Psalter und Harfe. Zweite Sammlung christlicher Lieder jur häuslichen Erbauung von Carl Johann Philipp Spitta. Zehnte Auflage. Leipzig, Verlag von Robert Friese. 1858. jo du otoja otisarg dai2 dili gunlmma geneadz9 சா hilenit oliq qili unde lind Druck von A. Th. Engelhardt in Leipzig. .8881 se 80 ช ย Dolls Der gute Name Zieh deine Hand von mir nicht ab. Mein Gott end and si usog sin sid, sus sig de Inhalte Ich will den Herrn loben allezeit Du hast Worte des ewigen Lebens. Er ist mitten unter euch getreten Wie habt ihr das Eitle so lieb Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiß Freuet euch in dem Herrn allewege. Ich will euch nicht Waisen lassen Die Geduld des Herrn. Dank und Bitte. Der gute Fund Des Herrn Obhut Zum Tagwerk Zur guten Nacht Frühlingswunder Selbstprüfung vor dem Angesichte Gottes Nach der Trübsal Richte dein Amt redlich aus Gottes Ruf zum Weiterziehen 140 00$ 13 dok nefnd 843 miss sim daite Erheiterung durch Thränen Hingabe Sonntagsfrühe Zur Kindtaufe Für die Jugend Einkehr und Rückkehr Vor dem heiligen Abendmable Nach dem heiligen Abendmahle Der Herr fennet die Seinen - gmpomis 3 od dni 1188 1401 81100 Seite 1 3 6 10 12 14 18 22 25 28 30 34 36 39 42 44 47 49 1355 57 58 13568 70 73 75 Die Thränen des Herrn Die Reue, die nie gereue Die Fülle Christi Des Christen Wohlstand Gieb mir dein Herz Die Gemeinschaft in dem Herrn. Der Segen der Gesegneten Heimgang. Wir sind des Herrn. Gottes Stadt SI IV TO tistalle model mod ends moplars had ord i зуды Seite 78 81 83 86 88 90 92 93 96 97 TO u 75 min 19 thi mat mo, ha af and is ise shin dus la b sni su tre small stup G nuo dnad smiss di ti lagnit mad 100 puntil mind thi Tutto daug up ne THE slustonbt despu2 sid 12, 03 Ich will den Herrn loben allezeit.@ Wie ist doch ohne Maaß und Ziel, Herr deine Güt' und Treu'! Drum dank ich dir mit Psalterspiel Und Harfenklang auf's neu'. Du wohnst in deinem Jsrael Ja unter Lobgesang, Drum finge dir auch meine Seel' Aus Herzens- Lust und Drang. Rühr' du mit deines Feuers Glut Mir Herz und Lippen an, Damit' was deine Liebe thut, Ich fröhlich loben fann. II. 1 2 Halt' mir auch Herz und Mund gestimmt Beständig auf dein Lob, Und wer mein Lied und Lob vernimmt, Der freue sich darob; Der liebe dich und lobe dich, Und habe frohen Muth, Genieße und erprobe dich, Du allerhöchstes Gut! for 409 3Du haft Worte des ewigen Lebens. wie freun wir uns der Stunde, Da wir dir, Herr Jesu, nahn, Um aus deinem heil'gen Munde Lebensworte zu empfahn! Laß uns heute nicht vergebens Hörer deines Wortes sein, Schreibe selbst das Wort des Lebens Tief in uns're Herzen ein. hind uns& Sieh, wir sizen dir zu Füßen, Großer Meister, rede du; Sich, wir hören deiner süßen i Rede heilsbegierig zu. Lehr' uns, wie wir selig werden, Lehr' uns, wie wir uns're Zeit Diese turze Zeit auf Erden, Nüßen für die Ewigkeit. 302 is@ is si@ dim and 1* 4- Lehr' uns, wie wir dem Verderben Durch der Gnade Kraft entgehn, Wie wir, eh' wir leiblich sterben, Wahrhaft geistlich auferstehn, Und nach deinem Wohlgefallen Denken, reden, leiten, thun, Graden Weges dahin wallen, Wo wir nach der Arbeit ruhn. Dazu öffn' uns das Verständniß, Wie den Jüngern du gethan, ju p zu lebendiger Erkenntniß den li Trag' die Fackel du voran. Licht der Welt, das schon verscheuchte Manche dichte Finsterniß Licht der Welt, auch uns erleuchte, Denn im Licht geht man gewiß. Gieß uns aber auch das Feuer Deiner Liebe in das Herz, Daß wir an dir immer treuer Hangen unter Freud und Schmerz. Keine Last sei uns beschwerlich, Die von dir uns auferlegt, Und uns alles leicht entbehrlich, Was mit dir sich nicht verträgt. 59 Nun so lege Licht und Liebe, Kraft und Feuer auf dein Wort, Laß es mit lebend'gem Triebe In uns wirken fort und fort. Hilf uns, daß wir treu bewahren, Was wir in das Herz gefaßt, Und laß Andre auch erfahren, Daß du Lebensworte hast. @ sier ang sy hirde 13 156 nisl not mist propaguod solopannjjed ranisht 6Er ist mitten unter euch getreten. Du, deß Zukunst einst erflehten Tausende in Israel, Du bist unter uns getreten, Christus und Immanuel. Oder theuren Gnadenzeit, Nun ist Allen Heil bereit, Nun soll keiner hülflos klagen, Keiner hoffnungslos verzagen. Sel'ge Zeit! O wie vor Alters Man nach dir Verlangen trug; Wie die Saiten seines Psalters David so voll Sehnsucht schlug; Wie nach dir einst ausgeschaut, Sich gesehnet still und laut, Unter Seufzern und Gebeten, Die Gerechten und Propheten! Gott sei Dank, nun ist geschehen, Nun aus Gnaden uns gewährt, Was so viele hier zu sehen Und zu hören einst begehrt. Gottes Rath ist nun enthüllt, Und zu unserm Heil erfüllt Jetzt der Väter heiße Bitte: Christus ist in unsrer Mitte! Aber der der Welt erschienen, Wie vom Vater er gesandt, Wandelt mitten unter ihnen, Vielen fremd und unbekannt; Unbeachtet läßt man ihn Seinen Weg vorüberziehn; Ruft er, will man ihn nicht hören, Läßt in Sünden sich nicht stören. te a 0 Und er klopft an manche Pforte, Suchet Eingang hier und dort, nd Grüßt sie mit holdsel'gem Worte;* Doch man weist ihn schnöde fort. Wer nicht fühlt, was ihm gebricht, Dem gefällt der Helfer nicht; Wer nicht in sein Herz will gehen, Läßt den Heiland draußen stehen. Kennt ihr ihn, der, uns zu retten, Von dem Thron des Baters kam, Und, damit wir Frieden hätten, Unfre Strafe auf sich nahm? Lebt ihr als sein Eigenthum Ihm zur Freude und zum Ruhm? dul Seid auch ihr schon angeschrieben p Unter denen, die ihn lieben? end Ließt ihr ihn das Herz gewinnen, Nahmt auf euch sein sanftes Joch? Ist sein Reich bei euch darinnen, Oder widerstrebt ihr noch? Sagt, wem dient ihr überall: Christo oder Belial? O singt Christo: Hosianna! Er allein hat Lebensmanna. Hosianna! Sei willkommen, f Christe, fehre bei uns ein; schur Du sollst von uns aufgenommen, Herzlich aufgenommen sein. Sieh, zum Einzug öffnen wir bin Freudig unsre Herzen dir. Komm denn, komm, darin zu wohnen, Ja, als König d'rin zu thronen. 