UREDIT APLANKAL Gb 326 Henning G6 326 3119 Gesangbuch z um Gottesdienstlichen Gebraucy für Evangelische Gemeinen. Mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten. Berlin. Siebente Auflage. ume 1852. Verlag der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. dis- vint Gb 326 bunads ( birdpunts 2. pbilitupigant 301 And nd ut bihis bit ind i mang th rilep a moist handbrany as Hed Dnt In A 31 muligine esihisagen dus ostilindus, in urmsgig and smis fibi indirispies inbent sur song doank sipumpun strudse mit od mithund schilgügroß ang sidatthon mod atphun bit i filgom uspnubampirasi ususdund da nnd niplaquo esii mid 5181 182 ini sed noe sdtädsenschilling us mapapansinmisdin notismul Sajaid sdsilgtiste nad Sun sglajuz mindens and fed di Tid 100 odst? mdrsprihod sid norautstisd se psd tistpidus 19dblanks and band shorf nanjumpde intad had tortadjait mais dalam Idna aid hrud di tydlidon offino a somsplle 290 sänge and sujdur m od ng mg tum hojol fjädjs i tindile midi diordnat sulla red drin? and hoddi dan misfund chody mhla ribu dior ingis ng 397 mmole GBC BERLINN 1842 H TO Preis: ungebunden 8 Sgr.ithanspop di andem u stambisgrif Jimmo shlar gubt indpainte de tim dionigimon natal ug s ummar fllafing Hoi Univ.- Bibl. Giessen 385476@ VI gods dutinden jeg dyish nd gungthiphine spitigroj, onis il in trojs and mastumis mti8 ad eum and a supposit indudidat migro and stil sid 11GTI asplussid langu nchiltid folgan in mind, Go 12 brud bij het sillo] dhempän Vorrede. dhijun ind to p niceril diding Gm schij biff schislo bang Seit geraumer Zeit hat sich namentlich in der hiesigen Hauptstadt ein beharrliches Verlangen ausgesprochen, daß aus dem reichen Liederschatze, welcher ein eigenthümliches und ausgezeichnetes Besigthum der deutschen evangelischen Kirche ist, eine dem gegenwärtigen Bedürfnisse angemessene Auswahl getroffen werden möchte, die das Vorzügliche der einzelnen vorhandenen Liedersammlungen möglichst in sich vereinigte. Dieses Verlangen wurde auf Veranlassung der obersten geistlichen Behörde von der im Jahre 1817 hier versammelten Kreis- Synode ernstlich erwogen; demzufolge aus den Mitgliedern dieses Vereins unter höherer Genehmigung eine besondre Commission gebildet und beauftragt wurde, nach Maßgabe der allgemeinen, von der Synode festgestellten Grundsäße den vorliegenden Liederstoff jenem Zweck gemäß zu bearbeiten, worauf die Commission ihr Geschäft sofort mit Freudigkeit begann. Sie erlitt während ihrer Arbeit durch das Ausscheiden der in das Land der Vollendeten abgerufnen Pröpfte Hanstein und Ribbeck einen tiefbetrauerten Verlust, suchte solchen jedoch durch die Wahl andrer Theilnehmer zu ersetzen, und ihr gegenwärtiger Bestand ist aus den Namen der Unterzeichneten zu ersehen. Unter die Aufgaben selbst, welche der Commiſ sion gestellt waren, und die sie zu lösen wenigstens mit Vorrede. anhaltendem Fleiße bemüht gewesen ist, gehört zunächst eine sorgfältige Berücksichtigung der älteren Kirchengesänge aus dem Zeitraume von der Reformation an bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts, von denen in möglichst beträchtlicher Anzahl diejenigen ausgewählt werden sollten, welche sich durch Tiefe der Empfindung und kräftigen Ausdruck der frommen Gesinnung auszeichnen und besonders in der hiesigen Stadt und Provinz unter die bekannten und geschätzten Kernlieder gerechnet werden. Eine gleiche Rücksicht war ferner der Commission auf diejenigen neuern Kirchengesänge empfohlen worden, die wegen ihrer weiten Verbreitung bereits eine Art von Bürgerrecht haben, vorausgeſetzt, daß es ihnen nicht an allem dichterischen Werthe mangle, noch die darin enthaltene Moral zu abgeschlossen und unverbunden mit der dg christlichen Glaubenslehre erscheine, noch diese Lieder sich mehr für die häusliche Erbaung, als für den firchlichen Gebrauch eignen, in welchen Fällen der Commission unbenommen blieb, den Ausfall derselben durch andere weniger bekannte Lieder neuerer Zeit zu ergänzen, denen eine günstige Aufnahme gewünscht werden mußte. ma dnojad amis puugids nd Amp Fürs Dritte lag den Unterzeichneten ob, vou den verschieduen Auffassungsweisen der christlichen Glaubenslehre keine ausschließlich zu begünstigen, aber auch feiner ihre Stelle zu verweigern, die als Neußerung des frommen Gefühls sich mit der evangelischen Wahrheit und mit dem Wesen eines kirchlichen Buches in Einklang bringen läßt. Was viertens die Melodieen betrifft, so sollte das neue Gesangbuch dazu beitragen, den vorhandenen großen Reichthum musterhafter Choräle in Gebrauch zu erhalten, und es sollte zugleich da, wo zu demselben Liede mehrere Melodicen gesungen werden können, jederzeit diejenige vorgezeichnet werden, welche für den Inhalt, die Zeit und IV Vorrede IV den Ort die angemessenste ist. Zuletzt lagres feineswegs in der Ueberzengung der Synode, daß in Gesangbüchern dieser Art, welche nicht den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung, sondern allein der öffentlichen Erbauung sowohl der jetzt lebenden, als der nächstfolgenden Geschlechter gewidmet sind, an den aufgenommenen Liedern durchaus nichts geändert werden dürfe. Vielmehr sollte zwar jedem Liede, sein eigenthümliches Gepräge gelassen, aber die schonend bessernde Hand unbedenklich angelegt werden, wenn die natürliche Gedankenfolge in einem Liede zus Lauffallend vernachlässiget ware und dennoch der Inhalt auf eine leichtere und einfachere Weise geordnet werden konnte; wenn die Melodie nothwendig einen Ruhepunkt gebot, wo im Terte die Periode oder der Saß noch keinen Schluß enthielt- auf welchen dem Gefühle so unangenehmen und für die Andacht beim Gesang so störenden Uebelstand auch die vorzüglichsten Liederdichter nicht sorgsamt genug geachtet haben, und dessen Entfernung eben so nothwendig, als meistens sehr schwierig ist; endlich wenn der Ausdruck sprachwidrig, oder für den guten Geschmack anstößig, oder nicht verständlich genug gefunden ward. Diese Grundsätze hat die Commission bei der Vollziehung ihres Auftrages zwar beständig vor Augen gehabt, aber auch die Uleberzeugung erlangt, daß jedes Unternehmen dieser Art noch weit von der beabsichtigten Vollkommenheit entfernt bleiben und nimmermehr den so sehr verschiedenen Anforderungen und Erwartungen aller einzelnen Beurtheiler entsprechen werde. Nach vollendeter Arbeit ist die Handschrift dem Königlichen Consistorium der Provinz Brandenburg übergeben, von demselben geprüft und mehrere Monate hindurch in dessen Geschäfts- Locale zur Einsicht der Sachverständigen ausgelegt, hernach aber dem Königl. Ministerium der geistlichen Angelegenheiten überreicht Vorrede. worden. Nachdem nun diese hohe Behörde zum kirchlichen Gebrauch dieses Gesangbuches die erbetene Genehmigung ertheilt hat, so erscheint es hiermit in Druck, und es bleibt uns daher nur noch die eifrige Bitte zu Gott übrig, daß er den vieljährigen auf dieses Gesangbuch verwendeten Fleiß nicht ungesegnet lassen, dieser in der Lauterkeit der Liebe dargebotenen Gabe die Herzen der Glaubensgenossen zuwenden. und, wo sie Eingang und Annahme findet, unter christlichen Gemeinden dazu reiches Gedeihen geben wolle zur Beförderung des Reiches Christi und zum Preise seines hochgelobten Namens. Berlin, den 25. August 1829. VI 19 Brescius. Küster. Marot. Neander. Ritschl. Schleiermacher. Spilleke. Theremin. Wilmsen. det som Houth www sid,( bus sad dadin ang indummollate 43 m npmenju ndione hi slidine months and holding, sind dinilor at pindadin nitur nd usaff sillpinost stomate sedam dan presgandhiuse now nd ton) m slmo? hind 40 nuoro this untidigshme mbiling and ammini " ની બોડી $ 12 Eigene Melodie. Oder: Christus, der ist mein Leben. I. Allgemeine Bitten. 3. Ach bleib' mit deinem Glanze bei uns, du himmlisch Licht, den Glauben in uns pflanze, damit wir irren nicht! 4. Ach bleib' mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, gieb Wollen und Vermögen zu deines Namens Ehr'! Je 2. Hilf, daß wir auch nach deinem Wort gottselig leben im1. Ach bleib' mit deiner Gna- merfort zu Ehren deinem NaJesu de uns, Christ, daß uns hinfort nicht schade des Bösen Macht und List! 2. Ach bleib' mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth! daß men; uns dein guter Geist regier', auf eb'ner Bahn zum Himmel führ' durch Jesum Chris stum! Amen. uns in diesem Horte sey Trost Mel. O Gott, du frommer Gott sc. und Heil beschert! ETOR 2016. D 3. 5. Ach bleib' mit deinem Schuße bei uns, du starker Held, daß wir dem Feind' zum Truße bestegen Sünd' und Welt! 6. Ach bleib' mit deiner Treue bei uns, Herr, unser Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth! 201 Tour Mel. Kommt her zu mir ic. ch 2. Gott, gieb du uns deine Gnad', all' unsre Sünd' und Missethat reumüthig zu erkennen, zu glauben fest an Jesum Christ, der unser Herr und Meister ist und uns will Brüder nennen! ouis, applic A ch Gott, verlaß mich nicht, reich' du mir deine Hände, daß ich die Pilgerschaft im Glauben wohl vollende. Hier in dem finstern That sey du mein helles Licht, mein Stecken. und mein Stab; ach Gott, verlaß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, lehr' deinen Weg mich wallen, und laß mich nimmermehr in Sünd' und Thorheit fallen. Verleih' mir deinen Geist, gieb Glaubenszuversicht; und wenn ich straucheln will, dann, Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefahren; wo niemand schützen kann, kannst du mich wohl bewahren. Wenn sich Versuchung naht und Stärke mir gebricht, so weiche nicht von mir, verlaß mich Schwachen nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, gieb Wollen und Vermögen; in 2 Allgemeine Bitten. allem meinen Thun begleite| preist; erfülle selbst im größten mich dein Segen. Was mein Schmerz mit Frieden meinen Beruf verlangt, was mir gebeut Geift. die Pflicht, vollbringt nur deine Kraft; d'rum, Gott, verlaß mich nicht! 8. Verleih' mir bei des Lebens Last den Trost der Ewigkeit, bis mich, wie du verheißen hast, vollkomm'ne Wonn' erfreut. 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, daß ich mich dir ergebe, voll Lieb' und Hoffnung sey, recht Mel. Ich dank' dir schon 2c. glaub' und chriſtlich lebe. Be- 5. Allmächtiger, der feinen reite zu Thron dein Angesicht, und auch im hoch erhöhet; erhöre mich, der Tode noch, mein Gott, verlaß Erde Sohn, der betend vor dir mich nicht! ftehet! Mel. Nun sich der Tag c. 2. Aus Staube schufst du mich, der Staub soll sich zu dir erhe4. Allgütiger, allein bei dir ben; ich, der Verwesung sichrer steht Menschen Raub, bei dir leben. Heil. Nur du kannst segnen; 3. Was ist der Mensch, wie gieb auch mir an deinem Se- arm, wie bloß, wie elend hier auf Erden! Was ist der Mensch, wie gen Theil. frei, wie groß, wie selig soll er werden! 2. Erleuchte du mir den Verstand, was gut ist, einzusehn, und leite mich an deiner Hand, den Weg des Heils zu gehn. 3. Zeuch meine Seele ganz zu dir und deiner Liebe hin; und mehr sey deine Gnade mir, als irdischer Gewinn. 4. Welch einen Vorzug gabst du mir, da du Vernunft mir schenkteft, und einen Strahl des Lichts von dir in meine Seele senktest! 5. Ja, du hast mir das höchste 4. Lockt mich die schnöde Lust Pfand von deiner Huld gegeder Welt, dann steh' mir Schwaben, da du auch mir den Sohn chen bei, daß ich in dem, was dir gesandt und in ihm Heil und gefällt, fest und beharrlich sey. Leben. 5. Gieb mir zu jeder guten That von oben her Gedeihn, und reize mich, mit Hülf und Rath den Nächsten zu erfreun. 6. Darum, Herr, beug' ich meine Knie' vor dir, der mich erhoben; den Engeln gleich, soll ich, wie sie, anbeten dich und loben. 7. Verleih' mir nur die Wissenschaft, mein wahres Glück zu finden, und gieb mir Willen Muth und Kraft mich selbst zu 6. Die Sorge für mein irdisch Glück werf ich allein auf dich; auf mir auch ruht dein Vaterblick; ich weiß, du sorgft für mich. 7. Gieb mir ein immer fröhlich Herz, das dich für Alles überwinden. Allgemeine Bitten. 8. Was das Gewissen mir verbeut, lehr' mich voll Abscheu fliehen und sein Gebot mit Freudigkeit und heil'gem Ernst vollziehen. nd digit 109.b 3um Mitgefühl erweck' mein Herz, wenn meine Brüder leiden; und laß an meines Feindes Schmerz sich nie mein Auge weiden. 10. Im Glück und Unglück frommen Muth, das ist's, was ich erflehe; was du, mein Vater, willst, ist gut, und was du willst, geschehe! hun 11. Nichts hilft mir aller Menschen Gunst, den Himmel zu erwerben; d'rum lehre du mich selbst die Kunst, einst froh in dir zu sterben. 19 3 2. Voll wahcer Demuth sey und freundlich, was ich sage; und fällt mir etwas schwer, gieb, daß ich's still ertrage, und ich durch Unmuth nicht dem Nächsten sey zur Last, so daß du Freud' und Ruhm an deinem Kinde haft.mps al Balis 3. Wie du auch, Herr, mich führst, laß mich dein Reich ausbreiten, lehr' mich auf Jesum sehn, laß seinen Geist mich leiten, der dir getreu zu seyn mich allewege lehrt, und mehr und mehr in mir das Bild des Herrn verklärt.nism Mel. O Gott, du frommer Gott c. 7. Dich, Bater, ruf ich an jasht Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. 8. 8. ür unsre Brüder beten wir mit frommer Inbrunst, Gott, zu dir; gieb, der du Aller Vater bist, gieb JeMel. Nun lob', mein' Seel' zc. 6. Dein Name werd' erho- dem, was ihm heilsam ift. Licht und Recht im ganzen menschlichen Geschlecht. ben, Gott, Vater der 2. Du fandtest deinen ein'gen Barmherzigkeit! du, der mir Sohn für Alle von des Himmels stets von oben auf meine Bitte Thron; verbreite, Herr, sein Kraft verleiht! Mein Wollen und Vollbringen kommt, Höchster, nur von dir; o send' in allen Dingen auch ferner Hülfe mir, daß ich das Meine thue im Namen Jesu Christ, bis deines Volkes Ruhe mein Theil auf ewig ist. 3. Bring' alle Völfer in dein Reich; die Lezten mach' den Ersten gleich, und schaffe so zu deinem Ruhm dir überall ein Heiligthum.. suions 4. Auch die Verirrten führe du der Heerde Christi wieder zu, mach' sie im Glauben fest und treu, daß auch ihr Wandel lauund ter um Stärke; dein Segen aus der 5. Ad), viele, viele tragen noch Höh' begleite meine Werke! Ge- des Sündendienstes schweres horsam sey mir süß; und gieb Joch! Gieb ihnen, Herr, zur mir dies dabei, daß ich in al- Buße Zeit, zu schaffen ihre Selem Thun bei dir im Geiste sey. ligkeit. A12 4 6. Schenk' allen Frommen freud'gen Muth, gern zu entbehren zeitlich Gut, und lenke ihres Geistes Blick hin auf des 10. Gott, vor dem die En gel knieen und in hoew'gen Lebens Glück. hoher Andacht glühen! du erlaubst 7. Hör unser brünstiges Ge- auch mir, zu beten, findlich vor bet, das allen Brüdern Heil er dich hinzutreten. Und du blickst, fleht; laß sie gesegnet seyn in dir, wie Väter pflegen, liebreich deidann preisen wir dich für und für.nem Kind' entgegen; ja, du giebst, noch eh' ich flehe, mir schon mehr, als ich verstehe. Allgemeine Bitten. im Mel. Sey Lob und Ehr' dem ic. 9. Gott, beine Güte reicht so weit, so weit die Wolken gehen; du frönst uns mit Barmherzigkeit und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, hör' auf mein Wort, denn ich will vor dir beten. 2. Dennoch höre, Vater, höre, was ich demuthsvoll begehre: eifriger möcht' ich entbrennen, dich zu suchen, dich zu kennen; daß mich, wo ich immer lebe, deine Herrlichkeit umschwebe, und ich dich bei Freud' und Schmerzen immer hab' in meinem Herzen. 2. Ich bitte nicht um Ueber- 3. Chriftus bleibe meine Freufluß, um Schäße dieser Erden; de, daß ich nie von ihm mich laß mir, so viel ich haben muß, scheide, der durch Leben und durch nach deiner Gnade werden. Gieb Sterben mich erlöste vom Vermir nur Weisheit und Verstand, derben; daß auch, wenn der dich, Gott, und den, den du ge- Frevler Rotten über seine Lehre fandt, und mich selbst zu er- spotten, niemand je den Ruhm kennen. mir raube, daß ich treulich lieb' und glaube.of mind 4. Deinen Geist, der Gläub' gen Führer, gieb auch mir, Gott, zum Regierer, daß ich stets den Pfad erwähle, der zum Heil führt meine Seele; daß ich ernft nach Wahrheit ringe und der Sünde Macht bezwinge, in des Geistes Kraft und Freude fröhlich sey, auch wenn ich leide. 3. Jch bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und from mer Freunde Liebe. ad 64. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. $ 19 Mel. Schmücke dich sc. 5. Willst du, Herr, in diesem eben auch noch Irdisches mir geben: so erhalt' mir Muth und Kräfte, segne des Berufs Geschäfte, daß ich, Dürftige zu las ben, ferner mög' ein Scherflein Allgemeine Bitten. 5 haben, und im Kreise deiner| Ist wohl ein Uebel, das mich Treuen Friede mich und Lieb' erfreuen. schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 11. H Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich zc. err, wie du willst, so schick's mit mir im Leben und im Sterben; mein Herz verlangt allein nach dir, Herr, laß mich nicht verderben! Erhalt' mich nur in deiner Huld und gieb im Leiden mir Geduld; dein Will' ist doch der beste. 2. Zucht, Ehr' und Treu' verleihe mir und Freud' an deinem Worte; hilf, daß ich wanke nie von dir, dem wahren Seelenhorte. Gieb, was mir dient zur Seligkeit, und laß mich meine Lebenszeit in deiner Furcht vollbringen. 3. Wenn ich einmal nach dei- mit Kraft mich an, daß ich den nem Rath von dieser Welt soll Sieg erlangen kann. scheiden, verleihe dann mir deine 8. Gieb von den Gütern dieser Gnad', daß es gescheh' mit Freu- Welt mir, Herr, so viel, als dir den. Herr, Seel' und Leib be- gefällt; gieb deinem Knecht ein fehl' ich dir; ein sel'ges Ende gieb mäßig Theil, in seinem Fleiße du mir durch Jesum Christum. Glück und Heil. Amen. 500 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so mach' mich weise im Genuß, und laß die Dürft Hen Geber feyn. gen zu erfreun, mich einen fro10. Giebst du Gesundheit, so verleih), daß ich sie deinem Dienste weit', und daß aus Sorgsamkeit für ste ich niemals mich der Pflicht entzieh'. 2. Schaff' du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb' und Furcht zu dir, ein Herz voll De- 11. Erwecke mir stets einen muth, Preis und Dank, ein ru- Freund, der's treu mit meiner hig Herz mein Lebelang. 6. Was du mich lehrst, das ist mein Heil, dir folgen, sey mein bestes Theil; nach deines Reichs Gerechtigkeit, laß, Herr, mich trachten allezeit. di suna 7. Ich bin zu schwach aus eig'ner Kraft zum Kampf mit meidner Leidenschaft, d'rum ziehe du Mel. Herr Jesu Christ, mein's ac. Angesicht, verwirf, o ch komme vor dein 4. Ich bin ein Werk von deiner Hand, von dir empfing ich den Verstand; erleucht' ihn durch dein göttlich Wort, führ' ihn zur Wahrheit immer fort.pp 199 5. Daß ich mich deiner mög' erfreun, woll'st du mir, Herr, stets nahe seyn; um meines Glaubens mich zu freun, laß ihn durch Liebe thätig seyn. 12. Gott, mein Flehen nicht: vergieb mir alle meine Schuld, du, Gott der Gnade und Geduld. 3. Sey mein Beschüßer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Wohlfahrt meint, mit mir in dei ner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel giebt. 6 Allgemeine Bitten. 12. Bestimmst du mir ein den; beständig seyn verleihe mir läng'res Ziel und werden mei- im Glück und auch im Leiden. ner Tage viel: so bleibe meine Aus freier Gnade segneft du; es Zuversicht, verlaß mich auch im mag niemand ererben noch erAlter nicht! Dwerben ohn' dich die wahre Ruh' 13. Und wird sich einst mein und Seligkeit im Sterben. Ende nahn, so nimm dich meiner gnädig an und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild, mein groBer Lohn! om tatud not enti 5. Ich lieg' im Streit und widerstreb', hilf, o Herr Christ, mir Schwachen; in deiner Gnad' allein ich leb', du kannst mich stårfer machen. Laß in dem bösen Stündlein mich, will Muth und Kraft mir schwinden, Stärkung finden, und dann zuletzt durch 13. J ch ruf zu dir, Herr Jesu Christ; ich bitt', dich in Allem überwinden. erhör' mein Flehen; laß gnädig doch zu dieser Frist mich deine Hülfe sehen: den rechten Glauben, Herr, ich mein, und daß ich möge streben, dir zu leben, dem Nächsten nüß' zu seyn, das wollest du mir geben. 2. Ich bitte mehr noch, Herr, mein Gott! du wirst mir's nicht versagen: daß ich nicht sey der Frevler Spott, die nicht nach Christo fragen. Und wenn ich scheiden soll, mich stärk', daß ich auf dich mög' bauen und nicht trauen auf mein Verdienst und 15. Mein Aug' und Herz Werk, sonst werd' ich dich nicht schauen. erhebe sich zu deines Himmels Höhen! Hier, wo ich bete, siehst du mich und hörest auf mein Flehen. 3. Verleih', daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög' vergeben; verzeih' mir auch zu diefer Stund', schaff' mir ein neues Leben. Dein Wort laß meine Speise seyn, die Seel' damit zu nähren, mich zu lehren, wie ich, im Herzen rein, dich würdig soll 2. Laß mich mit Herzensreinigkeit, Herr, vor dein Antlig treten, und zu dir, wie dein Wort gebeut, in Geist und Wahrheit beten! In eigener Melodie. mi Mel. Herzlich thut mich 14. Laß mich dein ſeyn und und Herr! Bon dir laß nichts bleiben, du treuer Gott mich treiben, halt' mich bei reiner Lehr! Laß, Herr, mich ja nicht wanken, verleih' Beständigkeit. Dafür will ich dir danken jetzt und zu aller Zeit. da Mel. Ich dank' dir schon sc. 3. Doch du kannst nicht ein fündlich Flehn, o Heiligster, erhören; vor dir fann kein Betrug bestehn, dich täuschen keine Zäh verehren. 4. Laß weder Lust noch Furcht mich hier von deiner Liebe schei- ren. Allgemeine Bitten. 7 meines Heilands Sinn. 4. Das Herz muß ohne Heu-| ich beschaffen bin, und gieb mir chelschein nach deinem Reiche streben, voll Demuth, Reu' und Einfalt seyn, sich kindlich bir ergeben. 5. Ach, schaff' ein solches Herz in mir und mach' es rein von Sünden! Ich suche dich mit Heilsbegier; Gott, laß mich bald dich finden! 3. Daß ich in Wahrheit könne sprechen: du bist mein Vater, bist mein Heil; voll Gnade heilst du mein Gebrechen und schenfest mir an Christo Theil; du bist mein allerbester Freund, der's all'zeit herzlich mit mir meint. 6. Ja, mach' durch deinen Sohn mich frei vom Joche dieser Erde; durch deinen Geist erschaff' mich neu, auf daß ich heilig werde. 4. Denn darf ich dich nur Vater nennen, o Abgrund der Barmherzigkeit, so wird mir nichts mehr schaden können, so dient zum Heil auch Kreuz und Leid. Mir wird das Bitterste versüßt, wenn du in meinem Herzen bist. 5. D'rum gieb, daß ich recht findlich glaube, in dir getrost und unverzagt, und nichts den sel'gen Trost mir raube, den mir dein Wort hat zugesagt. Dein Geist erkläre meinem Geist, was Gnad' und Vatertreue heißt. 7. Dein Wort, Herr, hilf mir recht verstehn zu meinem Heil und Segen, daß ich nicht möge irre gehn von deiner Wahrheit Wegen. 8. Den Himmel und die Ewigfeit laß mich im Geist umfassen, und was mich einst im Tode reut, von ganzer Seele haffen. 9. Dies ist mein Fleh'n, erhöre mich um deines Sohnes willen! Mit wahrer Inbrunst bitt' ich dich; du wirst es, Herr, erfüllen! bich); du wirst es, Hert, 6. Du, unerschaff'nes, höchstes Wesen, hast vor der Welt an mich gedacht, mich schon, da ich noch nicht gewesen, zum Erben deines Heils gemacht; ich sollte dein in Mel. O daß ich tausend 2c. Christo seyn und frei von aller 16. Mein Gott, du weißt Schuld und Bein. am mir zu meinem Heil gereicht, deß müsse sich mein Herz getrösten, 7. Dein Kind, mein Jesus, hat vollendet, was du beschlossen vor der Zeit, hat Schuld und Straso oft dein Rath mich nieder- fen abgewendet, erworben mir beugt. Auf dich allein, Herr, laß die Seligkeit. Dein Geist macht mich baun und dir mit ganzem mir dies Heil bekannt, sein ZeugHerzen traun. niß ist mein Unterpfand. 2. Reiß' Alles weg aus meiner Seele, was dich nicht sucht und deine Ehr'; wenn ich mir meine Schuld verhehle, so prüfe mich je mehr und mehr; zeig' mir, wie 8. Was soll ich von der Güte sagen, die ich auch sonst bisher gespürt, mit der du mich in meinen Tagen so wunderbar, so treu geführt, und welche mir in 8 Allgemeine Bitten. Ewigkeit hält unvergänglich Gut und Neide mein Freund und bereit! Tröster könnte seyn? Ich harre dein mit frohem Muth, auch wenn die Welt mir wehe thut. 9. Weil ich denn auf so viele Weise, mein Vater, bin dein Eigenthum: so gieb, daß ich dich würdig preise und freudig mehre deinen Ruhm; laß mich dir die nen allezeit in Unschuld und Gerechtigkeit. 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe und mich die ganze Welt vergißt; verseße mich in jenes Erbe, wo du mein Theil und Les ben bist; denn bliebst du nicht im Himmel mein, so würd' er mir Mel. Wer nur den lieben Gott c. kein Himmel seyn. ein lieber Gott, ge- isid 17. Mivente meiner, ſey mit mir jetzt und allezeit. Denn außer dir ist nirgend einer, der mich mit Rath und Trost er freut. Dein Wort macht mich voll Zuversicht und sagt mir: du vergißt mein nicht. du 12. Gedenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mach' durch diese Himmelslehre mein Herz zu deinem Heiligthum: so wird dein Wort in mir gedeihn und reich an guten Früchten seyn. Fad se You 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und laß dein Ohr mir offen stehn; wenn ich in Chrifto vor dich trete, laß gnädig, was ich bat, geschehn; was sonst ich fleh', wollst du verleihn, wenn mir's kann gut und selig seyn. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, und gieb mich nicht der Sünde hin. Weil ich, so lang' ich hier noch walle, zum Guten schwach und träge bin: so stärke mich in meinem Lauf, hilf gnädig meiner Schwachheit auf. 5. Gedenke meiner, wenn ich leide; wen hab' ich sonst, als dich allein, der bei der Menschen Haß In eigener Melodie. 18. Gott, du frommer Gott, du Brunns quell guter Gaben, in dem wir Alle sind, von dem wir Alles haben; gieb mir gesunden Leib, und daß in solchem Leib ein' unverleßte Seel' und rein Gewissen bleib'. 2. Verleih' mir Lust und Kraft, zu thun, was mir gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und was in dir gethan, das laß gelingen wohl. 3. Hilf, daß ich rede nur, womit ich kann bestehen; laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Verdruß. 4. Wenn Trübsal bricht herein, so laß mich nicht verzagen; gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. Bedarf ich Rath und Trost, so schent mir einen Freund, der in Gefahr und Noth es treulich mit mir meint. am Allgemeine Bitten. ol 5. Laß mich in Christi Sinn mit Jedem freundlich leben, doch auch mit festem Muth dem Bösen widerstreben. Um Reichthum bitt' ich nicht; doch, segnest du mein Thun, so laß auf meinem Gut nur nie ein Ulnrecht ruhn.. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, mit manchem sauern Tritt hindurch in's Alter dringen, so gieb mir, Herr, Geduld, vor Sünd' und Schand'bewahr', auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich auf Christi Tod einst froh von hinnen scheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden. Dem Leib' ein Räumlein gönn' bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh' an ihrer Seite hab'. 8. Wenn deine Stimm', o Herr, die Todten einst erwecket: so öffne auch die Gruft, die mein Gebein bedecket. Durch deiner Allmacht Wort ruf meinen Leib hervor und führ' ihn schön verflärt zu deiner Engel Chor. di Di$ 1200 9 3. Auch unter bangem Sehnen, auch unter heißen Thränen hoff' ich auf dich, mein Gott! Ich will mein ganzes Leben dir findlich übergeben und treu dir seyn bis in den Tod. bensvoll zu beten; mein Heil kommt nur von dir. Ich suche nichts hienieden, als, Vater, deinen Frieden; du giebst ihn gern, verleih' ihn mir. 2. Ob ich begabt soll werden mit Gütern dieser Erden, leg' ich in deine Hand. Laß mir nur das gelingen, daß ich hindurch mag bringen zu jenem ew'gen Vaterland. 4. Du, Vater, sollst mich führen, mir Herz und Sinn regieren durch deines Geistes Zug. Steh' ich bei dir in Gnaden, was könnte mir dann schaden? Du bist mir Schuß und Schirm genug. 5. Dein Wort voll Tren' und Wahrheit sei meiner Seele Klarheit und meines Pfades Licht. Es soll mein Sehnen stillen und meine Brust erfüllen mit froher Glaubenszuversicht. 6. 3u dir führt mich vom Staube einst der, an den ich glaube, mein Heiland, Jesus, ein; da werd' ich, rein von Sünden, bei dir und ihm mich finden und ewig deiner Huld mich freun. 20. We Mel. O wie selig sind die Seelen 2c. er auf seinen Heiland trauet, hat Mel. In allen meinen Thaten 2c. auf einen Fels gebauet und be 19. Vor bich, Herr, will ich fißt den Himmel schon. Ob er um glau gleich muß zeitlich leiden, einst um genießt er ew'ge Freuden dort vor seines Jesu Thron. 2. Herr, du wollest mich bereiten zu des Himmels Seligkeiten, die mein sehnend Herz begehrt. Du kannst kräft'gen, stärken, gründen, daß den Gnadenlohn wir finden, den dein Wort uns hoffen lehrt. 3. Schreibe, Herr, auch all' die Meinen in die sel'ge Zahl der 10 Vom chriftlichen Gottesdienste. Deinen, laß sie in der Irre nicht.| Heerden bald herzugeführet werZiehe sie nach oben kräftig, sey den durch der Wahrheit hellen durch deinen Geist geschäftig, Schein, daß sie Alle dich erkenbringe sie zum wahren Licht. nen, dich den ein'gen Hirten nen4. Ja, laß auch die andern nen, gehn in deinen Himmel ein. II. Vom christlichen Gottesdienste. Mel. Wach' auf mein Herz 2c. auf, auf! des Herrn Gebot zu 21. Auf, auf, ihr meine Lie- üben, zu seinem Dienft sey gern und Geist und Glieder, dem Höchsten Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen! 2. Er hat die Nacht gewendet, das Licht herabgesendet; ich schlief ohn' alle Sorgen, erwachte froh am Morgen. 3. Nun sey Leib, Seel' und Les ben ihm ferner auch ergeben! Laß gnädig dir vor allen dies Opfer, Herr, gefallen. 4. Vor Sünden mich behüte nach deiner großen Güte, so, daß ich ewig bleibe ein Glied an Christi Leibe. 5. Gieb Hoffnung und Vertrauen, getroft auf dich zu bauen. Dein Geist mich hülfreich stärke zur Förd'rung guter Werke. 6. Erhör' die frommen Beter, befehr' die Uebertreter, sey gnädig mir und Allen nach deinem Wohlgefallen. 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß ferne stehn; du sollst zu höherem Gewinne in deines Gottes Tempel gehn, ihm zu bezahlen deine Pflichten, froh zu vermehren seinen Ruhm, in tiefster Demuth zu verrichten dein geistlich Werk und Priesterthum. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen und fleh' um deines Geistes Kraft; wie kann ich dir wohl würdig dienen, wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, wenn er nicht stillt der Sün den Schmerz? Wie kann ich gläubig zu dir beten, wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? 4. Kann meines Herzens Hars fe flingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts Mel. Die Tugend wird durch's 2c. 22. Beschwertes Herz, leg' führt? Kann ich ein reines Opfer ab die Sorgen, er hebe dich, gebeugtes Haupt! es kommt der angenehme Morgen, werden, wenn nicht dein Feuer auf mich fällt, in mir verzehrt die Luft der Erden und mich beda Gott zu ruhen uns erlaubt. lebt für jene Welt? Die Ruhe hat er vorgeschrieben 5. Erkauft hat Jesus mich so und selbst den Ruhetag geweiht; theuer, zu seinem Tempel mich Vom christlichen Gottesdienste. geweiht. Hier sey dein Heerd, hier sey dein Feuer, die Fülle dei ner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, neig' auch zu mir dein Angesicht, dann ist der Seele aufgegangen des Sabbaths rechtes Freudenlicht. theo Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade 2c. er Herr, an dessen 23. Dude fich Erd' und Himmel freun, der segne, der behüte dich, seines Volks Verein. 2. Der Herr, reich ohne Grenzen an Gnad' und an Geduld, laß hell und mild dir glänzen das Antlig seiner Huld. 3. Der Herr dein Gott erhebe den Blick voll Freundlichkeit, daß er dir Frieden gebe, wie feine Welt ihn beut. 11 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden; mein Geist foll sich auf Gottes Auen weiden, ich will an seines Wortes Gnadengaben die Seele laben. 4. Gesegnet bleib' im Namen des dreimal heil'gen Herrn! sein ganzes Volk sprech': Amen! uns fegnet Gott so gern. 5. O laß auch heute deinen Geist mich lehren, mich immer mehr vom Eitlen abzukehren; regiere mich, daß meine ganze Seele nur dich erwähle. 6. Dein Tag sey mir ein Denkmal deiner Güte, er bringe Trost und Ruh' in mein Gemüthe, den Trost, den Christus Allen hat erworben, da er gestorben. 7. Dich bet' ich an, du Todesüberwinder! der heut' erstanden ist zum Heil der Sünder, die in des Todes finstern Schatten saßen, von Trost verlassen. 8. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erde, gieb, daß er mir zum wahren Sabbath werde! Lob sey, Erlöser, deinem groBen Namen auf ewig, Amen! Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. Mel. Nun danket Alle Gott 2c. 24. Dies ist der Tag, zum Segen eingeweihet! ihn feiert gern, wer deiner, Gott, 25. Dir, unserm Gott, sey fich freuet. O laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich an zubeten! Lob für deines Wor tes Lehren! den Sündern riefft du zu, sich ernstlich zu bekehren; Betrübten gabst du Trost, den Schwachen Muth und Kraft und Lust zur Heiligung in ihrer Pilgerschaft. 2. Dich rühmt der Lobgesang der Himmelsheere! auch dieses Haus erschall' von deiner Ehre; auch unser Dank und unsers Geistes Flehen soll dich erhöhen! 3. Wie freu' ich mich, die Stätte zu begrüßen, wo Dürstenden des Lebens Bäche fließen, und wo dein Heil von der Erlösten Zungen froh wird besungen! 2. O segne nun dein Wort, daß es uns ganz durchdringe und durch des Geistes Kraftauch reiche Früchte bringe; daß unser Glaube dir bis in den Tod ges treu, die Liebe unverfälscht und fest die Hoffnung sey! 12 Vom christlichen Gottesdienste. 13. Gieb, daß wir immerdar oft vor dir andachtsvoll erscheidich findlich fürchten mögen, da- nen. Du erfreust unsern Geift, heim und in der Welt, auf allen wenn wir vor dich treten, Herr, unsern Wegen! Dein Segen sey dich anzubeten. mit uns, den uns dein Wort verheißt, dein Fried' in Ewigkeit, o Vater, Sohn und Geist! 2. Deines großen Namens Ruhm ist nicht auszudenken; feines Tempels Heiligthum fann dich, Herr, umschränken; doch auch hier strömt von dir Gnad' Mel. Komm, heiliger Geist sc. und reicher Segen deinem Volk entgegen. bi sme 26. Erheb' uns zu dir, du, seyn wird, Ewiger! Du Uner 3. Von dem Weltgeräusch entforschter und Bekannter! du aller fernt, das den Geist zerstreuet, Himmel Erstaunen! Vor dem sammelt er sich hier und lernt, sein Knie der Cherub beugt und was in dir erfreuet. Eitles Glück nieder seine Krone wirft! O du, weicht zurück vor den höhern vor dem bald Sünder weinen, Gaben, die uns wahrhaft laben. bald Lobgesang zu stammeln wa- 4. Unser Herz erweitert sich, gen, Unendlicher, Unendlicher! 2. Entreiß' uns der Welt, week' uns auf von unsrer Eitelkeiten Traum! Es ruh' auf uns des Sabbaths Stille, damit im Him wenn wir Brüder sehen, die hier still und feierlich mit uns vor dir stehen. Jeder nennt und bekennt ihn, den du zum Leben haft der Welt gegeben. ad interd mel wir wandeln! O sey, wie du 5. Fest verknüpft der Liebe verheißen hast, Versöhner, mit Band hier uns mit den Brüdern; ten unter uns! Denn sieh, in Alle fühlen sich verwandt, Hohe deinem großen Namen sind wir mit den Niedern. Haß und versammelt, anzubeten, Erha- Streit wird bereut, wir verzeihn bener, Erhabener! dem Feinde, werden Alle Freunde. 3. Laß fern von uns seyn, heil'ger Gott, was irdisch und nicht Himmlisch ist! Zu flein sey hier im Heiligthume uns jeder Erdengedanke! Hier fühl' es unser Herze ganz, daß es im Staub' ein Fremdling ist! Laß, Herr, zu unserm Vaterlande hinauf die gläub'ge Seele steigen, hinauf zu dir, hinauf zu dir! 27. F Mel. Mache dich, mein Geist 2c. roh versammelt find wir hier, Vater! als die Deinen. Heil uns, wenn wir 6. Hier wird Freudigkeit geweckt, Licht und Trost verbreitet, Sünder werden aufgeschreckt, und zu dir geleitet; Noth und Schmerz lernt das Herz hier ge= stärkt ertragen, ohne zu verzagen. 7. Ja, dein Wort, das hier ertönt, ist das Wort des Lebens; er, der uns mit dir versöhnt, bracht' es nicht vergebens. Selig ist jeder Christ, der es achtsam höret und durch Thaten ehret. 8. Gott, wir wollen oft und gern hier vor dir erscheinen und Vom christlichen Gottesdienste. 13 ganz in dir verschwinden! mit Jesu, unserm Herrn, fester| ten wir, laß nur dich uns finden, uns vereinen. Er allein soll es seyn, den sich unsre Seele stets zum Führer wähle.com 6. Du durchdringest Alles, laß dein Licht uns spüren, kräftig unser Herz berühren, wie die zarMel. Wunderbarer König. ten Blumen willig fich entfalten und der Sonne stille halten, daß wir so, still und froh deine Strahlen faffen und dich wirken lassen. 28. Go ott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten! Gott ist in der Mitten; Alles in 7. Mach' uns nur einfältig, uns schweige und sich innigst innig abgeschieden, fanft und still vor ihm neige! Wer ihn kennt, in deinem Frieden! Mach' uns wer ihn nennt: fallt in Demuth reines Herzens, daß wir deine nieder, gebt das Herz ihm wie- Klarheit völlig schaun in Geist der! idim niste bi und Wahrheit; laß das Herz 2. Gott ist gegenwärtig, dem himmelwärts wie ein Adler die Cherubinen Tag und Nacht schweben und in dir nur leben! gebeuget dienen; heilig, heilig, 8. Komm, in uns zu wohnen! heilig singen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm', wenn auch wir Geringen unser Opfer brinsidin idmat gen. pl 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, die mit deinem Dienste streiten. Wir geloben heilig, Seele, Leib und Leben dir zum Eigenthum zu geben. Du allein Schon auf dieser Erden möchten wir dein Tempel werden. Komm, du gütig Wesen, dich in uns verfläre, deine Lieb' in uns vermehre. Wo wir gehn, wo wir stehn, laß uns dich erblicken, ganz zu dir uns schicken. misu Mel. Liebster Jesu, wir sind hier sc. follst es seyn, den wir liebend eh 29. Gott sey Dank, der mit ren, dem wir angehören. 4. Majestätisch Wesen! möchten wir dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! möchten wir, wie Engel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß uns dir für und für trachten zu gefallen, heil'ger Gott, in Allen. uns war an der Andacht heil'gem Orte; reiche Nahrung bot er dar unserm Geist aus seinem Worte; unser Beten, Hören, Singen ließ er uns zum Heil gelingen. 5. Geist, der Alles füllet, aller Dinge Leben, du, in dem wir sind und weben! Meer ohn' Grund und Ende, dich erforscht kein Denken, in dich wollen wir uns senken. Nur nach dir trach2. Freudig gehn wir jeßt hinaus, wandeln heim auf unsern Wegen. Nun begleit' in unser Haus uns der hier empfang'ne Segen, daß wir bleiben in dem Lichte von des Herren Angesichte. 3. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen; segne unser täglich Brot, 14 Vom chriftlichen Gottesdienste. segne unser Thun und Laffen;| leer, hier stillt sich mein banges segne uns mit sel'gem Sterben Sehnen bei dem Zuruf: Weint und mach' uns zu Himmels- nicht mehr! Aus der Welt voll erben. Kampf und Streit zu des Himmels Herrlichkeit, zur Gemeine sel'ger Frommen hat der Herr sie aufgenommen. 6. Bin auch ich dereinst verschwunden aus der frommen Hörer Zahl, werd' ich einst nicht mehr gefunden bei des Herrn geweihtem Mahl: dann ins höh're Heiligthum ging mein Geist mit Preis und Ruhm, daß er ewig sich vereine mit der himmlischen Gemeine. Mel. Werde munter, mein 2c. 30. He ehr und heilig ist die Stätte, wo die Chris sten zu dir flehn. Laß, so oft ich sie betrete, mich, o Herr, dein Antlig sehn. In der Welt ist Sorg' und Streit, all' ihr Glück ist Eitelkeit. Hier find' ich, von ihr geschieden, deine Ruh' und deinen Frieden. 2. Heil'ges Wort der ew'gen Wahrheit, das dem Irrthum entriß, du durch deine Klarheit unfres Geiſtes Fin: 31. hienen, der mich H Mel. Ach, was soll ich Sünder sc. err, es ist der Tag ersterniß. Meine Schuld enthüllst bu mir, jeder Trug entflieht vor dein gedenken heißt und mich zu dir; wo du, heil'ges Wort, er klungen, hast du Mark und Bein durchdrungen. dem Himmel weist; steh', ich fomme, dir zu dienen an dem Tage deiner Ruh'; gieb mir Schwachen Kraft dazu. 2. Halte fern an diesem Morgen von mir das Geräusch der Welt, die mir nur zu leicht gefällt. Brich die Macht der eitlen Sorgen, daß ich heut, von Allem frei, dir allein ergeben sei. 3. Weinend und mit bangem Zagen trat ich oft in's Heiligthum. Doch bald stillte meine Klagen, Herr, dein Evangelium. Ich gab mich in Gottes Hand, und zum Mittler hingewandt, hab' ich, ganz in ihn versunken, gern den Leidensfelch getrunken. 3. Schmücke mich mit deinen Gaben, stärke mich mit deiner 4. Knie' ich an des Altars Stufen, ein gebeugter Sünder, Kraft, die den neuen Menschen hin, hör' ich heil'ge Stimmen schafft. Welche Wonne werd' ich rufen: Sey getrost, vir ist ver- haben, wenn in heiliger Begier ziehn! Hoch begnadigt steh' ich ich mich freue, Herr, in dir! auf, fröhlich fördr' ich meinen Lauf, und mein Herz ist voll Vertrauen, was ich glaube, dort zu schauen. 5. Sieht mein Auge, naß von Thränen, der Geliebten Stellen 4. Gieb, daß mich dein Wort durchdringe, steh' mit deinem Geist mir bei, daß es in mir fråftig sey. Wenn ich bete, wenn ich singe, siehe du mich gnädig an, und laß mich dein Heil empfahn. Vom chriftlichen Gottesdienste. 15 5. Laß mich nicht in Sünde| dich unser Dank und dort ein fallen, laß mich fest im Glauben ew'ger Lobgesang. stehn, voll Vertrauen auf dich sehn. Lieber uns Alen baß der Ruhe heil'ger Tag 34. hier, deine Süßigkeit Mel. Liebster Jesu, wir xc. Yesus, wir erscheinen uns ein Segen werden mag! zu schmecken! deine Gnad' er Mel. Liebster Jesu, wir sind hier.flehen wir, Herz und Ohren zu erwecken; daß wir deine Himmelslehren uns zum Trost mit Freuden hören. 32. H err, vor deinem Angesicht hat die Andacht uns versammelt; o verwirf die Bitten nicht, die dein Volk in Demuth stammelt; siehe gnädig auf uns nieder und nimm an des Dankes Lieder. 2. Deffne deines Dieners Mund, gieb ihm deines Geistes Gaben, daß er mög' aus Herzensgrund mit des Wortes Kraft uns laben, und daß uns die Himmelsspeise stärk' auf unsrer Pilgerreife. 3. Dir, dem Vater und dem Geist, soll das Herz geheiligt wer den! hilf nur, daß wir allermeist uns erheben von der Erden, um mit innigem Verlangen deine Gaben zu empfangen. 2. Laß das Wort, das hier erschallt, tief in unsre Seelen drin gen und mit göttlicher Gewalt jeden Widerstand bezwingen; daß es unsern Sinn erneue und das Herz mit Trost erfreue. 3. Dein Gebot, das wir er fannt, hilf du selbst uns treulich üben, dich und den du uns gefandt, Jesum Christum, herzlich O Freude je von deiner uns scheide! lieben. daß weder Leid noch 35. Liebster Jefu, wir find dich 350rb Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. $ fiet 33. ier sind wir, Gott, und flehn um Licht, verfage deinen Geist uns nicht; lehr' uns dein heilig Wort verstehn und freudig deine Wege gehn. 2. Mach' uns von allem Irrthum frei, erhalt im Glauben uns getreu, daß wir dir dienen allezeit in Wahrheit und Gerechtigkeit. 3. Erhöre uns von deinem Thron durch Jesum Chriftum, deinen Sohn! Auf Erden preist In eigener Melodie. Wort anzuhören! Lenke Sinnen und Begier auf die füßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhüllet, wo der Geist, den du gesandt, nicht mit Klarheit uns erfüllet. Gutes denken, thun und dichten, mußt du selbst in uns verrichten. 3. D du Glanz der Herrlichkeit, Licht von Licht aus Gott geboren, mach' uns allesammt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Beten, Flehn und 16 Vom christlichen Gottesdienste. Singen laß, Herr Jesu, wohl| Vater, dir, so fandtest du auch gelingen! Hoffnung mir. En Qualit Mel. Ich danke dir, o Gott c. 36. Nimm 5. Doch höher ward mein Geift erhoben in meiner Miterlösten imm jeßt hinweg, o Schaar, wenn sie, gemeinsam Gott, was uns kann dich zu loben, im Heiligthum stören, was hindern kann den versammelt war, und in BegeistEinfluß deiner Lehren, daß bei rung sich ihr Chor zu deinem der Erde Sorgen nicht verwei- Throne schwang empor. len Gedanken, die gen Himmel follen eilen; laß Herz und Sinne ganz zu dir sich kehren, so kann im Segen uns dein Diener lehren. 6. D'rum will ich mit den frommen Schaaren zu deinem Tempel freudig gehn, wo einst auch die versammelt waren, die nun vor deinem Throne stehn; ste schauten auch im dunklen Wort, von Angesicht schaun fie dich dort. Mel. O daß ich tausend Jungen sc. 37. Noch fing' ich hier aus dunkeln Fernen, Herr meines Lebens, dir mein Lied, bis Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns zc. einft, weit über allen Sternen, 38. Bater, fend' uns dei mein nen den ung dein theures Wort verheißt, er dring' in unsre Herzen ein, daß sie dein heil'ger Tempel sey'n! dann schallet dir im Jubelflang mit allen Sel'gen mein Gesang. 2. Wohl mir, du schauest auf mich nieder, steigt mein Gebet zu dir hinan; du hörst den Dank der schwachen Lieder und nimmst mein Flehen gnädig an. Wenn sich mein Herz zu dir erhebt, fühl' ich mich neu durch dich belebt. 3. Wie selig war't ihr, stille Stunden, da ich das Lob des Höchsten fang; Entzückung hab' ich da empfunden, die durch die frohe Seele drang; indem dir, Gott, mein Dank erscholl, ward ich der reinsten Wonne voll! 4. Hab' ich mir nicht die Last der Leiden oft durch ein Trostlied leicht gemacht? nicht, statt des 2. Entzünd' in Andacht unser Herz, lenk' unsre Sinnen hime melwärts, und mach' uns allesammt bereit, zu hören, was dein Wort gebeut. 3. Erfüll' uns ganz mit deinem Licht, gieb uns des Glaubens Zuversicht, daß wir in Jesu Namen flehn und würdiglich dein Lob erhöhn. 4. Dir, Gott, den Erd' und Himmel preift, dir, Vater, deinem Sohn und Geist erschalle hier Lob, Preis und Ruhm, wie in des Himmels Heiligthum! Mel. Wie schön leucht't uns 2c. Kummers, Ruh' und Freuden 39. ey uns gesegnet, Tag in mein gedes zu bracht? Klagt' ich mein Leid, o Preise nah und fern erwacht der ginis Vom chriftlichen Gottesdienste. 17 Christen Menge. Ihr Lobgesang| Wenn ich voll Andacht sie betrete, tönt spät und früh; zum Heilig- wie reichlich werd' ich dann bethume wallen sie in festlichem lohnt! ich kann mich deines Wor Gedränge. Froher schallen hier tes freun und in dir froh und und in dir fi die Lieder, wo die Brüder, anzu- selig seyn. beten, sind vereint vor Gott getreten. 100 1190 2. Komm, Geist der Andacht und der Ruh'! auch unsern Tempel weihe du zu feierlicher Stille. Mach' unser Herz vom Irrthum los; uns werde Gottes Name groß, sein Wille unser Wille. Fromme Liebe, Brudertreue mög' auf's nene uns beleben, Jesu Vorbild nachzustreben. 2. Wohl dem, der kommt zu deiner Hütte und dich mit ganzer Seele preist! Du hörst sein Lob und seine Bitte und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahrheit Bahn unsträflich vor dir wandeln kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen dem, der es recht zu Herzen nimmt; es giebt den Trost auf Trübsalswegen, daß du sie uns zum Heil bestimmt; Mel. Lobe den Herren, den 2c. 40. Vater, erhöre das Flehn verleiht im Kampfe Muth und der vereinten Gemei- Kraft, und ist ein Schwert, ne, daß uns das Licht der Er- das Sieg verschafft. kenntniß in Klarheit erscheine, 4. Gott, laß auch mir dein und nicht zu ſpät, wer deine Antlig scheinen; dein Sabbath Wahrheit verschmäht, seine Ver- bring' auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen blendung beweine! ein dir gefällig Opfer seyn. 2. Möge die Predigt die Hervor dir an heil'ger Stätte bin; zen der Sünder gewinnen und laß unser Lob, das wir dir weihn, nicht vergeblich die Thräne der Rührung verrinnen! Wo nicht dein Licht mächtig das Dunkel durchbricht, kann nicht das Schauen beginnen. 5. Ja, du bist Sonn' und Schild den Frommen, du bist ihr Segen und ihr Heil; wenn sie im Glauben vor dich) kommen, wird Gnad' um Gnad' ihr selig Theil. Was du verheißest, stehet feft; wohl dem, der sich auf dich verläßt. 3. Laß uns, die wir nach dem Namen des Heilands uns nennen, ihn als die Quelle des Lichts und des Lebens erkennen. Ihm, der uns lehrt, wie dein Volk würdig dich ehrt, ihm laß die Herzen entbrennen! 17 10 42. 3iguille, ftröm auf une Mel. Schmücke dich, o liebe Seele sc. dich ohne Hülle, Mel. O daß ich tausend Zungen sc. der Gnaden Fülle, daß, o Herr, 41. Wie lieblich ist doch, an deinem Lage unser Herz der Herr, die Stätte, Welt entsage; daß wir uns zu wo deines Namens Ehre wohnt! dir erheben durch die Macht, sie B 18 Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. dir gegeben; daß die glaubende höre, sind's nicht Ueberwinders Gemeine mit dem Vater sich Chöre? Feiernd tragen sie die vereine. Palmen, ihr Triumph erschallt von Psalmen! Herr! du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen. 4. Möge dein Verdienst bedecken meiner Seele Schuld und indol 2. O daß wir entladen würden von der Erde schweren Bürden und des Sabbaths sanfte Stille auch die Seele ganz erfülle! daß von fern aus deinen Höhen wir des Lichtes Auf- Flecken, daß ich dort kann mit gang sehen, das uns völlig einst verkläret, wenn der Sabbath ewig währet. den Deinen würdig und geschmückt erscheinen; dort, wo du voll Huld und Gnaden uns zu 3. Was ich strahlen seh' am deinem Mahl' geladen, wo die Throne, ist es nicht der Sieger Streiter nicht mehr ringen, wo Krone? Was von dort herab ich sie Siegeslieder singen. III. Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen.. 2 43. Ale In eigener Melodie. llein Gott in der Höh' sey Ehr' und Dank für seine Gnade, darum, daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade; ein Wohlgefall'n Gott an uns hat. Nun ist groß' Fried' ohn' Unterlaß, all' Fehd' hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich für deine Ehr', wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich Mel. Herzlich lieb hab' ich dich sc. SEL Bitt' von unsrer Noth, erbarm' dich unser Aller. 4. O heil'ger Geist, du höchstes Gut, du all'rheilsamster Tröster! vor's Teufels G'walt forts an behüt', die Jesus Christ erlöste durch große Mart'r und bittern Tod. Abwend' all' unsern Jamm'r und Noth, dazu wir uns verlassen. 11 regierst ohn' alles Wanken. Ganz 44. Du riefft mich, Bater, ist deine Macht, fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht; wohl uns des feinen Herren!& ld 3. O Jesu Christ! Sohn eingebor'n deines himmlischen Vaters, Versöhner der'r, die war'n verlor'n, du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heil'ger aus dem Nichts zum frohen Anschaun deines Lichts, dich soll mein Herz erheben. Schon hier im Laufe dieser Zeit hat deine Huld und Freundlichfeit viel Gutes mir gegeben. Doch nicht allein für diese Welt, die kein vollkommnes Glück enthält, zur Wonne, die kein Ende Herr und Gott, nimm an die nimmt, hat mich dein Gnaden Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. 19 rath bestimmt. O Vater, Gott,| Dreieiniger, in Ewigkeit, in wie liebst du mich, wie liebst du Ewigkeit sey unsre Seele dir ges mich! Dein freuet meine Seele weiht! olid ho sich. don CARD sin did th 2. Sohn Gottes, uns zum In eigener Melodie. Heil gesandt, Erlöser, der mit treuer Hand zu Gott die Seinen 45. Gott, der Vater, wohn' leitet! Für mich auch gabst du dich dahin und hast, wenn ich dein Jünger bin, mir ew'ges Heil bereitet. Zwar seh' ich jetzt des Himmels Glück von ferne nur mit schwachem Blick; doch schon entzückt mich jene Welt, die Gott den Gläub'gen vorbehält. Einst preis' ich dich, o Gottes Sohn, o Gottes Sohn, im höhern Licht vor deinem Thron! uns bei und laß uns nicht verderben, mach' uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben! Vor dem Bösen uns bewahr', mit Glauben und Vertrauen laß fest auf dich uns bauen, bis wir dein Heil dort schauen. In Versuchung und Gefahr laß alle rechte Christen mit deiner Kraft sich rüsten und troßen Satans Listen. Amen, Amen, dies sey wahr, so singen wir Hallechiste 3. Geist Gottes, unsre Zuver- lujah! sicht, verlaß, verlaß uns Schwache nicht und stärk' uns unsern Glauben! Zeuch uns zu Gott und seinem Sohn, und laß durch nichts den Gnadenlohn der 2. Jesus Christus wohn'uns bei 2c. 07 Jim 33 3. Heil'ger Geist, uns wohne bei 2c. künft'gen Welt uns rauben. Lenk' Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. von dem Eitlen dieser uns auf das Heil der Ewigkeit; Sinn 46. Gott in der Höhy fey und Gemüth, ergeben wir im Le ben und im Sterben dir. O Got tes Geist, das Heil des Herrn, das Heil des Herrn zeig' uns, so sterben wir einst gern! dys Chr' und Ruhm und Dank für seine Gnade. Wir sind sein Volk und Eigenthum, was ist's, das uns nun schade? Sein Rath ist unsre Seligkeit, zu segnen ist er stets bereit, erhebet seie nen Namen! mer8, llo 4. Dreieiniger, sind wir ganz dein, wie selig können wir dann seyu! Lehr' uns dies Glück recht achten. Was diese Welt beut, sättigt nicht, stets trügt uns ihrer Weisheit Licht: nach dir nur laß uns trachten. Dir, Schöpfer, und Erlöser, dir, und dir, Geist Gottes, bringen wir gemeinsam in dem Heiligthum mit Freuden Preis und Dank und Ruhm. 2. Gott Vater, wir erheberr dich mit freudigem Gemüthe, du herrschest unveränderlich) mit Weisheit und mit Güte. Unendlich groß ist deine Macht, und stets geschieht, was du bedacht; wohl uns, daß du regierest! 3. O Jesu Christ, des Höchsten Sohn, für uns ein Mensch geboren, du kamst von deines 32 20 Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. Vaters Thron, zu suchen, was verloren. Du Mittler zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod, erbarm' dich unser Aller! 48. Lob Mel. Komm, heiliger Geist ic. Preis und Ehre bringen wir, Herr, un ser Gott und Vater, dir. Wie groß und viel sind deine Werke, du Gott der Macht und der Stärke! Dein ist der Erdkreis und in dir, o Höchster, sind und leben wir; du trägst uns alle voll Erbarmen auf deinen treuen Baterarmen. Hallelujah! Hallelujah! 20 2. Lob, Preis und Ehre, Heiland, dir! Verlorne Sünder waren wir; du bist am Kreuz für uns gestorben, hast ew'ges Heil Gott je mehr und mehr für uns erworben. Wer zu dir alle seine Werke! Sein ist das Reich, die Herrlichkeit, weit über alle Himmel weit herrscht er mit Huld und Stärke. Singet, bringet frohe Lieder, fallet nieder, zu erheben ihn, durch den wir sind und leben! 3. Lob, Ehr' und Preis dir, 2. Hallelujah, Dank, Preis Geist des Herrn! Wir waren und Ruhm sey von uns, deinem einst von Christo fern, entfremdet Eigenthum, Sohn Gottes, dir von dem wahren Leben, mit Fingesungen! Du Mitiler zwischen sterniß ganz umgeben. Du haft uns und Gott hast durch Gehor- durch deines Wortes Macht auch sam bis zum Tod das Leben uns uns zum Licht aus Gott gebracht; errungen. Heilig, selig ist die du lehrst uns leben, lehrst uns Freundschaft und Gemeinschaft sterben und weihest uns zu Himaller Frommen, die durch dich zum Vater kommen. melserben. Hallelujah! Hallelujah! 4. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Dreieiniger, in Demuth dir. Es müsse jedes Land der Erden voll deiner Herrlichkeit werden. Wie selig, wie begnadigt ist ein Volk, deß Zuversicht du bist. Anbetungswürd'ger, deinem Namen sey ewig Ruhm und Ehre. Amen. Hallelujah! Hallelujah! 4. O heil'ger Geist, du Geist von Gott, erleuchte, beßre, tröste uns, die der Herr durch seinen Tod vom Sündendienst erlöste! Steh' du mit deiner Kraft uns bei, daß unser Herz dein Tempel sey und wir einst selig sterben. irod Mel. Wie schön leucht't uns 2c. 47. S allelujah, Lob, Preis und Ehr' sey unserm 3. Hallelujah, du Geist des Herrn, sey nie von unserm Geiste fern, mit Kraft ihn auszurüsten; du machst uns gläubig, weis und rein, hilfft uns getrost und siegreich seyn im Kampf mit unsern Lüsten. Leit' uns, stärk' uns, daß in Freude wie im Leide Gott ergeben, wir zu seiner Ehre leben. SEA kommt, wer an dich gläubt und in Versuchung treu dir bleibt, der soll, befreit vom Fluch) der Sünden, Erbarmung, Gnad' und Leben finden. Hallelujah! Hallelujah! Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. 21 m Mel. Es woll' uns Gott zc. da wurden, Herr, auch wir; wir 49. Gott, wir ehren deine leben und wir sterben dir! Hallelujah! sudo mse Macht, wir preisen dein Erbarmen, daß gnädig du an uns gedacht und Heil gesandt uns Armen: Du bist voll Gnade, wir voll Schuld, wir todt, du bist das Leben; hast dich nach deiner großen Huld zu eigen uns gegeben; o Abgrund aller Liebe! 2. Preis ihm! Er liebt von Ewigkeit! wird ein Mensch, stirbt in der Zeit. Erlöst, erlöst hast du uns dir; dir leben und dir sterben wir! Hallelujah! 2. Wir beten dich als Vater an, du liebest uns als Kinder, das hat dein Wort uns fund gethan zum Heil und Trost der 4. Sing', Psalter! FreudenSünder. Wie ist doch voller Lieb' thränen, fließt! Heilig, heilig, und Huld dein väterlich Gemü- heilig ist Gott, unser Gott! Jethe! Du bist voll Langmuth, hovah, dir, dir leben und dir sterübst Geduld, Erbarmen, Treu' ben wir! Hallelujah! und Güte; o Vaterherz voll Gnade! Jeignis 3. O Jesu, theurer Gottes3. Preis ihm! Er führt auf steiler Bahn, führt zum Himmel uns hinan. Geheiliget hast du uns dir; dir leben und dir sterben wir! Hallelujah! Itton and on VI ſohn! du Licht vom wahren Lich- 51. Wir glauben All' an Eite! Vor dir, dem nen Schöpfer denthron, wird Sünd' und Tod Himmels und der Erden, der sich zu nichte; du bist der Grund der Seligkeit, das Heil, darauf wir hoffen; dein Gnadenbrunn steht allezeit für unsre Seelen offen; du Urquell alles Segens! zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder werden; er will uns all'zeit ernähren, Leib und Seel' auch wohl bewahren, allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns widerfahren; er forget für uns, hüt't und wacht,:,: es steht Alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren; von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren, durch den heil' gen Geist im Glauben, für uns, die wir war'n verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod:,: wied'r auferstanden ist durch Gott. mist 4. O heil'ger Geist, du Geist von Gott! wehr' in uns dem Verderben, laß uns durch Christi Kreuzestod der Sünd' und Welt absterben! zerstöre du des Bösen Reich, schlag' seine Macht darnieder, damit wir Jesu Christo gleich und seines Leibes Glieder in Wahrheit seyn und bleiben. hisop Mel. Gelobet seyst du, Jesu Christ 2c. reis ihm! Er schuf und er erhält seine wundervolle Welt! Du sprachst, 1903 180 50. Pri In eigener Melodie. 22 g Preis der göttlichen Eigenschaften, 162 3. Wir glauben auch an heil'-| sein mächtiges Gebot uns erschuf gen Geist, Gott mit Vater und und uns erhält, der voll Weisdem Sohne, der aller Blöd'n ein heit, Güt' und Macht stets für Tröster heißt, uns mit Gaben Alles sorgt und wacht. zieret schöne, die ganze Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben. Hier all' Sünd' vergeben werden; das Fleisch soll uns wieder leben: nach diesem Elend ist bereit't:,: uns ein Le ben in Ewigkeit. 2. Wir glauben auch an Jes sum Christ, Gottes eingebornen Sohn, der Mensch für uns geworden ist und nun herrscht auf Gottes Thron; der, indem er litt und starb, Heil und Leben uns erwarb. An 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, dessen gnadenvolle Kraft an unserm Herzen sich erweist, 52. Wir glauben Allan Rath und Frost und Hülf uns Einen Gott, Herrn schafft. Gott, für Zeit und Ewigund Vater aller Welt, der durch keit fegne deine Christenheit! 4700 hlin ad In eigener Melodie. Hisinger 6 IV. Preis der göttlichen Eigenschaften. TO Mel. Komm, heiliger Geist 2c. droht. Kein Andrer konnte je dir 53. Allfeliger Gott, vor der Leben, du Lebensurquell, geben. Zeit war deine Macht und Herrlichkeit und wird in Ewigkeit bestehen, wenn Welten untergehen. Beseligt fühlet sich mein Geist, so oft er deinen Namen preist. Wie köstlich ist mir's, dir lobsingen, dir danken, Herr, dir Ehre bringen. Hallelujah!:,: Du bist durch dich; dein Daseyn ist ein Strom, der unversteglich fließt, die Fülle aller Seligkeiten in deine Welten zu verbreiten. Hallelujah!:,: 2. Groß ist dein Name, wunderbar, du, der da ist und der da war! Wer kann sich bis zu dir erheben, dein Antlig schaun und leben? Kein Bild ist, das dir, Höchster, gleicht, so weit auch deine Schöpfung reicht. Du bist ein Geist; nur Geister können dich fühlen und dich Vater nennen. Hallelujah!:,: das 3. Du bist's allein, Herr, dem kein Tod durch alle Ewigkeiten 4. Allwissender Gott, helles Licht umstrahlt dein göttlich) Angesicht! Du bist's, der Alles kennt und siehet; nichts ist, was dir entfliehet. In die Vergangenheit zurück schaust du mit sonnenhellem Blick; und was die Zukunft einst erfüllet, das liegt schon deinem Aug' enthüllet. Halleluja!:,: 5. Herr, was dein Wille uns gebeut, ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Nie kann dein weiser Rathschluß fehlen, das Beste stets zu wählen. So oft ich dir auf deiner Bahn von ferne nach Preis der göttlichen Eigenschaften. 23 feh', bet' ich an; und fromme und Trost und Hoffnung fehlt Zuversicht im Leiden erfüllt mein Herz mit sanften Freuden. Hallelujah!:,: mir nie. In Freude wie in Schmerz erfähret stets mein Herz deine Liebe. Ob Alles bricht: ich zage nicht, du bleibest meine Zuversicht. 6. O seliger Geist, führe du uns deinem Lichte wieder zu, die du nach deinem Bilde schufest, in Christo uns berufest! D, welche Seligkeit, welch Heil wird unser Aller Erb' und Theil, wenn wir im Sohn dich recht erkennen und gläubig unsern Vater nennen! Hallelujah!:,: 4. Bin ich gleich befleckt von Sünden, doch läsfest du mich Gnade finden durch den, in wel dem du uns liebst. Du willst aller Sünder Leben und haft uns deinen Sohn gegeben, mit dem du uns nun Alles giebst. Gott, mein erstaunter Geist freut deiner sich und preist- deine Liebe. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 54. Auf, erwacht, ihr heil: Dir ſoll allein mein Herz fich gen Triebe! Gelobt fey Gott, Gott ist die Liebe und wird es seyn in Ewigkeit. Owie soll ich Worte finden, den Ruhm weihn und dir in Liebe eigen seyn. sibed phrite mel. Sey Lob und Ehr' dem ic. der Liebe zu verkünden, die ewig 55. Der Herr ist Gett und ſegnet und feiner mehr! Froherfreut! Wer bin ich), lockt ihm, alle Frommen! Wer Herr, vor dir? Nur fühlen kann ich hier: du bist Liebe. Wie selig ist ihm gleich, wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen? Der ist, wer nie vergißt, daß du, Herr ist groß, sein Nam' ist Gott, die Liebe bist! o groß, er ist unendlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen. 2. Wundervoll sind deine Werke; ich sehe Weisheit, Macht und Stärke, und meine Seele beuget sich. Doch, wo Macht und Weisheit wohnen, da seh' ich auch die Liebe thronen, und voll Vertraun erheb' ich mich. Was ist, das mich noch schrect? Mein Glaubensblick entdeckt nichts als Liebe. Des Tages Pracht, die dunkle Nacht preist deiner Liebe Wundermacht. 2. Ihn trifft fein Wechsel flücht'ger Zeit in seines Himmels Höhen, und seine Größ' und Herrlichkeit wird ewiglich bestehen. Wir Menschen sind von gestern her; eh' Erd' und Himmel ward, war er, und ewig wird er bleiben. # 1 bdsm 3. Des Ew'gen Thron umgiebt ein Licht, das ihn vor uns ( 3. Freude strömet mir und Se- verhüllet. Ihn faffen alle Himgen mit jedem Morgen neu ent- mel nicht, die seine Kraft erfülgegen, du, Gott der Liebe, sendest let. Er bleibt derselbe immerfie. Trüben sich auch meine Ta- dar, verborgen und doch offenbar ge, so linderst du doch jede Plage in seiner Werke Wundern. Preis der göttlichen Eigenschaften. 4. Wo wären wir, wenn seine| hast du und willst gern mir's gez Kraft uns nicht gebildet hätte? ben. Ja, es kommt, was mir Er fennet Alles, was er schafft, frommt, was ich bin und habe, der Wesen große Kette. Bei ihm mir als deine Gabe. ist Weisheit und Verstand, und er umspannt mit seiner Hand die Erde sammt dem Himmel. 24 5. Ist er wohl Einem von uns fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht, Gedanken selbst entfliehn ihm nicht, er sieht sie schon von ferne. 6. Wer hält den Weltbau ohne dich? Wer schüßt ihn vor dem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über Alle. Du bist voll Freundlichkeit und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, Sist unser Gott und Vater. 7. Du Höchster, du allein bist gut, gerecht in deinen Wegen. Wohl dem, der deinen Willen thut, ihm nur folgt Heil und Segen! Du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, du Urquell aller Freuden. 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbetung, Preis und Ehre! Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? wer ist wie er, so herrlich, so vollfommen? 12. Wie von dir die Liebe stammt, womit Väter lieben, die in Mutterherzen flammt und die Brüder üben: so weckt auch nur dein Hauch all' die edlen Triebe treuer Freundesliebe. 3. Und in jede Seele, Gott, senkst du milde Güte, daß sie bei der Brüder Noth Hülf' und Ret tung biete. So verband deine Erden wohner. Hand alle Millionen, die auf 4. Und was wirst du denen nicht, Gott der Liebe, schenken, die sich voller Zuversicht ganz in dich versenken! deine Huld tilgt die Schuld, und mit ew'gen Freu den wird sie Christus weiden. 5. Wer in ihm dir wohlgefällt und dich Vater nennet, was der theure Nam' enthält, alles fühlt und kennet, den erhebt und belebt Glauben ohne Wanken stets zu Troftgedanken. 6. Ja, wie wird mein Herz erquickt, wenn ich dir nur klage, was mir fehlet, was mich drückt, jede Sorg' und Plage. Auch die Noth, die noch droht, zeigt sich gleich mir kleiner, denk' ich, Vater, deiner. 7. D, wer giebt, wie du, so viel, wer so überschwänglich Freuden ohne Maß und Ziel hier Mel. Straf' mich nicht in c. 56. Dir strebt meine Seele schon unvergänglich! Und entzu, mein Deimein Leben! Alles, was mir fehlt, nen, was wird dort erscheinen! Preis der göttlichen Eigenschaften. Mel. Liebster Jesu, wir xc. 57. G Geduld erzeigeft bu 58. Gott, Allweiser, wer bin ich, deine Weisuns Armen! Wir häufen täglich heit zu ergründen? Alle Himmel Schuld auf Schuld; du häufest rühmen dich, jeder Wurm kann dein Erbarmen. Was ist des dich verkünden; doch welch Auge Menschen Lebenslauf? Er ist kann erspähen Gottes Tiefen, verderbt von Jugend auf, sein Gottes Höhen! diru Gni Sinn ist dir entgegen: und doch, o Vater, suchst du ihn von seinen Sünden abzuziehn, zur Beff rung zu bewegen. 2. Deiner Welten weites All rühmt in ungemess'nem Kreise; aller Himmel Wiederhall jauchzt zurück: der Herr ist weise, und in seiner Weisheit Händen ruhn getrost der Himmel Enden. 2. Du willst die Menschen väterlich durch Wohlthun zu dir locken; der Menschen Elend jam3. Und der Mensch, der Ermert dich, selbst wenn sie sich ver- denstaub, will den Rathschluß stocken; zur Buße giebst du ihnen Gottes fichten? Er, des kleinsten Raum und läßt den unfrucht- Lüftchens Raub, wagt des Ew': baren Baum nicht ohne Pflegegen Weg zu richten? So dürft' stehen, du wartest sein, du suchest er sich je vergessen, Gott nach sei Frucht, und auch wenn du umsonst gesucht, läßt du ihn nicht vergehen. nem Maß zu messen? 4. Was dein Rath, o Herr, be3. Beweisest du so große Huld schleußt, wohl mir, kann kein selbst an den frechen Sündern: Thor verhindern. Walte fort um wie viel mehr trägst du Ge- und sey gepreist demuthsvoll von duld mit deinen schwachen Kin- deinen Kindern! Ob sie's oft dern; du warnest sie vor der Ge- nicht fassen mögen, dennoch all' fahr, reichst ihnen deine Hülfe dein Thun ist Segen. dar, vom Fall sich zu erheben; du lockest sie voll Freundlichkeit und bist, als Vater, stets bereit, in Christo zu vergeben. 5. Du führst mich dem Himmel zu, deinem Arm darf ich vertrauen. Ew'ge Weisheit, rede du! Auf dein Zeugniß kann ich bauen. Bleibst du heute mir verborgen, dich verklärt der nächste Morgen. Mel. Ein Lämmlein geht zc. etreuer Gott, wie viel 25 4. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott, unsre Herzen rühren; nie müsse deine Bater huld zur Sicherheit uns führen! Trag' uns erbarmend fernerhin; doch gieb uns auch dabei den Sinn, daß wir die Sünde haffen und uns noch in der Gnadenzeit den Reichthum deiner Gütigkeit jur Buße leiten lassen. 6. Einst erscheint mir sonnenhell, was hier Dunkel noch umhüllet, und an deinem ew'gen Quell wird des Geistes Durst gestillet. Jetzt verleihe mir, auf Erden weise durch dein Wort zu werden. Mi andmei 26 Preis der göttlichen Eigenschaften. In eigener Melodie. 59. Gott ist mein Lied! er ist de seyn. der Gott der Stärke; groß ist sein Nam' und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und spricht's, so sind und leben Welten. Und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. Indoesie und 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 8. Er kennt mein Flehn und jeden Wunsch der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu' und fehle, und eilt mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang' ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. Ehre, dein Lob in meinem Mun10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern faffen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag, und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott und Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? naguse so 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste 5. Was ist und war im Him- stillen, daß deine Hand mein Lemel, Erd' und Meere, das ken- ben hält? net Gott; und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er wirkt und schafft, was früh und spät ich thue; vor ihm verbirget keiner sich. 7. Er ist mir nal), wohin ich immer Meer, ob ich gen Himmel flöhe, so ift 60. Gott ist treu und alle Mel. Auferstehn, ja auferstehn ic. er allenthalben da. Morgen neu ist ſeine ew'ge Treu'. O daß ihm glühte mein Dank für seine Güte, tagtäglich neu wie seine Treu'! 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr send sein Loblied und sein Psalm. 15. Ist Gottmein Schuß, will Gott mein Retter werden, so frag' ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Truß! 2. Gott ist treu; er hält, was er verspricht; er läßt die Seinen nicht. In banger Stunde, tren seinem Segensbunde, eilt er herbei und macht uns frei. 3. Gott ist treu; und was er will und thut, ist immer recht und gut. Nie droht die Stimme des Herrn in Zorn und Grimme; Univ.- Bibl. Giessen Preis der göttlichen Eigenschaften. 27 nur Liebe spricht, d'rum beb' ich| Er tröstet nach dem Weinen und nicht. läßt aus trüber Nacht die Freu4. Gott ist treu; er forget vä- densterne scheinen. Der Trübfal terlich für sein Geschöpf, für mich. heft'ger Sturm geht auf sein Zum Heil der Seele lenkt er selbst Wort vorbei. Sey, Seele, nur Schwäch' und Fehle, daß seine getroft, Gott ist und bleibt getreu! Treu' vollkommen sey. 5. Gott ist und bleibt getreu. Er stillet dein Begehren; er will dein Glaubensgold in Trübfalsgluth bewähren. So nimm den Kreuzeskeld) von ihm ohn' alle Scheu! Der Lebensbecher folgt. Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist treu; uns stärket seine Macht und nimmt uns wohl in Acht. Und sinkt der Glaube uns leicht noch hier im Staube, er richtet auf und stärkt zum Lauf. -6. Gott ist treu. O süßes Gna- 497 denwort, sey du mein Fels und Hort! Ob Alles scheide, bleibst Mel. Werde munter, mein 2c. du doch meine Freude. Die Welt 62. Gott, vor dessen AngeRAM 20 fichte nur ein reiner vergeht, dies Wort besteht. Wandel gilt, ew'ges Licht, aus odeffen Lichte stets die reinste Mel. O Gott, du frommer Gott c. Wahrheit quillt! Heilig und ges recht bist du, und dein Wort ruft Allen zu: heilig und gerecht zu werden, sey auch unser Zweck auf 61. Gott ott ist und bleibt getreu. Er hört nicht auf zu lieben, pflegt er gleich oft und tief die Seinen zu betrüben. Erden. Er prüfet durch das Kreuz, wie 2. Heilig ist dein ganzes Werein der Glaube sey, wie stand- sen und kein Böses ist an dir. haft die Geduld. Gott ist und bleibt getreu. Ewig bist du so gewesen und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unsträflich, recht und gut, und mit deines Armes Stärke wirkst du stets vollkomm'ne Werke. 2. Gott ist und bleibt getreu. Er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. Er übt oft strenge Zucht und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt. Gott ist und bleibt getreu. 3. Gott ist und bleibt getreu. Erweiß, was wir vermögen, und nie wird er zu viel uns Schwachen auferlegen. Er macht sein gläubig Velk von allen Banden frei und rettet aus der Noth. Gott ist und bleibt getreu. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich seyn. Nie besteht vor dir der Sünder; denn du bist vollkommen rein. Nur der Fromme kann sich dein, Heiliger, in Demuth freun. Wer beharrt in ſeinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O so laß uns nicht verscher4. Gott ist und bleibt getreu. zen, was dein Rath uns zuge 28 Preis der göttlichen Eigenschaften. dacht! Schaff in uns, Herr, 4. Und stürzen Felsen sich in's reine Herzen, tödt' in uns der Thal, so daß von ihrem mächt'Sünde Macht; denn was sind gen Fall die Erde weit erzittert: wir, Gott, vor dir? wie so leicht, bleibt deiner Liebe Bund mit mir ach! fallen wir? Wer kann mer doch ewig unerschüttert. ken, wer kann zähten, Heiligster, wie oft wir fehlen? 5. Was flag' ich denn voll Traurigkeit, daß alle Güter diegehen? da du das Gut der Güter bist, das ewig wird bestehen. 5. Uns von Sünden zu erlöser Zeit schnell wie ein Hauch versen, gabst du deinen Sohn da hin; o so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn. Gieb uns, wie dein Wort verheißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. 6. Was ist's, daß meine Seele zagt, wenn mein Gewissen mich verklagt, daß ich an dir gesündigt? Bleibt ewig doch dein theures Wort, das Gnade mir verkündigt. 6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht. Unsers Wandels größte Zierde sey wahrhafte Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich; denn zu deinem Himmelreich willst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. 7. Was flag' ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch und wirst mich ewig lieben; hast selber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben. 8. Ja, ich bin Gottes, Gott ist mein und ewig, ewig wird er's seyn; nichts kann mich von ihm scheiden! Die Welt vergeht mit ihrer Lust; Gott bleibt mit seinen Freuden!. 63. Gott, wie du bist, Mel. In dich hab' ich geheffet 2c. ott, wie du bist, so warst du schon, noch ehe du von deinem Thron sprachst dein allmächtig ,, Werde", und riefest aus dem Nichts hervor den Himmel und die Erde. 64. He err, du erforschest mich; mein Ruhen und Bewegen ist besser dir als mir bewußt; du siehst es, wenn nicht mehr ist mit ihren Herrlich in meiner Brust sich, wie der feiten; wenn längst die Kämpfer nicht mehr hier um jene Krone streiten. 2. Du wirst auch bleiben, wie du bist, wenn längst die Erde Wellen Sturm, empörte Lüste regen. Schon eh' die Zunge ſpricht, ist dir mein Wort bekannt, und was ich denk' und thu', das steht in deiner Hand. 3. Wie du, so bleibet auch dein Wort und wird in Kraft sich fort und fort unwandelbar erhalten, wenn alle Welten, die du schufft, wie ein Gewand veralten. 2. O Allmacht, die kein Mensch auf Erden kann verstehen! Wo ist der Ort, der mich versteckt, den nicht alsbald dein Aug' entdeckt? In eigener Melodie. Eigenschaften. 29 Führ' ich gen Himmel auf zu den gestirnten Höhen: mein Gott, so bist du da; läg' ich im tiefsten Grund: auch dort thust du dich mir als Gott und Herrscher fund. 7. Wie aber? fehlt es dir vielleicht an Donnerschlägen, dem Sünder, der sich widersetzt und frevelnd dein Gebot verletzt, zut zeigen, daß du ihn bald in den 3. Könnt' ich den Himmels- Staub kannst legen? Und würde kreis, der Sonne gleich, durchfühner noch sein stolzer, frecher streichen bis dahin, wo sich ihre Sinn: bald wirft ihn deine Hand Gluth löscht in der letzten Mee- tief in den Abgrund hin. resfluth: so würde mich auch da dein starker Arm erreichen. Die Hülle finstrer Nacht deckt meine Sünden nicht; vor deiner Klar heit Glanz wird Finsterniß zum Licht. 8. Ich haff im rechten Ernst, die dich, den Höchsten, haffen und wenn ich seh', wie tropiglich sie sich empören wider dich, so kann ich faum den Zorn in seine Grenzen faffen. Schon lodert er empor, doch um Erbarmen fleht für sie sogleich zu dir mein brünstiges Gebet. Preis der göttlichen 4. Und, Herr, wie sollte dir verborgen seyn mein Leben, der du, el' ich das Licht geschaut, den Leib mir fünstlich haft gebaut und den lebend'gen Geist, der in ihm wirkt, gegeben; der du zuvor bestimmt, seit aller Ewigkeit, was mir begegnen soll im Laufe meiner Zeit? ojn 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; steh, ob ich noch in Heuchelei, ob ich auf bösem Wege sey, und hilf mir, daß ich rein vor dir dereinst erscheine. Weil aber hier mein Fuß gar leicht noch straucheln kann, so leite du mich selbst die schmale 5. So wunderbar bist du! dies muß mich überzeugen, daß ich mit Mel. unverfälschtem Sinn dir Himmelsbahn. Dank und Ehrfurcht schuldig met. Herzliebster Jesu zc. bin, da Erd' und Himmel nicht von deinen Kräften schweigen; so daß man eh' den Sand der Wüsten zählen kann, als was du, großer Gott, für Wunder auchzt unserm Gott mit freudigem Gemüthe! Er ist barmherzig und von großer Güte; er sorgt, daß uns haft gethan.basilid ni im Schutze seiner Gnade fein 65. I 6. Mein Herz ist dessen voll; und das ist mein Vergnügen, daß ich mit Ernst den ganzen Tag dein göttlich Thun betrachten mag und wie sich Alles muß nach deiner Ordnung fügen. Ja, wenn die Sinne sich vom Schlafe losgemacht: so merk' ich, daß ich auch im Traum an dich gedacht. Unfall schade. 2. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, läßt nicht die schweren Strafen uns empfinden, die wir durch Mißbrauch der empfang'nen Gaben verdienet haben. 3. So hoch und weit, wie seine Himmel reichen, so groß sind 30 Preis der göttlichen Eigenschaften. seiner Macht und Gnade Zeichen| dich nur leb' und athme ich, bei denen, die in heil'ger Furcht und deine Rechte schüßzet mich. ihn lieben und Gutes üben. 2. Des Herzens Tiefen kennest du, du prüfest meine Seele. Du siehest, was ich Gutes thu', du siehst auch, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn und nichts mich deiner Hand entziehn. 4. So ferne, wie der Abend steht vom Morgen, nimmt er hinweg der Seele Angst und Sorgen, und schenket nach der Sünde bittern Schmerzen Trost unserm Herzen. 5. Wie sich erbarmt ein Vater seiner Kinder, so gern erbarmt der Herr sich aller Sünder, wenn ste auf seine Gnadenstimme hören und sich bekehren. 6. Er schlägt und heilt, ver wundet, fäßt genesen; er weiß, 4. Du merkst es, wenn des der Mensch ist ein gebrechlich Herzens Rath verkehrte Wege Wesen, und das Geschöpf, gewählet; du kennest auch die böse nommen von der Erden, muß That, die sich der Welt verhehlet. Erde werden. Mit Ernst und Liebe strafft du mich zu meiner Bess'rung väterlich. 7. Wie Gras verwelkt, so müssen wir vergehen, wie Blumen, wenn die Stürme d'rüber wehen; und unsre Stätte wird nach wenig Stunden nicht mehr gefunden. 8. Von Ewigkeit zu Ewigkeit bewähret sich Gottes Huld an Jedem, der ihn ehret. leite du auch mich auf eb'nem Pfade, du Gott der Gnade! 3. Wenn ich in stiller Einsam feit mein Herz zu dir erhebe und über deine Huld erfreut, mich gänzlich dir ergebe, so hörst du es und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sey. 9. So werd' ich deinen Frieden hier genießen, mein Leben wird in Hoffnung froh verfließen, und dort werd' ich mit deiner Engel Chören dich ewig ehren. ents LE 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine; mit Vaterliebe zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und wägest meinen Schmerz und stärkst mit deinem Trost mein Herz. 6. Odrück, Allgegenwärtiger, dies tief in meine Seele, daß sie nur dich, mein Gott und Herr, zu ihrer Zuflucht wähle und stets dein heilig Auge schen', dir tren und dir gehorsam sey. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich mit Muth und Kraft, getrost vor dir zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich seyst, das tröst' und beff're 66. Nic bin Mel. Mach's mit mir, 2c.hr die bist du, Höchster, von uns fern, du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Händen. Durch meinen Geist. Preis der göttlichen Eigenschaften. of 31 dies Gebot erfülle, stell' ich sein In eigener Melodie. 67. Wie groß ist des All- Bildniß in mir her. Lebt ſeine mächt'gen Güte! Lieb' in meiner Seele, so treibt Ist der ein Mensch, den sie nicht sie mich zu jeder Pflicht; und ob rührt, der mit verhärtetem Ge- ich schon aus Schwachheit fehle, müthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, fey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht! herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn. Sie stärk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich in Noth und Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie be fieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Lang muth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Heil genie- 68. Wo find die Weiſen, die sen? Ist's nicht sein Arm, der Alles schafft? Mel. Die Tugend wird zc. mich lehren, wie undour 3. Blick', o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du geschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit um geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du haft ein Recht zu die sen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte ser Gott allwiffend ist? Wer kann mir den Verstand erklären, deß Wissen keine Grenz' umschließt? Wer schauet ihn von Angesichte, wenn er auch noch so hoch sich schwingt? Der Höchste wohnt in einem Lichte, zu dem fein sterblich Auge dringt. 2. Könnt' ich das Heer der Christus leiden, damit du könn- Sterne zählen, der Erde Staub, test selig seyn. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir in's Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über Alles lieben und meinen Nächsten, so wie mich. 5. Dies ist mein Dank; dies ist sein Wille, ich soll vollkommen seyn, wie er. So lang' ich den Sand am Meer, und die Gedanken aller Seelen von ihrem ersten Ursprung her: so wär' ich weiser, als auf Erden ein Mensch ist, als am Strom des Lichts vielleicht selbst Engel je mals werden, doch gegen Gott wüßt' ich noch nichts. his d 3. Nichts gegen ihn, der sie durchschauet, die Tiefe der Unendlichkeit, und alle Welten, die er bauet, die Zeiten und die Ewigkeit! O du, der Alles weiß und 32 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. nennet, was ist und werden soll| Gott kann mich finden, wie tief und war, wie bist du Jedem, der verborgen ich auch sey. Kein dich kennet, unendlich groß und Weltmeer kann vor ihm mich wunderbar! decken; kein falscher Schein be4. Ja, dich bewundern, dir trüget ihn; mir folgten seines vertrauen, ist meinem Geiste Luft Zornes Schrecken, fönnt' ich und Pflicht! Mit Ehrfurcht darf gleich aus der Welt entfliehn. ich nach dir schauen, doch dich 6. Wer kennt der Seele dunkle begreifen kann ich nicht. Gott, Tiefen? Wer darf dem eignen nach dem Licht, in dem du woh- Herzen traun? Allwissender, nest, forsch' ich mit heiliger Begier; du siehst es gnädig und be lohneft mit Weisheit meinen Durst nach dir. du wollst mich prüfen, du wolleft ganz mein Herz durchschaun! Erblickst du mich auf bösen Wegen, fo führe mich auf deine 5. Die Weisheit warnet mich Bahn, und laß mich einft am ver Sünden, vor Selbstbetrug Ziel den Segen der Frömmigund Heuchelei. Ich denke stets, feit von dir empfahn! hud Comp V. Von der Schöpfung, Erhaltung und 19 frale Regierung. dn Jollis duin md Mel. Sey Lob und Ehr' zc. Spur, wie in der Welten Ferne. 69. Dem Menschen glänzt, Das Leben schmückt ihr Unterricht, sie bringt ein hoffnungsreiches Licht auch in die Nacht der Leiden. o Gott, dein Licht in himmlischen Gedanken; er naht sich dir, ihn hemmen nicht der niedern Wesen Schranken. Hoch steht er über ihrem Heer; dein Ebenbild besigt nur er, Vernunft, die höchste Gabe. 4. Durch sie erkennt der Mensch das Band der reinen Bruderliebe, liebt nun ein größ'res Vaterland und fühlet höh're Triebe. Auch Muth verleiht sie uns und Kraft im Kampfe mit der Leidenschaft, lehrt uns nach Freiheit ringen. 2. Mit ihr empfing er auch von vir die Herrschaft dieser Erde und Sinn und Kraft, daß Alles hier durch ihn geordnet werde. Vernunft macht Müh' und Arbeit leicht; wohin das Auge nicht mehr reicht, das kann doch sie ergründen. 5. Allein dies Licht versank in Nacht, getrübt ward seine Klarheit; des Irrthums und der Sünde Macht hielt auf die Macht der Wahrheit, da lockt' uns falscher Weisheit Wahn hin auf der schnöden Lüfte Bahn, da herrschte 3. Sie führt vom Schauplaß der Natur zu dir uns über Sterne, zeigt uns im Kleinsten deine das Verderben. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 33 diuo une rank roce trag 6. Doch nun, in Jesu- rühmt| verlassen: Gott half mir gnädig es lautstieg uns das Wort aus der Noth. hernieder; von ihm belehrt, auf ihn erbaut, schau'n wir das Licht nun wieder. Wir haben Theil an seinem Geist, der dem Verder ben uns entreißt und uns zum Vater leitet. 9 3. Gott ist mit mir! Was kann mir schaden? Was kann die Welt mir Uebles thun? Wie gut ist's, aller Sorg' entladen, Herr, unter deinen Flügeln ruhn. Ich preise dich, Fels meiner Stärke, Gott, meine Zuflucht, mein Banier! Wenn ich auf deine Führung merke, wie weis und gut erscheint sie mir. 7. Dankdir, der uns so herrlich schuf, so gnädig uns erneuet! O folgten stets wir deinem Ruf und würden ganz befreiet! Gehorsam sey uns heil'ge Pflicht, daß wir durch Sinnentaumel nicht zurück in's Elend sinken. 8. Daß wir der Wahrheit Quell uns rein in Christi Lehr' erhalten, voll Wachsamkeit und Muthes seyn im Kampf mit Truggestalten! Nicht Unglaub' oder Heuchelei, nicht Aberglaub' und Schwärmerei soll je von dir uns scheiden.. 4. Du führtest mich auf dunfeln Wegen, verbargst vor mir dein Angesicht und famst mir doch mit Huld entgegen, warst in der Finsterniß mein Licht. Ihr güldnen Seile treuer Liebe, zieht mich zu meinem Schöpfer hin! Wie schäm' ich mich der niedern Triebe, der ich so hoch begnadigt bin! 5. Ich fliehe des Verächters Pfade, den eitle Weltlust ganz umstrickt; ich suche Gott und seine Guade, die mich so oft der Noth entrückt. Ich will bis zu der letzten Stunde mich meines Gottes dankbar freun; sein Lob soll stets in meinem Munde, sein Ruhm in meinem Herzen seyn. Mel. Die Tugend wird sc. 70. Der Herr ist gut! Ihr Himmel höret und jauchzt mir nach: der Herr ist gut! Er hat mein Leid in Lust verkehret; Gott ist's, der große Wunder thut. Wer zu ihm naht mit gläub'gem Beten, dem wendet er sich freundlich zu; wer auf ihn baut in seinen Nöthen, der Mel. O daß ich tausend 2c. 1f findet Rettung, Trost und Ruh. 71. Der Himmel Ruf er2. Ich sah den Himmel schwarz umzogen und bald umfing mich finstre Nacht. Hoch thürmten sich des Meeres Wogen, empört von wilder Stürme Macht. Wie konnt' ich Armer Hoffnung fas sen, da keine Hand mir Hülfe 2. Von einem Tag zum aubot? Ich war allein, doch nicht dern klinget laut ihr gedankenzählt und ehret des Höchsten Weisheit, Lieb' und Kraft; die ausgespannte Veste lehret: groß ist der Herr, der Alles schafft, und alle Welten weit und breit verkünden seine Herrlichkeit. C 34 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. volles Wort; von einer Nacht zur| tur dir aufgestellt. Verfündigt andern dringet ihr Zeugniß un- Weisheit und Ordnung und aufhaltsam fort; das Ohr hört Stärke dir nicht den Herrn, den nicht der Stimme Schall, das Herrn der Welt? Herz versteht sie überall. 3. Das Loblied aller Welten freise geht mächtig aus in jedes 4. Kannst du der Wesen unzählige Heere, den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch Land und macht, zu seines Na- wen ist Alles? O gieb ihm die mens Preise, ihn auch der fern- Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst sten Welt bekannt, und der Ge- du vertraun. stirne hehrer Lauf hebt unser Herz zu Gott hinauf. 5. Sein ist die Kraft, sein ist Himmel und Erde, mit seiner Rechten schützt er dich). Der Alles schuf durch sein mächtiges Werde, Gott bleibt dein Vater ewiglich. 6. Er ist dein Schöpfer, ist Weisheit und Güte, dein Schirm und Schild, dein Hort und Heil. Olieb' und ehr' ihn von ganzem Gemüthe, und nimm an seiner Gnade Theil! 1700 4. Sein Arm bereitete der Sonne hoch an dem Himmel ihr Gezelt; sie geht heraus mit Freud' und Wonne, läuft ihren Weg gleich wie ein Held; ihr Glanz zerstreut die finstre Nacht und strömt hernieder Licht und Pracht. voru 5. Wie deiner Sterne Heer dort oben verkündigt deines Na mens Ruhm, so soll auch unser Herz dich loben, voll Ehrfurcht in dem Heiligthum. Mehr noch, Mel. Alle Menschen müssen sc. id 1132 gierer, tönt der Wel als dich der Himmel preist, preift 73. Dir, dem weiſeften Redich durch Christum unser Geist. ten Preisgesang! Dir, du mei nes Lebens Führer, singt auch meine Seele Danf! Unter allen Millionen, die dein weites Reich bewohnen, siehst du huldreich auch auf mich, sorgest für mich väterlich. In eigener Melodie. 72. ie Himmel rühmen des Ewigen Ehre; ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere; vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und wärmt uns von ferne und läuft den Weg, gleich als ein Held. 3. Vernimm's und siehe die 3. Täglich warest du mir nahe, Wunder der Werke, so die Na- deine Weisheit lehrte mich; was 2. Auf der Menschheit hohe Stufe stellte, Herr, mich deine Hand, daß von deinem Guadenrufe ich den tiefen Sinn verstand. Aus unendlichem Erbarmen zogst du mich mit Vaterarmen in der Kindheit schon zu dir, gabst in Christo Alles mir. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 35 ich hörte, was ich sahe, zeigte 2. Wie groß ist Gottes Herrmir, o Vater, dich. Ja, du lichkeit! Allmächtig, sprach er: kamst mit neuem Segen jeden Himmel, seyd!" Zum Erdball Morgen mir entgegen; was der sprach er: ,, Werde!" Und gleich Seele heilsam war, bot dein Geist zum Preise seiner Macht, stand mir reichlich dar. Alles da voll Reiz und Pracht, der Himmel und die Erde. Schafsend sprach er's; da begonnen tausend Sonnen und erhellten ein unzählbar Heer von Welten. 4. Darum will ich dir mit Freuden dankbar und ergeben seyn, will auch unter Kreuz und Leiden dir ein Herz voll Demuth weihn. Dich, o Herr, dich laß ich walten, du wirst mich stets aufrecht halten; sende Freude, sende Schmerz: immer preiset dich mein Herz. 5. Herr, das höchste Gut im Leben ist und bleibt mir deine Huld; sie nur kann mir Freude geben und bedecken meine Schuld. Anders hab' ich kein Verlangen, als nur treu an dir zu hangen, fest mit dir vereint zu seyn, um mich deiner ganz zu freun. 6. O der seligen Verbindung, du in mir und ich in dir! Deiner Vaterhuld Empfindung werde täglich neu in mir; bis ich rein und ganz vollkommen dich einst schau' mit allen Frommen, dort, wo ich bin allezeit bei dir in der Herrlichkeit. 3. Wie sie so herrlich sind, so schön, einträchtig alle Gott erhöhn und seine Größe preisen: Wie sind sie alle Lob und Dank, Ein hoher jubelnder Gesang dem Gütigen, dem Weisen! Dabei sollt' ich fühllos schweigen, solcher Zeugen Loblied hören, und nicht Gottes Ruhm vermehren? 4. Für uns auch schuf der Herr die Welt, für uns auch hat er das Gezelt des Himmels ausgebrei tet. Dem Herrn gebührt auch. unser Preis; für uns hat er den Erdenkreis zum Wohnplatz zubereitet. Felder, Gärten, streuen Segen uns entgegen, Wald und Fluren zeigen seiner Güte Spuren. 74. F 5. Und immer scheint der Sonne Licht, und die Natur er müdet nicht, für uns sich schön zu Mel. Wie schön leucht't uns 2c. schmücken; sie beut der Freuden leug auf, mein Psalm, viele dar, bleibt herrlich stets und mein Lobgesang, An- wunderbar, mein Auge zu entbetung unserm Gott und Dank zücken. Gott läßt nimmer dieſe vor seinen Thron zu bringen! Er Werke seiner Stärke hier veralhört der Menschen Loblied gern, ten, bis er fommt, Gericht zu wenn höh're Geister auch dem halten. Herrn erhabne Psalmen singen. Darum sind auch mit den Hee ren, die ihn ehren, wir gerufen hin zu seines Thrones Stufen. 6. So hat mein Gott an mich gedacht, so hat mich seine Huld und Macht begnadigt und erhoben! Des Höchsten Lob sey meine € 2 more Regierung. 36 Von der Schöpfung, Erhaltung und Re STO Lust; strömt hin aus meiner vol len Brust, ihr Lieder, Gott zu loben! Seele, rühm' ihn, und es schalle von dem Halle deiner Lieder Gottes Erd' und Himmel wieder! trådl 6. Von dir, der dies an mir gethan, werd' ich auch Speis und Trank empfahn. Ist gleich mein Herz nicht frei von Schuld, doch trau' ich deiner Vaterhuld: der du des Segens Quelle bist, dre sid amir Imdu giebst auch mir, was heilsam Mel. Vater unser im Himmelr. 20. Hound 75. Hott, deine Güt und meulen Macht erhält, was lebt und webt in deiner Welt; und Aller Augen harren dein, du mögest sie mit Speif erfreun; und deine Hand, Herr, öffnet sich und sättigt Alles väterlich. 2. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil, noch immer mein bescheiden Theil; du schenktest mir voll Freundlichkeit mein täg- 76. ott, der an allen lich Brod zu jeder Zeit. Kein Va terherz, an Liebe reich, ist dir an Huld und Gnade gleich. Enden viel große Wunder thut, du bist's, in deffen Händen mein ganzes Schicksal ruht; für diese Prüfungszeit hast du, Herr meiner Tage, mein Glück und meine Plage bestimmt von Ewigkeit. 3. Ich weiß, Herr, deine Hand gewährt auch fünftig mir, was mich ernährt. Ich glaube feft, du thust mir wohl, so lang' ich hier noch leben soll, und giebst mir bis an meinen Tod ohn'Unterlaß mein täglich Brod. sines 4. Der Vogel bauet nicht das Land, du nährst ihn doch mit milder Hand. Du schmückst die Blume königlich, die keine Sorge kennt für sich. Wie sollt' ich sorgen spät und früh? Bin ich vor dir nicht mehr, als fie? 5. Mich schufst du nicht für diese Zeit, mein Ziel ist in der Ewigkeit. Mein Geist kann sich in dir erfreun und deinem Bilde ähnlich seyn. Dein heil'ger Sohn ward Mensch, wie wir, und einigt, Vater, uns mit dir. ist. 7. Verleih' mir nur Genügsam feit mit dem, was deine Hand mir beut. Die kleinste Gabe weck' in mir ein kindlich dankbar Herz zu dir, und lenke mich, du treuer Gott, hin zu dem ew'gen Lebensbrod! int 1( Did G Sched and ma im idisld dmr fil mods2 Mel. Aus meines Herzens 201 adott 2. Ch' ich das Licht erblickte und deine Huld verstand, da schon, o Gott, beglückte mich deine Vaterhand. Mein Lob ist zu gering, das Gute zu erheben, was ich in meinem Leben, o Herr, von dir empfing. 3. Drückt mich auf meinen Wegen gleich manche Last und Müh', so führt sie doch zum Segen und du erleichterst sie. Du bleibst erbarmungsvoll, willst liebreich deinen Kindern des Lebens Noth vermindern und förderst gern ihr Wohl. 4. Dies war in meinem Leben mir immer Trost und Licht, und Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 37 hat mir Kraft gegeben und frohe| Bau bleibt unversehret, und die Zuversicht. Wenn ich bekümmert Stadt des Herrn besteht. war, so seufzt' ich und war stille, und dann entriß dein Wille mich) immer der Gefahr. niy 8. Selbst der Feinde Troß und Mühe muß dir ebnen deinen Pfad; darum komm, o Herr, und ziehe ein in deine Gottesstadt. 5. Dein Name sey gepriesen, du Retter aus Gefahr, der sich an mir erwiesen so herrlich immerdar. Mit Freuden will ich dir des Dankes Opfer bringen und deiner Jasre Mel. Jesu, Jefu, meine Freude zc. 78. Gott der wird's wohl machen, dem ich alle Herzen für und für! sah Sachen allzeit heimgestellt. Er ( b 33 m2 dhe bir aisin Mel. Ringe recht, wenn 2c. 1980n hat mich erkoren, eh' ich war geboren an das Licht der Welt; hat 77. Gott der Macht, in dei nem Ruhme Keinem, als dir selbst bekannt; aus verborg'nem Heiligthume waltest 12 Gott der wird's wohl madu mit starker Hand. mir auch nach ſeinem Brauch), was vonnöthen, stets gegeben hier in diesem Leben. in dchen. Oftmals Freud' und La2. Sterne glänzen und erblin chen hat er mir bescheert, hat den, Berge wehst du weg wie mich nie vergessen, stets mir zuSpreu; Völker werden und ver- gemessen, was mich stärkt und schwinden; alles Fleisch vergeht nährt. Auch, wenn fast die Krenwie Heu. i no dzeslast seine Kinder hart gedrük3. Reiche schmetterst du zur fet, hat er mich erquicket.& Erde;. Königsstühle stürzen ein; Hirten russt du von der Heerde, Herrscher ihres Volks zu seyn. TH 3. Gott der wird's wohl machen. Laß die Wetter krachen und die Stürme wehn. Wenn mit großem Grausen alle Welten. brausen, will er bei dir stehn. Gott ist damit Hülfe nah'. Schlägt dich Unglück auch dar5. Was der Menschen Kunst nieder, Gott erhebt dich wieder. erhoben, ist auf leichten Sanda4. Gott der wird's wohl mangestellt: du gebeutst, es ist zer- chen Mächtig in dem Schwastoben, wie das Laub im Herbstechen ist er allezeit. Wem hat's je fällt. noniae monisd niet 4. Wenn du anfängst auszu gleichen, Herr, was kann vor dir bestehn? Alle Berge müssen wei chen, alle Thale sich erhöhn.. gefehlet, der zum Trost ihn wäh6. Aber wo auf Felsengründen let in dem größten Leid? D'rum, deines Tempels Mauer ruht, mein Herz, vergiß den Schmerz; droht von Fluthen und von Win- Alles steht in seinen Händen, den fruchtlos die vereinte Wuth. Gott kann Alles wenden, ut 7. Und ob Alles sich empöret, 5. Gott der wird's wohl ma ringsum Alles untergeht: dieser chen, gnädig bei dir wachen, will 38 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. dein Stündlein nahn. Wenn des Zuversicht mich stets auf dich Lebens Jahre enden an der Bah- verlassen? re, führt er himmelan. Festen Grund hat dieser Bund: Alle, die in Christo sterben, sind des Himmels Erben. 3. Du trägst mich Sünder mit Geduld, und tilgst aus Gnaden meine Schuld, weil ich an Christum glaube. Du giebst mir Theil an seinem Heil; wer ist, der mir es raube? m Mel. Nun danket Alle Gott zc. 79. Her err, ew'ger Gott! wie du, ist ewig deine Gnade, die unermüdet wacht ob deiner Frommen Pfade. Wie in der Mutter Arm das Kind vertrauend ruht, so sind wir, treuer Gott, in deiner sichern Hut. 2. Du, Herr, bist unser Schirm; wenn Angst uns will er chrecken, dann eilt dein starker Arm, uns gnädig zu bedecken. zu rechter Sache Schuß führst gel weichen. selber du den Krieg, zerstreust der Feinde Schaar und krönst dein Werk mit Sieg. 6. Ich fürchte nicht der Feinde Drohn, ich achte nicht der Spötter Hohn, nicht alles Leid der Erden. Von dir gelenft, muß, was mich fränkt, mir doch zum Segen werden. 103A par 3. Du bist die feste Burg, der Hort, dem wir vertrauen; der starke Felsengrund, auf den wir 7. Du willst mein ew'ges sicher bauen. Sey unsre Zuversicht und Zuflucht für und für: ob Erd' und Himmel weicht, doch halten wir an dir. Wohlergehn; einst werd' ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich dann ewiglich dort meine Seele weiden. mu 4. Du bist mein Leben, Trost und Licht, hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach dieser Erde niemals mich ein zeitlich Gut er Schätzen. Doch ohne dich kann gößen. 5. An dir hab' ich den besten Freund, der's immer treulich mit mir meint; wo find' ich deines Gleichen? Mit deiner Treu' stehst du mir bei, wenn Berg und HüMel. In dich hab' ich gehoffet zc. moin Mel. In dich hab' ich gehoffet sc. 80. dy freue mich, mein Gott, in dir. Du bist Sich freue mein Trost, und was kann mir 81.h weiß, daß all' mein bei deiner Liebe fehlen? Du, Herr, bist mein und ich bin dein; was mangelt meiner Seelen? Werk und Thun, o Gott, in deinem Willen ruhn, von dir kömmt Glück und Segen; was du regierst, das steht und geht auf rechten, guten We2. Du hast in Christo mich erwählt und deinen Kindern zugen. gezählt; wer kann die Gnade 1129 2. Es steht in feines Menschen faffen! Wie sollt' ich nicht voll Macht, daß Alles, was sein Rath Cleml Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 39 10 hadir bir tasarl bedacht, sich auch des Fortgangs| Zweck, mein bestes Theil sey deine freue; des Höchsten Rath macht Lieb' und Ehre. es allein, daß Menschenrath gedeihe. 10. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmög3. Oft denkt der Mensch in sei- lich däucht, und bring's zum gunem Muth, dies oder jenes sey ten Ende; was du selbst angeihm gut, und ist doch weit gefangen hast, vollbringen deine fehlet; oft sieht er auch für schäd- Hände. lich an, was Gott doch selbst gewählet. 4. Es fängt sein Werk wohl Mancher an so wohlbedächtig als er fann, und bringt's doch nicht zu Stande; erbaut ein Haus und festes Schloß, doch nur auf losem Sande. 11. Ist gleich der Anfang noch so schwer und scheint's, ich müsse durch ein Meer von bittern Sorgen gehen; so lehr' in meiner Schwachheit mich mit Inbrunst zu dir flehen. 12. Wer fleißig betet, dir vertraut, wird alle Noth, vor der ihm graut, mit tapferm Muth bezwingen; im schwersten Kampfe hilfst du ihm zuletzt den Sieg erringen. 13. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich in mir nicht selber find', hast du in voller G'nüge; so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 14. Dein soll seyn aller Ruhm und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang' ich leb', erzählen. 5. Wie Mancher ist in seinem Sinn schon über Berg' und Klippen hin, und eh' er sich's verstehet, liegt er darnieder, und sein Fuß hat sich umsonst bemühet. 6. D'rum, Vater, schenke mir das Licht, das stets von deinem Angesicht in fromme Seelen dringet, und sie durch deines Geistes Kraft zur rechten Weisheit bringet. 7. Gieb mir Verstand aus deinen Höh'n und laß mich nicht mit Troß bestehn auf meinen eignen Willen; sey du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu erfüllen. Werk von dir, so gieb mir Glück, ift's Menschenthun, 82. Mitat dir. Von Mel. Vom Himmel hoch sc. ein Auge Gott zu so treib's zurück und ändre du mein Sinnen; was du nicht wir fest, pflegt von selbst in Kurzem zu zerrinnen. deinem Throne hilf du mir. Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. 9. Gieb du mir ein, was recht und gut, damit ich nicht auf Fleisch und Blut bei meinem Wollen höre; mein höchster 2. Getrost, mein Herz, dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird! Der dich be 40 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. hütet, schlummert nicht; in Fin-| führt. Weil er ist bei Gott in sterniß ist er dein Licht. 2010 Gnaden, kann ihm keine Trübsal schaden, denn der treue Gott regiert. 5. Was für Angst in ihrem Herzen über ihres Kindes Schmerzen eine treue Mutter spürt: solches Mitleid, solch Erbarmen ist bei Gott; getrost, ihr Armen! denn der fromme Gott regiert. marron 9931FM 6. Nun so tritt, um fest zu stehen, auf des Glaubens Felsenhöhen: glaub' und lieb', wie sich's gebührt! so wird Alles wohl gelingen und du wirst mit Freuden singen, daß dein Herr und Gott regiert. e doim&' chi Mel. Alles ist an Gottes 2c. da to m lo did not 83. Meine Seele, laß Gott Mel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. der dich 3. Kein Uebel sey dir fürchternii lich, denn Gottes Rechte schüßet dich). Durch seine treue Vaterhand wird aller Schaden abgewandt. 4. Sein Schutz gewährt dir Sicherheit; sein Trost füllt dich mit Freudigkeit; er leitet dich auf ebner Bahn, und nimmt dich einst mit Ehren an. INUI 5. Herr, segne und behüte mich! Du bist mein Heil, ich hoff auf dich; dein Segen folg' aus dieser Zeit mir bis in jene Ewigkeit. kann und will erhalten, der die 84. Wenn ich, o Schöpfer, dich Seinen gnädig auch bisweilen plaget, trag' es gern, sey unverzaget, denn der große Gott regiert. deine die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für Alle wacht, anbetend überlege: so weiß ich, von Bewund'rung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater! 2. In des Himmels weiter Ferne schau das helle Heer der Sterne auf und ab von Gott geführt. Schau das Meer, empört von Winden, sieh' der Wogen Aufruhr schwinden, weil der höchste Gott regiert. 3. Sollte denn in Menschen dingen etwas seinen Lauf voll bringen anders, als der Herr es führt? Nein! fürwahr, es muß geschehen, was er für uns außersehen, denn der starke Gott regiert. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausge schmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? wer kleidet sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seis nen Lauf? wer heißt die Himmel regnen? wer schließt den Schooß der Erde auf, mit Gütern uns zu seguen? Du bist es, Gott der Herrlichkeit, und deine 4. Sterben, leben, weinen, freuen muß zum Besten dem gedeihen, den die Liebe Gottes po Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 41 Güte reicht so weit, so weit die| jauchzen ihre Lieder, daß ihre Wolfen gehen. nenen Brüder dem Untergange sind entflohn. HALD 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 4. In solcher Geister Chören dich ewig zu verehren, Gott, welche Seligkeit! Der wird sie einst empfinden, der frei vom Dienst der Sünden, sich ihnen gleich zu werden freut. 5. Der Mensch, ein Leib, den 5. D'rum laß mich schon auf Erden den Engeln ähnlich werdeine Hand so wunderbar bereiden, die selig vor dir stehn, datet; der Mensch, ein Geist, den mit ich ihnen gleiche in deinem sein Verstand dich zu erkennen Himmelreiche und dort dein 191019 HINO leitet; der Mensch, der Schö- Antlig möge sehn. pfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von dei ner Güt' und Größe. 6. Dann lehren sie mich droben, um würd'ger dich zu loben, des Himmels höhern Dank. In deinem Heiligthume wird dann zu deinem Ruhme der ganze Himmel ein Gesang, d me dy d sans 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, fey gepreist, und alle Welt sag': Amen! und alle Welt fürcht ihren Herrn Mel. Jehovah ist mein Licht zc. und hoff" auf ihn und dien ihm 86. Wie führst du doch ſo gern! Wer nicht bid ons nie dienen? munnsp( bim njim ng bid Mel. In allen meinen Thaten ic. so felig, Herr, die Deinen! Ja, selig führst du sie, doch wunderbar. Du kannst cs nieuns meinen; du mals böse mit 85. Mer zählt der Engel bist getren, dein Wort bleibt ewig Heere, die du zu wahr. deiner Ehre, Herr aller Welten, schufft? Sie freun sich, deinen Willen gehorsam zu erfüllen, zum Dienst bereit, wenn du sie rufft. Verschlungen oft, doch richtig ist der Pfad, auf dem du deine Kinder heißest gehn; wo unsre Augen nur Verwirrung sehn, da triumphirt zuletzt dein der weiser Rath. er ein aut 2. Sie eilen, in Gefahren den Frommen zu bewahren in seiner Pilgerzeit; sie freun an deinem Throne sich einst auch seiner Krone, wie ihrer eig'nen Seligkeit. 2. Du darfst dich nicht an solche Ordnung halten, wie uns Vernunft aus guter Meinung stellt. Dein Schwert kann jeden Knoten rasch zerspalten, und sanft wird er gelöst, wenn's dir gefällt. Die stärksten Bande trennt dein mächtig Wort. Was 1982 modem h 3. Bekehren sich die Sünder und werden deine Kinder durch Christum, deinen Sohn, dann noch p19 1 Gra 42 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. dir entgegen strebt, das sinket hin;| schweifen, so weist die Zucht uns ein Wink von dir bricht auch den wieder hin auf dich. So leitest härt'sten Sinn und ungehemmt du zuerst den Kinderschritt; dann geht stets dein Rathschluß fort. kommt die Zeit, wo du uns Größ'res schenkst, dich in das Herz als deine Wohnung senfft und uns der Weisheit Gaben theilest mit. 3. Was Menschenflugheit will zusammenfügen, zerstreust du weit umher in Ost und West; was unter's Joch die Starken wollen biegen, das stellest du zum Zeichen frei und fest. Du knüpfest, was die Welt zerreißt, in Kraft; bricht sie, du baust; baut sie, du reißest ein. Ihr hellster Glanz erbleicht zum matten Schein und Leben wird aus Todesgraun geschafft. 7. So gehst du mit uns nicht gemeine Wege; oft scheint es uns, als sey das Ziel verfehlt. Doch weißt du wohl, was sich im Herzen rege, und was uns frommt, wird stets von dir gewählt. Du hältst und trägst und greifest hülfreich zu, übst Vatertreu' und brauchst dein Vaterrecht, und so gelangt dein auserwählt Geschlecht zum Geist der Kindschaft und zur sel'gen Ruh. 8. Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, gieb mir die Klugheit, die mir noch ge bricht, die recht Natur von Gnade unterscheidet, das eigne Licht von deines Geistes Licht. Nie will ich dich zu meistern mich getraun; d'rum brich den Willen, der sich selber liebt, weck auf den Sinn, der ganz sich dir ergiebt und sich genügen läßt, dir nachzuschaun. 5. D Vater, sey von uns gebe nedeiet, der du uns aus dem Tod lebendig machst! Wenn uns dein 9. So ziehe mich hinein in deiGeist von oben Licht verleihet, nen Willen und führ' und hege dann sehn wir erst, wie wohl du selbst dein armes Kind! Den für uns wachst. Von je war un- Zweifel wird des Geistes Zeugniß fer Elend dir bekannt, der blöde stillen, sein Antrieb macht mich Sinn, das zagend troß'ge Herz, Christo gleich gesinnt. Mein ist und flar geschrieben stand es al- nun Alles, denn dein Sohn ist lerwärts, wie es mit schwachen mein! und mir zu dienen schämt Kindern sey bewandt. mon fein Engel sich; die Geister, mir 6. D'rum scheinst du bald uns verwandt, erwarten mich, und härter anzugreifen, bald fährst in das ew'ge Leben geh' ich ein. du wieder mit uns säuberlich. 10. Bis dahin stets von deiGelüftet uns, vom Wege abzu- nem Licht erquicket, bin ich schon 4. Wen unsre Meinung fromm und selig preiset, der ist oft längst aus deinem Buch gethan; wem Niemand Zeugniß giebt noch Ehr' erweiset, den führst du in der Stille himmelan. Der Pharisäer Tisch läßt Christus stehn und speiset mit den Sündern ohne Scheu. Wer weiß, was immer deine Absicht sey? Wer kann der Weisheit tiefsten Grund erspähn? Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 43 selig, weil dein Geist mich treibt;| Allen, und sättigst, was da lebt, weil jedes Herzens Anblick mich mit Freud' und Wohlgefallen. beglücket, das in der Treu' und Du giebst den Schwachen Kraft in der Liebe bleibt. Gott, du mein und den Belad'nen Ruh', und Alles, fülle ganz mein Herz! deckest unsre Schuld um Christi Ist's möglich, daß noch etwas willen zu. den betrübt, der dich allein und in dir Alles liebt? Nein, Freudenquell! auf ewig weicht der Schmerz. 6. Was frag'ich außer dir nach allem Glück der Erde, wenn ich nur deiner Huld, o Gott, gewürdigt werde? Wie sanft ist dein Befehl: ,, Gieb mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen 19Mel. Nun danket Alle Gott sc. 87. Wie herrlich ist, o Gott, Weg; ich bin dein Schild und in Landen! Die Himmel und ihr Heer sind durch dein Wort ent- Mel. Freu dich sehr, o meine sc. ſtanden. Du ſprichst, und es ge= 88. Munderbar ist Gottes schieht; du, so steht's da. Auch mich riefst du an's Licht und bist mit Huld mir nah. wunderbarlich ist sein Rath; doch ist herrlich sein Erquicken, dies erweist zuletzt die That. Die er liebt, betrübt er auch; dieses ist sein alter Brauch; laß dein Herz nur nimmer wanken, du wirst ihm dereinst noch danken. 2. Sieh' auf deine vor'gen Tage, sieh', was dich dein Leben lehrt: wie so manche Noth und Plage hat dein Gott in Heil verfehrt. In der dunklen Kreuzesnacht hast du oft voll Angst gedacht: ich muß hülflos untergehen; doch ließ Gott dich Rettung sehen. 2. Du bist der Gott der Kraft, dich preisen Erd' und Meere. Die Himmel ohne Zahl verkün den deine Ehre. Auch ich erhebe dich; mein Heil kommt nur von dir; du hörest auf mein Flehn und sendest Hülfe mir. 3. Schau ich die Himmel an, die du, Herr, ausgebreitet, der Sonne Glanz und Pracht, den Mond, den du bereitet: was ist der Mensch vor dir, daß du, Herr, sein gedenkst und ohne Unterlaß uns Heil und Segen schenkst? 4. Bald theilst du Glück mir zu, bald Leiden, die mich üben, und meiner Tage Zahl ist in dein Buch geschrieben. Du dachtest gnädig mein, eh' ich in's Leben kam; sahst mich, eh' diese Welt noch ihren Ursprung nahm. 5. Was Leib und Seel' er quickt, das schenkst du gnädig 3. Höre, was dir Gott versprochen, was dir zugesagt sein Mund; nie hat er sein Wort gebrochen, fest bleibt seiner Gnade Bund. Erd' und Himmel wird vergehn: Gottes Wort bleibt ewig stehn; darauf kannst du voll Vertrauen, als auf einen Felsen bauen. OR THE 44 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 4. Hält es Gott dir gleich ver-| kann deine Huld genießen. Vaborgen, wann und wie er helter! Vater! ja, dein Wille reicht fen will: mach' dir darum keine Sorgen, sey in deinem Gott nur still. Er will prüfen, ob auch fest sich dein Herz auf ihn verläßt, ob du seinen Sinn wohl kennest und ihn findlich Vater nennest. 5. Ja, mein Gott, dich laß ich walten, dich, der du mein Va ter bist; deine Huld wird mich erhalten, mir verleihn, was heilsam ist. Stärke meine Zuversicht, daß ich hoff' und zweifle nicht: wunderbar wirst du's noch schit ken, um mich herrlich zu erquicken. andro 88 STIAH Mel. Wie schön leucht't uns 2c. $ 179011 grenzenlose Huld vergiebt den und Neuigen die Schuld und stärkt sie dann auf's Neue. Vater! Vater! dein Erbarmen mit uns Armen ist unendlich; wären wir nur stets erkenntlich! sic 6. Und geb' ich dir mein ganzes Herz, so wird einst über jeden Schmerz mich deine Gnad' erheben. Bald ist das Erdenthal durchreist, verherrlicht schwingt sich dann mein Geist empor zum höhern Leben. Vater! Vater! welch Entzücken, zu erblicken, was den Deinen dort wird ohne Hüll' erscheinen! 7. Daß solches Lob mein Herz dir bringt und solche Hoffnung mich durchdringt, das dank' ich deinem Sohne. Dein holder Vaternam' ertönt, seitdem er uns mit dir versöhnt, bei uns wie dort am Throne. Dort ja werden ewig schallen, nie verhallen unsre Chöre, dir und deinem Sohn zur Ehre. and thinp Shtyp Du dir schwingt sich 89.3" mein Geist empor, o Schöpfer, den im Jubelchor die höhern Geister loben! Auch mich hast du hervorgebracht, auch uns hat deine Huld und Macht gleich ihnen hoch erhoben. Vater! Vater! so dich nennen, so dich kennen und erheben, was kann höh're Würde geben? 2. Mein Leben ist in dieser Zeit die Reise nur zur Ewigkeit auf prüfungsvollen Wegen; doch weißt du wohl, wie schwach wir sind, und führst auch mich, dein schwaches Kind, dem Ziele mild entgegen. Vater! Vater! Alles leitest und bereitest du mit Liebe; o daß ich dir folgsam bliebe! die Fülle guter Gaben hier schon reichlich, uns zu laben. 4. Zwar ist es deiner Weisheit Brauch, dem Kelch der Erdenfreuden auch oft Bitt'res beizumischen. Doch ist die. Trauers stunde da, so ist uns auch dein Beistand nal), die Seele zu erfris schen. Vater! Vater! mein Gemüthe soll die Güte nie vergessen, die sich nimmer läßt ermessen. 5. Auch wenn mich Trug der Welt verwirrt und sich mein Herz von dir verirrt: doch übst du Vatertreue. Denn deine 3. Bewundernd seh' ich überall des Segens Quellen ohne Zahl in deiner Welt mir fließen. Da strömen tausend Freuden hin für meinen Geist, und jeder Sinn Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. atsit nd nenniu VI. Von Christo dem Erlöser im dibinle yollow sin Allgemeinen. uu ud fidel is nog nisd dod minom no 45 ndi boll mi Streben, wenn es das Ziel vergißt? Wer führt durch Tod zum 90. Ah, mein Herr Jefu, Leben? Der Weg heißt Jefus dein Naheseyn bringt großen Frieden in's Herz hinein, und dein Gnadenanblick macht uns so selig, daß Leib und Seele darüber fröhlich und dankbar wird. 792. Wir schaun dein freundliches Angesicht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht; aber unfre Seele kann dich gewahren, du kannst ihr fühlbar dich offenbaren, auch ungesehn. uspons In eigener Melodie. Und: Nun bitten wir den heil'gen Geist ic. und unsern Seelen als Freund begegnen, ist deine Lust. 5. Ach gieb an deinem köftlichen Heil uns alle Tage reichlichen Theil, und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Noth und Liebe nach dir zu blicken ohn' Unterlaß. Christ.si and disl 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht. Durch wen wird unsern Seelen ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, die Alles uns erhellt, denn Christus ist die Wahrheit, er ist das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier schon Freuden, die Niemand rauben fann? Wer zeiget uns im Leiden den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, wer giebt dem Herzen Nuh'? Heil! Christus ist das Leben, führt uns dem Vater zu. 3. Dwer nur immer bei Tag und Nacht dein sich zu freuen recht wär' bedacht, der hätt' ohne Ende von Glück zu sagen und seine Seele müßt immer fragen: wer ist wie du? 4. Barmherzig, gnädig, geduli Mel. Mit nach, spricht ic. dig seyn, uns stets voll Langmuth die Schuld verzeihn, heilen, ftil- 92. Du Urbild aller Frömmigkeit, Herr, wer kann dich erreichen? Mit dir, der ganz sich Gott geweiht, ist Keiner zu vergleichen. Auf deinem Wandel, frei von Schuld, ruht, Jesu, deines Vaters Huld. 2. Wer lebte treuer wohl, als Willen? du, für Gottes heil'gen Das war dein Ruhm und deine Ruh', ihn freudig zu erfüllen. Nicht Ehr' und Herrschaft war dein Ziel, du suchtest nur, was Gott gefiel. 3. Wenn irgendwo sein Wort geschah, quoll Freud' aus deinem 91. A118 Mel. Valet will ich dir geben sc. us irdischem Getümmel, wo nichts das Herz erquickt, wer zeigt den Weg zum Himmel, wohin die Hoff nung blickt? Wer leitet unser Herzen; wenn Irrende dein 46 Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. Auge sah, empfandst du tiefe Gott die Welt geliebt, uns ſeiSchmerzen. So hing an Gott nen Sohn zu schenken! dein ganzer und ſahſt du nur auf ihn. immer 2. Gedanke voller Majestät, umringt von Finsternissen, hoch über die Vernunft erhöht, stiast du doch mein Gewissen. 4. Ihn priesest du durch Wort und That vor aller Welt mit Freuden; du warst bereit, nach Rath leiden, so daß, wie Gott die Liebe ist, du seines Wesens Abglanz bist. 4. So kann ich auch nicht Got5. Du zeigtest, daß des Frommen Noth ihn nie zum Bösen tes Rath von Jesu Tod ergrünreize; du warst gehorsam bis den, allein das Göttliche der zum Tod, ja bis zum Tod am That, das kann mein Herz emKreuze. Stets blieb Gott deine| pfinden. Zuversicht und dein Vertrauen wanfte nicht. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ der Sünder Schuld getragen, daß er mein Gott und Heiland ist, so werd' ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn, so werd' ich irren müssen und, wer Gott ist und was ich bin und werden soll, nicht wissen. 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein Spötter rauben, ich fühle seine Göttlichfeit und halte fest am Glauben. 6. Auch als du riefft: mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verlassen! auch da wußt' unter bitterm Spott dein Herz sich doch zu fassen; und was du hofftest, ist geschehn, Gott ließ dich seine Hülfe sehn. 7. Nun hat dich Gott, dein Gott erhöht, ein Nam' ist dir gegeben, der über alle Namen geht, voll Kraft und Heil und Leben. Durch alle Himmel tönt dein Ruhm, die Herrschaft ist dein Eigenthum. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründoch kann ich der Licht und ihre Kraft empfinden. 8. Dort wird einst ewig bei dir seyn, wer dir ist nachgewandelt; zu deiner Freude gehen ein, die hier wie du gehandelt. O laßt uns Gottes Willen thun und ganz in seiner Fügung ruhn. Mel. 8. Des Welterlösers Eigenthum, durch ihn des Himmels Erbe, dies bin ich, und das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Er hat mir seinen Geist gesandt, im Glauben mich zu stärs fen, und bildet mich durch seine Hand zu allen guten Werken. Ich dank dir schon sc. edanke, der uns Le 93. 10. So lang' ich seinen Willen gern mit reinem Herzen thue, fo ben giebt, wer kann fühl ich eine Kraft des Herrn dich ganz durchdenken: also hat und schmecke Fried' und Ruhe. Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 47 11. Und wenn mich meine treibe nun, daß gern sie meinen ich um Willen thun. Sünde fränkt und ich zum Willen thun. Kreuze trete, so weiß ich, daß er mein gedenkt und thut, warum ich bete. 5. So fandte Gott von seinem Thron den eignen eingebornen Sohn; der Vater thut durch Christi Mund sein Wort und seine Liebe fund. 6. Des Sohnes Ruf ist: Menschen, hört, was cuch der Gott der Liebe lehrt, liebt den, der euch zuvor geliebt und euch den Sohn zum Heiland giebt. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt und ich ihn schauen werde, daß er mich einst zu sich erhebt vom Staube dieser Erde. 13. Erfüll' mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich alle zeit treu vor der Welt bekenne. 14. Soll ich dereinst noch würdig seyn, für dich hier Schmach zu leiden, so müsse mich nicht Schmach noch Pein von deiner Liebe scheiden. 15. Hat Gottuns seinen Sohn geschenkt, will ich noch sterbend denken, wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht Alles schenken! on 7. Mit meiner Liebe liebet euch. Ihr seyd durch mich einander gleich, und weiht die neuen Kräfte gern dem Reiche Gottes, eures Herrn. 3. Da sprach voll Huld des Vaters Mund: Gestiftet werd' ein neuer Bund, fein todter Buchstab' auf dem Stein, die Liebe schreib' in's Herz ihn ein. 4. Dann herrscht mein Zepter 4 väterlich, sie sind mein Volk, ihr Gott bin ich, die Liebe lehr' und 8. Gott, der du selbst die Liebe bist, die keines Menschen Sinn ermißt, gieß aus den Geist der Liebe nun, daß Alle deinen Willen thun. 110 390 HOROD Mel. Wachet auf, ruft uns ic. Mel. Herr Gott, dich loben Alle sc. 94. G ott wollte nicht des 95. Heilger Jefu, Heilgungsquelle, Sünders Tod, gab strahlt dein Glanz so rein und ihm sein Wort und sein Gebot, helle, wie leuchtet deine Heiligthat ernstlich seinen Willen fund, feit! Aller Glanz der Seraphirief Israel in seinen Bund. nen, die Heiligkeit der Cherubinen ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir; er grub's in Felsentafeln ein; o bilde mich nach dir, du mein doch auch des Volkes Herz blieb Alles! Jesu, hilf du auch mir Stein. dazu, daß ich auch heilig sey, wie du! 2. Im Donner bebte Sinai, als sein Gesetz der Herr verlieh; 2. Frommer Jesu, dessen Leben dem Willen Gottes ganz ergeben, der bis zum Tod gehorsam war: lehr' auch mich des Vaters Willen still und ergeben. zu erfüllen, ihm zu gehorchen immerdar. Mach' dir mich gleich 48 Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. gesinnt, wie ein gehorsam Kind, Thron umgeben, nicht Arglift | fromm und stille. Jesu, hilf noch Gewalt, nicht Freud' und du auch mir dazu, daß ich sey fromm und still, wie du! Leiden von Gott mich scheiden. 3. Güt'ger Jesu, o wie milde, wie ähnlich deines Vaters Bil2. Der Ew'ge, der hoch über Sonnen thronet, hat, uns zum Heil, auch nicht des Sohns verihn hinges de, wie freundlich warest du ge- schonet; er hat aus Huld, damit finnt! Deiner Güte Glanz scheint Allen; du richteft freund lich auf, die fallen, du sucheft, die verloren sind. O neig' auch meinen Sinn zur wahren Liebe hin, die nicht wanket! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich auch gütig sey, wie du! 4. Sanfter Jesu, wie geduldig trugst du die Schmach und littst unschuldig, und sprachst kein Wort der Drohung aus! Wer kann deine Sanftmuth messen, bei der du dennoch nie vergeffen den Eifer für des Vaters Haus! Herr, mach' vom Zorn mich frei! Gieb Sanftmuth und verleih' frommen Eifer! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich fanftmüthig sey, wie du! wir konnten leben, 3019 16plo 30min geben. 3. Wie sollt' er uns mit ihm nicht Alles schenken, wenn wir in seine Gnad' uns nur versenfen? Ja, Alles schenkt aus ewigem Erbarmen der Herr uns Armen! pid JILD Mel. Herzliebster Jesu zc. 100507 175 ch bin gewiß, daß we96. 3d der Tod noch Leben, nicht Engel, die des Höchsten HAUL HO 4. So knieet denn, ihr theu'r erlösten Brüder, voll heißen Dants vor seinem Throne nieder, bereit und freudig, ihm das ganze Leben zum Dienst zu geben! 5. Wir preisen dich, o Gott, der uns Verlor'nen herabgesandt hat seinen Eingebor'nen, und bringen dankbar dir aus reinem Triebe ein Herz voll Liebe. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 5. Jeſu, du mein Heil und 97. Jeſus nimmt die Sün du wollest die Kraft mir geben, zu werden deinem Vorbild gleich! Gieb, daß mich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig sey zu deinem Reich. Ach zeuch mich ganz zu dir und lebe selbst in mir, treuer Hei land! Jesu, hilf du auch mir das zu, daß ich bei dir einst finde Ruh'! der an! Saget doch dies Trostwort Allen, die fern von der rechten Bahn aufverkehrten Wegen wallen. Hier ist, der sie retten fann: Jeſus nimmt die Sünder an. 810 2. Keiner Gnade sind wir Julen Coo werth, doch er beut in seinem Worte, was ein reuig Herz begehrt; offen steht die Gnadenpforte, Allen ist sie aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verlore: ist, führet es der treue Hirte, Jesus, der uns nie vergißt, suchet Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 49 treulich das Verirrte, daß es| bracht! Des ew'gen Todes Kette nicht verderben kann. nimmt die Sünder an. Jesus brach, bestegt war seine Macht. 4. Die Stimme schallt; schon wird die Welt von ihrem Ruf erfüllt, und jeder Gößentempel fällt und jedes Gößenbild. 4. Kommet Alle, fommt her zu, kommet, ihr betrübten Sünder! Er verheißt der Seele Ruh', macht aus Sündern Gottes Kin- 5. Die Stimme des Erlösers der. Ungefäumt laßt uns ihm tönt: der Sünder horcht und nahn! Jesus nimmt die Sün- bebt; er hört, er sey mit Gott der an. sed verſöhnt, er staunt und glaubt und lebt. and med and 5. Jch Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden! Eins ist, was mich trösten kann: Jefus nimmt die Sünder an. 6. Dercinst, wenn dieſe Stimme ruft, gehorchen Erd' und Meer und es erhebt sich aus der Gruft der Todten großes Heer.in 7. Die Stimme Christi spricht 6. Mein Gewissen zaget nicht; alsdann: Ihr Frevler, weicht von wer will mich vor Gott verkla- mir! Ihr Frommen, euch sey gen? Der mir einst das Urtheil aufgethan des Paradieses Thür! spricht, hat auch meine Schuld 8. Die Stimme Jesu Christi getragen, daß mich nichts ver- schallt durch Erd' und Himmel dammen kann. Jesus nimmt fort. Sie wirkt mit Gottes Alldie Sünder and mobile gewalt: o, merfet auf sein 397. Jesus nimmt die Sünder Wort! m an. Mich auch hat er angenommen, mir den Himmel aufge- Mel. Vater unser im Himmelr. sc. than, felig werd' ich zu ihm kom- 99. ein Lehrer ist dir, men. wie Bahn: Jesus nimmt die Sünder an. di du an Lieb' und Weisheit reich; du, ein Prophet in Wort und That, verkündigst uns des Ew'gen Rath; du bist gefalbt von Gottes Hand, der dich vom od aut Mel. Lobt Gott, ihr Christen sc. 98.hr Völker, höret laut zu euch erschallt; es geht 2. Du wiesest uns die wahre durch alle Zeiten fort und wirkt Spur zu Gott, dem Schöpfer mit Allgewält. der Natur; du hast den rechten 2. Die Stimme Jesu rufet Weg gezeigt, auf dem der Geist euch, die ihr mühselig seyd, sie zum Himmel steigt. Was du ladet ein zu seinem Reich, sie vom Vater selbst gehört, das hast tröstet, stärkt, erfreut. du unverfälscht gelehrt. 3. Die Stimme Jesu Christi sprach am Kreuz: Es ist voll 3. Du bist das wahre Licht der Welt. So hat Gott selbst dich darD 50 Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. gestellt; so haben dich bekannt du magst dein Werk vollenden, gemacht die Wunder, die du haft und auf wunderbaren Wegen vollbracht. Du hast besiegelt führst du uns dem Ziel entgegen. durch den Tod, was du gelehret, sey von Gott. 4. Nachdem du eingegangen bist, wo aller Weisheit Urquell ist, machst du durch deiner Boten Mund noch jetzt dein Heil den Menschen kund; du bist es, Herr, von dem das Amt, das die Versöhnung predigt, stammt. 3. Größ're Wunder sieht man glänzen min des Gnadenreiches Grenzen. Wer vermag sie wohl zu zählen, die von dir erlösten Seelen, die das Wort aus deinem Munde heiligt in dem Gnadenbunde, die gern Alles für dich lassen und, wie du, die Sünde haffen? amp 5. Noch immer hilfst du deinem Wort in seinen Siegen mächtig fort; du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen heil'gen Geist, durch den du Kraft zum Glauben schenkst und unser Herz zum Guten lentst.did 16. O sende deinen Geist auch 5. Herr, in allen diesen Reimir, daß er mich zu der Wahr- chen! dir ist Niemand zu verheit führ', daß ich, von Eigen gleichen an dem Ueberfluß der dünkel frei, nur deinem Wort Schäße, an der Ordnung der gehorsam sey! Du, Sohn des Gefeße, an der Dauer der Regies Höchsten, sollst allein mein Lehrung, an der Weisheit in der Füh rer und mein Meister seyn! 4. In dem Reiche deiner Ehre dienen dir des Himmels Heere; durch frohlockende Gesänge preiset dich der Sel'gen Menge, die dort in des Himmels Auen dein verklärtes Äntlig schauen und dich unermüdet loben, der zum Himmel sie erhoben. tod dizg rung, an den Siegen über Feinde, an Beseligung der Freunde. HR Mel. Schmücke dich, o liebe Seele zc. 6. Herrsch auch, Herr, in mei100. König, dem kein Kö- nem Herzen, überwinde Furcht nig gleichet, vor und Schmerzen, steh' mir bei, dem jeder Glanz erbleichet, du, wenn ich muß kämpfen, hilf mir des Vaters Eingebor'ner und alles Böse dämpfen, lehre mich zum Herrschen Auserfor'ner, der dich recht zu lieben, freudig dein zu eigen uns erworben, da du Gebot zu üben, daß ich mit dir bist für uns gestorben, der nun muthig streite und einst herrsche ewig triumphiret und des Rei- dir zur Seite. e sim ches Zepter führet! 2. Himmel, Erde, Luft und Mel. Preis, Lob, Ghr', Ruhm ic. Meere sind, o Herr, voll deiner Chre; über 101. Domm, beuge dich, mein Herz und herrschen deine Machtgebote; Al- Sinn, vor Christi Throne tief les steht in deinen Händen, daß darnieder. Zu seinen Füßen sinte @ Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 51 hin, und bring' ihm deines Dan-| 7. So nimm dafür zum Opfer kes Lieder. Erkenne, wie du selbst aus dir nichts bist, wie Gott allein in dir nur Alles ist. gas 107007 hin uns selbst mit Allem, was wir haben; nimm Leib und Seel', nimm Herz und Sinn zum Ei2. Wo wär' in dir ein Funke genthum, statt andrer Gaben. Kraft, wenn du sie nicht erlangt Bereite selbst dir aus der Schwavon oben? Wer hat dir Schußchen Mund ein würdig Lob; mach' und Ruh' geschafft vor deiner deinen Namen kund. Feinde Lift und Toben? Werbänd 8. Hierzu gieb Einen Sinn digte des Bösen finstre Macht? und Muth; halt' deine Gläub'gen Wer hat der Wahrheit Glanz fest zusammen, daß unser Herz an's Licht gebracht? nchise von heil'ger Gluth entbrenn' in deiner Liebe Flammen. Zu deinem Thron steigt unser Dank empor, bis würd'ger er erschallt im höhern Chor. 3. Wer hat dich aus der Noth befreit, dein Leben der Gefahr entriffen? Wer frönt dich mit Barmherzigkeit? Wer läßt dich seine Rechte wissen? Ist er es nicht, der unerschöpfte Quell, Buil der täglich noch uns zuströmt 102. Rob, Ehre, Preis und rein und mind Dank o 4. Ja, deine Hand hat uns gefaßt und über all' Verdienst und Hoffen hinweggethan der Sünden Last, daß nun der Himmel uns steht offen! Du machst das Herz von Furcht und Zweifel leer und sel'ger Friede wal tet um uns her. en 5. Was zwischen uns sich drängen will, hat deine Kraft gar bald vernichtet; du hältst den Tempel rein und still, den du dir felbst in uns errichtet. Ja, fest bestehet deine Herrlichkeit, die dir in uns der Vater hat geweiht. 6. Du überschüttest uns mit Lieb' und reinigst Herzen, Mund und Sinnen, daß wir aus dei nes Geistes Trieb dich) immer lieber noch gewinnen. Du drückst dem Geist der Reinheit Siegel auf, daß unbefleckt wir enden unsern Lauf. woimaad, do Dip Mel. Ein Lämmlein geht ac. Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für, wer kann dich g'nug erheben? Eh' noch die Welt war, warst du schon, groß, herrlich und des Höchsten Sohn, ein Erbe seiner Ehre. Dein ist das Reich, die Herrlichkeit, und du beherrschest weit und breit der Kreaturen Heere. sing 2. Dein sind sie, denn durch wessen Kraft ward Himmel, Meer und Erde? Wer hat das Leben uns verschafft? Wer sprach) zum Engel: werde! Du bist das Wort, durch welches Gott der ganzen Welt zu seyn gebot, du bist's, der Alles träget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd' und Himmel in sich schließt und was im Meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu Gut in diese Welt gekommen, und haft selbst unser Fleisch und D2 52 Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. Blut freiwillig angenommen. I am Gesetze sich ermüdet hat, wenn Als Opfer brachtest du dich dar; es zu dir, dem wahren Leben, zu retten, was verloren war, wardst du ein Fluch auf Erden. D Huld, die sonst nichts Gleiches hat! Du starbst für unsre Missethat, ein Heiland uns zu naht, und schmeckt in dir des ew'gen Vaters Güte! Da wird der Sündennoth nicht mehr gedacht; zur sichern Ruh' ist dann das Herz gebracht. werden. 43. Und nun, je mehr es sich zum 4. Du wardst es uns und Vater kehret, je sel'ger wird's bist es noch jetzt auf des Him- und wächst an Heil'gungskraft, mels Throne; nimmst liebreich durch die das Eitle wird hinwegweg der Sünde Joch sammt ih- geschafft, was sonst den Geist ges rem schnöden Lohne. Von ih- dämpfet und beschweret. Je rem Dienst uns zu befrein, be- gläub'ger es sich der Vergebung trübter Herzen Trost zu seyn, freut, um desto kräftiger wird ist deines Herzens Freude. Du es erneut. giebst den müden Seelen Ruh' und wer dich liebt, den stärkest du, daß nichts ihn von dir scheide. 4. Wenn so in mir sich deine Klarheit spiegelt und mich umglänzet deines Lichtes Schein: 5. Du hörst der Deinigen Ge- dann kann das neue Leben recht bet und endest ihre Plage. Du gedeihn; der Weisheit Tiefen bleibst, bis Zeit und Welt vergeht, werden mir entsiegelt. Ich weiß, bei uns noch alle Tage. Heil ich bin durch dich mit Gott veruns, wir sind dein Eigenthum! wandt, und einst erkenn' ich, Herr, dir sey ewig Dank und wie ich bin erkannt. Ruhm für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin. Gieb mir, daß ich, so lang' ich bin, in deinem Dienst mich übe. 5. Was dem Gesetz unmöglich war zu geben, mit Lieb' und Lust, was Gott gebeut, zu thun, das wirfet leicht in mir die Gnade nun: sie heiligt immer mehr das ganze Leben. Von Kraft werd' ich zu neuer Kraft geführt und mit Geduld und Langmuth stets regiert. Mel. Mein Salomo, dein 2c. 103. ein Lebensfürst! Mei dein freundlidok ches Regieren stillt alles Weh, das sonst den Geist beschwert. Wenn sich zu dir die Seel' in Sehnsucht fehrt, so wird sie bald den wahren Frieden spüren. Dein Gnadenblick nimmt Furcht und Unmuth hin, zerschmilzt in Freud' und Liebe meinen Sinn. 6. Das ist die Fülle von des Geistes Gaben, die niemals mir die Welt verleihen kann. Für Tand nur seh' ich ihren Reichthum an; er kann nicht die bedürft'ge Seele laben. Nur Jesus kann es; ihm gebührt der 2. Mein Seelenfreund! wie Ruhm, und Jeder werde gern wohl wird dem Gemüthe, das sein Eigenthum! Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. 53 mögen; schenk' uns deines Heils Genuß, daß wir deine Kraft verspüren, nie im Kampf den Muth verlieren. d 7. D'rum will ich ihm auch nur allein vertrauen. O such' mich heim, du Aufgang aus der Höh'! daß ich mein Heil in dei nem Lichte seh' und immer mög' 5. Dann wird Lob und Dank, auf deine Gnade bauen; und wenn mich meine Schwachheit niederschlägt, dann werde stets mir neuer Muth erregt. Herr Jesu, schallen aus des Herzens Grund. Dann wird Alles jubiliren und dir singen Herz und Mund, und einst überall auf Erden Jesus hochgelobet werden. 8. So ruh' ich denn, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ew'ger Friede seyn! In deine Huld, o Herr, hüll' ich mich 105. ein: ich leb' und athme nur durch dein Erbarmen. Und da du mir mein Ein und Alles bist, hab' ich genug, wenn dich mein Geist genießt. Mel. Herr, ich habe mißgeh. zc. 104. hne dich, was sind wir, Jesu? dürftig, arm und jämmerlich! Ja, wir sind nur voller Elend; d'rum erbarm', o Jesu, dich! Laß dich unsre Noth bewegen, die wir dir vor Augen legen. 2. Ohne dich, du Helfer Jesu, kommen wir nicht durch die Welt, weil sie fast auf allen Wegen unfern Füßen Netze stellt. Hilf uns alle Stricke meiden, daß wir uns von dir nicht scheiden. 3. Laß den Geist der Kraft, Herr Jesu, unserm Geiste Kraft verleihn, daß wir eifrig dir nach) wandeln bei des Wortes hellem Schein. Mache du, Herr, selbst uns tüchtig, so wird unser Wandel richtig. Mel. Preis, Lob, Ehr', Ruhm 2c. 105.hden hochgelobt, barmherz'ger Gott, daß du dich unser angenommen, und daß in unsrer Seelennoth du uns zur Hülfe bist gekommen; du schenkest uns von deinem Himmelsthron das ew'ge Wort, den eingebor'nen Sohn. 2. Du segnest uns in ihm, dem Herrn, mit überschwänglich reichem Segen; und unsrer Armuth gehst du gern mit deiner theuern Gnad' entgegen. Was sind wir doch, du allerhöchstes Gut, daß deine Treu' so Großes an uns thut? 3. Was dringet dich? Wir sind ja nur ein arm Geschlecht, verlor'ne Kinder; wir sind ja Alle von Natur verderbte Menschen, Alle Sünder; entfremdet alle sammt, o Gott, sind wir dem wahren Leben, das da quillt aus dir. 4. Allein du, Vater, reich an Huld, trägst Lieb' und Mitleid mit uns Armen, und offenbarst bei unsrer Schuld in deinem Sohne dein Erbarmen. In ihm 4. Gieb die Feinde, starker Jesu, unter unsern schwachen Fuß! Du kennst unser Unver- sind wir, wie du zuvor bedacht, 54 Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. mit dir versöhnt, dir angenehm| Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ zc. gemacht. 106. 11m 3ion, Jefu, flof5. Du hast uns deinen Gnasen einst von deidenrath durch Jesum Christum nem Auge Zähren, wie du stets wissen lassen, erbaut durch ihn um die Sünder weinst, wenn sie die Gottesstadt, die alle Völfer sich nicht befehren. Wer reuevoll soll umfassen. Er ist der Grund, vor dir erscheint und über seine auf welchem Alles steht, der Sünden weint, dem strömest, Fels des Heils, der ewig nicht treuer Heiland, du Gewissensvergeht.orghol ruh' aus deiner Gnadenfülle zu. 6. Du läsfest uns in Jesu Blut Heil, Leben und Versöhnung finden; sein bittrer Tod kommt uns zu Gut und reinigt uns von unsern Sünden. tiefe Lieb', o Wundergütigkeit, die unsre Seele von der Schmach befreit! 7. Mit dir hat Frieden er geschafft, da wir noch deine Feinde waren, und Frieden wird uns seine Kraft auch mitten in der Welt bewahren. O Herrlichkeit, daß wir im Frieden stehn! nun können wir getroft zjum Vater gehn. 8. Durch Jesum Christum, un sern Hort, erkennen wir den Weg der Wahrheit, und wachsen immer fort und fort im Lichte zur vollkommnen Klarheit. Du selber bist das glänzend helle Licht, das in dem Sohn die Finsterniß durchbricht. 2. Herr, deine Thränen mache mir zu reichem Heil und Se gen, daß sie, hab' ich gefehlt vor dir, zur Buße mich bewegen. Du haft, o heil ger Menschenfreund, für fremde Sünden einst geweint; wie könnt' ich meine eignen sehn, ohn' hinzugehn zu dir und Gnade zu erflehn. 9. Lebt in uns Chrifti Sinn und Geist, dann sind wir auch mit dir verbunden; was ist noch, das uns dir entreißt? wir haben volle G'nüge funden. In ihm sind wir voll Ruh' und Sicher heit, und schmecken schon des Himmels Seligkeit. 3. Hier muß ich oft in tiefstem Schmerz viel bittre Thränen weinen; wie oft drückt eigne Noth mein Herz, wie oft die Noth der Deinen! Doch, legt des Vaters Wille mir das Kreuz auf, dann schau' ich nach dir, der du in Noth gewesen bist, Herr Jesu Christ! dies tröstet mich) zu aller Frist. 4. Herr, du stehst meine Thränen an und du haft ste gezählet, wenn ich sie selbst nicht zählen kann, daß dir nicht eine fehlet; sie bleiben immerdar vor dir und neigen bald dein Herz zu mir, daß du erbarmend auf mich blickst und gnädig schickst, wodurch du wahrhaft mich erquickst. 5. Wer in Geduld hier Thrdnen sä't und seinem Gott hält stille, der erndtet, wenn er auf ersteht, der Freuden reichste Fülist dule. Was dort an ihm wird offen Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. 55 bar, ist hier noch keinem Auge den Kreuzestod und stirbt für flar; allein der Erde Kreuz und abgefall'ne Sünder. Leid wird nach der Zeit den From- 4. Er stirbt! men Himmelsseligkeit. 6. Für deine Thränen dank' ich dir, sie sind mir Troft im Leiden; auch noch im Tode sind sie mir die Bürgschaft sel'ger Freuden. Mein Herr und Gott, wenn du dereinst in deiner Herrlichkeit erscheinst und führest zur Verklärung mich, dann preif' ich dich für deine Thränen ewiglich. 107. Von Mel. Mein Jesu, dem die zc. on meinem Jesu will ich singen. Aus Liebe kam er in die Welt, die ew'ge Wahrheit uns zu bringen, die alle Finsterniß erhellt. Er fam, als noch des Irrthums Schatten rings auf dem ganzen Erdkreis lag, und auch die Weisen keinen Tag, kaum eine schwache Dämm'rung hatten. Ist der aus Gott geboren, der an dem Kreuze neigt sein Haupt? Was flügelt ihr, ungläub'ge Thoren? Weg Zweifel, der mir Jesum raubt! Ich bete, Herr, vor dir im Staube. Du redest, und ein himmlisch Licht strahlt siegend mir in's Angesicht. Du redest, und, o Gott, ich glaube! - 5. Ja, Herr, du kannst dich nicht verhehlen, du bist der Sohn von Ewigkeit. So glaubten auch die großen Seelen, die Märtyrer der alten Zeit, die sich nach deinem Namen nannten und mit erhab'nem Heldenmuth auch auf der Folter, in der Glut dich, ihren Herrn und Gott, bekannten. 6. Verehrt, verehrt ihn, alle Lande! der Jesus, der im Grabe liegt, zerbricht des Todes eh'rne 2. Vom Himmel fommt er, Bande, lebt ewig und der uns zu lehren; seht, wie vor Glaube stegt. Der Glaube, diese ihm die Erde schweigt! Die Heizarte Pflanze, grünt aus der den drängen sich, zu hören, da Zeugen Blut hervor, und hebt sich der große Lehrer zeigt. Er im Sturm das Haupt emlehret uns die Gottheit kennen, por mit immer ungeschwächtem und ladet uns zum neuen Bund; Glanze. durch ihn darf unser blöder Mund Gott wieder unsern Vater nennen. 7. D'rum lehnt nicht mehr, ihr Nationen, euch gegen Christi Pres digt auf; ihr Völker und ihr 3. Dem schwer verschuldeten auf den Thronen, am Kreuze Geschlechte, das ganz von Gott sammelt euch zu Hauf'! Wo sind gewichen war, stellt sich der ein- die Feinde? Schon verschwunzige Gerechte zum Opfer der Verden! Ja, alle Völker müssen sehn, söhnung dar. Verloren waren daß Menschen Gott nicht widerAdams Kinder, versunken in stehn, und Christi Reich hat überdie tiefste Noth, er giebt sich in wunden. 56 Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. Mel. Wie schön leucht't uns ic. 108. Welch Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. elch hohes Beispiel gabst du 109. Wie ie groß, wie angebetet ist dein mir, mein Heiland, durch dein Nam', o Heiland Jesu Chrift! Leben! Sollt' ich mit heiliger Begier nicht dir zu folgen streben? Nicht gehn den Weg, den du betratst, nicht freudig thun, so wie du thatst? wie thener deinem Volke! Du haft durch deines Vaters Macht des Vaters Rath an's Licht gebracht, zerstreut des Irrthums Wolfe. Taube hörten, Blinde sahen, es geschahen Wunderwerke, Zeichen deiner Gnad' und Stärke. 2. Verbreitet wurde, Herr, dein Licht durch Schwache nur, durch Weise nicht, dir folgten nicht die Hohen. Ist durch der Großen mächt'ge Hand des Gögendienstes Gräu'l verbannt, sein eitler Wahn entflohen? Dein Werk war es, deine Gaben, Mittler, haben dich verkläret, uns den Weg zu Gott gelehret. 2. Dein Herz, von Sünden nie entweiht, war rein, wie deine Lehre; dein ganzer Wandel Heiligkeit, dein Ziel war Gottes Ehre; du gabst mit stillem, from mem Sinn dich in des Vaters Willen hin. 1100 3. Der Kummervollen Trost zu seyn, zu wehren jedem Leide, stets wohlzuthun und zu erfreun, war deine Sorg' und Freude, und eines jeden Menschen Schmerz durchdrang dein liebevolles Herz. 4. Du trugst mit Sanftmuth 3. Wir werden deinen Ruhm und mit Huld die Schwachheit deiner Freunde; mit Sündern hattest du Geduld und batest für die Feinde; du warst gehorsam bis zum Tod und ehrtest selbst im Tode Gott. erhöhn, wir werden deinen Him mel sehn, den Preis für deine Leiden; der du für uns am Kreuze starbst, du theilst uns zu, was du erwarbst, des ew'gen Lebens Freuden. Welche Gnade, daß wir Sünder Gottes Kin der werden sollen, wenn wir an dich glauben wollen! 4. Vom Ausgang bis zum Niedergang erschallet dir der Lobgesang der Treuen, der Erlöften. Unzählbar sind die Schaaren schon, die deiner sich, o Gottes Sohn, im Glauben froh ge trösten. Alle Völker, Jesu, werden noch auf Erden dir lobsins gen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 5. Wie groß, wie angebetel 15. Dies große Beispiel hast du mir, mein Heiland, hinter lassen, damit ich, voll Vertraun zu dir, es in mein Herz soll fas sen. Nimm, sprichst du, meine Last auf dich), komm, folge mir und sieh' auf mich. 6. Ich komme, Herr! gieb Licht und Kraft, daß sich mein Glaube mehre und durch die Früchte, die er schafft, sich immer dar bewähre. Hilf, daß ich dei nem Vorbild treu, auch Andern ftets ein Vorbild sey. Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. 57 ist dein Name, Heiland, Jefu| Freudenlicht, so oft ich kann sein Christ, wie herrlich bei den Dei- Angesicht im Glauben recht ernen! Führst du uns einst zu dei- blicken. O Jesu, du mein höchner Ruh', o wie weit herrli- stes Gut, dein Wort, dein Geist, cher wirst du den Frommen dann dein Leib und Blut kann meine erscheinen! Ewig müsse dir zur Seel' erquicken! Stärke du mich, Ehre ihrer Chöre Lob erschallen, mein Erbarmer, daß ich Armer durch die Himmel wiederhallen. auf der Erde schon voll Himmelsfreude werde.no( s) 5. Und wie, Gott Vater, preis' ich dich, daß du von Ewigkeit auch mich in deinem Sohne liebest! Als Sünder war ich noch dein Feind, da hat er mich mit dir vereint, der du durch ihn vergiebest. In ihm hab' ich schon hienieden deinen Frieden; meinem Glauben kann nichts seine Krone rauben. 19 6. Ihm, welcher Sünd' und Tod bezwang, ihm töne froher Lobgesang von seinen Gläub'gen allen. Dem Lamme, das erwürget ist, dem Lebensfürsten Jesu Christ soll Ruhm und Preis erschallen. Schallet freudig, Jubellieder, hallet wieder, daß die Erde voll von seinem Ruhme werde! Mel. Wie schön leucht't uns ic. my003 110. Wie herrlich strahlt der Morgen stern! welch ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte ſein nicht achten? Glanz Got tes, der die Nacht durchbricht, du bringst in finstre Seelen Licht, die nach der Wahrheit schmach ten. Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? om 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, du, Gottes eingebor'ner Sohn, der du im Himmel thronest, aus vollem Herzen preif ich dich! Wenn ich dich habe, fühle ich, wie du den Deinen lohnest. Zu dir komm' ich; wahrlich keiner tröstet deiner sich vergebens, wer dich Mel. Die Tugend wird durch's ac. ſucht, du Brod des Lebens. 111. Wie ſollen wir dir, 3. In nur ich selig 10 Vater, danken? seyn. geuß tief in mein Nein, deine Lieb' ist viel zu Herz hinein die Flammen deiner groß, ist unaussprechlich, ohne Liebe! daß ich voll heil'ger In- Schranken, du giebst den Sohn brunst sey, dein Kreuz zu tragen aus deinem Schooß. Du senmich nicht scheu' und dein Gebot gern übe. Treuer Heiland, den ich fasse und nicht lasse, ach erwähle dir zu eigen meine Seele! desft uns den Eingebor'nen von deinem Thron zum Staub herab, zu uns Gefall'nen, uns Verlor'nen, und weiheft ihn für uns dem Grab. this 4. Von Gott strahlt mir ein 2. Frohlocket ihm! Er steigt 58 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. hernieder, ein Mensch, gleich| Seeligkeit kommt her von dir. uns ein Mensch zu seyn; er Der Gott, der seinen Sohn genennet Sünder seine Brüder geben, giebt mit dem Sohn und macht sie von der Sünde auch alles mir. rein. Damit wir wieder Gott 5. Ach daß wir ganz in Liebe gefallen, vergießet er sein theures Blut; er bringt Unsterblich- brennten zu dir, dem Herrn in feit uns Allen, und Lieb' ist Al- Knechtsgestalt! Ach daß wir les, was er thut. dalam beffer danken könnten; die wärmsten Herzen sind zu falt! 3. D Liebe, Liebe, deines Gleichen ist in der ganzen Schöpfung nicht! Kein Lobgesang kann sie erreichen, nicht, was der Engel Zunge spricht. Des Himmels Herrlichkeit verlaffen, um hier verfolgt, erwürgt zu 6. O habe Dank für deine seyn, wer kann die Huld, die Liebe! Ich lebe dir allein, mein Demuth faffen? So lieben kann Heil! Wer jetzt, auch jetzt noch der Sohn allein. 30 Sünder bliebe, Gericht und möcht' uns doch dein Geist entzünden, gäbst du uns göttliches Gefühl! Kein Mensch kann würdig sie empfinden, die Liebe ohne Maaß und Ziel. 4. Nun wissen wir, Gott voll Elend wär' sein Theil. Denn Erbarmen, daß ewig du die auf den Wolken wirst du komLiebe bist. Zu deinen off'nen men, Sohn Gottes und des Vaterarmen führt uns Erlöste Menschen Sohn, die Sünder Jesus Christ. Nun fließt von richten, und die Frommen er dir nur Heil und Leben, nur höhn zu dir an deinen Thron. odsta VII. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. 3001 Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. nimmt, wie die Kinder, Fleisch Iso hat Gott die und Blut, doch ohne Sünde an. 112. A Welt geliebt, die Welt voll Sündenschuld, daß er den ein'gen Sohn ihr giebt; 4. Ich freue mich, o Herr, in dir: du wirst ein Mensch, wie ich. Was fehlt mir nun? Ist wie groß ist Gottes Huld! Gott mit mir, wer ist dann wider mich? 2. Was sein erbarmungsvoller Rath beschloß von Ewigkeit, die große wundervolle That, vollführt er in der Zeit. 5. Was mir zur Seligkeit gebricht, das, Herr, erwarbst du mir: Versöhnung, Leben, 3. Er, unser Heil und höch- Trost und Licht, das hab' ich stes Gut, der Alle segnen kann, nur in dir. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 59 16. Dein Mangel wird mein der Herr ist Mensch geboren. | Ueberfluß, dein Leiden stillt Uns Allen kommt dies so zu Gut, mein Leid, dein Niedrigseyn daß nun auch unser Fleisch und schafft mir Genuß der höchsten Blut durch Chriftum wird ers Herrlichkeit. nis leo ndo neuet. 7. Gelobt sey Gott, gelobt 2. Er ist das Wort, das sein Sohn in dieser Freuden Alles schafft, das Alles hebt und zeit! Lobt, Engel, ihn vor seiträget, der reine Glanz, die nem Thron; erheb' ihn, Chri- ew'ge Kraft, durch die sich Alles stenheit! reget: die sich in unsre Schwachheit hüllt, auf daß nun Gottes Mel. Herr Jesu Chr., dein Kripplein sc. Ebenbild könn' in uns sichtbar 113. Auf, Christenheit, werden. 3. Die Welt lag tief in finft'rer Nacht, in Furcht und Todesschrecken; sie konnte nicht aus eigner Macht sich Heil und Licht erwecken; nun kommt das unumschränkte Licht und will mit hellem Angesicht in alle Herzen leuchten. 2. D große That! Nach sei nem Rath hat Gott uns seinen ein'gen Sohn gegeben: als GnaSenpfand ward er gefandt, und bracht' uns Allen ew'ges Leben. 4. D'rum irre, Mensch, nicht ferner blind auf des VerderTrost und bens Wegen. Umfasse den, der ride treu gesinnt dir gnädig kommt 13. D Seligkeit! der Sünde entgegen. Ergieb dich ja der Leid nimmt er von uns, die wir Trägheit nicht: Christ will dir von Adam stammen. Mit uns Leben, Kraft und Licht aus seiift Gott in aller Noth! Wer ner Fülle schenken. will die, so in Chrifto find, vers dammen? mis 5. So nimm mein Herz, Herr Jesu Chrift, mein Heiland, Licht und Leben! gestalt es so, wie deines ist, dazu sey dir's geges ben. Treib' aus die alte Finsterniß und heil' der Sünden Schlangenbiß; dann bist du mir geboren. sey erfreut! denn Gottes Sohn ist für uns Mensch geboren. Nimm freudig Theil an seinem Heil; wer an ihn glaubt, wird nimmer mehr verloren. 4. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dant; du siehest auch auf mich voll Huld hernieder. Auf, Christenheit, sey hoch erfreut! des Höchsten Sohn bringt das Verlor'ne wieder. noffel Mel. Allein Gott in der Höh' ac. Mel. Wir Christenleut' sc. 114. Auf, freuet euch von 115. Auf, schicke dich, recht Herzens Grund, ihr, die ihr war't verloren! Nun feierlich des lands Fest mit Danken zu bes wird das große Wunder fund: gehen! Lieb' ist der Dank, der 60 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. Lobgesang, durch den wir ihn,| ward geboren! Sein Licht erden Gott der Lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Gott hat also die Welt in seinem ein'gen Sohn geliebet! wer hellt die dunkle Welt; des Lichtes Kinder gehen nicht verloren. bin ich, daß Gott für mich selbst seinen Sohn aus Huld und Gnade giebet! 2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht wich vor dem Glanz der frohen Himmelschöre. Die Erd' erklang vom Lobge3. Im Fleisch erscheint er, sang, der jauchzend rief: Gott unser Freund, zur Zeit, da wir in der Höh' sey Ehre! listush noch Gottes Feinde waren; er 3. So tönt es laut: der Vawird uns gleich, um Gottes ter schaut versöhnt herab, auf Reich und seiner Liebe Rath Erden herrscht sein Friede. Wem zu offenbaren. schlägt die Brust nicht jetzt voll Lust, voll Seligkeit bei diesem Segensliede? do pinig glaub' an seinen Namen. Ihn 4. So singt auch ihr und ehret nicht, wer zu ihm spricht: Herr, Herr! und doch nicht sucht ihm nachzuahmen. danket hier dem, dessen Ruhm die Himmel wiederhallen, und lebt binfort nach seinem Wort; dann ruht auf euch sein gnädig Wohlgefallen. opop do 5. Aus Dank will ich in Brü dern dich, o Gottes Sohn! befleiden, speisen, tränken; der 5. Auch mein Gesang, Herr, Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreun, und dein da bei gedenken. dolgor spopis bringt dir Dank, denn mir auch bringt dein Sohn des Himmels Segen. Tod und Gericht er schreckt mich nicht; der Zukunft durch den die Welt und Alles Nacht geh' ich getroft entgegen. 7106. Rath, Kraft und Held, ist im Himmel und auf Erden! toit siin ai nou f Wie wohl ist mir zc.i 4. An ihm nimm Theil, er ist das Heil; bekehre dich und Die Christenheit preist dich er- Mel. freut, und Aller Knie soll dir 117. Dein Mittler kömmt; werden. Seele, 7. Erhebt den Herrn! Er die des Gesetzes Donner schreckt, hilft uns gern, und wer ihn die trauert, daß so schwere Fehle sucht, den wird sein Name trö dich, die Gott rein erschuf, besten. Hallelujah! Hallelujah! fleckt. Der Fluch erlischt, die Freut euch des Herrn und Bande springen, es lösen sich jauchzt ihm, ihr Erlösten! die feften Schlingen, die den instante leg befang'nen Geist beklemmt. Nun fannst du Heil und Freiheit Mel. Wir Christenleut' c. 116. Bringt frohen Dank hoffen. Gott ist versöhnt, ſein und Lobgefang Himmel offen, dein gnadenreidem Herrn, der uns zum Heile cher Mittler kömmt. and dir Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. 61 2. Dein Lehrer kömmt; laß, Es leuchtet nah', es leuchtet fern deine Ohren auf seinen Mund zahllosen Völkerschaaren; den gerichtet seyn. Er zeigt den Gößen dienen sie nicht mehr, Weg, den du verloren; er flößt sie geben Gott allein die Ehr', dir Licht und Wahrheit ein. der sie im Licht läßt wandeln. Was tief in Schatten war gestellet, hat dein Prophet dir aufgehellet und die Gewalt der Nacht gehemmt. Er macht dir fund des Vaters Willen und giebt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein weißheitsreicher Lehrer fömmt.did 2. Kaum war erschienen Gottes Sohn, des Bundes Volk zu weiden, so sammelt er sich selber schon die Erstlinge der Heiden. Der Wahrheit Bild, ein heller Stern, führt sie zu Christo, ihrem Herrn; sie kommen, anzubeten. 3. Wär' unsern Vätern nicht, 3. Dein König kömmt, doch o Gott, dein himmlisch Licht erohne Prangen, an Armuth nur schienen: wir würden, der Verzeigt er sich reich. Auf, deinen Fürsten zu empfangen, der dir an Schwachheit wurde gleich! Komm, lege dich zu dessen FüBen, der so dich) wird zu schützen wissen, daß dich kein Angststrom überschwemmt. Komm, schwöre hier zu seinen Fahnen, so ziemt es treuen Unterthanen; dein längst ersehnter König fömmt. Id 150lm 15 nunft zum Spott, noch falschen Göttern dienen. Nur deine Huld hat uns befreit von jenem Dienst der Eitelkeit; gepriesen sey dein Name. Alle red 4. O mache du uns selbst bereit, im Licht vor dir zu wallen, und lehr' uns thun zu jeder Zeit nach deinem Wohlgefallen; denn wer in Christo dich erkennt und sich nach seinem Namen nennt, darf nicht im Finstern wandeln. 4. Dein Alles kömmt, dich zu ergößen, dein höchstes Gut ist vor der Thür. Wer die ses Gut recht weiß zu schäßen, vertauschet gern die Welt dafür. Ergreif' es denn mit Glaubenshänden, da dich, mein Geist, von allen Enden der Gnaden Fülle überströmt; eröffne deines Her gelangen. ud fignird in619) zens Thüren, ihn in sein Einsdag 8 Ond fapt ondt genthum zu führen; dein un- Mel. Der Tag, der ist so freudenreich ic. vergänglich Alles kömmt. 5. Noch ist das Licht, das er gebracht, nicht Allen aufgegangen; viel Tausende sind von der Nacht des Irrthums noch umfangen; auch ihnen geh' im Siegeslauf das Sonnenlicht der Wahrheit auf, daß sie zum Heil 119. er Heiland, dessen 3 CORT 119190 Mel. Sey Lob und Ehr' c. em Erdkreis strahlt ein Licht vom ist uns geboren heute. Wär' er Schaar der Väter freute, der Heiland, welcher Jesus heißt, 118. D Herrn, das ihn soll offenbaren. uns Sündern nicht gebor'n, wir 62 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. wären allzumal verlor'n, nun dich freundlich, hilf uns Schwa bringt er Heil uns Allen. Got chen, daß wir wachen, beten, tes Sohn, Herr Jesu Chrift, ringen, und zu deinem Reiche der du Mensch geworden bist, dringen. dein Lob soll stets erschallen! pele His didak Mel. Vom Himmel hoch da zc. Mel. Wie schön leucht't uns ic. 120. 120. Der Heiland kommt, 121. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; fein lobsinget ihm, dem werd' in aller Welt gedacht. Herrn, dem alle Seraphim das Ihn preise, was durch Jesum Heilig, Heilig singen! Er kommt, Christ im Himmel und auf Erder eingebor'ne Sohn, verläßt den ist! bisteisis dan des Himmels hohen Thron, um Heil der Welt zu bringen. Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung finden, Gnad' empfangen und zum Himmelreich gelangen. 2. Willkommen, Friedensfürst und Held, Erlöser, Mittler, Heil der Welt, willkommen hier auf Erden! du kommst der fünd' gen Welt zu Gut, du kleidest dich in Fleisch und Blut, willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, kommst uns Armen voll Erbarmen mild entgegen, wandelst unsern Fluch in Segen. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Leben, ew'ge Seligkeit; sey hoch dafür gepriefen! Herr, zu arm und schwach sind wir, die Treue zu vergelten 5. Dein König, Zion, kommt zu dir. Er spricht: Im Buche steht von mir. Gott, deinen Willen thu' ich gern, d'rum, Zion, preise deinen Herrn. Tomro dir, die du an uns erwiesen! Da 6. Herr, der du Mensch gewir allhier im Verderben müßten sterben, bringst du Leben; o was kannst du Größ'res geben? boren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an! 4. Wir bringen dir ein dank bar Herz, und wollen fromm in Freud' und Schmerz nach deinem Vorbild wandeln. Ver wirf dies unser Opfer nicht, und gieb uns deines Geistes Licht, wie dir's gefällt, zu handeln; zeig' 8. Gedanke voller Majestät, 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereineft dich mit Fleisch und Blut; wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 2. Die Väter haben fein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward: da sandte Gott von sei nem Thron das Heil der Welt, den ew'gen Sohn. mining 3. Wenn ich dies Wunder faffen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still. Kein endlicher Verstand ermißt, wie groß die Liebe Gottes ist. mont 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigt sich der Herr der Welt; nimmt selbst an unfrer Menschheit Theil, erscheint im Fleisch zu unserm Heil. Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 63 du bist es, der das Herz erhöht![ des großen Gottes Freundlich Gedanke voller Seligkeit, du bist keit. Das Kind, dem alle Enes, der das Herz erfreut! gel dienen, bringt Licht in meine 9. Durch Eines Sünde fiel Dunkelheit; und dieses Weltdie Welt; Ein Mittler hat sie und Himmelslicht weicht hunhergestellt. Nun schreckt uns derttausend Sonnen nicht. nicht mehr das Gericht, da er 2. Du darfst, o Seele, nicht beim Vater für uns spricht. versäumen, zu suchen solchen 10. Ihr Himmel, singt im Gnadenschein; der Glanz in die Jubelton, daß uns erschien des sen niedern Räumen dringt weit Höchsten Sohn! Du, Erde, bet in alle Welt hinein; er treibet in Ehrfurcht an dies Wunder- weg der Höllen Macht, der Sünwerk, das Gott gethan!' nden und des Todes Nacht. 11. Dies ist der Tag, den Gott 3. In diesem Lichte fannst du gemacht; sein werd' in aller Welt sehen das Licht der klaren Segedacht. Ihn preise, was durch ligkeit; einst werden Sonn' und Jesum Christ im Himmel und Mond vergehen, dies strahlt in auf Erden ist! blind alle Ewigkeit, und wird mit sei nem hellen Schein dein Himmel und dein Alles seyn. Mel. Mach's mit mir, Gott 2c. 122. Dies ist der Tag der Fröhlichkeit, den Gott selbst hat erforen; dies ist die gnadenreiche Zeit, da Jesus ward geboren. D'rum singen wir ießt hocherfreut: Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! 2. Heut hat der Herr den Sündenstand der ganzen Welt gewendet, und gnädig zum Erlösungspfand ihr seinen Sohn gesendet. D'rum singen wir jetzt hocherfreut: Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! 3. Was vor der Zeit beschlof sen war, ist in der Zeit erfüllet; in Christo beut das Heil sich dar, das alle Sehnsucht stillet. D'rum fingen wir jetzt hocherfreut: Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 123. Dies ist die Nacht, 4. Laß nur indessen heller schei nen dein Glaubens- und dein Liebes- Licht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen ihren Schein, so mußt du selbst nicht dunkel seyn. 5. D'rum, Jesu, schöne Weihnachts- Sonne, bestrahle mich mit deiner Gunist! Dein Licht sey meine Weihnachts- Wonne; und lehre mich die WeihnachtsKunst, wie ich im Lichte wan deln soll und sey des WeihnachtsGlanzes voll. Mel. Helft mir Gott's Güte ic. Staube mein Lied 124. Dir, Jeſu, tönt vom hinauf zum Thron; in dir erfennt der Glaube des ew'gen Vaters Sohn. Du Glanz der da mir erschienen Herrlichkeit! um unser Heil zut 64 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. gründen, zu retten uns von Sünden, erschienst du in der Zeit. gebracht. Nun leuchtet uns im tiefen Thal der ew'gen Morgenröthe Strahl.bd b 2. Was läßt sich dir verglei chen, du unerschaff'nes Wort? 3. Er kam, des Vaters EbenWer kann dein Lob erreichen? bild, in menschliche Natur geHerr, Keiner hier und dort! Du, hüllt, damit auch wir ihm würdem sich demuthsvoll der höchste den gleich auf Erden und im Seraph beuget und tief ver- Himmelreich.mit ang mad hüllt dir schweiget, wer preist 4. Der jetzt im Himmel Herrdich, wie er soll? di lich thront, hat unter uns als Mensch gewohnt, und führet uns mit sichrer Hand, ein treuer Hirt, in's Vaterland.io sos Ing 3. Du kamst; die Nacht muß schwinden, uns glänzt ein reines Licht, in welchem wir empfinden der Kinder Recht und Pflicht. Nun sehn wir hocher freut, wie Gott uns zärtlich liebet; im Sohn, den er uns giebet, sich uns zum Vater beut. 5. Empor zu ihm, mein Lobgesang, dem schon der Engel Lied erflang! Welch hoher Freudentag ist da! Ihr Christen, singt Hallelujah! 4. Uns Ruh' und Trost zu geben, zu tilgen unsre Schuld, zu Gott uns zu erheben, littst du, Herr, mit Geduld. Du starbst, doch hielt dich nicht der Tod in 126. Erhebt ben Herrn, Frommen! er seinen Banden; jeßt, da du auf hält, was er verspricht. Der erstanden, erschreckt uns kein Gericht. ich sti sisins 5. Dein ist das Reich der Wahrheit, wo sich die Deinen freun in immer höh'rer Klarheit, von Sünd' und Mängeln rein. O seliger Gewinn! dich, Heiland, innig lieben, treu dei nen Willen üben, das führt zum Himmel hin. dun Not Heiland ist gekommen, der Völ fer Trost und Licht. Gott will nicht unsern Tod; er hat den Sohn gegeben, damit wir durch ihn leben, erlöst von Sünd' und Noth. 2. O sehet, welche Liebe hat uns der Herr erzeigt, mit wel chem Vatertriebe das Herz zu uns geneigt! Sein eingebor'ner Sohn fommt, Rettung aus Verderben uns Sündern zu erDG 125. mpor zu ihm, mein werben, herab vom HimmelsLobgesang, dem einst das Lied der Engel flang! Der hohe Freudentag ist da, lobfinget, Gottes Heil ist nah'. 2. Geboren ward in dunkler Niedrigkeit. Der ihm gegeb'nen Nacht, der uns des Lebens Licht Macht enthielt er sich mit FreuMel. Vom Himmel hoch zc. le 11810 Mel. Von Gott will ich nicht sc. 3. Er kam zu uns auf Erden zu der bestimmten Zeit, trug Mühe und Beschwerden in tiefer Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 65 den, bis er durch Todesleiden ihm ihr Angesicht; sie eilen, ihm fein großes Werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht! D bringet Gott euren Lobgesang! Erlöste Menschen, singet dem Mittler ewig Dank. Wo Niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsrer Seele Schaden. O nehmt ihn gläubig an! dund im 5. Du Freund der Menschenfinder, verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder! ist unsre Zuversicht. Wir sind auf ewig dein. Hilf du die Macht der Sünden uns fräftig über winden und dir gehorsam seyn. 6. Ja, Heiland, wir ergeben uns dir zum Eigenthum! schon hier soll unser Leben verfünden deinen Ruhm; und wenn wir dort dich sehn, soll in der Engel Chören dich unser Loblied ehren und ewig dich erhöhn. 999 Mel. Lobt Gott, ihr Christen- 2c. fommt, 127. der starte Held voll fommt, göttlich hoher Macht; sein Arm zerstreut, sein Blick erhellt des Todes Mitternacht. walls 2. Wer kommt, wer kommt, wer ist der Held voll göttlich hoher Macht? Messias ist's. Lobsing' ihm, Welt, dir wird dein Heil gebracht. 3. D du, durch den ich lebe, du öffneteft den Himmel mir; nimm du mein Herz, ich gebe den letzten Hauch noch freudig dir! Wie selig kann ich sterben, mich das ven Himmel soll ich erben und fürchten kein Gericht. Ihr seyd wohl heilig, Engel; doch ward er euch nicht gleich. Ich kämpfe mich durch Mängel, doch bring' ich in sein Reich. mont In bekannter Melodie. 3. Dir, Menschgeword'ner, 129. Ermuntre dich, mein Geist, bringen wir Anbetung, Preis und trage groß Verlangen, den und Dank. An deiner Krippe Heiland, den der Himmel preift, schalle dir der Erde Lobgesang. mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, in der er kam r kommt und Se- und menschlich Wesen an sich raphinen verhüllen nahm. Er will durch sein Ers € zu dienen, und scheuen Bethlems Armuth nicht. Wie herrlich glänzt die Erde aus dunkler Nacht hervor! Ihr Hüter dieser Heerde, hört ihr der Engel Chor? Mit euch zu jener Krippen naht sich mein Geist entzückt; begeistert singt, ihr Lippen, dem Herrn, den ich erblickt! 2. Mit euch, ihr Engelchöre, vereint sich unser Lobgesang; ja, Erd' und Himmel höre und theile der Erlösten Dank. Anbetung sey auf Erden dem Sohn, der ewig war, den, unser Heil zu werden, ein sterblich Weib gebar. Hier fließen Freudenzähren, ein Zoll der Lieb' und Treu'; wir huldigen und schwören und weihn uns ihm auf's Neu'. Mel. Nun lob' mein' Seel' 2c. 128. 66 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. scheinen uns ganz mit Gott vereinen. st bin, das geb' ich dir zu eigen hin, mich soll kein Glück, fein Leiden von deiner Liebe scheiden. 7. Noch sieht dich zwar mein Auge nicht, doch du wirst wieder kommen; dann schauen dich von Angesicht, Herr, alle deine Frommen; dann werd' auch ich, Herr Jesu Christ, dich sehn, so herrlich, wie du bist, und ewig dich dort oben mit allen Sel'gen loben. 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes Lamm, ich will dein Lob vermehren! Ich will dir all' mein Lebelang von Herzen sa gen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren. 107 190 bine ha St 12016 3. O wie ist deine Huld so groß, ich kann sie nimmer fasMel. Nun ruhen alle Wälder sc. sen! Du hast dich aus des Va 130. Erweitert Thor und ters Schooß zu uns herabgelaßt lassen. Hier warteten dein nichts schön die Straßen zieren; emals Noth, Verachtung, Kum- pfangt ihn in der Welt! Jauchzt mer, Schmerz und Tod; und eurem Herrn entgegen, der jetzt doch kamst du auf Erden, der zum Heil und Segen als KöMenschen Heil zu werden. didnig seinen Einzug hält! 2. Wer ist's, wer läßt sich hören als König aller Ehren? Der Herr der Herrlichkeit. Der Herr kommt stark und mächtig, er zeigt sich groß und prächtig, der Herr, der kräftig ist im Streit. 