Gb 1465 Mc pick hic Dre M. Phil: Friederich Hiller. Geistliches Liederkästle in zum Lobe GOttes, bestehend aus 732 kleinen Oden über so viel biblische Sprüche. Kindern GOttes zum Dienst aufgesetzt von M. Philipp Friedrich Hiller, Pfarrer in Steinheim bei Heidenheim. In zwei Theilen. Neue, sorgfältig durchgesehene Auflage. Vermehrt mit dem Lebenslauf sowie Bildniß des Verfassers und einem Register über sämmtliche Liederverse. Neutlingen, Druck und Verlag der B. G. Kurh'schen Buchhandlung. 1859. go 1465 bilmot sing2 pildid pendi? Univ.- Bibl. Giessen dok mag 690 M. Philipp Friedrich Hiller's Leben von ihm selbst beschrieben. Turbo mine Ich bin geboren zu Mühlhausen an der Enz im Jahre 1699, den 6ten Januar. Mein seliger Vater war M. Johann Jakob Hiller, Pfarrer in Mühlhausen; meine selige Mutter Maria Elisabeth, Tochter M. Daniel Griefingers, Pfarrers in Groß- Glattbach. Im Jahre 1701 wurde ich durch den Tod meines, mir noch unbekannten Vaters ein Waise; meine Mutter nahm mich zu ihrem Vater mit nach Glattbach. Im Jahre 1706 heirathete sie den Bürgermeister zu Vaihingen an der Enz und engeren Ausschußverwandten, Philipp Friedrich Weiß, der mich zur Schule schickte, und dem Studiren widmete. 1707 kam ich in der damaligen Flucht vor den Franzosen bis nach Heidenheim; 1713 in das Kloster Denkendorf( bei Eßlingen), und unter die Aufsicht des seligen( Johann Albrecht) Bengels; 1716 nach Maulbronn, und 1719 in das Stipendium zu Tübingen. 1720 wurde ich Magister; 1724 eraminirt und hierauf drei Jahre Vikarius in IV Hillers Lebenslauf. Brettach. 1727 gieng ich nach Hause, informirte meinen Bruder und vikarirte zugleich für die zween Speciäle in Roßwaag und Vaihingen; wurde folgendes Jahr nach Schwaigern zu dem dasigen Stadtpfarrer und Diakonus als beeder Vikaris gesendet, und kam nach einem halben Jahre zum Herrn Special nach Roßwaag. 1729 friegte ich Erlaubniß, in Nürnberg bei dem Marktvorsteher von Müller zu informiren. 1731 suchte ich im Spätjahre wieder die Heimath, und wurde bald hernach Vikarius in Hessigheim, bis ich 1732 Pfarrer in NeckarGrüningen wurde.( ,, Auf dieser, damals armen Pfarrei," bemerkt hiezu Hillers Sohn, wozu ihn die redliche Einfalt gebracht hatte, die die Absicht seiner Herren Beförderer zu wenig achten wollte, lebte er vergnügt, hatte aber eine harte Noth in der, nun zum dritten Mal erfahrenen Flucht vor den Franzosen auszustehen, da seine Frau eben in den Umständen ihrer ersten Geburt war. Ohne Zweifel war zwar diese Angst und Flucht der Grund von der beständigen Kränklichkeit des ersten Sohnes bis in sein 19tes Jahr, wo er starb; doch auch nach dem Zeugnisse der Geburtshelferin die einzige Rettung der Mutter, und das Mittel zur glücklichen Geburt.") Vier Jahre nachher wurde ich unvermuthet nach Mühlhausen, meinen Geburtsort, berufen, wo man mich 35 Jahre zuvor als einen schwächlichen Waisen hinweggetragen hatte.( ,, Hier hatte er," so erzählt sein Sohn, bei den, dem Separatismus zugethanen Herren des Orts viele Ulebung in Liebe und Ernst, und pflegte davon zu sagen, daß sie ihm den Katechismus gut hätten lernen gemacht. Er wandte alle Nebenzeit auf den Unterricht seiner Söhne, und schrieb eine gedruckte kleine Poefie: Gott geheis ligte Morgenstunden zur poetischen Betrachtung des Thaues; fieng auch die poetische Beschreibung des Lebens Jesu an, die in Steinheim zum Druck vollendet wurde.") Nach zwölf Jahren, 1748 am 11. Junius, wurde ich zur Pfarrei Steinheim befördert, wo ich aber zu Ende des dritten Jahres meine Stimme zum Predigen verlor.( ,, Auf dieser, für Amt und Haus " 1 - Hillers Lebenslauf. V arbeitsvollen Stelle, an einer, etwa anderthalb tausend Seelen starken Gemeine," sagt Hillers Sohn, wurde er durch den Verlust seiner Stimme am schmerzlichsten gedrückt und geübt. Dieser seltene und allen Aerzten unergründliche Zufall entstand in einem halben Jahre, wie eine zunehmende Heiserkeit, nach und nach, bis der Schall oder Laut der Stimme ganz dahin war. Ob er gleich noch Worte machen konnte, die man in einer ziemlichen Nähe verstehen konnte: so machte ihn doch das geringste Geräusch unhörbar und die öffentlichen Amtsgeschäfte waren ihm dadurch gänzlich niedergelegt. Dieß war ihm ein vieljähriger Kummer und die empfindlichste Presse seines Gemüths; denn alle ersinnlichen Mittel, welche gegen dieses Uebel angewendet wurden, waren untüchtig, und die dringendsten Gebete, die er Gott opferte, führten nur zu der Ueberzeugung, daß es Gottes Wille nicht anders war, als ihn in dieser Schwachheit mit allgenugsamer Gnade zu bewähren. Er konnte auch die Information seiner Söhne nicht mehr fortseßen; sondern mußte sie von sich in entfernie Schulen schicken. Sein Amt behielt er doch bei und verwaltete die Privatseelsorge selbst, den öffentlichen Dienst durch einen Vikarius. Doch machte ihn der weise Gott in dieser Unbrauchbarkeit nicht nur einer Gemeine, sondern der Kirche überhaupt brauchbarer, als zuvor. Jetzt trieb er das Studium des Wortes Gottes, das er nie aufgegeben und für Nebensache gehalten hatte, mit verdoppeltem Ernste allein und in derjenigen Verfassung, welche jederzeit die geistlichen Arbeiten am meisten begünstigt und die brauchbarsten Stücke hervorgebracht hat, in der Noth und demüthigen Beugung. Er fertigte das Leben Jesu vollends aus, schrieb zwei Liederkästlein, die gedruckt find; ein kleines Beichtbüchlein; Andenken für Confirmirte, das auch gedruckt ist. Seine meiste Arbeit aber war das System der Vorbilder A. T., die er in sechs Schattenstücken herausgab, und nach denselben die Vorbilder der Kirche, welche von den besten Gottesgelehrten unserer Zeit billig mit Beifall als nüßliche und gründliche Arbeiten VI Hillers Lebenslauf. belobt, von einigen angefochten und gegen solche mit etlichen gedruckten Antworten vertheidigt worden sind." Soweit Hillers Sohn; er selbst fährt fort: Dieß sind die Stationen meiner Pilgrimschaft. Nun will ich mit dankbarem Angedenken kommen auf die göttlichen Wohlthaten, die mir der gütige Gott im Leiblichen erzeigt hat. Von meinem Vater soll ich als ein Kind sehr geliebt worden seyn. Aber der Tod hat ihm die Liebe und mir seine Wohlthaten verkürzt. Eine getreue und christliche Mutter hatte ich, die mich zum Beten und zur Furcht Gottes von Jugend auf angehalten. Einen rechtschaffenen und treugesinnten Stiefvater bekam ich unter göttlicher Vorforge. Diesen Eltern vergelte der Herr ihre an mir erwiesene Treué vor seinem Angesichte. Aus etlichen augenscheinlichen Todesgefahren hat mich Gott in meiner Kindheit errettet. In meinen Klosterjahren hat Gott, so lange ich ihn gefürchtet, unter manchem Druck der Boshaftigen, die Gunst meiner Vorgesetzten gar besonders gegen mir gelenket, auch es abgewendet, daß ich nicht wegen meiner tauglichen Stimme von dem Studieren ab, und zur Hofmusik gezogen wor den bin. Als ich magistriren sollte, starb mir mein Stiefvater, da ich dessen Hülfe am nöthigsten hatte. Doch half mir Gott bei meinem geringen Vermögen immer mit Ehren durch. In der Fremde hörete Gott mein Verlangen, daß ich unter so vielen Leiden doch nicht krank wurde. Auch bat ich Gott um eine Gehülfin, die ihn liebte, und die mich liebte; und er hat mir's gewährt in der Person Maria Regina, M. Johann Friedrich Schickarts, gewesenen Pfarrers in Hessigheim, jüngsten Tochter, die noch lebet, mit der ich im Jahr 1732 fopulirt worden, und die bisher mit mir in herzlicher Liebe und ungestörtem Frieden manches Leiden ertragen, auch mein Amt mir mit keinen Nergernissen schwer gemacht hat. Der Herr tröste sie mit seinem Wort nach meinem Abschied zc. Gott hat uns in unserer Ehe mit eilf Kindern gesegnet, nämlich fünf Knäblein und sechs Mägdlein: wovon zwei der letztern frühzeitig zu Mühlhausen gestor Hillers Lebenslauf. VII ben; und mein ältester Sohn, der zu Stuttgart in der Flucht geboren war, im neunzehnten Jahr seines Alters zur Ruhe gekommen. Der zweite Sohn, Magister und Herzogl. Stipendiarius, hat seit 1758 das Predigt- Amt hier als Vikarius versehen, dessen Treue gegen seinen Vater ihm der Herr zum Segen anschreiben Der vierte ist wolle. Der dritte Sohn studiert die Theologie zu Tübingen. Scribent bei Herrn Vogt in Köngen; und der fünfte ist bei der Handlung. Diese leite der Herr mit seiner Gnade auf ebener Bahn zum ewigen Leben! Von den Töchtern ist die älteste allein versorgt, und an Herrn M. Schmidt, Präceptor in Heidenheim verheirathet, aus welcher Ehe ich ein Enkeltöchterlein erlebt habe. Die drei jüngern sind noch unversorgt. Du aber, himmlischer Vater! sorge für fie, und bewahre sie vor dem Argen. Heilige dir ihre Herzen mit der Erkenntniß Jesu Christi durch den heiligen Geist, und mache fie nur selig; das Uebrige wirst du ihnen indessen zufallen lassen. Zu diesen leiblichen Wohlthaten rechne ich billig mit, daß mir Gott bei geringem Vermögen immerdar genug gegeben, meine lieben Kinder ehrlich fortzubringen; ferner, daß er mir etlichemal meine herzlich geliebte Frau, da sie dem Tode nahe gewesen, auf mein Flehen wieder geschenkt hat; und dann, daß er mich bei dem Verlust meiner Stimme im Verborgenen gnädig geschüßt hat gegen etliche heimliche Ränke. Ohne Zweifel ist hiebei an dasjenige zu denken, was A. Knapp von unverdienten, Kränkungen" erzählt, die Hiller in Steinheim habe erfahren müssen, worüber aber nur noch schwankende Gerüchte" bestehen. So " 1 viel ich," sagt A. Knapp a. a. D. S. 79. aus vielfachen Mittheilungen parDie Ge theilos errathen kann, scheint sich etwa Folgendes ereignet zu haben meinde Steinheim zählte in ihrem Kreise mehrere harte, übelwollende Glieder, welche die Krankheit ihres gottseligen Pfarrers ohne Mitleid beurtheilten, und nach allerlei geheimen Umtrieben sich zuletzt an den Dekan des Sprengels um VIII Hillers Lebenslauf. Entfernung desselben wendeten. Auf ihrem Wege nach Heidenheim sollen jedoch jene Delegirte ein Papier gefunden haben, das, ohne ihr Wissen, ihrem eigenen Pfarrer auf einem Spaziergang aus der Tasche gefallen war. Jenes Blatt enthielt ein vortreffliches Lied, von dem sie gerührt wurden, und so säumten fie nicht, es ihrem Herrn Special vorzulegen, nebst der Bitte, daß nicht der stimmlose Hiller, sondern der Mann, von welchem dieses Lied stamme, hinfort ihr Pfarrer seyn möchte. Der Special habe bald hernach die Bürgerschaft von Steinheim auf dem Rathhaus versammelt, die Beschwerden der einen Parthei ruhig angehört, und ihnen sodann, nachdem sie den Verfasser jenes Liedes gewünscht, ihren eigenen Pfarrer vorgestellt, welchen sie sodann mit reuiger Beschämung und erneuerter Liebe wieder angenommen haben." man Man mag nun über diese Erzählung denken, wie man will; kann namentlich die Episode von dem zufällig gefundenen Liede als sagenhaft und außerwesentlich fallen lassen; jedenfalls muß man den Rest, der über Abzug dieser Sage noch überbleibt, als unzweifelhafte Begebenheit festhalten, oder doch zugeben, daß sich etwas Aehnliches zugetragen hat. Dieß ist auch ganz unzweideutig von Hillers Sohn bezeugt; der uns zugleich zeigt, wie sich sein Vater bei solchen unverdienten Kränkungen benommen hat. Seine Worte find: ,, Was er für Schaden, Verdruß, heimliche Tücke, offenbare Widerwärtigkeiten von dem gewaltigen, aber leichtesten Theil der Gemeine, die er schriftlich und mündlich, öffentlich und besonders mit der Wahrheit Gottes verpflegte, auszustehen hatte, suchte er oft mit sanftmüthigem Ernst zu beantwortey, beständiger aber mit priesterlicher Fürbitte zu vergelten. Da sein eigenes Verhalten erst in Wahrheit und Gerechtigkeit war, so achtete er muthig die Gottlosen für nichts; dagegen die geringsten und verachtetsten Frommen mit aller herzlichen Liebe hoch. Mit Einfalt und Vorsichtigkeit übte er die Regel Christi thätig: Seyd klug, wie die Schlangen und ohne Falsch, wie die Tauben. 1 Hillers Lebenslauf. IX Und wenn Fehler geschahen, so gewann seine Geduld jederzeit, was die Fehler hätten verderben können." Lassen wir nach dieser längeren Unterbrechung Hiller selbst wieder zum Wort kommen! men. So groß diese Wohlthaten sind, so ist doch seine Barmherzigkeit im Geistlichen an mir noch viel größer gewesen. Davon will ich nun noch Etliches rühDie erste geistliche Wohlthat empfing ich in meiner heiligen Taufe, da mich Gott nach seiner Barmherzigkeit selig gemacht hat durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welches mich oft in Anfechtung getröstet hat. Hernach hat er noch in der Kindheit und bei dem ersten Abendmahl mein Herz kräftig gerühret und zum Gebet und Lob Gottes kräftig angetrieben. Als ich mich in Maulbronn durch Verführung der Bösen in die Schlinge des Satans ziehen ließ, hat er mich dennoch nicht verstockt werden lassen; sondern nach dem Reichthum seiner Barmherzigkeit wieder zu sich bekehrt. Ferner hat er mich, sonderlich in Nürnberg, seine Erbarmung unter vielen, fast unerträglichen Anfechtungen reichlich erfahren lassen. Ferner hat er in meinem Amt unter vieler herzlicher Beschämung über meine Unireue, Unverstan, Leichtsinnigkeit, Trägheit und andere Unarten mich in dem Blute meines Heilandes die tägliche Vergebung meiner Sünden nach seiner ewig währenden Barmherzigkeit reichlich empfinden lassen, und mich bei seinem Abendmahl erquickt. Ferner hat er mich in der Liebe seines göttlichen Worts erhalten, und mich in der Erkenntniß Jesu Christi, meines Erlösers, wachsen lassen, auch, nach mancherlei Thränen, meine aus dringender Bekümmerniß über meine Gemeine mit Zittern angefangenen Sonntagsstunden, und die, in eben diesen stimmlosen Jahren über mein Vermuthen ausgefertigten Büchlein nicht ohne Segen seyn lassen; welches hiemit zum Ruhm seiner unverdienten Barmherzigkeit gemeldet sey. Hieran mag genug seyn! Mein Leßtes ist, daß ich seiner Verheißung traue, und hoffe, er werde doch im Sterben seine Hillers Lebenslauf. Barmherzigkeit nicht von mir reißen, und mich einst auf den Versöhnungstod Jesu Christi, seines Sohnes, meines Herrn, selig hinsterben, und in diesem die Auferstehung und das ewige Leben finden lassen. Dem Vater der Barmherzigkeit sey Ehre, nun und zu ewigen Zeiten! Amen. Den 8. Mai 1763. X Hier schließt Hiller. Hören wir weiter seinen Sohn. Die Absichten des demüthigen Mannes," sagt dieser von seinem Vater, den Lebenslauf selbst aufzusetzen, sind gewesen: theils das, oft übertriebene Nachrühmen bei seinem Leichenbegängniß zu verhüten, theils sich nach seinem Tode bei seiner Gemeine noch so bekannt zu machen, daß alle Ehre und Ruhm seines Lebens auf Gott allein zurückgeführt würde.- Schon 1760, den 7. Dezember, erwartete Hiller sein, nach neun Jahren erst erfolgtes Ende. Damals setzte er die Umstände seines Lebens auf. Die Seinigen haben oft gesehen, wie er sich in den Nöthen im Herrn gestärkt und erfahren, wie er seines Angesichts Hilfe und sein Gott gewesen. In seinen trostlosen Umständen floß tröstender und köstlicher Unterricht, Ermahnung und Rath für sie und vielen und außer seiner Gemeine. Sein Leib war schwach und klein, aber muntere Gottseligkeit herrschte darinnen, und machte seinen Umgang anständig, angenehm, gewürzt und lebhaft. In der Dicht- und Redekunst hatte er eine vorzügliche Gabe und Geschicklichkeit. Er hatte sie aber dem Wort Gottes aufgeopfert, nicht das Wort Gottes der Redekunst, nach Art so vieler neumodischen Dichtkünstler. In hohem Alter blieb er grünend und frisch; wurde aber des Lebens in gutem Frieden zuletzt satt, und in der Welt ein ganzer Fremdling; wie er denn oft in den letzten Jahren zu sagen pflegte:„ daß er so genug gelebt habe, ob ihm gleich keine besondere Noth das Leben entleide." Wirkte die viele Medicin gleich nicht zur Wiederherstellung der Stimme; so wurde doch seine schwache Natur und Gesundheit wider alles Vermuthen bis zu einem hohen Alter gestärkt." Hillers Lebenslauf. XI Diesen Zügen aus dem Lebensbild des Dichters, die wir einem seiner Söhne verdanken, reihen wir, als ergänzendes Seitenstück an, was von glaubwürdigen Zeugen aus dem Munde seiner jüngsten Tochter überliefert wird: „ Ihr lieber, seliger Vater, sagte sie, von dem sie einen ewigen Eindruck behalten werde, habe in seinem Leben nicht viel geredet, aber desto mehr gethan. Er sey meistens auf seinem Studierzimmer gewesen, und der Erforschung des göttlichen Worts obgelegen. Jedoch habe er, so oft er zu den Seinigen gekommen, stets eine milde, priesterliche Liebe und Freundlichkeit, manchmal auch ein kaum abgetrocknetes Auge mit gebracht, wodurch ihnen seine längere Abwesenheit gar erquicklich ersetzt worden; und es sey wohl zu bemerken gewesen, wie Vieles er insgeheim mit seinem Herrn und Heiland in dieser Welt zu thun gehabt habe. Seine Kinder seyen von ihm auf der einen Seite mit fester Grundsätzlichkeit und gehörigem rnst, auf der andern aber voll überfließender Liebe und Herzlichkeit erzogen worden. Die Reihe dieser Zeugen mag endlich schließen ein Zeitgenosse des Dichters, der vormalige Herzogl. Württemb. Rath und Prälat zu Anhausen, M. M. F. Roos, der den sel. Hiller persönlich kannte, und dessen Liederkästlein in seinem Christlichen Hausbuch kommentirt hat. Er nennt ihn einen treuen, begabten Knecht Gottes, der nach der Anweisung Luthers, welche jetzt von vielen verachtet und hintangesetzt wird, durch Gebet, Betrachtung und Anfechtung ein erleuchteter Gottesgelehrter geworden ist." Des Dichters Ende erzählt sein Sohn mit folgenden Worten: „ Hiller starb den 24. April 1769 schnell an einem Schlagfluß; so daß ihm Gott auch hierin seinen Wunsch, ohne langes Krankenlager aufgelöst zu werden, gewährte. Der Schlag hatte die linke Seite gelähmt, und ihn zugleich der Sprache beraubt, so daß die letzten Umstände seines Hintritts den Hinterbliebenen mußten verborgen bleiben." Hillers Lebenslauf. Der damalige Dekan in Heidenheim, M. Christlieb, berichtete den Hingang Hillers am 25. April genannten Jahrs mit folgenden Worten, die wir von A. Knapp entlehnen, an das Herzogliche Consistorium: Gestern Nachmittag, zwischen 5 und 6 Uhr, forderte Gott durch einen schnellen Tod aus dieser Zeitlichkeit ab den rechtschaffenen und gelehrten Pfarrer, M. Philipp Friedrich Hiller, geboren zu Mühlhausen den 6. Januar 1699, folglich Er war im Amt feines Alters 70 Jahr, 3 Monate. Er starb am Schlag. 36% Jahre, nemlich: in Neckargröningen 4 Jahre; in Mühlhausen an der Enz 12 und in Steinheim 20 Jahre, 8 Monate. Er hinterläßt eine Frau mit 7 Kindern, nemlich 3 Söhne und 4 Töchter. Zwei Söhne sind Pfarrer, einer zu Gächingen, der andere zu Eybach, der dritte ist Scribent in Holland.( Nachher verschollen, weil er nach Westindien gieng.) Eine Tochter ist Präzeptorin allhier, und 3 Töchter sind noch ledig. Das hinterlassene Vermögen ist mittelmäßig." XII it is d and stod polos no s Seiner herzlich geliebten Ehegattin, Maria Regina Hillerin, geborner Schikardtin, übergiebt dieß Büchlein zur Uebung im Lobe GOttes Ihr getreuer Mann Philipp Friedrich Hiller. Gehülfin, recht nach meinem Herzen! Du weintest einst bei meinem Schmerzen, Da dich mein Tod, zu früh, betrübt. Du sprachst, indem ein Seufzer stoßte: Ach jag' ein Sprüchlein mir zum Troste! Ich sprach von Dem, der uns geliebt. Nun leb' ich noch; Gott ließ mich bleiben Und ließ mich diese Sprüchlein schreiben; Die schrieb ich Dir in Liebe zu. Nur Jesus bleibe bei uns Beiden, So singen wir, wenn wir uns scheiden, Sein ewig Loblied, ich und Du. R jundi hand and son Vorrede. Es ist ohne mein Vermuthen an mich begehrt worden, etwas auf die Art des Bogatzky'schen Schäßkästleins und etlich anderer zu verfertigen. Mir ist's eine Freude, an dem Worte Gottes irgend besonders zu dienen, da ich es im Deffentlichen nun nicht mehr thun kann. Wenn ich hiebei anderer an so vielen Seelen schon viele Jahre gesegneter Arbeit im Wege stehen, oder sie mit der meinen, zu meiner eigenen Schande, verdrängen wollte, so könnte man mich entweder eines aufgeblasenen Sinnes, oder eines sündlichen Neides beschuldigen. Daher faßte ich nur den unsträflichen Vorsatz, etwas zu liefern, das neben dem nüßlichen Gebrauch jener Aufsätze, einigen Dienst, so es der HErr segnen wollte, thun möchte. Ich vermeinte, daß wir an solchen Liedern, die eigentlich von dem Lobe GOttes handeln, in Gesangbüchern und sonsten keinen Ueberfluß haben. Denn da unsere gottseligen Alten in ihren Liedern gemeiniglich ein Gloria und Halleluja angehängt, so haben es die Neueren gar sparsam gethan. Nun gehört dieses nicht weniger zum Gottesdienst, als die Lieder, die die Lehren, Ermahnungen, Gebete und Trost in sich halten, es sey in der Gemeinde oder zu Hause. Ich wollte also in diesem Stücke einen Versuch thun, ob der HErr Gnade gebe, daß ich hierin den Kindern Gotres eine geringe Beihülfe leisten möchte. Daher machte ich über so viele Sprüche gls Tage im Jahre find, eine kleine Ode, die vornehmlich auf die Anbetung GOttes, auf das Lob Seiner Eigenschaften, auf den Ruhm Seiner Werke und auf den Dank für Seine Wohlthaten, doch ohne Ausschluß jener Absichten, gerichtet wären. Dieser, dachte ich, kann man sich neben allen andern XVI Vorrede. Büchlein bedienen, die nicht eigentlich und allein auf diesen Zweck geschrieben sind. Hat Jemand mehr Feuer, als ich in meinen alten Tagen, so diene er mit seiner Gabe aus dem Vermögen, das GOtt darreicht; und wenn er nur dazu durch meine Arbeit erwecket worden, so habe ich schon genug genützt. Ich habe mich der Einfalt beflissen. Uebertriebene Ausdrücke einer fliegenden Einbildung, gar zu gemeinschaftliche und vertrauliche Redearten von Christo als einem Bruder, von Küssen und Umarmen, von einzelnen Seelen, als ob eine jede besonders eine Braut Christi wäre, kindische Liebkosungen gegen JEsu, als einem Kindlein, habe ich vermieden, und ernsthafte Gemüther werden mir diese Ghrerbietung gegen die Majestät unsers Heilandes nicht tadeln. Sprüche habe ich erwählt, wie sie mir je und je vorgekommen. Damit aber doch der Leser den Inhalt der Lieder wissen, und eines nach seinem Verlangen aufsuchen könne, ob sie schon für sich in keiner Ordnung stehen, habe ich sie an dem Beschluß der Arbeit in ein Register nach den drei Artikeln unsers Glaubensbekenntnisses gesammelt, so gut es seyn konnte. Die Melodien sind meistens überall bekannt, und ich wußte sie nicht nach dem Wunsch eines jeden auszulesen. An einigen wird man leicht merken, daß der Spruch, den ich vor mir hatte, diese vor andern haben wollte, z. E. S. 317 fonnten die Worte: Ich will dich nicht verlassen noch versäumen, in keine leichter und ohne 3wang gebunden werden. Von dem Gebrauch habe ich nichts anzugeben. Der HErr heilige es zu Seinem Lob, und Seinen Kindern zur Ermunterung. Auch die Leviten, die den Priestern nur die Saiten zu den Harfen, etwa von den Opferlämmern zurichteten, thaten doch ihre Dienste im Tempel zur Ehre GOttes. Inhalts- Verzeichniß des ersten Theils. Gott gebühret Anbetung, Lob,| Gott Ruhm und Dank. Gott ist der Einige, 1 Cor. 8, 6. S. 292 in dreien Personen, 1 Joh. 5, 7. 329 19 20 der Lebendige, Pf. 42, 3. der Selige, 1 Tim. 6, 15. ein ewiger König, 1 Tim. 1, 17. Herr allein, Pf. 83, 19. Himmels und der Erden, Matth. 11, 25. die er zu seinem Lob geschaffen, Pf. 148, 5. auch alle Menschen, s. 41, 4. giebt ihnen Leib und Seele, Pſ. 84, 3. Erster Theil. giebt das Leben, Hiob 10, 12. den Leib, Pf. 139, 14. die Sinnen, Ps. 103, 2. alle Speise, Ps. 145, 16. Freude an Geschöpfen, Ap. Gesch. 14, 17. 223 327 355 357 schafft Frieden, Ef. 45, 7. 340 f 173 den Schlaf, Pf. 3, 6. 100294 48 sättigt Alles, Matth. 14, 20. ordnet die Che, Hebr. 13, 4. die Obrigkeit, Röm. 13, 1. Reiche und Arme, Sprüch. 22, 2. 266 270 18 298 199 36 sorgt für uns, 1 Petr. 5, 7. auch das Geringste, Pf. 40, 18. 21 behütet in Gefahren, Pf. 31, 21. 2 S. 39 37 38 49 Inhalts- Verzeichniß Gott hat wegen Glaubens lieb, Joh. 16, 27. S. 360 32 295 269 41 104 hat die Welt geliebt, Joh. 3, 16. 40 züchtigt aus Liebe, Hebr. 12, 7. 296 befiehlt Liebe, Röm. 14, 10. ist Vater, Eph. 3, 14. 15. wiedergebieret, Jaf. 1, 18. giebt die Kindschaft, Eph. 1, 5. 57 züchtigt Kinder, Hebr. 12, 6. 5 erbarmt sich als Vater, Pf. 103, 13. aller, Röm. 11, 32. 126 9 161 174 85 29 234 10 233 XVIII Gott 317 hat Schatten der Flügel, Ps. 36, 8. S. 191 will nicht verlassen. Hebr. 13, 5. auch im Alter, Pf. 71, 18. labt Kranke, Pf. 68, 11. regieret Alles, nicht ungefähr. Pf. 139, 5. richtet seinen Weg vor uns her, Pf. 5, 9. ist freundlich, Pf. 34, 9. gütig, Pf. 33, 5. hilft Menschen und Vieh, Ps. 36, 7. giebt Regen, Pf. 147, 7. 8. fruchtbare Zeiten, Ap. Gesch. 14, 17. den Thau, Sprüchw. 3, 20. läfset die Sonne aufgehen, Matth. 5, 45. donnert, Pf. 29, 3. ist ein verborgener Gott, Ef. 45, 15. ist ein Fels, 5 Mos. 32, 3. 4. auf den sich zu verlassen ist, Ef. 26, 4. ist Liebe, 1 Joh. 4, 16. woran die Seele hangt, Pf. 63, 9. ist barmherzig, 1 Tim. 1, 13. hat uns nicht zum Zorn gesetzt, 210 1 Theff. 5, 9. 263 will nicht des Sünders Tod, Czech. 33, 11. 211 56 noch daß er verloren werde, Matth. 18, 14. 305 51 macht aus Barmherzigkeit selig, Tit. 3, 5. 261 190 schämt sich nicht, ihr Gott zu seyn, Hebr. 11, 16. hat in Chrifto erwählt, Sph. 1, 3, 4. und verordnet, Röm. 8, 29. 339 ist für uns, Röm. 8, 29. 192 108 43 62 158 42 283 283 des ersten Theils. Gott erhört Gebet, 1 Joh. 5, 14. gibt, was wir bitten, Joh. 15, 7. hilft diesem Glenden, Pf. 34, 7. fegnet mit geistl. Gütern, Eph. 1, 3. will uns füllen, Pf. 81, 11. ist unser Theil, Pf. 73, 26. groß, Pf. 145, 3. Gott hat seines Sohns nicht verschont, Nöm. 8, 32. S. 256 ihn für uns hingegeben, Röm. 8, 32. 33. ihn auferweckt, Ap. Ges. 2, 32. hat an uns Wohlgef., Luc. 2, 14. hat die Welt mit sich versöhnt, 2 Cor. 5, 19. ihn versetzt in seines Sohns Reich, Col. 1, 13. die Fürstenthum Schau getragen, Col. 2, 15. bei ihm ist Vergebung, Pf. 130, 4. er vergiebt denen, die bekennen, 1 Joh. 1, 9. giebt Macht zu vergeben, Matth. 9, 8. Kleider des Heils, s. 61, 10. Bußfrist, 2 Cor. 6, 2. wohnt bei zerschlagenen Herzen, Ef. 57, 15. ist gnädig, 1 Cor. 15, 10. hat zur Gnade berufen, Gal. 1, 6. die ewig währt, Pf. 118, 3. ist reich über Alle, die ihn aurufen, Röm. 10, 12. denen er nahe ist, Ps. 145, 18. 257 219 121 281 222 220 209 341 300 195 88 81 8 größer, als unser Herz, 1 Joh. 3, 20. sieht auf das Niedrige, Ps. 113, 5.6. ist demüthig, Pf. 118, 21. ist mächtig, Pf. 115, 3. hat Herzen in seiner Hand, Spr. 21, 1. bewahrt zur Seligkeit, 1 Petr. 1, 5. ist gerecht, Röm. 3, 26.mal macht gerecht, Röm. 8, 33. ohne Verdienst, Röm. 3, 24. seine Gerichte find recht, Ps. 64, 10. ist allwissend, Pf. 139, 1. zählt unsere Tage, Pf. 139, 16. steht das Herz an, 1 Sam. 16, 7. ist weise, 1 Cor. 2, 7. 304 205 sein Rath ist wunderbarlich. Ef. 28, 29. XIX S. 31 166 189 120 77 309 macht aus Bösem Gutes, 1 Mos. 122 50, 20. 301 129 53 16 25 6 188 35 149 258 167 200 123 363 170 125 250 361 XX Gott ist getren, Hebr. 10, 23. verläßt Verlass'ne nicht, Pf. 102, 18. erhält, die da fallen, Pf. 145, 14. läßt Alles zum Besten dienen, Röm. 8, 28. Su ist bei Einsamen, 1 Mos. 28, 15. tröstet, Pf. 39, 9. in Trübsal, 2 Cor. 1, 3. die Geringen, 7, 6. Inhalts- Verzeichniß Gott S. 83 ist ein Gott der Geduld, Nöm. 15, 3. S. 78 236 der Hoffnung, Röm. 15, 13. er wird Zion erlösen, Pf. 126, 1. sein Volk, Ef. 49, 13. von allem Uebel, 2 Tim. 4, 18. 3 Thränen abwischen, Off. 7, 17. 24 baut Neujerusalem, Off. 21, 10. ist unsre Freude, Pf. 43, 4. 179 Lobgesang, 2 Mos. 15, 2. Heil, Pf. 118, 14. - an ihm wird man nicht zu Schanden, s. 49, 23. ist wahrhaftig, Pf. 33, 4. verheißt mit einem Eid, Hebr. 6, 17. 18. zeugt von seinem Sohne, 1 Joh. 5, 9. in der Schrift, Joh. 5, 39. die ist Geist und Leben, Joh. 6,63. eine thörichte Predigt, 1 Cor. 1, 21. ein Wort der Versöhnung, 2 Cor. 5, 19. worin man Wunder sieht, Pf. 119, 18. ist ein Gott des Friedens, Röm. 16, 20. 105 277 347 4 ihm gebührt die Ehre, Pf. 29, 1.2. Preis und Lob, wegen alles Guten, Pf. 103, 2. 337 308 154 111 262 279 215 119 wegen der Herrlichkeit, Eph. 1, 12. von Allen, Ps. 150, 6. auch Säuglingen, Pf. 8, 3. in der Stille, Ps. 65, 2. über seinem Heil, Pf. 70, 5. sein Lob ist köstli, Pf. 92, 2. Dank in Chrifti Namen, Eph. 5, 20. Jesus, allein das Heil, Ap. Gesch. 4, 12. 110 109 239 348 350 306 159 172 182 183 116 237 238 23 221 1 319 204 307 2 des ersten Theils. XXI Jesus Christus Jesus Christus Christus, der Gesalbte, Hebr. 1, ist unsre Hoffnung, 1 Tim. 1, 1. S. 246 S. 316 331 in ihm ist alles Gute, Philemon 6, 349 ward Fleisch, Joh. 1, 14.679 als Heiland geboren, uns und taller Welt, Luc. 2, 11. 102 58 lag in der Krippe, Luc. 2, 7. ward beschnitten, Col. 2, 11. 12. ließ sich taufen, Marc. 1, 9. äußerte sich selbst, Phil. 2, 6.- 7. 63 ward versucht, Matth. 4, 1. bro 80 59 138 46 312 02139 47 hat den Starken besiegt, Ef. 49, 50 25. 9. ist Gottes Sohn, 1 Joh. 5, 20. das A und das O, Offenb. 22, 13. Alles, Col 3, 11. der Lebendige, Offenb. 1, 18. gemacht zur Weisheit, 1 Cor. 1, 30. auch als gekreuzigt, zur Gerechtigkeit, Heiligung, Erlösung, von der argen Welt, Gal. 1, 4. vom zukünftigen Zorn, 1 Thess. 1, 10. 2, 2. 1, 30. 247 152 45 52 303 194 28 44 ward das Licht der Welt, Joh. 8, 12. seine Wunder find zum glauben, Joh. 20, 31.amade er giebt Gnade um Gnade, Joh. 1, 16. Ruhe für die Seelen, Matth. 11, 28. 29. 342 73 ist eine Versöhnung, 1 Joh. 2, 2. unser Friede, Eph. 2, 16. 17. ist Mittler zwischen Gott und Menschen, 1 Tim. 2, 5. Fürsprecher bei Gott, 1 Joh. 2, 2. 235 heißt nicht sorgen, Matth. 6, 31. 156 unser Hirte, Joh. 10, 14. heilt Kranke, Luc. 5, 18. sucht Sünder, Ezech. 34, 11. läßt nicht aus der Hand reißen, Joh. 10, 28. 61 338 0127 291 370 22 herzt Kindlein, Marc. 10, 16. 162 87 155 läßt Sünder im Frieden gehen, Luc. 7, 50. 143 140 187 Inhalts- Verzeichniß XXII Jesus Christus läßt nach dem Glauben geschehen, Matth. 9, 29. S. ward müde, Joh. 4, 6. lehrt in seinem Namen beten, Joh. 14, 13. verlöscht ein glimmend Tocht nicht, Matth. 12, 20. läßt keinen Mangel, Luc. 22, 35. thut des Vaters Namen fund, Joh. 17, 26. zieht durch seinen Geruch, Joh. 12, 9. ist ein sanftmüthiger König, Matth. 21, 5. hat alles in Händen, Joh. 13, 3. ihm ist alles übergeben, Matth. 11, 27. liebt bis an's Ende, Joh. 13, 1. stiftet das Abendmahl, Matth. 26, 8 26-28. nennt sich den Weinstock, Joh. 15, 5. gieng zum Leiden in den Garten, Hebr. 5, 7. lernte Mitleiden haben, Hebr. 4, 15. 299 180 Luc. 22, 42. 61 ward aus Gottes Rath übergeben, Ap. Gesch. 2, 23. 244 ließ sich binden, Joh. 18, 12. 141 schwieg stille, Matth. 27, 12. sah Petrum an, Luc. 22, 61. trug den Purpurmantel, Joh. 19, 2. die Dornenkrone, ward ausgewechselt, Matth. 27, 275 157 30 102 265 130 16 Jesus Christus lernte als Priester, Hebr. 9, 25. S. 117 niedrigte sich selbst, Phil. 2, 8. 313 übergab sich in des Vaters Willen, 114 185 26. gegeißelt, Joh. 19, 1. zum Kreuz, verurtheilt, Mare. DE 14, 64. bloß, Matth. 27, 35. mit ausgespannten Armen, Joh. 19, 18. bat für die Kreuziger, Luc. 23, 34. 64 hieng zwischen zween Schächern, 343 Marc. 15, 27. as or doc gekreuzigt, Gal. 3, 1. als das unbefleckte Lamm, 1 Petr. 1, 19. 213 226 280 93 163 66 65 217 202 228 98 52 75 76 212 218 des ersten Theils. Jesus Christus rettete den einen Schächer, Luc. 23, 43. S. 164 erhielt den königlichen Titel, Joh. 19, 19. trank Effia, Joh. 19, 29. ward ein Fluch, Gal. 3, 13. schrie: mein Gott! mein Gott! Matth. 27, 46. hieng, wie die eherne Schlange, 4 Mos. 21, 9. Jesus Christus nahm sein Leben selbst, Joh. 10, 18. ward erweckt zur Gerechtigkeit, 203 Röm. 4, 25. 195 148 in ihm sind wir lebendig, Eph. 243 2, 5. 147 für Alle, 2 Cor. 5, 15. und wir mit ihm, Röm. 6, 11. neigte sein Haupt, Joh. 19, 30. 34. ließ seine Seite öffnen, ward begraben, Luc. 23, 53. lebte gleich nach dem Tode, Matth. 27, 52. 264 364 60 starb mit lautem Ruf, Luc. 23, 46. als ein Versöhnopfer, Röm. 5, 10. das alles versöhnte, Col. 1, 19. 20. Sis als Mittler, Hebr. 9, 15. eines bessern Test., Hebr. 8, 6. 344 als Einer, 2 Cor. 5, 14. 13 171 242 101 268 82 131 132 90 XXIII ist abgestiegen zur Hölle, Röm. 14, 9. auferstanden, Luc. 24, 34. S. 272 69 86 99 271 283 L 267 fragte nach dem Weinen 15.3 Ind macht Herzen brennen, Luc. 24, 32. 128 der Tod konnte ihn nicht halten, Ap. Gesch. 2, 24. erfreute die Jünger, Joh. 20, 20. ließ sich nöthigen zu bleiben, Luc. 24, 29 9. ſegnend, Luc. 24, 51. wird auch unsern Leib verklären, Phil. 3, 21. ist aufgefahren gen Himmel, Eph. 4, 10.00 in einer Wolfe, Ap. Gesch. 1, 184 208 74 356 186 Inhalts- Verzeichniß XXIV Jesus Christus ist mit eig'nem Blut eingegangen, den Hebr. 9, 12. S. 11 welches redet, Hebr. 12, 24. 118 ist von Gott erhöhet, Phil. 2, 9. 10. 11. über Alles, Eph. 1, 20. 21. zur rechten Hand, Ps. 110, 1. ee wo Er uns vertritt, Röm. 8, 1 34-36. 197 für Glaubige bittet, Joh. 17, 20. ist König, Ps. 96, 10. macht zu einem Königreich, Offenb. 1, 5. 6. hat einen höhern Namen, Phil. 2, 9-11. ist besser als die Engel worden, Hebr. 1, 4.opidion die er sendet, Ap. Gesch. 12, 11. von denen er angebetet wird, 80% Hebr. 1, 6. und von uns, Joh. 9, 38. fein Reichthum, ist unausforschlich, Eph. 3, 8. an seiner Gnade genügt, 2.Cor. 12, 9. 315 112 67 Jesus Christus ist der Kirche Haupt, Eph. 1, 21. S., 68 wandelt unter den Gemeinden, Offenb. 2, 1. 362 149 ihr Gnadenstuhl im Blut, Röm. 3, 25. Hap wodurch er gerecht macht, Röm. 5, 9. 84 12 Gewissen reinigt, Hebr. 9, 14. von allen Sünden, 1 Joh. 1, 7. 26 153 314 89 201 282 127 259 178 328 gießt den Geist aus, Ap. Gesch. 2, 33. 144 in ihm haben wir den Zugang, Eph. 3, 12. stand the 315 er ist des Glaubens Leben, Gal. 2, 20. 284 wohnt im Herzen, Eph. 3, 17. 133 tröstet, 2 Cor. 1, 5. stärkt im Streit, Eph. 6, 10. macht selig ohne Sehen, Joh. 20, 29. 54 225 91 142 nichts scheidet uns von ihm, Röm. 8, 38. 39. wird kommen zu richten, Ap. Gesch. 10, 42. 177 260 254 des ersten Theils. Jesus Christus wird als unser Leben offenbar werden, Col. 3, 4. die Seinen weiden, Offenb. 7, 17. des Vaters, Matth. 10, 20. des Sohns, Gal. 4, 6. S. 245 Der heilige Geist aus Gott, 2 Cor. 2, 12. geht von beiden aus, Joh. 14, 26. wir empfangen ihn von Gott, 2. Cor. 2, 12. ist ein Geist der Herrlichkeit, 1 Petr. 4, 14. macht zu seinem Tempel, 1 Cor. 009 6, 19. del ist ein Geist der Weisheit, Eph. 1, 17. erforschet alle Dinge, 1 Cor. 2, 10. verklärt Jesum, Joh. 16, 14. dessen Klarheit sich in uns spiegelt, 2 Cor. 3, 18. giebt Einfältigkeit in Christo, 2 Cor. 11, 3. 353 181 289 290 332 14 232 322 97 229 55 325 231 Der heilige Geist ein Geist der Wahrheit, Joh. 16, 13. den Schöpfer zu kennen, Hebr. 11, 3. dem Evangelio zu glauben, Phil. 1, 3-5. welches ein Same ist, Marc. 4, 26. ein Wort des Lebens, Phil. 2, 15, 16. Cerquickt, Pf. 119, 154. auch die Offenbarung, Offenb. 1, 3. giebt das Predigtamt, Marc. 16, 15. ftraft die Welt, Joh. 16, 7. 8. erinnert der Worte Christi, Joh. 14, 26. n ein Geist der Kraft, 2 Tim. 1, 7. thut das Herz auf, Ap. Gesch. 16, 14. XXV S. 71 124 34 323 320 358 324 115 134 wirkt das Wollen, Phil. 2, 13. Buße zum Leben, Ap. Gesch. 11, 18. 135 107 310 165 160 XXVI Der heilige Geist giebt Stärke im Herrn, Inhalts- Verzeichniß Eph. 6, S. 230 10. auch in der Schwachheit, 2 Cor. 13, 4. giebt Müden Kraft, Ef. 40, 31. ist ein Geist des Glaubens, 2 Cor. 4, 13. den er erhält, Offenb. 14, 12. auch in der Taufe, Matth. 28, 19. 302 334 lehrt im Kämmerlein beten, Matth. 6, 6. hilft der Schwachheit auf, Röm. 8, 26. vertritt uns, Röm. 8, 27. 113 im Abendmahl, 2 Sam. 9, 8. 287 lehrt danken durch Christum, Röm. wo man Christi Tod verkündigt, 7, 25. 1 Cor. 11, 26. SYT welcher köstlicher als Gold, 1 Petr. 1, 7. do thue id wovon man lebt, Gal. 3, 11. Gerechtigkeit hat, Röm. 14, 17. 10 hohen Frieden, Phil. 4, 7. Gott seinen Sohn nennt, Pſ. 61% 118, 28. Freude hat, Phil. 4, 4. an dem Heiland, Luc. 1, 47. wie der Kerkermeister, Ap. Gesch. 16, 34. 33 330 345 354 224 207 17 Der heilige Geist macht einen gewissen Geist, Psalm 51, 12. S. 346 ist ein Geist des Gebets, Nöm. 8, 26. 214 151 96 311 auch für die Bekehrung, 1 Petr. 2, 25. lehrt loben, Pf. 57, 8. für alles Wohlergehen, Ps. 13, 7. daß man fröhlich fingt, Pf. 92, 5. auch zu Hause, Psalm 119, 54. im Verlangen nach dem Himmel, Offenb. 14, 3. im Leiden, Hiob 1, 21. 92 169 196 198 336 351 206 278 70 216 333 359 des ersten Theils. Der heilige Geist lehrt den Herrn loben allezeit, che Pf. 34, 2. um Mitternacht, Pf. 119, 62. nach dem Strafen, Ef. 12, 1. für andere Bekehrte, 1 Theff. 3, 9. über ihm wird Gott gelobt, Ap. Gesch. 10, 46. Der heilige Geist ist ein Geiſt der Zufriedenheit, S. 335 21 12, 251 ist ein Geist der Gnaden, Hebr. 252010, 29. unter welcher wir sind, Röm. 3266, 14. darauf wir ganz hoffen, 1 Petr. 1, 13. ruft: Komm, Herr Jesu, Offenb. 22, 17. ist ein Geist der Liebe, 2 Tim. 1, 7. gießt Gottes Liebe aus, Röm. 5, 5. zeugt die Kindschaft, Röm. 8, 16. - treibt Gottes Kinder, 14. die Christo dienen, 17. als sein Eigenthum, 1 Petr. 2, 9. zur Gemeinschaft der Heiligen, 1 Joh. 1, 3. ist ein Geist der Mäßigung, 2 Tim. 1, 7. der Genügsamkeit, 1 Tim. 6, 6. XXVII S. 321 248 318 240 366 227 giebt Gaben, wie er will, 1 Cor. 12, 11. 72 288 297 die uns züchtigt, Tit. 2, 12. führt auf eb'ner Bahn, Pf. 143, 11. 94 beruft auch Heiden, Ps. 117, 1. ist ein Tröster, Joh. 14, 26. daß man auf Gott harret, Pf. 42, 12. in der Hoffnung selig ist, Röm. 8, 24. 249 er versiegelt auf den Erlösungstag, Eph. 4, 30. 137 ist das Pfand des Erbes, Eph. 1, 14. 106 lehrt sehen auf das Unsichtbare, 293 2 Cor. 4, 18. 276 145 193 175 95 15 285 197 146 136 274 XXVIII Der heilige Geist lehrt nach dem Unsichtbaren sehnen, 2 Cor. 5, 2. S. und nach der Ruhe, Röm. 8, 23. daß der Tod ein Schlaf seye, Joh. 11, 11. 13. ars ast 21 Inhalts- Verzeichniß des ersten Theils. 001 381 1918 12 topive d stodio THD 168 103 100 day 241 G sis Der heilige Geist lehrt, daß die Engel die Seelen de heimtragen, Luc. 16, 22. S. 365 daß wir auferstehen werden, 1 Theff. 4, 13. 286 und siehe, wir leben, 2 Cor. 6, 9. 253 dit 308 13 To and i T81 201 CRM TO 2 pe in 31 1. Januar. 1 Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion. Ps. 65, 2. Eine einsame Seele kann nichts Besseres thun, als Gott loben. Das ist ein edler Zeitvertreib, wovon die Welt nichts weiß; weil sie Gott nicht kennet. Wer Gott recht kennet, dem ist's etwas Süßes, Gott in der Stille zu loben. Aber stille muß es seyn, von dem Getöse der Welt von Außen, und von dem Gelärme der Lüste von Innen. Mel. Sieh', hie bin ich sc. 3. Dem Verdammen in den 1. In der Stille aus der Fülle Flammen stund ich als ein Sünmeines Herzens sing' ich Dir; o der blos; Gott vergiebet, Gott, du Liebe feur' die Triebe meiner der liebet, kaufte mich durch JeSeelen an in mir; mach' von in- sum los. Sein Erbarmen an mir nen meine Sinnen voll von hei- Armen ist auch unvergleichlich groß. liger Begier. le lisa 2. Nach dem Falle stimmen alle, 4. Auf, ihr Kräfte! dieß Gedie nun leben, freudig an: auch schäfte soll euch euer liebstes seyn: ich lebe, und erhebe, was der stimmt zusammen, seinem Namen Herr an mir gethan. Das ist sey der Ruhm des Heils allein. Gnade für mich Made, daß ich Hier sind's Proben, dort, dort singen darf und kann. oben stimmen alle Schaaren ein. 2. Januar. Es ist in keinem Andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen sie sollen selig werden, als allein der Name Jesus. Ap.- Gesch. 4, 12. Wenn ich wollte einen Engel zu meinem Heiland machen, so würde er mir es wehren, oder gar wider mich streiten, Offenb. 19, 10. 12, 7-10. Maria freute sich selbst Gottes ihres Heilandes, Luc. 1, 47. Paulus ist nicht für mich gekreuzigt; ich bin nicht in Pauli Namen getauft, 1 Cor. 1, 13. Petrus schließt seinen Namen selbst aus. LOONEDS allein ist das Heil. Jesus 2 - old O Mel. Jerusalem, du Schöne. Jesu, du trägst ihn zum Leben, 1. Sagt mir nichts von andern Namen; denn in keinem ist das Heil. Menschen haben all' zusammen an dem Sündernamen Theil. Jesus Nam' ist ganz allein uns ein Nam' zum Seligseyn.mi dir sey Ruhm von uns bereit't, Geist, der ihn in uns verklärt, sey in ihm von uns geehrt. 3. Lehr uns, ihn im Glauben kennen, und in ihm thun, was wir thun; in dem Beten vor ihm brennen, und im Tode auf ihm ruh'n; also werden wir allein auch in Jesu selig seyn. 2. Vater, du hast ihn gegeben; dir sey Dank in Ewigkeit. 3. Januar. 3 Nun Herr, weß soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Ps. 39, 9. Wenn ein Christ sonst keinen Vortheil vor einem Unchristen hätte, als seinen Trost, so wäre es genug. Der Weltsinn will sich in untröstbaren Umständen mit Troßz helfen, der Christ hilft sich mit Trost. Jenes that Agag, da er zerhauen ward, und der Teufel thut es in seinen Ketten der Finsterniß. Der Gerechte ist auch im Tode getrost. Warum? er hofft auf den lebendigen Gott. Mel. Nun ruhen, alle Wälder. 1. Gott Lob, ich kann mich trösten, auch wenn die Noth am größten, mit meines Gottes Huld; sein Zorn führt nicht die Ruthe, Er züchtigt uns zu gute, bleibt Gott des Trofts und der Geduld. 3. Wie sanft thut das den Herzen, so stillen sich die Schmerzen, so wird die Last ganz leicht; man kriegt Luft im Gedränge, man singt auch Lobgesänge, der Unmuth und der Hochmuth weicht. 4. Herr, wenn dein Trost auf Erden kann so erquicklich werden, 2. Da jene in dem Grämen den Troß zum Troste nehmen, die Gottes Feinde sind; so sagt wie wird's im Himmel geh'n! O er meiner Seelen: dir soll's an laß mir diesen offen, hier tröste Trost nicht fehlen; ich bin dein mich mit Hoffen, dort tröste Vater, du mein Kind. mich auch mit dem Seh'n. 4. Januar. Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiß. Ps. 33, 4. Adam hat das Mißtrauen gegen Gott vom Teufel gelernt, und noch lernt die Welt die Lüge von ihm. Gott aber bleibt der Wahrhaftige, und sein Wort die Wahrheit. Unter Menschen darf ich keinem Wort trauen wider meines Herzens Gefühl; sonderlich wenn er wider mich zeugte. Dem Wort Gottes soll ich glauben und wider mein eigen Herz. Mel. Was Gott thut, das ist ic. Erde fort, der alte Himmel bre1. Was Gott sagt, das bleibt chen. Sein Wort daur't fort, bis wahr gesagt. Gott will nicht mit durch sein Wort sie selbst zur uns scherzen. Wenn nun mein neuen Erden, zum neuen HimHerz ein Zweifel plagt, so sag' mel werden. ich meinem Herzen: verspricht er dieß, er hält's gewiß; du, Herz, fannst mich betrügen, kann mir nicht lügen. 3. Wahrhaftiger, ich danke dir auch für dein Wort des Lebens. nur Gott Liegt dieser feste Grund in mir, so bau ich nicht vergebens. Mein 2. Singt Gott ein Lied für Herz nimmt Theil am Wort und solch ein Wort, für solch' ein theu'r Heil. Dort preif' ich in der KlarVersprechen! Eh' muß die alte heit dich, Gott, und deine Wahrheit. 5. Januar. 5 Die Erde ist voll der Güte des Herrn. Ps. 33, 5. Die Sünder, die die Erde verderben, genießen doch auf der Erde der Güte des Herrn, wenn sie sich auch dadurch nicht zur Buße leiten lassen. Der Schwall der Sünden hat auch die Güte noch nicht von der Erde verdrungen. Wenn die Menschen böse sind, so bleibet Gott doch gut. Das sollen die Glaubigen erkennen, und ihn Tripl loben; denn seine Güte währet ewiglich. SE Mel. Von Gott will ich nicht lassen. ist doch verborgen gut. Denn gut 1. Wie groß ist doch die Güte, ist, was du willst, auch da du wovon die Erde voll! Erkennt denen Heiden mit Speise und mit dieß ein Gemüthe, so dankt cs, Freuden die dummen Herzen füllst. wie es soll. D Gott, ich danke dir; denn was du thust an Allen nach deinem Wohlgefallen, das thust du auch an mir. 3. Was meine Augen sehen, dem seh' ich Güte an. Dieß lehr' mich, Herr, verstehen, daß ich dich Junk 26 Jenis loben kann, bis ich dich loben soll 2. Wer kann was Gutes nen- auf jener neuen Erden, ich weiß, nen, daß deine Hand nicht thut? die wird erst werden von deiner auch das, was wir nicht kennen, Güte voll. ponddal motio Erster Theil. 3 6. Januar. Unser Gott ist im Himmel, er kann schaffen, was er will. Ps. 115, 3. Die Thoren in der Welt wissen nicht, was das Volk Gottes für einen großen Gott habe. Aber der Glaube weiß es und rühmt es: Unser Gott ist im Himmel. dus 6 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Dir sey Dank, daß ich dich 1. Herr, nur dir gebührt die kenne, und ich bin von dir erEhre einer unumschränkten Macht. kannt; daß ich dich den Schöpfer Erdenschaaren, Himmelsheere hat nenne, mich das Werk von deiner dein Wort an's Licht gebracht. Hand. Gib mir, mich vor dir zu Träumt der Unverstand sich Göt- beugen, als dein ganzes Eigenter in Ermanglung wahren Lichts, thum, und mit tiefstem Lob zu zeuso ist nirgend ein Erretter, denn gen: dir gebühre Furcht und Ruhm. ihr Götze ist ein Nichts. 4. Menschen haben schwache 2. Du sprichst mächtig, sie sind Gnaden; du hast Gnade sammt Stumme; du stehst alles, sie sind der Macht. Menschen können weblind; du hörst gnädig, sie sind nig schaden; du kannst thun, wie Dumme: wer sie macht, ist wie du gedacht. In dem schrecklichsten sie sind; du hast Kraft, sie sind Getümmel singt der Glaube froh die Lahme; ihr Verehrer wird zu und still: Unser Gott ist in Spott. Aber dieses ist dein Name: dem Himmel, er kann schafHerr, allein lebend'ger Gott. fen, was er will. 7. Januar. 7 01 Spricht Jesus zu Maria: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Joh. 20, 15. Es sind vielerlei Gattungen der Thränen. Wessen das Herz voll ist, dessen gehen auch die Augen über. Wie die Kräuter im Brennzeug sind, so wird auch das Wasser davon durch Feuer getrieben. Neid und Zorn giebt bittere Thränen; Weltliebe, vergebliche; Heuchelei, falsche; Buße, heiße; Liebe zu Jesu, edle und köstliche. Gedenke, wer weinet, an das Wort des Herrn Jesu: was weinest du? u Mel. Alles ist an Gottes Segen. die Welt. Dieser willst du mich 1. Wunderbarer Herr, die Dei- entwöhnen, da hat auch ein Esau nen fühlen dich auch bei dem Thränen, der den Segen nicht Weinen, daß du ihnen nahe bist, erhält. Die gis Thränen wirkst, und siehst und zählest, und dem Volk, das du erwählest, Zeit und Maaß der Thränen miß'st.# Tim 3. Mach' dich mir je mehr je lieber; denn ein Aug' geht köstlich über, wann das Herz von Liebe voll. Liebe voll. Tröste mich, wie Magdalene, daß ich dich einst ohne Thräne in dem Leben sehen stind somani de 2. Dir sey Dank, daß du noch Segen willst auf meine Thränen legen, denn ich wein' nicht um soll. 8. Januar. Von Gottes Gnaden bin ich, was ich bin. 1 Cor. 15, 10. Dieß ist der große Ruhm eines Christen, ja selbst eines Apostels. Mit dem Ruhm der Werke bestehen wir vor Gott mit Schanden; der Ruhm der Gnade bringt uns wieder zu Ehren. Wenn wir nach empfangener Gnade wieder Ruhm in eigenen Werken suchten, so nähme die Gnade das, was sie gethan, wieder zurücke; und wo bliebe hernach unser Ruhm? Was wir sind, ist Gnade, wann wir etwas sind. Was wir nicht aus Gnaden sind, das bleibt das alte Nichts. 8 Mel. Ein Lämmlein geht und ic. 2. Den Glauben wirkte sie in 1. Von Gnaden bin ich, was ich mir an Christi Tod und Leben. bin. Die Gnade will ich rühmen. Ja, Jesu, ste trieb mich zu Der eig'ne Ruhm ist ganz dahin, dir, dir ganz mich zu ergeben. wie sollt' er Sündern ziemen? Sie giebt zum Beten Lust und Die Gnade war's, die angeklopft; Kraft; sie ist's, die Gutes in daß ich mein Ohr ihr nicht ver- mir schafft; sie hilft mein Kreuz. stopft, war Gnade, die mich faßte; mir tragen; ich sterbe auch auf sie drang mich, daß ich Buße that, Gnade hin. Von Gnade bin ich, daß ich bei Gott um Gnade bat, was ich bin, will ich im Himmel und meine Sünde haßte. sagen. er i anno ogl 9. Januar. 9 Richte deinen Weg vor mir her. Pf. 5, 9. Wie der Herr mit einem ganzen Volk seinen besondern Weg hat, so hat er ihn auch mit einzelnen Seelen. Da Israel aus dem Diensthause, und durch das rothe Meer und in das gelobte Land ging, ward überall Gottes Weg vor ihm her gerichtet. Seele, Gott will dich zum Himmel führen; merke darauf, du wirst allezeit seinen Weg vor foss Point dir her gebahnet finden. Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. schädliches Gewirre. Sein Weg 1. Ich danke Gott, der vor ist der, der richtig heißt, im Geistmir her selbst seinen Weg stets lichen führt uns sein Geist, im richtet; so geh' ich nicht auf Un- Leiblichen die Engel.m gefähr, mein Ziel wird nicht zer- 3. Gott, so richte deinen nichtet. Er führt mich, wie ein Weg noch vor mir her zum LeVater thut, getreu, erbarmend, ben, du wolleft, weil ich blind weise, gut auf seinem Weg und träg, mir Licht und Kräfte zum Leben.htm 73 geben. Näum', was mich hindert, aus der Bahn, daß ich am Ziel dich loben kann, Gott hat mich 2. Mein eig'ner Weg verführte mich gewiß nur in die Irre, und fremde Führer zögen mich in wohl geführet. tuht ― 10. Januar. Mir ist Barmherzigkeit widerfahren. 1 Tim. 1, 13. Es ist dieß wie ein Wahlspruch Pauli. Das wird sein erster Gedanke gewesen seyn, da ihn Ananias wieder sehend gemacht. Das wird er auf seinen Reisen, selbst in den Gefängnissen, für sein Schatzkästlein bei sich geführt haben. Als ein alter Apostel schreibt er dieß seinem rechtschaffenen Sohne Thimotheo auf das vertraulichste in diesem Brief nicht nur einmal. Herrliches Sprüchlein! 10 Mel Mir nach, spricht Christus c. ihn jammerte mein ewig's Leid, 1. Ich lebe von Barmherzig- er ist für mich gestorben; in ihm keit, von nichts kann ich sonst ist mir mein Heil bereit't, ich lebe leben; mir Sünder war der Tod von Barmherzigkeit. de gedräut, und mun ist mir ver- a Hit 19 geben. Dieß ist's allein, was 3. Ich lobe die Barmherzigkeit mich erfreut, ich lebe von Barm- noch im Gefühl der Blöße, dort herzigkeit. nurul dog besser in dem Seidenkleid dersel6. ben Wundergröße; da sing' ich 2. Ich danke der Barmherzig- auch nach dieser Zeit: ich lebe keit, die Jesus mir erworben; von Barmherzigkeit.domy] 11. Januar. 11 han Christus ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen. Hebr. 9, 12. Dieser Eingang Christi ist der letzte Tritt unsers einigen Hohenpriesters in seinem Versöhnungsgeschäfte gewesen. Er ist also auch der letzte Punkt an dem Grunde, den der Glaube hat. Das Versöhnungsblut ist in den Himmel hineingebracht, und zwar als ein Blut des Sohnes Gottes, das uns rein macht von allen Sünden. Halleluja! Mel. Jesu hilf stegen ic. fehlen; denn er dringt lebend zum 1. Jesu, dir dank ich, der Vater durch ihn. Freu't euch mit Himmel ist offen, du warst be- Zittern, und jauchzt ihm mit Flerufen, der Priester zu seyn; selbst hen, weil die Erlösung auf ewig mit dem Blute, wovon du ge- geschehen. od 11 troffen, giengst du lebendig in's 3. Zeuch uns, o Jesu, wohin Heiligste ein. Dein Volk, dem du gegangen, die nach und durch du mit dem Opfer gedienet, ist dich zum Vater zu geh'n. Zeuch nun durch's Blut der Besprengung uns die Herzen in heißem Verversöhnet. on langen, dort, wo du sigest, mit 2. Lobt ihn, mit Blute gerei Freuden zu steh'n. Endlich belebe nigte Seelen, daß er vor Gott im Sterben das Hoffen, uns sey für uns alle erschien. Nun kann der Eingang durch Jesum schon dem Glauben der Eingang nicht offen. timoun 03( hom 12 12. Januar. spil Das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den heiligen Geist Gott geopfert hat, reinigt unser Gewissen. Hlory Hebr. 9, 14. Das ist ein großes Werk, Gewissen reinigen. Dazu gehört göttliches Recht und Macht. Diese hat unser ewiger Versöhner. Gott Lob! bin that onite Mel. Werde munter mein Gemüthe. Nur die Kraft von Jesu Blut 1. Jesus hat nicht seines glei- macht uns die Gewissen gut. Er chen, die Gewissen sind auch sein. ist Priester und ist König, ihm Alle Macht in allen Reichen sind Herzen unterthänig. schließt doch kein Gewissen ein, Jesu sind sie unterthan. Dahin 3. Ihr Gewissen, flieht zum reichet kein Tyrann, und kein Teu- Throne seiner Gnade glaubensfel wird sich dürfen ein Gewissen unterwerfen.i. insi di pul voll; danket für sein Blut dem Sohne; dient ihm, wie man dienen soll. Kommt, er will uns 2. Jesu, dein sind die Gewis- selber zieh'n; kommt, wir wollen sen, und das meine ist auch dein. auf den Knieen für die Reinigung Laß es deiner Huld genießen; ihn loben. Unser Jesus sey ermach' es auch mit Blute rein. hoben. mid dunko mis 13. Januar. 13 Wir halten dafür, daß so Einer für Alle gestorben ist, so sind sie Alle gestorben. 2 Cor. 5, 14. So ist niemal ein Mensch gestorben, wie unser Herr Jesus gestorben. Sein Tod ist ein Versöhnungstod; der unsere nicht. Er hat aller Menschen Tod zusammen genommen, und durch seinen einigen Tod zu nichte gemacht, und so sind wir, als mit ihm gestorben, gerechtfertigt von der Sünde. Davon lebet der Glaube. Mel. Meine Kraft ist hin. ihm sey, und mit ihm gestorben, 1. Jesum lobe ich; denn er ihm mit Blut erworben, Sündstarb für mich, daß er mich ge- und Todes frei. winn'. Hat ihn nicht das Lieben 4. Darum lieb' ich ihn, weil in den Tod getrieben? Darum ich lebend bin; denn des Glaulob' ich ihn. bens Furcht steht im Liebe üben. Wer ihn nicht will lieben, solcher 12. Ich bin, als erkauft, in den Tod getauft; was er mir zu gut ist verflucht. in den Tod gegeben, schenkt er 5. Darum dank' ich ihm; was mir zum Leben, seinen Leib und Blut.did ich sing' und rühm', ist von ihm did allein. In der Sterbensstunde 3. Ich, sein Eigenthum, glaub' soll in Herz und Munde nichts es ihm zum Ruhm, daß ich in als Jesus seyn. 14 14. Januar. Wir haben empfangen den Geist aus Gott, daß wir wissen, was uns von Gott gegeben ist. 1 Cor. 2, 12. Das natürliche Wissen ist ganz unterschieden von dem geistlichen, wie das Wissen eines Blinden von dem Wissen eines Sehenden. Jener greift vieles, und weiß vieles vom Hörensagen: aber das Schönste, Subtilste und Herrlichste weiß er nicht. Dieser stehet das Licht, und weiß, was ihm von Gott gegeben ist. Mel. Nun laßt uns Gott ic. 4. Wer kann Gott Vater nen1. Gott, dir sey Lob von Al- nen? Wer Jesum Christum fenlen, für dieß dein Wohlgefallen, nen? wen fann nach Heil verdaß du auch uns zum Leben, den langen, der nicht den Geist emGeist des Sohn's gegeben. pfangen? man comed, gi 5. Wer ist zum Glauben tüchtig, wer ist im Lieben richtig? wer hofft, daß er einst lebe, wenn nicht der Geist es gäbe? 6. So preisen denn wir Armen dich, Gott und dein Erbarmen; wir fleh'n um Jesu willen, laß uns den Geist erfüllen. di di 2. Schon in dem Wasserbade gabst du den Geist der Gnade, er wirkt mit seinen Gaben durch's Wort, das wir noch haben. 3. Wer könnte sonst gedenken, was Gott uns wollte schenken? wer wäre je beslissen von Gottes Reich zu wissen? 15. Januar. 15 Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen der Vater senden wird in meinem Namen, derselbe wird's euch Alles lehren. Joh. 14, 26. Wir würden weder den Vater unsers Herrn Jesu Christi, noch Jesum als den Sohn des Vaters erkennen, wenn uns der heilige Geist nicht lehrte. Ja, wir würden die Versöhnung Jesu, und seine Fürbitte bei dem Vater nicht wissen, noch auch glauben, wenn uns dieser Tröster nicht lehrte. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 11. Dank sey Gott, daß Christi er Seufzer in dem Kind, welche unaussprechlich sind. Geist seiner Jünger Tröster heißt. 4. Solche Seufzer dringen ein, Denn uns mangelt aller Rath; aber er ist Advokat. müssen auch erhöret seyn; denn der Geist, der uns vertritt, lehrt Gebet, und betet mit. 5. du Geist, der beten lehrt, sey auch durch mein Lob geehrt. geehrt. Sprich mir selbst das Abba für, und das Amen auch in mir. id 2. Wenn das Herz nach Gnade sehnt, und im Beten fleht und thränt, da macht er durch Christi Blut uns're böse Sache gut. 3. Fehlt dem Herzen je und je, was es beten soll und wie, wirft 16. Januar. Wer ist wie der Herr, unser Gott? der sich so hoch gesetzet hat, und auf das Niedrige sichet im Himmel und auf Erden. Pf. 113, 5. 6. Was ein wenig groß ist, oder sich nur groß dünket, vergnügt sich gern mit sich selber, als bedürfe es Gottes nicht. Aber dem Niedern ist wohl, wenn er einen Gott weiß, der auf ihn stehet. Von diesem hat Gott Ehre, wenn er auf ihn siehet. Mit solchen macht sich Gott mehr gemein und bekannt. 16 Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2c. der Noth; Bedrückten legst du 1. Gott, Allerhöchster, du hast Troft zur Last, und liebst, was Ruhm, selbst in des Himmels Hei- bei der Welt verhaßt. ligthum, daß du auch auf das Nied're siehst, und es vom Staub zur Höhe ziehst. 2. Was Niemand achtet, achtest du; den Kindern giebst du Engel zu; den Waisen thust du Vaterstreu; stehst Wittwen als ihr Retter bei. 3. Den Armen schaffest du ihr Brod; Verlass'nen hilfst du aus 4. Du zählest selbst der Deinen Haar; dein Wort bleibt dem Geringsten wahr; dir ist zur Gnade nichts zu klein; du stürz'st nur das, was groß will seyn. 5. Ich bin ein Wurm; doch glaube ich, du, großer Gott, siehst auch auf mich. Mach' dein Erbarmen groß an mir, so lob' ich dich, und danke dir. anat 17. Januar. 17 Der Friede Gottes, der höher ist, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Phil, 4, 7. Der Gottlose hat keinen Frieden. Der Glaubige hat Gottes Frieden. Die Welt muß sich mit Waffen und Streit bewahren. Der Glau700 bige wird durch den Frieden bewahrt. So ist das glaubige Herz ohne Sorgen; an seinen Frieden reicht kein Feind, und an dessen Höhe keine Vernunft. s'inds 19 Mel. Meinen Jesum ich erwähle. vollbracht. Schuld und Strafe, 11. Mißvergnügte Sorgen, Fluch und Grimm, lag auf ihm; schweiget, denkt an keine Wieder- Friede ist's, durch Jesum Christ, kunft! Gottes Friede übersteiget der selbst unser Friede ist. alle menschliche Vernunft. Wer mit Gott nun Frieden hat, hat schon satt, Gott hat ihm schon mehr gethan, als er selbst begreifen kann. 3. Himmelhoher Gottesfriede, o bewahr mir Herz und Sinn, daß ich nicht im Welthaß müde, noch in Sorgen ängstlich bin. 2. Gott sey Dank für seinen Endlich aber bringe du mich zur Frieden, welchen selbst sein Sohn Ruh, wo kein Feind den Friegemacht, da er an dem Kreuz den stört, wo man Freudenlieder verschieden, und das große Werk hört. or adoir bon of munus 18 18. Januar. Der ich Friede gebe und schaffe das Uebel. Ich bin der Herr, der solches alles thut. Ef. 45, 7. Das ist ein Sprüchlein für uns, wenn wir Zeitungen lesen. Wer nur auf neue Begebenheiten, auf die Stärke der Rosse, auf die Fäuste der Streiter, auf die Kriegskunst der Helden sieht, giebt Gott wenig Ehre. Auf die Sünden der Menschen, auf den Arm des Herrn im Strafen und Retten, kurz auf das Werk des Herrn soll man achten. Er thut's. alle Macht zu Spott.ari Mel. Valet will ich dir geben. du gerüstet seyn. Seyd stille und 1. Wer kann dein Thun be- erkennet, er sey der starke Gott; greifen? Herr, du bist schrecklich sein Eifer, wenn er brennet, macht groß; wenn Menschen Sünden häufen, ziehst du dein Schlachtschwert los. Du richteft ein Zerstören auf deiner Erden an. Du bist's auch, der ihm wehren, und Kriegen steuern kann.di 3. Die Kirche muß gewinnen. Ihr Feinde, merkt es doch. Denn Gott ist bei ihr drinnen, und darum bleibt sie noch. Dem glaubigen Geschlechte hilft dieses Wort im Krieg: Hie Schwert des Herrn! Die Rechte des Herrn behält den 2. Wenn Menschen Troß dir bieten, so legst du Ehre ein, und wenn sie noch mehr wüthen, wirst Sieg. 19. Januar. 19 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Ps. 42, 3. Außer Gott ist alles todt. Der Göße ist ein todter Gößze. Der Reichthum ist ein todtes Erz. Auf den lebendigen Gott hoffen, ist ein ewiger Trost. Wir Sterbliche sind lebendigtodt. Der Unbekehrte ist in Sünden todt. In Jesu ist nun das Leben, und das Leben ist erschienen, und das Leben ist das Licht der Menschen. Wer in ihm lebt, und in ihm stirbt, wird leben, und den Tod nicht sehen.giar Mel. Wacht auf ruft uns die Stimme. 2. Du hast's dem Sohn gege1. Gott du, du bist lebendig, ben, auch er hat in sich selbst das und in Unsterblichkeit selbstständig, Leben, ward Fleisch, und starb, in eigener Verherrlichung. Du und lebet nun. Auch nach der Zeit kannst von nichts abhangen; dein des Falles, belebt dein Geist des Leben hat nie angefangen, und Lebens Alles, was leben will, und weiß von keiner Aenderung. Was in dir ruh'n. Mein Gott, ach lebt, das lebt in dir, im Him- lasse mich, jetzt und dann ewigmel und auch hier. Gott der lich, in dir leben; so hat's nicht Geister, du bist's allein, der Ruhm Noth auch selbst im Tod. Du ist dein, du warst, und bist und bist der Lebenden ihr Gott.dom wirst auch seyn. 20. Januar. Gott, dem Seligen, sey Ehre in Ewigkeit. Amen. 1 Tim. 6, 15. Diese Ehre gebührt Gott allein, daß er der in sich Selige heißt. Er ist ohne alle Geschöpfe selig, und ohne ihn ist kein Geschöpf selig. Was außer ihm ist, ist unselig; und was selig wird, wird nur in ihm selig, und wer in ihm selig ist, ist ewig selig. Das hat uns Jesus erworben, der Urheber und Herzog uns'rer Seligkeit. Auch ihm sey Ehre in Ewigkeit. Amen. 7050 20 worauf dein Urgrund lieget. Des Vaters Liebe zu dem Sohn und Beider Geist auf gleichem Thron, ist Gottes eig'ne Wonne. Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. keit, dich, Seligen, zu sehen. Dich 1. Selbstseliger, der nun in sich betet an, was heilig ist, dich sich ganz allein vergnüget, nur wünscht zu sehen, wie du bist, du bedarfst nichts, außer dich, was Jesus zu dir führet. final 3. Wir schwache Kinder lallen hier vor deinem tiefen Wesen im Glauben nur, wie wir von dir in deinem Worte lesen. Ach, bring' 2. Was je darf in Vollkom- uns vor dein Angesicht, dich einst menheit vor deinem Throne ste- vollkommen in dem Licht im hen, das hält's für seine Selig- Schauen zu erkennen. union 21. Januar. 21 Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. P₁. 84, 3. Der Mensch ist ein edles Werk Gottes, dergleichen sonst feines ist, das Leib und Seele hat. Man muß den Leib nicht in die Mastung legen, als wohnte keine Seele darin. Man muß aber auch für die Seele nicht allein alle Achtung haben, als wäre der Leib nur ein Madensack. Ein Christ richtet hierin ein recht Gerichte. Beiden gebührt ihre Ehre. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 4. Gieb, daß ich mich befleiße, 1. Ich danke dir, mein Schö- durch Kraft, die du verheißst, pfer, daß du auch mein gedenkst, und als mein weiser Töpfer mir Leib und Seele schenkst. daß ich dich allzeit preise am Leibe und am Geist. TA 2. Du Gott! erhältst mir bei5. Gieb Ruh' von allem Jamde, als Werke deiner Hand, den mer, nach sanftgelöstem Band, Leib in Speis und Kleide, die dem Leib in seiner Kammer, der Seele bei Verstand. Seel' in deiner Hand. 3. Du haft im Wasserbade den 6. Zuletzt gieb diesen Zweien, Leib zur Ewigkeit, und durch den im Aufsteh'n aus dem Tod, daß Geist der Gnade die Seele zu Leib und Seel' sich freuen in dem bereit't. pin mir lebend'gen Gott. Erster Theil. 4 22 22. Januar. Ich will mich selbst meiner Heerde annehmen, und will sie suchen. Ezech. 34, 11. Die Engel hatten keinen Befehl uns zu suchen; wir Menschen konnten uns selbst nicht wieder einfinden; und der Teufel führte uns immer mehr in die Irre. Dank sey dem Vater, der uns dem Herrn Jesu gegeben, daß er uns suchte, und er hut's mit allem Fleiß, sonst blieben wir ewig verloren. Dim di Mel. Von Gott will ich nicht laffen. Fluch erlöset bin. Was war, 1. Unendliches Erbarmen, daß was hatte ich? ich hatte vor Jesus Sünder sucht. Gibt's auch dir Scheue, du hattest für mich) noch ärm're Arme, als Menschen, Treue, du liefst, und fandest die verflucht? Der Heiland sucht mich. # 02 noch heut; gebt, Sünder! ihm Gehöre; gebt, Sünder! ihm die Ehre, die ihr gefunden seyd! 3. Ich will die Treue loben, die mir Verirrten rief. Die Gnade sey erhoben, die mich mit Macht ergriff, die mir das Herz bewegt, die mir das Heil gewiesen. Die Liebe sey gepriesen, die mich zum 2. Herr! du hast mich gefunden, hie bin ich, nimm mich hin; weil ich durch deine Wunden vom Himmel trägt. 23. Januar. Alles, was Athem hat, lobe den Herrn, Hallelujah! P₁. 150, 6. Das Lob Gottes ist die Absicht, warum die Ge schöpfe da sind. Es ist das selige Geschäft der Engel im Himmel, und die angenehmste Pflicht der Menschen auf Erden. Wie würde Adam sich im Lob Gottes erfreut haben, wenn er sich nicht vom Teufel hätte beschwägen lassen, welcher Gott nicht loben fann noch mag, und über dessen Sturz Gott von den Heiligen erst gelobet wird. ind 23 Mel. Wunderbarer König. oben seiner Macht und Weisheit 1. Unser Thun ist nichtig, uns're Proben. Sollten wir denn nicht Freude flüchtig, Gottes Lob allein hier seine Gnade loben, und der ist wichtig. Luft und Wald er- Wahrheit Proben? klingen von der Vögel Singen, wenn sie Gott ihr Loblied brin- 3. Herr, es soll mit Allen gen. Mensch, bist du stumm da auch mein Lied erschallen, lag zu? magst du nicht mit Singen dir solches wohl gefallen. Wer Gott sein Lob auch bringen? dir unterthänig, ist dir nicht zu wenig, bist du gleich der höchste König. Dich, nur dich lobe ich, wo sind eure Chöre? Schaaren kann ich's schon so wenig, Herr, Engel loben vor dem Thron dort mein Gott und König. 864 2. Alle Himmelsheere jauch zen Gott zur Ehre, Menschen! 24. Januar. Gelobet sey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit, und Gott alles Trostes, der uns tröstet in allem unserm Trübsal. 2 Cor. 1, 3. Alles Thun Gottes ist wunderbar, und so auch seine Tröstung in Trübsalen. Ein Weltherz weiß nichts davon. Ein glaubiges Kind Gottes fühlt hingegen, wie wohl ihm in Trübsalen bei der Barmherzigkeit Gottes ist. in mind, 100 og 1119 Mel. Warum sollt ich mich denn ic. 1. Kann man Gott in Trübsal loben? Ja, o ja! er ist nah, Christen möglich. wenn auch Stürme toben. Gottes Wort dringt tief zu Herzen; wenn er spricht: weine nicht, das vertreibt den Schmerzen. 2. Rechne, Seele, nur das Gute bei der Last, was du hast an des Heilands Blute; dieß wirst du 5. Herr, wer ist doch deines nicht können messen, und zugleich gleichen! Schlägst du zu, so läßst froh und reich jener Last vergessen. du doch nicht von dir weichen. 3. Das ist Gottes Wunder- Du gibst dennoch Trost's die Fülle. weise, er erfreut auch im Leid, kommt ein Schmerz, lobt das daß man ihn nur preise. Ist's Herz dich doch in der Stille. 24 bei Menschen unerträglich; Gottes Kraft, die es schafft, macht's den 4. Mir genügt an Gottes Gnade; hab' ich die, so ist hie mir kein Leiden Schade. Thränen, macht mein Herz nicht trübe! mein Gemüth lernt ein Lied: Mein Gott, du bist Liebe! 25. Januar. 25 Ich danke dir, daß du mich demüthigest, und hilfst mir. Pf. 118, 21. Wir haben wohl Ursache, Gott auch für alle Demüthigung zu danken. Der Nußen, den wir davon haben, ist geheim, aber sehr groß. Den Leimen, aus welchem Gott Gefässe seiner Ehre machen will, lässet Gott zuvor wohl treten. 12/30 Mel. Jesus, meine Buversicht. 1. Daß du mich geniedrigt haft, will ich dir, du Höchster, danken. Unser Herz verliert sich fast, und vergißt die engen Schranken: aber du machst alles klein, was verlanget groß zu seyn. 3. Drücktest du nicht unsern Sinn mit dem Kreuz fein in die Tiefe, o wo flögen wir noch hin? und wer ist, der zu dir riefe? Aber im Erniedrigtseyn lernt man aus der Tiefe schrei'n. 4. Du machst dürr, und gibst doch Saft; du machst arm, uns viel zu geben, in der Schwachheit deine Kraft, in dem Tode 2. Du haft recht, wir haben Schuld; du bist heilig, wir sind Sünder. Du beweisest Vatershuld, züchtigst aber auch die Kinder, selbst das Leben. Ich bin elend, machst die stolzen Herzen blos, führ' mich du aus der Tiefe Himund die kleingemachten groß. id mel zu. 26. Januar. Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von allen Sünden. 1 Joh. 1, 7. Das ist ein Kindersprüchlein; aber für Kinder Gottes, denen es Johannes geschrieben. Ein Glaubiger würde dafür alle Bibliotheken menschlicher Weisheit nicht einwechseln. Johannes hat es in der Schule gelernt, als er bei JOCUFE 10T2 dem Kreuze Jesu stand, da er es zuvor an der Brust Jesu noch nicht so verstanden hatte. 26 Mel. Es kostet viel ein Chrift zu seyn. Richterstuhl? das Blut des Lamms, 1. Geheimnißreiches Gottes- das mir zum Leben starbe. Dieß blut; wer kann die Kraft, wor- Blut faß' ich an deinem Kreuzesnach du wirkst, ergründen? dieß stamm, o Gotteslamm! Moj Blut versöhnt selbst Gottes Gilt foom fersglut, und macht uns rein von 3. Für alle heil'ge Tropfen allen unsern Sünden. Wen die Blut's nimm, Jesu, Dank von ses wascht, der muß vor Gott ja meiner frohen Seelen. Wie thust rein von Sünden seyn. du mir, mein Herr, doch so viel 250 2. Was rettet mich vom Gut's! ich kann es erst im HimSchwefelpfuhl? was ist mein mel recht erzählen. Nimm für Schaß, daß ich nicht ewig darbe? dein Blut, mein Gott, indessen was ist mein Ruhm vor Gottes hier auch Dank von mir. id du Univ.- Bibl. Giessen 27. Januar. 27 Ich bin der gute Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen. Joh. 10, 4. Daß der Hirte uns kennet, ist Gnade; daß wir ihn kennen, ist Friede. Das lieblichste Geheimniß hievon hat vielleicht Nathan 2 Sam. 12, 3. gegeben: Er hatte 1) ein kleines Schäflein, 2) er hatte es gekauft, 3) er nährte es, 4) daß es groß ward, 5) es aß von seinem Bissen, 6) es trank aus seinem Becher, 7) es schlief in seinem Schoos 2c. 212028 in 194 Bryde in din ansio Mel. Lamm Gottes, unschuldig c. di alamba F uns theu'r erworben, ist besser als das Leben. Dir sey denn Ruhm sie sind auf dich getaufet; du, den gegeben. Gieb uns den Frieden, das Schwert einst trafe, hast sie o Jesu! 1. Du, Jesu, kennst die Schafe, mit Blut erkaufet, und heilst sie 3. Wenn du einst wirst erscheials die Kranken, das sollen wir nen, wirst du die Schafe nendir danken. Gieb uns die Gnade, nen; und wiederum die Deinen o Jesu! idquo gilis dich, ihren Hirten, kennen; dich 2. Dich auch im Glauben ken- werden sie dort oben an Lebensnen, daß du für uns gestorben; in wassern loben. Mach' uns nur Liebe zu dir brennen, weil du selig, o Jesu! dina ondo and niss 28. Januar. Christus ist die Versöhnung für uns're Sünden. 1 Joh. 2, 2. Die Versöhnung, wie sie Christus ist, ist ganz außer den Gränzen der Vernunft; sie ist der Hauptgrund des Glaubens. Hievon hat der Glaube sein Leben, der Sünder seinen Trost, der Selige seinen Ruhm. Der Versöhnte fühlt Gottes Liebe, der Unversöhnte Gottes Zorn. 28 13 Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. dem Vater redet. Gott gedenkt 1. Seelen, die ihr Jesu dient, nicht unsers Thuns, noch der fallet vor ihm nieder, weil er Sündenmenge; Christi Blut kommt euch mit Gott versöhnt, singt über uns, daß es uns besprenge. ihm Lobelieder. Was uns das m Gesetz gedroht, ist am Kreuz 3. Sind wir dann versöhnt durchstrichen, und durch Christi vorher, ist uns nun vergeben, Opfertod wir mit Gott ver o so werden wir vielmehr selig glichen. da oman durch sein Leben. Jesu, der in's Heiligthum durch sein Blut ge= 7119111 2. Nun ist Gott uns wieder drungen, dir sey Heil, und macht, gut, und der Tod getödtet, weil und Ruhm hier und dort gedes Sohns Versöhnungsblut vor sungen. 29. Januar. 29 Herr, du hilfest Beiden, Menschen und Vich. Ps. 36, 7. Der Unglaube fehlt immer auf beiden Seiten. Entweder mißbraucht man das Vich, daß es seufzet, wenn man es gleich im และ กา ศ.... Warten und Pflegen höher als Menschen achtet. Oder man sieht es in seinem Gebrauche an, daß es dem Menschen helfe, ohne auf urion, Dinin Gott zu sehen. Der Glaube sieht auf Gottes Ordnung, der Menschen und Vich hilft. rioyap maduroko Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. 2. Macht nun Gott mit Wohl1. Gott erbarmt sich aller gefallen alles Fleisch auf Erden Werke, welche seine Hand ge- satt, weiß er auch auf diesem macht; wo ich seine Allmacht Ballen, was er da für Kinder merke, nimm ich Güte auch in hat. Geschwister, wir wollen die Acht, und diese ist würdig, gelobet Sorgen verwerfen, der Vater zu werden. Bei schreienden Na- weiß, daß wir das alles bedürben, bei weidenden Heerden, und fen; wir beten, und danken, und was ich, vom Schöpfer erhalten, loben ihn hie: o Gott, du hilfft besteh', heißt: Gott, du hilfft Bei Beiden, dem Menschen und Vich. den, dem Menschen und Vieh. stund rid iar and * 30. Januar. Siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig. Matth. 21, 5. Wann Jesus den Herzen nahe kommt, so kann es ohne Bewegung nicht abgehen. Ich gedenke etwa von mir: wenn du jenen Einzug gesehen hättest, du hättest vor Unglauben kein Homo stanna gerufen. Es mag seyn. Doch denke ich wieder: wer bewegt dir denn jetzt dein Herz, daß du an ihn glaubest? ist's nicht seine Kraft? ist's nicht sein Zunahen; was hast du denn selbst an deinem Glauben gewirkt? tilid his dit macht 30 2. Zeuch, Jesu, in die HerMel. Wie schön leucht't uns der ic. 1. Zeuch, Jesu, in die Herzen zen ein; lehr' uns das Hostanna ein; der kommt, der soll gelobet schrei'n, und dein Erscheinen lieseyn, denn du bist Herr der Her- ben. Das ganze Herz beherrsche In Sanftmuth pflegst du du, es rufe dir mit Wonne zu einzuzieh'n, da muß die Furcht in heilsbegier'gen Trieben. Neue des Todes flich'n, und aller Sün- Treue wirk' in allen; laß erschalden Schmerzen. Leben geben; len: unser'm König ist nun alles Gnad ertheilen; Wunden heilen unterthänig. be mee, di anor tödtlich Kranken, ist dein Thun, dd 1 daß wir dir danken. 31. Januar. 31 Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß so wir etwas bitten nach seinem Willen, so höret er uns. 1 Joh. 5, 14. O wie gut ist's, daß uns der Vater durch Seinen Sohn hat das Vater Unser vorsprechen lassen, und giebt uns noch den Geist des Gebets. Da ist Freude im Herzen, und Gottes Lob 99 im Munde. daral ENS sid piors, yst bit m spiana Hrad tim Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. stehen. Was aller Welt unmög1. Gott, du erhörst, das Reich lich ist, da hilfst du uns durch ist dein; ja, ja, es soll geschehen. Jesum Christ von Sünden, Tod Als Herr Hörst du der Raben und Hölle. di Ind Schrei'n, als Vater unser Flehen. 1 siln tinroar 50512 Daher kommt alles Fleisch zu dir, und als die Kinder beten wir zum Vater in dem Sohne. 3. Gott, dein ist auch die Herrlichkeit, ja, ja, es wird geschehen. Du hast dir selbst ein Lob bereit't, daß wir Erhörung sehen. 2. Gott du erhörst, dein ist Hier dankt man dir in Schwachdie Kraft, ja, ja, es kann gesche- heit schon, dort wird dein Ruhm hen. Du bist's, der alle Hülfe vor deinem Thron recht groß und schafft, thust mehr als wir ver- herrlich werden.n and rodeil 32 1. Februar. and Also hat Gott die Welt geliebet. Joh. 3, 16. Das ist das unvergleichliche Sprüchlein, das uns der eingeborne Sohn aus dem Schoos seines Vaters gebracht. Es ist das Herzblatt der ganzen Schrift. Es fasset den ganzen Rath der Liebe des Vaters; die ganze Erlösung des Sohns; das ganze Werk des Geistes des Glaubens; das ganze Heil der Verlornen; das ganze Elend der Sünder; die ganze Menge der Begnadigten auf Erden; den ganzen Himmel mit dem ewigen Leben in sich. Gott sey ewig Lob dafür. a rolin enti han om ud p Mel. Wer nur den lieben Gott läßt ic. Wohlgefallen an Aller und an 1. Dir dank' ich, Gott, für meiner Statt, daß ewig lebe, wer deine Liebe, womit du alle Welt da glaubt, und mir ist glauben geliebt. Wenn eins nur unge- auch erlaubt. metrat in t liebet bliebe, so würde mir das 3. D Liebe! dir sey Lob gesunHerz betrübt; ich dächte in der gen. Ach, glaubten alle Menschen Seelenpein: ich, ich kann dieß dich! Ein Herz von deinem Feu'r Gehaßte seyn.ió durchdrungen, dankt, rühmt und 2. Gott Lob! ich bin auch lobt nicht nur für sich, indem es unter Allen, die er im Sohn ge- Gott die Ehre gibt, daß er die liebet hat. Der starb nach Gottes ganze Welt geliebt. not 2. Februar. 33 Dieweil wir denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben stehet: ich glaube, darum rede ich; so glauben wir auch, darum so reden wir auch. 2 Cor. 4, 13. Der Geist gibt auszusprechen, wenn er auf einen Menschen kommt. Er hat es am Pfingsttage erwiesen. Man redet im Gebet vor Gott, und zum Lob Gottes vor den Menschen. Dahin gehört das Singen im Glauben mit. Den Glauben wirkt der einige Geist. COR Mel. Ich finge dir mit Herz c. hebt: dieß aber fühlt man auch 21. Du Geist des Glaubens, dabei, daß man von sich nicht deiner Kraft dankt man den lebt. CIDUNT E Glauben nur, kein Mensch ist, der denselben schafft aus Kräften der Natur. 4. Dir, Geist des Vaters, dank' ich nun, der du so mächtig rufft, daß du, da ich's nicht konnte thun, mich neu in Chrifto schufft. 5. Ach, wirke ferner mächtiglich, so lang ich leb', in mir; so glaube und so rede ich, und lobe toale 2. Es ist nicht ein geträumter Wahn, aus eig'nem Sinn erdacht. Man weiß es, daß es Gott gethan, wenn man vom Tod erwacht. 3. Man fühlt wohl, daß man lebend sey, weil sich der Geist er- dich dafür. 34 3. Februar. Ich danke meinem Gott, so oft ich eurer gedenke, welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet für euch alle, und thue das Gebet mit Freuden, über eurer Gemeinschaft am Evangelio. Phil. 1, 3. 4. 5. Wenn Paulus für Anderer Gemeinschaft am Evangelio danket, wie viel mehr soll ein jedes für sich selbst für diese Gemeinschaft danken. opimis Mel. Jerusalem, du schöne ic. 3. Dieß kann man mit Freuden 1. Theure Botschaft von der lesen, dieß hört man mit Glauben Liebe, die in Christo Jesu ist! an; denn es sagt, wer wir geWenn man tausend Bücher schrie- wesen, und was Gott an uns be, die der lüst're Weltsinn liest, gethan, und das Herz nimmt sei= wären solche gegen dir nur ein nen Theil aus der Predigt von feuerwerth's Papier. dem Heil. 2. Menschenschriften sind ver- 4. Gott sey Ruhm von allen gebens, machen nicht im Sterben Zungen, auch von mir in meinem froh. Aber Hoffnung jenes Le- Theil. Jesu, dir sey Lob gesunbens liegt im Evangelio. Gottes gen für dein Wort von unser'm Kraft zur Seligkeit liegt in diesem Heil. Geist der Gnaden, ewigWort bereit. indie fort sey dir Dank für dieses Wort. 4. Februar. 35 Die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit. 1 Petr. 1, 5. Man verwundert sich oft über den Fall eines gewesenen Christen mehr, als über seine Erhaltung; da doch jenes Menschen- oder Teufelswerk ist, dieses hingegen Gottes Werk. Es ist begreiflicher, Judam am Strick sich vorzustellen, als Thomam, wie er die Hand in Jesu Seite leget. Luther schreibt: o lieber Gott! was sind wir, wenn du uns nicht hältſt. lig 10 h nodo uns Heil verschafft. Den Glauben wirket sie; auch sie erhält den Glauben; sie läßt uns ihm nichts rauben, und sie verläßt uns nie. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 1. Bedenk' ich Satans Stricke, den Lauf der argen Welt, des Herzens viele Tücke, wodurch man schnelle fällt, o so erstaunt mein Sinn; ich bin mir selbst ein Wunder, daß ich nicht längst hinunter in's Feu'r gefallen bin. 3. Gelobt sey dein Erbarmen, mein Gott, ich dank' es Dir. Ach überlaß mich Armen doch fernerhin nicht mir. Laß mich durch 2. Was hat mich doch bewah- deine Macht bewahrt seyn bis ret? Gott, das ist deine Kraft, zum Leben, ich will dir Ehre gedie keine Mittel sparet, bis sie ben, wenn du mich heimgebracht. 36 5. Februar. Du verbirgst, die dich fürchten, heimlich bei dir, für Jedermanns Trop. Ps. 31, 21. Wenn Gott nicht in Gefahren von der Wiege an beschütze, so würden alle Kinder zu todt fallen, ehe sie laufen lernten. Wir sind in täglichen Lebensgefahren, und die wenigsten wissen wir. In allen beschirmet Gott allein. Mel. Gott will's machen. herzu. Du bist Retter, Gott 1. Im Bewahren vor Gefah- der Götter, wie mit Flügeln ren zeigst du, Gott, dich wun- deckest du. derbar. Das bestärket, wer es 4. Du alleine schüß'st die Deimerket. Die Erfahrung macht es wahr. man ne, wenn sie auch durch Wasser 2. Gott sieht ferne, wie so geh'n: du alleine schüß'st die gerne, unser Feind uns stürzen will. Doch sein Sorgen hilft verborgen, und macht seine Kinder ftill. ein Deine, wenn sie auch im Feuer steh'n. 5. Danket Alle, jauchzt mit Schalle, ihr, die ihr erlöset seyd. 3. Wie viel Nöthen, die auch Uns behüte seine Güte, denn sie tödten, steh'n wir bloß, Gott eilt währt in Ewigkeit. 910 6. Februar. 37 Ich danke dir darüber, daß ich wunderbarlich gemacht bin. Wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl. Pf. 139, 14. Der Leib des Menschen ist doch eine bequeme und herrliche Wohnung für eine unsterbliche Seele gebaut. Das haben auch die Heiden erkannt, aber den Schöpfer nicht geehrt, noch ihm gedankt. Mel. Jesus, meine Buversicht. 1. Auch für meines Leibes Bau will ich Gott ein Danklied bringen; sein Werk, das ich an mir schau, ist ja würdig zu besingen; hat's die Sünde schon zerstört, und das Herrlichste verheert. 2. Hat nicht jedes Glied allhie jeßt noch seinen Dienst und Kräfte? heiligt Gottes Geist nicht fie Erster Theil. auch zum christlichen Geschäfte? Jesus hat zur Herrlichkeit sie auf's Neu' am Kreuz geweiht. And 3. Jesus nimmt ja selbst den Leib seiner Kirche zum Erempel. Gib, Herr! daß mein Leib stets bleib' deines Geistes reiner Tempel! Muß er die Verwesung seh'n, heiß' ihn herrlich aufersteh'n. 5 38 7. Februar. Lobe den Herrn meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. 2₁. 103, 2. Es ist eine göttliche Wohlthat um die menschlichen Sinne. Sie sind uns aber nicht zum Weiden nur gegeben, obschon Gott z. E. den Geschmack mit Wohlgefallen sättiget; sondern die Seele soll den Schöpfer loben, und der Wohlthat nie vergessen. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. nem Licht: es nimmt mein Ohr 1. Ich finge dir für meine und Aug' auch Theil an seinem Sinnen, mein Lebens- Gott, ein Wort von unserm Heil. Danklied ab. Da werde ich des Guten innen, das mir mein gu- 3. Dem Herzen wird das Wort ter Schöpfer gab; so fühle, rieche, vom Glauben durch die zween schmeck ich nun, wie wohl Gott Wege eingedrückt. Wie sind die kann dem Menschen thun. Blinden und die Tauben zu sei2. Ich höre nicht nur die Ge- nem Dienst so ungeschickt! Herr, sänge, da seinem Lob die Luft zeig' mir einst, was ewig währt, entspricht; ich sehe nicht nur das kein Aug' noch fieht, kein Ohr Gepränge von seiner Sonne schö- noch hört. 8. Februar. 39 Leben und Wohlthat hast du an mir gethan, und dein Aufsehen bewahret meinen Athem. Hiob 10, 12. Das erkennet der geplagte. Hiob noch in seiner Asche, und unter den Schmerzen seiner bösen Geschwüre. Die unglückseligsten Menschen halten doch noch das Leben für edel. So sollen wir denn Gott dafür danken, und zu Gottes Ehre leben. Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. 3. Köstlich ist's, Gott Ehre 1. Leben ist die erste Gabe, geben, und zumal in seinem und die letzte, die man hat. Al Sohn; dieß thun aber nur, die len andern Schatz und Habe gibt leben, Höll' und Tod weiß nichts der Mensch an dessen Statt. Im davon. Edles Leben! so Gott Gesundseyn und Erkranken hab' schenket, daß man seines Lob's ich dieses Gott zu danken. gedenket. 2. Wenn wir nahe Noth erblicken, oder leiden lange Pein; ja, wenn gar die Sünden drücken, wünschen wir oft nicht zu seyn. Nein, mein Herz, laß doch 4. Gott! dich will ich herzlich loben, weil ich hier im Leben bin; denn du krönst mit Gnadenproben mir mein Leben immerhin. Bringe mich in jevon Beiden dir dein Leben nicht nes Leben, ewig dir dein Lob zu entleiden. geben. 40 9. Februar. Gott, du labest die Elenden mit deinen Gütern. Ps. 68, 11. Seitdem wir durch die Sünde verderbt sind, erkennen wir alle, auch die leiblichen Wohlthaten Gottes erst recht, wenn wir recht elend sind. Wie schmeckt im großen Durst ein Trunk Wasser, im Hunger ein Stück Brod, im Schmerzen eine Arznei, in Schwachheit eine Erfrischung so wohl. Da sollen wir danken. or Mel. Jesu, der du meine Seele. Dank. Du läßst Beter Hülfe 1. Großer Gott, wie schrecklich merken, zeigest Mittel, die fie plaget unsern Leib der Sünden stärken; wie erquicken Schlaf und Pest, daß der Tod uns täglich Ruh'! All' dieß Gute schaffest du. naget bis er uns den Würmern 3. Noch mehr schenkst du deiläßt. Dennoch weichet dein Er- nen Kindern; dein Wort tröstet, barmen auch noch da nicht von uns wenn sie frank. Jesum giebst Armen, daß du Arzt und Mittel du, der den Sündern zur Gene-. giebst, weil du noch in Jesu liebst. sung Galle trank. Sollten dir 2. Wenn uns Herz und Adern denn nicht die Kranken auch auf klopfen auf des Bettes Folter- ihren Lagern danken? Kinder, seht bank, legst du oft in wenig zum Vater hin! labet Er, so loTropfen einen Segen, dir zum bet ihn. 10. Februar. 41 Der Vater unsers Herrn Jesu Christi ist der rechte Bater über alles, was Kinder heißt, im Himmel und auf Erden. Eph. 3, 14. 15. Es ist sogar etwas Geheimes, Großes, Zärtliches, Tröstliches, Seliges, von ganzem Herzen eine Ansprache an Gott als einen Vater haben. Daher kann's Niemand, als wem es der Geist des Sohnes vorspricht. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Gott! mein Herz erfreut sich kindlich, und die Zunge dankt dir stündlich, daß ich dich darf Vater nennen, und in deinem Sohn dich fennen; der mich mit sich selbst vereinigt, mit dem Blut des Sohns mich reinigt, mit dem Geist der Kraft erfüllet, und den Zorn in Gnaden stillet. 2. Als den Vater, der mich liebet; der mir Straf und Schuld vergiebet; der nach seinem Wohlgefallen mich erhört auch in dem Lallen; der mich nur in Liebe schläget; der mich mit Verschonen träget; der mich reichlich speist und kleidet, und mit ernster Treue leitet; 3. Der mich warnet vor dem Bösen; der mich mächtig wird erlösen; der mich endlich nach dem Sterben läßt mit ſeinem Sohne erben. Vater, ich bin zu geringe, dieß sind lauter große Dinge. Aber weil du Vater heißest, preis' ich, was du mir erweisest. 11. Februar. Gelobet sey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns in demselben erwählet hat, ehe der Welt Grund geleget war. Eph. 1, 3. 4. Das ist das tiefe, von der Welt her in Gott verborgene Geheimniß uns'rer unerforschlichen Gnadenwahl. Glaube macht hier alles; Vernunft und Werke nichts. Wo Glaube ine. ist, ist auch demüthiger Dank. 42 Mel. Sollt' ich meinem Gott c. 2. Gar nichts war an mir 1. Regt euch, alle meine Kräf- zu finden, das erwählungswürte, stimmt zum Lobe Gottes ein! dig schien; denn Gott sah mich Denn das köstlichste Geschäfte in den Sünden, eh' ich d'rin gemuß der Ruhm der Gnade seyn. boren bin. Aber in dem Sohn Gott sey Lob, der mich erwählet, der Liebe machte Gott mich eh' die Welt gegründet war, und angenehm, und erwählte mich mich seiner sel'gen Schaar aus in dem. Wunderreiche GnaErbarmung zugezählet. Was da- dentriebe! Alles, was nun in mals geschehen ist, das geschah mir ist, danke Gott in Jesu in Jesu Christ. Christ. 12. Februar. 43 Also ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß Jemand von diesen Kleinen verloren werde. Matth. 18, 14. In der Angst der Sünde meint das Herz immer, Gott wolle uns verdammen und tödten. So muß Adam im Verkriechen gedacht haben. Aber Gott will, daß wir leben. So gedenkt allezeit der Unglaube noch von Gott. Der Glaube aber lebt von Gottes Willen. Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. will es, dazu ist der Heiland er1. Betet an, verlorne Sünder, schienen, vom Vater gesendet, die Gott will unser Sterben nicht. Welt zu versöhnen, und der hat Freut euch, ihr gefund'nen Kinder, den Willen des Vaters vollbracht. Gott ist's, der vom Leben spricht. O Liebe! so hast du uns selig Wir waren in eigenem Willen gemacht. gestorben, wir blieben in Willen verdorben, wir wollten nicht leben; Gott hat es gewollt. Liebe, wie bist du den Sündern so hold. 0349 eigenem 3. Unbegreifliches Erbarmen! das die Einsicht übersteigt. Wunderwille gegen Armen, der uns im Bewundern beugt! So glauben wir Sünder dem gnädigen Willen, 2. Wollte in der Hölle Einer und danken, daß Jesus ihn wolje noch aus den Flammen flieh'n; len erfüllen, und beten im Himach, so könnte es doch keiner, wenn mel mit Freuden einst an: O Liebe, ihn Gott nicht wollte zieh'n. Gott was hast du an Sündern gethan! 44- 13. Februar. Christus hat getödtet die Feindschaft durch sich selbst, und ist gekommen, hat verkündiget im Evangelio den Frieden. Ephes. 2, 16.- 17. Kein irdischer Friede kann so theuer erkauft werden, als dieser. Denn er hat den Sohn Gottes sein Blut gefostet. Es ist ein wunderbarer Frieden. Denn in diesem Frieden streitet man hier bis zum völligen Sieg. Mel. Liebster Immanuel, Herzog ic. lauben, fleht um Vergebung, so 1. Singt mit den Engeln, ihr findet ihr Huld. Fasset den FrieMenschen auf Erden, Jesus hat den, der euch beschieden! Uns're Frieden am Fluchholz gemacht; Errettung ist Gottes Geduld. Jesus kam, selber der Friede zu 3. Mächtiger Jesu, wie hast werden; Jesus hat selber die Bot- du gerungen, bis die Ertödtung schaft gebracht. Singet mit Freu- der Feindschaft gescheh'n. Lob sey den, Juden und Heiden! Friede dir Fürsten des Friedens gesunist's, eh' wir an Frieden gedacht. gen, daß du uns würdigst im 2. Bange Gewissen, ihr dürfet Frieden zu steh'n. Stärk' uns im es glauben, waret ihr Sünder, Kriege, gieb uns stets Siege, bis Gott schenket die Schuld. Gott wir vom Kampfplaß zur Friedenswill den Zugang euch wieder er stadt geh'n. in hot n 14. Februar. 45 Ich bin der Lebendige, ich war todt, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offenb. 1, 18. Das ist der große Name des Herrn Jesu, den er mit seinem Vater gemein hat, der der lebendige Gott ist. Das soll dem Apostel Johanni alle Furcht vertreiben. Eine glaubige Seele sagt mit David, Pf. 54, 8.: ich will deinem Namen, Herr, danken, daß er so tröstlich ist. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Den Gekrönten ruft man 1. Jesus lebt, das tröstet mich, zu, wenn man huldigt: dieser daß mein Herz in Wonne schwe- lebe! Jesu, keinen Wunsch brauchst bet. Ach ich lebe, doch nicht ich, du, daß dir Gott erst Leben gebe; weil nun Christus in mir lebet. dein getreuer Unterthan betet dich, Um dieß, daß ich lebend bin, geb' der lebet, an. ich all' mein Eig'nes hin. 2. Gott der Vater gab dem Sohn, Leben in sich selbst zu haben. Der kam von des Vaters Thron, starb im Fleisch, und ward begraben, lebte wieder auch von sich; lebt und herrscht jetzt ewiglich. dem Thron zu seyn. 4. Jesu, du Lebendiger, auch im Tode bist du Retter. Dir gebühret Ruhm und Ehr'. Betet ihn an alle Götter. Führ' mich einst zum Leben ein, ewig vor 46 15. Februar. ni Christus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit. 1 Cor. 1, 20. Dieß ist das tiefe Geheimniß, wohin keine Vernunft reicht, daß Gott uns Christum zur Weisheit gemacht hat. Das ist den Weisen dieser Welt ein Aergerniß und eine Thorheit, sonderlich der gekreuzigte Christus. Doch Gott hat's so gemacht, sie werden's nicht anders machen. Mel. Von Gott will ich nicht laffen. Vater selbst gemacht. Die lernt 1. Habt Gunst und Ruhm auf der Glaube nur, und findet mit Erden, ihr Weisen, ohne Neid. Vergnügen, was da für Schäße Ich will ein Weiser werden, den liegen, auch über die Natur. nie sein Lernen reut. Lern' ich nur Jesum mir, so will ich nichts 3. Ja, Vater, sey gepriesen, mehr fragen, und darf ohn' der Jesum offenbart, so haben Hochmuth sagen: ich weiß noch wir durch diesen die Weisheit mehr als ihr. wahrer Art. Das ist der beste Theil. Welt, halt uns nur für 2. Das ist der höchste Orden, Thoren; wir geh'n doch nicht verwer nach der Weisheit tracht't, loren, Gott zeigt uns doch sein die Jesus uns ist worden, vom Heil. 47 16. Februar. Christus ist uns von Gott zur Gerechtigkeit gemacht. 1 Cor. 1, 30. Die Ungerechtigkeit wird mit der Hölle gestraft. Die eingebildete Gerechtigkeit gilt vor Gottes Gericht als ein Betrug, und die eigene Gerechtigkeit ist ein unfläthig Kleid. We wollten wir bestehen, wenn uns Gott nicht Christum zu einer vor ihm giltigen Gerechtigkeit gemacht hätte? Dessen rühmt sich der Glaube allein. Mel. Jesu, der du meine Seele. gemacht. Außer ihm muß Gott 1. Feuereifer, Fluch und Rache verdammen, außer ihm sind hat der Sünder nur verdient: Schwefelflammen, eigene GerechDoch dieß ist die Wundersache, tigkeit ist vor Gott ein scheußlich daß uns Gott mit sich versöhnt. Kleid. Die zum Tod verkauften Knechte sind in Christo nun Gerechte; der Gerechte hat's gethan, der Gerechte machen kann. 2. Vater von versöhnten Kin dern, dir sey Dank und Lob gebracht, daß du Christum uns, den Sündern, zur Gerechtigkeit 3. Singt, ihr Seelen, lobt die Gnade, schmückt euch nur mit Christi Kleid. Jesu, ja ich arme Made nehm' in dir Gerechtigkeit; weckt mich Gott einst aus der Aschen, will ich nur mit Blut gewaschen, und in dir erfunden seyn. Denn dein Blut macht ewig rein. 48 17. Februar. Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei Jedermann, und das Ehebett unbefleckt. Hebr. 13, 4. Der Teufel, der Lügner, packt alle Ordnungen Gottes auf beiden Seiten an, und so auch die Ehe. Bei den Scheinheiligen will er einen befleckten Stand daraus machen; die Ruchlosen treibt er außer der Ehe zu allen Befleckungen. Der Glaube weiß es besser. 30 inim Mel. Durchbrecher aller Bande. selbst das Leid noch tröstlich; denn 1. Weiser Gott, auch für die kein's darf verlassen seyn. Da Ehe danken Christen Paar und wird auch das Loben köstlich; denn Paar. O wie thur's dem Bastard man lobt Gott nicht allein. wehe, daß die Mutter Hure war. 3. Das ist deine SchöpfersAus der holden Ordnung sprießen ehre, daß dein Werk dich nicht deiner Kirche Pflanzen auf, und gereut. Dein Wort heißt des du läßst sie gleich begießen mit Teufels Lehre, wer, was du dem Wasser in der Tauf. gebeutst, verbeut. Liebe woll2. Keine Stiftung gleichet die- test du befehlen, weil du selber ser, auch im Paradies war sie. Licbe bist. Darum loben dich Da ist selbst die Liebe süßer; denn die Seelen, denen dein Wort die Treue wechselt nie. Da ist heilig ist. 18. Februar. 49 Gott thut seine Hand auf und erfüllet Alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Ps. 145, 16. Wie verkehrt ist der Unglaube, der von Gottes Ordnung abweicht; er macht zur Sünde, was man heiligen sollte, und färbt eine Heiligung an, dem, was Sünde ist. Der Glaube macht, auch im Essen und Trinken, ein reines freudiges Gewissen. Mel. Meine Armuth macht mich sc. 1. Ich will Gottes Wohlthat preisen, seine Speisen brauch' ich mit getrostem Muth. Christus macht uns frei, wir dürfen Nichts verwerfen; alle Kreatur ist gut. 2. Gottes Wort kann alle Sa- 4. Gott läßt meinen Tisch mir chen heilig machen. Hier gilt decken, und mich schmecken, daß feines Menschen Schluß. Voll er Freundlichkeit beweist. Ihm von Dank zum Tische treten, sey mit erfrischter Zungen Lob glaubig beten, heiligt des Ge- gesungen, bis er uns im Himmel schöpf's Genuß. speist. 3. Ein bestrickt Gewissen haben bei den Gaben, ist der Herzen Sklaverei. Was mir Gott giebt, will ich nehmen, ohne Grämen, daß mein Essen Sünde sey. 19. Februar. Christus ist uns von Gott gemacht zur Heiligung. 1 Cor. 1, 30. Die Vernunft sieht die Werke der Menschen nur an, wie sie sind, nicht aber, woher sie sind. Gott aber siehet, was Heiligkeit heißen will, jetzt an, wie es in oder außer Christo ist. So sollen wir dahin trachten, daß unsere Werke in Chrifto gethan seven. 50 Mel. Jerusalem, du Schöne. 3. Dieses ist mein Wunsch auf 1. Außer Chrifto thut man Erden, laß mich nur in dir alSünde; Christus ist zur Heili- lein, was ich thu', erfunden wergung. Wenn ich Mängel an mir den, so wird alles heilig seyn. finde, dient's mir doch zur Förde- Denn der Vater machte dich auch rung, weil ich glaubig in ihm zur Heiligung für mich. bin, bin ich heilig auch durch ihn. 2. Werke, die wie Wunder 4. Vater, dir gebührt die Ehre, scheinen, sind doch außer ihm Jesu, dir gebührt der Ruhm; nicht groß: aber die veracht'sten was ich außer Christo wäre, wär' Kleinen haben doch in ihm ein ich noch im Heidenthum. Vater, Loos. Uns're Mängel deckest du, stell' im Himmel dir mich in Jeſu Jesu, mit der Liebe zu. heilig für. 20. Februar. 51 Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. 1 Joh. 4, 16. Wie läßt sich doch Gott in seinem Worte so einen holdseligen Namen geben. Vor seiner Majestät müßten wir uns fürchten; vor seiner Gerechtigkeit müßten wir verzagen. Zur Liebe dürfen wir uns nahen, mit Bitten und Flehen, mit Danken und Singen. Mel. Durchbrecher aller Bande. aller Menschen übersteigt. Du bist 1. Singet Gott; denn Gott b'reit ob allen Kindern; du währst ift Liebe, Liebe, die da ewig lang auf alle Zeit; du reichst tief währt. Sing' durch seines Gei- zu armen Sündern; du führst stes Triebe, wer es an sich selbst hoch zur Herrlichkeit. erfährt. Wenn Gott läßt den Eifer brennen, brennt er bis zur Hölle Grund; nun er sich läßt Liebe nennen, wird es allen Himmeln fund. 2. Liebe, die er im Erkenntniß seines Sohnes uns bezeugt, Liebe, welche das Verständniß 3. Liebe, die mein Herz darf glauben, ob sie mein Verstand nicht faßt, laß den Feind mich dir nicht rauben, der uns als Geliebte haßt. Liebe, laß es mir gelingen, dich zu kennen, wie du bist! Liebe, lehr' mich ewig singen, daß Gott Lobes würdig ist. 21. Februar. Christus ist uns von Gott gemacht zur Erlösung. 1 Cor. 1, 30. Weil die Erlösung vom Tode und von der Hölle größer ist, als Israels aus Egypten und aus Babels Gefangenschaft; so muß auch unser Rühmen größer seyn, als des leiblichen Israels. Freue sich, wer Glauben hat; rühme, wer rühmen kann. 52 Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. genommen? wir ein Brand vom 1. Christus ist uns zur Erlö- Feuersec? Daß es wahr, und sung von dem Vater selbst ge- wie's geschehen, kann man glaumacht. Das hat Adam in Ent- ben, nicht verstehen. blösung und die Schlange nicht gedacht. Aber Christus hat durch Wunden ewige Erlösung funden. 3. Freier Mund, du sollst voll Lachen, Zunge, du voll Rühmens seyn. Stimmt, das Rühmen groß zu machen, mit dem Ruhm der 2. Die wir aus den Ketten Andern ein: in dem Himmel wird kommen, sind nun wie die Träu- er größer, Jesus Christus sey mende. Wir, ein Raub dem Tod Erlöser. 22. Februar. 53 So uns unser Herz verdammet, so ist Gott größer als unser Herz, und erkennet alle Dinge. 1 Joh. 3, 20. Den Unglaubigen überläßt Gott dem Urtheil seines Herzens, und zeigt ihm nicht, daß seine Gnade mächtiger als die Sünde, und er größer als das Herz sey. Aber den Glaubigen tröstet er damit, daß er größer als das Herz sey. Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. 1. Gott, du prüfest uns're Herzen, besser kennst du uns als wir. Heuchler wollen mit dir scherzen, aber wie gelingt's vor dir? Vor den Flammen deiner Augen kann nicht List noch Farbe taugen. 2. Alles muß sich vor dir schämen; denn das Herz zeugt wider 4. Du erkennest alle Dinge, uns. Dennoch darf ich mich nicht siehst auch meinem Herzen zu, grämen bei dem Anblick meines wie es dir im Glauben singe; Thuns. Denn du, großer Gott denn was gut ist, schaffest du. bist größer, und vergiebst uns im Ist nie Fehl' an meinem allen, Erlöjer. laß dein Werk dir wohlgefallen. 6 Erster Theil. 3. Deiner Gnade soll man danken, daß du unser Elend weißst, und erbarmest dich der Kranken, denen du noch Trost verheißst, wenn dein Aug' daß Fünklein findet, das dein Geift da angezündet. 23. Februar. Ihn( Jesum den Sohn) sollen alle Engel Gottes anbeten. Hebr. 1, 6. Diejenigen, die sich heut zu Tage des Verstandes so sehr rühmen, suchen den Herrn Jesum so klein zu machen, und wenn sie zu einem englischen Verstande kämen, müßten sie ihn für anbetungswürdig preisen. Weisheit, die Jesum nicht will anbeten, ist teuflisch. 54 Mel. Nun ruhen alle Wälder.d 3. Kniet vor ihn, die ihr glau1. Herr Jesu, du bist König, bet, auch euch hat Gott erlaubet dem Alles unterthänig, den Alles ein Recht vor seinen Thron. Wir ehren muß. Du herrschest aller sind des Fluchs entladen, kommt Enden, hältst Schafe in den zu dem Thron der Gnaden, und Händen, und Böcke unter dei- betet freudig an den Sohn. nem Fuß. 2. Dir ist nichts gleich zu ach- 4. Hie lieg' ich auch, ich Arten, dich beten alle Machten im mer, mein König, mein ErbarHimmel selber an. Was wir Ge- mer, und bete an vor dir. Du schöpfe nennen, muß dich als kannst und willst mir geben; ich Herrn erkennen, dir hat's Vater unterthan. der bitte um mein Leben, und um dein Reich, so hilf du mir. 24. Februar. 55 Derselbige Geist wird mich verklären. Joh. 16, 14. Man rühmet unsere Zeiten, sie seyen so erleuchtet. Der Ruhm ift falsch; denn die sich nach der Vernunft am meisten Erleuchtung einbilden, lassen dem Geist am wenigsten Raum, daß er Jesum verkläre. Man will alle Tage weniger von Christo wissen. Finsterniß! IM Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. den! Der ganze Jesus wird uns 1. Du Geist des Vaters, der groß, wie er kam aus des Vaden Sohn in unserm Geist ver- ters Schoos, und nun zur Rechkläret, am Kreuz als todt, und ten sißet. auf dem Thron, wie ihn der Himmel ehret, dir sey auf ewig Dank für dieß! denn sonst tappt in der Finsterniß, wer dieses Licht nicht siehet. 3. Vom Geist kommt die Erleuchtung her, her, er er schafft des Glaubens Auge, daß dieser Jesum mehr und mehr recht groß zu preisen tauge. Glaubt man ihn groß im dunkeln Wort, wie groß und herrlich wird man dort 2. Wie wird uns da sein Wort so wahr, worin das Heil zu finden! Wie wird uns da sein Blut so klar zur Reinigung von Sün- ihn in Person selbst schauen! 25. Februar. Der Gott der Ehren donnert. Ps. 29, 3. In andern Geschöpfen zeigt sich Gott, daß er freundlich sey, in Wettern ist er schrecklich. Der verhärtete Unglaube bleibt hiebei unempfindlich, und ist so kühn, Gottes Strafe aufzufordern. Der demüthige Glaube aber giebt auch da Gott die Ehre, und lernt ihn kindlich fürchten. 56 Mel. Ein Lämmlein geht und trägt ic. man 2. Wer Glauben hat, der 1. Gott, du zeigst deine Ma- bücket sich vor deinem Ehrenjestät im Himmel allem Volke; throne. Man betet an, dein ist die Stimme, die ergeht, flehet dich: Herr, hilf uns, ach du donnerst in der Wolke, dein verschone! Herr, dir gebührt Bliß macht plößlich alles hell, die die Ehre nur, von aller deiner Welt erschrickt, dein Strahl fährt Kreatur, du tröstest auch die schnell, man fürchtet das Zer deinen: So werde an dem End' nichten, wenn Feuer, Hagel, der Zeit des Menschen Sohn in Schnee und Dampf, und vieler Herrlichkeit zu ihrem Heil erWinde Sturm und Kampf dein scheinen. mächtig Wort ausrichten. 26. Februar. 57 Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Ps. 34, 9. Der Glaube kann erst der Kreaturen recht zum Lobe Gottes genießen. Ein Fremder kann auch eine natürliche Bewunderung der göttlichen Wohlthaten zeigen, aber ein Kind im Hause viel mehr. Der Glaube bekommt einen geistlichen Geschmack und ein geistlich Gesicht. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 4. Fühlest du, was sanft und 1. Tolle Menschen, schämt doch zart, schmeckst du, was von süßer euch, send nicht Roß und Mäuler Art; riecht dir etwas angenehm, gleich. Sieh', der du vernünftig lobe Gott ob allem dem. bist, wie der Herr so freundlich ist. 197 5. Doch er will nicht Gott 2. Seiner Sonne holdes Licht glänzt dir in das Angesicht; jede allein, er will auch dein Vater Blume lacht dich an, die Gott seyn; sey sein Kind, und sey erprächtig angethan. freut über seiner Freundlichkeit. 