85 Ach, es hat uns nur zu lange Schon die Sünde übermocht. Und mit unbesiegtem Zwange Leib und Seele unterjocht. Wie war aller Kampf und Krieg Gegen sie doch ohne Sieg! Du nur kannst uns von den Bösen Ganz und ewiglich erlösen. Drum, wie dir das Reich verheißen, Nimm das Reich bei uns auch ein; Denn dem Starken uns entreißen Kann der Stärfere allein. Mach' uns selig, Gottes Sohn, Sammle deiner Liebe Lohn, Bis dir unterthänig werden Alle Reiche hier auf Erden! efektsssen. MSG and ud find dull In- den du? 108 10Wie habt ihr das Eitle so lieb! Die Zeit flieht hin, und immer näher Rückt dir die ernste Ewigkeit. Wird dir es wohler oder weher Bei solchem raschen Flug der Zeit? Hast du nur Seufzer, Klagen, Thränen Um das, was rasch vorüber fliegt; Und fennt dein armes Herz kein Sehnen Nach dem, was drüben vor dir liegt? Empfängst du nur die Lebenssäfte Aus dem, was dieſe Welt enthält; Und hast du nie geschmeckt die Kräfte Der ewigen und bessern Welt? Fühlst du nur heimisch dich auf Erden? Ist dir der Himmel fern und fremd? O Mensch, wie wird es endlich werden, Wenn Tod und Grab dieß Leben hemmt? → 11- Stell' dich an's Ziel der Lebenstage, Du, ach so weit verirrter Geist! Stell' dich dahin, bedenk und frage: Was solch ein Leben dir verheißt? Bald ist für dich die Zeit verflossen, Dein Herz steht still, dein Auge bricht, Das Grab ist unter dir erschlossen, Doch über dir der Himmel nicht. O laß dich retten vom Verderben Der Sünde und der Eitelkeit; Such' dir ein Leben vor dem Sterben In dieser angenehmen Zeit. Nur Einer kann und will es geben, Er ist das Leben selbst, und spricht: Wer an mich glaubt, wird ewig leben, Und sieht dem Tod im Tode nicht. G a - 12/- Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiß. Ich weiß, ich werde selig werden dok Durch dich, Sohn Gottes, Jesu Christ, Der du im Himmel und auf Erden Allein der Seligmacher bist. Du schenkst mir auch die Freudigkeit Und Zuversicht der Seligkeit. Der Vater hat mich dir gegeben, Und will, daß du mein Heiland bist; Drum weiß ich, daß mein Heil und Leben Dir als sein Wille theuer ist. Sein Wille wird durch dich geschehn; Ich werde nicht verloren gehn. Du bist für mich am Kreuz gestorben, Hast mich erlös't mit deinem Blut; Was du so theuer dir erworben, Das bleibt dir auch ein theures Gut. Hast du so viel an mich gewandt, Reißt mich auch nichts aus deiner Hand. 13- Daß ich in dir mein Heil erkenne, Ich glaube, was dein Wort verheißt, Und gläubig meinen Herrn dich nenne: Das wirkt dein und des Vaters Geist. Wo er spricht Ja, sprichst du nicht Nein! Du willst und wirst mein Heiland sein. Ach ja, es ist des Vaters Liebe, Es ist dein eignes theures Blut, Es sind des Geistes Kraft und Triebe, Worauf die Seele freudig ruht, Daß du, Sohn Gottes, Jesu Christ, Wahrhaftig auch mein Heiland bist. ze- 1191190 11980 - 14- Freuet euch in dem Herrn allewege. Freut im Herrn euch allewege, Freut euch seiner Gnad' und Gunst; k Seid zu solcher Freud' nicht träge, Uebt euch recht in dieser Kunst. Soll die Fülle seiner Freuden Ungenossen er vergeuden? Freude, so wie er sie beut, Das ist wahre Herzensfreud'. Er hat in die freudenarme Welt die Freude erst gebracht, Die nach bittrem Sündenharme Unaussprechlich fröhlich macht. O wie strömt die Freudenquelle Mitten in der Wüste helle! Schöpft denn ihr auch eures Theils Wasser aus dem Born des Heils! 15- 14 Wäre aus des Engels Munde In gebenedeiter Nacht Euch vergeblich frohe Kunde Von des Herrn Geburt gebracht? Preisen nicht der Engel Schaaren Freude, die euch widerfahren? Und ihr wolltet traurig stehn, Als ob nichts für euch geschehn? Soll sich Zions Tochter freuen, Daß der König zu ihr kommt, Und ihr wollt die Freude scheuen, Die ihn ehrt und die euch frommt? Wolltet muthlos stehn und klagen, Wo ihr Palmen solltet tragen, Und in seines Volkes Reih'n Fröhlich Hosianna! schrei'n? Und sein unvergleichlich Lieben, Hat's nicht Alles wohlgemacht?@ Ist auch etwas hinterblieben, Das er nicht für uns vollbracht? Daß der Seinen Freud' vollkommen, Hat er Alles übernommen, Sünde, Schuld und Straf' und Noth, Bis zum bittern Kreuzestod. - 16Ist er siegreich nicht erstanden Aus des finstern Grabes Nacht? Hat er nicht von Todesbanden, Furcht und Angst uns frei gemacht? Uns zum Leben zu erneuen, Lebt er, sein uns zu erfreuen, Spricht er dem Betrübten zu: O wem suchst, was weinest du? Uns mit Heil zu überschütten, Er des Vaters Thron bestieg, Und in der Gerechten Hütten Singt mit Freuden man vom Sieg. Wie er siegte, wird er siegen, Bis zu seinen Füßen liegen Alle Feinde, und die Welt Sich vor ihm, dem Richter, stellt. Welche Freude ist dem Volke, Das ihn kennt und liebt, bereit, Wenn er in des Himmels Wolfe Kommt in seiner Herrlichkeit! Wie wird er der Seinen schonen, Ja, aus Gnaden sie belohnen, Und sie führen in die Stadt, Welche Gott bereitet hat! II. - 17- Da wird ew'ge Freud' und Wonne Ueber ihrem Haupte sein; Da bedarf man feiner Sonne Mehr und keines Mondes Schein; Da, vor seinem Angesichte, Wandeln sie in seinem Lichte, Schauen seine Herrlichkeit, Theilen sie in Ewigkeit. Und dieß Alles, es ist euer, Weil ihr Jesu Christi seid, Weil er euch so hoch und theuer Sich erfauft und hat befreit. Und ihr wolltet solches treuen Herrn euch nicht von Herzen freuen? Wolltet traurig vor ihm stehn, Als ob nichts für euch geschehn? O Erlöste, allewege Freuet euch in eurem Herrn; Seid zu solcher Kunst nicht träge, Uebt sie täglich, übt sie gern. @ 2 @ U Lernet täglich ihm lobsingen, pbt a Dank- und Freudenopfer bringen; si Uebt euch recht in dieser Zeit DE Auf die Freud' in Ewigkeit. mosfera de - 18- AQ 20 Ich will euch nicht Waisen lassen. Wir danken, treuer Heiland, dir, OF IN ERE Daß du uns nicht gelassen Als unversorgte Waisen hier Auf unbekannten Straßen, Jm fremden Volk und fremden Land, Da unsre Sprache unbekannt Und Thorheit unsre Sitte. thin en alls Nein, nicht als Waisen stehn wir da, Du bist uns allenthalben nah Und lebst in unsrer Mitte. Du bist bei uns mit deinem Geist, O sel'ge, heil'ge Nähe, Die so lebendig sich erweist, Als ob dich selbst man sehe.. Du giebst uns Licht im dunklen Thal, Wärmst uns in deiner Liebe Strahl, 19. Giebst Seelen Trank und Speise; IQ Stehst uns mit Rath und That zur Seit', Und giebst uns selber das Geleit Auf uns'rer Pilgerreiſe. 18 Du bist bei uns mit deinem Wort, Das kann man kräftig spüren, Damit verstehst du fort und fort Die Herzen zu berühren. Wie sprichst du uns so freundlich zu, Wie lehrst, ermahnst und tröstest du Uns alle mannigfaltig! is id ve Wie legt darob sich bald der Schmerz, Wie brennet da in uns das Herz, Wie predigst du gewaltig! G * SHER Du bist bei deinem Abendmahl Mit Lieb' und Huld zugegen; Da kann man sich getroft einmal Recht nah an's Herz dir legen. Ein Herz, das einst sein theures Blut Vergossen hat, auch uns zu gut, Das steht uns ewig offen; isdic Q Von dem ist lauter Lieb' und Huld, f Verschonung, Langmuth und Geduld. Mit Zuversicht zu hoffen. lo ink 2* 12 - 20. Du bist bei uns, we zwei und drei Vereint zusammentreten, Im Glauben, alles Zweifels frei, Zu ihrem Vater beten. Und wo sich deine Gegenwart Im Bruderkreise offenbart, Da giebt es sel'ge Stunden, Den Vorschmack jener Seligkeit, Wenn wir nach dieser Pilgerzeit Das Vaterhaus gefunden. Du bist bei uns auch in der Angst ell Der Welt mit deinem Frieden. Was du einst blutend uns errangst, Schenkst du uns jetzt hienieden. Und wenn auch Teufel, Sünde, Welt, Und Alles in den Weg sich stellt, Uns zu bedräu'n, zu schrecken: In dir ruht unser Friede fest, Und wer sich nur auf dich verläßt, Den wirst du wohl bedecken. Du bist bei uns, nun seufzen wir Nicht rathlos und verlegen, Nun fürchten wir kein Unglück hier Auf allen unsern Wegen. 