haben und im Herzen. Reinige die Unreinen, entzünde die Erfalteten; den Trauernden gieb Zeugniß durch deinen Geist, daß sie Gottes Kinder sey'n; der Gläubigen Wandel verfündige laut, daß sie nicht den Geist der Welt, sondern Christi, nicht den Geist der Knechtschaft, sondern der Kindschaft empfangen haben. Mehre täglich in uns allen Erfenntniß, Glauben, Liebe, Keuschheit, Nüchternheit und MäBigkeit; und rufst du uns endlich von diesem Schauplaß deiner Wunder, so laß uns dorthin gelangen, wo wir mit noch herrlicheren Gaben geziert und vollkomm'nere Tempel deines Gottesgeistes seyn werden. Amen. Auf das Fest der heiligen Dreieinigkeit. Allmächtiger, Ewiger, der du wohnest in einem Lichte, da Niemand hinkommen kann, du, der Erste und der Letzte, und außer welchem kein Gott ist; wir preisen deine großen Wunder, durch welche du dich geoffenbaret hast, um mit den Strahlen deines Lichtes uns're Herzen zu erleuchten. Ja, Bater, Dank sey dir, daß du einst in uns're Welt diesen kleinen Punkt deiner unendlichen Schöpfung- deinen Sohn gesendet hast, um Allen, die an ihn glauben würden, das ewige Leben zu gewähren, sie zu erlösen von Sünde und Tod, s gurdardel Festgebete. gla si sig 623 Tod, und ihre Seelen durch die Gewalt deines Geistes zu. einer lebendigen Hoffnung wieder zu gebären. Herr, wer ist dir gleich? Voll Ehrfurcht bekennen nun wir Bürger deines Reiches: Du bist allein mächtig, allein gut; hast allein Unsterblichkeit; bist allein weise, erforschest allein der Menschen Herzen; ein König aller Könige und Herr aller Herren, vor dessen Antlig auch die reinen Geister ihr Antlig bedecken, und dir das Heilig, Heilig singen. Du Unerforschlicher, und doch Allbekannter; du Unendlicher, und doch mit deinem Geiste in unsern Herzen wohnend und wirkend; höher denn der Himmel, und dennoch in Jesu Christo unser Vater; Herr, Herr! wir sind selig, daß wir dich kennen, und stimmen ein in das Triumphlied der höhern Geister vor deinem Thron. Erhalte uns ferner, o Gott! in der heilsamen Erkenntniß deines Wesens, in deiner Gnade und Liebe. Schenke uns durch deinen Sohn die Gerechtigkeit, die vor dir gilt, und gieb uns einen neuen gewissen Geist. Segne uns, Gott, unser Gott, segne uns Gott, und alle Welt fürchte dich! Dir befehlen wir uns're hohe Landesherrschaft, sammt ihren Räthen und Dienern, das ganze Land und auch diese Gemeine. Walte über uns nach deiner großen Barmherzigfeit. Erhalte uns bei festem Glauben. Laß uns stark seyn in der Macht deiner Stärke, und Nichts, Nichts in der ganzen Welt mehr fürchten und lieben, als dich. So führe uns auf dem Wege, den uns dein Sohn geöffnet hat, durch Beistand himmlischer Kräfte in jenen ewigen Frieden, wo wir dir näher stehen, ein helleres Licht erblicken, tiefer in dein Wesen schau'n, und rein're Seligkeit genießen. Amen. Auf das Fest Johannis des Täufers. Der Der Herr lebet, und gelobet sey mein Hort; der Gott meines Heils müsse erhoben werden! Erhebet den Herrn unsern Gott; betet an den Hocherhabenen und Heiligen; der Himmel ist sein Thron und die Erde seiner Füße Schemel! Er hat Propheten gesendet, daß sie vor dem Herrn hergeh'n, und ihm den Weg bereiten; er hat Alles weislich gefügt, um uns den Aufgang aus der Höhe erscheinen zu lassen, und uns're Füße zu richten auf den Weg des Friedens. 624 Für die allgemeine Gottesverehrung. Ja, gelobet sepst du, Herr, unser Gott, daß du befitchet und erlöset hast dein Volk, und hast uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause deines Dieners David; ge= lobt seyst du für die Sendung Johannes und aller deiner Boten, durch deren Wort du hingewiesen hast auf den, der kommen sollte voller Gnade und Wahrheit! du, Gnädiger und Barmherziger! laß uns nun durch Beistand deines Geistes deine unaussprechlichen Wohlthaten zu unserm Segen genießen, und ferne wandeln von den Schatten und Finsternissen des Todes. Laß die Ritterschaft unsers Elendes ein Ende haben, und uns Zwiefältiges empfangen aus deiner Vaterhand. Mache dir auf dem Gefilde eine eb'ne Bahn durch das Wort getreuer Diener, damit wir deine Herrlichkeit schauen, und Jedermann sehe, daß des Herrn Mund redet. Vergieb uns uns're Schwachheit, welche uns so oft an der wahren christlichen Freudigkeit des Gemüths verhindert; tröste, tröste dein Volk! Laß uns durch deinen Sohn aus der unergründlichen Tiefe deiner väterlichen Liebe Kraft zufließen wider alle Sünde, und Muth wider alle knechtische Furcht. Immer mehr spiegle sich in uns die Klarheit des Herrn mit aufgedecktem Angesicht zu größ'rer Erkenntniß und Benutzung des Heils, bis wir sterbend uns freuen können: Gelobet sey der Herr, der Allmächtige und Allgütige, der uns besuchet hat und uns nun erlöset in Ewigkeit! Amen. Auf das Fest der Heimsuchung Mariä. du heiliger, allein weiser und gnädiger Gott! wie groß war deine Liebe, daß du deinen eingebornen Sohn in die Welt fandtest, um das ganze menschliche Geschlecht von Fluch und Elend zu befrei'n! Für diese Wohlthat, die weder Menschen noch Engelzungen würdig erheben, sagen wir dir von Herzen Dank mit allen deinen Auserwählten. Erhebet den Herrn, alle Welt! Kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Große Dinge hat an uns gethan er, der da mächtig ist, und deß Name heilig ist; und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten! Allgütiger! offenbare dich ferner dem Menschengeschlechte, wie einst in den Tagen, da dein Sohn erschien. Nebe Gewalt und Festgebete. allsidig 625 walt mit deinem Arm, und zerstreue, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Stoße vom Stuhl, die dir und deinem Worte widerstreben, und richte auf, die sich in Demuth zu dir halten. Sättige mit Heil Alle, die nach deiner Gnade hungern und dürsten. Bis an das Ende uns'rer Pilgerzeit laß uns in die Fußtapfen deines Sohnes treten, sein sanftes Joch mit Freuden auf uns nehmen, als deine Auserwählten, Heiligen und Geliebten anziehen herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld, und also Ruhe finden für uns're Seelen. Herr Herr, den wir suchen, und deß Gotteskraft wir begehren, kehre ein in deinen Tempel, und laß deine heiligen Flammen leuchten! Schmelze zusammen durch Liebe, was sich getrennet hat, und reinige und läutere das Entweihete, wie Gold und Silber, daß wir dir Opfer bringen, die dir wohlgefällig sind, in Gerechtigfeit. Und sind wir tüchtig und reif zu deiner künftigen ewig gnadenvollen Heimsuchung, so laß uns die bangen Schrecken im dunkeln Todesthale durch Beistand deines Geistes überwinden, und sterbend noch ausrufen mit Maria: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Er hat meine Niedrigkeit angesehen; siehe, von nun an werden mich selig preisen Kinder und Kindesfinder! Amen. Zum Erndtedankfeste. Allmächtiger, barmherziger Gott, der du unser Flehen gnädig erhört, und uns're Felder, Gärten und Wiesen nicht bloß ( reichlich) gesegnet, sondern auch die Früchte erhalten, und zu ihrer Einsammlung die nöthige Witterung verliehen haſt; wir erkennen und preisen deine Barmherzigkeit im Gefühle uns'rer Unwürdigkeit. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Es sagen alle, die den Herrn fürchten: Seine Güte währet ewiglich. Stehe uns auch ferner bei, o Vater, und verlaß deine nothleidenden Kinder nicht. Behüte die Gaben, die du uns aus liebreicher Vaterhand gegeben hast, vor Feuer, Wasser und anderm Unglück; gieb uns den edeln Frieden, und zum Genusse deiner milden Güte Gesundheit und ein fröhliches Herz. Erhalte und segne die neue Aussaat, daß wir auch im nächsten Jahre wieder mit Freuden sammeln mögen. Vor allen 40 626 Für die allgemeine Gottesverehrung. allen Dingen aber fördere unsere Aussaat auf die Ernte der Ewigkeit durch den Geist der Liebe und der Gerechtigkeit. Brich hervor wie die schöne Morgenröthe, und komm' zu uns wie ein Regen, wie ein Spatregen, der das Land befeuchtet. Laß deine Güte und Gnade über uns seyn wie eine Thauwolke des Morgens, wie einen fruchtbaren Than, der früh Morgens sich ausbreitet.ds that on Ach, Herr, höre unser Gebet, und gieb uns allen deinen reichen Segen. Segue uns an Leib und Seele, für das zeitliche und ewige Leben, durch Jesum Christum, durch welchen du uns zu segnen versprochen hast. Amen. opinist duur 1 and Auf das Michaelisfest. Ewiger und allmächtiger Gott, du Herr der Heerscharen, wir denken heut mit Bewunderung an die Größe deiner Werke und an die treue Aufsicht, mit welcher du auch auf das Niedrige fiehest, und freuen uns über deinen väterlichen Schuß, wie über die Würde, zu welcher du uns berufen hast. Herr, vor welchem die Engel ihr Heilig, Heilig fingen, auch wir beten dich an im Geist und in der Wahrheit. Du, dessen Befehle deine starken Geister vollziehn, auch wir kennen deinen Willen, die Geseze deines Himmelreichs. Der du im Glanze deines Lichtes die Seraphim weidest, du blickest huldvoll auch auf die Kinderwelt, und führest endlich die Bewährterfundenen im Geleite höherer Geister zur Verklärung an deinen Thron. Herr, was ist der Mensch, daß du sein also gedenkest, und des Menschen Kind, daß du dich seiner so annimmſt? Ach, Herr, behüte uns ferner auf unsern Wegen, und trage uns auf deinen Händen, daß wir unsern Fuß nicht an einen Stein stoßen. Lehr' uns in Demuth und Einfalt vor dir wandeln, wie die Kinder; daß wir groß werden im Himmelreich. Unser Vertrauen richte sich auf an dem Worte, daß dein Engel sich lagere um die, so dich fürchten, und unser Streben sev, schon hier an Gehorsam und Liebe den Engeln durch Christum ähnlich zu seyn. Vater, bewahre uns vor Aergernissen; rüste uns aus mit Kraft gegen Verführung; dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Und rufst du uns, früh oder spät, von dannen, jo TAINA dit Festgebete. glin sid she 627 so bringe uns, o Gnädiger, vom Glauben zum Schauen, aus der streitenden Kirche in jene selige Gemeinschaft, wo Freude die Fülle wohnet und liebliches Wesen zu deiner Rechten immer und ewiglich. Amen. obid und Auf das Reformationsfest. Vater, der du in Luthers Tagen die Kirche deines Sohnes auf's neue mit deinem Evangelio in seiner ungetrübten Klarheit begnadigt hast, damit dasselbe unsern Verstand erleuchte, unser Herz erwärme und uns mit Kraft zur Heiligung erfülle, wir bringen die dafür die Opfer unsers innigsten Dankes an diesem festlichen Tage. laß auch fernerhin die Sonne der Wahrheit unter uns aufgehen, damit sie uns frei mache von aller Dämmerung und Finsterniß des Geistes, von allem Kaltsiun' und Leichtsinn'. Festhalten laß uns an dem so theuer errungenen föstlichen Gute der Gewissensfreiheit, und wohl zusehen, daß Niemand uns're Krone raube. In Demuth, Sanftmuth nnd Geduld laß uns fleißig seyn, zu halten die Einigkeit im Geist' durch das Band des Friedens, und wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus. Insonderheit seque uns're geliebte Landesobrigkeit, auf daß durch ihre Mitwirkung ihr Land ein Eden Gottes werde an Erkenntniß, Tugend und Frömmigkeit. Erfülle die Lehrer in Kirchen und Schulen mit deinem Geiste, damit sie ihre höchste Ehre darin suchen, deine Ehre auf Erden zu befördern, und die stille Macht der Wahrheit immer weiter auszubreiten. Gieb ihnen Seelen, welche den Samen deines Wortes heilsbegierig aufnehmen, in einem feinen, guten Herzen bewahren, und dreißig-, sechszig- und hundertfältige Frucht bringen. Ja, Vater, heilige du uns Alle in deiner Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Steure fraft derselben überall dem Unglauben und Aberglauben, dem Laster und dem Elende. Bringe alle Kirchen der Vollkommenheit näher, zu welcher du uns berufen bast durch Jesum Christum, und führe dereinst uns Alle in deinen Himmel, wo du wirst seyn Alles in Allen; wo wir nicht mehr schauen durch einen dunkeln Spiegel, sondern von Angesicht zu Angesicht, und laß uns dort gelangen zum Erbtheil der Heiligen im Lichte! Amen. 40* Zum 628 Für die allgemeine Gottesverehrung. Zum Kirchweihfeste. Dank sey dir, o du, von dem aller, auch geistiger Segen kommt, du Vater des Lichts, du Urquell jeder vollkommnen Gabe, Dank, freudiger, ehrfurchtsvoller Dank sey dir, daß du uns diesen Vorhof des Himmels bis jetzt erhalten hast mit seinen himmlischen Segnungen. Wir empfehlen ihn deiner fernern gnädigen Obhut, du trener göttlicher Hüter, und Alle, die darin Erbauung suchen. Sey ihren Herzen nahe, so oft sie in deinem Hause erscheinen, und erfülle sie, ihre Kinder und Kindeskinder und uns're spätesten Nachkommen in demselben immerfort mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum. Wir aber geloben dir, Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, und das sey unser bester Dank, immer völliger an uns erreichen zu lassen und mit allen Kräften zu befördern, was du beabsichtigst bei diesem dir geweiheten Heiligthume, bis wir eingehen in das Allerheiligste, das du uns bereitet hast durch unsern Herrn und Heiland, Jesum Christum, und wir fröhlich sagen können: Wir bleiben im Hause des Herrn immerdar. Amen. Nach einer Feuersgefahr. Aubarmherziger! unsere erschrock'nen, aber durch deine Gnade beruhigten Herzen richten sich dankend in Demuth jeßt zu dir empor! Nimm unsern demuthsvollen Dank gnädig an! Du, Allerhöchster, bist bei jenem schauerlichen Ereigniß, das wir in diesen Tagen erführen, uns wieder sichtbar geworden als Herr des Feuers und aller Elemente! Du hättest dem Sturm gebieten dürfen, und ach, wie groß hätte das Unglück für unsern ganzen Wohnort, für alle unsere Häuser und alle unsere Habe werden können![ und ach, unsere Stadt hätte vielleicht das traurige Schicksal noch einmal erfahren, dessen Andenken noch in so manchen Trümmern uns furchtbar vor Augen liegt!-] Wie fühlt man da seine Abhängigkeit von einer höhern Macht und seine Ohnmacht! wie fühlt man da die Nichtigkeit alles Irdischen! wie wird die Schrift auf den Gesettafeln unsers Herzens durch die Flamme der Feuersbrunst so leserlich! wie blickt man schnlich zu dir nach Hülfe auf! wie ruft man ängstiglich - Bei besondern Fällen. 108 629 ängstiglich! Ach, daß nur unser Herz nicht so troßig und verzagt zugleich wäre! ,, Herr! wenn Trübsal da ist, so suchet man dich, und wenn du sie züchtigest, so rufen sie ängstiglich!" und hast du geholfen, o mit welchem schnöden UnDas dank vergißt man oft bald wieder Hülfe und Helfer! werde an uns nicht wahr! Nein! wir wollen dich auch ſuchen ohne Noth; wir wollen zu dir rufen auch in der Freude! Jedes solches Feuer, jede solche Gefahr soll uns ein Warnungsspiegel seyn, sowohl in Hinsicht der Pflicht, die wir uns, die wir unsern Nebenmenschen, die wir dem gemeinen Wohle schuldig sind, vorsichtig mit Feuer und Licht und allem Brennbaren umzugehen, als auch in Hinsicht un serer Verpflichtungen überhaupt. Jede solche überstandene Gefahr soll uns anschaulich machen, was es sey: ,, wie ein Brand aus dem Feuer gerettet zu seyn!"; jede solche überstandene Gefahr uns aber auch nur um so mehr zu dir hinziehen, o Gott! Das Gefühl unserer Abhängigkeit von dir soll uns nie verlassen; unser Dank, unsere Liebe, unsere Ehrfurcht, unser Vertrauen zu dir nie erkalten. Dann blickt dein Vaterauge gewiß mit Huld auf unsere Stadt[ auf unser Dorf] herab! — - In Bezug auf Verstorbene, ( bei Begräbnissen, Abkündigungen, Einsenkungen u. dgl.) So haben wir denn jetzt[ hier] abermal eine wehmüthige ernste Erinnerung an unsere Sterblichkeit und an die Vergänglichkeit alles Jrdischen. Unerbittlich rafft der Tod Eltern von ihren Kindern, Kinder von ihren Eltern, Geschwister von ihren Geschwistern, Gatten von ihren Gatten, Verwandte von Verwandten, Freunde von ihren Freunden, Wohlthäter von denen, die sich ihres Wohithuns erfreuten, dahin; und verschont auch nicht die Verdienstvollsten, die Edelsten und Besten der Menschheit, die ihre Zierde waren und ihr Segen! Trauernd stehen wir an ihrem Sarge, ringen die Hände, weinen und wehklagen; und all unser Trauern, und all' unser Händeringen, und all unser Weinen und Wehklagen weckt sie nicht wieder aus ihrem Todesschlummer!