3. Höre, was dir in der Luft zu dem Lob des Schöpfers ruft; wie die Saite lieblich klingt, wie die Kehle reizend singt. 6. Lobe Gott nicht nur als Knecht, nur in Christo lobt man recht, und wer glaubt, sieht einst im Licht Gottes freundlich Angesicht. 27. Februar. Euch ist heute der Heiland geboren. Luc. 2, 11. Ich scheue mich, den Heiland ein Jesulein in seiner Krippe zu nennen. Fr ist ein großer Heiland. Maria hatte da auch selbst ihren Heiland, dessen sie sich in seiner Empfängniß gefreuet. Er gab ihr Macht, seine Mutter zu heißen, wie er uns Macht gibt, Gottes Kinder zu heißen. 58 Mel. O Durchbrecher aller Bande. rühme dich. Nunmehr gehen nicht 1. Sünder, kommt zu Christi verloren, die in Christo Kinder Krippen, seht, hier liegt der sind. Lieber wär' ich nicht ge Menschensohn, von ihm sang mit boren, als in Christo nicht ein reinen Lippen sein Prophet im Kind. Geiste schon, und der Engel frohe Schaaren künden sein Geburts3. Vater, der den Sohn gegeben, dir sey Ehre für den Sohn, fest an. Kommt, die wir ver- Heiland, der uns kam zum Leloren waren, laßt uns seh'n, was ben, dir sey Dank auf deinem Gott gethan. Thron. Führ' des Vaters Wohl2. Gott sandt' seinen Sohn gefallen bis zum Himmel an uns auf Erden, der nahm Menschen aus, da wir Kinder nicht nur fleisch an sich, daß wir Gottes lallen von dem Lob in's Vaters Kinder werden. Froher Glaube, Haus. 28. Februar. 59 In Christo send ihr beschnitten, mit der Beschneidung ohne Hände, in dem, daß ihr mit ihm begraben seyd durch die Taufe. Col. 2, 11. 12. Christus ist in der Beschneidung nicht so wohl unter das Geseß gethan, als vielmehr in den Bund Gottes getreten. Da ward der Sohn Abrahams der, in welchem alle Völker sollten gesegnet werden. Mel. Nun laßt uns Gott dem: c. 1. Mein Heiland ward beschnitten, und hat schon früh gelitten; er trug in Gottes Bunde schon seine erste Wunde. -2. Ich bin seit dieser Stunde mit ihm in Gottes Bunde. Mein Taufen hat's beditten, ich sey mit ihm beschnitten. 3. Daher ich glaubig rühme, Gott ist mein Gott in ihme. Der Bund steht ewig feste, deß ich mich sterbend tröfte. 4. Dank sey dir für dein Leiden, mein Jesu, im Beschneiden; dein Nam' soll auf mich kommen, den du da angenommen. 5. Den wollest du zum Segen auch auf mich Aermsten legen, in welchem man auf Erden nur kann geſegnet werden. 6. Gott hat ihn dir gegeben, daß wir durch solchen leben. Ach, mach' mir diesen Namen zum Heil, zum Trost, zum Amen. 29. Februar. Wir sind Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes. Röm. 5, 10. Das Wort von der Versöhnung ist des Glaubens rechtes Mahn, wovon er in dieser Wüste lebet;- der rechte Balsam in die Wunden des Gewissens; das rechte Brod, des wallenden Christen Herz zu stärken; das letzte Labsal eines Sterbenden. 19mpatap millor 60 Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. Altar, uns Sünder zu versöhnen; 1. Dir, Jesu, bin ich, weil ich die Liebe zog zur Schlachtung bin, zum Eigenthum ergeben. Du hin; der Eifer legte Feu'r an giengst für mich zum Tod dahin, ihn; wie süß roch dieses Opfer. und gabst am Kreuz dein Leben. Das war ein Opfertod für mich; denn ewig müßt ich ohne dich als unversöhnet sterben. 2. So ist kein Tod, wie dieser war, sonst keiner konnt' uns die nen, er nahm ein Fluchholz zum 3. Ich bin dir bis in meinen Tod für deinen Tod verbunden. Bin ich versöhnt, so hat's nicht Noth in meinen Sterbensstunden; ich leg' das Sterbliche nur ab, weil ich lebend'ge Hoffnung hab', dir ewiglich zu danken. 1. März. 61 si Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun. Joh. 14, 13. Es ist doch etwas sehr Tröstliches um diese Verheißung. Kinder Gottes wissen es aus der Erfahrung, wie herzlich sie das Abba sprechen, wie deutsch und frei es ihnen im Namen Jesu herausgehet. Mi Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Was auf dich gebetet ist, 1. Seele, freu' dich, du darfst kann der Vater nicht versagen, nun in dem Namen Jesu beten, weil du, Jesu, bei ihm bist, und er heißt selbst dich solches thun, dein Blut hast eingetragen; ja, und als Kind zum Vater treten. du legst dein Vorwort ein, weil Fasse ihn bei seinem Wort, glaube, du unser, und wir dein. bete, danke fort. 2. der fühlt schon ein Gericht, wer nicht darf zum Vater gehen; in der Hölle darf man nicht um ein Tröpflein Wasser flehen; und wer nicht glaubt an den Sohn, hat kein Recht zum des Flehens loben kann. Gnadenthron. 4. Jesu, dafür danke ich, daß ich darf mein Herz ausschütten, und um alles Heil für mich dein und meinen Vater bitten. Bring' mich zu dir, wo ich dann statt Blamp 62 2. März. So Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit macht uns Gott selig. Tit. 3, 5. Der Unglaube in unsern unartigen Herzen ist so stolz, daß der Mensch nicht durch lauter Barmherzigkeit selig seyn will. Hingegen der Glaube danket Gott dafür. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. versöhnen, eh' noch ein Werk ver1. Dich sollen alle Sünder lo- dienstlich hieß. Der Gnade Werk ben, du Vater der Barmherzig- rühm' ich allein, daß wir noch keit, du hast nicht nach der Werke dürfen selig seyn. Proben das Seligwerden uns bereit't. Geschenkt nehm' ich den Himmel an, den ich mir nicht erwerben kann. 3. Ich glaube; nimm dann deine Ehre, Gott, mein Erbarmer, auch von mir; weil Gnade sonst nicht Gnade wäre, ich gieb Gott nichts als Dank dafür, und endlich preis ich nach der Zeit, 3. Wenn ich den Himmel müßt' verdienen, so wär' die Hölle mir gewiß; weil ich erst Sünde müßt' als selig, die Barmherzigkeit. 3. März. 63 Ich hielte mich nicht dafür, daß ich etwas wüßte unter euch, ohne allein Jesum Christum den Gefreuzigten. 1 Cor. 2, 2. Das ist ein Hauptpünktlein von Christo, welches entweder dem corinthischen Philosophen Thorheit scheinen mußte, oder es mußte dem Philosophen seine Weisheit zur Thorheit machen. So gilt's noch heut zu Tage. Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. Wunderbaum, es ist ein Baum 1. Nur Jesum den Gekreu- des Lebens. Ich war verflucht, zigten, und sonst nichts will ich am Marterstamm hieng Gottes, wissen. Auf diesen soll mein mir geschlachtet's Lamm, das alGlaube seh'n, wenn sich die Au- ler Welt Schuld träget. gen schließen. ser Segen an, abgethan, und als ein Fluch gehangen. 197 Da sing sich unwo er die Sünde 3. Gekreuzigter! dir danke ich im Glauben unterthänig. Dein Kreuz hat allen Trost für mich; denn du hiengst doch als König. 2. Ich glaube das, und glaub' Ich will die Schächersbitte thun: es kaum, doch glaub' ich's nicht in deinem Reiche bist du nun: vergebens. Sein Kreuzholz ist ein Gedenke, Herr, auch meiner. Ind 4. März. Christus hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Thränen geopfert. Hebr. 5, 7. Der Herr Jesus hat zwar im Garten den Kelch für sich abgebeten. Aber um sein selbst willen wäre er nicht in diese Stunde gekommen, daß er unser Hoherpriester würde. Für uns ist's versöhnlich und verdienstlich. 64 Mel. Jerusalem, du Schöne. 1. Hoherpriester, in dem Garten wardst du Gott recht unter than; der Versöhnung abzuwar ten, tratst du da dein Opfer an. Was du da gethan für mich, glaube, danke, rühme ich. 2. Uns're Last hat dich geben- 4. Also warst du Priester wor get; uns zu lieb ist Blut geschwißt, den, der sich selbst geopfert hat, wie dein köstlich Rauchwerk steiget giengst und ließst dich gern erdahin, wo der Vater sißt. Was morden an der großen Sünder du da gethan für mich, glaube, Statt. Was du da gethan für danke, rühme ich. mich, glaube, danke, rühme ich. 3. Du nahmst nach des Vaters Willen seinen Zornfelch in Geduld, die Versöhnung zu erfüllen wegen aller Menschen Schuld. Was du da gethan für mich, glaube, danke, rühme ich. 5. März. 65 Und sie flochten eine Krone von Dornen, und setzten sie auf sein Haupt. Joh. 19, 2. Ehe von der Sünde her der Fluch auf die Erde gelegt worden, wuchsen keine Dornen. Nun wird das, was vom Fluch gewachsen, Jesu auf das Haupt geflochten, in der höhnischen Gestalt einer Krone. Das war die verdiente Schmach unsers Hochmuths, den er büßte. Mel. Valet will ich dir geben. dient; doch in so nied'rem Stande 1. Denk' ich der Dornenkrone hast du mich ausgesöhnt. So wird um meines Heilands Haupt, so die Schuld vergeben, die Strafe dankt dem Menschensohne mein geht dahin, daß ich in jenem LeHerz, das an ihn glaubt; es ben der Ehre fähig bin. wallt von heißem Triebe, und ruft ihm wundernd zu: O Jesu, welche Liebe! o welch' ein Mensch bist du! 3. Mein Heil, was soll ich sagen? ich bin auf ewig dein. Lehr' mich, für solche Plagen dir herzlich dankbar seyn. Mir sey vor deinem Throne dein ew'ger Ruhm 2. Mein Herr, das ist die erlaubt, und die erworb'ne Krone Schande, die mein Stolz hat ver- des Lebens auf dem Haupt. 66 6. März. Sie legten ihm ein Purpurkleid an. Joh. 19, 2. Joh. 19, 2. Es geziemte unserm Erlöser, der damals an der Stelle der Sünder stund, daß ihn Niemand von außen für den ansah, der er wirklich war; denn er hatte sich in einen Sünder verkleidet. Aber nun darf ihn Gott- Lob der Glaube ansehen, wie er war, und wie er ist. Mel. Ach Jesu, meiner Seelen Freude. Herr, dem will ich dienen; mein 1. In einem alten Purpurkleide Herr, der, sein Volk zu versöhstund Jesus einst zur Augenweide nen, als Priester diesen Leibrock der Knechte, die den Herrn ent- trägt. ehrt. Jedoch in diesem Burpurkleide steht Jesus auch zur Augenweide des Glaubens, welcher ihn verehrt. 3. Herr, dieß sey meines Glaubens Weide. Schäm' ich mich im befleckten Kleide der eigenen Ge2. Schweigt, Spötter! hier zu rechtigkeit, so zieh' ich ihn an, seinen Füßen will ich den Saum mir zur Freude; da ist in diesem des Purpurs küssen, den ihm die reinsten Kleide mir ewig keine Liebe angelegt. Das ist mein Schmach gedräut. 7. März. 67 Der Herr sprach zu meinem Herrn: Sezze dich zu meiner Rechten. Ps. 110, 1. Das war die Wirkung der mächtigen Stärke Gottes, Christum, der auf Erden in der Mitte der Uebelthäter in Schwachheit gekreuzigt war, in den Himmel zur Rechten seiner Majestät zu sehen. Das ist ein Trost des Glaubens; so einen großen Heiland hat er. Mel. Ich will dich lieben, meine Stärke. gerochen. Nur von dem Sohn 1. Der Herr hat meinen Herrn ist dieß bekannt. Es ehre ihn, erhöhet, der Vater Jesum, seinen wer glauben kann, und bete JeSohn. Ihr Engel schaut, ihr sum an. Menschen sehet, er sißt zur Rechten auf dem Thron. Bückt euch 3. Herr, gib mir Gnade aus vor ihm, seyd unterthan, und der Höhe, daß ich dich recht erbetet Jesum an. fennen lern'; hier in der Wallfahrt glaubig flehe, und dort dich 2. Zu keinem Engel ward ge- schaue als den Herrn; so bet' ich sprochen: Hier sehe dich zur rech- vor dem Thron alsdann dich, ten Hand, bis du an Feinden bist Jesu, ewig an. * 8. März. Gott hat Christum gesetzt zum Haupt der Gemeinde. Ephes. 1, 22. Die Gemeinde könnte kein größeres Haupt haben, als Christum. Kein Engel maßt sich's an. Kein Mensch soll sich aufwerfen. Die Kirche hat ein geistliches Leben, Reinigung, Nahrung, Pflege, Schmuck. Welcher Mensch will ihr das geben? Jesus TH kann's allein. 68 Mel. Gott sey Dank in aller Welt. und ihr herrlich's Hochzeitkleid ist 1. Christus ist der Kirche Haupt, des Herrn Gerechtigkeit. die an seinen Namen glaubt; sie hält ihn für ihren Mann, ist ihm herzlich unterthan. 2. Er erkennt sie für sein Weib; liebt sie als den eig'nen Leib; pfle= get ihr, und nähret sie; ist ihr Herr, und laßt sie nie. 3. Daß sie sollte heilig seyn, wusch er sie durch Taufe rein, denn er straft euch, der es kann. 4. Feinde, tastet sie nicht an, Kirche, bleib' ihm nur getreu, dein Erretter macht dich frei. das aus dir sein Leben zieht. 5. Jesu, ich bin auch ein Glied, Schmücke mich mit Blute schön, an dem Brauttag mit zu geh'n. 9. März. 69 Christus ist um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt.Röm. 4, 25. Gott ist gerecht, und macht gerecht. Daß er gerecht sey, hat er in dem Tode Jesu bewiesen, da er die Sünde durch Christum, das wahre Sündopfer, verdammte. Daß er gerecht mache, zeigte er ,. da er Jesum, den Gerechten, zu unserer Gerechtigkeit erweckte. ELTE Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset 2c. Herr, thu' mir auch dieses, wie 1. Frohlocket, der Heiland ist du es verheißst. O laß mich dich mächtig erstanden; er gab sich also im Glauben erblicken; nichts freiwillig, wie Simson, zu Ban- soll mich, als Jesus, der lebet, den, und riß sie dem Tode zum Schrecken entzwei. O daß sich mein Glaube von Herzen erfreu'! Wie er sich für Sünder zum Sterben ergeben, so lebt er auch wieder uns Sündern zum Leben. Ihn sollen wir Sünder mit Loben erheben. erquicken, so wird mich das Anschau'n dort ewig erquicken. 3. Ich falle dir, Jesu, mit Freuden zu Füßen; nun bin ich getröstet, dich lebend zu wissen. Die Thränen der Buße versiegen bei dir, die Schuld ist versöhnet, die Strafe von mir; du schenkest Gerechtigkeit, Frieden und Leben, doch müssen wir hier noch im Elend umschweben; noch fehlt das Vollkomm'ne, das wollst du uns geben. 7 2. Er zeigte sich Jüngern mit offenen Wunden; da haben sie ihre Erlösung gefunden; er brachte den Frieden, und schenkte den Geist. Erster Theil. 10. März. Herr, du läsfest mich fröhlich singen von deinen Werken. Ps. 92, 5. Wenn es eine göttliche Wohlthat ist, daß Gott die Herzen der natürlichen Menschen mit Freuden erfüllt, Apost.- Gesch. 14, 17., so muß es noch mehr eine göttliche Wohlthat heißen, wenn er die Herzen der Glaubigen mit geistlichen Freuden erfüllt. Die ber solle man gebrauchen. 70 aldana Mel. O Durchbrecher aller Bande. tes frohe Kinder loben, ob's 1. Herr, du läßst mich fröhlich auch oft in Thränen sey, seiner singen von den Werken deiner Gnade Wunderproben, seiner Macht. Du bist groß in allen Wahrheit Wundertreu'. Dingen, tief ist, was dein Rath bedacht. Deiner Gnade Ruhm 3. Gott sey Dank, der ihm ist föstlich, wenn man ihn am zur Ehre mir auch Herz und Morgen bringt; deiner Wahrheit Zunge stimmt, und bei seines Lob ist tröstlich, wenn man sie am Abend singt. Geistes Lehre es in Jesu gnädig nimmt. Schwach ist, was von Gnad' und Wahrheit, jetzt der matte Pilgrim singt; dort wird's mächtig in der Klarheit, wo der 1116 2. Singt, die ihr nur Eitles liebet; scherzet, die ihr Gott nicht ehrt; euer Lachen wird betrübet, eure Freude wird verkehrt. Got- ganze Himmel klingt. 71 11. März. Wenn Jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Joh. 16, 13. Auch natürliche Wahrheiten sind etwas köstliches; aber sie geben keinen ewigen Trost. Was der Geist des Vaters von Christo Jesu zeuget, das ist ewig heilsam. Das sollen wir mit Dank erkennen. NE po Mel. Schwing dich auf zu deinem ic. Wahrheit, daß uns Jesus starb; 1. Geist der Wahrheit, lehre Wahrheit, daß er lebe; Wahrheit, mich Jesum recht erkennen; denn daß er Heil erwarb, und den man kann ihn ohne dich nicht Geist uns gebe. Herr Jesus nennen. Keine Wahrheit gibt den Lohn, daß ich 3. Wahrheit, daß man als erGott selbst sehe; Jesus Christus löst, Chrifto willig dienet; WahrGottes Sohn, ist der Wahrheit heit, wenn du Herzen tröst'st, Höhe. Jesus hab' versöhnet. Sprich' mir dieß im Sterben zu, zeige mir nur diesen; von dem seinen nimmst es du; sey mit ihm ge2. Wahrheit ist's, wenn du uns beugst, weil die Schuld be trübet; Wahrheit, wenn du überzeugst, daß uns Gott geliebet; priesen. 12. März. Der Geist giebt Zeugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Römer 8, 16. Es ist etwas Herrliches um dieß Zeugniß des Geistes; die feurigsten Lügen des Teufels werden da zu Schanden; der verzagteste Zweifel des Herzens wird dadurch gehoben; der vernünftigste Beweis unter Menschen ist nicht so feste. Dafür laßt uns danken. 72 Mel. Es kostet viel, ein Christ zu seyn. heißt, wenn er schon stäupt, die 1. Du Geist des Vaters, dir er doch neu geboren. Dein Zeugsey Ruhm, daß du uns zeugst, niß bleibt gewiß auch in der wir seyen Gottes Kinder. Er- Noth, auch in dem Tod. warb der Sohn uns sich zum Eigenthum, so theilt er nun das Kind'srecht an die Sünder. Wer Glauben hat, dem ist es zugedacht, er giebt die Macht. 3. Des Satans Lüge tilgt es nicht, noch auch die Welt; dein Wenn Zeugniß ist ja größer. unser Herz selbst vom Verdammen spricht, so zeugest du dem 2. Dein Zeugniß drückst du in Glauben vom Erlöser. O Geist den Geist; dein Abba schallt dem des Herrn, nimm dort im Dank und Vater wohl zu Ohren; du zeu- Heiligthum einst gest uns, daß Gott noch Vater Ruhm. 13. März. 73 Kommet her zu mir, Alle, die ihr mühselig seyd, ich will euch erquicken: Ich bin sanftmüthig; ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Matth. 11, 28. 29. Wenn ein Mensch sich wünschte, ein Wort selbst aus dem Munde des Herrn Jesu gehört zu haben, so möchte es etwa dieses mit seyn. Nun haben wir's von Gottes Geist geschrieben. Deß sollen wir uns freuen. tunne bid s 1834 ht me 1390..1 Mel. Ein Lämmlein geht und ic. G 1. Kein Schäflein in des Hir- 2. O holder Ruf: kommt her ten Schooß, kein Täublein bei zu mir, so will ich euch erquicken. dem Gatten, kein Sklav', der von Auch ich fand Ruh', ich kam zu den Fesseln los, kein Pilgrim in dir, du nahmst die Last vom Nüdem Schatten, kein Söhnlein, cken; auch mir ist wohl, auch ich das die Mutter herzt, kein Kran- war krank. Auf, Seele, auf zum ker, den kein Glied mehr schmerzt, Lob und Dank; denn Dank gekein Streiter in dem Frieden, bührt für Ruhe. Ach, Heiland, kein Mensch fühlt so, wie süß thu' noch dieß hinzu, laß mich die Ruh', als du sanftmüth'ger erfahren, wie die Ruh' so sanft Jesu, du den Seelen schenkst, im Himmel thue. den Müden. nicio spor mist und sie 14. März. Christus ist aufgefahren über alle Himmel, auf daß er Alles erfüllete. Eph. 4, 10. Es ist die Himmelfahrt Christi in der Schrift sehr geziemend gesetzt, der Platz auf Erden, wo er gleichsam eingestiegen, und der Thron des Vaters, wohin er sich gesetzt. Was in den Himmeln, gleichsam unterwegs, geschehen, ist nicht gemeldet. So geziemte es dem Sohn. Wir haben hieran genug zum Glauben und zur Freude. 1 74 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. Wir beten dich in Demuth 1. Herr Jesu, wie erhöht bist an, und rühmen, was du uns du, du führst dem Thron des gethan, und loben dich auf deiVaters zu, daß du vor Gott für nem Thron, und danken dir als uns erschienst, für dein Volk, das Gottes Sohn. du Gott versöhnst. 2. Da nahmst du alle Himmel ein, die dir der Vater gab als dein; da hast du dein Blut ein gebracht, und durch dein Fleisch den Weg gemacht. 5. Nun dürfen wir gen Himmel seh'n, der Glaube glaubt ihn offen steh'n, und unser Beten dringt durch ihn bis zu des Vaters Herzen hin. 30 00 3. Elias fuhr dem Himmel zu, doch über alle fuhrest du; wo Niemand ist als Gott allein, da kann, wie du, kein Engel seyn. 6. Herr, zeuch jetzt Geist und Seele mir, und, einst vom Grab den Leib nach dir. Das rechte Lob wird noch gespart bis zu der sel'gen Himmelfahrt. 15. März. 75 Da sie ihn gekreuzigt hatten, theilten sie seine Kleider unter sich, und warfen das Loos darum. Matth. 27, 35. Die äußerste Armuth Jesu war es, daß er nicht einmal ein Kleid auf dem Leib hatte. So arm ist der Sünder vor Gott, daß er die Schande seiner Blöße nicht decken kann. Wen nicht Jesus kleidet, muß sich ewig schämen. 11.01 Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 4. Dieß war nach des Vaters 1. Uleber jenes Abfalls Größe Willen, uns in Christum einzuschämte Adam sich der Blöße. hüllen; zu des Volfs Gerechtigkeit Denn vor Gottes Angesicht decken ward der Priester ausgekleid't. Feigenblätter nicht. di lund 5. Jesu, der du bloß gehan2. Jesus, daß er uns erlöse, gen, du erkennest mein Verlanhieng beschämt in Adams Blöße gen; denn mein Herz ist blos vor uns zum Heil am Kreuzesstamm, dir; schenke doch dein Heilskleid wie ein abgezogen Lamm. mir. 3. Alle Welt soll im Erhöhen Jesum recht im Fleische sehen, wie er das zum Opfer gab. Liebe nahm das Kleid ihm ab. 6. Laß mich wachend aus der Erden, ja nicht blos erfunden werden vor des Vaters Angesicht. Da, da lob' ich dich im Licht. 16. März. Allda kreuzigten sie ihn, und mit ihm zween Andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Joh. 19, 18. Zwischen Einem, der verloren gieng, und Einem, der errettet ward, hieng der gekreuzigte Jesus, als beider Heiland, und aller Welt. Aber die Buße und der Glaube machte den großen Unterschied zwischen den Zweien. 76 709 Mel. Wo ist mein Schäflein, das ich sc. Ende. Dir dank ich, Jesu, daß 1. Mit Armen, die von Blute du liebst, und daß dich Liebe triefen, hieng Jesus ausgespannt angeheftet. Ach, zeige mir, wenn am Baum. Die Andacht sicht's, ich entkräftet, daß du mich in die und glaubt es kaum. O wer er- Hände schriebst. gründet solche Tiefen! Die Welt, die ihm der Vater gab in unbegreiflichem Erbarmen, die will er ganz getreu umarmen, daß sie in ihm Versöhnung hab'. 3. Verlorne Welt, laß dich um fassen! Allein es weicht ein großer Theil. Hie bin ich, fasse mich mein Heil! du wirst mich dir nicht nehmen lassen. D Jesu, halte mich an dich, so will ich dir ein Loblied bringen, so viel der Glaube hier kann singen, und 2. Er strecket die durchgrab'nen Hände vom Morgen bis zum Abend dar, und zeigt, wie groß die Liebe war von jenem bis zu diesem dort im Schauen ewiglich. 17. März. 77 Thue deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen. Pf. 81, 11. Wie todt ist der Mund, der sich gegen Gott nicht aufthut; wie leer bleibt das Herz, wenn es Gott nicht füllet. Wie gut ist's, daß uns Gott heißt den Mund öffnen, wie ein Kind, das außer seiner Mutter Brust nichts hat. Wie selig ist das Herz, das Gott füllet. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Gott Lob für seinen Wit1. So ist's denn Gottes Wille, len, daß er uns selbst will füldaß er uns selber fülle, wer nur len, als wie sein Heiligthum. nicht leer will seyn. Wenn wir in Nun nehm' ich, als geladen, unserm Bitten das ganze Herz mein ganzes Herz voll Gnaden, ausschütten, so füllt er es ganz wieder ein. den Mund recht voll vom Gnadenruhm... 2. Ist unser Mund weit offen in Sehnsucht und in Hoffen, so 4. Gott! fülle mein Gemüthe mit deiner Vatersgüte, mit deis ist der Wunsch gewährt; bis zu nes Sohnes Bild, mit deines dem Ueberfließen läßt Gott uns Gut's genießen, und immer mehr, als wir begehrt. Geistes Gaben! Dort wirst du Ehre haben, wenn Gott in Allem Alles füllt. 78 18. März. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen, und verschmähet ihr Gebet nicht. Ps. 102, 18. Es ist eine wunderbare Ehre, die sich Gott macht, daß ihn die Verlassenen über die Erhörung ihres Gebets loben dürfen. Aber die Ehre gebührt ihm, als Gott, und zwar dem durch Jesum versöhnten Gott. Verließe er die Verlassenen, wer könnte sich ihrer annehmen? Mel. Ach alles, was Himmel und Erden. 3. Gott, dein ist die Ehre, du 1. Weint nicht, ihr Verlass'- bleibest der Eine. Wen Alles nen, ihr seyd noch die Lieben; auf verschmähet, der ist noch der Kindeskind ist euch die Wahrheit deine. Du bist es, von dem geschrieben: Gott wendet sich zu wir nur Hülfe erbeten, der Erste den Verlassenen Flehen, und will im Schaffen, der Lette im Netten. nicht derselben Gebete verschmähen. 4. Herr, sey denn geløbet, 2. Das tröstet im Elend, das du Tröster in Aengsten, so loben heilet die Schmerzen; in Zion dich alle die Deinen vorlängsten; gibt's keine verlassene Herzen; was wird erst von ihnen nach Gott gibt die Verheißung im zeitlichem Flehen für ewiges Glauben zu fassen, die fasset der Jauchzen im Himmel geschehen? Glaube, und wird nicht verlassen. 19. März. 79 Das Wort ward Fleisch, und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, als des eingebornen Sohns vom Vater. Joh. 1, 14. Siehe, wie der Glaube den vor Menschenaugen so verachteten Jesum ganz anders angesehen. Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. 3. Nun ist der Mensch mit 1. Das Wort ward Fleisch und Freuden dein, da du die Menschmachte sich bei Menschen eine heit ehrest. Ich wünsche, nicht Hütte; da wohnte es verwunders ein Mensch zu seyn, wenn du der lich bei Sündern in der Mitte; Mensch nicht wärest. Nun hat man sah die Herrlichkeit des das menschliche Geschlecht in dir Sohns, des Erben seines Vaters zum Himmelreich ein Recht, das Throns, des Ewigeingebornen. dir der Glaube danket. 2. O ewig Wort, wer dankt 4. Ich bin von deinem Fleisch genug, daß du in's Fleisch gekom- und Blut, und in dir ist mein men, und nach der Liebe starkem Leben. Du nahmst es an, es mir Zug das Knechtsbild angenommen? zu gut zum Opfer hinzugeben. Herr, schämst du dich der Sün- Mach' mich dir hier zum Ruhm der nicht, die doch die Sünde bereit, und laß mich deine Herrzugericht't, daß wir uns unsrer lichkeit auf deinem Thron einst schämen? sehen. 80 20. März. Sie legte ihn in eine Krippe. Luc. 2, 7. Der Geist Christi gedenkt hier nur der Krippe, nicht des Schooßes der Maria, noch ihrer Arme, wie nachher der Arme des glaubigen Simeons. Genug, Maria freute sich ihres Heilandes, und gebar aller Menschen Heiz land. Mit vorsehendem Bedacht meldet die Schrift so weniges von Maria, außer dem Nöthigsten. Olisik der 17000€ 1 Mel. O daß ich tausend Jungen bätte. es dir zur Ehre. Und wurdest 1. Der König, dem von En- wie ein Knecht für mich; so wardst gelslippen ein unaussprechlich du klein und arm zugleich, ſo Lied erschallt, lag in dem Stall wird man in dir groß und reich. in einer Krippen, als Kind, 3. Auf Glauben sehen deine und in der Knechtsgestalt. Das Augen, im Glauben lernt man ziemte dem, der uns versöhnt, dankbar seyn. Was könnte mir und einer Welt voll Sündern ein Holzwerk taugen, wär' auch dient. 7911 die ganze Krippe mein? In 2. Herr, wenn ich so gelegen frohem Glauben sag' ich dir, wäre, mein Herz, das stolz ist, mein Gott und König, Dank schämte sich. Du, Mittler, thuft dafür. 21. März. 81 Der ich in der Höhe und im Heiligthum wohne, und bei denen, die zerschlagenen Herzens und demüthigen Geistes sind. ₁. 57, 15. Gott fähret der Vernunft mit allem seinem göttlichen Thun durch den närrischen Sinn. Man meint oft, die Elenden haben keinen Gott. Aber ihr Gott wohnet bei ihnen. Das danken sie ihm. # 30024 Mel. Durchbrecher aller Bande. denen hörst und sprichst du zu. 1. Gott, der in der Höhe thro- Satte wollen kein Erbarmen, net, und in seinem Heiligthum, Stolze kennen keinen Herrn. Nur doch auch bei Zerschlag'nen woh- die Elenden und Armen rühmen net, macht sich einen Ruhm hie- deinen Namen gern. von. Großer Gott, sind bange 3. Höchster! sey von mir erhoHerzen eine Wohnung auch für ben, daß du mich auch angeblickt; dich? Doch du kannst nicht mit ich will dich mit denen loben, die uns scherzen; sagst es du, so glaube ich. du auch, wie mich, erquickt. Bring' uns dorthin, wo du wohnest, dir zu einem ew'gen Ruhm, wo du stets im Lobe thronest und 2. Ja, so ist's dein Wohlgefallen, wunderbarlich handelst du. Die ein Abscheu sind vor allen, in deinem Heiligthum. 22. März. Jesus sprach: Es ist vollbracht, und er neigete das Haupt, und verschied. Joh. 19, 30. Jesus neigte sein Haupt nicht aus Unvermögen, weil ihn seine Kraft verlassen hätte: sondern er legte sich mit Bedacht in seinen Tod hinein; er tauchte in dieser Bluttaufe sein Haupt unter. Er bückte sich, aus dem Bach auf dem Wege zu trinken. 82 Mel. Jesus, meine Zuversicht. seinen Zorn mit Blut ließ stil1. Jesus hat das Haupt ge- len; und mein Glaube denket neigt, und den Geist von sich hier: Jesus neigt sein Haupt gegeben. Damit hat er ange zu mir. zeigt, daß ich mein Haupt darf 3. Dir sey Dank, gesalbtes erheben, weil er alles nun voll- Haupt, das sich in den Tod bracht, was uns Sünder selig gegeben. Mit dir starb, wer an macht. dich glaubt; wer da glaubt, wird mit dir leben. Mein Herz richt't sich auf zu dir, neige du dich stets 2. Vor dem Vater neigt er sich, und spricht ja, zu dessen Willen, daß er für die Welt und mich zu mir. 23. März. 83 Lasset uns halten an dem Bekenntniß der Hoffnung, und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat. Hebr. 10, 23. Was macht doch den Christen getrost, wenn er für sich und die Seinigen in die Welt hinein sichet, wie sie im Argen liegt? Nichts als die Treue Gottes, auf die er hoffen darf. Mel. Es kostet viel ein Chrift zu seyn. das ist von ihm, und täglich auf 1: Getreu ist. Gott, und bleibt das Neue. Drum sing' ich ihm, getreu. Wie ich's erfuhr, so und sing' ihm immer mehr: gerühm' ich's mit Vergnügen. Er treu ist er. R war und ist, wie er sagt, daß er sey, wenn Satan, Welt und unsre 3. Er wird es thun, ich zweifle Herzen lügen. Nur wer nicht nicht; der Ewige that stets, wie glaubt, der wird an ihm zu Spott. er verheißen; und da mein Herz mir nichts von mir verspricht, gilt mir sein Wort: ich lasse euch nicht Waisen. Ich darf getrost in Gottes Treue ruh'n, er Getreu ist Gott. 2. Getreu ist er, er hat's gethan: das that mein Herz nicht selbst, das ungetreue. Daß ich geglaubt, und heute glauben kann, wird es thun. * 24. März. Wir sind durch sein Blut gerecht worden. Römer 5, 9. Weil das Blut Christi im Tode vergossen worden, so sind wir gerechtfertigt von der Sünde; und weil es vor Gottes Angesicht hineingebracht worden, sind wir vor Gott als gerecht erkannt worden. pils 84 m Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. 1. Ich bin ein Sünder, mich verklagt das Wort und mein Gewissen. Das Wort und mein unsern Sünden. Gewissen sagt, ich sollte ewig büßen. Was rettet mich in dieser Pein? Dein Blut, Herr, Christe, macht uns rein von al len ursern Sünden. Menge. Gerecht werd' ich durch dieß allein: das Blut des Got tes- Sohns macht rein von allen 3. D Jesu, welch' ein kostbar Gut, wovon die Herzen leben! dir will ich für dein Wort und Blut Dank, Ruhm und Ehre 2. Der Greu'l der Sünden ist geben. Im Himmel soll mein so groß, und treibt mich in die Loblied seyn; ich bin im Blute Enge, und wär' ich großen Fre- Jesu rein von allen meinen vels los, so schreckt der Lüsten Sünden. 25. März. 85 Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Ps. 103, 13. Der Herr hat auch nach dem Fall das Herz der Väter ein Behältniß der Erbarmung bleiben lassen, damit er ein desto schöneres und unwidersprechliches Gleichniß seiner unbegreiflichen Barmherzigkeit zeigen könnte.ro 147 og ES ndanite me me bindim sind nature gidindal Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Nicht nach der Sünden 1. Gott, deine Vatersliebe Menge sett er uns Streiche an, bleibt unveränderlich; die väter wir sind nicht nach der Strenge lichen Triebe der Menschen än- Geseßen unterthan, weil wir dern sich; du bleibest, wie du nicht Knechte sind; und ob wir bist, du liebst schon in der Wie- nichts erwerben, läßt er uns gen, du liebst in leßten Zügen, dennoch erben, der Vater liebt bis man im Himmel ist. sein Kind. 4. Und was wir findlich flehen, auch selbst um seinen Geist, das läßt er uns geschehen, daß es erbarmet heißt. O Ruhm der höchsten Treu! O Gnade gegen Sündern! Mach', Vater, von uns Kindern dein Lob im Himmel neu. 8 2. Erst liegt man dir in Armen als ein unmächtig Kind, das nur in dem Erbarmen des Vaters Alles find't. Verliert sich dann ein Sohn, so darf er doch mit Weinen beim Vater noch erschei nen; denn diesen jammert schon. Erster Theil. 86 26. März. Da wir todt waren in Sünden, hat uns Gott sammt Christo lebendig gemacht. Eph. 2, 5. Wie Gott Christo aller Welt Sünde aufgelegt, sie im Tode zu tilgen; so hat er ihm auch die Gerechtigkeit übergeben, die er aller Welt erwerben sollte im Leben. Wir sind aber weder in dem gestorbenen noch in dem lebendig gemachten Christo anders, als durch den Glauben. TO Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. der gab sich zum Tode, doch lebet 1. Gott hat uns sammt Chris er nun. Wir leben in ihm, es sto lebendig gemacht. Das letzte lobe und rühm', wer, lebend geVerderben der Sünder ist Ster- macht, mit Jesu erwacht. ben; nun sind wir sammt Chri- 3. Lebendiger Heiland, ach sto zum Tode gebracht, und leben sammt ihm. Es lobe und rühm', wer lebet und glaubt an Jesum, das Haupt. bring' uns zu dir! Jetzt stirbst du nicht wieder; belebe die Glieder, erweck' fie, sie danken als selig dafür. Wir leben von 2. Das konnte die Liebe des ihm, man lobe und rühm', in Vaters nur thun, uns Todten himmlischem Ton, den Vater und zum Leben den Heiland zu geben; Sohn. 27. März. 87 So spricht der Herr: nun sollen die Gefangenen dem Riesen genommen, und der Raub des Starken los werden. Jef. 49, 25. Der Teufel war der Riese; die Welt war sein Vallast; der Tod, dessen Macht er hatte, sein Harnisch; die Sünden, die Ketten; wir die Gefangenen und der Raub. Jesus ist unser Erretter, ihm sey Dank. Mel. O Durchbrecher aller Bande. Jesu, der du von den Ketten 1. Starker Jesu, jenem Riesen uns so herrlich losgemacht, dir zogst du seinen Harnisch aus; sey Dank für dein Erretten, Ruhm du hast deine Macht bewiesen, für deine große Macht. brachst ihm in sein festes Haus, da war alles unterthänig in der Sünden Sklaverei, und vom Tod, dem Schreckenkönig, war kein Kind des Adams frei. 3. Recht und Macht ist dem benommen, der zuvor die Welt bezwang, und ein Herz, das ihm entkommen, lernt den frohen Lob2. Du, Herr, haft ihn über- gefang: Jesu, ich bin deine wunden, du hast selbst den Tod Beute, singet mit mir, wer sich besiegt: und ein Mittel ausgefun- freut, Jesus Christus gestern, den, das die Sünden überwiegt. heute, ist auch der in Ewigkeit. 28. März. Seht, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. 2 Cor. 6, 2. Das sind die Anstalten der göttlichen Langmuth Gottes, daß er Tage des Heils sezzet. Wo wären wir, wenn diese nicht wären? Bei wem die Gnade Gottes nicht vergeblich ist, der danket, und wundert sich über seine Bekehrung. 88 Mel. Mache dich, mein Geist bereit. 3. Wär' ich schon zum Richter1. Gott, du bleibest, wie du stuhl plößlich hingerissen, und bist; unsre Jahre schwinden. Doch dann in den finstern Pfuhl in du giebst den Sündern Frist, noch den Zorn geschmissen, hättest du ihr Heil zu finden; du hast Huld, Recht dazu. Doch ich arme Made trägst Geduld; suchst nicht ihr lebe noch von Gnade. Verderben, willst nicht, daß sie sterben. 4. Gott, für solche Zeit des 2. Herr, das ist Barmherzig- Heils sey dir Ruhm und Ehre. keit: Jahre, Tage, Stunden giebst O daß ich doch meines Theils du uns zur Gnadenzeit, zeigst täglich dankbar wäre! Auch von uns Christi Wunden, und dein mir werde dir mit verklärter Wort giebst du fort, ob wir weise Zungen ewig Heil gesungen. wären, uns zu dir zu kehren. 29. März. 89 Ich lebe im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat. Gal. 2, 20. Dieß ist Pauli ganzer Ruhm. Im Glauben leben, ist das ewige Leben. Paulus wußte, daß er lebe, und ließ sich's bis an seinen Tod im Glauben nicht nehmen. Die Welt kann es dem Glaubigen nicht streitig machen. Daß der Glaube so redet: ich lebe, beweist sein Leben. Mel. Jesu, meine Freude. und ich lebenssatt; giebst doch du 1. Jesu, meine Liebe, den mir immer Ruh', und mir Ursach mein Elend triebe, daß du für zu dem Liede: Jesus ist mein mich starbst, und im Auferstehen Friede. mich das Heil ließ'st sehen, das du mir erwarbst: Dank sey dir! 3. Jesus ist mein Leben. Mir O daß nur mir dieß stets in als seiner Reben, giebt der Weindem Herzen bliebe: Jesu meine stock Saft. Wenn ich auch soll Liebe. sterben, giebt er mir zum Erben 2. Jesus ist mein Friede. Macht neue Lebenskraft. Was ich bin, der Satan müde, macht die Welt bin ich durch ihn; dort will ich mich matt, macht die Sünde ihm Ehre geben; Jesus sey mein bange, wird die Zeit zu lange, Leben. 1010 30. März. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen und die Gräber thaten sich auf. Matth. 27, 52. Da Gott mit seinem feurigen Gesetz zu den Menschen kam, bebete die Erde. Da diese uns widrige Handschrift an's Kreuz geheftet war, bebete auch die Erde. Das war die Kraft des dem Geist nach lebendig gemachten Erlösers, dem, der Vater schon vor seinem Leiden Alles in die Hände gegeben hatte. 19 90 Mel. Ach alles, was Himmel und Erden. 3. Hat Jesus sich damals so 1. Kaum starb noch der Hei- mächtig erwiesen, daß Gräber bei land, so hat er gelebet. Was war seiner Belebung zerrissen; so darf dir, du Erde, daß du so gebebet? man bei seiner Erscheinung auch was war euch, ihr Felsen, daß hoffen, da stehen die Gräber der ihr euch zerspalten? ihr Gräber, Heiligen offen. daß ihr nicht die Leichen behalten? URA 2. Vom Sterben des Heilands 4. Dich ehr' ich, und lob' ich, entstunde die Regung; das Leben o großer Erlöser! mach' dein Lob dem Geist nach, schuf diese Be- von mir einst im Himmel noch wegung; so zeigte sich Jesus als größer. Bis dahin verleih' mir, Herrscher der Erden, der Todten du kannst es ja geben, der Sünde die Macht gibt, lebendig zu werden. gestorben, im Geiste zu leben. 31. März. 91 Der Reichthum Christi ist unerforschlich. Eph. 3, 8. Allen Königen der Erde kann man ihre Einkünfte und Schätze berechnen. Salomos Gold ist beschrieben. Des Pharao unzählbares Getreide reichte kaum auf sieben Jahre. Christi Reichthum ist ewig und unendlich. Im Glauben weiß man nur dieß, er sey unausforschlich. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Fleisch annahmst. O Reichthum 1. Dein Reichthum, Herr, in dem Blut. Für Millionen alleine ist unausforschlich groß. Sünden ist da der Trost zu finden, Du bist der Sohn, der Eine, in daß Gottes Eifer ruht. deines Vaters Schoos; haft was der Vater hat; thust deines Vaters Werke; übst deines Vaters Stärke; weißst deines Vaters Rath. 3. O Reichthum, Gott zur Rechten, wo man dich ehren muß, wo Thronen sind zu Knechten, und Feinde vor dem Fuß. Ich ärmster Unterthan will dich um Gnade flehen, daß, was ich nicht verstehen, doch glaubig rühmen se mund 2. O Reichthum im Erbarmen, daß du zu Sündern kamst, und Millionen Armen in deinem kann. 1. April. Wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebühret, sondern der Geist vertritt uns auf's Beste mit unaussprechlichem Seufzen. Römer 8, 26. Der Mensch möchte, gedenken, es stehe nichts mehr in seinem eigenen Vermögen als das Beten. Das ist falsch. Gott handelt gar väterlich, daß er uns hiezu seinen Geist giebt. 92 Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 4. Das will der Vater haben; 1. Du bist, o Geist der Gna- wie er im Sohn allein, so will den, auch des Gebetes Geist! er auch um Gaben im Geist geDurch dich ist uns gerathen, daß betet seyn. es gerathen heißt. 2. Wir beten allzu schwächlich, ten; du lehrst für Brüder fleh'n, 5. Du lehrft uns für uns bitnicht was und wie's gebührt; du und Gott, wenn's ausgelitten, seufzest unaussprechlich, daß es mit Lob und Dank erhöh'n. den Vater rührt. 3. In Leib's- und Seelenschmer- 6. Ich preise deinen Namen, zen kommt Kraft und Trost von daß du auch in mir bist, und dir; du sprichst den Kinderherzen lehrst mich auch ein Amen, das das Abba selber für. un froh und glaubig ist. 93 2. April. Und da er verklaget ward, antwortete er nichts. Matth. 27, 12. Es ist etwas Unbegreifliches um das Stillschweigen des Herrn Jesu, da er der Unschuldigste, und die Anklage die allerungerechteste war. Aber das geziemte ihm, da er nach dem Willen seines Vaters zu allem Leiden gehorsam seyn wollte, uns zum Heil. Mel. Entfernet euch, ihr matten Kräfte. nur: ich sage Dank. Ich glaub' 1. Mein Heiland ließ sich hart an dich, so rede ich. Dein Schweiverklagen mit unbegreiflicher Ge- gen öffnet mir den Mund, ich duld, als ließ' ihm Gott durch mache deine Liebe fund. Menschen sagen: du, Mittler, hast nun alle Schuld. Die Schuld war mein, nun ist sie sein; er schweiget und gesteht hiebei, daß er der Welt Versöhnung sey. 3. Ich will dich meine Unschuld nennen, und deinen Vater meinen Gott; ich will dich vor der Welt bekennen, will schweigen bei der Läst'rer Spott. Dein Wahrheits- Geist, den du verheißst, mach' mir das Herz vom Glauben voll, so bet' und lob' 2. Was soll ich hier, o Jesu, sprechen bei deiner Läst'rer Grimm, und Zank? Herr, ich bekenne mein Verbrechen, und spreche ich, wie ich soll. 3. April. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den heiligen Geist. Römer 5, 5. Das sind doch selige Herzen, in welchen Gottes Liebe ausgegossen wird. Diese Liebe durchdringet mit ihrer Kraft das Innerste des Herzens, wie ein Balsam, und stärket Alles bis zum ewigen Leben. 94 Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. 3. Diese Liebe kann von innen 1. Gottes Geist gießt Gottes unsers Herzens Leben seyn. Kann Liebe selbst in unserm Herzen aus. ein Balsam sanft zerrinnen, diese Wenn es ohne Liebe bliebe, blieb' dringt noch stärker ein, daß sie es ein unselig Haus. Wird es gar zum Munde dringt, der von durch dieß Del geweiht, ist's ein Liebe red't und singt. Haus voll Herrlichkeit. 4. Geist der Liebe, sey geprie2. Schüttet alle bitt're Schmer- sen, der du diesen Balsam hast. zen über einen Christen hin, Got- Hat er hier schon Kraft erwiesen, tes Liebe in dem Herzen stärket, da das Herz nur Tropfen faßt, tröstet, freuet ihn; so ist auch im was wird seyn der Strom davon Marterthum Gottes Liebe noch aus des Lamm's und Gottes sein Ruhm. Thron! 4. April. 95 Lobet den Herrn alle Heiden. Pf. 117, 7. D daß wir alle daran gedächten, daß wir Heiden von Natur sind! Es ist nichts Geringes, daß wir durch das Blut Christi so nahe worden sind. Der Naturweise redet immer nur von dem Menschlichen, und vergißt des Heidnischen. Es ist ein Geheimniß, daß die Heiden begnadigt sind. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 1. Lobt, ihr Heiden, Gott den Herrn; denn ihr seyd nun nicht mehr fern. Gnade waltet über euch, und zu euch kommt Gottes Reich. 2. Euch wird Gottes Wahrheit kund; ihr steht auch mit Gott im Bund; ihr habt an dem großen Heil und der Lebenshoffnung Theil. 3. Was in Gott verborgen war, wird an euch nun offenbar, daß die Feindschaft nun vorbei, und am Kreuz getödtet sey. 4. Ihr seyd nahe durch das Blut, das an Sündern Wunder thut, durch das Blut des Gottes Sohns und des Erben Seines Throns. Ushe ori mad dem 5. Dankt dem Vater, welcher jetzt euch auch zu Miterben setzt; dankt dem Sohn, der ewig bleibt, und auch euch mit einverleibt. 6. Danket dem Verheißungsgeist, daß ihr Mitgenossen heißt. Jetzt und ewig, nah, und fern lobt, ihr Heiden, Gott den Herrn. diaf 5. April. Mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Luc. 1, 47. Maria hatte also, wie andere Töchter der Eva, einen Heiland nöthig. Man thut ihr keine Ehre an, wenn man sie zu einer Heilandin macht. Ihr Glaube ergreift auch den Heiland als den Ihren, und das ist ihre Freude. 96 Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Dieser Heiland ist auch 1. Auf, mein Geist! nun darfst mein, weil er Heiland ist für du dich Gottes, deines Heilands, Alle; und die Freude nimmt mich freuen. Gottes Zorn erschreckte ein, daß ich Ihm zu Füßen mich, den uns die Gebote dräuen: falle; dir sey Dank, Herr Jesu nun ist Wonne statt der Pein, Christ, daß du auch mein HeiGottes Sohn will Heiland seyn. land bist. 2. Sucht man, wie der reiche Mann, täglich Herrlichkeit und 4. Hätt' ich dich, mein Heiland, Freuden, o so werdet dort zum nicht, müßte mich die Hölle quäBann, die hier ohne Heiland len. Nun ist Gnade, nun ist Licht, scheiden. Ohne Heiland ist der nun ist Freude in der Seelen. Tod, ohne Heiland Qual und Heiland, bringe mich dahin, daß Noth. ich ewig freudig bin. 6. April. 97 Der Gott unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner Selbsterkenntniß. Eph. 1, 17. Man gebe dem menschlichen Wiß Ruhm, so viel man kann, so reicht er doch weit nicht hin an die Weisheit, die Gottes Geist lehret. Mel. Christi Tod ist Adams Leben. nen, ewig's Leben kommt davon; 1. O der Unterschied ist wich- diese Weisheit kommt von Oben, tig zwischen Weisheit und dem Gott und Christum recht zu Wizz! Weisheit, die zum Glau- loben. ben tüchtig und zum Seligwerden. nüß, lernt man in des Geistes Schule, und mit Fleh'n vor Gottes Stuhle. bi din unit 3. Geist der Weisheit, dir sey Ehre, daß du Gott uns offenbarst; du entdeckft uns diese Lehre, weil du bei Gott ewig 2. Jesu Christi Vater kennen warst. Hilf dem Glauben fest und des Vaters lieben Sohn, zu stehen, bis wir Gott im kann man wahre Weisheit nen- Lichte sehen. ****** 7. April. Jesus Christus war euch vor die Augen gemalt, als bei euch gekreuzigt. Gal. 3, 1. An dem Kreuz hat alle Welt das Heil Gottes gesehen; nun sehen wir solches Heil in dem Wort vom Kreuz. Dieß Wort, nicht die Bilder vom Kreuz, ist dem Glauben göttliche Kraft und Weisheit. 98 Mel. Höchster Priester, der du dich. tet Lamm; sein geglaubtes Blut 1. Alle Welt sieht Gottes Heil, alleine macht von allen Sünden und mein Glaube nimmt auch reine.fi dairbirini and Theil. Jesum seh' ich voll Verlangen, uns zum Heil am Kreuze hangen. 4. O mein Heil, du hiengst auch mir; o mein Herr, ich danke dir! Nimm mein Herz, und laß darinnen dich stets die Gestalt gewinnen. 2. Gold und Silber, Holz und Stein können mir zum Heil nicht seyn. Malt ihn nicht den äußern Sinnen! Christi Bildniß ist von innen. 100 5. Nun dich lob' ich, weil ich bin; bringe mich, mein Heil, dano hin, vor des Lämmleins Thron 3. Nur der Geist erblickt am zu stehen, und mein Loblied zu Stamm ihn, als ein geschlach erhöhen. oh orthur man mirpl 8. April. 99 Christus ist gestorben und lebendig worden, auf daß er über Todte und Lebendige Herr sey. Römer 14, 9. Chriftus ist gleich nach dem Tode lebendig gemacht am Geist, und ist in demselben hingegangen, und hat gepredigt den Geistern im Gefängniß. Da ward er über die Todten Herr. Wir leben, er ist unser Herr. 1 du Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. gesehen. Wir beten dich an, 1. Der Heiland, am Geiste und leben allhier, Beherrscher, lebendig gemacht, ist, herrlich vom vor dir; o laß uns sofort dein Siegen, zur Hölle gestiegen; da Reich und dein Wort! hat er den Geistern die Predigt gebracht. Er sey nun der Herr, nun herrsche nur er, und führe zugleich bei Todten sein Reich. 3. Die hier noch in Sünden Gefang'nen bekehr', dir gänzlich ergeben im Glauben zu leben: so liefert der Tod uns der Hölle 2. O großer Erlöser, was hast nicht mehr; so beten wir dann du gethan! Bist dahin gegangen, im Himmel dich an; da sizest du wo die, die gefangen, dich lebend schon auf göttlichem Thron. * 100 9. April. Ich liege und schlafe und erwache; denn der Herr erhält mich. Pf. 3, 6. Es ist eine süße Wohlthat Gottes um den Schlaf. Wer diese nicht hat oder nicht genießen darf, der erfähret an dem Mangel, wie groß die Wohlthat ist, die Andere empfinden. Daher sollen wir nicht undankbar seyn wie die, die im Schlaf der Sicherheit liegen. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe ic. 4. Da soll dir danken, wer sich 1. Gott, der du Gnad' und legt und wer vom Lager steigt, Weisheit hast, hast alles wohl daß Gott, der alle Dinge trägt, gemacht; du giebst den Tag zu so gütig sich bezeugt. Schweiß und Last, und doch zur Nuh' die Nacht. hin 2. Da geht die Seele nicht mehr aus, zieht Thür und Fenster zu, und will, wie im verschloss'nen Haus, allein seyn und in Ruh'. 6. Sterb' ich, so schlaf' ich wie ein Kind, daß Gott besorgen 3. Wie wohl ruht, wer sich müd' geschafft, wen Hiß' und Kummer mag. Denn die im Herrn enttraf! wie fühlt der Kranke neue schlafen sind, weckt er am jüngKraft auf einen sanften Schlaf! sten Tag. 5. Noch mehr soll ich dir dankbar seyn in meinem Christenlauf; in Namen ich ein, und steh' mit Jesu auf. 10. April. 101 Er ist darum für Alle gestorben, auf daß u. s. w. 2 Cor. 5, 15. Dieß ist der Grund des Glaubens: Einer, unser Herr Jesus, ist wahrhaftig gestorben, ist für Andere gestorben, ist für Alle gestorben, sie Alle sind in ihm gestorben. Nichts ist unwidersprechlicher als Christi Tod, nichts gewisser, als die Versöhnung. Mel. Seelen- Bräutigam. Welt gedienet, und auch ich bin 1. Mein Herr und mein Gott! mit versöhnet; dein Tod gilt auch für den Opfertod, da du dich mir. Lob und Ruhm sey dir. hast hingegeben, daß wir Todte möchten leben, dank' ich bis zum Tod, mein Herr und mein Gott! 4. Mein Tod bleibt kein Tod, wie einst Gott gedroht; jedes darf von deinen Schafen nun in dir, in Sterbensnoth: mein Tod ist dem Herrn, entschlafen; rühmt's kein Tod. 2. Kein Mensch starb wie du; dir nur kam es zu, als das Gotteslamm zu sterben; unser Tod wär' ein Verderben; dein Tod reicht hier zu, kein Mensch starb du lebst und warst todt; hilf mir, 5. Mein Herr und mein Gott! wie du. hier dir Dank zu bringen, dort vor deinem Thron zu singen: ich) 3. Lob und Ruhm sey dir, mit leb' und war todt, mein Herr dir sterben wir; dein Tod hat der und mein Gott! Erster Theil. 9 11. April. Jesus wußte, daß ihm der Vater Alles hatte in seine Hände gegeben. Joh. 13, 3. Der Vater gab's dem Sohn; der Sohn nahm's in Empfang. Einerlei Rath, einerlei Wille. Wir wurden nach Gottes Erbarmung nicht für zu schlecht erachtet, dem Sohn gegeben zu werden, und der Sohn schämte sich nicht, uns anzunehmen. So sind wir nun in gar guter Hand. 102 Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset 2c. dieser verwerflichen Rott'. O selig, 1. Lob sey dir, Herr Jesu, wem solches das Innerste rühret, daß dir, als dem Leben, der Va- wer sich nicht aus dieser Hand ter hat Alles in Hände gegeben! selber verlieret; so wird er zum Wir stehen nun also in göttlicher Vater einst herrlich geführet. Hand, da wird dir von Niemand ein Schäflein entwandt. Der Vater gab's, Alle mit Blute zu kau fen, Getaufte mit heiligem Geiste zu taufen, Getaufte zum Himmel zu führen mit Haufen. 3. Dich lob' ich, der du mir als Erbherr gekommen, daß du mich vom Vater zu eigen genommen, mich Sünder mit kostbarem Blute erkauft, mich Sünder mit Wasser und Geiste getauft. Be2. Verächtliche Gabe, die Je- halt mich in Händen, dir bin ich sus empfangen! doch soll sie in verschrieben; gieb Glauben und Jesu den Werth erst erlangen. Gnade, die Liebe zu üben, und Im Blute gewaschen ist köstlich dort dich auf ewig im Loben zu vor Gott. Er schämt sich nicht lieben. 12. April. 103 Wir, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Röm. 8, 23. Es ist auch Das eine große Wohlthat der Kinder Gottes, daß sein Geist das ganze Herz durchdringt und alles Verlangen desselben heiligt, erregt, anfeuert, und erhält im Sehnen und Beten. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. Der Geist erregt bei denen, die von dem Eiteln matt, ein un beschreiblich Sehnen, wer dessen Erstling hat. 2. Ach, wann ist das Getümmel und Nacht, und Noth dahin! Ach, daß ich nicht im Himmel, nicht bei dem Vater bin! 4. Ist schon das Angeld köstlich, nimmt schon die Hoffnung ein, ist schon das Sehnen tröstlich, was wird das Sehen seyn! 5. Mach' durch der Welt Beschwerden mein Herz der Welt entwöhnt, daß es sich auf der Erden stets nach dem Himmel sehnt. 3. Ich dank dir, Geist der Gna- 6. Alsdann gieb, du kannst's den, für diesen Sehnsuchtstrieb. geben, daß das erlöste Kind in Denn der seufzt sich zum Scha- dem geglaubten Leben das Ziel den, wem noch das Eitle lieb. der Sehnsucht find't. 104 13. April. Auch verlaß mich nicht Gott im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindskindern. Pf. 71, 18. Es ist ein gesegnetes Geschäfte für Alte, die sonst nicht mehr viel thun können, daß sie beten, auf den alten Gott vertrauen, seine Güte den Kindern anpreisen, Gott danken und loben. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Barmherziger Erhalter, ich 1. Mein Athem und mein Le- danke bis in's Alter für deine ben ist mir von dir gegeben, du Vaterstreu'; mach' auch in schwa Gott, der Menschen schafft; du chen Tagen mich stark, dir Dank warst von Mutterleibe, und bist, zu sagen; denn deine Huld ist so lang ich bleibe, mein Licht und täglich neu. meines Lebens Kraft. 2. Du liebst und willst nicht hassen, wirst nicht erst spät verlassen, das ist mein alter Glaub'. 4. Die Huld, daß Gott erbarme, die Kraft von seinem Arme rühm' ich auf Kindeskind. Das Du zähleft uns're Jahre, du zählst Aeuß're mag verwesen, das Inn're auch graue Haare, du zählst im laß genesen, bis ich's im Himmel Grab noch unsern Staub. recht verkünd'. 14. April. 105 Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Röm. 8, 23. Das ist doch die rechte schöne Wissenschaft, die die Kinder Gottes haben. Die Liebe Gottes macht ihnen alles lieblich. Sie malen den Tod anders, als er scheint. Sie dichten vom Kreuz höher, als man glaubt. Sie singen vom Leiden angenehmer, als man sonst hört. Mel. Jesu, wann soll ich erlöset ic. Wollust zur Noth, der Reichthum 1. Wie selig ist's, Gott und den macht Darben, ihr Leben bringt Heiland zu lieben! Zur Freude Tod. Sie werden erfahren, was dient ihnen auch alles Betrüben, sie noch nicht wissen, das, was sie zur Ehre die Schande, zur Hülfe hier haben, dort ewiglich missen. die Noth, zum Reichthum der Mangel, zum Leben der Tod. Das wissen die Knechte, die Christo hier dienen: sie dienen als Her ren, denn Alles dient ihnen. 3. O Vater, es sollen die Kinder dich preisen, daß du willst an ihnen die Gnade beweisen. Lob sey dir, Herr Jesu, der Alles versöhnt, daß Alles den Deinen 2. O Schade, die Welt und die so wunderlich dient. Dank sey Sünde zu lieben! Die Freude dir, dem Geiste, der herzlich kann wirkt ihnen ein schmerzlich Betrü- trösten: es diene den Christen einst ben, die Ehre wird Schande, die Alles zum Besten. 106 15. April. Wir haben empfangen den Geist der Liebe, und der Zucht ( oder Mäßigung). 2 Tim. 1, 7. Die Mäßigung lernt man nicht von Natur; denn das menschliche Herz bleibt für sich immer stolz, und gegen Andere unlittig. Aber Gottes Geist macht demüthig bei Gaben, und leidsam gegen die Bösen. Das ist Mäßigung. Feinde doch geliebt; daß Dulden Gottes Wille; daß Leiden Gnade den; vergnügt mit Gottes Huld; sey; Gott lege in der Stille den geduldig in Beschwerden; bei Theil im Himmel bei. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Fein niedrig seyn auf ErFeinden ohne Schuld; im Unrecht ohne Schaden; still in der 3. Dir sey, du Geist der LieLästerung: das wirkt der Geist be, gedankt für deine Zucht, für der Gnaden, der Geist der Mäßigung. diese sanften Triebe, für solche Glaubensfrucht. Wenn Jesus wird erscheinen, da wird sein Knecht erfreut; jetzt ruhst du ob den Seinen als Geist der Herr2. Er lehrt uns vom Erbarmen, das unser Vater übt; daß Gottes Sohn uns Armen als lichkeit. 16. April. 107 Wir haben empfangen den Geist der Kraft. 2 Tim. 1, 7. Gedenken wir an die Macht, die der Fürst dieser Welt hat, und die die Welt mit ihren Aergernissen hat, so müßten wir Alles verloren geben. Beide zu überwinden gehöret göttliche Macht. Diese hat der Geist Gottes, und will sie an den Glaubigen erweisen. Mel. Was Gott thut, das ist ic. wenn er uns fallen ließe. Er 1. Ein Geist der Macht ist hilft uns auf im Kampf und Gottes Geist, und ihm gebührt Lauf; er lehrt die Fäuste kriegen, die Ehre, weil ja der Mensch, die Händ' im Beten siegen. der fleischlich heißt, zu schwach 3. In deiner Macht sey denn und träge wäre. Es weicht und von mir, o Geist, dein Lob befällt, was er nicht hält, er aber sungen. Es betet, glaubt und hält und stärket, wo er die stegt in dir, wem je ein Kampf Schwachheit merket. gelungen. Ach, stärke du uns immerzu, bis wir dir nach dem Ringen Heil, Macht und Ehre 2. Im Beten sinket uns die Hand, im Geh'n die müden Füße; wir fielen aus dem besten Stand, fingen. 108 17. April. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre und lebe. Ezech. 33, 11. Wie weit läßt sich der Allerhöchste herunter, der Heilige zu den Gottlosen, daß er bei seinem Leben ihnen betheuert, er wolle, daß sie leben sollen. Das ist unbegreiflich. Mel. Sollt' ich meinem Gott ic. 2. Herr, du willst, ich solle 1. Geist der Gnaden, komm, leben, spricht dieß Wort mit erfülle Herz und Mund mit Got Macht in mir, mich vom Tod tes Ruhm. Wundergnädig ist sein dir hinzugeben. Nun im GlauWille, und ich preise ihn darum. ben leb' ich dir, und mein Leben Menschen wollen ihr Verderben, soll sich weisen, daß ich danke Gottes Liebe will es nicht, der deiner Treu', daß mein Wille mit einem Eid verspricht: Ich sonst nichts sey, als die Gnade will nicht des Sünders Sterben. hier zu preisen. Dort will ich Sünder, kommt, wir wollen dein Lob erhöh'n: Herr, dein fleh'n: Herr, dein Wille soll Wille ist gescheh'n. gescheh'n. 18. April. 109 Gott ist ein Gott der Hoffnung. Röm. 15, 13. Gott giebt sich in der Schrift viele Namen von seinen Werken, und dahin ge hört auch dieser. Wir dürften nicht auf Gott hoffen, wenn er sich nicht diesen Namen gegeben hätte. Er gehört aber ihm, als dem Lebendigen, allein. Keine Mächte, weder auf Erden, noch im Himmel, können diesen Titel führen. Mel. Schwing dich auf zu deinem c. 1. Gott, du bist der HoffnungsGott; denn du bist lebendig. Eitle Hoffnung wird zu Spott, nur du bleibst beständig; dein Wort, daß . ist wie du bist, hat stets eingetroffen; auch wo nichts zu hoffen ist, darf der Glaube hoffen. boren; wer an den, der lebet, glaubt, der glaubt nicht vergebens, und er hat in diesem Haupt Hoffnung jenes Lebens. 3. Vater, für den Hoffnungsruhm sey dir Ruhm gegeben; ich bin Jesu Eigenthum, Jesus sey mein Leben. Ewig sey dir Dank dafür; laß mir nach dem Hoffen zum Genuß des Erb's bei dir, 2. Du hast uns in Jesu Christ, uns, die wir verloren, da er einst den Himmel offen. auferstanden ist, wieder neu ge 19. April. Gott ist der Gott der Geduld. Röm. 15, 5. Auch dieser Name Gottes ist wunderbar. Er hat Geduld mit seinen Feinden, wenn sie wider ihn sündigen, und will sie noch zur Buße leiten, oder wenn sie ihm seine Kinder plagen, daß er nicht gleich straft. Er hat Geduld mit seinen Kindern, wenn sie fehlen, und giebt ihnen Geduld in ihren Leiden. 110 Mel. Wen seh' ich allhier. 3. Du stäupest auf's Blut, und 1. O Gott der Geduld, der meinst es doch gut. VerwunderStrafen und Schuld uns Sün- lich Thun! Jedennoch erkennet der dern vergiebt, dieweil er uns Glaube es nun, verehret dein herzlich in Christo geliebt, und Thun, und sucht dir, gezüchtigt, ob er vergiebt, doch seine Ge- im Schooße zu ruh'n. liebten im Leiden noch übt. 2. Wie lange siehst du dem 4. Mein Gott der Geduld, ich Leiden hier zu, trägst immer Ge- lobe die Huld; und da ich noch duld, und läsfest ste plagen, als wein', so dank' ich dir weinend, hätten sie Schuld; doch wirkst du und bleibe doch dein; mir wird, Geduld, und tröstest im Leiden ob ich wein', doch deine Geduld mit göttlicher Huld. noch zur Seligkeit seyn. mj 20. April. 111 Die Worte, die ich rede, die sind Geist, und find Leben. Joh. 6, 63. Daher schmeckt es dem natürlichen Unglauben nicht, weil er nichts vom Geist Gottes vernimmt; und weil er lieber todt bleiben, als sich zum Leben wecken lassen will. Aber dem Glauben ist dieß Wort über Gold und viel feines Gold, süßer denn Honig und Honigseim. Mel. Jesu, der du meine Seele. 1. Herr, dein Wort ist Geist und Leben, es hat seine Kraft in sich, die dein Geist ihm eingegeben, und wirkt recht verwunderlich. Was Vernunft nicht kann ersinnen, Menschenkraft nicht kann beginnen, und der Feind nicht dämpfen kann, richtet es im Herzen an. Früchte trägt, so wächst durch des Wortes Triebe in uns Glaube, Hoffnung, Liebe, und die Erndte nach der Zeit ist der Seelen Seligkeit. 3. Laßt die Welt darwider zanken, laßt den Teufel grimmig seyn. Gott, wir wollen dir noch danken für des Wortes hellen Schein. Mach' es nur in uns recht kräftig; uns zu deinem Ruhm geschäftig; nach dem Glauben lobt geprägt. Wie ein segensvoller man dort dich im Licht nach deiSame wächst, und blüht und nem Wort. 2. Dadurch wird des Vaters Name, und des Sohns uns ein 21. April. Jesus Christus ist gesetzt zur Rechten im Himmel, über Alles, was genannt werden mag. Eph. 1, 20. 21. Diese Majestät Jesu über Alles gereicht nicht nur zu seinem eigenen Ruhm, sondern auch zu desto größerer Zuversicht der Glaubigen. Ein König ist der Gewaltigen Herr in seinem Reich, aber auch des Bettlers. 112 Mel. Jesus, meine Buversicht. 3. Hallelujah sing' auch ich, der 1. Hallelujah, Jesus lebt! Je- Geringste der Erlösten; meine Arsus herrscht zu Gottes Rechten, muth schrecket mich, deine Gnade weil der Vater ihn erhebt über allen Rang von Knechten; was man Hohes nennen kann, betet siehest du. seine Hoheit an. kann mich trösten; nicht nur Engel läßst du zu, auch auf Sünder 4. Dank sey dir, mein ewig 2. Halleluja, auch vom Tod, Heil, daß auch ich darf vor dir von der Hölle kann er retten; singen, und auch meinen kleinen macht der Satan uns noch Noth, Theil eines tiefen Lobes bringen. Christus wird ihn untertreten; sind Preis und Ehre sey dem Sohn, wir noch der Welt Verdruß, sie meinem Herrn, auf seinem Thron. ist unter Christi Fuß. 22. April. 113 Taufet sie im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Matth. 28, 19. Wir sollen ja Gott herzlich danken, daß er uns auf seinen heiligen Namen hat taufen lassen. Denn Gott hat uns selig gemacht in der Taufe. Das ist ein süßer Trost auf das Sterbebette. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 4. Wird ein Sünder Gottes 1. Alles, was man in der Kind, das das Herz des Vaters Welt für erlaucht und herrlich find't, erbt er mit am Himmelshält, soll dem Christen doch noch loos, das ist unbeschreiblich groß. klein gegen seiner Taufe seyn. 5. Wenn sich die Dreieinigkeit 2. Aus dem Tod in's Leben geh'n, für den Zorn in Gnade selbst ein Herz zur Wohnung steh'n, für die Höll in Chrifti Reich, dem ist keine Wohlfahrt gleich. weiht, so gilt gegen solchen Ruhm auch kein herrlich Kaiserthum. 3. In dem Bunde Gottes seyn, und im Blute Jesu rein, und vor Gott gerecht erseh'n, das ist un vergleichlich schön. 6. Gott, dieß bin ich ja nicht werth. Deine Gnade sey verehrt; ewig sey dir Dank von mir, Vater, Sohn und Geist dafür. 23. April. Nehmet hin und esset, das ist mein Leib; nehmet hin und trinket, das ist mein Blut. Matth. 26, 26-28. Die Gabe des wahren Leibes und Blutes Christi im Nachtmahl ist wohl unbegreiflich; aber sie ist doch auch unwidersprechlich. Es ist, und wird bleiben, bis er kommt. Nehmen und Danken ist des Glaubens Sache. 114 Mel. Durchbrecher aller Bande. soll deinetwegen leben, wen du 1. Jesu, du bist's, den ich prei selber speis'st und tränk'st; weil se, herzlich sing' ich: habe Dank. du dich dahin gegeben, daß du Dein Fleisch ist die rechte Speise, uns die Sünden schenkst. und dein Blut der rechte Trank. 3. Freue dich, mein Leib und Du giebst uns mit Brod zu essen, Seele; denn ihr habt das theu'rund zu trinken in dem Wein; ste Gut. Nichts ist, das dem solch' Geschenk muß unermessen, Glauben fehle: hier ist Jesu und die Liebe zärtlich seyn. Fleisch und Blut. Das ist eines Menschen Weise, Jesu, welcher Gott zugleich. Du bist's, dessen Tod ich preise, bis du kommst in 2. Du lebst um des Vaters willen, welcher lebt von Ewig feit; er hat, sein Werk zu erfüllen, dich gesendet in der Zeit. So deinem Reich. 24. April. Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Kreatur. Marc. 16, 15. Das Predigtamt des Evangelii hat der Vater zuerst seinem Sohn gegeben, Joh. 1, 18., und dieser hat es zwei Jahre auf Erden verwaltet. Da er gen Himmel fuhr, vertraute er es denen Menschen, die er zuvor am Kreuz versöhnt hatte. Mel. Jesu hilf stegen 2c. 1. And're Geschäfte giebt Jesus den Engeln, aber das Predigtamt Menschen allein. Diese sind selber umgeben mit Mängeln, füh- müther. len die Nothdurft begnadigt zu seyn. Heiliger Priester, du warst für uns Armen selber versuchet, und lerntest Erbarmen. 2. Denen befahlst du das Wort vom Versöhnen, die du kurz vorher versöhntest mit Blut. Die find geschickter am Worte zu 115 nen; denn sie empfinden, wie Sündern zu Muth. Sende, du Pfleger der himmlischen Güter, lauter vom Geiste erfüllte Ge 3. Hier ist die göttliche Weisheit zu loben; was du verordnest, ist löblich gethan. Was sie vergeben, vergiebst du auch oben, daß sich der Sünder befriedigen kann. Führ' uns zum Himmel, dort heilig zu leben, wo wir dir danken, die- weil du uns vergeben. * bumarsch a. Amerikaner 25. April. 1945 Herrn Ehre und Stärke; bringet her dem Herrn Ehre seines Namens. Ps. 29, 1. 2. Die an den Höfen mit Sternen und Orden beehret werden, suchen die Ehre der hohen Häupter in die Wette, und endlich machen sie Götter daraus, bis ste die Würmer, wie Herodem, anbeißen. Laßt uns für Gottes Ehre uns beeifern. anubrifien, Soft Ping дала helfen. Hie helfen. Mel. Jest, meine Freude. preislich, du wirkst nah' und fern. 1. Gott, dein ist die Ehre; Nichts ist klein, es ist doch dein; alle Himmelsheere, aller Erden großer Gott in deinem Schirme Pracht, alle Menschenkinder, al- kriechen auch die Würme. 416 En esringet ach les Herz der Sünder zeugt von deiner Macht. Eh' man's sah, 3. Was dein Geist durchdrunstand Alles da, als du sprachst: gen, singt mit froher Zungen dir Ich will, es werde Himmel, Meer im Heiligthum. Bis ich selig und Erde. werde, sing' ich Hand voll Erde 2. Richter aller Spötter, du auch von deinem Ruhm. Bring' bist Gott der Götter, du bist mich hin, daß ich einst bin, wo Herr der Herrn. Was du thust dir alle Himmels- Chöre jauchzen: ist weislich, was du willst ist Gott sey Ehre! 26. April. 117 Christus hat ein unvergänglich Priesterthum: daher er auch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebet immerdar, und bittet für sie. Hebr. 7, 24. 25. So herrlich und vorzüglich das Hohepriesterthum im alten Testament gewesen, noch unendlich herrlicher ist das Priesterthum Christi. Dort war der Schatten, hier ist das Wesen. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Er vertritt uns auf dem 1. Jesus ist ein Priester wor- Throne, und der Vater giebt dem den, aber nicht vom Menschen- Sohne, was er für sein Volk orden, aber nicht mit Kälberblut. begehrt. Er schenkt alle SegensEr fann opfern, segnen, bitten, fülle; so geschieht des Vaters aber nicht in gold'nen Hütten, und Wille, der wird in dem Sohn mit Weihrauch auf der Glut. geehrt. 2. Er trägt selbst des Geistes 4. Herr, dein Opfer ist geSalben, und sein Amt gilt al- schehen; Priester, laß mich Segen lenthalben in dem Himmel, auf sehen! Mittler, bitte auch für der Welt. Einmal hat er Blut mich! Denn von deinem Blute vergossen, das aus seinem Leib reine, dankt und rühmt mein geflossen, als ein heilig Löse- Glaub' alleine, und die Liebe logeld. bet dich. Erster Theil. 10 27. April. Das Blut der Besprengung des Mittlers des Neuen Testaments redet. Hebr. 12, 24. Man solle von dem Blut Jesu reden, nicht nur wie es ein im Tode vergossenes ist, sondern auch, wie es in der Himmelfahrt in den Himmel hineingetragen ist. Da gehöret Ehrerbietung und Dank dazu. 118 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 1. Gebor'ne Sünder, uns zu gut nahm Jesus an sein Men schenblut, das durch Beschneidung in dem Bund, durch Taufe nun im Amte stund. 2. Auf jenem Berge ward's bestimmt zum Blut, das Straf und Schuld wegnimmit. Am Delberg und im Richterhaus floß es durch Schweiß und Geißeln aus. 3. Und endlich an dem Marterstamm, gab das für uns schon tødte Lamm aus seiner Seiten durch den Speer die letzten theu ern Tropfen her. 4. Doch ist es ein lebendig Blut, das für die Welt Versöhnung thut; der Priester gieng zum Himmel ein, daß er damit vor Gott erschein. 5. Da redet nun dieß Blut für uns um die Vergebung unsers dein Blut dankt dir mein Glaube O Hoherpriester, für voll von Muth. Thuns. 6. Ich preise deiner Liebe Brand, die auch ihr Blut an mich gewandt, dieß schmücke mich vor deinem Thron, es ist dein Blut, du Gottes Sohn. 28. April. 119 Der Gott des Friedens zertrete den Satan unter eure Füße in Kurzem. Röm. 16, 20. Wenn nicht Gott unter seinen Kindern den Frieden erhielte, und dem Satan wehrte, so würden oft nicht mehr zwei oder drei im Namen Christi versammelt bleiben. Der Satan hat's an den Aposteln versucht. Gott aber hat ihn zertreten. ten. Wie nun der Glaub' in Jesu siegt, so muß die Liebe, als bekriegt, auch in dem Heiland stegen. Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. erlaubt an Seelen, die sich ret1. Der Satan sucht, wie er gewinn', was sich von ihm geschieden, und hat nur immer Krieg im Sinn. Gott ist ein Gott vom Frieden; dem flicht das Kind des Friedens zu, der tritt geschwind zu dessen Ruh' den Satan zu den Füßen. 3. Dank sey dir, Jesu, auch im Krieg für diesen edlen Frieden; du giebst doch immer Sieg auf Sieg, der Friede bleibt bez schieden. Zertritt den Feind und führ' uns aus, gieb, daß wir bald im Friedenshaus dir ein 2. Der Heiland hat das Schlangenhaupt schon durch den Tod zertreten; doch ist der Anfall ihm Triumphlied singen. 29. April. Gott hat uns gesegnet mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum. Ephes. 1, 3. Die geistlichen Güter sind edler als die leiblichen, und die himmlischen höher als die irdischen, und der Segen in Christo größer, als der in den Geschöpfen. O wie sollen wir dem Vater danken für diesen Segen! 120 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. kann man's, nicht verstehen; hof1. Wenn ich täglich Manna fen läßt sich's, noch nicht sehen; äße, das gelobte Land besäße, wenn wir nur zum Himmel reiJoseph selbst zum Pfleger hätte, fen, werden wir es dort begreifen. Nachts des Salomonis Bette, Gold aus Ophir gleich den Steinen, würde das nicht Segen scheinen? Doch ist's klein, wenn wir's erwägen, nach der Himmelsgüter wird Segen. ben. 3. Gottes Kindschaft ist ein Segen, den wir hier genießen mögen: aber wirklich Alles erben, erst folgen nach dem SterVater, für die Segensga2. O in Christo, dem Erlöser, ben, die wir hier in Jesu haben, segnet uns der Vater größer, und dank' ich dir in schwachen Prodieß Herrliche auf Erden wird noch ben; laß mich dich dort herrlich Herrlicher dort werden. Glauben loben. 30. April. 121 An den Menschen ein Wohlgefallen. Luc. 2, 14. Wenn wir Menschen uns selbst, oder die Engel, die das gesungen, uns Menschen betrachten, so kann man in allem Forschen weiter nicht kommen, als auf das einzige Wohlgefallen Gottes, wovon hier die Engel, und Christus Matth. 11. und Paulus Ephes. 1, 5. Col. 1, 19. reden. 4. Der Sohn ist selbst erschienen mit Blut uns auszusöhnen; er starb für mich, die Made, für mich, o welche Gnade! Mel. Nun laßt uns Gott dem ic. 1. So oft ich das Verderben, worin wir sollten sterben, und die Erlösung prüfe, so heißt's: o welche Tiefe! 2. Gott will noch unser Leben, und will es selbst uns geben; da heißt's in froher Stille: o Gott, welch' guter Wille! 3. Was bin ich? Lauter Sünde; was macht Gott? Mich zum Kinde; und was ist, das ihn triebe? er selbst. D welche Liebe! fallen! 5. Sein Geist wirkt in uns Triebe zum Glauben und zur Liebe, und schafft das Herz ganz neue, das denkt: o welche Treue! 6. Hier that ich nichts! ich Armer. Nur dir soll, du Erbarmer, mein Herz von Danken wallen; o welch' ein Wohlge 1. Mai. Der Herr ist nahe Allen, die ihn anrufen. Psalm 145, 18. Der Gottlose fürchtet den allgegenwärtigen Gott nicht, und der Unglaubige suchet und findet ihn nicht. Hingegen der Glaubige tröstet sich der Allgegenwart Gottes in aller Noth, scheuet sich vor seiner Nähe, und suchet ihn im Gebet. 122 Mel. Mir nach, spricht Christus ic. 3. Ein rohes Herz vergißt der 1. Gott ist nicht ferne, er ist Pflicht, daß ihm die Furcht genah. Das ist ein Trost der Sei- zieme, und der Verzagte merkt nen. Geh'n sie durch's Feu'r so ist es nicht, und fliehet nicht zu er da, mit Hülfe zu erscheinen, ihme. Der Glaube aber scheut und geh'n sie durch die Wasser- den Herrn, und ruft ihn an, fluth, so ist er da, der Hülfe thut. weil er nicht fern. 2. Der Fremdling traut dem Herrn in Noth, der Wais' dem nahen Vater, die Wittwe ihrem treuen Gott, der Arme dem Berather; im Kerker singt die Un schuld so: Gott ist bei mir, das macht mich froh. 4. Gott, dir sey Dank, der nahe ist, wenn wir in Ernst dich beten, und läsfest uns in Jesu Christ so nahe zu dir treten. Bring' dort uns vor dein Angesicht, so lobt und rühmt man dich im Licht. 2. Mai. 123 Herr, du erforschest mich, und kennest mich. Pf. 139, 1. Alle Eigenschaften Gottes, z. E. die Gerechtigkeit, Allmacht, Allgegenwart, Heiligkeit, Wahrheit, Allwissenheit, müssen den Feinden Gottes etwas Schreckliches seyn; aber denen, die seine Liebe in Christo erkannt, und seine Barmherzigkeit in der Vergebung erfahren haben, sind sie lieblich und tröstlich. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. unsre Herzen kennt. Es ist ein 1. Gott, du siehst alle Tiefen Trost für mich, ich bete oder fin in Erd' und Himmel ein! Du ge! Herr, du weißt alle Dinge; kannst die Nieren prüfen, und du weißt, ich liebe dich. prüfst sie auch allein. Es wird von deinem Geist der Menschen Geist durchdrungen; kein Wort ist auf der Zungen, das du nicht alles weißt. 3. Gott, mir ist dieß Erkenntniß zu wunderlich und hoch, und über mein Verständniß erheb' und rühm' ich's doch. Sich' nur mich sonst nicht an, als nur in deinem Sohne, da ich vor deinem Throne im Licht erscheinen 2. Das macht uns ohne Sorgen, wenn uns die Welt berennt. Dem sind wir unverborgen, der kann. 3. Mai. Durch den Glauben merken wir, daß die Welt durch Gottes Wort fertig ist, daß Alles, was man siehet, aus nichts worden ist. Hebr. 11, 3. Auch in Ansehung des Ursprungs der Welt oder Weltzeiten, hat der Glaube einen großen Vorzug vor der Vernunft. Von dem Sohn und Geist weiß diese nichts; das Wort sagt's dem Glauben. 124 Mel. Sollt ich meinem Gott nicht ic. 2. Aller Lauf des Himmels1. Wenn ich meinen Schöpfer rundes ist durch's Wort des lerne in der ausgewölbten Luft; Herrn gemacht, und vom Geiste sehe Sonne, Mond und Sterne, seines Mundes All' sein Heer denen Gott zum Aufgang ruft; hervorgebracht. Das ist eine wenn ich auch die kleinsten Werke, Glaubenslehre, eigen für das wie die größesten beschau, und an Christenthum; davon hat der Vameines Leibes Bau Gottes Kraft ter Ruhm, und der Sohn und und Gottheit merke: so fehlt noch Geist auch Ehre. ein stärk'rer Zug, weil dieß Wis- Christen singen dir in dem GlauHerr, wir sen nicht genug. ben Dank dafür. 4. Mai. 125 Wir reden von der himmlischen verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit. 1 Cor. 2, 7. Gottes Weisheit in den Geschöpfen ist viel mehr auch dem natürlichen Menschen offenbar; die Weisheit, die unser Heil geordnet, ist verborgen, und diese lehret nur der Geist Gottes. Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 4. Weislich hast du diesem 1. Gott, der Himmel, Meer Sohne Tod und Leben, Kreuz und Erden hieß nach seiner Weis- und Krone, uns zum Leben, zuheit werden, und sie weislich noch bereit't; dir sey Ruhm und Herrregiert: Du bist's, welchem Ruhm lichkeit. gebührt. 2. Weislich hast du, nach dem Falle, an ein Mittel für uns Alle in dem lieben Sohn gedacht; dir sey Ruhm dafür gebracht. 5. Weislich führst du nun die deinen; wenn sie hier stets sterbend scheinen, leben sie dort ewiglich, und im Leben rühmt man dich. 3. Weislich hast du ihn mit 6. Mach' durch deinen Geist Bildern, und durch Schriften las mich weise, daß ich deine Weissen schildern, in dem Blut und heit preise, jetzt als Kind in deiauf dem Thron; du hast allen ner Schul, dort als Priester vor Ruhm davon. dem Stuhl. 5. Mai. Gott hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, daß wir wären Erstlinge seiner Kreaturen. Jac. 1, 18. Wir haben es gar nicht unserm Willen, sondern Gottes Willen, nicht unserem eigenen Vermögen, sondern allein Gottes Kraft zuzuschreiben, daß wir wiedergeboren werden können, und wirklich sind. 126 Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Gott selbst gebiert uns wie der, so sind wir Christi Glieder, mit Christi Geist erfüllt; wir von Natur Verlorne sind nun die Neu- 4. Ihr Werke seiner Hände, be geborne nach Gottes Sohnes Ebenbild. und singt aus aller Kraft: Gott ist es, der Getreue, der sich sein Lob auf's Neue im Munde seiner Kinder schafft. gürtet nun die Lende, die Wahrheit sey die Gurt; lebt zu des Vaters Lobe; dieß ist des Lebens Probe. Sonst seyd ihr eine Mißgeburt. 5. Herr, laß uns aus der Erden einst neugeboren werden, und herrlich aufersteh'n, und in dem Bild des Sohnes, getränkt vom Strom des Thrones, des Vaters Lob mit Dank erhöh'n. 2. Wir können uns das Leben, als Todte, nicht mehr geben; Gott ist es, der es kann; sonst bleiben ohne Zweifel wir eben wie der Teufel. Gott wollte es, Gott hat's gethan. 3. Seyd denn belebt, ihr Seelen, befeuert Zung' und Kehlen, 6. Mai. 127 Seyd stark in dem Herrn, und in der Macht seiner Stärke. Eph. 6, 10. Es ist eine selige Wohlthat, daß wir unsern Kampf wider die bösen Geister in dem Himmel nicht auf unsere Stärke wagen dürfen, sondern auf Christi Macht im Glauben. In diesem Glauben haben alle Heiden im A. T. gestritten, und die Kraft Gott zugeschrieben. 3. Da trägt der Streiter, der da glaubt, den Helm des Heils auf seinem Haupt, das wir in Jesu hoffen. Das Schwert des Geistes ist dein Wort, so wird auch aus der Höllenpfort' der Feind zum Fall getroffen. 2. Du giebst den Glauben uns 4. Wie stark bist du, wie schwach zum Schild, darinnen glänzt dein sind wir! Der Ruhm der Kraft Heldenbild, und deckt uns, wenn gehört nur dir, dir singt man wir kämpfen: so kann man Sa- Siegespsalmen. Gieb, Herzog tans Feuerpfeil mit seiner argen uns'rer Seligkeit, nach dem durch Macht und Eil' in deiner Stärke dich vollbrachten Streit, vor deidämpfen. nem Throne Palmen. Mel. Kommt her zu mir, spricht 2c. 1. Dank sey dir, Jesu, starker Held, daß du den Satan und die Welt so mächtig überwunden, und giebst den Deinen Kraft und Muth; sie kämpfen nicht mit Fleisch und Blut in denen bösen Stunden. • 7. Mai. Brannte nicht unser Herz, da er mit uns redete auf dem Wege, da er uns die Schrift öffnete. Luc. 24, 32. Das Brennen des Herzens bei diesen zween Jüngern war ein Feuer vom Herrn, weil er redete; aber er zündet es noch an, wenn er uns die Schrift im Lesen oder Hören öffnet. Darauf sollen wir achten, und ihm danken. 128 Mel. Wer Jesum bei sich hat. 3. Mein Heil, ich danke dir, 1. Wem du, o Jesu, nah, deß daß ich dich kenne; mein sehnend Herz muß brennen; im Innern Herz sagt mir, wovon es brenne; fühlen's ja, die dich schon kennen; dir fremd und falt zu seyn, ist du machst die Schriften klar den ewig Schade. Bin ich Herr Jesu Heilsverwandten, als der gestor- dein, ist's ewig Gnade. ben war, und auferstanden. 4. Ach, bleibe nah' bei mir, mit 2. Du giebst im Abendmahl mir zu wandeln; laß auf dem uns noch zum Leben, was du am Weg von dir mich immer hanKreuzespfahl für uns gegeben; deln. Laß mich dein Angesicht dieß ist das Unterpfand, auf das bald seh'n dort oben, so brennt wir trauen, weil uns das Herz mein Herz, im Licht dich stets zu entbrannt, dich einft zu schauen. loben. 8. Mai. 129 Der Herr ist groß, und sehr löblich, und seine Größe ist unaussprechlich. Pf. 145, 3. Das Aug' des Menschen hat einen geraumen Bezirk, wohin es sehen kann. Die Seele des Menschen hat einen noch weitern Kreis, wie weit sie denken kann. Aber an die Größe Gottes reicht kein menschlicher, ja kein englischer Begriff. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 1. Die ihr Gnade wollt geniessen, betet an zu Gottes Füßen, löslich. Wo er straft, ist's unerträglich; was er wirkt, das ist unsäglich; wie er führt ist unverund bekennet, daß die Ehre ihm, gleichlich, wenn er segnet, giebt dem Einigen, gehöre. Denn sein Licht ist unzugänglich, seine Gnade überschwänglich, seine Größe un aussprechlich, seine Wahrheit unzerbrechlich. er reichlich. 3. Kurz, Gott ist ganz unbegreiflich. Seelen, überlegt es reiflich, beugt und schämt euch vor der Klarheit, glaubt und rühmet seine Wahrheit, preist ihn wegen 2. Sein Arm ist unüberwind- seiner Werke, danket seiner Huld lich, seine Weisheit unergründ- und Stärke, lich; sein Gericht bleibt unum Liebe Proben, stößlich, und sein Vorsaß unauf- les loben. singt von seiner ewig soll ihn Al 130 9. Mai. : Wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis an's Ende. Joh. 13, 1. Herzliche Worte! Wer möchte von denen, die Jünger und Liebhaber Jesu sind, noch einen Tag in der Welt seyn, wenn wir diesen Trost der Liebe nicht hätten? Die Welt müßte dem Christen zum Nothstall, ja zur Hölle werden, ohne dieß Wort von seiner Liebe. Mel. Durchbrecher aller Bande. den Tod; ferner bis zum Auf1. Unser Jesus liebt die Sei- erstehen, und hernach bis auf nen, bis an's Ende liebt er sie. den Thron, ja bis wir ihn herrSeelen, faßt dieß auch im Wei- lich sehen, liebt uns der geliebte nen, euer Troftgrund liegt allhie. Sohn. Weint ihr, o so weint vor Freu- 3. Liebe, ewig feste Liebe, ewig den, weil es doch so herzlich ist: sey dir Dank dafür; wenn nicht nichts fann von der Liebe schei- deine Flamme bliebe, blieb' es den, die in Christo Jesu ist. ewig falt in mir; lieb' mich, bis du wirst erscheinen, nun ich glaub's, dein Wort ist hie: Unser Jesus liebt die Seinen, bis an's Ende liebt er sie. 2. Bis zum Schweiß und Blutvergießen, bis zur tiefsten Seelen noth, bis an's Kreuz zum Sün denbüßen, und am Kreuz bis in ME 10. Mai. 131 Der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald gieng Blut und Wasser heraus. Joh. 19, 34. Wenn ich heute wahrhaftig jenen Speer dieses Soldaten hätte, so wäre er mir kein Heiligthum. Aber die Seitenwunde ist ein ewiges. In dieser Wunde beten wir den Herrn Jesum auf seinem Thron an. Mel. Liebster Immanuel, Herzog ic. selber zum offenen Borne gericht't; 1. Jesu, dir dank' ich die Deff- hier ist Vergebung, hier ist Belenung der Seite, wo Blut und bung; danke dem Heiland, wenn Wasser zum Wunder entsprang, dieses geschicht. die ich auf Tauf und auf Abendmahl deute, da ich die herrlichen Güter empfang', die du erworben, weil du gestorben; darum gebührt dir ein lobend Gesang. 3. Jesu, du warst schon am Geiste lebendig, ist schon dein Leichnam erst nachher erwacht; darum erkennt dich der Glaube 2. Berstende Felsen und offene beständig, uns zur lebendigen Grüften gleichen der Deffnung Quelle gemacht. Jesu, dir dander Seite noch nicht, die du, ein fen alle wir Kranken, daß du Denkmal der Wunder zu stiften, dieß Mittel des Lebens gebracht. 11. Mai. Und er legte ihn in ein gehauen Grab, darin Niemand je gelegen war. Luc. 23, 53. Ein Glaubiger ist mit seinem Herrn Jesu gestorben, und ist mit ihm begraben. Das Grab Jesu war nur ein Behältniß seines Leibes zur nahen Auferstehung. So ist's mit dem Glaubigen. Jesus, sein Gott, ist ein Gott der Lebendigen. 132 Mel. Wer nur den lieben Gott läßt z. Beleber der Todten, die sein 1. Mein Herr, der sich am Tod befreit. Als Herr lag er Fleisch ließ tödten, ward gleich in dieser Gruft, der fünftig alle lebendig nach dem Geist. Ihm Todten ruft. war fein eigen Grab vonnöthen, weil er der Fürst des Lebens heißt. 3. Mein Herr, dein Ruhetag Er nahm die Kammer nur zur im Grabe ist mir ein Trost für Leh'n, da Morgens herrlich aus meinen Leib, daß ich, wenn ich zugeh'n. geschlafen habe, ein Kind der Auferstehung bleib'. Mein Gott, ich danke dir dafür, und aus dem 2. Er hat der Ausgeföhnten Gräber in einem neuen Grab geweiht, als todt, und ist doch der Grabe leb' ich dir. 12. Mai. 133 Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gefandt hat und mich errettet. Ap. Gesch. 12, 11. Den Schuß der Engel haben die Kinder Gottes gewiß, und die zartesten Säuglinge von ihrer Taufe her. Petrus sagt hier nicht: meinen Engel, als ob er einen besondern Schuß- Engel hätte; sondern seinen, des Herrn, Engel. Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. 2. Herrscher über alle Thro1. Jesum ehren Seraphinen, nen, deine Schafe danken dir; wie den Vater, so den Sohn, die wir unter Wölfen wohnen, und von Engeln, die ihm die- dir, dem Hirten trauen wir. nen, sendet er von seinem Thron, daß wir nicht Engel mit die schüßen die Seinen, und Sünden vertreiben! Wenn wir wehren dem Schaden. Ihr Er- in Gemeinschaft der Engel hier ben der Seligkeit seyd ja in bleiben, so tragen sie dorthin, Gnaden; euch werden Bediente wo Jesus vertritt, zu englivom Hofe geschickt, wenn Welt schen Chören, da singen wir und der Satan euch hasset und mit. drückt. Erster Theil. 11 134 13. Mai. Ich will den Tröster zu euch senden, und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen. Joh. 16, 7. 8. Nach der Himmelfahrt Christi legt der Geist Gottes das Evangelium so kräftig an die Gewissen der Menschen, daß auch der gottloseste Mensch die geheime Ueberzeugung in seinem Gewissen mit feinem Brandmahl tilgen kann. D Er zeuget Mel. Ach Jesu, meiner Seelen Freude. rechtigkeit, Gericht. 1. Der Vater gab die Welt göttlich im Gewissen, und zeuget, voll Bösen dem Sohn der Liebe bis das Herz zerrissen von Buße zu erlösen, sie ward durch's Blut und von Glauben spricht. des Sohnes frei. Der unterwirft dem Geist die Erde, so daß die Welt gestrafet werde, die Jünger schaft versiegelt sey. 3. Er zeugt auch nach der Buße Schmerzen dem Glauben in der Jünger Herzen von Gnade, Friede, Seligkeit. Sey, Geist des Herrn, von uns erhoben, mach' uns zu einem ew'gen Loben des Vaters und des Sohns 2. Sein Zeugen ist ein mäch tig Zeugen, er kann die härt'sten Nacken beugen, lehrt Sünd', Ge- bereit. 14. Mai. 135 Derselbe Geist wird euch erinnern alles dessen, was ich euch gesagt habe. Joh. 14, 26. Es ist in der That mit herzlichem Dank zu erkennen, wenn in allen innern und äußern Vorgängen uns ein Wort Christi zur Warnung, zum Unterricht, zur Kraft, zum Trost einfällt. Es ist von dem Geist Christi, der seine Very spilioe heißung erfüllt. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. die Seele fassen; im Thun und 1. Der Geist erinnert uns Lassen: folge mir, in Aergernisnoch dessen, was der getreue sen: hütet euch; im Welthaß: Heiland sprach. Wie bald wär' euer ist das Reich. alles sonst vergessen; das Fleisch 3. Im Glauben heißt's: dir ist vergeben; im Lieben: thut, wir, wie ich euch thu'; im Tod: ich Dank Jebe, ihr sollt leben. So spricht nach. denkt doch so langsam Auch im Erinnern sagen o Geist des Herrn, dir dafür. 2. In Noth heißt's: ich der Geist uns immer zu. will Geist des Herrn, erinn're mich euch nicht lassen; im Beten: das auch seines Worts: ich preise geschehe dir; in Angst: ihr sollt dich. 136 15. Mai. Der Geist der Verheißung ist das Pfand unsers Erbes, zu unserer Erlösung, daß wir sein Eigenthum würden, zum Lobe seiner Herrlichkeit. Eph. 1, 14. Daß wir schon erlöset seyen von der Sünde, ist der Geist. Christi das Siegel, und daß wir nach der on völligen Erlösung auch vom Tode erlöset und Erben werden, ist er schon das Pfand. Mel. Meine Kraft ist hin. Zeit durch den Geist erhalten, 1. Wenn mein Herz bedenkt, bis ich werd' erkalten, bis zur was mir Gott geschenkt an des Ewigkeit. Geistes Pfand, o so muß mein Leben, ihm zum Ruhm sich geben, weil ich Gnade fand. 4. Wider alle Noth, wider dich, o Tod, ist dieß Pfand mir gut, daß von meinem Leibe, auch im Grab nichts bleibe, wenn er ausgeruht. 5. Lob sey allezeit seiner Herrlichkeit für dieß göttlich Pfand, daß ich nach dem Sterben darf mit Christo erben in dem Vater2. Denn ich weiß hiebei, daß er in mir sey, daß er in mir bleibt, an der großen Gabe, die ich von ihm habe, die mich zu ihm treibt. 3. Mich, sein Eigenthum, wird er sich zum Ruhm in der bösen land. 16. Mai. 137 Auf daß auch ihr Gemeinschaft mit uns habet, und unsre Gemeinschaft ist mit dem Vater und seinem Sohn Jesu Christo. 1 Joh. 1, 3. Die Gemeinschaft der Heiligen ist etwas Herrliches. Die Brüderschaften im Pabstthum ziehen von dem Vater und seinem Sohn Jesu Christo ab; machen sichere Leute, und sind eine getünchte Falle des Geizes. Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2c. 1. Ich bin an Christi Leib ein Glied, das von dem Haupt sein Leben zieht, er schenkt mir auch von seinem Geist, den er den Seinen theu'r verheißt. 2. Ich habe mit der Christenheit auch Hoffnung jener Seligkeit; wir haben einerlei Beruf zum neuen Himmel, den er schuf. 4. Die Taufe hab' ich auch wie sie; Ein Gott und Vater ist allhie, dem rufen Kinder, Abba! zu. O Geist des Sohns, das wirkest du. 5. Dir dank ich, Gott, mit frohem Sinn, daß ich ein Glied der Kirche bin. Denn wenn ich je von Engeln wär, so würd' und wär ich doch nicht mehr. 3. Er ist ihr Herr, und ist auch mein; denn Jesus ist der Herr allein. 6. Geist des Herrn bereite mich, daß ich im Himmel auch Sie glauben, und durch dich mit allen Heil'gen loich eben so, wir sind in Einem ben lern' Gott und den Vater Glauben froh. unsers Herrn. d 138 17. Mai. ** Jesus ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Marc. 1, 9. Das ist Gnade für uns. Denn er für sich selbst hätte keine Taufe bedurft. Nun nimmt er als das Haupt, seiner Gemeinde zu lieb, die sein Leib ist, die Taufe an sich, damit er sie durch das Wasserbad im Worte hernach reinige. Denn nach seiner Taufe ließ er auch auf sich taufen. Mel. Allein Gott in der Höh' sey sc. 3. Gnade, Gott hat nun in 1. Komm, Seele, die der Herr ihm an mir ein Wohlgefallen. erkauft, zu Christi Wasserbade! Er ist es, dessen ich mich rühm', Er ward auch dir zum Heil ge- es soll gen Himmel schallen. Lob tauft; dank' ihm für diese Gnade. sey dem Vater, Sohn und Geist! Der Vater sprach von seinem nun macht Gott, was er uns Thron; der, der ist mein geliebter verheißt, in Christo Ja und Sohn, an dem hab' ich Gefallen. Amen. 2. Der Geist des Vaters kam 4. O Gnade, die uns neu auf ihn, und blieb auf ihm be- gebührt, und besser ist als Leben! ständig. Weil ich auf ihn getau- das Angeld, daß man selig wird, fet bin, bin ich durch ihn leben wird uns hiemit gegeben. Welt, dig; in ihm bin ich durch Wasser danke dem, der uns erkauft, er rein, darf Gottes Kind und Erbe fuhr gen Himmel als getauft, seyn, und seinen Geist empfangen. und hieß die Völker taufen. TE 18. Mai. 139 Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, daß er vom Teufel versucht würde. Matth. 4, 1. Der Herr Jesus ward nach seiner Taufe versucht; so geht es uns Getauften. Durch das Wort seines Vaters, und durch seinen Glauben, und durch den Geist, der über ihm war, hat er uns zu gut überwunden, daß wir in seiner Kraft siegen können. Mel. Wacht auf ruft uns die Stimme. 2. Er ließ sich seinen Glauben 1. Voll von des Geistes Sal- von seiner Sohnschaft nicht mehr ben ward unser Priester allent- rauben, und siegte in des Geistes halben, daß er barmherzig sey, Kraft. Von diesem Ueberwinder versucht. Er ward versucht ohn' hat nun der Glaub' der GottesSünden; daß nun wir Sünder finder die Waffen seiner Ritterüberwinden, ist seines großen schaft; sein Geist und Wort ist Sieges Frucht. Mit seines Va- hie; dem Heiland singen sie; ters Wort trieb er den Teufel Hallelujah! das Heil ist dein, fort. Hallelujah! daß er gesiegt, und ist's allein, dein soll das macht mich vergnügt, wenn Welt Lob auch ewig seyn. und Teufel mich bekriegt. 19. Mai. Und aus seiner Fülle haben wir Alle genommen Gnade um Gnade. Joh. 1, 16. Alle nehmen, nämlich die da in sich fühlen, daß sie es bedürfen, und die erkennen, daß hier die einzige Quelle sey; und die da glauben, daß solche auch für sie da sey. Wen da dürftet, der trinkt. Wen nicht dürftet, der kommt nicht zur Quelle. Die Reichen läßt er leer. 140 Mel. Aus meines Herzens Grunde. gleich dem Geist, der dieß Heil 1. Das ist des Vaters Wille, zu ergreifen die Glaubenshand der uns in Chrifto liebt, daß er will steifen, das unerschöpflich uns eine Fülle in seinem Sohne heißt. giebt, so daß man nehmen soll aus ihm von Grad zu Grade, im Glauben Gnad' um Gnade die ganzen Herzen voll. 2. Der Vater sey gepriesen, der Jesum so erfüllt; dem Sohn werd' Ehr erwiesen, der uns so reichlich quillt; Dank sey zu 3. Wie leer sind doch die Seelen, die diese Fülle flieh'n! Dort wird ein Tropf auch fehlen, wenn einst die Zungen glüh'n. Wer hier nimmt, wird dort voll von nie geseh'nen Gaben, die man vom Vater haben, vom Sohn genießen soll. 20. Mai. 141 Jesus sprach: habt ihr je Mangel gehabt? fie sprachen: nie keinen. Luc. 22, 35. Die Christen können doch ein recht ruhiges Leben haben. Keinen Mangel haben sie, und Ueberfluß begehren sie nicht. Die Sorgen stehen nicht in ihrem Staat. Das Geistliche ersetzt ihnen alles Leibliche, und ihr reiches Erbe ist ihnen gewiß. Mel. Mache dich, mein Geist, bereit. 3. Wer nicht glaubt, dem man1. Jesu, folgt ein Schäflein gelt stets, kriegt nie zur Genüge. dir, o so kriegt's auch Weide. Ihr Nachfolger Christi seht's, wie Lüge, Welt, mir ja nicht für, so gut er's füge. Ihr sizzt hin, daß es Mangel leide. Gibt sein schaut auf ihn, und aus seinen Wort immer fort Nahrung für die Händen essen die Elenden. Seelen, sollt's dem Leibe fehlen. 2. Nein ihm sey's zum Ruhm 4. Jesu, du hast meine Speis' gesagt, wenn der Herr die seinen mir auch zugemeſsen. Meinen jetzt noch wegen Mangel fragt Dank und deinen Preis will ich heißt's: wir haben keinen. Wer ihn nicht vergessen. Lehr' mich fein hat, wird auch satt, und wenn er hungrig seyn nach dem Brod des will segnen, muß es Brode regnen. Lebens, sonst leb' ich vergebens, 142 21. Mai. Der Herr hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen. 2 Cor. 12, 9. Vergnügt mit Wenigem in leiblichen Dingen seyn, reicht nicht weit zu; weil ein Mangel folgt, den nichts Zeitliches erseßen- mag. Aber Gottes Gnade dient den Glaubigen in geistlichen und leiblichen Bedürfnissen zur Genüge, und kann allen Mangel erstatten.. Mel. Valet will ich dir geben. sie die Qual; und gieng' ich stets 1. Gott Lob! ich habe Gnade, giebt Gnade doch noch Freude, im Leiden die ganze Lebenszeit, an Gnade ist's genug. Sonst ist mir alles Schade, der Mammon zuletzt die Seligkeit. ist Betrug, die Wollust ein Verderben, die Ehre wird nicht satt. Der kann zum Himmel sterben, wer nichts als Gnade hat. 3. Von Gnade will ich sinich will mein Danklied bringen, gen, die man in Jesu kriegt; wenn mir daran genügt. Ich trete ganz gerade hier und dort vor den Thron, und rühm's: ich habe Gnade, in Jesu Gottes 2. Die Gnade giebt Genüge; und wenn ich Satans Pfahl auch in dem Fleische trüge, so stillte Sohn. J 22. Mai. 143 Diese Zeichen aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sey Christ, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. Joh. 20, 31. Die Evangelisten haben also nicht ihnen, sondern uns geschrieben. In seinen Wunden hat Jesus lauter Elenden herrlich geholfen; dafür haben wir ihm noch zu danken. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. am Herzen; durch sein Wort 1. Ihr Seelen, stimmt von weckt er uns auch auf, uns dient Jesu an, und singt von seinen sein ganzer Lebenslauf, sein Tod Was er an Israel und Auferstehen. Wundern. gethan, das soll auch uns ermuntern. Sie zeugen uns, daß er 3. Herr Jesu, dir sey Ruhm der Christ, daß er der Sohn gebracht für deine Wunderthaten; des Vaters ist; wir glauben auch, wir danken dir für deine Macht, wie Jene. und für dein Wort der Gnaden. 2. Er lehrte uns auch Got Stärk' unsern Glauben durch dein tes Rath; er trug auch uns're Wort, und laß vor deinem Thron Schmerzen; was er an Jener uns dort von deinen Wundern Leibern that, das thut er uns singen. 23. Mai. Dem, der uns liebet, und gewaschen hat von unsern Sünden, mit seinem Blute, und hat uns gemacht zu einem Königreich, zu Priestern, seinem Gott und Bater, dem sey die Herrlichkeit und die Kraft in Ewigkeit. Amen. Offenb. 1, 5. 6. Diesen Lobspruch von unserm Herrn Jesu sollen wir dem Apostel fleißig und in frohem Glauben nachsingen. 144 Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. 1. Singt, die ihr hier an Jesum glaubt, und seinen Namen nennet, des Vaters Sohn, der Kirche Haupt, auch seine Liebe kennet; dem, der uns liebt, auch hier im Leid, dem sey die Kraft und Herrlichkeit in Ewigkeiten. Amen. noch eine Statt in seinem Himmel finden, in einem hellgemachten Kleid, dem sey die Kraft und Herrlichkeit in Ewigkeiten. Amen. 3. Dem, der zu einem Königreich, als unser Heilserstatter, dem, der zum Priesterthum zugleich uns Gott und seinem Vater 2. Dem, welcher uns gewa- so gnädig und so mächtig schafft, schen hat mit Blut von unsern dem, sey die Herrlichkeit und Kraft Sünden, daß wir, als rein, in Ewigkeiten. Amen. 24. Mai. 145 Die heilsame Gnade züchtigt uns. Tit. 2, 12. Wer Gottes Gnade nicht geschmeckt hat, hält ihre Zucht für Saile und Bande, und bleibt dem Satan lieber am Strick. Bei solchen muß Gott Zaum und Gebiß brauchen, wenn sie nicht zu ihm wollen. Wer Gnade erfahren, hasset ihre Zucht nicht; er dankt ihr noch mit kindlichem Herzen. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Wenn uns Gott das Herz besichtigt, und durch seine Gnade züchtigt, sollen wir ihm dankbar seyn. Gottes Zorn bleibt auf dem Sünder; aber für die Gottesfinder gilt die Gnadenzucht allein. 2. Zärtlich kann die Liebe dringen, sie will nicht geseßlich zwingen, macht's dem Herzen nicht zu schwer; züchtig und gerecht zu leben, und sich Gott als Kind ergeben, das kommt von der Gnade her. 3. Theure Gnade! starke Liebe! auch mein Herz fühlt deine Triebe, daß sie alle heilsam sind. Zieh' mein Herz, wie es dein Wille, sag' ihm nur auch in der Stille: du hast Gnade, du bist Kind. 4. Hielt mich nicht die Zucht der Gnade, o wie wäre das mein Schade, o wem lief ich Armer zu! dir sey Dank für deine Rührung, dir sey Ruhm für deine Führung; was ich bin, das wirkest du. 146 25. Mai. Ihr seyd versiegelt durch den heiligen Geist, auf den Tag der Erlösung. Eph. 4, 30. Diese Versieglung ist mehr als alle Orden der Welt, denn diese gelten im Himmel nichts, und im Tode werden sie abgelegt. Dieß Siegel währt im Tode, und am jüngsten Tag, und vor Gottes Thron. Mel. O Jerusalem, du Schöne. 3. Gott sey Dank, der denen 1. Wo sich Gottes Klarheit seinen dieß geheime Siegel schenkt; spiegelt, daß man in dem Sohn denn bis Jesus wird erscheinen, ihn ehrt, da wird auch das Herz bleibt die Hoffnung ungekränkt; versiegelt, daß es Christo ange- da der Herr, der sie erlöst, wie hört, und man am Erlösungstag site hoffen, ewig tröst't. vor dem Herrn bestehen mag. 4. Ja es präget dieses Siegel uns das Bild des Lämmleins ein, das auf Zions lichtem Hügel wird der seinen Sonne seyn. Jesu, gewiß, bringe mich dahin, wozu ich vererkennt, stegelt bin. 2. Plaget unser Herz ein Zweifel, höhnt die Welt uns über dieß, widerspricht es uns der Teufel, macht dieß Siegel doch daß uns Gott hieran und uns seine Knechte nennt. 26. Mai. 147 Jesus schrie laut: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Matth. 27, 46. Das war das allertiefste Leiden unsers Versöhners. Er ward wirklich für uns verlassen. Hernach konnte er wieder sagen: Mein Gott, damit auch wir in ihm sagen durften: mein Gott. Wenn diese Worte Jesus nicht gesagt hätte, wir wüßten diese Verlassung nicht. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Du wardst von Gott ver1. Mein Heiland, der voll lassen, die Liebe schien zu hassen, Wunden in den drei finstern Gott schien nicht mehr dein Gott. Stunden von Gott verlassen hieng, D unbegreiflich's Büssen in tiefund in den Durst der Seelen sten Finsternissen! das war noch bei dem geheimsten Quälen nicht mehr, als Kreuz und Spott. einen Tropfen Trost empfieng! 2. Mein Heil, was soll ich 4. Was kann ich? nichts als sprechen? Ich will in Worte bre- loben, o Liebe, sey erhoben! o chen, die ich nicht sagen kann: Heiland! dir sey Ruhm! o MittWas hast du mir erlitten? Was ler, sey gepriesen! das was du hast du mir erstritten? Was hast mir erwiesen, macht mich zu deidu mir zu gut gethan. nem Eigenthum. * 148 27. Mai. Sie fülleten einen Schwamm mit Essig, und hielten es ihm dar zum Munde. Joh. 19, 29. Man hätte nach der dreistündigen Finsterniß keinen Spott mehr mit Christo haben sollen; aber so macht's der Unglaube. Der Glaube aber tröstet sich dessen, daß Jesus zur Erfüllung der Schrift, und zu unserm Heil gedürstet, und den Essig getrunken. Mel. Wunderbarer König. 1. Durch der Mörder Hände trinkt für uns Elende Jesus noch vor seinem Ende. Eh' er noch will sterben, Menschen zu erwerben, trocknet er gleich einer Scherben. Himmel tränke, und da Lebenswasser schenke. Sagt doch Dank für den Trank, laßt uns nach ihm dürsten, nach dem Lebensfürsten. 3. Lamm, für mich geschlachtet, wenn mein Herz einst Sagt ihm Dank für den schmachtet, gieb mir, daß es sonst nichts achtet, als daß du mir eben wollst zu meinem Leben nur dein Blut zu trinken geben. Habe Dank für den Trank, bis ich dich kann droben, bei der Quelle Trank, die ihr Jesum nennct, und das Heil erkennet. 2. Von des Voters Gaben durft' er, sich zu iaben, kaum den Schwamm soll Essig haben; daß er uns'rer denke, uns im loben. 28. Mai. 149 Auf daß er allein gerecht sey, und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. Römer 3, 26. Das ist die wunderbare Sache, in die sich die Vernunft nicht finden kann. Aber dem Glauben ist sie tröstlich, daß Gott Sünder gerecht macht durch den Glauben, da es durch Werke nicht mehr seyn fonnte, und dabei doch gerecht ist. Mel. Allein Gott in der Höh' sey Ehr. 1. Gott ist gerecht, und macht gerecht. Er wollt' am Kreuzesstammen an Jesu, als an einem Knecht, die Sünde selbst verdammen; auf Sünde war der Tod gedroht, nun starb die Sünde durch den Tod des Mittlers aller Sünder. gerecht, die Sünden zu vergeben. Tilgt sein gerechter Zorn die Schuld, so zeigt sich die gerechte Huld auch wieder an dem Sünder. 3. Dunbegreiflich's Gottesrecht! wer kann die Tiefen gründen? Auch ich bin ein versöhnter Knecht, auch ich kann Gnade finden. Dem Gott, der mich gerecht gemacht, sey auch im Glauben Dank gebracht, und seinem 2. Darf nun ein ausgesöhnter Knecht in Christo wieder leben; so ist Gott auch hierin Namen Ehre. Erster Theil. 12 29. Mai. Gott hat Jesum Christum vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blute. Röm. 3, 25. Jm Gesetzbunde war auch ein Gnadenstuhl vorgestellt; aber hinter dem Vorhang. Jesus hat diesen zerrissen, man kann den Gnadenstuhl offen sehen, man darf hinzunahen, man darf anbeten. 150 Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 4. Die Engel schauen selbst 1. Gott hat uns Jesum vorge- auf ihn, sie wundern sich darob, stellt zu einem Guadenstuhl. Das daß Gott mit sich durch Blut ist, woran ein Herz sich hält; versöhn', und singen ihm ein hier ist des Glaubens Schul. Lob. 2. Da wohnet Gottes Herrlichkeit auf dem erhabnen Thron, der Vater hat Zufriedenheit am Blut von seinem Sohn. 5. Hier tritt mein Glaube froh hinzu zu diesem Heiligthum, und singt: du großer Mittler du, nimm ewig Dank und Ruhm. 3. Hier redet das Bespren- 6. Mein Lied ist durch dein gungsblut, was ewig für uns Blut geweiht, der Glaube gibt gilt; hier ist des Priesters Weih- den Klang. Mach's, nach dem rauchsglut, der Gottes Tempel Vorspiel dieser Zeit, zum himmfüllt. lischen Gesang. 30. Mai. 151 Freuet euch in dem Herrn, und abermal sage ich: freuet cuch! Phil. 4, 4. Wie das Leben der Christen verborgen ist mit Christo in Gott, ob sie schon gestorben sind; also ist auch ihre Freude mit Christo in Gott verborgen, ob sie schon oft betrübt sind. Die Welt weiß daher nichts hievon, und sieht sie an als Traurige, aber sie sind allezeit fröhlich. Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 4. Jesu, das ist deine Gabe, 1. Wer sich in die Welt zer- daß ich in dir Freude habe; Dank streuet, und sich nicht in Jesu sey dir und deinem Geist, der freuet, hat die wahre Freude nicht, das Del der Freuden heißt. weil das Herz ihm widerspricht. 5. Freudig glaub' ich dein Ver2. Jesum glauben, Jesum lie- söhnen, hoffe, was noch nicht erben, in Geduld die Hoffnung üben, schienen, liebe mich an Jesu satt, mit dem Sinn im Himmel seyn, dem die Welt nichts Gleiches hat. das ist Freude ohne Pein. 3. Wenn Geschlechte dieser Erden am Gerichtstag heulen werden, wird erst diese Freude groß, durch ein unvergänglich Loos. 6. Laß mir, wenn ich auch muß weinen, nur dein Licht im Herzen scheinen, bis mein Herz nach kurzem Leid ewig sich im Licht erfreut. 152 31. Mai. Alles und in allen Christus. Col. 3, 11. Die Welt ist in so viele Nationen und Sprachen, Länder und Sitten, Stände und Zunften getheilet, und kann in allen alles leiden, nur Christum nicht; wider diesen ist alles einig, und seine Jünger sind Auswürflinge. Aber im Christenthum kann jenes alles stehen, wenn Christus alles und in allen ist. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 4. Keine Menschen retten mich; 1. Keine Weisheit macht mich keinen Engel flehe ich, in mir froh, keine Kunst erheb' ich hoch, selber hätt' ich Pein; alles muß keine Klugheit heiß ich fein; alles mir Jesus seyn. soll mir Jesus seyn. 2. Keine Schäße sind gewiß, keine Wollust ist mir süß, keine Ehre gibt mir Schein; alles kann mir Jesus seyn. 3. Keine Treue acht' ich fest, keine Gnade, die mich tröst't, keine Liebe nimmt mich ein; alles mag mir Jesus seyn. 5. Mein Gerechtseyn nüßt mich nicht, mein Ruhm schwindet im Gericht, mein Blut machte mich nicht rein; Jesus will mir alles seyn. 6. Sonst bedarf ich weiter nichts, feines Lebens, Heils und Lichts, auch im Himmel wird allein Gott und Jesus alles seyn. 1. Juni. - 153 Nun Jesus durch die Rechte Gottes erhöhet ist, und empfangen hat die Verheißung des heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dieß, das ihr sehet, und höret. Ap. Gesch. 2, 33. Für diese unaussprechliche Wohlthat des Geistes sollen wir danken, und das kann man erst, wenn man diesen Geist hat. Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset ic. der Sohn uns vom Vater ver1. Der Heiland, zur Rechten heißt. Den kann ein Apostel den des Vaters erhaben, gab daher andern nicht geben; nur Jesus die größte der himmlischen Gaben, giebt diesen zum geistlichen Leben, er sandt' den Aposteln den göttli- läßt ihn in den Herzen der chen Geist, der Eins mit dem Vater Glaubigen weben. und Sohne selbst heißt; er wurde wie Feuer vom Throne gegossen, in lieblichen Flämmlein auf Häuptern zerflossen, und kommt noch auf alle, die Christi genossen. 3. Wir ehren den Vater, und danken dem Sohne für dieses Geschenke vom göttlichen Throne, der weihet die Herzen zum himmlischen Haus, da gießt er die gött2. Jetzt merkt man die Ueber- liche Liebe noch aus; er wirket kunft nicht mehr von Außen, man den Glauben, und tröstet die Blösieht nicht das Feuer, und höret den. Du Geist der Verheißung, kein Brausen; doch haben wir ach führ' uns in Eden, die götteben denselbigen Geist, den eben lichen Thaten dort ewig zu reden. 154- 2. Juni. Suchet in der Schrift; denn sie ist's, die von mir zeuget. Joh. 5, 39. Das Suchen ist gut, und das Finden ist gewiß. Man muß aber in diesem unvergleichlichen Buch das Zeugniß von Jesu suchen, und nicht Nebensachen. Wer Jesum nicht suchet, der bleibet in Finsterniß, und wer ihn anderwärts als da suchet, der findet ihn nirgends. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 4. Die Gesandten, die er gab, 1. Jesus ist der Kern der legten nur dieß Zeugniß ab; JeSchrift, weil auf ihn zusammen sus Christus, Gottes Sohn, an trifft, was vom alt und neuen dem Kreuz und auf dem Thron. Bund je im Buche Gottes stund. 5. Gott sey Dank für dieß 2. Moses, der vom Anfang sein Buch; außer diesem trifft schrieb, zeugt von ihm aus Got- der Fluch; in der Qual bereut tes Trieb; der Propheten ganzer man dort die Verschuldung an Chor singt uns diesen König vor. dem Wort. 3. Davids süßer Harfenton 6. Jesu, schreibe dich allein klingt von seinem Herrn und durch dein Wort dem Herzen ein, Sohn. Auch der Tempel war sein bis wir dich von Angesicht schauen, Bild, den die Herrlichkeit erfüllt. ohne Schrift, im Licht. 3. Juni. 155 Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolget, wird nicht wandeln in Finsterniß, sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh. 8, 12. Die Welt bliebe ewig in Finsterniß, wenn ihr nicht Gott dieß Licht gegeben hätte. Nun hält sich auch die gelehrte Welt für erleuchtet, wenn sie dieß Licht immer mehr fliche und hasse. Was wird das Ende seyn? Mel. Meine Armuth macht mich sc. selig ist. Sonsten tappst du an 1. Jesus ist das Licht, das die Wände, und am Ende zeigt Eine, das alleine uns zum Him- die Flamme, wo du bist. mel leuchten fann. Außer ihm 4. Dieses Licht belebt von insind Finsternissen; alles Wissen nen, freut die Sinnen, überstrahlt ohne dieß Licht ist ein Wahn. mit Herrlichkeit. Jesu, leuchte mir im Herzen; and're Kerzen wehren nicht der Dunkelheit. 2. Gott hat dieß uns angezündet, und man findet durch sein Leuchten Gott im Licht. Es 5. Licht, das mir auch Huld ist schon der Welt erschienen, ihr bewiesen, sey gepriesen, weil zu dienen, und die blinde mag mein Herz nun Leben hat. Gib es nicht. mir, daß ich in der Nähe dort dich sehe, wie du bist das Licht der Stadt. 3. Dieß kann die Erleuchtung geben zu dem Leben, das auf ewig 156 4. Juni. Ihr sollt nicht sorgen. Matth. 6, 31. Christus schärft seinen Jüngern die Vermeidung der Sorgen nicht nur als eine nöthige Pflicht ein; sondern es ist eine große Wohlthat, daß er sie der Sorgen frei macht, an welcher Krankheit die unglaubigen Menschen alle liegen, und haben große Qual. Dafür danken die Kinder Gottes. Mel. Mir nach, spricht Christus ic. 3. So haben's, Herr, die 1. Der Weltmensch sorgt sich deinen gut, sie können ohne bald zu todt auf tausend ferne Kränken mit einem sorgenlosen Morgen. Der Gottesmensch hat Muth auf ihren Himmel denken. zwar oft Noth, doch hat er keine Was du versprichst, das schaffest Sorgen; der Geist erinnert ihn du; denn Kleid und Brod fällt der Pflicht, daß Jesus sagte: ihnen zu. forget nicht. 4. Du machst ste mächtig und 2. Dank sey dir, Jesu, für die geschickt auf allen Fall und Zei Treu an deiner Jünger Seelen; ten, zum Sattseyn, wenn kein du machst sie solcher Plagen frei, Hunger drückt, und auch zum die eitle Herzen quälen. Kein Mangel- leiden. Herr, bring' uns Kind macht sich mit Sorgen matt, heim, dort mangelt nichts, du das einen treuen Vater hat. willst und wirkst es, so geschieht's. 5. Juni. 157 Da erfuhr viel Volks, daß Jesus daselbst war; und kamen. Joh. 12, 9. Der Geruch der Salben zog ohne Zweifel die Leute dahin, daß sie daselbst die Gegenwart Jesu erfuhren, und so erfuhr es hernach viel Volk. Jesus Name ist eine ausgeschüttete Salbe. Hohel. Sal. 1, 3. Chrifti Geruch, ein Geruch des Lebens zum Leben. 2 Cor. 2, 16. Mel. Meinen Jesum ich erwähle. du ziehst, so laufen wir, schnell 1. Wie die Kraft vergoss'ner zu dir, nur dein Name flößt Salben in der eingewürzten Luft, allein uns die Kraft zum Laufen wer noch fühlet, allenthalben, ih- ein. rer zu genießen, ruft; Jesu, also zichest du uns herzu. Denn dein 3. Name, der allein voll LcName kann allein uns ein edler ben, voll des ew'gen Lebens ist; Balsam seyn. Name, der den Geist kann geben, wenn er unser Herz durchfließt; Jesus Name! nimm allein mich ganz ein, daß ich, stark durch den Geruch, dich selbst in dem Him2. Dir begierig nachzugehen, macht dein herrlicher Geruch, und dich, Jesu nah' zu sehen, ist das seligste Gesuch. Wenn mel such'. 6. Juni. Darum schämet Gott sich ihrer nicht, zu heißen ihr Gott, denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet. Hebr. 11, 16. Wo wahre Buße ist, da scheuet sich ein Zöllner zu sagen: mein Gott; denn er schämt sich seiner Sünden. Aber im Glauben an die Verheißung heißt es hernach bei aller Demüthigung doch: Gott, du bist mein Gott. 158 Mel. Jesu, der du meine Seele. sern Glauben an. O wie tief 1. Gott, was sind wir Men- gehst du herunter! Wer es glaubt, schenkinder? wir sind Staub, du dem ist's ein Wunder, betet an, bist erhöht. Großer Gott, was und beuget sich: Gott, mein Gott! sind wir Sünder gegen deine Ma- dir danke ich. jestät, daß du dich wohl könntest schämen, dich noch unsrer anzu Gnade ist's, wer dich so hat; 3. Ehre ist's dich so zu heißen; nehmen, und doch unsern Gott dich Freude ist's, dich so zu preisen, du nennst, da du unser Elend kennst. bau'st ihnen eine Stadt. Der fie 2. Nichts, nichts wird von bauet, der ist mächtig, was er uns verdienet. Dein Erbarmen bauet, das ist prächtig. Mein hat's gethan, daß du uns mit Gott, bring' mich Pilgrim hin, dir versöhnet, und nimmst un- wo ich auch dein Bürger bin. 7. Juni. 159 Und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem. Offenbar. 21, 10. Unvergleichliche Wohlthat Gottes! Unter Tausenden ist jeßt nicht Einer tüchtig, daß ihm diese heilige Stadt gezeigt würde, wie dem Johannes. Der Herr Jesus ließ es Johanni, den er lieb hatte, zeigen, daß andere, die ihn im Glauben lieb haben, ein Gemälde davon hätten. Mel. Wer- Jesum bei sich hat. 1. Du Neu- Jerusalem, du bist die Schöne; du bist der Ort, nach dem ich stets mich sehne. Dein Bauherr ist so reich, kann Thore machen, zwölf Thor, zwölf Verlen gleich, drauf Engel wachen. 3. Wie herrlich reizt uns dieß zu jenem Leben! Herr, der du uns den Riß hievon gegeben; wir danken, daß du willst uns hier erlauben, dieß wunderschöne Bild mit Luft zu glauben. 4. Laß diese Herrlichkeit das 2. Die Mauern überall find Jasspissteine, durchscheinend wie Herz uns ziehen, daß wir uns Krystall, vollkommen reine; gleich in der Zeit dahin bemühen. Läßßt wie ein gläsern Gold sind deine du im dunkeln Wort so Schönes Gassen. Wer kann hier, ob er lesen, ach Gott, so zeige dort uns wollt', die Schönheit fassen? auch das Wesen. Sa 160 8. Juni. Sie lobeten Gott, und sprachen: so hat Gott auch den Heiden Buße gegeben zum Leben. Apost. Gesch. 11, 18. Es ist leicht geschehen, daß ein Bekehrter die Barmherzigkeit Gottes nach seinem Begriff einschränket. Wenn aber das Herz erweitert wird, so lobt man Gott über alle, die Gott bekehrt. Denn wer waren wir vor der Buße? Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Ihm sey Dank für mich und 1. Buße ist, Gott Lob, zum alle, die auch, so wie ich, vom Leben, euch, ihr Heiden, auch ge- Falle durch den Herrn errettet geben, nehmt sie an aus Gottes sind. Gott gebührt hievon die Hand. Buße thun und nicht ver- Ehre; wenn nicht Gottes Gnade derben; leben, und nicht zweimal wäre, wär' ich heut' noch todt sterben, ist ein edler Gnadenstand. und blind. 2. Ich, der zwar ein Christ 4. Fällt mir ein, was ich ge= geboren, gieng doch als ein Heid' wesen, fühl' ich nun, daß ich ge verloren; denn ich fiel vom Leben nesen, o mein Gott, so dank' ich ab. Gott ist's, der mich nicht ver- dir. Herr, der mir dieß hier stockte, der mein Herz zur Buße gegeben, gieb mir auch ein ewig lockte, und das Leben wieder gab. Leben, ewig dank' ich dir dafür. LARISS 9. Juni. 161 Gott hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihn selbst, durch Jesum Christum. Eph. 1, 5. Die Begnadigung und Vergebung der Sünden ist ein Werk der lautern Gnade Gottes, ohne alles Verdienst eigener Werke. Aber ich meine, an der geschenkten Kindschaft leuchte die Gnade, wie sie unverdient ist, noch herrlicher hervor. Mel. Morgenglanz der Ewigkeit. 3. Wenn ich auch, wie Absa1. Freiheit von dem Sklaven- lom in der Buße unterthänig vor band, nach der Todesschuld das des Vaters Augen komm, bet' Leben, ist bereits ein sel'ger Stand; ich an vor ihm, als König; die aber Gott will Größ'res geben; Vergebung rühm' ich blos, die Kindschaft durch den Sohn im ist groß. Schoos, das ist groß. 4. In dem Glauben danken 2. Dazu hat uns Gott be- nun, die von dieser Kindschaft stimmt, der in Jesu an uns den- wissen; denn ein Kind kann mehr ket, Gott, der nichts von nie- nicht thun, als die Hand dem mand nimmt, sondern allen alles Vater küssen. Was durch Jeschenket. Kindschaft und ein erb- sum auf uns floß, das ist lich Loos, daß ist groß. groß. 10. Juni. Niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Joh. 10, 28. Das ist der Freibrief der Glaubigen, so lange sie hier noch durch Feindesland ihrer Heimath zu wallen, unter so vielen streifenden Partheien. Wenn sie einen gefährlichen Weg zurück gelegt, so danken sie ihrem getreuen Heiland, und gehen auf seine Verheißung weiter. 162 Mel. Herr Jesu Christ, mein's 20. 4. Mein Herr, in deiner Hand 1. Du Hirte, der die seinen bin ich, mein Gott, du bist der liebt, und ihnen ewig's Leben giebt, Schild für mich; ich bleibe dein, der ihnen, und sie ihm bekannt, wie hast du eine starke Hand! so graut mir nicht, ich glaube, was dein Wort verspricht. 2. Die Macht des Vaters macht sie fest, daß du dir nichts entreissen läßst; was nicht will selbst entrissen seyn, das hältst du feft, dieweil es dein. 5. Von ganzem Herzen dank' ich dir, du hältst die Hand stets über mir. Ihr Feinde, wagt es her und hin! ich weiß, in wessen Hand ich bin. ad 3. Des Satans Grimm und 6. Ich preise meines Heilands Macht ist groß, doch reißt er dir Macht; hat diese mich bisher bekein Schäflein los; der Tod ist wacht, so werd' ich auch durch stark, doch dir zu schwach, weil sie bewahrt bis zur erwünschten deine Hand den Tod zerbrach. Himmelfahrt. 11. Juni. 163 Und der Herr wandte sich, und sah Petrum an. Luc. 22, 61. Unter den Backenstreichen von den Bösewichtern zeigt doch der Herr Jesus seine göttliche Kraft mit einem Blick, daß er der Herr über die Herzen sey. Nun sehen die Sünder ihm nicht mehr so, wie Petrus, in die Augen; aber sie fühlen eben so die geheime Kraft am Herzen. Mel. O wie selig sind die Seelen. 3. Dankt dem treuen Heiland 1. Jesu, nur mit einem Blicke Alle, die er auch in eurem Falle zogst du von dem Fall zurücke still, doch mächtig angeblickt; rühund zerschmelztest Petri Herz, daß met, daß es ihm gelungen, daß vom Felsen Wasser floßen, und sein Blick das Herz durchdrundie Thränen sich ergoßen, denn gen, und euch aus dem Feu'r von innen trieb der Schmerz. 2. Seelen, das ist uns geschrieben, Jesu unvergleichlich's Lieben mit Bewund'rung einzuseh'n; weil auch noch zu vielen Malen solche wunderbare Strahlen in der Sünder Herzen geh'n. gerückt. 4. Herr, auch ich bin unter denen; nach der Buße bittern Thränen wein' ich da ein zärtlich Lob. Rett'st du Seelen, find'st du Sünder, o so freuen Gottes Kinder sich im Himmel selbst darob. 12. Juni. Jesus sprach zu dem andern Uebelthäter: Wahrlich ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese seyn. Luc. 23, 43. So wenig sich ein frevelhafter Lästerer und unbußfertiger Verächter Christi hierauf vertrösten darf; so groß und wunderbar ist doch die Gnade des Herrn Jesu an diesem gründlich bekehrten Uebelthäter. 164 Mel. Kommt her zu mir, spricht. 1. So blieb doch Jesus Got für; denn dieser Rühm gebührt 3. O Jesu, dir sey Lob dates Sohn auch an dem Kreuz in nur dir, die Sünder selig maSchmach und Hohn, daß er den chen. Thu' noch viel Tausende Himmel schenkte. Denn das ist hinzu! was dich nur fleht, daß seine Gotteskraft, die spricht, und reiße du der Hölle aus dem neue Menschen schafft; so lebte Rachen. der Gehenkte. . 2. Hier haben wir die Probe 4. In deiner Gnade Herrnun, wie Jesus könne Wunder lichkeit hat sich dadurch ein Lob thun auch an den schlimmsten bereit't im allerletzten Grade, Sündern, auch in den letzten und wer mit dir, Herr Jeſu Stunden noch. Glaubt's Sün- Christ, auch in dem Paradies der; aber ihr müßt doch sein einst ist, ist da aus lauter Werk an euch nicht hindern. Gnade. 13. Juni. 165 Gott ist's, der in euch wirket, beide das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Phil. 2, 13. Man hat sich also nur dem guten Willen Gottes so gerade hin zu überlassen, und nicht zu widerstreben. Man hat auch, wenn Gott den guten Willen gewirkt hat, das Vollbringen nicht auf eigene Kraft zu wagen. Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. 1. Nur Böses will des Men schen Sinn, und wenn wir Gufeind zu seyn, in Jesu Heil zu suchen, zu fleh'n um das Versöhnungsblut, zu thun, wie ein tes wollen, so fehlt die Kraft uns Versöhner thut, das wirkte Gotimmerhin zu wirken, was wir tes Gnade. sollen. Es ist und bleibt nur Gottes Kraft, die Beides, Gut's zu wollen, schafft, und Gutes zu vollbringen. 3. Allmächtiger, dir dank ich nun für alle guten Triebe; ich weiß, wenn ich es müßte thun, daß es heut unterbliebe. Du willst ja, daß ich selig sey, dieß schaffe nicht mein, die Sünde zu ver- du durch deine Treu, daß ich dich fluchen, Gott nicht mehr länger ewig lobe. 2. Mein erstes Wollen war Erster Theil. 13 166 14. Juni. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollet, und es wird euch widerfahren. Joh. 15, 7. Hier ist kein eigensinniges Bitten gemeint; denn die in Christo durch den Glauben sind, haben ihren Willen in den seinen übergeben, und so bitten sie als Kinder nach des Vaters Willen. Mel. Jesus, meine Buversicht. 3. Wollt ihr Weisheit, sie ist 1. Bitten und erhöret seyn, da; Brod und Kleidung soll nicht ist ein Recht für Gottes Kinder. fehlen; sein Wort speist die SeeDenn ob auch die Sünder schrei'n, len ja, und des Sohn's Blut höret Gott doch nicht die Sün- schmückt die Seelen; wollt ihr der; weil der Vater nichts ver- Segen, er ist reich, was ihr wolheißt, als im Sohn und durch let, giebt er euch. den Geist. 4. Vater, nimm dann Dank 2. Dankt, ihr Kinder, für die und Ruhm, daß du uns so gnäHuld die der Vater uns geschen- dig hörest, und dem lieben Eigenfet, daß er nach vergeb'ner Schuld thum mehr, als wir versteh'n, an der Kinder Bitten denket; wol- gewährest. Vater, dieses fehlt len fie, er willigt ein, sollt' es uns nun, hol' uns heim, du auch gelallet seyn. wirst es thun. 15. Juni. 167. Alle werden ohne Verdienst gerecht, aus Gottes Gnade, durch die Erlösung, so durch Christum Jesum geschehen ist. Röm. 3, 24. Wie ist doch dem Glauben bei diesem Sprüchlein so wohl! Wenn wir verdienen müßten, und hätten ein großes Verzeichniß vieler vermeinten Verdienste, so würde dieses durch einer einzigen Sünde Schuld ausgestrichen. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 1. Ganz nichts vor Gott verdienen, in Christo nur allein durch blutiges Versöhnen vor Gott gerecht zu seyn, das ist der Gnade Ruhm, das ist des Glaubens Leben. Gott muß mir alles geben, ihm geb' ich nichts darum. arm und bloß, und dennoch werden Sünder gerecht, und Gottes Kinder. O Gnade, du bist groß. 3. Singt dann, vom Fluch ents. laden, singt, weil es Gott erlaubt, singt nun von nichts als Gnaden, ihr, die ihr Christum glaubt; bekennt es Gott, und sprecht: wir 2. Wer auch nicht Sünder wäre, können nichts verdienen; dein bluvon keiner Schuld gekränkt, ver- tiges Versöhnen, Herr Jesu, macht diente doch nicht Ehre, wie ihm gerecht. die Gnade schenkt. Nun sind wir 168 16. Juni. Wir sehnen uns nach unserer Behausung, die vom Himmel ist. 2 Cor. 5, 2. Es ist eine Gnade, wem der Herr das Herz ziehet, daß es ein sehnliches Verlangen nach einem bessern Leben hat. Denn dem natürlichen Herzen ist auch dieß elende Leben noch edel, und es denkt an das bessere mit einer geheimen Abneigung und ohne Sehnsucht. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Hier meinen Theil zu ha1. Auf diesem Erdenballen ist ben, das wäre im Begraben ein für uns, die wir wallen, doch gar zu schlechter Theil; im Himunsers Bleibens nicht; wir sehnen mel aber erben, das ist ein tröstnach was Größer'm, wir hoffen lich Sterben; dort zeigt der Vanach was Besser'm, das Haus, ter uns sein Heil. das Gott selbst zugericht't. 2. Gott, der in uns ein Seh- 4. Wohl denen, die Gott zicnen nach seinem Haus, dem schö- het, daß ihr Aug' dorthin siehet, nen, durch seinen Geist entzünd't, und aus der Welt hinaus; ihr wir danken schon im Hoffen, daß Hoffen wird erfüllet, und ihre uns das Loos getroffen, daß wir Sehnsucht stillet ihr Plaß in des Vaters Erben sind. Christi Baters Haus. 17. Juni. 169 Gehe in dein Kämmerlein, und schleuß die Thüre zu, und bete zu deinem Vater im Verborgenen, und dein Vater siehet in's Verborgene. Matth. 6, 6. Diesen geheimen Zutritt zu dem Vater sollen wir ja für eine Gnade halten, und ihm auch da danken. Unser Herr Jesus hat selbst oft so einsam gebetet. Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. ganz ausschütten; sieh' mein Herz, 1. Wenn ich in mein Kämmer- es tröpfelt nicht, denn es wird lein mich beschämt verschlossen, zur Quelle, und vor deinem Ansiehet Gott doch da hinein, ihm gesicht fließt es Alles helle. nur lass' ich's offen, Ihm, dem Vater, sag' ich dann, was mein 3. Endlich wird ein Dank Herz will kränken, was ich Nie- daraus, wenn ich ausgeweinet, mand sagen kann, was ich kaum darf denken. und mein Herz wird wie ein Haus, dem die Sonne scheinet. O da ist dem Herzen wohl, weil Gott Trost gewähret, und er 2. O da bricht mein Herz herfür in geheimen Bitten; dir will, gießt mir wieder voll, was ich sagt es, ich will dir mich nun ausgeleeret. 170 18. Juni. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der Herr aber siehet das Herz an. 1 Sam. 16, 7. Man richtet sein Thun und Lassen, auch wo man eben nichts Böses im Sinne hat, den Menschen in die Augen, das Herz aber behält man im Geheim, und wäre Einem nicht lieb, wenn Menschen da hinein sehen könnten. Vor Gott gilt's nicht. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Herr, dir gebührt die Ehre, 1. Der Mensch hat kurze Au- daß nur das Herz begehre dir gen, die nicht zu sehen taugen, offenbar zu seyn; nur dir wohl was in dem Herzen brennt. Gott zu gefallen, vor deinem Aug' zu kann die Herzen prüfen, und schaut wallen; denn du bist Gott, das in ihre Tiefen; kein Herz kennt Herz ist dein. sich, wie Gott es fennt. 2. Dieß macht ein Herz zufrieden, so oft wir fast ermüden vom Urtheil dieser Welt. Laß mich die Menschen richten, bald loben, bald zernichten, wenn dir, mein Gott, mein Herz gefällt. 4. Mach' du mein Herz alleine im Blut des Lammes reine, und also sich' es an, und laß es dir auf Erden zum Lob geheiligt werden, bis ich dich himmlisch loben. fann. 19. Juli. 171. Es ist das Wohlgefallen gewesen, daß Alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sey auf Erden oder im Himmel, damit, daß er Friede machte durch das Blut an seinem Kreuze, durch sich selbst. Col. 1, 19. 20. Dieses unausdenklich tiefe Wohlgefallen Gottes sollen wir mit freudigem Glauben rühmen. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1. Herz, du mußt von Loben wallen, ja von Gottes Lob allein, daß nach seinem Wohlgefallen Alles soll versöhnet seyn; Alles das, was auf der Erden, Alles was im Himmel ist, soll zu Gott versöhnet werden, und allein durch Jesum Christ. gescheh'n. Mir auch ist sein Blut beschieden, mir auch kommt sein Kreuz zu gut; Frieden hab' ich, ich hab' Frieden, Jesu, durch dein Opferblut. 3. Wall' im Frieden, meine Seele, voll von dem Versöhnungsruhm, sing' aus der versöhnten Kehle von des Heilands Priesterthum, der auf Erden troff von 2. Auch ich armer Wurm von Blute, und trug Blut zum HimStaube, auch ich soll Versöhnung mel ein. Wem auf Erden wohl seh'n; die Versöhnung, die ich zu Muthe, dem wird wohl im glaube, ist durch Christum mir Himmel seyn. 172 20. Juni. Daß ich hineingehe zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist. Ps. 43, 4. Die Freude der Glaubigen an Gott und Christo ist viel freudiger, als alle andere Freude. Die Sache selbst muß den Beweis geben. Denn Gott ist mehr als alle Kreaturen, und was er wirkt ist kräftiger, als Alles außer ihm. Mel. Wie schön leucht't uns der ic. 2. Was freut mich noch, wenn 1. Was freut mich noch, wenn du's nicht bist, mein Herr, Erdu'ß nicht bist? Herr, Gott, der löser, Jesus Christ, mein Friede doch mir Alles ist, mein Trost und mein Leben? Heilst du und meine Wonne. Bist du nicht mich nicht, wie krieg' ich Heil? Schild, was decket mich? bist du bist du nicht mein, wo ist mein nicht Licht, wo finde ich im Fin- Theil? giebst du nicht, wer wird stern eine Sonne? Keine reine geben? Meine Eine wahre wahre Freude, auch im Leide, Freude, wahre Weide, wahre auch für Sünden, ist, Herr, Gabe hab' ich, wenn ich Jesum außer dir zu finden. habe. Atanasion 21. Juni. 173 Gott erfüllet uns're Herzen mit Speise und Freuden. Ap.Gesch. 14, 17. Die Freude, die auch der Weltmensch über göttlichen, leiblichen Wohlthaten hat, soll man nicht hemmen, wenn er sie noch Gott zuschreibt, und danket. Aber bei Christen ist neben dem geschöpflichen Dank noch der findliche im Namen Jesu Chrifti. Mel. Nun laßt uns Gott dem sc. 1. Gott, du kannst Freude geben dem, was du heißest leben, so wohl des Morgens frühe, als bends nach der Mühe. 2. Du suchst durch fruchtbar Wässern das Land heim, es zu bessern, und so geräth Getreide, dem lieben Land zur Freude. 3. Du bist's, der Furchen tränfet, und Thau Gepflügten schenket; du machst es weich mit Regen, und giebst Gewächsen Segen. 4. Dein Gut wird viel und schöne, daß es das Jahr recht kröne, daß Höhen und die Tiefen von reichem Fette triefen. 5. Die Anger steh'n voll Heerden; das Korn bedeckt die Erden, daß Alles jauchzt und singet, und dir, Gott, Ehre bringet. 6. Singt das Geschöpf zusammen, so soll in Jesu Namen von uns für alle Gaben der Vater Ehre haben. 22. Juni. Welche der Herr lieb hat, die züchtigt er. Hebr. 12, 6. Wer ein Kind Gottes ist, ist gewiß nicht ohne Züchtigung zu seinem Nußen, und wird in Liebe gezüchtigt. Aber es geht nicht in umgewandter Ordnung an, wer gestraft wird, der ist auch ein Kind und lieb. Lieb seyn muß vor der Züchtigung seyn. Gott liebt, die ihn im Glauben lieben. 174 Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. gleich einem Rehe. Mein Mund, 1. Kommt, Seelen, die die der wie verstummet schien, singt Züchtigung des Herrn mit mir Gott ein Lied, und lobe ihn, der erfahren; gedenkt, es dient zur deinen Jammer endet. Besserung, weil wir doch Kinder waren. Gott zieht die Ruthe bald zurück, sein Zorn währt einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben. 2. Schau' nun, mein Aug', theilet; der uns in Christo gnädig das erst gethränt, mit Freuden bleibt; der Vater ist, auch wenn in die Höhe. Mein Fuß, vom er stäupt. Ihm sey mit Freuden Gleiten abgewöhnt, tritt auf, Ehre. UND PA 3. Lobsinget Gott, der, weil er liebt, die Wunden schlägt und heilet; der seinen Geist der Kindschaft giebt; der reichen Trost erCONGES ALS 23. Juni. 175 Dieß Alles wirket derselbe einige Geist, und theilet einem Jeglichen seines zu, nachdem er will. 1 Cor. 12, 11. Der Geist des Herrn theilt aus nach seiner freien Macht. Keiner darf sich rühmen, als hätte er es nicht empfangen. Keiner darf mit seiner Gabe unzufrieden seyn; denn des Nächsten Gabe ist auch dein. Mel. Treuer Vater, deine Liebe. 3. Preise, glaubiges Gemüthe, 1. Was die Glaubigen für Ga- dieses reichen Gebers Güte, und ben als verschied'ne Glieder ha- die Weisheit, wie er giebt. Haft ben, giebt derselbe Eine Geist; du wenig, sey zufrieden, brauche sind sie noch so mannigfaltig, das, was dir beschieden, dem zur wirkt doch dieser Geist gewaltig, Ehre, der dich liebt. weil er Geist des Vaters heißt. 4. Wenn ich auch an Jesu Leibe das geringste Gliedmaaß bleibe, füll' mich doch, o guter keine 2. Wie im Garten jede Blume zu des weisen Schöpfers Ruhme ihr Gewürz besonders trägt: also Geist! Faff' ich sonsten hat aus seiner Fülle auch der Gabe, gieb nur, daß ich GlauGeist, nachdem's sein Wille, jedem ben habe, der durch Liebe thätig seines beigelegt. heißt. 24. Juni. Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Luc. 2, 10. Die Engel sagen das nicht der ganzen Welt, welches durch diese Heerschaaren leicht hätte geschehen mögen. Denn das sollten der Welt die Apostel verkündigen. Sondern sie werden nur, wie im Grabe Christi, also hier, zu einzelnen Glaubigen gesendet, die auf einen Heiland warteten. 176 Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. sich den eigenen Theil. So viel 1. Herz, freu' dich, daß dir sich ich mich rühm', ist Alles in ihm, der Heiland auch giebt; er ist dir dieß sing' ich allein: auch Jesus geboren. Du warest verloren, auch ist mein. du bist in Jesu vom Vater geliebt. So sing' ihm darob ein glaubiges Lob. Der Heiland ist dein, so sey du auch sein. 3. Herz, freu' dich des Heilands, ich bin ja durch ihn nun nicht mehr verloren, bin wiedergeboren, und lobe und danke, so lange ich bin. Mein Glaube ist Jesus mein Heil. Denn ich nimmt an, was er mir gethan. war verloren, seitdem ich gebo- Wär' Jesus nicht mein, ich möchte ren; mein Glaube nimmt für nicht seyn. 2. Schon von der Geburt an 25. Juni. 177 Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben. Joh. 20, 29. Das ist ein tröstlich Wort für uns. Wenn es der Herr Jesus nicht gesagt hätte, würden sich vielleicht manche Seelen ängsten. Nun aber sind wir zufrieden gestellt. Auch die Apostel durften ihn nur wenige Tage sehen. Die übrige Lebenszeit lebten sie auch im Glauben des Sohnes Gottes. Mel. Höchster Priester, der du dich. 1. Nägelmal und Seitenstich trägt der Heiland noch an sich, und das Lämmlein, als geschlachtet, wird im Himmel noch betrachtet. 2. Ihn zu sehen wünschten wir. Doch sein Wort gilt uns dafür; selig sind, die zwar nicht sehen, und doch glauben, was geschehen. 3. Ja im Glauben fass' ich dich, du Gekreuzigter für mich, und es hat durch deine Wunden auch mein Herz sein Heil gefunden. 4. In dem Glauben bet' ich an, du giebst's, daß ich glauben kann, glauben auf des Vaters Throne, Wunden an dem GottesSohne. 5. In dem Glauben dank ich dir; denn du starbst, und lebst auch mir; mir trägst du die Wunden offen; ich bin selig, doch im Hoffen. 6. Endlich werd' ich auf mein Fleh'n dich mit diesen Augen seh'n, da wird auch von dieser Zungen dir, dem Lämmlein, Lob gesungen. 178 26. Juni.. Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Joh. 17, 20. Die Fürbitte des Herrn Jesu hat die Apostel erhalten, auch da sie sich im Garten an ihm geärgert. Da er uns nun damals eingeschlossen hat, so dürfen wir es ihm zutrauen, daß wir auch durch ihn erhalten werden. Mel. Werde munter mein Gemüthe. mich. Jesu, mir ist's auch ge1. Freut euch, die ihr Jesum währt, weil der Vater dich erliebet, die ihr glaubet, tröstet euch; hört, und auf dieß Wort kann da sich Jesus für uns giebet, gilt ich sterben, daß ich werde nicht uns sein Gebet zugleich. Denn er verderben. schließt da nicht allein nur die 3. Herzlich dank ich deiner GnaReichsgesandten ein; er nennt die de, daß du auch an mich gedacht, auch, die auf Erden durch ihr den du dir im Wasserbade hast Wort einst glauben werden. zum Eigenthum gemacht. Herr, 2. Herr, das ist für mich ge- dein Vorwort bring mich hin, daß beten; denn ich glaube auch, an ich, wo du bist, einst bin, deine dich, und dein priesterlich Ver- Herrlichkeit zu sehen. Bitt für treten gilt im Himmel auch für mich, so wird's geschehen. mell Galinkinke 27. Juni. 179 Gott, der die Geringen tröstet, tröstete uns. 2 Cor. 7, 6. Gott hat wohl auch von größern Werken Ruhm; er läßt sich aber auch durch seinen Geist diesen Namen beilegen, weil nach dem Fall seine größesten Thaten im Erbarmen bestehen. Die Geringen bleiben im Leiden geringe, aber die Geringen tröstet Gott. Mel. Valet will ich dir geben. Gnade find't; sie haben ihre Bit1. Gott herrscht zwar über te; sie sagen's ihm zum Ruhm: Thronen, der Himmel ist sein dir gilt des Hirten Hütte als wie Haus, auf Erden theilt er Kro- das Kaiserthum. nen, und Land und Leute aus, er ist der Allergrößte, und dennoch rühmt er sich, daß er Geringe tröste, das ist verwunderlich. 3. Das hat mein Herz empfunden; ich rühm', was ich gefühlt, daß Gott in Jammerstunden mit Trost mich unterhielt; ich rühm' es hundertmale: wo Gott will 2. Das danken dir Geringe, Sonne seyn, da kriegt die Blum' wenn sie getröstet sind; sie heis im Thale, wie Basans Eichen, sen's Wunderdinge, wenn Einer Schein. 180 28. Juni. Da Jesus müde ward von der Reise, sette er sich also auf den Brunnen. Joh. 4, 6. Auch die geringsten Umstände des Lebens Jesu sind erbaulich und tröstlich. Ein Christ kann auf allen Schritten seiner Pilgrimschaft in dem Angedenken desselben bleiben, und allezeit und überall eine Erquickung davon haben. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe se. 4. Herr, sagt sie ihm, ich 1. Mein Heiland hat sich müd' glaube dir, du bist der Lebensgereist; er litt, was von Natur fürst, lebendig Wasser gieb du der Mensch jetzt seine Schwachheit mir, daß mich nicht ewig dürst. heißt, doch ohne Sünde nur. 2. Ein Pilgrim auf der härt'- 5. Hier wallen wir der Heisten Reis denkt, sich zum Trost, math zu, in Regen, Sturm und hieran; denn der ist's, der den Wind; o lieber Heiland, stärk fauren Schweiß ihm noch ver- uns du, so oft wir müde sind. süßen kann. 3. Legt er sich müd im Schatten hin, erliegt die Seele nicht, die, wie die Samariterin, mit dem Erlöser spricht. A 6. Wir danken, daß du in der Zeit so gleich uns worden bist. Mach' dir uns gleich in Ewigkeit, wo deine Ruhe ist. 29. Juni. 181 Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist. 1 Cor. 2, 12. Im Tode weiß man nicht, ob man etwas hat, und im Finstern sieht man nicht, was man hat. Der Glaubige lebt, und ist im Licht. Er weiß, daß er den Geist hat, und was er an dem Geist hat. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. Flammen. Wie gut ist's bei der 1. Der Geist der Welt thut Gnadenwahl! Welt habe, was Mord und Lügen, und liebet nichts du willst und weißt, ich bete nur als Finsterniß. Wer solchen hat, um Gottes Geist. was wird er kriegen? das Schrecklichste ist ihm gewiß. Giebt Gottes Geist uns Unterricht, so hat man Wahrheit, Liebe, Licht. 3. Gott Lob! ich weiß, was Gott mir schenket, ich liebe ihn, und wer ihn liebt; die Wahrheit hat mein Herz gelentet, daß uns sein Wort das Leben giebt; und Jesus ist mein Licht allein! 2. Der Haß verdienet das Verdammen; die Finsterniß hat lauter Qual; die Lüge stürzet in die Dafür soll Gott gedanket seyn. Erster Theil. 14 182 30. Juni. Der Herr ist mein Lobgesang. 2 Mos. 15, 2. Hat Israel das nach seiner Errettung aus Aegypten sagen können; wie viel mehr Recht haben wir, die wir von der Hölle erlöset sind. Bei einem Christen ist dieses sein Morgen- und Abendlied, und ist ihm immer ein neues Lied, und wird auch in Ewigkeit sein Lied bleiben. Mel. Jesus, meine Buversicht. 3. Gottes Sohn kam mir zu 1. Gott selbst ist mein Lob- gut, ward ein Mensch, starb für gesang; denn ich kann nichts uns Schwache, gieng zum HimHöher's singen; davon sollen le- mel ein mit Blut, und vertritt benslang meine Stimm' und Sai- bei Gott die Sache. Schaut der ten klingen. Weil ich glaube, Gnaden Ueberschwang. Er ist weil ich bin, sing' ich lieber nichts selbst mein Lobgesang. als ihn. 4. Gottes Geist beweiset sich, 2. Er ist Vater, der mich schuf, lehrt mich den Erlöser kennen, der mir seinen Sohn gegeben, und wirkt den Glauben, heiligt mich, von seinem Gnadenruf hat mein hilft mir selbst Gott Abba nenHerz sein neues Leben; dieß be- nen, treibt mich zärtlich ohne freit vom Untergang. Er ist selbst Zwang. Er ist selbst mein Lobmein Lobgesang. gesang. 1. Juli. 183 Der Herr ist mein Heil. Ps. 118, 14. In was für Unheil hat uns die Sünde gestürzet! wie groß ist das Heil, das alle Welt in Christo Jesu gesehen! Denn in keinem andern ist kein Heil. Wer ohne Heiland dahin gehet, gehet verloren. Wer mit Werken sein eigener Heiland seyn will, wird mit Schanden betrogen. Der Herr Jesus ist mein Heil. Mel. Meinen Jesum ich erwähle. und ich sing' in meinem Theil: 1. Von Erlösung will ich sin- Gott mein Heil! Jesu, nimm für gen; die Erlösung ist recht groß. Gnade Ruhm, denn ich bin dein Bin ich nicht von Teufelsschlin Eigenthum. gen, und von Todesbanden los? Ich sing' auch in meinem Theil: Gott mein Heil! deine Wohlthat rühme ich, die Erlösung freuet mich. 3. Gottes Geist ist selbst das Siegel, daß ich theu'r erlöset bin, und mein Glaube schwingt die Flügel schon nach jenem Leben hin; dort sing' ich in meinem Theil: Gott mein Heil! all' mein Gutes ist von dir, ewig sey dir 2. O wie theu'r bin ich erworben! Blut war mein Erlösungsgeld, der Erlöser ist gestorben auch für mich, wie für die Welt, Dank dafür. 184 2. Juli. Und sie nöthigten ihn, und sprachen: Bleibe bei uns. Luc. 24, 29. Es ist dem Herrn Jesu ein angenehmer Zwang, den er sich durch das Verlangen und Gebet der Glaubigen anthun läss set. Denn darum kommt er den Herzen mit seiner Gnade so nahe, daß er solches Verlangen anfeuern, und um sein Bleiben gebeten seyn will. Mel. Der lieben Sonne Licht und ic. du erhörst mein Flehen; du selbst 1. Der Heiland geht gern zu hast angezünd't, was ich in mir uns ein, weil ihn die Liebe trei- empfind'; dein Liebeszug kam erst bet; doch will er auch genöthigt an mich, nun liebt und zieht mein seyn, damit er bei uns bleibet. Glaube dich. Zeig' ihm ein brennend Herz; entdeck' ihm, was dich schmerz', und fleh' und nöthige den Herrn, er willigt ein, und bleibet gern. 3. Mein Herz dankt voll Zufriedenheit, daß sich mein Herr bequemet; es rühmt des Heilands Freundlichkeit, der meiner sich nicht schämet. Ihr Seelen, freuet euch. 2. Ja Herr, die Füße fass' ich Der Ehre ist nichts gleich. dir, und lasse dich nicht gehen; kehret Jesus bei uns ein, ich halt' dir deine Liebe für, und sollen wir bei Jesu seyn. Hier dort C 185 3. Juli. Ich bin der Weinstock, ihr seyd die Reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viel Frucht. Denn ohne mich könnet ihr nichts thun. Joh. 15, 5. Dieß zeigt die innigste Vereinigung mit Christo an. Die Kraft, die der Glaube in Christo hat. Das Unvermögen, wenn wir uns selbst überlassen sind. Das Elend, wenn man außer Christo ist. Mel. Mir nach, spricht Christus ic. 1. Der Heiland will der Weinstock seyn, die Jünger sind die Reben; der Vater pflanzt uns selber ein, im Sohn ist unser Leben; die Frucht, die aus ihm wachsen soll, ist seines Bluts und seyn noch thun. Geistes voll. 3. Dank sey dir, Vater, der den Sohn zum Weinstock uns gegeben; Erlöser, du hast Ruhm davon, daß du uns trägst als Neben. Denn außer Jesu können nun wir Sünder gar nichts 2. Aus Jesu zieht der Glaube 4. Was wär', o Heiland, doch Saft, weil er an Jesu bleibet, an mir, als von Natur verdorund in der mitgetheilten Kraft die edeln Früchte treibet; die kann man frisch herwachsen seh'n, wenn sie in Hiß und Regen steh'n. ben? und bleib ich nicht durch dich an dir, bin ich zweimal erstorben. Ach, halt mich fest, so lob ich dich; denn das Verbrennen fürchte ich. 186 4. Juli. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel. Luc. 24, 51. Dieser Umstand ist sehr tröstlich. Der Segen geht alle an, die ihn haben wollen. Denn der Herr Jesus hatte kaum zuvor seine Gewalt im Himmel und auf Erden angezeigt, und das Evangelium heißen aller Welt predigen. Mel. Jesu hilf stegen ic. genießen; fasse ein Jedes den sei1. Jesus ist segnend von hin nen für sich. Danket auf Erden nen geschieden, segnend hub er mit frohen Gemüthern, denn er sich gen Himmel empor. Herzen! hat Segen in himmlischen Gütern. euch bleiben dann Gnade und 3. Seelen, die Segen schon haFrieden, ob sich der Anblick der ben im Leben, werden auch scheiAugen verlor. Laßt uns, ihr dend im Segen getrennt. Jünger, im Glauben es fassen: weiß den Seinen ein Erbe zu geJesus hat Segen zurücke gelassen. ben, die er des Vaters Gesegnete Er 2. Kommet, wir werfen uns nennt. Hilf uns, Herr Jesu, ihme zu Füßen, kommt doch, dort singen zu mögen: Gott wir beten: adh, segne auch mich! und dem Lämmlein sey Ehre Laßt uns auf Knieen den Segen und Segen! SesselscaLATE 5. Juli. 187 Und Jesus sprach zu dem Weibe: dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin im Frieden. Luc. 7, 50. Es ist in alle Wege dieser Zuspruch des Friedens bei einem Sünder höher als die Vernunft. Daher will die Vernunft die Tilgung der Sünde bei den Werken anfahen ohne den Glauben, und ohne Liebe im Glauben. Daher kommt sie nicht in Frieden. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Holder Zuspruch! hohe Gna1. Jesu, kann dich das ergößen, den! von der großen Schuld entwenn dir Sünder Füße neßen? laden geht die frohe Seele hin, sind dir ihre Thränen werth? läßst fühlt den Frieden, rühmt die du dich auch im Betrüben von Liebe, liebt den Herrn in reinem Beschämten gerne lieben, die so Triebe, war, und bleibt nicht große Schuld beschwert. Sünderin. 4. Ja, die Seele singt alleine: ich bin vor dem Herrn als eine, die den Frieden funden hat; freut sich, daß sie einst von ihme auch das Heil im Himmel rühme. Denn 2. Ja, so ist's, du hast erlaubet, was der Sünder selbst kaum glau bet, und wobei der Heuchler zankt. Doch der Streit ist bald entschieden, du sprichst: gehe hin im Frieden! und der Sünder geht und dankt. dort ist die Friedensstadt. 188 6. Juli. Des Königs Herz ist in der Hand des Herrn, wie Wasserbäche, und er neigt's, wohin er will. Spr. Sal. 21, 1. Dieß giebt die rechte Einsicht in alle unerwartete Begebenheiten unter den Großen in der Welt, worüber sich die Staatsklugen die Köpfe zerbrechen; und es ist nicht sein, wenn man davon so hin urtheilt, ohne auf Gottes Werk zu sehen. Mel. Entfernet euch, ihr matten Kräfte. nach Haus. Was anders scheint, 1. Man kann doch keine Hoheit was Niemand meint, das macht denken, Gott ist noch höher über noch Gott zur Wunderthat, er die; der Hohen Herzen kann er hat die Hand in jedem Staat. lenken, wie Wasserbäche lenkt er sie; er neigt sie still, wohin er will; so muß sein Rath und Werk gescheh'n, eh' sie ein Mensch zuvor erseh'n.. 2. Wenn er Tyrannen will verstocken, führt er sein Volk doch mächtig aus. Will er dort einen Hirten locken, so geh'n Gefangene 3. So betet ihn an, alle Göt ter, das Herz ist nicht in eurer Hand. So trau dem mächtigen Erretter, du Heerdlein, das die Welt verbannt. Reich; Gott schüßet euch; ihr singt Gott hat daß ihm einst nach langem Krieg; sein ist das Heil, sein ist der Sieg. 7. Juli. 189 Da dieser Elende rief, hörete der Herr, und half ihm aus allen seinen Nöthen. Ps. 34, 7. Es ist eine Freude für Christen, wenn sie sich vor Gott und auch vor Menschen darstellen dürfen, als Erempel dessen, was Gott gethan hat. So zeigten sich oft im Neuen Testament die von dem Herrn Jesu geheilte Kranke den Leuten, als sprächen sie: dieser bin ich. Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. indem er mich eben im Sinken er1. Nun ist mir geholfen; ich griff. Er hat mich erhört; er hat danke dem Herrn. Mit Bitten mir gewährt. Ich lobe und rühm, und Sehnen, mit Seufzen und und singe von ihm. Thränen hab' ich ihn gesuchet; er schiene mir fern, doch war er mir nah, noch eh' ich ihn sah; er hat mich getröst't, er hat mich erlöst. 3. Gott hat mir geholfen; nur Gott hat's gethan, ich will es erzählen mit dankbarer Seelen; ¡ kommt wieder ein Leiden, so denk 2. Gott hörte, da dieser im' ich daran. Gott, du hilfft in Elend ihm rief, mit Aengsten be- Noth, und endlich vom Tod, da, fallen; er half ihm aus Allen, danken wir dir im Himmel dafür. 190 8. Juli. Ich will den Namen des Herrn preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre. Er ist ein Fels, seine Werke sind unsträflich. Denn Alles, was er thut, das ist recht. Treu ist Gott, und ist kein Böses an ihm. Gerecht und fromm ist er. 5 Mos. 32, 3. 4. Die Erkenntniß solcher hohen Eigenschaften Gottes soll uns zur Anbetung bewegen. Mel. So führst du doch recht selig ic. 2. Gott ist ein Fels, wenn 1. Gott ist ein Fels, er steht Erd' und Himmel schwinden; da uns ewig feste, ist, wie er war, wird der Trost an ein Geschöpf zu und ist's in Ewigkeit. Sein Herz Spott. Der Glaube kann auf dies ist treu, sein Werk ist stets das sen Fels sich gründen, der ihm beste, in ihm nur find't ein Herz nicht weicht. Er bleibt derselbe Zufriedenheit. Bleib' ich an ihm, Gott. Herz, ruh' auf ihm, so so bin ich stets bewahrt; verlaß reißt fein Sturm dich um. O ja, ich ihn, so hab' ich ewig Noth. mein Gott, du bist's, auf den ich Sein Wort ist fest, und daur't trau', von meinem Heil trägst du mir aus im Tod, indem es uns den ganzen Bau. Du bist der das Leben offenbart. Fels; nur dir gebührt der Ruhm. 9. Juli. 191 Wie theuer ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel trauen. Pf. 36, 8. Die Vögel sind es unter den lebendigen Geschöpfen allein, die ihre Jungen mit ihrem eigenen Leibe bedecken. Wenn daher Gott ein Gleichniß seiner beschirmenden Gnade von einem Adler nimmt, ist es deſto angenehmer. Mel. Purchbrecher aller Bande. Sucht die Welt uns abzumatten, 1. Gott, wie theu'r ist deine deine Flügel geben Rast, weil du Güte, die du Menschenkindern sie zum Ueberschatten immer auszeigst, und ein ängstliches Gemüthe dir nur zuzufliehen neigst. Unter deiner Flügel Schatten findet sich gewünschte Ruh', und fast eh' sie Glauben hatten, deckst du sie schon sicher zu. 2. Macht die Schuld dem Herzen enge, so vergiebst und deckst du doch. Jagt der Satan in's Gedränge, schüßen deine Flügel noch. gebreitet haſt. 3. Von der Güte will ich sagen, wenn ich nun im Schatten bin; denn ich floh in bangen Tagen, auch zu deinen Flügeln hin. Denn sie hat nicht ihres gleichen, und ihr Schatten bringt zum Licht. Laß mich nur nicht von dir weichen; denn wer weicht, gefällt dir nicht. 192 10. Juli. Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besißen durch unsern Herrn Jesum Christum. 1 Thess. 5, 9. Von Gottes Zorn über die Sünde predigt uns das Gesetz und daß Gewissen. Von Gottes Liebe gegen den Sünder weiß allein das Evangelium. Niemand kann sich selbst aus dem Zorn herausseßen; der Glaube schwingt sich heraus. Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. in Jesu glaubt, dem Glauben 1. Gott hat uns nicht zum steht es offen. Ich setzte mich Zorn gesetzt, o nein, zum Selig- nicht selbst dazu, Gott der Barmwerden. Wort, das mir das herzigkeit! nur du hast uns dazu Herz ergößt, auch einst im Brand gesetzt. der Erden. Gott will, ich soll erhalten seyn; geh' ich den guten Willen ein, so bin ich auch er halten. 3. Gott! dir sey ewig Dank dafür, und Lob für deine Liebe, weil dein gerechter Zorn ob mir sonst ewig liegen bliebe. Dein 2. Dieß ist ein Helm auf mei- Vorsaß müss' an uns gescheh'n, nem Haupt, daß ich das Heil daß wir dein Heil im Himmel darf hoffen; das Heil, das man seh'n, und dir als selig danken. 11. Juli. 193 Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen; denn du bist Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Die Unglaubigen und Ungehorsamen lässet Gott nach ihres Herzens Dünkel ihre eigenen Wege gehen, und das ist ein Gericht. Vatertreue ist's, wenn er seine Kinder durch seinen Geist führen läßt. mein Gott. Pf. 143, 10. 3. Sein Geist führt wie die Jugend, sagt uns des Vaters Tugend, der uns berufen hat; er richtet auf vom Falle, bewahrt die Tritte alle, und stärkt und trägt uns, wenn wir matt. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Nach Gottes Wohlgefallen den Weg zum Leben wallen, ist nicht des Menschen Kraft. Der Vater ist Regierer, der giebt den Geist zum Führer uns Kindern auf der Pilgrimschaft. 2. Wir kämen in's Gewirre, 4. Ja Vater, sey geehret, der der Leichtsinn gieng bald irre, die uns den Weg selbst lehret, wo Trägheit stieß oft an, wir fielen uns dein Geist erhält. Laß uns schnell darnieder, und fielen immer an deinen Händen den Lauf mit wieder, und träfen nicht das Ziel Freuden enden, daß dir dein Lob der Bahn. von uns gefällt. 194 12. Juli. Jesus hat uns von dem zukünftigen Zorn erlöset. 1 Thess. 1, 10. Der Unglaube achtet jetzt den Zorn Gottes nicht, und häuft sich noch denselben auf den Tag des Zorns. Wer aber in der Buße nur etwas Weniges von Gottes Zorn gefühlt hat, der lernt dem. Herrn Jesu für seine theure Erlösung herzlich danken. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 4. Mir gehört der Himmel 1. Das ist's, was die Seele nicht, Jesu, du hast's ausgetröst't: Jesu, du hast mich er- richt't, bist nun in des Vaters löst von dem Zorn, der ewig Haus, und theilst da die Woh brennt, und von Gott, der Liebe, nung aus. trennt. 5. Sollt' ich nun nicht dank 2. Diesen Zorn hab' ich ver- bar seyn? Jesu, nimm mein dient, Jesu, du hast mich versöhnt; Herz ganz ein, daß ich deines unter deiner Krone Dorn trugst du selbst für mich den Zorn. Ruhms recht voll dir stets danke, wie ich soll. 3. Ich war keine Liebe werth, Jesu, du hast mich geehrt, bis zum Tode liebtest du, und wandt'st Gottes Herz mir zu. Pinteresada 6. Ich bleib' nicht von Gott getrennt; Liebe ist es, die jest brennt, und ich singe als getröst't: Jesu, du hast mich erlöst. 13. Juli. 195 Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott. Denn er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Gerechtigkeit gekleidet. Eſ. 61, 10. Eigene Gerechtigkeit macht stolz, und vor Gott zu Schanden. Das Prangen in diesem Kleide gefället Gott, und macht froh und dankbar. Esther im Schmucke vom König; so freute sich Adam, der Sünder, nicht wenig, als Gott ihm den Anzug vom Opfer gemacht, und seiner als Eines aus ihnen gedacht. Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. 1. Meine Seele darf sich freuen, sie ist froh in meinem Gott. Mir kann nun fein Trauern dräuen, und ich fürchte keinen Spott. Die Kleider des Heils hat mir Jesus bereitet, sein Rock der Gerechtigkeit hat mich gekleidet; so deck' ich weiß und roth für mich getragen, die Blöße, so kann ich besteh'n. o wie dank ich dir genug? Weg, Von Gott selbst geschmückt seyn, Lumpen der Werke! dieß freut das stehet ja schön. mich alleine, daß ich nun im Blute des Lammes erscheine, da wasch ich die Kleider, die lege ich um, und gebe dir ewig in diesen 3. Jesu, der in Fleisches- Tagen, da er Schuld und Schande trug, 2. Meinem Heiland seh' ich ähnlich, und so siehet Gott mich an, wie mich Jesus ungewöhnlich und so herrlich angethan. So freute sich den Ruhm. 14. Juli. Desselbigen gleichen auch der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Röm. 8, 26. Bei einem Todten ist keine Schwachheit. Nur von Lebenden sagt man, daß sie Schwachheit haben. Da ist nun kein Glaubiger, der keine fühlte. Aber es wird ihnen aufgeholfen, auf daß die überschwingliche Kraft sey Gottes, und nicht aus uns. Das danken wir Gott. 196Mel. Ein Lämmlein geht und trägt c. hast ein Wort, das Kräfte giebt, 1. Der Geist hilft uns'rer von Jesu, welcher uns geliebt, und Schwachheit auf, faßt dieß Wort, schwach für uns gewesen; und wenn müde Seelen! es soll uns in dem ein Herz auch todtschwach schien, ganzen Lauf an seiner Kraft nicht reichst du dein Blut zur Stärkung fehlen. Wir beten schwach, er betet mit; wir straucheln oft, er lenkt den Tritt; wir kämpfen matt, er stärket; wir glauben faum, er bleibt getreu; wir sinken fast, er steht uns bei, so oft er Schwachheit merket. hin, so kann das Herz geneſen. 3. O Vater, dir sey Preis und Macht für deinen Geist gesungen. O Jesu, dir sey Ruhm gebracht, der du uns das errungen, daß uns im Lauf durch diese Welt dein Geist das Leben noch erhält, daß du uns giebst von Oben. Auch unser Lob und Dank ist schwach; hilf da auch, es ist deine Sach', ein Herz verschmachtet wäre. Du bis wir in Kraft dich loben. 2. Dein ist der Ruhm, du Geist der Kraft, dein ist allein die Ehre, weil leicht in dieser Pilgrimschaft 15. Juli. 197 Denn wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Röm. 8, 24. Auf diese Weise hat Gott den Glauben Abrahams und aller Erz väter geprüft; so prüft er ihn noch im Neuen Testament. Es ist noch nicht erschienen, was wir seyn werden; wir sind aber doch schon etwas. Unser Heiland war schon verklärt, aber er gieng durch den Tod zur Herrlichkeit. 3. Da liegt dann die Geduld nicht unter, sie wartet aus durch manche Prob'. Wir sind vor Vielen wie ein Wunder, und geben Gott sein eigen Lob; er sey noch, Man hat wie er immer war, auch in den bereits das Angeld schon, und Seinen wunderbar. hofft noch den Besitz davon. 2. So Vieles hoffen und nichts 4. Gott, dir sey Dank, daß sehen, und doch in Hoffen selig wir auf Erden bereits in Jesu seyn, das scheint, es könne nicht selig sind, und einst im Himmel geschehen, und doch trifft's bei den selig werden; denn unsre HoffChristen ein. Wo Glaube fehlt, nung ist gegründ't, weil Jesus da trifft es ein, nichts hoffen und lebt, und Gott verspricht, so fehlt nicht selig seyn. uns unsre Hoffnung nicht. Erster Theil. 15 Mel. Wer nur den lieben Gott läßt ic. 1. Schon selig seyn und doch in Hoffen, das ist der Christen Trost und Ruhm. Auf ungefähr wird nicht geloffen, sie schweben nicht im Nebel um. 198 16. Juli. Der aber die Herzen forschet, der weiß, was des Geistes Sinn sey. Denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefällt. Römer 8, 27. Wir kennen unsers Herzens Grund nicht selbst so wohl, als Gott ihn kennet. Da weiß er dann, was sein Geist wirket, was aus der Natur oder Gnade, aus Glauben oder Unglauben gehet. Mel. Valet will ich dir geben. 3. So seyd getrost ihr Beter, 1. Wir können nicht selbst be- ihr seyd in Armuth reich; der ten, daß es die Probe hält; der göttliche Vertreter red't in euch, Geist will uns vertreten, so, daß es Gott gefällt. Wenn Kraft und Worte fehlen, spricht er an uns rer Statt; denn er vertritt die Seelen, die er geheiligt hat. und für euch. Dem Geist sey Ruhm von allen, dem Herrn, der für uns spricht, daß Gottes Wohlgefallen in ihm an uns geschicht. 2. Das ist ein Trost für Schwa- 4. Er ist's auch, der so gerne, che, die ihre Armuth grämt; der mit uns die Schule hält, daß man Geist führt ihre Sache, sie wer- das Loben lerne, wie Gott es den nicht beschämt. Gott, der wohlgefällt; er stimmt es recht zuder Herzen Tiefen, und alles was sammen mit dem, was himmlisch darin, in Gnaden weiß zu prüfen, klingt, daß man in Jesu Namen weiß, was des Geistes Sinn. durch ihn dem Vater singt. 17. Juli. 199 Ich bin elend und arm, der Herr aber sorget für mich. Pf. 40, 18. Es ist erquicklich, wenn man überlegt, daß Gott nicht handelt wie ein Mensch, der die Sorge für das Geringe Andern überläßt, und sich allein mit dem beschäftigt, was ihn groß dünft. Gott aber behält in seiner Aufsicht auch das Geringste, Verachtete und Unedle. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Daß er dem, was er er= 1. Alle Abend, alle Morgen wählet, Haupthaar, Fluchten, hilft des großen Gottes Sorgen Thränen zählet, Kindlein trägt auch dem Kleinsten, weil es sein. als wie im Schoos, Fremde Ihm sind die veracht'tsten Dinge schüßet, Sklaven höret, Waisen zum Erschaffen nicht geringe, noch pflegt, Wittwen nähret, da ist auch zum Erhalten klein. Gott im Kleinen groß. 2. Von ihm sucht der Löwe 4. Gott, ich kann vor deinen Speise, und so hört er gleicher Augen kaum zum SonnenstäubWeise auch des jungen Raben lein taugen; dennoch sieht dein Stimm', Blumen kleiden, Arme Aug' auf mich, und ich steh' in machen, mächtig seyn auch in den deinen Sorgen, dir ist Alles Schwachen, find Verrichtungen unverborgen. Meine Seele lobet von ihm. dich. 18. Juli. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: das hat Gott gethan, und merken, daß es sein Werk sey. Ps. 64, 10. Wenn Gott in der Welt Böses strafet, so sollen Menschen gegen Menschen, die sie leiden sehen, Mitleiden haben, und Fürbitte thun. Aber in so fern das Aug' auf Gott siehet, gehört ihm Anbetung und Ehre. 200 Ongl Mel. O wie selig sind die Seelen. 3. Gott schickt seine bösen 11. Herr, auch über den Geschich- Viere, Schwert und Hunger, ten von ergang'nen Zorngerichten Pest und Thiere, über ein verbeten dich die Menschen an; dein stockt Geschlecht; er deckt Kronen Nam', heißt's, muß herrlich wer zu mit Staube; er giebt Länder den; du bist Richter auf der Er- hin zum Raube, und hiebei ist den; schet, das hat Gott gethan. er gerecht. 2. Gott ist's, der die Stolzen 4. Seine Wahrheit in dem stürzet, des Tyrannen Wuth ver- Dräuen, seinen Eifer im Zerfürzet, der ein solch' Zerstören streuen, seine Macht, die Alles schafft; plötzlich sind von seinem kann, seine Weisheit in dem Wal Zorne, eh' sie reif sind an dem ten, seine Wunder im Erhalten Dorne, ihre Beeren weggerafft. betet man in Demuth an. 19. Juli. 201 Und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen. Eph. 3, 17. Es ist etwas Großes gebeten von Paulus für seine Glaubigen, aber sein Gebet hat doch seinen gewissen Grund in der Liebe des Vaters in Christo Jesu gegen uns Menschen. Daher dürfen wir auch darum bitten, und Gott darüber danken. Mel. Ich finge dir mit Herz 2c. 4. Gnade! o was ist dir 1. Was ist mein armes Herz gleich! du hast uns hoch gebracht, vor dir, o Gott, daß du es liebst? daß Jesus sich ein Himmelreich und deinen lieben Sohn auch mir aus Sünderherzen macht. darin zu wohnen gibst. 2. Was bin ich, Jesu, daß du freut, gebührt der Ruhm allein. 5. Der Gnade, welche uns erdich des Herzens nicht beschämst? freut, gebührt der Ruhm allein. und in demselben gnädiglich zu Der Reichthum seiner Herrlichkeit wohnen dich bequemst? soll hoch gepriesen seyn. 3. Du füllest es mit deinem 6. Bring' uns dahin, o großer Glanz, du reinigst es mit Blut. Tag! wo deine Ehre wohnt, dort Da fasset dich der Glaube ganz, und hat das höchste Gut. heißt es: steh' die Hütte da, wo Gott bei Menschen thront. 202 20. Juli. Da nahm Pilatus Jesum, und geißelte ihn. Joh. 19, 1. Pilatus nahm Jesum, weil er nun über ihn, als über einen Knecht, die Gewalt des Todes hatte. Aber diese Gewalt hatte er nicht eben von Außen als Landvogt, noch durch die Uebergabe der Juden; sondern eigentlich im Verborgenen von Gott, und dem freiwilligen Jesu selbst. Mel. Jesu, wann soll ich erlöfset c. Sündern zum Heil, und werden 1. Gegeißelter Heiland, und den Herzen im Glauben zu Theil! doch der Gerechte! wie trägst du die Herzen, die eiternd vom Ausdie scharfe Mißhandlung der saß gewesen, die können vom Blute Knechte! Die Pein, die dem Leibe des Opfers geneſen. der Sünde gebührt, hat Gott an 3. Herr Jesu, dir dank' ich, dem Leibe der Unschuld vollführt; mir ist's auch verkündigt, ich werde so zeichnen den Heiland die Sporne durch dich, den Versöhner, entvon Riemen mit denen uns Sün- fündigt. Ich preise die Liebe, ich der versöhnenden Striemen. rühme die Huld, und liebe dich wieder, auch in der Geduld. So oft mir mein Inn'res von Aengsten will klopfen, so nehm' ich von 2. Nun kann man die Quellen der Thränen verstopfen; denn diese von Geißeln gequollene Tropfen sind Blut der Besprengung den deinen ausgeißelten Tropfen. 21. Juli. 203 Pilatus aber schrieb eine Ueberschrift, und setzte sie auf das Kreuz, und ward geschrieben: Jesus von Nazareth der Juden König. Joh. 19, 19. Hiedurch ward Jesus nicht nur ausgezeichnet von den zween Mitgehenkten; sondern auch von allen am Holz hangenden, ja von allen Sündern. Gott führte Pilato die Hand. Hier ist Wahrheit, wornach er gefragt hatte. Mel. Wer Jesum bei sich hat. 1. Des Heilands Kreuzesschrift gilt mir zum Segen; denn Gott hat sie gestift't der Sünder wegen, und des Gesetzes Grimm ist nun entkräftet, die Handschrift ward mit ihm an's Kreuz geheftet. 3. Das, was geschrieben war, bleibt fest geschrieben, und dir ist offenbar das Reich geblieben. Gabst du am Kreuze schon mit dir ein Leben, so kannst du auf dem Thron es vielmehr geben. 4. Mein Herr, gedenk' an mich, 2. So ist's. Du, Jesu, bist weil ich dich kenne, und meinen der deinen König, es ist, wer König dich im Glauben nenne. glaubig ist, dir unterthänig; du Mein König, dir sey Ruhm. fieng'st dein Reich gleich an bei Schreib' deinen Namen mir, deieinem Schächer, als der es schen- nem Eigenthum, in's Herz ein. fen kann auch an Verbrecher. Amen. 22. Juli. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken, und lobsingen deinem Namen, du Höchster. Pf. 92, 2. Die Seele hat ihren rechten Sabbath im Lobe Gottes, und sie kann sich da wohl seyn lassen. Das ist ein Mittel gegen die Traurigkeit, daß man unter dem Dank und Lobe Gottes seines Leids vergessen lernt. 204 Mel. Erleucht' mich, Herr, mein Licht. 3. Sonst ist kein Gott wie du, 1. Das ist ein köstlich Ding, dein Ruhm ist wie dein Name, daß man dir, Höchster, danke, dir jauchzen Thronen zu, dir und deinem Namen sing', der stimmen Engel an; dir singt, stets ist wie er war, groß, herr- was singen fann; wie dir der lich, wunderbar, und der in Jesu Himmel ruft, so schallt dir alle Christ uns offenbaret ist. Luft. 2. Dein Thron hat Preis al- 4. Dir bringt der Wahrheit lein, daß er niemalen wante. Ruhm der dir versöhnte Same, Dein Neich muß ewig seyn, dein des Sohnes Eigenthum dein Lob Werk ist stets das best', dein Wort soll auch allein in meinem Munist wahr und fest, dein Rath ist de seyn; wenn ich von Gnade tief und frei, dein Herz ist hold sing', ist mir's ein köstlich Ding. und treu. 23. Juli. 205 Es sage nun Israel: Seine Güte währet ewiglich. Ps. 118, 3. Das war der gewöhnliche und tägliche Ausdruck bei dem Gesang im Tempel zu Jerusalem. Wie oft hätte bis dahin Gott Ursache gehabt, es mit seiner Gnade an diesem Volk aus seyn zu lassen! wie oft an uns'rer Kirche! wie oft an einzelnen Seelen! sie aber währt ewig. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 3. Ihr, die ihr nun dürft 1. Die ihr von Bußethränen beten, und vor den Gnadenthron durch Gnade nun befreit, und mit Freudigkeit könnt treten, nach des Glaubens Sehnen im erhöret in dem Sohn, glaubt, Blut gewaschen seyd, singt, von gehet hin gerade, und singet von dem Zorn entladen, singt Gott sein der Gnade, sie währet ewiglich. Lob der Gnaden, sie währet ewiglich. 2. Ihr, die ihr nun Gerechte in Jesu Christo heißt, ein priesterlich Geschlechte, versiegelt durch den Geist, geweiht im Wasserbade, singt von der großen Gnade, sie währet ewiglich. 4. Ihr, die ihr nun dürft hoffen im Leiden dieser Zeit, der Eingang sey euch offen zu seiner Herrlichkeit, allwo kein Leid noch Schade, singt schon auf jene Gnade, sie währet ewiglich. d 24. Juli. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich singe und lobe. Ps. 57, 8. Wer in der Welt gute Tage sucht und hat, macht sich für die lange Weile hunderterlei Zeitvertreib. Schmeichler dichten ,, wie sie ihre falschen Götter und Göttinnen der Welt loben, oft ärger als die Heiden. Das Herz eines Christen ist zu Gottes Lob bereit. 206 Mel. Ruhe ist das beste Gut. 3. Gottes Lob ist auch mein 1. Gottes Lob ist meine Trost bei der Thränen Fluß, Pflicht, weil ich leb' und bin. Er wenn die Bosheit auf mich stoßt, ist Gott, fein And'rer nicht; wenn ich dulden muß; da fasf darum lob' ich ihn. Er, Gott, ich mich, sing' in Demuth und schuf mich; welcher Mund nicht Geduld glaubig von des Vaters Gott verehrt, der ist keiner Huld. Gott lobe ich. Zunge werth. Gott lobe ich. 2. Gottes Lob erfreut mein 4. Gottes Lob ist nur ein Herz mehr als Lust und Geld. Thun, das aus Gnade fließt; Ärmer Reichthum, toller Scherz wenn die Liebe, Jesu nun sich freut die arge Welt; allein nicht in's Herz ergießt, treibt sein mich. Mein Herz wird von Freu- Geist mich. Hier stimm' ich in den voll, daß es dich, Gott, lo- Schwachheit an, bis ich ewig ben soll. Gott lobe ich. Gott lobe ich. fingen kann. 25. Juli. 207 Gottes Reich ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem heiligen Geist. Röm. 14, 17. Im Pabstthum seßet man das Reich Gottes in ganz andere Dinge als es die Schrift seßt, in äußerliche Gemeinschaft der Kirche, in Ordenskleidungen, selbsterwählte Werke, Speise und Trank. Mel. Schwing dich auf zu deinem 2c. 3. Unterthanen von dem Sohn, 1. Gottes Reich ist, Gott sey kommt mit eurem Liede, singet Dank, nicht in äußern Dingen, ihm vor seinem Thron: er ist Werke, Kleider, Speise, Trant unser Friede. Gott ist uns in mögen das nicht bringen; ohne Jesu gut, daß er uns mag lieZuthun unsers Thuns, auch im ben, und am Kreuz mit Gottes höchsten Grade, pflanzet Gott Blut ward es unterschrieben. sein Reich in uns, und aus laut'rer Gnade. 4. Singt ein gleiches Lob dem 2. Ihr Genossen an dem Reich, Geist, der uns Freude schenket, lobet Gottes Namen; denn der welche groß und göttlich heißt, Vater nennet euch den erwählten daß uns nichts mehr kränket. In Samen; er schenkt uns Gerech- dem Geiste freuet euch, stimmt tigkeit, den versöhnten Sündern, schon hier zusammen, bis ihr dort und hat uns ein Erb' bereit't, in seinem Reich lobet Gottes als geliebten Kindern. Namen. 26. Juli. hUnser Heiland Jesus Christus wird unsern nichtigen Leib verklären, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe. Phil. 3, 21. Der Anblick des Grabes unterscheidet den Christen und den Philoſophen. Jener hat eine gewisse und lebendige Hoffnung der Auferstehung. Dieser stirbt auf's Gerathewohl, oder hofft auf's Ungewisse. 208 Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset c. 3. Der nichtige Leib wird von 1. Verweslicher Körper, geh' Jeju verklärt, dem ähnlich zu ruhig zu Grab, dieweil ich die werden, den Alles verehrt; Er Hoffnung zum Aufersteh'n hab'; hat das Vermögen aus Staube ihr Glieder von Erden, die Erde zu prägen sein Bildniß, wie solnun werden, das Bild nur des ches in Himmel gehört. Irdischen leget ihr ab. JUMAAT 2. Mein ewiger Heiland, du 4. Ach Herr, die lebendige herrliches Haupt! dein Gott hat Hoffnung erhalt'; dir dank' ich, dem Moder an dir nichts erlaubt; bis daß ich im Glauben erkalt'. ich weiß es, ich trage am jüng- Erwecke die Glieder zum Leben sten der Tage des Himmlischen bald wieder, dich ewig zu loben Bild auch, dieweil ich geglaubt. in and'rer Gestalt. libe 27. Juli. 209 Bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. Pf. 130, 4. Ohne Vergebung wird der Mensch nicht einer einzigen Sünde los. Sie muß gebüßt seyn. Wir könnten sie nirgends als in der Hölle büßen. Nun hat sie Jesus am Kreuze alle gebüßt. Da hat er uns die Vergebung verdient. Wer die Vergebung sich selbst verdienen will, erhält keine. e tur Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. cken; ein Versöhnungsblut an1. Sünden kann nur Gott ver nehmen; Sündern hold seyn, die geben, er kann Sünder lassen sich schämen: das kann Gott alleben, Missethaten nicht gedenken, lein erweisen, und wer glaubt, Millionen Schulden schenken, sie der soll ihn preisen. dado nicht auf die Rechnung schreiben, 3. Dir sey Dank, du Gott und dem Nebel gleich vertreiben, der Gnaden, du erbarmst dich in den Grund des Meers sie armer Maden. Dein Ruhm, Jewerfen, daß wir sie nicht büßen su, sey verkündigt, der du uns dürfen. mit Blut entsündigt. Dir sey Lob von uns Erlösten, Geist der Liebe, du kannst trösten. In der künftigen Belebung preisen wir 2. Ja die Sünde selbst verdammen; uns erretten aus den Flammen; Uebertretungen bedecken; nicht mehr mit dem Fluch erschre- noch die Vergebung. 28. Juli. Gott hat uns viel Gutes gethan, und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben. Ap. Gesch. 14, 17. Ein erwünschter Regen nach langer Hiße und Dürre ist etwas sehr angenehmes; solche natürliche Wohlthaten sollen die Christen im Glauben von Gott mit Dank erkennen, und sogleich das Auge auf die geistlichen richten, die damit verglichen werden. 210 Mel. Höchßer formirer der löblichsten. gen, den du in Tröpflein doch 1. Gott, der du Wolken von reichlich geschickt; so wird belebet Regen läß'st triefen, Danken und Alles was webet, so wird im Loben sind unsre Gebühr; also Felde die Lilie geschmückt. erfrischest du Berge und Tiefen, also geh'n deine Gewächse herfür; nicht nur Gerechte, arge Geschlechte haben auch, Vater, die Gaben von dir. 3. Flöße den Seelen vom Worte des Lebens deinen so gnädigen Regen auch ein. Dein Wort ist fruchtbar, und kommt nicht ver2. Denn du zertheilest im zär- gebens, Glauben und Liebe ertesten Regen, welcher dem Sa- wachsen da fein; steh'n dann die men das Herzblatt erquickt, dei- Früchte also im Lichte, so sind die nen so milden und göttlichen Se- Früchte der Lippen auch dein. 29. Juli. 211 Euer Vater im Himmel lässet seine Sonne aufgehen über die Bösen und Guten. Matth. 5, 45. Wie viel Böses geschiehk stündlich unter der Sonne, und diese läßt der Vater über so viel Millionen Bösen, wovon unter den Christen die schlimmsten sind, täglich scheinen. Unbegreifliche Langmuth! Laßt uns den Sonnenschein doch zum Guten gebrauchen. Mel. Meine Hoffnung stehet feste. 3. Daß ich so viel Liebes 1. Bater, deine Sonne gehet schaue, daß ich Gutes schaffen nicht nur denen Guten auf, auch kann, Hürden, Feld und Hütte dem Böswicht, der dich schmähet, baue, stecket Gott sein Licht mir dienet sie in ihrem Lauf. Deine an. Bater, dir sey von mir Huld und Geduld trägt ihn bei so großer Schuld. Ehre, Ruhm und Dank dafür. 4. Mach durch Jesum, als der Sonne, auch in meinem Herzen Tag, daß ich Leben, Kraft und Wonne nur von ihm genießen mag. Führ' mich ein, wo allein Gott wird selbst die Sonne seyn. 2. Ihre starke Kraft belebet, und ihr schönes Licht erfreut. Kommt, ihr Kinder, kommt und gebet eurem Gott die Herrlichkeit. Thut man nicht diese Pflicht, o so ist man blind im Licht! 30. Juli. Jesus aber sprach: Vater, vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun. Luc. 23, 34. Jesus wußte wohl, was er in seinem Leiden that, daß er als Versöhner aus Liebe für sein Volk um Vergebung bitten sollte. Und der Vater wußte, daß er die Sünde zu verdammen, seinen Sohn aus Liebe zu uns an's Kreuz gab; daher vergab er den Sündern. 212 Mel. Jerusalem, du Schöne. 3. O die Worte gelten Allen 1. Singt doch von der Wunder- nach des Vaters Liebesrath, weil liebe, die in Jesu Herzen brennt; nach dessen Wohlgefallen dieß der fingt in seines Geistes Triebe, die Sohn der Liebe that. Vater meiihr den Versöhner kennt; unter nes Herrn! vergieb mir auch, seiner Henker Grimm, red't die deinem Sohn zu lieb. Liebe noch aus ihm. 4. Mittler, gegen mein Ver2. Vater, heißt's, vergib du brechen gilt mir dieß dein Vorihnen! was sie thun, versteh'n sie wort nun; kannst du das am nicht. Das sind Worte zum Ver- Kreuze sprechen, wirst du's auf söhnen; Worte, die der Mittler dem Thron auch thun. Herr, spricht; Worte, die Gott nicht mein Heil! ich danke dir, deine vergißt, weil er selbst die Liebe ist. Liebe brenn' in mir. 31. Juli. 213 Vater, es geschehe dein Wille. Luc. 22, 42. Das ist an unserm Herrn Jesu die unbegreifliche Ulebergabe und allergehorsamste Aufopferung seines Willens in den Willen seines Vaters, in welchem Willen wir geheiligt sind, einmal geschehen durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. Darum gab Er sich so willig in den Tod am Kreuz. Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 1. Wie willig ging'st du Got teslamm zur Schlachtung an des Kreuzes Stamm, und wand'st zu unserm Seelenkauf dein ganzes theures Blut gern auf. 2. Du tratst ins grausamste Gericht, nahmst Legionen Engel nicht, und gabst in treustem Liebessinn dich selber zum Gefang'nen hin. 3. Die Ehre gabst du um den Hohn, das Haupt in eine Dornenkron', den Rücken in der Geisseln Qual, dich ganz auf einem Fluchholzpfahl. Erster Theil. 4. Dein Herz blieb fest, dein Mund war still, zu wollen, was der Vater will; es sollt' die Welt durch deine Bein erlöst, versöhnt, beseligt seyn. 5. Mein Herr, ich bin dein Eigenthum; nimm tausend Dank, nimm ewig Ruhm, nimm mich mit Allem, was ich bin, in deinen Liebeswillen hin. 6. Hier sing' ich schlecht, bring' mich hinauf, allwo so mancher sel'ger Hauf, dir als dem Lämmlein Ehre thut, das uns erkauft mit seinem Blut. 16 214 1. August. Du bist mein Gott, und ich danke dir, mein Gott, ich will dich preisen. Ps. 118, 28. Zu den Abtrünnigen sagt Gott: Ich will nicht der Eure seyn. Aber wer Glauben hat, der hat ein Recht und Ansprache an Gott, seinem Bund der Gnaden nach, daß er weiß, Gott habe selbst verheißen: Ich will ihr Gott seyn. Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. mel fuhr, und uns so lehrte spre1. Zu Gott zu sagen: Herr chen; das Zeugniß gibt der Geist mein Gott, ist eine theure Gna- hiebei, daß sein Gott unser Gott de. An fremdem Troste kriegt man auch sey, sein Vater unser Vater. Spott, er ist den Seelen Schade. Weiß aber ich, Gott mein, ist's ewig g'nug an ihm allein, ich kann nichts Besser's haben. 3. Ich bin dann dieser Gnade froh, mein Glaube darf es wagen, und zu des Sohnes Vater so in seinem Geiste sagen. Dieß sey ein ew'ger Psalm in mir: du bist mein Gott, ich danke dir, mein 2. In solch' Wort darf der Glaube nur durch Jesum Christum brechen, der nach dem Tod gen Him Gott, ich will dich preisen. 2. August. 215 Deffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder in deinem Geseß. Ps. 119, 18. Man hat nicht zu tadeln, daß die Weisen das Wunderbare in der Natur immer mehr forschen und immer mehr finden. Aber sie sollen sich hüten, daß ihnen die Wunder im Worte nicht verächtlich scheinen. Sie sind groß in erleuchteten Augen. A Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Herr, dein Wort hat Wunderdinge, scheint es Thoren schon geringe, die das Aug' auf Eitles dreh'n. Von dem Anbruch aller Zeiten bis in alle Ewigkeiten kann man da die Wunder seh'n. 2. Wunder, wie die Allmacht schaffet, wie der Eifer Sünde strafet, wie die Gnade mächtig wird; Wunder, wie die Wahrheit feste, wie die Weisheit auf das Beste, und bis in den Himmel führt. 3. Wie der Vater uns zum Leben seinen eig'nen Sohn gegeben; wie der Sohn mit Blut erlöst, und vor Gott für uns erschienen; wie der Geist durch dieß Versöhnen Seelen, die da glauben, tröst't. 4. Mein Gott, öffne mir die Augen, daß sie einzusehen taugen solche Wunder in dem Wort. Deffne auch den Mund, die Proben deiner Wunder stets zu loben, herzlich hier und herrlich dort. 3. August. Deine Rechte sind mein Lied in meinem Hause. Ps. 119, 54. Wo es in einem Hause von Schreien und Zanken, von Zechen und Schmausen, von Tanzen und Springen, von Spielen und Scherzen erschallet, da lautet es nicht gut. Das ist ein schädlicher Zeitvertreib. Aber ein christlich Lied im Hause klingt wohl vor Gott. 216 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. Schleicht je der Trauergeist 1. Wenn ich bei mir zu Hause sich ein, so lass' ich ihn nicht Meibin, so zieht mein Heiland meinen ster seyn. Still, sag' ich, mach' Sinn durch seines Geistes Trieb zu mir nicht Verdruß, weil ich dem sich, von seiner Gnade singe ich. Heiland singen muß. ion 2. Denn seine Rechte sind mein 5. Mein Heiland, ja ich danke Lied; so bleibt in meinem Herzen dir für deinen guten Geist in Fried; dieß ist's, was mir die mir, daß er die Gnade mir geZeit verkürzt, und Thränenbrod than, daß ich dir sing', und sinmit Zucker würzt. gen fann. 3. So wird mir alle Arbeit 6. Ach gib mir, daß er in mir süß, die ich mit Trost und Lust bleib' in diesem sel'gen Zeitverbeschließ'. So wird dem Sorgen- treib. Geh' ich, als Pilgrim, hier schwarm gewehrt, daß er mir nicht einst aus, lehr' mich dein Lied rom Herzen zehrt. in's Vaters Haus. 4. August. 217 Da gab Pilatus ihnen Barrabam los; Jesum aber überantwortete er, daß er gekreuzigt würde. Matth. 27, 26. In dem ganzen Leiden unsers Heilands ist nicht der geringste Umstand von Ungefähr geschehen, und so auch diese erstaunliche Auswechslung nicht. Unter Allem war Gottes bedachter Rath, uns zum Heil und ihm zum Lob. Mel. Morgenglanz der Ewigkeit. und ich komm' an deine Stelle; 1. Meine Seele danket dir, die Verwechslung, die so groß, Jesu, was du hast erduldet. Dir macht mich los. zog man den Mörder für, der den härt'sten Tod verschuldet. Jesu, Alles, was in mir, danfet dir. 4. Du litt'st Strafe als ein Knecht; denn du trugest unfre Sünde. Gott macht mich in dir gerecht, ia in dir zu seinem Kinde. Bin ich nun nicht ewig dein? 2. Dieß war wohl der Frevler That; aber mehr dein Liebeswille, daß sich deines Vaters ich will's seyn. Rath, und die Schrift an dir 5. Gieb mir deinen Geist hieerfülle. Deinetwegen sterb' ich zu, daß ich's herzlich glauben nicht im Gericht. könne, daß mein Herz darin be3. Keine Schuld verdammte ruly, in der Liebe zu dir brenne, dich; mir gebührte nur die Hölle. und in Liebe dankbar sey für die Aber hier standst du für mich, Treu'. 218 5. August. Und sie krenzigten mit ihm zween Mörder, einen zu seiner Rechten, und einen zur Linken. Da ward die Schrift erfüllet, die da saget: Er ist unter die Uebelthäter gerechnet. Marc. 15, 27. 28. Hierdurch ward Jesus vor den Menschen für den besondersten Uebelthäter gehalten. Aber dem Glauben ist er als Versöhner ausgezeichnet. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Du zweite der Personen, 1. Der von den Seraphinen, die in der Höhe thronen, machst die Gottes Thron bedienen, ein dadurch dir uns gleich. Dankt ewig Lob empfieng, hat Schmach ihm, bekehrte Sünder, lobt Gott für uns gelitten, indem er in der als Gottes Kinder, glaubt euer Mitten von zwei gehenkten Schä- Heil, und freuet euch.400 chern hieng. 2. Mein Heiland, welch' ein 4. Habt nur mit ihm am Wunder! wie tief giengst du her- Holze auch euer Herz, das stolze, unter! wie hoch ist deine Huld! daß es sich selbst vergißt. Ihn du wardst, wie unser einer, stets kann ein Herz nur loben, das niedriger und kleiner, und trugst glaubt und zeigt in Proben, daß nur fremden Spott und Schuld. es mit ihm gekreuzigt ist. 6. August. 219 Diesen Jesum hat Gott auferwecket. Apost. Gesch. 2, 32 Diesen Jesum, der unsere Sünde selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, hat Gott auferweckt, und ihn, als den Gerechten, uns zur Gerechtigkeit gemacht. Also ist der Glaubige, weil er in Christo ist, samimt ihm auferweckt, und eine Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Mel. Einer ist König i. 1. Gott hat uns Jesum von Todten erweckt, und ihm die Bande der Hölle gelöst. Freut euch, die ehmals die Hölle geschreckt, wir erschrecket. sind in Jesu vollkommen getröst't. Ist dann das Haupt nun vom Tode erstanden, bleiben die Glieder auch nimmer in Banden. wankt, sind wir ja sammt dem Erlöser erwacht; und nach der Stärke, die Jesum erwecket, wirkst du den Glauben, den nichts mehr 3. Unsre Gerechtigkeit ist nun gewiß, ist doch die Sünde am Kreuze gebüßt. Gott, der die Bande des Todes zerriß, schenkt sie, daß man sie in Jesu genießt. Vater, ach laß uns mit Jesu dort leben, daß wir dir ewig die Herr2. Vater der Herrlichkeit, dir sey gedankt, daß du uns sammt ihm lebendig gemacht, weil doch dein Rath der Erlösung nicht lichkeit geben. 7. August. Gott hat ausgezogen die Fürstenthümer und die Gewaltigen, und sie Schau getragen öffentlich, und einen Triumph aus ihnen gemacht durch Christum. Col. 2, 15. Das muß den besiegten Mächten der Finsterniß wehe gethan haben. Aber die Erlösten des Herrn freuen sich dessen. Denn nach dem Triumph ist die Kriegsangst hinweg. 220 Mel. Die Tugend wird durchs Kreuz c. hielt den großen Sieg. Auch ich 1. Mein Herz fürcht't nun den war einst dem Feind zum Raube, Satan nimmer, ich bin kein Theil der ich nun Jesu Beute bin; ich von seinem Haus. Gott zog ja weiß, an welchen ich jetzt glaube, selbst die Fürstenthümer und Höl mein Herr kennt mich, ich kenne lenmachten mächtig aus, sie sind ihn. schon längstens Schau getragen, 3. Hat Gott den Feind zur mein Heiland selbst hielt den Tri- Schau geführet, so steh'n auch umph. Will's noch der Fürst mit Pfeilen wagen; sind sie dem Glauben doch zu stumpf. die Erlösten da, in feierlichem Schmuck gezieret, die man zuvor in Ketten sah. Herr, zieh' mich 2. Singt in den Hütten, ihr auch vor deinem Throne einst mit Gerechte, mit Freuden nun nach den Siegeskleidern an, daß ich solchem Krieg; singt vom Triumph; dem Vater und dem Sohne für die starke Rechte des Herrn be- mein Erretten danken kann. 8. August. 221 Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge haft du eine Macht zugerichtet. Ps. 8, 3. Im Tempel zu Jerusalem war es( Matth. 21, 16.) wirklich und in der That eine Macht gegen die Feinde Christi, daß die Kinder Christo ein Hosianna zum Zeugniß wider die Hohenpriester sangen. Was werden sie noch wider das Pabstthum in Geheim thun? Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 3. Stimmt nur, ihr kleinen 1. Herr, wenn ich Kinder höre, Kinder, dem Herrn sein Loblied wie ihre Stimme klingt, daß dir, o Gott, zur Ehre, ein munt'res Völklein singt; so wird mein Herz gerühret, weil man an ihnen spüret, was deine Gnade wirkt. an, singt nur, ihr jungen Sünder, was Jesus uns gethan; wißt ihr sonst nichts zu finden, singt nur: von allen Sünden macht Christi Blut uns rein. 4. Herr, der du uns erkaufet belebe, 2. Es ist dein Wohlgefallen, daß du ein Abba hörst, daß Säuglinge kaum lallen, und das du zu deinem Eigenthum, doch gewährst. Ist nun dein was getaufet, zu deines Namens Feu'r im Munde, was wird im Ruhm. Dort werden auch die Herzensgrunde dein Geist verborgen thun? Kleinen vor deinem Thron erscheinen zum Lobe deiner Macht. 9. August. Danksaget dem Vater, welcher uns errettet hat von der Gewalt der Finsterniß, und hat uns verseßt in das Reich seines lieben Sohnes. Col. 1, 13. Diese Versetzung ist ein unbegreiflich Wunder der Gnade, und nicht geringer, als daß Gott die Geschöpfe aus dem finstern Stand des Nichts in das Seyn durch sein Wort versetzt hat. 222 Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Gebt ihr erlösten Sklaven, 1. Jm Kerker trauern müssen, die Gottes Arm befreit, gebt, vom Licht getrennet seyn, nichts die ihr nun zu Schafen von ihm von der Liebe wissen, und nur von bezeichnet seyd, gebt ihm der AUZorn und Bein, das ist ein Höl- macht Ruhm; dankt ihm in vollenstand. Von solchen Finster- ler Freude, als Schafe seiner nissen, hat Gott herausgerissen Weide, in seinem Heiligthum. durch seine starke Hand. 2. Im Reich des Sohns der 4. Der Vater aller Lichter sey Liebe, in Gottes Hulden steh'n, ewiglich gepreist, der nun sich und bei des Geistes Triebe, sein lichtes Erbloos seh'n, das ist ein Himmelsstand, der ewiglich ergößet. Hierein sind wir verseßet durch Gottes Vaterhand. nicht als Richter, nein, als ein Vater weist; er will es, und verspricht's, wir sollen dort ihm singen, und Lob der Gnade brin gen im Erbtheil jenes Lichts. 10. August. 223 Gott, dem ewigen König, dem unvergänglichen und unsichtbaren, dem alleinigen Gott sey Ehre und Preis in Ewigkeit. 1 Tim. 1, 17. Wenn Paulus von seiner Bekehrung schreibt, daß ihm Barmherzigkeit widerfahren sey, so fällt er in diesen Lobspruch ein. So soll es auch machen, wessen sich Gott erbarmet hat. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 1. Kommt, und betet unterthänig Gott für sein Erbarmen an. Gott, der Ewigkeiten König, macht sich Alles unterthan. Alle Zeit ist unzulänglich, daß sie ihm sein Leben mißt, er, der Herr, ist unvergänglich, da sonst Alles endlich ist. Thoren, die ihr Gott wollt' sehen! was man siehet, ist nicht Gott; nur der Glaube lernt's verstehen, und der Unglaub' wird zu Spott.s 3. In dem Wesen ist's nur Einer, und der Eine ift's allein. Außer ihm ist sonsten Reiner, kann auch sonsten keiner seyn. 2. Gott ist nicht ein sichtbar Alles, was er schuf, zusammen, Wesen, wohnt er schon in einem hat er sich zum Lob bereit't; Alles Licht; was wir von dem Lichte singe seinem Namen Ehr' und lesen, sehen doch die Augen nicht. Preis in Ewigkeit! ativo noved bred 22411. August. Der Gerechte wird seines Glaubens leben. Gal. 3, 11. Wir sollen uns freuen, daß Gott nun durch den Glauben gerecht macht, und wir durch den Glauben das Leben haben in dem Namen seines Sohnes. Das ist die wunderbare in Gott verborgen gewesene Weisheit, daß er dieß Mittel erfunden, uns seine Liebe wieder mitzutheilen. Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. 3. Nur des Vaters große Lic 1. Gott, ich danke für mein be, nur des Sohns VersöhnungsLeben, das dein Gnadenwort ver- blut, nur des Geistes Kraft und spricht; du, du kannst's dem Glau- Triebe sind uns jetzt zum Leben ben geben, das Gesetz vermag es gut. Kein Verdienst ist's, es sind nicht; denn die Hoffnung eines Le- Gaben, die wir in dem Glauben bens ist bei Werken nun vergebens. haben. 3 2. Müßt' ich leben durch die 4. Großer Gott, o welch' GeWerke, blieb' ich ewig in der Noth; schenke! in dem Glauben dank' ich denn wo nähm' ich Recht und dir. Gieb mir, daß ich nichts Stärke zu dem Aufsteh'n aus dem gedenke, als nur: Jesus lebt in Tod? wer als Sünder schon ge- mir. Laß mich auch in jenem Leben boren, dessen Werke sind verloren. dir den Ruhm der Gnade geben. 12. August. 225 Der Blindgeborne, dem Jesus die Augen aufgethan, sprach: Herr, ich glaube, und betete ihn an. Joh. 9, 38. Der Glaube hält's für eine Gnade und Ehre, den Herrn Jesum anzubeten. Es ist ein seliges Knieen vor ihm, welches man auch im Himmel bei seiner Anschau mit Freuden thun wird. Mit Zittern müssen auch die Teufel niederfallen. Mel. Ich stnge dir mit Herz sc. 1. So bald sich Jesus offen bart, so betet man ihn an. Das ist des Glaubens edle Art, Gott gibt's ihm, daß er's kann. ihn. So bald er uns im Herzen sagt: ich bin's, so fällt man hin. 5. Eröffnet er uns unsern Mund, so freu't man sich darob, da macht man seine Wunder fund, da singt man ihm sein Lob. 110 6. Mein Herr, mein Gott! ich kenne dich, und deine Gnade ist's. 3. So bald er uns die Augen Kein Heil ist außer dir für mich; schenkt, so freuet uns sein Licht, du bist's, allein du bist's. daß man an seine Macht gedenkt, 7. Laß mich dich auch im Himvon seiner Gnade spricht. demel seh'n, so bete ich dich an: laß 4. So bald er uns im Worte mich vor deinem Throne steh'n, fragt: glaubst du? so sucht man daß ich dich loben kann. 2. So bald man seine Gottheit kennt, so fällt man ihm zu Fuß: die tiefgebeugte Seele brennt, daß sie ihn ehren muß. 13. August. Christus ward aus bedachtem Rath und Vorsehen Gottes, ergeben. Apost. Gesch. 2, 23. Petrus sagt: ihr habt ihn genommen, und angeheftet, und hält ihnen ihre Verschuldung vor. Er seßt aber Gottes Rath voraus. Da kann die Vernunft Gottes heiligen Rath und der Menschen sündliches Thun nicht unterscheiden, aber der Glaube. 226 Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Gott, hier beten wir 1. Gott, dein wunderbarer an, preisen deiner Weisheit Ti Rath ist an Christi Tod zu sehen. fen, die das Herz doch glauben Was der Jud' und Heide that sahst kann, kann schon kein Verstand du vor, und ließst's geschehen; doch sie prüfen. Welche Tiefe, sagen war auch der Liebe Schluß, daß wir; Gott sey ewig Lob dafür. die Welt versöhnt seyn muß. 2. Unter göttlicher Geduld und 4. Dir sey Ehre! Dank und des Heilands sanfter Stille, häuft Ruhm, Lämmlein, das für uns der Mörder zwar die Schuld; im geschlachtet, und in seinem MarGeheimniß ist's dein Wille. terthum nur auf unser Heil ge Schlachten sie, so macht dieß Lamm achtet. Gott, der dieß zuvor besich zum Opfer an dem Stamm. reit't, sey in Christo Herrlichkeit. 14. August. 227 Gott hat uns gegeben den Geist der Liebe. 2 Tim. 1, 7. Wenn Paulus von blos natürlicher Liebe zwischen Eltern, Kindern, Ehegatten, Verwandten und Freunden redete, so hätte er nicht geseßt, daß uns Gott den Geist dazu gegeben habe. Nun wirkt der Geist bei Glaubigen alle Liebe. Mel. Höchster Priester, der du dich. 1. Gottes Geist, der Glauben afft, giebt auch zu dem Lieben Kraft; denn er ist ein Geist der Liebe, und erwecket gleiche Triebe. 2. Liebt man sonst auch von Natur, die uns wieder lieben, nur; o so lehret er das Lieben nun auch in der Gnade üben. 4. Geist des Herrn, du seyst geehrt, der uns wahre Liebe lehrt, der in Christo recht vereinigt, und das, was Natur ist, reinigt. ST 5. Also liebt man frei und gern, ja man liebet in dem Herrn, der es jüngern angewiesen, und der Vater wird gepriesen. 3. Also wird die Liebe rein; 6. Ach Herr, bring' uns daden Begnadigten fällt ein: sie hinein, wo nichts wird als Liebe sind auch mit Blut gewonnen; seyn, und wir Gottes Liebe losie sind auch dem Tod entronnen. ben, die uns bis zu sich erhoben. 228 15. August. Sie verdammten ihn Alle, daß Er des Todes schuldig wäre. Marc. 14, 64. Die Schuld der Uebertretung des Gesetzes ward auf Christum durch Caipham gelegt, der auf Mosis Stuhl saß; die Strafe aber von Pilato, der ihn doch immer für unschuldig erkannte. So ist's wunderbar getheilt. Beides trug Jesus. Ihm sey ewig Dank. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. Gnade ist noch größer. Blieb' 1. Mein Heiland ward zum alle Welt dein Eigenthum, so Tod verdammt, gleich einem stil- wär' sie doch zu deinem Ruhm, len Schafe; der Jud' und Heid' o Gottes Sohn, zu wenig. gab insgesammt der Unschuld Schuld und Strafe; mit Willen nahm er alle Schuld, litt alle Strafe mit Geduld, uns Sünder zu versöhnen. 3. Was bin denn ich, ich schnöder Staub? Herr, ich bin zu geringe; doch willst du Dank, willst, daß ich glaub', und auch dein Lob besinge. Mein war die Schuld, die Strafe mein; ich bin begnadigt, ich bin dein, mein Heil, mit 2. D wer begreift! was Jesus trug, der heilige Erlöser? hier ist kein Menschendant genug, die Leib und Seele. 16. August. 229 Der Geist erforschet alle Dinge, auch die Tiefe der Gottheit. 1 Cor. 2, 10. Der Geist des Menschen ist sich selbst bewußt, und weiß, was der Mensch und der Geist des Menschen sey. Der Geist Gottes weiß, was in Gott ist, und ist also selbst Gott, als der Geist Gottes. Er erforscht aber auch uns, wie Gott die Menschen genau kennet. He Mel. Wacht auf ruft uns die Stimme. 2. Er forscht auch uns're Her1. Der Gottheit heil'ge Tiefen zen; wirkt Glauben da, wo Sünkann ein erschaff'ner Geist nicht den schmerzen, und zeugt uns von prüfen, nur Gottes Geist er versöhnter Schuld; er lehrt im forschts allein. Wie Gott im Glauben beten, pflegt unausLichte wohne, des Vaters Glanz sprechlich zu vertreten, lehrt sey in dem Sohne, wie Bater, Christo leben Sohn und Geist Eins seyn, das forscht der Beiden Geist, der Herr, wie Jene, heißt. Ihm sey Ehre! Es bete dann, was beten kann, ihn sammt dem Sohn und Vater an. Erster Theil. in Geduld; ex drückt zum Seligseyn dem Geist das Siegel ein. Ihm sey Ehre! ihn bete an, und lobe dann, was er als Gott an uns gethan. 17 17. August. Seyd stark in dem Herrn, und in der Macht seiner Stärke. -Eph. 6, 10. Wir sind hier täglich im Streit, und würden gegen so mächtige, listige, geschwinde und viele Feinde nicht bestehen, wenn es nicht des Herrn Stärke wäre, die uns unterhielte. Gegen seine Macht ist kein Feind mächtig. In einem solchen Herrn haben wir Stärke. 230 Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade. 1. In Jesu hab' ich Stärke, in Jesu meinem Herrn, daß ich die Macht wohl merke, in der ich ftreiten lern. 2. Der Feind kämpft wohl mit Fleische, wir nicht mit Fleisch und Blut. Da fleh' ich dann und heische: mein Heiland, gieb mir Muth. 3. Er läßt mich Gnade finden, er schenkt mir Herz und Kraft, und hilft selbst überwinden in die ser Ritterschaft. 4. Sein Geift steht bei im Kriege, daß es dem Geist gelingt. Der Glaube wird zum Siege, der auch die Welt bezwingt.' 5. Wer stünde sonst im Kämpfen, wenn er nicht Macht bewies', des Satans Pfeil zu dämpfen, der Welt ihr Aergerniß. 6. Denn unsre Macht ist keine; dem Herrn gehört der Ruhm; ihm bleibt das Lob alleine von seinem Eigenthum. 7. So preis' ich seine Werke auch dort in meinem Theil; Dank sey ihm für die Stärke, und Ehre für das Heil. 18. Auguft. 231 1 Ich fürchte, daß nicht cure Sinnen verrücket werden von der Ginfältigkeit in Christo. 2 Cor. 11, 3. Es ist also eine List der Schlange, daß sie von der Einfältigkeit verrücket. Hingegen ist's Gnade, daß Gott die, Einfältigen behütet. Ein Einfältiger hat den Wißigen nicht zu bewundern, und der Wißige den Einfältigen nicht zu verachten. Mel. Welt, steh' hier dein Leben. 3. Die Einfalt im Ertragen 1. Die Einfalt scheint verächt- lernt nur geduldig sagen: des lich; doch ist sie sehr beträchtlich, Vaters Will gescheh'. Die Einwenn sie in Christo ist, wenn sie falt in dem Sterben scheut nicht auf Jesum blicket, und was vom des Leibs Verderben, stirbt hin, Ziel verrücket, nicht weiß, noch damit sie Jesum seh'. sucht, und gerne mißt. 2. Die Einfalt in dem Glauben läßt sich den Grund nicht rauben, daß Jesus sie versöhnt. Die Einfalt in dem Leben bleibt ihrem Herrn ergeben, der sie erkauft, und dem sie dient. 4. Herr! Fürwiß ist ein Schade; die Einfalt ist noch Gnade, erhalte mich dabei, so dankt ich dir als Sünder; so lob' ich dich wie Kinder; gieb, daß mein Zweck nur Jesus sey. 232 19. August. nd Der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. 1 Petr. 4, 14. Herrlichkeit und Schmach ist weit von einander entfernt, aber bei den Christen, die gar wunderliche Leute sind, oft beisammen, Schmach von der Welt, Herrlichkeit von dem Geist. So war es bei ihrem Herrn Christo ehemals auch. HEY Mel. Schwing dich auf zu deinem ic. 3. Dir soll dann, du Gottes1. Glaubet und geschmähet seyn geist, der Geschmähte danken, weil ist das Loos der Christen. Doch du uns zu stärken weißt, ch' wir den Christen fällt nicht ein, daß sie möchten wanken; daß du uns die zagen müßten. Denn der Geist der Gnade thust, und uns nicht läßst Herrlichkeit ruhet doch auf ihnen, Waisen, sondern ob Geschmähten und zum Ruhm wird nach der ruhst, daß sie selig heißen. Zeit, was hier Schmach geschienen. 4. Ruhst du auf den Christen 2. Dieß erheitert ihr Gesicht, da sie Christo wallen; fennet schon schon in der Schmach der Erden, die Welt sie nicht, daß sie Gott was wird erst vor Gottes Thron gefallen. Doch ihr Glaube hält aus den Christen werden, wo das still aus, wenn ihn Fremde schel- nun erhob'ne Haupt wird in Ehre ten; denn sie sind noch nicht zu leben, und dir, durch den wir Haus, wo das Lob wird gelten. geglaubt, Herrlichkeit dort geben. 20. August. 233 Singet um einander dem Herrn mit Danken, und lobet unsern Gott mit Harfen: Der den Himmel mit Wolken bedeckt, und giebt Regen auf Erden. Ps. 147, 7. 8. Wenn Gott nicht die jährliche und tägliche Witterung allein in seiner Hand behielte, wie gienge es den Kindern Gottes? Ließen das Thier und der Drache dem Weib auch noch ein Stück Brod? Mel. Ach alles, was Himmel und Erden. 2. Sonst würde der Satan den 1. Wir loben dich, Schöpfer des Himmel verschließen, es dürften Himmels und Erden, daß du noch die Deinen den Thau nicht geregierest das, was du hießst wer- nießen; der Reiche verschlänge den: Du speisest die Menschen, du den Armen geschwind, verpachtete fütterst das Vieh, du öffnest den Himmel, so mangelt es nie, so scheinet die Sonne, so träufeln die Regen, so bringest du Samen und Erndte zuwegen; in deiner Hand stehet der Mangel und Segen. wir erhalten. Sonnenschein, Regen und Wind. Nun rühmen die Deinen dein göttliches Walten, sie dürfen um Segen die Hände dir falten; so lange du Herr bleibst, so find wir erhalten.dmg neiz, dire 234 21. August. ad Gott hat Alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich Aller erbarme. Röm. 11, 32. Nicht nur was die Heiden thun, geschieht im Unglauben; sondern auch was die Juden unter dem Gesetz thaten, geschah im Unglauben. Moses und Aaron starben selbst über ihrem Unglauben. So wird Gottes Erbarmung verherrlicht.. Mel. Du bist ein Mensch, das weißt c. 3. Erbarmer! dir sey Ruhm da1. Ihr Menschen, glaubt nichts für; du zeigst uns unsern SchaGut's von euch, wir sind nicht Heils- den. Durch solch' Erkenntniß wergenossen; der Unglaub ist bei Allen den wir recht fähig deiner Gnagleich, worein uns Gott geschlossen. den. So stellt uns Gott das Herz Aus Fleisch und Blut wächst von ganz bloß, und wird die Sünde Natur kein Mittel zu der Seelen- mächtig groß; doch Gnade ist noch fur; wir werden lauter Armen, größer in Christo, dem Erlöser. daß Gott sich kann erbarmen. 4. D Gott, wie bist du so ge= 2. Das ist sein liebevoller Rath recht, um uns gerecht zu machen! von Ewigkeit gewesen; dann ließ Nimm Dank vom sündlichen Geer uns die Wunderthat am Kreuz schlecht, und Ehre von uns Schwaim Blute leſen. So sagt's die chen. Wir rühmen uns nicht unSchrift, so fühlt's das Herz; dem sers Thuns, dein Ruhm der ist sein Unglaub selbst ein Schmerz, Gnade freuet uns. O laß uns für den in Jesu Wunden allein ewig droben einst dein Erbarmen wird Trost gefunden. loben. 22. August. 235 Wir haben einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christ. 1 Joh. 2, 1. Wie mag sich doch der thörichte Unglaube noch and're viele Fürsprecher machen, die der Vater nicht dazu gemacht hat, die nicht für sich gerecht, die nicht die Versöhnung sind. Wird sie auch der Vater dafür annehmen? Der Glaube hat an Einem genug, und dankt ihm. Mel. Was Gott thut, das ist. 1. Der zu des Vaters Rechten sißt, der bittet für die Seinen; so sind sie vor dem Zorn beschützt, getröstet in dem Weinen, befreit 3. Daher du die Versöhnung bist, beim Vater der Gerechte; da, was sonst Mensch heißt, Sünder ist, und Engel deine Knechte; du bist der Sohn, du von Noth, erlöst vom Tod, und hast den Thron, und nur in deidürfen nach dem Sterben mit ih- nem Namen ist die Verheißung Amen. rem Heiland erben. 2. Herr Jesu, dir gebührt der Ruhm, nur du kannst für uns beten; du Priester in dem Heiligthum, du kannst dein Volk vertreten; fein and'res Blut ist uns zu gut zum Opfer je geflossen, du hast's für uns vergossen. 4. Wir ehren dich, wir glauben dir; dein Volf, das du erworben, jauchzt dir ein Hallelujah für, weil du für uns gestorben. Ach bitte du nur immerzu für uns aus diesem Grunde, auch in der Todesstunde. 236 23. August. Der Herr erhält Alle, die da fallen, und richtet auf Alle, die niedergeschlagen sind. Ps. 145, 14. Darum hat auch Gott neben dem Worte der Verheißung so viele Erempel in der Schrift aufzeichnen lassen, wie Gott Gefallene aufgerichtet hat; damit wir Zuversicht und Trost gewinnen sollten. Wer stünde sonst selbst wieder auf. na Mel. Meine Armuth macht mich sc. 1. Gott, dein Lob soll weit er schallen! Die da fallen, richteſt 4. Christi blutiges Versöhnen dit gleich wieder auf. Deine Va- zeigst du ihnen, und der Auf terhand muß ihnen immer dienen, erstehung Frucht. Ja der Geist denn sie leitet ihren Lauf. 2. Wirft sie je ein Unfall nieder, du hilfst wieder, und stellst sie sucht. zeugt vom Vergeben, und vom Leben, das der Glaub' in Jesu mit Freuden hin, und dir dankt 5. Dankt dem Vater, frohe ihr froh Gemüthe: deine Güte ist's, daß ich nicht gar aus bin. dem Verderben, lässt nicht sterben, ihre Buße wirkest du. Seelen, nach dem Fehlen laßt uns seinen Ruhm erhöh'n; laßt 3. Fallen in Versuchungsstun- uns ihm zu Füßen fallen, laßt den sie sich Wunden, o so greifst erschallen: Gnade ist es, daß wir du, Vater, zu, du entreißst sie steh'n. 20 24. August. 237 Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan. Pf. 103, 12. Der geringste Mensch bekommt oft für einen Bissen Brods von einem Bettler mehr Dank, als er selbst seinem Gott für dessen unzählige Gutthaten an Leib und Seele sein Lebenlang gegeben hat. Sträflicher Undank! Mel. Das, was christlich ist, zu üben. Schuld; doch nicht lassen sich ver1. Träge Seelen, Gott zu lo- söhnen, doch nicht seinem Herrn ben, auf! und stimmt mit Freu- allein, und mit Dank im Glauden an; Gott, der Höchste, sey ben dienen, sollten das auch Chrierhoben, der uns so viel Gut's sten seyn? hl gethan. Immer leben, wandeln, essen, sehen, hören, schaffen, 3. Gott, dein bin ich, will ruh'n, und Gott, der es giebt, vergessen, sollen das auch Men schen thun? ich singen, Leib und Seele freue sich, dir ein dankbar Lied zu bringen; dein Geist unterweise mich. Glauben will ich, ich will loben, ich will singen, was ich kann; Gott, der Höchste, sey erhoben, 2. Wissen von des Vaters Lie be, von des Sohns Versöhnungshuld, von des Geistes Gnaden triebe, von Vergebung großer der mir alles Gut's gethan. 238 25. August. si Auf daß wir etwas wären zum Lobe seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christum gehoffet haben. Eph. 1, 12. Die Absicht Gottes geht nicht nur auf unsere Seligkeit; sondern vornemlich auf das Lob seiner Herrlichkeit, in welchem eben die Seligkeit des Geschöpfs besteht. Dahin soll also auch schon hier unsere Absicht gehen. Mel. Von Gott will ich nicht laffen. 1. Der Cherubinen Chöre vor Gottes Angesicht, der Engel starke Heere vor seinem Thron im Licht besingen Gottes Ruhm, sie widmen alle Kräfte dem seligen Geschäfte in seinem Heiligthum. 3. Uns Menschen ist's erlaubet, der Geist giebt uns den Ton, daß wer an Jesum glaubet, Gott lobt in seinem Sohn. O stimme, Geist des Herrn, mir alle Herzenstriebe, daß ich des Vaters Liebe im Sohn besingen lern. 2. Im Reich der Finsternissen 4. Hier singt die heis're Kehle wird kein Gesang gelehrt; die Hölle noch schwach und gar nicht rein; mag nicht wissen, was Gott zum doch nimmt das Lob die Seele Lob gehört; uns hat Gott zube- schon so erquickend ein: O Gott, reit't, uns theu'r erlöste Armen, wie schön wirst du nach englischem zum Ruhm für sein Erbarmen, zum Lob der Herrlichkeit. im Erempel gelobt in seinem Tempel! Ach bring uns auch hinzu! 239 26. August. Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir seyn wie Träumende. Ps. 126, 1. Babel war herrlich, Israel aber in der Schmach und in der Fremde. Doch mußte jenes seinen Untergang fürchten, und dieses durfte seine Erlösung hoffen. So ist's noch mit Babylon der großen, und der Kirche; mit Unchristen und Christen. Mel. Mein Herzens- Jefu, meine Luft. 3. Da wird, wie von dem süß1. Die ihr die stillen Harfen sten Traum, der munt're Mund noch an Babels Weiden hänget, voll Lachen, und glaubt das frohe singt euer Lied von Zion doch, Herz es kaum, die Zunge jauchwiewohl der Feind euch dränget; zend wachen. Nehmt die Verstimmt nur von der Erlösung an, heißung, wenn ihr müd, so könnt ob in das Lied schon dann und ihr ein erquicklich Lied von Zions wann sich eine Thräne menget. Hoffnung machen. 2. Wenn einst der Herr nach seiner Kraft aus so viel Drang der Bösen die noch gefang'ne Bürgerschaft von Zion wird erlösen, ſo werden wir nach langem Weh seyn, wie die frohen Träumende, bei seiner Wunder Größen. 4. Gott Lob! der Christ hat's dennoch gut, er kann im Trauern singen, und noch als fremd im Glaubensmuth sein Herz zur Heimath schwingen; jetzt geht's auf Zions Berg recht an: dieß Große hat uns Gott gethan; hier soll es fröhlich klingen. in 27. August. Auch auf die Heiden ward die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen. Denn sie höreten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott preiseten. Ap.- Gesch. 10, 45. 46. Gott preisen ist also eine Wirkung des heiligen Geistes, sowohl als Beten und Glauben. Solch' Lob ist lieblich und schön. Gesänge von Tugend außer Christo sind ein Wind. 240 Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Christi Gnade, Gottes 1. Von der Wollust singt die Friede muß der Inhalt seyn vom Jugend, und der Weise von der Liede, welches Gott gefallen soll; Tugend, die der Weltsinn göttlich Christi Geist nimmt's von dem heißt; auch der Heuchler scheint zu seinen. Jesu, mach' mir von singen, daß es soll gen Himmel dem deinen durch den Geist mein klingen. Doch was treibt sie für Herz auch voll. ein Geist? 