21- Nun scheu'n wir keine Leidensnacht, Nun feines Feindes Grimm und Macht, Auch nicht der Hölle Pforten; Der Herr und König aller Welt, In dessen Schutz wir uns gestellt, Ist bei uns aller Orten. Du bist bei uns zwar ungesehn, Doch wirds nicht lange währen So dürfen wir hinübergehn In's Reich der Freud' und Ehren. pr Dann sind bei dir wir allezeit, Und schauen deine Herrlichkeit, Und preisen deinen Namen. O bleib bei uns, geh uns zur Seit', Gieb uns ein sicheres Geleitsio Bis in den Himmel. ofe Amen! g sing 01/20 OF 22 Die Geduld des Herrn. 20 Ach, welche Marter, welche Plagen Trugst du für unsre Sünde schon, Und wie viel mußt du an uns tragen Noch immerdar, o Gottes Sohn! Wie viel Geduld zeigst du uns Schwachen, Die wir uns tausendfach vergehn; Und wie viel hast du gut zu machen, Was wir versäumen und versehn! in G Ach, daß wir dir nicht besser danken Mit Herz und Sinn, mit Wort und That; Nicht freud'ger laufen in den Schranken, Die uns dein Wort gewiesen hat; Nicht ernster alles Arge hassen, Und allem Guten hangen an, Nicht dreister alles das verlassen, Was dir nicht wohlgefallen kann! 23 Ach, wärst du gegen uns nicht treuer Als wir sind gegen dich gesinnt, Erfaltete dein Liebesfeuer Wie unsre Liebe so geschwind, Nonied 10 Wollt'st du mit Gleichem Gleiches lohnen, Nicht lassen Guad' für Recht ergehn, Nicht Langmuth üben und verschonen,- Es wäre längst um uns geschehn! un Wer ist wie du, o Herr, geduldig Bei so viel Mängeln und Vergehn! Wer ist wie wir, o Herr, so schuldig, Wenn wir noch lange träge stehn! O thu' ein Neues an uns Armen, Weck' uns von aller Trägheit auf; Dein unaussprechliches Erbarmen Beflügle unsern Glaubenslauf. Mit neuer Gnad' dich zu uns wende Und unsre Herzen zu dir zieh'; Richt' wieder auf die läss'gen Hände Und stärke unsre müden Knie'. Laß uns wie Adler aufwärts fahren Mit neuer Kraft und neuem Muth, Und aller Welt es offenbaren, Was deine Kraft in Schwachheit thut. 24 Was wir dich bitten, das gewähre, Es gilt ja deines Vaters Ruhm Und deines großen Namens Ehre An deinem Volk und Eigenthum. Daß nicht durch uns die Feinde lästern Den Namen deiner Herrlichkeit, sal hie Zeig', daß du Jesus Christ bist gestern, bise Heut und derselb' in Ewigkeit! s 0 sárba ban big of is zim n no aizbiju zald19 si on jot TANON 15 ella onl dibourth@ ni tim emir 25Dank und Bitte. www treuer Heiland Jesu Christ, Wir danken deiner Treu' Für Alles, was vergangen ist Und was geworden neu. Vergangen ist die Sicherheit, Darin wir lang' gesteckt; Du hast zu ihrer Seligkeit Die Schläfer aufgeweckt. 10 Neu ist das Sehnen, das sich hin Zu ew'gen Gütern lenft, br Du hast dazu in Herz und Sinn Der Gnade Trieb gesenkt. 26Doch wie viel Altes muß vergehn, Wie viel noch werden neu, Eh' wir in dich verkläret stehn, Zum Preise deiner Treu'! Der du das Sehnen weckst und stillst, Nimm auch des unsern wahr, Und wie du gern uns haben willst, So stelle selbst uns dar. Erwed' uns täglich, halt uns wach), Und heil'ge Seel' und Leib; Ach, hör' nicht auf und laß nicht nach, Durch Güt' und Ernst uns treib. in Mach' du dem Geiste lieblich doch, Was unserm Fleisch verhaßt; Mach' du uns sanft der Wahrheit Joch Und leicht der Liebe Last. Verleid' uns, was uns trennt von dir, Es sei auch, was es sei; Zieh' uns dir nach, so laufen wir Den Weg des Lebens frei. 10 27- Ach, mach' aus uns, was dir gefällt, Uns in dein Bild verklär'; Gieb Kräfte der zukünft'gen Welt, Hilf uns von oben her. мед stup 193 Zeoson mill impi) ffird uit alle 1861 most notaid milf do asd fli 10 da odlasti and cop@ i ampus tiochidi.@ af din spildussg alor duif said and is a chlimisd Ismic me molto forto un te sámiit estrat siis ma sámot ad thes 28- Der gute Name. Hier Gotteskinder und dort Erben Als Jesu Christi Eigenthum! Um diesen Namen laßt uns werben, Er ist der Gnade Werk und Ruhm. Das sei das Theil, das wir erforen, Darnach das Herz sich sehnt und schlägt, Bis es, aus Gottes Geist geboren, Der Kindschaft Zeugniß in sich trägt. Dann ist uns wohl, und doch das Beste, Das Herrlichste ist noch voraus. Hier sind wir Fremdlinge und Gäste, Im Himmel heimisch und zu Hans. Hier gilt's zu kämpfen, leiden, sterben; Doch nur getrost, es kommt die Zeit, Da Gottes Kinder Alles erben Im Stande ew'ger Herrlichkeit. 29 Sie werden als ein heil'ger Same In ihr verheißnes Erbe gehn, Es wird ein neuer, Gottes Name An den verklärten Stirnen stehn. Was unter Glauben, Hoffen, Lieben Der inn're Mensch geworden war, Das ist, wenn Alles starb, geblieben, Und wird als Wesen offenbar. Drum freuet euch, wenn eure Namen Im Himmel angeschrieben stehn; Die hier zu solcher Ehre kamen, Die sind wahrhaftig angeſehn. sni Die treu hier glauben, hoffen, lieben, Schreibt Gott in's Buch des Lebens ein; Und dort im Himmel angeschrieben, Das heißt, gut angeschrieben sein. L ess. G DG 15509 1 30omto rap lisd nis ein modra are Judag sond) Gangisdang adi ng one om 8stro e Grier&)* dojnowie strhlina nad me modinamadun 39 @ anar modfoarp blall Zieh' deine Hand von mir nicht ab. de 8& in dria dall Zich deine Hand von mir nicht ab, D Gott, in diesem Leben, plommig nå Wo von der Wiege bis an's Grab sic Viel Feinde mich umgeben. Ach, und dein Kind Ist so gesinnt, ad Daß sich's nicht selbst kann leiten; dall Es irrt und weicht So bald und leicht Vom Weg auf beiden Seiten. Ich habe nun, mein Gott, durch dich Den guten Weg gefunden, Und dir auf Treu' und Glauben mich Mit Hand und Mund verbunden. Ich will nun dein Auf ewig sein! -31- Ich sag's mit tiefer Rührung; olnő Allein entzieh' Auf Erden nie Mir deine Gnadenführung. Du kennst mein Herz; ach, laß mich nicht Des Herzens Wege gehen; Gieb Kraft, wenn dir es widerspricht, Ihm fest zu widerstehen. Laß Fleisch und Blut Mit starkem Muth Durch deinen Geist mich zwingen; Und fromm und treu, Ohn' feige Scheu Nach heil'gem Leben ringen. Die Zeit ist böf und arg die Welt:; Laß deinen Geist mich warnen, Eh' mich die Nege, die sie stellt, Verstricken und umgarnen. Laß unverführt, Ja, unberührt Von ihrer Lust mich zeigen; Und wenn sie neckt Und schilt und schreckt, So lehr' mich gehn und schweigen. Onl ME 32. Verlaß mich nicht und führe du Auf gutem Weg mich weiter. Bewahre mich vor falscher Ruh', Ist's Leben froh und heiter. Nimm meiner wahr, Wenn mich Gefahr Hat unversehn's betreten; Und wenn mir Noth Und Unfall droht, So lehr' mich findlich beten. Dein Wort sei all mein Leben lang Der Seele kräft'ge Speiſe, Und deines Namens Lobgesang Mein Lied auf meiner Reise; Dein lieber Sohn Mein Gnadenthron, Vor dem ich Gnade finde; Sein theures Blut Mir Kraft und Muth, Dadurch ich überwinde. 802 Drum zieh' die Hand von mir nicht ab! Das ist's, warum ich bitte; Bewahr' und leite bis an's Grab All' meine Tritt und Schritte. 