3. Erhöhet Thor und Thüren, den Helden einzuführen! Wer ist's, der Einzug hält? Der Kö nig aller Ehren, der Herr von allen Heeren, der Ehrenkönig aller Welt. 4. O große That, o Wundernacht, von Engeln selbst besungen! Du hast den Helfer uns gebracht, der Sünd' und Tod bezwungen, und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, herrscht auf dem Thron der Majestät, um Heil und ew'ges Leben den Gläubigen zu geben, 5. O du, des Vaters ein'ges Kind, du Hoffnung aller Frommen! durch den nun Gottes Kinder sind, die dich, Herr, auf genommen. Komm, Jesu, in mein Herz hinein und laß es 131. Ewig sey bir Lob ges deine seyn; dahin geht mein Verlangen, dich würdig zu empfangen. gen dan 6. Du, deß sich meine Seele freut, mein höchstes Gut, mein Leben, was soll ich dir aus Dankbarfeit für deine Treue geben? sungen hier und einst vor deinem Thron, daß du uns das Heil errungen, Mensch geword'ner Gottessohn! Uns zu Gut in's Fleisch gekommen bist du voller Freundlichkeit; ja du haft vor aller Zeit dich schon unsrer Herr, was ich hab' und was ich angenommen. Sey gelobt, Herr Mel. Lasset uns den Herren preisen, o ihr ic. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. 67 Jesu Christ, daß du unser Bru-| Meine Lieb' und Seligkeit, Chrider bist! stus, ist geboren heut. 6. Du, o Gottes höchste Gabe, du, des Vaters ein'ger Sohn, du, der Seelen reichste Habe und des Glaubens größter Lohn! Las Huldreich hast du dich vermählet mich neu geboren werden, bilde unsrer menschlichen Natur, und mich nach deinem Sinn, nimm vor aller Creatur sie allein dir mich ganz zu eigen hin, daß ich ausgewählet. Du erhobst site, dein schon sey auf Erden; dann Gottes Sohn, mit dir auf der lobsingt mein Leben dir, treuer Gottheit Thron. Heiland, für und für.d un 2. Sey gelobt, Herr, dir gebühret unser Dank in Wort und That; herrlich hast du ausgeführet deines Vaters Gnadenrath. 13. Du erschienest hier auf Erden, Mittler uns und Gott, unser Friedensfürſt zu wer- 132. ftet alle, frente fich, F sten In eigener Melodie. reuet euch, ihr den, Retter aus der Sündennoth. Herr, du hast das Kreuz geduldet, haft mit föhnt und mit söhnt und mit frönt uns, die wir so viel verwer immer kann, Gott hat viel an uns gethan; freuet euch mit seiner Huld ge- Jubelschalle, Gottes Sohn hat seiner Huld ge- uns gebracht, was die Sünder schuldet. Dies ist unsre Zuver- felig macht! Freude, Freude über sicht einst im Tod und im Gericht. Freude, Christus wehret allem Leide, Wonne, Wonne über Wonne, Jesus ist die Gnadenfonne! 4. Nein, Gott kann mich nim mer hassen, ob ich gleich ein Sün2. Sieh', o siehe, meine Seele, der bin. Nimmer kann mein Gott wie dein Heiland kommt zu dir, mich) lassen, denn er heget Vater- brennt in Liebe für und für! Daß sinn. Gnade schenkt er seinen fein himmlisch Gut dir fehle, läßt Knechten in dem Sohne, der mich er Hoheit und Gewalt und erkennt und mich seinen Bruder scheint in Knechtsgestalt. Freude nennt. Christus sitzt zu Gottes Freude ic. ni Rechten; durch ihn bin ich Gott vereint, Gott mein Vater, Gott mein Freund. 5. Wird das Leben doch mein Leben, leuchtet mir doch selbst das Licht. Alles Heil ist mir gegeben; was ist, das mir noch ge bricht? Seht, es fleußt der Quell der Freuden aus dem hohen Himmelssaal in das nied're Erdenthal und erquickt mich unter Leiden. kann. Komm, erquicke deine Brüs 3. Jesu, wie soll ich dir danfen, daß du mich vom Tod bes freit, mir gebracht die Seligkeit? Ach, laß mich von dir nicht wanfen, nimm mich dir zu eigen hin, gieb mir deinen Geist und Sinn! Freude, Freude 2c. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an, schenke, was uns trösten € 2 68 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. der, gieb der ganzen Christen- der göttlichen Natur, wenn wir schaar Frieden und ein fel'ges folgen deiner Spur. Jahr. Freude, Freude über ald bed 15 di Freude zc. ONN In eigener Melodie. reuet euch, ihr lie 134. Gelobet feyst du, Jesu Christ, daß du ben Brüder, denn Mensch geboren bist von einer vom Himmel strahlt ein Licht, Jungfrau, ja fürwahr! deß das durch unser Dunkel bricht; freuet sich der Engel Schaar. nun bringt das Verlor'ne wieder, der in unser Fleisch sich hüllt, Gottes Sohn und Ebenbild. Hallelujah! nordP indtino 2. Seine Zukunft wird besun gen von den Engeln, die entzückt auf dies Wunder hingeblickt; und es preisen ihre Zungen, daß der Herr an uns gethan, was kein Engel fassen kann. 3. O wie mußtest du uns lieben, da du aus des Vaters Schooß kamst, zu theilen unser Loos, und dich fühltest angetrieben, uns, die wir im Staube gehn, gleich den Engeln zu erhöhn. 4. Werde auch in uns geboren und durchleuchte du uns ganz, o du himmlisch reiner Glanz! Gottes Bild, das wir verloren, sey durch dich, du Heil der Welt, wieder in uns hergeſtellt. set the 5. Ja, du wollest, Herr, uns 6. Er ist auf Erden kommen führen durch der Liebe Wunder- arm, daß er unser sich erbarm'; kraft zu des Lichts Genoffen uns in dem Himmel mache reich schaft, und uns hier schon lassen und seinen lieben Engeln gleich. spüren, daß uns knüpft ein festes Hallelujah! the s Band an das ew'ge Vaterland. 7. Das hat er Alles uns ges than, seine Lieb' zu zeigen an; deß freut sich alle Christenheit schein wieder mächtig in uns ein, und dankt es ihm in Ewigkeit. und wir werden uns erheben zu Hallelujah! this 6. Nun, dein paradiesisch Leben dringt mit deinem GnadenAudunko Mel. Ach, was soll ich Sünder ac. 133. F 2. Des ew'gen Vaters ein'ger Sohn kommt herab von seinem Thron; mit unserm armen Fleisch und Blut bekleidet sich ew'ge Gut. Hallelujah! nd das 3. Den aller Weltfreis nie beschloß, liegt dort in Mariens Schooß; er ward ein Kindlein, der die Welt mit seinem Wort allein erhält. Hallelujah! 4. Das ew'ge Licht dringt nun herein, giebt der Welt ein'n neuen Schein; es leuchtet mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Hallelujah! DINT 5. Der Sohn verläßt des Himmels Zelt, wird ein Gast in dieser Welt und führt uns aus dem Jammerthal als Erben in den Freudensaal. Hallelujah! Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 69 Mel. Gott sey Dank in aller c. eiland, den& uns 135. H noch alle Tage, daß man dich, Gott zum Preis, auf GlauGott verhieß, den bensarmen trage, wie dort der der Himmel jauchzend pries, als fromme Greis. id majäll med den Sündern du zum Dienst 3. Sey unser Glanz in Wonne, huldreich auf der Erd' erschienst. sey Trost uns in der Pein, 2. Wie dein Nam' ist auch im Dunkeln unsre Sonne, im dein Ruhm hier in deinem Ei- Kreuz ein Gnadenschein. Will genthum. Du kamst, unser Heil uns der Muth entschwinden, zu seyn, uns von Sünden zu sey unser Hoffnungsstrahl; ein befrein. Ster Stern, der uns läßt finden den Weg durch's Todesthal.un 3. Stark in deines Vaters Kraft, hast du Leben uns verschafft. Wir, von Rath und Hülf' entblößt, sind nun, Herr, durch dich erlöst. 4. Herr, laß es uns gelingen, wenn unser Leben flieht, mit Simeon zu singen das frohe Abschiedslied: Nun werden mir in Frieden die Augen zuge drückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab' erblickt. 4. Auf, die ihr erlöset seyd, preiset ihn in Ewigkeit! rühmt ihn, der aus Liebe starb und den Himmel uns erwarb. 5. Nimmer sey durch unsre Schuld fruchtlos deine Gnad' und Huld; das durch dich erworb'ne Heil bleibe ewig unser Theil. 5. Ja, ja, ich hab' im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, dich, dem mein Herz vertraut. Du wohnst in meinem Herzen und in dem deinen ich; auch in des Todes Schmerzen bau' ich getrost auf dich. 6. Dein freu' unsre Seele sich; unser Leben preise dich. Und dein Geist, du Heil der Welt, 6. Hier will es oft mir scheilehr' uns thun, was dir gefällt. nen, du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; dort aber wird's geschehen, daß in des Himmels Licht ich ewig werde Völker Heil und Licht, wir su sehen dein freundlich Angesicht. chen dich mit Freuden und from- ODU! Mel. Valet will ich dir geben 2c. err Jesu, Trost 136. Her der Heiden, der mer Zuversicht; nach Simeons Mel. Gottes Sohn ist kommen ac. Erempel zieht heilige Begier in dieſen deinen Tempel, o Heiland, 137. auchzet All, ihr uns zu dir. onon Frommen, Chris and stus ist gekommen! Er, dem En gel dienen, ist im Fleisch erschienen, daß er von der Sünde gnädig uns entbinde. O 2. Du wirst noch jetzt gefunden, o Herr, an jedem Ort, wo Gläub'ge sind verbunden auf dein Verheißungswort; vergönnst 2. Er kommt auch noch heute, 70 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. steht uns treu zur Seite, stillet| müthe. Und wie könnt' es auch gern die Schmerzen der zer- anders seyn? Wie könnt' ich brochnen Herzen; will uns von deinen Gnadenschein aus meidem Bösen heilen und erlösen. nem Herzen lassen? mich isd 3. Seines Wortes Weide füllet uns mit Freude; seine Gnadenzeichen will er dar uns reichen. Sein Geist soll uns stärfen zu des Glaubens Werken. 4. O wohl allen denen, die nach ihm sich sehnen, ihn im Glauben fassen, nimmer von ihm lassen; nie sich seiner schämen, sein Kreuz auf sich nehmen! 4. Jch lag in tiefer Todesnacht, du würdest meine Sonne, die mir im Herzen angefacht 5. Er, dem sie hier dienen, Licht, Leben, Freud' und Wonne. wohnt und lebt in ihnen, läßt, Sonne, die des Glaubens was sie erflehen, in Erfüllung Licht in meinem Herzen aufges gehen; führt nach allem Leiden richt't, wie schön sind deine sie zu ew'gen Freuden. Strahlen! 6. Jauchzet All', ihr From5. Mit Freuden blick' ich auf men! Er wird wieder kommen in der Hoheit Lichte zu dem dich hin und kann nicht ſatt Weltgerichte; dann wird er die mich sehen. Doch nimmer wird Seinen um sich her vereinen. mein blöder Sinn dein Wesen 7. Jesu, unser Leben, du ganz verstehen. daß mein wollst gnädig geben, daß wir Geist ein Abgrund wär' und alle Stunden werden treu er- meine Seel' ein tiefes Meer, daß funden und nach sel'gem Ster- ich dich möchte fassen! ben deinen Himmel erben. 3. Da ich noch nicht geboren war, bist du mir schon geboren, und hast mich dir zu eigen gar, eh' ich dich kannt, erforen. Noch war ich nicht an's Licht gebracht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 11990Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. ch steh' an deiner 138. 6. Wenn bitterlich mein Herze weint und feinen Trost fann finden, dann rufst du mir: Ich bin dein Freund, ich tilge deine Krippe hier, o Sünden; was trauerst du in Jesu, du mein Leben! zu dir deinem Sinn, da ich dein Brukomm' ich und schenke dir, was der worden bin, die Kindschaft du mir haft gegeben. Nimm hin, dir zu geben? es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel' und Muth, nimm Alles hin und laß dir's wohl gefallen. HONL 7. So hoff' ich denn, du werdest mir dies Eine nicht versagen, daß ich dich möge für und für 2. Du hast mich ganz und gar in meinem Herzen tragen. In erfüllt mit deiner Lieb' und Güte; mir soll deine Wohnung seyn, dein hoher Glanz, dein göttlich) komm, komm und kehre bei mir Bild liegt stets mir im Ge- cin mit allen deinen Freuden! Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 71 Mel. Jesu, meine Freude ic. Geiftes Kraft ihm ebnen soll die Bahn. 139. Ju efus ist gekommen, danket ihm, ihr 2. Seht, wie die Hand des Herrn ihn in die Wüste leitet, wo er das Wort vernimmt, das ihn Begeistert als Prophet steht er am Jordan da und ruft: bekehret euch, das Himmelreich ist nah'! Frommen, dankt ihm, daß er fam; daß er hier auf Erden, unser Heil zu werden, seine zum Dienst bereitet. Wohnung nahm. Mensch, wie wir, erschien er hier, um des Vaters gnäd'gen Willen an uns zu erfüllen. 2. Laßt uns niederfallen, dan ken, daß er Allen Freund und Bruder ist. Gott auf seinem Throne liebt uns in dem Sohne, hilft durch Jesum Christ. Welch ein Heil, an Christo Theil, und durch seiner Sendung Gaben an Gott selbst zu haben! 3. Keine Macht der Sünden wird uns überwinden; er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Bösen gänzlich uns erlösen; hier steht er uns bei. Unser Freund, mit Gott vereint, wird uns im mer Hülfe senden, daß wir siegreich enden. Disinize 4. Auf dem Richterthrone werden wir im Sohne unsern Netter schaun. Heil und ewig Leben wird er Allen geben, die ihm fest vertraun. Er ward hier ver3. Er predigt allem Volk, der Buße strenger Lehrer, ein bren nend, scheinend Licht, ein mächtiger Befehrer, des heil'gen Eifers straft; auf seiner Scele ruht Elia's Geist und Kraft. Mel. Nun danfet Alle Gott zc. m Dunkeln lag die 140. m Welt, mit Sünd' und Fluch beladen, da offenbarte Gott die Fülle seiner Gnaden; des Höchsten Sohn erscheint, ihm gehet der voran, der in des 4. Im Jordan weihet er, die sich zum Herrn bekehren, auch Jesus tritt zu ihm, die Taufe zu begehren. Der Geist läßt sich herab, des Vaters Ruf ertönt und zeigt den Heiland an, der alle Welt versöhnt. 5. Allein zu Jesu hin verweist er seine Jünger, allein auf Jes sum zeigt sein ausgestreckter Finger, und laut verkündigt er, was ihm das Herz bewegt: seht, das ist Gottes Lamm, das unsre Sünde trägt! im doit sucht, wie wir, d'rum wird er 6. Wohl dem, der dieses der Schwachheit schonen und aus Gnaden lohnen. Lamm, auf das Johannes weifet, in festem Glauben faßt und auch im Leben preiset. Wer seinem Taufbund treu, sich Jesu ganz ergiebt, der ist in ihm von Gott begnadigt und geliebt. 7. Dazu erweckt auch uns Jobannes Amt und Lehre, zu un ferm wahren Heil und unsers Mittlers Ehre. Wer Buße thut und glaubt, hat Frieden alles 72 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. zeit; wer Buße thut und glaubt, ererbt die Seligkeit. nd Mel. Ach, was soll ich Sünder 2c. 141. 2. Statt ihm den Weg zu Dommst du, kommst streun mit grünem Laub der Paldu, Licht der Hei- men, empfang' ihn hocherfreut den? Ja, du säumest länger mit deines Dankes Psalmen und nicht, denn du weißt, was uns sprich: Gepriesen sey der Heis gebricht, o du starker Trost im land Jesus Christ, der aus des Leiden! Komm, o Jesu, auch zu mir, offen ist des Herzens Thür. Vaters Schooß auf Erden kommen ist! 3. Wir danken dir, o Herr, 2. Ja du bist bereits zugegen, du, Weltheiland, Gottes Sohn! Meine Seele labt sich schon an daß du zu uns gekommen, daß dem gnadenvollen Segen, wel du hast Fleisch und Blut wie chen deine Wunderkraft durch Kinder angenommen. Sanftden Glauben in uns schafft. müthig kamst du, arm, ein König ohne Pracht, und doch der ew'ge Sohn, voll Herrlichkeit und Macht. 3. Heil'ge mich durch deine Liebe, die dem Gitlen mich entreißt, und gieb Gnade, daß mein Geist sich in deinem Lieben übe. Recht dich lieben, o mein Licht, kann aus eig'ner Kraft ich nicht! Hosianna an, bring', was zu feinem Dienst die Liebe bringen fann. 4. Jesu, rege mein Gemüthe, Jesu, öffne mir den Mund, daß ich aus des Herzens Grund in nig rühme deine Güte, die auch mir, Herr Jesu Christ, lebenslang geworden ist. 601160 en jul 4. Erscheinst du, Gottes Sohn, als Mensch auf dieser Erden, muß dann nicht unser Herz voll Trost und Frieden werden? D'rum hast du deinen Glanz in Niedrigkeit gehüllt, daß unsre Angst und Furcht auf ewig sey gestillt. 5. Erscheinen wirst du einst 5. Gieb mir deines Geistes zum großen Weltgerichte; o, laß Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, daß ich einst durch deine Huld, über Sünd' und Welt er haben, mit den Sel'gen singe dir: Hosianna für und für. uns wandeln stets in deiner Wahrheit Lichte, daß wir dann auch getroft dir, unserm Nich ter, nahn und unsern Gnadenlohn aus deiner Hand empfahn. mot mur Mel. Nun danket Alle Gott ac. Domm, Tochter Zion, 6. Das Hosianna wird alsdann von Neuem klingen, dann werden wir vereint mit Engel142. schaaren Gelobt empfangen, der unser Heiland tes Sohn, der ewig war und ist, ist und aller Welt Verlangen. gelobet sey der Herr, der Heis Erhebe seinen Ruhm, stimm' land Jesus Chrift! Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 73 Mel. Nun preiset Alle Gottes 2c. 4. Was sind wir, daß das 143. Laßt ihn uns preiſen, höchste Gut so große Dinge an den Friedefürst und uns thut? Was sind wir, daß Held, schon früh verheißen ward uns Gott so liebt, uns seinen er der sünd'gen Welt. Die Völker Sohn zum Heiland giebt? fahn ihm lang' entgegen, hoffend 5. So nimm ihn denn mit auf Heil und auf ew'gen Segen, 2. Zerreiß den Himmel!" so flehten brünstig sie unterm Getümmel irdischer Lebensmüh': ,, Erscheine endlich hier auf Erden, der du uns Rettung und Trost sollst werden!" Freuden an, mach' ihm zu deinem Herzen Bahn: gieb dich ihm ganz zu eigen hin und lebe stets in seinem Sinn. 6. Bei solcher Treu' giebt er dir Theil an dem von ihm erworb'nen Heil; doch hörst du seine Stimme nicht, so wartet deiner das Gericht. 7. Wie er voll Huld und Freundlichkeit erscheint in dieser Gnadenzeit, so kommt er einst mit Majestät, zum Richter aller Welt erhöht. 8. Dann trifft die Sünder ew'ge Pein; die Frommen gehn zum Leben ein und in des Vaters ew'gem Reich macht er sie feinen Engeln gleich. JONOTE 9. Gelobt sey von uns Jesus Christ, der uns zum Heil erschienen ist! Gelobt sey Gott, der In eigener Melodie. 144. ob sey dem aller- ihn gesandt; fein Ruhm erfülle höchsten Gott! Er jedes Land! 3. Nun ist erfüllet die Zeit, die Gott ersehn; nun ist enthüllet das Heil aus seinen Höh'n; gestillt das sehnliche Verlangen, ewiges Licht ist uns aufge gangen. 4. Nun wird gepredigt des Höchsten gnäd'ges Jahr, Alles erledigt, was noch gebunden war; belohnt der Dulder treues Hoffen; Gläubigen steht nun der Himmel offen. barmend sah er unsre Noth und sandte Jesum, seinen Sohn, zu uns von seiner Himmel Thron. 145. sten, 2. Ihn fandt er, unser Troft 145. Nobt Gott, ihr Chriallzugleich in zu Er seyn, vom Sündendienst uns feinem höchsten Thron! zu befrein, mit Licht und Kraft schleußt uns auf sein Himmeluns beizustehn und uns zum Himmel zu erhöhn. reich und schenkt uns seinen Sohn.:: 3. D welch ein liebevoller Rath; welch unaussprechlich große That! Welch Gnadenwerk, dem feines gleicht, das nie der Menschen Lob erreicht! zu erfreun.:,: 2. Der Sohn kommt aus des Vaters Schooß, ein Heiland uns zu seyn, er wird ein Mensch, wird arm und bloß, uns ewig p In eigener Melodie. 74 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. 3. Der alle Dinge trägt und 4. Macht hoch das Thor, die hält mit göttlicher Gewalt, Pforten weit, ihn zu empfankommt arm und niedrig in die gen feyd bereit und öffnet eure Welt, erscheint in Knechtsge- Herzen gern dem Ehrenkönig, ftalt.:,: dal) a eurem Herrn! So kommt er 4. Er wechselt mit uns wun- freundlich auch zu euch und mitderbar, nimmt unsre Armuth ihm Glück und Heil zugleich. an, uns aber beut er Güter dar, die Niemand schätzen kann.:,: 5. Ja, fomm, mein Heiland, auch zu mir, geöffnet ist des 5. Er wird ein Kind, um uns Herzens Thür; ach zeuch mit das Recht der Kindschaft zu ver- deiner Gnade ein; erfüll' uns leihn. Preis' ihn, begnadigtes ganz mit ihrem Schein; dein Geschlecht: das ew'ge Erb' ist Geist regier' uns allezeit und dein.:,:ne führ' uns einst zur Seligkeit! 6. Heut ist des Paradieses Thor uns wieder aufgethan, der Cherub steht nicht mehr davor: fommt, fommt und betet an!:,: 147. Mit Mel. Von Gott will ich: c. it Ernst, ihr Menschenkin der, bestellt das Herz in euch, es fommt das Heil der Sünder, der Held, an Wundern reich; er, Thor, die Pfor den aus Gnad' allein, der Welt Mel. Vater unser im Himmelr. c. 146. Macht hoch bas und alle ren ein. ten weit: er fommt, der Herr zum Licht und Leben, der Vater der Herrlichkeit! Der Himmel hat gegeben, will bei uns fehist sein Königreich Welt dient ihm zugleich. Er 2. Bereitet doch fein tüchtig ist's, der Heil und Leben bringt, den Weg dem großen Gast; dem laut die Schaar der From- macht seine Steige Steige richtig, men singt. räumt fort, was ihm verhaßt; die Thäler füllet aus, erniedriget die Höhen und laßt ihm of fen stehen ein jedes Herz und Haus. 2. Er ist gerecht, wie Keiner mehr, Sanftmüthigkeit geht vor ihm her; sein Scepter ist Barmherzigkeit und seine Kron' ist Heiligkeit. Er wendet alle unfre Noth und macht uns frei von Sünd' und Tod. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, das will der Herr erhöhn; ein Herz, das Hochmuth übet, das wird zu Grunde gehn; ein Herz, das lauter ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kömmt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit, aus Güte 3. O wohl dem Land', o wohl der Stadt, die diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Ein unvergänglich Freudenlicht strahlt aus von seinem Angesicht. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 75 und Erbarmen, Herr Jesu, selbst Mel. Wie schön leucht't uns 2c. bereit! Zeuch in mein Herz hinein; o komm mit deinem Se- 149. Nun ist die Finster gen! Ich harre dir entgegen, dein ewig mich zu freun. 0.100 650411 Mel. Wachet auf, ruft uns sc. Heiden sehn den Morgen schon und finden den Erretter. Du, den Gott in die Welt gesandt, zerstörtest mit gewalt'ger Hand die Tempel falscher Götter. Du Heerde; selbst sammelst deine Himmel, Erde sahn mit Freuden Gottes Sohn die Menschen weiden. -117099 Gir Hog 148. Nacht umhüllte rings die Erde, da sprach noch einmal Gott: es werde! und Licht entströmte seinem Thron. Christus kam, das Licht der Heiden, der Hirt will selbst die Heerde weiden; als Mensch erscheinet Gottes Sohn. Er hat in unsre Nacht der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzt ihm Alle! In seinem Schein sollt ihr euch freun und schon auf Erden selig feyn. hovedin in 2. Der Gottheit Fülle wohnt mein Heil, zu mir und zeigt mir dir; Gott kommt durch dich, seine Liebe. Du nimmst mein sterblich Wesen an und brichst zum Leben mir die Bahn, daß ich nicht hülflos bliebe. Ewig, mein 2. Dieses Licht erlischt nie wie- Herr, soll mein Gemüthe deine Güte hoch erheben; du, der, sein Glanz strahlt herrlich zu uns nieder und Gottes Heil ist Heiland, bist mein Leben. uns bekannt. Tragt es nun von 3. Ein Herz, das deine WahrVolk zu Volke, zerstreut des Irrheit liebt und dir sich findlich thums düstre Wolfe, erleuchtet übergiebt, das kannst du nicht werde jedes Land. Ihr Völker, verschmähen. Wer sich zu deinen nehmt ihn auf und richtet euern Füßen setzt und sich an deinem Lauf froh gen Himmel. Er geht Wort ergößt, wird, wie du bist, voran und macht euch Bahn, am dich sehen. Bei dir bleib' ich trog Ziel die Krone zu empfahn. dem Spötter. Sonst kein Retter ist auf Erden, durch den Sünder selig werden. 3. Hört im Geist der Engel Chöre: Gott in der Höh' sey Preis und Ehre! stimmt ein in ihren Lobgefang. Kommet zu dem Mahl der Gnaden, zu dem auch ihr seyd eingeladen, und bringt ihm ewig Preis und Dank; entbrennt in Sinn und Muth von heil'ger Liebe Gluth. Glaub' und Hoffnung trägt euch empor zum Himmelsthor, hinauf zu dem, der euch erfor. 4. Ich will mich dir zum Opfer weihn und so dir ewig dankbar seyn, mein Licht, mein Heil, mein Tröster! Ich bete dich in Demuth an. Wer ist, der mich verdammen kann? ich bin, ja dein Erlöster. Von dir nehm' ich Gnad' in Fülle, Fried' und Stille; Freud' und Segen find' ich, Herr, auf deinen Wegen. sid 76 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag sc.| kaum, daß ein Hirt noch wacht 150. N un kommt das neue bei seinen Schafen. Da seht! Kirchenjahr; deß freue sich der Christen Schaar. Dein König kommt, d'rum freue dich und nimm ihn auf herzinniglich. Hallelujah! farin ein neues Licht in Juda's Grens zen. So kann am Mittag nicht die Sonne glänzen. piny niss 5. Triumph, der Herr ist da, auf den sie harrten! Ihr dürft, 2. Von einem Jahr zum an- Hallelujah! nun nicht mehr dern fort vernehmen wir sein warten. Vom Himmel kommt Gnadenwort, das uns den Weg der Held euch mild entgegen; zum Leben weist; Gott sey dafür von uns gepreist. Hallelujah! hier ist das Heil der Welt, der Völker Segen mome Ana 130 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt und was den Glauben in uns mehrt, das laß zu unserm Mel. Mein Freund zerschmelzt zc. Heil gedeihn; dir sey Lob, Ehre, 152. Sohn Gottes, der Preis allein. Hallelujah! CHIE 319 DO HUO sid im 1909 Mel. Es traure, wer da will zc. vom Himmel sich gesenket, der du zu mir herab in's Elend kamst, was für ein mächt'ger Trieb hat dich gelenket, daß nied're Knechtsgestalt du an dich nahmst? Die Liebe hat's allein gethan, sie sah erbarmend mich in meinem Jammer an. pm3 tunnisd Bru 151. fomm, du Troft der Welt, hör' unser Flehen; komm, Rath und Kraft und Held aus Gottes Höhen! Gesalbter, komm herab, dein Volk zu führen; fomm, Friedensfürst, dein Stab soll uns regieren! 2. So sang der Väter Mund, die Gott sich weihten und sich im alten Bund des neuen freuten. Sie sahn manch hundert Jahr dem Herrn entgegen, der längst verheißen war der Welt zum Segen. Hier be 2. Die Liebe ist so groß in dei nem Herzen, daß du für mich das größte Wunder thust. Die Liebe bringt dir Kämpf' und bitt're Schmerzen, da, mir zu Gut, du unter Dornen ruhst. D unerhörte Liebesgluth, da selbst das ew'ge Wort nahm an sich Fleisch und Blut. 3dni ob 3. Der Sohn des Höchsten ist 3. Froh ward, wer seinen Tag mir gleich geworden; ein Mensch, im Geist gesehen; des Glaubens wie wir, der Herr der HerrlichAuge mag, was fern, erspähen. keit. Die Gottheit selbst tritt in Doch der Erwartung Schmerz der Menschen Orden, die Ewigstieg immer höher, da rief Gott feit vermählt sich mit der Zeit. Trost in's Herz der frommen Das Leben kehret bei uns ein; Seher. ndig ni ang es wohnt das Licht der Welt bei 4. Auf Erden herrscht die uns mit seinem Schein. Nacht, die Völker schlafen; 4. So wird in ihm die Mensch Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 77 heit ausgeföhnet, die Reinigkeit| mich der laut're Strom aus seider Seelen wiederbracht. Wir ner Lieb' erfüllt. thl o'bansur sind in ihm mit Ehr' und Ruhm gekrönet, da er uns von der Sünde frei gemacht. Die Erde wird durch ihn erneut; sie wird zum reinen Thron der Gottheit eingeweiht. di dist 9. Auf, auf, mein Geist, stimm' an die Freudenlieder, erhebe dich durch seiner Gnade Macht! Des Himmels heller Glanz bestrahlt dich wieder; was du verlorst, ist völlig wiederbracht. O welch ein überschwänglich Heil! Die Kindschaft Gottes wird durch Christum mir zu Theil. in d. Mel. Mein Salomo 2c. 5. Die Weisheit wohnt nun wieder auf der Erden, ein neues Paradies hebt für uns an. Nun können wir aus Gott geboren werden, wenn wir dem MenschS gebor'nen gläubig nahn. Die 153. o ist denn nun die neugeschaff'ne Seele spürt, daß fie ein höh'rer Geist aus Nacht und Tod geführt. 6. Kein Elend kann mun mei ner Seele schaden: Immanuel ist bei mir in der Noth. Ich darf zu ihm nur gehn, dem Quell der Gnaden, so hab' ich Trost für Elend, Schmerz und Tod. Der Jammer, der noch an mir klebt, kann nicht verderblich seyn, weil Christus in mir lebt. Hütte aufgebauet, die rein des Höchsten Ebenbild uns zeigt; vor der das Heer des Himmels tief sich neigt und fie mit freudiger Bewund'rung schauet, weil ihres Gleichen diese weite Welt an Pracht und Herrlichkeit nicht in sich hält.at 2. Doch der weiß hier nichts Herrliches zu preisen, der das nur sieht, was sich von außen zeigt. Der fasset nicht, was in den Staub uns beugt, wer Alles rich7. Die Sünde kann mich auch tet nach gewohnten Weisen; vor nicht mehr verdammen, denn ihm bleibt diese Trefflichkeit vermeines Heilands Tod kommt steckt, die nur durch Gottes Licht mir zu Gut; und drohen mir wird aufgedeckt.is verderblich ihre Flammen, so i3. Vollendet ist die Hütte, die lösch' ich sie mit Christi theurem ich meine, in deiner Menschheit, Blut. Mein Jesus dämpft den ew'ger Gottes Sohn. Du kamst bösen Trieb; er läßt die Seele herab von deines Vaters Thron, nicht, er hat sie viel zu lieb. daß deine Herrlichkeit in ihr er scheine; und so hat Gottes hohe Majestät den Tempel unter uns, der ewig steht. bisa 4. O großes Werk, Geheimniß sonder Gleichen! Wer hat wohl je so Herrliches gehört, daß in die Menschheit Gott ist einge8. Durch ihn hab' ich ein ewig Leben funden, das mir viel Reichthum, Lust und Ehre schafft. Er ist mit mir, ich bin mit ihm verbunden und fühle täglich seiner Liebe Kraft. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil 78 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. fehrt! Anbetend schweigt, ihr zu seyn. Uns Sündern ward werdet's nicht erreichen; verehret gegeben zum Retter Gottes Sohn; still die unumschränkte Kraft, mit ihm erschien das Leben, die euch zum Heil dies große mit ihm des Himmels Lohn. Wunder schafft. sab 5. Durch Christum wohnt der Gottheit ganze Fülle nun alle zeit im menschlichen Geschlecht, und nimmer weicht von uns sein Licht und Recht; das ist des Vaters gnadenvoller Wille. Schwand uns die Hütte gleich aus dem Gesicht, doch weicht die Gottheit aus der Menschheit nicht. 46. Und Christus bleibt erhöht, ein Thron der Gnaden, den Engel auch gelüstet anzuschaun; ihm nahn die Gläubigen sich voll Vertraun und werden ihrer Schuld von ihm entladen; Ver söhnung, sonst in Bilder eingehüllt, ist uns in ihm wahrhaftig nun erfüllt. 7. Sohn Gottes, du, der vormals angenommen zu unserm Trost die menschliche Natur, die nur in dir nicht zeigt der Sünde Spur; du, aus der Höh' zu uns herab gekommen, nimm unser Herz zu deiner Hütte hin, bis du auch uns hinauf kannst zu dir ziehn. nis minist Pani@glo asil Mel. Nun lob' mein' Seel' ic. 2. Kommt, laßt uns niederfallen vor unserm Mittler Jesus Christ, ihn preisen, daß er Allen Erretter, Freund und Bruder ist. Er gleicht der Morgensonne in ihrem ersten Strahl, verbreiter Licht und Wonne und Leben überall. Von ihm strömt Heil und Gnade auf unsre Welt herab; er führt auf lichtem Pfade uns über Tod und Grab. 3. Frohlockt, ihr Mitgenossen der Sünde und der Sterblichkeit, nun ist nicht mehr verschlossen der Eingang zu der Herrlichkeit! Zu unsrer Erde nieder kommt Gottes ew'ger Sohn und hebet seine Brüder empor zu Gottes Thron. Er ward das Heil der Sünder und der Verlor'nen Hort; hier sind wir Gottes Kinder, und Gottes Erben dort. 4. Du, dem die frohe Menge der Engel und Verklärten singt, vernimm die Lobgesänge, die dir dein Volk im Staube bringt. Auch du warst hier auf Erden, was deine Brüder sind, erduldetest Beschwerden wie jeglich Menschenkind. Was du nun bist, das werden einst deine Brüder seyn, wenn sie entrückt der Erden sich deines Anschauns freun. 154. Von on dieser Erden Staube steigt auf zu dir mein Lobgefang; dir, 5. Schmückt uns die SiegerHerr, an den ich glaube, bringt frone, wenn wir zum Himmel meine Seele Preis und Dank. sind erhöht, dann stehn wir nah' In dir, dem Menschgebor'nen, soll alle Welt sich freun, und jeder der Verlor'nen sey froh, erlöst am Throne und schauen deine Majestät. Nicht mehr aus dunkler Ferne steigt dann das Lob zu Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 79Mai dir, weit über Sonn' und Sterne| tröstlich, du Fels des Heils, du erhaben jauchzen wir; und Lebenshort! mit des Himmels Heere schallt unser Lobgefang: dem Ewigen sey Ehre, dem Welt- Versöhner Dank! find o Mel. Lobt Gott, ihr Christen c. 155. Was in der heilgen Nacht erklang aus fel'ger Geister Heer, das sey auch unser Lobgesang, Gott in der Höh' sey Ehr'! al 2. Von aller Welt erschalle dir, o Jesu, Dank und Lob! dich, unsern Retter, preisen wir, der uns vom Staub' erhob. 3. Du sprachst zur Finsterniß: entweich! da floh des Irrthums Nacht. Du hast das lichte Got tesreich in Herz und Welt gebracht. 3. Wie glorreich von den Banden des Todes auferstanden hast du den Tod besiegt! bist herrlich aufgefahren, thronst unter Himmelsschaaren, bis Alles dir zu Füßen liegt. admite 4. Wie groß sind deine Werke! Wie preif ich deine Stärke! Wie herrschest du allein! Wer wäre nicht, o König, dir treu und unterthänig, um stets in deiner Huld zu seyn? 142 - - Mel. Valet will ich dir geben sc. 157. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn' ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, zünde dein Licht der Seele an, daß sie erkenn' und finde, was dir gefallen kann! 4. Nun bürgen Sorge selbst und Schmerz für uns'rer Kind- 2. Dein Zion streut dir Pal schaft Recht. Zum Vater hebt men und grüne Zweige hin; ich sich unser Herz; wir sind ja will in Freudenpsalmen ermunsein Geschlecht. spnotern meinen Sinn. Mein Herze 5. Dank dir, daß du uns Brü- soll dir grünen in stetem Lob und der nennst: darauf ruht unser Preis und deinem Namen dies Heil; wen du als Bruder annen, so gut es kann und weiß. erkennst, hat ewig an dir Theil. 3. Was hast du unterlassen zu Mel. Nun ruhen alle sc. 156. Wie lieblich tönt meiner Seligkeit, da über alle Maßen mich drückte Schmerz und Leid? Als mir das Reich die Kunde, sie geht von Mund zu Munde, daß ein Erlöser ist! Ja lieblich und erquickend, beseligend, entzückend ist schon dein Name, Jesu Christ! genommen, da Fried' und Freude lacht, da bist, mein Heil, du kommen und hast mich froh gemacht." 2. Wie füß ist deine Lehre, wie groß ist deine Ehre, wie heilig ist dein Wort! Wie ist dein Blut 4. Ich lag in schweren Banden; du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden; du kommst und machst mich groß. Du hebst mich hoch so köstlich; wie ist dein Tod so zu Ehren, schenkst große Güter 80 Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. mir, die nimmer sich verzehren Mel. Vom Himmel hoch sc.id und bleiben für und für.sdschu 5. Nichts, nichts hat dich ge 158. Willkommen, gna zu vom Nacht; zelt, als dein getreues Lieben, du wie glänztest du in HimmelsHeiland aller Welt. Du littest Pracht! Wie freute sich der Entausend Plagen, du trugst der gel Schaar, als Jesus Christ ges Sünde Last und Keiner darf ver- boren war! zagen, den du erlöset hast. 6. Das schreib' dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei deinem Gram und Schmerze, der sich häuft mehr und mehr. Seyd unverzagt, ihr habet die Hülfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 2. Bewundernd beteten sie an, da sie den Trost der Völker sahn. Voll Ehrfurcht hört der Hirten Ohr, was jauchzend sang des Himmels Chor. 3. Allein Gott in der Höh' sey Ehr' und Fried' auf Erden weit umher! Sein Wohlgefallen habe nun der Herr auch an der Menschen Thun! 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und Nacht, 4. Die Hirten beten an und wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er fommt mit Willen, ist voller Lieb' und Lust, all' Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. gehn, in Bethlehem ihr Heil zu fehn, und wer den Neugebor'nen sah, sprach hocherfreut: der Herr ist dapio dall 5. Wer ist wohl diesem Kinde gleich? Es bringt der Gnade sel' 8. Schreckt euch der Feinde ges Reich. Wie hoch sind wir Tücke und ihr vermeßnes von Gott geliebt, daß er den ein'Dräun: in einem Augenblicke gen Sohn uns giebt. wird sie der Herr zerstreun. Er 6. Der Sohn, der Alles trägt fommt, er fommt, ein König, und hält, fam uns zu Gut dem alle Macht und List der Hölle in unsre Welt; auf Erden hat, viel zu wenig zum Widerstande ist. wie wir, gewohnt, der in dem 9. Einst wird er wiederkom- höchsten Himmel thront. men, den Bösen zum Gericht, 7. Ja, Gottes Lieb' ist unbe den Schaaren seiner Frommen schränkt. Der Gott, der seinen mit Gnad' und süßem Licht. Sohn uns schenkt, giebt Alles, Komm, Jesu, unsre Sonne, und was uns heilsam ist, auf ewig leit' uns allzumal zu ew'ger nun durch Jesum Christ. Freud' und Wonne in deinen Himmelsfaal. blm 2058 100 squig mand Por Dong 81 Vom Leiden und Tode Jesu. 41/2 sd VIII. Vom Leiden und Tode Jesu. the Theat Mel. Dir, dir, Jehovah, will c.| Ruhm blieb auch im schwersten Kampf dein Eigenthum. 159. ch, sieh' ihn dulden, bluten, sterben, o meine Seele; sag' ihm frommen Dank! Sieh' Gottes ein'gen Sohn und Erben, wie mächtig ihn die treuste Liebe drang! Wer hat wohl je so heiß wie er geliebt, der auch sein Leben für die Feinde giebt? 6. Herr, dies dein Beispiel soll mich lehren, des Lebens Unschuld sey mein Ehrenkleid. Gern will ich deine Stimme hören und freudig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu; wer hat es mehr um mich verdient, als du? Own 2. Wie dunkel waren jene Stunden, o Herr, und welche Lasten drückten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden; und, ach), es floß zum Heil und Trost für mich! Noch heute ruft es mir ermunternd zu, daß du mich liebst, du heil'ger Dulder du. 7. Nie will ich mich am Feinde rächen: für deine Mörder flehte dein Gebet; nie Gottes Führung widersprechen, wenn sie auch durch die Nacht der Trübsal geht. Auf Dornen gingst du selbst zum Ziele hin: ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. 3. So sollt' es seyn: du muß- 8. Was fürcht' ich noch des test leiden; dein Tod macht mir Grabes Schrecken? dein Tod - des Vaters Liebe fund. Er wird nahm ja dem Tode seine Macht. für mich ein Quell der Freuden, Mag meinen Leib die Erde ein Siegel auf den ew'gen Frie- decken; zum Leben bist du, Ledensbund. So wahr dich Gott bensfürst, erwacht: zum Leben zum Opfer gab für mich, so feste geh' auch ich aus meiner Gruft steht's, er liebt mich väterlich. verklärt hervor, wenn deine 4. Nun bin ich dein und Got Stimme ruft. tes Erbe, nun seh' ich in sein Va- 9. Nimm hin den Dank für terherz hinein. Wenn ich im deine Plagen, den dir, mein RetGlauben leb' und sterbe, dann ist ter, treue Liebe bringt. Noch die Seligkeit des Himmels mein. heißern Dank will ich dir sagen, Ob Sonn' und Mond und Erde wenn dir mein Geist im Chor der untergehn: mir bleibt doch ewig Engel singt. Dann stimmen alle Gottes Gnade stehn. Sel'gen jauchzend ein; der ganze Himmel wird dann Zeuge seyn. 5. Ja, mir zum Trost und dir] zur Ehre gereicht dein Leiden und dein Kreuzestod; bestätigt hat mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. er deine Lehre, die nie vergeht, wenn gleich die Hölle droht. Der Unschuld Frieden und ihr hoher 160. Am Kreuz erblaßt, der Marterlast nach F 82 Vom Leiden und Tode Jesu. schwerem Kampf entnommen, Mel. Nun last uns den Leib zc. ist im Grabe Jeſus nun erst zur 161. An deine Leiden denChrist, und danken dir, daß du so willig ihre Last zu unserm Heil getragen hast. 2. Wir folgen dir im Geiste 109 od nady zu jeder Stufe deiner Schmach; wir schaun zu deinem Kreuz hinan und beten dich bewundernd an. 3. Wir segnen, Herr, den Dors nenpfad, den, uns zu gut, dein Fuß betrat; uns strömet Kraft und Trost und Ruh' aus deinem bittern Leiden zu. nez 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, den Reuigen die Schuld vergiebt, den starken Trost in aller Noth, erwarb, Erlöser, uns dein Tod. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz; ach Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich voller Wehmuth schlagen. 3. Du schirmest mich und über dich gehn aller Trübsal Wetter. Sterben wolltest du für mich, göttlicher Erretter. 4. Du hast's gethan; dich bet' ich an, du König der Erlösten. Dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht, riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei, für uns hingegeben. 6. Hochheil'ge That! Des Höchsten Rath faff' ich hier nicht im Staube. Dort schau' ich in hellem Licht, was ich fromm hier glaube. 5. Daß ewig unsre Seele lebt und sich zur bessern Welt erhebt, die Lehre muß nun fest tas gu bestehn, dein heil'ges Reich kann nicht vergehn. 3 mb 7. Als er gebot, gab selbst der Tod zurück, was er bezwun- 6. Mit ungewissen Schritten gen. Leicht hat sich der Lebens- geht, auf eigner Bahn, wer dich fürst selbst dem Grab ent- verschmäht. Wir glauben dir schwungen. Sund zweifeln nicht, du bist 8. Des Todes Thal will Leben, Trost und Licht. uns ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn es wird durch deinen Tod mir ein Weg zum Schauen. 7. Voll Dank und Freude fol gen wir dir, unserm Herrn und Retter, hier; dort führst du, nach vollbrachter Zeit, uns zu des Himmels Herrlichkeit. 9. Ich preise dichy; erforsche mich und siehe, wie ich's meine; ja du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Herr, ich bin dein; du wollest mein in Ewigkeit geden ken. Ganz will ich aus Herzensgrund mich in dich versenken. nie ein Engel faßt, geschah. VerMel. Wie wohl ist mir, o Freund 2c. Lereite dich, o Christ, 162. Bere wir gehen im Geift hinauf gen Golgatha, auf des sen blutgetränkten Höhen, was Vom Leiden und Tode Jesu. 83 nimm an diesem heil'gen Orte| 5. Wer kann die hohen Leiden des sterbenden Erlösers Worte, fassen, als Christus an dem und eigne ihre Kraft dir an. Sie Kreuze rief: warum, Gott, haft können reichen Trost im Leben du mich verlassen? Wie beugt und einst im Tode Trost dir ge- ihn unsre Schuld so tief! Doch ben, wenn sonst dich nichts mehr selbst in diesen dunklen Stunden, trösten kann.) susi da er das Schrecklichste empfun2. Er läßt mit liebevollem den, bleibt Gott noch seine ZuHerzen den Blick auf seinen Fein- versicht. Muß ich den Kelch des den ruhn; vergieb, ruft er in sei- Leidens trinken, will meine Seele nen Schmerzen, sie wissen, Herr, ganz versinken, dann, Gott, nicht, was sie thun. Der men- mein Gott, verlaß mich nicht! schenfreundlichste der Beter fleht 6. Mich dürftet! flagt er noch am Kreuz für Missethäter, schöpft von Schmerzen, entblößt die auf ihn häufen Bein und von Allem, was erquickt, der Schmach. O Mensch, den Rach Göttliche, der Aller Herzen mit und Zorn verführen, laß dich Trost und Hülfe gern beglückt. durch dieses Beispiel rühren, und Noch immer ruft er um Erbarbete dem Erlöser nach! bomb men aus tausend hülfsbedürftgen Armen, die Blöße, Durst und Hunger drückt. O selig, wer den Ruf erfüllet! denn wer der Armen Klagen stillet, der hat den Heiland selbst erquickt. 7. Nun enden sich die schweren Leiden, der Heiland spricht: es ist vollbracht! O Wort des Sieges, Wort der Freuden! du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns! wer darf es nun wohl wagen, uns, die Erlöften, zu verflagen? Er starb für uns und wir sind sein. Gieb, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: es ist vollbracht, ich bin nun dein. 3. Welch Beispiel findlich frommer Triebe, als unter Leiden ohne Zahl der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend noch empfahl! Ach, seh' ich einst um mich die Meinen in meiner leßten Stunde weinen, so soll dies Wort mir Trost ver leihn: den tief der Seinen Schmerz betrübte, der auch im Tode sie noch liebte, wird auch der Meinen Helfer seyn. 4. Verzagt nicht, reuige Verbrecher: wer glaubet, kommt nicht in's Gericht. Hört, was zu dem gebeugten Schächer der Mund des Weltversöhners spricht. Er ruft ihm tröstend zu: noch heute wirst wahrlich du an meiner Seite mit mir im Paradiese seyn! O Herr, laß an des Todes Pforte einst diese gnadenvollen Worte auch mich im letzten Kampf erfreun! 8. Das letzte Wort aus deinem Munde, als schon dein Aug' im Tode brach, sprech' ich in meiner letzten Stunde dir, mein Ers löser, gläubig nach. Du riefest: Vater, ich befehle in deine Hände meine Seele! und sterbend F2 84 Vom Leiden und Tode Jesu. neigte sich dein Haupt. Auch ich nicht Hohn? Nein, ich will ihn befehl' an meinem Ende einst einzig lieben, meinen Jeſum nie meinen Geist in Gottes Hände: betrüben. dann schau' ich, was ich hier ge- 4. Der am Kreuz ist meine glaubt. Liebe. O mein Herz, was zagest du? Sieh', aus heil'gem Mittlers- Triebe schafft dir Jesus Hond naised In eigener Melodie. 163. Chrifte, du Lamm sterbend Nuh'. Wer verdammt Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, er barm' dich unser! mich? Gott ist hier, Gott verzeiht durch Christum mir: d'rum, aus dankbar reinen Trieben, will ich Jesum vieder lieben. 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm' dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, gieb uns deinen Frieden. Amen! 164. De Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. er am Kreuz ist meine Liebe, meine Lieb' ist Jesus Christ. Weichet all' ihr eitlen Triebe, fern sey, was nicht himmlisch ist. Lust der Mel. Christus, der ist mein Leben c. Welt ist nicht von Gott, ihre Liebe 165. Die Sonne ſtand vers der Mit bringt Meinen nur zu lieben, dazu fühl' ich mich getrieben. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Spötter, was verlachst du mich, daß ich mich im Glauben übe? Starb mein Heiland nicht für mich? Jesus ist mein Friebensschild, Jesus ist mein Lebensbild: meinen Jesum will ich lieben und mich stets im Glauben üben. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe. Prüft mich beide, Luft und Schmerz, ob ich ihm wohl treu verbliebe. Von ihm scheidet nichts mein Herz, keine Macht, kein Gold, fein Ruhm, keine Schmach, kein Marterthum: dem bisher ich treu verblieben, Jesum will ich ewig lieben. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du besiegst mich nicht. Wely mir, wenn ich den betrübe, der für mich ging in's Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? Spräch' ich seinem Blut tag ward zur Nacht; nun hat er überwunden und spricht: es ist vollbracht. 12. Des Tempels Gründe wankten, der Vorhang riß entzwei; so wird der Welt verkündet, der Zugang sey nun frei. 3. Denn er ist durchgedrun gen für uns zu Gottes Thron, der ew'ge Hohepriester, des Allerhöchsten Sohn. 4. Kein Opfer mehr darf blue ten, der Fried' ist nun gemacht und aller Welt Erlösung durch seinen Tod vollbracht. 5. O du, der mich versöhnte dem Richter aller Welt, du hast Vom Leiden und Tode Jesu. 85 das Heil der Sünder auf ewig| ten; Preis, Anbetung, Dank hergestellt. sey dir lebenslang, mein Heil, dafür. 6. Nun wohnt in sich'rer Ruhe das menschliche Geschlecht: dein Volk regierst du herrlich nach deinem heil'gen Recht. 7. Einst führest du die Deinen in deines Vaters Reich und machst an Ehr' und Würde sie seinen Engeln gleich. 4. Herr, der tausendfache Schmerzen mir zu Liebe gern ertrug, deinem mitleidsvollen Herzen war mein Friede Lohn genug. Trost in meinen letzten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden; Herr, ich dank', ich danke dir einst im Tode noch dafür. 8. Den Tod darf ich nicht fürchten, der mich von hinnen rafft: er ist schon überwunden durch deines Todes Kraft. 5. Ruh' im Leben, Trost am Grabe, welch ein seliger Gewinn, den ich dir zu danken habe, dir, deß ich auf ewig bin! Dir mein ganzes Herz zu geben, deinem Vorbild nachzustreben und dereinst zu sterben dir, Herr, dies 9. Durch ihn komm' ich zum Ziele, vollbracht ist dann mein Lauf; dann nimmt in seine Hände auch mich der Vater auf. Now for Mel. Jesu, meines Lebens 2c. sey mein Dank dafür. u, , der Menſchen Heil und Leben, 166. Mel O Haupt voll Blut zc. deß sich meine Seele freut, der 11, für mich sich hingegeben, Ur- 167. D, deſſen Augen sprung meiner Seligkeit; du, der lieber wollte sterben, als mich lassen im Verderben; ach, wie dank', wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! floffen, Zion sahn, zur Frevelthat entschlossen, sich seinem Falle nahn: wo ist das. Thal, die Höhle, die, Jesu, dich verbirgt? Verfolger seiner Seele, habt ihr ihn schon erwürgt? Tial risto 2. Gottes Rathschluß zu erfüllen, gingst du deine Leidens- 2. Welch ängstlich banges bahn; ja, du stiegst um unsert- Klagen hörst du, Gethsemane! willen gern den Todesberg hin- Wer ist der Mann der Plagen, an. Du vergaßest eigne Schmer- der langsam Sterbende? Es ist zen, trugst nur unsre Noth im das Heil der Sünder, der MittHerzen; diese Liebe preisen wir, ler für die Welt, der, statt der ewig sey dir Dank dafür. Menschenfinder, hier in's Gericht sich stellt. 3. Frevler frönten dich zum Hohne, o du König aller Welt, 3. Seht, wie er tief im Stauund im Schmuck der Dornen be, bedeckt mit Angstschweiß krone wurdest du zur Schau ge- liegt und doch sein starker Glaustellt. Das hast du für mich ge- be im heißen Kampfe siegt! litten, mir die Ehrenfron' erstrit- Schon naht die freche Rotte, die 86 Vom Leiden und Tode Jesu. kein Erbarmen rührt, die unter| Zagen und bist bis in den Tod Hohn und Spotte ihn zu dem betrübt; wie sollte mir das Herz Richtstuhl führt. in nicht schlagen, der ich der Sün den viel verübt? Mir ziemt es, daß ein Herz voll Reu stets meines Betens Anfang sey. 4. Sein Volk im wilden Grimme erweicht sein Anblick nicht und nicht des Mitleids Stimme, die aus dem Heiden spricht. Mit frechem Hohngelächter ruft ihre blinde Wuth: auf unsre Söhn' und Töchter komm', wie auf uns, fein Blut! 3. Du meidest selbst der Jünger Blicke und suchest fern die Einsamkeit; so zieh' auch ich mich still zurücke und fliehe, was stund mein Herz zerstreut. Mit dir laß mich alleine seyn, wenn betend ich vor Gott erschein'. 5. Sie häufen seine Plagen noch auf der Todesbahn; er wird an's Kreuz geschlagen; o Seele, bet' ihn an! Ihn höhnt in Wort und Mienen sein Volk bei seinem Schmerz; er ruft: vergieb es ihnen! in Liebe bricht sein Herz. 6. Bald nahet sich sein Scheiden, des Todes stille Nacht; nun enden seine Leiden, er stirbt, es ist vollbracht. Es hat nun überwunden aus Juda's Stamm der Held; Versöhnung ist gefunden für die gefall'ne Welt. 7. Der du zum Heil der Sünder dein Haupt am Kreuz geneigt, du Freund der Menschen- todt! finder, hier liegen wir gebeugt, dir danken wir im Staube, dir, der uns Heil gewann. Dich preist der Deinen Glaube; nimm unser Opfer an. te or Mel. O daß ich tausend zc. MICK 168. D u gehst zum Garten, dort zu beten; ich geh' im Geist, mein Jesu, mit. Laß mich an deine Seite treten; ich weiche von dir keinen Schritt. Dein Beispiel zeige mir dabei, welch ein Gebet gesegnet sey. 2. Du gehest zitternd und mit 4. Du wirfst dich knieend hin zur Erden, fällst nieder auf dein Angesicht; so soll die Demuth sich geberden, wenn sich das Herz mit Gott bespricht. Tief beug' ich vor ihm meinen Sinn, ich, der ich Staub und Asche bin. 5. Du rufest zu dem lieben Vater, greifft voll Vertrauen ihm an's Herz; dein Vater ist auch mein Berather, d'rum ruf' ich mit dir himmelwärts. Ach Glaub' und Liebe sind mir noth, sonst ist mein Beten falt und 6. Geduld'ger Jesu, du bleibst stille; dreimal erneut die Bitte sich; gewiß ist auch an mich dein Wille, ich soll anhalten fräftiglich. Find' ich nicht Nuh' beim ersten Mal, so ruf und bet' ich ohne Zahl. 7. Dein Wille senkt sich in den Willen des ewig weisen Vaters ein; so soll auch mein Gemüth sich stillen, dann wird mein Flehn erhöret seyn. Auch ich bet' in Gelassenheit: dein Will', o Gott, gescheh' all'zeit. 8. Du, Herr, erlangtest so Vom Leiden und Tode Jesu. 87 im Flehen Trost, Kraft, Sieg, Zeit zum Freudenopfer bringen. Leben, Herrlichkeit, und so soll es auch mir ergehen in dieser meiner Gnadenzeit; auf gleiches Beten folgt auch mir der gleiche Segen, Herr, wie dir. Moin de THE In eigener Melodie. 169. in Mein ganzes Leben weih' ich dir, es soll nun dankbar für und für in deinem Dienst verfließen; und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtniß schließen. 15. Wohl auf, mein Herz, und in Lämmlein geht öffne dich, dir soll ein Kleinod und trägt die werden! kein Schaß, wie dieser, Schuld der Welt und ihrer Kin- findet sich im weiten Schooß der der; es geht und büßet in Ge- Erden. Weg Ehr' und Lust der duld die Sünden aller Sünder. eitlen Welt! was vor dem AlEs gehet mit gelaß'nem Sinn len mir gefällt, hat nun mein und schweigend seinen Weg da- Herz gefunden. Dies ist mein hin, begiebt sich aller Freuden; Schatz und höchstes Gut: Veres sieht die Marter, die ihm söhnung, Jesu, durch dein Blut droht, und will die Schmerzen und Heil aus deinen Wunden. und den Tod doch gern aus Liebe leiden. 6. Dies theure Gut soll alle zeit zum Segen mir gedeihen, mich kräftigen in jedem Streit, in Trübsal mich erfreuen; und naht die Todesstunde sich, so schau' ich glaubensvoll auf dich und werde selig enden. Ich trete dann zu deinem Thron und den verheißnen Gnadenlohn nehm' ich aus deinen Händen. d 2. Dies Lamm ist Jesus, un ser Freund, der Retter vom Verderben, der nach des Vaters Rath erscheint, am Kreuz für uns zu sterben. Wunderlieb', o Liebesmacht, Gott hat, was nie ein Mensch gedacht, uns seinen Sohn geschenket. O unerhörte Liebesthat, daß, der in sich das Leben hat, sich in den Tod gesenket. Mel. Ein Lämmlein geht zc. 3. So lang' ich lebe, will ich 170. Erforsche mich, ers dich aus meinem nicht sen; mit starker Liebe hältst du und sieh', Herr, wie ich's meine; mich, so will auch ich dich fas ich denk' an deines Leidens sen. Nur dir gefallen sey mein Ruhm; ich will mich dir zum Eigenthum auf ewig übergeben. Nur du bist meine Zuversicht, und wenn mein Aug' im Tode bricht, bist du auch dann mein Leben. Schmerz, an deine Lieb', und weine. Dein Kreuz sey mir ge benedeit. Welch Wunder der Barmherzigkeit hast du der Welt erwiesen! Hab' ich dies wohl genug bedacht und dich aus aller 4. Ich will von deiner Freund meiner Macht genug dafür gelichkeit, mein Jesu, täglich sin- priesen? Aim spizuen gen und mich dir selbst zu aller 2. Rath, Kraft und Friedes 88 Vom Leiden und Tode Jesu. fürst und Held, in Fleisch und Bein für den, der dich verachtet, Blut gekleidet, wirst du das nicht, solcher Gnade werth zu seyn, Opfer für die Welt und deine im wahren Glauben trachtet! Seele leidet. Du zagest in Geth- der dein Verdienst zwar eingesemane, fühlst unsrer Sünden schrecklich Weh, die Strafen son der Ende; auf dich nimmst du der Menschen Schuld und giebst, mit göttlicher Geduld, dich in der Sünder Hände. mist steht, dich aber durch sein Leben schmäht, durch seine Laster höhnet. Wer dich nicht liebt, kommt in's Gericht; wer nicht dein Wort hält, liebt dich nicht, ihn hast du nicht verföhnet. 3. Erniedrigt bis zur Knechts- 7. Du hast gesagt, du wirst gestalt, voll Krankheit und voll die Kraft zur Heiligung mir Schmerzen, ertrugst du Spott, schenken; dein Blut ist's, das Schmach und Gewalt mit gott mir Trost verschafft, wenn mich ergeb'nem Herzen. Wir sahy'n die Sünden fränken. Laß mich dich, der Verheißung Ziel, doch im Eifer des Gebets, laß mich in da war nichts, was uns gefiel, Lieb' und Demuth stets vor dir und nicht Gestalt und Schöne. erfunden werden. Dein Heil Vor dir, Herr, unsre Zuversicht, sey mir ein Schirm in Noth, verbarg man selbst das Ange- mein Stab im Glück, mein sicht; dich schmähn des Bun- Schild im Tod, mein letter des Söhne.hin Troft auf Erden. 4. Ein Opfer nach dem ew'gen Rath, beschwert mit unsern Pla- Mel. Wie wohl ist mir, o Freund ac. gen und deines Volkes Missethat, gemartert und zerschlagen, ſtill 171. Erhab'ner Dulder, deine vollund geduldig wie ein Lamm, gehst bringt ihr Werk im Todesdu den Weg zum Kreuzesstamm, schmerz, du folgest der Erbarum Seelen zu erretten. Dein mung Triebe, bringst Frieden in Leben gabst du auch für mich, des Sünders Herz. Du bist die denn Gott warf Aller Sünd' auf Wahrheit und das Leben; um dich, damit wir Friede hätten. uns zur Kindschaft zu erheben, betrittst du deine Leidensbahn. Wer dich im Glauben angenommen, darf als ein Kind zum Vater kommen und soll der Gnade Trost empfahn. 5. Du neigst dein Haupt, es ist vollbracht; du stirbst, die Erd' erschüttert. Die Arbeit hab' ich dir gemacht; Herr, meine Seele zittert. Was ist der Mensch, den du befreit! o laß in heißer Dank- 2. Verkläret hast du Gott auf barkeit mich deine Gnad' empfin- Erden, verherrlicht seines Naden, und deine Liebe dringe mich mens Ruhm; du hast durch zur Gegenliebe, daß ich dich nie Martern und Beschwerden uns freuzige mit Sünden. dir erkauft zum Eigenthum. Wir sollten frei vom Dienst der . Welch Warten einer ew'gen Vom Leiden und Tode Jesu. 89 Sünden, geheiligt deinen Tod| zagen, der ernstlich seine Schuld verkünden und deinem Bilde bereut. Der Herr hat unsre Last ähnlich seyn. Welch hohes Ziel, getragen, Gott ist ein Vater, der wonach wir streben; o laß uns verzeiht. Nur laßt uns wandeln nie in unserm Leben dein hei- in der Liebe, daß wir aus dankbar liges Verdienst entweihn! frommem Triebe auch unsern Brüdern gern verzeihn. Wenn Rach' und Zorn das Herz entzünden, wer kann des Herren Lieb' empfinden und seines Hei3. Verleih)' uns Weisheit, Kraft und Stärke, uns deinem Dienste ganz zu weihn und durch Vollbringung guter Werke stets wirksam für dein Reich zu seyn. les sich erfreun? Gieb, daß wir freudig von dir 7. Der Herr hat mächtig zeugen, damit sich Alle zu dir nei- überwunden und giebt uns ſeigen, die jetzt noch ferne von dir nen guten Geist, der uns in der stehn. Bald sey auf dieser gan- Versuchung Stunden den sichern zen Erde Ein Hirte nur und Eine Weg zum Leben weist. Getrost Heerde: dies ist, o Vater! un- ging er dem Tod eutgegen, weil ser Flehn. ihn sein Gott, der Welt zum Segen, als Sühnungsopfer dargestellt. Stärk' uns, Herr, in Versuchungszeiten, auf daß wir wachen, beten, streiten und siegen über Sünd' und Welt. 8. Ja, hilf uns Alles überwinden, was unserm wahren Leben droht, erlös' uns von der Macht der Sünden, bewahr' uns vor dem ew'gen Tod. Laß wandeln uns in deinem Lichte, vor deinem heil'gen Angesichte, fern von der Sünde finstrer Nacht. O hilf, daß in der letzten Stunde der Siegesruf aus deinem Munde der unsre sey: es ist vollbracht! 4. Oft geht der Weg durch nächtlich Grauen, auf dem uns Gott zum Ziele führt, doch wollen wir fest darauf bauen, daß er uns väterlich regiert. Mein Vater! es gescheh' dein Wille, sprachst du in demuthsvoller Stille, als du zum Tode warst betrübt. Herr, der uns vorangegangen, laß uns den Kindesfinn erlangen, der sich in deinen Rath ergiebt! 5. In deinem segensvollen Leben war dir kein irdisch Glück gewährt; du hast, von Dürftig feit umgeben, der Erde Güter gern entbehrt. Des Vaters gna- 9. Dein ist das Reich, die denreichen Willen durch Thun Macht und Ehre, das Richteramt und Leiden zu erfüllen, war deine an Gottes Thron. Dich preisen Speise, Gottes Sohn. Auch aller Engel Chöre, du bist wahruns, wenn Noth und Mangel haftig Gottes Sohn. Nimm drücken, wird Gott mit reichem auch von unserm schwachen HerTrost erquicken, du selbst, Herr, bist der Deinen Lohn. zen den Dank für deine Todesschmerzen, bis unser sterbend Auge bricht, und wir in jenen 6. Und kein Erlöster darf ver 90 Vom Leiden und Tode Jesu. Himmelshöhen dich, unsern ßen Zähren ihm heute Lieb' und Herrn und Heiland, sehen von Treue schwören? Es ist vollAngesicht zu Angesicht. bracht! Mel. Es ist genug! so ic. 6. Es ist vollbracht! Herr, ewig feierlich sey mir dein To8 172. Es ist vollbracht, das destag, dich preif ich jetzt und für die dich mein letzter das Licht der Wahrheit stegt. Herzensschlag! Hinauf zu dir Nun endlich wird des Irrthums blick' ich am Ziele und ruf' in Nacht erhellt, die auf der Mensch freud'gem Dankgefühle: Es ist heit liegt. Der Welterlöser hat vollbracht! vollendet, wozu der Vater ihn gesendet. Mel. Wer nur den lieben Gott ic. Es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht! Durch 173. Es ist vollbracht! fo Leiden ohne Zahl that er für uns ruft am genug. Er ruhet nun von aller sterbenden Erlösers Mund. Dies bittern Qual, die er aus Liebe ' trug. Sein Geist, entnommen dem Getümmel, steigt triumphirend auf zum Himmel. Es ist vollbracht! Wort voll Trost und Leben reize zur Freude mich aus Herzensgrund. Was Gott auch mir zum Heil bedacht, das große Opfer ist vollbracht. 3. Es ist vollbracht; des Vaters Rath erfüllt zu seinem Preis und Ruhm! Der Vorhang riß; auf ewig ward enthüllt der Liebe Heiligthum. Der seinen Mördern auch vergeben, bringt Allen Heil und neues Leben. Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Wer sah nicht Gottes Spur, als er am Kreuz entschlief? Die Sonn' er losch, verhüllt war die Natur, die Erd' erbebte tief. Zerrissen wurden Felsenwände bei des erhabnen Mittlers Ende. Es ist vollbracht! 2. Mein Jesus stirbt. Die Felsen beben, verdunkelt wird der Sonne Schein; in Todte dringt ein neues Leben, sie sollen Wunderzeugen seyn; der Vorhang reißt; die Erde fracht und die Versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du erduldet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinweggewendet, der auf der Welt voll Sünden lag; verschwunden ist des Todes Nacht, seitdem du riefst: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Wie 4. Ich sehe den am Kreuze blieb ein menschlich Herz wohl hangen, der mich vom ew'gen kalt und ohne Dank an dessen Tod befreit. Neßt, fromme Kreuz, der unterm tiefsten Thränen, meine Wangen, seyd Schmerz für uns zum Tode Zeugen meiner Dankbarkeit! fant! Wer sollte nicht mit hei- Er, den mein Gott zum Heil Vom Leiden und Tode Jesu. 91 gemacht, rief auch für mich: es| Angst und Schmach! ihm ist der ist vollbracht! smisdal shi Sieg gelungen, indem das Herz ihm brach. p 5. O hilf mir nun auch, Herr, vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt, laß nach der Heiligung mich ringen, zu der dein Tod mir Kraft gewährt. Mich dir zu weihn, bin ich bedacht, bis einst mein Leben ist vollbracht. 3. Es ist vollbracht! Nun ferner nicht geweint! In dir vollend' auch ich; bin ich mit dir, bist du mit mir vereint, so sieg' ich, Herr, durch dich. Ich werde meine Sünden, des bittern Todes Macht durch dich bald übers winden; dann ruf auch ich: vollbracht! 16. Und hat mein Gott ge häufte Schmerzen zu meiner Prüfung außerfehn, so will ich, mit ergeb'nem Herzen, durch alle Noth und Trübfal gehn. Dann ruf ich in der Leidensnacht voll 175. Herr Jefu Chrift, dein theures Hoffnung aus: es ist vollbracht! meiner Seelen höchstes Gut, das tröstet, stärkt und macht allein vor Gott mich aller Sünden rein. said filior 7. Fühlt einst mein Herz des Todes Schrecken, dann, Herr, erleicht're mir die Last: auch sterbend laß den Trost mich schmek2. Dein Blut, mein Schmuck ken, daß du den Tod besieget und Ehrenkleid, dein' Unschuld haft. So tret' ich in des Todes und Gerechtigkeit macht, Nacht mit dem Triumph: es ist ich kann vor Gott bestehn und vollbracht! daß 80 ding k Mel. Die Seele Christi heil'ge zc. in des Himmels Freud' eingehn. 3. O, Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, dein Blut, das in mir Leben schafft, erfülle mich mit neuer Kraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Noth, wenn mich erschrecket Sünd' und Tod, dann laß mich diesen Trost erfreun: dein Blut macht mich von Sünden rein. Mel. Jerusalem, du 2c. 174.8 s ist vollbracht! so ruft des Heilands Mund; o triumphirend Wort! Es macht auch mir der Schuld Vergebung fund, es gilt noch fort und fort. Vollbracht ist nun sein Leben, das er auch mir geweiht, für mich auch hingegeben zu meiner Seligkeit. 2. Es ist vollbracht! Das Leiden ist vollbracht, nun sinkt er in den Tod; da hat er auch an meine Schuld gedacht, getilgt auch meine Noth. Wie hat der meine Held gerungen mit Schmerzen, stamm Mel. Mir nach, spricht sc. imp S101 176. H err Jesu Christ, du Gottes Lamm, der du viel Angst und Plagen für Schuld am Kreuzesgeduldig haft getragen 92 Vom Leiden und Tode Jesu. verleih' auch mir in Leidenszeit| verliere mich mit dankendem GeGeduld und wahre Tapferkeit. müthe in deine Güte! 2. Ich kann nicht ohne Kreuz 7. Sie übersteigt die mensch und Leid zur Freude dort gelan- lichen Gedanken: allein sollt' ich gen; du selbst bist zu der Herr- darum im Glauben wanken? lichkeit nur durch das Kreuz ge- Ich bin ein Mensch, darf der gangen: d'rum will auch ich in sich unterwinden, Gott zu er Noth und Pein, wie du, mein gründen? E Herr, geduldig seyn. Tauge clod ci 8. Nichts Größ'res ist in Gott, als Lieb' erweisen, und uns ges Mel. Herzliebster Jesu 2c.bührt, sie demuthsvoll zu preifen, 177. H stärke mich, und zu bewundern, wenn Gott err, dein Leiden zu be- Gnad' erzeiget, wie hoch sie denfen, mich in das Meer der steiget. Liebe zu versenken, die dich be- 9. Mein Herz ergreift, Herr, wog, von aller Schuld des Bö- dein Verdienst im Glauben, sen uns zu erlösen. nichts soll den Trost, den du er 2. Du, Gottes Sohn, wirst warbst, mir rauben. Du starbst Mensch, gleich uns, auf Erden, für mich; nun bin ich), wenn ich willst bis zum Tod am Kreuz sterbe, des Himmels Erbe. gehorsam werden, an unsrer Statt, gemartert und zerschla gen, die Sünde tragen. dar In eigener Melodie. 3. haben wunderbarſtes aller 178. Her liebſter Jefu, was Gnadenwerke! Es zu ergründen fehlt dem Geist die Stärke; mein Herz erbebt, ich seh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Richter alles Bösen; Gott ist die Lieb' und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder; es beugt mich tief und es erhebt mich wieder, entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. daß dir das Todesurtheil ward gesprochen? was ist die Schuld, wofür so harte Strafen dich, Heil'ger, trafen? 2. Du wirst gegeißelt und zur Schmach gekrönet, in's Angesicht geschlagen und verhöhnet und, wie es Missethätern nur gebühret, zum Kreuz geführet. 3. Was ist doch wohl die Ursachy' solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ich selbst, Herr Jesu, habe das verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herr für seine 6. D Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Knechte, er, der Gerechte. Vom Leiden und Tode Jesu. 93 5. O große Lieb', o Lieb'| schwebt er da mit unsrer Schuld ohn' alle Maßen, daß du dich beladen, dem Opfertode nah'.. also für uns martern lassen! Was kann ich dir dafür, o Herr, mein Leben, zum Opfer geben? 6. Ich will stets dankvoll deine Huld betrachten, will dich nur lieben und der Welt nicht achten; nur deinen Willen thun, mich selbst bekämpfen, die Lüste dämpfen. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sünder, verhüllt das Angesicht: jetzt ist für Adams Kinder der Mittler im Gericht. Wer nun der Sünden Gräu'l nicht haßt, häuft auf den Tag des Zornes sich selbst des Zornes Last. 10 4. Es präge eurem Herzen sich tief und kräftig ein: der Preis 7. Zu deiner Ehre will ich so vieler Schmerzen soll eure Alles wagen, kein Kreuz mehr Rettung seyn. O nehmt an achten, keine Schmach noch Pla- seiner Gnade Theil, erkennet gen; nichts von Verfolgung, seine Liebe, verwerft nicht euer nichts von Todesschmerzen neh- Heil. men zu Herzen. dull cst: 100 8. Dies Alles wollest du, Herr, nicht verschmähen, auf mein geringes Opfer gnädig sehen; durch deinen Geist mich Schwachen täglich stärken zu guten Werken. 9. Wenn dort, Herr Jesu, sein Flehn. 6. Ihr, eurer Brüder Feinde, einst vor deinem Throne auf meinem Haupte glänzt die Eho schlagt an eure Brust und renkrone, dann soll mein Lob werdet Menschenfreunde, vermit aller Engel Chören dich dammt der Rache Luft; vers ewig ehren. geltet euren Haffern nie, selbst denen, die euch fluchen; vergebt und fegnet sie. nails mois 5. Vernehmt es auch, ihr Spötter, die ihr den Mittler schmäht, er ist auch euer Retter, ach, höret sein Gebet:„ Sie wissen nicht, was sie begehn; vergieb, o Bater, ihnen!" war auch für euch Mel. Wenn meine Sünd' mich sc. in an dein Kreuz 179. H zu treten, Versöh7. Noch währen seine Qualen, noch trägt er unsre Schuld; er trinkt die vollen Schalen des ner, stärke mich. Dich gläubig Leidens mit Geduld. So hoch anzubeten, fehnt meine Seele hat Gott die Welt geliebt, daß sich. Laß mich mit Zittern und Vertraun, was du für uns erlitten, in heil'ger Andacht schaun. 12. Des großen Dulders Seele ist bis zum Tod betrübt; so innig, meine Seele, hat Jesus dich geliebt. In heißen Nengsten in den Tod am Kreuze er Jes sum Christum giebt. 8. Vor deines Todes Schrekfen erblaßt der Sonne Licht und Finsternisse decken des Himmels Angesicht. Nun sinkt er in des Todes Nacht; erbarm', o Gott 94 Vom Leiden und Tode Jesu. dich unser! Er stirbt: Es ist in deinem Herzen. Laß das vollbracht. Verdienst von solcher Pein ein Labsai meiner Seele seyn, wann mir die Augen brechen. 180. 3d Mel. Es ist genug! so c. gch bin erlöst durch 2. Ich danke dir für deine meines Mittlers Huld, die du mir haft erzeiget, Blut, durch seines Kreuzes Tod; da du zur Tilgung meiner mit Gott versöhnt, fühl' ich nun Schuld dein Haupt am Kreuz Trost und Muth und fürchte geneiget. Ach, neige dich, mein keine Noth. Die Weisheit hat Herr und Gott, zu mir auch in mein Heil erfunden, der Tod der Todesnoth, auf daß ich ist siegreich überwunden; ich bin Gnade finde. erlöst! antis 3. Erhalt in deinem Dienst 2. Ich bin erlöst! Mich trifft mich treu, bis Leib und Seele des Donners Spruch vom Sinai scheiden, daß nicht an mir vernun nicht; mein Heiland nahm loren sey dein theures, werthes von mir den schweren Fluch, Leiden. Und wenn mein Lauf befreit mich vom Gericht. Mich vollendet ist, nimm mich hinauf, schrecken nicht mehr meine Sün- Herr, wo du bist, daß ich dort den, der Vater läßt mich Gnade mit dir lebe. finden; ich bin erlöst! Istan him Abd monisd thund 3. Ich bin erlöst! Was ist In eigener Melodie. Oder: Fren' dich sehr, 2c. noch, das mich schreckt? Licht wird die Todesnacht, aus der mesu, deine tiefe mich bald der Herr des Lebens Wunden, deine weckt zu der Verklärung Pracht. Qual und bittrer Tod geben Werd' ich in's stille Grab ge- mir zu allen Stunden Trost in tragen, so ruh' ich nur von meiner Seelennoth; fällt mir Prüfungstagen; ich bin erlöst! 182. J 4. Ich bin erlöst! In Friede 1:12 etwas Arges ein, denk' ich bald an deine Bein, diese wehret fahr' ich hin, ist meine Stunde meinem Herzen, mit der Sünde Der Tod wird mir zum je zu scherzen. da. feligsten Gewinn, mein Retter 2. Will sich an der Weltist mir nah'; er wird zu einem luft weiden mein verderbtes bessern Leben dann den be- Fleisch und Blut, so gedenk freiten Geist erheben; ich bin ich an dein Leiden, dieses dämpft erlöft die böse Glut; will sich der Versucher nahn, schau' ich deine Martern an, halt ihm vor die Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3. Auch für Alles, was mich kränket, geben deine Wunden idsin Mel. Ans tiefer Noth 2c. ch danke dir für dei181. Ich nen Tod, o Herr, und für die Schmerzen, die du in deiner letzten Noth gefühlt Vom Leiden und Tode Jesu. 95 Kraft, wenn darein mein Herz sich die Sünder, daß sie nun sich senket, wird mir Ruh' und sind Gottes Kinder. Heil geschafft; deines Trostes 5. Aber auch die Sünde Süßigkeit wendet jedes bittre weicht niemals ganz aus uns Leid. Alles hast du mir erwor- sern Herzen, und bis wir das ben, da du bist für mich ge- Ziel erreicht, fehlt es nicht an storben.inddien bittern Schmerzen. Du mußt, 4. Auf dich seg' ich mein Vater, uns Gedeihen durch des Vertrauen, du bist meine Zu- Geistes Kraft verleihen. versicht! Mir erregt der Tod kein Grauen, mich erschreckt Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! zc. hr 184. run Fürst der Seligkeit, sieg' ich auch im letzten Streit; wer da freund, der Heil'ge, der Geruht in deinen Wunden, der hat ew'ges Leben funden. rechte wird verachtet, wird verschmäht, stirbt den Tod der Knechte. 183. Mel. Liebster Jesu, wir sc. esus Christus, Got tes Lamm, ist für unsre Schuld gestorben, hat gebüßt am Kreuzesstamm und die Freiheit uns erworben. Wer die Sünde nun bereuet, wird durch Christi Tod erfreuet. 2. Ihr Augen, weint! der Menschenfreund trägt unerhörte Plagen. Ach, für unsre Missethat wird er so geschlagen! 3. Ihr Augen, weint! der Menschenfreund beschließt sein theures Leben. Wer wird nun den Leidenden Trost und Hülfe geben? 2. Gott, der selbst die Liebe ist, zeigt, wie hoch er uns gelie- 4. Ihr Augen, weint! der bet, da sich willig Jesus Christ Menschenfreund sinkt in des in den Tod für Sünder giebet, Grabes Höhle; Finsterniß und uns, bisher des Todes Knechte, Gram bedeckt seiner Jünger Seele. zu verwandeln in Gerechte. # COTE 10 3. Sind wir nun versöhnt 5. D weint nicht mehr! Kann mit Gott, weil sein Sohn sich wohl der Herr je die Verwesung hingegeben, wie vielmehr bringt sehen? Nein, er wird nach kurzer aus dem Tod der Erstand'ne Ruh siegreich auferstehen. uns zum Leben; selig macht er seine Brüder, heilig seines Leibes Glieder. Mel. Mein Jesu, dem die ic. Dommt, die ihr Jesu m Kreuz erhebet, heut Jemplior 185. 4. Sind mit Christo wir ver eint, so liebt Gott uns in dem ist des Heilands Todestag. Sohne; wer in ihm gerecht Schaut ihn, durch dessen Tod erscheint, darf sich nahn des Va- ihr lebet, auf dem auch ters Throne. Freudig rühmen eure Sünde lag. Ihr Christen, 96 Vom Leiden und Tove Jesu. Laßt der Erde Freuden und ihre[ zu deinem Heil und holen Kraft Kümmerniß zurück und richtet von deinem Kreuze. eures Geistes Blick auf eures Heilands Todesleiden. thu 6. Wir sollten Stolz und Unrecht üben; und du trägst 2. Wir bringen Dank aus Elend, Kreuz und Schmach? frommen Herzen, in Lieb' ent- Wir sollten die nicht herzlich brannt, erfüllt von Schaam, dir, lieben, für die dein Herz in Liebe brach? Der Rachsucht sollten wir nicht wehren, nicht auch dem Feinde gern verzeihn? Versöhner, oder ist nicht dein, den nicht dein Tod kann Liebe lehren! der die Last der bittern Schmerzen als unser Mittler auf sich nahm. Heil dir, der uns das Heil errungen im bangen, schweren Todesstreit! Lamm Gottes, bis in Ewigkeit sey auch von uns dein Ruhm gesungen! 7. Wir sollten je in Trübsal dulden sehn? wenn uns Verflagen, da wir dich schweigend 3. Wenn uns die SchuldBegefühle drücken, ist's Golgatha, folgung droht, verzagen, da Leiwohin wir fliehn und dort den deinen Sieg erhöhn? des Blutes Ström' erblicken, die auch für uns um Gnade schrie'n. Wir wollen, wo für unsre Sünden du dich am Kreuz geopfert haft, die Freiheit von der Sünde Last und von der Sünde Herrschaft finden. fiehlst, in dunkler Nächte Grauen, von Gott verlassen, du dich Gott, so wollen wir in Schmach und Spott, wie du, des Vaters Herz vertrauen. indiss 8. Auch in den bängern Todesstunden bleibst du, Herr, unsre 4. Dahin, wo uns dein Blut Zuversicht; im Glaubensblick auf erstritten, gehn wir, dir unser deine Wunden erschreckt des Gra Blut zu weihn. Wo du für bes Nacht uns nicht. Wenn sich uns den Tod gelitten, werd' das Auge schon verdunfelt, so unser Leben gänzlich dein. Wie sey des Geistes Aug' erfüllt von du, o Herr, um unsertwillen deines Heldentodes Bild, das gehorsam wurdest bis zum Tod, wie der Morgenstern uns funkelt. so wollen freudig dein Gebot auch wir treu bis zum Tod erfüllen. Mel. Herzliebster Jesu zc. 5. Dein Leidenskampf, o Heiland, stärke, dein Sieg befeure 186. aßbeinen Geist mich stets, mein Muth und Kraft zum Glau- Heiland, lehren, dein göttlich benskampf, zu jedem Werke, das Kreuz im Glauben zu verehren, Ehre dir und Freude schafft. daß ich getreu in dem Beruf Wie uns durch Lust die Sünd' der Liebe mich christlich übe. auch reize, sie hat an uns nicht 2. Das Gute thun, das Böse weiter Theil; wir fliehn zu dir, fliehn und meiden, Herr, diese Vom Leiden und Tode Jesu. 97 Pflicht lehrt mich dein heilig| Tugend Pfad betrete, im GlauLeiden. Könnt' ich zugleich das ben kämpf, im Glauben wach' Böse mir erlauben und an dich und bete: so darf auch ich des glauben? Heiles der Erlöften mich sicher trösten. cere bibele 3. Da du dich selbst für mich dahingegeben, wie dürft' ich noch nach meinem Willen leben und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 11. Lockt böse Lust mein Herz mit ihrem Reize, so schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; und werd' ich matt in Uebung guter Werke, so sey's mir Stärke. 4. Wie sollt' ich nicht des Lebens Kreuz und Plagen mit stiller Demuth und Geduld ertragen, da du so viel für uns, die wir's verschuldet, liebreich er duldet? andosin toist 5. Wie sollt' ich meine Mit erlösten haffen, für welche du dein Leben selbst gelaffen? Ich will für Alle, die mich unter treten, gleich dir noch beten. der, 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten. Du, Heiliger, du Herr und Haupt der Glie schaltst auch nicht auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich deinem reinen Herzen, dies ist der Dank für deine Todesschmerzen; und Gott giebt Kraft, flehn wir in deinem Namen, dir nachzuahmen. 12. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Aergerniß und eine Thorheit werden, so sey's doch mir, trotz alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 13. Wenn mich im Sterben meine Sünden fränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz sey, wenn ich einst den Tod erleide, mir Fried' und Freude. Mel. Die Tugend wird durch's 2c. 187. Laß mir die Feier deiner Leiden, erhabner Mittler, heilig seyn! Sie lehre mich die Sünde meiden und dir mein ganzes Leben weihn. Ich seh' auf dich, der so entschlossen für mich die Last des Kreuzes trug, der mir zum Heil sein Blut vergossen, deß Herz noch sterbend für mich schlug. 8. Welch großes Heil! du littest uns zu Gute, ich bin versöhnt in deinem theuren Blute. Du hast auch mir, da du für mich gestorben, dies Heil erworben. 2. Mir sollen diese Feierzei ten nicht ohne reiche Frucht entfliehn; zum Kreuze will ich dich 9. So bin ich denn schon selig begleiten und eitlen Freuden hier im Glauben, so wird mir mich entziehn. Ich will gerührt nichts, nichts meine Krone rau die Huld ermessen, womit dein ben; so werd' ich dort, von Herr- Herz die Welt umfaßt; wie lichkeit umgeben, einst ewig leben. fönnt' ich undankbar vergeffen, 10. Sa, wenn ich stets der was du für mich erduldet haft? G 98 Vom Leiden und Tode Jesu. 3. So will ich in der Andacht| Fluch zu retten, daß wir im Stunden dich, Herr, im Geiste Gewissen Ruh', mit Gott Friede leiden sehn, für dein Verdienst hätten. und deine Wunden mit Dank 4. Was ein neues Leben schafft und Thränen dich erhöhn. Dein und zur Beffrung leitet, hat Leiden sey mein höchster Segen, uns deines Leidens Kraft und dein Tod mein seligster Gewinn; dein Kreuz bereitet. Stark im mein gläubig Herz schlägt dir Glauben kann ich nun nach der entgegen, weil ich durch dich Tugend ringen, Gottes Willen gerettet bin. freudig thun, Sünd' und Welt 196 bezwingen. IZ 6190. 4. Seyd jetzt, send mir auf immer theuer, Gethsemane und Golgatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der wundervoll sten Liebe sah! Dorthin will ich voll Andacht schauen, wo mein Erlöser litt und starb, und noch im Tode dem vertrauen, der mir die Seligkeit erwarb. 50 Mel. Christus, der uns felig 2. ein Erlöser, Gots 188. Mei tes Sohn, der du für mich littest und erhöht auf Gottes Thron jetzt noch für mich bittest! Welche Wohlthat, Herr, ist mir dein versöhnend Leiden! wie dank' ich würdig dir, Ursprung meiner Freuden! 2. Dir, dem Herrn der Herrlichkeit, war es ja gegeben, ohne Schmerzen, ohne Leid ewig froh zu leben. Aber, o der großen Huld! daß ich selig würde, übernahmst du in Geduld schwerer Leiden Bürde. 5. Froh kann ich dem Todesthal nun entgegenschen und zu jener Welt einmal ohne Schrekfen gehen; denn du hast aus aller Noth Rettung mir errungen und durch deinen Kreuzes- Tod meis nen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Bein nun auf mich auch kommen. Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, du hast es in Händen, was du mir zum Heil verschafft, gläubig anzuwenden. MONITOR 7. Gieb, daß mich das Wort vom Kreuz stets mit Muth belebe; daß ich jedem Sündenreiz standhaft widerstrebe. Treib' mich mächtig dadurch an, Gottes Ernst zu scheuen und, was une recht ich gethan, innig zu bes reuen. 8. Stärke mich durch deinen Tod in den letzten Stunden. Du 3. Nun kann meine Misse- haft deines Todes Noth fiegreich that noch Vergebung finden: überwunden. O, so hilf dazu auch denn du starbst nach Gottes Rath mir, laß mich fröhlich scheiden; für der Menschen Sünden. Unsre Herr, dann dank' ich ewig dir Lasten trugest du, uns vom für dein bittres Leiden. Vom Leiden und Tode Jesu. 099 ic. Mel. Herzliebster Jesu 1. 189. Mein Herr und Heiricht erschüttert, daß dein Herze bricht? land, laß mir's 5. Dein ist die Schuld, nimm gehn zu Herzen, wie hoch du dies in Acht, du hast den Herrn mich geliebt in deinen Schmer- an's Kreuz gebracht; ihm, der zen. Gieb, daß ich mög' des für dich sein Leben gab, folg' in Fleisches Lüste dämpfen; hilf ſelbst mir kämpfen! das Grab und stirb dem Sündenleben ab.ppt upp de 2. Der du im Grabe Ruhe 6. Ach Vater! unter Bein und haft gefunden, nachdem für uns Hohn erblaßt am Kreuz dein am Kreuz du überwunden, gieb ein'ger Sohn: da dies geschieht Ruhe, wenn man mich nach für meine Schuld, trägst du Gemeinen Tagen in's Grab wird tragen. 3. Gieb süße Ruhe durch dein bittres Leiden; nimm auf die Seele zu des Himmels Freuden, die du, o Herr, auf ewig mir er worben, da du gestorben. ged, mis no fat, lloubeduplo Mel. Ich hab' mein' Sach'. 190. Nun ist es Alles wohl gemacht; mein Jesus ruft: es ist vollbracht. Er neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir er wirbt das Leben, welches nie verdirbt. 2. Der Herr der Herrlichkeit erbleicht, der Lebensfürst, dem Ewigkeit. Niemand gleicht. Welch Wun- lad der jeigt uns Gottes Macht: ni in dunkle Nacht verhüllet sich der Sonne Pracht! Mel. Herzlich thut mich zc. 191. Haupt voll Blut 3. Die Erde bebet fürchterlich; und Wunden, voll der Heil'gen Gräber öffnen sich; Schmerz und voller Hohn! o der Vorhang reißt von oben an, Haupt zum Spott gebunden mit daß Jedermann das Heiligthum einer Dornenkron'! o Haupt, das nun schauen kann. & 4. Weil denn die Creatur sich regt, so werd' auch du, o Mensch, bewegt. Ein Fels zerreißt und du wirst nicht durch dies Gesonst getragen die höchste Ehr' und Zier, doch schimpflich nun geschlagen, gegrüßet seyst du mir! 2. Du edles Angesichte, das sonst, der Sonne gleich), gestrahlt 02 duld und schenkst in ihm mir deine Huld. 7. Ertödte selbst in meiner Brust, mein Heiland, jede böse Luft: dein Tod, der mir das Leben schafft, verleily' mir Kraft, zu üben gute Ritterschaft. Done 18. Ich will zu deinem Kreuze gehn und fest im Glauben auf dich sehn: dein Tod soll meine Zuflucht seyn, auf ihn allein schlaf' ich einst sanft und selig ein. 9. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, daß du für mich gestors ben bist; ich preise dich hier in der Zeit und nach dem Streit voll Frend' und Wonn' in 100 Vom Leiden und Tode Jesu. im hellsten Lichte, wie bist du o Jesu, liebster Freund, für deine nun so bleich; dein Blick mit Todes- Schmerzen, da du's so Kraft gefüllet, der sonst die Welt gut gemeint. Ogieb, daß ich geschreckt, wie ist er jetzt verhül- mich halte zu dir und deiner let, mit Dunkel ganz bedeckt! Treu' und, wenn ich einst erfalte, in dir mein Ende sey. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze seyn, so reiß mich aus den Aengsten kraft deiner Angst und Pein. 3. Die Farbe deiner Wangen und deiner Lippen Roth ist hin und ganz vergangen in deiner Todesnoth. Was hat dem Tod gegeben, o Jesu, diese Macht, daß er dein heilig Leben versenkt in seine Nacht? 4. D Herr, was du erduldet, ist Alles meine Last: ich, ich hab' es verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh' ich Armer, der Zorn verdienet hat; gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad'! d 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Du hast, Quell aller Güter, viel Gutes mir gethan. Oft hast du mich gelabet, mit Himmels- Brod homyn Mel. Christus, der uns selig ic. geſpeiſt, mit Trost mich reich 192. hilf, Chriſte, Gotz begabet durch deinen Geift. 16. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Dich halt' ich noch umschlungen in meinen Armen fest, wenn von dem Tod bezwungen das Leben dich verläßt. tes Sohn, durch dein bittres Leiden! daß nicht Kreuz, nicht Spott und Hohn uns von dir mag scheiden, daß wir deines Kreuzes Schmach fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. mon 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnoth: da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll fest an mein Herz dich drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. 200 Mel. Herzliebster Jesu, was sc. 7. G8 dient zu meinen FreuS den und thut mir herzlich wohl, 193. Lamm, das keine Sünde je beflecket, daß ich mich in dein Leiden, mein das nie die Schuld getheilt, die Heil, versenken soll. Ach könnt uns bedecket, und reiner ist, als ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! alle Seraphinen, die jeßt dir dienen. 8. Ich danke dir von Herzen, 2. Warum muß ich dich sehn am Kreuze schweben, von 20 Vom Leiden und Tode Jeſu. 101 Schmach und Hohn und bittrer| fort von dir nich scheiden; ich Qual umgeben? Warum mußt bleibe dein, bis du mich dort du den Lod sogar empfinden, wirst weiden, wo deine Liebe den Sold der Sünden? wird mit Engelzungen von uns befungen. du 0303 3. Fürwahr, du trugest meine Noth und Schmerzen, die Strafe lag auf dir und deinem Herzen; mich wolltest du durch deine Wunden heilen, mir Ruh' er theilen. 4. D habe Dank für dein un endlich Lieben, das dich für mich in Noth und Tod getrieben, daß du den Zorn, der über mich sollt' kommen, auf dich genommen. 5. Ich nehm' es an, das Heil, so du erworben, da du für mich am Kreuze bist gestorben; der Tod kann mir, weil ich der Schuld entladen, nun nicht In eigener Melodic. 13 Atstativ Lamm Gottes unschuldig, für uns am Kreuze gestorben! den Tod littst du geduldig und haft uns Leben erworben. Die Sünd' hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm' dich unser, o Jesu! 194. 2. D Lamm Gottes 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! Mel. Auf meinen lieben ic. welch ein herber 6. Ach, stärke nur durch deine 195. Kraft den Glauben, daß er sich su, für dein Herz! ihn hast du diesen Schatz nicht lasse rauben, der nimmer mag mit allem Gut der Erden erworben werden. mehr empfunden, als Banden, Spott und Wunden: die kleine Zahl von Freunden fränkt dich gleich deinen Feinden. 7. Laß deines Leidens Frucht mich stets genießen, laß seinen Trost auf mein Gewissen fließen; dein Sterben sey zu steter Lust und Freude des Geistes Weide. 2. Kaum naht sich die Gefahr, so zagt der Jünger Schaar: sie fliehn, die sich vermaßen, dich nimmer zu verlassen; die Schwüre 8. Der Sünde, die dich hat sind gebrochen, die kaum ihr an's Kreuz geschlagen, will ich Mund gesprochen. chise thad von ganzem Herzen nun entsa- 3. Dein Petrus selbst ergen; es soll forthin in mir sich schrickt, der fühn das Schwerdt nichts erkühnen, ihr noch zu gezückt. Er flieht, eh' Bande drodienen. hen; doch da er feig entflohen, geht er zurück verwegen dem tiefern Fall entgegen. 9. Nur dir, nur dir, Lamm Gottes, sey mein Leben zum Eigenthum auf ewig hingegeben! 4. Wo ist sein hoher Sinn? wozu du mich durch deinen Tod und Wunden so hoch verbunden. Sein Eifer ist dahin; er, der dich frei bekannte, dich Gottes Sohn einst nannte, läßt sich durch 10. Nichts fann und soll hin Vom Leiden und Tode Jesu. 102 Furcht bethören, dich treulos abzuschwören. Bid dist ich hätte leiden müssen, den Tod hatt' ich verdient. Die Martern und die Banden hast du, Herr, ausgestanden, auf daß ich sey mit Gott verfühnt. 5. Wie schwach ist Fleisch und Blut! Traut niemals fühnem Muth! bald liegen wir im Stau be, erloschen ist der Glaube und unser Muth gedämpfet: ach, Christen, wacht und kämpfet! 5. Du gingest mir zum Segen dem Todeskampf entgegen mit starkem Heldenmuth; du starbst, 6. Doch, Herr, dein Liebes- daß ich nicht sterbe, noch ewigblick bringt Petrum bald zurück; lich verderbe; o unerhörte Lieer fühlet tief im Herzen der Neue besgluth! InDe bange Schmerzen und weinet 6. Hoch bin ich dir verbunden, bittre Thränen, die sich nach Gnade sehnen. 7. Er sucht und findet ste; d'rum, Sünder, zaget nie. Die Reue muß euch beugen; doch laßt die Zweifel schweigen: so groß sind keine Sünden, sie können Gnade finden. mein Heil, für deine Wunden, für deine Angst und Pein; was Seel' und Leib vermögen, das will ich dankbar legen an deis nen Dienst und Ruhm allein. 7. Ich kann zwar nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Seel' und Leib sich scheiden, mir tief dba Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 196. Welt, sich hier dein in meinem Herzen ruhn. Leben am 8. An dich will ich stets denken und meine Augen lenken auf deinen Kreuzestod; er ist des Glau bens Siegel, der Unschuld heller Spiegel, mein bester Trost in des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott. aller Noth. Mens 2. Tritt her und schau mit 9. 9. Ich will darin erblicken, Fleiße, wie ist mit blut'gem Schweiße des Mittlers Leib be deckt. Welch unerhörte Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des Leidens schmeckt!& wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem sanften Muth, und wie ich mich soll üben, aus Hers zensgrund zu lieben, wenn mich verfolgt der Feinde Wuth. usp 10. Wenn gift'ge Zungen ste 3. Wer hat dich so geschlagen? chen, wenn Spötter Hohn mir wer ist's, der diese Plagen dir sprechen und meines Falls sich aufgebürdet hat? Du bist ja freun: will ich das Unrecht dulnicht ein Sünder, wie andre den und alle ihre Schulden, wie Menschenkinder, und nicht be- du, mein Heiland, gern verfleckt von Missethat.bizeihn. dohod of DE GINE 4. Ich bin's, ich sollte büßen, 11. Wofür du mußtest leiden, Vom Leiden und Tode Jesu. 103 das will ich ernstlich meiden, will| gen sich vereint; seines Sterthun, was dir gefällt; ich will bens Wunderkraft, die in Todten der Sünd' entsagen, an's Kreuz Leben schafft, wird mir Schmerz die Lüfte schlagen; gekreuzigt soll und Freude geben, wird mich mir seyn die Welt. beugen und erheben. haud- 12. Es ström' aus deinen 5. Alle Hoffart drückt sie nies Wunden in meinen letzten Stunder, hebt in Kleinmuth mich eme den mir Trost und Frieden zu. por, giebt in Schwachheit Stärke Nimm mich an meinem Ende, wieder, zieht aus Zweifeln mich on Herr, in deine Hände und hervor; hält mich zwischen Lust führe mich zur ew'gen Ruh'. und Leid in der rechten Mäßigfeit: ja, mir ist der höchste Frieden durch des Heilands Kreuz beschieden. Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. ichtet auf des Heilands $ 11942 197. Richte Leiden die 6. D geheimnißreiche Liebe, Vernunft ihr Denken hin, so die sich mir im Glauben schenkt! will sie allein sich weiden an des wecke neue Lebenstriebe, wenn Dulders hohem Sinn; sie ver- mein Blick zum Kreuz sich lenkt. dammt der Feinde Wuth, die Alle Kraft und alles Heil deines vergoß des Heil'gen Blut, und Leidens sey mein Theil; alles flagt über Christi Schmerzen; Andre mag vergehen, bleibet doch es heiligt nicht die Herzen. mir dein Kreuz nur stehen. 2. Aber meines Geistes Seh8 nen sucht den höheren Gewinn: Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. zum Ersterben zu gewöhnen meinen tief verderbten Sinn. Mir 198. She st foll Christi Schmach und Pein Kommt, Menschen, hier zusamnicht ein rührend Bild nur men: ihr Ungerechten, seht die seyn; nein, in's Herz will ich Unschuld hier verdammen; Unihn schließen, seines Todes Kraft heil'ge, sehet hier den Heiligsten genießen. verhöhnt, mit Dornen nur zum Spott des Himmels Herrn gefrönt. 3. Dies Geheimniß seiner Schmerzen, das verborgen ist der Welt, hat der Glaube meinem Herzen in das hellste Licht gestellt. Alle sündliche Begier tödtet Christi Tod in mir, und durch ihn wird mir gegeben, auf zustehn zum neuen Leben. 2. Seht, welch ein Mensch ist das in Schmach und Schmerz und Wunden! Hat eure Knechtschaft nicht den Freiesten gebunden? Hat eure Lust nicht ihm der Schmerzen Füll' erregt? Ist's eure Bosheit nicht, die an das Kreuz ihn schlägt? du loge 4. D'rum in meines Herzens Grunde trag' ich ihn, den Seelenfreund, der zum ew'gen Gnaden- Bunde mit den Gläub'3. Seht, welch ein Mensch ist das! Ja, opfert Thränen 104 Vom Leiden und Tode Jesu. fluthen; denn eure Blutschuld dern nie an diese Wuth der macht des Heilands Herz ver- Sünder. Du sprichst: die Rache bluten! Geht nicht vorüber hier; strafte sie und straft noch ihre doch seht durch allen Schmerz, Kinder. O Seele, denkst du seht durch die offne Brust in auch dabei an deine Sünden; eures Jesu Herz. bist du frei von Schuld am Tode Jefu? mais des 4. Seht, welch ein Mensch ist das! Kommt, Menschen, hier 3. Wird er nicht auch für zusammen, zergeht in Dankbar deine Schuld verschmähet und feit, erglüht in Liebesflammen! zerschlagen? Muß Jesus nicht So lang' das Auge blickt, sey voll Lieb' und Huld auch deine nie der Wunsch gestillt, die Herr Sünden tragen? Ja, er verlichkeit zu schaun, die ihn am söhnt durch seinen Tod auch Kreuz erfüllt. dich mit dem gerechten Gott und stirbt, damit du lebest. 4. D Jesu, Jesu, Gottes Sohn, du Tilger meiner Sünden! vertritt mich an des Vaters Thron und laß mich Gnade finden. Laß deines Todes Schmach und Pein Gerechtigkeit und Heil mir seyn um deiner Liebe willen. 5. Seht, welch ein Mensch ist das, wie reich an Trost und Gnaden! Seht, welche Segens füll' aus ihm sich will entladen, feit sein vergoßnes Blut der Sünde Macht bezwingt, so oft sein Blick vom Kreuz in eure Seelen bringt. 12. 6. Seht, welch ein Mensch ist das! Zieht er nicht von der Erden euch nach, fühlt ihr euch nicht zu Gott erhoben werden? Sterbt nicht der Sünd' ihr ab, indem das Haupt er neigt; lebt Schmach, ich will das Kreuz ihr nicht himmlisch auf, wenn er zum Himmel steigt? 5. Ich schwöre, Weltversöhner, dir, und ewig will ich's halten: so wahr du lebest, soll in mir nie deine Lieb' erkalten; ich will nicht scheuen deine Mel. Aus tiefer Noth c. 199. eht, welch ein Mensch! wie liegt so schwer auf ihm die Laft der Sünder! Wie unaussprechlich duldet er für euch, ihr Men fchenkinder! Des ew'gen Vaters heil'gen Sohn trifft wilder Feinde Spott und Hohn und tausendfache Plagen.bis dir tragen nach, nur dir zur Ehre leben. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid!* c. 200. S ( o ruhest du, o meine Ruh', in deiner Grabeshöhle, und erweckst durch deinen Tod die erstorbne Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben; dich hat jeßt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. e 2. Du denkest ohne Schau- 3. Doch Preis sey dir, du Vom Leiden und Tode Jesu. 105 konntest hier nicht die Verwe-| Ihr, die ihr euern Heiland ehrt, fung sehen! bald hieß dich des Höchsten Macht aus dem Grab erstehen. am JUST 4. O Lebensfürst! ich weiß, du wirst auch mich zum Leben wecken. Sollte denn mein glänbig Herz vor der Gruft erschrecken? fühlt seiner Liebe hohen Werth, die selbst die Feinde fegnet. Auch uns hat er durch sein Gebet des ew'gen Richters Gnad' erfleht. Zu unsers Herzens Trost und Ruh' sagt er auch uns Vergebung zu. Herr Jesu Christ, gelobt seyst du für deinen Tod, der uns versöhnt mit unserm Gott! 5. Hier werd' ich einst, bis du erscheinst, in stillem Frieden liegen: denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grabbefiegen. 6. Nein, nichts verdirbt, der Leib nur stirbt, doch wird er auferstehen und in der Verklä rung Glanz aus dem Grabe gehen. 3. Das ist der Segen deiner Huld, daß Gott auch bei geon häufter Schuld die Sünder gern verschonet; daß er so liebreich ihrer denkt und ihnen Frist zur Buße schenkt, nicht nach Verdienst belohnet. Wohl mir, daß ich auch rühmen kann: auch mich, mich Sünder nimmt Gott an; dies Heil hat deines Todes Kraft, mein treuer Heiland, mir verschafft. O Jesu Christ, mein Herr und Gott, durch deinen Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2c. Tod vertrittst du mich bis an 7. Indeß will ich, mein Jesu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis zum Tode denken. bild plant un 201. Underwelt ruft Im Gnade für die den Tod! 4. Wird je mein Herz von Gottes Sohn, am Krenz ge- Trofte leer, weil meiner Sünquält, als er die Welt versöhnet. den großes Heer auf's Neue Wie tief verwundet es sein Herz, mich) erschrecket: o dann versichre daß ihn bei seinem herben Schmerz ihr Spott so frech verhöhnet! Er schaut auf fie mit mildem Sinn und wendet sich zum Vater hin, der seine Bitten stets gewährt; ruft, daß es Erd' und Himmel hört: vergieb, o Gott, und führe nicht sie in's Gericht; denn was sie thun, verstehn sie nicht. mich auf's Neu', du stehest mir als Mittler bei, der meine Schuld bedecket. Blick' ich dann glaubensvoll auf dich, so tröste deine Gnade mich und stärke mich mit deiner Kraft am Ziele meiner Pilgerschaft. Herr Jesu Christ, der letzte Kampf wird mir versüßt, weil du mein Trost im Tode bist. tis 2. Bewundernd seh' ich diese Huld! Wie göttlich groß ist die Geduld, die Mördern so begegnet. 5. Den sanften, liebevollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, flöß', Herr, in meine 106 Vom Leiden und Tode Jesu. Seele. Gieb, daß bei der Ver| kann dich erreichen und feiner folgung Schmerz ich du des aus der Engelschaar. Des ew' Feindes hartes Herz und meine gen Vaters Thron verlassen, Sach' empfehle. Entflammet mich um hier am Kreuze zu erblasder Rache Gluth, o so besänft'ge sen und uns vom Tode zu bemeinen Muth. Erinn're fräftig frein; des Himmels unnennmich daran, was du zum Vor- bare Freuden vertauschen mit bild mir gethan, Herr Jesu Christ, der Erde Leiden: kann eine als du am Kreuz durch dein Liebe größer seyn? Gebet selbst deinen Mördern Gnad' erfleht. 3. Wer diese Liebe kennt, der 6 bete fie mit der tiefften Ehrfurcht 6. Mich heil'ge dein Versöh- an. Wir wollen deiner Todesnungstod, daß ich befolge dein stätte, o Herr, uns gläubig dankGebot und ganz dir ähnlich bar nahn. Hier stehn wir unwerde. Ja, ziehe mich, erhöhter deinem Kreuze, daß uns ter Held, zu dir hinauf von dein hohes Vorbild reize, zu dieser Welt, zum Himmel von thun, was Liebe uns gebeut; der Erde. Du bist der Deini- du lehrst uns, ohne Drohn und gen Panier; zeuch uns dir nach, Klagen die Lasten unsrer Brüwir folgen bir und können dann der tragen: wir sind zu folgen ohn' Ende dein und deiner Für- dir bereit. sprach' uns erfreun. Herr Jesu Christ, Herr Jesu Christ, wie selig ist ein Mensch, dem du ein Heiland bist! su mi did 4. Das Herz zur Liebe zu entzünden, blick' ich hinauf nach Golgatha; der Kränkung Schmerz zu überwinden, erwäg' ich fromm, was dort geschah. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. Auch meine Feinde will ich lieben, der Brüder feinen je betrüben, für welche du gestorben bist; auch unter Opfern und Beschwerden will ich des Nächsten Helfer werden: hilf mir dazu, Herr Jesu Chrift. 202. Voll oll Liebe war, o Herr, dein Leben, von Liebe zeugte jede That; zum Opfer dich für uns zu geben, war deines Vaters heil'ger Rath. Ihn zu vollziehn mit will'gem Herzen, betratest du den Weg der Schmerzen und gingst in taufendfache Noth; 203. Von Furcht dahinvoll gegen geriffen, tre Mel. Wenn meine Sünd' c. $ 503 Feinde, du liebteft deine schwa- net Petrus dich; bald straft chen Freunde und liebtest sie bis ihn sein Gewissen, da weint in den Tod. er bitterlich. Dein Blick, o Jesu, 2. D Liebe Liebe sonder rührt sein Herz, er fleht zu dir Gleichen, wie göttlich groß, wie um Gnade und du stillst seinen wunderbar! Kein Sterblicher Schmerz. hift and Bom Leiden und Tode Jesu. 107 2. Betrübt ist meine Seele, Mel. Herzlich thut mich verlangen sc. mit Neu' und Schmerz erfüllt; 204. Weg, Welt, mit wenn ich es dir ist es doch enthüllt. Bekennen und dem, was dir gefällt: dich, will ich es vor dir: oft hab' Jefu, seh' ich leiden, du Opfer ich dich verleugnet, vergieb, für die Welt! Du hast durch vergieb es mir! Tan sind tausend Schmerzen und deines 3. Oft hat mich Furcht ge- Todes Kraft den Frieden meis beuget; ich ward der Menschen nem Herzen und ew'ges Heil Knecht, wenn ich nicht laut verschafft. gezeuget von dir und deinem Recht. Ja, brach ich je die Christenpflicht, so sprach auch ich mit Petrus: icy kenne. Je ſum nicht. 4. Ich seh' jeßt, ich empfin de die Größe dieser Schuld; vergieb auch diese Sünde nach deiner großen Huld. Erbar- dir. mend sahst du Petrum an, auch mich laß diese Gnade, o Herr, mein Heil, empfahn! 3. Die ausgestreckten Hände, sie segnen den, der glaubt; daß ich einft selig ende, neigft du am Kreuz dein Haupt. In ( 5. Laß dieses Herz voll Neue von nun an stärker seyn und deiner offnen Seite seh' ich bein mit erneuter Treue sich deinem| liebend Herz; das giebt mir Dienste weihn; daß auch in Kraft zum Streite und Ruty' Trübfal und in Noth ich, Herr, in jedem Schmerz. getreu dir bleibe, getreu bis in 4. Mag denn die Welt dein den Tod. sabi mo Leiden und seinen Trost ver. 2. Weil dich die Welt verachtet, werd' ich mit Ruhm geschmückt; weil du am Kreuz geschmachtet, darum werd' ich erquickt. Dein Gott, der dich verlaffen, tritt näher nun zu mir, ich darf ihn gläubig fassen: dies, Heiland, dank' ich 6. Bewahr ich deine Gnade, schmähn: ich bleibe voller Freufolg' ich dir standhaft nach, wer den an deinem Kreuze stehn. ist dann, der mir schade, was O Jesu, deine Liebe trieb dich fürcht' ich Hohn und Schmach? in Tod und Grab: ich sterb' Die Spötter mögen mich ver- aus gleichem Triebe der Sünde schmähn; sie werden mich mit gänzlich ab. Ehre von dir verherrlicht sehn. Hard#supuso 7. Nichts soll von dir mich In eigener Melodie. trennen; ich will es gern und frei vor aller Welt bekennen, enn mich die 205. Men Sünden frändaß ich dein Jünger sey. Dann ken, o mein Herr Jesu Christ, tret' ichh freudig vor Gericht, und so laß mich wohl bedenken, wie du, o Herr, verleugneft mich vor dem Vater nicht. or du gestorben bist, und alle meine Schuldenlast am Stamm des 108 Vom Leiden und Tode Jesu. 2. O Wunder ohne Maßen/ allein. heil'gen Kreuzes auf dich genom-[ du mir erwiesen, aus reiner Li men haft. n 10 tim 8. Laß endlich deine Wunden betracht' es, Seele, recht: es mich trösten fräftiglich, wenn hat sich martern lassen der Herr in den letzten Stunden mein für seinen Knecht! der, welcher Auge blickt auf dich. Auf dein ist mein Herr und Gott, hat sich Verdienst nur will ich traun, für mich Verlor'nen gegeben in dann wirst du mich annehmen, den Tod. de dich ewiglich zu schaun. ps 10 3. Was fann mir denn nun schaden die Schuld, die mich betrübt? Ich bin bei Gott in Gna den, der seinen Sohn mir giebt; der mich erlöst durch Christi Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Gluth. 4. D'rum sag' ich dir von Her gen, jetzt und mein Leben lang, für deine Bein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank; für deine Noth und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb' und Treu'. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 206. Wer kann die Leiden fassen, die du, Herr, so gelassen für mich erduldet hast! Daß ich gerettet würde, trugst du die schwerste Bürde und nahmst auf dich auch meine Last. die Qual, die du empfunden, 2. Laß deine letten Stunden, mich trösten und erfreun. Es lehre mich dein Leiden den Dienſt der Sünde meiden und ganz mich deinem Dienste weihn. 3. Du starbft mit einem Her5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die zen, das selbst in Todesschmersündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöſet bin. zen für deine Feinde bat: so will ich mich nun üben, den, der mich fränkt, zu lieben; oft wußt auch er nicht, was er that. aiddmot 6. Mein Kreuz und meine 4. Du gabest Troft dem ArPlagen, der Menschen Spott men, der sich auf dein Erbarund Hohn hilf mir geduldig men am Kreuze erst verließ: tragen, o Gottes ew'ger Sohn! wenn ich im Glauben sterbe, Laß mich verleugnen diese Welt bin ich des Himmels Erbe und und folgen dem Erempel, das du folge dir in's Paradies. mir vorgestellt. 5. Du sorgteft für die Deinen, 7. Laß mich an Andern üben, die du um dich sahst weinen, gabst was du an mir gethan, und ihrem Herzen Ruh': so send' meinen Nächsten lieben, gern auch, wenn ich scheide, in ihdienen Jedermann ohn' Eigen- rem bittern Leide den Meinen nuß und Heuchelschein, und wie Troft und Frieden zu. Vont Leiden und Tode Jesu. 109 6. Du mußtest, matt venduldig seyn, uns trösten deiner Plagen: mich dürftet, schmach- Kreuzespein. tend klagen, und einer labte dich: doch ich kann nie ver schmachten, denn du wirst meiner achten, du labest und erquickest mich. Ispilt ion 4. Zu dir steht unsre Zuversicht, du werdest uns verlassen nicht; mit deiner Gnade bet uns stehn, bis wir zu deinem Reich eingehn. 7. Du riefft mit Angst und Beben, von Todesnoth umge ben: Verläßt du mich, mein Mel. Freu' dich sehr zc. mit ſen, du wirst mich nicht verlaf 208. Wir sind Alle Jefu sen; du fühltest selbst des To fühlter ſelbſt bes. Ta des Noth. 8. Du sprachst an deinem Ziele in freudigem Gefühle des Siegs: Es ist vollbracht! Lehr' mich mein Werk vollbringen und einst zum Ziele dringen durch dei- niß fromm erneuern. nes Sieges Kraft und Macht. 9. Du gabst am Leidensende in deines Vaters Hände getrost den Geist dahin: wenn ich auch meine Seele ihm einst, wie du, befehle, o dann ist Sterben mein Gewinn! ijtim ovd seinem Blut erkauft; darum komm auf uns hernieder, Geist, der uns mit Feuer tauft. Lenke du den ernsten Sinu auf des Heilands Leiden hin; hilf, daß wir es würdig feiern, sein Gedächt2. Stell' den Mittler unsres Bundes uns in seiner Würde vor; bring' die Reden seines Mundes vor das aufgeschloßne Ohr. Führ' uns nach Gethſe mane, daß dort unser Aug' ihn seh', wie des Todes Nacht ihn bitschrecket und ihn blut'ger Schweiß Mel. Nun last uns den Leib ic. bedecket. 2017CA 207. Wir danken bir, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und unsrer Sünden schwere Last am Kreuz auf dich genommen hast. 2. Sohn Gottes und des Menschen Sohn, verherrlicht nun nach Schmach und Hohn, erlöf uns von dem ew'gen Tod und tröft' uns in der letzten Noth. 3. O reid)' uns deine starke Hand in unserm Kreuz und Prüfungsstand! damit auch wir ge3. Zeig' uns ihn, den Sanften, Reinen, unter seiner Mörderschaar. Ach, es gab auf Erden Keinen, welcher so verachtet war! Doch er hat der Frevler Hohn, Purpurmantel, Dornenkron', alle Qual, die er empfunden, stegreich duldend überwunden. 4. Geh' mit uns dem Opferlamme auf dem blut'gen Pfade nach; zeig' uns an dem Kreuzesstamme seine Hoheit, seine Schmach. Um sein festes Gottvertraun und des Heil'gen Tod 110 Von der Auferstehung Chrifti. zu schaun, trag' uns auf der An-| leben, der den Geift Gott überdacht Flügel zu dem nachtbe- geben. mid bim usppilp deckten Hügel. ad 6. Du begnadigte Gemeinde, 5. Seine letzten Worte schreibe blick' zu deinem Haupt empor, uns in's Herz mit Flammen zu dem göttlich größen Freunde, schrift, daß nun Keiner trostlos den zum Retter Gott erfor: bleibe, den das Loos des To- schöpfe Wonn' und Seligkeit des trifft: seit ,, es ist vollbracht" dir aus seiner Leidenszeit; reiß ertönt, sind wir nun mit Gott ver- dich los von dem Getümmel und söhnt, sind bestimmt, bei dem zu dein Wandel sey im Himmel. Như trên AC 809 809 do IX. Von der Auferstehung Christi. Mel. Christ lag in Todesbanden c. daß du mögst auferstehen durch 209. Ah Gott, mich feine Kraft zur Seligkeit und drückt ein schwerer Stein, wer will ihn von mir nehmen? Du kennest meines Herzens Pein und mein geheimes Grämen: Jesus lebt und ich bin todt; wer rettet mich aus 5. Dein Jesus läßt dich nicht dieser Noth, daß ich ihn nicht zurüc, weil er vorangegangen, kann finden vor Sünden? dsso du nur mit dem Glaubenss fröhlich mit ihm gehen; durch viel Trübfal, Angst und Qual und, durd) das finstre Todesthal, zur Freud' und Wonn' erhoben, dort oben. 2. Wer wälzet diesen Stein blick willst immer an ihm hanvon mir, der mich so hart begen. Er wird dich dem Grab schweret? Wann öffnet sich entziehn, ohn' all' dein Sorgen die Grabesthür, wann wird und Bemühn, und nehmen mir Trost gewähret? Soll ich deine Schmerzen zu Herzen. aus dem Tode nicht durchbrechen 6. Die Engel Gottes sind bei zu dem Himmelslicht? Wer will dir, die dich zu Jesu leiten und mich von den Ketten erretten? auf dem Weg zur Lebensthür 3. Betrübtes Herz, verzage mit Flammen für dich streiten. nicht, dein Jesus ist erstanden, Suchst du deinen Seelenfreund? der Tod und Höllenmacht zer- Mit seinen Jüngern geh' vereint, bricht und löst der Sünde Ban wo er von Todesbanden erden: er wird auch durch seinen standen. Tod dich reißen aus der Sünden- Noth und zu dem GeistesLeben erheben. 7. Such' ihn nicht mehr in seis nem Grab, nein, wer mit ihm erstanden und folget seinem Hirs tenstab, bei dem ist er vorhanden. 4. Er ist nun auferstanden heut, Von der Auferstehung Chrifti. 111 Darum prüf', o Mensch, dein Herz, thu Buß' in wahrer Reu' In eigener Melodie. und Schmerz, so ist der Stein 211. Auf, auf, mein gehoben von oben. Herz, mit Freu iden nimm wahr, was heut ge8. Flieh' aus dem Grab in's schehn! Gott läßt nach großem Himmelszelt, dein Leben dort Leiden ein großes Licht uns zu finden; geh' aus im Glauben sehn. Mein Heiland war gevon der Welt, laß alles Gitle legt da, wo man uns hinträgt, schwinden: so wird Jesus dir wenn der befreite Geist der zum Heil erscheinen, als dein be- Erde sich entreißt. ſtes Theil, du wirst ihn nach Verlangen umfangen. 2. Er war in's Grab ges fenfet, man hört ein Hohngeschrei; doch eh' der Feind es denket, ist Christus wieder frei. Er tritt als Held herfür und schwingt sein Siegspanier. Wer ihn am Kreuze sah, ruft jest: Hallelujah! in imd 9. O Jesu, laß mich aufer stehn im Geist und mit dir leben, bis du mich selig wirst er. Höhn und mir die Krone geben, die du mir nach dieser Zeit bereitet in der Herrlichkeit, wo deiner die Erlösten sich trösten. 3. Nun dräun der Hölle Rotten vergebens mir Gefahr; fühn darf ich ihrer spotten, fie Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. 210. Amen, beines Gra- frümmen mir kein Haar. Nun bes Friede wird wird des Todes Macht getroft auch unser Grab durchwehn, von mir verlacht. Wie er auch wenn wir, von der Wallfahrt schreckt, er gilt mir als ein müde, ruhn, um froher zu er- Schattenbild. stehn. Amen, Fürst der Auferstehung, der des Grabes Siegel brach, zeuch durch Grab und Tod uns nach zu des Wonnereichs Erhöhung, wo dem Tod, ber uns verföhnt, aller Himmel Loblied tönt. 4. Nun mag die Welt mich haffen, mit ihrem Zorn mir drohn und, bin ich ganz verlassen, mich schmähn mit bittrem Hohn. Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angestcht; das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. gdy urg 2. Großer Erstling deiner Brüder, ja, du ziehest uns nach dir; du, das Haupt, ziehst 5. An Christo bleib' ich handeine Glieder, und wie du, so gen, als seines Leibes Glied, leben wir. Ja, wir werden wohin der Herr gegangen, er auferstehen, weil du auferstane mich auch nach sich zieht. Er den bist! werden dich, Herr Jesu Chrift, einst in voller Klarheit sehen. Jegt, o Herr, und ewiglich leben wir allein durch dich. bricht durch Welt und Noth, besieget Sünd' und Tod; ich bin in seinem Schuß und biete Allem Trup. hind on 112 Von der Auferstehung Chrifti. 6. Er bringt mich an die heben, ging er zu dem Vater Pforten, die in den Himmel hin; laßt uns ihm zur Ehre leführt, daran mit goldnen Wor- ben, dann ist Sterben uns Geten der Spruch gelesen wird: winn. Haltet unter Lust und wer dort, wird mit verhöhnt, Leiden im Gedächtniß Jesum wird hier auch mit gekrönt; Christ, der vom Tod erstanden wer dort mit sterben geht, wird ist: unvergänglich sind die Freuhier auch mit erhöht. den des, der nach dem Himmel strebt. Hallelujah! Jesus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. 212. Auferstanden, aufer: Kinder, er sey euer Lobges Bringt dem TodesüberHeld, der uns versöhnt! Seht, winder ewig Ehre, Preis und wie hat nach Schmach und Ban- Dank! Rühmt es in Versuden Gott mit Ehren ihn gekrönt! chungsstunden, wenn euch Sünd' Dort auf seines Vaters Throne, und Elend droht; rühmt es in über Schmerz und Tod erhöht, der Todesnoth: unser Herr hat herrscht er nun in Majestät. überwunden, der uns einft zu Fallet nieder vor dem Sohne, sich erhebt, Hallelujah! Jesus der uns einst zu sich erhebt. lebt. Hallelujah! Jesus lebt.t Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 2. Singt dem Herrn, er ist erstanden, der da starb auf Golchet auf, 213. Auf, ihr Chriſten, gatha. Rühmt es laut in allen d laßt uns fingen Landen, was sein Mund verhieß, und unserm Heiland Ehre bringeschah. Wer kann ihm noch gen, der aus dem Grabe steigt widerstreben? Mächtig steigt der empor! Jesus Christus ist erHeld empor; im Triumph bricht standen und hat den Tod gemacht er hervor. Seht des Abgrunds zu Schanden, geöffnet ist des Pforten beben, da ihr Sieger fidh erhebt. Hallelujah! Jesus lebt. Grabes Thor. Glanz der Herrlichkeit, der ewig uns erfreut! Hallelujah! der starke Held gewinnt das Feld und sieget über Tod und Welt. 3. Uns vom Tode zu befreien, fank er in des Grabes Nacht; uns zum Leben zu erneuen, steht er 2. Ob wir endlich müssen sterauf durch Gottes Macht. Tod, ben, wir werden darum nicht du bist in Sieg verschlungen, verderben, der Tod ist uns des deine Schrecken sind gedämpft, Lebens Thür: denn weil Chrideine Herrschaft ist bekämpft stus auferstanden, bleibt Keiner und das Leben ist errungen; in des Todes Banden, mit unob man unsern Leib begräbt! ferm Haupte leben wir. Den Hallelujah! Jesus lebt. in 4. Aus dem Grab uns zu erLeib zerstört der Tod; den Geist trifft keine Noth. Hallelujah. Von der Auferstehung Christi. 113 Von allem Leid sind wir befreit| Mel. Christ lag in Todesbanden 1. und gehen ein zur Seligkeit. 215. ringt Preis und Ruhm dem Heitunt Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. land dar, frohlockt ihm, alle 214. uf mein Herz! des Frommen! Er, der für uns Herren Tag hat getödtet war, ist dem Gericht entnommen. Sey gelobt, Herr Jesu Christ, daß du für uns im Tode nicht geblieben. gestorben bist und siegreich auf wie hoch sind wir getröst't! Jesus hat die Welt erlöst. s die Nacht der Furcht vertrieben: Christus, der im Grabe lag, ist erstanden. Hallelujah! bdmer 2. Dein Leben in der Majestät befestigt unsern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, uns nun den Trostgrund rauben: daß du von der Sünde Macht Befreiung hast an's Licht gebracht, den Himmel aufge schlossen? Hallelujah! 2. Er, derew'ge Gottes- Sohn, sey nun ewig auch gepriesen; seiner Feinde Schaar zum Hohn hat er siegreich sich erwiesen: hat erfüllet durch die That, was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schuld ist freilich groß, doch wir dürfen nicht ver- 3. Gott selbst hat dich dem zagen, denn der Bürg' ist frei Grab entrückt, dich, seinen und los, der sie büßend hat getra- Sohn, zu ehren; der Wahrgen. Jesus ist mit Preis gekrönt heit Siegel aufgedrückt hat er und wir sind nun Gott versöhnt. auf deine Lehren. Deines Todes hohen Werth hat er auf's herrlichste erklärt, da er dich auferwecket. Hallelujah! 4. Sterben war der Sünde Sold; nun ist Christus unser Leben, der das Lösegeld gezollt und sich selber hingegeben; er hat aus des Grabes Nacht neues Leben mitgebracht. conchu 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier ist Gott, der Hülfe schafft, hier ist Jesus, der kann retten; muß gleich unser Fleisch und Bein erst in Staub verwandelt seyn. 4. Erstandner, ich frohlocke dir; mein ist dein Sieg und Leben. Du lebst und herrschest, um auch mir dein ew'ges Heil zu geben; meiner Seele Trost zu seyn, zum Guten Kraft mir zu verleihn und mich zu Gott zu führen. Hallelujah! Tic 5. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu, befreie mich von 6. Herr, dies glaub' ich dir Sünden. Im Frieden Gottes zum Ruhm und mein Trost ist laß mich Ruh' für meine Seele nicht vergebens. Ich bin nun finden. Schaffe deinen Sinn Dein Eigenthum, du, mein Herr, in mir, damit ich, Gott ergeben, du Fürst des Lebens. Hocher- hier als dein Erlöster wandle. freuet sing' ich dir jetzt und Hallelujah! ewig Dank dafür. 6. Dein ist das Reich, dein H 114 Von der Auferstehung Chrifti. ist die Macht, die Todten zu ben, die Macht des Grabes ist erwecken. Du rufeft, und der gedämpft; seht Jesum hier sein Gräber Nacht wird uns nicht Haupt erheben, nun er den länger decken. Wie du aufer- Sieg auch uns erkämpft. Er standen bist, so werd' auch ich, läßt uns dies zur Losung hier: Herr Jesu Christ, durch dich ich leb' und ihr lebt auch mit einst auferstehen. Hallelujah! mir. 7. O laß mich, weil ich hier 2. Und wie der Tod zu seinen noch bin, im Glauben an dich Füßen, liegt auch die Sünde wandeln, und jederzeit nach deis hingestreckt; er weiß die Gränem Sinn und heil'gem Vorber auszuschließen, er stürzet bild handeln; daß ich, wenn Alles, was mich schreckt. D'rum ich aufersteh' und dich, des To- steht auf seinem Siegspanier: des Sieger, seh', vor dir dann ich leb' und ihr lebt auch mit nicht erschrecke. Hallelujah! mir. 8. Da, wo du bist, da soll 3. Mein Jesu, Wahrheit, auch einst dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wenn du nun erscheinst, zu deiner Freud' erheben. Laß dies auch mein Erbtheil seyn, so werd' ich ewig deß mich freun, daß du vom Tod erstanden. Hallelujah! bait son cnd 4. Wohlan, belebe deine Glieder, erstorben bleibe feins In eigener Melodie. 216. Chrift ist erstanden zurück. Die Lebenssonne leuchte von der Marter alle. Deß soll'n wir Alle froh seyn. Christus will unser Trost seyn. Hallelujah! wieder, verklär' uns zu des Himmels Glück. Dein Wort bestehe für und für: ich leb' und ihr lebt auch mit mir. 2. Vär' er nicht erstanden, so wär' die Welt vergangen. Seit er auferstanden ist, erhöhn 218. Ceist, erfreut des Erinnre mein uigd min Mel. Erschienen ist der herrlich' sc. dich, wir den Herrn Jesum Christ. Hallelujah! Weg und Leben, der Leben giebt und leben lehrt, wie soll ich jenen Sieg erheben, der ganz der Feinde macht zerstört? Sie liegen dort, du rufest hier: ich leb' und ihr lebt auch mit mir. hohen Tags der Herrlichkeit; 3. Hallelujah! Hallelujah! halt im Gedächtniß Jesum Hallelujah! Deß soll'n wir Alle froh seyn. Christus will unser Trost seyn. Hallelujah! Mel. O daß ich tausend zc. er Tod ist todt, nun fiegt das Le 217. Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Hallelujah! 2. Entbrenn' in Lieb' und Dank für ihn, als ob er heute dir erschien, als spräch' er: Friede sey mit dir! So frene dich mein Geift, in mir. Hallelujah! Von der Auferstehung Christi. 115 3. Schau über dich und bet' 11. Nie fomm' es mir aus mei ihn an: der Erdkreis ist ihm nem Sinn, was ich dir, Heiland, unterthan; er lebt und herrscht, schuldig bin: verleih mir Kraft, mit Gott vereint, und ist dein dir treu zu seyn, in dir mich tägKönig und dein Freund. Halle- lich zu erneun. Hallelujah! lujah! 12. Du bist's, der Alles in uns schafft, dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Gelobet seyst du, Jesus Christ, der von dem Tod erstanden ist! Hallelujah! monicle 4. Macht, Nuhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war! sein Name sey gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit. Hallelujah! 5. D Glaube, der das Herz Mel. Erschienen ist der herrlich' ic. erhöht! Was ist der Erde Majeſtät, wenn sie mein Geist mit 219. Er lebt, der Herr der dem vergleicht, was ich durch Gottes Sohn erreicht? Hallelujah! Herrlichkeit, er lebt, frohlocke, Christenheit! Das Grab ist leer, der Sieg ist sein und des Triumphes Segen dein. Hallelujah! 6. Vor seinem Thron, in sei nem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig selig seyn: Herr, welche Herrlichkeit ist mein! Hallelujah! 2. O feire diesen großen Tag! Er lebet, der im Grabe lag; er hat der Feinde Schaar bekriegt und in dem Kampfe obgesiegt. Hallelujah! 7. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst, und du erfüllest mein Vertraun, dich in der Herrlichkeit zu schaun. Hallelujah! 8. Dereinst, wenn du, o Le bensfürst, die Welt zu richten kommen wirst, soll ich aus meinem Grabe gehn und rein zu dei ner Rechten stehn. Hallelujah! 4. Er lebt; dies stärket mein Vertraun: auf diesen Felsen will ich baun. Der Herr hat aus des Grabes Nacht Unsterblichkeit an's 9. Mit deiner heil'gen Engel Schaar soll ich dich loben immer Licht gebracht. Hallelujah! dar; mit allen Frommen aller 5. Verheißen hat er, unser Zeit soll ich mich freun in Ewig- Hort: auch ihr sollt leben; welch feit. Hallelujah! ein Wort! Das Haupt läßt seine 10. welch ein Ruhm, o Glieder nicht; dies bleibet meine welch ein Heil wird, Mittler, Zuversicht. Hallelujah! uns durch dich zu Theil! Wer mit dir stirbt, o Gottes Sohn, Mel. Ein' feste Burg 2c. ist mit dir auferstanden schon. 220. Er lebt, o FreudenHallelujah! wort, er lebt, H2 3. Gelobt, gelobt sey Jesus Christ, daß er vom Tod erstanden ist! Kann noch des Todes Pfeil uns drohn? Des Grabes Schrecken sind entflohn. Hallelujah! 116 Von der Auferstehung Chriftt. vor feinem Ueberwinder. Er 221. Feiert Sünden. 15 Heiland aller Sünder; der Mel. Wachet auf, ruft uns zc. Heer erschrickt und bebt eiert Christen, diese Stunden, denn ftritt mit Heldenmuth, vergoß unser Herr hat überwunden; für uns sein Blut; durch sei- Heil dem, der sich zu ihm benen Kreuzestod erwarb er uns fennt! Christus hat den Tod bei Gott Vergebung unsrer bezwungen; nun sey ihm Lob und Dank gesungen, nun jauchze, 2. Er lebt, des Vaters ew'ger wer nach ihm sich nennt! Er Sohn, erhöht zu seiner Rechten. fant zur Gruft hinab, doch er Er herrscht und hilft von seinem verließ das Grab triumphirend. Thron auch seinen schwachen Das Reich ist sein, durch ihn Knechten. Er lebt nun ewiglich allein gehn wir zu seiner Freude und ewig schützt er mich; er thut mit starker Hand den Feinden Widerstand; sie können mir nicht schaden. Wa Chit ein. 3. Er lebt, Gott hat ihn auf erweckt, Gott wird auch mich erwecken. Der Tod, der Aller Herzen schreckt, kann mich nicht mehr erschrecken. Sein Stachel, seine Kraft, die Sünd', ist weg geschafft; der treue Zeuge spricht: Wer glaubt, der stirbet nicht; deß tröst ich mich von Herzen. 2. Du, mein Glaube, lehrst mich siegen; vor dir muß Furcht und Gram erliegen, du Glaube der Unsterblichkeit. Drücken mich der Erde Leiden, sie weichen vor des Himmels Freuden; ich tämpfe hier nur kurze Zeit. Geht vor mir hin ein Freund: dort werd' ich) neu vereint mit ihm leben. Bei jedem Schmerz erhebt mein Herz sich, freudig hoffend, himmelwärts. 4. Er lebt, der unbezwungne 3. Daß ich nicht im Tode zage, Held; besfingt, ihr Engelchöre, laß jeden meiner Lebenstage an besingt, ihr Völker aller Welt, guten Werken fruchtbar seyn. des Mittlers Ruhm und Chre! Meinem Heiland schon auf ErErhebt des Siegers Macht, der den im Sinn und Wandel ähnvon dem Tod erwacht, der un lich werden, dies führet mich fern Tod bezwingt, der uns das zum Himmel ein. So leb' ich Leben bringt und mächtig für in der Zeit schon für die Ewiguns streitet.nd feit und mein harret an Gottes 5. Er lebt, o Christen, laßt| Thron die Chrenkron', die mir uns heut frohlockend ihn erhe- verheißt des Ew'gen Sohn. ben! Laßt uns von nun an jes derzeit ihm wohlgefällig leben. o ihr ic. Wir sind sein Eigenthum, erkauft Mel. Lasset uns den Herren preisen, zu seinem Ruhm; sein wollen wir allein todt und lebendig seyn und sein auch ewig bleiben. SO est des Lebens, sey willkommen, heil's 222. Feb Von der Auferstehung Chrifti. 117 ges Fest, sey uns gegrüßt!| Also jauchzt die Schaar der Frommen, die aus Gott geboren ist. Aus der Gottheit ew'ger Fülle wogt ein tiefes Lebensmeer in dem Weltkreis weit umher, bringt auch in des Grabes Stille. Aller Christen Preisgefang tönt dir, Gott des Lebens, Dank. Mel. Sey Lob und Chr' c. 223. F 993 Une Creiwillig hast du dargebracht für uns, o Herr, dein Leben; du hattest, es zu lassen, Macht, Macht, wieder dir's zu geben. Und darum liebte dich dein Gott, weil du es willig in den Tod für deine Feinde gabeft. 2. Siegreich trat zurück in's Leben Jesus aus des Grabes Nacht, und es ist ihm nun gege ben alle Herrlichkeit und Macht. Uleber unsre Erde wehte wunderbare Himmelsluft aus der aufgesprengten Gruft, als Gott seinen Sohn erhöhte. Nun schafft er die Menschheit um durch sein mein Herr, du bist mein Gott, Evangelium. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er frönte dich mit Herrlichkeit, Kreuz, daran man dich erhöht, die Engel selbst nicht fassen. Das wird das Panier der Majestät, denn du gingst aus dem Grabe. 3. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schanden. Du bist denn du bist auferstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der Herr, durch dessen mächtig Wort auch ich einst ewig lebe. 4. Wir sind nun göttlichen 3. Heil uns! wir auch wer den leben, ob das Herz im Tode bricht, werden siegreich uns erheben zu des Himmels ew'gem Licht. Des verklärten Lebens Geschlechts, durch dich des HimSonne heilt dann jeden Erden- mels Erben. Süß ist die Hoffschmerz und des müden Pilgers nung deines Knechts, in dieser Herz fühlet sel'ger Geister Won ne. Dann erst wird uns offen bar, welch ein Gut dies Leben will ich sterben. Wie du vom Tod erstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. war. 4. Auf! nach jenem höhern Leben laßt uns in der Prü- Mel. Erschienen ist der herrlich' ic. fungszeit duldend, kämpfend, 224. rüh Morgens, da F wirkend streben, stark durch Lieb' und Heiligkeit. Wer da hat, dem wird gegeben: jedes Werk in Gott gethan treibt mit neuer Kraft uns an, fröhlicher in Gott zu leben. Wer so geistlich aufersteht, wird mit Christo einst erhöht. die Sonn' aufgeht, mein Heiland Christus aufers steht; die Erde bebt, es bebt das Grab, den Stein wälzt Gottes Engel ab. Hallelujah! 2. Vertrieben ist der Sünden Nacht, des Todes und der Höllen Macht; o Wunder groß, 118 Von der Auferstehung Christi. o starker Held! wo ist ein Feind,| schen Sohn trägt mun davon des den er nicht fällt? Hallelujah! herben Kampfes reichen Lohn. 3. Herr, der du aus dem Gra- 2. Glorreich hat der Held gebe dringst, die Siegesfahne glor- rungen, der Hölle finstre Macht reich schwingst, auch mich weckft bezwungen und uns von Straf du zum Leben auf, mein Oster- und Schuld befreit. Wir, die tag ist schon im Lauf. Halle- tief gefallnen Sünder, sind nun lujah! durch Christum Gottes Kinder und Erben feiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt. Hallelujah! wir sind nun sein und ihm allein soll unser ganzes Herz sich weihn. 4. Lebt Christus, was bin ich) betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; und stürb' auch alle Welt mir ab, g'nug, daß ich Christum bei mir hab'. Hallelujah! 5. Er weidet, schüßt und trö- 3. Nun fann uns der Tod stet mich); sterb' ich, nimmt er nicht schrecken, einst wird der mich auf zu sich. Wo er jetzt lebt, Herr uns auferwecken durch da komm' ich hin, weil seines Lei- seiner Stimme Wundermacht. bes Glied ich bin. Hallelujah! Er wird unvergänglich Leben 6. Durch seiner Auferstehung und Herrlichkeit den Seinen geKraft komm' ich zur Himmels- ben, die ihren Lauf in ihm vollBürgerschaft; durch ihn nimmt bracht. Wir werden auferstehn, Gott mich gnädig an, wer ist, zu seiner Freud' eingehn. Halleder mich verdammen kann? lujah! o Siegesheld, in jene Hallelujah! Welt zeuch uns dir nach, wann dir's gefällt. mst ming Mel. Wachet auf, ruft uns c. 7. Für solchen Trost, Herr Jesu Christ, lobsingt dir, was auf Erden ist; wir werden würd'ger dich erhöhn, wenn wir dereinst dein Antlig sehn. Hallelujah! Hallel 226. allelujah! Jesus lebet. Auf, ihr Erlösten, und erhebet des groBen Mittlers Majestät. Hört's, betrübte Sünder, gebet der Freude Raum, denn Jesus lebet; Gott hat ihn aus dem Lob und Ehre! Staub erhöht. Ihm jauchze 225. ihr Chöre, singt Jesu Christo sein herrlich großer Tag ist da. Er zerriß des Todes Banden, Preis und Dank, o Seele, dein Gesang! Hallelujah! dich, groder Held ist aus dem Grab er- ßer Held, erhebt die Welt, standen, der nimmer die Verwe- weil deine Hand den Sieg befung sah. Sein ist Gewalt und hält.ligge Macht; er hat sein Werk voll- 2. Jesu Jünger, wehrt dem bracht. Hallelujah! des Mensale Leide! Lobsinget ihm und nehmt Brits Mel. Wachet auf, ruft uns 2C. allelujah! jaucht, $ 20 419 Von der Auferstehung Chrifti. 119 S voll Freude am Siege Theil, deines Lebens. Hallelujah! der | den er erstritt. Seht, der Tod Herr ist nah, bald ist der Tag ist überwunden, die ganze Hölle des Sieges da! ist gebunden; er herrscht, der für euch starb und litt. seine Feinde dräun; getroft euch freun. lebet von Ewigkeit zu Ewigihr Laßt mel. Lobt Gott, ihr Christen i. könnt ört's Alle, Jesus 227. daß Jefus lebt, keit, derselbe gestern und auch von Todesbanden frei! daß er heut. nun ewig um uns schwebt so nah, so mild und treu.:,: 3. Ihr auch dürft nicht trostlos beben, ihr Sünder, Gott nun geht das große Gnadenjahr für all' die Seinen an.:,: 2. Er lebet, der im Grabe will euch vergeben, wenn ihr war, er lebt für uns fortan; die Schuld mit Ernst bereut. Durch des Todes Ueberwinder ist er verföhnt und gegen Sün3. Versiegelt ift der Friedensder ein Vater der Barmherzig| bund, der uns mit Gott vereint. feit. Der Heiland steigt empor, Nun thut ein Tag dem andern nun ist des Himmels Thor| fund: Gott selbst ist unser Allen offen. Gott ist versöhnt! Freund.:,: Vom Himmel tönt der Freudenruf: Gott ist verföhnt! 4. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben fich aus des Todes Staub erheben, wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld zu einer regen Welt; Alles lebet, so wie erneut zur Frühlingszeit sich Alles regt und Alles freut. 5. Wandeln wir auf deinen Wegen, o Auferstandner, welch ein Segen erwartet uns am Ziel der Bahn! Nach des Lebens Kampf und Leiden erhebst du uns zu ew'gen Freuden, die uns dein Kampf und Sieg gewann. Bald sind sie unser Theil; bald krönet uns das Heil 4. Entsündigt dürfen Alle nun gen Himmel fröhlich schaun und an dem Vaterherzen ruhn mit Herzen voll Vertraun.:: 2700 5. Uns schreckt nicht mehr des Grabes Nacht. Wo ist des Todes Sieg? Das Leben ist an's Licht gebracht, seit er dem Grab entstieg.:,: 6. Das Himmelreich, neu aufgethan, wird uns zum Vaterland; uns führt des Vaters Sohn heran mit treuer Bruderhand.:,: evle 7. D'rum zagen wir um Keinen mehr, dem hier das Auge bricht; bald wirft er neue Blick' umher im ew'gen Freudenlicht.:,: 8. Verloren ist ihm feine Saat, mit Thränen hier gestreut; die Erndte jeder guten That reift dort in Herrlichkeit.:,: 120 Von der Auferstehung Christi. 9. Und wenn wir nach ein-| schon rücken, der mich im Tode ander fort von hier nach Hause deckt, dann werd' ich dich ergehn, Gott, welch ein Schaun blicken, der mich vom Tode weckt. empfängt uns dort und welch ein Wiedersehn!:,: 5. Du fährst zu Himmelshöhen und reichst mir deine 10. Für Jeden, der darnieder Hand, daß ich dir nach kann lag, von Gram und Schuld ge- gehen in's rechte Vaterland. preßt, sey Christi Auferstehungs- Da ist es sicher wohnen im tag ein Auferstehungsfest!:,: Glanz der Herrlichkeit, da warten mein die Kronen, die deine Hand mir beut. 6. D meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! dir will ich mich ergeben auch in der Grabe, du Sieges- legten Noth. Dann schlaf ich ohne Kummer in deinem Fries den ein, und wach' ich auf vom Schlummer, wirst du mein Lobe lied seyn. Mel. Herzlich thut mich verlangen ic. 228. J ch geh' zu deinem fürst und Held; die Hoffnung, die ich habe, ist nur auf dich ge stellt. Du lehrst mich fröhlich sterben und fröhlich auferstehn und mit den Himmelserben in's Land des Lebens gehn. Mel. Was Gott thut, bas ist sc. 2. Du haft geweiht die Erde, 229. I, baf mein in die man gelegt, daß mir nicht bange werde, wenn meine Stunde schlägt. Was an mir ist vom Staube, geb' ich dem Staube gern, weil ich nun freudig glaube: die Erde ist des Herrn. Erlöser lebt, er ist schon hier mein Leben; wer gläubig sich zu ihm erhebt, darf vor dem Tod nicht beben. Ich folg' ihm nach, der Bahn mir brach; auf Todesnacht und Grauen folgt sel'ges Licht und Schauen. ETOR ING 3. Du schlummerst in dem 2. Du lebst, du lebst, du starGrabe, daß ich auch meine fer Held, du Todesüberwinder! Ruh' im Schooß der Erde habe, du bist das Heil der ganzen schließt sich das Aug' einst zu. Welt, du bist der Trost der Nun foll mir gar nicht grauen, Sünder. Wer dich umfaßt, dem wenn mein Gesicht vergeht; ich wird die Last der Sünden abwerde den wohl schauen, der genommen, der darf zum Vater mir zur Seite steht.ind fommen. 4. Dein Grab schließt Stein 3. Du lebst, mein Arzt, du und Siegel und du bist den heileft noch und täglich mein noch frei; auch meines Gra- Gebrechen; du stärkest mich, bes Riegel bricht deine Macht was zag' ich doch bei meiner entzwei. Du wirst den Stein Seele Schwächen? D leb' in Von der Auferstehung Christi. 121 mir, daß ich in dir auch selig fjetzt erhebt, wird euch einst zu leben möge und wandeln deine sich erheben. Giebt's ein Herz, Wege. das nicht vor Freuden bebt? Jesus lebt!:,: 4. Du lebst, du bist in Nacht mein Licht, mein Trost in Noth 2. Jesus lebt!:,: Fürchtet euch, und Plagen; du weißt, was ihr Christen, nicht! Christus will Alles mir gebricht, du wirst die Seinen schirmen. Aus der mir's nicht versagen. In Zwei- Nacht führt er zum Licht; feln Rath und Kraft zur That, Freude folgt den Leidens stürmen. im Tode sel'ges Leben wirst Giebt's ein Herz, das muthlos du den Deinen geben. noch erbebt? Jesus lebt!:,: 5. Bereite dir noch mehr mein Herz für deine Seligkeiten, so lang' ich gegen Luft 232. auch ich; Lod, wo Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. esus lebt, mit ihm д und Schmerz in dieser Welt muß streiten. Gieb, daß ich sind nun deine Schrecken? Jetreu im Kampfe sey, dann sus lebt und wird auch mich wird auch mir zum Lohne der von den Todten auferwecken. Ueberwinder Krone. Er verflärt mich in sein Licht, das ist meine Zuversicht. fra 6.tel Jpridad In eigener Melodie. Jus Xesus 230. der mit Christus, un Reich glorreich überwand, ist auferstanden und frei von Todes banden. Preis dem Aufer ftandnen! 2. Jesus lebt, ihm ist das werd auch ich über alle Welt gegeben; ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, das ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun vers zagt, raubt dem Mittler ſeine Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich befehre. Gott verstößt in Chrifto nicht, das ist meine Zuversicht. 3. Christus siegt durch Got 4. Jesus lebt, sein Heil ist tes Allmacht, ist aus dem Grab mein, sein sey auch mein gan erwacht; schenkt Allen Leben, zes Leben. Reines Herzens die ihm sich ganz ergeben. Preis will ich seyn, allem Bösen wie dem Auferstandnen! derstreben. Er verläßt die Seinen nicht, das ist meine Zus versicht. profe that Mel. Fahre fort,:,: 3ion ac. 5. Jesus lebt, ich bin ge231. Isten, hört es, Jesus wiß, nichts soll mich von Jes keine Macht der lebt! und auch ihr sollt mit su scheiden, ihm leben; der zu Gott sich Finsterniß, teine Herrlichkeit, 2. Christus, aller Sündenschuld rein, litt für uns Straf und Pein, hat uns versöhnet, mit Gottes Huld gekrönet. Preis dem Auferstandnen! 122 Von der Auferstehung Chrifti. kein Leiden. Er giebt Kraft zu| Ritterschaft im Glauben gut jeder Pflicht, das ist meine vollenden. Zuversicht. 5. Gott, unserm Gott, sey 6. Jefus lebt, nun ist der Lob und Dank, der uns den Tod mir der Eingang in das Sieg gegeben und, was in Leben. Welchen Trost in To- Sünd' und Tod versank, hat wiedesnoth wird es meiner Seele derbracht zum Leben. Der Sieg geben, wenn sie gläubig zu ist unser: Jesus lebt, der uns ihm spricht: Herr, Herr, meine zur Herrlichkeit erhebt. Gebt Zuversicht! unserm Gott die Ehre! Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. Und: In eigener Melodie. Mel. Es ist das Heil uns 2c. Sommt, 233. om, betet an bei 234. Paffet uns den HerChrifti Gruft, ren preisen, o ihr tiefbetrübten Herzen; schöpft Christen überall! Kommet, laßt Muth und frische Lebensluft uns Dank erweisen unserm Gott und stillet eure Schmerzen; denn mit frohem Schall! der da lag Jesus, der im Grabe lag, ist in Todesbanden, weil er sich auferstanden diesen Tag und für uns verbürgt. Gottes Lamm, hat den Tod besieget. am Kreuz erwürgt, Jesus Christus ist erstanden. Weicht nun, Gram und Traurigkeit, freue dich, o Christenheit! 2. Ihm, der den ew'gen Gnadenbund gegründet durch sein Leiden, ihm danfet heut mit Herz und Mund für diesen Tag der Freuden. Er nahm dem Tode nun die Macht; das Leben ist uns wiederbracht und unvergänglich Wesen. 2. Mußte gleich der Held auch sterben, sank er in des Grabes Nacht; hatte doch, ihn zu verderben, die Verwesung keine macht. Da der Erde Pfeiler beben, steigt er aus der Erd' empor, bricht in's Leben neu hervor, Leben uns und Heil zu geben. Obgesiegt hat er im Streit; freue dich, o Christenheit! 3. Wo sind nun des Todes Waffen? wo des Höllenrufs Triumph? Was kann nun der 4. Sey hochgelobt in dieser Feind noch schaffen? Seine Zeit von allen Gotteskindern Pfeile wurden stumpf. Christus und ewig in der Herrlichkeit ist der Angst entnommen und mit von allen Ueberwindern. Gieb Ghren angethan, daß er selig uns, Erstandner, Muth und machen kann, die durch ihn zum Kraft, daß wir den Kampf der| Vater kommen. Sein ist Macht 3. Nun treten, die den Herrn erfannt, in Glaubenskraft zusammen; weil aus dem Grab er auferstand, kann Niemand sie verdammen. Durch ihn gehn wir nun insgemein zum neuen Leben fröhlich ein; das hat er uns erworben. Von der Auferstehung Chrifti. 123 und Herrlichkeit; frene dich, o Grabes furchtbar Grauen entChristenheit! weicht, der Herr erstand; durch ihn läßt Gott uns schauen der Frommen Vaterland. 4. Solches sind die edlen Gaben, die sein Auferstehn uns schafft, daß wir volle G'nüge haben in des neuen Lebens Kraft. Seines Sieges Preis und Früchte theilet er den Seinen zu: Hoffmung, Trost, Gewissensruh, Freudigkeit einst im Gerichte und des Himmels Seligkeit. Freue dich, o Christenheit! 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns verlangen nach dem Herrn und seinem Heil. Auch wir werden dann empfangen unser theu'r erworbnes Theil. Er geht auf in unsern Herzen, laßt uns mit ihm auferstehn, mit ihm ein zum Himmel gehn, wo er stillet alle Schmerzen. Wonne wird dann alles Leid; freue dich, o Chriftenheit! redu 6. Meinen Leib wird man begraben, doch er schläft auf ewig nicht; neues Leben wird er haben, schön verklärt in Glanz und Licht. Das Verwesliche muß sterben, irdisch wird es ausgesä't, bis es himmlisch einst ersteht, um das Reich des Herrn zu erben, ihn zu schauen allezeit. Freue dich, o Christenheit! and ord Mel. Nun lob', mein' Seel' ac. 2. Froh führte Gottes Sonne den festlich hohen Tag herauf; da stand er, meine Wonne, mein Gott und mein Versöhner, auf. Gedanke, der zu Freuden des Himmels uns erhebt; Gedanke, der im Leiden mit reichem Trost belebt; des höhern Lebens Quelle, mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? wo ist dein Stachel, Tod? 3. Der Felsen Grund erbebet; die Wächter fliehn, das Grab ist leer. Der todt war, sieh, er lebet! er lebt und stirbt hinfort nicht mehr. Der Jünger Herzen wanken, schwach ist ihr Glaus benslicht; sie sehn ihn, freun fich, danken, sind nun voll Zuversicht. Sie sehn empor ihn steigen und gehn, wie er gebot, mit Freuden hin und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten stegen; von dir und deinem Geist gelehrt. Die Gößentempel liegen; der Erdkreis wird zu Gott be fehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freudenvoll ein Chrift. Ihn bet' ich an im Staube, ihn, der mein Retter ist. Ihn werd' 235. Lobfinge, meine Seele, ich ewig schauen, wenn er auch dem Welterlöser, mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen; er starb für mich und lebt. bet' ihn an! Lobsing' ihm und erzähle, was er zu deinem Heil gethan! Er hat für dich gerungen und hat durch seine Macht Mel. O daß ich tausend 2c. des Todes Macht bezwungen, 236. Mein Jeſus lebt, das Leben wiederbracht. Des ich doch 124 Von der Auferstehung Christi. sterben, hier steht mein Haupt deß wollen wir uns tröften und triumphirt. Nun muß auch sammt unsern Miterlösten. ich das Leben erben, weil Noth und Tod die Macht verliert. Mich schreckt nun feine Zukunft mehr: mein Jesus lebt, sein Grab ist leer. 2. Mein Jefus lebt, er hat bezwungen, was mir das Leben rauben fann; er hat mir Heil und Sieg errungen und Alles iſt ihm unterthan. Der Hölle überall schallt's: Jesus lebt! denn 3. Mein Jesus lebt, das Grab ist offen: so geh' ich freudig in die Gruft. Nun kann ich auch im Tode hoffen, daß mich fein Wort in's Leben ruft. Wie lieblich schallt die Stimme hier: ich leb' und ihr lebt auch mit mir! 14. Mein Jefus bleibe denn mein Leben; der Tod soll mir nicht schrecklich seyn. Ihm will ich mich getrost ergeben, mich seiner noch im Tode freun, weil er zum Himmel mich erhebt, so wahr er Jesus ist und lebt. isd dant zid Mel. Was Gott thut, das ic. 237. auferstandner Sie gesfürst, dich wollen wir erheben, der du aufs Neu' gegeben wirst auch uns zum neuen Leben. Durch unfre Noth gebracht zum Tod, bist du nun auferstanden und frei von Todesbanden. 2. Daß wir nun geistlich auf erstehn aus unserm Sündengrabe, daß wir das ew'ge Leben fehn, ist deine theure Gabe; was deine Kraft für uns geschafft, 3. Erschein' uns nur mit deiner Huld, so oft wir vor dir fles hen, daß Frucht wir bringen in Geduld, bis wir dein Antlig sehen. So werden wir, o Herr, mit dir die rechten Ostern feiern und uns im Geist erneuern. ddblasku mu Maig 193 Mel. Allein Gott in der Höh' c. 238. Tod, wo ist dein Stachel nun, wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann forthin der Feind uns thun, wie grausam er sich stelle? Geendet ist der große Streit: Gott sey gelobet, der uns heut durch Chriftum Sieg gegeben! 2. Denn aus des dunkeln Grabes Thor und aus des Todes Banden geht Christus lebend nun hervor; der Herr ist auferstanden. Nichts hält in seinem Stegeslauf des Lebens mächt'gen Fürsten auf; der Held hat übers wunden. filling nothi 3. Der Arm des Herrn hat obgestegt; er ist mit Glanz erhöhet, und unter seinem Arm erliegt, was ihm entgegen stehet. Der Tod hat ferner keine Macht, das Leben ist uns wiederbracht und unvergänglich Wesen.. 4. Es war getödtet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, erstchen auch die Glieder. Wer Jefu Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 5. Das ist die große Seligkeit, der wir theilhaftig werden: Heil, Von der Auferstehung Chrifti. 125 Frieden und Gerechtigkeit im Sinn, daß mich deine Seele lieHimmel und auf Erden. Still bet und daß ich der Deine bin. warten wir bis auf den Tag, Laß in dir mich Ruhe finden, wo wir, wie Christus uns ver- auf dein Wort die Hoffnung sprach, auf ewig bei ihm leben. gründen: Wer die Thränensaat gestreut, erntet einst die Seligkeit. 6. Tröst' auch Andre, die voll Mel. Jesu, meiner Seele zc. 239. Trauernd und mit Jammer einsam durch die Flubangem Sehnen| ren gehn, oder in der stillen Kamwandelt dort ein Jünger- Paar; mer tief bekümmert zu dir flehn. Jesu fließen ihre Thränen, der Wenn sie von der Welt sich trenihr Freund und Lehrer war. nen, daß sie satt sich weinen fönDoch eh' sie's zu hoffen wagen, nen, so sprich ihrer Seele zu: Zanahet er, um den sie klagen, ihr gender, was trauerst du? Begleiter ist er schon; schnell ist nun ihr Gram entflohn. 7. Wenn es einst will Abend werden und der Lebenstag sich 2. Ach, es gehn noch manche neigt, wo dem blöden Aug' auf Herzen ihrem stillen Kummer Erden nirgends sich ein Helfer nach); ste bejammern, voll von zeigt: bleibe dann an meiner Schmerzen, ihre Noth, ihr Un- Seite, gieb mir Sieg im letzten gemach; manches wandelt ganz Streite, daß ich bis an's Ende alleine, daß es in der Stille treu, jener Krone würdig sey. weine: aber Jesu tröstend Wort scheuchet jeden Kummer fort. Mel. Wie schön leucht't uns ic. 3. Oft schon hab' auch ich mich nie allein; in den trüben Unglücks- 240. Triumph! Triumph! stunden stellt er unverhofft sich ein. Wenn ich traurig mich beschwere, als ob er zu ferne wäre, o so ist er mir schon nah und mit feiner Hülfe da. 4. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner nah bei mir! Sucht die Welt mich anzufeinden, oso wend' ich mich zu dir. Wenn mich TrübfalsWetter schrecken, wollst du mächtig mich bedecken; hab' ich zum Gefährten dich, ist kein Feind mir fürchterlich. 5. Bin ich traurig und be trübet, dann ruf du mir in den Dank dem, der des Todes Macht bezwang, den herrlich Gott ers höhte. Der hohe Sieger überwand; Nacht war um ihn und sie verschwand in helle Mors genröthe. Bebet, gebet, stolze Spötter, unserm Netter Preis und Ehre; glaubt an ihn und seine Lehre! 2. Heil uns, Triumph! das Grab ist leer. Feft stehet, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er gesprochen. O selig, wer sich ihm vertraut! er hat den Tem= pel aufgebaut, den blinde Wuth gebrochen. Keine Macht hält die 126 Von der Auferstehung Christi. sen Sieger; Gottes Krieger ist| selig und ruhen in des Vaters erstanden, macht der Hölle Schooß. Wuth zu Schanden. 6. An dich, an dich, mein Jesu, will ich glauben, in dir allein bin ich gerecht, und bin das Verwesliche du auf, des Geistes morsche Hülle. Herrlich werd' ich auferstehen, einzugehen zu dem Leben, das mein Heiland mir wird geben. 3. Leer ist die Gruft, die ihn umgab! Sey mir gegrüßt, mein künftig Grab, du Wohnung ich dein, wer könnte dir mich ernster Stille! Nach wen'ger rauben? Du schirmft dein außTage schnellem Lauf nimmst erwählt Geschlecht. 28 7. Ich lebe nicht, weil Christus in mir lebet; der alte Mensch muß untergehn. Der Tag bricht an, die dunkle Nacht entschwebet; der neue Mensch muß auferstehn. 241. T Mel. Triumph, Triumph, des c. riumph, Triumph dem Herrn! Er lebt, er lebet! Wir sind und leben auch in ihm. Triumph, er stegt! der Feinde Schaar erbebet und ihm lobsingen Se raphim. 2. Der Tod und seine Macht ist überwunden, des Todes Sta8. So steh' ich auf und fühle Christi Kräfte; was ich gefehn, das zeuge ich. Ich schmeck' im Geist des Lebensbaumes Säfte und find' im Paradiese mich. 9. Der erste Himmel ist nunmehr veraltet, die erste Erde fleucht dahin; für mich ist Erd' und Himmel neu gestaltet, seit ich erneut in Chrifto bin. 10. Triumph, Triumph! Ich ist entzwei; der Sünde sehe Siegespalmen, die Schaar Schrecken sind für uns ver- der Sel'gen zeigt sich schon; mein schwunden und wir sind ihrer Ohr vernimmt die hohen JuBanden frei. belpsalmen an meines ew'gen Königs Thron. 3. Wir find in ihm versöhnet und entsündigt, getilget ist nun unfre Schuld; in seinem Tod Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. ist uns das Heil verkündigt, die 242. 11eberwinder, nimm Klage Palmen, die dir 4. Ihr Christen, freuet euch 3ion heute bringt, das mit fromit Jubelschalle, lobt cuern Kö- hen Osterpfalmen deinen großen nig, euern Hort! Erhebt den Sieg besingt. Du hast dich emRetter, ihr Erlösten alle, jauchzt porgeschwungen aus der dunmit dem Himmel, fort und fort. feln Grabesnacht, haft dein hohes Werk vollbracht und der 5. Mit unserm Herrscher herrschen wir nun fröhlich und Feinde Wuth bezwungen. An find von dem Gesetze los; ge- dem Tag, wo dies geschah, sinliebt in dem Geliebten sind wir gen wir Hallelujah! Von der Auferstehung Christi. 127 in unsern höchsten Nöthen, laß in unsrer Todespein felfenfest den Glauben seyn, daß der Tod uns nicht kann tödten; denn du, auch der Höllenmächte Toben. Herr, bezwangst ihn ja; Gott Uns sey stets als Helfer nah; sey Dant, Hallelujah! T dann ertönt's: Hallelujah! 2. Pflanze deine Siegspa- wenn die letzte Stunde schlägt; niere auf das Grab zu deinem laß den Geist die Krone schauen, Ruhm; großer König, komm, die uns schon ist beigelegt. Laß regiere nun die Welt, dein Eigenthum. Du, den alle Himmel loben, unterwirf der Erde Kreis; und es diene dir zum Preis 3. Theile, großer Fürst, die Beute deiner armen Heerde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt. Gieb uns Allen deinen Frieden, gieb uns Kraft und frohen Muth: dann ist uns ein Herrlich Gut und ein lieblich Loos beschieden; nichts erschreckt dann fern und nah und man fingt: Hallelujah! 7. Neige deines Scepters Spitze uns voll Gnad' und voller Huld einst von deinem Richtersize und sieh nicht auf unsre Schuld. Gieb uns dann das ew'ge Leben, und die ganz befreite Brust wird in engelgleicher Luft ewig deinen Ruhm erheben; denn wir singen auch allda: Gott sey Dank, Hallelujah! 2010 4. Laß, o Sonne der Gerech- Mel. Wenn mein Stündlein 2c. ten, deinen Strahl in's Herze 243. Wenn der Gedanke deinen gieb Knechten, daß sie geistig auferstehn; hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre unsern Lauf. Rufe fleißig: wachet auf! denn die Schatten sind vergangen und der helle Tag ist da! Gott sey Dant, Hallelujah! 5. Zeige, wenn der blöde Kum mer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Deines geist'gen Leibes Glieder bleiben nicht des Todes Raub; selbst des Erdenleibes Staub wird verklärt und grünet wieder, denn dein Aug' bewacht ihn ja; Gott sey Dank, Hallelujah! daß dieser Leib von Erde im Grabe einst, mit Staub bedeckt, selbst Erd' und Asche werde: dann stärkst du, mein Erlöser, mich, dann giebt mir Muth der Glaub' an dich, der du bist auferstanden. 2. Du konntest durch der Gottheit Macht aus deinem Grabe gehen und aus der kurzen Todesnacht zum Trost mir auferstehen. Der dir das Leben wiedergab, wird einst auch mich aus meinem Grab zum Leben auferwecken. 3. Der Tod zerstöre mein Gebein, du hast ihn ja bezwungen, da du nach bittrer Todespein zum Leben durchgedrungen. Nun hoff' 6. Tilge das verzagte Grauen, lich, daß Gott aus der Gruft 128 Von der Auferstehung Chrifti. auch mich dereinst in's Leben ruft,| dir. In jenes ew'gen Lebens wenn gleich mein Leib verweset. Herrlichkeit bin ich von aller 4. Du sprichst ja: Friede sey Todesqual befreit. mit euch, ich leb' und ihr sollt leben; mir ist die Macht, mir ist das Reich vom Vater übergeben. Welch tröstend Wort! mein Herr und Gott, nun fürcht' ich nicht mehr Grab und Tod, du wirst mich zu dir ziehen. 3. Hier ist noch Dunkel, dort ist Helle, hier wein' ich manche bittre Thräne noch, dort aber strömt die Freudenquelle, denn dort bin ich erlöst vom Sündenjoch. Brich), morsche Hütte, brich nur immer ein, mein Geist wird dort verklärt und selig seyn. 4. Dir dank' ich dieser Hoffnung Freude, Erstandner; weil du lebst, so leb' auch ich. Wenn ich in dir die Secle weide, Verklärter, dann verklärt sie sich durch dich; die Hoffnung seli ger Unsterblichkeit wirkt hier schon himmlische Zufriedenheit. 5. Ich weiß, daß du verherrlicht lebst, so werd' auch ich dich sehen, wenn du zum Schauen die erhebst, die hier im Glauben stehen. Dich, den ich hier im Glauben sah, dich schau ich dort und bin dir nah in dei nem ew'gen Reiche. 6. Wie werd' ich da mich dei ner freun an deines Vaters Throne! dann wirst du mein Vollens Mel. Christus, der ist mein 2c. der seyn und reichen mir die 245. Millkommen nach Krone; dann höh'rer Lobgesang von dir, der Tod und Held, aus der Grabeskluft! Grab bezwang, durch alle Him- Wir triumphiren heute an deimel dringen. ner leeren Gruft. 2. Du haft nun überwunden der Feinde Macht und Spott: wir haben Trost gefunden; mit uns ist unser Gott. 244. Mel. Dir, dir, Jehovah 2c. tie jauchat mein Geist schon hier im Staube, wenn er an dich, 3. Der Fried' ist uns erstritErstandner, innig denkt! Wie ten und jeder Schrecken flieht. triumphirt mein Christenglaube, In der Gerechten Hütten erwenn er sich in dein offnes Grab schallt das Siegeslied. versenkt: ich schaue nun getrost in's eigne Grab, aus deiner Gruft erblüht der Hoffnung Stab. 4. Theil uns des Sieges Beute, den Troft nun reichlich aus; wir Alle kommen heute voll Hoffnung in dein Haus. 5. In deines Grabes Staube liegt unsre Schuld bedeckt; dein tröstet sich der Glaube, daß uns kein Tod mehr schreckt. 6. Du hast das Heil erwor2. Ich seh' den Frühling jetzt erwachen, ein frohes Bild der Auferstehung mir. Ich darf des Todes Drohn verlachen, Erstandner, neues Leben strahlt von Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. 129 de ben, wir preisen dich dafür.| fahnen auch über unser Herz Sind wir mit dir gestorben, so und zeig' uns einst die Bahnen leben wir mit dir. vom Grabe himmelwärts.id 7. Wir wollen sonder Grauen 9. Was kann uns wohl mit dir zum Grabe gehn, da noch schaden? des Todes Pfeil wir, um dich zu schauen, einst ist stumpf; wir sind bei Gott felig auferstehn. in Gnaden und rufen schon: 8. Schwing' deine Sieges- Triumph! NC NOT DE X. Von der Himmelfahrt Jesu them Chrifti. SO Hitusiy THOT SHOT Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Mel. Zerfließ, mein Geist, in 2c. 246. Auf Chrifti Him- 247. Auf, fingt mit uns, melfahrt allein ihr hohen Himich meine Nachfahrt gründe melsschaaren, dem Herrn, der und allen Zweifel, Angst und sein Triumphfest hält! Mit Pein hiemit stets überwinde. großer Pracht ist er hinaufgeDenn weil das Haupt im Him- fahren und unter ihm liegt nun mel ist, wird seine Glieder Je- die Welt. Er fährt dahin, wo sus Christ aus Gnaden nach er sonst war, und ist verherrsich ziehen. slicht wunderbar vom Vater, der 2. Gen Himmel fuhr mein ihn zu der Erden gesandt, ein Heiland auf, um Gaben zu Opfer uns zu werden. empfangen. Zu ihm blickt nun mein Geist hinauf mit sehnendem Verlangen. Denn wo mein Schaß, ist auch mein Herz. Es schwingt zu ihm sich himmelwärts vom Staube dieser Erde. 2. Dein Haupt hat nun der Herr, dein Gott, gefrönet mit Glanz und Ehre, Preis und Ruhm. Sie stehen tief beschämt, die dich verhöhnet, als du kamst in dein Eigenthum. Es hat dich Gott, dein Gott, erhöht; dein Name über Alles geht, was in den Himmeln und auf Er den nur Großes mag genennet werden. 3. Du, Herr, der Gutes in uns schafft, hilf uns den Lauf vollbringen und stark in deines Geistes Kraft dir nach zum Himmel dringen; dann scheiden wir, wann dir's gefällt, mit Freuden einst von dieser Welt. Erhöre, was wir flehen. 3. Hast du uns gleich dein Angesicht entzogen, so leuchtet doch auch uns dein Licht, bleibst du doch den Deinen stets J 130 Von der Himmelfahrt Jesu Chrifti. 4. Wie gut, daß du zum Vater bist gegangen; dein Hingewogen, vergiffeft ihrer nim vollendet ist auch unser Heil. mer nicht. Du ziehest uns an uns liebt der Gott, der dich deine Brust voll Lieb', und es ist gesendet, und seine Huld wird deine Lust, dich uns zu nahn uns zu Theil. Verklärt erhebst zu allen Stunden; Heil Allen, du did) vom Staube; dir nach welche dich gefunden! schwingt sich der Deinen Glaube und dringet bis zu Gottes Thron. Dort, sieht er, frönt nach allen gang schaffet große Frucht. Wer Leiden dein Gott mit Sieg und durch des Glaubens Band an dir bleibt hangen, der findet bei dir, was er sucht. In's Heiligthum, wo man dich ehrt, ist ihm der Eingang nicht verwehrt; der Vorhang ist schon längst zerrissen, wer will, fann deiner ganz genießen. ew'gen Freuden dich, Gottes und des Menschen Sohn. 2. Du scheidest und die Jünger fallen anbetend auf ihr Angesicht. Sie sehn die Wolken dich umwallen in Majestät voll Himmelslicht. Noch segneft du die treu Geliebten, du senkest 5. Die Hoffnung bleibt auf Trost auf die Betrübten, strömst festem Grunde stehen, daß wir frohe Hoffnung in ihr Herz. nach wohl vollbrachtem Lauf in Sie sehn, wie du von Gott deiner Majestät dich werden se- gekommen, wirst du nun wiehen; dahin blickt unser Auge der aufgenommen; zu hoher auf. Wir stehen dann an dei- Wonne wird ihr Schmerz. nem Thron und nehmen unsers Glaubens Lohn, die Seligkeit, die nie wird enden, Vollende ter, aus deinen Händen. 3. Auch ich seh' auf, du mein Vertreter, und bet' in Freudenthränen an. Ich weiß, daß auch ein schwacher Beter im Staube dir gefallen kann. Gieb meinem Glauben Muth und LeIn eigener Melodie. 248. Chrift fuhr gen Him- ben, zu dir sich immer zu erheben, mel. Was sandt' zu dir, der uns mit Gott verer uns hernieder? Den Trö- eint. Ja du, des künft'gen Lester, den heiligen Geist, zum bens Sonne, des Himmels und Trost der armen Christenheit. Gelobt sey Gott! der Erde Wonne, du bist mein Bruder und mein Freund. 4. Cinst wirst du herrlich wiederkommen. Erlöser, komm! so rufen wir. Im Thränenthal schaun deine Frommen voll heis Ber Sehnsucht auf zu dir. Mit Wonne sehn sie dir entgegen, erwarten Heil von dir und Se Mel. Wie wohl ist mir, o ic. ein Werk, Erlös 249. De ser, ist vollendet, gen und Theil an deiner Herr2. Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! Deß soll'n wir Alle froh seyn. Christus will unser Trost seyn. Gelobt sey Gott! Von der Himmelfahrt Jesu Chrifti. 131 lichkeit; du wirst den Gläub'gen,| Herrn begrüßen und fallen ihm die hier weinen, vom Himmel zu Füßen? Komm, stelle dich als ihr Freund erscheinen, in doch ein! Freude wandeln alles Leid. Mel. Nun lob' mein' Seel ic. Mel. Von Gott will ich nicht zc. er Herr fährt auf 251. Du gingst zum höch 250. Der Herr fährt auf sten Lohne in's gen Himmel mit Haus des ew'gen Vaters ein; frohem Jubelschall, mit präch nun ist des Siegers Krone und tigem Getümmel und mit Pos Ruhm und Herrlichkeit ist dein. faunenhall. Lobfingt, lobsinget Wir aber, voll Verlangen, Gott, lobsingt in frohen Chö- schaun dir, o Jesu, nach und ren dem Könige der Ehren, hoffen zu empfangen, was uns dem Herren Zebaoth! dein Mund versprach. Die 2. Der Herr wird aufge- Stätt uns zu bereiten, gingst nommen in Himmelsglanz und du, o Herr, voran; auch uns Pracht. Um ihn stehn alle zum Himmel leiten willst du Frommen, die er hat frei ge- auf sichrer Bahn. macht. Es holen Jesum ein die hohen Seraphinen; den hehren Cherubinen muß er willfommen seyn. 2. Die Qual, die du empfunden, des Erdenlebens bittres Leid, wie sind sie jetzt entschwunden vor Himmelsglanz und Herrlichkeit! So sind auch unsre Leiden bald wie ein Traum entflohn und ew'ge Himmelsfreuden sind dann der Frommen Lohn. Was sollten wir denn zagen? Wir blicken himmelwärts und sind bereit, zu tragen des Lebens furzen Schmerz. 3. Auch wir gehn von der Erden, der Heiland ging vor an; wir sollen himmlisch wer den, er bricht uns selbst die Bahn. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin kehrt das Verlangen, dahin nehmt euern Lauf. 4. Fahr hin mit deinen 3. Einst wird die Wahrheit Schäßen, du trügerische Welt. siegen; du, ew'ge Wahrheit, Sollt uns dein Glanz ergöz- siegtest ja! Wenn Feinde sie zen? dort ist, was uns gefällt. befriegen, bist du mit deinem Der Herr ist unser Ruhm, der Schuße nah. Wird auch ein Herr ist unsre Freude, und köst- Ziel des Spottes, wer dich im liches Geschmeide das ew'ge Glauben ehrt: er steht im Schuße Eigenthum. Gottes, der sichern Sieg gewährt. 5. Wann soll es doch ge- Wer freudig hier gestritten für schehen, wann kommt die frohe Wahrheit, Recht und Licht, Zeit, daß wir ihn werden sehen schaut in den ew'gen Hütten in seiner Herrlichkeit? D Tag, dich einst von Angesicht. wann wirst du seyn, da wir den 4. Voll heil'ger Rührung wal 32 132 Von der Himmelfahrt Jesu Christi. en wir an der Frühentschlafnen| Du vertrittst, die an dich gläuGrab und minder brennend fal ben, daß sie dir vereinigt bleiben; len der Wehmuth Thränen drauf in des Vaters Haus theilst du herab. Du willst ja, daß die Jedem seine Wohnung zu. Deinen dort ewig bei dir seyn; 5. Doch vergißt du auch der uns mit dir zu vereinen, gingst| Armen, die der Welt noch dienen, du zum Himmel ein. Die hier von uns geschieden, sind dort im Vaterland; einst winkt zum ew'gen Frieden auch uns des Vaters Hand. nicht, weil dein Herz dir aus Erbarmen über all' ihr Elend bricht. Daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, darauf geht dein Bitten hin. 6. Ginst in deines Fleisches Tagen haft du dich vor Gott gestellt, als auf dir, Versöhner, lagen schwer die Sünden aller Welt. Wie haft du geweint, gerungen, bis dein Flehn zu Gott gedrungen; wie batst du zu jener Zeit, Herr, in deiner Niedrigkeit. Mel. Alle Menschen müssen zc. 252. Großer Mittler, der zur Rechten seis nes großen Vaters sigt und die Schaar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schüßt, dir auf dem erhabnen Throne in der königlichen Krone bringet aller Engel Heer tief anbetend Preis und Ehr'. 7. Jegzt ist kräftiger dein Fle2. Was vollendet sollte wer- hen, seit du Sieger wardst im den, wie es Gottes Rath be- Streit und verklärt in jenen Hödacht, dein Geschäft auf dieser hen thronst in voller Herrlichkeit. Erden und dein Opfer ist voll- Nun kannst du des Feindes Klabracht. Da du bist am Kreuz gen majestätisch niederschlagen gestorben, ist uns Gnad' und und es redet uns zu gut fråfHeil erworben, und dein sieg tig dein vergossnes Blut. reich Auferstehn läßt auch unfern Sieg uns sehn. 3. Nun, o Herr, ist dein Geschäfte in des Himmels Heiligthum, zu verbreiten Lebenskräfte durch dein Evangelium. Allen willst du Gnad' ertheilen, die zu dir im Glauben eilen, und dein Geist macht Allen fund deinen hohen Gnadenbund. 8. Großer Mittler, sey gepriesen; dir sey Ehre, Dank und Ruhm, für die Treu', die du bewiesen, hier und dort im Hei ligthum! Dein Verdienst wird uns vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; wenn der Tod den Mund uns schließt, sprich für uns, Herr Jesu Christ. 4. Deines Volkes theure Namen trägst du stets in deiner Mel. Freu' dich sehr, o meine sc. Brust; welche jemals zu dir kamen, find und bleiben deine Lust. 253. H err, du fährst in Glanz und Freu Von der Himmelfahrt Jesu Chrifti. 133 den auf zu deiner Herrlichkeit Mel. Wie schön leucht't uns c. und mich drücken noch die Leiden gesheld! wie herrdieser unvollkommnen Zeit. Gießb 254. wundergroßer Sie mir, Jesu, Muth und Kraft, lich, Heiland aller Welt, haft hier in dieser Pilgrimschaft so du dein Werk vollendet! Nun zu wandeln meine Wege, daß reicht der Vater dir den Lohn ich dein stets bleiben möge. und du nimmst wieder ein den 2. Laß mir deinen Geift zurücke, ziehe ganz mein Herz zu Thron, von dem er dich gesendet. Mächtig, prächtig triumdir, daß ich nach dem Him phirest und regierest du, o mel blicke mit der sehnlichsten Begier. Ja, laß deine Kraft allein in mir Schwachen mächtig seyn; und du selber wollst im Beten bei dem Vater mich König; Alles ist dir unterthänig. 2. Dich soll die Schaar der Cherubim und aller heil gen Seraphim mit lauter Stimme loben; dich, der uns selig hat gemacht und nun mit Majestät und Pracht zum Himmel fich erhoben. Singet, bringet, En gelchöre, Ruhm und Ehre! ihm du bist. Hier schon in der vor Allen lasset Dank und Prüfungszeit sev mein Ziel die Preis erschallen! Ewigkeit, daß, wenn ich dorthini gelange, ich des Glaubens Lohn empfange. vertreten. 3. Lehre mich die Welt ver achten und was in ihr Eitles ist; nach dem Reiche lehr' mich trachten, dessen Herr und Haupt 3. Du bist das Haupt, die Glieder wir; zu uns herab kommt nur von dir Licht, Freude, Trost 4. Ruft mein Gott früh oder und Leben. Des heil'gen Geispäte mich zu meines Grabes ftes Wunderkraft, die alles Gute Ruh: so bereite mir die Stätte wirkt und schafft, wird uns in des Vaters Hause zu und erleuchte mir die Nacht, die dem Herzen bange macht. Du hast ja den Tod bezwungen und für uns den Sieg errungen. durch dich gegeben. Dringe, zwinge mein Gemüthe, deine Güte hoch zu preisen, Ehr' und Dank dir zu erweisen. 4. Zeuch uns, o Jesu, ganz 15. Kommst du endlich glor- zu dir, hilf, daß wir Alle für reich wieder als der Richter aller und für nach deinem Reiche Welt, dann belebe diese Glie trachten. Laß suchen uns, was der, die das Grab umschlossen dir gefällt, und gieb, daß wir hält. Ja, verkläre du mich die ganze Welt mit ihrer Lust ganz, schmücke mich mit Him- verachten. Nähre, mehre deimelsglanz, stelle mit den treuen ner Liebe heil'ge Triebe, daß Knechten mich, o Herr, zu dei kein Leiden je uns könne von ner Rechten. dir scheiden. Von der Himmelfahrt Jesu Chrifti. 134 Mel. Was Gott thut, bas c. zen, nicht mit Strenge herr 255. Triumph! ihr Him- scheft du; linderst unsrer Seeien mel, freuet euch, Schmerzen, giebst dem müden lobsinget Gottes Sohne! Er Herzen Ruh. ziehet ein zu seinem Reich, em pfängt des Siegers Krone. Mit Majestät wird er erhöht und 3. Mag der Krieg die Welt herrscht nach Kampf und Leiden, zerrütten, Friede schwebt um umstrahlt von Himmelsfreuden. deinen Thron. In Palästen dir sich kehrt, Stimme hört. 2. Doch schließet ihn kein Him- und in Hütten ist er deiner Frommel ein, er wirkt noch fort auf men Lohn, bist du Sonne, Erden; noch sollen, die ihr Herz Schirm und Schild dem, der ihm weihn, durch ihn beseligt dein Gesetz erfüllt. werden. Mit Muth hinan die 4. Reiche dieser Welt ver steile Bahn! Uns lohnt nach schwanden, Kronen fanken in Kampf und Leiden der Herr den Staub; nur dein Reich, mit ew'gen Freuden. ad Herr, ift bestanden, nie wird 3. Šo wahr, als Jesus es der Zeiten Raub; nimmer Christus spricht: ich leb' und wird es untergehn, ewig wird's ihr sollt leben, erhebt sich einst durch dich bestehn. zum ew'gen Licht der Geist, von Gott gegeben. Still sinkt in's Grab der Leib hinab, da ruht 5. Mehre stets die Zahl der Frommen, Herr, erweitre dein Gebiet; laß die Menge zu dir er ans von Leiden; einst theilt kommen, die noch deine Herrer Himmelsfreuden. dschaft flieht; führ' uns Alle 4. Triumph! ihr Christen, nach der Zeit ein zu deiner freuet euch! der Tod ist nun Herrlichkeit. bezwungen; wir haben Theil an Jesu Reich, er hat es uns errungen. Auf, bringt ihm Dant Selig, wer zu wenn er deine Mel. Komm, o komm, du c. 256. 3 u dem Vater hingegangen bist du glorreich aus der Zeit; Herr, du haft die Kron' empfangen, herrschest nun in Ewigkeit. Groß und herrlich ist dein Reich; nichts ist deiner Herrschaft gleich. 2. Nur mit liebevollem HerMel. O baß ich tausend Jungen ic. Lobgefang, 257. 3um Kampf und Leiden mit ihm zu seinen Freuden. eingegangen, mit Preis gekrönt, Herr Jesu Chrift! wie sollte mich nun nicht verlangen, auch dort zu seyn, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilgrim hier; nimm in die Heimath mich zu dir. 25d 2. Vom Tode standst du auf zum Leben, du gingst verklärt zum Himmel ein: so muß fich auch mein Geist erheben; ich darf nicht todt in Sünden seyn. Von dem heiligen Geift. 135 Ein neues Leben wirk' in mir, so auch ich vollende, von dir geseg komm' ich einst gewiß zu dir.net, meinen Lauf! Wenn ich 3. Am Delberg fingen deine von dir gesegnet bin, dann fahr' Leiden mit bittern Todesängsten in Frieden ich dahin. d an; am Delberg gingst in ho- 6. Ich sehe dir mit Glaubenshen Freuden du siegreich deine blicken in deinen Freuden- HimHimmelsbahn: so folgt auf mel nach; mein Herz soll sich Leiden Herrlichkeit; zu beiden mache mich bereit. an dir erquicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, bleibst du doch meine Zuversicht. 4. Du bist von uns zwar auf gefahren, doch ist dein Wort noch immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren; im Worte redest du zu mir, dies leitet meines Lebens Lauf und schließt mir deinen Himmel auf. 7. Einst wirst du herrlich wiederkommen, gleichwie du aufgefahren bist; dann werd' ich völlig aufgenommen, wo mir 5. Du hobest segnend deine bereit mein Erbtheil ist. So Hände beim Scheiden von den leb' ich nun im Glauben hier, Deinen auf: o hilf, daß einst im Schauen aber dort bei dir. XI. Von dem heiligen Geist. Mel. Auf meinen lieben Gott zc. 4. Dann steh' ich fest im Streit 258. Auf meinen Gott ver- und überwinde weit, erneut zu läßt mein gläubig Gottes Bilde, bedeckt mit seinem Schilde; und wann dereinst ich sterbe, werd' ich des Himmels Erbe. Herz sich fest. So oft ich im Gebete hin vor sein Antlig trete, will er sich zu mir wenden, mir Licht und Hülfe senden. den Jesus uns verheißt, o sey 5. Odu, des Vaters Geift, auch mir gewähret, der betend vergeben alle Sünde, und steht Seele, daß sie nicht wank' und dein begehret! regiere meine mir bei auf Erden, gerecht vor ihm zu werden. 2. Der Geist, den er verheißt, giebt Zeugniß meinem Geist, daß Gott mir, seinem Kinde, fehle. 3. Schwächt nur nie frevelhaft mein Herz der Gnade Kraft; beharr' ich im Bestreben, wie er mich treibt, zu leben: so kann ich überwinden den stärkften Reiz der Sünden. 6. Versiegelt bin auch ich, o Geist des Herrn, durch dich; du führst nach Kampf und Leide mich ein zu jener Freude, die Jesus Allen giebet, die ihn hier treu geliebet. Von dem heiligen Geift. 