- Trauert, ihr Lieben, trauert!- doch nicht wie die, die keine Hoffnung haben. Es sey uns, als tönte - 630 Für die allgemeine Gottesverehrung. tönte es vom Himmel, was der scheidende Jesus einst seinen trauernden Freunden zurief, auch zu uns herab in das Innerste unserer Herzen hinab: Jhr habt wohl Traurigkeit, aber eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden, ich werde euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll euch kein Trennungsschmerz, soll auch kein Grab euch rauben." rollove Sie sind uns nicht verloren, die wir beweinen, die uns der Tod entriß! Sie sind noch unser, und wir noch die Ihrigen. Durch fortdauernde gegenseitige Liebe sind wir immer noch Eins mit ihnen, wie sie mit uns. Sie schieden in Liebe von uns; ihr letzter Athemzug war Liebe, war Gebet für uns zu Gott. Sie nahmen das liebevolle Andenken an uns mit sich in die höhere Welt. Dieses ist in ihrem Geiste so wenig erloschen, als ihr Geist selbst. Sie können uns dort noch immer fortlieben, wie wir sie hier; und können sie es: so werden sie es auch so gewiß, wie wir, die wie noch auf dieser Erde wallen! Sehen wir nur nicht bloß auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare, nicht auf das Zeitliche, sondern auf das Ewige; hängen wir unser Herz nur nicht an das Sedische und Vergängliche; lebt nur ihr Geist noch in uns fort und ihre Tugenden; erhalten wir nur durch gleich- himmlische Gesinnung uns ihrer würdig: o dann sind sie noch immer mit uns in stiller, heiliger, unsichtbarer Verbindung; wir sind selig in Hoffnung, in Hoffnung näherer, engerer, ewiger, seliger Wiedervereinigung. Diese Hoffnung, diesen einzigen Trost am Grabe, hast du, o du Schöpfer unserer Natur, du Urheber unserer innigsten Sehnsucht und unserer zartesten Gefühle, zu tief in unsere Brust gesenkt: du wirst sie, o du Gott der Liebe, gewiß nicht unerfüllt lassen. Hords 1100 candide Weldy Herz vermag, O selger Tag! Bed AAR thad Die Freude zu ergründen, Wenn wir, die wir hier geweint, Dort euch( dich) wiederfinden! stat eth 759 Pas 100 Lesso dun bilf dun do?! noml? dino.655 Justod ageldes 37/2 ml? diled said goj puntsdag sim 00 15 sentidug 58.8e1 s nained andis smisd m EMER chinist mo dun sad2 how ljun Jue jul? Negiſter, is nach den Uummern der Lieder, mit Angabe 200m RIC der Verfasser. g find ju polhod TXA Ach, bleib' mit deiner Gnade 296. Stegmann. Ach Gott, es sind der Thränen Ach Gott und Herr, wie groß Ach, Gott, verlaß mich nicht! Ach, könnt' ich doch mit deinen Ach, wann werd ich von der Ach, wer auf späte Buße Allein Gott in der Höh' sey Ehr' u. Allein Gott in der Höh' sey Ehr'! Alle Menschen müssen sterben, Allen Menschen, und auch mir Aller meiner Brüder Rechte Alles hast du uns gegeben; taid Verfasser. 644. Overbeck.ate 443. Rutilius, ver. Weiße. 473. S. Frank, ver. Weiße. 374. Sturm. 471. Münter. 425. Gramer. 955. Decins, unveränd.ie 53. Decius, ver. Diterich. 808. Albinus, ver. Neander. 652. Weiße. 668. Cramer. 723. Olearius, ver. Plato und Dolz. Alles ist an Gottes Segen Allgegenwärtiger, ich bin dir Allgütiger, allein bei dir steht Allmächtiger, ich hebe mein Allmächtig großer Gott, Allwissender, ich will jetzt meines Also hat Gott die Welt geliebt, daß 532. unbekannt. 25. Uz. 559.ver. Diterich. 902. Neander.lt stisingek 509. ver. Diterich. 428. Weigel. 133. Hecker, ver. Diterich). Also hat Gott die Welt geliebt, und 111. Gerhard, ver. Cramer. Amen! Lob, Preis und Herrlichkeit 856. Sachſe. Amen! 632 Register. Amen! Lob und Preis und Stärke 229. Sturm. Am Kreuz erblaßt, der Marterl. 225. Neander. Anbetung sey dir, Herrlichster, 1. Diterich. Anbetungswürd'ger Gott, mit An deine Leiden denken wir An diesem Tag' erscheinen wir An Einen Gott nur glauben wir Auch mein, o Herr, hast du Auf, auf! macht Thor und Herzen Auf, auf, mein Herz! mit Freuden 9. Rambach, ver. Diterich. 193. Niemeyer. 726. Rost. 56. urspr. Clausnizer. 83. Sturm. 123. Klesch. 237. ursp. Gerhard, ver. Wagner. 340. Recheadban. 112. Diterich. 2. Löscher, ver. Schlegel. 782. Mudre. 397. Klopstock. 687. Niemeyer. 280. Wagner. I 526. Gellert. Auf, beschwört den Bund! Auf, Christen, laßt uns unsern Auf, Christen, preist mit mir Auf deine Weisheit schauen, Aufersteh'n, ja, aufersteh'n wirst Auf, erwachet, meine Lieder, Auf, feiert mit Dank das heilige Auf Gott, und nicht auf meinen Auf, hinauf, zu deiner Freude Auf, Jesu Jünger, freuet euch! Auf, laßt den Herrn uns loben! 886. Claudius. 384. Joh. Heinr. Schröder. 252. Alber, ver. Diterich. Auf, o Seele, sey noch munter! 934. Rist, ver. Schlegel. 893. Diterich. 137. Gellert. Auf! preist Gott mit Zufriedenheit, Auf, schicke dich, recht feierlich Aus dunkler Tiefe, Herr, Aus Gnaden soll ich selig werden, Aus Jakobs Stamm' ging einst Aus irdischem Getümmel, Aus tiefer Noth ruf ich zu dir; 445. Luther, ver. Fulda... Befiehl dem Höchstendeine Wege, 545. Freifr. v. Gersdorf, ver. Diterich. 541. Gerhard. 215. Bachoff v. Echt. 476. Cramer. 709. Bickel. 353. Reche. 434. 3ollikofer.( Ps. 130.) 378. ursp. Ch. L. Scheidt. 163. Altenburg. 117. 2- Dt. Befiehl du deine Wege, Begleite mich, o Christ; Beglückt, beglückt ist, Beherrscher deiner Christenheit, Bereit sind wir von Herzen, Beschirm uns, Herr, dein reines 661. Mann. Bestimme meinem Pfade, Herr, 633. Starfe. luomis Bestimmt Register. Bestimmt hast du, o Gott, auch 419. Reche. Betet an, ihr Menschen, bringet Betet an! Laßt uns lobsingen, Betet, Brüder, an im Staube Bewahre meinen Mund, 81. Cramer. 66. Cramer. 62. Demme. 496. Niemeyer. 370. Niemeyer. Bei diesem Denkmahl deiner Bleib', Jesu, hier; dein Bleibt dem Glauben tren! Blick auf diese jungen Seelen; Bringe deinem Gott, dem Christ, aus deinem Herzen Christe, du Lamm Gottes, Distirou Christ fuhr gen Himmel; was Christ ist erstanden von der Christus, der ist mein Leben, Damit ich dir gefällig sey, Dank, Dank sey dir für dein Danket mit Freuden, o danket, Dank sey dir, unser Herr und Das Grab ist leer; des Höchsten Das Herz, o Vater, bring' ich Da stehen wir, die Deinen, Deine Schöpfung, Erd' und Deines Gottes frene dich, Deine Wunden, deine Schmerzen Dein Gott, o Christ, der stets 1808Dein Heil, o Christ, nicht zu Dein ist das Licht, das uns Dein Knecht geht, reif an Jahren, 633 oft mis flt ms2 4 100 mts 570. Erdm. Neumeister. 341. Schottin. 337. Reche. 3. Diterich. all 771. Schmolf, ver. Schlegel. 964. das deutsche Agnus Dei ( zuerst in Spangenbergs Kirchenges. Magdeburg 1545). 967. altdeutsches K.lied, schon vor Luther. 966. ebenso. 819. angebl. Graf. 439. ver. Diterich. 375. Lavater. 516. Woltersdorf. 725. Lavater. 235. v. Eronegf. 440. ursp. Schade. 830. C. F. D. Schubart. 421. Cramer.indw 505. Münter. Dein Mittler kommt, gebengte Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit. Dein Will' ist's, Herr, mein 589. Diterich). 196. urspr. Heermann. 109. Gesenius oder Denicke, ver. Diterich.20122 550. Gellert.dll 6 706. Gramer.molt on 840. Neuffer, ver. und mel. Sachse. 126. Rambach, ver. Brömel. 798. Klopstock, ver. Diterich. Dein 634 Register. Dein Wort, o Höchster, ist Dem finstern Erdkreis ist vom 309. Lavater, ver. Diterich. 160. Schlegel. i 1913 Dem Gott voll Huld und Stärke 890. Schmidt, ver. n. mel. sduri Sachſe. Dem Herrn, der mich regieret, 980. Schumann. Den Höchsten öffentlich verehren, 565. Küster.jaid Denkt, Kinder, daß die Stunden 731. Dolz. Der am Kreuz ist meine Liebe, 195. Fritschy. Der du alle deine Werke liebtest 905. Neander. id jubil me dide and vide Der du bist Drei in Einigkeit, Der du, dem Tode nah, für die, Der du die Liebe selber bist, Der du uns als Vater liebest, Der du voll Blut und Wunden Der du vom Himmel Licht uns Der du zu den beglückten Scharen, Der frohe Morgen weckt mich Der Glaub' ist feste Zuversicht Der Herr ist in den Höhen; Der Herr ist meine Zuversicht, Der Herr liebt unser Leben; Der Herr schwingt sich mit Glanz' Der letzte meiner Tage ist mir Der mit der Allm. Schöpfungsruf Der Retter der gefall'nen Welt, Der Spötter Heere rüsten sich, Der Spötter Strom reißt Viele Der Stand, in den ich trete, Der Tag hat sich heut' eingefunden, Der Tag ist wieder hin; Der Weltversöhner ist bereit, Der Wollust Reiz zu widerstreben, Des Jahres erster Morgen Des Leibes warten, und ihn nähren, 608. Diterich. Jis nis@ Des Morgens erste Stunde soll 911. Schlegel. od 2 Des Vaters und des Sohnes Des Wahns und Irrthums Dich bet' ich an, erstand'ner Held! 279. Luther, ver. Klopstock. 311. Cramer. 246. Neander.ie in 2 Dich, dich, mein Gott, will ich 903. Diterid).in ng un Dich preisen, Herr, Gesang und 566. Pfranger. 5 Dich 59. Schottin, nach Luther. 678. Münter. 647. Hiller, ver. Diterich. 282. Bruhu. 188. Gerhard, ver. Diterich. 707. Wagner. 390. Niemeyer. 906. Seidel. din fis 462. 3. H. Schrader. 18. Cramer, 529. Sturm. 324. Mudre, ver. Wagner. 256. Grot. if hing 807. Münter. m2 694. Schottin und Sachse. 162. Lenz. Jita 300. Münter. G462 328. Klopstock.G#Q 691. Bäßler. undoit no 851. Bachoff v. Echt. mis 945. Gellert.ttoc bonis? 205. Schlegel, ver. Wagner. 615. Gellert. Ho 868. Sturm. fi find balingg Register. 635 Dich, Richter, fürchte alle Welt 742. Mann. first Q 895. Neander.in istil n 799. Funf. d hid th 781. Münter.hid b 887. Huber, ver. Reche. 821. Gr. v. Zinzendorf, ver. Fulda und Sachse. 637. Gryphius, ver. Weiße. 861. Gramer, ver. Wagner. 75. Gellert. id n 780. Frau v. d. Necke. 716. Borchward, ver. Dolz 696. Eramer. in p 138. Gellert. 850. Sturm. 962. Nachtenhöfer. Dich seh' ich wieder, Morgenlicht, Die auf der Erde wallen, Die Bahn ist rauh, auf der ich Die Ernt' ist da! Schon winkt Die Frommen wandeln ruhig fort, 724. Wagner. bile mi 84. Gellert. d sini 552. Grassel.62 ai?) 626. v. Hippel. DUSH nið Die Herrlichkeit der Erden Die Himmel preisen deine Macht Die Himmel rühmen des Ewigen Die Hoffnung naher Ewigkeit, Die Jugend ist die Zeit der Saat; Die Kinder, deren wir uns Dieß ist der Tag, den Gott Dieß ist der Tag, zum Segen Dieß ist die Nacht, da mir Die Stunden weiser Lehre Dir dank' ich für mein Leben; Dir, dir, Jehova, will ich singen; Dir hab' ich mich ergeben, Dir, Jesu, tönt vom Staube Dir sey Preis! Ich lebe wieder, Dir, Vater, Dank und Preis Du, aller Menschen Bater! Du bist mein Ziel, erhabne Du bist, o Gott, gerecht; Du bist's, dem Ehr' und Ruhm Du, dem Johannes dort voran Du, der Alles hieß entstehen, Du, der du alle Schmerzen heilst, Du, der kein Böses thut, Du, deß sich alle Himmel freu'n, Tu, Gott, der Bund und Trene Du, Gott, du bist der Herr der Du hast, mein Vater und mein 530. Neumeister.um lodr Du hast mir, Gott, dein Wort 327. Zollikofer, ver. Diterich mingos hot thing und Wagner.de Tu, Herr von meinen Tagen, 843. Feddersen. Tulde, Christ, des Lebens Leiden, 778. Thom. v. Kempen, übers. A. 3. Nambach. Du 114. Grot, ver. Wagner. 909. Münter. Aspidas ni 660. Lavater. eru nið 680. Hiller, ver. Diterich. 408. Meyfart, ver. Wagner. 35. Gramer. 1 STUN 91. Gellert. undefin 172. Suttinger, ver. Diterich. 513. urspr. G. v. Breitenan. 572. a. d. Lat. d. h. Bernhard. 422. Diterich. Ga dan 19 561. Klopstock.dit moindre 148. G. A. Neithart.d 865. Diterich. Undr dodro 13 mi sis 19 636 Du Lebensfürst, Herr Jesu Du leitest mich nach deinem Durch dich, du höchstes Gut, Durch dich, Gott, bin ich, was Durch wechselvolle Tage, Du sagst: Ich bin ein Christ! Du schenkst uns, Gott, so Du Tag, des Herrn, sollst meiner Du treuer Gott der Armen, Du Vater deiner Menschenkinder, Register. 258. Rist. 549. Mann. 371. Frau v. d. Recke. 700. Feddersen. 874. Sacer, ver. Feddersen. 475. Haßlocher, ver. Pfranger. 919. Sturm. 852. Lavater.limo 2 749. Hiller, ver. Schlegel. 503. Schmolk, ver. Diterich. Ehre hre sey Gott in der Höhe! Eifrig sey und fest mein Wille, Einen Trost weiß nur mein Herz, Ein' feste Burg ist unser Gott, Ein Fremdling bin ich in der Ein Glück im kurzen Raum' der 64. Sturm. Ein Jahr der Sterblichkeit, der Ein Lamm geht hin, und trägt Ein neues Lied singt Gott, dem Ein Ort der Ruh' ist mir beschieden; Ein ruhiges Gewissen Ein sanftes Lager wartet mein. Einst rief der Herr vor dem Empor zu Gott, mein Lobgesang! Entehre nicht durch Klagen Entflohen sind auch dieses Tages Entreiße dich, mein Geist, der Erforsche mich, erfahr' mein Erfülle, Seele, deine Pflicht; Er gab und nahm; sein Name Erhaben über Welt und Zeit, Erhalt uns, Herr, bei deinem Erhalt uns, Herr, dein reines Erhalt uns, Herr, die Obrigkeit, Erhebe dankbar Gottes Ruhm, Erhebet Gottes Lieb' und Macht, Erheb', o Seele, Gottes Ruhm! Erhebt den Herrn, ihr Frommen! Erhebt mit Jubelschalle! 161. Niemeyer. 614. Gramer. 574. Schmolf. 308. Luther.( V. 3. ff.) 407. Siurm. 875. Freifr. v. Gersdorf. 183. Gerhard, ver. Schlegel. 307. Sachse. 790. Mörlin. 487. Bruhn. 940. Niemeyer. 219. Sturm. 154. Krummacher. 107. Meister. 927. Neander. 167. Schlegel. 214. Gellert. 157. Senff. 837. Sadyje. 14. Münter. 13 297. urspr. Luther n. Jonas. 318. Wahl. 704.ver. Diterichy. 321. Münter. 166. Schottin. 87. Sturm.2 128. Schirmer, ver. Diterich. 892. Fröbing. Erhör', Register. Erhör', o Gott, das heiße Fleh'n Erhör' uns, Vater, Sohn und Erinn're dich, mein Geist, Er ist erstanden, Jesus Christ, Er kommt, er kommt, der starke Er lebt, er lebt! O Christenheit, Er lebt! o Freudenwort! Erlöser, einst im Staube mit Erlöser, sieh', ich falle anbetend Ermuntre dich, mein schwacher Ermuntre dich, mein Geist, du Es bauet, Herr, auf dein Geheiß Es eilt der letzte von den Tagen, Es freut, Herr, die Gemeine Es ging ein Mann voll Gnad' Es hilft uns unser Gott, Es ist doch nur ein ein'ger Gott Es ist ein Gott; o, fühl' es, Es ist genug! So nimm, Herr! Es ist gewiß ein köstlich Ding, Es ist noch eine Ruh' vorhanden; a. Es ist noch eine Ruh' vorhanden für Es ist nun aus mit meinem Leben! Es ist vollbracht! So ruft Es feimt, es feimt, es Es lebt ein Gott, der Menschen Es züchtigt deine Hand, Euch segne, segne Gott, Ewig sey dir lobgesungen, 338. Küster. 864. Schmidt. 243. Gellert. 232. Münter. 135. Schiebeler. 230. v. Hippel. 233. Liebich. 198. Tode. 637 600 206. Sturm, ver. Hohnbaum 145. Rist, ver. Diterich. 907. v. Hemessen. 884. Ringwaldt, ver. Küster. 634. Neander. 727. Fulda. 173. Lavater.(?) 522. Neumeister. 12. Diterich. 6. Pfranger. 806. Burmeister, ver. Schottin und Sachse. 775. Wolf. anonist 398. Kunth. 110 401.v. Moser, ver. Diterich). 820. meis. 221. Diterich. 92. Habu. and dhid 38. v. Stamford. 735. Bruhn. 