00 In deine Händ' II. Am letzten End' Nimm meinen Geist zu Gnaden; Dann bin ich da, Wohin du ja So freundlich mich geladen. меде An 33+ 14 dinit nd urd and fid o id 130 ist, and to 10 Ben 10, darilog and E C S 34. 14 nodals thin dan Mein Gott. 80 Gott, mein Gott, so wie ich dich In deinem Worte find', So bist du recht ein Gott für mich, Dein armes schwaches Kind. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß du kein andrer bist, Und daß mein Herz dich täglich so Erkennt und auch genießt. Ich bin voll Sünde, du voll Gnad'; Ich arm, und du so reich; Ich rath- und hülflos, du hast Rath, Und Rath und That zugleich. 35. Ich seh' ringsum und überwärts, Da bist du fern und nah; Und lege still die Hand auf's Herz, Und fühl's, du bist auch da. dhe Drum ist mir's herzlich lieb und werth, Daß du bist, der du bist, Und Alles, was mein Herz begehrt, Bei dir zu finden ist. ( bi on om all vid12 ensunshy ched pim nd poreK no di fidot no dall sportshile spuis vonis@ cospnlchi ung vun d ar dit is dist 3* 36harredi du mêquis' doi bé don du must d fid no ng Selbstprüfung vor dem Angesichte Gottes. dron a dail Herzenskündiger, Du mein Gott und Herr! Ach, du weißt es, wie ich's meine, Was ich bin und was ich scheine, Meines Herzens Grund Ist dir flar und fund. Urquell alles Lichts! Dir verhüllt sich nichts. Wollt' ich dir auch nichts bekennen, Würdest du mich doch erkennen; Ja, du kennest mich Besser noch als ich. Und du siehst mich an. Heiliger! wer kann Deiner Augen Blick ertragen, Ohn' an seine Brust zu schlagen: Geh' doch in's Gericht Mit dem Sünder nicht! → 37- Vor dir hingestellt, Jede Hülle fällt. SCR Ach, vor deinem Angesichte Steh' ich erst im rechten Lichte; Was ich bin vor dir, bi Das bin ich in mir. ud fodi Du, der Gnad' erweis't Dem gebeugten Geist, Du, bei dem so viel Vergeben, Seligkeit und ew'ges Leben, Sprich von deinem Thron: Sei getrost, mein Sohn! Gieb das Hochzeitskleid Der Gerechtigkeit, Meine Blöße d'rin zu kleiden, Daß ich deinen Anblick leiden, Und es tragen kann, Siebest du mich an. Nimm mir, was mich quält, Gieb, was mir noch fehlt; Laß von allem argen Wesen Meine Seele recht geneſen, Laß durch dich mich rein, Dir gefällig sein. 38. Gieb den Kindesgeist, Der dich Vater heißt; Daß mit findlichem Vertrauen g Dich dir in die Augen schauen, Ja, mich freuen kann, id hind Siehest du mich an. hind€ sars in sadn ist mipuodas s er gass Q Caso,.Q misd nod thing Inda niam foring he Gallergthod and daite m! monive chi in un mopari es dull in chim no fodale 31Eup him anatim mise ildat mon simdi gan milin nod Any an mi sisung ihon als HIST Ho chim chid thrud og arist piliptop sie 39 ght and star jolansbid ne 19 this. Nach der Trübsal.com 60 visste Gottlob, das Licht geht wieder auf Und Freude meinem Herzen, Es lichtet sich der dunkle Laufhight this Und lösen sich die Schmerzen. Nun kann ich wiederum einmal, Befreit von aller Angst und Qual, 1 Mit Freuden Psalmen singen. Herr meines Lebens, mein Geschick Ruht ganz in deinen Händen, Du kannst in einem Augenblick Es wunderbarlich wenden; Und hast es wunderbar gewandt, Und Licht und Freude mir gesandt 3961 Von deinem Angesichte. brop( bi' anc - 40- Wie war mir doch das Herz so schwer In diesen Trübsalsstunden; Wie schien mir Alles öd' und leer, Licht, Lieb' und Lust verschwunden. Woran das Herz sich längst gewöhnt, Was sonst das Leben mir verschönt, Das war mir weggerissen. Mein ganzes Leben war gebracht Aus lieb geword'nem Gleiſe, Es waren Thränen Tag und Nacht Mein Trank und meine Speise. Es war ein Labsal für mein Herz, GULI Sich täglich in den bittren Schmerz Von Neuem zu verſenken. Ich konnte dich, du höchstes Gut, Nicht glaubensvoll umfassen; hodning tile Es wollte mein verzagter Muth Sich gar nicht trösten laſſen. Du bliebst mein Gott; und doch wie klein Hab' ich geachtet, was noch mein, Wie groß, was mir entriſsen! Und nun hast du dein Angesicht Mir wieder lassen leuchten, C → 41 Und voll Erbarmen aufgericht't Mich Armen und Gebeugten. Weil du mich froh machst, bin ich froh, Vor deinem Gnadenlicht entfloh Die Nacht mit ihren Schatten. So will ich dich von Herzensgrund Aus Herzenslust erheben; Du selbst hast mir in meinen Mund Ein neues Lied gegeben, Ein neues Lied der alten Treu' Und ew'gen Güte, die auf's Neu' Mit Gnaden mich gekrönet. Mi in oper'ndt en Ⓡ dop that and 15 wish chistpoo - 42-- me hist Qurang noo did thi liar 93 nododas Julensgrę Bulk Richte dein Amt redlich aus. 2311 sie Mein Herr und Gott, deß gute Hand Mich immerdar geführt, Hilf mir, daß ich in meinem Stand Das thu', was mir gebührt. Was mir gebührt, das ist der Fleiß, Der sich nicht viel besinnt, Und wenn er, was er thun soll, weiß, Sogleich sein Werk beginnt. Was mir gebührt, das ist die Treu', Die thut, so viel sie kann, Und sieht auf's Werk mit ems'ger Scheu, Ob's völlig auch gethan. 43 64 Was mir gebührt, das liege mir Am Herzen allezeit, Daß ich nicht Zeit noch Kraft verlier' Durch Vielgeschäftigkeit; Daß sich mein Herz nicht hin und her Zu vielen Dingen neigt, Sonst macht es sich das Leichte schwer, Und nimmt das Schwere leicht. Drum hilf, daß meine kleine Kraft In meinem Amt und Stand Das Ihre unverdrossen schafft Mit fleiß'ger, treuer Hand. - Ach, richt's zu deiner Ehr', Bekenne segnend dich zu mir, Und meine Kraft vermehr'. lisar bine Und was ich thu', das thu' ich dir; GER S Charmid 44. 3507 201 Gottesruf zum Weiterziehen. Mein Gott was ich gewünscht, Hast du mir nicht verliehen; Vom liebgewordnen Ort Soll ich zum fremden ziehen. Doch weil ich weiß, du bist's, Der mir gerufen: Geh'! So bin ich gern bereit, Dein Wille nur gescheh'. Wohl dacht' ich: Hier ist's gut, Die Hütte aufzuschlagen; Hier werd' ich einmal ruhn Nach manchen Wandertagen. Hier ist der Ort, dahin Dein Wille mich gestellt; Hier weide ich die Heerd' Und baue hier das Feld. 45- Du ließest es geschehn nid on Und mir es wohl gelingen; Ich konnt' von Heerd' und Feld in Dir Erstlingsopfer bringen. Mit Freuden ging ich aus, Mit Danken ging ich ein, Du fröntest Müh' und Fleiß Mit Segen und Gedeihn.- Mein König und mein Herr, Der du die Welt regierest, Und aus den Augen auch Das Kleinste nicht verlierest, Weil du, ja, du allein, Mich heißest weitergehu, Hast du mir auch gewiß Was Besfres außersehn. Ich gehe denn, wohin Dein Ruf mich auch entsende, Ich lege mein Geschick Getrost in deine Hände. Ich weiß, ich werd' es dir Noch danken tief gerührt, Daß du mich wunderlich, Doch weislich haft geführt. 