4. Weil der Vater gnädig hö2. Ohne Kraft und Leben bleibet, ret, wo das Lied im Sohn ihn wen der Geist des Herrn nicht trei- ehret; jego singen wir zur Prob, bet, und sein Lied gefällt Gott nicht. gicß den Geist, auch uns zum Gottes Geist schafft neue Zungen; Segen, hier wie einen sanften da wird Gottes Lob gesungen, daß Regen, dorten stromweis, dir das Herz nicht widerspricht. zum Lob. 28. August. 241 Lazarus, unser Freund, schläft. Jesus aber sagte von seinem Tode. Joh. 11, 11. 13. Die Schrift redet gar angenehm von dem Sterben derer, die Jesus lieb hat. Ein Weltmensch kann wohl den Tod verkleinern; aber es bleibt ihm nichts desto weniger ein Tod. Nur die Reden Christi sind Wahrheit, nicht verblümte Worte. Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 4. Herr, mein Gott, dir will 1. Christus litt den Tod zur Strafe; unser Tod wird uns zum Schlafe. Der die Sünden hat gebüßt, hat das Bitt're uns versüßt. 2. Jesus starb an unsern Schulden; was wir noch vom Tode dulden, kommt nach Christi Tod nicht mehr von des Todes Stachel her. 5. Ich bin auch von deinen Schafen, laß mich auch in dir entschlafen, glaubig in die Kammer geh'n, fröhlich wieder aufersteh'n. 6. Ruf mir einst zu deiner 3. Das ist unsers Heilands Gnade, unser Sterben ist kein Freude; schmücke mich mit weiSchade, unser Sterben ist Ge- ßem Kleide; lehre mich vor deiwinn; denn wir sterben nun auf nem Thron auch den Hallelujahihn. 1106 di Ton. ich danken, der des Grabes finst're Schranken uns zum Ruhebett gemacht, bis man auf dein Wecken wacht. 29. August. Christus ist ein Mittler des Neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Uebertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfahen. Hebr. 9, 15. So sind wir denn zum Erben berufen; o daß feines sich hieran durch Unglauben selbst verkürzte. Ti 110 giom Mel. Mir nach, spricht Christus. 3. Unschäßbar Gut von höch1. Ein Testament mit Blut ge- stem Werth, gestiftet für die Ar stift, hat Jesus hinterlassen; da men, die nichts verdient, ja nichts darf der Glaube nach der Schrift begehrt, wir haben's aus Erbarnur seinen Antheil fassen. Mein men. Glaubt, Sünder, freuet Name stehet auch darin, weil ich euch darob, genießt es zu des. ja auch ein Sünder bin. told Stifters Lob. 242 2. Es ist nun fest durch Christi Tod, der Sünder soll nicht sterben; befreit von seiner Schulden noth soll er das Leben erben; des Glaubens Leben in der Zeit, das himmlische in Ewigkeit. 4. Ich bete an, ich danke dir, ich reichgemachte Made; nichts hab' ich, als ein Herz in mir zum Dank für diese Gnade; bereite dieß zu deinem Ruhm noch hier, und dort im Heiligthum. 30. August. 243 Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns. Gal. 3, 13. Erstaunlicher Ausdruck! Doch läßt Gottes Geist also schreiben, und er ist für den Glauben nöthig. Denn das Schärfste im Gesetz ist der Fluch. Wenn solcher auf's Gewissen fällt, so hätte es ohne diesen nicht genug Trost wider den Fluch. Mel. Ich suche dich in dieser Ferne. 1. Droht das Geseß mir mit dem Fluche, daß ich in Angst Versöhnung suche, kann's Niemand, als nur Jesus seyn? der Mittler in seinen Orden, der allen Segen schreibt im Lebensbuche mit Blut erbi durch ihn. mich als gesegnet ein. 3. Er ließ sich uns zum Heil ermorden; da er ein Fluch für uns ist worden, gab er sich selbst am Holz dahin. Ich bin versett Syst 2. Die Freude wallt im Herzensgrunde, der Dank fließt über in dem Munde, was mein Versöhner mir gethan; und das ist 4. Herr, segne mich mit diesem Gute, das du erwarbst mit Gottesblute für alle Welt an jenem Stamm; so sing' ich einst mit mir die theu'rste Stunde, da ich frohem Muthe: Heil, Macht und von Jesu singen kann. Segen sey dem Lamm! 31. August. Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und das glimmende Tocht wird er nicht auslöschen. Matth. 12, 20. Die sanftmüthige Weise, womit der Herr Jesus ehemals die Schwachen getragen hat in seiner Erniedrigung, hat er in seiner Erhöhung noch nicht abgelegt. Das erfahren so viele Seelen zu ihrem Trost. 244 Mel. Meine Kraft ist hin. 4. Ruhm sey deiner Huld, Dank 1. Ein zerstoßen Rohr richt't für die Geduld, Preis für solche der Herr empor; daß er's nicht Treu'! Nach der Schwachheit zerbricht, wenn ein Tocht noch Grade zeigt sich deine Gnade, glimmet, bleibt's bei ihm bestim- daß sie mächtig sey. met: er verlöscht es nicht. 2. Holder Jesu, du, sprichst so herzlich zu, wenn die Seele matt, wenn der Glauben blöde, wenn das Beten öde, wenn man Leidenssatt. 3. O wie stärket dieß, o wie macht's gewiß, daß du gnädig bist, und die franke Seele von des Geistes Dele wieder lebend ift! 5. Dein Wort macht uns froh, dein Wort tröstet so, daß es heißt getröst't; denn es kann die Schwachen, wieder kräftig machen, die du nicht verstöß'st. 6. Stärf uns durch dein Wort, bis das Schwache dort in der Kraft dir singt, und das Lob der Stärke dir für deine Werke in dem Himmel bringt. 1. September. 245 Wenn Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, alsdann werdet ihr auch offenbar werden in der Herrlichkeit. Col. 3, 4. Hier siehet es noch sehr dunkel aus bei den Christen. Ihr Leben selbst ist verborgen. Aber es wird anders werden. Bei dem Lichte wird man sie erst kennen lernen. Ihr Leben wird herrlich offenbar werden. Mel. Durchbrecher aller Bande. 1. Christen, ihr seyd Wunderleute, die der Welt ein Scheusal sind. Doch das Leben wird zur dem hier geglaubten Reich. Beute, wenn der Welt Gestalt verschwind't. Ihr seyd nicht da3. Süße Hoffnung jenes Leheim auf Erden, euer Erbtheil ist bens, die im Sterben noch erim Licht. Sucht nur Jesu gleich zu werden, denn sie kennet ihn auch nicht. freut; denn ein Christ glaubt nicht vergebens, dort heißt's in der Herrlichkeit: Gott sey Dank, der 2. Wißt, es ist noch nicht er seinem Sohne uns auf Erden schienen, was die Christen wer- gleich gemacht, und uns nun vor den seyn; glaubt, daß Jesus seinem Throne auch des Lebens doch in ihnen, als ihr Leben, einst würdig acht't.d114 102-0 Erster Theil. 18 erschein'. Auch im Tod ist nichts verloren, euer Leben bleibet euch, und ihr seyd schon neugeboren zu 2. September. Christus ist unsere Hoffnung. 1 Tim. 1, 1. Er s aber. nicht in diesem Leben, sonst wären die Christen die unglückseligsten unter den Menschen. Unser Geist ist zum Ewigen geschaffen, und er fühlt in sich ein Sehnen darnach. Elend ist's, keine Hoffnung haben. Betrug ist's, sich außer Christo eine Hoffnung machen. Selig ist's, in Christo hoffen. 246 Mel. Nun ruhen alle Wälder. hellgewasch'nem Kleid. Wir hof1. Was hat die Welt zu hoffen, fen ihm zu dienen, wenn einst sein wenn ihre Zeit verloffen? Nur Tag erschienen, im Anblick seiner Finsterniß und Pein. Was hat Herrlichkeit. ein Christ zu hoffen? der Himmel 4. Wir hoffen ihm zu danken, steht ihm offen, sein Trost, sein wenn er am Ziel der Schranken, Licht wird Jesus seyn. uns einst das Kleinod schenkt, und Frieden giebt von Haffern, und zu den Lebenswassern uns selig führt, und ewig tränkt. 2. Wir hoffen mit zu leben, das kann und wird er geben, er lebt ja uns zum Heil. Wir hoffen mit zu erben; denn durch ver- 5. Wir hoffen ihn zu loben, und söhnlich Sterben vermachte er uns lernen hier die Proben zum Halleunsern Theil. en lelujah schon; dort werden wir mit 3. Wir hoffen, ihn zu sehen, singen, wenn Gottesharfen klingen und vor dem Thron zu stehen in in dem vollkomm'nen Jubelton. 3. September. 247 Ich bin das A und das O. Offenb. 22, 13. Es ist eine Schande für die, die noch wollen Christen heißen, daß so viele Lieder und Gesänge gedichtet werden, die man für erhaben und reizend ausgiebt, und es doch für einen großen Fehler bei solchen Schön192 3070 heiten halten würde, wenn nur des Namens Jesu Christi in einem ganzen Buche einmal gedacht würde. 20Mel. Entfernet euch, ihr matten Kräfte. als Jesum Christ. Was außer 1. Wer wundert sich ob meinem ihm ich fing' und rühm' ist Gott Liede, daß dieß allein auf Jesum kein angenehmer Klang, ein leer geht? Nur der wird seines Lobes Gedicht, ein falsch Gesang. müde, der seine Größe nicht verng steht. Ist's denn nicht so? das A und O ist Jesus in der Schrift allein, sollt er's in meinem Lied nicht seyn? 3. O wäre nur von seinem Lobe mir Mund und Herz beständig voll! o lehrte mich sein Geist die Probe, wie man im Himmel sin2. In Christo faßte Gott zu gen soll! So arm ich bin, doch sammen, was sichtbar und nicht lob' ich ihn. Ach Vater, nimm sichtbar ist. Der Vater gab uns mein Stückwerk an, bis ich es keinen Namen zum Seligseyn, dort vollkommen kann. 248 4. September. and Der Geist Gottes ist der Geist der Gnade. Hebr. 10, 29. Wie des Vaters Hauptwerk nach dem Fall ist, uns wieder Gnade zu erzeigen, und des Sohnes Hauptwerk war, uns die bestimmte Gnade mit Blut zu erwerben: also ist des Geistes Hauptwerk die bestimmte und erworbene Gnade zuzutheilen. Dafür gehört ihm Lob. Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade. 1. Lob sey dem Geist der Gna de, das ihm von uns gebührt, der auf dem Lebenspfade uns in den Himmel führt. 2. Von ihm ward selbst em- bleiben kann. pfangen der Heiland Jesus Chriſt, der, frei vom Gift der Schlangen, der Mensch in Gnaden ist. 3. Er tam in seiner Taufe, und Freuden hinzutreten; giebt Gnade blieb auf Jesu ruh'n, daß er mit auch im Tod. Blut erkaufe, wem Gott will Gna- 7. Herr, führ auch mich gede thun. rade zu jenem Heiligthum, da 4. Er lehrt, was Gottes Wille sey dir, Geist der Gnade, sammt für Gnade uns bestimmt; wie Sohn und Vater Ruhm. man aus Jesu Fülle um Gnade Gnade nimmt. 5. Er zündet das Verlangen nach Gnade in uns an, daß man an Jesu hangen, und in ihm 6. Er hilft uns glaubig beten, zum Gnadenthron in Noth mit 5. September. 249 Ihr, Glaubige, seyd ein Volk des Eigenthums. 1 Petr. 2, 9. Daher hat der selige Luther den andern Artikel des Glaubens so schön ausgelegt: Ich glaube, daß Jesus Christus, Gottes Sohn, sey mein Herr, der mich verdammten Menschen erworben, daß ich sein eigen sey. Das ist gewißlich wahr. Gnade ist's, dies sem Herrn zu dienen. Mel. Wer Jesum bei sich hat. 3. So bin ich nicht mehr mein, 1. Der Sünde diene noch, wer ich bin sein eigen; ich will es ewig will verderben. Ich weiß ein sanf- seyn, und will es zeigen. An mich tes Joch; ich will nicht sterben. hat er das Recht bis zum ErkalIch diene einem Herrn, der mich ten. Kein Herr kann seinen Knecht erworben: Ihm dien' ich herzlich so gnädig halten. gern, weil er gestorben. 2. Mit Blut bin ich erkauft, 4. Mein Herr, ich rühme mich und war ein Sklave; nun hat er nur deiner Gnade. Mein Herr, mich getauft zu seinem Schafe; ich ehre dich im höchsten Grade. ich danke ihm dafür, als nun ver- Mein Herr, du seyst von mir söhnet; wie wohl ist dir, mein mit Dank erhoben! ach rufe mich Herz, das Jesu dienet! zu dir, da will ich loben. 6. September. Sein Reich ist wunderbarlich, und er führt es herrlich hinaus. G. 28, 29. Wir sollen ja in unsern Herzen den Gedanken nicht aufkommen lassen, daß etwas nur so von ungefähr geschehe, wenn wir nicht sogleich weder den Ursprung noch den Ausgang einer Sache verstehen. Was Gott thut, muß wunderbar seyn, als von ihm. 250 Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Aus dem Nichts muß Etwas 1. Wenn ich, Herr, auf deine werden; Kleines machst du groß Werke recht mit stiller Ehrfurcht auf Erden; in der Schwachheit merke, treff' ich lauter Wunder zeigst du Kraft; Thörichte machst an; in dem Großen und im Klei- du zu Weisen, was man schilt, nen muß am Ende noch erschei- das lässt du preisen; denn du, nen, was man nicht begreifen kann. Herr, bist's, der es schafft. ren 2. Licht bringst du aus Finster- 4. D was wirst du im Erwanissen, du heilst blutende Gewis- chen einst aus unserm Staub noch sen selbst mit deines Sohnes machen, dir zum Lob, in deinem Blut; du machst Gutes aus dem Haus! Da singt Alles, da Bösen; tödt'st, vom Tode zu er heißt's: wahrlich, Gottes Rath lösen, als der Gott, der Wun- ist wunderbarlidy, und er führt der thut. es herrlich aus. 7. September. 251 Zu Mitternacht stehe ich auf, daß ich dir danke für die Rechte deiner Gerechtigkeit. Pf. 119, 62. Wenn ein Unchrist in der Nacht erwachet, so wachen entweder seine Sünden oder wenigstens seine Sorgen mit auf. Einem Christen ist's angenehm, wenn da das Andenken seines Heilands in seinem Herzen bleibet. ** C idrico ind do Chugh th Mel. Sey Lob und Ehr dem höchsten ic. ich bei Leben bliebe. Ich lebe 1. Auch dich, du stille Mitter- nun, und liebe dich; die schwache nacht, kann ich zum Lob genießen. Liebe zeige ich mit meinem schwaDem Heiland, dem mein Herz chen Lobe. da wacht, leg' ich mich zu den Füßen, ich fleh' ihm vor, er spricht mir zu. Ich sag': o großer Heiland, du bist meiner Seelen Wonne. alipuk 3. So zeigst du dich, mein Heiland, mir in einer sanften Stille, und meine Seele danket dir für deiner Gnaden Fülle. Gieb, daß mein Herz beständig 2. Ich denke, daß du mich ge- wacht, daß, wenn du kommst liebt, und danke für die Liebe, da um Mitternacht, ich dir entgegen du dich bis zum Tod betrübt, daß gehe.d er a 252 8. September. siZu derselbigen Zeit wirst du sagen: ich danke dir, Herr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. Es. 12, 1. So lange sich der Sünder für unschuldig hält, ist er der Gnade unfähig. Denn alle Welt muß Gott schuldig seyn. Dazu ist auch das Gesetz gegeben. Und so wird die Gnade herrlich. Mel. Meine Armuth macht mich sc. deinen Zorn verdiene ich. Doch 1. Gott auch nach erlitt'ner dein Zorn hat sich gewendet, Strafe, die scharf trafe, dankt dir und geendet, deine Gnade tröstet ein bekehrter Sinn, und da steht der erste Glaube aus dem Staube nur auf die Versöhnung hin. mich. 4. Also dient, Herr, das Bekehren dir zu Ehren, weil das Lob 2. Da erkennt man im Erdul- dir wohlgefällt, wenn die Sünder den seine Schulden, und der Sün- sich ergeben, daß sie leben, und der giebt Gott Recht. Gott er- dein Wort sein Recht behält. 5. Herr, thu' du auf diese Weise, dir zum Preise, noch viel Tausende hinzu, daß sie dir die Ehre bringen, und dir singen: Nach dem Zürnen tröstest du. barmt sich, schenkt die Sünde, macht zum Kinde den im Zorn gepeitschten Knecht. 3. Herr, heißt's, Herr, ich muß mich beugen, und bezeugen, 9. September. 253 Als die Sterbenden, und siche wir leben. 2 Cor. 6, 9. Das ist ein frohlockender Ausdruck des Apostels, der eben damals das Sterben des Herrn Jesu an seinem Leibe umhergetragen. Er heißt Freunde und Feinde darauf sehen. Das sollen wir in allem Leiden, und im Sterben selbst, mit muthigem Glauben lernen nachsprechen. of Mel. Allein Gott in der Höh' sey Chr. verderben; der innere Mensch wird 1. Wir waren in der Sünde doch erneut, daß er sich auch der todt, so daß wir's ewig blieben. Leiden freut: und siehe nun, Da jammerte Gott uns're Noth, wir leben. Mi er hieß den Sohn uns lieben, der starb, und lebt nun ewiglich, ein Sünder glaubt's, und rühmet sich und siehe nun, wir leben. sodulp 22. Jetzt muß das Fleisch gekreuzigt seyn, der alte Mensch muß sterben; der Glaube giebt sich willig d'rein, und läßt ihn gern 3. Dem Leib der Sünden steht bevor: er muß Verwesung sehen. Der Glaube hebt sein Aug' empor, und weiß vom Auferstehen, da fängt er schon ein Jauchzen an, bis man im Himmel singen kann: und siehe nun, wir leben. bi mushsil 254 10. September. e Christus ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und Todten. Ap.- Gesch. 10, 42. Christo gehört jetzt schon von uns Anbetung, weil er der Richter ist. Welche Kniee sich hier nicht in Zuversicht seiner Gnade vor ihm beugen wollen, die müssen sich doch an seinem Tage vor ihm beugen im Schrecken seines Zorns. slip Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset c. Richter gebracht, was Alle gegen im 1. Wir glauben, daß Jesus der handelt, geredet, gedacht. IchRichter soll werden. Als Men- beuge mich hier schon, o Richter, schensohn kam er in Gnaden auf von Allen, ach laß dir mein Herz Erden, als Menschensohn kommt doch im Glauben gefallen. 16 er im Zorn zum Gericht. Wer ist tot Jesum jest glaubet, den richtet er nicht. Was lebet und todt ist muß vor ihm erscheinen; da zittern die Feinde, da freu'n sich die Seinen. nadafjstnik 3. Dir danke, wer freudig der Zukunft gedenket, daß du uns die Gnade zum Glauben geschenket. Wir beten dich jetzt an, wir ehren Ta den Sohn. Komm uns als Er2. O große Versammlung von löser, du kommest ja schon. Der Schafen und Böcken! Da kann Vater hat dir uns zu eigen ge sich kein Sklave, kein König ver- geben, so führ' uns, ihn ewig zu stecken, zum Lichte wird Alles vom loben, zum Leben. isdilli 11. September. 255 Ist Gott für uns, wer mag wider uns seyn? Röm. 8, 31. Paulus nimmt in diesen wenigen Worten Alles zusammen, was Gott nach seiner Gnade von Ewigkeit her bis in die Ewigkeit hinein mit uns vor hat, für uns zu seyn. Er nimmt auch alles Widrige zu sammen bis in die Ewigkeit. So weit erstrecket sein Glaube sich. odbi smis oftine ni Mel. Herr Jesu Chrift, mein's c. 4. Er ist für uns mit Vaters1. Ist Gott für uns? Er ist treu, so ist das Kind vom Fluche es, ja, sein Rathschluß war's, frei. Er ist für uns als unser sein Wort ist da, der Geist spricht Gott, so wird, was widrig heißt, das dem Herzen ein: ich glaube zu Spott. Gott, und Gott als mein. in 2. Für uns ist er, und auch und Ruhm von uns, als deinem 5. O Gott, so nimm denn Dank für mich. Ist er für uns, was fürchte ich? wer kann denn einem widersteh'n der seinen Gott kann für sich seh'n. Eigenthum, daß es sich deiner trösten kann, du nimmst dich uns'rer göttlich an. 3. Er ist für uns mit seiner Huld, und wider uns gilt keine Schuld, er ist für uns, ais wie ein Freund, und wider uns vermag kein Feind. ns bild 6. Bist du für uns, bring' uns vor dich, so preisen wir dich ewiglich, wo nichts mehr uns zuwider ist, und du in Allen Alles bist. 197 6m 12. September. Gott hat seines eigenen Sohns nicht verschont, wie sollte er uns mit ihm nicht Alles schenken? Röm. 8, 32. Alles, was uns Gott giebt, giebt er uns in Christo. Nun ist Alles Christi, was der Vater hat. Also giebt uns der Vater Alles in Christo; Christus hat die ganze Liebe seines Vaters, also giebt uns der Vater in Chrifto seine Liebe. 256 an, Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. So hoch, so hoch hat Gott 1. Kommt, betet doch die Liebe geliebt, was ist noch, das er uns die kein Verstand begreifen nicht giebt? was ist noch, so ein kann, die nicht des eig'nen Sohns Sinn erdenkt, das Gott mit ihm verschont, der bei ihr in dem Lichte nicht Alles schenkt. thront. 2. Gott hat sonst keinen Sohn als den; er zeugte diesen Einigen als seines Wesens Ebenbild, mit ew'ger Herrlichkeit erfüllt. 5. Die Schulden schenkt er, die so groß, und über dieß ein himmlisch Loos; in seinem Herzen ist nichts mehr, er giebt es mit dem Sohne her. 3. Der Sohn lebt Gott im Leben gleich, sein ist des Vaters ganzes Reich, und dennoch gab Gott uns den Sohn von seinem Schooß und von dem Thron. 6. Du Liebe ohne Maaß und Grund, ach öffne uns zum Lob den Mund, und laß es, weil es hier zu klein, einst himmlisch und unsterblich seyn. unsterblich seyn. ani p 13. September. 257 Gott hat seinen Sohn für uns Alle dahin gegeben; wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Röm. 8, 32. 33. Weder der Satan, der Verkläger, darf uns beschuldigen, weil Gott den Sohn für uns dahin gegeben; noch unser Herz darf uns beschuldigen, weil uns Gott etwas Größeres gegeben, als unser Herz ist. 2013-10 Mel. Herr Jesu Christ, mein's it. 4. Hier schließt die Liebe Kei1. Ihr, deren Herz vom Geiste nen aus von Adams ganzem Sünglüht, kommt, singt der Liebe denhaus; für Alle, wer nur GlauWunderlied, von Jesu singt, denn ben hat, gab Gott den Sohn an Gott gab ihn, den Sohn der Liebe, uns'rer Statt. selbst dahin. 5. Wir sind erwählt, wir has 2. Für Alle, die wir Sünder sind, wo Gott ben Huld, wer legt auf uns noch würdig's find't; für uns, da ihm eine Schuld? Will Gott mit uns es nichts benähm', wenn auch kein zufrieden seyn, wer wendet was Mensch zum Himmel käm'. dagegen ein? 3. Er gab ihn in den Kreuzes- 6. Du unerforschte Liebe du, tod für uns, weil uns sein Zorn richt' zu dem Lied das Herz uns gedroht; da er doch Sohn und zu, wo man der Liebe Lob beselig blieb, wenn schon Gott uns singt, daß es durch alle Himmel zur Hölle trieb. klingt. 258 14. September. in Gott ist hie, der gerecht macht, wer will verdammen? Röm. 8, 33. Wenn der Mensch sich selber gerecht machen will, so verdammt ihn Gott. Wenn ihn Andere gerecht machen wollten, so verurtheilt ihn sein eigen Herz, und das heilige Gesez. Wen Gott gerecht macht, den kann weder das Gesetz noch sein, eigen Herz verdammen; er ist recht gerecht. Mel Herr Jesu Christ, mein's c. 4. Gott, dir gebührt der Ruhm 1. Gott macht gerecht, ihr Sün- allein, gerecht zu machen und zu der glaubt's; dünft's euch zuviel, seyn; so rühmt der Glaube sich sein Wort erlaubt's; und sprächy' von dir, nimmt's als geschenkt, ein ängstig Herz noch: Nein, so und dankt dafür. läßt es Gott doch Wahrheit seyn. 5. Wer will verdammen? Gott 2. Er kann's allein, und das will's nicht, und sonst hat Niethut er, was aller Welt nicht möglich wär'. Er hat die Sünde insgesammt durch Chrifti Fleisch am Kreuz verdammt. mand das Gericht. Gott bleibt versöhnt, und Moses still, weil Jesus sich uns schenken will. 6. Gnade über den Ver3. Nun macht er ein versöhnt stand! Dem, Gott, der uns geGeschlecht in seinem Sohne so ge- recht erkannt, sey ewig in dem recht, daß Chrifti, des Gerechten, weißen Kleid sein Lob für die Bild vor Gottes reinen Augen gilt. Gerechtigkeit. 15. September. 259 Christus ist hie, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auf erwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Röm. 8, 34. 35. 36. Paulus nimmt Chrifti Wohlthaten vom Kreuz bis auf den Thron zusammen, und bietet damit allem Leiden in der Welt Troß in sei nem Heldenglauben. Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. Ist's Blöße? er dc.ft Sün1. D Freude, hier ist Jesus den zu; Gefahr ist's? er führt Christ, der für die Welt gestorben ist, ja vielmehr der auch auferweckt, daß ihn und uns jetzt nichts mehr schreckt; ein zur Ruh'; ist's auch das Schwerdt, so giebt er Muth, und fragt einst nach der Seinen Blut. 2. Der auch zur Rechten Gottes 5. Gefeßt, daß man auf jeden sißt, der dort uns auch vertritt Tag uns gleich den Schafen. und schüßt. Wer ist, der uns wie durch diesen doch, der uns ge und schüßt. Wer ist, der uns wie schlachten mag, so siegen wir einen Bann von Christi Liebe liebt, und liebt uns noch. scheiden kann? 3. Ist's Drangsal? die ist ihm 6. Herz, lobe Jesum freudenzu schwach; ist's Angst? der Hei- voll, daß nichts von ihm, uns land führt die Sach'; Verfolgung scheiden soll. Herr, uns genügt ist's? er nimmt uns heim; ist's an dir allein, laß uns nur ewig Hunger? er zeigt Honigseim. bei dir seyn. 1 Sam. 14, 27. 260 16. September. Ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünf tiges, weder Hohes noch Tiefes, noch keine andere Kreatur, mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu unserm Herrn. Röm. 8, 38. 39. Hier steht Pauli Glaube auf der Höhe, und übersieht Alles. Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. Auch keine and're Kreatur; 1. Das ist des Glaubens höch- man hat den Herrn, man glauster Schwung, die freudige Ver- bet nur, bei Gott kommt Jesus sicherung, daß weder Tod noch für uns ein, wie könnten wir geLeben schreckt; denn Jesus starb schieden seyn? und ward erweckt. 2. Kein Engel, Fürstenthum 5. Die Liebe Gottes bleibt ge= und Macht wird von dem Glauz treu; das Vorwort Christi ist stets ben hochgeacht't, der Jesum dort neu. Wir rühmen uns nicht eig's zur Rechten find't, wo ihm auch ner Kraft, doch wissen wir, daß Gott schafft. Engel dienstbar sind. 3. Nichts, was man gegenwärtig fennt, nichts, was man jetzt noch künftig nennt, nichts, was erhöht, was Tiefe heißt, bewegt des Glaubens wackern Geist. 6. D Vater! deine Macht ist groß, ach führ' mich durch zu jenem Loos, daß ich die Liebe loben lern', in Christo Jesu, unserm Herrn. OF 17. September. 261 Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israel, der Heiland. Ef. 45, 15. In dem Reich der Natur bleibt Gott auch den größten Weisen ein verborgener Gott. In dem Regiment der Welt nicht weniger. Noch mehr war er es im Werk der Erlösung, und so beweist er sich auch im Reich der Gnaden, und in Führung einzelner Seelen. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. Menge. Jetzt sieht man einem 1. Gott, ein verborg'ner heißest Gras nicht an, wie das zur du, und läsfest doch dich sehen; Blume werden kann, das du doch da schau't man deinen Werken herrlich kleidest. zu, und kann sie nicht verstehen. Wenn auch dein Arm durch Wasser führt, so wird dein Fuß doch nicht gespürt, es bleiben doch die Tiefen. 3. Wie dein Geist an den Herzen schafft, ist unserm Geist verdecket; doch fühlt ein Saul die Gotteskraft, die aus dem Tode wecket. Fürwahr, verborgen ist dein Rath; Herr, Gott, geheim führst du die That; dein ist die 2. Kein Mensch denkt so, wie du gedenkst, du gehst nicht uns're Gänge, wenn du bald Fürstenherzen lenkst, bald einer großen Macht und Ehre. Erster Theil. 19 262 18. September. Es gefiel Gott wohl, durch, thörichte Predigt selig zu machen, die daran glauben. 1 Cor. 1, 21. Gottes Wohlgefallen wird doch erfüllt werden, wenn schon heutzutage das Evangelium immer mehr für eine thörichte Predigt will gehalten werden. Desto mehr erfahren die, die im Glauben die Weisheit der Welt verläugnen, Gottes Kraft und Weisheit. Mel. Durchbrecher aller Bande. Gewalt der Menschen nöthigt, 1. Gottes Thörichtes ist wei- macht er sich durch Huld bereit, ser, als der Menschen Weisheit und durch eine Kreuzespredigt ist; er nimmt nicht die edlen wirft er uns're Seligkeit. Reiser, wenn er was zum Pfropfen liest; er erwählet nur 3. Gott so beten wir im daß Schwache und das Starke Glauben deine Kraft und Weiswird veracht't. Denn das ist des heit an, daß dein Gnadenruf uns Höchsten Sache, daß er Nichts Tauben auch die Ohren aufgezu Etwas macht. than. Schilt die Welt uns schon 2. Also geht er mit Verkehrten für Narren, läßt dein Evangeauf verkehrte Weise um. Was lium uns doch auf den Himmel wir nach dem Fleische ehrten, dem harren, und dort bringen wir benimmt Gott allen Ruhm. Was dir Ruhm. 19. September. 263 Durch seine Weisheit sind die Wolken mit Thau triefend gemacht. Sprüchw. 3, 20. Von den Werken Gottes kann keines so gering scheinen, daß es nicht zum Lobe Gottes diente. Vornehmlich diejenigen, welche Gott nicht zur Strafe über die Sünde gebraucht. Also dienen die kleinen Thautröpflein dem Menschen allein zu Nuß, ohne Schaden, und Gott zum Lob. Mel. Morgenglanz der Ewigkeit. Licht auch in deinem Innern strah1. Seele, thu' nach deinen len. Glänzt sein Blut und Licht Pflichten. Feuer, Hagel, Dampf hierin, lobst du ihn. und Schnee, Sturmwind', die sein Wort ausrichten, loben Gott in seiner Höh'. Lobe du auch, wie der Thau auf der Au. 4. Lassen Pflanzen Thau in sich von des Himmels Segen schließen, lasse du das Wort in dich auch zu deinem Wachsthum triefen. Kriegst du also Christi Sinn, lobst du ihn. 2. Laß auch dir in stiller Nacht reine Thränentropfen steigen, die die Gnade fruchtbar macht, und 5. Spiegelt sich die Sonne der Glaube soll sie zeigen. Denn die Seele lobet ihn auch hierin. hier schon so schön im Thau der Erden; wie herrlich werden wir 13. Sieh', wie lieblich kann sich dort zu Gottes Lobe werden! nicht in dem Thau die Sonne Gott, mein Vater, schaffe du malen! so laß Jesum, als das mich dazu. 20. September. Wenn Jemand eine Schlange biß, so sahe er die eherne Schlange an, und blieb leben. 4 Mof. 21, 9. Es war eine wunderbare Hülfe Gottes für die von Schlangen gebissenen Israeliten durch den Anblick einer gehenkten Schlange. Noch wunderbarer ist unsere Genesung von der Sünde durch den Glauben an den gekreuzigten Jesum. 264 Mel. Allein Gott in der Höh' sey ic. 1. Auf Jesum, den Gekreu danken. Auch wenn ich täglich Schwachheit fühl', so ist er meizigten, der sich für uns gegeben, ner Augen Ziel, ich werde doch mit unverwandten Augen seh'n, nicht sterben. das ist der Seele Leben. Ganz ohne Gift, ganz lebensvoll hieng 3. So hab' ich, Jesu, denn er, daß man ihn anseh'n soll, und so durch ihn genesen. von dir, von dir allein, mein Leben; nimm Dank und Ruhm und Lob von mir, sonst weiß ich 2. Der Glaube ist es, der ihn nichts zu geben. Dort laß mich fennt, das Heil für alle Kranken; nach der Wallfahrtszeit dich auf wem nun das Herz von Wunden dem Thron der Herrlichkeit auch brennt, kann ihm sein Leben sehen, und dich loben. 21. September.. 265 Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Matth. 11, 27. Das ist schon geschehen, che uns der Herr Jesus mit seinem Blute auf Erden versöhnte, nach seiner Erhöhung aber ist es auf eine neue Weise im Himmel geschehen, da er als das geschlachtete Lämmlein die sieben Siegel aufgethan. Nun herrscht er allgewaltig über Alles. Mel. Jesu hilf stegen sc. 1. Jesus hat Alles vom Vater in Händen, Segen und Mangel, und Frieden und Krieg. Bringet ihm Ehre von Enden zu Enden, wie's ihm gefället so gibt er den Sieg. Schärft er die Schwerter, das Böse zu rächen, kann er sie wieder in Gnaden zerbrechen. gelingen; Jesus ist's, welcher die Obermacht hat. Schüßt er, wer ist, der die Kirche vertreibe? Wohnung und Nahrung bleibt dennoch dem Weibe. 3. Kommt, ihr Gesalbte, und ehret den König, er gibt die Scepter der Erden zu Leh'n. Kommt, ihr Geringe, ihr seyd nicht zu we2. Völker, seyd böse und rüstet nig; Ehre muß Christo von Allen die Klingen, setzt euch, ihr Für gescheh'n. Rühmet sein Herrschen sten, beschließet den Rath. Nichts von Enden zu Enden, Jesus hat wird aus Allem, es mag nicht Alles vom Vater in Händen. 22. September. Reiche und Arme müssen untereinander seyn; der Herr hat fie Alle gemacht. Spr. Sal. 22, 2. Wenn die weise Ordnung Gottes recht betrachtet würde, so wäre auf der einen Seite dem Neid der mißvergnügten Armen, die dienen müssen, vorgebeugt, und auf der andern dem Stolz der herrschenden Reichen. 266 Mel. Es kostet viel ein Christ zu seyn. 3. So gibt Gott auch den Ar1. Des Höchsten Thun ist wunderbar, von Arm und Reich macht sein Nath ein Gemische. Wär' Alles arm, wer reichte etwas dar? Wär' Alles reich, wer diente gern zu Tische? auf Liebe zielt's, so lo bet Alle nun des Höchsten Thun. men Trost, sie dienen Gott, auch wenn sie Höher'n frohnen. Das wehrt dem Trotz der Reichen, der erbost, bei Gott sey nicht das Anseh'n der Personen. Dieß macht vergnügt; so lobet Alle nun des Höchsten Thun. 2. Des Höchsten Thun ist doch 4. Wir danken dir, Herr Jesu gerecht; ein Jedes muß in seiner Christ, der uns zu gut in KnechtsOrdnung dienen: der Knecht dem gestalt erschienen, und jetzt erhöht, Herrn, und auch der Herr dem Herr über Alles ist. So dienen Knecht; die Rechenschaft erfordert dir, die herrschen und die dienen. Gott von ihnen. Er selbst theilt Bring' uns zu dir, so loben, aus, so lobet Alle nun des Höch- wenn wir ruh'n, wir all' dein ften Thun. Chun. da dufte inserteile in lige den Bein 23. September. 267 am. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Joh. 20, 20. Das war kurz zuvor die Verheißung des Herrn Jesu: Ich will euch wieder sehen, und euer Herz soll sich freuen. Nun gehet dieß Wort in die Erfüllung, sie sehen ihn, sie freuen sich. Gleiches geschieht jetzt im Glauben. Man freut sich der Erfüllung des Worts. Wa M. Vater de faich siche auch, Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. fühner, und macht sich sein Ster1. Die Freude des Glaubens ben und Leben zu Theil. Nun ist Jesus allein. Die Herzen hat man genug, man fühlet den zerstreuen und sündlich sich freuen, Zug, gen Himmel zu geh'n, ihn ist Freude im Träumen, im Wa- ewig zu seh'n. chen ist's Bein. Nach Aengsten und Fleh'n den Heiland zu seh'n, das tröstet das Herz, da folget kein Schmerz. 3. Dieß stärket die Seele, bis daß wir thn seh'n mit muthigem Herzen, in Leiden und Schmerzen nach seinem Gefallen geduldig zu geh'n. Herr, mache mich so im Glauben auch froh, so wird es 2. Man sieht in die Wunden, man kennet sein Heil, man glaubt den Versöhner, der Glaube wird gescheh'n, dich ewig zu seh'n. 24. September. Also auch ihr haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seyd, und lebet Gott in Christo Jesu unserm Herrn. Römer 6, 11. So siehet sich der Glaubige an, nicht, daß er der Sünde erst sterben wolle; denn das ist schon in Christo geschehen; sondern daß er als schon lebend das Fleisch gekreuzigt halten wolle, weil er Gott lebe. 268 Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Sie wehrt sich um ihr Le1. Der, der für uns gestorben, ben; denn sie ist Schlangenart; gieng auch zum Leben ein, und sie kann lang widerstreben, ihr hat uns Kraft erworben, der Leben ist gar hart; so geht es Sünde todt zu seyn; mit Jesu langsam zu, das Sterben ist ihr starben wir, die mit ihm leben schmerzlich; doch, Jesu, o wie sollen, wir sollen sie nicht wollen, herzlich, wie mächtig hilfft uns wir haben nichts mit ihr. du! 2. Sie bringt uns zwar in 4. Leßt muß der Leib verwesen, Nöthen, es regt sich Fleisch und in welchem sie getobt. Das ist Blut; doch lernen wir sie tödten, des Geist's Genesen, der seinen der Glaube faßt den Muth, sieht Heiland lobt. Herr führ' uns zu für verdammt sie an, und tödtet dir ein, so ist der Ruhm der ihr Geschäfte, wozu man Lebens- Stärke, das Lob der Lebenswerke kräfte aus Christo nehmen kann. im Himmel ewig dein. 25. September. 269 Du schaffest es, was ich vor oder hernach thue, und hältst deine Hand über mir. Pf. 139, 5. Das natürliche Herz ist im Wohlergehen und Elend so sehr von Gott abgewendet, daß es lieber das Gute einem blinden Glück, und das Böse einem strengen Schicksal, als Gott, zuschreibt; so will es dort vom Dank, hier von Demüthigung los seyn. Mel. Sich', hie bin ich sc. 3. Alle Schritte, alle Tritte 1. Schweigt vom Glücke und sind dem Vater wohl bekannt. Geschicke, die ihr Gottes Thun Wenn ich falle, da ich walle, nicht wißt; mir genüget, was fall' ich doch in seine Hand. Gott füget, welcher Erd' und Geh'n die Gänge durch's Gedränge, Himmel mißt, der lebendig, der geh'n sie doch zum Vaterland. beständig, der der rechte Vater ist. 2. Auf der Erden kann nichts werden ohne Gott, von ungefähr; was geschiehet, sah und siehet, ordnet, schicket, lenket er; auch das Kleinste, das Gemeinste kommt von seiner Vorsicht her. 4. Das ist feste: auf das Beste führt mich Gott auf seiner Bahn, und ich fühle an dem Ziele, was er thut, sey wohl gethan. Ihm gehöre Dank und Ehre, weil er selig führen kann. 270 26. September. Es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Röm. 13, 1. Wir müssen nicht auf der Menschen Unordnung, sondern auf Gottes Ordnung sehen. Diese erhält Gott immerdar unter jener. Das macht, daß Christen nicht nur aus Noth, sondern um des Gewissens willen unterthan sind. Mel. O daß ich tausend Bungen hätte. 3. Daß wir dein Wort im 1. Gott, Herrscher, über alle Frieden hören, wobei man Tauf' Thronen, das ist ein weiser Rath und Nachtmahl hat; daß man vor dir: den Menschen, die auf uns nicht die Schrift darf wehErden wohnen, segst du die Ob- ren, noch auch ein Grab zur rigkeiten für, so daß man nun Ruhestatt, das schaffst du, Gott, an deiner Statt auch Sterbliche der an uns denkt, und Christen zu Göttern hat. zu Regenten schenkt. Daß ich mein Brod mag 4. Gott, dir sey Dank für ruhig essen und wandeln darf auf solche Güte, du schüßst durch sich'rer Bahn; daß mich der Mör deine Dienerin. Die ganze Welt der nicht so fressen, der Räuber ist dein Gebiete, da seßzst du nicht entfleiden kann, der Läst'rer Richterstühle hin. Es lobe dich, mir vergeblich dräu't, das schaffst dich bete an, was Götter heißt du durch die Obrigkeit. und Unterthan. 27. September. 271 Der Herr ist wahrhaftig auferstanden. Luc. 24, 34. So erfreulich diese Verkündigung den zuvor weinenden Jüngern war; so erfreulich ist sie noch denen Seelen, die die Auferstehung Jesu jetzt noch glauben. Dem Unglauben scheint Christi Auferstehung ein unabwälzlicher Stein. Der Glaube setzt sich mit Freuden darauf, wie ein Engel. Mel. Jesus, meine Buversicht. 3. Jesus lebt, wir leben mit; 1. Hallelujah, Jesus lebt, Je- denn Gott hat uns ihm gegeben. sus ist vom Grab erstanden. Die Das ist ja ein sel'ger Schritt: ihr in der Angst geschwebt, seht, aus dem Tode in das Leben. Mein hier ist der Trost vorhanden, nehmt Herz glaubt's und freuet sich, an dieser Freude Theil, Jesus Jesus lebet auch für mich. lebet, unser Heil. 2. Nun ist die Gerechtigkeit uns 4. Hallelujah, Jesus lebt, und erworben und geschenket. Sünde, ich sing' zu seinen Füßen. Wenn du bracht'st Herzenleid, nun bist man morgen mich begräbt, will ich du ins Meer versenket; Tod, uns keinen Trost sonst wissen; künftig schreckte deine Macht, aber du bist sing' ich vor dem Thron: Halleumgebracht. lujah, Gottes Sohn! 28. September. Ich habe Macht, mein Leben zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Joh. 10, 18. Die Macht, die der Heiland von seinem Vater empfangen, ward ihm nicht um Seinetwillen, sondern zu unserm Heil gegeben. Also nahm er auch sein gelassenes Leben wieder für seine Schafe, daß sie leben und volles Genüge haben. 272 Mel. Entfernet euch, ihr matten Kräfte. sich aus ihrem Tode riß! sein 1. Nun Jesus ist der große Tod versöhnt, sein Leben dient, Hirte, ihr Schafe faßt es, und daß er auch uns das Leben erkennt's, daß Gott ihn aus den schafft, indem er lebt aus eig'ner Todten führte durch's Blut des Kraft. ew'gen Testaments. Der Bater gab ihm Macht im Grabe, und machte als der Friedensgott durch Jesum unsern Tod zu Spott. 3. D sagt nur ihm: ich will nicht sterben, so reißt euch nichts aus seiner Hand. O lobt ihn für sein theu'r Erwerben, sein Geist 2. So nahm er dann sein Le- ist selbst des Lebens Pfand; dem ben wieder, das er für seine Hirten sey für seine Treu hier Schafe ließ. Schaut, Schafe, Dank und Ehre in der Zeit, bis wie das Haupt die Glieder mit ihr an Lebenswassern seyd. 29. September. 273 Es war unmöglich, daß Christus sollte von dem Tode gehalten werden. Ap. Gesch. 2, 24. Es war nicht möglich auf Seiten des Todes; denn er war Christo zu schwach, und von Christo zu nichte gemacht; auf Seiten Christi, denn er hatte göttliche Kraft; auf Seiten des Vaters, der konnte, nach geschehenem Versöhnsterben, den Heiligen nicht verwesen lassen. Mel. Jerusalem, du Schöne. 3. Auferstehen,( süßes Hoffen!) 1. Tod, du kannst mich auch auferstehen werd' ich einst, Jesu, nicht halten, dieses sing' ich glau- wenn die Zeit verloffen, und du bensvoll, wenn ich schon durch dich uns zum Heil erscheinst. Dein erkalten und im Grab verwesen Geist lehrt mich, daß ich glaub, soll. Jesus lebt, und ich bin sein, du verklärst einst meinen Staub. so ist auch sein Leben mein. 2. Sollst du mich zu halten 4. Herr, wie bin ich dir verwissen, da ich doch in Jesu bin? pflichtet! o daß ich zu danken deine Bande sind zerrissen, und wüßt', daß du unsern Tod zerich lebe einst durch ihn. Nichts nichtet, da du auferstanden bist! ist Christo einverleibt, welches doch Weck' mich einst in meinem Theil, im Tode bleibt. da verkünde ich dein Heil. 274 30. September. Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. 2 Cor. 4, 18. Es ist ein Werk der väterlichen Gnade, wenn Gott uns das Aug' des Glaubens immerdar auf das Ewige richtet. Denn es schweben uns hier überall so viele Dinge vor dem Gesichte, die einen falschen Glanz haben, und uns in die Irre oder zu Fall bringen können. Mel. Werde munter mein Gemüthe. dort muß Alles besser seyn. Hier 1. Schick, mein Herz, die sind Thränen, hier ist Noth, die Glaubensblicke über Welt und verkürzt der nahe Tod; dort wird Zeiten hin. Sich nicht auf den Freude ewig währen, dahin soll Stand zurücke, wo ich noch auf mein Aug' sich kehren. fehren. te Erden bin. Blicke nur nach jener Stadt, welche Gott zum Bauherrn hat; schau' nur auf, auf jenes Leben, das dir Gott will ewig geben. 3. Gott, ich lobe dein Erbarmen, daß ich dorthin sehen kann; deine Gnade hat mir Armen auch die Augen aufgethan; halt' sie fest auf jenes Ziel, was man hier 2. Hier ist Ehre, aber nichtig; steht, ist ein Spiel. Zeig' mir, hier sind Schäße, aber klein; was ich ferne sehe, bald im Himhier ist Freude, aber flüchtig; mel in der Nähe. 1. Oktober. 275 Ich habe deinen Namen kund gethan. Joh. 17, 6. Der unglaubige Wiß begnüget sich so gern mit der wenigen Erkenntniß von einer Gottheit und dem Schöpfer, und der gesetzliche Sinn, der nur auf Werke ohne Christo gehet, ist auch damit zufrieden. Aber die selige Erkenntniß ist, den Vater in dem Sohne ehren. Mel. Ach, was sind wir ohne Jesu. 1. Gott das höchste Wesen nen nen, zeigen auch die Himmel an; Gott als einen Bund'sgott kennen, hat auch Moses kund gethan; aber Gott als Vater chren, fann allein der Sohn uns lehren. 2. Daß er uns mit sich versöhnet, daß er alle Welt geliebt, daß des Sohnes Blut uns dienet, daß der Sohn den Geist uns gibt, das hat Jesus uns entdecket; sonst blieb's ewig uns verstecket. 3. Sohn! in dem des Vaters Namen uns auf Erden kundbar ward, dir dankt aller Mund zusammen, wem du ihn geoffenbart. Das ist ja das ew'ge Leben, Gott den Namen Vater geben. 4. Vater, nimm von uns, als Kindern, Lob und Ehre, Dank und Ruhm. Mach' o Sohn, das Herz uns Sündern zu des Vaters Heiligthum; schreib' auch deines Gottes Namen dort einst ewig auf uns. Amen. 276 2. Oktober. Seßet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi. 1 Petr. 1, 13. So hat der Christ an der Gnade in Christo Jesu etwas Ganzes, daß er mehr nichts bedarf, und wer auf diese völlig hoffet, der ist ein ganzer Mann. So war Paulus von Gnade, was er war. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 3. Das Kreuz kann mich noch 1. Ich hoffe ganz auf Gnade, drücken, weil ich im Fleische bin; auf Gnade ganz allein. Nicht der Tod kann mich bestricken: hoffen, das ist Schade; falsch hof- doch dieß auch ist Gewinn. In fen ist nur Schein. In Jesu darf Jesu darf ich hoffen, der Himich hoffen, da steht mir Gnade mel steht mir offen, die Gnade offen, da lieg' ich ganz hinein. bringt mich hin. 2. Die Sünde kann mich qua- 4. So preis' ich Jesu Gnade len; doch Jesus tilgte sie. Die auf der mein Hoffen ruht, zwar Gnade sagt der Seelen: sieh', auf dem Pilgrimspfade, doch mit Jesus ist allhie; auf diesen kannst getrostem Muth; dort wird es erst du hoffen, die Wunden steh'n dir das Ganze, wenn man in Zions offen, und du wirst heil durch sie. Glanze ihm ewig Ehre thut. 3. Oftober. 277 Siehe, ich bin mit dir. 1 Mos. 28, 15. Damals war Jakob ganz allein und ein Flüchtling. Er muß diese Verheißung mit auf den Weg genommen haben; die wird sein einsames Selbstgespräch gewesen seyn. Diese hat ihn alle Sorgen wegen seiner Flucht, allen Vorwurf des begangenen Fehlers, alle traurigen Gedanken vergessen lassen. Mel. Allein Gott in der Höh' sey zc. 1. Allein, und ohne Gott zu seyn, das ist ein elend Leben, man lebt sich selbst zu seiner Pein, und bleibt im Elend kleben. Bin ich allein, sey du bei mir; mein Gott, so rede ich von dir, und sing' von deiner Gnade. Schuld ist nicht vergeben. Bin ich allein, sey du bei mir; mein Heiland, so rühm' ich von dir, und sing' von deiner Liebe. 3. Allein, und ohne Geist zu seyn, ist ein betrübtes Leben; da schleicht der Trauergeist sich ein, weil wir im Elend schweben. Bin 2. Allein, und ohne Jesu seyn, ich allein, sey du bei mir, o Geist, das ist ein todtes Leben, man so freu' ich mich in dir, und kann wird von keiner Sünde rein, die mich selig singen. Erster Theil. 20 278 4. Oktober. Ich will dem Herrn singen, daß er so, wohl an mir thut. Ps. 13, 7. Alles Wohlseyn, das ein Mensch also fühlet, und also nennen und wünschen mag, das hat er allein Gott zu danken. Und keine Seele kann so gering seyn, in ihren oder anderer Augen, die nicht sagen müßte: dieß, was ich ein Wohl heiße, hat der Herr mir gethan, wie Andern das ihre. so jauchzt mein glaubig Herz in mir: du bist mein Gott, ich danke dir, mein Gott, ich will dich Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. 1. Denk' ich an Gett mit heit' rem Sinn, daß er mir Seel' und Leben, und Alles, was ich hab' preisen. und bin, und gar den Sohn gegeben; so wallt ein dankbar Herz in mir; du bist mein Gott, ich danke dir, mein Gott, ich will dich preisen. 3. Gedenk' ich, was der Geist gethan, der mich lehrt Jesum kennen, der schaffet, daß ich glauben kann, und Gott selbst Vater 2. Denk' ich an Jesum, der so nennen; so wirft Er auch dieß gar sein Herz mit mir getheilet, Lied in mir: du bist mein Gott, und mich, der ich voll Aussaß ich danke dir, mein Gott, ich will war, mit seinem Blut geheilet; dich preisen. 5. Oktober. 279 Gott hat unter uns söhnung. 2 Cor. 5, 19. aufgerichtet das Wort von der VerWas Gott durch sein Schöpfungswort an Adam gethan haite, daß er ihn aus der Erde zu seinem Bilde, ihm sein Weib zur Gehülsin aus seiner Rippe geschaffen, und ihnen den Garten gebaut, wäre ihm nach dem Fall ohne dieß Versöhnungswort nicht zu gut worden. Mel. Jesus, meine Buversicht. 3. Leerer Ruhm in eig'nemt 1. Herr, dir sey auf ewig Thun! falscher Trost in eig'nem Ruhm für dein Wort von der Büßen! nur in dem Wort kann Versöhnung. Herrlich's Evange- ich ruh'n, da ich hätte sterben müslium! Unvergleichliche Bedienung! sen; hab' ich kein Versöhnungsdie Gott selber aufgericht't, der durch seine Boten spricht. wort, so bleibt mir die Hölle dort. 4. Kommt, und hört's, wer glauben kann, danket Gott mit Freudenthränen, fnie't und betet lobend an, den, der kann mit 2. Machtwort, voll von Got tes Kraft, daß die Sünder selig werden! Für die arme Sünder schaft ist kein Trostwort sonst auf Gnaden krönen; bringt einst in Erden; aber dieses spricht allein dem Heiligthum Gott noch den uns das Leben wieder ein. Versöhnungsruhm! 280 6. Oktober. Die Schaar, und der Oberhauptmann, und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn. Joh. 18, 12. Das Binden war bei Isaak und bei den Lämmern der Anfang zum Opfern. Das war auch die erste Uebergabe des Heilandes in die Hände der Menschen, fie mit seinem Opfertode zu versöhnen. Kostbare Bande! Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade. mit froher Glaubenshand, dich 1. Wer legte dir die Bande, halten, dich nicht lassen, wie dich geduldig Lämmlein an? Nicht die Liebe band. eig'ne Schuld noch Schande, die Liebe hat's gethan. 2. Die Welt in ihrem Theile hieß es den Henkersstrick; ich nenn' es Liebesseile, worin ich dich erblick. 3. Du gabst dich selbst gefangen, mit allem dem, was dein, für uns am Kreuz zu hangen, das muß ja Liebe seyn. 4. Mein Jesu, laß dich fassen 5. Ach nimm mich aus den Schlingen der Sünden ganz dahin, daß ich in allen Dingen des Herrn Gebund'ner bin. 6. D bind' in deine Hände auch meine Seele ein; denn bis zu meinem Ende will ich dein eigen seyn. 7. Reiß' einst von meiner Zun gen des Todes Band entzwei, damit dein Lob besungen, dein Nam' verherrlicht sey. 7. Oktober. 281 Gott war in Christo, und versöhnte die Welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu. 2 Cor. 5, 19. So ist denn Alles allein von Gott, und Alles allein in Christo. So wenig der erste Mensch zu seinem Werden beigetragen, so wenig hat nun der Mensch zu seiner Versöhnung etwas geholfen. Danken können wir, mehr nichts. Mel. Ach alles, was Himmel und Erden. 3. Was habt ihr? was gebt 1. Das Wunder der Gnade sey ihr, ihr Menschen, dagegen? ewig gepriesen, das Gott an den durchaus nichts. Was sollte ein Menschen in Chrifto bewiesen; er Sünder vermögen? wir geh'n nur wollte die Welt mit ihm selber gebücket zum göttlichen Throne, versöhnen, die Schulden der Sün- und glauben die Liebe des Vaters den durchstreichet er ihnen. im Sohne. 2.D Tiefe der Weisheit! erstaunliche Sache! daß Gott für die Sünder zur Sünde den machte, der niemals von eigener Sünd' etwas wußte, und dennoch ein Opfer für Alle seyn mußte. 4. Wir lassen uns billig in Christo versöhnen, und danken der Gnade, daß sie uns erschienen; wir schicken uns, dort die Erbarmung zu loben, die uns aus der Hölle zum Himmel erhoben. 282 8. Oktober. Wir werden reichlich getröstet durch Christum. 2 Cor. 1, 5. Das unglaubige Herz mag Christum nicht und also verwirft es seinen wahren und einzigen Trost. Das philosophische Pflaster heilt von außen den Schaden ein wenig zu, aber der geheime Eiter frißt die Gebeine; oder man brennt sich das Gefühl hinweg. Das heißt tödten, und nicht heilen. Mel. Valet will ich dir geben. 3. In Christo sind die Quellen 1. Im Jammer dieser Erden zum wahren Herzenstrost; der wünscht sich die Seele Ruh', und taugt zu allen Fällen; auch wenn's will getröstet werden; hier aber das Leben kost't, auch gegen alle reicht nichts zu. Hingegen den Er Sünden, auch gegen auch gegen Gottes lösten wird nie ihr Trost zu Spott. Zorn, auch gegen Höllenschlünden Gott kann sie mächtig trösten, ist hier der off'ne Born. durch Christum tröstet Gott. 4. Du Vater vom Erbarmen, 2. Der Weltwiß heilt mit wie herzlich tröstest du; du reiGründen von allzuschwacher Art, cher Gott der Armen, wie kräfbeschwaßet das Empfinden, doch tig sprichst du zu! Nimm schon ist das Herz zu zart; bald spricht aus Pilgrimshütten durch Chrier vom Geschicke, und bald vom stum Dank und Ruhm, und, Ungefähr, doch bleibt in beidem wenn es ausgelitten, auch dort Stücke der Grund des Herzens leer. im Heiligthum. si 9. Oktober. 283Welche Gott versehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich seyn sollen dem Ebenbilde seines Sohnes, daß derselbe der Erstgeborne sey unter vielen Brüdern; welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. Römer 8, 29. O Gott, was machst du aus uns! Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Herr Gott, auf jedem 1. Die Gnade geht durch Stu- Grade von dieser hohen Gnade fen mit denen, die berufen nach sey dir dein Ruhm gebracht! dir Gottes Vorfaß sind. Er hat's singt zu deinen Ehren, wer deizuvor ersehen, sein Vorsaz muß nen Ruf fann hören; dir dankt, bestehen, so wie sein Sohn ist, wen du gerecht gemacht. wird das Kind. 4. Dich rühmt, wer herrlich 2. D großes Haupt der Glic- worden, als Glied vom Kinderder, du Erster deiner Brüder, orden, auch in der Leidenszeit. man hat's in dir allein! Berufen Dort auf der höchsten Stufen seyn vom Sterben, verordnet seyn wird alles jauchzend rufen: zum Erben, gerecht gemacht und Gott, dir sey Herrlich seyn. lichkeit. Macht und Herr 10. Oktober. Christus ist so viel besser worden als die Engel, so viel einen höhern Namen er von ihnen ererbet hat. Hebr. 1, 4. Den Engeln bleibt ihre Ehre. Sie werden nicht herunter gesetzt. Denn zum Thron hatten sie nie ein Recht, wie der Sohn. Sie begehren keine Anbetung. Die Guten beten den Sohn mit Freuden Nur der Lucifer will's nicht thun. 284 Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. zubeten. Alle seine Feinde müssen 1. Jesus ist viel besser worden, seyn zum Schemel seiner Füßen; als der Engel hohe Orden; er aber denen lieben Seinen wird hat einen höhern Namen, als dieß er bald zum Heil erscheinen. Flammenheer zusammen! Nach 3. Freu' dich, Seele, seiner dem priesterlichen Sterben mußt' Größe; schämest du dich deiner er diesen Namen erben, und der Blöße, wisse, daß er dir im Vater gab dem Sohne alle Macht auf seinem Throne. Glauben doch den Zutritt will erlauben. Bete an vor seinem Throne, dank' dem Vater in dem Sohne; künftig loben allzusammen, Mensch und Engel, seinen 2. So sigt er zu Gottes Rechten, und hat Engel selbst zu Knechten, die sich freu'n, vor ihn zu treten, und ihn, Gott gleich, an- Namen. 11. Oftober. 285 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hülfe, und mein Gott ist. Ps. 42, 12. Christen schämen sich oft selber, daß sie so kleinmüthig sind, da sie doch auf Gott hoffen dürfen und sollen. Daher sprechen sie sich wieder selbst zu. Mel. Wer Jesum bei sich hat. 1. Mein Herz, gieb dich zur Ruh' was soll das Zagen? was willst du immerzu, dein Elend klagen? Laß die bekümmert seyn, die Gott nicht kennen, die ihn in ihrer Bein nicht Vater nennen. 2. Auf, schau' nur über sich, wer dich betrübet; der Vater steht auf dich, der stäupt und liebet; nach ihm steh' in die Höh' mit steifem Sehnen, und glaube nur, er seh' dir in die Thränen. 3. Wenn du im Seufzen meinst, wie viel dir fehle, so sage, wenn du weinst, doch deiner Seele: an Jesu ist's genug, den er gegeben. Das ist des Vaters Zug, er zieht zum Leben. 4. Sey still in mir, mein Herz, was willst du wanken? ich werd' ihm nach dem Schmerz gewiß noch danken. Mir hilft sein Angesicht, ich habe Proben; mein Gott ich will im Licht dich ewig. loben. 12. Oktober. Wir wollen euch, lieben Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seyd, wie die andern, die keine Hoffnung haben. 1 Thess. 4, 13. Man glaubt's nicht als wer es erfährt, was die Hoffnung der Auferstehung für einen kräftigen Trost gebe bei dem Grabe derer, die wir lieben. 286 Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade. 1. Die Liebe darf wohl weinen, wenn sie ihr Fleisch begräbt. Kein Christ muß fühllos scheinen, weil er im Fleische lebt. 2. Doch lässet gleich der Glaube sein Aug' gen Himmel seh'n; was uns der Tod hier raube, soll herrlich aufersteh'n. 3. So ist's uns um die Herzen, die Gnade macht uns so; uns ist noch wohl im Schmerzen, im Trauern sind wir froh. man sieht den Himmel offen, und nicht das Grab allein. 5. Herr Jesu, unser Leben, in Thränen dankt man dir, daß du uns Trost gegeben; denn da von leben wir. 6. Was wir mit Schwachheit säen, das wird in Herrlichkeit auf dein Wort aufersteh'n; das ist's, was uns erfreut. 7. Herr, bild' aus uns'rer Aschen, zu deinem Lob, den Leib, 4. Was tröstet uns? das Hof- der durch dein Blut gewaschen, fen. Wie gut ist's Christi seyn! dort frei vom Tode bleib'. 13. Oktober. 287 Mephiboseth betete an, und sprach: wer bin ich, dein Knecht, daß du dich wendest zu einem todten Hunde, wie ich bin? 2 Sam. 9, 9. Das ist demüthig gesprochen, da ihn David täglich das Brod auf seinem Tisch essen ließ. Am Tisch des Herrn genießen wir arme Sünder noch größere Gnade. O wie sollen wir uns demüthigen! Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. und giebt uns das Leben. Ich 1. Ich weiß mich nicht wür- bete dich an. Dein Blut in dem dig zum Tische des Herrn, doch Wein flößt Leben uns ein; so bin ich geladen, und lebe von tränke mich dann, ich bete dich Gnaden, denn hungrige Gäste hat an. Jesus so gern. Ich esse mich satt, vom Darben so matt, vom Hunger verzehrt. So hat er's begehrt. 3. Ich danke dir Jesu, ich elender Gast. Was können die Kranken als loben und danken, daß du sie der Tafel gewürdiget 2. Hier bin ich, mein König; hast? Was lebet in mir, das so speise mich dann, dein Fleisch lebe von dir. Herr, höre auch in dem Brode errettet vom Tode, gern mein: danket dem Herrn. 14. Oktober. Welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Römer 8, 14. Es ist ein besonderes Zeugniß des Geistes in den Herzen der Glaubigen, welches sich meist in dem Abbarufen äußert. Aber auch die Triebe des Geistes sind ein sich'res Zeugniß, wodurch oft angefochtene Seelen sehr können getröstet werden. 288 Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Ein glaubensloser Sünder 1. Mein Herz will sich nicht weiß nichts von dieser Sach'. trauen, es fühlt sich ungetreu, Um Liebe sorgen Kinder. Sind da macht der Zweifel Grauen, oft die Kinder schwach, so dau'rt daß ich kein Kind mehr sey. die Kindschaft doch, weil sie um Doch fass ich mich geschwind: Liebe sorgen, da bleibt es nicht ich kann, vom Geist getrieben, verborgen, es treibt der Geist ste im Glauben Jesum lieben, so bin noch. ich Gottes Kind. 2. Wenn ich nur Jesum liebe, ach Herr, du weißt es ja, so sind die guten Triebe nicht von mir selber da. der mich, so kann der Geist mir zeugen. Da muß mein Herz dann schweigen; denn Jesus liebe ich. 4. Dir dank' ich, Geist der Gnade, daß du mich findlich treibst, und bei dem schwächsten Grade mir doch mein Zeuge Zeugt mein Herz wi- bleibst. Ach zeig' mir auch hierin, daß ich kann Jesum loben, und lehr' mich's ießt in Proben, bis ich vollendet bin. 15. Oktober. 289 Eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Matth. 10, 20. Der Geist gehet von dem Vater aus, und wird von ihm uns gegeben, und lehrt uns den Vater erkennen und anrufen. Der Naturweise hat an seiner Vernunft so genug, und meinet, er könne Gott schon recht erkennen, ob er schon diesen Geist nicht glaube, noch habe. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Wer erkenn'te deinen Sinn? 1. Vater, dir sey ewig Ruhm, und wer glaubte deine Liebe, wenn der du in dem Sohn uns liebest, der Geist des Vaters ihn nicht und als seinem Eigenthum selbst durch seine Gnade triebe? Denn auch deinen Geist uns gibest. Denn durch diesen weiß das Kind, wie man lernts von diesem Geist, daß es seinen Bater find't. man dich den Vater heißt. 4. Vater, in dem Geist sey 2. In des Menschen Geist ist dir nun ein kindlich Lob gesunnichts, daß er könnte Gott er- gen; nur mit Lallen dankt man kennen, ihn den Vater alles hier; o verklär' einst unf're ZunLichts, ja des Sohnes Vater gen, daß sie dort dein Geist era nennen; aber dieser spricht von füllt, der vom Throne stromweis dir uns das Abba kindlich für.- quillt. 16. Oktober. Gott hat gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen. Gal. 4, 6. Diesen Geist kann die Welt nicht empfangen, denn sie siehet ihn nicht, und kennet ihn nicht. Sie stehet nichts, als was natürlich ist, daher begnügt sie sich an dem Naturwiß, an den Naturkräften, an den Naturtugenden. Vom Geist Christi will fie nichts wissen noch hören. 290 Mel. Wacht auf, ruft uns die Stimme. 2. Der Sohn hat dich erwor 1. Gott ist ein einig Wesen; ben, dieweil er uns zum Heil wie wir vom Geist des Vaters gestorben, und auferstanden uns lesen, so ist er auch des Sohnes zum Heil. Wer dich nicht will Geist. Er hat auf einem Throne erkennen, fann Jesum seinen die gleiche Ehre mit dem Sohne, Herrn nicht nennen, und hat weil er der Athem Gottes heißt. am Leben keinen Theil. VerAls der Erlösung Pfand wirst fläre du noch hier auch Gottes du von ihm gesandt, Geist des Sohn in mir, Geist des Sohnes! Sohnes! dich bete dann im dort fließe du mir in der Ruh' Glauben an, wer durch dich als Strom vom Thron des Lamglaubt, und beten kann. mes zu. 17. Oktober. 291 Jesus herzte die Kindlein, und legte die Hände auf sie, und segnete sic. Marc. 10, 16. Es ist damals den Jüngern Christi selbst verwunderlich vorgekommen. Aber Jesus umarmte fie mit denen Armen, die er hernach am Kreuz ausspannen ließ, die ganze Welt zu umfangen. Trost für Eltern! Freude für Kind und Kindeskind! Mel. O Durchbrecher aller Bande. denn ich ward auf dich getaufet. 1. Gottes Sohn, in Fleisch ge- Leib und Seele, freuet euch! Jekleidet, hat die Kindlein auch ge- sus der mich ihm erkaufet, gab herzt. Es sind Lämmlein, die er mir da sein Himmelreich. weidet, deren Tod ihn auch geschmerzt. Das heißt große Sanftmuth üben, das muß Herzensdemuth seyn; seinem wunderbaren Lieben ist der Sünder nie zu klein. 3. Mutterliebe ist noch wenig, Vaterssegen ist gering gegen dem, was ich, o König, schon als Kind von dir empfieng. Doch das war 2. Herr, ich preise dein Er- dein Wohlgefallen; nimm ein Lob barmen; segnen ist ja deine Lust. jetzt von mir an: was ich hier Ich lag auch dir in den Armen kann kindisch lallen, sing' ich dir noch als Säugling an der Brust; dort als ein Mann. FENI 18. Oktober. Wir haben nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind, und wir in ihm. 1 Cor. 8, 6. Der Unglaube trifft nie den wahren Weg in der Mitte, und so tritt er auch in diesem Stücke zu beiden Seiten ab. Entweder macht man sich viel Götter, oder will gar keinen. Der Glaube ist selig in dem Einen. 292 Mel. Ich will dich lieben, meine Stärke. 3. Dem Vater, welcher selbst 1. Macht Götter, die ihr Gott das Leben, und der im Sohn die vergessen, aus Fleisch und Holz, Welt geliebt, dem soll mein Herz und was noch mehr. Ein Gott, die Ehre geben, die ihm auch Erd' den auch der Wurm kann fressen, und Himmel gibt. Ich glaube, der heißt mir kein Lebendiger. was er mir gethan, und bete Was ich zum Gott selbst machen dankbar an. kann, das bete ich nicht an. 2. Von solchen Göttern mag ich keinen, der mich nicht ewiglich erfreut. Ich kenne Gott nur als den einen, der ist und lebt von Ewigfeit; den, der mich selig machen kann, den bet' ich herrlich an. 4. Ja, mein Gott, dir sey Lob und Ehre, daß du mir dein Erkenntniß schenkst, weil sonst mein Beten Thorheit wäre. Wer bin ich, daß du mein gedenkst? D mach' mich selig, und alsdann bet' ich dich ewig an. 19. Oftober. 293 Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist, und lässet ihm genügen. 1 Tim. 6, 6. Wem der Herr ein solch' Gemüth giebt, der hat es als eine Gnade anzusehen. Denn von Natur ist die Genügsamkeit leichtsinnig und ohne Furcht Gottes; oder ist man im Unglauben bei dem allergrößten zeitlichen Reichthum doch unvergnügt. Mel. Seelen- Bräutigam. 4. Gott, es preiset dich mein 1. Groß ist der Gewinn, ein Herz inniglich, daß du mich die begnügter Sinn, der durch Gnade Zeit auf Erden nicht zu reich noch darnach strebet, daß er nur gott arm lässt werden. So ist's gut selig lebet; außer diesem Sinn für mich, mein Herz preiset dich. nüßt mir fein Gewinn. 5. Mach' mich arm im Geist, und wie du verheißst, reich in meines Heilands Gnade. Denn der Weltgewinn ist Schade. Wen du selig preisst, der ist reich am Geist. 2. Wenn der Leib nur satt, wenn er Kleidung hat, daran fann uns wohl genügen, und die Gnade, die wir kriegen, ist an Reichthums Statt, die macht ewig satt. 3. Geiz hat nie genug, handelt gar nicht flug, läßt vom Gelde sich bestricken, und bis in's Verderben drücken. Bei der Gnade Zug kriegt das Herz genug. Erster Theil. 6. Wenn ich selig bin, o das ist Gewinn! wenn mich einst das Lämmlein weidet, und mit weißer Seide kleidet, o da lob' ich ihn, wenn ich selig bin. 21 294 20. Oktober. Sie aßen Alle, und wurden satt. Matth. 14, 20. Man sollte nicht meinen, daß so viel wachse, als Menschen und Vieh essen. Doch bleibt immer noch übrig, wo Gott Segen giebt. Sonderlich erfahren oftmal die Kinder Gottes den ihnen unbegreiflichen Segen von Gott. Er giebt seinen Freunden schlafend, und sie erkennen es mit Dank. Mel. Nun laßt uns Gott dem zc. so nähret allerwegen uns ein ge= 1. Die ihr bei Jesu bleibet, heimer Segen. indem sein Wort euch treibet, die ihr nicht von ihm gehet, dieweil ihr Wunder sehet. 5. Wie dieses mag geschehen, das kann man nicht verstehen; allein man sieht am Ende, es gieng durch Gottes Hände. 2. Was speist euch doch, ihr Armen? Das göttliche Erbarmen, das segnet ganz verborgen, auch ohne eure Sorgen. 3. Wenn wir von Tag zu Tagen, was da ist, überschlagen, und rechnen dann die Menge, so sind wir im Gedränge. 4. Doch wenn wir mit Vertrauen ihm auf die Hände schauen, 6. Man wundert sich und preiset den Herrn, der so ge speiset; man glaubt von Herzensgrunde, und dankt mit frohem Munde. 7. Kommt her, und singt zusammen: wir rühmen deinen Namen! du, Herr, bist unser König, dir sind wir unterthänig. 21. Oktober. 295 Die Liebe ist des Geseßes Erfüllung. Röm. 13, 10. Wer Wunder im Geseß Gottes sehen will, der sehe die Liebe. Ein ein ziges Wörtlein von einem unermeßlichen Umfang. Es scheint niedrig und geht doch so hoch; es scheint einfältig, und hat doch solche Tie fen. Es scheint so leicht, und braucht so viele Uebung. Es geht durch Himmel und Erden. Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2. 1. Herr, dein Gesetz ist wunderbar, ist Kindern und den Weisen klar; es flößt sich schon dem Säugling ein, der liebt und will geliebet seyn. 2. Die Liebe knüpft der Ehe Band; auf Liebe baut sich jeder Stand; wo Liebe herrscht, wird kein Tyrann; aus Liebe wird man unterthan. 3. Die Liebe zäumt den Herrn und Knecht; wo Liebe ist, da ist das Recht; ein Recht, das nicht auf Liebe ruht, scheint wohl ein Recht und ist nicht gut. 4. Als Liebe offenbarst du dich, und dein Geseß ist föniglich: wenn Liebe Alles bei uns gilt, so wird dein ganz Gesetz erfüllt. betrübt! D, aber wie hast du ge 5. Ach, wie hat uns der Haß betrübt! D, aber wie haft du ge liebt; du gabst den Sohn der Liebe hin, nun lieben wir dich nur durch ihn. 6. Ach gieb uns auch den Liebesgeist, den uns dein Sohn von dir verheißt; so geben wir der Liebe Ruhm dir ewig als dein Eigenthum. 22. Oktober. Wenn ihr die Züchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kindern. Hebr. 12, 7. Die Kindschaft muß vorher ihre Richtigkeit haben, sie kommt nicht von den Streichen her; denn Knechte und Missethäter werden auch gestäupt. Aber bei denen, die schon Kinder sind, sind die Schläge ein Zeichen väterlicher Liebe, und das Dulden der Kindlichen, als die Gezüchtigten und doch nicht ertödtet. 296 Mel. Werde munter, mein Gemüthe. Kinder guter Art werden nicht 1. Dir sey Dank, auch wenn von Schlägen hart; dürfen aber wir weinen, Vater, für die Züch- auch nicht zagen, daß der Vater tigung. Will sie schon nicht Freude sie geschlagen. scheinen, dient ste doch zur Besserung. Denn du stäupest, den du liebst; meinst es gut, wenn du betrübst, und an dem, der neugeboren, geht gewiß kein Streich verloren. 3. Schlügest du auf uns als Sünder, o so würden wir verdammt, aber du schlägst uns als Kinder, weil die Liebe bei, dir flammt. Lob sey solcher Vaters2. Bastarde sind keine Erben, treu! Deine Stäupe macht uns und sind ohne Vaterszucht, Kin- frei von dem sündlichen Getümder läßt man nicht verderben, und mel, und so ziehst du uns zum die Ruthe träget Frucht; ja die Himmel. 23. Oktober. 297 Gott sey gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seyd, nun aber gehorsam worden von Herzen dem Vorbild der Lehre, welchem ihr ergeben seyd. Röm. 6, 17. Kein Mensch kann den Dienst von sich selbst der Sünde auffünden. Es ist ein Werk der Gnade, die uns Sklaven befreiet, daher müssen wir Gott die Freiheit danken. Mel. Ich finge dir mit Herz sc. 11. Wie gut ist's, von der Sünde frei! Wie selig Christi Knecht! Im Sündendienst ist Sklaverei, in Chrifti, Kindesrecht. 2. Im Sündendienst ist Finsterniß, den Weg erkennt man nicht; bei Christo ist der Gang gewiß, man wandelt in dem Licht. 3. Im Sündendienst ist Haß und Leid, man plagt und wird betrübt; in Christi Reich ist Freudigfeit, man liebt und wird geliebt. 4. Die Sünde giebt den Tod zum Lohn, das heißt ja schlimm gedient; das Leben aber ist im Sohn, der uns mit Gott versöhnt. 5. O Heiland, dir nun dien' ich gern, denn du hast mich erkauft; ich weiß und will sonst keinen Herrn, auf dich bin ich getauft. 6. Wen du frei machst, der ist recht frei; du schenkst auch alle Schuld, und darum dank ich deiner Treu, und rühme deine Huld. 7. Ich bete an, Herr Jesu Christ, und sage: ich bin dein. Nimm mich zu dir, denn wo du bist, soll auch dein Diener seyn. 298 24. Oktober. Alle eure Sorgen werfet auf den Herrn, denn er sørget für cuch. 1 Petr. 5, 7. Das königliche Wort Davids hätte das Weib von Thekoa sehr beruhigen können: gehe heim, ich will für dich ge= bieten. Hier aber haben wir ein gar göttliches Wort: der Herr forget für euch. Das sollen wir mit Dank annehmen, und ohne Sorgen seyn. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Ein Weltherz sucht oft lan1. Gottlob, wir Kinder dürfen ge, wo es sich Hülfe borgt. Dem der Sorgen ganze Last auf dich, Christen ist nicht bange, er ist o Vater, werfen, wie du versichert schon wohl versorgt. Der Vater hast. So wird dem Herzen leicht, ist gar gut, der, ob wir schon weil du uns dieß erlaubet. Wer nichts sehen, doch mehr als wir nur dem Worte glaubet, der singt: verstehen, und und überschwänglich ihr Sorgen weicht. thut. 2. Die Last brennt oft die See- 4. So quält euch nur mit Sorlen, sie liegt zu nahe an. Wenn gen, ihr Kinder dieser Welt. Bei dieß und jen's will fehlen, da man uns ist's alle Morgen dem Vater nicht helfen kann. Das Kind wirft heimgestellt; am Abend loben wir sie von sich, und macht sich Luft des weisen Vaters Treue, und von Plagen; der Vater mag sie hoffen auf das Neue, und danken tragen, der Vater sorgt für mich. stets dafür. 25. Oktober. 299 Jesus rührete der Blinden Augen an, und sprach: euch geschehe nach eurem Glauben. Matth. 9, 29. Das ist nicht um jener Glaubigen willen geschehen, sondern uns zu gut, daß wir nach jener Erempel glauben sollen. Die Blinden sind von ihrer Stelle hinweg, und wir stehen darin. Aber das Wort des Herrn Jesu bleibt immer eins.de Mel. Werde munter mein Gemüthe. dein Vater mich jetzt liebt; daß 1. Wie ihr glaubt, so soll's ge- er seinen Geist mir giebt; daß schehen, werthes Wort, das Je ich dich einst werde sehen, also sus spricht! denn es giebt uns, wird es mir geschehen. PORVO wenn wir flehen, eine starke Zuversicht. Seelen, glaubt es, fürchtet Nichts, wie er redet, so geschieht's; dieß Wort geht zum Glaubensgrunde selbst der Wahrheit aus dem Munde. 3. Hier noch glauben wir als Kranken, und dein Wort erquickt uns oft. Dorten werden wir dir danken, wo man nicht mehr glaubt und hofft. Mach' dein Lob durch 2. Herr, ich glaube, daß die uns recht groß! Schenk' uns das Sünde durch dein Kreuz getilget geglaubte Loos, daß wir singen ist; daß ich in dir Gnade finde, in den Höhen: wie er sprach, so weil du ein Versöhner bist; daß ist's geschehen. 300 26. Oktober. Das Volk verwunderte sich, und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. Matth. 9, 8. Wer einmal ein schmerzliches Gefühl von der Sünde gehabt hat, der erkennt auch, welch' eine herrliche Wohlthat es um die Vergebung sey. Mel. Ihr Kinder des Höchsten. sein Ruhm der Versöhnung er1. Erweckt euch, ihr Sünder, schallt. Sey von uns, o Jesu, Gott dankbar zu werden, uns auf Erden erhoben; kein Sünder werden die Sünden vergeben auf darf dich in der Hölle mehr loErden, der Vater gab Jesu die ben. Ach führ uns gen Himmel, göttliche Macht, so werden wir so preisen wir droben. Todte zum Leben gebracht. Denn 3. So danken wir, Vater, dir ohne Vergebung blieb Alles ver- Alle das Leben; dem Menschendorben; um diese Vergebung ist sohn hast du die Vollmacht gegeJesus gestorben; nun freut sich ben, die übt er durch Menschen der Glaube, mir ist sie erworben. bis zu dem Gericht, wo über den 2. Der Heiland läßt solche durch Sünder das Urtheil geschicht. Ist Menschen verkünden; Wort, Taufe Sünde vergeben, so warten die und Nachtmahl dient wider die Seinen mit freudigem Herzen auf Sünden, in Himmel und Erden Christi Erscheinen, da preisen dich hat er die Gewalt, in welchen alle die Großen und Kleinen. 27. Oktober. 301 So bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Theil. Vs. 73, 26. Man wird kurz abgefertigt, wenn man hier seinen Theil dahin nimmt, ob er auch in des reichen Mannes Purpur, und täglicher Herrlichkeit und Freude bestünde. Das heißt, reich in Gott seyn, wenn man ihn gegen Alles außer ihm für seinen Theil hält. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. wir haben das allein von unsers Heilands Sterben, daß wir nun Gottes Erben, Gott unser Theil will seyn. 3. Das ist ein Trieb der Gna1. So bleib es denn nun feste, den, das lehrt uns Gottes Geist, mich rühre sonst nichts an: mein daß man das and're Schaden, Gott ist mir das Beste, das ich und Gott sein Erbtheil heißt; verlangen kann. Was kann mir ohne dich, mein Gott, im Himmel werden? Bist du mit mir auf Erden, ist sonst kein Theil für mich. 2. Laßt And're oben schweben, 4. Was Gott dem Priesterwie ein gebrauster Schaum; so orden in jenem Opferzelt, das bald sie nicht mehr leben, so ist ist er uns auch worden, und ihr Bild ein Traum. Gott ist ist's noch nach der Welt: wir das wahre Heil, nach dem der geh'n getrost hinzu, wir dürfen Glaube trachtet; wenn gleich das Weihrauch bringen, und dort im Herz verschmachtet, bleibt er des Himmel singen: Gott, unser Herzens Theil. Theil bist du. 302 28. Oktober. dan Ob Christus gleich gekreuzigt ist in der Schwachheit, so lebet er doch in der Kraft Gottes, und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der Kraft Gottes. 2 Cor. 13, 4. Das ist ein Trost für die, die in Christo sind, wenn ihre Schwachheit sie demüthigt; aber auch ihr Ruhm gegen And're, die ihnen ihre Schwäche vorwerfen. Mel. Jesu, der du meine Seele. chen seyn. Selbst die Schwach1. Das ist eine Wundersache, heit macht geschäftig, schwache schwach seyn, aber doch in Kraft. Beter beten heftig, die Geduld Dennoch freuet euch, ihr Schwa- ermannt sich mehr, und der Glaube che, das war Christi Eigenschaft; kämpfet sehr. aus der Schwachheit, als ent- 3. Ist uns Schwachen was gekräftet, ward der an sein Kreuz lungen, so wird Gottes Ruhm geheftet, der aus Gottes Kraft erst fund, seiner Kraft wird Lob doch lebt. Nun, nach solchem gesungen, weil es nicht in uns'rer Bilde strebt. d stund. Jesu, wo wir Schwachheit merken, wollst du dir zum Ruhm uns stärken; ewig sey für und klein, so wird Christi Kraft deine Macht Dank und Ehre dir doch mächtig auch in denen Schwa- gebracht. 2. Hält die Welt uns niederträchtig, fühlen wir uns schwach 29. Oftober. 303 Christus hat sich selbst gegeben, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen argen Welt, nach dem Willen Gottes und unsers Vaters. Gal. 1, 4. Die Welt ist arg, und hat den Argen zu einem Gott über sich, und nach ihres Vaters Lust will sie immer ärger thun. Also ist es was Seliges um diese Erlösung. Mel. Warum sollt ich mich denn ic. winnst wirst du Strafe finden. 1. Jesus wollt uns ihm er- Wir sind Christi, wir Erlösten, kaufen. Welt, mit dir haben wir unser Theil an dem Heil wird länger nicht zu laufen. Wir er- uns ewig trösten. fennen sein Erlösen; so ist nun nichts zu thun, Welt, mit dir, der bösen. 4. Dank sey dem, der sich gegeben in die Noth und den Tod, daß wir ihm nur leben; der des Vaters Gnadenwillen uns zu gut auch mit Blut wollt und könnt erfüllen. 5. Wir sind hier noch im Getümmel, und doch dein, führ' uns ein, Jesu, in den Himmel. Laß von uns Erlösten Allen dir hierob Ruhm und Lob ewig dort erschallen. 2. Wir sind eines Andern worden. Dich treibt der, der stets mehr Lügen liebt und Morden. Wir sind dessen, der uns liebet, und bekehrt, Wahrheit lehrt, und das Leben giebet. 3. Du thust deinem Gott in Sünden Sklavendienst, für Ge 30. Oktober. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium. Gal. 1, 6. Der Ruf geht an uns also aus Gnaden, und wir werden berufen in die Gnade hinein, daß wir deren in Chrifto theilhaftig werden. Von diesem Evangelio soll man sich nicht abwenden. 304 Mel. Valet will ich dir geben. 3. Durchdringe mir die Seele, 1. Erwünschter Ruf in Gnaden, o Evangelium, daß mir's am Heil der uns das Herz erfreut! Wir nicht fehle, noch an der Gnade werden eingeladen zu lauter Se- Ruhm. Herr, du hast mir geruligkeit. Der Mittler heißt uns fen, hier bin ich, nimm mich an, kommen zu dem Besprengungsblut. daß auf der ersten Stufen ich dir Wir werden angenommen; die schon danken kann. Gnade macht uns Muth. 4. Was bin ich arme Made? Du rufst, ich danke dir; es lobe deine Gnade nun Alles, was in 2. Kein Moses ruft wie dorten, zum Berge, der da brennt. Denn Jesus ruft mit Worten vom neuen Testament. Er ist's, aus dessen mir. Kann ich's hier nicht vollHerzen die Liebe selber spricht, wie bringen, weil ich vom Fleisch nicht sie am Kreuz mit Schmerzen sich frei, laß mich im Himmel singen, unser Herz verpflicht't. wie groß die Gnade sey. 31. Oktober. 305 Darum verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich. Es. 26, 4. Gott fordert mit Recht ein gänzliches Verlassen auf ihn, weil ihm diese Ehre allein gehöret. Es ist aber das dem Menschen selbst sehr nützlich. Die Sandgebäude auf nichtige Dinge werden so gar bald weggespület. Mel. Ermunt're dich, mein schwacher ic. $ 891 1. Verlasset euch nur auf den Herrn, laßt alle Feinde schnauben. Er ist so treu, er hilft so gern; bewahret nur den Glauben. Er ist ein Fels, der ewig steht, auf ihn kann, wer um Hülfe fleht, sich ewiglich verlassen, und ihn am Worte fassen. 3. Rühmt denn den Felsen un sers Heils in herzlichem Vertrauen, ein Jedes danke seines Theils, daß er auf ihn darf bauen. O fester 2. Der Herr hat uns ein Wort Fels, wie ist's so gut, wenn unser gesagt von Tilgung uns'rer Sün- Herz auf dir nur ruht! Dir soll den. Wer nur nach Heil und man Ehre geben, auch wenn wir Gnade fragt, der kann's in Jesu ewig leben. finden. Der ist der Fels, den Gott gelegt, der allen Bau der Kirche trägt, den soll der Glaube fassen, und sich auf ihn verlassen. 306 1. November. to Gott wird abwischen alle Thränen von ihren Augen. Offenb. 7, 17. Man hält bei gegenwärtiger lieb und glaubensloser Welt die Thränen für kindisch, besonders die Thränen der Kinder Gottes, und das scheint ein Heldenherz zu seyn, das kein Tröpflein Wasser mehr hat. Aber Steine sind's. Was kann ihnen Gott einst abwischen? Mel. Jesu, meine Freude. freuen ihn. Dort zählt er uns 1. Fließt nur, stille Thränen, keine mehr, die in Gottes Lob Niemand soll euch höhnen; denn sich mischen, er wird sie abjetzt ist die Saat. Fließt aus zar- wischen. tem Triebe auch in Bruderliebe, wie Maria that; fließet nur auch von Natur bei der ungezählten Plage uns'rer Jammertage. -3. Wenn wir thränend streuen, laßt uns darauf freuen, daß man Garben bringt. Jesu, nach dem Weinen, führ' uns zu den Deinen, 2. Thränen die da fließen zu wo man jauchzt und singt. Da des Heilands Füßen, wie der wird dir der Dank dafür; keine Sünderin; ja, die Glaubensthrä- Thräne fließt vergebens, um dich, nen, wie der Magdalenen, solche Quell des Lebens. 2. November. 307 Saget Dank allezeit für Alles, Gott und dem Vater, im Namen unsers Herrn Jesu Christi. Eph. 5, 20. Wenn das Herz voll Geistes ist, so lernt man dem Herrn singen und spielen in seinem Herzen; man lernt erkennen den unausforschlichen Reichthum der väterlichen Wohlthaten in Christo, und dankt nur in Christi Namen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Natürliche Gemüther sind Gott für so viel Dank verpflicht't. Allein das Herz ist träge, und häuft sich seine Schläge, man sollt es thun, und will es nicht. Der Dank in Jesu Namen ist auch in Jesu Amen, und seinem Güter, zu allem Vater angenehm. 4. Man muß es Gnade nennen, dem Vater danken können, daß ihm es wohlgefällt. Sein und lehrt es, wie wir sollen, weil Geist giebt's; daß wir wollen, 2. Die die Gesetze haben, erkennen noch mehr Gaben, und wissen ihre Pflicht. Der Dank er das Herz an Jesu hält. steht in dem Buche, doch steht 5. In Jesu will ich danken, auch da vom Fluche, man will so lang ich hier in Schranken es thun und kann es nicht. nach jenem Kleinod lauf. Dort 3. In Christo wird man tüchtig, man will und kann es rich dankt man erst vollkommen. D wär' ich aufgenommen. Ach Vatig; wir danken Gott in dem. ter, nimm mich gnädig auf! 3. November. Gottes Zeugniß ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohn. 1 Joh. 5, 9. Warum nennt man doch unsere jetzigen Zeiten erleuchtete? Wird nicht dieß göttliche Zeugniß je mehr und mehr entkräftet? D. h. verdüstert, und nicht erleuchtet. Aber Gottes Zeugniß wird doch wahr bleiben, und die Unglaubigen als Lügner erfunden werden. 308 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. Dank und Ruhm! Das Leben hat 1. Der Vater hat vom Sohn ge- der Glaub' hiervon, und dieses zeugt, und solches Zeugniß übersteigt Leben ist im Sohn. der Menschen Witz, der Lügen Macht; vom Glauben wird es hochgeacht't. 2. Am Jordan sprach der Vater schon: der, der ist mein geliebter Sohn! wie er die Stimme auch empfieng, kurz ch' er an sein Ster ben gieng. 5. Wer dieß nicht hat, hat Gott auch nicht, er stirbt und kommt dann in's Gericht. Mein Leben selbst, und was ich bin, geb' ich um dieses Zeugniß hin. 6. D Zeugniß, das noch feste steht, wenn Erd' und Himmel untergeht: Dem Vater, der dadurch erfreut, sey Ehre, Lob und Herrlichkeit. 3. Dieß Zeugniß ist's, das Gott bewies, da er ihn aus den Todten riß, und setzte ihn zur rechten Hand, wo er den Geist des Vaters fand. 4. Gott, dir sey in dem Heiligthum für dieß dein Zeugniß 7. Auf dieses Zeugniß schlaf' ich ein, durch dieß werd' ich im Leben seyn, da bet' ich einst vor seinem Thron den Vater an, und seinen Sohn. 4. November. 309 Er ist Aller zumal ein Herr, reich über Alle, die ihn anrufen. Röm. 10, 12. Man hindert sich sehr am Anrufen, wenn man zuvor untersuchen will, ob der Reichthum Gottes für Alle zureiche, oder ob er für Alle bestimmt sey, oder ob ihn Alle anrufen. - Man halte sich damit nicht auf. Jeder rufe an, und nehme aus diesem Reichthum seinen Theil für sich. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe ic. Huld. Der Böswicht wird in's 1. Gott, wie dein großer Na- Feu'r gestürzt, aus seiner eig'nen me ist, so ist dein Ruhm zugleich, Schuld. mende hall daß du Herr über Alle bist, und über Alle reich. 5. Im Namen Jesu ruf ich dich, du reicher Herr, auch an; das Abba spricht dein Geist für mich, wenn ich's nicht sprechen kann. 2. Wer dich anruft, den hörst du an, kein Jud' noch Griech' ist hie; als Herr, der selig machen kann, bist du reich über ste. 3. Kein Sünder ist dir allzufern; du rufft ihm gnädig zu; kommt er, und ruft dich an, den Herrn, o so begnadigst du. 4. Nur wer nicht ruft, der' wird verkürzt am Reichthum deiner Erster Theil. 6. Du hast die Aermsten nie veracht't, so glaub' ich denn getrost, du Herr bist's, der mich selig macht, und der mich nicht verstoßt. 7. Dort sing' ich dir, von dir derfreut, und nicht mehr arm und bloß: der Reichthum deiner Herrlichkeit, o Herr, ist wundergroß. 22 5. November. Der Purpurkrämerin Lydia that der Herr das Herz auf, daß sie darauf Acht hatte, was von Paulo geredet ward. Ap.- Gesch. 16, 14. Paulus hat sich es selbst nicht angemaßt, daß er die Herzen öffnen könne. Noch mehr ist's bei jetzigen Predigern also. Sie können wohl in die Ohren reden, aber zu den Herzen hat Gott den Schlüssel. 310 Mel. O Jerusalem, du Schöne. 3. Herr, daß ich nun Glauben 1. Unsre Herzen sind verschlos- spüre, hat mein Herz nicht von sen, Gott eröffnet sie allein. Wenn das Wort in's Ohr geflossen, dringt es doch nicht weiter ein. Denn das Herz fühlt keine Kraft, wenn der Herr nicht Deffnung schafft. 2. An den Herzen sind wir Tho- 4. Du bist's, dir gebührt die ren, und zum Glauben unge Ehre, den mein Glaube loben schlacht, und das Kreuzwort soll. Wenn ich noch von Jesu scheint verloren, bis es Gott zur höre, mach' das Herz mir von Weisheit macht. Unser Herz und ihm voll; öffne auch den HimGottes Licht steht in unsern Hän- mel mir, denn da dankt und den nicht. singt man dir. dem Ohr; öffnetest du nicht die Thüre, lägen noch die Riegel vor. Du nur greifst mein Inn'res an, ich selbst hab' es nicht. han. 16 Fred 6. November. 311 Der Kerkermeister freute sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war. Ap.- Gesch. 16, 34. Daß ihm die Gefangenen nicht entloffen, und daß ihm das Leben von seinem eigenen Schwert errettet worden, freute ihn nicht. Aber die Taufe auf den Herrn Jesum, und der Glaube an ihn, machte ihn und sein Haus froh. Mel. Die lieblichen Blicke, die Jesus. Krone zum Lohn. Da dünket die 1. An Jesum zu glauben, ist Welt, Lust, Ehre und Geld, zu herzliche Luft. Den Kindern auf dürftig und klein zur Freude zu Erden, so freudig sie werden, ist seyn. und niemals dergleichen Vergnügen bewußt. Wer Glauben erlangt, wer 3. Ergößt schon der Glaube, Gnade empfangt, wen Christus was wird erst gescheh'n, wenn bekleid't, ist göttlich erfreut. man nach Verlangen, dem Kerker entgangen, nun kann den Geglaubten in Herrlichkeit seh'n? Da wird liebet den Sohn, man kann für man entzückt, und himmlisch erdie Sünden die Reinigung fin- quickt; da lobet man ihn. Herr, den, man hoffet im Leiden die bring' uns dahin! 2. Man fennet den Vater, man 7. November. Jesus Christus, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich zu seyn, sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch, und an Geberden als ein Mensch erfunden. Phil. 2, 6. 7. Das geschah nach dem Willen seines Vaters, uns. zu erlösen. Tiefe Demuth! 312 Mel. Es kostet viel, ein Chrift zu seyn. hin. Der Vater war's, der dich 1. Du warst in göttlicher Ge- hernach verkläret. Ach lehre mich, stalt, mein Herr, eh' du in unser der ich noch fleischlich bin, Herr, Fleisch gekommen; doch hast du deinen Sinn. nicht mit eilender Gewalt Gott gleich zu seyn, als einen Raub genommen; du äußertest dich göttlicher Gewalt, nahmst Knechtsgestalt.d 3. Ich danke dir, du warst ein Knecht, und warst als Sohn dem Glauben doch gewiesen. Auch über mich hast du als Sohn das Recht. Dein Knecht bin ich, sey denn von mir gepriesen. Schaff' dir 2. Das war dein demuthsvol ler Sinn, in dem hast du dich selber ausgeleeret, giengst Men- ein Lob durch deinen Geist in mir, schen gleich so unter Menschen so dank ich dir. 8. November. 313 Jesus Christus erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Phil. 2, 8. Tiefer hätte sich der Sohn nicht herunter lassen können. Die Knechtsgestalt war schon auch eine Erniedrigung, aber die Knechtsstrafe am Kreuz war noch mehr. Herr Jesu, wer ist tüchtig, dir recht zu danken? 2018 Tiduni Mel. Wer nur den lieben Gott läßt sc. 3. So schmählich hieng auf unsrer Erden der nun vollend'te Jesus Christ, der, wenn wir ihm gehorsam werden, uns unsers Heils Urheber ist. Ja, Herr, dir bin ich unterthan, und bete dich mit Freuden an. 4. Wie tief lag ich in dem Verderben, und aus der Tiefe zogst du mich. Hilf mir durch dein versöhnlich Sterben, aus meiner Tiefe rufe ich: mach' nur mein Herz auf ewig dein, so wird mein Dank auch ewig seyn. 1. Wie tief ließ Jesus sich herunter? Kein Mensch, kein Engel ward so klein. Vor unsern Augen ist's ein Wunder, der Sohn soll so erniedrigt seyn, gehorsam bis zur Todesqual, ja bis zum Tod am Kreuzespfahl. stro minor 2. O Tiefe, da wir uns entseßen! wir sehen dir nicht auf den Grund, und doch mit zitterndem Ergößen erfüllt der Glaube unsern Mund, in solche Tiefe stieg der Sohn; Gottlob, wir leben jetzt davon. 314 9. November.. In Christo Jesu haben wir Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. Eph. 3, 12. Zu den Weltmenschen hat der Weltmensch einen kühnen Zutritt, und der Christ entweder feinen, oder mit Blödigkeit. Zu Gott mag der Weltmensch nicht, oder er muß zittern; aber der Christ darf mit freudiger Zuversicht hinzugehen. Mel. Mir nach, spricht Christus ic. 3. Hier rede mir mein Herz 1. In Jesu hat man Freudig- nicht ein, ich bete ganz von Herkeit, mit Zuversicht zu beten, der zen. Will Satan mein Verkläger Zugang ist durch ihn bereit't, zum seyn, das laß ich mich nicht schmerVater vorzutreten: wir geh'n als zen. liebe Kinder hin, und reden frei, und nur durch ihn. Durch Jesum hab' ich Zuversicht, selbst Moses schweigt, wenn Jesus spricht.d 2. Sonst brauch' ich keine Für- 4. Ich nehm' den Mund von sprach mehr, wenn's auch Maria Rühmen voll, Gott sey von mir wäre; denn der Gerechte ist nur erhoben. Wie ich in Jesu beten er, und das ist Christi Ehre! die soll, will ich in ihm auch loben. Wahrheit zeuget uns sein Geist. Hier und im Himmel soll allein Daß er nur die Versöhnung heißt. sein Lob in meinem Munde seyn. 10. November. 315 Darum hat Gott Jesum Christum erhöhet, und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß im Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel, auf Erden und unter der Erden sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters. Phil. 2, 9. 10. 11. Großer Name! Gott sey Dank. Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. schen gehöhnet, den hat Gott mit 1. Freut euch, die in Jesu le- Preis und mit Ehre gekrönet. Er ben, freut euch, Gott hat ihn litt im Gehorsam, und war doch erhöht! Und den Namen ihm ge- der Sohn; mun bleibt ihm nach geben, welcher über alle geht. Im seiner Vollendung der Thron. Himmel, auf Erden und unter der Erden ist kein Knie, das ihm 3. Jesu, durch dein tief Ernienicht gebogen soll werden; fein dern wird das Herz uns hoch erMund ist, der Jesum, den Herrn, freut, und wir danken dir mit Lienicht bekennt, zur Ehre des Va- dern, Herr, in deiner Herrlichkeit. ters wird er so genennt. Wie gut ist's, mit Freuden auf Erden dich preisen, als dir einst die Ehre mit Zittern beweisen. Hier lall' ich, dort sprech' ich im Himmel noch mehr: zur Ehre des Vaters ist Jesus der Herr. 2. Der ist's, welcher als Erlöser ausgeleert und niedrig war; darum machte Gott ihn größer, als der Seraphinen Schaar. Den, welchen der Satan durch Men 316 11. November. Von dem Sohn spricht Gott: Dich hat, o Gott, gesalbet dein Gott, mit dem Dele der Freuden über deine Genossen. Hebr. 1, 9. Die Salbung, die die Christen von Christo haben, ist was Herrlicheres als die königlichen Salbungen auf Erden. Dieſe sind aus der Erden, jene vom Himmel; nach diesen kommt man in die Erde, nach jener in den Himmel. 1 Mel. Was Gott thut, das ist ic. 3. Er schenkt auch uns von sei1. Welt, singt man dir das nem Geist, daß wir die Salbung Lied zu viel von Christo uns'rem haben. Weil Jesus unser König König, so thust ja du das Wider- heißt, schenkt er auch Königsgaspiel, du singst es gar zu wenig. Der Glaube liebt's, die Liebe übt's, die Hoffnung sieht von fernen, sie woll' es dort recht lernen. ben. Ein Christ zu seyn trägt noch mehr ein, als aller Edeln Orden, ja, wer hier König worden. 2. Nur ihm bleibt des Gesalb- 4. Gesalbter! nun wir beten ten Ruhm, das Rauchfaß und die an, laß deinen Geist uns salben, Krone; er ist gesalbt zum Priester- der dir zum Lob uns weihen kann, thum; er ist gesalbt zum Throne. so klingt es allenthalben, so singt Was er gered't als der Prophet, dem Herrn man nah und fern! das ist's, wie wir's noch lesen, Seyd Christo unterthänig, dem vom Del des Geists gewesen. Priester und dem König. 12. November. 317 Der Wandel sey ohne Geiz, und lasset euch begnügen an dem, das da ist; denn er hat gesagt: ich will dich nicht verlassen noch versäumen. Hebr. 13, 5. In feiner Banko steht unser zeitliches Vermögen so sicher, als hier. Gottes Kinder haben Briefe dafür. Wie kann der Christ so ruhige Tage dabei haben! 1100) Mel. O Lamm Gottes, unschuldig sc. 3. Wenn ich auch nichts kann 1. Ich will dich nicht verlassen, sehen, wenn ich verlassen schiene, ich will dich nicht versäumen. Dieß so kann ich doch noch flehen, mit Wort will ich fest fassen; mir soll dem Wort will auf ihne ich alle vom Geiz nicht träumen. Ich will Sorgen werfen, er weiß, was anstatt der Klagen Gott nur sein wir bedürfen. Da magst du for Wort hinsagen: du hast's ver- gen, o Vater. sprochen, o Vater. 2. Wenn glaubenslose Seelen 4. Wenn er mich nun erhöret, bald mit dem Reichthum prangen, und mir sein Wort, erfüllet; ja, bald sich um Reichthum quälen, eh' er noch gewähret, und nur und ihn doch nicht erlangen, so mit Trost mich stillet, so will ich bleibt mir allemale die Schrift zum ihm schon danken: Ein Kinds Kapitale. Dir will ich glauben, herz muß nicht wanken. Dich will o Vater.: ich loben, o Vater. misd: idor 318 13. November. Ihr seyd nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Röm. 6, 14. Wenn Gott nach dem Geseß mit uns handelte, so wären unsere Sünden, auch bei dem Frömmsten, lauter herrschende Sünden. Aber wo der Glaube die Gnade ergriffen hat, oder vielmehr von der Gnade ergriffen ist, herrscht die Sünde nicht, und Gott rechnet sie nicht so an. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Wenn wir uns täglich beu1. Wir leben unter Gnade, nicht gen, beschämt von uns'rer Schuld, im Gesetzeszwang; Gott droht so darf dein Geist uns zeugen, nicht gleich gerade mit Fluch und wir steh'n noch in der Huld. D Untergang. Wir sind mit Gott wäre Gnade nicht, du hättest keine versöhnt, der zeigt dann einem Kinder: wir blieben Alle Sünder, Sohne, wie er des Glaubens und müßten in's Gericht. schone, der ihm mit Treue dient. 2. Herr, wolltest du stets rä- 4. Nun bleibt man dir in Archen, wie dein Gesetz gedroht, so men, dein Kind lebt nun von dir, brächten die Gebrechen uns alle von Treue, von Erbarmen, von Tag den Tod. Doch das Be- Langmuth singen wir. Bring' uns sprengungsblut lässt du stets für zum Heiligthum, wo wir nicht uns reden. Du hast nicht Lust zu können schlen, so hat an unsern tödten; dein Vaterherz ist gut. Seelen die Gnade ewig Ruhm. 14. November. 319 Freuen und fröhlich müssen seyn an dir, die nach dir fragen, und die dein Heil lieben, immer sagen: Hochgelobet sey Gott. Pf. 70, 5. Wenn dieß Wort jemals die bedrängten Glaubigen angegangen hat: so gilt es ihnen besonders in jezigen Zeiten. Das Thier schnaubet, der Drache zeigt seinen Grimm. Die Feinde des Heils vermehren sich überall. en lichi Mel. Allein Gott in der Höh' sey c. ihrer lachen. Die Kirche bleibt, 1. Ein Gott, der hilft, ist un- es lebt ihr Haupt. Herr, schütze ser Gott, er hilft den Heilsver- ferner, was noch glaubt; sey mächwandten. Zu Schanden wird der tig in den Schwachen! Feinde Rott', wir werden nicht zu Schanden. Mit List, Gewalt und Spötterei fragt oft der Feind uns, wo er sey. Nur still! er ist vorhanden. 3. Es müssen fröhlich seyn an dir, die nach dir, Herr, noch fragen, die dein Heil lieben, müssen hier, und dort einst, immer 2. Das macht die Glaubigen sagen: Gott, unser Gott, sey getrost, auch gegen Thier und hochgelobt, die Feinde haben ausDrachen; ihr Grimm ist groß, ihr getobt, sein Wort hat sie geschlaSinn erbost, doch Gott kann gen. 15. November. Mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlechte scheinet ihr, Gotteskinder, als Lichter in der Welt, damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens. Phil. 2, 15. 16. Die Welt liebet die Finsterniß, auch heutzutage, die man erleuchtete Zeiten heißt, mehr als das Licht, als Jesum und sein Wort. Wird sie auch leben ohne dieß Lebenswort? 320 Mel. Wo ist mein Schäflein, das ich c. ein Kleid veralten, nur dieß Wort 1. Herr, dein Wort ist ein bleibet ewiglich. Was will ich Wort des Lebens, wen dieß nicht halten in dem Sterben? was rührt, der bleibt im Tod; dem kann mich halten im Verderben? Glauben ist's ein Himmelsbrød, halt ich dieß Wort, so hält es dem Weltwitz eckelts, als verge- mich. bens. Gott, der das Leben in sich hat, hat's uns durch seinen Geist gegeben, es zeigt uns in dem Sohn das Leben, und auch den Riß von jener Stadt. 3. Lebendiger, dir soll man danken, dein Wort ist, wie du selber bist, und wie dein Sohn, der ewig ist. Wenn diese fallen, jene wanken, so glauben wir, und dan2. Herr, laß uns an dem Worte ken fort, und singen einst in Sahalten, dabei man an dem Le- lems Thoren, vom Wort des Leben hält. Verwelken muß das bens neugeboren: Gott ist wahrBild der Welt, die Himmel wie haftig, und sein Wort. 16. November. 321 Ihr send der Leib Christi, und Glieder, ein Jeglicher nach seinem Theil. 1 Cor. 12, 27. Man soll nichts anders seyn wollen, als was man von Gott ist. Was wir von uns sind, da müssen wir auf Veränderung denken. Denn der Sünder soll sich bekehren. Wozu dich aber Gott in deinem Theil gemacht, das bleibe. Du wirst's gewiß nicht besser machen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 3. Wer hadert mit dem Schö1. Der Neid und Ehrgeiz quä- pfer? Spricht auch der Thon zum len die weltgesinnten Seelen bei Töpfer: was machest du mich so? ihres Mitglieds Gut. Nur Gottes Wenn ich ein Glied am Leibe, guter Wille und Demuth macht auch das geringste, bleibe, so fein stille. Denn weis und recht preis ich Gott, und bin noch ist, was Gott thut. froh. 2. Hab' ich die kleinsten Gaben; 4. Ich lobe, Herr, dein Fügen, der ste gab, wollt es haben, so und danke mit Vergnügen; die bleib' ich, was ich bin. Denn daß Gaben sind ja dein. Laß mich, kein Ohr zum Auge, ein Fuß zur wie ich begehre, nur ein Gefäß Hand nicht tauge, das wußt der zur Ehre, ein Werkzeug deiner weise Gott vorhin. Gnade seyn. 17. November. Wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und send nicht euer selbst? 1 Cor. 6, 19. Dieses soll uns eine wahre Hochachtung für unsern Leib einprägen. Der Unglaube entweihet ihn durch Unreinigkeit; und die falsche Verläugnung schonet seiner nicht. 322 Mel. O Jerusalem, du Schöne. 3. In der Taufe war die Weihe. 1. Gott, was ist der Leib von Bricht der Tod die Hütte ein, so Erden, wo die Sünde sonst ge baut Salomo ganz neue, daß sie wohnt, daß er darf zum Tempel muß ein Tempel seyn; Gott erweckt werden, da der Geist im Dunkel den Leib darum, weil er war ein thront; weil ihn Jesus hochgeacht't, und mit Blut an Gott gebracht. Heiligthum. 4. D daß Gott an meinem 2. Herr, ich danke dir die Ehre; Leibe hier schon stets gepriesen so machst du zu Gottes Haus, sey, daß ich Gottes Lob stets was ein Hain der Gößen wäre, treibe, bis ich, gar von Sünde da schaffst du die Gräu'l hinaus, frei, dort in einem neuen Bau und das Del des Geistes weiht Gott als Priester rühm' und ihn sich selbst zur Herrlichkeit. schau. Jution 300 tsar 18. November. 323 Das Reich Gottes hält sich also, als wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft. Marc. 4, 26. Im Reich der Natur und im Reich der Gnade ist eine verwunderliche Gleichheit. Es ist lieblich zu betrachten, wie aus einem Samen ein Gewächs, und aus dem Wort der Glaube entstehet. In beiden ist Vieles unbegreiflich, Alles löblich. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Last Glaubensfeinde rau1. Auf, Seelen! Gott zu rüh- nen, was eig'nem Wiß geträumt, men, der alle Dinge schafft. Die wir merken mit Erstaunen, wie Felder anzublümen, giebt er dem Wort und Same keimt. Wir preiSamen Kraft; und in dem Reich sen dessen Namen, der Macht der Gnaden hat unser Herz sein und Weisheit übt, uns Früchte Wort, da wächst's von Grad zu aus dem Samen, vom Wort den Graden bis in den Himmel fort. Glauben giebt. 2. Das ist von Gottes Segen; 4. Vom Feld sey Gott erhoben, was Niemand kommen sah, auf wenn er es trächtig macht; ihn den verborg'nen Wegen, das steht sollen Herzen loben, wo sein Wort gewachsen da; das göttliche Ge- Frucht gebracht. Das Feld, Herr, mächte ist unversehn's im Flor: singt, wie reichlich du deine Güwo man an Sterben dächte, da ter giebst; das Herz, wie unverlebt der Glaub' hervor. gleichlich du uns in Christo liebst. * 19. November. Selig ist, der da lieset, und die da hören die Reden der Weissagung, und bewahren, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Offenb. 1, 3. Daß Gott die Offenbarung Christo gegeben, sollen wir mit allem Dank erkennen; daß Jesus sie dem Johannes gegeben, und daß sein Geist zu nöthigen Zeiten Verstand davon giebt, auch Gott danten Seift zu 324 Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. 3. Da rechnen sie auf Jahr und 1. Man dankt dir, Gott, die Zeiten, die Gottes Rath zuvor Offenbarung, die Jesus Christus bestimmt; sie sehen schon ihr Heil ausgestellt, sie dient dem Glau- im Weiten, und wenn ihr Herr ben zur Bewahrung, bis Hur' sie zu sich nimmt? Bis zu dem und Thier und Drache fällt. O endlichen Gericht der noch verWohlthat! weil doch selig ist, wer borg'ne Tag anbricht. Jesu Christi Buch recht liest. 4. Das ist ein Werk von dei 2. Da lernt der Glaube freudig ner Treue, o Gott, und dir sey hoffen auf das, was Gott berei Lob dafür! So machst du frei tet hat, da zeigt der Himmel selbst von Menschenscheue, und lehrst sich offen, und Neu- Jerusalem, die wahre Furcht vor dir; so die Stadt; da lernen seine Hei- hat, auch nach dem Marterthum, ligen hier in Geduld und Glau- Gott und das Lämmlein ewig ben steh'n. Ruhm. 20. November. 325 Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit. aufgedecktem Angesicht, und wir werden verkläret in dasselbige Bild von einer Klarheit zu der andern, als vom Geist des Herrn. 2 Cor. 3, 18. Bei Möse, dem Gesetzgeber, war eine Decke nöthig: bei dem Evangelio nicht, ob es schon jeßt der Unglaube verdecken will. 40 7916 aby dog sind ant Mel. O daß ich tausend Bungen hätte. 3. Der Geist des Herrn, der 1. Gottlob! daß wir von Jesu lesen, was unsre Herzen ewig freut: das Ebenbild von Gottes Wesen, der Abglanz seiner Herrlichkeit, das Licht der Welt, so uns verklärt, daß man der Lichter Vater ehrt. Geist der Wahrheit, verwandelt uns in gleiches Bild von Klarheit immer mehr in Klarheit, bis uns das Licht einst ganz erfüllt. Des Herrn Licht. wird in uns gebracht, und wir zum Licht im Herrn gemacht. 2. So fennt man Gott in sei 4. So kann sich Gott sein Lob nem Lichte, und Christum als den erhöhen, wenn wir den Vater in Morgenstern; mit aufgedecktem dem Sohn, und uns in seinem Angesichte seh'n wir die Klarheit unsers Herrn, wie sich ein Licht im Spiegel mahlt, und da als Licht zurücke strahlt. Sohne sehen; da zeuget Beider Geist davon, und danken nach des Glaubens Pflicht wir hier im Schatten, dort im Licht. inste 23 Erster Theil. 21. November. Denn was für einen Dank können wir Gott vergelten um cuch, für alle diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott. 1 Thess. 3, 9. Freundschaft und Liebe macht Freude über des andern Wohl. Wer nur in Lesung der Zeitungen einer von streitenden Partheien geneigt ist, freut sich über deren Sieg. Noch edler ist's im Reich Christi. 326. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Dir sey dann Lob gesun1. Ob den bekehrten Sündern gen, du Herr der Herrlichkeit, freut sich der Himmel auch: so ist daß du durch so viel Zungen bei Gottes Kindern auch Freude dir hast ein Lob bereit't; für der Gebrauch, wenn Jesus viele Alle danken wir, die aus des find't, die glauben, die ihn lieben, Elends Tiefen, wie wir um Geduld in Hoffnung üben, und Gnade riefen, und fanden sie sterbend selig sind. bei dir. 2. Wenn Gottes Wort schnell laufet, wenn Christi Reich ein- 4. Für Alle, die da wallen nach bricht, wenn man die Zeit recht uns'rer Vaterstadt, und wen dein. kaufet, wenn fein viel Gut's ge- Wohlgefallen zum Kind gezeuget schicht, viel Dank's und Lob's er- hat, für Alle sey dir Ruhm! Wie klingt bei reicher Wortesweide, herrlich wird's einst klingen, wenn das ist's, was Christen Freude ob wir zusammen singen in deinem Gottes Ehre bringt. Heiligthum. 22. November. 327 Du heißest mit deinem Namen: Herr alleine, und der Höchste in aller Welt. Ps. 83, 19. Wie sklavisch ist doch des Menschen Sinn von Natur! den gemachten Herren dient man mit Willen; dem, der es wesentlich ist, und über Alle gemachte, und so einen seligen Dienst hat, dem allein will man nicht dienen, und ihm seine Ehre geben. Mel Allein Gott in der Höh' sey c. hilft Keiner. Wenn du allein 1. O Gott, du heißest Herr derselbe bist, der aller Andern allein, Herr Himmels und der Herrscher ist, so bist du auch der Erden; so sollst du stets geehret meine. seyn, und angebetet werden; was dich erkennt, das bücket sich, was heilig ist, das lobet dich und deinen großen Namen. 