347. Muck. 152. Francisci, ver. Diterich. Chio 10 si Fest sey der Glaube: 248. Reche.dised Fest steht dein Bund, wie Felsen 846. vermuthf. Stockhausen. Feiert, Christen, singt ihm Lieder, 234. Langguth, ver. Wagner. Fortgekämpft und fortgerungen, 776. Lavater. Freu' dich, Seele, rühm' und Fröhlich laßt uns Gott lobsingen! Frohlockend, Vater, wach' ich Froblockt dem Herrn! Bringt Frohlockt zu Gottes Ruhme! 350. Klopstock. wind to 147. Gerhard, ver. Neander. 914. Cramer. 228. Schiebeler, ver. Diterich. 299. Cramer, ver. Wagner. Für Register. 638 Für alle Güte sey gepreist, Für dich, o Weltversöhner, Fürwahr, du bist, o Gott, Gedanke, der uns Leben giebt, 113. Gellert. Gedanke voller Seligkeit, Geist der Wahrheit, laß dein Geist, gesandt vom Himmelsthr. 924. Gellert. 364. 5. 6. G. Küster. 106. S. Frank, ver. Diterich. Geist Gottes! wer kann dich Geist vom Vater und vom Gelobet sey der Herr; laßt Gelobet sey der Herr, mein Gelobet seyst du, Gottes Sohn, Gelobet jevst du, Gott, für Gelobet seyst du, Jesu Christ! daß Gelobet jevst du, JesuChrist, von Gelobt sev, der den Frühling Gelobt seyst du, Herr, unser Gerechter Gott, vor dein Gesund und frohes Muthes Getreuer Gott! dein Gnadenwalt. Geweiht zum Christenthume, Gieb, daß ich meinen hohen Werth, Gieb dich zufrieden, und sey Gieb, Gott, voll Lieb' und Güte, Gieb, Gott, wenn ich dir diene, Gieb mir das Wollen und Gieb mir ein fröhlich' Herz, Gieb mir, o Gott, ein Herz, Gott, deine Güte reicht so weit, Gott, deinen heiligen Befehlen, Gott, deinen weisen Willen Gott, deiner Stärke freue sich Gott, deiner Werke jedes ist Gott, deine weise Macht, Gott, dein ist unser Leben; Gott, der du die Menschen LUN 2 412.v. Ruling. 286. Riemeyer. 285. Adam a St. Victore, übers. A. J. Rambach. 291. Meier. 292. Hoffmann, ver. Diterich. 171.Lossius. Jound D 61. Olearius.1 155 1569 142. Funf. 316. Rambach, ver. Diterich. 963. Luther. S 146. Sturm. tot 140 878. Funf. 40 376. Rist, ver. Diterich. 37. Rambach, ver. Diterich. 96. Voß. für$ 0) 705. T. H. Schubart. 329. Neander.omis thon 416. Diterid). 69 524. Gerhard. 655. Heeren, ver. Diterich. 597. Gellert u. Diterich). 537. Schmolk. ith: 60 625. Neumeister. 648. Gellert u. Diterich. 556. Gellert. 508. Schmolf, ver. Gramer. 701. Lavater. ist 703. Cramer. 8. Lavater. 922. Münter. 666. Cramer. pik budink 674. Hiller, ver. Diterich. 499. Bickel. Gott, der du Herzenskenner Gott, der du uns're Zuflucht bist, 862. Eschenburg. THA Gott, 639 754. Bäßler. and dilise 944. Lavater. dmaling 456. Frau v. d. Recke. 975. Luther. 2005 896. Alberti.tolk alise 755. Unger, ver. Cramer, 470. ver. Diterich. silind el piso 99. Ulber, ver. Diterich. 3673. Stämpfe. 383. Eschenburg. 283. Voß.(?) Gott, der Gewitter schafft Gott der Tage, Gott der Nächte, Gott, der väterlich uns liebt, Gott, der Vater, wohn' uns bei, Gott des Himmels und der Gott, dessen Macht des Feuers Gott, dir gefällt fein gottlos Gott, du bleibst ewig unsrer Gott, du Erhabenster, Gott, durch welchen alle Dinge Gottes Geist, du Geist der Liebe, Gottes Sohn ist kommen! Gott führt uns Menschen Gott ist getren! Sein Herz, sein Gott ist hier! Er hat's vernommen, Gott ist mein Hort, und auf Gott ist mein Lied! Er ist der Gott ist's, der das Vermögen Gott ist und bleibt getreu. Gott, laß den Unterricht gedeih'n, Gott lebet noch! D'rum sorg' Gott lebet noch! Secle, was Gott Lob! der Sonntag kommt Gott, o Mensch, gab dir dieß Gott ruft der Sonn', und schaft Gott sey Dank in aller Welt, Gott sey gelobet und gebenedeiet, Gott sey mit dir! Amen! Gott sorgt für uns! O, singt Gott von Macht und Güte, Gott, vor dessen Angesichte Gott, welch' ein Kampf in meiner 125. Weiß, ver. Demme... 102. Liebich( nicht Stölzel). 779. Liebich. 345. Reche. smisdad 313. Gellert.mind and 65. Gellert. sid and mo 622. Liscov, ver. Diterich. 50. Wilhelmi. G 290 ZIÒ 717. Rrehl. f 391 and 98. M. Kramer. d 104. 3ihn. 953. Clearius. 89. Sturm. 866. Gellert.d 118. Held. 978. Luther. 814. Klopstock. 882. Teller. nd d ud m 1528. Liebich.sblsp to 300 33. 3. 6. Zimmermann. 426. Bürde. Gott, wer fann etwas Gutes 558. Smolf, ver. Diterich. Großer Gott! erhab'nes Wesen, Groß ist der Herr! die Berge Groß ist des Höchsten Güte! Gut und heilig ist dein Wille, Habe deine Lust am Herrn! Heiland! deine Menschenliebe Register. sid no me 435.ver. Diterich. 523. Tiedge. 10 m 41. Neander. 507. Münter. d) 300 504. Schmolf.d 177. Rambach, ver. Diterich. Heiland, 640 Register. 575. Craffel.inf. 11: 0 708. Schottin.$ 4 1498. Cramer. nod Heiland, den uns Gott verhieß, 144. Diterich. and# 8 Heiland, dessen wir uns trösten, 263. Rambach, ver. Diterich. Heiland, groß an Huld und Treue, 357. Diterich. Heil'ger Jesu, Heil'gungsquelle, Heil'ger Vater deiner Kinder, Heilig, heilig sey der Eid Heilig ist der Herr der Welten; Heilig sey euch diese Stunde! Heilig sey uns diese Stunde, Herr, allerhöchster Gott, Herr, aus deiner Gnadenfülle Herr, deine Allmacht reicht so Herr, deine Kirche danket dir; Herr, deine Sanftmnth ist nicht Herr, deines Lebens letzte Nacht, Herr, den die Sonnen und die Herr, denk' an mich! Herr, der du Alles giebst, Herr, der du Erd' und Himmel Herr, der du Keinen je Herr, der du mir das Leben Herr der Zeit und Ewigkeit, Herr, dessen Gnade Alles schafft, Herr des Todes! deine Rechte Herr, dir sei Preis und Dank Herr, du bist meine Zuversicht! Herr, du erforschest mich, Herr, du wollst sie( uns) Herr, es gescheh' dein Wille! Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben Alle wir; Herr Gott, dich loben wir; Herr Gott, du bist die Zuflucht Herr, höre mein Gebet Herr, ich bin dein Eigenthum: Heer, ich darf, wie Simeon, 34. Mohn.bg, sid 729. Niemeyer.d HO 710. Wagner. ad 466. Busch, ver. Diterich. 396. Diterich). D 26. Rambach, ver. Diterich. 844. unbek.( zuerst im Mitauer Gesb.) il no 675. Ulber, ver. Diterich. 348. Lavater. iom ii 116) 869. Schlegel. im filho 218. Sturm. d') 663. Gellert. de fi 192. v. Hippel. I 333. Neander. om 1191 110) 925. Gellert. hon todo] 1190) 631. Olearius? ver. Diterich. 938. Sturm. bi 832. Neuffer. d fur 298. vermuthl. Gesenius. 795. Sturm. ndalon a new 20. Cramer. tim i 354. Klopstock.pl 207. Sturm, nie net 11) 936. urspr. Neumann, ver. Diterich. ho 79. Schottin, nach Melanchthon und Eber. 737. Ambrosius, übers. Luther, ver. Zollikofer. 15. Gramer.lis dar 100 436. Cramer. 277. Münter. la odo 168. Schottin, nach Schmolk. Herr, Register. Herr, ich falle vor dir nieder, 366. Lavater.be Herr, ich will mit Danken Herr Jesu Christ! dich zu uns 239. Münter. Herr Jesu Christ, ich weiß Herr Jesu Christ, mein höchstes Herr Jesu, Gnadensonne, Herr, laß nach eitler Ehre Herr, lehre du mich thun Quranic ndani. 188 Herr, mache meine Seele stille Herr, meiner Seele großen Werth, 592. Diterich. Herr, mein Licht, erleuchte mich, Herr, ohne Glauben kann Herr, stärke mich, dein Leiden Herr und Gott, Herr und Richter aller Welt, Herr, unser Gott, dich preisen thotice you Herr, unser Gott, wir bitten Herr, welch ein wichtiges Herr, wenn ich dich nur haben Herr, wie du willst, so schick's Herr, wir singen deiner Ehre! Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr! Herzliebster Jesu, was hast du Heut, Christen, ist der Tag des Hier bin ich, Jesu zu erfüllen, Hier ist nur mein Prüfungsstand; Hier legt mein Sinn sich vor Hier sind wir, dich zu ehren, Hier sind wir, Gott, und fleh'n Hilf mir, mein Gott; verleihe Himmelan, nur himmelan Hin an dein Kreuz zu treten, Hinauf zu Gott, Gejangeslust! öchster, denk' ich an die Güte, lourilo num 959. Wilhelm II. Herzog zu S. Weimar. 641 797. Ringwaldt, ver. Cramer. 586. Neumeister. 441. Gotter. 630. Heeren. 560.( Freylingh.GB.N.669.) ver. J.C.Zimmermann. 770. Neumeister, ver. Diterich. 320. Hecker, ver. Diterich. 461. Busch, ver. Diterich. 186. Gellert. 60. angebl. Robert, König von Frankreich. 269. Diterich. 728. Wohlfarth, ver. Dolz und Plato. 714. Heeren. 695. Heeren. thể 501. Fritsch, ver. Diterich. 540. Melissander. dal de 377. Efchenburg. 989. Schalling. 199. urspr. Heermann. 849. Selnecker, ver. Zollikos fer n. Lossius. the 361. Bruhn. IMA i d 802. Münter. Biber the 480. C. F. Richter. 847. Uhlich.drid 855. Gramer.ist of 477. urspr. Rist. r chế 645. Schöner, 212. Funt. 951. Delbrück u. Sachse. 431. Fabricius, ver. Diterich. Höchster 41 642 Register. Höchster Tröster, komm hernieder! 293.Liebich), ver. Cramer. Hosianna! Gott erscheinet! Hülfe kann dein Arm bereiten, 812. Krah. 301. Neuhofer. Ja, ja, Gott, hör' uns! wir Ja, zur Stille will ich fliehen; Ich armer Mensch, ich armer Ich bin ein Gast auf Erden, Ich bin erlöst! Es floß des Ich bin getauft nach Jesn Lehren, 204.... ver. Wagner. 331. Rambach, ver. Diterich. Ich bin gewiß in meinem Glauben, 380. Schmolf. them me Ich bin im Himmel angeschrieben, 450. Henzen. Ich bin, o Gott, dein Eigenthum, 418. Diterich. Ich bin, o Herr, in deiner Macht; Ich bin zur Ewigkeit geboren, Ich eile meinem Grabe zu; Ich flehe, Gott, von ewiggroßer Ich freue mich in dir, und Ich freue mich, mein Gott, Ich hab' in Gottes Herz und Ich hoff auf dich; denn deine Ich hoff' auf keine Hülfe mehr Ich komme vor dein Angesicht; Ich lebe, wo ich liebe; Ich preise dich, o Herr, mein Ich finge dir mit Herz und Mund, Ich trete vor dein Angesicht, Ich weiß, an wen ich gläube. Ich weiß, an wen ich glaube, Ich weiß, an wen mein Glaub' Ich weiß, daß mein Erlöser Ich will den Bund mit meinem Ich will dich noch im Tod erheben, Ich will im Sterben und im Ich will mich meines Gottes Jeſu, Jesu, stärke mich, Jesu, meine Freude, Jesu, meines Lebens Leben, 343. Wagner. 605. Cramer. 447. Titius, ver. Neander. 811. Gerhard. 796. Dach, ver. Diterich. 410. 3. A. Hermes. 792. Mudre. di 448. Neander. 150. Ziegler. 387. Liscov? ver. Diterich. 542. Gerhard, ver. Diterich. 547. Schink. 533. v. Cronegk. 557. Gellert. 643. Schmolf. 349. Diterich. 94. Gerhard. 842. Münter. 317. Neumeister. 394. Niemeyer. 381. Sturm. 241. Angebl. Sturm. 351. Münter. 794. Eschenburg. 624. Barbara Schubart. 395. Meister. 577. Sturm. 571. urspr. 3. Frank. 189. Homburg, ver. Neander. Jesus Christus, Gottes Sohn, 261. Mudre. Jesus lebt! Frohlockt, ihr Chöre! 226. Funf. Jens Register. Jesus lebt; mit ihm auch ich! 238. Gellert. Jesus, meine Zuversicht und mein Jesus nimmt die Sünder an! Jesus selbst, mein Licht und Jhm, der das Licht entstehen Ihr Christen, kommt und Ihr, die ihr euch von Christo Im Jubelton' frohlocken wir: Immer müsse, Gott, dein Rath Im Stillen wollen wir dich In allen meinen Thaten In des Himmels höhern Freuden In Dunkel hüllt der Himmel In Gottes Rath ergeben, In Jubelchören wallen wir, In unsern Nöthen fallen wir Ist Gott für mich, so trete Kein Lehrer ist dir, Jeſu, Kein Mensch, o Gott, ist Kein Stündlein geht dahin, irudi 236. 2. Henr. Kurfürstin von Brandenb., v. Diterich. 449. Neumeister. 25 579. Olearius. 897. Neander. 14. 336. Schottin. 576. Ritter, ver. Küster. 249. urspr. Zwick, ver. Schlegel. 501767. Junkheim. Komm, heiliger Geist, Herre Komm, komm, du Licht, in Komm nun, o du starker Held, Komm, Pilger, zu dem Grabe; 777. v. Hemessen? 690. Eschenburg. 538. Flemming. 415. Allendorf, ver. Brömel. 751. Lavater.d a 100 788. Herberger, ver.Neander. 860. Hahn. 643 386. Gerhard, ver. Weiße. 562. Reche. Kindlich nahen wir uns, o Klagend seh'n wir von uns geh'n, 818. Starfe. König, dem kein König gleichet, 262. Rambach. Komm, heil'ger Geist! erfüll' 181. Rambach, ver. Bruhn. 424. Reche. 803. urspr. M. Frank, ver. Schottin. 974. alte Uebers. des Veni sancte spir. 162 973. Luther. thin 306. Sachse. 124.ver. Schottin.de 170. 6. F. D. Schubart, ver. Wehrde. des 19 Kommt, Kinder, Jesu weihet Kommt, kommt, den Herrn zu Kommt, laßt uns Gott lobsingen, 889. Gramer. Kommt, und hört den Herrn 339. Demme. 68. Cramer.or 356. Schottin. 1100 1002 Tommt, und laßt uns niederfallen, 70. Cramer. um über uns, du, heil'ger 289. Mautisch, ver. Schlegel. 41* Kyrie, 644 Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit! od mitrijuan Register. 954.Jangebl. aus dem Lat. des enim Kön. Robert v.Frankr. Lasſet uns mit Jesu ziehen! eve Laß mich dein seyn und bleiben, Laß mich diese Nacht empfinden, Laß mich doch nicht, o Gott, 618. Gellert. Laß mich, o Gott, gewissenhaft Laß mich, o Herr, in allen Laß, o Jesu, mich empfinden, Laßt dankbar uns die Lehrer Laßt uns alle fröhlich seyn, Laßt uns, dem Vater laßt 733. Reche, ver. Wagner. 158. Langhans. Un 447. Niemeyer. i bod n Laßt uns den Herrlichens 5. Wagner.blan né Laßt unserm Gott uns singen, 739. Helmbold, ver. Schlegel. Laßt uns mit chrfurchtsvollem 140. Kraft( nach Gellert). Liebe, die du mich zum Bilde 587. Scheffler. sin Liebster Jesu! wir sind hier, 958. Clausniger. Liebster Bater, ich, dein Kind, 453. urspr. Titius, ver. Neander u. Diterich. 863. Reinhard( nach Luther.) 740. urspr. J. Neander. 920. angebl. Selnecker, ver. Schottin( Ps. 147.) 744. Mayer.' dor onspolis 57. Funf. is and qui 127. Weiß, ver. Diterich. 899. Funk. 227. Neander. lindo 933. Schlegel.net on 54. Crassel, ver. Teller. 302. Cramer. Litanei Lobe den Herren, den mächtigen Lobet den Herren, denn er ist sehr 583. urspr. v. Birken, ver. Schmidt, exis 858. Selnecker.d 935. Rist, ver. Schlegel. di sid 616. Hävecker, ver. Diterich 484. 3ollikofer. 657. Cramer. Lob, Preis und Dank dir, Lob, Preis und Ehre bringen wir, Lob sey dem allerhöchsten Gott! Lob sey Gott, der den Morgen Lobsinge, meine Seele, dem Lobsinge, Seel', und sage, Lobsinget Gott! Dank, Preis Lobsinget! Gottes Huld und Lobsingt! Gott hat sein Wort Lobsingt in seinem Heiligthum' Lobsingt, lobsingt dem Herrn, Lobt Gott, ihr Christen, freuet Lobt Gott, lobt Alle Gott! 130. Cramer. 303. Mudre. ni immol 119. Gramer. rumo! 139. N.Hermann, vr.Diterich). 859. Demme. 22.08 Mache dich, mein Geist, bereit, 478. Freystein, ver. Diterich Mein Register. Mein Auge sieht, o Gott, nach Mein bester Trost in diesem Leben Meine Lebenszeit verstreicht, Meinen Jesum laß ich nicht; Mein Erlöser, auch für mich Mein Erlöser, der du mich Mein Erlöser, Gottes Sohn, Mein erst' Gefühl sey Breis und Meiner Tage, Gott, sind hier Meine Seel erhebt voll Freuden Mein ganzer Geist, Gott, wird 645 Mir nach, spricht Christus, Mir schauert nicht vor dir, o Mit dir geh' ich an mein Mit Ernst, ihr Menschenkinder, Mit freudigem Gemüthet Mit freudigem Vertrauen, Mit Fried' und Freuden fahr' ich Mit fröhlichem Gemüthe dankt, Mit frohlockendem Gemüthe Mit Gott geh'n wir getrost dahin, Mit Inbrunst dank' ich dir Mit Preis und Ruhm gekrönt, Nit Singen dich zu loben, 97. Becker, ver. Diterich.e 553. 3. W. W. Breithaupt. 783. Gellert. 585. Keymann. 191. Sturm. I somis nie 332. Werenberg, ver.Diterich. 185. Diterich). dushuet dax 898. Gellert. dmu inait 791. Münter. 791. Münter. lior- hi uiste di 190. Neumeister. and hist 399. Urverf. verm. Fritsch, Mein Glaub' ist meines Lebens Mein Gott, du wohnst in ver. Diterich. simile 388. Münter.netdn 35 490. Schmolk, ver. Diterich. Mein Gott, ich weiß wohl, 810. Schmolk. 810. Schmolk. nd aid sise Mein Gott, mir hat dein lieber Mein Gott, zu dem ich weinend 578. Schmolf. 438. Münter. un piedoist il sile Mein Heiland, wenn mein Geist 404. Sturm. ist nunt side Mein Jesu, dem die Seraphinen, 568. Deßler. Mein Leben, das du mir 607. Reinwald.di mise Mein Leben ist ein Prüfungsstand; 646. Lampe, ver. Zollikofer. Mein Leben steht in Gottesd 789. Neander. si Mein lieber Gott! gedenke 1564. Neumeister, ver. Wehrde. Mein Schuß ist Gott! Jhn laß 536. Neander.d all those Mensch, geschaffen aus dem 787. aus d. Lat. d. heil. Bernimbard, übers. A. J. Rambach. id que 984. Scheffler. mond mult 809. Funk. lund muse 916. Mudre, ver. Diterich. 