46. Eins bitt' ich nur, o Herr, Das mußt du mir gewähren ,, dull Dieß Eine kann ich hier tunel( 2 Und dort und nie entbehren: Geh' mit mir, wo ich geh', Ach, leit' und führe mich, Und sei und bleib' mein Gott Hier und dort ewiglich. SUC @ 19360 39@ Onli € 151502 iloisy do@ → 47- 11000 29mmony wid This monist nack nið Gnu Holl ng Der gute Fund. ug and dull 19 n dod die Oww Wir haben uns, durch Gottes Hand Geleitet, einst gefunden, bilchios of cim dirk Er hat das Band, das liebe Band,]-HE Das uns vereint, gewunden. G vid 289 Wozu dich seine Huld gemacht, dann Das hat er mir auch zugedacht, is hun isə Und was er dir gegeben, bim( nu chiá ân@ Das schmückt nun auch mein Leben. Drum dank' ich Gott mit frohem Muth Für dich, du seine Gabe; Wohl mir, wohl mir, ich hab' es gut, Daß deine Lieb' ich habe. So mancher Tag und manches Jahr Zeugt mir, es sei gewißlich wahr, Daß der was Gutes findet, . Dem sich ein Herz verbindet: 48 Ein frommes Herz, zu Gott gekehrt, Von seinem Geist getrieben; Ein liebend Herz, von Gott gelehrt, Unwandelbar zu lieben; Ein Herz, d'rauf sich getrost ein Mann In Wohl und Weh verlassen kann, Und das zu allen Stunden Wird hold und treu erfunden. So segne der dich, der durch dich Auch mich so reichlich ſegnet; Zu lauter Segen wende sich, Was dir und mir begegnet. In Glauben, Lieb' und Hoffnung eins, Sei auch dein ew'ges Erbe meins, Daß dich und mich kein Leiden, Ja, auch kein Tod mag scheiden. ffffff. II. 49 Des Herrn Obhut. ssjult Hüter Israels, behüte Uns, die wir uns dir vertraut Und im Schatten deiner Güte Unsre Hütte aufgebaut. Laß uns ohne Furcht und Grauen Unter deinen Flügeln trauen. Walte über uns in Gnaden, Hab' auf alle treulich Acht; Wende mächtig allen Schaden, Sei uns nah bei Tag und Nacht. Sei uns Schild und sei uns Sonne, Sei uns Leben, Licht und Wonne. 4 50. Wir sind Fremdlinge und Gäste, Du bist überall zu Haus; Mache Thor und Riegel feste, Leit' uns sicher ein und aus. Unsre Leiber, unsre Seelen Wir in deinen Schutz befehlen. O wie wohl sind wir geborgen Unter deiner Gottestreu'; Deine Güt' ist alle Morgen Ueber deinem Volfe neu, Und die Fülle deiner Gaben Läßt uns keinen Mangel haben. Halleluja! Preis und Ehre Sei dir unter uns bereit; Herz und Mund dein Lob vermehre Hier, und dort in Ewigkeit, Wo wir mit den Millionen Deines Volkes bei dir wohnen. 200 meses 200 . 51- da ti 11589 mid 910 me muž si 18 Zum Tagwerk. ding onas Gehe hin in Gottes Namen, Greif dein Werk mit Freuden an, Frühe säe deinen Samen, Was gethan ist, ist gethan. gada Sich' nicht aus nach dem Entfernten, Was dir nah liegt, mußt du thun; Säen mußt du, willst du erndten, Nur die fleiß'ge Hand wird ruh'n. Müssigstehen ist gefährlich, Heilsam unverdroß'ner Fleiß, Und es steht dir Abends ehrlich An der Stirn des Tages Schweiß. 52- Weißt du auch nicht, was gerathen, Oder was mißlingen mag; Folgt doch allen guten Thaten Gottes Segen für dich nach Geh' denn hin in Gottes Namen, Greif' dein Werk mit Freuden an; Frühe süe deinen Samen, Was gethan ist, ist gethan. Blog Te 53Zur guten Nacht. impall Vollendet hat der Tag die Bahn, Sein Licht der Abend ausgethan, Und überall die dunkle Nacht Die Zeit der Ruhe hergebracht. O reicher Gott, nun segne du Uns diese Nacht zu guter Ruh'. will Guschnt squil Was du uns Gutes hast bescheert, Wie du uns heut' versorgt, ernährt, In aller Fährlichkeit beschützt, Uns zugewendet, was uns nüßt: Wir danken dafür inniglich, Und Herz und Lippen preisen dich. Ke chise 85 Was aber Uebels wir gethan, : Das rechn' aus Gnaden uns nicht an; UP INE 108 54. Wir klagen dir's mit Reu und Schmerz, Und zeichnen unser Haus und Herz Mit deines lieben Sohnes Blut Zu Glaubenstrost und Glaubensmuth. Nun gieb uns Ruhe, die erquickt, Nach der das müde Auge blickt. Des Wächters Hut und Wachsamkeit, Der Thor' und Riegel Festigkeit, Das Lager weich und warm und dicht: Das Alles giebt die Ruhe nicht. da sid Hältst du nicht selbst im Herzen auf Der Sorgen und Gedanken Lauf, So fährt es aufgeregt einher, Wie ein vom Sturm bewegtes Meer, Und manche Stunde stiller Nacht Wird Ruhe suchend hingebracht. Drum bring' du unser Herz zur Ruh Und schließ uns bald die Augen zu. Mit deiner Güte decke uns, Zur rechten Zeit erwecke uns. Dann sei dir unser Dank gebracht Für dein Geschenk, die gute Nacht. indian ledalf mah SBSchn : thit Bow TOMO 13 C 55- Frühlingswunder. g $ ich', der Winter ist vergangen, Schnee und Regen ist vorbei; dol Leben, das der Tod gefangen, Bricht die Bande und wird frei.nill Aller Orten regt sich mächtig, R Was des Winters Schlaf gedrückt, O, und bald steht Alles prächtig, Frühlingsmäßig ausgeschmückt. Seinen Odem läßt Gott wallen Lebenswarm durch Wald und Flur Auferweckungsstimmen schallen In die Gräber der Natur. Ihre Adern wieder fließen, Und ihr Antlig färbt sich schön, Tausend Lebenskeime sprießen In den Thälern, auf den Höh'n. 56. Zarte Blumen öffnen zagend Hier und da ihr enges Haus, Strecken ihre Häupter fragend In die milde Luft hinaus. Da wird lauter Ruf vernommen, Sorgenloser Vögel Chor: Ja, der Frühling ist gekommen, Kommt, ihr Blumen, kommt hervor! Ueberall erschallt es deutlich: Leben ist vom Tod erwacht! Und die Erde schmückt sich bräutlich, Und der blaue Himmel lacht. Komm, dieß Wunder anzusehen, Freu' dich, Seele, inniglich: Gott läßt seinen Odem wehen, Und der Frühling kommt für dich. 1 57- Erheiterung durch Thränen. Die Wolken ziehn herüber So dicht gedrängt und grau, Und trüber, immer trüber Wird rings des Himmels Blau. Und du, wie ist entflogen Dir alle Heiterkeit, Die Seele überzogen Von unnennbarem Leid! Die Wolken strömen nieder, Wie blau der Himmel scheint! Wie heiter bist du wieder! Hast du vielleicht geweint? 2080 1 58- Hingabe. Nim imm hin, was dein ist, Gott, nimm's hin, Ich will mich nicht drum grämen; Was von dir kommt, ist mir Gewinn, Dein Geben und dein Nehmen. Ich lege auf dem Brandaltar Das Liebste dir zum Opfer dar, Ein Stück von meinem Herzen. Es kam von dir und blieb auch dein Und soll nun dein auf ewig sein; Hilf du es mir verschmerzen. Ich geb' es dir, und sage nicht, Daß du es mir entrissen; Vom Unmuth, der dir widerspricht, Laß doch mein Herz nichts wissen; Das Murren, daß den Schmerz vergällt Und dir, was dein ist, vorenthält, 59 Laß nie in's Herz sich setzen; Was ich dir gab, dafür gieb mir Ein desto größres Theil an dir Und deinen Gnadenschätzen. Du nahmst es hin; ach, Herr, es ist Bei dir wohl aufgehoben; Obschon mein Aug' in Thränen fließt, Muß ich dich dennoch loben. Das Dort ist besser als das Hier, Und komm' ich Armer einst zu dir, Es wird mich nie gereuen, Daß ich dir's hingab, als du kamſt Und das, was dein ist, wieder nahmſt; Onein, es wird mich freuen. Den Glauben bitt' ich nur für mich, So lang' ich hier muß wallen, Der alle deine Wege sich Von Herzen läßt gefallen; Der über all' dein Thun dich preis't, Der Alles gut und löblich heißt, Und traut dir unbeweglich; Der still sich in den Schooß dir legt, Der, was du auflegst, willig trägt, Dem nichts ist unerträglich. # 2 Na - 60- In diesem Glauben will ich dich, Du ewig Treuer, fassen; Es soll an deiner Gnade sich Mein Herz genügen lassen. In Wohl und Web, in Lieb' und Leid, In Licht und Dunkel, Ruh und Streit, In Fülle und Entbehrung, Sollst du mein Eins und Alles sein Bis in die Ewigkeit binein Zur himmlischen Verklärung. 