3. Wird schon ein größ'res Loblied dir von Thronen stets gesungen, nimm doch auch Preis und Dank von mir und meiner schwachen Zungen; mach du mir selbst die Lippen rein, so stimm ich dort noch besser ein. D Seligkeit, dich 2. Der Wahnwiß macht sich viele Herrn; du wahrer Gott bist Einer, drum bleibt des Thoren Hülfe fern; denn außer dir loben! 23. November. Sagt unter den Heiden, daß der Herr König sey. Pf. 96, 10. Man beschreibt Leben und Thaten der irdischen Könige von den ältesten und neuesten Zeiten, und die werden begierig gelesen; man macht Trauer und Freudenspiele davon, und ergößt sich daran. Von dem König Christo und seinem Reich hören die Wenigsten gerne. 328 Mel. Jesu, meine Freude. 1. Singt doch unserm König, Himmel bringt; er ist Sohn, er hat den Thron; er läßt sich von fingt ihm unterthänig, lobt sein Niemand geben, er schenkt selbst Herrlich Reich; hat der Himmel das Leben. Thronen, hat die Erde Kronen, nichts ist Jenem gleich. Ahmt 3. Liebt dann seine Ehre; die Sprach der Engel nach, die glaubt die Gnadenlehre; sagt von von Jesu selbst bekennen, er sey seiner Macht; singt die weisen Herr zu nennen. Werke; preist die Wunderstärke; rühmt des Reichthums Pracht; höchsten nehmet Theil an seinem Heil, Diener, jauchzt ihm froh doch unterthäin den nig: Jesu, du bist König. 2. Er hat eine Gnade, die vom tiefsten Grade zu dem schwingt; er liebt seine die er, als Versöhner, 24. November. 329 Drei sind, die da zeugen im Himmel, der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind Eins. 1 Joh. 5, 7. Dieß geheimnißvolle Zeugniß sollten wir mit demüthigster Anbetung annehmen, und glauben, und uns dessen bis in das ewige Leben hinein trösten. Dagegen lüget der Teufel schrecklich, und die Welt liebt seine Lügen. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt ic. 3. Gott zeugt von sich, und das 1. Wir bücken uns vor deinem ist Gnade, daß nun der Mensch Stuhle, Herr, Gott, du Vater, den Namen trägt, denn Gott Sohn und Geist. Du selbst lehrst schon bei dem Wasserbade auf in des Geistes Schule, wie du mit neugeborne Kinder legt; was hier deinem Namen heißst. Uns muß der Glaube sagen kann, ist dieß ja unbegreiflich seyn, was Nie- allein: wir beten an. mand weiß, als Gott allein. 4. Wir danken dir für dein 2. Doch ist es unser ewig's Erwählen, wodurch dieß Zeugniß Leben, dich kennen, daß du Vater uns erfreut. Herr, weihe dir bist, und dir in Jesu Ehre geben, doch unsre Seelen zum Tempel daß er von dir gesendet ist, und der Dreieinigkeit; schreib deinen daß der Vater und der Sohn den Namen dir zum Ruhm auch dort Geist uns sendet von dem Thron. auf uns im Heiligthum. 330 25. November. Hier ist Geduld der Heiligen, die da bewahren die Gebote Gottes, und den Glauben an Jesu. Offenb. 14, 12. Daß es noch Heilige gibt, daß diese Heiligen können in allen bösen Zeiten Geduld haben, daß sie die Gebote Gottes und den Glauben bewahren können, das ist alles die Treue Gottes und die Kraft der Worte der Offenbarung. Mel. Nun laßt uns Gott dem ic. im Rausch hinrennet, wo ew'ger 1. Wir danken Gottes Treue, Schwefel brennet. der eine heil'ge Scheue, vor Hure, Thier und Drachen, uns durch sein Wort will machen. 5. Herr, laß uns nicht berauben; Herr, stärke uns den Glau2. So kann er in Gefahren dein Erscheinen liebe. ben, der in Geduld sich übe, und den Glauben uns bewahren, der ihm nicht trenne. Jesum frei bekenne, und sich von 6. Herr, der du überwunden, hilf in Versuchungsstunden, daß 3. Daß er aus. Christi Reiche wir stets Gnade finden, und in nicht durch Versuchung weiche, dir überwinden. und nach der Kreuzesprobe sein Heil im Himmel lobe. 7. So ist kein Kampf vergebens; wir steh'n im Buch des 4. Weh dem, der mitgeloffen, Lebens; das Heil, das du erwieund Babels Wein gesoffen, daß er sen, wird ewiglich gepriesen.. 26. November. 331 Jesus Christus, Gottes Sohn, ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 1 Joh. 5, 20. Diese Grundwahrheit in den Lehren des Heils freuet den Glauben herzlich. Je abscheulicher die Sünde, je fürchterlicher die Verdammniß, je bitterer das Leiden. dem Christen wird, je süßer, kräftiger, erfreulicher wird ihm diese Lehre. 3. Gottes Sohn, und Gottes Lamm, von der Liebe selbst geschlachtet; noch im Fleisch am Kreuzesstamm von Gott selbst als Sohn geachtet, jetzt lebendig und erhöht ehrt man seine Majestät. 2. Wahrer Gott, und wahrer 4. Wär' nicht er zum Heil Sohn, seinem Vater gleich am gesetzt, o wie könnt' ein Sünder Wesen, gleich an Liebe, Lob und leben? Aber in dem Sohn ist Thron, dem man nichts kann jetzt uns der Himmel selbst geGleiches lesen; doch der Vater geben. Ewig sing' ich vor dem zeugt es so, und der Glaube Thron: Jesus Christus, Gottes fingt es froh. Sohn. Mel. Jesus, meine Buversicht. 1. Jesus Christus, Gottes Sohn, von dem Vater selbst gezeuget, ist ein Lied im Himmelston, das die Erde übersteiget; nur der Glaube, der ihn kann, stimmt ihn schwach, doch mächtig an. 27. November. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Joh. 15, 26. Das unerforschliche Geheimniß des Ausgangs des heiligen Geistes ist dem Glauben etwas Köstliches, daß sein Zeugniß im Herzen ein göttliches sey. 332 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 4. Hierauf ist meine Tauf' ge11. Der Geist des Herrn ist gründ'i; er zeugt mir, ich sey Herr, wie er, nicht minder Gott Gottes Kind; der Vater gibt und auch nicht mehr, von gleichem das Pfand mit ihm, daß ich mich Wesen, Ehr' und Macht, ein Gottes Erben rühm'. gleiches Licht in gleicher Pracht. 2. Er ging von Ewigkeiten schon vom Vater aus und von dem Sohn; der Sohn und Vater senden ihn; des Glaubens Leben liegt hierin. 3. Wer Gottes Leben nicht versteht, weiß auch nicht, wie sein Athem geht; nur Gott macht durch des Sohnes Mund uns diese theure Wahrheit kund. 5. Gott will mein Gott im Sohne seyn; der Sohn ist durch den Geist auch mein. Denn ohne Zuthun unsers Thuns verkläret er den Sohn in uns. 6. Geist des Herrn, verkläre dich auch selbst in mir, so glaub' ich dich; und von dir selbst auch zubereit't, geb' ich dir dort die Herrlichkeit. 28. November. Und die Stimme, die ich hörte, war wie der Harfenspieler, die auf ihren Harfen spielen, und sungen ein neu Lied. Offenb. 14, 3. Bei der Freude im Himmel müssen auch Gesänge seyn; die werden unvergleichlich wohl lauten, daß die lieblichste Musik auf Erden wie nichts dagegen zu achten ist. Wer ist nicht begierig, es mit anzuhören! Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein 2c. 1. Denk' ich an jene HimmelsChöre, die vor dem Thron der Dreiheit sind, zu Gottes und des Lammes Ehre in ew'gem Loben angezünd't, so wünscht mein Herz: o hört ich nah, was ich hier glaube! wär' ich da! 333 3. Sie spielten alle auf den Harfen, ja Gottesharfen spielten ste; auch die, die Kronen niederwarfen, die Aelt'sten sah Johannes hie. Les' ich nun dieß, was jener sah, so ist mein Wunsch: o wär' ich da! 4. Indessen sing' ich unter Thrä2. Zweihundert acht und acht- nen Gott und dem Lamm ein zig Meister setzt Salomo im Tem- irdisch Lied. Die Zeit kommt pel ein: doch werden der Gerech- doch nach meinem Schnen, daß ten Geister viel mehr und viel Gott mich zum Gesang auch gelehrter seyn. Klang jenes schön, zieht. Hier so klinget ja dieß herrlicher! o wär' ich da! heißt der Tert: o dort sing' ich mit: wär ich da! Hallelujah! 334 29. November. Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden. E₁. 40, 31. Das ist eine angenehme Verheißung; sie gehet auf das neue Testament, und da wird sie zum Lobe Gottes herrlich erfüllt. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. kühlen, frisches Wasser für's Er1. Welche auf den Herren hof- matten, und zum Ruhen stille fen, sind noch nie umsonst gelof- Schatten. Gibst du Kraft, so fen, weil sie neue Kraft stets krie- lauft man munter; gäbst du nicht, gen, daß sie wie die Adler fliegen, wir lägen unter. laufen, aber ohn' Beschwerden, 3. Ja, du gibst bei allen Schritwandeln und nicht müde werden; ten neue Kraft um Kraft zu bitGott, der solchen Lauf beschie- ten, und bei täglich neuen Proden, der gibt Stärke g'nug den Müden. ben gibst du Kraft den Herrn zu loben, der uns läßt den Lauf ge2. Herr, wir geh'n in deinen lingen, bis wir uns gen Himmel Schranken, und wir haben dir zu schwingen; da wird, nach volldanken, wenn wir neue Stärke end'tem Wallen, erst dein Ruhm fühlen, sanfte Luft, uns abzu- der Kraft erschallen.; 30. November. 335 Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn. Ps. 34, 2. In der Welt setzt man oft gewisse Tage, woran man das Te Deum öffentlich und mit vielem Gepränge singt. Es wäre löblich, wenn es immer aus Glauben und in der Wahrheit geschähe. Der Glaubige singt's alle Tage. Ich will von meinem Mel. Meinen Jesum ich erwähle. dafür. Jede Wohlthat, alles 1. Laßt die Todten Todte lo- heut, alle Zeit ist die Zeit zum ben, meine Seele lobt den Herrn, Lob für mich, meine Seele lobet der mich aus dem Tod erhoben, dich. daß ich Christo leben lern', Herr, was du schaffst, was du bist, alles 3. Soll ich leiden, muß ich ist stets ein Trieb zum Lob für weinen, geb' ich doch dein Lob mich, meine Seele lobet dich. nicht hin, auch am Stäupen muß erscheinen, daß ich lieb 2. Denk' ich des Versöhnungs- gewesen bin. Vater, führe mich blutes, o so lebt das Herz in nur du Himmel zu, da, da mir; thust du mir am Leibe Gu- sing' ich ewiglich: meine Seele tes, lobt dich auch mein Mund lobet dich. 336 1. December. Ich danke Gott durch Jesum Christum unsern Herrn. Nömer 7, 25. Aller Gottesdienst kann außer Christo von dem Menschen Gott nicht gefällig seyn. Man kann außer ihm Gott nicht loben noch danken. Denn außer Christo ist Tod und Hölle. Wer will Gott in der Hölle danken? die Todten werden dich, Herr, nicht loben. In Christo kann und soll's geschehen. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 3. Stimm', Glaube, deine Lie1. Aus Gnaden darf ich sin- der dann nur in Christo an, fall' gen, und meiner Lippen Frucht froh mit Danken nieder, und dem Herrn zum Opfer bringen, rühm', was Gott gethan; ja der Dank für Gnade sucht. Ja rühme das Versöhnen, wodurch Jesu, dein Versöhnen macht, daß du Gott darfst dienen, der selig wir uns erfühnen, sonst bleiben machen kann. wir verflucht. 4. Das Volk, mit Blut getaufet, dankt selbst aus diesem Ton; das Lamm hat uns erkaufet, so schallt es vor dem Thron; der Grund des Lobs bei ihnen ist einzig das Versöhnen. Dank sey Gott durch den Sohn. 2. Herr, laß es dir gefallen, was ich durch Jesum bring', auch nur ein kindlich Lallen in ihm ist föstlich Ding. Der Werth liegt in Versöhnen, nicht aber im Verdie nen, wenn ich dein Lob besing. 2. December. Gott, da er wollte den Erben der Verheißung überschwänglich beweisen, daß sein Rath nicht wanke, hat er einen Eid dazu gethan, auf daß wir durch zwei Stücke, die nicht wanken, denn es ist unmöglich, daß Gott lüge, einen starken Trost haben. Hebr. 6, 17. 18. Was hätte uns Gott weiter thun können, als er wirklich gethan hat? 337 Mel. Nun ruhen alle Wälder. wie tröstest du! du wehrst dem 1. Flieht, zweifelnde Gedan- Lügenteufel, und unsers Herzens ken! weil Gottes Rath nicht Zweifel, und schwörest uns das wanken, und Gott nicht lügen kann. Er selbst verheißt uns Leben, und daß er's werde geben, hat er den Eid dazu gethan. 2. Umsonst ist jetzt sich grämen, wir dürfen Zuflucht nehmen, wir haben starken Trost; Gott läßt, Gott heißt uns hoffen, das Le ben steht uns offen. Wer lügt dann noch, daß Gott verstoßt? 3. O wie sind das den Blöden so gnadenreiche Reden! o Gott, gelobt, wir glauben nun. Leben zu. 4. Gott, von belebten Zungen, sey dir ein Lob gesungen; Herr, davon leben wir. Wir preisen deine Gnade, die zu dem letzten Grade der Wahrheit stieg, und danken dir. 5. Das heißt herabgelassen: bis Sünder dein Wort fassen, schwörst du, wie Menschen thun. Dein Wort war schon zugänglich, der Eid ist überschwänglich, Herr sey 338 3. December. Sie ließen den Gichtbrüchigen hernieder auf einem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesum. Luc. 5, 19. Jesus hat sich in seinen Amtsjahren so viel mit den Kranken zu thun gemacht, als mit den Gesunden. Seine Gnade thut es noch. Das ist ein Trost. Viele Gesunde und Kranke wären ohne dieß nicht zu ihm gekommen. Mel. Durchbrecher aller Bande. ein Schnen bei den Schmerzen 1. Angenehmes Krankenbette, um Erlösung durch dein Blut; das zu Jesu Füßen liegt! dieß, wirkst den Glauben in dem Herdieß ist die rechte Stätte, wo man zen, daß es in der Gnade ruht. die Gesundheit kriegt. Denn das ist das wahre Leben, wenn er in die Herzen spricht: deine Sünden sind vergeben. Da erschreckt das Sterben nicht. 3. Dir sey Ruhm, du Arzt der Seelen, du hast zum Vergeben Macht, du läßst's nie dem Glauben fehlen, und dir wird der Dank gebracht. Willst du, daß ich auch 2. Herr, wir danken deiner soll liegen, lege mich nur dir zu Treue, auf dem Lager sprichst du Fuß, weil ich da nur Gnade an, wirkst im Innern eine Reue, kriegen, und von dieser leben welche nicht gereuen kann; wirkst muß. 4. December. 339 Meine Seele hanget dir an, deine rechte Hand erhält. mich. Ps. 63, 9. Gott ist mehr als mütterlich gegen uns gesinnet, wir sollen kindlich gegen ihn seyn. Eine Mutter hängt das zärtere Kind an die Brust, und das stärkere an den Arm, beide erhält die Hand der Mutter. Das Kind, das ihrer Hand entgehet, fällt gewiß. Mel. Schwing dich auf zu deinem 2c. 3. Wohl mir, wenn ich mich 1. Meine Seele hängt dir an, an dich in ihm wieder hänge, du bist's, Herr der Seelen, der denn in Christo fasse ich eine Gnasie an sich halten kann, außer dir denmenge. Weh' mir, wenn ich wird's fehlen. Alle Seelen sind außer dir sonst an Etwas klebe; ja dein, soll dann ihr Verlangen wenn ich ihn und dich verlier', nicht an dir, o Herr, allein un- wer macht, daß ich lebe? abtrennlich hangen? 4. Nun der Gnade, die mich 2. Zwar du hättest Recht an zieht, mich an Gott zu halten, mich, mich von dir zu werfen, daß singt mein Herz ein dankbar Lied, ich ferner mich an dich nicht sollt' bis es wird erkalten. Ziehe mich hängen dürfen. Aber Jesus hat zum Himmel ein, einst auch aus das Band wieder fest gebunden, der Erden, da wird Gott mein in ihm hat die Glaubenshand Heil allein, und mein Lobpsalm ihren Halt gefunden. werden. 340 5. December. Wer thut's und macht's, und rufet alle Menschen nacheinander von Anfang her? Ich bin's, der Herr, beide der Ersten und der Letzten. Gs. 41, 4. Er ist aller zumal ein Herr, und ein Jeder zu, seiner Zeit und für seine Person soll ihn dafür erkennen. Wenn ich meine Ahnen bis auf Adam zählen könnte, so wäre es nichts gegen der Erkenntniß dieses Herrn. Mel. O Jesu, wann soll ich erlöset c. nochmal aus Nichts, und macht 1. Wer thut es, wer macht es, uns in Christo zu Kindern des wer rufet zum Werden den Men Lichts. So hab' ich von Gott ein schen vom Anfang her immer auf gedoppeltes Leben, in beiden ihm Erden? Der Herr ist's, der erst- Ehre als Schöpfer zu geben. mals den Einen gebild't, und der 3. Nun dank' ich dir, Herrscher, mit den Letzten die Erde erfüllt. mein menschliches Wesen, und daß Nach göttlichem Willen bin ich ich in Christo ein Christ bin erleauch im Leben, nichts hab' ich, als sen. Vernunft und der Glaube was mir mein Schöpfer gegeben. sind Gaben von dir, nun dankt 2. Nicht von Gott, von Adam dir der Glaube in Christo dafür. kam alles Verderben; die Sünde Erweck' mich das dritte Mal wieist unser, durch Sünde das Ster- der zum Leben, dir Dank, Lob ben. Nun schaffet der Vater uns und Ehre im Himmel zu geben. 6. December. 341 So wir unsere Sünden bekennen, so ist er getreu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt. 1 Joh. 1, 9. Bei Menschen ist das Bekenntniß der Sünde nicht vortheilhaft; ist's vor dem Nichter, so muß er strafen; ist's vor einem Feind, so freuet er sich, daß er sich rächen kann; ist's vor einem Freund, so zieht er das Herz ab. Bei Gott ist's was Seliges. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. fnieet hin und flehet schüchtern, 1. Daß ich Sünden darf be- und der Vater hat Erbarmen, kennen, muß ich eine Wohlthat den Bekenner zu umarmen, zu nennen. Denn man redet sich bewirthen, zu bekleiden zu des zum Leben; der Erbarmer will ganzen Hauses Freuden. vergeben; auf das Beichten der 3. O da geht es an ein DanVerbrechen will Gott nicht als ken, so wie bei genes'nen Kranken! Richter sprechen; sagt man ihm O da müssen bittre Zähren sich das Herz gerade, so versichert er in Freudenthränen kehren! Herr, der Gnade. in göttlicher Belebung klingt mein 2. Wundergnade! der Verlorne Lied auch von Vergebung; gegen kommt, und wird der Neugeborne, eine Menge Sünden ließst du er wird aus dem Trunke nüchtern, mich mehr Gnade finden. Erster Theil. 24 342 7. December. Es ist ein Gott, und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat, für Alle zur Erlösung. 1 Tim. 2, 5. 6. Einen solchen Mittler mußten wir haben, der sich selbst geben konnte, und zwar für Alle, zur Erlösung. Wer will das irgend von einem Menschen sonst sagen. Mel. Welt, sich hier dein Leben. wir erkaufet, auf dich sind wir 1. Nur Jesum Mittler nen- getaufet, in dir nur kann man nen, ihn als den Priester kennen selig seyn. zu Gottes rechter Hand, das ist 4. O Geist des Herrn, verdes Glaubens Sprache, das ist fläre zu seines Vaters Ehre den der Gnade Sache, das wirkt der Mittler auch in mir, und dämpf Geist von Gott gesandt. durch dein Geschäfte die lügen2. Die Jungfrau zu begrüßen, haften Kräfte, so chr' ich Jesum, und vor leblosen Füßen ihr um nicht das Thier. Vermittlung schrei'n, das ist des Glaubens Schade, das kann fein 5. Dir Jesu, will ich singen, Trieb der Gnade, kein Werk des Geistes Christi seyn. dir soll mein Loblied klingen, dich, Mittler, ruf' ich an. Hilf 3. Du Mittler bist nur Einer, in Versuchungsstunden, und wenn und außer dir ist Keiner, du machst ich überwunden, gib, daß ich ewig von Sünden rein, durch dich sind danken kann. * 8. December.. 343 Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Hebr. 4, 15. Wer seine Schwachheit fühlet, dem thut es gar sanft, wenn er sich des Mitleidens seines getreuen Hohenpriesters trösten darf. zen schämen; wir dürfen Gnade nehmen. Mel. Was Gott thut, das ist ic. 1. Ein Priester, der auch Schwachheit hat, fann uns in 3. Wir fühlen Sünde, du hast Schwachheit dienen, daß er durch sie ohn' eig'ne Schuld getragen; Blut an unsrer Statt uns fann wir haben Angst, wir weinen hie, mit Blut versöhnen. So warst du schwißztest Blut im Zagen; wir nur du geschickt hierzu, Herr fleh'n in Noth; wir geh'n zum Tod; Jesu, dessen Leben mit Schwach- so mußtest du auch beten, den heit war umgeben. Kreuzestod antreten. 4. Da lerntest du, Herr uns 2. So kannst du jetzt, als selbst zu gut Gehorsam und Erbarmen; versucht, mit uns Mitleiden ha- in Schwachheit stärkst du unsern ben; du schenkst uns der Versöh- Muth, so preisen dich die Armen; nung Frucht, du heiligst uns're wir danken dir, dich loben wir, Gaben. Das tröstet uns, wenn wenn wir einst von der Erden, unsers Thuns wir uns von Her- wie du, erhöhet werden. 9. December.. Christus ist eines bessern Testaments Mittler, welches auch auf besseren Verheißungen stehet. Hebr. 8, 6. Im ersten Tes stament war nur Thierblut, hier ist's Blut des Sohnes Gottes. Dort waren sterbliche Priester, hier der ewige. Dort blieb z. E: am Versöhntag, durch Wiederholung der Opfer das Gedächtniß der Sünde, hier nicht. 344 Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. In allen Menschenorden ist keiner Jesu gleich, er ist ein Priester worden, und hat ein Königreich. 2. Das ist die Wunderweise, die nie geordnet war, der Priester reicht zur Speise sein Fleisch hier selber dar. macht von Sünden reine; der Glaube faßt's und fennt's. 5. Dieß Blut ist zum Versöhnen, der Priester ist mit dem vor Gottes Aug' erschienen, und Gott war's angenehm. e Ampe 4 6. Herr, der du es gegeben, gib mir auch Durst dazu; in diesem Blut ist Leben, und in dem 3. Bei jenem Priesterstamme nahm man ein Lamm für sich, Leben Ruh'. hier opferst du zum Lamme, du 7. Belebe meine Seele durch großer Priester, dich. dieß Blut dir zum Ruhm, daß ich den Preis erzähle von deinem 4. Hier ist das Blut, das Eine, des Neuen Testament's, das Priesterthum. 10. December. 345 So oft ihr von diesem Brod esset, und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis er kommt. 1 Cor. 11, 26. Wer weiß, ob nicht der Tod Christi bei Vielen entweder vergessen, oder gering geachtet, oder von Irrgeistern gar geläugnet worden wäre, wenn nicht der getreue Versöhner dieß Gedächtniß gestiftet hätte. Mel. Eins ist Noth, ach Herr ic. 1. Deinen Tod soll ich verfünden, Herr, bis daß du kommen wirst. Dein Tod kam dir von den Sünden, und warst doch der Lebensfürst. Von Fremden, von Feinden entlehntest du Schulden, unzählbare Tode in einem zu dulden. Hat aller Welt Sterben der Welt nichts gedient, so hast du die Welt nun mit einem versöhnt. nicht Gefallen, nur aber am Tode des Mittlers von Allen. Verwunderlich Sterben! so machet die Schrift den Heiland im Tode dem Tode zum Gift. 3. Und wie soll ich den verkünden? Herr, bei deinem Abendmahl trink' ich Blut für meine Sünden, ess' ich Fleisch vom Kreuzespfahl. Lob sey dir, mein Priester, der für mich gestorben; Dank 2. Du ließst selbst dein heilig sey dir, mein König, der ihm Leben; denn wer brächte sonst mich erworben, und der mich an dich um? ja du hast es hingege- seinem Tisch kräftig erlabt, bis ben in dem Hohenpriesterthum. daß er einst kommt, und uns Am Tode des Sünders hat Gott herrlich begabt. 11. December. Gicb mir einen neuen gewissen Geist. Ps. 51, 12. Dieser neue gewisse Geist wird dem Bußfertigen von dem heiligen Geiſt gegeben. In natürlichen Wissenschaften wird wohl auch der Verstand der Wahrheiten gewiß: hingegen wankt das Herz sonderlich in Anfechtung und im Tode. Hier ist die Gewißheit im Herzen. 346 Mel. Was Gott thut, das ist ic. 3. Des Herrn Geist macht das 1. Der Geist des Herrn macht Herz gewiß. Gott nehm' uns an recht gewiß Gott wolle Schuld ver- zu Kindern, der Geist des Sohnes geben. Denn Gott, der dieses uns zeugt uns dieß, wer will den Geist verhieß, schwört auch bei seinem dann hindern? wenn er sich steift, Leben. Nichts ist so klar, nichts ist das Wort ergreift, und rühmt so wahr; das Herz fühlt Freuden- des Vaters Güte mit findlichem triebe; und preiset Gottes Liebe. Gemüthe. 2. Des Herrn Geist macht das 4. Des Herrn Geist macht das Herz gewiß, wir stehen nun in Herz gewiß, wir werden ewig Gnaden, weil Jesus selbst sein leben, Gott woll' vom Holz im Leben ließ, des Zorns uns zu Paradies den Erben Gottes geentladen. Nichts tröstet mehr, ben. Das Herz wird froh, und nichts freut so sehr; das Herz singt schon so: Lob sey von allen darf nun nicht wanken, nur glau Zungen Gott und dem Lamm ben und nur danken. gesungen. 12. December. 347 Da wirst du erfahren, daß ich der Herr bin, an welchem nicht zu Schanden werden die auf mich harren. Gs. 49, 23. So wenig der Herr Jesus im Vertrauen auf seinen Vater auch in der äußersten Schmach am Kreuz zu Schanden worden ist; so wenig können im Glauben an Christum zu Schanden werden, die ihn allein suchen. Banden, bis einst das Feuer die Bilder verzehrt. Jesum verehren wird Ehre erscheinen, wenn die Verehrer der Gößen einst weinen. Mel. Jesu hilf stegen c. 1. Weisheit der Erden wird endlich zu Schanden, weil sie nicht Jesum als Weisheit erkennt; denn er ist plößlich als Richter vorhanden, den sie im Leben nicht Heiland genennt. Jesum erkennen ist Ehre vor allen, wenn ihm die Feinde zu Füßen einst fallen. 3. Hoffnung auf's Eitle wird endlich zu Schanden. Jesu, du bleibst uns zur Hoffnung allein du, der dem Glauben zum Leben erstanden, führst uns vom Eiteln zum Ewigen ein. Schenk' uns 2. Glaube an Gößen wird endlich zu Schanden, weil man nicht Gott nur in Jesu verehrt. Kräf- die Ehre, dir Ehre zu geben, und tiger Irrthum führt Blinde in dich zu loben im herrlichen Leben. 13. December. Jauchzet ihr Himmel, freue dich Erde, lobet ihr Berge mit Jauchzen; denn der Herr hat sein Volk getröstet, und erbarmt sich seiner Elenden. Es. 49, 13. Diese tröstlichen Worte haben ihre vorbildliche Erfüllung in der Erlösung aus Babel, ihre eigentliche in der Auferstehung Christi, und ihre endliche bei des Drachen Sturz, und am jüngsten Tag. 348 Mel. Werde munter, mein Gemüthe. die Ehre nach. Duldet Spott mit 1. Jauchzt ihr Himmel, freu' Heldenmuth, kämpfet endlich bis dich Erde, Gott ist's, der sein auf's Blut; braucht man euch Volk noch tröst't, er erbarmt sich zum Trauerspiele, euer Kleinod seiner Heerde, die Elenden sind hängt am Ziele. erlöst; leidet schon das Schlachtschaf hier von dem Drachen und dem Thier, wird des Feinds Arm doch zerbrochen, und der Armen Blut gerochen. 3. Gott, wir danken deiner Treue, daß du deines Volks gedenkst, und uns immer auf das Neue Trost auf Troft im Worte schenkst, daß du unsern Glauben 2. Seyd getreu, und hofft, ihr gründ'st, und in uns selbst überSchafe, tragt im Glauben Chri- wind'st, bis wir nach dem kurzen sti Schmach, auf ihr Wüthen Ringen dort das Hallelujah folgt die Strafe, eurer Schmach singen. 14. December. 349 Der Glaube wird kräftig durch Erkenntniß alle des Guten, das wir in Christo Jesu haben. Philem. 6. Der undankbare Unglaube weiß nicht, was man in Christo hat, daher sieht er Alles für besser an als Christum, und will doch, wenn ihn der Tod anpackt, geschwind alles Gute in ihm haben. Aber der Glaube weiß es, wird kräftig, und dankt. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Möcht' ich recht können be1. O Jesu, wie viel Gutes hat ten, so bitt' ich nur auf dich; beunser Glaub' in dir! das Lösgeld darf ich ein Vertreten, du bittest deines Blutes, das theure, gilt selbst für mich. Will ich ein ewig auch mir. Des Vaters Liebes- Leben, du mußt mir solches seyn. wille schenkt in dir alles Heil. Der Vater will nichts geben, als Aus deiner Gnadenfülle nehm' nur in dir allein. ich auch meinen Theil. 2. Ich Sünder suche Frieden, 4. So will ich dich dann eh mein Friede bist nur du; wünsch' ren, daß du mir Alles bist. Ich Ruhe im Ermüden, und du bist meine Ruh'; will wahre Weisheit haben, du bist dazu gemacht; verlange Geistesgaben, du hast sie uns gebracht. will den Ruhm vermehren, den Jesus würdig ist. Ich will dir Opfer bringen, da bin ich, nimm mich hin. Ich will dein Lob besingen, wenn ich im Himmel bin. 350 15. December. Der Herr wird mich erlösen von allem Uebel, und mir aushelfen zu seinem himmlischen Reich, welchem sey Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. 2 Tim. 4, 18. Paulus schrieb dieß aus seinen Banden voll Zuversicht. Die Christen stecken noch alle bei den Feinden des Evangelii in bösen Händeln; aber der Herr wird sie erlösen. Mel Meine Armuth macht mich: c. uns hier zum Kreuz gewöhnt; 1. Jesus wird sein Volk er denn wir werden gleich dem lösen von dem Bösen. Knechte Haupte, das auch glaubte, und Christi, tröstet euch; wenn er ist nun mit Preis gekrönt. wird der ganzen Erden Richter werden, da hilft er auch aus zum Reich. 4. Gott wir loben dein Erbarmen, das uns Armen hat in Christo auserwählt, daß er uns 2. Fällt euch hier die Drang- nicht im Verdammen zu den sal schmerzlich, glaubt nur herz- Flammen einst zur Welt als lich, hofft geduldig, harret aus, liebet ihn und sein Erscheinen, denn die Seinen führt er in des Vaters Haus. Richter zählt. 5. Mach uns dir einst vor dem Throne und dem Sohne, als erlöst, zum Lob bereit; laß dieß Lied 3. Herr, wir danken voller dort von uns allen dir gefallen, Rührung deiner Führung, die ihm sey Ehr' in Ewigkeit. 16. December. 351 Ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen. 1 Petr. 2, 25. Es ist eine Freude für einen Christen, wenn er an seine Bekehrung zurück gedenkt, wie unverdient sie gewesen. Er rühmt es vor Gott mit Demuth und Dank, als ein Werk der freien Gnade Gottes. Mel. Jesus, meine Zuversicht. hat mich, da ich verirrt, in den 11. Ehmals war ich nicht ein Sturz noch aufgefangen, und dieß Kind, chmals war ich nicht in Eine rühm' ich blos: Jesu, deine Gnaden, ich war auch, wie Viele Huld ist groß. sind, die sich Zorn auf Zorn aufladen. Aber nun bin ich bekehrt. Gott, das ist ein Danklied werth. 4. Gottes Geist hat mich bestraft über meiner Menge Sünden, also ward ich aufgerafft, daß ich konnte Gnade finden, und den Glauben schuf er mir, ewig sey ihm Dank dafür. 2. Nicht ich selbst bekehrte mich, nicht ich selbst gab mir das Leben. Gott, mein Gott erbarmte sich; was ich bin, hat er gegeben. Gott; mein Gott! nimm was ich bin, nun zum Dank für Gnade hin. 5. Hab ich vormals nie begehrt Gott die Ehre zu erweisen; o so will ich als bekehrt nun die Gnade findlich preisen! Gott, mein 3. Jesus, der getreue Hirt, ist Gott! bereite du mich zum Dank mit Fleiß mir nachgegangen; er auf ewig zu. 352 17. December. Wir sind erlöst mit dem theuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. 1 Petr. 1, 19. Wie herzlich ist die Freude bei einem Glaubigen, daß er die Erlösung durch dieß Blut hat. Wie groß ist sein Werth vor Gottes Augen zur Vergebung. Wie groß die Verschuldung, wer es unrein achtet. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 1. Wie hast du unbeflecktes Lamm, doch ein so theures Blut; wie stillt es doch so wundersam des Höchsten Eifersglut. 2. Wie ist es doch für eine Welt, die voll von Sünden war, ein unvergleichlich Lösegeld; du bracht'sts dem Vater dar. 3. Wie macht's doch so vollkommen rein von allem Sündenwust; wie flößt es doch das Leben ein in eines Sünders Brust. 4. Wie ist es doch ein Wunderblut vom wahren Gottessohn; wie redet es für uns so gut vor Gott auch auf dem Thron. 5. Wie wascht es doch das Herz so schön, wie glänzend macht es doch; war zur Versöhnung außerseh'n, war todt und lebet noch. 6. Das sey mein Schatz, sonst will ich nichts; das sey mein Ruhm allein, und in dem Erbtheil jenes Lichts soll das mein Anzug seyn. 7. Lob sey dann Gott, vor dem es floß, der es zur Zahlung nahm; Lob sey auch dem, der es vergoß, dem unbefleckten Lamm. 18. December. 353 Das Lamm, das mitten in dem Thron ist, wird sie weiden, und leiten zu den Lebenswasserbrunnen. Offenb. 7, 17. Das ist für die Glaubigen ein erquickendes Sprüchlein. So kann man Last und Hiße geduldig tragen; so kann man in Hoffnung dürsten; so kann man getroft weinen; so kann man mit freudigem Glauben sterben. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. die Fülle; da ist Wollust für die 1. Freut euch, Schäflein, auf Schmerzen; da ist Liebe in den die Freude, daß euch einst das Herzen; da ist Segen, Heil und Lämmlein weide an den ew'gen Wonne; da ist selbst das Lamm Lebenswassern; da ist Friede von die Sonne. den Hassern; da ist Ruhe von 3. Jesu, nimm hier von den den Thränen; da folgt Ehre nach Deinen tausend Dank, auch wenn dem Höhnen; da ist Leben auf das Sterben, auf die Armuth alles erben. sie weinen, und doch mit bethränten Freuden sich schon an dem. Trostwort weiden; ist's schon Weide noch auf Erden, o was wird's im Himmel werden! Gib uns bald ein ewig Leben, dir 2. Da ist Zutritt vor dem Throne; da ist Jauchzen vor dem Sohne; da ist's von dem Seufzen stille; da ist statt des Dursts dein ewig Lob zu geben. 354 19. December. Auf daß euer Glaube rechtschaffen, und viel köstlicher erfunden werde, denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewähret wird. 1 Petr. 1, 7. Wer die Ursache seiner Trübsal wissen will, der lerne hier die göttliche gute Absicht. Man soll auserwählt werden in dem Ofen des Elends. Das ist Ursache genug. Mel. O Welt, sieh' hier dein Leben. Gold doch dauern, daß man an 1. Ihr in der Welt Betrübte, Salems Mauern als ein durchund doch von Gott Geliebte, scheinend Steinlein steht. laßt's euch nicht fremde seyn. 4. Herr, der den Glauben mehDie Hitze in dem Liegel schmelzt ret, und ihn im Feu'r bewähret, doch des Geistes Siegel an eurem wir danken dir darum; nach deiGlaubensgold nicht ein. nem Maß der Gnade machst du 2. Wenn ihr mit Christo duldet, des Feuers Grade, so gibt's ein und leidet unverschuldet, send mu- Gold zum Heiligthum. thig und erfreut, daß ihr frohlocken 5. Dir, Herr, soll Ehre geben, könnet, von Christo ungetrennet in dem und jenem Leben, wem im Ausbruch seiner Herrlichkeit. du so wohl gewollt; in deiner 3. Herr, dieser Trost ist theuer; Offenbarung( o selige Erfahrung!) wenn einst die Welt im Feuer mit strahlt erst dein Licht in solchem ihrem Gold vergeht, so wird dieß Gold.d 20. December. 355 Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erden. Matth. 11, 25. Dieses ist ein majestätischer Name, den Christus ſeinem Vater gibt. Die Herrschaft Gottes im Himmel wissen wir Erdengäste nicht so genau, wie seine Herrschaft auf Erden. Daher sollen wir ihm auch hier die Ehre geben lernen als Herrn der Erde. Mel. Jerusalem, du Schöne. Wunder, machtest's lang zuvor 1. Gott, du bist der Herr der bekannt, wo er Krippe, Kreuz Erden, wie du Herr des Him- und Grab, und den Berg zur mels bist; denn du hießest beide Auffahrt hab'. werden, da noch nichts gewesen ist, und auf diesem trocknen Rund machst du deine Herrschaft kund. 2. Dahin ward der Mensch gestellet, dein Bild aus der Handvoll Thon; als die Schlange den gefället, gabst du solche deinem Sohn, welcher auf die Erde kam, und ein Fleisch vom Menschen nahm. 4. Herr, die Erde muß dich loben, die sein Blut geheiligt hat; will der Drache da schon toben, find't er doch nicht lange Statt; Christi Nechte sieget doch auf der alten Erde noch. ino 5. Kommt, die wir auf Erden leben, gebt dem Herrn der Erde Ruhm, bis wir ihm im Himmel geben, macht sie so zum Heiligthum; wann die alte wird vergeh'n, 3. Du sand'st deinen Sohn herunter, gabst Immanuel sein Land, zu dem Schauplatz seiner läßt uns Gott die neue seh'n. * 356 21. December. Als der Herr solches gesagt, ward er aufgehoben zusehens; und eine Wolke nahm ihn auf, vor ihren Augen weg. Apost.Gesch. 1, 9. Die Reinigung unserer Sünde hatte Christus schon gemacht, nun sollte er sich auch zur Rechten der Majestät in der Höhe seßen. Das mußte vor Menschenaugen geschehen, und herrlich seyn. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Ja in majestät'scher Wolfe 1. Vor dem auserwählten Volke kommest du einst deinem Volke, stieg der Herr in eine Wolfe, das sein Herz gen Himmel kehrt, wie in seinen Wagen ein, und und befreit vom Schwefelpfuhle, im Jauchzen heil'ger Schaaren ist dich auf deinem Königsstuhle in er zu dem Thron gefahren, wo getreuem Glauben ehrt. er sollte König seyn. 2. Herr, erleuchte mir die Au- 4. Jesu, dieses sey mein Legen, daß sie aufzusehen taugen, ben, dir die Ehre hier zu geben, wo du bei dem Vater bist, für als dem eingebornen Sohn; enddie Deinen mächtig bittest, und lich stelle mich auch droben, dich den Feind zu Füßen trittest, bis in Ewigkeit zu loben, dein Volk erlöset iſt. Herr, vor deinen Thron. großer 22. December. 357 Alles soll loben den Namen des Herrn. Denn er hat's befohlen, so war's geschaffen. Pf. 148, 5. Gott hat feines Geschöpfes bedurft, und bedarf noch des Lobes der Geschöpfe nicht. Da es aber sein Wille ist, daß die Geschöpfe sind, so müssen sie zu seinem Lob seyn. Es ist eine Ehre des Geschöpfes, zur Ehre seines Schöpfers zu seyn. Mel. Wacht auf, ruft uns die Stimme. 2. Wir, die wir uns verloren, 1. Gott ist's, der alle Dinge, sind nun zum Himmel neugebodie herrlichen und die geringe zu ren; in Chrifto sind wir, was wir seinem Lob allein erschuf. Die sind. Nun sollen uns're Seelen die Erde soll ihn chren, die Himmel Gnade, die uns schuf, erzählen; Gottes Lob vermehren; die war wer ihn nicht chrt, ist nicht sein sein Rath und dann sein Ruf. Kind. Er hat uns zubereit't zumt Das ist des Seyns nicht werth, Lob der Herrlichkeit. Dort im was nicht den Schöpfer ehrt. Hier Himmel lobt Alles ihn. Herr, auf Erden lobt man ihn schon bring' mich hin, daß ich dir da auf seinem Thron durch seinen zum Lobe bin. Geist in seinem Sohn. Erster Theil. 25 23. December. Herr, erquicke mich nach deinem Wort. Ps. 119, 154. Das Wort Gottes ist ein rechtes Wort für die Herzen. Das Herz muß etwas Heilsames haben, und so ist dieß Wort; es muß etwas Stärkendes haben, und so ist dieß Wort; es muß etwas Gewisses haben, und so ist dieß Wort; es muß etwas Ewiges haben, und so ist dieß Wort. 358 Mel. Durchbrecher aller Bande. die Schuld; hier ist Balsam für 1. Herr, dein Wort ist unver- die Wunden; hier ist Trost für gleichlich; Menschenworte taugen alle Noth; es giebt Nahrung nichts. Seine Kraft wirkt immer den Gesunden, Lebenswasser für reichlich, wie Gott redet, so ge- den Tod. schichts. Bricht der Himmel, dieses stehet; schnaubt die Hölle, die ses bleibt; wenn durch dieß dieß Rund vergehet, fällt kein Jota, das er schreibt. 3. Gott, wir danken deiner Gnade, die uns solch ein Wort geschenkt, welches auf dem Les benspfade uns das Herz zum Himmel lenkt. Laß es dir zum 2. Werthe Schriften vom Er- Lob geschehen, daß wir, wie dein barmen! göttlich Wort von Got- Wort verheißt, jeßo glauben, tes Huld! hier ist Reichthum für fünftig sehen Gott, den Vater, die Ärmen, und ein Freibrief für Sohn und Geist. 24. December. 359 Hiob sprach: Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Der Name des Herrn sey gelobet. Hiob 1, 21. Hier hören wir die Geduld Hiobs, der auch, da er seine Kleider zers rissen, doch Gott lobt. Daran sollen wir ein Erempel des Leidens und der Geduld nehmen. Gottes Lob ist süße, auch unter Thränen. Mel. Wer Jesum bei sich hat. 1. Es jammre, wer nicht glaubt, ich will mich stillen; mir fällt fein Haar vom Haupt ohn' Gottes Willen. In Jesu hab' ich hier das beste Leben; und sterb' ich, wird er mir ein bess'res geben. 3. Es zage, wer nicht hofft, ich will mich fassen; er hat mich's schon so oft erfahren lassen: er hört Gebet in Noth, wenn sie am größten; sein Geist kann auch im Tod mit Jesu trösten. 4. So wein' ich, wenn ich 2. Es sorge, wer nicht traut, wein', doch noch mit Loben; das mir soll genügen; wofür mir jezzo Loben schickt sich sein zu solchen graut, das wird Gott fügen; er Proben, man kann den Kummer weiß, was nöthig sey, so mag er sich vom Herzen singen. Nur sorgen; mir ist des Vaters Treu' Jesus freuet mich. Dort wird auch nicht verborgen. es klingen. 360 25. December. Er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Joh. 16, 27. Wie muß es doch den Jüngern ein angenehmes Wort gewesen seyn, von dem Sohn selbst zu hören, daß sie der Vater lieb habe. Nun zeugt das der Geist den Kindern Gottes zu ihrer Freude. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Er, der Vater, liebt uns 1. Selbst der Vater hat uns treu, weil wir Jesum herzlich lieb. Kinder, singt es ihm zu lieben, und von eitler Liebe frei Ehren; singt es durch des Geistes kindlichen Gehorsam üben. Stäupt Trieb, denn derselbe muß es leh- er auch, so liebt er doch, und die ren, der zeugt eurem Geist davon, Kinder glauben noch. daß euch Gott liebt in dem Sohn. 2. Er, der Vater liebet uns, 4. Er, der Vater, liebt uns den der Sohn mit Blut versöhnet, sehr, wenn wir auch im Beten der Gehorsam seines Thuns hat lallen, und das Loben lässet er des Vaters Huld verdienet, und sich in Christo wohlgefallen. Vater, der Glaube macht uns werth, der liebst du in der Zeit, lieb' uns im Sohn den Vater ehrt, auch in Ewigkeit. 26. December. 361 Ihr gedachtet es böse zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen. 1 B. Mos. 50, 20. Es ist so viel Verwunderliches mit Joseph, dem Vorbilde Christi, vorgegangen, daß man dabei die Weißheit Gottes verehren muß. Wer hätte bei Josephs Grube gedacht, was Gott vorhabe? So verborgen handelt Gott immerdar, und noch jetzt. Mel. Meinen Jesum lass ich nicht. Aber dieser hat den Stich am 1. Das ist deiner Weisheit zertret'nen Kopf gerochen. Tobt Kunst, Gott, aus Bösem Gut's der Drache, das währt kurz und zu machen. Hat ein Mensch nicht darauf erfolgt sein Sturz. Menschengunst, so errettet ihn dein Wachen. Joseph, seiner Brüder Spott, wird ein Herr durch seinen Gott. 4: Gott, du handelst wunderbar, noch bei vielen Sündenwegen; was des Fleisch's Verderben war, machst du leßzt dem Geist zum Segen; Mancher will der Hölle zu, zu dem Himmel kehrst ihn du. 2. Hat der Schlange Neid und List Gott sein Ebenbild entehret; so hat Gott durch Jesum Christ das zum Besten noch gefehret, er erneuert solches schon durch den eingebornen Sohn. 5. Herr, wer diese Weisheit kennt, wird dir Dank und Ehre wissen, wer dem Feuer zugerennt, und du ihn herausgerissen. Dort 3. Freute nicht die Schlange klingts einst im Heiligthum: Gott sich, da sie ihm den Fuß zerstochen? sey Weisheit, Heil und Ruhm! 362 27. December. Der da hält die sieben Sterne in seiner Hand, der da wandelt unter den sieben güldenen Leuchtern. Offenb. 2, 1. Dieſer Ausspruch von Christo muß ohne Zweifel noch gelten, nicht eben der Zahl nach, aber der Sache nach. Jesus hat noch die Sterne in der Hand, und die Leuchter um sich. Das ist den Lehrern und Gemeinden tröstlich. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 1. Der Heiland der Gemeinen hat sie mit Blut erkauft, die er noch als die Seinen mit Geist und Wasser tauft; er trägt in seiner Hand, als Erbherr, noch die Sterne, er ist von uns nicht ferne bis zu der Erde Brand. 2. Er hat sein Wort zum Lichte uns selber aufgesteckt. Vor seinem Angesichte ist Alles aufgedeckt. Er bleibt der Kirche nah, und sind in seinem Namen zwei oder drei bei sammen, so ist er mitten da. 3. Dir danken, Herr, die Deinen, daß du noch bei uns bist, und Lehrer und Gemeinen in Gnaden nicht vergißst. Sey bei uns jeden Tag; erhalt' uns bei dem Worte, daß auch der Höllen Pforte uns nicht bezwingen mag. 4. Führ' endlich aus der Wüsten die da genährte Braut, zur Hochzeit sie zu rüsten, da wird sie dir vertraut; da betet sie alsdann dich Erben jenes Thrones, als Braut des Königssohnes, im Himmel herrlich an. 28. December. 363 Es waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. Ps. 139, 16. Es ist dem Menschen zu wunderlich und zu hoch, man kann's nicht begreifen, daß Gott alle unsere Tage zuvor weiß, und auch alles das Unsere in diesen Tagen. Da müssen wir nur anbeten und loben. Mel. Durchbrecher aller Bande. allein. Schreib', Herr, alle mir 1. Wenn ich meine Tage zähle, zu gute nur mit dieser Beischrift da ich noch in Sünden lag, o so an: Da hat Jesus mit dem Blute grauet meiner Seele; denn mich seine Wunder auch gethan. reut ein jeder Tag. Zähl' ich 3. Gieb mir, daß ich jeden dann die Gnadentage, seit mich Morgen deiner Gnade Lob beJesus zu sich rief, weiß ich fast sing', und wenn sich das Licht nicht, was ich sage, das Erbarmen ist zu tief. verborgen, dir den Ruhm der Wahrheit bring'. Zähl mir auf 2. Tage, da ich war auf Er- ein ewig Leben, denn auf dieß den, schließt zwar meine Rech- bin ich geliebt, da will ich den nung ein; aber die noch sollen Dank dir geben, wie man dir im werden, steh'n in Gottes Buch Himmel giebt. 29. December. Jesus rief laut, und sprach: Bater, ich befehle meinen Geist in deine Hände. Und als er das gesagt, verschied er. Luc. 23, 46. Von diesen Worten unsers Versöhners können wir zu unserm Trost sagen, was er Joh. 12, 30. gesagt: diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. 364 Mel. Alles ist an Gottes Segen. 3. Lähmt das Sterben mir die 1. Jesus, an das Kreuz gehef- Zunge, o so kommt mein Geist tet, starb nicht so wie wir, ent- zum Schwunge, zum erkämpften kräftet, schlief nicht so wie Men- Vaterland. Jesus weiß ihn abschen ein. Er schrie laut bei seinem zuholen; denn er hat ihn schon Ende: Vater, nun in deine Hände befohlen zu des Vaters treuer soll mein Geist befohlen seyn. Hand. 2. Er hat, weil er stark ge- 4. Jesu, laß dein letztes storben, unserm Geist die Kraft Schreien mir zur Kraft im Tod erworben, durch den Tod zu Gott gedeihen! Jeßt schon dank ich dir zu geh'n. Brich, mein Herz, in dafür; dort laß meine Stimme Jesu Namen, sein Gebet ist mir klingen, auch das Lied des Lamms ein Amen, und der Vater läßt's zu singen. Denn mein Geist begescheh'n. fiehlt sich dir. E 30. December. 365 Es begab sich, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schooß. Luc. 16, 22. Da wird also die Dienerschaft der Geister, die Gott aufwarten, um die Sterbenszeit vornehmlich ausgesandt, wenn es nun eben an das Ererben der Seligkeit gehet. Gott sey Lob für solche Wohlthat. Mel. Valet will ich dir geben. 3. So sind der Gotteswagen 1. Als Jesus uns versöhnet, viel tausend tausendmal, die Seeund aufgewachet war, so ward len aufwärts tragen zu der Gesein Grab bedienet von einem En- rechten Zahl. Letzt sammeln sie gelpaar. Auch unser Sterbens- den Weizen dem Herrn zur Schener bette, stirbt man nur in dem ein. Ach, sollt' uns das nicht reiHerrn, wird eine Engelstätte; da zen, zum Himmel reif zu seyn! zeigen sie sich gern. 2. Sie sind nicht Leichenträger, 4. Wir danken die Bedienung zu Jesu muß der Geist, zu Jesu, dir, Jesu, der uns starb, durch der der Pfleger der Himmelsgüter blutige Versöhnung uns dieses heißt. Die Engel tragen Seelen, Recht erwarb. Herr, gieb an die bis zum Tod geglaubt, mun meinem Ende mich auch den Enfrei von Welt und Quälen zu geln hin, daß ich dir in die Hände, Jesu ihrem Haupt. zum Lob, geliefert bin. 366 31. December. Der Geist und die Braut sprechen: komm. Und wer es höret, der spreche: komm. Offenb. 22, 17. So haben die Glaubigen gesprochen, seitdem der Geist ausgegossen wär. Indessen wird die Gemeine gesammelt, und die Braut gerüstet, da heißt es immer in eben dem Ton: ja komm, Herr Jesu! Das sollen wir mitrufen, bis er erscheint. Mel. Wacht auf, ruft uns die Stimme. 2. Der Glaube hat sein Sie1. Herr, da du einst gekom gel, und kennt dich durch des men, und uns're Menschheit ange- Wortes Spiegel bereits in deiner nommen, sang dir der Engel lichte Schaar. Dann bist du nach dem Herrlichkeit; die Liebe will dich Siegen vom Grab auf deinen sehen; die Hoffnung dir entgegen Thron gestiegen, beherrschest Al- gehen, weil deine Zukunft uns les wunderbar. Bald kommst du erfreut. So spricht der Geist uns wiederum, nun ruft dein Eigenthum: komm, Herr Jesu! Wir zu: die Braut spricht: komme du! warten dein, bei dir zu seyn. Komm, Herr Jesu! Da betet man Komm, Herr, und führ' uns zu dich, König, an, da ist dir Alles dir ein. unterthan. Betrachtung des Todes, der Zukunft Christi, und der Ewigkeit auf alle Tage des Jahrs: geistliches Liederkästlein oder zweiter Theil ng sins id adol, t militado12 sschilning Alphabetisches Inhalts- Verzeichnist des zweiten Theils. Abwenden auf ein ander Evangelium. Gal. 1, 6. S. 522. Agrippas und Paulus. Ap.- Gefch. 26, 28. S. 570. Anfechtungen, lauter Freude. Jak. 1, 2. S. 740. Anhalten am Gebet. Rom. 12, 12. S. 668. Arbeit nicht vergeblich im Herrn. 1 Cor. 15, 58. S. 413. Arge, um Bewahrung vor demselben bittet Jesus. Joh. 17, 15. S. 461. Aergerniß an Christo. Matth. 11, 6. S. 442. Aergernisse von den Engeln gesammelt. Matth. 13, 41. S. 498. Auferweckung von den Todten. Röm. 8, 11. Augen des Verständnisses, erleuchtete. Ephes. 1, 18. S. 527. ph. 1, 18. S. 533. Augen, was feines Ausgehen von der Welt. 2 Cor. 6, 17. S. 550. Augen, erleuchtete, giebt Gott. gesehen. 1 Cor. 2, 9. S. 456. S. 547. - - Barmherzigkeit Gottes. 1 Tim. 1, 13. S. 695. im Himmel. Luc. 6. 36. S. 520. 1 - Barmherzig wie der Vater Beharren bis an's Ende macht selig. 370 Inhalts- Verzeichniß Matth. 24, 13. S. 521. S. 614. S. 662. Beilage wird der Herr bewahren. 2 Tim. 1, 12. Bekräftigung des Wortes über David geredet. 2 Sam. 7, 25. Berg Zion, zu demselben kommen. Hebr. 12, 18. 22. S. 672. Berge, ihr, fallet auf uns. Luc. 23, 30. S. 596. Berge weichen, Hügel fallen, aber ic. f. 54, 10. S. 706. Berufene sollen die vergängliche Lust der Welt fliehen. 2 Petr. 1, 4. S. 702. Beruf und Erwählung fest machen. 2 Petr. 1, 10. S. 512. Beten ohne Unterlaß. 1 Theff. 5, 17. S. 507. Bewahret werden zur Seligkeit. 1 Petr. 1, 5. S. 427 Be= wahren will Jesus die Seinigen Joh. 17, 12. 661. Bild des Himmlischen tragen wir. 1 Cor. 15, 49. S. 385. Bitte Jesu für die Seinen. Joh. 17, 24. S. 605. Bitte im Alter Pf. 71, 9. S. 541. Bleiben in Christo, wie die Rebe. Joh. 15, 4. S. 542. Bleiben in Jesu. 1 Joh. 2, 28. S. 480. Blut, mit Christi, find wir erkauft. Offenb. 5, 9. S. 498. Brunn des lebendigen Wassers. Offenb. 21, 6. S. 708. - - 12 - - Christen sollen scheinen als Lichter. Phil. 2, 15. S. 671. Gottlosen gestorben. Röm. 5, 6 S 697. willen dahingegeben. Röm. 4, 25. S. 585. - - Christus für die Christus um unserer Sünden Darstellung unserer vor Gott, durch Christum. Hebr. 2, 13. S. 718. Dein Gott ist mein Gott. Ruth 1, 16. S. 703. Dienen dem Willen Gottes. Ap.- Gesch. 13, 36. S. 553. Diener Gottes in allen Dingen. 2 Cor. 6, 4. S. 635. Drach überwunden Joh. 4, 4. S 700. Ende des Gitelkeit des Sinnes, nicht darin wandeln. Eph. 4, 17. S. 698. Glaubens, der Seelen Seligkeit. 1 Petr. 1, 9. S. 648. Engel, dienstbare Geister. Hebr. 1, 14. S. 557. Entfliehen ist für Verächter der 371 Entschlafen, ein, ist der Tod. Erbarmen, herzliches, anziehen. Col. 3, 12. Erbauen, sich, auf den allerheiligsten Glauben. Jud. 20. S. 501. Erbe, unvergängliches und unbeflecktes. 1 Petr. 1, 4. S. 438. Erde, die neue. Offenb. 21, 1. S. 655. Ergreifen, das ewige Leben. 1 Tim. 6, 12. S. 494. Er kommt. Offenb. 1, 7. S. 537. Erlöse uns von dem Argen. Matth. 6, 13. S. 606. Ermahnen, sich selbst, alle Tage. Hebr. 3, 13. S. 658. Erndte der Erde ist gekommen. Offenb. 14, 15. S. 709. Erscheinung Christi, zweite, ohne Sünde. Hebr. 9, 28. S. 556. Erwählung, unsere, vor der Welt. Ephes. 1, 4. S. 575. Es ist vollbracht! Joh. 19, 30. S. 704. Seligkeit unmöglich. Hebr. 2, 3. S. 548. Ap.- Gesch. 7, 59. S. 424. S. 652. des zweiten Theils. S. 601. S. 433. S. 669. Fallstrick, wie ein, der jüngste Tag. Luc. 21, 35 S. 436. Fassen, die Seele, in Geduld. Luc. 21, 19. S 441. Fertig zu allem guten Werk. Hebr. 13, 21. S. 660. Festigkeit im Christenthum. Hiob 27, 5. S. 745. Freude des Herzens. Joh. 16, 22. G. 680. Haupte der Seligen. Ef. 35, 10. S. 511. Joh. 14, 27. S. 710. Friede, unser, ist Christus Jesus. Ephef. 2, 14. Früchte der Gerechtigkeit, mit denselben erfüllt. Phil. 1, 10. Fürbitte um Erlösung von unartigen Menschen. 2 Thess. 3, 1. Fürchte dich nicht, glaube nur! Luc. 8, 50. S. 726. Fürchten, sich vor dem, der Leib und Seele sc. Matth. 10, 28. S. 495. - - Freude, ewige, über dem Friede, den Jesus giebt. Geben wird Gott Jeglichem nach seinen Werken. Röm. 2, 6. 11. S. 462. Gebet Jesu für die Seinen. Joh. 17, 24 S. 508. Geduld bringt Erfahrung. Nöm. 5, 4. S. 565. Geduld, wenn's übel geht. S. 678. Gefangene Zion erlöst. Ps. 126, 1. S. 558. Ps. 94, 12. Geholfen - 372 Inhalts- Verzeichniß Geist der Liebe. 2 Tim. 1, 7. S. 425. Geist giebt Zeugniß werden soll allen Menschen. 1 Tim. 2, 4. S. 613. Geist Christi, wer ihn nicht hat sc. Nöm. 8, 9. S. 448. Geist der Gnade und des Gebets. Zach. 12, 10. S. 634. Geist, der heilige, verklärt Jesum. Joh. 16, 14. S. 664. unserm Geist. Röm. 8, 16. S. 490 Geist in die Hände Gottes befohlen. Psalm 31, 6. S. 597. Geist und die Braut sprechen: komm! Offenb. 22, 17. S. 735. Gerechte, auch im Tode getrost. Spr. 14, 32. S. 713. Gerechte, kaum erhalten. 1 Petr. 4, 18. S. 443. Gericht, in dasselbige kommt der Glaubige nicht. Joh. 5, 24. S. 568. Geringsten, was denen nicht gethan worden. Matth. 25, 45. S. 416. Geschwätze, böse, verderben gute Sitten. 1 Cor. 15, 33. S. 727. Getrost beim Wallen im Leibe. 2 Cor. 5, 6. S. 684. Gewaschen von Sünden mit dem Blut Christi. Offenb. 1, 5. S. 610. Glaube, eine gewisse Zuverficht. Hebr. 11, 1. S. 497. Glaube, köstlicher als vergängliches Gold. 1 Petr. 1, 7. S. 483. Glauben, den, stärket Jesus. Luc. 17, 5. S. 712. Glauben, ohne, kann man Gott nicht gefallen. Hebr. 11, 6. S. 406. Glaube macht selig, Unglaube verdammt. Marc. 16, 16. S. 617. Glauben, in demselben fest seyn. Col. 2, 7. S. 602. Glauben, und darum reden. 2 Cor. 4, 13. S. 552. Glaube, schwacher. Marc. 9, 24. S. 486. Glaube, Sieg über die Welt. 1 Joh. 5, 4. S. 449. Glaubige werden nicht gerichtet. Joh. 3, 18. S. 733. Gleichstellung der Welt. Nöm. 12, 2. S. 423. Gnade, an derselben sich genügen lassen. 2 Cor. 12, 9. S. 649. Gnade, eine ewige wird aufgehen. Psalm 89, 3. S. 719. Gnade Jesu Christi, Liebe Gottes. 2 Cor. 13, 13. S. 636. Gnade, die heilsame, züchtiget uns. Tit. 2, 13. S. 603. Gnade sey mit Allen. Offenb. 22, 21. S. 747. Gnade um Gnade aus der Fülle Jesu. Joh. 1, 16. S. 736. Gnadenstuhl, hinzutreten mit Freudigkeit. Hebr. 4, 16. 1 - - - - 1 - - - - - des zweiten Theils. 373 S. 593. Gottesdienst, reiner und unbefleckter. Jaf. 1, 27. S. 540. Gott alles Trostes. 2 Cor. 1, 3. S. 551. Gott der allein Selige. 1 Tim. 6, 15. S. 725. Gott der allein selig macht. Jaf. 4, 12. S. 725. Gott des Friedens heiligt durch und durch. 1 Theff. 5, 23. S. 514. Gottes Kinder. 1 Joh. 3, 2. S. 384. Gott in Chrifto versöhnte die Welt. 2 Cor. 5, 19. S. 595. Gott schämt sich nicht, unser Gott zu heißen. Hebr. 11, 16. S. 569. Gottfeligen, die, weiß der Herr aus der Versuchung c. 2 Petr. 2, 9. S. 471. Größe, überschwängliche, der Kraft Gottes. Ephef. 1, 19. S. 543. Grund, kein anderer, als Jesus Christus. 1 Cor. 3, 11. S. 653. Grund Gottes, der feste, besteht. 2 Tim. 2, 19. C. 694. Gutes thun, und nicht müde werden. Gal. 6, 9. S. 505. Gutes thun, weil wir Zeit haben. Gal. 6, 10. S. 586. Tanz 1 - - L - - Halten an dem, den man nicht fiehet. Hebr. 11, 27. S. 414. Halten, was man hat. Offenb. 2, 25. S. 609. Häupter aufheben, weil sich die Grlösung nahet. Luc. 21, 28. S. 387. Haus auf den Felsen gebaut. Matth. 7, 24. S. 473. Heiligung, zur, ist Christus gemacht. 1 Cor. 1, 30. S. 431. u. 600. Heimweh. 2 Cor. 5, 8. S. 722. Herr, Herrsager, kommen nicht ins Himmelreich. Matth. 7, 21. S. 506. ben, den Herrn. Psalm 18, 2. S. 591. Psalm 7, 10. S. 421. 41.670. Herzlich lieb haHerz und Nieren prüft Gott. Herz, das, fieht der Herr an. 1 Sam. 16, 7. Herz soll nicht erschrecken, sondern glauben. Joh. 14, 1. S. 742. Hilf mir, ich bin dein. Ps. 119, 94. S. 616. Himmel, Erde, neue, in welcher Gerechtigkeit wohnt. 2 Petr. 3, 13. S. 478. Hingang Jesu zum Bater. Joh. 16, 28. 607. Hirte, der gute. Joh. 10, 14. 15. S. 645. 31, 15. S. 566. Hoffen, was man nicht Hoffnung auf den lebendigen Gott. 1 Tim. 26 Hoffen auf Gott. Psalm sieht. Röm. 8, 25. S. 576. Zweiter Theil. - - - - 374 Inhalts- Verzeichniß 4, 10. S. 574. 13. S. 554. S. 715. Hoffnung auf die Gnade setzen. 1 Petr. 1, Hoffnung der Auferstehung durch Christum. 1 Thesſ. 4, 14 Hoffnung der Herrlichkeit ist Christus in uns. Col. 1, 27. S. 465. Hoffnung, ein fester Anker. Hebr. 6, 19. S. 481. Hoffnung fest durch einen Eid. Hebr. 6, 18. S. 675. Holz des Lebens im Paradies Gottes. Offenb. 2, 7. S. 611.§ Hütte ablegen. 2 Petr. 1, 14. S. 430. L — - Jerusalem, in das neue, geht nichts Gemeines. Offenb. 21, 27. S. 479. Jesus Christus bewahrt die Seinen. Job. 17, 12. S. 721. Jesus Christus gestern und heute. Hebr. 13, 8. S. 588. Jesus Christus unsere Hoffnung. 1 Tim. 1, 1. S. 701. Jesus Christus wird herrlich erscheinen an seinen Glaubigen. 2 Thess. 1, 10. S. 723. Jesus, ohne ihn können wir nichts thun. Joh. 15, 5. S. 741 Jesus letzter Gang nach Jerusalem. Luc. 18, 31. S. 746. Jesus in Gethsemane mit dem Tode ringend. Luc. 22, 44. S 692. Irrthum, kräftigen, sendet Gott. 2 Thess. 2, 11. 12. S. 666. Jugendsünden. Pf. 25, 7. S. 673. - - - - Kameel durch ein Nadelöhr. Matth. 19, 24. S. 626. Kerkermeister freut fich, glaubig geworden zu seyn. Ap.- Gesch. 16, 33. 34. S. 517. Klar: heit, ein Stern übertrifft den andern ic. 1 Cor. 15, 51. S. 392. Kleider, weiße, kaufen. Offenb. 3, 18. S. 437. Kleider des Heils. Jes. 61, 10. S. 539. S. 523. Kleider, gewaschen im Blute des Lammes. Offenb. Joh. 7, 14. Kleider, weiße. Offenb. 3, 5. S. 637. Knechte, meine, sollen effen ic. f. 65, 13. 14. S. 628. Kommen wird Christus bald. Offenb. 2, 5. S. 468. Kommen des Menschensohns in seiner Herrlichkeit. Matth. 25, 31. S. 757. Königreich Jesu Christi. Offenb. 11, 15. S. 667. Krank und von Jesu geliebt. Joh. 11, 3. S. 499. Krank zu Jesu Füßen. 1 - - - des zweiten Theils. 375 Marc. 2, 10. S. 729. Kreuz Jesu, unter demselben seine Mutter. Joh. 19, 25. S. 677. Kreuzigung des Fleisches. Gal. 5, 24. S. 728. Krone der Gerechtigkeit. 2 Tim. 4, 8. S. 382. - Lauter und unanstößig seyn. Phil. 1, 10. S. 395. Leben im Glauben des Sohnes Gottes. Gal. 2, 20 S. 577. Lebens, des guten, sich getrösten. Pf. 49, 19. S. 589. Leben, sterben dem Herrn. Röm. 14, 8. S. 390. Leben verheißt Christus. Joh. 14, 19. S. 408. Leib, der nichtige, durch Christum verklärt. Phil. 3, 31. S. 399. Leib des Todes. Röm. 7, 24. 25. S. 519. Leiden dieser Zeit, nicht werth der Herrlichkeit. Röm. 8, 18 S. 656. Lenden umgürtet. Luc. 12, 35. S. 491. Leuchten wie die Sonne werden die Gerechten Matth. 13, 43. S. 496. Liebe Christi dränget uns. 2 Cor. 5, 14 S. 665. Liebe, völlige. 1 Joh. 4, 17. S. 485. nicht sehen. 1 Petr. 1. 8. S. 439. - Lohn dahin haben Matth. 6, 5. 474. Loths Weib, an sie gedenken. Luc. 17, 32. S. 429. Lieb haben Jesum, und ihn - - - Macht, Macht, das Gericht zu halten, hat Christus. Joh. 5, 27. S. 440. die, und Königreich ist Christi geworden. Offenb. 12, 10. S. 707. Mocht über die Heiden, den Ueberwindern gegeben. Offenb. 2, 26. 28. S. 631. Manna, das verborgene. Offenb. 2, 17. S. 625. Mann, der, thut ab, was findisch ist. 1 Cor. 13, 11. S. 739. Mein Herr und mein Gott. Joh. 20, 27. 28. S. 643. Mitschulden mitherrschen 2 Tim. 2, 11. S. 513. Mittler Einer, des Neuen Testaments. soll des Herrn Lob sagen. Ps. 145, 21. Hebr. 9, 15, S. 629. Mund S. 518. - - 11 - L 376 Inhalts- Verzeichniß Namen des Herrn anrufen. Röm. 10, 12. S. 687. selben kein Tod mehr. Offenb. 21, 4. S. 632. selben halten. Jon. 2, 9. S. 685. Pein leiden. 2 Theff. 1, 9. S. 389. Pein leiden, das ewige Verderben. 2 Thess. 1, 9. S. 679. Pfand des Geistes im Herzen. 2 Cor. 1, 22. Ⓒ. 682. Pfeiler, im Tempel Gottes werden die Ueberwinder. Offenb. - - 3, 12. S. 650. Pforte, die enge. Luc. 13, 24. S. 398. Gottes, mit derselben kommt der Herr. 1 Thess. 4, 16. S. 493. die Geister. 1 Joh. 4, 1. S. 619. - - Rache, mit Feuerflammen über die Ungehorsamen. 2 Thess. 1, 8. S. 446. Rebe, eine verdorrte, wird weggeworfen. Joh. 15, 6. S. 535. Rechenschaft von jedem unnüßen Wort. Matth. 12, 36. S. 504. Rechenschaft des Herrn mit dem Knecht. Matth. 25, 19. S. 463. Rede des Mundes Gespräch des Herzens. Psalm 19, 15. S. 592. Reiche, der, in der Hölle und in der Qual. Luc. 16, 23. S. 396. Reine Herzen werden Gott schauen. Matth. 5, 8. S. 598. sich nicht selbst. Cor. 4, 3. S. 464. Richter der Lebendigen und der Todten. Ap.- Gesch. 10, 42. S. 651. Richterstuhl Christi. 2 Cor. 5, 10. S. 383. Ringen mit Jesu. 1 B. Mof. 32, 26. S. 732. Rotten müssen unter den Christen. Richten, seyn. 1 Cor. 11, 19. S. 627. Ruhe für die Seele bei Christo zu finRuhe für's Volk Gottes. Hebr. 4, 9. den. Matth. 11, 28. S. 415. S. 544. - Neu- Jerusalem, in demNichtige, das, ob dem1 Rühmen, sich, des Herrn. 1 Cor. 1, 31. S. 564. Posaune Prüfen, - Samen, einem Jeglichen, giebt Gott seinen eigenen Leib. 1 Cor. 15, 38. S. 455. Schächer am Kreuz. Luc. 23, 42. S. 644. Schaden, alles dafür halten. Phil. 3, 8. S. 477. Schaden ist alles gegen Chriftum. Phil. des zweiten Theils. 377 S. 500. 3, 8. S. 676. Schaden nehmen an der Seele. Matth. 16, 26. S. 418. Schafe Jesu hören seine Stimme. Joh. 10, 27. 28. S. 612. Schafe Jesu unter Wölfen. Matth. 10, 16. S. 744. Schaffen, daß man selig werde. Phil. 2, 12. S. 445. Schämen, sich, Jesu und seiner Worte. Luc. 9, 26. S. 391. Schatten, wie ein, fleucht der Mensch. Hiob 14, 2. Schätze im Himmel sammeln. Matth. 6, 20. S. 524. Schäßze sammeln ohne reich zu seyn in Gott. Luc. 12, 20. S. 686. Schaß wo auch das Herz. Matth. 6, 21. S. 407. Schiffbruch am Glauben leiden. 1 Tim. 1, 19. S. 546. Schild des Glaubens. Ephes. 6, 16. S. 621. Schlange, die erhöhete. Joh. 3, 14. S. 573. Schlüpfrige, auf das, setzt Gott. Psalm 73, 18. S. 400. Schmach um Christi willen. Matth. 5, 11. S. 717. Schmecken, die Freundlichkeit des Herrn. 1 Petr. 2, 3. S. 699. Schrift, die heilige, kann nicht gebrochen werden. Joh. 10, 35. S. 620. Schweigen und den Mund nicht aufthun. Psalm 39, 10. S. 572. Sehnen nach der Kindschaft. Nöm. 8, 23. S. 615. Seinen, die, liebt Jesus bis an's Ende. Joh. 13, 1. S. 460 Seele, Sendung des Sohnes Gottes. Joh. 3, 16. S. 530. Simeons die, in Händen tragen. Psalm 119, 109. S. 690. Selig die Augen, die Jesum sehen. Luc. 10, 23. S. 420. Selig in der Hoffnung. Röm. 8, 24-26. S. 492. Seyn bei dem Herrn allezeit. 1 Theff. 4, 17. S. 402. Sichtbare, nicht darauf sehen. 2 Cor. 4, 18. S. 562. Siehe! dein König kommt zu dir. Matth. 21, 5. S. 623. Bitte. Luc. 2, 29. S. 571. Singen und spielen dem Herrn. Col. 3, 16. ESS. 642. Sinnen, verrückt von der Einfältigkeit in Christo. 2 Cor. 11, 3. S. 444. Sißen des Menschensohns zur Rechten der Kraft. Matth. 26, 64. S. 738. Sohn, den, ehren wie den Vater. Joh. 5, 23. S. 578. Sohn, jeglichen, stäupet Gott. Hebr. 12, 6. S. 434. Sorge für die - - - 1 - - 1 - 378 Sorgen der Nahrung Ewigkeit. Phil. 4, 5. E. 743. beschweren. Luc. 21, 34. S. 394. das Herz nicht Sorget nichts. Phil. 4, 6. S. 622. Spötter der letzten Tage. 2 Petr. 3, 3. S. 555. Spötter der letzten Zeit. Jud. v. 18. S. 641. Stachel des Todes. 1 Cor. 15, 55. S. 469. Stärken wird Christus und bewahren vor dem Argen. 2 Theff. 3, 3. S. 470. Stätte, hier keine bleibende. Hebr. 13, 14. S. 580. Ster: ben, einmal, darnach das Gericht. Hebr. 9, 27. S. 386. Sterben in Sünden durch Unglauben. Joh. 8, 24. S. 422. Sterben in Sünden wegen Unglauben. Joh. 8, 24. S. 590. Streben nach der Liebe. 1 Cor. 14, 1. S. 526. Stückweise erkennen. 1 Cor. 13, 12. S. 452. Stuhl, auf Christi, fißen die Ueberwinder. Offenb. 3, 21. S. 663. Stuhl der Herrlichkeit. Matth. 19, 28. S. 674. Stunde da, aufzustehen vom Schlafe. Röm. 13, 11. S. 599. Stunde der Versuchung. Offenb. 3, 10. S. 538 Suchen, was droben ist. Col. 3, 1. S. 451. Sünden, vergeben im Namen Jesu. 1 Joh. 2, 12. S. 567. - Inhalts- Verzeichniß - -— — - - - - - Tag, den der Herr machen will. Mal. 3, 18. S. 560. Tag, der große des Zorns. Offenb. 6, 17. S. 693. Tag und Stunde der Zukunft Christi verborgen. Matth. 25, 13. S. 532. Thoren und träge Herzen zu glau ben. Luc. 24, 25. 529. Thränen abwischen wird Gott. Offenb. 7, 17. S. 388. Thränenfaat und Freudenerndte. Psalm 126, 5. S. 663. Thür hüten in Gottes Haus. Psalm 84, 11. S. 584. Todten, deine, werden leben. f. 26, 19. S. 705. Tod, von demselben zum Leben durchdringen. Joh. 5, 24 S. 583. Todte, die im Herrn sterben. Offenb. 14, 13. S. 454. Treue gegen die anvertrauten Güter. Matth. 13, 12. S. 549. Tröster, der heilige Geist. Joh. 14, 16. S. 730. Trost, ewiger. 2 Theff. 2, 16. S. 426. - - des zweiten Theils. 379 Ueberwindern geschieht kein Leid vom andern Tod. Offenb. 2, 11. S. 618. Ueberwindung des Satans durch des Lammes Blut. Offenb. 12, 11. S. 640. - Ueberschwänglich kann Gott thun. Ephef. 3, 20. S. 734. Unflath, dem der Welt entflohen. 2 Petr. 2, 20. S. 534. Unglück, sich selbst hineinbringen. Hos. 13, 9. S. 691. Ungnade und Zorn. Röm. 2, 9. 10. S. 582. Unterthan ist Jesu Alles. Hebr. 2, 8. S. 502. VergeVater! nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Marc. 14, 36. S. 624. Verflucht, wer Jesum nicht lieb hat. 1 Cor. 16, 22. S. 536. bung der Sünde. Matth. 18, 27. S. 608. Vergebung der Sünde. Es. 43, 25. S. 716. Vergehen soll Himmel und Erde. 2 Petr. 3, 11. S. 484. S. 447. Matth. 16, 27. Verheißung des Vergesten wird Christus, wenn er kommt. Verheißene Ruhe. Hebr. 4, 1. S. 659. ewigen Lebens. 1 Joh. 2, 25. S. 475. Verheißung und Eid. Ezech. 33, 11. S. 731. Verkündigen des Herrn Tod bis er kommt. 1 Cor. Verläugnen den Herrn. 2 Tim. 2, 12. S. 516. Versiegelt mit dem heiligen Geiste. Ephef. 4, 30. S. 412. Versöhnung durch den Tod Jesu. Col. 1, 22. S. 525. mit Sott. 2 Cor. 5, 18. S. 630. Sohnes. Röm. 5, 10. S. 720. 11, 26. S. 515. - - - - Versöhnung durch Christum Versöhnung durch den Tod des Versöhnung durch den Tod Jesu. Nöm. 5, 10. S. 654. Versuchen über Vermögen. 1 Cor. 10, 13. S. 487. Verwerfen das Wort des Herrn. 1 Sam. 15, 26. S. 594. Verheißung 2 Petr. 3, 9. S. 482. Luc. 7, 47. S. 647. 2, 21. S. 639. - Verzug der Viel Vergebung bringt viel Liebe. Vorbild, ein, hat Christus uns gelassen. 1 Petr. - Wachen und beten. Marc. 13, 33. S. 711. Wachen und nüchtern seyn. 1 Thess. 5, 6, S. 486.. Wachet! sagt Jesus Allen! Marc. 13, 37. 380 Inhalts- Verzeichniß S. 409. Wacker seyn und beten. Luc. 21, 36. S. 432. Wandel, unser, ist im Himmel. Phil. 3, 20. S. 403. Warten auf die Barmherzigkeit Jesu Christi. Jud. v. 21. S. 467. Warten auf die Barmherzigkeit. Jud. v. 21. S. 579. Warten auf das Ziel Gottes. 1 Mos. 49, 18. S. 410 Warten des Sohnes Gottes vom Himmel. 1 Thesſ. 1, 10. S. 405. Wasser des Lebens umsonst nehmen. Offenb. 22, 17. S. 604. Weichen und verdammt werden. Hebr. 10, 39. S. 489. Weinen, währet den Abend lang. Psalm 30, 6. S. 587. den Vollkommenen. 1 Cor. 2, 6. S. 563. Weisheit bei Welcherlei der Irdische, solcherlei die Irdischen. 1 Cor. 15, 48. S. 459. Welt, die, nicht lieb haben. 1 Joh. 2, 15. S. 397. Welt, die, vergeht mit ihrer Lust. 1 Joh. 2, 15-17. S. 509. Weltgeist und Gottes Geist. 1 Cor. 2, 12. S. 737. Werk, das gute, fängt Gott an und vollführt es. Phil. 1, 6. S. 435. Werk, sein, soll jeder selbst prüfen Gal. 6, 4. S. 503. Widerchrist, der, kommt in der letzten Stunde. 1 Joh 2, 18. S. 528. Wissen, an welchen man glaubt. 2 Tim. 1, 12. S. 417. als Jesum Christum. 1 Cor. 2, 2. S. 453. Wissen, nichts, Wort, das, ward Fleisch. Joh. 1, 14. S. 646 Worte des ewigen Lebens hat Christus. 6, 68. S. 450. Joh. Worte Gottes find gewiß und wahrhaftig. Offenb. Joh. 22, 6. S. 638. Worte Jesu vergehen nicht. Luc. 21, 33. S. 404. Wort Gottes, süßer denn Honig. Psalm 119, 103. S. 681. wandeln vor Gott, unsern Beruf. 1 Thess. 2, 12. S. 724. Todes. 1 Kön. 19, 4. S. 531. Würdig Wunsch des - 1 - - T - - Zeit des Abscheidens vorhanden. 2 Tim. 4, 6. S. 458. Zeit, die angenehme, ist jetzt. 2 Cor. 6, 2. S. 472. Zeit ist furz 1 Cor. 7, 29. 31. S. 419. Zeit, sich in dieselbe schicken. Ephef. 5, 15. 16. S. 545. des zweiten Theils. 381 Zeit, unsere, steht in Gottes Händen Psalm 31, 16. S. 561. Zeit, wenig und bös. 1 B. Mos 47, 9. S. 683. Zeugniß Gottes von seinem Sohne. 1 Joh. 5, 9. S. 457. Ziel, dem vorgesteckten nachjagen. Phil. 3, 14. S. 393. Ziel, nicht verrücken lassen. Col. 2, 18. S. 688. Zorn, der zukünftige. 1 Thess. 1, 10. S. 428. Zorn, vor demselben behalten durch Christum. Zugang im Glauben zu der Gnade. Röm. 5, 2. Zugang zum Vater durch Christum. Ephef. 2, 18. S. 714. alle, sollen bekennen, daß Christus der Herr sey. Phil. 2, 11. Zurechnen die Sünde. Ps. 130, 3. S. 466. Zurechnen die Sünde. Ps. 130, 3. 4. S. 581. 1 Zweien Herren nicht dienen. Matth. 6, 24. S. 559. Röm. 5, 9. S. 476. S. 510. Zungen, S. 411. - - 382 1. Januar. Der Herr wird die Krone der Gerechtigkeit geben Allen, die seine Erscheinung lieb haben. 2 Tim. 4, 8. Dieß solle unsere tägliche Uebung seyn, die Erscheinung des Herrn Jesu lieb zu haben. Laßt uns heute anfangen. Mel. Jesu, meine Freude. 3. Herr, ich arme Made habe 1. Jesu, all' die Deinen lieben zwar schon Gnade, daß mein Herz dein Erscheinen in der Herrlich dich ehrt; weil du mir auch kamest, keit. Vormals bist du ihnen in und mein Fleisch annahmest, und dem Fleisch erschienen, das hat ich war's nicht werth. Gabst du sie erfreut; kamst du dort nach mir nun Glauben hier, gieb, daß deinem Wort, so ist noch dem ich mit gleichem Triebe dein ErWort zu trauen, daß wir dich scheinen liebe. einst schauen. 4. Glaubt nur fort ihr Seelen, 2. Jeßt dich zu erkennen, und ihr glaubt nicht auf's Fehlen; lauft sich dein zu nennen ist schon wahre ohn' Aufenthalt; kämpfet als die Lust. Aber ein Verlangen, dich Seinen, Jakob that's mit Weinen; einst zu empfangen, kränket noch er erscheint doch bald. Kommt er die Brust und wer glaubt, erhebt cuch, so kommt er reich, er fann sein Haupt erst begierig nach der Kämpfer wohl belohnen, er giebt Höhe, daß er dich selbst sehe. ihnen Kronen. 2. Januar. 383 Wir müssen Alle Christi. 2 Cor. 5, 10. offenbar werden vor dem Richterstuhl Das sollen wir uns in unserm Thun und Lassen immer vor Augen stellen, damit wir das Arge hassen, und dem Guten anhangen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Die Welt kommt einst zu sammen, und alle Menschennamen vor Christi Richterthron, da muß sich offenbaren, wer sie und diese waren; sie kennt und prüft des Menschen Sohn. 2. Der Greu'l in Finsternissen, das Brandmal im Gewissen, die Hand, die blutvoll war, das Aug' wir Alle, wie wir sind. voll Ehebrüche, das frevle Maul voll Flüche, das Herz des Schalks wird offenbar. die Hand, die milde war, das Aug' voll edler Zähren, der Mund voll Lob und Lehren, des Christen Herz wird offenbaren. 4. Wo wird man sich verstecken? was will die Blöße decken? wer schminkt sich da geschwind? wen kann die Lüge schüßen? wie wird ein Werkruhm nüßen? da sind 3. Das Fleh'n der armen Sünder, das Thun der Gotteskinder, 5. Herr, diese Offenbarung drück' du mir zur Bewahrung beständig in den Sinn; daß ich auf das nur sehe, ich gehe oder stehe, wie ich vor deinem Auge bin. 384 3. Januar. Wir wissen, daß wir Gottes Kinder sind, und ist noch nicht erschienen, was wir seyn werden. 1 Joh. 3, 2. Wer das Zeugniß in sich hat, daß er Gottes Kind sey, der hat auch das Zeugniß, was er seyn werde; wenn ihn schon die Welt darüber verlacht. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 3. Herz, schweig' zu jenem 1. Oft thut mir's weh im Her- Spotte; du weißt, weß Kind du zen, man schilt das Christenthum. bist. Die Welt laß ihrem Gotte, Die Welt darf ob uns scherzen, dem sie die Fesseln füßt. Bleib' treibt uns als Narren um, ste du nur bei dem deinen, den du, thut nach Satans Lüsten, weiß wenn's wird erscheinen, wirst sesich dabei zu brüsten, und hat von hen, wie er ist. Bosheit Ruhm. 2. Was kann zum Trost hier 4. Herr, stärke mir den Glaudienen? Das Wort des Herrn ben, damit er überwind', und allein: es ist noch nicht erschienen, wenn die Spötter schnauben, sein was wir einst werden seyn; doch Loos im Himmel find'. Muß ich sind wir Gottes Kinder. Dieß der Welt hier schweigen, laß deiWort macht Ueberwinder bei Christi nen Geist mir zeugen, ich sey ein Schmach und Pein. Gotteskind. 4. Januar. 385 Wir werden auch tragen das Bild des Himmlischen. 1 Cor. -15, 49. Auf eine gewisse Hoffnung sterben, ist gut sterben. Das hat der wahre Christ zum Vorrecht, und ist schon selig in dieſer Hoffnung. Mel. Es traure, wer da will. 1. Ich werde aufersteh'n; das kann mich freuen. Daß ich zu Grab muß geh'n, heißt mir kein Dräuen. Wenn da der Wurm mich frißt, ist's kein Verbrechen; weil dieß der Wurm nicht ist, der nicht wird sterben. 2. Nur was von Erde war, das wird zu Erden; der neue Leib wird klar und himmlisch werden. Denn das ist Gottes Kraft, von der ich glaube, daß sie was Herrlich's schafft aus schlechtem Staube. 3. Das Leben ließ der Hirt für seine Schafe, und durch sein Sterben wird mein Tod zum Schlafe; hernach wird auch erfüllt die große Sache, daß ich nach seinem Bild einst wieder wache. 4. Auf sein Wort sterbe ich, das er gegeben: ich lebe ewiglich, und ihr sollt leben. Spricht er es, so geschicht's, weil er nicht lüget. Vernunft, hier giltst du nichts; der Glaube sieget. 5. Herr, diesen Trost gieb mir einst mit zu Grabe; weil ich dieß Wort von dir im Herzen habe. Wenn ich in meinem Theil werd' auferstehen, laß mich mein ewig Heil an Jesu sehen. 386 5. Januar. Es ist dem Menschen gesetzt einmal zu sterben, darnach das Gericht. Hebr. 9, 27. Zwischen dem Sterben und Gericht ist kein mittlerer Zustand. Wie der Mensch stirbt, so kommt er vor Gericht. Mel. Werde munter mein Gemüthe. 3. Schrecklich ist's, das Grab 1. Einmal ist's gesetzt zu sterben, zu sehen, und hernach den Richnach dem Sterben das Gericht. terstuhl. Denn wer da nicht kann Scharf's Geseß für Adams Erben! bestehen, fället in den Schwefeldoch den Glauben trifft es nicht. pfuhl. Selig, welchem nun kein Spötter stürben gern wie Vieh, Tod, und auch kein Gericht mehr und ein Weltherz blieb gern hie. droht, weil er hier zum Kreuz Eitler Wunsch! man muß zur Er- gekrochen, wo ihn Gott schon losden, und hernach gerichtet werden. gesprochen. 2. Thor! der kein Gericht will 4. Gott, du hast vor deinem wissen, wird deßwegen keines seyn? Throne mir den Zutritt schon erWenn das Ayg' dir ausgerissen, laubt, und durch's Blut von dei-. ist hernach kein Sonnenschein? nem Sohne hab' ich mich schon Flehe vielmehr noch bei Zeit, weil frei geglaubt. Muß ich sterben, dir dein Gewissen dräut, mit be- rede du meiner Seele tröstlich zu: thräntem Angesichte: Ach Herr, Seele, dir ist schon vergeben, geh' nicht in's Gerichte! dringe durch den Tod zum Leben. 6. Januar. 387 Schet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich cure Erlösung nahet. Luc. 21, 28. Das ist doch eine wunderbare Sache bei den Christen. Selbst die Gerichte über die Welt sind die Erlösung der Jünger Christi. Mel. Jefus, meine Buversicht. 1. Christen, hebt das Haupt empor, weil sich die Erlösung nahet. Denn dieß Alles kommt zuvor, was ihr bisher kommen sahet. Auch wenn Sodoms Sünde schreit, ist ihr Schwefel nicht mehr weit. 4. Jesu, unterrichte mich, mich in Zeit und Welt zu schicken, daß bei allem Vorfall ich kann nach der Erlösung blicken. Führe mich 2. Seht nicht nur mit Jammern durch diese Welt unbefleckt durch, an, wie sich Schuld und Strafe bis sie fällt. häufen. Wenn man lange bös gethan, muß Gott zu dem Schwerte greifen. Sehet auf, und denket da: die Erlösung ist nun nah. glaubt, muß bei dessen Ankunft beben. Nur wer den Erlöser kennt, geht wie Loth, wenn Alles brennt. 3. Wohl der Seele, die das Haupt darf getroft zur Höhe heben! Denn wer keinen Nächer 5. Bei dem Leiden gieb Geduld, in Versuchung Sieg im Glauben. Bleibt mir nichts als deine Huld, kann ich Alles lassen rauben. O Erlöser, richte mir auch mein sterbend Aug' nach dir. 1 7. Januar. Gott wird abwischen alle Thränen von ihren Augen. Offenb. 7, 17. Das ist ein tröstlich Wort, aber nicht für steinerne, sondern für fleischerne Herzen, die wie das des Königs Josias weich worden sind. 388 Mel. Alles ist an Gottes Segen. sind auch der Kinder Thränen, die 1. Gottes Kind seyn, und doch sich nach der Heimath sehnen, weinen, will oft unbegreiflich schei- dorten giebt es keine mehr. nen, aber Niemand als der Welt. Denn der Vater will durch Thrä- Liebe nen nur die Weltlust abgewöhnen, wenn dem Kind ihr Spiel gefällt. 2. Jesus ließ zu seinen Füßen lobenswerthe Thränen fließen, Thränen einer Sünderin: ihr den 5. Gott, erfülle mein BegehTrost in's Herz zu sprechen: ich ren, daß ich nicht des Esaus vergeb dir dein Verbrechen: gehe Zähren, sondern wie der Jakob nur im Frieden hin. hab'. Komm ich einst aus dem Gedränge, wisch sie mir, wie je ner Menge, vor dem Stuhl des wachsen oft mit stärkerm 4. Glaube, Hoffnung und die Triebe, wenn sie dieser Thau erfrischt. Endlich werden dort dem Kinde alle Thränen ganz gelinde von den Augen abgewischt. 3. Gottes Geist pflegt zu vertreten, die mit nassen Augen beten, jeden Tropfen läutert er. Theur' Lammes ab. 8. Januar. 389 Sie werden Pein leiden von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht. 2 Thess. 1, 9. Die Gnade Gottes ist herrlich; aber seine Gerechtigkeit auch. Jene erfährt der Glaubige hier und dort an seinem Herzen; diese der Unglaubige auch.d Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 5. Wenn er ein herrlich Macht1. Dich, Jesu, wird man kom, wort hört, daß ihm sein Urtheil men seh'n in großer Herrlichkeit. fällt, das er bisher für lachensDa wird der Welt die Lust verwerth, ießt spät für Wahrheit geh'n, den Deinen alles Leid. 2. Da kommt den Spötter Zittern an, wenn er den König sieht, von dem er jetzt nichts glauben kann, und dessen Wort er flieht. hält. 6. Wenn er den Spruch: du bist verdammt, unwiderruflich fühlt, und ihm schon im Gewissen flammt, was ihm kein Tropf mehr fühlt. 3. Wenn ihn der Richter über- 7. D Jesu, das ist Herrlicheilt, und sißt auf seinem Thron, keit, die unerträglich ist. Ach gieb vor dem er ohne Gnade heult, mir Glauben, der sich freut, daß und fürcht't des Menschen Sohn. du mir gnädig bist. 4. Wenn ihm ein Glanz das 8. Als Heiland laß dein AngeAug' bestrahlt, von Christi Ange- sicht mir hier noch freundlich seyn, sicht, der ihm nach seinem Thun so fürcht ich dich als Richter nicht, bezahlt, und ihn in's Feuer spricht. und leide keine Bein. 27 Zweiter Theil. 9. Januar. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Römer 14, 8. Beides muß beisammen seyn, weil es ein Herr ist. Was der Herr besonders im Sterben erst rettet, das stehet seiner Gnade frei. Wir sollen nur auf unsere Pflicht ſehen. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. zur Sicherheit. Wo Glaube ist, muß Liebe seyn, und niemand liebt im Tod allein. 390 1. Den Heiland auf den Tod zu sparen, ist nicht die wahre Sterbenskunst. Mit Gnade läßt sich's nicht verfahren, als wie mit eines Menschen Gunst. Und wüßt' ein Christ den Tod noch fern, er lebte dennoch seinem Herrn. 4. Herr, schaff' daß mir dein Umgang süße, dein Angedenken föstlich ist; und leg' ich mich vor deine Füße, so zeig' dich mir, wie hold du bist. Schweift mein Herz aus, so ziehe mich in Gnaden wieder fest an dich.me 2. Herr lehr' mich selbst, daß dir zu leben, so nöthig und so selig sev. Du hast mir täglich zu vergeben, da ist's genug an solcher Treu. Ein Schalksknecht ist, der sich entzieht, bis er den Kerker vor sich sieht. 5. Wie sollt' ich dem nicht leben wollen, der für mich armen Sünder starb? wie sollt ich dem nicht 3. Mein Herr will lauter Leute dienen sollen, der mich zum Eigenhaben, die seine Gnade täglich thum erwarb? O nein, dir Jesu freut. Sein Blut und seines leb' ich gern; sterb' ich, so sterb' Geistes Gaben sind kein Geschenk ich dir, dem Herrn. 10. Januar. 391 Wer sich aber mein und meiner Worte schämet, deß wird sich des Menschen Sohn auch schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit, und seines Vaters und der heiligen Engel. Luc. 9, 26. Wer das liest, der merke drauf. Es gilt uns're Ehre. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Da fällt des Teufels Lehre, 1. Herz, du mußt dich bequemen da steht das Christenthum; da zu Christi Wort und Schmach; hat die Buße Ehre, der Glaube willst du dich dessen schämen, so ewig Ruhm, die Heiligkeit ihr folgt erst Schande nach. Erwähl, Lob. Herr, dieß lehr' mich bewas dich nicht reut, denn schämst du dich jetzt seiner, so schämt er sich auch deiner in seiner Herrlichkeit. denken; will dann die Welt mich kränken, so freu' ich mich darob. blis 4. Herr, öffne mir die Augen 2. Wir werden Jesum sehen auf seines Vaters Thron, und in der Versuchungszeit, daß sie zu Engel vor ihm stehen, da schaut sehen taugen auf deine Herrlichdes Menschen Sohn der Menschen feit. Da wird es umgekehrt, die Herzen ein; will er dich da nicht hier dein Wort annehmen, wirst kennen, sagt er dir: du mußt bren- du dort nicht beschämen; du chrest nen, o daß wird Schande seyn! wer dich ehrt.gold ind 392 11. Januar. Ein Stern übertrifft den andern an Klarheit; also auch die Auferstehung der Todten. 1 Cor. 15, 41. Das ist die unausdenkliche Kraft Gottes, der der Schöpfer des neuen Himmels ist. Dieses zeigt sich eben in dem Mannigfaltigen recht herrlich. Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. 3. Da entsteht kein Zank noch 1. In der sel'gen Ewigkeit sind Streit: welcher ist der Größte? verschied'ne Stufen, derer, die Gott denn kein Hochmuth und kein Neid aus der Zeit zu sich heimgerufen. reizet die Erlöste. Gottes Heil Alle geh'n in Klarheit ein, alle singt Alles da, nied'rer oder höfind im Frieden, und sind, wie her; und dem Thron sind Alle der Sterne Schein, dennoch un- nah, sind ein Theil schon näher. terschieden. 2. Eine große Schaar ist hier, 4. Herr, dieß glaub' ich deinem die aus Trübfsal kommen; Mär- Wort. O wie soll mich's treiben, tyrer, und die vom Thier nicht um so einen sel'gen Ort dir gesein Mal genommen; lleberwinder treu zu bleiben. Wird mir nur geh'n hervor, welche Palmen tra- der Wunsch erfüllt, einst vor dir gen, ja man hört den vollen Chor zu stehen; stelle mich, wohin du ihre Harfen schlagen. willt, laß mich dich nur sehen. 12. Januar. 393 Ich jage nach dem vorgesteckten Ziel; nach dem Kleinod, welches vorhält die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Phil. 3, 14. Chust sagte: wie, wenn ich auch liefe! Joab sprach: so laufe doch. 2 Sam. 18, 23. Mel. Ich will's wagen sc. 3. Jesu, richte mein Gesichte 1. Ich will streben nach dem nur auf jenes Ziel, lenk' die SchritLeben, wo ich selig bin, ich will te; stärk' die Tritte, wenn ich ringen einzubringen, bis daß ich's Schwachheit fühl. Lockt die Welt, gewinn. Hält man mich, so lauf so sprich mir zu; schimpft sie mich, ich fort; bin ich matt, so ruft das so tröste du; deine Gnade führ' Wort: nur im Hoffen fortgeloffen, gerade mich aus ihrem Spiel. bis zum Kleinod hin. 2. Als berufen zu den Stufen 4. Du mußt ziehen; mein Bevor des Lammes Thron, will ich ei- mühen ist zu mangelhaft. Wo len; das Verweilen bringt oft um ihr's fehle, spürt die Seele; aber den Lohn. Wer auch lauft, und du hast Kraft, weil dein Blut ein lauft zu schlecht, der versäumt Leben bringt, und dein Geist das sein Kronenrecht. Was dahinten, Herz durchdringt. Dort wird's das mag schwinden, ich will nichts tönen bei dem Krönen: Gott ist's, davon. der es schafft. idon 13. Januar. Hütet euch, daß cure Herzen nicht beschweret werden mit Sorgen der Nahrung. Luc. 21, 34. Der Heiland hatte schon in der Bergpredigt die Sorgen verboten. Nun schärft er seine Lehre mit dem Zusatz von dem jüngsten Tage. So muß es ja wichtig seyn. 394 Mel. Durchbrecher aller Bande. 1. Schminkt euch nicht ihr Nahrungssorgen; Jesus nennt euch eine Last. Herz, das sey dir unverborgen, daß du davon Schaden hast. Suche nicht sie zu beschönen; denke, sie beschweren dich, und den Geist mit seinem Sehnen lassen sie nicht über sich. 3. Ja die Sorgen dieses Lebens machen weder reich noch satt; aber die sind nicht vergebens, die man um den Himmel hat. Jesu, zieh' mein Herz zur Höhe, wo die Güter ewig sind; denn dein Tag, der in der Nähe, kommt den Sorgen zu geschwind. 4. Herr, dein Ernst ist voller 2. Was des Glaubens Licht er Treue, daß du warnest: hütet sticket, was der Liebe Feuer dämpft, euch. Gieb, daß ich die Sorgen was der Hoffnung Ziel verrücket, scheue, außer die um's Himmelwas mit innerm Frieden kämpft, reich. Dein Wort sey des Glauwas den Ernst im Beten mindert, bens Nahrung, der sich um sein was die Seele nicht läßt ruh'n, Heil bemüht, und in göttlicher was den Lauf zum Kleinod hindert, Bewahrung seinem Herrn entgesollte das nicht Schaden thun? gen sieht. 14. Januar. 395 Auf daß ihr seyd lauter und unanstößig bis auf den Tag Jesu Christi. Phil. 1, 10. Zwischen dem lautern Wandel allhier, und dem Tage Jesu Christi gehet also bei dem Menschen keine Herzensänderung mehr vor. Hier unlauter ist unlauter bis an jenen Tag. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. Herr Jesu, ach bereite du 1. Der Baum bleibt liegen, wie durch deinen Geist der Gnaden er fällt; wir bleiben, wie wir mein Herz noch vor dem Sterben sterben. Wer jetzt kein Lob aus zu, sonst bricht es mir zum SchaGott erhält, wann will er eins den. Erkenne mich schon hier als erwerben? Im Grab erst läutert dein, so werd' ich's auch im Tosich kein Sinn: stirb glaublos de seyn, und an dem jüngsten oder glaubig hin, du wirst nicht Tage. anders werden. on 2. Die Hölle lehrt nicht Buße 4. Gib Buße, die da redlich thun, der Tod nicht Jesum ken- sey, den Glauben mach' beständig, nen. Wie Lazarus darf alsbald ruh'n, so muß der Weltmann brennen. Der eine Schächer starb dem Herrn, der andre gleich den Lästerern auch mit gebroch'nen Beinen. die Liebe herzlich und getreu, die Hoffnung recht lebendig. Vollend' ich also meinen Lauf, so lös' du meine Seele auf, und nimm sie in die Hände. 396 15. Januar. Der Reiche starb, und war in der Hölle und in der Qual. Luc. 16, 23. Das ist eine Geschichte, die das Herz zitternd machen, aber auch zur Eile treiben kann, daß man seine Seele rette. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 3. Vater, vor dem Höllenfah1. Gott, gedenk' ich an's Ver ren kann mich deine Macht bedammen, an die Bein in jenen wahren. Nichts als deines Sohns Flammen, an den Zorn von dei- Versöhnen mag mir zur Erretnem Stuhle, an die Qual im tung dienen, und sein kräftiges Schwefelpfuhle, an das Feuer, Vertreten kann mich von dem daß man fühlet, das kein Tröpf- Feu'r erbeten. Nur dein Geist lein Wassers fühlet; o so schrei' kann, bis ich sterbe, mir das ich auf der Stelle: ach bewahr' mich vor der Hölle. Pfand seyn zu dem Erbe. 2. Da ist ewiges Verderben, und ihr Wurm wird niemals sterben; weil der Spruch unwider streblich, ist die Reue nun vergeb lich, und auf das Geheul der Armen folgt im Himmel kein Erbarmen. Oso bet ich: Herr, behüte mich hievor durch deine Güte. 4. Führ' mich durch die enge Pforte, bei dem Licht von deinem Worte; laß mich ja nicht sicher leben, nicht der Weltlust mich ergeben; mich nicht bis zum Grab verschulden; was ich leide, glaubig dulden, und nach überstand'nen Proben deine Macht im Himmel loben. 16. Januar. 397 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. 1 Joh. 2, 15. Dieß ist sonderlich den Jünglingen geschrieben, die von der Welt Witz und Geschmack, Lebensart und Gewohnheit, Liebe und Luft am mehrsten versucht werden, wenn sie nicht durch Gnade bewahrt werden. und Heil! wie blendet doch der Gott der Welt, bis er und sie in's Feuer fällt! 5. Ach Gott! mein Gott! cr leuchte mich, daß ich nichts liebe ohne dich. Ich mag kein Leben als bei dir. Der Welt bleibt nichts, du bleibeft mir. 6. Dein Sohn sey mir ein Gnadenstuhl, sein Kreuz sey meine hohe Schul'; dein Geist erfülle mir die Brust; dein Wort sey meines Herzens Lust. m 7. Dein Wille sey mein Trost in Noth, und deine Gnade auch im Tod; dein Himmel mein er4. Dieß liebt ihr Herz, dieß ist wünschtes Ziel, dein Lob mein ihr Theil. O Leben ohne Gott ewig Saitenspiel. Mel. Herr Jesu Chrift; mein's ic. 1. Der Weltfinn will vom Him mel nichts, noch von dem Erbtheil jenes Lichts; er lebt dahin auf ungefähr, wünscht, daß kein Gott noch Richter wär'. 2. Den eig'nen Lüsten zärtlich seyn, nach dem Geschmack der Men schen fein, der Tugend weder hold noch feind, und vom Gewissen gar kein Freund; 3. Bei gangbar'n Sünden ohne Reu', bei schönen Lügen ohne Scheu, in süßem Schlummer ungeweckt, noch vom Gesetz und Tod erschreckt; 17. Januar. Ringet darnach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet. Luc. 13, 24. Es sind auf dem Schauplatz der Welt unzählige Zuschauer, und wenig Kämpfer. Frage nicht, was die mehrsten thun. Ringe du! 398 Mel. Gott des Himmels und der Erden. ab, in dem Glauben durchzudrin1. Ringet nach dem Seligwer- gen, bis daß ich's ergriffen hab'. den; unser Seligmacher spricht's. Kommen Viele nicht hinein, laß Scheuet man des Kampfs Be- mich unter wenig seyn. schwerden, so erringt der Zärtling nichts. Denn ein Ringer wendet an, was er weiß, und was er kann. 4. Weil die Pforte doch so enge, ach so frische du mich an; reiß' mich von der trägen Menge, die hinein will, und nicht kann. Drück' dein Wort mir fräftig ein, daß es muß gerungen seyn. 2. Zweifeln, ob's der Mühe lohne; in dem Fürwiß um sich seh'n; trachten, wie man seiner schone; 5. Uleber alle Maßen wichtig sich mit seinem Feind versteh'n; sey mir jene Seligkeit; alles andre Faust und Waffen lassen ruh'n, sey mir nichtig, weil es uns nicht wird kein rechter Kämpfer thun. ewig freut. Waffne mich mit die3. Jesu, steh' mir bei im Rin- sem Sinn, bis ich in dem Himgen, zieh' die Hand nicht von mir mel bin.dail mit 18. Januar. 399 Christus wird unsern nichtigen Leib verklären, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe. Phil. 3, 21. Wie ist's doch so was Seliges um die Gemeinschaft Jesu, im Leibe der Erniedrigung und der Verklärung. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Lichte Augen, Gott zu se1. Wenn der Würmer ihr Ge- hen; Ohren, scharf zum Harfenwimmel in dem Grab mir Grauen klang; Füße, rein beim Thron macht, schaut mein Glaube in zu stehen; Zungen, geistlich zum dem Himmel auf der Leiber neue Gesang; Häupter, klar zum KroPracht. Denn das Alte wird nentragen; Hände, werth der nicht währen. Jesus machet Alles Palmenehr. Doch, was will man neu. Er wird unsern Leib ver- hier schon sagen, dort wird Alles klären, daß er seinem ähnlich sey. herrlicher. 2. Er fann viel mehr, als ich glaube; ihm ist Alles unterthan, daß er aus dem schlechtsten Staube etwas Schönes bilden kann. Jezzo tragen wir auf Erden Leiber der Erniedrigung; Jesus heißt sie himmlisch werden, Leiber der Verherrlichung. 4. O du Geist der Offenbarung, mach' mich in der Zeit bereit zu der ewigen Erfahrung, der geglaubten Herrlichkeit. Seh' ich schon mein Grab hier offen, schreckt mich doch der Moder nicht, denn ich darf Verklärung hoffen, und die Hoffnung sieht in's Licht. 400 19. Januar. Du setzest sie auf's Schlüpfrige. Pf. 73, 18. Das lernt man nirgends als in dem Heiligthum Gottes, da merkt man auf das Ende. Außer diesem fällt man ein verkehrtes Urtheil von dem Wohlsein der Kinder der Welt. Herz sich kehret zu dem, was ewig währet, nichts Titles liebt, Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Rühmt doch mir nichts vom Glücke, daß es bei aller Tücke nichts Böses sucht. den Bösen wohl gescheh. Meint ihr, sie sey'n Paläste? O nein, fie mich nur auf dich bauen, und auf 4. In herzlichem Vertrauen laß steh'n nicht feste, Gott setzt sie auf dein ewig's Wort. Ein Haus das Schlüpfrige. noch Wasser fort. 2. Wie werden zu nichte, werden sie zu nichte, auf diesem Grunde reißt auch zur gleich einem Nachtgesichte! Es ist leßten Stunde kein Regen, Wind ein Augenblick. Gott stürzet sie behende: mit Schrecken ist ihr Ende. Wer wünscht sich nun ein folches Glück. 5. Und haben meine Tage hier reichlich ihre Plage, so lehre mich Geduld. Das Weltglück ist nur Mein Glück sey Christi 3. D Gott, dieß lautet kläg- Schade. lich! erhalte du mich täglich in Gnade, mein Wohlseyn deine deines Geistes Zucht, damit mein Vaterhuld. 20. Januar. 401 Nun aber gebeut Gott allen Menschen an allen Enden Buße zu thun. Ap.- Gesch. 17, 30. Wer also nun von dem Wort der Buße, und von Christo höret, und doch nicht Buße thut, auf den wartet ein schwereres Gericht, als chemals in den Zeiten der Unwissenheit. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 1. Allen Menschen insgemein wird zur Buße aufgeboten. Je sus wird ein Richter seyn der Lebendigen und Todten; da fängt Lohn und Strafe an. Selig, wer hier Buß' gethan. 2. Was sich da in Büchern find't von unzählbar'n Millionen deren, die schon Erde sind, und die noch auf Erden wohnen, Alles hört sein Urtheil an. Selig, wer hier Buß' gethan. 5. Jesu, der du durch dein Wort mich zur Buße haft gerufen, führe dein Werk an mir fort, bis vor deines Thrones Stufen; da geht Dank und Wonne an, daß 3. Mit Gerechtigkeit spricht er, er entdeckt den Rath der Herzen. Dort bleibt keine Gnade mehr de- ich durch dich Buß' gethan. nen, die sie hier verscherzen; keine Ausflucht nimmt er an. Selig, wer hier Buß' gethan. 4. Jetzt kann man vor seinem Thron noch Barmherzigkeit empfangen. Dort hingegen, wollt' man schon, darf man keine mehr verlangen; denn da brennt sein Zorn schon an. Selig, wer hier Buß' gethan. 21. Januar. Und wir werden also bei dem Herrn seyn allezeit. sudi 1 Thess. 4, 17. Das sind keine prächtige Worte von dem zukünftigen Leben; aber bei dem Herrn seyn, faßt in der Kürze alles Herrliche in sich. 402 sald Ma. Aus meines Herzens Grunde. 13. Erhalte, Herr, mich Armen 1. Hier Jesum zu erkennen, in im Glauben nur in dir, und ihm durch Glauben steh'n, zu bleibe mit Erbarmen in dieser ühm in Liebe brennen, mit ihm Zeit bei mir, bis sie durchstritten zum Leiden geh'n, ist zwar schon ist. Ich bin, so lang ich walle, Seligkeit, allein nur noch auf nicht sicher vor dem Falle, wo du Erden; o aber was wird's wer- nicht bei mir bist. den, bei ihm seyn allezeit! 2. Bei ihm auf seiner Weide, 4. Laß mich, bis ich entschlafe, von Lebenswassern satt; bei ihm in dir erfunden seyn, und führ in seiner Freude; bei ihm in sei zur Zahl der Schafe mich in den ner Stadt; bei ihm vor seinem Himmel ein. Bin ich alsdann Thron. Doch schwacher Sinn, zu- bei dir, verherrlichter Erlöser, so rücke mit dem zu fühnen Blicke! wird mein Heil erst größer, dein hier sieht kein Aug' davon. Nam' erst groß an mir. 92 1100 22. Januar. 403Unser Wandel ist im Himmel. Phil. 3, 20. Paulus setzt sich und seine Mitarbeiter denen entgegen, die irdisch gesinnet sind; und wie wir diese zum Vorbilde haben, so sollen alle Christen wandeln. Mel. Jerusalem, du Schöne. 1. Unser Wandel ist im Himmel, das ist eines Christen Sinn, und durch ein berauscht Getümmel dringt er in der Welt dahin, selten fragt sie nach der Stadt, die der Gast zur Heimath hat. das Bleiben ewig ist. Schritte gängle du; werd' ich 4. Jesu, der du hingegangen, der du uns're Hoffnung bist, lehr' mich, herzlich heim verlangen, wo Meine 2. Sie verhöhnet seine Sache, und versteht den Wandel nicht. müde, sprich mir zu. Sie bewundert seine Sprache, weil er nicht auch weltlich spricht. Landfremd scheint er angethan, denn er ziehet Christum an. nicht für ihren Himmel ein. Waren sie schon niemal dort, sicht der Glaube doch den Ort. 5. Gib dein Wort und Saframente mir mit auf den Weg dahin, bis mein Glaube an dem 3. Aber laß die Tolle schelten, Ende, und ich bei dem Vater bin. laßt sie hier zu Hause seyn. Dort vor Gottes Angesicht ist Christen tauschen tausend Welten der Wandel in dem Licht.n 23. Januar. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Luc. 21, 33. Das soll man sonderlich heut zu Tage wohl behalten, da sich die kräftigen Irrthümer so erstaunlich regen. 404 Mel. Von Gott will ich nicht laffen. 3. Herr, laß auf deinem Worte 1. Herr, dein Wort ist leben mich unbeweglich steh'n, auch dig, es überlebt die Welt; nur wenn der Höllen Pforte gewaldieses bleibt beständig, wenn Erd' tig an mich geh'n. Lehr mich und Himmel fällt. Es schlägt als bei diesem Licht die List des Arwie ein Blig den Hochmuth dem gen merken, und laß dieß Wort Verächter, dem Narren sein Ge- mich stärken, so siegt der Arge lächter, dem Weisen seinen Wiß. nicht. 2. Seyd bös ihr freien Geister, und dünkt euch stark zum Krieg, 4. Laß mich gleich einem Taufernt Lügen von dem Meister. ben bei Satans Lästern seyn und Dem Wort bleibt doch der Sieg; gründe meinen Glauben nur auf dieß steht und stürzt in Eil das dein Wort allein. Ist dann der Thier zum Schwefelpfuhle, den Kampf gethan, so weise, wenn Drachen von dem Stuhle; und ich sterbe, nach deinem Wort ein wo ist euer Theil? Erbe mir auch im Leben an. 24. Januar. 405 Ihr seyd bekehrt zu Gott, zu warten seines Sohns vom Himmel. 1 Thess. 1, 9. 10. Dieses Warten ist also eine gewisse Folge der wahren Bekehrung, und ein Kennzeichen derer, die Gott dienen. 3. Wir warten dein, du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Du bist uns zwar im Geiste wir wissen dich auf deinem Thron, nah; doch sollst du sichtbar fomund nennen uns die Deinen. Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt, und siehet dir entgegen; du kommst uns ja zum Segen. men, da willst uns du, bei dir auch Ruh', bei dir auch Freude geben, bei dir ein herrlich Leben. 4. Wir warten dein, du kommst 2. Wir warten deiner mit Ge- gewiß; die Zeit ist bald verloffen. duld in unsern Leidenstagen. Wir Wir freuen uns schon über dieß, trösten uns, daß du die Schuld was wir erst sicher hoffen. Was am Kreuz haft abgetragen; so wird gescheh'n, wenn wir dich können wir nun gern mit dir uns seh'n? Wenn du uns heim wirst auch zum Kreuz bequemen, bis bringen? Wenn wir dir ewig du es weg wirst nehmen. fingen? Zweiter Theil. 28 Mel. Was Gott thut, das ist sc. 1. Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen; 406 25. Januar. Ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen. Hebr. 11, 6. Das ist zu unsern gegenwärtigen Zeiten wohl zu behalten; weil jeho Vernunft und Unvernunft, Tugend und Untugend wider den Glauben fechten. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Vater, gib, so lang ich wal1. Ohne Glauben ist's unmög- le, bis zum Steh'n vor deinem lich, daß man Gott gefallen kann, Thron, daß ich nicht mir selbst und der Glaub' hält unbeweg- gefalle, sondern dir in deinem lich sich an Jesum Christum an. Sohn. Will man mich was anDenn des Vaters Wohlgefallen ders lehren, lehr' du mich durch ist in seinem Sohn allein; sonst deinen Geist, daß ich soll den kein Nam' ist unter allen, drinn Vater hören, der den Sohn mich wir können selig seyn. hören heißt. 2. Seele, laß dich nicht betrügen, wenn das Thier die Werke 4. Mache du mir meinen Glauschminkt, und der Weltwiß sich in ben zur gewissen Zuversicht, so Lügen ohne Glauben selig dünkt. wird mich kein Mensch berauben, Du kannst kurz zur Antwort ge- und der Teufel selber nicht. Kann ben, wenn man Hohn dem Glau- ich Jesum jetzt nicht sehen, ist ben spricht: wer den Sohn hat, mir doch sein Wort gewiß, daß hat das Leben, wer ihn nicht hat, ich werde vor ihm stehen. Wer hat es nicht. dieß hofft, der stirbt auf dieß. 26. Januar. 407 Wo euer Schaß ist, da ist auch euer Herz. Matth. 6, 21. Hiemit deckt der Herzenskündiger dem Menschen sein Inwendiges auf, daß er an diesem unbetrüglichen Zeichen sich selbst recht kennen lerne. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. 3. Das ist ein Schatz, der sicher -11. Mein Herz, du mußt im bleibt; wir haben ihn im GlauHimmel seyn, dein Schaß ist ja ben. Da ist kein Feind, der uns dort oben. Was hier ist, halte vertreibt; fein Dieb, der ihn kann nicht für dein, dort ist es aufge- rauben; kein Tod, der Schatz und hoben. Was nützt ein Schaß, den Herzen scheid't. Der Schaß währt Rost verzehrt; nur der Schatz ist in die Ewigkeit, so lang die Herdes Herzens werth, den man im zen währen. Himmel sammelt. 2. Der wird geschenkt, und nicht 4. Mach', Jesu, mir den Schatz verdient, kein Mensch mag ihn recht groß, und lehr' mein Herz erwerben. Nur Jesus, der mit dran hangen, und neben diesem. Gott versöhnt, läßt uns den Himmelsloos kein irdisches verHimmel erben. Für Herzen ist langen; alsdann ist Sterben mein kein besser Gut, als das, daß Gewinn. Mein Herz, wenn ich Gottes Sohn mit Blut erkauft einst droben bin, soll für den und beigeleget. im Schatz dir danken. 408 27. Januar. Ich lebe und ihr sollt auch leben. Joh. 14, 19. Das ist ein Wort voll Trostes für die Glaubigen, die doch noch sterben müssen. Jesus war eben damals auf dem Weg zum Tode und sagte doch zur Verwunderung: Ich lebe. Mel. Es kostet viel, ein Christ zu seyn. 3. Mein Heiland lebt, er lebt 1. Mein Heiland lebt, ich sterbe in mir, es fühlt mein Herz aus d'rauf; er starb für mich, damit ihm die Lebenskräfte; ist nicht der ich sollte leben. Er schloß mich Geist das sich're Zeugniß hier? ein in jenen Seelenkauf, da er sein Der tödtet ja des Fleisches sein Blut zum Lösgeld hingegeben. Geschäfte, und er weiß selbst, Dieß ist der Grund, daß sich mein wornach mein Herz jetzt strebt. Geist erhebt: mein Heiland lebt. Mein Heiland lebt. 2. Mein Heiland lebt, ich leb' 4. Mein Heiland lebt, er wird in ihm: mein Leben ist allein in auch mich aus dieser Welt zu jeseinem Blute. Ich blieb' im Tod, nem Leben bringen. Dort lebt was hätt' ich, das ich rühm', wenn sich's wohl; dort lebt man ewignicht mein Ruhm auf ihm allein lich; dort will ich ihm ein Halleberuhte? Er ist's, an dem mein lujah singen. Das fehlt mir nicht, Herz im Glauben klebt: mein auch wenn man mich begräbt: Heiland lebt. mein Heiland lebt. 28. Januar. 409 Was ich euch sage, das sage ich allen: wachet! Marc. 13, 37. Wenn es der Herr Jesus Allen sagt, so muß es einen Jeglichen angehen in eben der Zeit, worinnen er lebt. Laßt uns also auf unsere Zeit merken. Mel. Besicht du deine Wege. 3. Du Hirt der kleinen Heerde, 1. Du meine Seele, wache, der zieh' uns die Waffen an; gieb Heiland sagt's vorher. Die Hure, uns dein Wort zum Schwerdte, Thier und Drache, verfolgen im- das Feinde fällen kann; einst bei mer mehr. O bei des Drachen des Thieres Bilde gieb auch zu Grimme, und bei der Hure Wein, unserm Theil den Glauben mir und bei des Thieres Stimme, will's zum Schilde, zu unserm Helm ja gewachet seyn. dein Heil. 2. Sind Tausende im Schlafe, als wäre keine Noth; so denk' du an die Strafe, die uns der Herr gedroht. Hinweg mit Furcht und Scheue, wo nahe Noth zu seh'n. Hier ist Geduld und Treue bei denen Heiligen. 4. Herr, du hast überwunden; wir haben hier noch Krieg; gieb uns in bösen Stunden durch deine Macht den Sieg. Weck' du uns auf zum Beten; halt' uns die Krone für; hilf uns durch dein Vertreten, so trennt uns nichts von dir. 29. Januar. Herr! ich warte auf dein Heil. 1 Mos. 49, 18. Das sind doch schöne Worte eines sterbenden Greijes. Jakobs Glaube drückt sich kurz aus, aber desto mächtiger. 410 Mel. Schwing dich auf zu deinem ic. 3. Hier sind Zeiten der Geduld, 1. Herr, ich warte auf dein hier sind Prüfungstage; bald beHeil, wie die Väter harrten. Ich trübt uns uns're Schuld, bald die werd' auch für meinen Theil nicht viele Plage; bald macht Fleisch vergeblich warten. Wenn uns und Welt uns bang, bald des Gott sein Heil verspricht, wird Satans Pfeile, da wird uns die er's uns auch geben; denn er Zeit so lang, daß das Heil nicht giebt's den Seinen nicht nur in eile. diesem Leben. 4. Doch es kommt, es ist nicht 2. Zwar im Glauben hat man weit. Laßt uns treu verbleiben. schon hier das Heil gefunden; Kann uns doch die böse Zeit denn man hat es in dem Sohn, Gottes Wort vertreiben. Jesu, und in seinen Wunden; ja, der gieb mir Jakobs Theil; höre auch Zugang steht uns hier zu dem mein Flehen: Herr, ich warte Vater offen: doch das Ganze müs- auf dein Heil, laß mich's ewig sen wir erst im Himmel hoffen. schen. 30. Januar. 411 Alle Zungen sollen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters. Phil. 2, 11. Wer hier dieß Bekenntniß im Glauben thut, der kann es dort ohne Angst mit Freuden thun. Mel. O Welt, steh' hier dein Leben. er doch selbst zittert, und fühlt, 1. Was in dem Himmel lebet, wiewohl erbittert, ein schrecklich was auf der Erde schwebet, was Warten des Gerichts. in der Tiefe ist; und was wir Zungen nennen, dieß Alles muß bekennen, du seyst der Herr, Herr Jesu Christ. 