134. Thilo, ver. Schlegel. 612. Grott.pd Posbunt mult 734. Niemeyer, me 804. Neander( nach Luther.) 42. Schlegel.- o fii- mat 385. ursp. Rambach.me 872. Mörlin. ital mait 326. Loder.is vol m 264. Niemeyer.stus mult 43. Liebich, ver. Diterich. Mit Register. 646 Mit Wehmuth und Vertrauen, Mit welcher Langmuth und is Nach einer Prüfung kurzer Nach meiner Seele Seligkeit Nach tausend Todesleiden, Nacht und Stille führen8 dn Nein, ich will nicht sorgen! Nicht, daß ich's schon ergriffen Nicht lang' ein Pilger in der Nichts ist von Ungefähr! Nichts kann uns die Zeit erseßen, Nicht um ein flüchtig' Gut der Nie bist du, Höchster, von uns Niedrig und in Dürftigkeit Nie kann ich meines Gottes Nie kann mein Herz dich, Nie will ich wieder fluchen, Nimm hin den Dank für deine Jholillos 200.JSturm. opus misst 46.3. C. Zimmermann. 190 1998 de pie thr- Anl 402. Gellert. 396 593. Diterich. 224. Meister. 929. Sturm. I molt 1773. Niemeyer.p 1670 nikk 602. Gellert.79 ose nikt 838. Brumleu. 95 nike 108. Uz. 715..... ver. Dolz.) niz 284. Neander. 21. Sturm, ver. Bruhn. de 176. Reche. i 2100 minke 103. Gramer.disNG 116. Heeren. ali nisu 677. Gellert, ver. Diterich. 373. Lavater, ver. Weiße u. Wagner. 801. Sturm. 877. Gramer. 900. Neander. mister 51. Rambach, ver. Diterich. 423. Klopstock. 969. Luther 822. Liebich.hid that it 0987. Rinfart. E Noch bin ich dein Gast, o Erde! Noch immer wechseln ordentlich Noch läßt der Herr mich leben! Noch nie hast du dein Wort Noch schauen wir im dunkeln Nun bitten wir den heiligen Geist Nun bringen wir den Leib zur Nun danket Alle Gott, mit Nun danket All' und bringet 738. Gerhard.ap Nun, Gott Lob! es ist vollbracht 857. Schenf. d Nun jauchzet All, ihr Frommen, 132. Schirmer.lden til Nun ist die Finsterniß entfloh'n; 159. Mudre. um 10% Nun ist es Tag; mit frohem Nun ist, o Gott, mein Lauf Nun kommt das neue Kirchenjahr; Nun laßt uns geh'n und treten Nun lobe, meine Seele, was Nun ruhen alle Wälder; Nun sinkt die Sonne nieder; Sie Dit G 150 910. Sturm. 839. Sanfel. 845. urspr. Olearius. 867. Gerhard. 741. urspr. Poliander. 942. Gerhard, ver. Klugkist. 926. Uz. magnez D Register. Christ, die Reize dieser Welt 603. Förster. O Christenheit, sey hocherfreut! 156. Füger, ver. Diterich. O Christ, erhebe Herz und Sinn! 639. Liebich). O, daß ich tausend Zungen hätte, 520. Menger. O daß von meinen Lebenstagen 632. Niemeyer.di orie O du, der diese Kinder einst 344. Nebe. Oft hält dein Antlig sich verborgen, Oft klagt dein Herz, wie schwer O Gott! aus deinen Werken O Gott, den alle Himmel ehren, O Gott des Himmels und der O, Gott, dich fürchten, findlich O Gott, du bist die Liebe! O Gott, du frommer Gott! O Gott, mein Vater, steh' mir O heil'ger Geist, kehr' bei uns O heiliger Geist, o heiliger 647 O Herr, dein seliges Regieren O hilf, Christe, Gottes Sohn, O Hoffnung, Lebenswonne, Jesu, Licht und Heil der Welt, Jesu! meine Wonne, Jesu, wahrer Frömmigkeit, Jesu, wenn zum Stärkungsschl. O Lamm Gottes unschuldig, O Mensch, gedenk' an's Ende, O Schöpfer, jedes deiner Werke O senke nicht den trüben Blick Ostimm' auch du mit frohem O Ursprung des Lebens! O Vater der Barmherzigkeit, O Vater guter Gaben, Lob, D, welch' ein Trost für meine O, welch' ein unschäßbares Gut welche Schmach und Plagen Welt, sich' hier dein Leben; wie unaussprechlich selig 110. Schlegel. 601. Gellert. 7. Liebich, ver. Diterich. 27. Georgi, ver. Diterich. 86. Rambach. 493. Schmolk. ver. Zollikofer. 40. Diterich. dok 982. Heermann. 598. Liebich, ver. Diterich. 971. Schirmer. 968. unbef.( zuerst in Niedlings Handbüchlein, Altenburg 1638.) 393. urspr. 6. F. Richter. 202. Weiß. 546. Bürger, ver. Wagner. 266. Diterid). 365. Rist. 175. Schlegel, ver. Diterich. 941. Niemeyer. 965. Decins. 785. Schmolf. 29. Rambach. 833. nach E. L. P. Schröder. 143. Diterich. 363. urspr. Koitsch. 460. Denicke, ver. Neander. 720. Dolz.inc.35m pl 454. Diterich. 486. Diterich. 210. Sturm. 213. Gerhard, ver. Diterich. 400. Schmolf, ver. Diterich. Preis 648 Register. Preis dir, dem Heiligen! 36. Cramer, sid finde ( 943. Wagner, snsd 3 372. Wagner.dk 178. Niemeyer, 873. Lossius. 58. Klopstock. 58. Klopstock, id sodud 2 Preis dir, der auch) in stiller Preis dir! du hast aus deiner Fülle, Preis dir, Herr Jesu Christ! Preis ihm, der ist und der da Preis ihm! Er schuf, und er hi and od 800 Quelle der Vollkommenheiten, 500. Münter. id igalt 110 un 11100 C Neget euch, ihr frohen Triebe! 44. Reche.d 300 d 323. Thieß. and to a 455. Wagner.id 824. Sachse. nd die O 3310 489. Oberländer. Ho 582. Gramer. I Sanfte Seelenruh', 806 Sanft, o Christ, ist Jesu Joch; Schaffe doch vor allen Dingen, Schaff in mir, Gott! ein reines Schicke dich, erlöste Seele, Schlage, Jesu, an mein Herz, Schnell fliehen Jahr auf Jahre Schöne Hoffnung! Ich soll Schon schlägt die Trennungsstunde, Schon wieder eilt von uns'rer Schwingt, heilige Gedanken, Seele! geh' auf Golgatha, Seelenbräutigam, Jesu, Gottesl.! 983. Dresen.mp3 Seele, was ist herrlicher in der 491. Wagner. Ons 3 Seh'n wir nur Trübsal um uns 736. Eber, ver. Neander. Sehr groß, Herr, ist die Huld, 304. Seeren, Seht, welch' ein Mensch! Wie 211. Münter. homila Selig sind des Himmels Erben, Selig sind, die, Gott, dein Selig, wer mit stillem Herzen Seyd uns gegrüßt mit frohem Sey festlich uns willkommen, Sey Gott getren und seinem Sey hochgepriesen, Herr, für, 594. Gotter, ver. Diterich. 352. aus Psalm 51. 358. 3. Frank, ver. Diterich. 433. Megander. 871. Grot. de fid 414.3. H. G. Neithart. 732. 3. F. Köhler. 876. Sturm. Inis G 11. Cramer. 197, Schmolf, in sist 413. Klopstock.raj!! 319. Schmolf, ver. Diterich. 105. Schlegeling me 718, Dolz, blow 231. Niemever, bg 481. ursp. M. Frant. 203. Freylinghausen, ver. Spalding. Ser Religion, von Gott gegeben, Ren'voll nah ich mich zu dir, Ruht unter Gott, ihr Frommen! Register. 649 Sey Lob und Ehr' dem höchsten 512. Schüß. nis elo sulf Sey uns gesegnet, Tag des 1853. Niemeyer.sdpn mil Sey zufrieden, mein Gemüthe, nouit Sich'rer Mensch, noch ist es Zeit, bilansulf Siegreich stand mein Heiland Siehe, der einst überwunden, Sie kommt, sie eilt, die Zeit, Singt dem Herrn Lob, Preis So beschließen wir auch heut' So fangen wir in Gottes Namen So gingst du einst, beraubet, So hab' ich, Gott, durch deine So hoff' ich denn mit feſtem So Jemand spricht: Ich liebe So komm hernieder, Geist des So laß, Herr, die Gebeine nun, Soll dein verderbtes Herz Sollten Menschen, meine Brüder Sollt' es gleich bisweilen scheinen, Sollt' ich jetzt noch, da mir schon 588. Münter. Sollt ich meinem Gott nicht fingen? 988. Gerhard. Sollt' ich meinem Gott nicht trauen, 90. Clearius. So wahr ich lebe, spricht dein Soweit nur deine Sonnen Steil und dornicht ist der Pfad, Stets erfüllen seine Pflicht, Stimmt unserm Gott ein Loblied goodka odh 651. Cramer. sidstidnig 534. urspr. Titius.is # 442. Heermann, ver. Diterich. 45. Gramer.pdat 584. Bürde.in molt 174. Demme." Inri mark 518. C. Günther, ver. Zollifofer. i molt olin noft did selk id moll 627. Schmolf. 786. Sturm. 247. Reiber, ver. Wagner. 367. Schottin. I 136. Cramer. 100 jull 923. Paulmann. asinit 721. Rost. thojn jull 848. Schreiber. brit bull 187. Liebich, ver. Ch. Richter. 937. Diterich, girdas dot 464. Gellert. 649. Gellert, nd 711. Niemeyer. und Insol 825. Hecker, ver. Sachse. 312. Gellert. Tag, der Erleuchtung uns Tausend Jahre sind vor dir, wie Theures Wort aus Gottes Munde, Trener Vater deiner Kinder, Triumphire, Gottes Stadt, Triumph! Verlaßt die leere Gruft! Trockne gern des Kummers Trocknet eures Jammers Thränen, 817. Voß. Trüb' ist der Trennung Stunde, Tugend ist der Seele Leben. Ueber aller Himmel Heere and aste? the ik spoprot disirs 278. Schlegel. 870. Münter. 315. Schmolf. 653. Lavater.gid no 294. Cramer.no 242. Pietsch. thang Holl 683. Reche. up wolk 826. Niemeyer. vedi nol 472. Cramer, ver. Diterich. TURS 251. Münter. Um 650 Register. 216. Sturm. 23. Cramer. Um als ein Christ zu leben, 467. Cramer, ver. Diterich. Um Gnade für die Sünderwelt Umsonst, umsonst verhüllst du Unendlicher, wer zählt die Reih'n Unendlich ist mein Glück! Ich Unerforschlich sey mir immer Unser Gott ist groß und mächtig, Unser Gott, wir danken dir, Uns're Aussaat segne Gott, wo Uns strömt aus deiner milden Unsterblichkeit! Gedanke, der 411. Schmidt, ver. Lossius. Unwiederbringlich schnell entflieh'n 950. Neander. h) and 5 28. Loder. 322. Haßlocher, ver. Diterich. 885. nach Gleim.d 702. Heeren. 77. Niemeyer, ver. Wagner. 551. Loder. 31. Cramer. Vater, den mein Herz verehret, 641. Lavater. Bater! dunkel ist dein Walten Vater, steh', hier bringen wir www1 5 831. Neuffer. 334.vorzügl. nach Krummacher. 676. Mudre. 604. Cramer. 730. Sucro. 01:13 Verbittre dir dein Leben nicht, Vereint mit deinen guten Kindern, Vereint zu deinem Preise, Vergangen ist auch diese Nacht 912. Möckel, ver. Diterich. Verleih' uns Frieden gnäd.( V.6.) 297. Luther. Vernimm, Herr, unser Fleh'n! 305. Hahn. Vollendet ist dein Werk, vollendet, 257. Lavater.y tism of Vom Geräusch)' der Welt geschieden, 389. Eschenburg. dan liste Vom Grab', an dem wir wallen, 153. Sturm. Vom heiligen Gefühl'der Andacht 713 Dolz. Vom Himmel kommt der starke Bon allen Himmeln tönt dir, Von dir, du Gott der Einigkeit, Von dir, mein Gott, kommt aller Von dir, o Vater, nimmt mein Von Freud' und Dank durchglüht, Von Furcht dahin gerissen, Von ganzem Herzen lieb' ich dich, Von ganzer Seele preis ich dic), Von ihrer Arbeit ruht die Erde; Von neuem, Herr, gelob' ich Vor dir, Herr, denken wir 141. nach Luther u. Wagner. 4. Niemeyer.d 692. Eschenburg. 617 Diterich). 548. Lavater, ver. Diterich. 514. Demme. 209. Münter. 120. Cramer. 93. B. F. Köhler. 883. Münter. 342. Sturm. 308. Pfranger, V. 3-6 von Luther. Wach Register. Wach auf, mein Herz, und 901. urspr. Gerhard. Wachet auf! ruft uns die Warum dein Blick so trübe? Warum erbebst du, meine Seele, Warum sollt' ich mich denn Mat danisl, and wil Was den Leib erhält und nährt 88. 3uckschwerdt. Was Gott thut, das ist immer 535. Schmolf. ad i Was Gott thut, das ist wohlg.; er 835. Schmolk. Was Gott thut, das ist wohlg.; es 981. Rodigast. Was ich nur Gutes habe, ist Was soll ich ängstlich klagen, Was trauern wir? Gott sorgt Was wird's seyn, wenn einst Weicht, ihr Berge! fallt, ihr Weit um mich her ist Alles Freude; Welch' hohes Beispiel gabst du Welterlöser, dich zu lieben, Wen Gottes Liebe nicht zur Wenn Alle untreu werden, so Wenn Christus seine Kirche Wenn Einer alle Ding' verständ', Wenn heiße Thränen mir entfl., Wenn ich auf Gottes Wegen Wenn ich ein gut Gewissen habe, Wenn ich einst von jenem Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn ich vor dich, mein Wenn, Jesu, meine Pilgerzeit Wenn meine Sünd'n mich Wenn Menschen dir, o Gott, Wer auf seinen Gott vertraut, Wer bin ich? Welche wicht'ge 651 274. Nicolai, ver. Klopstock. 772. Niemeyer. 11 k 805. Schiebeler.dow f) 380 986. Gerhard. 599. Diterich. od 1102 Was ist der Mensch, der Staub 121. Lossius.oldnapakalak Was ist es, das die ganze Welt Was ist mein zeitlich Leben, Was ist's, daß ich mich quäle? Was mein Gott will, gescheh' 656.ver. und mel. v. Dolz. 606. Diterich. 606. Diterich. his mis 769. Gellert. 539. Albrecht IV. Markgrafzu Brandenburg- Culmbach. 774. Sturm. Aos 2125 894. Bäßler. 793. 3. T. Hermes. s 49. Schmolk. 881. Feddersen.107 0523 179. Rambach, ver. Weiße. 569. Reche. 502. Gellert. 580. v. Hardenberg. 295. Gellert.tmb jet 650. urspr. Denicke. 463. Bürde.usin 405. Cramer. 485. Weiße, ver. Diterich. 908. Klopstock. 67. Gellert.d hi lig 555. Frau v. d. Recke. 800. Cramer. 194. Gesenius. 685. Cramer. 525. Beyschlag. 596. Diterich). #d STICK Wer 652 Register. Wer das Kleinod will erringen, 482. Menger(?). Wer dir vertraut, den leitest Wer gleicht dir, Gott? Wer Gottes Wort nicht hält, Wer ist wohl, wie du, Stifter 281. Wagner, nach Schlegel. 16. Cramer. line nak Wer kann die Leiden fassen, Wer nur den lieben Gott läßt Wer unter deinem Schirme Wer wahre Herzensdemuth Wer zählt der Engel Heere, 469. Gellert. 469. Gellert. mis 581. Freylinghausen, veränd. Bruhn. lloj ma rd222. Meister. disk nad endik 979. Neumarf. 10) ok 930. Krah. di 2100 5028 664. Liebich, ver. Diterich. 76. Gramer.un throu nd di Wie Augenblicke fliehen, so du 836. Sachse. 931. Eramer.# Wie bist du, den fein Auge 1335. Spiefer. i ande Wie ein Geschwäß des Tag's 6688 Wie freudenreich ist diese Zeit! 122. Diterich, ver. Wagner. Wie getrost und heiter, du, 392. Neander. i olik Wie Gott mich führt, so will 543. Gedife. Wie göttlich sind doch Jesu Wie groß ist des Allmächt'gen Wie groß ist Gottes Herrlichkeit! Wie groß ist uns're Seligkeit, 182. Spreng. 39. Gellert. di lot of 74. Gramer.pt ands 382. 3. E. Schmidt, ver. Wie groß, wie angebetet ist Wie herrlich, Jesu, starker Wie kann ich sattsam doch Wie lieblich ist es in der Stille Wie liebreich, Jeſu, ist dein Diterich. dijbisik 567. Cramer. him my 11:29 254. Homburg, ver. Diterich. 369. Bachoff v. Echt. 640. M. Günther.1000 217. Sturm. Wie schnell ist mir der Tag 932, Rüttner. uns Wie schön ist Gottes Welt! di 72. Cramer.sm17) mno88 Wie schön leuchtet der Morgenstern! 115. Nicolai, ver. Schlegel and Diterich. Wie felig ist hienieden Wie sicher lebt der Mensch, der Wie soll ich dich empfangen, Wie wichtig, Herr, ist der Wie wird mir dann, o dann Wie wohl ist mir, o Freund, Wie wohl ist mir, wenn mit Willkommen, edles Morgenlicht, Willst du der Weisheit Quelle 346. Schottin. 784. Gellert. ibi in 129. Gerhard, ver. Neander. 420. Diterich). 00 i m 409. Klopstock. 391. Değler. 681. Niemeyer. 915. Mörlin. 494. 3ollikofer. Wir Register. 653 Wir alle, Menschenvater, bringen 891. Meister, ver. C. L. Funck. Wir bringen weinend unsern Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Wir danken freudig dir 828. Niemeyer. 201. Fischer. 921. Cramer. 169. Demme. 854. Cramer. Wir eilen mit dem Strom der Wir erscheinen, Gott, vor dir Wirf, blöder Sinn, den Wir freuen uns, Herr Jesu Wir geh'n an's Grab und hoffen 155. Rambach, ver. Diterich. 253. Selnecker, ver. Diterich. 829. Bürde. 310. Denicke, ver. Diterich. 756. Stockhausen. 265. Schlegel, ver. Diterich. 712. Hahn. Wir gläuben all' an Einen Gott, 957.( unveränd.) Luther. Wir glauben all'an Einen Gott, Sch. 55. Luther, ver. Neander. Wir glauben all' an Einen Gott, V. 956. Clausnizer. Wir Menschen sind zu dem, Wir nah'n zu deinem Thron', Wir schauen, Herr der Herrlichkeit, Wir schwören dir auf's neue Wir sind nach sanftem Schlaf Wir singen, Herr, von deinen Wir wallen hier( hin) zu eurer Wir wallen, Pilger allzumal, Wo find' ich Gott, den meine Wo Gottes Geist regieret, Wohl dem, der richtig wandelt, Wohl dem, der sich auf seinen Wohl uns! hier floß auch Wo ist wohl Noth und Elend Wo soll ich fliehen hin, 913. Niemeyer. 888. Hoffmann, ver. Diterich. 816. Hahn. 610. Bürde. 492. Cramer. 288. Mudre. 1989 671. Zollikofer, ver. Bruhn. 527. Rube. 722. Wagner. 427. Cramer, ver. Diterich. 452. Heermann, ver. Neander und Diterich. 290. Gerhard, ver. Cramer. 259. urspr. Scheffler. 904. Diterich. 