136 Mel. Gin Lämmlein geht zc. uns zu, im Tode schenk' uns 259. Dich, Bater, preift Seelenruh' und hilf uns übermein Lobgesang, winden. daß du den Sohn gegeben, der uns das ew'ge Heil errang und unvergänglich Leben. Ich danke dir, daß du den Geist, der uns Mel. Ewigkeit, du zc. den Weg zur Wahrheit weist, 260. Dies ist der Tag, da Gottes Sohn dich den Gläubigen gesendet. Auf sandte von des Vaters Thron, Jesu Wort kam er herab, der seinen Boten Stärke gab, daß ste dein Werk vollendet. o Geist der Kraft und Stärke! Du gosseft aus der Liebe Gluth, gabst Jefu Jüngern Heldenm 2. Erfüllt von seiner Wunder- muth zu ihrem heil'gen Werke. traft, gehn fie, die Welt zu leh- Groß war die Erndte, schwer ren; durch ihn, der neue Herzen die Müh', doch, Geist des Herrn, schafft, die Sünder zu bekeh- du stärktest sie. ren. Die Völker hören hoch erfreut die Botschaft ihrer Se ligkeit, Vernunft und Wahrheit stegen; der Sünde finstre Nacht entfleucht, wo sich der Finger Gottes zeigt, und Satan muß erliegen. 2. Da machte seiner Zeugen Mund die großen Thaten Gots tes kund, die Heiden zu bekehren; die Gößentempel wurden leer, es schwand der falschen Götter Heer sammt Opfern und Altären. So siegreich war der Zeugen Muth; und schwiegen sie, so sprach ihr Blut. 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt und droht mit Blutgerüsten; dein Name, Jesus, wird gelobt, es stegt die Treu' der Christen. Dein Geist, o Vater, stärket sie und die Bekenner wan ken nie, selbst nicht in Todeslei den. Sie bleiben ihrem Herrn getreu und zeugen von ihm ohne Scheu, nichts kann von ihm sie scheiden. 3. Wie Gottes Bliße ging ihr Wort bis an der Erde Grenzen fort, die Nacht wich vor dem Lichte. Den beteten die Heiden an, von dem wir einst die Kron' empfahn, wenn er kommt zum Gerichte. Das Kreuz des Mittlers überwand und ward des Heiles Unterpfand. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jeßt der Menschen Lehrer, der Wollen und Vollbringen schafft, des Höllen reichs Zerstörer. O wirk' in Sundern Reu' und Leid, in from men Seelen Fried' und Freud' 4. Die Kirche, die ihm anges hört, und die du, Geist des Herrn, gemehrt, wird ewiglich bestehen. Aus ihrer Mitte weichst du nie; mit neuer Kraft belebst du sie, sie kann nicht untergehen. O mach' uns nur und Muth im Kampf der Sün- in deinem Reich den ersten Boden; in Trübsal sprich du Trost ten Christi gleich! Von dem heiligen Geist. 137 Mel. Wie schön leucht't uns zc.| hen wir: du wolleft bei uns 261. Dir jauchzet froh bleiben. Geh' ferner aus in alle Welt, damit, von deinem Licht erhellt, die Völker alle gläuben. Führe gnädig sie zur Wahrheit und zur Klarheit, daß die Erde, du vom Vater ausgesandt, zum Geist des Herrn, dein Tempel Tröster uns gegeben. die Christenheit, du, Geist der Kraft und Herrlich feit, du, aller Geister Leben. Als unsers Erbes Unterpfand bist Jesu werde. Glieder wirst du führen und regieren; deine Gnade leit' auch uns auf unserm Pfade. Mel. Ach! Alles, was Himmel ic. 262. Ein heiliges Feuer durchdrang und beseelte die Männer, die Jesus zu Jüngern sich wählte, um auszugehn unter die Völker der Erden und Boten des ewigen Heils uns zu werden. 2. Ein heiliger Lichtstrahl umfloß sie mit Klarheit, nun sahen sie heller die himmlische Wahrheit; nun zeugten voll göttlichen Muthes die Frommen: der Herr ist erschienen, sein Reich ist gekommen. 3. D Dank für so viel göttlich Licht, das jede Finsterniß durch bricht, für himmlische Belebung! Den Menschenherzen, alt und 3. Nun lockten umsonst die jung, schaffst Kräfte du zur vergänglichen Freuden; nun Heiligung, zu stiller Gotterge schreckten vergebens die zeitlichen bung. Preis dir, Dank dir, Leiden; nun scheuten sie nicht daß du fräftig und geschäftig mehr Verspottung und Schande, uns belehrest, Jesum Christum nicht Todesgefahren, nicht Maruns verkläreft! ter und Bande. 2. O welch ein großer Tag erschien, als man die Flammen sah erglühn hell über jedem Haupte! Im Sturmwind thatest du dich fund; dein Zeugniß heiligte den Bund der Schaar, die freudig glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen; und erklungen ist das Heil in allen Zungen. 4. Die Kraft aus der Höhe erfüllte die Herzen. Sie predigten Jesum in Trübsal und Schmerzen, getreu bis zum Tode mit freudigem Muthe, versiegelnd ihr theures Bekenntniß mit Blute. 5. Auch uns sey die Wahrheit so heilig und theuer; Geist Gottes, beseel' uns mit himm5. Wir beugen unsern Geist lischem Feuer. Gieb standhafvor dir, Geist Gottes, Alle fle- ten Muth uns, des Heilandes 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, wir sind mit deiner Kraft getauft, die Welt zu über winden. Wirk' in uns Allen Lieb' und Zucht und laß in uns des Glaubens Frucht sich hundertfältig finden. Gnädig hilf du Gottes Erben einst im Sterben, daß sie droben ewig deine Wunder loben. 138 Von dem heiligen Geist. Lehren im Leben, im Leiden| Landen; dir dankt man im und Sterben zu ehren. Himmel. 12. Lob, Ehr und Preis sey dir, o Gott, gesungen, dem Sohn und heil'gen Mel. Danket dem Herren, denn ic. Vater, 263. Geist aller Geister, Geifte. Amen. unerschaffnes We sen, dein Name sey von Allen hochgelobet. Mel. Liebster Jesu, wir sind sc. 2. Du Geist vom Vater, ew'. 264. Geist der Wahrheit, ger Quell des Lebens, das klar und unerschöpflich sich ergießet. lehre mich aller Weisheit Quelle kennen, Jesum fann ich nur durch dich meinen Herrn und Heiland nennen. Du nur kannst ihn mir verklären und mein Herz zu Gott bekehren. 2. Du nur machst das Herz gewiß und erleuchteft meine Seele, daß ich in der Finsterniß nicht den Weg des Heils vers fehle; du führst mich auf Gots tes Pfade, zeugst von Wahrheit und von Gnade. 3. Du gehest aus vom Sohn, ein Geist des Mundes, und salbest reichlich, die sich Gott erwählet. din 4. Was lebt und webet, hat von dir das Leben, der ganze Erdkreis ist voll deiner Güte. 5. Der Sünder wird durch's Wort von dir geschlagen, dein Hauchen tödtet plößlich die Empörer. 6. Du rührst und schreckest Herzen und Gewissen, wer dei nem Finger folget, ist genesen. 7. Das Licht, die Weisheit und die Kraft des Lebens schenkst du dem, der an Christi Namen glaubet. 8. Du lehrst uns findlich rufen: Lieber Vater! Wir wis sen es, daß wir sind Gottes Kinder. di 9. Du, Geist des Herrn, giebst Zeugniß unserm Geiste, vertrittst uns auch durch unaussprechlich Seufzen. 5. Heiligung und Reinigkeit und ein gottgefällig Leben, selige Zufriedenheit, wahre Weisheit fannst du geben. Selig, die an deinen Gaben Theil durch 11. Herr, unser Herrscher, Lieb' und Glauben haben. Herrlich ist dein Name in allen 6. Was mir fehlt, find' ich 10. Das Fleisch ertödtest du und stärkst die Seele; die Tod ten alle wirst du einst erwecken. 3. Unser Tröster heißest du, überschwenglich kannst du trös sten, du erfüllst mit Himmels ruh die Gemüther der Erlöften, daß sie nach der Angst der Sünden Gottes Vaterhuld empfinden. 4. Mächtig stärkst du zum Gebet, weckst in uns inbrünst'ges Sehnen, das mit stillen Seufzern fleht und zur Wonne führt durch Thränen. Hoffnung und Geduld im Leiden ist dein Werk, du Geist der Freuden. Von dem heiligen Geift. 139 bei dir, nur durch dich kann ich| Gemeinen des Kreuzes unbesteggenesen. Komm und wohne selbst ten Ruhm. Und wo du sprichst in mir, schaffe neu mein gan- mit Feuerzungen, beugst du zu zes Wesen; dann wird meine fel'gen Huldigungen der Heiden Schwachheit Stärke und ich wirke Gottes Werke. überwundne Kraft. Der Hölle Reich muß dir mit Beben die Schaar Gefangner wiederges ben, die es in Sünden hins gerafft. 4. Wer kann, wie du, mit Donnern reden, wenn du im Schlaf den Sünder schreckſt? Wer tröstet so, wie du, die Blöden, wenn du die neue Sehnsucht weckst? Wenn sie in ihr VerMel. Wie wohl ist mir, 0 20. derben schauen, so lehrst du sie 265. Seift Gottes, aus des Ew'gen Fülle in unsern Geist herabgesenkt, der auch in unbemerkter Stille des Herzens Trieb gen Him mel lenkt; du, der einst Davids Pfalm beflügelt, den Sehern Aug' und Mund entsiegelt, uns auch noch jetzt mit Gluth durch bringt, auch jeßt uns Gottes Weisheit lehret und Christi Wahrheit uns verkläret: wer ist's, der würdig dich besingt? dem Ruf vertrauen, der sie mit Gottes Frieden grüßt; wenn sich der Geist zwar willig zeiget, doch ihn des Fleisches Schwachheit beuget, bist du es, der das Leid versüßt. 5. Du drückest der Bewährung Siegel den wohlgeprüften See len auf; du giebst den Zeugen Glaubensflügel und führst sie im Triumph hinauf. In aller Trübsal lehrst du beten, du selbst 2. Du Quell der reinsten Him willst unsre Noth vertreten, auch melsliebe, die in das Herz le- ohne Wort, mit starkem Flehn. bendig quillt und so des neuen Die Liebe führest du zum Throne Menschen Triebe mit heil'ger und ihren Werken wird zum Gotteskraft erfüllt, du bist es, Lohne die Kraft, in Demuth der die Schwachheit stüßet, im fest zu stehn. Pilgerlauf ste stärkt und schüßet, wenn sich die Seel' in Schlum mer neigt; der-o geschäh' es nicht vergebens! als Unterpfand des ew'gen Lebens uns hier des Himmels Krone zeigt. 7. Sieh, ich öffne dir mein Herz, läutre du es auch durch Leiden, mache mich durch Noth und Schmerz würdig deiner Himmelsfreuden. Hilf mir, Va ter, beten, ringen und hindurch zum Ziele dringen. 6. Wenn Christus einst herniederschwebet auf das geschloßne Todtenfeld, mit mächt'gem Wort es neu belebet zum Erbtheil in der bessern Welt: dann trägt in deiner Kraft die eine bewährte 3. Du bauest aus lebend'gen heilige Gemeinde zum Throne Steinen der Kirche reines Heilig- Herz und Psalm empor; dann thum, erhöhest durch des Herrn ströme du durch alle Glieder die - 140 Von dem heiligen Geist. 11 höh're Gluth der Himmelslieder in Kraft und Klarheit durch zum Preise dem, der uns erkor. Fährlichkeit und Finsterniß. Du flowed. nous tim bist der Beistand meines Lebens Mel. Wie wohl ist mir, o 20. und niemals ruf' ich dir vergebens, wenn je mein Fuß den Pfad verliert. Dein Wort kann jeden Wahn besiegen, dein Trost läßt niemals mich erliegen; du bist es, der mich richtig führt. 266. eist Gottes, wer fann dich verstehen? Wer wandelt schon in deinem Licht? Wer flimmt zu dei ner Weisheit Höhen? der selbst fich) weise dünket, nicht. Ein Licht bist du; doch nur den Blinden. Wer noch bei sich weiß Rath zu finden, dem ist dein reicher Trost noch fern. Du wirst nur dem des Lebens Quelle, der, an des Unterganges Schwelle, an sich verzagend ruft zum Herrn. 2. Dann wirkest du und schmelzest Herzen, in Sünden todt und felsenhart, erregst in ihnen sel'ge Schmerzen und Traurigkeit der rechten Art. Du stellst 6. Auch schlägt mir wohl die im göttlichen Gerichte dem Sün- Prüfungsstunde, vor der ein der fräftig vor's Gesichte, was Heil'ger selbst erbebt, wenn aus Gott, Gesetz und Sünde sey. Er- des Abgrunds dunklem Schlunde neurung will das Herz begehren, Angst und Verzweiflung sich er da fließen einsam bittre Zähren: hebt. Doch du trittst mir voll die Zeugen wehmuthsvoller Reu'. Trost zur Seiten; von dir gestärket kann ich streiten, du reichst mir Wehr und Rüstung dar. Dann kann ich den Versucher dämpfen, den Kampf des Glaubens siegreich kämpfen; bald wird die Seele wieder klar. 3. Wenn Seelen so mit Noth beladen nur sehnlich um Erret tung flehn, enthüllet sich der Thron der Gnaden; du läsfest ste den Mittler sehn. Dann wan delt sich das bange Sehnen in einen Guß von Freudenthränen, die Trauernacht in helles Licht. Der Schuldbrief zeiget sich zer riffen, es schweigt das richtende Gewissen, da Jesu Blut Ver gebung spricht. 7. So hältst du mich mit dem verbunden, an welchen meine Seele glaubt; ich feire fel'ge Freudenstunden, wenn nichts mich trennt von meinem Haupt. In heiliger und sichrer Stille schöpft dann mein Geist aus jener Fülle, wo Gnad'aus Gnade sich ergießt. 4. Nun machst du mir, o Geist der Wahrheit, den Pilgerschritt fest und gewiß; du leitest mich In der Begeistrung Augenblik5. Und will mich ja der Trübsinn beugen, daß mehr und mehr der Muth entsinkt: wenn Seufzer dann zum Himmel steigen, bist du's gewiß, der Hülfe bringt. Was auch in meiner Brust will wanken, du hältst lebendig den Gedanken, daß ich ein Kind der Gnade sey. Will meine Schwachheit mich beschämen und mir der Kindschaft Zeugniß nehmen: du machst mich von mir selber frei. Von dem heiligen Geist. 141 ten gewährest du mir ein Enthilf mir gläubig auf ihn schaun zücken, das mir des Himmels Vorschmack ist. und auf sein Verdienst nur baun, daß ich mög' auf mein Verlangen Gnad' um Gnad' von ihm empfangen. 267. Se Mel. Freu' dich sehr, o c. eift vom Vater und vom Sohne, du, der unser Tröster ist und von Gottes ew'gem Throne auf die Gläub'gen sich ergießt, steh mit deiner Kraft mir bei, daß ich Gott geweihet sey und mein Herz schon hier auf Erden mög' ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege Mel. Nun kommt der Heiden 2c. deine Weisheit mit mir seyn; 268. Seit eist vom Vater und wenn ich bange Zweifel hege, vom Sohn, weihe deine Wahrheit mich erfreun. dir mein Herz zum Thron, schenke Lenke kräftig meinen Sinn auf dich mir immerdar, so wie heut das Wohl der Seele hin; lehrst der frommen Schaar. du mich das Rechte wählen, werd' ich nie das Heil verfehlen. 2. Geist der Wahrheit, leite mich. Eigner Wille täuschet sich, daß er leicht des Ziels verfehlt und statt Heil sich Unglück wählt. 3. Heilige des Herzens Triebe, durch die Gnade schaff' es neu, daß ich Gott vor allem liebe und ihm findlich dankbar sey. Voll Vertraun auf ihn zu sehn, seinen Namen zu erhöhn, seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich gelingen. 6. In des Lebens Müh' und Leiden steh mit deinem Troft mir bei, daß ich überall mit Freuden Gottes Führung folgsam sey. Gieb mir ein gelassnes Herz; laß mich selbst im Lodes Schmerz deines Trostes Kraft empfinden und einst siegreich überwinden. 5. Treib'mich kräftig zum Ges bete, wenn mir Hülfe nöthig ist, daß zu Gottes Thron ich trete durch den Mittler, Jesus Christ; Z 3. Geist des Trostes, tröste mich durch dein Zeugniß innerlich. Wenn mir mein Gewissen droht, hilf mir aus der Seelennoth. 4. Warne mich, so oft zu Sünden mein Gemüth versuchet wird; laß mich bald den Rückweg finden, hab' ich mich von dir verirrt. Nimm in deine Zucht 4. Geist des Betens, steh mir bei, wenn ich um Errettung schrei'; mach mein Bitten freudig, rein, so wird's auch erhörlich seyn. 5. Geist der Heiligung, verflär' Jesum in mir mehr und mein Herz, wirk' in mir der Reue mehr. Mindre stets, was mich Schmerz, daß ich mich in De muth beuge und den Sinn zur Beff'rung neige. befleckt, mehre, was du selbst erweckt. 6. Geift des Glaubens, stärk' in mir solchen Glauben für und für, der mich Chrifto einverleibt und zu guten Werken treibt. 7. Geist der Lieb', erweck' in 142 Von dem heiligen Geist. mir guter Gaben Füll' und Zier, einst selig sterbe und das Himdaß ich hülfreich, mild und treu melreich ererbe. deiner Gnade Werkzeug sey. Mel. Warum sollt' ich mich ic. 270. Söd öchster Tröster, fomm hernieder, Geift des Herrn, sey nicht fern, stärke Christi Glieder. Er, der nie sein Wort gebrochen, Christus hat deinen Rath seinem 8. Geist der Hoffnung, rufe du meiner Seel' ermunternd 3u; daß ich deiner stets mich freu' und in Hoffnung selig sey. Mel. Liebster Jesu, wir find 2c. 269. Gott, bu haft in dei Volk versprochen. nem Sohn mich von Ewigkeit erwählet, sende nun von deinem Thron, was zu meinem Heil noch fehlet; gieb mir deines Geistes Gaben, durch sie werd' ich Alles haben. 2. Heil'ger Geist, mein Herr und Gott, mache du mich neugeboren; sonst bleib' ich in Sünden todt und bin ewiglich verloren; rette mich von dem Ver derben, laß mich nicht in Sünden sterben. 3. Treib' hinweg des Zweifels Nacht, halte die Vernunft in Schranken; wenn die Welt mich irre macht, laß mich nicht im Glauben wanken. Von dir will ich Weisheit lernen und mich nie von dir entfernen. 4. Wecke auf mein sichres Herz, daß ich stets mein Heil bedenke und mich oft mit Neu' und Schmerz über meine Sünden fränke; doch nach solchen Trauerstunden tröste mich durch Jefu Wunden. 271. Mel. Komm, heiliger Geist zc. 5. Glaube, Lieb' und Hoff ör' unser Gebet, mung sey stets das Kleinod meiGeist des Herrn. ner Seele; steh im Kampf mir Du hörst der Gläub'gen Bitten mächtig bei, daß der Sieg mir gern. Wir wollen unser Herz dir niemals fehle. Gieb, daß ich geben, o lehre heilig uns leben! Ho 2. Geist der Wahrheit, gieb uns Allen durch dein Licht interricht, wie wir Gott gefallen. Laß uns freudig zu ihm treten; sey uns nah und sprich: ja! wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen und mit Muth Fleisch und Blut, Welt und Sünde dämpfen. Stärke uns in allen Leiden, daß uns Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 4. Hilf nach Gottes Reich uns streben und verleih, daß wir treu unserm Heiland leben. Laß uns niemals stille stehen, treib' uns an, seine Bahn festen Muths zu gehen. 5. Sey in Schwachheit unsre Stüße; labe du uns mit Rul in der Prüfungshiße; und, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, führ' den Geist in des Himmels Freude. Von dem heiligen Geist. 143 Der alles Gute in uns schafft, streuten Seelen wieder aus der rüft' uns mit Stärke, Muth und Kraft, daß nicht die List und Macht der Sünde uns, Christi Jünger, überwinde. Wir flehn zu dir, wir flehn zu dir! verworrnen Welt zu Hauf; schlingt um sie seiner Liebe Netze, mit ihm ein Geist und Leib zu seyn, und schreibt des Himmelreichs Gefeße mit Gottes Kraft in sie hinein. 2. Du, heiliges Licht, starker Hort, erleucht' uns durch der 3. Auf, auf, ihr Herzen und Wahrheit Wort. Du wollest ihr Zungen, verkündigt Gottes immerdar uns leiten, daß unsre Füße nicht gleiten: treib' fern von uns des Irrthums Nacht, laß stegen deiner Wahrheit Macht, daß Jesus auf der gan zen Erde bekannt und angebetet werde. O hilf dazu, o hilf dazu! ind hohen Ruhm! sein Name werde stets besungen von seinem heil' gen Eigenthum. O daß ein Geist des Lebens wehe und, was mur Athem hat, erfüll', daß alle Welt die Wunder sehe, die Gott in Christo schaffen will! 4. Im Geiste laßt uns Pfing3. Laß, freudiger Geist, voll sten halten, geheiligt werde unVertraun in Noth auf deine ser Sinn. Denn ließ't ihr noch Hülf uns schaun. Lehr' uns, wenn wir zum Vater treten, mit froher Zuversicht beten. Mach' uns durch deine Kraft bereit zum Sterben und zur Ewigkeit, daß wir mit frohem Muthe ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Erhöre uns, erhöre uns! die Sünde walten, wo bliebe dann des Heils Gewinn? Nur das heißt neu geboren werden, wenn Christi Geist auch in uns lebt und unser Sinn, schon hier auf Erden, durch himmlisch Thun zum Himmel schwebt. 5. Laß, Jesu, nichts in uns vermindern des Glaubens hohe Zuversicht; o mach'uns ganz zu Gottes Kindern durch deines Geistes Kraft und Licht. Ach 272. reine Liebe in unſer Mel. Die Tugend wird durch's 2c. hr Christen, rühmt, aus einem Herzen, einem Mund die Gnade, die der Herr erweiset in seinem neuen, ew'gen Bund. Er tränft mit Himmelskraft die Seelen und gießt den Geist der Kindschaft aus; zum Tempel will er sie erwählen und weihen sie zum Aller Herzen an und schaffe, daß mit heil'gem Triebe, was lebt, dich ewig lieben kann! Mel. Lobe den Herren, den ic. 273.hr, durch die Taufe dem heiligen 2. Der Heiland strömt auf geweihet, preiset den Tröster, seine Glieder das Salbungsöl, der kräftig die Herzen erfreuet, die Feuertauf, bringt die zer den uns der Sohn sendet vom 144 Von dem heiligen Geist. ewigen Thron, Weisheit durch| Mel. Ein' feste Burg ist unser: c. ihn uns verleihet. 274. Kon Domm, Geist des 2. Wenn die Propheten das Herrn, kehr' bei Dunkel der Zukunft enthüllet, mir ein, nach dir steht mein Verwenn sie gezeigt, was den Tie- langen; ich kann aus deiner fen der Gottheit entquillet: war's Füll' allein, was mir gebricht, nicht der Geist, den unser Lob- empfangen. Schaff' Herz und gesang preist, der sie mit Weis- Sinn mir neu, weck in mir heit erfüllet? wahre Reu'; sey meiner Seele 3. Er hat geleitet die Schwa- Ruh, sprich mir Betrübten zu, chen, von Jesu Erwählten, wenn schenk' Weisheit, recht zu wansie die Thaten und Lehren des deln. Meisters erzählten; hat sie gelehrt und ihnen Jesum verklärt, daß sie nicht irrten noch fehlten. 654 7100 2. Laß mich mein Heil und Gottes Huld durch Sünden nicht verscherzen; gieb Glauben, Liebe und Geduld und Hoffnung mei4. Ach! und auch uns noch nem Herzen. Vertritt beim Beten bedeckte die Blindheit der Hei- mich mit Seufzen kräftiglich; den, unbekannt wären auch wir mit der Seligkeit Freuden: lerne regiere meinen Sinn und richt ten wir nicht durch sein untrüg- ihn nur dahin, wo mein Erlöliches Licht Irrthum und Wahrheit zu scheiden. fer lebet. doch Väter auf Erden sich innig zu freuen, flehen- 275. er den Kindern, was nüßt und quickt, zu verleihen: Vater, viel mehr gieb du der Bitte Gehör, uns durch den Geist zu erneuen. 6. Ja, uns erleucht' er in Chris sto, dich recht zu erkennen; treib' uns, in Liebe für dich und den Heiland zu brennen; dich und den Sohn, troß aller Lästerer Hohn, frei vor der Welt zu bekennen. Mel. Wie schön leucht't uns 20. Gottes fomm, höchster Gast, du, den der Himmel nicht umfaßt, noch dieser Kreis der Erde! komm, offenbare dich auch mir, Gott, heil'ger Geist, daß ich in dir Ein Geist mit Christo werde. Leite heute Geist und Sinnen, mein Beginnen und mein Leben, deiner Liebe nachzustreben. 7. Freudigkeit geb' er uns, dir, was uns quälet, zu klagen, auch wenn die Hülfe verziehet, nicht muthloß zu zagen. Schenkst du Gedeihn, lehr' er uns, fromm uns zu freun, würdigen Dank dir zu sagen. 2. Erquicke mich, du Friedens- Geist, du Brunn, draus Lebenswasser fleußt, du süße Freudenquelle, die allen Durst der Seele stillt und aus der Gottheit Tiefe quillt ganz rein und ewig helle. Fließe, gieße deine Gaben, zu erlaben alle Mü Von dem heiligen Geist. 145 den, daß sie schmecken Trost und| sum Christ mit rechtem Glauben, Frieden. und ihm aus ganzer Macht ver10gin jah! 3. Sey meiner Ohnmacht trauen. Hallelujah, HalleluKraft und Macht, mein helles Licht in dunkler Nacht, das mich 3. Du heilige Gluth, süßer stets sicher führet; mein starker Trost, nun hilf uns fröhlich und Hort zur bösen Zeit, mein fräft- getrost in deinem Dienst bestänger Beistand in dem Streit, bis dig bleiben, daß Trübsal' uns mich die Krone zieret. Schüße, nicht abtreiben. Durch deine stüße, Herr, mich Schwachen, Kraft, Herr, uns bereit' und stark zu machen meinen Glau- stärk' des Fleisches Blödigkeit, ben; laß mir nichts die Krone daß wir hier ritterlich ringen, rauben. durch Tod und Leben zu dir drinD 4. Hilf mir in meiner leßten gen. Hallelujah, Hallelujah! Noth, versüße mir den bitterna n Tod, wenn Herz und Auge brechen. Sey meines Lebens Heil Mel. Komm, heiliger Geist zc.t und Licht, laß, wenn die Zunge 277. Komm, Kraft des nicht mehr spricht, dein Seufzen herab Pfand, das uns Gottes für mich sprechen. Laß mich end- Gnade gab; du Segensquell, lich selig scheiden zu den Freu-| Born aller Gaben, nichts kann, den aller Frommen; ach, wann wie du, die Seele laben. Komm, werd' ich dahin kommen? Gottes Geist, in unsern Geist, wie Himmelsthau hernieder fleußt; fomm mit der Friedenstaube Schweben und ruh' auf uns, so lang' wir leben. Hal lelujah, Hallelujah! a oni nin Sn bekannter Melodie. 276. Domm, heiliger Geist, Herre Gott, er füll' mit deiner Gnaden Gut deiner Gläubigen Herz, Muth und 2. Komm, Geist der Wahrheit, Sinn; entzünde deine Lieb' in Gottes Licht; wo du fehlst, ist ihn'n. O Herr, durch deines die Wahrheit nicht. Komm, uns Lichtes Glanz zu dem Glauben mit Weisheit zu erfüllen und versammelt haft das Volk aus unsers Geistes Durst zu stillen. aller Welt Zungen, das sey dir, Herr, zu Lob gesungen. Halle lujah, Hallelujah! Komm, leuchte du mit hellem Schein bis in des Herzens Grund hinein. D warn' und strafe, wenn wir fehlen, und läutre al ler Christen Seelen! Hallelujah, Hallelujah! laying 2. Du, heiliges Licht, edler Hort, laß leuchten uns des Le bens Wort und lehr' uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater 3. Komm, milder Tröster, wer ihn nennen. D Herr, behüt' als du, bringt bangen Herzen vor fremder Lehr', daß wir nicht Trost und Ruh' und Balsam Meister suchen mehr, denn Je für die innern Wunden und K Von dem heiligen Geist. Himmelsthau in heißen Stun- wahrer Gott in Ewigkeit! Unden? Komm, gieb zu unsrer ser Flehn sey nicht vergebens, Ritterschaft uns Heldenmuth komm, erfüll' uns jederzeit: so und Glaubenskraft, und rüste selbst zum Gotteswerke Geist, Seel' und Leib mit deiner Stärke. Hallelujah, Hallelujah! wird Licht und heller Schein in dem dunkeln Herzen seyn. hi 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Nath, Verstand und Zucht, daß wir an ders nichts beginnen, als nur, was dein Wille sucht; dein Erkenntniß werde groß und mach' uns vom Irrthum los. mad 4. Komm, Quell der Liebe, geuß sie aus in's Herz und über Gottes Haus. Gieb, daß wir Gott mit reinen Trieben und Chriftum in den Brüdern lieben. Entflamm' in Leid und Freude stets die Gluth des Dankes und Gebets. Erhöh' uns vom Ge- Bahn, räume ferner aus dem wühl der Erde, daß unser Wandel himmlisch werde. Hallelujah, Hallelujah! 3. Zeig' uns an die rechten Stege, führ' uns stets auf ebner Wege, was im Lauf uns hin dern kann; und wer doch gestrauchelt hat, dem gieb Reue nach der That. 4. Laß uns stets dein Zeugniß merken, daß wir Gottes Kinder sind, daß wir unsern Glauben stärken, wenn sich Noth und Drangsal find't; lehr' uns, daß des Vaters Zucht einzig unser Bestes sucht. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten, frei mit aller Freudigkeit; seufz' auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns alle146 5. Weih' uns zu deinem Tem pel ein; was unrein ist, das mache rein. Was nah' am Staube friecht, erhebe; was schon er storben ist, belebe. Erwärme je des falte Herz, lent' alle Seelen himmelwärts. Vereine die zerstreuten Glieder und bringe das Verlor'ne wieder. Hallelujah, Hallelujah! 6. Wenn du nicht Beistand ihm verleihst, so strebt umsonst des Menschen Geist. Laß auf zeit: so wird unser Flehn eruns deine Gnade regnen, fomm, uns mit deiner Kraft zu segnen. Dann sind der guten Saat wir gleich und bringen Frucht zum Himmelreich. Dann führt zum Leben uns das Sterben und ewig sind wir Gottes Erben. Hallelujah, Hallelujah! hört und die Zuversicht ges mehrt. end and fod tommose 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen. muß: ach! mein Gott, mein Gott, wie lange? mach' doch endlich den Beschluß! Dann sprich du uns tröstlich zu, und gieb Muth, Geduld und Ruh'. 7. O du Geift der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werfe; In eigener Melodie. LAMIN Domm, o komm, du Geist des Lebens, 2 278. Von dem heiligen Geift. 147 leite, wie der Herr verheißt; gteb| daß er uns behüte an unserm, uns Waffen in dem Krieg und erhalt' uns in dem Sieg. Ende, wenn wir heimfahr'n aus diesem Elende. Erbarm' dich, Herr! 8. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichr' uns mehr und mehr, daß wir dort das Reid) ererben jener Herrlichfeit und Ehr', die Gott giebt durch Jesum Christ und die unaussprechlich ist. 2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr' uns Christum erkennen allein, daß wir an ihn glauben, den treuen Heiland, der uns gebracht zum rechten Vaterland. Erbarm' dich, Herr! 25/11 970 T3- Rod SH Mel. Nun fich der Tag 2c. 279. Nicht licht um ein flüchtig Gut der Zeit, ich fleh' um deinen Geist, o Gott, den mir zur Seligkeit dein theures Wort verheißt. 2. Die Weisheit, die vom Him- 4. Du höchster Tröster in aller mel stammt, o Vater, lehr' er Noth, hilf, daß wir nicht fürchmich, die Weisheit, die das ten Schand' und Tod, daß uns Herz entflammt zur Liebe gegen Herz und Sinnen nicht gar verdich. Tigt trotzagen, wenn unsre Sünden uns 3. Dich lieben, wie dein Wort woll'n verklagen. Erbarm' dich, gebeut, gern thun, was dir ge- Herr! fällt, wirkt reinere Zufriedenheit, als alles Glück der Welt. Mel. Wie schön leucht't uns ic. 281. heil'ger Geift, felr' und laß uns deine Wohnung seyn, o komm, du Herzens- Sonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein in unsern Seelen kräftig seyn zu steter Freud' und Wonne. Klarheit, Wahrheit, himmlisch Leben willst du geben, wenn wir beten und in Demuth zu dir treten. 2. Du Quell, d'raus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß uns dein Trostwort hören; daß wir auch aller Christenheit in wahrer Glaubens- Einigkeit dein ZeugK2 4. Alsdann hab' ich zu dir Vertraun durch deinen freud'gen Geist; er lehret mich fest darauf baun, daß du mir gnädig seyst. 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, zur Tugend stärk' er mich und zeige, wenn ich traurig bin, auch mir als Tröster sich. 6. Er schaff in mir ein reines Herz, besiegle deine Huld und waffne mich in jedem Schmerz mit Muth und mit Geduld. In eigener Melodie. 3. Du süße Liebe, du himmlisch Gut, laß uns empfinden der Liebe Gluth, daß wir uns von Herzen einander lieben, eines Šinn's des Herrn Gebot ausüben. Erbarm' dich, Herr! 280. Nu un bitten wir den heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, 148 Von dem heiligen Geist. niß können lehren. Hör' uns, müssen walten; Freude wolleft lehr' uns; hilf uns Allen, die du erhalten. noch wallen hier auf Erden, daß wir Zeugen Christi werden. 7. Gieb, daß in wahrer Heiligkeit wir führen unsre Lebens3. Steh' uns stets bei mit dei- zeit, sey unsers Geistes Stärke; nem Rath und führ' uns selbst daß uns forthin sey unbewußt den rechten Pfad, die wir den die eitle Welt, der Sinnen Luft Weg nicht wissen. Gieb Kraft und alle todte Werke. Rühre, uns und Beständigkeit, dir treu führe unser Sinnen und Begin zu bleiben allezeit, auch wenn nen von der Erden, daß wir wir leiden müssen. Walte, halte Himmelserben werden. über denen, die sich sehnen, Theilu In eigener Melodie. zu haben an der Fülle deiner Gaben. bi diş +++ 282. 4. Stärk' uns mit deiner Gotheiliger Geist, o heiliger Gott! du teskraft, zu üben gute Ritter- Tröster werth in aller Noth, dich schaft in Drangsal und Be- hat gesandt vom Himmelsthron schwerden; auf daß wir unter der Vater und sein ein'ger Sohn. deinem Schuß begegnen aller heiliger Geist, o heiliger Gott! Feinde Truß mit freudigen Ge berden. Lindre, mindre Furcht und Grauen, daß wir schauen auf die Krone, die dem Sieger wird zum Lohne. 5. Weich nicht von uns, du Lebenshort, und schaffe, daß bei Jefu Wort stets unsre Herzen brennen. So werden wir uns nimmermehr von seiner weis heitreichen Lehr' und seiner Liebe trennen. Neue Treue gieb den Schwachen, daß sie wachen und verlangen, nur dem Heiland anzuhangen. 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! wirk' in uns Allen fort und fort; entzünd' in uns der Liebe Kraft, die Eintracht, Heil und Frieden schafft. O heiliger Geist, o heiliger Gott! alfa 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott! mehr unsern Glauben immerfort; wer sich will Jesu Christo nahn, der muß von dir die Hülf' empfahn. heiliger O Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott! erleucht' uns durch dein göttlich Wort: mach' uns den Vater recht bekannt und Jeſum, den er gesandt. O heiliger den er uns gesandt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. Du Himmelsthau, ergieße dich in unsre Herzen kräftiglich und mach' uns sanft und milde; daß unser Herz mit Lieb' und Treu' dem Nächsten stets verbun- 5. O heiliger Geist, o heiliger den sey nach unsers Heilands Gott! du zeigest uns die Him Bilde. Kein Neid, kein Streit melspfort', auf daß wir kämpfen dich betrübe, Fried' und Liebe ritterlich, zum Himmel drinSR Von dem heiligen Geist. 149 gen, stark durch dich. O heiliger| Werken; laß deines Wortes Geist, o heiliger Gott! Kraft und Licht zur Leitung im Gewissen mich genießen, so werd' ich sicher nicht zum Falle fortgeriffen. 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott! verlaß uns nicht in Noth und Tod; wir weihn uns dir zum Eigenthum und bringen dir Lob, Ehr' und Ruhm. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. Und fühl'ich, was mir noch gebricht, dringt mich mein Herz, zu beten, so laß mit Kindeszuversicht mich zu dem Vater treten. Ach, laß, du werther Geist von Gott, mich deinen Mel. Ich ruf zu dir, Herr zc. 10 000 283. hochgelobter Got Troft erblicken und erquicken, ſo tesgeist, fomm mir mit Gnad' entgegen; sey du, den wird die größte Noth mich nie zu Boden drücken. Jesus uns verheißt, mit mir 6. Ich achte nicht den Trost. auf allen Wegen. Mit meiner der Welt, der nur zu bald verKraft ist nichts gethan; du schwindet; dein Trost ist's, der mußt mir Gnade geben, fromm mich aufrecht hält, der meine zu leben, und wenn ich selbst Hoffnung gründet. Du bist mir nicht kann, mein Herz zu dir Siegel, bist mir Pfand, daß erheben. iad mestop ich als Kind und Erbe selig 2. Geist Gottes, ach, was sterbe, hingeh' in's Vaterland wäre ich, der Gottes Bild ver- und nimmermehr verderbe. loren, wenn du nicht durch die Taufe mich von Neuem hätt'st geboren! Du hast durch deine Gnad' in mir den Glauben an gezündet und gegründet, daß nun mein Herz in dir Trost, Fried' und Freude findet. 3. Herr, meine Kraft- kommt nur von dir; hilf mir im Kampfe ringen, zu allem Guten schenke mir das Wollen und Vollbringen. Wenn ich aus Schwachheit irre geh', gieb, daß ich's bald empfinde und der Sünde mit Eifer widerstel)', das Böse überwinde. 4. Du weißt es ja, wie schwach ich bin; du kannst, du wirst mich stärken; erneure täglich meinen Sinn zum Fleiß in guten 7. Nun die Verheißung ist geschehn: wenn wir in Christi Namen um Gottes Geist zum Vater flehn, ist Alles Ja und Amen. Wir flehen, Herr, um deinen Geist, du wirst um Christi willen das erfüllen, was uns dein Wort verheißt, und unsre Sehnsucht stillen. Mel. Komm, heiliger Geist zc. 284. Welterlöfer, sey gepreist, du fandtest uns den heil'gen Geist, der uns in alle Wahrheit leite und uns zum Himmel zubereite. Er schenfet uns zum Guten Kraft, stärkt uns auf unsrer Pilgers schaft, hilft uns den Lauf zum Ziel vollbringen und einst des 150 Von dem heiligen Geist. Lebens Kron' erringen. Halle- Mel. Dir, dir, Jehovah, will ic. lujah, Hallelujah! 285. Von dir, mein Gott, 2. Die Boten wagt den Streit, durch deines Geistes Kraft erneut, kämpft gegen falscher Götter Heere, siegt durch die Wahrheit deiner Lehre. Gewaltig geht des Lebens Wort bis an der Erde Grenzen fort, erleuchtet alle Nationen, dringt von den Hütten zu den Thronen. Hallelujah, Hallelujah! kommt Licht und Leben, der du das Licht und Leben selber bist; ich bin mit Dunkel noch umgeben und weiß nicht, was dir wohlgefällig ist. O sende mir der Wahrheit hellen Schein, belebe mich, daß ich dir leb' allein. 10 2. Du sprachst, und aus den Finsternissen ging auf dein Wort 3. Zu uns auch send' ihn, dei- des Lichtes Strahl hervor, nun nen Geist, der uns den Weg ward die Welt der Nacht entrif der Wahrheit weist; sind dunkel sen, die Sonne stieg in vollem unsers Lebens Pfade, erleucht' Glanz empor: so sey durch er sie durch deine Gnade. Er deines Schöpferwortes Macht lehr' uns Gottes Heil verstehn; der Wahrheit Licht auch in mir er leit' uns, wenn wir irre gehn, angefacht. und sind wir in Gefahr, zu fallen, 3. Dich hat noch Niemand je lehr' er uns festen Schrittes wal len. Hallelujah, Hallelujah! gesehen, dein ew'ger Sohn nur hat dich uns verklärt; doch wie kann ich sein Wort verstehen, wenn nicht dein Geist den rechten Sinn mich lehrt? D'rum gieb mir, Gott, von oben deinen Geist, der mich in aller Wahrheit unterweist. 4. Wo wir vereint sind vor dem Herrn, Geist Gottes, sey von uns nicht fern! Auf uns, die wir sind Christi Glieder, komm deine Segensfüll' hernieder. Gieb dem Verstande helles Licht, dem Herzen feste Zuver- 4. Dann werd' ich, Herr, sicht, daß uns von dem, den dich recht erkennen, dich, der wir bekennen, nie weder Glück in Christo uns so hoch geliebt, noch Leiden trennen. Hallelu- und froh dich meinen Vater jah, Hallelujah! nennen, weil mir dein Geist 5. Geöffnet ist dir unser Herz, der Kindschaft Zeugniß giebt; zeuch ein und lenk' es himmel- dann wird mir erst das Heil wärts. Wir wollen nimmer in Christo klar, das deiner widerstreben, regiere unser gan Gnade ew'ger Rathschluß war. zes Leben; und endet sich einst 5. Ergreife, Herr, mit deiner unsre Bahn, dann nimm dich unsrer Schwachheit an, daß wir in Christo freudig sterben, mit ihm das Himmelreich ererben. Hallelujah, Hallelujah! Wahrheit die, so noch wandeln in der Sünde Nacht; sie leuchte hier mit sanfter Klarheit, sie schrecke dort mit deines Donners Macht, daß die verstockten Von dem heiligen Geist. 151 Sünder in sich gehn und wah-| 5. Du bist ein Geist der Freurer Reue voll um Gnade flehn. den, das Trauern liebst du nicht, 6. Und merk' ich selbst mit bangem Herzen, daß ich bethört vom Weg des Heiles wich, dann stille meine bittern Schmerzen das theure Wort: der Mittler starb für dich; daß ich Vergebung find' in Jesu Blut; du aber gieb zur Beff'rung Kraft und Muth. pidini erleuchtest uns in Leiden mit deines Trostes Licht; nimm ferner mein dich an, wie du im heil's gen Worte mir oft schon hast die Pforte des Himmels aufgethan. 6. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, 3wietracht, Haß und mild, daß ungefärbte Liebe ich Neid: o mach' mich sanft und an den Brüdern übe, verklärt in Christi Bild. 286. 39 stand tuss in 1989 sid Mel. Von Gott will ich nicht ac. euch ein zu deinen Thoren, mein Herz steht dir bereit, der du mich neu geboren und meinem Gott ge weiht. Du hochgelobter Geist vom Vater und vom Sohne, komm und in mir wohne, wie Chrifti Wort verheißt! 7. Du, Herr, haft selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: leit' uns den Friedenspfad, verknüpf in allen Landen durch sanfte Liebes2. 3euch ein, laß mich empfin- banden, was sich getrennet hat. den und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden 8. Erhebe dich und steure Hülf und Errettung schafft. auf Erden allem Leid, bring' Entfünd'ge meinen Sinn, daß wieder und erneure das Heil der ich mit reinem Geiste dir den Christenheit. Laß steigen neu Gehorsam leiste, den ich dir empor, was blinder Wahn verheeret, was Zweifelsucht zerstöschuldig bin. ret, es blühe, wie zuvor. eind 3. Ich glich den dürren Reben, war todt und ohne Kraft, du haft das neue Leben in Christo mir verschafft; du wirkest mehr und mehr, daß ich stets an ihm bleibe und edle Früchte treibe zu Gottes Ruhm und Ehr'. 4. Du bist ein Geist, der leh ret, wie man recht beten soll; solch Beten wird erhöret, macht 10. Erfülle die Gemüther mit reicher Gaben voll; o lenke him- reiner Glaubenszier, mach' uns melan mein Flehn voll Glau- der ew'gen Güter theilhaftig für bensstärke, bis ich die Hülfe und für; vertreib' den bösen Geist, merke von dem, der helfen kann.| der sich dir widerseßet und, was 9. Regier' in allen Reichen, bau' unsers Königs Thron und laß nie von ihm weichen der Weisheit Ruhm und Lohn. Dem Alter gieb Verstand, gieb Frömmigkeit der Jugend; durch Gottesfurcht und Tugend besel'ge jeden Stand. 152 Von der christlichen Kirche. dein Herz ergößet, aus unserm| und Ruhm, der Träster, uns Herzen reißt. P and and died von Gott gesandt, falbst uns zu 11. Richt' unser ganzes Leben seinem Eigenthum, wirst unsers allein nach deinem Sinn und Erbes Unterpfand. laß nach dem uns streben, was ewig bringt Gewinn; und kommt einst unsre Zeit, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des Himmels Herr lichkeit. dais Mel. Komm, Gott Schöpfer zc. u dir, Geist Schö287. 3" pfer, flehen wir, der neue Herzen in uns schafft; des Segens Fülle kommt von dir, durchdring' uns ganz mit deiner Kraft. 2. Du bist, das ist dein Nam' mint sonund 3. Erleucht' uns mit der Wahrheit Licht, entzünd' in uns der Liebe Gluth; schenk' uns in Schwachheit Zuversicht und stärk im Kampfe unsern Muth. 4. Gieb uns des Glaubens Freudigkeit, den Frieden, den die Welt nicht kennt; verbanne von uns Haß und Streit und was uns von den Brüdern trennt. 5. Ja, wohn' in uns, du Geist des Herrn, weih' uns zu deinem Tempel ein; wir folgen deinem Zuge gern und wollen dir gehorsam seyn. adal? sting bond edun! Bun XII. Von der christlichen Kirche. stusit dit dids Mel. Kommt her zu mir zc. währet kurze Zeit, bis zum 288. Auf Leiden folgt nach Triumph der Herrlichkeit, dann k furzem Streit Sieg soll es selig enden. und Triumph voll Herrlichkeit: so fingt die kleine Heerde, die bald der allertreuste Hirt mit großer Kraft erlösen wird von jeglicher Beschwerde. 289. Da Mel. Herr Jesu Christ, dich zc. as Amt der Lehrer, Herr, ist dein; dein soll auch Dank und Ehre 2. Er ruft: Seyd, Kinder, seyn, daß du der Kirche, die du wohlgemuth, weil Gott, der liebst, noch immer treue Lehrer große Wunder thut, für euch und mit euch streitet, ich bin der Herr, Immanuel, und gehe her vor Israel, mein Auge wacht und leitet. giebst. 3. Schaut in der Einfalt nur auf mich, die Meinen führ' ich wunderlich, vertraut der All macht Händen! Das Leiden 2. Gesegnet sey ihr Amt und Stand! Sie sind, o Herr, von dir gefandt und pflanzen, durch dein heilig Wort, auf Erden Licht und Wahrheit fort. 3. Wir wollen ihres Amts uns freun, das Herz soll ihnen offen seyn; dann wird, was ihre Rede Von der christlichen Kirche. lehrt, in uns durch deinen Geist verflärt. 1910 4. Ermahnen, warnen, strafen sie, so fehle der Gehorsam nie; was uns dein Mund durch sie gebeut, das bringt uns Heil und Seligkeit. 153 4. Erfülle sie mit Freudigkeit, wenn sie dein Wort verfünden; gieb ihnen Unerschrockenheit, zu strafen unsre Sünden; tröst' uns durch sie in aller Noth, ihr Wort lehr' uns, auf Chrifti Tod einst sanft und selig sterben. 5. Des treuen Lehrers schwere 5. Trifft sie Verfolgung oder Pflicht erschwere Hohn und Un- Hohn, so hilf es ihnen tragen; dank nicht; denn das ist wahrlich uns nicht gut, wenn er sein Amt mit Seufzen thut. bist du ihr Schild und großer Lohn, wie dürften sie verzagen? Du fandtest sie, sie ehren dich. Umsonst empören Frevler sich), die Wahrheit zu vertilgen. 6. Vergilt du ihnen, Herr, schon hier mit deinem reichen Se gen; sey ihre Zuflucht für und für, ihr Licht auf allen Wegen; Mel. Sey Lob und Ehr' 2c. und einst vor deinem Angesicht ein ist das Licht, laß sie für treu erfüllte Pflicht das uns erhellt, des Himmels Kron' ererben. 290. D dein ist das Amt der Lehrer. Gott, welch Geschenk für deine Welt, für deines Worts VerMel. Nun sich der Tag ic. ehrer! Du ſprichst durch deiner 291. Der du noch in der letzten Nacht, eh' Boten Mund, damit dein Reich und werde fund, der Weg zum ew'gen Leben. 2. Welch Amt, zu dämpfen jeden Wahn, das Laster zu bestreiten und Seelen auf der rechten Bahn zu Jefu hinzulei ten! Wie heilig, aber auch wie schwer! laß, die es führen, immer mehr des Amtes Würde fühlen. Mel. Herzliebster Jesu ic. 3. Gieb ihnen deiner Weis: 292. Des Herrn Gesetz verkündet den Geheit Licht und deines Geistes meinen, sich hier in Lieb' und Gaben, daß sie durch ihren Unterricht viel fromme Seelen laben. Laß ihre Lehre wahr und rein, fest ihren eignen Glauben 2. Mit Einem Opfer sind seyn, ihr Leben fromm und wir Gott erkaufet und dazu heilig. edersinsgaldn All' auf Eines Tod getaufet, Frieden zu vereinen, daß unter Einem Hirten Eine Heerde aus Allen werde. 6. Nein, fromme Lehrer zu erfreun, soll unsers Herzens Freude seyn. D führe du, Herr, uns zugleich mit ihnen in dein Himmelreich! du für uns erblaßt, den Deinen von der Liebe Macht in's Herz geredet haft: 2. Erinnre deine kleine Schaar, die sich so leicht entzweit, daß deine letzte Sorge war der Glieder Einigkeit. 154 Von der christlichen Kirche. daß Jeder nun mit ernstem,| Wir stehn, du fester Fels, auf heil gem Triebe den Nächsten dir, du bist uns Schuß und liebe. Retter. Von dir allein kommt unser Heil; du bist der Deinen sichres Theil, der Hort, auf den wir trauen. 3. Die ja zu Einem Meister sich bekennen, die darf fein Streit um die Erfenntniß trennen; die Herzen, die sich Eines Heilands freuen, fein Haß entzweien. 4. Laßt uns wie Brüder bei einander wohnen und, irrt ein Bruder, seine Schwäche schonen; denn uns gelingt nur Durch vereinte Kräfte des Herrn Geschäfte. 2. Dich preisen wir, du großer Gott, mit Loben und mit Beten; dadurch wird unser Feind zu Spott, du wirst ihn niedertreten. Nimm uns als wie dein Aug' in Acht; mit starfen Flügeln deiner Macht beschirme die Verlaffnen. 3. Wir danken, Gott, von 5. Wer Gaben hat, der hat Herzen dir für deine Wunderfie, Gott zu preisen, sie sollen werke; was du gethan, verfünsich zu Aller Wohl erweisen; den wir und rühmen deine wer selbstgefällig ist, der ist Stärke. Wie du uns gnädig nicht besser, wär' er auch größer. angeblickt, wie du uns schon so oft erquickt, deß freun wir uns ohn' Ende. Disd 6. Wer heller steht, sey stärker auch in Liebe, auf daß sich gern der Schwache mit ihm übe; zur rechten Freiheit frei sich laffe leiten ohn' alles Streiten. bidrs arar 4. Dort Jene troßen ohne Scheu auf ihre Roff und Wagen; uns aber stehst du, Höchster, bei, den Feind in Flucht zu schlagen. Im Namen deiner Majestät wird uns das Siegspanier erhöht: Israels Hüter wachet. höher 7. Wie wir zuerst die Sonn' im Morgen sehen, eh' sie hinaufsteigt zu des Mittags Höhen: so soll der Glanz, den Kinder Gottes zeigen, stets 5. Du deckst uns vor der steigen. Tolpin höher od bösen Welt in deinen sel'gen 8. Se wollen wir in Liebe Hütten, du nimmst uns auf weiter dringen und harren auf in dein Gezelt, wenn tapfer des Gotteswerks Gelingen, daß wir geftritten. Stets bleibst unter Cinem Hirten Eine Heerde du unser Licht und Heil, und aus Allen werde.( hitoniem wo es Noth, wirst du in Eil in deiner Macht erscheinen. and atgansdsin 6. So hältst du stets durch deine Kraft die fest, die nach 293. Dich, Herr, dich lo- dir fragen, und Troft und Ruhe troß wilder ben herzlich wir, Trübsalswetter. wird geschafft nach herber Noth und Plagen. Die Rechte Gotmshid Mel. Nun freut euch ic. Von der chriftlichen Kirche. 155 tes bricht hervor, die Rechtes Mel. Sey Lob und Ehr' zc.ds Gottes schwebt empor, die Rechte Gottes sieget. hunc le réubi mong ndoms Mel. Dir, dir, Jehovah c. On 295. Die Feinde beines Kreuzes drohn dein Reich, Herr, zu zerstören; du aber, Mittler, Gottessohn, fannst ihrem Troße wehren. Dein Thron bestehet ewiglich, vergebens wird sich wider dich regiert: du gabst uns einen[ die Macht der Hölle rüsten.id 294. ich, Jesu, preifen unsre Lieder, dich Herr, der seine Kirche stets Heil Hirten wieder, du hast ihn die ser Heerde zugeführt. uns, daß du so treu die Dei nen liebst und fromme Hirten deiner Heerde giebst! yes 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Menschenkindern; d'rum fonnt' auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. 2. Sen auch mit diesem dei- Dein Erbe bleibt dir immernem Knechte; mach' offenbar dar und wird selbst durch der durch ihn dein theures Wort, Feinde Schaar zu deinem Ruhm dein Licht und deine heil'gen sich mehren. Rechte, und wie du lohnst den Deinen hier und dort: so wird die Heerde, die er weiden soll, durch seinen Dienst des wahren Glaubens voll. Tho 3. Du wollest deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum Niedergang bring' alle Welt dir Preis und Dank und glaub' an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich empören, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren. Lehr' sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüttert im Vertraun auf deine Zukunst warten. 4. Verleih', daß tief in's Herz uns dringen des Lebens Worte, die sein Mund uns lehrt, so werden wir viel Früchte bringen, so wird durch ihn dein göttlich Reich gemehrt. Sey hier, o Herr, sein Schild 5. Uns, deine Gläub'gen, wollest du fest in der Wahrheit gründen, daß wir für unsre Seelen Ruh' in deiner Gnade finden. Mach' unsers Glaubens uns gewiß; vor Irrthum und und großer Lohn, dort preis er vor Finsterniß bewahr' uns bis dich, sammt uns, vor deinem an's Ende. Thron! 6. Dein Geist führ' uns auf mlad daig mun on 3. Verleih ih ihm Muth und Geistesstärke, erhalt in ihm den frommen Hirtensinn, daß er in seinem Amt und Werke seh' unverwandt, Herr, auf dein Vorbild hin. Ihn rühre we der Menschengunst, noch Dräun; sein Hoffen gehe stets auf dich allein. 156 Von der christlichen Kirche. ebner Bahn und heil'ge unsern macht, er ist gericht't, ein WörtWillen; so wird dein Volf, lein fann ihn fällen. dir unterthan, gern dein Gesetz 4. Das Wort sie sollen las erfüllen; bis du erscheineft zum sen stahn und kein'n Dank Gericht, und dann vor deinem dazu haben. Er ist bei uns Angesicht die Menschenkinder wohl auf dem Plan mit seinem sammelft. isdaffod mod Geist und Gaben. Nehmen fie 7. Voll Zuversicht erwarten uns den Leib, Gut, Ehre, Kind dich, Herr, alle deine From- und Weib, laß fahren dahin, men und freun des großen sie haben's fein'n Gewinn, das Tages sich, da du wirst wie- Reich Gott's muß uns bleiben. derkommen. Dann werden wir, aid o Gottessohn, den uns ver- In eigener Melodie. heißnen Gnadenlohn, dein Him- 297. Erhalt uns, Herr, melreich ererben. bei deinem Wort, ud fidisì dig duu In eigener Melodie. 296. in in' feste Burg ist unser Gott, ein' gute Wehr und Waffen, er Hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alte böse Feind mit Ernste er's jetzt meint: groß Macht und viele Lift sein' grausam' Nüstung ist; auf Erd'n ist nicht sein's gleichen. sey deinem Volk ein starker Hort, wenn deines Sohnes Feinde drohn, zu stürzen ihn von seinem Thron. 2. Beweise deine Macht, Herr Christ, du, der du Aller Herrscher bist, und schirme deine Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gieb, heil'ger Geist, du Tröfter werth, uns Einen Sinn hier auf der Erd', und hilf 2. Mit unsrer Macht ist uns in der letzten Noth, leit' nichts gethan, wir sind gar bald uns zum Leben durch den verloren; es ftreit't für uns Tod. der rechte Mann, den Gott selbst hat erforen. Fragst du, wer er ist? Er heißet Jesus Christ, der Herre Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ic. 298. Th rhöre gnädig unser Flehen für deinen Knecht, den du uns zugesandt. Stärk' ihn mit Kraft aus dei3. Und wenn die Welt voll nen Höhen und rüst' ihn aus Teufel wär' und wollten uns zu seinem Amt und Stand. verschlingen, so fürchten wir Durch deinen Geist nur wird uns nicht so sehr, es soll uns er recht belehrt und seines Glaus doch gelingen; der Fürste die bens Zuversicht gemehrt. ser Welt, wie sauer er sich stellt, thut er uns doch nichts, das 2. Zu seinem Säen, Pflanzen, Bauen gieb dein Gedeihn, Von der christlichen Kirche. o Herr, von oben her und Ju eigener Melodie. laß ihn reiche Früchte schauen 299. Es wolle Gott uns gnädig seyn und zu unserm Heil und deines Namens Ehr'. Was er verkündi- seinen Segen geben, sein Antget aus deinem Wort, das ligz uns mit hellem Schein erbleib' und wirke bei uns fort leucht' zum ew'gen Leben: daß und fort. wir erkennen seine Werk' und was er schafft auf Erden, und Jesu Christi Heil und Stärk bekannt den Völkern werden. und sie zu Gott bekehren. 2. So danken dir und loben dich, Herr Gott, die Völker alle, der ganze Weltfreis freuet sich und singt mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läsfest Sünd' nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 108 3. Bewahre ihm die ganze Heerde, die seiner Hirtentreu' du willst vertraun, daß keiner je verloren werde, daß Alle dort dein Antlig mögen schaun. Laß deine Weisheit reichlich auf ihm ruhn, so wird ein leuch tend Vorbild uns sein Thun. 157 4. Dein Wort in seinem Munde gleiche dem Strom, der jeden Widerstand zerstört; vor seiner ernsten Rede weiche, was gegen Gottes Wahrheit sich empört. Sie sey ein Schwert, 3. Es preise, Gott, und lobe das in die Herzen dringt und dich dein Volk in guten Thaten; die Verstockten auch zur Buße das Land bring Frucht und zwingt. did beffre sich, dein Wort laß wohl 5. Verleih' ihm deines Geigerathen. Uns segne Vater, stes Waffen, dem Spott und Sohn und Geist, daß Gottes Drohn der Welt zu widerstehn; Reich sich mehre, den alle Welt und wenn er unser Heil soll in Demuth preist und ihm schaffen, laß ihn auf Lohn und allein thut Ehre. Nun sprecht Menschengunst nicht sehn. Gieb, von Herzen: Amen. wenn er lehrt und warnt, ihm Kraft und Licht, und wenn er Mel. Jesu, der du meine Seele zc. 190 390 tröftet, feste Zuversicht. 6. Wohlan! wir baun auf 300. wig weis und ewig milde leitet Gott deine Gnade, laß seinen Ein- die Christenheit, deckt mit seigang hier gesegnet seyn. Leit' ner Allmacht Schilde seine Kinferner ihn auf ebnem Pfade der weit und breit. Stehn fie und laß sein Werk zu deinem mit entschloffnem Muthe fest Ruhm gedeihn. Sey mit uns, im Kampfe für das Gute: Herr, wir sind auf dich getauft, o dann dürfen sie vertraun mit deinem Blut hast du uns und voll Hoffnung vorwärts All' erkauft. schaun. Von der christlichen Kirche. 158 2. Alles Gute muß ja sie gen durch des Ew'gen starken Schutz. Scheint es oft auch zu erliegen: allen Feinden beut es Truß. Gott wird in den wild'= sten Stürmen mächtig Licht und Recht beschirmen. Eine feste Burg ist Gott, aller Frevel wird zu Mel. Nun lob', mein' Seel' 2c. 1001 steht zu Gottes Ruhme die Spott. u. Kirche, die geweihte Stadt, 301. Feft 3. Menschen können den ver- die ihm zum Heiligthume des dammen, der die Wahrheit liebt Menschen Sohn gebauet hat. und thut: doch sie selbst stirbt Er wohnt mit seiner Wahrheit nicht in Flammen, sinkt nicht in ihren Mauern gern; sie unter in der Fluth. Und kein glänzt in hoher Klarheit und frecher Spott wird hindern, daß freut sich ihres Herrn. Oft sich ihre Feinde mindern; wenn stürmten schon die Wogen des man wähnt, sie sey entehrt, Krieges gegen sie: umsonst, die wird sie herrlicher verklärt. Feinde zogen zurück und siegten nie. I 790 Licht und Frieden, bis euch in der bessern Welt ganz das ew'ge Licht erhellt. d 4. Wie des Goldes ächte 2. Auf Felsengrund erbauet, Währung sich im Feuer erst ergiebt, so tritt aus des Strei tes Gährung auch die Wahrheit ungetrübt. Fruchtlos strebten oft Tyrannen, durch Gewalt sie zu verbannen; fruchtlos nahm oft Menschenwahn selbst den Schein der Wahrheit an. ist sie zur Gottesstadt erhöht, die ihm allein vertrauet und ewig durch sein Wort besteht. Von ihren Bergen funkelt der Wahrheit Sonnenlicht, das, niemals mehr verdunkelt, durch alle Nebel bricht. So bleibt dem Wahn entriffen die gläub'ge Schaar des Herrn; ste reinigt ihr Gewissen, gehorcht und dient ihm gern. and his sojusie 5. Gott hilft seinem Reiche stegen, er, der selbst die Wahr heit ist; mag der Irrthum es bekriegen, oder Bosheit, Trug 3. Die Krone der Belohund List. Und nichts hat es nung winkt jedem Bürger diemit den Waffen irdischer Geser Stadt, der hier sich seine walt zu schaffen, weil es nur Wohnung erwählt und treu den Sieg erringt, wenn das gestritten hat. Er fürchtet fein Wort zum Herzen dringt. Verderben, bleibt hier in sich6. Auf denn, weihet euch rer Ruh' und eilet einst im dem Wahren, bleibt dem Gu- Sterben froh seiner Heimath ten immer treu! Drohten ferner zu. Vom Vater aufgenommen, auch Gefahren: der Befreier wird er ganz selig seyn mit kommt herbei. Suchet, Brüder, den verklärten Frommen, die nur hienieden Christi Wahrheit, ihres Lohns sich freun. Von der christlichen Kirche. 159 4. Frohlocke denn und singe, und ihn unsern Herrn und Christ Stadt Gottes, deines Königs vor der Welt auch nennen. Ruhm! Breit' aus sein Reich Wahr und frei, stark und treu und bringe, die draußen sind, müssen sich die Seinen All' um in's Heiligthum, daß Alle selig ihn vereinen. werden, von seinem Wort be- 6. Ihn verklär' in deiner lehrt, und freudig thun auf Kraft seiner Boten Lehre, daß Erden, was seinen Namen ehrt; als Christi Jüngerschaft fich bis alles Volk erneuert und sein Volk bewähre. Aller Welt in sein Licht verklärt ein Fest Bau zerfällt; Himmel selbst des Friedens feiert, das ewig, vergehen: Christi Kreuz muß ewig währt. stehen. 750 750 Mel. Es woll' uns Gott ic. 302. Geift des Herrn, bein 303. Gott, bir sey ewig Preis und Ruhm, Licht allein muß daß du uns hast erforen zu deider Kirche leuchten, sonst wird nem Volk und Eigenthum und eignen Wahnes Schein uns wie aus dem Geist geboren. Du Wahrheit däuchten. Dann ent- haft uns deines Wortes Licht zweit leerer Streit, die auf deine durch deinen Sohn gegeben; die, Lehren einzig sollen hören. so ihm folgen, irren nicht; sie werden ew'ges Leben und volle Gnüge finden. 3. Lehr' uns auch bei deinem Schein unsre Schwäche prüfen; ohne dich dringt Niemand ein in des Herzens Tiefen. Nur die hier schon aus dir sind auf's Neu' geboren, öffnen Aug' und Ohren. 2. Wie du durch treuer Knechte Mund geredet haft vor Zeiten, so mach' dein Wort auch ferner fund, laß es sich weit verbreiten. Gieb treue Hirten, die ihr Werk in deiner Furcht vollbringen, durch reine Lehr' mit Geist und Stärk' tief in die Herzen dringen und sie zu dir bekehren. sh100 4. Was den Frieden Got- 3. Gieb, daß sie mit gottfel'gem tes mehrt, das mach' Allen wich- Sinn ermahnen, strafen, trösten tig; was den Stolz des Wis- und führen treu zu Jesu hin die sens nährt, sey uns klein und von ihm theu'r Erlösten. Laß nichtig. Eins ist Noth! Him uns des Wortes Thäter seyn, melsbrod laß uns niemals fehlen; wohl dann unsern Seelen! und nicht nur träge Hörer. Mit deinem Geist fehr' bei uns ein, 5. Der das Haupt der Kir- daß wir und unsre Lehrer des che ist, ihn hilf uns bekennen Glaubens Ziel erlangen. Mel. Straf mich nicht in 2c. 150 FOT 2. Lehr'uns treu, du Geist des Herrn, nach der Wahrheit ringen, alle Menschenmeinung gern dir zum Opfer bringen. Wer sind wir? D'rum nur dir bleibe Kraft und Ehre reiner Gotteslehre. 160 Von der christlichen Kirche. Mel. Nun lob' mein' Seel' ic. im Glauben ein! Dann könnt ihr 304. Gott ist ein Schuß noch entrinnen dem Abgrund, der euch dräut, könnt Kronen noch gewinnen in einem bessern Streit. in Nöthen und feiner Kirche Zuversicht; wenn wir um Hülfe beten, versagt er seine Hülf' ihr nicht. Wenn and mudintisch ni Giner ist König 2c. Mel. gleich an allen Orten Gefahren 305. Großer Immanuel, sie bedräun, wenn gleich der von oben Hölle Pforten stets ihren Kampf deiner Gemeinde Bedrängniß erneun, wenn macht und List und Noth; sieh deiner Feinde verbündet sich rüsten gegen sie: vermessenes Toben und die Ge der Herr, der sie gegründet, der fahr, die dein Erbtheil bedroht; Herr verläßt sie nie. wie sie noch immer bekämpfen den Glauben, wollen dein Wort und dich selber uns rauben. 2. Ist nicht die Macht des Verderbens gedrungen bis in der Deinen geheiligten Kreis? Seelen, die früher so eifrig gerun gen, laffen jetzt nach in gottseligem Fleiß. Statt des Verlangens nach ewigen Gütern herrschet die Welt in den schwachen Gemüthern. 2. Sie ist ein Fels im Meere, es stürme wilder Wogen Fluth: doch bricht sich, Gott zur Ehre, an diesem Felsen ihre Wuth. Sie ist das Licht der Erden, vom Himmel une gebracht, das nicht verlöscht kann werden in finstrer Mitternacht. Sie ist auf Bergeshöhen die fest gebaute Stadt, Gott läßt sie nicht vergehen, der sie gegründet hat. 3. Der Stadt geweihte Mau- 3. Oft wird im Herzen der ern sind auf des Glaubens Grund Glaube geboren, aber er stirbt, erhöht und darum wird sie dau weil ihm Nahrung gebricht; lebt ern, ob Erd' und Himmel unter er auch, hat er die Kraft doch geht. Wenn Alles wankt und verloren, völlig zu bringen weichet, der Erde Bau zerbricht, durch's Finstre zum Licht, freuwenn schauervoll erbleidhjet der digen Muthes dich, Herr, zu beSonne strahlend Licht, dann kennen. Menschenfurcht höret endlich wird vollführet, was Gottes Rath erdacht; die Kirche triumphiret dann ob der Hölle Macht. man Weisheit jetzt nennen. i 4. Bis dahin-wie viel Kin der, die für den Himmel sie gebiert, wie viel bekehrte Sünder, die sie zu ihrem Heiland führt! Ihr, die ihr sie befrieget, ihr schaffet euch nur Pein; zu ihr, 5. Du, der da fizet dem Vater die doch einst steget, geht bald zur Rechten herrschend und wal4. Tief ist in Trauer die Kirche versenket, die uns als geistige Mutter gebiert, tief durch die Trennung fo Vieler gefränket; Einheit im Geiste sich täglich verliert. Viele sich scheiden und Viele sich spalten, weil man die Liebe so lässet erfalten. Von der christlichen Kirche. 161 tend aus himmlischer Höh, gieb,| Sinn; ach, sie bedenken nicht, daß im Kampf mit den feindli- was für ein schwer Gericht der chen Mächten Glauben und sichern Seelen wartet! 6. Gieb, daß der Glaube mit himmlischer Klarheit dring' in das Dunkel der Seelen hinein; daß sich die Liebe entzünd' an der Wahrheit, enger sich schließe der Christen Verein. Du bist der einzige Hirte der Heerde: gieb, daß sie selber auch Eine nur werde. Liebe und Kirche besteh'. Kräftig 4. Laß Alle, die noch draußen und freudig die Wahrheit zu stehn, Herr, deine Stimme lehren, laß uns gelingen dem hören, und die noch in der Irre Vater zu Ehren. situs gehn, sich bald zu dir bekehren. Du, der das Gute schafft, gieb uns Lieb' und Kraft; verleih uns tapfern Muth, zu wagen Gut und Blut zu deines Namens Ruhme. Tomthe 5. Die Zwietracht tilg' an jedem Ort, erhalt' uns Ruh' und Frieden. Laß uns, gestärket durch dein Wort, im Guten nie ermüden. Du, der uns ging voran, ebne selbst die Bahn; und nach der Prüfungszeit führ' uns zur Seligkeit der himmlischen Gemeinde. 306. H deine Kirche Mel. Ein' feste Burg ic. ert, danket dir, noch wohnt dein Wort im Lande; von deiner Gnade haben wir noch kommt sie in Gefahr durch der 307. Herechtigkeit, die deinen Geist zum Pfande. Und Mel. Mach's mit mir 20. chaud this der Feinde Schaar, dann hilf, o Jesu Christ! Bestege Macht ihr des Herrn begehret: zu ihm, und List durch deiner Allmacht der Hülf und Rettung beut, Walten! sey euer Herz gefehret! Schaut 2. Ja, deine Kirche streitet an den Hort der Zuversicht, noch), hilf du ihr mächtig siegen. das Heil des Helfers säumet Nimm ganz von ihr der Knecht nicht. schaft Joch, laß sie nicht unterliegen. Auf einen Felsengrund, so verheißt dein Mund, soll sie gebauet seyn, trotz selbst der Hölle Dräun; deß wollen wir uns trösten. 3. Eins ist, was schmerzlich uns bewegt: die Menge falscher Christen, die deinen heil' gen Namen trägt und doch nur bient den Lüften. Nur auf das Eitle hin steht ihr Herz und 2. Der Herr wird Zions Herz erfreun und seine Wüsten bauen; die Deden werden Fluren seyn, ein Paradies die Auen. Erschallen wird im Freudenklang ihr Dank, ihr heil'ger Lobgesang. 3. Merkt auf, die ihr den Arm erkannt, der aller Enden schaltet: die Völker sind in dessen Hand, der hehr und heilig waltet. Seht Land und Inseln £ 162 Von der christlichen Kirche. nah' und fern, fie harren auf uns Brüder nur nennen, wenn den Arm des Herrn. Alle in herzlicher Liebe entbrennen. di 130 4. Schaut aufwärts zu des Himmels Höhn, blickt zu der Erde Gründen! Der Himmel wird wie Rauch vergehn, wie Dampf die Erde schwinden; das Heil des Herrn bleibt allezeit, nie wankt des Herrn Gerech tigkeit. 2. Wie nal' uns auch stehn die natürlich Verwandten: uns bleiben die Brüder die nächsten Bekannten. Wer noch ist bethört von der Liebe zur Welt, wenn er sich auch fälschlich als Bruder verstellt, den können 5. D fürchtet nicht der Men wir nicht zum Genossen uns nehschen Schmähn, laßt euch ihr men: er muß sich zur Neu' erst Drohn nicht schrecken! Der Bö- und Buße bequemen und darf sen Rath wird nicht bestehn, des gekreuzigten Herrn sich nicht bald wird das Grab sie decken. Des Herrn Gerechtigkeit steht fest; wohl dem, der sich auf ihn verläßt! schämen. 3. Wer aber für Christum auf's Neu' ist geboren, der ist uns von ihm auch zum Bruder erforen. Ein Vater, Ein Glaub', Eine Taufe, Ein Geist, der Jeſum als einigen Heiland uns preist: das ist es, was Herzen kann selig verbinden, daß Argwohn und Eifersucht müssen verschwin den; nur Friede ist in der Gemeinde zu finden. In eigener Melodie. 4. Wir sind ja desselbigen Reiches Genossen; daffelbige Blut ist für Alle geflossen: d'rum Jeder mit Allen zum Vaterland bringt, für welches die Kirche stets kämpfet und ringt. Und Jeder auch fühlet des Andern Verderben, hilft gerne den Brüdern die Krohr Kinder des Höch- ne erwerben, wie Jeder bereit sten, wie steht's um ist, für Alle zu sterben. die Liebe? Gehorchet ihr willig 5. So halte der Geist uns von dem heiligen Triebe? Ist keine oben zusammen, durch Alle verZertrennung der Geister ge- theil' er die himmlischen Flamschehn? Bleibt fest ihr im Bunde men; wenn Demuth die Herzen der Einigkeit stehn? Der. Va- vereiniget hat, dann findet kein ter im Himmel fann Herzen er Unterschied weiter hier Statt. tennen; wir dürfen vor ihm ja Hier kann nicht mehr Streitfucht 308. di GNDS CHR 2 6. Ist er's nicht, der im Meere Bahn dem Bundesvolk bestellte, den Stolz zerschlug in seinem Wahn, des Argen Troß zer schellte? Ist er's nicht, dessen Gnadenruf sein Gottesreich durch Chriftum schuf? TOE 7. Auf, Arm des Herrn, und waffne dich mit deiner alten Stärke! des Feindes Rath und Willen brich, zerstöre seine Wer fe! Ja, Glaub' und Hoffnung ruhn auf dir; Herr, auf dein Heil vertrauen wir. 7922 Von der christlichen Kirche. 163 hier Leiden ihren Muth darnieder, stärke sie wieder. 6. Und schüß' uns mächtig bi mitten unter Bösen, bis du von ihnen ganz uns wirst erlösen, bis wir zu dir und den verklärten Frommen frohlockend kommen. und Haffen regieren: der Trieb ist gemeinsam in Allen zu spüren, uns näher zur Wahrheit in Liebe zu führen. 16. D'rum laffet uns freudig uns lieben von Herzen, einander versüßen der Pilgerschaft Schmerzen; uns fräftig ermuntern auf schwieriger Bahn und muthiger flimmen zum Ziele hinMel. Jesu, hilf siegen ic. itten in Stürmen an. Ja betet, daß Beiſtand 310. Mit und tobenden der Vater uns sende, vereiniget brüderlich Herzen und Hände: so mehret die Liebe sich bei uns ohn' Ende. Wellen, Christen, vertraut der allmächtigen Hand! Die unter Christi Befehle sich stellen, rettet er bald an das sichere Land. Wenn euch die dunkelsten Nächte Mel. Herzliebster Jefu, was ic. bedecken, kann doch ihr Grauen 309. Laß doch, o Jesu, euch wenig erschrecken. 100 101 102 dein Reich auf 2. Toben die Feinde zur NechErden unter den Sündern aus- ten und Linken, wüthet verheegebreitet werden. Auch ihnen rend das blinkende Schwert: schenke, deiner Leiden wegen, laßt nur, o Christen, die HäupLeben und Segen. 2. Gieb ihnen Gnade, dich recht zu erkennen, daß sie dich gläubig ihren Heiland nennen; gieb ihnen Eifer, daß sie deinen Willen treulich erfüllen. ter nicht sinken, da sich im Herzen euch Christus verklärt. Stets kann die Seele den Frieden erhalten, wenn sie den Schöpfer in Allem läßt walten. 3. Darum verzehrt nicht im ängstlichen Sorgen Kraft und Gesundheit und flüchtige Zeit; bleibt doch im Rathe des Höchsten verborgen, wann einem Jes den sein End' ist bereit. Christen, es sind ja unnöthige Schmerzen, die sich bereiten die thörichten Herzen. 3. Wed' ihre Herzen, auf die Schrift zu hören, die uns ver fündigt deines Mundes Lehren. Wer sie nicht fennt, der suchet stets vergebens Worte des Lebens. 4. Erbarmer, steure deiner Feinde Grimme; die Deinen warne vor des Irrthums Stimme. Hilf ihnen prüfen und das Heil der Seelen weislich erwählen. ma 4. Gottes allmächtige Stärke beweiset auch in den Schwachen die siegende Kraft, dadurch wird Herrlich sein Name gepreiset, 5. Sey du ihr Licht in allen daß er den Zagenden Freudigkeit Finsternisfen; heile selbst ihr ver- schafft. Auf dann, erhebt euch wundetes Gewissen. Beugen zu muth'gem Vertrauen, wenn sid named theoisal dan nie oo nghe 22 montenu 164 Von der christlichen Kirche. ihr die Hülfe des Höchsten wollt mit gläubigem Vertrauen hält schauen. find der Geist sich an dir fest und will die Erlösung schauen, die uns nicht mehr sünd'gen läßt. ann auch mit a Mel. O du Liebe meiner Liebe 2c. 311. Durchbrecher aller Bande, der du Welt und Tod bezwangst und aus der Erniedrung Stände dich empor zum Himmel schwangst! Um die Deinen zu erretten, willst du immer bei uns seyn: so zerbrich denn unsre Ketten, ende unsrer Knechtschaft Pein. 6. Herrscher, herrsche, Sieger, stege, König, brauch dein Regiment! führe deines Reiches Kriege, mach' der Sclaverei ein End'. So treibt uns der Geist, zu rufen: nimm dich unsrer Schwachheit an; zeig' uns nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 2. Daß du nichts von dem ver- 7. Hast du uns dir doch erworlierest, was der Vater dir geben durch die bittre Kreuzespein; schenkt; daß du uns zur Ruhe d'rum so wahr du bist gestorben, führest aus dem Kampf, der mußt du uns auch machen rein. uns bedrängt: dazu wohnt in Rein ist, frei und ganz vollkomdir die Fülle aller Weisheit, Lieb' men, ähnlich deinem heil'gen und Macht. Deines Vaters heil'- Bild, wer die Gnade hat geger Wille sey durch dich an uns nommen, die aus deiner Fülle vollbracht. quillt. 3. Schau hernieder, wie wir ringen, wie wir seufzen immer dar. Laß zu dir die Bitte dringen, uns zu schüßen vor Gefahr, uns allmächtig zu erlösen von dem Dienst der Eitelkeit, von der List und Macht des Bösen, wel ches stets den Kampf erneut. 8. Zeuch uns mit dir in dein Sterben, laß uns mit dir auferstehn; was dein Reich nicht kann ererben, das laß in uns untergehn. Herr, schon hebst du deine Rechte, doch wir müssen wacker seyn. Sehet, aus dem Schooß der Nächte bricht der Freiheit Morgenschein. 4. Herr, zermalme, Herr, zerstöre diese Macht der Finsterniß; der preist nicht mehr deine Ehre, den sie fort zum Tode riß. 312. Schüße die Deinen, die nach Heb' uns aus dem Staub der Sünden, treib' die Lust der Welt hinaus; laß uns wahre Freiheit finden in des ew'gen Vaters Haus. sminser mist als 5. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in dieser Zeit; soll es leiden: wohl, so thue, was uns frommt zur Seligkeit. Doch tyd Mel. Herzliebster Jesu. nennen und dich, o Jesu, vor der Welt bekennen; laß deinen Händen, wie du selbst verheiBen, nichts sie entreißen. Boers 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden, mach' ihre Siege herrlicher auf Erden; gieb Muth und Weisheit denen, die Von der christlichen Kirche. 165 fie lehren, dein Reich zu meh| nicht dein Reich zerstören und ren. hun se dein Erbe frech verheeren. 3. So lange noch die Deinen 2. Es gilt deines Namens müssen streiten, onsteh' on ihnen, Ehre, deiner Wahrheit HeiligHerr, mit deiner Kraft zur Seithum, es gilt, Jesu, deine Ehre, ten, und führ' ste endlich aus deines Leidens Kraft und Ruhm; dem Kampf hienieden zum ew' deiner Auserwählten Schaar gen Frieden. nd nog steht ihr Kleinod in Gefahr: dazu fannst du, Herr, nicht schweigen, deine Macht wirst du be4. Einst werden wir mit den verklärten Schaaren, die vor uns hier getreue kämpfer was zeigen. ren, dich), der zur Rechten Got- 3. Wo die Kirche ward bestürtes ist erhoben, auf ewig loben. slour dull konncesmist modnis met, warst du allezeit ihr Hort; du bist's auch, der sie beschirmet Mel. Ich bin ja, Herr 2. heute noch und immerfort. Sey jun bilco in audio auch der Verfolgung viel, du bestimmest ihr das Ziel, du zer313. Set, was ber Herr der Kirche thut: streust der Frevler Rotten, die er giebet seinen Knechten Muth es wagen, dein zu spotten. und reiche Kraft, von ihm zu zeu- 4. Herr, bekehre deine Feinde, gen. Sie gehen aus, die er ge- daß fie folgen deinem Licht; stärk' fandt, und machen uns den Herrnim Glauben die Gemeinde, bekannt, vor dem sich Aller Kniee mehre ihre Zuversicht; nimm beugen; sein ew'ges Evangelium dich der Verirrten an, führ' fie verfünden sie zu seinem Ruhm. auf die rechte Bahn; die sich um ihr Heil betrügen, führ' zur Wahrheit von den Lügen. 20 2. Der Sünde Reich wird un tergehn; dein Reich, o Jesu, wird bestehn und deine Herrschaft ewig währen. Du bist der Kirche starker Schuß und dies der Kirche starker Schutz und dies sen Felfen wird kein Trußz der Höllenpforten je zerstören. Er halte sie dir stets getreu, daß sie dein Ruhm und Erbe sey! 5. Laß uns recht und redlich handeln, fliehen auch den bösen Schein; fromm in Taubeneins falt wandeln und doch klug wie Schlangen seyn; mache du uns felbst bereit, uns zu schicken in die Zeit, gieb uns Weisheit, daß Schuld zu leiden. wir meiden, je durch eigne Mel. Freu' vich sehr, o meine sc. Preuer Hirte deiner 6. Laß uns beten, laß uns 314. Tre Heerde, bleibe dei- wachen, immer ftehn auf unsrer ner Kirche Schuß, daß sie nicht Hut. Sey du mächtig in uns erschüttert werde durch der Feinde Schwachen; hilfst du, so wird Macht und Truß; wenn sie Alles gut. Kämpfe du für uns uns vermessen drohn, dann hilf im Streit und verleil)' uns Tüchdu uns, Gottes Sohn, daß sie tigkeit, daß wir deine Waffen Von der christlichen Kirche. 166 führen, bis wir herrlich triumphiren. onaminic Mel. Mein Jefu, dem 2c. 315.11 ns bindet, Herr, dein Wort zusam 5. Die sich nach Einem Meifter nennen, stehn Alle auch für Einen Mann; vergebens will der Feind sie trennen; in Einem greift er Alle an. Sie fallen be tend Gott zu Füßen und siegen in des Heilands Kraft; denn er will von der Brüderschaft der Heil'gen auch nicht Einen missen. men, in der Gemeinschaft feft zu stehn, so daß der Liebe heil'ge Flammen stets in den Gläub'gen sind zu sehn. Wir werden durch dies Wort der Gnaden auch zur Gemeinschaft jener Schaar, die längst vor uns hienieden war, gelockt und fräftig eingeladen. 6. So wallen die verbundnen Herzen durch's Thränenthal in's Vaterland, versüßen sich der Erde Schmerzen, Eins reicht dem Andern seine Hand. Und wol2. Der Glaubensgrund, auf len sie einander dienen, so sehn dem wir stehen, ist Christus und site mit des Glaubens Blick auf sein theures Blut; das einz'ge Jesum und ihr wahres Glück: Ziel, worauf wir sehen, ist Chri- sie sind in ihm, er ist in ihnen. stus, unser höchstes Gut. Die cing'ge Regel, die wir kennen, ist sein lebendig kräft'ges Wort; Mel. Dir, dir, Jehovah sc. d nach keinem Mann, nach keinem 316. Wach' auf, du Geift Ort soll je sich die Gemeinde nennen. ories 119 der ersten Zeugen, der Wächter, die auf 3ions Mauern stehn, die Tag' und 3. Was für ein reich beseligt Nächte nimmer schweigen und Leben, mit Gott und seinem heil- unverzagt dem Feind' entgegengen Geist durch Christum in Ge- gehn; ja, deren Ruf die ganze meinschaft schweben und haben, Welt durchdringt und, Herr, was er uns verheißt! Was glühen da für fel'ge Triebe! hier schüttet in fein geistlich Haus Gott seine Gnadenfülle aus, hier wohnet er, die ew'ge Liebe. der Völfer Schaaren zu dir bringt! 4. Ja, uns liebt Gott als seine Kinder, schenkt uns den Geist, der Vater! schreit; des Sohnes Treue schmückt uns Sünder mit ewiger Gerechtigkeit. Und tritt der Geist mit seinem Dele des Friedens und der Freud' hinzu: o, dann erquickt uns Troft und Ruh' und neue Kraft stärkt Leib und Seele. 2. Wer sendet uns so treue Knechte, von deiner Liebe Feuer ganz entbrannt? Noch sind dein Licht und deine Rechte, noch ist dein heil nicht überall bekannt: das Feld ist weit, die Erndte groß und reich; Arbeiter sende du, den ersten gleich! 3. Breit' aus dein Wort durch große Schaaren, die in der Kraft Evangelisten sey'n. Laß alles Volk dein Hell erfahren, füll' jedes Land mit deiner Wahrheit Von der christlichen Kirche. 167 Schein. Wed' Israel aus sei-| len, läutert, reinigt, bis in dir nem Schlaf mit Macht; die sich Alles einigt. ie ets Heiden reiß' aus ihrer Blindheit Nachht. deficia adi 3. Herr, du giebst Sieg, dich preisen wir: der falte Nordpol glüht von dir. o Licht. das Allen scheinet! Des Negers Sclaventette bricht, der Inseln Menge jauchit dem Licht, das alle Völker einet. Falscher Götter Tempelhallen sind zerfallen; auf den Trümmern siehet man das Kreuz nun schimmern. 4. Herr, beßr' auch deines Zions Stege und ebne deinem Worte Lauf und Bahn. Was hindern kann, råum aus dem Wege, dämpf und zerstör' den falschen Glaubenswayn. Von Miethlingen mach' deine Heerde frei, daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes fey. 4. Des blut'gen Halbmonds 5. Du selber haft in deinem Worte uns diese Bitte in den Licht erbleicht, des Östens falMund gelegt; du siehst, wie scher Schimmer weicht vor deifie an jedem Orte die Herzen blickt mit reuiger Begier ein ner Wahrheit Sonne. Schon deiner Gläub'gen tief bewegt: d'rum neige dich zu unserm hei Häuflein Jakobs, Herr, nach Ben Flehn; erhör uns, Herr, dir, ahnt der Vergebung Wonne. Ist die Fülle aller Heiden einft und sprich: es soll geschehn! mit Freuden eingegangen, wird auch Jakob Heil erlangen. Mel. Wie schön leucht't uns e. ic. 5. Dein Geist erfüll' die Bo317. Mas rührt so mächten all, laß ihres Wortes Freutig Sinn und denschall durch alle Länder drinHerz? Was hebt die Blicke gen. Mit Kraft von oben an himmelwärts? Wem schallen gethan, laßs sie bekämpfen Sünd' die Gefänge? Zu dir drängt fich aus fernem Land, vereinigt durch des Glaubens Band, der Völker frohe Menge. Heiland! Retter! deine Wahrheit füllt mit Klarheit unfre Erde, daß der Sünder selig werde. und Wahn und Heil den Völkern bringen. Dies nur wolle ihre Seele und befehle voll Vertrauen dir das Werk, an dem fie bauen. and 1012 daw 6. Vertilge alle Eigensucht, mm Gemächlichkeit und Leidensflucht, 2. Ein himmlisch Feuer ist und heil ge dir die Herzen. entflammt durch dich, der aus Verleih zu jedem Opfer Muth, dem Himmel stammt und uns zum Himmel leitet. Es glüht gewaltig fort und fort, wo sich dein seligmachend Wort in Lauterfeit verbreitet. Glaube, Liebe, fällt die Seelen, die dich wäh- det werde. für dich zu wagen Gut und Blut, zu dulden Hohn und Schmerzen. Hilf uns, Heiland, und vermehre dir zur Ehre deine Heerde, bis dein Reich vollen 168 i Mel. Ein' fefte Burg zc. 318. W enn Christus seine Kirche schüßt, so mag die Hölle wüthen; er, der zur Nechten Gottes sigt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah'; wenn er gebeut, steht's da. Er schütt zu seinem Ruhm sein Volk und Eigens thum; mag doch die Hölle wüthen! 4. Auf, Christen, die ihr ihm 2. Gott sieht's, wenn Fürsten vertraut, laßt euch kein Drohn auf dem Thron sich wider ihn erschrecken! Der Gott, der von empören und den Gesalbten, dem Himmel schaut, wird uns seinen Sohn, nicht wollen gläu- gewiß bedecken. Der Herr, der big ehren. Dein theures Got starke Gott, hält über sein teswort, dein Kreuz, Herr, un- Gebot, giebt uns Geduld in fer Hort, ist ihrem Wahn ein Noth, und Kraft und Muth Spott; doch richtet sie einst Gott, im Tod; was will uns dann fie mögen sich empören. erschrecken? Slimy sis TX Vom göttlichen Worte. 3. Der Spötter mag die Wahrheit schmähn, uns fann er ste nicht rauben. Der Frevler mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt sey Jesus Christ! wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Wahrheit nimmer rauben. 1198 brg) di ditur st papais XIII. Vom göttlichen Worte. $ 069 bid gepreist, laß uns dabei verbleiben und gieb uns deinen guten dem Mel. Es ist das Heil und 2c. ein Recht, o Gott, 319. ist heilig, hehr und richtig; wir ben und es annehmen jederzeit Menschen sind im Geiste todt mit Sanftmuth, Ehrfurcht, Licb' und es zu thun nicht tüchtig; und Freud', als Gottes, nicht wir wissen's und verstehen's nicht, der Menschen. duni@ 8: wenn uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget.mpila plinis 0 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott uns nicht vom Wort abwende, denn wer dich lästert, 2. D'rum hast du vormals nimmt fürwahr mit Schrecken ausgefandt Propheten, deine einft ein Ende. Gieb du selbst Knechte; sie machten dein Ge- deiner Wahrheit Kraft, daß sie, bot bekannt und lehrten deine die Licht und Leben schafft, die Rechte. Zuleßt kam selbst dein Seelen ganz durchdringe. ein'ger Sohn zu uns herab vonh5. Herr, öffne du Verstand deinem Thron, uns Gnade zu und Herz, daß wir dein Wort verkünden. recht fassen, in Lieb' und Leid, in Freud' und Schmerz es aus 3. Für solches Heil sey hoch Vom göttlichen Worte. 169 der Acht nicht lassen; daß wir Mel. Wer nur den lieben 2c.m nicht Hörer nur allein, nein, auch des Wortes Thäter seyn, Frucht hundertfältig bringen. 320. ein Wort, o HöchD 6. Der Sam' am Wege wird sofort vom Feinde weggenom men; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen, und wenn der Sam' in Dornen fällt, hat Sorg' und Wollust dieser Welt bald seine Kraft ersticket. ster, ist vollkommen, es lehrt uns unsre ganze Pflicht; es weckt den Sünder, stärkt den Frommen, reicht Alles dar, was uns gebricht. D felig! wer es achtsam hört, bewahrt und durch Gehorsam ehrt. bi ho! 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, zerstreut des Irrthums Finsterniß; es führt uns unserm Ziel entgegen und macht uns unsers Heils gewiß; es lehrt uns, daß durch Jesum Chrift du unser Gott und Vater bist. 7. Hilf, daß wir Alle werden gleich, o Herr, dem guten Lande, mach)' uns an guten Werken reich in unserm Amt und Stande; laß Frucht uns bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld in reinem, gutem Herzen. nd trsti 8. Hilf uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, daß wir nur halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott' aus, Herr, was dir nicht gefällt, hilf uns die Sorge dieser Welt und ihre Lüfte dämpfen. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, dich, der so väterlich) uns liebt, mit Freuden dein Gebot zu üben, so wie dein Sohn es hat geübt; es zeiget uns den Gnadenlohn, der unser Harrt an deinem Chron.ished 4. Ja, deine heiligen Gesetze sind unsrer ganzen Liebe werth, sind föstlicher, als alle Schäße und was die eitle Welt begehrt; was aller Menschen Weisheit spricht, muß weichen, Herr, vor deinem Licht. 031728 5. D'rum soll das Wort, das du gegeben, stets meines Fußes Leuchte seyn, zu dir soll es mein Herz erheben, mich stärken, trösten und erfreun. Noch sterbend 9. Dein Wort, o Herr, sey immerdar ein Licht auf unsern Wegen; erhalt es bei uns rein und klar und mach' es uns zum Segen; es sey uns Trost in aller Noth, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. O Vater, laß zu deiner will ich darauf baun; was es Ehr' dein Wort fich weit ver- verheißt, werd' ich einst schaun. breiten; hilf, Jesu, daß uns Modi home deine Lehr' erleuchten mög' und Mel. O daß ich tausend zc. leiten. D heil'ger Geift, dein göttlich Wort laß in uns wirken 321. Du haft mir, Gott, dein Wort geges fort und fort Glaub', Lieb', Ge- ben; von Herzen preif' ich dich dafür. Es bringt mir Trost duld und Hoffnung. 170 Vom göttlichen Worte. und Heil und Leben; durch Chri-|| 2. Wie stürzt des Wortes ftum schenktest du es mir. Wo Stärke das Reich des Bösen um! strahlte mir der Wahrheit Licht, wie baut es neue Werke durch)' s hätt' ich des Heilands Lehre nicht? Evangelium! Wirst auch die Echrift das Herz erst fast zur Hölle nieder, erhebt sie es doch wieder und lenft es himmel end wärts. 2. Auf ungewissem finstern Pfade würd' ich ein Naub des Irrthums seyn; fern von der Hoffnung deiner Gnade müßt ich in dir den Richter scheun; mir fehlte Muth in jeder Noth und stündlich schreckte mich der Tod. 81 3. Sie trägt der Weisheit Tiefen in schlichter Einfalt vor; ste weckt die, welche schliefen, führt fie zu Gott empor. Sie hilft dem Schwachen flehn, thut auf des Geistes Augen, um Himmelslicht zu saugen und Gott in's Herz zu sehn. 3. Von allen jenen Finsternis sen hat, Herr, dein Wort mich frei gemacht; der Sünde Herr schaft mich entrissen, zerstreut der Zweifel dunkle Nacht. Nun weiß ich, daß durch dich allein ich kann gerecht und selig seyn. 4. So weiß sie zu bewähren, daß sie vom Himmel sey; wer auf den Geist will hören, erfährt 4. Ich weiß, wozu mich Gott es täglich neu. So haben hier erforen; mein Glaube giebt mir und dort Blutzeugen sie gepries Zuversicht: im Tode geh' ich sen und durch den Tod bewies nicht verloren und komme nicht sen, sie sey das Lebenswort. in das Gericht. Durch dein Ver- 5. Die Schrift kann uns nicht dienst werd' ich bestehn und mich lügen, wie Gott uns niemals zu deiner Rechten sehn. täuscht; sie kann in dem nicht 5. Laß mich) gehorchen deiner trügen, was sie von uns erLehre mit wahrem Ernst und heischt. So nimm ihr Zeugniß heil'ger Lust, und feines Spöt- an, o hülfsbedürft'ges Herze, ters Trug zerstöre des Glaubens ergreif die Himmelskerze, die Trost in meiner Brust. An dei stets dir leuchten kann! nem Worte halt' ich fest, das auch im Tod mich nicht verläßt. Mel. Liebsler Jesu, wir sind sc. Licht, Gott, der mel. Helft mir Gott's Güte c. 323. wig wesentliches Erkenne, mein Ge- du im Lichte lebest, aber auch 322. Erlen müthe, den reichen dein Angesicht leuchtend über Segen wohl, den dir aus Gottes uns erhebest, Dank dir, daß Güte die Schrift gewähren soll. den Finsternissen du so gnädig Der wahre Unterricht kommt uns entrissen. nur durch Geistesgaben, wie Christi Jünger haben, durch die er zu uns spricht. 2. Deines Ebenbildes Licht ging durch unsre Schuld verloren, deine Stimme hörten nicht, 171 Vom göttlichen Worte. die vom Fleische sind geboren;| Triebe. O daß stets im finso daß sie dich nicht mehr stern Thale mir des Lichtes Fannten und die Thorheit Weis Fülle strahle! d heit nannten. 9. Herr, erhalt' uns stets dein Wort, daß dein Geist es uns verkläre. Führ' in deinem Licht uns fort, daß dein Heil sich bei uns mehre, bis vor deinem Ans gesichte wir uns freun im reinsten Lichte. SWA 3. Hüter, ist die Nacht dahin? Ja, der Tag soll sie vertreiben, d'rum ermuntre dich, mein Sinn; wolltest du im Dunkeln bleiben? Gottes Gnad' ist nun erschienen und will dir zum Leitstern dienen. 324. G Mel. Ach Gott und Herr 2. ott ist mein Hort, und auf sein 14. Ja, erfüllet ward die Zeit und zur ew'gen Freud' und Wonne; schaut den Glanz der Herrlichkeit, Jesum, der Gerech- Wort soll meine Seele trauen. ten Sonne! ,, Werde Licht!" Ich wandle hier, mein Gott, hat er gesprochen und der Tag vor dir im Glauben, nicht im ist angebrochen. todopium Schauen. bim and to pied 5. Er durchdrang mit seinem 2. Dein Wort ist wahr; Schein die von ihm gesandten laß immerdar mich seine Kräfte Lehrer; dieser strahlt noch hell schmecken. Laß keinen Spott, und rein durch die Schrift in's Herz der Hörer. Wer zu diesem Licht sich wendet, wird vom Irrthum nicht geblendet.d o Herr, mein Gott, vom Glaus ben mich abschrecken. 3767 3. Wo hätt' ich Licht, wo fern mich nicht dein Wort die 6. So seh' ich in mir mein Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Nichts und zugleich in Gott verständ' ich nie, wie ich dich mein Alles; meinen Mangel al- würdig ehrte. les Lichts, das Verderben mei- 4. Dein Wort erklärt der nes Falles, und wie Jesus mir Seele Werth, Unsterblichkeit auf Erden will ein Licht zum und Leben; daß diese Zeit zur Himmel werden. end Ewigkeit mir sey von dir gegeben. 7. Du, mein Licht, erleuchte mich, daß ich mich und dich 5. Den ew'gen Rath, die erkenne und durch deinen Geist Missethat der Sünder zu vernur dich meinen Herrn und Heiland nenne; tödte selbst des Fleisches Dichten, lehr' mich Alles geistlich richten. fühnen, den fennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in 8. Dann glänzt mir im Him Reu' und Schmerz der Sünden melslicht Gottes Gnad' und dei- nicht verzagen: nein, du verne Liebe, dann merk' ich mit zeihst; mich) lehrt dein Geist Zuversicht auf des guten Geistes im Glauben Vater! sagen. 172 Vom göttlichen Worte.. 7. Mich zu erneun, mich| wo Dunkelheit in mir will den dir zu weihn, ist meines Heils Glauben stören, daß ich ZweifelGeschäfte; durch eigne Macht sucht entferne und in Demuth wird's nicht vollbracht, dein glauben lerne. Usinada dis Wort allein giebt Kräfte. 6. Laß mich glaubensvoll 8. Herr, unser Hort, beim Geist jenes Himmels Erbe wahr' dies Wort, das du uns schauen, das dein heilig Wort hast gegeben. Es sey mein Heil, verheißt Allen, die auf Chriftum mein bestes Theil und führe bauen; daß ich eifrig darnach mich zum Leben. trachte und die Luft der Welt verachte. momid ming mg Mel. Liebster Jesu, wir sind sc. err, mein Licht, er 325. H leuchte mich, daß 17. D, verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir gewissenhaft stets auf richt'ger Bahn zu wanich mich und dich erkenne, daß ich voll Vertrauen dich meinen deln; so wird einst in jenem Gott und Vater nenne; durch dein Wort laß mich auf Erden weise zu dem Himmel werden. Leben mich ein hell'res Licht umgeben. manip] tim pro 326. H³ Mel. Liebster Jesu, wir sind ic. öchster Gott, dir danken wir, daß du uns dein Wort gegeben; innig bitten wir von dir: hilf uns heilig darnach leben. Gieb dem Glauben solche Stärke, daß er thätig sey durch Werke. Stife 2. Uns, o Vater, lehrest du, was wir thun und glauben sollen: schenk' uns deine Kraft dazu, gieb zum Wiffen uns das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, so wird Alles wohlgelingen. chim 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort, lehre mich, es recht verſtehen; in dem Forschen hilf mir fort und laß mich nicht irre gehen, daß ich lern', was mir gebühret und was mich zum Heile führet. 3. Doch laß nicht nur den Verstand in den Sinn des Wortes dringen: ist dein Wille mir bekannt, so hilf mir ihn auch vollbringen; sonst würd' ich bei meinem Wissen doppelt Strafe leiden müssen. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir The sind dud dr s Mel. Gott des Himmels und sc. verſpricht, reichlich an mir ſelbſt 327. Cheures Wort aus Gottes Munde, in meinen Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden. das mein ganzes Herz bewegt, dich allein hab' ich zum Grunde 5. Bei dem Licht, das es meiner Seligkeit gelegt. In dir mir beut, laß sich mein Er- treff' ich Alles an, was zu Geit kenntniß mehren. Stärke mich, mich führen kann. Vom göttlichen Worte. 173 in2. Will ich einen Vorschmack| 4. Nicht nur der Geist der haben von des Himmels Se Weisen, die Einfalt soll Gott ligkeit: du fannst mich mit preisen; den Blöden und den Manna laben, daß des Geistes Schwachen will er sich kennbar Kraft erneut; du bist mir zum machen. mois nodar Quell geschenkt, der die durst'ge Seele tränkt. Diale 5. Der Demuth stilles Sehnen, der Andacht brünst'ge Thrä3. Geist des Herrn, der ohne nen eröffnen uns die Pfade der Wanken durch das Wort mich Wahrheit und der Gnade. heil'gen will, lenke gnädig died 6. Ein Grundstein ist geleGedanken, mache ruhig mich get, der das Gebäude träget; und still, daß die Welt mich nie er ist der Weg, das Leben, der mals stört, wenn mein Herz dich Weinstock, wir die Reben. reden hört. 7. O laß an ihm uns bleiben, auf daß wir Blüthen treiben, von ihm die Kraft schuldig bleibt; mache mir die empfangen, mit edler Frucht Augen wacker, wo dein Licht zu prangen. 4. Gieb dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht die Nacht vertreibt. Glauben nodaři monisur Joie präg dem Herzen ein, fern ar no nodall nonis Jur laß jeden Zweifel seyn. rdp Mel. Jesu, meine Freude sc. 329. Wort 5. Was ich höre, laß mich 20 ort aus Gottes merken, was du sagest, laß Munde, Wort mich thun. Wird sich die Er- vom neuen Bunde, Evangetenntniß stärken, laß die Liebe lium, bald, da wir gefündigt, auch nicht ruhn, daß ich fest wurdest du verkündigt zu der im Glauben steh', bis ich einst Gnade Ruhm. Welches Heil zum Schauen geh'. C ward uns zu Theil durch die Botschaft, daß vom Bösen Gott uns will erlösen! 9 390 328. Wer Mel. Wach auf, mein Herz ic. er Ohren hat, der höre die reine Gotteslehre, in Geist und Kraft verkündigt durch den, der uns entfündigt. 2. Aus Gottes Wort erfahret, wie Gott sich offenbaret dem, der ihn sucht und gläubet sey seinem Namen! und in der Liebe bleibet. 2. Was sein höchster Wille in der Gnaden Fülle hat zuvor versehn, was der Opfer Schatten vorgebildet hatten, das ist nun geschehn; Gottes Rath wird nun zur That, ist in Jesu Ja und Amen, Preis maino 3. Alles ist vollendet, uns 3. Wir müssen Kinder wer- ist zugewendet reiche Gnad' und den! Die Weisheit dieser Er- Huld. Jesus ist gestorben, den kann nicht vor Gott be- Jesus hat erworben Tilgung stehen auf ihren stolzen Höhen.unsrer Schuld. Jesus lebt, 174 otru Vom Gebet. und er entschwebt, um auf Got-| das tes Thron zu sitzen und sein euch Reich zu schüßen. 4. Uns, in Sünden Todten, machen Jesu Boten Heil und Leben fund. Hehr und lieblich flinget, Geist und Herz 6. Dieser Grund bestehet; durchdringet, was uns sagt wenn die Welt vergehet, fällt ihr Mund. Alle Welt wird er doch nicht ein. Darauf will nun erhellt; daß man glaub' und sich befehre, heißt die Him melslehre. ich bauen, so soll mein Vertrauen wahrhaft christlich seyn. Auch will ich nun würdiglich in der Kraft, die mir gegeben, wahrhaft chriftlich leben. 5. Kommt, zerknirschte Her zen, denen bittre Schmerzen MHES Gefeß erregt. Er hat geladen, der aus lauter Gnaden eure Schmerzen trägt. Jesu Blut stärk' euren Muth; Gott ist hier, der euch geliebet und die Schuld vergiebet. XIV. Vom Gebet. uspunte e sid idistluse Mel. Auf meinen licben Gott c. gestöret, dem Gnadenstrom ge330. 2 ewig heil'ger wehret. 5. Gieb du mir Zuversicht, daß ich, wenn mir's gebricht, vor dir, dem treuen Vater, dem freundlichen Berather, in frommen Kindesbitten mein Herze mög' mög' ausschütten. -tril des Zweifels Noth, ob nicht die viele Sünde, die ich in mir noch finde, dir gänzlich wird verwehren, mein Beten zu ers hören. 2. Doch warum bet' ich nicht mit beff'rer Zuversicht? Du, In eigener Melodie. Herr, willst ia das Flehen der 331. Dir, bir, Jehovah, and mix Sünder nicht verschmähen, du lockest sie, mit Beten vor deinen Thron zu treten. 100, denn wo ist doch ein solcher Gott, wie du? Dir will ich mei3. Wer nur es muthig wagt ne Lieder bringen, ach! gieb und eilet unverzagt, die Hülfe mir deines Geistes Kraft dazu, zu begehren, die du nur fannst daß ich es thu' Namen Jes im gewähren, der soll von deinen su Christ, so wie es dir durch Gaben, so viel ihm nüget, haben. ihn gefällig ist. 4. Darum fleh' ich zu dir: Verzeih, o Vater, mir, daß sündliche Gedanken und hin und wieder Wanken im Glauben mich wohne und Sinnen und Ver2. Zeuch, Vater, mich zu deinem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh' zu dir. Dein Geist in meinem Herzen Vom Gebet. stand allein regier, daß ich des Himmels Frieden schmeck' und fühl' und dankbar dir im Her zen sing' und spiel'. 175 auch unsre Seele freut sich dein, daß du, deß Macht unendlich ist, daß du, Gott, unser Vater biſt. 3. Erfüllt mich, Höchster, dieser Friede, so ist vor dir mein Singen recht gethan; so klingt es schön in meinem Liede, ich bete dich in Geist und Wahrheit an. So hebt dein Geist 3. Breit' aus dein Reich und mein Herz zu dir empor, daß seinen Ruhm durch Jesu Evanich dir Psalmen sing' im höhern gelium; mach' unser Herz ihmi Chor. but m 4. Denn er kann mich bei unterthan, so beten wir dich sonin freudig an. dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; er lehret mich recht glaubig beten, giebt Zeugniß meinem Geist, ich sey dein Kind, Miterbe meines Herren Jesu Christ, durch den du mein versöhnter Vater bist. 5. Wohl mir, daß ich dies Zeugniß habe, d'rum bin ich voller Troft und Freudigkeit und weiß, du giebst mir jede Gabe, die jetzt und ewig mir zum Hell gedeiht. Ja, Vater, du thust überschwänglich mehr, als ich verstehe, bitte und be gehr'! 6. Wohl mir! ich bitt' in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. In ihm ist Alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir, den deine Huld so hoch erfreut! Preis und Anbetung dir in Ewigkeit! 332. D Mel. Herr Jesu Christ, dich zu ic. u, deß sich alle Himmel freun, 2. Weit über unser Denken, weit, geht deines Namens Herrlichkeit: ihn heilige, wer dich bekennt und dich durch Christum Vater nennt. enur tour.com 4. Nur das ist Heil und Seligkeit, was uns dein Wille, Erden er geschel', so wie in Herr, gebeut: gieb, daß auf deiner Himmelshöh'. 5. Du, Vater, weißt, was uns ist noth, gieb uns heut unser täglich Brod; doch gieb uns auch ein Herz dabei, das dankbar und genügsam sey. 6. Vergieb, vergieb uns unfre Schuld, trag' unsre Schwach heit mit Geduld: so wie, von Rachbegierde rein, auch wir dem Bruder gern verzeihn. 7. Zu schwer sey die Versuchung nicht; Herr, stärk' uns, wenn uns Kraft gebricht, steh' uns zum Siege mächtig bei, mach' uns im Guten fest und treu. 8. Erlöf uns, o du treuer Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! nimm nach vollbrachtem Prüfungslauf uns zu dem höhern Leben auf. 9. In deines Himmels Heiligthum, auf deiner Erd' er 176 Vom Gebet. schallt dein Ruhm. Dein ist| Fried' und Heil; auch Jedem sein die Macht, die Herrlichkeit, von bescheiden Theil und daß daran Ewigkeit zu Ewigkeit. od uns g'nüge. nland du 300 fild st Mel. Aus tiefer Noth sc. 6. Vergieb uns gnädig alle Schuld, womit wir sind beladen, trag' fernerhin mit uns Geott, der du un333. Gott, ser Vater bist, duld und nimm uns an zu im Himmel hoch erhoben, und Gnaden: hilf uns, daß wir dir schauest, was auf Erden ist, ähnlich seyn, von ganzem Hervon deinem Throne droben, zen auch verzeihn dem NächHerr, unser Trost und Zuver- sten seine Fehler.@mis sicht! verwirf das Flehn der Deinen nicht, erhör' uns, deine Kinder. 7. Herr, in Versuchung führ' uns nicht, laß uns nicht unterliegen; gieb uns die Kraft, die 2. Preis dir, deß Name hei uns gebricht, das Böse zu belig ist, laß uns ihm Ehre ge- siegen. Doch ist die Prüfung ben, wie groß und wunderbar für uns gut, so gieb durch du bist, mit Freudigkeit erheben, erkennen deine Macht und Treu', dir dienen ohne Heuchelei im Geist und in der Wahrheit. deinen Geist uns Muth, gieb Freudigkeit und Stärke. the OIL BH 8. Von allem Uebel, aller Noth wollst du uns, Herr, erlösen; hilf uns im Leben und im Tod, befrei uns von dem Bösen; und wenn uns Kreuz und Trübsal plagt, gieb, daß wir froh und unverzagt des Glauvink 3. Gieb uns in deinem Gnadenreich des heil'gen Geistes Gaben, daß wir mit deinem Wort zugleich Glaub', Lieb' und Hoffnung haben. Der Sünde bens Ziel erreichen. Reich und macht zerstör', schüß' deine Kirch' und sie vermehr in Einigkeit und Frieden. 4. Wie in dem Himmel für und für, gescheh' dein Will' auf Erden, daß unser Wille und Begier dadurch gebrochen werden; verleih' uns, Herr, in Freud' und Leid ein ruhig Herz, daß jederzeit dein Rath uns wohl- 334. Meist bereit, Mel. Straf' mich nicht in 2c. ache dich, mein gefalle. 5. Gieb unser täglich Brod wache, fleh' und bete, daß dir uns heut durch Arbeit unsrer nicht die böse Zeit plötzlich nahe Hände und was hier wahr trete; unverhofft ist schon oft haft uns erfreut, uns mildiglich über viele Frommen die Versuzuwende. Gieb fromme Obern, chung kommen. 7 9. Dies Alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfüllen; erhör' und hilf uns immerdar um Jesu Christi willen. Denn dein, o Herr, ist allezeit von Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, die Macht, die Ehre! e OTE DESI Vont Gebet. 177 2. Säume nicht und wache Mel. Zeuch meinen Geift 20. auf von Mein ich fonſt ereilt mit schnellem Lauf 335. flopf an deine dich Gericht und Strafe. Sieh, es droht dir der Tod; laß dich nicht in Sünden unbereitet finden. Pforte und halte mich an deine Worte: Klopft an, so wird euch aufgethan! Ach, nimm mein Seufzen gnädig an! 2. Wer kann durch sich das Gute haben? du bist der Geber aller Gaben, du bist der Brunn, der immer quillt, das Gut, das alles Sehnen stillt. meinem Beten, mein Jesus 3. Drum nah ich dir mit heißt mich zu dir treten; dein Geist, der in mir Abba spricht, ist ja ein Geist der Zuversicht. 4. Was ich bedarf in diesem Leben, das wollst du deinem Kinde geben; doch sorge, Vater, allermeist für das, was 5. Aber bet' auch stets dabei, noth ist meinem Geist. Kompis, bete bei dem Wachen, denn der 5. Stärk in mir Hoffnung, Herr nur kann dich frei von der Liebe, Glauben, daß mir kein Trägheit machen; seine Kraft Feind sie könne rauben, und wirkt und schafft, daß du wat rüste mich mit starkem Muth, fer bleibeft und sein Werk recht zu fiegen über Fleisch und treibest. Blut! ( Don 3. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, liftig an sich bringe; wach und sieh, daß dich nie falscher Brüder Lügen um dein Heil betrügen. 4. Wache, hab' auf dich wohl Acht, trau nicht deinem Herzen; leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. Ach es ist voller List, weiß sich selbst zu schmeicheln, frommen Schein zu heucheln. 6. Glaube nur, in seinem Sohn wird er dich erhören, und dir deines Glaubens Lohn auf dein Flehn gewähren. Er verheißt seinen Geist, mit ihm Kraft und Leben auf dein Flehn zu geben. pia 7. Drum so laßt uns immerbar wachen, flehn und beten und, vermehrt sich die Gefahr, brünft'ger vor ihn treten; denn die Zeit ist nicht weit, da von allem Bösen Gott uns wird erlösen. a 6. O, laß mich allezeit ge nießen, Herr, deinen Frieden so decke du die Schuld um im Gewissen; hab' ich gefehlt, Christi willen zu. Hori THES 7. Mach dankbar mich in guten Tagen, gieb mir Vertraun in Noth und Plagen, daß ich in deiner Furcht mich freu', und voll Geduld im Kummer sey. 8. Das Andre alles wirst du fügen und deine Huld soll mir genügen; sie macht mir Glück und Unglück gleich, durch fie ist auch die Armuth reich. M 178 Vom Gebet. 9. So lang' ich walle hier im 7. So steig' ich denn die Leben, laß mir den Tod vor Bahn des Betens da hinan, Augen schweben, damit mein wo Gnad' auf Gnade fließet Wandel chriftlich sey und ich und sich auf uns ergießet. Ach, mich meines Endes freu! suhöre, Gott des Bundes, die Rede meines Mundes! Mel. Auf meinen lieben Gott it. 336. 8. Thu' auf, ich klopfe an! welche Seligkeit, Hilf, daß ich finden kann, wodaß wir zu aller nach ich sehnlich trachte, was Zeit mit unserm Flehn und ich am höchsten achte, was ich Beten zum Vater dürfen treten, der hoch im Himmel thronet, im reinsten Lichte wohnet. vor Allem wähle, die Wohlfahrt meiner Seele. 9. Gott, du hörst mein 2. Und wer nur im Gebet in Flehn; es wird gewiß geschehn. Jesu Namen fleht, wird nicht Du wirst mit Vaterhänden, vergeblich bitten; Gott wird was ich hier bat, mir senden; ihn überschütten mit feinem rei du thust auf unser Flehen ja chen Segen, des frommen Be- mehr, als wir verstehen. tens wegen. lour and ada i allod i 83 smight w de nemmen? 3. Ein stiller Seufzer schon dringt zu des Höchsten Thron, Mel. Nun freut euch, lieben 2c. entquoll er dem Gemüthe, das tief in Andacht glühte; nie ift 337. Gollt ich verzagt er unerhöret von Gott zurück gefehret. dunyonno dn von ferne stehn? mich fürchten, dir zu nahen? Nein! freudig darf ich zu dir 4. Ja, Himmelstrost und flehn und werde Hülf' empfas Ruh strömt jedem Beter zu. hen. Du warest unser Vater Er stehet Jacobs Leiter, wo schon, eh noch dein eingeborner Engel als Begleiter sein gläubig Flehn und Singen zum Stuhle Gottes bringen. Sohn uns Alle dir versöhnte. 2. Du schufft uns, deine Kinder, dir, um unser dich zu 5. Er steigt in fühnem Lauf freuen; in deiner Liebe sollten zum Throne Gottes auf, und wir erwachsen und gedeihen. Gott steigt liebreich wieder zu seinem Knechte nieder und lin dert die Beschwerde und Sorge dieser Erde. Du wolltest uns schon in der Zeit und mehr noch in der Ewigkeit mit sel'gem Frieden fegnen. 6. Gott hat ja zugesagt: wer ihm sein Leiden klagt, den will er auch erhören, ihm Hülf' und Trost gewähren; an seines Thrones Stufen soll er umsonst nicht rufen. 3. Weh uns, wir brachen dein Gebot und wurden alle Sünder! Nun traf Verdammniß, Qual und Tod die abgefallnen Kinder. Und doch, wie groß war deine Huld! du wolltest Vom Gebet. 179 felbst für unsre Schuld Eriö- schämt sich, Gottes Kind zu fung uns bereiten. ippseyn. Wer, was zu seinem 41m Dein Sohn, von aller Frieden dienet, im Glauben Sünde rein, versöhnte dir uns sucht, der ehret Gott; doch wer wieder; nahm auf sich unsre zu bitten sich erfühnet, was eiStraft und Bein und nannt' tel ist, der treibt nur Spott. uns seine Brüder. Dem gan 3. Nahst du zu Gott in zen menschlichen Geschlecht ließ deinen Freuden, so schmeckst er, zu dir erhöht, sein Recht an deiner Vaterliebe.dhur ging du, wie er freundlich ist; rufft du ihn an in Schmerz und 5. Nicht zittern darf ich nun Leiden, so fühlst du, wie er ver dir, bin ich gleich schuldbe- Leid versüßt. Flehst du, wenn laden; in Christo bist du Vater innrer Trost dir fehlet, bald mir und nimmst mich an zu findst du neue Stärk' und Kraft; Gnaden. Ich darf mit freud' betst du, wenn dich Versuchung ger Zuversicht dir findlich nahn, quälet, Gott ist's, der hört und und zweifle nicht, daß du mich, Hülfe schafft. drohi Gott, erhörest.ut drivandnson4. Betst du mit heiterem Ge1916. Kommt, Christen, unser müthe, voll Dank für seiner Vater ruft uns All' zu seinem Führung Rath, so freust du Throne! vernichtet ist die weite dich auf's Neu' der Güte, woKluft, Gott liebt uns in dem mit er dich geleitet hat. Schaust Sohne. D betet, betet zu dem du mit gläub'ger Andacht Blicken Herrn; er hört auf uns und ist hin in des Ewigen Gezelt, so nicht fern von denen, die ihn schmeckst du hier schon mit Ent bitten! hi, magni imzücken die Kräfte der zukünft th chi bid to monisd nogen Welt. Mel. Die Tugend wird durch's ac. 5. So steh vor Gottes An338. Welch Glück, so hoch gesichte in Chrifti Namen oft geehrt zu werden und im Gebet vor Gott zu stehn! der Herr des Himmels und der Erden vergönnet uns, zu ihm zu flehn. Drum, willst du nicht dies Heil verscherzen, o Christ, sey wachsam zum Gebet! des Christen Flehn aus reinem Herzen hat Gott, dein Vater, nie verschmäht. und gern, und prüfe dich in seinem Lichte und klage deine Noth dem Herrn. Er höret dich an jeder Stätte, wohnt nirgend minder oder mehr. Wo dich dein Herz nur drängt, da bete! du findest stets bei ihm Gehör. 2. Spricht er nicht: bittet, daß ihr nehmet? ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich zu 6. Doch säum' auch nicht, in den Gemeinen und öffentlich Gott anzuflehn, denn selig ist es, mit den Seinen, mit deinen Brüdern ihn erhöhn. Wo fromme Herzen sich entdecken, Gott zu beten schämet, der da reget eins das andre auf, und M 2 180 Vom Gebet. betend Beter zu erwecken, das| giebest. Ich merke, daß mein fördert All' in ihrem Lauf. Angstgeschrei bei dir in Christo fräftig sey, dein Herz zu mir zu wenden; fonst würdest du mir nimmermehr so reichen Troft und süße Lehr, mein Gott, in's Herze senden.din ist omil oduni m toisid sasi Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. enn ich mein Herz 339. We vor dir, mein Hort, in meiner Noth ausschütte und voll Vertrauen auf dein 5. So spür' ich, daß dein Wort um deine Hülfe bitte; tröftlich Ja die Seele schon verwenn meine Seele zu dir schreit gnüget, und ist auch nicht gleich und dir, o Gott, das schwere Hülfe da, mein Glaube denLeid mit Flehn und Seufzen noch fieget.Wie in Geduld klaget; wenn sich mein Geist ein Ackersmann mit Zuversicht zum Himmel schwingt und erwarten fann die schöne Frucht gläubig durch die Wolken dringt: der Erden: so harr' ich, bis dein dann bin ich unverzaget. 1tup Trost, mein Gott, nach über2. Ja, ich werd' aller Freuden standner Angst und Noth, mir voll und selig im Gemüthe, und offenbar wird werden. 1100 weiß nicht, wie ich preisen soll 6. O Vater! hilf nach deiner die Bunder deiner Güte, die Macht, schaff Rettung, Troft sich tief in mein Herze drückt und Frieden und gieb, daß ich und mich gleich einem Thau er- nicht Tag und Nacht im Be quickt, der von dem Himmel ten mög' ermüden. So will ich, quillet; ja, wie du in der Kreu- bis dein Morgenlicht hervor aus geslaft des Segens viel verbor dunkeln Schatten bricht, vor gen hast, das wird mir dann dir mit Beten ringen; ich halte enthüllet. Abafest an deinem Wort, bis ich 3. Da wird mein Herz ein einst freubig werde dort dir Dank Gotteshaus und deines Geiftes und Ehre bringen. 888 Jammer bricht in Thränen aus, und ist mir Mel. Dir, dir, Jehovah 26. doch kein Jammer, die Web- 340. Wer ist wohl würs muth meinen so nahen daß sie kaum noch Wehmuth zu Gottes hocherhabner Majes heißt, weil alle Bein verschwin stät? Wie darf der Mensch sich det, und ich auch in dem größ- unterfahen, den Ew'gen anzuruten Weh wie unter lauter Rofen im Gebet? Die Finsterniß sen geh, wo nichts als Lust sich erbebet vor dem Licht; das Herz findet. will beten, und vermag es nicht. shu note 4. So merk' ich denn und bin gewiß, daß du, meis Gott, mich liebest, weil du selbst in der Finsterni mir Licht und Freude 2. Doch Christus hat uns ausgefühnet, als er für uns vergoß sein theures Blut. Er hat uns Gottes Huld verdienet und uns Von der Taufe und Confirmation. 181 gebahnt den Weg zum höchsten| gefällig ist. Laß mich nie anGut. Das Heiligthum ist uns jeßt aufgethan; in Chrifti Na men dürfen wir uns nahn. ders vor dich treten, als daßß ich hab' im Herzen Jesum Chrift. Ach mache mich nur von mir selber frei, daß Christus Alles mir in Allem sey.mdun10 3. Er selbst ist uns vorangegangen, vertritt beim Vater seine Gläub'gen nun. Seht, wie er brennet vor Verlangen, was 6. Sein Nam' sev mir in's Herz geschrieben; mein Werk fie in seinem Namen flehn, zu sey nichts, das seine nur sey thun. In reicher Fülle beut er ewig dar des Heiles Güter groß und wunderbar. groß. In Chrifti Schmuck mußt du mich lieben; ohn' ihn steh ich vor dir beschämt und bloß. Mit ihm steht offen deines Hauses Thür; ohn' ihn verschließt sie sich auf ewig mir. 4. Nun fann und darf ich nimmer zagen, mein Sündenelend machet mich nicht scheu. Im Glauben will ich's fröhlich 7. Nun, Vater, fülle meine wagen; Gott selber steht durch seinen Geist mir bei. lind ruf ich: Abba! gläubig in dem Herrn, so höret und erhöret Gott mich gern. in qurb Hände, zu dir heb' ich sie gläubig betend auf. Aus deines Sohnes Fülle sende, was mächtig ist, zu fördern meinen Lauf. Hier ist mein Geist dir im Gebete nah, einst schaut mein Auge dich. Hallelujah! nu ödy 5. Stets lehre du mich also be ten, wie es, o Gott, dir wohl 350 Hondi 15/1 muck Bad 1100 XV. Von der Taufe und Confirmation. 2808 dich seiner Seele an und führ' es Mel. Wer nur den lieben c. 341. Dir sey bies Kind, stets auf eb'ner Bahn. Herr, übergeben, dir, dessen Treu umwandelbar. Wir bringen es zum ew'gen LeMel. Komm, heiliger Geift zc. ben dir in der heil'gen Taufe 342. Erhör, o Vater, du das Flehn der Kins dar. O segn' es, Heiland Jesu der, die hier vor dir stehn. ErChrist, der du ein Freund der barmend blick auf sie hernieder, Kinder bist.hen Ins denn sie sind Christi Glieder. 2. Laß durch dieß Siegel dei Gieb ihnen, Vater, Sohn und ner Gnade sein Christenrecht be- Geist, den Segen, den dein stätigt seyn und weil es in Wort verheißt; erfülle sie mit dem Wasserbade zum Erben dei deinen Gaben, daß sie mit nes Himmels ein. Nimm du dir Gemeinschaft haben. Er 182 Von der Taufe und Confirmation. mod 1811 hör uns, Gott! Erhör uns, ßen. Fromm und heilig will ich Gott! not)( hid Toy 819 seyn; Jesus und sein Geist ift 2. Sie wollen den Bund heut mein. erneun, ihr Herz und Leben dir zu weihn; sie wollen treu am Glauben halten, nicht in der Lieb' erkalten, auf Chrifti hohes Vorbild sehn und fest in ihrer Hoffnung stehn. Dreieiniger, sprich du das Amen zu dem Gelübd' auf deinen Namen. Er4. Deine Hülfe ruf ich an, lehre, Herr, mich deine Wege. Leite mich auf eb'ner Bahn, daß ich richtig wandeln möge. Ja, du wirst mir Kraft verleihn, treu bis in den Tod zu sevn. und shirt tochios Mel. Vom Himmel hoch 2c. Kür hen, Gott! Erhör uns, 344. ten wir mit heißer 3. O mache zum Kampf fie Inbrunst, Gott, zu dir, nimm bereit, schenk ihnen Kraft und du dich ihrer gnädig an und Freudigkeit, daß sie des Bösen leite sie auf eb'ner Bahn. Macht bezwingen, des Glaubens Ziel erringen. Auch wir erneun mit Herz und Mund des Glaubens und der Treue Bund. Laß Alle, die vereint hier flehen, auch dort vereint dein Antlig sehen! Erhör uns, Gott! Erhör uns, Gott! 2. Erhalte ste vom Jrrthum frei und mache sie im Glauben treu, und wenn Versuchung ih nen naht, sey du ihr Helfer, Schutz und Rath. 17 thim 3. In Schmerz und Kummer tröste ste und in der Noth verlaß sie nie. Gieb ihnen hier Zufriedenheit und dort des Himmels Seligkeit. Mel. Meinen Jesum laß ic. 343. mig, ewig bin ich Mel. Die Tugend wird durch's 2c. dein, theuer dir, mein Gott, erkaufet; denn ich G ward, um dein zu ſeyn, einst auf 345. etauft feyn auf Chrifti Tod getaufet. Dessen soll mein Herz sich freun; ewig, ewig bin ich dein. 2. Daß ich Gottes Kind schon bin, ist der Taufe sel'ge Gabe. Welch ein herrlicher Gewinn, daß ich Gott zum Vater habe! einst werd ich von Sünden rein; doch schon jezo bin ich sein. 3. Das ist Gottes Bund mit mir; das hat Jesus mir verheis ßen. Darum tracht' ich eifrig hier, mich der Sünde zu entrei- daß wir nicht in Zweifel zagen, men und auf den Sohn und heil'gen Geist, welch hohes Gut, zu dem wir famen, noch eh wir wußten, was es heißt! Nun in der Wahrheit unterwiesen, empfinden dankbar wir dies Heil, wir rufen aus: Gott sey gepriesen! auch uns, auch uns ward es zu Theil. 2. Du nahmst schon in der Kindheit Tagen zu deinen Kindern, Herr, uns auf, und, Von der Taufe und Confirmation. 183 gabst du uns Wort und Siegel| bührt, und Zeugniß gebe unser drauf. In dieser Welt, noch voll Handeln, daß uns dein heil'ger des Bösen, versprichst du Vater Geist regiert. uns zu seyn, dein Sohn will uns vom Tod erlösen, dein Geist zum Guten Kraft verleihn. and pur 7. O reinige durch deine Kräfte schon hier die fündige Natur! denn dieses heilige Geschäfte gelingt mit deiner Hülfe nur. Du hast in uns gewirkt das Wollen; erhalt uns diesem Willen treu! Vollende, was wir werden sollen, dein Werk in uns sey täglich neu! 3. Versöhnt find wir und neu geboren durch deinen Geist von oben her. Ging uns in Adam viel verloren, in Christo giebst du uns weit mehr: hier schon im Glauben ew'ges Leben und Vorschmack künft'ger SeligMel. Nun lob', mein' Seel' zc. keit; dort wirft du uns die Fülle 346. Geweiht zum Chris geben, zum denzeit. nie Erbtheil ew'ge Freustenthume, sind wir, o Vater, dir geweiht, daß wir zu deinem Ruhme hier führen unsre Lebenszeit. Wir sollen deiner Liebe in Christo uns erfreun und deines Geistes Triebe allein gehorsam seyn; damit wir hier auf Erden und dort vor deinem Thron des Heils theilhaftig werden, das uns erwarb dein Sohn. rek spm 4. Und ist gleich hier noch nicht erschienen, was Gott den Seinen zugedacht, scheints oft, als fragt' er nicht nach ihnen, indem der Frevel sie verlacht: doch steht des ew'gen Vaters Kindern stets alles Gute zu Gebot. Der uns den Sohn schon gab als Sündern, läßt die Erlösten nicht in Noth. nossadi dir ne 2. Auf dieses Lebens Pfade 15. Einst gleichen sie dem Erft- fing kaum sich unsre Wallfahrt gebornen, der gern die Jünger an, da hat schon deine Gnade Brüder nennt, der sich zu sei unendlich viel an uns gethan; nen Auserfornen in Huld und da zeigtest du uns Armen den Liebe stets bekennt. Und mit Pfad zum ew'gen Heil und ihm werden sie einst prangen, gabst uns aus Erbarmen am weit über aller Engel Glanz; Reiche Christi Theil. Du führwer denkt es aus, was sie erlan- test unsre Seelen schon früh zur gen, wer fast die Kindschaft Wahrheit hin und lehrtest uns Gottes ganz! id terwählen, was ewig bringt Ges 6. Sie ist auch uns, auch winn. l bid uns erworben! Wir sagen laut 3. Für diese große Güte gevor aller Welt, daß unser Herz, der Sünd' erstorben, Gott liebt und fich an Christum hält. Wir wollen, Vater, vor dir wan100 bührt dir unser Lobgesang; aus freudigem Gemüthe erfchallt dir unser Preis und Dank. Das Wasserbad im Worte hat Chrifto deln, wie deinen Kindern es ges uns geweiht und offen steht die 184 Von der Taufe und Confirmation. Pforte zur ew'gen Seligkeit.| wohl feste stehn, wenn aber ich Gieb, daß wir stets ermessen, ihn überschreite, so laß mich was uns dein Wort verspricht, nicht verloren gehn; wo ich verund nimmermehr vergessen die ließ die rechte Bahn, nimm wiedir gelobte Pflicht. der mich zu Gnaden an. bu ob 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue Leib, Seel' und Geift zum Opfer hin; erwecke mich zu steter Treue, dein Geist regiere meinen Sinn. Weich', eitle Welt, du Sünde weich'; Gott hört es, jetzt entsag ich euch. mi 4. Ja, Vater, hilf uns Allen in deinem heil'gen Willen ruhn und dir zum Wohlgefallen nach deines Sohnes Lehre thun. Nimm dich, so lang wir leben, Herr, unfrer Seelen an; du nur vermagst zu geben, was wahrhaft gnügen kann. Und 6. Befestige dies mein Verwenn dereinst wir sterben, so sprechen, mein Vater, und belaß durch Jesum Christ das wahre mich, daß ich es niemals Kleinod uns ererben, das un möge brechen. Mein ganzes vergänglich ist. moms ugio Leben preise dich! Gott meisistemada stim pnes Heils, sey ewig mein und Mel. Wer nur den lieben c. laß mich stets den Deinen seyn! si mndi han thin d Mel. Mitten wir im Leben zc. ch bin getauft auf 347. deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geift, und so ist alles Ja und 348. Stärfe, Jeſu, stärke fie, deine theu'r Amen, was mir dein theures Erlösten, daß sie sich mit ZuWort verheißt; ich bin in Chri- versicht deiner Huld getröſten. stum eingesenkt, der mich mit Wach' über ihre Seelen. Hier seinem Geift beschenkt.ung stehn sie und geloben dir: Herr, 2. Du haft zu deinem Kind dein Eigenthum sind wir. Du, und Erben, mein lieber Vater, Gottes ew'ger Sohn, du, Heimich erklärt; du haft die Frucht land aller Welt, du, der Deinen von deinem Sterben, mein treuer Haupt und Beschüßer, du, Heiland, mir gewährt. Du Herr, treuer Hirt! laß fie nicht willst in Noth und Seelenpein, vergessen, ihrem Bunde treu zu o guter Geist, mein Tröster seyn. seyn bis an ihren Tob! d & 3. Ich aber hab' mich dir verschrieben und angelobt, mich dir zu weihn, dich als mein höchstes Gut zu lieben, treu und gehorsam dir zu seyn. Dem Dienst der Sünde sagt ich ab, da ich mich dir zu eigen gab. 2. Viele schon gelobten auch, fest an dir zu halten: aber treulos licßen sie ihre Lieb' erfalten. Verderben ward ihr Ende. Die heut ihr Leben dir geweiht, schütze sie vor Sicherheit! Du, Gottes ew'ger Sohn, du, Hei4. Mein treuer Gott, auf land aller Welt, du, der Deideiner Seite bleibt dieser Bund nen Haupt und Beschützer, du, Von der Taufe und Confirmation. 185 allein will er verzeihn und allen Sündern gnädig seyn. In Herr, treuer Hirt! leite diese Kinder, daß fie niemals irre gehn von dem Weg des Heils. 2. Breis sey Jesu, Gottes 3. Lockt sie nun die arge Welt Sohne, der uns am Kreuz des hin zu ihren Lüsten, Herr, dann Lebens Krone und unvergängwollst du sie mit Kraft aus der lich Heil errang. Alle Völker Höhe rüften. Sey mächtig in müssen kommen, ihn anzubeten den Schwachen; zum Kampf mit den Frommen vom Aufgang mit ihrem Fleisch und Blut bis zum Niedergang. Wohl schenk auch ihnen freud'gen dem, der ihn bekennt, ihn seiMuth! Du, Gottes ew'ger nen Heiland nennt voller GlauSohn, du, Heiland aller Welt, ben! dem drohen nicht Tod und du, der Deinen Haupt und Be- Gericht; er dringt aus Finsterschützer, du, Herr, treuer Hirt! niß zum Licht. hilf du ihnen streiten und des Bösen Macht und List siegreich widerstehn. 3. Gottes Geifst werd' hoch erhoben, der unsre Herzen zeucht nach oben und reiche Gaben uns 4. Laß auch in der letzten verleiht. Licht und Kraft strömt Noth sie dein Antlig schauen er hernieder auf Jesu Chrifti und auf deines Todes Kraft heil'ge Glieder, die er zum Temihre Hoffnung bauen. Laß sie in pel fich geweiht. Er pflanzt des Frieden fahren und nimm sie Lebens Wort in Chrifti Kirche auf mit uns zugleich in dein fort bis an's Ende. Und sie behimmlisch Freudenreich! Du, steht, von Gott erhöht, ob Erd' Gottes ew'ger Sohn, du, Hei- und Himmel untergeht. land aller Welt, du, der Deinens drudsil dpanne S Haupt und Beschützer, du, Mel. Seelenbräutigam ic. 18 Herr, treuer Hirt! fich voll Hulb 350. Von des Himmels Thron unser Flehn, und erhöre uns! tes Sohn, deinen Geist, den Geist der Stärke; gieb uns Kraft zum heil'gen Werke, dir uns ganz zu weihn, ewig dein zu seyn. sido? ( Bei der Taufe eines Erwachsenen.) 349. 11 Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. nserm Gott laßt uns lobsingen, 2. Mach uns selbst bereit, Jehovah unser Opfer bringen, gieb uns Freudigkeit, unsern nur ihm gebühret Ruhm und Glauben zu bekennen und dich Ehr'. Wie im Himmel, so auf unsern Herrn zu nennen, dessen Erden müsf er von uns verherr- theures Blut floß auch uns licht werden, der Herr ist Gott zu gut. isd den urte dur und Keiner mehr. Er ist's, deß 3. Richte Herz und Sinn zu ew'ger Rath uns All' erwählet dem Himmel hin, wenn wir uns hat in dem Sohne. Durch ihn sern Bund erneuern und ge 186 Von der Taufe und Confirmation. rührt vor dir betheuern, deine| Mel. 3euch meinen Geist, triff 2c. Bahn zu gehn, Weltluft zu ver352. schmähn. ie heilig ist mir 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 2. Dich will ich über Alles lie5. Gieb auch, daß dein Geift, ben, mit Eifer deinen Willen wie dein Wort verheißt, unauf üben, doch ach! du weißt, wie löslich uns vereine mit der gläu- schwach ich bin, drum stärk in bigen Gemeine, bis wir dort mir den frommen Sinn. dich sehn und dein Lob erhöhn. 3. Und dir, mein Heiland, der sein Leben für mich am Kreuz dahin gegeben, verpflicht ich eure Wege, mich), mein Herr und Gott, getreu zu seyn bis in den Tod. abig mis m 8 Mel. Jesu, der du meine Seele zc. Sie führt mich, Gott, zu deis nem Bunde, und dir gelob' ich treu zu seyn, mein ganzes Leben dir zu weihn. sports. 351. Mandelt glaubend Gott sey eure Zuversicht! Send befohlen seiner Pflege, scheut auch seine Prüfung nicht! Tref fen Schmerzen euch und Leiden, trübt euch schwerer Kampf die Freuden: seyd voll Glaubens! Kampf und Leid führen euch zur Seligkeit. Imida 2. Wandelt liebend eure Wege! Lieb' ist Christi neu Gebot. Daß sie stets in euch sich rege, schaut auf seinen heil'gen Tod! Schaut der Liebe Sieg im Sohne; denkt der euch verheißnen Krone, die aus lichter Ferne schon beut der treuen Liebe Lohn. 4. Doch wenn ich jemals mich verirrte, so suche mich, mein guter Hirte, mit deinem treuen Liebesblick und bring zur Heerde mich zurück. Jub 5. Geist Gottes, Geist der Kraft und Liebe, dir weih' ich alle meine Triebe; erleuchte mich in Finsterniß und mach im ind Glauben mich gewiß. 6. Erinn're du mich, wenn ich fehle, und stärk im Kampfe meine Seele; damit, von allem Bösen frei, mein Herz dein heil's ger Tempel sey. 7. So sey denn Treue dir ges 3. Wandelt hoffend eure schworen, Dreieiniger, der mich Wege in des Geistes Freudig- erforen; und bis zum letzten keit! und daß Niemand Zweifel Herzensschlag sey heilig mir hege, ob sein Wirken wohl ge- mein Bundestag! deiht! Treu nur müßt ihr seyn und beten, und der Geist wird euch vertreten. Glaubend, liebend, hoffend lebt, bis euch Gott zu sich erhebt! 196 enn noc D Mel. Es ist das Heil uns 2c. illkommen sey uns insgesammt, geliebtes Kind, willWillkom 353. Wi Vom heiligen Abendmahl. 187 0,79 hen voll Vertraun zu dir, du wollsthi seiner dich erbarmen. Es ist dein und lebt durch dich, schüß und segn' es väterlich. fommen! mit Liebe, die von Kind auf unsern Armen; fleChrifto stammt, sey von uns aufgenommen! Ins Leben tratst du ein, wie wir; das Recht an Christo ward auch dir, du bist wie wir berufen.nl id ue hi 2. Empfange von der Christenheit des Glaubens hohen Se gen; geweiht sey nun zur Selig feit und wandl' auf Jesu We gen! Dazu geleit auf deinem Pfad dich treuer Liebe Trost und Rath bis an des Lebens Ende. 3. Es gehet dir, wie Gott es fügt, was dir auch sey beschie: den; drum sey mit den; drum sey mit deinem Loos vergnügt, im Mangel auch zu frieden. Und trifft dich Leiden, Gott ist gut, er giebt dir zum Ertragen Muth, durch seines Sohnes Frieden. 4. In ihm freu deines Lebens dich; es sey ein Christenleben; empor zum Himmel müsse sich dein Geist und Herz erheben! Dann stirbst du gern, wenn Gott dich ruft, und ruhst so sanft in deiner Gruft, wie jetzt in Mutterarmen. non 1190 vid blis Bluse of Hin Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 2. Schwach und hülflos liegt es da; sey du seine Kraft und Stärke. Bleib ihm huldreich immer nah, daß es deine Hülfe merke, wenn auf seiner Lebensbahn es sich selbst nicht leiten kann. 3rd1st chin 3. Gott! es ward zu seinem Heil in der Christenheit geboren; zu der Christen Erb und Theil hast du selbst es außerkoren; zu der Christen Seligkeit weihet es die Taufe heut. 08 4. Segne, Vater, dieses Kind, daß es dich von Herzen ehre, daß es, Jesu gleich gesinnt, nur auf deine Stimme höre und, der Taufe Bund getreu, folgsam deinem Geiste sey. isd na dan usd dich zum Himmel, entreiße dich dem eiteln Weltgetümmel, mein 5. Stärf es unter Luft und Schmerz, unter Arbeit und Beschwerde, gieb, daß rein und fromm sein Herz und sein Leben fruchtbar werde; führ es einst zum Himmel ein, laß es u dir, Vater, be354. 3⁰⁰ ten wir für dies ewig selig seyn. od tog snism Replitud Had orto nstall ad un XVI. Vom heiligen Abendmahl. GG his i det mind misd wat tid In eigener Melodie.tmdMahl. Ich habe nun vom Him355. Auf, auf, mein melsbrod gegessen, bin an des Geist, erhebe guten Hirten Tisch geseffen und schmecke sel'ge Freuden ohne Zahlenise him andsprat Jesus ladet mich zu seinem 2. Ich werde nun in Ewig 188 Vom heiligen Abendmahl. feit nicht dürsten, mir gnügt| Brod des Lebens nicht mir zum die Gnade meines Himmels- Gericht empfahn! Nein, dies fürsten; er tränket mich, der Mahl erwecke mich, inniger zu selbst das Leben ist. Kein lieben dich, und mit heil'gem Hunger wird die Seele jemals Ernst zu meiden, was mich je drücken, des Himmels Manna von dir kann scheiden. star stor wird mich stets erquicken, und 4. Diesen Vorsatz, den ich das bist du allein, Herr Jefu faffe, präge tief dem Herzen Christ. ein, daß ich nimmer von dir 3. Ich lebe nun und will lasse, Keinem folg', als dir almich Gott ergeben, doch ich lein. Ziehe selbst mich ganz nicht selbst, nein, Christus ist zu dir; deine Gnade sey mit mein Leben; so lebe denn in mir, daß ich alle Macht der mir, o Gottes Sohn! Ich bin Sünde als dein Jünger übergewiß, daß Segen hier auf winde. Erden und ew'ges Heil auch auch dort mir folgen werden, als ein vom Lamme mir erworbner Lohn. endt Josi 391910 133022 356. Mel. Freu bich sehr sc.ni ang und doch voll fel'ger Freuden, 5. Sollt' ich dennoch wieder fehlen, wollst du mir zur Seite stehn; sollt ich falsche Wege wählen, eile dann, mir nachzugehn. Suche den Verirrten auf, lent' zur Buße meis nen Lauf, daß ich in des Vaters Armen Gnade finde und komm ich, Herr, auf dein Ge- Erbarmen. minim 160389 bot und gedenk an deine Lei den und an deinen Kreuzestod. Mittler, der du für uns starbst, uns ein ewig Heil erwarbst, fomm mit deines Todes Segen meiner Seele jeßtmentgegen. and se 2. Nimmer könnt ich Gnade finden vor des Heil'gen Anges sicht; du nur tilgest meine Sünden und befreist mich vom Mel. Wer nur ben lieben Gott. Gericht. Und dies Mahl aus deiner Hand ist mir stets ein 357. neues Pfand, daß mein Herz barmen, o mein Erlöser, Jesu darf mit Vertrauen fest auf Christ! Du, der du einst Gottes Gnade bauen. 3. Möcht' ich, Jesu, nicht vergebens mich zu deinem Tische nahn! Möcht' ich dieses Nur deine Leiden trösten mich. auch für mich Armen den Tod am Kreuz gestorben bist! Was wär ich, Heiland, ohne dich? 6. Ewig, Herr, will ich dir danken, daß dein Tod mein Leben ist; daß auch, wenn wir Schwache wanken, du der Deis nen Stärke bist. Dir, der Keinen je verläßt, dir vertrau ich froh und fest, du wirst mich stets freundlich leiten und zum Himmel zubereiten. ank, Dank sey dir für dein Ers Vom heiligen Abendmahl. 189 2. Du hast mir Lebensbrod Sünden Gottes Frieden. Mehr geschenket; nun weiß ich, ich noch ist uns dort beschieden. isset bin ewig dein. Ich ward mit old ti Blut macht meine Seele rein, 359. Dant, Jeju, bi deinem Blut getränket; imdies Mel. Ach, schönster Jesu, mein sc. dir, daß du beim Scheiden in deiner letzten Trauernacht uns hast die Früchte deiner Leiden zu seligem Genuß vermacht! Dich preisen gläubige Gemüther, den Stifter solcher hohen Güter. dunt med Sup befreiet von und Schuld, erwirbt mir Gottes Gnad' und Huld.nl stale E 3. Nun laß mich sterben oder leben, Herr, wie du willst, ich folge gern. Von Schmerz gequält, mit Angst umgeben, freut sich mein Geist nur seines Herrn. Durch dich versöhnt, erschreckt mich nicht des Grabes Grau'n, nicht das Gericht. 2. So oft uns dieses Mahl erquicket, wird dein Gedächtniß bei uns neu, und jede Seele fühlt entzücket, wie brünstig deine 4. Im Glauben will ich Liebe sey. Dein blut'ger Tod dich umfassen, gewiß, daß du mit seinen Schmerzen erneuert mein Retter bist. Du wirst sich in unsern Herzen.opp mich Schwachen nicht verlassen, mir geben, was mir heilsam ist. Wenn du gebeutst, so endet sich mein Jammer und ich preise dich.d 3. Hier wird dem zagenden Gewissen versiegelt deiner Gnade Bund; daß unser Schuldbrief sey zerrissen, thust du im heil' gen Mahle kund; machst uns 5. Und kommt sie dann, die gewiß, daß unsre Sünden ernste Stunde, die mich dem durch deinen Tod Vergebung Irdischen entreißt, da hör ich finden, ons auch aus deinem Munde das 4. Das Band wird Das Band wird fester Urtheil, das dein Wort ver- hier geschlungen, das uns mit heißt: du treuer Knecht, komm, dir zusammenfügt, und inninimm nun Theil an meiner ger das Herz durchdrungen von Auserwählten Heil! Himmelsluft, die ganz genügt. 2 visa dundalonimirt, and mp Wir werden neu in solchen Mel. Wie schön leucht't uns 2c. Stunden zu Einem Geist mit 358. Dant, Jeju, bir! dir verbunden. Ach, sind wir's werth, daß so viel Heil uns widerfährt, du unser so ge denkest; daß bis zum Tode du uns liebst, nun solch ein Gnadenpfand uns giebst und dich so ganz uns schenfest? Heil uns Allen! Wir empfinden rein von soumeron thid 5. Dies Brod fann wahre Nahrung geben, und dieser Keld erfrischt den Geist; es mehret sich das innre Leben, wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke zu jedem Kampf im Glaubenswerfe. 190 Vom heiligen Abendmahl. 6. Wir werden fester hier nicht vergebens empfangen am vereinet mit deinen Gliedern Altar das wahre Brod des Les insgesammt; so weit der Glanz bens, das du mir reichest dar; des Kreuzes scheinet, sind wir von Einer Lieb' entflammt. Dies Bündniß muß sich fester schlie ßen, wenn wir von Einem Brod genießen. laß mir die heil'ge Schaale mit deines Bundes Wein bei dieſem Glaubensmahle Trost und Er quickung seyn. nodig SAN JUDI 3. Wie kann ich wohl er7. Dein Leib soll uns zum gründen die Wunder deiner Pfande dienen, daß unser Leib Lieb und Huld! Du selbst willst auch aufersteht; er wird einst dich verbinden mit mir, der aus dem Staub ergrünen, zur ich bin voller Schuld. Du, Unverweslichkeit erhöht. Du, der da ewig lebet, du kommst, Herr, willst uns ein ewig Les an Gnade reich, zu mir, der ben in himmlischer Verklärung bald verschwebet, dem flücht'gen geben. igns Schatten gleich. Du läsfest dich 8. D Gottes Sohn, wie hernieder, ziehst mich zu dir edle Gaben hast du in dieses hinan; was geb' ich, Herr, dir Mahl gelegt! Nun wir dich wieder, das dir gefallen kann? selbst zur Speise haben, wie 4. Ein Herz, von Reu zerwohl ist unser Geist gepflegt! schlagen, das sich an deiner Wir finden hier bei allem Leiden Gnade hält, das freudig will den rechten Vorschmack sel'ger entsagen der Sünd' und aller Freuden.pin modo de Lust der Welt: das wirst du nende en ande nicht verachten, das bring' und Mel. Nun lob', mein' Seel' e. geb' ich dir. Nach deinem em Worte deines Reiche trachten hilf du nun sel360. De Mundes will ber mir; dann darf ich fest ich, o Herr, gehorsam seyn; vertrauen, daß ich nach dieser zum Mahle deines Bundes stell Zeit dein Antlig werde schauen ich auf dein Gebot mich ein. Die dort in der Ewigkeit. bängste deiner Nächte schwebt meinem Geiste vor; das Brod brach deine Rechte, den Kelch hielt sie empor. Deß will ich jetzt gedenken, o du mein höchstes Gut; du willst mich speisen, tränfen mit deinem Leib und Blut. 5. Hierauf will ich empfangen das Himmelsbrod, den Himmelstrank; laß, Herr, zu dir gelangen des demuthvollen Herzens Dank. Hinweg das Weltgetümmel mit seinem eitlen Tand! ich wandle schon im 2. Heil mir, ich soll genie- Himmel, der Frommen Vaterßen die Speise, die der Hei- land. Vereint mit dir zu werland beut, und Labung soll mir den, dies ist mein heißes Flehn; fließen aus jenem Kelch, den er o Herr, laß hier auf Erden mich geweiht. Laß, Herr, mich schon dein Antlig sehn. Vom heiligen Abendmahl. 191 8 Mel. Nun ruhen alle 2c.| du, die Brüder lieben und ernft 361. irschwör' ich ew'ge lich jede Sünde scheu'n. chlor Treue, ich gebe, 8. 3u welchen Seligkeiten Herr, aufs Neue mich dir zum wirst du, o Herr, mich leiten, Dienste hin; laß nie mich treu- bleib' ich mit dir vereint! Ich los brechen dies heilige Verwerde zu dir kommen mit allen sprechen, es komme nie aus deinen Frommen, wenn einst meinem Sinn. dein großer Tag erscheint. nism ne dis 6 Mel. Herzliebster Jesu ce 2. Damit ich treu dir bliebe, nahmst du mit reiner Liebe dich meiner Seele an. Weit mehr, Weit mehr, 362. Erlöſer, der du ſelbſt uns hast gerufen, als ich verstehe, mehr, als ich weiß und flehe, hast du, o Herr, hier stehen wir an deines Al für mich gethan. minol tars Stufen. Mühselig und voll Reu, voll tiefer Schmerzen sind unsre Herzen.d 2. Du hast verheißen, Müde 3. Für mich hast du gerungen, für mich den Tod bezwungen, verscheucht des Grabes Nacht; du hast durch deine Leiden die zu erquicken und uns zu la Hoffnung ew'ger Freuden in ben, wenn uns Lasten drücken. Du willst, wenn wir jetzt würmeinem Herzen angefacht. JIS dig dein gedenken, dich selbst uns schenken. 4. D Leben aller Leben! was hab ich dir zu geben, was for3. Wir kommen, Herr, und derst du von mir? Du willst, nehmen deine Speise und deidaß meine Seele nur dich zum nen Trank zu deines Todes Führer wähle; o Herr, mit Preise. Nun sind wir dein Freuden folg' ich dir! und bleiben dir ergeben in Tod und Leben. nim sing alleged anot Mel. Nun laßt uns den Leib. 2c. err, der du als 363. H ein stilles Lamm gelittend an des Kreuzes Stamm, und auch für meine Sündenlast aus Liebe dich geopfert hast. 2. Ich feire jetzt auf dein Gebot voll Reue deinen Mittlertod, und preise deine Gnad' und Huld, durch die getilgt ift 5. In manchen stillen Stunden hat schon mein Herz empfunden, wie viel es dir verdankt. Nun stärke seine Triebe, so daß in ihm die Liebe zu dir, 363. Erlöser, niemals wankt. 6. Nach deinem Wohlgefal len will ich hienieden wallen, du bist mein treuer Hirt. Zu dir will ich mich halten, bis einst mein Leib erkalten und in dem Grabe ruhen wird. 7. So oft ich deiner Treue bei deinem Mahl mich freue, meine Schuld. soll dies mein Vorsatz seyn: 3. Hier schenkst du mir ein Ich will dich nie betrüben, wie theures Gut, labst mich mit dei 192 Vom heiligen Abendmahl. nem Leib und Blut. D Liebe, zum Labsal für ihr schwaches welcher keine gleicht! D Wun- Herz! Der ganzen Welt zu gut der, das kein Geist erreicht! vergoffest du dein Blut, Mittler 4. Ich soll mich deinem Gottes! Auch die hier stehn Mahle nahn, das Pfand der und zu dir flehn, laß dein ErSeligkeit empfahn; Erhabner, barmen reichlich sehn. du willst nicht verschmähn, zu meinem Herzen einzugehn. isa 5. Bin ich, ein sünd'ger Mensch, wohl werth, daß so viel Heil mir widerfährt? Mach selbst mein Herz von Flecken rein und richt es dir zur Woh nung ein. 6. Du kommst; gesegnet seyst du mir! du bleibst in mir und ich in dir. Ich schmecke deine Freundlichkeit und weiß nichts mehr von Kampf und Streit. 7. Nichts scheidet ferner dich und mich; mich liebeft du, ich liebe dich. Die Stärkung, die du mir gereicht, macht mir dein Joch gar sanft und leicht. 8. Ich lebe dir nur, meinem Herrn und folge deinem Vorbild gern; mich locket nicht die ganze Welt; mein Will' ist nur, was dir gefällt. 9. Und wenn du mich, o Le bensfürft, zur Seligkeit vollenden wirst, dann labt mit Freuden ohne Zahl mich dort dein ew'ges Abendmahl. hedst nisin, sumo) mborgh mismian Mel. Jesus, meine Zuversicht sc. 2. Die ihr theuer seyd er kauft, gläub'ge, miterlöfte Brü der, All' auf Christi Tod getauft, Alle seines Leibes Glieder: kommt, Versöhnte, kommt, erneut hier den Bund der Seligkeit! 3. Nehmt und efft in diesem Brod Chrifti Leib, für uns gegeben! Nehmt und trinkt auf sein Gebot diesen Kelch zum ewgen Leben! Rein durch ihn von aller Schuld, preiset dankbar seine Huld. 10 bi- and Gemeinde. 4. Gieb, daß fie voll Zu versicht deines Heils, o Herr, sich freuen und, erleuchtet durch dein Licht, deinem Dienste ganz sich weihen; laß ihr Herz von Stolze rein, voll von deiner Demuth seyn. 5. Lehre sie, in böser Zeit über ihre Seelen wachen; bei des Lebens Kampf und Streit sey du mächtig in den Schwachen. Die gebeugt von ferne stehn, laß sie unerhört nicht flehn! Chor. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 364. H err, du wollst fie CASTO 6. Nehmt und esst in diesem Brod Christi Leib, für uns ge vollbereiten zu geben! Nehmt und trinkt auf deines Mahles Seligkeiten, zeuch sein Gebot diesen Kelch zum ihre Seelen himmelwärts! Gieb, ew'gen Leben! Rein durch ihn daß sie sich würdig nahen, das von aller Schuld, preiset bankBrod des Lebens zu empfahen, bar feine Huld. Mier pe Vom heiligen Abendmahl. 193 7. Hoherpriester, der du bist| macht. Du willst, daß deiner in das Heiligthum gegangen, ich gedenke, drum gieb zur les sprich sie los, Herr Jesu Christ, bung dieser Pflicht mir deines wenn sie jetzt dein Mahl em Geistes Kraft und Licht, daß ich pfangen. Stärk' du ihre Zu- mich ganz in dich versenke. versicht, daß fie frei sind vom Gericht 2. Bewundernd denk ich an die Liebe, womit du unser Heil 8. Augenblick voll heil'gen bedacht, an des Erbarmens Grau'ns, voller Wonn' und starke Triebe, die dich bis an süßen Lebens, theures Pfand das Kreuz gebracht. O du, der des fünft'gen Schau'ns, Vor- starb, damit ich lebe, gieb selbst schmack jenes höhern Lebens! Selig, wer, vom Geist bewegt, solchen Trost im Herzen trägt! von deinem Todesschmerz heut folchen Eindruck in mein Herz, daß er mir stets vor Augen schwebe. 20 9. Nehmt und efst in diesem Brod Christi Leib, für uns ge geben! Nehmt und trinkt auf sein Gebot diesen Kelch zum ew'gen Leben! Rein durch ihn von aller Schuld, preiset dankbar seine Huld. 3. Ich übergebe mich auf's Neue, o du mein Herr und Heiland, dir, gelobe dir be ständ'ge Treue bei deinem heil's gen Mahle hier. Auf deinen Lod bin ich getaufet, du starbft für mich, drum bin ich dein; dein eigen will ich ewig seyn, weil du mich durch dein Blut erkaufet.bid 412 mars 0 bilradure Chor. Mel. Wachet auf, ruft 2c. 10. Efst das Brod, das euch gegeben, und trinkt den Kelch zum ew'gen Leben; der Friede Chrifti sey mit euch! Einigt euch mit ihm im Glauben und laßt sein Heil euch nimmer rau- deinetwillen jede Noth; ben, dann führt er euch zu sei- will ich immer frei bekennen nem Reich. Wacht! eure Seele sey bis in den Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; bleibt in der Zahl, die bort empfängt sein Abendmahl. und bis zum Tode mich nicht scheu'n, ein Herold deines Ruhms zu seyn; nichts soll mich, Heiland, von dir trennen.bi 5. Ich will mit Ernst den Nächsten lieben, wie du, mein Jesus, mich geliebt; Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben, 365. Hi zu erfüllen, was wie du an Feinden sie geübt. du in deiner Leidensnacht, nach An deine Milde will ich denken deinem gnadenvollen Willen, und an die schwere Schuldenzur segensreichen Pflicht ge- last, die du mir, Herr, erlas N Mel. Mein Jesu, dem die ze. ier bin ich, Jesu, 4. Nie will ich vor der Welt mich schämen, zu preisen dei nen Kreuzestod, und will mit Freuden auf mich nehmen um dich 194 Vom Heiligen Abendmahl. sen hast, das soll zur Liebe| Blut, daß mich kein falsches Kraft mir schenken. Erdengut von deiner Liebe scheide. 6. Heut stärke sich in mir der Glaube, daß meine Seele 5. Wie sich des matten Wandewig lebt, und daß einst aus rers Herz der frischen Quelle des Grabes Staube dein Ruf, freuet, so werd' ich von der Erlöser, mich erhebt. Ich seh Seele Schmerz in deinem Mahl dich auf des Vaters Throne, ich befreiet. Du linderst meiner glaube, daß du, Lebensfürst, Sünden Pein, du flößest dei von dort einst wiederkommen nen Trost mir ein, so bin ich wirst, zu reichen mir des Leganz erneuet. bens Krone. 6. Vor Allem aber wirf' in mir den Ernst wahrhafter Neue, auf daß mein Herz sich für und ch komme als ein für vor aller Sünde scheue. 366. armer Gast, 0 Herr, zu deinem Tische, den ben an, der dein Verdienst er in den Glaudu für mich bereitet hast, er mein Herz erfrische; wenn mein Sehnen ist gestillt, daß auch der Dank, der mich erfüllt, in Aller Dant sich mische. daß und greifen kann, damit mein Geist fich freue. 2. Du selber sprichst in deinem Wort: ich bin das Brod zum Leben; dies Brod treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mochte heben; ich bin der Trank, wer glaubt an mich, dem will ich jetzt und ewiglich der Labung Fülle geben. 7. Entzünd' in Andacht mein Gemüth, daß von der Welt ich lasse, und deine Bruderlieb' und Güt' in dieser Speise faffe; daß durch dein Lieben Lieb' in mir zu meinem Nächsten wachs herfür, ich auch den Feind nicht hasſe. 8. So fomm nun, treuer Seelenfreund, laß in mein Herz 3. Ach, führe mich, du dich schließen! Mit dir bin ich treuer Hirt, auf deine Him- nun ganz vereint; ich will von melsauen; ich gehe trostlos und Keinem wissen, als nur von dir, verirrt, wenn ich dich nicht o Gotteslamm! der du auch kann schauen. Laß strömen mich am Kreuzesstamm aus beine Gütigkeit, die du für Alle Noth und Tod gerissen. hältst bereit, so deiner Hut vertrauen. silopin- oui 9. D liebster Heiland, habe Dank für deine Gnadengaben, 4. Herr, mit Verlangen such für deine Speise, deinen Tranf, ich dich auf deiner grünen die mich erquicket haben; mit Weide, dein Lebensmanna speise Himmelsgütern wirst du mich mich zum Trost in allem Leide. o Lebensfürst, einst ewiglich Es tränke mich dein theures in deinem Reiche laben. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Vom heiligen Abendmahl. 195 Mel. An Wasserflüssen Babylon c.| und mit dir bleib ich vereint als Rebe hier, um gute Frucht und suche dich, zu bringen. Du kräftigeft und stärkest mich und durch die Liebe gegen dich wird mir der 367. Joh komme, Herr, mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würd'ge mich des buo Siegels deiner Gnaden. Sieg gelingen. Ich liege hier vor deinem Thron, Gebot und will es treu erfül 5. Ja, Herr, ich kenne dein Sohn Gottes und des Menschen Sohn, ach, laß mich Trö- len. Verleih mir Kraft durch stung finden. Ich fühle meiner deinen Tod und heil'ge meinen Sünden Bein; ich suche Ruh, Willen. Hilf, daß ich möge du, Herr, allein fannst mich der eifrig seyn, mit Freuden dir Schuld entbinden. mein Herz zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung zu deinem Ruhm beweisen. 2. Jch bete dich im Glauben an, du bist das Heil der Sünder; weil du für uns genug gethan, sind wir nun Gottes Kinder. Ich denk' an deine Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. Leidensnacht und preise dich, o 0112 dein Wort: Es ist vollbracht," 368. Herr, mein Heil, allein verdienet. bas uns mit Gott verfühnet. für deine Todesleiden. Hab Du warst gehorsam bis zum ich an ihren Früchten Theil, so Tod und trugst unschuldig schmeck ich sel'ge Freuden. Du Schmach und Noth, die wir wardst ein Opfer auch für mich; o gieb, daß meine Seele sich 3. Nun darf mein Herz nach deß ewig freuen möge. Trost und Ruh vergebens nichts 2. Du läsfest mich in deinem verlangen; in deinem Mahle Tod das wahre Leben finden. läsfest du mich Gnad' um Gnad' Erlösung aus der größten Noth, empfangen. Ich rufe, du erhörst Vergebung aller Sünden, Gemich schon, sprichst liebreich: wissensruh, zur Bess'rung Kraft, ,, Sen getrost, mein Sohn, die das hast du, Herr, auch mir Schuld ist dir vergeben!" verschafft, da du am Kreuz geWie sollt' ich dir, der für mich storben. starb und mir so großes Heil 3. Ein Pfand ist mir dein erwarb, nicht ganz zur Ehre Abendmahl von deiner großen 150 leben? misd Liebe. Du trugest willig Angst 4. Mein ist das Glück der und Qual, daß ich nicht elend Seligkeit, ich halt' es fest im bliebe. O, stärke mein VerGlauben, und nimmer müsse trau'n zu dir, daß ich, so lang' Sicherheit mir dieses Kleinod ich lebe hier, auf deine Gnade rauben. Du bist der Weinstock baue. N 2 196 Vom heiligen Abendmahl. 4. Ich fühle, Herr, voll Neu 3. Von oben ward mir Kraft und Schmerz die Bürde meizu Theil und Licht ward mir nter Sünden; laß mein vor dir gesendet: wie weit gefördert wär' gebeugtes Herz nur deinen Trost empfinden, den Trost, daß du aus freier Huld auch mir Vergebung meiner Schuld beim Vas ter haft erworben. das führet. Die Stärkung, die dein 4. Dich, der mich je und je Mahl verschafft, werd' ewig geliebt, sollt' ich von Herzen liemir zum Segen; es rüste mich ben; die Vorschrift, die dein mit neuer Kraft, zu gehn auf deinen Wegen, zu wirken, was dir wohlgefällt, und alle Furcht und Lust der Welt voll Muth zu überwinden. Wort mir giebt, sollt' ich mit Eifer üben; doch nicht von Herzen liebt' ich dich und nicht verherrlicht ward durch mich dein Ruhm und heil'ger Name. outsnis 6. Laß deiner Leiden Zweck und Frucht mir stets vor Augen schweben; nimm weg, was mich zu hindern sucht, für dei nen Ruhm zu leben; nur auf dein Vorbild laß mich sehn und immer fest im Glauben stehn, der mich zum Himmel 6. du, der Bund und führet. hun 43 mi je der 5. D Herr, ich schäme mich vor dir, ich sehe meine Sünden. Ach! möchte sich mein Herz in mir zur Buße recht entzünden; möcht' ich mit solcher Traurigkeit, die feinen Sünder je gereut, der Sünden Schuld bereuen! 369. sni And dolga Mel. Aus tiefer Noth 2.d ch will, Herr, meine Zuversicht, bei dei nem Mahl erscheinen, bei dir zu finden Trost und Licht, mit dir mich zu vereinen. Ich seh' in 7. Wer gläubig, Jesu, diesem Augenblick auf meinen Lebensweg zurück, seh' in mein Herz und weine. 30 Treue hält, laß, Jesu, mir's gelingen; das Opfer, das dir wohlgefällt, laß mich zum Altar bringen! Mein Opfer sey ein solches Herz, das ganz zerknirscht von Reu und Schmerz nach deinem Troft sich sehnet.s dich umfaßt und wünscht, in dir zu leben, der ist dir ein willkommner Gast, dem willst du Gnade 2. Ich fühle, daß verbot'ne geben. Mein Glaube hält sich Lust mit Macht in mir regie- fest an dich; ich bin gewiß, es ret, bin manches Fehltritts mir habe mich dein Tod mit Gott bewußt, wozu ste mich verfüh- versöhnet. ret. Mein Innres ließ ich un- m mein Heil, hätt' ich sie angewendet! O Herr, ich hab' es nicht gethan, steh' noch am Anfang jener Bahn, die zu dem Leben die Sünde war, wo nicht vollbracht, im Innern doch 370. dich und deinen Mel. Gott, du frommer ac. will, o begangen. Sse Vom heiligen Abendmahl. 197 371. Jefu Tod bekennen. O möchte doch| Mel. Schmücke dich, o liebe Seele zc. mein Herz von Dank und Liebe paesu, Freund der brennen! Ich komme glaubens Menschenfinder, voll mich deinem Mahl zu Heiland der verlornen Sünder, nahn, ich will jetzt deinen Leib, der zur Sühnung unsrer Schulich will dein Blut empfahn. den Kreuzesschmach hat wollen dulden: wer kann fassen das Ermein inniges Verlangen. Be- barmen, das du trägest mit uns reite du mein Herz, sie würdig Armen? In der Schaar erlöster zu empfangen; mir soll dein Brüder fall' ich dankend vor Abendmahl ein rührend Denkmal dir nieder.ants sin seyn von deiner Lieb' und Treu, von deiner Angst und Bein. 2. Herr, diese Güter sind 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus 3. Aus Liebe kamst du, Herr, deiner Füll' entgegen; in dem und hast dein theures Leben für Elend meiner Sünden soll bei meine Seligkeit zum Opfer hin- dir ich Hülfe finden; meine gegeben. Du starbst und schenk- Schulden willst du decken, mich test mir dies unschäßbare Gut, befrei'n von Furcht und Schrekdu hast es mir erkauft mit dei ten; willst ein ewig sel'ges Leben als des Glaubens Frucht nem theuren Blut. mir geben. 3911 4. Dir, Heiland, will ich 3. Mich, den Zweifelnden, mich mit Seele, Leib und Leben, den Schwachen, willst du feft mit Allem, was ich bin, zum im Glauben machen, ladest mich Opfer wiedergeben. nimm, zu deinem Tische, daß mein O mein Herz sich dort erfrische. So gewiß ich Wein genossen, ist dein Blut für mich geflossen; so gewiß ich Brod empfangen, werd' ich Heil in dir erlangen. 4. Ja, du kommst, dich mit den Deinen in dem Nachtmahl zu vereinen. Du, der Weinstock, giebst den Reben Muth und Kraft zum neuen Leben. Durch dich muß es mir gelingen, reiche, gute Frucht zu bringen und durch Frömmigkeit zu zeigen, daß ich gänzlich sey dein eigen. genthume hin, der ich so theuer dir zum Dienst erkaufet bin. 5. Laß wahre Liebe mich an meinem Nächsten üben und, wie du mich geliebt, selbst meine Feinde lieben; wir sind ja insgesammt auf deinen Tod getauft und Alle durch dein Blut zum ew'gen Heil erkauft. 6. Hilf, daß ich als ein Christ nur dir zu Ehren lebe, dir gleich gesinnet sey und nach dem Himmel strebe. Gieb durch dein Abendmahl mir dazu Lust und Kraft; gieb mir den Him- 5. Nun, so sey der Bund mel einst am Ziel der Pilger- erneuet und mein Herz dir schaft. ganz geweihet! Auf dein Vor 198 Vom heiligen Abendmahl. bild will ich sehen und dir nach,[ desmahl begehn; mit welcher mein Heiland, gehen. Was du Freude wollt' ich nahn, das haffest, will ich hassen, stets Brod des Lebens zu empfahn! von dir mich leiten lassen; was 2. Ach, hier auf meinem du liebest, will ich lieben, nie Krankenbette feir' ich dein Abenddurch Untreu' dich betrüben. mahl allein! Doch, Herr, ich 6. Doch ich kenne meine weiß, an jeder Stätte willst Schwäche; schwer ist, was ich du den Deinen nahe feyn. Wo dir verspreche. Werd' ich dir je ein Frommer seufzt und auch Glauben halten und im weint, erquickst du ihn, o Guten nie erkalten? O, steh Menschenfreund. du mir bei und stärke mich zu jedem guten Werke. Hilf, daß ich die Luft zur Sünde durch dich kräftig überwinde. 3. Um Trost ist meinem Herzen bange; ich suche, Herr, dein Angesicht; o du, an dem ich gläubig hange, entzeuch mir 7. Gieb, daß ich und alle deine Hülfe nicht! Ach, stärke Christen sich auf deine Zukunft bei des Leibes Schmerz mein rüsten, daß, wenn heut der banges und verzagtes Herz! Tag schon käme, keinen, Herr, 4. Laß das Gedächtniß deidein Blick beschäme. Schaffner Leiden mir Schwachen ein neues Herz den Sündern, Trost und Kraft verleihn, mir mache sie zu Gottes Kindern, eine Quelle sel'ger Freuden und die dir leben, leiden, sterben, jenes Lebens Vorschmack seyn; deine Herrlichkeit zu erben. dein Leiden, dein Versöhnungstod erquicke mich in meiner Noth. B 8. Großes Abendmahl der Frommen, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß 5. Ich sehe schon den Himwir mit der Engel Chören, mel offen und fühle HimmelsHerr, dich schau'n und ewig seligkeit. Nun darf ich Alles, ehren! Hallelujah, welche Freu- Alles hoffen von dem, der mir den sind die Früchte deiner die Schuld verzeiht. Umringt Leiden! Danket, danket, fromme mich auch der Leiden Heer, Herzen, ewig ihm für seine mein Herz erbebt davor nicht Schmerzen! dn mehr. 6. Und naht der Tod mit seinen Schrecken, ich bin getrost und zage nicht. Vom Tode 372. Könnt ich doch, Herr, wirst du mich erwecken; ich mit meinen Brü fomme nicht in das Gericht. Wohl mir, daß ich dein eigen bin, nun ist auch Sterben mein Gewinn! THE Mel. Wer nur den lieben Gott zc. mo bar dern in deinem Tempel dich erhöhn und andachtsvoll mit dei nen Gliedern das heil'ge Bun Vom heiligen Abendmahl. 199 373. Brod des Bun des, kommt und trinkt von diesem Wein! Dem Gebote deines Mundes, Herr, will ich gehorsam seyn. Du gabst in den Tod dich hin, mir zum ewigen Gewinn, um Mel. Freu dich sehr, o meine* c.| erwähle seines Lebens heil'ge Dommt und eßt das Bahn. Glaube fest, sein guter Geist, den sein theures Wort verheißt, wird zu allen guten Werken dich bei deiner Schwach, bon/ 19 d heit stärken. me Gnade schenfen und ich sollte 374. Nur belt bare dein nicht denken? 03 Instsund Mel. Dir, dir, Jehovah will c. un habe Dant für dein Erbars men, Sohn Gottes, heil'ger 2. Nein, dich soll mein Mund Mittler, Jesu Chrift! Versöhnt bekennen vor der Welt bis in mit Gott hast du mich Armen, den Tod; nichts soll je von dir da du für mich am Kreuz gemich trennen, weder Glück, storben bist. Laß deines bittern noch Angst und Noth. ner Seele Ruhm bist du, meines Herzens Trost und Ruh; denn ich kann für meine SünMei- Leidens Angst und Bein bis an mein Ende mir vor Augen ſeyn. den nur durch dich Vergebung finden. 3. Unter meinen Miterlöften komm' ich, Herr, zu deinem Mahl, hier mich deiner zu ge= trösten mit der treuen Jünger Zahl. Alle, die sich dir ge weiht, bist zu segnen du bereit; freundlich willst du mit den Deinen dich im Abendmahl vereinen. Brod gebrochen, mir ward 2. Heil mir, mir ward dein gereicht, Herr, deines Bundes Wein! Aus Herzensgrund hab' Heiland, ewig treu zu seyn. ich versprochen, bir, treuster Gerühret schwör' ich nun noch einmal dir, schenk zur Erfüllung deine Gnade mir. 3. Im Streite hilf mir überwinden und gieb mir Kraft auch zu der schwersten Pflicht. Bes wahre mich vor neuen Sünden; naht sich Versuchung, so verlaß mich nicht. Und dein für mich am Kreuz vergoßnes Blut schenk' mir im Todeskampfe Trost und Muth. adem 4. Und euch, ihr seines Leibes Glieder, die des Erlösers Heil, wie mich, erfreut, euch lieb' 5. Nie vergiß es, meine ich stets als meine Brüder, als Seele, was der Herr an dir Mitgenossen seiner Herrlichkeit. gethan; dank' ihm innig und Wir Alle haben Einen Herrn 4. Ja, dem Wort, das du gesprochen, glaub' ich fest und preise dich: für mich ward dein Leib gebrochen und dein Blut floß auch für mich. Sollt ich Gott noch ängstlich scheu'n? Nein, ich darf mich seiner freu'n: der den Sohn für mich gegeben, giebt mit ihm mir Heil und Leben.omis 200 Vom Heiligen Abendmahl. und Gott; uns Alle speist und für alle deine Schmerzen und tränkt Ein Wein, Ein Brod. für dein theures Leiden, du Ur15. Wie jego wir versammelt sprung meiner Freuden. waren, um seine Gnade dank- 5. Dir dank' ich für dein Liebar zu erhöhn, so werden mit ben, das dich an's Kreuz getrieder Engel Schaaren wir einst ben; du wolltest für mich) stervor seinem Thron anbetend stehn ben, daß ich dein Reich sollt' er und preisen, als sein Erb' und ben. Eigenthum, ohn' Ende seines 6. Jetzt schmecket mein Ges Namens hohen Ruhm. bro müthe den Reichthum deiner Güte; das heil'ge Pfand der Gnaden tilgt meiner Seele Schaden. 6. Mit euch vor ihm einst zu erscheinen zum sel'gen Anschaun seiner Herrlichkeit, will ich mich hier mit euch vereinen, treu zu vollbringen, was sein Wort ge beut; dann geh' ich freudig im Triumph mit euch, ihr Auserwählten, in sein Himmelreich. 7. So soll denn weder Spott noch Leiden, nicht Ehr' und Freude, nicht die Luft der Welt mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode noch mich schützt und hält! Du, Herr, du bist und bleibest ewig mein! o laß auch ewig mich dein eigen seyn! im 900 endad Mel. Wach auf, mein Herz 2c. 375. 7. Du wollest nun die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem Herzen treiben und kräftig in mir bleiben. 8. Laß stets mich mit Verlangen an deiner Liebe hangen; gieb mir Geduld im Leiden, laß mich von dir nichts scheiden.no 9. So fürcht' ich kein Verderben; in dir werd' ich einst sterben und fröhlich auferstehen, um ewig dich zu sehen. In eigener Melodie. disen 376. Schmücke dich, o meine Seele, laß Jefu, meine Won- die dunkle Trauerhöhle, komm ne, du meiner Seelen Sonne, du Freundlichster von Allen, laß dir mein Lob gefallen! an's helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen! denn der Herr, voll Heil und Gnaden, will zu seinem Tisch dich laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Wohnung in dir halten. 2. Wie kann ich würdig schäßen das himmlische Ergößen, womit die theuern Gaben in deinem Mahl mich laben? D 613. Du hast dich mir geschenket, gespeist mich und getränket; geheilt hast du mich Kranken, wie soll ich's dir verdanken? 4. Ich preise dich von Herzen 2. Froh, wie treue Freunde pflegen, eile deinem Freund ent gegen, der mit seinen Gnadengaben jetzt dein armes Herz will laben. Deffn' ihm schnell die Geistespforten, sprich zu ihm Vom heiligen Abendmahl. 201 mit süßen Worten: Komm, ich| Tisch gekommen. Laß dies heil'ge will dich mit Verlangen als den Mahl mich stärken zu des Glauliebsten Gast empfangen! bens guten Werken, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög' ein Gast im Himmel werden. 3. Wer ein Kleinod will erringen, pflegt sonst Gold dafür zu bringen; doch für diese theuern Gaben will er irdisch Gold nicht Mel. Gelobet seyst du 2c. $ 11500 haben. In der Berge tiefstenenum Chor. med Gründen ist kein solcher Schaß zu finden, den man fönnt' als Zahlung reichen für dies Kleinod 377. Verkündigt Alle ſeinen Tod! Jesu Leib ist dieses Brod, des Mittlers Blut ist dieser Wein; empfangt es und gedenket fein, der für euch starb. pis Con dr Gemeinde. 4. Ach wie hungert mein Gemüthe nach des Menschen freundes Güte! Ach wie pfleget mich zu dürften nach dem Quell des Lebensfürsten! Nimmer hör' ich auf, mit Thränen mich nach seinem Mahl zu sehnen, daß in diesem Brod und Weine Christus sich mit mir vereine. Tsd. 791 ahmi 2. Herr, wir empfahn mit Preis und Dank diese Speis' und diesen Trank und glauben, daß du, Jesu Christ, für unsre Schuld geopfert bist am Kreuzesstamm. 5. Ja, auf wunderbare Weise wird dies Mahl mir Seelenspeise. Christus selbst will, mir zum Leben, sich darin als Nahrung geben! Wo ist wohl ein Mensch zu finden, der dies Wunder kann ergründen? der großen Heimlichkeiten, die nur Gottes Geist kann deuten! 6. Jesu, meines Lebens Sonne! Jesu, meine Freud' und Wonne, Gemeinde.. den allein ich mir erwähle, Hort 4. Die ganze Welt hast du des Heils und Licht der Seele! befreit von der Ungerechtigkeit. Sieh mich hier zu deinen Füßen, Dein Blut macht uns von Sünlaß mich würdiglich genießen den rein, deß wollen wir auch diese deine Himmelsspeise, mir Zeugen seyn vor aller Welt. zum Heil und dir zum Preise. Chor. 3. Verkündigt Alle seinen Tod! Er ist unser Herr und Gott. Sagt's euern Brüdern, daß er kam und alle Sünden auf sich nahm aus Gnad' und disd Huld. 8C ore She on Chor. 7. Jesu, wahres Brod des Lebens, deine Huld sey nicht ver- 5. Verkündigt Alle seinen gebens, daß ich, mir zum Heil Tod! haltet willig sein Gebot; und Frommen, sey zu deinem sein göttlich Vorbild schauet an 202 Vom heiligen Abendmahl. und folgt ihm standhaft auf der| o Manna, das mir Gott geBahn, die er betrat. währt, dich will ich jetzt genießen. Gemeinde. 6. Herr, wir sind ganz dein Eigenthum; unser Wandel sey dein Ruhm. Durch gute Werke danken wir, Vollender unsers Glaubens, dir für deinen Tod. Ce Alle. 4. Welch Glück und welch ein 7. Vom Aufgang bis zum Ruhm ist mein, welch Heil hab' Niedergang bringet dem Versöh- ich gefunden! mein Jesus kehner Dank und machet in der ret bei mir ein, mit ihm werd' Gnadenzeit euch würdig jener ich verbunden. Wie ist mein Seligkeit, die er erwarb. Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll und er in mir will leben! Wire maidnis biay Mel. Wer nur den lieben sc. 3. Wie heilig ist doch dieser Tranf, der mein Verlangen ftillet, der mein Gemüth mit Lob und Dank und heil'ger Freud' erfüllet! O Lebenstrank, o heil'ges Blut, das einst gefloffen mir zu gut, dich will ich jetzt empfangen. 378. Vollendet ist die Bundesfeier, verkündigt wurde, Herr, dein Tod! Stets bleib' uns dein Gedächtniß theuer und unvergeßlich dein Gebot; dann freuen wir, o Gottes Sohn, uns deiner einst vor deinem Thron. thim 5. O wär'doch auch mein Herz geweiht zu einer heil'gen Stätte, damit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! 6. Mein Jesu! fomm und heil'ge mich! was sündlich ist, vertreibe, damit ich nun und Mel. Allein Gott in der sc. Chine on 379. Wie heilig ist die ewiglich dein Tempel sey und Stätte hier, wo bleibe. Von dir sey ganz ich voll Andacht stehe! sie ist mein Herz erfüllt, und laß dein des Himmels Pforte mir, den heilig Ebenbild beständig an mir ich jetzt offen sehe. D Lebens leuchten. thor, o Tisch des Herrn, vom 7. Nun, du hast himmlisch Himmel bin ich nicht mehr fern mich erquickt, du hast dich mir und fühle Gottes Nähe.usgegeben. In dir, der mich so 2. Wie heilig ist dies Lebens- hoch beglückt, will ich nun imbrod, dies reiche Gnadenzeichen, mer leben. Laß mich, mein vor dem des Herzens Angst und Heiland, allezeit, von nun an Noth und alle Qualen weichen! bis in Ewigkeit mit dir vereinigt O Brod, das meine Seele nährt, bleiben. Von der Buße. XVII. Von der Buße.m sdn. In eigener Melodie. Namen. Ich zweifle nicht, 380. Gott und denn Jeſus spricht: Wer glaubt, wird selig. Amen. Herr, wie groß und schwer sind meine viele Sünden! wie drückt mich doch ihr hartes Joch; wo kann ich 2. Wohin ich flieh', verfolgen fie mit ihrer Bein mich Armen. In dieser Noth tenn' ich, o Gott, kein Heil, als dein Er barmen. 3. Ich flieh' zu dir, sey gnädig mir, ob ich's gleich nicht verdienet. Geh mit mir nicht, Gott, in's Gericht, dein Sohn hat mich verfühnet. 203 5. Verfahr' mit mir, wie's dünket dir, ich will demüthig leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich von den Erlösten scheiden. 6. Das thust du nicht, mit Zuversicht darf es mein Glaube hoffen. Mir steht, o Gott, durch Christi Tod ja auch dein Himmel offen. sin 7. Nur daß ich treu dem Heiland sey, gieb mir bis an mein Ende, und daß den Lauf zu dir hinauf im Glauben ich vollende. di 8. Dir, Gott, sey Ruhm! dein Eigenthum bleib' ich in Jesu 111 Mel. Auf meinen lieben ac. 381. Ach, Herr, dir iſt bedie böse Luft, die Quelle meiner Sünden, die Niemand kann ergründen, der Same, der stets und alles Unkraut bleibet und alles treibet. Jpbm wird oft durch Thaten kund; 2. Des Herzens böser Grund der Funke wird zu Flammen, sie schlagen hell zusammen, eh' ich erwach' und merke des alten Menschen Werke. 4. Soll's ja so seyn, daß 3. So hab' ich wider dich, Straf' und Bein auf Sünden den nächsten und auch mich folgen müssen, o so verleih' mir vielfältig, Herr, mißhandelt, doch dabei den Frieden im Gebin oft den Weg gewandelt, der wiffen. ab vom Ziel sich wendet und in Verdammniß endet. 4. Doch du, mein Jesu, hast der Schulden schwere Last auf dich allein genommen. Wie du für mich gekommen, komm' ich nun schuldbeladen zur Fülle deiner Gnaden. 5. Vergieb, Erlöfer, mir, verwirf mich nicht von dir! Kann ich die Schuld nicht zählen, will ich doch nichts verhehlen, weil du allein vom Bösen mich kräftig fannst erlösen. 6. Hart drückt der Sünde Joch, doch mächt'ger wirken noch die Kräfte deiner Gnade; es weichet jeder Schade, willst 204 Von der Buße. du aus deinem Leben die rechte| durch jene Krone, daß ich meiner Kraft mir geben. 190 niemals schone! 7. Wenn ich aber unterliege, so hilf du mir wieder auf, daß Mel. Herr, ich habe sc. 382. Ach mein Jesu, welch durch deine Kraft ich siege und Verderben woh- vollbringe meinen Lauf; mich befehlend deinen Händen, mög' ich ritterlich einst enden. HOT net nicht in meiner Brust! wie regt doch in Adams Erben immer sich die böse Lust! Ja ich muß es wohl bekennen, ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen. $ 190 19 Mel. Du, o schönes zc. ch wann werd' ich 12. Wie verkehrt sind meine Wege! wie verderbt ist doch mein 383. Ach von der Sünde, Sinn, der ich zu dem Guten träge, aber schnell zum Bösen bin. Du nur fannst mich von den Ketten und vom Tod' der Sünde retten. Gott, mein Vater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgefällig sey? Noch nicht, ich gesteh's mit Zähren, kann ich ihrer mich erwehren; sie versucht mich wider dich, und noch oft bestegt sie mich. thim. 3. Hilf mir durch den Geist der Gnaden von der angestammten Noth, und den tiefen Seelenschaden heile, Herr, durch dei nen Tod! Was dein Reich nicht kann ererben, laß in deinem Tod' ersterben. og 20 maio nid 14. Denn hier unten von der Erden kam mir keine Hülfe mehr; sollt' ich frei und lebend werden, mußt's geschehn von oben her; nur dein Geist kann 3. Mit beruhigtem Gewissen mich erneuen und mir Lebens- der Erlösung mich zu freun, kraft verleihen. hitreu den heiligsten Entschlüssen, 2. In der Andacht sel'gen Stunden, wenn ich, Herr, dein Wort gehört, hab' ich oft das Glück empfunden, das die Frömmigkeit gewährt. Nichts wünscht' ich alsdann hienieden mir so sehr, als innern Frieden, als ein Leben, dir geweiht in des Glaubens Seligkeit. 119015 5. Schaffe, Herr, ein reines folgsam deinem Wort zu seyn, Herze, einen neuen Geist in mir, meines Glaubens Frucht zu zeidaß ich nun nicht länger scherze gen, in der Heiligung zu steigen, mit der sündlichen Begier. Hilf ach du weißt, wie immerdar dies mir selber muthig kämpfen und ser Wunsch im Herzen war. die Macht des Feindes dämpfen. 4. Doch die Sehnsucht wird 6. Laß durch Wachen, Beten, Ringen stark mich werden, Fleisch und Blut in des Geistes Joch zu zwingen, bis der Feind doch endlich ruht, reize mich durch den Reiz der Eitelkeiten, zerstöret und der heiße Eifer falt, wenn sich Leidenschaft empöret und die Lust im Herzen wallt. Leichtlich bin ich zu verleiten Von der Buße. 205 der mich überall umringt und sprich mich los, kraft deiner mein schwaches Herz bezwingt. 35. Weh mir, daß ich deinen Willen, den ich doch so lieb gewann, nicht mit Freudigkeit erfüllen, nicht beständig halten kann! Ach wer wird mich von dem Bösen, von der Sünde ganz erlösen? O ich Armer, wer be freit mich vom Dienst der Sinnlichkeit? hind unel sodnit Angst und Schmerzen; nimm meiner dich beim Vater an, der du für mich genug gethan: so werd' ich los der Sündenlast. Mein Glaube faßt, was du mir zugesaget haft. isd 3. Verleih mir aus Barmherzigkeit des Glaubens Kraft und Stärke, auf daß ich deine Freundlichkeit im Geiste fühl' 6. Doch du läsfest Heil verspre- und merke; vor allen Dingen chen unsrer fündigen Natur, tilgst liebe dich und meinen Nächdurch Christum ihr Gebrechen, sten gleich als mich. Hilf mir zeigt sich wahre Reue nur. Ohne in meiner letzten Noth, mein diese Hoffnung würde allzu Herr und Gott! der du für schwer mir meine Bürde und ich könnte niemals dein, o du höchstes Gut, mich freun. mich besiegt den Tod. mind aid 4. Preis sey Gott auf dem höchsten Thron, dem Vater, 7. Laß mich) merken, wo ich reich an Güte, und Jesu Chriwanke, daß ich strebe, fest zu sto, seinem Sohn, der gnädig stehn, und mich stärke der Ge- uns behüte, und seinem werdanke, meinem Heiland nachzu- then heil'gen Geist, der uns gehn. Führe, Gott, mich täglich den Weg zum Himmel weist! weiter und dein Geist sey mein So finget alle Christenheit hier, Begleiter, bis ich in der Ewig in der Zeit, und dort in sel'ger feit dringe zur Vollkommenheit. Ewigkeit. tim 30 d fish mome10gms In eigener Melodie. 111901 In eigener Melodie. 384. Allein zubir, Herr 385. 