2. Ich heiß es ein Erbarmen, daß Jesus sich mir Armen hier zu erkennen gibt, daß ich die Knie jetzt beuge, mit frohem Glauben 5. D Gnadengeist verkläre zu zeuge, er sey mein Herr, der seines Vaters Ehre hier Jesum mich geliebt. south mir das für eine Plage, mit Hen4. Was wär' an jenem Tage len da zu steh'n, und auf dem Lohne, den nie geglaubten Jesum, Königsthrone den Richter mit dem seh'n. nur in mir, daß ich ihn kann bekennen, bis Leib und Seel. sich trennen: mein Herr, ich leb' und 3. Bezaubert doch der Teufel die Welt zum Troß und Zweifel, als wäre Jesus nichts, vor dem sterbe dir. 31. Januar. Mit dem heiligen Geist seyd ihr versiegelt auf den Tag der Erlösung. Eph. 4, 30. Dieß Siegel in dem Herzen eines Glaubigen ist doch etwas Herrliches. Man darf damit prangen, ob es schon die Welt nicht versteht. 412 Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. Will einst mit Drohen uns 1. Nein, Welt, ich mag den das Thier sein Bild und Zeichen Orden nicht, den du suchst anzu geben, so bleibt dieß Siegel doch preisen. Das Finst're gilt mir auch hier zum Siegen und zum nichts, im Licht vor Gott es auf Leben; es zeichnet Gottes Geist zuweisen. Dein Fürst giebt solche alsdann ein Schlachtschaf Christi Regeln an, die mein Gott gar blutig an, dem Lämmlein auf die nicht leiden kann an seinen Heils- Weide. genossen. 2. Wer Jesum fennet als sein 4. O Geist des Herrn, erhalte Haupt, hat einen andern Orden, mich im Glauben, in der Liebe, ist durch den Geist, durch den er daß ich mit feiner Sünde dich zu glaubt, bereits versiegelt worden. keiner Zeit betrübe. Kommt endDrückt dieser Geist sein Zeugniß lich der Erlösungstag, gieb, daß cin, so kennt uns Jesus dort als ich als versiegelt mag vor Gott sein am Tage der Erlösung. erfunden werden. 1. Februar. 413 Ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn. 1 Cor. 15, 58. Um dieses Leben ist keine Arbeit, die nicht, wenigstens im Tode, vergeblich wäre. Um jenes Leben ist nicht das Geringste umsonst. Mel. Sieh', hie bin ich 2. 1. Welt verlache uns're Sache, daß sie nur vergeblich sey. Unsern Seelen, kann's nicht fehlen; deiner Arbeit folgt die Reu'. Wir steh'n feste. Das ist's Beste, Niemand ist umsonst getreu. lassen, wenn auch selbst die Hölle schnaubt, das heißt feste. Das ist's Beste, daß man nicht vergeblich glaubt. 4. Sich im Lieben Christi üben, daß man ihm das Herz ergiebt; mit Verlangen an ihm hangen, 2. Nach dem Worte durch die sonst um nichts, als ihn betrübt, Pforte, die so eng ist, einzugeh'n, das bleibt feste. Das ist's Beste, sich mit Thränen darnach sehnen, daß man nicht vergeblich liebt. daß wir uns begnadigt seh'n, das macht feste. Das ist's Beste, daß wir nicht vergeblich fleh'n. 5. Diesem König unterthänig auch bis zu dem Kreuze seyn, ohn' Verschulden Schmach erdulden, 3. Jesum kennen, Jesum nen- diesem Herrn zur Ehr' allein, das nen unsern Mittler, Heil und ist feste. Das ist's Beste, Jesus Haupt; ihn zu fassen, ihn nicht bringt es ewig ein. 2. Februar. Moses hielt sich im Glauben an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Hebr. 11, 27. Dieß scheinet der Welt Unvernunft, aber es ist Weisheit. 414 Mel. Die Seele Christi heil'ge mich. und stärkt; die Liebe, die ihm 1. Die Welt ist blind; der Jesus thut, und ihn selbst reinigt Glaube nicht, der hat nicht so durch sein Blut. ein kurz Gesicht, daß er nur das, was sichtbar, sieht, das aber wie ein Schatten flicht. 2. Der Glaube siehet tief hinein, vom Wort hat er den hellen Schein; er siehet Gott und seinen Sohn, und Christi Krippe, Kreuz und Thron. 3. Er steht den schmalen Weg vor sich; die Feinde, die ihm hinderlich; und über diese Welt hinaus die Ruhe in des Vaters Haus. 5. Er steht sein Kleinod an dem Ziel, und flieht der Welt ihr Kinderspiel. Er sieht von ferne das Gericht, und weil er eilt, so trifft's ihn nicht. 6. So hält der Glaube sich an den, den er nicht sieht, und nicht fann seh'n. Unsichtbarer, erhalte mich, so glaub' ich auch, als säh ich dich. 7. Thu' mir, nach meinem Glaubenslauf, mein Aug' verklärt im Himmel auf, so seh' ich dich in vollem Licht, von Angesicht zu 4. Er siehet, was die Welt nicht merkt, die Gnade, die ihn zieht Angesicht. 3. Februar. 415 Kommet her zu mir, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Matth. 11, 28. Wer da die Ruhe nicht suchet, findet in Ewigkeit keine. Böse Geister suchen auch Ruhe, und finden sie nicht. Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade. 1. Mein Geist sehnt sich nach Ruhe, und findet keine hie. Nun weiß ich, was ich thue, bei Jesu such' ich sie. 2. Will mich mein Elend qualen, so lauf ich diesem zu; er ruft, und giebt den Seelen an seinem Joche Ruh'. 5. Wenn mein Herz in dem Beten selbst seine Mängel schilt, beruhigt sein Vertreten, das vor dem Vater gilt. mel, der Welt verspottet bin, ſagt 6. Wenn ich von dem Gewimer mir von dem Himmel, und einem Lohn darin. 3. Macht mich mein großer 7. Will mich das Kreuz ermüSchade noch in dem Zutritt scheu; den, das Christi Jünger beugt; so sagt er mir von Gnade, daß die noch größer sey. so sagt er mir vom Frieden, der Alles übersteigt. 4. Macht mir der Satan Schmerzen, der Feuerpfeile hat, so sagt mein Herr dem Herzen: du haft an Gnade satt. 8. Und kommt es dann zum Sterben, so spricht sein Geist noch zu vom Leben, von dem Erben, von Freude, von der Ruh. ling 416 4. Februar. Was ihr nicht gethan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Matth. 25, 45. Die Welt meint nicht, daß dieß eine Verantwortung gebe. Aber der König sieht darauf, wie man seine Unterthanen achte. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Jesu, lehr' mich Gutes 1. Seele, wenn der Welt ihr üben; aber nicht nach Menschen Wesen dir noch irgend nicht miß- Wahn. Lehre mich, die Brüder fällt; magst du die Beschreibung lieben, denn das heiß'st du dir lesen, was davon der Richter hält. gethan; daß die Welt mich nicht Herrlich speist sie volle Bänke; verführe, wo sie noch am besten nur der Christ kriegt kein Gericht. scheint. Denn sie liebet nur das Sie giebt köstliche Getränke; aber ihre, und den Deinen ist sie feind. Christi Jüngern nicht. 2. Sie beherbergt gern auch 4. O mir ist daran gelegen auf Gäste; nur der Christ darf nicht denselben großen Tag, daß ich hinein. Sie bekleidet auf das Be- dort auch deinen Segen, sammt ste; und der Christ mag nackend den Deinen, hören mag. Denn seyn. Sie macht höfliche Besuche; die Böcke wirst du strafen. Herr, doch in Noth dem Christen nie. Seele, hörst du von dem Fluche; denke, solcher trifft auch sie. bewahr mich vor der Pein; zähl' mich hier zu deinen Schafen; laß mich dort zum Erbtheil ein. 5. Februar. 417 Ich weiß, an wen ich glaube. 2 Tim. 1, 12. Das schreibt der durch so viel Leiden bewährte Paulus furz vor seinem Ende. Je näher es zum Tode geht, je fester ist der Glaube. Man sieht's an Stephano, ja an Jesu selbst. Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu. 3. Bald scheint's für Gottes 1. Unselig, wer sich wiegen läßt Sohn zu bloß, im Zagen Blut von manchem Wind der Lehre. zu schwißen; bald für des MenDie Gnade macht ein Herz recht schen Sohn zu groß, zur Rechten fest, dieß giebt dann Gott die Gottes sißen. Dieß Alles irrt Ehre, glaubt seinem Wort, ist den Christen nicht, er kennt und froh dabei, bekennt vor allen Men- ehrt den Herrn und spricht: ich schen frei: ich weiß, an wen ich weiß, an wen ich glaube. glaube. 2. Der Satan reizt den Leichtsinn an, den Glauben zu verlachen. Vernunft will das zu einem Wahn, was sie nicht fasset, machen. Die Sündenliebe stimmt mit ein. Nur wer erleuchtet ist, sagt: nein, ich weiß, an wen ich glaube. so weiß ich, wen ich schaue. 4. Herr Jesu, mach' mein Herz gewiß, dich immer mehr zu fennen; so wird mich nie ein Aergerniß von deiner Wahrheit trennen: so sterb ich auch im Glauben hin, und wenn ich einst erwecket bin, 6. Februar. Was hülf's dem Menschen, wenn er die er die ganze Welt gewänne, und nähme doch Schaden an seiner Seele. Matth. 16, 26. Wie theuer soll uns doch unsere Seele seyn! wie wichtig die Sorge, sie zu erhalten. 418 geld? Da würd' es ewig fehlen; zu Kaufung einer Seelen gehöret Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Die ganze Welt gewinnen, scheint groß vor Menschensinnen, mehr als eine Welt. und Mancher hätte Lust. Es wär' nicht so geringe, als dreißig Sil- in aller Zeit und Orte, wie Spieß 4. Herr, drück mir diese Worte berlinge, worüber Judas bersten und Nägel ein, daß ich, so lang mußt'. ich lebe, mich sonst um nichts be2. Allein was könnt' es nüßen, strebe, als daß ich möge selig seyn. die ganze Welt besißen auf eine kleine Zeit? Wenn man bei allem du hast die Welt erworben mit 5. Du bist für mich gestorben, deme hingegen Schaden nähme theurem Gottesblut. Laß diesen an seiner Seelen Seligkeit. Schaß mir werden; hab ich sonst nichts auf Erden, so hab ich doch das größte Gut.. 3. Was könnte er dagegen für seine Seel' erlegen zu einem Löse 7. Februar. 419 Die Zeit ist kurz. Das Wesen dieser Welt vergehet. 1 Cor. 7, 29. 31. Je mehr ein Christ dieß erkennt und bedenkt, je mehr wird er sich zur Ewigkeit bereiten, und auf diese hin zu leben lernen. Mel. Meine Kraft ist hin. 1. Unsre Zeit ist kurz und die Welt am Sturz; alles geht dahin. Mich soll in der Wüsten dahin nur gelüsten, wo ich ewig bin. 2. Jezund leb' ich so, trauernd oder froh, als wär' ich es nicht. Mein Herz ist im Leide, und auch in der Freude, über sich gericht't. 3. Hab' ich in der Welt Güter oder Geld; soll es also seyn, daß mich doch von deme nichts gefangen nehme, denn es ist nicht mein. 7. Jesu ziehe du dir allein mich 4. Ob ich jezzo auch dieser Welt zu, von den Sorgen fern, und mit gebrauch', brauch' ich sie zur Noth, dir verbunden, und wenn's übernicht dem Geist zum Schaden. wunden, ewig bei dem Herrn. Außer Gottes Gnaden bleibt mir nichts im Tod. 5. Nur um dieß allein soll die Sorge seyn, was mir nicht vergeht; was im Sturz der Erden erst gebaut soll werden, und dann ewig steht. 6. Denn dort lebt man ſo, daß man ewig froh, ewig reich verbleibt; man besizt's in Stille; da ist alle Fülle, die kein Mensch beschreibt. 8. Februar. Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Luc. 10, 23. Jesus ist das Licht der Welt. Unselig ist, wer sich durch den Fürsten der Finsterniß die Augen ausstechen lässet, daß er Jesum nicht kennet. 420 Mel. Ruhet wohl ihr Todtenbeine. ich wohl ein großes Licht; denn 1. O daß alle Welt es wüßte, man sieht in solchem Glanze Feu'r aber sie ist allzublind, daß nur die, und Strahl, doch nicht das Ganze. Herr Jesu Christe, die dich sehen, selig sind; o sie würde Alles lassen, dich recht in das Aug' zu fassen. 4. Ist es eines Menschen Wonne, wenn er je Verstand besitzt, daß ihm hier der Schein der Sonne 2. Denn man sieht an dir die in die frohen Augen blißt, o wie Liebe, die der Vater zu uns hat, die den Sohn zum Sterben triebe. Da sieht nie das Aug' sich satt, 5. Jesu, mach' mein Aug' ganz weiß es schon der Geist zu schär- lichte, so verführt's fein falscher fen, daß wir besser sehen dürfen. Schein. Ja, bereite mein Gesichte, hoch ist's dann zu schäßen, sich am wahren Licht ergößen! 3. Doch man sieht in solcher daß es einst verklärt fann seyn. Höhe die geheimsten Tiefen nicht. Selig sind auch dort die Augen, Wenn ich in die Sonne sehe, seh' welche dich zu sehen taugen. 421 9. Februar. Du Gott prüfest Herzen und Nieren. Psalm 7, 10. Das ist des Unglaubens Art, daß er sein Herz vor Gott verbergen will, als sehe es Gott nicht. Dem Glauben ist's tröstlich, Gott offenbar zu seyn. indal Mel. Valet will ich dir geben. 1. Der Herr kennt aller Her3. Gieb, daß die guten Triebe kein Schalksaug' mir verderbt; und zen, und was darinnen ist. Im wenn ich glaub und liebe, so sev Glauben gilt kein Scherzen, nicht es ungefärbt. Mein Beten und höflich seyn, noch List. Wenn man Geloben sey ohne Heuchelei; und ihn will betrügen, gelingt's nicht sehst du mich auf Proben, mach vor Gericht; denn er beschämt die mich im Kreuz getreu. Lügen, und straft sie in dem Licht. 2. Ich bitte, Herr, dieß Eine, erforsch' und prüfe mich, erfahre wie ich's meine; du kennst mich " mehr als ich. Daß du das Herz ergründest, das muß ja Gnade seyn; was du nicht lauter findest, daß machst du selber rein. Zweiter Theil. 4. Will mich der Satan reitern, so bitte du für mich; denn du hast mich zu läutern, mein Herz gehört für dich. Wenn auch mein Herz mit Schmerzen von sich verurtheilt ist, so zeige meinem Herzen, daß du noch größer bist. 29 422 10. Februar. So ihr nicht glaubet, daß ich es sey, so werdet ihr sterben in euren Sünden. Joh. 8, 24. Wie unumgänglich nöthig ist es denn, an den Sohn Gottes zu glauben, und im Glauben an ihn hier zu leben. Mel Beuch ein zu deinen Thoren. 3. Pflanz', Vater, durch den 1. Wie nöthig ist der Glaube, Glauben mich meinem Heiland weil ich im Leben bin. Man reißt ein; laß mich nicht wie die Taus nicht so im Raube die Seligkeit ben bei seinem Worte seyn. Gieb dahin. Noch eh' man sich's ver- meinem Glauben Frucht wie festseh'n, kann man in Sünden ster- gewachs'nen Neben, und nimm ben; man kann in sein Verder mein ganzes Leben in deiner ben im Rausch und Schlummer Gnade Zucht. geh'n. 4. Wie gut ist's, Jesum kennen, 2. Es gilt nicht Sünde lieben; in seine Wunden seh'n, von ihm nicht sicher bis zum Tod die Buße sich niemals trennen, mit ihm von sich schieben; nicht glauben erst zur Noth; nicht seyn wie Joab war, die Schulden lange häufen, und erst in Angst ergreifen die Hörner am Altar. zum Himmel geh'n. Trag' ich dein Zeichen schon zuvor, gleich deinen Schafen, so kann ich auch entschlafen auf dich, du Gottes Sohn! 11. Februar. 423 Stellet euch nicht dieser Welt gleich. Röm. 12, 2. Paulus meint, wie dieses ganze Kapitel urtheilen lässet, nicht die Welt, wie ste säuisch ist, und im Koth liegt, sondern auf der feinen Seite, wo sie artig scheinet. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Seele, wach' in allen Fällen, dich der Welt nicht gleich zu stellen. Habe du nur nichts mit ihr. Ihre Artigkeitsgeseße sind für Christen lauter Neße. Prüfe sie, so eckelt dir. 2. Denken, Reden, Glauben, Lieben sollst du, wie ihr Fürst will, üben, oder sie verfolget dich. Doch sie schmeichle oder wüthe, änd're du nur dein Gemüthe; denn ein Christ erneuert sich. 3. Was sie denket, zielt auf Lügen; was sie redet, ist Betrü gen; was sie glaubet, ist nur Wahn; was sie liebet, das ist Sünde. Sprich du, einem Gotteskinde stehet Alles das nicht an. 4. Herr, mein Herz sey davon ferne; gieb mir, daß ich prüfen lerne, was dein guter Wille ist. Ist mein Sinn nicht ihrem ähnlich, scheint mein Thun ihr ungewöhnlich, wenn nur du zufrieden bist. 5. Denn die Schminke ihrer Mode offenbaret sich im Tode, daß sie keine Farbe hält. Die der Welt am Besten taugen, gelten nichts in Gottes Augen, dem nur Christi Bild gefällt. 12. Februar. Und er entschlief. Ap.- Gesch. 7, 59. Das ist ein wundersamer Ausdruck der Schrift von dem gesteinigten Stephano. Was machte es? er starb in dem Herrn. In ihm sterben, heißt mehr entschlafen, als sterben. 424 Mel. Nun laßt uns Gott dem ic. 5. Auf göttliches Erbarmen, in 1. Das Lamm am Kreuzesstam- des Erlösers Armen, versiegelt zu men starb, Sünde zu verdammen; dem Erben, läßt sich's gar sanft nun heißt bei seinen Schafen das hin sterben. Sterben ein Entschlafen. 6. Jesu, deine Gnade macht, 2. Sie geh'n nicht als Verbre- daß kein Sterben schade, laß auf cher zur Strafe vor den Rächer; dein Blutvergießen mich einst die fie geh'n nur hin und liegen, wie Augen schließen. Streiter nach dem Kriegen. 3. Ohn Angst vor ew'gem Jammer, geh'n sie in ihre Kammer, zur Ruh' sich zu begeben auf frohes Wiederleben. 4. Sie legen ihre Glieder in Ruhebettleia nieder, und fallen ohne Kummer, wie Kinder, in den Schlummer. 7. Laß mir auf dein Versprehen mein Herz im Glauben brechen; bewahre mein Gebeine, bis ich vor dir erscheine. 8. Dann laß mich froh erwachen, mach' meinen Mund voll Lachen, und laß mein neu Kleid glänzen, wie Lilien in dem Lenzen. 13. Februar. 425 Wir haben empfangen den Geist der Liebe. 2 Tim. 1, 7. Diesen Geist kann die Welt nicht empfangen; denn sie kennet ihn nicht. Daher ist sie Christo, auch bei der größten Heuchelei gegen ihn, doch feind. Mel. Allein Gott in der Höh' sey sc. 3. Man liebt sein Wort, und 1. Der Weltgeist ist doch Chri- folgt ihm nach; man liebet auch sto feind, will er es gleich verheh- die Seinen; man liebet sogar seine len; wenn auch sein Wort wie Schmach; man liebet sein ErscheiHonig scheint, bleibt Galle in der nen. Nichts liebt man so, man Seelen. Sonst Niemand als nur liebt ihn mehr; man liebt sich Christi Geist, den er vom Vater selber nicht so sehr, noch auch sein uns verheißt, lehrt ihn wahrhaf- eig'nes Leben. tig lieben. 2. Da liebt man nicht nur mit dem Mund; denn bei den Heilsgenossen ist Gottes Liebe in dem Grund der Herzen ausgegossen. Man liebt, weil er zuvor geliebt, und ist um nichts als das betrübt, daß man zu wenig liebe. who hrd drige Iools nind 4. Dein Geist, Herr Jesu, lehre mich auch deiner Liebe Größe. Erkenn' ich die, so lieb' ich dich, wenn mich die Welt verstöße; und wenn ste mich zu reizen sucht, sprich mir in's Herz: der ist verflucht, wer dich, wer dich nicht liebet. 426 14. Februar. Der Herr Jesus Christus, und Gott unser Vater, hat uns gegeben einen ewigen Trost. 2 Thess. 2, 16. Diesen sollen wir suchen im Leben, so wird es uns nicht fehlen im Sterben, noch weniger in der Ewigkeit. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Ich sterb' auf deine Gnade 1. Im Sterben ist kein Trost hin, in dieser will ich leben. Ich für mich, der mir auf ewig dienet; weiß, daß ich ein Sünder bin, nur Jesus ist's, den fasse ich, der mir aber ist vergeben. Ich will mich mit Blut versöhnet. Geh', und habe Nichts aus mir, ich kann Weltsinn, in dem letzten Hauch, und und will allein aus dir, und deischreie deinem Gott, dem Bauch, ner Fülle nehmen. dein Baal wird dich nicht hören. 2. Dich, Jesum, meines Her- 4. Gieb mir nur stets Versichezens Theil, dich soll mein Glaube rung von meinem Gnadenstande, fassen; bist du im Leben schon das dein Wort mir zur Beruhigung, Heil, wirst du im Tod nicht las- und deinen Geist zum Pfande; sen. O nein, dein Lösgeld ist zu so ist in meinem leßten Zug mir theu'r, und deine Liebe wie ein diese Hoffnung Trost's genug, Feu'r, und deine Wahrheit ewig. bei Jesu werd' ich leben. 15. Februar. 427 Wir werden aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret zur Seligkeit. 1 Petr. 1, 5. Das ist ein großer Trost für uns schwache Pilgrime, wenn wir auf das Künftige für uns und die Unsrigen besorgt sind. Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2c. 1. Im Glauben ist die Seligkeit, durch Christum hat sie Gott bereit't; doch was den Glauben in uns schafft, und uns bewahrt, ist Gottes Kraft. 2. Der Satan tobt mit List und Mord; die Welt verlacht das Glaubenswort: das Fleisch ist Fleisch, und schlimmer Art, wer hilft, wenn Gott uns nicht bewahrt? 3. Du thust's, o Gott, in deiner Macht ist unser Herz gar wohl be wacht, damit es sich an Jesum hält, und nicht aus deiner Gnade fällt. 4. Es steht in deiner Kraft allein, aus Menschenkräften fann's nicht seyn. Dein Arm führt aus Egypten aus, dein Arm bringt Israel nach Haus. 5. Dein Wort ist fest, wir fassen dieß, was du zusagst, hältst du gewiß. Ein Herz, dem für sich selber graut, wird ruhig, wenn es dir vertraut. 6. Ach Vater Christi unsers Herrn, halt deine Hand von mir nicht fern; ich bin so schwach als Kinder sind, halt du dein Aug' ob deinem Kind. 7. Stärk' mich mit deiner Macht und Huld, fehl' ich, so trag' mich mit Geduld, auch in dem Straucheln greife du mit starker Hand als Vater zu. 8. Du fiengst den Glauben an in mir, bewahr ihn nun, bis ich bei dir, und führ' mich nach der Wallfahrtszeit durch Christum ein zur Seligkeit. 16. Februar. Jesus hat uns von dem zukünftigen Zorn erlöset. 1 Thess. 1, 10. Der Unglaube bildet sich eine Gnade ein auf die Zeit, wo Gott keine verheißen hat, und die gegenwärtige Gnade nimmt er nicht an. 428 Mel. Himmel, Erde, Luft und Meer. 1. Endlich bricht ein Tag noch ein, der ein Tag des Zorns wird seyn. Jetzt ist Gnade, dort nicht erhält. mehr, denn der Zorn entbrennt zu sehr. 6. Gott der Gnaden, dir sey 2. Wem Gott hier noch Buße thum, daß du Jesum uns gesandt, Ruhm hier, und dort im Heiligschenkt, daß er nur daran gedenkt, der den Zorn hat abgewandt. o wie zittert ihm davon die getroff'ne Seele schon. 7. Nunmehr geh'n wir zu dem 3. Aber wie wird's dort ergeh'n, Sohn, als zu unserm Gnadenwo, Gott nicht erlaubt zu fleh'n, thron, und der Glaube an sein und ganz unbarmherzig stürzt den, Blut macht erschrock'nen Herzen der sich am Heil verkürzt. Muth. 5. O wie schrecklich fället der, der dir, du Lebendiger, in erzürnte Hände fällt, und nun keine Gnad' 4. Wo der Zorn auf Zorn ge- 8. Jesu, du bist's, der mich tröst't, häuft, nun den Bösen schnell er der mich selbst vom Zorn erlöst, greift, und von Gottes Richterstuhl läßt sein Tag des Zorns sich seh'n, brennt bis in den Schwefelpfuhl. laß mich noch in Gnaden steh'n. bine. 17. Februar. 429 Gedenket an des Loths Weib. Luc. 17, 32. Das ist sonderlich bei andringenden Gefahren nöthig. Bei unsern Zeiten ist es die Gefahr, mit dem Thier, der Hure und dem falschen Propheten vom Schwefel ergriffen zu werden. Mel. Meine Armuth macht mich ic. 14. Treibe mich mit deinen Wor 1. Seele, du hast angefangen zu ten aller Orten, Jesu, recht zum verlangen, dich aus der Gefahr zu Eilen an, laß mich nirgends stille zieh'n; o so harre keine Weile, eile, stehen, heiß' mich gehen, bis ich eile, dem Verderben zu entflieh'n. Ruhe finden kann. 2. Siehe mit verdross'nem Blicke nicht zurücke, was von dir verlassen ist; lauf' auf angewies'nem Pfade nur gerade, bis du ganz gerettet bist.. 3. Laß dich, was dahinten blieben, nicht betrüben; denn es wird dem Feu'r zu Theil; denke, wenn es dich gereute: meine Beute ist die Seele und ihr Heil. 5. Hab' ich in den ersten Stunden Gnade funden, daß ich nun ergriffen bin; ach), so sey von Grad zu Grade deine Gnade ferner meine Führerin. 6. Herr, ich traue deiner Treue auf das Neue: Jesu, stärk mich, wenn ich matt; denn du führest mich zum Leben, du wirst's geben, der es mir verheißen hat. 430 18. Februar. Ich weiß, daß ich meine Hütte bald ablegen muß. 2 Petr. 1, 14. Gs dient einem Christen, daß er sich seine letzten Stunden vorstelle. Seine Hoffnung wird dadurch gestärkt. Der Unchrist muß mit Schrecken daran denken. Mel. Christus, der ist mein Leben. 5. Bleibst du mir in dem Her1. Herr, meine Leibeshütte zen, dein Namen in dem Mund, sinkt nach und nach zu Grab; ge- so sind mir auch die Schmerzen währe mir die Bitte, und brich im Sterben noch gesund. fie stille ab. 6. Dein Blut hat mich gerei2. Gieb mir ein ruhig Ende; nigt; trennt Leib und Seele sich, der Augen matten Schein, und so werden sie vereinigt, zum Sedie gefalt'nen Hände laß sanft ligseyn durch dich. entseelet seyn. 7. Nach deiner Gnade Größe 3. Laß meine leßten Züge nicht nimm nur den Geist zur Hand, zu gewaltsam geh'n, und gieb, daß ich so liege, wie die Entschlafenen. es reiße oder löse der Tod des Leibes Band. 8. Ich werde auferstehen; da geht's zum Himmel ein, ich werde Jesum sehen, und er mir gnädig ſeyn. 4. Doch es gescheh' dein Wille, ich scheide gleich dahin, im Kämpfen oder stille; wenn ich nur selig bin. 19. Februar. 431 Christus ist uns von Gott gemacht zur Heiligung. 1 Cor. 1, 30. Der sadducäische Sinn will von der Heiligung nichts wissen, und der pharisäische sucht eine außer Christo. Der Christ weiß es besser. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 1. Vernunft malt ihre Werke mit allen Farben fein, sie wirkt aus eig'ner Stärke, der Glaube soll nichts seyn. Der Heuchler rühmt die Strenge; der Weltwiß schwaßt der Menge nur das, was chrbar, ein. 3. Des Glaubigen Geschäfte ist, daß er Jesum liebt, der Willen und auch Kräfte zum Heiligleben giebt; von seinem Geift gedrungen, nicht vom Geset gezwungen, wird Gutes ausgeübt. 4. Gott, gieb mir, du kannst's 2. Doch ist's bei allem Scheine geben, ein Herz, das nur beganz ohne Grund gedacht; denn müht, daß es die Kraft zum LeChristus ist alleine zur Heiligung ben allein aus Chrifto zieht. Was gemacht. Wie soll vor Gottes nüßt's, wenn ich mich färbe, und Augen ein Thun des Menschen Gott nichts, wenn ich sterbe, an taugen, der seinen Sohn ver- mir von Christo find't? acht't? 432 20. Februar. So send nun wacker allezeit und betet. Luc. 21, 36. 8 ist eine große Treue, daß der Herr Jesus, wenn er von zukünftigen Dingen redet, uns beten heißt, und uns damit der Erhörung versichert. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. heißt. In dem Kämpfen gieb Ge1. Kinder Gottes, laßt uns duld; in der Welt Haß deine Huld; beten; denn der Herr befiehlt es in Versuchung Schild und Wafuns, und sein Geist will uns ver- fen, und Erlösung in den Strafen. treten bei der Schwachheit unsers 3. Wächst schon Noth und Thuns. Fleh'n nur zwei nach sei- Drangsal täglich, mach' uns nur nem Sinn, ist er selbst doch mitten vom Argen frei, und die Hoffinn', und es soll gewiß das Flehen nung unbeweglich, daß der Himniemals unerhört geschehen. mmel unser sey. Laß nur uns're 2. Jesu, stärke uns den Glan- Kleider rein in dem Blut des ben; Vater, gieb uns Christi Geist. Lammes seyn; daß wir uns geLaß uns nicht des Worts berau- würdigt sehen, vor des Menschen ben, das ein Wort des Lebens Sohn zu stehen. 21. Februar. 433 Wir sollen bis auf den Tag Christi erfüllet werden mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in uns zur Ehre und Lobe Gottes. Phil. 1, 10. 11. Darum sollen wir beten. Mel. Mache dich, mein Geist, bereit. stehen. Was durch ihn ich nicht 1. Pflanzen der Gerechtigkeit bin, das hält keine Probe, ist müssen reichlich tragen. Denn nicht Gott zum Lobe. Gott wird zu seiner Zeit nach den Früchten fragen. Ist die Frucht, die er sucht, nicht am Baum zu schauen, wird er abgehauen. 2. Bloße Früchte der Natur sind nur faule Früchten. Denn ein böses Herz kann nur Böses thun und dichten: in das Licht 5. Also wird Gott Preis und taugt es nicht, aber zum Ver- Ruhm einst von seinen Gaben brennen wird es Gott erkennen. auch an mir, dem Eigenthum sei3. Nur durch Jesum Christum nes Sohnes, haben, wenn alssoll alles dieß geschehen, daß die dann ich auch kann in der neuen guten Bäume voll guter Früchte Erden eingesetzet werden. inniglich verbunden; denn da wird 4. Jesu, mache mich mit dir gewiß an mir auch die Frucht gefunden. Mach' mich rein, daß ich fein viele Früchte trage bis zu deinem Tage. 22. Februar. Gott stäupet einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. Hebr. 12, 6. Hier sollen wir besonders auf das wunderbare Erempel des eingebornen Sohns seh'n zu unserm Trost, und von ihm Geduld lernen. 434 Mel. Allein Gott in der Höh' sey Chr. 3. Der Uebermuth bleibt hart 1. Der Unchrist leidet, weil er und frei, schlägst du gleich bis muß; der Christ nach Gottes Wil- zum Blute. Der Unmuth wird ten. Wenn jener murret vor Ver- verzagt und scheu bei der emdruß, weiß der sein Herz zu stil- pfund'nen Ruthe. Ein willig Kind, len. Dort häuft man bei der wenn du es stäupst, denkt, daß Straf die Schuld, hie weint man du Vater bist und bleibst, der uns findlich in Geduld, weil uns der zum Besten schläget. Vater züchtigt. 2. Ach Gott und Vater unsers 4. Den wilden Bastard stößt Herrn, soll ich zum Leiden gehen, man aus; was kann man an ihm gieb, daß ich auch so beten lern: ziehen? Der Erbe aber in dem dein Wille soll geschehen. Er bat Haus darf nicht die Ruthe fliehen. und nahm den Kelch doch an, war Ach bilde mich nach Christi Sinn, bis zum Tod dir unterthan, ja daß, wenn ich gern gezüchtigt bin, bis zum Tod am Kreuze. ich auch mit ihm darf erben. 23. Februar. 435 Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen bis auf den Tag Jesu Christi. Phil. 1, 6. Das kann uns einen sichern Trost geben, weil wir uns nicht auf uns. selbst verlassen können. Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. 3. Du, Geist, hast's angefan1. Du, Gott, hast's angefan- gen, den Glauben wirktest du; gen das gute Werk in mir. Mein ich kann an Jesum hangen, du erstes Heilsverlangen war, Va- giebst mir Kraft dazu; das Abba ter, schon von dir; das ganze Werk ist dein, du prüfest Herz und Nieren, du wirst es auch vollführen, ich darf versichert seyn. lehrst du mich, du läßst mich Freude spüren, du wirst es auch vollführen, zum Pfande hab' ich dich. 2. Du, Herr, hast's angefan- 4. Hast du es angefangen, mein gen, du hast mich Gott versöhnt, Gott, so führ' es fort, so bringt bist in den Tod gegangen, haft die List der Schlangen mich nicht mir mit Blut gedient, dein Leben von deinem Wort, worauf ich's ist in mir, du wirst es auch voll- glaubig wag'. Ja, ja, du wirsts führen; du wirst mich nicht ver- vollenden, ich bin in deinen Hänlieren, der Vater gab mich dir. den bis an den jüngsten Tag. 436 24. Februar. Wie ein Fallstrick wird der jüngste Tag kommen. Luc. 21, 35. Wie ein Vögelein ruhig singt, oder sicher hin frißt, und vom Fallstrick übereilt wird, schnell wegfliegen will, und hat weder Zeit noch Geund hat webe walt mehr. in mich mit Liebesseilen fest an dich, so schläfert mich mit ihrem Wein die Welt nicht, noch die Hure ein. seyn. Vergeblich heult, wer erst, 5. Weck' du mich stets, so wach' erschrickt, indem man ihn zum Feu'r bestrickt. ich fort, mein Honig sey dein süßes Wort, das Augen wacker machen kann; so sieg ich auch wie Jonathan. 6. Wie gut ist's, wer mit dir bekannt, den reißt kein Strick dir aus der Hand; den trennt auch nicht der schnellste Tod, und fein Gericht und keine Noth. 7. Hängt meine Seele stets an dir, so ist dein Wort mir gut dadir plößlich an, was hast du, das für, dein Tag brech ein so schnell dich retten kann? er mag, er wird mir zum Erlö Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2c. 1. Der Tag bricht wie ein Fall strick ein; o laßt uns ja nicht sicher 2. Gefährlich ist die Sicherheit; Gott ist ein Gott, der täglich dräut, und eh' ihm noch der Frevler glaubt, fällt schon der Frevel auf sein Haupt. 13. Denk nicht, den Tag erleb ich nicht, am Tag des Tod's hangt dein Gericht; wirft er den Strick 4. Ach treuer Heiland, binde sungstag. 437 25. Februar. Ich rathe dir, daß du von mir kaufest weiße Kleider, daß du dich anthust, und nicht offenbar werde die Schande deiner Blöße. Offenb. 3, 18. Wohl dem, der diesem Rathe folgt. Der fann prangen. Mel. Jerusalem, du schöne. Wust! nur wer Jesum angezogen, 1. Bloß von Gott erfunden der ist Gottes Augenlust; nur in werden, das heißt recht mit Christi Blut allein wascht sich eine Schanden steh'n, selbst das erste Seele rein. Paar auf Erden ließ sich nach dem Fall nicht seh'n; es verkroch sich vor dem Licht; denn die Blätter deckten nicht. 4. Reiner Gott, ich bin ein Sünder, ziehe doch mir Jesum an, daß ich unter deine Kinder unbeschämet stehen kann; meine Schande decke du mit dem Blute Jesu zu. 5. Herr, mein Glaube greift nach ihme; dieser Schmuck steht wohl an mir; nur von ihm iſt was ich rühme, nur in ihm ge= fall ich dir. Stelle bald mich in 2. Sünder, das ist uns geschrieben, wir sind bloß in Ewigkeit, wenn nicht uns, als seine Lieben, Jesus weis und ganz bekleid't. Darum hieng er als das Lamm bloß und blutend an dem Stamm. • 3. Sonst nicht wird uns Gott dem Sohn schön geziert vor deigewogen, uns're Kleidung ist ein nen Thron. Zweiter Theil. 30 438 26. Februar. Wir sind durch die Auferstehung Jesu Christi wiedergeboren zu einem unvergänglichen, und unbefleckten, und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel. 1 Petr. 1, 3. 4. Darnach trachte. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Unser Erbgut ist gegründet, 1. Was die Welt hofft, ist ver- denn ein Tod hat's fest gemacht, gänglich, und befleckt ist, was sie dem kein gleicher sich nicht findet, hat. Das ist Christen nicht hin weil ihn Gott selbst theu'r geacht't, länglich; denn es macht den Geist und der von dem Tod erstanden, nicht satt. Jener Herrlichkeit muß der gebar uns neu dazu; da wird welken, sie verblühet zu geschwind, Hoffnung nicht zu Schanden; blühte sie gleich wie die Nelken, großer Jesus, das machst du. die in Königsgärten sind. 2. Jener Hoffnung fällt im Sterben, uns're geht im Tod erst an, weil wir erst die Güter er ben, die kein Tod zernichten kann. Besser hier im Staube hoffen, und hernach sich selig seh'n, als in eitler Lust ersoffen mit der Welt zum Feuer geh'n. 4. Heiland, der mir's theu'r erworben, gieb mir, was ich nicht verlier, mit dir ist mir's anerstorben, und du lebest auch nicht hier. Mach' mein Erb' mir immer größer, und desselben Hoffnung süß, bis ich, herrlicher Erlöser, es im Himmel bald genieß. 27. Februar. 439 Welchen ihr nicht gesehen, und doch lieb habt, und nun an ihn glaubet. 1 Petr. 1, 8. Das scheint widersinnig; aber nur den natürlichen Menschen. Den Wiedergebornen ist's etwas Eigenes aus göttlicher Art. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. flehen; wir wissen, wie er uns 1. Wir haben Jesum nicht ge- verwandt; wir kennen seiner Liebe sehen, und dennoch liebt ihn un- Kraft, und fühlen, was er in ser Herz. Kannst du, Vernunft, uns schafft. es nicht verstehen, ist unser Glaube doch kein Scherz; an seinem Tag wird offenbar, was unser Grund der Liebe war. 2. Die Welt hat ihn am Kreuz gesehen, wo ihm sein Herz die Liebe brach. Sein Volk sah ihn gen Himmel gehen, da zog er auch ihr Herz ihm nach. Sein Wort zeigt, was er ist und heißt, sein Geist versiegelts unserm Geist. 3. Wir glauben an ihn unge sehen, und lieben ihn doch als bekannt; wir dürfen auf Erhörung 4. O daß sonst nichts in meinem Herzen, als meines Heilands Liebe sey! O daß mich sonst nichts möge schmerzen, als daß ich nicht genug getreu! O möcht ich ohne Furcht und Pein in seiner Liebe völlig seyn! 5. Ist's selig, lieben und nicht sehen, wird hier das Herz so froh davon; was wird im Himmel erst geschehen, wenn man verklärt ist vor dem Thron, und ewig sieht, was man nicht sah, und ewig liebt? O wär ich da! 440 28. Februar. Der Vater hat dem Sohn Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum, daß er des Menschen Sohn ist. Joh. 5, 27. Das ist Ehre für uns Menschen. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 4. Er macht los von Satans 1. Alle, die sich Menschen nen- Ketten; er kann von dem Tode nen, lernet doch den Adel kennen, retten; er macht von der Sünde den der Mensch von Jesu hat. frei. Haßt man ihn, so ist kein Jesus, als ein Kind geboren, Zweifel, daß man noch ein Sklav bracht uns wieder, was verloren, vom Teufel, noch ein Knecht der Ehre an der Schande Statt. Sünde sey. 2. Wie er Menschheit angenommen, wird er zum Gericht auch kommen, sichtbar als des Menschen Sohn. Alles Auge wird ihn sehen, auch den Stich, am Kreuz geschehen, herrlich auf des Vaters Thron. 3. Lasset doch den Sohn uns füssen; betet an zu seinen Füßen; dankt ihm für den Ehrenstand. Glaubt 5. Machy' mein Herz zum Wappenschilde, zier' es, Herr, mit deinem Bilde, schreib' ihm deinen Namen ein, und zum Zeichen deines Stammes, laß es roth im Blut des Lammes, weiß in deiner Unschuld seyn. 6. Lieber wär' ich nie geboren, als wenn ich als Mensch verloren, und ein Kind der Hölle bin. ihm, ehret sein Befehlen; liebt Stell' mich einst zu deiner Rechten, ihn, laßt ihm cure Seelen; denn sein Zorn ist bald entbrannt. in der Zahl von deinen Knechten, ewig dir zu dienen hin. 29. Februar. 441 Fasset eure Seelen in Geduld. Luc. 21, 19. Je mehr sich das Leiden häuft, je nöthiger ist diese Ermahnung, die auf alle Arten der Leiden taugt. Faßt man sie in Geduld, so kann man auch seine Seele behaupten. Mel. Schwing dich auf zu deinem 2c. 3. Faßt euch, wenn euch Leid's 1. Faßt die Seelen in Geduld, geschieht; Alles kann man rauFremdlinge der Erden! Habt ge- ben, aber euch die Gnade nicht, nug an Gottes Huld, bald wird's euch nicht euren Glauben. Euer besser werden. Der euch die Ge- Weg zum Vaterland wird euch duld befiehlt, wird sie euch auch nicht verriegelt. Ihr bleibt Jesu geben; und der Christen Leiden zielt auf ein besser Lebeu. in der Hand, und vom Geist versiegelt. 2. Wißt, der Teufel hasset euch, 4. Jesu, fasse du mich an, weil ihr Christum liebet, und die halte meine Seele, daß sie muWelt sucht, jenem gleich, wie sie thig leiden kann, daß die Welt euch betrübet. Seelen, haltet euch sie quäle. Dein Wort ist ein Trost gefaßt, droht man schon mit Mor- für mich, du sprichst nichts verden; euer Herr ward auch ge- gebens; auch im Tode fass ich haßt, und ist herrlich worden. dich, Quelle meines Lebens. 1. März. Selig ist, wer sich nicht an mir ärgert. Matth. 11, 6. Heut zu Tage, da wir Jesum nicht sehen, und nur glauben, sind die Aergernisse doch den ehemaligen ähnlich. Man muß sich durchreißen, wenn man selig seyn will. 442 Gott Sünder nur gerecht, nur durch Blut und Glauben mache, will ich doch durch ihn allein recht gerecht und selig seyn. 4. Schilt die Tugend das als Wahn, daß uns Gott den Geist soll geben, und nicht heilig leben 2. Wenn der Wizz der Welt kann, wer- nicht mag in Christo sich stößt an der Krippe, Kreuz leben, will ich doch in ihm allein und Throne; scheint's ihm Thor- heilig und auch selig seyn. heit, Gott erlöst uns mit Blut von seinem Sohne, bleibt doch er zum Seligseyn meine Weisheit ganz allein. 5. Träumt dem Fleisch, als ob es nicht den Erlöser nöthig hätte, der vom Zorn und vom Gericht, und vom Tod und Hölle rette ,. 3. Hält ein ehrbares Geschlecht o so soll mir doch allein Jesus dieß für eine falsche Sache, daß zur Erlösung seyn. Mel. Meinen Jesum laff ich nicht. 1. Selig, wer kein Aergerniß sich von Christo lässet trennen. Uns, ihr Seelen, uns gilt dieß, die wir uns von Christo nennen. Wer da selig sucht zu seyn, hang' an Jesu ganz allein. 2. März. 443 Wenn der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? 1 Petr. 4, 18. Wichtige Worte, die uns zur steten Erweckung dienen sollen. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt c. halten zielen, so wirkt sie eine 1. Wird der Gerechte kaum er- gute Frucht. Gerichte brechen inshalten, wo wollen dann die Sün- gemein zuerst am Hause Gottes der hin, die in Gottlosigkeit ver- ein. alten, und sterben in verstocktem Sinn? wenn sie des Richters Zorn erschreckt, daß sie kein Berg und Hügel deckt. 4. Gieb, daß ich dir nur meine Seele, wenn mir dein Wille Leiden schickt, dem treuen Schöpfer anbefehle; denn deine Treu' bleibt 2. Gott, gieb mir in dem Lauf unverrückt; in deinem Willen laß auf Erden, daß dieß mir eine mich ruh'n, und leidend immer Warnung sey, damit ich mög' er- Gutes thun. halten werden durch deine Macht und deine Treu'; mach' mich durch Christi Blut gerecht, und dann zu Christi treuem Knecht. 5. Mein Gott, so magst du mit mir walten, wie mir es ewig heilsam ist, wenn nur die Seele wird erhalten, wenn nur noch du 3. Und wenn ich muß die mein Vater bist, wenn nur mich Stäupe fühlen, so sey es eine Christi Wunde deckt, so kommt Kinderzucht, die laß auf mein Er- kein Tag, der mich erschreckt. 444 3. März. Ich fürchte, daß nicht eure Sinnen verrücket werden von der Einfältigkeit in Christo( oder auf Christum). 2 Cor. 11, 3. Diese Furcht ist zu unsern Zeiten sehr, nöthig. Einfalt auf Christum ist über allen Witz. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Finsterniß. Sprecht bei der Liſt 1. Von Satans tausend Lüsten der Schlangen: an Jesu will ich wird uns der Fall gedroht. Was hangen, ich weiß sonst nichts als dient uns da, ihr Christen? Die dieß. Einfalt ist uns noth. Laßt uns auf Jesum sehen, kein Auge von ihm drehen, von ihm bis einst zum Tod. 4. Herr, daß ich Einfalt habe, den Weltwißz zu verschmäh'n, das ist nur deine Gabe; um diese will ich fleh'n. O mach' durch deine Gnade mein Auge nur gerade, auf dich allein zu seh'n. 2. Ist doch kein anders Leben, ist doch kein anders Licht, ist doch sonst kein Vergeben, sonst keine 5. Da schmerzt mich kein VerGnade nicht, kein Weg zu Gott lachen, man heiß' mich dumm und zu kommen, kein Hoffen für die blind; ich weiß und hoff' doch Frommen, kein Retter im Gericht. 3. Was uns vom Leben führet, führt in den Tod gewiß; und wer dieß Licht verlieret, tappt in der ich auch als Kind. Sachen, die Engeln wichtig sind. Darf ich nur Jesum kennen, darf ich Gott Vater nennen, so erb' 4. März. 445 Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Phil. 2, 12. Dieß ist weder der Zuversicht des Glaubens, noch der Freude in dem Herrn entgegen, sondern erhält uns in tiefem Respekt vor Gott. Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 3. Doch ist er auch voll Zu1. Wir dienen einem Gnädigen versicht, und lebt ganz auf die als theu'r erkaufte Knechte. Ein Gnade; Verdienst und Arbeit Knecht muß auf den Herrn nur rühmt er nicht, das Rühmen wär seh'n, und seine Hoheitsrechte. ihm Schade. Er schafft mit Furcht, Die Huld dient nicht zur Sicher- und ist doch froh, und denkt bei eit, wir sollen uns're Seligkeit dem Geschäfte so: ich bin ja theu'r mit Furcht und Zittern schaffen. bezahlet. 2. Kein Knecht darf frei und mürrisch thun, des Herrn Wort 4. HERR, lehr' mich, deiner macht ihn stille; die Hand darf Majestät mit Zittern Ehre geben, nicht im Schooße ruh'n; ihm gilt und wenn mein Herz um Gnade kein eig'ner Wille; und wenn er fleht, laß mich von Gnade leben. Alles wohl verricht't, so thut er Die Gnade mache mich getreu; nichts als seine Pflicht; der Herr heiß' mich, wenn das Geschäft hat nichts zu danken. vorbei, zu deiner Freude gehen. 5. März. Jesus Christus wird mit Feuerflammen Rache geben über die, so nicht gehorsam sind seinem Evangelio. 2 Thess. 1, 8. Dwie nöthig ist der Glaube an das Gnadenwort. Die Strafe des Ungehorsams ist unerträglich. 446 Mel. Süßes Evangelium c. und der Richter Jesus Chrift 1. Herrlich's Evangelium, das wird ihn einst dahin verdammen. uns Gottes Gnade predigt, und Schrecklich ist für den die Bein, uns von dem Marterthum jener der doch könnte selig seyn. Feuerflamm' erledigt, werde mir je mehr und mehr theurer, süßer, herrlicher. 2. Drücke mir des Vaters Huld, und des Sohnes Wunderliebe zur Erlösung von der Schuld, und des Geistes Gnadentriebe, Alles drück' mir in den Sinn, bis ich recht erleuchtet bin. 4. Furcht und Zittern kommt mich an, wenn ich solches Drohwort höre. Meine Seele eilt als dann zu der süßen Gnadenlehre. Da ist Rath, da werd' ich froh von dem Evangelio. 5. Hier greift meine Seele zu bei dem göttlichen Versprechen, sucht und glaubt, und findet Ruh', und der Richter wird nicht rächen. 3. Wer dir nicht gehorsam ist, Denn das Evangelium giebt mir der ist werth der Feuerflammen, selbst an Christo Ruhm. 6. März. 447 Des Menschen Sohn wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters, mit seinen Engeln, und alsdann wird er einem Jeglichen vergelten nach seinen Werken. Matth. 16, 27. O was wird das für eine Majestät seyn! Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Er hat Macht, er wird ver1. Vor der Welt verblend'ten gelten, wie das Thun des MenSinnen scheint der große Jesus schen ist; seine Schelter wird er klein; doch es wird ein End' ge- schelten, deren Troß er nicht verwinnen, das ihr wird erschrecklich gißt. Die ihn chren, wird er seyn. Denn sie wird ihn kommen ehren; denn mit ihm kommt auch sehen in des Vaters Herrlichkeit: sein Lohn. Seelen, die ihm angeseine Engel aus den Höhen die- hören, freuen sich auf solches schon. nen da ihm zum Geleit. Ser 2. Nur dem Glauben ist die 4. Jesu, sey mir immer gröGröße seines Heilands recht be- ßer, du bist Fürst der Könige, kannt. Menschen sind ihm Erdenklöse; Sklaven in des Todes Hand. Klein und nichtig ist ihr Schimmer gegen Christi Glanz zu seh'n. Er schlägt ihren Thron in Trümmer, und der seine bleibet steh'n. daß ich, herrlicher Erlöser, dich einst freudig kommen seh'; daß dein Vater mich kann kennen, als versiegelt von dem Geist, und kein Engel mich zum Brennen in das Feu'r der Hölle schmeißt. 7. März. Wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Röm. 8, 9. So giebt also Christus gewiß den Seinen seinen Geist. Wem dieser fehlt, der ist unfehlbar nicht Christi. Wer nicht Christi ist, wessen ist er dann? Man bedenke das! 448 Mel. Meinen Jesum ich erwähle. 3. Muß ich schon im Fleische 1. Welche Christi Geist nicht leben, nur nicht fleischlich sey der haben, werden nicht für sein er Sinn. Er kann deinen Sinn mir kannt. Diese Gabe aller Gaben geben, daß ich durch ihn geistlich ist der Seinen sich'res Pfand. bin. Wenn mir dieser Hülfe Gieb mir, Herr, wie du ver- leist' als dein Geist, also leb' heißst, deinen Geist; hab' ich den, ich dir als dein, also kann ich's so bin ich dein, laß es mich auf ewig seyn. ewig seyn. 2. O man fühlt es im Gewissen, 4. Laß mich deinen Geist stets was uns für ein Geist regiert. treiben, der die Kinder Gottes Denn der Weltgeist ist beslissen, treibt. Laßt ihn mir im Herzen daß er uns von Christo führt. bleiben, bis kein Athem in mir Jesu, der du Alles weißst, gieb den bleibt; da versiegle allermeist mich Geist, der mir zeuget, ich sey dein, dein Geist, also bin ich sterbend denn ich will es ewig seyn. dein, also werd' ich's ewig seyn. 8. März. 449 Der Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1 Joh. 5, 4. Es scheint, die Welt merke das, weil sie so gar allen Kräften der verderbten Vernunft aufbietet, den Glauben niederzuschlagen. Mel. Ruhe ist das beste Gut. 1. Christen, ihr seyd in dem Streit mit der argen Welt; steht nur fest zur bösen Zeit, daß sie euch nicht fällt; so lang sie kriegt, stärkt nur ihr die müde Hand, kämpft um euer Vaterland, der Glaube stegt. Kreuz gethan, der wird bekriegt; bleibt nur seiner Wahrheit treu; jener Tag bringt keine Reu; der Glaube siegt. 4. Zaget nur nicht, wenn ihr Fürst schon mit Dräuen schnaubt, und nach eurem Blute dürft't, weil ihr standhaft glaubt; den er befriegt, der theilt in des Vaters Haus Siegespalm und Kronen aus; der Glaube siegt. 2. Sie bestreitet Gottes Wort mit dem Menschenwiß, spottet hier und lästert dort mit der tollsten Hiß, in der sie kriegt; jener Tag macht dennoch klar, Gottes Wort sey ewig wahr; der Glaube siegt. 5. Herzog uns'rer Seligkeit, dir vertrauen wir; waffne deine Christenheit, mach' sie stark in dir, so 3. Šie greift selber Gottes lang sie kriegt; da ist schon der Sohn seine Hoheit an, wie sie Sieg gewiß, wo du bist, erfährt ihm von Anfang schon, und am man dieß, der Glaube siegt. 9. März. Herr, wohin sollen wir gehen? du hast Worte des ewigen Lebens. Joh. 6, 68. Seliger Entschluß, seinen ersten Glauben nicht aufgeben, und von dem einmal erkannten Jesu nicht abweichen, wenn gleich Tausende weggiengen. 450 Mel. Seelen- Bräutigam. Sohn nicht fenne, mich vom Wort 1. Herr, wo soll ich hin, da des Glaubens trenne, ist mir weich selig bin? Dein Wort ist ein nig nüß aller Welt ihr Wiß. Wort des Lebens; alles And're ist 5. Sie preist Geld und Gut; vergebens, und reicht weit nicht Gottes Sohn hat Blut, das mid hin, daß ich selig bin. von der Sünde reinigt. Jesu, bin 2. Niemand zwingest du, doch ich dir vereinigt, ist dein Wort versprichst du Ruh. Seelen, wel- und Blut mehr als alles Gut. che dich verlassen, müssen nur ihr Heil selbst hassen. Denn der Seelen Ruh bist und bleibst nur du. 6. Hat sie Lust und Ehr Jesu du hast mehr; Freude vor dem Gnadenthrone, und dort eine Ehrenkrone; gleicht auch etwas mehr dieser Lust und Ehr? 7. Nun so häng' ich mich, Jesu nur an dich. Weichen And're, ich will halten, auch in Schmach, 4. Rühmt sie ihren Wiß, und auch im Erkalten. Selig machst was ist er nüß? Wenn ich Gottes du mich, ewig seh' ich dich. 3. Soll ich zu der Welt, die von dir Nichts hält, o so fürcht ich das Verdammen sammt der Welt in jenen Flammen. Wer an dich sich hält, geht nicht zu der Welt. 10. März. 451 Seyd ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, sizend zur rechten Hand Gottes. Col. 3, 1. Der Glaube an den Herrn Jesum läßt das Herz nicht an der Erde kleben. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 3. Ist doch auf der ganzen Er1. Wer mit Christo auferstan- den für erweckte Seelen nichts, den, sucht nur das, was droben nichts zum ewig selig werden, als ist. Denn den Himmelreichsver- das Erbtheil jenes Lichts. Was wandten ist nichts lieb als Jesus die Erde zeigt, vergehet; was der Christ. Dieser sißt zu Gottes Himmel giebt, bestehet; unser JeRechte, und die Augen seiner sus ist nicht hier: das, wo er ist, Knechte sehen nur allein auf ihn, suchen wir. auch ihr Herz steht nur dahin. 2. Herr, ich bin mit dir er 4. Was das Herz sucht, wird wecket, denn dein Leben ist in mir. es finden, aber Beides nicht zuBist du schon dem Aug' verdecket, gleich; bleibt, was unten ist, dasieht der Glaube doch nach dir. hinten, bleibt dafür das HimmelDein Geist kann die Herzen len- reich. Jesu stärke mir die Kräfte ken, laß mein Herz nichts and'res zu dem seligen Geschäfte, daß mein denken, als was in dem Himmel Herz nur dahin strebt, wo mein ist, wo du unser Leben bist. Heiland selber lebt. BU TIDADE * himne vide 11. März. Jeht erkenne ich's stückweise; dort aber werde ich's erkennen, gleich wie ich erkennet bin. 1 Cor. 13, 12. Hier haben wir unsere Schuljahre. Da sollen wir fleißig seyn, so wird die künftige vollkommene Erkenntniß nicht fehlen. 452 Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1. Wir wissen, was wir glauben, wir haben festen Grund; und wer uns den will rauben, dem stopfen wir den Mund. Der Geist lehrt durch das Wort; das Wort wird Wahrheit bleiben, so sehr sich Menschen sträuben, und selbst der Höllen Pfort. noch schwache Blicke, und das Vollkomm'ne nicht. 3. Jeßt darf man's Gnade nennen, zu reden als ein Kind, dort werden wir's erkennen, wie wir erkennet sind; dort ist kein Stückwerk nicht; dort strahlt's mit vol lem Lichte von Gottes Angesichte in unser Angesicht. 2. Doch seh'n wir nur von Fer nen, was wir noch nicht versteh'n; wir müssen hier noch fernen durch dunkeln Spiegel seh'n. Der Geist schärft das Gesicht, doch geht's von Stück zu Stücke; es sind Lieben, bis nichts als Liebe bleibt. 4. Herr, laß in deine Schule uns jetzt wie Kinder geh'n, und einst vor deinem Stuhle auch das Vollkomm'ne seh'n. Was uns dein Wort beschreibt, das laß uns täglich üben im Glauben, Hoffen, 12. März. 453 Ich hielte mich nicht dafür, daß ich etwas wüßte unter euch, ohne Jesum Christum. 1 Cor. 2, 2. Alle Wissenschaften werden heut zu Tage sehr hoch getrieben. Nur diese Wissenschaft liegt in Verachtung. Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. 1. Die Welt will Alles wissen, und forschet ohne Ruh', und drückt doch so geflissen das Aug' vor Jesu zu. Sie lernt noch immerdar, und kommt doch nie zur Wahrheit, und bleibt bei größ'rer Klarheit, so blind, als wie sie war. 2. Mein Wissen sey dieß Eine, 4. Schaut ich in hundert Sondaß ich von Jesu weiß, und daß ich dieß alleine die wahre Weisheit heiß'; die ist's, die ewig währt; hier liegen alle Schäße, sie gründet sich auf Säße, die selbst der Vater lehrt. nen, und wüßte Jesum nicht, was hätte ich gewonnen? Denn der schuf jenes Licht, und der ist Gottes Sohn. Ich sag' es ganz geflissen, ich will nur Jesum wissen bis hin vor seinen Thron. 31 Zweiter Theil. 3. Hier trifft der Glaube Tiefen in froher Demuth an, die die Vernunft nicht prüfen, der Wig nicht fassen kann; hier ist die Seligkeit; hier ist der Gottheit Fülle, und was des Vaters Wille zu seinem Lob bereit't. 13. März. Selig sind die Todten, die in dem Herrn sterben. Offb. 14, 13. Nicht das Herzhafte Sterben, noch das sanfte Sterben, sondern das Sterben in dem Herrn ist selig. Auf dieß sollen wir bei Zeit bedacht seyn. 454 Mel. Morgenglanz der Ewigkeit. 4. Ich will sterben, aber wie? 1. Ich muß sterben, aber wie? Als versöhnt in Jesu Blute; vor Soll ich sterben ohne Hoffen, wie ihm beug ich meine Knie, Herr, ein Thor? Ja wie ein Vieh, das dein Blut komm mir zu gute. All' in's Meer gestürzt ersoffen? Nein, mein Trost im Sterben ist Jesus der Geist wird, wenn's geschicht, Christ. nicht zu nicht. 5. Ich will glauben, aber wie? 2. Ich muß sterben, aber wie? Soll ich sterben in den Sünden? erst im Sterben mich ergeben? wenn ich jetzt die Gnade flich, werd Nein, vielleicht so glaubt ich nie; ich dort auch keine finden. Nein, ich ich will stets im Glauben leben; will noch hier und nun Buße thun. also leb' und sterb' ich gern mei 3. Ich muß sterben, aber wie? nem Herrn. Auf den Ruhm von eig'nen Wer- 6. Dein nur, Jesu, bin ich hie, ten? Nein, o Gott, was gelten du erlöstest meine Seele, halt ſie die, wenn du willst auf Sünde an dich, bis ich sie auch im Stermerken? Unter des Gesetzes Buch ben dir befehle; also schlaf ich ist der Fluch. einst, als dein, selig ein. 14. März. 455 Gott giebt dem Gesäeten einen Leib, wie er will, und einem Jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. 1 Cor. 15, 38. Das ist wunderbar in der Auferstehung, aus eben dem vermoderten Leib wird ein anderer herrlicher. Mei. Nun ruhen alle Wälder. 4. Du, aller Samen Schöpfer, 1. Wenn wir begraben werden, der du als wie ein Töpfer aus wie Bilder von der Erden, so wer: Thon den Menschen schufft, und den wir gesät; das heißt, zum jetzt aus todter Erden läßst neue Wiederleben der Erde hingegeben, Menschen werden, wenn du sie gleichwie ein Samen aufersteht. aus den Gräbern rufft. 2. Lebt Christus in den Seelen, so wird's dem Leib nicht fehlen; denn Christi Geist wohnt da, da her ist Kraft von innen, ein Leben zu gewinnen, nachdem die Fäulniß vor geschah. 3. Wenn nun die Zeit erschienen, da geht es an ein Grünen, der Moder schält sich ab; Gott kennet ihre Namen, giebt jeder Art von Samen den eig'nen Leib aus ihrem Grab. 5. Ich sterbe, doch ich glaube, du wirkst an meinem Staube auch einst mit deiner Kraft; den Leib, den man wird säen, lässt du einst auferstehen, aus Jesu hoff' ich Lebenssaft. 6. Weil Jesus in mir lebet, noch eh' man mich begräbet, so leb ich einst auch neu: aus der verwesten Hülle, gieb mir, doch wie's dein Wille, nur einen Leib, der herrlich sey. 456 15. März. Was kein Aug gesehen, und kein Ohr gehöret hat, und in feines Menschen Herzen kommen ist, hat Gott bereitet denen, die ihn lieben. 1 Cor. 2, 9. Das sind herrliche Sachen, wornach wir streben sollen. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe c. 5. Ein Weltherz freut sich der 1. Was sonst kein menschlich Aug' geseh'n, und noch kein Ohr gehört, das lernt ein Christ schon hier versteh'n, weil Gottes Geist ihn lehrt. freut ihn schon. 2. Was in fein menschlich Herz noch kam, kommt in des Christen Sinn. Was ist's? Es ist des Heilands Nam', und der erfreuet ihn. 6. Dort sieht das Aug', dort hört das Ohr nun erst vollkommen klar, was man geglaubt, und doch zuvor noch ein Geheimniß war. 3. Die Welt faßt dieß Geheimniß nicht, was man in Jesu hat. 7. Dort wird das Herz vom Des Christen Aug' sieht dieses Strom erfüllt, wo du, Herr JeLicht, und sieht sich niemals satt. su, bist, da hier es nur wie Tro4. Die Welt verstopft ihr Ohr pfen quillt, so süß es immer ist. dem Herrn, sein Wort dünkt sie 8. Ich flehe dich, ach richte du! nicht flug. Der Christ hört aber mein Heiland, in der Zeit mein nichts so gern, und hört es nie Aug', mein Ohr, mein Herz recht genug. dzu, zu jener Seligkeit. ad tarp Vernunft, und spricht dem Glauben Hohn. Der Christ glaubt Christi Wiederkunft, und diese 16. März. 457 Gottes Zeugniß ist das, daß er gezeuget hat von seinem Sohn. 1 Joh. 5, 9. Dieß Zeugniß geht durch die ganze heilge Schrift. Die Vernunft läßt sich von dem Vater der Lügner dingen, und will dieß Zeugniß umstoßen. Umsonst. Mel. O Jerusalem, du Schöne. 1. Seit die Menschen Sünder heißen, und der Tod der Sünden Lohn, zeugt, die Liebe anzupreisen, uns der Vater von dem Sohn, dieser hat in Gottes Kraft Tod und Sünde weggerafft. dim 2. Menschen, glaubt dem groBen Zeugen, der sein Wort vom Himmel giebt. Hier muß der Naturwiß schweigen, der so frech die Lügen liebt. Glaubt man die sem Zeugniß nicht, so folgt Got tes Zorngericht. Sohn und Richter ist, und zum Feu'r, das ewig flammt, den, der Gott nicht glaubt, verdammt. 4. Wahrer Gott, laß meinen Glauben fest auf diesem Zeugniß steh'n, bis du mir dort wirst er lauben, Jesum auf dem Thron zu seh'n. Zeuge mir durch deinen Geist, daß dein Wort die Wahrheit heißt. 5. Wenn der Vater aller Lügen wider dieses Zeugniß ficht, hilf mir wachen, kämpfen, stegen, wie mir auch dein Wort verspricht. Fallen Erd' und Himmel ein, wird dein Wort doch 3. Gott, da ist's zu spät, erfahren, was du für ein Zeuge bist. Je sus wird sich offenbaren, daß er fester seyn. 17. März. Die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. 2 Tim. 4, 6. Die Vorstellung unsers Abschieds ist nöthig, und für einen Glaubigen angenehm, wenn er weiß, wie er mit Jesu Christo, dem einigen Seligmacher, stehet, der ihn abfordert. 458 Mel. Meine Kraft ist hin. 1. Meine Abschiedszeit ist nun nicht mehr weit, doch ich weiß wohin, weil ich Kraft der Taufe, meines Ziels vom Laufe schon versichert bin. 2. Jesum glaube ich; Jesus kennet mich; denn ich bin ja sein; und wiewohl ich sterbe, bleibet doch ein Erbe in dem Himmel mein. und er will ein Leben in dem Himmel geben: er ist selber da. 5. Jesu, führe du mich zu jener Ruh' durch dein Blut einst ein; wenn ich nun verschieden, laß mich dort im Frieden ewig bei dir seyn. 6. Mach' den Glauben fest, daß er dich nicht läßt bis zur Seligkeit, als des Glaubens Ende; deine blut'gen Hände haben sie bereit't. 7. Herr, ich bitte dich, denk im Tod an mich, ich sey seit der Tauf schon in deinem Bunde; 4. Auf des Heilands Tod stirbt schlägt dann meine Stunde, lös sich's ohne Noth; Jesus lebet ja mich selig auf. 3. Hier ist nichts verdient, ich steh' als versöhnt, in dem Testament; der für mich gestorben, hat das Erb erworben, das man ewig nennt. 18. März. 459 Welcherlei der Irdische ist, solcherlei sind auch die Irdischen, und welcherlei der Himmlische ist, solcherlei sind auch die Himmlischen. 1 Cor. 15, 48. Jenes sind wir von Adam nach dem Fall; dieß von Christo im Glauben. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Der Leib ist von der Erden, 1. Erschreckt nicht vor den Grüf- den man natürlich sät, ein himmten, die ihr an Jesum glaubt; lischer wird's werden, der geistlich uns trösten seine Schriften, und aufersteht. Herz, fasse diese Dine er ist unser Haupt. Man scharrt ge, wenn dir der Moder droht; uns wohl im Säen hier als ver- so wird die Furcht geringe, und weslich ein; wir werden aufer- du getrost im Tod. stehen, und unverweslich seyn. 4. Herr, du hast's uns erwor ben, was uns im Sterben freut; du bist in Schmach gestorben, und lebst in Herrlichkeit. Du wirst auch uns verklären, auf Hoffnung sterben wir, Kraft, Ehr wir werden auferstehen und Leben währen dort ewiglich bei dir. 2. Wir liegen bloß im Säen, ohn' Ehre eingestreut; wir werden auferstehen in Schmuck und Herr lichkeit. Wir werden in dem Säen in Schwachheit weggeschafft, in frischer- Lebenskraft. 460 19. März. Wie Jesus geliebet hat die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis an's Ende. Joh. 13, 1. Dieses tröstete die Jünger, auch da Jesus von ihnen schied! und noch jetzt, da man ihn nicht siehet, wissen es seine Jünger. Mel. Schwing dich auf zu deinem 2c. 1. Haßt uns, die ihr Jesum haßt: Jesus liebt die Seinen, ob sie unter mancher Last schon zuweilen weinen. Dieser Trost verläßt sie nie, was sie auch betrübet; und im Herzen fühlen sie, daß sie Jesus liebet. 2. Will der treue Heiland nur uns für sein erkennen, wird uns keine Kreatur von der Liebe trennen. Daß er uns in seine Hand an dem Kreuze schriebe, giebt er seinen Geist zum Pfand, als den Geist der Liebe. 5. Jesu, laß mich immerhin deine Liebe fühlen, weil ich auf der Welt noch bin, bis zur Ruh' 3. Jesus weiß es wohl, daß wir im Kühlen. Sie allein giebt in in der Welt noch wallen, darum der Noth wahren Trost auf Erstärkt sein Wort uns hier, daß wir den; sie allein kann in dem Tod nicht entfallen. Ficht uns auch die mir zur Freude werden. Sünde an, er vergiebt auch Sün den. Seht doch, was für Liebe man kann bei Jesu finden! 4. Hat man bis zum Ende noch manche harte Stände, liebet er die Seinen doch bis zu ihrem Ende. Wenn sein großer Tag anbricht, wird es klar erscheinen, Jesus kennt sie vor Gericht, Jesus liebt die Seinen. 20. März. 461 Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern, daß du sie bewahrest vor dem Argen. Joh. 17, 15. Das ist den Jüngern Christi tröstlich; denn sie selbst können sich in so großen Versuchungen nicht bewahren. Lügenkräfte, daß sich Welt und Satan paart: ist es Gott der uns bewahrt. 4. Gott, wir glauben deinem Wort, daß dich kein Verspruch gereue; was du willst, das treibst du fort, als der Starke und Getreue; und dein Vaterherz ist zart, du bist Gott, der uns bewahrt. 2. Jesus hat uns dieses schon bei dem Vater ausgebeten, und er pflegt jetzt auf dem Thron uns noch kräftig zu vertreten; was er 5. Führ uns wie man Kinder bittet, ist willfahrt; Gott ist's, welcher uns bewahrt. Mel. Jesus, meine Buversicht. 1. Seelen, wir sind in der Welt, diese liegt im Argen drinnen. Gott ist's, der uns da erhält, daß der Glaube kann gewinnen. Ist das Arge mancher Art, Gott allein ist's, der bewahrt. 3. Treibt der Arge mit Gewalt seine alten Mordgeschäfte; lau'rt er auch im Hinterhalt durch geheime führt, die nicht selbst zum Laufen taugen, daß man deine Hand stets spürt, und die Leitung deiner Augen, bis sich ewig offenbart, du seyst's, der uns hat bewahrt. 21. März. Gott wird geben einem Jeglichen nach seinen Werken. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott. Röm. 2, 6. 11. Wer klug ist, bedenkt dieß fleißig; so wird er vor Sicherheit verwahrt, und in guten Werken ernstlich werden. 462 Mel. Ruhet wohl ihr Todtenbeine. häuft dein Zorn sich auf sein 1. Gott wird Jeglichem vergel- Haupt; denen, die nach Gutem ten, wie des Menschen Werke sind. streben, wirst du auch Belohnung Ob schon diese Wahrheit felten geben. bei den Menschen Eindruck find't; fruchtet sie doch bei den Christen, die auf jenen Tag sich rüsten. 4. So vergiltst du, du Gerechter, ohne Anseh'n der Person; Trübsal giebst du dem Verächter, dem Gerechten Preis zum Lohn. Wohl mir, wenn ich hier erwäge, wie ich dort bestehen möge. 2. Mein Gott, dieses Wort ist wichtig; mache mir es täglich neu, daß des Herzens Absicht richtig, und der Wandel lauter sey, daß ich am Vergeltungstage nicht erst meine Thorheit flage. 5. Laß mir stets in Ohren schallen: der Vergeltungstag bricht ein. Glaube kann nur Gott ge3. Dort vergiltst du alles Böse, fallen, aber der muß thätig seyn; wenn es hier kein Sünder glaubt, an Geduld in guten Werken läßt und nach seiner Bosheit Größe sich wahrer Glaube merken. 22. März. 463 di Ueber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte, und hielt Rechenschaft mit ihnen. Matth. 25, 19. Die beständige Vorstellung solcher Rechenschaft macht fleißige und getreue Knechte, wenn sie auch wenige Gaben haben. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 4. Menschen, die auf's Aeuß're 1. Reicher Gott, dein sind die sehen, können oft als klein vers Gaben, die wir unterschiedlich ha- schmähen, was aus Gottes Schaß ben, und du forderst Rechenschaft. nicht klein. Will der Knecht nur Es sey ein Pfund oder zehen, du Treue üben, so wird Glauben, siehst nur bei solchem Lehen, ob Hoffen, Lieben, schon ein großer der Knecht gewissenhaft. Wucher seyn. 2. Du belohnest Fleiß und Treue, und beschenkest auf das Neue, lobst selbst einen frommen Knecht. Faulen Argwohn, Schaltsgemüther strafft du, und entziehst die Güter, und dein Ausspruch bleibt gerecht. 5. Laß mich, Herr, in meinem Leben nicht nach größern Gaben streben, mach' mich nur im Kleinen treu. Halt mich, wenn ich was gewinne, nur auch bei dem Knechtessinne, daß es dir gewonnen sey. 3. Herr, dein lichtes Auge schau- 6. Wohl mir, wenn am Rech et, was mir deine Hand vertrauet; nungstage ich mit Dank und Des was ich hab', und wie ich bin. Auch muth sage: Herr, dein Pfund hat ein Pfündlein deiner Gaben darf das gethan, daß ich dich darf gnädig man nicht als schlecht vergraben; sehen, ja in deine Freude gehen, denn zum Wuchern leihst du hin. und noch Größ'res haben kann. 464 23. März. Ich richte mich selbst nicht; der Herr aber ist es, der mich richtet. 1 Cor. 4, 3. 4. Paulus urtheilet nicht von sich, daß er getreu sey, oder wie er gegen Andere sey. Er überläßt die Untersuchung seinem Herrn, doch mit getrostem Muth.um Mel. Herr Jesu Christ, mein's c. richten mag; für ein Geringes 1. Ich bin mein eig'ner Richter achte ich, man lobe oder schelte nicht, der Herr ist's, dieser hält mich. Gericht; auf den hab' ich allein 5. Geist des Herrn, bereite du zu seh'n, wie ich vor ihm einst mich nur auf Christi Zukunft zu, will besteh'n. daß ich an seinem Tag alsdann 2. Wenn auch mein Herz mir getreu erfunden werden kann. zeugen kann, daß ich nach meiner. 6. Ihm sind die Herzen selbst Pflicht gethan; so weiß ich, daß bekannt; er hat das Recht in ich doch hierin noch nicht gerecht gesprochen bin. seiner Hand; er ist's, der Jeglichem vergilt, den Guten lobt, den Bösen schilt.eurs, mid 7. Kennst du mich, Herr, als deinen Knecht, so hab' ich schon durch dich ein Recht, daß deine 4. So fürcht ich keinen Men- Zukunft mich erfreut in deiner schentag, weil dieser mich nicht großen Herrlichkeit. 3. Ich trachte nur, daß ich getreu, und meinem Herrn gefällig sey; fehl ich, so hat mein Herr Geduld, ich bin getroft auf seine Huld. 24. März. 465 Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Col. 1, 27. Es ist den Christen so Großes verheißen, und jetzt sieht es noch so schlecht aus mit ihnen von Innen und Außen. Aber Christus ist ihre Hoffnung, es soll herrlich werden. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Er weiß, weß er sich rühme: 1. In mancherlei Beschwerden denn Christus ist in ihme schon der jammervollen Erden beruhigt hier noch in der Zeit. Doch wenn sich der Christ. Denn wird es die Zeit verloffen, darf er noch täglich schlimmer, so freut doch Größers hoffen, den Theil an dieß ihn immer, daß Christus seine Chrifti Herrlichkeit. Hoffnung ist. 5. Herz, bleib' auf deinem 2. Er muß in bösen Zeiten mit Grunde; hoff' in der bösen StunWelt und Teufel streiten: er aber de; du hast ein festes Wort. Hier bleibt getreu; ja geht es bis zum sind die Kummertage, dort, dort Blute, so bleibt ihm dieß zu gute, ist keine Plage, die Herrlichkeit daß Christus seine Hoffnung sey. erlangt man dort. HEY MA 3. Hier deckt man ihn mit Staube, heißt's Einfalt, daß er glaube, sieht ihm nichts Herrlich's an; doch Christus ist von Innen, ver deckt vor eitlen Sinnen, und seine Hoffnung ist kein Wahn. 6. Wie wird aus fauler Erden der Leib so herrlich werden! wie wird die Seele seyn, verherrlicht in dem Lichte von Gottes Angesichte, und von des Lammes Sonnenschein! 25. März. 466 So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Ps. 130, 3. Wer dieß jetzt nicht erkennen will, wird es an jenem Tage erfahren, daß Gott so genau rechne, und so scharf strafe. Denn er ist gerecht. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 1. Herr, rechnest du die Sünden, wer wird vor dir besteh'n? wer wird ein Mittel finden, sich unge straft zu seh'n? Dein Ausspruch bleibt ganz richtig, des Menschen Ausflucht nichtig; wer kann dem Zorn entgeh'n. 2. Du zählest zu Verbrechen auch eine böse Lust, was wir im Herzen sprechen, und was uns nicht bewußt, das zeigst du in dem Lichte; weil du in dem Gerichte doch Recht behalten mußt. 3. Herr, wenn ich dieß bedenke, so bebt das Herz in mir, und wo ich es hinlenke, so steht es bloß vor dir; bei solchen Schuldensummen muß aller Mund verstummen. Wo ist ein Bürge hier? 4. Du, Jesu, bist der Eine; du machst uns wieder Muth; du zahltest ganz alleine mit deinem Gottesblut; dein Tod, den du erduldet, macht das, was wir verschuldet, vor Gott vollkommen gut. 5. Ach Gott, sieh' nicht mich Armen, sich' Jesum für mich an, und rechne aus Erbarmen mir zu, was er gethan; so wirst du statt der Sünden in ihm gerecht mich finden, daß ich, bestehen kann. 1 26. März. 467 Wartet auf die Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben. Jud. v. 21. Der Herr will seine Barmher zigkeit nicht von uns reißen ewiglich. Daher dürfen. wir getrost darauf warten. Tun Ma. Meine Armuth macht mich sc. 4. Das heißt herzliches Erbar1. Jesu, du trugst mit uns men gegen Armen; ja es währt Armen schon Erbarmen, eh' die noch deine Huld, wenn du wirst Welt gegründet ward, und da du vom Kreis der Erden Richter im Fleisch erschienen zum Versöh- werden, rechnest du nicht uns're nen, hast du das geoffenbart. Schuld. 2. Du hast uns're vielen Plagen selbst getragen, machtest von dem Elend frei; haft ein Himmelreich gepredigt; hast erledigt von des Teufels Tyrannei. 3. Du hast selbst dich hingegeben, uns zum Leben, wardst als wie ein Lamm geschlacht't; hast, da du von Todesbanden auferstanden, uns das Leben wiederbracht. 5. Jest in meinen Glaubenstagen darf ich sagen, ich hab' auch Barmherzigkeit, mir ist meine Schuld vergeben, und ein Leben mir in Jesu zubereit't. 6. Nun so gieb mir, mein Erbarmer, daß ich Armer dir kann recht entgegen seh'n, und aus mei nes Grabes Kammer, frei von Jams mer, einst zum Leben aufersteh'n. 468 27. März. Ich werde dir bald kommen, wo du nicht Buße thust. Offenb. 2, 5. Die Zukunft Christi gehet eine jede Secle besonders an, nach dem Zustand, worin sie sich befindet; und daher sollen alle auf dieß dringende Wort merken. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3. Mein Herz ist mir getrof1. Der Richter kommt uns Al- fen; denn dein Wort schneidet len, sein Tag wird allgemein, scharf. Gottlob, daß ich noch hofund auf dem Erdenballen kein fen und Gnade suchen darf; du Berg zur Decke seyn; der Zeug selbst machst durch dein Blut uns ist in der Brust, kein Mensch ist rein von allen Sünden, läßst tägausgenommen; dir, heißt es, wird lich Gnade finden, wer täglich er fommen, wo du nicht Buße Buße thut. thuft. 2. Die Gnade ruft zur Buße; mein Gott, ich höre sie, und falle dir zu Fuße. Die Gnadenzeit ist hie; hernach wird keine seyn. Herr, geh' nicht in's Gerichte, vor deinem Angesichte ist keine Seele rein. 4. O mach' nur deine Gnade an mir noch täglich neu, und auf dem schmalen Pfade mich dir, mein Herz getreu. Hab' ich in meinem Theil dein Wort hier angenommen; so kannst du mir auch kommen, und kommst auch mir zum Heil. 28. März. 469 Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? 1 Cor. 15, 55. Die Hölle ist der Zustand der Seele nach dem Tode bis zum Gerichtstage. Wider jene Beide kann der Mensch weder Trost noch Ruhm haben, als in Christo Jesu. Mel. Wenn mein Stündlein c. 1. Oft will der Troß und Unverstand der Höll' und Todes lachen, bis Leib und Seel' aus ihrer Hand sich nicht mehr los kann machen. Wer Sünde und Gesetz empfind't, weiß erst was Tod und Hölle sind, und suchet den Erretter. 3. Wir lassen unser Sterbekleid zum Faulen in der Erden; dann wird die Unverweslichkeit erst angezogen werden. Da heißt's nach überstand'ner Noth: wo ist dein Stachel, o du Tod? wo ist dein Sieg, du Hölle? 2. Der Glaube weiß ein Aufer- 4. Da werden Leib und Seele steh'n, das wir an Jesu haben; er froh, weil Tod und Hölle liegen; kann dem Tod entgegen seh'n, und vereinigt singen beide so: Gott läßt den Leib begraben. Er faßt sey gedankt, wir stegen. Der unter ein Wort, das ewig ist, es sey das Gesetz einst kam, und selbst durch dich, Herr Jesu Christ, der dem Tod den Stachel nahm, iſt Tod im Sieg verschlungen. Jesus, der Erlöser. Zweiter Theil. 32 470 29. März. Der Herr ist treu, der wird euch stärken, und bewahren vor dem Argen. 2 Thess. 3, 3. Auch dieß Wort dienet dem Glauben zum Schilde bei so vielerlei Anfällen des Argen in dieser Welt, bis wir heimkommen. Mel. Sich', hie bin ich sc. wenn das Aug' auf Jesum sicht; 1. Gott wird stärken, wo wir stärkt auf's Neue der Getreue, der merken, daß uns Stärkung nöthig das Herz an Jesum zieht. sey. Wenn wir wanken, wie die 4. Stürmt der Arge bis zum Kranken, steht uns seine Gnade Sarge gegen unsern Hoffnungsbei. Denn die Schwachen mäch- grund; fann's den Seelen doch tig machen, ist ein Werk von sei- nicht fehlen, sie besteh'n auf Gotner Treu. tes Bund. Der Getreue stärkt auf's Neue durch das Wort aus seinem Mund. 5. Du Getreuer, mir ist theuer, was dein tröstlich Wort verspricht, du wirst stärken; laß mich's merten, bis mein Herz im Glauben laß 3. Lau'rt die Schlange, daß sie bricht. Wenn ich sterbe, fange, wer der Lust der Welt ent- mein Erbe bei dir seyn in deiflicht, und die Blicke uns verrücke, nem Licht. 2. Reizt der Teufel uns zum Zweifel; lügt er, was er. lügen kann; ficht er heftig und geschäftig unsern Ruhm des Glaubens an: o der Treue stärkt auf's Neue, und der Glaube siegt alsdann. 30. März. 471 Der Herr weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen. 2 Petr. 2, 9. Petrus schrieb das zum Trost, che noch das Ende der Welt so nahe war. So sollen also vielmehr wir dieß Wort des Trostes fassen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Der Herr kennt die Gerechten; er ist mit seinen Knechten, die in Versuchung sind. Er weiß es, was sie beten, und weiß sie zu erretten wo Niemand eine Ausflucht find't. 2. Er spricht, so wird's geschehen; er hat es schon ersehen in seinem weisen Nath. Wenn Feu'r und Wasser kommen, so flüchtet er die Frommen, so wie er Loth und Noah that. 4. Da weiß der Herr vom Bösen die Seinen zu erlösen; der Herr ist selber hie. So bald der Knechte Augen nur klar zu sehen taugen, so liegt ein himmlisch Heer um sie. 5. Ja, wenn auch manche Zeugen sich vor dem Schlachtbeul beugen, so ist die Krone nah. Wenn Erd' und Himmel brechen, so hält er sein Versprechen, so ist auch die Erlösung da. 3. Auch uns ist dieß geschrieben, 6. Wir wollen voll Vertrauen uns, die wir Jesum lieben, auf uns nur im Wort erbauen; wir die Versuchungszeit, bei Babels schreien nur ihm zu: Hilf in blut'gen Streichen und bei des Versuchungsstunden, hilf, bis wir Thieres Zeichen, und bei des überwunden. Du hast's gesagt, Drachen letztem Streit. so rette du. INST 11 31. März. Gott spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. 2 Cor. 6, 2. Dieß Alles hat uns Christus erworben. 472 Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe c. 5. Gieb, daß ich dich auf jeden 1. Jetzt ist die angenehme Zeit, Tag um deine Gnade fleh', und jetzt ist der Tag des Heils. Die mich im Glauben trösten mag, daß Gnade, die Gott anerbeut, gilt ich in Gnaden steh'. mir auch meines Theils. 6. Kommt deine Gnade an 2. Die Gnade ist annehmungs- mein Herz mit ihrer sanften werth, und unbegreiflich groß; der Zucht, gieb, daß ich nicht die Sohn bracht sie, eh' wir's begehrt, aus seines Vaters Schooß. Zeit verscherz, worin sie mich besucht. 3. Der Undank muß ja strafbar seyn, der Gnade von sich stoßt, es folgt mit Recht die Höllenpein, und Neue ohne Trost. 7. So oft ich bete, höre du mich vor dem Gnadenthron; und sest mir Welt und Satan zu, so hilf du mir davon. 4. Herr, schaff', daß deine Gnade nicht an mir vergeblich sey. Wer Gnade hat, ist vom Gericht an jenem Tage frei. 8. Mach' mir die letzten Stunden einst zur angenehmen Zeit, und zeig mir, wenn du nun erscheinst, dein Heil in Ewigkeit. 1. April. 473 Wer diese meine Rede höret, und thut sie, den vergleiche ich einem klugen Manne, der sein Haus auf einen Felsen baut. Matth. 7, 24. Ein Jeder sehe zu, auf was er baue. Nach dem Fall ist die Vorsicht zu spät. Mel. Gott des Himmels und der Erden. für uns spricht, sein Versöh11. Nein ich mag auf Sand nicht nungsblut allein muß mein Grund bauen; wer will fallen, sey so des Zugangs seyn. dumm. Wind und Wasser macht mir Grauen; denn sie reißen Alles um. Jesus ist der Fels allein, wo mein Bau kann ewig seyn. 4. Wer will Trost und Leben hoffen, wo man's nicht in Jesu find't, wenn uns Angst und Noth betroffen, wenn wir nun am Grabe sind? Da soll Jesus auch allein mir der Grund der Hoffnung seyn. 2. Keinen Felsen kann man le gen, als den Gott zum Grund gelegt. Jesus Christus ist's hingegen, der den Bau der Seelen trägt, und mein Glaube muß allein nur auf ihn gegründet seyn. 5. Jesu, gründe meine Seele nur auf dich, so steht sie gut. Denn ich weiß, daß mir's nicht fehle, wenn mein Haus auf dir beruht. Dich, mein Fels, reißt mir allein weder Sturm noch Fluthen ein. 3. Unser Glaube hat im Beten keine and're Zuversicht, als das gültige Vertreten, da der Mittler 2. April. Wahrlich ich sage cuch, sie haben ihren Lohn dahin. Matth. 6, 5. So fertigte Christus, als schon zukünftiger Richter, diejenigen ab, die über ihrem Almosen und Beten vor Menschen Ruhm suchen. Uns zur Warnung. 474 Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 5. Vater, mache du mich frei 1. Wer nur hier will etwas seyn, von der stolzen Heuchelei; schau' thut sein Gut's zum Augenschein, mir, wenn ich Gutes thu', du sucht den Weltruhm zum Gewinn: nur im Verborg'nen zu. der hat seinen Lohn dahin. 6. Wenn ich in der Kammer 2. Solches Gute ist gemalt, und bin, leg' ich mich auf Gnade hin; die Farbe wird bezahlt; denn die Niemand wisse, als nur ich, was Augen preisen's schön, die nicht ich mit dem Vater sprich. in's Verborg'ne seh'n. dn 7. Lachen Menschen über mir, 3. Alles Wohlthun hat zwar Lohn, auch in diesem Leben schou; kennst du doch mein Herz vor dir; aber in der Ewigkeit ist der wahre ſagst du nur, ich sey erhört, ist Lohn bereit. dieß mehr als Alles werth. 4. Gott sieht das Verborg'ne ein, der will Wahrheit, keinen Schein, der im Himmel, nicht der Welt, erst den Lohn uns aufbehält. 8. Denn an jenem Tag wird klar, was dir wohlgefällig war, und die Gnade lohnet da, was sie im Verborg'nen sah. 3. April. 475 Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat, das ewige Leben. 1 Joh. 2, 25. Das ist eine große Verheißung! Niemand kann sie uns geben als Gott, und Gott giebt sie allein in dem Sohn. Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. 3. Menschen geben Alles ch', 1. Was uns Gott verheißen als ihr zeitlich Leben; sollt man hat, ist ein ewig Leben. Seele um das Ewige nicht auch dieses werde nur nicht matt, diesem geben? Weil man hier wie Leinachzustreben. Der Lebendige ver- chen schwebt, lebt man zum Verspricht's, der uns will bereiten derben; nur im Himmel heißt's zur Gemeinschaft seines Lichts in gelebt, da man nicht kann sterdie Ewigkeiten. ben. 2. Wage dich im Glauben nur auf sein theu'r Versprechen. Kann doch keine Kreatur seine Worte brechen. Glaube über die Vernunft, über Tod und Sünden; denn in seiner Wiederkunft wirst du seh'n und finden. 4. Da ist Leben ohne Leid, Leben ohne Mängel; Leben in vollkomm'ner Freud', Leben wie die Engel. Vater, der es uns verheißt in dem Sohn zu geben, führe mich durch deinen Geist in dieß wahre Leben. 476 4. April. Wir werden durch Christum behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Röm. 5, 9. Das ist eine tröstliche Lehre, durch Christi Blut gerecht seyn; vor dem Zorn bewahrt werden. Mel. Jesus, meine Buversicht. ob dem sündigen Geschlecht läßt 1. Wenn der Tag des Zorns jetzt Gott die Gnade walten, und erscheint, der bis in die Hölle aus Christi Fülle quillt, was der brennet, wo Gott Sünder, die Herzen Schnsucht stillt. ihm feind, ewig von der Liebe trennet; o wie selig, wer alsdann noch behalten werden kann! 4. Nun so halt ich mich an dich, Jesu, der für mich gestorben; denn dein Blut floß auch für 2. Was behält uns vor dem mich, Gnade ist auch mir erwor=" Zorn? Nichts als Blut von Jesu ben. Vor dem Zorn ist frei geWunden; da wird noch der off'ne acht't, wen dein Blut gerecht geBorn zu des Sünders Heil ge- macht. funden; Geißeln, Nägel, Speer und Dorn öffneten uns diesen Born. 5. Halte mich in diesem Sinn, daß ich solche Gnade preise, und so lang ich lebend bin, meinen Glauben thätig weise. Bis zu jenem Tage hin halte mich in diesem Sinn. 3. Sind wir durch sein Blut gerecht; o so sind wir ja behalten; 5. April. Ich achte alles für Schaden gegen der überschwänglichen Erkenntniß Christi Jesu meines Herrn. Phil. 3, 8. D daß wir Alle eine unersättliche Begierde nach dieser seligen Erkenntniß hätten! 477 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Kenn ich dich in deiner Krip1. Dein Erkenntniß, Jesu pen, wo du schon als Heiland Christi, bat den Ueberschwung bei schliefst; kenn ich deine holde Lips mir; wenn ich tausend Eitles pen, wie du Sünder zu dir riefft; wüßte, wär' es gar nichts gegen kenn ich dich in deinem Blute; dir. Alles and're ist nur Schade, fenn ich dich auf deinem Thron: dieß allein heiß ich Gewinn, wenn so erfenn ich alles Gute; denn ich dich durch deine Gnade kenne, ich kenne Gottes Sohn. und erkennet bin. 4. Dich als meinen Herrn ers 2. Was ich Gutes bei mir finde, kennen, ist des Glaubens größter giebt mir nicht zufriedenheit; denn Ruhm; was man sonsten groß es überwiegt die Sünde immer will nennen, darnach seh' ich mich die Gerechtigkeit. Kenn ich aber nicht um. Mein Herr, wenn du dich, Erlöser, so wird meinem wirst erscheinen, so erkenn auch Herzen klar, in dir sey die mich als dein. Bist du hier so Gnade größer, als in mir die groß den Deinen, o was wirst Sünde war. du dorten seyn? 478 6. April. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welcher Gerechtigkeit wohnet. 2 Petr. 3, 13. Diese Verheißung tröstet uns in der Müh' auf der alten Erde. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. stand auf und hat sie neugeboren, dut. Es sollen neue Himmel wer ihr Gott, ihr Herr, ihr Jesus den, die alten schmelzt das Feuer Christ; ihr Leben, daß verborgen ein; wir warten einer neuen Er war, ward da in ihm erst offenbar. den, die alte muß verwandelt seyn, 4. Herr, laß auf dieser alten in welchen die Gerechtigkeit sich ihre Wohnung zubereit't. Erden, wo sich noch Tod und Sünde find't, zur neuen mich ge= 2. Des HERRN Wort wird boren werden, wo Heiligkeit und die Neuen machen, sein Wort, Leben sind; dein reines Gottesdas einst die Ersten schuf. Ver- blut allein weiht mich zum neuen gehen die mit großem Krachen, Himmel ein. tin tim lip steh'n jene da auf seinen Ruf. Wenn in dem Alten Klarheit war, so sind vielmehr die Neuen 5. Laß alles Alte an mir sterben, und schaffe selber Alles neu; mach' mich zu der Verheißung Erben, und in dem Warten froh und treu, bis Alles neu, und Alles da, dem hier der Glaub' entgegen sah. flar. in 3. Da geht kein Bürger mehr verloren; der, der für sie gestorben ist, 7. April. 479 Und es wird nicht hineingehen irgend ein Gemeines, und das da Gräuel thut und Lügen, sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes. Offenb. 21, 27. Hier laßt uns aufmerken. Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich c. mich auch zu jenem Eingang zu, 1. Jerusalem ist eine Stadt, die daß ich in deinem Lebensbuch auch nicht gemeine Bürger hat; wer meines Namens Einschrift such'. Gräu'l thun will, und Lügner seyn, darf nicht zu ihren Thoren ein. 2. Es werden da hinein nur geh'n, die in dem Buch des Le bens steh'n, das Gott von Ewigkeit her schrieb; die sind dem reinen Lämmlein lieb. 5. Wenn dich ein Herz im Glauben liebt, sich in Geduld und Hoffnung übt, so zeugt dein Geist auch seinem Geist, daß es des Lämmleins eigen heißt. 6. Wer dieses Siegel in sich hat, hat Bürgerrecht in jener Stadt; er flicht den Unflath dieser Welt, weil er sich zu dem Lämmlein hält. 3. Das Lämmlein starb am Kreuz für sie; sie waschen ihre Kleider hie, o schöner Schmuck! o sel'ger Fleiß! im Blut des Lammes rein und weiß. 7. Du weißst es Jesu, ich bin dein, laß das mein täglich Wünschen seyn; ach, daß ich gen Jerusalem y 4. O Gottes Lamm, bereite du in rein gewaschy'nen Kleidern fäm'! 480 8. April. Und nun, Kindlein, bleibet in ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, wir Freudigkeit haben, und nicht zu Schanden werden vor ihm in seiner Zukunft. 1 Joh. 2, 28. Herzliche Worte zur Ermunterung. Mel. Valet will ich dir geben. 3. In ihm bin ich erwählet; 1. In Jesu will ich bleiben, schon vorher, eh' ich war; in ihm das sey mein fester Sinn; von bin ich gezählet zu der beruf'nen ihm soll mich nichts treiben, bis Schaar; in ihm, in ihm alleine ich im Himmel bin. So kann ich bin ich gerecht geacht't; in ihm freudig stehen in seiner Gegen- hoff' ich dieß Eine, daß er mich wart, wenn wir ihn kommen se- herrlich macht. hen, daß er sich offenbart. 4. Herr, bleibe du beständig 2. So wird man nicht zu Schan- mit deiner Kraft in mir, so macht den vor seinem Angesicht; denn mich nichts abwendig, und ich nur, die ihn nicht kannten, die bleib' stets in dir. So darf ich kennt dort Jesus nicht. Wenn ich mich nicht grämen, wenn du dich mich seiner Wunden als ein Ver- offenbarst; du wirst mich nicht. söhnter rühm', werd' ich in ihm beschämen, weil du ja in mir erfunden, und bleibe so in ihm. warst. 9. April. 481 Wir haben die angebotene Hoffnung als einen sichern und festen Anker unserer Seelen, der auch hineingehet in das Inwendige des Vorhangs, dahin der Vorläufer für uns eingegangen, Jesus. Hebr. 6, 19. Das ist ein Trost für die, Seelen. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 1. Der Anker meiner Seelen ist fest und tief gesenkt. Die Hoff nung wird nicht fehlen, sie bleibt uns ungefränkt; ist Jesus unser Ruhm, so steht der Eingang offen, er selbst ist vorgeloffen für uns in's Heiligthum. 2. Er selbst ist eingegangen mit 4. Herr, zieh' du uns die Herseinem eig'nen Blut; das Fleisch zen gen Himmel, wo du bist. Wir das vorgehangen, zerriß er uns hoffen zwar mit Schmerzen, was zu gut. Der Weg durch ihn ist uns verheißen ist; die Hoffnung neu, und ist durch ihn lebendig; sieget doch; denn haben wir hier nun sieht man, daß inwendig der Stürme, hält unter deinem SchirThron der Gnade sey. me uns unser Anker noch. 3. Zwar steh'n wir noch zu rücke, man muß im Fleische seyn; doch geh'n des Glaubens Blicke in's Heiligste hinein; bald wird das Aug' selbst seh'n, wenn wir das Fleisch ablegen, und, als verklärt, dagegen vor seinem Throne steh'n. 482 10. April. da Der Herr verzeucht nicht die Verheißung, wie es Etliche für einen Verzug achten, sondern hat Geduld mit uns, und will nicht, daß Jemand verloren werde. 2 Petr. 3, 9. Hierein sollen wir uns schicken. Jog 3. Herr, du hast mich getraMel. Befiehl du deine Wege. 1. Was Gott verheißt den gen und hast mich auch bekehrt; Seinen, das hält er früh genug; was soll ich weiter sagen? Dein und wenn es schon will scheinen, Name sey geehrt. Laß deine Langso ist's doch kein Verzug. Der muth walten bis zur gesetzten Frist; Herr will davon Ehre, daß Alles du wirst uns das doch halten, was Buße thu', und Alles sich befehre, uns verheißen ist. d'rum giebt er Zeit dazu. 4. Laß nur uns auf der Erden, 2. D Langmuth, die zu fassen wo du uns drängen läßst, die Zeit des Menschen Sinn zu klein! Gott zu lang nicht werden: mach' nur läßt sich lange hassen, und hält den Glauben fest. Dort wird man den Zorn noch ein. Indeß erfüllt bald vergessen, wie lang man hier der Sünder das Maaß von seiner geweint, wenn einst ganz unerSchuld, und Gott übt seine Kin- messen, was du versprachst, erder im Glauben und Geduld. scheint. DITO 11. April. 483 Der Glaube wird rechtschaffen und viel köstlicher erfunden als das vergängliche Gold, das durch's Feuer bewähret wird, zum Lobe, Preis und Ehre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus. 1 Petr. 1, 7. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. tert ward, sich dort auch köstlichy 1. Im Feuer wird das Gold finden. bewährt, der Glaube in dem 3. Herr, wenn du meinen GlauLeiden. Am Golde wird der ben willt hier in das Feuer legen, Glanz vermehrt, wenn sich die - Schlacken scheiden. So macht damit du kannst dein Konigsbild in meine Seele prägen; leg' ihm der Trübsal schmelzend Feu'r den dein Blut zum Zusaß bei, woGlauben erst recht rein und durch mein Glaube haltbar sey, then'r; es zielt nicht auf's Ver- und vor dem Vater giltig. brennen. 14. O wie wird einer Seele seyn, 2. Ihr Seelen, die die Hiße wenn sie wird herrlich werden, trifft, dau'rt aus in solcher Pro- nach überstand'ner kurzer Pein, im be; denn diese dient euch, nach Tiegel dieser Erden. Denn durch der Schrift, zur Ehre, Preis und dieß Feu'r macht Gott bequem, Lobe. Wenn Jesus einst sich of was er in Neu- Jerusalem zum fenbart, so wird, was hier geläu- lautern Gold will machen. * 484 12. April. So nun dieß Alles soll vergehen, wie sollt ihr dann geschickt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen! 2 Petr. 3, 11. So sind also auf jenen Tag nur die Heiligen und Gottseligen geschickt. Mel. Welt, sich hier dein Leben. Sünden fliehet, auf Gott und 1. Wenn Alles, was wir sehen, Jesum siehet, wie kann der so im Feuer soll vergehen, und bricht getrost besteh'n! der Tag einst ein, daß aufgelöset werden die Himmel sammt der Erden, wie sollen wir bereitet seyn? 4. Gott, gieb, daß alle Tage, mein Herz sich selber frage: wie glaubst, wie lebest du? Wie bist 2. Nichts bleibt, ats für die du? Bist du fertig, und jenes Seelen Erlösen oder Quälen, nach Tags gewärtig? Hast du auch dem der Tag sie find't. Jetzt Hoffnung zu der Ruh? gilts uns, heilig wandeln, und Gott gefällig handeln. Wohl denen, die bereitet sind! 5. Gieb in Versuchungsstunden mir Heil aus Christi Wunden, und Kraft von deinem Geist; so 3. D wen der Tag in Sünden kann ich sicher stehen, wenn Alles wird frech und sicher finden, wie wird vergehen, und du schenkst wird es dem ergeh'n! O wer jest mir, was du verheißst. 13. April. 485 Daran ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts. Furcht ist nicht in der Liebe. 1 Joh. 4, 17. 18. Wie selig sind also die, die in der Liebe Gottes stehen! Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. endlich übersteigt; so macht dein 1. Ach Gott! laß deine Liebe Liebeswille mein schüchtern Herz bei mir auch völlig seyn; so mischt bald stille, daß es von Klagen in meine Triebe sich keine Furcht schweigt. noch Pein; so bricht mit deinem Tage mir keine Angst noch Plage und lauter Freude ein. 4. Wirk zarte Gegenliebe zu dir in meinem Sinn, und nimm die fremden Triebe von meinem Herzen hin; so freut der Tag mich herzlich, fällt er gleich Ändern schmerzlich, weil ich in Gnaden 2. Laß mich die Liebe fassen, die sich von Anfang schon zu uns die sich von Anfang schon zu uns herabgelassen, die Liebe in dem Sohn; der deine Huld verdiente, der deinen Zorn versöhnte, und liebt uns auf dem Thron. bin. 5. Die Liebe macht uns tüchtig zum Erbtheil in dem Licht; der Liebe Trost ist richtig auch künftig im Gericht. Wenn Erd' und Himmel brennen, so darf ich das be die aller Menschen Sinnen un tennen vor deinem Angesicht. Zweiter Theil 3. Wohl mir, wenn mir von Innen dein Geist von Liebe zeugt, 33 486 14. April. So lasset uns nun nicht schlafen wie die Andern, sondern laffet uns wachen und nüchtern seyn. 1 Thess. 5, 6. Ein Schlafender weiß nicht, daß er schläft; wenn er aber erwacht, weiß er, daß er geschlafen hat. Mel. Meine Armuth macht mich sc. 4. Eh' die Sichern sich's ver1. Seelen laßt uns nicht auf stehen, wird's geschehen; wie ein Erden sicher werden, laßt uns Dieb kommt in der Nacht. Aber vielmehr wacker seyn. Singt die dem kommt nicht zu plößlich, Welt noch an dem Liede: es ist nichts entseßlich, wer im Glauben Friede! bricht der Tag doch plötzlich ein. Christi wacht. BHE 5. Jesu, wed' uns alle Tage, 2. Ja der Tag des Herrn wird daß die Plage uns nicht in der kommen, und die Frommen wissen Nacht ergreift; daß wir Lichtessolches ganz gewiß. Dieser Welt kinder bleiben, die nichts treiben, verderbter Ballen muß zerfallen; was den Zorn und Jammer denn Gott selbst verkündigt dieß. häuft. 6. Nimm den Schlaf uns aus den Augen, daß sie taugen, stracks auf jenes Ziel zu seh'n, wo vor deinem Angesichte in dem Lichte nur des Tages Kinder steh'n. 3. Laßt uns als am Tage wandeln, laßt uns handeln nach der Leuchte in der Schrift. Wehe dem, den seine Strafe in dem Schlafe, und im süßen Traume trifft. 15. April. 487 Gott ist getreu, und läßt uns nicht versucht werden über unser Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß wir es können ertragen. 1 Cor. 10, 13. Mächtiger Trost im Kampfe. MO Mel. Was Gott thut, das ist sc. 3. Fällt mir mein Unvermögen 1. Gott ist getreu, sein Wort ein zum Kampf mit Welt und ist da, das tröstliche Versprechen; Sünden, so such' ich alle Kraft in Chrifto ist's ein ewig Ja, die allein bei ihm zum Ueberwinden. Hölle fann's nicht brechen. Weg Das Wort bleibt neu: Gott iſt Furcht und Scheu; Gott ist ge- getreu, durch ihn wird überwun treu, durch ihn wird überwunden den in den Versuchungsstunden. in den Versuchungsstunden. mello 2. Gedenk' ich an der Feinde 4. Getrost, mein Herz! ich Macht, an ihre List und Lügen, darf es nun auf den Getreuen so wird mein Herz in Schau'r wagen; der es verheißt, der wird gebracht, so denk' ich, wer wird es thun, daß wir es können trastegen? Doch sie sind Spreu? gen. Man glaubt ohn' Reu', Gott ist getreu, durch ihn wird überwunden, in den Versuchungsstunden. Gott ist getreu, durch ihn wird überwunden in den Versuchungsstunden. 488 16. April. 25 Ich glaube, Herr! hilf meinem Unglauben. Marc. 9, 24. So schrie der Vater eines besessenen Sohnes mit Thränen, und ihm ward geholfen. Das ist ein großer Trost, wenn wir Mangel des Glaubens fühlen. Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu ic. 3. Ich kämpfe schwach, ach 1. Ich glaube, Herr, doch stärke mich, sonst muß ich unterallzuschwach; hilf meinem schwa- liegen; in deiner Macht allein chen Glauben. Der Satan setzt kann ich, den starken Feind besteuns immer nach, uns gänzlich zu gen. Gieb du den Glauben und berauben. Hilfst du uns nicht, dein Wort zum Schild und so sinken wir; die Hülfe kommt Schwert, so kämpf ich fort im allein von dir; du bist den Anblick jener Krone. Schwachen mächtig. 4. So schwach ich bin, so ist 12. Jch bete schwach, ach stärke von dir doch noch in mir ein Ledu mich kräftig in dem Beten; ben, und was mir fehlt, das sprich mir in meinen Thränen zu, kannst du mir, und willst, und du wollest mich vertreten; und wirst es geben. Du schäßzst dein schwebt ich zwischen Ja und Nein, eigen Werk nicht hin, bis daß ich so sprich es meinem Herzen ein, das aus Gnaden bin, was ich ja, ja es soll geschehen.am soll ewig werden. 17. April. 489 Wir aber sind nicht von denen, die da weichen, und verdammt werden; sondern von denen, die da glauben, und die Seele erretten. Hebr. 10, 39. Das soll uns zur beständigen Ers munterung dienen. Mel. Gott des Himmels und der Erde. giebst beides in dem Sohn, und 1. Herr, ich will dir nicht ent- in diesem nehm' ich dann Glauziehen, was zuvor dein eigen ist, ben und das Leben an. und ich will dir nicht entfliehen, da du mir so gnädig bist; denn du willst ja dieß allein, daß ich soll errettet seyn. 2. Hat doch an den andern Allen, die auf deine Huld nicht seh'n, deine Seele kein Gefallen, daß sie zum Verderben geh'n. Bei Versäumniß deiner Huld stirbt man nur aus eig'ner Schuld. 5. Nun ich wähle dann das Beste, zu dem Leben dring' ich ein; ich will in dem Glauben feste, ich 3. Glauben soll man, und soll will nicht verloren seyn. Treuer leben; die da glauben, leben schon; Heiland, Lebensfürst, halt' mich, Beides willst du selber geben, und bis du kommen wirst.m 4. Wollte meine Seele wanken, mich in's Glaubensschranken, und zieh' sie wieder fest an dich; leite die Gnade warne mich; sag' Seele: weichest du, so geht's der Verdammniß zu. der 18. April. Der Geist giebt Zeugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi. Röm. 8, 16. 17. Herrliches Kindesrecht. 490 Mel. Gott sen Dank in aller Welt. 5. So bin ich kein Sünden1. Das Gesetz zeugt wider uns knecht, nein, ich habe Kindeswegen unsers Uebelthuns; und recht; und weil Kinder Erben mein Herz zeugt mir dabei, daß sind, erb ich auch als Gottesich ganz ein Sünder sey. Kind. 2. Christi Gottesblut allein 6. Vater, ach bewahre du mir wusch mich ganz von Sünden dieß Zeugniß immerzu; fehl' ich rein; und des Vaters Gnadenruf ist es, der mich neu erschuf. kindisch da und hier, nimm nicht deinen Geist von mir. 3. Daher hab' ich Christi Geist, der der Herzen Tröster heißt; der wirft Glauben, treibt mich an, daß ich Abba rufen kann. 7. Züchtigst du mich je und je, daß ich alles Böse flieh; gieb mir einen Kindersinn, daß ich immer frömmer bin. 4. Also glaub' ich mich geliebt, weil mein Geist mir Zeugniß giebt; aber selbst des Vaters Geist zeugt es mit, und allermeist. 8. Bricht der jüngste Tag herein, laß mich deinen Erben seyn; zeig' in Jesu mir dein Heil, denn mit Christo hab' ich Theil. 19. April. 491 Lasset eure Lenden umgürtet seyn, und eure Lichter brennen, und send gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten. Luc. 12, 35. Es ist eine Gnade, daß uns der Herr das Warten so oft einschärft. Mel. Es ist gewißlich an der Beit. 1. Der Tag des Herrn bricht schnell herein, den wir nicht wissen können. Die Lende muß um gürtet seyn, es muß die Lampe brennen. Ein Knecht darf nicht 3. O Jesu, du bist Herr, ich Knecht; du kommst und ich soll wachen. Mich soll das sichere Geschlecht nicht mit ihm sicher machen. Du kommst auch mir, ich warte dein; besoff'ne Knechte im Bette ruh'n, er wacht, dem trifft die Pein, noch eh' sie nüchHerrn gleich aufzuthun, er kom me, wann er wolle. tern werden. 2. Die Lenden in der Neugeburt 4. Laß mich von meinem Chrisind Kräfte einer Seele; da ist stenthum nach deinem Wort nichts die Wahrheit ihre Gurt, zu thun wenden. Dein herrlich Evangedes Herrn Befehle; die Lampe lium umgürte mir die Lenden; wird das Herz genennt, worin feu'r selber meinen Glauben an, das Licht des Glaubens brennt, damit ich mich erfreuen kann, wenn von Gottes Geift entzündet. du mich wachend findest. 20. April. Wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. So wir aber deß hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir sein in Geduld. Röm. 8, 24. 25. Diese gewisse Hoffnung macht den Unterschied zwischen Christen und Unchristen. 492 Mel. Herr Jesu Christ, mein's c. Thränen dämpft, so hat man 1. Wir sind schon selig in der Trost, und hofft dabei ein Leben Zeit, doch hoffen wir erst Herr- wo nicht Sünde sey. lichkeit. Gott licbet uns, wir 5. Stürmt auch der Arge auf kennen ihn, doch seh'n wir ihn uns ein, und widerspricht das erst künftighin. Seligseyn, so ist man's doch, und hofft dazu ein Leben, wo man vor ihm ruh'. 2. Wir sind im Blut des Lamms schon rein, doch wird es noch was Größ'res seyn. Den, welchen wir 6. Selbst durch den Tod wird geglaubt, zu seh'n, und vor dem man zuletzt nicht aus dem SeligThron des Lamms zu steh'n. seyn versetzt, man wird zum Le3. Wir haben schon den Geist ben eingeführt, wo man auf ewig zum Pfand des Erbtheils in dem selig wird. Vaterland, und in der Hoffnung dürft't uns doch nach Lebenswasserbrunnen noch.niem 7. Du Hoffnung uns'rer Seligkeit, Herr Jesu, gieb, daß mich nichts freut, als in der Welt durch dich allein, und auch im Himmel 4. Wenn man hier mit der Sünde kämpft, und böse Luft mit selig seyn. 21. April. 493 Er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei, und Stimme des Erzengels, und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel. 1 Thess. 4, 16. Da wird's noch stärker tönen, als auf Sinai. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Des Menschensohns Erscheinen wird tröstlich denen Seinen, den Feinden schrecklich seyn. Da geht's durch alle Lüfte, da schallt's 4. Herr, laß mich nichts bedurch alle Grüfte, da dringt's auch in's Gewissen ein. wenn Alles wieder lebt; wenn über dem Erschüttern der Unchrist muß erzittern, der Christ sein Haupt zur Höhe hebt. thören, ich muß dich einmal hören, noch heute oder einst; jest ist's die holdste Stimme, dort rufft du mit wenn du an deinem Tag erscheinst. 2. Ein Feldgeschrei an Alle, ein Ruf mit starkem Schalle, den ein Erzengel macht; ein mächtiges Trompeten, dadurch Gott selbst Schaden, jetzt rufst du noch zu 5. Jetzt warnst du noch vor wird reden, wird da gehört, daß Gnaden im Evangelio. Mach, Alles wacht. end wenn es wird ertönen, mich einst 3. O Gott! wie wird's auf mit allen Denen, die dein ErErden da so erstaunlich werden, scheinen lieben, froh. 22. April. Ergreife das ewige Leben. 1 Tim. 6, 12. Paulus jagte dem selbst nach, daß er es ergreifen möchte. Daher ermahnt er seinen rechtschaffenen Sohn im Glauben auch dahin. Aber es iff auch uns gesagt. 494 Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Du wollest mir die Glau1. Wer nur nach diesem Leben benshand durch deine Gnade steigreift, der greift nach einem Schat- fen, bei aller Feinde Widerstand ten, und wenn er fremde Güter das Leben zu ergreifen; das Lehäuft, die And're vor ihm hatten, ben, welches ewig ist; das Leben, was bleibt ihm in dem Sterben das uns Jesus Christ durch seinoch? Nach einem Leben sehnt sich nen Tod errungen. doch der Geist, der nicht kann sterben. 4. O daß ich nicht zurücke geh'! 2. Lebendiger! vor deinem Thron sonst geht es zu der Hölle; o daß ist nur ein ewig Leben, das willst ich niemals stille steh! o daß mich du in dem lieben Sohn uns aus ja nichts fälle! Geh', Jesu, mit Erbarmen geben; du biet'st es in mir bis zum Grab, bis daß ich dem Wort uns an, und daß man das ergriffen hab', was du mit es ergreifen kann, wirkt selbst Blut erworben. dein Geist den Glauben. 23. April. 495 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tödten, und die Seele nicht mögen tödten. Fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. Matth. 10, 28. Das dringt ein. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Jesu, gieb Geduld und 1. Nur den Zorn der Menschen Treue, wenn die Welt mich lockt scheuen, die des Heilands Feinde und schreckt, daß ich Zorn und sind, kann an jenem Tag gereuen, Huld nicht scheue, die bei Anwo sich Lohn und Strafe find't. dern Furcht erweckt. Mahne mich Schwacher Menschen arme Gna- in meiner Seelen stets durch den retten doch nicht im Gericht; deine Worte an, wie Gott Leib und wenn sie dem Leibe schaden, und Seele quälen, und im Feu'r schaden sie der Seele nicht. verderben kann. 2. Seele, lasse dir nicht bange 4. Deine Gnade kann uns halbei dem Grimm der Menschen ten, deine Treue giebt uns Muth; seyn; lästern sie, das währt nicht und wenn wir die Hände falten, lange, einst bringt es dir Ehre ein. spricht dein Geist auch für uns Höchstens reißen sie mit Schmer- gut. Held, so hilf uns überwinden, zen dir den Leib von deinem Band; denn wir selbst vermögen nichts: aber Jesum nicht vom Herzen, laß uns feine Furcht empfinden dich nicht Jesu aus der Hand. auch am Tage des Gerichts. 496 24. April. si Dann werden die Gerechten leuchten, wie die Sonne, in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre! Matth. 