180. Sturm. Beuch ein zu deinen Thoren Zeuch uns nach dir, so Zu deinem Preis und Ruhm' Zu dir erhebt sich mein Gemüthe, Zu Gott, o Seele, schwing' 22. Frau v. d. Necke. Zum Trost'in unsern Kümmernissen, 488. Pfranger. Zur Arbeit, nicht zum Müßiggang', 621. Borchward. Zur Tugend willst du uns erziehen; 719. Dolz. Zu so viel Tagen, die mir Zu unserm Besten wendet 939. Münter.d 928. Neander. 2010.01.03g 000 Sung.2.3.2018 operdonohiste alle side su desmisur uspidad 3128 di miund sie Thutmalla vie 08.10s pido 10.180. 21.001 3d mast Uebersicht der Liederverfasser, mit biographischen Andeutungen. 3120 dam a sancto Victore, in Frankr. od. Lothringen Nr. 539 geb. in Bretagne, gest. als regulir( einzeln gedruckt schon 1558; noch ter Chorherr des Augustinerordens früher in den: Fünf schönen geistl. in der berühmten Abtei St. Victor Liedern 2c. Dresd. b. Matth. Stöckel, zu Paris 1177( n. Und. später). 1556). Einer der fruchtbarsten und sinnigsten Dichter des Mittelalters für den latein. Kirchengesang Nr. 285 ist die Rambach'sche Uebersegung feines Pfingstgefanges; Qui procedis ab utroque, genitore genitoque etc. 2- dt. So wird bezeichnet( in Wehners christofoph. GB. Kiel 1919, S. 40.) der Vf. v. 117. Alber, D. Erasm., geb. zu Spren: dingen b. Frankfurt a. M., Luthers Schüler in Wittenb., gest. 5. Mai 1553 als Gen. Sup. in Neubrandenburg im Mecklenb. Strelitischen. Urvf. 252. Alberti, Heinr., geb. 29. Jun. 1604 zu Lobenstein, gest. 6. Oct. 1668 als Organist am Dom in Königsberg. Vf. des Liedes( u. der Mel.) 896. Albinus, M. Joh. Georg, geb. 6. März 1624 zu Unternessa bei Weißenfels, gest. 25. Mai 1679 als Pf. an der Othmarsk, in Naumburg. Urvf. 808. Allendorf, Joh. Ludw. Eont., geb. 1693 zu Johbach b. Marburg, erst Hofpr. in Köthen, dann Pred. in Halle, gest. als Conf. R. u. Past. an der Ulrichsk. in alle 5. Juni 1773. Urvf. v. 415. Orig.: Unter Lilien jener Freuden zc. Altenburg, M. Michael, geb. 1583 zu Zröchtelborn in Thüringen, Pf. das., zulest pastor an der Uns dreaskirche in Erfurt, geft. 12. Febr. 1640. f. v. 163( das nach Und. vom Gen. Sup. Joh. Förster in Eisleben seyn und zuerst in dessen hohem Festtagsschreinlein 1614 ftes hen soll). 1101 Ambrosius, geb. um's 3.340 zu Trier( n. And. zu Urles), gest. als Bischof zu Mailand 397. Ungebl. Pf. des nach ihm genannten Lobgefanges: Te Deum laudamus, der wenigstens sehr früh in der Mailänd. Kirche vorhanden war und vielleicht in seiner Urgestalt von Ambrosius( nach einem griech. Oris ginal) zuerst in dieselbe eingeführt wurde. 737, übers. v. Luther; vers änd. v. 3ollikofer, Klopstock u. U. Albrecht d. Jüng., Markgraf zu Brandenburg- Culmbach, geb. 28. März 1522 zu unsbach, vom Kais. Karl V. geächtet u. vertrieben, geft. achoff von Echt, Ludw. 8. Jan. 1557 in Pforzheim. Bü- Heinr. Freiherr, geb. 16. März 1725 ßend für seine Streitlust dichtete er zu Gotha, königl. dän. wirkl. geh. Rath Uebersicht der Liederverfasser, mit biogr. 2c. 655 Rath u. Ritter vom Danebrog, früs Prinzenlehrer an verschied. Höfen, her dänischer Gesandter in Madrid, Regensburg, Dresden, geft. im Pris vatstande auf seinem Rittergute Dobitschen bei Altenburg 16. Mai 1792.215. 369. 851. vom Kais. Ferdinand III. geadelt, Mitglied mehrerer gel. Gesellschaf ten, geft. 12. Jul. 1681 in Nürn berg, wo er zuletzt ohne öffentl. Amt lebte. 583. Bäßler, Joh. Leonh., geb. 19. Borchward, Ernst Sam. Jac., Dec. 1745 zu Memmingen, nach E. preuß. Hofr., markgräfl. ansb. mehrern Predigtämtern Rector in bar. geh. Legationsrath u. Resident Memmingen, legte 1804 nieder u. in Berlin, geb. das. 27. Febr. 1717, ft. 9. Oct. 1811. 691. 754. 894. geft. 10. Jul. 1776. 621. 716. Becker, D. Cornel., geb. 24. Oct.. v. Breitenau, Chrstph. Gensch 1561 in Leipzig, gest. das. 25. Mai( dieß war sein eigentl. Familien1604 als paft. zu St. Nicol. u. name), geb. 1638 zu Neuenburg, Prof. d. Theol.. Urvf. 97.( Orig.: kön. dän. Geh. Rath, früher KanzIch heb' mein' Augen sehnlich auf 2c., ler der Grafsch. Oldenburg u. Delnach Pf. 121.) menhorst 2c., Erbherr auf Grünhof im Oldenburgischen, mit dem Nas men v. Breitenau geadelt, Ritter vom Danebrog, geft. 11. Jan. 1732 im Privatstande zu Lübeck. Herz ausg. des plöner GB. 1674. urvf. 513.( Orig.: Gott, mein Va ter, sei gepriesen 2c. B. 2. ff.) Behr, Ch. U., geb. d. 12. Jan. 1752 zu Gera, 1779 Diak. zu Saalburg, 1784 Archidiat., 1791 Diak. zu Gera, 1801 Urchidtak. u. Conf. Affeffor, 1826 Consistorialrath, gest. den 22. Jun. 1829. Von ihm sind mehrere Veränderungen in verschied. Liedern dieses GB. Breithaupt, Joh. W. Wolfg., geb. 22. Nov. 1738 zu Helmstädt, geft. 29. Nov. 1818 als Senior, Superint. u. erster Pred. an der Martinikirche in Braunschweig. Mitwirk. zum Braunschw. GB. 1779. 553. - — Bernhard der Heilige, geb. 1091 zu Fontaine in Burgund, ers ster Abt des Cistercienser: Klosters Clairvaur in Champagne, geft. 1153, kanonifirt vom Pabst Alerander 111. 1274.- 572.( Jesu spes poenitentibus etc. nach der Ueberseg. im neuen Münchener GB.) 787( Quum sit omnis homo foenum ete. überf. von 2. J. Rambach.) Beyschlag, M. Joh. Balthaf., geb. 4. Nov. 1669 zu Schwäbisch: Spall, geft. das. 14. Septbr. 1717 als Oberpf., Decan u. Consist. Uffeffor.- 525. - Bickel, Joh. Dan. Karl, geb. 24. Jun. 1737 zu Altenweilnau, erst Hofpred. zu Biberich u. zugl. Pf. zu Moßbach, 1793 Consist. R. u. Sup. zu Usingen, geft. 28. Jun. 1809. Herausgeb. des Nassau- Using. GB. 1779. 499. 709. 1 v. Birken, Siegm.( gewöhnl. Betulins), geb. 25. Apr. 1626 zu Wildstein bei Eger in Böhmen, - - - Brömel, Joh. Friedr., geb. 1. Nov. 1743 zu Tanne b. Schleiz, erst Rector, dann Pred. in Lobenstein, 1794 Fürstl. Reuß- Lobenst.s Ebersdf. Sup. u. Oberpf. daselbst, geft. 6. Jun. 1819.- Ver. 126. 415. Bruhn, M. Dav., geb. 30. Sept. 1727 zu Memel, 1750 Conrect. am Cölln. Gymnas. in Berlin, 1752 Pred. beim Cadetten corps, 1754 Pred. an der Marienkirche, geft. 27. 2pr. 1782. Mitherausg. der Lied. für den öffentl. Gottesd. Berl. 1765. Bf. 282. 361. 487. 735.- Ver. 21. 181. 581. 671. Brumleu, Joh. Heinr., get. 9. Oct. 1755 in Magdeburg, 1779 Pagenlehrer in Braunschweig, 1785 Pf. zu Bodenburg im Braunschw., geft. 656 gest. den 17. Juni 1822. 838( zuerst in Feddersens Undachten und Gebeten für Leidende.) Bürde, Sam. Gottlieb, geb. 2. Dec. 1753 zu Breslau, k. preuß. Kammersecretär das., gest. den 28. April 1831. 426. 463. 584. 610. 829. Uebersicht der Liederverfaffer, - 1 - Bürger, Gottfr. Aug., geb. 1. Jan. 1748 zu Molmerswende bei Aschersleben, außerordentl. Prof. d. Philos. in Göttingen, gest. das. 8. Jun. 1794. 546.000 Bf. Schlesw.- Holstein. GB. 1780. 2f. 11. 15. 16. 20. 31. 35. 36. 45. 66. 68. 70. 72. 74. 76. 81. 103. 119. 120. 130. 136. 294, 299. 302. 311. 405. 421. 425. 427. 436. 467. 472. 476. 492. 498. 567. 582. 604. 605. 614. 651. 657, 666. 668. 685. 696. 703. 706, 800. 854. 855.877. Ver. 111. 889, 914. 921. 931. 290. 293. 508. 755. 768. 797. Ste Crassel, Bartholom., aus Glaucha im Schönburg. gebürtig, war um's 3. 1720 luther. Prediger in Düsseldorf. Urvf. 54. 552. 575. ( Lettres erschien zuerst in Arnolds Liebesfunken, Leipz. 1700, und wird daher auch Gottfr. Arnold zuge= schrieben.) v. Gronegt, Joh. Friedr., Freiz herr, geb. 2. Sept. 1731 zu Unsbach, 1751 of, Regierungs- und Justiz- Rath das., gest. in Nürnberg 31. Dec. 1758. 235. 533. Burmeister, Franz Joach., aus Lüneburg, trat 1659 als k. ge= krönter Poet und der h. Schr. Beflissener auf, ein Freund von Joh. Rist, lebte von 1660 bis 66 als Candidat in Lüneburg, wurde 1670 Pred. an der Michaelisk. das., legte aber im April 1672 sein Umt nieder. Vf. 806. Busch, Peter, geb. 15. Nov. 1682 zu Lübeck, 1718 Pred. in Offleben, 1721 Pastor an der Kreuzkirche in Hannover, gest. das. 3. Mai 1744.- 461. 466. Claudius, Matthias, geb. 2. Jan. 1743 zu Reinfeld unweit tübeck, lebte in Wandsbeck seit 1788 als Revisor der Schleswig- Holsteiz nischen Bank zu Altona, st. in Hamburg 21. Jan. 1815. 886. Clausniger, Lic. Tobias, geb. 1619 in Thum b. Annaberg, 1644 schwed. Feldprediger, 1649 Stadt: pfarrer, Inspector u. kurpfälz. Kirs chenrath zu Weiden in der Oberpfalz, geft. 7. Mai 1684. - 956, ( veränd. 56.) 958. - - Gramer, D. Joh. Andr., geb. 29. Jan. 1723 zu Jöhstädt im sächs. Erzgeb., 1748 Pf. in Cröllwitz b. Weißenfels, 1750 Oberhofpred. in Quedlinburg, 1754 Hofpred. in Ko: penhagen, 1771 Sup. in Lübeck, 1772 Prof. der Theol. in Kiel, gest. als Kanzler der das. Univer: sität 12. Jun. 1788. Herausg. des -- ach, Simon, geb. 29. Jul. 1605 zu Memel, gest. 15. pr. 1659 als Prof. der Dichtkunst in Königsberg. 796. Decius, Nicol., anfangs Mönch, dann Prior im Braunschweigischen Kloster Steterburg; darauf Lehrer an der Katharinenschule in Braunschw. und um's 3. 1524 evang. Pr. in Stettin, wo er durch Vergiftung gestorben seyn soll. 955 u. vers änd. 53( metr. Uebersg. des alten Hymnus angelicus: Gloria in exc. Deo, die mit Unrecht dem Nic. Selnecker od. Wolfg. Musculus zugeschrieben wird.) 965( das deutfche Agnus Dei.) Delbrück, D. Joh. Friedr. Gottlieb, kön. preuß. geh. Reg. Rath, geb. 22. Aug. 1768 in Magdeburg, 1790 Lehrer an das. Stadt: schule, 1792 Rector des Pädagoa. im Kloster u. 2. Fr. das., 1800 bis 1809 Erzieher d. Kronprinzen von Preußen u. des Prinzen Wilhelm, dann auf Reisen, 1817 Superint. in - mit biographischen Andeutungen. in Zeiß, starb das. den 4. Juli 1830.951. Demme, D. Hermann Chrstph. Gottfr., geb. 7. Sept. 1760 in Mühlhausen, erst Subconrect. am Gymnas., 1796 Superint. das, 1801 Gen. Sup. u. Cons. Rath in Altenburg, starb das. den 22. Dec. 1822. Herausg. des Mühlhäuser GB. 1799, u. des Altenburgischen, 1807. f. 62. 169. 174, 339. 514. 859. Ver. 125. Denicke, Dav., geb. 31. Jan. 1603 in 3ittau, Führer zweier Prinzen von Braunschw. Lüneburg, 1642 Hof, Consistorial- u. Klosterrath zu Hannover, geft. 1. April f. 109. 310. 460. 650. Ver. 479.( Vergl. übrig. Gesenius.) 1680. - Deßler, Wolfg. Chrstph., geb. 11. Febr. 1660 zu Nürnberg, anfangs Privatgelehrter das., 1705 Conrect. an der Schule zum heil. Geist, gest. 11. März 1722. 391. 568. 657 Plato Herausg. d. GB. f. d. Freiz schule, 1. Aufl. 1793. 718. 719. 720. 731. Vf. 713. Ver. 656. 715. 716. 728. 1. 3. 12. 40. 109. 112, 122. 143. 144. 185. 221. 236. 266, 269. 349. 357. 396. 416. 418. 420. 422. 439. 454. 468. 486. 589. 592. 593. 596. 599. 606. 608. 617, 865. 893, 903. 904. 937. Die vielen von ihm veränderten, zum Theil ganz umgebildeten Lieder andrer Bff. s. im Register. - - Drese, Adam, erst Secretar u. Capellmeister bei Herzog Bernhard v. Weimar, späterhin Schwarzburg. Capelldirector in Arnstadt, gest. zu Unf. des vor. Jahrhund. Vf. des Liedes u. der Mel. 983. 1511 zu Kigingen, stud. unt. Luther Eber, D. Paul, geb. 8. Nov. Spr. in Wittenb., 1558 Paft. u. u. Melanchthon, 1556 Prof. d. hebr. Sup. das., gest. 9. Dec. 1569. Urvf. v. 736. Urübers. v. 79.( f. Melanchthon.) Eschenburg, D. Joh. Joach., geb. 1. Dec. 1743 in Hamburg, 1767 Prof. der alten Literatur am Carolinum in Braunschweig, 1786 braunschw. Hofrath, späterhin Kanonikus des Cyriacus stifts, 1817 als Jubelgreis geh. Justizrath, Ritter des Guelfenordens u. Dokt. der Philos. Geft. 29. Febr. 1820. Mitarb. am Braunschw. GB. 1779. f. 377. 383. 389. 690. 692. Diterich, Joh. Samuel, geb. 15. Dec. 1721 zu Berlin, 1748 Pr. an der Marienkirche das., 1763 Beichtvater der Königin, 1770 Ober: consist. Rath, geft. 14. Jan. 1797. 794. 862. - mitHauptherausgeber der Lieder f. Fabricius, D. Friedr., geb. 20. d. öffentl. Gottesdienst 1765; wirkend zum GB. für die k. preuß. Lande 1780. Herausg. eines GB. f. d. häusl. Undacht 1787. Vf. Apr. 1642 zu Stettin, geft. das. als Senior u. Past. an der Nicolaikirche im Nov. 1703. Urvf. 431. Feddersen, Jac. Friedr., geb. 31. Jul. 1736 zu Schleswig, 1760 Cabinetspred. das. beim Herzog v. Augustenburg, 1765 luth. Hofpred. in Ballenstädt, 1769 Pred. zu St. Johann in Magdeburg, 1777 Dom= pred. in Braunschw., 1788 Hauptpastor u. Propst zu Altona, geft. 31. Dec. 1788. 700. 843. 881. Dolz, M. Joh. Chrstn., geb. 6. Fischer, Chrstph., geb. um's J. Nov. 1769 zu Golßen in der Neaus., 1520 zu Joachimsthal, nach meh1793 Lehrer an der Rathsfreischule rern bedeut. geistl. Nemtern in in Leipzig, 1801 Vicedirector der Schmalkalden, Meiningen, Halbers selben, geft. 1. Jan. 1843. Mit stadt, zuletzt Oberhofpred. u. Gen. 42 Sup. -- 658 Sup. in Celle, gest. 22. Jan. 1600. 201. tue Flemming, Paul, Dr. med., geb. 17. Jan. 1609 zu Hartenstein im Schönburg., Reisearzt der Hols stein Gottorpschen Gesandtschaft nach Moskau u. Persien 1633 bis 39, bald nach der Rückkehr gest. in Hamburg 2. April 1640. Auf jener Reise dichtete er Nr. 538. Förster, Carl Chrstph., geb. 11. Upr. 1751 zu Altenburg, 1786 Pf. Subst. in Altendorf bei Kahla, 1787 Pf. zu Münchengosferstädt b. Camburg, 1800 pPf. zu Langenteuba b. Altenburg, geft. 8. Nov. 1811. 603. Uebersicht der Liederverfasser, - -- Francisci, Erasmus, eigentl. Finx( jenen Namen hatte er von sein. Vat. Franciscus Finx anges nommen), geb. 19. Nov. 1627 zu Lübeck, lebte amtlos, als histor. u. Erbauungsschriftsteller in Nürnberg, ft. das. 20. Dec. 1694. Urof. v. 152. Frank, Joh., geb. 1. Jun. 1618 in Guben, Bürgermstr. das., geft. als Landesältester der Neausis 18. Jun. 1677.- Urof. v. 358. 571. Frank, Mich., geb. 16. März 1609 zu Schleusingen, nach erhaltener gel. Schulbildung zum Bäckerhandwerk genöthigt, das er 12 Jahre in Schleus. trieb; 1640 mußte er nach Coburg flüchten, wurde das. Unterlehrer an der Stadtschule u. ft. 24. Sept. 1667. Urvf. von 481.803. 1 Frank, Salomo, geb. 6. März 1659 zu Weimar, gest. bas. als Ob. Consist. Secretär 11. Jun. 1725.- Urvf. p. 106. 473. zählig oft neu aufgelegten geistreich. GB. I. Thl., Halle 1704. II. 1713. u. des Auszugs aus beiden Theilen, zuerst 1718.- 203. 581. Freystein, Joh. Burkard, Dr. jur., Hof- u. Justizrath in Dresden zu Anf. des vor. Jahrh. 478. Fritsch, D. Ahasverus, geb. 16. Dec. 1629 zu Mücheln b. Freiburg, gest. als Consist. Präsid. u. Kanzler zu Rudolstadt 24. Aug. 1701. Wahrs scheint. Urvf. v. 195. 399.( Orig. ,, Ifts, oder ist mein Geist entzückt." In s. Jesusliedern, 1668.) 501. - Fröbing, Joh. Chrstph., geb. 3. Mai 1746 zu Ohrdruf, 1776 Conrect. an der Neustädt. Schule in Hannover, 1796 Pred. zu lehrte, 1800 Diak, zu Markoldendorf im Hildesheim'schen, gest. 25. Jan. 1805. 892. Füger, M. Casp.( n. Und. Fugger), geb. in Dresden, Lehrer an d. Kreuzschule, dann Diak. daſ., geft. 24. Jul. 1617. Urvf. v. 156. ( urspr. ,, Wir Christenleut' 2c.") Fulda, Fürchteg. Chrstn., geb. 29. Sept. 1768 zu Otterwisch bei Grimma, 1794 Lehrer am Pädagog. in Halle, 1798 Pf. zu Schochwi im Mannsfeld., 1806 Pred. an der Frauenkirche in Halle, 1811 Supe= rint., welches lettre Amt er 1817 abgab.- Vf. 727. Ver. 445. 821. Fund, D. Chrstn. Ludw., geb. 21. März 1751 zu Niedermeilingen in der Niedergrafsch. Kaßenellen= bogen, erst Stiftspred. zu Fischbeck, 1805 Landessuperint., Cons. R. u. Oberpred. in Bückeburg, geft. 21. Mai 1834.- Mitarb. am Schaum: burg. GB., Rinteln 1796, u. Her: ausgeb. einer eigenen Liedersamml. Leipz. 1815. Veränd. 