2n bir allein, an Jesu Christ, steht dir freudig mein Vertrauen. Ich digt und übel oft vor dir geweiß, daß du mein Heiland than. Du siehst die Schuld, bist; auf wen sollt' ich sonst die mir den Fluch verkündigt; bauen? Von Anbeginn ist steh, Gott, auch meinen Jamnichts erfor'n, auf Erden ist mer an. duch sind omsled kein Mensch gebor'n, der aus der 2. Dir ist mein Flehn, mein Noth mir helfen kann; dich ruf' Seufzen nicht verborgen und ich an, von dir nur kann ich meine Thränen sind vor dir. Hülf' empfahn. Ach Gott, mein Gott, wie 2. Herr, meine Schuld ist lange soll ich sorgen? Wie übergroß und reuet mich von lang' verbirgst du dich vor mir? Herzen; erbarme dich und 3. Herr, handle nicht mit 206 Von der Buße. mir nach meinen Sünden, verleben und trägt Geduld mit dir gilt mir nicht nach meiner ob du nicht wollest streben nach in Schuld. Ich suche dich, laß reiner Seelen Zier.Entsage mich dein Antlig finden, du nun der Welt! Er will dir Gott der Langmuth und Geduld. Heilung schenken, dein Herz 4. Früh wollst du mich mit und Sinnen lenken auf das, deiner Gnade trösten, Gott, Va- was ihm gefällt. Inte ter der Barmherzigkeit. D 4. Ja, Herr, die Laft der schenke mir den Frieden der Sünden drückt mich mit herErlösten; du bist ein Gott, der ber Pein. Wie soll ich Ruhe gern erfreut. dilbilds finden, als nur durch dich allein! Mir droht, was ich verdient! Verklagt von meinen Thas ten, kann das allein mir rathen, daß mich dein Sohn verfühnt. 75. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen und lehre mich dein heilig Recht; laß stets mich thun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein Gott, ich 5. Mit diesem starken Glau bin dein Knecht.d adhiben tret' ich vor deinen Thron; 6. Herr, eile du, mein Schuß, du wirst mich nicht berauben mir beizustehen, und leite mich des Heils in deinem Sohn auf ebner Bahn. Er hört mein Ein flehend Angesicht, ein Herz, Schrei'n, der Herr erhört mein in Reu gebrochen, das dir sich Flehen und nimmt sich meiner neu versprochen, verachtest du Seele an. ja nicht. dalis Gitt lihat Mel. Aus meines Herzens x. 6. So fey in deinem Namen gesegnet dieser Tag! Sprich 386. Auf, auf, an dieſem auf mein Bitten Amen, daß Morgen schwing' ich mich trösten mag! Laß deidich, mein Herz, empor! Um nen guten Geist das Herz mit für dein Heil zu sorgen, tritt Glauben schmücken, mit Freuan das Licht hervor! Wohl den es erquicken, das jetzt in ist es endlich Zeit, den Ab- Thränen fleußt. grund zu verlaffen, die Finsterniß zu hassen, die dir Verderben dräut.nl is aime UTION joint Mel. Herzliebster Jesu, was ic. D 387. Aus einem tief vor 2. Dies ist ein Tag der Neue, dir gebeugten Herbekenne deine Schuld mit Thrä- zen ruf' ich zu dir in meinen nen, komm und schreie zu Gott Sündenschmerzen. O mache um Gnad' und Huld. Wie lange mich, Gott, meines Kummers schliefst du doch! Wach' auf ledig und sey mir gnädig. und treib' von hinnen die Nacht aus deinen Sinnen, jegt heißt es heute noch. 2. Beschämt erkenn' und fühl' ich meine Sünden. Laß, Vater, mich Erbarmung vor dir 3. Noch läßt der Herr dich finden. Willst du auf Schuld Von der Buße. 207 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst 3. Bei dir allein, Herr, steht nicht bauen. Auf dich verlases, zu vergeben. Du willst nicht, sen will ich mich, auf dich mein daß wir sterben, sondern leben; Herz soll trauen. Was mir veruns soll die Größe deiner Liebe heißt dein werthes Wort, das lehren, dich treu zu ehren. dum ist mein Trost und treuer Hort, deß will ich allzeit harren. 4. Verzeihe mir in Christo meine Fehle; dein harrt im Glauben meine müde Seele! Laß Trost und Ruh, um des Versöhners willen, mein Herz erfüllen.ind indoor sd 4. Und ob es währt bis an die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch) sorgen. So ist des rechten Christen Art, der aus dem Geist geboren ward und seines Glaubens lebet. 5. Vom Abend an bis zu dem frühen Morgen hoff ich auf didy, o stille meine Sorgen! Du schenkest ja Beladenen und Müden gern deinen Frieden. rind somuto 6. Ja hoffe nur, mein Herz, auf Gottes Gnade! fie ist viel größer, als dein Seelenschade, und endlich wird sie dich von allem Bösen gewiß erlösen. 5. Ob bei uns ist der Sünde viel, bei Gott ist viel mehr Gnade. Sein' Macht, zu helfen, hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der einst sein Volk erlösen wird von allen Sünden. Amen. und Uebertretung sehen, wer wird bestehen? In eigener Melodie. Mel. Die Tugend wird ic. 388. us tiefer Noth ruf 389. Chrift, prüfe dich an jedem Tage mit ich zu dir, Herr Ernst vor Gottes Angesicht! Gott! erhör' mein Flehen! nicht Hör', was der inn're Richter in's Gericht wirst du mit mir, sage, verachte seine Warnung der Gnade suchet, gehen. Denn nicht! Prüfst du dich streng, wolltest du das sehen an, was so wirst du finden, wie viel Sünd und Unrecht ist gethan, noch deiner Tugend fehlt, daß wer könnte vor dir bleiben! du noch oft den Weg der Sünden und nicht den Weg des Heils erwählt. 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad' und Gunst, die Sünde zu vergeben. Es ist all' un 2. So lernest du dein Herz ser Thun umsonst auch in dem bewahren, dies Herz, das dich besten Leben; vor dir sich Nie so oft betrügt. Num schaut mand rühmen kann, es muß dein Auge die Gefahren, die dich fürchten Jedermann und nur ein harter Kampf besiegt. deiner Gnade leben. and Für jeden Tag, der dir verlie 208 Von der Buße. hen, ruft Gott dich einft zur| zu oft noch sieht mein Blick auf Rechenschaft. Laß nicht die die breite Bahn zurück. Gnadenzeit entfliehen und beßre 3. Als zuerst ich voll Entdich durch Gottes Kraft.zücken, Vater, dich im Sohne 3. An jedem Abend, jedem fand und mit andachtsvollen Morgen bedenke, was dir Gott Blicken deinem Throne nahe gebeut; vergiß nicht über eitlen stand, wie war da der Reiz der Sorgen das Trachten nach der Sünden mir so leicht zu überSeligkeit! Einst würdest du zu winden, wenn ich dachte, wie spät beklagen, wenn du die du liebst, der du so die Schuld Warnung nicht gehört, daß vergiebst. hih Home Ind dir von allen Erdentagen kein einziger zurückekehrt. 4. Welche Ruhe, welcher Friede wohnte da in meiner 4. Drum prüfe heute noch Brust! Alles Gitlen war ich dein Leben, denn noch ist diese müde und verschmähte nied're Stunde dein; wird dich des Lust. Um nur deine Huld zu Todes Nacht umgeben, dann haben, mißt' ich gern des Glückes ist nicht Zeit mehr, zu bereun. Gaben, und ein Herz, das dich Ihn, dessen Augen Alles prü- verehrt, war mir mehr, als fen, ihn täuscht der Trug des Alles werth. Heuchlers nicht; er schauet in des Herzens Tiefen und bringt einst Alles an das Licht. nis n indwie 5. Doch der Andacht heil'ge Stunden, reich an himmlischem Gewinn, ach wohin sind sie geschwunden, wo die sel'ge Ruhe hin? Wenn ich jetzt auch im Gebete hin vor Gottes Antlig Mel. Alle Menschen 2c. 390. Du, der Herz und trete, wird des Herzens Innigfeit durch der Welt Geräusch zerstreut.d Wandel fennet, Ewiger, erforsche mich! Ach ich war von dir getrennet, aber 6. Wenn die spöttisch auf du erbarmteft dich. Du ver mich sehen, denen Beten Thor nahmst mein Flehn und Seh- heit däucht, wenn sie mein Vers nen, sahst auf meiner Reue trauen schmähen, wird es bald Thränen; da vergabst du mir aus mir verscheucht. Macht die die Schuld, nahmst mich auf Menge der Verächter meinen mit Vaterhuld. thindano 2. Forsche selbst in meinem Herzen, sieh, es fehlt und wanGlauben zum Gelächter: so vergeß' ich leicht der Pflicht und bekenne Christum nicht. fet noch, fühlt noch unter Sorg' 7. Und doch bebten Chrifti und Schmerzen oft der Sünde schweres Joch. Strauchelnd, ungewiß und träge wandl' ich Zeugen vor der Wahrheit Feinden nie, seine Lehre zu verschweigen, zwangen keine Schrecken sie. auf dem schmalen Wege und Auf des Martertodes Wegen Von der Buße. 209 gingen sie dem Lohn entgegen,| nem Willen widerstrebt, so hilf durften froh im Geiste sehn mir redlich fänipfen und stärke Chriftum Gott zur Rechten meinen schwachen Muth, daß stehn. ich der Leidenschaften Glut durch 8. Der du sie mit Kraft von dich, Herr, möge dämpfen. oben so zum Kampfe stark ge- 4. Ich bin ein Mensch; du macht und in jene Welt erhoben, kennest mich, wie schwach sind wo ihr Lauf nun ist vollbracht, meine Kräfte! doch meine Seele hilf auch mir den Spott bezwin- hofft auf dich beim Heiligungsgen, um zum Siege durchzudrin geschäfte. Du wirst mir gnädig gen! Vater, bis an's Ende sey Kraft verleihn, mein Herz je dir mein ganzes Herz getreu. mehr und mehr erneun, vor altro antiphidir gerecht zu leben. Dafür Mel. An Wasserflüssen Babylon ic. will ich, dein Eigenthum, o 391. Erbarm' dich, Herr! Vater, beines Namens Ruhm e schwach ist mein in Ewigkeit erheben. Herz, geneigt zu Eitelkeiten, läßt s bald durch Freude, bald durch Schmerz sich auf den Irrweg Jhd2 tisd Van Sised. nu sa leiten. Gleich einem Rohr, vom 392. Gott, der bu unfre du Zuflucht bist! Herr, Wind wanft, durch der Lüste Reiz erregt, auch oft unser Mittler, Jesu Christ! Geist mals meine Seele. Wann komm' Gottes, Geist der Gnaden! o ich zu der wahren Ruh', daß Heiliger! wir flehn zu dir, dein ich stets sichre Tritte thu' und Gnadenantlig suchen wir, mühnur das Gute wähle? wähle? dirbselig und beladen. Nimm von 2. D laß mein Herz nicht uns unsre Sündenschuld, du fernerhin in seiner Neigung Gott der Langmuth und Ge wanken. Erhebe den verirrten duld! erhöre gnädig unser Flehn, Sinn zu himmlischen Gedanken. daß der Versöhnung Heil wir Wenn deines guten Geistes sehn. Herr, unser Gott! verbirg Kraft den neuen Menschen in uns nicht dein Angesicht und mir schafft, so wird es mir ge- geh' mit uns nicht in's Gericht. lingen. Ich will mich deinem 2. Wir haben unsern Bund Dienste weihn, gieb du von entweiht, gebrochen unsern theuoben mir Gedeihn, von dir ren Eid und und deinen Weg kommt das Vollbringen. verlassen. Doch reuig kehren 3. Und wenn ich auf der Tu- wir zurück; o richt' auf uns gend Bahn auch oft noch glei- der Gnade Blick, zu der wir tend walle, so nimm dich mei- Hoffnung faffen. Sie leit' uns ner Schwachheit an und hilf, auf den ebnen Pfad, den uns daß ich nicht falle. Wenn sich dein Wort bezeichnet hat, daß die Luft in mir erhebt, die dei nie Versuchung oder Wahn Mel. Herzlich lieb hab' ich 20. 210 Vou der Buße. der Sünd' uns mache unterthan.| bösen That. Herr, unser Gott, Herr, unser Gott, groß von durch Freud' und Leid der Pil Geduld! vor aller Schuld behüt' gerzeit führ' uns zu deiner Herruns deine Baterhuld. lichkeit. 3. Schüß' uns vor Irrthum und Gefahr; erhalte deiner fromMel. 3ion klagt mit Angst* c. men Schaar der Glaubens- 393. Gott, ich will mich ernstlich leite, Gott, dein guter Geist, wie uns ob ich lauter bin vor dir. Du dein theures Wort verheißt, auf fennst meines Herzens Tiefen, allen unsern Wegen. Laß auch ach, entdecke sie auch mir. Laß in Lehr' und Wandel rein die durch deinen Geist mich sehn, ob Diener deines Wortes seyn und ich kann vor dir beftehn, ob ich gieb an deiner Wahrheit Heil auch aus reiner Liebe deinen auch Irrenden und Zweiflern Willen treulich übe. Theil. Herr, unser Gott! 2. Vor der schwachen Men breit' aus dein Wort an jedem schen Augen gnüget äußrer Ort und laß es wachsen fort Werke Schein. Was vor dir, 4845 und fort. o Herr, soll taugen, muß aus 4. Dein Segen fomm' auf dir geboren seyn. Nicht nur unser Land, daß wir, beschirmt das, was wir gethan, auch von deiner Hand, des Friedens die Absicht siehst du an. Deine Glück genießen. Wend' ab von Liebe muß uns dringen, gute uns durch deine Hut der Fluthen Werke zu vollbringen. und der Flammen Wuth, des 3. Ach! dem Nebel gleich ver Krieges Blutvergießen. Noch schwinden meine guten Thaten lange sey der Vaterblick des mir! denn forsch' ich nach ihKönigs seiner Völker Glück; o ren Gründen, so steh' ich beschütt' auf ihn und auf sein Haus schämt vor dir. Deine Liebe die Fülle deines Segens aus! trieb mich nicht zur Erfüllung Herr, unser Gott! schüß' unser meiner Pflicht; nichtig ist, was Land mit starker Hand, beglück ich vollbrachte, ohne daß ich dein und segne jeden Stand.gedachte. ha 5. Vernimm der Leidenden 4. Oft nahm schnöde Eigen Gebet, und wer zu dir im Glau- liebe meine ganze Seele ein; ben fleht, dem hilf aus seinen Nöthen! Gieb Kranken Lin derung und Ruh; die Sterbenden erlöse du, erhör' ihr letztes Beten. Mach' alle Unterdrück ten frei; steh' Wittwen, Herr, und Waisen bei; vernichte der 5. Herr, vor deinem heil'gen Verfolger Rath und wehre jeder Throne gilt nur lautre Fröm folgend meiner Ehrsucht Triebe strebt' ich nur nach eitlem Schein. Und was ist nun mein Gewinn? Meinen Lohn hab' ich dahin; auf die Krone jenes Lebens har-. ren Miethlinge vergebens. Von der Buße. 211 migkeit. Ach, vergieb in dei-| wie ein Schiff vom Winde, nem Sohne, was mein Herz wenn Mast und Steuerruder so tief bereut! Ich bekenne brach, fall' ich in die Gewalt meine Schuld, decke sie mit dei- der Sünde, zu späte Thränen ner Huld; alles Eigne, Herr, folgen nach. zerstöre, daß ich ganz dir angehöre. olla 4. Wer löst mich von den Sflavenketten, wer schafft in 6. Ja, laß alle meine Werte meinem Innern Ruh? Nur du, Früchte deiner Liebe seyn! Sie Erlöser, kannst mich retten, ich verleih' mir Kraft und Stärke, eile deiner Gnade zu. Mit dir, Seel' und Leben dir zu weihn; du Gottes Sohn, verbunden, daß ich als dein Eigenthum ist nichts verdammlich mehr an treulich fördre deinen Ruhm mir! Ich wandl' im Geist und und, von deiner Huld getrieben, kann gefunden, lebst du in mir dich auf ewig möge lieben. und ich in dir. Mel. Die Tugend wird durch's ic. 394. Gott, welcher Kampf 395. Her schonen, nicht Mel. Schmücke dich sc. md. err, du wollest meis welch' fteter Widerspruch in mir! nach meinen Werken lohnen! Der Geist will, daß ich Gu Wer vermag wohl zu bestehen, tes wähle, er sehnt sich heiß, o Gott, nach dir. Das Fleisch strebt gegen diesen Willen, es ringt nach Sinnenlust allein; und werd ich sein Geseß er füllen, so wird nicht fern die Sünde seyn. wenn du in's Gericht willst gehen? Keiner, keiner ist zu fin den, rein vor dir und frei von Sünden; Alle müssen flehend sprechen: Herr, du wollst die Schuld nicht rächen! lise 2. Sündlich bin ich ja ge2. Von doppeltem Gesetz re- boren, habe, Herr, dein Bild gieret, wie ist mein Wesen räth- verloren; wo ist Rettung nun felhaft! Wenn mich der Wahr- zu finden aus dem schnöden heit Strahl berühret, so schmeck' Joch der Sünden? Sieh mich ich Frieden, fühle Kraft; doch hier zu deinen Füßen Zähren wenn des Irrthums dunkle bittrer Neu' vergießen; Heil und Schatten mir rauben dieses Hülfe kommt mir Armen nur reine Licht, gleich fühl' ich mich aus göttlichem Erbarmen. im Lauf ermatten, ich will, doch ich vollbringe nicht. 3. Mit Maria Magdalenen dank' ich dir, o Herr, in Thränen; 3. Der beste Vorsag, den ich will, wie Petrus, heilsam weifaffe, verfliegt oft wie ein nen, mich aufs Neu' mit dir verTraumgesicht. Ich thu' das einen. Ja, die Sünd' ist mir verBöse, das ich hasse, das Gute, geben, Christus hat geschenkt das das ich liebe, nicht. Getrieben Leben! ja, es schwinden Angst D2 212 und Leiden, Christus mir Himmelsfreuden. chi # 5712 Litanei. dni Chor.n 396. Herr, Herr Gott! Gemeinde. Erbarme dich. Chor. Jesu Christ! Erbarme dich. Gemeinde. Chor. Herr, Herr Gott! Von der Buße. schenkt| Gemeinde. Hilf uns, Herr, Herr unser Bhaid Gott! font or heddluchom Som follod Gemeinde. 608 Erhör' uns. m Inandol mi out bo Chor. Herr Gott, Vater im Himmel! Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Chor. Herr Gott, heiliger Geist! Gemeinde. # 15 Erbarm' dich über uns. Chor. Sey uns gnädig. Gemeinde. Verschon' uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Sei uns gnädig. SO Chor. Vor allen Sünden, Vor allem Irrthum, Vor allem Uebel: dia.com STARTSE ordin Gemeinde. Erbarm' dich über uns. dsdal of Chor. Chor. Herr Gott, Sohn, der Welt Vor ew'ger Höllenpein: Heiland! trus Gemeinde. Klistre Behüt' uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. En Vor Best und theurer Zeit, chid Vor Feu'r und Wassersnoth, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Krieg und Feindes Wuth: Gemeinde. Behüt uns, Herr, Herr unser Gott! and( bi Chor. Vor Satans Trug und List, Vor bösem, schnellen Tod, iniz Gemeinde. Behüt' uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Durch Christi heil'ge Zukunft in das Fleisch, bisy( bi Durch sein unschuldig Leben und Verdienst, Durch seinen legten Kampf und Kreuzestod, Durch sein Erstehn und seine Himmelfahrt! Gemeinde. Hilf uns, Herr, Herr unser Gott! ( Chor. 10 duin Wir arme Sünder bitten: Horar Von der Buße. nisd thon Chor. 19111 Gemeinde. d Chor. Du wolleft uns erhören, Herr, Wachsthum und Gedeihen wolHerr unser Gott! PRISI left du der Frucht des Feldes geben, Christi heilige Kirche schützen und regieren, Treue Knechte stets in deine Ernte senden, Christi Neich in aller Welt verbreiten, Deines Geistes Kraft zum Worte geben, Alle Diener deiner Kirch' in Lehr' und Leben rein erhalten, Aller Aergerniß und Spaltung wehren, Alle Abgefall'ne und Verführte wiederbringen, Alle Schwache und Verzagte stärken. Gemeinde. Erhör' uns, Herr, Herr unser Gott! Insopit 213 Gemeinde. Erhör' uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Allen christlichen Regenten wollst du Fried' und Eintracht geben, is holed Unsern König leiten und sammt seinem Hause schirmen, Allen Obrigkeiten Kraft und Weisheit schenken, Unsere Gemeinden segnen und behüten, ISMO In den Ehen Fried' und Treu' verleihen, In den Schulen fromme Lehr' und Zucht erhalten. Alles ehrliche Gewerbe fördern, Allen in der Noth mit Hülf' erscheinen, Alle Schwang're und Gebährende bewahren, d d Alle Kranke pflegen und erquicken, Alle Wittwen und Verwaiste schüßen und versorgen, Die ohn' ihre Schuld Gefang'nen bald erlösen, Unsern Feinden gnädiglich verzeihn und sie bekehren, Allen Sterbenden ein selig Ende geben, Aller Menschen dich erbarmen. Aldols Gemeinde. Erhör' uns, Herr, Herr unser dm Gott! den Ang da Chor. Tidli Sd Jesu Christe, Gottes Sohn! Gemeinde. s. isd Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Chor. du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt! ni Gemeinde. hello ave Erbarm' dich über uns. poi dan Chor. 10 Ddu Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt! e sdn Gemeinde. Erbarm' dich über uns.msg Von der Buße. Chor. Kind mehr nennen. Ach, nimm D du Gotteslamm, das der mich zu Gnaden an, richte nicht Welt Sünde trägt! der Sünden Menge, Herr, nach des Geseßes Strenge. 4. Siehe, wie mein Auge thränet über meine Sündenschuld; stehe, wie mein Herz sich sehnet, Gott, nach deiner Vaterhuld. Willst du nicht mein Flehn erhören und mir Gnad' und Trost gewähren? 5. Ja, ich hoffe; hingegeben hat sich Christus in den Tod, mir zur Rettung und zum Leben, hat mich dir versöhnt, o Gott! seines Heils darf ich mich trösten mit den Schaaren der Erlösten. 214 Gemeinde. Gieb deinen Frieden uns. Chor. Jesu Christ! Erhöre uns. Chor. Herr, Herr Gott! Gemeinde. Gemeinde. Erbarme dich. 65m2 all 150775 Se Sur e so Chor.gird) Christe! Erbarme dich. Chor und Gemeinde. Herr, Herr Gott! Erbarme dich. Amen. Gemeinde. Ind 6. Laß nun deinen Geist mich leiten, stets zu thun, was dir gefällt; laß mich unermüdet streiten mit der Sünde, mit der Welt; nimmer laß mich wieder wanken, so will ich dir ewig danken. In eigener Melodie. mißIn eigener Melodie. und mich drückt der Sünden Last; 397. Herr, ich habe miss 398. He err Jesu Christ, du höchstes Gut, ich bin nicht den Weg gewan- du Brunnquell aller Gnaden! delt, den du mir gezeiget haft; ich komme mit gebeugtem Muth, jetzt möcht' ich vor deinem mühselig und beladen; denn Schrecken gern die bange Seele meiner Sünden großes Heer decken. belastet mein Gewissen schwer und beugt mich tief darnieder. 2. Aber wohin sollt' ich fliehen? Du wirst allenthalben seyn. 2. Erbarm' dich mein in solWollt' ich über Meere ziehen, cher Noth, nimm sie von meistieg' ich in die Gruft hinein, nem Herzen, du haft sie ja hätt' ich Flügel, gleich den Win- durch deinen Tod gebüßt mit den: dennoch würdest du mich bittern Schmerzen. Hilf, daß finden. ich nicht vor Angst und Weh in meinen Sünden untergeh', noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, gleich einem 3. Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich habe miß gethan, darf mich nicht dein Von der Buße. 215 schweren Stein drückt mich die Glauben ein männlicher Held, Last der Sünden; wer rettet mich aus dieser Pein, wo soll ich Ruhe finden? Bei dir, mein Heiland, nur bei dir! Verloren wär' ich dort und hier, wenn ich dein Wort nicht hätte! ein Sieger im Kampf mit dem Fleisch und der Welt! 2. Noch will Feind mit Feind verbunden meiner Seele Sieger seyn; ist ein Anfall überwunden, bald stellt sich ein 4. Doch durch dies theure andrer ein. Stets wiffen sie da Wort erwacht mein Herz zu hin die Waffen zu kehren, wo ich neuem Leben, Erquickung hat noch am schwächsten bin, ihnen es mir gebracht, ich darf nicht zu wehren; und wähnt' ich, troftlos beben, denn Gnad' und ich wäre dem Einen entflohn, Seligkeit verheißt dein Wort, so war ich verwundet vom Anwenn mit zerknirschtem Geist deren schon. illi? nhil ich), Herr, zu dir mich wende. 5. So fleh' ich denn zu deiner Huld: laß mich Vergebung 3. Muß sich denn mein Herz nicht scheuen, so zum Gnadenstuhl zu gehn, da des innern finden; du wollest von der Richters Dräuen mich nicht Sündenschuld aus Gnaden mich entbinden, auf daß ich, aller Unruh frei, mit Gott versöhnt und selig sey und dir zu Eh ren lebe. mehr läßt findlich flehn? Ich beb', ich erröthe; doch, weil ich nicht siege, ist's anders denn möglich, als daß ich erliege? Ich fürchte den Ausgang, der Kampf ist zu schwer; ich Armer, durch den ich mer, ich hoffe auf Rettung mu 6. Herr, der du mir dies Heil verleihst, durch den ich Trost gefunden, stärk' mich mit nicht mehr. deinem Freudengeist auch in 4. Doch zur Welt fann ich den letzten Stunden und nimm nicht treten, sie gewährt mir mich dann, wenn dir's ge- feine Ruh. Drum, o Gott, mit fällt, im Glauben selig, von bangem Beten sag' ich neuen der Welt zu deinen Auserwählten. Ernst dir zu. Ich spüre ja deine verborgenen Triebe; mich ziehet erbarmend die ewige Liebe; Mel. Eins ist Noth; ach Herr 2c. ich wag' es von Neuem, zum err, wie mancherlei Vater zu gehn, auf's Neue Gebrechen mußt um Gnad' und um Hülfe zu 399. He 113 mad du stets an mir noch sehn! flehn. Täglich hörst du mein Ver- 5. Herr, wie tief muß ich sprechen, täglich siehst du mein mich beugen, daß du mich noch Vergehn! Ach daß ich doch immer liebst! O ich fann vor erst unerschütterlich stände, nicht Schaam nur schweigen, daß du mehr das ermattende Wanken mir so viel vergiebst! Ich kann empfände! Ach würd' ich im aus den Augen dies nimmer 216 Von der Buße. mehr setzen, ich will dich durch| schwach ich bin; hältst du mich Sünde nicht wieder verlegen. nicht, so sink' ich hin. D göttliche Liebe, besige mein Herz! Dich je zu betrüben, 6. Dein Ruf hat mich zu dir gebracht; wie selig haft du nur dies sey mein Schmerz. mich gemacht! Und nun erhalte deine Hand mich auch in meinem Gnadenstand! 6. Dein, o Vater, stets zu bleiben, darauf ist mein Sinn gestellt. Möge nur dein Geist mich treiben, daß ich thu', was dir gefällt. Ach gründe, befestige, stärke, vollende mich unter dem Kampfe zum seligen Ende! Gieb du mir aus göttlicher Fülle die Kraft, die endlich die Krone des Sieges mir schafft. mu hi ou dus Mel. Herr Gott, dich loben Alle c. ier bin ich, Herr, du rufest mir; du ziehest mich, ich folge dir, be trete freudig deine Bahn; ach Heiland, nimm mich gnädig 01/18 quo Runesd 400. H an! 2. Ich fühl' es tief: ich komme spät, lang' hab' ich dei nen Ruf verschmäht und doch trugst du mich mit Geduld und gingst mir nach mit Gnad' und Huld. od 401. Höd Mel. Zion Elagt mit Angst ac. öchster, denk' ich an die Treue, die du mir bisher erzeigt, o dann fühlt von Schaam und Rene sich mein Herz vor dir ge beugt. Dich, der du mich stets geliebt, hab' ich oft und schwer betrübt; oft folgt' ich dem eig nen Willen, statt den deinen zu erfüllen. 100 somes 2. Alle Kraft, die ich besize, ist, o Herr, dein Eigenthum, und du willst, daß ich sie nüße mir zum Heil und dir zum Ruhm. Doch bethört von Eitelkeit hab' ich oftmals sie entweiht und zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich leicht mich willig finden. dass 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu; von wie manchen schweren Sorgen machtest du das Herz mir frei! Was mir fehlte, gabst du mir; aber ach, wie dankt' ich dir? Deiner hab' ich oft vergessen, deine Liebe nicht ermessen. 3. Nun aber säum' ich länger nicht, zu suchen, Herr, dein Angesicht. Ich komm', erfüllt von wahrer Reu, hilf, daß ich auch beständig sey. 4. Noch bin ich wie auf wil dem Meer, zu oft nur braust ein Sturm daher; leicht stürzt 4. Meine mir verborgnen Fehmich schnöder Lüfte Macht tief ler zog dein göttlich Wort an's in des Abgrunds finstre Nacht. Licht; warnend mahnt' es meine 5. O reiche deine Hand mir Seele an das End' und das Ges dar, daß ich entrinne der Gericht. Doch umsonst war dein fahr! weißt, o Herr, wie Bemühn, mich durch Ernst zu Von der Buße. 217 dir zu ziehn; ja selbst deiner Deinen, auch erscheinen, dem Güte Zeichen konnten nicht du Licht und Recht gebracht. 3. Kann ich wohl durch eigne mein Herz erweichen.( did 5. Jetzt erkenn' ich meine Stärke Lichteswerke in der FinSünden, beuge mich, o Gott, sterniß vollziehn? Kann ich Liebe vor dir. Laß mich bei dir Gnade selber üben, Demuth lieben und finden, neige, Herr, dein Ohr die dunkeln Wege fliehn? zu mir! Ach vergieb, was ich gethan, nimm mich aus Erbarmen an, führe mich vom Sündenpfade auf den sel'gen Weg der Gnade! uite 16. Ja, du siehest meine Reue, siehst mein gläubiges Vertraun, 5. Daß sich länger nicht die o so laß mich denn auf's Neue, Herr, dein freundlich Antlig schaun! Was dein Sohn am Kreuz' erwarb, als er für die Sünder starb: Frieden, Heil und ew'ges Leben, wollst du mir aus Gnaden geben. 4. Möcht' ich wie das Rund der Erden lichte werden! Seelensonne, geh' mir auf, mir, der falt sich fühlt und trübe! Jesu Liebe komm, beschleunige den Lauf! Seele in mir quäle, zünde du dein Feuer an! Laß mich finstern Sohn der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken fann. 6. Eignes Licht fann wahres Leben mir nicht geben; Jesus muß die Sonne seyn! Auf mein 7. Stärke selbst in meiner Herz muß Jesus blicken, es erSeele den Entschluß, mich dir quicken mit dem wahren Him zu weihn! Gieb, daß mir's an melsschein. guns dos mo Kraft nicht fehle, folgsam dei- i 7. Nur daß Keiner möge nem Wort zu seyn! Rüste mich säumen, wegzuräumen, was zum ernsten Streit, schenke mir sein Angesicht verhüllt. Und Beharrlichkeit, daß ich mög' soll Jesu Licht den Seinen helan's Ziel gelangen und das ler scheinen, sey das Auge rein Kleinod dort empfangen. und mild. o istraju In eigner Melodie. 8. Drum weil hierzu blöde Augen doch nicht taugen, rühre 402. daß am du ste, Heiland, an. Denn das ist die größte Plage, Tage ich das Licht nicht sehen kann. mihi ads but ind d All mod Mel. Erbarm' dich mein' 2c. üter, wird die H Nacht der Sün den nicht verschwinden? Ist nicht diese Nacht bald hin? Wird das Dunkel vor den Sinnen nicht zerrinnen, womit ich umhüllet bin? 403. gch Staub vom 2. Wir sind ja der Nacht... Staube, wer bin entnommen, seit du kommen! ich, Herr, daß du mein' erDoch ich weile noch in Nacht! barmest dich, daß du mich Darum wollst du mir, dem Sünder noch verschonst und 218 Von der Buße. mir nicht nach Verdienste lohnst.| dem, der stets Zum Glauben und zum Thun Sink' in den zu schwach, geb' ich gar leicht hinab, der in der Sünde nach und oft ent- Alles gab. sinkt mir Kraft und Muth im schweren Kampf mit Fleisch und Blut. dag als sid 6. Ja, du erbarmst, Verföhnter, dich in dem Versöhner über mich! Vom Leibe dieses 2. Wie schnell ist von der Tod's befreit, schau ich einst rechten Bahn zum Irrweg oft deine Herrlichkeit. Ob Angst der Schritt gethan! Mein gandes Todes in mir bebt, sterb' zes Herz, o Gott, erschricht, ich doch dem, der ewig lebt. wenn es in diesen Abgrund Verdammt mich auch noch oft blickt; wie bald folgt neue mein Herz, ist größer Gott Missethat der Schuld, die Gott doch, als mein Herz. verziehen hat. Herr! Herr! sinies dich zu sich rief. Staub vor ihm dem Sohn dir mein ganzes Herz erschricht vort Mel. Es ist gewißlich sc. dieser Tief, in die es blickt. 3. Vertreib', o Gott, des Irrthums Nacht, entreiße mich der Sünde Macht! Wie glänzet deiner Streiter Schaar, die einst im Kampfe standhaft war und die nun, weil sie überwand, den Lohn empfing aus deiner Hand. Sie ist gekrönt, ich bin im Streit, o gieb auch mir Beständigkeit! 404. 3h ch will von meiner Missethat mich zu dem Herrn bekehren, du wollest selbst mir Hülf und Rath, o treuer Gott, bescheeren, und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von Natur ja nicht sein Elend selbst empfinden; entbehrt er deines Geistes Licht, so bleibt er todt in Sünden; verkehrt ist Wille und Verstand, er kann, wie viel er sonst erkannt, sich doch nicht 4. Schmal ist der Weg zu deinen Höh'n und Wenige sind, die ihn gehn. Die Pfort' ist eng, und der nur dringt durch ste zu Gott, der muthig ringt. selbst ergründen. Ich komme vor dein Angesicht und fleh' um deiner Gnade Licht. Olaß, mein Vater, laß mich dein im Leben und im Tode seyn! 5. Der mir in Chrifto Alles gab, mit Gnade blick auf mich herab, auf mich, der Sünde schnellen Raub, den Himmels- 4. Wie hast du doch auf mich erben und den Staub. Sink gewandt den Reichthum deiner tief, o Seele, nieder, tief, vor Gnaden, den rechten Arzt haft 3. Aus Gnaden klopfe bei mir an und führe mir zu Sinnen, was Böses ich vor dir gethan, so kann mein Heil beginnen; so wird erweicht mein hartes Herz, ich bin zerknirscht in Neu' und Schmerz, und heiße Thränen rinnen. Von der Buße. 219 nen ihren Schaden. du gefandt für meiner Seele die in Reu und Schmerz erkenSchaden; du hast in dieser Gnadenzeit mich bald durch Freude, bald durch Leid zu seinem Heil geladen. of 5. Bisher, wenn deine Stimme rief, hab' ich sie überhöret, ich lag in Sicherheit und schlief, von Erdenlust bethöret. So hätt' ich durch gehäufte Schuld bei nah' ermüdet deine Huld, mein ew'ges Heil zerstöret. 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! Drum komm' zu dem, der helfen kann, such' Ruh' in seinen Armen! Komm' weinend, komm' in wahrer Buß' und fall' im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen! 6. Doch endlich aus dem Schlaf erwacht, will mir das Herz zerspringen, ich sehe des Gesetzes Macht und Schrecken auf mich dringen; des Todes und der Hölle Reich regt sich, sie wollen mich zugleich schier zum Verzagen bringen. 3. Verlässet wohl ein treuer Hirt sein Schäflein, wenn es sich verirrt? Er sucht es mit Verlangen; er läßt die Andern alle stehn, dem Einen sorglich nachzugehn, das Eine zu umfangen. 4. So sucht der Heiland, Jes sus Christ, die Seele, die vers loren ist, bis daß er ste ge7. Nimm du, Herr Jesu, funden. Ach, laß dich finden, mich in Schuß, ich flich zu dei- wenn er lockt, o Sünder, bleibe nen Wunden, so biet' ich Tod nicht verstockt, nah sind die und Hölle Truß, ich hab' Er- Gnadenstunden. lösung funden. Damit ich möchte selig seyn, hast du der Sünde Kraft und Bein am Kreuzesstamm empfunden.id 5. O Jesu, deine Lieb' ist groß! Mühselig komm' ich, arm und bloß, ach, laß mich Gnade finden! Verloren war ich und verirrt; Herr, nimm mich auf, du treuer Hirt, und tilge meine Sünden. 8. So will ich denn mein Leben lang mit Ernst die Sünde meiden; dies, mein Erlöser, sey der Dank für deine Lieb' und Leiden. Steh' du mit detnem Geist mir bei, erhalte dei nem Dienst mich treu, laß mich einst selig scheiden. 6. Dem Bösen will ich sterben ab und aus der Sünde finsterm Grab erstehn zum neuen Leben. Ich will in wahrer Heiligkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil ge= geben.n 10 Mel. Kommt her zu mir ic. bist hr armen Sünder, 405. r fommt zu Hauf, an In eigner Melodie. zu Jefu lentet euern Lauf, müh- 406. Mine Sünder an, felig und beladen! Er öffnet sein erbarmend Herz für Alle, die unter ihrer Last der Sünden 220 Von der Buße. kein Mensch, kein Engel trösten| ew'gen Leben wird ihnen fröhkann, die nirgend Ruh' und lich aufgethan! Mein Heiland Rettung finden. In ihrer tie- nimmt die Sünder an. fen Seelennoth, wenn das Ge- 5. O solltest du sein Herze setz Verdammniß droht, wenn sehn, wie sich's nach allen Sün fie verklaget das Gewissen und dern sehnet, wenn sie noch in fie der Gnade Kraft vermissen, der Irre gehn, wenn schon ihr fehn sie die Freistatt aufgethan: Auge vor ihm thränet! Er streckt mein Heiland nimmt die Sün- die Hand nach Zöllnern aus, er der an. and scheut nicht ihr verachtet Haus; 2. Sein überschwänglich lie- den reuevollen Magdalenen stillt bend Herz trieb ihn von sei er so mild die heißen Thrånem Thron zur Erden. Ihn nen, gedenkt nicht, was fie drang der Sünder Weh und sonst gethan. Mein Heiland Schmerz, ein Tilger ihrer nimmt die Sünder an! Schuld zu werden; er senkt sich 6. Wie freundlich blickt er ganz in ihre Noth und schmeckt Petrum an, obgleich sein Fall für sie den bittern Tod. Nun, ihn tief betrübet. Seht, wie er da er hat sein eigen Leben, sie Feinde lieben kann, da seiner zu versöhnen, hingegeben und Mördern er vergiebet! Wie für die Welt genug gethan, so heißt's: er nimmt die Sünder an! onthoftin huldvoll macht am Kreuz' sein Mund dem Schächer Gnad' und Leben fund! Obgleich die Jünger ihn verlaffen, eilt er, fie lies bend zu umfassen; sie dürfen dem Erstandnen nahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 7. Und dies hat er nicht nur gethan, da man ihn sah auf Erden wallen: noch jest nimmt er die Sünder an und läßt sein Gnadenwort erschallen, denn ewig bleibet er sich gleich, an Lieb' und an Erbarmen reich! Wie er war unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zugethan! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 3. Nun nimmt er auf in seinen Schooß die bangen und verzagten Seelen; er spricht sie von dem Urtheil los und endet bald ihr ängstlich Quälen; es wird ihr ganzes Sündenheer wie in ein unergründlich Meer durch sein Verdienst hinabge senket, sein Geist wird ihnen dann geschenket zum Führer auf der Gnadenbahn: mein Hei land nimmt die Sünder an! 4. So bringt er ste dem Vater hin, trägt sie in seinen treuen Armen, das neiget dann den Vaterfinn zu lauter herzlichem Erbarmen. Er nimmt sie an 8. So komme mit gebeugtem an Kindes Statt und Alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben; die Pforte zu dem sich Pforte zu dem Geist, wen seine Sünde tief betrübet, zu ihm, der keinen von sich weist, der renevolle Sün Von der Buße. 221 ber liebet! Wie? willst du nicht verträumet, hat leicht die Gnadein Heil verstehn, muthwillig denzeit versäumet. Ihm wird noch verloren gehn, nachdem hernach nicht aufgethan! Heut der Retter dir erschienen? willst komm! heut nimmt dich Jedu noch jetzt der Sünde dienen? O nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 1918 sus an. zum york 1305 12. D zeuch uns Alle recht zu dir, holdsel'ger Heiland aller Sünder, erfüll' mit himmlischer 9. Komm' nur mühselig und Begier uns, die von Gott gegebückt, komm' nur, wie er dich wich'nen Kinder! Zeig' uns bei heißet kommen; wenn auch die unserm Seelenschmerz dein unLast dich niederdrückt, du wirst aussprechlich liebend Herz, und doch gnädig angenommen. Sieh, wenn wir unser Elend sehen, wie sein Herz dir offen steht so laß uns ja nicht stille steund wie er dir entgegengeht! hen, bis daß ein Jeder sagen Wie hat er dich gelockt mit fann: Gottlob! auch mich nimmt Flehen, wie lang' sich nach dir Jesus an! umgesehen! So komm denn, Sünder! komm heran! Mein Mel. Jesu, der du meine Seele sc. Heiland nimmt die Sünder an! 10. Sprich nicht: ich sündigte zu schwer, ich bin zu sehr mit Schuld beladen! Für mich ist keine Rettung mehr! Mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden! Wenn du es jetzt nur redlich meinst, nur ernstlich deinen Fall beweinst, so laß die bangen Zweifel schwinden, du wirst vor ihm noch Gnade finden! Er hilft, wenn Niemand helfen kann! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 11. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, jeßt muß ich noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die off ne Gnadenpforte schließen! Nein, weil er ruft, so höre du und tritt zum Gnadenstuhl hin zu! Wer auch das Heute nur du D 407. bu majeſtätiſch Wesen, dessen Glanz die Himmel füllt, der du mich haft auserlesen, daß ich sey dein Ebenbild! Wenn ich dich, des Lichtes Quelle, mir im Geist vor Augen stelle: ach wie finster, arm und klein schein' ich dann mir selbst zu seyn! 2. Meinem fündigen Ge müthe fehlt der ersten Schönheit Spur; laut're Wahrheit, reine Güte sind in mir nicht von Natur; was ich in mir selber finde, ist nur Elend, Tod und Sünde, mein von dir entfernter Sinn neigt sich zum Verderben hin. 3. Was ich Gutes an mir habe, ist ein Werk von deiner Hand, eine freie Gnadengabe, mir durch Christum zugewandt, Zu dem Heiligungsgeschäfte giebt 222 Von der Buße. dein Geist allein mir Kräfte;| der Seele Kräfte, das Fleisch nähmest du zurück, was dein, verhindert für und für der Hei ach, was würde übrig seyn! ligung Geschäfte; das Gute, das 4. Selbst die Menge deiner ich lieben soll, wird von mir Gaben macht nur meinen Un- unterlassen, mein Herz ist ganz dank fund; denn wie oft hab' des Bösen voll, das ich soll ich vergraben das mir anver- fliehn und haffen. traute Pfund; oftmals hab' ich 4. D treuer Hort, was fang' es verschwendet, selten treulich ich an bei so verderbtem angewendet: o wie häuft sich Wesen? Wo find' ich, was meine Schuld durch Verachtung deiner Huld! mir helfen kann? Wie soll ich doch genesen? Ach in mir selbst ist keine Kraft, zur Buße mich zu führen, wo nicht dein Geist, der Alles schafft, mein schwaches Herz will rühren. 5. Sieh, ich liege hier im Staube tief vor dir, mein Gott, gebeugt; mich erhebet nur mein Glaube, der mir den Erlöser zeigt, durch ihn hoffet mein Ge müthe fest auf deine Vatergüte; stärke meine Zuversicht, Gott, mein Gott, verwirf mich nicht! 5. Steh' du in dieser Noth mir bei, du Urquell aller Gnaden! und mach' durch deine Kraft mich frei, heil' meiner Seele Schaden; gieb mir dein Licht, daß ich durch dich mich selber kann verstehen, durch deine mich sid Mel. Durch Adams Fall ist zc. 408. Jefu, meine Zu- Wahrheit lehre mich erkennen versicht, mein mein Vergehen. Heiland und mein Leben, ver- 6. Erweiche du mein hartes stoße du mich Sünder nicht, Herz, daß es vor dir sich beuge, für den du dich gegeben; du daß es, erfüllt von Reu und starbst für mich den bittern Tod, mir Gnade zu erwerben, drum hilf mir aus der Sünde Noth und laß mich nicht verderben. Schmerz, zu deinem Recht sich neige; ach mach' es durch den Glauben rein und gieb gerechte Werke; ja kehre du selbst bei mir ein, o meiner Seelen Stärke. 7. Zerstör' in mir die Eitelfeit, brich meinen bösen Willen 2. Es fehlet meinem Geiste Licht, mein Elend einzusehen, und aus mir selber weiß ich nicht den rechten Weg zu und laß mich, was dein Wort gehen; im Herzen regt sich Eitelkeit, Stolz, Weltlust, Ei genliebe, das Glück, das mir die Erde beut, entzündet meine Triebe. gebeut, durch deinen Geist erfüllen; laß in mir Demuth, Mäßigkeit, des Geistes Früchte prangen, erfülle du mich jederzeit mit heiligem Verlangen. 3. Die Macht der Sünde 8. Du, Vater, bist's, der in uns herrscht in mir und schwächt schafft das Wollen und Voll Von der Buße. 223 bringen, verleih' zur Heiligung| Laß in mein schwaches Herz mir Kraft und laß es mir ge- den Strom der Gnade fließen. lingen; laß deinen Frieden auf Ich fleh', ich laß' dich nicht, bis mir ruhn, gieb Trost, gieb deine Segenskraft in mir den Muth, gieb Stärke, dann kann Tod besiegt und neues Leben ich deinen Willen thun, dann schafft. wirk' ich deine Werke. 6. Du hast es zugesagt, du willst mich gern erquicken, wenn mein verkehrter Sinn sich nur Mel. O Gott, du frommer Gott c. 409.Jefu, fieh darein zu dir will schicken; wenn er und hilf mir Ar- dir opfert auf, was ihm für men stegen! Mein Herz fühlt Freude galt, daß deine Liebe nichts, als Tod, mein Geist muß nur gewinn' in mir Gewalt. unterliegen. Das Wollen hab' 7. So nimm denn Alles hin, ich wohl, doch das Vollbringen ich will mir nicht mehr leben, nicht, weil es dem matten Geist ich will mich ganz und gar an aller Kraft gebricht. in deine Führung geben. Ach, 2. Die Sünd' hat mich be- fasse mich nur fest, mach mich strickt, der Tod hat mich gefan- von Sünden frei, damit fortgen. Wohin ich wende mich, hin mein Herz dein reiner Temnichts stillet mein Verlangen. pel sey. Vermein' ich hoch zu stehn, so lieg' ich tief im Staub' und mein gehoffter Ruhm wird nun des Spottes Raub. bra 190907 Mel. Aus tiefer Noth sc. 410. Mensch, ermuntre deinen Sinn! wie 3. Zwar lauf' ich immerdar, doch kann ich Ruh' nicht finden. lange willst du schlafen? Auf, Nichts kann des Armen Herz auf, die Stunden gehn dahin, von seiner Last entbinden. Es schon nahen Gottes Strafen! deckt mir das Gesetz nur meine Vor ihm besteht der Sünder Sünden auf und reicht mir doch nicht, und geht er mit dir in's nicht dar die Kraft zum Him Gericht, wo willst du Rettung melslauf. nodig finden? id mind 4. Du, Jesu, du allein, Fannst meinen Jammer wenden; mein Können stehet nur in deinen starken Händen. Geuß'st du mir nicht die Kraft zu neuem Leben ein, so wird mein Sehnen selbst zu nichts, als lauter dem Lichte zu entweichen. Pein. 2. Das eitle Wesen dieser Zeit hat dich mit Nacht bedecket, daß aus dem Schlaf der Sicherheit dich keine Warnung wecket. Du freuest dich der trägen Ruh' und drückest gern die Augen zu, 10 3. Gott rufet laut: du schlum5. Drum, Herr, erbarme merst fort; er droht dir: doch dich, ich liege dir zu Füßen. vergebens. Er zeiget dir in 224 Von der Buße. seinem Wort die Strafe je du, dessen Augen klar und helle, nes Lebens: du aber merkest ja, heller als die Sonne sind; wenig d'rauf, fährst fort in dei dir ist mein Herz ganz aufge nem Sündenlauf, willst feinen decket mit Allem, was es in Führer leiden. sich trägt, mit jedem Trieb, der es bewegt, mit jeder Lust, die 4. Dein Heiland weinet über dich: du lachst in deinen Sün- es beflecket. this trice den; er sucht und locket dich zu 2. Nur reine Herzen sollen sich: du läßt dich nimmer finden. schauen, o Heiliger, dein AnEr fleht: du nimmst kein Bitten gesicht; drum überfällt mich an; er thut mehr, als ein Bru- Angst und Grauen, seh' ich mich der kann: du spottest seiner in der Wahrheit Licht. Mit Liebe. Wehmuth fühl ich mein Veran derben, doch ruf ich voll Vertraun zu dir: schaff', Gott, ein reines Herz in mir, das Böse laß in mir ersterben. 3. Ist es der Sünde gleich gelungen, von dir, mein Gott, mich abzuziehn, so laß von nun an unbezwungen mich ihrer Macht und List entfliehn. D waffne mich mit Kraft und Stärke durch den gewissen neuen Geist, den uns dein Wort er bitten heißt, in dir zu thun des Glaubens Werfe. THE 5. Du siehst, wie mancher Sünder fällt, wenn Gott die Strafe sendet: doch bleibest du ein Kind der Welt, von ihrem Tand verblendet. Des Nächsten Sturz erschreckt dich nicht; du glaubst, daß Gottes Zorn gericht dich niemals treffen werde. 6. Gott, laß in mir nach deiner Huld der Gnade Licht entbrennen, damit ich meiner Sünden Schuld recht gründlich mög' erkennen. O Jesu, Glanz der Herrlichkeit, durchleuchte meine Sicherheit, daß ich mein Elend schaue. 4. Durch meine Schuld und Ulebertreten bin ich ganz unwerth deiner Huld; doch nah ich, 7. O heil'ger Geist, laß dei- Herr, mich dir mit Beten und nen Strahl durch meine Seele seufz': ach, habe du Geduld! dringen; hilf, daß ich endlich Vergieb, was ich gesündigt mög' einmal den Sündenschlaf habe, verwirf, verwirf mich bezwingen. Gott, thu mir Herz Sünder nicht, o Herr, von und Augen auf, daß mich der deinem Angesicht ein Gnadens fichre Sündenlauf nicht zur blick mich wieder labe. anyat Verdammniß führe. 5. Dein Geist, den du mir haft geschenket als deiner Liebe Unterpfand der jedes Herz reines Wesen, mit Wonne tränket, in dem er laut're Quelle, o seine Wohnung fand: er werde411. Licht, das nie in Nacht zerrinnt, nie von mir genommen; laß Mel. Mein Jefu, dem die ic. Von der Buße. 225 mich mit ihm versiegelt seyn, und uns ein ew'ges Heil erwarb, bis meiner Hütte Bau fällt ein du wollst dich mein erbarmen! und ich zu dir, Herr, werde Auch mich hast du versöhnt kommen. f. 1916 mit Gott, hilf mir aus meiner Seelennoth und gieb mir deinen Frieden. das im 6. Weil aber sich in mir noch findet das Zagen, das die Sünde bringt, wenn sie im 4. Fest trau ich auf dein Kampf uns überwindet und un- theures Blut, auf dein unschulter ihre Herrschaft zwingt: so dig Sterben; dies kommt mir wollest du mit süßer Freude, die kräftiglich zu gut und läßt aus dem Born der Liebe fleußt, mich nicht verderben. Vertritt erquicken meinen matten Geist du bei dem Vater mich, damit und ihn befrein von seinem Leide. ich jeßt und ewiglich mich deiner Gnade freue. 7. Ich bleib' an deiner Gnade hangen und falle nicht aus ihrem Bund; des Herzens innerstes Verlangen ist dir, dem Herzenskünd'ger, fund. So sende mir nun zum Vollbringen den Geist der Freud' und Willigfeit; dann werd' ich jetzt und allezeit dir meines Dankes Lies der fingen. 5. O heil'ger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn die Versuchung mich anficht, so laß mein Herz nicht wanken. Daß unbefleckt mein Wandel sey, steh' du mit deiner Kraft mir bei und wohn' in meinem Herzen.conspilsl Mel. Aus tiefer Noth schrei sc. 412. Vater der BarmS 6. Und wenn mein letztes Stündlein schlägt, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich die Furcht, die dann sich regt, herzigkeit, ich falle durch Christum möge dämpfen; dir zu Fuße, der du mich in so wird mir Krankheit, Angst der Gnadenzeit noch immer und Noth, ja selbst der letzte rufft zur Buße. Was ich begangen wider dich, vergieb mir Alles gnädiglich, durch deine große Güte. Feind, der Tod, die Thür zum ew'gen Leben. SHO ay isi M Mel. Aus tiefer Noth c. 2. Durch deiner Allmacht 413. Shaff in mir, Gott, ein reines Herz, nimm von mir, was mich quälet; durch deiner Weisheit heil'gen Rath zeig' an, was mir noch fehlet; lenk' meinen Willen, gieb mir Kraft! du bist's allein, der in uns schafft das Wollen und Vollbringen. noch ist's nicht rein von Sünden, noch muß ich oft mit bitterm Schmerz des Bösen Macht empfinden. Viel Unrecht hab' ich schon gethan; ach nimm dich meiner gnädig an, entreiß' mich dem Verderben. 3. D Jefu, der am Kreuze starb aus Liebe zu uns Armen, 12. Gieb mir auch einen neuen P 226 Von der Buße. Geist, der dich in Wahrheit aus dem Staube, steig' empor! liebe und deinen Willen aller Auf, verlaß die dunkle Höhle; meist mit Luft und Freuden glänzend bricht dein Licht her. übe. Hilf mir verleugnen Fleisch vor. Hier ist dein Heil, wel und Blut und gieb, daß ich ches lauter Freude bringet, daß mit Kraft und Muth die Lust dein Lobgesang erflinget: Gott der Welt bekämpfe. ist mein Theil. 3. Verwirf von deinem Angesicht mich nicht, wie ich's verdienet; entzeuch mir deine Gnade nicht, dein Sohn hat mich ver fühnet. In Christo darf ich mich dir nahn, in ihm nimm du mich wieder an und zähl' mich zu den Deinen. hep 4. Den heil'gen Geist nimm nicht von mir, den bösen Geist vertreibe, auf daß ich, nie entfernt von dir, dein eigen sey und bleibe. Dein Geist regiere meinen Sinn, dann hab' ich seligen Gewinn im Leben und ISUZ 2. Fühlst du dich beschwert von Sünden, nagt dich des Gewiffens Schmerz: Gnade, Gnade ist zu finden für ein reuerfülltes Herz. Hier ist der Held, der die Sünde überwunden und Erlösung hat erfunden für alle Welt. 3. Alles, Alles ist besieget, was Verdammniß dir gedroht; Christi Leiden überwieget aller Sünde Angst und Noth. Nun schreckt kein Tod. Darum wehre deinem Zagen; denn du kannst frohlockend sagen: versöhnt ist Gott! im Sterben. 4. Siehst du nur auf deine Sünden, so glänzt dir kein Gnadenschein; willst du fröh5. Mit deiner Hülfe tröste mich, vergieb mir meine Sünden, und suchet meine Seele dich, so laß dich von ihr finden; und dein Verdienst, Herrlich überwinden, so muß Chris Jefu Christ, darinnen Trost stus in dir seyn. Er ist das und Leben ist, das komm' auch Licht, von ihm strahlt der Glanz der Freuden, an ihm muß das mir zu Gute! Herz sich weiden, drum laß ihn 6. Dein Freudengeist erhalte mich und stärke meine Seele, nicht. damit sie nicht ohn' Ende sich GO 128 mit Furcht und Zweifeln quäle. mel. Freu dich sehr, o meine 24. Sey du mein Hort, o Herr, Inse allein! Ach laß mich deine 415. Freude seyn und führe mich zur Freude! muilt the qu Mel. Auf, hinauf zu deiner sc. 414. ich, mein Heiz land, ich wanke, sieh, wie mir die Kraft gebricht! Mancher zweifelnde Gedanke trübet mir der Hoff ( chwing' dich auf, nung Licht; träge schleich ich o meine Seele, auf dem Pfad, den ich muthig n Von der Buße. 227 erst betrat, und ich wende fast Trost und Heil und Gnad' die Blicke zur verlaß'nen Welt zurücke. die Gott dir zugesaget hat durch einen heil'gen, theuren Eid, o selig, dem die Sünd' ist leid! s 2. Was willst du dich fruchtlos quälen, spricht in mir der Zweifel oft; wirst du dennoch nicht verfehlen, was du übereilt gehofft? Wird wohl Got tes Gnad' und Huld tilgen deine Sündenschuld? Wird wohl seine Kraft dich Schwachen jemals frei von Sünden machen? 3. Gieb mir andere Gedan4. Wahr ist es, aus Barm ken, gieb, Herr, meiner Seele Ruh, laß mich wallen ohne Wanten meinem Ziel im Him herzigkeit ist zur Vergebung Gott bereit; doch wer auf Gnade fündigt hin und bleibt bei seis mel zu. Laß mich baun auf nem bösen Sinn, wer seiner deine Kraft, die ein festes Herz Seele selbst nicht schont, dem uns schafft; laß mich deine Lieb' wird einst nach Verdienst gee empfinden, die versöhnet alle lohnt. Sünden. 4. Herr, du hast, da du ge: litten, uns bis in den Tod ges liebt; haft den Deinen Sieg erstritten, da Gehorsam du ge übt. Der du haft die Welt besiegt, gieb mir Kraft, die nicht erliegt; wie Du Alles über wunden, sieg auch ich, mit dir verbunden. tudi ne mor 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk' nicht: noch hab' ich lange Zeit; ich will mich erst des Lebens freun, und werd' ich dessen müde seyn, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. Mel. Bater unfer im Himmelreich sc. 1901 Gott durch Jesu Christi Blut 5. Gnad' hat dir zugesaget und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt ſterben, ist dir fund, verborgen ist die Todesstund'. 416. 6. Heut lebst du, heut bes fehre dich; eh' morgen kommt, fann's ändern sich; wer heut ift frisch, gesund und roth, ist wahr ich lebe, morgen frank, vielleicht auch spricht dein Gott, todt. Stirbst du nun ohne mir ist nicht lieb des Sünders Reu' und Leid, so büßest du Tod, vielmehr ist dies mein in Ewigkeit. Wunsch und Will', daß in der 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf Sünd er stehe still, von seiner du mir, daß ich noch heute Bosheit wende sich und lebe komm' zu dir und mich bekehre mit mir ewiglich. respunverweilt, eh' mich mein Ende 2. Dies Wort bedenk', o übereilt, auf daß ich heut und Menschenkind, verzweifle nicht jederzeit zu meiner Heimfahrt in deiner Sünd', hier find'st du sey bereit. 2 228 Von der Buße. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2. 4. Verscherzen konnt' ich wohl 417. Vor dir, Herr Jesu, mein Heil durch meine Sünsteh' ich hie und den, doch Gnade konnt' ich beug in Demuth meine Knie, nicht aus eignen Kräften finden. vernimm mein ängstlich Klagen: Selbst fallen konnt' ich wohl und für meine Sünd' und Misse- in's Verderben geh'n, doch nur that find' ich auf Erden keinen durch deine Kraft fonnt' ich Rath, doch will ich nicht ver- vom Fall erstehn. zagen. Herr Jesu Christ, dein Blut allein macht mich von allen Sünden rein; dies Wort, Herr, glaub' ich zweifelsfrei und trag' im Herzen wahre Reu'. Herr Jesu Christ, Herr Jesu Christ, ich flieh' zu dir und will mich bessern, hilf du mir! del 5. Du richtetest mich auf, du stärktest meine Seele, du zeigtest mir den Weg, daß ich des Ziels nicht fehle. Gott sey gelobt, daß ich der Sünde nun entsagt und todter Werke Dienst mich nicht bei dir verklagt. Chile 6. Nun flet' ich, Herr, zu dir: laß mich nie wieder fal len, so lang' ich hier noch soll nach deinem Rathe wallen. Verleih' mir deinen Geist, der in mir mächtig sei und täglich mein Gemüth zu deinem Dienst erneu. as kann ich doch 418. Wa für Dank, o Herr, mein Gott, dir sagen, daß du mich mit Geduld so lange haft getragen, da ich, 7. Ach leit' und führe mich, von Sündenlust und Eitelkeit du treuer Gott! auf Erden, bethört, auf deinen Gnadenruf, o Vater, nicht gehört! ich kann durch dich allein hier Will recht geführet werden. ich mein Führer seyn, so werd' ich bald verführt, ich finde nur mein Heil, wenn mich dein Geist regiert. 32702 Mel. O Gott, du frommer 2c. 2. Unendlich große Gnad' er wiesest du mir Armen; ich häufte meine Schuld, du mehrtest dein Erbarmen; ich widerstrebte dir, die Buße wollt' ich nicht, du schontest meiner noch und gingst nicht in's Gericht. 8. Mein Vater und mein Gott, erhör' mein brünstig Flehen; mein Heiland, Gottes 3. Durch dich bin ich be- Sohn, laß deine Kraft mich fehrt und deinem Dienst er sehen; o werther heil'ger Geist, geben, dir dank ich nun ge regier' mich allezeit, so bin ich rührt, Herr, für das neue selig hier und dort in EwigSo weit die Wolken feit. gehn, reicht deine Güt' und Leben. sds Me Macht, sie hat mein Herz erMel. Ihr Seelen, finkt sc. weicht und mich zu dir ge- 419. Wer bin ich, Herr, Licht? SE H150 Von der Buße. 229 Erkennst du mich, wie ich mich| chen nicht verlassen, wirst mich kenne? Und wenn ich mich den mit starkem Arme faffen, bis Deinen nenne, ist nichts in fest mein Gang und sicher ist. mir, das widerspricht? pion 9. Ja, laß 9. Ja, laß mich, stark in 2. Ist mir dein Joch ein deiner Kraft, der Welt ges sanftes Joch? Ist dein Gesetz heimstem Zug' entfliehen, des mir heil'ges Sollen? Wie, oder Geistes Odem in mich ziehen, gnügt für festes Wollen ein der mich zum neuen Menschen leerer Wunsch dem Schwachen schafft. noch? 145 10. Dir sey zum vollen 13. Schein' ich das immer, Eigenthum, Herr, Leib und was ich bin, und bin ich im- Seel' und Geist gegeben! Nicht mer, was ich scheine? Weiß ich ich, du müsfest in mir leben, stets selbst, wie ich es meine, zum Heile mir und dir zum und ist einfältig stets mein Ruhm. Sinn? 2190701 TOOVIC ST 4. Herr, beschäme mich 11. Komm, sey du meines Geistes Geist, sey meines Lebens vor dir, wenn mich dein Geist innres Leben! Kein Wunsch nicht treu erfindet! Du, der soll dem mehr widerstreben, daß des Herzens Tiefergründet, du im Herzen König seyft. nimm alle Falschheit weg von mir. odsm rain01ODHO THE Mel. Was mein Gott will ic. omu 5. Daß ich auf deinem Prü- 420. Wer in der Schwachheit sicher ist und fungsheerd dereinst besteh' der bleibt in Sünden liegen und Läut'rung Feuer und d'raus meint, er sey ein guter Christ, hervorgeh' als ein Treuer, an den wird sein Wahn betrügen. Sinn und Zweck vor dir be- Den Himmelsweg, den schmawährt. Dan len Steg hat nie sein Fuß be6. Dies Ziel ist, ach! noch treten, auch sieht er nicht in fern von mir! Zu wankelmů Gottes Licht, was Kämpfen thig und zu träge ist noch sey und Beten. mein Herz auf deinem Wege! Nein, noch besteh' ich nicht vor dir.d 3751 7. Erhalte mir die Augen wach und meinen Fußtritt unverdrossen. Der Geist ist Lauf, mein Herz, hinauf, zu willig und entschlossen, doch Gott steh dein Verlangen! bleibt das Fleisch noch immer Des Heilands Hand zerreißt schwach. non das Band, womit du bist ges 8. Der du im Helfen Mei- fangen. ster bist, du wirst den Schwa- 3. Der erste Schritt im Chri2. Was gern die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bosheit Stärke, dadurch vermehrt der böse Geist gar mächtig seine Werke. Lent' deinen 230 Von der Buße. stenthum ist: von der Sünde Vorsaß hin! Mich warnt im scheiden; strebst du nach wah Stillen mein Gewissen: betrüg', rem Glaubensruhm, so mußt o Mensch, dich selber nicht! Gedu Weltluft meiden. Wenn neigt, mein Unrecht nicht zu Christi Geist die Seele reißt wissen, vergeß ich, was mein aus ihren Todesbanden, so spürt Innres spricht. fie Kraft, die Jesus schafft, mit dem sie auferstanden. 2. Ich wandle ruhig auf dem Pfade des Leichtsinns und der 4. Mein Jesu, steh mir mäch Eitelkeit; ein falsches Bau'n tig bei, laß mich gekräftigt wer- auf Gottes Gnade vermehret den, Gerechtigkeit und Stärke meine Sicherheit. Ich denke fey in dir mein Theil auf Erden. nach vollbrachten Sünden doch Uns, dein Geschlecht, machst ohne Buß an Jesum Chrift; du gerecht und willst die Schwa Vergebung hoff ich leicht zu chen stärken, daß sie in dir, finden, weil er für mich ges Herr, für und für die Macht storben ist. der Gnade merken. O 3. So bleiben unrein meine 5. Brich durch, o starker Gottessohn, und laß auch uns Triebe und unerleuchtet mein durchbrechen, uns freudig nahn dem Gnadenthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen. Denn beine Hand hat ja das Pfand des Geistes uns gegeben, dadurch wir frei von Furcht und Scheu im Streite fiegreich leben. Verstand; leer ist mein Herz von Gottes Liebe und nur dem Eitlen zugewandt. Mein Glaub ist todt und ohne Früchte, mein Wandel ohne Besserung, und dennoch hoff ich im Gerichte, Gott, von dir Begnadigung. 6. Gieb Kraft, wo feine Kraft mehr ist, daß wir das Fleisch bekämpfen und hilf uns Satans Macht und List und alle Feinde dämpfen, daß, wenn die Welt uns Neße stellt, sie uns doch nicht berücke, vielmehr in Noth, ja selbst im Tod' uns deine ia Kraft erquicke. 4. Weh mir Verblendetem! wie lange werd' ich mich selber hintergehn! Ich nahe mich dem Untergange und will doch die Gefahr nicht sehn. Erwede, Gott, mich aus dem Schlafe, zeig' mir die Größe meiner Schuld! Ach, eile nicht mit mir zur Strafe und hab', o Vater, noch Geduld! 5. Sieh, in der Tiefe meiner Mel. Die Tugend wird durch's ac. Seele ist Alles deinen Augen 421. Wie fürcht' ich mich, Licht. Was ich auch vor mir mein Herz zu selbst verhehle, verbirgt sich deis prüfen, mich zu erforschen, wer nen Blicken nicht. Reiß mich ich bin! Wie blick ich über seine aus meinen Finsterniffen, ent Tiefen bald lässig, bald mit falte du mein Herz vor mir, Von der Buße. 231 und mächtig treibe mein Ge- tig fassen; ich will von dir, wissen zur Buße mich, und, mein Fels und Hort, nicht Gott, zu dir! dabweichen, dich nicht lassen. Wie 6. Der du die Herzen prüfft, viel auch meiner Fehle sind: bin befehre, erleuchte, beßre, leite ich durch Christum doch dein mich, daß ich auf deine Stimme Kind, du mein versöhnter Vater. höre und traue gläubig dann auf dich! Laß fest in deiner Furcht mich stehen, vor dir sey Herz und Wandel rein, so werd ich der Gefahr entgehen, betrogen von mir selbst zu seyn! 5. Wohl mir! so fürcht' ich keinen Streit; du fannst mich steghaft machen; du giebst den Bangen Freudigkeit und Kraft und Muth den Schwachen. Du, Gott, bist meiner Seele Licht; hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erde. monar delas i mostun bog Mel. Aus tiefer Noth zc. 422. Wie ist mein Herz so fern von dir, du Urquell alles Lebens! Dein Mel. Mein Jefu, dem zc. Friede wohnt noch nicht in mir 423. Wie oft hab' ich den Bund verlaß mich, Gott, mein Va den ich, o Gott, mit dir ges ter, nicht, verbirg mir nicht macht! Wie oft dir treu zu dein Angesicht, um deiner Gnade seyn versprochen und des Verwillen. tensesprechens nicht gedacht! Jezt 2. Umhüllt von Dunkelheit nah' ich bange mich auf's Neue bin ich, mich faffet Angst und dir, Herr, vor dem ich strafbar Beben; mein Herz sucht Licht bin; ich wein' und finke vor und ängstet sich, doch fruchtlos dir hin, durchdrungen ganz von ist sein Streben. Der Kampf, Schaam und Reue. der täglich sich erneut, die Bürde 2. Die Angst ist groß, die meiner Sterblichkeit beugt in den ich empfinde, denn dein GeStaub mich nieder. Anjezz verdammet mich; wie ein 3. Ich bin zu schwach, aus Gebirge liegt die Sünde auf eigner Macht zu dir mich auf mir und drückt mich fürchterzuschwingen und durch der An- lich. Die ganze Reihe von fechtungen Nacht zum Licht hin- Vergehen, die mich beflecken, durch zu bringen. Du, Herr, zeigt sich mir; wohin entflieh' mußt meine Stärke seyn, nur ich, Gott, vor dir? Wie soll du kannst Trost und Kraft ich Schuldiger bestehen? verleihn, auf dich steht mein Vertrauen. 3. Groß ist die Schuld, doch dein Verschonen ist größer noch, als meine Schuld. Nicht nach Verdienst, nach Gnade lohnen 4. Mit festem Glauben an bein Wort will ich dich kräf 232 Von der Buße. willst du dem Sünder, Gott 3. Ja, du hast deine Vaterder Huld! Sieh in mir Armen zärtlichkeit noch nie verletzt; nur und Verlornen nicht meine ich hab' oft gebrochen, was ich Schuld und Missethat! In mit Mund und Herzen dir verdem, der mich versöhnet hat, sprochen. Vergieb! du weißt ja, sich mich, in deinem Ginge wie ich es bereut. bornen! blan C4. In so viel Zeit, als du 4. Heil mir! durch ihn wird mir hier verleihst, wie weit mir vergeben, sein Blut tilgt müßt' ich im Heil schon seyn allen meinen Schmerz, und gekommen! Und doch, wie weBonne Gottes, neues Leben nig hat noch abgenommen des durchströmt nun mein beklomm- Fleisches Macht, wie schwach nes Herz. Ihr Kummerzähren, ist noch der Geist! nts durit werdet Thränen, wie sie die Freude weinen lehrt; mein banges Seufzen ist erhört, statt Klagen soll nun Jubel tönen. 5. Du, desſen mächtiges Durchdringen in Sündern neue Her zen schafft und, deine Werke 6. Doch, kann ich deiner zu vollbringen, sie himmlisch Hülfe mich nicht freun, so hoff stärkt, o Geist der Kraft! So ich meine Heiligung vergebens lang' ich Schwacher wall' auf und auch der Ueberrest des furErden, stärk mich, daß deine zen Lebens wird besser nicht Gnade nicht mir einst zum schreck als das vergangne seyn. lichen Gericht durch neues Sünd' gen möge werden! 5. Oft denk' ich: könnt' ich die vergangne Zeit, die mir so ohne Nußen ist verlaufen, ach fönnt ich die noch einmal wieder kaufen; nun würde sie weit besser dir geweiht! sdsiz 7. Willst du noch Frucht midvom dürren Baume sehn, fo In eigener Melodie. 424. d mußt du Kräfte mir von oben senden. Mein ganzes Heil ist, ie schnell ver- Herr, in deinen Händen, nach strich, o Herr Seel' und Leib, mein Leben voll Mild und Huld, ein gro- und Bestehn. 1 bis dunt Ber Theil mir schon von diesem 8. Doch bin ich durch ErLeben! Sollt' ich von deinem fahrung gnug belehrt, daß, Gut dir Rechnung geben, mit auch bei'm längsten Leben hier Seel' und Leib blieb' ich in deis auf Erden, das niemals fann ner Schuld it b von mir errungen werden, was 12. O Herr, mein Gott und dir genügt, mir wahre Nuh' Vater, deine Treu hat reich- gewährt. Hos lich mir und unverdient geschenket; und hat ein Leid zu weifen mich gefränket, du wollMid 9. So flieht, ihr Tage, denn nur immer fort! führt mich zum Ziel, verdoppelt ener Eilen! Mich teft nur, daß ich nicht sicher sey. lüftet nicht, auf Erden länger Von der Buße. 233 weilen; nur bald von hier| ewig fest, er theilt sich selber mit und desto cher dort! dem, der ihn wirken läßt. 1873 3. Nach seinem Ebenbild schuf Gott der Menschen Seele, daß ste zu ihrem Ziel die Heiligung erwähle; in unsre Herzen schrieb er das Gesetz des Rechts; der Geist, der in uns denkt, ist göttlichen Geschlechts.une nou 4. Hat er nicht seinen Sohn für dich dahin gegeben, auf daß du ewiglich durch ihn sollst selig leben? Belastet hatte dich der Sünde schwerer Fluch, da kam dein Seelenfreund und that für Mint mint 12. Domöcht' ich als dein theures Eigenthum Geist, Seel' dich genug. und Leib von Flecken rein be- 5. Ist, wie von Anbeginn, wahren! Doch soll ich stran nicht Gottes Geist noch kräftig, chelnd neue Schuld erfahren: laß mich nicht sinken, stärk mich wiederum! Thinsulald pico 13. Je länger ich auf deinem Wege geh', je voller gieb dein Licht mir zu erkennen und auch mein Licht laß immer heller 6. Ach ja, mein treuer Gott, brennen, bis ich verklärt vor du willst mich zu dir ziehen, deinem Throne steh'! ssd ich aber suchte nur dein Gnadenwerk zu fliehen; es lieget nicht an dir, der es gar treuist er nicht immerdar zu unserm Heil geschäftig? Nimmt er sich, wenn wir fleh'n, nicht unsrer Schwachheit an und weiset durch das Wort uns auf die rechte Bahn? se Mel. O Gott, du frommer zc. lich meint, ich bin mir heimlich selbst der allerärgste Feind. 7. Nun, Herr, erforsche mich und prüfe meine Wege, bewahre meinen Fuß vor jedem falschen Stege, erleuchte meinen Sinn und stehe du mir bei, daß deine Gnade nicht an mir vergeblich sey. 153 Bu 2. An Gott liegt's wahrlich 8. Der Seelen Auge laß in nicht, denn er ist ja die Liebe, mir einfältig werden, es blicke sein Herz ist immerdar voll nicht zugleich gen Himmel und süßer Liebestriebe; er ist getreu zur Erden; vollbringe selbst dein und fromm, sein Bund steht Werk, du fingst es an in mir, 10. Dort ist der Hafen der gewünschten Ruh', dort wird der müde Streiter einst bekränzet! Dort, wo der Preis für seine Bilger glänzet, reicht Jesus mir die off'nen Arme zuigi ! 11. Doch, wenn ich länger ier noch wallen soll, so gieb, o Herr, daß ich mich wach erhalte, daß nie in Sicherheit mein Muth erkalte, und mache mich des rechten Eifers voll! 425. Woran liegt's boch, mein Herz, daß dich der Unmuth quälet und daß dir immer noch die Kraft zum Guten fehlet? Auf, prüfe dich vor Gott, geh in den innern Grund, durch ernstes For schen nur wird dir die Ursach' fund. hamisd 234 so freuet sich mein ewig, Herr, in dir. Vom Glauben. Geist auf fasse und mich auf dich verlasse. Sprichst du: dir ift vergeben! so fühl' ich neues Leben. onde& Mel. Auf meinen lieben Gett 2c. 4. Zwar viel noch mangelt mir, doch bin ich reich in dir, 426. Mo foll ich fliehen von dir kommt jede Gabe, die hin, da ich be schweret bin und tief gebeugt von Sünden? Wo soll ich Ret tung finden? Ach, aller Welt Erbarmen giebt keinen Trost mir Armen. hind ollpien nun fann ich nicht verderben, ich noch nöthig habe; der Sünde Reiz zu dämpfen, hilfft du mir fiegreich kämpfen. orld. 5. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; dein Reich muß ich ererben, denn du haft mir's erworben, da du für mich gestorben. 2. Du, Jesu, rufest mir; drum flieh ich, Herr, zu dir. Zu deiner großen Güte kommt mein betrübt Gemüthe; laß du auf mein Gewissen den Trost der Gnade fließen. to the 6. O führe Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, das Alles zu vermeiden, was mich 3. Wie groß die Schuld auch von dir kann scheiden, daß ich sey, du machst mich von ihr an deinem Leibe ein Olied auf frei, wenn ich dein Kreuz um ewig bleibe. d'haver datu sun nedtrene Ured i XVIII. Vom Glauben. Mel. Du, o schönes Weltgebäude sc. 3. Ja, mein Heiland, du 427. Auf, du zagendes Gewissen! sey getroft und fasse Muth; deiner Noth bist du entrissen durch des Mittlers theures Blut. Laß dein Trauern, laß dein Weinen, denn Gott läßt dir Gnad' erscheinen; du bist frei und sollst allein deines Jesu ewig seyn. mein Leben, du, der Seele beftes Theil, du haft Ruhe mir gegeben und in dir find' ich mein Heil. O wie groß ist dein Erbarmen, das du zugewandt mir Armen! Wie vergelt' ich deine Huld, die ver tilget meine Schuld? 14. Herr! mein Heil ist 2. Drücket dich die Last der deine Gabe, hilf, daß ich dir Sünden, zitterst du, belad'nes dankbar sey; nimm mein Alles, Herz, kannst du nirgends Ruhe was ich habe, nimm es hin finden, stillet Niemand deinen für deine Treu! Richte Sinne Schmerz, kann gleich aus den und Gemüthe auf den ReichSündenketten dich kein Mensch, thum deiner Güte; du sollst fein Engel retten: Heil bir! ewig und allein meines Her Jefus rettet dich und nimmt zens Freude sevn. deine Schuld auf sich. Vom Glaubeit. 235 428. Mel. Wer nur ben lieben Gott ac.| Sel'gen an und will, Herr, [ us Gnaden soll ich deine Gnade loben, mehr, als ich sie hier preisen kann; dort bin ich ganz gerecht und rein Welch Heil, daß Gott mich und ewig selig, ewig bein. schon auf Erden gerecht und für sein Kind erklärt! felig werden und nicht durch meiner Werke Werth. Mel. Es ist das Heil sc. un Durch meinen Heiland soll ich rein, 429. Der Glaube iſt die aus zu Gottes Gnad' und Treue, daß ihn der Tod des Sünders nicht, vielmehr sein Leben freue; er ist der Kindschaft sichrer Grund, auf Gottes Wort und seinen Bund, auf Jesum selbst gegründet. 2. Und dieser Glaub' ist der Beweis, daß Gott nicht gern betrübe; vielmehr, zu seiner Güte Preis, in seinem Sohn' uns liebe. Denn durch ihn ist mein Herz gewiß, daß Jesus mich dem Fluch' entriß, dem ich entgegen eilte. ning umu 3. Er richtet auf und giebt mir Muth, zum Vater mich 4. Wohlan, mit freudigem zu nahen, Vergebung durch des Gemüthe erkenn' und preise Sohnes Blut und Gnade zu Gottes Huld; doch troge nicht empfahen. Und was Gott weiauf seine Güte, daß du nicht ter noch verheißt, das sieht mit häufest Schuld auf Schuld; Zuversicht mein Geist, als wär' denn wer auf sie zu freveln es gegenwärtig. wagt, dem ist ihr reicher Trost versagt. 4. Er fräftiget mir Herz und Sinn, daß ich zum Ew'gen 5. Hilf du aus Gnaden, dringe, schon hier in Hoffnung Herr, mir streiten, und werd' selig bin und nach dem Him ich matt, so steh mir bei, da- mel ringe. Gott ist mein Hort, mit, wenn meine Füße gleiten, fein Sohn mein Heil, sein Geift ich vor dem Fall behütet sey. Durch deine Kraft nur fann ich stehn und der Versuchung Macht entgehn. das Pfand, ich habe Theil an Gottes Vaterliebe. 2. Aus Gnaden! denn wer fann verdienen, was Sündern Gottes Sohn erwarb, als er, zu ihrem Heil erschienen, den Opfertod am Kreuze starb? Der feine Sünde je gethan, betrat freiwillig diese Bahn. 3. Aus Gnaden that er's; freut euch, Sünder! ihr werdet rein in seinem Blut, ihr wer det durch ihn Gottes Kinder, wenn ihr nur glaubt und Buße thut. Welch Heil, das er nur geben kann! aus Gnaden nimmt er Sünder an. 6. Aus Gnaden einst zu dir erhoben, bet' ich mit allen 5. Ich fürchte nicht der Hölle Heer, die Pein von ihren Flammen; ich bin kein Kind des Zornes mehr, Gott kann mich 236 Vom Glauben. nothi nicht verdammen. Mein Theil siegreich seiner Schaar zu Gott ist an dem Friedensort, ich höre vorangegangen. Ihm gehn die meines Heilands Mort: die Glaubenshelden nach, die seine Sünd' ist dir vergeben. hid3eugen waren, sie stehen muthig 6. Und stürmen Sorgen auf in der Schmach, in Trübfal mich zu, verwirrende Gedan- und Gefahren. ken: der Geist des Herrn ge- 3. Ja kühn und sicher wanwährt mir Ruh' und läßt mein delt der, der Christo sich erHerz nicht wanten. Der Glaube geben, voll Zuversicht im wilfürchtet keinen Schmerz; ich den Meer, im Tod' noch voller weiß, daß Gottes Vaterherz Leben. Froh schauen wir die das Beste stets nur meinet. Tapferkeit der Streiter für den Glauben und spotten der Verwegenheit, die droht, ihn uns zu rauben. praons 18 7. Er übt durch solche Kämpfe mich, um mein Vertraun zu stärken, und durch die Trübsal mehret sich der Fleiß in guten Werken. Verehr' ich Christum, meinen Herrn, folg' ich ihm nach und dien' ihm gern, so werd' ich überwinden. 4. So laßt auch uns in Christi Schuß der Feinde Heer vertreiben und, allem Hohngeschrei zum Truß, mit unserv Vätern gläuben. Wer unsern Herrn zum Beistand hat, das Herz voll seiner Freuden, der wird auch gern durch seine Gnad' als Kind mich an und hebt um seinetwillen leiden. soft mich aus dem Staube. Die m 8. Ich weiß, auf wen ich bauen kann, ich weiß, an wen ich glaube; der Vater nimmt Welt mag um mich her versi gehn: ich falle nicht, ich bleibe Mel. Preis, Lob, Chr' zc. hin01 ROO sito ſtehn; ich glaube ſeinem Worte. 431. Der Grund, auf dem mein Mel. Was mein Gott will sc. ist fest, mag auch die Welt 430. Der Glaube ist's, der vergehen. Sein Siegel ist des Wunder schafft, Mittlers Blut und dessen glorkann's gleich die Welt nicht reich Auferstehen. D Glaube, faffen. Was Gott gefällt, wirkt du, des Christen schönster Ruhm! seine Kraft, wenn wir ihn Wie selig, wer dich hat zum walten lassen: wer nur recht Eigenthum! mirst in freudig glauben kann, der wird sein Ziel erreichen; denn ihm ist Alles unterthan, ihm müssen Berge weichen. 2. Ich kannte nicht den Weg zum Heil, mein Auge deckten dichte Hüllen, nur Wahn und Irrthum war mein Theil; nichts konnte meine Sehnsucht stillen, bis ich das Wort des 2. Der, deß die Welt nicht würdig war, hat selbst am Kreuz' gehangen; doch ist er ew'gen Lebens fand, das Him Vom Glauben. 237 melslicht, vor dem die Nacht| mir in das Gericht will gehen. entschwand.domsfis bh Das Beste selbst, was ich je unternommen, bleibt unvollkommen. muid pidimus 3. Daß mich bei meiner Sünden Schuld nicht Furcht und Zweifel ganz verzehren, daß ich vertrau des Vaters Huld, dies dank' ich Jefu heil'gen Lehren. Ich weiß, ich bin versöhnet durch sein Blut, und fühl' im Herzen Zuversicht und Muth. 4. Und wenn 4. Und wenn gleich Gott der guten Werke denket und reichlich uns dafür Belohnung schenfet, so thut er's doch allein aus freiem Triebe, aus Gnad' und Liebe. bir 4. Ich war betrübt bis in 5. Nur du, o Jesu, tilgest den Tod, von Leid und Sor- meine Sünden; bei dir nur gen rings umgeben; mich konnte kann die Seele Frieden finden. nicht aus tiefer Noth der Freunde Auf dein Verdienst, mein HeiRath und Trost erheben. Der land, will ich bauen, dir ganz Glaube nur hat stets mit seiner vertrauen. @k Macht ein neues Leben in mir angefacht. lida in piens 5. Erhalte mir, o Gott, dein Wort als meines Lebens höchste Freude; es sey mein Trost, mein Licht, mein Hort, mein letztes Labsal, wenn ich scheide. Dort 7. Nein, falscher Trost soll oben noch will ich dich, Herr, nimmer mich verführen; Gotterhöhn, daß mir so großes Heil seligkeit soll meinen Glauben durch dich geschehn. iungung zieren; dir, Jesu, will ich ganz mein Herz ergeben, in a dir nur leben. 6. Doch wehe mir, wollt' ich zum Dienst des Bösen die Gnade brauchen, die mich soll erlösen, und dich, den Liebe in den Tod getrieben, nicht wieder lieben!) d Mel. Herzliebster Jesu, was ic. SIRAS bund 432. Der Werke Ruhm muß vor der Gnade schwinden, Verdienſt 433. Du ſollst glauben, Weg und mel finden; dem Gläub'gen nur will Gott das ew'ge Leben durch Christum geben.d un 79 2. Wer zählet sie, die Flet ten unsrer Seele? Wer merket wohl, wie oft er täglich fehle? Wer darf, als Lohn den Himmel zu verdienen, sich wohl erfühnen? nad sipps S ausc Mel. Alle Menschen müssen 2c. 3. Nie kann ich vor dem Heiligen bestehen, wenn er mit giebst dich bangen Zweifeln hin? Du sollst beten zum Erbarmer, und dir fehlt der Kindessinn? Kindlich mußt du hier vertrauen, dort wirst du den Ausgang schauen. Jefu Ausgang ward erst klar, als er auferstanden war.ht en ind 2. Glaube giebt der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott empor, Glaube bricht des Gra 238 Vom Glauben. feine Treu kann ihr Versprechen nicht vergessen oder brechen. bes Riegel, selbst der Ewigket ten Thor; Glaube geht durch Flamm' und Fluthen, ließ die 2. Mögen auch die Berge Zeugen freudig bluten, und sie weichen und die Felsen unters überwanden weit, sicher ihrer gehn, unser Fels ist sonder Glets Seligkeit. moins chen, Gottes Bund bleibt ewig 3. Glaube hilft die Welt be stehn. Fallt, ihr Hügel, imfiegen, macht die schwerste Prü- mer hin! Unsers Gottes Vafung leicht; ihm muß Alles tersinn kann kein Fall, kein unterliegen, selbst die Macht Schlag erschüttern, wenn auch) der Sünde weicht. Ob du schon im Kampf erlageft und nun an dir selbst verzagest, kämpfe stärfer, tämpfe fort, denn der alle Welten zittern. Chaki 3. Er hat sich mit uns verbunden durch den Bund, der ewig gilt; dieser Bund wird feft Herr ist Schuß und Hort. erfunden, ist uns ewig Schirm 4. Darfst du im Vertraun ermüden, wenn die Hülfe noch verzicht? Stehe fest in Gottes Frieden, der die rechte Zeit er fieht. Den hat Täuschung nie betroffen, der gehorsam blieb im Hoffen. Glaube fest: der Alles schafft, giebt dir auch zum Glauben Kraft. und Schild. Nichts vermag der Feinde Pfeil, Gott bleibt ewig unser Theil, dies hat uns sein Mund geschworen, als sein Geist uns neu geboren.merU 5. Hast du nicht schon oft erfahren, wie er dir zur Seite stand? Hast du nicht des Wunderbaren Wunderausgang oft erkannt? Mußt du denn ihn immer sehen, ganz des Ew'gen Selig, selig, POPIER Mel. Preis, Lob, Ehr' ac. D die nicht ſehn und doch feſt im 435. H err, du bist unfre Zuversicht, die starke Feste deiner Frommen! Wer auf dich traut, der wanket nicht, kein Ulebet darf ihm nahe kommen. Denn stark bist du und und 434. lauter Lieb', o Gott, wer ist dir gleich? und sein Wort ist uns ein Pfand, daß uns keine Macht soll reißen aus des treuen Vaters Hand. Darum fürchten wir uns nicht, 2. Wer zagte denn in Zweifelmuth, ungläubig und mit ob auch Erd' und Himmel bricht; trägem Herzen? Nein! was bu Mel. Werde munter mein. 4. Drum sey ruhig, meine Seele! Trau auf Gott, der für dich wacht, daß kein Zweifels muth dich quäle in des Kum mers finstrer Nacht. Wer sich ganz auf Gott verläßt, der steht unbewegt und fest; dein Erbars mer wird dich stüßen, feine Treue dich beschützen. ottes Mund hat B 80 Vom Glauben. 239 thust, ist Alles gut; Kraft sprießt| nahm darnach den Himmel ein. aus überwund'nen Schmerzen, Von dannen fandt' er nun den und Jüngerkraft zu Jüngerkraft Geift, der uns den Weg zum gefügt wird eine Macht, die Höll Leben weist. und Tod besiegt. 3. D welch ein ewig fester Grund, auf den dein Volk den Glauben gründet! Und welch ein freud'ger Liebesbund, der Seel' und Seel' auf dich ver: bindet! Wo Liebe wohnt, da fliehen Sorg' und Pein; sie flößet Trost den wunden Herzen ein. 4. Drum fest, o Gott, auf dich gebaut, steh unser Glauben, Lieben, Hoffen! Wer helden müthig dir vertraut, dem stehn des Himmels Schäße offen. So weiche denn auch Furcht und Kümmerniß! Dem Glaubensfampf sind Sieg und Preis gewiß un ang 4. D Abgrund, welcher alle Sünden in Christi Tod verschlungen hat! Nun wir durch ihn Vergebung finden, nun fin det fein Verdammen statt; denn Christi Blut hat uns befreit und rufet laut: Barmherzigkeit! 5. Wird nun auch Alles mir entrissen, was Leib und Seel erquicken kann; muß ich auch jeden Trost vermissen und nimmt kein Freund sich meiner an, scheint die Errettung noch so weit: mir bleibt des Herrn Barmherzigkeit. 6. Es gehe mir nach dessert Willen, bei dem so viel Erbarmen ist; er wird mein Herz ges wißlich stillen, wenn es nur seie ner nicht vergißt. So steh' ich fest in Freud und Leid, mich hält des Herrn Barmherzigkeit. 7. An diesem Grunde will ich halten, wie mich auch Sturm und Meer bewegt; ichy laffe seine Gnade walten, so lang' in mir das Herz noch schlägt. So ruf' ich immer hocherfreut: D Abgrund der Barmherzigkeit! Mel. O daß ich tausend Jungen 2c. habe nun den 436. Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält; wo anders, als in Jesu, Wunden? Da lag er vor Beginn der Welt. Ob Erd' und Himmel unter gehn, der Grund bleibt unbe weglich stehn. 7101 2. Es ist das ewige Erbaru men, das alles Denken übersteigt; der Herr ist's, der mit Mel. Vaterarmen sich gnädig zu uns Sündern neigt; er will den Tod 437. Ich ſchäme mich bes nicht, des Sünders nicht, weil ihm vor dem voll froher Zuversicht sein Herz vor Mitleid bricht. mein Knie sich dankbar beuget. 3. Wir sollen nicht verloren Gott! welch ein theures, werthes werden; Gott will, uns soll Wort: ich, hier dein Kind, geholfen seyn, drum fam sein bein Erbe dort, wie mir dein Sohn herab zur Erden und Geist bezeuget; ich soll durch pdies Ewigkeit, du Donnerwort e bu PD& 3 stan Gld hier 240 Vom Glauben. Jesum Christum rein, durch ihn| wider mich; so oft ich sing' und gerecht und selig seyn.ad no bete, stärkt meine Seele sich; hab' ich das Haupt zum Freunde, bin ich geliebt von Gott, was schaden mir die Feinde, was acht' ich ihren Spott? 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, die in der sel'gen Wissenschaft von dem Erlöser lieget, die alle Kenntniß dieser Welt und was sie Reizendes 2. Ich weiß und glaub' es enthält, unendlich überwieget. feste, ich rühm' es ohne Scheu, Mein größtes Glück, mein höch- daß Gott, der Höchst' und Beste, ster Ruhm ist Jesu Evanges mein Freund und Vater sey. lium.dpladel jim Weil er in schweren Fällen mir 3. Auf ewig ist's mein bestes will zur Rechten stehn, so werd' Theil, in keinem Andern hab' in Sturm und Wellen ich nieich Heil und Kraft zum ew'gen mals untergehn. Leben; Vergebung meiner Sün- 3. Der Grund, b'rauf ich denschuld, der Beifall Gottes, mich gründe, ist Christus und seine Huld ist mir durch ihn gegeben. Ich steh' im Glauben, bin ein Christ, an dem nun nichts verdammlich ist. sein Blut, bei ihm allein ich finde das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd', was Chriftus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Er ist mein Ruhm und Ehre, mein Glanz und helles Licht; wenn er in mir nicht wäre, hätt' ich den Frieden nicht; in ihm kann ich mich freuen, hab' einen Heldenmuth, darf das Gericht nicht scheuen, wie sonst ein Sünder thut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg' und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin; und wenn sich hier und dorten Gefahr und Schrecken find't, vertritt er mich mit Worten, die unaussprechlich sind. 4. Mir widerfuhr Barmherzigkeit, mit himmlischer Zufries denheit lohnt Gott mich schon hienieden. Ich bete, voll von Zuversicht, mich schreckt kein Tod und kein Gericht, mein Geist fühlt Gottes Frieden. Gott, ewig ist mein Herz nun dein und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; nichts raubt mir meinen Trost und Muth, nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich Alles hier vermag, du, Gott, wirst bis auf jenen Tag mein Erbtheil mir bewahren. Ja du, der mich berief, bist treu: hilf, daß ich's auch im Glauben sey. dai sin stiam & espiral bonus di mio thborhot Mel. Balet will ich dir geben sc. 438. St st Gott für mich, so trete gleich Alles 6. Sein Geist spricht meinem Geifte manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh', und wie er hat erbauet dort eine neue 241 Stadt, wo Aug und Herze| nes Geift, mit gleicher Ehrschauet, was es geglaubet hat. furcht preise. 7. Da ist mein Theil und 3. Laß von dem großen GnaErbe mir prächtig zugericht't, denheil den rechten Sinn mich wenn ich einst fall' und sterbe, fassen, daß der nur an dir habe fällt doch mein Himmel nicht. Theil, dem du die Schuld ers Verseufs' ich auch hienieden mit lassen. Hilf, daß ich geh' auf Thränen manche Zeit, mein Je- richt'gem Steg; du selbst, Herr sus und sein Frieden durchsüßet Jesu, bist der Weg, die Wahralles Leid. heit und das Leben. Vom Glauben. 8. Mag denn die Welt vergehen mit ihrer Bein und Luft; ich werde Christum sehen, deß bin ich mir bewußt; nichts fann von ihm mich scheiden, nicht Leben und nicht Tod, mich ruft zu seinen Freuden dereinst mein Herr und Gott. 9. Mein Herz ist voller Freude und kann nicht traurig seyn, ich weiß von feinem Leide, seh' lau ter Sonnenschein. Die Sonne, die mir fachet, bist du, Herr Jefu Chrift, und was mich fröhlich machet, ist, was im Himmel ist.no 4. Ist auch mein Glaube noch so klein, ein Senfforn, kaum zu merken, wollst du doch wirksam in mir seyn und seis nen Wachsthum stärken. Das schwache Rohr zerbrichst du nicht, verlöschefst kein noch glimmend Licht, bist mächtig in den Schwachen. 5. Herr, durch den Glauben wohn' in mir, daß er, zu deinem Preise, in guten Werken für und für sich fruchtbar hier erweise; daß ohne Trug und Heuchelei er durch die Liebe thätig sey, dem Nächsten treu zu dienen. 6. Insonderheit gieb mir die Kraft, daß einst an meinem Mel. Herr Jesu Chrift, ich zc. 439. Gottes Sohn, D Herr Jesu Christ, Ende ich übe gute Ritterschaft, in dir du meiner Seele Leben! Was du begonnen hast, vollführ', daß mir zum Glauben nöthig ist, kann ich mir selbst nicht geben; drum hilf du mir von oben her, den wahren Glauben mir gesich mein Glaube dort bei dir verwandle, Herr, in Schauen. Mel. Du, o schönes ac. währ und laß mich d'rin be- 440. Schweiget, bange harrentoni 2. Lehr' du und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich mit Freuden, Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne, und den, der uns zum Himmel weißt, des Vaters und des Sohget, mein Erbarmer ist getreu, und sein Geist in mir bezenget, daß ich Gott versöhnet sey. Mir drohn nicht der Hölle Flammen und will mich mein Herz ver dammen, täuschen soll mich nicht D 242 Vom Glauben. sein Schmerz; Gott ist größer,| sißet, auf mich sieht, mich mächals mein Herz! htig schüßet, mich vertritt, mich 2. Er, der das Verborgne nie verstößt, mich aus aller Noth kennet, schaut auch in mein erlöst. 98 Herz hinein, weiß, wie es vor 7. Feft am Glauben will ich Sehnsucht brennet, ganz sich halten, wird auch Alles mir seinem Dienst zu weihn; steht geraubt; Gottes Gnade laß den Kummer meiner Seele, der ich walten und erhebe froh mich beugt, so oft ich fehle; und mein Haupt. Mich soll keine nicht meiner Zweifel Wahn, mei- Schmach, kein Leiden je von nen Glauben sieht er an. seiner Liebe scheiden. Darauf 3. Und wie nie sein Urtheil steh' ich felsenfest, daß Gott wanket, wanft auch nie sein ew's nimmer mich verläßt.us( hi bin( quand sim chi nid ger Rath. Rühmet, Christen, danket, danket! groß ist, was er Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c.c an uns that. Und den Sündern, 441. 441. Seyd gesegnet, heilge den Verlor'nen, gab er seinen Eingebor'nen; wahrlich, wahrlich, Alles giebt Gott, der in dem Sohn' uns liebt. Stunden, wo mich) meine Schuld betrübt, wo ich blick auf Jesu Wunden, fühle, wie er mich geliebt! Dann entweicht der Zweifel Heer, Furcht bedränget mich nicht mehr und der Geist der Kraft und Wahrheit naht sich mir in Himmelsklarheit. 5. Wer will ferner den verflagen, den Gott selber aus erwählt? Wer darf zu verdammen wagen, den er zu den Seinen zählt? Hier ist Gott, nichts kann mich schrecken, seine Gnade will mich decken; war ich 3. Aber der verlor'nen Tage gleich der Sünde Knecht, er, sind noch immer gar zu viel, mein Gott, spricht mich gerecht. wo ich müd' am Abend klage: 2. Dann entwind' ich mich dem Staube, schaue sehnend himmelwärts; auf zu Gott schwingt sich mein Glaube, betend öffnet sich mein Herz; Christi Geist durchdringet mich und vertritt mich kräftiglich. Bald strömt Friede, Heil und Segen mir von Gottes Thron entgegen. indubita asd 6. Theuer bin ich ihm erwor- Heute keinen Schritt zum Ziel! ben, Heil mir, hier ist Jesus Das ist noch der Geist der Welt, Chrift, er, der auch für mich der mich so gefangen hält. Diese gestorben, auch für mich erstan- Knechtschaft, Herr, zerstöre, daß MEDO den ist; der zur Rechten Gottes ich ganz dir angehöre. 4. Mir auch ist sein Sohn gegeben, durch den Glauben ist er mein. Ja, ich weiß, ich werde leben und in ihm einst selig seyn. Mich sah Gott von seinem Throne, mich erwählt' er in dem Sohne, eh' noch seiner Allmacht Ruf mich und alle Wesen schuf. di chi sdm Vom 243 Mel. Wie wohl ist mir, o 2c. Bei solchem Reichthum deiner 0 442. So hab' ich nun den Güte, wie wird mein lechzendes woGemüthe mit Kräften jener Welt erfüllt! D Herr, ich bin viel zu geringe, zu unwerth sol cher hohen Dinge! Ich habe nichts, was vor dir gilt. Fels erreichet, rauf mein Glaube sicher ruht; den Fels, der keinen Stürmen weichet und keiner wilderregten Fluth. Er kann vor der Gewalt der Wellen, selbst vor der ganzen Macht der Höllen mir Schuß und Sicherheit verleihn. Mein stüm das Meer! Ich sehe ohne Herz, verbanne Furcht und Grauen! Hier kannst du dir nun Hütten bauen, nur hier muß deine Wohnung seyn. 5. Nun laß die Tiefen immer brausen; es wüthe unges Furcht und Grausen auf aller finstern Mächte Heer. Der Tod selbst fann mich nicht erschrecken, mein Fels, mein Heiland wird 2. Mich warf die Menge mei- mich decken, auch in der allerner Sünden wie ein empörtes bängsten Zeit. Ihr Berge möget Meer herum; ich ward ein trau- untergehen, mein Fels bleibt rig Spiel den Winden, ward ewig, ewig stehen, auf ihm des Verderbers Eigenthum. ruht meine Seligkeit. Mir drohte furchtbar mein Ge- stiedod noquinol wissen mit grauenvollen Fin- Mel. Kommt her zu mir ic. sternissen, mit ew'ger Qual und Seelennoth. Ich sah mich 443. So hoff ich denn mit schon mit Angst und Beben der off'nen Hölle hingegeben, und rang mit Leben und mit Tod. festem Muth auf Gottes Gnad' und Christi Blut; ich hoff' ein ewig Leben. Gott ist ein Vater, der verzeiht, hat mir das Recht zur Seligkeit in seinem Sohn gegeben, in thigh 3. Doch mitten in des Todes Nöthen erblickte Jesus meinen Schmerz; es drang mein thränenvolles Beten in sein erbar mend Mittlerherz. Er hielt mir vor sein Kreuz und Sterben und sprach: ich laß dich nicht verderben, tritt nur im Glauben kühn herzu. Geheilt bin ich durch seine Wunden, ich habe Trost bei ihm gefunden, und für mein Herz die wahre Ruh'. 2. Herr, welch ein unaussprechlich Heil, an dir und deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben; im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben, und erfüllet seyn von dei nes Geistes Gaben. 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt himmlische Zufriedenheit, wenn wir es treu 4. Und wie so wohl ist meiner bewahren. Es spricht uns Trost Seelen nun, treuer Seelen- im Elend zu, es giebt dem müs freund, bei dir! Was könnte den Herzen Ruh', und stärkt mich noch länger quälen? Der uns in Gefahren. größte Schmerz liegt hinter mir. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Q2 Glauben. 244 Von Glauben. Hort, den Glauben an dein gött-| gebeten. Daß mein Mittler lich Wort, um deines Namens für mich spricht, das ist meine willen; laß ihn mein Licht auf Zuversicht. Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneun und mich mit Troft erfüllen. ic mail 4. Würd' es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wüßte, und mit uns gewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte: Christus ist mein 812 Mel. O daß ich tausend sc. 444. Sollt er was fagen Stab und Licht, das ist meine und nicht Zuversicht. das Sollt' er was reden und nicht 5. Mag die Welt im Mißges thun? Kann je der Wahrheit schick beben oder ängstlich klas Kraft veralten? Sein liebewal- gen; ohne Halt ist all' ihr Glück, lend Herz je ruhn? O nein, sein Wort steht felsenfest; wohl dem, der sich auf ihn verläßt! wahrlich, sie hat Grund, zu zagen. Daß mein Unter nie zerbricht, das ist meine Zuversicht. 2. D'rum sucht bei dir die Seele Frieden, verleih' ihn du, o Jesu, mir! Und trifft mich Prüfung noch hienieden, behalte du mich fest an dir, daß ich mit Glaubensfreudigkeit in dir voll ende meine Zeit. m& inde dan oon stic Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 445. Stark ist meines Je su Hand, und er wird mich ewig fassen, hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Er barmer läßt mich nicht, das ist meine Zuversicht.dnd 6. Will der Herr durch strenge 3Zucht mich nach seinem Bild' ges stalten, dennoch will ich ohne Flucht seiner Hand nur stiller halten. Er übt Gnad' auch im Gericht, das ist meine Zus versicht. Tolpato know 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst verspricht's; sollt' ich seinem Wort nicht glauben? Jesus läßt mich ewig nicht, das ist meine Zuversicht. Bis Mel. Gott, du frommer 2c. 1130 2. Sieht mein Kleinmuth 446. Verſuchet euch doch selbst, ob ihr im auch Gefahr, fürcht' ich auch zu unterliegen: Christus beut die Glauben stehet, ob ihr auf Chris Hand mir dar, Christus hilft stum nur und auf sein Vorbild dem Schwachen siegen. Daß sehet. Versuchet euch doch recht, mich Gottes Held verficht, das ob Christus in euch lebt, denn ist meine Zuversicht. Christi Leben ist's, wonach der Glaube strebt. 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; wenn er mich zu sich ten wagt, Christus hat für mich Vom Glauben. mo 245 als der helle Morgen, erweiset Mel. Wer nur den lieben 2c. ſeine Kraft, macht Chrifto gleich 447. Wenn heiße Thräwer ein war, wird durch ihn Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil, Gerechtigkeit und Leben, und will, was er empfing, gern Andern wiedergeben. Dieweil er überreich in Chrifto worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. mir entflies sen, mein Herz mit Angst und Schmerzen ringt, dann sink' ich, Herr! zu deinen Füßen, und finde, was mir Tröstung bringt; dann wird der Glaube mir ein Licht, das meines Kummers Nacht durchbricht. 2. Du Heiland bietest jedem Müden Erquicung, Muth 4. Er nimmt mit Freuden an, feft ihm den innern Frieden, den und Hoffnung an, und schenwas Gott im Wort verkündet; ihm die Welt nicht geben kann. der Zweifel muß entfliehn, die ihm die Welt nicht geben kann. Hoffnung wird begründet; die Durch dieses Friedens Kraft hält in jeder Noth sich an dem erfreut, wird ihm der Glaube Worte fest, daß Gott uns alle Seligkeit: son him for Ding' zum Besten dienen läßt. 3. Auch wenn wir zweifelnd 5. Im Glauben wissen wir, muth unsern Geist verstimmt, oft uns grämen, wenn Klein daß Gott den Sohn gegeben, willst du uns Schwache nicht der uns dem Tod' entreißt, und beschämen, so lang' ein Funke führt zum ew'gen Leben. Und Glaubens glimmt; du fachst weil wir Gottes Lieb' in seinem ihn an, du nährest ihn, und Sohn' erkannt, so ist von Ge- bald wird er von Neuem glühn. genlieb' auch unser Herz ent- 4. Du stärkst die schon gebrannt. ifunk'nen Hände, du stärkst des matten Kämpfers Fuß, giebst der Versuchung solch ein Ende, daß unser Dank dich preisen muß, und führest durch die Prü fungszeit uns hin zu deiner Herrlichfeit.d on monistup 5. Des Glaubens Kraft ift unsre Stärke, er überwindet eine Welt, und wirket in uns Gottes Werke und Tugend, die ihm wohlgefällt; und jeder Sieg, den er uns schafft, belebt das Herz mit neuer Kraft. 6. Verleih', o Herr, mir dies sen Glauben, laß ihn in Liebe 6. Die Liebe dringt empor, mit Gott sich zu verbinden, sie fann in ihm allein, was sie verlanget, finden. Den Nächsten liebet sie, wie Gott uns hat geliebt, und fluchet uns der Feind, sie segnet und vergiebt. 7. Gieb diesen Glauben mir, o Herr, verleih' ihm Stärke; er bringe stets in mir die Frucht der guten Werke! Da, wo ein Feuer brennt, strahlt auch des Lichtes Schein; wo wahrer Glaube ist, da müssen Werke seyn. How dyst 246 Vom chriftlichen Leben 2c. thätig seyn; nichts müsse dieses| gen. Du weißt gar wohl, was Heil mir rauben, fern bleibe je mir gebricht; ich bin entfernt der Heuchelschein; dann werd' von deinem Licht: hilf, Jesu, auch ich in jener Welt den Aus- dem Belad'nen. erfor'nen zugesellt.is northe dun sa nied us 17 dition 1000 3. Du bist der Arzt, der Kranke heilt, und treulich ihrer pfleget; der Hirt, der zu den Schäflein Mel. Aus tiefer Noth schrei zc. 448. Wo soll ich hin? eilt, und sie zur Heerde träget. Krank und ermattet fühl' ich mich; o heile, stärk' und weide mich: hilf, Jesu, hilf dem Schwachen. Wer nimmt mich an? Wer führet mich zum Le ben? Wo Niemand, Herr, mir helfen kann, kannst du mir Frie den geben. Die sich verirrten, fuchest du; den Müden schenkst du wahre Ruh': hilf, Jesu, dem Verlass'nen. 4. Du rufft uns zu: ich bin das Licht! du sprichft: ich bin das Leben! die an dich glauben, aid bn dürfen nicht in Noth und Tod erbeben. D Herzog meiner Seligkeit, steh' auch mir bei im letzten Streit, hilf, Jeſu, mir im Sterben. or notar neduplo ma c op do 3100 ing od 2. Des Todes Leib beschweret mich, die Sünde macht mich zagen; o Lebensfürst, erbarme dich, nimm weg der Seele Plathin schnarbe An XIX. Vom chriftlichen Leben und bord Wandel im Allgemeinen. t ndile mnie od s dvion dind Mel. Wachet auf, ruft 2c. ner Kraft! Strauchelt nicht hier 449. ihr Christen! zum nur bringt Furcht zum Wanerhebet in Streit müßt ihr euch mächtig ken; Muth ist des Glaubens rüsten; denn euer hat der Feind Eigenschaft. Und wer ermüden begehrt. Waffnet euch mit Got will, schau' unverwandt aufs tes Worte, und Jeder kämpf' Ziel. Da ist Freude! wohlan, an seinem Orte, damit ihr blei so send zum Kampf bereit, dann bet unversehrt. Drängt euch frönet euch die Ewigkeit. die Uebermacht, nehmt Chrifti 3. Dorthin führt die TodesFahn' in Acht! Ihm die Ehre! mit diesem Held, trotz aller Welt, behaltet ihr gewiß das Feld. Tha e 19 d bahre: d'rum streitet recht die wenigen Jahre; wie kurz ist dieses Lebens Lauf! Wenn die Todten einst erstehen, die Sünder ihren Richter sehen, steht ihr zu ew'gen Freuden auf. Ja, ihr seyd Gott versöhnt; daß 2. Laßt euch nicht die Luft bethören, die ihr dem Herrn wollt angehören, und stehet fest in sei Vom christlichen Lebenoic. 247 euch die Welt noch höhnt, währt| Sollten wir nun allhier nicht nicht lange, und Gottes Sohn auch streiten für und für? d hat längstens schon euch bei- 5. Wer der Sünde Knechtgelegt die Ehrenfron'un pinschaft liebet, der hat wenig Luft 4. Jesu, mächt'ger lleberwin- zum Streit; wer sich ihrem der! dir nach zeuch die verlor'nen Dienst ergiebet, der versäumt Kinder, die du erkauft mit dei- die Gnadenzeit; Sündennacht, nem Blut! Stärk' in uns das Höllenmacht hat ihn in den neue Leben, daß wir uns stets Schlaf gebracht.ils me p zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Geuß auf uns deinen Geist, durch den die Liebe fleußt in die Herzen! So halten wir getreu an dir in Tod und Leben für und für. 6. Aber wen die Weisheit lehret, Freiheit sey des Christen Theil, wessen Herz zu Gott sich fehret, seinem allerhöchsten Heil, sucht allein ohne Schein Christi freier Knecht zu seyn. approd 7. Gott giebt seinen frommen Knechten dort der Treue GnaMel. Meine Hoffnung stehet 2c. 450. den der Gerechten schallet dann ihr. Siegeston, wo fürwahr Gottes Schaar Christum lobet immerdar.nd goo Chrifti Glieder, hanget fest an euerm Haupt. Auf! wacht auf! ermannt euch wieder, eh' der Feind die Seele raubt; denn er beut Kampf und be #to Streit Christo und der ChristenSmislis 203 Mel. Ach, was soll ich sc. heit. 2. Folgt bes Heilands Kreu- 451. Auf ihr Streiter, zesfahne, trauet seinem starken auf, und folgt dem Heiland Arm! Tobt auch auf des Kam- nach, selbst durch Marter, Tod pfes Plane seiner Feinde wilder und Schmach. Wie er sich hat Schwarm; Christi Heer kann aufgeschwungen, ringt ihm nach viel mehr, wenn es stehet um in seiner Kraft; er ist's, der den ihn her.nl bin dilar 60 Sieg verschafft 3. Nur auf Christi Wort ge- 2. Kein Erlöster müsse sagen, waget, mit Gebet und Wach- ihm gebreche Kraft und Muth samkeit; dies allein macht un- zu dem Kampf mit Fleisch und verzaget, und recht tapfre Krie- Blut. Alles soll der Jünger gesleut'; Christi Wort ist der wagen, weil der Herr die WunHort, der uns schirmet fort und den heilt, und den Schwachen fort.( drier door stor, dar Kraft ertheilt.usdal ade 3. Sind wir schwach: bei ihm ist Stärke; sind wir arm: der Herr ist reich; wer ist unserm Führer gleich? Seine Macht 4. Seine Kraft hat schon empfunden vieler Heil'gen starter Muth, da sie haben überwunden fröhlich durch des Lammes Blut. 248 Vom christlichen Leben c. thut Wunderwerke; sagt, ob ist einsam, rauh und steil; ihn der nicht helfen kann, dem der deckt der Dornen Menge, doch Himmel unterthan? führet er zum Heil; er bringt 4. Ja, er kann und will uns uns ja an's Ziel! So wandeln schirmen; höret auf, verzagt wir denn weiter, und folgen uns zu seyn, auf den Feind bringt ferm Leiter, mit ihm gelingt godine muthig ein, mag er drohen, uns viel. mag er stürmen; wißt, der 5. Ja, laßt getroft uns ges Weg zur Seligkeit fordert Muth, hen, der Heiland gehet mit; Geduld und Streit, and d er selbst will bei uns stehen bei jedem sauern Tritt. O, habt nur Glaubensmuth, dann wird mit Gnadenblicken er euer Herz erquicken, ihr seyd in treuer Hut. d modo di dež 5. Nun so wachet, kämpft und ringet, bleibet wacker im Gebet, bis ihr auf der Höhe steht. Wenn ihr Siegesfahnen schwinget, wenn der Erde Werk gethan, hebt des Himmels Wonne an. 6. Auf! laßt uns fröhlich wal len, eins durch der Liebe Band, dem Herrn zum Wohlgefallen, Mel. Von Gott will ich sc. in diesem Pilgerland. ad mathird mod m Ind Wir 452. Auf, Bilger! laßt wollen friebsam seyn, nicht auf uns eilen, Gefahr dem Wege streiten und uns in ist im Verzug'; wozu das träge bösen Zeiten einander gern ers Weilen? die Zeit enteilt im freunt de giding Flug'! Auf! stärket euren Muth, 7. Und sollt' ein Schwacher zur Ewigkeit zu wandern, von einer Kraft zur andern, und denkt: das End' ist gut. Ju do 2. Es kann uns nie gereuen, sey noch so rauh der Pfad, wir fennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Getrost sey Herz und Sinn, und jeder Pilger richte mit heiterm Angesichte den fallen, so tritt der Stärk're zu. Die Liebe dient gern Allen, und schaffet Troft und Ruh'. Schließt euch nur fester an, so wird es euch gelingen, das Schwerste zu vollbringen auf eurer Lebensbahn.adsm lig 7. Es wird nicht lange wäh ren, d'rum haltet muthig aus, Lauf zur Heimath hin.dep bald gehn wir ein mit Ehren du 3. Daß wir der Welt nicht in unsers Vaters Haus. Dort dienen, deß wollen wir uns sollt ihr Müden ruhn, Gott freun; hier ist noch nicht erschie- schaun, mit allen Frommen zu nen, was wir einst werden seyn. eurem Heiland kommen; wie Ihr Lieben, seyd nicht bang'! wohl, wie wohl wird's thun! verachtet tausend Welten, ihr Toben und ihr Schelten, und nahi ted Mel. Es wolle Gott uns ic. 191 geht nur euren Gang. 453. Bewahr, o Gott Der Weg oftmals enge, mich, daß der Vom christlichen Leben 2c. 249 Wahn nie mein Gemüth be- muß dich treiben, auf ewig sein thöre, als habe der schon g'nug zu bleiben. # 01bied gethan, der dir giebt äußre 3. Wohin, wohin von dir, Ehre. Du, Ew'ger, bist ein o Jesu, gingen wir? Nein, reiner Geist, in dir ist lauter Klarheit! Drum gieb, daß, wie dein Wort uns heißt, im Geist und in der Wahrheit wir gläubig dich anbeten. dim od Geber ew'gen Lebens, die Welt lockt uns vergebens; sie kann mit allen Schäßen, was du giebst, nicht erseßen. 2. Die kommen nicht in's Himmelreich, die Herr! zu Jesu sagen und nicht mit rechtem Ernst zugleich der Heiligung nachjagen. Nur die nach deinem Willen thun, sind wahr- 5. Wißt, daß ihr selbst euch haft deine Kinder, sie läsfest du in Frieden ruhn, wenn heuchlerische Sünder von dir verworfen werden. 4. Wie Manche zwar sind schon von dir hinweggeflohn! Erst schwuren sie mit Freuden, sich nie von dir zu scheiden: doch in der Trübsal Tagen sah'n wir sie dir entsagen.Jadid haßt, wenn ihr von Christo laßt. Hier wird es euren Sees len an wahrer Ruhe fehlen; dort werdet ihr mit Grauen den ernsten Richter schauen. 3. Darum laß mich vom Glauben nicht ein heil'ges Leben trennen; durch treue llebung meiner Pflicht laß Jesum mich bekennen. Gieb, daß mein 6. Herr, stärke meine Treu', und mach' sie täglich neu, daß keine Last noch Mühe mich beinem Dienst entziehe; dann leb' Glaube thätig sey und reiche ich ungeschieden von dir in ew's Früchte bringe; daß ich, vom gem Frieden. jun Joch der Sünde frei, mit Eifer darnach ringe, das Kleinod zu erlangen. forsic dluho Mel. Wer nur ben lieben x. 455. B lick' hin in die vera gang'nen Zeiten, o Till Mel. Auf meinen lieben Gott sc. Sinn! in der Erinn'rung noch Chrift, mit ernstem, frommen 454. Bist du ein Freund bereiten ſie dir den köstlichſten des Herrn, so Gewinn, wenn sie dich lehren, folg' ihm treu und gern! Einst daß allein die Heil'gung foll schmückt er dich zum Lohne mit dein Streben seyn. JISTUNG jener Ehrenfrone, die in dem ew'gen Leben er wird den Seinen geben. 12. Doch weichen darfst du nicht, dies fordert deine Pflicht; dich hat er sich erworben, als er für dich gestorben. Die Liebe 2. Gedenke bankbar aller Freuden, womit dich Gottes Huld erquickt, doch dank' ihm auch für jedes Leiden, das er dir weislich zugeschickt, denn Alles, was er an dir thut, ist ewig weise, ewig gut. 250 Vom chriftlichen Leben 2c. 3. Vergiß nicht, wie er dich wird dir zum Gewinn. Du beschüßte, wenn sich Gefahren gehst zu dem, der ewig liebt, dir genaht, dir schenkte, was und ew'ges Heil den Seinen dir wahrhaft müßte, oft eh es giebt. noch dein Flehn erbat, undstonifi i wie er oft dir mehr gewährt, als sie Mel. O daß ich tausend zc. je dein Wunsch von ihm be- R 456. Dem Heiland folgt, BOTTS gehrt. du 4. Dent' an die große Zahl den mit Eifer nach dem Guten der Stunden, die Gott zu dei- strebt, und, daß er möge felig nem Heil dir gab; sind sie in werden, hienieden schon dem seinem Dienst verschwunden, Himmel lebt, stets vorwärts dann schrecken dich nicht Tod dringt und nie vergißt, wozu und Grab, dann ist die hinge- er auserforen ist. nippon schwund'ne Zeit gewonnen für 2. Wie Jesus seines Vaters die Ewigkeit. Willen mit Luft und Freude hat gethan, so wirkt bald sichtbar, bald im Stillen der Fromme Gutes, wo er fann; er nußet jeden Augenblick zu Gottes Nuhm und Andrer Glück. 5. Dent' an die gottgefäll'gen Werke, die du im Glauben hast gethan, dank ihm für die verlieh'ne Stärke und wandle fort auf seiner Bahn; dann giebt dir Zeugniß Gottes Geist, daß du ein Kind des Höchsten feyst. and 3. Ihn schrecken feine Hindernisse, durch Glaub und 300 6. Doch sieh' dabei auch voller Hoffnung stärkt er sich und Reue zurück auf deiner Sünden seine heiligen Entschlüsse stehn Schuld, such für die oft ver- fest und unerschütterlich; auf leßte Treue Vergebung in des Jesum sieht er unverwandt Mittlers Huld, und laß die Feh- und thut, was er für recht erler, die dich reu'n, nun Mittel fannt. dir zur Weisheit seyn. izda 4. Er kämpft entschlossen für 7. O säume nicht, dieß furze das Gute, gleich ihm, der für Leben dem weiseften Gebrauch das Gute starb und uns am zu weihn, es ward vom Schö- Kreuz mit seinem Blute zum pfer dir gegeben, hier guten Kampfe Muth und Kraft erSamen auszuftreun. Dort reift warb. Die Liebe Christi, die die Frucht von deiner Saat, ihn dringt, stärkt ihn, daß er Vergeltung folgt der guten den Sieg erringt. That, and had plug CH 5. Und steht er einst am großen 8. Dann blickst du an des Le- Ziele, wo herrlich sein Erlöser bens Ziele mit Ruh' auf das thront, dann zählet er der Bergang'ne hin, bist selig schon Siege viele und alle werden ihm im Vorgefühle, und Sterben belohnt. Herr, unser Heiland, Nom christlichen Lebenoze. 251 führe du uns Alle diesem Ziemir's gelingen, der große Wunle zu! hichilisa ginun risini di' 092 8 Mel. Von Gott will ich ic. usdios der thut. nosi 457. Die ie Fülle guter Ga222 6. Jch Erdenpilger walle hier oft in finstrer Nacht; ach hilf, daß ich nicht falle, hab' immer ben wohnt, Gott, auf mich Acht! Wenn ich im bei dir allein, und was wir Straucheln bin, halt' mich in sind und haben, ist, Vater, deinen Schranken; wenn meine Alles dein. Du Ursprung alles Schritte wanken, gieb du mich Lichts! du wolleft Licht und nicht dahin! ala old Leben auch mir von oben ge- 7. Laß du mein letztes Scheiben. Giebst du, so fehlt mir den in Frieden, Herr, geschehn nichts. im nadstips und zu des Himmels Freuden hu2.doSeitmich durch deine dereinst mich auferstehn. Auf Gnade, mein Elend tiefer- ewig einst mit dir!- o schenk' fannt, hat sich vom Sünden mir, Lebenssonne, aus Gnaden pfade mein Herz zu dir gewandt. diese Wonne! Ja, du gewährst D daß mich deine Kraft befte mir! ir 80# 1910098 feft'ge nun und gründe, bis ich das Leben finde, das Jesus miri Mel. Nun ruhen alle 2c. verschafft! gu Gipf)( imis 11 3. Laß niemals mich vergef- 458. Du sollst in allen Sachen mit Gott fen die Größe meiner Schuld, den Anfang machen aus treuer auf daß ich mög' ermessen die Schuld und Pflicht. Wem haft Tiefe deiner Huld. Entflamme du Dank zu geben für alles Herz und Sinn, nach dir nur Heil und Leben? Nur ihm; von zu verlangen, dir einzig an dir entspringt es nicht. dom zuhangen, durch den ich selig bin. 60 gol ni m2. Der Mensch mit seinem Tichten weiß wenig auszurichten, was gut zu heißen sey. Was will dein eitles Sinnen, du armer Staub, beginnen, steht dir nicht seine Hülfe bei! 3. D'rum sey nicht zu verwegen auf deines Amtes Stegen, und fleuchy den eig'nen Ruhm. Dir sollst du nicht vertrauen, auf deine Kraft nicht bauen, sie ist ja nicht dein Eigenthum.num no 4. Gieb mir den Geist der Liebe, der Sanftmuth und der Treu', daß ich aus reinem Triebe dem Nächsten hülfreich sey. Vor Allem gieb Gedeihn, die, so dich ießt noch fliehen, zu dir, o Herr, zu ziehen, daß sie sich ganz dir weihn.o 5. Versucht zu neuen Sünden mich Satans Macht und List, so hilf du überwinden, der in mir mächtig ist. Mit 4. Schlag' an die Himmels dir kann ich voll Muth um jene pforten mit starken GlaubensKrone ringen; mit dir mußworten, da bitte Kraft dir aus; 252 Vom christlichen Leben i. daher wird Segen fließen, und und binden; auch ich will übers reichlich sich ergießen auf dich winden. und auf dein ganzes Haus. glid on kink 391 6. Leb' ich in steter Traurigs keit, sind wenig gute Stunden in meiner kurzen Lebenszeit: Mel. Was Gott thut, das 2c. 459.& in Chrift, ein tapf ich habe Gott gefunden! der rer Kriegesheld, tröstet mich gar süßiglich, will voll Geist, voll Kraft und Stär- mich vom Schmerz entbinden; fe verleugnet sich, bezwingt d'rum fann ich überwinden. die Welt, zerstört des Satans 7. Und wie ich immer führte Werke, kämpft innerlich und Krieg mit meinen Glaubensäußerlich; wo sich auch Feinde waffen, so werden sie den letzten finden: er kann sie überwinden. Sieg im Sterben mir verschaf 12. Ich habe fruchtlos mich fen. Ob Grab und Tod auch gequält, und gab mich fast ver- furchtbar droht, die Schrecken loren, bis ich den Helfer mir erwählt, deß Geist mich neu geboren. Wer will die Kraft, die Alles schafft, wer Christi Macht ergründen, durch die wir überwinden? bald verschwinden, und ich werd' überwinden. 18. Das Kleinod ist mir vors gesteckt, ich soll nur tapfer kämpfen. D'rum bleibt meir Arm stets ausgestreckt, mit Gott den Feind zu dämpfen. Nur unverzagt und frisch ge wagt; ich seh' die Krone bins 3. Auf Eitles war mein Sinn gestellt, auf falsche Luft und Ehre, ich lebte nach dem Lauf der Welt und nicht nach den, d'rum will ich überwinChristi Lehre. So ist's nicht den.i mehr; Gott sey die Ehr'! Ichn streite mit den Sünden und ils Mel. Nun ruhen alle ic. will sie überwinden. 4. Die Menschen flösten 460. Einst felig bort zu werden, das ift Furcht mir ein, gefallen wollt' und bleibt auf Erden mein heiich Allen; jetzt aber fürcht' ich Gott allein, und will nur ihm gefallen. Der Menschen Gunst ist eitler Dunst. Mag sich ihr Haß entzünden, doch werd' ich überwinden. lo mnie 1615. Die Welt mit ihrem Spott und Hohn erhebet mich zu Ehren, sie muß an meiner Him mels Kron' die Edelsteine mehliger Beruf. Gott, dem ich freudig glaube, weckt mich einst aus dem Staube, er, der aus Staube mich erschuf. bon 1891 2. Die Erde, da wir wallen, oft straucheln, stehn und fallen, ist nur ein Pilgerland; zum Himmel soll uns leiten, zur Ewigkeit bereiten der Frommen furzer llebungsstand. ren. Der Herr ertrug, daß man 3. So soll nicht Lust noch ihn schlug, er ließ sich schmähn Leiden von meinem Gott mich Vom chriftlichen Leben c. 253 scheiden, der ich unsterblich bin. nes Theil, Gott ewig Lob zu Was ist mein irdisch Leben? singen: so sey auch hier schon Wozu ist mir's gegeben? Wie unser Heil, für Alles Dank zu lange währt's, so ist's dahin! bringen.qgistro 4. Einst selig dort zu werden, das ist und bleibt auf Er8. Dort wird das große Ziel erreicht, vor unserm Herrn zu den mein heiliger Beruf. So stehen; wer hier ihm als sein sey all' mein Bestreben, nur ihm allein zu leben, ihm, der zur Ewigkeit mich schuf. star Jünger gleicht, soll, wie er ist, ihn sehen. on gitbirindo nod 9. D'rum hilf, Erlöser, uns schon hier, das Herz zu dir erhes Mel. Ich dank dir schon sc.ben, daß wir entschlafen einst in sunt nist sn 461. Erhebet, Chriſten, dir und ewig mit dir leben. euren Sinn; was oil Kindingy mi mbild ins hangt ihr an der Erden? Schaut it In eigener Melodie. feſt nach eurem Ziele hin: ein 462. s glänzet der Chris muß werden. 2. Was beut die Welt euch lockend an? Nur Tand und nicht'ge Dinge! Wer einen Him mel hoffen kann, schätzt irdisch Gut geringe.o inwendiges Leben, ob hier auch von außen kein Schimmer sie schmückt; was ihnen der König des Himmels gegeben, das wird nur vom Auge des Geistes erblickt; was Viele verachten bei irdis schem Trachten, hat ihre erleuchs teten Sinnen gezieret und sie zu der himmlischen Würde geführet. tha ll 3. Wer Gott erfennt, der fuchet ihn, kann nicht an Eitles denken, lernt sich dem Joch der Sorg' entziehn und sich zum Ew'gen lenken. munt 4. Auch wenn die Last der Erd' ihn drückt, wird er nicht muthloß zagen, er fennt ja den, der ihn erquickt und weiß sein Leid zu tragen. 2. Sie gleichen im Neußern den Kindern der Erde, und tragen auch an sich des Irdis schen Bild, sie fühlen wie Andre der Menschheit Beschwerde, oft 5. Wo uns fein Schmerz sehn sie die Sonne der Freude mehr treffen kann, wo Lebensverhüllt; sie stehen und wandeln, ströme fließen, dort schaut er sie reden und handeln, wie Jehin, schaut himmelan, den der es treibet in zeitlichen DinSchmerz sich zu versüßen. gen, doch kann sie die weltliche Lust nicht bezwingen. min 6. Dort haben wir ein ew'ges Haus, die Stätt' ist uns bereitet; dort theilt Gott seine Kro3. Denn innerlich sind sie von göttlichem Stamme, gebo nen aus: wohl dem, der tapfer ren aus Gott durch sein mächstreitet! odtiges Wort; es lobert in ihnen drim assoming 7. Dort ist der Engel schö die himmlische Flamme, ents 254 Vom chriftlichen Leben oc. zündet von oben, genähret von und nach des reinen Geistes dort; die Engel, als Brüder, Sinn zu leben; zwar der Natur erfreun sich der Lieder, die hier geht es gar bitter ein, sich imvon den Lippen der Frommen merdar in Christi Tod zu geben, erklingen, und bis in das himm- doch führt die Gnade selbst zu lische Heiligthum dringen. aller Zeit den schweren Streit. 4. Šie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie blei ben ohnmächtig und schützen die Welt, sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sind arm, doch sie haben, was ihnen ges fällt; ste stehen im Leiden und bleiben in Freuden, sie scheinen ertödtet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 2. Du darfst nur werden wie ein Kind, du darfst ja nur die Liebe findlich üben. O blöder Geist, wie gut ist Gott gesinnt! das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben; d'rum zage nicht, und fürchte nicht so sehr, es ist nicht schwer. 3 Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit seiner Gnade fülle; der fromme Gott will ja nicht deinen Schmerz, die Unlust schafft in dir der Eigenwille; d'rum über gieb ihn willig in den Tod so hat's nicht Nothsphuris t 5. Wenn Christus, ihr Leben, sich wird offenbaren, wenn er sich einst Allen in Herrlichkeit zeigt, dann wird auch den from men und gläubigen Schaaren die Krone des ewigen Lebens 4. Wirf nur getroft den Kumgereicht; sie werden regieren, mer hin, der ja das Herz vermit ihm triumphiren, wie leuch geblich schwächt und plaget; tende Sterne des Himmels dort erwecke nur zum Glauben dei prangen, wenn aller Welt Schim- nen Sinn, wenn Furcht und mer in Nacht ist vergangen. de6. DeJesu, verborgenes Le ben der Seelen, du ewige Sonne der inneren Welt, laß deinen verborgenen Weg uns erwählen, wie oft auch die Menge für thöricht ihn hält. Hier wenig geschäßzet und oftmals verlegzet, hier stille mit Christo im Vater gelebet, das ist es, was einst uns zum Himmel erhebet. oni sodan mini hilton nou Mel. Es kostet viel zc. 28 ist nicht schwer, 463. zu Weh an deinem Herzen naget; sprich: Vater, schaut mein Elend gnädig an, so ist's gethan. un 15. Faß nur die Seele in Ge duld, wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest, und fehleft du noch oft aus eigner Schuld, so sich, daß du dich durch die Gnade stärkest, dann ist vor Gott dein kindliches Versehn als nicht geschehn. dm@.0-1 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn Nacht und Finsterniß dich wird umge ben; dein Vater wird dir nichts thun, du nie. Vom christlichen Leben c. 255 mals vor einem Sturm zu bezen träget. Sey hoch das Ziel, ben; ja, siehst du auch von die Gnade macht es leicht, daß Hülfe keine Spur, o glaube man's erreicht. nur! doig sans 4. Schon hier wirst du den Vater sehn, in seinem Anschaun sel'ge Luft empfinden, wirst über Zeit und Welt erhaben stehn, und dich mit Gott zu Einem Geist verbinden; schon hier erglänzet dann dein Angesicht im Himmelslicht. 7. So wirst du bald den Morgen sehn, du wirst dein Heil in voller Klarheit schauen; wie du geglaubt, wird dir alsdann geschehn, und Gott erfüllt dein findliches Vertrauen. D Seele, steh, wie doch ein wahrer Christ so selig ist! 1190: 111 8. Auf, auf, mein Geist, was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geneuß, o Herz, der süßen Himmelsruh', im Frieden sollst du bei dem Vater leben. D'rum sen dies deine Sorg' und Müh' allein, ein Christ zu seyn.so de and ou Tod In eigener Melodie. 464. C 18 fostet viel, ein Christ zu seyn und nach des reinen Geistes Sinn zu leben; denn der Natur geht es gar bitter ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; auch ist's mit Einem Kampf, den wir vollbracht, nicht ausgemacht. 2. Auf Schlangen müssen Christen gehn, wohin sie ihren Fuß hienieden setzen; da kostet's Müh', auf seiner Hut zu stehn, soll tödtlich nicht der gift'ge Stich verlegen. Wer hier nicht wacht und betet immerdar, kommt um fürwahr. 3. Doch ist es wohl der Mühe werth, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die hier und ewiglich ein Mensch erfährt, der reinen Himmelssinn im Her5. Dort schaust du einst die Weisheit ganz, die dich mit Mutterliebe stets geführet; dich frönet Gott mit jenem Perlenfranz, der Chrifti Streiter nach dem Kampfe zieret. Was nie ein menschlich Auge hier gesehn, wird dort geschehn.damu nd 6. Auf, auf, mein Geist, ers müde nicht, dich aus der Nacht der Finsterniß zu reißen. Was sorgest du, daß dir's an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft dir Gott verheißen. Wie gut wird sich's doch nach der Arbeit ruhn, wie gut wird's thun! ing mo ni bid mop madsiz Mel. Herr, nicht schicke deine sc. d Colget mir, ruft uns das Leben, was ihr bittet, will ich geben. Gehet nur den rechten Steg, folget, ich bin selbst der Weg. Mich müßt ihr zum Führer wählen, sucht ihr Ruh' für eure Seelen; lernt von mir, im Herzen rein, sanft und reich an Demuth seyn. 2. Ja, Herr Jesu, deinen Willen sollt' ich freudiglich erfüllen, denn der Weg zur Seelenruh' und die Wahrheit selbst bist du; sollte nimmermehr mich 465. 465. F 256 Vom christlichen Leben c. schämen deine Laft auf mich zu uns nahn, um das Kleinod zu nehmen, folgen sollt' ich, doch empfahn. Hier laß uns dir wer schafft dazu mir, dem gläubig trauen, dort dein AntSchwachen ,! Kraft? lig selig schauen; jenes gieb uns in der Zeit, dieses in der Ewigfeit. 13. Herr, du selbst giebst Kraft und Stärke zur Vollbringung guter Werke, d'rum kann ich dir folgen nach, bin ich von Natur gleich schwach. Will mich 466.rüh oder ſpät bes auch die Welt umstricken und dir, Heiland, mich entrücken: täuscht mich ihre List doch nicht, denn du leuchtest mir, mein Licht. Todes Raub wird dieser Leib verderben: doch er allein sinkt in den Staub, mein Geist wird nimmer sterben. Jesh BAT 4. Niemals will ich, Herr, Dort wartet mein nach dieser dich lassen, fest im Glauben dich Zeit Verdammniß oder Seligumfassen, deine Gnade stärket feit. mich in der Treue gegen dich. Gern laß ich die Weltlust schwinden, um in dir mein Heil zu finden; was die Weit giebt, ist Betrug, wer dich hat, der hat genug. in 5. Du bist vor uns hergegan gen ohne Stolz und eitles Bran- 3. Ich weiß, daß ich noch gen, reich an Freundlichkeit und laufen muß, noch bin ich in Huld, unter Sündern voll Ge- den Schranken; das Ziel ist duld; ja, dich hat dein treues fern, mein schwacher Fuß be Lieben gar bis in den Tod getrie- ginnet oft zu wanken. Herr, ben, als der fünd'gen Welt zu stärke mich durch deine Kraft gut floß am Kreuz dein theures auf meiner schweren Pilger Blut. schaft! St. bot Mel. Mach's mit mir, Gott zc. 2. Mit Furcht und Zittern soll der Christ nach seinem Heile ringen, nicht suchen, was auf Erden ist, hinauf zu Gott fich schwingen, getrost den Pfad der Trübsal gehn und der Versuchung widerstehn. USA 6. Laß auch uns in solchen Schranken freudig laufen son4. So lang' ich noch ein Fremd ling hier in diesem Leibe walle, der Wanken, daß uns Lieb' und so schaff ein reines Herz in Freundlichkeit fest verbind' in dieser Zeit; laß uns selbst in Kreuz und Leiden nicht von dei ner Liebe scheiden, daß wir, Herr, auf dein Gebot treu dir folgen in den Tod. mir, ein Herz, das dir gefalle, und lenke meines Lebens Bahn durch deinen Geist zu dir hinan! at 5. Es sey mein Ruhm, dein Kind zu seyn und dein Gebot zu üben; mein höchstes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben; mein Trost, 7. Laß, o Herr, es uns ge lingen, unsern Lauf so zu voll bringen, daß wir froh dem Ziel auf deinen Schutz zu baun; Vom christlichen Leben sc. 257 mein Hoffen, dich dereinst zu 4. Nur frisch an allen Enden schaun. chistedd 6. Und dieser Hoffnung helles Licht soll mir kein Zweifler rau ben; was meines Heilands Wort verspricht, das halt' ich fest im Glauben; die er als Jünger hier erkannt, die reißet nichts aus seiner Hand. i od die Arbeit angefaßt! Mit unverdroßnen Händen sey wirksam ohne Rast! Das ist der rechte Muth. Streu aus den edlen Samen, arbeit' in Gottes Namen, so keimt und wächst es gut.mdhund 7. Heil mir, daß ich dein ei gen bin, nichts fann von dir mich scheiden; der Tod auch ist für mich Gewinn, er führt zu ew'gen Freuden. Gieb, daß ich dir im Leben treu, durch dich im Tode felig sey.s hills Mel. Aus meines Herzens c. 467. Seh hin nach Got Demuth und Vertraun, lern das Gebot erfüllen, sein großes Feld zu baun! Frag' nach der Erndte nicht! Du darfst den Lohn nicht messen, mußt Freud' und Lust vergessen, nur sehn auf deine Pflicht. 66 2. Willst du nur seyn geborgen, und vor der Welt geehrt, so kannst du nicht besorgen, was deinem Sieht Jemand auf Gewinn, und trachtet hier auf Erden nur glücklicher zu werden, der hat den Lohn dahin. usted in 5. So wird von Stund' zu Stunde das Feld des Herrn gedeihn, und bald auf seinem Grunde kein Unfraut sichtbar seyn. Schlag' Alles aus dem Sinn, was sonst dich hielt gefangen, dein Wünschen und Verlangen, und gieb dich gänzlich hin. od dich d Mel. Nun ruhen alle sc. 468. Sieb, Gott, wenn ich dir diene, daß ich mich nie erfühne, darüber stolz zu seyn! Wer kann bei sei nen Werken, wie oft er fehlet, merken? Wer ist von Mängeln völlig rein? Willen in on len so eifrig zu erfüllen, als es 2. Such' ich stets deinen Wildein Wort gebeut? Fühl' ich der Herrn gehört. Tugend Würde, und trag' ich ihre Bürde auch immer mit Zufriedenheit? 3. Entzieh' ich mich den Sünden auch stets aus rechten Gründen, aus wahrer Frömmigkeit? Oft sind die guten Triebe nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. 3. Doch hast du deine Gaben dem Dienst des Herrn geweiht, so wirst du Augen haben, zu fehn, was er gebeut. Das thue still und gern! Du darfst 4. Der Sünden meiner Junicht zaudernd wählen, nicht gend, der Mängel meiner Turechnen und nicht zählen; er gend, o Herr, gedente nicht! ruft, du folgst dem Herrn. Willst du mit deinen Knechten, R 258 Vom christlichen Leben ic. wie sie's verdienen, rechten, so Himmel fely' und meine Hand trifft sie alle dein Gericht. erhebe; wenn ich zum Zeugen 5. Doch wenn auch, dir zur feierlich anrufe, Hocherhabner, Ehre, rein meine Tugend wäre: dich, durch den ich bin und lebe: weß ist dies Eigenthum? Wer dann sey von Trug und Heucheließ mich unterrichten? Wer lei mein Herz und meine Zunge ließ in meinen Pflichten mein frei.dkOrconi 15] Glück mich sehn und meinen Ruhm? thig e 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Gebot zu üben, die Lust und Freudigkeit? Wer stärkte meine Kräfte im Heiligungsgeschäfte? Wer gab mir Muth und Sieg im Streit? 3. Wenn Frevler auch noch da dich schmähn, und frech mit Lügen vor dir stehn, dann laß mein Herz erschrecken! Weh' dem, der wähnt, durch falschen Eid die Schmach der Ungerech tigkeit hier vor der Welt zu dekfen! Weh' ihm, er stürzet freventlich in ewiges Verderben sich. 7. Du schaffst, daß ich dich wähle, du lehrest, wenn ich 4. D Seele, wenn du noch fehle, mich meine Schuld be dich liebst, bedenk', was du reun; du ziehst mich ab von zum Pfande giebst: dein Glück, Sünden, und läßt mich Gnade finden, und giebst zur Beff'rung das Gedeihn. 8. Sollt' ich mich deß erheben, was du mir, Herr, gegeben? Hab' ich zum Lohn ein Recht? Könnt' ich auch Alles üben, was du mir vorgeschrieben: wer bin ich? ein unnüßer Knecht. dein ew'ges Leben! Verwirf nicht mit Verwegenheit dein Theil an Gott und Seligkeit; wer fann dir's wiedergeben? Was hilft dir dann die ganze Welt? Nichts hat sie, das dich schadlos hält. Sid Mel. O Ewigkeit, du sc. ott, der du felbft die Wahrheit bist, 469. 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Trost nicht mehr mein Herz erfreut, dein Trost nicht, wenn vor dir, der rein und heilig ist, ich sterbe: wer wird mich dann soll ich nur Wahrheit sprechen. Dich täuschet nie ein falscher Mund, des Lügners Frevel ist dir fund, und einst wirst du ihn rächen; laß darum stets mein Ja und Nein aufrichtig und voll Wahrheit seyn. von Qual befrein? Dann besser, nie geboren seyn. Inst 6. D'rum soll nicht Ehre, Gut und Geld, und nicht die Macht der ganzen Welt mich blenden und verführen; und drohte mir auch Schmerz und Leid, ich will 2. Gott, wenn ich schwörend doch meine Seligkeit muthwillig vor dir steh', hinauf zu deinem nicht verlieren. Es gilt feir das Vom chriftlichen Leben ic. 259 Leid, kein Glück der Zeit, nein,| meinem Fleiß in jenes Leben es gilt Gott und Ewigkeit. folge. USUORU 2403ct Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Mel. Sollt' ich meinem Gott ac. 470. 471. H eilig, heilig ist Gott ott ist's, der das Vermögen schafft, das Gute zu vollbringen; er giebt zur Arbeit Lust und Kraft, und läßt sie wohl gelingen. Was mit des Höchsten Willen stimmt, wird, wenn man's freudig unternimmt, nicht ohne Fortgang bleiben. dein Wille; heilig, Vater, dein Gebot! Dir gehorcht in tiefer Stille deine Schöpfung, großer Gott! Die im Himmel dir lobsingen, stehn um deinen Thron bereit, freuen sich der Seligkeit, deinen Willen zu vollbringen. Nur der Mensch erkennt es nicht für sein Heil und seine Pflicht. 2. Gott segnet den, der eifrig strebt, vor ihm gerecht zu werden, und tren nach seinem Willen lebt, schon gnädig hier auf Erden; er reicht ihm dar mit milder Hand in seinem Amt, Beruf und Stand, was ihm wahrhaftig nüßet. NG 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er frönet sie mit Gnaden; was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunst ihnen schaden? Mit seinem Schutz bedeckt er sie, und stärket bei des Lebens Müh' ihr Herz mit Trost und Hoffnung.nem ter 4. D'rum gieb, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß deinen Weg ich gehe. Laß mich, wie mir's dein Wort gebeut, nach deines Reichs Gerechtigkeit vor allen Dingen trachten. 2. Dir gehorchet nah und ferne aller deiner Welten Heer, deine Sonnen, deine Sterne, Sturm und Donner, Erd' und Meer! Alles dienet deinem Willen! Alles, Schöpfer, was du schufft, eilt und drängt sich, wenn du rufft, dein Gebot, Herr, zu erfüllen. Nur des Menschen Herz allein will dir nicht gehorsam seyn! Th 3. Oft empört sich seine Seele stolzen Muthes wider dich; deine göttlichen Befehle wirft er frevelnd hinter sich. Du sollst ihn nicht mehr regieren! Klug genug nach seinem Wahn, wählt er selbst sich eine Bahn, die ihn soll zum Heile führen, und geht mit bethörtem Sinn auf ver fehrten Wegen hin.ormg 4. Vater, lehr' uns All' em105. Mein Vater, ich befehle pfinden, wohin eigner Wille die die Werke meiner Hände! führt! Lenk uns ab vom Pfad Sey überall, mein Gott, mit der Sünden, deren Lust nur mir, daß ich sie wohl vollende! Tod gebiert! Mach' uns deinen Dhilf, zu deines Namens Willen wichtig! Jeden Irrweg Preis, daß mir die Frucht von hilf uns fliehn, der uns könnte R 2 260 Vom chriftlichen Leben ic. dir entziehn, denn dein Weg al-| zu deinem Himmelreich hinan! lein ist richtig! Mach' im Geist Erhalt' in Gnaden meinen uns täglich neu, und in guten Gang gewiß und fest mein Lebenlang, daß unverführt vom Weltverkehr ich wall' auf deiner Spur einher. Werken treu! 5. So wird hoch verherrlicht werden deine Weisheit, Huld und Macht, und dein Wille hier 2. Denn ohne dich und deiauf Erden wie im Himmel froh nen Geist bin im Gedräng' ich vollbracht! Alle Werke deiner hier verwaist. Wohl mir, wenn Hände werden unterthan dir ich nach deinem Sinn mit Got seyn, alle deinem Dienst sich tes Freunden selig bin, und fern weihn bis an deiner Schöpfung mich halte von der Schaar, die Ende, bis die Fülle dieser Zeit meiner Seele droht Gefahr. eingeht in die Ewigkeit. Can 3. Ein Umgang, welcher dau lise schuldlos schien, zog Manchen Mel. Seelenbräutigam zc. zum Verderben hin. Ein Auerr, du gingst vor genblick Ergöglichkeit stürzt oft an auf der Lein grenzenloses Leid. Herr, hilf bensbahn, und wir wollen nicht mir, daß ich wachsam sey, und verweilen, dir getreulich nachzu eilen; hin zum Vaterland leit' uns deine Hand.uch 472. Hem schütze mich vor später Neu. 2. Soll es hart ergehn, hilf uns feste stehn, daß wir nie in schweren Tagen unter'm Kreuze muthlos klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 4. 3u leicht erstirbt im Weltgewühl des Herzens besseres Gefühl. Des Geistes Ruf wird überhört, des Wortes Saat im Keim zerstört. Und wer verbürgt die fünft'ge Zeit, die uns Ersatz des Schadens beut? spa 5. Wie Mancher strauchelt, 3. Rührt ein eigner Schmerz wankt und fällt, durch Beispiel, irgend unser Herz; kümmert Witz und Spott der Welt! uns ein fremdes Leiden: Herr, Durch sie gewinnt das Böse gieb du Geduld zu beiden! Rich- Muth, und leichter siegen Fleisch te du den Sinn auf das Ende und Blut. Der Afterweisheit hin! frecher Scherz verführt durch Hohn manch züchtig Herz. de 4. Ordne lebenslang also unsern Gang! Halt uns auch auf 6. Entwöhne mich dem Weltrauhem Wege stets in deiner treuen Pflege! Und nach solchem Lauf thu dein Reich uns auf. gewühl, richt' Aug' und Herz auf's ew'ge Ziel, das nur der reine Sinn erreicht, der nicht zum breiten Weg entweicht, und der vom Geist der argen Welt err, führe mich durch deinen Geist sich) rein erSI VERO CINE auf guter Bahn hält. Hauf sie mad Mel. Vater unser im 2c. 473. Vom chriftlichen Leben ic. 261 7. O wer, von dir als dein über Alles wichtig achten, und erkannt, in dir sein Heil und Le- nach meiner Heiligung mit dem ben fand, dem fehlt nie Licht in regsten Eifer trachten; denn Dunkelheit, der Freund nicht in mein harrt vielleicht noch heut der Einsamkeit. Verließ ihn das Gericht der Ewigkeit. gleich die ganze Welt, du, du bist's, der ihn schadlos hält. 7. Deine Gnade steh' mir bei, so zu wandeln auf der Erde, daß ich reich an Früchten sey, und einst reif zum Himmel werde; und ist einst mein Ende da, o so sey mit Trost mir nah! son 2010-1 474. H Her Mel. Meinen Jesum laß ich zc. err, ich hab' aus deiner Treu, mir nd zum Heil, noch Zeit in Händen. In eigner Melodie. err GnaGieb, daß ich beſlissen ſey, fie 475. Hensonne, wahrauch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft haftes Lebenslicht, gieb Leben, deiner Vorsicht Wink mich ruft. Licht und Wonne dem blöden 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die mir zugezählten Stunden! Wie ein Traum sind ste dahin, und auf ewig dann verschwunden; nur der Augen 2. Vergieb mir meine Sünblick ist mein, deß ich mich noch jetzt kann freun.is den, demüthig bitt' ich dich; laß Troft bei dir mich finden, und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben die bange Seele laben; mein Jesu, höre mich. 3. Laß mich dieser Flüchtigfeit meiner Tage nie vergessen! O wie wichtig ist die Zeit, die du mir hast zugemessen, da, was hier von uns geschieht, ew'ge Folgen nach sich zieht! Angesicht. Nur du kannst mich erfreuen, und meinen Geist erneuen, o Herr, versag' mir's nicht. 3. Vertreib' aus meiner Seele den alten bösen Sinn, daß ich nur dich erwähle zum seligen Gewinn. Dir will ich mich ergeben, und dir zu Ehren leben, weil ich erlöfet bin. 4. Befördre dein Erkenntniß in mir, mein Seelenhort, und 5. Deine schonende Geduld öffne mein Verständniß durch trage mich hier nicht vergebens; dein heilsames Wort, damit ich nein, mich weise deine Huld auf an dich gläube, in deiner Wahrden ernsten Zweck des Lebens, heit bleibe, und wachse fort und daß für meiner Seele Wohl ich fort. stets sorge, wie ich soll. 6. Laß mich meine Besserung 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, jede Stunde auszukaufen, und zu wirken dir zum Preis, eh die Zeit des Heils verlaufen, die zu meiner Seligkeit deine Gnade mir verleiht. 5. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus 262 Vom christlichen Leben ic. innerm Triebe dich ewig lieben| Ehr' allein mein Endzweck sey, kann, und dir zum Wohlgefalz ob, was ich thu', auch niemals len beständig möge wallen auf mich gereu', und ob ich stets an rechter Lebensbahn. rindas meinen Taufbund denke, ob ich 6. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Muth; das sind die Gnaden werke, die dein Geist in mir thut; mein eigenes Beginnen, 4. Du bist, mein Gott, nicht mein Denken und mein Sins ferne von uns Allen, erfüllst mit nen ist nimmer recht und gut. deiner Gegenwart die Welt; auch heil'ger werd', und reich an frommer That, und völlig sey bereit, wenn sich mein Ende naht. mik 7. Du Geber aller Gnaden, dies reize mich, zu thun, was du Brunnquell aller Treu, dir gefällt, dies warne mich, wend' allen Seelenschaden, und in Sünden nicht zu fallen; dein mach' mich täglich neu; gieb, heil'ges Recht sey stets vor meidaß ich deinen Willen beständig nem Angesicht, und deine Gnamög' erfüllen, und steh mir kräf- de sey mein Trost, mein Heil, tig bei. mein Licht. Son 5. Mein Seligseyn laß mich mit Zittern schaffen, was eitel err, ist, mit allem Ernste flichn; und kann ich mich dem Kampfe nicht entziehn, so reiche du mir deines Geistes Waffen, und in Versuchung steh mit deiner Kraft mir bei, daß ich nicht zaghaft bald, und bald vermessen sey. Mel. Mein Salomo, dein sc. 476. thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führ' mich auf ebner Bahn, daßß ich dich mehr und mehr erkennen kann, und mit dem Sinn schon hier im Himmel wallen. Hilf, daß ich fort und fort im Glauben stark und tren, und rein von Eigenlieb' und schnöder Weltlust sey. 2. Kein Heuchelschein, kein falt noch laulich Wesen beflecke 6. Was du verhängst, davor soll mir nicht grauen, ich scheue nichts, fein Leiden, feine Noth; ich will getreu dir feyn bis in den Tod; ich darf ja dir und deiner Kraft vertrauen: die Sorge, die mich, dir sey mein Herz geweiht, uns drückt, den Kummer, der und rechter Ernst sey meine Frömmigkeit. Zu deinem Dienste hast du mich erlesen, d'rum leuchte mir, o Herr, dein Licht auf meinem Gang, daß ich durch Sinn und That dich preise Lebenslang! uns plagt, kennst du, und hilfst gewiß, wie du uns zugesagt. 7. Laß mich schon hier von deinen Gütern schmecken, schon hier empfinden deine Hülf' und Macht, bis du hindurch zum Himmel mich gebracht, dann 3. Gieb, daß ich stets mein wird ein Lob das andere erwekSorgen darauf lenke, ob deine fen; und selig schauet dann in Vom chriftlichen Leben zc. 263 beines Himmels Licht auch mein| noch lebe. Er ist zum Vorbild verklärtes Aug' dein herrlich An- mir gestellt, ich sterbe mit ihm gesicht. dieser Welt, weil ich mich ihm ergebe. Mel. Kommt her zu mir sc. herr, meiner Seele 477. Her großen Werth, den mir dein heil'ges Wort er klärt, laß mich mit Ernst bedenken, daß ich sie ehre, wie ich soll, und auf die Sorge für ihr Wohl mög' allen Eifer lenken. 102. Welcy Heil hast du ihr zugedacht; deine Chad und Macht schon hier an 478. Higfeiten, führ Mel. Eins ist Noth, o Herr ic. and erzog unsrer Sesie gewendet! Du schufft sie, Herr, dein Bild zu seyn, und haft uns, um es zu erneun, den Sohn herabgesendet. 3. D'rum aufwärts richte sich mein Sinn, weil ich ja nur ein Pilger bin für kurze Zeit auf Erden. Durch Glauben und Gott feligkeit soll größerer Vollkommenheit ich einst theilhaftig uns in dein Heiligthum, hilf, daß wir uns recht bereiten, zu verkünden deinen Ruhm. Laß unsere Bitte dein Herze jest rühren, du hast uns erkaufet, du wirst uns auch führen; wir wollen dem Vater zum Opfer dastehn, und mit dir durch Leiden zur Herrlichkeit gehn. werden. 2. Er hat uns zu dir gezogen, und du zogst zu ihm uns hin; so hat Liebe überwogen unsers Herzens starren Sinn. D'rum wollen wir freudig in dir auch absterben der Welt, und des eigenen Herzens Verderben; in deinen Tod, Herr, laß gepflanzet uns seyn, sonst dringen wir nimmer zum Leben hinein. 4.3u solchem Ziele willst du mich durch dieses Leben väterlich nach kurzer Mühe führen. laß mich nicht durch eigne Schuld die Frucht von deiner Lieb' und Huld, das ew'ge Heil und us verlieren. 5. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir; d'rum schaff', o Gott, ein Herz in mir, das alle Sünde has fet, die Schuld vor dir mit Ernst bereut, und dann mit voller Freudigkeit auf Christum Hoffnung faffet. 6. So leb' ich denn im Glauben schon an meinen Heiland, deinen Sohn, was ich im Fleisch 7. Durch ihn kann ich mich dein erfreun, und ewig dir vereint zu seyn zum höchsten Gut mir wählen. Mich stärket deines Geistes Kraft; im Kampfe meiner Ritterschaft kann mir der Preis nicht fehlen. 3. Denn noch immer sucht die Sünde so viel Ausflucht überall, wie sie unsern Willen binde, und bereite uns den Fall. Es bleibet das Herz an dem Kleinsten noch kleben, und will sich nicht völlig zum Sterben ergeben, es wendet Entschuldigung 264 Vom christlichen Leben 2c. überall vor, wir leihen der Täu-| doch in seiner Pein mein ganzes schung ein williges Ohr. Selbst ertödtet feyn.ombine 4. D'rum, du Todesüberwinder, nimm dich unser mächtig an, greife du in's Herz der Sünder, reiß heraus den falschen Wahn. O laß sich dein neues erstandenes Leben in unsern erstorbenen Herzen er heben, laß deine vollkommene Klarheit uns sehn, auf daß wir als neue Geschöpfe erstehn. 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe, und mich in deinem Willen übe, jedoch ist von Unlauterkeit die Liebe noch nicht be noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden, der Sinn muß tiefer in dich gehn, und unbeweglich muß ich stehn. 5. Kehre die zerstreuten Sin- 5. Ich weiß mir zwar nicht nen aus der Vielheit in das Ein', selbst zu rathen, hier helfen nichts daß sie wieder Raum gewinnen, der Menschen Thaten; u wer nur von dir erfüllt zu seyn. Ach macht sein Herz wohl selber wirf du die Mächte der Finster- rein? Es muß durch dich geniß nieder, erneue die Kräfte wirket seyn. god des Geistes uns wieder, daß er aus der Fülle der Gnaden sich nähr', und muthig sich gegen die Anfechtung wehr'. 6. Doch kenn' ich wohl dein treues Lieben, du bist noch immer treu geblieben; ich bin ge= wiß, du stehst mir bei, und machst mich von mir selber frei. And 6. Lebensfürst, so lieb' und labe die begnadigte Natur; wir te fort mit deiner Gabe in der neuen Creatur! Dein Eden erblüh' in den Seelen der Deinen, und bald laß die selige Stunde erscheinen, wo du dich in allen Erlösten verklärst, und Allen auch hier schon das Leben gewährst.ed 108 Mel. 3euch meinen Geift c. 479. S ier legt mein Sinn sich vor dir nie7. Jndessen will ich treulich kämpfen, und stets die falsche Res gung dämpfen, bis du ersiehest deine Zeit, und giebst mir Frieden nach dem Streit. 8. D'rum will die Sorge meis ner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach drück' es fest in meinen Sinn, daß ich in dir nur selig bin. 9. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke, und mich in deine Tiefe senke, so werd' ich von dir ander, mein Geist sucht seinen geblickt, und in deß Herzens Ursprung wieder; Herr, dein Grund erquickt. erfreuend Angesicht verbirg vor 10. So wächst der Eifer mir meiner Armuth nicht.didim Streite; ich habe schon des 2. Schau her, ich fühle Sieges Beute, und fühle, daß mein Verderben, laß mich in es Wahrheit ist, daß du die Christi Tode sterben; o möchte Liebe selber bist. Traitind Vom christlichen Leben sc. 265 Mel. Meinen Jesum laß ich ic.| Herrn gebeut, das ist eure Se immelan sivus 480. Hire Bahn, wir sind 92. Nicht aus Sinais GewitGäste nur auf Erden, bis wir dort zum Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgrimsstand, droben unser Vaterland. tern donnert hier des Herrn Gebot, daß die Herzen bang erzittern, weil es Zorn und Strafe droht. Selig preisend thut sein Mund euch den Sinn des Vas ters fund.de pig 3. Selig sind die geistlich Armen, denn das Himmelreich ist ihr; ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ew'gen Gnade Thür. Da wird ohne Maaß gewährt, mishwas ihr sehnend Herz begehrt. 4. Selig sind, die Leid emzu in des heil'gen Wortes Leh- pfinden auf des Lebens schmaren; das weist mir den Ort der ler Bahn. Ihre Traurigkeit Ruh, dem ich einst soll angehö- wird schwinden, reicher Trost ren. Wähl' ich dies zur Leuchte wird sie umfahn; denn sie wirkt mir, wandl' ich schon im Him- zur Seligkeit Reue, welche nie mel hier. men morgereut. 3. Himmelan! ruft Gott mir Stud ris2. Himmelan schwing' dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen, und du kannst, was irdisch heißt, nicht zu deinem Ziel erlesen. Wer da weiß, woher er stammt, ist fürs Ew' ge nur entflammt. 4. Himmelan! Mein Glau- 5. Selig sind, die sanften be zeigt mir das schöne Loos von Muthes, und in Demuth milde ferne, daß mein Herz schon auf sind; sie erfreuen sich des Gutes, wärts steigt, über Sonnen, über das kein Troß und Streit ges Sterne; denn ihr Licht ist viel winnt. Durch der Sanftmuth zu klein gegen jenen Glanz und stille Macht wird das Schwerste Schein. South Ind leicht vollbracht. woning 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimath führen, da ich über alle Noth ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. mid 6. Selig sind, die hier mit Schmachten dürsten nach Gerechtigkeit; die nach Gottes Reiche trachten, nicht nach Gütern dieser Zeit. Wo der Born des Lebens quillt, wird ihr Sees lendurst gestillt. Spidur tim 7. Selig sind, die voll Erbarmen auf der Brüder Leiden fehn, und den Schwachen, Kranken, Armen freudig eilen beizustehn. Noch vor Gottes Thron erfreut einst auch sie Mel. Liebe, die du mich zc. 481. H ört das Wort voll Ernst und Liebe, das zu euch der Heiland spricht; hört's und prüft des Herzens Triebe bei des Wortes hellem Licht! Was der Mund des Barmherzigkeit. 266 Vom christlichen Leben ic. 8. Selig sind die reinen Her- 3. Dein Sohn hat mich mit zen, die nicht Sünd' und Welt seinem Blut erkauft, nicht daß umstrickt, die mit schnöder Lust nicht scherzen, weil nur Heil'ges sie entzückt. Einst im reinen Himmelslicht schaun sie Gottes Angesicht. mi les ich nur der Hölle möcht' entgehen: dein Ebenbild foll neu in mir entstehen, dazu bin ich mit deinem Geist getauft. 9. Selig sind, die Frieden bringen, Schuld und Kränkung übersehn, Feindeshaß mit Huld bezwingen, für Verfolger seg nend flehn. Trifft sie auch der Menschen Spott: seine Kinder nennt sie Gott. 10. Selig sind, die als Gerechte dulden Kreuz, Verfol5. Möcht' ich zu meinem Troft des Glaubens Kraft an seinen Früchten doch beständig merken, so reizt' ich Andre auch gung, Schmach, als des Herrn zu guten Werken, erbaute sie getreue Knechte bis zum Tod' ihm folgen nach. Groß ist dort, vor Gottes Thron, seiner Uleber winder Lohn. 11. Seyd ein Salz, ein Licht der Erde, laßt der Wahrheit Früchte sehn, daß durch euch verherrlicht werde euer Vater in den Höhn. Ob der Erdball unter geht, sein Gebot, sein besteht. 4. Mein Leib und Seel' soll als dein Eigenthum von dir, o Gott, und deiner Gnade zeugen; der Mund soll nimmer meinen Dank verschweigen, der Thaten Stimm' erhebe deinen Ruhm.t Mel. Wie schnell verstrich c. 7. Nimm Alles weg, was dir, o Gott, mißfällt, was mich noch Wort kann aus deinem Himmel schlie aßen, und laß mich reichlich alles Heil genießen, was der erfährt, der an dein Wort sich hält. Di 482. J Jelle wohl, ich mel. Balet will ich dir geben sc. selbst verdient' es nicht, daß du, Gott, dem Ver- 483. bringen, das ist ch Leben denn derben mich entrisfeſt; wenn du mir nach meinen Thaten missest, spricht mich des Todes schuldig dein Gericht. hier mein Beruf, soll nach dem Himmel ringen, für welchen Gott mich schuf. In dieser Welt voll Sünden soll ich nur ihm mich weihn, im Glauben überwinden, und dann erst selig seyn. 2. Die Gnade nur in Christo macht mich frei; nun kann ich dich in guten Werken preisen, und durch den Fleiß der Hei ligung beweisen, wie hoch ich dir, o Gott, verbunden sey. 2. Das hat in frühen Jahren mich Gottes Wort gelehrt, und bald hab' ich erfahren, nur das uch fühle durch das, was ich geschafft. 6. So leb' ich ganz in deines Sohnes Reich, wenn ich nicht Herr zu meinem Herrn nur sage, nein auch sein Joch und seine Lasten trage, ihm an Geduld und auch an Treue gleich. Vom christlichen Leben zc. 267 sey meiner werth. Ich sah im bens, furchtbar die Macht, die Herbsten Leide bewährt der mich täglich bedroht. Stehst du Gläub'gen Muth, sah, welche mir, Icsu, nicht schüßend zur reine Freude auf dem Gehorsam Seite, wie könnt' ich kämpfen ruht. und siegen im Streite? des 3. Ich sah die Streiter Got- 2. Jesu, hilf siegen; ein sünd tes, die sich der Lust entsagt, lich Verlangen kämpfet in mir troß alles frechen Spottes in mit des Höchsten Gebot. Nimm Kämpfen unverzagt; ich sah, du den Willen des Fleisches gewie jener Krone schon hier ihr fangen, bring durch dein SterHerz sich freut, vertrauend rei- ben der Sünde den Tod. Und chem Lohne nach treu vollbrach- daß mir möge, was gut ist, geter Zeit.delingen, gieb du das Wollen und 4. D Gott, auch mich verlan- gieb das Vollbringen! get in deinem Reich zu seyn; doch meine Seele hanget noch nicht an dir allein. Den Him mel möcht' ich erben, doch lieb' ich noch die Welt. D Herr, welch ein Verderben, das mich gefangen hält! nung 3. Jesu, hilf fiegen, sonst muß ich verzagen, wenn mein Ge wissen das Urtheil mir spricht, wenn mich die Sünden der Jugend verklagen, und ich erbebe vor Gottes Gericht. Wenn solche Schrecken die Seele bestürmen, wollest du mich, o Versöhner, beschirmen. 5. Ich wandl' auf deinem Wege, doch unftät ist mein Sinn; bald werd' ich matt und tråge, bald schleich' ich muth los hin. Zum Ziele möcht' ich dringen, doch schlummr' ich oft mals ein; ich lasse nach zu ringen, und will doch Sieger sein. 4. Jesu, hilf siegen; wer mag sonst bestehen wider den trüglich verschlagenen Feind? Wer mag dem Vater der Lügen entgehen, wenn er als Engel des Lichtes erscheint? Du bist die Wahrheit, mein göttlicher Meister; lehr' mich sie finden, und prüfen die Geister! 6. Möcht' ich an dir nur hangen, o Gott, allein an dir! du hast es angefangen das gute Werk in mir; o möcht'st du mir nun senden zur Hülfe deinen Geist, und gnädig so vollenden, was mir dein Wort verheißt. demand bone In eigner Melodie. efu, hilf 5. Jesu, hilf siegen, hilf was chen und beten! Herr, durch dein Flehen, das Alles vermag, wollest du mich bei dem Vater vertreten! Hüter, dein Auge bleibt immerdar wach; wenn du der der Fürfte des Lebens; heit befallen, laß, mich zu wecken, dein Rufen erschallen! 6. Jesu, hilf siegen, wenn Alles verschwunden, was ich auf 484. steh, wie ich schweb' in Gefahren und Noth; schwach ist mein Wollen, mein Ringen verge 268 Vom christlichen Leben 2c. Erden mein eigen genannt; den Harnisch: legt ihn an, fo wenn auch die Freunde, sonst könnt ihr muthvoll stehen. das treu mir verbunden, kalt und entfremdet sich von mir gewandt. Dennoch soll nimmer mein Herz sich betrüben, bist du, Jesu, mein Theil nur ge blieben. Rodim 7. Jesu, hilf siegen, wenn einst ich soll sterben, mache von Furcht vor dem Tode mich frei, zeige das Reich mir, das der soll ererben, der bis an's Ende geblieben dir treu. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen, reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen! in lodhlf and Mel. Was mein Gott will zc. 4. Mit seiner Hölle Graun umhüllt, schießt Satan Flammenpfeile. Ergreift, ergreift des Glaubens Schild, schüßt euch mit Christi Heile. Mit diesem Helm deckt euer Haupt, kämpft mit des Geistes Schwerte; das ist es, was kein Tod euch raubt, das mächtige, bewährte. 5. Wer überwindet, soll den Tod, den ew'gen Tod nicht se hen; verging' er auch in seiner Noth, dort wird er nicht vergehen. Nach dieses Lebens furzem Streit, nach seinen kurzen Leiden, wird euch der Unschuld 485. Ihr Mitgenoſſen, auf weißes Kleid, Gerechtigkeit, be this 6. Ach Hüter, ist die Nacht bald hin, die dunkle Nacht der Erden? Wenn ich einst Ueberwinder bin, wird Licht das Dunkle werden. Dann seh' in dem Lebensbuch, Dank sey und in dir! meinen Namen. Des 2. Miterben, haltet an und Kampf's, des Leidens ist genug, feht empor zum großen Lohne; erlöset bin ich, Amen! denn nur durch unsre Feinden Streit, damit uns Gott belohne! Es gilt das Reich der Herrlichkeit, der lleberwinder Krone. Der Weichende wird nicht gekrönt; wie hat der Herr gestritten! Die Sieger nur hat er versöhnt, als er für uns gelitten.. MA CO geht Ob tausend auch zur Rechten 486. Gott, nicht zu er der Weg zu jener Krone. Mel. Herzliebster Jesu ic. pe n deiner Liebe, säncuch, zur Linken tausend fen: getrost, ihr kämpft für falten, will ich mich stets zu Gottes Reich; er wird die Kraft deinen Freunden halten; ge euch schenken. stärkt, ermuntert wird mein Herz mit ihnen dir froher dienen. 3. 3war groß ist unsers Kampf's Gefahr, doch laßt uns nicht erschrecken. Mit uns ist Gott, und wunderbar wird uns sein Schild bedecken. Er stärkt, der mächtig stärken kann, wenn wir um Hülfe flehen; er reicht 3. Laß ihren Eifer in der Tu 2. Ein reger Trieb zur Heiligung verbinde uns in dem Kampfe wider Welt und Sünde, daß der Versuchung Keiner unterliege, daß Jeder stege. du ner 269 Vom christlichen Leben 2c. gend Werken auch meinen Fleiß und für, denn das Himmelreich und meinen Eifer stärken, um ist ihr; die sich selbst gering hier nicht, wenn sie dein Werk mit schäßen, wird Gott einst zu EhFreuden treiben, drzurück zu ren seßen. drum biljars bleiben. sploj dis mod Anje 4. Laß mich mit Lust den Rath der Weisen hören; gieb, daß sie gern und freundlich mich belehren, und brauch' ich Trost, mich, ihren Miterlösten, voll Mitleid trösten.noid die 3. Selig sind, die Leide tragen, daß sie täglich sich vergehn, die voll Wehmuth des beklagen, wenn sie Andre straucheln sehn: Gott, voll Langmuth und Geduld, decket ihre Sündenschuld, und sie sollen hier auf Erden, mehr noch dort getröstet werden.de 5. Gieb, daß sie warnend mir zur Seite gehen, und, fall' ich, bald mir helfen aufzustehen, daß deine Bahn mit neuem Muth ich walle, und dir gefalle. 6. Sind wir nicht darum Eines Leibes Glieder, nicht Alle deine Kinder, Alle Brüder, daß wir einander fördern in dem Streben, dir, Herr, zu leben? 4. Selig sind die frommen Herzen, die, mit Sanftmuth angethan, willig Hohn und Troß verschmerzen, auch dem Feind' in Liebe nahn: Gott, der mächtig helfen kann, nimmt sich ihrer Sache an; Allen, die zum Schuß ihn wählen, wird's an keinem Gute fehlen. 7. O darum laß, die du gefügt zusammen, einander stets zur Heiligung entflammen, und so einst Alle durch vereintes Ringen zum Himmel bringen. lise Con Un and i Mel. Freu' dich sehr sc. 487. Commt und laßt den Herrn euch ihr Verlangen stillen, sie mit lehren, kommt und lernt aus seiner Gnad' erfüllen. nilis seinem Wort, welche Christo angehören, als die Seinen hier 5. Selig sind, die eifrig streben nach des Herrn Gerechtigkeit, daß ihr ganzes Thun und Leben nie von Unrecht sey entweiht; deren Herz nichts mehr begehrt, als was Gottes Ruhm vermehrt: Gott wird 6. Selig sind, die voll Erbarmen mitempfinden fremde und dort: die im Glauben fest Noth; gern sich wenden zu bestehn, freudig Gottes Wege dem Armen, brechen freundlich gehi, in des Heilands Liebe ihm ihr Brod, und, wo Rath brennen, und ihn ohne Scheu und That gebricht, im Gebet werden Hülf' empfangen, und Barmherzigkeit erlangen. En 2. Selig sind, die Demuth haben, und sich fühlen arm im Geist, sich nicht rühmen ihrer Gaben, daß Gott werd' allein gepreist: Heil folgt ihnen für die in Werken und Gebehrden 7. Selig sind, die funden wer den reines Herzens jederzeit, 270 Vom christlichen Leben 2c. lieben Zucht und Heiligkeit: Treuer Jesu, bleib' bei mir, geh' folche, denen nicht gefällt die voran, ich folge dir.niom om unreine Lust der Welt, sondern 2. Lasset uns mit Jesu leiden, die sie ernstlich meiden, werden schauen Gott mit Freuden. S 8. Selig sind, die friedlich leben, und in frommer Einigfeit; die, wo Streit sich will erheben, ihn zu schlichten sind bereit: wer den Brüdern Liebe lehrt, ist dem Gott des Friedens werth; d'rum, die Friedens sich befleißen, werden Gottes Kinder heißen. Tils seinem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armuth hier macht dorten reich; Thränenfaat bringt Heil und Wonne, Hoffnung tröstet mit Geduld, denn es scheint durch Gottes Huld nach dem Regen bald die Sonne. Jesu, hier leid' ich mit dir, dort gieb deine Freude mir! S 3. Laffet uns mit Jesu ster9. Selig sind, die still er ben; sein Tod wehrt dem ew'gen dulden Schmach, Verfolgung, Tod, rettet uns von dem VerAngst und Pein, die hier leiderben, das dem sichern Sünden ohn' Verschulden, und das der droht. Laßt uns sterben, Kreuz des Herrn nicht scheun: weil wir leben, sterben unsern sey der Trübsal noch so viel, Lüften ab: so wird er uns aus feget Gott doch Maaß und Ziel, dem Grab in des Himmels Leherrlich wird er ste belohnen, mit ben heben. Jesu, sterb' ich, sterb' des ew'gen Lebens Kronen. ich dir, daß ich lebe für und für. 10. Leite mich zu allen Zeiten, Herr, und steh mir kräftig bei, daß so hoher Seligkeiten, ich aus Gnaden fähig sey. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub' an dei nen Sohn, und durch deines Geistes Stärke mich befleiße guter Werke. 4. Laffet uns mit Jeſu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist; wir sind deines Leibes Glieder! Wo du lebst, da leben wir, ach, erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, dorten ewig auch bei dir. 1044) Mel. Sollt' ich meinem 2c. 488. Laffet uns mit Jeſu ziehen, seinem VorMel. O wie selig feyd ihr doch zc. bild folgen nach, in der Welt 489. ebet, Chriſten, ſo der Welt entfliehen, auf der allhier auf Bahn, die er uns brach! Lasset daß ihr Christo möget ähnlich uns zum Himmel reisen, ir- werden, der aus dem Leiden disch noch schon himmlisch seyn, ging zum Vater in das Reich glauben recht und leben rein, der Freuden. Glauben in der Lieb' erweisen. 2. Seht auf die mit eifrigem Vom chriftlichen Leben ic. Mel. 3euch meinen Geist zc. Verlangen, die ihm nach und euch sind vorgegangen; schaut an ihr Leben und das Beiſpiel, 490. Mein Gott, ad lehre das sie euch gegeben. mich erkennen, wer Jesu Jünger sey zu nennen; und wirk' in mir zu deinem Ruhm das ächte, wahre Christenthum. 2. Hilf, daß ich dir mich ganz ergebe, daß ich mir sterb' und dir nur lebe; vom Eigenwillen mach' mich frei, und mach' in mir, Herr, Alles neu. 3. Ulebet willig eures Meisters Lehren; folgt ihm nach, wollt ihr ihm angehören, entfagt dem allen, was der eitlen Welt nur kann gefallen. 4. Opfert ihm euch auf und eure Glieder, fallet unter'm Kreuze vor ihm nieder, im Kreuzesorden seyd ihr seine Knecht' und Ritter worden. 5. Haltet euch an ihn, da ihr müßt streiten, bleibt bestänbig, er steht euch zur Seiten, er hilft euch ringen, giebt euch Kraft, den Sieg davon zu bringen. 271 6. Er giebt auch, wenn ihr dereinst sollt scheiden, seinen Frieden in den letzten Leiden, und läßt euch hoffen, was auf Erden Niemand angetroffen. 7. Nur daß ihr im Glauben muthig kämpfet, und in seiner Kraft die Sünde dämpfet, die sich stets reget, und der Seele heimlich Schlingen leget. 3. Entreiße du mein Herz der Erden, laß Einen Geist mit dir mich werden; nimm mich zu deinem Opfer hin, und gieb mir meines Jesu Sinn. 5. Verleih mir zur Entsagung Kräfte, daß ich an Christi Kreuz mich hefte, daß mir die Welt gekreuzigt sen, und ich dir immer bleibe treu. 6. Stärk' in mir Glauben, Hoffnung, Liebe, und gieb, daß ich sie thätig übe, daß ich entfernt von Heuchelei, ein wahrer Jünger Jesu sev. 7. Gieb, daß ich so auf die 8. Wer nun glücklich diesen ser Erde des Christennamens Kampf geendet, und den schwe- würdig werde; und wirk in mir ren Lauf zum Ziel vollendet, zu deinem Ruhm das ächte, dem wird die Krone der Gewahre Christenthum. rechtigkeit zum Gnadenlohne. 4. Regiere, Vater, meine Seele, daß ich den schmalen Weg erwähle, dem Heiland folge treulich nach, und Ehre fuch' in Christi Schmach. Mel. Nun sich der Tag ic. 9. Also lohnt der Richter allen denen, die ihn lieben, und 491. Mein Gott, das Herz ich bringe sich nach ihm sehnen; er kennt dir zur Gab' und zum Geschenk; die Seinen, die d'rauf warten, du forderst dieses ja von mir, daß er wird erscheinen. deß bin ich eingedenk. 272 Vom christlichen Leben 2c. 2. Gieb mir, mein Sohn,| Heuchelei, zu Gottes Preis und dein Herz, sprichst du. O welch Ehr. ein heilsam Wort! Es zeigt den Weg zur wahren Ruh', zum Frieden hier und dort. 12. So nimm mein Herz zum Tempel ein, o Gott, schon in der Zeit, und laß es deine Wohmung seyn auch in der Ewigkeit. 3. So nimm mein Herz, o Vater, an, verschmäh' die Gabe nicht, obgleich dem, was ich geben kann, der Werth vor dir gebricht. 13. Dir geb' ich mich zu eigen hin, zu thun, was dir gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, der Deine, nicht der Welt.p 4. Noch ist dies Herz voll Eitelkeit, und nicht vom Bösen frei; noch ist es mit sich selbst a Mel. Wer nur den lieben 2c. im Streit, und fühlt nicht wahre 492. Mein Gott, du des Her nid ISTISK NA 5. O beuge meinen starren zens Triebe, dringst in der Sinn, erweich' dies harte Herz, daß es vor dir sich werfe hin in Thränen und in Schmerz. Seele Tiefen ein; du weißt, ob ich dich wahrhaft liebe, und haf sest allen falschen Schein. Du bringest Alles an den Tag, was noch so tief verborgen lag. 6. Dann rein'ge du, Herr Jesu Christ, mich durch dein theures Blut, weil du am Kreuz gestorben bist, mir und der Welt zu gut. 2. Bet' ich in deinem Heiligthume, so darf nicht bloß die Lippe flehn; und sing' ich, Herr, 7. Gieb mir nach deiner Mitt- von deinem Ruhme, muß es lerhuld an deiner Gnade Theil; aus Herzensgrund geschehn. es ist zur Tilgung meiner Schuld doch außer dir fein Heil. Wenn sich mein Blick zum Himmel lenkt, sey auch der Geist in dich versenkt. 3. Die Frömmigkeit flieht jeden Schimmer, und sie bedarf des Scheines nicht. Der Fromme täuscht und heuchelt nimmer, und scheuet nie der Wahrheit Licht. Wer Gottesfurcht im Herzen hat, beweist es auch in Wort und That. 8. Mit dir, o heil'ger Geist, laß mich auch in Gemeinschaft seyn; ergieß um Christi willen dich tief in mein Herz hinein. 9. Hilf, daß ich sey im Glauben treu an Christum, Gottes Sohn, und ihn bekenne sonder Scheu, troß seiner Feinde Hohn. 10. Hilf, daß ich sey im Hof fen fest, voll Demuth und Geduld; daß ich, wenn Alles mich verläßt, vertraue Gottes Huld. 4. Nicht ungestraft wird deiner spotten, wer heuchelnd spricht, er sey ein Christ. Du hast gedrohet, auszurotten, was von dem Geist der Lügen ist; 11. Hilf, daß mein Lieben lauter sey, und wachse immer mehr, dem Nächsten dien' ohn die sich durch frommen Schein Vom christlichen Leben ic. 273 erhöhn, die werden dort mit| gewissen Bahn aus Kraft in Schmach bestehn. Kraft, und täglich himmelan. 5. Was hilft es, vor den 5. Dir bleib' ich dann getreu Menschen prangen, wenn mir im Thun und Leiden, und wer bein Wohlgefallen fehlt? D'rum de Sünd' und Unrecht ernstlich gieb, o Herr, daß mein Vermeiden. Mich fesselt nicht die langen die lautre Wahrheit nur schnöde Lust der Welt, ich suche erwählt. Wer böse ist, bleibt nur, was, Heil'ger, dir gefällt. nicht vor dir, o schaff' ein reines Herz in mir! 6. Wie selig dann, wenn ich nichts mehr begehre, als einzig nur, Herr, deines Namens Ehre. Des Nächsten Glück, und mein zukünft'ges Heil ist dann die Frucht der Arbeit, und mein Theil. 7. Laß Alles wohl zu seiner Zeit geschehen, und hin auf's Ziel, das vor mir steht, mich sehen, daß gute Saat zur fros hen Ewigkeit durch all' mein Thun von mir werd' ausgestreut. 8. Wie fröhlich wird mein Herz, wenn jenes Leben den Glauben frönt, mein Vater, dich erheben! Wie sanft werd' ich dort nach der Arbeit ruhn, wie wohl wird mir die Freudenerndte thun! 6. Giebt mir doch nur ein gut Gewissen in Trübsal Trost und Freudigkeit, läßt mich getroft die Augen schließen, hinübergehn ohn' Angst und Leid. Schlaf ich mit reinem Herzen ein, so werd' ich bei dir selig ſein. Mel. Der Tag ist hin, mein 2c. ein Vater, laß 493. Mein mich deine Gnade merken, und steh mir bei in allen meinen Werken. Gieb immerdar, daß ich auf dich nur seh', damit durch mich dein Wille stets gescheh. Mel. Mach's mit mir zc. 2. Du wirkest selbst das Wollen und Vollbringen, durch dich allein fann mir mein Werk ges lingen. Fang' ich's nur recht in deinem Namen an, so ist zum Christus, unser Ziel der größte Schritt gethan. Held, folgt meinem Vorbild, 494. Mir nach, spricht 3. Laß mir den Strom der Christen; verleugnet euch, verGnade reichlich fließen, und dei- laßt die Welt mit ihren eitlen Lünen Geist sich in mein Herz er- sten; nehmt auf euch Kreuz und gießen. Olaß dies Herz nicht Ungemach und folget meinem mehr auf sich beruhn; in dir Wandel nach. allein fann ich das Gute thun. 4. Wenn so mich nur dein heil'ger Geist regieret, und mei nen Geist in alle Wahrheit führet; dann schreit' ich fort auf der 2. Ja, Herr, dein Vorbild leuchtet mir zu einem heil'gen Leben. Wem anders sollt' ich wohl, als dir, zu folgen mich bestreben? Du zeigst den Weg zum wahren 271 Vom christlichen Leben ic. Wohl, und wie ich richtig wan-| sich ihn zum Herrn erforen, daß deln soll. ste seinem Dienst sich weihn. 3. Dein Herz ist ganz von Dazu weck' in unsern Herzen, Lieb' erfüllt, von Sanftmuth Gott, der Buße sel'ge Schmerund von Güte; das Wort, das zen; mach' uns durch den Glau deinem Mund' entquillt, erquik ben neu, seine Frucht sey Lieb' fet das Gemüthe; und dein er- und Treu. sunt id magmal barmend Herz entbrennt selbst 12. Immer sey die Hoffnung für den Feind, der dich nicht sehnlich, das Gebet an Andacht fennt. elossn domain reich, unsere Sanftmuth Jesu 4. Du zeigst, was wahrhaft ähnlich, ihm das Herz an De schädlich ist, lehrst uns die Sün- muth gleich; die Geduld un de meiden, und von des Her überwindlich, das Vertraun zens Trug und List uns reini- zum Vater findlich. So bild' gen und scheiden. Du bist der uns zu Christi Ruhm, als sein Seelen Fels und Hort, und theures Eigenthum. o obe führst uns zu der Himmelspfort. 3. Unser Herz sey stets im 5. Fällt's uns zu schwer, du Himmel, denn auch unser Schatz gehst voran, stehst helfend uns ist da. Wir entziehn uns dem zur Seite; du kämpfeft selbst Getümmel, sey in heil'ger Still' und brichst die Bahn, bist Alles uns nah'! Laß sich unsern Sinn in dem Streite. Ein Kriegs- gewöhnen, sich nach jener Welt mann darf nicht stille stehn, steht zu sehnen, denn dein außerer voran den Feldherrn gehn. 6. Wer mehr, als dich, sein Leben liebt, wird's ohne dic) verlieren; wer's ganz in deinen Dienst ergiebt, wird's hier ſchon 496. Nach meiner Seelen wer folgt in Kreuz und Leid, ist unlaßt un serm Herrn, wohin er führet, gehen, und wohlgemuth, getrost und gern bei ihm im Leiden stehen. Denn wer nicht kämpft, trägt auch zum Lohn des Lebens Krone nicht davon.ban und cidro hind 1972 Herr, mich eifrig ringen. Sollt werth deiner Herrlichkeit. ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit würd' ich einst vor dir bestchn? Wer in dein Reich wünscht einzugehn, muß reines Herzens werden. 2. Wer erst am Schluß der Lebensbahn auf seine Sünden siehet, und wenn er nicht mehr sünd'gen kann, zu deiner Gnade Mel. Jesu, der du meine Seele sc. fliehet, der geht den Weg zum öchten wir, aus Leben nicht, den uns, o Gott, Gott geboren, dein Unterricht in deinem Wort wahre Jünger Christi seyn, die bezeichnet. 495. M wählt Geschlecht hat des Him mels Bürgerrecht.n ist hins byg Mel. Aus tiefer Noth sc. Vom christlichen Lebenic. 275 3. Du rufft uns hier zur Hei ihrem Dienst zu weihn; ich bin ligung, d'rum laß auch hier auf ein Christ, darf ich mich selaErden des Herzens wahre Besse- visch beugen? rung mein Hauptgeschäfte werden. Daß ich auf deinen Wegen geh', und im Gericht dereinst besteh', sey meine größte Sorge. 4. Was eitler Sinnenluft gefällt, fann nie uns wahrhaft nüßen. Was hülfe mir's, könnt' ich die Welt, und all' ihr Gut besigen, wenn ich dafür an mei nem Heil, an meines Wesens besferm Theil auf ewig Schaden litte? mois! 3. Es brauft der Sturm, der Tag der Noth erscheint, und Tausend seh' ich schreckenvoll erzittern. Ich bebe nicht, im Himmel ist mein Freund; ich bin ein Christ, mich kann kein Leid erschüttern. 009 4. Mir naht die Schaar, die sich von Gott verlor, ich soll mit ihr zu wandeln mich entschließen. Sie lockt und droht, ich schenk ihr nicht mein Ohr. Ich bin ein 65. Was führt uns zur Zufrie- Christ, ich bleib' zu Jesu Füßen. denheit schon hier in diesem Le- 5. Dort naht sich mir des ben? Was kann mir Trost und Kreuzes Christi Feind, hier loks Freudigkeit auch selbst im Tode ken mich der Spötter freche Rotgeben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glück, nur Gottes Gnade, nur der Blick auf jenes Lebens Freuden. mainit ten. Sie rufen laut, doch mir, mir winkt mein Freund. Ich bin ein Christ, sollt' ich mit ihnen spotten? 6. O laß mich, Herr, der 6. Zwar thränenvoll ist meiErde Tand und ihre Lüste flie- ner Wallfahrt Bahn, und reich hen, und jenem Ziel sey zuge- an Pein, und arm an Glück und wandt mein eifrigstes Bemühen. Freuden; doch tröst' ich mich: O stärke mich, mein Gott, dazu, mein Herzog geht voran. Ich so find ich hier schon wahre bin ein Christ, ich will mit ChriRuh', und dort das ew'ge Leben. sto leiden. 497. dakotouch 7. Und wird mich einst, wenn es der Herr gebeut, mein letzter die Tag des Grabes brinin ihr Nichts ver- gen, so sterb' ich dann mit Muth und Heiterkeit. Ich bin ein Christ, ich kann den Tod bezwingen. geht, nicht Güter, die vor ihr als föstlich gelten, nicht eitles Glück hat sich mein Wunsch erfleht. Ich bin ein Christ, ich fuche beff're Welten! d do not 8. Dann, wenn dereinst beim großen Weltgericht der Sünde 2. Ich bin bestimmt, des Kö- Knecht und Christi Feinde beben nigs Knecht zu seyn, vor wel so tröstet mich des Glaubens chem sich der Erde Fürsten nei- Zuversicht: Ich bin ein Christ, gen. Die Welt verlangt, mich ich werde ewig leben! S2 In eigner Melodie. licht 276 Vom chriftlichen Leben 2c. Mel. Alle Menschen müssen 2c. Beben! Hilfe mir dringen in HOMET 498. Nicht nur ftreiten, dein Leben, du, der mir zum überwinden Heile und mir Kraft zum wer nach der Krone ringt! Kampf' erwarb! Mühvoll ist der Kampf der Sünden! Selig, wem der Sieg gelingt! Ihn empfangen u er nieder auf des heißen Streits Gefahr, der sein Loos hienieden Mel. O daß ich tausend sc. 499. daß von meinen S am Ziel war. sid Lebenstagen doch feiner ganz verloren geh'! Die unbenußten Stunden nagen das Herz noch spät durch Gram und Weh; und den entfloh'nen Augenblick bringt dann fein leerer Wunsch zurück. wand 2. Laß jeden Theil des kurzen Lebens, o Gott, mir werth und theuer seyn! Die Zeit verschwinde nicht vergebens, die meinem Heil ich sollte weihn! Die kurze Luft der Eitelkeit wird sonst zu spät von mir bereut. imo jue SOR 2. Glorreich, Herr, hat über wunden deiner Zeugen glänzend Heer; und sie sahen dunkle Stunden, und ihr Kampf war heiß und schwer, schwerer, als im Lauf der Zeiten ich ihn je mals werde streiten: denn das Schwert der Feinde ruht, trieft nicht mehr von Christenblut. 