13, 43. Hier sind die Gerechten kleine Lichtlein, aber im neuen Himmel kann Gott Sonnen daraus machen. O Mel. Jerusalem, du Schöne. Ehre? Wer verläßt die Finster1. Prediget von den Gerechten; niß? Wenn wir nur die Sonne denn sie haben's ewig gut; aber seh'n, soll uns dieß zu Herzen denen Sündenknechten droht das geh'n. Wort die heiß'ste Gluth. Jene 4. Mach' mich rein in deinem in des Vaters Reich, leuchten einst Blute, Jesu, so bin ich gerecht, der Sonne gleich. und so lieb ich auch das Gute, 2. Jetzt noch ist ihr Glanz ver- wie das göttliche Geschlecht. Wer stecket, ob sie jetzt schon Lichter will kein Gerechter seyn, dringt sind, weil sie Schmach und Kreuz in Gottes Reich nicht ein. bedecket; doch es ändert sich geschwind; wie ihr Herr zuvor nicht klar, aber auf dem Berge war. 5. Vater, zünd' in meinem Herzen hier das Licht des Glaubens an, laß mich nicht den Glanz verscherzen, den ich bei dir haben kann. Denn von deinem Sonnenlicht glänzt uns dort das Angesicht. 3. Wer hier Ohren hat, der höre! selbst die Wahrheit sagt uns dieß. Wer hat Lust zu solcher 25. April. 497 Der Glaube ist eine gewisse Zuversicht deß, das man hoffet, und nicht zweifelt an dem, das man nicht sichet. Hebr. 11, 1. Das geht nicht natürlich zu. Mel. Meinen Jesum lass' ich nicht. zu o so ist auch dieß kein Scha1. Glaube ist die Zuversicht, de. Was du gründ'st, muß festedie auf ihrem Grund bleibt ste seyn; was du hältst, das fällt hen, da man hofft, und siehet nicht ein. nicht, zweifelt aber nicht am Sehen; denn der Grund ist tief gelegt, der den Bau der Hoffnung trägt. 2. Menschenherzen sind wie Rohr, die von jedem Winde wanken. Glaube richtet sich empor über der du selbst gemenschliche Gedanken, und das glaubt, und zur Freude eingeWort aus Gottes Mund ist sein ewig fester Grund. in 5. Jesu, gangen, lass an dir, als meinem Haupt, mich in starkem Glauben hangen; hab' ich dich schon nicht 13. Solchen Glauben gründest du, treuer Gott, Gnade; stürmen Welt und Satan scheh'n. durch deine geseh'n wird es doch gewiß ge= 4. Regt sich je ein Zweifel hier, wenn ich in dem Elend stehe, wenn ich Sünde noch an mir, und den Tod selbst vor mir sehe: o so hoff' ich in Geduld auf dein Wort und deine Huld. 498 26. April. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich. alle Aergernisse, und werden sie in den Feuerofen werfen. Matth. 13, 41. 42. Wehe dem, der so den Engeln in die Hände kommt! Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. 3. Herr der Erndte, laß dein 1. Jeho steht das Unkraut hoch, Wort in mir wachsend bleiben; und es wächst in Menge; nur laß es gute Frucht hinfort dir der Same wächset noch dünn, und zur Ehre treiben, daß nicht als im Gedränge. Doch es bleibt ein Aergerniß mich die Engel finnicht allezeit, wie es längst ge- den; denn dein Urtheil heißt sie wesen; denn die Erndte ist nicht dieß in das Feuer binden. weit, Alles auszulesen. 2. Ja es reift, es nahet schon 4. Stärk' mein Wachsthum in sich der Zeiten Ende, daß der Geduld bei den Aergernissen; Herr als Menschen Sohn, seine Alles, nur nicht deine Huld, laß Engel sende. Ihre Sammlung mich gerne missen. Wurzelt auch geht geschwind, weil sie alles das Unkraut um, laß mich's nicht kennen; und was Aergernisse sind, ergreifen; aber mich im Christenwerden sie verbrennen. thum bis zur Erndte reifen. 27. April. 499 Lazarus Schwestern ließen Jesu sagen: Herr, siehe, den du lieb hast, der liegt frank. Joh. 11, 3. Das ist ein Troft auf dem Sterbebette; das sind schöne Personalien nach dem Sterben: den du lieb hast. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Vater ganz genug, und in den 1. Ich kenne deine Liebe, mein Sterbensnöthen wird sein Blut Heiland, mir zum Trost; ich weiß, für mich reden, daß er gen Himwie sie dich triebe, daß du dein mel trug. Blut vergoßst; auf diese kann ich sterben, ich fürchte kein Verderben, noch daß du mich verstoßst.. 4. O Liebe, Wunderliebe! ich hänge mich an dich; und wenn ich einst verstiebe, erweckst du dennoch mich. Liebst du uns schon auf Erden, was wird's im Himmel werden? Du liebst ja ewiglich. 2. Wenn Herz und Augen brechen, bist du des Lebens Licht; du brichst auch dein Versprechen und deine Liebe nicht. Der mir in Liebe diente, und mich mit Gott versöhnte, befreit auch vom Gericht. 5. Hast du mir dieß gegeben, daß mich die Liebe freutz mach' auch in diesem Leben mich zu dem 3. Er liebt. Verstummt mein Lied bereit, daß man in jenem Beten im letzten Athemzug, so übet: dem Lamm, das uns gelieist mir sein Vertreten beim bet, sey Macht und Herrlichkeit. 500 28. April. Der Mensch vom Weibe geboren, sleucht wie ein Schatten, und bleibet nicht. Hiob 14, 1. 2. Laßt uns darnach trachten, daß wir etwas Bleibendes haben, und nicht so dahin fahren, sondern ein Licht in dem Herrn seven. Mel. Vom Himmel hoch, da komm ich c. aus sie auch an jenem Tag nicht 1. Was sind wir arme Men- zu dem Licht gelangen mag. schen hier! gleich einem Schatten 5. D ew'ges Licht, ich bitte dich, fliehen wir. Je größer sich der erleuchte und belebe mich noch Schatten macht, verliert er leßt hier durch deiner Gnade Schein, sich in der Nacht.. ein wahres Kind des Lichts zu seyn. 6. Sey du stets meinem Herzen da. 2. Woher kommt solches Flüch tigseyn? Von unserm Von unserm Abfall kommt's allein; seit sich der Mensch vom Licht verlor, so steht nah'; was finster ist, vertreibe ihm nun der Tod bevor. Liebt gleich die Welt die 3. Doch fürchtet dieß der Glaube Finsterniß, mach meinen Gang nicht; er weiß ein ander Lebenslicht. Wenn Jesus in die Seele scheint, so wird man mit dem Licht vereint. im Licht gewiß. 7. So schließ ich sterbend, mir zur Ruh', als Kind des Lichts die ad Augen zu, und im Erwachen 4. Bleibt eine Seele ohne dieß, schau' ich dann dein Licht mit so bleibt sie in der Finsterniß, wor- klaren Augen an. 29. April. 501 Ihr aber, meine Lieben, erbauet euch auf euern allerheiligsten Glauben. Jud. v. 20. Was nicht auf den Glauben gebaut wird, dauert nicht lange; aber auf diesen muß das Bauen fortwähren. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt c. deiner Huth, so hält die eine Hand 1. Ich habe immerdar zu bau- die Waffen, indem die and're Aren; bald friegt die Liebe einen beit thut; umgürte mich mit deiRiß, bald sinkt das glaubige Ver- nem Wort, so geht das Bauen trauen, bald wird die Hoffnung richtig fort. ungewiß. Mein Herz ist wie ein schwaches Haus, da geht die Arbeit niemals aus. 4. Geht je die Arbeit schwer von Statten, so stehe du mir selber bei, und tröste mich auch im Ermatten, daß solche nicht vergeblich sey; wir bauen hier nur kurze Zeit, und dennoch auf die Ewigkeit. 5. Herr, laß die Werfe meiner Hände durch deine Macht gesegnet seyn, und führ mich an derselben Ende zu deinen Friedenshäusern ein; so steh' ich in der Erde Brand noch als ein Bau von deiner Hand. 34 2. Zwar bleibt der Grund, den Gott geleget, der Grund, der Jesus Christus heißt, der Fels, der mein Gebäude träget; da bet ich dann in seinem Geist: ach Vater Christi, schenke du, wenn ich mich baue, Kraft dazu. 3. Ich weiß, es wird der Feind nicht schlafen; doch steh' ich unter Zweiter Theil. 30. April. Jeht aber sehen wir noch nicht, daß ihm Alles unterthan sey. Hebr. 2, 8. Dieß mißbraucht der Unglaube zu seiner Verhärtung; der Glaube aber läßt sich's zur Stärkung dienen.4 ter 502 Mel. Jesus, meine Buversicht. sen. O wie herrlich wirst du seyn, 1. Jesu sind wir unterthan; wenn du dich wirst sehen lasſen! denn Gott legt uns ihm zu Füßen. Jetzo bete ich dich an, ich bin Betet man ihn jetzt nicht an, muß auch dein Unterthan. man's am Gerichtstag büßen, da man unter seinem Fuß ihn als Herrn erkennen muß. 4. Obschon hier die Augen noch, dich zu schauen, gar nicht taugen; werden wir dich Alle doch künftig wird 2. Jeßt zwar sehen wir noch seh'n mit unsern Augen; nicht, daß ihm Alles unterthänig; bei dem Wort, durch das er spricht, bleibt man taub, und hält es wenig. Aber wer es hört und glaubt, achtet ihn schon für sein Haupt. alle Welt gebückt, wenn sie dich als Herrn erblickt. 5. O daß Alles doch an mir dir recht unterthänig wäre! Nimm von meinem Glauben hier huldreichst deine Königsehre, bis ich dort, dir unterthan, dich im Schauen 3. Großer Jesu, du. scheinst klein denen Blinden, die dich has chren kann. 1. Mai. 503 Ein Jeglicher prüfe sein selbst Werk, alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Gal. 6, 4. Diese Lehre hat großen Nußen in der täglichen Uebung. Mel. Herr Jefu Chrift, mein's ic. fall ich mir. Im Glauben fann 1. Wer prüfen will, der prüfe mein Herz allein ein Herz nach sich: wie ist mein Werk? Wie deinem Herzen seyn. steht's um mich? Wie sieht mein 5. Ich habe Noth, in mich zu Herz aus nach der Schrift, die das Gewissen mächtig trifft? geh'n, auf And're will ich nicht mehr seh'n; du bist der Herr, dir fällt, was fällt, dir steht, was deine Hand erhält. 2. Fehlt jener dort, so seh' ich zu, ob ich gewisse Tritte thu'; da hab' ich meine eig'ne Prob', und nicht an einem andern Rob. 3. Denn wenn ich nicht ein Nabal bin, so hab' ich noch nicht Davids Sinn; sein eig'ner Ruhm war dieß allein, ein Mann nach Gottes Herzen seyn. 4. O Gott, mein Werk ist bloß vor dir; prüf' ich mich selbst, miß6. Herr, hab' ich etwas Gut's an mir, so hab' ich solches nur von dir. Ach übersieh', was ich gethan, und sieh' nur dein Werk an mir an. 7. So fürcht' ich endlich im Gericht auch dein gerechtes Urtheil nicht! denn hast du Gnade hier für mich, so währet sie auch ewiglich. 504 2. Mai. Die Menschen müssen Rechenschaft geben am jüngsten Gericht von einem jeglichen unnüßen Wort, das sie geredet haben. Matth. 12, 36. Diese scharfen Worte Christi sollen uns behutsam reden lehren. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Halte durch die Zucht der 1. Lehr mich, Herr, die Worte Gnade mir die Zunge stets im wägen, ch' sie noch die Zunge Zaum; sonst entstehet leicht ein spricht. Mir ist viel daran gele- Schade, und der Leichtsinn merkt gen; denn die Luft verweht sie nicht. ihn kaum. Was uns an dem Nein, von Worten, die nichts nüße, Heil verkürzet, das ist schädlicher forderst du einst Rechenschaft, und als Gift. Meine Rede sey gevor deinem Richtersize werden sie würzet mit dem Salz aus deiner mit Ernst bestraft. Schrift. 4. Mach' mich allezeit bedächtlich, daß ich rede als ein Christ; ob es schon dem Stolz verächtlich, 2. Sey, o Gott, mir Sünder gnädig, den sein eig'ner Mund verdammt; denn der war auch übelredig, und vom Zorn oft angeflammt. und dem Weltsinn Einfalt iſt: Ach sprich, da du mich könnt'st töd- wenn es nur zu deiner Ehre, und ten, mir dein Wort der Gnaden zu deinem Dienst geschicht; was ein; laß dein Blut, Herr Jesu, der Welt gefällig wäre, das gereden, daß mir soll vergeben seyn. fiele Christo nicht. und 3. Mai. 505 Lasset uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhören. Gal. 6, 9. Dieß ist eine liebliche Ermunterung, daß wir zum Gutesthun willig werden. Mel. Meinen Jesum laff' ich nicht. ten; manches Körnlein scheinet 1. Seelen, laßt uns Gutes klein, und trägt zehenfältig Früchthun, Gut's thun, und nicht ten. Klein gesä't, und dennoch müde werden. Wenn es Zeit ist, dicht, fehlet in der Erndte nicht.. wird man ruh'n, o wie sanft! 4. Lehr' o Gott, mich Gutes von den Beschwerden; aber ruhen nicht allein, dort wird auch die Erndte seyn. thun, und in solchem nicht erliegen. Denn die Zeit dazu ist nun, künftig wird man keine kriegen. Wenn man was Geringes thut, ist's nur gut, so ist es gut. 5. Stelle mir die Erndte für, daß ich darf auf Hoffnung säen. Was wir thun, und thun es dir, läßst du nicht umsonst geschehen; hat man kein Verdienst davon, giebt doch auch die Gnade Lohn. 2. daß wir an uns'rer Zeit auf die Ewigkeit hin lernten! wer hier färglich ausgestreut, wird auch wieder färglich erndten; wer hier reichlich Gutes thut, sammelt dort auch reiches Gut.id 3. Nicht nur nach dem Augenschein müssen wir das Säen rich 506 4. Mai. Es werden nicht Alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Matth. 7, 21. Wichtige Worte, die wir täglich erwägen sollen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. kennst du nicht. nicht schmeicheln; du offenbarst 1. Herr, du red'st in's Gewis- das Heucheln; die Uebelthäter sen, die Worte sind geflissen zu uns'rer Warnung scharf, daß man mit: Herr, Herr sagen, sich nicht zum wagen, dir nicht melden darf. bei 2. O daß mir deine Lehre stets im Gedächtniß wäre, so würd ich herzlich fromm; so würd' ich mich tig, o daß dein Geist geschäftig 4. O daß dein Wort recht kräf in meinem Herzen sey, nur deiWort zu erfüllen! Weil ich's nes Vaters Willen, und dein nicht kann, so steh' mir bei. DRITA mit Lügen nicht bis dahin betrü- 5. Im Glauben dich zu kennen, gen, wo ich an's Licht des Tages in Wahrheit Herr zu nennen, das fomm. will der Vater nur. Hier mußst 3. Vor dir mag's nicht gerathen, du Gnade geben, sonst kann ich wenn man bei bösen Thaten nur dir nicht leben; man will's und gute Worte spricht; du läsfest dir fann's nicht von Natur. 5. Mai. 507 Betet ohne Unterlaß. 1 Thess. 5, 17. Beten ist des inwendigen Menschen beständiges Athemholen. Dadurch wird das Leben aus Gott erhalten. Mel. Wer weiß wie nahe mir mein c. Werke sehen, so sey mein Ruhm auch stets von dir; und find' ichin der Welt nicht Ruh, so steig' mein Sehnen Himmel zu. sid 4. Ist der Versucher in der Nähe, so lehr mich ihn im Beten flieh'n; wenn ich den Bruder leiden sehe, so lehr' mich bitten auch für ihn: und in der Arbeit meiner Pflicht, sey doch mein Herz zu dir gericht't. 2. Im Schrecken über meine Sünde sey dieß mein Ruf: erbarme dich; so oft ich mich so schwach empfinde, sey dieß mein Seufzer: stärke mich; sink' ich, so werde dieß mein Fleh'n: Herr, hilf, sonst muß ich untergeh'n. 5. Am Abend heiß mich mit dir reden, am Morgen auch noch bei dir seyn: und sterb ich, laß in leßten Nöthen doch deinen Geist 3. Fühlt Seel' und Leib ein Wohl noch in mir schrei'n. Weckst du ergehen, so treib' es mich zum mich einst, so bet ich dann dich Dank dafür; läßst du mich deine ewig auch im Himmel an.bor 1. Gott, gieb mir deinen Geist zum Beten, zum Beten ohne Un terlaß; getroft im Glauben hinzutreten, wenn ich dein Wort mit Freuden fass'; und auch im Glauben hinzuknie'n, wenn ich in Furcht und Jammer bin. 508 6. Mai. in Vater, ich will, daß wo ich bin, auch die bei mir seyen, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen. Joh. 17, 24. Das ist eine große Fürbitte für die, die durch der Apostel Wort an Jesum glauben. Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Jesu, dir sey für dieß Bit1. Es ist auch für uns gebeten, ten, eh' dein Mund die Galle die wir Christi Jünger sind, und trank und du unsern Tod gelitden Kreuzweg angetreten, den all- ten, nun von ganzem Herzen ein der Glaube find't; Seclen, Dank. Naht sich die Versuchungssucht es hier mit Flehen, bis euch stunde, dringt die Nacht des Todort der Anblick freut; Jesum sol des ein, laß dieß Wort aus deis len wir einst sehen, Jesum in der nem Munde unsers Glaubens Herrlichkeit. in Anker seyn.de 2. Hier sind noch die Leidens- 4. Vater, welcher mir zum Lewochen, Thränen hemmen uns ben auch den Sohn der Liebe gab, das Licht; doch weil er für uns und auch mich dem Sohn gegegesprochen, währt es ja so lange ben, daß ich in ihm Leben hab', nicht. Er bereitet uns die Wonne laß es auch an mir geschehen, daß schon in seines Vaters Haus, mein Glaube hier sich freut, daß und der Glanz von jener Sonne ich dort darf Jesum sehen, Jesum trocknet bitt're Quellen aus. in der Herrlichkeit. 7. Mai. 509 Wer die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust. Wer aber den Willen Gottes thut, der bleibet in Ewigkeit. 1 Joh. 2, 15. 17. Das ist nun am Ende der Welt höchst nöthig. Mel. Christus, der ist mein Leben. 1. Sollt ich die Welt noch lieben? O nein, mir ist bewußt, sie müsse bald zerstieben mit aller ihrer Luft. 2. Wenn ich das Fleisch hier weide in vollem Ueberfluß, wo hab' ich morgen Freude, wenn das heut sterben muß? 3. Folg' ich dem Reiz der Augen zu dem, was neu und schön, was wird's der Seele taugen, wenn jene nichts mehr seh'n? 4. Will ich mit Eitlem prangen, wie vormals Salomo; was ziert, wenn dieß vergangen, hernach auf ewig so? ors 5. Herz, such' des Vaters Liebe in Jesu, unserm Licht; denn wenn dir nichts mehr bliebe, vergeht dir dieses nicht. 6. Will dich der Arge locken, so überwinde ihn; schätzt nicht dergleichen Docken ein Kind des Vaters hin? 7. Da, wo der Vater wohnet, ist mehr als in der Welt? Sein Kind, das er belohnet, friegt mehr als Gut und Geld. 8. O Vater, deine Liebe durchdringe meine Brust, so bleibt, wenn ich zerstiebe, im Himmel meine Lust. 510 8. Mai.Durch unsern Herrn Jesum Christum haben wir den Zugang im Glauben zu der Gnade, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit. Nöm. 5, 2. Das macht einen getrosten Muth im Leben, Leiden und Sterben. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt c. selber rühmet. Man darf es auch 1. Dem Glauben steht der Zu- in Trübsal thun, und rühmt sich gang offen, daß man zur Gnade schon in dieser Zeit der Hoffnung kommen kann. Der Heiland, der jener Herrlichkeit. mit Blut getroffen, hat schon den 4. Das macht getrost, wenn Vorhang weggethan. Da geht Sünde kränket; man hat in Jesu der Glaubige allein, und ohne Christo Heil, daß Gott dem ArGlauben Niemand ein. men Glauben schenket. Der fasset 2. Dring ein, mein Herz, in seinen Gnadentheil; man lebt davollem Glauben, jedoch durch Je von, man leidet gern, und stirbt sum Christum nur. Was dir der auf Gnade seines Herrn. Vater will erlauben, verwehrt dir keine Kreatur. Nimm Gnade hin, denn sie ist dein, doch lasse Gnade Gnade seyn. 5. D Gott! du Vater aller Gnade, laß mich durch Christum zu dir hin; so ist auch Sterben mir kein Schade. Und wenn ich einst erwecket bin, laß mir den Zugang vor dem Thron im Him3. Was sonst uns Sündern nicht geziemet, das haben wir Verföhnte nun, daß man sich Gottes mel auch durch deinen Sohn. 9. Mai. 511 Ewige Freude wird über ihrem Haupte seyn. Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerzen und Seufzen wird weg müssen. Ej. 35, 10. O daß ich nach diesem ein herzliches Verlangen hätte! Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Ewig währet da die Wonne, 1. Einen Tag im Himmel leben, ewig in der Gottesstadt, die die freuet mehr als tausend hier. Herrlichkeit zur Sonne, und das Sollt ich an der Erde kleben? Lamm zur Leuchte hat. Jetzt noch Nein, vor dieser eckelt mir. Könnt kann's kein Herz erkennen, wie ein Mensch auch tausend Jahre man Ewigkeiten mißt, noch ein hier in eitler Freude seyn, wär' Mund die Größe nennen, die bei cs gegen jene wahre doch wahr- solcher Freude ist.. haftig eine Pein. n 2. Hier ist Seufzen, hier sind 4. Gott zu schauen, Gott zu Schmerzen, tausendfältiger Ver- dienen, das ist ihre Lust allein. druß, und kein Mensch freut sich Denn er selber, Gott bei ihnen, von Herzen, der den Tod befürchten wird ihr Gott auf ewig seyn. muß. Aber dort sind keine Thrä- Herr, entzünde mein Verlangen, nen, noch ein Leid, noch ein Ge- zieh' auf Erden meinen Sinn, nur schrei, und der Tod kommt allen dem Himmel anzuhangen, bis ich denen, die dort leben, nicht mehr bei. ewig freudig bin. in this 512 10. Mai. Thut Fleiß, daß ihr euern Beruf und Erwählung fest machet, so wird euch reichlich dargereichet werden der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. 2 Petr. 1, 10. 11. Tröstliche Ermunterung! Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 5. Reiche, die auf Erden sind 1. Jesus Christus hat ein blühen und verblüh'n geschwind; Reich, Seelen, er berufet euch, wo du, Jesu, König bist, ist ein und ihr seyd dazu erwählt, daß Reich, das ewig ist. er euch zu Bürgern zählt. 2. So befleißt euch auf das Best', machet die Erwählung fest. Denn das Reich, das ihr begehrt, ist ja Fleiß und Eifer werth. 6. Deiner Bürger Recht ist groß, und ihr Erb ein selig Loos, ihre Wohnung Gottes Stadt. Wohl dem, der den Eingang hat. 3. Er, der Niemand zu sich zwingt, nimmt doch an, wer zu ihm dringt, und den Eingang reicht er dar reichlich dem, der fleißig war. 7. Heiland lenke meinen Sinn, daß auch ich fein fleißig bin. Werd' ich träg, so rufe du, mir mich aufzufrischen, zu. 8. Mach' mir meine Hoffnung 4. Herr, so Vieles zeigst uns wahr; reich' auch mir den Eindu, gieb uns selbst auch Kraft das gang dar, bei dem Ausgang aus zu, daß wir Fleiß thun einzugeh'n, der Zeit, in dein Reich der Herrdich auf deinem Thron zu seh'n. lichkeit.bin dal pressio 11. Mai. 513 Das ist je gewißlich wahr: dulden wir mit, so werden wir mit herrschen. 2 Tim. 2, 11. 12. Hiermit muntert der alte Baulus sich in seinen Banden, und Timotheum seinen Sohn, und alle. Christen auf. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Nur um Chrifti Willen dulden, nicht aus eigenem Verschulden, ist kein Leiden ohne Lohn. seyn. Bein. Unter Gottes Rath und Hulden muß das Herrschen und das Dulden in Gemeinschaft Jesu Christus ist uns vorgegangen; ob 4. Können Menschen das nicht er schon am Kreuz gehangen, stieg er doch auch auf den Thron. fassen, die uns spotten, lästern, hassen, wird es doch einst offenbar. Will auch unser Fleisch sich regen, glaubt man doch dem Wort dagegen, das ist je gewißlich wahr. 5. Ach, daß sich mein Herz bes queme, und sein Kreuz gern auf sich nehme! Jesu führe du mich 3. Denkt nicht, Leiden sey die an, daß ich, folgsam deinen TritSache, die zum Herrschen würdig ten, leiden, und wenn's ausgelitmache; nein, auch Missethat hat ten, freudig mit dir herrschen kann. 2. Herrschen folgt auf Schmach und Leiden, und so macht in diesen Zeiten Gott uns unserm König gleich. So ist's Gottes Wohlgefallen, er verknüpfet bei uns Allen noch die Drangsal und das Reich. 514 12. Mai. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz sammt Secle und Leib müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft Jesu Christi unsers Herrn. 1 Thess. 5, 23. Schöner apostolischer Wunsch! Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. selig, die unsträflich sind, 1. O Gott des Friedens! heil'ge wenn Jesus wird erscheinen, und mir den Geist sammt Leib und durch und durch geheiligt find't Seele, daß mir der Eingang einst die ihm erkauften Seinen; wenn zu dir und deiner Ruh' nicht fehle; Alles ihm an uns gefällt, und daß Jesus Christus mich alsdann er sieht, daß wir in der Welt, untadelich erfinden kann, wenn er, wie er war, auch gewesen. der Herr, wird kommen. 4. Ich weiß, o Gott, die Hei2. Du hast ja einen neuen Geist ligung ist mir nicht im Vermöbereits in mich gegeben; so lasse, gen; doch hab' ich die Versichewie dein Wort mich heißt, mich rung aus deinem Wort dagegen. auch im Geiste leben, so müsse Dir, Gott des Friedens, trau' meine Seele rein, so muß mein ich nun; du bist getreu, du wirst Leib ein Tempel seyn, und Gott es thun, daß ich dein Thun einst zum Dienst geheiligt. rühme. 13. Mai. 515 So oft ihr von diesem Brod esset, und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. 1 Cor. 11, 26. Das ist auch in den letzten Lebensstunden die herrlichste Erquickung. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein sc. geschehe, was du befiehlst, und uns verheißst; so dürftet meinen Geist nach dir, und du, mein. Heiland, lebst in mir. 1. Wir dürfen Christi Tod verkünden, bis daß er kommt zum Weltgericht. Das theu're Mittel für die Sünden nimmt uns die Welt und Satan nicht. Dieß Testament muß ewig seyn, ch'r fallen Erd' und Himmel ein. 4. So lässt du mich den Leib genießen, der an dem Kreuz zum Opfer hieng; du läßst dein Blut in's Herz mir fließen, das dort aus deinen Wunden gieng; dein Geist drückt mir dieß Siegel ein, die Sünde soll vergeben seyn.llo 2. Ach Jesu, segne mir in Gnaden dieß Zeichen deiner großen Huld, daß ich mich nicht zu meinem Schaden an deinem Leib und 5. O reich' auf meinem SterBlut verschuld', weil sein Gericht bebette mir dieß zur letzten Lasich ist und trinkt, wen dieß ein bung hin; zum Trost, daß mich schlechtes Essen dünft. sd- yom Tode rette der Heiland, deß 3. Wenn ich zu deinem Tische ich eigen bin; zur Hoffnung, daß gehe, bereite mich durch deinen ich freubenvoll dich, wenn du Geist, daß von mir und an mir fommst, einst sehen soll. 516 14. Mai. di Berläugnen wir, so wird er uns auch verläugnen. 2 Tim. 2, 12. Diese Verläugnung geschieht nicht nur in Verfolgungszeiten, sondern auch heut zu Tage, da die Vernunft sich über den Glauben erhebt. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Jesus Christus fünftig auf seinen 1. Sich Jesu zuzueignen ist Thren sich setzt, und vor des Vaters lauter Seligkeit; hingegen ihn Augen Verläugner, die nichts tauverläugnen bringt ewig Herze- gen, verläugnungswürdig schäßt? leid; wenn er dich nicht will 4. O bleib, du Geist des Sohnes, kennen, und dich einst zum Ver- mir nie vom Herzen fern, daß ich, brennen von den Gerechten troß alles Hohnes, den Herrn bescheid't. fennen lern; mein Leiden, Reden, Leben, müss' ein Bekenntniß geben von Jesu, meinem Herrn. 2. Die Welt hält Menschenliebe allein für ihre Pflicht; rühmt, was aus eig'nem Triebe, nicht was im Geist geschicht; weicht mir zur Versuchung seyn, dem 5. Laß keinen Witz der Erden von dem Wort des Lebens; hält Heiland fremd zu werden auch Glauben für vergebens, und ken bei dem größten Schein; daß er net Christum nicht. . an seinem Tage von mir zum Vater sage: den kenn' ich auch als mein. 3. Das heißt sie nun vernünf tig. Wie aber geht's zuletzt, wenn 15. Mai. 517 Er ließ sich taufen, und freuete sich, daß er an Gott glaubig worden war. Ap. Gesch. 16, 33. 34. Dieß sollen wir dem Kerkermeister ablernen, und uns unserer Taufe freuen, bis der Herr kommt. Mel. Jesus, meine Buversicht. 1. Meine Taufe freuet mich mehr, als mein natürlich Leben; denn ein geistliches hab' ich, weil mir's damals Gott gegeben. Und was hülf's, ein Mensch allein, aber nicht ein Christ zu seyn. 2. Von der Mutter Leibe her, ist mein Athem Gottes Gabe; aber Gottes Geist ist mehr, den ich von der Taufe habe. Jener dient auf diese Zeit, dieser auf die Ewigkeit. 5. Bricht der größte Jammer ein, freut die Taufe mich am besten; muß es auch gestorben seyn, 3. Weil auf Drei, die Eines wird die Taufe mich noch trösten. sind, man mich mit dem Wasser Ein mit Blut gezeichnet Schaf taufte, ward ich damals Gottes freut sich da auf Ruh und Schlaf. Zweiter Theil. 35 Kind, das der Sohn mit Blut erkaufte; Gottes Bild ward eingeprägt, Gottes Nam auf mich gelegt. 4. Als ich weg vom Vater lief, und mein Kindesrecht verscherzte; Gott hingegen- mir noch rief, daß mich mein Entlaufen schmerzte, freute mich die Taufe noch; denn der Vater liebte doch. 518 16. Mai Mein Mund soll des Herrn Lob sagen. Vs. 145, 21. Das ist eine erquickliche und müßliche Vorbereitung auf die Ewigkeit, sich in der Zeit in Gottes Lob zu üben. Mel. Nun laßt uns geh'n und treten. 5. Wenn Satan in der Seelen 1. Herr, lehr in allen Dingen mich will mit Schwermuth quälen, mich dir ein Loblied bringen; dein so sey dein Lob im Herzen das Lob soll mir auf Erden ein himm- Mittel für die Schmerzen. lisch Vorspiel werden. 2. Dein Lob sey in der Freude, dein Lob sey auch im Leide mir immer in dem Munde, und stets im Herzensgrunde. 3. Wenn And're, die sich freuen, sich in das Fleisch zerstreuen, gieb daß ich dir im Geiste die Pflicht des Lobes leiste. 4. Wenn And're in den Plagen mit bitterm Murren zagen; so lehr' in Leidensproben mich in Geduld dich loben.. den und Schulden will aufdecken, 6. Wenn das Geseß mich schreob deiner Liebe Wunder. mach' du zum Lob mich munter 7. Wenn auf dem Krankenbette ich wenig Kraft mehr hätte, sev mir für Grab und Made zum Trost dein Lob der Gnade. 8. D Herr, dein Geift alleine bring meinen Ton in's Reine, dein Lob schon hier zu singen, bis daß es dort wird klingen. 6 stism 17. Mai. 519 Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Christum Jesum unsern Herrn. Röm. 7, 24. 25. Hier ist Elend und Trostklage und Jauchzen beisammen. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. Ich bin versöhnt, das glaub' 1. Jch Elender! wer rettet mich ich fest, die Sünde ist vergeben. von diesem Todesleibe? So lang Ich hasse sie, doch bleibt ihr Rest ich lebe, fühle ich, daß ich der mir noch am Herzen kleben. So Mensch noch bleibe; der Mensch wünsch' ich mich vollkommen frei, vom ersten Sünder her, und der daß es kein Leib des Tods mehr gern ohne Sünde wär', und wirds sey, und der zum Himmel tauge. nicht, bis zum Sterben. 2. Ich danke Gott durch Jesum Christ, den mächtigen Erlöser; so lang die Sünde mächtig ist, so lang ist Gnade größer; am Kreuz hat er sie abgethan, doch hängt fie noch dem Fleische an. Auch da wird er sie tilgen. 4. Wie wirds so gar ein And'res seyn in jenem Auferstehen! Der Mensch wird da sich völlig rein an Leib und Seele sehen. Da dankt er Gott in Jesu Christ, daß er kein Elender mehr ist. Hilf uns dahin, Herr Jesu! 18. Mai.Seyd barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist. Luc. 6, 36. Wir werden von dem Lettern, wenn wir darauf merken, eine tägliche Erfahrung haben, und zur Ausübung des Erstern täglich Gelegenheit. 520 Mel. Durchbrecher aller Bande. fann. 3. Vater, werde ob mir Ar1. Gott, dein Lieben ist ein men des Erbarmens ja nicht Lieben, das kein Mensch begreifen müd'; lehr' mich aber auch erLehre mich Erbarmung barmen, wie dein Kind am Vaüben, wie du auch an mir ge- ter sieht. Werd ich irgend ungethan. Du giebst selbst dich zum duldig, halt mein Herz in deiner Erempel; kein Herz ist, das vor Zucht, daß es Brüder, die mir dir gilt, ohne deines Geistes Stem. schuldig, nicht im Zorn zu würpel, ohne deiner Liebe Bild. gen sucht. 2. Feinde lieben, Sünder tra- 4. Laß mich auf dein Wort gen, ohne Ausnahm gütig seyn, stets sehen: unbarmherziges Geauch zu Fluchern Friede! sagen, richt werde über den ergehen, der großen Schuldnern gern verzeih'n, sein hartes Herz nicht bricht. Aber Bös mit Gutem überwinden, Gnad gieb in jenem Lichte, denn der erzeigen statt der Rach, das läßst Richter kommt doch an, daß ich du an dir uns finden; wer's er- gegen das Gerichte dein Erbarfährt, der ahmt es nach. men rühmen kann. 19. Mai. 521 Wer beharret bis an's Ende, der wird selig. Matth. 24, 13. Es ist kläglich, im Christenthum zurück weichen nach einem feurigen Anfang, und die Geduld verlieren, wenn man schon Vieles erlitten hat. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Wer ausharrt bis an's Ende, wird endlich selig seyn. Doch tref3. Das frischt uns an, ihr Brüder; verliert nur nicht den Muth, legt nicht die Waffen nieder, und fen harte Stände noch bis zum fechtet bis auf's Blut. Wenn wir Ende ein. Viel Feinde sind zu nur nicht erliegen in seiner Gegendämpfen, viel Proben durchzu- wart, so werden wir doch stegen, geh'n. Der Glaube muß im Käm- wenn uns die Hand erstarrt. pfen bis an sein Ende steh'n. 4. Herr, du kennst meine 2. Nur etlich Gänge wagen, Schwäche; nur deiner harre ich. hernach im härtsten Streit erst an Nicht das, was ich verspreche, dem Sieg verzagen, ist nicht die was du sprichst, tröstet mich. rechte Zeit; da wird man erst zu Richt auf die lassen Hände, und Schanden. Hingegen wer getreu, stärk die müden Knie; und sage dem steht, der beigestanden, auch mir am Ende: die Seligkeit ist bis zum Ende bei. hie. 20. Mai. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein anderes Evangelium. Gal. 1, 6. Man hat sich vor solcher Verwirrung und Verkehrung des Evangelii heut zu Tage sehr zu verbes wahren. 522 Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu ic. 3. Vernunft, hier setze mir nicht 1. Nur Jesus ist allein mein zu mit ausgeschmückten Schlüssen. Ruhm, in ihm nur weiß ich Welt, lasse mich in meiner Ruh' Gnade. Ein anders Evangelium mit deinen Aergernissen. Mir ist Lügen und ist Schade. Ver- gilt doch außer ihm nichts mehr, rückt mir Jemand dieses Ziel, es und wenn es auch ein Engel heiße wenig oder viel, der sucht wär'; so will ich den nicht hören. mich zu verführen. 2. Durch Jesum Christum Got- 4. Ja, Vater, gründe du mich tes Sohn, darf ich zu Gott hin- nur auf Jesum bis an's Ende, treten; durch diesen darf ich vor damit mich keine Kreatur von dem Thron als ein Versöhnter deiner Gnade wende. So reißt beten; in diesem kann ich heilig kein Tod den Grund mir ein, er seyn; mit diesem leid' ich auch all- ist es ganz und ist's allein, und ein; auf diesen will ich sterben. wird es ewig bleiben. 21. Mai. 523 Diese kommen aus der großen Trübsal, und haben ihre Kleider gewaschen, und haben ihre Kleider helle gemacht im Blute des Lammes. Offenb. 7, 14. Das sind Feierkleider am Tage der Freuden. Mel. Treuer Vater, deine Liebe. Engel seh'n; wenn ich aus dem 1. Seelen, sucht euch schön zu Staub und Aschen darf in diesem schmücken, nicht mit Gold und Blut gewaschen in den Tempel Silberstücken; Rost und Motte Gottes geh'n. frißt sie an. Sucht euch Kleider zu erhalten, die nicht mit der Welt veralten, die kein Brand verzehren kann. 2. Gott, ich wünsche mit den Deinen schön geschmückt auch zu erscheinen an dem Tag des Bräutigams. Doch ist nichts in allen Gränzen, daß mein Kleid davon kann glänzen, als allein das Blut des Lamms. Erden ja nicht bloß erfunden 4. Laß mich bei dem Sturz der werden, noch in meinem eig'nen Kleid; denn mein eig'nes ist beflecket. Wenn mich Christi Blut nicht decket, deckt mich nichts in Ewigkeit. 5. Laß mich nicht die Zeit verlieren, auf den Himmel mich zu zieren. Laß mich ja nicht sicher 3. Ach, mein Heiland, gieb mir's seyn. Hilf mir in der Trübsal reichlich. Denn so prang ich un- wachen, meine Kleider hell zu mavergleichlich, wenn mich Gott und chen, uur in deinem Blut allein. 524 22. Mai. Sammlet euch Schätze in dem Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nachgraben. Matth. 5, 20. Bei diesem Rath und Willen reich zu werden, fällt man nicht in Versuchung und Stricke. Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. 1. Das Sammeln auf der Erden ist kurzes Kinderspiel. Im Himmel reich zu werden, das ist das rechte Ziel, der wahre Schatz allein, der Schutz für edle Seelen. Vor Motten, Rost und Stehlen, kann dieser sicher seyn. Kindern doch mehr als wir versteh'n; den Schaß, der ewig währt, daß Kleid auf Feierzeiten, das Man' auf Ewigkeiten, das Gold von Gott verklärt. 2. Der Weltgeist macht nur Schmerzen und wird im Grab zu Spott. Nur heilsbegier'ge Herzen, die werden reich in Gott. Sie sammeln Stück für Stück, der Glaube 5. Herr, präge mir die Würde von suchet heftig, die Liebe wirkt ge- diesen Schäßen ein, und lasse die schäftig, die Hoffnung legt zurück. Begierde ganz unersättlich, seyn. 4. Der Schatz wird nicht verdienet; jedoch mit Ernst gesucht. Weil Christus uns versöhnet, ist er des Kreuzes Frucht, die nur der Glaube kennt, versprochen denen Armen, geschenket aus Erbarmen, vermacht im Testament. 3. Dieß Sammeln mag nicht Frißt in der Erde gleich der Wurm hindern, wenn wir den Schaß die Leibeshülle, mach nur mit aller nicht seh'n; der Vater spart uns Fülle mich in dem Himmel reich. 23. Mai. 525 Er hat euch versöhnt mit dem Leibe seines Fleisches, durch den Tod, auf daß er euch darstellte, heilig und unsträflich und ohne Tadel vor ihm selbst; so ihr anders bleibet im Glauben gegründet, und fest und unbeweglich. Col. 1, 22. 23. Hier laßt uns aufmerken. Mel. Herr Jesu Christ, mein's c. du in mir, so gieb mir, daß ich 1. Gott hat uns mit sich selbst fernerhin, bis zu dem Tod, im versöhnt, hierzu hat Christi Tod Glauben bin. gedient, da er an armen Sünder Statt sein Fleisch und Blut geopfert hat. 5. Ficht Satan meinen Glauben an, gieb daß ich Jesum halten kann; er ist der Grund, durch ihn allein kann ich versöhnt und selig seyn. 2. O Gnade, du bist wunderbar, so stellt uns Gott ihm heilig dar, da ist kein Tadel unsers Thuns, und keine Klage wider uns. 3. So sind wir Christo einverleibt. Nur daß man auch im Glauben bleibt, in ihm gegründ't, im Herzen fest, und sich nicht mehr bewegen läßt. 7. Mach meine Hoffnung unbewegt, wenn sich die Welt mit Spöttern trägt; so sterb' ich auch4. D Gott, mein Gott, ich im Glauben hin, weil ich mit glaube dir; den Glauben wirktest Gott versöhnet bin. 6. Wankt je mein Herz, das schwache Rohr, richt es durch deine Kraft empor, so steht es fest, wenn Winde weh'n, denn von sich selbst mags nicht besteh'n. 24. Mai. Strebet nach der Liebe. 1 Cor. 14, 1. Dieß ist der köstliche Weg, den Paulus den Corinthern, die nach großen Gaben strebten, angewiesen hat; und um diese Gaben sollen auch wir bitten. 526 Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Sie ist artig in Geberden, 1. Liebe ist die größte Gabe, die Liebe siehet nicht auf sich, sie mag der Geist den Christen giebt. Wenn nicht erbittert werden; macht sich ich Engelssprache habe, habe aber Niemand fürchterlich; Wahrheit nicht geliebt, bin ich nichts als freut sie, nicht das Trügen, sie eine Schelle, oder nur ein tönend verträget je und je, sie glaubt Erz; denn die Stimme klingt wohl Alles mit Vergnügen, Alles hofft helle, und hingegen fehlt das Herz. und duldet sie. 2. O du Geist, der mir gegeben, 4. Ja die andern Gaben alle daß mein Glaube Jesum sucht, werden erst durch Liebe schön. lehre mich nach Liebe streben. Liebe kommt auch nicht zum Falle, Liebe ist des Glaubens Frucht. nein sie bleibet ewig steh'n. Jesu, Sie übt Langmuth, sie ist gütig, präg mir dein Erempel durch den bösen Eifer hat sie nicht, gar nicht Geist der Liebe ein, bis ich einst thut sie übermüthig, wie sie auch in Gottes Tempel darf in Liebe nicht trotzig spricht. fröhlich seyn. 25. Mai. 527 Gott gebe euch erleuchtete Augen eures Verständnisses, zu erkennen, welches da sey die Hoffnung eures Berufs. Epheser 1, 18. Es ist Gottes Gabe, diese Hoffnung zu wissen. Die Na tur giebts nicht. Mel. Nun ruhen alle Wälder. ständig heiter seyn, daß Satan 1. Die Gnade ist geschäftig, nicht behende mit einem Dunst Gott ruft, und ruft uns kräftig mich blende, noch auch die Welt zu seiner Herrlichkeit. Wer folgt, mit einem Schein. folgt nicht vergebens, die Hoffnung jenes Lebens ist schon zuvor von Gott bereit't. 2. Laß meine Herzens- Augen, mein Gott, zu sehen taugen, wie groß die Hoffnung sey, wie freudig man kann sterben, wie reich lich man darf erben, wie der Berufer so getreu. 4. Wenn sich die Augen feuchten, so laß durch dein Erleuchten mich auch durch Thränen seh'n, damit ich sicher wisse, daß deine Gnadenschlüsse in ewige Erfüllung geh'n. 5. Berufst du mich zum Leben, so wirst du solches geben; versprichst du Seligkeit, so wirst du dieß auch halten. Ich will auch im Erkalten noch hoffen, bis das 3. Ach laß von deinem Lichte dem Glauben sein Gesichte be- Seh'n erfreut. 26. Mai. Kindlein, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehöret habt, daß der Widerchrist kommt; und nun sind viel Widerchristen worden. Daran erkennen wir, daß die letzte Stunde ist. 1 Joh. 2, 18. Hier laßt uns aufsehen. 528 Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu sc. 3. Herr, unser Gott, erhalt 1. Es lebt doch Jesus Christus uns du in den Versuchungsstunnoch, sind gleich viel Widerchristen. den. Eil, Jesu, deinen Streitern Es sieget seine Wahrheit doch, zu, bis daß sie überwunden. Du wenn sich die Lügen brüsten. Ist Geist der Wahrheit und der Kraft, nun die letzte Stunde da, so ist bewahre Christi Jüngerschaft vor die Zukunft Christi nah, sein lügenhaften Kräften. Schwert wird sie vertilgen. 4. Herr, präg uns deine Wahr2. 3hr, die ihr Christum Jesum heit ein, daß wir das Ziel ers fennt, seyd froh, ihr werdet stegen. reichen. Laß uns dein Wort geDie Feinde, welche uns berennt, wisser seyn, als Satans Wunderdie werden plötzlich liegen. Denkt zeichen. Erscheine bald, wie du nur an keine Ulebergab, und legt verheißst, und mach' durch deines nicht Muth noch Waffen ab. Der Mundes Geist dem Widerchrist Herr ist uns zur Rechten. sein Ende. 27. Mai. 529 O ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben. Luc. 24, 25. Dieß Wort der Bestrafung soll auch uns zur Erweckung unserer trägen Herzen dienen. Mel. Christus, der ist mein Leben. 1. Du träges Herz, wie lange bist du mir eine Last! wie vielmal macht mir bange, was du versäumet hast! 2. Wie träg bist du zu glauben, was Gott so theu'r verspricht! als spräch er nur zu Tauben, und hielt die Worte nicht. 3. Wie träg bist du zu fassen, was uns der Vater giebt! als wollte er dich hassen, und hätte nie geliebt. 4. Wie träg bist du zum Beten, da dir so Vicles fehlt! als würde er nicht retten, die er doch auserwählt. 5. Wie träg bist du zum Kämpfen, wenn sich die Sünde regt! als wäre nichts zu dämpfen, und schon der Feind erlegt. 6. Wie träg bist du zum Dulden, wenn du gezüchtigt wirst! als wärst du ohne Schulden; da du doch täglich irrst. 7. Herr, du weißst, daß mich's schmerze, daß ich so träge sey; ach trage doch mein Herze noch in Geduld und Treu. 8. Treib auf dem Lebenspfade mich immer wieder auf; so bringt mich deine Gnade zum Ziel von meinem Lauf. 530 28. Mai. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht sollen verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16. Unschäßbares Sprüchlein! Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Viel besser, nicht geboren, als ewiglich verloren, von Gott du die Welt geliebt. Ach Gott, ich flieh' gerade allein zu deiner Gnade, mein Gott, der getrennt sich seh'n, von keinem Heile wissen, vom Licht zu Fin- im Sohn ein ewig Leben; im 4. Du hast den Sohn gegeben, sternissen, vom Leben zu dem Tode Sohn will ich dich sleh'n, geh'n. dich fleh'n um deine Liebe, dich slet'n aus heißem Triebe: Laß mich das Heil seh'n. 2. Von Freuden in dem Klagen, von Hoffen im Verzagen von Wollust in der Pein, von Freiheit in den Banden, von Eh- 5. Ich war dem Tod zum ren in den Schanden, von Ruhe Raube; nun gieb mir, daß ich in der Qual zu seyn. glaube. Wer glaubt, wird selig 3. Im Fluch auf ewig bren- seyn; so geh' ich nicht verloren, Gott seinen Gott nicht so bin ich neu geboren, so dring nennen, o das ist ja betrübt. ich in das Leben ein. nen, 29. Mai. 531 Es ist genug. So nimm nun, Herr, meine Seele. 1 Kön. 19, 4. Dieser Wunsch kommt noch manchen Pilgrim an, daß er das Ende seiner Wallfahrt sehen möchte. Der Herr aber weiß die rechte Zeit. Mel. Meine Kraft ist hin. 1. Herr, es ist genug, was ich bisher trug; ich bin Lebens satt, und des Leidens müde. Hier ist doch kein Friede, wie der Himmel hat. 2. Kennt ich Jesum nicht, der das wahre Licht, der das Leben ist, würd' ich um das Leben mich nicht sehr bestreben, wo du, Jesu, bist. 3. Doch ich kenne dich, wie getreu du mich bis zum Tod geliebt, und daß dein Versöhnen mir vor Gott kann dienen, der das Leben giebt. 4. Ja du nimmst als dein mich zum Himmel ein. Dieses treibt mich an, daß ich dich zu schauen, sicherlich vertrauen, sehnlich wünschen kann. 5. Hier ist's nur geschwebt; dort heißt's erst gelebt. Bring' mich bald dahin, daß ich in dem Lichte dir vor dem Gesichte, und im Leben bin. 6. Unter deiner Huld laß mich in Geduld dir entgegen seh'n, bis die Zeit verloffen, daß du läßst mein Hoffen in Erfüllung geh'n. 7. Du weißst, wenn's genug; mir kommt dein Verzug nicht zu lange für. Nimm nur meine Seele, die ich dir befehle, selig ein zu dir. 532 30. Mai. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Matth. 25, 13. Wir sollen uns ja diese getreue Warnung unsers Herrn immer im Sinne liegen lassen. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. ich mein Del stets bei mir trage, 1. Wir wissen weder Tag noch und sey zum Brauttag angekleid't. Stunde, woran des Menschen Wenn du schon kommst, so ist der Sohn erscheint. Wer nun nicht Rath, sich erst zu rüsten, allzuſpat. wacht aus diesem Grunde, ist seiner eig'nen Seele feind. Der Herr befiehlt auf alle Zeit, bis daß er kommt, die Wachsamkeit. 2. Wenn Jemand tausend Jahre wachte, und er käm erst im letzten an, so wär's, ob gleich der Spötter lachte, doch klug und nicht umsonst gethan. Und wer nicht an dem Tage wacht, der schläft gewiß auch bei der Nacht. 3. Herr, mache du mich alle Tage, auf alle Stunden recht bereit, daß 4. Ach! mache das Gefäß der Seele mit einem Glaubensvorrath voll, damit mir's in der Zeit nicht fehle, wenn ich entgegen gehen soll. So schließst du mich vom Hochzeithaus nicht in der letzten Stunde aus. 5. Lchr jetzt mich, was mir noth ist, kaufen, so brennt die Lampe stets bei mir, daß ich nicht erst umher darf laufen; ich such' es aber nur bei dir. Wer bei dir sucht, dem schenkest du, und schließst dein Haus vor ihm nicht zu. 31. Mai. 533 Gott gebe euch erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welcher da sey der Reichthum seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen. Ephes. 1, 18. Lasset uns um folche Augen beten. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Der Christ nur kann verstehen, was 1. Der Reichthum, den einst das für Güter sind. Er bittet, daß erben die Heiligen im Licht, glänzt er's lerne; doch red't er in der ihnen, eh' sie sterben, schon herrlich Ferne davon noch wie ein Kind. in's Gesicht. Das macht sie so geflissen, weil sie im Glauben wissen, was ihnen Gott verspricht. 4. Wie herrlich sind die Kronen, die man vom Siegen hat! Wie herrlich ist's zu wohnen in einer gold'nen Stadt! Wie herrlich ist die Freude! Man wird von reich ster Weide bei Lebenswassern satt. 5. Durch Thun wird nichts erworben; an Christi Kreuz allein ist dieß uns anerstorben, ein Erbe mit zu seyn. Herr, mach', es einzuschauen, das Herz mir voll Vertrauen, die Augen hell und rein. 36 2. Was soll die Erde taugen? fie ist zu arm und klein; in den erleucht'ten Augen muß viel was Größ'res seyn. Ein Himmel voll von Gaben, die man soll ewig haben, der leuchtet besser ein. 3. Der Mensch kann das nicht sehen: er wil nicht, und ist blind. Zweiter Theil. 534 1. Juni. So sie entflohen sind dem Unflath der Welt durch die Erkenntniß des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wieder in dieselbe eingeflochten; ist mit ihnen das Lette ärger denn das Erste. 2 Petr. 2, 20. Elender Zustand! Mel. Allein Gott in der Höh' sey Ehr. 3. Mein Herr, ich halte mich 1. Wer von der Welt sich ab zu dir. Ach mache mich bestängetrennt, und ihrem wüsten Le dig, und dein Erkenntniß sey in ben, und Jesum als den Herrn mir, zu meinem Heil lebendig. erkennt, dem er sich muß ergeben; Lockt mich die Welt mit ihrer Lust, flicht aber doch sich wieder ein, so fannst du mich von ihrem Wust so wird das Letzte ärger seyn, als doch unbefleckt erhalten. jenes erste Wesen. 2. Wie lautet das so jämmer4. Erkenn ich dich als meinen Herrn, so muß ich dir auch dielich, vom arg seyn ärger werden. nen: bleib ich von dir, dem HeiO treuer Gott! bewahre mich auf der verderbten Erden, daß ich mich nicht aus leichtem Sinn, da ich dem Koth entflohen bin, in tiéfern Unflath stürze. land fern, wer wird mich noch versöhnen? Halt mich in deiner Gnade Zucht, so wird es in der Sündenflucht mit mir stets besser werden. 2. Juni. 535 Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen, wie eine Rebe, und verdorret, und man sammelt sie, und wirft sic in's Feuer, und muß brennen. Joh. 15, 6. Das will ich mir gesagt seyn lassen. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Erschreckliches Gerichte, das 1. In Christo sind wir Neben, Gott so ernstlich droht den Reweil er der Weinstock ist. Wir ben ohne Früchte, die außer Jeſu haben unser Leben allein aus todt. O daß mich dieses treibe, Jesu Christ. Wir sind dem Tod weil ich in Christo bin, daß ich entrissen, und Christs einverleibt; in Christo bleibe, und lebe nur doch der wird weggeschmissen, der durch ihn. nicht in Chrifto bleibt. 4. Mein Herr, an dir zu han2. Da ist man ganz verdorben, gen ist gar nicht meine Kraft; und vom Verdorren steif, zum ich muß sie nur, empfangen aus zweiten Mal erstorben, und zu deinem Lebenssaft. Den laß dem Feuer reif. Man sammelt sie mich durstig ziehen, den flöß' mir zusammen, nach dem gerechten reichlich zu. Dem Brennen zu Schluß, und wirft sie in die Flam- entfliehen, hilft nichts mir, als men, darin es brennen muß. nur du. 536 3. Juni. So Jemand den Herrn Jesum Christum nicht lieb hat, der sey_verflucht. 1 Cor. 16, 22. Hier geht die Gleichgültigkeit nicht Eins von Beiden, Liebe oder Lieblosigkeit; gesegnet oder verflucht. an. scharf; denn ein Fluch ist d'rauf gesetzet, wer nicht Liebe würdig schäßzet den, der einst verfluchen Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Aller Segen, Heil und Leben wird in Jesu uns gegeben, wer es nur von Herzen sucht. O so darf. laßt uns Jesum lieben; denn es ist auch uns geschrieben: wer ihn nicht liebt, ist verflucht. 2. Sollt ich mit gottlosem Herzen meinen Segen selbst verscherzen? Nein, ich kenn und liebe ihn, daß ich, wenn er wird erscheinen, nicht erst muß vergeblich weinen, daß ich ohne Segen bin. 4. Jesu, dich will ich erkennen; dich nur meinen Segen nennen; suchen als mein einzig Heil; lieben als mein ewig Leben. Mein Herz will ich dir hingeben, gieb mir nur an deinem Theil. 5. Laß mir stets in Ohren schallen, der sey schon dem Fluch verfallen, wer nicht Liebe zu dir hat. 3. Hier gilt nicht, ihn stehen Dein Geist heil'ge meine Triebe, lassen, ihn nicht lieben und nicht so werd' ich in deiner Liebe hier Hassen. Gottes Worte lauten recht brünstig, dorten satt. 4. Juni. Siche, er kommt. Offenb. 1, 7. Die daß der Herr komme, oft in ihren Briefen ersten Christen haben es einander zugerufen. um so mehr an. 537 Apostel haben dieß, wiederholt; und die Daher geht es uns Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 1. Der Herr kommt! ist ein wichtig Wort für Christi Unterthanen; es soll die Seinen immerfort an seine Zukunft mahnen. So werden sie in Angst erfreut, so werden sie vor Sicherheit durch ihren Herrn, bewahret. 3. Herr, laß dieß Wort auch immer zu mir im Gedächtniß bleiben; so wird mich's, was ich leid und thu, zur Furcht und Freude treiben, zur Freude unter langem Kreuz, zur Furcht vor Wollust, Stolz und Geiz, und was die Welt sonst übet. 4. Laß mich sowohl auf Zorn 2. Der Herr kommt Allen in als Huld in deiner Zukunft merder Kraft, Gerechte zu erlösen: ken; laß stets dein Wort mich Er kommt zugleich zur Rechen- in Geduld, und in dem Glauben schaft und Strafe allen Bösen. stärken; und lehre mich in Einem Auf diesen Tag ist aufzuseh'u, da Geist mit Allen, die du glaubig wird die Aenderung gescheh'n der heißst, auch sprechen: komm, Herr Dinge dieses Lebens. Jesu. 538 5. Juni. Ich will dich behalten vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird. Offenb. 3, 10. Dieß macht allein die Christen in allen Versuchungen getrost, wenn sie an ihrer eigenen Macht verzagen. Mel. Durchbrecher atter Bande. 3. Gottes Macht, die mich be1. Wenn ich an mir selbst ver- fehrte, die den Glauben in mir zage, tröstet mich noch Gottes schuf, beten, kämpfen, dulden lehrte, Macht, daß ich's in dem Glauben wage, bis ich meinen Lauf voll bracht. Hab' ich seine Macht er fahren, da mir mancher Fall gedräut, o so wird sie mich bewahren bis zu meiner Seligkeit. ist mir nahe, wenn ich ruf'. Daß ich schwach bin, wird er wissen; daß er stark ist, weiß auch ich. Der mich aus dem Tod gerissen, ist noch dieser Gott für mich. 4. Hang', mein Herz, an sei2. Satans Stürme sind wohl nen Händen. Was du nicht heftig, und mein feiges Herz zu kannst, wird er thun; was er schwach; auch die Welt ist sehr ge- anfieng, wird er enden, eher wird schäftig, und mein weiches Herz er ja nicht ruh'n. Herr, ich giebt nach; Manche wanken, Viele glaube deinen Worten, deiner fallen, und das Kämpfen währet Macht vertrau' ich noch. Streilang. Doch ist mir bei diesem Allen ten auch der Höllen Pforten, stewegen Gottes Macht nicht bang. get deine Rechte doch. 6. Juni. 539 Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott. Denn er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Gerechtigkeit gekleidet. Ej. 61, 10. Schönes Sterbekleid. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. an. Laß Tod und Würmer dräuen, ich bleibe angethan, zur Ewigkeit geschmückt, wie Efter, jener Armen, ihr König aus Erbarmen die Kleider selbst geschickt. 4. Man kann dieß Kleid nicht rauben, wie freches Fleisch gedenkt; nur dem entblößten Glauben wirds auf sein Fleh'n geschenkt. Herr, der es uns verheißt, laß mir an diesem Kleide nicht anders eine Freude, als nur von deinem Geist. 1. Wenn ich von hinnen scheide, so darf ich fröhlich seyn; du Jesu bist die Freude, mein Herr, mein Gott allein. Ich bin mit Heil bekleid't, dein Herz ist mir gewogen, du hast mich angezogen mit der Gerechtigkeit. 2. Müßt ich mich selber decken, so blieb ich bloß vor Gott, denn mit befleckten Röcken wird man im Licht zu Spott. Was Gut's von mir geschieht, gleicht doch nur Spinnenweben, Kleider geben, und mein Gewirk taugt nicht. 3. Im Herrn will ich mich freuen, ihn zieht mein Glaube 5. Gieb, Herr, bis ich erkalte, mir die keine, immer diesen Sinn, daß ich die Kleider halte, darob ich fröhlich bin. In deinem Blut allein will ich von hinnen gehen, vor deinem Throne stehen, und ewig fröhlich seyn. 540 7. Juni. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist, sich unbefleckt von der Welt behalten. Jac. 1, 27. Es verdrießt zwar die Welt, wenn man einen Abscheu vor ihrem Wust hat; aber die Schrift warnet uns desto ernstlicher. Mel. Es kostet viel ein Christ zu seyn. 3. Du reiner Gott, gieb Licht 1. Der Gottesdienst ist recht und Kraft, damit ich auch mich und rein, sich von der Welt selbst unbefleckt erhalte. Mach mir die unbefleckt behalten. Will sie schon Welt von Herzen eckelhaft. Denn nicht in Unflath unrein seyn, ist schminkt sie sich, so bleibt sie doch sie doch Welt in mancherlei Ge- die Alte. Ihr Gott lehrt sie, stalten. Wem nun das Wort daß sie nur Schaden übt, nur derselben Gräu'l entdeckt, bleibt Lügen liebt. unbefleckt. 4. Weil du mein Gott und 2. Das ist der Israel des Herrn, Vater bist, so warne mich durch der Gott im Geist und in der deine Zucht der Gnaden. So eß Wahrheit dienet. Er weicht von ich nicht von dem, was sie gedem, was ihn verunreint, fern, lüst't, wenn sie mich will zu ihren und ist mit Gott durch Opferblut Gößen laden. Ruf mir stets zu, versöhnet; er heiligt sich; er kennt daß jene Gottesstadt nichts Unund hasset nun, was Heiden thun. reins hat. 8. Juni. 541 Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. Ps. 71, 9. Dieß Gebet soll man in der Jugend lernen, und im Alter sprechen. Er will uns nicht verlassen noch versäumen. Mel. Christus, der ist mein Leben. 1. Verwirf mich nicht im Alter; verlaß mich nicht, mein Gott. Bist du nur mein Erhalter, so werd ich nie zu Spott. 2. Wie oft hab ich erfahren, der Vater sey getreu; ach mach in alten Jahren mir dieses täglich neu. 3. Wenn ich Berufsgeschäfte von Außen schwächlich thu', leg' deines Geistes Kräfte dem innern Menschen zu. 4. Wenn dem Verstand und Augen die Schärfe nun gebricht, daß sie nicht viel mehr taugen, sey Jesus noch mein Licht. dem Herzen schallen: ich will dir gnädig seyn. 6. Wenn mich die Glieder schmerzen, so bleibe du mein Theil, und mach' mich an dem Herzen durch Christe Wunden heil. 7. Sind Stimm und Zunge blöde, so schaffe du, daß ich im Glauben stärker rede; mein Heiland sprich für mich. 8. Wenn Händ' und Füße beben, als zu dem Grabe reif, gieb, daß ich nur das Leben, das ewig ist, ergreif'. 9. Vergeht die Lust zum Essen, so zeig' mir jenes Man'; daß ich 5. Will mein Gehör verfallen, mich unterdessen mit Hoffnung so laß dieß Wort allein mir in speisen kann. 9. Juni. Bleibet in mir, und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen, sie bleibet denn an dem Weinstock; also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Joh. 15, 4. Das soll uns ja ermuntern. 14 UR 542 Mel. Jesu, komm doch selbst zu mir. 5. Gott und Vater, halte du 1. Seele, Jesus red't dir zu. mich an Christo immer zu, daß Kennst du ihn, so folge du: blei- ich in ihm bleiben kann; thu' mir, be, bleibe, du in mir, daß ich wie du sonst gethan. bleiben fann in dir. 6. Jesu, halt mich fest an dich, stärke und belebe mich, daß nicht Hitze oder Wind meinem Wachsthum schädlich sind. 2. Jesu, ja wo soll ich hin, da ich, nicht verloren bin? In dir, Jesu, nur allein, in dir kann ich selig seyn. 3. Wer dem Weinstock einverleibt, in demselben Früchte treibt, der ist's, den der Vater pflegt, daß er noch mehr Früchte trägt. 7. Ist doch keine Macht im Stand, daß sie aus des Vaters Hand, noch von dir, dem Weinstock, reißt, und hernach in's Feuer schmeißt. 4. Aus dir nimmt man Glau- 8. Wer nur in dir bleiben will, benskraft, an dir hat man Lebens- kriegt die Kraft aus deiner Füll', saft, mit dir wird man nach der o so zieht mein Glaube dann Zeit Gott vereint in Ewigkeit. Kraft um Kraft aus Christo an. 10. Juni. 543 Gott gebe euch erleuchtete Augen zu erkennen, welche da sey die überschwengliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke. Ephes. 1, 19. Das ist übernatürlich. mo Mel. Ruhet wohl ihr Todtenbeine. ihn am Kreuz als todt erkennen, 1. Starker Gott, wie über- und als lebend auf dem Thron, schwenglich ist die Größe deiner und dem Herrn zu Fuß sich legen, Kraft! Fleisch und Blut ist nicht ist nicht der Natur Vermögen. hinlänglich, du bist's, der den Glauben schafft. Deine Macht ist nicht umzirket, wenn sie Glauben in uns wirfet. 4. Solcher Glaub ist Gottes Gabe, und von eben dieser Macht, welche Jesum aus dem Grabe, und auf seinen Thron gebracht; diese kann des Glaubens Leben, auch uns todten Sündern geben. 5. Auch die Welt zu überwinden ist nicht der Vernunft ihr Sieg; Gott weiß Glauben anzuzünden, und macht Helden in den Krieg. Gieb mir, Herr, du kannst es schaffen, auch im Glauben zu 2. Starre, stolze Herzen beugen, daß der Stein muß fleischern seyn, und Gewissen überzeugen, kann kein Mensch, nur Gott allein; dieser wirkt, daß sich im Staube erst der Sünder fündig glaube. 3. Gottes Worte Wahrheit nennen, Jesum aber Gottes Sohn, entschlafen. 544 11. Juni. Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Hebr. 4, 9. Hier ist sie nicht, dort aber wird sie seyn. Sie kommt gewiß, aber nur dem Volk Gottes. Wohl dem, der zu diesem gehört, der kommt zu jener. Mel. Nach einer Uebung kurzer Cage. Herr Jesu Christe, du bist der 1. Noch eine Ruhe ist vorhan- rechte Josua; als dein Volk ruden, dem Glaubensvolk, dem Volk fen wir dir zu: ach bring' uns des Herrn. Die Hoffnung wird ein zu deiner Ruh. uns nicht zu Schanden, sie kommt, 4. Du hast uns schon gleich sie eilt, sie ist nicht fern. Mein jener Schlangen am Holz zum Herr, mein Gott, dir ruf ich zu: Eingang ausgesöhnt, bist uns als ach bringe mich zu deiner Ruh. Priester vorgegangen, haft gleich der Laden uns gedient. Wir folgen dir, wir rufen zu: ach bring' uns ein zu deiner Ruh. 2. Dort wird kein Sabbath unterbrochen, es ist ein steter Ruhestand. Jetzt haben wir noch Arbeitswochen, dort nicht mehr im gelobten Land. In Arbeit rufen wir dir zu: ach bring' uns ein zu deiner Ruh. 3. Wir wandeln hier noch in der Wüste, es ist noch Tod und Sünde da. Führ' uns hinaus, 5. Du hast uns auch gezählt zu denen, die glauben durch des Geistes Kraft; dein Geist ist's selbst, der dieses Sehnen nach deiner Ruhe in uns schafft. Im Glauben rufen wir dir zu: ach bring' uns ein zu deiner Ruh. 12. Juni. 545 Sehet zu, daß ihr vorsichtig wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen, und schicket euch in die Zeit; denn es ist böse Zeit. Eph. 5, 15. 16. Die Zeit wird schlimmer und die Vorsichtigkeit nöthiger. Mel. Seelen- Bräutigam. 1. Jetzt ist böse Zeit, und der Christ im Streit. Lehr' mich, Herr, in allen Stücken, so mich in die Zeit zu schicken, daß es mich nicht reut im Beschluß der Zeit. 2. Gieb mir einen Sinn, daß ich weise bin, als ein Christ bedächtlich wandle, nach Gewissen sicher handle, und die Zeit gewinn in geradem Sinn. 3. Muß ich draußen seyn, laß mich nicht allein; mach' mich unter Leuten stille; lehr' mich prüfen, was dein Wille, bis ich kann allein wieder bei dir seyn. sie mich nicht fälle, und ich ihr nicht gleich mich stelle, bis sie selber fällt, die verkehrte Welt. 5. Muß ich in Geduld leiden ohne Schuld; lasse du nur mir genügen, bis du es wirst anders fügen, an des Vaters Huld. Dieses bringt Geduld. 6. Mache mich getreu, daß ich standhaft sey; denn so rauschen Aergernissen, wenn ihr Strom schon eingerissen, nur an mir vorbei, mich hält deine Treu. 7. Solche Zuversicht reut uns ewig nicht. Denn zuletzt in bessern Zeiten, giebst du Frieden nach 4. Höhnet mich die Welt, die dem Streiten. Was dein Wort von dir nichts hält, gieb nur, daß verspricht, giebt uns Zuversicht. 13. Juni. Uebe dich, daß du habest Glauben und ein gut Gewissen, welches Etliche von sich gestoßen, und am Glauben Schiffbruch erlitten haben. 1 Tim. 1, 19. Der Glaube ist die reiche Ladung, das Gewissen das Schifflein. 546 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Dieser Reichthum soll uns 1. Glauben und ein gut Ge- bleiben; denn von diesem leben wir. wissen ist ein unzertrennlich Paar; Will dich dein Gewissen treiben, ist man nicht auf dieß beflissen, stoße nur es nicht von dir. Dent, so ist jener in Gefahr. Seele, du daß viele schnell ertrinken, und des mußst Klippen meiden, daß du dir Glaubens Schatz verschwind't, eh' nicht Schaden thust. Denn am als Einer kaum im Sinken noch Glauben Schiffbruch leiden, ist ein ein Brett zur Rettung find't. kläglicher Verluſt. 4. Mein Gott, halte du durch 2. Der Compaß, wornach wir Gnade mein Gewissen zart und gehen, muß auf Gottes Wort rein, daß nicht meines Glaubens beruh'n, Hoffnung Ankerstell ver- Schade müsse mein Verderben sehen, Liebe Ruderdienste thun, seyn. Schüße meine Seele imdas Gebet spannt Segeltücher, mer, führ den Glauben an das das Panier färbt Christi Blut; Land. Kriegt das Grab des so schifft unser Glaube sicher, das Leibes Trümmer, bleibt doch fie Gewissen bleibet gut. it in deiner Hand. 14. Juni. 547 Darum gehet aus von ihnen, und sondert euch ab, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen. 2 Cor. 6, 17. Diese Warnung ist auch bei der heutigen artigen Welt sehr nöthig. Mel. Herr Jesu Christ, mein's 2. deinem Sohn, wir beten an vor 1. Gott ruft uns von der Welt seinem Thron. heraus, wie Abram einst von seinem Haus: geht aus von ihr, wie er gethan, und glaubt, daß ich cuch segnen kann. 2. Gott, weil du rufft, so folgen wir; sind in der Welt, doch nicht von ihr; wir leben nicht nach ihrem Sinn, und wallen bis zum Grab darin. 3: Sie tappen in der Finsterniß, wir sind im Licht, und geh'n gewiß; dich hasset sie, wir lieben dich; du giebst uns Heil, sie stürzet sich. 4. Sie lügt und hängt dem Lügner an, wir sind der Wahrheit unterthan; sie ehrt dich nicht in AC! 5. Bewahr uns, Herr, durch deine Kraft das Herz in uns'rer Pilgerschaft, daß es die Freundschaft dieser Welt für eine Feindschaft Gottes hält. 6. So sondern wir uns von ihr ab, wie Christus uns ein Bei spiel gab; den Sünden war er herzlich feind, und bleibt doch stets der Sünder Freund. 7. Als Gott und Vater nimm uns ein, laß uns dein Volk und Kinder seyn, und führ uns aus der Welt bald aus zur Wohnung in des Vaters Haus. 548 15. Juni. Wie wollen wir entflichen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? Hebr. 2, 3. Je größer das Heil in Christo Jesu ist, desto unverantwortlicher und sträflicher ist die Verachtung desselben. Mel. It Gott für mich, so trete. 3. Gott, mach' mich selber 1. Wenn Gott vorlängst den tüchtig zu solcher Seligkeit; mach' Vätern, den wohlverdienten Tod, mir dein Wort recht wichtig, daß und jeden Uebertretern den eig'nen mich dein Heil erfreut. So werde Lohn gedroht: wie wollen wir ich entfliehen, wenn einst der entfliehen, wenn wir die Seligkeit Herr verdammt, die sich dem nicht jetzt zu Herzen ziehen, die Wort entziehen, und wenn sein Gott uns zubereit't? Eifer flammt. 2. Ist jen's Wort fest gewesen, 4. Denn wer dich, Herr, verwie fest wird dieses steh'n, das schmähet, und jetzt kein Heil bewir vom Heil jetzt lesen, und gehrt, ist, wenn die Zeit vergedurch den Herrn gescheh'n! Der het, ja der Verdammniß werth. Vater gab die Wunder zum Zeug- Schaff, daß dein Wort mich beuniß von dem Heil; sein Geist gen, dein Heil mich trösten mag. kam selbst herunter, und wird uns Laß deinen Geist mir zeugen bis noch zu Theil. an den jüngsten Tag. 16. Juni. 549 Wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, das er hat. Matth. 13, 12. Da redet Jesus von Denen, die kurz zuvor sein Wort gehört hatten. Mel. Mache dich, mein Geift, bereit. das so reich belohnet. Denn noch 1. Wer da hat, dem giebt man hier wird er dir immer weiter doch, daß er Fülle habe; wer nicht geben, dort sein Licht und Leben. hat, dem nimmt man noch die dritairem versäumte Gabe. Siehe du, Seele, zu; hast du was gewonnen? Oder ist's zerronnen? 4. Aber was ist dem gedroht, der das Wort verschwendet? Er fällt tiefer in den Tod, wird noch mehr verblendet, und hernach folgt, die Rach, ihm wird nichts gegeben, weder Licht noch Leben. 2. Gottes Wort ist dir vertraut, und zum Heil gegeben; hat dich solches auch erbaut? Hast du Licht und Leben? Denn Gott sucht seine Frucht, er will ganz beflissen es bewahret wissen. Ma 5. Jesu, dein Wort sey mein Licht, lebe mir im Herzen; laß mich deine Gabe nicht ungebraucht 3. Wohl uns, wenn das Le verscherzen. Kommst du an, gieb benswort reichlich bei uns wohnet; alsdann, weil es doch dein Wille, weil der Geber hier und dort Lichts- und Lebensfülle. onl Zweiter Theil. 37 17. Juni. Derselbige, der Christum von den Todten auferweckt hat, wird auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, um deßwillen, daß sein Geist in euch wohnet. Röm. 8, 11. Bedenkliche Verheißung! 550 Mel. Ich finge dir mit Herz 2c. ein; er baut ihn wieder neu, daß 1. Hat Gott uns Jesum auf er soll ewig herrlich seyn, und erweckt durch seine Herrlichkeit, so von Zerstörung frei. wird der Christ nicht mehr er schreckt, wenn gleich der Tod ihn dräut: on big whi 2. In Christo sind die Glaubigen, in ihnen wohnt sein Geist, so können sie hinüber seh'n in das, was Leben heißt. 3. Weil Jesus lebt, so leben wir, als mit ihm aufgewacht, und geh'n einst aus dem Staub herfür durch seines Vaters Macht. 4. Wie unser Leib schon in der Zeit des Geistes Tempel war, so bleibt er ferner Gott geweiht zum Dienst auf immerdar. dl 5. Und fällt der alte Bau gleich 6. Ward Jesus, unser Herr und Christ, lebendig und verklärt, so wird's, weil sein Geist in uns ist, auch unserm Leib gewährt. 7. O Hoffnung, wie bist du so groß! wie groß ist unser Heil! Die Ehre, die das Haupt genoß, wird auch dem Leib zu Theil. 8. Dein bin ich, Jesu, ich bin dein, laß an dem Aufersteh'n mich deinen Mitgenossen seyn; sprich nur, so wird's gescheh'n. 9. Es wohne nur dein Geist in mir, den ich vom Vater hab', so sorg' ich weiter nicht dafür, man trage mich zu Grab. 18. Juni. 551 Gelobet sey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit, und Gott alles Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal. 2 Cor. 1, 3. 4. Das brauchen wir. Todog shor mm sborge sid Frönst du die Geduld, wischest, wo es Thränen gab, Thränen von den Augen ab. 12 4. Seßt mir oft in manchem Grade hier auch Angst und Trübsal zu, stille mich mit deiner Gnade, mit dem Himmel und der Ruh. Wenn uns solcher Trost erscheint, ist es gar bald ausgeweint. WO 5. Tröst mich in den letzten Zügen mit dem Blut, das mich verföhnt, mit dem Wort, durch das wir stegen, mit der Palme, die uns grünt; und vor deinem Angesicht mit dem Erbtheil, in dem Licht. disby 2018 s Mel. Jerusalem, du Schöne. 1. Gott, wie tröstlich ist dein Name, Gott des Trostes heißest du. Da ich oft in Trübsal kame, sprachst du mir so herzlich zu; und ich fühlte wohl dabei, daß dein Trösten göttlich sey. 2. Deinem Trost kann's stets gelingen; Menschentrost dringt wenig ein. Soll ein Trost das Herz durchdringen, muß er ja lebendig seyn; dieser nüßt in aller Noth, und einst dient er auch im Tod. 3. Denn du tröstest mit Verge ben, und mit deiner Vaterhuld, ja mit einem bessern Leben; darin 19. Juni. Dieweil wir denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht: ich glaube, darum rede ich; so glauben wir auch, darum so reden wir auch. 2 Cor. 4, 13. Dem Glauben ist die Sprache angeboren. 552 Mel. Gottes Sohn, Herr Jesu. 3. Ich glaube, darum rede ich. 1. Ich glaube, darum rede ich. Bin ich auch schwach im Beten, Wer darf den Mund mir stopfen? so red't der Glaubens- Geist für es red't ja Christi Blut für mich mich; der kann uns hoch vertredurch die Versöhnungstropfen; mein ten; und weiß ich selber oft nicht Herz glaubt sich durch diese rein, was, wie sich's geziemt, so thut so darf mein Mund auch offen er das durch unaussprechlich seyn, daß ich von Gnade sage. Seufzen. 2. Ich glaube, darum rede ich. 4. Ich glaube, darum rede ich, Den Herrn will ich bekennen; ficht so daß ich meine Seele, verläßt Welt und Satan wider mich, sie gleich meine Zunge mich, in Gotwerden mich nicht trennen. Ist tes Hand befehle. Ist da des Gott für mich und Jesus Christ, Glaubens Ende schon; so laß so soll mich nichts, auch was es mich, Herr, vor deinem Thron ist, von seiner Liebe scheiden. auch in dem Schauen reden. 20. Juni. 553 David, da er zu seiner Zeit gedient hatte dem Willen Gottes, ist er entschlafen. Ap.- Gesch. 13, 36. Das soll unser Geschäft seyn; darum sind wir in der Welt, dem Willen Gottes zu dienen. blunts Mel. Nun ruhen alle Wälder. mich in deinem Willen nur meine 1. Die Zeiten, die wir leben, Zeit erfüllen, so fahr ich nicht sind uns von Gott gegeben, nicht verloren hin. nur so hinzuflieh'n. Der Ewigkeiten König giebt's, daß man unterthänig ihm, Gott, und seinem Willen dien. 4. Mach, Christum zu erkennen, ihn meinen Herrn zu nennen, mich durch den Geist ge750 treu, so kannst du meinem Leben, mein Gott, ein Zeugniß geben, daß es nach deinem Herzen sey.18 2. Die Tage sind verloren, worin man wie die Thoren von Gott im Herzen spricht; dem theuren Wort nicht glaubet, und sei- 5. So kann kein Grab mir nem Fleisch erlaubet, was nur den schaden; denn der gewissen GnaZorn häuft zum Gericht.tun den kann ich versichert seyn. Und 3. Ach, Schöpfer meines Le bin ich dann entschlafen, führst bens, schaff, daß ich nicht ver- du zu deinen Schafen mich in das gebens in diesem Leben bin. Lehr neue Leben ein. md' amor 554 21. Juni. to Sepet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi. 1 Petr. 1, 13. Diese Ermahnung ist für unsere blöden Herzen sehr nöthig und erquicklich. snim un nolimonind ni bim Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3. So komme nun gerade; o 1. Auf Gnade völlig hoffen, Seele, komme nun, und hoffe steht unserm Glauben an; sie steht ganz auf Gnade, du kannst es uns völlig offen, durch Jesum sicher thun. Kein Zweifel, fein aufgethan. Da wird kein kleines Verdacht, kein Schrecken soll dich Heil, tein eingeschränkt Vergeben, hindern. Sieh nur, wie Gott fein halbes ew'ges Leben dem uns Sündern so guten Muth geGlaubigen zu Theil. and macht. S Sid stor t 2. In Jesu ist die Fülle, die 4. Herr, trage mit mir Schwaunerschöpflich quillt; so wie des chen verschonende Geduld; ich kann Vaters Wille unwidersprechlich mich nicht stark machen, es thur's gilt; der Geist hat Gottes Kraft, nur deine Huld. Ach lehr mich sein Wort und sein Versprechen immerhin, auf Gnade völlig hofläßt er durch Niemand brechen, fen, bis ich an's Ziel geloffen, wenn er den Glauben schafft. und völlig selig bin. mi midag 22. Juni. 555 Wisset, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln, und sagen: wo ist die Verheißung seiner Zukunft? 2 Petr. 3, 3. Stärkende Warnung für den Glauben. tror ndi ist der Glaubigen Erretter. Mel. Werde munter mein Gemüthe. 3. Lehr mich dein Erscheinen 1. Laß dich keinen Spötter ir lieben, großer Richter aller Welt, ren, welcher das Gericht verlacht. Glauben halten, Langmuth üben, Lassen And're sich verwirren, sey bis dein Schwert die Läst'rer fällt. du fest in Gottes Macht. Jesus Selbst der Feinde stolzer Spott kommt, und hält Gericht, da be- treibe nur mein Herz zu Gott; steht der Spötter nicht. O wie denn der Rächer solcher Spötter wird sein Maul zu Schanden, wenn der Richter schnell vorhanden. A on 2. Ist die Spötterei im Steigen, und der Heiland warnt vor her, dient ja dieß Geschmeiß zu Zeugen von der Wahrheit seiner Lehr. Wenn der Frevel Sodoms schreit, ist der Schwefel nicht mehr weit. Steigen Dünste in die Höhe, so find Wetter in der Nähe. 4. Niemand glaubt an dich vergebens; macht uns gleich das Dulden matt, stärkt uns doch das Wort des Lebens, weil es so viel Süßes hat; und die Hoffnung wächst herzu, sammt der Sehnsucht nach der Ruh. Wird die Welt schon immer böser, spricht der Geift doch: komm Erlöser! d 23. Juni. Christus ist einmal geopfert, wegzunehmen Vieler Sünde; zum andernmal aber wird er ohne Sünde erscheinen Denen, die auf ihn warten zur Seligkeit. Hebr. 9, 28. Selig, wer auf ihn wartet! 556 attim sh 35mm Mel. Alles ist an Gottes Segen. Wunden mich von allen Sünden 1. Christus ist einmal erschie- rein: so erfülle mein Vertrauen, nen, uns im Fleisch am Kreuz zu laß mich dich auch herrlich schauen, dienen, das für uns geopfert laß mich bei dir selig seyn. ward. Er wird noch einmal erscheinen, da er sich den lieben Seinen als ihr Leben offenbart. 4. Hilfst du, daß ich dich erwarte, so kommt keine Prob zu harte, keine Zeit zu lang mir für. 2. Herr, du bist auch mir ge- Ist mein Kleid im Blut gewakommen, hast die Sünde wegge- schen, so genügt in Staub und nommen durch dein göttlich Opfer- Aschen doch an deiner Liebe mir. blut. Wird's das zweite Mal 5. Zieh mir nur mit allen De geschehen, daß man dich wird nen, die sich nach Erlösung sehkommen sehen, ach, so komm auch nen, durch den Geist das Herz mir zu gut. dit un empor, der eröffne, dich zu sehen, und auf's Rufen auszugehen, uns das Aug und auch das Ohr. 0 3. Hat mein Glaube dich gefunden, wusch das Blut aus deinen 24. Juni. 557 Engel sind Gottes dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit. Hebr. 1, 14. Der Engel Geschäft ist wichtig. Die Erben haben sich dessen zu erfreuen. Mel. Jerusalem, du schöne. 1. Herr, was ist der Mensch, der Sünder, daß du ihn so würdig machst, und uns, ja auch kleine Kinder, durch der Engel Dienst bewachst, denen du die Seligkeit, als den Erben, zubereit't. 2. Freut euch, die ihr Christo dienet, laßt die Sorgen, schlaft in Ruh, euer Herr, der euch versöhnet, sendet euch auch Engel zu; mehrt der Drach die Heere noch, Christi Heere siegen doch. Tödten Siegerseelen zu dem Herrn. Giebt der Drach dem Thier den Thron, herrscht doch Jesus, Gottes Sohn. 4. Und wie wird's am Ende werden? Da wird erst die Scheidung seyn. Engel sammeln von der. Erden Unkraut aus dem Waizen ein, jenes, in das Feu'r zu geh'n, diesen, in dem Licht zu steh'n. 5. Gott, du hast durch Christi Sterben mich zur Seligkeit ge= bracht; gieb mir auch, als Chriſti Erben, jederzeit der Engel Wacht; mach mich einst in deinem Reich, 3. Auch im Mangel, auch in Nöthen ist der Engel Wach nicht fern. Engel tragen auch vom dir zum Lob, den Engeln gleich. 25. Juni. Wenn der Herr die Gefangene Zions erlösen wird, so werden wir seyn wie Träumende. Ps. 126, 1. So gieng es Petro, da der Engel des Herrn ihn aus dem Gefängniß führte; er wußte nicht, wie ihm geschah. 1933 558 Mel. O wie selig sind die Seelen. sicher, satt, gesund und rein, vol1. Wenn der Herr von allem ler Reichthum, voller Wonne, volBösen endlich Zion wird erlösen, ler Glanz, gleichwie die Sonne, wird es seyn wie Träumende, die das wird kaum zu glauben seyn. sich noch Gedanken machen, ob 4. In dem plößlichen Erwachen sie schlafen oder wachen, ob es wird der Mund voll heil'gem Lain der That gescheh.edchen, und die Zunge jauchzet so: 2. Nicht im Leib des Todes Großes hat uns Gott erwiesen, wallen, nicht auf einem finstern ewig sey der Herr gepriesen, und Ballen, nicht vor Feinden im wir dessen ewig froh. dit Gewehr, ohne Thränen, ohne Schmerzen, ohne böse Lust im Herzen, da kommt die Verwund's rung her. 5. Tröst uns, Herr, bei allem Bösen in Geduld mit dem Erlösen; ja der Glaube hofft es schon. tand Freut uns hier die Offenbarung, 3. Nichts, als Heilig's um sich gieb die selige Erfahrung uns im sehen, in erneuten Gliedern gehen, Himmel auch davon. in 26. Juni. 559 Niemand kann zweien Herren dienen; entweder er wird einen hassen, und den andern lieben; oder er wird dem einen anhangen, und den andern verachten. Matth. 6, 24. Wähle, wem du dienen wollest. 15000 hin mi Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Sollt mein Herz an dir nicht 1. Wahrer Gott, dir will ich hangen, weil man bei dir Alles dienen; denn du bleibest, wie du bist. Mammons- Diener schaden ihnen, weil ihr Gott nicht lebend ist; rufen ste, er kann nicht hören, was sie thun, das sieht er nie, er erfüllt nicht ihr Begehren, und im Tod verläßt er sie. hat? Und das ewige Verlangen unsers Geistes machst du satt. Üm den Mammon sorgt man schmerzlich, und bleibt doch ein Heid dabei. Deine Liebe tröstet herzlich, und dein Dienst ist sorgenfrei. 4. Gieb mir deinen Geist zum 2. Du, Gott, liebest, die dich Dienen; denn man dient dir nur lieben, die dich suchen, finden dich; im Geist, daß auf deines Sohns du erfreust die sich betrüben, Be- Versöhnen es ein Dienst im Glauter hörst du väterlich; die dich ben heißt. Laß mich einst auch hassen, kannst du strafen; was vor dir stehen, wo dein Dienst wir thun, da siehst du zu; was uns selig macht, und in deinen du willst, das kannst du schaffen, Tempel gehen, dir zu dienen Tag und vom Tod errettest du. und Nacht. 560 27. Juni. Des Tages, den der Herr machen will, soll der Gottlose sehen, was für ein Unterschied sey zwischen dem Gerechten und Gottlosen, und zwischen dem, der Gott dienet, und dem, der ihm nicht dienet. Mal. 3, 18. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Gottlob, daß im Gedränge 1. Die Zeit wird Alles lehren, uns noch das Trostwort bleibt: Gott seßt den Tag schon an, wo man treibt's nicht in die Länge, er die Seinen ehren, die Bosheit wenn man's auf's Höchste treibt; stürzen kann. So ist es recht bei die Welt wird selber seh'n, zur Gott, daß er Vergeltung übe, am Schande des Verächters, zur Reue Glauben für die Liebe, am Spöt- des Gelächters, wie die Gerechten ter für den Spott. steh'n. 2. Herr, lehr uns fleißig mer- 4. Herr, mach im Spott der ken, auf solchen Unterscheid, der Erden mich deiner Gnade froh. kann den Glauben stärken, und Es wird schon anders werden, die Geduld im Leid; wie weit ent- es bleibt nicht immer so. Der fernt ist dieß, das Segnen vom Hoffnung bleibt ihr Ruhm; dortVerdammen, die Ruhe von den heißen die Gerechte ein auserFlammen, das Licht von Finster wählt Geschlechte, und Gottes niß! Gm Eigenthum. 28. Juni. 561 Meine Zeit stehet in deinen Händen. Ps. 31, 16. Unsere Zeit ist nicht nur die Währung unserer Tage, sondern auch die Begegnisse darin. Gottes Hände zeigen nicht nur seine Macht, sondern auch seine Führung an. Mel. Schwing dich auf zu deinem 2c. 3. Du hast in Versuchungszeit 1. Herr, es stehet meine Zeit nicht die Hand entzogen; da mich ganz in deinen Händen, von dem mancher Fall gereut, bleibst du Eintritt in den Streit, bis er sich mir gewogen. O laß deine treue wird enden. Deine Hand war Hand ferner ob mir walten; sie über mir schon in Mutterleibe, kann bis zum Vaterland mächtig darum hoff ich auch von dir, daß mich erhalten. He ob mir bleibe. 2. Du hast in der ersten Zeit 4. Du hast in der Leidenszeit mit dem Wasserbade Leib und mich so oft erquicket, mich aus Seele schon geweiht zum Gefäß vieler Angst befreit, aus der Noth der Gnade. Deine Hand erhalte gerücket. O so wende bis zum mich in dem Gnadenbunde, als Grab in den letzten Proben deine dein Kind, noch väterlich bis zur Hand von mir nicht ab, ewig leßten Stunde. dich zu loben. 19039 pmid 562 29. Juni. Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig. 2 Cor. 4, 18. Ein fleischlich Aug' kann auf das Unsichtbare nicht sehen. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Wir sehen auf das Leiden 1. Wir sehen nicht auf's Sicht- nicht, das uns zur Erde bücket; bare, das währt nur kleine Zeiten. so sau'r das Tragen uns geschicht, Ich seh' auf das, was ich nicht so bleiben wir erquicket. Der seh', das dauert Ewigkeiten. Herr, Himmel hält ein Kleinod für, auf mache mir mein Auge licht, und jene Kronen sehen wir, die Uebere dein Wort schärfe mein Gesicht, winder kriegen.no od g daß ich kein Blendwerk achte. 4. Wir sehen nicht auf Todo 2. Wir sehen diese Welt nicht und Grab; wir lassen uns nicht an; denn da sind lauter Dinge, schrecken. Der unserm Haupt wovon der Geist nicht leben kann, das Leben gab, wird auch die sie sind ihm zu geringe. Der Glaube Glieder wecken. Auf jenes Leben weiß ein größer Gut; er sieht auf seh'n wir hin; denn Jesus sagt ein Besprengungsblut, das in dem uns: wo ich bin, soll der, seyn, Himmel redet. der mir dienet. 30. Juni. 563 Die Weisheit, davon wir reden, ist dennoch eine Weisheit bei den Vollkommenen, nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen. 1 Cor. 2, 6. Strebet nach himmlischer Weisheit. ba Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. nicht den gewinn, auf den wir 1. Die Weisheit dieser Erden selig sterben, mit dem wir ewig ist noch die wahre nicht, sie wird erben? Was hat man ohne ihn? zur Thorheit werden im göttlichen Gericht. Herr, mache, dir zum Preise, mich zu dem weise, und sende mir 4. Gott nur als Gott erkenHimmel nen, das hat noch wenig Lohn; dein Licht. man soll ihn Vater nennen in Das sind 2. Wüßt ich, was Schul und Staaten auf Erden glücklich macht, was wäre mir gerathen, wenn mein Gewissen wacht, und ich bin nicht daneben auf ein un endlich Leben zu meinem Heil bedacht? die wahren Weisen, die nur die Weisheit preisen von Christi Kreuz und Thron. 5. O Geist der Weisheit, präge mir meinen Heiland ein, und richte meine Wege auf dieses Ziel 3. Was helfen mir Verdienste, allein; so geh' ich nicht verloren, wenn ich ein Sünder bin? Was so sterb ich nicht wie Thoren, so nüßen mir Gewinnste, wenn ich werd ich selig seyn. 564 1. Juli. Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn. 1 Cor. 1, 31. Der Nachruhm unter den Menschen ist nicht zu verachten; aber er tröstet nicht im Sterben, und vor Gericht gilt er so wenig, als der eigene Ruhm. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt c. alleine: mein Heiland nahm mich 1. Wer kann sich seines Gottes Sünder an. Dieß Eine rühm rühmen, als der, den Gott ge- ich vor Gericht, so stürzt mich recht geacht't? Denn welchem Men eig'ner Hochmuth nicht. schen mag es ziemen, daß er sich zum Gerechten macht? Und wen ein And'rer selig spricht, der ist's nach Gottes Urtheil nicht. 4. Ich will allein auf dieses sterben, ich sey gerecht durch Christi Blut; sein Testament macht mich zum Erben; sein Geist giebt mir zum Rühmen Muth; spricht er mir vor, so rede ich, des Gottes Chrifti rühm ich michy. 2. Gott, der gerecht ist, macht Gerechte, und macht sie nur in feinem Sohn; und dem begnadigten Geschlechte entsteht ein größ'rer Ruhm hievon, als wenn es von der ganzen Welt, und von sich selber Ruhm erhält. 5. Erhalte mich, o Gott der Gnaden, bis an mein End' in diesem Sinn, daß ich, wenn mir der Tod will schaden, doch heil von seinem Stachel bin; fällt er mich an, so sag ich ihm, daß ich 3. Rühmt Werke! aber ich weiß keine, die ich dem Richter rühmen kann. Mein ganzer Ruhm sey der mich meines Gottes rühm. 2. Juli. 565 Geduld bringt Erfahrung. Röm. 5, 4. Ein Kriegsmann, der noch wenig ausgestanden hat, heißt noch kein erfahrner Soldat; hat aber in ruhigem Quartier auch wenig Hoffnung, hoch zu steigen. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. wird gelehret, man übt und liebt 1. Ihr Pilgrime auf Erden, es mehr; man prüfet Gottes Wilwenn Trübsal auf uns dringt, len; man lernt den Unmuth stillen; laßt uns nicht müde werden, bis die Last dünkt nun nicht schwer. uns der Lauf gelingt. Das Wort dient zur Bewahrung, daß die Geduld Erfahrung, Erfahrung Hoffnung bringt. 2. O was erfährt ein Streiter in Zeiten der Geduld! Gott zeigt uns immer weiter den Nachlaß uns'rer Schuld; die Enge seiner Pforte; die Tröstung seiner Worte; den Reichthum seiner Huld. 4. So kriegt durch viele Proben die Hoffnung Festigkeit, fie sieht auf das, was droben, schon voll Zufriedenheit, und wenn der Tod vorhanden, so wird sie nicht zu Schanden, da wird sie erst erfreut. weil du so gnädig bist, daß ich 5. Herr, laß es dir gefallen, hier möge wallen als ein versuchter Christ; letzt gieb mir die Erfahrung, in deiner Offenba 3. Der Glaube wird bewähret; die Liebe wächset sehr; das Beten rung, wie wohl uns bei dir ist. Zweiter Theil. 38 566 3. Juli. Ich aber, Herr, hoffe auf dich, und spreche: Du bist mein Gott. Psalm 31, 15. Das ist eine Sprache des Glaubens; so erholt er sich unter aller Bedrückung; so tröstet er sich unter aller Verspottung der glückseligen Welt. Mel. Es ist nicht schwer, ein Christ 2. 3. Gott, sey mein Gott, und 1. Die Hoffnung spricht: du laß mich nicht in Angst und Noth bist mein Gott, ein Gott, der von diesem Troste wanken. Wenn lebt, wenn alle Götter sterben. Fleisch und Welt, und Satan Bei diesem Trost wird ja kein widerspricht, so äße mir dieß Wort Herz zu Spott, die Taufe zeugt: in die Gedanken: ich bin dein wir seyen Gottes Erben. Du Gott; so sag' ich froh dazu: mein hältst den Bund, so sag' ich mir Gott bist du. zur Ruh: mein Gott bist du. 4. Mein Heiland hat dieß 2. Führst du mich in die Finster Glaubenswort auch mir zum Heil niß, daß ich kein Licht von ferne- am Kreuz zurückgelassen. Ach, daß her erblicke; so folg ich dir, und sein Geist mich solches immerfort, gehe doch gewiß, und bleibe frei auch in dem Tod, im Glauben von, des Verführers Stricke; so lehre fassen. Sterb ich auf dieß, kommt mein Licht, so sing ich in so komm ich doch zur Ruh: mein der Ruh: mein Gott bist du. Gott bist du. 4. Juli. 567 Lieben Kindlein, ich schreibe euch, daß euch die Sünden vergeben werden in seinem Namen. 1 Joh. 2, 12. Das ist eine tröstliche Zuschrift, auf die es sich gut sterben läßt; denn sie rettet vom zweiten Tod. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Hier ist die Zeit der Gna1. Die Sünden sind vergeben, den, der Angst sich zu entladen, das ist ein Wort zum Leben für den geängst'ten Geist. Sie sind's in Jesu Namen, in dem ist Ja und Amen, was Gott uns Sündern je verheißt. auf Gottes Wort zu ruh'n; die Seele zu erretten, zu glauben und zu beten, und das in Jesu Namen thun. 2. Das ist auch mir geschrie- len an dem Trost niemals fehlen, 5. Ach Gott! laß meiner Seeben; auch ich bin von den Lieben, daß du die Schuld vergiebst. Wenn weil Gott die Welt geliebt; auch ich mich betend beuge, so sey dein ich kann für die Sünden bei Gott Geist mein Zeuge, daß du dein noch Gnade finden, ich glaube, Kind in Christo liebst. daß er mir vergiebt. 3. Mein Hauptgesuch auf Erden soll die Vergebung werden; 6. Wenn ich von hinnen schei de, so mach mir das zur Freude, so wird mein Tod nicht schwer. daß ich begnadigt bin. Im GlauO, in den Sünden sterben ist ewiges Verderben: denn dort vergiebt Gott keine mehr. ben der Vergebung, in Hoffnung der Belebung, geh ich alsdann im Frieden hin. 568 5. Juli. Wer glaubet, kommt nicht in's Gericht. Joh. 5, 24. Das ist der Nußen des Glaubens; nach dem Sterben kommt wohl das Gericht, aber nicht für die, die im Glauben an Jesum erfunden werden. Mel. Gottes Sohn, Herr Jesu ic. 3. Entzich mir deine Gnade 11. Wer glaubt, der kommt nicht nicht, und stärke mir den Glauin's Gericht, er ist schon losgespro- ben, und laß mir diese Zuversicht chen; Gott rechnet ihm die Sün- nicht durch den Argen rauben. den nicht, an ihm wird nichts Du giebst es, daß man glauben gerochen. Denn der geglaubte kann; was du bisher an mir Menschensohn sißt als sein Hei- gethan, das thu auch bis zum land auf dem Thron, nicht als Ende. sein strenger Richter. 4. Bricht einst mein Herz, so 2. Du Geist, der Glauben in laß es mir in wahrem Glauben uns schafft, ich preise dein Erbar- brechen; dir halt ich deine Worte men; du wirkst nach deiner Got- für, und sterb auf dein Verspretes Kraft auch Glauben in mir chen. Wie stirbt sich's so getrost Armen, so bin ich vom Gerichte dahin, wenn ich in Jesu Christo frei; ich glaube, Jesus Christus bin, wer will mich da verdamsey mein Herr und mein Erlöser. men? 30: 001: bypict adam onist 1100 Thin 6. Juli. 569 Darum schämet sich auch Gott ihrer nicht, zu heißen ihr Gott. Denn er hat ihnen eine Stätte zubereitet. Hebr. 11, 16. Wie weit läßt sich Gott zu dem Glauben herunter, da er sich unserer schämen könnte. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe c. daß Gott uns Sünder liebt; wie ist es doch ein herrlich Loos, das Gott im Himmel giebt. 1. Ein Christ scheint ein verächtlich Licht, und ist der Stolzen Spott; Gott aber schämt sich ihrer 6. Führ nur mich auf dem Lenicht, und heißt sich ihren Gott. benspfad durch dein Verheißungs2. Sie wallen hier als Pil- wort, so geht mein Glaube ganz grime, und werden lebenssatt; gerad zum Vaterlande fort. Gott aber, der Lebendige, baut ihnen eine Stadt. 7. Laß mir ein Kinds- und Bürgerrecht an dir und deiner Stadt; schlecht, das keinen Glauben hat. so frrt mich nicht das Spottgeschaft, so oft ich müde bin, be8. Gieb mir in meiner Pilgerständig neue Glaubenskraft bis an die Heimath hin. 3. Ihr Glaube wird durch's Wort ergößt, und eilt dem Himmel zu; da wird der Hohn mit Ruhm erseßt, die Wallfahrt mit der Ruh. 4. O Gott, schäm auch dich meiner nicht, sey du in Chrifto mein, so schäm ich mich in deinem Licht auch nicht, ein Christ zu seyn. 5. Wie ist die Ehre doch so groß, 9. Zieh mir auch einst mein Pilgerkleid in wahrem Glauben aus, und sey mein Gott in Ewigkeit, und bau mir dort ein Haus. 7. Juli. Agrippa sprach zu Paulo: es fehlet nicht viel, du überredest mich, daß ich ein Christ würde. Ap.- Gesch. 26, 28. An dem Wenigen hätte es dieser große Mann in der Welt nicht sollen fehlen lassen. Schade! with 570 i 190 nis Mel. Jesus, meine Buversicht. die Welt auf Glauben schmähet? 1. Vielen fehlet oft nicht viel, o so ruf mir mächtig zu: ich bin dennoch werden sie nicht Christen. Jesus, glaubest du? tin Denn der Satan treibt sein Spiel 4. Gieb mir, daß mir fünftigmit Vernunft und eiteln Lüften, hin weder viel noch wenig fehle, so fährt ihr betäubter Sinn elend bis ich ganz gewonnen bin, und ohne Jesum hin. vid die nun ergriff'ne Seele sich mit völligem Entschluß frei für dich erklären muß. 2. Herr, ich glaube nun an dich, und mein Glaube ist mein Leben. Dein Wort überzeugte 5. O wie wird mein Christenmich, daß mein Herz sich dir er thum mir zum Trost und Freude geben; meine größte Würde ist, dienen; auch im Sterben bleibt's daß ich weiß, ich sey ein Christ. mein Ruhm, denn ich sterb auf 3. Jesu, wenn es je geschieht, dein Versöhnen; meinen Herrn, daß mein Herz in Zweifel stehet: den ich geglaubt, wird mir einst soll ich glauben oder nicht, weil zu seh'n erlaubt. hod ad sid i sid 8. Juli. 571 nd Herr, nun lässfest du deinen Diener im Frieden fahren; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen. Luc. 2, 29. Versicherung von dem Heiland bringt die rechte Luft abzuscheiden. Die Mel. Christus, der ist mein Leben. er voll Erbarmen auch meinem 1. Wie Simeon verschieden, das Herzen nah. liegt mir oft im Sinn, ich führe gern im Frieden aus diesem Leben hin. 6. Mein Herz hat ihn gefunden, es rühmt, mein Freund ist dil mein; auch in den letzten Stunden ist meine Seele sein. 2. Ach laß mir meine Bitte, mein treuer Gott, gescheh'n, laß 7. Ich kenn ihn als mein Lemich aus dieser Hütte in deine ben, er wird mir nach dem Tod Wohnung geh'n. bei ihm ein Leben geben, dem nie der mehr 3. Dein Wort ist uns geschehen, an diesem nehm ich Theil: wer Jesum werde sehen, der sehe Gottes Heil. edhe me 4. Ich seh' ihn nicht mit Augen; doch an der Augen statt kann mir mein Glaube taugen, der ihn zum Heiland hat. 8. Mein Glaube darf ihn fasſen, ſein Geiſt giebt Kraft dazu; er wird auch mich nicht lassen, er führt mich ein zur Ruh. 9. Wenn Aug und Arm erkalten, hängt sich mein Herz an ihn. 5. Ich hab ihn nicht in Armen, Wer Jesum nur kann halten, der wie jener Fromme, da; doch ist fährt im Frieden hin. 572 9. Juli. Ich will schweigen, und meinen Mund nicht aufthun, du wirst's wohl machen. Psalm 39, 10. Dieß ist der Natur schwer; wer aber Gnade hat zu glauben und zu hoffen, dem wird es leicht. Gott macht's gut. Mel. Meine Armuth macht mich sc. 4. Schickst du mir auch alle 1. Gott, ich will vor dir mich Tage meine Plage, schweig ich beugen, ich will schweigen, wenn's dem Herzen wehe thut. Denn dein väterlicher Wille macht mich stille; endlich machst du Alles gut. findlich in Geduld. Du, als Vater, brauchst die Ruthen nur zum Guten; mir bleibt wohl bei deiner Huld. 2. Muß ich schon Gottlose se- 5. Laß mich nur bei meinen hen, die mich schmähen, daß mein Sünden Gnade finden, so wird Glaube Narrheit sev; laß ich den- mein Gewissen still. Ich gedenke, noch meinen Glauben mir nicht mein Erlöser, sey noch größer, rauben, und bin froh und still wenn mein Herz mich strafen will. dabei. 6. Schweig nur nicht zu mei 3. O wie gut wirst du es ma- nen Thränen, still mein Sehnen, chen! die jetzt lachen, weinen ohne weil ich ja dein Pilgrim bin. EndTrost hernach; aber die verlachten lich führ dein guter Wille sanft Deinen, die jetzt weinen, dürfen und stille mich auch zu den Väjauchzen nach der Schmach. tern hin. 1038490191 10. Juli. 573 Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöhet hat; also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß Alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Joh. 3, 14. 15. Dank sey dir, Jesu, für diesen Trost! 1302307 Mel. Durchbrecher aller Bande. 1. Uns're Wüste liegt voll Leichen auf dem Weg zu Gottes Stadt; ob wir schon dem Volk hier gleichen, das sein Brod vom Himmel hat. Nun ist Keiner unter Allen, dem die Sünd den Stich nicht gab; und im Leib des Tod's zu wallen, zwingt uns manchen Seufzer ab. 2. Doch wir gehen nicht verloren, und wir sterben nicht zur Pein. Christi Volk wird neugeboren, und er führt zum Leben ein. Seit er, wie die ehrne Schlange, an das Holz sich hängen ließ, ist uns auf den Tod nicht bange; denn das Leben ist gewiß. 3. Uns're matten Blicke gehen nur auf den Gekreuzigten; da kann unser Glaube sehen, was zu unserm Trost gescheh'n. So kann sich das Herz erheitern, das sein Heil in Jesu sieht, daß die Wunden nicht mehr eitern, und der Tod den Glauben flieht.print es 4. Jesu, richte mein Verlangen auch im Sterben nur auf dich, wie du mir zum Heil gehangen; glaub ich dieß, so lebe ich. Gieb den Geist zu letzten Blicken, mach' sie von dir unverwandt; o so führst du mit Entzücken mich in dein gelobtes Land. jun sh ✓ 574 11. Juli. of Wir werden geschmähet, daß wir auf den lebendigen Gott gehoffet haben. 1 Tim. 4, 10. Die unglaubige Vernunft und der stolze Geist verlachen die Hoffnung der Christen. Zu Schanden werden die losen Verächter. Mel. Wer nur pen lieben Gott läßt sc. rer Gott, daß mir es nicht am 1. Lebendiger, auf dich zu hof- Ende fehle; denn eitle Hoffnung fen, ist keine Hoffnung kurzer Zeit; wird zu Spott. Hofft ich auf da wird nicht wie im Traum ge- eine ganze Welt, was hülf mich's, loffen, den man im Wachen erst wenn sie selber fällt? nd moth bereut. Die Welt hat doch kein wahres Gut, worauf die Hoffnung ewig ruht. 4. Du lebst, und hast auch uns ein Leben in deinem Sohne zugedacht; er hat sich in den Tod gegeben, und wir sind mit ihm auferwacht; daher er uns're Hoffnung 2. Dein Wesen ist allein beständig, du hast allein Unsterblichkeit; so ist die Hoffnung auch lebendig, ist, der lebende Herr Jesus Christ. die sich nur ihres Gottes freut. Wer auf dich hofft, dem stirbst du nicht, er hofft und sieht dich einst 5. Ich will in dieser Hoffnung sterben, daß ich soll wieder aufersteh'n. Ich hoffe als ein Kind zu erim Licht. neremur vid to ben; ich hoffe ihn und dich zu seh'n. 3. Ach bau die Hoffnung mei- Richt' meine Hoffnung immer ner Seele auf dich allein, du wah- mehr auf dich allein, Lebendiger. 12. Juli. 575 Gott hat uns in Christo Jesu erwählt, ehe der Welt Grund geleget war, daß wir sollten seyn heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe. Ephef. 1, 4. Dieser Würde eines Christen kommt in der Welt nichts gleich. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine fuft. 3. Gieb, Jesu, daß ich in dir 1. Eh' Gott den Grund der Welt bin, so bin ich ohne Tadel. Gieb, gelegt, hat er uns schon erwählet, Geist des Herrn, mir einen Sinn in Christo, welcher Alles trägt, hat nach diesem hohen Adel; so leb er uns da gezählet, damit wir ich diesem würdiglich, und ist die sollten vor ihm rein, ganz heilig, Welt zu schlecht für mich, daß ich ganz unsträflich seyn in seiner sie möchte lieben. sie möchte lieben. l dindi großen Liebe. nondi 2. O Liebe, was hast du gethan! 4. Sind meine Tage ausge was lässt du offenbaren! Du zählt, so laß mich dieses trösten: nahmst uns schon zu Kindern an, ich sey in Christo auserwählt, noch eh' wir Menschen waren. und unter den Erlösten; so sterb D, gieb mir Glauben, der da faßt, ich froh auf meine Wahl, und wie hoch du uns erhoben haft in will mit jener frohen Zahl die deinem Sohn der Liebe. Liebe ewig rühmen.pund 1 576 13. Juli. dr So wir aber deß hoffen, das wir nicht sehen, so hoffen wir sein durch Geduld. Röm. 8, 25. Der irdische Sinn hoffet auch, aber auf das Ungewisse, und hält die Hoffnung des Glaubigen für Unvernunft. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Herr, will mein Fleisch ver1. Ein Himmel steht uns offen, nünftig bei meinem Hoffen seyn, wohin uns Gnade zieht; doch muß und will ihm das, was fünftig, das Herz erst hoffen, was unser sammt der Geduld nicht ein; so Aug nicht sieht. Wir warten in stärk durch deinen Geist mir meine Geduld. Wer nichts glaubt unge Hoffnung wieder, und schlage sehen, der kann es nicht verstehen, bald darnieder, was du mir und giebt uns Thorheit schuld. schädlich weißst. 2. Allein das Wort des Lebens 4. Beim Abbruch meiner Hütte macht unser Herz gewiß; wir hof- mach meine Hoffnung fest. Gefen nicht vergebens, der Geist ver- währe mir die Bitte, daß du siegelt dieß; ja, Jesus Gottes mich nicht verläßst. Bring du Sohn, ist unsre Hoffnung worden, mich dahinein, wohin du vorgeund seinem Jünger- Orden giebt loffen, und laß mich nach dem er das Angeld schon. pis hi9 Hoffen im Sehen selig seyn. ad 14. Juli. 577 Ich bin mit Christo gekreuzigt; ich lebe, aber nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir; denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt, und sich selbst für mich gegeben hat. Gal. 2, 20. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe c. ret ihn als Gottes wahren Sohn; 1. Um Christum schäß ich Alles so lang ich jetzt noch lebend bin, hin, und heiße sonst nichts mein; lebt mir das Herz davon. daß ich mit ihm gekreuzigt bin, deß rühm ich mich allein.d 6. Er hat auch mich, auch mich geliebt, und gab sich selbst für mich. Er hat ein Blut, das Leben giebt, von diesem lebe ich. 7. Du Geist, den mir mein Heiland gab, und der den Glaus 3. Ich lebe, aber nun nicht ich, ben schafft, erhalte du mich bis nein, Christus lebt in mir; das zum Grab in dieser Lebenskraft. kommt dem Fleische wunderlich, lebt, am Ziel von meinem Lauf; 8. So sterb ich dem, dem ich gedem Glauben selig für. gräbt, zum Leben wieder auf. so steht mein Leib, den man be2. An meines Heilands Kreu zestod nimmt auch mein Glaube Theil; ich bin von aller Sündennoth durch seine Wunden heil. 4. 3war leb ich in dem Fleische noch, von meiner Heimath fern; im Glauben aber leb ich doch nur Christo, meinem Herrn. 5. Mein Glaube kennt und ehChrist, im Himmel lebest du, bring 9. D Gottes Sohn, Herr Jesu mich auch dahin; wo du bist, da lebt man in der Ruh. 578 15. Juli. Alle sollen den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren, wer den Sohn nicht ehret, der ehret den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Joh. 5, 23. Wehe dem, der ihn am Gerichtstage erst mit Zittern ehren muß. MOTOR 1100 don fosi bi prini Mel. Bestehl du deine Wege. 3. Ich ehre ihn im Glauben, 1. Den Sohn muß alles ehren, und bin sein Eigenthum. Die wie man den Vater ehrt. Das ihm die Ehre rauben, bringt sind des Vaters Lehren, die man einst dein Eifer um. O laß mich vom Sohne hört. Dieß läßt sich nicht verwirren, was jetzt der ja nicht trennen durch menschliches Weltwiß träumt. O laß mich ja Gedicht; wer's jetzt nicht will er- nicht irren, sonst ist mein Heil kennen, erfährt es im Gericht. ht. versäumt. 2. Gott! präge meiner Seelen 4. Du ehrest seine Freunde an dieß unauslöschlich ein. Denn die seinem Tag durch ihn, und legst der Wahrheit fehlen, bereuens in ihm seine Feinde zum Füßescheder Pein. Ich will dir Ehre ge- mel hin. Jetzt bet ich bis zum ben, o Vater auf dem Thron; Scheiden ihn noch in Hoffnung doch mein Gebet und Leben ge- an, damit ich ihn mit Freuden scheh in deinem Sohn. dhe im Himmel ehren kann. 16. Juli. 579 Wartet auf die Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben. Jud. 21. Der Glaube hat die Barmherzigkeit Lige schon erfahren, daher wartet er auch darauf zum ewigen Leben. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Hier ist das Leben jämmer1. Ich warte auf Barmherzig- lich in trübsalsvollen Zeiten; wir keit zum ewig frohen Leben. Herr rufen oft: erbarme dich! in LeibsJesu, du hast's uns bereit't, du und Seelenleiden. Doch in dem wollst es mir auch geben. Ich habe Glauben warten wir, er giebt nichts daran verdient, doch Got- ein seliges dafür; sein Wille ist tes Sohn, der uns versöhnt, wird Erbarmen.tipud ant meiner sich erbarmen. phile& Ty 4. Ich warte auf Barmher2. Macht meine Sünde mir zigkeit, mein Heiland, auch im noch Pein, so macht von allen Sterben; denn wer sich seines Sünden das Blut des Sohnes Heilands freut, der fürchtet fein Gottes rein, da kann ich Frieden Verderben. Ich sterb' auf des finden; da sieht Gott nicht mehr Erlösers Tod, und warte in der Sünden an; denn Jesus hat sie letzten Noth auf's Leben aus Er abgethan aus herzlichem Erbarmen. barmen. Reben aus * 580 17. Juli. Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suchen wir. Hebr. 13, 14. Will unser Herz sich irgend in der Welt anhängen, so sollen wir ihm diese Vorstellung machen. Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 5. Der Glaube geht zu ihm 1. Wir haben doch hier keine hinaus, verläugnet hier sein irStadt, die ein beständig Bleiben disch Haus, und trägt dem Herrn hat; die künftig ist, die suchen wir, die Kreuzesschmach in Hoffnung und richten Sinn und Lauf nach ihr. jenes Stadtrechts nach. 2. Man glaubt sie nur, und fieht sie nicht; doch hat sie Gott selbst zugericht't, da hat sein auserwählt Geschlecht durch's Testament sein Bürgerrecht. 