891. - Freylinghausen, Joh. Unas ftafius, geb. 11. Dec. 1670 zu Gandersheim im Fftthm. Wolfenbüttel, Funk, D. Gottlieb Bened., geb. Past. zu St. Ulrich in Halle und 29. Nov. 1734 zu Hartenstein im nach Aug. Herm. Frankens, seines Schönburg., 1769 Lehrer an der Schwiegervaters, Tode Director Domschule in Magdeburg, 1772 sämmtl. Waisenhausanst. das. Gest. Rect. ders., 1785 Consist. R., 1804 12. Febr. 1739. Herausg. des un- Doct. d. Theol., gest. 18. Jun. 1814. mit biographischen Andeutungen. 659 1814. f. 57. 142. 212. 226. dorf b. Herrnhut 6. März 1726.799. 809. 878. 899. Urvf. v. 545. 875. edicke, Lampert., geb. 1683 zu Gardelegen in der Altmark, Feldpropst in Berlin, geft. 1735. 543. - Gellert, M. Chrstn. Fürchteg., geb. 4. Sul. 1715 zu Hainichen b. Mittweida, 1751 auß. Prof. der Philof. in Leipzig, geft. 13. Dec. 1769. 39. 65, 67. 75. 84. 91. 113. 137. 138.( 140.) 186. 214. 238. 243. 295. 312. 313. 402. 464. 469, 502. 526. 550. 556. 557. 597. 601. 602. 618. 663. 677. 769. 783. 784. 866. 898. 924. 925. 945. Georgi, Dav. Samson, geb. 1707 zu Reussen, Pf. zu Enzweihingen, dann Superint. zu Back nang in Würtemberg, geft. 1758. Urvf. v. 27. Gerhard, Paul, geb. 1606 zu Gräfenhaynichen b. Wittenberg, 1651 Propst zu Mittenwalde in der Mark, 1657 Diak. an der Nicolaikirche in Berlin, welchem Umte er 1666 freiz willig entsagte, um sich nicht durch 441. 594. die von dem Kurfürsten gegen die namentliche Widerlegung der Re: formirten bekannt gemachten Ebicte in seiner Lehrfreiheit einschränken zu lassen. Er ging nach Sachsen zurück, wurde 1669 Archidiak. in Lübben u. st. 7. Juni 1676. 94. 111. 129. 147. 183. 188.( ur spr. O Haupt voll Bl. u. W.) 213. 237. 290. 386. 524. 541. 542. 738. 811. 867, 901. 942. 986.988. - Gesenius, D. Justus, geb. 6. Jul. 1601 zu Eßbeck im Hannov., 1629 pred. zu Braunschw., 1636 Hofpr. in Hildesheim, 1642 OberHofpred., C. R. u. Gen. Sup. in Hannover, gest. 18. Sept. 1671.Mit D. Denicke( s. dies.) Herausg. eines GB.( zuerst ann. 1646 od. 47), das in der Folge erweitert und die Grundlage der Hannöv. u. Lüneburg. Ges. Bücher wurde. Sie veränderten gemeinschaftlich ältere Lieder und dichteten mehrere neue dazu, so daß sich die Dichtungen und Umarbeitungen eines Jeden nicht überall genau unterscheiden taffen. Gesenius werden zugeschr. 109.? 194. 298. Gleim, Joh. Wilh. Ludw., geb. 2. pr. 1719 zu Ermsleben, geft. Domcapitels u. Canonikus d. Stifts zu Halberstadt als Secretär des Walbeck, 18. Febr. 1803. 895. Mai 1661 zu Gotha, gest. als Hof Gotter, Ludw. Andr., geb. 26, u. Ussistenzrath das. 19. Sept. 1735. v. Gersdorf, Henr. Katharine Freifr., Tochter des Sulzbachschen geh. R. u. nachherigen kurf. sächs. geh. R. u. O. Cons. Präsid. zu Dresden, Karl Freih. v. Friesen, geb. 6. Oct. 1648 in Sulzbach, vermählt 1672 mit dem geh. Raths: Direct. u. Landvogt in d. Olausis Nicol. Freih. v. Gersdorf in Dres: den, gest. als Wittwe zu Henners: - - Schäsburg in Siebenbürgen, gest. Graf, Sim., geb. 1603 zu 25. März 1659 als Pf. zu Schandau b. Pirna. Ungebl. Urvf. v. 819, das aber schon im 3. 1608 gedruckt vorkommt. Das Sta: ner um's 3. 1600 lebenden Gräfin dische GB. v. 1733 schreibt es ei Unna v. Stolberg zu. Grot, Joach. Chrstn., geb. 14. Jun. 1733 zu Plön im Holstein., 1764 Pred. b. der Wasilei- Ostrowischen Gem. zu St. Petersburg, gest. als Pred. der luth. Katharinengem., Propst u. Senior der protest. Geistlichk. zu Petersburg, 2. Jan. 1801. Herausg. des GB. f. d. luth. Gem. in Petersburg, 1773, und einer eigenen Sammlung von Religionsliedern, Leipz. u. Königse berg 1793. f. 114.256.612.871, 42* & 9- Uebersicht der Liederverfasser, 1 133. Gryphius, Andr., geb. 2. Oct. daf., geft. 22. Jul. 1743.- 1616 zu Groß- Glogau, gest. das. 320. 825. als Landschaftssyndikus des Fstthms. Glogau 16. Jul. 1664. urvf. v. 637. Heeren, Heinr. Erhard, geb. 16. Febr. 1728 zu Wremen im Hzgthm. Bremen, 1754 Subrect. der Domschule in Bremen, 1760 Pf. zu Arbergen, 1775 Dompres. in Bremen, gest. als Emeritus 8. März 1811. 116. 304. 630. 655. 695. 702. 714. 660 2 Günther, Cyriakus, geb. zu Goldbach 1649, gest. als dritter Lehrer am Gpmnasium zu Gotha im Oct. 1704, Urvf. v. 518. Günther, M. Mart., luther. Pred. zu Klingenmünster in der Kurpfalz um's 3. 1721. 640. - Heermann, Joh., geb. 11. Oct. 1585 zu Rauden im schles. Fstthm. 1612 Pf. zu Köben im Hävecker, M. Joh. Heinr., geb. Fftthm. Glogau, legte 1634, von zu Brumby 1640, gest. zu Calbe a. d. S. als Past. u. Inspect. 1722. Urvf. v. 616. Kränklichkeit u. Kriegsunglück ver= folgt, nieder u. starb 27. Febr. 1647 im Privatstande zu Lissa in Polen. 196. 199. 442. 452. 982. Held, Heinr., Lic. der Rechte und Sachwalter zu Guhrau in Schles., geft. 1643. 118. - Hahn, D. Joh. Zach. Hermann, aus Schneeberg, geb. 18. Aug. 1768, erst Prediger in Leipzig, sodann in Schneeberg; seit 1804 Superint. u. des Consist. Assessor primarius in Gera, gest. 22. Nov. 1826. 92. 305. 712. 816. 860. ankel, N. N., ein Landpred. in Thüringen zu Ringleben bei Frankenhausen, ums 3. 1798. Vf. 839. - - v. Hardenberg, Friedr.( genannt Novalis) geb. 2. Mai 1772 auf dem Hardenb. Familiengute Wiederstädt im Mannsfeld., gest. zu Weißenfels als kursächs. Salinenassessor u. design. Amts= hauptm. 25. März 1801. 580. - - Haßlocher, Joh. Adam, geb. 24. Sept. 1645 zu Speier, 1670 Diak. zu Kronweißenburg auf Past. das., 1675 Paft. zu St. Augustin in Speier, durch den Krieg vertrieben, 1689 NassauSaarbrück. Hofpred., Superint. u. Conf. R. zu Weilburg, gest. 9. Jul. 1726. 322. 475. - Specker, M. Heinr. Cornel., geb. 1. Aug. 1699 zu Hamburg, 1721 Vesperpred. an der Paulinerkirche in Leipzig, 1726 Pf. Subst. in Meuselwis, 1728 Pf. u. Adjunct - Helmbold, M. Ludw., geb. 21. Jan. 1532 zu Mühlhausen, gest. nach mehrern Schul- u. Pred. Nem1598.- Urvf. 739. tern als Superint. das. 12. Apr. Herberger, Valerius, geb. 21. Apr. 1562 zu Frauenstadt in Schles., gest. das. als Pred. an d. Kirche u. dar- zum Kripplein Chrifti, 18. Mai 1627. urvf. v. 788.( Orig.: Valet will ich dir zc.) v. Hemessen, D. Gerh., geb. 10. Jul. 1722 zu Bremen, gest. das. 29. pr. 1783 als past. zu St. Stephan. 777.? 907. - Henzen, Joh. Dan., geb. um's S. 1724 im Westphälischen, gest. 1753 zu Fischbeck im Hessen- Schaumburg. als Pred. des dort. adlichen Stifts. 450. - Hermann, Nicol., ein eifriger Beförderer des deutschen Kirchengesanges zu Luthers Zeit, Cantor zu Joachimsthal, geft. 3. Mai 1561. Urbf. 139.( Orig.: Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich.) 1 Hermes, D. Joh. Aug., geb. 24. Aug. 1736 zu Magdeburg, nach mehrern Kemtern 1780 Oberpred. zu St. mit biographischen Andeutungen, 661 1825. Ver. 206. St. Nicolai u. Consist. Rath in Sup. in Rodach, gest. 13. Nov. Quedlinburg, 1800 Oberhofpred. u. Past. zu St. Servatii, nach Aufhebung dieser Gemeine 1812 nur noch Sup. der Quedlinb. Diöces, 1806 als Jubelgreis D. der Theol., 1821 Emeritus, gest. 6. Jan. 1822. Herausg. des Quedlinb. GB. 1787.410. Homburg, Ernst Chrstph., geb. 1605 zu Mühla b. Eisenach, gest. als Gerichtsactuar u. Rechtsconsue lent in Naumburg 2. Jun. 1681. Urvf. v. 189. 254. Hermes, D. Joh. Timoth., geb. 1738 zu Pegnick b. Stargard in Pommern, nach verschied. Aemtern gest. in Breslau 24. Jul. 1821 als Oberconsist. R., Sup. u. Oberpf. an der Hauptk. zu St. Elisabeth, erster Prof. d. Theol. an beiden Gymnasien u. erster Uffesſor des Stadtconsistoriums. 360, 3. 1. 2.4. - 793, Hiller, M. Phil. Friedr., geb. 6. Jan. 1699 zu Mühlhausen an der Enz im Würtemb., 1732 pf. in Neckargrüningen, 1736 in Mühlhausen, 1748 in Steinheim, gest. - 24. pr. 1769 als Emeritus. 647. 674. 749. - - v. Hippel, Theod. Gottlieb, geb. 31. Jan. 1741 zu Gerdauen in Oftpreußen, Bürgermeister, Po: lizeidirect., geh. Kriegsrath u. Stadtpräsident zu Königsberg, gest. 23. Upr. 1796.( Seine geistl. Lieder, Berl. 1772, wurden von Heerwagen u.. irrig dem 1775 verst. Pfarrer u. Prof. D. Joh. Gotthif. Lindner in Königsberg zugeschrieb.) 192. 230. 626. Hofmann, D. Gottfried, geb. 1669 zu Stuttgart, geft. 1728 als Prof. d. Theol. zu Tübingen. Urvf. v. 292. Hoffmann, M. Gottfr., geb. 5. Dec. 1658 zu Plagwik b. Löwens berg in Schles., erst Conrect. u. Rect. zu Lauban, 1708 Rect. in 3ittau, gest, 1. Oct. 1712. 888. Hohnbaum, Joh. Chrstn., geb. 6. Nov. 1747 zu Rodach, 1775 Diak. das., 1777 Hofdiak. in Godurg, bald darauf Hofpred., 1786 - - Huber, Joh. Ludw., geb. 4. Würtemb., Doct. d. R., Regier. R. März 1723 zu Großheppach im u. Oberamtmann zu Zübingen, 1764 amtlos nach besondern Schicksalen geft. als Herzogl. Würtemb. Pensionär 30. Sept. 1800 zu Stuttgart. 897. - on onas, D. Justus, geb. 5. Jun. 1493 zu Nordhausen, nach mehrern Pred. Aemtern in Wittenberg, Halle, Hildesheim, Coburg, zuleht, 1553, Sup. in Eisfeld, gest. 9. Oct. 1555. ( Nach Und. starb er im Privatstande tiger Gehülfe. Von ihm sind in Luzu Jena.) Luthers Freund u. thäthers Orig. Liede 297 die Strophen 4 u. 5( hier veränd.) Junkheim, D. Joh. 3ach. Leonh., geb. 8. Sept. 1729 zu Unsbach, nach mehrern Schul- u. Pred. Aemtern 1774 Oberhof- u. Stifts= pred., Kirchen u. Consist. R. u. Gen. Sup. zu Unsbach, gest. 17. Aug. 1790. Mit uz Herausg. des Unsb. GB. 1781. Ihm wird zugeſchr. 767. Tämpfe, M. Traug. Leber., geb. 11. Jun. 1762 zu Gera, erst Katechet zu St. Salvator das., 1798 Diakonus in Saalburg, 1803 Pastor in Langenberg, gest. 5. März 1828. Mit Wokenius( geft. 11. pr. 1817 als Sup. in Buttstädt) Herausg. eines GB. für Stadt- u. Landschulen, 2pz. 1797.- 73. Keymann, M. Chrstn., geb. 27. Febr. 1607 in d. böhm. Dorfe Pane kraz b. Zittau, gest. als Rect. in 3ittau 13. San. 1662.- 585. Kleich, 662 Uebersicht der Liederverfasser, marschen. Kleich, M. Chrstph., geb. um's als Pf. zu Marne im Süder- DithS. 1630 zu glo in Ungarn, von Urvf. v. 98.alldo seinem evang. Pfarramte zu Geor= Krehl, M. Glieb. Ludolf, geb. genberg das. vertrieben, darauf Pf. 1745 zu Königroda im Mannsf., zu Tennstädt in Thüringen, zulegt erst Diak. zu St. Nicol, in Eisz Past. an d. Kaufmannst. in Erfurt, leben, 1789 Sup. in Pirna, gest. gest. 1706. Aus seiner andächtigen 10. März 1823. 717. Elendsstimme, Jena 1679, ist Nr. 123. Klopstock, Friedr. Gottlieb, geb. 2. Jul. 1724 in Quedlinb., gest. zu Hamburg 14. März 1803 als kön. dän. Legations- R. u. markgr. Bad. Hofr. f. 58. 328. 350. 354. 397. 409. 413. 423. 561. 798. 814. 908. Veränd. 274. 279. Klugkist, D. Conr., geb. 2. Sept. 1716 zu Bremen, Past. zu St. Ansgar bas., gest. 20. Jun. 1787 als Emeritus. Ver. 942. Köhler, Benj. Friedr., geb. 22. Jun. 1730 zu Döbeln, 1767 Prinzenhofmeister in Dessau, 1774 Regier. Secretär das., gest. als Regier. Rath 4. Mai 1796. - 93. Köhler, Joh. Friedr., geb. 26. Jan. 1763 in Altenburg, 1799 pf. in Windischleuba b. Altenb., geft. 23. Febr. 1836, früher Lehrer an der Lpzg. Freischule u. mitwirkend zum GB. ders. 732. Koitsch, Chrstn. Jac., gest. 1735 als Rect. zu Elbing in Preußen, früher Inspect. des Pädagog. in Halle u. mitwirkend zu Freylingh. GB.- 363. Kraft, Justus Chrstph., geb. 1732 zu Marburg, gest. als erster Pred. der deutsch. reform. Gem. zu Frankf. a. M. 22. Jan. 1795. Herausg. eines GB. für diese Gem. 1772. Ver. 140. 1 Krummacher, D. Friedr. Adolf, geb. 13. Jul. 1763 zu Zecklenburg, erst Rector in Mörs, 1801 Prof. der Theol. in Duisburg, 1808 pr. zu Kettwig im Berg'schen, 1812 Sup. u. Consist. R. in Bernburg, geft. in Bremen 5. Apr. 1845. 154. 334. - Küster, Elieser Glieb, geb. 11. Nov. 1732 zu Weizen im Braunschw., 1762 Pf. zu Volkenroda. 1772 Pred. in Braunschw., geft. das. als Gen. Sup. u. Pf. zu St. Andr. 10. Apr. 1799. Mitarb. am Braunschw. GB. 1779. 338, 565. Ver. 576. Vf. - Küster, Sam. Chrstn. Gfr., geb. 18. Aug. 1759 in Havelberg, Sup. u. erster luther. Pred. auf Fr. Werder u. in der Dorotheenstadt zu Berlin, gest. 22. Aug. 1838. Herausg. frommer Gesänge, Berl. 1813. 364. - - Küttner, M. Karl Gottfr., geb. 21. Febr. 1739 zu Pleiße bei Chemnig, 1769 Pf. in Ottendorf bei Pirna, 1783 Sup. in Seyda, 1784 Sup. in Pirna, gest. 13. März 932. 1789. Kunth, Joh. Siegm., geb. 3. Oct. 1700 zu Liegnig, 1730 pf. in Pölzig bei Ronneburg, 1737 Pred. u. Inspect. zu Löwen in Schles., 1743 Paft. u. Sup. zu Baruth im Wittenb. Kreise, gest. das. 7. Sept. 1779. 398. Krah, M. Joh. Gottlob, geb. 25. Jul. 1735 zu Störmthal bei Leipz., 1762 Pf. Subst. zu Prießnig b. Borna, 1771 wirkl. Pfarrer, ampe, D. Friedr. Adolf, geb. geft. 25. Oct. 1810. 812. 930. 19. Febr. 1683 zu Detmold, nach Kramer, Morik, geb. 27. Febr. vielen Aemtern gest. als Past. zu 1646 zu Ummerswort bei Meldorf St. Unsgar u. Prof. d. Theol. in im Holstein., geft. 22. Jun. 1702 Bremen 6. Dec. 1729. Urvf. v. 646. Langs - $ mit biographischen Andeutungen. 663 Langguth, Theod. Christoph März 1817.- Mitarb. am ErfurFriedem., geb. 24. Aug. 1763 zu ter evang. GB. 1796. Vf. 121. Harras im Hildburgh., 1799 Pf. 171. 873. Ver. 411. 849. das., gest. 22. Jan. 1823. Er hat Untheil am Hildburghäuser GB. 1807.- 234. Langhans, Urb., geb. in Schnee: berg, um's 3. 1560 Diak. das., vor her in Glaucha. Urvf. v. 158. Lavater, Joh. Casp., geb. 15. Nov. 1741 in 3ürich, Pred. das., gest. als Pf. zu St. Peter 2. Jan. 1801, an den Folgen einer bei der franz. Einnahme Zürichs im Sept. 1799 erhaltenen Schußwunde. 8. 173. 257. 309. 348. 366. 373. 375. 548. 641. 653, 660. 701. 725. 751. 776. 852. 944. - - Luther, D. Martin, der Reformator, Prof. d. Theol. in Wittenb., geb. in Eisleben 10. Nov. 1483, geft. daf. 18. Febr. 1546. Das erste Ges. Büchlein, welches 1524( wahrscheinl. durch fremde Veranstaltung) erschien, enthielt 4 Lieder von ihm ( überhaupt nur 8). Sichrer ist von Luther selbst veranst. die Sammlung geistl. Lieder, Wittenb. 1533( 70 Lieder, worunter 31 von Luther). Neu gedruckt, Wittenb. 1543 u. Leipzig 1545( mit 37 Lied. v. Luther). In unserm GB. stehen folgende: A) schon vor Luther deutsch vorh. u. durch ihn verbess. Lieder: 963. 969.( ver. 279.) 973( alle 3 der ersten Strophe nach schon vor Luther gebräuchlich, nur die übrig. Strophen sind von ihm). 975( ge= säubert v. den Unfängen: Mutter Gottes wohn' uns bei ze. Heilige Engel 2c. Heilige Patriarchen w. u. b.) 978. B) aus lat. Kirchenges. übersegt: 59, nach dem alten Vespergesange: 0 lux beata trinitas( hier frei nachgebildet). 297, V. 6. f. nach der Antiphone Da pacem Domine. 737. nach Te Deum laud.( hier veränd.) 863, die Litanei( hier veränd.). 957, nach Lossius, Casp. Friedr., geb. dem Nicäischen Glaubensbek.( ver31. Jan. 1753 in Erfurt, 1774 änd. 55.) C) den Psalmen oder Lehrer an der Barfüßerschule das., andern Bibelstellen metrisch nach1781 Diak. an der Andreaskirche, gebildet: 308, 2. 3. ff.( nach Ps. 1785 Diak. an der Predigerkirche, 46, nicht auf der Reise nach Worms 1810 zugleich Oberschulr., geft. 26. 1521, sondern später bei Luthers Auf= Lenz, Ludw. Friedr., geb. 26. Mai 1717 zu Altenburg, gest. das. als Hofrath u. Kreisamtmann 3. Jul. 1780. 162( zuerst im 2ten Unhange des älteren Altenb. GB.) Liebich, Ehrenfr., geb. 13. Jun. 1713 zu Propsthayn im Liegnißischen, 1740 evang. Pf. zu Lomnik u. Erdmannsdorf im Hirschberger Kreise Schlesiens, gest. 23. Jun. 1780,- 7. 43. 102. 187. 233. 293. 528. 598. 639. 664. 779. 822. -- Liscov, M. Salom., geb. 25. Oct. 1640 zu Niemitsch in d. Neaufis, 1664 pfarrer in Otterwisch bei Grimma, 1685 Diak. in Wurzen, gefst. 5. Dec. 1689. Urvf. v. 387.? 622. - Luise Henriette, Kurf. v. Brandenburg, Tochter d. Prinzen Friedr. Heinr. v. Oranien, Erbstatth. v. Holland, geb. im Haag 17. Nov. 1627, verm. 1646 mit Kurf. Friedr. Wilh. d. Großen v. Brandenb., gest. zu Berlin 8. Jun. 1667.