3. Ueberwunden, überwuns den hast du, Herr der Herrlichkeit! Todesschweiß und Blut und Wunden zeugen von dem ernsten Streit. Tausendfache Angst und Schmerzen lasteten auf deinem Herzen: dennoch unterlagst du nicht selbst dem härtesten Gericht.did 4. Wer kann das Geheimniß faffen? Wer? Wie hoch er sich auch schwingt! Gott hat seinen Sohn verlassen, welcher mit dem Tode ringt! Dennoch ist Triumph sein Ende; er giebt sich in Gottes Hände; schon umbüllt von Todesnacht, ruft er aus: Es ist vollbracht! 3. Vom schnöden Dienst der Nichtigkeiten, die Schaden bringen, nicht Gewinn, die gegen deinen Willen streiten, befreie gnädig Herz und Sinn! Ja, Herr, dein Diener will ich seyn; der Erde Zand ist mir zu flein. 5. Was sind meine kurzen Leiden gegen die, so Christus litt! und was gegen jene Freuden, die mir Christi Tod er ftritt! Und doch folg' ich dir mit 4. Wenn mich die Last der Arbeit drücket, und Undank meiner Mühe lohnt, das Auge matt nach Ruhe blicket, und Sorg' und Kummer bei mir wohnt: so ist, zu thun, was Gott gebeut, doch ein Gedanke, der erfreut. 5. Noch ist es Tag; du wollst 8 mich stärken in rechter gläub'ger Christentreu', auf daß ich zeig' in meinen Werken, wie heilig dein Gebot mir sey. Viel ist für mich noch hier zu thun; ich darf nicht, eh es Nacht wird, ruhn. Vom christlichen Leben ic. 277 6. Ich faffe Muth, es eilt die| zen und die Banden, und alle Stunde: sie soll nicht ungenußt Angst des Todes überstanden; entfliehn! Es sey gelobt mit so ist gewiß, daß, wer nicht mit Herz und Munde, kein Leicht- ihm stirbt, auch nicht die Frucht finn störe mein Bemühn! Dem des Lebens mit erwirbt. Herrn der Zeit und Ewigkeit sen jeder Augenblick geweiht! 7. Dann seh' ich von der Laufbahn Ende einst froh auf meine Tage hin, und sage: Herr, durch deine Hände empfing ich, was ich hab' und bin; auch was ich that, ist ja nicht mein, dein sey der Ruhm, die Ehre dein! 6. Wie er empor zur himmlischen Erhöhung als Sieger drang nach seiner Auferstehung: so dringst auch du einst in sein himmlisch Reich, hängst du nur treu an ihm, und wirst ihm gleich). 7. Was ist es denn, daß wir uns seiner schämen, nicht seine Schmach mit Freuden auf uns nehmen? Er sendet uns, wie Gott ihn hat gesandt; was er empfing, wird uns auch zugewandt. 8. Wie unser Herr und Heiz land hat gewandelt, nach wel cher Art die Welt mit ihm gehandelt, das bleibt mit Necht auch seiner Knechte Zier, ihr höchster Ruhm, ihr Heil und ihr Gebühr. 90 507 500. Mel. Der Tag ist hin sc. ventation Menschenkind! was trägst du in Gedanken? Nichts Sterbliches füllt ja der Seele Schranken! Nur dem, der recht an Jesum Christum denkt, wird, was fein Herz ersehnt, von Gott ge schenkt. 2. Er müsse stets dir im Gedächtniß schweben, der Spiegel feyn, darin du schaust dein Leben! Dein Herz und Sinn sey ganz zu ihm gewandt; durch ihn erst wird dir dein Beruf bekannt. 3. Da Christus ist zu deinem Heil geboren, so bleibe nicht im Irdischen verloren; so mußt auch du, durch ihn von Sünden rein, ein neuer Mensch, vom Geist gezeuget seyn. 4. Wie dir zu gut sein Leben er geführet, so folge du mit Geist und Kraft gezieret, in stillem port. Sinn, wie er in Demuth ging, und liebevoll, wie er die Welt 9. Was er gethan in dem Erlösungswerke, das that der Held aus eigner Gottesstärke: Wir wirken auch, von seinem Geist beseelt; wir leiden mit, durch seine Kraft gestählt. 10. Durch seinen Sieg find wir nun Gottes Kinder, der Sünde feind, des Fleisches Ueberwinder; durch seinen Geist verkünden wir sein Wort, und fahren hin zum sel'gen FriedensIPI DIDN In eigner Melodie. umfing. 5. Für dich hat er die Schmer- 501. Ringe recht, wenn Gottes Gnade 278 Vom christlichen Leben c. sich erbarmend zu dir kehrt, daß dig Krieg, sorgt nur, wie fie dein Geist sich ganz entlade von überwinde, kämpft, bis sie erder Last, die ihn beschwert. langt den Sieg. 2. Ringe, denn die Pfort' ist enge, und der Lebensweg ist schmal, immer stehn hier im Gedränge Christi Streiter allzumal. 3. Kämpfe bis auf's Blut und Leben, dring' hinein in Gottes Reich; will dir Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, deine Lieb' erglühe, halbe Liebe hält nicht Stand, daß dein Herz der Welt entfliehe, sey es ganz für Gott entbrannt. 5. Hast du nun die Perl' errungen, denke nicht, nun ist's gethan; noch ist Alles nicht bezwungen, was der Seele schaden fann. 6. Schaffe ja mit Furcht und Zittern deiner Seelen Seligkeit, laß dein Herz durch nichts erschüttern, wenn der Feinde Macht dir dräut. 20-0 7. Deine Krone halte feste, halte männlich, was du hast, recht beharren ist das Beste, Rückfall bringt dir neue Last. 8. Wahre Treu' liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, suchet Ruhe nicht und Pflege, hält sich selber nichts zu gut. 9. Wahre Treu' fommt dem Getümmel eitler Weltlust niemals nah'; ist ihr Schaß doch in dem Himmel, darum ist ihr Herz auch da. 11. D'rum wohlauf, ihr tapfern Streiter! tämpfet recht, und macht euch Bahn, geht auf Christi Wegen weiter, denn ſo geht ihr himmelan. 12. Eilet, zählet Tag' und Stunden, bis euch der Erlöser winkt, und wenn ihr nun überwunden, euch zum Schauen Gottes bringt. 13. Einst die Hülle abzulegen, sey euch Ruf zur Seligkeit, eilet freudig ihm entgegen, spre chet: Herr, wir sind bereit! Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. chaffet, o ihr 502. Menschenkinder, schaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie sich're Sünder, auf die ungewisse Zeit; unverweilt be fehret euch, ringet nach dem Himmelreich, und bemüht euch hier auf Erden, wie ihr möget felig werden. 2. Soll nun dies an euch geschehen, so bekämpfet Fleisch und Blut; und der Welt zu widerstehen, rüstet euch mit Kraft und Muth; Gottes Wille muß allein eures Lebens Richtschnur seyn, mag es eurem schwachen Her zen Freude bringen oder Schmerzen. 3. Selig, wer im Glauben kämpfet; selig, wer im Kampf besteht, wer in sich die Sünde dämpfet, und den Reiz der Welt 10. Wahre Treu' führt mit verschmäht! Unter Christi Kreuder Sünde bis in's Grab bestänzesschmach jaget man dem Frie Vom chriftlichen Leben sc. 279 den nach. Wer den Himmel verhindern; nicht, fern von alwill ererben, muß zuvor mit lem Heuchelschein, ein treuer Chrifto sterben. Zeuge Jesu seyn? JIST- 015 4. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg' und lässig seyn, so kann es euch nicht gelingen, nie fann euch der Sieg erfreun. Ohne tapfern Streit und Krieg folget nimmer Ruhm und Sieg; nur dem Sieger reicht zum Lohne dort der Herr die Ehrenfrone. Baldo 2. Sollt' ich des Höchsten Wort verschweigen, nicht meinen Glauben offen zeigen, nicht vor der Welt bekennen frei, daß ich ein Jünger Christi sey? 3. Die sollt' ich Gottes Kinder nennen, die weder Gott noch Christum kennen? Nicht strafen sollt' ich unverstellt, was ihm, dem Heiligen, mißfällt? 4. Ja, mag die Welt mich schmähn und haffen, mich hart verfolgen, mich verlassen: ich achte ihrer Bosheit nicht, weil Gottes Stimme in mir spricht. 5. Sein ist das Anit, das ich verwalte; ser treibt mich, daß ich nicht erfalte; er ist es, der mich wirken heißt, und Kraft giebt mir sein Freudengeist. 19 6. Wollt ihr werden Christi Glieder, die sein reiner Geist be wegt, so schlagt Alles in euch 6. Die Liebe Chrifti, die mich nieder, was sich noch von Sün- dringet, sie ist's, die mich im de regt; was ench ärgert, senkt Geiste zwinget, mit Rufen, in's Grab, was euch hindert, wer- Locken, Bitten, Flehn der Menfet ab; denfet stets an Christi schen Seelen nachzugehn. Worte: Gehet durch die enge Pforte. 5. An der Welt Gefallen tragen, findet nicht bei Christen statt; nach der Luft der Sinne jagen, macht des Geistes Kräfte matt. Wer sich nicht verleugnen kann, der gehört nicht Christo an; Christen müssen sich bequemen, Chrifti Joch auf sich zu nehmen. 7. Für dich, o Herr, will ich mit Freuden die tiefste Schmach 7. Amen, es geschehe, Amen! der Welt erleiden; mir bleibet Gott, versiegle dies in mir, auf bei der Bösen Hohn doch deidaß ich in Jesu Namen so den ner Gnade reicher Lohn. lig Kampf des Glaubens führ'. Er 8. Hier ist mein Blut, hier verleihe Kraft und Stärk', und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe, und empor zum Himmel dringe.d ist mein Leben, es sey dir Alles hingegeben! Dein Wille soll an mir geschehn, laß mich nur deinen Ruhm erhöhn! 17 Smel. 3euch meinen Geist 2c. ollt' 503. Selle ich aus Furcht vor Menschenkine Mel. Meinen Jesum laß ic. 504. teil und dornig ist der Pfad, weldern des Geistes Trieb in mir cher zur Vollendung leitet; selig 280 Vom chriftlichen Leben ic. ist, wer ihn betrat, und mit dir ohne Zwang; er hält dein frohem Muthe streitet! Selig, Wort aus reiner Liebe Drang. wer den Lauf vollbringt, und das hohe Ziel erringt. 3. Wie treu vollbrachte deinen Willen dein Sohn, der mir zum Muster vorgestellt! D möcht' auch ich ihn so erfüllen, und gern mich selbst verleugnen triumphirend aufge- fammt der Welt! Wie Jesus bis zum Tod' gehorsam war, bringt, wer dich liebt, sich selbst zum Opfer dar. 2. Den am Kreuz wir bluten sehn, Icfus hat dies Ziel errungen, und sich zu des Himmels Höhn schwungen; als er rief: es ist vollbracht! war besiegt des To des Macht. 3. Preis, du hoher Sieger, dir! 4. Doch, soll ich dein Gebot Zieh dir nach die Schaar der vollbringen, darf ich mit Fleisch Streiter! Wandeln sie durch und Blut zu Rath' nicht gehn; Stürme hier; jenseit ist es still dies hat nur Lust an ird'schen und heiter. Unsrer Hoffnung Dingen, und will dem Trieb' winkt der Lohn, Heiland, dort des Geistes widerstehn. Denn, an deinem Thron. ach! in unsern Gliedern finder sich nur ein Gefeß, das streitet wider dich. 4. Auf dann, Streitgenossen, geht muthig durch des Lebens Wüste! Seht auf euren Füh rer, fleht, daß er selbst zum Kampf euch rüste! Seine Got testraft allein kann in Schwachen mächtig seyn. 5. D'rum grabe du, Herr, dein Gefeße dem innern Mens schen tief und kräftig ein, daß ich nie deinen Bund verleße, und mich von Untreu' immer halte rein. Laß mich an deinem Joch mit Freuden zichn, den Reiz der Welt mit weiser Vorsicht Mel. Dir, bir, Jehovah c. 505. Was bring' ich dir, fliehn. Gott, 6. Sobald ich deine Stimme höre, sey auch mein Herz auf ihren Ruf bereit, daß ich dein Wort in Demuth ehre, und flügle nicht, wo es mir klar gebeut. Du willst, ich soll ein Hörer nicht allein, nein, auch des Worts getreuer Thäter seyn. VERD ben, wenn mich dein Wohlgefallen soll erfreun? Gehorsam willst du von mir haben, kein Opfer sonst soll angenehm dir seyn. Du bist der Herr; o wär' ich ganz dein Knecht! Was du gebeutst, ist Alles gut und recht. 2. Ja, Gott, dein Recht ist, zu befehlen, und mir gebührt, gehorsam dir zu seyn. Laß mich das beste Theil erwählen, mein Wille stimme mit dem deinen ein. Der wahre Christ gehorcht erlegt. Und züchtigst du: ich 7. Und endlich gieb mir auch im Kreuze ein Herz, das deine Lasten willig trägt, daß ich dich nicht zum Zorne reize durch Murren, wenn du Leiden auf Vom chriftlichen Leben ic. fink' an beine Brust, und alle 2. Viele sind hervorgezogen Last wird mir zur Himmelslust. aus der Drangfal wilden Wogen durch der Allmacht treue Mel. Herr ich habe ic. Hand. Nie zu kurz ist Gottes 506. Weg mit dem, was Rechte; wo ist einer ſeiner Klugheit schei Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? net der bethörten, eitlen Welt, wenn's mich nicht mit ihm vereinet, dem ein kindlich Herz gefällt, und der nur sich offenbaret, wo die Einfalt wird bewahret. 3. Scheinst du gleich von ihm verlassen, doch wird seine Hand dich fassen; glaube nur, und zweifle nicht! Kämpfe standhaft ohne Wanken, bald wirst du ihm freudig danken, bald durchströmt dich Kraft und Licht. 2. Was mich nicht zu Gott kann führen, was nicht ihn in mir verklärt, soll nicht meine Seele rühren, wie es auch die Welt verehrt; mit der wahren Weisheit Schäßen kann nur Jesus mich ergößen. 3. Böses meiden, Gutes lie ben, trachten nach Gerechtigkeit, Selbstverleugnung redlich lisch dich erfreut. üben, Christo folgen allezeit, 5. Schließ dich in die stille das heißt wahre Weisheit haben, welche Seel' und Geist kann laben. 900 Kammer, schütte deines Herzens Jammer in das treue Vaterherz. Weißt du Worte nicht zu finden; fannst du nur dein Leid empfinden, flag' auch schweigend ihm den Schmerz! 6. Kräftig ist ein solches Schweigen; Gott wird sich als Vater zeigen, glaube, daß er dich erhört, weil dein Heiland dich verstehet, und zum Vater für dich flehet, der dem Sohn' sein Flehn gewährt. tämpfen, ringen, 7. Nun, so will ich nie verwillst du durch zum Lichte drin- zagen, will vor Gottes Thron gen; also, Seele, muß es seyn! mich wagen, findlich und voll ZuDoch durch alle Dunkelheiten versicht! Kämpfen will ich ohne wird dein Heiland dich beglei- Wanken, bald wird froh mein ten, Muth flößt er dem Schwa Herz ihm danken, bald durchchen ein. d typ strömt mich Kraft und Licht. 281 4. Wende von der Welt die Blicke, schau' nicht seitwärts, nicht zurücke, nur auf Gott und u Ewigkeit. Nur zu deinem Hels fer wende Herz und Augen, Sinn und Hände, bis er himm4. Darum sollst du niemals trauen jener falsch berühmten Kunst, nie auf eitle Weisheit bauen, die vergehet wie ein Dunst; ach wie bald, wie bald verschwindet, was sich nicht auf Jefum gründet.( unise Mel. O wie selig sind die. 507. Weiter mußt du 282 Vom christlichen Leben sc. Mel. Mach's mit mir, Gott 2c. von mancher Angst und Noth, er Gottes Wort von Verfolgung oft umgeben, 508. nicht hält, und weil die Welt auf allen Wegen seinem Lauf sich feßt entgegen. spricht: ich kenne Gott! der lüget; in solchem ist die Wahr- 2. Unser Heiland, Jesus heit nicht, die durch den Glau- Christ, hat des Kreuzes Last ben sieget. Wer aber sein Wort getragen. Wer sein wahrer Jünglaubt und hält, der ist von ger ist, darf nicht vor dem Kreuze Gott, nicht von der Welt.md zagen: denn der höchste Ruhm dend fein auf Erden ist, dem Heiland auch die ähnlich werden. 3. Die Propheten allesammt, die nunmehr den Himmel zie ren, wurden von der Welt vers dammt, eh sie konnten triumphiren. War nicht der Apostel Leben aller Marter hingegeben? 2. Der Glaube, Wort erzeugt, muß Liebe zeugen. Je höher dein' Erfenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein, er stärkt das Herz, und macht es rein. sons 3. Durch Jesum rein von Missethat, sind wir nun Gottes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, der flieht den Rath der Sünder, folgt Jesu Vorbild gern und treu, und ringt, daß er ihm ähnlich sey. 4. Wandelt auf dem engen Steg, der euch zu dem Leben führet! Weichet von dem breiten Weg', der in's Elend sich verlieret! Wer sich trennt von Gottes Sohne, hat Verdammniß einst zum Lohne.wmist end 5. Ueberschwänglich ist das Heil, das nach dieses Lebens Schmerzen dort bei Christo wird zu Theil den bewährt erfundtäglich that'ges Christenthum, nen Herzen. Solchem Heile das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. fann auf Erden nie ein Kreuz verglichen werden. jedino Mel. Seelenweide, meine sc. HILL 4. Nur dann thu' ich, was Gott gefällt, wenn ich Gehorsam übe; wer die Gebote treulich hält, in dem ist Gottes Liebe. Ein 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' ist's, die die chorchen 510. Wist u stehen, treibet. Gott ist die Lieb'; an seinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. hüte wohl sich vor dem Fall; es umschleicht uns, wo wir gehen, die Versuchung überall. 2. Falsche Freiheit bringt Verderben, Knechtschaft ist ihr sichrer Lohn; wahre Freiheit zu erwerben, sprich) nie dem Gemadh 509. We Mel. Liebster Jesu, wir sind ic. er nach seines Herrn Gebot und gottselig hier will leben, ist wissen Hohn. Vom christlichen Leben 2c.19 283 3. Sicherheit wird dich bemühet, daß er ein Jünger trügen, Lässigkeit thut nimmer Christi sey, der unverwandt auf gut; läßt du in den Schlaf Christum siehet, daß er in dich wiegen, so mehrt sich des Wahrheit werde frei; der stark Feindes Muth. in Christo muthig kämpft, und 4. Petrus, welcher sich ver- Welt und eignen Willen dämpft. messen, bis zum Tode treu zu 2. Wohl dem, der ihn erseyn, hat der Warnung kaum vergessen, so muß er den Fall bereun. wählt zum Wege, zum Lichte, dem er folget nach), der wandelt auf dem schmalen Stege, und auf sich nimmt des Hei lands Schmach! Wer nicht mit ihm zum Delberg steigt, dem wird nicht Tabors Glanz gezeigt. 5. Ist der Geist auch noch so willig, bleibt das Fleisch doch immer schwach; giebst du nach, so trifft dich billig deiner Feigheit bitt're Schmach. 6. Unser Feind ist stets in Waffen, nie ficht ihn der Schlummer an; willst im Eifer du erschlaffen, o dann ist's um dich gethan.tumolon 17. Wohl dem, der stets wacht und flehet, der sein Heil mit Zittern schafft! Wenn er unbeweglich stehet, wird der Sich're weggerafft, in 8. Wohl dem, der mit Glaubensöle seine Lampe früh versieht! daß errettet seine Seele, wenn auch lang' der Herr verzieht. 9. Hüter deiner Menschen Heerden, der du schläfft und schlummerst nicht, laß mich täglich wackrer werden, wandeln stets in deinem Licht. 10. Stärke du die trägen Sinnen, halte fertig mich zum Streit, daß ich, russt du mich von hinnen, wachend sey und wohl bereit. 3. Was hilft's, daß Christus ist geboren, und uns die Kindschaft wieder bringt? Dem bleibt das Himmelreich) verloren, der nicht hinein durch Buße dringt, daß Gottes Geist ihn neu gebiert, und er ein göttlich Leben führt. 4. Was helfen dem des Heilands Lehren, der die Vernunft zum Meister nimmt, auf eigne Weisheit nur will hören, und nur nach ihr sein Thun bestimmt? Wem Chrifti Wort nicht Alles gilt, deß Sehnsucht wird auch nicht gestillt. 5. Was hilft uns Christi heil'ges Leben, an Demuth, Lieb' und Milde reich, wenn wir, der Selbstsucht hingegeben, nicht wandeln seinem Vorbild gleich? Der bloße Glaub' ift leerer Schein, er muß durch Liebe thätig seyn. 6. Was hilft dem Chrifti Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Angst und Leiden, der nicht mit 511. Mohl dem, der sich ihm in's Leiden geht? Nur der the mit Ernst be hat Theil an seinen Freuden, 284 Liebe zu Gott und zu Christo. der auch am Kreuze bei ihm euch zu verbinden, noch ist die steht. Wer hier noch scheuet Gnadenzeit. Wollt ihr die Kron' Spott und Hohn, empfängt empfangen, bringt eifrig hin dort nicht die Ehrenfron'. zum Ziel; wer Großes will er langen, der mühet gern sich viel. 7. Was hilft uns Christi Tod und Sterben, wenn wir uns selbst nicht sterben ab? Du liebst dein Leben zum Verderben, legst du die Luft nicht in sein Grab. Umsonst gab Chris stus sich dahin, stirbt nicht in dir der alte Sinn. 2. Soll er sich zu euch neigen. gen, so sucht ihn in Geduld; gelassen seyn und schweigen cre wirbt euch seine Huld. Soll er sich euch vereinen, sucht ihn in Niedrigkeit; die hoch zu stehen meinen, verfehlen seiner 8. Was hilft dir Christi Auferstehen, bleibst du noch in den weit. Sünden todt? Was hilft dir fein gen Himmel gehen, macht dir die Welt noch Sorg' und Noth? Was hilft dir sein Triumph und Sieg, führst du nicht mit dir selber Krieg? 9. Wohlan, so lebe, thu' und leide, wie Christus dir ein Vorbild war. Nimm seine Unschuld dir zum Kleide, so bleibst du in der Seinen Schaar. Wer Chriftum liebt, der strebt allein, in Allem Christo gleich zu seyn. 200 3. Drückt euch das Kreuz bienieden, sucht ihn in eurer Vein; leicht sind von ihm geschieden, die mit der Welt sich freun. Und fommt's mit euch zum Sterben, sucht ihn mit gläub'gem Sinn, er läßt euch nicht verderben, der Tod ist euch Gewinn. 4. Sucht ihn im Himmel droben, im Chor der Seraphim;, die ihn hier liebend loben, sind dort auch nah' bei ihm. Sucht ihn im tiefsten Herzen, dies ist Mel. Ich dank dir, lieber sc. 512. Wollt ihr den Hei sein Heiligthum; so preift ihr, land finden, so frei von Schmerzen, auf ewig suchet ihn noch heut; eilt, ihm seinen Ruhm. XX. Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. O daß ich tausend Jungen 2c. Rühmt sich die Welt mit ihrer 513. Ah! wenn ich dich, Luft: mir ist ohn' dich kein Heil bewußt. mein Gott, nur habe, nach Erd' und Himmel frag' ich nicht. Nichts ist, das meine Seele labe, als du, mein Gott, mein Trost, mein Licht. 2. Soll Leib und Seele mir verschmachten, ich hoffe doch getrost auf dich. Nichts will ich Schmerz und Plagen achten; Liebe zu Gott und zu Christo. 285 bein tröstet meine Seele sich.| rein. Mag d'rum Seel' und Und stünd' auch Alles wider Leib verschmachten, dich will mich, hab' ich, Allmächtiger! ich stets höher achten; was auf doch dich. Erden ich verlier', find' ich besser doch in dir. 3. Dich haben, Gott, heißt Alles haben, was nur die Seele wünschen kann. An dir will ich mich ewig laben, nimm dich 515. An bich, mein Gott, nur meiner an. Dann gedenken, ift Mel. Helft mir Gott's ic. 3 Mel. Du, o schönes c. lle Christen hören sprech ich: du bist, Herr, mein Freud' und Trost für mich; Theil und meines Herzens wenn Gram und Angst mich Troft und Heil. fränken, so blickt mein Aug' auf dich; dann mindert sich der Schmerz, dann fliehn die bangen Sorgen, wie Nebel vor gerne von dem dem Morgen, und leichter wird Reich der Herrlichkeit, und wie mein Herz. Allen nah' und ferne Christus feine Gnade beut. Aber wenn ste hören sagen: du mußt Christi Kreuz auch tragen, wenn du willst sein Jünger seyn, stimmen Wenige mit ein. 2. Lieblich ist es wohl, zu hören: ihr Belad'nen, kommt zu mir! Aber das sind harte Lehren: gehet ein zur engen Thür! Fröh lich jauchzend folgen Alle, bei des Hosianna Schalle, doch will bis in Tod und Bein Keiner sein Begletter seyn. 514. Ale 3. Jesum treu und einzig lieben, darum, weil er Jesus ist, Alles, was er fordert, üben, das kann nur der wahre Christ. Sollt' auch Alles von ihm fliehen, jeder Trost sich ihm entziehen, wird er sagen für und für: dennoch bleib' ich stets an dir. 2. Denk' ich an deine Liebe, wie werd' ich dann entzückt! ich fühl' in heil'gem Triebe mich ganz zu dir entrückt; dir, Herr, mein Herz zu weihn, dich findlich zu erheben, zur Ehre dir zu leben, soll meine Wonne seyn. 3. Mit hoffendem Gemüthe gedenk' ich deiner Treu', und harre deiner Güte, fie ist mir täglich neu. Werf ich die Laft auf dich, so wird die Arbeit süße, in der ich Schweiß vergieße; du unterstüßest mich). 4. Du gabst mir aus Erbar men den Sohn, der für mich starb, und gnadenvoll mir Armen auf ewig Troft erwarb. Du bist in Christo mein, nun kann ich Hoffnung fassen, du fannst dein Kind nicht lassen, wirst stets mein Helfer seyn. 4. Ja, Herr, nur um deinetwillen bist du werth, geliebt zu seyn; mein Verlangen fannst du stillen, du bist gütig, heilig, finn! Das Herz auf's Gitle len5. Wie gut ist's, dein gedenken mit frommem Chriftene 286 Liebe zu Gott und zu Chrifto. fen, bringt nimmermehr Ge- verleihst, reichlich im Herzen winn. Ich halte mich an dich! mich spüren! dies giebt, auch wenn ich leide, 5. Friedefürst, laß mich im dem Herzen Trost und Freude, Glauben dir treulich anhangen, dies stärkt im Tode mich.eile, zu stillen mein Wünschen, 6. D'rum will ich an dich den- mein höchstes Verlangen! Tilge ken, so lang' ich denken kann; in mir, was mich kann scheiden mag man in's Grab mich sen von dir, nimm mich dir selber 8: 19H fen, der Geist geht himmelan. gefangen. Vergißt auch mein die Welt, gedenkst du, Herr, doch meiner, wenn auch auf Erden Keiner mich im Gedächtniß hält. 6. Alles, was irdisch ist, trachtet, die Christen zu plagen; centnerschwer werden die Bürden, wenn du nicht hilfst tragen. Stehe mir bei, mache von Mel. Lobe den Herren, den 2c. Schwachheit mich frei, mit dir 516. Chrifte, mein Leben, darf nimmer ich zagen. mein Hoffen, mein Glauben, mein Wallen, der du uns giebest, was Christen fann einzig gefallen, Heiland, dahin lenke der Gläubigen Sinn, Ruhm dir zu bringen 7 vor Allen. 7. Was dir entgegen, das will ich auf immer nun haffen, will dich mit Liebe, mein Heiland, auf ewig umfassen. Du sollst mir seyn Reichthum und Alles allein; wer wollte je, Herr, dich lassen? 00 2. Dich, meine Wonne, dich will ich mit Freuden erheben, sig S Mel. Wie wohl ist mir ic. will mich auf ewig zum Eigen- 517. Dich will ich immer treuer lieben, mein Leben. thum gänzlich dir geben. Bin ich nur dein, das ist Gewinn mir Heiland, gieb mir Kraft dazu! ich nur dein, das ist Gewinn mir will mich in deinen Wegen üben, allein, dann ist gesegnet mein denn nur bei dir ist wahre Rub'; die Ruh', mit der nichts zu vergleichen, der alle Herrlichkeiten weichen, die uns schon hier den Himmel giebt! Ach nimm für alle deine Treue mein Herz, das dir allein ich weihe, und ewig bleib's von dir geliebt! MOLE Mel. Valet will ich sc. d 3. Laß nur das Eine, was Noth ist, stets in mir bestehen, mag dann auch immer das Eitle und Nicht'ge vergehen. Himmlische Lust senkest du mir in die Brust, sie nur hab' ich mir ersehen. 4. Herzog des Lebens, du wolleft mich selber regieren, fo 518. Du, der fein Blut so heilig Leben kann führen. Laß auch den Geist, den du den Deinen und Leben für mich so williglich am Kreuz das hin gegeben, wie lieb' ich, Jesu, Liebe zu Gott und zu Christo. 287 dich! Dir ewig anzuhangen, das ist mein Wunsch Mel. Freu' dich sehr, o zc. allein.onal O möchte dies Verlangen doch 519. Durch des Mittlers Blut und Leiden ganz gestillet seyn! 2. Des Reichthums Glanz und Schäße, der Ehre Schmei chelei, und was mich sonst er göße, wird leicht mir ungetreu. Die Großen, die mich schüßen, fie finken bald in Staub; und will ein Freund mich stüßen, er wird des Todes Raub. 3. Nur deine Lieb' und Güte läßt feinen Wechsel zu, d'rum findet mein Gemüthe bei dir nur wahre Ruh'! Gern theilt die Himmelsfreuden mit mir dein treutes Herz; und wie bei Freun des Leiden, weinst du bei meinem Schmerz. mo sind wir aller Sünden frei, können unsre Herzen weiden an des Vaters Lieb' und Treu'. Gottes Friede strömt uns zu, füllt das Herz mit sel'ger Ruh'; alle Angst, die wir empfunden, ist getilgt durch Jesu Wunden. 2. Wenn ich meinen Heiland sehe, geb' ich alles Andre hin, denn ich find' in seiner Nähe unaussprechlichen Gewinn. Was mich wahrhaft kann erfreun, hab' ich nur bei ihm allein; wenn ich mich mit ihm vereine, bleibt er ewig auch der Meine. D 4. Und bei so viel Gebrechen, 3. Ihn, ihn selber will id) wie übest du Geduld!' du hellest haben, nur in ihm erfunden unsre Schwächen, und tilgest seyn. Sagt mir nichts von unsre Schuld. Ich preise dein hohen Gaben, noch von guter Erbarmen, das meine Mängel Werke Schein! Zu des Himsieht, und liebevoll mich Armen mels Heiligthum führt mich nicht der eigne Ruhm; nichts für jene Welt erzieht. 5. Verlockt mich falscher giebt mir ein Recht zum Leben, Schimmer noch von der rechten er muß mir's aus Gnaden Bahn; du läsfest mich doch nim- geben. nniers tid di out mer, und nimmst dich meiner an. Mel. O daß ich tausend 2c. Wo du mich weißt zu finden, ſucht deine Treue mich, und lockt 520., Bater beiner Menschenkinder, vom Weg' der Sünden mich wieder hin zu sich. der du die Liebe selber bist, und dessen Herz auch gegen Sünder voll Langmuth und Erbarmen ist: laß mich von ganzem Herzen dein in wahrer Gegenliebe seyn. 6. So werf ich denn mit Freuden die Luft der Erde hin, und such' im Thal der Leiden den rechten Himmelssinn. Wohl dem, der deinem Walten sich gänzlich übergiebt! die Krone wird erhalten, wer bis an's dich is an's Ende liebt. 2. Verleih', daß ich als Kind liebe, dich liebe, da du als Vater mich geliebt, und mich in 288 Liebe zu Gott und zu Chrifto. jeder Tugend übe, die hier mein| volles Genügen erjaget; erlang' Heiland hat geübt. Was dir ich dies Eine, das Alles ersetzt, gefällt, gefall' auch mir; nichts so werd' ich mit Allem in Einem scheide mich, mein Gott, von dir. ergößt. 3. Durch deine Liebe, Herr, befreie mich von der Liebe dieser Welt, und mach' mich fest in mei ner Treue, wenn Fleisch und Blut mir Neße stellt. In mir wohn' deine Liebe nur, nicht Liebe zu der Creatur. 2. Seele, willst du dieses fine den, such's bei keiner Creatur, laß nichts Irdisches dich binden, schwing' dich über die Natur, wo Gott und die Menschheit in Ei nem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, nothwendige Theil, dein Ein und dein Alles, dein ewiges Heil. Mitte fayd 3. Dir ist auch das Glück beschieden, das Maria sich erlas, als, erfüllt von sel'gem Frieden, sie zu Jesu Füßen saß. Ihr brannte das Herz, um die heiligen Lehren von Jesu, dem himmlischen Meister, zu hören; ihr Geist war allein nur in Jesum versenkt, so wurde ihr Alles in Einem geschenkt. 4. Also richt auch mein Verlangen, treuer Heiland, nur nach dir; laß mich innig an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Wie viele dem Eiteln begierig anhangen, ich richte auf dich nur mein sehnlich Verlangen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; was ist, das in dir nicht die Seele geneußt? 4. Laß mich um deiner Liebe willen gern üben, was dein Wort gebeut; kann ich's nicht, wie ich foll, erfüllen, so steh auf meine Willigkeit. O rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Hilf, daß aus Lieb' ich Alles leide, was mir dein wei ser Rath bestimmt. Du führst durch Trübsal den zur Freude, der Christi Kreuz gern auf sich nimmt. Ihm trägt das Leiden dieser Zeit einst Früchte der Gerechtigkeit. 6. In deiner Liebe laß mich sterben, dann ist auch Sterben mein Gewinn; dann werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Dort lieb' ich reiner noch, als hier, dich, Gott der Liebe, für und für. In eigner Melodie. 521. in 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt; ins ist Noth, o gieb nur, daß sich auch mein Herr, dies Eine Wille gern in solche Schranken lehre mich erkennen doch; Al- fügt, daß immer die Demuth les Andre, wie's auch scheine, und Einfalt regieret, die mich ist ja nur ein schweres Joch; zu der Weisheit, die himmlisch darunter die Seele mit Sorgen ist, führet. Ach wenn ich dich, sich plaget, und dennoch kein Jesu, recht kenne und weiß, so Liebe zu Gott und zu Chrifto. 289 hab' ich der Weisheit vollkomme| Sohne, den er uns zugesandt nen Preis. von seines Himmels Throne, 6. Ist denn auch mein Herz als seiner Gnade Pfand. oft trübe, zagend über seine 2. Uns ward als Mensch ge Schuld, so gedent ich deiner Lieboren des ew'gen Vaters ein'be, denke, Herr, an deine Huld. ges Kind, sonst gingen wir Durch dich sind die Deinen von verloren, die allzumal gefallen Sünde entbunden, als du haft sind. Wir sollen durch ihn les die ew'ge Erlösung gefunden; ben, mit Gott versöhnet seyn, du bist zur Gerechtigkeit Allen und ihm uns wiedergeben, das gemacht, als du dich am Kreuze ganze Herz ihm weihn. Er will zum Opfer gebracht. uns nicht nur retten, er schenkt auch seinen Geist, damit wir Alles hätten, was uns sein Bund verheißt. 7. Und so gieb, daß meine Seele auch zu deinem Bild' erwacht; du bist, Herr, den ich erwähle, mir zur Heiligung ge macht. Was dienet zum gött lichen Wandel und Leben, das ist, mein Erlöser, in dir mir gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sey, Jesu, mir einzig bewußt. 3. Der lebt nach Gottes Wils len, der gegen ihn in Lieb' ente brannt; er kann die Glut nicht stillen, bis sie zum Nächsten sich gewandt. Die Armen muß er speisen, Verlaßnen Helfer seyn, Verirrte unterweisen, selbst Feinde gern erfreun. Es ist ein findlich Zeichen, wenn man die Brüder liebt; der Vater thut desgleichen, der alles Gute giebt. 8. Ja, mein Jesu, du alleine, follst mein Ein und Alles seyn, prüf', erforsche, wie ich's meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich selber auf richtigem Wege; laß Schmach mich nicht achten, nicht Leiden, nicht Tod, um dich zu gewinnen, dies Eine ift Noth. RPONG 4. O laßt auf ihn uns se hen, und folget ihm mit Eifer nach! bedenket, was geschehen, zu tilgen unsre Sünd' und Schmach. Wir trugen fein Verlangen, doch hat er uns bes freit; er ist uns nachgegangen aus lauter Gütigkeit. Wir gingen wüste Pfade, verirrten Schafen gleich, da rief uns seine Gnade zum sel'gen Himmels reich. Mel. Nun lob' den Herrn 2c. Canap 522.( S ott ist die wahre Liebe, weil Liebe nur ohn' End' ihn treibt; was ist, das den betrübe, der sie um faßt und in ihr bleibt? Dazu ist ste erschienen, uns Kindern fund gemacht, daß wir dem freudig dienen, der uns so wohl bedacht. Sie leuchtet aus dem Jut 5. Nun hat er uns gefuns den, wir haben ihn im Sohn erkannt, er hat sich uns verbunden, wir fühlen uns mit ihm T Liebe zu Gott und zu Chrifto. 290 verwandt. O lasset uns ihn lies ben, der uns zuerst geliebt, und stets ist treu geblieben, wie sehr wir ihn betrübt. Wollt ihr ihn Alle kennen, so thut, was ihm gefällt. Ach! laßt in Liebe brennen das Herz vor aller Welt. ist, dein Bruder hier zu werden; vergiß sein nicht, denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut, dank' ihm für diese Liebe. 2. Halt' im Gedächtniß Je sum Christ, der für dich hat gelitten; da er am Kreuz ge storben ist, hat er dir Heil ers stritten, besteget hat er Sünd' und Mel. Alles ist an Gottes 2c. 523. Großer König, den Tod, und dich erlöst aus aller Noth, dank' ihm für diese Liebe. ich ehre, der durch feines Geistes Lehre mir sein Licht hat angezünd't, der ist und zu allen Zeiten durch viel tausend Gütigkeiten alle Herzen sich gewinnt. 2. Sieh, auch meins will ich dir geben, dir soll es auf's Neue leben, lebe du dann auch in mir! Dir soll es sich ganz verbinden, und zugleich den alten Sünden ewiglich entsagen hier. 3. Möge mich dein Geist er neuen, und mich dir zum Tempel weihen, der dir ewig heilig sey; laß die Herrschaft mich gewinnen über Lust und Furcht der Sinnen, rein'ge mich) und mach' mich frei. 4. Laß in meines Herzens Garten aller Tugend schönste Arten blühn in Kraft und Lieblichkeit! Deffne d'rin die Lebensquelle, die ohn' Ende rein und helle strömet in die Ewig feit. Mel. Es ist das Heil ic. alt' im Gedächtniß 3. Halt im Gedächtnis Jes sum Christ, der aus des Todes. Banden als Held hervorgegangen ist, mit ihm bist du erstanden; das Leben hat er wiederbracht, und uns gerecht vor Gott gemacht, dank' ihm für dieſe Liebe. 4. Halt' im Gedächtnis Jes sum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufge fahren ist, die Stätte zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit, und schauen seine Herrlich keit, dank' ihm für diese Liebe. 5. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der einst wird wies derkommen, zu richten, was auf Erden ist, die Bösen und die Frommen; o sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, daß ich dich fort an mit wahrem Glauben fasse, und nie, was du an mir gethan, aus meinem Herzen lasse, daß 524. H ich in Heiland, der auf Erden vom trösten mög', und durch den Tod Thron des Himmels kommen zu dir in's Leben dringe. Liebe zu Gott und zu Christo. 291 Mel. Herzlich lieb hab' ich dich sc.| Herr Jesu Christ, wo du nicht 525. H err Jesu Christ, bist, ist nichts, das mir erfreubort sm mein höchstes lich ist. Gut, in dem allein mein Glaube 4. Und ob mir unter Kreuz ruht, du, meines Herzens Freu- und Noth, und unter Marter, de! ich bleibe fest und treu an Angst und Tod auch Seel' und dir, so ist auch nichts, was dich Leib verschmachten, ja, gäb' von mir, was unsre Liebe schei- es auch der Qual noch mehr, de. Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, reglereft meines Lebens Lauf, hilfft gnädig meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ! Herr Jesu Christ, du bist mein Licht; ich folge dir, so irr' ich nicht. die schrecklich, gleich der Hölle wär', mein Glaube wird nichts achten. Du bist und bleibest doch mein Heil, und meines Her zens Trost und Theil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig seyn. Herr Jesu Christ! Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir 5. Nun Herr, ich halte mich Segen bringet. Geht's gleich zu dir, du aber hältst dich auch zu Zeiten wunderlich, so weiß zu mir, und das ist meine Freuich dennoch, daß durch dich der de. Ich setze meine Zuversicht Ausgang wohl gelinget. Nach auf dich, mein Fels, der nicht schwerem Gang auf rauher zerbricht, in noch so großem Bahn nimmst du mich dort Leide. Dein Thun soll Alles mit Ehren an, wo mich vor und allein in meinem Mund deinem Thron erfreut die Krone und Herzen seyn, bis ich dich der Gerechtigkeit. Herr Jesu werd' im Himmel sehn, wo Christ! Herr Jesu Christ, bei alle Sel'gen um dich stehn. vir allein wünsch' ich mir ewig Herr Jesu Christ! Herr Jesu lich zu seyn. Christ, ich warte d'rauf, du kommst, und nimmst mich zu dir auf. 3. Mein Sinn ist ganz zu dir gericht't, hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht' ich auch nicht auf Erden seyn, denn auch die ganze weite Welt hat nichts, was mir wie du gefällt. Herr Jesu Christ! In eigner Melodie. 526. Her dich, o Herr, verleihe du mir immer mehr die Fülle deiner Gaben. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd' und Himmel frag' ich nicht, wenn ich nur dich kann haben. Auch wenn mein Herz im T 2 292 Liebe zu Gott und zu Christo. Tode bricht, bist du doch meine| ben. Dein Thun und Land hat Zuversicht, du, meines Her nicht Bestand, deß bin ich wor zens höchstes Gut, der mich den innen, d'rum schwingt aus erlöst hat durch sein Blut. Herr dir sich mit Begier mein freier Jesu Christ! Herr Jesu Christ, Geist von hinnen. is, and din mein Gott und Herr, verlaß, verlaß mich nimmermehr! di 2. Es ist ja dein Geschenk Verlangen. Ach, möcht' ich doch und Gab', Leib, Seel' und Al- mit festem Muth dir immerles, was ich hab' in diesem ar- fort anhangen! D wäre doch men Leben. Daß ich es brauch' das Sündenjoch von mir hins zum Lobe dein, zum Nuß' und weggenommen, damit einmal Frommen der Gemein', wollst ich zu der Zahl der Sel'gen du mir Gnade geben. Behüt' möchte kommen. mich, Herr, vor falscher Lehr', in mir den rechten Glauben mehr', in allem Kreuze stärke mich, daß ich es trage williglich. Herr Jesu Christ! Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! hilf mir auch in der letzten Noth! 2. Du, Gott, du bist das höchste Gut, nach dir steht mein 3. Ich seh', es kann die ganze Welt mit allen ihren Schäßen, und was den Sinnen wohlgefällt, die Seele nicht ergößen; ihr Glanz verschwind't wie Rauch im Wind, und Alles muß zerstieben; nur Gott MYAN 3. Laß deinen Engel bei mir allein wird ewig seyn: wohl seyn, der mich nach überstand- Allen, die ihn lieben ner Pein zur Ruh' des Himmels 4. Wie konnt' es doch zuvor trage. Den Leib laß sanft im geschehn, daß ich gefolgt den Grabe ruhn, bis du erscheinst, es aufzuthun, an jenem großen Tage; alsdann erweck' vom Tode mich, daß meine Augen schauen dich, in fel'ger Ruh, o Gottes Sohn, mein Mittler und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ! Herr Jesu Christ, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. Lüsten? Wie fonnt' ich so weit irre gehn, o Welt, in deiner Wüsten? Nun seh' ich ein, es war nur Schein, was ich mir Glück ließ dünken; ich lief fürwahr dabei Gefahr, in ew'gen Tod zu finken. 1120 Mel. Was mein Gott will zc. 527. H ier ist mein Herz, Herr, nimm es 5. Gieb, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge, mit Lieb' und Herzlicher Begier nach deiner Gnade ringe, und mich allein in dir mag freun, Gott, meiner Seele Leben! Du allermeist hin, dir hab' ich mich ergeben! kannst meinem Geist die beſte Hinweg, o Welt, aus meinem Fülle geben. Sinn, mit deinem schnöden Le- 6. D'rum schwinde hin, was Liebe zu Gott und zu Christo. 293 nichtig ist, ich will es lassen 5. In lauter Paradiesen leb' fahren. Du, Gott, der du mein ich um meinen Herrn. Sonst Alles bist, du wirst mein Herz fühlt' ich mich verwiesen, und bewahren, daß es nicht acht' auf meiner Heimath fern. Weg, was Lust und Pracht, nur dich allein sonst Freuden schafft, die er nicht verlange, und bis zum Tod' dir, mit mir theilet! Weg, was Herr und Gott, mit wahrer sonst Wunden heilet, als seiner Treu' anhange. Liebe Kraft. 528. 6. Mein Herr, mein Licht, Mel. Aus meines Herzens 2c. mein Leben läßt mich nicht un chy habe den gefun- tergehn, und ich bleib' ihm erden, der wahrhaft geben, schon selig ohne Sehn. segnen kann; ihm bleib' ich Einst aber seh' ich ihn; sein fest verbunden, trotz Hohn und bin ich, er der Meine, zum Druck und Bann. Welch Heil ewigen Vereine wird er mich ist meinem gleich? Ich bin der zu sich ziehn. Welt entkommen; er hat mich aufgenommen in Gottes Bund und Reich. 2. O, kommt zu ihm gegangen, der keinen von sich stößt! Ich war mit Noth umfangen, und er hat mich erlöst. Mein Loos war Sclaverei, gebunden Herz und Leben; er hat mich frei gegeben, nun bin ich wahr lich frei. 1984 In eigner Melodie. 4. Mir fließe keine Stunde von meiner Zeit vorbei, daß ich in seinem Bunde nicht still glückselig sey. So nah' mit ihm vereint als Reb' und Stamm ch habe g'nug, mein Christ, mein Herr ist er allein; wer nur sein Knecht und treuer Jünger ist, darf ohne Sorgen seyn. Ich will ganz meinem Gott anhangen, und nicht mehr nach der Welt verlangen, so hab ich g'nug. 3. Nun sey mein Loos auf 2. Ich habe g'nug, ich bin Erden, von Welt und Welt der Sorgen los, und kränke nicht glück fern fein treuer Knecht mein Herz; ich bin vergnügt, zu werden, werth dieses treuen und siz' in Gottes Schooß, der Herrn. Das ist mein Ehrenstand, daß ich ihm angehöre. O, daß ich nie verlöre, was ich in Chrifto fand! lindert allen Schmerz; ich sorge nicht mehr für mein Leben, der Höchste kann mir Alles geben: ich habe g'nug. di 3. Ich habe g'nug, und sorge für den Geist, das Andre fällt mir zu; nur Gottes Reich, das Jesus suchen heißt, das giebt mir wahre Ruh'. Ich trachte zu werden, das ist das Glück nur, des Vaters Willen in auf Erden, was meine Sehn- Kraft des Geistes zu erfüllen: sucht meint. d'rum hab' ich g'nug. 294 Liebe zu Gott und zu Christo. 4. Ich habe g'nug; ich lieg'| melswonne, daß du mich froh an Jesu Brust, da schwindet und frei gemacht; ich danke dir, aller Schmerz. Was will ich du Gotteskraft, die neues Leben mehr? Dort find' ich Himmels- schafft. luft, dort stillt sich ganz mein Herz, im Vorschmack weiß ich schon auf Erden, was mir im Himmel einst soll werden: ich habe g'nug. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleuchte meine Seele ganz, du reiner Himmelsglanz! 20 on tarbim In eigner Melodie. will dich lieben, 7. Gieb meinen 530.meine Stärfe, dich), Thränen, gieb meinem Herzen meiner Seele Ruhm und Zier; fromme Glut; vermehre stets ich will dich lieben durch die nach dir mein Sehnen, du einWerke und mit der heiligsten Bezig Heil und höchstes Gut; laß gier; ich will dich lieben, schön meinen Sinn, Geist und Verstes Licht, bis mir das Herze stand stets seyn zu dir gewandt. bricht. 8. Ich will dich lieben, meine 2. Ich will dich lieben, o Krone, dich, meinen Herrn und mein Leben, dich, meiner Seele meinen Gott, dich lieben auch besten Freund; ich will dich lie- bei Schmach und Hohne und ben und erheben, so lang' dein in der allergrößten Noth; ich Gnadenglanz mir scheint; ich will dich lieben, schönstes Licht, will dich lieben, Gottes Lamm, bis einst das Herz mir bricht. das litt am Kreuzes stamm. poner en mid- 1917 3. Ach daß ich dich so spät Mel. Trau auf Gott in allen zc. erkannte, du hochgelobter Hei: 531. J 169efu, der du deine land Liebe läsfest durch des Geistes Triebe in die Hers zen sich ergießen, und im Glauben dich genießen:@ 15: 2. Wer kann sagen und bes schreiben, was es sey, in dir stets bleiben, stets im Glauben dir anhangen, und in Liebe dich umfangen? mein dich nannte, du höchstes Gut und wahre Ruh'! O wie ist tief mein Herz betrübt, daß es dich spät geliebt! 4. Ich ging verirrt und war verblendet, ich suchte, doch ich fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet, und liebte das geschaffne Licht; doch nun 3. Gieb uns Kraft, die Se 109 es durch dich geschehn, daß ligkeiten deiner Lieb' uns zu beich mein Heil gesehn. in reiten, und zu stillen Schmerz 5. Ich danke dir, du wahre und Thränen derer, die nach Sonne, daß du dem Geiste Licht dir sich sehnen. gebracht; ich danke dir, du Him. 4. D unendlich hohes We13 THA Liebe zu Gott und zu Chrifto. fen, in dem wir allein genesen, mach' uns würdig, dich zu sehen, in den Himmel einzugehen. 295 das die Welt erlesen, ich entsage dir. In mir sollt ihr Sünden feine Stätte finden, bleibet fern von mir. Gute Nacht, duStolz und Pracht; ganz sey dir, ungöttlich Leben, gute Nacht gegeben! 5. Daß, wenn wir dich freudig schauen in den schönen Himmelsauen, wir dir Hallelujah fingen: hilf, Herr, laß es wohl gelingen. 112001 In eigener Melodie. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Herr und Meister fehret bei mir ein. Was mich 532. Jeſu, meine Freude, auch betrübe, wenn ich ihn nur Weide, Jesu, meine Zier! ach wie lang', wie lange ist dem Herzen bange, wie verlangt's nach dir! Herzens mir seyn. Duld' ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du, auch im Leide, Jesu, meine Freude. Ich bin dein, und du bist mein; and the dat Gottes Lamm, mir soll auf Erden nichts sonst lieber werden. Mel. Alle Menschen müssen 2c. defus schwebt mir 2. Unter beinem Schirmen 533. in Gedanken, Jes bin ich vor den Stürmen aller fus liegt mir stets im Sinn; Feinde frei. Laß die Felsen von ihm will ich nimmer wansplittern, laß den Erdkreis zitten, sänt auch Alles um mich) tern, mir steht Jesus bei. Ob hin. Er ist meine Seelenweide, die Welt in Trümmer fällt, meines Herzens höchste Freude, ob auch Tod und Hölle schrecken: meines Lebens schönste Zier, Jesus will mich decken. Jesum lieb' ich für und für. 3. Donnert auch im Grimme des Gesetzes Stimme; Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfa hen; Jesus läßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltgericht, freudig, daß ich Jesum sehe, blick' ich auf zur Höhe. 2. Jesu hab' ich mich erges ben, denn ich bin auf ihn getauft. Ihm zu Ehren will ich leben, der mich durch sein Blut erfauft. An ihm will ich treulich halten, nur sein Geist soll in mir walten; seinem Vorbild folg' ich gern, Jesus steht mir nimmer fern. mind 4. Weg mit allen Schäßen, bu bist mein Ergößen, Jefu, meine Lust! Weg, ihr eiteln 3. Jesus soll in allen Leiden Ehren, die gar leicht bethören, mein getreuster Beistand seyn. bleibt mir unbewußt! Elend, Nichts, nichts soll mich von Noth und Schmach und Tod soll, wie viel ich auch muß leiden, mich von dir nicht scheiden. ihm scheiden, keine Qual noch Seelenpein. Keine Trübsal, feine Schmerzen reißen ihn aus meinem Herzen; wenn mich 5. Du vergänglich Wesen, 296 Liebe zu Gott und zu Christo. alle Welt verläßt, Jesum halt'| deinen Schmerzen und deiner ich immer fest. Kreuzespein. 5. Dies Bild, o Herr, zerftreuet die Nacht, die mich bedeckt, wenn das Gewissen dräuet und das Gericht mich schreckt. Dies Bild laß vor mir schweben in meiner letzten Noth; wie in dir war mein Leben, sey auch in dir mein Tod. 6. In diesem theuren Bilde laß dann dich von mir schaun, auf deine Gnad' und Milde im Glauben fest mich traun. Auch in der Todesstunde kann ich noch fröhlich seyn, wenn in des Herzens Grunde du wohnest, Herr, allein. 4. Jesus soll auch einst im Sterben meiner Seele Labsal feyn. Jenes sel'ge Reich zu erben, dazu hilft nur er allein. Durch ihn sollen alle Frommen zu des Himmels Klarheit kom men. Jesus hält, was er verſpricht, Jesum laß ich ewig nicht. 23/0 Mel. Herzlich thut mich se. en meines Herzens 534. wohne du allein, zu jeder Zeit und Stunde kann ich dann fröhlich seyn. Wenn Alles um mich trübe, umwölkt und finster ist, so strahlt doch deine Liebe g Mel. Mein Jesu, dem die zc. in mir, o Jesu Christ. Xit Thorheit ist ein das außer Gott die Ruhe sucht; Herz befangen, gejagt von irdischem Verlangen irrt es umher, als auf der Flucht! Wer für das Eitle nur entbrennet, bald dies, bald jenes sich erwählt, hat seines wahren Ziels verfehlt, weil er nicht seinen Ursprung fennet. 2. Du bist die Himmels- 535. wonne, die mein Verlangen stillt, du bist mir Licht und Sonne, du bist mir Hort und Schild. Wen dieser Schild beschirmet, wem diese Sonne scheint, der ruht, auch wenn es stürmet, ist froh, auch wenn er weint. 3. Mit Kraft und Muth befeelet dein Gnadenschimmer 2. Du, der du bist von Gott mich; doch Muth und Stärke gekommen, ein Hauch und -fehlet, wenn dieser Schein er Strahl von seinem Geist, haft blich. O wenn mir's an Ver- nicht der Wahrheit Ruf vers trauen, an Licht und Kraft genommen, wenn du dich mit bricht, dann laß aufs Neu' mich der Welt noch freust. Hier schauen dein gnädig Angesicht. auf der Erde willst du finden, 4. So oft vor meinen Blit fen erscheint dein theures Bild, stets werd' ich mit Entzücken und reichem Trost erfüllt; doch prägte meinem Herzem vor Allem tief sich ein das Bild von was dir allein der Himmel giebt; ach glaube, wer die Welt nur liebt, deß Thorheit ist nicht zu ergründen. 3. Wie kann das Sterbliche vergnügen die Seele, die un Liebe zu Gott und zu Chrifto. 297 fterblich ist? Soll denn das thöricht sich verloren, und in Ew'ge unterliegen dem, was die Ferne hingewandt, wird von besteht so kurze Frist? Wie kann, dem Vater froh erkannt, und was irdisch ist, ergößen den, der wie von Neuem ihm geboren. dem Himmel angehört? Du bist von Gott so hoch geehrt, und weißt nicht deinen Werth zu schätzen? 4. O Schmach, so giebst du deine Würde und deine Herrlichkeit dahin; erliegst der selbst erwählten Bürde, und bleibest fern von Gottes Sinn! Gott hat zum Tempel dich erforen; bist du es nicht, welch' große Schuld! Verscherzest du des Schöpfers Huld, dann beffer, hi du wärst nie geboren. 5. Dring' ein zu Gott, verlaß die Sünden, sag' ab der Thorheit dieser Welt! Dein Herz kann dann erst Ruhe finden, wenn nur der Himmel dir gefällt. Dein Weg ist schlüpfrig, du wirst gleiten, wenn du recht fest zu stehen meinst; doch wenn du dich mit Gott vereinst, dann stehst du fest zu allen Zeiten. 6. Das Kindlein ruht in sich'rem Frieden gar sanft auf seiner Mutter Schooß; der Wand'rer wird nach dem Ermüden des Tages Laft und Hitze los; die Fesseln werden abgenommen, die den Gefang'nen sonst gedrückt; das Schifflein ist dem Sturm entrückt, und in dem Hafen angekommen. 7. Es finden unter dem Ges fieder der Mutter ihre Küchlein Ruh'; das Schäflein kennt den Hirten wieder, er führet es der 3. Zünd' auch in mir der Heerde zu; der Sohn, der Liebe Flammen zum Dienste 8. Zu Gott, o Seele, mußt du dringen; ach, geh' zu deiner Ruhe ein. Dein heißer Wunsch wird dir gelingen, ergiebst du dich dem Herrn allein. Du schmeckst schon hier den innern Frieden, den dir die Welt nicht geben kann; dort fängt die Seligkeit erst an, da du von Gott nie wirft geschieden. SANTING Mel. Wie wohl ist mir, o Freund ic. 536. Lebt bu in mir, o wahres Leben, so sterb' in mir, was du nicht biſt. Ein Blick von dir kann Beff'res geben, als was der Welt das Beste ist. Jesu, du sollst mein verbleiben; nichts soll mich von der Liebe treiben, die du mir zugesaget haft. O sel'ge Fülle, die mich tränket, wenn sich mein Herz in dich versenket, und deine Gnade mich umfaßt. Laß 2. Aus Liebe, Herr, bist du gestorben, damit wir nicht verloren gehn. O laß mein Herz, das du erworben, nun auch für dich in Flammen stehn. mich im Kampf nicht unterlies gen, laß mich in deiner Liebe siegen, ja, siege du nur selbst in mir: so werd' ich fröhlich triumphiren, so wird dein Tos dessieg mich zieren, so leb' und leid' und sterb' ich dir. 298 Liebe zu Gott und zu Chrifto. deiner Glieder an. Halt' uns in[ dir ergeb' ich mich, dein zu blei einem Leib' zusammen, daß ben ewiglich.agallsing teine Macht uns trennen kann.2. Liebe, die mich hat erkoren, Wenn ich nur bin wie du ge- el' ich noch in's Leben kam; Liesinnet, dein Bild in mir Ge- be, welche Mensch geboren mei stalt gewinnet, und dein Gene Schwachheit an sich nahm; bot mir heilig ist; so werd' ich Liebe, dir ergeb' ich mich, dein Freund' und Feinde lieben, so zu bleiben ewiglich. wird ihr Kummer mich betrüben, wie du mir vorgegangen bift. 3. Liebe, die durch Tod und Leiden für mich hat genug ge than; Liebe, die mir ew'ge Freuden, Heil und Seligkeit gewann; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die mit Kraft und Leben mich erfüllet durch das Wort; Liebe, die den Geist gegeben mir zum Trost und Seelenhort; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die hat überwunden meinen harten, stolzen Sinu; Liebe, die mich hat gebunden, daß ich ganz ihr eigen bin; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die, zu Gott erhöhet, mir erhält, was sie erstritt; Liebe, die stets für mich flehet und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 7. Liebe, die mich schüßend decket, wenn des Todes Macht mir dräut; Liebe, die mich auf erwecket und mich führt zur Herrlichkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich), dein zu bleiben ewiglich. Mel. Komm, o komm, du Geist 2. 537. Liebe, bie du mich zum Bilde deiner Gottheit haft gemacht; Liebe, die du mich so milde nach dem Mel. Meinen Jesum laß ich nicht sc. einen Jesum laß 538. Fall mit Heil bedacht; Liebe, könnt' ich wohl Beffres haben? 4. Gieb mir des Glaubens Licht und Kräfte, daß er die rechten Früchte treibt. Mach' mich zur Rebe voller Säfte, die fest an ihrem Weinstock bleibt. Du bist der Fels, auf den ich baue; du bist mein Heiland, dem ich traue, du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden finden, so laß dein Licht mir nicht verschwinden, und mach' den franken Geist gesund. 5. Laß meine Hoffnung nicht erliegen, hilf, daß dein Kreuz ihr Anker sey; mit dir kann ich die Furcht bestegen, dein Tod macht mich von Schrecken frei. Die Welt mag auf das Eitle bauen, ich aber will auf dich nur schauen, o Jesu, wahrer Hoffnung Licht; ich will in Trübsal dich umfaffen, du wirst den Schwachen nicht verlassen, denn deine Liebe wanket nicht. Liebe zu Gott und zu Chrifto. 299 Niemand kann mit Troft und| an ihm hangen, in ihm leben? Licht, so wie er, die Seele laben. Er ist meines Lebens Licht, Alles, was mir Freude giebt, hab' ich, weil mich Jesus liebt. C 2. Er ist mein, und ich bin sein! Liebe hat uns feft verbunden, gegen alle Seelenpein find' ich Trost in seinen Wunden. Auf ihn bau' ich felfenfest, voller Hoffnung, die nicht läßt. 3. Ohne Jesum würde mir schon die Welt zur Hölle wer den; mit ihm aber hab' ich hier schon den Himmel auf der Erden. Mangel fenn' ich nicht und Noth; er speist mich mit Himmelsbrod. meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, bis an meines Lebens Ende, und voll Glaubenszuverficht geb' ich mich in seine Hände; Herz und Mund mit Freuden spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 16 High In eigener Melodie. 3. Laß vergehen mein Gesicht, aller Sinnen Kraft entweichen, laß das letzte Tageslicht dem gebroch'nen Aug' erbleis chen! wenn des Leibes Hütte bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, wenn ich bin dahin gelanget, wo vor seinem Angeficht aller Frommen Glaube pranget; ewig glänzt mir dort sein Licht, meinen Jesum laß ich nicht. od tight 4. Eine Stunde, wo ich ihn suche recht in's Herz zu schlieBen, giebt den seligsten Gewinn, läßt mich wahre Luft genießen; ein zu ihm gewandter Blick bringt mir tausend Heil zurück. 5. Schickt der Vater Kreuz und Schmerz, Jesus soll sie felbst bestegen, spricht: zerschlag'nes Herz, meine Gunst laß dir genügen!" Also stärkt er die Geduld durch Versich'rung seiner Huld. 6. Niemals zeigt sich Unbestand, Jesu, mir in deiner Gnade; du hältst mich an deiner Hand, daß nichts meiner Seele Mel. Ach Gott und Herr zc. schade; und so geht die Brü 540. Mein Freund iſt mein, und ich fungsbahn immer sicher him bin sein, ihm hab' ich mich ermelan. 539. Meinen Jefum laß geben. Ich bin bereit, in Freud und Leid, o Jesu, dir zu leben. 2. Du riefest mich, ich glaubt an dich, nun will ich nie dich lassen. Und immer wirft er sich für mich gegeben; sollt' du, Lebensfürst, mich gnadenich nicht aus Dank und Pflicht reich umfassen. ich nicht, weil 5. Nicht nach Welt, nach O du Himmel nicht, nur nach ihm mein Herz sich sehnet; Jesum such' ich und sein Licht, ihn, der mich mit Gott versöhnet; er befreit mich vom Gericht, meis nen Jesum laß ich nicht. 300 Liebe zu Gott und zu Chrifto. 3. Mir zum Gewinn gabst| starker Hort, bei dem ich Zudu dich hin, zu leiden und zu flucht finde, denn der ist sicher sterben. Durch dich versöhnt, nur, den deine Hand beschirmt. werd' ich gefrönt zum rechten Himmelserben. 4. Einst werd' ich gleich in deinem Reich den frohen Engeln werden; wo ich forthin gesichert bin vor dieser Welt Beschwer den. 5. D'rum, o Herr Christ, du einzig bist mein höchster Schaß auf Erden! Mein Lebenslicht, o laß mich nicht von dir geschieden werden. Mel. Mein Vater, zeuge mich sc. 541. Mein Heiland, bilde du mich ganz 5. Mein Hirte, weide mich auf deinen grünen Auen, und führe mich zum Quell lebend'gen Wassers hin; verirr' ich mich von dir in Wüsten voller Grauen, dann bringe mich zu rück, weil ich dein eigen bin. 6. Mein Ein und Alles du, mit dir laß Eins mich werden; so wird mir Alles nichts, du wirst mir Alles seyn; und ist die Stunde da, zu scheiden von der Erden, dann geh' in Frieden ich zu deinen Freuden ein. In eigner Melodie. nach deinem Bilde, und ſchaffe 542. Mein Jefu, dem Seraphinen, in mir neue auf daß ich heilig sey, demüthig, weis und milde, und in mir ausgetilgt des alten Menschen Spur. 2. Mein Licht, erleuchte mich, führ' mich in alle Wahrheit, und bringe meinen Sinn zur rechten Lauterkeit; vertreib' den Lügengeist durch deines Wortes KlarHeit, damit ich wacker sey in je dem Kampf und Streit. 3. Mein Leben, leb' in mir und laß in dir mich leben; ich bin. ja ohne dich zum Guten gänzlich todt. Du bist das Le bensbrod, du kannst mir Nahrung geben, und laben meinen Geist in aller seiner Noth. wenn dein Befehl an sie ergeht, nur mit verdecktem Antlig dies nen im Glanze deiner Majestät: wie sollten meine blöden Augen, die der verhaßten Sünde Nacht noch so viel trüber hat gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen? 2. Doch gönne meines Glaubens Blicke den Eingang in dein Heiligthum, daß deine Gnade mich erquicke zu meinem Heil und deinem Ruhm! Von fern steht die beschämte Seele; doch wenn sie reuevoll sich beugt, bist du es, der sich gnädig neigt, und spricht: ,, du bist's, die ich erwähle." 3. Ja zeige, Jesu, dich voll Güte dem Herzen, das nach Gnade lechzt! Hör' auf das seh4. Mein König, schüßze mich, so oft noch Welt und Sünde mit ihrer List und Macht auf meine Seele stürmt. Sey du mein nende Gemüthe, wie es,„ Gott Liebe zu Gott und zu Christo. 301 sey mir gnädig!" ächzt. Dein nicht mehr regt, soll immer doch Blut ist schon für mich geflossen, die Liebe währen. um wegzunehmen Schuld und gnädig seyn? Nein, Herr, bu 543. Me Pein; wie sollt'st du mir nicht Mel. Die lieblichen Blicke ic. thörichtes du Mein kannst mich nicht verstoßen. Herz, warum 4. Ich bin geheilt durch dei- schwankest du noch? Was hilft's ne Wunden, mit Gott versöhnt gehör' ich dir; und bleib' ich fest mit dir verbunden, so ist ver dammlich nichts an mir. Laß nun in deinem Licht mich wandeln, daß ich in Herzensfreu digkeit, Herr, als dein Jünger allezeit nach deinem Worte möge handeln. 5. Reich' mir die Waffen aus der Höhe, und stärke mich durch deine Macht, daß ich den guten Kampf bestehe, wenn deiner Feinde Haß erwacht; dann wird dein Gnadenreich auf Er den, worin dein heil'ges Recht regiert, und uns zu Fried' und Freude führt, auch durch mich ausgebreitet werden. dir, zu ringen nach irdischen Dingen, und immer zu ziehen am sündlichen Joch? Das nöthigste Theil ist Jesus, dein Heil. D'rum lenke den Sinn auf Jesum nur hin. 2. In ihm ist die Fülle von Allem, was gut; was fleischlich vergnüget, das schadet und trüget, es schwächet den Glauben, entkräftet den Muth. Wer Alles verläßt, und hanget nur fest an Jesu allein, kann wahrhaft sich freun. 3. Er ist uns der treuste und innigste Freund. Schon hier will er laben mit himmlischen Gaben das Herz, das in Liebe mit ihm sich vereint. Wie einst er beglückt, wenn er uns entrückt zum himmlischen Licht, das fas sen wir nicht! 4. So ziehe, mein Jesu, mich gänzlich zu dir, laß in mir zerrinnen die Täuschung der Sinnen, ertödte des fündlichen Fleisches Begier. Dein himmlischer Glanz durchleuchte mich ganz, hinführo allein dein eigen zu seyn. nd untre euro 7. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben, steig' du in Lieb' herab zu mir! Laß nichts mir 5. Mein Wille sey gänzlich diese Freude rauben; erfülle in deinen versenkt! Mein Wir ganz mich nur mit dir! Ich will ken, mein Leiden, die Schmerdich lieben, dich verehren, so zen, die Freuden, nach deinem lang' in mir das Herz noch Gefallen sey Alles gelenkt! Dir schlägt; und wenn es einst sich geb' ich mich hin mit liebendem 4lb mit 6. So will mein Herz dich, Herr, umfassen, bereit' es dir zu deinem Thron! Du hast aus Liebe ja verlassen den Himmel einst, o Gottes Sohn! So laß denn jeßt die gläub'ge Seele dir Freudenthron und Himmel seyn, daß ste, geheiliget und rein, vor deinem Bater dir nicht fehle. 302 Sinn; ach lebe in mir, so leb' ich in dir. Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. Schmücke dich, o liebe 20. 545. Nein, nichts Höh's Mel. Mein Salomo, bein 2c. res fennt mein Glaube, nichts erhebt mich mehr vom Staube, als daß mir zum ir wallt das Gottes 544. Mers, jo oft sich hingegeben. Daß ich einen so Heiland habe, mich an seinen Gütern labe, und in sein Verdienst mich kleide: dies ist meiner Seelen Freude. 2. Sein will ich mich gläubig freuen, meinen Bund mit ihm erneuen; denn auf meiner Bilgerreife nährt er mich mit Him melsspeise. Daß ich einen Heiland habe, der mit treuem Hirtenstabe mich zu grünen Auen leitet: dies hat Liebe mir be reitet. Teljed jame 2 3. Ew'ge Liebe, sey gepriesen, die sich hülfreich mir erwiesen, die den Mittler hat getrieben, tim nas mich bis in den Tod zu lieben. Daß ich einen Heiland habe, der mich liebte bis zum Grabe, der nun lebt als lleberwinder: dies gewähret Trost dem Sünder. 4. Troß'ge und verzagte Heren achten nicht des Heilands Schmerzen, können, ach, so leicht vergessen, was sie ernstlich nie ermessen. Daß ich einen Heiland habe, an dem ich mich weid' und labe: ginge mir dies Heil verloren, wär' ich besser nie geboren. 15. Fehlt er mir, so weicht mein Friede; ohn' ihn ist die Seele müde, Licht und Trost bleibt mir verschwunden, bis ich wieder ihn gefunden. Daß ich einen Heiland habe, reich an jes es sein gedenket, den Lieb' und Huld von seinem Throne drang, und unsre Niedrigkeit zu theilen zwang. Gedanke, der mich ganz auf Jesum lenket! Ist mir's im Ernst um Seligkeit zu thun, kann ich getrost in seiner Liebe ruhn. mollis idh go 2. Ich mag kein Heil, als nur in Jesu haben; ich mag kein Licht, das nicht aus Jesu strahlt; der Friede, den sein theures Blut bezahlt, ist nirgends sonst; er muß damit begaben, mein Jesus, der für mich am Kreuze starb und mir dadurch die Seligkeit erwarb. 3. Wie hoch der Geift der Jünger auch gestiegen, ihr höchstes Wissen blieb das Kreuz des Herrn: so finden auch die Gläub'gen nah' und fern in seis nem Kreuz das seligste Genügen; wer in ihm einzig sucht der Seele Heil, dem wird die höchste Weisheit auch zu Theil. 4. Wir sehen ja die Schaaren seiner Zeugen, wir kennen den, der uns erkauft sich hat; er that, er litt, er büßt' an unsrer Statt, wir müssen uns vor sei nem Scepter beugen; er ist so groß und ist zugleich so gut, wir opfern ihm von Herzen Gut und Blut. Liebe zu Gott und zu Chrifto. 303 der Himmelsgabe: dies allein Kraft, vor der das Dunkel muß erweckt auf's Neue meinen Muth entfliehen, die Alles aus dem und meine Treue. Nichts erschafft. 49 6. Sollte jemals meiner See 4. Durch Lieb' allein ward er len Kraft und Ruh' und Freude fehlen, will ich flehend zu ihm blicken, und er wird mein Herz erquicken. Daß ich einen Heiland habe, deß ich bleibe bis zum Grabe, der mich macht zum Himmelserben: darauf will ich freudig sterben. Mel. Die Tugend wird ic. 546. D daß ich Gott er fennen lernte und wandelte den Weg des Rechts, daß ich vom Eitlen mich entfernte, denn ich bin göttlichen Geschlechts! Der Herr ist über alle Schäße, er ist und bleibt das höchste Gut; und wenn ich mich an ihm ergöße, so fühl' ich, wo man sicher ruht. 2. Denn was hier herrlich scheint auf Erden, ist wie ein Rauch, der schnell vergeht; ein Reichthum, der geraubt fann werden, ist Lust, die nur im Traum besteht. Ein solcher Schaß wird nicht besessen, und solcher Trost schwächt nur den Muth; die ird'sche Freud' ist leicht vergessen, Gott aber ist ein ew'ges Gut. bewogen, daß sich zum Bild' er Menschen schuf, und, als die Sünd' uns ihm entzogen, uns wieder rief mit heil'gem Nuf. So, Seele, sucht er auch noch heute, wie er mit Liebe dich um fah'; schenkt gern dich seinem Sohn zur Beute, und bleibt dir dann in Gnaden nah'. 5. Er überschüttet dich mit Segen, er speiset dich mit Himmelsbrod, er ist dein Licht auf deinen Wegen, und führt dich mächtig aus dem Tod', er tränft dich aus den Lebensbächen, in Nöthen stehet er dir bei, im Kreuz wird er dir Heil verspre chen und stets bleibt seine Liebe nell. 07/07 6. D Seele, die dies Gut darf schmecken, und seine Kraft erfahren hat, laß immer stärker dich erwecken, und such' es eifs rig früh und spat! Dringe d'rum mit heißen Thränen, nichts halte dein Verlangen auf! beginne stets mit neuem Seh nen, nichts locke dich vom rechten Lauf. 19/990 dismi 7. Kein Kreuz und keine Lust soll stören die Liebe zu dem ew's gen Gut: nein, Alles muß die vermehren, und stärken unsern Glaubensmuth, und Alles muß zu ihm uns treiben, der Andacht Feuer fachen an, uns Christo inn'ger einverleiben, der unsre Seelen sich gewann. 3. Und dieses Gut ist lauter Glut Liebe, das rufet alle Creatur. Gott schuf in heißem Liebestriebe die ganze herrliche Natur. Sie soll zu ihm hinauf uns ziehen, uns Zeuge seyn von seiner 304 Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund 2c.[ mir Geist und Leben seyn; daß 547. höchstes But, o ich nach deinem Wohlgefallen Licht und Leben, in Ehrfurcht möge vor dir wal o treuer Hirt, o Vaterherz! nur len, zeuch mein Herz völlig zu dir dir hab' ich mich übergeben, hin; laß mich in Worten und mein Geist und Sinn strebt in Werken auf deinen Wink und himmelwärts. Ich will mich Willen merken, und tödt' in mir nicht mehr selber führen, der den eignen Sinn. Vater soll sein Kind regieren, so geh ich mit ihm aus und ein. Ach, Herr, erhöre meine Bitte, und lenke gnädig meine Tritte, ich gehe keinen Schritt allein. 2. Wenn du mich führst, kann ich nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn; du hast versprochen, mich zu leiten, zu meiner Seite stets zu gehn. Du wirst nicht mein Vertrau'n beschämen; will ich dich nur zu Allem nehmen, so willst du mir auch Alles feyn. Ach laß mich niemals von dir irren, dann wird mein Sinn sich nie verwire ren, dann blendet mich fein falscher Schein. 3. Herr, mache mich recht treu und stille, daß ich dir immer folgen kann. Nur dein, nur dein vollkommner Wille fey für mich Schranke, Ziel und Bahn. Mich soll nichts ohne dich vergnügen; laß mir nichts mehr am Herzen liegen, als dei nes großen Namens Ruhm; der sey allein mein Ziel auf Erden; ach laß mir's nie verrücktet werden, denn ich bin ja dein Eigenthum. 4. Laß deinen Geist mich täglich treiben, Gebet und Flehen dir zu weihn. Dein Wort laß mir im Herzen bleiben und in 5. Dich lob' und lieb' ich fromm und stille, und ruh' als Kind in deinem Schooß. Ich schöpfe Troft aus deiner Fülle, mein Herz ist aller Sorgen los. Ich sorge nur vor allen Dingen, daß ich zum Himmel möge dringen, zu deinem Dienst bin ich bereit. Ach zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen; was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, und dein mich seyn in Ewigkeit. Mel. Ich ruf zu dir, Herr. 548. Jesu Christ, mein höchstes Gut, du treuster Freund der Seelen, des Liebe so viel an mir thut, daß ich es nicht kann zählen: gieb, daß mein Herz dich wiederum mit Lieben und Verlangen mög' umfangen, und als dein Eigens thum an dir nur einzig hangen. 2. Hilf, daß sonst nichts in meiner Seel', als deine Liebe wohne; gieb, daß ich deine Lieb' erwähl' als meine Zierd' und Krone. Rott' Alles aus, nimm Alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht gönnen, daß Herz, Gemüth und Sinn in deiner Liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, süß und schön ist, Jesu, deine Lies Liebe zu Gott und zu Christo. 305 bel Wo diese wohnt, kann| Mel. Balet will ich dir geben zc. nichts entstehn, was meinen 549.Jefu, Freund der Seelen, wie herz Geift betrübe. D'rum laß nichts Anders denken mich, nichts sehen, fühlen, hören, nichts verehren, als deine Güt' und dich, der du sie noch kannst mehren. lich lieb ich dich! Wenn mich die Sorgen quälen, stärkst und erquickst du mich; dann schwinden alle Leiden der kurzen Pilgerzeit 4. Du bist allein die wahre vor den vollkommnen Freuden Rubh', in dir ist Fried' und Freu- 2. Nichts, nichts soll meider nahen Ewigkeit. 038 de, d'rum wendet sich mein Herz dir zu, daß es an dir sich weide. nem Herzen so theuer seyn, als Du bist das rechte Himmels- du; denn deinen Todesschmerbrod, durch das ich Stärkung zen verdank' ich Trost und Ruh'. finde, und die Sünde, sammt Dir will ich angehören mit Als aller Angst und Noth, im Glau- lem, was ich bin, dich über Alehren mit danferfülltem ben überwinde. les Sinn. 5. Du hast mich je und je ge3. Was fann mein Herz beliebt und mich zu dir gezogen. glücken, als deine Huld allein? Ch' ich noch etwas Gut's geübt, Wer mich im Tod' erquicken? warst du mir schon gewogen. Wer da mein Tröster seyn? Nur Ach, laß doch ferner, edler du fannst Alles geben, was Hort, mich diese Liebe leiten wahrhaft mich erfreut; bei dir und begleiten, so daß sie immer ist ew'ges Leben, ist Heil und fort mir träftig steh' zur Seiten. Seligkeit. 11909 6. Sie müsse, wo ich irre 4. Was soll ich trostlos klas geh', alsbald zurecht mich füh- gen? Du bist ja, Herr, bei ren, und in dem Amt, worin mir; muß ich das Kreuz auch ich steh', mein ganzes Thun retragen, ich folge freudig dir. gieren; daß ich auch Andre dei Geduldig will ich leiden Verfols nen Rath und gute Werke lehre, gung, Schmerz und Hohn; Sünden wehre, und den, der nichts soll von dir mich scheiden, Böses that, mit Ernst zu dir von dir, o Gottes Sohn. befehre. 5. Du Herrlichkeit der Er 7. So sey denn meine Freud' den, vergebens lockst du mich; im Leid, in Schwachheit mein kann ich einst selig werden, wie Vermögen, bis ich dereinst nach gern entbehr' ich dich! Wo JeKampf und Streit mich kann sus Hütten bauet, da, da ist zur Ruhe legen. Alsdann laß gut zu seyn; wenn ihn mein deine Liebestreu Erquickung Aug' einst schauet, wie will ich mir zuwehen, mir beistehen, dann mich freun! daß ich getroft und frei mög' in dein Reich eingehen. 6. Sey denn in jedem Leide, im Tode sey mit mir, und führ u 306 Liebe zu Gott und zu Chrifto. o meine Freude, mich näher vom Kreuz gedrückt, so fühlt er dann zu dir. Wenn mich kein dennoch sich erquickt, weil er Leid mehr rühren, kein Tod kann dein genießen. Endlich mehr tödten kann; wie werd' ich zeigt sich nach dem Leide volle triumphiren, wie selig bin ich Freude, und die Stunden alles dann! Trauerns sind verschwunden. 5. Kein Auge hat jemals ge Mel. Wie schön leucht't uns zc. sehn, noch kann ein Mensch es 550. Jesu, Jefu, Got- hier verstehn, und würdig g'nug 10 Sohn, mein was denen dort für Heiland und mein Gnaden Herrlichkeit bei dir und von dir thron, du weißt, daß ich dich ist bereit, die in der Liebe bleiben; liebe; vor dir ist Alles sonnen- freudig werd' ich dort erfahren flar, dir ist mein Herz auch of mit den Schaaren der Gerechfenbar mit jedem seiner Triebe; ten, wie du lohnst den frommen herzlich such' ich dir vor allen zu Knechten. gefallen, nichts auf Erden kann und soll mir lieber werden. FER 2. Das ist mein Schmerz und kränket mich, daß ich nicht so kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Je mehr die Lieb' in mir entbrennt, um so viel mehr mein Herz erkennt, wie es dich lieben sollte! Laß mich in nig deine Güte im Gemüthe oft empfinden, ganz für dich mich 7. Da wird in der Verkläzu entzünden. 6. D'rum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Freude seyn, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt, was mir dein Wort vor Augen stellt, aus Liebe mich stets übe; bis ich endlich werde scheiden und voll Freuden zu dir kommen, aller Trübfal ganz entnommen. 3. Durch deine Kraft gelingt es mir, daß, wie mein Herz sich sehnt nach dir, ich auch an dir kann hangen. Nichts auf der ganzen weiten Welt, nichts, was den Sinnen wohlgefällt, ftillt jemals mein Verlangen. Nur du, Jesu, kannst mich laben, ich muß haben für die Triebe meiner Sehnsucht, reine 551. uelle der Voll4. Denn wer dich liebt, den liebeft du, schaffft seinem Herzen Fried' und Ruh' und tröstest fein Gewiffen; ob er auch wird D rung Licht dein gnadenvolles Angesicht mir keine Hülle dekken; da werd' ich deine Süßig keit, die mich hienieden schon erfreut, in reiner Liebe schmecken. Ewig bin ich dann erquicket und geschmücket mit der Krone, die dem Glauben wird zum Lohne. 3195 mi Mel. Alle Menschen müssen 26.2 Gott, mein Gott, wie lieb' ich dich, und mit welchen Selig keiten segnet deine Liebe mich! Seel' und Leib' mag mir vers Liebe zu Gott und zu Christo. 307 schmachten; hab' ich dich, darf der Frommen lieb' ich dich, Herr, ich's nicht achten, mir wird deine Lieb' allein mehr als Erd' und Himmel seyn.pisid ni wie ich soll. Ganz werd ich dort deinen Willen kennen, ehren und erfüllen, und du reichst an deinem Thron mir der treuen Liebe Lohn. 90mm 2. Denk' ich deiner, wie er hebet meine ganze Seele sich; wie getröstet, wie belebet fühl' 552. Sagt immer, Weiich mich, o Gott, durch dich! Mel. Mein Heiland nimmt sc. Jeder Blick auf deine Werke, deine Weisheit, Huld und se dieser Welt, Stärke, wie befreiet er mein man sey nur Freund von seines Herz von Bekümmerniß und Gleichen, und leugnet, daß sich Schmerz! Gott gesellt mit denen, die ihn nicht erreichen. Ist Gott schon Alles, und ich nichts, ich Schatten, er der Quell des Lichts, er noch so stark, ich noch so blöde, er noch so rein, ich noch so schnöde, er noch so groß, ich noch so klein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 2. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir Alles mit dem Sohne, nicht nur sein Leiden, Kreuz und Grab, auch seinen Thron und seine Krone. Ja, was er redet, hat und thut, sein Wort und Geist, sein Fleisch und Blut, was er gewonnen und erstritten, was er geleistet und gelitten, dies Alles will er mir verleihn: Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 1019 3. Mein Freund ist meiner Seelen Geist, mein Freund ist meines Lebens Leben; nach ihm, der mich den Seinen heißt, und sonst nach Keinem will ich streben. D wohl der Wahl, die 6. Noch lieb' ich dich unvoll- uns gefügt! Sie reut mich nie, kommen, meine Seel' erkennt ich bin vergnügt in ihm, der dies wohl, dort im Vaterland auch mit mir zufrieden. D'rum 11 2 3. Floß aus deiner Gnaden fülle mir nicht tausend Gutes zu? Daß ich ward, gebot dein Wille, daß ich noch bin, wirfest du. Daß ich denke, daß ich wähle, dafür dankt dir meine Seele, dankt dir, daß sie dich erkennt und in Christo Vater nennt. 4. Du entrisfest dem Verder ben mich durch deinen Sohn, o Gott, ließest den Gerechten sterben, und zum Heil ward mir sein Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, hast du mir durch ihn gegeben, ewig soll ich dein mich freun, soll dein Kind und Erbe seyn. 5. Heil mir, wenn ich es empfinde, welcher Liebe werth du bist, und mein Herz vom Haß der Sünde inniglich durchdrungen ist. Wenn auf dein Gebot ich achte, nur nach deinem Bei fall trachte; dann strahlt mir der Freude Licht, und ich bin voll Zuversicht. 308 Liebe zu Gott und zu Chrifto. bleibt bei Leiden ungeschieden mel. Jesus meine Zuversicht 2c. Ein Herz und Mund, Ein Ja ( eele, was ermüd'st 553. und Nein! Mein Freund ist du dich in den mein, und ich bin sein! driDingen dieser Erden, die doch the thor 4. Der Himmel ist ohn' ihn bald verzehren sich und zu Staub getrübt, die Hölle nur fand ich sum und sein Licht, alles Andre und Asche werden? Suche Jeauf Erden; nun aber muß, seit fum und sein Licht, alles Andre er mich liebt, die Wüste mir ein hilft dir nicht. 2. Sammle den zerstreuten Eden werden. Ohn' ihn ist in der frohsten Meng die weite Sinn, laß ihn sich zu Gott auf Welt mir doch zu eng, ich bin, schwingen; richt' ihn stets zum wenn alle Freunde fliehen, wenn Himmel hin, laß die Gnade felbst die Brüder sich entziehen, sum und sein Licht, alles Andich durchdringen. Suche Je zwar einsam, aber Mein Freund ist mein, und ich dre hilft dir nicht. bin sein. on 12 5. Sein ist mein Werk, sein ist mein Ruhm, seitdem ich mich von ihm ließ finden; ich hatte sonst zum Eigenthum nur Sünd' und Tod, den Sold der Sünden. Doch hat mein Freund auch diese Last zusammt dem Kreuz auf sich gefaßt, er nimmt die aufgehäuften Strafen, die nach des Richters Spruch mich trafen, und senkt sie in sein Grab hinein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 3. Du verlangst oft süße Ruh', dein verschmachtet Herz zu laben; eil' der Lebensquelle zu, da fannst du sie reichlich haben. Suche Jesum, und sein Licht, al les Andre hilft dir nicht. 6. Vergeblich zürnt und stürmt der Feind, wenn die Pofaunen Alles wecken, dann ist 4. Fliehe die unsel'ge Pein, so das finstre Reich gebieret, laß nur den dein Labsal seyn, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 5.b Weißt du nicht, daß dieſe Welt ein ganz ander Wesen he get als dem Höchsten wohlges fällt und dein Ursprung in sich träget? Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. der Richter selbst mein Freund, 6. Du bist ja ein Hauch aus wie sollte sein Gericht mich schrecken? Db Erd' und Him mel bricht und fracht, ob Leib und Scele mir verschmacht't, muß mein Gebein dann auch verwesen, bin ich doch ewig dann genesen; man les auf meinem Leichenstein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein. Gott und aus seinem Geist geboren, bist erlöst durch Jesu Tod und zu seinem Reich erkoren. Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. 7. Zu dem Strome mußt du nahn, der vom Thron des Lammes fließet, Gnad' um Gnade in zu empfahn, die sich reichlich Liebe zu Gott und zu Christo. 309 bort ergießet. Suche Jesum| Laß dich finden, laß dich finden, und sein Licht, alles Andre hilft denn mein Herze zu dir bringt. dir nicht. thod ud hur5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, 8. Laß dir seine Majestät im Reichthum, Weltluft, Ehr' und merdar vor Augen schweben; Freud' sind nur Schmerzen meilaß mit brünstigem Gebet fich nem Herzen, welches sucht die dein Herz zu ihm erheben. Suche Ewigkeit. Laß dich finden, laß Jesum und sein Licht, alles Andre dich finden, großer Gott, ich hilft dir nicht. bin bereit.de 115 220 11970090 9. Geh' einfältig stets einher, laß das Gott wird aus dem Liebesmeer 555. Was gibt eithe Mel. Wer nur den lieben 2c. du denn, ewig deinen Geist erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. Gott, der dir täglich Alles giebt? Womit vergiltst du seine Güte, mit der er dich von je geliebt? Es muß das Allerbeste seyn; dem Herrn genügt das Herz H& JUSTUSTO Jank 2. Du mußt, was Gottes bühret nicht dein Herz. Bei ist, ihm geben; der Welt ges Gott allein ist wahres Leben und bei der Welt nur Angst und Schmerz. Ja, dir, o Gott, dir In eigner Melodie. 554. Sieh, hier bin ich allein. Ehrenkönig, lege mich vor deinen Thron; schwache Thränen, kindlich Sehnen, bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden, bin Thon. ich auch nur Erd' und hohert, ſoll allein mein ganzes Hers gewidmet 3. So nimm nun hin, was 2. doch auf mich, das bitt' ich, leite mich nach deinem Sinn, dich alleine ich dir gehöret, das Herz, das sich nur meine, dein erfaufter Erb' dir ganz geweiht; und dieser ich bin. Laß dich finden, laß Bund bleib' ungestöret von nun dich finden, gieb dich mir, und an bis in Ewigkeit. Dir geb' nimm mich hin. 7 dn ich Alles, es ist dein, nie will 3. Herr, erhöre, ich begehre ich eines Andern seyn. nichts als deine freie Gnad', die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, 556. Was wär' ich ohne der hat Alles, der dich hat. Jo Tintas 4. Hör', wie kläglich und be weglich dir die treue Seele singt! dich gewesen, und ohne dich, was würd' ich seyn? Ich könnte nie von Angst genesen, in weiter Welt ständ wie demüthig und wehmüthig ich allein. Nichts wüßt' ich deines Kindes Stimme klingt! sicher, was ich liebte, die Zus dock 1890 21.12 Mel. Die Tugend wird sc. 310 Liebe zu Gott und zu Chrifto. kunft wär' ein dunkles Grab, 2. Oft möcht' ich bitter weiund wenn mein Herz sich tief bes nen, daß Mancher dich vergißt, trübte, wer senktte Trost auf der du doch für die Deinen am mich herab? bis Kreuz gestorben bist. Von Liebe 2. Haft aber du dich fund ge- nur durchdrungen hast du so geben, ist ein Gemüth erst dein viel gethan, hast Heil der Welt gewiß: wie schnell verzehrt dein Licht und Leben dann jede öde Finsterniß. Mit dir bin ich auf's Neu' geboren, die Welt errungen, und ach! wer denkt daran? loto18 nis dis p 3. Du stehst voll treuer Liebe noch immer Jedem bei; und wird mir verklärt durch dich; wenn dir keiner bliebe, du das Paradies, das mir verloren, blüht herrlich wieder auf für mich. 3. Ja, du mein Heiland, mein Befreier, du Menschensohn voll Lieb' und Macht, du haft ein allbelebend Feuer in meinem Innern angefacht. Durch dich seh' ich den Himmel offen, als meiner Seele Vater land; ich kann nun glauben, freudig hoffen, und fühle mich mit Gott verwandt. bleibst doch stets getreu. O diese Liebe sieget, und sie ergreifet mich; das Herz voll Rührung schmieget sich inniger an dich. 4. Ich habe dich gefunden! Laß du auch nicht von mir! Laß ewig mich verbunden, eins ewig seyn mit dir! Einst schauen Alle wieder voll Glaubens himmelwärts, und sinken liebend nieder, und fallen dir an's Herz. 4. O gehet aus auf allen WeMel. Herr, ich habe mißgehandelt sc. enn ich nur den gen und ruft die Irrenden her: 558. M Heiland habe, ein; streckt Allen eure Hand entgegen und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, das fündigt ihnen freudig an, und wenn sie uns sers Glaubens werden, ist er auch ihnen aufgethan. wenn er nur mein eigen ist, wenn mein Herz nur bis zum Grabe seiner Treue nicht vergist; o dann weiß ich nichts von Leide, fühle nichts, als Lieb' und Freude. 1901 557. W 2. Wenn ich nur den Heiland habe, laß ich alles Andre gern, Mel. Befiehl du deine Wege zc. folg' an meinem Pilgerstabe treuenn Alle untreu gesinnt nur meinem Herrn, mö werden, erhalte gen immerhin die Ändern auf mich dir treu, daß Dankbarkeit dem breiten Wege wandern. auf Erden nicht ausgestorben 3. Wenn ich nur den Heisey. Für mich umfing dich Lei- land habe, schlaf ich sanft und den, du starbst für mich in Schmerz; drum geb' ich dir mit selig ein; ewig wird die höchste Gabe mir sein treues Lieben seyn. Freuden auf ewig hin mein Herz. Mir kann vor dem Tod nicht Liebe zu Gott und zu Christo. 311 grauen, jenseit werd' ich Jesum sonst nichts gilt, als dein eigen schauen! hip Bol Bild. Sed adsig si Mel. Seelenbräutigam c. 559. er ist wohl, wie Mer du, Jesu, süße Ruh'? Von dem Vater auserkoren, Leben derer, die verloren; von dir strömt uns zu Licht und füße Ruh'.mad 2. Glanz der Herrlichkeit! Du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket, in der Füll' der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 3. Großer Siegesheld! Sün de, Tod und Welt hast du mächtig überwunden und ein ew'ges Heil erfunden für die sünd'ge Welt, durch dein Blut, 8. Sucht mein eitler Sinn in der Welt Gewinn, o dann lenke die Gedanken, daß sie nimmer von dir wanken; sey du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn.is hende 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf möge sichern Schritts vollbringen, und die Sünd' in ihren Schlingen mich nicht halte auf; fördre meinen Lauf! tom 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög' und beten, freudig vor dein Antlig treten; ungefärbte Lieb' in die Seele gieb. 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; hab' auf mich dann Acht, Hüter in der Nacht. o Held! 4. Höchste Majestät, König und Prophet! ich will demuthsvoll dich ehren und auf deine Stimme hören, denn dein Reich besteht, höchste Majestät! 5. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigenthum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigenthum, du mein höchster Ruhm. 13. Soll's zum Sterben gehn, willst du bei mir stehn, 6. 3euch zu dir mein Herz, mich durch's Todesthal beglei daß in jedem Schmerz deine ten, und zur Herrlichkeit berei Kraft mich ganz erfülle und ten; laß mich dann dich sehn, mein banges Sehnen stille! dir zur Rechten stehn. zeuch mein gläubig Herz zu dir himmelwärts. 12. Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleis sches Lüfte hasse, gieb mir, höchstes Gut, durch dein theures Blut. Mel. Mein Jesu, dem die ic. dank' ich's, bei 7. Deiner Sanftmuth Schild, 560. Wie nich deiner Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn ner Liebe, daß du, des Höchsten noch Stolz sich rege; vor dir ein'ger Sohn, für mich aus 312 Liebe zu Gott und zu Chrifto. gnadenvollem Triebe verließest ein ganz befreiter Geist, der aldeinen Himmelsthron? Wie les Eitle von sich weist, und nur dank' ich's deinem treuen Herzen, die lautre Liebe taugen. daß du vom Tode mich befreit, und mir die ew'ge Seligkeit er worben hast durch Todesschmerzen? 6. Ich heb' empor zu dir die Hände, auf's Neue sey dir's zugesagt: Ich will dich lieben fon ist der Ende, für dich sey Alles 2. Du hast dich meiner ange d'ran gewagt. Ach, laß, o nommen, durch dich allein ist Herr, mir deinen Namen und es geschehn, daß ich der Finster das Verdienst von deiner Bein niß entkommen, um in dein hels im Herzen eingegraben seyn, les Licht zu sehn. Du hast mir so lang' ich hier noch walle. föstliches Geschmeide, das Kleid Amen. des Heiles zugewandt, mir mitgetheilt der Kindschaft Pfand, des Geistes sel'ge Ruh' und Freude. 3. Doch wär' es, daß mein Geist noch hinge durch manche Fäden an der Welt, und sein Verlangen worauf ginge, das dir, o Heil'ger, nicht gefällt: Ach, wäre dies, o du mein Le ben, so komm mit liebender Gewalt, zerreiße diese Fäden bald; dir sey mein Wille ganz ergeben. 18 4. Hier ist mein Herz und meine Seele, ach, nimm sie dir zu eigen hin, daß sie dein Geist zum Tempel wähle und walte fort und fort darin. Aus Liebe kamst du einst hernieder, die Liebe, die dich zu uns zog und Mensch zu werden dich bewog, die ziel' auch jetzt zu mir dich Mel. O daß ich tausend ic. den meine Seele 561. o find ich Gott, mit Inbrunst über Alles liebt? Gott, den ich mir zum Ziel er wähle, deß Lieb' allein mir Freude giebt? Wann kommt die Zeit, da er als Freund noch inn's ger sich mit mir vereint? 2. Wie hocherfreut wollt' ich dich preisen, lernt' ich dich kennen, wie du bist! Zwar deine Werke schon beweisen, wie hoch und hehr dein Wesen ist; doch selbst ihr wunderbarster Glanz zeigt deine Herrlichkeit nicht ganz. 3. Ich schaue hier dich nur im Spiegel, und nur in Schwachheit bet' ich an! O hätte meine Seele Flügel, sich dir, Erhabner, mehr zu nahn! wie würde sie sich deiner freun! wie felig, wie verherrlicht seyn! wieder. 5. Zerbrich, vernichte und zermalme, was deinem Willen nicht gefällt! Ob mich die Welt 4. Dürft' ich am Fuße deines an einem Halme, ob sie an Ket- Thrones mit deinen Engeln, ten fest mich hält; das gilt ja Herr, dich sehn! Könnt' ich Erlögleich in deinen Augen, da nur ster deines Sohnes mit seinen Liebe zu Gott und zu Christo. 313 Sel'gen dich erhöhn: welch' ho Mel. Wir Christenleut' 2c. hes Loblied ſtimmt' ich an, ich, 562. Wohin, wohin, der ich hier nur mein Herz und Sinn? wo quillt der Born, der matte Seelen labe? Wo suchest du die wahre Ruh'? Den Schaß ergräbt kein Fleiß, wie tief er grabe! 5. Doch hör' ich andachtsvoll und stille auf jedes Loblied der Natur, und richtet findlich sich mein Wille auf deines Wortes Stimme nur; dann geht mir 2. Die Welt verspricht, und hier das Licht schon auf, das hält doch nicht; die Weisheit sicher leitet meinen Lauf. elehrt, und kann's doch nimmer 6. Wie eifrig werd' ich dann lehren. Vom Himmel kommt, mich üben, daß ich dir wohlge was Seelen frommt; nur Gotfällig sey! Wie immer inniger dich lieben, und lauter preisen deine Treu'! Und wie entweicht die eitle Lust dann immer mehr aus meiner Brust! tes Herz kann Herzen Heil gewähren. 3. Vom Himmelsthron fam Gottes Sohn, von Gott ges fandt, mit Gott uns zu verbinden. Du, Jesu, du rufft Allen zu: Kommt her zu mir! so sollt ihr Ruhe finden. 7. Noch hab' ich nicht dies Ziel erreichet, noch dien' ich oft der Eitelkeit; wenn auch nicht 4. Und Liebe spricht dein Anganz die Liebe weichet, von Lauheit bin ich oft nicht weit. gesicht: Heil Gottes spricht aus mache mehr und mehr mich frei, jedem Wort und Werke. Und daß ich nur dir gehorsam sey. eine Schaar, die elend war, Cristians 8. Ja, heil'ge mich in deiner Wahrheit und mehr' in mir der Liebe Glut, bis ich dich schau in voller Klarheit, dich, meiner Seele höchstes Gut! Dann lieb' ich dich, o Gott, allein, wie selig werd' ich dann nicht seyn! kommt her von dir, verneut mit Gottes Stärke. 5. Hier fomm' auch ich; ich glaub' an dich; ich komm', ich komm', o Jesu, Trost der Müden! Was alle Welt mir vorenthält, gieb du mir, Gottes Sohn, den Gottesfrieden! XXI. Vertrauen auf Gott. Mel. Nun ruhet in den ic. Todte lebend machen; laß dei563. A, Bater, Ba- nen Troft auch mich empfahn! Ah ter, was 2. Wie viele tausend Herzen. ich von dir begehre, und sieh hast du von bittern Schmerzen mich gnädig an! Du bist die und großer Noth befreit! Stets Kraft der Schwachen, kannst halfst du den Betrübten, die 314 Vertrauen auf Gott. dich voll Inbrunst liebten; zu| wie gesleht am Gnadenthron! dir halt' ich mich allezeit. Bist du, Seele, durchgedrungen 3. O Allmacht, Weisheit, durch die Angst, und siegest Güte, erquicke mein Gemüthe, schon? oder säumt des Heldu bist ja stets dir gleich. An fers Rechte? werden dunkler Mitteln und an Wegen zu mei- noch die Nächte, noch der nem Heil und Segen bist du, Herr, unaussprechlich reich. bittern Thränen mehr? häuft sich stets der Leiden Heer? 2. Nah' ist meines Helfers Rechte, sieht sie gleich mein Auge nicht; weiterhin im Thal der Nächte strahlt mir meines Retters Licht. zu Retters Licht. Gott, mein 4. Oft läßt du mich empfangen weit über mein Verlangen, weit mehr, als ich versteh'; und jetzt wär' es vergebens, wenn ich zum Herrn des Lebens, zu meinem Gott und Helfer flet? Gott wird mir begegnen, und 5. Nein, ich will dich nicht sein Antlitz wird mich segnen, laffen, im Glauben dich umfas ießt noch ist die Prüfungszeit, fen, als ständest du vor mir. Ich jetzt sey, Seele, stark zum weiß, du hörst mein Sehnen; Streit. ich weiß es, meine Thränen find alle, Herr, gezählt von dir. ABD 6. Du sprichst in deinem Worte: klopf' an die Gnadenpforte, so wird sie aufgethan! Du hältst, was du versprochen, haft nie dein Wort gebrochen, und hilfst, wo Niemand helfen kann. INIC 3. Was hat Abraham empfunden, als das Opfer Gott befahl, und er in den Prüfungsstunden stieg zum Berg in Todesqual? D'rum, wenn eben so erschüttert meine Seele schmachtend zittert, harr' ich, Vater, gleichfalls dein; mir auch wirst du gnädig seyn. 7. Sollt' ich denn dir nicht trauen, nicht findlich zu dir schauen, nicht frei von Zweifeln seyn? Ja, Retter aller Frommen, von dir wird Rettung kommen, du wirst mich Armen bald befrein! 4. Abraham! so scholl die Stimme in des Ueberwinders Ohr; Herr, mit solcher Gnas denstimme ruf auch meine Seel' empor! steh', wie ich hier lieg und flehe und vor Trauren faft vergehe! in der trüben Stunde Graun lehre mich gen Himmel schaun. 8. An dir halt' ich mich feste; ich weiß, du willst das Beste; o Gott, erbarme dich! nimm von mir, was mich drücket, gieb mir, was mich erquicket, erhör' um Christi willen mich! willen mich! 564. wie hat A Mel. Du, o schönes Weltgebäude sc. mein Herz gerungen! wie hat 5. In der Kirche ersten Tagen, welch' ein hehrer Lobgesang, der auch sang, der auch unter Todesplagen aus der Zeugen Mund' erklang! Und nicht Jeder ward erquicket, und wie Stephanus entzücket, der den Herrn in jes Vertrauen auf Gott. 315 nen Höhn sah zu Gottes Rech- weihn; aber ach! die Kräfte ten stehn. masin me fehlen, und wie treu du bist und 6. Dennoch stritten sie mit gut, das vergißt oft Fleisch Muthe, wenn die trübe Stunde und Blut. udon kam, priesen den in ihrem Blute, der sie so der Erd' entnahm. Bracht' auch nicht ein schnelles Ende sie in ihres Vaters Hände, starben sie auch Tage lang: dennoch scholl ihr Lobgesang. 7. Schaue solcher Helden #soms doc Glauben, meine Seele, glaubend 6. Ach, vergieb mir, wenn an! Laß nichts dir die Krone dem Staube sich mein leicht ges rauben! leid', und flimme stets beugter Geist immer noch so hinan! Laß kein Trübsal und schwer entreißt! Ach, vergieb kein Leiden dich von Gottes mir, wenn mein Glaube oft Liebe scheiden! nichts, was jetzt noch wanket und nicht fest sich und fünftig ist, scheide dich von auf deine Treu verläßt! Jesu Christ. IDCH ch 565. Ah, wie ist der Menschenhülfe nüßt. Menschen Liebe so veränderlich, so kalt! wie erstirbt sie doch so bald! Seße nie auf diese Liebe, die nicht hält, was sie verspricht, Seele, deine Zuversicht! 7. Täglich laß mein Herz empfinden, wenn es sich auf Mel. Ach was soll ich sc. Menschen stüßt, daß nicht Allen Trost laß mir verschwinden, bis ich wieder flieh' zu dir; und dann, Vater, hilf du mir! a603 INS In eigner Melodie. 2. Aber deiner Liebe trauen, 566. Alles ist an Gottes Vater, das gereuet nie, denn an ein starker Fels ist sie; die auf seiner Huld gelegen. Gott ist diesen Felsen bauen, wohnen unverletzt und sehn ruhig selbst die Welt vergehn. unser höchstes Gut; wer auf ihn die Hoffnung setzet, der bleibt ewig unverleget, und hat immer frohen Muth. Gile 2. Du, der mich bisher ers nähret, so viel Wohlthat mir gewähret, bist und bleibest ewig mein. Du, der meinen Lauf regieret und mich wunderbar geführet, wirst mein Schuß auch ferner seyn. 3. Soll ich ängstlich seyn um Sachen, die nur Sorg' und Un3. Täglich sag' ich meiner Seele: Gottes Lieb' und Vatertreu wird mit jedem Morgen neu; ihn, den Ewigen, erwähle dir zum Freund und jauchze dann, daß kein Feind dir schaden kann! OG 5. Plößlich überfällt mich wieder Sorge der Vergänglichfeit, irdisch Hoffen, sirdisch Leid; und dann sink' ich muths los nieder, suche bei den Menschen Ruh', und mein Helfer bist doch du. 4. Ja, ich will nur dich erwählen, treuer Vater, dir allein will ich mein Vertrauen 316 Vertrauen auf Gott. ruh' machen und vergebliches gen, des Unglücks Quelle find. Bemühn? Nein, ich will nach Gütern streben, die dem Herzen Frieden geben und im Tode nicht entfliehn. pilgt Vom falschen Schein geblendet, dem Eitlen zugewendet, sind wir für wahre Güter blind.102 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was mir gut ist, wirst du schicken, wenn es deinem Rath gefällt. Dir will ich mich ganz ergeben, Leid und Freude, Tod und Leben, Alles sey dir heimgestellt. digg thi 4. Auf deinen Willen achten, nach deinem Reiche trachten, gewährt mir wahre Nuh'. Dies Theil will ich erwählen, was könnte dann mir fehlen? Mein höchstes Gut, o Gott, bist du. 5. Dein ewiges Erbarmen, dein Beistand wird mir Armen in Trübsal Muth verleihn. Dein Rathschluß sey mein Wille; laß mich in frommer Stille, Herr, deiner Führung mich er freun. 5. Ist mein Wunsch nach deinem Willen, o so wirst du ihn erfüllen ganz gewiß zu seiner Zeit. Dir hab' ich nichts vor zuschreiben; wie du willst, so muß es bleiben, wann du willst, 6. Laß mich nicht zagend ich bin bereit. wanken, wenn zweifelnde Ge 6. Soll ich hier noch länger danken mir deinen Trost entleben, wollst du Kraft und ziehn. Auch dann, Herr meis Trost mir geben und zum nes Lebens, laß niemals mich Himmel mich erziehn! Nur, vergebens zu dir, dem treuen was himmlisch ist, bestehet; Helfer, fliehn. alles Irdische vergehet, fährt gleich wie ein Strom dahin! 7. Versüße meine Leiden durch deines Geistes Freuden, dein Friede wohn' in mir; drückt mich die Last der Schmerzen, dann sprich zu meinem Herzen: ich, dein Erretter, bin bei dir.. 8. Was sollt' ich mich betrüben? Muß denen, die dich lieben, doch Alles Segen seyn. Ich bin ja dein Erlöster; fonst weiß ich keinen Tröfter, sonst feinen Schuß als dich allein. sponsor Mel. Nun ruhet in den Wäldern 2c. uf deine Weisheit 567. A" f schauen und bei ner Güte trauen, Gott, welche Seligkeit! Dies mildert alle Leiden, schafft mir die reinsten Freuden und führt mich zur Zufriedenheit. 2. Dir, Herr, ist nichts verborgen, du fennst auch meine Sorgen, da du mein Vater bist. Mel. Singen wir aus sc. i Du schenkteſt mir das Leben, 568. Auf den Nebel folgt du wirst mir Alles mir zum Heile nöthig ist. die Sonn', auf das Trauern Freud' und Wonn'; auf die schwere, bittre Pein stellt sich Trost und Labsal ein. Meine 3. Wir streben oft nach Dingen, die, wenn wir sie errin Vertrauen Seele, die zuvor sich in finstre Nacht verlor, bringt zum Lichte empor. auf Gott. 317 Mel. Was Gott thut, das ist sc. 569. Auf Gott und nicht meinen will stets mein Glück ich bauen, und dem, der mich erschaffen 2. Gott läßt Keinen traurig stehn, noch im Elend ganz vergehn, der sich ihm zu eigen hat, mit ganzer Seele trauen. schenkt und in ihn sich ganz versenkt. Wer auf Gott sein Hofs fen feßt, der gewinnet doch zu leßt, was in Ewigkeit ergößzt. der allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. wie viel mir nüßen würde, bes 2. Er sah von aller Ewigkeit, 3. Ach! wie oft gedacht' ich stimmte meine Lebenszeit, mein doch, als das schwere Trübfals- Glück und meine Bürde. Was Joch hart auf meinen Schulzagt mein Herz? Ist auch tern lag, manche Nacht und ein Schmerz, der zu des Glaumanchen Tag: Nun ist alle bens Ehre nicht zu besiegen Hoffnung hin, nichts erfreut wäre? at mehr meinen Sinn, nur der Tod ist mein Gewinn! 112 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, er merkt auf meine Bitte, und hätte gnädig sie ges währt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich recht väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Ge5. Nun, so lang' es Gott schick, bei dessen Last wir klagefällt, daß ich leb' in dieser Welt, soll mir seiner Wunder gen? Die größte Noth hebt einst Schein stets vor meinen Augen seyn. Ich will all' mein Lebelang meinem Gott mit Lobges fang dafür bringen Preis und der Tod und Ehre, Glück und Habe verläßt uns doch im Grabe. dog'ors, nsmis Dant. 4. Aber Gott erbarmte sich, heilt und hielt mich väterlich, daß ich, was sein Arm gethan, nie genugsam preisen kann. Da ich weder hier noch da einen Weg zur Rettung sah, war mir seine Hülfe nah. 5. An dem, was Seelen glücklich macht, läßt Gott es Keinem fehlen. Gesundheit, 6. Ich will gehn in Angst Reichthum, Ehr' und Pracht und Noth, ich will gehn bis in sind nicht das Glück der Seelen. den Tod, ich will gehn in's Wer Gottes Rath vor Augen Grab hinein, und doch allzeit hat, dem wird ein gut Gewis fröhlich seyn. Wem der Stärkste sen die Trübsal auch versüßen. bei will stehn, wen der Höchste 6. Was ist des Lebens Herrwill erhöhn, der kann nicht zu lichkeit? wie bald ist sie verGrunde gehn! schwunden! Was ist das Leis 318 den dieser Zeit? wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! er hilft uns gern; seyd fröhlich, ihr Gerechten! der Herr hilft seinen Knechten. 131007) Vertrauen auf Gott. welcher Kummer dich auch plagt, Gott wird deine Unruhy' stillen; traue seiner Vaterhuld, er giebt Tröstung und Geduld. und 2. Mußt du gleich auf rauher Bahn durch viel Kreuz und Trübsal wallen; nimm es nur In eigner Melodie. 570. Auf meinen lieben geduldig an, also hat es Gott gefallen. Glaube, das ist recht und gut, was dein treuer Vater thut. Gott trau' ich in Angst und Noth. Er kann mich allzeit retten aus Trübfal, Angst und Nöthen. Mein Unglück kann er wenden; es steht in seinen Händen. 3. Bleibe deinem Gott getreu, sucht er dich auch heim mit Schmerzen; halte dich von Unmuth frei, dulde mit gelaßnem Herzen; über jede Noth der Welt steget, wer an Gott sich hält. up 2. Wenn mich die Sünd' anficht, verzagt mein Herz doch nicht. Auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; in ihm ist Kraft und Leben, ihm will ich mich ergeben. 3. Nimmt auch der Tod mich hin; ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; er wird sein Reich mir geben. Ich sterb heut' oder morgen, da für laß ich Gott sorgen. ht 4. Füge dich in Gottes Brauch: Christen müssen dulden, hoffen. Hat nicht deinen Heiland auch hier viel Leid und Kreuz getroffen? Folg' in Demuth deis nem Herrn; was Gott auflegt, trage gern. 5. Kronen folgen auf den 4. Du, mein Herr Jesu Christ, Streit, fämpfe nur mit festem der du aus Liebe bist am Glauben; keine Leiden dieser Kreuz für mich gestorben, du Zeit können Gottes Heil dir haft das Heil erworben und rauben. Leide, bet' und lebe schaffst nach kurzem Leiden den rein, selig wird dein Ende seyn. Deinen ew'ge Freuden. 5. Amen aus Herzens Grund' sprech' ich zu aller Stund'. Du wollst, Herr Christ, uns leiten, uns stärken, vollbereiten, auf daß wir deinen Namen ohn' Ende preisen. Amen! 572. Bef Mel. Wer nur den lieben Gott zc. efiehl dem Höchs sten deine Wege, und mache dich von Sorgen los, vertraue feiner Vaterpflege; für ihn ist nichts zu schwer und groß, das er zu seines Namens Preis nicht herrlich auszufühit and Mel. Meinen Jesum laß ich zc. 571. Auf mein Herz, ren weiß. sey unverzagt, un- 2. Wo du ihn nur haft walterwirf dich Gottes Willen; ten lassen, da hat er Alles wohl Vertrauen auf Gott. 319 gemacht, und was dein Den-| Lob gegeben, daß du oft un fen nicht kann faffen, das hat vermuthet haft für mich geforgt er längst zuvor bedacht. Wie in meinem Leben, und mich bees sein Rath hat außersehn, so, freit von mancher Last. Ach! und nicht anders muß es gehn. Alles ist ja nüß und gut, was deine Fügung mit mir thut. 3. Wie werden deine Lebenstage von Angst und Kummer 9. Dort werd ich deiner Liebe seyn befreit; wie leicht wird alle Thaten erst preisen in VollkomNoth und Plage dir werden in menheit. Dort läßt du mir der Prüfungszeit, wenn du den Wunsch gerathen, daß ich nichts wünscheft auf der Welt, im Licht der Ewigkeit erkenne, als was Gott will, und ihm wie mich hier dein Rath aufs gefällt. in the Seligste geführet hat. 4. An wahrem Glück wird dirs nicht fehlen, wenn du dein In eigner Melodie. Herz gewöhnft und lehrst, nur 573. Beficht du deine was Gott zu Wege was len, und deinem eignen Willen dein Herze kränkt der allertreuwehrst. Gott ist voll Weisheit sten Pflege deß, der den Himund Verstand; du irrest leicht, mel und baust auf Sand. lenft; der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 65. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein Jesu! daß ich sey vergnügt mit Allem, was des Vaters Wille mit mir und meinem Leben fügt. Nimm dich nur meiner Seele an, so hab' ich, was ich wünschen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dirs soll wohlergehn, auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten seyn. 3. Dein' ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und steht, was gut sey oder schade dem sterb7. Indeß sey stets, mein Gott, lichen Geblüt; und was du gepriesen für alle Sorgfalt, dann erlesen, das treibst du, die du mir noch eh ich war starker Held, und bringst zum schon haft erwiesen. Du hast Stand und Wesen was deinem ja, treuer Hirte, dir zum Eigen- Rath gefällt. 6. Ich weiß, du thust's, sie ist die deine, und fostet dir dein theures Blut; o mache sie von Sünden reine, Gott wohlgefäl lig, fromm und gut. Ja, laß mich dir empfohlen seyn, so trifft mein ganzes Wünschen ein. thum auch mich erwählt und 4. Weg' hast du allerwegen, mich den Deinen zugezählt. an Mitteln fehlt dirs nicht, 8. Dir sey auch Dank und dein Thun ist lauter Segen, 320 Vertrauen auf Gott. dein Gang ist lauter Licht, dein für in Angst und Nöthen schwe Werk fann Niemand hindern, bent, frag' er doch nicht nach dir. dein' Arbeit kann nicht ruhn, 10. Wird's aber sich befin wenn du, was deinen Kindern den, daß du ihm treu verbleibst, ersprießlich ist, willst thun. so wird er dich entbinden, da 5. Und ob gleich alle Teufel du es nimmer gläubft; er wird hier wollten widerstehn, so wird dein Herz erlösen von der doch ohne Zweifel Gott nicht so schweren Laft, die du zu zurücke gehn; was er sich vor feinem Bösen bisher getragen genommen, und was er haben hast. will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst da von mit Ruhm und Dankge 6. Hoff, o du arme Seele! schreie den Sieg, die Ehren. hoff, und sey unverzagt; Gott fron'; Gott giebt dir selbst wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn' der schönsten Freud'. die Palmen in deine rechte Hand, und du fingst Freudenpfalmen dem, der dein Leid ge wandt. 48 mach Ende mit aller unfrer 12. Mach' End', o Herr, Noth, stärk' unsre Füß und Hände, und laß bis in den Tod une allzeit deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn, so ges hen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. TONOP HA90 Ishulaed, kdoor Mel. Mein Salomo, dein c. 191 eklommnes Herz! 8. Ihn, ihn laß thun und 574. Belon was willst du walten, er ist ein weiser Fürst, bange sorgen, und willst dich und wird sich so verhalten, daß ängstigen bei Tag und Nacht du dich wundern wirst, wenn um das, was doch nicht steht er, wie ihm gebühret, mit in deiner Macht? Oft fommt wunderbarem Rath das hat hin- aus Sturmes Nacht ein schö ausgeführet, was dich geängner Morgen, daß, wer am stet hat. Andno on Abend kläglich trauernd singt, 9. Er wird zwar eine Weile des Morgens schon Gott Ju mit seinem Trost verziehn, und bellieder bringt. med fordon bil thun an seinem Theile, als hätt' 2. Ermüdet Herz! du mußt in seinem Sinn er deiner sich dich nicht verlieren Gedenfe begeben, und solltst du für und nur des ew'gen Vaters Treu'. 7. Auf, auf, gieb deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was die Her zen betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der Alles führen soll, Gott sigt im Regimente, und führet Alles wohl. Vertrauen auf Gott. 321 Der deinen Kummer fennt, der dich. Er höret deine Klagen, macht dich frei; steh durchs Ge- und liebt dich väterlich. wölf im Himmel ihn regieren! Der Alles ihm zum Wohlgefallen schafft, deß Anblick giebt dir neue Lebenskraft! 2. Wenn dich die Sünden schmerzen, so fühle deine Schuld; doch trau mit ganzem Herzen fina do auf deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet die Reu, die Gott gefällt; allein den Tod gebieret die Traurigkeit der 3. Erniedrigt Herz! erhebe nur die Schwingen des Glaubens und der Hoffnung da hinauf, wohin der Fromme richtet Welt. on th seinen Lauf! Mit Gottes Hülfe wird es dir gelingen! Bald zieht du aus das traurige Gewand, und trittst in den erhöhten Freudenstand. 3. Wenn deine Feinde wüs then, wie groß ihr Zorn auch sey, dein Gott wird dich behüten, bleib du nur ihm getreu. Gehorchen seinen Winken nicht immer Erd' und Meer? Laß det nen Muth nicht sinken; dein Schirm und Schild ist er. 4. Auch in den bängsten Leiden sey start in seiner Kraft! Ers gieb dich ihm mit Freuden, er ists, der Hülfe schafft. Er weiß ia, was dir fehlet in jedem Augenblick; und was dein Vater wählet, führt dich zum wahren and Glück. 4. Verstummend Herz, laß durch das Kreuz dich tröften! dein Jesus auch verstummte wie ein Lamm; doch stegt' er sterbend an des Kreuzes Stamm, und zieht empor zu sich einst die Erlösten. D'rum weiche nicht von ſeinem Kreuz zurück; du wirst ers quickt durch manchen Gnadens blick. 5. O selig Herz, so bist du wohl beglücket; denn hast du hier an Jesu Leiden Theil, so strömt dir dort aus seiner Fülle Heil, wenn du gen Himmel wirst zu ihm entrücket. Das ist der Glaube, der besieget weit die Angst, die uns auf Erden ist bereit. 5. Der Gott, auf dessen Se gen dein ganzes Wohl beruht, ist stets in seinen Wegen gerecht und weiß und gut. Will auch dein Herz oft wanken, als dächt' er deiner nicht, wirst du ihm doch einst danken; er hält, was er verspricht. mit ibin 6. Denk jenes Worts, und weine voll Freud und Dank, o Chrift: Ist auch der Mütter Mel. Befiehl du beine Wege zc. 575. Chrift, Alles, was eine, die ihres Sohns vergißt? dich fränket, bes fiehl getroft dem Herrn; er, der die Himmel lenket, ist auch von dir nicht fern. Warum willst Und könnt' sie sein vergessen, vergeß ich doch nicht dein. Wer fönnte dies ermessen, und dennoch trostlos seyn! bu verzagen? zu Gott erhebe 7. Ergreif' in feftem Glauben * 322 Vertrauen auf Gott. den Troft der Ewigkeit; wer spöttisch lachen, wohl wird's | kann das Heil dir rauben, das Gott den Frommen beut? Auf furze Prüfungstage folgt ew' ger Preis und Dank; dann fchweiget jede Klage und wird ein Lobgesang. Gott doch machen. 5. Dabei solls denn bleiben! ich will nie mich sträuben, folg sam Gott zu seyn. Stets, in Tod und Leben, bleib' ich ihm ergeben; ich bin sein, er mein. Ihm, dem Herrn, vertrau ich gern; wunderbar mag Gott es Mel. Jesu meine Freude 2c. 576. Chrift, aus deinem machen, wohl wird er's doch banne machen. Herzen Sorg' und Schmerzen, schöpfe neuen Muth! Wenn dich Leiden Mel. Von Gott will ich nicht zc. drücken, wird dich Gott erquif- 577. Dein harr' ich, und stille, getroft, fen, was er schickt, gut. Wenn dich Noth ringsum be droht, Sorgen stets mit dir er wachen; wohl wird's Gott doch machen. 2. Bricht mit jedem Tage eine neue Plage über dich her ein; drängen dich die Feinde, 2. Dein heilig weises Wal treten fern die Freunde, und ten bleibt meine Zuversicht; du vergessen dein: zagend Herz, wirst mich aufrecht halten, wenn zähm deinen Schmerz, und be- jede Stüße bricht. Mein Fle fiehl Gott deine Sachen, denn er hen hörest du, wenn in der stilwird's wohl machen. len Kammer mein Herz in seinem Jammer bei dir sucht Trost und Ruh. 3. Du führst Chrifti Namen; Christum nachzuahmen, das ist deine Pflicht. Dulde und sey stille, deines Vaters Wille führt durch Nacht zum Licht. Der steht fest, der Gott nicht läßt; Gott ist mächtig in den Schwachen, und er wird's wohl machen. o Gott! in dir; dein väterlicher Wille geschehe stets an mir! Du bist mein bestes Theil; was könnte mich betrüben? bringt denen, die dich lieben, nicht selbst ihr Leiden Heil? 3. Du wirst mich nicht versäumen, ob auch dein Arm verzeucht, und, wie in schweren Träumen, mir Kraft und Hülf entweicht. Du prüfft mich nur, mein Gott, daß sich die Treu bewähre, und zu des Heilands Ehre bestege jede Noth. 4. Herrlich ist die Krone, die der Christ zum Lohne seiner Treu' empfängt. Nur nichts selbst verschuldet, und dann froh erduldet, was dein Gott verhängt. Kämpf als Held! mag 4. Du giebst mir Kraft zum Siege und stehst mir mächtig bei, daß ich nicht unterliege, wie schwach ich immer sey. Du nimmst mein franfes Herz in doch die Welt deiner Hoffnung deine Hut und Pflege und bah Vertrauen auf Gott. neft mir die Wege zur Freude durch den Schmerz. 5. Du, du bist meine Freu de, mein Helfer in der Noth! Von deiner Liebe scheide nicht Leben mich, noch Tod! Dein Antlig leuchte mir in meiner bängsten Stunde! Ich bin mit dir im Bunde, ich leb' und sterbe dir! 323 sanftes Wehen macht, daß sie von Balsam triefen. Doch selbst im Sturm bist du, Herr, meine Sonn' und Ruh, die mich recht mildiglich ergößt, wenn mich des Kreuzes Druck verlegt. JAS OD 90 Mel. Der lieben Sonne Licht sc. em Heiland nach, 578. Den mein Geist und Herz, auf seinen Dornenwegen! Bekämpfe muthig Leid und Schmerz, dem Siege fol get Segen. Nur fröhlich auf gefaßt die leichte Liebeslast! Sind doch die Leiden dieser Zeit nicht werth der fünft'gen Herrlichkeit. 5. Ja, Heiland, du bist Sonn' und Schild den Gläubigen auf Erden, die deinem from men Leidensbild hier sollen ähnlich werden, eh sie die Herrlichkeit der fünft'gen Welt erfreut, die dem die Siegespalme reicht, der dir im Kampf des Leidens gleicht. 6. Mein Herz kann diese Leidensehr, o Jesu, kaum recht fafsen; doch reiche mir die Bürde her, wer kann sein Heil wohl haffen? Mit Jefu hier gehöhnt, mit Jesu dort gekrönt; mit Jesu hier vom Kreuz gedrückt, mit Jesu ewig dort erquickt. 7. Wohlan, so will ich in Ge duld nach deinem Willen leiden, den bittern Kelch füllt deine Huld zuletzt mit süßen Freuden. Im Kreuz' erblick ich schon die mir verheißne Kron'; du leuchtest in Geduld mir vor, ich folge dir zum Sternenthor. 2. Du, Herr, stehst meine Schwachheit an, an, du kenneft mein Vermögen, und mehr, als ich ertragen kann, wirst du nicht auferlegen. Leg auf, ich halte still, denn was dein Rathschluß will, das ist mein aller bestes Theil, du willst der Dei nen wahres Heil. 3. Du selber gingst zu Ehren ein durch Schmerz und bittres Leiden, wie könnt' ich wohl dein Mel. Herzliebster Jefu, was sc. Jünger seyn, wollt' ich in Roſsen 579. Der Weg ist gut, der durch das Lei weiden? Der Himmelslilien Glanz wächst aus dem Dornenfranz; dem, der die Schmach des Kreuzes trägt, wird Herrlichkeit dort beigelegt. 4. Wie stünd' es um der Gär- 2. Gott, welcher stets nach ten Pracht, wenn alle Lüfte Lieb' und Weisheit handelt, schliefen? Nur Sturm und macht, daß der Mensch durch * 2 den führet. Man findet Gott, wenn man sich selbst verlieret. Gefahr und Noth treibt die beherzten Streiter beständig weiter. 324 Vertrauen auf Gott. rauhe Wege wandelt, wenn sein solchen festen Glauben fann Gemüth das Glück in guten Ta- Niemand rauben. umis hind gen nicht weiß zu tragen. 10. Ja, solltest du auch ohne dein Verschulden um Jesu wil len Schmach und Tod erdulden: verzage nicht, Gott läßt die Kraft dich finden, zu überwinden. 3. Der Herr will nicht die schon geplagten Seelen durch neue Lasten nur noch härter quälen; er will auch nicht gewaltsam zu sich ziehen, die vor ihm fliehen. 11. Der Herr ist selbst den Todesweg gegangen; wer mit ihm duldet, wird die Kron' empfangen; der Herr wird, die ihm Alles hingegeben; zu sich erheben.hin 4. Ist aber wo ein Herz, das ihm gehöret, und das sich noch mit halbem Willen wehret, das rettet er, denn Seelen sind ihm theuer, als aus dem Feuer. 5. Er zieht von dieser Erde 12. Blick auf die Wolfe der 5. Er zieht von dieser Erde verklärten Beugen, die jest vor nicht'gen Freuden den schwachen seinem Thron die Palmen neiGeist zurück durch harte Leiden; gen. Wie famen sie zur Fülle er selbst erweckt bei Seufzen, jener Freuden? War's nicht Schmerz und Thränen ein durch Leiden? mlad bad om himmlisch Sehnen. 30 eft: Balbid Mel. Was Gott thut ac.d 6. feyd gesegnet mir, ihr fel'ge Schmerzen! Dies Sehnen 98 wecktet ihr in meinem Herzen; 580. Die Bahn iſt rauh, kein Leid kann nun den freien Geift ermüden, er lebt im Frie den. auf der ich hier zu meiner Heimath walle. Wie viel Gefahren drohen mir! Oft bin ich nah dem Falle. Gott, 7. Nichts wird mir schwer, wärst du nicht mein Trost und bleib' ich mit Gott verbunden, Licht, mein Heil in finstern Taich fühle keinen Schmerz in Leigen, wie ängstlich würd' ich zadensstunden, und wandle, dank gen! i thi and bar für des Höchsten Gnade, durch rauhe Pfade. 10% 2. Wie oft muß das beklommne Herz vor Menschen sich vere schließen! Vor dir darf der geheimste Schmerz sich im Gebet ergießen; dann schaffest du mir Trost und Ruh aus deiner Gottesfülle, und meine Seel's ist ftille.and do: chemis do m 8. So wird das Gold von Schlacken mehr gereinigt, das Herz mit Gott noch inniger vereinigt; die ihm ergebne stille Glaubenstreue stärkt sich aufs Neue. dildotis te thi ihnat 9. Durch Finsterniß, die un 3. Ich glaube, was dein fern Weg umdunkelt, sehn wir Wort verspricht: du forgft für das Kleinod, das von oben funmeine Tage; dein Auge schläft telt. Solch felge Hoffnung, und schlummert nicht, dein Ohr Vertrauen auf Gott. 325 hört meine Klage. Du frönst] 3. Was helfen meine Sor mich einft, wenn du erscheinst, gen? Ist mir mein Glück verin deinem Heiligthume mit borgen; dir, Herr, verbirgt fich's Wonne, Preis und Ruhme. 4. O dann wird alle Traurigkeit aus meinem Herzen schwinden; vergessen werd' ich bricht. nicht. Dir, dir will ich vertrauen, auf deine Liebe bauen, du, Vater, weißt, was mir ge= alles Leid, und nur dein Heil 4. Warum ich heute flehe, empfinden; mein Lobgesang, voll das möchte, wenn's geschähe, Preis und Dank, wird dir zum schon morgen mich gereun. Nur Wohlgefallen durch deinen Him- einen Wunsch vor allen laß dir, mel schallen! o Herr, gefallen, den Wunsch: zufrieden stets zu seyn. 5. Mich kann, bin ich der Erd' entrückt, nicht mehr die 5. Wenn ich verlaffen scheine, Sünd' entweihen; mit Unschuld im Leiden zag' und weine; was steh ich dann geschmückt in dei- wünscht mein schwaches Herz? ner Sel'gen Reihen. Ich schau Es will dir nicht vertrauen, im Licht dein Angesicht, und den Ausgang will es schauen, ew'ger Himmelsfrieden ist mir und trägt mit Ungeduld den durch dich beschieden, dis Schmerz. 6. D'rum will ich dieses Le- 6. D'rum will ich findlich bens Schmerz, mein Gott, geschweigen, mich deinem Willen buldig tragen; beruhigt soll beugen bei Allem, was du mein gläubig Herz nicht mehr schickst; dich will ich glaubend voll Unmuth flagen. Du bist faffen; tu fannst mich nicht verbereit, zur rechten Zeit, o Gott, laffen, der du die Deinen gern von allem Bösen mich herrlich beglückft. bu Jugendhat zu erlösen. nistaba 7. Nicht das, warum ich flehe, dein Wille nur geschehe, und was mir selig ist; d'rum will ich, dir ergeben, getroft und ruhig leben, bis einst der Tod im ganzen Leben, im Unglück mein Auge schließt. shndi is the Mel. Nun ruhen alle Wälder c. ir hab' ich mich er581. Dir geben, mein Gott, wie im Glück; dir dank ich meinajokor ne Freuden, dich preis ich auch Mel. Herzlich lieb hab' ich 2c. im Leiden bis an den letzten Augenblick. bug 2. Du bist's, der für mich wachte, noch eh' ich war und dachte, mich führte deine Hand; du hast mich treu geleitet, auch da mein Glück bereitet, wo ich nur Schmerz und Leiden fand. 582. Din ir trau ich, Gott, und wanke nicht, wenn mir gleich von der Freude Licht der der letzte Schimmer schwindet. Mein Helfer und mein Gott bist du, durch den mein Herz doch endlich Ruh, und wahre Freude findet. Von 326 Vertrauen auf Gott. jeher hast du mich geführt, und| Willst du auch sorgen ohne meines Lebens Lauf regiert; du Ruh, du wirst doch nichts gehaft mit treuer Vaterhand mir winnen. Wird nicht gewährt, alle Noth zum Heil gewandt. was du begehrt, sollst du darum Mein Herr und Gott, ich trau dich grämen? Gott lebet noch, auf dich! ich trau auf dich! Ich dem traue doch, er wird es auf kämpf und flege, Gott, durch sich nehmen. dich! 2. Dort oben herrscht der 2. P 2 Wird mir der Leiden Last Herr der Welt, der immer wohl zu schwer, und fühl ich keine regieret, der Alles schüßet, trägt ,. Stärke mehr, fie länger noch erhält, und voller Weisheit fühzu tragen; dann blickt mein Au- ret. Der Herr bewacht mit ge himmelwärts, und neu ge- Vorbedacht der Menschen ganstärkt fühlt sich mein Herz, im zes Leben. Gott herrschet noch, Leid nicht zu verzagen. Bald das glaube doch, er wird das ist der Thränen Maaß erfüllt, Beste geben. und meiner Seele Schmerz gestillt; bald hast du, Gott, mein Flehn erhört, mein Herz geprüft und mich bewährt. treuer Gott, ich dante dir! ich danke dir! dich preist mein Loblied für und für. 3. Die Gaben seiner Gütigfeit vertheilt er nach Gefallen; Du sein Rathschluß will Verschiedenheit, er giebt nicht Alles Allen. Hier giebt er viel, dort segt er Ziel der Fülle seiner Gaben. D, glaube doch, Gott schenket noch, was du wirst nöthig haben. 3. Was sind die Leiden die fer Zeit, Gott, gegenjene Herrlichkeit, die du willst of fenbaren! Auch mir reichst du an deinem Thron mit Allen einst der Dulder Lohn, die treu im Leiden waren; zum höhern Lichte dort verklärt, erkenn' ich ganz der Prüfung Werth, ge nieße froh der Leiden Frucht, womit du hier mich heimge fucht. Herr, mein Gott! dir will ich traun! dir will ich traun! denn einst werd' ich dein Antlig schaun. 5. Geht's gleich den From men oftmals schlecht, und freuen sich die Bösen; gilt Unrecht gleich oft mehr, als Recht: laß mich dies chriftlich lösen. Gott ordnet schon den Gnaden583. was flagest du, lohn, die Frommen einst zu zieund tränfest deine Sinnen? ren. D'rum glaub ich doch, ismides 815185 Mel. Was mein Gott will ic. D 4. Nur fordert er den rechten Brauch der anvertrauten Gaben, und will des Menschen Arbeit auch in seinem Dienste haben. Auf treuen Fleiß zu seinem Preis läßt er Gedeihen kommen; Gott fegnet noch, das glaube doch, das Wirken seiner Frommen. u bist ein Chrift, Vertrauen auf Gott. 327 Er liebt mich noch, und fünf-| Schild; sieh in ihr deiner Muttig werd' ich's spüren. ter Bild. 6. So leg' ich denn mein gan5. Ist von dem Freund der zes Thun, o Herr, in deine Freund geschieden, und weint Hände; ich laffe Angst und der Hinterlaßne laut: dann, Sorgen ruhn, mein Kummer Herr, gieb seiner Seele Friehat ein Ende. Ich bleibe still, den, mach mit dem Himmel ihn nur wie Gott will, mag fünf vertraut; er lern', er lern' es, tig Alles gehen. Gott hilft mir daß Gott wieder giebt, was doch, das glaub ich noch; sein wir in dir und ihm geliebt. Wille muß geschehen. 584. 6. Nimm auf die Waise, die im Sterben der Vater glaubend zu dir wies; laß sie den letzten Segen erben, den er ihr scheidend hinterließ. Ja las, ja der weinte an des Freundes laß sie thun, was sie versprach, Grab, der einer Mutter Schmer- als ihm das Aug' im Tode zen heilte, und ihren Sohn ihr brach. wieder gab, erschein', erschein' als Tröster und als Freund, auch jetzt noch, wo ein Auge weint. Mel. Wer weiß, wie nahe mir sc. D", u, ber einst unfre Trauer theilte, 7. Du haft geweint; wir müssen weinen, und Schmerzen dulden bis ans Grab, doch einst versammelst du die Deinen, und 2. Wenn trostlos in der stil trocknest ihre Thränen ab. len Kammer ein Armer, ein Dort wird, dort wird kein Verlaßner bebt, und jedes Bild Jammer, keine Bein, fein Weivon seinem Jammer mit taunen und kein Schmerz mehr send Schrecken vor ihm schwebt; seyn. dann komm, dann komm mit mildem Angesicht, und ruf ins Mel. Wie groß ist des 2c. Herz ihm: Weine nicht! 3. Wenn Unterdrückte zu dir 585. Du flageft über die Beschwerden des flehen, die Feindes Haß dar- Looses, das dir Gott verliehn; niederbeugt, wenn sie beküm- ganz glücklich wünschest du zu mert um sich sehen, und sich kein werden, und siehst dies Ziel Retter ihnen zeigt; o dann, ja dir stets entfliehn. O wehre dann erbarm dich ihrer Pein, mißvergnügten Zähren, befinne dann wolle du ihr Retter seyn! dich, und sich zurück! Ist denn 14. Die Mutter, welche dich das Glück, das wir begehren, geboren, empfahlst du deines für uns auch stets ein wahres Freundes Treu. Der Wittwe, Glück? die den Sohn verloren, steh auch mit gleichher Liebe bei. Sey du, 2. Nicht hoher Stand, nicht äußre Güter sind Quellen der ser du ihr Helfer und ihr Zufriedenheit: die wahre Nu 328 Vertrauen auf Gott. he der Gemüther gedeiht nur| tesfurcht und Tugend nie gebei Genügsamkeit. Genieße, trachtet, und die nun büßen für was dir Gott beschieden, ent- der Weltlust Freuden, ein chrifts behre gern, was du nicht hast! lich Leiden? Dent, jeder Stand hat seinen Frieden und jeder Stand auch feine Laft.did 3. Gott, unser Herr, vertheilt den Segen uns väterlich mit milder Hand, nicht stets, wie wir zu wünschen pflegen, doch stets, wie er es heilsam fand. Willst du vermessen ihn verklagen, daß seine Liebe dich vergißt? Er ist auch liebreich im Versagen, er weigert nur, was schädlich ist, strate 4. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in träger Unzufrieden heit. Besorgst du des Berufs Geschäfte, so nüßest du die Lebenszeit. Bei regem Fleiß fich Gott ergeben, das ew'ge 7. Und wenn ich nicht mein Heil in Hoffnung fehn, das ist Elend selbst verschulde, wenn der Weg zu Ruh' und Leben; ich als Christi Jünger leid' und Herr, lehre diesen Weg uns dulde, so kann auch ich des gehn! un Heiles der Erlösten mich sicher trösten. addis Ad Find 586. 8. Ich bin ein schwacher Mensch, den Leiden fränken; doch in der Noth an Gott, den Helfer, denken, dies wirkt Vertraun, und stärket unsre Herzen in allen Schmerzen To in Herz, o Gott, in Leid und Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, täglich ermessen.s 9. Schau über dich! wer 32. Wie oft, o Gott, wenn trägt der Himmel Heere? Mert' wir das Böse dulden, erdulden auf! wer spricht: bis hieher! wir nur unsrer Thorheit Schul- zu dem Meere? Ist er nicht den, und Christenkreuz dünft auch dein Helfer und Berather, uns der Fluch der Sünden, ewig dein Vater? den wir empfinden. thit 110 disse mid Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 4. Doch selbst, wenn du uns strafft, will deine Gnade zu rück uns führen zu des Heiles Pfade; du willst uns wecken aus dem Sündenschlafe durch Schmerz und Strafe. 5. Jag' ich nur nach dem Frieden im Gewissen, wird Alles mir zum Besten dienen müssen. Du, Herr, regierst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 3. Jft deren Qual, die deinen Rath verachtet, nachy Got 6. Ich bin ein Gaft und Pilger auf der Erden, nicht hier, erst dort soll ich ganz glücklich werden; und was sind gegen euch, ihr ew'gen Freuden, des Lebens Leiden! 10. Willst du so viel, als der Allweise, wissen? Jeßt weißt du nicht, warum du leiden müs Vertrauen auf Gott. 329 fen; allein du wirst, was seine lebten, die ihm starben, brinWege waren, nachmals erfah- gen jauchzend ihre Garben. ren.( medir Aubr tradid 64 11. Er züchtigt uns, damit Mel. Die Tugend wird durchs zc. wir zu ihm nahen, die Heili- 588. Entehre nicht mit gung des Geistes zu empfahen, den Gott, der dich aus Liebe schuf. Des Lebens Mühe zu ertragen und froh zu seyn, ift dein Beruf. Erdulde standhaft die Beschwerden auf deiner fur 12. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung giebt dem Glauben den Lebensbahn; sieh nur, daß Muth und Nahrung. Ein stars tes Herz steht in der Noth noch feste. Hoffe das Beste! 46 sie dir heilsam werden, und bete Gottes Rathschluß an. 2. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden; nimms dankbar an aus seiner Hand; er fülle jede Pflicht zufrieden, die er mit diesem Loos verband. Gott schenket gnädig dir die Kräfte, erhält und stärkt fie väterlich; sie brauchen, das ist dein Geschäfte, und ihr Ges brauch ist Heil für dich. und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, Andre zu stärfen. taltburstin 2004 Mel. Werde munter, mein c. fine weird inst ist alles Leid 587.& iuft 110 vergangen, wie ein furzer Traum der Nacht, wenn der Herr, die hier gefangen, ihrer Bande ledig macht. Dann wird unser Herz fich freun, un ser Mund voll Dankes seyn, jauchzend werden wir erheben ihn, der Freiheit uns gegeben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, richt' auf uns den Vaterblick, aus der Fremde ruf die Knechte in die Heimath bald zurück. Unser Loos ist Kampf und Leid, türz' uns ab die Prüfungszeit, führ' uns, wenn wir treu geftritten, in des sel'gen Friedens Hütten. 3. Erndten sollen wir mit Freuden, was wir weinend aus gefä't; jenseits reift die Frucht der Leiden, und des Sieges Palme weht; Gott reicht uns des Glaubens Lohn gnädig dar durch seinen Sohn; die ihm 3. Sind Andern durch des Himmels Segen mehr Güter anvertraut, als dir, soll doch kein Neid in dir sich regen; dent, wer ist Gott? und wer sind wir? Was dir, was deinem Nächsten nüßet, weiß er dies besser nicht, als du? wenn er dich nährt, regiert und schüßet, was fehlt dann noch zu deiner Ruh? 3. Du prangest nicht mit hohen Würden; beneide nicht der Großen Glück! Sie seufzen unter schweren Bürden, und oft stürzt sie ein Augenblick. Dir ward kein Ueberfluß gewähret;- ihn wünschen, das ist Selbstbetrug! Wer 330 Vertrauen auf Gott. gern, was Gott versagt, ent-| Gott! o denk zurücke, wie gnåbehret, der ist beglückt und dig er dich stets geführt; wie reich genug. oft, wenn Dunkel um dich lag, 5. Herr, der du mir zum aus Nacht hervor das Licht dir frohen Leben, was ich bedarf brach. und mehr, verliehn, du wollst 5. Gott, gnädig, wenn du Zufriedenheit mir geben, und uns erhörest, und giebst, was eitlen Sorgen mich entziehn! unser Wunsch erbat; oft gnädiIn Demuth laß mein Herz sich ger, wenn du zerstörest der eigenüben, und stets sich deiner Güte will'gen Thorheit Rath: Ich freun; dich fürchten, dir ver- harr' auf dich mit festem Muth, traun, dich lieben, soll ewig denn was du sendest, ist mir meine Freude seyn. gut. Mel. Wer nur den lieben 2C. 6. Die Lieb' hat mir den Pfad bestimmet, den ich auf Er589. Entschwinge dich, den wandeln soll. Ob er fich mein Geist, den Nächten, in welche dich die Schwermuth hüllt! Willst du mit deinem Schöpfer rechten, daß er nicht jeden Wunsch erfüllt? Du fennest, was dir gut auch durch Dornen frümmet, ich geh' ihn hoher Ahnung voll. Einst werd' ich in des Himmels Höh'n ganz deiner Führung Weisheit sehn. ist, nicht, fleug auf zu seinem Mel. Es koftet viel, ein Chrift ic. höhern Licht! 2. In Finsternissen irrt hie- 590. Er wird es thun, der treue Gott, nieden des schwachen Sterbli- dich über dein Vermögen nicht chen Verstand; er faßt nicht, versuchen; er bleibt dir noch daß zu seinem Frieden auch ein Vater in der Noth, sein Trübsal ihm ward zugesandt; erst an dem Ziel von seinem Lauf flärt sich ihm Gottes Rathschluß auf. Segensmund wird seinem Kind nicht fluchen; vernimm es nur, wie er so freundlich spricht: verzage nicht verzage nicht! 2. Bedenk, daß du berufen bist, in Gottes Reich durch 3. Dort findest du, von Licht umflossen, auch deiner Erdenthränen Lohn. Schau! ihre Trübsal einzugehen. Du glauSaat ist aufgeschossen, und best ja, du seyst ein wahrer Christ, blüht in reicher Fülle schon. so laß nun auch die Probe daIm Kummer ward sie ausge- von sehen; dein Christenthum streut, bald reift sie für die wird erst in der Gefahr recht Ewigkeit. offenbar, recht offenbar. 4. D'rum heb' empor die trüben Blicke, wenn sich dein Weg in Nacht verliert. Dich leitet 3. Du hast genug vom Kreuz gehört, genug gerühmt des Kreuzes reichen Segen, doch Vertrauen auf Gott. 331 haftet mehr, was die Erfah- 12. D'rum auf, mein Herz, verrung lehrt; d'rum laß es gern zage nicht, wenn Sorg' und auf deine Schultern legen; trag's Leid dich drücket! Auf, fliehe in Geduld, so wird dir Kraft zu dem ew'gen Licht, das fräfund Heil, ja Kraft und Heil tiglich erquicket! Halt' in Ge zuletzt zu Theil. duld dem Vater still, wenn er durch Zucht dich läutern will. Geduld bringt Muth und Kräfte. 4. Dein Herr geht dir als Beispiel vor; wie vieles mußt' auf Erden Christus leiden, el' er sich hob zur Herrlichkeit empor, wo er nun hat und giebt die ew'gen Freuden. Wer treulich fämpft, empfängt an Gottes Thron, des Sieges Lohn, den ew'gen Lohn. 15. D'rum hoff auf den, der Vater heißt, er meint es gut in allen deinen Leiden; was dich betrübet, was dein Herz zer reißt, soll niemals dich von sei ner Liebe scheiden; sey wohlge muth, der Hülfe Stund' ist da, dein Gott ist nah', dein Gott ist nah'. 3. Erwarte nur die rechte Zeit, so wirst du wohl empfinden, wie Gott in Lieb' und Freundlichkeit sich wird mit dir verbinden. Er wird, nach außgestand'ner Pein, dein Labsal unaufhörlich seyn. Geduld wird nicht zu Schanden. 4. Nur frisch im Glauben fortgekämpft, bis sich die Stür me legen, durch Kreuz wird alle Luft gedämpft, die sich im Fleisch will regen, der Geist, vom Eit's len abgelenkt, daß er sich ganz in Gott versenkt. Geduld erringt dir Gnade. 6. Es bricht sein Herz ihm gegen dich; er spricht: ich will mich über dich erbarmen; du, liebes Kind, haft Niemand sonst als mich, b'rum halt ich dich in meinen Vaterarmen. 5. Vom Herrn wird keiner dort gekrönt, der nicht für ihn gestritten, der, wenn die Spötter ihn verhöhnt, nicht gern mit Ver nimm, o Chrift, was er fo Kreuz hier trägt, dem wird sein so wer aber Jesu freundlich spricht, und zage Schmuck dort angelegt. Geduld nicht, nein, zage nicht. erlangt die Krone. Mel. Es ist das Heil uns 2c. 8 ist gewiß ein föftMel. Jefu, meine Freude zc. 591. Geduld fich faffen, und Gottes 592. Es ist Gottes Wille! Banges Herz, sey heil'gem Rath und Wink sich stille in der Traurigkeit. Was willig überlassen, wie in dem dir Gott beschieden, dient zu heitern Sonnenschein, so auch deinem Frieden, beides, Lust bei trüber Noth und Bein: und Leid. Er verhängt, was Geduld erhält das Leben.uns bedrängt; schlägt er uns 332 Vertrauen auf Gott. auch ganz darnieder, doch erhebt| fen; er steigt in's Thal der Nieer wieder! idrigkeit hinab, und harrt ge2. Es ist Gottes Wille! leide trost dem Herrn Erhöhung ab. nur und hülle in Geduld dich ein. 3. Geduld, mein Herz, bis Sein Rath ist verborgen, aber laß ihn sorgen, bis es Zeit wird feyn. Endlich scheint, wie er's gemeint, nach dem Regen hell die Sonne; auf die Angst folgt Wonne. 3. Es ist Gottes Wille! liegt Schritt nah'st du dem Vaterdoch Lust die Fülle in des Kreu- haus. The zes Laft. Schau' nur unbewe- id+ pili Er dir winkt, zu ihm in's Freudenreich zu treten. Und wenn auch Alles bricht und finkt, Geduld im Leiden, Wachen, Beten! Nicht lange mehr, dann ist das Dulden aus; mit jedem 593. Sebul Preis, Lob, Chr' sc. eduld! wie sehr der Sturm auch weht; Geduld! wenn Trost und Hoffnung schwindet, wenn Alles scheinbar rückwärts geht, und Gottes Hand sich nirgend findet! Er schüßt dich doch mit unsichtbarer Hand, und führt dich treu bis in das Vaterland. get auf die Hand, die schläget, bis du sie gefaßt. fie heilt, 594. Getroft! mein Bei ob sie auch weilt, den Kelch der Leiden, auch mit Freuden. den hat Ziel; tränket ich darf nicht muthíos trauern; ist auch der Trübsal noch so 4. Es ist Gottes Wille! viel, sie wird nicht ewig dauern d'rum, o Herz, sey stille auch in Wer glaubensvoll mit ThräKreuzes Pein. Mag es bitter nen sä't, der wird, wenn reif scheinen, muß es doch den Seinen lauter Labsal seyn. Folgte Noth mir bis zum Tod, tröst' ich mich doch in der Stille: es ist Gottes Wille! a chie no Mel. die Erndte steht, auch seine Garben bringen, und Freudenlieder fingen. dum db, inde 2. Den Abend lang weint oft mein Herz am Morgen kommt die Freude, die Stunde bringt und nimmt den Schmerz, die Ruhe folgt dem Leide. Ich weiß, daß Leiden dieser Zeit nicht werth sind jener Herrlichkeit, die nach dem Kampf auf Erden mir of fenbar soll werden. Inorg 3. Der Himmel droht nicht immerdar mit Sturm und Ungewittern; so läßt auch Gott nicht in Gefahr die Seinen im mer zittern. Wer heute noch in Thränen schwimmt, das Brod des Elends seufzend nimmt, fann morgen sich schon laben an Gottes Gnadengaben. 4. D'rum fürcht' ich nicht, 2. Geduld! nach manchem fauern Schritt wird deine Bahn von Segen triefen. Der Glaube wagt auch kühnen Tritt, durch wandelt muthig Höh'n und Tiemoder Mel. Ermunt're dich, mein ac. Vertrauen auf Gott. 333 du könnest mein, o Bater, ganz| hinauf dringt all' dein Sehnen; vergessen, und habest mir nur Angst und Bein auf Erden zugemessen. Du bist getreu, dein Angesicht verbirgst du deinem Kinde nicht, mit gnadenvollen Blicken kommst du, mich zu erquicken, 41 das gieb dich zufrieden. TyG3 4. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt' an Gott, fo wirst du siegen, ob alle Fluthen dich umringen, du wirst doch nicht unterliegen. Gott ist nicht fern, steht in der Mitten, und hö ret gern der Armen Bitten. Gieb dich zufrieden. Sun De 5. Getrost! mein Glaube sieget schon; das Joch seh' ich zerbrochen; wie eine Mutter 5. Verzieht die Hülfe gleich ihrem Sohn, hast du mir zuge- sehr lange, endlich wird sie densprochen. Ich eile wie dein Kind zu dir, und du, Erbarmer, reichest mir zur Hülfe deine Hände; so hat die Noth ein Ende. noch kommen; macht dir das Harren oftmals bange, glaub', es dient zu deinem Frommen. Kein Heil gedeiht in kurzen Stunden, nur mit der Zeit wird es gefunden. Gieb dich aufrieben. Trong Goin In eig'ner Melodie. 595. Sieb bich zufrieden 6. Es kann und mag nicht und sey stille in anders werden, alle Menschen dem Gotte deines Lebens; in müssen leiden; was lebt und ihm ruht aller Freuden Fülle, webet auf der Erden, kann ohn' ihn müh'st du dich verge die Trübsal nicht vermeiden. bens. Er ist der Quell der Wo ist ein Haus, das könnte reinsten Wonne, macht Alles sagen: ich weiß durchaus von hell, ist deine Sonne; gieb dich keinen Plagen? Gieb dich zu zufrieden.frieden. Und 2. Der Gott des Trostes und 7. Ein Ruhetag ist noch vor der Gnade liebt mit treuem Va handen, unser Gott wird uns erterherzen; steht er bei dir, wird dir nichts schaden, auch die Pein der größten Schmerzen. Kreuz, Angst und Noth kann er bald wenden, ja selbst den Tod hat er in Händen. Gieb dich zufrieden.sid adnja@ lösen, er wird zerbrechen uns're Banden, uns befrei'n von allem Bösen. Einst kömmt der Tod, von Gott gesendet, und alle Noth ist dann geendet. Gieb dich zufrieden. undesl 8. Der Herr führt dich zu 3. Wie dir's und Andern oft jenen Schaaren der Erwählten ergehe, ist ihm wahrlich nicht und Getreuen, die hin mit verborgen; er sieht und fermet Frieden sind gefahren, und sich aus der Höhe des betrübten nun in Frieden freuen. Wer Herzens Sorgen, er faffet auf mit Geduld das Kreuz getradie heißen Thränen, zu ihm gen, hört einst die Huld des 334 Höchsten sagen: Gieb dich zu frieden.d bid doi Vertrauen auf Gott. Meht das li 6. Gott lebt! Wohlan, ich ut zage nicht! Gott hört, ihm will 596. Gott lebt! Wie kann ich klagen. Gott sicht, ich such ich traurig seyn, als wär' kein Gott zu fin den? Er weiß gar wohl von meiner Pein, die ich hier muß empfinden. Er kennt mein Herz, mit ihm zu leben. sein Angesicht. Gott führt, er wird mich tragen. Gott liebt und giebt; nur unbetrübt! er wird mir endlich geben, auch dort und meinen Schmerz: ich kann ihm Alles flagen, und darf nun nicht verzagen. 2. Gott hört, wenn Niemand 597. Gott will machen, daß die Sachen hören will! Wie sollte mir gehen, wie es heilsam ift. Laß denn bangen, als könnt an der die Wellen um dich schwellen, Erhörung Ziel mein Seufzen wenn du nur bei Jefu bist. nicht gelangen! Ruf ich empor, 2. Wollt'st du denken, Menso hört sein Ohr, sein Amen schen lenken, und dein Helfer fchallet wieder, und Hülfe steigt schliefe feft: würd'st mit Klagen hernieder. son du dich plagen, wenn der Wind dir wid'rig bläst. 3. Gott fieht! Wie flaget denn mein Herz, als säh' er nicht mein Beinen! Vor ihm muß der geheimste Schmerz ganz offenbar erscheinen. Zur Erde fällt nicht ungezählt die kleinste meiner Zähren, er wird mir Trost gewähren. 3. Doch wer Leiden gern will meiden, häufet leicht sich Schuld auf Schuld. Darum trage deine Plage fein getroft und mit Geduld. Mel. Was Gott thut c. durch Wüsten reisen, doch würde Gott mich speisen. or 15 In eig'ner Melodie. Plagen, weißt du auch, dein Wunsch bleibt fern. I 4. Um zu stillen eig'nen Wil Telen, leidet wohl noch Mancher 4. Gott führt! So geh' ich gern. Du sollst tragen Noth und immer fort auf allen meinen Wegen. Mag mir die Welt bald hier, bald dort arglistig Schlingen legen, so wird er mich zwar wunderlich, doch selig immer leiten, daß nie mein Fuß fann gleiten. 5. Gott giebt! Er wird mein täglich Brod für heut' und morgen geben; ich werd' auch in der größten Noth durch seine Gnade leben. Wär' ich auch arm, fern sey der Harm; müßt' ich 5. Glaube feste, daß das Beste über dich beschloffen sey. Ist dein Wille nur fein stille, wirst du ganz von Kummer frei. ITBE! 6. D'rum wohl denen, die sich sehnen nach des Willens Still und Ruh'. Wirst du wollen, was wir sollen, kommt auch bald die Kraft dir zu. müßt' ich 7. Rühm' und preise die als Vertrauen auf Gott. 335 weise, die in solcher Uebung| Sturm folgt heit'rer Sonnenstehn, und auf Freuden wie auf schimmer, der Kreuzweg führt Leiden nur mit Hiobs Augen in's Paradies. Zu Gott sey deine sehn. Seele still, es gehe dir, wie Gott es will. 8. Mag Gott eilen, mag er weilen, fühle stets sein Vaterherz! Den laß sorgen, der auch Mel. Wer nur den lieben 2c. morgen Herr ist über Freud 599. H err, mache meine und Seele stille bet jedem Leiden, das mich fränkt; denn es geschieht ja nur dein Wille, der Alles mir zum Besten lenkt. Du bist's, der Alles ändern kann, und was du thust, ist wohlgethan. 9. Es gerathen Menschen thaten immer nur wie er's verhängt. Solche Wunder sind der Zunder, d'ran der Glaube Funfen fängt. 10. Wenn die Stunden sich gefunden, dann bricht mächtig 2. Du führst uns auch auf Hülf' herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unverse hens seyn. rauhen Wegen zu deiner Kinder Seligkeit; von jeder Trübsal erndt ich Segen, ist dir nur, Gott, mein Herz geweiht. Der Ausgang wird stets herrlich seyn, sieht's gleich der blöde Geist nicht SENS0077 ein. 11. So sey's Amen! In dem Namen unfres Jesu halte still. Es geschehe und ergehe, was und wie dein Gott es will. 3. D'rum laß mich stille seyn und hoffen, wenn du mir PrüVafung hast bestimmt; de in deinem Glau- terherz steht Jedem offen, der seine Zuflucht zu dir nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, mit dem machst du es immer gut. Mel. Wer nur den lieben 2c. alt an, mein Herz, 598. Halt ben, Beständigkeit ist Kronen werth; wer diesen Anker sich läßt rauben, der bleibt im Sturm nicht unversehrt; wer aber fest an Jesu hält, der steht, wenn Erd' und Himmel fällt. 2. Halt ein mit deines Unmuths Klagen, ein köstlich Ding ist die Geduld; wenn wir das Leid gelassen tragen, gewinnen wir des Vaters Huld; wer Gott sich murrend widerseßt, hat seine Kindespflicht verletzt. 4. Uns bleibt oft, was uns frommt, verborgen; genug für uns, daß du's erkannt. Wie oft sind uns're Wünsch) und Sørgen voll Therheit und voll Unverstand. Du leitest uns auf eb'ner Bahn, und läsfest uns kein Unheil nah'n. 5. Nur du erkennst, o Gott, 3. Halt aus, die Prüfung das Beste, und dies erwählt währt nicht immer, die Hoff dein Vaterherz. Mach' mich in nung steget ganz gewiß. Auf diesem Glauben feste, dann 336 Vertrauen auf Gott. überwältigt mich kein Schmerz.| thun und kämpfen, die Feinde Ich dulde mit Gelaffenheit; was dämpfen. Gott will, das gescheh' all'zeit. 5. Du bist der Held, du kannst 6. Die Stunde wird doch die Mächt'gen zwingen, du endlich kommen, die mich von fannst den Schwachen Hülf aller Noth befreit; denn ein- und Rettung bringen; wir mal führst du deine Frommen trau'n auf dich, und fleh'n in zur völligen Zufriedenheit, und Jesu Namen: hilf, Helfer! dann wird ihnen offenbar, daß Amen. mur dein Rath der beste war. 7. Dort erndt' auch ich von Mel. Herzlich thut mich zc. di meinen Blagen auf ewig felge 601. ier lieg' ich, Herr, Hier Früchte ein, dort wird mein im Staube vor Herz, ftatt aller Klagen, nur deinem Angesicht! Wo ist mein voll des frohen Lobes seyn: froher Glaube, wo meiner Hoffder Herr, der für mein Heil nung Licht? Wo sind die heitern gewacht, hat Alles mit mir Stunden, da dich mein Auge wohlgemacht. sah? Ach, Alles ist verschwun den, und nur mein Schmerz ist da. und Mel. Herzliebster Jesu ic. fah 600. Hlaß nicht zu Schan- Schreden, wenn mich Gefahr 2. fühle mich nicht den werden die Frommen, die bedroht, als könnte in Nöthen und Beschwerden, decken dein Arm in jeder Roth, bei Tag und Nacht, auf deine als wäre dir verborgen, was Hülfe bauen, und dir ver- meine Seele quält; als wolltest du nicht sorgen, wo mir's an Hülfe fehlt.ad INS trauen. 2. D wehre, Herr, den Stolzen, die dich hassen, und sich 3. Kann deine Macht nicht allein auf ihre Macht verlassen; wenden, was unabwendbar ach, wende doch mit gnädigem scheint, und Licht und Hülfe Erbarmen dich zu uns Armen. senden dem, der im Dunkeln weint? Bist du nicht, der du wareft? Ift's nicht dein heilig Wort, wo du dich offenbareft, als unser Schild und Hort? 3. Sey unser Beistand wider uns're Feinde; sprichst du ein Wort, so werden sie bald Freunde; sie müffen Wehr und Waf fen, uns zum Segen, schnell niederlegen. 4. Wir haben Niemand, dem wir uns vertrauen, es ist umsonst, auf Menschenhülfe bauen; mit dir nur woll'n wir Thaten du, o Gott, mein Herz; gieb 4. Sich, Vater, auf mich Armen herab voll Gnad' und Huld; vergieb mir aus Erbarmen des Zweifelmuthes Schuld Geängstet und zerriffen siehst Vertrauen auf Gott. 337 Frieben dem Gewissen, und stille| Mel. O daß ich tausend ar. meinen Schmerz. Is 15. Du hast ja mur Gedan- 603. Jufrieben, und bleibe ten des Friedens über mich ruhig und vergnügt, weil Gotdein Rath wird niemals wantes Huld mir ist beschieden, fen, bau ich nur fest auf dich Du wirst mir Alles geben, was mir dein Wort verspricht; dein Wort führt mich zum Leben, drum want und weich ich nicht. 6. Laß Berg und Hügel wei chen dein Friedensbund steht fest. Der wird das Ziel erreichen, der still fich führen läßt. Wie sich die Bahn auch wende, die sich hier wandeln soll, gefrost tufsich am Ende: der Herr macht Alles wohl! dig.Drum faffe dich, o Seele, und traure nicht so sehr; was bich auch immer quale, bald flagest du nicht mehr. Er kommt, er kommt, dein Retter, er kommt und zögert nicht durch Wol fent, Sturm und Wetter bringt seiner Gnade Lichts siste si weil Jesus mir im Herzen liegt, weil Gottes Geist, dem ich ges weiht, mit seinem Wort mein Herz erfreut. 2. Wird mir für Freude Leid gesendet, und für das Leben einst der Tod: ich bin zufrieden, Alles wendet zu meinem Heil der treue Gott. Was Gott gebeut, das ist mein Will und wie er's fügt, so schweig' ich still. mth 3. Um mich hab' ich mich ausgekümmert, die Sorg' ist ganz auf Gott gelegt! Ob Erd' und Himmel gleich) zertrümmert, so weiß ich doch, daß Er mich trägt. Und halt ich fest an meinem Gott, so frag' ich nichts nach Noth und Tod. stim bailiroja pinna 602. 4. Mit deinen Leid und Mel. Christus, der uns felig sc. Freudensgaben, wie du sie giebst, bin Gottes, Gott zufrieden seyn: Gott, möcht ist mein, wer kann ich solchen Sinn stets haben, uns wohl scheiden? Dringet führt er mich bis ins Grab auch das Kreuz herein und das hinein! Das schafft die rechte bitt're Leidensinlaß es dringen, Heiterkeit, in Lebens- und in kommt es doch von geliebten Sterbenszeit.dou Händen und eh' ich's geahnet noch, wird Gott Alles wenden. matk Mel. Was mein Gott will ic. Pedom bd 2. Gottes Kinder säen zwar 604. Jeg gefehn, mein habe Gottes traurig und in Thränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach Herz ist froh und stille, und sie sich sehnen; denn es kommt gern, wie er mich führt, zu gehn, die Erndtezeit, da ste Garben ist nun mein fester Wille. Er binden, da wird all ihr Kreuz stand ja doch mir immer bei, und Leid Ziel und Ende finden. merkt' ich nur auf sein Winken: Y 338 Vertrauen auf Gott. ihm will ich folgsam seyn und| winn, der Tod selbst ist mein treu, bis meine Tage sinken. Leben. Denn Gott ist mein, und ich bin sein, was ist wohl, das mir schade; ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleibt doch sein Thun voll Gnade. 2. Oft schien mir wohl die Laft zu schwer, die mich darnieder drückte; dann ging ein Engel vor mir her, der tröstend nach mir blickte. So kommt in schwache Seelen Muth! Ich folge, statt zu fliehen; mir ahnte, Leiden sey mir gut, ich sah den Lohn erblühen. 3. Nun seh ich ein, wie gut es war, daß Gott mich oft be2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; schickt er auch Trübfal groß und schwer, so will er mich nur üben, will mein Gemüth in seiner Güt' gewöhnen, fest zu stehen; halt ich dann trübte; ich weiß, wie Sorgen Stand, weiß seine Hand mich und Gefahr des Geistes Kraft mir übte. Ging ich in steter Luft nur hin, was wäre mir geblieben? Am Schmerzenstag hat Christi Sinn sich mir in's Herz geschrieben. wieder zu erhöhen. 3. Ist, was ich bin und habe, mein? gab ich mir selbst das Leben? Sein Werk bin ich, er hat allein mir Seel' und Leib gegeben. Ich gab mir nicht des Geistes Licht, er läßt es in mir scheinen: wer so viel thut, deß Herz und Muth kann's nimmer böse meinen. 4. So lern' ich in das beßre Land des Herzens Hoffnung leiten, geschieden von der Erde Tand und ihren Nichtigkeiten. Ich lerne so mit richt'gem Blick 4. Wer schüßt mich in Ge der Erde Güter schäßen, und über alles äuß're Glück die Ruh der Seele setzen. 5. So wirk' ich bei des Tages Schein, freu mich an Got tes Segen, und bricht des To des Nacht herein, geh ich ihr froh entgegen. Beruhigt kann ich rückwärts sehn auf dieses Lebens Mühen, und voll Ver- 5. Bei ihm ist Weisheit und traun hinübergehn, wo ewge Freuden blühen. fahr und Noth? Es ist sein gnäd'ges Walten; ich wäre längst schon falt und todt, hätt' er mich nicht erhalten. Sein Arm allein läßt Groß und Klein in reger Kraft bestehen; was er nicht hält, das bricht und fällt, und muß in Nichts vergehen. Det Mel. Was mein Gott will ac. 0171 Verstand, und löblich sein Regieren; die Zeit und Stund ist ihm bekannt, sein Werk hinaus zu führen. Er weiß, wann Freud', hab' in Gottes er weiß, wann Leid uns, seinen Herz und Sinn Kindern, diene, und was er 605. mein Herz und Sinn ergeben; thut, ist Alles gut, ob's noch so was böse scheint, ist mir Ge- traurig schiene. Vertrauen auf Gott. 339 6. Du denkest zwar, wenn Leid in Ewigkeit die Deinen du nicht hast, was Fleisch und triumphiren. Blut begehret, als sey mit einer Mel. Nun ruhet in den ic. großen Last dein Lebensgang 2108 beschweret; haft ſpät und früh 606. h hab' in guten J viel Sorg und Müh', zu deiStunden des Lenem Wunsch zu kommen, und bens Glück empfunden und denkest nicht, daß, was geschicht, Freuden ohne Zahl: so will ich gescheh' zu deinem Frommen. denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual? 7. Es kann bei lauter Sonnenlicht das Feld nicht Früchte tragen: so reift auch Menschenwohlfahrt nicht bei lauter guten Tagen. Wie bitter sey die Arzenet, schafft sie doch neues Leben: so muß das Herz sich oft durch Schmerz zu seinem Heil erheben. 8. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir getrost in deine Hände; nimm du mich auf, und mach's mit mir, wie du willst, bis ans Ende. Nur du, Herr, weißt, wodurch dem Geist sein wahres Heil entstehe, und deine Ehr' sich mehr und mehr vor aller Welt erhöhe. 9. Willst du mir geben Son nenschein, so nehm' ich's an mit Freuden; soll's aber Kreuz und Trübfal seyn, will ich's geduldig leiden. Willst du allhier das Leben mir zum späten Ziel er halten: wie du mich führst und führen wirst, so laß ich gern dich walten.pdl dan 10. Und soll ich einst des Todes Weg und finstre Straße gehen, so zeige du mir Bahn und Steg und laß dein Licht mich sehen. Mein Hirt bist du, der zu der Ruh des Himmels mich wird führen, wo nach dem 2. Ich bin ja, Herr, ein Sünder, und du strafft viel gelinder, als ich es wohl verdient. Sollt' ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, und mehr als Ruh und Leben dich lieben, meinen Herrn. Dir nur will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfft, und du errettest gern. 4. Du willst uns alle Sünden, wenn wir nur Reu' empfinden, in Chrifto gern verzeihn. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte zum Heiligungsgeschäfte, und du, Gott, willst mein Beistand seyn! 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist mit mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, dich durch Geduld verehren, im Glauben zu dir flehn. Ich will den Tod bedenken, du, Herr, wirst Alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. 92 340 Vertrauen auf Gott. Ankergrund ist Gott allein; ch lasse Gott in d'rum muß fie fest und sicher seyn. Mel. O daß ich tausend zc. 607. J Allem walten, sein Wille bleibt der beste Rath; und gern will ich ihm stille halten, Mel. Wachet auf, ruft uns sc. wie er's für mich beſchloſſen hat. 608. Cefus fommt, von Nicht ich, der treue Gott allein, allem Bösen uns, soll meines Glückes Meister seyn. seine Gläub'gen, zu erlösen; er 2. Sollt' ich des Nächsten kommt mit Macht und HerrGlück beneiden? Gott hat es lichkeit. Einst, an seinem großen so für ihn gefügt. Wer Andrer Tage, verwandelt sich der FromWohl nicht sieht mit Freuden, men Klage in ewige Zufriedenist in sich selber mißvergnügt. heit. Sey fröhlich, Volk des Ein reines Herz, ein froher Herrn! Er kommt, er ist nicht Dein Muth ist mehr als alles Geld fern, dein dein Erretter. und Gut. Schmerz ist kaum ein Morgentraum, bald macht er ew'gen Freuden Raum. tr 2. Augenblicke dieser Leiden, was seyd ihr gegen jene Freuden der unbegrenzten Ewigkeit! Seht die Kron' am Ziele prangen, und kämpft und ringt, sie zu erlangen, die ihr dazu berufen seyd! Euch halt' in eurem Lauf fein Schmerz des Lebens auf, Ueberwinder! Das Ziel ist nah, bald seyd ihr da, dann singt ihr froh Hallelujah. 3. Der sich euch zum Volk erwählet, der eure Thränen alle zählet, ftritt auch mit unerschöpftem Muth. Wie hat Jesus nicht gerungen, wie tief war er von Angst durchorungen, wie seufzt er laut, wie floß sein Blut! Doch sah'n die Feinde nicht auf seinem Angesicht bange Schrecken. Gestärkt von Gott in seiner Noth, drang er zum Leben durch den Tod. 4. Wir, Genossen seiner Leis den, wir erndten einst auch seine 3. Wir müssen uns in Alles schicken; denn Alles kommt von lieber Hand; auch wenn mich Centnersorgen drücken, bleibt dieser Trost mir zugewandt. Ich weiß, daß Alles, was mich kränkt, Gott endlich doch zum Besten lenkt. 4. Wenn länger auch der Herr verziehet, die Hülfe kommt zu rechter Zeit; der Blume Schmuck, die später blühet, prangt oft in schönster Lieblichkeit. Das Uebereilen bringt nur Pein, das Gute will erwartet seyn. 5. Gott fennt die rechten Freudenstunden, er prüft vorher nur die Geduld; und hat er ste bewährt gefunden, so frönt uns seine Vaterhuld. Was wir nicht hofften mehr, geschieht, und tau sendfache Freude blüht. 6. So laß ich Gott in Allem walten, das steht in meiner Seele fest. Ich will mich an die Hoffnung halten, die nicht zu Schanden werden läßt. Ihr Vertrauen auf Gott. Freuden, gehn standhaft wir ihr nicht der Blöße Qual, des Kreuzes Bahn. Laßt uns Wetters Drangsal leidet. kämpfen, laßt uns ringen, mit 5. Er, der den Raben Futunserm Haupt hindurch zu ter giebt, erhält auch euer Le dringen, und jene Krone zu ben: hat er euch doch so hoch empfahn! Sein ist Gewalt und Kraft, die neues Leben schafft in den Schwachen. Die ihm vertraun, fest auf ihn baun, die werden seine Hülfe schaun. geliebt, euch seinen Sohn zu geben! Bin madot 6. O Vater, Vater, follten wir dich nicht durch Glauben preisen, und frei von irdischer Begier, im Wirken Treu' erweisen? 5. Ja du kommst, von allem Bösen uns, deine Gläub'gen, zu erlösen, deß sind wir froh 7. Wie treu bist du für uns und danken dir. Auch in ban bemüht, der Alles gnädig lengen Prüfungstagen soll unser fet, uns hier für's Himmelreich Herz doch nie verzagen, auf erzieht, dort ew'ges Leben deine Zukunft hoffen wir. Wir wissen, wer du bist; wir traun dir, Jesu Christ, und sind stille. Wenn gleich die Welt in Trümmer fällt, fest stehet, wer zu dir sich hält! it is schenket. Sed in 8. Dein Reich, welch unnennbares Heil, welch hoher Schaß der Seele! Dies, dies werd' unser Erb' und Theil, ob, was vergeht, auch fehle. si 9. Herr, gieb uns deinen gu Mel. Ich dank' dir schon 2c. ten Geist, und nie entzeuch ihn hr, deren Herzen wieder! Zu Allem, was dich noch bethört nach ehrt und preist, weck' er uns Glück der Erde schmachten, laßt Seel' und Glieder! uns zuerst und ungestört nach verehrt, daß wir als Christi 10. Ja, Vater, darin sey Gottes Reiche trachten. 609. Reben, nach deiner Pflege vol lem Werth, dir gute Früchte geben. 2. Der Vater weiß, was ihr bedürft, und fennet eure Sorgen; wohl dem, der auf den Herrn sie wirft, der ist stets wohl geborgen. 3. Sorgt, wie es Gläubigen gebührt, daß rein sey Leib und Seele, und daß ihr einen Wandel führt, der seinen Ruhm erzähle! 341 des ud K Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. n allen meinen Tha610. ten laß ich den Höchsten rathen, der Alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, soll's anders wohl gelingen, uns selber geben Rath und That. 4. Er, der die Blumen schmückt im Thal, das Lamm Nichts ist es spät und der Heerde kleidet, schafft, daß frühe um meine Sorg' und 2. 342 Vertrauen auf Gott. Mühe, nichts hilft die Unge- und traue dem alleine, der dich duld; er mag's mit meinen geschaffen hat; es gehe, wie Sachen nach seinem Willen es gehe, dein Vater in der Hömachen, ich stell' es ganz in he, der weiß zu allen Sachen seine Huld. Rath.7 bid 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat erseIndis Mel. Aus tiefer Noth schrei ze. hen, und was mir ſelig ist; ich 611. Mach's, lieber Gott, es, wie er's giebet, was wie ihm mit mir beliebet, das will in allen meinen Sachen! Mein auch ich zu jeder Frist. of 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schüßt; folg ich des Herrn Gesetzen, so wird mich nichts verleßen, nichts fehlt mir dann, was wahrhaft nüßt. 5. Er wolle mich entbinden von aller Laft der Sünden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen, und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, erwach' ich Morgens wieder, sey ich hier oder dort: in Schwachheit und in Banden, ist irgend Noth vorhanden, mich tröstet überall sein Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will ihn freudig überstehn. 8. Ihm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sey Heut' oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sey nun, Seele, seine, Hoffen ist auf dich gestellt, du wirst's am besten machen. Dein Wort ist mir ein sich'res Pfand, ich schau' auf deine starke Hand, die kann bald Alles ändern. 2. Scheint's auch bedenklich oft zu stehn, ich bleibe unver zaget. Was du willst, das muß doch geschehn, wohl dem, der's auf dich waget! Du, Höchster, kannst in kurzer Zeit all meine Noth und Traurigkeit in Freud' und Heil verkehren. 3. Zwar tritt wohl oft ein Zweifel vor, der dies und das will sprechen: doch du wirst das gebeugte Rohr nicht ganz und gar zerbrechen. Den Docht des Glaubens, der nur glimmt, und bloß von dir noch Kräfte nimmt, den läßt du nicht erlöschen. 4. Schenk' mir Geduld, und stärke mich, wenn ich in Schwachheit leide: ich halte mich allein an dich, und dies ist meine Freude. Die Welt fey Welt und bleibe Welt, du bist der Schaß, der mir gefällt, nach dir steht mein Verlangen. 5. Wenn du mich schlägst, so preif ich dich, und will die Ruthe küssen; denn auch im Vertrauen auf Gott. 343 Kreuze läßt du mich dein Va 4. Meine Seele grämt sich terherz recht wissen. Das wallt nicht, liebt Gott mitten in vor Freude gegen mich; du sprichst: mein Kind, ich werde dich nicht lassen noch versäumen! dem Leiden; Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. Wer in Gottes Armen liegt, bleibt in aller Noth vergnügt. 6. Dies tröstet meinen blöden Muth, daß mich kein Un- 5. Meine Seel' ift ftill zu fall fränket; du machst doch Gott; alle Klagen sind verendlich Alles gut, und besser, als schwunden, und so hab' ich jede man denket. Wer weiß, wie Noth, jeden Kleinmuth übernah' die Freudenzeit, da Alles wunden; froh verkünd' ich alles mir nach Wunsch gedeiht, und zeit Gottes Huld und Freundmir die Sonne scheinet.lichkeit. 7. D'rum weiche, Sorg' und Traurigkeit, ich bin in Gott zu frieden. Gott hat mir schon Mel. Herr, ich habe mißgehandelt sc. zur rechten Zeit mein Theil und 613. Meine Seele, laß es in dieHeil beschieden. Ist mir's auch ser Welt es geht, laß auch gerne feßt noch unbekannt, so kann's doch bald des Höchsten Hand an's Licht des Tages führen. das geschehen, was dein Herz hier nicht versteht: bleib, o Seele, fromm und stille, denk', es waltet Gottes Wille. Mel. Jesus meine Zuversicht sc. eine Seele giebt 612. Mei sich hin in des 2. Ift dir gleich die Welt zuwider, bist du selbst der Freunde Vaters Herz und Hände; ich darnieder, so vertraue deinem Spott, drücken Feinde dich erwart' im stillen Sinn seiner darnieder, so vertraue deinem Wege Ziel und Ende; mein Vertrau'n ist fest und groß, und stille, denk', es waltet Gotdenn ich ruh' in Gottes Schooß. tes Wille. o Seele, fromm 2. Meine Seele murret nicht, 3. Ist auch in dem bangen ist in Gottes Rath ergeben; Herzen nichts, als Kummer, fürder soll mein Wille nicht, Sorg' und Leid, zagst du unter nur der seine in mir leben; was sich ungeduldig regt, sey in Christi Grab gelegt. herben Schmerzen hier in dieser Sterblichkeit: bleib', o Seele, fromm und stille, denk', es waltet Gottes Wille. 3. Meine Seele forget nicht, will nicht lang' an morgen denken; 4. Gott erbarmt sich seiner ob mir Irdisches gebricht, will Frommen, wenn das Kreuz fie ich mich darum nicht fränken. hat bewährt, läßt sie zu dem Sorgen kömmt dem Schöpfer Frieden kommen, den schon zu, in ihm hat die Seele Ruh. lange sie begehrt: bleib', o 344 Vertrauen auf Gott. Seele, fromm und stille, denk', sich gläubig legen in des Va es waltet Gottes Wille. inters Schooß, in sein Antlitz 15. Nach dem Regen scheint schauen und ihm findlicy trauen, die Sonne, Freude folgt auf welch ein selig Loos! Ruhe Traurigkeit; Angst verwandelt fleußt aus ftillem Geist! Wer sich in Wonne, und in Himmels- sich weiß in Gott zu schicken, lust das Leid: bleib', o Seele, den wird er erquicken. fromm und stille, denk', es waltet Gottes Wille. Mel. Freu dich sehr, o c. $ 20 6. Sollst du von der Erde 615. Meine Sorgen, Angſt scheiden, scheide nur getroft zu Plagen nehGott; Gott giebt dir des Him- men mit der Zeit ein End'; mels Freuden, warst du treu nicht auf ewig währt das bis in den Tod: bleib', o Seele, fromm und stille, denk', es waltet Gottes Wille. Klagen, welches Gott am bes sten fennt; d'rum will ich gelassen seyn, nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnenblicken meinen matten Geist erquicken. ** 2. Was mit Thränen wird gefäet, wächst zur Freudenerndte auf; wenn die Dornen abgemähet, trägt man eble Frucht zu Hauf; nur im Kampfe wird erreicht jenes Ziel, das Gott uns zeigt; will man dieses Kleinod finden, so muß man erst überwinden. Mel. Jefu meine Freude! 2c. eine Seel' ist 614. M stille, weil ja Gottes Wille mir zu helfen steht. Mit dem, was Gott füget, ist mein Herz vergnüget, nimmt es, wie es geht. Geht die Bahn nur himmelan, und von Jesu ungeschieden, so bin ich zu frieden. 2. Dir will ich anhangen, das sey mein Verlangen, Gott, 3. Auf dem Wege zu den bei dir zu seyn! Keinen will Sternen ist des Kreuzes Last ich hören, der mich will bethö- gar viel; sie zu tragen mußt ren mit dem falschen Schein! du lernen, sonst gelangst du Was der Welt allein gefällt, nicht zum Ziel; zu der ew'gen Lust und Ehr' und irdisch Trach- Gottesstadt kommt nur, wer ge ten will ich gar nicht achten. duldet hat; die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre un at 3. Nein, ach nein, nur Einer fag' ich, und sonst Keiner wird Dornenfronen. von mir geliebt; Jesus, der Ge- 4. Wahrlich! es sind alle trene, deß ich mich erfreue, der Frommen, die des Himmels fich ganz mir giebt. Er allein, er Klarheit sehn, aus viel Trübfal soll es seyn, dem ich wieder mich hergekommen, vor des Lamergebe, einzig ihm nur lebe. mes Stuhl zu stehn, prangend in der Ehrenkron' stehen sie vor 4. Gottes Güt' erwägen und Vertrauen auf Gott. 345 unsern Willen brechen, die Luft am Eit'len schwächen, und an dem Wesen dieser Welt. Gottes Thron; weil sie glücklich triumphiret, sind mit Pal men sie gezieret.ndoor sonnlist 5. Darum trage deine Ban 6. Er will uns dadurch lebden, meine Seel', und dulde dichy; ren, wie wir ihn sollen ehren Gott hilft, du wirst nicht zu mit Glauben und Geduld, und Schanden, alle Stürme legen schien es auch in Nöthen, als sich. Nach dem Blig und wolle Gott uns tödten, uns Donnerschlag folgt der ange nehme Tag: auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach dem Sorgen. doch getrösten seiner Huld. 7. Was will uns auch wohl scheiden von Gott und seinen Freuden, die er dort offenbart? Ich lebe oder sterbe, so ist des Himmels Erbe mir als 18 mein ew'ges Theil bewahrt. dich zufrieden, 8. Darum gieb dich zufrieund bleibe ganz geschieden von den, mein Herz, und sey geSorge, Furcht und Gram; die schieden von Sorge, Furcht und Noth, die jest dich drücket, hat Gott dir zugeschicket, ihm halte still, von dem sie fam. i Leid; bald wird Gott Engel senden, die sanft auf ihren Händen dich tragen zu der Herrlichkeit. 2. Mit Sorgen und mit Plagen, mit unmuthsvollen Klagen häufst du nur deine Pein. Mel. In dich hab' ich gehoffet sc. Durch Stillefeyn und Hoffen, 617. Nrfungeet, mut wird, was jeßt Prüfungszeit, nur kurz des Lebens Kampf und Streit; bald folgen ew'ge Frenden! Was jene Welt uns vorbehält, lohnt reichlich alle Leiden. And moslodartmon Mel. Nun ruhen alle Wälder c. 616. Mein Hers, gieb erträglich dir und heilsam seyn. 3. Kann's doch nicht ewig währen; oft hat Gott uns're Zähren getrocknet, eh' man's meint; wenn es noch heißt: wie lange wird meiner Seele bange? ist Gott schon nah', und Hülf' erscheint. 2. Die Wege, die des Vaters Nath den Kindern vorgezeichnet hat, sind nicht der Menschen Wege. Doch faffet Muth, sein Weg ist gut; sey, ihn zu gehn, nicht träge. 3. Die Frommen tragen still ihr Kreuz, und murren nicht, denn Gott gebeut's; sie gehen hin und weinen. Doch täuscht ste 4. Und wenn ich's recht er wäge, so sind's nur Liebesschläge, womit er uns belegt; nicht Schwerter sind's, nur Ruthen, mit denen er zum Guten zu züchtigen die Seinen pflegt. 5. Er will uns so erziehen, nicht die Zuversicht, bald wird daß wir vor Allem fliehen, was die Sonne scheinen. ihm nicht wohl gefällt, will 4. Ja, Gott ist liebreich und 346 Vertrauen auf Gott. getreu; glaubst du, daß Gott stande sey mein Theil Zufriedie Liebe sey, so hemme deine denheit! Dort in meinem VaKlagen. Das Leiden drückt; terlande wohnt die wahre Sedoch was Gott schickt, hilft er ligkeit. Führt mein Gang zum auch gnädig tragen. Himmel ein, mag er immer dunkel seyn! 5. Er wog vor Anbeginn der Zeit nach deiner Kraft mit Freundlichkeit die Bürde deiner Schmerzen; er wog auch schon den Gnadenlohn dir zu mit treuem Herzen. Mel. Gott des Himmels und 2c. 618. Sen auch unerforsch( ey 6. Darum, auch auf rauhen Wegen, meine Seele, flage nicht! Was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ist, wird dort Licht; und ich faff erst Gottes Sinn, wenn ich ganz vollendet bin. pitunti lich immer mei Mel. In dich hab' ich gehoffet c. nes Gottes Weg und Rath, 619. Sen unverzagt, o sey die Nacht auch ohne Schimfrommer mer, die mich hier umschattet wenn du in Kreuz und Trübhat: doch ist Alles, was er thut, wie's auch scheine, weis und gut. fal bist, befiehl Gott deine Sachen; trau' ihm allein in Noth und Bein, er weiß es wohl zu machen. 2. Kein Leiden kommt von ungefähr, Gott sendet es von oben her, er hat dir's audersehen; darum sey still, und was Gott will, das laß du nur geschehen. 12. Sollt' ich Gottes Rath nur loben, wo ich seine Weisheit seh'? Ift's nicht Gnade nur von oben, wenn ich seinen Weg versteh? Jeder fündigt, welcher Flagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt. 3. Soll ein Vater unterlas- 3. Und bräche schier der sen, was dem Kinde Thorheit Gram dein Herz, so blicke gläuist? Kühner Tadler! Engel fas big himmelwärts, Gott fann sen, was dein Geist hier nicht sein Kind nicht haffen; wenn ermißt. Hier sollst du dem Herrn vertrau'n, und nur glau ben, noch nicht schau'n. du ihn liebst, dich ihm ergiebst, wird er dich nicht verlaffen. 