12 61- pod drin Q Sonntagsfrühe. og jul Es wird mein Herz mit Freuden wach, 8 Ein Segenstag ist dieser Tag; Da ruft's mit hellem Klang hinaus: Komm heut' in deines Gottes Haus! Am Tage, da er reden will, Thu' auf dein Herz und halt' dich still; Da er an dir sein Werk will thun, Laß deiner Hände Werke ruhn. Heut' hält der Herr ein offnes Haus, Da theilt den Hungrigen er aus Sein theures Wort, das Lebensbrod, Wer das genießt, dem schad't kein Tod. 62 Heut' wird der gute Sämann gehn, Den edlen Samen auszusä'n, Der in den Herzen, da er haft't, Vielfältig edle Früchte schafft. Heut' führt der treue Hirt in's Thal Die Schaf und Lämmer allzumal Zu guter Weid' an rechter Stell', Auf grüner Au', zum frischen Quell. Heut' ist der Arzt, der Wundermann, Der allen Schaden heilen kann, Mit Hülf' in Rath und That bereit Für Jedes Wunden, Schmerz und Leid. all Das ist ein Tag, ein Segenstag, Da wird mein Herz mit Freuden wach, Und lieblich klingt der Ruf hinaus: Komm heut' in deines Gottes Haus! off n Toing end 35 1 63- Zur Kindtaufe. - du reicher Herr der Armen, Mit welch herzlichem Erbarmen op Bist du uns zuvorgekommen, Hast dich unsrer angenommen! Wie kamst du mit allem Segen Uns erbarmungsvoll entgegen Schon an deines Reiches Pforte And Durch das Wasserbad im Worte! Sind wir selbst doch unaussprechlich Kraftlos, hülflos und gebrechlich; Ja, als Fleisch von Fleisch geboren, Sündlich, sterblich und verloren. Aber reinigend und heilend, Geist und Leben uns ertheilend, Schenktest du uns reiche Gnade In der Taufe heil'gem Bade. 64 Und wir glauben deinem Worte, Darum bringen wir zur Pforte Deines theuren Gnadenreiches Dieses Kind; thu' ihm ein Gleiches. Die Verheißung, die zum Leben Deinem Volfe du gegeben, Geht nach deiner Huld nicht minder Ueber deines Volkes Kinder. Sei auch diesem Kinde gnädig, Mach' es aller Sünde ledig; Schenke ihm die reine Seide Der Gerechtigkeit zum Kleide; Salbe es mit deinem Geiste, Und ihm alle Hülfe leiste, Daß der Segen deiner Hände Auf ihm bleibe bis an's Ende. O du → 65- Für die Jugend. du Vater über Alles, Was auf Erden Kinder heißt, Den auch frohen Muths und Schalles Dieser Kinder Danklied preis't; Laß sie immerdar sich findlich Deiner Lieb' und Güte freu'n, Laß sie aber auch empfindlich Jede Sünde schnell bereu'n. Nimm du ihre jungen Herzen Früh in deines Geistes Zucht; Der bleibt ledig später Schmerzen, Der dich früh mit Ernst gesucht. Wecke du sie aus dem Traume Bon noch langer Lebensfrist; Manche Blüthe fällt vom Baume, Eh' fie Frucht geworden ist. 66. Laß sie dir zum Preise werden Pflanzen der Gerechtigkeit, Die wohl wachsen hier auf Erden, Aber für die Ewigkeit. Laß sie unter deiner Pflege, Herr, in deinem Weinberg stehn, Ihre guten Triebe hege, Ihre argen laß vergehn. Fülle du sie früh mit Gnade, Zeige ihnen früh dein Heil, Früh sie freundlich zu dir lade, Und bewahr' ihr gutes Theil. DR Ach, für Leben und für Sterben Laß sie dir befohlen sein. imun@ Führe sie nur einst als Erben en a In das ew'ge Leben ein. mynd moni midi nd essas IFR 108 il eind mi dir mas mal pidil adbl mund 6 ansell done! summe mod 131 i androapp than 10 -67Einkehr und Rückkehr. bile Ach Herr, was ist geschehn Und zwischen uns getreten? Was läßt mich nicht wie sonst Recht findlich zu dir beten? Ich komme zwar wie sonst Noch vor dein Angesicht, Doch nicht aus Lieb und Lust, Nein, nur aus Zwang und Pflicht. Was hast du wider mich, an Daß ich vor dir mich scheue, Und deiner Stimme nicht Wie einst mich findlich freue? Ach, hilf mir wieder auf, Und zeige selbst mir an, Was meine Seele hat Gebracht in solchen Bann. l mana Q SUB 5* 68 Ich schuld'ge mich vor dir, Und muß mich darum hassen, Daß ich die erste Licb' So leicht und schnell verlassen, Die heil'ge Gluth, die du Mir in das Herz gelegt, Nicht unablässig treu Gehütet und gepflegt. Ich hielt mich nicht zu dir Mit Beten und mit Wachen; Ich ließ mich wiederum So lau und schläfrig machen. Ich habe mich nicht stets In deinem Dienst geübt, Durch Ungehorsam oft Den heil'gen Geist betrübt. Das hast du wider mich Und läsfest du mich wissen, Drum muß ich schmerzlich nun Dein Wohlgefallen missen; Drum kann ich nicht wie sonst Mein Werk mit Freuden thun, Und darnach seliglich SHISH In deiner Liebe ruhn. DER the @ duit das -69Ich hätt' es wohl verdient, Daß du mich gar verließest, Von deinem Angesicht Für immer mich versticßest. Doch nein, das willst du nicht, Das wär' der Seele Tod; Drum nimm mich wieder an, Und hilf mir aus der Noth. Mad sol Du, meines Lebens Licht Und meiner Seele Leben, Deß Gnade ohne End', Bei dem so viel Vergeben, Ach, neige freundlich dich Zu meinem heißen Flehn, Und laß mich wiederum Dein Gnadenantlig schn. 24606 ness El Lohr in@ dunip chi n and mill diabl 16 To und st]@ ! 70- 1 Vor dem heiligen Abendmahle. Was bewegt mein Herz, Freude oder Schmerz? Da ich deinem Tische nahen, Deinen Leib, dein Blut empfahen, Da ich glaubensvoll Dein gedenken soll? nion the Wenn auf mich ich seh', Dürfte hent' vor dir Nur in Schmuck und Zier # 8 Ist mir herzlich weh. Um der Sünden und der Schwächen, Wie der Mängel und Gebrechen Unzählbares Heer Ist das Herz mir schwer. → 71.Reiner Unschuld ich erscheinen, Müßt' ich bittre Thränen weinen, Blicbe weit und fern Von dem Tisch des Herrn. Doch ich seh' auf dich, Und es tröstet mich, Daß du arme Sünder liebest, Reuigen die Schuld vergiebest, Ueber alle gleich Bist an Gnade reich. In der Gnade Strahl Leuchtet dieses Mahl. Zur Vergebung meiner Sünden, Mir den Glauben fest zu gründen, Giebst du welch' ein Gut! Mir dein Fleisch und Blut. — O da wirst du mein, Und ich denke dein Mit der Traurigkeit der Reue, Und der Freud' an deiner Treue, Und was schmerzet mich, Das verkläret dich. → 72. Ja, erfüll' mein Herz hill ish Heut' mit Freud' und Schmerz! side Deiner Huld mich) zu erfreuen, odalé Laß mich meine Schuld bereuen; Mich erquickt zu sehn, Hungernd zu dir gehn. estetten be nud je ko ng 10Tin 6 a 350 sitp3 356 13 and all ogromch)& ndt du]] hid till an . 73Į bi nam chid miső Nach dem heiligen Abendmahle. 19 O du, den meine Seele liebt, DE An den mein Herz gewöhnt, Der Leben, Frieden, Freude, giebt, Und mich mit Gnade frönt! Es ist doch keiner so wie du, Denn Alles bist du mir; Es hat das Herz doch keine Ruh', Als bis es ruht in dir; Bis du, o Herr, dich ganz ihm giebst Mit Allem, was du bist; Bis deiner Lieb', womit du liebst, Es fest versichert ist. - 74- Drum ladest du uns allzumal Zu deinem Tische ein, Und giebst bei deinem Abendmahl Dich uns in Brod und Wein. Da suchte dich mein schwacher Geist, Und freut nun deiner sich; Denn wo dein Wort dich suchen heißt, Gewiß, da fand ich dich. Ja, dich, den meine Seele liebt, An den mein Herz gewöhnt, Der Leben, Frieden, Frende giebt, Und mich mit Gnade frönt! hd aff Sfzzs 19 12 od 20 aid el 75- Der Herr kennet die Seinen. 