- Veranstaltete die Herausg. eines GB., Berl. 1653. Urvf. v. 236. Loder, Friedr. Wilh., geb. 14. Febr. 1757 zu Regensburg, 1778 Archivar in Ohrdruf, 1784 Kanzleirath das., späterhin fürstl. Hohenlohe- Neuenstein'scher Hofrath inOhr: druf u. Mitgl. der landschaftl. Des putation im Herzogth. Gotha, geft. 30. Mai 1828. 28. 326, 551. - - 664 Aufenthalt in Coburg während des Augsb. Reichstages 1530 von ihm gedichtet.) 445( Pf. 130, hier veränd.). 804( nach Luc. 2, 29. ff., hier veränd.) D) Originallieder: 141( urspr. Vom Himmel hoch, da komm' ic., hier veränd.) 297( hier ver.; im Original sind die Strophen 4 bis 6 von Just. Jonas).Nr. 966 u. 967 waren schon vor Luther in ders. Gestalt vorhanden. Man vergl. U. J. Rambach, Luthers Verdienst um den K. Gesang, Hamb. 1813. Uebersicht der Liederverfasser, Juunny ff., 1774 Pred. u. Prof. in Duis burg, 1784 Pred. zu u. L. Fr. u. prof. d. Theol. am Gymnasium zu Bremen, gest.( als Mitsammler des Bremer GB.) 26. Jan. 1811. 107. 222. 224. 395. 891, Melanchthon, M. Philipp, geb. 16.Febr. 1497 zu Bretten b. Bruchsal, 1518 Prof. der griech. Spr. in Wittenberg, Luthers weis ser Gehülfe b. der Mann, M. Joh. Karl Gottlieb, rung, geft. 19. Apr. 1560. – Vf. des latein. Hymnus: Dicimus grates tibi etc. ursprüngl. verdeutscht von Paul Eber. Nr. 79( hier in freier Nachbildung u. abgekürzt). Melissander, D. Casp.( eig. Bienemann), geb. 1540 zu Nürnberg, nach versch. Nemtern 1578 Gen. Sup. u. Conf. Uff. in Altenburg, gest. 12. Sept. 1591.- 540. geb. 31. März 1766 in Zaucha b. 2pz., stud. v. 1780 auf d. Thomas: schule, v. 1787 bis 91 auf d. 2kad. 2pz., 1794 dritter Diak. and. Wenzelsk. in Naumburg, 1801 zweiter Diak, 1806 Archidiak., gest. 13. Jul. 1821. Mitarb. am Naumb. GB. 1806 u. Herausg. frommer Lieder, Halle 1817. 549. 661, 742. Maukisch, D. Joh., geb. 14. Aug. 1617 in Freiberg, gest. als Prof. d. Theol. u. Pred. in Dan: zig 8. Jun. 1669. Angebl, Urvf. v. 289. - Meister, D. Ghristoph Georg Ludw., geb. 12. 2ug. 1738 in Halle, erst Pred. zu Waldau bei Bernburg u. Anh. Bernb. Cons. Mayer, Joh. Jac., geb. 24. Mai 1769 in Biberach, erst Cont., dann Rect. das., 1795 Pred. an der Mar. Magdalenenk., gest. als Des can in Ulm 8. März 1844. Mitarb. am Biberacher GB. 1802.- 744. Megander, Beit Ludw., heißt im Merseb. GB. v. 3. 1716 der Vf. von 433, welcher als Umtsinspector 1709 zu Schweinig im KurFreise starb.( Bloße Bermuthung ists, daß es von Veit Ludw. v. Seckendorf sey, der als Kanzler der Univ. Halle 1692, 18. Dec. starb.) Meier, Heinr., geb. 22. Dec. 1752 zu Bremen, Paft. zu St. Paul u. St. Johann das., gest. 10. Aug. 1813. Mitarb. am Bremer GB. 1812. 291( nach einem fremden Orig.). 1658 zu Jahmen in d. Drausik, Menger, Joh., geb. 27. Jul. 1691 Pf. in Merzdorf, 1693 in Hauswalde, 1696 in Kemnik in d. 482. 520.( 195 wird ihm irrig O., gefst. daf. 24. Febr. 1734. zugeschr., es kommt schon 1668 in 2. Fritsch's Jesusliedern vor.) 1 Meyfart, D. Joh. Matthäus, geb. 9. Nov. 1590 in Waltershausen( n. Und. in Wahlwinkel bei Waltersh. im Goth.), gest. als Prof., Past. an d. Predigerk. u. Senior in Erfurt 26. Jan. 1642. du hochgebaute Stadt.") Urvf. v. 408.( Orig. ,, Jerus., Möckel, Joh. Friedr., geb. 16. Jan. 1661 zu Culmbach, Pf. zu Steppach im Bayreuth., gest. 19. Upr. 1729. Urvf. v. 912. Mörlin, Christian Heinr. Fürchteg., geb. 14. Oct. 1787 in Camburg, 1813 Diak. in Altenburg, 1822 Archidiak., 1835 Localadjunct - und mit biographischen Andeutungen. 665 u. geistl. Inspect. in Monstab bei hof u. 1775 Propst des DobbleniAltenburg. f. 790. 872. 915. schen Kreises, gest. 21. Jul. 1802. Mohn, Friedr., geb. 25. Jan. 1762 zu Velbert im Berg'schen, anf. Pred. zu Ratingen, 1803 pr. d. luth. Gem. in Mastricht, darauf Pred. u. Sup. in Duisburg. Mit: wirkend zum Berg'schen GB.- 34. v. Moser, Friedr. Karl, Freih., geb. 18. Dec. 1723 zu Stuttgart, Hessen- Darmst. geh. RPräsident, gest. nach besond. Schicksalen im Ruhestande zu Ludwigsburg 11. Nov. 1798. Urvf. 401. PARE Nachtenhöfer, M. Casp. Friedrich, geb. 5. März 1624 in Halle, 1651 Pred. in Meder im Coburg., 1671 Diak. in Coburg, gest. 23. Nov. 1685. f. 41. 225. 227. 246. 284. 329. 333. 392. 448. 536. 634. 789. 895. 897. 900, 902, 905. 927. 928. 950. Ver. 55. 129. 147. 189. 447. 452, 453, 458, 460, 736. 788.804. 808. 962. Neander, Chrstph. Friedr., geb. 1724 zu Gränzhof in Kurland, Pf. zu Pilten in Livland, dann zu GränzPunt Nebe, D. Joh. Aug., geb. 13. Upr. 1775 in Halle, erst Aufseher Muck, Friedr. Joh. Ulbr., geb. d. Bürgerschule das., 1802 pf. in 24. Upr. 1763 zu Forheim im Det: Crumpa b. Freiburg, 1814 Sup. tingen Wallerstein'schen, 1788 pf. in Frauenprießnik, 1816 Grn. Sup. zu Euerbach bei Schweinfurt, 1800 u. Obercons. R. in Eisenach.- 344. zu M. Ippesheim, 1808 Dekan u. Hauptpred. zu Rothenburg an d. Zauber, gest. 4. Nov. 1839.- 347. Mudre, M. Joh. Friedr., geb. 26. Dec. 1736 zu Lübben, 1771 Vesperpred. an d. Univ. K. in epz., dann Pf. in Bubendorf b. Borna, 1773 Pf. in Mittelseyda im sächs. Erzgeb., geft. als Emeritus, nach mehrjähr. Blindh. in Marienberg 30. Mai 1810. 159. 261. 288. 303. 324. 676, 782. 792. 916. Münter, D. Balthasar, geb. 24. März 1735 zu Lübeck, 1757 Privatdocent in Jena, 1760 Waisenh. Pred. u. Hofdiak. zu Gotha, 1763 Sup. in Tonna b. Gotha, 1765 Pred. d. deutschen Petrigem. in Kopenh., geft. 5. Oct. 1793. 14. 209, 211, 232. 251. 277. 300. 321, 351. 388. 438. 471. 500. 505. 507.588. 678, 781. 791. 802. 807. 842. 870. 883, 909, 922. 939, Neander, Joach., geb. 1610 in Bremen, gest. das. als Past. extra= ord. zu St. Martini 31. Mai 1680. 740. - Neithart, Georg Udam, geb. 2. Mai 1721 zu Burgk, 1766 fürstl. Reuß.- Pl. Superint. der Herrsch. Lobenstein u. Ebersdorf u. Oberpf. zu Lobenst., geft. 15. Sept. 1793. Er besorgte eine neue sehr verm. Uusg. des Lobenst. Ebersd. GB. 1780.- 148. Neithart, Joh. Heinr. Gfr., des vor. Sohn, geb. in Lobenst. 13. Oct. 1753, gest. als Hofpred. in Ebersd. 18. Aug. 1818.- 414. Neuffer, M. Christn. Ludwig, geb. 1769 im Würtemb., erst Pf. zu Zell am Nichelberg, Kirchheimer Dióces, 1819 zweiter Stadtpf. am Münster in Ulm, gest. 29. Jul. 1839, Herausg. d. christl. Urania, 2pz. 1820. 831. 832. Urvf. 840. Neuhofer, Gerh. Adam, geb. 1773, Diak. u. Prof. am Gymn. zu Augsburg, gest. 12. Dec. 1816. - Herausg. christl. Gesänge u. Lieder, Zürich 1808. 301. Neumann, M. Casp., geb. 14. Sept. 1648 zu Breslau, 1673 Reises pred. des gothaischen Prinzen Chris stian, nachherigen Herzogs von S. Eisenberg, 1676 Hofpred. in Altenburg, 1678 Diak. zu Mar. Magd. in Breslau, 1689 Past. Consist. Uff., 1697 Hauptpast. zu St. Elisab., Insp. 666 Uebersicht der Liederverfasser, Inspect. d. evang. Kirchen u. Prof. Oberndorf b. Urnst., 1809 wirkl. d. Theol. an beiden Gymnasien, Pf., geft. 3. Sept. 1816. Lieferte gest. 27. Jan. 1715.- 936. einige Lieder ins Urnst. GB. 1811. 489. Neumark, Georg, geb. 16. März 1621 in Mühlhausen, gest. 8. Jul. 1681 als Urchivsecretär u. Bibliothekar in Weimar, Vf. des Liedes( u. angebl. auch d. Ur: melodie) 979. Neumeister, M. Erdm., geb. 12. Mai 1670 in Uechteris b. WeiBenfels, 1696 Pf. in Bibra, 1702 Hofdiak. in Weißenf., 1706 Sup. u. Consist. Uff. in Sorau, 1715 Past. zu St. Jac. u. Scholarch in Hamburg, gest. als Jubelgreis 18. Aug. 1756. 190. 317. 449. 522. 530, 564. 570. 586. 625, 770. - Nicolai, D. Philipp, geb. 10. Aug. 1556 zu Mengeringhausen in d. Grafsch. Waldeck, nach viel. and. Nemtern gest. als Past. zu St. Ka: tharinen in Hamburg 26. Oct. 1608, Urvf. v. 115. 274. Niedling, Joh., geb. 1602 in Sangerhausen, 1626 Unter, 1633 Oberbaccalaur. in Altenburg, geft. das. 14 Febr. 1668. In seinem luth. Handbüchlein 1638, kommt Nr. 968 zuerst, doch anonym, vor. Niemeyer, D. Aug. Herm., geb. 1. Sept. 1754 in Halle, Kanzler u. Prof. d. das. Univers., kön. preuß. Obercons. R., Director der Frankischen Stiftungen in Halle 2c., gest. 7. Jul. 1828. Herausg. mehrerer Liedersammlungen, z. B. für höhere Schulen, zuerst 1785. Neueste Ausg. s. geistl. Lieder, Oratorien u. verm. Gedichte, Halle u. Berl. 1820. 4. 47. 77. 161. 178. 193, 231, 264. 286. 370, 390. 394. 496. 632, 681, 687. 711, 729, 734, 772. 773. 826. 828. 853. 913. 940, 941. Oberländer, Johann Theod. Chrstn. Justus, geb. 20. Febr. 1765 in dem Umtsflecken Gehren b. Urnstädt, 1793 Subconrect. am Urnstädt. Lyceum, 1797 Pf. Subst. in - Olearius, D. Joh., geb. 17. Sept. 1611 in Halle, anf. Sup. in Querfurt, dann Hofpr. des Herz. August in Halle, gest. als Conf. u. Kirchenrath, Oberhofpr. u. Sup. in Weißenfels 14. pr. 1684. urvf. 61.90.579.631, 723. 845.953. Omeis, M. Magnus Dan., geb. 6. Sept. 1646 zu Nürnberg, geft. als Prof. der Dichtk. in Altdorf 23. Nov. 1708. Urof. v. 820. Overbeck, D. Chrstn. Adolf, geb. 21. Aug. 1755 in Lübeck, gest. als Bürgerm. das. 9. März 1821.- 644. aulmann, Joh. Ludw., geb. 24. Nov. 1728 zu Berwolda im Braunschw., 1759 pred. in Delper, 1767 paft. an d. Brüderk. in Brauns schw., geft. 1807. Mitarb. am Braunschw. GB. 1779. 923. - Aug. 1745 in Hildburghausen, erst Pfranger, Joh. Georg, geb. 5. pf. zu Straßenhausen im Hildb., dann Hofpr. u. Cons. Ass in Meiningen, geft. 10. Juli 1790. mitsammler des nach s. Tode ersch. Mein. GB. 1794. 6. 303. 488, 566. Ver. 475. - - 1690 in Königsberg, geft. das. als Pietsch, D. Joh. Balent., geb. Hofr., Leibarzt, Landphysik. u. zugl. Prof. d. Dichtk. 29. Jul. 1733.- 242. Plato, Karl Glieb., geb. 6. Upr. 1757 zu Halbau in d. Ober- 2., seit 1792 Direct. der Rathsfreischule in p., geft. 25. pr. 1833. Mit Dolf Herausg. des GB. ders.-Ver. 728. Poliander, D. Joh.( eig. Graus zu in Bayern, anfangs Rect. d. Thomasschule in 2pz. u. bis 1519 Luthers Gegner, dann ein eifr. Beförderer der Reformation in Königsberg in Preußen, wo er als evang. Pred. der $ mit biographischen Andeutungen. 667 der Altstadt 29. pr. 1541 starb. als E. sächs. Oberhofpr., Kirchens Urvf. v. 741( nach Pf. 103.) u. Obercons. R. zu Dresden 6. Sept. 1812. Bearbeiter der Litanei( im neuen Dresdn. GB. v. 1797,) 863. Reinwald, Wilh. Fr. Herm.t geb. 11. Aug. 1737 in Wasungen, gest. als Hofrath u. erster Biblios thekar zu Meiningen 6. Aug. 1815. Mit Pfranger Herausg. d. Meining. GB. 1794. 607. Nambach, Aug. Jac.. geb. 28. Mai 1777 in Quedlinburg, 1802 Diac. zu St. Jacob in Hamburg, 1818( an f. Vaters, D. Joh. Jac. R., Stelle) Hauptpastor an d. groBen St. Michaeliskirche u. Scho: larch das. Herausg. der unter Luther angef. Schrift u. der Untho= logie christl. Gesänge aus allen Jahrh. der Kirche, Altona 1817 ff. Uebers. a. d. Lat. 285. 778. 787. - Rambach, D. Joh. Jac., geb. 24. Febr. 1693 in Halle, 1726 Prof. d. Theol. das., 1731 Prof. u. Sup. in Gießen, geft. 19. April 1735. Herausg. des Darmstädt. KirchenGB., Darmst. 1733, u. eines geiftreichen Haus- GB., Frkf. u. 2pz. 1737. Urvf. 9. 26. 29. 37. 51. 86. 126. 155. 177. 179. 181. 262. 263. 316. 331. 385. 704. - Reche, D. Joh. Wilh., geb. 3. Nov. 1764 zu Lennep im Berg'schen, erst luth. Pf. zu Hückeswagen das., 1796 Pf. zu Mühlheim am Rhein, 1814 zugleich preuß. Cons. R. beim Consist. in Düsseldorf, gest. 9. Jan. Herausg. d. Berg'schen GB., Mühlh. 1800. Neue Aufl. Elberf. 1805 u. 1811. 44. 248. 337. 340. 345. 353. 419. 424. 562. 569. 683, 733. Ver. 887. 1835. v. der Recke, Charl. Elisabeth Constantie Freifrau, geb. Gräfin v. Medem, geb. zu Elley in Kurland 20. Mai 1756, lebte abwechselnd in Berlin, Dresden, Löbichau bei Ronneburg, gest. 13. pr. 1833.22. 371. 456. 555. 780. Reiber, Reichard Glob, geb. 24. Dec. 1744 zu Bernstadt im schles. Fürstenthum Dels, 1778 Pf. zu Mühlwig das., 1788 zu Dirsdorf b. Nimptsch, geft. 1824.- 247. Reinhard, D. Franz Volkmar, geb. 12. März 1753 in dem Flecken Vohenstrauß in der Oberpfalz, geft. - Richter, M. Chrstn., geb. 20. Jul. 1730 zu Steinigtwolmsdorf, geft. als Pf. zu Nieda in d. Of. 6. Apr. 1789. Ver. 187. Richter, D. Chrstn. Friedrich, geb. 1670 zu Sorau, gest. als Arzt des Waisenhauses in Halle 5. Oct. 1711.- 393. 480. Ringwaldt, Bartholom., geb. 1531, 1556 pf. zu Langfeldt im Umte Sonnenburg in d. Mark, gest. um's 3. 1600. Urf. v. 797. 884. Rinkart, M. Martin, geb. 27. Upr. 1586 in Eilenburg, erst Cant. u. Pred. in Eisleben, dann Pf. in Erdeborn, 1617 Urchidiak. in Eilens burg, gest. 8. Dec. 1649. 987. - Rist, Joh., geb. 8. März 1607 zu Ottensen b. Altona, geft. als herz zogl. Mecklenb. Cons. R. u. Pred. Elbe 31. Aug. 1667.( f. v. 658 im Holstein. Flecken Wedel an der geistl. Liedern in 17 Sammt.) 145. 258. 365, 376. 477, 934. 935. Ritter, Jac., geb. 29. Mai 1627, geft. als fürstl. sächs. Mags deburg. Secretär in Halle 14. Aug. 1669. Urvf. v. 576. - Robert, König v. Frankr., ein Sohn Hugo Capet's u. dessen Nachs folger in d. Reg. 997, gest. 1031. Freund des K. Gesanges, den er selbst mit manchen v. ihm gedichtes ten u. in Musik gesetzten Sequens zen, Untiphonen u. Responsorien bes reicherte. Ihm wird auch zugeschr. 954,( verånd. 60.) Das Orig. ist das Kyrie summum od. Fons bonitatis; die deutsche Uebers. kommt, wie's 668 wie's scheint, zuerst in einer kleinen Biedersamml. v. 3. 1542 vor. Uebersicht der Liederverfasser, Rodigast, M. Samuel, geb. 19. Oct. 1649 in dem altenburg. Dorfe Gröben b. Roda, anf. Udj. der phil. Fac. in Jena, dann Conrect. u. Rect. am Gymn. des grauen Klosters in Berlin, 1698 Rect. des Berl. Gymnaf., gest. im März 1709.- 981, Rost, M. Friedr. Wilh. Ehrenfr., geb. 11. pr. 1768 in Baußen, 1794 Besperpr. an der Univ.K. in Lpz., dann Rect. in Plauen, 1796 Conr. an der Thomassch. in 2pz., 1800 Rect., 1809 auß. Prof. d. Philos., geft. 17. Febr. 1835.- Mitwirk. z. Leipz. Freischul. GB. 721. 726. Rube, Joh. Christoph, Lic. d. Rechte u. zuleht Umtm. in Batten: berg im H. Darmst., gest. im hohen Ulter 30. Mai 1746. Herausg. poetisch christl. Kindergedanken, 1737. Lieferte auch einige Lieder in Freylingh. GB.- 527. 2 - v. Ruling, Georg Ernst, geb. 1748, erst Hof- u. Kanzleirath in Hannover, 1792 Oberappell. R. in Selle, geft. 1807. Herausg. v. Gedichten, Hannover 1787. 412. Rutilius, M. Mart., geb. 1550 zu Düben, gest. als Archidiak. in Weimar 18. Jan. 1618. Er( u. nicht Joh. Göldel) ist Urbf. v. 443. - - - acer, D. Gottfr. Wilh., geb. 11. Jul. 1635 in Naumburg, gest. als Udvoc. u. Kammerconsulent in Braunschweig 8. Sept. 1699. Urvf. 874. Sachse, Chrstn. Friedr. Heinr., geb. 2. Sul. 1785 in Eisenberg, seit 1812 Diak. in Meuselwig, 1823 Hofpred. in Altenburg, 1831 zugl. Cons. R. das. f. 306. 307. 824. 836. 837. 856. Ver. 694. 758. 806. 825. 951. Ver, u. mel. 840. 890. Schade, M. Joh. Casp., geb. 13. San. 1666 zu Kühndorf im Henne: berg., gest. als Diak. zu St. Nikol. in Berlin 25, Jul. 1699. 440. - Schalling, Mart., geb. 1532 zu Straßburg, nach versch. Nemtern gest. als Pr. zu u. 2. Fr. in Nürnberg 29. Dec. 1608. 989. Scheffler, D. Joh., geb. 1624 in Breslau, kais. u. würtemb. ölsscher Leibarzt das., späterhin durch trübe Mystik zum Austritt aus d. evang. Kirche verleitet, geft.( mit dem Priesternamen Angelus) als bischöfl. brest. Rath 9. Jul. 1677. 259. 587. 984. - - Scheidt, D. Christ. Ludw., soll zu Anfang des vor. Jahrh. Hofrath u. Bibliothekar in Hannover gewesen seyn. Shn nennt Rambach als Urof. v. 378. STE Schenk, M. Hartm., geb. 7. Upr. 1634 in Ruhla, gest. als Diak. in Ostheim u. Past. zu Völkershausen 2. Mai 1681. 857. 