4. Nicht immer währt der 4. Soll er deine Wünsche Frommen Leid, der Herr verfragen bei der Leitung seiner ändert Stund' und Zeit, er kann Welt? Soll der Heil'ge nicht noch Freude geben. Durch versagen, was nur deiner Luft Freud' und Schmerz macht er gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilger das Herz geschickt zum ew'gen Leben. 5. Von Alters her hat ja die Schaar der Heiligen durch viel Vertrauen auf Gott. 347 Gefahr und Leiden wandeln ner Will' und Rath wählt oft müssen; warum wollt'st du al- einen falschen Pfad. lein von Ruh, und nichts von 4. Bleib' ich steh'n auf nieTrübfal wissen? digi ledern Stufen, will ich in das 16. D'rum bet' und hoffe stets Herz mir rufen, daß ich, vieler auf Gott in aller deiner Angst und Noth; wie er will, laß es gehen. Sein Will' ist gut, be halte Muth, du wirst noch Wunder sehen. Sorgen frei, vor dem Sturz gesichert sey. Doch, wenn Gott mich wollt' erheben, will ich ihm nicht widerstreben; er wird mir die Kraft verleih'n, im Beruf getreu zu seyn. TAND 5. Will die Armuth meiner Hütten er mit Segen überschütten, so verleih' er nur zugleich, daß die Seele werde reich. Doch ist Armuth mir be schieden, bin ich auch damit zufrieden; denn auf dieſe arme Zeit folgt die reiche Ewigkeit. 6. Wird mir Gott Gefundheit geben, will ich eifrig danach streben, daß ich förd're mehr und mehr meines Gottes Ruhm und Ehr'. Aber auch in Krankheitstagen möge Gottes Geist mir sagen, daß solch herbe Arzenei mir zum Heile nöthig sey. 2. Gott, der mich bisher erhalten, höret nimmer auf zu walten; oder sollt er jetzt allein seines Waltens müde seyn? Wohl, ich will das Sorgen las sen und zu ihm Vertrauen fas- Aber käm' ich bald hinüber, sen; wie er mich auch führen will, meine Seele bleibe still. 7. Soll ich noch viel Jahre zählen, mit des Lebens Noth mich quälen, kommt doch auch wohl mancher Tag, daß mein Herz sich freuen mag. wär' mir solches desto lieber, weil ich käm' aus aller Noth hin zu 3. Wie's auch in der Welt meinem Herrn und mir gehet, er ift's, der allein Gott. verstehet, was mir heilsam ist 8. Alles sey Gott heimgeund gut oder was mir Schaden thut. Laß Laß ich ihn für mich nur wählen, wird kein wahres Gut mir fehlen; aber eig' geben, Freud' und Trübsal, Tod und Leben; es geschehe, was sein Rath über mich beschlossen hat. Ich will mich nicht län7. Gott der du unser Tröster bist, laß Jeden, der hier traurig ist, des Glaubens Troft empfinden; durch Leiden übst du, den du liebst, o hilf uns überwinden! montert Mel. Herr, nicht schicke beine 2c. 620. Soll ich denn mich täglich fränken, ängstlich an das Künft'ge den fen? Soll ich Abends nie mit Nuh' meine Augen schließen zu? Soll es immer vor mir stehen: wie wird's einst noch mir er gehen? da die Sorge mich nur quält, und doch ihres Ziels verfehlt? 348 Vertrauen auf Gott, ger fränken, sondern dies allein| Gott, nur habe, dann hab' ich bedenken, daß nach Gottes Gna- das beste Theil, und bei dir denschluß Christen Alles from einst ew'ges Heil. men muß. THINK Mel. Ach, was soll ich Sünder 2. In eigener Melodie. ges@ 621. Sot es gleich bis 622. Sollte ich meinem Gott nicht trauen, weilen scheinen, der mich liebt so väterlich; der als verließe Gott die Seinen; so treulich sorgt für mich? o so glaub' und weiß ich dies: Sollt' ich auf den Fels nicht Gott hilft endlich doch gewiß. bauen, welcher ewig feste steht, wenn die ganze Welt vergeht? 2. Hülfe, die Gott auf geschoben, hat er d'rum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wann's heilsam ist. 2. Gott weiß Alles, was mich drücket, meine Leiden, meine Noth, steht mir bei bis in den Tod. Er weiß, was mein 3. Wie nicht gleich die Vä- Herz erquicket, seine Lieb' und ter geben, wonach ihre Kin- Vatertreu' ist mir jeden Morder streben; so giebt Gott auch, gen neu. wann er will. Harre seiner, und sey still. Biar isdop thd 4. Seiner kann ich mich getrösten, wann die Noth am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich geſinnt. 3. Der die Vögel all' ernähret, der die Blumen schmücket schön, die am Abend noch vergeh'n, dessen Gnade ewig währet: sollte der verlaffen mich? Nein, ich trau' ihm sicherlich! 5. Troß der Welt und ihrer Rotten; ich kann ihre Macht verspotten, drückt auch schwer des Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Mögen mich die Menschen fränken, und auf mein Verderben denken; sind sie mir ohn' Ursach' feind, Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Darf ich von der Welt nichts hoffen, steht mir doch der Himmel offen, und ist da mein Plaß bestellt, was frag' ich dann nach der Welt? 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, und nach der Gerechtigkeit, die der Glaube mir verleiht; wenn ich eit'les Gut nicht achte, segnet Gott mich früh und spat, segnet Denken, Wort und That. 5. Darum sorg' ich nicht für morgen, denn was noch zukünftig ist, irrt mich nicht, ich bin ein Christ. Meinen Gott nur laß ich sorgen: denn es g'nügt, daß jeder Tag seine Plage haben mag. 6. Wohl mir, ich bin hoch erfreuet, denn ich glaube fe8. Wenn ich bis zu meinem stiglich: Gott, mein Vater, Grabe, dich, mein Herr und sorgt für mich. Herz und Sinn Vertrauen auf Gott. 349 ist mir erneuet, denn ich weiß,| selber bift, und schaffeft, daß Gott liebet mich, Gott versorgt mir jedes Leid zum Segen wird mich ewiglich. in Ewigkeit. muald 3. Ist Alles dunkel um mich her, und meine Seele freuden623. Tief zwar beugt die leer, so bleibst du meine Zuversicht, und in der Nacht strahlt mir dein Licht. Noth des Lebens, doch erliegt kein gläubig Herz! Christen trifft fein Leid verge- 4. Wie oft, Herr, weint' bens, hin zu Gott hebt sie der ich, ach wie oft; doch bald Schmerz. Was sind Leiden halfst du mir unverhofft. Ant dieser Zeit? Nur der Weg zur Abend war ich schwer bedrückt, Herrlichkeit. am Morgen schon durch dich erquickt. 5. Sagt Alle, die der Herr geprüft, die ihr zu ihm um Hülfe rief't: hat er wohl je mals das Gebet der Demuth und Geduld verschmäht? 3. Führt der Herr dich gleich 6. Nein, nie ist seine Hülfe fern, nie ist zu kurz der Arm auf Erden manchen tief ver- des Herrn; er bleibt der Helhüllten Pfad, niemals darfst fer immerdar, wie er's zu allen du irre werden an der ew'gen Zeiten war. Liebe Rath. Droben wird vollfommen flar, was hienieden dunkel war. 7. Die Stunde kommt früh oder spät, wo Dank und Freud' aus Leid entsteht, wo er als Vater sich beweist, und beiner Trübsal dich entreißt. a mu 8. Wenn Niemand dich erquicken kann, so schaue deinen Heiland an, schütt' aus dein Herz in seinen Schooß, denn feine Macht und Huld ist groß. 624. Von on dir, o Vater, nimmt mein Herz, was du mir sendest, Freud' und Schmerz, mit Dank und mit Vertrauen an, weil deine Hand nur segnen kann. 9. Er selbst, der Menschen treuster Freund, hat hier im Thränenthal geweint; er weiß, was Schmerz und Kummer ist, er weiß zugleich), wie schwach du bist. 10. Er hilft gewiß, nur 2. Du wählst nur, was mir zweifle nicht; er hält gewiß, heilsam ist, weil du die Liebe was er verspricht. Die kurze Mel. Gott des Himmels c. her, 25000 2. Unser Leiden ist ver schuldet, wie es uns auch hart bedrängt; darum standhaft nur geduldet, was der Vorsicht Rath verhängt, bis dir einst der Tag erscheint, wo dein Auge nicht mehr weint. 4. Seele, bleibe Gott erge ben, wank' in deinem Glauben nicht; die in seiner Gnade leben, haben feste Zuversicht. Mag der Weltkreis untergeh'n, Gottes Kind wird doch besteh'n. 41000 4bcd usb Mel. Wo Gott zum Haus 20. 350 Vertrauen auf Gott. Trauer dieser Zeit verwandelt| schon hier auf Erden, noch mehr sich in Seligkeit.do in Ewigkeit. nd hi 6. Darum, ob ich hier dulde viel Sorg und bittern Schmerz, wie ich's auch oft nicht lassen, denn verschulde, doch tröstet sich mein Gott will ich rumit am In eig'ner Melodie. 201 STM gi on 625. Von er verläßt mich nicht; ich will Herz. Ich bleibe freudenvoll, im Glauben faffen, was mir und geb' an meinem Ende die sein Wort verspricht. Er reicht Seel' in Gottes Hände, er mir seine Hand, er weiß mich machet Alles wohl! zu versorgen, am Abend, wie am Morgen; das hab' ich oft d erkannt! 2. Wenn Menschenhuld und Lieben in Ungunft sich verkehrt, ist er doch treu geblieben dem, der ihn liebt und ehrt. Er hilft aus aller Noth, erlös't aus allen Banden, macht frei von Sünd' und Schanden, und rettet selbst vom Tod! In eig'ner Melodie.de last India gising arum betrübft du dich, mein Herz, und fränkest dich in bangem Schmerz um eit'les Erdengut? Vertraue deinem Gott allein, denn Erd' und Himmel sind ja sein. 626. M 2. Dich lassen kann und will er nicht; er weiß gar wohl, was 3. Auf ihn will ich vertrauen, dir gebricht, und welche Last auch in der schwersten Zeit; er dich drückt. Er ist dein Vater läßt sein Heil mich schauen, und dein Gott, und steht dir und wendet alles Leid. Ihm bei in aller Noth. sey es heimgestellt! Leib, See- 3. Weil du mein Gott und le, Gut und Leben hab' ich ihm Vater bist, weiß ich, daß du übergeben; er mach's, wie's mich nicht vergißt, du väterliihm gefällt. ches Herz! Ich, Staub und Asche, habe hier sonst feinen Trost, als nur von dir. adislets EU in3 Jlágr 4. Es kann ihm nichts gefallen, als was mir müßlich ist; er meint's gut mit uns Allen, er schenkt uns Jesum Christ. Von seinem Himmelsthron hat reichlich er bescheeret, was ew' ges Heil gewähret, in seinem lieben Sohn. 4. Ein Thor trotzt auf sein irdisch Gut; ich trau' auf Gott mit stillem Muth, bei Wenigem vergnügt. Mir bleibt die frohe Zuversicht: wer Gott vertraut, dem fehlt es nicht. 5. Lobt ihn mit Herz und 5. D Gott, du bist so reich Munde, ihn, der uns Alles noch heut', wie du gewesen al schenkt! Gesegnet ist die Stun- lezeit; zu dir steht mein Vers de, darin man sein gedenkt! trau'n. Machst du mich an So braucht man recht der Zeit! der Seele reich, so gilt mir Wir sollen selig werden in ihm and'rer Reichthum gleich). Vertrauen auf Gott. 351 6. Des Zeitlichen entbehr' ich| linde, seine Treu' steht mir bei, gern, hab' ich das Ew'ge nur daß ich Lind'rung finde. vom Herrn; die Luft der Welt 6. Satans Macht und seiner vergeht; sie währt nur eine Rotten ist zu schwach, und verfurze Zeit, und hilft mir nichts zur Seligkeit. mag nichts, als mein zu spotten; laß fie spotten, laß fie lachen! Gott mein Heil wird in Eil' fie zu Schanden machen. 7. D Herr, mein Gott, wie dank' ich dir, daß du durch dei nen Sohn auch mir dein Heil hast offenbart. Verleih' mir nun auch feste Treu', daß einst bei dir mein Erbtheil sey. Home Ind In eig'ner Melodie. 627. W arum sollt' ich mich denn grämen? hab' ich doch Christum noch, wer will ihn mir nehmen? wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? 2. Ich bin an das Licht getreten arm und bloß, hülfelos, unter Angst und Nöthen; nichts nehm' ich auch von der Erde dann mit mir, wann von hier einst ich scheiden werde. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt' ich d'rum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er foll all' mein Unglück enden. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Chrift, wo er ist, stets sich lassen schauen, muß er auch dem Tod' erliegen, still und gut soll sein Muth auch den Tod bestegen. big 8. Kann mich doch der Tod nicht tödten, sondern reißt meinen Geist aus viel tausend Nöthen; schleußt das Thor der bittern Leiden, und macht Bahn, daß ich kann gehn zu Himmelsfreuden. 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben ist nicht mein, 10. Was sind dieses Lebens Gott allein hat es mir gegeben; Güter? Unbestand, eitler Tand, will er's mir nicht mehr gewäh- Kummer der Gemüther. Dort, ren, nehm' er's hin, Herz und dort sind die edlen Gaben, da Sinn soll ihn dennoch ehren. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt, sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und straft ge 9. Dann wird an vollkommnern Schäßen sich mein Herz nach dem Schmerz ewiglich ergößen. Wer mag bleibend Gut hier finden? Was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. mein Hirt Chriftus wird mich ohn' Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden! du bist mein, ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, o 352 Vertrauen auf Gott. mein Licht, aus dem Herzen Erdenglück zerfällt und bricht, laffe. Laß mich, laß mich hin- Himmelsgüter schwinden nicht. gelangen, da du mich, und ich 7. Sieh' auf deine Lebensdich ewig werd' umfangen.bahn, frage die vergang'ne Zeit, 15 om bin stom pom was der Herr an dir gethan, Mel. Nicht so traurig, nicht so. wie so oft er dich erfreut. Du empfingst in reichem Maaß, und begehrst ohn' Unterlaß? 628. W arum trauerst du lis 1032 msd thun so sehr, meine Seel', und bist betrübt, daß dir Gott Glück, Gut und Ghr tren, was er thut, ist wohl ges 8. Gott ist gnadenreich und nicht so viel, als Andern, giebt? than; er nur weiß, ob heilsam Sey vergnügt in deinem Gott; sey, was du wünschest zu emhaft du Gott, so hat's nicht pfah'n. Ist dir's gut, so geht Noth. de 2. Meineft du, daß du ein Recht auf des Lebens Güter haft? Nein, hidasunmenschliche Geschlecht ist auf Erden nur ein Gast. Gott ist Herr in seinem Haus; wie er will, so theilt dijelom er aus. er's ein; ist's dein Schade, spricht er: Nein. 150 9. Darum richte dich empor, meine Seel', und traure nicht; laß die Sorgen! tritt hervor an des Glaubens Freudenlicht. Wandelst du in seinem Schein, 3. Bist du doch darum nicht wirst du all'zeit fröhlich seyn. hier, daß du habeft Erdenglück; 10. Führe deinen Lebensschau' den Himmel über dir, da- lauf, deines Gottes eingedenk; hin richte deinen Blick, da ist wie er's giebt, so nimm es auf, Ehre, da ist Freud' ohne End' als ein wohlbedacht Geschenk; und ohne Neid. Hund bh geht's durch Trübjal, laß es 4. Der ist thöricht, der sich geh'n. Gottes Gnade bleibt fränkt um die Güter dieser Zeit, dir steh'n.nhns2 am wenn ihm Gott dagegen schenkt, was besteht in Ewigkeit! Bleibt un 22 and blln Ho Mel. Warum sollt' ich mich ac. Mar der Himmel dein Gewinn, fahr 629. Warum willst du die Erde immer hin. ni nin doch für mor5. Schaue doch die Güter gen, armes Herz, dir zum an, die dein Herz für Güter Schmerz voller Kleinmuth hält, ob wohl ein's dir folgen sorgen? Wozu dient dein tägkann, wenn du gehest aus der lich Grämen? Hoff auf Gott, Welt. Alles bleibet hinter dir, deine Noth will er von dir trittst du in des Grabes Thür. nehmen.s bilgall nom de6. Aber was die Seele nährt, m.2. Gott hat bir togeschenkt Gottes Wort und Christi Blut, das Leben, Seel' und Leib, darwird von feiner Zeit verzehrt, um bleib' ihm allein ergeben.. ist und bleibt ein ew'ges Gut; Er wird ferner Alles schenken; Vertrauen auf Gott. 353 trau' ihm feft, er verläßt nicht, und dort nie im Glauben wandie an ihn denken. ken. Lob und Preis sey dei3. Frage nicht was wird nem Namen; denn mein Theil, mich nähren? Gott wird dir Hülf' und Heil bleibst du ewig. Alles hier, was dir fehlt, ge- Amen. smb allo sibisar währen. Frage nicht: wie wird mir's gehen? Solches hat Gottes Rath längst zuvor versehen. Ond 181 1818 In eig'ner Melodie. X 4. Nährt den Vogel in den Lüften nicht der Herr? Weidet er nicht das Thier auf Triften? Kleidet er des Grases Blume nicht mit Pracht, sei ner Macht, feiner Huld zum Ruhme? 630. Was Gott_thut, das ist wohl ge than, es bleibt gerecht sein Wille; wie er fängt meine Sachen an, harr' ich sein und bin stille; er ist mein Gott, und weiß in Noth mich mächtig zu erhalten, d'rum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan, sein Wort kann niemals trügen, er führet mich auf rechter Bahn, d'rum laß ich mir genügen an seiner Huld, 123 6. Nur der Glaube fehlt auf und hab' Geduld. Er wird Erden. Wär' er da, müßt' uns mein Unglück wenden, es steht ja, was uns noth ist, werden. in seinen Händen. Wer Gott kann im Glauben faffen, dem fehlt nicht Trost und Licht; Gott wird ihn nicht laffens orienta $ 707. Wer nach Gottes Reiche trachtet, immerfort auf sein Wort mit Gehorsam achtet, dem wird auch von Gott hic nieden, was derfreut in der Zeit, gnädiglich beschieden. 3. Was Gott thut, das ist wohl gethan, er wird mich wohl bedenken; er als mein Arzt, der heilen kann, wird mich mit Gift nicht tränken. Gott ift getreu, und steht uns bet; auf ihn nur will ich bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan, er ist mein Licht 8. D'rum sey dir, Gott, und Leben, der mir nichts Böübergeben, was mir fehlt, und ses gönnen kann, ihm will ich mich quält hier in diesem Le mich ergeben. Nach allem Leid' ben. Da du sorgst, so will kommt einst die Zeit, da öffentich schweigen, und es soll de- lich erscheinet, wie treulich er muthsvoll dir mein Knie sich es meinet. beugen. 15. Was Gott thut, das ist 9. Ich will dir mit Freu- wohl gethan; muß ich den Kelch den danken fort und fort, hier gleich schmecken, der bitter ist 3 5. Und auf mich sollt' er nicht achten? In der Noth ließe Gott hülflos mich verschmachten? Ich bin sein, mir soll nicht grauen; väterlich liebt Gott mich, ihm will ich vertrauen. 354 Vertrauer auf Gott. nach meinem Wahn, laß ich| Wer hoffend auf ihn blickt, wer mich doch nicht schrecken, weil fest auf ihn vertrauet und gläuich zuletzt doch werd' ergößt mit big auf ihn bauet, wird doch süßem Troft im Herzen, da zulegt erquict. weichen alle Schmerzen.nl bim 5. So fall' ich denn mit 6. Was Gott thut, das ist Freuden in Gottes Arme hin; wohl gethan, dabei will ich vers von ihm fann mich nichts scheibleiben, es mag mich auf die den, weil ich sein eigen bin; rauhe Bahn Kreuz, Noth und er bleibt auch ewig mein, und Elend treiben. Auch noch im wird mir Alles geben, was meiTod' wird mich mein Gott in nem Stand und Leben wird seinen Armen halten, d'rum gut und selig seyn. laß ich ihn nur walten. barde Lime din smantée Mel. Nun ruhet in den ac. Mel. Von Gott will ich nicht zc. mich da quale? 631. W as hilft's, baß 632. Was ist's, daß ich ich mich qua- Harr' auf den Herrn, o Seele, le und fürchte manches Leid? harr' und sey unverzagt! Du Entreiß' dich, meine Seele, doch weißt nicht, was dir nüßet; aller Traurigkeit! Gott machet Gott weiß es und beschüßet allAlles wohl! Wovor soll ich mich mächtig den, der nach ihm fragt. scheuen, da Alles seinen Treuen zum Besten dienen soll? 2. Erzählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch sah; eh' ich mich selbst noch fannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah'. 2. Was hülfe dir dein Sin nen, wie dir's noch gehen mag? Was würdest du gewinnen durch Sorgen Nacht und Tag? Befiehl es Gott allein; laß seine Hand dich führen, die wird dich so regieren, wie dir's wird heilsam seyn. 3. Was dich will niederschlagen, und was dich schmerzt und fränkt, das magst du dem nur flagen, der Alles weislich lenkt. Wirf alle Sorg' auf ihn, erhebe dein Gemüthe zu seiner Vater güte, so wird dein Kummer fliehn. 3. Die kleinste meiner Sor gen ist dem Gott nicht verborgen, der Alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wär's auch die größte Laft der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, ganz glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich soll durch Gottes Segen den Grund zum Glücke legen, das bir ewig wie mein Geist besteht.bl 4. Er wird dich wohl versor- 5. Was dieses Glück ver gen, der deiner liebreich denkt; mehret, sey mir von dir gevielleicht ist nah' der Morgen, währet! Gott, du gewährst es wo Gott dir Freude schenkt! gern. Was dieses Glück ver Vertrauen auf Gott. 355 feßet, wenn's alle Welt auch meine Seel' in meinen letzten fchäßet, sey, Herr mein Gott, Stunden; durch Chrifti Tod mir ewig fern. ist alle Noth des Todes überwunden. 6. Sind auch der Krankheit Plagen, ist Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Mel. Es ist gewißlich sc. Spott, so harr' ich und bin 634. Wenn gleich aus stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh', o- Gott! nacht Gewitter um mich blißen, so zag' ich nicht, mein Vater 7. Du bist der Schwachen wacht, er wacht, mich zu bes Stärfe, und aller deiner Werke schüßen. Die Güte, die mich erbarmst du ewig dich. Was werden hieß, die den Bedrängkann mir widerfahren, wenn ten nie verließ, wird nimmer du mich willst bewahren? Und mich verlassen. du, mein Gott, bewahrest mich.2. Sein Auge schauet in mein In eig'ner Melodie. 633. W Herz und zählet meine Sorgen, fein Seufzer bleibet und as mein Gott fein Schmerz dem Vaterblick will, gescheh' all' verborgen. Er sendet mir das zeit, sein Will' ist stets der Leiden zu, daß seiner nicht in beste; zu helfen dem ist er be stolzer Ruh' mein schwaches Herz reit, der an ihn glaubet feste. vergesse. 210014 Er hilft aus Noth, der fromme Gott, und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den wird er nicht verlaffenburg ndritsch 3. Gesegnet sind die Leiden mir, die mich der Welt entziehen. Sie lehren mich, mein Gott, zu dir und deiner Gnade fliehen, und einst, wenn ich vollbracht den Lauf, geht mir die ew'ge Sonne auf, der als les Dunkel weichet. id 2. Mein Gott ist meine Zu versicht; er ist mein Licht und Leben; faßt seinen Rath mein Herz auch nicht, doch soll's 4. Von jedem Schmerz ders nicht widerstreben. Sein Wort einst befreit, werd' ich, Herr, bet ist wahr, er hat das Haar auf dir leben, und selig dann selbst meinem Haupt gezählet; er für das Leid dir Preis und Ehre sorgt und wacht, nimmt mich in Acht, giebt Alles, was mir fehlet. bad geben. Wohl denen, die dem Herrn vertrau'n, und ihre Hoffnung auf ihn bau'n, nie werden 3. Ruft einst mich ab von sie zu Schanden. dieser Welt des Höchsten weiserhoudi Wille: auch dann gescheh', was ihm gefällt, ich will ihm halten stille. Dir, Gott, befehl' ich In eig'ner Melodie. 635. W er nur den lieben Gott läßt wals 32 Georghiumark + 1681. 356 Vertrauen auf Gott. ten, und hoffet auf ihn allezeit,| nur getreu, und trau' des Himden wird er wunderbar erhalten mels reichem Segen, so wird in aller Noth und Traurigkeit; er bei dir werden neu; denn wer Gott, dem Allerhöchsten, wer nur seine Zuversicht auf traut, der hat auf keinen Sand Gott seßt, den verläßt er nicht. gebaut. b) t Mel. Nun preiset Alle sc. uns die schweren Sorgen, was hilft uns un- 636. Win mir so sehr be ser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen be- trübt? Dein Heiland lebet, der seufzen unser Ungemach? Wir dich ja treulich liebt. Ergieb machen unser Kreuz und Leid dich gänzlich seinem Willen, er nur größer durch die Traurigkeit. kann alleine dein Trauern stillen, er kann alleine dein Trauern stillen. Aby chim 3. Sey nur geduldig und bleib' stille, sey stets in deinem Gott vergnügt, und harre wie sein heil'ger Wille und seiner Weisheit Rath es fügt. Gott, der in Christo uns erwählt, weiß auch am besten was uns fehlt. 2. Bist du in Nöthen, ach harre nur auf Gott, trau' feiner Gnade in Seel'- und LeibesNoth! Der vormals deine Angst gewendet, ist es auch noch, der dir Hülfe sendet, ist es auch noch, der dir Hülfe sendet. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, weiß, ob das Glück uns heilsam sey; hat er uns nur getreu erfunden, so stehet er uns hülfreich bei; Gott kommt, eh' wir es uns verseh'n, und lässet 3. Bist du bei Menschen nicht nach Verdienst geschäßt, mußt du viel dulden, was dein Herz tief verlegt, bedenke, wen der uns viel Gut's gescheh'n. Höchste ehret, dem ist der herr5. Denk nicht in deiner Drangsals Hiße, daß du von Gott verlassen seyst; und daß der wahres Glück besige, den alle Welt als glücklich preist. Die Zeit verändert oft sehr viel und setzet jeglichem ein Ziel. lichste Ruhm gewähret, dem ist der herrlichste Ruhm gewähret. 4. Bist du in Jesu, in deinem Heiland reich, kein Gold, kein Silber ist diesem Reichthum gleich. Hast du nicht, was dich hier ergößet, g'nug, wenn der Himmel dir's dort ersetzet, g'mug, wenn der Himmel dir's dort erseget. 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, und seiner Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; er ist der Herr, der Jedermann erhöhen und auch stürzen kann. 5. Sey doch zufrieden, o du betrübtes Herz, wirf auf den Vater, was dir bringt Sorg' und Schmerz. Wer ist wohl je 7. Sing', bet' und geh' auf Got- zu Schanden worden, der sich tes Wegen; verricht das Deine bewährt in dem KreuzesorSE Vertrauen auf Gott. 357 den, der sich bewährt in dem| D'rum, Seele, dring' getrost zu Kreuzesorden. deinem Herrn, er fegnet gern, 6. D'rum, liebe Seele, wirf er fegnet gern. hi alles Trauren hin, geduldig 5. Der Himmel und die Erd' leide, stille nur deinen Sinn. ist dein, er schenkt sie dir in Ergiebst du hier dich Gottes Christo, meine Seele; so nimm Willen, dort wird mit Freuden in heil'ger Glaubenskraft fie er dich erfüllen, dort wird mit ein, und denke nicht, daß dir Freuden er dich erfüllen. noch etwas fehle. Bleib' nur bei Gott, so bleibest du zugleichy Mel. Es kostet viel ein Christ sc. auch ewig reich, auch ewig us tot 637. Wirf alle Sorgen reich). hinter dich, mein Herz, und sey in deinem Gott Mel. Mach's mit mir Gott 2c. zufrieden! Sey ſtill; denn er 638. Wohl dem, der sich gewährt dir sicherlich, was nöthig ist zu deinem Heil hienie den; warum willst du in eitler Müh' und Pein, in Müh' und Pein unruhig seyn? auf seinen Gott recht findlich kann verlassen; mag ihn auch treffen Sorg' und Noth, mag auch die Welt ihn haffen, so bleibt er doch in sich vergnügt, sein Freund ist Gott, der Alles fügt. 2. Wohlan! sey gutes Muth's im Herrn, vertrau' dich gänzlich seinen Vaterhänden. Er ist mit feiner Hülfe ja nicht fern, und bald wird sich sein Segen zu dir wenden. Such' ihn allein, wenn etwas dir gebricht, und forge nicht, nein, sorge nicht. 3. D trachte nur mit Ernst danach, daß da mit ihm dich in nig mögst verbinden, und werde nur im Glauben nimmer schwach, so läßt er dich auch alles And're finden: er ist und bleibt dein Bater und dein Gott, dein treuer Gott in aller Noth. 4. Nah' dich zu ihm, er rufet dich, er spricht: wie könnt' ich dich, mein Kind, verlassen? Mein Herz bewegt von Liebe sich in mir, daß ich dich muß mit Gnad' und Huld umfassen! 2. Die böse Welt mag im merhin ohn' Ursach' mich befeinden, kann sich nur immer mehr mein Sinn mit meinem Gott befreunden. Ich troße muthig jedem Feind! Wer schadet mir, ist Gott mein Freund? 3. Ich murre nicht, daß ich hier oft viel habe dulden müssen; mich hat ja Gott ganz unverhofft aus mancher Angst gerissen: da lernt' ich recht, daß Gott allein der Menschen bester Freund muß seyn. 4. Und will, ob meiner Sündenschuld, mein Herz mich hart verklagen; spricht es mir ab des Vaters Huld: doch darf ich nicht verzagen. Wer ist, der mich verdammen kann? Gott ist mein Freund und nimmt mich an! 358 Vertrauen auf Gott. 5. Ja selbst des Grabes finaller Hoheit Glanz versinkt in fire Nacht kann mich nicht mehr Todesnacht. erschrecken; ich weiß, mich wird durch seine Macht der Herr einst auferwecken. Mit Christo werd' ich dann vereint, durch ihn ist ewig Gott mein Freund. 3. Viel sich'rer ist mein Trost, ich weiß, an wen ich glaube. Wo ist der mächt'ge Feind, der mir dies Kleinod raube? Ich stehe fest in Gott, ihm hang' 6. So geh' ich freudig durch ich einzig an, dem keine Noth die Welt, getroft und stark im zu groß, der helfen will und Glauben! Wer fest an seinen Gott sich hält, dem fann die 4. Zu ihm, dem treuen Gott, Welt nichts rauben! Gott ist ist meine Seele stille; sein Arm mein Freund, mein Schuß, mein Rath! Wohl dem, der Gott zum Freunde hat! fann. ist ewig stark, und gnadenvoll sein Wille. Sein Gang ist wunderbar, unendlich seine Kraft; ste hat von Alters her stets Hülf' und Rath geschafft. 639. Mel. Nun danket Alle Gott zc. ohl dem, der un fern Gott zum Helfer sich erwählet, der find lich ihm vertraut, was seinem Herzen fehlet. Wohl dem, der auf den Herrn allein sein Hof fen stellt, auf ihn, der Trost verspricht, und ewig Glauben hält. 6. Gieb, daß ich stets, mein 2. Wer hier auf Menschen Gott, an dir fest hangen bleibe, fraft und Menschengunst ver daß weder Glück noch Noth mich trauet, der hat fürwahr sein jemals von dir treibe. Verleih' Glück auf bloßen Sand ge mir deinen Geist, und schenk' bauet; betrüglich und gering mir neue Kraft, zu üben imist aller Menschen Macht, und merdar die gute Ritterschaft. 5. D'rum halt' ich mich zu Gott, und das ist meine Freude, wenn ich ihm danfen fann, nach überstand'nem Leide, wenn mein erquicktes Herz ihn rühmt mit allem Fleiß, und ihm ein Loblied singt zu seines Namens Preis. XXII. Lob- und Danklieder. Mel. Jehovah ist mein Licht ic. und sanft, und himmelwärts er 640. Auf, auf, mein Geist! hoben zu Gott, des Herzens den Herrn der Trost und Zuversicht. Er ist. Welt zu loben, erhebe dankbar allein Lob, Ehre, Preis und dich, und säume nicht! sey still Ruhm zu nehmen würdig stets Lob- und Danklieder. 359 und überall; ihn preif auch dein Haus zu Kindern bir erdir! mit frohem Jubelschall wählt. Jetzt zwar schau' ich geh' ein in sein erhab'nes Hei- dich) nur in dunklem Licht; doch ligthum! nischpult fommt, ich weiß es, fünftig 2. Der Herr ist zwar ein noch der Tag, da ich dich ohne unbegreiflich Wesen, d'rein sich Decke schauen mag von Angevergeblich der Verstand versicht zu frohem Angesicht. liert; doch fannst in seiner da Welt du deutlich lesen, wie wun Mel. Ich finge dir 2c. derbar sein weiser Rath regiert. 641. Auf, Chriften, brin Er hat und fennet seines Gleiget und chen nicht; es weichet Alles sei dem Herrscher aller Welt, dem ner Majestät, vor der die Crea- Mächtigen, der Erd' und Meer tur mit Zittern steht, dieweil er und alle Himmel hält. wohnt in unnahbarem Licht. 3. Ja er, der Lebensgrund von allen Dingen, er ist für wahr ein unzugänglich Licht: doch wird im Licht' zu wandeln mir gelingen, so decket sich mir auf sein Angesicht. Denn wie er ist und lebt im Licht allein, so birgt er sich dem, der das Dunkle liebt, und liebet den, der sich dem Recht ergiebt; der wohnet stets in seiner Strahlen Schein. mauung 2. Frohlockt mit jubelreichem Schall Gott unserm höchsten Gut, der große Wunder überall auch an uns Menschen thut. 3. Von uns'rer zarten Kindheit an war seine Hülf' uns nah; auch wo kein Mensch mehr retten kann, steht Gott als Retter da. 4. Aus seiner Fülle nehmen. wir, was uns erfreut und nährt, und Alles, was der Seele hier Bufriedenheit gewährt. 5. Ist dornenvoll auch unser Pfad, und beugt uns oft der Schmerz, Gott prüfet nur nach seinem Rath, und stärkt durch Noth das Herz. 4. D felig, wer also den Herrn erkennet, und findlich zu ihm Vater sagen kann; o selig, wen auch Er den Seinen nennet, wen er als Kind des Hauses siehet an! Mit Kindern geht kein 6. Nach Väter Weise tråget Vater in's Gericht, so hat auch er uns Schwache mit Geduld, Er Geduld, übt Langmuth aus, er züchtigt wohl, doch nie zu und hat mit Seligkeit geschmückt schwer, und tilget uns're Schuld. sein Haus, wo Liebe herrscht, wo Gnade nie gebricht. 35. D'rum auf! ich will, o Herr, dich froh erheben, weil du auch mich zu denen haft gezählt, die du in Chrifto hast gebracht zum Leben, und in uns nicht; wohl Allen, die ihm 7. Sein Wort weckt das Gewissen auf, ruft uns zur Besserung, sein Geist stärkt uns im Tugendlauf, schafft uns're Heis ligung.im sof 98. Gott ist getreu, und läßt 360 Lob- und Danklieder. trau'n, sie werden einst sein An-| durch Nichtigkeiten, brennt des gesicht in sel'gem Lichte schau'n. Altars Flamme nicht, wie e re dhe doch Licht von seinem Licht Mel. Sollt' ich meinem sc. sollte lautern Schein verbreiten. D, wann strahlt sein HeiligGott zu loben, thum ganz in fleckenlosem Ruhm? INGSUTST seine Huld und seinen Rath, ihn, deß Macht durch tausend 5. Demuth schlägt die Blicke Proben sich an uns verherrlicht nieder; doch giebt Glaube Zuhat. Zwar, kein Mensch kann versicht, hebt die feuchten Augen ihn ermessen; Gottes Gnade, wieder, und die Herzen werden welch ein Meer! Wer sind wir, Licht. Nein, du fannst und und was ist Er? Doch wer nicht verlassen, schonest, trågest kann des Danks vergessen? und vergiebst; wie du unausund er nimmt das Scherflein sprechlich liebst, das kann kaum an, das ein Armer opfern fann. die Seele fassen. Groß, ia groß 2. Preis dem Bischof unift Menschenschuld; göttlich groß frer Seclen! Dank dem Hirten ist Gottes Huld. ( 3par seiner Schaar! nie ließ er ein 6. Laß vom Jüngsten bis Gut uns fehlen; treu nahm er zum Greife Zeugen deiner Kraft der Heerde wahr. Seines Wor- uns seyn, daß sie reich sich tes fräft'ge Nahrung, seines Geistets erweise in der Gläubigen ftes Unterricht, dieses reine Verein! Wenn wir Großes schon Himmelslicht, seines Hirtenstabs Bewahrung, welcher Ses gensström' Erguß! welch ein Himmels Vorgenuß! S 643. 3. Daß sein geift'ger Tem pel stehet auch in Stürmen unversehrt, daß sein Friede d'rinnen wehet, das ist ew'gen Danfes werth. Beben seines Zions anfet mit Freu Gründe, wenn der Geist der den, o danket dem Sünd' und Welt es belagert Vater der Gnade, ihr, die er und umstellt: wer zerstört die segnet und führet auf ebenem Macht der Sünde? Nicht der Pfade; die ihr ihn kennt, VaStreiter Arm und Fleiß, ihm, nur ihm gebührt der Preis. ter in Christo ihn nennt, preiset den Vater der Gnade! 4. Doch mit Herzenstüm- 2. Oft ist sein Thun vor mernissen kämpft der Seinen den Augen der Menschen vers Dankgefühl, weil wir, ach, be- borgen, eh' es erscheinet, zagt kennen müssen, wir sind ferne Alles, versunken in Sorgen; noch vom Ziel. Oft gedämpft ist es geschehn, haben wir's 642. Auf, ihr Ehriften, erfuhren, Größ'res ist uns auf gespart, das uns dort wird of fenbart in des Himmels sel gen Fluren, wo uns Alle unverrückt Herrlichkeit in Fülle schmückt. GJIL pilsi Mel. Lobe den Herren, den ic. Lob- und Danklieder. 361 heute gesehn, ach! so vergessen| Noth auf dich schau'n, du nur wir's morgen. fannst wahrhaft mich stärken! 3. Kinder des Vaters im Himmel, erkennet die Gaben, Mel. Gott des Himmels und sc. die wir, gesegnet von ihm, dem 644. Dankt dem Herrn Erbarmenden, haben. Sind ihr Gottesknechte, wir es werth, daß er uns leib- kommt, erhebet seinen Ruhm! lich ernährt und auch die Seele das erlösete Geschlechte ist und will laben? bleibt sein Eigenthum. Christus bleibt in Ewigkeit, wie er gestern war und heut. 4. Habt ihr nicht täglich die Gnade des Höchsten erfahren? Denket, wie oft euch kein Sterblicher konnte bewahren; doch er erschien, ihr wart ge rettet durch ihn, nicht mehr bedrängt von Gefahren. 2. Segnend walten nun die Hände eures Gottes euch zum Heil, seine Liebe sonder Ende reichet Jeglichem sein Theil; er bleibt Allen zugewandt, die durch Jesum ihn erkannt. 5. Die ihr die Hülfe des 3. Haltet nur in allen DinEwigen habet gesehen, mehr noch empfinget, als bitten ihr Treu'. Laßt euch nichts zur gen euch nach unsers Gottes könnt und verstehen, preifet und Freude bringen, eh' euch unser liebt den, der die Sünden vers Gott erfreu'; und betrifft euch giebt, segnet, el' wir zu ihm Schmerz und Noth, Jesus fleht flehen. für euch zu Gott. 6. Wer ihm nun danket, 4. Alle, die auf Menschen wird immer mehr Gaben em- bauen, gehn zu Grund in ihrem pfangen, Wachsthum im Glau- Wahn, nur die unserm Gott ben, im Hoffen und Lieben er vertrauen, wandeln auf der langen. Gott reichet dar gern sichern Bahn. Jesu Jüngern seiner Gläubigen Schaar mehr, wird bekannt Gottes Hülf' und als sie von ihm verlangen. starke Hand. 5. Danket Gott, ihr Gottesfnechte! kommt, erhebet seinen Ruhm! du erlösetes Geschlechte, weih' dich ihm zum Eigenthum! Christus bleibt in Ewigfeit, wie er gestern war und heut'. Mel. Ich finge dir mit Herz ic. 8. Hilf mir, mein Vater, dir danken mit heiligen Werund ken, folgsam in Allem, auf 645. Du bist's, dem Ehr Ruhm ge deine Gebote nur merken, mu- bührt, und dies, Herr, bring' thig dir trau'n, still in der ich dir; mein Schicksal haft 7. Wer zu ihm rufet in Nöthen, den will er erhören; sind wir errettet, so sollen wir dankbar ihn ehren. Folgt seinem Wort', fahret im Danken nur fort, er wird euch Alles gewähren. 362 Lob- und Danklieder. du mit mir. du stets regiert, und stets warst| Sohn ,, der für mich Sünder starb, und der zu deinem Gna2. Wenn Angst und Noth denthron den Zugang mir erfich mir genaht, so hörtest du mein Flehn, und ließest mich, nach deinem Rath, Hülf und Errettung sehn. warb. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit sant, und rief: Herr, rette mich! so halfft du: dich erhebt mein Dank, denn ich genas durch dich). 4. Betrübte mich des Fein des Haß, so flagt' ich dir den Schmerz: Du halfft mir, daß ich ihn vergaß, und gabst Gebuld in's Herz. 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor, mich schuldbeladen sah', rief ich zu dir, mein Gott, em por, und Gnade war mir nah'. 6. Seufzt' ich im Leiden: Herr, wie lang'? hast du dich weggewandt? War mir um Trost und Hülfe bang', so half mir deine Hand. 7. Er half, noch hilft er stets, der Herr, denn er ist fromm und gut. Aus der Versuchung rettet er, und giebt zur Tu gend Muth. 8. Herr, für die Leiden dank' ich dir, dadurch du mich ge übt, und für die Freuden, welche mir dein milder Segen giebt. 9. Dir dank' ich, Herr, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich schau' in jeder Creatur, Gott, deine Freund lichkeit. 10. Ich danke dir für deinen 11. Lobt Gott in seinem Heis ligthum', erheb' ihn, Volk des Herrn! die Erd' ist voll von seinem Ruhm'; er hilft und rettet gern. 12. Er hilft, und läßt die Traurigkeit uns bald vorübergehn, will uns, nach kurzer Prüfungszeit, zum ew'gen Glück erhöh'n. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, und was er dir gethan; verehr' und halte sein Gebot, und bet' ihn ewig an. Mel. Balet will ich dir geben 2c. 646. u, meine Seele, D finge, ihn zu erhöh'n, dem Herrn, dem alle Dinge zu Dienst und Willen steh'n. Ich will den Vater droben hier preisen auf der Erd', ich will ihn herzlich loben, so lang' mein Leben währt. 2. Wohl dem, der einzig schauet auf Jacobs Gott und Heil! wer ihm sich anvertrauet, der hat das beste Theil; der hat den Schaß erlesen; unangefochten ruht sein Herz und ganzes Wesen in Gott, dem höchsten Gut. 3. Bei ihm ist alle Stärke und unerschöpfte Macht, das predigen die Werke, die er hervorgebracht. Der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer', und was durch Gottes Werde sich regt im weiten Meer. Lob und Danklieder. 363 4. Sein ist der tren'ste Wille,| schon in Kleinmuth hin, ahnete er giebt mit milder Hand demi mein trüber Sinn nichts, als feine Segensfülle, den er ge- bange Trauerstunden: Herr, treu erfand. Gott hält sein dann sprachst du nur ein Wort, Wort mit Freuden, geschehn und die Sorgen eilten fort.t muß, was er spricht, und wer 3. Ja, was du mir, Herr, bes Gewalt muß leiden, den schüßt reitest, das ist Freude, Heil er im Gericht.bled in inden und Glück; daß du wunderbar 105. Er ist das Licht der Blin- mid) leitest, sagt mir jeder Aus den, thut auf der Tauben Ohr, genblick. Wärest du nicht mein und die sich schwach befinden, Erbarmer, schirmtest du mein geh'n stark durch ihn hervor; er Leben nicht, ach, wo fänd' ich ist der Fremden Hütte, die Wai Trost und Licht, wie verlassen sen nimmt er an, erfüllt der wär' ich Armer! Wohl mir, Wittwen Bitte, schafft Hülfe Herr, daß du regierst, und nachh Jedermann. la TAME deinem Rath' mich führst! 6. Ach, ich bin viel zu wenig, 4. Immer will ich dir verzu preisen seine Ehr'; er ist der ew'ge König, ich bin von gestern her; jedoch weil ich gehöre gen 3ion in sein Zelt, geziemt mir's, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. trauen, dir, der Alles weislich fügt, gläubig zu dir aufwärts schauen, wenn der Muth mir fast erliegt. Preis sey dir, des ich mich freue, der so Großes an mir thut, und im Segnen niemals ruht, Preis sey deiner Vas tertreue; da ich sonst nichts ges ben fann, nimm mein Loblied gnädig an! 2). 647. F Mel. Sollt ich meinem Gott 2c. reude wallt in meis nem Herzen! Dwie freundlich, Gott, bist du! du 5. D bewahr' am guten Tage entfernest Sorg' und Schmer mich vor Stolz und Sicherheit, zen, führst mir Heil und Segen halte fern von mir die Klage zu. Was ich bin, vermag und in der schwersten Prüfungshabe, strömt aus deiner Fülle zeit! Laß mich im Genuß der her, nichts kommt mir von Un- Freuden stets auf deinen Wil gefähr; Alles, Herr, ist deine len sehn, und auch dann noch Gabe, Alles wird durch deine aufrecht stehn, wenn sie wieder Hand abgewehrt und zuge von mir scheiden. Hier nur me wechseln Freud' und Leid, bort ist ew'ge Seligkeit. wandt. no 2. Du gebeut'st, und schnell entfliehet, was mit Sorgen mich erfüllt, und mein frohes Auge fiehet, wie dein Rathſchluß ſich 648. rohlockend laßt uns enthüllt. War die Hoffnung treten vor unfernt schon verschwunden, fant ich Gott mit Preis und Ruhm! ou Mel. Nun lob' mein' Seel' ic. 364 Lob und Danklieder. Mit freudigen Gebeten lobt ihn| jetzt von oben zu uns dein Anin seinem Heiligthum'! Ihn, gesicht, bis wir dich würd'ger der an allen Enden beglücket loben dort in dem ew'gen Licht! und erfreut, und der mit Vaterhänden uns führt zur Se- Mel. Ich dank' dir, lieber Herre 2c. ligkeit. Erträget selbst die Sünder, und hilft dem Schwa 649. ott, meine ganze Seele macht deichen gern. Lobt ihn, ihr seine nen Ruhm bekannt. Dir dank' Kinder! Ihr Christen, dankt ihm gern. some ich, und erzähle die Wunder deiner Hand. Mein Herz ist 2. Ihr, Eines Hauptes Glie- froh, ich singe aus tief bewegder, vereinigt liebreich Herz und ter Brust: du, dem ich Lieder Mund! Durch Christum alle bringe, du, Herr, bist meine Brüder, macht eures Vaters Lust! 19 t TO 2. Du sigest auf dem Throne, als Richter aller Welt, der, Jeglichem zum Lohne, gerecht sein Urtheil fällt. Wenn MenGnade fund! Zu Einem Heil berufen, habt Alle Einen Sinn; so tretet zu den Stufen des Gnadenthrones hin! Der Zwie tracht Geist verschwinde, ver- schen frevelnd schmähen dein bannt sey Haß und Neid, und heiliges Gebot, dann schiltst jedes Herz empfinde der Liebe du, sie vergehen vor deinem Seligkeit. of op die Zorn', o Gott! dster the Bod 3. Sieh, König aller Ehren, 3. Gott wägt die Welt und auch uns erfüllt von Einem übet ein heiliges Gericht; wer Geist, hier, wo in vollen Chö- Trug und Bosheit liebet, bleibt ren dich unser dankbar Loblied vor dem Höchsten nicht. Die preist. In Einem lauten Tone Wage sinkt und steiget, wie singt durch dein ganzes Reich sein Gesetz gebeut, und jedes dir, Vater, und dem Sohne Volk bezeuget des Richters die Christenheit zugleich. Die Heiligkeit. Eintracht ihrer Lieder steigt auf mit hohem Klang', schallt durch die Himmel wieder; welch englischer Gesang! 4. Und wenn an heil'ger Stätte einmüthig wir dich so er Höhn, dann willst du die Gebete der gläub'gen Seelen nicht verschmähn. Du hörst, wenn wir von Herzen dir danken, treuer Gott, für Lind'rung un f'rer Schmerzen, für Rettung KUIVA 4. Du bist ein Fels der Frommen, ein Fels in jeder Noth. Sie trau'n auf dich, und kommen zu dir, dem treuen Gott. Die Thränen, die sie weinen, sind dir bekannt und werth, versäumen willst du Keinen, der deinen Schutz begehrt. 5. Freu't euch des Herrn und preiset ihn laut vor aller Welt, der herrlich sich bewei set, und, was er zusagt, hält. aus der Noth. O neig' auch Nach überwund'nen Leiden er Lob und Danflieder. 365 schallt im Heiligthum', dir, Ge-| vernommen? Ist nicht zu mir ber hoher Freuden, Anbetung, ein Wort gekommen, das ew'ge Preis und Ruhm, thises Gnade mir verspricht? Fallen fönnen Berg' und Hügel, doch fest steht seines Bundes Siegel, von uns weicht seine Gnade zu vergleichen, nicht. So treu von jeher schon liebt er nun in dem Sohn' uns als Vater. Obetet an! Ihr dürft euch nah'n, und danket Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 650. ott, wer ist dir und wer ermißt in deinen Reichen, wie viel fsich Geister dein erfreu'n? Ungezählte Sonnen geben zahllosen Welten Licht ihm am Gnadenthron'. und Leben; du schufft, du hältst sie auch allein. Doch ist der Welten Raum nur deines KleiIn eig'ner Melodie. err Gott, dich lodes Saum, Herr und Schö: 651. Ha ben wir! Herr Herre pfer! Dich aber selbst, der du ihn wölbst, dich faffen die Gedanken kaum. Gott, wir danken dir! Du ew'ger Vater, dich erhebt, was weit und breit auf Erden lebt. Die 2. Und in diesem Heilig- Himmel und der Engel Schaar thume, dem Tempel voll von lobsingen, Herr, dir immerdar. deinem Ruhme, ist auch die Die Cherubim und Seraphim verStätte mir erbaut. Ich darf fünden stets mit hoher Stimm': vor dein Antlig treten, zu dir Heilig ist unser Gott, heilig ist mit allen Wesen beten, auf unser Gott, heilig ist undie dein Auge segnend schaut. ser Gott, der Herr, Herr Wer deine Lieb' erkennt, dich Zebaoth. gläubig Vater nennt, der vergeht nicht. Ich Erdenstaub, ich fallend Laub, mir ist die Ewigkeit gegönnt. Die Himmel und der Erden Kreis sind voll von deines Namens Preis. Der heiligen 6s zwölf Boten Zahl, und die Propheten allzumal, der Märtyrer hellglänzend Heer verherrlicht ewig deine Ehr'. Die ganze 3. Schwing' dich denn empor und singe! Bis über alle Himmel dringe zu Gott, o Seele, dein Gesang! Höher als die werthe Christenheit rühmt dich Himmel gehen, und höher als auf Erden allezeit. Dich, Vadie Sternenhöhen geht Gotter auf des Himmels Thron, tes Gnade, geh' mein Dank. und Christum, deinen einz'gen Barmherzig schauet er auf alle Sohn, den heil'gen Geist, den Menschen her, die ihn fürchten. Tröster werth, im Glauben sie Er sorgt und wacht, hat auf bekennt und ehrt. uns Acht; d'rum sorg' und König der Ehren, Jesu fürchte Reiner mehr. Christ, des Vaters ew'ger Sohn 4. Hab' ich's nicht von ihm du bist. Du nahmest an, der di 366 Lob und Danklieder. Welt zu gut, gleich Menschen- delbar Rath, Kraft und Heil Hindern, Fleisch und Blut; des und Friede war. od hand Todes Stachel brachest du, und 2. Welches Heil, aus freien führst uns All' dem Himmel zu. Gnaden zum Bunde seines Zur Rechten Gottes nun er- Volks geladen, zur Kindschaft auserwählt zu seyn! sich des Heilands freu'n zu können, vor Tausenden ihn sein zu nennen, und froh zu rühmen: er ist mein! Welch unschäßbarer Bund, auf ew'gem Felsengrund Laß uns im Himmel ha- fest erbauet! Wer ihm sich ben Theil an aller Frommen weiht, reift in der Zeit schon ew'gem Heil; hilf deinem Volf, für des Himmels Seligkeit. Herr Jesu Christ, und segne was dein Erbtheil ift. Regier' die Deinen allezeit, und heb sie hoch in Ewigkeit! höht, theilst du des Vaters Majestät, und wenn der Bau der Erde bricht, erscheinest du und hältst Gericht. So flehn wir, nimm in deine Hut, die du er Fauft mit deinem Blut. 3. Volk, dem er den Gottesfrieden, des Himmels Bürgerrecht beschieden, verkünde laut sein Recht und Licht. Könnt' auch eine Mutter dessen, den Dich loben täglich wir, o Herr, verkünden ewig deine sie im Schooße trug, vergeſsen: Ehr'. Behüt' uns bis auf jenen der Herr vergißt doch unser Tag, daß Jeder rein erscheinen nicht! Sein Trost nur und sein mag. Erbarm' dich unser, treuer Gott, erbarm' dich unser Aller Noth; Barmherzigkeit laß uns geschehn, so wie wir hoffend zu dir flehn. Auf dich steht meine Zuversicht; zu Schanden werd' ich ewig nicht. Amen. Rath, hält uns auf rechtem Pfad'. Hallelujah! sein Angesicht bleibt unser Licht, sein Wort der Stab, der nie zersidang bricht. ANTONG B Mel. Wachet auf, ruft uns sc. erzen, wallt mit 652. 4. Trifft nun auch die Seis nen Schweres; es ist kein Spiel des Ungefähres, der Herr ist's, der es uns beschied. Glaub' und Zuversicht gereuen nie Eis nen von des Herrn Getreuen, frohen Schlägen auch wo er feinen Ausgang voll Lob und Dank dem Herrn sieht. Der uns're Haare zählt, entgegen, der uns bis hieher der weiß auch, was uns fehlt, hat gebracht! Singet in erhab' und erbarmt sich. Er lenkt hinnen Weisen, den Segensrath auf der Seinen Lauf, und schließt des Herrn zu preisen, die reiche des Himmels Schäße auf. Huld, die starke Macht! Doch blöden Auges nur folgt unser Geist der Spur des Barmherz'gen, der seiner Schaar unwan Glauben treu beharrt. Dop 5. Selig, wer aus diesen Schäßen schon hier weiß Herz und Geist zu leßen, und wer im Lob- und Danklieder. 367 aus Finsterniß hervor das Licht. pelt selig, wer den Segen auf und spricht, und strahlend bricht reichen Wucher auszulegen in seinem Dienst gewürdigt ward! Wie weiht dem guten Herrn der Treuen Schaar so gern Leib und Seele! Und was er sagt, wird unverzagt auf seinen Bei stand hin gewagt. 3. Unser Gott herrscht ohne Schranken, er wendet Völkern die Gedanken, er macht zu Nichts der Bösen Rath. Nur sein Rath bleibt ewig stehen; was er bedacht, das- muß geschehen, er ist gleich groß an Rath und That. Wohl uns, daß er regiert, der Alles herrlich führt! Hallelujah! Die auf schau'n, und ihm vertrau'n, die wandeln ohne Furcht und Grau'n. ihn 6. Sieh! in Lieb' und Dank ergoffen sehn Christi Jünger und Genossen schon manches hohe Ziel erreicht. Leit' auf alle ihre Pfade, o Herr, ein Bächlein deiner Gnade, das bis in's ew's ge Leben reicht. Sey mit uns fort und fort in allem Thun und Wort', und mit Allen, die deine Hand in jedem Land' zum Bund' auf deinen Sohn verband. nasthed col: bands Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. aucht, ihr außer 653. wählten Kinder, und preist den Herrn, erlöfte Sünder, die seine Gnade hoch erfreut! Laßt die Stimme laut erklingen, ein wohlgefällig Lied zu singen, voll Demuth und voll Dankbarkeit. Und schaut mit frohem Muth, was er noch an euch thut. Hallelujah! Sein Wort ist süß; was er verhieß, ist Wahrheit, und er hält's ges wiß. 4. Send' uns ja in voller Klarheit, o Gott, dein Licht und deine Wahrheit, daß sie uns leiten überall. Laß uns auf des Glaubens Schwingen zu jenen lichten Höhen dringen, zu der Verklärten Jubelschall. In deis nem Himmelreich sind wir dann Engeln gleich. Hallelujah! Wir gehen ein, bei dir zu seyn, und dein auf ewig uns zu freu'n.1 5. Bis dahin laffet uns mit Beten oft vor des Höchsten Altar treten, vor Gott, der uns're Schuld vergißt, der der Gläub's gen Schild und Sonne und uns're Freud' und höchste Wonne durch Christi großes Opfer ist. Was wir in ihm erfleh'n, das wird Gott nicht verschmäh'n. Hallelujah! Gott, führe du uns Alle zu dem ew'gen Reich und seiner Ruh'. sime a 2. Der im reinsten Lichte wohnet, bei dem Gerechtigkeit stets thronet, der giebt an Licht und Recht uns Theil. Alles predigt seine Ehre; er ordnetez da! er ordnet auch der Menschen Heil. Ihn bete 654.tiefes Leib und Mel. Nun freut euch), lieben ic. der ich oft in an die Welt, den Herrn, der ste erhält. Hallelujah! Er will große Noth muß gehen, will 368 Lob und Danklieder. dennoch Gott mit großer Freud'| schönen Pracht bis an mein und Herzenslust erhöhen! Mein Ende reden.unsthist Gott und König, höre mich, ich will ohn' Ende preisen dich und deinen Namen loben. sie 2. Ich will dir mit der Morgenröth' ein täglich Opfer bringen. So oft, Herr, deine Sonn' aufgeht, will ich mein Loblied fingen. So soll auch bis zur späten Nacht das Rühmen dei 8. Wer ist so freundlich, ner hohen Macht mein Werk seyn und Geschäfte. 7. Und was ich rede, wird von mir manch' frommes Herze lernen; dein Ruhm wird glänzen für und für, hoch über allen Sternen. Durch alle Welten weit und breit wird man von deiner Herrlichkeit und starken Hand erzählen.ons Herr, wie du? so gnädig im Erdulden? Wer deckt mit sol3. Die Welt dünft uns gar cher Langmuth zu so viele schweschön und groß, und reich an re Schulden, die aus der ganGut und Gaben, und was sie zen weiten Welt bis zu dem trägt in ihrem Schooß, will hohen Himmelszelt ohn' Ende gern ein Jeder haben: und ist sich erheben? daj mi doch Alles lauter Nichts; eh' man es recht genießt, zerbricht's, 9. Es muß ein treues Herze seyn, das uns so hoch kann und gehet schnell zu Grunde. lieben, da wir doch Alle, Groß und Klein, des Guten wenig üben. Gott muß nicht anders seyn, als gut, daher fleußt seiner Güte Flut auf alle seine Werke. 4. Der Herr allein ist groß und schön, unmöglich auszuloben, den Engeln selbst, die ewig stehn vor seinem Throne droben. Ob Aller Stimme sich erhebt, so wird doch keiner, der da lebt, des Höchsten Größ' aussprechen. Tadmist, 10. D'rum sollen, Herr, dir immerdar all' deine Werke danken, voraus die Heil'gen, deren Schaar dir dient ohn' als les Wanken, sie sollen deines Reichs Gewalt und unvergängliche Gestalt mit tausend Zungen rühmen. dun 5. Die Alten, die nun nicht mehr sind, die haben dich gepriesen; so hat ein Jeder auch sein Kind zu gleichem Dienst gewiesen; die Kinder werden auch nicht ruhn, und werden doch dein Werk und Thun, Gott, nicht vollkommen preisen. 11. Sie sollen rühmen, daß dein Ruhm durch alle Welt er klinge, daß Jedermann im Heiligthum' dir Dienst und Opfer 6. Wie Mancher hat zu sei- bringe. Dein Reich, das ist ein nem Heil dein Lob mit Fleiß ew'ges Reich, und deine Herrs getrieben, und stehe! mir ist doch schaft ist dir gleich, der du kein mein Theil zu loben übrig blie- End' erreichest.bind ben. Ich will von deiner Wundermacht und deiner herrlich 12. Der Herr ist bis an unsern Tod beständig bei uns Al 369 len, erleichtert unsre Kreuzes-| lich ihre Last; dem aber, der sie noth und hält uns, wenn wir fränkt und haßt, wird er das fallen. Er steuert manchem Un Urtheil sprechen. glückslauf und hilft uns freund 18. So will ich denn zu aller lich wieder auf, wenn wir darnieder liegen. 13. Herr, Aller Augen sehn auf dich, zu deinem Stuhl gefehret. Du bist's allein, der väterlich, was lebt und webt er nähret. Du öffnest deine milde Hand, machst satt und froh, was auf dem Land, im Meer' und Lüften schwebet. Stund' das Lob des Höchsten singen, es soll aus tiefstem Herzensgrund hinauf zum Hims mel dringen. Und also thu' auch immerfort, was lebt und webt an jedem Ort; das wird Gott wohlgefallen. 0 Shin Lob- und Danklieder. AND 14. Du meinst es gut und thuft uns wohl, auch da wir's oft nicht denken, und doch ist Mancher fummervoll, verzehrt sein Herz mit Kränken; er sorgt und fürchtet Tag und Nacht, Gott lass ihn gänzlich aus der Acht und habe sein vergessen.com 15. Nein! Gott vergißt der Seinen nicht, er hält uns Bund und Treue, sein Herz bleibt stets auf uns gericht't, daß er zuletzt erfreue. Geht's auch zu weilen wunderbar, ist er doch heilig immerdar, gerecht in seiInen Wegen. CHO 16. Gott ist zu helfen stets bereit dem, der ihn kindlich chret; und wer in Demuth zu ihm schreit, der wird gewiß erhöret. Gott weiß wohl, wer ihm hold und treu, und dem steht er allmächtig bei in allen seinen Nöthen. din bhd In eigner Melodie. 655. ch finge dit mit Herz und Mund, Herr, meines Lebens Lust, ich sing' und mach' auf Erden fund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad' und ew'ge Quelle bist, daraus uns Allen früh und spat viel Heil und Segen fließt. 3. Was sind wir doch und haben wir, was kann uns hier erfreun, das uns nicht käme, Herr, von dir und deiner Huld allein? 4. Wer hat das schöne Him melszelt hoch über uns geseßt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett? 5. Wer wärmt uns bei des Winters Frost, wer bricht der Stürme Macht, wer hat mit Korn und Del und Most uns väterlich bedacht? 17. Den Frommen wird kein 6. Wer giebt uns Leben, Gut versagt, Gott thut, was sie begehren; er mißt das Unglück, das sie plagt, und zählt all' ihre Zähren. Er löset end- Vaterland? Kraft und Muth, wer schüßt mit starker Hand des güld'nen Friedens edles Gut in unserm 110 Aa 370 Lob- und Danklieder. 7. Ach, Herr, mein Gott, glücks Lauf zum Segen dir das kommt von dir, du, du gefehrt? mu od dum dion mußt Alles thun, in deiner Ob- 16. Er hat noch niemals hut stehen wir und können was versehn in seinem Regificher ruhn.d nment; nein, was er thut und 8. Du nährest uns von Jahr läßt geschehn, das nimmt ein zu Jahr, bleibst immer fromm gutes End'. und treu, beschirmst uns gnädig in Gefahr und stehst uns treulich bei.nd; 110 ods 17. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red' ihm nicht darein; so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhchatonne 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld und strafft nicht lich seyn. allzusehr, ja, tilgest liebreiche unsre Schuld und wirfst ste in das Meer. C ich febant per Mel. Nun danket Alle Gott c. will dem Schö656. pfer Preis, Dant 10. Oft, wenn der Christ verlaffen scheint, hast du ihn schon meinem Vater bringen; mein gestärkt, und keine Thräne, die ihm geweihtes Herz soll sich er weint, bleibt von dir unbe merkt. 11. Des Lebens Mangel füllest du mit ew'gen Gütern aus und führest uns zur wah ren Ruh' einst in des Himmels Haus. der Welt entschwingen. Ich überschau' die Bahn, die ich zu rückgelegt, und innig wird mein Herz von seiner Huld bewegt. ibse 2. Du hast mich wunderbar geschaffen und bereitet und mich, 12. D'rum auf, mein Herz, o treuer Gott, an deiner Hand sey froh und sing', und habe geleitet; in drohender Gefahr guten Muth; dein Gott, der stand'st du mir mächtig bei, Ursprung aller Ding', ist selbst und deine Güte ward mit jedem und bleibt dein Gut. Morgen neu. 13. Er ist dein Schaß, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Trost und Heil, er läßt dich ewig nicht. 3. Oft, wenn ich unruhvoll an ferne Tage dachte und manche trübe Nacht durchweinte und durchwachte; war's nicht ein eitler Wahn, der meinen Geist 14. Was fränkst du dich in geplagt? Mein wahres Glück, deinem Sinn und grämst dich o Herr, hast du mir nie verTag und Nacht? Nimm deine sagt! Sorg' und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 15. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und er nährt? Wie oft hat er des Un4. Preis sey dir dargebracht für trüb' und frohe Stunden! Wer nie ein Kreuz gekannt, hat nie sein Glück empfunden. Oft führte schneller mich zum Heil Lob und Danklieder. 3716 der Leidenspfad, oft reifte spä- dir Gesundheit verliehen, dich ter mir das Glück aus Thrä- freundlich geleitet. In wie viel nenfaat. 19-3701 Noth hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? 5. Mich lehrt dein theures Wort dich, wie du bist, erken nen; dich nicht bloß meinen Herrn, nein, dich auch Vater nennen. Ich sehe mein Geschick als Himmelsbürger ein, und weiß: ich bin nicht hier, um ewig hier zu seyn. 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren und 6. So hoch hast du die Welt, preise des Ewigen Namen! Also hoch auch mich geliebet, daß les, was Odem hat, preise des deine Gnade mir in Chrifto Al- Heiligen Namen! Er ist dein les giebet. Sein Kreuz bringt Licht! Seele, vergiß es ja nicht, Segen mir, sein ganz Ver- lob' ihn in Ewigkeit. Amen. O dienst ist mein; ich bin im LeMel. Nun lob' mein' 2c. 7. Bald ist die kurze Bahn 658. Man lobt dich in der Stille, du der Pilgerschaft zu Ende; als großer, hocherhab'ner Gott; des dann befehl' ich dir den Geist Rühmens ist die Fülle vor deiin deine Hände. Laß mit ver- nem Thron, Herr Zebaoth! Du klärtem Blick dein Angesicht mich bist doch Herr auf Erden, der sehn, und durch ein beff'res Frommen Zuversicht, in TrübLob dich ewig dort erhöhn.sal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht; d'rum soll In eig'ner Melodie. id dich stündlich ehren mein Mund Tsinu vor Jedermann, und deinen Ruhm vermehren, so lang' ich lallen kann. 2. Es müsse dein sich freuen, wer deine Macht und Gnade kennt, und stets dein Lob erneuen, wer dich in Christo Vater nennt. Dein Name sey gepriesen, der große Wunder thut; du hast auch mir erwiesen, was mir ist nüß und gut. Nun, das ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß mich und dich nichts scheide, so lang' ich walle hier. Aa2 ben jetzt und einst im Tode dein. 657. Lobe ben Herren, den mächtigen König der Ehren! lob' ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören! Kommet zu Hauf! Psalter und Harfe wach' auf! Laf set den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der Alles so herrlich regieret, der, wie auf Flügeln des Adlers, dich sicher geführet, der dir gewährt, was dich erfreuet und nährt, dank' es ihm, innigst gerühret. 3. Lobe den Herren, der fünftlich und fein dich bereitet, der 372 Lob und Danklieder. 3. Herr, du haft deinen Na- Ruhm der Engel Heer im Him- d men sehr herrlich in der Welt mel stets erhebt. i 191 gemacht, und eh' wir flehend 2. Ermuntert euer Herz und kamen, hast du schon längst singt Gott, unserm höchsten an uns gedacht. Du hast mir Gut, der Wunder überall vollGnad' erzeiget; Herr, wie ver- bringt und große Dinge thut. gelt' ich's dir? Ach bleibe mir 3. Der uns von Mutterleibe geneiget, dein Segen ruh' auf an frisch und gesund erhält, mir; den Kelch des Heils er- und wo kein Mensch uns helfen heben will ich dann allezeit, fann, sich selbst zum Helfer stellt. dich preisen hier im Leben, und dort in Ewigkeit. and In eigner Meloble. 659. Nur Gott mit Her un danfet Alle zen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und aller Enden; der uns von Mut terleib' und Kindesbeinen an bis diesen Augenblick unzählig Gut's gethan. 4. Der, ob wir ihn gleich oft betrübt, doch gnädig unser denkt, die Straf' erläßt, die Schuld vergiebt und uns viel Gutes schenkt. 5. Er geb' uns auch ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn, und werfe Sorge, Furcht und Schmerz in's Meeres Tiefe hin. 6. Er laffe seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in jedem Stand. 7. So lang' er uns allhier erhält, sey er stets unser Heil; und wenn wir scheiden aus der Welt, so bleib' er unser Theil. 1664 103 2. Der ewigreiche Gott woll' uns bei unserm Leben ein im mer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seis ner Gnad' erhalten fort und fort und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr' und Preis fey Gott, dem Vater und dem Sohne und auch dem heil'gen Ruh. Geist im hohen Himmelsthrone, bem dreieinigen Gott, als der war ist und In eigner Melodie. bleiben wird jegund und im 661. Nun lobben Herrn merdar. 8. Er drück' uns, wenn das Herze bricht, die Augen gnädig zu, und zeig' uns dann sein Angesicht dort in der ew'gen Mel. Lobt Gott, thr Christen sc. dir ist, den Namen sein! vergiß nicht und erzähle, was er gethan, dich zu erfreun! Er hat die Schuld vergeben, denn seine Gnad' ist groß, er schüßt dein ihr auf Erden lebt, dem, dessen armes Leben, nimmt dich in 660. un danket All' und bringet Ehr', die Lob und Danklieder. seinen Schooß; er tröstet und In eigner Melodie. erquicket, verjünget deine Kraft, was hat immer Heil geschafft. 373 daß ich tausend 662. einen tausendfachen Mund, mit 2. Er hat uns wissen lassen allen Wesen um die Wette lobt' sein heilig Recht und sein Gesich dann Gott aus Herzensricht; Erbarmung ohne Maßen grund. Denn was der Herr folgt dem, der nicht sein Bünd- an mir gethan, ist mehr, als ich niß bricht. Den Zorn läßt er erzählen kann. bald schwinden, straft nicht nach unsrer Schuld, er läßt uns Gnade finden und trägt uns mit Geduld. Nun dürfen wir nicht sorgen, fern läßt er von uns seyn, wie Abend von dem Morgen, die Sünd' und ihre Pein. 4. Nut Gottes Gnad' al leine steht fest und währt in Ewigkeit; fie bleibt in der Gemeine, die seinem Dienst sich gläubig weiht. Wenn seinen Bund wir halten, bleibt er uns treu gesinnt, es reicht sein gnädig Walten auf Kind und Kindesfind: d'rum laßt uns ihn verehren, den heil'gen Engeln gleich, die seinen Ruhm vermehren in seinem Himmel reich. OTHE 2. O, daß doch meine Stimm' erschallte bis dahin, wo die Sonne steht! o daß mein Blut mit Freuden wallte, so lang' es durch die Adern geht! O wäre jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang! 3. Wer überströmet mich mit 3. Wie Väter sich erbarmen, Segen? Bist du es nicht, o wenn ihre Kinder hülflos schrein; reicher Gott? Wer schüßzet mich so hilft der Herr uns Armen, auf meinen Wegen? Du, mach wenn wir ihn fürchten findlich tiger Herr Zebaoth! Du leirein. Er fennet unsre Schwäche, test mich nach deinem Rath, er weiß, wir sind nur Staub, der nur mein Heil beschlossen wie Gras auf dürrer Fläche, hat. und wie ein fallend Laub; sobald der Wind nur wehet, sind sie nicht länger da: also der Mensch vergehet, ihm ist sein Ende nah'. 4. D'rum schweiget nicht, ihr meine Kräfte; auf, auf, braucht un allen euren Fleiß! und euer freudigstes Geschäfte sey meines Gottes Ruhm und Preis. Auf, meine Seel', ermuntre dich, und lobe Gott herzinniglich. 5. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr zarten Blumen auf den Feldern, verherrlicht Gott durch eure Zier! Für ihn müßt ihr belebet seyn; auf, stimmet lieblich mit mir ein! 6. Ach, Alles, Alles, was nur Leben und Lebens- Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehül 374 Lob und Danklieder. fen geben, den Herrn zu preisen früh und spat. Nie kann ich würdig gnug erhöhn die 663. Pri Wunder, welche um mich stehn. Mel. Triumph, Triumph! es zc. reis dir, du aller Himmel Gott, dich loben wir, Herr Zebaoth. Heer7. Lob sey dir, Herr, mein schaaren singen deinen Ruhm Gott und Vater, für Leib und in deines Himmels Heiligthum. Seel', für Hab' und Gut. Lob O nimm voll Huld das Opfer sey dir, mildester Berather, daß an, das unser Stammeln brindu mich nimmst in deine Hut. gen kann. Auch in der größesten Gefahr ward ich dein Aufsehn stets gewahr. 2. Du thronst im Glanz des ew'gen Lichts, wir sehn und fühlen unser Nichts. Und doch in 8. Mein treuster Heiland, sey Chrifto, deinem Sohn, nahn gepriesen, daß du durch deinen wir uns findlich deinem Thron. Todesschmerz mir dein Erbar- Dir nahn wir uns und zittern men haft bewiesen, geheilet nicht, denn Liebe strahlt dein mein verwundet Herz. Von Angesicht. Sünden hast du mich befreit, mich dir zum Eigenthum geweiht. 9. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Gottes Geist, für deine süße = = 1 n 3. Nein, deine Huld, o Vater, preist nie würdig ein erschaff'ner Geist; die Huld, der unser lallend Flehn gefällt, wie himmlisch Lobgetön, die uns durch Glück und Trübsal übt, Himmelslehre, die mir den und immer Heil und Segen Weg zum Leben weist. Was giebt. Gutes soll durch mich gedeihn, 4. Ja, Gutes und Barmdas wirkt dein göttlich Licht herzigkeit umfing all' uns're Leallein. molbenszeit, selbst in dem tief em10. Ich will von Gottes pfund'nen Schmerz lag SegensGüte singen, so lange sich die kraft für unser Herz. Und nie Zunge regt. Ich will ihm Freu- wird deine Liebe ruhn, uns, denopfer bringen, so lange sich deinen Kindern, wohlzuthun. mein Herz bewegt. Ja, wenn der Mund wird kraftlos seyn, so stimm' ich noch mit Seuf zern ein. 1197119 5. Auf dich allein vertrauen wir, denn lauter Gnade quillt aus dir. Wir werfen alle Sorg' juns auf dich, du sorgest für uns väterlich; dein Vaterblick macht froh und leicht, wenn Leid das Herz darniederbeugt. 6. Du führeft uns an treuer Hand durch's dunkle Thal zum Vaterland. Und dort, o dort bereitest du uns schon die Frie11. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll's vollkommner werden, wenn ich den Engeln ähnlich bin. Dann sing' ich dir im höhern Chor viel tausend Hallelujah vor. Lob und Danklieder.. 375 densstätte zu. Bald stehn auch les, Alles wohl bedacht; gebt wir dort schön geschmückt und unserm Gott die Ehre! ganz durch Himmelsluft erquickt. 3. Was unser Gott erschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich herrscht Weisheit, Lieb' und Macht zugleich; gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in 8. Stets brünst'ger sey die meiner Noth: ach Herr! ver Dankbarkeit, die unser Herz dir, nimm mein Schreien! da half Vater, weiht; fest sey der Schritt mein Retter mir vom Tod', ließ auf rechtem Pfad; ein Hallelu- Troft mir angedeihen. D'rum jah jede That, ein jeder Seuf- dank' ich, Gott, d'rum dank' ich zer ein Gebet, bis dort dich dir, achy danket, danket Gott zer ein Gebet, bis dort dich mit mir; gebt unserm Gott die unser Lob erhöht. 7. Mach' uns des Lebens Pilgerzeit zum Rüsttag jener Seligkeit. Laß uns, bis wir dein Antlitz schaun, mit festem Muth auf dich vertraun, und wird die Leibeshütte schwach, der Geist sey willig, klar und wach. Ehre! 9. Vermehre deines Namens Ruhm, die Welt fey ganz dein Heiligthum; mit uns gieb allen Menschen Theil an deines Rei dhes ew'gem Heil. Dein Herz 5. Sein Volk verläßt der Höchste nicht, ist nie von ihm geschieden; er ist der Frommen Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden; mit Mutterhänden leithut diesem Flehn sich auf; ia tet er die Seinen liebreich hin Bater, du sprichst Amen d'rauf. und her; gebt unserm Gott die Ehre! derm 6. Wenn Menschenhülfe nichts mehr kann, wenn Rath und Trost verschwinden, nimmt Gott sich unser gnädig an, läßt seine Hülf' uns finden; er neigt sich väterlich dem zu, der nirgend anders findet Ruh; gebt unserm Gott die Ehre! Mel. Es ist das Heil zc. 664. ey Lob und Ehr dem höchsten Gut, aus freudigem Gemüthe, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Vater aller Güte. Er ist's, der allen Jammer stillt, und uns mit reichem Trost erfüllt; gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all' mein Lebelang, o Gott, mit Freuden ehren; man soll, Herr, meinen Lobgefang an allen Orten hören. Mein Geist und Leib ermunt're sich, mein ganzes Herz erhebe dich; gebt unserm Gott TESTS 2. Es danken dir des Himmels Heer', o Herrscher aller Thronen, die Heere, die in Luft und Meer und auf dem Erdkreis wohnen; sie preisen deine Schöpfersmacht, die Al- die Ehre! 376 Lob und Danklieder. 8. Jhr, die ihr Christi Na-| seine Zeit, Gottes Lieb' in men nennt, gebt unserm Gott Ewigkeit. die Ehre; ihr, die ihr Gott als 4. Seinen Geist, den edlen Vater fennt, gebt unserm Gott Führer, giebt er mir in seinem die Ehre. Verstumme nun der Wort, daß er werde mein ReFrevler Spott, der Herr ist gierer, meiner Seele Troft und Gott, der Herr ist Gott; gebt Hort; daß er mein Gemüth erunserm Gott die Ehre! fülle mit dem hellen Glaubenssid: 1100 m licht, das des Todes Nacht durchbricht und mein banges Herz macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. disi In eig'ner Melodie. olli' ich meinem Gott nicht fingen, sollt' ich ihm nicht dankbar seyn? Seh' ich doch in allen Dingen seiner Liebe Gnaden schein. It's doch nichts, als lauter Lieben, was sein treues Herz bewegt, das ohn' Ende liebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. TPP 665. 2. Wie ein Adler sein Ge fieder über seine Jungen streckt, so hat alle Tage wieder mich des Höchsten Arm bedeckt. Aus dem Nichts trat ich in's Leben auf des Vaters mächt'gen Ruf; und das Leben, das er schuf, hat auch stets sein Schuß umgeben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewig feit. 5. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wohin ich mein Auge fehre, beut er dar, was mich erhält. Thier' und Kräuter und Getreide in den Gründen, auf der Höh', in den Wäldern, in der See, geben Nahrung mir und Freude. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 6. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich jeden lieben Morgen schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre nicht mein Gott gewesen, er, der Seinen Zuverficht, o fürwahr, ich wäre nicht aus so mancher Angst geneſen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 3. Seinen Sohn, den Ein- 7. Wie ein Vater seinem gebornen, giebt er aus Erbar- Kinde niemals ganz fein Herz men hin für mich Armen und entzeucht, wenn es gleich, verVerlornen zu des ewgen Heils führt zur Sünde, aus dem Gewinn. O du Gnade sonder rechten Pfade weicht, also trägt Schranken, unergründlich tiefes Gott mein Vergehen, straft Meer, dich umfassen nim- gelinde meine Schuld, und mermehr unsre menschlichen läßt dann voll Gnad' und Huld Gedanken! Alles Ding währt mich sein Antlig wieder sehen. 50 Lob- und Danflieder. 377 Alles Ding währt seine Zeit, mischt er seiner Stimme Klang Gottes Lieb' in Ewigkeit. in der Engel Lobgefang. 18. Sind gleich bitter mir die 2. Alle Millionen Werke, Schläge von des Höchsten mächt's die dein Allmachtswort erschuf, ger Hand, dennoch), wenn ich's preisen deine Huld und Stärke recht erwäge, sind sie nur ein jauchzend mit vereintem Ruf. Liebespfand, Zeichen, daß er Und wir sollten fühllos schwetmein gedenke und mich von gen? Uns schufft du dir ja zu der schnöden Welt, die uns eigen, hauchtest uns, dein Bild hart gefangen hält, durch die zu seyn, deines Geistes Odem Trübfal zu ihm lenke. ein. Alles ( 95ff2 2ni Ding währt seine Zeit, Gottes 3. Ja, wir wollen stets dich Lieb' in Ewigkeit. loben. Herr, was ist des Menschen Kind! Du hast uns so hoch erhoben, daß uns Engel Brüder sind. Dich kann Jeder fühlen, sehen, aus den Werfen dich verstehen, deiner Größe der Winter ausgeschneiet, tritt sich erfreun, und dir Lieb' um der schöne Sommer ein: also Liebe weihn.d wird auch nach der Pein, wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 9. Dies will ich zu Herzen faffen, dieser Trost bleibt fest mir stehn; Gott schickt alles Kreuz mit Maßen, ChristenTrübfal muß vergehn. Wenn 10. Weil denn ohne Ziel und Ende deiner Liebe Gaben sind, o so heb' ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, woll'st mir Gnade geben, dir aus aller meiner Macht anzuhangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lieb' und lob' in Ewigkeit.d 4. Durch dich herrscht der Mensch auf Erden über alle Creatur, folgsam dienen ihm die Heerden, zinsbar ist ihm Wald und Flur; auch des wilden Meeres Schlünde, auch des Berges tiefe Gründe öffnen sich vor seiner Hand, machen ihm dein Lob bekannt. 5. Gott der Huld, aus deiner Fülle sammeln wir von Jahr zu Jahr; du versorgft mit Brod und Hülle deiner Menschenkinder Schaar; spendest tausend gute Gaben, Leib und Seel' und Geist zu laben. Deine diolus Mel. Alle Menschen müssen 2c. Hand verläßt uns nicht: bu bleibst unsre Zuversicht. 666. ief gebeugt vor dir im Staube beten wir, o Herr, dich an, aber findlich wagt der Glaube dir, o Vater, sich zu nahn. Wo des Himmels Chöre singen, und der Andacht Opfer bringen, deinen Bund: laß die Meere 6. Und mit welchem Schaß von Gnaden thatst du dich den Menschen fund, da du riefft, sie einzuladen an dein Herz in 378 Lob- und Danklieder. wüthend wallen, Berge wei-[ kaum zu fassen deine Langchen, Hügel fallen; deine Gna- muth und Geduld; unermüdet de weicht uns nicht, du bleibst hat mich Armen stets getragen unsre Zuversicht. dein Erbarmen. Tausend 2c. 7. 3war, so wie die Blüth' 4. Du, Herr, bist mir nacham Strauche, welft das Fleisch, gegangen, als, verführt von und sinkt in's Grab, doch der Fleisch und Blut, ich mein eiGeist aus Gottes Hauche sinkt niges Verlangen richtete auf nicht mit zur Gruft hinab. irdisch Gut; durch dich lernt Eilt, ihr Jahre, eilt, ihr Zeiten, ich darauf achten, wonach Chrifließt in's Meer der Ewigkeiten, sten sollen trachten. Tausend ic. lebend steigt der Geist empor in der ew'gen Geister Chor. 5. Du, Herr, hast mich laffen finden Rettung aus der 8. Uns soll dieses Erdenle Seelennoth, denn Vergebung ben Schule für den Himmel meiner Sünden schafft mir seyn. Preis dir, der den Sohn Christi Kreuzestod; Kraft zur gegeben, uns dem Himmelreich Beff'rung, Heil und Leben haft zu weihn! Täglich wollen wir du mir durch ihn gegeben. auf's Neue ihm beweisen Lieb' und Treue, und hinauf an seiner Hand wallen in das Vaterland.d insie Tausend ic. 6. Ja, Herr, lauter Gnad' und Wahrheit ist vor deinem Angesicht; täglich tritt in neuer Klarheit deine Vatertren' an's licht, und in allen deinen Werken kann man ihre Spuren merken. Tausend 2c. 667. Momit soll ich dich wohl loben, den tein Engel würdig preist? Sen 7. Bald mit Lieben, bald mit de mir, o Herr, von oben Kraft dazu durch deinen Geist, sonst Leiden, kommst du, Herr, mein fann nie mein Lob erreichen Gott, zu mir, daß in Schmerdeiner Huld und Liebe Zeichen. zen und in Freuden sich mein Tausend, tausend Mal sey dir, Herz ergebe dir, und daß gänz* Gott der Gnaden, Dank dafür. lich mein Verlangen möcht' an deinem Willen hangen. Tausend 2c. us id supiniai Mel. Jesu, meines Lebens zc. das 2. Herr, entzünde mein Gemüthe, daß ich deine Wunder macht und den Reichthum deiner Güte froh erhebe Tag und Nacht, weil dein väterli ches Sorgen sich erneut mit jedem Morgen. Tausend ic. 8. Wie ein Vater nimmt und giebet, je nachdem es Kindern frommt, so hast du auch mich geliebet, Segen ist, was von dir kommt. Selbst die Noth, 3. Dent' ich, wie ich dich die du gesendet, hast du stets verlassen, und gehäufet Schuld zum Heil gewendet. Tauauf Schuld, so vermag ich send 2c. Abnonly Lob- und Danklieder. 379 9. Tausendmal will ich dich lasset euer Loblied hören! Preiſe loben, will dir singen Preis deinen Schöpfer, Sonne, deren und Dank für die Gnade, Strahlen dieses große Rund die von oben hat geleitet mei bemalen. Mond und Stern', nen Gang. Du, Herr, wollst ehrt den Herrn, ihr, der Allmich ferner leiten, und zum Him- macht Werke, rühmet seine mel mich bereiten. Ewig, ewig Stärke. bring' ich dir Preis und Lob und Dank dafür. 3. D du, meine Seele, finge fröhlich, singe ihm, dem Schöpfer aller Dinge! Was da Odem holet, falle vor ihm nieder, bringe Dank- und Freudenlieder! Er ist Gott Zebaoth, Alles soll ihn loben, hier und ewig droben. In eigner Melodie. 201 bito 668. underbarer König, Herrscher von uns Allen! Laß dir unser Lob gefallen. Deine Gnadenströme läßt du auf uns fließen, ob wir schon dich oft verließen. Demuthsvoll, freudig soll unsre Stimm' erklingen, unser Herz dir fingen. hu 4. Hallelujah finge, wer den Herrn erkennet, und in Chrifto Bater nennet! Hallelujah finge, welcher Christum liebet, ihm von Herzen sich ergiebet! Wel ches Heil ist dein Theil! Einst 2. Jauchzet laut, ihr Him- wirst du dort oben ohne Sünd' mel, unserm Gott zu Ehren, ihn loben. med indagtig 198 Sid 1 19 2 XXIII. Liebe zu dem Nächsten. 669. Der Mel. An Wasserflüssen c. gen; dir folgten Lieb' und er du die Liebe Freundlichkeit auf allen deinen selber bist, und Wegen. Dein warnend Wort, gern die Menschen fegnest, dein weiser Rath, dein milder ia dem auch, der dein Feind Trost und jede That war göttnoch ist, mit Gnad' und Huld liches Erbarmen. Du überbegegnest: o bilde meinen Sinn nahmst die schwerste Pein, uns nach dir, und laß mich doch, vom Verderben zu befrein, und mein Heiland, hier in deinen starbst zum Heil uns Armen. Wegen wandeln; die können keine Christen seyn, die sich nicht And'rer Wohlfahrt freun, nicht menschenfreundlich handeln. 3. Auch jetzt noch auf der Himmel Thron, bist du das Heil der Sünder; auch da bleibst du, o Gottes Sohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst 2. Dein ganzes Leben in der den Deinen wahre Ruh', und Zeit war für die Menschen Se- die Verirrten suchest du auf rechdin not 380 Liebe zu dem Nächsten. ten Weg zu leiten; du hörst höhet, ja deiner Mörderschaar der Seufzenden Gebet, und noch Gnad' erflehet. brauchest deine Majestät nur Segen auszubreiten. 3. Vergebung lehrst du mich durch dein Vergeben. Herr, dir 4. D laß in meiner Pilzum Ruhm will ich der Sanft- 11 grimschaft mich auf dein Vor- muth leben. Gieb, daß nie bild sehen, Erfülle mich mit Haß und Groll mein Herz beLust und Kraft, dem Nächsten schwere, und daß ich liebevoll beizustehen, betrübter Herzen dein Vorbild ehre. Troft zu seyn, mich mit den 4. So darf ich deiner Huld Fröhlichen zu freun, mit Wei mich furchtlos nahen und auch nenden zu flagen, und dem, der für meine Schuld Erlaß emmir sein Herz vertraut, die pfahen. Um Unrecht will ich Lieb', auf die er freundlich baut, mir das Herz nicht quälen, nicht treulos zu versagen. nian und meine Sache dir getrost empfehlen. 5. Hilf mir im Glauben stehn, hilf, daß ich wache, der Sünde zu entgehn, der eignen Rache. Schleuß mich mit Freund und Feind in dein Erbarmen, daß einst vor dir vereint sich All' umarmen. 5. Laß mich mit brüderlicher Huld des Nächsten Fehler dekfen; mit Sanftmuth, Mitleid und Geduld zur Bess'rung ihn erwecken; und fündigt er auch oft an mir, so laß mich, gleich gesinnet dir, von Herzen ihm vergeben; dann wirst du mich, Herr Jesu Christ, der du die Liebe selber bist, zu deinem Reich erheben. Mel. Nun ruhet in den ic. 671.D, aller Menschen Mel. Es traure, wer da will ic. Vater, du, Helfer und Berather, in Allem, was 670. Die Rach, o Herr, uns drückt! Die Güter, die wir haben, sind deiner Milde Gaben; von dir kommt, was das Herz erquickt. ist dein, du willst vergelten; d'rum will ich stille seyn, nicht schmähn noch schel ten. Ach, Schmach und Unrecht drückt; doch wohl den Herbie, mit Geduld geschmückt, den Druck verschmerzen, 2. Du fegnest deine Kinder und trägest auch die Sünder mit Langmuth und Geduld. Zu ew'gen Seligkeiten willst du uns Alle leiten; wie groß, o Herr, ist deine Huld! zen. Soin bur 2. Mein Heiland, ach wie viel hast du ertragen! mit 3. Voll Freundlichkeit und Sanftmuth ohne Ziel, mit Milde sey auch nach deinem Schmach und Plagen, haft dir Bilde mein dir geweihtes Herz, zum Sühnaltar dein Kreuz er- daß ich der Noth der Armen mich Liebe zu dem Nächsten. 381 liebreich mög' erbarmen und der Wohlthat an; nein, was willig lindern ihren Schmerz. ich Brüdern thu', das sey dir, Gott, gethan. 4. Hilf, daß ich freudig gebe, mich wohlzuthun bestrebe, so 4. Ein Trunf, mit dem mein wie mein Heiland that, der Leid Dienst dem Durstigen begegnet; und Kummer stillte und jedes ein Trost, mit dem mein Blick Flehn erfüllte, wenn ihn ein den Schwerbedrängten fegnet; Armer gläubig bat. ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre stärkt; nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. ansmis 5. 3um Fleiß in guten Wer fen soll mich der Glaube stärfen, daß Wohlthun dir gefällt. Wer seine Brüder liebet und ihnen freudig giebet, der fäet für die fünft'ge Welt. ha sid 6. D möcht' ich reichlich fäen! Nie wird die Saat vergehen, die ich hier ausgestreut; denn einst vor Gottes Throne find' ich zum Gnadenlohne die Freuden einer Ewigkeit. b ug dind ogh Mel. Nun danfet Alle Gott ic. 5. Sucht wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, so laß mich sorgsam seyn, der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmähsucht fränke nie mein Mund des Nächsten Nuh, er rühme sein Verdienst, deck' seine Fehler zu. 6. Die Rachy' ist dein, o Gott, du sprichst: ich will vergelten! d'rum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. 672. Se ieb mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menschen liebet, bei seinem Wohl sich freut, bei seiner Noth betrübet, ein Herz, das Eigens nuß und Neid und Härte flieht, und sich um And'rer Glück, wie um sein eignes, müht. 7. Den, der im Glauben wanft, im Glauben zu bestärfen; zu warnen, die auf dich 2. Seh' ich den Dürftigen, und dein Gebot nicht merken; die so laß mich willig eilen, von Sünder von der Bahn des Ladem, was du mir gabst, fym sters abzuziehn, dazu verleih' liebreich mitzutheilen; nicht aus mir Kraft und segne mein Bedem eitlen Trieb, groß vor der mühn. Chisin Welt zu seyn und mich verehrt zu sehn; nein, Menschen zu erfreu'n. sd 8. D heilige du selbst, Herr, meiner Seelen Triebe, durch deine Lieb' und Furcht zu wah3. Das sey mein Gottesdienst, rer Menschenliebe. Wer nicht mit Hülf' und Rath zu dienen, den Nächsten liebt, geht nicht den Brüdern beizustehn, auch zum Himmel ein! Laß diese unbemerkt von ihnen. Mich Wahrheit, Gott, mir stets vor treibe nicht erst Dank zu mil Augen seyn. sinad 382 Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 8. Erwecke dann, o Herr, 673. H err, mein Versöhner, in meinem Herzen auf's Neue der du für mich das Gedächtniß deiner Schmerlittest, und noch zur Rechten Gotzen; was hast du nicht in deites für mich bittest, erweck' in nen Leidensstunden für mich) mir, du Vorbild wahrer Liebe, empfunden! der Sanftmuth Triebe. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? Wann schaltst du wieder, da man dich gescholten? Du fegnetest mit Wohlthun nicht bloß Freunde, auch deine Feinde. usdoitinl 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, den, der mir flucht, wie du, voll Großmuth segnen. Herr, mache gegen Alle, die mich haffen, mein Herz gelassen. Smi affen, 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch 10. Will je zur Rachsucht: mich die Furcht verführen, als würd' ich sonst mein zeitlich von wilder Rachbegierde bren- Glück verlieren, o Herr, so laß nen? Ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten, und wieder schelten? mich, ihr zu widerstehen, auf's Ew'ge sehen. 0 14 Juri JE 1957 4. Wie kann ich ,, Vater" zu dem Höchsten sagen und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, und Rache schreien? mm 190 5. Wer nicht vergiebt, der Mel. O bu Liebe meiner ic. G 2 wird für ſeine Sünden auch nicht 674. H erz und Herz, vero Herr, eint zusammen, bei den. Dein Jünger ist nur, wer suchet Ruh' in Gottes Herz, wie du vergiebet und Feinde lohnt mit reiner Liebe Flamliebet. men eures Heilands Lieb' und Schmerz! Er das Haupt, wir seine Glieder; er das Licht, wir dessen Schein; er der Meister, wir die Brüder; er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, des Gottesreiches Kinder, und befestigt euern Bund; schwöret Treu' dem Ueberwinder allesammt aus Herzensgrund! Und wenn noch dem Kreis der Liebe Festigkeit und Stärke fehlt, fleht, bis durch Liebe zu dem Nächsten. 6. So heilige denn meiner Seele Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe, daß niemals die unsel'ge Lust der Rache mich strafbar mache. naise 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich, ihr Unrecht übersehen; laß mich, wenn sie mich auch empfindlich fränken, an dich ge denken. ga 11. Du liebst den, der die Hand zum Frieden reichet, der nie von deinem heil'gen Pfade weichet: o laß durch Sanftmuth mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. Liebe zu dem Nächsten. 383 des Geistes Triebe er des Bun-| ich den Nächsten liebe, so wie des Kette stählt. mich. ant 2. Wer dieser Erde Güter hat, und macht, wenn Brüder leiden, die Hungrigen nicht liebreich satt, läßt Nackende nicht kleiden; der übertritt die erste Pflicht, er hat die Liebe Gottes nicht. 13. Solche Liebe nur genüget, wie in seinem Herzen wohnt, die dem Kreuz sich willig füget, die auch nicht des Lebens schont. So wollt' er für Sünder sterben, und für Feinde floß sein Blut. Allen soll sein Tod erwerben ew'gen Lebens höchstes Gut. vereine 4. Darum, treuster Freund, deine dir geweihte Schaar, daß sie's so von Herzen meine, wie's dein letzter Wille war. Jeder reize stets den An- auch seinen Nächsten nicht. dern, helfe gern mit Rath und 4. Wer kräftig zwar die NieThat, dir, o Heiland, nachzuwandern schirmt, doch sie mit Härte dern auf der Liebe sel'gem Pfad. quälet, wer ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet; wie bleibt bei solchem Ungestüm die Liebe Gottes wohl in ihm? 5. Du, der seiner Schaar ges boten, daß sie Liebe üben soll, mehre sie, weck' auf die Todten, mach' die Trägen geistesvoll! Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, so daß auf der ganzen Erden kein getrenntes Glied mehr ist. 6. So wird dein Gebet erhö ret, durch den Sohn sind Alle frei, und die Welt wird recht belehret, wie dein Reich so selig sey. Preis dem Vater aller Geister, der in dir erschienen ist, und dir, unserm Herrn und Meister, der du Alle zu dir ziehst. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den Nächsten unterstüßet, doch nur aus Stolz, aus Eigennuß, aus Weichlichfeit ihm nüßet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, der liebt Mel. Mach's mit mir Gott 2c. Jemand spricht: ich liebe Gott, und 5. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder; d'rum diene deinem nächsten gern, denn wir sind Alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 6. Ein Heil ist unser Aller Gut, wie sollt' ich Brüder has sen, die Gott durch seines Soh nes Blut, wie mich, erkaufen las sen? Daß er mich hat mit sich verfühnt, hab' ich dies mehr, als fie verdient? 7. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du, Herr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lie675. haßt doch seine Brüder, der treibt mit Jesu Lehre Spott und tritt ste frech darnieder. Gott ist die Lieb' und will, daß ben, den du liebst? 384 Liebe zu dem Nächsten. 8. Was ich den Frommen zu verseßen durch des Glaubens hier gethan, den Kleinsten auch starke Kraft, die der Wunder von diesen, das siehet mein Er- Fülle schafft: Alles ist für nichts löser an, als hätt' ich's ihm er zu schäßen, wenn darin der Liewiesen. Wie könnt' ich Jesu be Geist sich nicht fräftig auch Jünger seyn und ihn in Brü- beweist. dern nicht erfreu'n? dht( hun sid 4. Gäb' ich alle meine Habe auch den Armen freudig hin; opfert' ich mich selbst dem Grabe, meinem Nächsten zum Gewinn; ließ ich meinen Leib gleich brennen und ertrüge jeden Schmerz: ist von Liebe leer mein Herz, würd' es mir nichts nüßen können. Nur der Liebe reine That ist der wahren Freuden Saat. 5. Liebe Mel. Sollt' ich meinem Gott zc. 676. 11s leiten uns nicht nur im Bilgers stand; ihre Kraft wird uns begleiten in das wahre Vaterland. Ja, es strecken ihre Grenzen sich bis in die Ewigkeit, und doch wird die Liebe weit über Glaub 9. Ein unerbittliches Gericht wird über den ergehen, der, un treu seiner Christenpflicht, nicht rettet, die ihn flehen. D'rum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christus zugetheilt, ist die Lieb' in den Gemüthern Himmelsbal fam, der sie heilt; ist ein Stern, der herrlich strah let, und ein Kleinod, dessen Preis Niemand auszusprechen weiß, weil kein und Hoffnung glänzen. Sie Gold es je bezahlet; ist die schafft Heil und Segen hier, sie Macht, die Jedermann zwingen beseligt für und für. und erfreuen farn. 6. D du Geist der reinen 2. Liebe fann uns Alles ges Liebe, Segensquell in Freud' ben, was auf ewig nüßt und und Schmerz! laß mich ſpüren ziert; sie kann unsre Seel' erhe- deine Triebe, komm' und senk' ben, fie ist's, die uns aufwärts dich in mein Herz; laß mich kräfführt. Menschen oder Engel- tig widerstreben Allem, was nicht zungen, welche Kraft sie auch gut es meint mit dem Freunde, beseelt, wenn dabei die Liebe mit dem Feind, und mich reizt, fehlt, sind noch nie in's Herz nur mir zu leben. Geist der Liegedrungen: nur ein Erz- und Schellenklang ist ihr flüchtiger Gefang. be, lenke hin zu der Liebe meinen Sinn. 3. Was ich von der WeißMel. Aus tiefer Noth schrel 2c. heit höre, die in alle Tiefen 677. Verleih' mir, Jeſu, deinen dem bringt, von geheimnißvoller Lehre, die sich auf zum Höch- Feinde zu vergeben; laß mich, sten schwingt; selbst die Berge der ich dein Jünger bin, nach Seligkeit der Christen in diesem Leben. 385 Fried' und Eintracht streben.| sey mein Herz bereit, in wahWie fönnt' ich hegen bittern rer Lieb' und Einigkeit den Zorn, da aus der Gnade süßem Nächsten zu umfassen. Born nur Heil mir quillt und Leben. 4. In Einem Herrn ließ Gottes Rath uns Heil und Gnade finden; Ein gnadenreiches Wasserbad macht rein uns von den Sünden; Ein Abendmahl uns Alle speist: wie sollte nicht Ein Herz und Geist uns allesammt verbinden? 5. Nimm hin, o Bruder, meine Hand, reich' deine mir zum Frieden. Aus unserm Herzen sey verbannt, was uns bisher geschieden. Den Seligen im der hassen, da Gottes Lang- Himmelreich sind wir durch muth und Geduld mir große wahre Liebe gleich und selig Schuld erlassen? Nein, immer schon hienieden. 3. Wie dürft' ich wegen kleiner Schuld den schwachen Bru2 montid Rovin 2. Ein Vater hat uns aus erwählt zu seines Hauses Kindern; Ein Heiland brachte, was uns fehlt, Versöhnung allen Sündern; Ein Geist uns alle sammt regiert, und zu des Himmels Erbe führt, wenn wir ihn nur nicht hindern. XXIV. Seligkeit der Christen in diesem Leben. Mel. Lobe den Herren, den 2c. Sturme verwehen. Wohl ihm, o 678. Alles ift Guer, er faßt statt der vergänglichen Last Güter, die nimmer vergehen! Worte des ewis gen Lebens! Fühle fie, gläubige Seele, voll heiligen Bebens! Alles ist Dein! Irdischen Menschen allein tönen die Worte vergebens. ret im irdischen Leben, Alles, 4. Alles, was Freude gewäh wovor noch die Kinder der Welt 12. Göttliche Würde, ent ift euch) auf Gottes Gebot uns 2. Göttliche Würde, ent- hier erbeben, Leben und Tod zückende Hoheit des Christen! ter die Füße gegeben. Wallt er gleich dürftig und einfam in traurigen Wüsten, findet er gleich Thoren, geachtet und reich, nie kann nach Eitlem ihn lüften. 5. Alles ist Euer, ihr Christen! Vom Himmel hernieder schauet der Mittler auf seine ihm ähnlichen Glieder. Höret, 3. Immer das Auge gerich- er spricht: Fürchte, du Häuftet nach heiligen Höhen, sieht lein, dich nicht, Alles ist Euer, er die Güter der Thoren im ihr Brüder! Bb 386 Seligkeit der Christen in diesem Leben. 6. Seyd ihr auch elend, ver- stehn, der meiner Seele Flehn, lassen, verfolgt und gefangen, selbst mein Verstummen hörte. fließen euch Zähren des Grams von erbleichenden Wangen: droben im Licht, freut euch, da fließen sie nicht! Dort ist das Alte vergangen! 4. Wohl mir, wenn meine Seele fleht, erhoben aus dem Staube, und wenn durch brünstiges Gebet sich stärkt mein bom dodas schwacher Glaube: wie steig' ich 7. Die ihr mit Christo einst dann empor zu der Sieger Chor! herrschet, singt Lieder der Feier! Ich ruhe ganz in dir, mein Freut euch der Hoheit, die Chri- Geist ist nicht mehr hier, ich stus errungen so theuer, die bin in Hoffnung selig! er erwarb, als er auf Golgatha starb. Amen, ja Alles ist euer! is nie dit mit 5. Von deiner Gotteskraft bin ich, Unendlicher, umgeben. Du siehst mich, ich empfinde dich; schaun werd' ich dich und leben. Ja, hier und dort und da said my har unde ist mein Gott mir nah! Gedanke meiner Rub, wie reich an Heil bist du! Wie reich an wahrem Troste! Mel. Ein' feste Burg 2c. 15 679. Auf ewig ist der Herr mein Theil, mein Führer und mein Tröster! Er ist mein Gott, mein Licht, 6. Ich lebe dir, ich sterbe dir mein Heil, und ich bin sein Er- doch nicht durch mein Vermölöster! Ja, du verwirfst mich gen. Daß ich des Herrn bin, nicht, selbst dort im Gericht; it in mir sein gnadenreicher mit jenes Lebens Ruh erquickst, Segen. Mein Gott ich lebe beschattest du mich schon in die die und ich sterbe dir! Ja, sem Leben! Vater, Vater, dein will ich auf ewig seyn und ewig dein mich freuen! 2. Wie oft ist schon von seiner Pein mein Herz durch dich genesen, fern von der Welt, milled ou Modali 5s spid mit dir allein, du Wesen aller Mel. Christus, der uns selig ic. Wesen! Er, der die Welt er$ 36 dank ihm schuf durch der Allmacht Ruf 680. Deines Gottes freue war mein getreuer Gott, half meine Seele! Sorget er nicht mir in meiner Noth, und gab väterlich, daß kein Gut dir mir seinen Frieden! fehle? Schüßt er dich nicht je3. Den Glauben hielt ich derzeit, wenn Gefahren drauen? immer fest, den Gottes Wort Ist es dir nicht Seligkeit, seimich lehret: daß er die Seiner dich zu freuen? this dr nen nicht verläßt, ihr Leid in 2. Ja, mein Gott, ich hab' Freude kehret. Die Trübsal die an dir, was mein Herz begehser Zeit, allen Kamp allen Kampf und ret: einen Vater, welcher mir Streit fonnt' ich durch ihn be- jedes Heil gewähret; der mich Seligkeit der Christen in diesem Leben. 387 durch sein göttlich Wort hier| hienieden, wenn oft es die Neu' zum Guten lenfet und mit und die Sorge zerreißt? Du Himmelswonnen dort meine mußt nur an Christum den FrieSeele tränfet. defürst glauben, das giebt dir den Frieden, den Niemand kann rauben. als uber biler of 2. Hat er nicht bittere Leiden ertragen, die Menschen zu retten von ewiger Pein? Darum, o Seele, sollst nimmer du zagen, du sollst dich des liebenden Baters erfreun. Denn Alles vergiebt er, durch Christum verfühnet, und macht, daß auch Leiden zum Besten dir dienet. 4. Nun darf ich mit Zuversicht auf zum Himmel blicken; selbst der Leiden acht' ich nicht, wie sie mich auch drücken. Hoff 3. Nahm er dich aber zum nung und Zufriedenheit wohnen mir im Herzen, und ihr Trost erhebt mich weit über alle Schmerzen. die frohen Genossen des Bundes, der stillet den inneren Streit: halte dein Herz denn der Sünde verschloffen, dem Herren zum Ei5. Nun kann ich, mein Herr genthum sey es geweiht! Mit und Gott, dich in Chrifto lie ihm sich recht innig in Liebe verben, treu und redlich dein Gebinden, heißt fester und fester bot und mit Freuden üben; se- den Frieden sich gründen. liger Empfindung voll ist mein 4. Liebe und übe, was Jesus ganz Gemüthe, und ich preise, dich lehret, und was er gethan wie ich soll, deine Huld und hat, dasselbige thu'. Hasse und Güte. ndnite bid lasse, was Jesus dir wehret, und was er gemieden, das meide auch du. Der Friede beglückt die sich Christo ergeben, die mit ihm in Unschuld und Heiligkeit leben! to him th 5. Viele verführet ein irdisch Verlangen, sich Lust zu erjagen auf trüglicher Bahn; doch sie gewinnen nur Sorgen und Bangen und treffen den Frieden des Herzens nicht an; und einst, statt den ewigen Frieden zu finden, erwartet nur Qual sie, die Strafe der Sünden. MINIZ 6. Christus ruft immer: o Bb2 in 3. Jesus ist nach deinem Rath in die Welt gekommen, alle meine Missethat hat er weggenommen, Gläubig gründ' ich mein Vertraun auf sein heilig Leiden, nichts kann, die auf Christum baun, jemals von dir scheiden. 6. Gieb mir nur, so lang' ich hier noch als Pilger walle, das Bewußtseyn, daß ich dir, Herr mein Gott, gefalle. Wenn mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler, Jesus Christ, mich zu seinen Freuden. dilsi In eigner Melodie. drieden, ach Frie681. den, den göttli chen Frieden, vom Vater durch Christum im heiligen Geist; ach wie erlanget das Herz ihn 388 Seligkeit der Christen in diesem Leben. Zion, bedenke, was dienet zum Heil'gen allen, das gieb auch Frieden und wahrhaft dir nüßt. uns, die noch im Staube walGleichwie die Küchlein, daß len, die Hoffnung, daß dereinst Niemand sie fränke, der Flügel die ew'ge Krone dem Sieger lohne. der sorgenden Mutter beschüßt, 6. Und wenn zuletzt wir mit so will ich, wenn Leiden und Tod dem Tode ringen, deck' uns dich bestürmen, mit göttlicher dein Engel, Herr, mit sanften Kraft dich erretten und schirmen. Schwingen, und trag' uns hin, Mel. Wie wohl ist mir, o c. 7. Christus, o Herr, der von allem Kampf geschieden, mit mächtigem Walten beru- zum ew'gen Frieden. higt den äußern und inneren Streit, hilf du uns selber das. Bündniß zu halten, das Frieden und selige Ruhe verleiht! Ward dieses zum Ziel uns auf Erden beschieden, so führest du einst uns zum ewigen Frieden. thine 683. S ott, deine Gnad' ist unser Leben, sie schafft uns Heil und Seelenruh; du kannst allein die Schuld vergeben, und willig ist dein yllid Herz dazu. Also hast du die Mel. Herzliebster Jesu 2c. nd Welt geliebet, die durch die 682. Sieb deinen Frieden Sünde dich betrübet, daß du uns, du Gott für sie giebst deinen Sohn. Du der Stärke! im Frieden nur ge- fandtest ihn, uns zu erretten, er deihen deine Werke; und daß litt, damit wir Friede hätten, für wir auch im Kampfe nicht ermü- uns den Tod, der Sünde Lohn. den, stärk' uns dein Frieden. 2. Ich preise dankvoll deine 3. Ist unser Leben nicht in dir verborgen, so ist's ein eitler Streit mit Noth und Sorgen; drum birg uns, Herr, in deines Friedens Schatten, wenn wir ermatten. men bilgin jim 2. Gieb Frieden, daß sich stets Treue, die Niemand g'nug erdie Seel' erneue, auch schwer heben kann! Nun nimmst du, versucht nicht wank' in ihrer Gott, des Sünders Reue in Treue, noch je im Taumel hinge- Christo voll Erbarmen an, nun rissen werde vom Geist der Erde. darf er angstvoll nicht verzagen, er kann getroft und freudig sagen: was schadet mir? Gott ist für mich! Der an dem Kreuz für mich) gelitten, wird auch für mich bei'm Vater bitten, und mein er barmt der Vater sich. 4. Schwül ist des Lebens Tag und ohn' Erquickung, sein Abend oft noch stürmisch, voll Bedrückung, und stets bedürfen wir auf rauhen Wegen des Friedens Segen. 5. Was du genährt in deinen 3. D Herr, wie selig ist die Seele, die sich in deiner Gnade freut. Ob auch der Erde Glück ihr fehle, schmeckt sie doch Himmelsseligkeit. Wer deinen Frieden, Gott, genießet, hat, was das Leben ihm versüßet, und Seligkeit der Christen in diesem Leben. 389 1150 reichen Trost in allem Leid.| ben das, was Jesus mir erwarb, Dein Friede stärkt zu frohem zu erben. Muthe, giebt Hoffnung zu dem ew'gen Gute, und einst zum Sterben Freudigkeit. 6. O, so kann mich selbst der Tod nicht schrecken; Gott, id du wirst ja meinen Leib erwek4. O Vater, laß auch mich ken. Mir darf nicht grauen, empfinden, wie köstlich dieser in die off'ne Gruft hinab zu Friede sey! Auch mich sprachst schauen. du von meinen Sünden und ih- 7. Freundlich sprichst du: ren Strafen völlig frei. Dies geb' in deine Kammer! ruhe will ich fest im Glauben fassen, nun von allem deinem Jamund mich auf deine Treu ver- mer! mich sollst du sehen; auch lassen, die bleibt, wenn Alles dein Staub soll herrlich auferwankt und bricht. Ich weihe stehen. 684. Gott, ich preiſe deinem Dienst mein Leben, lob- 8. Hör' ich einst des Richters singend will ich dich erheben, Ruf erschallen: kommt! wie Gott, ewig meine Zuversicht! sollte mir der Muth entfallen? had, amb od Zu seiner Rechten steh' ich dann Mel. O wie selig seyd ihr sc. mit seinen treuen Knechten.d 9. Preis und Ehre will ich dich mit allen dir dann bringen und des Frommen! gnädig hast du mich Mittlers hohen Ruhm besingen. auch angenommen, haft mir Durch seine Wunden hab' ich vergeben, fröhlich kann ich mei- Heil und Seligkeit gefunden. nes Glaubens leben. 2. Furcht und Angst mag sich- Mel. Nun freut euch, lieben 2c. re Sünder schrecken; mich wird ottlob! ein Schritt 685. Gott meines Jesu Huld bedecken. zur Ewigkeit ist Wie dürft' ich zagen? er erlöst abermals vollendet; zu dir im mich von der Sünde Plagen. Fortgang dieser Zeit mein Herz 3. Kinder dieser Welt, die sich sehnlich wendet; o Quell, Gott nicht lieben, müßten trost- daraus mein Leben fleußt, darlos sich im Leid' betrüben. Mir aus sich alle Gnad' ergeußt zu werden Leiden durch des Glau- meiner Seele Leben. bens Kraft zu sel'gen Freuden. 4. Noth und Trübsal können mir nicht schaden; du, mein Gott, gedenkst an mich in Gnaden; du willst mich üben, dich, wie Jefus liebte, treu zu lieben. 5. Elend sind, die keine Hoffnung haben; aber ich erwarte ew'ge Gaben; ich hoff im Ster2. Ich zähle Stunden, Tag' und Jahr', und wird mir fast zu lange, bis ich verkläret, immerdar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist an mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. Doch sey dir ganz anheim gestellt die Zeit, da ich soll schei 390 Seligkeit der Christen in diesem Leben. den; ich kämpfe hier, wenn| meiner Seelen Weide, der Trost, dir's gefällt, den guten Kampf der allen Kummer stillt. Ge mit Freuden; geduldig schreit' dent' ich sein, so hab' ich Muth, ich weiter fort, bis ich gelange auch wenn das Kreuz mir wehe an die Pfort der Gottesstadt thut. dort oben.in ind 4. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee beben, so beut mir deine Hand geschwind, mich Schwachen zu erheben; erfüll' mit deiner Kraft mein Herz, damit ich freudig himmelwärts ohn' Unterlaß mich schwinge. 3. Doch suchen Andre ihr Ergözen im leeren Tand der Eitelkeit, und freuen sich bei sol chen Schäßen, die bald vergehn im Lauf der Zeit. Mit diesen Thoren mich zu freun, dies, Herr, laß ferne von mir seyn. 4. Die eitle Luft kann nur betrügen, auf Lachen stellt sich 5. Geh', Seele, frisch im Glau- Trauern ein; nur das wird imben d'ran, und sey nur uner- mer mich vergnügen, wobei ich schrocken; laß dich nicht von der deiner mich kann freun. Ist rechten Bahn die Lust der Welt dein Wort meine höchste Lust, ablocken. So dir der Lauf zu so dringt kein Schmerz in meine langsam däucht: der Geist fann, Brust. wie der Adler fleugt, voraus 5. An Jesum will ich stets zum Himmel eilen. is 6. Mein Geist und Sinn, Herr Jesu Christ, ist schon bei dir dort oben; du selbst, weil du voll Liebe bist, hast mich zu dir erhoben. Fahr' hin, was heißet Stund' und Zeit, ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe! ho Jord gedenken, dann werd' ich alles Kummers frei; in ihn will ich mich ganz versenken, damit in mir sein Friede sey. Erschein' ich auch voll Traurigkeit, bin ich doch fröhlich allezeit. m i 6. So kann ich hier den Vorschmack haben von dem, was uns bereitet ist dort, wo der Reichthum deiner Gaben sich auf die Deinigen ergießt; zum Mel. O daß ich tausend 20. 686. Gott fieht auf uns Himmel führest du sie ein, da wird der Freuden Fülle seyn. mit und mit Wohlgefallen, wenn unsre Seele fröhlich ist, und Freudenlieder ihm er schallen, wodurch das uns Hele Mel. Nun sich der Tag geendet sc. ab' ich gut Ges wird verfüßt. Siht doch ſein Geiſt 687. Hiffent us, wohl ein Freudengeist, der uns im Herrn uns freuen heißt. mir, was fürcht ich dann? Nichts ist für mich in der Na2. Erwecke, Gott, in mir die tur, das mich erschrecken kann. Freude, die nur aus deiner 2. O, welch' ein köstlicher GeGnade quillt; dein Sohn sey winn, wenn meine Sünde Seligkeit der Christen schweigt, und mir, daß ich begnadigt bin, der Geist des Herrn bezeugt. 3. Laß es der Pflichten schwerste seyn, da du dich selbst befriegst! welch' Gefühl wird Kampf du flegſt! ich 688. ich habe, ist einHe Mel. Nun ruhen alle zc. dich erfreun, wenn nach dem ic siegst! err, Alles, was 4. Welch Glück, bin ich mir mir felbst bewußt, die Welt verzig deine Gabe, die du aus suchte mich, ich widerstand der Gnaden giebst; du hast mir bösen Lust, und die Versuchung neues Leben in deinem Sohn wich! is node and gegeben; wer bin ich, daß du so mich liebst? 5. Ein ruhig's Herz wird jedes Glück des Lebens mir erhöhn, läßt mich in jedem Augenblick froh in die Zukunft froh in die ſehn. 6. Was ist, das in dem tiefsten Schmerz mit reichem Trost erfüllt? Nur ein im Herrn zufried'nes Herz, das jeden Kummer stillt. in diesem Leben. 391 11. Der Christ spricht freudig: ob die Welt, ob Erd' und Himmel bricht; Gott ist es, dessen Hand mich hält, ich weich' und wante nicht! 7. Was hält den Sinn vom Eit'len fern, giebt zur Entsagung Muth? Ein ruhig Herz, das in dem Herrn erkennt sein höchstes Gut. 8071 8. Kann ich getroft gen Him mel sehn, hab' ich nur Ruhm bei Gott, so fann ich Menschengunst verschmähn, und achte feinen Spott. 2. Herr, daß ich Glauben habe, ist einzig deine Gabe, durch Glauben bin ich dein; der Glaube macht mich fröhlich, macht heilig mich und selig, durch ihn geh' ich zum Himmel ein. 3. Herr, daß ich Liebe habe, ist einzig deine Gabe, der du die Liebe bist. Von deiner Lieb' entzündet, durch sie mit dir verbündet, fühl' ich, was fein Verstand ermißt. 4. Herr, daß ich Hoffnung habe, ist einzig deine Gabe, die Hoffnung, dich zu schaun. Zwar ist's noch nicht erschienen, doch will ich treu dir dienen, und fest auf die Verheißung SHK 10 9. Sieh, Alles um dich her baun. entweicht, bald naht die letzten spotroligt om Nacht; ein ruhig Herz macht Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. Alles leicht, bricht selbst des besonde err, aus deiner 689.pnt Herr, Todes Macht. Gnadenfülle 10. Wohl dem, der diese fließt meinem Geist die sanfte Ruh' genießt, dem sein Gewis Stille, in der ich deinen Wils fen fagt, daß er versöhnt durch len thu; seit ich dir mein Herz Christum ist, und nichts ihn ergeben, erwacht' ich erst zum mehr verklagt. wahren Leben, kenn' ich erst . 392 Seligkeit der Christen in diesem Leben. ächte Seelenruh. Den Frieden, ges Herz getroft und freudig Gott, mit dir erkämpfte Chri- himmelwärts. displohng stus mir; ihm sey Ehre! So ward ich frei durch deine Treu, der Geist von oben schuf mich neu. 5. Ja, ich seh' den Himmel offen, mein Geist frohlockt in sicherm Hoffen; ich habe dort mein Bürgerrecht. Ich darf 2. Muß ich noch mich selbst nicht im Kampf ermüden, da bezwingen, so werd' ich Sieg solches Heil der Herr beschie auf Sieg erringen, und jeder den dem außerkorenen Gegiebt mir neue Kraft. Wenn schlecht. Dort fühl' ich ganz ich gern das Beste wähle, so erneut die volle Seligkeit meifühlt sich selig meine Seele in nes Glaubens. Ich freu mich deines Reiches Bürgerschaft. dein; das Wort ist mein: Bei Ja, welche Seligkeit, vom Sün- Christo soll sein Diener seyn. dendienst befreit dir zu leben, was recht ist thun, und freudig nun in deinen Baterarmen ruhn. i 690. Herr Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. err! welch Heil, kann ich erringen! Zu welchen Höh'n darf ich mich schwingen! Mein Wandel soll im Himmel seyn! 3. Beugt mich auch die Schwachheit nieder, so richtest du mein Herz doch wieder mit du Wort voll heil'gen Be deinem Troste huldreich auf; bens, und doch voll Wonn' und zum Heiligungsgeschäfte und ew'gen Lebens! Im Himerhöht dein Geist mir Muth mel soll mein Wandel feyn! und Kräfte und fördert mich Erstaunend sink' ich hin, ich in meinem Lauf. Die du in ahne, wer ich bin, wer ich seyn Christo liebst, die trägst du kann. Ich trage noch des Tound vergiebst ihre Schwächen. des Joch; im Himmel soll ich Und Lebenslang ist Lieb' ihr wandeln doch! Dank, und immer fester wird ihr Gang. thon DOT 2. Schwing dich denn zu diesen Höhen, und lern' im 4. D'rum will ich nicht ängst- Lichte Gottes sehen, wer du, 07² lich zagen, wenn mir in mei- versöhnte Seele, bist! Mit nen Pilgertagen Gefahren auch dem seligsten Entzücken wirst und Leiden drohn. Auch auf du in diesem Licht erblicken, dornenvollem Pfade bleibt mir wer, Seele, dein Versöhner Gewißheit deiner Gnade; du ist. Du, durch Du, durch sein Opfer bist der Deinen Schild und rein, und stark, dich ihm zu Lohn. Zum Heil muß auch weihn ohne Wanken. Er, die Pein des Lebens dem ge- Gottes Sohn, der reichen deihn, der dich liebet. D'rum Lohn den Gläub'gen giebt an blickt im Schmerz mein gläub' seinem Thron. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 393 3. Wort vom Anfang', Ein- und Wunder sind, Herr, deine geborner! eh' du herabkamst, Werke; dort sind sie ganz uns Auserforner! lag auf dem Erdkreis Dunkelheit. Du erschienst, du Licht vom Lichte, wir schaun in deinem Angesichte nun dei nes Vaters Herrlichkeit. Ja, Wahrheit, Trost und Ruh ömt, Herr, von dir uns zu, wenn wir glauben. Du offenbar! Dort ftrahlt dein Angesicht im reinsten Himmelslicht allen Frommen. Dort werden wir, Barmherz'ger, dir ein Lob bereiten für und für. vollbracht! des Irrthums Nacht, 691. Ich die Sünde selbst weicht deiner Macht. silber Mel. Ich dank dir, lieber 2c. ch bin der Angst entnommen, Gott blickt mich gnädig an. Ich darf mit seinen Frommen mich wie der zu ihm nahn. Dahin sind meine Schmerzen, mein Mittler stillte sie; ach, solche Ruh' im Herzen fühlt' ich als Sünder nie. benar 4. Wenn die Seel' in tiefe Stille versunken ist, wenn ganz ihr Wille der Wille deß ist, der ste liebt; wenn ihr inniges Vertrauen sich fast erhebt zum sel'gen Schauen, und Liebe sie 2. Der Lüfte wild Getümfür Liebe giebt; wenn sie ver- mel schweigt nun in meiner sichert ist, dein Tod, Herr Je- Brust; getroft blick' ich zum su Christ, sey ihr Leben: wie Himmel, mir meines Heils hoch entzückt, wie reich erquickt bewußt. Ich bin von Seelenist sie, schon ganz der Erd' ent- leiden befreit und ohne Pein; rückt! nun kehren reine Freuden auch wieder bei mir ein. 2009 3. Was ist's, o Gott der Treue, daß du so hoch mich liebst, und auf das Flehn der Reue mir meine Schuld vergiebst? Ich fühl's, daß aus dem Staube mich nur die Gnade zog, und daß dich nur mein Glaube zu solcher Huld bewog. raison 4. So sey denn nun mein Leben, Erbarmer! ewig dein, mich ganz dir hinzugeben, soll 6. Preis auf seinem Him- meine Freude seyn. Der Sünde melsthrone dem Vater und dem Macht zu dämpfen, die Luft ew'gen Sohne, ihm, der da der Welt zu fliehn, den guten ist und der da war! Lauter Kampf zu kämpfen, das nur Weisheit, Gnad' und Stärke sey mein Bemühn. 5. Ja, dann ist ihr schon gegeben ihr neuer Nam' und ew'ges Leben, im Himmel ist ihr Wandel dann! Stark, den Streit des Herrn zu streiten, sieht sie die Krone schon von weiten, die Kron' am Ziel, und betet an. Preis, Ehr' und Stärk' und Kraft sey dem, der uns erschafft, ihm zu leben! Und ihm sey Dank und Lobgesang, der für uns ging des Todes Gang. 394 Seligkeit der Christen in diesem Leben. 5. Und wankt auf diesem| melstriebe, und Gott und Seele Pfade mein ungewisser Tritt, ein'gen sich in recht vertrauter so lenke, Geist der Gnade, all- Liebe. mächtig meinen Schritt! Dir 8. Wie leicht ist nun des folg' ich freudig immer, dir Heilands Joch! wie sanft ist folg' ich bis in's Grab; ver seine Bürde! wo wäre da ein lassen wirst du nimmer den, der sich dir ergab. Leiden noch, das nicht zum Segen würde? Mel. Ich dank' dir schon durch zc. 692. omm, Geist des Herrn, du Her zensgast, du Labsal meiner Seelen! Wenn du nur Wohnung in mir hast, was kann mir dann noch fehlen? si 9. Du, Geist der Gnaden, steh' mir bei, und laß mich ja nicht fallen. Mach meinen Gang gewiß und frei, lehr' deinen Weg mich wallen. 5. So fehrt Gott zu den Seelen ein mit allen seinen Gütern, und herrlich strahlt sein Gnadenschein aus gläubigen Gemüthern. col 10. Nimm du mein Herz zur Wohnung ein, und stärk es aus der Höhe; dann werd' ich völlig selig seyn, wenn ich Gott ewig sehe. 194103170 2. Rott' aus, du unsers Erbes Pfand, was nicht dein eigen heißet. Ach, beut dem Willen selbst die Hand, der sich der Welt entreißet. 11. Mein Gott, wann zeuchst du mich zu dir? Wann werd' ich dahin kommen, daß ich dein 83. Ich öffne dir Herz, Seel' Antlig für und für anschaue und Sinn mit innigem Ver- mit den Frommen? langen, dich, meine Ruh' und man mein Gewinn, recht freudig zu empfangen. im and adurar Mel. Gott des Himmels und sc. eines Lebens beste 4. Du schenfft uns reine 693. Me Freude ist der Himmelslust, von dir kommt Himmel, Gottes Thron; meiKraft und Leben; du giebst ner Seelen Trost und Weide den Frieden in die Brust, den nie die Welt fann geben. ist mein Jesus, Gottes Sohn. Was mein ganzes Herz erfreut, ist in jener Herrlichkeit. ti 2. Andre mögen sich derquicken an den Gütern dieser Welt; ich will nach dem Himmel blicken, diesem ew'gen Ruhezelt, denn der Erde Gut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. Je dis 6. So wird des Feindes Macht zerstreut, die Welt wird überwunden, des Geistes Leben ist erneut, die Freiheit ist ge- 3. Reicher kann ich nirgends. funden. werden, als ich schon in Jesu $ 15849 7. Das Herz, aus dem die bin. Alle Schätze dieser Erden Sünde wich, erfüllen Him- sind ein schnöder Angstgewinn. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 395 Jesus ist das rechte Gut, wel- ständigkeit, daß diesen Troft ches sanft der Seele thut. in allem Leid nichts meiner Seele raube. Tief präg' es meinem Herzen ein: welch Heil es ist, ein Christ zu seyn. 4. Glänzet gleich das Weltgepränge, ist es lieblich anzu sehn, währt es doch nicht in die Länge, es ist bald damit geschehn; plötzlich pflegt es aus zu seyn mit des Lebens Glanz und Schein. bindun 5. Aber dort des Himmels Gaben, deren Fülle Jesus hat, können Herz und Seele laben, machen ewig reich und satt; es vergeht zu keiner Zeit jenes Lebens Herrlichkeit. gliam 3. Ich bin erlöst, ich bin ein 6. Dieser Welt in Luft ge= nießen möge nur die eitle Christ, und mein beruhigt Herz Schaar, ein Tag zu des Hei- vergißt die Schmerzen dielands Füßen ist mehr, als sonst ses Lebens. Ich dulde, was tausend Jahr; zu des Herren ich dulden soll, und bin des rechter Hand ist mein außer- hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens. Gott selber wählter Stand! furzen Schmerz, dort ew'ge mißt mein Theil mir zu, hier Ruhe d 7. Müht euch ab in nicht gen Dingen; meine Seele sucht sie nicht. Ich will nach dem Him mel ringen; dort glänzt mir 4. Was seyd ihr Leiden dieser das ew'ge Licht, da find' ich des Glaubens Lohn, die verheiß'ne Ehrenfron. Zeit, wenn ich auf jene Herrlichkeit mit froher Hoffnung schaue? Bald ruft mein Herr und Heiland mich, und er belohnt mich ewiglich, weil ich ihm hier vertraue; bald, bald verschwindet aller Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. wiperdan 5. Bin ich gleich schwach, so trag' ich doch nicht mehr der Sünde schmachvoll Joch in meinem Lauf auf Erden. Mit Freuden üb' ich meine Pflicht; doch fühl ich wohl, ich bin noch nicht, was ich dereinst soll werden; mich beuget täglich meine 8. Ach, verleih' mir einst die Wonne, Herr, zur Rechten dir zu stehn; sey dort meine ew'ge Sonne, die mir nie kann untergehn. Ja, nimm, nach vollbrachtem Lauf, mich, Herr, zu dir hinauf. ndnd 2. Du haft dem sterblichen Geschlecht zur sel'gen Ewigkeit ein Recht durch deinen Tod erworben. Zum Staube fehrt zurück der Staub, mein Geift wird nicht des Todes Raub; du bist für mich gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn. Mel. Ewigkeit, du zc. 694. Mei ein Glaub' ist meines Lebens Ruh, und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Verleih' mir, Herr, Be 396 Seligkeit der Christen in diesem Leben. Schuld: doch weiß ich auch: das meinen Geist erquickt, hilft Gott trägt Geduld. 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Mitt ler, aus der Angst, in der ich lag, gerissen. Nur dir verdank' ich meine Ruh; denn meine Wunden heiltest du und stilltest mein Gewissen, und fall' ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. jedes Elend tragen; es lehrt mich wohl, daß ich einst foll mit dir, Herr Jesu, leben; wie sollt' ich nicht, o du mein Licht, mich hier schon dir er geben? 3. Die Welt soll nun mit ihrer Luft nicht länger in mir wal ten; ein Beff'res ist mir ja bewußt, daran will ich mich halten; es soll mein Sinn sich schwingen hin zu dir mit Freud' und Wonne; du bist mein Theil, mein ewig Heil und meiner Seelen Sonne. 7. Gelobt sey Gott! ich bin ein Christ, und seine Gnad' und Wahrheit ist an mir auch nicht vergebens. Ich wachse in der Heiligung, und spüre täglich Besserung des Herzens und des 4. Heil mir! durch dich bin Lebens. Ich fühle, daß des ich befreit von Sorge, Angst Geistes Kraft den neuen Men- und Schrecken; du läsfest deine schen in mir schafft. Herrlichkeit mich schon hienie8. Dank sey dir, Vater, Dank den schmecken; ich kann die und Ruhm, daß mich dein Welt nun als ein Held im GlauEvangelium lehrt glauben, hof- ben überwinden! Komm, Ewigfen, lieben. Was mir schon jetzt keit, ich bin bereit, das Eitle in dieser Zeit den Vorschmack mag verschwinden! giebt der Seligkeit; wie sollt' ich das nicht üben? Erhalte stets Mel. Wo ist der Schönste ic. mein Herz dabei, so preis ich 696. Nennt immer, eitele ewig Erde euer Vaterland; ich habe Höheres erkannt, den Herrn Mel. Was mein Gott will ic. 695. Mein Gott, erschaf- und ſeine Himmelsgüter. D'rum hast du mich seh' ich Erden zu deinem Freudenleben, das für einen Gast und Fremdling weiß und glaub' ich festiglich, an und sehne mich erlöst zu werdas soll mein Herz erheben! den von dieser rauhen PilgerErweckt von dir, will ich schon bahn. hier nach solchem Leben trachten, und in der Zeit die Ewigkeit hoch über Alles achten. 2. Hätt' ich die ganze Welt gewonnen, die Seele bliebe dennoch leer! Der Erde Sor2. Wenn Kreuz und Trüb- gen drücken schwer, und ihre sal mich hier drückt, will ich Lust ist bald zerronnen. D, doch nicht verzagen; dein Wort, daß mich Gottes Engel trügen Seligkeit der Christen in diesem Leben. 397 dahin, wo du, mein Heiland,| fällig sich; o daß sie dich doch bist, wo Fried' und Freud' und fände! volles G'nügen der Deinen ew'ges Erbtheil ist! 2. In dir nur ist die Seele still; wer dich, o Gott, nicht fu3. Dies Heimweh Gott verhen will, kommt nie zum wahbund'ner Herzen wächst mäch ren Frieden. Hat er der Freutig unter Kreuzes Last; hier den noch so viel, und du, o Gott, find' ich nirgends Ruh' und Raft; bist nicht sein Ziel, bleibt er vom es drängen sich Gefahr und Heil geschieden. Schmerzen. Wenn sich die Trüb- 3. Ein unaussprechlich Gut falsfluth ergießet, wird der beift da geheimnisvoll dem Fromengten Brust so bang'; bis daß men nah, dem es die Seele des Lebens Zeit verfließet, ruf füllet. Er hat es nun im Geist ich gar oft: ach, Herr, wie gesehn, bleibt voller Lieb' und lang'! Ehrfurcht stehn, beschämt und doch gestillet. 4. Was in des Frommen 4. Doch sehn' ich mich nach deinem Himmel, mein Vater, mit Gelaffenheit; ich harre still der rechten Zeit, die mich er- Herzen lebt, was ihn zu selger wer kann es löst vom Weltgetümmel. Die Wonn' erhebt, wer kann es deutPrüfung, die du mir erwählet, ist meinem Herzen nie zu viel; bu bist's, ber meine Tage zählet; ich seze dir nicht Maaß noch Ziel. lich nennen? Was ihm von oben kommt herab, wie Gott sich ihm zu eigen gab, das kann der Stolz nicht kennen. 5. In reinerm Licht geht er 5. Du, Herr, der über Tod einher, und fennet kaum sich und Leben die unumschränkte ber mehr, er ist wie neu geHerrschaft übt, wirst Jedem, der dich treulich liebt, die lang' ersehnte Freiheit geben. Fest, doch gelassen, will ich hoffen, bis endlich deine Stund' erscheint; sie kommt, ich seh' den Himmel offen, dort bin ich ganz boren. Er übet Gutes, eh' er's denkt; der Trieb, der sonst ihn abgelenkt, hat seine Kraft verloren. mit dir vereint. 6. Vor nichts ist seinem Herzen bang', er übet Alles ohne 3wang, Verläugnen, Leiden, Beten. Wie leicht und lieblich ist ihm nun! Er kann aus Liebe Mel. Kommt her zu mir. Alles thun, was Andre niemals Gott, dich kennt thäten. 697. die Welt nicht 7. Der Sturm der Leidenrecht; ihr stolzer Sinn wähnt schaften schweigt, der harte sich gerecht, sie täuscht sich bis Sinn ist ganz erweicht, und so an's Ende, will heilig leben das Herz genesen, und nirohne dich, vergöttert selbstgegend in der Seele Zwist, kein 398 Seligkeit der Christen in diesem Leben. Widerspruch und keine List, Herrn zum Opfer bringen, das wahr ist sein ganzes Wesen. ist der Christen Lebenslauf.4 18. Dies hatt' ich außer Gott gesucht: nun hab' ich's, als des Glaubens Frucht, und laß es niemals wieder. O Gott, von dem ich mich gewandt, den leis ber ich erst spät erkannt, komm', senk' dich in mich nieder. lis 5. Sie gehn, mit allen Kräften in des Berufs Geschäften sich Gottes Ruhm zu weihn, und dabei unverrücklich und ohne Störung glücklich im Umgang mit dem Herrn zu seyn. 6. O wär' es ganz das meine, dies auserforne reine, dies friedensvolle Loos! Weg, Welt, mit deiner Fülle! Mein Thun sey Gottes Wille, mein Ruheplaß 9. Dann ruht, o Gott, in dir mein Geist, der nicht mehr in der Irre freist, wie in verlor'nen Jahren. Du, Gott, genügest mir allein, bei dir will sein Vaterschooß. ich auf ewig seyn und deine Lieb' erfahren. Mel. Nun ruhen alle zc. 698. felig Loos hienie den, wenn still in Gottes Frieden die Seele ficher ruht! dem Glaubenskampf zum Lohne, schmückt diese Sie gerkrone schon hier der Jünger festen Muth. hon In eig'ner Melodie. 699. Ursprung des Lebens, o ewiges Licht, n Licht, wo Niemand vergebens sucht, was ihm gebricht! Lebendige Quelle, die lauter und helle in reichlicher Fülle vom Himmel her fließt, und sich in die gläubigen Seelen ergießt. 2. Du sprichst: wer begeh2. Dann fühlt an Gottes ret zu schmecken schon hier, Herzen, befreit von Sorg' und was ewiglich nähret, der komSchmerzen das Herz ein reines Glück; ihm ist das ew'ge Leben in dieser Ruh gegeben, es kehrt nicht mehr zur Welt zurück. MAJ 2014 Todd me zu mir. Seht, himmlische Gaben, die kräftiglich laben: o tretet im Glauben zur Quelle heran, hier ist, was euch ewig befeligen kann. 3. Mein Hirt und mein Hüter, ich komme zu dir, gewähre die Güter des Heiles auch mir. Du kannst dein Versprechen mir chen träget, was für sein Reich Armen nicht brechen; du siehest, sich reget, dem lenkt sich seine Neigung zu. 19 3. Was andre Seelen naget, mit Furcht und Hoffnung plaget, stört nicht des Jün gers Ruh. Was Christi Zei4. So wirkt der lautre Wille, und brennt in heitrer Stille; 4. O Brunnquell, du labest nie flammt er stürmisch auf! Geist, Seele und Muth, und Sich gern in allen Dingen dem wen du begabest, hat himmliwie elend und dürftig ich bin, d'rum gieb deine Gaben aus Gnaden mir hin. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 399 sches Gut. Dies recht zu ge- unaussprechlich ist ihr Heil: nießen, kann Alles versüßen; Gottes eingebor'ner Sohn ist ihr es singet, es jauchzet das fröh- Schild und großer Lohn! liche Herz, es weiß nichts 4. Bricht Gefahr und Noth von Kummer und nagendem herein, wird sie dennoch fröhSchmerz. uhlich seyn; er, den sie im Her5. D'rum wollest du geben zen hat, weiß zu allen Dingen dem sehnenden Geist, was die net zum Leben und du nur verleihst. Gieb heilige Triebe, in's Meer deiner Liebe zu senfen den frommen und gläubigen Sinn, und ziehe mich gänzlich zum Himmlischen hin. Rath. 5. Wandert sie im finstern Thal, nah' ist Jesus überall; er läßt sie im Dunkel nicht, er ist stets ihr helles Licht.in 6. Wenn sie alle Welt verläßt, hält sie doch am Glauben 6. Und trifft mich auch Lei- feft, bis ihr allerbester Freund den, Verfolgung und Pein, ihr zu Hülf' und Trost erscheint. so laß mich mit Freuden gehor- 07. Würde auch ihr Glaube sam dir seyn; denn alle die, schwach, läßt sie doch im Flehn welche mittrinken vom Kelche, nicht nach; Jesus sendet seinen den du hast getrunken im Lei- Geist, der dem Kleinmuth fie den allhier, die werden dort ewig entreißt. dasgang tot sich freuen mit dir. 8. D der großen Seligkeit! Jesus stillet alles Leid, er erquicket bis an's Grab, trocknet alle Thränen ab! ( 197 7. O gieb, daß ich werde einst droben erquickt, wo keine Beschwerde die Deinen mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo seliger Mel. Ach wie nichtig, ach wie zc. Friede, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. 701. wie wichtig und wie richtig ist der Christen Leben! Frei von Unruh' und von Sorgen bleibt es heute, so wie morgen, denn es ist in Gott verborgen. Mel. Nun komm' der Heiden zc. Tillidt ud wer nennt die 700. S Seligkeit, deren 2. Dwie wichtig, wenn sich die Seele freut, die treu gleich flüchtig, sind der Christen liebet Jesum Christ und in ihm vergnüget iſt? mis 2. Alles, was der Welt ge fällt, Ehre, Wollust, Gut und Geld, giebet sie mit Freuden hin, Jesus bleibet ihr Gewinn. Tage! Wer sich durch die Zeit gerungen, und zum Ew'gen aufgeschwungen, dem ist jeder Tag gelungen. 3. Sie besigt das beste Theil, 3. Unvergänglich, überschwänglich ist der Christen Freude! Freude, die in Gott gegründet, die den Geist mit 400 Seligkeit der Christen in diesem Leben. ihm verbindet, Freude, die kein| zu deiner Lehrer Füßen so viel Ende findet. Jünger thöricht macht! Mir soll Jesu Kreuz und Pein meine höchste Weisheit seyn; und der Ort, da ich mich übe, ist die Schule seiner Liebe. 4. Nie erliegend, immer sie gend ist der Christen Stärke! Weil Gott selbst in ihnen streitet, ste zum Kämpfen recht be reitet, herrlich sie zum Siege 2. Brüstet euch, ihr stolzen leitet. Geister, mit dem Beifall dieser 5. Unverderblich, nimmer Welt, mit der Schaar, die um sterblich ist der Christen Ehre! euch Meister voll Bewund'rung Drückt die Schmach der Welt sich gestellt! Denk' ich meines fie nieder, Gottes Huld erhöht Heilands Schmach, seinem fie wieder: sie sind Christi Tod' am Kreuze nach: was ist Freund' und Brüder. dann der Ruhm der Weisen, die der Erde Kinder preisen? 6. Ohne Wanken, sonder Schwanken ist der Christen Wis- 3. Mögt ihr, Thoren, imfen! Weil ihr Wissen und ihr Denken sie allein auf Christum lenken, um in Gott sich zu versenken. fine mer trachten nach dem Trost der Eitelkeit, und nur nach den Gütern schmachten, die euch diese Erde beut: ich hab' ein 7. O wie g'nügend, nimmer viel beffres Theil in des Kreutrügend find der Christen Schäße! Was die wahren Chri- zes reichem Heil; wenn ich dies rühret mich sten haben, sind die unsichtba kein Glück der Erde. ren Gaben, wornach keine Diebe graben. 4. Komm', o fomm', aus 8. O wie wichtig und wie Gott geboren, Lehrer, unterrichtig ist der Christen Herr- richte mich! Komm', ich öffne schen! Hier ist Demuth ihre Herz und Ohren, weise werd' Krone, dort erlangen sie zum ich nur durch dich! Deines Lohne ew'ge Herrschaft mit dem Kreuzes Wissenschaft, deiner Sohne. prom STON Lehren hohe Kraft bilden mich zu jenem Leben, das du willst den Deinen geben. 9. Mach mich tüchtig, daß ich richtig, Herr, den Lauf vollende. Laß mich wachen, beten, ringen, 5. Präge, Jesu, meiner muthig hin zum Ziele dringen; Seele diese höchste Weisheit gieb zum Wollen das Vollbringen. med ein, mich zu strafen, wenn ich fehle, mich zu trösten in der Pein. Bei des nahen Todes Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. Schmerz stärke sie das bange 702. Rühme, Welt, dein Herz, flöße in den letzten Stuneitles Wissen, dei den Balsam mir in meine ner hohen Worte Pracht, die Wunden! Seligkeit der Christen in diesem Leben. 401 Mel. Seele, was ist Schöner's sc.| richtet auf, was fällt. Sein 703. Ruhe uhe ist das beste Geist bringt Ruh'. Gieb im Gut, das uns Glauben Herz und Sinn Gots laben kann; Stille und ein gutes Geist zu eigen hin. Gott ter Muth steigen himmelan. ist die Ruh'! pse 19 Die suche du! hier ist keine 7. Ruhe zeigt sich allermeist, wahre Ruh', wende dich dem wo Gehorsam blüht. Ein in Himmel zu. Gott ist die Gott ergeb'ner Geist macht ein Ruh'! still Gemüth, wirkt Seelenruh'. Selig ist, der also liebt, daß Denk' er Gottes Willen übt. Gott ist die Ruh'! 2. Ruhe suchet Jedermann, allermeist ein Christ. auch du, mein Herz, daran, wo du immer bist. O suche Ruh'! in dir selber wohnt fie nicht; such' mit Fleiß, was dir gebricht. Gott ist die Ruh'! 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; alle aft, die er auflegt, ist ja lieblich doch und schaffet Ruh'. 3. Ruhe giebet nicht die Trage still die Last des Herrn, giebet nicht die Welt, ihre Freud' und Pracht. Nicht giebt Ruhe Gut und Gottes Hülf' ist dir nicht fern. Gott ist die Ruh'! 9. Nun, so suche Ruh', mein Geld, Lust und Gunst und Herz; Ruh' sey dein Gewinn; Macht. D'rum stehe zu! Wer auf und steige himmelwärts, aus Gott geboren ist, sieht auf auf zu Jesu hin. Er ist die das, was droben ist; Gott ist Ruh'. In der Zeit ist keine die Ruh'!$ 100 Ruh', wende dich dem Ew'gen zu. Gott ist die Ruh'! 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, der uns Alle ladet ein vor des Himmels wahren Wer Mel. Lobe den Herren, den ic. ( eele, wohlauf! des den Ruf vernommen hat, gehe 704. Stete, be ein zur Gottesstadt. Gott ist zu loben, die dich zur Würde die Ruh'! des ewigen Lebens erhoben! 5. Ruhe beut er williglich) Herrlich und groß ist schon den Mühsel'gen an; und er- hienieden dein Loos, größer quicken wird er dich, wie es und herrlicher droben. Niemand kann. D'rum fomm' 2. Preis der erbarmenden herzu. Trägst du gleich der Huld, die mit heiligem Munde Leiden viel, Gott sett allem dich, die Verlorne, berief zu Leid ein Ziel. Gott ist die dem göttlichen Bunde! Alles Ruh'! vergeht, diese Gemeinschaft bes steht ewig auf ewigem Grunde. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jesum hält. Jesus machet leicht, was schwer, 3. Kannst du hienieden der Hoffnungen Ende nicht sehen, C c 402 Seligkeit der Christen in diesem Leben. dennoch umleuchten dich Strah- melsbürger Orden, zum Eigenlen aus himmlischen Höhen, thum des Herrn getauft. Der daß du mit Muth wählest für Geist, der mir zum Pfand geflüchtiges Gut Schätze, die schenket, macht meinen Geist nimmer vergehen. gewiß und fest, daß auch bei 4. Freue dich, Seele! um Allem, was mich fränket, mein dieses gebrechliche Leben darfst Glaube mich nicht zweifeln läßt. du auch wandelnd im finsteren 4. Nur Eins bekümmert Thale nicht beben! Ewiges meine Seele und macht das Seyn will in der Sel'gen Ver- Herz mir sorgenvoll, ob mir ein dir der Verherrlicher geben. das Ehrenkleid nicht fehle, wenn 5. Freut euch, ihr Erben des ich sein Mahl dort schmecken Himmels, in heiliger Feier! soll. Ich weiß, vor meines diese Verheißung, sie hebt den Königs Augen gilt nur ein reiverhüllenden Schleier. Welch ner, freier Geist; vor ihm kann Paradies, das er den Treuen nur das Herze taugen, das sich verhieß! Schauet, dies Alles ist der Erde ganz entreißt. euer! Mel. Wie groß ist des c. 5. Ein Glaube, der nur ihn erwählet und still in seiner Liebe ruht, zu heißer Liebe uns 705. So bin ich nun kein beſeelet, die seinen Willen treuKind der Erden, lich thut; der ihn bis an das kein Bürger dieser Eitelkeit; Kreuz begleitet und achtet nicht hier soll mir keine Wohnstatt die Schmach der Welt, für werden, in Eile wall' ich durch Gottes Ehre muthig streitet: die Zeit. Die Heimath such' ich in der Höhe, wo mein geliebter Vater wohnt, und wo ich meinen Bruder sehe, der zu der Rechten Gottes thront. das ist der Schmuck, der ihm gefällt.. 6. Nur du, mein Heiland, kannst es wissen, wie viel mir noch hieran gebricht. Mein 2. Bald sind die wen'gen Auge schwebt in Finsterniffen, Trauerstunden bei Hoffnung mich selber kenn' ich Armer nicht. und Geduld entflohn; bald Doch ist ein inniges Verlangen hab' ich völlig überwunden, die in mir durch deinen Geist erfroh'ste Stunde nahet schon; regt, dir ganz und einzig ans aus dieses Lebens engen Gren- zuhangen mit Allem, was mein zen schwingt dann mein Geist Herz bewegt. sich himmelan, und dort, wo Lust und Wonne glänzen, wird ihm die Pforte aufgethan. 7. Was ich nicht habe, kannst du geben, was ich nicht bin, das bist du mir. Nimm hin 3. Ich bin dazu geschaffen mein Herz, es zu beleben, ich worden, dazu durch Christi überlaff' es gänzlich dir. Gieb Blut erkauft und zu der Him- mir den Glauben und die Seligkeit der Christen in diesem Leben. 403 Liebe und bilde mich nach dei- ser hebt und träget, bis man nem Bild; erfülle mich mit heil- uns in das Grab zur Ruhe legem Triebe, zu leiden, wo du's get. Mag da der Leib vergehn haben willt.molla im Schooß der Erden, uns 8. Hier reich' ich schwörend bleibt die Hoffnung stehn, ihm beide Hände und sage dir auf's gleich zu werden. Neue zu: Ich liebe dich bis an mein Ende, du, meiner See len wahre Ruh'. Ich liebe dich nicht nur in Freuden, wenn du erquickest meinen Geist, ich liebe dich auch unter Leiden, und wenn dein Ruf mich sterben heißt. 4. D'rum ist der Herr mein Theil, spricht meine Seele, dem ich mein ganzes Heil allein empfehle. Kann er mein Trost und Licht auf ewig werden, nach Himmel frag' ich nicht, nicht nach der Erden. whicdont TOR 9. So komm' ich dir geſchmückt entgegen, du nahft er barmend zu mir; du fröneft mich mit ew'gem Segen Seligkeit; sich ihm zu eigen geund öffnest mir des Himmels ben ist, was allein erfreut. Thür. Wann werd' ich dich, Nichts können und nichts wismein Heil, umfangen? und sen, nichts wollen und nichts wann, ach wann verklärst du thun, als Jesu folgen müssen: mich? O laß mich bald dahin das heißt in Frieden ruhn. gelangen, dann lob' und lieb' ich ewig dich! Mel. Es traure, 706. 2. Der Christ steht aus dem Schlafe in Christi Freundschaft auf und fürchtet feine Strafe wer da will ic. im ganzen Tageslauf. Und ist o lang' es Gott der Tag vollendet, so legt er lang es Gott der Tag gefällt, daß sich zur Ruh', von Christo unseine Kinder noch wallen auf verwendet thun sich die Sinder Welt, sind sie auch Sünder. Allein ihr Mittler ist voll 3. So geht er fest und stille Heil und Gnaden und sorget, dahin bei Tag und Nacht; auf daß kein Christ je nehme Schaden. nen zu. Jesum ist sein Wille, nicht auf die Welt bedacht. Er hört und steht und fühlet, hört, steht und fühlt doch nicht, und weiß, vom Schmerz durchwühlet, kaum, daß ihm Weh' geschicht. 4. Gewiß, wer erst die Sünde getilgt durch Christi Blut und Magleich dem frommen Kinde auf 3. Er trocknet Thränen ab, ihn lenft Sinn und Muth, Cc 2 Mel. Herzlich thut mich. 707. Vor feinen Augen wahre 2. Er will barmherzig seyn, ist sehr geduldig, stehst du dein Unrecht ein und giebst dich schuldig. Der Trost bleibt dir nicht fern, daß deine Sünden durch das Verdienst des Herrn Verge bung finden. 404 Seligkeit der Christen in diesem Leben. kann auch gottselig handeln und kann bald anders nicht. Herr Jesu, lehr' uns wandeln in deiner Augen Licht. ESTE 4. Meinen Jesum werd' ich sehen, und froh zu seiner Rechten stehen, in vollem Glanz und hellem Licht. Mir wird nicht mehr knechtisch grauen, Gott, meinen Heiland, werd' ich schauen von Angesicht. 14isl TEM QUEN Mel. Wachet auf, ruft uns ic. as bewegt mich 708. W wohl, ut frau Bei aller Traurigkeit führt zur wird nicht Zufriedenheit diese Hoffnung, währt nur die er, mein Hort, mir fort und Schwing' fort verheißt in seinem wahren Wort. u Chim hid ern? mein Leiden ewig dauern, es einen Augenblick. dich auf zu jener Freude, o Seele, die du trågest Leide, laß 5. Nun kann mich kein Tod hinter dir die Welt zurück. Wer mehr schrecken; im Glauben keine Hoffnung hat, der wird kann ich hier schon schmecken die vom Seufzen matt und erlie- Kräfte der zukünft'gen Welt. get; nur wer ein Chrift von Ich bin schon in Hoffnung selig, Herzen ist, hat Freudigkeit zu je- mein Glaube macht mich all'zeit der Frist. lin fröhlich, weil er das Unsichtbare hält. Getroft ist stets mein Muth, zuletzt wird Alles gut, wenn wir glauben; wer glaubt, behält durch dich das Feld, o Jesu, und besiegt die Welt. chid plans bi Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 8001 2. Zwar bekümmert mich die Sünde, die ich an mir und Andern finde, so lang' ich leb' in dieser Welt; diese will ich stets beklagen, doch nicht in meinem Schmerz verzagen, da mein Vertrauen Jesum hält; durch föhnt mit Gott. Seful Seju! 709. Warren über wie wohl ist mir, wenn ich allhier in diesem Glauben traue dir! 3. Meine Schuld ist mir vergeben, ich habe Theil an jenem Leben, das weiß und glaub' ich festiglich! Lob sey Gott! der nicht gedenket der Sünden, die mein Herz gefränket, und sich erbarmet über mich. Was fann der Feind mir thun? Ich bin und heiße nun Kind und Erbe; durch Gottes Sohn bestg' ich schon in Hoffnung jene Ehrenfron'. Erben? die cig'ne Sünde nur ist ihr Verderben; ste jagen nach der Thorheit eitlen Freuden, und finden Leiden. klas 2. Ach, wären wir vom Jüngling bis zum Greise gehorsam Gottes Willen, fromm und weise, wie glücklich würden wir schon hier auf Erden, wie felig werden! mis achozu 3. Unzählbar sind der ew'gen Liebe Gaben, die gern mit reis nen Freuden uns will laben; von allen Seiten strömt uns Heil und Segen reichlich entgegen. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 405 4. Die Sünde konnt' allein schmeckt auch in der Noth den dies Glück zerrütten, ste stürzet höhern Frieden. Thronen und verwüstet HütHüt ten, trübt jeden Segensquell, droht jedem Tage mit neuer Plage. Tin snsd 3. Wer Jesum bei sich hat und seine Gaben, der mag mit ihrer Luft die Welt nicht haben. Wer reich in Christo ist, hat g'nug auf Erden, und fann in Ewigkeit nicht reicher werden. 5. Nie kann der Sünder froh gen Himmel schauen, an Gott nicht denfen ohne Furcht und Grauen, vor Tod und Grab und vor dem fünft'gen Leben muß er erbeben. 4. Wer Jesum bei sich hat, kann ruhig wallen; er zeigt den Himmelsweg den Seinen allen. du Wer ihm getreulich) folgt, wird niemals gleiten, denn ihm steht immerdar der Herr zur Seiten. 6. Sey von uns Allen, treuer Gott, gepriesen, daß du uns haft den Weg zum Heil gewiesen und Kraft verleihen willst, die Macht der Sünden zu überwinden. 7. Heil uns, dein Sohn erschien, uns zu erlösen, und zu befrein vom schweren Joch des Bösen; sein Geist macht uns aus schuldbelad'nen Sündern zut Gottes Kindern. 8. Laß uns dir immer mehr geheiligt werden, dann sind die Deinen wir schon auf der Erden und scheiden einst im gläubigen Vertrauen, dich dort zu schauen. om hur the bus cond Mel. Es traure, wer da will ac. 710. Wer Jefum bei sich 5. Wer Jesum bei sich hat, darf nicht erschrecken, wenn ihm der Sünden Schuld will Angst erwecken. Wer Jesum bei sich hat, wird nicht verderben; wer Jesum bei sich hat, wird selig sterben. Mel. Wie schön leucht't uns der zc. 711. Wie groß ist deine Herrlichkeit, schon hier, o Christ, in dieser Zeit und noch vielmehr dort oben. Von Allem, was die Welt dir zeigt, ist nichts, das dieser dsild tie Würde gleicht, zu der du bist erhoben! Christus Jesus falbt die Seelen, die ihn wählen, hat, kann sicher und sie haben in ihm seines Geistes Gaben. stehen, und wird im Unglücksmeer nicht untergehen. Wenn ihn der Herr beschüßt, was kann ihm schaden? Er wandelt überall auf eb'nen Pfaden. 2. Theilhaftig göttlichen Geschlechts erfreuft du dich des hohen Rechts, dich Gottes Kind zu nennen. Sieh', welche 2. Wer Jesum bei sich hat, Ehre, welchen Ruhm giebt der hat den Himmel, und ihn dir der Herr zum Eigenthum; vergnüget nicht das Weltge mag es die Welt verkennen! tümmel; er nimmt geduldig an, Mag sie auch hie stolz sich bläwas Gott beschieden, und hen, dich verschmähen, ja dich 406 Seligkeit der Christen in diesem Leben. haffen, deinen Ruhm muß fie| kommen, Gott zu sehen, wenn dir laffen. er dich läßt auferstehen. 3. Ein König, Priester und 7. O Christ, in welchen hoProphet, der vor des Höchsten hen Stand setzt dich des HöchThrone steht, wirst du von sten Gnadenhand! Bedenke Gott gelehret! Du wirst begabt deine Würde! Fühl' deine Homit hoher Macht, daß herrlich heit jederzeit, in aller deiner werde hier vollbracht, was Got Niedrigkeit, und trag' auch tes Ruhm vermehret. Klarheit, Wahrheit wird gegeben dei nem Leben durch den Glauben, und ihn kann kein Feind dir rauben. nud ihre Bürde! Lebe, strebe, daß dein Adel ohne Tadel immer bleibe; darum liebe, hoff und gläube. Mel. Allein Gott in der Höh' 2c. 4. Du bist mit Jesu fest verist eint; der Herr ist auch dein 712. Wie groß, wie herrtreu'ster Freund, deß Liebe dich Glück schon hier im Prüfungserquicket. Er hat dir seines Geistes Pfand von seinem Thron herabgesandt, und dir in's Herz gedrücket. Eilst du ihm zu, so wird Frieden dir beschieden; dein Verlangen bleibe stets, ihm anzuhangen. ship leben! Ich darf den frohen Kindesblick, mein Gott, zu dir erheben. Bin ich gleich Staub, o Herr, vor dir, doch schenkst du deinen Frieden mir. O Him mel auf der Erde! dalub) eun 5. Durch ihn stehst du mit Gott im Bund; er wählet dei nes Herzens Grund, darin er Wohnung machet. Er hat, zu seines Namens Ruhm, dich auserwählt zum Eigenthum, darüber er stets wachet. Gott pflegt, Gott trägt in den Armen voll Erbarmen dich Geringen, daß kein Leid dich kann bezwingen. 2. Wer bin ich Aermster, daß du mein auf deinem Thron gedenkest, und mir die Macht, dein Kind zu seyn, durch Jefum Christum schenkest? Wie fühlt mein Wesen sich gestärkt! dir blieb auch ich nicht unbemerkt, und ward dein Kind, dein Erbe. 12.02. 3. Du hast aus tiefer Seelennoth mich gnädig aufgenom men; nun darf id) frei, auf dein Gebot, zu dir, mein Vater, kommen. Ich fleh' in Kindeszuversicht, und du verschmähst das Flehen nicht, und thust noch über Flehen.mic 6. Nie machet eines Men schen Mund die hohe Ehr' und Würde fund, die dich schon ziert auf Erden; weit weniger ist offenbar, was einst die Zufunft machet klar, daß du ihm gleich wirst werden. Ewig selig 4. Was ist der Erde Last und Gram? Was sind nun alle mit den Frommen wirst du Leiden, seit sie mein Bruder Seligkeit der Christen in diesem Leben. 407 tes. dor auf sich nahm, und gab mir| muß ja volle G'nüge werden, Himmelsfreuden? Das Herz der in dir findet Ruh' und Luft. verschmachtet mir nicht mehr, 2. Die Welt mag sich mir denn überall und rund umher feindlich zeigen; es sey also, fließt Thau des Friedens Got ich acht' es nicht. Will sie sich freundlich zu mir neigen, ich flieh' ihr trügend Angesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Auch in den stärksten Trübfalswellen fann deine Treu' mich sicher stellen, die mir den festen Anfer reicht. 5. Ich stel' im Glanz des Gnadenthrons, froh wie der Engel einer. Vergäß' ein Mutterherz des Sohns, sein Herz vergißt nicht meiner. Er leitet mich mit milder Hand so zart am unsichtbaren Band, als führt' er nur mich Einen. 6. Ja, Gutes und Barmherzigkeit läßt er mich hier empfangen. Mein Herz darf schon in dieser Zeit am Vaterherzen hangen. Mit dem begnadigten Geschlecht genieß' ich hier schon Kindesrecht, bis ich's dort voll genieße. 7. Dort in der Auserwählten schon den Ort gefunden, wo Kreis, die Gottes Thron umrin- mich kein Fluchstrahl treffen gen, will ich mit höhern Kräften fann. Tritt Alles wider mich Preis dem Gott der Liebe sin- zusammen: du bist mein Heil, gen, der solch ein Heil an mir wer will verdammen? Die Liebe vollbracht, und ihn für seine nimmt sich meiner an. Lieb' und Macht anbetend ewig 4. Lenkst du durch Wüsten rühmen. meine Reise, ich folg' und lehne mich auf dich; du giebst mir aus den Wolken Speise, und adap 3. Will mich die Last der Sünden drücken, blißt auf mich des Gesetzes Weh: mur du fannst mich dem Fluch entrücken, d'rum schau' ich gläubig in die Höh'. Ich fliehe, Herr, djen noto zu deinen Wunden, da hab' ich In eigner Melodie. 713. W ie wohl ist mir, tränfest aus den Felsen mich. o Freund der Ich traue deinen Wunderwegen, Seele, wenn ich in deiner Liebe ste enden sich in Lieb' und Seruh'! Ich steig' aus dunkler Schwermuthshöhle, und eile dei nen Armen zu. Dann muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit der Fülle hoher Freuden die Liebe strahlt aus 5. Der Tod mag Andern düdeiner Brust. Hier ist mein ster scheinen, ich seh' ihn an Himmel schon auf Erden; dem mit frohem Muth; denn du, gen; genug, wenn ich dich bei mir hab'! Ich weiß, wen du willst herrlich zieren, und über Sonn' und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. 408 Seligkeit der Christen in diesem Leben. mein Leben, haffest Keinen, deß 5. Wie fest und stark ist im. Herz und Seele in dir ruht. Gebete, wie findlich) seine ZuverWie kann des Weges Ziel mich sicht! Er weiß, Gott hört an jeschrecken, da aus der Nacht, die der Stätte und giebt ihm gern, mich wird decken, ich eingeh' in was ihm gebricht; fa immer die Sicherheit? Mein Licht, so mehr, als er begehrt, wird ihm will ich denn mit Freuden von oben her gewährt. aus dieser finstern Wildniß scheiden zur sel'gen Ruh' der Ewigkeit.med and birls aminor Hoch 6. Und immer lenkt zu seinem Heile, was auch geschieht, des Vaters Huld; auch wenn er fällt, wird ihm zu Theile mehr als Verzeihung und Geduld. dem, der Der Geist hilft seiner Schwachdem Geist heit auf, und fördert weiter seis geboren ein neues Herz von nen Lauf. Mel. O daß ich tausend sc. Gott empfängt, und ihm zum 7. So wandelt er auf GotEigenthum erkoren, sich ganz tes Wegen, und freuet seiner zu seinen Wegen lenkt! Wer Gnade sich; was er beginnt, Christo folgt, ihm gleich ge- geräth zum Segen, er liebt den finnt, ist selig auch als Gottes Nächsten brüderlich). Mag dann Kind. die Welt ihn immer schmähn, 2. Der Sünde Finsterniß vor Gott wird er dereinst beentrissen, und frei von ihrer stehn.sul 1163 Sklaverei, ist er beruhigt im Ge- 8. Versichert, daß er selig wissen, vom Fluche des Gesetzes frei. Mit Gott auf's Innigste vereint, sieht er im Vater auch den Freund. bi mi 3. Er kann mit Zuversicht verlangen, was Gottes Sohn sein Wunsch gestellt. uns schon erwarb; er wird, was werde, ist er vergnügt bei jedem Loos, entbehret gern die Lust der Erde, und fühlt im Herrn sich reich und groß. Was eitlen Herzen wohl gefällt, darauf ist nie mür9. Sieht er den Tod von er bedarf, empfangen, weil Je- ferne kommen, er freut sich, sus ihm zum Heile starb: Licht daß die Stund' erscheint; ihm aus der Höh' und Muth und Kraft zum Kampf in seiner Pilgerschaft. wird die Bürde abgenommen, und der sie löset, ist sein Freund. pung Wenn Gott ihn nicht zurück mehr hält, schwingt er sich gern zur bessern Welt. nem mon 4. Gott schenkt zu jedem guten Werke ihm seinen Geist der Heiligung, zu jedem Siege neue Stärke, im Leiden Trost und Linderung; ja schon in die ser Prüfungszeit den Vorschmack jener Herrlichkeit. 10. Wie selig, wer aus Gott geboren ein neues Herz von ihm empfängt, und ihm zum Eigenthum erforen, sich ganz zu Ti seinen Wegen lenkt. Wie ru714. Wo ohl aus Seligkeit der Christen in diesem Leben. 409 hig, ja wie selig ist im Leben Früchten reich, deffen Zweige und im Tod ein Chrift! isd sich verbreiten an des flaren ing Baches Seiten. mer i d Mel. Werde munter, mein 2c. 715. Wh 3. Also wird gedeihn und Lohl dem Men grünen, wer in Gottes Wort schen, der nicht sich übt; Luft und Sonne muß wandelt in der Gottvergeff'nen ihm dienen, bis er reife Früchte Rath! Wohl dem, der nicht giebt. Werden seine Blätter unrecht handelt, noch tritt auf alt, bleiben sie doch wohlgeder Sünder Pfad; der der stalt't; Gott giebt Glück zu sei Spötter Freundschaft fleucht nen Thaten, Alles muß ihm und aus ihrer Mitte weicht; wohl gerathen. der von Herzen liebt und ehret, was uns Gott vom Himmel lehret.id Bol 4. Aber wen die Sünd' erfreuet, dessen Glück kann nicht beftehn, wie die Spreu vom 2. Wohl dem, der mit Luft Wind zerstreuet, wird er plößund Freude das Gesetz des Höch- lich untergehn. Kommt der sten treibt; welcher, wie auf Herr und hält Gericht, so entfüßer Weide, stets in Gottes rinnt der Sünder nicht, und Worte bleibt. Er ist einem es werden nur die Frommen in Baume gleich, der an edlen sein Reich dort aufgenommen. um XXV. Mel. Zion flagt mit 2c. 03 716. Ach Herr! lehre mich sterben. bedenken, daß ich 3. Wenn wir faum geboren endlich sterben muß: oft laß werden, ist vom ersten Lebensmeinen Sinn sich lenken auf des Lebens ernsten Schluß. Stell' ihn meinen Augen für und erwecke die Begier, mich nach deinem Wort in Zeiten auf den Abschied zu bereiten. 12. Endlich muß ein Licht verbrennen; endlich läuft die 4. Predigen nicht meine GlieSanduhr ab. Also muß auch der täglich von der Sterblichich bekennen: Staub vom Stan- keit? Leg' ich mich zur Ruhe be sinkt in's Grab! Feft besteht nieder, seh' ich mich im Leichender ew'ge Schluß, daß, was kleid. Ja, der Schlaf stellt tren lebet, sterben muß. Men- und wahr mir des Todes Abbild schen, als der Sünde Erben, dar, und das Bette will mir DRI Vom Tode. Tode. Sis ni ninth stor bleibt der Sünden Sold; sie tritt bis in's fühle Grab der Erden nur ein furz gemess'ner Schritt; ach mit jedem Stundenschlag nähert sich der letzte Tag, und in jedem Lebensjahre sind wir Alle reif zur Bahre. 410 sagen: so wirst du in's Grab getragen. Vom Tode. wir trauern und sind stille, gut ist dein Wille! su Gay 5. Ach wer weiß, in welcher 5. Er gab den Geist in seiStunde uns die letzte Stimme nes Mittlers Hände; im Glauweckt; denn Gott hat die dunkle ben selig sey auch unser Ende; du Kunde keinem Menschen noch wolleft, Herr! mit ihm und mit entdeckt. Wer sein Haus hat den Deinen uns dort vereinen. wohl bestellt, geht getrost aus dieser Welt. Aber Sicherheit im Leben kann nur Furcht im Tode geben. SHUAR Mel. Nun laßt uns den Leib zc. emeine. Begrabt 718. G den Leib in seine 6. D'rum auch in gesunden Gruft, bis ihn des Richters Jahren will ich niemals sicher Stimme ruft! Wir säen ihn, seyn, will die Beff'rung nicht einst blüht er auf und steigt versparen, bis die Schwachheit verklärt zu Gott hinauf. bricht herein. Täglich will ich Buße thun und dann froh im Glauben ruhn, daß der Tod mich frei von Sünde und mit dir versöhnet finde. 2. Eine Stimme. Senft mein verwesliches Gebein, o ihr noch Sterblichen, nur ein! Es bleibt im dunkeln Grabe nicht, mein Jesus kommt und hält Gericht.lgsmunas 717. FIND ITod Mel. Herzliebster Jesu zc. m Grabe stehen wir und opfern Thränen, wir schauen in die Gruft mit bangem Sehnen, da du, o Vater, einen deiner From aus Todesnacht. men von uns genommen. 2. Er liebte dich und strebte, die Verwesung dich zerstreun, 4. Eine Stimme. Mag deinen Willen als Jesu JünGebein; ger treulich zu erfüllen; gottse- du bald zerfallendes lig war und deinem Rath er- gezählt ist, wie des Hauptes geben sein ganzes Leben. Haar, mein Staub! Gott weckt 3. Mit ihm ist uns ein Freund mich wunderbar. 5. Die Gemeine. Des in's Grab getragen; sein treues Herz wird nicht mehr für uns Frommen Seele lebt bei Gott, schlagen, nun kann sein Rath, deß wir uns sonst erfreuten, uns nicht mehr leiten. der sie befreit von aller Noth, und sie von ihrer Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 3. Die Gemeine. Der Leib, nur ein belebter Staub, muß werden der Verwesung Er ruht und schläft, bis er erwacht an jenem Tag Raub. 4. Nimm Preis und Dank, daß du in diesem Leben zum Segen den Entschlaf'nen uns gegeben; du nahmst ihn uns, die der Mittler litt und starb, 6. Eine Stimme. Der Allbarmherz'ge gehet nicht mit den Erlösten in's Gericht, für 411 Vom Tode. und ihnen Gnad' und Heil er- In eigner Melodie. warb. 7. Die Gemeine. Du 719. Chriftus, der ist mein Leben und Sterben wandeltest im finstern Thal mein Gewinn. Ihm will ich und littest hier viel Schmerz und mich ergeben, mit Freuden fahr' Qual; du trugest deines Hei- ich hin. At lands Joch, nun bist du todt 2. Ich eile gern von hinund lebest doch. onen zu ihm, dem Bruder mein, 8. Eine Stimme. Bei den Himmel zu gewinnen und euch hat Trübsal mich gedrückt, dort bei ihm zu seyn. nun hat mich Gottes Ruh' er- 3. Nun hab' ich überwunden quickt. Im finstern Thale wan- Kreuz, Leiden, Angst und Noth, delt' ich, doch führte Gottes durch seine heil'gen Wunden bin Rechte mich. ich versöhnt mit Gott. 9. Die Gemeine. Er litt viel mehr, der uns versöhnt und seine Sieger herrlich frönt. O ew'ger Lohn für kurze Bein, dann wird's wie Träumenden uns seyn! de buise in 10. Eine Stimme. Ich trug sein Joch bis an mein Grab, nun trocknet er die Thränen ab. Was sind die Leiden jener Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit! 11. Die Gemeine. Nun, du Erlöster! schlaf' in Ruh'! wir gehen unsern Hütten zu, und machen zu der Ewigkeit mit Freud' und Zittern uns bereit. oben dan dis 4. Wenn mir die Augen brechen, der Athem stockt im Lauf, der Mund nicht mehr kann sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auf; 5. Wenn mir Sinn und Gedanken vergehen wie ein Licht, das hin und her muß wanken, weil Nahrung ihm gebricht:- 6. Alsdann fein sanft und stille, wenn kommt mein Stündelein und es gebeut dein Wille, laß, Herr, mich schlafen ein.mu 7. Dann woll'st du bei mir bleiben, wenn's Abend worden ist, und alle Furcht vertreiben, bis sich mein Auge schließt. d 12. Eine Stimme. Ja, Mel. Gott hab' ich Alles sc. laffet mich in meiner gehet euern Hütten zu! Schafft 720. Dein sind wir, Gott, in eure Seligkeit und ringt, bis deiner Hand steht unsre Zeit. ihr euch auch der Erd' ent- Der du gezählt des Hauptes schwingt! Haar, hast, eh' ich war, mir 13. Die Gemeine. Dauch bestimmt mein Todesjahr. Gotteslamm, dein bitt'rer Tod 2. Ist nun vollendet unsre stärk' uns in unsrer letzten Noth! Laß unsre ganze Seele dein und felig unser Ende seyn! Bahn, so nimm dich unser gnädig an. Hilf uns in unsrer letzten Noth, Herr unser Gott, 412 Vom Tode. ein sanfter Schlaf werd' uns der] gem Herzen nah'n; wo selbst Tod. der freche Spötter nicht mehr 3. Und macht ihn schwer der zu spotten wagt und vor der Krankheit Schmerz, so stärke Gläub'gen Retter erzittert und das beklomm'ne Herz; halt' uns verzagt. in deiner Vaterhut, gieb uns den Muth, der ganz in deiner Fügung ruht. 3. Wenn, diese Bahn zu gehen, dein Will' einst mir gebeut; wenn nahe vor mir stehen Gericht und Ewigkeit; wenn meine Kräfte beben und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich 4. Geist Gottes, in uns wirke du die sel'ge Hoffnung ew' ger Ruh', damit in gläubigem Vertraun und ohne Graun wir in die Nacht des Todes schaun. nicht! 5. Zeig' uns die Herrlichkeit des Herrn und unfres Glau bens Lohn von fern; laß uns, wenn wir zum Vater flehn, in Christo sehn, wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in solcher Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst. Wenn bei des Kampfes Ende mich Tois desschrecken faßt, dann nimm in deine Hände, den du erlöset haft.mil 6. Ach, Gnad' ergehe dann für Recht, denn von dem sterblichen Geschlecht ist auch der Hei- 5. Des Himmels sel'ge Freuligste nicht rein. Wer kann je den ermißt fein sterblich Herz; o dein, Gott, ohne deine Gnade Trost für kurze Leiden, für furseyn? im immolanzen Todesschmerz. Dem Sün7. O fey mit deiner Gnad' denüberwinder sey ewig Preis uns nah', ist unsre leßte Stunde und Dank; Preis ihm, der für da. Wenn unser Auge sterbend uns Sünder den Kelch des Tobricht, leit' uns dein Licht, so des trant. mu dop alur fehlt uns Trost im Tode nicht. ali saule ir Mel. Herzlich thut mich sc. ie auf der Erde 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Himmel weihn, und aufgelöst zu werden, mit heil'ger Furcht sich freun. Bereit, es ihm zu geben, sobald lichen sind Staub, sie blühen auf ihr Gott gebeut, gehn sie geund fallen, des Todes sich'rer trost durch's Leben hin zur UnRaub. Die Stund' ist uns sterblichkeit. hun bus dr verborgen, da Gottes Stimme 721. Die wallen, die Sterbruft; doch jeder neue Morgen Mel. Der lieben Sonnen Licht zc. bringt näher zur Gruft. 2. Getreft gehn Gottes ftin 722. Die Christen geh der die öde, dunkle Bahn, zu durch mannigfachen Jammer, der verstockte Sünder mit ban- bis auf den Weg zum Him Vom melszelt, fie ruhn in stiller Kammer. Nach wohl vollbrachtem Lauf nimmt Gott die Seele auf; das Weizenkorn streut Gottes Hand auf Hoffnung in sein heil' ges Land. doTER 2. Die ihr schon aufgebrochen seyd aus eurer Brüder Mitten, wir freun uns eurer Seligkeit und folgen euern Schritten! Der nun befreite Geist ist himmelwärts gereist; die Hülle findet ihre Ruh' im Grab, und Liebe deckt sie zu. OS 3. Sie bleibt, bis ihre Stunde schlägt, in heiliger Verwahrung, bis sich das neue Leben regt am Tag der Offenbarung. Und dann, welch selig Loos in Jesu Arm und Schooß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn so tief hinab, so hoch hinan! fie i 20 Mel. Nun ruhen alle zc. Budist ie Herrlichkeit der 723. Die Erden muß Staub Tode. 413 4. Es hilft nicht Kunst noch Wissen, wir werden hingerissen, der morgen, dieser heut'. Was hilft der Schlöffer Menge? Wem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 5. Was sind der Erde Thronen? es fönnen alle Kronen vom Tode nicht befrein. Kann vor des Grabes Schrecken der Purpur auch bedecken, Scepter Sicherheit verleihn? das 6. Wir rechnen Jahr auf Jahre, indessen wird die Bahre vor unser Haus gebracht; dann müssen wir von hinnen, eh' wir uns noch besinnen, und uns umfängt des Grabes Nacht. 7. Dies laßt uns wohl bedenfen, das Herz zum Himmel lenken, wo Alles ewig steht. Wer dorthin will gelangen, darf an der Welt nicht hangen, weil ste mit ihrer Luft vergeht. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu c. und Asche werden; kein Fels, 724. Dir sterb' ich einft, fein Das, bleibt was uns hier ergötzet, was man als ewig schäßet, muß wie ein leichter Traum vergehn. lebte; v daß dein Bild im Sterben vor mir schwebte! dann geh' ich still, in Gott getroft, wie du, durch dich gerecht in meines Grabes Ruh'.d by mill 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so troßig machen? Sie währen furze Zeit. Was ist 2. Wer also stirbt, der weider Menschen Leben? mit Pracht und Glanz umgeben, ist's doch nur Land und Eitelkeit. het durch sein Sterben die Seinen auch zu frohen Himmelserben; verherrlicht wird durch ihn die Gotteskraft, die aus dem Schmerz am Grabe Wonne schafft. aprill 3. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewi chen und unser Leib verblichen, 3. Bin ich zu schwach, dich sterbend noch zu preisen, so wollst ist's um der Ehre Dunst gethan. du doch die Gnade mir erweisen, 414 daß nicht mein Tod dem Schwachen Anstoß sey, mein letztes Wort noch zeige meine Treu. 4. Getrost und sanft aus frommer Christen Mitte zu dir zu gehn, das, Herr, ist meine Bitte! so wird mein Tod Er höhung deines Ruhms und ein Beweis der Kraft des Christenthums. 810 Vom Tode. das stehet fest: kein Zweifel störe mich! Du wolltest, Herr, wo du bist, sey auch ich. Mel. Der Tag ist hin, mein Jesu c. 725. Du Lebensfürft, dein Sieg giebt mir Vertrauen, du zähmst den Tod, nun darf mir nicht mehr grauen, du führest selbst mich durch das finstre Thal und machst zur Ruh', was Andern wird zur Qual. 5. D'rum sinn' ich schon auf Dank- und Freudenlieder zu Gottes Preis, für mich und meine Brüder, weil du mit uns durch Todesschatten dringst und uns bei dir zum ew'gen Leben bringst. # 52 Os 5. Zum Lobgesang für mein erfülltes Hoffen stehn mir ja Mel. Wenn einst mein Stündlein 2c. dort die Ewigkeiten offen; hier dby gieb mir nur, daß, wenn mein 726. Du wirft, o Bater, für mein Wohl Haupt sich neigt, das Flehn zu auch einst im Tode sorgen, dir in meinem Geist nicht schweigt. bleibt mir gleich, wie ich sterben soll, nach deinem Rath verborgen. Mein Ende steht allein bei dir; erhalte nur den Glauben mir, daß du es weislich ordnest. 2. Gieb, daß ich meine höchste Luft an meinem Heiland habe, und, seiner Liebe mir bewußt, ich auf den, der für mich starb, ihm folge bis zum Grabe, daß und Trost und Hoffnung mir erwarb, stets unverzagt vertraue. 2. Jetzt ist der Tod ein Ausgang aus dem Jammer, ein Eingang hin zur stillen Friedensfammer, ein Üebergang, bis mein getreuer Hirt den Leib verklärt zur Seele bringen wird. 3. O möchte des Bewußtseyns Kraft mir bleiben bis an's Ende, daß auch am Ziel der Pilgerschaft das Herz zu 3. Das ist der Tod! soll er dir sich wende, und eingedent noch Menschen schrecken? Viel- der Lieb' und Treu', die täglich mehr er soll ermuntern uns an mir wurde neu, mein Geist und wecken, er, der die Saat von hinnen scheide.. drinke zur vollen Reife bringt, daß bringt, daß 4. Doch soll ich durch Gejenseits dann der Erndte Jubel walt, o Gott, schnell oder klingt. hoangstvoll sterben, so führe nur 4. Was du so oft und theuer auch so der Tod mich zu des uns verheißen, es solle nichts Himmels Erben! D'rum hilf aus deiner Hand uns reißen, mir, daß ich allezeit zur Ne Vom Tode. 415 chenschaft vor dir bereit die Welt| nur der Gläub'gen Heer frohverlassen könne. mot lockend vor dir stehen. dras 5. Fehlt es mir einst an Freudigkeit im Kampf mit großen Schmerzen; will weichen die Gelaffenheit aus meinem bangen Herzen: dann, treuer Vater, rechne du des Glaubens Schwächen mir nicht zu, nein, hilf mir fie bestegen. 4. Wie manche Nacht hab' ich in Schmerz der Krankheit durchgeweinet; wie seufzet oft das bange Herz, wenn nirgend Hülf' erscheinet; doch meine Thränen stillen sich, denn jenes Leben tröstet mich, das mich mit dir vereinet. duty 5. Wenn mich der Zukunft Dunkel schreckt, die Noth der späten Tage, wenn jene Last mir Sorg' erweckt, die einst als Greis ich trage, so schöpf ich aus der Ewigkeit mir reichen Trost für diese Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 6. Wenn einst, der jetzt noch ferne droht, der Tod mir näher winket, und nach der Erdentage Noth mein Haupt zum Schlummer sinket, so bin zum Sterben ich bereit und tröste mich der Herrlichkeit, die mir entgegen winket. 194 16. Wenn ich einst nicht mehr denken kann, im Tode nicht mehr beten; dann nimm die stillen Seufzer an, laß Christum mich vertreten. Ist er, den du erhörst, nur mein, so bin auch ich, mein Vater, dein im Leben und im Tode. Mel. Aus tiefer Noth ic. 727. in Pilger bin ich in der Welt, voll Müh' find meine Tage; so manche Noth, die mich befällt, reizt noch mein Herz zur Klage; doch, Herr, der Trost der Ewigkeit versüßt mir meiner Tage Leid, daß ich's geduldig trage. Mel. Christus, der ist mein 2c. 2. Der Sünde Joch, das 728. inft geh' ich ohne Beben zu meinem auf mir liegt, drückt nieder mei- Tode hin, denn Chriftus ift ne Seele. Wie leicht ist doch mein Leben und Sterben mein mein Herz bestegt; wer weiß, wie oft er fehle? Doch einst Gewinn. 2. Ich fürchte nicht die werd' ich vollkommen rein, ganz Schrecken der finstern Erdenheilig und ganz selig seyn; dies gruft: der wird mich auch ertröstet meine Seele. pe wecken, der mich zum Grabe 3. Hier wandeln Viele vor ruft. mir hin, die, Jesu, dich ver- 3. Und riefe mich, zu scheiden, schmähen; tief kränket mich ihr auch heute schon mein Gott, fo stolzer Sinn, daß sie dein Heil folg' ich ihm mit Freuden und nicht sehen; dort steht mein sterb' auf sein Gebot. Auge sie nicht mehr, ich sehe mehr, ich sehe 4. Des Lebens Kraft und 416 Vom Tode. Fülle welk' immer hin, wie Laub,[ sehn und sein ew'ges Heil er und dieses Leibes Hülle sey der werben; ach! möcht' es doch Verwesung Raub! bald geschehn! Nahet euch, Er15. Ich hoff ein beff'res Leben, lösungsstunden, da ich, aller das ewiglich besteht. Ein Leib Angst entbunden, von der rauswird mich umgeben, der nim- hen Lebensbahn mid) kann mermehr vergeht. schwingen himmelan. 5. Jesus Christus ist mein Leben und das Sterben mein Gewinn. Engel, fommt, mich zu umschweben, tragt zu Gott die Seele hin! Schon hab' ich von jenem Frieden sel'ges Vorgefüht hienieden, darum wünsch)' ich dort zu seyn, wo mich Schauen wird erfreu'n. Mel. Alle Menschen müssen 2c. 729. Kitle Welt, dein DHE TR bin ich müde; wann, ach wann erquicket mich Himmelsruh' und ew'ger Friede, 6. Euch, die ihr mich hier wann ruft mich mein Gott zu geliebet, die mit mir Ein Sinn sich? Rufe, Herr, ich will mit verband, die mein Scheiden Freuden aus des Lebens Trübfal scheiden, denn ich weiß, durch Christi Blut machest du mein Ende gut. jetzt betrübet, euch befehl' ich Gottes Hand. Gott versorget, Gott beschüßet, er wird geben, was Euch nüßet: also ist mein 2. Dem ist vor dem Tod nicht bange, der des armen Les Haus bestellt, gute Nacht, du bens satt, und dies Jammerthal eitle Welt. schon lange mühevoll durchwan- Mel. Ich habe g'nug 2c. delt hat. Er wird alle Stun- pishish den zählen, bis Befreiung ſeiner 730.8 ist genug! fo nimm, Seelen und das Ende aller Noth ihm erscheinet mit dem Tod. nen Geist zu Zions Geistern 3. Zwar ich bin nicht unge- hin; löf auf das Band, das duldig, daß mich Kreuz und schon allmählig reißt, befreie Glend drückt; mehr zu leiden wär' ich schuldig, als mein Gott mir zugeschickt. Weiß ich doch, daß mich kein Leiden kann von seiner Liebe scheiden; auch 2. Es ist genug des Jamdas Kreuz, von ihm gesandt, soll mir seyn ein Gnadenpfand.di tin meinen Sinn. O stille doch dies heiße Sehnen und mach' ein Ende meinen Thränen: es ist genug! olan 91 no mers, der mich drückt, durch unsrer Sünde Schuld; sie hatt' in mir des Guten Lieb' erstickt, geraubt mir deine Huld. Sie hatte mich von Gott geschieden, 6. Dann eil' ich dir entgegen, mein triumphirend Haupt; ich erndte ew'gen Segen und schau', was ich geglaubt. 4. Darum nur wünsch' ich zu sterben, daß ich Jesum möge Vom Tode. gestöret meiner Seele Frieden; es ist genug! ddus 3. Es ist genug des Kreuzes, das mich fast herab zur Erde beugt. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Laft, die nim mer von mir weicht! Ich muß wohl unter heißen Thränen mich herzlich nach Erlösung sehnen: d'rum ift's genug! 4. Es ist genug, wenn Gott, mein Heiland, will, er fennet ja mein Herz; ich harre sein und halte ruhig still, er heilet jeden Schmerz; was meine fieche Brust getragen, nimmt er hinweg und wird dann sagen: Es ist genug! 417 Wunden auf ewig volle Ruh' gefunden. Es ist vollbracht! 5. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so ende meinen Lauf; entrücke mich dem Jammerthal der Welt, nimm mich zu dir hinauf. Heil mir! Ich fahre hin in Frieden, mein Kreuz und Elend bleibt hienieden: Es ist genug! MODE 3. Es ist vollbracht! Hinweg sind Angst und Bein, sind Sorgen, Gram und Schmerz; sein Golgatha soll mir ein Tabor seyn; wie freuet sich mein Herz! Bald werd' ich zu des Friedens Höhen aus allen meinen Käm pfen gehen. Es ist vollbracht!! 