8 fennt der Herr die Seinen, Und hat sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen In jedem Volk und Land, Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein; Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben sein. Er fennet seine Schaaren Am Glauben, der nicht schaut, Und doch dem Unsichtbaren, Als säh' er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget, Und durch das Wort sich nährt, Und vor dem Wort sich beuget, Und mit dem Wort sich wehrt. 76. 1 Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Muth, Die fröhlich auf dem Einken, Daß er der Herr ist, ruht; In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und kühn; Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün. Er fennt sie an der Liebe, 39 Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lautrem Triebe@ Ihm zu gefallen ſucht; Die Andren so begegnet, Wie er das Herz bewegt; Die segnet, wie er ſegnet, Und trägt, wie er ste trägt. So fennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land; Am Werk der Gnadentriebe Durch seines Geistes Stärk, An Glauben, Hoffnung, Liebe, Als seiner Gnade Werk. 77. So hilf uns, Herr, zum Glauben, Und halt uns fest dabei; Laß nichts die Hoffnung rauben; Die Liebe herzlich sei. Und wird der Tag erscheinen, Da dich die Welt wird sehn, So laß uns als die Deinen Zu deiner Rechten stehn. DQ Que om ove a → 78. Die Thränen des Herrn. Mom Delberg wogt es nieder, Die Thäler hallen wieder Von lauter Freude Gruß. Wem singt man Lob mit Psalmen, Wem strent man grüne Palmen, Und breitet Kleider ihm zu Fuß? Du bist es, Herr, dir singen Sie Lob und Preis, und bringen Dir Huldigungen dar. Doch fannst du unterdessen Der Sünder nicht vergessen; O Licbe, groß und wunderbar! Du fichst, was die nicht schen, Die hier dein Heil verschmähen, → 79- Das große Zorngericht. Da wird dein Antlig trüber, Die Augen gehn dir über, Das Herz dir vor Erbarmung bricht. O treuer Liebe Schnen, Das sich in deinen Thränen, Mein Heiland, offenbart! Dieß herzliche Erbarmen Mit den verlornen Armen Hast du noch jetzt der Welt bewahrt. Du sizest auf dem Throne, Dich schmückt die Ehrenfrone Der höchsten Majestät; Dir bringen Preis und Ehre Zahllose Engelheere, Dein Lob durch alle Himmel geht. Und doch denkt mit Erbarmen Dein trenes Herz der Armen, Die hier dein Heil verschmäh'n; Sie liegen dir am Herzen, Du sichst sie nur mit Schmerzen Ju's ewige Verderben gehn. O Mensch, sich in den Thränen Des Herrn sein heißes Schnen, Sich, wie die Lieb' es meint. O fomm in Buß' und Reue, Daß er sich deiner freue, Der um Jerusalem geweint. in 80. Fife hi di? Da II. → 81- Die Neue, die nie gereuet. as uns nie gereuet, Was uns ewig freuct, Ist der Reue Schmerz; Den wir da empfunden, Als wir uns gefunden, Uns und unser Herz: So verkehrt Und so beschwert, So mühselig und beladen Unter Schuld und Schaden. Solche Reue lehrt es, Welch ein theuer werthes, Wahres Wort es ist: Daß du, Herr, für Sünder Ihres Heils Verfünder Und Erwerber bist; 6 82 Daß du starbst Und uns erwarbst Durch dein Leiden, Blut und Sterben Rettung vom Verderben. O, zu solcher Reue Die uns deine Treue Erst an's Licht gebracht; Die uns erst empfänglich Für dein überschwänglich Großes Heil gemacht; Wecke doch Auch ferner noch, Daß sie nicht ihr Heil verscherzen, Alle sichren Herzen. 83. uslos dir an Thimps a Je n'a ife Sind up at Justop in slling noon Die Fülle Christi. Wo ist göttliches Erbarmen, Das die Sünder nicht verschmäht; Liebe, die mit offnen Armenis Reuigen entgegengeht? Wo wird alle Schuld vergeben, Alle Missethat bedeckt, Und, wenn Tod und Hölle schreckt, Seligkeit geschenkt und Leben? Fasse Muth, in Jesu Christ Solcher Gnaden Fülle ist. Wo wird Balsam für die Wunden, Wo wird Lindrung für den Schmerz, Wo wird Rath und Trost gefunden Für ein rath und trostlos Herz? = 6* 15 84- Wo erquickt man müde Seelen, Richtet die Gefall'nen auf, Stärkt zu unverdroff'nem Lauf, Läßt des rechten Wegs nicht fehlen? Sei getrost, in Jesu Christ Solcher Gnaden Fülle ist. Wer giebt Leben, das genüget? Wer giebt Freud' in Traurigkeit, Und mit Allem, was Gott füget, Völlige Zufriedenheit? Wer giebt findliches Vertrauen, Legt uns in des Vaters Schooß, Macht uns eitler Sorgen los, Läßt uns Gottes Wunder schauen? Freue dich, dein Jesus Christ Solcher Gnaden Geber ist. Wer giebt Sinn der Kinder Gottes: Demuth, die ihr Nichts erwägt; Sanftmuth, die den Pfeil des Spottes Ungereizt zur Seite legt; Liebe, die fein Opfer scheuet, Der das Geben Seligkeit, Die zu allem Dienst bereit, Mit dem Fröhlichen sich freuet? Danke Gott, dein Jesus Christ Solcher Gnaden Geber ist. 85 Wer macht zum Gewinn das Sterben, Läßt den Tod uns nimmer sehn, Und uns ew'ge Güter erben, Wenn wir nackt von hinnen gehn? Wer läßt noch einmal auf Erden Für die Saat, die da gesä't, Daß sie herrlich aufersteht, Frühling durch sein Wort es werden? Lob' und sing', dein Jesus Christ Solcher Gnaden Geber ist. O du Einer, der du Allen ni Alles giebst und Alles bist, Weil nach Gottes Wohlgefallen no Alle Fülle in dir ist! yol n Alle hast du eingeladen, stag 119 vi Alle sollen zu dir nahn, HD D Allen hast du aufgethan Solche Fülle deiner Gnaden! Selig, wer es recht genießt, Was du giebst und was du bist! weer bildri 2017070 3082 n@ GI en elle nsda 86+ Tommi 6 de mod 1012 Des Christen Wohlstand. Kin 1021264 in Wohlstand ohne Gleichen Ist eines Christen Stand, Wie er bei feinem Reichen Von dieser Welt bekannt. Den fann auch Niemand rauben, Wie feindlich er gesinnt; Ein Christ ist durch den Glauben Des reichsten Vaters Kind. Er kann mit Freuden kommen Vor Gottes Angesicht, Da wird er angenommen, Und Niemand widerspricht. Was Alles ihn betroffen, Sei's Freude oder Leid, Ihm steht der Zugang offen Zum Vater allezeit. -87Er kann in großen Schaaren Als Diener um sich sehn, Die einst ihm Herren waren, Und nun zu Dienſte ſtehn. Er ist umringt von ihnen Den ganzen Lebenstag; Denn ihm muß Alles dienen, Was ihm begegnen mag. Und geht einmal auf Erden Die Kindeszeit zu End', Er weiß, was ihm muß werden Nach Christi Testament: Ein Erbtheil in dem reichen, Geliebten Vaterland. Solch' Wohlstand ohne Gleichen Ist eines Christen Stand! 88 Gieb mir dein Herz. Du u reicher Gott und Herr, Von dem ich Alles habe, Du ew'ger Lebensquell, D'raus ich mich täglich labe, Ich brächte gern einmal Auch eine Gabe dir; Nur weiß ich selbst nicht, was? Drum bitt' ich: Sag' es mir. Gieb mir, o Sohn, dein Herz! So sprichst du; ach das meine, Mein Herz, das willst du, Herr? Mein Herz, das ich beweine, Mein armes, schwaches Herz, Von Sünd' und Lust der Welt, Von Zagheit und von Troß So unrein, so entstellt? 