1A Schiebeler, Daniel, geb. im März 1741 zu Hamburg, Doct. d. Rechte, 1768 Kanonikus bei'm Dom= kapitel das., gest. 19. Aug. 1771.135. 228. 805. 101 ofe Schink, Joh. Friedr., geb. 29. Upr. 1755 in Magdeburg, stud. in Halle Theol., lebte, meist im Priz patstande, der Dichtkunst, seit 1817 in Berlin, zuweilen in Löbichau, st. in Sagan 10. Febr. 1835.-547. Schirmer, M. Mich., geb. 1606 in Leipzig, Rect. in Freiberg, dann Pf. in Striegniß an der Mulde, 1643 Conrect. in Berlin, gest. das. ( n. Und. in Freyberg als design. Archidiak.) 4. Mai 1673. 132. ( 128 ver.) 971. Schlegel, D. Joh. Adolf, geb. 18. Sept. 1721 in Meißen, 1751 Diak. u. Lehrer in Schulpforte, 1754 Pred. u. Prof. in 3erbst, 1759 Past. zu St. Jac. u. Georg in Hannover, 1775 Cons. Rt., Sup. u. erster Pred. an d. Neustädter Hof- u. Stadtk. daf., 1787 Gen. Sup., geft. 16. Sept. 1793.- Ur= beitete zuletzt an einer Verbeff. des Hannöv, GB.( früher mit am Fref. reform. - mit biographischen Andeutungen. 669 reform. GB., 1772.) f. 42. 105. stud. in Schleusingen und Jena, 110. 160. 167. 175. 205, 265. 278. 1806 Oberpf. u. K. Rath in dec 869. 911. 933. Ver. 2. 115. 134.( damals reichsritterschaftlichen, seit 183. 249. 289. 531. 739. 749. 771. 1816 waimar'schen) Stadt Lengss 934. 935. feld b. Eisenach, 1817 großh. weim. Sup. der erweiterten Ephorie das. Herausg. e. GB. für die Lengsf. Diöces, Eisenach 1816. Vermehrte Auflage. 1821, 848. Schmidt, M. Jac. Friedr., geb. 2. Apr. 1730 zu Blasienzella im Goth., 1765 Diak. das. u. Pf. zu Oberhof, 1772 dritter, dann zwei ter Diak. in Gotha, 1792 erster Pastor der beiden Huuptk. das., geft. 2. März 1796. Mitarb. am Goth. GB. 1778. 411. 864. 890. Ver. 583. Schmidt, Joh. Euseb., geb. 1669 zu Hohenfelden 6. Erfurt, geft. als Pf. in Siebleben b. Gotha 1745. Urvf. v. 382. - - Schmolk, Benj., geb. 21. Dec. 1672 zu Brauchitschdorf im Fürstenthum tiegnik, 1702 Diak. an der evang. K. in Schweidnik, 1707 Archidiat., 1714 Hptpast. u. Insp., gest. 12. Febr. 1737. Vf. von mehr als 1000 Liedern in ungef. 18 Erbauungsschriften. 49. 197. 315. 319. 380. 400, 490. 493. 504. 508. 535. 537. 558. 574. 578. 627. 643. 771, 785. 810. 835. - - Schöner, Joh. Gfr., geb. 15. Upr. 1749 zu Rügheim b. Schweinfurt, Stadtpf. an d. Hauptk. zu St. Lorenz in Nürnberg, geft. 28. Jun. 1818. 645. Schottin, Lic. theol. 3. D. F., geb. zu Heigendorf in Thüring. 4. Jan. 1789, 1811 Rect. in Apolda, 1812 Collab. in Köstrik, seit 1814 Pf. das. Vf. 166. 336. 341. 346. 356. 367. 694. 708. Ver. 124. 803. 806. 920. Frei nachgeb. 59( nach Luther) 79( nach Melanchthon u. Eber). 168( nach dem Schmolk'schen: Opfer für die ganze Welt zc. V. 6 u. 8.) Schrader, J.H., geb. 1684 zu Hamburg, geft. zu Tondern in Schleswig 1737. f. 462. Schreiber, D. phil. Chrftn., geb. 15. pr. 1781 in Eisenach, 1 Schröder, Emil Ludw. Paul, geb. 1764, Pred. zu Nordhofen, geft. 1. Jan. 1835. 833. - Schröder, Joh. Heinr., geb. ums 3. 1666 zu Hallerspringe im Frstnth. Calenburg, 1696 Past. zu Meseberg im Magdeb., gest. 30. San. 1699.— 384. Schubart, Barbara Elisabeth, Tochter eines Umtsschöffers in Düs ben, lebte 1674 in Dahlen. Urof. v. 624. Schubart, Chrstn. Friedr. Dan., gcb. 26. März 1739 zu Oberfonts heim in der schwäbischen Grafsch. Limpurg, stud. Theol., 1768 Mus sikdir. in Ludwigsburg, gest. nach merkw. Schicksalen als Hofdichter in Stuttgart 10. Oct. 1791. 170. 830. Schubart, M. Sob. Heint., geb. 14. Febr. 1699 zu Osterbruch im Lande Hadeln, gest. als Archis diak a. d. Michaelisk, in Hamburg 22. Febr. 1747: Uus f. fortgeseg= ten Ruhe nach gescheh. Arbeit, Hamb. 1735. ist Nr. 705. Schüß, Joh. Jac., geb. 7. Sept. 1640 zu Frankf. a. M., Lic. d. Rechte, Advoc. u. versch. Reichss stände Rath daf., ein vertrauter Freund Ph. Jac. Speners, gest. 22. Mai 1690. Wahrer Vf. v. 512. ( Christl. Gedenkbüchl., Frankfurt 1673.) Schumann, M. Christn., geb. 15. Febr. 1678 in Osterfeld, 1721 Pf. in Deschwitz b.3eiß, 1736 in pötewie geft. 26. Mai 1744.- 980. Seidel, Joh. Friedr., geb. 5. Juli 1749 zu Treuenbriezen, Prorect. am 670 am Berliner Gymnas., geft. 6. Juli 1836. Herausgeb. geistl. 2. u. verz mischter Ged., Berl. 1810. 906. Selnecker, D. Nicol., geb. 6. Dec. 1532 zu Hersbruck b. Nürnb., nach vielem Umts- u. Schicksalswechsel Prof. d. Theol. u. Sup. in Lpz. geft. 24. Mar 1592.- Urvf. v. 253. 849.858( 920 steht wenigstens in s. christl. Psalmen u. KGesängen, Lpz. 1587, nicht mit.) Uebersicht der Liederverfasſer, - - Genff, Karl Friedr., geb. 26. Jul. 1739 in Merseburg, gest. als königl. pr. Consist. R., Insp. u. Past. an d. Morißkirche in Halle 19. Jan. 1814. 157. Spalding, D. Joh. Joach., geb. 1. Nov. 1714 zu Triebsees in Schwed Pommern, Oberconsist. R. Propst u. Oberpred zu St. Nicol. in Berlin, geft. 22. Mai 1804. Mitherausg. d. GB. für die preuß. Lande, Berl. 1781. Ber. 203. der, Heinr. Wilh. v. Stamford zu der am 16. Mai 1807 als holländ. Gen. Lieut. in Hamburg starb und dessen nachgelass. Gedichte 1808 in Hannov. durch Markard erschienen.) - Starke, Gotthlf. Wilh. Christ., geb. 9. Dec. 1762 zu Bernburg, erst Lehrer u. Rect. der das. Stadtschule, 1798 Oberpred. an d. alte städter Kirche u. Schulinspct., 1799 Hofpred. zu Ballenstädt u. Pf. zu Rieder, gest. d. 27. Oct. 1830. Herausg. von Kirchenlied., Halle 1804.- 633. 818( erschien einzeln gedruckt). Stegmann, D. Josua, geb. 1588 zu Sulzfeld b. Meiningen, 1621 Sup. u. Prof. d. Theol. in Rinteln, gest. 3. Aug. 1632. 296. Stockhausen, M. S. Christph., geb. 20. Oct. 1725. zu Gladenbach im H. Darmst., 1769 Sup. in Hanau, gest. 4. Sept. 1784. Herausg. d. Hanauischen GB. 1779.- 756. ( 846? wenigstens scheint es im Han. GB. zuerst zu stehen). Spieker, D. Phil. Chrftn. Wilh., geb. 7. Upr., 1780 in Brandenburg an d. Havel, 1801 Collabor. am luth. Gymnaf, in Halle, 1804 Lehrer am königl. Pädagog. das., 1805 Feldpred. d. preuß. Regim, von Renouard das., 1809 Pred. an der Marienk. u. außerord. Prof. d.Theol. zu Frankf. a. d. D., 1813 als Divifionspred. mit d. preuß. Armee zu Felde, Ritter d. eis. Kreuzes, später: hin Superint. in Frankf. a. d. D.Herausg. eines GB. für Schulen, 3üllichau 1815. Uus einem Confir: mationsact v. ihm ist Nr. 335. Spreng, M. Joh. Jac., geb. 31. Dec. 1699 in Basel, gest. das. als Prof. d. Beredsamk. u. Dichtkunst 24. Mai 1768. Uus seinen Kirchen- u. Hausgesängen, Basel 1741, ist( abgekürzt) Nr. 182. v. Stamford, Franz Karl, geb. 1742 zu Bourges in Frankr., früher Militär, lebte v. 1792 bis 1806 als Oberhofm. der Erbprinzessin in Suttinger, M. Karl Bened., Braunschweig, nachher im Preuß.. geb. 25. Jan. 1746 zu Saathayn 38.( Undre schreiben es seinem Bru- b. Großenhain, 1779 Cont., 1784 Rect. Sturm, M. Christph. Christn., geb. 25. Jan. 1740 in Augsburg, 1762 Lehrer am Pädagog. in Halle, 1765 Conr. in Sorau, 1767 Pred. an der Marktk in Halle, 1769 Pred. an d. heil. Geistk. in Magdeburg, 1778 Hauptpast. zu St. Petri in Hamburg, gest. 26. Aug. 1786, 21. 64. 83. 87. 89. 146. 153. 180. 191, 200. 206. 207. 210. 216. 217. 218. 219. 229. 342. 374. 381. 404. 407. 529, 577. 774. 786. 795. 801. 850, 868. 876. 910, 919. 929. 938. Sucro, Georg Wilh., geb. 2. Nov. 1758 in Merseburg, 1781 Lehrer an d. Domschule das., dann am Pädagogium in Spalle, 1786 preuß. Feldprediger, 1789 Pred. zu Bardeleben bei Magdeburg, gest. 24. Mai 1793. 730. - - mit biographischen Andeutungen. 671 Rect. in Lübben, gest. d. 18. März 21. Febr. 1703. Urvf. v. 447. 1830. 172. 453, 534. - Teller, D. Wilh. Ubrah., geb. 9 Jan. 1734 zu Lpz., erst Pred. das., 1762 Prof. u. Gen. Sup. in Helmstädt, 1767 Oberconsist. R., Propft zu Cöln u. Past. zu St. Petri in Berlin, gest. 9. Dec. 1804. Mitherausg. d. GB. für d. preuß. Lande, Berlin 1781. Vf. 882. Ver. 54. - Thieß, D. Joh. Otto, geb. 15. Aug. 1762 in Hamburg, erst Pred. baf., b. 1792 b. 99 Prof. d. Theol. in Kiel, privatif. dann in Jhehoe, zulegt in Bordisholm b. Kiel, gest, 7. Jan. 1810.- 323. - Thilo, M. Valent., geb. 19. Apr. 1607 zu Königsberg, gest. das. als Prof. d. Beredsamk. u. kön. poln. geh. Secretär 27. Jul. 1662. 134. - 1733 zum 3ollenspieler b. Hamz Code, Heinr. Jul., geb. 30. Mai burg, 1761 Pred. zu Prigier im Mecklenb., 1785 Präpos. des Wittenburg. Kreises, gest. als Mecklenb. Consist. R., Hofpred, u. Dompropft in Schwerin 30. December 1797. 198. Ziedge, Christph Aug., geb. 1753 zu Gardelegen in d. Altmark, stud. in Halle die Rechte, erhielt nach mehrern Privatanstellungen durch Gleim ein Domkommissariat in Halberstadt, refignirte, ward Reisebegleiter d. Frau v. d. Recke in der Schweiz u. Italien, geft. in Dresden den 8. März 1841. Er dichtete zunächst für das Altenburg. GB. Nr. 523. G Uhlich, M. Joh. Mich., geb. 16. Apr. 1713 zu Gelenau b. Annaberg, gest. als Sup. u. Oberpf. zu Bitterfeld 25. Jul. 1774. 847. ulber, Christn. Sam., geb. 26. Aug. 1714 zu Landshut in Schles., gest. als Past. zu St. Jacob und Scholarch in Hamburg 28. August 1776. 99. 675. - - Thomas von Kempen, eig. Thom. Hamerken( Hämmerchen), 1720 zu Ansbach, geft. das. als uz, Joh. Peter, geb. 3. Oct. geb. in dem Städtchen Kempen im Direct. des burggräfl. Collegiums Erzbisth. Göln 1380, berühmt als Vf. der Schrift v. der Nachfolge Landgerichts im Burggrafth. Nürnu. des Consist., erster Ass. des kaiſ. Christi, gest. als Subprior d. Kloberg, Scholarch 2c. 12. Mai 1796. sters St. Ugnes b. 3woll 1471. 778.( Adversa mundi tolera prof. 25. 108. Ver. 926( aus den Mitherausg. d. Unsb. GB. 1781. Christi nomine, übersegtvon U. J. Rambach.) angebotenen Beiträgen zu Klopstocks GB. v. R. u. S., Mitau 1770). Unger, Chrstn. Friedr., geb. 1731 zu Nordhausen, gest. im Nov. 1781 als pf. zu Bergen b. Celle.Urvf. v. 755. Voß, Joh. Heinr., geb. 20. Febr. 1751 zu Sommersdorf im Mecklenb., fürstl. lübeck. Hofrath, 1778 Rect. in Otterndorf, 1782 in Eutin, legte 1802 nieder und privatis. in Jena, seit 1805 in Heidelberg, gest. d. 29. März 1826. 96.( 283?) 817. 1 VZ agner, Joh. Chrstn., geb. 23. Jun. 1747 zu Pösneck, 1774 Titius, Christph.,( eig. Ziege), Umtm. in Heldburg, 1799 Reg. u. geb. 24. Mai 1641 zu Wilkau bei Consist. R. in Hildburghausen, 1801 Namslau in Schles., nach mehrern geh. Reg. R. u. Mitgl. des geh. Predigtämt. in Franken gest. als R. Collegiums. Nach einem ihn Past. zu Hersbruck bei Nürnberg ehrenden Stillstand seiner Amtsthätigkeit 672 Uebersicht der Liederverfasser, tigkeit v. 1806 an, 1810 in das lenburg, gest. als Sup. u. Past. geh. R. Colleg. zurückgerufen, 1814 zu St. Nicol, in Lüneburg 8. wirkl. geh. R. u. 1817 erster Bice- Jun. 1713.. Urvf. v. 332. präsident der herzogl. Landesreg. Wilhelm II., Herzog zu S. gest. den 14. Juli 1825. Herausg. Weimar, Stammvater des jetzigen d. Hildburgb. GB. 1807. Vf. Weimar'schen Hauses, dritter Sohn 5. 280. 281. 343. 372. 455. 491. des Herzog Johann, geb. 11. Apr. 707. 710, 722. 724. 943. Ver. 73. 1598 in Altenburg, gest. als reg.. 77. 114. 122. 141. 204. 205. 234. Herzog 17. Mai 1662. 959. 237. 247. 299. 324. 327. 408, 733.( zuerst in Niedlings Handbücht.) 861. - Wilhelmi, D. Joh. Chrstn., Wahl, Joh. Sam., geb. 19. Febr. Regierungsadv. u. Stadtfynd. in 1633 in Altenburg, 1713 Subconr. Giessen zu Anf. des vor. Jahrdas., geft. 17. Jan. 1724. 318. hund. Ungeb.. Vf. v. Nr. 50. Wehrde, M. Chrstn. Friedr., Im Eisenacher GB. 1722, welches geb. 15. Mai 1761 in Naumburg, andre Wilhelmische Lieder enthält, stud. das. u. in 2pz., 1784 Nach- steht's aber anonym. mittag. Pred. an d. Mar. Magd. K. in Naumburg, 1787 Subdiat. an d. Wenzelsk. das., 1794 zwei ter Diak., 1801 Archid., 1806 Oberpf., gest. 5 Oct. 1821. Mit: arbeiter am Naumb. GB. 1806. Wohlfahrt, Joh. Georg, geb. 21. Upr. 1763 im Dorfe Reichardss werben b. Weißenfels, ohne eigene Schulbildung 1777 Kinderlehrer in Deblik u. Schlechtewig b. Keuschberg, 1784 Schulmeister in Burgwerben( wo der Pf. M. Schlegel seine Talente entwickeln half), dort Pflegwirth des sterbenden Prof. Heydenreich, 1799 Cant. und erster Schull. in Frohburg, gest. das. den 4. Oct. 1840. Vf. 728. Ver. 170. 564. - Weigel. Joh. Andr. Valent., geb. 29. Sept. 1740 zu Sommerhausen b. Würzburg, 1778 Pf. zu Hasselbach bei Schmiedeberg in Schles., geft. 30. Jun. 1806-428. Weiß, Mich., Luthers Zeitge= noß, geb. aus Neisse in Schles., geft. um's S. 1540 als Pf. zu tands: kron und Fullneck in Böhmen und Vorsteher der das. Gem. der böhm. Brüder, für welche er mehrere urspr. in böhm. Sprache geschriebene u. zum Theil von Huß u. den Taboriten herrührende Gesänge in's Deutsche und herausgab, ( zuerst Jungbunzlau 1531.) Urvf. 125. 127. 202. Weiße, Christn. Felix, geb. 8. Febr. 1726 zu Annaberg, 1762 Kreissteuereinnehmer in Leipzig, gest daf. 16. Dec. 1804. Mitwirk. zu Zollikofers GB. 1766. Vf. 485. 652. Ver. 179, 373. 386. 443. 473. 479. - - 3 1 Wolf, D. Jac. Gabr., geb. 1684 in Greifswalde, geft. als Hofr. und Prof. d. Rechte in Halle 6. August 1754. 775. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, geb. 31. Mai 1725 zu Friedrichsfelde b. Berlin, gest. als evang. Pred. in Bunzlau 17. Dec. 1761. 516. Ziegler, D. Casp., geb. 13. Spt. 1621 in Leipzig, gest. als Prof. d. R., Uppell. R. u. Conf. Direct.. zu Wittenberg 17. Upr. 1690. 150. 3 ihn, M. Joh. Friedr., geb. 7. Sept. 1650 in Suhl, gest, als Urchid. das. 16. Jan. 1719.- 104. Werenberg, Lic. Heinr. Jo3 immermann, Joh. Chstn., geb. 12. Uugust. 1702 zu Langens nath., geb. 1. Sept. 1651 zu Ei- wiesen im Schwarzburg., gest. als Propst mit biographischen - Propft und Sup. zu Uelzen im Hannov. 28. Mai 1783.. Her ausg. des Hannóv. GB. 1740.Vf. 33. 46. Ver. 560. v. 3inzendorf, Nicol. Ludw., Graf, geb. 26. Mai 1700 zu Dresden, 1722 kursächs. Hof- u. Reg. R., refignirte 1727; 1724 Stifter der Colonie Herrnhut u. dadurch der evang. Brüdergem.; nach vie len Missionsreisen gest. ale Bischof der Gem. 9. Mai 1760 zu Herrn: hut. Auf seine Erziehung und Geistesrichtung hatte die oben er wähnte Frau v. Gersdorf, seine Großmutter, entscheidenden Eins fluß. Herausg. eines GB. für die Br. Gem., 1737,( spåterhin fast jährl. m. Unhängen vermehrt.) Urof. 821. - - - 3ur Erklärung der größtentheils durch sich selbst verständlichen Abkürzungen im Register und biographischen Unhange stche noch Folgendes hier: 2. d. Lat. bedeutet: aus dem Lateinischen. - von 2c. sprünglich. GB.: Gesang= buch. e.: Lied.-mel.: melodisirt,( einer gangbaren oder schicklicheren Kirchenmelodie angepaßt.) Or.: Original. übskt.: überſegt. Ver.: Veränderer. n. X: nach Undern.- V.: Vers. Vf.: Verfaffer. ver.: verändert - urspr.: ur1 Urvf.: Urverfasser. - - - - Andeutungen. 673 3ollikofer, Georg Joach., geb. B. Aug. 1730 zu St. Gallen in der Schweiz, 1738 Pred. bei der 22. Jan. 1788.- Herausg. eines reform. Gem. in Leipzig, gest. daſ. GB. zum Gebr. d. Christen, ins bef. reform. Confess., Leipzig 1766. - 2f. 327.434.484, 494, 671. Ver. 493. 318. 646, 737. 849. " 10. Oct. 1747 in Braunschweig, 3uckschwerdt, Jul. Karl, geb. 1773 Collaborator des Minist. das 1784 past. zu Flechtorf b. Braunschweig, gest. den 7. März 1806. als Superint. in Barum. 88. 3wick, D. Johann, gebürtig aus Costnik, 1323 evang. Pred. das., gest. 1542.-- Urvf. v. 249. ( Orig. ,, Auf diesen Tag bedenken wit.") - - - - - 43 190 2011 DroBaubDel Den no mistensil Hom 994 Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 21 5 144 6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black