4. Es ist vollbracht! Ich bringe froh hindurch; nichts fesselt mich noch hier. Ich steig empor zu jener Himmelsburg, schon zeiget sie sich mir. Ich seh' durch ihre gold'ne Pforten, was Niemand sagen kann in Wors ten. Es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Mein Leib mag immerhin bald Staub und Asche seyn; der Heiland, deß ich ewig, ewig bin, verklärt einst mein Gebein. Ich fürchte nicht des Grabes Schrecken, denn Gottes Sohn wird mich erwecken: Es ist vollbracht! sa no 6. Es ist vollbracht, GottMel. Es ist genug, so nimm zc. lob, es ist vollbracht! Mein 731. 8ift vollbracht, Jefus nimmt mich auf Fahr Gottlob, es ist hin, o Welt! ihr Freunde, gute vollbracht! Mein Jesus nimmt Nacht! Ich ende meinen Lauf. mich auf. Fahr' hin, o Welt! Das beste Theil hab' ich getrof ihr Freunde, gute Nacht! ich fen; Heil mir! Ich seh' den Hims ende meinen Lauf. Verschwunmel offen. Es ist vollbracht! den sind all' meine Leiden; in Jesu scheid' ich voller Freuden. Es ist vollbracht. Mel. Mit Fried' und Freud' 2c. 2. Es ist vollbracht! Mein 732. Getroft und freudig geh' ich hin nach Jesus nahm auf sich, als Mitt- Gottes Willen; bald wird sich ler, meine Schuld. Am Kreu- mir sein Vatersinn ganz enthülzesstamm litt er und starb für len; gnädig wird er mir verleihn, mich; o welche große Huld! was Christus mir erworben. Ich hab' in meines Heilands 2. Erbarmend sprach der Dd 418 Vom Tode. Herr zu mir: dir ist vergeben;| andern hin, wohl aus den Auich gebe meinen Frieden dir, du gen und dem Sinn. Und ob follft leben; fürchte nichts, denn du hoch gepriesen bist, die Welt du bist mein, ich habe dich er- vergißt dein, wenn dich Grabeslöſet. # 10 pro nacht umschließt.$ 123 3. Dies ist mein Trost: ich 6. Gieb, Herr, daß ich bebin erlöst und Gottes Erbe; ich denken lern': nie sey mein Ende weiß, daß er mich nicht verstößt, von mir fern; daß ich nie sey wenn ich sterbe. Tod, wo ist der Stimme taub: auch du bist num deine Macht, wo ist dein Staub und wirst dereinst des Sieg, o Hölle? Todes Raub! 11. 4. Gott ist mein Fels, auf 7. Ich fürcht ihn nicht, denn ihn allein will ich vertrauen. er entrüdt uns nur dem Leiden, Ich sehne mich, bei ihm zu seyn, das uns drückt. Schließt er ihn zu schauen. Lange dürftet schon mein Herz, ihn droben anzubeten. mein irdisch Auge zu, dann führest du, o Herr, mich zu der ew'gen Ruh'. 8. Der Leib, in's stille Grab versenkt, ruht dann, von feinem Schmerz bedrängt. Und froh schwingt sich der Geist hinan die Himmelsbahn, mit neuem Leibe angethan. Mel. Ich hab' mein' Sach' 2c. ott hab' ich Alles 733. G heimgestellt, er mach's mit mir, wie's ihm ge fällt. Mit Freuden bin ich stets bereit, wenn er's gebeut, zu scheiden aus der Zeitlichkeit. 9. 3war harret meiner dein Gericht, o Gott, doch ich ver2. Es ist ja dieses Jammer zage nicht. Ich weiß, dein thal voll Angst und Trübsal Sohn vergoß sein Blut auch überall; und unser Leben schnell mir zu gut; das hebt und stärverstreicht, dem Pfeil es gleicht, fet meinen Muth. der eilend hin zum Ziele fleucht. 10. Mich hält dein Sohn an 3. Nichts hilft dem Menschen seiner Hand, mit dem der Gut und Geld, denn nackt und Glaube mich verband. Bin ich bloß tam er zur Welt; und un- auch nicht von Sünden rein, ser Aller harrt das Loos, auch ich bin ja sein! Mir können nackt und bloß zu finken in der feine Strafen dräun. Erde Schooß. 4. Wer weiß, wann Gottes Stimme ruft? Den Jüngling auch empfängt die Gruft. Und wer am Morgen froh erwacht, hat oft vor Nacht schon seinen Lebenslauf vollbracht. 5. Man trägt eins nach dem 11. Dich schau' ich dann, du ew'ges Licht, von Angesicht zu Angesicht. Und fern von jedem Erdenleid, in Herrlichkeit, lob' ich dich, Herr, in Ewigkeit. 12. Amen, mein frommer, treuer Gott! bescheer' uns einen sel'gen Tod! Gieb, daß wir Vom Tode. 419 mögen freudenreich, den Engeln 6. Wohlan! so will ich tåggleich, vereinigt seyn in deinem Reich! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. err Gott, du fen734. H Her Gott, lich sterben und leben so, als lebt' ich nicht, dann kann die Seele nicht verderben, wenn gleich mein Aug' im Tode bricht; mein Tod ist süß, ich sterbe dir, neft meine Tage, denn du, mein Heiland, lebst du weißt, daß ich, dein schwa- in mir. ches Kind, des Todes Keim in Gliedern trage, die irdisch und zerbrechlich sind, d'rum mache du mich allezeit zum Sterben fertig und bereit. 2. Du hast mir meine Zeit ge geben und ihr zugleich das Ziel bestimmt. Wer weiß, wie bald mein kurzes Leben für diese Welt ein Ende nimmt; d'rum flöße mir die Weisheit ein, auf's Ende stets bedacht zu seyn. 3. Hier hab' ich lebenslang zu lernen, mich ganz der Sünde zu entziehn, mich von der Weltluft zu entfernen und um den Himmel zu bemühn. Ein fel'ges Ende erst beweist, was Christenthum und Glaube heißt. 4. Früh will ich nach der Heimath trachten, in der ich ewig bleiben kann, vor Allem auf den Himmel achten, den Christus mir hat aufgethan; so wird mein Haus hier auf der Welt und auch im Himmel wohl bestellt. 5. Mein Herz ist mir im Himmel droben, dort ist der Seele Erb' und Theil; bei Christo ist mir aufgehoben der Freuden Fülle, ew'ges Heil; mir ist das Eitle viel zu schlecht, im Himmel ist mein Bürgerrecht. 7. So kommt, ihr feierlichen Stunden, komm', eile, mein Ers lösungstag, da ich, von aller Noth entbunden, zum Leben sterbend dringen mag. Da find' ich in des Höchsten Hand mein Eden und mein Vaterland. 10 735. Hem Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. err Jesu Christ, mein Herr und Gott, der du erlittest Angst und Spott, für mich den Tod am Kreuze starbst und mir des Vaters Huld ermarbst. 2. Jch bitte dich kraft deiner Pein, du woll'st mir Sünder gnädig seyn, wenn ich nun fomm' in Sterbensnoth und ringe mit dem bittern Tod. 3. Wenn mir vergehet das Gesicht, dann sende mir des Glaubens Licht; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, dann nimm mein stilles Seufzen an. 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt und Menschenhülfe ganz zerrinnt, dann steh' nach deiner Lieb' und Treu' in mei nem letzten Kampf mir bei. 5. Führ' mich aus diesem Jammerthal, verkürze mir des Todes Qual! laß deinen Geist dann bei mir seyn, daß ich schlaf' sanft und selig ein. fign Dd 2 420 Vom Tode. 6. Den Leib laß ruhn in sei-| hinauf lenkt fie freudig ihren ner Gruft, bis ihn dein großer Lauf. Tag einst ruft; zerreiße dann mit starker Hand des Todes und des Grabes Band. 4. Wenn die matten Augen brechen, sey der Geist doch hoch erfreut, mög' an meinem Staub sich rächen dieser Welt Vergånglichkeit. Auch der Leib, der in der Erden erst als Staub zu Staub muß werden, wird dereinst verklärt und schön durch die Allmacht auferstehn. 5. Treuer Vater! ich bes fehle meinen Geist in deine Hand: führe die verklärte Seele in das rechte Vaterland. Nach der Trübsal, nach dem Leiden überschütte sie mit Freuden, daß kein Leid und kein Geschrei, Mel. Jesu, der du meine Seele zc. err, laß mich in 736. Her Frieden fahren, daß kein Schmerz und Tod mehr sey. und bei Jesu Christo seyn, wo sich die verklärten Schaaren in 6. Und in meinen letzten Züdir, ihrem Gott, erfreun. Chri- gen bleib', o Jesu, du bei mir: stus ist und bleibt mein Leben; hilf mir kämpfen, hilf mir fieer der Weinstock, ich der Regen! Ewig hängt mein Heil ben. D'rum ist Sterben mein an dir. Mit dem innigsten EntGewinn; Gott, nimm meine zücken will ich an mein Herz Seele hin! dich drücken! Kämest du, o Herr, schon heut'! Komm', die Seel' ist ganz bereit. disla plos 7. Dann denk', o Herr, nach deiner Huld nicht meiner großen Sünden Schuld, und lasse dort mit dir zugleich mich ewig seyn in deinem Reich. 8. Ich halte fest und zweifle nicht bei dem, was mir dein Wort verspricht: wer an mich glaubt, obschon er stirbt, das ew'ge Leben doch erwirbt. 2. Von der Erde schon befreiet, sehnet sich mein Geist nach dir; Christus hat mein Herz erneuet, öffne nun die Himmelsthür! Herr, willst In eigner Melodie. ou ew'ges Leben mir zum Gna 737. In einer Mach in denlohne geben! Hallelujah in der Zeit, Lob und Preis in Ewigkeit! 3. Ist dein Kommen gleich verborgen, kommst du doch zur rechten Zeit und bringst den verklärten Morgen ungetrübter Seligkeit. Aus der dunklen Erdenhöhle eilt dann die erlöste Seele, und zu deinem Thron 2. Wen hab' ich doch, als haft mich an das Licht gebracht, und du erhältst mir auch das Leben; du kenneft meiner Monden Zahl, weißt, wann ich diesem Erdenthal auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Herr des Lebens, wohl. Vom Tode. 421 dich allein, der mir in meiner Sünders willst du nicht, d'rum letzten Bein kann Trost und schreckt mich nicht dein streng Rath und Hülfe bringen? Wer Gericht, weil du auch mich in nimmt sich meiner Seele an, Christo liebest; d'rum fahre wenn nun mein Leben nichts mehr kann und ich muß mit dem Tode ringen, wenn allen Sinnen Kraft gebricht, thust du es, Gott, mein Heiland, nicht? Furcht und Zweifel hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jesu Christ, dein theures Blut vergoffest du auch mir zu gut, ich weiß, daß ich dir angehöre. Fällt ja in meiner Todespein mir noch ein banger Zweifel ein, so rette deines Leis dens Ehre; du hast so viel an mich gewandt, o laß mich nicht aus deiner Hand! 3. Mich dünft, schon lieg' ich fraftlos da, dem letzten Augen blicke nah', von Todesangst schon überfallen, Gehör und Rede nehmen ab, die Augen sehen nur das Grab; doch kränkt 8. Nein! nein! ich glaube fest, die Sünde mich vor Allen, die mein Heil, ich hab' an dir auf Stimme des Gewissens spricht: ewig Theil, du bist im Tode Gerecht ist Gott! er hält Ge- noch mein Leben! So sieg' ich richt! 115 102 hinspo über Angst und Noth, ob auch 4. Ich höre der Posaune Ton, die Hölle und der Tod mit ich sehe meinen Richter schon ihren Schrecken mich umgeben: und um ihn alle Völker stehen; dieweil ich lebe, bin ich dein; geöffnet liegt vor ihm sein Buch, dein werd' ich auch im Tode schon hör' ich des Gesetzes Spruch, seyn. ihn wendet nicht mein ängstlich Flehen; Verdammniß ist des Mel. Wer weiß, wie nahe mir zc. Sünders Theil, er hat kein Recht an Gottes Heil.se 738. atson s 65. Kein Geld noch Gut erret- eilt immer zu dem Grabe hin; tet mich, umsonst erbeut ein Bruwer kann mir sich're Bürgschaft der sich, den sünd'gen Bruder zu geben, daß ich noch morgen leerlösen. Ein Jeder wird alsdann bend bin? Der Tod, der Tod empfahn den Lohn für das, was kommt her, hin geht die Zeit, er gethan, in dem Gericht schützt ach, wär' ich täglich doch bereit! nichts den Bösen. Wer hilft mir sonst in dieser Noth, thust du es nicht, mein Herr und Gott? 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten, eh' er die Sichern überfällt. D'rum mußt du schnell in's Land der Todten; wohl dir, ist Herz und Haus bestellt. Oft hängt, oft hängt an einem Augenblick dein ew'ges Unglück oder and nism 6. In meiner Seele großem Schmerz erheb' ich zu dir Aug' und Herz, der du die Missethat vergiebest; den Tod des Glück. ch sterbe täglich und mein Leben 422 Vom Tode. 3. Herr aller Herren, Tod Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. hei te torb es wird mein Ende komund Leben haft du allein in bei- 739. ner wie mir Frist gegeben, das ist und bleibt men, doch weiß ich nicht, wo, mir unbekannt; d'rum gieb, d'rum gieb, Herr, daß ich jeden Tag an meinen Abschied denken mag. wie und wann? Vielleicht werd' ich der Welt entnommen, bevor ein neuer Tag bricht an; vielleicht ist schon mein Ziel be-. Ende nimmt. stimmt, eh' diese Stund' ein Tible 4. Es kann vor Abend anbers werden, als es den Morgen mit mir war; wo ich auch wandle hier auf Erden, steht ne ben mir die Todtenbahr'. Ein Schritt, ein Schritt nur ist es bis dahin, wo ich des Grabes Beute bin. 5. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn sich am Ziel mein Auge schleußt; d'rum bet' ich in gesunden Tagen: Herr! dir befehl' ich meinen Geist. Und wenn, und wenn ich kaum noch seufzen kann, dann nimm des Heilands Fürsprach' an. 2. Dies Alles kann mich nicht betrüben: in Gottes Hand steht meine Zeit. Der Menschen Tage sind geschrieben in seinem Buch von Ewigkeit; ist das, was sterblich, abgethan, dann fängt unsterblich's Leben an. 7. Dringt endlich mir der Tod zum Herzen, so schließ' mir, Herr, den Himmel auf; verkürz' des legten Kampfes Schmerzen und führe mich zu dir hinauf. Dann sterb', dann sterb' ich ohne Angst und Bein und selig wird mein Ende seyn. 3. Ich weiß aus Gottes theurem Worte, der Tod sey Gläubigen kein Tod; er ist mir eine Himmelspforte, das Ende aller meiner Noth, ein sanfter Abend, der mich fühlt, wenn ich des Tages Laft gefühlt. 4. Drum harrt mein sehnendes Verlangen, bis mich der Tod der Erd' entrückt. Mit 6. Kann ich nicht fegnen dann Freuden will ich ihn empfandie Meinen, so segne du sie, Herr, für mich; wenn um mich gen, weil Jesus diesen Boten Herr, für mich; wenn um mich schickt, der nach des Lebens her ste zagend weinen, o Vater! ſo erbarme dich; dann laß, dann laß auch der Verwaisten Schrei'n durch deinen Sohn erhörlich feyn. Angst und Pein mich führet in den Himmel ein. 140 5. Laß nur, Herr Jesu, meine Seele im wahren Glauben fertig stehn, daß ich nicht meines Ziels verfehle, wenn ich einst muß von hinnen gehn. O mache du mein Herz bereit zur Reise nach der Ewigkeit. 6. Gieb, daß ich stets in Buße lebe, verleih' mir ein geheiligt Herz, wenn ich den Geist dir übergebe, dann tröste michy Vom Tode.dein Todesschmerz; so scheid' ich freudig von der Welt, wo, wie und wann es dir gefällt. JATO Mel. Wer nur den lieben Gott ic. ein Gott, weiß Gottes Rath er- 741. Mohl, daß ich fiets Mein Mel. Befiehl bu deine Wege ic. n 423 bricht; mit allen Sel'gen schaue ich dann dein Angesicht. 740. geben, verlaff' ich gern die Welt; ich geh' zum bes fern Leben, sobald es Gott gefällt. Was wär's, das mich betrübte? Dort schau' ich ewig den, der meine Seele liebte, noch eh' ich ihn gesehn. 2. Er ruft zur Zeit der Schmerzen uns voll Erbarmen zu: kommt her, belad'ne Herzen, ihr findet bei mir Ruh'. Dies Wort aus deinem Munde laß, Herr, auch mich erfreu'n, und in der letzten Stunde mir Geist und Leben seyn. Como 3. Mit dir muß es mir glükfen, daß ich den Kampf besteh', wenn ich mit gläub'gen Blicken auf dich, mein Heiland, seh'; auf dich, der du für Sünder felbst mit dem Tode rangst, als mächt ger Ueberwinder ihn auch für mich bezwangst. be, ich weiß, wie bald der Mensch vergeht, und finde hier kein fich'res Erbe, kein Gut, das ewiglich besteht: d'rum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, ob es nicht heute noch geschieht, daß mich des Todes Hauch entfärbe, der Blume gleich, die schnell verblüht: d'rum mache täglich mich bereit zum Hingang in die Ewigkeit. adal 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, wie mich des Todes Hand berührt; dem Einen wird das Scheiden herbe, sanft wird der And're heimge führt: doch wie du willst, nur das verleiht, daß ich getrost im Scheiden sey. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Hügel einst mich deckt; g'nug, wenn ich dieses nur er werbe, daß ich zum Leben werd' erweckt: wo dann mein Grab auch möge seyn, die Erd' ist 4. Der frohe Siegsgedanke: wo ist dein Stachel, Tod? stärkt mich, daß ich nicht wante in meiner Todesnoth. Durch dich wird, wenn ich sterbe, das Sterben mir Gewinn; ich bin des Himmels Erbe, weil ich dein eigen bin. dun un allenthalben dein. 6300 5. Dein Blut kann nicht 5. Nun, treuer Vater, vergebens für mich gefloffen wenn ich sterbe, so nimm du seyn; du schreibst in's Buch des meinen Geist zu dir; ich weiß, Lebens auch meinen Namen daß ich dann nicht verderbe, ein. Du bist's, dem ich vers lebt Christus und sein Geist in traue, bis einst mein Auge mir: darum erwart' ich glau 424 bensvoll, wo, wie und wann ich sterben soll. Vom Tode. verklärten Leibe. Er, der rief: Es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 742. Mei Mel. Jesus meine Zuversicht sc. 7. Tritt im Geist zum Grab eine Lebenszeit ver oft hin; siehe dein Gebein vers streicht, stündlich senken. Sprich: Herr, daß ich eil' ich zu dem Grabe; und wie Erde bin, lehre du mich selbst wenig ist's vielleicht, das ich bedenken. Lehre du mich's jes noch zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod; säume nicht, denn Eins ist Noth. den Tag, daß ich weiser wer den mag. ind pla 2. du, wenn du In eigner Melodie. stirbst, wünschen wirst, gelebt 743. M Freud fahr ich it und hier zu haben. Güter, die du erwirbst, Würden, die dir Men schen gaben, nichts wird dich im Tod erfreu'n; diese Güter sind nicht dein. dahin, ist's Gottes Wille. Ges trost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille, wie Gott mir verheißen hat, der Tod ist mir ein Schlummer. 2. Das dank' ich Christo, Gottes Sohn, dem Trost der Frommen, der zu uns von des Vaters Thron ist gekommen, daß er Heil und Leben sey in Noth und auch im Sterben. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, giebt im Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde troftlos um dich beben, dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht, Gott ist deine Zuversicht. 3. Den hast du Allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt eingeladen durch dein theuer heilsam Wort, das überall erschollen. 4. Er ist das Heil und sel'ge 5. Daß du dieses Herz er- Licht den Völkern allen, daß wirbst, fürchte Gott und bet' einst, die es noch sehen nicht, und wache. Sorge nicht, wie in ihm wallen; er giebt Heil früh du stirbst; deine Zeit ist der ganzen Welt, ihm sey Preis, Gottes Sache. Lerne nur den Dank und Ehre. Tod nicht scheu'n, lerne seiner dich erfreu'n. NSPEK TUT50 Miseryos In eigner Melodie. 744. Mitt 6. Ueberwind' ihn durch Veritten in dem Les trau'n; sprich: ich weiß, an wen ben sind wir ich glaube, und ich weiß, ich vom Tod umfangen; wer ist, werd' ihn schaun einst in dem der uns Hülfe schafft, daß wir Vom Tode. 425 Gnad' erlangen? Das bist du,| freit von jeder Last der Erde, Herr, alleine. Uns reuet unsre Gott schauen werde. Missethat, die den Zorn verdienet hat. 2. Sey mir willkommen, heiß Heiliger Herr und ersehnte Stunde, wenn scheiGott! Heiliger starker Gott! dend ich mit schon erblaßtem Heiliger barmherziger Heiland! Munde den preis im Tode, Du ewiger Gott! Laß uns nicht der auf höh're Stufen mich nun versinken in der bittern Todes gerufen. noth. Erbarme dich unser! 3. Wie bin ich doch des lan2. Mitten in dem Tode wird gen Weges müde! Mein ein'ger das Gericht uns dräuen; wer Wunsch ist jenes Lebens Friede, will uns aus solcher Noth gna- wo jedes Herz, wie schwer es denvoll befreien? Das thust du, sey verwundet, in Gott geHerr, alleine. Dich jammert un- fundet.n fre Sünd' und Leid, du thust uns Barmherzigkeit. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starfer Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen, wenn wir vor Gerichte stehn. Erbarm' dich unser! 4. D ging ich bald, sey's auch auf dunklen Wegen, dem Morgen meines höhern Seyns entgegen! wandelt' ich schon, wo am hellern Tage verstummt die Klage! 5. Doch, dürfen wir in Ungeduld und Thränen uns nach dem Ziel der Laufbahn schmerz lich sehnen? Ist's frömmer nicht, vor Gott sich findlich beugen Christ, dem Kinde nüßet; er ist es, und ruhig schweigen? 6. Der Vater nur weiß, was then dem Kinde nüßet; er ist es, 3. Mitten in dem Weltge richt, wo die Schuld uns schrecket, ach, zu wem fliehn decket? Zu dir, Herr wir dann hin, der uns gnädig alleine. Vergossen ist dein res Blut dieser sünd'gen Welt der mit Lieb' uns unterstüzet. Wer ist wohl je an seiner Hand zu gut. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! erlegen auf rauhen Wegen? 7. Auch mir sind heilsam Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns dieser Erde Leiden, durch die nimmer fallen aus des rechten fen scheiden, daß ich gereift für sich einst vom Gold die SchlakGlaubens Troft. Erbarm' dich himmlische Genüsse die Heiz unser! math grüße. 8. D'rum, bis auf dein Geheiß der Tod erscheinet, und ich die letzten Thränen ausgeweinet, gebeut dein heiliger, dein weiser Wille mir tiefe Stille. 9. Ganz dir ergeben will ich Mel. Herzliebster Jesu ic..d Smit lobo 745. daß mir der ErS lösung Stunde schlüge, und bald die müde Seel hinübertrüge, wo ich, be 426 Vom Tode. ruhig warten; du lohnst auch mir, wie Allen, die dein harrMel. Wachet auf, ruft uns ic. Der Chor.allo ten, wirst mich, wenn ich voll- 747. elig sind des Himzu dir erheben. Todten, die in Christo sterben, zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken des Todesschlummers folgt EntMel. Jesu, meine Freude 2c. 746. Ruhe, fromm bezücken, folgt Wonne der Unſterbvon Frieden Schmerz ermattet, unter Chri- los von der Erde Müh'! Hoften hier. Wir, die Blicke sen- fianna! Vor Gottes Thron zu fend, dein in Wehmuth den seinem Sohn folgt ihnen ihrer fend, weihen Thränen dir. Als Werke Lohn! ein Christ hast du gelebt, want delteft auf Gottes Wegen höherm Licht entgegen. Die Gemeine. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 2. Staub bei Staube ruht ihr nun in dem friedevollen Grabe! Möchten wir, wie ihr, auch ruhn in dem friedevollen Grabe! Ach, der Welt entrannt ihr schon, fandet eurer Arbeit Lohn. 3. Jesu will's! Wir leben noch, leben noch in Pilgerhütten. Alle trugen einst dies Joch, Alle, die die Kron' erftritten. Endlich, endlich kommt der Tod, führt, wie sie, auch uns zu Gott. 4. Jesus lebte selber hier, lebte selbst in Pilgerhütten; ach, viel mehr, viel mehr, als wir, hat der Göttliche gelitten. Standhaft laß im Kampf uns stehn, stets auf dich, Vollender, sehn! 5. Was ist dieses Lebens Zeit? 4. Nun ruht Staub bei Eine schwüle Mittagsstunde; Staube; doch dein sel'ger Glau- dennoch hängt die Seligkeit an be lebet in uns fort. Wo der der kurzen Lebensstunde; ew's Weltverfühner, sind auch seine ges Leben oder Tod wägt uns Diener, welch ein tröstlich Wort! zu der heil'ge Gott. Traurig scheiden wir von hier; 6. Jesu, unsre Zuversicht, undoch erhört wird unser Flehen ser Theil ist einst das Leben; durch solch Wiedersehen. wenn auch unser Auge bricht, 2. Droben einst belohnen dich des Richters Kronen, der die Thaten wägt; hier sind unserm Kreise deiner Treu' Beweise bleibend eingeprägt. Ruh' in Frieden dann! dein Geist ist zu Chrifto aufgenommen in das Chor der Frommen. 3. Du bist wohl geborgen, wir voll Leid und Sorgen, daß der Tod uns schied. Die ver laff'nen Deinen stehn am Grab und weinen, daß ihr Glück verblüht, bringen dir, verklärter Geist, Dank für alle Lieb' und Treue, für des Beispiels Weihe. Vom Tode. 427 wirst du es aus Gnaden geben;| ist nun vollbracht; nur meine deinen Frieden gabst du schon Hülle lieget und schläft in Touns zum Pfande, Gottes Sohn. desnacht. Des Vaters treue Liebe steht sehnend in mein Grab; die Mutter wendet trübe die nassen Augen ab. dispönt 7. Wer an dir im Glauben hält, den wirst du einst auferwecken. Diese Kraft der bessern Welt laß bei unserm Tod uns schmecken. Gieb uns mehr noch, als wir flehn, mehr noch, als wir jetzt verstehn. i 2. Ihr neßet eure Wangen ,, ihr Eltern, über mich, euch hat das Leid umfangen, daß euch das Herz fast bricht. D tröstet euch, ihr Lieben, thut nicht so ängstiglich! Was wollt ihr euch betrüben? steht's doch gar wohl um mich. Der Chor. ti 8. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sey dir, Verföhner, Jesu Christ! Ihr, der 3. Dent, Vater, wie viel Ueberwinder Chöre, bringt Sorgen, wie manche bange Danf, Anbetung, Preis und Nacht, wie manchen düstern Ehre dem Lamme, das geopfert Morgen ein liebes Kind oft ist! Er sanf, wie wir, in's macht. Was ihm fann widerGrab; laßt nun vom Weinen fahren, das fürchtet, der es liebt; ab, ihr Erlösten! Nicht Schmerz, den Kummer fannst du sparen, nicht Pein, nur Wonn' allein d'rum sey nicht so betrübt. wird an des Lammes Throne 4. Ach, Mutter, laß die Zäh feyn! and a desid ndadren und stell' dein Klagen ein. Die Gemeine.de Muß nicht des Herrn Begeh39. 9. Nicht der Mond, nicht ren an uns erfüllet seyn? Das, mehr die Sonne scheint uns was du jetzt beweinest, was alsdann! Er ist uns Sonne, dir so wehe thut, ist besser, als der Sohn, die Herrlichkeit des du meinest; denn Gott macht Herrn! Heil, nach dem wir Alles gut. weinend rangen, nun bist du, 5. Wohl ist nun euerm Kinde, Heil, uns aufgegangen, nicht das jetzt dem Schiffer gleicht, mehr im Dunkeln, nicht von der schnell bei günst'gem Winde fern. Nun weinen wir nicht den Hafen hat erreicht; dem mehr! Das Alt ist nun nicht Pilger, der die Mühe des Wemehr! Hallelujah! Er ging ges nicht gespürt, weil ihn ein voran des Todes Bahn, wir Richtsteig frühe dem Ziel' hat folgen ihm einst himmelan! zugeführt. itspapine i ost 39monastr Verstorbene Kinder an ihre Eltern. Mel. Ich dank' dir, lieber ac. 6. Dahin sind Angst und Schmerzen, auf immer, immer hin, ich freue mich von Herzen, daß ich erlöset bin; ich leb' in tausteget, mein Lauf send Freuden in meines Gottes 748. G o hab' ich obge 428 Vom Tode. Hand, mich trifft forthin kein Werth gesehn, kann dein Bild Leiden, das dieser Welt be- nie untergehn, und dir folget noch im Grabe Lieb' und Dank als fromme Gabe. fannt. 7. Die noch auf Erden wallen in irrthumsvoller Zeit, ver- 4. Gott, der du ihn uns ges mögen kaum zu lallen von fro- schenket, dir sey Preis und her Ewigkeit. Viel besser, wohl Dank dafür! Der du ihn zum gestorben, als mit der Welt ge- Heil gelenfet, Dank, o Jesu, lebt! Ich hab' das Erb' erwor- Dank sey dir! Lenke stets auch ben, nach dem der Fromme strebt. unsern Sinn auf das ew'ge Erb8. Ihr weiht mir Blumen- theil hin! Gieb uns Allen, kränze, wie man den Sieger ehrt; was wir flehen, dort ein fel'im ew'gen Himmelslenze wird ges Wiedersehen! Schön'res mir gewährt. Dass plum ist die grüne Krone, die ew'ge Fürbitte für Sterbende. Siegespracht, womit von seinem Throne mich Gottes Sohn bedacht. Mel. Mitten wir im Leben ic. 750. Mel. 3ion klagt mit Angst 2c. ( oll ( tärke, die zu dies ser Zeit, da wir, Herr, dir singen, müde, sprachlos und voll Schmerz mit dem 749. ol denn Alles, Alles enden in Tode ringen! Du nur kannst Verwesung und in Staub? Läßt sie erquicken. Sie liegen da der Tod aus seinen Händen und sehn hinab in das schauernimmermehr den theuren Raub? volle Grab. O Vater, unser Blicket hoffnungslos hinab un- Gott! O Mittler, Jesu Christ! ser Aug ins öde Grab? Ist Heil'ger Geist, barmherziger auf ewig nun verloren, was Tröster! Ew'ger Gott und Herr! sich unser Herz erforen? Laß sie nicht versinken in des Todes letter Angst! Sey ihr starker Schuß! 2. Nein, du bist uns nicht verloren, ob dein Leib auch bald zerfällt, denn dein Geist weilt 2. Wer mit einem Trunke neugeboren schon in einer bessern Welt. Was du Wahres labt deiner Jünger Einen, der soll dort mit frohem Muth im hier gedacht, was du Gutes Gericht erscheinen. Wir labtreu vollbracht, reift zu ew'gem Heil und Segen dort vergeltend dir entgegen. ten gern die Matten. Doch da sie nichts mehr laben kann, flehen wir für sie dich an. O 3. Auch bei uns, die dich be- Vater, unser Gott! O Mittweinen, wirfest du in Segen ler, Jesu Chrift! Heil'ger Geist, fort; unvergessen von den Dei barmherziger Tröster! Ew'ger nen bleibt dein Beispiel und Gott und Herr: Laß sie freudein Wort. Uns, die deinen dig stehen in der Stunde Vom Tode. 429 des Gerichts! Sey ihr starker Schußz! 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd' ich im Grab 3. Ach, weil Jesus Christus nicht bleiben: mein höchster felbst diesen Kelch getrunken, Trost dein' Auffahrt ist, ste fann und von größ'rer Qual umringt die Furcht vertreiben: denn ist in's Grab gesunken: um seines Todes willen hör' unser thränenvoll Gebet, das für sie um Gnade fleht! O Vater, unser Gott! O Mittler, Jesu Christ! Heil'ger Geist, barmwo du bist, da komm' ich hin, daß ich stets bei dir leb' und bin, d'rum fahr' ich hin mit Freuden. ( 04 Mel. Jesu meines Lebens 2c. herziger Eröfter! Ew'ger Gott 752. Wer mit gläubigem und Herr! Laß fie fanft entan schlummern und einst fröhlich dem Sohne Gottes hing, wer auferstehn! Sey ihr starker für seine Ehre glühte und auf Schuß! ut cons seinen Wegen ging, dessen Angedenken ehre, wenn er stirbt, die fromme Zähre, und mit seinem theuren Bild bleibe jedes Herz erfüllt. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. enn einst mein 751. We Stündlein kommen ist, daß ich nun soll er- 2. Er hat jenen Ruhm erblaffen, so steh' mir bei, Herr worben, welcher immerdar beJefu Chrift, du woll'st mich steht, und mit ihm ist nicht ges nicht verlassen. An meinem legten End' befehl' in deine Händ' ich meine Seel', du wirst sie wohl bewahren. storben, was er Gutes ausges sä't; dieses bleibt, wie in den Stunden, wo die Sonne schon verschwunden, noch der Abendröthe Schein bleibet, um uns zu erfreu'n. 3. So auch ließ er feiner Thaten vollen Segen uns zurück, und ihm reift aus diesen Saaten jetzt des Himmels ew'ges Glück. Gott, der Rich ter aller Welten, wird sie offenbar vergelten; alle bringt er an das Licht, nur der Fehler denkt er nicht. 2. Die Sünde wird mich fränken sehr, mein Herz mich hart verklagen; der Schuld ist viel wie Sand am Meer, so daß ich möcht' verzagen. Doch denk' ich in der letzten Noth an deinen bittern Kreuzestod; so hab' ich Trost und Frieden. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, deß tröst' ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib' in Todesnoth 4. Preist den Herrn, daß und Schmerzen. Und wenn seine Gnade Kraft dem nun ich sterbe, sterb' ich dir, ein Verklärten gab, um der Wahrew'ges Leben hast du mir durch heit heil'ge Pfade fest zu wandeinen Tod erworben. deln bis an's Grab; preist den 430 Vom Tode. Herrn, der ihn geliebet, ihn| ten wohn', erwecke mich, o durch weise Zucht geübet, und Gottes Sohn, daß ich mich ihn der verderbten Welt hat stets erhalte wach), und jeden zum Beispiel aufgestellt. Tag, ehe ich noch sterbe, sterben mag. 5. Dieses bleib', als sein Vermächtniß, ewig unserm Herzen 5. Was hilft die Welt in werth, und es werde sein Ge- letzter Noth? Lust, Ehr' und dächtniß, wie er es verdient, geehrt! Gleich ihm laßt uns eifrig streben, Christo, unserm Herrn, zu leben, freudig, wie auch er gethan, wandeln auf des Heiles Bahn. 6. Ehren also wir die Brüder, die man zu dem Grabe trug, o, dann ehrt man so uns wieder, wenn auch unsre Stunde schlug. Dann wird mancher Fromme sagen: würdig ist er unsrer Klagen, würdig, daß man ihn beweint, denn er war des Heilands Freund. Reichthum in dem Tod? Was fehrst du dich dem Eitlen zu, es flieht im Nu und führt dich nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! mir ist das höchste Gut bewußt, das such' ich eifs rig für und für, das bleibet mir; Herr Jesu, zeuch mein Herz zu dir! 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; laß Berg' und Hügel fallen hin, mir ist's Gewinn, wenn ich bei meinem Jefu bin. 7. Wie wird mir seyn, wenn ich dich seh' und dort vor deinem Throne steh'! dann ist verschwunden diese Zeit mit ihrem Leid und ich geh' ein zur Herrlichkeit. Mel. Ich hab' mein Sach' ic. 753. Wie der Menschen Beit! wie eilen wir zur Ewig- Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. keit! wie Mancher sinkt in To- 754. Mie fanft feln wir desnacht, eh' er's gedacht und sich dazu bereit gemacht. 2. Das Leben ist gleich einem Traum, ist nur ein Land und nicht'ger Schaum; der Blume gleicht's, die heute steht und schnell vergeht, sobald der Wind darüber geht. Frommen mun bald der Erd" entnommen, sich seinem Ziele nahn: wo von den eitlen Freuden die Sünder trostlos scheiden, gehn seine höchsten Freuden an. 2. Er freut sich auf sein Ende und hebt voll Dank die Hände zu seinem Vater auf: gesichert vor Verderben, kann er nun fröhlich sterben, nach einem wohlvollbrachten Lauf. 3. Sein ruhiges Gewissen bebt nicht vor Finsternissen der 4. So lang' ich in der Hüt- Bahn, die er nicht kennt: des Lie fleucht dahin Das Ende des Frommen. Vom Tode. 431 dacht. Todes dunkle Pfade erhellt ihm| Glück und Noth im Herzen oft Gottes Gnade, den er in Chri- an meinen Tod. Der, den sto Vater nennt. 581 der Tod nicht weiser macht, 4. Mit dankendem Gemüthe hat nie mit Ernst an ihn gePR 170 preist er des Mittlers Güte, der ihn dem Tod entreißt: sein 4. Wir leben für die EwigHerz, zu Gott erhoben, em- keit, zu thun, was uns der pfängt den Trost von oben, Herr gebeut, und unsers Leund Fried' und Freud' im heil's gen Geist. bens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. XX 5. Er tröstet noch die Seinen, 5. Dem Tode folget das Ges die um sein Lager weinen, erricht; da bringt Gott Alles an mahnt und segnet ste; und sei- das Licht; des Herzens Nath ner Treue wegen erfüllet Gott wird offenbar und was uns den Segen, verlässet und ver- hier verborgen war. säumt sie nie. d 6. Da nun der Tod dir täglich dräu't, so sey stets wacker und bereit; prüf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist. 7. Ein Seufzer in der letz ten Noth, ein Wunsch, durch 6. Die Engel steigen nieder, voll heil'ger Jubellieder die Seele zu empfahn: er stimmt in ihre Chöre, bringt seinem Mittler Ehre, der Großes auch an ihm gethan.ind 7. Herr, lehre mich im Leben des Erlösers Tod vor Gottes dem Glauben nachzustreben, der Thron gerecht zu seyn, dies solches Heil erwirbt: mein ist macht noch nicht von Sünden des Himmels Erbe, wenn ich rein.d so selig sterbe, wie der gerechte Fromme stirbt. supre god fjemblon i mpo Mel. Nun laßt uns den Leib uc. ie sicher lebt der 755. Wie Mensch, der Staub! Sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmei dhelt er sich gern, der Tag des Todes sey noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und Keiner nimmt den Irrthum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk' in 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folget, sich vom Bösen fehrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, dies ist es, was in Chrifto gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh'. Du wirkst sie nicht, Gott wirket ste; du aber ringe stets nach ihr, als wäre sie ein Werk von dir. 10. Das, was dem Höchsten wohlgefällt, das Ziel, das er dir vorgestellt, und was dir ewig Heil verschafft, ist Tugend in des Glaubens Kraft. 100 11. Die Liebe in des Glaubens Kraft ist, was dir ew'ges 432 Vom Tode. Heil verschafft, ste, zum Beruf Frucht des Geistes in mir dir vorgestellt, sie ist's allein, sey.. was Gott gefällt. 13. Daß ich zu dir um. 12. Gieb, Herr, daß ich Gnade fleh', dem Bösen rüstig an jedem Tag mein Herz vor widersteh', und endlich in des dir erforschen mag, ob Liebe, Glaubens Macht mit Freuden Demuth, Fried' und Treu' die ruf: es ist vollbracht! # 07 10 XXVI. Vom ewigen Leben. In eigner Melodie. ald die, mit Himmelsglanz umge 756. Alle Menschen müß- ben, stehen vor des Ew'gen 2019 R sen sterben, ihre Thron; wo der Seraphinen Herrlichkeit verblüht, Niemand Chöre dem Anbetung weihn kann den Himmel erben, der und Ehre, den ihr ew'ges Lobzuvor den Tod nicht sieht! lied preist, Gott, den Vater, Erde bin ich und zur Erden Sohn und Geist. muß mein Leib einst wieder 5. Wo die Patriarchen wohwerden, soll er herrlich aufer- nen, die Propheten allzumal, stehn und zum höhern Leben wo auf ihren Ehrenthronen gehn. 1o do arred fizet der Apostel Zahl, wo von Anfang alle Frommen sind zur ew'gen Ruh' gekommen, wo auch die, so ich beweint, mit dem Heiland sind vereint. pli 300 2. Darum will ich dieses Leben, wenn es meinem Gott gefällt, gern in seine Hände geben und verlassen diese Welt; denn ich bin durch Christi Leiden dort ein Erbe seiner Freuden, und in meiner letzten Noth ist mein Trost des Mitt lers Tod. 6. Alle, die sein Kreuz ge tragen und gekämpft des Glaubens Streit, sehn verwandelt ihre Plagen dort in Fried' und Seligkeit; weihn ihm ihre Ju3. Jesus ist für mich gestor- bellieder, werfen ihre Kronen ben und sein Tod ist mein nieder vor dem Herrn, der ste Gewinn, er hat mir das Heil erwählt und den Seinen beiges erworben, d'rum geh' ich mit Freuden hin; aus dem eitlen Weltgetümmel schwing' ich mich empor zum Himmel, wo ich in dem reinsten Licht schaue Gott von Angesicht. 4. Dort in jenem Freudenle ben find' ich Millionen schon, zählt. 7. Gottes Stadt, voll ew'ger Schöne! o wie herrlich glänzest du! o, welch lieblich Lobgetöne hört man dort in sel'ger Ruh'! Oder großen Freud' und Wonne, dort geht auf die wahre Sonne, und der helle Tag Vom ewigen Leben. 433 dir und Heil und ewig Leben! dies willst du auch aus Gnaden mir mit den Erlöften geben: dort werd' ich, was mein Sehnen stillt, und mich mit reiner Luft erfüllt, in voller G'nüge finden. 2. Dich, den ich hier voll Zuversicht schon Vater durfte nennen, dich lern' ich dann im hellern Licht, in deiner Liebe kennen; mit hoher Freude bet' ich dann auf ewig dein ErbarIn eigner Melodie. 757. Auferstehn, ja aufer- men an, das mich zum Himmel bricht an, der kein Ende nehmen fann. 8. Jch entbrenne vor Ver langen, was ich glaub' im Licht zu sehn, meine Krone zu empfangen und verklärt vor Gott zu stehn. Sinke hin, mein Leib, zum Staube; denn ich weiß, an wen ich glaube, mir ist Sterben ein Gewinn; denn ich geh' zu Chrifto hin. mein Staub, nach kurzer Ruh! Unsterblich Leben wird, der dich schuf, dir geben! Hallelujah! 2. Wieder aufzublühn werd' ich gesät! Der Herr der Erndte geht und sammelt Garben; er fammelt uns, die starben, in's Himmelreich! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag! Du meines denthränen Tag! Du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich! 4. Wie den Träumenden wird's dann uns seyn; mit Je su gehn wir ein zu seinen Freuden! Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr! 5. Ach! in's Allerheiligste führt mich mein Mittler, ihn schau' ich! Im Heiligthume leb' ich zu seinem Ruhme! Hallelujah! 3. Dort sind sie alle mir enthüllt, die Wunder deiner Stärke, und mit Entzücken ganz erfüllt, erheb' ich deine Werke; vollfommner, als hier in der Zeit, strahlt mir dann deine Herrs lichkeit im höhern Glanz ents gegen. gen 4. Da werd' ich deinen gnäd' verstehen, dir danken, daß den Rath noch mehr, als hier, richt'gen Pfad dein Geist mich lehrte gehen; und daß auch), wo du mich betrübt, mich deine Weisheit nur geübt und mich zu dir gezogen. 5. Zum Ziele reiner Heiligkeit werd' ich, o Gott, dann dringen, und was dein Wille mir gebeut, mit Freudigkeit vollbringen; ich fühle dann die reinste Luft, bin feiner Sünde mir bewußt und schmecke deinen Frieden. Mel. Es ist das Heil uns 2c. 6. Den Heiland, den ich hier geliebt, seh' ich dort mir 758. De er Freuden Quell zur Wonne, die Herrlichkeit, ist, Gott, bei die ihn umgiebt, wird mir zur e 434 Vom ewigen Leben. ew'gen Sonne. Auch da ist er dein Freund mit Preis sich aus mein Herr und Freund, durch dem Grab' erheben. Dann zeigt ihn bin ich mit dir vereint und die That, Herr Jesu Chrift, allen Auserwählten. daß du der Fürst des Lebens bist, zum Schrecken aller Sünder. 7. Der Freuden Fülle ist bei bir, mein Gott, f in jenem Leben; da wirst du überschwänglich mir, was mich erfreuet geben; da währt mein Glück in Ewigkeit, nichts fehlt ihm an Vollkommenheit. hilf es mir erreichen! 5. Dann sammeln sich um deinen Thron die Deinen, Herr, mit Freuden; du giebst der Treue ew'gen Lohn, vergiltst der Erde Leiden. Sie erndten dann nach Gottes Rath der Freuden Füll' aus Thränensaat im Reiche deiBid 10 * 1nd1 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit sc. ner Gnade. 759. Der Heiland kommt zum Weltgericht, 6. O möcht' auch ich dem Weltgericht getroft entgegenseden Erd' und Himmel ehren! hen und dort vor deinem Ano weigert euch, Erlöste, nicht, gesicht mit den Erwählten stejetzt auf sein Wort zu hören. hen! Durch dich von Angst und Wer hier ihn bloß den Herrn Furcht befreit, im Schauen deigenannt und ihn nicht durch die That bekannt, der wird dort nicht bestehen. PO ner Herrlichkeit jauchzt dir dann meine Seele. 2. Herr, ich will deiner Ma- Mel. Aus meines Herzens Grunde 2c. jestät mit frommer Treue dieer letzte meiner 760. nen, ist gleich, wie Gott dich Tage ist mir hat erhöht, uns noch nicht ganz vielleicht nicht fern; o dann erschienen. Was uns hier noch wird alle Klage ein Lobgesang verborgen war, wird einst voll- dem Herrn. Vollbracht ist kommen offenbar, wenn #t dann mein Lauf; geendet ist wirst wiederkommen. mein Leiden; mich nimmt zu seinen Freuden der Herr, mein Mittler, auf. du 3. Wenn dann der Weltkreis vor dir bebt, in seinem Grund erschüttert, und Alles, was auf Erden lebt, vor bangem Warten zittert, wenn alle Engel um dich stehn, dann werden Erd' und Himmel sehn, wie hoch dich Gott erhöhet. 2. Er hat mir durch sein Sterben den Himmel aufgethan, ich soll sein Reich ererben und ew'ges Heil empfahn. Von ihm bin ich ein Glied; hat sich mein Haupt erhoben, so weiß ich, 4. Dann werden, Herr, auf daß nach Oben der Herr mich dein Geheiß die Todten wieder zu sich zieht. leben, dein Feind mit Furcht, 3. Nur meines Leibes Bürde $ 0 Vom ewigen Leben. 435 verschließt die finst're Gruft.| Tage, und dann wird alle Klage Mich hebt zu höh'rer Würde ein Lobgesang dem Herrn. mein Jesus, der mich ruft. Er gehet mir voran, und durch Mel. O Ewigkeit, du c. des Todes Grauen folg' ich ihm 761. Der Tag, an dem mein Heiland mit Vertrauen auf neuer Lebensbahn.nag- old ſpricht: fommt Menschen, 4. Schon strahlet meinen kommt vor mein Gericht! erBlicken des höhern Lichtes füllt mich nicht mit Beben. Glanz; mit seligem Entzücken Der mich zu seiner Schaar beerfüllet es mich ganz. Da nenn' rief, auf dessen Tod ich hier ich hocherfreut die Engel meine entschlief, wird mich zu sich erBrüder und sinke staunend nie- heben. Ich kann auf die Verder vor Gottes Herrlichkeit. heißung bau'n, daß ich sein Antlig werde schau'n. 5. Mit unverwelkter Krone ziert mich des Vaters Huld zum reichen Gnadenlohne, d'rum harr' ich in Geduld. Der Dul2. Wie freu' ich mich der großen Zeit, da ich zu seiner Herrlichkeit verklärt hinüber der wird geehrt und mit dem gehe! Heil mir, wenn ich, von Schmuck bekränzet, worin der Sieger glänzet, der sich im Kampf bewährt. 6. Dort steht die ew'ge Hütte, die Gott hat auferbaut, wo in der Sel'gen Mitte sein Antlig 3. Da, wo mein Heiland, wird geschaut. Dort wird nicht Jesus, ist, wohnt Freude, die mehr geweint, dort herrschet kein Geist ermißt, und seliges lauter Wonne, weil Gottes Entzücken. Der Herr, mein Gnadensonne in alle Herzen Heil auf Erden schon, wie wird scheint. er dort vor seinem Thron mich 7. Laß mich im Glauben wunderbar erquicken! von ihm kräftig, im Lieben treu und strömt Seligkeit und Ruh' mir rein, im Werk des Heils ge- dann in ew'ger Fülle zu. schäftig auch unter Trübsal seyn. Erhalte, Lebensfürst, mich Mel. Wenn wir in höchsten ic. treu in deinem Bunde, bis daß 762. Des Todes Grau'n, einst wo kommt du mich rufen wirst. Grabes Nacht flieht, Herr, vor deiner Wahrheit Macht; mein Geist, erzur Erde meinen Sinn; des leuchtet durch dein Licht, erbebt 8. Nie beuge finstre Trauer Sünden rein, mich seiner ewiglich zu freu'n, vor seinem Throne stehe; wo ich mit den Erlösten dann ein höh'res Lied ihm singen fann. vor der Verwesung nicht. Lebens längste Dauer, sie ist doch bald dahin. Heil mir! 2. Nur diese Hütte fällt ja er ist nicht fern, der letzte meiner hin, mit der ich hier umgeben e 2 436 bin; ich selber, lebend wie zuvor, schwing' aus den Trümmern mich empor. Vom ewigen Leben. 3. Ein inn'res mächtiges Gefühl verkündigt mir mein höh'res Ziel; das Streben nach Vollkommenheit erhebt mich über Erd' und Zeit. 4. Dich, Höchster, hab' ich ausgeweint, dann wird hier erkannt, voll Liebe Vater frohes Wiedersehn auf ewig dich genannt; in dieser Seelen- unser Glück erhöhn. würde liegt ein Hoffnungsgrund, der nimmer trügt. tolligas 13. Herr unsrer Tage, führe du uns Alle diesem Ziele zu, 5. Dein Wort zeigt mir die daß uns bei standhaft frommer beff're Welt; so ist mein Glaube Treu' des Lebens End' erfreufestgestellt. Wie herrlich wird lich sey. der Menschheit Werth durch Jefu Zusag' aufgeklärt! bila FESTA Mel. Kommt her zu mir ic. 6. felge Aussicht auch für 763. Du fichst, o Menſch, wie fort und fort, mich! entzückt hebt meine Seele sich. Ich seh' im Geist des Christen Lohn, ich sehe meinen Himmel schon. dat did na na 7. Da find' ich, was dein ew'ger Rath zu meinem Heil geordnet hat, genieße deinen Gnadenblick und ganz vollendet ist mein Glück. 8. Viel Freude gabst du mir schon hier, o Gütiger, wie dank' ich dir! stets folgte fleinerm Ungemach die größere Verfüßung nach. 11. Der Tod darf mir nicht schreckend seyn; er führt zum wahren Leben ein. Durch Gottes Kraft besiegt mein Herz der Krankheit Laft, der Trennung Schmerz. un 2 m 12. Wann hier von uns, die Gott vereint, der letzte auch hat ein 9. So hat schon dieser Kindheits- Stand der höhern Hoffnung Unterpfand; die Liebe, die mich hier beglückt, ist's auch), die ewig mich erquickt. 10. Des freudigsten Vertrau ens voll erwart' ich, was mir werden soll, wenn ich, von Sünd' und Noth befreit, nun reife zur Vollkommenheit. der Eine hier, der Andre dort, der Welt muß Abschied geben. Der Tod hemmt endlich unsern Lauf, des Grabes Pforte thut sich auf uns Allen, die wir leben. 2. Bedenk' es weißlich in der Zeit und fleuch den Schlaf der Sicherheit, erhalte dich stets wacker; das wird noch nicht das Ende seyn, wenn man hinaus trägt dein Gebein zum stillen Gottesacker. 3. Wir werden aus den Gräbern gehn und dann vor dem Gerichte stehn, das Christus selber heget, wann er in Herr lichkeit sich zeigt und alle Welt, in Staub gebeugt, sich ihm zu Füßen leget. 4. Vernehmen wird dann alle Welt das Urtheit, so der Richter fällt, die Sünder sollen Vom ewigen Leben. 437 büßen; da hilft fein Trug noch oft trüber Schmerz zum ew'gen Heuchelschein, sich selbst der Leben leitet. Wir blicken in Missethat zu zeihn zwingt Alle das tiefe Meer, den Grund zu das Gewissen. schauen ist zu schwer; es sind 5. Ach Gott, fällt mir dies die Tiefen Gottes! Mehr, viel Urtheil ein, so dringt es mir mehr, als wir verstehn, mehr, durch Mark und Bein, mein als unsre Thränen flehn, giebt Herz fühlt Angst und Schref- uns, der ewig liebte. TIPO ken. Demüthig ruf ich Jesum 3. Sey stark, o Seel', und an: du, der für mich genug zage nicht, durch's finstre Thal gethan, laß dein Verdienst mich zu wallen. Nah' an des Thadecken! elles Nacht ist Licht und laute 6. Ja, Herr, du meine Zu- Jubel schallen. Dem legten versicht, bist mir nicht schreck- Seufzer, der entflieht, mischt lich im Gericht, der Furcht bin sich der Engel heilig Lied zu ich entladen; zu deiner Rechten des Erlösers Preise. Er erfüllt rufst du mich, aus deinem des Bundes Eid; er ist ganz Munde höre ich den süßen Barmherzigkeit; Dank sen ihm, Spruch der Gnaden. Ruhm und Ehre! 01-05 7. Verleih', daß ich mit ernstem Sinn mich, weil ich noch Mel. O daß ich tausend 2c. bei Kräften bin, zum Sterben 765. Erhebe mit der Annicht in schnödacht Schwingen, der Sündenluft, Herr, deines mein Geist, dich über Welt und Heiles unbewußt, zum ew'gen Zeit; laß deines Glaubens Tod erfalte. Blicke dringen in's Lichtreich der Unsterblichkeit; erwäge froh, was Christi Geist den standhaft Mel. Der Tag, der ist so sc. 764.& inst reift die Saat! Gläubigen verheißt. mein Staub er- 2. Wer glaubt, hat Theil steht zum neuen, ew'gen Leben. an Christi Ehre, an seiner HerrEr, der da fommt voll Maje- lichkeit, wer liebt; einst schöpft ftät, wird mir's aus Gnaden aus ew'gem Freudenmeere, wer geben. Im Schooße Gottes hier im Dulden sich geübt, und ruht mein Geist von allen Mü- feines Menschen Mund beschreibt hen aus und fleußt von Wonn' des Christen Heil, der standhaft anbetend über. Ach! mein Auge bleibt. schaute nie, meinem Ohr ertönte nie solch Heil auf dieser Erde! 3. Vollbracht! rief einst nach heißen Stunden am Kreuze Jesus Christus laut; gequält von Schmerz und Todeswunden rief er zu Gott, dem er 2. Das kommt in keines Menschen Herz, was Gott uns dort bereitet, uns Pilgern, die vertraut. Er ward erhört, die 438 Vom ewigen Leben. Stunde fam, die allen Schmer-| einst der Engel Lust! Gott, zen ihn entnahm. welch ein Trost im Erdenleide, 4. Vollbracht! wie lang' es der Himmel schon in meiner auch noch währe, ruf' einst im Brust! Ja, reines Herzens will Todeskampf auch ich; getrocknet ich seyn, und der Verheißung wird dann jede Zähre und Füll' ist mein! ferner drückt fein Leiden mich. Ein Herz, von Lieb' und GlauMel. Ewigkeit, du 2c. ben voll, weiß, was es hoffen 766. Erhöhter Jefu, Gotdarf und Sohn, der 5. D'rum will ich ohne Mur- schon längst der Himmel Thron ren tragen, so lang' du willst, als Herrscher eingenommen; der Prüfung Last; die Deinen du wirst dereinst zur rechten dürfen nicht verzagen, seit du, Zeit, in großer Kraft und HerrHerr, überwunden hast. Sie lichkeit, vom Himmel wieder dringen, wie dein Wort ver- kommen. Gieb, daß mit freudispricht, aus dunkler Nacht zum gem Vertrau'n dich dann auch sel'gen Licht. meine Augen schau'n. asiste 6. Werd' ich vor Freude mich noch fennen, wenn ich dem Staub entflohen bin? Wie anders werd' ich Alles nennen, wenn nun verkläret ist mein Sinn. Von Irrthum und von Sünden rein, bei dir, wie selig werd' ich seyn! 2. Ist hier ein Geist, der fass sen mag die Hoheit, die an je nem Tag du wirst dem Blick entfalten? wann auf des Himmels Wolfen einst du mit der Engel Heer erscheinst, um das Gericht zu halten? Dann sieht die Welt die Majestät, wozu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Darf ich schon hier von Jesu stammeln, wie wird mir 3. Dann tönt dein Ruf in dort als Sieger seyn! wenn jedes Grab mit göttlicher GeEngel sich um mich versammeln, walt hinab und schafft ein neues sich meiner Freuden mitzufreu'n. Leben; auf deinen Wink muß Umringt von der verklärten Schaar, wie anders bin ich, als ich war! Erd' und Meer der Todten unzählbares Heer dem Lichte wieder geben; was die Verwesung hier gesehn, muß aus den Grüften auferstehn. 8. Ich wandle dann in jenen Höhen, wo ew'ge Paradiese blühn; von Angesicht werd' ich 4. Du sammelst sie vor deidich sehen, vor dem der Sel'gennem Thron, daß Alle den geSchaaren fnie'n. Dort trifft rechten Lohn nach ihrer That auch mich dein Gnadenblick; o empfangen. Dann trifft den welch ein unaussprechlich Glück! Bösen Schmach und Pein, die 9. Heil mir! mein harret Frommen gehn zum Leben ein, ew'ge Freude, mein Herz fühlt das sie durch dich erlangen. So Vom ewigen Leben. 439 zeigest du, Herr Jesu Christ, und regieret ber ew'ge Gottesdaß du der Menschen Richter sohn, und ewig triumphiret ihr bift. vor des Mittlers Thron. 5. Gieb, wenn dein großer 4. Hier sind die SiegespalTag erscheint, daß ich im Rich- men, hier ist das weiße Kleid; ter auch den Freund, den Hei hier tönen land wiederfinde; daß ich mit Freuden vor dir steh' und ein zu deinem Himmel geh', befreit vom Fluch der Sünde. Hilf daß ich nuße diese Zeit, zu schaffen meine Seligkeit. 6. Dein Name sey mir ewig werth, und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben. Dich, den der ganze Himmel preist, dich muß im Glauben auch mein Geist aus allen Kräften lieben; dann kann mit freudigem Vertrau'n ich dich an jenem Tage schau'n. 2. Nicht lange wird er weilen, hebt eure Häupter auf, entgegen ihm zu eilen, beflügelt euren Lauf. Es nah'n Erquitfungszeiten, die Abendröthe zeigt den schönen Tag von weiten, vor dem das Dunkel weicht. Freudenpsalmen, vollbracht ist Kampf und Streit; hier stehn die reichen Garben, hier hüllet das Gebein der Frommen, die da starben, sich in Verklärung ein. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund ic. Mel. Valet will ich dir zc. 768. 8 ist noch eine Ruh vorhanden; auf, 767. Ermuntert euch, ihr müdes Herz, und werde Licht! Frommen, zeigt eurer Lampen Schein! der Abend ist gekommen, bald bricht die Nacht herein. Macht eure Seelen fertig, der, deß ihr harrt, ist nah', seyd eures Heils gewärtig und singt Hallelujah. Hier seufzest du in schweren Banden und deine Sonne schei net nicht. Sieh' auf den Heiland, der mit Freuden dich dort vor seinem Stuhl wird weiden; wirf hin die Laft und eil' hinzu. Bald ist der heiße Kampf geendet, bald ist der schwere Lauf vollendet und du gehst ein zur ew'gen Rul)'. 3. Die ihr Geduld getragen und treu erfunden seyd, geht ein nach Kreuz und Plagen zur Freude sonder Leid. Hier lebet 5. Hier ist das Land der Wonne; hier sind die FriedensAu'n; hier sinket nie die Sonne, der Glaube wird zum Schau'n. Mach', Herr, ein fröhlich Ende, und führ uns aus dem Streit! wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. 2. Gott selber hat sie uns erforen, die Ruhe, die fein Ende nimmt; eh' noch ein Mensch zur Welt geboren, hat uns die Liebe sie bestimmt. Der Mittler wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben, er ruft, er lockt uns allzumal: 440 Vom ewigen Leben. fommt her zu mir, Seelen, bei mir ihr müden| Mel. Wer nur den lieben Gott ic. soll euch die Ruh' nicht fehlen, ich mach' euch 769. 8 ist noch eine Ruh vorhanden für frei von aller Qual. jeden Gott ergeb'nen Geist, wenn 3. Was kann der Krante er sich dieses Körpers Banden höher schätzen, als wenn in fünach Gottes Willen einst entBen Schlaf er sinft? Was kann reißt, zur höhern Welt empor den Wandrer mehr ergößen, als sich schwingt und dort zur volwenn ihm eine Ruhstatt winkt? len Freiheit bringt. Doch was sie Beide hier gekommen, und, Gott, wie selig 2. Zu dieser Ruhe werd' ich funden, es sind nur flücht'ge Ruhestunden, sie währen eine bin ich dann! In deinen Himfurze Zeit; die wahre Rub' mel aufgenommen, fang' ich das wohnt nur dort oben, dort ist neue Leben an, wo keine Bürde sie Allen aufgehoben und blei- mich mehr drückt und ew'ger bet uns in Ewigkeit. Friede mich erquickt. 4. Dort wird man Freudengarben bringen, denn unsre Thränensaat ist aus. O welch ein Jubel wird erklingen in un sers Vaters ew'gem Haus! Schmerz, Leid und Tod muß von uns weichen, wir werden unser Ziel erreichen und Jesum, unsern Heiland, sehn. Da wird er trocknen unsre Thränen und stillen seiner Gläub'gen Sehnen; was wir hier hofften, wird geschehn. 3. Wie Mütter ihre Kinder tröften, so tröstet deine Guade mich; ich freue dann mit den Erlösten mich der Vollendung ewiglich; dort machst du selbst mir offenbar, wie selig deine Führung war. 4. Da schweigen alle meine Klagen und werden froher Lobgefang; da bringt auch für der Erde Plagen dir meine Seele Preis und Dank; ich jauchze dann: es ist vollbracht, der Herr hat Alles wohl gemacht! 5. Da ruhen wir und sind 5. Auf ewig trifft mich dann in Frieden, von Arbeit, Müh' kein Leiden, kein Schmerz und und Sorgen los. D, faffet feine Schwachheit mehr; du dieses Wort, ihr Müden, legt führst mich zu vollkommnen euch in eures Jesu Schooß! Freuden und fröneft mich mit D'rum schwingt euch auf, wir Preis und Ehr'. O unausmüssen eilen, wir dürfen hier sprechlich süße Ruh'! wie herrnicht länger weilen, dort war- lich, Höchster, segneft du! tet schon der Sel'gen Schaar! Fort, fort, mein Geist, zum Jubiliren, umgürte dich zum Triumphiren; auf, auf, es kommt das Ruhejähr! 6. Gott, laß mir stets vor Augen stehen das Heil des Frommen, der dich liebt; daß er der Unruh' soll entgehen, die dieses Leben noch umgiebt, das Vom ewigen Leben. 441 3. Welcher Glanz hat dich umfangen, seit dir der Tag ist aufgegangen, das Leben nach des Todes Nacht! Sen geseg net, Amen, Amen, du siegft in Jesu Christi Namen, der sterbend auch für dich vollbracht. Nicht du, der Herr allein macht dich von Sünden rein aus Ers barmen. Du fällst nicht mehr, der Sel'gen Heer fennt feine Sünd' und Schwachheit mehr. 4. Mag den Leib die Erde decken, er ruhe! der Verwesung Schrecken ergreifen deine Seele nicht. Weinend gehn wir, ihn zu säen, der unverweslich soll erstehen zur Herrlichkeit, nicht zum Gericht. Wir senkten ihn hinab; der Herr bewahrt das Grab wo er schlummert. Nach kurzer Ruh' erstehst auch du und eilst dann der Verklä rung zu. stöße Muth und Kraft mir ein, dir auch im Leiden treu zu seyn. 7. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen haft; will ich des Lebens müde werden, so hilf mir tragen meine Last und stärke mächtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einst der Frommen Erbtheil ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist; dann folgt auf meine Prüfungszeit gewiß vollkommne Seligkeit. 770. Mel. Wachet auf, ruft uns zc. allelujah, Amen, Amen! du starbst auf Christi heil'gen Namen, vor dem sich Erd' und Himmel beugt. Gläubig gabst in seine Hände du ihm an deiner Laufbahn Ende die Seele, die der Erd' entfleucht. Heil dir, erlöster Geist, der nun am Thron ihn preift, 771. deinen Heiland! der dich verMel. Herzliebster Jesu zc. ier bin ich fremd, wie meine VäHi söhnt, den Gott gefrönt, der ter waren. Wie sollt' ich freuist's, dem nun dein Lob ertönt. dig nicht zur Heimath fahren? Mir ist mein Bürgerrecht schon aufgehoben beim Herrn dort oben. 2. Wenn dich hier die Sünd' erschreckte und dir der Gnade Trost verdeckte, verdammte dich doch nur dein Herz. Nun kann 2. Dort, wo mein Fuß nicht sie dich nicht mehr schrecken, irret mehr, noch gleitet, ist mir nicht mehr die Gnade dir ver- die ew'ge Wohnung schon bereidecken; der Herr ist größer als tet; dort ist die Ruh' in Gottes dein Herz. Mehr als du je reinem Frieden auch mir bes gefleht, mehr als der Mensch schieden. versteht, ist dir worden. Weil er's vollbracht, bist du erwacht 3. Hier wall' ich, noch umhüllt mit Staub und Erde, zum Leben aus des Todes umringt von Mängeln, Siech Nacht. thum und Beschwerde; dort 442 Vom ewigen Leben. werd' ich leicht und froh mit Le-| hier auf der Bahn des Friedens gionen von Engeln wohnen. leitet, er, mein Heiland, hat und an deiner Bürger Heil hat auch meine Seele Theil. Thi 4. Was hier die schwachen in dir eine Stätte mir bereitet, Hände sparsam nehmen, davon wird dort die Fülle mich umströmen; den Geist wird reine 4. Oft bet' ich zu meinem Freud' an Gottes Werken ent- Herrn: ach, wann stillst du zückend stärken.. mein Verlangen? bin ich noch 5. Die kleine Kraft wird vom Ziele fern? werd' ich bald dort sich wuchernd mehren, das die Kron' empfangen? Auf die dunkle Wort sich heller stets Stunde harrt mein Geist, die verklären; in heil'ger Glut wird mich aller Noth entreißt. sich der Bund der Seelen, die Liebe, stählen. 5. O wie wohl wird dann mir seyn, wenn ich kann von hinnen scheiden, hinter mir der Erde Pein, vor mir sel'ge Himmelsfreuden! Nach des schwülen Tages Last sucht der Wandrer Ruh' und Rast. 6. Nur die Kinder dieser Welt muß der Ruf zum Tod erschüttern. Wer an Gott sich gläubig hält, darf nicht bange seyn und zittern. Eins mit Christo fürcht' ich nichts an dem Tage des Gerichts, ✓ 6. 3war Gottes Kinder sind wir schon auf Erden; doch wer spricht aus, was wir dort oben werden! O Herrlichkeit, dort in des Lichtes Reichen ihm selbst zu gleichen! 7. Gott Lob, daß ich hier fremd bin, wie die Väter! sie gingen früher heim, ich folge später. Gott Lob, ich werde zu der Heimath Freuden von hinnen scheiden. 7. Daß ich diese Freudigkeit bis an meinen Tod empfinde, mache siegreich mich im Streit, Sünde! Stärke mich in meinem Lauf und am Ziele nimm mich auf! Mel. Meinen Jesum laß ich ic. Hier ier ist nur mein 772. Brüfungsstand, gegen Welt und Jefu, hier ist nicht mein bleibend Erbe. Dort, dort ist mein Vaterland, das erreich' ich, wenn ich sterbe. Dann bring' ich dir, Mel. Aus tiefer Noth zc. Herr, mein Gott, Preis und Dank 773. mer i J weiß, woran für mein Herz sich 2. Gottes Stadt, die droben hält, ich weiß, an wen ich ist, wo der Unsichtbare wohnet, glaube; ich bin ein Bürger jes wo mein Mittler, Jesus Christ, ner Welt, leb' ich gleich noch die Vollendeten belohnet! Got im Staube. Was ich hier tesstadt, nie denk' ich dein, ohn' in Hoffnung mich zu freu'n! 3. Er, dein König, der mich glaubte schau' ich dort; der Herr ist treu; er wird sein Wort einst herrlich mir erfüllen. Vom ewigen Leben. 443 2. Hier seh' ich dunfel nur 2. O schöner Tag, o sel'ger mein Heil, dort werd' ich's ganz Augenblick, wann bricht dein empfinden; hier ist die Schwach- Glanz hervor, da frei und heit noch mein Theil, dort bin ich leicht zu reinem Himmelsglück frei von Sünden. Dort wird an sich schwingt die Seel' empor, mir des Höchsten Bild, von kei- da ich sie übergebe in Gottes nem Schatten mehr umhüllt, in treue Hand, auf daß sie ewig vollem Glanze strahlen. lebe in jenem Vaterland? 3. Das Leben hier ist nur ein Streit, dort winket mir die Krone; das volle Glück der Ewigkeit wird mir zum Gnaden lohne. Du hier auf Erden schon mein Ruhm, o Herr, wirst dort mein Eigenthum: was fann mir Größ'res werden? 3. D Himmelsburg, gegrüßet seyst du mir, thu' auf die Gnadenpfort'; wie lange schon hat mich verlangt nach dir! Ich eile freudig fort, fort aus dem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, der ich war hingegeben in meiner sud Prüfungszeit. 4. Dies Heil hast du mir 4. Was für ein Volk, welch selbst erkauft durch deine bittre eine edle Schaar kommt dort Leiden; auf deinen Tod bin ich gezogen schon! Was in der getauft, was kann mich von Welt von Auserwählten war, dir scheiden? du zeichnest mich bringt mir die Ehrenfron'; sie in deine Hand: du bist mir, wird mir zugesendet aus meiich bin dir bekannt und nie nes Jesu Hand, nun ich den wirst du mich lassen. Kampf vollendet in jenem Thrä5. D'rum lenke meines Gei- nenland. stes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Zeit; im Himmel sey mein Wandel. in 774. Jerufa In eigner Melodie. erusalem, du hochgebaute Stadt, ach wär' ich schon in dir! mein hoffend Herz ist dieser Erden satt und sehnt sich fort von hier; weit über Berg und Thale, weit über Flur und Feld fleugt's auf zum Himmelsfaale, vergißt die nicht'ge Welt. 10/19 5. Propheten groß, Apostel hehr und hoch, Blutzeugen ohne Zahl, und wer dort trug des schweren Kreuzes Joch und der Tyrannen Qual! Ich seh' sie ruhmvoll schweben in sel'ger Freiheit Glanz, das edle Haupt umgeben von lichtem Sternenglanz. 1091007 6. Und lang' ich an im schö nen Paradies, im Heiligthum des Herrn, dann schaut mein Geist, was er einst glaubend pries, was er gefehn von fern. O, welche Jubelklänge hört mein entzücktes Ohr, welch hohe Lobgesänge von aller Sel'gen Chor! 19ld 444 Vom ewigen Leben. In eigner Melodie. 775. Je efus, meine 3uversicht und mein Heiland ist im Leben! dieses weiß ich, sollte nicht sich mein Herz zufrieden geben? was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht. 2. Jesus, er mein Heiland, lebt, ich werd' auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erlöser lebt, warum sollte mir denn grauen? Läffet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoff nung Band zu genau mit ihm verbunden, halt ihn mit des Glaubens Hand fest in meinen leßten Stunden, daß mich auch fein Todesbann ewig von ihm trennen fann. 4. Ich bin Staub und muß daher auch einmal zu Staube werden; das erkenn' ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichfeit um ihn seyn mög' allezeit. hier fleht, wird er herrlich dort erhöhen; irdisch werd' ich ausgesät, himmlisch werd' ich auferstehen; hier verweset mein Gebein, dort werd' ich unsterblich seyn. 8. Seyd getroft und hoch erfreut, ihr seyd Alle Christi Glieder; gebt nicht Statt der Traurigkeit, sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Po saune flingt, die durch alle Gråber bringt. 9. Lacht der finstern Erdenfluft, lacht des Todes und der Höllen, fiegreich sollt ihr aus der Gruft euch dem Heiland zugesellen; dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß.mp? End 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüften dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr dort vereint sollt werden; schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu seyn. Mel. Wer nur den lieben 2c. 5. Einen Leib von Gott erbaut wird die neue Welt mir ge- 776. Nach einer Brüfung furzer Tage er ben; dann wird der von mir gewartet uns die Ewigkeit. Dort, schaut, der mich will zu sich er- dort verwandelt sich die Klage heben; im verklärten Leib werd' in selige Zufriedenheit. Hier ich Jesum sehen ewiglich. kämpft der Christ mit Ernst und Fleiß und jene Welt reicht ihm den Preis. 6. Dann werd' ich im hellern Licht Jesum, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein 2. Wahr ist's, der Fromme Fremder nicht, werd' in seiner schmeckt auf Erden schon manLiebe brennen, und die Schwachheit um und an wird von mir seyn abgethan. 00 chen sel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind nur ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch 7. Was hier senfzet, was Vom ewigen Leben. 445 und seine Ruh' nimmt in der me, das erwürget ward; und Seele ab und zu. Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. pin 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusch der eitlen Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt als fällt; bald sinkt er durch des Näch sten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig sehn; das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn. wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. Da 4. Hier, wo so oft die Tu gend leidet, das Laster oft so 10. Da werd' ich dem den glücklich ist; wo man den Glück- Dank bezahlen, der Gottes Weg lichen beneidet und des Be- mich gehen hieß, und ihn zu fümmerten vergißt: hier kann Millionenmalen noch fegnen, der Mensch nie frei von Pein, daß er mir ihn wies; da giebt nie frei von eigner Schwachheit mir wieder Gottes Hand den feyn. Freund, den ich auf Erden fand. 5. Hier such' ich nur, dort werd' ich's finden; dort bin ich heilig und verklärt; dann werd' ich ihn erst ganz empfinden, der wahren Tugend hohen Werth; den Gott der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird des Vaters heil'ger Wille mein Will' und meine Freude seyn, und lieblich We fen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreu'n. Dann läßt ein ewiger Gewinn mich fühlen, daß ich selig bin. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was Unerforschtes hier geschah; da schau' ich im Zusammenhang des Höchsten Rath mit Preis und Dank. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig fingen dem Lam 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sey dir! denn du haft mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreu'n, der Retter einer Seele seyn! 12. Was seyd ihr Leiden dieser Erden doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbart an und soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch der Augenblick voll Müh'! Mel. Kommt her zu mir zc. 777. Noch och wallen wir im Thränenthal, ge drückt von Kummer, Müh' und Qual, doch nur noch wenig Tage; dann ruft uns Gott aus dieser Zeit hinüber in die Ewigfeit und endet jede Plage. 2. Den Leib legt man in's stille Grab, zum Staube sinkt 446 Vom ewigen Leben. 1 der Staub hinab, einst wird| zückt, wenn er empor zum Himihn Gott beleben. Mit freiem Flug und frohem Blick kehrt der entbund'ne Geist zurück zu dem, der ihn gegeben. mel blickt, den du für uns bereitet; wo deine milde Vaterhand an neuen Wundern wird erkannt, Die du dort ausgebreitet. Mächtig fühl' ich mich getrieben dich zu lieben, der zum Leben jener Welt mich will erheben. 3. O welch ein Glück, vor Gott zu stehn, o Freude, Jesu, dich zu sehn und deines Reiches Glieder! zu sehen dich in deinem Licht von Angesicht zu Angesicht, dich Ersten aller Brüder! 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? Zwar schenkst du hier der Freuden viel, die zu gerührtem Dankgefühl ein frommes Herz entzünden; doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben: dort nur ist vollkomm nes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; dort trocknest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o Herr, machst Alles neu; das Erste ist vergangen. Hinfort sind dort für Gerechte, deine Knechte, 4. Wie werd' ich dann mich deiner freu'n, wenn zahllos der Erwachten Reih'n vor dir verfammelt stehen; wenn du dann meinen Namen nennst und vor den Engeln mich bekennst, die dich mit mir erhöhen. 5. Ich, der hier forget noch und weint, ich werde, wenn dein Tag erscheint, verklärt und felig leben; ich Sündiger von Sünden rein, ich Sterblicher unsterblich seyn, anbetend dich erheben. OIHI 3011977) 6. Und aller hohen Geister feine Plagen mehr zur Prüfung Schaar, und was auf Erden zu ertragen. heilig war, sind alle meine Brü- 4. In unsers Gottes Heiligder; ste alle sind vereint mit thum schallt seines Namens homir und singen, treuer Hei- her Ruhm von lauter frohen land, dir des Dankes Jubel- Zungen. Dort schaut man ihn lieder. nicht mehr von fern; dort wird der Herrlichkeit des Herrn ein würdig Lied gesungen. Völlig giebt sich den Erlösten, sie zu trös sten, der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen.com 5. Vor seinem Antlig wandeln ste, auf ewig frei von aller Müh', und schmecken seine Güte. 778. Gott, wie wird Die Liebe waltet dort allein, mein Geist ent- und nimmer störet Furcht und 7. Wie ist der Seligkeit so viel! o Freuden ohne Maaß und Ziel, weit über alles Hoffen. DEwigkeit, o Ewigkeit, was ist das Leiden dieser Zeit? ich seh' den Himmel offen. ali Mel. Wie schön leucht't uns 2c. Vom ewigen Leben. 447 Pein den Frieden im Gemüthe.| Wahn nicht stören, weil mich Kein Neid, kein Streit hemmt dein göttlich Wort und mein die Triebe reiner Liebe unter Gewissen lehren, du seyst mein Seelen, die nun ewig nicht mehr Richter dort. fehlen. bimed jui 2. Ich höre die Posaunen, 6. Gott, welche Schaar ist o Herr, im Geiste schon; mit dort vereint! die Frommen, die sehnsuchtsvollem Staunen fety' ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deis ne Vaterhand die, welche Liebe hier verband, als Jesu Christi Glieder. Ewig werd' ich, frei von Mängeln, selbst mit Engeln mir zum Segen dort die reinste Freundschaft pflegen. ich den Richterthron. Ich sehe, wie die Menge der Engel dich steht! Wie zeuget dies Ges pränge von deiner Majestät! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn? Zur Rechten auf des Vaters Thron in jenen Himmelshöhen. Dort werd' auch ich, Herr Jesu Christ, der du der Deinen Wonne bist, dich 4. Frohlockend sehn die Frommit Entzücken sehen. Mein men dein göttlich Angesicht; Hirt! dann wird von den Freu- schon hier dem Fluch entnomden nichts mich scheiden, die du men zagt ihre Seele nicht. Nun droben deinen Freunden aufge triumphirt ihr Hoffen; erlöst hoben. Tadinod den Marius Himmel offen und gehn zum Leben ein. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! kein Mensch kann 5. Wie angstvoll aber beben, fie erwerben. O Jesu, Herr die hier dein Wort verschmäht, der Herrlichkeit! du hast die und schnöder Lust ergeben, nur Stätt' auch mir bereit't; hilf auf das Fleisch gesät. Sie erndmir sie auch ererben! Laß mich) ten nun Verderben von ihrer böeifrig darnach streben und so le- fen Saat; des ew'gen Todes ben auf der Erde, daß ich dort sterben, ist Sold der Missethat. dein Erbe werde. dhte 3. Umsonst flieht dann der Sünder vor deines Armes Kraft. Herr, alle Menschenkinder ziehst du zur Rechenschaft. Du rufft und sie erscheinen! Laut tönt der Richterspruch den Sündern und den Deinen zum Segen oder Fluch. 6. O laß mich oft erwägen dein fünftiges Gericht, damit ich, mir zum Segen, empfinde Mel. Valet will ich zc. 779. Richter aller Wel- sein Gewicht. Laß immer mich ten, ich denk' an hienieden im wahren Glauben dein Gericht! du kommst, um stehn; dann scheid' ich einst in zu vergelten, glaubt's auch die Frieden, um in dein Reich zu Thorheit nicht. Mich soll ihr gehn. 448 bin In eigner Melodie. schau', dich erwartet schon deine 780. wie felig feyd ihr Krone! Halt aus im Streit! kurz ist die Zeit! wer glaubt, der überwindet weit! doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen, ihr seyd entgangen aller Noth, die uns noch hält gefangen. Vom ewigen Leben. 2. Wie im Kerter müssen wir hier leben, wo nur Furcht und Grauen uns umschweben; selbst Freudenstunden sind mit Leid und Sorgen oft verbunden. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz noch Leiden störet eure Ruh' und eure Freuden. 3. Und ich sollte trostlos beben, zu schwach), vom Staube mich zu heben, zu dem mich Kummer niederreißt? Nein! das Haupt liebt seine Glieder, der Bruder schämt sich nicht der Brüder; groß ist, was Jesus uns verheißt! die Thräne, die noch quillt, der Schmerz, der uns erfüllt, eilt vorüber: doch ewig neu ist seine Treu', daß Alles durch ihn selig sey. 4. So fahr' fort und streu' mit Weinen die edle Saat, Gott kennt die Seinen, für EwigkeiHerrlichkeit und Wonne. ten säest du. Nach des rauhen STSTE HOCA 19 Mel. Wachet auf, ruft uns ic. Winters Wüthen erscheinen holde Frühlingsblüthen, eilt bald die 781. Reiß ich los, mein Erndtezeit herzu. Dann geht Geist, von Sorgen! auf finstre Nacht folgt heller Morgen und strahlt in heh rer Lichtgestalt. Hör' es, du, den Elend beuget, so spricht der Herr, der wahrhaft zeuget: ich fomme bald! ich tomme bald! der Christ hervor, fingt mit der Sel'gen Chor Hosianna, preist Gottes Sohn, der reichen Lohn den Gläub'gen giebt vor seinem Thron. 5. Tag, dein harr' ich voll Entzücken, mit nassen, fehnich und mit mir mein Lohn; fuchtsvollen Blicken zög' ich dich 4. Christus hat getrocknet eure Thränen, ihr habt schon, wornach wir uns noch sehnen, ihr hört und sehet was hier feines Menschen Geist verstehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben, um des Himmels Frieden zu ererben, wer hier noch weilen und nicht freudig zur Vollendung eilen? 2. Zuruf, der mich neu beseelet! mein Heiland lebt! weg, was mich quälet! auch ich soll da, wo er ist, seyn. Mir die Stätte zu bereiten, schmeckt' er des Todes Bitterkeiten, nahm er das Reich als Sieger ein. Von sei nem Throne her fleußt welch ein Gnadenmeer! auf mich nieder. Er ist mein Hort und hier und dort mein Seligmacher fort und fort. 0.002 6. Komm', o Jefu, bald, uns zu erlösen von der Erde Last und allem Bösen; bei dir, o Sonne, ist der Frommen Vom ewigen Leben. 449 gern schon heut herbei! doch ich 5. Was hilft dann alle Größe, soll noch Fesseln tragen, noch oft die hier den Neid erweckt, wenn vielleicht im Stillen flagen, wie dort des Lasters Blöße fein falschwer der Leib des Todes sey. scher Schein mehr deckt? Was Getrost! zu meinem Glück bringt jeder Augenblick mich ihm näher. Bald heißt es ja: die Stund' ist da! der Heiland kommt! Hallesid Jom NONSTO lujah! hilft des Nachruhms Lüge, die auf dem Grabmal glänzt? was sind des Helden Siege, den Lorbeer hier bekränzt? uisur 6. Wer wird an jenem Tage dir, Herr, zur Rechten stehn und frei von aller Klage in deinen Himmel gehn? Wer gern der Jünger Zähren mitleidig abgewischt und, ihrer Noth zu wehren, den Labetrunk gemischt. 7. Wer immer in den Deinen dich selbst gesehn, geliebt, und auch der Kleinsten keinen aus Eigensucht betrübt, der wird von dir geladen zu ew'ger Freud' und Nuh'; du, Richter voller Gnaden, sprichst ihm das Erbe zu. und 2. Geh' auf in meiner Seele, geh' auf mit deinem Glanz! da mit ich dich erwähle, so zeige dich mir Ein allen 20. Sündern bist du, o reinster Geift, Mel. Was mein Gott will sc. doch Vater deinen Kindern, wenn gnädig du verzeihst. 3. Sollt' einst dein Tag mich finden mit unbekehrtem Sinn, stürb' ich in meinen Sünden, o Gott! wo flöh' ich hin, wenn, der die Welt gegründet, sich ihr als Richter naht, und graunvoll sich entzündet der Siß der Mis fethat. 4. Die Himmel alle schweigen, der Sünder wird verklagt 784. Mie unaufhaltſam muß nun was sein Gewissen plagt. Er die Zeit, die mir geliehen ist; fie bebt und weicht zurücke, und die rauschet wie ein Strom dahin. Verdammniß glüht in dem er- Wer weiß, wie bald am Ziel starrten Blicke, der seinen Rich- ich bin. ter flieht. Insmis 2. Der Richterspruch der Ff 782. 158 Mel. Befiehl du deine Wege ic. ieh, Herr, ich bin verdrossen, zu thun, was dir gefällt, mein Herz wankt unentschlossen und neigt sich hin zur Welt. Mich drückt gleich schweren Ketten der Sünde Sklaverei; verzeuch nicht, mich zu retten, und mache selbst mich frei. 783. Wie felig find die nun, in dem Herren sterben; sie werden von der Arbeit ruhn und ew'ges Heil ererben. O stärke, Herr, durch deinen Geist dies gläubige Vertrauen, daß wir im Sterben allermeist auf jenes Leben schauen. og der d 2.1.3 Mel. Wo Gott zum Haus 2c. 450 Vom ewigen Leben. Ewigkeit erwartet mich nach die- ben, deines Vaters Reich zu ser Zeit und offenbar wird, was erben. ich sey: ein Sünder, oder Gott getreu. 3. Verachte denn des Todes Graun, mein Geist! er ist ein 3. Zum Anschaun Gottes geh' Weg zum Schaun, der Weg im ich ein, ach! oder zu der ew'gen finstern Thale. Er sey dir nicht Pein. Gott, mein Heil und mehr fürchterlich, er führt zum mein Vertraun, laß selig mich Heiligthume dich, zum ew'gen dein Antlig schaun. Freudenmahle. Gottes Ruh' ist 4. Verwirf, o Herr, nicht die Erlösten deinen Knecht, und Gnade, Gnad' ergeh' für Recht; Versprechlich trösten. föhner, Gottes Sohn, mein Heil, sey meine Zuflucht, sey mein Theil! wird sie unausunvergänglich, überschwänglich; 5. Verleih', o Gott, die Weisheit mir, daß ich mich halte treu zu dir! dann leb' und sterb' ich dir allein, im Leben und im Tode dein. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deis nen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh' ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Vater, Bater! ich befehle meine Seele deinen Händen; laß mich nur in Frieden enden! Mel. Wie schön leucht't uns zc. 5. Vielleicht find meiner 785. Wie wird mir dann, Tage viel; ich bin vielleicht noch o dann mir seyn, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, in ihm entschlafen werde! Bon feiner Sünde mehr entweiht, erhoben über Sterblichkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Freu' dich, Seele! stärke, tröfte dich, Erlöste, mit dem Leben, das dein Gott dir dann wird geben. hd fern vom Ziel, an dem die Krone pranget: dann sey ein jeder Tag geweiht dem Ringen um die Seligkeit, nach der mein Herz verlanget. Laß mich, Vater, reiche Saaten, gute Thaten einst begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! 6. Wie wird mir dann, ach dann mir seyn, wenn ich, mich 2. Ich freue mich und bebe ganz des Herrn zu freun, ihn doch; so beugt mich meines dort anbeten werde! Von keiElends Joch, der Fluch der ner Sünde mehr entweiht, ein Sünde nieder. Der Herr er Mitgenoß der Ewigkeit, nicht leichtert, was mich drückt; mein mehr der Mensch von Erde. Heibanges Herz, durch ihn erquickt, lig! heilig! heilig! fingen wir glaubt und erhebt sich wieder. und bringen deinem Namen Jesus Christus! laß mich stre- Ehr' und Preis auf ewig. ben, dir zu leben, dir zu ster- Amen! Vom ewigen Leben. In eigner Melodie. 786. Wird das nicht wird Freude seyn. Freude seyn, Mel. Was Gott thut, das sc. wenn dort zum sel'gen Schauen nach gläubigem Vertrauen die Frommen gehen ein; wenn wir 787. Wir warten bein, den Herrn erblicken, der ewig kann erquicken? Wird das nicht Freude seyn? Sohn, und lieben dein Erscheinen. Bald ist die Wartezeit entflohn, bald kommst du zu den Deinen. Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und sieht dir froh entgegen, du bringst ja Himmelsfegen. 2. Wir warten dein, doch mit Geduld, in unsern Prüfungstagen. Du hast dein Kreuz für unsre Schuld so demuthsvoll getragen: wie sollten wir uns nicht mit dir zum Kreuze gern bequemen, bis du's hinweg wirst nehmen? 2. Wird das nicht Freude seyn, wenn, die uns Gott genom men, dort uns entgegen kommen zum ewigen Verein; wenn lies bend uns umschließen, die weinend wir verließen? Wird das nicht Freude seyn? 451 mein Tod betrüben, denkt: dort 3. Wird das nicht Freude seyn, wenn wir, befreit von Mängeln, mit Seligen und En geln Gott dienen fromm und rein; wenn wir von Kümmerniffen und Sorgen nichts mehr wissen? Wird das nicht Freude seyn? 4. Wird das nicht Freude seyn, wenn in des Himmels Chören wir Gottes Lob vermehren und ewig Dank ihm weihn; wenn wir zum Throne dringen und heilig! heilig! singen? Wird das nicht Freude seyn? 3. Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Stets bist du uns im Geiste nah', doch willst du sichtbar kommen, und dann wirst du bei dir uns Ruh', bei dir uns Freude geben und ew'ges Himmelsleben. 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, dir flopfen schon die Herzen, vergessen aller Küm5. Ja, das wird Freude merniß, vergessen aller Schmerseyn; die Güter dieser Erden, zen. Dereinst, dereinst, wann die Ehren voll Beschwerden, ste du erscheinst, soll unser Mund sind nur eitler Schein. Darum lobsingen und ewig Dank dir ihr, meine Lieben, will euch bringen. 812 452 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mem Je XXVII. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. A. Morgenlieder. Mel. Valet will ich dir ac. od 788. Auf, auf, den Herrn zu loben, erwache, mein Gemüth! dem großen Va ter droben erschall' ein frommes Lied! denn wer erhielt mein Leben in der vergangnen Nacht? Der Herr, der mir's gegeben, der hat es auch bewacht. 2. Beschüßzer aller Welten, wie dank' ich würdig dir, wie soll ich dir vergelten, was du gethan an mir? Mein Opfer ist geringe; ein dir ergebner Sinn ist Alles, was ich bringe; nimm du es gnädig hin. 3. Verzeihe mir die Sünde, die ich bisher verübt, weil ich mit Reu' empfinde, daß ich dich ſo betrübt; verzeihe mir und dämpfe die sündliche Begier, mit In eigner Melodie. der ich täglich kämpfe, ja, hilf 789. Brich an, du schönes du mir. Tageslicht! erschein' in deinem Purpurkleide! mit dir heb' ich mein Angesicht zum Quell des Lichtes und der Freude. Ja, Herr, zeuch meinen Geist und Sinn zu deinem Himmelslichte hin! 2. Du haft mit deiner Liebeshand mich treu beschüßt in Noth und Plagen, Gefahren gnädig müthig seyn und nicht kleingläubig zagen, dringt gleich ein Kreuz herein. 6. Hilf, daß in meinem Stande ich thu', was dir gefällt; auch laß mich nicht in Schande gerathen vor der Welt. Richt', Herr, mein ganzes Leben nach deinem Willen ein und laß mein Haus daneben von dir gesegnet seyn. 4. Send' auch auf meinen Wegen mir deinen Engel zu und sprich du selbst den Segen zu Allem, was ich thu'. Verleihe du mir Kräfte aus deines Himmels Höhn, daß des Berufs Geschäfte erwünscht von statten gehn. 5. Gieb mir vor allen Din7. Vor Allem hilf mir sorgen, wie ich so leben mag, daß ich an jedem Morgen denk' an den letzten Tag; und wird er einst anbrechen, so gieb, daß ich erfreut von Herzen könne sprechen: Komm, Herr, ich bin bereit. gen getrosten Muth und Geist, abgewandt, mich unverdient mit das freudig zu vollbringen, was Huld getragen. Auch für den mein Beruf mich heißt. Laß Schutz in dieser Nacht sey dir mich in guten Tagen nicht über mein frommer Dank gebracht. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 453 3. Fach' in mir heut von reget sich, ist munter, frisch Neuem an dein göttlich, geistig, und wach. himmlisch Leben, daß ich auf deines Geistes Bahn nach Licht und Wahrheit möge streben, daß ich nicht lebe selber mir, nein, Christus in mir für und für. 2. Auch du, mein Geist, ihr, meine Kräfte, ermuntert euch, legt alle Trägheit ab! Gott lo ben sey mein erst Geschäfte, den treuen Gott, der Seinen Schuß und Stab. Sein Auge schläft und schlummert ewig nicht, weil es der Gottheit nie an Kraft gebricht. simpel 3. Gott ist mein Schöpfer und mein Vater, deß Huld mir Leib und Seel' und Alles gab; er ist mein Freund und mein Berather; was an mir gut ist, kommt von ihm herab. Er nährt und pflegt, er hält und träget mich, und seine Treu' erneuert. täglich sich. 4. Gieb du, der Alles in uns schafft, daß ich im Glauben mich erneue und durch des Glaubens Trieb und Kraft mich deinem Dienst mit Freuden weihe; in Lieb' entbrennet dann mein Herz auch bei des Nächsten Glück und Schmerz. 5. Ich tracht', o Gott, nach keiner Ehr', nur deine Kindschaft möcht' ich haben; auch keinen Reichthum wünsch' ich mehr, nur 4. Oft ging ich irr' auf finstern Christus kann die Seele laben; und wohnt dein Geist in meiner Wegen, da zeigt er mir sein Brust, dann acht' ich keiner Erfreundlich Angesicht. Ich spürte denluft. seines Geistes Regen und kam zu seinem wunderbaren Licht. Mir war, als sey ich aus dem Schlaf erwacht und hinter mir läg' eine tiefe Nacht. 6. Mein Vater, dir ergeb' ich mich auf's Neu' zu deinem Wohlgefallen. Hilf mir auch heute gnädiglich, in wahrer Furcht vor dir zu wallen! Laß all mein Thun in dir geschehn, dann wird mein Leben dich erhöhn. 5. In Christo hat er mich geliebet, durch Christi Tod bin ich mit ihm versöhnt. O große Huld, die mir vergiebet, o größre Huld, die mich mit Christo frönt! Ja, durch den Sohn bin ich des Vaters Kind und erbe Güter einst, die ewig sind. Mel. Dir, bir, Jehovah zc. 790. D er frohe Morgen Der kommt gegan6. Gott hat mir seinen Geist gen, das Dunkel weicht, der gegeben, ein himmlisch Licht neue Tag bricht an! Bald wird dem irrenden Verstand, der leidie Sonn' am Himmel prangen; seht, schon beginnt sie ihre Segensbahn. Was in der Nacht tet mich zum wahren Leben, ist mir der Gnade sich'res Unterpfand. Und wenn ich schwach, erstarrt und schlafend lag, das gebeugt und elend bin, labt er 454 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. mit Fried' und Trost den blö- und weislich fliehn die eitle Luft den Sinn. der Welt. O stärke selbst durch deine Gnade mich, denn was vermag ich Schwacher ohne dich? Guit 7. D'rum will ich, Gott, mich dir ergeben und deiner Treu mich ewig anvertraun. Geheiliget sey dir mein Leben, mein Auge soll 4. Laß diesen Tag mich so beständig auf dich schaun, daß vollbringen, daß ich ihn ohne dieser Tag, zu dem ich bin er- Neu' beschließen kann. Soll guwacht, dir wohlgefällig werde ter Vorsaß mir mißlingen, so zugebracht. S nimm als That den Vorsat 8. Ja, segne, Vater, und gnädig an. Auch dieser Theil behüte an Leib und Seele mich, von meiner Uebungszeit sey mir denn ich bin dein. Das Ant- Gewinn noch für die Ewigkeit. lit deiner Lieb' und Güte erleuchte mich mit seiner Klarheit Schein. O richt' auf mich dein gnädig Angesicht und gönne mir dein himmlisch Friedenslicht. 5. Gieb mir auch heute, was mir nüßet; vor Allem aber gieb ein ruhig Herz, das sich auf deine Weisheit stüßet und dir vertraut auch in dem größten Schmerz. Du weißt, was mir wahren Wohl gebricht dies versagst du meinen zum Mel. Dir, dir, Jehovah will ic. und ich, 791. Di, bich, mein Bitten nicht. Gott, will ich 6. In diesem findlichen Vererheben: du warst mein Schirm trauen will ich an des Berufs in der verfloßnen Nacht, er Geschäfte gehn, auf deinen quicktest mich, erhieltst mein Le- sichern Beistand bauen und ben und schafftest, daß ich fröh- deiner Fügung still entgegen lich bin erwacht. Wer bin ich, sehn. Ich weiß, du führst mich daß du meiner so gedenkst und stets auf rechter Bahn und wieder einen Tag zum Heil mir nimmst mich einst gewiß zu Ehschenkst? ren an. 2. Auch über mir ist deine Gute noch immerfort an jedem Mel. Wie schön leucht't uns sc. Morgen neu. Mit dankbar freudigem Gemüthe fühl ich die 792. Dich seh' ich wieder, Größe deiner Vatertreu'. Auch diesen Tag will ich mich deiner freun; auch er soll deinem Dienst geheiligt seyn. Morgenlicht, und freue mich der süßen Pflicht, dem Höchsten Lob zu singen. Ich will voll frommer Dankbegier in dieser Morgenstunde dir Preis und Anbetung bringen. Schöpfer! Vater! Deine Treue rührt aufs Neue mein Gemüthe. Froh empfind' ich deine Güte. 3. Vor deinen Augen will ich wandeln und redlich thun, was dir, mein Gott, gefällt; gewissenhaft in Allem Handeln Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 455 2. Du warst um mich in die-| Gott, der du mir's gegeben, ich ser Nacht, dein Auge hat mich danke dir dafür. Du hast, von treu bewacht, dein Schild hat Huld bewogen, mich aus dem mich bedecket. Zu meinem Le- Nichts gezogen, durch deine ben fügest du jetzt einen neuen Güte bin ich hier. Tag hinzu, da mich dein Licht erwecket. Kräftig strömet jetzt mir wieder durch die Glieder neues Leben: dafür will ich dich erheben. 2. Du, Herr, haft mich bereitet, mich väterlich geleitet bis diesen Augenblick. Du gabst mir frohe Tage und wandtest auch die Plage zu meiner Seelen wahrem Glück. 3. Die Nacht entfloh auf dein Gebot! so gieb, daß auch von mir, mein Gott, die finstre Sorge fliehe; daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufrie denheit zu nußen mich bemühe. Dir ist Alles, was mir fehlet, was mich quälet, nicht verborgen; auf dich werf ich meine Sorgen. 4. Ich bin ein Chrift! o Herr, verleih', daß ich des Namens würdig sey; mein Ruhm sey deine Gnade! Erleuchte mich mit fen, zu dir das Herz nicht lendeinem Licht, dann geh' ich recht ten, da wogst du schon mein und irre nicht von deiner Wahr- Theil mir dar. 5. Für alle meine Sünden, heit Pfade. Gnädig hilf mir standhaft ringen, zu bezwingen Herr, ließeft du mich finden in Welt und Sünden, um in dir Christo Gnad' und Huld. D mein Heil zu finden. Höchster, welch Erbarmen! du nahmest an mich Armen und tilgtest alle meine Schuld. 4. Du kanntest schon mein Sehnen und zähltest meine Thränen, eh' ich bereitet war. Noch konnt' ich dich nicht den 5. 3u dir, an dem mein Glaube hält, soll auch in dem Geräusch der Welt sich still mein Herz erheben. Bin ich vereinigt nur mit dir, wirst du in aller Unruh hier mir wahre Ruhe geben. Einst, Herr, hoff' ich dich zu loben, wo dort oben für die Frommen wird der ew'ge Morgen kommen. Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. 793. ir bank ich für 3. Ich bin nicht werth der Treue, der ich mich täglich freue, der Huld, die mich bewacht. Damit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 6. Daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regiereft, dies, Vater, dank' ich dir. Daß du mein Leben fristest, mit deiner Kraft mich rüstest, dies Alles, Vater, dank' ich dir. 7. Was noch in diesem Leben mir frommt, wirst du mir geben; du giebst's, ich hoff' auf dich. Ja, Vater, ich befehle dir kindlich Leib und Seele; mein Leben, Herr, segne und behüte mich. 456 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Ich will dich lieben, meine sc.| daß Jeder diesen Tag mit dir bein neuer Tag, ein schließen mag. 794. Sin neues Leben geht mit der neuen Woche an; du wollest, Gott, aufs Neu' mir geben, was mir sonst Niemand geben kann; denn hab' ich deine Gnade nicht, woher dann Trost und Licht? 2. Ich grüße diesen lieben Morgen, mich schüßte deine Vaterhand, ich bin getrost, denn tausend Sorgen hast du schon gnädig abgewandt. Ach, Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst, d'rum leb' ich noch. 3. Nun das erkenn' ich, Herr, und gebe mich freudig dir zum Opfer hin; doch weil ich hier, so lang' ich lebe, mit Noth und Tod umfangen bin, so weich' auch heute nicht von mir, die Hülfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Na men blühn; erlöse mich vom Sündenjoche und laß mich jedes Unrecht fliehn. Gieb deinen Geist, der mich regier', auf ebner Bahn mich führ'. 5. Soll ich mein Brod mit Kummer effen, so laß es doch gesegnet seyn, und was du sonst mir zugemessen, das richte mir zum Besten ein; ich bitte nicht um Ueberfluß, gieb, was ich haben muß. Mel. Es ist gewißlich an der ic. 795. rheb o meine Seele dich, die Finsterniß vergehet, schon zeigt der Glanz des Tages sich, die Sonn' am Himmel stehet. Zu Gott erhebe deinen Sinn, daß er dein Werk in dir beginn', indem sein Licht dir leuchtet. isodelo 2. Laßt, Brüder, an das Werk uns gehn, den Herrn froh zu erheben; in Christo laßt uns auferstehn und zeigen, daß wir Gnadenschein nicht eine Stunde leben; laßt uns in seinem müßig seyn: Gott ist's, der uns erleuchtet. 3. Ein Tag geht nach dem andern fort; doch Gottes Werk bleibt liegen, weil ohne That, mit bloßem Wort, so Viele sich betrügen! Gieb, daß wir freu dig gehn dig gehn ans Werf, verleih' uns Gnade, Kraft und Stärk im eicht, das uns erleuchtet. 4. Du zeigst, was zu vollbringen sey auf unsern Glaubenswegen; so hilf nun auch und steh' uns bei, und gieb uns deinen Segen: dann geht, o Herr, dein Will' und Wort von Land zu Land, von Ort zu Ort, so weit dein Licht nur leuchtet. 5. Das Licht des Glaubens 6. Du thust gewiß, mein sey in mir ein Licht der Kraft Gott, das Deine, ich will mit und Stärke; die Demuth werde dir das Meine thun. Behüte Beide, Groß und Kleine, laß sie in deiner Liebe ruhn und hilf, meine Zier und leucht' aus jedem Werke; der Geist der Weisheit steh' mir bei und mache Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 457 Hort; nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret seyn. 6. Meinen Leib und meine Seele sammt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm, schüße mich, dein Eigenthum. mich des Irrthums frei, so bin ich ganz erleuchtet. 6. Erheb' auf mich dein Angesicht, o Bater, aus der Höhe, erhalte mir das rechte Licht, daß deine Weg' ich gehe, bis ich einst fomm' in jene Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich erleuchtet. In eigner Melodie. 796. ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand Mel. Gott des Himmels c. die Welt und was drinnen ist 797. Großer Gott, den erhält. Alles preiset, 2. Gott, ich danke dir von uns je und je geliebt, sich als Herzen, daß du mich in dieser Vater uns erweiset, uns den Nacht vor Gefahr, Angst, Noth Sohn zum Heiland giebt; heute und Schmerzen hast behütet und weckt des Tages Lauf mich zur bewacht, daß des bösen Fein- lauten Andacht auf. des List mein nicht mächtig worden ist. 2. O wie lieb' ich diese Stunden, wo die Welt mich ruhen läßt, wo wir, treu in ihm verbunden, feiern unsers Heilands Fest, und er uns durch seinen Geist selbst den Weg zum Himmel weist. mote and tende 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden so wie diese Nacht vergehn, laß bei dir mich Gnade finden, glaubensvoll auf Jesum sehn, der für meine Missethat sich am Kreuz geopfert hat. 7. Deinen Engel zu mir sende, wenn Gewalt und List mir droht, Alles mir zum Besten wende, es sey Leben oder Tod; sterb' ich einst, dann führe du mich zu deiner ew'gen Ruh'. 4. Hilf, daß ich auch diesen Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, eh' erscheint dein großer Tag; dann beb' ich als Sünder nicht, wenn du kommst und hältst Gericht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sey und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Kraft zum Guten schenkt! Das sind doch die besten Sorgen, wenn sein Heil der Mensch bedenkt; wenn er betet, wenn er singt, daß es durch die Wolken dringt. sar 4. Was ist sel'ger, als Gott dienen! Was ist füßer, als sein Wort! Laßt uns sammeln gleich den Bienen, Jeder trage Segen fort! Selig ist, wer Nacht 458 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. und Tag gern darin sich üben mag. 5. O mein Gott, sprich fel ber Amen, denn wir sind dein mel. Balet will ich bir geben 26. Eigenthum; Alles preise deinen 799. Lob sey bir, der den Morgen uns senNamen, Alles mehre deinen Ruhm, bis es fünftig wird ge- det nach der Nacht! Wir schlieschehn, daß wir dich im Him- fen ohne Sorgen, weil du für mel sehn. uns gewacht. Du, der die Erde schmücket und was da lebt erfreut, haft uns im Schlaf erMel. Meinen Jesum laß ich sc. 798. Licht vom Licht, er- quicket und unsre Kraft erneut. leuchte mich bei 2. Von dir ist mir gegeben, dem neuen Tageslichte! Gna- Herr, was ich hab' und bin; densonne, zeige dich meinem fro- doch dies mein irdisch Leben eilt hen Angesichte! Deiner Weis- schnell zum Tode hin. Bald ist heit Himmelsglanz schmücke sie ganz verschwunden, der meinen Sabbath ganz. Wallfahrt furze Zeit; doch hängt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit. ich ich werd' einst auferstehn, mein 3. O theurer, hoher Glaube: werd' einst auferstehn, mein Leib nur wird zu Staube, mein Geist wird nicht vergehn! Las mich dies nie vergessen; der heil'mich ermessen, was ich einst gen Hoffnung voll, laß täglich werden soll. 4. Sollt' ich nach Reichthum trachten? Er täuschet nur das Herz. Nach Ehr' und Weltluft schmachten? Ihr Lohn ist Reu' 4. Zünde selbst mein Opfer und Schmerz. Hienieden schon an, das schon auf den Lippen auf Erden soll meine Seele lieget, und erhelle mir die Bahn, rein, ein Tempel Gottes werwo kein Irrthum mich betrüget, den, ganz ihm geheiligt seyn. wo kein falsches Feuer brennt, welches dein Altar nicht fennt. 5. Getroft, mein Geist, ermüde in deinem Kampfe nicht! Dich stärket Gottes Friede mit Kraft und Zuversicht! Ermuntre dich und streite, des Sieges Lohn ist nah'! Getrost, vielleicht ist heute des Kampfes Ende da. ge= 2. Dieser Tag sey dir weiht; weg mit allen Eitelkeis ten! Ich will deiner Herrlich keit mich zum Tempel zube reiten, nichts begehren und nichts thun, als in deiner Liebe ruhn! dann schon hier, wie's im Himmel ist bei dir. 3. Brunnquell aller Seligkeit, laß mir deine Ströme fließen! Mache Mund und Herz bereit, ihre Fülle zu genießen. Streu' das Wort in Segen ein, laß es hundertfrüchtig seyn! 5. Mache Wohnung, Herr, bei mir; bau' ein Paradies im Herzen; ruh' in mir und ich in dir, so quillt Freude selbst aus Schmerzen, und ich schmecke Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 459 Mel. Ich dank' dir schon ic. 800. M 10. Daß ich, als ein getreuer ein erst Gefühl Knecht, nach deinem Reiche stres sen Preis und be, gottselig, züchtig und geDank; erhebe Gott, o Seele! recht durch deine Gnade lebe. Der Herr hört deinen Lobgesang; lobsing' ihm, meine Seele! 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß noch Ar2. Mich selbst zu schüßen ohne beit scheue, mich gern an AnMacht, lag ich und schlief in drer Wohlergehn und ihrer TuFrieden. Wer schafft die Sicher- gend freue. heit der Nacht und Ruhe für die Müden? 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schüßt mich vor Gefahren? Mel. Ich will dich lieben ic. 4. Wer lehrt das Auge seine 801. Mein Gott, nun Pflicht, sich sicher zu bedecken, wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und mir's jetzt neu gegeben. ist es wieder Morgen, die Nacht vollendet ihren Lauf. Nun wachen alle meine Sorgen auf einmal wieder mit mir auf: die Ruh' ist aus, der Schlaf dahin; ich sehe, wo ich bin. 6. Gelobet seyft du, Gott der Macht, gelobt sey deine Treue, daß ich, nach einer sanf ten Nacht, mich dieses Tags erfreue. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat; wo ich nur immer älter werde und niemals rein von Missethat: lebt' ich doch stets nach deinem Sinn, o Gott, durch den ich bin! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele; sey mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 3. Vergieb mir alle meine Sünden; o, siehe meinen Mittler an und laß mich durch ihn Gnade finden, der für mich hat genug gethan! Ist deine Gnade nur mein Theil, so fehlt mir nichts zum Heil. 4. Hilf du in allen Sachen 9. Gieb mir ein Herz voll rathen; denn wo wär' ich mir Zuversicht, erfüllt mit Lieb' und selbst genug? Bewahre mich Ruhe, ein weises Herz, das seine vor Missethaten, vor böser MenPflicht erkenn' und willig thue. schen List und Trug; laß mich B 460 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. den Tag wohl wenden an zum| nie leide; laß uns hell und Guten, wie ich kann. sündenrein vor dir seyn. 5. Bewahre mir Leib, Seel' 5. Ach, du Aufgang aus der und Leben, Verwandte, Freunde, Höh', gieb, daß auch an jenem Hab' und Gut! Willst du mir Tage deine gläub'ge Schaar erKreuz zu tragen geben, so gieb steh' und, erlöst von aller Plage, dabei mir frohen Muth; die auf der ew'gen Freudenbahn Freuden, die du willst verleihn, wallen kann. laß mir zum Segen seyn. Rodraste. 6. Leucht' uns selbst in jene 6. Du gabst mir Kraft, jetzt Welt, du verklärte Gnadenaufzustehen, dein Aufsehn ist's, sonne, führ' uns durch das was mich erhält! Ich weiß Thränenfeld in das Land der nicht, wie mir's heut' wird ge- süßen Wonne, wo, was selig hen, mach' Alles so, wie dir's uns erhöht, nie vergeht. gefällt: dein will ich todt und lebend seyn! Ja dein, o Gott, allein. Mel. Chriftus, der ist mein 2c. 08803. Noch läßt der Herr mich leben, erschall' ihm, o mein Lied, ich will In eigner Melodie. 802. Morgenglanz der ihn froh erheben, der gnädig Ewigkeit, Licht auf vom unerschaff'nen Lichte, hilf 2. Ich schaue freudig wiein dieser Morgenzeit, daß dein der der Morgensonne Pracht, Schein sich zu uns richte, und und falle betend nieder vor ihm, der sie gemacht. vertreib' durch deine Macht unsre Nacht. 2. Deiner Gnade Morgenthau sent, o Herr, auf uns sich nieder, daß, gleich Blumen auf der Au, sich die Seel' erhebe wie der, Segen ström' auf deine Schaar immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsers Herzens Kält' er tödte, und erwecke Sinn und Muth bei der neuen Morgen röthe, daß wir, deine Bahn zu gehn, recht aufstehn. 3. Du Herrscher aller Welten nimmst dich auch meiner an, wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 19: 4. Dir will ich freudig singen, mich deines Namens freun, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weihn. dar 5. Dir hab' ich mich ergeben, ich freue mich in dir; erfreuender, als Leben, ist deine Gnade mir. THE 6. Sie führe mich auch heute auf meines Heilands Pfad, du, ewig Weiser, leite mich selbst 4. Schmück' uns mit Gerechtigkeit, als mit einem weißen nach deinem Rath. Kleide, das von uns nie werd' 7. O höre, was ich flehe: entweiht und an seinem Glanz gieb mir ein weises Herz, daß Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 461 ich auf dich stets sehe, in Freude| Seel' und Leib mit dir vereiwie in Schmerz. nigt sich. 16 5. Auch heute schmücke mich mit Glauben und mit Liebe, mit Hoffnung und Geduld durch deines Geistes Triebe. Kann ich Gerechtigkeit zunt Kleide nur empfahn, dann bin ich wohlgeschmückt und köstlich angethan.ma 6. Du, Herr, in dem wir Mel. O Gott, du frommer 2c. sind, in dem wir Alle leben, 804. vergangen, nun hat dein Gnadenglanz aufs Neue mich umfangen. Gestärkt an Leib und Seel' bin ich vom Schlaf erwacht und wende mich zu dir, der stets mein Heil bedacht. Jefu, füßes Licht, laß bein' Allgegenwart mir stets nun ist die Nacht vor Augen schweben, damit mein ganzes Thun durch Herz und Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund'. TEN Werk, mein Reden und mein 7. O segne, Herr, mein Denken, durch deines Geistes Kraft wollst du es weislich lenken; laß Alles nur geschehir zu deines Namens Ruhm, auf daß ich für und für verbleib' Mein Leib und Seel' und Geist dein Eigenthum. sey dein auf diesen Tag; das 2. Was soll ich dir, mein Gott, als Dankesopfer schen fen? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad' versenken. soll mein Opfer seyn, weil ich mel. Meinen Jesum laß ich nicht ic. sonst nichts vermag. 3. Ja, dir zum Eigenthum, 805. Schließet euch, ihr Augen, auf! Herr, weih' ich meine Seele; Schaut das große Licht der Er nimm sie in deine Hut, daß den! Es erneuert seinen Lauf, ihr fein Gutes fehle; dir geb' um ein Leitstern euch zu werich meinen Geist, verschmäh' den. Seht, die Sonne geht die Gabe nicht, verkläre dich hervor, sie weift euch zu Gott in ihm durch deines Geistes empor. Licht. 8. Lehr' mich am ersten trachten nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achten, als allen Ruhm der Welt. 9. Bereit, den Lauf zu schließen, bewährt durch Glück und Noth, und ruhig im Gewissen, so finde mich der Tod. 2. Seh' ich auf die Nacht zu4. Ich will auch meinen rück: glücklich ließ mich Gott Leib zum Tempel dir ergeben, sie enden und ich kann den darin du wohnen magst, ofrohen Blick zu des Himmels Herr, mein Heil und Leben! Höhen wenden. Möge dort Ja, wohn' und leb' in mir, be mein Wandel seyn mit den weg' und rege mich, so hat Geist, Frommen fromm und rein. 462 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. i sig 3. Herr, zu deines Namens dich schrecken, dein Vater wird Ruhm, forge du für mich auch dich decken. heute, daß mich als dein Eigenthum Gnad' und Segen stets geleite; was ich thun und reden soll, das gerathe Alles wohl. 4. Wenn mir Noth vor Augen schwebt, soll mein Seufzen zu dir dringen, wenn das Herz vor Furcht erbebt, soll es sich zum Himmel schwingen, und die Antwort werde mir: fürchte nichts, ich bin bei dir. 4. Dein Wort, Herr, ist geschehen; ich kann das Licht noch sehen; dein ist es, daß aufs Neue ich mich des Lebens freue. 5. Du willst ein Opfer haben: was bring' ich dir für Gaben? Ich fall' in Demuth nieder und bring' Gebet und Lieder. 6. Du, der ins Herz kannst sehen, wirst diese nicht verschmähen, du weißt, daß ich zur Gabe nichts als dies Opfer habe. 5. Halte mein Gewissen frei, daß ich heut' es nicht beflecke; kommt Versuchung auch herbei, gieb, daß es mich bald erwecke, daß ich heilsam bleib' und fleh' und der Sieg mir nicht entstehy'! 8. Sprich Ja zu meinen 6. Alles werf ich dann auf Thaten und laß sie wohl ges dich, und so darf ich nimmer rathen; den Anfang und das zagen, und dein Geist erleuchte Ende, o Herr, zum Besten mich, wohl zu nußen Freud' und wende. Plagen, so werd' ich gebessert seyn, stellt sich heut der Abend ein. 2. Nur er fonnt' in Gefahren mich väterlich bewahren, als mich die dunkeln Schatten der Nacht umgeben hatten. 7. Du wollst dein Werk vollenden, mir deinen Engel fenden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 9. Erhöre meine Bitte; mein Herz sey deine Hütte, dein Wort sey meine Speise auf meiner Himmelsreife. In eigner Melodie. Mel. Werde munter, mein ac. 806. Mach' auf, mein W Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem 807. Wenn ich einst von Geber aller Güter, der Menschen treuem Hüter. mer, welcher Tod heißt, aufersteh', und befreit von allem Kummer jenen schönern Morgen seh': o dann wach' ich anders auf! Schon am Ziel ist dann mein Lauf! Träume sind des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. di 3. Du, höchster Schuß der Müden, sprachst zu mir: schlaf in Frieden! kein Unfall soll 2. Gieb, daß keiner von den Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 463 Tagen dieser ernsten Prüfungs- 4. Doch ich komme mit Verzeit jenem Tag einft bürfe sa langen, o mein Herzensfreund, gen, er fey ganz von mir ent- zu dir! Neige du dein Licht zu weiht. Auch noch heute wacht' mir, da der Tag nunmehr verich auf; Dank sey bir! 3u dir gangen! Sey du selbst mein hinauf führe jeder meiner Tage Sonnenlicht, das durch alles mich durch Freude wie durch Dunkel bricht. Plage: 3. Daß ich gern sie vor mir sehe, wenn ihr letter nun erscheint, wenn zum dunklen Thal ich gehe und mein Freund nun um mich weint. Lindre dann des Todes Pein und laß mich den Stärksten seyn, daß ich ihn zum Himmel weise und dich, Herr des Todes, preiſe. B. Abendlieder. Mel. Ach, was soll ich Sünder c. sieh 808.2% 5. Laß mich wohl die Tage zählen, die du mir noch gönnen willt. Ist mein Herz von dir erfüllt, so wird nichts mich können quälen, denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 3. Und, mein Jesu, sich, ich Armer nehme dich nicht recht in Acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer! Ach, wie mancher Tag geht hin, da ich kalt und träge bin. Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. 809. Auch dieses Tages Stunden sind mir, Gottlob! verschwunden in un gestörter Ruh'! Bald sinkt die Sonne nieder, die stille Nacht kommt wieder und schließt uns Ah, mein Jefu, fieb sanft die Augen zu. ich trete, 2. Laßt uns vor Gott erTag nunmehr fich neigt und die Finsterniß fich zeigt, hin zu wägen, welch unverdienten deinem Thron und bete: neige Segen uns dieser Tag gebracht! du zu deinem Sinn ganz mein Laßt uns von Dant entbrennen und tief gerührt bekenHerz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn ge- nen: der Herr hat Alles wohl schwinde wie ein Pfeil zur Ewig gemacht! feit; selbst die längste Lebenszeit rauscht vorüber wie die Winde, strömt dahin schnell, wie ein Fluß stürzet seinen Was ferguß. He 3. Du, Gott der Treu' und Gnade, haft segensvolle Pfade uns bis hieher geführt. Nicht uns, dir sey die Ehre! Ein jeder Tag vermehre in uns den Dank, der dir gebührt! 4. Der Schlaf, den du den Müden nach Tageslast beschieden, auch er sey dir geweiht. Wir schlummern ohne Sorgen; du weckst uns wieder morgen, hier oder in der Ewigkeit. 464 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Der Tag ist hin zc. 810. Der 811. Die Sonn' hat sich In eigner Melodie. Tag ist hin, mein Jefu bei mit ihrem Glanz mir bleibe, o Seelenlicht, der gewendet und, was sie soll, auf Sünden Nacht vertreibe; geh' diesen Tag vollendet; die Nacht auf in mir, Glanz der Gerech- bricht ein mit ihrer stillen Ruh' tigkeit, erleuchte mich in dieser und schließet sanft die müden Dunkelheit. hian Augen zu. 2. Lob, Preis und Dank sey dir, mein Gott, gesungen! Die Ehr' ist dein, wenn mir ein Werk gelungen. Versteh' ich auch nicht immer deinen Rath, du führeft stets mich auf den besten Pfad. 3. Nur Eines ist, das mich empfindlich quälet, daß Festig feit im Guten mir noch fehlet. Du weißt, o Gott, wie sehr mein Herz dich liebt, und doch wird noch dein Geist von mir betrübt. 2. Ich preise dich, du Herr der Tag' und Nächte, daß deine Hand und hochgerühmte Rechte mich hat bewahrt vor aller Plag' und Noth, die überall dem schwachen Menschen droht. stor tinta 4. Vergieb mir, Herr, es sagt mir mein Gewissen, daß Sünd' und Welt mich oft von dir gerissen. Es thut mir leid, ich stell' mich wieder ein; da ist die Hand: du mein und ich bin dein. 3. Vergieb, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet. Laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir erloschen seyn. 4. Schaff', daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der dunkeln Nacht vertraue, daß für den Leib, auf diesen schweren Tag, des sanften Schlafs Erquickung folgen mag. tron 5. Du starker Schuß der 5. Herr, wenn mich wird Herzen, die dir trauen; o laß die lange Nacht bedecken und auch mich stets deine Hülfe schauen. Wenn über mich stets deine Gnade wacht, so fürcht' ich nicht des Bösen List und Macht. in die Ruh' des tiefen Grabes strecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 6. Du schlummerst nicht, wenn meine Kräft' erschlaffen; o laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! O Lebenssonn', erquicke meinen Sinn; dich laß ich nie, mein Licht, der Tag tergehn. ist hin. 6. Und laß darauf, zugleich mit allen Frommen, mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen. Laß mich das Licht des ew'gen Tages sehn, das nimmermehr in Nacht wird un Lieber für besondere Zeiten und Verhältnisse. 465 812. Di Mel. Nun ruhen alle Wälder c.| Sturme, am Menschen und ie Sonne senkt sich am Wurme, groß zeigst du, nieder, die stille Schöpfer, deine Macht. Nacht kommt wieder und mit 8. Drum schwinde alles ihr Schlaf und Ruh'. Erschöpft Grauen; dir will ich froh versind unsre Kräfte vom schwe- trauen, denn du sorgst auch ren Tagsgeschäfte, bald schlie- für mich. Ja, Vater, ich be Ben sich die Augen zu.unilhe fehle getroft dir Leib und Seele, 2. Noch wach' ich und erhebe du bist mein Gott, ich hoff dich, Gott, durch den ich lebe, auf dich. daß du mein Vater bist. Mit 9. Soll mir der Schlaf zum Dank will ich erwägen, daß Leben erneute Kräfte geben, so deiner Liebe Segen noch nie von mir gewichen ist. 3. Von dir kommt jede Gabe, das Leben, das ich habe, die Sicherheit der Nacht. Du bist der Quell der Güter, mein will ich deß mich freun; foll er mein Leben enden, so wirst du mich vollenden und auch mein Gott im Tode seyn. In eigner Melodie. Schutz und treuer Hüter, der, 813. Gott, Bater, Sohn wenn ich mich wacht. solither thing in und heil'ger Geist, der Güte, die mein Loblied preist, bin ich viel zu geringe. Ver nimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. 4. Du läßt es finster wer den und hüllst den Kreis der Erden in tiefe Dunkelheit; doch auch in dunkler Stille wohnst du mit deiner Fülle und zeigst uns deine Herrlichkeit. 25. Du führst aus weiter Ferne den Mond und tausend Sterne mit Majestät herauf. Sie leuchten dir zur Ehre hoch über Erd' und Meere und deine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Als Zeugen deiner Stärke müthe. Was meine Kraft je stehn lauter Wunderwerke in Gutes schafft, ist Alles deine deiner Schöpfung da; und du, der sie bereitet und Mond und Sterne leitet, du bist auch mir im Staube nah'. 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, haft Großes heut' an mir gethan, mir, was ich bat, gewähret; haft väterlich mein Haus und mich beschüßet und genähret. 3. Du hast mir, was ich bin, geschenkt, den Geist, der deiner frol gedenkt, ein ruhiges GeGüte. 20 4. Sey auch, nach deiner Lieb' und Macht, mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, vergieb mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, o Herr mein Gott, so laß mich Gnade 7. Groß, wenn der Morgen grauet, groß, wenn der Abend thauet, groß in der stillen Nacht; im Sonnenschein, im finden. sobi g 466 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 814. Ho Mel. Nun ruhen alle Wälder c. nichts möge sie sich schildern, err, der du mir was ihrer unwerth sey! Laß das Leben bis die fern von eitlen Sorgen mich jetzt zur Ruhe gehn und auf dem Kampfplag morgen mit neuen Kräften stehn.d sen Tag gegeben, dich bet' ich findlich an! Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich finge und die du heut' an mir gethan. 3. Doch sinkt des Todes 2. Mit dankendem Gemüthe Schlummer auf mich in dieser freu' ich mich deiner Güte; ich Nacht, der jedem Erdenfumfreue mich in dir. Du giebst mer und Glück ein Ende macht: mir Kraft und Stärke, Gedeihn so will ich nicht erschrecken, mich zu meinem Werke und schaffst ruft des Herrn Gebot; mein ein reines Herz in mir. Gott wird mich erwecken, ein Di 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, nach deines Worts einher im Leben gehn; Schlaf nur ist der Tod. 500.00 Jamie auf deine Güte hoffen, im Geift 816. Nacht bedt jetzt Mel. Jesu, meine Freude zc. irte deiner Heerde! ben Himmel und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden und in dem Himmel ist mein Theil. die Erde, doch du schlummerst nicht. Deine Batermilde diente mir zum Schilde bei des Tages Licht. Auch bei Nacht nimm mich in Acht; laß durch deiner Engel Schaaren mächtig mich bewahren.d thin 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh' entgegen; dein Name sey gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein, in deine Hände befehl' ich, Vater, meinen Geist.d NO von 2. Vor der Feinde Toben oben schüße, Herr von mich mit deiner Huld. Ein versöhnt Gewissen sey mein Ruhekissen, drum vergieb die Schuld; Jesus Christ mein Mittler ist; er hat das, was ich verschuldet, williglicherduldet. ad spise 0 815. Her HD hot flas Mel. Befiehl du deine Wege zc. err, es gescheh' dein Wille! mein 3. Laß auch meine Lieben Körper eilt zur Ruh'; mir fallen keine Noth betrüben, sie sind in der Stille die müden Augen mein und dein. Hältst du mit zu. Erlaß mir Schuld und Erbarmen mich in deinen ArStrafe, daß ich von Sünden men, schlaf ich fröhlich ein. rein, zum Tode, wie zum Schla- Du bei mir und ich bei dir, fe, bereitet möge seyn. mo also sind wir ungeschieden und 2. Von Angst und Schrek- ich ruh' in Frieden. kenbildern laß meine Seele frei, 4. Wie, wenn ich mein undi 10 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 467 Bette bald im Grabe hätte?| treuer Gott, unsträflich nicht Jego roth, bald todt! Doch, gewandelt, auch heute wider hast du's beschlossen, scheid' ich dein Gebot und wider dich geunverdrossen, Herr, auf dein handelt. Ja, nur zu oft verGebot. Nie setz' ich mich wi- gaß ich dein und suchte nicht der dich. Jesus wird nie von dir ganz allein, mein Vater, zu mir scheiden, drum sterb' ich mit gefallen. nast, gilisd Freuden.n 5. Gieb mir durch deines Geistes Licht Erkenntniß meiner Sünden. Laß mich vor deinem Angesicht in Christo Gnade fins treuer den. Verleih', daß ich in dies Nacht ser Nacht, von deiner Güte, Gott, bewacht, in Ruh' und Frieden schlafe. 6. Auch bitt' ich, treuer Vater, dich, behüte du die Meinen! Die Schwachen schüße Mel. Nun freut euch ic. 817. Mit frohem Danke väterlich und tröſte, die da nah' ich mich Gönn' allen Kranken fanfte Ruh', die Sterbenden erquicke du mit Hoffnung jenes Lebens! mo 7. Nun, Vater, übergeb' ich dir mich ganz mit Leib und Seele. Wacht nur dein Auge über mir, was ist dann, das mir fehle? Währt morgen noch die Gnadenzeit, so laß mich heiliger, als heut', nach deinem Willen leben! O 5. Nun wohlan, ich thue in vergnügter Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab' ich dir ergeben, Hüter du! In der nimm mich in Acht und erleb' ich ja den Morgen, wirst du weiter sorgen.3 for dies Kary dir, Gott, und falle nieder; denn du erwiesest heute dich als treuen Vater wieder. Viel mehr, als ich erzählen kann, hast du mir Gutes heut' gethan; wie soll ich, Gott, dir danken? 2. Du, der erhält, was er erschuf, erhieltest mir mein Le ben. Gesundheit, Kraft zu dem Beruf hast du mir heut' gegeben. Mich führte deine Vaterhand und manches Leid ward abgewandt durch dein allmächtig Walten. Mel. Werde munter, mein 2c. 3. Auch geiſtlich haft du mich 818. Nacht und Stille schließen wieder genährt zu meiner Seele Frie- unsre müden Augen zu und den, mir deines Wortes Licht des Leibes matte Glieder sehgewährt und reichen Trost beschieden. Du halfft in der Versuchung mir, dein heil'ger Geist zog mich zu dir und warnte vor der Sünde. nen sich nach Schlaf und Ruh': meine Seele, säume nicht und gedenke deiner Pflicht, dich zu Gott noch zu erheben, seinem Schutz dich zu ergeben. 4. Und doch hab' ich, du 2. Prüfe dich mit Ernst und Gg 2 468 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. fage: nüßtest du auch deine Zeit? 2. Wo bist du, Licht, geblieWärst du schon an diesem Tage ben? Die Nacht hat dich verGott zur Rechenschaft bereit? trieben, die Nacht, des Lichtes Ach, erwäg' es! Eins ist noth! Feind. Doch eine andre Sonne, dent' an Gott und an den Tod! mein Jesus, meine Wonne, Willst du ewig selig werden, ist's, die mir hell im Herzen mußt du heilig seyn auf Erden. scheint. 3. Herr, ich muß es dir geste- 3. Der Tag ist nun verganhen: oft vergaß ich meine Pflicht! gen, die goldnen Sterne pranDu, du kennest mein Verge- gen in jenen Himmelshöhn. hen; geh' mit mir nicht in's Ge- So werden, Herr, die Deinen richt! Mein Vertrauen gründet einst Sternen gleich erscheinen; sich nur auf deinen Sohn und auch ich werd' unter ihnen stehn. dich, der du seinetwegen scho- 4. Ich will, der Ruh' zu pflenest und nicht nach Verdien- gen, die Kleider von mir legen, sten lohnest. das Bild der Sterblichkeit; einst 4. Herrscher über Tod und sinkt auch diese Hülle und aus Leben, ach, nimm mich zu der Gnadenfülle schenkt ChriGnaden an. Du bist's, der die stus mir das Ehrenkleid. Schuld vergeben und die Strafe tilgen kann. Sieh', ich komm' und suche dich und mein Mitt ler spricht für mich: darum laß mich Gnade finden und vergieb mir meine Sünden. 5. Leb' ich morgen, Gott, so leite meinen Gang auf deiner Bahn; halte mich, daß ich nicht gleite, nimm dich meiner Schwachheit an! Gieb zu meiner Pilgrimschaft deines guten Geistes Kraft; fröhlich geb' ich dann am Ende meine Seel' in deine Hände. In eigner Melodie. 7. Bald schließen sich in Frieden die Augen, die ermüden, wer schützt dann Leib und Seel'? wer wendet allen SchaWäldern, in Städ- den? Du bist es, reich an Gnaten und auf Feldern sanft schlum- den, du Wächter über Israel. mernd, was da lebt; ihr aber, 8. Bedecke, vor Gefahren meine Sinnen, sollt Gottes mich mächtig zu bewahren, mit Lob beginnen, eh' ihr dem Schlaf deinen Flügeln mich. Mag euch übergebt. dann der Feind auch stürmen, SAO un ruhet in den 5. Das Haupt, die Füß' und Hände sind froh, daß nun zu Ende des Tages Arbeit sey; Herz, freu' dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. 819. Num 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Ruhstätt' ihr begehrt; es kommen andre Zeiten, da wird man euch bereiten zur Nuh' ein Bettlein in der Erd'. Bi thand Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 469 willst du mich nur beschirmen,| meinem Sinn Gott einen Temso ist er mir nicht fürchterlich. pel auf. 9. Euch aber, meine Lieben, 8. Soll diese Nacht die lette euch möge nicht betrüben ein seyn, faßt mich des Todes Unfall diese Nacht. Schlaft Hand, so führ' mich, Herr, zum ruhig bis zum Morgen, durch Himmel ein, ins ew'ge VaterGottes Schuß geborgen und land. feiner guten Engel Wacht. thuld do Mel. Werde munter, mein ac. In eigner Melodie. 820. N un fich der Tag 821. Sink ich einft in je nen Schlummer, geendet hat, die aus dem Keiner mehr erwacht; Sonne nicht mehr scheint, geh' ich aus der Welt voll Kumschläft, was von Arbeit müd' mer, Todesruh', in deine Nacht: und matt und was zuvor ge- o dann schlaf' ich anders ein; weint. dweg aus dieses Lebens Peinwall' 2. Nur du, mein Gott, ich zu den ew'gen Hütten derer, wirkst ohne Rast, du schläfft die schon ausgelitten. noch schlummerst nicht; ob uns die Finsterniß umfaßt, bleibst du doch unser Licht. 2. Jeho schlaf' ich, aufzuwachen noch für Tage dieser Zeit. Möcht' ich stets mich fertig machen, Vater, zu der Ewigkeit; daß ich wie ein Pilger sey, leicht, bereit, von Bürden frei, froh zu scheiden von der Erde, wenn ich nun unsterblich werde. 3. Gedenke, Herr, nun auch an mich in dieser dunklen Nacht, und halte du mich gnädiglich in deiner Hut und Wacht. 4. Ich fühle zwar der Sünden Schuld, die mich bei dir verklagt; doch hat mir deines Sohnes Huld Vergebung zugesagt. 5. Er hat für mich genug gethan, als er am Kreuze starb; ich nehm' den Trost im Glauben an, den mir sein Tod erwarb. 3. Gerne laß den Tag mich sehen, der als Retter mir erscheint, wenn mit nichterhörtem Flehen, wer mich liebet, um mich weint. Stärker, als mein Freund im Schmerz, sey mein Gott verlangend Herz; daß ich, voll von deinem Preise, ihn zu dir gen Himmel weise. 6. Drauf thu' ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; Mel. O daß ich tausend 2c. baith tou ( o mein Gott wacht über meine 822. So ist die Woche nun Ruh', wie kann mir bange feyn? 7. Weicht, nichtige Gedan ken, hin! hemmt nicht der Annedoch ewig, Herr, bleibt deine Treu'; wie sich dein Segensquell ergoffen, so fließet er mir dacht Lauf, ich baue jezt in täglich nen. Ich bin der festen 470 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Zuversicht, daß deine Huld mir nie gebricht. 2. Ich preise dich mit froHem Munde und lobe dich, so hoch ich kann; ich rühm' aus meines Herzens Grunde, was du mich je und immer liebst. Du führeft mich nach deinem Rath, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Mel. Befiehl du deine Wege ic. 823. We heiden, weiß, daß dir durch Jesum Christ so sende meinem Geist des hömein Dank ein werthes Opfer ift. hern Lichtes Freuden, das ihn 3. Hast du mich gleich in zum Himmel weist. Hilf mir diesen Tagen mit manchen Lei- mein Heil besorgen, verändre den heimgesucht, so gabst du meinen Sinn und schaffe, daß immer Kraft zu tragen und ich morgen in dir erneuert bin. auch die Trübsal brachte Frucht; auch in dem Kreuz, das du gefandt, hab' ich dein Vaterherz erkannt. 2. Ich seh' das Licht verschwinden, die trübe Nacht bricht ein; ach, Herr, laß meine Sünden auch mit verschwunden. 1130-111 4. Nur Eines bitt' ich, Herr, seyn. Streich' fie aus deinem vor allen, o du versagst mir solches nicht: bin ich in Sünd' und Schuld gefallen, so geh' mit mir nicht in's Gericht, weil Jesus meine Missethat durch seinen Tod versöhnet hat. 7. So will ich jetzt und immer preisen, was du mir gabst und immer giebst; du wirst es durch die That beweisen, daß Buche, das mich zum Schuldner macht, und rette mich vom Fluche, den ich mir selbst gebracht. 3. So lang' ich hier soll leben, so laß den festen Schluß mir stets vor Augen schweben, daß ich einst scheiden muß. Doch kommt noch heut' mein Ende, ist schon vollbracht mein Lauf, so nimm in deine Hände den 5. Ich bin dem Grabe näHer kommen, dem Ziele meiner Prüfungszeit; wie meine Ta ge zugenommen, so nah' ich mich der Ewigkeit; soll dies die Geist, o Vater, auf. letzte Woche seyn, so führe mich zum Himmel ein. Je C. Neujahrslieder. 6. Wenn aber morgen ich auf's Neue, den heil'gen SonnMel. Ich dank' bir, lieber. tag feiern kann, ſo blick die 824. Bis hieher iſt's geTreue mich lungen; auch mit neuen Gnaden an; ist das Jahr. Ich bin hindurchdann geh' ich freudig in dein gedrungen durch Sorgen und Haus, da theilst du reichen Se- Gefahr. Nun schweige jede gen aus. Klage, mein ganz Gefühl sey Dank. Dir, Hüter meiner Tage, erschalle Lobgesang! 2. Der du mich haft erhalten, mein Schöpfer und mein Lieder für besondere Zeiten und Verhältniſse. 471 Hort, dich laß ich ferner wal was ist des Lebens Müh'? Am ten und traue deinem Wort. Abend war mein Herz oft voll Dir ist mein Will' ergeben, er von Gram und Sorgen und an ist nicht weiter mein. Mein dem neuen Morgen verschwand Herz, mein ganzes Leben soll mein Gram und Schmerz. dir geheiligt seyn. 4. Gott, groß ist deine Stärs 3. In deinen Rath sich schik ke, groß deine Freundlichkeit! ken, ist Weisheit und giebt dich preisen deine Werke, du Ruh'. Soll mich die Armuth Herr der Welt und Zeit! Auch drücken: mein höchstes Gut bist ich will lebenslang dich preisen, du. Soll mich Verfolgung dich erhöhen, und auch mein plagen: so schüßest du mich letztes Flehen sey dir ein Lobe doch. Soll ich Verachtung tra- gesang. gen: ich trage, Herr, dein Joch! 4. Soll ich verlassen leben: verlaß nur du mich nicht! Soll ich in Alengsten schweben: sey dieser Welt, ermeine Zuversicht! Und soll ich hebt den Herrn der Zeit! Ein Krankheit leiden: du wirst Ge- Opfer, das ihm wohlgefällt, ist duld verleihn. Soll ich von Lieb' und Dankbarkeit. hinnen scheiden: du führst zum Leben ein. Mel. Lobt Gott, ihr Christen x. 826. Erhebt, Bewohner 2. Der Engel hoher Lobgesang preist seine Majestät; und so werd' auch durch unsern Dank dein Name, Gott, erhöht. 3. Mit Gütern du Mel. Helft mir Gott's Güte 2c. 130 es Jahres erster 825. Dorgen, foll, Gott, das Jahr, versorgteft Groß dir heilig seyn, ich will mich, und Klein, nahmst unsers Lefern von Sorgen, nur deiner bens gnädig wahr, gabft SeGüte freun. Bis hieher halfft gen und Gedeihn. du mir! Lobsing' ihm, meine Seele! Lobfing' ihm und erzähle, was er gethan an dir! 4. Dein Wort erquickte Geist und Sinn, gab in Versuchung Muth, auch was uns fränkte, ward. Gewinn; du macheft Alles gut. 2. Ich überschau' die Pfade der kurzen Pilgerschaft. Nah' war mir deine Gnade, o Gott, und deine Kraft. Du führtest voller Treu' mich meinem Ziel entgegen, du gabst mir deinen Segen und stand'st mir mächtig bei. 5. Dir, Gott und Vater, danken wir für dieses Jahres Heil und flehn vertrauensvoll zu dir: sey ferner unser Theil! 6. Der Obrigkeit gieb deinen Geist und Kraft von deinem Thron; beweis', o treuer Gott, du seyst ihr Schild und großer Lohn. 3. Erwäg' ich alle Freuden, die mir mein Gott verlieh, was sind dann alle Leiden? 7. Dein Segen komm' auf un 472 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. ser Land, erhalt' ihm Fried' und| und schirmen Sitt' und Necht; Ruh'; ihm ström' aus deiner daß Friede, Lieb und Treue Gnadenhand stets neue Wohl sich stets bei uns erneue, bis fahrt zu. auf das späteste Geschlecht. 8. Wie Thau des Morgens breite sich dein göttlich Wohl thun aus und für dein Auf fehn rühme dich frohlockend jedes Haus. 9. Laß leuchten uns dein Angesicht, wenn Trübsal uns bedrängt; verlaß uns, o Erbarmer, nicht, bis uns das Grab umfängt. 10. Und endet in des Jahres Lauf sich unsre Lebenszeit, so nimm den Geift zu dir hinauf in deine Ewigkeit. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 827. Erhör uns, Gott, erhöre; breit' dei nes Namens Ehre an allen Orten aus. Mit deinem reichen Segen komm' gnädig uns entgegen und schüße, Herr, dein Erb' und Haus. 2. D laß dein Wort uns Allen noch ferner rein erschallen und seiner Kraft uns freun. Gieb du getreue Lehrer, gieb unverdroßne Hörer und laß uns fromme Thäter seyn. 5. Erhalt' in jeder Ehe bei ihrem Wohl und Wehe rechtschaff'ne Frömmigkeit. In Unschuld und in Tugend erwachse unsre Jugend und sey zu detnem Dienst bereit. 7. Gedenke voll Erbarmen der Leidenden und Armen, daß sie fich deiner freun. Den Waisen fey ein Vater, den Wittwen ein Berather; du woll'st ihr Schuß und Beistand seyn. 8. Sey du ein Arzt der Kranken und die im Glauben wanken, zich', Herr, zu dir a hinauf. Den Alten hilf die Plagen, die Last der Jahre tragen, bis sie vollenden ihren Lauf. 3. Du woll'st das Land be glücken und stets mit Gnadenblicken auf unsern König sehn. Schüß' ihn auf seinem Throne und laß, Herr, seine Krone in segensvollem Glanze stehn. 6. O Vater, wend' in Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden von deinen Kindern ab. Kein Unglücksfall vers nichte des Landes reiche Früchte, die deine milde Hand uns gab. 9. Sey der Bedrängten Stüße und Stüße und die Verfolgten schüße; gieb Trost in Todesnoth. Die hier die Deinen waren, laß einst in Frieden fahren, send' ihnen einen sanften Tod. 10. Nun, Gott, du wirst erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demuth jetzt begehrt. Wir sprechen froh das Amen in un4. Laß Alle, die regieren, sers Jesu Namen; so ist gewiß ihr Amt mit Segen führen, der Wunsch gewährt. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 473 Mel. Es ist das Heil ic. ind 6. Daß Weisheit und Ge828. Gott ruft der Sonne, rechtigkeit auf seinem Stuhle ruft dem Mond, throne; daß Tugend und Zudas Jahr darnach zu theilen; er, friedenheit in unserm Lande der im Himmel ewig thront, er wohne; daß Treu' und Liebe heißt die Zeiten eilen; er ordnet bei uns sey: dies, lieber VaJahre, Tag und Nacht, laßt ter, dies verleih' in Chrifto, uns erhöhn den Gott der deinem Sohne. Macht und dankbar vor ihm weilen! 2. Herr, der da ist und der da war, dich rühmen alle Zungen! Dir sey für das entflohne Jahr ein heilig Lied gesungen; für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet seyn, das du uns neu gegeben; verleih' uns Kraft, die Kraft ist bein, in deiner Furcht zu leben. Zu segnen bist du stets bereit, wenn wir nach der Gerechtigkeit und deinem Reiche streben! 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden; doch schadet mir das Glück der Welt, so gieb mir Kreuz und Leiden. Nur stärke mit Geduld mein Herz, auf daß mich nimmer Noth und Schmerz von deiner Liebe schei829. Heft Mel. Helft mir Gott's Güte sc. elft Gottes Huld mir preisen, auf, Chriften, stimmet sein! laßt uns ihm Dank erweisen, und seiner uns erfreun! Er ist der Herr der Zeit, hat ihren Lauf regieret, bisher uns treu geführet und jetzt das Jahr erneut. 2. Mit fröhlichem Gemüthe laßt heut zu ihm uns nahn; denn er ist reich an Güte, hat viel an uns gethan; er hat mit milder Hand viel Segen uns gesendet, viel Unheil abgewendet von unserm Vaterland. 3. Er hat sein Wort erhalten, der Kirche Schuß gewährt, die Jugend und die Alten mit Himmelsbrod genährt. Aus unverdienter Huld hat unser er vers schonet und Keinem noch gelohnet nach seiner Sündenschuld. den. 4. Mit väterlicher Treue nimmt er uns Sünder an, wenn wir uns ihm voll Reue in Jesu gläubig nahn; durch ihn will er verzeihn und uns zum neuen Leben des Geistes Beistand geben; ihm wollen wir uns weihn. 5. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaffnen dich und der bedrängten Brüder. Gieb Glück zu jeder guten That 5. Sey, Vater, hochgeprieund laß dich, Gott, mit Heil sen für alle Gütigkeit, die du und Rath auf unsern König uns hast erwiesen in der vernieder. gangnen Zeit. Sey ferner un 474 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. ser Gott; versorg' uns und be-| deinen Höhen mit Huld auf unwahre auch in dem neuen Jahre ser Volk und Land; gieb uns, und hilf aus aller Noth. 500m2 Mel. Wie wohl ist mir, o 2c. was wir in Chrifto flehen, aus deiner milden Vaterhand! Gott, sättige mit langem Leben den den die Son- Herrscher, den du uns gegeben! nen und die Er- Durch Frömmigkeit besteh' sein err, 830. H den durch ihren Bau voll Pracht Thron! Lehr' du ihn selbst das erhöhn, durch dessen Machtwort Land beglücken, daß wir in ihm Welten werden und Welten wie dein Bild erblicken und sey sein der untergehn! Herr, den durch Schild und großer Lohn. laute Lobgesänge der Creaturen ganze Menge in aller Zeiten Lauf erhob! der Engel Chöre Königs stehn, daß ihren Rath nachzuahmen, preist unsre Seele deinen Namen und unsern Mund erfüllt dein Lob! 5. Tritt den Gewaltigen zur Seite, die um den Thron des die Weisheit leite und sie des Volkes Wohl erhöhn. Sey mit den Obern unsers Landes, auf daß zur Wohlfahrt jedes Standes ihr Amt und Wirken wohl gedeih'. Du wolleft deiner Güte Segen auf alle treuen Bürger legen, daß jeder dir gehorsam sey. todist 2. Wie, Gott, dein Arm die Welt bewahre, verkündigt jeder Tag der Nacht; ein Jahr erzählt dem nächsten Jahre die großen Wunder deiner Macht. Dein Stuhl, o Gott, bleibt ewig stehen, du bist und blei- 6. Des Heiligthumes Diener best, wir vergehen; wie schnell stärke der Geist des Lichtes und verströmet unsre Zeit! Schon wieder ist ein Jahr vom Leben, das uns dein Gnadenrath gegeben, im Abgrund der Vergänglichkeit. and dia der Kraft, er, der zu ihrem Segenswerke das Wollen und Vollbringen schafft! Der Lehrer Arbeit laß gerathen, wenn ſie admit treuer Hand die Saaten der 3. Kommt! heut' sey uns Weisheit und der Wohlfahrt ein Tag des Bundes! Dem streun! Bild' auch das zarte frommen Bunde bleibet treu, Herz der Jugend, laß wahre und den Gelübden unsers Mun- Weisheit, fromme Tugend die des stimm' ohne Falsch das Herz Zierde unsrer Schulen seyn! auch bei! O Land gelobe, Gott 7. Dies Flehn sey vor dir zu dienen und du wirst wie Ja und Amen! Du kannst mehr ein Garten grünen, den er sich thun, als wir verstehn; erhör' selbst gepflanzet hat. Laßt wan- uns, Gott, in Jesu Namen deln uns auf seinen Wegen, und laß uns deine Hülfe sehn! dann macht mit ihrem vollen Wir trauen deiner Macht und Segen uns seine Vatergüte satt. Gnade; erhalt' uns auf dem ebnen Pfade, den unser Herr uns 4. Gott, schau' herab aus Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 475 wandeln lehrt. O segne, Vater,| Laß es neue Kräfte bringen, daß dir zum Preise, auch dieses erneut ich wandeln kann. Neues Jahr, und so beweise: du seyft Heil und neues Leben wolleft es, der Gebet erhört. du aus Gnaden geben. annislin id im Mel. Nun freut euch 2c. 831. Hu 2. Laß dies seyn ein Jahr der Gnaden; Herr, vergieb eut' öffnet sich die mir meine Schuld! Was der neue Bahn auf Seele möchte schaden, wende meines Lebens Reise. Froh tret ab nach deiner Huld! Laß mich ich meine Wallfahrt an, nach wachen, beten, ringen und frommer Pilger Weise. Herr, durch dich die Welt bezwingen. mit Gebet und mit Gesang be- 3. Deine Kraft kann mich ginn' ich muthig meinen Gang, du wirst mich sicher leiten. wohl stärken, daß mein Wans del richtig sey. Mach' mich reich an guten Werken und in deis nem Dienst getreu! Hab' ich dich), du Freund der Seelen, was kann mir zum Heile fehlen? 2. Mich schrecket nicht der Zukunft Nacht, die meinen Pfad umhüllet; ich weiß, daß einst durch deine Macht mir Licht aus Nächten quillet. Jeßt faß' ich deinen Rathschluß nicht: doch einst, verklärt in deinem Licht, werd' ich ihn ganz verstehen. 4. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr, trage mich auf deinen Händen, 3. Rauh oder eben sey mein sey mein Beistand in Gefahr. Pfad, ich will ihn freudig ge- Freudig will ich dich umfassen, Hen; denn deiner Liebe weiser wenn ich soll die Welt verlassen. Rath hat ihn für mich ersehen. Giebst du mir Freude, giebst du Noth, giebst du mir Leben Mel. Wach' auf, mein Herz sc. oder Tod, es wird zum Hell 833. Nun laßt uns gehn treten mir dienen. 4. Mein Ziel sey nahe oder fern, das soll mein Herz nicht quälen; dir, meinem Gott und meinem Herrn, dir will ich mich befehlen. In deiner Hand steht meine Zeit; laß mich den Weg zur Ewigkeit nur selig einst vollenden. Mel. Unser Herrscher, unser ic. ilf, Herr Jesu, gelingen, Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern; im neuen wie im alten läßt er sein Wohlthun walten. 832. 32. 3. Er führt durch Angst und Plagen, durch Zittern und durchs Zagen, durch Furcht und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Wie Mütter unter StürHilfe laf hilf, das neue Jahr geht an! men die lieben Kindlein schir 476 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. men, so eilt Gott, in Gefahren Die Seinen zu bewahren. 5. Ach, Hüter unfres Lebens, wir sorgen nur vergebens, wo nicht in allen Sachen für uns dein' Augen wachen. 6. Gelobt sey deine Treue, die alle Morgen neue, Lob sey den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 7. Hör' ferner unser Flehen und eil', uns beizustehen in al lem Kreuz und Leiden, du Brunnquell aller Freuden. 8. Gieb mir, gieb allen de nen, die sich nach Hülfe sehnen, ein Herz, das dich nicht lasse und in Geduld sich faffe. 9. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 10. Sey der Verlaffnen Vater, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 11. Hilf gnädig allen Kranfen, gieb fröhliche Gedanken den tiefbetrübten Seelen, die sich in Schwermuth quälen. 12. Und was das allermeiste, füll' uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 13. Das Alles woll'st du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schaare zum fel'gen neuen Jahre! angefangen. Auf dich, o Gott, soll ganz allein mein Herz und Sinn gerichtet seyn. 2. Du hast das Daseyn mir gegeben, nur dir allein gehört mein Leben. Dein ist die Kraft, dein ist die Zeit, nur deinem Ruhm sen sie geweiht.-16 3. D stärke, Vater, mein Verlangen, an deinem Willen festzuhangen. Vollführe du, was ich nicht kann und leite mich auf ebner Bahn! 4. Und wank' ich oder sink' ich nieder, o so erhebe du mich wieder! Hilf gnädig meiner Schwachheit auf und fördre kräftig meinen Lauf. 5. Laß, Herr, dein himmlisch Reich auf Erden auch unter und verbreitet werden. Bedeck' mit deiner treuen Hand den König und das Vaterland. 6. Laß Alle, die die Welt regieren, mit Weisheit ihre Scepter führen. Ihr Thun sey nur Gerechtigkeit, nur Friede, was ihr Mund gebeut. 7. Laß treue Hirten, fromme Heerden ein Herz und eine Seele werden, daß wahrer Glaub' und Liebestreu' die Zierde deiner Kirche sey. 8. Die Eltern, die heut' zu dir flehen, laß Freud' an ihren Kindern sehen, und mach' durch deines Geistes Kraft sie Alle weis und tugendhaft. 834. Wie 9. Erfreue, Gott, durch deiMel. 3euch' meinen Geist 2c. nen Segen, die standhaft gehn ie schnell ist doch auf deinen Wegen! Zeig' deinen dies Jahr ver- Arm, der Schwache trägt und gangen! Schon ist ein neues freche Sünder niederschlägt! Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 477 10. Erhöre das Gebet der ten, ob Händ' und Herz erkalDeinen! Laß nicht umsonst das ten: ein Neues stellt sich ein! Elend weinen! Send' eilend Je- Wie viel wir abgenommen, so dem Hülf' und Rath, der keinen näher sind wir kommen der ew'Freund und Retter hat! dgen Freude oder Pein. 11. Auf dich soll stets mein 5. Unendlich selig Wesen, Auge schauen; auf dich, Herr, durch dessen Tod genesen, was soll mein Herz vertrauen. Bift Zeit und Jahre zählt; laß alle du mein Freund und höchstes mit dir leben, für die du dich Gut, so wird mein Glaube gegeben, die deinem Reiche du Heldenmuth. erwählt! D. Jahreszeiten. 12. Zu meinem Heil und dir zum Preise seg' ich dann fort die Pilgerreise, bis mir am Ziele Mel. Lobt Gott, the Christen. meiner Bahn dein Vaterhaus 836. Die Erndt ist da, wird winkt der 13. Die Sonne gehet auf Halm dem Schnitter in das und nieder; ein Jahr vergeht, Feld; so schalle denn ein Freuein Jahr kommt wieder! Nur denpfalm dem großen Herrn du, der allgenugsam ist, nur der Welt. du bleibst ewig, der du bist! 7 Jon Mel. Nun ruhen alle Wälder. 835. Wie viel wir Jahre zählen, so viel 2. Er ist's, der uns die Erndte giebt, er öffnet seine Hand. Heil uns, daß er befändig liebt und fegnet unser Land. rachs ares 3. Weil jenes Jahr vergangen, hat dieses angefangen, daß End' auf Anfang zeigt. Vor ging die Sonne nieder, in Kur zem sehn wir wieder, wie sie empor am Himmel steigt. 4. So, ob auch wir veral der Jahre fehlen von unsrer Les benszeit! Auch unsre Kraft verschwindet, wenn sich das Alter findet, dem seltner Werk und That gedeiht. 2. Wie nun dies Jahr ent fallen und für das Erdenwal4. Oft zogen schwarze Wolken her, die mit Verderben len die Bahn sich abgekürzt; drohn: Er sprach- wir sahen so geht mit ihm verloren, was nur die Zeit geboren, die Alles niederfällt und stürzt! sie nicht mehr, schnell waren sie entflohn. call dire 5. Erhebet ihn, den Gott der Macht, der in Gewittern wohnt! Ihm werde Lob und Dank gebracht; er donnert und verschont. 6. Er will und Segen strömt daher, daß Mensch und Thier sich nährt; das Kornfeld, wal3. Er senket in bas Korn hinein den Keim voll Lebenskraft; giebt ihm von oben Sonnenschein und milden Nahrungsfaft. 478 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. lend wie ein Meer, ist frohen| ter unsres Lebens, du gabst Dankes werth. baft mit reicher Hand. 2 3. Das glänzende Gefilde, das unser Aug' entzückt, ist Zei chen deiner Milde, die Alles gern erquickt. In reichen Wogen wallet der segensvolle Halm, von Jung und Alt erschallet dir, Herr, ein Freudenpfalm. 6 4. Die Pracht der reichen Auen strömt Wonn' in unsre 9. Ja, groß ist deine Wun- Brust, doch mischt auch Furcht und Grauen sich oft in diese dermacht, o Gott, im Wohl- Luft. Du rufft vom Wolkenthun groß; sie wirkt am Tag size den Boten deiner Macht, und in der Nacht und wirket dem Wettersturm, dem Bliße, grenzenlos. 7. So führet er die Erndtezeit auf's Neue nun heran, und Jeder rühmt es hoch erfreut, wie wohl er uns gethan. 8. Des Schnitters Tag ist lang und schwül, doch freudig ist sein Muth: sein Auge sieht der Garben viel, er denket: Gott ist gut. der Mittag wird zur Nacht. 10. Sie führet uns auf eb- 5. Der Donner rollt, es bebet ner Bahn, giebt Freud' und heilt die schwache Creatur; doch neu, den Schmerz. Nimm, Herr, o Herr, belebet dein Regen die auch unser Opfer an! Wir ge- Natur. Du schaffst zum Paben dir das Herz. drabiese verwelfte Fluren um, 11. Ja, dir nur sey es ganz und Hügel, Thal und Wiese geweiht in freudigem Vertraun! verkünden deinen Ruhm. Wie schön ist dann die Erndtezeit, wenn wir dein Antlig schaun. nisi 6. Der du die Erde schmüffest mit wunderbarer Pracht, und was da lebt, beglückeft durch deine Lieb' und Macht, dich müsse Jeder loben, dir schalle Mel. Ich dank' dir, lieber c. 837. Dir, Gott der Huld froher Dank, dich preiſt der und Stärke, er Engel droben, dich preist auch schalle Preis und Dank; dich unser Dant. and Onv Slim loben deine Werke, dich rühmt lofe sid mal auch mein Gesang. Es zeigt ann Mel. O daß ich tausend sc. allen Enden sich deiner Güte 838. Dir, milder Geber Spur; aus deinen Vaterhänden strömt Segen auf die Flur. Herr! dir gebühret Dank und 2. Wie prangt das Gold der Ruhm; denn Alles, was wir Früchte, des Sommers Feier- find und haben, ist ja dein Fleid! Wir sehn im schönsten Werk und Eigenthum. Mein Lichte, Herr, deine Herrlichkeit. Lobgefang steigt auf zu dir, o Wir flehen nicht vergebens um neige, Herr, dein Ohr zu mir! Segen für das Land; du, Va2. Die kleinste deiner Crea Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 479 furen macht deine Weisheit of Lob, wie schön! Kommt, laßt fenbar; du zeigest deiner Güte uns seinen Ruhm erhöhn! Spuren und deine Macht von Hier 2018 Sulm ruft laut uns zu, daß 839. Demer, o Herr Jahr zu Jahr; der kleinste Mel. Helft mir Gott's Güte zc. Niemand mächtig sey, als du. 3. Du sorgst für uns nach der ganzen Welt, du Vater Väter Weise, erhältst die Werke voll Erbarmen, der Alles trägt deiner Hand, giebst Allem, was und hält! Du, Gott, erhörst da lebt, die Speise, beschirmst Gebet; erhöre, was im Staube und segneft jedes Land; du lie- vertrauensvoll der Glaube von best unveränderlich, der Bösen dir in Noth erfleht.nl selbst erbarmst du dich. draft 2. Sonst zeigte jeden Morgen dein Segen sich uns neu; mach' auch jetzt von Sorgen die bangen Herzen frei. Zu hel4. Voll ist der Erdkreis deiner Güte und deiner Weisheit ist er voll! Herr, unterweise mein Gemüthe, wie ich dich würdig fen ist dir leicht; du kannst dem loben soll. Dir dankt nur wahr- Mangel wehren, in Ueberfluß haft, wer dich liebt, dich, der ihn kehren, wenn's uns un uns so viel Gutes giebt. möglich däucht. 3. Den Reichen gieb Erbarmen bei der Bedrängten Schmerz, und zu erfreun die Armen, sey Freude für ihr Herzi damit sie mild ihr Brod den dürft'gen Brüdern brechen und diese dankbar sprechen: euch lohn' und segne Gott. du 6. Mild öffnest du den Schooß der Erde, du tränkst die Flur von oben her, giebst, daß die Saat erquicket werde und machst die Aehre segenschwer; in 4. Die Früchte laß gerathen, uns wieder zu erfreun, und allen unsern Saaten gieb Wachsthum und Gedeihn. Mit milder Vaterhand gieb Wärme, Thau und Regen; dann kehret du träufelst mit dem fühlen reicher Segen zurück in unser Thau die Fruchtbarkeit auf Land. ad p Feld und Au'. 5. Allgütiger, wir hoffen auf 7. Kommt, preist des Schö- dich und deine Treu'. Oft hat pfers Huld und Stärke, bringt uns Noth betroffen, doch stanseinem Namen Ehre dar! Groß dest du uns bei. Du hilfft und ist der Herr und seine Werke rettest gern: so sey denn unser find herrlich, groß und wun- Leben vertrauensvoll ergeben derbar! Wie köstlich ist dein dir, unserm Gott und Herrn. 5. Das Saatforn wird in deinem Namen auf Hoffnung in das Land gestreut, du schirmst, Allmächtiger, den Samen, dein ist der Erde Fruchtbarkeit; du giebst allein zur Arbeit Kraft, du bist's, der das Gedeihen schafft. 480 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Es ist das Heil zc. das Land und stillst den Durst 840. Selobt fey, der den der Erde, daß mit den Gaben Frühling schafft, deiner Hand der Mensch geGott, der den Erdkreis schmük segnet werde. Du sendest Hafet! Preis sey ihm, Ehre, gel, Thau und Wind, die deiStärk' und Kraft, der, was ner Almacht Diener sind, als er schuf, beglücket! Der Herr deiner Liebe Boten. erschafft, der Herr erhält, er 7. Selbst wenn dein Donner liebt und segnet seine Welt; furchtbar draut, wenn Berg lobsinget seinem Namen. und Thal erzittern, strömt Stär2. Das Erdreich, das er- fung, Segen, Fruchtbarkeit aus storben lag, erwacht und lebt Nacht und Ungewittern. Bald nun wieder. Von Gott strömt bricht die Sonne neu hervor jeden neuen Tag der Segen und Alles jauchzt zu dir empor, neu hernieder. Der Wurm, vor dem die Wetter schweigen. der in dem Staube webt, der 8. Von dir kommt, was uns Vogel, der in Lüften schwebt, hier erfreut, du Brunnquell' erfreut sich seines Lebens. aller Gaben, dort wirst du uns 3. Der Erde Antlig ist ver- mit Seligkeit in reichen Ströjüngt, erheitert glänzt der Him- men laben; wo wir die Majemel, Gebirg' und Thal und stät und Pracht der Wunder Wald erklingt von freudigem deiner Lieb' und Macht vollkomGetümmel: der Allen Sinn men werden schauen. und Leben gab, schaut voller Gnad' und Huld herab auf seiner Schöpfung Werke. Mel. Ich finge dir mit zc. 4. Doch fühllos nur und 841. Gott sorgt für uns, o singt ihm Dank! unbeseelt sind Auen und Genie ist er von uns fern; vom filde; den Menschen nur hat Aufgang bis zum Niedergang Gott erwählt zu seinem Eben strahlt uns die Huld des Herrn. bilde; der Mensch nur kann sich 2. Den Menschen, wie den Gottes freun, ihn lieben, in kleinsten Wurm, trägt seine ihm felig seyn, ein ew'ges Le- Güt' und Macht; er ist im ben hoffen. Sonnenschein und Sturm auf Aller Heil bedacht. 5. Gott ist uns nah' und Keinem fern, lobsingt ihm, seine Werke! Die Welten sind er füllt vom Herrn, sind Zeugen feiner Stärke. Auch ich lobfinge freudig dir; denn überall bist du bei mir, mit Allmacht, Lieb' und Gnade. 3. Was wir auf Hoffnung ausgestreut, hat reichlich er ge mehrt; er hat das Flehn um Fruchtbarkeit auch dieses Jahr erhört. 4. Die Nehren sind von Segen schwer, mit Gut frönt Gott das Jahr. O Christen, bringt 6. Du rufft die Wolken in Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 481 ihm Ruhm und Ehr' mit from-| weicht dir Ehre bringe und mer Rührung dar. nid bhi uns freudig unser Mund dir Psals 5. Ja, Höchster, wir vereh- men finge. Gieb Kraft, daß ren dich mit findlich frohem wir in alle Ewigkeiten dein Lob Dank; du nährst uns treu, verbreiten. giebst väterlich uns mehr, als Speis und Trankhil nic Mel. Sollt' ich meinem Gott 2c. 6. Du giebſt Gesundheit, 843. H öher hebt sich Gotschenkst uns Kraft, Gedeihn zu tes Sonne, lönunserm Fleiß; du bist es, der ger strahlt ihr segnend Licht; den Frieden schafft, und dir gebühret Preis. 307. Laß deiner Gaben Ueberfluß uns nun auch heilsam seyn, und gieb uns Weisheit beim Genuß, daß wir sie nie entweihn. linds Alles athmet neue Wonne, wenn sie durch die Wolken bricht. Seht, der Frühling senft sich nieder in die Wälder, auf die Flur; die erstorbene Natur lebet auf und wirket wieder. Opfert unserm Schöpfer Dank, preist ihn fröhlich mit Gesang! 8. Auf dich steht unsre Zuversicht; dir wollen wir vertraun, bis wir dereinst im höhern Licht des Glaubens Erndte schaun. 2. Fröhlich zu der Arbeit wallet nun der Landmann auf das Feld, und sein frommes modismante Lied erschallet laut empor zum Mull odging Herrn der Welt. Er vertraut Mel. Gott, der du für uns 2c. die Saat der Erde, ehret Gott durch Zuversicht, ist getrost und zweifelt nicht, daß sie wohl gerathen werde. Opfert unserm Schöpfer Dank, preist ihn fröhlich mit Gesang! bi bil 842. H err, unser Herr scher, dankbar sey gepriesen! Groß ist die Hülfe, die du uns erwiesen; wir baten dich, o Bater, reich an Segen, um milden Regen. 32. Er fällt herab, damit auf deiner Erde, was welft und lechzt, durch ihn erquicket werde. Du willst, daß unsre hoffnungsvollen Saaten uns wohlgerathen.d din aludst llo 3. Glänzend, wie im Feierkleide, prangt die blüthenreiche Au; jede Blume duftet Freude, neu gestärkt vom Morgenthau. Horcht auf der Geschöpfe Chöre! Alles, was auf Erden lebt, Alles, was in Lüften schwebt, bringet seinem Schöpfer Ehre. Bringt auch ihr dem Schöpfer Dank, preist ihn fröhlich mit 3. So weit nur, Höchster, deine Himmel reichen, sehn wir verbreitet deiner Liebe Zeichen. Laß jetzt dein Wohlthun, das Gesang! 10% 100den wir deutlich spüren, uns fräf 4. Dieser Frühling, wie getig rühren.su honopharschwinde wird er, faum be4. Daß auch das Herz er- grüßt, verblühn; wie die Spreu HH 482 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. verweht vom Winde, so wird ner droht; ich fürchte nichts, feine Pracht entfliehn. Aber, denn ich bin dein und liebe dich, Gott, vor deinem Throne wird o Gott! ein ew'ger Frühling seyn, ewig 6. Ja, dein bin ich, und wird er uns erfreun, wenn deine Macht lenft des Gewit uns schmückt des Himmels ters Lauf; bald steigt in feierKrone. Opfert unserm Schö- licher Pracht der Friedensbopfer Dank, preist ihn fröhlich gen auf. mit Gesang! reift ihn fi 5. Alle Herrlichkeit der Erde. divas minit. Mel. Mach's mit mir, Gott zc. ist nur Schatten vor dem Licht, 845. Robing', afrohes das schauen werde, dort vor Gottes Angesicht. Auch ihn mit Freudenpsalmen, der das freudenreichste Leben hier Saat in Halmen sprießen läßt, auf Erden ist nur Tod, wah- mit Aehren frönt die Halmen res Leben wird mir Gott einst und giebt, daß sie voll Frucht in seinem Reiche geben. Opfert gedeihn, Thau, Regenguß und unserm Schöpfer Dank, preist Sonnenschein. Jule 8 ihn ewig mit Gesang! Tuo aming av 2. Im Wetterdunkel wandelt er, sä't Heil aus milden Händen und fährt auf Blitz und Sturm einher, um Segen außzuspenden. Und wenn sie gleich mit Donnern spricht, doch spricht die Liebe: zittert nicht! CRO 2. Auch wenn dein Blizz sich Bahnen bricht und flammend uns erscheint, auch wenn du donnerst, zürnst du nicht, bist Vater uns und Freund. 3. Lobsingt! uns füllte Gottes Hand die leeren Scheuren wieder. O du vom Herrn begabtes Land, tön' ihm des Danfes Lieder. Er dachte unsrer Schulden nicht, voll Guade schien sein Angesicht. isd 3. Dem Sünder nur, der dich nicht fennt, finkt in Gefahr 4. Noch strahlet seiner Sonne der Muth; wer dich in Christo Huld auf Sünder und GerechVater nennt, steht fest in deiner te; noch schont, noch nährt er Hut. ontvoll Geduld auch schuldbeladne 4. Dein Blitz kann tödten! Knechte. O fallt mit neu entdoch kein Christ scheut, Vater, glühtem Sinn am Thron des dein Gericht; wer deiner Gnade guten Vaters hinder sicher ist, bebt vor dem Tode 05. Des Erdensegens reichen nicht. Theil, wer mißt ihn, kann ihn wägen? Doch welch unendlich größres Heil beut Gott im Him5. Drum will ich still und ruhig seyn, auch wenn dein Don ( 2 844. J Mel. Nun sich der Tag 2c. Xn Dunkel hüllt der Himmel sich, ein schweres Wetter dräut; ich bebe nicht, ich freue mich), Gott, deiner Herrlichkeit. d Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 483 melssegen! Vergeßt, wenn euch du, der so viel an uns gethan, sein Gut erlabt, nicht deß, der euch so hoch begabt. Al wirst fünftig mehr noch thun. 6. O laßt uns guten Samen streun in Gott geweihten Thaten! Gern giebt er Thau und Sonnenschein zum Wuchs der edlen Saaten. Dann ziehn wir einst im Jubelchor zum Erndtefest durch Salems Thor. 8. Läßt du uns deine Freundlichkeit schon hier so herrlich sehn; was wird in der Vollkommenheit der fünft'gen Welt ge= schehn! 9. Dann dringt noch tiefer unser Blick in deine Wunder ein. D Herr, laß dies erhabne Glück uns stets vor Augen seyn. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 846. Noch immer wechMel. Was Gott thut, das ac. feln ordentlich des 847. Was Gott thut, ist wohlgethan; so denken Gottes Kinder. Wer auch nicht reichlich erndten fann, den liebet Gott nicht minder. Er zicht das Herz doch himmelwärts, obgleich) wir oft auf Erden beim Mangel traurig 1 werden. Jahres Zeiten ab; noch stets ergießt dein Segen sich auf uns, o Gott, herab. nd dim mis 2. Du winkst, so wärmt der Sonne Strahl, belebet neu das Land und schmücket Hügel, Berg und Thal mit lieblichem Gewand. fil 3. Und aus des Himmels 2. Was Gott thut, das ist Wolken träuft Gedeihn und wohlgethan im Nehmen und Fruchtbarkeit; die Saat geht im Geben; was wir aus seiner auf, sie wächst und reift, sie Hand empfahn, genüget uns nähret und erfreut. zum Leben. 4. Von dir gesegnet blüht der Baum und trägt uns milde Frucht, beut schattigen und stil len Raum dem, der Erfrischung fuchyt. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt; laßt uns in Demuth schweigen und vor dem Herrn uns beugen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wer darf sein Wal5. Des Herbstes Stürme sen- ten richten, wenn er, eh' man dest du, auch sie uns zum Ge- noch ernten kann, den Segen deihn; du hüllest für des Win- will vernichten? Weil er allein ters Ruh' in Schnee die Flu- der Schaß will seyn, nimmt er uns andre Güter zum Heile ren ein. 6. So waltest du in der Nader Gemüther. tur, stets unerschöpflich reich; du sorgst für jede Creatur. Wer ist an Huld dir gleich? 7. Wir beten dich in Demuth an o Gott, und hoffen nun, 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; es geh' nach seinem Willen. Läßt er uns auch den Mangel nahu, er weiß das Herz zu stillen. Wer wie ein Christ HH2 484 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse genügsam ist, kann auch an wenig Gaben mit Dankbarkeit sich labend bond tang 8 4. Wer kann die Güte ganz ermessen, die weiter als die Wolfen reicht; wer dürfte un5. Was Gott thut, das ist dankbar vergessen die Treue, wohlgethan; laßt in Geduld die nie von uns weicht. Wir uns faffen! Er nimmt sich un- wollen deiner stets gedenken, frer gnädig an und wird uns deß Wohlthun uns begnadigt nicht verlassen. Er, unser Gott, hat, das Herz nach deinem Reiweiß, was uns noth, und wird che lenken, dich preisen stets es gern uns geben. Kommt, durch fromme That.( bud p laßt uns ihn erheben! 5. Was du uns gabst, wohl anzuwenden, verleih)' uns Weißheit und Verstand; bewahr' uns, Mel. Wie. groß ist des 2c. 848. Mir Alle, Gott daß wir nicht verschwenden und Vater! die reichen Gaben deiner Hand. bringen dir Preis und Dank Du willst, wir sollen froh geim Heiligthum, und unsre fro- nießen und dankbar im Gehen Herzen singen von deines nusse seyn; gieb, daß mit ruNamens hohem Ruhm. Ge- higem Gewissen wir deiner krönt hast du mit deiner Milde Güte stets uns freun. rings um uns her das ganze Land; dein Segen strömt auf die Gefilde aus deiner reichen Vaterhand. mi dispidas 6. Auch für den Armen kam dein Segen in solcher Füll' auf uns herab, wir wollen liebreich seiner pflegen von dem, was deine Milde gab. Er danke heute mit uns Allen, frohlocke laut und bete an, daß du nach deinem Wohlgefallen so Großes haft an uns gethan. nu Jan Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 2. Du schenkteft Sonnenschein und Regen für jede Frucht zu rechter Zeit, und gabst Gedei hen, Kraft und Segen dem Samen, den wir ausgestreut. Für Millionen deiner Kinder reicht deiner Gaben Fülle hin, du nährst ir bauen, Gott, den Frommen und den Süm- 849. der mit ewig treuem Vatersinn. 3. Du giebst, uns liebreich zu heiß mit unsrer Hand die Erde, versorgen, mehr, als wir bitten und traun auf dich, daß unser und verstehn; du wachst am Fleiß von dir gesegnet werde. Du Abend und am Morgen und selbst verheißest gnadenvoll, daß hörest unser gläubig Flehn. Saat und Erndte währen soll, Selbst unsern Undank, unsre so lang die Erde stehet. Sünden vergiebst du, der die Lie- 2. Was du verheißest, traf be ist; wir schmecken täglich und stets ein; gieb ferner deinen Seempfinden, wie gütig, Herr, du gen, laß unsre Aussaat wohl Allen bist. midange e There alle gedeihn, gieb Sonnenschein und Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 485 Regen! Vergebens bauen wir Dank für deine Treu' ein vir das Land, wenn, Vater, dei geweihtes Leben sey. ner Allmacht Hand nicht unsre Arbeit segnet.ds 3. O, fröne aus Barmherzigkeit mit Segen unsre Fluren, zeig' in des Landes Fruchtbarfeit uns deiner Gnade Spuren. Was unsres Fleißes Frucht zerstört, was Feld und Auen uns verheert, verhüte, Gott, aus Gnaden. 3. Und wie du selber nur aus Liebe uns schenkest unser täglich Brod, so weck' in uns des Mitleids Triebe, laß fühlen uns der Brüder Noth. Und weil du Reich' und Arme liebst, so dien' auch Beiden, was du giebst. 4. Durch dich ist Alles wohlgerathen auf dem Gefild', das 4. Erhalt' uns, was nach dei- wir bestellt: doch reifen auch ner Huld uns jetzt in Hoffnung des Glaubens Saaten auf deigrünet; vergilt uns nicht nach nes Sohnes Erndtefeld? Sind unsrer Schuld; straf' nicht, wie wir auch, wenn er auf uns sieht, wir's verdienet. Dann schallet ein Acker, der ihm grünt und unser Lobgesang dir, Vater, blüht? der mit Speis' und Trank uns 5. Der List des Feindes Alle reichlich nähret.wollst du wehren, wenn er ge15. Wir traun auf dich, du schäftig Unkraut streut, die treuer Gott, der stets wohl hausgehalten! du kennst am besten unsre Noth, gern lassen wir dich walten. Wir sind ja, Herr, dein Eigenthum; du wirst für uns zu deinem Ruhm auch ferner gnädig sorgen. Frucht des Wortes laß sich mehren zu deinem Ruhme weit und breit, damit am großen Erndtetag ein Jeder Garben bringen mag. mont mis hand dhiding sid E. Allgemeine Landesangelegenheiten. 113 62. Mel. Ich finge dir mit Herz 2c. ringt Gott, ihr Christen, Preis und Dank, ihm, der den Frieden schafft; erhebt mit frohem Lobgesang die Wunder seiner Kraft. 2. Wer ist ihm gleich? Wer fann, wie er, was er beschließt, 2. Dein Lob, das wir gerührt auch thun? Den Streitenden verkünden, nimm es, o Vater, und ihrem Heer gebeut er, und gnädig an, und tiefer stets laß fie ruhn. ad di Mel. O daß ich tausend sc. 850. Wir kommen, deine 851. Br Huld zu feiern, vor deinem Antlik uns zu freun; bei reichlich angefüllten Scheu ern dir, Herr der Erndte, Dank zu weihn, der du mit milder Vaterhand auf's Neu' gesegnet unser Land. uns empfinden, wie viel du 3. Er, aller Welten Herr Gutes uns gethan, auf daß der und Gott, vernahm der Völ 486 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. fer Flehn; des blut'gen Krie- Mel. Wenn wir in höchsten c. ges Angst und Noth ließ er 852. Gott, der des Feuers vorübergehn.d zum 4. Kein feindlich Schwert und Segen und Verderben schafft, fein Geschoß droht uns mehr mit welcher schrecklichen Gefürchterlich; wo Menschenblut walt verwüstet es! wie leicht, in Strömen floß, ergießet Se- wie bald! gen sich die lisen 2. Ach, wie viel Häuser hat's verheert, wie plößlich Menschenglück zerstört! Auch dies hat deine Hand gethan; wir weinen, Herr, und beten an! 6. In jedem Stand ist nun 3. Wir flagen; doch verchren wir auch deine Huld, sie half auch hier und hielt der Flam der Muth zur Arbeit neu ermen schnellen Lauf, des llebrigen wacht, und sicher vor des Feindes Wuth wird jedes Werk vollbracht. 5. Die Saat wird nun mit Sicherheit dem Boden ander traut; das Feld giebt Frucht zu seiner Zeit dem Landmann, der es baut. 7. Allgütiger, allein von dir fließt dieses Heil uns zu; dein waren, sind und bleiben wir, und unser Gott bist du. 8. Erweck' uns selbst durch deinen Geist zum Dank, der dir gefällt, dich durch ein from mes Leben preist, das deine Rechte hält. 9. Lehr' uns des Friedens hohen Werth mit weisem Ernst verstehn, und was das eitle Herz begehrt, in deiner Furcht verschmähn. 10. Verleihe, daß Gerechtig keit, daß wahre Lieb' und Treu', Vertrauen und Zufriedenheit im Lande herrschend sey. zu schonen, auf. 4. Mit unsern Brüdern seufzen wir in ihrem Jammer, Gott, zu dir: laß sie nicht hülflos, tröste die, die du gebeugt hast, segne sie! 131911 5. Und der Verschonte säume nicht, zu üben seine schönste Pflicht, die Pflicht, Betrübte zu erfreun, Verlaffnen Rath und Schuß zu seyn. say that 6. Du kannst uns wieder segnen, Gott, in Heil verwandeln jede Noth. Ja weise, liebevoll und gut Alles, was dein voll und gut ist Alles, was dein Wille thut. 7. Gieb Unterwerfung und Geduld, und laß uns deiner Vaterhuld mit frommer Zuversicht vertraun und stets auf deine Hülfe schaun. Mel. Nun lob' mein' Seel' 2c. 11. Wir sehen, Gott, auf deine Hand mit freudigem Se 853. Gottlob! es iſt er müth Vaschollen das edle terland, wo ew'ger Friede Fried und Freudenwort, daß blüht. annunmehr ruhen sollen die Waf Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 487 fen und des Krieges Mord. 5. Ach, laß dich doch erNimm, Vaterland, nun wieder wecken, wady' auf, wach)' auf, dein Saitenspiel hervor und verstockte Welt, bevor didy finge Freudenlieder im hohen neues Schrecken gleich einem vollen Chor! Erhebe dein Ge- Wetter überfällt. Wer aber müthe zu deinem Gott und Christum liebet, hab' unerschrocksprich: Herr, deine Huld und nen Muth; der Friede, den Güte bleibt jetzt und ewiglich. er giebet, ist doch das höchste 2. Was hätten wir verdie- Gut. Nach diesem laßt uns net, o Herr, nach unsrer Misse- ringen, nicht achten Kampf und that, dieweil nocy immer grü- Streit, durch Tod und Leben net bei uns der Sünden arge dringen wir einst zur HerrSaat! Fürwahr, wir sind ge- lichkeit. schlagen mit einer scharfenitad Ruth', und dennoch muß man fragen: wer ist, der Bußße thut? 854. dir, dir, Bater, Mel. Herr Gott, dich) loben sc. err aller $ Wir sind und bleiben böse, du 3. Sey tausendmal willkommen, du theures, werthes Friedensgut! Nun sehen alle Frommen, wie reicher Segen in dir ruht. In dich hat Gott versenket des Lebens höchstes Heil; wer dich verletzt und fränket, den trifft fein eigner Pfeil, er drückt ihn sich in's Herze und löscht aus Unverstand die goldne Freuden ferze mit frevelhafter Hand. bist und bleibeft treu, machst, danken wir. Allmächtiger, du daß sich bei uns löse der Krieg schufft die Welt, dein Wille und sein Geschrei. ist's, der sie erhält. Der Völfer Schicksal wägst du ab, giebst Fürsten ihren Herrscherstab; du segnest und du strafft das Land, und Alles kommt aus deiner Hand, Gott Schöpfer, unser Gott! Erhalter, unser Gott! Des Volfs, des Königs Gott! Jehovah Zebaoth! 2. Wenn ein Tyrann das Zepter führt und, dir zum Hohn, sein Volk regiert, das 4. Dies drückt uns Niemand ift, o Herr, dein Strafgericht, beffer in unsre Seel' und Herz das schreckend zu den Menschen hinein, als ihr, nd zerstörte spricht. Doch wenn ein Fürst, Schlösser, ihr Städte voller mild und gerecht, regiert als Schutt und Stein, ihr vor dein getreuer Knecht, wenn er mals grünen Felder, noch mit auf frommer Tugend Bahn als Gebein bestreut, ihr sonst so leuchtend Vorbild geht voran; dichten Wälder, die ihr ver- wenn mit des Volkes Glück zuz heeret seyd; ihr Gräber voller gleich er fördern will dein göttLeichen, getränkt mit Blut und lich Reich); ein solcher Segen Schweiß der Helden, deren Glei kommt von dir, und dir sey chen auf Erden man faum weiß. Lob und Preis dafür! 488 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Dies Glück hast du uns, 2. Soll nun dein ernstes Gott, gewährt durch einen Kö- Strafgericht, o Herr, mohn' nig, der dich ehrt und der Ende währen? Willst du dein des Landes Vater ist, weil du freundlich Angesicht nicht wiesein Gott und Vater bist. Erhalt der zu uns fehren? Gott, unihn seinem Volk, o Gott, erst ser Heiland, o erfreu' mit deispät entreiß ihn uns der Tod; nem Gnadenschein auf's Neu' gieb bis zu diesem fernen Ziel uns, die dein Zorn erschrecket! uns noch durch ihn des Segens 3. D würde mit Posaunenviel. Gieb stets zu seinem ho- schall des Ew'gen Wort gehöHen Amt ihm Weisheit, die ret: daß Friede seyn soll übervon oben stammt; und stark all, wo Christus wird verehret; durch dich trag' er die Last, daß Alle, denen er bekannt, die womit du ihn begnadigt hast. Waffen legten aus der Hand und bauten Friedenshütten! 