89 Das forderst du von mir Vor allen andern Gaben? Hier ist es, wie es ist, Mein Herz, du sollst es haben. O mache du es rein, O mache du es neu, O mach' es dir zur Ehr' Bis an den Tod getreu! 10 90- mo and fredro) 60 Die Gemeinschaft in dem Herrn. Ein Herz und eine Seele war Der ersten Christenjünger Schaar, Als Glieder eines Leibes; Und wie es war, und wie es ist, Wo du der Herr bist, Jesus Christ, So werd' es, und so bleib' es! Lehre, Mehre Glauben, Liebe Und die Triebe, Die uns treiben, Unverrückt in dir zu bleiben. O du, der unsre Armuth fennt, Dein Lebenswort und Sacrament Laß reichlich uns genießen; Das nähr' und pfleg' und stärk' uns hier, Daß du in uns und wir in dir Uns an einander schließen; 91- Daß wir In dir, Durch dich leben, Wie die Reben Auszuschlagen Und einander uns zu tragen. Weil du so herzlich Alle liebst, Weil du so reichlich Allen giebst, Geduld hast, wenn sie fehlen: So sei auch Aller Herz ein Herz, Des Einen Freud', des Andern Schmerz Bewege Aller Seelen. Gleiche Reiche Gnadengabe Alle labe, Und vereine Die gesegnete Gemeine. 1 92. Der Segen der Gesegneten. O du, der uns begegnet' Und unser Herz gewann, Du hast uns so geſegnet, Wie Reiner segnen kann. Dein Segen lehrt uns danken, Dein Segen lehrt uns flehn: Laß deine Heilsgedanken Auch Andere verstehu. Dein Segen lehrt uns zeugen Von deiner Majeſtät, Bis sich vor dir wird beugen, Was dir noch widersteht. Und weil dich einst getroffen Für alle Welt der Fluch, Lehrt uns dein Segen hoffen: Wir sind dir nicht genug! Į 93- Heimgang. Did o Ein Pilger schickt sich an zur Fahrt Und will von hinnen scheiden; Er hat den Lebensweg bewahrt In Freuden und in Leiden. Nun ist er müde, schwach und matt, Er sehnt sich, dieses Lebens satt, Zum Leben einzugehen. Die Seele dürstet, Gott, nach dir; Gewähr' es ihr, gewähr' es ihr, Laß sie dein Antlig sehen. Herr Jesu, durch ein dunkles Thal Soll dieser Pilger wallen; Du Licht der Welt, laß deinen Strahl In's Thal des Todes fallen. 10 Im Leben ging er deine Bahn, Geh' ihm auch durch den Tod voran LC 1 94 Und mach' den Weg ihm helle. Du halfst bisher durch alle Noth, So hilf auch jetzt ihm durch den Tod Bis zu des Himmels Schwelle. O heil'ger Geist, versichr' ihm du, Daß Gott ihn angenommen, Daß nun der Pilger soll zur Ruh', Das Kind zum Erbtheil kommen. Bezeug' ihm, wenn die Sünd' ihn fränkt Und ihn in Furcht und Bein versenkt: Dir ist die Schuld vergeben! Und wenn ihm vor dem Tode graut, So ruf' ihm in die Seele laut: Du stirbst nicht, du wirst leben! Ja, lebe wohl, so wohl als wir Hier nimmer leben werden! Bald liegt nun Alles hinter dir, Was dich betrübt auf Erden. Bald ist der letzte Kampf vorbei, Dann bist du frei, auf ewig frei, Und lebst in Licht und Wonne. Geleit'. dich Gott! Es ist vollbracht! Dein Morgen kommt, es flicht die Nacht, Und vor dir strahlt die Sonne. 95. Der Odem steht, das Band zerreißt, Das dich dem Staub verbunden. Fahr' wohl, fahr' wohl, erlöster Geist, Nun hast du überwunden. Du schwebest zu der bessern Welt Hinauf, das Pilgerkleid, es fällt Und liegt uns in den Armen. 56 Dich aber schmückt das Ehrenkleid Der ewigen Gerechtigkeit Durch göttliches Erbarmen. Da stehn wir nun; du hast gestegt, Und wir sind wie geschlagen; Was Alles dir zu Füßen liegt, Das müssen wir noch tragen. Doch der dir bis zum letzten Hauch Hat durchgeholfen, hilft uns auch, Bis einst wir überwinden. Wir kommen nach, du gingst voraus, O selig, wenn in Vaters Haus, Sich Kinder wiederfinden! nchcf Glosszen op joj 83 96- d) moda Q Wir sind des Herrn. Wir ir sind des Herrn, wir leben oder sterben! Wir sind des Herrn, der einst für Alle starb! Wir sind des Herrn, und werden Alles erben! Wir sind des Herrn, der Alles uns erwarb! Wir sind des Herrn! So laßt uns ihm auch leben, Sein eigen sein mit Leib und Seele gern, Und Herz und Mund und Wandel Zeugniß geben, Es sei gewißlich wahr: Wir sind des Herrn! Wir sind des Herrn! So kann im dunklen Thale Uns nimmer grau'n, uns scheint ein heller Stern, Der leuchtet uns mit ungetrübtem Strahle, Es ist das theure Wort: Wir sind des Herrn! Wir sind des Herrn! So wird er uns bewahren Im letzten Kampf, wo andre Hülfe fern; Kein Leid wird uns vom Tode widerfahren, Das Wort bleibt ewig wahr: Wir sind des Herrn! → 97- Gottes Stadt. Boog sid II. Lobsingt und sprecht: Wohl dem Geschlecht, Das in ihr hat das Bürgerrecht! 100 Gottes Stadt steht fest gegründet Auf heil'gen Bergen, es verbündetid 2 Sich wider sie die ganze Welt; Dennoch steht sie, und wird stehen, Man wird an ihr mit Staunen sehen, Wer hier die Hut und Wache hält. Der Hüter Israels Ist ihres Heiles Fels. Halleluja! 12 Onli Zions Thore liebt vor allen Der Herr mit gnäd'gem Wohlgefallen, die Macht ihre Riegel stark und fest; Segnet, die darinnen wohnen, Weiß überschwänglich dem zu lohnen, Der ihn nur thun und walten läßt. 1. n 7 98 Wie groß ist seine Huld, Wie trägt er mit Geduld All' die Seinen! O Gottes Stadt, Du reiche Stadt, 19 sto Die solchen Herrn und König hat! Große, heil'ge Dinge werden au In dir gepredigt, wie auf Erden lind Julf Sonst unter feinem Volk man hört. thi Gottes Wort ist deine Wahrheit, hom Du hast den Geist und hast die Klarheit, Die alle Finsterniß zerstört. Da hört man fort und fort Das theuer werthe Wort Ew'ger Gnade. Wie lieblich tönt, Was hier versöhnt, Und dort mit ew'gem Leben krönt! Auch die nichts davon vernommen, Die fernsten Völker werden kommen, Und in die Thore Zions gehn. Denen, die im Finstern ſaßen, Wird auch der Herr noch pred'gen lassen, Was einst für alle Welt geschehn. n me 99. Wo ist der Gottessohn, Wo ist sein Gnadenthron? Wird man fragen. Dann kommt die Zeit, d Wo weit und breit Erscheint der Herr in Herrlichkeit. 16h0 do#C 2 Für die Heiden; Es kommt ihr Tag, Sie werden wach, Und Israel folgt ihnen nach. alle and Indk Darum stellet ein die Klagen, Man wird noch einst zu Zion sagen. Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen, Wie Gott sein Zion mächtig bauen Und herrlich weitern wird einmal. Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin Gottes Stadt, du wirst auf Erden Die Mutter aller Völker werden, Die ew'ges Leben fanden hier. Welch' ein Jubel, wie am Reigen, Wird einst von dir zum Himmel steigen! Die Lebensbrunnen sind in dir. 7* In dir das Wasser quillt, no hi Das alles Dürsten stillt.unist i Halleluja! Von Sünd' und Tod, med num€ Von aller Noth Erlös't nur Einer, Zions Gott! ise Impit to 100- 14 18 optio are bess EFER Inches Psalter und Harfe. 1 Centimetres Blue 2 ¹3 Zweite Cyan 4 2 ¹5 || ¹6 17 Farbkarte# 13 Green 3 Leipzig, Verlag von Robert Friese. 1858. 8 Yellow 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 0