4. Im Himmel einst lohn' du ihm ganz durch einer höhern Krone Glanz. Wie schwer sein Weg dahin auch sey, dir, Herr der Herrscher, bleib' er treu. War Sorg' und Mühe hier sein Theil, so werd' ihm dort voll kommnes Heil. y 4. Ihr zagt nicht, Heilige des Herrn; der Muth, der euch beseelet, hält die Verzweiflung von euch fern, so Gottvergessne quälet. Gott, der da waltet weit und breit, ist auch zu helfen stets bereit all' denen, die ihn fürchten. and 5. Wir lassen, unser Gott, dich nicht, füll' uns das Herz 5. Zu ihm sey unser Herz mit Zuversicht; erhöre gnädig gewandt! Er wird zu uns sich das Gebet, das Segen ihm und wenden. Der Herr mit seiner uns erfleht. Dein Segen, starken Hand wird alle DrangGott, sey ihm verliehn, behüte, sal enden, auf daß, zu seines schüße, segne ihn; dein gna- Namens Ruhm, des ganzen denvolles Angesicht umleuchte Volkes Eigenthum sey Wohlihn mit deinem Licht; gieb dei fahrt, Zucht und Ehre. und nen Frieden immerdar ihm jetzt und in der Sel'gen Schaar. Bibelen, 6. Won Christen jetzt in blut gem Streit einander treffen müssen, da wird dann die Gerechtigkeit sich mit dem Frieden Mel. Aus tiefer Noth ac. im 855. Hom mals haft dein err, der du vor füssen; es werden da, wo jest das Schwert in Feindes Hand die Flur verheert, sich Güt' und Treu' begegnen. his mothie Land mit Gnaden angeblicket, und wenn du Strafen ihm ge fandt, es wiederum erquicket; 7. Dann wird mit Regen der du mit väterlicher Huld und mit Thau Gottsunfern verziehen deinem Volk sudie Boden neßen, daß uns der Schuld, gelöset seine Bande.o werthen Heimath Auerfreu) Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 489 mit ihren Schäßen. Doch bleibt,| fres Dankes Opfer an. Wir so viel er uns auch giebt, ein flehn in gläubigem Vertraun, Herz, das ihn vor Allem liebt, laß fernerhin dein Heil uns die höchste seiner Gaben. schaun. Allmächtiger, der Alles fann, vollende was dein Rath begann! Den du zum Herrscher uns verliehn, erhalte, Mel. Herr Gott, dich loben 2c. 12. Gott, dich 856. Her loben wir! Herr stärke, segne ihn; und gieb uns, Gott, wir danken dir! Von zu der Völker Glück, durch ihn Bor Ewigkeit zu Ewigkeit ist dein den Frieden bald zurück. das Reich, die Herrlichkeit. Die 3. Täglich, Herr Gott, wir Welt, dein Werk und Ei loben dich; dein freuen unsre genthum, verkündigt deines Na- Herzen sich. Vor aller Ungemens Ruhm. Der Engel Heer, rechtigkeit behüt' uns jetzt und die Seraphim, lobsingen dir mit allezeit! Sey gnädig uns, du hoher Stimm': heilig ist unser treuer Gott, sey gnädig uns Gott! heilig ist unser Gott! hei in aller Noth! O laß uns deine lig ist unser Gott! der Herr, Herr Hülfe fehn, so oft wir findlich Zebaoth. Weit, über alle Himmel zu dir flehn! Auf dich hofft unweit geht deine Macht und Herr- ser Herz, o Herr; verlaß die lichkeit: dein Wille schuf, dein Deinen nimmermehr! Amen. Arm erhält, dein Wink beherrscht banget Alle Gott 3. auch unsre Welt. Der Erde Völkern wägest du nach deinem Rath ihr Schicksal zu. Wer schüßet mächtig Thron und Land gerechter Fürsten? Deine Hand! Du hast auch unser Flehn erhört, des Glaubens hohen Muth bewährt; du Herrscher über Kampf und Krieg, gabst unsern Heeren Sieg auf Sieg. 196 Mel. Nun 2c. 857. Her err Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden! du hast das Vaterland der Krieges- Last entladen, haft gnädig uns verliehn des Friedens güldne Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir! id 2. Herr Gott, wir danken 2. Allwissender, dein Auge dir! du sendest uns zwar Strasieht den Dank, der unser Herz fe; dein Ernst hat uns geweckt durchglüht. Frohlockend ma- aus unserm Sündenschlafe, doch dyetounser Mund des In wieder aufgethan ward uns die nern fromme Regung fund. Gnadenthür; deß freut sich unVon deines hohen Namens ser Herz: Herr Gott, wir danRuhm erschallet heut dein Heiz ken dir! to thir ligthum: der Herr ist gnädig, 3 Herr Gott, dich loben ist getreu, die Huld des Herrn wir! Könnt' unser Mund wohl ist täglich neu. Herr, du haft Großes uns gethan, nimm un schweigen? du haft den Königsstamm bewahrt mit seinen Zwei 490 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. gen, haft Kirch' und Land ge-[ kein gerechter Seufzer schrei' um schüßt; gieb Gnade für und Rache wider ihn! me hid für! die Nachwelt finge noch: Herr Gott, dich loben wir! 8. Um seinen Thron sey immerdar Recht und Gerechtigfeit! beschüß' ihn mächtig in Gefahr, wenn Feindes Macht ihm dräut! 4. Herr Gott, wir danken dir und preisen deinen Namen! Herr Gott, dich loben wir, und alle Welt fag Amen! Was 9. Er suche nie des Helden lebt und Odem hat, preist dich Ruhm; doch zeucht er in den voll Dankbegier! Herr Gott, Krieg, zu schüßen Recht und wir loben dich! Herr Gott, wir Eigenthum, so gieb ihm Muth und Sieg! danken dir! Mel. Ich finge dir mit Herz zc. I frene n 858. deiner Stärfe sich der König allezeit! sein Auge sehe, Gott, auf dich! sein Herz sey dir geweiht! da 10. Auch ihm hast du bestimmt das Ziel, das er erreichen soll; Herr! mache seiner Tage viel, und jeden segensvoll! 11. Sein werd' in jedem 2. Begnadiget mit deiner Flehn zu dir mit Lieb' und Dank Kraft und deines Geistes voll, gedacht. Erhör' uns, Gott! gedenk' er stets der Rechenschaft, dann jauchzen wir und preisen die er dir geben soll. deine Macht. junt duo 3. Der über Christen, Gott, von dir zum Herrn verordnet ist, sey deiner Kirche Schutz und 859. Zier, er sey ein wahrer Christ! mel. Lobt Gott, ihr Christen ic. Dommt, bringt dem Ew'gen Preis und 4. Groß und voll Müh' ist Dank, der unser Flehv erfüllt; seine Pflicht, und er ein Mensch dem Herrn ertöne Lobgesang, wie wir. Ach! er bedarf vor der mächtig ist und mild. Andern Licht und Rath und Kraft von dir! 5. Sey du sein Licht, fein Hort, sein Schild! laß ihn dir ähnlich seyn! laß menschen freundlich ihn und mild sein Volf, wie du, erfreun. 2. Der Friede fehrt durch ihn zurück, der Freude Ruf vora an; ihm folgt der Völker Heil und Glück; das hat der Herr gethan! hon adulubund 3. Hinauf zu seinem ew'gen Thron drang unser Angstge6. Er zeig' auf seinem Throne schrei; er sprach, des Krieges sich als deinen treusten Sohn! Wetter flohn; er sprach) und den Lastern sey er fürchterlich, wir sind frei.ned compil der Tugend Schutz und Lohn! 4. Frei ist das Volf, das 7. Beglückter Völfer Liebe Land ist frei, vorüber ist der sey sein edelster Gewinn; und Krieg, der Ueberwundnen Scla Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 491 verei, der Jammer selbst im uslo Wittwenstand. Sieg. in on modo sim tohur athy 861. Auf 5. Der Donner schweigt, der Mel. Nun ruhen alle Wälder sc. uns geschreckt, zur Sichel wird uf Gott nur will das Schwert; bald sieht mit ich sehen, er hört Korn das Feld bedeckt, das sonst der Wittwen Flehen und nimmt der Feind verheert. uffich meiner an. In meinen tief6. Dankt, dankt dem Vater, sten Schmerzen bleibt er doch der uns liebt, der Freude schenkt meinem Herzen der Fels, auf nach Schmerz, der friedliche Ge- den ich bauen kann. danken giebt den Fürsten in das Herz. 7. Die Völker, sonst in Haß entbrannt, sind freundlich nun vereint. Auch uns umschlingt ein Friedensband, verziehn sey jedem Feind. 2. Mich tröstet seine Gnade, er ist auf jedem Pfade bei mir bis an das Grab; er wird mich nicht verlassen! Dies Trostwort will ich fassen; es sey mein Stecken und mein Stab. 3. Gott will ich gläubig lieben und gute Werke üben in stiller Einsamkeit. Er sieht es, wie ich's meine, er sieht auch, wenn ich weine, und giebt mir, was mein Herz erfreut. Tod de 4. Auch wenn ich mehr noch bitte, bis zu dem letzten Schritte will ich ihm folgsam seyn. Er prüft mich nur durch Leiden und führt zu höhern Freuden mich) einst mit frommen Duldern ein. 5. So eilen meine Tage, mind auch unter Last und Plage, toliwie Träume schnell dahin; und Melt. Ich finge dir mit Herz 2c. ohne Widerstreben verlass ich napcht Trauung. 860. Auf euch wird Got- einst das Leben mit stillem, ihm tes Segen ruhn, ergebnen Sinn. 80 mp er hat ihn euch gewährt. Geht hin und macht durch frommes Thun euch dieses Segens werth. 2. Bis ihr den Lauf der Pilgerzeit nach Gottes Willen schließt, und in des Himmels Herrlichkeit der Treue Lohn genießit. 8. Dem Herrn, der uns in seiner Huld von aller Noth be freit, faßt uns bezahlen unsre Schuld, und thun, was er gebeut. stnd Us 9. Daß künftig auch sein Angesicht uns bleibe zugewandt, und leuchte mit der Gnade Licht dem theuren Vaterland. njofin binisms spil F. Allgemeine Lebens79mmor verhältnisse.d 6. Wenn ich dann einst dich schaue, auf den ich hier vertraue, mein Vater und mein Freund, wie will ich dann dich ehren, wie danken für die Zähren, die ich, als Wittwe, hier geweint. 7. Den Gatten, den ich liebte, deß Abschied mich betrübte, find' 492 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. ich in Gottes Hand. Wie wollen mein Heiland sagen: wie du, wir uns freuen, und unsre Lieb' erneuen im thränenfreien Va terland! 19: 108 Gott, willst, nicht wie ich will! Stärk' mich, stärk' mich), auch) in der Krankheit Bein gelassen, so wie er, zu seyn.hand 6. Einst kommen doch der 10 nur hiRuhe Stunden, des Lebens Mel. Wer weiß, wie nahe ic. Ende rückt herbei; dann ist das Für Kranke. 862. Der Morgen kommt, Leiden überwunden, ich bin von noch währt die aller Trübsal frei; du selbst, Plage! sie wird mit jedem Mor- du selbst giebst mir, o Gottes gen neu! Wie traurig fließen Sohn, nach diesem Kampf den mir die Tage der bangen Prü- Gnadenlohn. fungszeit vorbei! Das Licht, das Licht, der neuen Sonne Licht erheitert meine Seele nicht! un hilgina dut 157 all Vom Ehestande. al adsigned dundemosh miy 2. Noch immer bin ich auf Mel. Wie schön leucht't uns 20. der Erde, wo mich Gefahr und 863. Die Ehe foll uns die drückende Beschwerde zum Kleinmuth und zur Klage dringt. Ich hoff', ich hoff' auf Lind'rung meiner Pein; doch meine Hoff nung trifft nicht ein.de seyn! Gott setzt und weihte selbst sie ein mit Segen seines Mundes; und Christi Lieb' hat sie erneut, versöhnt, entfündigt und geweiht mit Heil des neuen Bundes. Preis ihm! Preis ihm! Treue Gatten gehn im Schatten seiner Gnade 3. Herr, eile doch mir bei zustehen, verlaß mich in der Schwachheit nicht; o, neige selige Gemeinschaftspfade. auf mein brünstig Flehen zu 2. O wohl, ja zwiefach wohl mir dein freundlich Angesicht; dem Paar, das sich in frommer verleih', verleih' mir nur in mei Christen Schaar kann seines nem Schmerz Geduld und ein Heilands freuen, andächtig Herz zufried'nes Herz.dando und Muth erhöhn, zum Dankaltar des Bundes gehn und Geist und Kraft erneuen. Dank ihm, Dank ihm, der aus Gnaden uns geladen, hier auf Erden solchen Erbtheils froh zu werden. 4. Noch ist das Schicksal mir verborgen, das diesen Tag mich treffen soll; doch dich, o Vater, laß ich sorgen: du kennst und willst mein wahres Wohl! dein Rath, dein Rath, was er beschließt und thut, ist heilig, ist gerecht und gut. 3. Gesegnete des Herrn sind wir! Wohnt er nicht selbst und waltet hier, mit ihm sein hol 5. Soll ich die Last noch län- der Friede? Ja, drückt uns auch ger tragen, so halt' ich deiner des Tages Last: in muntrer Fügung still; mich lehret ja Eintracht aufgefaßt, drückt sie Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 493 das Herz nicht müde. Preis ihm!| fichlt, tyrannisch zu gebieten, foll Preis ihm! Freundlich hört er, die hart zu behandeln, die ihm gern gewährt er, was zwei See dienen, sich nie erkühnen. len treu vereinigt ihm em pfehlen. stik nisu da 4. Daß Herren ihren Herrn im Himmel haben, soll Jeder beim Gebrauche seiner Gaben, um nicht durch Willkür Dienende zu fränken, mit Ernst bedenken. 4. O Freude, wenn der Ehe Frucht in frischer Kraft und frommer Zucht gedeiht zu Got tes Ehre! Und wenn, mit Segen süß belohnt, Fleiß, Lieb' 5. Wohlthätig seyn und mild und Treu' im Hause wohnt bei ihren Fehlern, nicht gleich und wehrt der Kummerzähre. bereit, den fargen Lohn zu schmäDank dir, Dank dir für die lern, das lernt, wer sich, wie Spende deiner Hände! Solcher leicht er selbst kann fehlen, nicht Gaben laß uns, Herr, nie Man will verhehlen. gel haben. 1610 Hoid- five 6. Wer sucht, wie er beim Richter Gnade finde, wird liebreich seyn, geduldig und gelinde, wird gern die Treu' ermuth'= gen und belohnen, des Irrthums schonen.ind nd- tbn 5. O knüpfe fest der Seelen Band! du wollst aus milder Vaterhand uns, was uns noth ist, geben. Herr, führ' uns mit der Liebe Stab bis in den Tod, ja über's Grab, hin in 7. Doch Gott, wie leicht, wie das ew'ge Leben. Heil uns, Heil uns, wenn von Allen dort erschallen Lobgesänge und inbrünst'ger Opfer Menge. leicht wird, wer regieret, zum Mißbrauch seines Ansehns nicht verführet von Eitelkeit, von Liebe zum Gewinne, vom Eigenfinne. y n 8. Laß Jeden dann auf deine Rechte sehen, um seinem Hause flüglich vorzustehen. Gieb Jedem auch zu diesem edlen Werke Licht, Muth und Stärke. Für Herrschaften. Mel. Gott, der du für uns 1c. 864. Die Menschen mögen herrschen oder dienen, du, Gott, bist Herr, ock mo- E Für Greise. spotic und du verkündigst ihnen, wie fie's bedürfen als getreue Knechte, Geseß und Rechte. Mel. Vater unser im Himmelreich ic. 2. Gefeßze, die ſie heilig hal- 865. Du, berbas alten sollen, wenn sie im Herzen len nicht verFriede haben wollen, und fest schmäht, vereint seyn durch der Liebe ling dich Bande in jedem Stande. wodurch der Säugerhöht, du hörst den Greis noch gnädig an, obgleich 3. Wer seinem Hause vor auch er nur stammeln kann. steht, soll sich hüten, was er be- O Brunnquell aller Seligkeit, 494 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. dir sey mein Dank, mein Lob| harrt das beste Theil. Ich geweiht. nlsddsd ng and sidwarte dein getroft und still, bis 2. Herr, deine Huld war mich dein Ruf vollenden will. stets mit mir, aus ganzer Seele D Herr! dein Stecken und dein dank' ich dir, daß deine Guad' Stab sey meine Stärke bis an's auch mich erwählt und deinem Grab. od 300 Erbe zugezählt. Weldy Heil, 8. Bis hieher hast du mich das daraus auf mich fließt gebracht und Alles, Alles wohlund mir das Erdenleid ver gemacht. Owohl mir! auch füßt! d ads gilchlo.c beim letzten Schritt geht deines 3. Wie langmuthsvoll er Trostes Engel mit und führt trugst du mich, wenn ich von mich durch das dunkle Thor deinem Wege wich, und lockte zum Lobgefang im höhern Chor. mich ein falsches Glück, dein gulo ladning, snied odrade ter Geist hielt mich zurück, deinnesin Trauung. Arm entriß mich der Gefahr, wenn mir um Rettung bange Mel. Wie schön leucht't uns ic. war. d 11 4. Durch Wolken brach dein 866. Du haft, Gott der Einigkeit, Sonnenschein, durch Nächte brach dein Tag herein. Hier nahmeſt und dort mehrtest du, gabst Heil zur Arbeit und zur Ruh', und kommt die Zeit, wo Kraft gebricht, o deinen Schuß verlier' ich nicht. mu 5. Freu'n Andre sich au Erdengut, worauf die bange Sor ge ruht, ist mein der Schaß, 2. Nimm sic, 01 Gott, in der ewig währt, den weder Zeit noch Rost verzehrt, mein der deine Hut, daß ihnen nie ein auch, der von oben fam, und der die Macht dem Tode nahm. sino in 6. Wie darf voll Angst und voll Vertraun ein Simeon gen Himmel schaun! Den Heiland den Stand der Ehe selbst ge= weiht; wie hoch ist er zu ehren! Vernimm jeßt unser innig. Flehn; sich gnädig an, die vor dir stehn, ihr Bündniß zu beschwören. Laß sie, Vater, dir ergeben, einig leben, treu fich lieben, treu die Pflicht der Christen üben. wahres Gut zu ihrem Wohl seyn fehle; im Glück laß sie sich deiner freun, im Leid einander hülfreich seyn, Ein Herz und Eine Seele. Immer laß sie voll Vertrauen auf dich schauen, hat sein Aug' erblickt, ihn hat freudig sterben und vereint den er an sein Herz gedrückt; nun Himmel erben. steht er fertig und bereit zurig Heimfahrt in die 7. Auch mir ward deines 867. Dhe, vereine die Friedens Heil, auch meiner chand Mel. Herr Christ, der einig' c. e Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 495 ses Paar! In dir, o Gott, be- auch zum Dienst zu weihn. stehe sein Bündniß immerdar. Wie heilig, Gott, ist das BeBeherrschet ihre Triebe der mühn, die Kinder weise zu erGeist der reinen Liebe, so wird ziehn. ihr Hoffen wahr. Gltern 3. Drum wohl den Eltern, 2. Begleite du die Lehren von die den Pflichten, wozu du ihrer neuen Pflicht, zu deines sie berufst, getreu, nur darauf Namens Ehren, mit Salbung, ihre Sorgfalt richten, daß Kraft und Licht; auf allen ih- ihre Kinderzucht gedeily'! Wohl ren Wegen bekräftige den Se- ihnen hier schon in der Zeit gen, den heut dein Diener und einst in jener Ewigspricht. feit! 3. Und soll von Leid und 4. Sie baun die Wohlfahrt Schmerzen ihr Stand begleitet zarter Jugend zu deines großen seyn, so sprich in ihre Herzen Namens Preis durch fromden Trost von oben ein; ver- mes Beispiel eigner Tugend leil)' Geduld und Stärke in ih- und weiser Lehrer treuen Fleiß; rem Stand und Werke, bei und um Gedeihn fleht früh und aller Müh' und Pein. spät zu dir, o Vater, ihr Gebet. 4. Sey stets in ihrer Mitte und heil'ge ihren Bund; es sprech' auf unsre Bitte ein gnä dig Ja dein Mund, und wie mit der Gemeine der Heiland sich vereine, mach' auch an ihnen fund. hr Für Eltern. 6. Für jedes Haus, für ganze Staaten ist's um so größerer Gewinn, je mehr die Kinder wohl868. Sieb zu dem wich- gerathen, erzogen, Herr, nach tigen Geschäfte, deinem Sinn; Fleiß, Ordnung, die Kinder weise zu erziehn, o Wohlstand, Fried' und Ruh Gott, Verstand und Muth und nimmt um so mehr auf ErKräfte, und Segen kröne dies den zu. Bemühn: daß dir geweiht in Lieb' und Treu' ein jedes Haus dein Tempel sey.. Inic Mel. O daß ich tausend 2c. DAR 5. Mit weiser Liebe sie zu lenken, mit Freundlichkeit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu senken, ist ihre Sorgfalt stets bemüht. Doch, widerstrebt das Kind der Pflicht, scheut auch den Ernst die Liebe nicht. 2. Du rufft den Menschen in das Leben, nicht für sein eignes Glück allein; du hast ihm das Gebot gegeben, sich Schwächern 7. D Gott, lehr' Eltern dies erwägen! Erweck' und fördre ihr Bemühn, daß unter deinem milden Segen sie ihre Kinder wohl erziehn. O laß sie, Herr, so glücklich seyn, sich dessen hier und dort zu freun shim hist 496 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. diver Für Greise.( bio 7. Ich harre froh und stille, 11100 tio pillad slag bis Gottes Gnadenwille mich Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. frönet nach dem Streit. An 869. Gott hat in mei meiner Laufbahn Ende find ich ( tdin nen Tagen mich in Jesu Hände, und er führt väterlich getragen, von meiner mich zur Seligkeit. Jugend auf; auch auf den sa rauhsten Wegen sah ich des Höchsten Segen; er lenkte meinen Lebenslauf. mid di Für Eltern. minit Mel. Liebster Jesu, wir sind ic. 2. gen, wie oft ein heitrer Mor 870. Groß und heilig iſt gen aus dunklen Nächten bricht; der würdig zu erziehen; Eltern, ja stets hab' ich erfahren, der o versäumt sie nicht! Alles Böse Herr weiß zu bewahren und lehrt sie fliehen, fliehn, was führt durch Finsterniß zum Wahn und Sünde nähret und Licht. der Seele Wohlfahrt störet. 3. War Menschenrath vergebens, so kam der Herr des Lebens und half und machte Bahn. Ihn ließ ich thun und rathen; denn er thut große Thaten und nimmt sich seiner Kinder an. 2. Meidet blinde Zärtlichkeit, liebet nur mit dieser Treue, strebet, daß zu jeder Zeit euer Herz sich ihrer freue! Heil euch, wenn sie durch ihr Leben euren Ruhm vor Gott erheben. 3. Stärket ihres Körpers 4. Bis zu des Alters Tagen Kraft, daß sich auch die Seele will ich dich heben, tragen und stärke, und was wahre Freuden dein Erretter seyn! dies hat schafft, darauf offnen Sinnes mein Gott versprochen, der nie merke. Lehrt sie Weichlichkeit sein Wort gebrochen; deß will verachten und durch Fleiß nach auch ich, als Greis, mich freun. Ruhe trachten. 5. Er wird auch schwachen Alten, was er versprochen, hal ten; denn er ist fromm und treu. Bin ich gleich schwach und müde, bei ihm ist Trost und Friede; er steht in aller Noth mir bei. 6. Nach wen'gen bangen Stunden hab' ich ganz über wunden; ich bin dem Ziele nah', dem Ziele meiner Leiden; o welche hohe Freuden erwar ten meine Seele da! 4. Bringt der Wahrheit helles Licht in das Dunkel ihrer Seele! Sorgt, daß weiser Unterricht ihnen Recht und Pflicht empfehle, daß kein blinder Aberglaube ihnen Lieb' und Wahrheit raube. 5. Deffnet eurer Jugend Sinn dem beseligendsten Triebe, weist die jungen Herzen hin zu des Kinderfreundes Liebe, daß, von ihm schon aufgenommen, sie durch ihn zum Vater kommen. da Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 497 6. Wandelt stets auf richt'-| nen sich zu deinem Preis vers ger Bahn, daß fie euer Vor- einen! Aber doch froher noch bild sehen; führt sie sorgsam, müss' ihr findlich Leben deine lockt sie an, gleichen Wegs mit Lieb' erheben. euch zu gehen! Laßt sie sehn, wie schon auf Erden wir im Glauben selig werden. 7. Strebt ihr, so für Gottes Reich eure Kinder zu erziehen: o dann, Eltern, freuet euch! hoher Lohn ist euch verliehen; ja schon hier strömt Gottes Segen euch in ihrem Dank entgegen. 3. Odem deiner Liebe las ihr Herz durchwalten, es zu deinem Ruhm entfalten! Reich an Jugendblüthe müss' es dich erfreuen und zu edler Frucht gedeihen. Hilf mit Rath, hilf mit That vor der Schuld Gefahren Herz und Sinn bewahren. 4. Stärk', o Freund der Kinder, sie mit deinem Segen zu des Lebens heißern Wegen. Vater deiner Kinder, sey bis in ihr Alter ihr Beschirmer und Erhalter! Geist des Herrn, sey nicht fern, sie durch alle Zeiten himmlisch zu geleiten. Für Greife. Mel. Alle Menschen müssen ic. neue bringen bir ſie wiedert, wit 872. Hönicht ferne, mein dur Gudal Fürbitte für die Kinder. Beschirmer, steh mir bei. Hilf mir, daß ich eifrig lerne, was dein heil'ger Wille sey. Leite mich nach deiner Güte und erleuchte mein Gemüthe; laß mir deine Vatertreu alle Morgen werden neu. 8. Seht, sie thun, was Gott gefällt, streuen aus den edlen Samen und erhalten in der Welt unbeschädigt euren Namen; ih nen winkt auf ihren Wegen eurer Liebe Lohn entgegen. 9. Welche Himmelsseligkeit wird durch eure Seelen dringen, wenn auch sie einst hocherfreut sich mit euch zum Throne schwingen! Dann, dann jauchMel. Wunderbarer König 2c. 871. H err und Gott der Deinen! aus der Kinder Munde hat schon manche frohe Stunde dir ein 2. Halte mich, o mein ErLob bereitet. Laß dein Herz halter! o mein Führer, weiche sich neigen auch zu unsern Kin- nicht! Führ' mich auch im höderreigen; Lobgesang, schwach hern Alter, wenn mir Lebensvon Klang, ja des Säuglings fraft gebricht. Gieb, daß ich Lallen läßt du dir gefallen! 2. Hostanna- Töne, die dich findlich preifen, reizen dich wie Engelweisen. Möchten doch die bösen Tage mit Geduld und Hoffnung trage, und laß mich in Sorg' und Schmerz finden ein befreundet Herz. die Lippen unsrer lieben Klei 3. Weiche nicht von meiner 498 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. auf den ich baue. 3537800 ing Seiten, wenn sich Angst und| sen Tage. Du ziehst durch LeiOhnmacht häuft, wenn die den mich zu dir und bleibst, schwachen Tritte gleiten und mein Vater, ewig mir ein Fels, die Hand zum Stabe greift. Wenn die Augen fast erblinden und die Lebensgeister schwinden: o so sey du selbst mein Licht, daß ich seh' dein Angesicht. 3. Du bist es, der mich nicht verläßt, auch wenn der Tod erscheinet. Dich hält mein Glaube dennoch fest, wenn Alles um mich weinet. Du bist es, der mir Ruhe giebt, wenn Alle, die mich hier geliebt, an meinem Lager trauern. 4. Wenn ich soll von hinnen scheiden, neige meinem Flehn dein Ohr; tritt auch in dem letzten Leiden mir als Helfer dann hervor. O mein Heiland, hab' Erbarmen! schenke deinen Trost mir Armen! hilf mir aus der bängsten Noth bald durch einen sel'gen Tod. 4. Auch sie versäumst du, Vater, nicht, du stärkest ihre Herzen, giebst ihnen Trost und Zuversicht und linderst ihre Schmerzen. Ja dir, mein Gott, empfehl' ich sie, laß sie auch in der Treue nie des Glaubens Trost verlieren. 5. Meine Seele soll erheben dich, o Herr der Herrlichkeit, dort in jenem Freudenleben, wenn ich hier vollbracht den Streit. Ew'gen Dank werd' ich dir bringen und vor deinem Throne singen, daß du mich so wohl bedacht und zum Himmel hast gebracht. 5. Doch, bin ich von dem Ziel noch weit, das du mir ausersehen, soll länger ich in dieser Zeit durch Angst und Trübfal gehen: so gieb mir, Vater, deine Kraft, die Muth in je dem Leiden schafft, Geduld und Hoffnung wirket. in onli A Imo Für Kranke. $ 1124972 197192 st Mel. Wenn einst mein Stündlein 2c. Für Hausgesinde. ach einer bangen, Mel. Gott, der du für uns 2c. schweren Nacht 873. Nach 01 feh' ich den Morgen wieder. 874. Nicht Alle können Dein herrschen; bewacht, du sahst auf mich her sollen gehorchen, wenn sie nüßnieder. In meiner Angst fleht' lich werden wollen, und willig, ich zu dir, und du gewährtest so verlangst du's, Gott, von gnädig mir des Glaubens ihnen, den Brüdern dienen. Trost und Hoffnung. 2. So trag' ich willig jeden Schmerz und meiner Krankheit Plage, und dein erfreuet 2. O hielten Alle nur auf deine Rechte! Sie wären mehr dann, als der Menschen Knechte; brum gieb den regen Trieb, sich mein Herz auch an dem bö- dir zu gefallen, doch ihnen Allen. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 499 3. Gieb ihnen ein gehorsam| Soll mich von ihm die TrübHerz und Treue, daß Jeder sal scheiden? Noch schreckt mich seines Ruf's von dir sich freue, feines Spötters Spott, noch ist daß sie mit Eifer stets der Her er mir ein Quell der Freuden. ren Willen genau erfüllen. Er ist mein Trost, mein Rath, 4. O wüßten wir doch nichts mein Licht, der Felsen meiner von falschen Händen, die Her- Zuversicht, der Freund, dem ich ren- Gut veruntreu'n und ent- mich ganz ergebe, in deſſen wenden! Und wäre nie, wer Huld allein ich lebe, in dem Lohn empfängt und Pflege, zur Arbeit träge! mein ganzes Wesen ruht, der nichts mir je zu Leide thut. 2. Gr leitet mich nach weisem Rath und offenbart sich meinem Herzen, ist ewig treu in Rath und That, bleibt bei mir, auch in Noth und Schmerzen. 6. Auch was sie nicht ver- Und ziehn auch Wolfen um mich steht, vollbringt mit Freuden die her, doch fürchtet sich mein Herz Treu' und weiß gelassen auch nicht mehr; er ist mein Schuß zu leiden. Nie wird, wer weiß, in schwülen Tagen. Was sollt' auch er hat zu bereuen, nach ich über Unglück klagen? Was Nache schreien. 19 Gott, mein Vater, mit mir thut, 17. Wenn Jeder freudig dir ist Alles heilig, recht und gut. zum Wohlgefallen sein Werk 3. Er giebt und nimmt, verrichtet, wohl dann ihnen Al- wie's ihm gefällt, denn er ist len! Wie werden sie im Himmel Herr, es ist das Seine. Ich und auf Erden gesegnet werden! bin ein Gast auf dieser Welt, mein wahres Gut ist er, der Eine. Wer dies zum Geisteserbe. hat, ist immer selig, reich und fatt. In Armuth, Elend, Schmach und Leiden ist Gott sein Gott, wer will sie scheiden? Darf ich mich seiner selbst erfreun, so ist mit ihm auch Alles mein. Des Des Lebens Abend satt. Abend 5. Und würde wahre Demuth nie vergeſsen, daß Keiner selbstflug, trozig und vermessen sich billigen Befehlen widersebe, die Pflicht verlege. 8. Und müßten sie auch har ten Herren dienen; mit Wonn' und Ehre, Gott, vergiltst du ihnen. kommt; dann ruhn die Müden in deinem Frieden. 9. Verherrlicht werden sie empfahn vom Sohne des Himmels Seligkeit zu ihrem Lohne, und, treu erfunden, in dein Reich erhoben dich ewig loben! zdem Bei Unglücksfällen. Mel. Beschränkt, ihr Weifen ic. don't no 4. Die Thränen, die der Herr mir macht, sind alle von mein wahres Heil bewacht, weiß, ihm selbst gezählet. Gott, der was mich drückt, weiß, was mir fehlet. Wird meine Kraft weich, mit ſeiner J12 875. och heut ist Gott Nod mein treuer Gott! in Trübsal 500 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Kraft hilft er sogleich, und sie gleich, wie wir, nur Sünscheint sein Nath mich zu be- der, haben sie an dir doch Theil. trüben, so will er meinen Glau- Sie sind in der Taufe schon ben üben, so prüft er mich, ob dir geweiht und deinem Sohn, ich ihm treu, ob er mein Heil, darum leite deine Gnade sie auf mein Alles sey. ihrem Lebenspfade. 5. Ja köstlich, Herr, mein 2. Der du sie bisher erhalten Fels, mein Hort, ist mir dein bei so manchem Unglücksfall, Denken, Thun und Lassen; wollest über sie nun walten imrecht ist dein Weg und süß merdar und überall. Bricht Gedein Wort, die Welt kann dei- fahr für sie herein, wollst du ihr nen Rath nicht fassen, ihr ist Beschüßer seyn; wenn in Noth dein Weg und Gang verkehrt. sie zu dir flehen, laß sie deine Dein Volk, das dich im Glau- Hülfe sehen. ben ehrt, lernt hier schon drei- 3. Dringt auf sie von allen mal heilig singen, dort wird dein Seiten der Verführer Schaar volles Lob erklingen, wenn nun heran; laß doch ihren Fuß nicht dein Prüfungsplan sich ganz ver- gleiten, halte sie auf rechter flärt im Himmelssonnenglanz. Bahn. Regt in ihrer eignen Brust sich mit Macht die böse Lust; gieb dann, daß sie muthig kämpfen und den Reiz der Sünde dämpfen. 6. Noch heut ist Gott mein treuer Gott, und wehe mir, wenn er's nicht bliebe! Lach' immerhin des Spötters Spott! nichts scheide mich von Gottes 4. Herr, erhalte deinem ReiLiebe, nicht Trübfal, Angst, che unsre Kinder stets getreu. Verfolgungsnoth, nicht Hun- O daß keines von dir weiche und ger, Blöße, Schmach und Tod, dereinst verloren sey! Immer geh' nicht Feuer, Schwert noch Fol- ihr frommer Sinn und ihr Stres terleiden, nicht Gold, noch ben darauf hin, Christo ganz sich Herrlichkeit und Freuden, nicht zu ergeben und zur Ehre dir zu Engel, Macht und Fürstenthum; leben. Gott ist mein Heil, Gott bleibt mein Ruhm! misell 5. Haben sie den Kampf geendet, obgesteget in dem Streit; haben sie den Lauf vollendet in des Glaubens Freudigkeit: dann, o Vater, führe du sie der ew'gen Heimath zu, Mel. Werde munter, mein ic. 876. Sorge, Herr, für und laß sie nach sanftem Sterunsre Kinder, ben deines Himmels Frieden 111001 Fürbitte für die Kinder. sorge für ihr wahres Heil; sind erben. DIE era 200 15104 21 122 152 A900€ Verzeichniß der Lieder. Nr. 1 330 શે. 159 563 Ach bleib' mit deiner Gnade Ach ewig heil'ger Gott Ach, Gott, gieb du uns deine Ach, Gott, mich drückt ein Ach, Gott und Herr, wie Ach, Gott, verlaß mich nicht Ach, Herr, dir ist bewußt Ach, Herr, lehre mich bedenken Ach, mein Herr Jesu, dein Ach, mein Jesu, sich, ich trete 808 Ach, mein Jesu, welch Verderben 382 Ach, sich ihn dulden, bluten Ach, Vater, Vater, höre Ach, wenn ich dich, mein Gott 513 Ach, wann werd' ich von der Sünde 383 Ach, wie hat mein Herz gerungen 564 Ach, wie ist der Menschen Liebe 565 Alle Christen hören gerne 514 Alle Menschen müssen sterben 756 Allein Gott in der Höh' sey Ehr' 43 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 384 Alles ist an Gottes Segen Alles ist euer, o Worte Allgütiger, allein bei dir Allmächtiger, der seinen Thron Allseliger Gott, vor der Zeit Also hat Gott die Welt geliebt 112 Amen, deines Grabes Friede 210 Am Grabe stehen wir und opfern 717 Am Kreuz erblaßt 160 An deine Leiden denken wir An dich, mein Gott, gedenken An dir allein, an dir hab' ich Auch dieses Tages Stunden Auf, auf, an diesem Morgen Auf, auf, den Herrn zu loben Auf, auf, ihr meine Lieder Auf, auf, mein Geist, den Herrn 640 Auf, auf, mein Geist, erhebe dich 355 Auf, auf, mein Herz mit Freuden 211 Auf, Christen, bringet 641 716 90 161 515 385 sod 809 386 Auf, Christenheit, sey Auf Christi Himmelfahrt allein Auf deine Weisheit schauen 2 209 Auf, du zagendes Gewissen 3 380 Auf, erhebet euch, ihr Chriften 449 Auferstanden, auferstanden 212 381 Auferstehn, ja auferstehn: 757 Auf, erwacht, ihr heil'gen Triebe 54 Auf euch wird Gottes Segen ruhn 860 Auf ewig ist der Herr mein Theil 679 Auf, freuet euch von Herzensgrund 114 Auf Gott nur will ich sehen 861 788 21 200 Nr. 113 246 567 Auf Gott und nicht auf meinen 569 Auf, ihr Christen, Christi Glieder 450 Auf, ihr Christen, Gott zu loben 642 Auf, ihr Christen, laßt uns singen 213 Auf, ihr Streiter, durchgedrungen 451 Auf Leiden folgt die Herrlichkeit 288 Auf meinen Gott verläßt 258 Auf meinen lieben Gott trau' ich 570 Auf, mein Herz, des Herren Tag 214 566 Auf, mein Herz, sey unverzagt 571 678 Auf, Pilger, laßt uns eilen 452 5 53 387 4 Auf, schicke dich, recht feierlich 115 Auf, singt mit uns, ihr hohen 247 Aus einem tief vor dir Aus Gnaden soll ich selig werden Aus irdischem Getümmel Aus tiefer Noth ruf' ich zu dir 388 428 91 B. Bang' und doch voll sel'ger Freuden 356 Befiehl dem Höchsten deine Wege 572 Befiehl du deine Wege 573 Begrabt den Leib in seine Gruft 718 Beklommnes Herz, was willst du 574 Bereite dich, o Christ, wir Beschwertes Herz, leg' ab die Bewahr', o Gott, mich, daß Bis hieher ist's gelungen 162 $ 22 453 824 Bist du ein Freund des Herrn 454 Auf den Nebel folgt die Sonn' 568 427 502 Verzeichniß der Lieder. Nro. Blick hin in die vergangnen Zeiten 455 Der Himmel Ruf erzählet Brich an, du schönes Tageslicht 789 Der legte meiner Tage Bringt frohen Dank undLobgesang 116 Bringt Gott, ihr Christen, Preis 851 Bringt Preis und Ruhm dem 215 CS. Christ, Alles, was dich fränket 575 Des Herrn Gesetz verkündet 292 Christ, aus deinem Herzen. 576 163 Des Jahres erster Morgeng 825 Christe, du Lamm Gottes Des Todes Graun, des Grabes 762 Christe, mein Leben, mein Hoffen 516 Dich, dich, mein Gott, will ich 791 Christ fulr gen Himmel 248 216 Christ ist erstanden Dich, Herr, dich loben herzlich wir 293 Christ, prüfe dich an jedem Tage 389 Dich seh' ich wieder, Morgenlicht 792 Dich, Jesu, preisen unsre Lieder 294 Christus, der ist mein Leben 719 Dich, Vater, preist mein 259 MA D. Dank, Dank sey dir für dein Dank, Jefu, dir, ach sind wir's Dank, Jesu, dir, daß du beim Danket mit Freuden, o danket Dankt dem Herrn, ihr Das Amt der Lehrer, Herr, ist dein Deines Gottes freue dich Dein harr' ich und bin stille Dein ist das Licht, das uns Dein Mittler kömmt, auf Dein Name werd' erhoben Dein Recht, o Gott, und dein 319 Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit 720 Dein Werk, Erlöser, ist vollendet 249 Dein Wort, o Höchster 320 Dem Erdkreis strahlt ein Licht 118 Dem Heiland folgt, wer hier 456 Dem Heiland nach, mein Geist 578 Dem Menschen glänzt, o Gott Dem Worte deines Mundes Der am Kreuz ist meine Liebe Der du die Liebe selber bist Der du noch in der letzten Nacht Der Freuden Quell ist Der frohe Morgen kommt Der Glaube ist die Zuversicht Der Glaube ist's, der Wunder 357 358 Nr. 71 760 Der Morgen kommt, noch währt 862 Der Tag, an dem mein Heiland 761 Der Tag ist hin, mein Jefund 810 Der Tod ist todt, es fiegt 217 Der Weg ist gut, der durch das 579 Der Werke Ruhm muß vor 432 359 643 644 Die Christen gehn in dieser Welt 722 Die Ehe soll uns heilig seyn 863 289 Die Erndt' ist da, schon winft 836 Die Feinde deines Kreuzes drohn 295 Die Fülle guter Gabeno457 577 Die Herrlichkeit der Erden 680 Dich, Vater, ruf ich an 7 Dich will ich immer treuer lieben 517 119 Der Grund, auf dem mein Glaube 431 Der Heiland, dessen sich im Der Heiland kommt, lobsinget Der Heiland kommt zum Der Herr, an dessen Güte Die auf der Erde wallen 721 Die Bahn ist rauh, auf der ich 580 723 6 121 290 Die Himmel rühmen des Ewigen 72 117 Die Menschen mögen herrschen 864 Die Nach', o Herr, ist dein 670 Dies ist der Tag, da Gottes Sohn 260 Dies ist der Tag, den Gott Dies ist der Tag der Fröhlichkeit Dies ist der Tag zum Segen Dies ist die Nacht, da mir Die Sonne senkt sich nieder Die Sonne stand verfinstert 69 Die Sonn' hat sich mit ihrem 360 Dir dank' ich für mein Leben Der Herr fährt auf zum Himmel 250 Der Herr ist Gott, und keiner mehr 55 Der Herr ist gut, ihr Himmel 70 122 24 123 812 165 164 Dir, dem weisesten Regierer 669 Dir, dir, Jehovah, will ich singen 331 291 Dir, Gott der Huld und Stärke 837 758 Dir hab' ich mich ergeben 581 790 Dir jauchzet froh die Christenheit 261 429 Dir, Jesu, tönt vom Staube 124 430 Dir, milder Geber aller Gaben 838 Dir schwör' ich ew'ge Treue 361 Dir sey dies Kind** 341 120 Dir sterb' ich einst, wenn ich 724 759 Dir strebt meine Seele zu 1956 23 582 Dir trau' ich, Gott, und Dir, unserm Gott, sey Lob 14 21 Du, aller Menschen Vater 675 Du bist ein Christ, was flagest tu 583 811 793 73 Verzeichniß der Lieder. 503 Nr. 766 Erhöhter Jesu, Gottes Sohn Erhöre gnädig unser Flehen 298 Erhör', o Bater, Du das Flehn 342 Erhör' uns, Gott, erhöre 827 Erinnre dich, mein Geist, erfreut 218 Erfenne, mein Gemüthe ol) 322 Gr fommt, er kommt 151689 127 Gr fommt und Seraphinen Er lebt, der Herr der Herrlichkeit 219 Er lebt, o Freudenwort, er lebt 220 Erlöser, der du selbst uns hast 362 Ermuntert euch, ihr Frommen 767 Ermuntre dich, mein schwacher 129 Erweitert Thor und Thüren 130 128 Er wird es thun, der treue Gott 590 8 glänzet der Christen 462 646 519 SAR Nr. Du bist's, dem Ehr' und Ruhm 645 Du, der das Lallen nicht 865 Du, der einst unsre Trauer theilte 584 Du, der Herz und Wandel kennet 390 Du, der Menschen Heil und Leben 166 Du, der sein Blut und Leben 518 Du, dessen Augen flossen Du, deß sich alle Himmel freun 332 Du gehst zum Garten 168 167 725 Du gingst zum höchsten Lohne 251 Du hast mir, Gott, dein Wort 321 Du hast, o Gott der Einigkeit 866 Du klagest über die Beschwerden 585 Du Lebensfürst, dein Sieg Du, meine Seele, finge Durch des Mittlers Blut und Du reicher Trost der Armen Du riefst mich, Vater, aus dem Du siehst, o Mensch, wie fort 763 Du sollst glauben, und du Armer 433 Du sollst in allen Sachen 839 44 458 867 92 G Trapie F. 221 728 Du Stifter frommer Ehe Du, Urbild aller Frömmigkeit Du, Vater deiner Menschenfinder 520 Du wirst, o Vater, für mein Wohl 726 und 3 Vistesi &. in Jamanic ai Gin Christ, ein tapfrer Kriegeshelb 459 Ein' feste Burg ist unser Gott 296 Ein heiliges Feuer durchbrang 262 Ein Herz, o Gott, in Kreuz 586 Ein Lämmlein geht und trägt 169 Ein neuer Tag, ein neues Leben 794 Gin Pilger bin ich in der Welt 727 Gins ist noth, ach Herr, dies Eine 521 Ginst geh' ich ohne Bebenz Ginst ist alles Leid vergangen Ginst reist die Saat! mein Ginst selig dort zu werden a Eitle Welt, ich bin dein müde Freiwillig hast du dargebracht Gitle Welt, ich bin dein müde Freude wallt in meinem Herzen 647 Empor zu ihm, mein Lobgesang 125 Entehre nicht mit bangen Klagen 588 Freuet euch, ihr Christen, alle Freuet euch, ihr lieben Brüder Entschwinge dich, mein Geist 589 Erbarm' dich), Herr! schwach ist 301 Frieden, ach Frieden, den göttlichen 681 Erforsche mich, erfahr mein Herz 170 Frohlockend laßt uns treten Erhabner Dulder, deine Liebe 171 Froh versammelt sind wir hier 27 Erhalt' uns, Herr, bei deinem 297 Früh Morgens eh' die Sonn' Erheb', o meine Seele, dich 795 Früh oder spät des Todes Raub 466 Erheb' uns zu dir, du, der 26 Für diese Kinder beten wir Erhebe mit der AndachtSchwingen 765 Für unsre Brüder beten wir Erhebet, Feiert, Christen, diese Stunde Fest des Lebens, sey willkommen 222 Fest steht zu Gottes Ruhme Fleug auf, mein Psalm Folget mir, ruft uns das Leben 301 587 764 46 729 729 132 133 648 224 344 si 8 6. Christen, euern Sinn 461 025 m Erhebt, Bewohner dieser Welt 826 Gedanke, der uns Leben giebt Grhebt den Herrn, ihr Frommen 126 Geduld, wie sehr der Sturm 68 ist genug! so nimm, Herr Gs ist gewiß ein köstlich Ding Gs ist Gottes Wille 730 591 592 172 Gs ist nicht schwer, ein Christ 463 Es ist noch eine Ruh'vorhanden, auf 768 Gs ist noch eine Ruh' vorhanden für 769 Es ist vollbracht, das Opfer Gs ist vollbracht, Gottlob, es ist Es ist vollbracht! so ruft am Gs ist vollbracht! so ruft des 174 Gs fostet viel, ein Christ zu seyn 464 Es wolle Gott uns gnädig seyn 299 Gwig, ewig bin ich dein 110 343 Gwig sey dir Lob gesungen Ewig weis und ewig milde Gwig wesentliches Licht 731 173 131 300 323 74 465 223 93 593 504 Verzeichniß der Lieder. Nr. Geh' hin nach Gottes Willen 467 Geist aller Geister, unerschaffnes 263 Geist der Wahrheit, lehre mich 264 Geist des Herrn, dein Licht allein 302 Geist Gottes aus des Ew'gen Fülle 265 Geist Gottes, wer kann dich 266 Geist v. Vater u. vom Sohne, der 267 Geist vom Vater u. vom Sohn 268 Gelobet feyst du, Jesu Christ 134 Gelobt sey, der den Frühling Getauft seyn auf des Vaters 345 Getreuer Gott, wie viel Geduld 57 Getrost, mein Leiden hat ein Ziel 594 Getroft und freudig geh' ich hin 732 Geweiht zum Christenthume 346 Gieb deinen Frieden uns, o Gott 682 Gieb dich zufrieden und sey stille 595 Gieb, Gott, wenn ich dir diene 468 Gieb mir, o Gott, ein Herz 672 Gieb zu dem wichtigen Geschäfte 868 Gott, Allweiser, wer bin ich Gott, deine Gnad' ist unser Leben 683 Gott, deine Güte reicht so weit 9 Gott, deine Güt' und Macht erhält 75 Gott, der an allen Enden Gott, der des Feuers 58 Nr. id 828 Gott ruft der Sonne, ruft Gott sey Dank, der mit uns war 29 Gott sieht auf uns 686 Gott sorgt für uns, o fingt ihm 841 Gott, Vater, Sohn und 813 Gott, vor dem die Engel 10 76 852 63 Gott, vor dessen Angesichte62 Gott, welcher Kampf in meiner 394 Gott, wer ist dir zu vergleichen 650 Gott, wie du bist, so warst du Gott will's machen, daß Gott wollte nicht des Sünders Tod Großer Gott, den Alles preiset Großer Immanuel, schaue Großer König, den ich ehre 523 Großer Mittler, der zur Rechten 252 Groß und heilig ist die Pflicht 870 H. 597 94 797 305 Hab' ich ein gut Gewissen Hallelujah, Amen, Amen Hallelujah, jauchzt, ihr Chöre Hallelujah, Jesus lebet! Hallelujah, Lob, Preis und Ehr' 47 Halt an, mein Herz 598 333 77 45 78 Gott, der du selbst die Wahrheit 469 Gott, der du unser Vater bist Gott, der du unsre Zuflucht bist 392 Gott der Macht, in deinem Ruhme Gott der Vater wohn' uns bei Gott, der wird's wohl machen Gott des Himmels und der Erden 796 Gott, dir sey ewig Preis und Dank 303 Gott, du hast in deinem Sohn 269 Gottes Mund hat uns verheißen 434 Gott hab' ich Alles heimgestellt 733 Gott hat in meinen Tagen 869 Gott, ich preise dich mit allen 684 Gott, ich will mich ernstlich prüfen 393 Gott in der Höh' sey Ehr' Gott ist die wahre Liebe Gott ist ein Schutz in Nöthen Gott ist gegenwärtig Halt im Gedächtniß Jesum Chrift 524 Hehr und heilig ist die Stätte Heiland, den uns Gott verhieß Heil'ger Jesu, Heil'gungsquelle Heilig, heilig ist dein Wille Helft Gottes Huld mir preisen Herr aller Herrscher, dir Herr, Alles, was ich habe Herr, aus deiner Gnadenfülle Herr, deine Kirche danfet dir Herr, den die Sonnen Herr, der du als ein stilles Lamm 363 Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals haft 855 Herr, du bist unsre Zuversicht 435 46 Herr, du erforschest mich; mein 64 522 Herr, du fährst in Glanz 304 Herr, du gingst voran 830 814 253 472 28 Herr, du wolleft meiner schonen 395 324 Herr, du wollst fie vollbereiten 364 59 Herr, es gescheh' dein Wille 815 Herr, es ist der Tag erschienen Herr, ew'ger Gott, wie du 31 79 Gott ist mein Hort und auf. Gott ist mein Lied, er ist Gott ist's, der das Vermögen 470 Gott ist treu und alle Morgen 60 Gott ist und bleibt getreu Gott lebt, wie kann ich traurig 596 Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit 685 Gottlob, es ist erschollen Gott, meine ganze Seele 61 770 225 226 30 135 95 471 829 854 688 689 306 Herr, führe mich auf guter Bahn 473 Herr Gott, dich loben wir für 857 Herr Gott, dich loben wir, Herr 651 853 Herr Gott, dich( Siegesdanklied) 856 649 Herr Gott, du kennest meine Tage 734 Verzeichniß der Lieder. Herr, Herr Gott( Litanei) Nr. 39600 474 397 735 525 475 136 Herr, ich hab' aus deiner Treu Herr, ich habe mißgehandelt Herr Jesu Christ, dein theures 175 Herr Jesu Christ, du Gotteslamm 176 Herr Jesu Christ, du höchstes 398 Herr Jesu Christ, mein Herr Herr Jesu Christ, mein höchstes Ich bin getauft auf deinen Namen Herr Jesu, Gnadensonne Sch bin gewiß, daß weder Herr Jesu, Trost der Heiden Ich bin Gottes, Gott ist mein Herr, laß mich in Frieden fahren 736 Ich bin ja, Herr, in deiner Herr, lehr' mich thun nach deinem 476 Ich bin in Allem wohl zufrieden Herr, mache meine Seele stille 599 Ich danke dir für deinen Tod Herr, meiner Seele großen Werth 477 Sch, der ich oft in tiefes Leid Herr, mein Licht, erleuchte mich 325 3ch freue mich, mein Gott, in dir Herr, mein Versöhner, der 673 Ich fühle wohl, ich selbst Herr, stärke mich, dein Leiden 177 Ich geh' zu deinem Grabe Herr und Gott der Deinen Ich habe den gefunden Herr, unser Gott, laß nicht Herr, unser Herrscher, dankbar Herr, vor deinem Angesicht Herr, welch Heil kann ich erringen 690 Herr, wie du willst, so 871 32 505 600 842 Ich bin der Angst entnommen Ich bin erlöst durch meines Nr. X. 137 Jauchzet all', ihr Frommen! Jauchzt, ihr auserwählten Kinder 653 Jauchzt unserm Gott mit 65 691 180 347 96 602 737 603 181 654 80482 228 528 Ich habe g'nug, mein Herr ist 529 Ich habe Gottes Weg geseh'n 604 Ich habe nun den Grund gefunden 436 Ich hab' in Gottes Herz und Sinn 605 Ich hab' in guten Stunden 606 11 652 478 3ch komme als ein armer Gaft 366 Jch komme, Herr, und suche dich 367 526 Jch fomme vor dein Angesicht 12 178 3ch laffe Gott in Allem walten 607 Ich preise dich, o Herr, mein Heil 368 3ch ruf zu dir, Herr Jesu Christ 13 Ich schäme mich des Heilands nicht 437 Ich finge dir mit Herz und Mund 655 3ch soll zum Leben dringen Herr, wie mancherlei Gebrechen 399 Herzen, wallt in frohen Schlägen Herzlich lieb hab' ich dich Herzliebster Jesu, was hast du Herzog unsrer Seligkeiten Herz und Herz vereint zusammen 674 Heut' öffnet sich die neue Bahn 831 Hier bin ich fremd, wie meine 771 Hier bin ich, Herr, du rufest mir 400 Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen 365 Hier ist mein Herz, Herr, nimm 527 Hier ist nur mein Prüfungsstand 772 Hier legt mein Sinn sich vor dir 479 Hier lieg' ich, Herr, im Staube 601 Hier sind wir, Gott, und flehn Hilf, Herr Jesu, laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn Hin an dein Kreuz zu treten Hirte deiner Heerden Höchster, denk' ich an die Treue Höchster Gott, dir danken wir Höchster Helfer, sey nicht ferne 872 Höchster Tröster, komm hernieder 270 Höher hebt sich Gottes Sonne 843 Hört das Wort voll Ernst 481 Hört, die ihr der Gerechtigkeit 307 Hört's Alle, hört's, daß Jesus lebt 227 Hör' unser Gebet, Geist des Herrn 271 Hüter, wird die Nacht der Sünden 402 Sch Staub vom Staube, wer 403 3ch steh' an deiner Krippe hier 138 Sch sterbe täglich und mein Leben 738 Ich weiß, daß all' mein Werk 81 Ich weiß, daß mein Erlöser lebt 229 Ich weiß, es wird mein Ende Ich weiß, woran mein Herz 773 480 Ich will dem Schöpfer Preis 656 179 Ich will dich lieben, meine Stärke 530 Ich will, Herr, meine Zuversicht 369 Ich will, o Jesu, dich 33 832 816 401 370 326 182 531 Ich will von meiner Missethat 404 Jerusalem, du hochgebaute Stadt 774 Jesu, deine tiefe Wunden Jesu, der du deine Liebe Jesu, Freund der## 371 Jesu, hilf fiegen, du Fürste 484 Jesu, meine Freude mm 532 Jesus Christus, Gottes Lamm 183 Jesus Christus, unser Heiland 230 Jesus ist gekommen 139 506 Verzeichniß der Lieder. Nr. Nr. 97 Jesus kommt, von allem Bösen 608 Lebst du in mir, o wahres Leben 536 Jesus lebt! Christen hört es 231 Licht vom Licht, erleuchte mich 798 Jesus lebt, mit ihm auch ich 232 Liebe, die du mich zum Bilde 537 Jesus, meine Zuversicht 775 Liebster Jesu, wir sind hier 1135 Jesus nimmt die Sünder an Jesus schwebt mir in Gedanken 533 Jesus, wir erscheinen hier Ihr armen Sünder, kommt Ihr Augen, weint, der Ihr Christen, rühmt, erhebt Ihr, deren Herzen noch bethört 609 Lobsing', o frohes Erndtefestis 845 Ihr, durch die Taufe dem 273 Lobt Gott, ihr Christen allzugleich 145 308 Pic mis atlinda ihost Lobe den Herrn, den mächtigen 657 Lob, Ehre, Preis und Dank 102 34 Lob, Preis und Ehre bringen wir 48 405 Bob sey dem allerhöchsten Gott 144 184 Lob sey dir, der den Morgen 799 272 Lobsinge, meine Seelegnedy( 235 Ihr Kinder des Höchsten Ihr Mitgenossen, auf zum Streit 485 M. slecht 11 Ihr Völker, höret Christi Wort 98 Mache dich, mein Geist, bereit 334 Im Dunkeln lag die Welt 140 Mach's, lieber Gott, wie dir's In allen meinen Thaten 610 Macht hoch das Thor, die 486 146 Man lobt dich in der Stille i 658 Mein Auge sieht, o Gott, zu dir! 82 Mein Aug' und Herz erhebe sich 1015 Meine Lebenszeit verstreicht 1741 Meinen Jesum laß ich nicht, was 538 Meinen Jesum laß ich nicht, weil 539 Mein Erlöser, Gottes Sohni 188 Mein erst Gefühl sey Preis 800 Meine Seele giebt sich hin 612 Meine Seele, laß es gehenler 613 Meine Seele, laß Gott walten 83 Meine Seel' ist stille toined 614 Meines Lebens beste Freude 693 Meine Sorgen, Angst und Plagen 615 Mein Freund ist mein, und ich 540 275 Mein Glaub' ist meines Lebens 694 276 Mein Gott, ach lehre mich 490€ 277 Mein Gott, das Herzeich bringe 491 278 Mein Gott, du prüfft des Herzens 492 141 Mein Gott, du weißt am 19 du 16 233 Mein Gott, erschaffen hast du 695 Mein Gott, ich flopf an deine 335 Mein Gott, ich weiß wohl, daß 742 Mein Gott, nun ist es wieder 801 373 Mein Heiland, bilde dudo91 541 487 Mein Heiland nimmt die Sünder 406 859 In deiner Liebe, Gott, nicht In deiner Stärke freue sich 858 In Dunkel hüllt der Himmel sich 844 In Gottes Rath ergeben In meines Herzens Grunde In Thorheit ist ein Herz befangen 535 Ist Gott für mich, so trete 438 istolstad 740 534 K. Kein Lehrer ist dir, Jesu, gleich 99 König, dem kein König gleichet 100 Könnt' ich doch, Herr, mit meinen 372 Komm, beuge dich, mein Herz 101 Komm, Geist des Herrn, du 692 Komm, Geist des Herrn, kehr' 274 Komm, Gottes Geist, komm Komm, heiliger Geist, Herre Komm, Kraft des Höchsten Komm, o fomm, du Geist Kommst du, kommst du, Licht Kommt, betet an Kommt, bringt dem Ew'gen Kommt, die ihr Jesu Kreuz erhebet Komm, Tochter Zion, komm Kommt und eßt das Brod Kommt und laßt den Herrn L. 185 142 Mein Herr und Heiland, laß 189 Mein Herz, gieb dich zufrieden 616 186 Mein Jesu, dem die Seraphinen 542 Mein Jesus lebt, mag ich doch 236 Mein Lebensfürst, dein 103 Laß deinen Gelst mich stets Laß doch, o Jesu, laß dein Reich 309 Lasset uns den Herren preisen 234 Lasset uns mit Jesu ziehen 488 Laß mich dein seyn und bleiben 14 Laß mir die Feier deiner Leiden 187 Laßt ihn uns preisen Lebet, Christen, so allhier auf Mein lieber Gott, gedenke 117 Mein thörichtes Herz, warum 543 Mein Vater, laß mich deine 493 143 Mir nach, spricht Chriftus, unser 494 489 Mir wallt das Herz, so oft 544 Verzeichniß der Lieder. Nr. Mit Ernst, ihr Menschenkinder 147 Mit Fried' und Freud' ich fahr' 743 Mit frohem Danke nah' ich mich 817 Mitten in dem Leben find 744 Mitten in Stürmen und tobenden 310 Möchten wir aus Gott geboren 495 Morgenglanz der Ewigkeit 802 11110119 ma N. 66 36 875 846 803 37 Durchbrecher aller Bande Gott, dich kennt D Gott, du frommer Gott D Gottes Sohn, Herr Jesu D Gott, wie wird mein Geift 778 D Gott, wir ehren beine Macht 49 Nach einer bangen schweren Nacht 873 Nach einer Prüfung furzer Tage 776 Nach meiner Seelen Seligkeit 496 Nacht umhüllte rings die Erde 148 Nacht und Stille schließen wieder 818 Nein, nichts Höh'res fennt mein 545 Nennt immer, eitele Gemüther 696 Nicht Alle können herrschen 874 Nicht diese Welt, die in ihr Nichts 497 Nicht nur streiten, überwinden 498 Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit 279 Nie bist du, Höchster, von uns Nimm jeßt hinweg, o Gott, was Noch heut ist Gott mein 38 Noch immer wechseln ordentlich Noch läßt der Herr mich leben Noch sing' ich hier aus dunkeln Noch wallen wir im Thränenthale 777 Nun bitten wir den heiligen Geist 280 Nun danket Alle Gott 195 336 659 284 Nun danket All' und bringet 660 196 Nun habe Dank für dein 374 700 780 701 Nun ist die Finsterniß entflohn 149 O wie selig seyd ihr doch, ihr Nun ist es Alles wohlgemacht 190 O wie wichtig und wie richtig Nun kommt das neue Kirchenjahr 150 O wundergroßer Siegesheld 254 Nun laßt uns gehn und treten 833 Nun lob' den Herrn, o Seele 661 P. Nun ruhet in den Wäldern 819 Preis dir, du aller Himmel Gott 663 Nun sich der Tag geendet hat 820 Preis ihmn, er schuf und er erhält 50 Nur kurz ist unsre Prüfungszeit 617 2 D. Quelle der Vollkommenheiten 551 8 R. Se: Bod videt D. 108 tim mun. Musisi Dauferstandner Siegesfürst 237 daß ich Gott erkennen lernte 546 O daß ich tausend Jungen hätte 662 O daß mir der Erlösung Stunde 745 Odaß von meinen Lebenstagen 499 D du majestätisch Wesen Reiß dich los, mein Geist, von 781 Richtet auf des Heilands Leiden 197 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 501 407 Rühme, Welt, dein eitles Wissen 702 311 Ruhe, fromm bestattet 746 697 Ruhe ist das beste Gut 703 S. 18 439 507 Nr. D Haupt voll Blut und Wunden 191 Oheil'ger Geift, kehr' bei uns ein 281 heiliger Geist, o heiliger Gott! 282 O hilf, Christe, Gottes Sohn 192 Ohne dich was find wir, Jesu 104 O hochgelobter Gottesgeist 283 547 höchftes Gut, o Licht g O Jesu Chrift, mein höchstes Gut 548 D Jesu, Freund der Seelen 549 550 375 O Jesu, Jesu, Gottes Sohn Jesu, meine Wonne Jesu, meine Zuversicht D Jesu, sich darein 193 194 Jesu, süßes Licht dat fomm, du Troft der Welt Lamm, das keine Sünde je Lamm Gottes, unschuldig O Menschenkind, was trägst du 500 Mensch, ermuntre deinen Sinn 410 O reines Wesen, lautre Quelle 411 Richter aller Welten selig Loos hienieden 6779 698 Tod, wo ist dein Stachel nun 238 O Ursprung des Lebens 699 412 Vater der Barmherzigkeit O Vater, send' uns deinen Geist D welch ein herber Schmerz O welche Seligkeit Welterlöser, sey gepreist Welt, sieh hier dein Leben wer nennt die Seligkeit 408 409 804 151 Sagt immer, Weise dieser Welt 552 Schaffet, o ihr Menschenkinder 502 508 Verzeichniß der Lieder. Nr. Triumph, ihr Himmel, freuet ench 255 Triumph, Triumph, bringt Triumph, Triumph dem Herrn! 241 240 Nr. Schaff in mir, Gott, ein reines 413 Schließet euch, ihr Augen, auf 805 Schmücke dich, o meine Seele 376 Schüße die Deinen, die nach dir 312 Schweiget, bange Zweifel 440 Schwing' dich auf, o meine Seele 414 Seele, was ermüd'st du dich 553 Seele, wohlauf, des Unendlichen 704 Seht, was der Herr der Kirche 313 Seht, welch ein Mensch ist das 198 Seht, welch ein Mensch, wie 199 Selig find des Himmels Erben 747 Sey auch unerforschlich immer 618 Seyd gesegnet, heil'ge Stunden 441 Sey hochgelobt, barmherz'gerGott 105 Sey Lob und Ehr dem 664 Sey uns gesegnet, Tag des Herrn 39 Sey unverzagt, o frommer Christ 619 Sieh, Herr, ich bin verdrossen 782 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 554 Sieh, mein Heiland, wie ich wanfe 415 Sink' ich einst in jenen Schlummer 821 So bin ich nun kein Kind der Erden 705 So hab' ich nun den Fels erreichet 442 So hab' ich obgesieget 748 Sohn Gottes, der vom Himmel 152 So hoff' ich denn mit festem Muth 443 So Jemand spricht: ich liebe Gott 675 So ist denn nun die Hütte So ist die Woche nun verflossen So lang' es Gott gefällt Soll denn Alles, Alles enden 749 Soll ich denn mich täglich fränken 620 Sollt' er was sagen und nicht 444 Sollt' es gleich bisweilen scheinen 621 Sollt' ich aus Furcht 503 Sollt'ich meinem Gott nicht fingen? 665 Sollt' ich meinem Gott n. trauen? 622 Sollt' ich verzagt von ferne stehn? 337 Sorge, Herr, für unsre Kinder 876 So ruhest du, o meine Ruh' 200 So wahr ich lebe, spricht Stark ist meines Jesu Hand Stärke, die zu dieser Zeit Stärke, Jesu, stärke ſie Steil und dornig ist der Pfad 153 822 W. 706 Wach' auf, du Geist 316 Wach' auf, mein Herz, und singe 806 Wandelt glaubend eure Wege 351 Warum betrübst du dich 626 Warum sollt' ich mich denngrämen? 627 Warum trauerst du so sehr 628 Warum willst du doch für morgen 629 Was bewegt mich wohl 708 Was bring' ich dir, o Gott, Was giebst du denn, o mein 505 555 416 Was Gott thut, das ist wohlg., es 630 418 B T. 445 Was Gott thut, das ist wohlg., so 847 750 Was hilft's, daß ich mich quäle 631 348 Was in der heil'gen Nacht erklang 155 504 Was ist's, daß ich mich quäle 632 Was kann ich doch für Dank Was mein Gott will, gescheh' Was murren über Glend Was rührt so mächtig Herz 317. Was wär' ich ohne dich gewesen 556 Weg mit dem, was Klugheit 506 314 Weg, Welt, mit deinen Freuden 204 Theures Wort aus Gottes Munde 327 Tief gebeugt vor dir im Staube 666 Tief zwar beugt die Noth 623 Trauernd und mit bangemSehnen 239 Treuer Hirte deiner Heerde 11. Ueberwinder, nimm die Palmen 242 Um Gnade für die Sünderwelt 201 Um 3ion, Jesu, flossen einst Uns bindet, Herr, dein Wort Unserm Gott laßt uns lobsingen 349 Unter allen großen Gütern 106 315 676 V. Bater, erhöre das Flehn der Verkündigt Alle seinen Tod Verleih' mir, Jesu, deinen Sinn Versuchet euch doch selbst Vollendet ist die Bundesfeier Voll Liebe war, o Herr, dein Leben Von des Himmels Thron Von dieser Erden Staube Von dir, mein Gott, kommt Von dir, o Vater, nimmt Von Furcht dahin geriffen Von Gott will ich nicht lassen 624 Von meinem Jesu will ich fingen 107 Vor dich, Herr, will ich treten 19 Vor dir, Herr Jesu, steh' ich hier 417 Vor seinen Augen leben 707 623 205 40 377 677 446 378 202 350 154 285 633 709 Verzeichniß der Lieder. Nr. 157 784 835 447 785 807 Welter mußt du kämpfen, ringen 507| Wie schnell ist doch dies Jahr Welch Glück, so hoch geehrt zu 338 Wie schnell verstrich, o Herr Welch hohes Beispiel gabst du mir 108 Wie selig sind die Todten nun Wenn Alle untreu werden 557 Wie ficher lebt der Mensch, der Wenn Christus seine Kirche schüßt 318 Wie sollen wir dir, Vater Wenn der Gedanke mich erschreckt 243 Wie soll ich dich empfangen Wenn einst mein Stündlein 752 Wie unaufhaltsam schnell verfließt Wenn gleich aus tiefer Mitternacht 634 Wie viel wir Jahre zählen Wenn heiße Thränen Wie wird mir dann, o dann Wie wohl ist mir, o Freund 713 339 Willkommen, gnadenvolle Nacht 158 Willkommen nach dem Streite 245 Willkommen sey uns insgesammt 353 Wir Alle, Gott und Vater! bringen 848. Wir bauen, Gott, auf dein Geheiß 849 Wir danken dir, Herr Jesu Christ 207 Wird das nicht Freude seyn 786 Wirf alle Sorgen hinter dich 637 Wir gl. All' an Einen Gott, Sch. Wir gl. All' an Einen Gott, H. Wir kommen, deine Huld zu feiern Wir find Alle Jesu Glieder Wir warten dein, o Gottes Sohn 340 206 509 84 Wenn ich einft von jenem Wenn ich mein Herz vor dir Wenn ich nur den Heiland habe 558 Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn mich die Sünden kränken 205 Wenn Licht und Sonne scheiden 823 Wer auf seinen Heiland trauet 20 Wer bin ich, Herr, in deinem Licht? 419 Wer Gottes Wort nicht hält 508 Wer Jesum bei fich hat 710 559 562 714 328 638 511 639 85 636 715 Wer in der Schwachheit sicher ist 420 Wer ist wohl, wie du Wer ist wohl würdig, sich Wer kann die Leiden faffen Wer mit gläubigem Gemüthe 751 Wo find' ich, Gott, den Wer nach seines Herrn Gebot 509 Wohin, wohin, mein Herz Wer nur den lieben Gott 635 Wohl dem, der aus dem Geist Wer Ohren hat, der höre Wohl dem, der sich auf seinen Wer sich dünken läßt, zu stehen 510 Wohl dem, der sich mit Fleiß Wer zählt der Engel Heere Wohl dem, der unsern Gott Wie bist du, Seele, in mir Wohl dem Menschen, der Wie dank' ich's, Heiland, deiner 560 Wollt ihr den Heiland finden 512 Wie fleucht dahin der Menschen 753 Womit soll ich dich wohl loben 667 Wie führst du doch so selig 86 Woran liegt's doch, mein Herz 425 Wie fürcht' ich mich, mein Herz 421 Wort aus Gottes Munde Wie groß ist deine Herrlichkeit 711 Wo sind die Weisen Wie groß ist des Allmächt'gen Güte 67 Wo soll ich fliehen hin Wie groß, wie angebetet ist 109 Wo soll ich hin? Wer Wie groß, wie herrlich ist mein 712 Wunderbarer König WOT Wie heilig ist die Stätte hier 379 Wunderbar ist Gottes Schicken Wie heilig ist mir diese Stunde 352 mio Wie herrlich ist, o Gott, dein Nam' 87 Wie herrlich strahlt der 110 329 68 426 448 668 Wie jauchzt mein Geist schon hier 244 Wie ist mein Herz so fern von dir 422 Wie lieblich ist doch, Herr, die Wie lieblich tönt die Kunde 41 156 Tib 3. Seige dich uns ohne Hülle 3euch ein zu deinen Thoren 3u dem Vater hingegangen 3u dir, Geist Schöpfer, flehen 3u dir, o Vater, beten wir Nr. 834 424 783 755 111 51 52 850 208 787 561 42 286 256 287 354 Wie oft hab' ich den Bund 423 3u dir schwingt sich mein Geist 89, Wie sanft sehn wir den Frommen 754 3um Himmel bist du eingegangen 257 idmieson 008 I. Allgemeine Bitten. II. Vom christlichen Gottesdienste. III. Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. IV. Preis der göttlichen Eigenschaften.. V. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. VI. Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. VII. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. VIII. Vom Leiden und Tode Jesu. Inhalt. IX. Von der Auferstehung Christi. X. Von der Himmelfahrt Jesu Christi XI. Von dem heiligen Geist. XII. Von der christlichen Kirche. XIII. Vom göttlichen Worte. XIV. Vom Gebet. 500129 XV. Von der Taufe und Confirmation XVI. Vom heiligen Abendmahl. XVII. Von der Buße. XVIII. Vom Glauben. XIX. Vom christl. Leben und Wandel im Allgemeinen XX. Liebe zu Gott und Christo. XXI. Bertrauen auf Gott. XXII. Lob- und Danklieder. XXIII. Liebe zu dem Nächsten. XXIV. Seligkeit der Christen in diesem Leben. XXV. Bom Tode. A. B. XXVI. Vom ewigen Leben. XXVII. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Morgenlieder. Abendlieder. C. D. Jahreszeiten. Neujahrslieder. E. Allgemeine Landesangelegenheiten. F. Besondere Lebensverhältnisse. 1 10 18 22 32 45 58 81 110 129 135 152 168 174 181 187 203 234 246 284 313 358 379 385 409 432 452 463 470 477 485 491 Seite - - Berlin, gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. - - - - - |||| LITT - - 10 1822 32 44 58 80 110 129 135 152 168 174 181 187 202 234 246 284 313 358 379 385 409 432 451 463 470 477 485 491 500 Im Verlage der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei in Berlin find folgende Ausgaben der heiligen Schrift erschienen: Bibel 8.( mit mittelgroßer Schrift.) 88 Bog. Patent- Druckpap. 12, Sgr. Dieselbe Ausgabe auf feinem Velin- Papier 20 Sgr. psik Bibel gr. 8.( mit großer Schrift.) 88 Bogen auf feinem weißen Druckpapier. 22ste Auflage. Neues Testament mit Psalmen. Miniatur- Ausgabe. 18( mit kleiner Schrift). Patent- Druckpapier. Neues Testament mit Psalmen gr. 8.( mit großer Schrift.) auf feinem weißen Druckpapier. 22ste Auflage. TONY Die anderen Ausgaben dieses Gesangbuches( 6te Auflage) find noch bei dem früheren Verleger G. Reimer vorräthig. 25 Sgt. 42 Bogen is 5 Sgr. 24 Bogen 7/ Sgr. Anhang zum Gesangbuch für Evangelische Gemeinen. Mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten. Zur ersten bis siebenten Auflage. Berlin. 1853. Verlag der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. pndnis omams schulopunu i birdquis 4503 midnapalaball machilise and shitte mided ang midi Sid asjus terhand der Stad pathe nin@ nd going M10 asdorad ampliand 080 obsidy nedbing si distr 450-12 nd sunt mm mot 150 to using on Verzeichniß der Lieder. 326 com si fost difu Nr. 8 do TS A. 1970 240 unitsplanerill and auto ess pidh 10 geschid. Sand 180 240 185 michad 18: 3 ISP immer vel 9115ER Ach, bleib mit deiner Gnade Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Ach Gott und Herr: wie groß Ach! wie will es endlichy werden 880 Auf, auf! ihr Reichsgenossen 881 Auf, ihr Christen, Christi Glieder 882 Aus Gnaden soll ich selig werden 883 Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir 884 D. Der Glaub' ist eine Zuversicht 885 Der Herr, der aller Enden 886 Die wir uns allhier beisammen 887 Die Seele Christi heil'ge mich 888 no 1 30 3 050 din ures Hoe stud the spilhe stunt inst 0-60 mi $ 8. Es glänzet der Christen Es wollt uns Gott genädig seyn 890 150 345 S60 65. SER 899 877 Herr Gott, dich loben wir 878 Herr Jesu Christ, dich zu uns 900 879 Herr Jesu Christ, mein Leben 901 Herzliebster Jesu Christm D7902 Hosianna, Davids Sohn 0903 20 Nr. J. Ich trau auf Gott in allen Sachen 904 Jesu, frommer Menschenheerden 905 Jesus Christus, unser Heiland 906 In allen meinen Thaten In Christi Wunden schlaf ich ein 3ft Gott für mich 907 908 909 L. Laß uns doch nicht begehren 910 889 Lobe den Herren, den mächtigen 911 M. F. Mache dich, mein Geist, bereit 912 Fahre fort:: Zion, fahre fort 891 Meine Seel', ermuntre dich 913 Meine Sorgen, Angst und Plagen 914 Mit Ernst, o Menschenkinder 915 Mit Fried' und Freud' ich fahr' Mitten wir im Leben sind Mir nach, spricht Christus G. Gelobet seyst du, Jesu Christ 892 Gieb dich zufrieden und sey stille 893 Gott, der Vater, wohn' uns bei 894 Gott des Himmels und der Erden 895 Sott, nur du bist meine Sonne 896 Gott sey Dank durch alle Welt 897 Nun bitten wir den heiligen Geist 919 Gott sey gelobet und gebenedeiet 898 Nun Gott Lob! es ist vollbracht 920 N. 916 917 918 IV Nun jauchzet all', ihr Frommen Nun ruhen alle Wälder D. O Durchbrecher aller Bande O frommer und getreuer Gott O Gott, du frommer Gott 100 000 ross Bassein 800 duslach TOU 2012 116 Verzeichniß der Lieder. M. O Haupt voll Blut und Wunden O heilige Dreifaltigkeit 927 928 Wachet auf! ruft uns die 942 O hilf! Christe, Gottes Sohn O Lamm Gottes! unschuldig 929 O süßer Stand, o selig Leben 930 O Welt! sieh hier dein Leben 931 Was Gott thut, das ist wohlgethan 943 944 Wie soll ich dich empfangen Wenn wir in höchsten Nöthen 945 Werde munter, mein Gemüthe 946 Wer weiß, wie nahe mir mein 947 Wir danken Gott für seine Gaben 948 Seelen Bräutigam, Jesu, Gottes 932 Wunderbarer König, Herrscher 949 Sey fröhlich alles weit und breit 9338 0 3915703 61st Sey Gott getreu, halt seinen 13. S. 934 18 pe Sey mir tausendmal gegrüßet 1935 en ole Speis' uns, o Gott, deine Kinder 936 3euch Strahl der Gottheit, Kraft der 9378 $ 88-100 RID C Suomijoje PC De bonit 1822hhbi mus and 2 hinn sa pie gaderes can Nr. 921 922 har uff 100 V. 938 Vater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich 939 923 Vom Himmel hoch da komm ich 940 924 Vom Himmel kam der Engel 941 925 926 STO 19 de nim id that 18 danad thin bod tek ind Hd 73-59088 with a st ter 115 LUBAT ein zu meinen Thoren no tromspathist 13 Nr. su Cao 3 288 MO 1888 din spline i al C The sake 108) di 950 C 6115 sin) od topidla 30 098 nes pistest the sur the 10 H * 7 ON Avis SUB Aber 30 208 slid of dai dive 50B MOTO) 310 0 mid 2010) 108 2182 ste aus ant sto Des dua bedules t Anhang. Mel. Christus, der ist mein Leben ic. 2. In dieser letzt'n betrübten 877 Ah, bleib mit deiner Zeit, verleih uns, Herr, BeGnade bei uns, ständigkeit, daß wir dein Wort Herr Jesu Christ, daß uns und Sacrament rein behalt'n Hinfort nicht schade des bösen bis an unser End. Feindes List. 2. Ach, bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, daß uns beid' hier und dorte sey Güt und Heil beschert. 3. Herr Jesu, hilf, dein' Kirch erhalt: wir sind gar sicher, faul und kalt; gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall' an allem Ort. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht! dein' Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. 4. Ach, bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, dein' Gnad und all's Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach Gott! es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh, viel Secten und 5. Ach, bleib mit deinem viel Schwärmerei auf einen Schuße bei uns, du starker Haufen komm'n herbei. Held, daß uns der Feind nicht truge noch fäll' die böse Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott! Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit G'walt erhöhen hoch, und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jefu Chrift, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 2c. 878., bleib bei uns, verlasſen frei. Herr Jesu weil es nun Abend worden ist, dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Truß und deiner Kirche wahrer Schuß; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 1 2 Anhang. 9. Gieb, daß wir leb'n nach| Zuflucht ist die Höhle deiner deinem Wort und darauf ferner Wunden; wenn Sünd', und fahren fort von hinnen aus Tod mich bracht in Noth, hab' dem Jammerthal zu dir in ich mich drein gefunden. deinen Himmelssaal. 9. Darin ich bleib, ob schon der Leib und Seel vonander scheiden: so werd ich dort bei In eigener Melodie. 879. Gott und Herr: dir, o Gott, seyn in der ewgen Ah wie groß und sind mein' begangne Sünden! Da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden. 10. Ehre sey nun Gott Vater, Sohn und heilgem Geist zusammen! Zweifle auch nicht, weil Christus spricht: wer glaubt, wird selig. Amen. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende, und wollt los seyn des Kreuzes Pein, würd' es sich doch nicht enden. Mel. Zion klagt mit Angst sc. ch! wie will es 3. 3u bir flieh ich, verstoß 880. Ad Ah! endlich werden? mich nicht, wie ich's wohl hab' verdienet; ach Gott! zürn nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich verfühnet. Ach! wie will es laufen ab, daß ich stets hang' an der Erden und so wenig Andacht hab'? Ja, daß ich mit hartem Sinn ohne Buß geh' immer hin? Jesu! mir mein Herze rühre, mich zur wahren Buße führe. 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf- Sünden folgen müssen: so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 2. Ach! ich fühle keine Reue, und mein Sündenherz ist kalt. 5. Gieb, Herr, Geduld, ver- Ich erkenne ohne Scheue meine gieb die Schuld, verleih ein Fehler mannigfalt, und doch g'horsam Herze; laß mich nur sonder Traurigkeit lebe ich in nicht, wies oft geschicht, mein Sicherheit. Jesu! mich doch Heil murrend verscherzen. so regiere, daß ich wahre Buße spüre. 6. Handle mit mir, wie's dünket dir, nach deiner Gnad' will's leiden; laß nur- nicht mich dort ewiglich von dir seyn abgescheiden. 3. Ach! ich kann an Gott nicht denken, wie ich sollt' und gerne wollt'; denn mein Geist, der läßt sich lenken dahin, wo ich fliehen sollt', und klebt dem so feste an, was zum Abgrund ziehen kann. Jesu! hilf mein Herz aus Gnaden dieser schweren Last entladen. 4. Ach! weil denn mein Geist 7. Gleich wie sich fein ein Vögelein im hohlen Baum verstecket, wenn's trüb hergeht, die Luft unftät Menschen und Vieh erschrecket. 8. Also, Herr Christ! mein' Anhang. erstorben und mein Fleisch nimmt überhand, seh' ich kaum, was ich erworben, da ich mich 881. Auf, auf! ihr Reichsvon Vergenossen, der König kommt heran, empfahet unverdrossen den großen Wundermann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. derben merk' ich kaum, weil ich geb' dem Fleische Raum. Jesu! mir die Gnade gönne, daß ich die Gefahr erkenne. Mel. Von Gott will ich nicht laffen sc. 3 5. Ach! so wache doch von Sünden auf, o du mein sichrer Geist. Suche Gott, weil er zu 2. Auf, ihr betrübten Herzen, finden, weil er noch dein Vater der König ist sehr nah; hinheißt; komme, weil die Gnaden- weg all' Angst und Schmerzen, thür nun noch stehet offen dir. der Helfer ist schon da; seht, Jesu! zu so gutem Werke mich wie so mancher Ort hochtröstmit Herzensandacht stärke. lich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, 6. Ach! mein Herz, bedenk die Schulde, schau, wie weit Tauf und Wort. du bist von Gott, wie du seine 3. Auf, auf! ihr VielgeGnad' und Hulde haft ver- plagten, der König ist nicht worfen und verspott't, und wie fern; seyd fröhlich, ihr Verdu aus seiner Ruh selbst der Hölle eilest zu. Jesu! mir mein Herze lenke, daß ich diese Noth bedenke. zagten, dort kommt der Morgenstern, der Herr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hülf' erweisen, ja dämpfen gar den 7. Ach! weil dann noch Zeit zu kehren, so verlaß ich diesen Tod. Stand. Du, mein Jesu, wollst 8. Ach! ich kann schon tröstlich finden, Jesu, hier in deinem Blut die Abwaschung meiner Sünden. Dieses stärket meinen Muth, dies erfrischet meinen Sinn, ob ich gleich ein Sünder bin. Jesu! mich forthin regiere, daß ich ein ein fromm Leben führe. 4. Nun hört, ihr frechen mich hören und mir bieten Sünder! der König merket deine Hand; hilf mir Schwachen, hilf mir auf, steure meinem Sündenlauf, Herr, um deiner Marter willen, wirst du meinen Wunsch erfüllen. drauf, wenn ihr verlorne, Kinder im vollen Laster- Lauf auf Arges seyd bedacht, ja thut es ohne Sorgen; gar nichts ist ihm verborgen, er giebt auf alles Acht. 5. Seyd fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht. Laßt uns die Weg' ihm bahnen und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, die er uns schickt, ertragen, mit unerschrocknem Muth. Anhang. | 6. Und wenn gleich Krieg sich selbst uns giebt durch seine und Flammen uns alle rauben Gnad' und Wort. O König, hin, Geduld! weil ihm zu hoch erhoben, wir alle wollen sammen gehört doch der Ge- loben dich freudig hier und dort. winn. Wenn gleich ein früher 12. Nun Herr, du giebst Tod uns, die uns lieb, ge- uns reichlich, ob wir gleich nommen, wohlan, so sind sie arm und schwach, du liebest kommen ins Leben aus der unvergleichlich, du jagst den Noth. Sündern nach: drum woll'n 7. Frisch auf in Gott! ihr wir all' in ein die Stimmen hoch Armen, der König sorgt für erschwingen, dirHosianna singen euch, er will durch sein Er- und ewig dankbar seyn. barmen euch machen groß und 4 reich; der an ein Thier gedacht, Mel. Meine Hoffnung stehet feste sc. der wird auch euch ernähren, 882. Nuf, ihr Chriſten, Af was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. Glieder, ihr noch hangt an dem Haupt; auf! wacht auf! ermannt euch wieder, eh ihr werdet hingeSatan beut an den raubt. Streit Christo und der Christen8. Hat endlich uns betroffen viel Kreuz, läßt er doch nicht die, welch' auf ihn stets hoffen mit rechter Zuversicht. Von Gott kommt alles her, der heit. läffet auch im Sterben die 2. Auf! folgt Christo, eurem Seinen nicht verderben, sein' Helde, trauet seinem starken Hand ist nicht zu schwer. Arm, liegt der Satan gleich 9. Frisch auf! ihr Hochbe- zu Felde mit dem ganzen trübten, der König kommt mit Höllenschwarm; sind doch der Macht, an uns, sein' Herzge- noch vielmehr, die da stets sind liebten, hat er schon längst ge- um uns her. dacht. Uns wird kein' Angst 3. Nur auf Christi Blut geund Pein noch Zorn hinführo waget, mit Gebet und Wachschaden, dieweil uns Gott aus samkeit: dieses machet unverGnaden läßt seine Kinder seyn. zaget und recht tapfre Krieges10. So lauft mit schnellen leut. Christi Blut giebt uns Schritten, den König zu befehn, Muth wider alle Teufelsbrut. dieweil er kommt geritten stark, 4. Christi Heeres KreuzesHerrlich, sanft und schön. Nun fahne, so da weiß und roth tretet all heran, den Heiland gesprengt, ist schon auf dem zu begrüßen, der alles Kreuz Siegesplane uns zum Troste versüßen und uns erlösen kann. ausgehängt. Wer hier kriegt, sondern unterm 11. Der König will bedenken nie erliegt, die, die er herzlich liebt, mit Kreuze siegt.. föstlichen Geschenken, als der 5. Diesen Sieg hat auch Anhang. 5 empfunden vieler Heilgen starker| geston; da fürwahr! Gottes Muth, da sie haben überwun- Schaar ihn wird loben immerden fröhlich durch des Lammes dar. Blut. Sollten wir denn allhier nicht auch streiten mit Mel. Wer nur den lieben Gott ic. Begier? us Gnaden soll ich 883. A selig werden! Herz, 6. Wer die Sclaverei nur liebet in der Zeit und Ewig- glaubst du's, oder glaubst du's keit, und den Sünden sich er- nicht? Was willst du dich so giebet, der hat wenig Lust zum bös geberden? Ist's Wahrheit, Streit. Denn die Nacht, Satans Macht, hat ihn in den Schlaf gebracht. was die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit seyn: aus Gnaden ist der Himmel dein. 7. Aber wen die Weisheit lehret, was die Freiheit für ein Theil, dessen Herz zu Gott sich kehret, seinem allerhöchsten Heil, fucht allein ohne Schein Christi freier Knecht zu seyn. 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen: die eignen Werke fallen hin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn: daß uns sein Tod das Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. 8. Denn vergnügt auch wohl das Leben, so der Freiheit mangeln muß? Wer sich Gott nicht ganz ergeben, hat nur Müh', Angst und Verdruß. Der, der kriegt recht vergnügt, wer sein Leben selbst besiegt. 9. Drum auf! laßt uns über winden in dem Blute Jesu Christ, und an unsre Stirne binden sein Wort, so ein Zeugniß ist, das uns deckt und erweckt und nach Gottes Liebe schmeckt. 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so schwer dein Herz dich auch verklagt: was die Vernunft nicht faffen kann, das beut dir Gött aus Gnaden an. 4. Aus Gnaden_kam fein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlast. Was nöthigt' 10. Unser Leben sey ver- ihn, dein Freund zu werden? borgen mit Christo in Gott Sprich, weß du dich zu rühmen allein, auf daß wir an jenem hast? Gab er sich nicht zum Morgen mit ihm offenbar auch Opfer dar und nahm dein Heil seyn, da das Leid dieser Zeit in Gnaden wahr? werden wird zu lauter Freud'. 11. Da Gott seinen treuen Knechten geben wird den Gnadenlohn, und die Hütten der Gerechten stimmen an den Sie5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Worte 6 Anhang. preist, worauf all' unser Glaube| Sünd' und Unrecht ist gethan: ruht, ist: Gnade durch des Sohnes Blut. wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn 6. Aus Gnaden! Doch du, Gnad' und Gunst, die Sünde sichrer Sünder, denk nicht zu vergeben. Es ist doch unser wohlan, ich greife zu! Wahr Thun umsonst auch in dem ist's: Gott ruft verlorne Kinder besten Leben. Vor dir niemand aus Gnaden zur verheißnen sich rühmen kann; deß muß Ruh; doch nimmt er nicht zu dich fürchten jedermann und Gnaden an, wer noch auf deiner Gnaden leben. Gnade sündgen kann. 7. Aus Gnaden! Wer dies 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst Wort gehöret, tret' ab von nicht bauen. Auf ihn will ich aller Heuchelei. Nur wenn verlassen mich und seiner Güte der Sünder sich bekehret, dann trauen, die mir zusagt sein lernt er erst, was Gnade sey; werthes Wort: das ist mein beim Sünde thun scheint sie Trost und treuer Hort; deß gering: dem Glauben ist's ein will ich allzeit harren. Wunderding! 4. Und ob es währt bis in 8. Aus Gnaden bleibt dem die Nacht und wieder an den blöden Herzen das Herz des Morgen: doch soll mein Herz Vaters aufgethan, wenns unter an Gottes Macht verzweifeln Angst und heißen Schmerzen nicht noch sorgen. So thu' nichts sieht und nichts mehr Israel rechter Art, der aus hoffen kann. Wo nähm' ich dem Geist erzeuget ward, und oftmals Stärkung her, wenn seines Gott's erharre. Gnade nicht mein Anker wär'? 9. Aus Gnaden! Dies hör' Sünd' und Teufel! Ich schwinge meine Glaubensfahn' und geh getrost, trotz allemZweifel, durchs rothe Meer nach Kanaan: ich glaub', was Jesu Wort verspricht, ich fühl' es oder fühl es nicht. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel: bei Gott ist viel mehr Gnaden; sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. In eigener Melodie. 884. Aus tiefer Noth shrer 885. D us tiefer Noth schrei' 885.D Zuversicht zu Got Mel. Es ist das Heil uns kommen ac. Glaub' ist eine Gott, erhör mein Rufen! Dein' tes Gnad' und Güte; der bloße gnädig' Ohren fehr zu mir und Beifall thut es nicht; es muß meiner Bitt' sie öffne. Denn Herz und Gemüthe durchaus so du willt das sehen an, was zu Gott gerichtet seyn, und Anhang." 7 gründen sich auf ihn allein, der Reichthum seiner Fülle giebt ohn' Wanken und ohn' Zweifel. mir die Füll' und Hülle. 3. Er läsfet mich mit Freuden auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rath in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Noth zu rücken. 5. Er lehrt mich thun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor Andern im finstern Thal muß wandern, fürcht' ich doch keine Tücke, bin frei vorm Ungelücke. 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, des Glaubens sich nur 7. Denn du stehst mir zur rühmen, und gehen auf der Seiten, schüßst mich vor bösen Sünden Bahn, das Christen Leuten; dein Stab, Herr, und nicht kann ziemen. Wer das dein Stecken benimmt mir all' thut, der soll wissen frei, daß mein Schrecken. sein Glaub' nur sey Heuchelei und werd' zur Höll' ihn bringen. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 5. Drum lasse sich ein from mer Christ mit Ernst seyn an gelegen, daß er aufrichtig jeder Frist sich halt' in Gottes Wegen, daß sein Glaub' ohne Heuchelei vor Gott dem Herrn rechtschaffen sey und vor dem Nächsten leuchte. 9. Du falbst mein Haupt mit Dele und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollgeschenktem Maaße. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Muthes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang' ich- lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohneft, und fromm seyn wohl 2. Wer sein Herz also stärkt und steift im völligen Vertrauen und Jesum Christum recht ergreift, auf sein Verdienst fann bauen: der hat des Glaubens rechte Art und kann zur seligen Hinfahrt sich schicken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Menschenwerk: Gott muß es uns gewähren; drum bitt', daß er den Glauben stärk' und in dir woll' vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein in guten Werken an dir seyn; sonst ist dein Glaube eitel. 886. De Mel. Wach auf, mein Herz, und ic. er Herr, der aller Enden regiert mit seinen Händen, der Brunn der ewgen Güter, der ist mein Hirt und Hüter. 2. So lang ich diesen habe, fehlts mir an keiner Gabe: belohnest. 8 Anhang. 12. Ich will dich hier auf Heil'gen all'n mög' ewiglich dein Erden und dort, da wir dich Lob erschall'n. werden selbst schaun im Himmel droben, hoch preisen, sing'n und loben. 889,8 In eigener Melodie. s glänzet der Christen inwendiges Leben, obgleich sie von außen In eigener Melodie. 887. Die wir uns allhier die Sonne verbrannt; was beisammen finden, schlagen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu sein. Und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne, sage: Amen! und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! ihnen der König des Himmels gegeben, ist keinem, als ihnen nur selber, bekannt. Was niemand verspüret, was niemand berühret, hat ihre erleuchtete Sinnen gezieret und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie scheinen von außen die schlechtesten Leute, ein Schauspiel der Engel, ein Ekel der Welt; und innerlich sind sie die lieblichsten Bräute, der Zie888. die Krone, die Jeſu geGeist versenke mich in sich, sein fällt, das Wunder der Zeiten: Leichnam, der für mich verwund't, der mach' mir Leib und Seel' gesund. die hier sich bereiten, den König, der unter den Lilien weidet, zu küssen, in güldenen Stücken gekleidet. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Seite floß, das sei mein Bad, und all' sein Blut erquicke mir Herz, Sinn und Muth. 3. Der Schweiß von seinem Angesicht laß mich nicht kommen ins Gericht, sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, das wolle meine Stärke sein. 3. So sind sie des Adams natürliche Kinder und tragen das Bilde des Irdischen auch: ste leiden am Fleische, wie andere Sünder, fie effen und trinken nach nöthigem Brauch. im In leiblichen Sachen, Schlafen und Wachen sieht man sie vor Andern nichts sonderlichs machen; nur daß sie die Thorheit der Weltlust verlachen. 4. O Jesu Christ, erhöre mich, nimm und verbirg mich ganz in dich, laß mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kann sicher seyn. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, die Gott 5. Ruf mir in meiner letzten durch sein mächtig Wort selber Noth und setz mich neben dich, gezeugt, ein Funke und Flämmmein Gott, daß ich mit deinen lein aus göttlicher Flamme, Mel. Nun laßt uns den Leib ic. ie Seele Christi 9 Anhang. die oben Jerusalem freund-| erwählen, wenn gleich uns die lich gesäugt. Die Engel sind Larve des Kreuzes verstellt. Brüder, die ihre Loblieder mit Hier übel genennet und wenig ihnen gar freundlich und lieblich erkennet, hier heimlich mit absingen; das muß denn ganz Christo im Vater gelebet, dort herrlich und prächtig erklingen. öffentlich mit ihm im Himmel 5. Sie wandeln auf Erden geschwebet. und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig, und schützen In eigener Melodie. die Welt; sie schmecken den& Frieden bei allem Getümmel, 890, 8 wollt uns Gott genädig seyn, und sie kriegen, die Aermsten, was seinen Segen geben: sein Antihnen gefällt. Sie stehen im lit uns mit hellem Schein erLeiden, sie bleiben in Freuden, leucht't zum ew'gen Leben; daß sie scheinen ertödtet den äußeren wir erkennen seine Werk' und Sinnen und führen das Leben was ihm liebt*) auf Erden, des Glaubens von innen. und Jesus Christus Heil und Stärk' bekannt den Heiden werden und sie zu Gott befehren. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er sich einst, wie er ist, öffentlich stellt, so werden sie mit 2. So danken, Gott, und ihm, als Götter der Erden, loben dich die Heiden überalle; auch herrlich erscheinen zum und alle Welt die freue sich Wunder der Welt. Sie werden regieren und ewig floriren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren, da wird man die Freude gar offenbar spüren. und sing' mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läß'st die Sünd' nicht walten: dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 7. Frohlocke, du Erde, und jauchzet ihr Hügel, dieweil du den göttlichen Saamen geneuß'st; denn das ist Jehovah sein göttliches Siegel, zum Zeugniß, daß er dir noch Segen verheißt. Du sollst noch mit ihnen auf's prächtigste grünen, wenn erst ihr verborgenes Leben er scheinet, wonach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 8. Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du himmlische Zierde der inneren Welt, gieb, daß wir die heimlichen Wege 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten; das Land bringt Frucht und bessert sich: dein Wort ist wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist; dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm fich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen. *) beliebt. 10 Anhang. In eigener Melodie. 7. Halte aus:: Zion, halte deine Freu, laß dich ja nicht 891. Fahre fort ahre fort:: Zion, laulig finden. Auf! das Kleinod fahre fort im Licht, rückt herbei, auf! verlasse was mache deinen Leuchter helle, laß dahinten, Zion, in dem letzten die erste Liebe nicht, suche stets Kampf und Strauß, halte die Lebensquelle; Zion, dringe aus:,: durch die enge Pfort': fahre fort:,:. In eigener Melodie. 2. Leide dich:: Zion, leide Jesu Christ, daß ohne Scheu Trübfal, Angst und 892. elobet feyst du, Spott und Hohne, sey bis in du Mensch geboren bist von den Tod getreu, stehe auf die einer Jungfrau, das ist wahr, Lebenskrone; Zion, fühlest du des freuet sich der Engelschaar. den Schlangenstich, leide dich:,: Kyrieleis. 2. Des ewigen Vaters einig Kind, jetzt man in der Krippen find't, in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ew'ge Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Marien Schooß, er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding' erhält allein. Kyrieleis. 4. Das ew'ge Licht gehet da herein, giebt der Welt ein'n neuen Schein, es leucht't wohl mitten in der Nacht, und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in seinem Saal. Kyrieleis. 3. Folge nicht:: Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen, achte nicht ihr Gut und Geld, nimm nicht an den Stuhl des Drachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht:,: 4. Prüfe recht:,: Zion, prüfe recht den Geist, der dich ruft zu beiden Seiten, thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beide das, was krumm und schlecht, prüfe recht:: 5. Dringe ein:,: Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mit Geist und Leben, sey nicht wie die andern todt, sey du gleich den grünen Reben. Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, dringe ein:,: 6. Brich herfür:,: Zion, brich 6. Er ist auf Erden kommen herfür in Kraft, weil die Bru- arm, daß er unser sich erbarm, derliebe brennet, zeige, was und in dem Himmel machet der in dir schafft, der als seine reich und seinen lieben Engeln Braut dich kennet; Zion, durch gleich. Kyrieleis. die dir gegebne Thür, brich herfür:,: 7. Das hat er alles uns gethan, sein' groß' Lieb' zu zeigen Anhang. 11 an, deß freut sich alle Christen-| darfst erzählen, magst du Gott heit und dank ihm deß in gar kühnlich sagen; er ist nicht Ewigkeit. Kyrieleis. fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gieb dich zufrieden! In eigener Melodie. 893. und sey stille in dem Gotte deines Lebens! In ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn' ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gieb dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluthen einher gingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden! 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens; wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzes; Kreuz, Angst und Noth kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gieb dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten wollst und nähren? Der dirdas Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat sein' Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gieb dich zufrieden! 8. Sprich nicht: ich sehe keine Mittel, wo ich such', ist 3. Wie dir's und Andern oft nichts zum besten; denn das ist ergehe, ist ihm wahrlich nicht Gottes Ehrentitel: Helfer, wenn verborgen, er sieht und kennet die Noth am größten. Wenn aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Thränen und faßt zu Hauf' all' unser Sehnen. Gieb dich zufrieden! ich und du ihn nicht mehr spüren, da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 9. Bleibt gleich die Hülf 4. Wenn gar kein Ein'ger in etwas lange, wird sie denmehr auf Erden, dessen Treue noch endlich kommen! Macht du darfst trauen, alsdann will dich das Harren angst und er dein Treuster werden und bange; glaube nur, es ist zu deinem Besten schauen. Er dein Frommen. Was langsam weiß dein Leid und heimlich's schleicht, faßt man gewisser und Grämen, auch weiß er Zeit, was verzeucht, ist desto süßer. dir's zu benehmen. Gieb dich Gieb dich zufrieden! zufrieden! 10. Nimm nicht zu Herzen, 5. Er hört die Seufzer deiner was die Rotten deiner Feinde Seelen und des Herzens stilles von dir tichten, laß sie nur Klagen, und was du Keinem immer weidlich spotten, Gott 12 Anhang. wird's hören und recht richten.| uns nicht verderben, mach' uns Ist Gott dein Freund und aller Sünden frei, und hilf uns deiner Sachen, was kann dein selig sterben. Vor dem Teufel Feind, der Mensch, groß machen? uns bewahr', halt' uns bei festem Gieb dich zufrieden! Glauben, und auf dich laß uns bauen, aus Herzens Grund vertrauen; dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten Christen, entfliehn des Teufels 11. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn er's sehen könnt' und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Listen, mit Waffen Gott's uns Wo ist ein Haus, das könnte rüsten. Amen, Amen, das sagen: ich weiß durchaus von sey wahr, so singen wir Halkeinen Plagen! Gieb dich zu- lelujah! frieden! 2. Jesus Christus, wohn' uns bei, und laß uns nicht verderben, 2c. 12. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden: was lebt und webet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden. Gieb dich zufrieden! 3. Heiliger Geist, uns wohne bei, und laß uns nicht verderben, 2c. 13. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen. Er wird uns reißen aus den Banden dieses Leib's und allem Bösen. Es wird ein mal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämmtlich bringen. Gieb dich zufrieden! 14. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Erwählten List mein nicht mächtig worden ist. und Getreuen, die hier mit bewacht, daß des bösen Feindes Frieden abgefahren, sich auch nun in Frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden! In eigener Melodie. 895. Gott ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und, was drinnen ist, erhält. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen haft behütet und 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da allein Trost, Hülf' und Rath In eigener Melodie. 894. Gott, der Bater, wohn' ist für meine Miſſethat. uns bei, und laß 4. Hilf, daß ich mit diesem Anhang. 13 Morgen geistlich auferstehen und der Zeiten, blicke mich mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. durchdringend an. Deiner Liebe Glanz erscheine, du alleine bist's, der wahrhaft lieben kann. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sey und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein, kann ich recht bewahret seyn. 4. Stelle selbst in meinem Herzen helle Kerzen himmlischer Gedanken auf. Wenn zu dir das Herz sie ziehen, muß es glühen für den heil'gen Glaubenslauf 5. Flöße du mir Himmelssäfte, reine Kräfte deines Gnadenlebens ein. So werd ich, nur dich zu lieben, recht mich üben, treu in deinem Dienste sein. 6. Meinen Leib und meine Seele sammt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein' Ehr' und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigenthum. 6. Denke nicht mehr meiner Sünde, ach, entwinde ganz vielmehr mich ihrer Schuld. 7. Deinen Engel zu mir Halte mich in deinen Armen, sende, der des bösen Feindes voll Erbarmen leuchte deine Macht, List und Anschläg' von Vaterhuld. mir wende und mich halt' in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Mel. Thu, Herr, mein Geschrei erhören ic. 7. Laß mich, Herr, aus deinen Schranken nimmer wanken, leb' und wirke selbst in mir. Laß mich nirgends je auf Erden fröhlich werden als, mein einzig Gut, in dir. Mel. Nun fomm der Heiden sc. 896. Gott, nur du bist meine Sonne, und Wonne, du bist meiner 897, ott ſey Dank durch alle Welt, der sein Seele Licht. Nichts als Dun- Wort beständig hält, und der kelheit und Schmerzen bleibt Sünder Trost und Rath zu im Herzen, wenn dein Gnaden- uns hergesendet hat. glanz gebricht. 2. vertreib die Finsternisse, weichen müsse deinem Lichte meine Nacht. Nacht und Dunfel mögen schwinden, laß mich finden, was mein Auge helle macht. 3. O du Licht der Ewigkeiten 2. Was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hülf' und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau'n Sohn, der wohl zwei 14 Anhang. gestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, o mein Heil! die Hoftanna, o mein Theil! richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zieh, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sünden Wust. 6. Und gleichwie dein' Zufunft war voller Sanftmuth ohn' Gefahr; also sey auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich so hoch an mir vermißt. 8. Tritt den Schlangenkopf entzwei, daß ich aller Alengsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 9. Daß, wenn du, o LebensFürst! prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög' entgegen gehn, und vor dir gerecht bestehn. Herr, durch deinen heiligen Leichnam, der von der von deiner 2. Der heilge Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte konnt er uns geschenken; dabei wir sein soll'n gedenken. Kyrie eleison. Mutter Maria kam, und das heilige Blut, hilf uns, Herr, aus aller Noth. Kyrie eleison. Herr, dein' Lieb' so groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that, und bezahlt unsre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrie eleison. 3. Gott geb uns Allen seiner Gnade Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb' und brüderlicher Treue, daß uns die Speis' nicht gereue. Kyrie eleison. In eigener Melodie. err Gott, dich loben 899. H wir; Herr Gott, In eigener Melodie. wir danken dir! Dich, Vater in 898. Gott sey gelobet und Ewigkeit, ehrt die Welt weit gebenedeiet, der uns selber hat gespeiset mit seinem Fleische und mit seinem Blute; das gieb uns, Herr Gott, zu gute. und breit. All' Engel und Himmels Heer, und was dienet deiner Ehr', auch Cherubim und Seraphim singen immer mit hoher Stimm': heilig ist unser Gott: heilig ist unser Gott: heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! Kyrie eleison. 2. Dein' göttlich Macht und Herrlichkeit, geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl und die Herr, dein heilger Geist uns nimmer laß, der geb uns zu halten rechte Maaß, daß dein' arm' Christenheit leb' in Fried' und Einigkeit. Kyrie eleison. Anhang. lieben Propheten all', die theu-| in Schanden laß uns nimmerren Märtrer allzumal loben mehr. Amen. dich, Herr, mit großem Schall. Die ganze werthe Christenheit rühmt dich auf Erden alle Zeit. Dich, Gott Vater im err Jesu Christ, Thron, deinen rechten und eini- 900. H dich zu uns wend', gen Sohn, den heiligen Geist dein'n heiligen Geist du zu uns und Tröster werth, mit rechtem send'; mit Hülf und Gnaden Dienst sie lobt und ehrt. uns regier' und uns den Weg zur Wahrheit führ'. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit' das Herz zur Andacht sein, den Glauben mehr', stärk' den Verstand, daß uns dein Nam' werd' wohl bekannt. 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ewiger Sohn du bist; der Jungfrau Leib nicht hafst verschmäht, zu erlösen das menschlich Geschlecht. Du hast dem Tod zerstört sein' Macht, und all' Christen zum Himmel bracht. Du siz'st zur Rechten Gottes gleich mit aller Ehr' ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig bist alles, das todt und lebend ist. In eigener Melodie. 15 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ew'ger Freud' und sel'gem Licht. 4. Ehr' sei dem Vater und dem Sohn, dem heil'gen Geist in einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit dein'm theur'n Blut erlöset sein. Laß in Ewigkeit. uns im Himmel haben Theil mit den Heiligen in ewigem. Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, das Mel. Herr Christ, der ein'ge 2c. dein Erbtheil ist, wart und 901. Herr Jefu Chrift, mein Leben und pfleg' ihr'r zu aller Zeit, und ein'ge Zuversicht, dir hab ich heb' sie hoch in Ewigkeit. mich ergeben, verlaß, verlaß 5. Täglich, HerrGott, wir lo- mich nicht! Ach! Ach! laß mich ben dich und ehr'n dein'n Namen deinen Willen beständiglich erstetiglich. Behüt uns heut, o füllen, du meiner Seelen Zier! treuer Gott, vor aller Sünd' und Missethat. Sey uns gnädig, o Herre Gott: sey uns gnädig in aller Noth. Zeig' uns deine 2. Ach! schenk' mir deine Liebe, mein Hort und Bräutigam, gieb, daß ich nicht betrübe dich, werthes Gotteslamm. Barmherzigkeit, wie unsre Ach! laß mich an dir hangen, Hoffnung zu dir steht. Auf im Herzen dich umfangen, denn dich hoffen wir, lieber Herr: du bist liebenswerth. Anhang. 16 3. In Liebe laß mich brennen und an dir halten fest, von dir Mel. Nun danket alle Gott ac. erzliebster Jesu Ha laß mich nichts trennen, du 902. Christ, wir danbist der Allerbest'. Ach! laß fen deiner Güte, daß du so mich mit dir sterben und nach- willig bist, in unsrer ersten mals auch ererben das Reich Blüthe zu schenken solchen Sinn, der Herrlichkeit. der sich nach deinem beugt; ach, nimm doch alles hin, was uns von dir abzeucht. 2. Hab' Dank für deine Lehr' und allzu große Treue, erleucht' uns mehr und mehr und unser Herz erfreue durch deinen Gnadenschein. Hilf, daß wir nehmen zu im Guten, führ uns ein zuletzt in deine Ruh. 3. Wir wollen nun hinfort zu deinem Dienste leben, gehorchen deinem Wort, das du uns haft gegeben. Verleity' Beständigkeit, behüt' uns vor Rückfall, regier' uns jederzeit, bekehr' 4. Ach! laß mich allzeit bleiben ein grüner Reb' an dir, dir will ich mich verschreiben, ach! weiche nicht von mir; ich bleib' dir ganz ergeben im Tod und auch im Leben, ach! hilf mir Armen bald. 5. Nun Jesu! sey mein Leben, mein Alles ganz allein, nach dir laß mich stets streben, so werd' ich selig seyn. Ach! laß mich dich stets suchen und alles das verfluchen, was mich von dir hält ab. 6. Gieb, daß ich mein Vertrauen nur setz' auf dich allein! uns allzumal. Herr, laß mich auf dich schauen und warten allzeit dein; ja laß mich dich stets loben hier und hernach dort oben in alle Ewigfeit. NARUTA 7. Mein Heiland, du wollst kommen, ja komm', ach komme doch! erlöse deine Frommen von allem Band und Joch. Ach! Jesu, komm und dämpfe das Fleisch, gieb, daß ich kämpfe allein durch deine Kraft. 8. Nun, Vater, hör' mein Lallen, mein Jesu, meine Bitt' laß dir doch nicht mißfallen und selber mich vertritt. Gott, heil'ger Geist, erfülle mein Herz, daß es sey stille und allzeit lobe dich. In eigener Melodie. oftanna, Davids 903. Sohn! der in seines Vaters Namen sich erhebet auf den Thron über Jakobs Haus und Samen. Welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Reiche dieser Erden endlich müssen dienstbar werden, das kein Ende jemals nimmt. 2. Sey geſegnet, theures Reich, das ein solcher Herr befizet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nachdruck schützet. Schwinge dich mit stetem Flor, und in unverrücktem Frieden unter Heiden, unter Anhang. 17 Jüden mit vermehrtem Glanz es herzlich gerne leiden, Gott empor. wird mir keinen Schaden thun. 3. Deines Königs Majestät Drum seh' ich auch in meiner müsse jedes Volk verehren, und Noth zuvörderst auf den lieben so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude seiner Freunde seinen großen Namen fund. 4. Schreibe mich, Herr, auch mit an unter deine Unterthanen; ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist zu derselben großen Reihen, die das Hosianna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, seid ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch nun Raum gewinnen! Gott. 3. Er hat mir's ja so oft versprochen, daß er mein Helfer wollte seyn, ich weiß, er hält mir's ungebrochen, sein Wort trifft sonsten richtig ein. Drum seh' ich auch in meiner Noth zuvörderst auf den lieben Gott. 4. Läst Gott die Vöglein nicht verderben, ei nun, so glaub' ich steif und fest, daß er mich auch nicht Hungers sterben, noch sonst in Noth verderben läßt. Drum seh' ich auch in meiner Noth zuvörderst auf den lieben Gott. 5. Wohlan, ich will beständig bleiben bei Gott, in Noth und Todesqual, von Gott soll mich kein Unglück treiben, drum sag' ich ein für allemal: ich seh' in aller meiner Noth zuvörderst Kommt und schwört den Huld'gungseid, kommt und füßt den Sohn der Liebe! Ach, daß auf den lieben Gott. Niemand außen bliebe! Hier, ach hier ist Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen 2c. Mel. Wer nur ben lieben Gott x. 905. Jefu, frommer Menschenheerden guter 904. ch trau auf Gott und getreuer Hirt, laß mich in allen Sachen, auch dein Schäflein werden, denn wer woll't sonst mein das dein Stab und Stimme Helfer seyn? Ach, niemand führt. Ach! du haft aus Lieb' hilft dem armen Schwachen, denn nur mein Gott, der thut's allein: drum seh' ich auch in meiner Noth zuvörderst auf den lieben Gott. dein Leben für die Schaafe hingegeben, und du gabst es auch für mich, laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden ihre Hirten lieben 2. Und muß ich gleich zu und ein Hirt liebt seine Heerd', trüben Zeiten was dulden, ei, laß uns auch so Liebe üben, was ists denn nun? Ich will du im Himmel, ich auf Erd'. 2 18 Anhang. Schallet deine Lieb' hernieder,[ uns den Gottes Zorn wandt': soll dir meine schallen wieder, durch das bitter Leiden sein half wenn du rufft: ich liebe dich; er uns aus der Höllen Pein. ruft mein Herz: dich liebe ich! 3. Schaafe ihren Hirten kennen, dem sie auch sind wohl bekannt. Laß mich auch nach dir nur rennen, wie du kamst zu mir gerannt; als des HöllenWolfes Rachen eine Beut' aus mir wollt' machen, riefest du: ich kenne dich; ich auch rief: dich kenne ich! 2. Daß wir nimmer deß vergessen, gab er uns sein'n Leib zu essen, verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich zu dem Tisch will machen, der hab' wohl Acht auf sein' Sachen: wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Heerden ihren Hirten hören, 4. Du sollt Gott den Vater folgen seiner Stimm' allein. preisen, daß er dich so wohl Hirten auch zur Heerd' sich wollt' speisen und für deine kehren, wenn sie blöken groß Missethat in den Tod sein'n und klein; laß mich hören, wenn Sohn geben hat. du schreiest, laß mich laufen, wenn du dräuest, laß mich Horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. 5. Du sollt glauben und nicht wanken, daß er ein' Speis sey der Kranken, den'n ihr Herz von Sünden schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 5. Höre, Jesu, und erhöre meine, deines SchäfleinsStimm; 6. Solch groß' Gnad' und mich auch zu dir schreien lehre, Barmherzigkeit sucht ein Herz wenn sich naht des Wolfes in großer Arbeit: ist dir wohl, Grimm; laß mein Schreien dir so bleib davon, daß du nicht gefallen, deinen Trost hernieder kriegest bösen Lohn. schallen, wenn ich bete, höre mich! Jesu, sprich: ich höre dich! 7. Er spricht selber: Kommt ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen; kein Arzt ist dem Starken noth, sein' Kunst wird an ihm gar ein Spott. 6. Höre, Jesu, und erhöre, wenn ich ruf, anklopf und schrei', Jesu dich von mir nicht fehre, 8. Hättst du dir was konnt steh mir bald in Gnaden bei. erwerben: was dürft' ich denn Ja, du hörst; in deinem Namen für dich sterben? Dieser Tisch ist ja alles Ja und Amen. auch dir nicht gilt, so du selber Nun ich glaub' und fühle schon, dir helfen willt. deinen Trost, o Gottes Sohn! In eigener Melodie. 9. Glaubst du das von Herzensgrunde, und bekenneft mit dem Munde, so bist du recht esus Christus, unser wohl geschickt und die Speise 906. Ju Heiland, der von dein' Seel' erquickt. A n h a n g. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben; deinen Näch ften sollt du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein Gott an dir hat gethan. Mel. Nun ruhen alle Wälder c. n allen meinen 907. ST Thaten laß ich den 8. Ihm hab' ich mich ergeHöchsten rathen, der alles kann ben, zu sterben und zu leben, und hat; er muß zu allen sobald er mir gebeut; es sey Dingen, soll's anders wohl ge- heut oder morgen, dafür laß lingen, uns selber geben Rath und That. ich ihn sorgen, er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. So sey nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich erschaffen hat; es gehe, wie es gehe, mein Vater in der Höhe, weiß allen Sachen Nath und That. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell' es blos in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat versehen, und was mir selig ist: ich nehm' es, wie ers giebet, was ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkies't. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schüßt; ich leb' nach seinen Sätzen: so wird mich nichts verletzen, auch nichtes fehlen, was mir nüßt. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 19 heit und in Banden und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein süßes Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß geh'n; fein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn freudig überstehn. 6. erwach' ich frühe wieder, lieg oder zieh' ich fort: in SchwachMel. Herr Jesu Christ wahr'r Mensch sc. 908. J" n Christi Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Sünden rein; ja, Christi Blut und G'rechtigkeit, das ist mein Schmuck und Chrenkleid; damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd' eingehn. 2. Mit Fried' und Freud' ich fahr' dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. Dank hab', mein Tod, du führest mich, ins ew'ge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein: Herr Jesu, stärk' den Glauben mein! Mel. Herzlich thut mich verlangen ic. ft Gott für mich, so trete gleich alles so oft ich sing' und 2* 909. wider mich, 20 Anhang. bete, weicht alles hinter sich;| trübt; weil mich mit Flügeln hab' ich das Haupt zum Freunde decket mein Heiland, der mich und bin geliebt bei Gott, was liebt. kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott'? 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen 2. Nun weiß und glaub' ich Sinn, vertreibt mir Sorg' und feste, ich rühm's auch ohne Schmerzen, nimmt allen KumScheu, daß Gott, der Höchst' mer hin, giebt Segen und Geund Beste, mein Freund und deihen dem, was er in mir Vater sey, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh, und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd', was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein Jesus ist mein' Ehre, mein Glanz und helles Licht, wenn der nicht in mir wäre, so dürft' und könnt' ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem großen Siß: ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuerhitz'. 5. Mein Jesus hat gelöschet, was mit sich bringt der Tod, der ist's, der mich rein wäschet, macht schneeweiß, was ist roth. In ihm kann ich mich freuen, hab' einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch' süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab' erbauet ein' edle neue Stadt, da Aug' und Herze schauet, was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Theil, mein Erbe mir prächtig zugericht't; wenn ich gleich fall' und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jesus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und 6. Nichts, nichts fann mich haßt; der wird verfolgt und verdammen, nichts nimmet mir findet ein' harte, schwere Last mein Herz; die Höll' und ihre zu leiden und zu tragen, geFlammen, die sind mir nur räth in Hohn und Spott, das ein Scherz. Kein Urtheil mich Kreuz und alle Plagen, die sind erschrecket, kein Unheil mich be- sein täglich Brod. Anhang. 12. Das ist mir unver-| kurzer Frist uns grausamlich borgen, doch bin ich unverzagt. läßt fallen in Trübfal, Angst Gott will ich lassen sorgen, und Bein. Drum suchen wir dem ich mich zugesagt. Es vor allen bei Gott geehrt zu koste Leib und Leben und alles, seyn. was ich hab', an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 21 2. Was kann uns Wollust nügen, o werthe Seel', in dieser Welt? Was kann uns Reich13. Die Welt, die mag zer- thum schüßen, wenn uns der brechen, du stehst mir ewiglich; Würger überfällt? Die rechte kein Brennen, Hauen, Stechen Lust ist oben, wo mein Herr soll trennen mich und dich; Jesus wohnt, den alle Zungen kein Hunger und kein Dürsten, loben, der uns so reich belohnt, kein' Armuth, keine Pein, kein daß wir gekrönet werden im Zorn der großen Fürsten soll hohen Himmelssaal. Ach! eilt mir ein' Hind'rung seyn. doch von der Erden zu seinem 14. Kein Engel, keine Freu- Hochzeitsmahl. den, kein Thron, kein' Herrlich3. Was Pracht, was fröhfeit, kein Lieben und kein Leiden, lich's Leben, was Reichthum, kein' Angst, kein Herzeleid, Ehr' und Herrlichkeit? Der was man nur fann erdenken, Himmel kann uns geben, was es sey klein oder groß, der'r uns an Leib und Seel' erfreut. feines soll mich lenken aus In Jesu sich ergößen, bleibt deinem Arm und Schooß. ewig süß und gut, sein Reich für alles schätzen, erquicket Geist und Muth. In Jesu Reichthum haben, in Jesu seyn geehrt, kann uns ohn' Ende laben, als er uns selbst gelehrt. 4. In Jesu hab' ich Güter, in Jesu hab' ich Lieb' und Lust, wie dir, du Menschenhüter, ist mehr denn allzuwohl bewußt. Laß mich die Welt verachten, Mel. Nun lob' mein' Seel' den sc. das fränkt mich nicht ein Haar, 910. Laß uns doch nicht ich will nach Ehren trachten, begehren, o liebste Seel', in dieser Zeit das, was dich kann beschweren, ja hindern an der Seligkeit. Was will man Ehre suchen, die doch vergänglich ist, auch gar wohl 5. Die Welt mag mich verzu verfluchen, als welch' in fluchen, ist doch mein Segen die frei sind von Gefahr; laß mich die Welt nur hassen, ich will mit Lieb' und Treu' nur meinen Jesum fassen, so bleib' ich sorgenfrei. 15. Mein Herze geht in Springen und kann nicht traurig seyn, ist voller Freud' und Singen, steht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ, das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. 22 Anhang. Jesus Christ; in Jesu kann ich| wacht auf, lasset die Musikam suchen und finden, was mir hören! nüßlich ist; laß mich die Welt 2. Lobe den Herren, der nur seßen in Angst und Traurig- alles so herrlich regieret, der feit, mein Jesus kann ergößen dich auf Adelers Fittigen sicher mein Herz zu aller Zeit; und geführet, der dich erhält, wie sollt' ich schon hier sterben noch mehr als tausendmal, kann ich doch nicht verderben, dort rührt uns feine Qual. es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, 6. Das aber kann ich zeugen, der dir Gesundheit verliehen, das kann ich rühmen Tag und dich freundlich geleitet; in wie Nacht, daß mir mein Gott für viel Noth hat nicht der gnädige eigen sein Königreich hat zuge- Gott über dir Flügel gebreitet? dacht. Ihr Sterblichen auf 4. Lobe den Herren, der deiErden, lebt wohl in dieser Welt. nen Stand sichtbar gesegnet, Ich soll gekrönet werden, mir der aus dem Himmel mit ist ein Reich bestellt, ich soll Strömen der Liebe geregnet; mit Gott regieren, den Erd' denke daran, was der Allmächund Himmel preist, ich soll ein tige kann, der dir mit Liebe Leben führen, das unvergäng- begegnet. lich heißt. 5. Lobe den Herren, was 7. O Jesu, meine Freude, in mir ist, lobe den Namen! wann kömmt die liebe Zeit Alles, was Odem hat, lobe mit heran, daß ich von hinnen scheide, daß ich dich herzlich loben kann? Wann werd' ich doch gezieret mit Kleidern weiß und hell? Wann werd' ich aufgeführet zu dir? Ach! laß mich schnell, Herr, güld'ne 912. Mache dich, mein Abrahams Samen. Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht! Lobende, schließe mit Amen. In eigener Melodie. Kronen tragen, welch' unvergänglich sind, dann werd' ich dir behagen, als dein herzliebstes Kind. Geist bereit, wache, fleh' und bete! daß dich nicht die böse Zeit unverhofft betrete; denn es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. In bekannter Melodie. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe, Robe den Herren, den denn es folget bald darauf mächtigen König der eine lange Strafe, und die Ehren, meine geliebete Seele! Noth sammt dem Tod möchte das ist mein Begehren. Kommet dich in Sünden unvermuthet zu Hauf, Psalter und Harfe, finden. 911. Anhang. 23 3. Wache auf! sonst kann wenn wir ihn durch seinen Sohn dich nicht unser Herr erleuchten; im Gebet anflehen; denn er wache! sonsten wird sein Licht will uns mit Füll' feiner dir noch ferne deuchten; denn Gunst beschütten, wenn wir Gott will für die Füll' seiner glaubend bitten. Gnadengaben off'ne Augen haben. 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten, 4. Wache, daß dich Satans weil die Angst, Noth und GeList nicht im Schlaf antreffe, fahr immer näher treten; denn weil er sonst behende ist, daß die Zeit ist nicht weit, da uns er dich beäffe; und Gott giebt, Gott wird richten und die die er liebt, oft in seine Stra- Welt vernichten. fen, wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be- Mel. Liebster Jesu, wir sind hier sc. zwinge oder, wenn sie sich verſtellt, wieder an sich bringe. 913. Meine Seel', erWach' und sieh', damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. muntre dich, deines Jesu Lieb' bedenke, wie er für dich giebet sich, darauf deine Andacht lenke. Ach, erwäg' die große Treue und dich deines Jesu freue. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht liederlich Gottes Gnad' verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 2. Sieh, der wahre GottesSohn ist für dich an's Holz gehänget, sein Haupt trägt die Dornenkron', sein Leib ist mit Blut vermenget, er läßt sich für dich verwunden; wo ist 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn größre Lieb' gefunden? der Herre muß dich frei von 3. Du, du solltest große . dem allen machen, was dich Pein ewig leiden in der Hölle drückt und bestrickt, daß du und von Gott verstoßen seyn schläfrig bleibest und sein Werk wegen vieler Sündenfälle; aber nicht treibest. Jesus trägt die Sünden und läßt dich Genade finden. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 4. Durch sein Leiden ist gestillt deines Gottes Zorn und Rache, er hat das Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod umschränket und den Himmel dir geschenket. 5. Was zu thun, o liebes 9. Doch wohl gut! es muß uns schon alles glücklich gehen, 24 Anhang. Herz, wie sollst du dich recht| Herzens Spiegel, wann du anstellen? Jesu Leiden ist kein schlägest, halt ich still; dein Scherz, seine Liebe kein Ver- Geist bleibt mein Pfand und stellen. Denke drauf, was dir Siegel, daß ich soll den Himoblieget gegen den, der für dich mel erben, darauf kann ich fieget. fröhlich sterben. 12. Nun so bleibt es fest dabei: Jesus soll es seyn und bleiben, dem ich lebe, deß ich sey; nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst, Jesu! mich nicht lassen, ewig will ich dich umfassen. 6. Ich kann nimmer nimmermehr das Geringste nur vergelten, er verbind't mich allzu fehr. Meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet und wohl gar mit Sünd' betrübet. 13. Ist bereits schon jezo hier solche Freud' und Ruh zu finden, wenn im Glauben wir mit dir, uns, mein Jesu, recht verbinden, schenkst du schon soviel auf Erden: ei, was will im Himmel werden. 7. Was geschehen, soll nun nicht hinfort mehr von mir geschehen; mein Schluß sey nun fest gericht't, einen andern Weg zu gehen, darauf ich nur Jesum suche und, was ihn betrübt, verfluche. 8. Weg, ihr Sünden, weg von mir, euch kann ich an mir nicht leiden, euretwegen muß ich hier und dort von dem seyn gescheiden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 9. Du, mein Jesu, du mein Heil, dir will ich mich ganz verschreiben, daß ich dir, als meinem Theil, ewig will getreu verbleiben, dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, dir zu meiden. 14. Was für Luft und Süßigkeit, was für Freud' und Jubiliren, was für Ruhe nach dem Streit, was für Ehre wird uns zieren! Ewig, ewig werd' ich loben, wenn ich ganz in Gott erhoben. 11. Was du willst, das sey mein Will', dein Wort meines 15. Ach! ich freu' mich alle Stund' auf dies freudenvolle Leben, danke dir mit Herz und Mund, du, o Jesu! hast's gegeben; nur im Glauben laß mich's halten und dein'n Geist in mir stets walten. 10. Du, mein Jesu, sollst es seyn, den ich mir zum Zweck geseget; wie du mein, Mel. Freu' dich sehr, o meine 2c. so will ich dein bleiben stets 914. Meine Sorgen, Angst und Plagen laufen und unverleßzet; was du liebest, mit der Zeit zu End'; alles will ich lieben und was dich, Seufzen, alles Klagen, das der soll mich betrüben. Herr alleine kennt, wird, Gott Lob! nicht ewig seyn, nach dem Regen wird ein Schein vieler Anhang. 25 tausend Sonnenblicken meinen nach geführtem Kampf und matten Geist erquicken. Krieg, Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. 2. Meine Saat, die ich gesäet, wird zur Freude wachsen aus, wenn die Dornen ab- 7. Darum trage deine Ketten, gemähet, so trägt man die meine Seel' und dulde dich, Frucht zu Haus; wenn ein Gott wird dich gewiß erretten. Wetter ist vorbei, wird der Das Gewitter leget sich; nach Himmel wieder frei. Nach dem dem Blitz und Donnerschlag Kämpfen, nach dem Streiten folgt ein angenehmer Tag, auf kommen die Erquickungszeiten. den Abend folgt der Morgen 3. Wenn man Rosen will und die Freude nach den abbrechen, muß man leiden in Sorgen. der Still, daß uns auch die Dornen stechen; es geht alles, wie Gott will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man Mel. Bon Gott will ich nicht laffen ic. hier das Kleinod finden, so muß 915. Mit Ernst, o Menman erst überwinden. schenkinder, das Herz in euch bestellt, damit das Heil der Sünder, der große Wunderheld, den Gott aus Gnad' allein der Welt zum Licht und Leben gesendet und gegeben, bei allen kehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt. Macht alle 5. Es sind wahrlich alle Bahnen recht, die Thal' laßt Frommen, die des Himmels seyn erhöhet, macht niedrig, Klarheit sehn, aus viel Trüb- was hoch stehet, was krumm sal hergekommen: darum siehet ist, gleich und schlecht. man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen ausgezieret, weil sie glücklich triumphiret. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besett; hier muß man sich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut beneßt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit, die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt: seine Freund' und Hochzeitgäste werden nach dem Streit be- 4. Ach, mache du mich Arglückt; Israel erhält den Sieg| men, zu dieser heil'gen Zeit, 26 Anhang. aus Güte und Erbarmen, Herr| Heiliger starker Gott! Heiliger, Jesu, selbst bereit! Zeuch in barmherziger Heiland! du ewimein Herz hinein vom Stall ger Gott! laß uns nicht verund von der Krippen; so werden sinken in des bittern Todes Noth. Herz und Lippen dir ewig dank- Kyrie, eleison! bar seyn. 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hölle Rachen: wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? Das it Fried' und Freud' ich fahr' thust du, Herr, alleine. Es dahin in Gottes Wille; getrost jammert dein' Barmherzigkeit ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille. Wie Gott mir verheißen hat: der Tod ist mein Schlaf worden. In eigener Melodie. 916. Mit 2. Das macht Christus, wahr'r Gottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, haft sehen lan, und macht bekannt, daß er sey das Leben und Heil in Nöth und Sterben. 3. Den du haft Allen für gestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein theuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden, zu ' rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist dein's Volks Israel der Preis, Ehr' Freud' und Wonne. unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger, barmHerziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen- Gluth. Kyrie, eleison! 3. Mitten in der HöllenAngst unsre Sünd' uns treiben: wo soll'n wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergoffen ist dein theures Blut, das g'nug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger, barmherziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrie, eleison! Mel. Auf! Christenmensch sc. ir nach, spricht Christus, unser In eigener Melodie. 917. Mitten wir im Leben Held, mir nach, ihr Chriſten sind mit dem Tod alle, verleugnet euch, verlaßt umfangen: wen suchen wir, die Welt, folgt meinem Ruf der Hilfe thu', daß wir Gnad' und Schalle! nehmt euer Kreuz erlangen? Das bist du, Herr, und Ungemach auf euch, folgt alleine. Uns reuet unsre Misse- meinem Wandel nach. that, die dich, Herr, erzürnet 2. Ich bin das Licht, ich hat. Heiliger Herre Gott! leucht' euch für mit heil'gem 918. Mi Anhang. 27 Tugendleben; wer zu mir kommt In eigener Melodie. und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man 919. Nun bitten wir den wahrhaftig wandeln soll. heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahr'n aus diesem Elende. Kyrieleis. 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fließt zu jeder Zeit von süßem Sanftmuthsöle; mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr' uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ' euch zu der Himmelspfort. 3. Du süße Lieb', schenk' uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Friede auf einem Sinne bleiben. Kyrieleis. 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh' voran, ich steh' euch an der Seite; ich kämpfe selbst, 4. Du höchster Tröster in ich brech' die Bahn, bin alles aller Noth, hilf, daß wir nicht in dem Streite. Ein böser fürchten Schand' noch Tod: Knecht, der still darf stehn, daß in uns die Sinne nicht wenn er den Feldherrn sieht angehn. thofe gar verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis. 6. Wer seine Seel' zu finden meint, wird sie ohn' mich verlieren; wer sie in mir verlieren Mel. Liebster Jesu, wir sind hier sc. scheint, un Gott Lob! es wird einführen. Wer nicht ſein screuz 920. Nit volbracht, in nimmt und folgt mir, ist gen, Beten, Lehren, Hören; mein nicht werth und meiner Gott hat alles wohl gemacht, Zier. drum laßt uns sein Lob vermehren: unser Gott sei hoch gepreiset, daß er uns so herrlich speiſet. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel' nachgehen, und wohlgemuth, getrost und gern bei ihm 2. Weil der Gottesdienst ist im Leiden stehen; denn wer aus, uns auch mitgetheilt der nicht kämpft, trägt auch die Segen; so gehn wir mit Freud' Kron' des ew'gen Lebens nicht nach Haus, wandeln fein auf davon. Gottes Wegen. Gottes Geist 28 A n h a n g. uns ferner leite und uns alle in dieser bösen Zeit, die ihr wohl bereite. an allen Enden müßt haben 3. Unsern Ausgang segne Angst und Leid, seyd dennoch Gott, unsern Eingang gleicher- wohlgemuth, laßt eure Lieder maaßen, segne unser täglich klingen und thut dem König Brod, segne unser Thun und singen, der ist eu'r höchstes Lassen, segne uns mit fel'gem Gut. Sterben und mach' uns zu Himmelserben. 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all' eu'r Klag' und Weinen Mel. Von Gott will ich nicht sc. verwandelen in Freud'. Er ist's, un jauchzet all', der helfen kann, halt't eure ihr Frommen, in Lampen fertig und send stets dieser Gnadenzeit, weil unser sein gewärtig, er ist schon auf Heil ist kommen, der Herr der der Bahn. 921. № Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig zu verIn eigener Melodie. Heeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht. 922. Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Men2. Er kommt zu uns geritten schen, Städt' und Felder, es auf einem Efelein, und stellt schläft die ganze Welt; ihr sich in die Mitten für uns aber, meine Sinnen, auf, auf! zum Opfer ein: er bringt kein zeitlich Gut; er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen thut. ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohl gefällt. 2. Wo bist du Sonne blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages 3. Kein Zepter, keine Krone Feind. Fahr' hin, ein' and're sucht er auf dieser Welt; im Sonne, mein Jesus, meine hohen Himmelsthrone ist ihm Wonne, gar hell in meinem fein Reich bestellt; er will hier Herzen scheint. seine Macht und Majestät ver- 3. Der Tag ist nun verhüllen, bis er des Vaters Wil- gangen, die güld'nen Sternlein len im Leiden hat vollbracht. prangen am blauen Himmels4. Ihr großen Potentaten, saal; also werd' ich auch stehen, nehmt diesen König an, wenn wenn mich wird heißen gehen ihr euch wollet rathen und mein Gott aus diesem Jammergehn die rechte Bahn, die zu thal. dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, euch Gottes Zorn dann rührt. 5. Ihr Armen und Elenden 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit, die zieh' ich aus; dagegen wird Christus mir an Anhang. 29 legen den Rock der Ehr' und dein so treu Gesichte führet Herrlichkeit. aus dem Kerker hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk: hiezu wohnt in die die Fülle aller Weisheit, Lieb' und Stärk', daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund' und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'. 3. Ach! so mußt du uns vollenden, willst und fannst ja anders nicht, denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist 7. Mein' Augen steh'n ver- auf uns gericht't; ob wir wohl drossen, im Hui sind sie ge- vor allen Leuten als gefangen schlossen; wo bleibt dann Leib sind geacht't, weil des Kreuzes und Seel'? Nimm sie zu deinen Niedrigkeiten uns veracht't und Gnaden, sey gut für allen schnöd' gemacht. Schaden, du Aug' und Wächter Israel! 4. Schau doch aber uns're Ketten, da wir mit der Kreatur 8. Breit' aus die Flügel beide, seufzen, ringen, schreien, beten o Jesu! meine Freude, und um Erlösung von Natur, von nimm dein Küchlein ein; will dem Dienst der Eitelkeiten, der Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll unverlezzet seyn! uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas bessers schickt. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben 5. Ach! erheb' die matten Kräfte, sich einmal zu reißen ein Unfall noch Gefahr; Gott los, und durch alle Weltgelaß euch selig schlafen, stell schäfte durchgebrochen stehen euch die güldnen Waffen um's Bett und seiner Engel Schaar. Mel. O du Liebe meiner Liebe zc. 923. bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen; weich, VernunftBedenklichkeit; fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr! zermalme, brich Durchbrecher aller Bande! der du und reiße die verboßte Macht immer bei uns bist, bei dem entzwei! Denke, daß ein armer Schaden, Spott und Schande Mensche dir im Tod nichts lauter Lust und Himmel ist, nüße sey. Heb' ihn aus dem übe ferner dein Gerichte wider Staub der Sünden, wirf die D unsern Adamssinn, bis uns Schlangenbrut hinaus, laß uns 5. Das Haupt, die Füß' und Hände sind froh, daß nun zu Ende die Arbeit kommen sey. Herz, freu' dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden- Arbeit frei. 30 Anhang. wahre Freiheit finden in des du wirst nicht säumen, wo wir Vaters Hochzeithaus. nur nicht lässig seyn; werden 924. S 7. Wir verlangen keine Ruhe wir doch als wie träumen, für das Fleisch in Ewigkeit: wenn die Freiheit bricht herein. wie du's nöthig find'st, so thue noch vor uns'rer Abschiedszeit. Mel. Nun laßt uns den Leib zc. Aber unser Geist der bindet dich frommer und ge= im Glauben, läßt dich nicht, treuer Gott, ich bis er die Erlösung findet, da hab' gebrochen dein Gebot und ihm Zeit und Maaß gebricht. 8. Herrscher, herrsche! Sie ger, siege! König, brauch' dein Regiment: führe deines Reiches Kriege, mach' der Sclaverei meinem Tod, und ist dein herzein End'; laß doch aus der liches Begehr'n, daß ich mich Grub' die Seelen durch des soll zu dir bekehr'n: neuen Bundes Blut; laß uns länger nicht so quälen, denn du meinst's mit uns ja gut. sehr gesündigt wider dich, das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnäd'ger Gott, nicht haft Gefall'n an 9. Haben wir uns selbst gefangen in Lust und Gefälligkeit, ach! so laß uns nicht stets hangen an dem Tod der Eigenheit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle schreien wir dich an: zeig' doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! 3. Auf dieß Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu dir komm und bitt' dich durch den bittern Tod und heilige fünf Wunden roth 4. Dein's lieben Sohnes Jesu Christ, der mir zu gut Mensch worden ist: laß deine Gnad' und Gütigkeit mehr gelten denn Gerechtigkeit. 5. Verschon', o Herr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld: so werd' ich arm verlor'nes Kind ledig und los all' meiner Sünd'. 10. Ach! wie theu'r sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu seyn. Drum, so wahr du bist gestorben, mußt 6. Ich will, o Herr, nach du uns auch machen rein, rein deinem Wort mich bessern, leund frei und ganz vollkommen, ben fromm hinfort, damit ich nach dem besten Bild gebild't; mög' nach dieser Zeit gelangen der hat Gnad' um Gnad' ge- zu der Seligkeit. nommen, wer aus deiner Füll' fich füllt. In eigener Melodie. 11. Liebe, zieh' uns in dein Sterben: laß mit dir gefreuzigt 925. Gott, du frommer du seyn, was dein Reich nicht quell aller Gaben, ohn' den kann ererben; führ' in's Para- nichts ist, was ist, von dem dies uns ein. Doch wohlan, wir alles haben, gesunden Leib 31 A n h a n ggieb mir und daß in solchem| auf Christi Tod abscheiden; Leib' ein' unverletzte Seel' und die Seele nimm zu dir hinauf rein Gewissen bleib'. zu deinen Freuden; dem Leib 2. Gieb, daß ich thu' mit ein Räumlein gönn' bei fromFleiß, was mir zu thun ge mer Christen Grab, auf daß er bühret, wozu mich dein Befehl seine Ruh' an ihrer Seite hab'. in meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu, so gieb, daß es gerathe wohl. 8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand nach meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm' und meinen Leib weck' auf und führ' ihn kein unnützes Wort aus meinem schön verklärt zum auserwählten Munde gehen; und wenn in Hauf. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Ver- Mel. Herzlich thut mich verlangen ic. druß. Haupt voll Blut 4. Find't sich Gefährlichkeit, 926. so laß mich nicht verzagen, gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. ich meine Feind' mit Sanftmuth überwind', und, wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind'. Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott gebunGieb, daß den mit einer Dornenkron'! O Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jest aber höchst schimpfiret, gegrüßet seyst du mir! 5. Laß mich mit jedermann 2. Du edles Angesichte, davor in Fried' und Freundschaft leben, sonst schrickt und scheut, das so weit als christlich ist. Willst große Weltgewichte, wie bist du mir etwas geben an Reich- du so bespeit; wie bist du so thum, Gut und Geld, so gieb erbleichet, wer hat dein Augenauch dies dabei, daß von un- licht, dem sonst kein Licht rechtem Gut nichts untermenget nicht gleichet, so schändlich zusey. gericht't? 6. Soll ich in dieser Welt 3. Die Farbe deiner Wangen, mein Leben höher bringen, durch der rothen Lippen Pracht ist manchen sauren Tritt hindurch hin und ganz vergangen: des in's Alter dringen; so gieb Ge- blaffen Todes Macht hat alles duld, vor Sünd' und Schanden hingenommen, hat alles hingemich bewahr', auf daß ich rafft, und daher bist du komtragen mag mit Ehren graues men, von deines Leibes Kraft. Saar. 4. Nun, was du, Herr, er7. Laß mich an meinem End'! duldet, ist alles meine Last, 32 A n han g. ich hab' es selbst verschuldet,| Wenn mir am allerbängsten was du getragen hast. Schau wird um das Herze seyn, so her, hier steh' ich Armer, reiß mich aus den Aengsten der Zorn verdienet hat: gieb kraft deiner Angst und Pein. mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad'! 10. Erscheine mir zumSchilde, zum Trost in meinem Tod, 5. Erkenne mich, mein Hüter, und laß mich seh'n dein Bilde mein Hirte, nimm- mich an! in deiner Kreuzesnoth. Da will Von dir, Quell aller Güter, ich nach dir blicken, da will ich ist mir viel Guts gethan: dein glaubensvoll dich fest an mein Mund hat mich gelabet mit Herz drücken. Wer so stirbt, Milch und süßer Koft, dein der stirbt wohl. Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, 927. wenn wenn dein Haupt wird erblaffen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich faffen in meinen Arm und Schoß. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend ic. 7. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach! möcht' ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! dir dein Herze bricht; Einigkeit, Gott Vater, Sohn, heiliger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist'. 2. Mein' Seel, Leib, Ehr' und Gut bewahr', daß mir kein Böses widerfahr' und mich der Satan nicht verleß', noch mich in Schand und Schaden ſetz'. 8. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da du's so gut gemeint. Ach! gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sey. heilige Dreifaltigo 3. Des Vaters Macht mich heut anblick, des Sohnes Weißbeit mich erquick, des heil'gen Geistes Glanz und Schein erleucht' mein's finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh' mir kräftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei! O Tröster werth, weich' nicht von mir, mein Herz mit werthen Gaben zier'. 5. Herr, segne und behüte 9. Wenn ich einmal soll mich; erleuchte mich, Herr, gnäscheiden, so scheide nicht von diglich; Herr, heb' auf mich mir; wenn ich den Tod soll dein Angesicht und deinen leiden, so tritt du dann herfür. Frieden auf mich richt'! Anhang. 33 In eigener Melodie. zen Kinderspiel; was Mancher 928. hilf! Chrifte, für unschuldig meinet, ift Gottes Sohn, solchem Herzen schon zu viel. durch dein bitter Leiden, daß Warum? Es gilt der Welt abwir dir stets unterthan, all' sagen, hier heißt's, rührt kein Untugend meiden, deinen Tod Unreines an; das Kleinod läßt und sein' Ursach' fruchtbarlich sich nicht erjagen, es sey denn bedenken, dafür, wiewohl arm Alles abgethan. und schwach, dir Dankopfer schenken. Lamm Gottes! 929. S 3. Die Himmelskost schmeckt viel zu süße dem Herzen, das in Jesu lebt; die Braut bewahrt Haupt, Herz und Füße, und wo ihr Etwas noch anklebt, das zu dem Glanz der unschuldig am Welt gehöret, das ist Stamm des Kreuzes geschlachtet, lauter Höllenpein, und wo sie ihr allzeit erfunden geduldig, wie- recht in Gott einkehret, da wohl du wurdest verachtet: macht sie sich von Allem rein. all' Sünd' hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. die Seele vor allem Weltge4. Die Einfalt Christi schließt Erbarm' dich unser, o Jesu! tümmel zu, da sucht sie in der 2. O Lamm Gottes! unschuldig 2c. Erbarm' dich unser, o Jesu! 3. O Lamm Gottes! unschuldig 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! dunkeln Höhle, in Horeb, Gott und ihre Ruh; wenn sich das und ihrer Eitelkeit, auch wohl Heuchelvolk in Lüften der Welt bei gutem Schein, will brüsten, fühlt jene Kampf und harten Streit. In eigener Melodie. Mel. Die Tugend wird durch's Kreuz c. 5. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute 930. füßer Stand, Chrifti liegt, die reine himmselig Leben, das lische Begierde hat solche Thoraus der wahren Einfalt quillt, heit schon besiegt; an einem wenn sich ein Herz Gott so reinen Gottestinde glänzt Gottes ergeben, daß Chrifti Sinn es Name schön und rein; wie ganz erfüllt, wenn sich der könnt es denn vom eitlen Winde Geist nach Christi Bilde in der Welt noch eingenommen Licht und Recht hat aufgericht't, seyn? ad g | und unter solchem klaren Schilde durch alle falschen Höhen bricht. 6. Von Sorgen, Noth und allen Plagen, damit die Welt 2. Was Andern schön und lieblich scheinet, ist solchem Herselbst ansicht, vom Neid, damit sich Andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; 3 34 Anhang. den Schatz, den sie im Herzen| so übel zugericht't? Du bist ja Heget, behält sie wider allen nicht ein Sünder, wie wir und Neid, ist Jemand, der Lust dazu unsre Kinder, von Missethaten träget, das macht ihr lauter weißt du nicht. Herzensfreud. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget und das betrübte Marterheer. 7. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Chrifti Einfalt schmückt. Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, harrt nur bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen ohne 5. Ich bin's, ich sollte büßen, Dele? Schein ohn' Einfalt und an Händen und an Füßen Christi Sinn. Sucht doch was gebunden in der Höll'; die Bessers für die Seele und gebt Geißeln und die Banden und der Welt das Ihre hin. was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel'. 8. Ach Jesu! drücke meinem Herzen den Sinn der lautern 6. Du nimmst auf deinen Einfalt ein, reiß aus, obschon Rücken die Laften, die mich mit tausend Schmerzen, der drücken, viel schwerer als ein Welt ihr Wesen, Land und Stein; du wirst ein Fluch, Schein; des alten Drachen dagegen verehrst du mir den Bild und Zeichen trag' ich nicht Segen, dein Schmerzen muß mehr, drum laß mich nur der mein Labsal seyn. Einfalt Zier und Schmuck erreichen, das ist die neue Kreatur. 7. Du sehest dich zum Bürgen, ja läß'st dich gar erwürgen, für mich und meine Schuld. Mir läsfest du dich frönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 931. 8. Du spring'st in's Todes Stamm des Kreuzes schweben, Rachen, mich frei und los zu dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mitSchlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt. Stunden dir überhoch Aus seinem edlen Herzen, vor unerschöpften Schmerzen, ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Chr'. mein Heil, und dich mit Plagen 10. Nun ich kann nicht viel Mel. Nun ruhen alle Wälder sc. Welt! sieh hier dein Leben am machen von solchem Ungeheu'r; mein Sterben nimmst du abe, vergräbst es in dem Grabe. O unerhörtes Liebesfeu'r! g 9. Ich bin, mein Heil, verbunden all' Augenblick und und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und time of the Anhang. geben in diesem armen Leben;] eins aber will ich thun: es In eigener Melodie. soll dein Tod und Leiden, bis 932, Seelen Bräutigam, Jefu, Gottes Leib und Seele scheiden, mir Lamm, habe Dank für deine stets in meinem Herzen ruhn. Liebe, die mich zieht aus rei35 11. Ich will's vor Augen nem Triebe von der Sünden feßen, mich stets daran ergößen, Schlamm, Jesu, Gotteslamm! ich sey auch, wo ich sey; es 2. Deine Liebesglut stärket soll mir seyn ein Spiegel der Muth und Blut; wenn du Unschuld und ein Siegel der freundlich mich anblickest und Lieb' und unverfälschten Treu'. 12. Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, wie an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemuth deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Noth und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und Gott! wie grausam seine Ruthen, wie zornig seine Fluthen, will ich aus deinem Leiden sehn. 13. Ich will daraus studiren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem sanften Muth, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 14. Wenn böseZungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir schlagen an's Kreuz und dem absagen, was meinem Fleisch gelüft't; was deine Augen Hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 7. Großer Friedefürst, wie dat hast du gedürft't nach der 16. Dein Seufzen und dein Menschen Heil und Leben und Stöhnen und die viel tausend dich in den Tod gegeben, wie Thränen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schooß und Hände begleiten zu der ew'gen Ruh'. du rief'st: mich dürft't! großer Friedefürst! 5. So werd' ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd' in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm' mich ernähre und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids Stamm! 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb' uns den Deinen, 3* 36 Anhang. die dich kennen und nach dir Mel. Nun freu't euch, lieben sc. sich Christen nennen, denen du bift lieb, deinen Frieden gieb. 933. Sen fröhlich Alles weit und breit, 9. Wer der Welt abstirbt, was vormals war verloren, emsig sich bewirbt um den le- weil heut der Herr der Herrbendigen Glauben, der wird lichkeit, den Gott selbst auserbald empfindlich schauen, daß koren zum Sündenbüßer, der niemand verdirbt, der der Welt sein Blut am Kreuz vergoffen abstirbt. uns zu gut, vom Tod ist auferstanden. 10. Nun ergreif' ich dich, du mein ganzes Ich! Ich will nim2. Wie schön hast du durch mermehr dich lassen, sondern deine Macht, du wilder Feind gläubig dich umfassen, weil im des Lebens, den Lebensfürsten Glauben ich nun ergreife dich. umgebracht! Dein Stachel ist 11. Wenn ich weinen muß, vergebens durch ihn geschoffen, wird dein Thränenfluß nun die schnöder Feind; du hättest meinen auch begleiten und zu wahrlich wohl gemeint, er würd deinen Wunden leiten, daß mein im Staube bleiben. Thränenfluß sich bald stillen muß. 3. Nein, nein! er trägt sein Haupt empor, ist mächtig durch12. Wenn ich mich auf's gedrungen durch deine Bande, neu', wiederum erfreu', freuest durch dein Thor, ja hat im du dich auch zugleiche, bis ich Sieg verschlungen dich selbst, dort in deinem Reiche ewiglich daß, wer an ihn nur gläubt, erfreu' mich mit dir auf's neu. von dir jetzt ein Gespötte treibt und spricht: wo ist dein Stachel? 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron'; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrenkron' folgt auf Spott und Hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich allhier ritterlich Alles durch dich überwinde und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 4. Denn deine Macht, die ist dahin und keinen Schaden bringet dem, der sich stets mit Herz und Sinn zu dieſem Fürsten schwinget, der fröhlich spricht: ich leb' und ihr sollt mit mir leben für und für, weil ich es euch erworben. 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr, ihr dürfet ihn nicht scheuen; ich bin sein Siegsfürst 15. Du mein Preis und und sein Herr, deß sollt ihr Ruhm, werthe Sarons- Blum', euch erfreuen; dazu so bin ich in mir soll nun nichts erschallen, euer Haupt, drum werdet ihr, als was dir nur kann gefallen, wenn ihr mir glaubt, als werthe Sarons- Blum', du mein Glieder mit mir leben. Preis und Ruhm! 6. Der Höllen Sieg, der ift Anhang. 37 auch mein, ich habe sie zerstö- nicht auf Schrauben; was er ret; es darf nicht fürchten ihre verspricht, das bricht er nicht, Pein, wer mich und mein Wort das sollst du kühnlich glauben. höret. Und weil des Teufels Macht und List gedämpft, sein Kopf zertreten ist, mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun, Gott sey Dank, der uns den Sieg durch Jesum hat gegeben und uns den Frieden für den Krieg und für den Tod das Leben erworben, der die Sünd' und Tod, Welt, Teufel, Höll' und was in Noth uns stürzet, überwunden! 4. Sey Gott getreu in deinem Stand, darein er dich geseßzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verleßzet? Wer seine Gnad' zur Brustwehr hat, kein Teufel kann ihm schaden. Wo dies Stacket um einen steht, dem bleibet wohl gerathen. 5. Sey Gott getreu, fein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh' fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt in Armen hält, muß Alles doch ey 934. Sen Gott getreu, vergehen; sein liebes Wort halt seinen Bund, bleibt ewig fort ohn' alles o Mensch! in deinem Leben! Wanken stehen. Leg' diesen Stein zum ersten 6. Sey Gott getreu, als Grund: bleib' ihm allein erge- welcher sich läßt treu und gnäben; denk' an den Kauf in dei- dig finden; streit unter ihm ner Tauf', da er sich dir ver- nur ritterlich, laß über dich den schrieben bei seinem Eid', in Sünden ja wider Pflicht den Ewigkeit als Vater dich zu Zügel nicht; wär' ja der Fall lieben. geschehen, so sey bereit, durch Buß' bei Zeit nur wieder aufMel. Was mein Gott will das g'scheh' 2c. 2. Sey Gott getreu, laß nicht den Wind des Kreuzes zustehen. dich abkehren. Ist er dein Vater, 7. Sey Gott getreu bis in du sein Kind, was willst du den Tod und laß dich nichts mehr begehren? Dies höchste abwenden: er wird und kann Gut macht rechten Muth; kann in aller Noth dir treuen Beiseine Huld dir werden: nichts Bessers ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. stand senden, und käm' auch gleich das höll'sche Reich mit aller Macht gedrungen, wollt' auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. 3. Sey Gott getreu von Jugend auf, laß dich kein' Lust noch Leiden in deinem ganzen 8. Wirst du Gott also bleiben Lebenslauf von seiner Liebe treu, wird er sich dir erweisen, scheiden; sein' alte Treu' wird daß er dein lieber Vater jey, täglich neu, sein Wort steht wie er dir hat verheißen, und 38 Anhang. eine Kron' zum Gnadenlohn 5. Diese Füße will ich halten im Himmel dir aufseßen, da wirst du dich fort ewiglich in seiner Treu ergößen. auf das Best' ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich selbsten freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum, und gieb meiner Bitte Raum, ſprich: laß all' dein Trauren schwinden, ich, ich tilg' all' deine Sünden! Mel. 3ion flagt mit Angst sc. ey 935. en mir tausendmal gegrüßet, der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet das, womit ich dich betrübt. Ach! wie ist mir doch so wohl, wenn ich nien und liegen soll an dem Kreuze, 936. Speif uns, o Gott, da du stirbest, und um meine die betrübten Sünder; sprich Seele wirbest. deine 2. Ich umfange, herz' und den Segen zu den Gaben, die tüffe der gefränkten wir ißo vor uns haben, daß Zahl und die sie uns zu diesem Leben, Stärfe, Kraft und Nahrung geben: bis mal. O wer kann doch, schönster wir endlich zu den Frommen Fürst, den so hoch nach uns an die Himmelstafel kommen. gedürft't, deinen Durst und Flüsse deiner Füß' und NägelLieb'sverlangen völlig faffen Mel. Herr, ich habe mißgehandelt ic. und umfangen. 3. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich frank und trau 937. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, rig bin, nimm die Schmerzen, Geift der Gnaden, wahrer Gott, die mich quälen, und den höre, wie ich Armer flehe, das ganzen Schaden hin, den mir zu geben, was mir Noth: laß Adams Fall gebracht und ich den Ausfluß deiner Gaben auch selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich netzen, wird sich all' mein Jammer setzen. mein dürres Herze laben. 2. Glaube, Weisheit, Rath und Stärke, Furcht, Erkenntniß und Verstand, das sind deiner 4. Schreibe deine blut'gen Gottheit Werke, dadurch wirst Wunden, mir, o Herr, in's du uns bekannt, dadurch weißt Herz hinein, daß sie mögen alle du recht zu lehren, wie wir Stunden bei mir unvergessen sollen Jesum ehren. seyn. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze 3. Theurer Lehrer, Gottes Finger, lehr' und schreibe deinen ruht; laß mich stets zu deinen Sinn auch in's Herz mir, deiFüßen deiner Lieb' und Gunst nem Jünger, setze dich auf genießen. mich auch hin, daß ich stets Wunden purpurrothen Ens dits mel. Schmücke dich, o liebe Seele sc. Anhang. 39 von deiner Fülle reichlich lern',| wohne bei mit seinen Gaben was sey dein Wille. mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein' Kirch' erhalt. 4. Dein Will' gescheh, Herr Gott, zugleich, auf Erden, wie im Himmelreich: gieb uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsamseyn in Lieb und Leid; wehr' und steur' allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen 4. Laß das Feuer deiner Liebe rühren meine Zung' und Mund, daß ich noch mit heißem Triebe Gottes Thaten mache fund, laß es Seel' und Herz entzünden, auszubrennen alle Sünden. 5. Leg' hingegen meiner Seele deine heil'ge Salbung bei, daß mein Leib auch von dem Dele dein geweihter Tempel sey; thut. bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, daß ich Christi Reich ererbe. 5. Gieb uns heut unser täglich Brod und was man darf zur Leibesnoth; behüt' uns, Herr, vor Unfried, Streit, vor Seuchen und vor theurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg' und Geizes müßig gehn. pinky 6. All' unsre Schuld vergieb uns, Herr, daß sie uns nicht betrüben mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr' Schuld und Fehl vergeben gern. Zu 938, Vater unfer im Him- dienen mach uns all bereit in melreich, der du rechter Lieb und Einigkeit. uns alle heißeft gleich Brüder seyn und dich rufen an und willt das Beten von uns han: gieb, daß nicht bet' allein der Mund; hilf, daß es geh' aus Herzens Grund. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist ansicht. Zur linken und zur rechten Hand hilf uns thun starken Widerstand, im Glauben fest und wohl gerüst't und durch des heilgen Geistes Trost. 2. Geheiligt werd' der Name dein: dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Herr, behüt' uns vor falscher Lehr', das arm verführet Volk bekehr'. 8. Von allem Uebel uns erlös'; es sind die Zeit und Tage bös. Erlöse uns vom ew'gen Tod und tröst' uns in der letzten Noth. Bescher' uns auch ein 3. Es komm dein Reich zu selig End'; nimm unsre Seel dieser Zeit und dort hernach in in deine Händ'. Ewigkeit. Der heilig Geist uns 9. Amen! das ist: es werde 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geist der Gnaden, wahrer Gott, höre, wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir Noth, laß den Ausfluß deiner Gaben auch mein dürres Herze laben. Mel. O Jesu Christ, mein's Lebens Licht 2. 40 Anhang. wahr! stärk' unsern Glauben| Himmelreich sollt leben nun immerdar, auf daß wir ja nicht und ewiglich. zweifeln dran, was wir hiermit gebeten han auf dein Wort, in dem Namen dein: so sprechen wir das Amen fein. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. In eigener Melodie. 6. Deß laßt uns alle fröhlich seyn und mit den Hirten 939. Verleih uns Frieden gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist ja doch kein Ander nicht, der 7. Merk auf, mein Herz, und für uns könnte streiten, denn sich dort hin: was liegt dort du unser Gott alleine. Gieb in dem Krippelein? Weß ist unserm König und aller Obrig- das schöne Kindelein? Es ist keit Fried und gut Regiment, das liebe Jesulein. daß wir unter ihnen ein geruhig und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Amen. 940. In eigener Melodie. om Himmel hoch da komm ich her, ich bring' euch gute neue Mähr, der guten Mähr bring' ich so viel, davon ich singen und fagen will. Hansgro 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau außerkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud' und Wonne seyn. 8. Bis willkommen, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir; wie soll ich immer danken dir? 3. Es ist der Herr Christ unser Gott, der will euch führn aus aller Noth, er will eur Heiland selber seyn, von allen Sünden machen rein. 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding', wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß? 10. Und wär' die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär' sie dir doch viel zu klein, zu seyn ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein das ist grob Heu und Windelein, darauf du, König so groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen 4. Er bringt euch alle Se mir: wie aller Welt Macht, ligkeit, die Gott der Vater hat Ehr und Gut vor dir nichts bereit, daß ihr mit uns im gilt, nichts huft noch thut. Anhang. 41 13. Ach, mein herzliebes| eur' Zuversicht. Es mögen euch Jesulein, mach dir ein rein Viel' fechten an: dem sey Troß, fanft Bettelein, zu ruhn in der's nicht lassen kann. meines Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sey, zu springen, singen immer frei das rechte Susaninne schon, mit Herzenslust den anto füßen Ton. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihr seyd nun worden Gott's Geschlecht. Deß danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich allezeit. In eigener Melodie. 15. Lob, Gott im höchsten Thron, der uns schent 942. Wachet aufruft uns die Stimme seinen ein'gen Sohn! deß freuen der Wächter sehr hoch auf der sich der Engel Schaar und singen uns solch neues Jahr. Zinne: wach' auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde; sie rufen uns mit frohem Munde: wo seyd ihr flugen Jungfrauen? Wohl auf! der Bräut'gam fommt, steht auf, die Lampen nehmt! Hallelujah! Macht euch bereit zu der Hochzeit, ihr müsset ihm entgegen gehn! 941. Vo om Himmel kam der Engel Schaar, erschien den Hirten offenbar; fie sagten ihn'n: ein Kindlein zart das liegt dort in der 2. Zion hört die Wächter Krippen hart, du fingen, das Herz thut ihr vor heit 2. Zu Bethlehem in Davids Freude springen, sie wachet und Stadt, wie Micha das verkün- steht eilend auf. Ihr Freund det hat. Es ist der Herre kommt vom Himmel prächtig, Jesus Christ, der euer aller von Gnaden stark, von WahrHeiland ist. mächtig, ihr Licht wird 3. Deß sollt ihr billig fröh- hell, ihr Stern geht auf. Nun lich seyn, daß Gott mit euch komm, du werthe Kron', Herr ist worden ein. Er ist gebor'n Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! eu'r Fleisch und Blut, eu'r Wir folgen All' zum Freudensaal Bruder ist das ewig Gut. und halten mit das Abendmahl. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit 3. Gloria sey dir gesungen euch den wahren Gott. Laßt mit Menschen und mit Engelzürnen Teufel und die Höll'; Zungen, mit Harfen und mit Gott's Sohn ist worden eu'r Gesell. Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner 5. Er will und kann euch Stadt; wir stehn im Chore lassen nicht, seßt ihr auf ihn der Engel, hoch um deinen Mel. Vom Himmel hoch, da komm' ich her ic. 42 Anhang. Thron. Kein Aug' hat je ge-| mich doch nicht schrecken; weil sehn, kein Ohr hat je gehört doch zuletzt ich werd' ergötzt solche Freude; drum jauchzen mit süßem Troft im Herzen, wir und fingen dir das Hallelujah für und für. da weichen alle Schmerzen. In eigener Melodie. 943. W 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die Las Gott thut, das rauhe Bahn Noth, Tod und ist wohlgethan, Elend treiben, so wird Gott es bleibt gerecht sein Wille, mich ganz väterlich in seinen wie er fängt meine Sachen an, Armen halten, drum laß ich will ich ihm halten stille. Er ihn nur walten. ist mein Gott, der in der Noth, mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist Mel. Valet will ich die geben sc. wohlgethan, er wird mich nicht 944. Wie soll ich dich empfangen und betrügen; er führet mich auf wie begegn' ich dir? o aller rechter Bahn, so laß ich mich Welt Verlangen, o meiner begnügen an seiner Huld und Seelen Zier! O Jesu, Jesu, hab' Geduld; er wird mein Un- seße mir selbst die Fackel bei, glück wenden, es steht in seinen damit, was dich ergötze, mir Händen. fund und wissend sey. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken; er, als ein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Gnade 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen, ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in ftetem Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. Hor trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er ist mein Licht 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? und Leben, der mir nichts Böses als Leib und Seele saßen in gönnen kann, ich will mich ihm ihrem größten Leid, als mir ergeben in Freud und Leid, es das Reich genommen, da Fried' kommt die Zeit, da öffentlich und Freude lacht, da bist du, erscheinet, wie treulich er es mein Heil, kommen, und hast mich froh gemacht. meinet. 5. Was Gott thut, das ist 4. Ich lag in schweren Banwohlgethan, muß ich den Kelch den, du kommst und machst gleich schmecken, der bitter ist mich los; ich stand in Spott nach meinem Wahn, laß ich und Schanden, du kommst und Anhang. 43 machst mich groß, und hebst dem wahrlich alle Feind' auf mich hoch zu Ehren, und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichthum thut. Erden viel zu wenig zum Widerstande seynd. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm 5. Nichts, nichts hat dich flucht, mit Gnad' und süßem getrieben zu mir vom Himmels- Lichte dem, der ihn liebt und zelt, als das geliebte Lieben, sucht. Ach! komm, ach! komm, damit du alle Welt in ihreno Sonne! und hol' uns allzutausend Plagen und großen mal zum ew'gen Licht und Jammerlast, die kein Mund Wonne in deinen Freudensaal. aus kann sagen, so fest umfangen hast. 810 In eigener Melodie. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze 945. Wenn wir in höchsich häuft je mehr und mehr; seyd unverzagt, ihr habet die Hülfe vor der Thür: der eure Herzen labet und tröstet, steht allbier! sten Nöthen seyn und wissen nicht, wo aus noch ein und finden weder Hülf' noch Rath, ob wir gleich sorgen früh und spat: 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott! um Rettung aus der Angst und Noth. 3. Und heben unser Aug' und Herz zu dir in wahrer Neu' und Schmerz, und suchen der Sünd' Vergebung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich Allen, die darum bitten dich, im Namen dein's Sohn's Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. 7. Ihr dürft euch nicht be mühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht: er kommt, er kommt mit Willen; ist voller Lieb und Lust, all' Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld. Nein! Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld! Er kommt, er kommt, den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb' und Theil. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott! und klagen dir all' unsre Noth, weil wir jetzt stehn verlassen gar in großer Trübfal und Gefahr. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind' und ihrer Tück? Ihr Herr wird sie zer- 6. Sich nicht an unsre ftreuen in einem Augenblick. Sünde groß, sprich uns derEr kommt, er kommt, ein König, selb aus Gnaden los, steh uns 44 Anhang. in unserm Elend bei, mach| sey und mein kaltes Herz eruns von allen Plagen frei. hize, ob ich gleich im Finstern size. 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam seyn nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. 5. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd' und Missethat, die mein armes Herz beladen und sogar vergiftet hat, daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Hölle stürzen will; da kannst du allein erIn eigener Melodie. 946. Merde munter, mein retten: strafe nicht mein Uebertreten. W Gemüthe, und ihr Sinnen, geht herfür, daß 6. Bin ich gleich von dir ihr preiset Gottes Güte, die er gewichen, stell' ich mich doch hat gethan an mir; da er mich wieder ein, hat uns doch dein den ganzen Tag vor so mancher Sorg' und Plag' hat erhalten und beschüßzet, daß mich Satan nicht beschmizet. Sohn verglichen durch sein' Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad' und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde. 2. Lob und Dank sey dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk 7. D du Licht der frommen gelungen, daß du mich vor Seelen, o du Glanz der Herrallem Leid und vor Sünden lichkeit, dir will ich mich ganz mancher Art so getreulich haft befehlen diese Nacht und allebewahrt, auch die Feind' hin- zeit. Bleibe doch, mein Gott, weggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. bei mir, da es nunmehr dunkel schier, da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 3. Keine Klugheit kann ausrechnen deine Güt' und Wunderthat, ja kein Redner kann 8. Schüße mich vor's Teuaussprechen, was dein' Huld fels Netzen, vor der Macht der erwiesen hat. Deiner Wohl- Finsterniß, die mir manche Nacht that ist zu viel, sie hat weder Maaß noch Ziel, ja du hast mich so geführet, daß kein Unfall mich berühret. zusetzen und erzeigen viel Verdrieß. Laß mich dich, o wahres Licht, nimmermehr verlieren nicht, wenn ich dich nur hab' im Herzen, fühl ich nicht der Seele Schmerzen. 4. Dieser Tag ist nun vergangen, die betrübte Nacht bricht an, es ist hin der Sonne 9. Wenn mein' Augen schon Prangen, so uns all' erfreuen sich schließen und ermüdet kann. Stehe mir, o Vater, bei, schlafen ein, soll mein Herz daß dein Glanz stets vor mir dennoch beslissen und auf dich A n h a n g. 45 gerichtet seyn. Meiner Seele| 2. Es kann vor Nachts leicht mit Begier träume stets, o anders werden, als es am Gott, von dir, daß ich fest an frühen Morgen war; denn dir bekleibe und auch schlafend weil ich leb' auf dieser Erden, dein verbleibe. leb' ich in steter Tod'sgefahr. Mein Gott, ich bitt' 2c. 10. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße 3. Herr! lehr' mich stets Ruh, alles Uebel laß verschwin- mein End' bedenken, und wenn den, decke mich mit Segen zu. ich einstens sterben muß, die Leib und Seele, Muth und Seel' in Jesu Wunden senken Blut, Weib und Kinder,( all' und ja nicht sparen meine Buß'. die Mein'gen) Hab' und Gut, Mein Gott, ich bitt' 2c. Freunde, Feind' und Hausgenoffen seyn in deinen Schutz geschlossen. Ue11. Ach! bewahre mich vor Schrecken, schüße mich vor lle berfall, laß mich Krankheit nicht aufwecken, treibe weg des Krie5. Mach mir stets zuckerges Schall, wende Feu'r- und Wassers- Noth, Pestilenz und süß den Himmel und gallenschnellen Tod, laß mich nicht bitter diese Welt; gieb, daß mir in Sünden sterben, noch an in dem Weltgetümmel die EwigLeib und Seel' verderben. keit sey vorgestellt. Mein Gott, ich bitt' 2c. 12. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat, Jesu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schuß und Rath, und mein Hort, du werther Geist, der du Freund und Tröster heißst: höre doch mein sehnlich's Flehen: Amen, ja, es soll geschehen! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sey für und für, und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir. mein Gott, ich bitt' 2c. meine Sünde mit dem Ver6. Ach! Vater, deck all' dienste Christi zu, darein ich mich fest gläubig winde, das giebt mir recht gewünschte Ruh'! Mein Gott, ich bitt 2c. 7. Ich weiß, in Jesu Blut und Wunden hab' ich mir recht und wohl gebett't; da find' ich Mel. Wer nur den lieben Gott sc. Trost in Todesstunden und 947. Wer weiß, wie nahe Alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt' 2c. Jesu mir mein Ende? Hin geht die Zeit, her kommt der 8. Nichts ist, das mich von Tod. Ach, wie geschwinde und scheide, nichts, es sey behende kann kommen meine Leben oder Tod; ich leg' die Todesnoth! Mein Gott, ich Hand in seine Seite und sage: bitt' durch Christi Blut, mach's mein Herr und mein Gott. nur mit meinem Ende gut. Mein Gott, ich bitt' 2c. end A_n_h_a_t_g. 46 In eigener Melodie. 9. Ich habe Jesum angezogen meiner längst in Lauf; du biſt mit auch daher 949. Webrer König, gewogen, hast mich zum Kind allen, laß dir unser Lob gegenommen auf. Mein Gott, fallen. Deines Vaters Güte ich bitt' 2c. hast du lassen triefen, ob wir 10. Ich habe Jesu Fleisch schon von dir wegliefen. Hilf gegessen, ich hab' sein Blut uns noch, stärk uns doch, laß getrunken hier: nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib' in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt' 2c. die Zunge singen, laß die Stimme flingen. 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Thaten, mehr als aller Menschen Staaten. Großes Licht der Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen; lobet gern, Mond und Stern, seyd bereit zu ehren einen solchen Herren. 3. O du meine Seele, singe 12. Ich leb' indeß mit ihm fröhlich, singe! singe deine vergnüget und sterb', ohn' alle Glaubenslieder; was den Odem Kümmerniß; mir gnüget, wie holet, jauchze, preise, flinge; mein Gott es füget, ich glaub' wirf dich in den Staub darund bin es ganz gewiß, durch nieder. Er ist Gott Zebaoth; deine Gnad' und Christi Blut, er ist nur zu loben hier und machst du's mit meinem Ende ewig droben. gut. 11. So komm mein End' heut oder morgen, ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt, ich bin und bleib' in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt' 2c. 4. Hallelujah bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesum liebet; Hallelujah Mel. Komm Herr Jesu, sey unser singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergiebet. Owohl dir, glaube mir, endGaft c. te 948. W ihn loben. ir danken Gott lich wirst du droben, ohne die wir von ihm empfangen hab'n. Wir bitten unsern lie- soun sign ben Herrn: er woll' hinfort uns mehr beschern, und speisen uns mit seinem Wort: daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Gott du wollst Herzens Gast, der du, da ich uns geb'n: nach dieser Welt geboren, mich neu geboren hast, das ewge Leb'n, Amen. o hochgeliebter Geist des Vaters euch ein zu meinen 950. 350 Thoren, sey meines Mel. Von Gott will ich nicht mot lasſen sc.id Anhang. 47 und des Sohnes, mit beiden 7. Du bist ein Geist der gleiches Thrones, mit beiden Liebe, ein Freund der Freundgleich gepreift. 2. Zeach ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hülf' und Errettung schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr' und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. lichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwie tracht seynd. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du hast ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie in einer Fluthe, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 8. Du Herr! haft selbst in Händen die ganze weite Welt, fannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohl gefällt: so gieb doch deine Gnad' zum Fried' und Liebesbanden, verknüpf' in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd', bring' wieder und erneu're die Wohlfahrt deiner Heerd'. Laß blühen, wie zuvorn, die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuerszorn. 4. Du bist das heil'ge Dele, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigenthum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöthen, Gott schützt im Heiligthum. 10. Beschirm die Polizeien, bau unsers Königs Thron, daß 5. Du bist ein Geist der er und wir gedeihen, schmück, lehret, wie man recht beten als mit einer Kron', die Alten soll, dein Beten wird erhöret, mit Verstand, mit Frömmigkeit dein Singen klinget wohl; es steigt zum Himmel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der Allen helfen kann. die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüther mit reiner Glaubenszier, die 6. Du bist ein Geist der Häuser und die Güter mit Freuden, von Trauren hältst Segen für und für. Vertreib du nicht, erleuchtest uns im[ den bösen Geist, der sich dir Leiden mit deines Trostes Licht. widersetzet und, was dein Herz Ach ja, wie manchesmal haft ergößet, aus unserm Herzen du mit süßen Worten mir auf- reißt. gethan die Pforten zum güld'nen Freudensaal.be baraburda 12. Gieb Freudigkeit und Stärke zu stehen in dem Streit, 48 Anhang. den Satans Reich und Werke ben allzeit nach deinem Sinn, uns täglich täglich anerbeut; anerbeut; hilf und wenn wir's sollen geben kämpfen ritterlich, damit wir in's Todes Hände hin, wenn's überwinden und ja zum Dienst mit uns hier wird aus: so hilf der Sünden kein Christ er- uns fröhlich sterben und nach gebe fich. dem Tod ererben des ew'gen 13. Richt unser ganzes Le Lebens Haus. 23 1810 50 drigt star? file napr. tid AC NED 10m Mat od Sun Berlin, Stereotypie, Druck und Papier der Deckerschen Geheimen Ober- Hofbuchdruckerei. nd LO. 22-1 MOTHE 322 inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 5 3 Hygg 17 6 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow ce 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black CO 8