3. Hieselbst hat Jesus, Gottes Sohn, als unser König, seinen Thron; doch dieser Priester litt zuvor die Kreuzschmach außen vor dem Thor. 4. Da litt er seinem Volk zu gut, und heiligte es durch sein Blut. Dieß glaubt mein Herz und zieh'ts auf sich, das Blut des Heilands heiligt mich. 6. Herr, ziehe mich, so geh ich mit, gieb du mir Kraft zu jedem Schritt, so hält mich keinen Augenblick die kurze Schmach der Welt zurück. 7. Wird je im Geh'n mein Glaube matt, ermunt're mich mit jener Stadt, und daß mein Bleiben hier nicht sey, so bleib ich deinem Zug getreu. 8. Ist meine Abschiedsstunde da, so zeig mir deine Stadt recht nah, und führ mich zu den Thoren ein, wo ich ein Erb soll ewig seyn. 18. Juli. 581 So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestchen? denn bei dir ist die Vergebung. Pf. 130, 3. 4. Die Vergebung der Sünden ist ein unschäßbares Gut, ein unvergleichlicher Trost. Mel. Warum sollt ich mich denn ze. 1. Aus den Tiefen ruf' ich Armer, Herr, zu dir, sey du mir, o Gott, ein Erbarmer. Willst du ins Gerichte gehen, rechnest du Sünden zu, Herr, wer wird bestehen? 2. Nichts errettet mir das Leben, nichts schafft Ruh; aber du kannst und willst vergeben. Schäm' ich mich so vieler Sünden, läßst du doch Gnade noch mich durch Christum finden. 3. Wenn ich auf mein Herz will merken, find' ich keins, auch nicht Eins von vollkomm'nen Wer ken. Alle sind vor dir beflecket, wenn sie nicht im Gericht Jesu Blut bedecket. Zweiter Theil. 4. Darauf gründet sich mein Glaube, Gott, du liebst, du vergibst, du erhebst vom Staube. Darauf gründet sich mein Beten, durch den Sohn darf ich schon zu dem Vater treten. 1160 5. Darauf gründet sich mein Leben; fehl' ich je, Gott ist hie, Gott will mir vergeben. Dieß ist's, was im Kreuz mir dienet zur Geduld, meine Schuld ist doch ausgeföhnet. t ud ind 6. Auf Vergebung will ich sterben, das Gericht trifft mich nicht, ich soll nicht verderben. Ich erwart' ein ewig Leben als ein Kind, Sünden sind mir, Gottlob! vergeben. omnir, 39 19. Juli. Ungnade und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses thun; Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes thun. Röm. 2, 9. 10. Wer daß lieset, der merke darauf. 582 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Laß mir feinen Tag verge1. Schrecklich ist's, den Zorn sich hen, daß ich jenen Tag vergiß, häufen auf das künftige Gericht, wo man vor Gericht soll stehen; und den harten Nacken steifen, er kommt eilend und gewiß Wet' bis ihn Gott im Tod zerbricht. da, wen du wirst verfluchen; die O Gott, lehre mich erwägen, wie Verfluchten leiden Pein. Wohl der Unterschied so groß zwischen den Seelen, die dich suchen; denn jenem Fluch und Segen, zwischen du willst Vergelter seyn. Höll' und Abrams Schoos. 2. Ewig wird dein Wort nicht 4. Lehr' die Seele darauf merfehlen, daß du, Gott, ein Richter ken, wie man unter Gottes Macht bist, der einst allen Menschenseelen mit Geduld in guten Werken, mit gerechtem Maaße mißt. Du nach dem ew'gen Leben tracht'. läßt Grimm und Zorn und Aeng- Dieß sey meine Vorbereitung, daß sten, Preis und Ehr' und Frieden ich wandle in dem Licht, bis die sehn; jenen zeigst du dich am streng- allgemeine Scheidung zwischen Gut sten, diesen als den Gnädigsten. und Bös geschieht. hond nie 20. Juli. 583 Wer an den Herrn Jesum glaubt, der ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen. Joh. 5, 24. Helden der Erde bestegen den Tod nicht, dessen sie spotten; sie werden von ihm überwunden; er liefert sie ins Gericht. 19013/1113 9970) hin 3. Mein Glaube ruht auf WorMel. Beuch ein zu deinen Thoren. 1. Dem Glauben kanns gelin- ten, die unser Leben sprach; das gen, Gott gibt's ihm, durch den Leben, das die Pforten des Todes Tod zum Leben durchzudringen, so selbst zerbrach. Was Jesus zuhat es keine Noth; man kommt gesagt, das macht kein Tod zunicht in's Gericht. Der Vater hat nichte; das macht auch im Gedas Leben uns schon im Sohn gege- richte den Glauben unverzagt. ben, der Sohn verliert uns nicht. 4. Wenn einst die Lippen schweiz 2. O Gnade, ich darf glauben; gen, und ist mein Sterben nah, vom Glauben lebt man nur. Herr, laß deinen Geist mir zeugen, es laß mir den nicht rauben durch sey noch Jesus da, er in mir, keine Kreatur. Mein Heiland, ich in ihm; mein Glaube fürcht' Gottes Sohn, du haft den Tod kein Tödten, ich sterb' auf Chriverschlungen, das Leben uns er- sti Reden, daß ich ihn ewig rungen; der Glaube lebet schon. rühm'. 584 21. Juli. Ich will lieber die Thüre hüten in meines Gottes Haus, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütte. Ps. 84, 11. Das kann eine Sehnsucht erwecken zu dem Himmel, bei dem, dem die Erde entleidet. Mel. Wer im Herzen will erfahren. selbst des Drachen Wohnung, bis 1. Wenn ich, Herr, an deiner zu seines Grimms Belohnung ihn Stätte nur die Thür zu hüten der Abgrund schließen soll. hätte, auch nur einen Tag allein, wollt' ich darum lieber bitten, als in der gottlosen Hütten tausend Tage wohnhaft seyn. 4. Jesu, hilf, laß all' mein Sehnen, unter glaubensvollen Thränen, nur nach deiner Wohnung geh'n, wo wir lauter reine Freuden, lauter lichte Ewigkeiten, und bei dir uns selig seh'n. 2. Hier sind Finsterniß und Sünden, hier ist Noth und Tod zu finden, wo das Thal des Jammers ist. 5. Drückt das schwache Fleisch Herr, bei dir ist Licht und Leben, mich nieder, hilf mir, daß mein du wirst Ehr' und Frieden geben, Geist sich wieder seufzend in die weil du Schild und Sonne bist. Höhe zieht. Schweigt mein Mund, 3. Unsre Tage werden greulich, laß mein Verlangen noch im und der Spötter, die abscheulich, Sterben an dir hangen, bis mein fizen große Bänke voll. Hier ist Aug' dich ewig steht. birg 22. Juli. Der Herr Jesus ist um unserer Sünde willen dahingegeben, und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket. Röm. 4, 25. Um dieses Gerechten Willen ist auch ein Sterbender gerechtfertigt von der Sünde. 585 Kranter sich der Fäulniß überläßt. Jesus lebt, so leb' auch ich, und mein Herr verkläret mich. Mel. Gott, du hast es so beschlossen. 1. Tod, mein Hüttlein kannst du brechen, das ein Werk von Leimen ist: aber du hast nichts zu 4. Wirk' es, o du Geist des rächen; meine Schulden sind ge- Glaubens, daß ich muthig sterbüßt; ja gebüßt, doch nicht von ben kann, die Verheißungen ers mir, nein, der Mittler starb dafür. lauben's, die der Heiland uns gethan. Wer gerecht ist, stirbt nicht mehr, denn durch Christum lebet er. 2. Ja, er ist auch auferstanden, mir auch zur Gerechtigkeit; unter Christi Blutsverwandten ist mir eine Stell' bereit't. Jesus ging mit Blut hinein, wo auch ich soll lebend seyn. 5. Steh' mir in den Todesstunden, Jesu, treuer Mittler, bei, 3 daß mein End' auf deine Wunden 3. Dieß ist meiner Seelen An- mehr ein Schlaf als Sterben sey. ker, der hält meinen Glauben fest; Gib mir dort ein weißes wenn mein Leib schon als ein welches ist Gerechtigkeit. Kleid, 586 23. Juli. Als wir dann nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun. Gal. 6, 10. Die geschicktesten Köpfe üben sich heut zu Tage, dahin zu arbeiten, daß die Zeit im Eiteln vertrieben werde. Das bringt Schaden. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. will schlafen; mach' mich auf dei1. Vertreibt euch nur die lange nen Tag bereit, und zieh', treibt Weile, ihr Eitlen, mit gelehrtem gleich der Wiß sein Spiel, mir Scherz; denkt aber, daß der Tag Aug' und Herz auf jenes Ziel. schon eile, der schreckliche für euer 4. Die Liebe sey mein TagsHerz. Wo Glauben ist, der läßt geschäfte, das Beten meine Zwinicht ruh'n, und gibt uns Ernstli- schenzeit, zur Nahrung für die chers zu thun. Seelenkräfte sey mir dein Wort 2. Der Glaube kämpft mit Welt der Herrlichkeit; dein Lob und und Sünden, wohinter sich der Dank die größte Lust, daß du so Arge schleicht. Es kostet Ernst, zu viele Wunder thust. überwinden; ein Leichtsinn nimmt 5. Herr, wenn ich manche Zeit den Sieg zu leicht. Doch kommt bereue, worin ich Bös für Guts ein Tag, daran es schmerzt, daß gethan, so schreibe mir nach deiman das Wichtigste verscherzt. ner Treue doch meine Glaubenstage an, und führ' mich jener Menge zu, die dich lobt ohne Maß und Ruh'. im E 3. Ach, übe mich stets in den Waffen, du Herzog meiner Seligkeit; ermuntre mich, wenn ich 24. Juli. 587 Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens die Freude. Ps. 30, 9. Dem Weltsinn ist auch das Abendlang lächerlich, weil er keine Hoffnung auf die Morgenfreude hat, noch davon weiß. 2 stine 32d ind Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. 3. Drückt mich die Last, daß 1. Das Weinen währt den Abend ich mich bück', erquickt das Wort lang, des Morgens ist die Freude. daneben: Sein Zorn währt einen Das ist des Trostes Ueberschwang Augenblick, und er hat Luft zum bei eines Christen Leide. Wer jetzt Leben. Hier ists nur eine Regensich freut, weint fünftig fort, ein nacht; am Morgen, wenn man Christ weint hier, und jauchzet dort, wo es ohn' Ende währet. wieder wacht, wird Jesus selbst zur Sonne. 2. Des Christen Thränen sind, 4. Herr, gib bei meinem Ueberveracht't, er weinet über Dinge, gang, daß da dein Blut mir dies die Wiß und Frevel nur verlacht, net, daß du geweint den Abend als wären sie geringe. Doch weiß lang, als du die Welt versöhnet; der Christ, warum er weint, und so kann ich in dem Aufersteh'n wird, wenn Christus selbst erscheint, auch in die Morgenfreude geh'n, darüber nicht zu Schanden. die wir mit Thränen hoffen.d 8 mistur 588 25. Juli. Suy Jesus Christus, feit. Hebr. 13, 8. gestern und heute, und derselbe in EwigDiesen Sinn sollen wir auch haben, wie Baulus, daß uns der Herr Jesus Alles und zu allen Zeiten sey. Mehr braucht man nicht. poi un Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Heute, bei des Drachen 1. Jesus Christus, gestern, Grimme, heute, bei der Weisen heute, und auch der in Ewigkeit, Spott, heute folg' ich seiner welcher sich zum Priester weihte, Stimme, heute ruf' ich ihm: und den Eingang uns bereit't, mein Gott! Heute trag' ich ihm der soll meines Geistes Wonne, mit Willen auch mein Kreuz in meines Glaubens Grund allein, Hoffnung nach. Er wird ewig meines Lebens wahre Sonne heute und auch ewig seyn. das erfüllen, was er in der Zeit versprach. id er minde 2. Da ich in vergang'nen Tagen 4. Jesu, kommt mein Tag zum blindhin zum Verderben lief, ließ Sterben, sprich mir wie dem er mir von Gnade sagen, die Schächer zu: heute wirst du mit mich zu dem Leben rief, und ich mir erben. O wie selig machst steh' durch sein Erbarmen heute uns du! Bring' mich auch als noch in seiner Huld; trug er eine Beute deines blut'gen Sieges gestern mit mir Armen, trägt er ein, da wirst du mir mehr als heute, heute noch Geduld. imi erst der große Jesus seyn. 26. Juli. 589 Er tröstet. sich dieses guten Lebens, und preiset's, wenn einer nach guten Tagen trachtet. Psalm 49, 19. Dieß ist die Sprache der Welt. Aber die rechten guten Tage hat man nur im Christenthum. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 1. Laßt euch, gerechte Herzen, 4. Den Reichthum läßt er ihnen, und sucht nur das Versöhder Bösen Troß nicht schmerzen; nen; sein Glaube macht ihn reich. lebt ihr gleich kümmerlich. Sie das Wort dient ihm zur Nahrung, trösten nur vergebens sich dieses die Gnade zur Bewahrung, und guten Lebens, und ihre Seele seinem Erbtheil ist nichts gleich. ſegnet sich. 5. Herr, laß mich nicht geluHist 2. Nach guten Tagen trachten, sten, mich mit der Welt zu brüscheint ihnen hoch zu achten; sie sten, die sich des Eiteln freut. preisens Andern an. Doch sterben Du hast ein besser Leben, du fie wie Thoren, und ist ihr Gut ver- kannst was Größ'res geben, als loren, daß es ein Andrer finden kann. aller Erden Herrlichkeit. 3. Laß diese tollen Weisen nur ihre Würde preisen; sie fahren wie ein Vieh. Der Christ läßt sich nicht mästen, und lebet doch am besten, sein Gut und Trost verläßt ihn nie. 6. Nur dieß sey meine Würde, voll glaubiger Begierde ein Gotteskind zu seyn; so fahr' ich in dem Sterben auch hin zu deinen Erben; Herr Jesu, führe da mich ein. 590 27. Juli. So ihr nicht glaubet, daß ich's sey, so werdet ihr sterben in euren Sünden. Joh. 8, 24. Man muß es endlich den Weltwiß nur erfahren lassen, was es sey, nicht glauben, und in Sünden sterben. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Vater bist: so zeigt sie desto küh1. Du bist mir unentbehrlich, ner, daß sie ohn' dich, Versöhner, Herr Jesu, Gottes Sohn, sonst schon todt in Sünden ist. fahr' ich zu gefährlich aus dieser 4. Kein Mensch kann Gott Zeit davon; dein Tag kommt, da gefallen, als nur in dir allein; erscheinen die Fremden und die kein Werk ist unter allen, als Deinen vor deinem Richterthron. nur in Jesu rein; kein Beten 2. Kein Licht wird mir gegeben, mag hier tüchtig, kein Schritt im ich hab' es denn von dir; ich habe Leben richtig, als nur in Christo gar kein Leben, du lebest denn in seyn. 603 001 900 mir; ich weiß es auf's Gewiß'ste, 5. Gott, mache meine Seele wenn ich dich, Jesu, mißte, daß von deinem Sohne voll, daß mir ich auch Gott verlier'. oe an dem nicht fehle, durch den ich 3. Macht die Vernunft sich Ehre, leben soll. Du willst nicht mein daß sie dich ganz vergißt und Verderben, gib, daß ich nichts im deine Glaubenslehre, daß du im Sterben als Jesum haben woll'. 28. Juli. 591 in Herzlich lieb hab' ich dich, Herr. Ps. 18, 2. Die göttliche Liebe ist etwas zärtlicheres, als die natürliche unter den Menschen, ob sie schon mit der größesten Ehrfurcht verbunden ist. Lodn 3. Dich liebet man von Herzen, Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. 1. So zart ist keine Liebe, als auch in der Schmach und Noth, Christi Liebe ist. Du wirkst ja auch in Verlust und Schmerzen, selbst die Triebe, der du die Liebe auch endlich in dem Tod. Doch bist. Man liebt, weil du geliebt; wird man nie betrübt, daß das man liebt dich als Erlöser. Die vergeblich wäre, wer dich in Liebe wird stets größer, je mehr Schmach zur Ehre, im Tod zum man Liebe übt. Leben liebt. im 2. Mein Heil, willst du mich fragen: Erlöster, liebst du mich? 4. Gib, daß ich unabwendig was soll ich zu dir sagen? du dich, Jesu, lieben lern'; es brenn weißts, ich liebe dich; doch weißst in mir beständig die Flamme von du auch vorher, in wie geringem dem Herrn. Wirst du einst offenGrade; ach gieb, ach gieb mir bar, daß aller Knie' sich beugen, Gnade, so lieb' ich dich noch so wollst du selbst mir zeugen, mehr. mic, daß Liebe in mir war. 592 29. Juli. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Erlöser. Ps. 19, 15. Die Gebetsübung der Christen währt bis an's Ende. Mel. Alles ist an Gottes Segen. aus deiner Fülle, reicher Heiland, 1. Nimm die Rede meines Mun- weil's dein Wille, mich mit Gnad' des, mein Gespräch des Herzens- um Gnade voll. grundes, mein Gott, mit Gefal 4. Wenn ich in bethränter Bitte len an. Komm ich zu dir als ein dir mein kindlich Herz ausschütte Armer, zeig' dich mir als ein Erbar- bei der Ruthe deiner Zucht; laß mer, der dem Bettler helfen kann. den Geist ein Abba schreien und 2. Bet' ich in der Neu' der Sün- mir Kind'srecht angedeihen, daß den, laß dich, o Fürsprecher, fin- den Schoos des Vaters sucht. den, der du bei dem Vater bist. 5. Laß mich in den letzten StunSind wir schon unnüße Knechte, den, als versöhnt durch heil'ge so ist Jesus der Gerechte, der der Wunden, in getroster Hoffnung Welt Versöhner ist. 3. Fühl' ich täglich in der Seele, wie mir noch so Vieles fehle, das ich auch erbeten soll: o so mach' fleh'n; Jesu, du hast's ja versprochen, laß, wenn Aug' und Herz gebrochen, meinen Geist gen Himmel geh'n. 30. Juli. biLaßt uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfahen, und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hülfe noth ist. Hebr. 4, 16. Das macht Muth. 593 thin Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Hier ist das wahre Heilig1. So darf ich dann mit Freudigkeit zum Thron der Gnade treten; der Eingang ist mir schon bereit't, ich darf im Glauben beten, dieweil mir Gott in Jesu Christ ein ausgeföhnter Vater ist in dem Besprengungsblute. 2. Ehre! daß ich durch den Sohn mich darf dem Vater nahen, gewiß, daß ich soll vor dem Thron Barmherzigkeit empfahen. 4. Die letzte Zeit ist in dem Tod zu diesem Thron zu nahen, da laß mich, Herr, weil Hülfe Ich bring' nichts mit, ich nehm' noth, Barmherzigkeit empfahen; nur an, und nehm', so viel ich nehmen kann, es ist nicht zu erschöpfen. und steh' ich einst vor deinem Thron, so werde dieß mein Jubelton: ich habe Gnade funden. thum, vor dem wir Gnade finden. Jetzt hängt kein Vorhang weiter um; jetzt scheiden keine Sünden. Hier ist zur recht geleg'nen Zeit die Gnade groß, der Zugang weit, und alles über Hoffen. 594 31. Juli. Du haft des Herrn Wort verworfen, und der Herr hat dich auch verworfen. 1 Sam. 15, 26. An den heiligsten Sachen kann man sich am schwersten versündigen. Da ist Gottes Urtheil recht. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 3. Laß dein Wort in mir blei 1. Gott, die dein Wort verwer- ben, und in mir fruchtbar seyn. fen, verwirfst du wiederum. Du Will die Vernunft sich sträuben, weißst dein Recht zu schärfen so pflanz' mir Glauben ein. Laß bei deinem Heiligthum. Du gibst mir dein Wort zum Licht, zum dein Wort zum Heil und sendest Honig in Beschwerden, zum Schatz Friedensboten; doch läßst du dich im Mangel werden, zur Schußznicht spotten von deinem Gegen- schrift im Gericht. theil. 4. Mein Lied in Trauerzeiten, 2. Bewahr' mich, Herr, in Gna- mein Ruhm in allem Spott, den vor solchem rohen Sinn, daß mein Schwert in hartem Streiich nicht, mir zum Schaden, des ten, sey mir dein Wort, mein Worts Verächter bin. Denn dein Gott! Auf solches sterbe ich, Wort bleibt doch wahr: verflucht und dringe mit dem Worte auch sind alle Seelen, die deiner Rechte durch des Todes Pforte, und lebe fehlen, und du zertrittst sie gar. ewiglich. 1. August. 595 Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort der Versöhnung. 2 Cor. 5, 19. Güldene Worte! Mel. Treuer Vater, deine Liebe. 1. Die Versöhnung ist gesche hen, daß das Herz auf Jesum sehen und sich seiner freuen kann. Unser Priester hat mit Blute seinem lieben Volk zu gute seinen Eingang schon gethan. 2. Gottes Sohn hat uns gedienet, da Gott mit sich selbst versieht. Seht doch, Sünder, das ist Gnade in dem allerhöchsten Grade, wo der Glaube niederkniet. 4. Gott, ich glaube dein Er barmen, daß du mir vertornen Armen ein versöhnter Vater bist. Ist es mir schon unergründlich, glaub ich's doch, und bete findlich, weil dein Wort die Wahrheit ist. söhnet, der in Christo Jesu war. 5. Auch in meiner letzten StunEr will unser aller Sünden in der Rechnung nicht mehr finden, und mit Blut durchstreicht er's gar. de ruht mein Herz auf diesem Grunde, der im Tod zum Leben dient. Jesu, eh' mein Herz soll brechen, laß darin den Geist noch sprechen: Gott hat uns mit sich versöhnt. 3. Ja, die Botschaft ruft auch ihnen, lasset euch mit Gott versöhnen, dessen Aug' auf Glauben 2. August. Dann werden sie anfahen zu sagen zu den Bergen: fallet über uns! und zu den Hügeln: decket uns. Luc. 23, 30. Dieß kann geschehen in schweren Gerichten, oder im Sterben, oder nach dem Tode, oder an jenem Tage. 596 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 3. Gewiß, es ist recht hohe 1. Es fällt mein Herz ein Zeit, dir jetzt die Füße küssen, in Schauer an, wenn ich hör' Je- Reue, die Niemand gereut, gesum sagen, was einst die Sichern waschen im Gewissen mit deinem treffen kann, wie sie verzweifelnd Blut, du Gottes Sohn, begnaklagen: fallt doch, ihr Berge, über digt vor des Vaters Thron und uns, vor diesem Rächer unsers mit dem Geist versiegelt. Thuns! bedecket uns, ihr Hügel. 2. Wenn man den Thron und 4. Ach Gott und Vater, lasse Angesicht des Richters nicht kann du mich so erfunden werden; sehen und vor dem Zorn des mein Heiland, dir nur flieh' ich Lämmleins nicht als nur mit zu im Einsturz dieser Erden; Zittern stehen. wie jetzt glaube, jeßo bete ich: dein schrecklich wirst du seyn! Herr Heilandsblut besprenge mich, mich Jesu, drücke mir es ein, noch decken deine Wunden. eh' du wirst erscheinen. Tag, 3. August. 597 In deine Hände befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöset, Herr, du getreuer Gott. so sprach unser sterbender Erlöser; ihm nachzusprechen. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. Mein Gott, in deine Hände befehl' ich meinen Geist; du lebst und liebst ohn' Ende, und thust, wie du verheißst. 2. Du hast mich ja erlöset, Herr, du getreuer Gott. Wer nicht sein Heil verstößet, wird nicht an dir zu Spott. 3. Wem sollt' ich mich empfehlen, wenn ich will selig sein? dein sind ja alle Seelen, so ist mein Geist auch dein. m Ps. 31, 6. So sprach David; so gibt noch der Geist Christi, 5. Mein angeerbter Schade Zweiter Theil. macht mich der Hölle werth; nun lebt mein Geist von Gnade, die ihn zu Gott bekehrt. 6. Er ist mit Blut besprenget, mit Blut von deinem Sohn, mit diesem Schmuck umhänget, taugt er vor deinen Thron. 7. Mein Glaube schwingt die Flügel bereits zu jener Stadt, dieweil der Geist das Siegel auf die Erlösung hat. 8. Gott, warst du mein Befreier schon in der Sündennoth, 4. Du hast ihn mir gegeben, so so bist du, o getreuer, es auch nimm ihn wieder hin, dort bei in meinem Tod. dem Herrn zu leben, deß ich hier eigen bin. 9. Du lebst und liebst ohn' Ende, und thust, wie du verheißst. Mein Gott, in deine Hände befehl ich meinen Geift. 40 4. August. Selig sind die reines schauen. Matth. 5, 8. Herzens sind; denn sie werden Gott Gott ist das reinste Licht; vor seinen Augen macht uns die Sünde unrein. Nun muß das Herz gereinigt werden. 598 dämpfen, des Geistes Kräfte ein. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. laß es in dem Blute des Lamms 1. Herr, du kannst selig spre- gereinigt seyn, und flöße mir im chen, und Niemand kann's als du. Kämpfen, des Fleisches Lust zu Wie du kannst Böses rächen, so schaffst du Frommen Ruh'. Du lehrst des Vaters Willen im Glauben uns erfüllen, und gibst auch Kraft dazu. ise 4. Mein Herz sei dir alleine zum Gotteshaus bestimmt, wo nichts taugt, als das reine, das man zum susid Opfer nimmt; da sey mein stetes Bitten ein Weihrauch deiner Hütten, der auf den Kohlen glimmt. 2. Wir hören dich die preisen, die rein am Herzen sind, und des sen sich befleißen, was sie mit 5. Wenn dann die SündenglieGott verbind't. Gott läßt sie der im Grab zu Grunde geh'n, laß vor ihm stehen, und ihn im Lichte meinen Leib einst wieder in Klarsehen, wo sich kein Schatten find't. heit aufersteh'n und dich mit rei 3. Gott, wie ist mir zu Muthe! nen Augen, die in den Himmel ich weiß mein Herz nicht rein. Ach taugen, als Salems Sonne seh'n. 5. August. 599 Wir wissen, daß die Stunde da ist, aufzustehen von dem Schlaf, sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir glaubten. Röm. 13, 11. Wen man geweckt hat, der soll nicht liegen bleiben, er soll sich anziehen. Met. Jefus, meine Buversicht. muß zur Erde werden, daßber 1. Jezzo ist die Stunde da, mich an seinem Tag wohlbekleivon dem Schlafe aufzustehen, weil det sehen mag. wir unser Heil so nah', und im 4. Denn in Christo gehe ich stärkern Anbruch sehen, als zuvor, reicher als in güldnen Stücken; da wir bei Nacht erst zum Glau- seine Demuth fröne mich, seine ben aufgewacht. ni Sanftmuth soll mich schmücken; 2. Herr, du hast auch mich seine Wahrheit soll allein meine erweckt, da du mir an's Herz ge- Gurt der Lenden seyn. d schlagen, und mich durch's Geseß erschreckt, nach dem Heil in dir zu fragen; deine Gnade trieb an mir, und mein Glaube folgte ihr. 5. Bricht mein letztes Stündlein an zur Entkleidung dieser Glieder, weckt doch Jesus mich alsdann aus dem Schlaf im 3. Nun, so will ich mich bemüh'n Grabe wieder. Dwie wird man in der kurzen Zeit auf Erden, Je- da so schön in den weißen Kleisum Christum anzuzieh'n, bis ich dern geh'n. 6. August. Christus ist uns gemacht von Gott zur Heiligung. 1 Cor. 1, 30. In dem Opfer Christi sind wir geheiligt. Nun sollen wir auch im Wandel heilig seyn. Das kann nicht geschehen als in Christo. 600 Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu x. 3. Doch soll ich nach der Hei1. Gott fordert Heiligung von ligung von ganzem Herzen stremir, sonst werd' ich ihn nicht se- ben, und in der Sinn'serneuehen. Die find' ich, Jesu, nur in rung nach seinem Vorbild leben; dir, mit dir kann ich bestehen. fühl ich mich täglich mangelhaft, Von Ewigkeit hat's Gott bedacht, so bleibe deines Geistes Kraft und den zur Heiligung gemacht, doch in mir Schwachen mächtig. den er als heilig fennet. 2. Herr, so wie du mir wor 4. Ich suche nicht Verdienst den bist, soll dich mein Glaube noch Ruhm, sonst muß mich Gott fassen, und weil an mir nichts beschämen; nur daß du in dein Heilig ist, sich nur auf dich ver- Heiligthum mich könn'st als tüchlassen. Dein Opfer heiligt mich tig nehmen. Verwirf mich auch allein; an mir kann nichts voll im Sterben nicht; zum Erb' der kommen seyn, in dir nur ist's Heiligen im Licht laß mich auf ewig kommen. vollkommen. 7. August. 601 Christus Jesus ist unser Friede. Ephef. 2, 14. Daher hat er auch seinen Jüngern seinen Frieden gelassen und gegeben, und gesagt: in der Welt habt ihr Angst, in mir habt ihr Frieden. Das ist sehr. tröstlich. Mel. Sich', hie bin ich sc. E ein Schild uns in Gefahr; so ist 1. Die Beschwerden dieser Er- Frieden uns beschieden, weil der den häufen sich noch immerzu, und Heiland Sieger war. im Streiten dieser Zeiten hat man nirgend für sich Ruh'. Wo ist Friede für uns Müde? du bist's, treuer Jesu, du. Lügen zwar von außen in der 4. Uns bekriegen Mord und Welt; doch von innen fanns gewinnen, wer Geduld und Glauben hält; nichts heißt Schade, wenn nur Gnade unser Herz zu 2. Sünden schmerzen oft im Herzen, und kein Fried' ist im Gebein; unverbunden sind die Wun- frieden stellt. den; Jesu, dein Blut heilt allein, dein Versöhnen kann uns dienen, du mußt unser Friede seyn.. ist der Friede jener Stadt, da 5. O Erlöser, noch viel größer sind Psalmen, da sind Palmen, 3. In der Eile fahren Pfeile die ein Ueberwinder hat. Nimm von dem Satan auf uns dar; mich Müden hin im Frieden, dort Jesus schüßet, Glaube müßet als wird Niemand lebenssatt. 602 8. August. and Seyd feste im Glauben, wie ihr gelehret seyd. Col. 2, 7. Es gehen in der Welt von allen Seiten her so vielerlei Winde, die unsern Glauben wollen wankend machen. Da muß ein Christ feſt stehen. Mel. Was Gott thut, das ist ic. 3. Ich glaube seinem Wort und 1. Ich kenne Jesum, Gottes Geist, dem Wort und Geist der Sohn, und bin sein Jünger wor- Gnaden. Er hält mir fest, was den; regt sich die Macht der Fein- er verheißt, was sollt' ein Fleisch de schon mit Dräuen und mit mir schaden? Ich habe Gott, Morden, so bleibt doch er mein Welt, treibst du Spott, ich kann Gott und Herr. Ich will ihn bei Hohn und Schmähen zu Gott, frei bekennen und meinen Heiland dem Vater, flehen. nennen. 4. Von Menschendräuen stirbt 2. Ich weiß es, was er mir ge- fein Christ, er weiß es, wem er than, wie hoch er mich geliebet; lebe, und weiß, wie groß das er nahm sich meiner herzlich an, Erbtheil ist, daß Gott den Seiward bis zum Tod betrübet und nen gebe. Er lebt dem Herrn starb für mich; sein Blut hab' ich, und stirbt ihm gern. Herr, laß das reinigt mich von Sünden. mich dir auch sterben, und laß Was könnt' ich Theurers finden? mich mit dir erben. unt 9. August. 603 Die heilsame Gnade züchtigt uns, daß wir warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilands Jesu Christi. Tit. 2, 13. Dieſe Gnade sollen wir hochachten. Mel. O Jerusalem, du Schöne. auf das Ziel der Hoffnung führ', 1. Keusch, gerecht, gottselig und ich deiner Zucht getreu, schon leben lernt man in der Gnade in Hoffnung selig sey. Zucht, denn darum erschien fie 4. Wenn du dich wirst offeneben, als sie Sünder heimgesucht, baren, o wie herrlich wird es und es ist der Christen Staat, geh'n, wenn dich alle MenschenGnade glauben in der That. schaaren in den Wolken kommen seh'n. Großer Heiland, komm alsdann mir als Seligmacher an. 2. So erwarten dich die Deinen, Gott und Heiland, Jesu Christ, bis du herrlich wirst erscheinen, der du ihre Hoffnung bist. Dein, Herr Jesu, dein bin ich; denn du gabst dich auch für mich. 3. Züchtige mich auch durch Gnade, noth und heilsam ist sie mir, daß mich ihre Zucht gerade 5. Raff' mich nicht weg zum Verderben und Erwartung des Gerichts; laß mich in der Gnade sterben auf ein Erbtheil jenes Lichts, daß ich an dem jüngsten Tag deine Ghade preisen mag. 10. August. Wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Offenb. 22, 17. Wie erquicklich sind diese Reden; wer sollte nicht kommen, wer sollte nicht wollen nehmen! 604 Mel. Valet will ich dir geben. 3. Trink, ausgezehrte Seele, 1. Ich hab' ein Wort vernom dich dieses Wassers satt; du folmen, das Jesus selber spricht; gest dem Befehle deß, der das Lewen dürstet, der soll kommen; ben hat. Es quillt aus dessen wer will, der kauft es nicht; doch Rize, den man am Kreuz verkommt er nicht vergebens; aus wund't; trink in der größten Christi Fülle quillt ein Wasser sol- Hiße, du trinkst dich ganz gesund. ches Lebens, das alles Schmachten stillt. rintft dich ganz S 4. Im letzten Durst auf Er2. So komm ich denn geladen, den erquickt dieß meinen Geist, weil meine Seele dürft't, Herr, daß man soll trunken werden von zu dem Born der Gnaden, wo du, dem, was Gott verheißt. Wenn mich tränken wirst. Mein Herz wir hier Tröpflein nehmen, so les lechzt vor Verlangen, mein Mund ben wir davon; was wirds erst eröffnet sich, dieß Wasser zu em- seyn mit Strömen vom Wasser pfangen; wo nicht, so sterbe ich. aus dem Thron? 11. August. 605 Vater, ich will, daß wo ich bin, auch die bei mir seyen, die du mir gegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Joh. 17, 24. Dank sey dir, Herr Jesu, für diese Fürbitte. 190 Filold dual muflisdom Ho 3. Herrlich bist du aufgefahMel. Durchbrecher aller Bande. 1. Herr, du hast es uns erbe- ren, herrlich sitst du auf dem ten, deine Herrlichkeit zu seh'n, eh' du zum Altar getreten, wo dein Opfertod gescheh'n. Ich auch glaube deiner Wahrheit, und dein Vater gab mich dir, ja es spiegelt deine Klarheit sich aus Gnaden auch in mir. schon, wie Ich auch Thron, und es sehen ganze Schaaren der Vollendeten dich schon, wie du deinen lieben Freunden deines Vaters Huld erbittst, und den unterschied'nen Feinden mächtig auf den Nacken trittst. 2. Jezzo bin ich noch auf Erden, 4. Künftig aber, großer König, wo du selbst nicht herrlich gingst, wird noch Alles herrlicher, und und, das Heil der Welt zu wer dir Alles unterthänig, da ist auch den, zwischen Missethätern hingst; der Tod nicht mehr. Sterb ich, jetzt will ich dich gern nur glauben, heiß mich auferstehen, und zu. haßt und plagt die Welt mich leben, wo du bist. Deine Herrs gleich, wirst du mir nur einst erlau- lichkeit zu sehen, welche dir gegeben, dich zu seh'n in deinem Reichh. ben ist. onu 1999 mallon 606 12. August. DUE and sif Erlöse uns von dem Argen. Matth. 6, 13. Der Arge hat von Adams Verführung an, seinen Sinn noch nicht geändert. Er bleibt der Arge und ist Gottes und Christi Feind und Aller, die an Gott und Christum glauben. dojantum ad id bilme Mel. Alles ist an Gottes Segen. ner List; ja durch lügenhafte Leh1. Von der Wiege bis zum ren sucht er dein Wort zu verkehSarge feindet in der Welt der ren, das doch lauter Wahrheit ift. Arge uns um die Erlösung an; 4. Hilf uns, mächtiger Erlöser, weil er uns, mit Blut Erkaufte, denn sein Grimm wird täglich uns, auf Christi Tod Getaufte, größer, weil er kurze Zeit mehr Gib der Kirche Sieg auf nicht so selig sehen kann. mong hat. 2. Herr, erlös uns von dem Siege; ihr Gebet in diesem Kriege Bösen; denn du kannst allein erlö- dient an aller Waffen Statt. sen, der du Macht und Liebe hast. 5. Herr, erlös uns! wir sind Dort ist Ruhe, dort ist Immer mit dem Feind zu kämpfen, müde. und das Feu'r der Pfeile däm- Friede; pfen, ist den Christen eine Last. 3. Kann er nicht im Zorn uns fällen, braucht er List, sich zu verstellen, Welt und Fleisch dient sei- Hand. dort ist aller Feind verbannt. Hol' uns heim als deine Kinder; führ' uns ein als lleberwinder; gib uns Palmen in die u bio mod 13. August. 607 Ich verlasse die Welt und gehe zum Vater. Joh. 16, 28. TORE Was der Herr Jesus vor seinem Tode seinen Jüngern zum Trost gesagt hat, das ist noch jetzt den Glaubigen ein Trost, wenn sie die Welt verlassen. Mel. Jesus, meine Zuversicht auf dem Wege trinken; denn er 1. Jesus gieng zum Vater hin, hob das Haupt empor, daß der der uns selbst den Sohn gegeben, Tod die Kraft verlor. Jesus, daß ich eigen bin, gieng dahin auch mir zum Leben; war sein Hergang nicht für sich, ist sein Hingang auch für mich. 2. Ewig tam' ich nicht zu Gott; denn mich scheideten die Sünden. Nur durch eines Heilands Tob ist der Weg zu Gott zu finden. Jesu, dieser Weg bist du, und ich geh' gerade zu. der 4. Weil du nun beim Vater bist, ob der Tod dazwischen ist, darf wirst du mich auch zu dir ziehen; Denn ich gehe dir nur nach, der ich doch den Gang nicht fliehen. die Bahn zum Vater brach. 5. Jesu, halt' mich an der Hand, wenn ich an das Ufer trete; Herr mein Arm ist ausgespannt, 3. Gieng ich in den Tod hinein, daß ich dich um Hülfe bete. Weil müßt' ich in dem Bach versinken! ich doch dein eigen bin, führe mich aber Jesus konnt' allein davon zum Vater hin.md sh 608 14. August. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Matth. 18, 27. Wie wohl ist einer Seele, die dieses erfahren hat, und sich dessen im Sterben trösten kann. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Dwie hat der Schulden 1. Schuld und Strafe sind er- Menge mich in tausend Noth gelassen; Gott erbarmt sich über bracht; wie hat mir des Königs mich. Dieß Wort darf ich Sün- Strenge und mein Armseyn bang der fassen; und mein Glaube gemacht! Aber Gott ließ sich erfreuet sich. Lobe Gott, befreute bitten, da ich ihm den Fußfall Seele, diese Schenkung ist ja that, weil mein Bürge in der groß: Seine gnädigen Befehle Mitten selber für den Schuldner machen mich von Ketten los. bat. 2. Meine Rechnung ist vollendet, weil ein reicher Bürge tam, 4. Nunmehr darf ich wieder leben, kein Verkaufen ficht mich der sein theures Blut verwendet, an; Alles hat Gott mir vergeben, und die Zahlung auf sich nahm. Alles Jesus abgethan. Darauf Nicht ein Heller blieb mir stehen; kann ich froh erblassen: meine Millionen sind gebüßt. O wie Seele tröstet sich, Schuld und wäre mir geschehen, wenn ich Strafe sind erlassen, Gott er= selber büssen müßt'; barmt sich über mich. in 15. August. 609 Doch was ihr habt, das haltet, bis ich komme. Offenb. 2, 25. Wer ein väterliches Vermögen verthut, der macht sich nicht so unglücklich, als einer, der geistliche Gaben empfangen hat und nicht erhält. hill Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 1. Du Geist des Herrn, führ' es an; er fragt nach seiner 3. Auf Christi Zukunft kommt immerzu mir Christi Wort zu Gabe. Wohl dem, der da noch Herzen; das, was du hast, be- zeigen kann, was er behalten hahalte du, man kann es leicht ver- be; weh' dem, bei dem verloren scherzen. Wer Glauben, Hoffnung, ging, was er von hoher Hand Liebe hat, erhalte sie, und sey empfieng. Er kommt als ein nicht matt, bis daß der Herr Bergelter. wird kommen. Hi 2. Herr, was ich habe ist geschenkt; gieb Kraft, es zu behalten; du hast, und laß es dir nicht 4. Mein Herz, so halte, was der Glaube wird gar leicht ge- rauben. Geduld macht eine leichte fränkt, die Liebe kann erkalten, die Last, und Gnade krönt den GlauHoffnung wankt; führst du nur ben. Es sey auf deine Kraft fort, und stärkt dein Geist uns gewagt, mein Heiland, der ung durch dein Wort, so steht man zugesagt, du woll'st uns nicht wieder feste. verlieren. 16. August. Dem, der uns liebet und gewaschen hat von unsern Sünden mit seinem Blut, demselben sey Ehre und Gewalt in Ewigkeit. Off. 1, 5. 6. Das war Johannes Wort in der Trübsal und im Alter. Mel. Wer nur den lieben Gott läßtc. Geist sich in die Höh'; da sing' ich auch, wenn ich betrübt: dem sey die Kraft, der mich geliebt. 610 1. Bis an mein Ende will ich singen von Jesu Christo, der uns liebt. Ich will ihm Macht und Ehre bringen, die ihm sein ganzer Himmel gibt. Hier ist's Versuch, dort wird es rein und ohne fal sche Töne seyn. 2. Ja dem, der uns von unsern Sünden mit seinem Blut gewa schen hat, daß wir dort weiße Kleider finden und eine neuerner Freude; denn Christen trau4. Das sey mein Lied in meiern nicht allein: Ich bin ein Schäflein seiner Weide, ich bin die Herrlichkeit und Kraft, in seinem Blute rein. Ihm sey hier in meiner Pilgrimschaft. hier in meiner Pilgrimschaft. auch 5. Wenn mir die Zung' am baute Stadt, dem sing' ich hier Gaumen klebet, daß ich als frank im Glauben schon, als meinem Herrn und Gottes Sohn. nichts sprechen fann; so stimm' dein, Geist, der mich belebet, mein Gott, mir dieß im Herzen an: dir sey die Kraft und Herrlichkeit! so geh' ich singend aus 3. Das sey mein Lied auf mei nem Wege, den ich zu meiner Heimath geh'. Wird je mein Fleisch im Wallen träge, so schwingt mein der Zeit. 17. August. Wer überwindet, dem will ich zu essen des Lebens, das im Paradies Gottes ist. Verheißungen des treuen und wahrhaftigen Zeugen sollen uns ermuntern. giz dung mism 611 geben von dem Holz Offenb. 2, 7. Solche Mel. Valet will ich dir geben. 3. Doch wer will Böses hassen, 1. Wie gut ist's überwinden; muß ob dem Guten nie die erste die Worte sind gewiß: man wird Liebe lassen; denn Christus sieht zu essen finden vom Holz im Pa- auf sie. Laßt uns nicht müde radies. Man traue dem Ver- werden, so lang' zu tragen ist, sprecher auf sein Verheißen nur, bis daß man die Beschwerden so gibt er, was der Schächer beim Lebensholz vergißt. draak vom Kreuzholz her erfuhr. 2. Man muß mit Falschen krie- 4. Herr, wecke mich zur Buße, gen, und wenn sie noch so sein wo ich gefallen bin, denn fällt sich zu Aposteln lügen, so prüfe man dir zu Fuße, so wirfst du man den Schein. Sie spotten Niemand hin. oder toben, man habe nur Geduld. vergessen, was uns dein Mund O laß mich nie Wenn uns der Herr will loben, verhieß, und gib mir auch zu so sind wir ohne Schuld. essen vom Holz im Paradies. 18. August. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne fie, und fie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Joh. 10, 27. 28. 612 Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3. Ich will in mein Verderben 1. Mein Herz hört, guter Hirte, nicht mehr zurücke geh'n; ich will gern deiner Stimme zu; dein nicht wieder sterben, wie es ohn' Schäflein, das verirrte, sucht dich dich gescheh'n. So wirst du auch und findet Ruh'. So kennest du ganz fest in deine Hand mich auch mich; das Blut aus deinen fassen, dir nicht entreißen lassen, Wunden wird auch an mir ge- was dir sich überläßt. funden, dieß Zeichen trage ich. dip of 2. Ich folge deiner Gnade; wo 4. Der Sinn, den ich jetzt hadu gehst, geh' ich mit; ich seh' auf be, ist, Herr, von deiner Treu'; dich gerade, und du auf meinen hilf, daß er bis zum Grabe mir Tritt. Du wirst, Du wirst, wie du ver- unverrücket sey. So wird mein sprichst, auch mir, auch mir ein Wunsch erfüllt, mit dem ich froh Leben, ein ew'ges Leben geben, entschlafe, weil dort für deine weil du dein Wort nicht brichst. Schafe ein Lebenswasser quillt. 19. August. 613 Gott, unser Heiland, will, daß allen Menschen geholfen werde. 1 Tim. 2, 4. In diesen Willen sollen wir uns ja gern ergeben. Es ist doch der Wille Gottes, unsers Heilandes. Mel. Gott des Himmels und der Erden. so geht der Mensch verloren, bis 1. Daß kein Mensch verloren er's in der Qual bereut. werde, wollte Gott von Ewigkeit; wir sollen selig seyn, wirket GotDaß denn sonst hätte er die Erde nicht tes Geist allein. mit seinem Sohn erfreut; und sein Wort sagt's aller Welt, daß ihr Leben ihm gefällt. 2. Gott, laß deinen guten Willen dir zum Lob an mir gescheh'n. Was ich selbst nicht kann erfüllen, dafür wird mein Mittler steh'n. Was dein Rath zuvor bedacht, hat mein Herr, dein Sohn, vollbracht. 3. Grundbös ist der Mensch geboren, er will keine Seligkeit, und Zweiter Theil sen, o, so ist der Mensch verflucht, 4. Will uns Gott geholfen wisder nicht auf sein Heil beslissen, Gottes Hülfe ernstlich sucht. Gott, das Wollen wirke du, und dann gieb auch Kraft dazu. derbe; hilf mir beten, wenn ich 5. Hilf mir, daß ich nicht verschwach; hilf mir glauben, bis ich sterbe; hilf mir, daß ich froh erwach, und einst sing in meinem Theil: unsers Gottes ist das Heil. 41 614 20. August. Ich bin gewiß, daß der, an den ich glaube, mir meine Beilage bewahren wird, bis an jenen Tag. 2 Tim. 1, 12. Diese Beilage ist die Seele, die im Glauben dem Herrn Jesu übergeben wird. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Ich weiß, was er erwor 1. Ich weiß, an wen ich glaube, ben; ich weiß, wie er gestorben; er giebt nicht hin zum Raube, was wie hoch er sich gesetzt; da ist's ihm sich übergab. Er hat schon nun seine Sache, daß er ganz meine Seele, die ich ihm anbefehle. selig mache. Was sein ist, bleibt Er habe sie bis zu dem Grab. ihm unverletzt. 2. Ihm hab' ich sie zum Leben 5. So glaub ich auf's Gewiße im Glauben übergeben, als sein weil der, der es verhieße, es erkauftes Gut. Sollt er sie erst auch zu thun vermag. Mein Grund verlieren und nicht zum Leben steht unbeweget; was ich ihm führen? warum vergoß er denn hinterleget, bewahrt er bis an sein Blut. jenen Tag. 6. Ich weiß, an wen ich glaube; er nimmt einst aus dem Staubé lebt auf seine Macht; man leidet den Leib zur Seele hin. Herr, in der Gnade; stirbt man, so ist's kein Schade. Er nimmt die See len wohl in Acht. laß mur mich nicht wanken. Ich will dir ewig danken, wenn ich bei dir im Himmel bin. 3. Ihm glaubt man ohne Neue; man fleht auf seine Treue, man 21. August. 615 Nicht allein ste( die Kreatur), sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Röm. 8, 23. Edle Sehnsucht! 3. Erlöser! gieb mir deinen Geist, daß er mein Herz gewöhne, daß es nach dem, was eitel heißt, sich ja nicht ängstlich sehne. Mein Seufzen geh' allein nach dir, und keine Thräne steige mir, die nicht gen Himmel steiget. 4. Wir sind wohl Kinder aber 2. Wir, denen Gott die Erst- doch hier nicht, was wir einst linge des Geistes schon gegeben, werden. In jene Herrlichkeit wir warten auf das Schnlichste taugt noch kein Leib von alter. bei uns selbst auf ein Leben, als Erden. Wir seufzen dir in HoffKinder, die die Heimath freut, nung zu, verklär ihn bald, und als Erben großer Herrlichkeit, auf mach ihn du dort geistig, deinem unsers Leibs Erlösung. ähnlich. Mel. Ach Gott, vom Himmel steh ic. 1. Es seufzen nicht die Christen nur nach jener Stadt, der schönen; es ängstet sich die Kreatur selbst mit geheimem Sehnen. Ein Vieh weiß nichts, doch seufzt ein Vich still unter seiner eiteln Müh, und sehnt sich frei zu werden. 616 22. August. Ich bin dein, hilf mir. Ps. 119, 94. Wer eine Ansprache an Gott hat, daß er sein sey, und wo eine willige Uebergabe an ihn ist; da fehlt es nicht an einem zuversichtlichen Gebet, er wolle und werde helfen. atsnet. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. So lang ich hier noch walle, soll dieß mein Seufzer seyn; ich sprech bei jedem Falle: Herr, hilf mir, ich bin dein. 2. Wenn ich am Morgen wache, bei seiner Ruthe wein, so will ich 7. Wenn ich in Leidenstagen und schlafe Abends ein, befehl ich findlich sagen: Herr, hilf mir, ich Gott die Sache: Herr, hilf mir, bin dein. 6. Fühl ich mich schwach im Beten, und ist mein Glaube klein, soll mich dein Geist vertreten: Herr, hilf mir, ich bin dein. ich bin dein. 3. Geh' ich an die Geschäfte, 8. Will Satan mich berauben, bitt ich, daß sie gedeih'n, Ihn und macht die Welt mir Pein, um Verstand und Kräfte: Herr, ruf ich getrost im Glauben: Herr, hilf mir, ich bin dein. hilf mir, ich bin dein. 4. Will sich mein Fleisch vergehen, betrogen von dem Schein, so halt ich an mit Flehen: Herr, hilf mir, ich bin dein. 5. Wenn mich die Sünden kränken, so kann ich noch allein an den Versöhner benken: Herr, hilf mir, ich bin dein. 9. Macht auch mein Herz mir Grauen ich voll Vertrauen: Herr, hilf mir, ich der Herr sey nicht mehr mein, so seufz bin dein 10. In meinen letzten Stunden schätz ich mich heil und rein durch meines Heilands Wunden; er hilft mir, ich bin sein. 23. August. 617 Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Marc. 16, 16. Das ist das unveränderliche Grundgesetz im Reich Christi. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. läßst uns dir nicht rauben; da hat 1. Wer glaubt, wird selig wer- man allbereit im Glauben die Beden, wer nicht glaubt, wird ver- lebung, aus Gnaden die Vergedammt. Das sagt der ganzen bung, und so die Seligkeit. Erden der Herr durch's Predigt= amt. Denn er kann selig sprechen; er kann mit Feuer rächen, das unauslöschlich flammt. 4. Du hast dein Wort gegeben, daß man kann glaubig seyn; du giebst dein Blut zum Leben, das macht im Glauben rein; wenn wir zum Vater treten, läßst du in uns im Beten den Geist des Glaubens schrei'n. 2. Ich kenn, Herr, deine Rechte und deine Macht dabei. Vom menschlichen Geschlechte ist hier nicht Einer frei. Ich weiß, wie reich die Gnade; ich weiß, wie groß der Schade bei deiner Ordnung sey. 5. Herr, hier ist meine Seele, ach halt sie in der Acht, daß ihr der Glaub' nie fehle, bis ich den Lauf vollbracht; dann laß mich auf mein 3. Du schaffst es, daß wir glau- Flehen, wenn's ausgeglaubt ist, ben, daß uns die Taufe freut, und sehen, wie selig Jesus macht. 618 24. August. Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode. Offenb. 2, 11. Auch wir werden durch dieß Wort zur Standhaftigkeit aufgerufen, daß wir nur den zweiten und nicht den ersten Tod fürchten. Mel. Ruhet wohl, ihr Todtenbeine. 1. Seelen, seht auf die Beloh nung, die ein Ueberwinder hat. Läßt die Welt euch keine Wohnung, bleibt sie euch in Gottes 4. Hofft, euch soll kein Leid geStadt. Habt ihr Drangsal, send schehen; sterbt ihr, so hat's feine zufrieden, Ruh' ist euch bei Gott Noth. In dem ersten Auferstehen beschieden. seyd ihr frei vom zweiten Tod. 2. In der Armuth dieses Le- Aber die von Satans Schule friebens nennt euch euer Herr doch gen Theil am Schwefelpfuhle. reich. Lästern sie, fie thun's vergebens, der Wahrhafte kennet euch. Der euch in sein Reich verseßte, ist der Erste und der Letzte. 5. Du warst todt und bist lebendig, Jesu, Christe, Gottes Sohn! mache du mich selbst beständig, und getreu bis zu der Kron. Schnaubt gleich Hur und Thier mit Morden, lebt man doch was vorhanden, seyd getreu bis in den Tod. Denn der König auf dem Throne widmet euch die Lebenskrone. 3. Wenn man euch mit Schmach und Banden schon auf wenig Tage droht; fürchtet nur nichts, von deinen Worten. 25. August. 619 Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind. 1 Joh. 4, 1. Je näher Chrifti Zukunft uns ist, je nöthiger ist diese Warnung. Der Widerchristen werden viel. Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. 1. Ihr Lieben, prüft die Geister, und glaubt nicht jedem Geist. Nur der ist unser Meister, der Jesus Christus heißt. Der Geist ist nicht von Gott, der Jesum nicht bekennet. Was sich von Jesu trennet, ist eine Lügenrott. selig ohne ihn. Habt ihr an ihm nicht Theil, geht ihr ohn' ihn verloren; ihr irrt, ihr weisen Thoren! in ihm nur ist das Heil. 4. Herr, dich will ich bekennen, dich, Jesum, Gottes Sohn; dich meinen Heiland nennen; dich ehren auf dem Thron. Lehr du mich 2. Wenn auch ein Engel käme, immerhin die Höhen und die Tieund hielt von Jesu nichts, hält fen der Widerchristen prüfen, bis man mit Recht von deme, er sey ich dort bei dir bin. kein Geist des Lichts; und wär auch alle Welt des falschen Geist's Geselle, was wär's, da alle Hölle von Icsu auch nichts hält? 5. Dein Geist zeugt meinem Geiste, daß Christus in mir sey, daß er mir Beistand leiste, und macht mich irrthumsfrei. Denn Christi Wahrheit steht im Tod, in dem Gerichte, und ewighin im Lichte, wenn diese Welt vergeht. 3. Send stolz, ihr weisen Thoren, sprecht hoch und dünket fühn, bleibt Fleisch, vom Fleisch geboren, scheint O 26. August. Die Schrift kann nicht gebrochen werden. Joh. 10, 35. Menschen- Schriften werden durch Gewalt oder Lügen, von Menschen oder dem Teufel, endlich von der Zeit oder dem Tod gebrochen. Die Schrift von nichts. 620 Mel. Herr Jesu Christ, mein's c. 5. Schreib, Jesu, selbst dein 1. Nur Jesus ist der Punkt der Wort in mich; bleibt dieß in mir, Schrift, auf den ihr ganzer Um- so kenn ich dich. Wer dich erfang trifft; die Schrift, bis er der kennt, wird nicht zu Spott; wer Welt erschien und bis er kommt, dich nicht hat, hat keinen Gott. zielt ganz auf ihn. 6. Durch's Wort verkläret dich 2. Was aller Grimm der Hölle dein Geist, daß unser Herz erschäumt, was aller Wiß der Men- leuchtet heißt, wie du auf Erden schen träumt, ist schwache Macht für uns litt'st, und in dem Himund leerer Wahn, weil nichts ihm mel für uns bitt'st.. sein Wort tilgen fann. 7. In dir, Herr Jesu, fehlt 3. Er bleibet doch der Kirche mir's nicht; eh' bricht mein Herz, Haupt; er macht doch selig, wer als dein Wort bricht, daß, wer an ihm glaubt; er ist doch Richter dich glaubt, selig sey; dieß macht aller Welt, die nichts auf seine im Tod vom Tod mich frei. Worte hält. 4. 3hr Feinde, widerstrebt dem Wort, es steht und siegt und wirkt noch fort; ihr Glaubige, hangt nur daran, weil dieß euch selig machen kann. 8. Auf dein Wort sterb ich Trostes voll, dieweil ich auferstehen soll; o da wird herrlich offenbar, du seyst der Herr, dein Wort sey wahr. 27. August. 621 Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, womit ihr auslöschen könnet alle feurigen Pfeile des Bösewichts. Ephes. 6, 16. Mit der Vernunft wird man die Feuerpfeile nicht löschen; aber mit dem Glauben. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe c. zeugt; dieß Zeugniß, das mein 1. Sey start mein Herz! Ge- Geist empfind't, macht, daß der fahr ist da; ergreif des Glaubens Arge schweigt. Schild; der Feind ist mit Geschos- 6. Ich glaube, daß sein Geist sen nah, die er mit Feuer füllt. mich treibt, daß Abba in mir's 2. Ich glaube Jesum, Gottes spricht und Glauben wirkt, der Sohn, d'rauf leb' und sterbe ich. fieghaft bleibt. Spricht Satan dieser Wahrheit Der Böswicht Hohn, sie ist der Schild für mich zwingt mich nicht. 3. Ich glaube, Jesus sey mein Herr, der mich so theu'r erkauft; hievon bringt mich kein Lästerer: ich bin auf ihn getauft. 4. Ich glaube, Goit hat mich geliebt und mit sich selbst versöhnt; dieß ist's, wenn mich der Drach betrübt, das mir zur Freude dient. 5. Ich glaube, ich sey Gottes Kind, weil mir sein Geist es Blut vollkommen waschen kann. 7. Ich glaube, daß mich Christi Macht Jesus meine Sache gut, was geht's den Teufel an! daß Gott doch Vater sey; er liebt und 8. Ich glaube bei der Züchtigung, sucht nur Besserung. Schweig, Lügner, Gott iſt treu! 9. Ich glaube, daß mein Heiland lebt, und sterb auf dessen Wort, der einst mich Satan fort. aus dem Staub erhebt. Das treibt den 28. Angust. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Phil. 4, 5. 6. Glaube, daß der Herr nahe ist, macht sorgenfrei. 622 Mel. Alles ist an Gottes Segen. da; daß nicht meiner Sorgen 1. Nur für dieses Leben sorgen, Hecken deines Wortes Frucht machet keinen guten Morgen, aber verstecken. Sage mir: der Herr manche böse Nacht. Nur um je ist nah. nes Leben sorgen, bringt einst cinen frohen Morgen, wenn man aus dem Grab erwacht. 4. Reich in guten Werken werden, das sey mein Gesuch auf Erden; and're Sorgen taugen 2. Mein Gott, fehlt es mir an nichts. Laß in sehnlichem VerlanGaben, wünsch ich dieß und jen's gen mich mit ganzem Herzen hanzu haben, lehr mich ohne Kummer gen an dem Erbtheil jenes Lichts. seyn, und dir in gelass'nen Bitten 5. Da ist Reichthum, der recht mein Verlangen auszuschütten; wichtig; da ist Leben, das nicht denn du hörst und hilfft allein. flüchtig. Jesu, dahin ziehe mich. 3. Lehr mich ohne ängstlich Kla- Um die Güter jenes Lebens iſt gen, dir vergnügten Dank zu sa- das Flehen nicht vergebens, und gen, schon für das, was wirklich der Dank währt ewiglich. 29. August. 623 Siche! dein König kommt zu.dir. Matth. 21, 5. Das Herrliche bei diesem königlichen Einzug ist sein herrliches Evangelium und seine herrliche Gnade, die er mitbringt. Das ist dem Glauben herrlich. Mel. Meinen Jesum laf' ich nicht. 1. Sieh! dein König kommt zu dir. Seele, das sind frohe Worte. Sprich: mein König, komm zu mir; fich, ich öffne dir die Pforte; zich mit deiner Sanftmuth ein, was du findest, das ist dein. 2. Komm, ich bin dein Eigen thum schon seit deinem Wasserbade. Komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade. Du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. daß die Sünde hat entweihet; mach' mit deinem Opferblut Alles wieder rein und gut. 4..Komm in deinem Abendmahl, das du uns zu Heil gegeben, Fleisch und Blut vom Kreuzespfahl, dadurch du in uns willst leben. Komm, Herr Jeſu, leb in mir, und mein Leben sey in dir. 5. Komm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet ver 3. Komm und räume Alles aus, tritt und des Königs Willen lehwas du hasfest und mich reuet. ret, daß ich bis auf jenen Tag: Komm, und reinige dein Haus, komm, Herr Jesu! rufen mag. 30. August. Vater, nicht was ich will, sondern was du willst. Marc. 14, 36. Dessen sollen wir uns freuen, daß der Herr Jesus nach des Vaters Willen den Kelch getrunken, und seinem Willen uns zum Heil sich übergeben. 624 Mel. O Purchbrecher aller Bande. 3. Tilg in mir das Widerstre1. Vater, dein Will' soll ge- ben gegen deiner Gnade Zucht, schehen, und der meine soll nicht dem mich ganz zu übergeben, der seyn. Dein Will' ist mein Wohler- mein Seligwerden sucht. Kommen gehen, nur der meine stimmt nicht uns einst solche Triebe durch dein ein. Bin ich Kind, so soll ich Wirken in den Sinn, gleichbald wollen, was der liebe Vater will. giebt man deiner Liebe sich mit Kinder die gestäupt seyn sollen, frohem Herzen hin. halten auch im Weinen still. 4. Giebt der Vater dann Befehle, 2. Jesu, der des Vaters Willen so gehorcht man seinem Herrn; lebend uns geoffenbart, und im schickt er Kreuz, und prüft die Tod ihn zu erfüllen, bis zum Kreuz Seele, leid't sie auch die Ruthe gehorsam ward, o wie hast du mir gern. Soll sie früh nach Hause gedienet! dein Gehorsam bis zum gehen, stimmt sie voller Hoffnung Tod hat mit Gott mich ausge- ein: Vater, dein Will' soll gesöhnet, da die Hölle mir gedroht. schehen, daß ich solle selig seyn. 31. August. 625 Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna, und will ihm geben einen weißen Stein, und auf dem Stein einen neuen Namen geschrieben, den Niemand kennet, denn der ihn empfähet. Offenb. 2, 17. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 5. Lehrt die Welt, wie Bileam, 1. Wer ein Ohr hat, höre dieß; daß man ohne Furcht. und Scham was der Geist sagt, ist gewiß: auch vom Gößenopfer ist, halb reich beschenket wird ein Christ, ein Heid und halb ein Christ. der ein Uleberwinder ist. 6. Oder kleidet sie sich sein, daß 2. Jesus theilt ihm in der Ruh sie unter Engelschein fleischlich lebt vom verborg'nen Manna zu; wer und geistlich spricht: Seele flich davon ist, wird erfreut, denn er und trau ihr nicht.- lebt in Ewigkeit. 3. Ja, auf einem weißen Stein soll sein neuer Name seyn, wel chen sonst kein Fremder kennt, als nur der, den Jesus nennt. 4. Seelen, das ist Kämpfens werth, wenn uns Jesus so beehrt. Straft er uns, so laßt uns nun, wo wir fehlten, Buße thun. 7. Treuer Heiland, halte mich nur allein und fest an dich, so macht mich kein Aergerniß untreu der ungewiß. 8. Mach' durch deines Geistes Kraft meinen Glauben dauerhaft; bind mein Herz an deine Schrift, daß mich nicht dein Schlachtschwert trifft. warne mich, so eckelt mir. Mein Verlan9. Setzt die Welt mir etwas für; gen laß allein nur nach jenem Manna ſeyn. 626 1. September. Es ist leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Matth. 19, 24. Dieß soll uns warnen, daß wir nicht seyen, wie jener Jüngling. Mel. Jesus, meine Zuversicht. laß mich's an dem Reich nicht 1. Reichen dieser Welt wird hindern. Lieber wollt ich arm schwer, sich in Gottes Reich zu und klein, als des Reichs nicht dringen. Eh wird durch ein Na- fähig seyn. delöhr ein Kameel den Rücken zwingen. Denn die Pfort ist eng und klein, und kein Reicher will hinein. 4. War es doch dein Gnadenzug, mich zur Pforte hinzuweisen; gieb mir nun Gewalt genug, auch dein Reich an mich zu reißen. Bleibt das and're schon zurück, wenn ich nur mein Ziel erblick. 2. Mein Gott, gieb mir einen Sinn, der nicht reich zu seyn begehre; wenn ich je auch lüstern 5. Mache mir mein Sterben bin, warne mich durch Christi leicht, daß mich in der Welt nichts Lehre. Denn ein täglich Brod und halte. Wenn dein Geist nicht von Kleid ist genug auf diese Zeit. mir weicht, so vergeß ich gern 3. Wirfst du ir auch Vieles das Alte. Mach mich dort reich, zu, etwa mehr als manchen Kin- wo du bist, weil dir nichts undern; Vater, so bewahr mich du, möglich ist. 2. September. 627 Es müssen Rotten unter euch seyn, auf daß die, so da rechtschaffen sind, offenbar werden unter euch. 1 Cor. 11, 19. Die vielerlei Rotten sollen uns nicht bewegen. Dadurch wird Gold von Schlacken geschieden. Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu sc. 3. Nur er soll mir zur Weis1. Es müssen je auch Rotten heit seyn, sonst acht' ich keiner sevn; das macht uns kein Gewirre. Gaben; er zur Gerechtigkeit allAn solchen offenbart sich sein, wer ein, die ich vor Gott kann harecht geht, und wer irre. Die ben; er einig mir zur Heiligung, Gnade macht die Seelen fest, daß und nach des Worts Versicherung man sich And're trennen läßt, und er selber zur Erlösung. bleibt an Jesu hangen. 2. Das Wort und Christus in 4. Nur diese Wahrheit macht dem Wort, das soll mein Leit- mich frei: die ist's, auf die ich stern bleiben. Was davon führt, sterbe. Sein Geist lehrt sie und das gehe fort, mich soll es nicht zeugt dabei, daß ich mit Christo abtreiben. So bleibt mein Herz erbe. Es schwärmen Notten her in seiner Ruh; das Wort führt und hin; weil ich auf diesem mich dem Sohne zu, der Sohn Felsen bin, so kann mein Bau mich zu dem Vater. nicht fallen. 3. September. Siehe meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt dürsten; meine Knechte sollen fröhlich seyn, ihr aber sollt zu Schanden werden 2c. f. 65, 13. 14. Großer Unterschied. 628 Mel. Durchbrecher aller Bande. 1. Herr, Herr, du hältst ob dem Rechte, und sagst nichts vergeblich zu; du belohnest deine Knechte, deine Feinde strafest du. Laß mich dein Wort nicht vergessen, schärf es mir, so seh' ich's ein: meine Knechte sollen essen, aber ihr sollt hungrig seyn. 3. Sieh, es sollen die Getreuen jauchzen vor vergnügtem Muth: ihr sollt heulen, ihr sollt schreien, wenn mein Zorn euch wehe thut. Herr, so sehr sind unterschieden, die du hassest oder liebst, wenn du Knechten Ruh und Frieden, und den Feinden Rache giebst. 4. Lehr mich dir in Hoffnung 2. Ich will meine Knechte trän- dienen unter Thränen, Durst und ken, bis sie von der Wollust satt; Schmach. Wenn die Zeit des euch soll Durst und Mangel frän Lohns erschienen, folgt gewiß fen, wo man nichts zur Labung das Gute nach. Wie ein Knecht hat. Meine Knechte sollen Freude sich nach dem Schatten, also ſehn und die höchste Ehre seh'n; aber ich mich dahin, wo ich ewig, ohn' ihr im tiefsten Leide sollt mit lauter Ermatten, satt und froh und Schanden steh'n. jauchzend bin. 4. September. 629 Er ist ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Uebertretungen, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfahen. Hebr. 9, 15. Gottlob! Mel. Valet will ich dir geben. zum Erben an? Ja, ja, ich darf 1. So ist's denn ewig feste, das es glauben, dein Wort hat mir's neue Testament; der Mittler hat vergönnt; ich steh', wer will mir's das Beste zur Stiftung angewend't. rauben? In Christi Testament. Sein Tod ist nun geschehen; wir erben himmlisch Gut, und ob wir's noch nicht sehen, versiegelts doch sein Blut. 4. Ich glaub es dann von Herzen; mein Herz ist Trostes voll. O laß mich nicht verscherzen, was ich ererben soll. Hilf, Gott, daß dein Kind wandelt als Erbe von dem Licht. Was Esau roh verhandelt, bleibt, ob er weint, ihm nicht. 5. Bin ich fein Erb auf Erden, so wart ich in Geduld; mir soll ein bess'res werden durch meines Mittlers Huld. Wenn ich im Glauben sterbe, so sterb' ich reich und gern; ich sterbe als ein Erbe du mich arme Made denn auch von einem großen Herrn. Zweiter Theil. 3. O Jesu, welche Gnade! was hast du uns gethan! nimmst 42 2. Die Sünden sind vergeben, begnadigt sind wir jetzt; wir sind vom Tod in's Leben durch Christi Tod versetzt; wir sind erlöst vom Fluche, das fonnt der Mittler thun, und in dem Lebensbuche steh'n uns're Namen nun. 5. September.. Gott hat uns mit ihm selber versöhnet durch Jesum Christum, und das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 2 Cor. 5, 18. Einen Versöhner wissen, macht ein gar sanftes Krankenlager. 630 Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. So legt sich die Bedienung 1. Wie elend müßt ich sterben! des Worts von der Versöhnung wie würde mein Verderben so recht an dem Herzen an, daß solunvermeidlich seyn, wenn auf dem ches auf's Versprechen von der Sterbebette ich keinen Heiland Vergebung, brechen, und dort ein hätte, und wäre Jesus nicht auch Leben hoffen kann. mein. 5. Das ist ein Trost den Kran2. Was wäre mir gedienct, daß ken, daß man sich in Gedanken man, als unversöhnet, mich einen stets des Versöhners freut; der Menschen nennt? wenn über Men Glaube lernt ihn halten, läßt schenkint rn der Zorn, als über Gottes Gnade walten, die waltet Sündern, bis in die tiefste Hölle bis in Ewigkeit. brennt? 6. Herr, laß mein Sterbebette 3. Nun ist das Heil erworben, mir eine Ruhestätte zu deinen da der für uns gestorben, der ohne Füßen seyn. Dein blutiges VerSünde war. Da ward, weil er söhnen laß mir zum Trostgrund sein Leben für Sünder hingege- dienen, so geh' ich zu dem Leben, die Liebe Gottes offenbar. ben ein. 6. September. 631 Wer überwindet, und hält meine Werke bis an's Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und will ihm geben den Morgenstern. Offenb. 2, 26. 28. Diese Verheißung soll uns in der Treue Muth machen. Mel. Aus meines Herzens Grunde. und die das Wort des Herrn im ganzen Thun bewahren, die läßst du einst erfahren, du seyst der Morgenstern. 1. Herr, ziehe mich mit Stärke bis an mein Ende an, damit ich deine Werke stets mehr bewahren fann; gieb unter deiner Huld, auch wenn sich Feinde finden, durch dich zu überwinden mir Treue und Geduk. 4. Du prüfest uns're Nieren, und kennst der Herzen Rath; du strafft die, die verführen, giebst jedem nach der That. Mein Herr, cr2. Laß gegen Aergernisse mich forsche mich, laß mich bis zumunbeweglich seyn, giebt man das Erkalten Geduld und Glauben Gift gleich süße für wahren Ho- halten; ich kanns nicht ohne dich. nig ein; und will der falsche Geist es tiefe Weisheit nennen, laß mich davon nichts kennen, was dein Wort Lügen heißt. 5. Herr, deinen Geist zu hören eröffne mir das Ohr, und leucht mit deinen Lehren in allem Werk mir vor; laß mich, von Lügen fern, in deiner Liebe stehen; dort gieb dich mir zu sehen, den hellen Morgenstern. 3. Die Sieger zu belohnen, giebst du den harten Stab einst über Nationen, wie dir dein Vater gab; 632 7. September. In dem Neujerusalem wird der Tod nicht mehr seyn, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerzen wird mehr seyn; denn das Alte ist vergangen. Offenb. 21, 4. Das macht die Welt uns bitter, und den Himmel süß. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. nen sich entzwei. Dort lebt man 1. Hier ist nicht gut zu leben, froh und stille, dort ist der Sinn man lebt in Todespein. und Wille bei Allen einerlei. Jesus einst wird geben, wünscht mein Geist hinein. Das Alte ist vergangen, dort, wo wir hin verlangen, dort wird der Tod Was da nicht seyn. 4.. Hier nagt der Schmerz der Glieder, den oft das Mittel mehrt. Dort legt kein Schmerz uns nieder, die Leiber sind verklärt. Wie 2. Hier ist lang zu bedauern, sanft ist da zu leben! Laß uns wer lang zu leben hat; die Seele wird von Trauern in bangen Nächten matt. Dort geht man nie im Leide, dort wechselt nicht die Freude, man lebt in Gottes Stadt. nach diesem streben, es ist des Ringens werth. 5. Herr, ziehe meine Triebe im Leiden auch dahin; denn wenn ich dich nur liebe, ist Alles mein Ge3. Hier hört man täglich klagen, winn. So sterb ich doch im Frieein jämmerlich Geschrei, daß Men- den, daß ich, auf dich verschieden, schen Menschen plagen, und tren- bei dir im Leben bin. 8. September. 633 Die mit Thränen säen, werden mit Freuden erndten. Sie gehen hin- und weinen, und kommen mit Freuden. Ps. 126, 5. 6. Ich gedenke, es habe noch keinen Christen gegeben, der ohne Thränen gewesen. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. Es schämt sich keiner Thränen, wen Gott zum Kind erwählt. Will sie die Welt verhöhnen, genug, daß Gott fie zählt. 2. Herz, laß dein Wasser steigen, das dir von Grunde quillt; laß diese Tropfen zeugen, von was du seyst erfüllt. 3. Wenn dich gereuet hätte, daß du viel Bös gethan, so neße bald dein Bette mit Bußethränen an. 4. Komm nur mit Magdalenen zu deines Heilands Fuß, und bring von Liebesthränen ihm einen ganzen Guß. 5. Drückt dich so mancher Jammer, so suche bei ihm Ruh, und wein in deiner Kammer; er schweiget nicht dazu. 6. Mein Jesu, mir ist's tröstlich, du weintest mir zu gut; mach' meine Thränen köstlich durch dein Versöhnungsblut. 7. Laß mich um Nichts sonst weinen, als nur um dieß allein, bei dir und bei den Deinen in Ewigkeit zu seyn. 8. Gieb, daß, so lang ich walle, dein Zuspruch mich erfrischt, daß Gott die Thränen alle einst von den Augen wischt. 9. Muß ich die Wangen feuchten, laß nach dem Abend lang dein Licht am Morgen leuchten, und sey mein Lobgesang. 10. Wie wohl wird's uns ergehen, wenn Gott uns dort erlaubt, mit heiterm Aug zu sehen, den man hier thränend glaubt. 9. September. Ueber die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnaden und des Gebets. Zach. 12, 10. Diese Verheißung währt noch fort, und wir sollen um deren Erfüllung auch an uns bitten. 634 Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. Straft mich mein Herz, 1. Den Geist der Gnaden und bleib er in mir mit mächtigem Gebets will der Erlöser schenken, Vertreten. Lockt mich die Welt, er ruft in uns, und Gott ver- lehr er dafür mich um Verwahstehts, was wir kaum selbst geden- rung- beten. Im Leiden helf er ken. Gieb, Jesu, mir, was du ver- mir fein still zu beten: Vater, heißst; laß, Vater, deines Sohnes nicht mein Will, bein Wille soll Geift in mir auch Abba rufen. geschehen. 2. In Buße lehr er mich die 4. Bin ich nun meinem Ende Knie um die Vergebung beugen; nah, woll' er mich nicht verlassen. im Glauben woll er je und je Er helf mir in dem Ringen da mir meine Kindschaft zeugen. Bet den Heiland glaubig fassen. Da ich nicht, was und wie ich soll, sey die Gnade mächtiger; mein mach er mein Herz von Seufzern letztes Seufzen wirke er. So ist's voll, die unaussprechlich heißen. in Christo Amen. 1 10. September. 633 In allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes. 2 Cor. 6, 4. Das gehet nicht nur die Diener an dem Worte an; sondern es gilt allen Christen, die als Knechte auf ihren Herrn warten, bis er kommt. Mel. Herr höre, Herr erhöre. 4. Scheint in den Tod gegeben, 1. Jhr, die ihr Gott nun die- und siche nun, wir leben; gezüchnet, der euch mit ihm versöhnet, tigt, doch nicht todt; als traurig beweist euch, weß ihr seyd. Im ob dem Leide; doch allezeit in Leiden tragt geduldig, im Wandel Freude, die Freude bleibt auch in lebt unschuldig, daß ihr Gott mehr der Noth. als Menschen scheut. 5. Zählt man euch zu den 2. Im Kampf seyd heldenmü- Armen, ihr seyd nicht zu erbarthig; seyd keusch, gerecht und gü- men, ihr seyd und machet reich; tig, dient Gott im heil'gen Geist; ihr scheint als die nichts haben, zeigt ungefärbte Liebe in Gottes und habt die größten Gaben, Kraft und Triebe, und in dem denn was ihr habt, das bleibet Wort, das Wahrheit heißt. euch. 3. Nehmt als des Heilands Knechte die Waffen in die rechte, und in die linke Hand; durch Ehre und durch Schande; der Welt als Unbekannte, durch Gott und Christen wohl bekannt. 6. Herr, der du mich versöhntest, und mir mit Blute dientest, pflanz solchen Sinn mir ein; so wart ich dein in Treue; dir dient man ohne Reue; wo du bist, wird dein Diener seyn. 636 11. September. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sey mit euch Allen! Amen. 2 Cor. 13, 13. Das sollen wir uns täglich wünschen, so wird es geschehen, und Amen seyn. Mel. O Jerusalem, du Schöne. meine Schuld vergiebt. Vater, 1. All' mein Wünschen geht auf dein Kind ruft zu dir: deine Gnade; denn von Gnade lebet Gnade sey mit mir! man, und mein Glaube nimmt gerade sie als angeboten an. Gott, mein Geist verlangt nach dir: deine Gnade sey mit mir! 2. Unaussprechlich ist die Gnade, die uns Sünder selig macht. So hat mich im Wasserbade Vater, Sohn und Geist bedacht; und ich seufze nur nach dir. Gottes Gnade sey mit mir! 4. Unaussprechlich ist die Gnade, daß der Sohn auch für mich starb, und im allerhöchsten Grade mir mein Herz ruft zu dir: deine mein Heil mit Blut erwarb. Jesu, Gnade sey mit mir! 5. Unaussprechlich ist die Gnade, daß der Geist mich kräftig rührt, und mich auf dem Lebenspfade richtig zu dem Himmel führt. Darauf leb' und sterb' ich hier, 3. Unaussprechlich ist die Gnade, daß der Vater mich geliebt, und mir sündenvoller Made alle Amen, Gnade sey mit mir! 12. September. 637 Wer überwindet, soll mit weißen Kleidern angethan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und will seinen Namen bekennen vor meinem Vater. Offenb. 3, 5. Mel. Wer weiß wie nahe mir mein sc. delt findet, der wird dort herrlich 1. Den Namen haben, daß man angeihan. Mein Herz, hiedurch lebe, und todt seyn, ist ein falscher sey aufgeweckt, daß Fleisch und Ruhm.. O daß mir dieß Erwe- Welt dich nicht befleckt. ckung gebe zu einem wahren Christenthum! Vor Christo gilt fein leerer Schein; so, wie ich heiße, soll ich seyn. 4. Man reinigt ja sich nicht vergebens; der Nußen zeigt sich im Gericht; der Herr löscht aus dem Buch des Lebens der Ueberwinder Namen nicht; und wer ein Ohr hat, höret dieß, des Gei2. Herr, du weißst aller Menschen Werke; ach, gieb mir auch von deinem Geist, daß ich auf stes Reden sind gewiß. deine Worte merke, und suche das, was du verheißst. Was sterben will, das stärke du, so nimmt mein Leben immer zu. 5. Der Herr wird sie die Seinen nennen, die Namen seiner Jüngerschaft vor seinem Vater selbst bekennen, und vor den Engeln seiner Kraft. Da werden einst die Kleider rein, das wird 3. Wach auf, mein Herz! wer überwindet, dem zieht er weiße Kleider an; wen er hier unbesu- ein guter Name seyn. 13. September. Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Offenb. 22, 6. Denn es sind Worte des Wahrhaftigen. Der Teufel ist ein Lügner; und durch seine Verführung sind alle Menschen Lügner. Gottes Wort ist Wahrheit. 638 Mel Das alte Jahr vergangen ist. 5. Herr Jesu, wenn des Irr1. Herr, dein Wort ist gewiß thums Kraft bald den bald jenen und wahr, und wenn sich gleich an sich rafft, laß meinen Glaudie finst're Schaar der Hölle scharf ben ganz allein auf dein Wort da widersetzt, so bleibt dein Wort, fest gegründet seyn. und siegt zuleßt. 6. Dein Wort sagt mir, du 2. Das Wort von dir, als Got seyst getreu, und stehst uns in tes Sohn, steht fest, und du sigst Versuchung bei, daß keine über auf dem Thron, und stürzest in uns entsteh'n, die über das Verden Schwefelpfuhl den Drachen und das Thier vom Stuhl. 3. Das, was du in dem Wort verheißst, versiegelst du durch deinen Geist, man glaubt, und hofft, und sieht noch nichts, und erbt doch als ein Kind des Lichts. 4. Herr, wenn auch fünftig der Prophet zu seinen Lügen Zeichen thät, daß von dem Himmel Feuer fiel, vereitelt doch dein Wort sein Spiel. mögen geh'n. 7. Dein Wort sey mir im Streit mein Schild, in allem. Thun mein Musterbild, in Finsterniß mein sichy'res Licht, im Leiden meine Zuversicht. 8. 3um Sterbetrost, zur Lebenskraft am Ende meiner Pilgerschaft, daß ich im Himmel froh erfahr, dein Wort, Herr, sey gewiß und wahr. 14. September. 639 Christus hat uns ein Vorbild gelassen, daß wir nachfolgen sollen seinen Fußstapfen. 1 Petr. 2, 21. Der Weltsinn macht alle, auch närrische Moden nach, und alle Sünden; ein Christ sieht auf seinen Herrn. Mel. Gott sey Dank in aller Welt.. trieb, so bezeugt er mir dabei, 1. Jesus Christus gab sich uns daß mir das ein Beispiel sey. selbst zum Vorbild alles Thuns, sein Wort stellet ihn uns dar, ich soll seyn, wie Jesus war. 2. Sein Verläugnen lehrt mich klein, seine Demuth niedrig seyn, seine Sanftmuth stete Huld, sein Gehorsam die Geduld. 3. Wie er ohne Haß geliebt, stets getröstet, nie betrübt, und auch Feinden Gut's gethan, weist er mich zu gleichem an. 4. Wenn er Gottes Willen that, wenn er stets zum Vater bat, wenn er nichts als Wahrheit sprach, heißt das: folge du mir nach. trank, und es heiligte mit Dank, 6. Wenn er mäßig aß und spricht mir sein Erempel zu: wie er lebte, lebe du. 7. Lieber Meister, lehr mich's nun, ohne dich kann ich nichts thun; unter deines Geistes Zucht bringt mein Glaube solche Frucht. 8. Viele folgen ihrem Sinn; aber Herr, wo soll ich hin? Du bist Christus, Gottes Sohn, wer dir folgt, hat großen Lohn. 9. Gabst du nach vollbrachtem Lauf, deinen Geist mit Beten auf, 5. Wenn er allzeit standhaft gieb auch, daß durch deine Treu blieb; nur das Wort vom Reiche mein End, wie dein Ende sey. 640 15. September. Sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihres Zeugnisses, und haben ihr Leben nicht geliebet bis in den Tod. Offenb. 12, 11. Wie jene überwunden haben, so überwinden wir auch. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Kämpfet dann, wir werden 1. In dem Himmel sang man siegen. Christus giebt uns Recht Lieder, und die sang der Sieger und Macht, sein Wort dämpft des Schaar, weil der Widerpart der Mörders Lügen, in dem LammsBrüder nun hinausgeworfen war. blut wird's vollbracht. Laßt uns Denn sie hatten Recht gefunden, nicht das Leben lieben, liebt den, weil sie Glauben ausgeübt, durch des Lamms Blut überwunden, und ihr Leben nicht geliebt. der das Leben heißt, unser Nam ist eingeschrieben, und das Pfand ist Christi Geist. 2. Jeho plagt der Drach die 4. Stärk uns, Herr, mit deiErde, richtet Weh und Jammer nem Blute, und durch's Wort, an, schärft den Grimm auf Chri- das Wahrheit ist. Uns fehlt nichts sti Heerde, weil er's nicht lang am Glaubensmuthe, wenn du, treiben kann. Giebt er da den Held, nur mit uns bist. Dem, der Stuhl dem Thiere, sauft die Hure unter Jesu frieget, mag fein sich voll Blut. Ist doch, daß er Sterben schrecklich seyn, Christi nichts verliere, Christus uns für Blut und Zeugniß sieget, und er Balmen gut. führt zum Himmel ein. 16. September. 641 Zu der letzten Zeit werden Spötter seyn, die nach ihren eigenen Lüsten des goktlosen Wesens wandeln. Fleischliche, die keinen Geist haben. Jud. 18, 19. So schön sind unsere Zeiten geartet. Mel. Ach, was soll ich Sünder machen. Geist. Wir sind durch die Gnade 1. In dem Lauf der letzten Zei- Christen, deren Fleisch sammt seiten kommt ein Schwall von argen nen Lüften mit dem Herrn geLeuten; denn es werden Spötter freuzigt heißt. seyn, Menschen, die nach ihren Lüsten in Gottlosigkeit sich brüsten, und den Richter nicht mehr scheu'n. 4. Wenn wir denn im Geiste leben, laßt uns nach dem Wandel streben, der der Salbung würdig ist. Denn der Richter jener Spötter ist der Glaubigen Erretter, und mit Christo lebt der Christ. 2. Christen, laßt die Spötter fahren, wie die, die vor ihnen waren, welche Fluth und Gluth ver- 5. Jesu, mach' uns fest im schlang. Lange werden sie's nicht Glauben, laß uns seyn als wie treiben; nur der Gläubige wird die Tauben bei der blinden Spötbleiben bei der Spötter Untergang. terei. Dein Geist stärk uns bis 3. Laßt sie sich des Fleisches freuen, frech seyn bei des Wortes Dränen; denn sie haben keinen zum Sterben, mach' uns, Isaak nach, als Erben, bäldest von den Spöttern frei. 17. September. Singet und spielet dem Herrn in euren Herzen mit Psalmen und geistlichen, lieblichen Liedern. Col. 3, 16. Wessen das Herz voll ist, davon geht der Mund über. Das hört man an der Welt Gesang. Mel. Aus meines Herzens Grunde. Tod nicht müd; noch jener Tag 1. Wenn man die Kunst der betrübt, man wird's in vollen Töne nun auf das Höchste treibt, Chören in neuen Himmeln hören: heißt doch dem Geist nichts schö- das Lamm hat uns geliebt. ne, was nur beim Eiteln bleibt. 4. Der Schwermuth stille Der Menschen Kunst kann nicht Schmerzen treib ich mit Psalmen Gewissen übertäuben; spielt nur fern, und spiele in dem Herzen bis zum Zerstäuben, es folgt doch doch Jesu, meinem Herrn. Wenn das Gericht. Gottes Geist es stimmt, so muß 2. Nichts soll mir lieblich klin- es dennoch tönen, daß, wenn es gen, als das, was geistlich heißt; voll von Thränen, das Lob doch und von dem Sohn zu singen, oben schwimmt. lehrt uns des Vaters Geist. Da 5. Herr, wird einst meine Kehle wird das Herz erfreut; man singt im Sterben dürre seyn, so führe von Gottes Lobe, als Schüler, hier meine Seele zu jenen Schaaren die Probe schon auf die Ewigkeit. ein, da wirds ein and'rer Ton, da 3. Sing ich von Christi Liebe, wird es reiner klingen, da wird gefället Gott mein Lied; je mehr man ewig singen, o Gott, vor ich solches übe, macht mich der deinem Thron. 642 18. September. 643 Jesus sprach zu Thoma: sey nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete, und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott. Joh. 20, 27. 28. So wirkt Jesus Glauben durch sein Wort; so redet der Glaube. Mel. Was Gott thut, das ist sc. 1. Du, Jesu, bist mein Herr, mein Gott, dich hat mein Herz gefunden, und auf dein seliges Gebot freu' ich mich deiner Wunden. Du haft's erlaubt, ich hab's geglaubt; der sich an's Kreuz gegeben, der lebt, und ist mein Leben. 2. Ich schäme mich, daß ich mein Herz so träg zum Glauben vereinigt. Ach, ziehe mich recht finde; bald irrt von Außen mich ein Schmerz, bald hindert mich die Sünde. Du bist voll Huld, du trägst Geduld, so glaub ich auf das Neue, mein Herr, durch deine Treue. 4. Mein Herr, durch dein vergoß'nes Blut hast du mich dir gereinigt; mein Gott, du lebst auch mir zu gut, hast mich mit Gott fest an dich, mich dir hier zu ergeben, und dort bei dir zu leben. 5. Dort, wo vor dir, verherrlicht Haupt, einst die Erlösten stehen, dort laß mich, wenn es ausgeglaubt, auch deine Wunden sehen.. Da bet ich dann dich ewig an, will Dank und Ehre bringen, und mein Herr! mein Gott! singen. 3. Es steht doch nicht in meiner Kraft, dich glauben und nicht sehen; du bist es selbst, der Glauben schafft; sprichst du, so ist's geschehen. Ach, sprich mir du: sey glaubig! zu, so wird das Herz mir brechen, daß ich kann: mein Gott! sprechen. 644 19. September. Der andere von den Uebelthätern, die mit ihm gefreuzigt waren, sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Luc. 23, 42. Diese Gnade auf Muthwillen ziehen wollen, wäre Bosheit. Mel. Welt, steh' hier dein Leben. Verbrecher, starb aber hin auf. 1. Im allerhöchsten Grade fand sein Gericht? jener Schächer Gnade, daß er 4. Wie gut ist frühe Buße, und noch Buße that, noch glaubte, noch zu des Heilands Fuße um sein bekannte, und, den die Welt ver- Erbarmen fleh'n, im Glauben bannte, als Herrn des Reichs der Herrn ihn nennen, im Leben ihn Himmel bat. bekennen, im Leiden auf sein Leiden seh'n. 2. Das ist die Wundersache, daß Jesus selig mache, wer vors 5. Ich preise dein Erbarmen, Her Sünder war; doch dient es Herr Jesu, der mich Armen in nicht zum Grunde, daß man die seine Gnade nahm; erhalte mich letzte Stunde zum Beten, Buß' hierinnen, und nimm mich einst und Glauben spar. von hinnen zu dir, wohin der Schächer fam. 3. Zur Warnung soll mir's dienen. Die Gnade ist erschienen: mit Gnade scherzt man 6. So lang ich noch soll leben, laß mir die Gnade geben, was keine Welt nicht. Hieng nicht der and're aus Gnaden laß mich erben. Gedenke, mir giebt; auf Gnade laß mich sterben, Schächer am Kreuz auch als daß du mich geliebt. 20. September. 645 Ich bin der gute Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen; und ich lasse mein Leben für die Schafe. Joh. 10, 14. 15. Wer mit dem Herrn Jesu nicht bekannt seyn will, gehört zu den Böcken. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. 1. Du bist der gute Hirte, du, Jesu, bist's allein, du suchest das Verirrte, holst das Verlor'ne ein, verbindest das Verwund'te, behütest das Gesunde; denn sie sind alle dein. 4. Ich trag von deinem Blute das Zeichen auch an mir. Mich züchtigt deine Ruthe, daß ich mich nicht verlier. An deines Wortes du Weide ist meines Herzens Freude, und so weicht es nicht von dir. 5. Kommst du, daß du die Schafe zu deiner Rechten scheid'st, und Böcken ihre Strafe im Feuer zubereit'st; da kenne mich, mein Hirte, und seg' mich in die Würde, daß du mich ewig weid'st. ud 43 2. Du weid'st sie auf der Erde, die Schafe kennen dich; fennst die ganze Heerde, jedes Schaf für sich. Du gabst dein eigen Leben( was kann man Größ'res geben?) für sie und auch für mich.m auch meine Triebe, und wie mein Glaube sey. Der Anfang deiner Gnade war schon im Wasserbade, und ist nun täglich neu. hil 3. Ich kenne deine Liebe, dein Wort und deine Treu. Du kennst Zweiter Theil. 646 21. September. Das Wort ward Fleisch. Joh. 1, 14. So lange wir hier im Fleische leben, soll uns dieses erste Wunder der göttlichen Gnade, gegen uns Sünder, werth seyn, daß wir nicht nach dem Fleische leben. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Herr, gieb mir, daß ich 1. Das Wort ward Fleisch, ein glaubig sey, weil ich im Fleische Menschenkind, wie and're Men lebe. Gebier durch deinen Geist schenkinder, so schwach und sterb- mich neu, der mir dein Leben lich, wie wir sind, nur nicht, wie gebe. Des alten Fleisches Lust wir, ein Sünder. Wunder! und Wahn steht Neugebornen gar wie kam Gottes Sohn so tief nicht an, dein Geist treibt Gottes herab von seinem Thron, daß Kinder. er uns selig mache. 2. Das Wort ward Fleisch, 4. Dein Fleisch und Blut im durch seinen Tod, was Fleisch Abendmahl sey meines Lebens war, zu versöhnen. Wir sind ver- Stärke; dein Geist verstegle mir söhnt, er ist vor Gott mit seinem die Wahl, und lehr mich GlauBlut erschienen; er giebt uns bens- Werke; daß ich dich, als des Macht, daß wir durch ihn, und Menschen Sohn, mit Freuden kann ich mit, wenn ich glaubig bin, auf deinem Thron in meinem auch Gottes Kinder werden. Fleische sehen. 22. September. 647 Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebet; wem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Luc. 7, 47. Wer Vergebung sucht, oder hat, der merke sich dieß. Mel. Valet will ich dir geben. 1. Wem Christus viel vergeben, der liebt auch Christum viel. Denn aus dem Tod in's Leben ist ein erwünschtes Ziel. Man folgt den Lebenstrieben, haßt, was zuvor betrübt, und will nur Jesum lieben, der uns zuerst geliebt. 2. Herr, der so viele Sünden auch mir vergeben hat, und mich ließ Gnade finden an der Verdammniß Statt; zieh' mich zu deinen Füßen, erforsche meinen Sinn, wenn mir die Thränen fließen, weil ich begnadigt bin. 3. Gieb, daß ich mich nicht schäme, daß ich ein Sünder heiß; ich knie ja doch vor deme, der sie zu Liebe steh'n. schenken weiß. Wohl mir, daß ich's gewesen, und nun will nimmer seyn. Vom Aussatz zu genesen, bringt keine Schande ein. 4. Du schämst dich nicht, o König, deß, der dich lieben will. Du schenkest nicht zu wenig, dich liebt kein Herz zu viel. Mach mir von deiner Liebe die ganze Seele voll, daß ich mich darin übe, wie ich dich lieben soll. 5. Laß niemals mich vergessen, daß mir vergeben sey, so werd' ich nie vermessen, und dir nicht ungetreu. Laß mich im Glauben sterben, und in den Frieden geh'n; da werden erst die Erben in voller 648 23. September. Ihr bringet das Ende cures Glaubens davon, nämlich der Seelen Seligkeit. 1 Petr. 1, 9. Wie weit ist dieß unterschieden von dem Ende des Unglaubens, nämlich der Seele Verlust. min liut nu G Mel. Schwing dich auf zu deinem e. lands Liebe giebt, daß uns nichts 1. Uns'rer Seelen Seligkeit ist kann scheiden. des Glaubens Ende. Hat der Hat der 3. Das heißt jetzt schon selig Christ schon in der Zeit oft auch seyn im bewährten Glauben; lieharte Stände, dennoch wird sein ber leid't der Glaube Pein, als Glaube theu'r unter der Bewäh- er sich's läßt rauben. Herzog rung. Dient denn nicht dem meiner Seligkeit! gieb, daß meiGold das Feu'r erst recht zur ner Seele, bis zum Ende meiner Verklärung? Zeit, nie am Glauben fehle. sil miheme 4. D was wird man an dem 2. Sicht der Glaube gleich noch nichts, ist ihm doch das Leben von dem Vater alles Lichts schon im Sohn gegeben. Ob man ungeseh'n ihn liebt, ist man doch voll Freuden, die des Hei- ein ew'ges Loben. ud sint Ziel Herrliches erfahren bei dem süßen Saitenspiel der bewährten Schaaren! Da wird nicht mehr Glaube seyn, noch die Feuerproben; Liebe währet da allein, und 24. September. 649 mir gesagt: laß dir an meiner Gnade geD daß ich auch hören möchte, daß der Herr mir Gnade zusagte, das wäre mir in allen Fällen ein herzliches Vergnügen. Der Herr hat zu nügen. 2 Cor. 12, 9. thilya Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. du meiner Seelen mit deiner 1. Mein Gott, an deiner Gna Gnade zu. de genüge mir allein, so wird mir nichts ein Schade, und nie ein Mangel seyn. 6. Kommt Mangel oder Schmerzen, und leide ich Betrug, so sage meinem Herzen: an Gnade ist's genug. 2. Und hätt' ich alle Gaben, so würd' ich niemals satt; was kann ein Sünder haben, wenn er nicht Gnade hat? in 7. Empfind ich meine Sünden, laß im Besprengungsblut mich deine Gnade finden, so wird es Alles gut. 3. Will mich der Weg ermüden, und ist die Kraft dahin, so mache 8. Mir soll, was ich begehre, mich zufrieden, daß ich in Gnade bin. 4. Pflegt mich die Welt zu hassen, die sich in Lüge übt, laß mich die Wahrheit fassen, du habest mich geliebt. 5. Will mich der Arge quälen, und stört er meine Ruh, so sprich ewig g'nug. d mein Ruhm, mein Wohlergeh'n, mein Reichthum, meine Ehre in Gnade nur besteh'n. 9. Laß mich die Gnade trösten in meinem letzten Zug; dort finden die Erlösten aus Gnaden cilia 650 25. September. Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes, und den Namen des Neu- Jerusalems, und meinen Namen, den neuen. Offenb. 3, 12. J Mel. Nun laßt uns Gott dem e. linge. Ist meine Kraft geringe, 1. Wie herrlich sind die Gaben, so gieb mir Muth und Stärke, die Ueberwinder haben; den Strei- daß ich dich nahe merke. tern zum Erempel stellt Gott sie 6. Laß mich bis zum Erkalten in den Tempel. 2. Da sind sie anzusehen, daß sie als Pfeiler stehen, die unbeweglich bleiben, der Herr wird an sie schreiben. 3. Und was? er schreibt zusammen da seines Gottes Namen, und seiner Stadt, der reinen, die himmlisch wird erscheinen.biti 4. Sein Name selbst, der neue, steht da zum Ruhm der Treue Wie herrlich sind die Gaben, die Ueberwinder haben!) an deinem Worte halten; will sich Gefahr ereignen, bewahr mich vor Verläugnen. 7. Gieb, daß es noch sich zeiget, dein Herz sey mir geneiget, und lehr' mich ohn' Verschulden ob deinem Worte dulden. 8. Kommt eine Zeit auf Erden, daß die versuchet werden, die auf der Erde wohnen, so wollst du mich verschonen. 9. Thu' du hier selbst das Beste, mach' und erhalt mich feste, daß nicht ein 5. Hilf, Herr! daß mir's ge- And'rer käme und meine Krone nähme. 26. September. 651 Er hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott, ein Richter der Lebendigen und der Todten. Ap.- Gesch. 10, 42. Dieß gehört auch zur Predigt des Evangelii. Mel. Herr Jesu Christ, mein's c.- ters Zorn entflammt, wird Alles, 1. Es wird noch allem Volk was nicht glaubt, verdammt. gesagt, auch dem, der nichts nach Jesu fragt, man werd ihn als der Lebenden und als der Todten Nichter seh'n. 5. Jeßt glaub ich dich, o Gottes Sohn, jest fleh' ich dich vor deinem Thron, jetzt lieb ich dich, und geb' dir Ehr; dort hilft kein Knie'n und Heulen mehr. 113 2. Wie groß ist Christi Herrlichkeit, die ſeine Glaubigen erfreut, und seine Widersacher stürzt, die sich am Seligseyn verkürzt. 6. Jeßt ist dein Wort mir süß und werth, das mich noch Heil und Gnade lehrt; dort wird es wie ein Donner steh'n. 3. Herr, schreib mir dieß in geh'n, vor dem der Sünder nicht kann meinen Sinn, so lang ich noch im Leben bin. Denn auch das Grab verbirgt uns nicht, und liefert endlich zum Gericht. 19 4. Jeßt haben wir noch Gnadenzeit, und die Vergebung währt noch heut. Wenn einst des Nich7. Herr, wo ich bin, und was ich thu, da rede durch dein Wort mir zu, daß du, erhöhter Jesu Christ, mein Heiland oder Richter bist. 8. Ach sey mein Heiland in der Noth, damit ich, wenn ich aufersteh', dein Anach, bleib mein Heiland auch im Tod, geficht voll Gnade seh'. 652 27. September. Ziehet an, als die Auserwählten Gottes, herzliches Erbarmen. Col. 3, 12. Auch dieß sollen wir thun in Ansehung des Gerichts, welches unbarmherzig seyn wird über die, die nicht Barmherzigkeit gethan haben. in un Mel. Meine Armuth macht mich: c. 4. Lehr mich nicht allein den 1. Gott, dein herrliches Er- Freunden, sondern Feinden Gutes barmen ob mir Armen, mache gönnen, Gutes thun, und ob mich mich dir gleich gesinnt. Denn des die Bösen hassen, doch mich faſVaters gutem Namen nachzuahmen sen, und in deiner Liebe ruh'n. ist die Pflicht von seinem Kind. 5. Ist der Bösen Stand doch 2. Du lässt deine Sonne schei- kläglich, wenn sie täglich deiner nen denen Deinen, und dem sün- Gnade widersteh'n, und in Häudigen Geschlecht; du läßst auf fung ihrer Strafe, wie im Gerechte regnen, sie zu segnen, Schlafe, deinem Zorn entgegen und auf die, so ungerecht. geh'n. 3. Uleber Hasser ihrer Brüder 6. Lehr uns auch die Bösen traführst du wieder ein untrügliches gen, wenn sie plagen; denn dein Gericht. Aber die Erbarmung Tag steht doch bevor; und wir üben, wirst du lieben, als die heben zum Erlösen von dem BöErben in dem Licht. sen uns're Häupter schon empor. 28. September. 653 Einen andern Grund kann Niemand legen, außer dem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 1 Cor. 3, 11. Wer auf diesem Grunde steht, steht sicher gegen alles Widerwärtige. Er ist ein Fels. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt sc. mir geben, daß ich Gebet und Liebe 1. Der Grund, auf dem ist fest lern. Scheint stolzen Sinnen dieß will stehen, ist Jesus Christus, gering, ist mir es doch ein köstlich Gottes Sohn. Man zeige Tiefen Ding. oder Höhen, mein Glaube weichet nicht hievon. Wenn dieß der Weltwiß Einfalt heißt, ist's doch gelehrt von Gottes Geist. 4. Ich laß mich nicht in and're Tiefen, und schwing mich keinen Höhen zu. Laßt Spott und Hohn nur auf mich triefen; in dieser Einfalt find' ich Ruh. Ich sag' es frei, man lache mein, mir fann 2. In dieses Gottes Sohnes Blute werd' ich von allen Sünden rein. Da ist dem Glauben wohl nichts über Jesum seyn. zu Muthe, ich laß mich sonsten 5. Nur Jesum Christum will nirgends ein. Wenn auch ein ich wissen, den auch für mich GeKind dieß sagen kann, so hab' ich doch genug daran. 3. Ich liebe Jesum als mein Leben, und bet ihn an als meinen Herrn. Er wolle seinen Geist freuzigten. Wird auch mein Geiſt vom Leib gerissen, soll er mit dem gen Himmel geh'n. Zuletzt kommt auch mein Leib dahin, daß ich bei Jesu ewig bin. 654 29. September. So wir Gott versöhnet sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren; vielmehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind. Nöm. 5, 10. Nichts Tröstlicheres ist, als die Versöhnung. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Jauchzet, Jesus ist erschiedient. Fließ, mein Herz, mit Freudenthränen, unter den vernen, durch sein Blut uns zu ver- lornen Söhnen bin auch ich mit söhnen, und er hat's vor Gott Blut versöhnt. gebracht. Da wir Gottes Feinde 4. Ist Gerechtigkeit erworben, waren, ist uns Gnade widerfah- weil der Sohn für uns gestorben; ren, die aus Sündern Kinder macht. vielmehr ist es nun gewiß, daß Gott durch des Sohnes Leben uns Gerechtigkeit will geben, weil sich Gott versöhnen ließ. 5. Brich, mein Herz, auf dieß Versöhnen; mein Gebein wird künftig grünen, wenn ich gleich vermodert bin. Fleuch, mein Geist 2. Gott hat uns den Sohn gegeben, und den Sohn auch uns zum Leben; unser Glaube lebt hievon. Seine Liebe anzupreisen, konnt uns Gott nichts Größ'res weisen, als den Tod von seinem Sohn. 3. So ist nie ein Tod gesche- aus deiner Hütten, Jesus, der hen, der der Welt zum Aufer- den Tod erlitten, lebet, und du stehen, Gott zum Wohlgefallen lebst durch ihn. 30. September. 655 Und ich sahe eine neue Erde; denn die erste Erde vergieng. Offenb. 21, 1. Um kleine Stücklein der Erde ringet und wuchert, streitet und kämpfet man. Der Glaube wartet einer neuen. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Da ist kein unrein Wesen; 1. Ich trachte reich zu werden, man wird nicht Lügen lesen; es doch nicht auf dieser Erden, sie ist zu arm und alt. Die neue, die hat Gaben, die wir zu hoffen haben in einer herrlichen Gestalt. wird kein Neid mehr seyn; man lebt da nicht in Lüsten; kein Stolz wird da sich brüsten, kein Geiz sperrt seinen Abgott ein. 2. Es wird auf dieser neuen kein Abels Blut mehr schreien; da wohnt Gerechtigkeit; da macht kein Schweiß mehr müde, da küßt sich Treu und Friede, da weiß man nichts von Angst und Leid. 3. Da giebts nicht Räuberhorden; da ist kein frieg'risch Morden; da herrschet kein Betrug; da darf man nicht nach Waaren auf ferne Meere fahren, die neue Erde trägt genug. Ach Heiland! schreib im Buche des 5. Das ist es, was ich suche. Lebens mich auch an, daß ich auf dieser Erde dein Glaubenspilger werde, dort als dein Bürger wohnen kann. 6. Laß mich auf dieser alten an deinem Worte halten, und mach' mich dir getreu; leg' ich hier meine Glieder zum Erde werden nieder, so schaff sie dort auf ewig neu. 1. Oktober. Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sen, die an uns soll offenbaret werden. Röm. 8, 18. So rechnet der Glaube, und wird mit seiner Rechnung bestehen. 656 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Seht auf Ahasveros Schlös1. Christen, wenn das Kreuz ser, die der beste Wein getränkt. uns drücket, rechnen wir die kurze Weidet nicht das Lämmlein besser, Zeit; die Geduld und Hoffnung das uns Lebenswasser schenkt? blicket auf die lange Herrlichkeit. Wenn an Salomonis Kleide auch D was wird sich offenbaren an der Lilien Schönheit wär, dennoch dem Ziel von uns'rer Bahn; denn wär die weiße Seide jener Heiman wird noch mehr erfahren, als ligen noch mehr. der Pilgrim fassen kann. 4. Uns're Brüder, die einst 2. Alle Ehre ist noch wenig, glaubten, mögen uns ein Beispiel wenn man das dagegen stellt, daß seyn. Denn sie ließen sich entder Ewigkeiten König uns für haupten, schliefen unter Steinen seine Söhne hält. Nichts ist, das ein. Dieses fassen wir zu Herdem Erbgut gleiche, das uns wird zen, wie das Wort uns glauben zu Theil im Licht. Prinzen erben lehrt, daß kein Spott und keine hier auch Reiche, doch sind die Schmerzen, noch ein Beilstreich der Himmel nicht. Kronen werth. mp Stehti 2. Oktober. 657 Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Matth. 25, 31. Mel. Es ist gewißlich an der Beit. in die Gewissen dringet, und wenn 1. Wie herrlich wird des Men sein Mund im Richterspruch den schen Sohn zum Richten einst er bösen Werken ihren Fluch, den scheinen! Da kommen vor den wei guten Segen redet. sen Thron die Großen und die Kleinen. Kein Meer verbirgt die Todten mehr; der Tod giebt seine Todten her, die Hölle ihre Todten. 4. D Herrlichkeit! bei seinem Wort muß Alles ewig bleiben. Weist er zum See des Feuers fort, wer will es hintertreiben? Und nimmt er en des Vaters Reich, Gesegnete, was könnte euch den Eingang noch verschließen? 2. Es werden Bücher aufgemacht, da steht genau beschrieben, was jedes Herz bei sich gedacht, was jeder Mensch getrieben. Da 5. Herr, meine Werke sind nicht wird das Gute offenbar, da wird das Böse alles klar, und Alles abgewogen. de 3. Herrlichkeit! wenn seinen Siß der Engel Heer umringet, und wenn sein Aug, als wie ein Bliz, gut, doch hast du mir vergeben. Ach, schreibe mich mit deinem Blut zu denen, die da leben. Wer glaubt, der kommt nicht in's Gericht; ich glaub an dich, du wirst mich nicht von deinem Thron verstoßen.is, 3. Oktober. Ermahnet euch selbst alle Tage, so lange es heute heißet. Hebr. 3, 13. Das ist das allernöthigste Tagwerk der Christen, daß sie sich im Glauben auf die Ewigkeit bereit machen. D 658 Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. für mich geschlagen, daß ich erlö1. Ich zähle meine Tage nur set wär; du hast dein Blut geauf die Ewigkeit. Hier sind sie geben, dein Blut giebt mir das voller Plage, dort lebt man ohne Leben, ich sterbe uun nicht mehr. Leid. Kein Tag soll mir vergehen, da ich nicht wollte flehen: mach, Jesu, mich bereit. 4. So geht es alle Tage nun der Erlösung zu. Im Kreuz, das ich hier trage, find' ich bei dir doch 2. In deinen Fleischestagen Ruh. Du wirst mein Heil besorHast du Gebet und Fleh'n dem gen, dir fleh' ich alle Morgen: Vater vorgetragen: der Kelch soll Herr Jesu, walte du. von dir geh'n; du wurdest auch erhöret, und was Gott dir gewähret, ist mir zum Heil gescheh'n. 5. Sich selbst lebt man verge bens; wer dir lebt, hat Gewinn. Gieb, daß ich jenes Lebens allein begierig bin. Weil ich dein Zei3. Ich zähl' von diesen Tagen chen trage, so stell' an jenem Tage mein neues Leben her, du wardst mich dir zur Rechten hin. 4. Oktober. 659 So lasset uns nun fürchten, daß wir die Verheißung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht versänmen, und unser keiner dahinten bleibe. Hebr. 4, 1. Der Unglaube versäumts, das merke man. Mel. Ruhet woht, ihr Todtenbeine. das Streiten voll Beschwerden, 1. Ruhe hat uns Gott verhei- stärke mir zum Sieg die Hand. Ben, Ruhe, die da ewig währt. Dahin, wo ich ausgegangen, laß Da wir hier durch Wüsten rei- mein Fleisch nicht mehr verlansen, wo uns Gotf den Glauben gen. lehrt, soll uns die Verheißung 4. Laß mich nicht von Ruhe. treiben, daß wir nicht dahinten träumen, wo mein Geist doch bleiben. feine hat. Die nicht glauben, die versäumen ihren Antheil jener Stadt, und in dieser Erden Wüste sind die Gräber ihrer Lüste. 2. Lehr mich, Herr, im Glauben wallen, nur nach deiner Führung geh'n; stehen, wenn schon And're fallen; hoffen, wo noch nichts zu seh'n. Denn die dein Wort angenommen, lässt du, Gott, zur Ruhe kommen. 3. Will der Weg mir lange werden; zeige mir das nahe Land; ist 5. Was ich denke, was ich thue unter meiner Pilgrimslast, Alles geh' auf deine Ruhe, die du uns verheißen hast, daß ich auf Verheißung sterbe, und das Loos des Glaubens erbe. 5. Oftober. Gott mache cuch fertig in allem guten Werke, zu thun, seinen Willen, und schaffe in cuch, was vor ihm gefällig ist, durch Jesum Christ. Hebr. 13, 21. Gott thut es allein, wir sollen es nur ihn in uns thun lassen. 660 Mel. Befichl du deine Wege. 3. Dein Geist gieß deine Liebe, 1. Des Friedensgottes Wille ist o Vater, aus in mir; die ersten uns're Seligkeit; er hat die Gna- zarten Triebe sind eine Kraft von denfülle in Christo zuberei't. Der dir. Im Geben bist du milde, ist der große Hirte, den seinem getreu, wenn du uns rufst; schaff Volk zu gut, Gott aus den mich nach deinem Bilde, wie du Todten führte, durch Testamen- im Anfang schufft. tes Blut. 2. Von daher kann's nicht feh- 4. Mach' du zu dem mich fer len, er bringt auch uns zur Ruh, tig, was dir gefällig ist; ich bin und richtet uns're Seelen nach des Heils gewärtig, du zeigst's seinem Willen zu. Er läßt den in Jesu Christ; er wird mich Geist uns lehren, was ihm ge- nicht verlieren, er wird auch fällig ist, und schafft's zu seinen durch sein Blut mich aus den Ehren auch selbst durch Jesum Todten führen. Ich glaub es, Christ. daß er's thut. 6. Oktober. 661 and Die du mir gegeben hast, habe ich bewahret. Joh. 17, 12. Diese Bewahrung unsers Heilandes kann uns zum großen Trost gereichen, wenn uns bange werden will, wie den Jüngern, wegen des Künftigen. Mel. Alles ist an Gottes Segen. matt; richte selbst mich auf von 1. Jesu, du kennst die Ge- Falle, führe mich, so lang ich fahren! würdest du mich nicht be- walle, bis zum Thor an deiner wahren; o wo kam ich endlich hin! Stadt. denn der Feind hat tausend Tücke, 4. O man kann sich schnell verdaß ich alle Augenblicke nicht vor fieren; doch du läßst dir nicht entihm gesichert bin. dann führen, was dir einst gegeben ist. Hast du in der Welt gebeten, wirst du uns auch jetzt vertreten, 2. Die dein Vater dir gegeben, denen halfst du aus zum Leben; hilf auch mir, denn ich bin dein. da du in dem Himmel bist. Wie ein Hirt, der Schafe hütet, 3. Bitte für mich, wenn ich wanke; heile mich, wenn ich er kranke; stärke mich, so oft ich wohlbewahrt zum Zweiter Theil. 5. Wenn ich für mich selbst mich wenn der Löwe um sie wüthet, scheue, Herr, so trau ich deiner also schließt dein Schuß uns ein. Treue, weil ich dir gegeben bin. Deine Kraft ist's, nicht die meine: bringe mich, wie all' die Deine, Vater hin. 44 662 7. Oktober. So bekräftige nun, Herr Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht geredet hast, und thue, wie du geredet hast. 2 Sam. 7, 25. Wer das gütige Wort geschmeckt hat, will's immerdar haben. Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu zc. 3. Was bin ich, Herr, daß 1. Was bin ich, Herr, daß du auch mir ein neues Herz gedu auch mir hast deinen Sohn geben? Mein Glaube kommt allein gegeben? So komm ich Sünder von dir, und auch die Kraft zum noch zu dir, und aus dem Tod Leben. Sollt ich nicht dir auch zum Leben. Wie soll ich dir für meines Theils für die Versieglung deine Huld, für die Vergebung meines Heils, Geist der Verheimeiner Schuld, du Gott der Liebe, ßung, danken? danken. 2. Was bin ich, Herr, daß 4. Bekräftige nun, Herr, dein du dein Blut für deinen Feind Wort an mir, der armen Made, gegeben? Du, Heiliger, starbst und führe mich zum Leben fort in mir zu gut, daß ich durch dich soll unverdienter Gnade. Mach' du, leben. Ich bin versöhnt. Jesn, Gott, Vater, Sohn und Geist, dir soll nunmehr Alles, was in an mir auch wahr, was du vermir, für deine Gnade danken. heißst, daß ich dir ewig danke. 8. Oktober. 663 hiWer überwindet, dem will ich geben mit mir auf meinemnt Stuhl zu sißen, wie ich überwunden habe, und bin geseffen mit meinem Vater auf seinem Stuhl. Offenb. 3, 21. Laßt uns eifrig seyn. Miel. Gott sey Dank in aller Welt. 1. Jesus sißet, als der Sohn, jetzt auf seines Vaters Thron. Weil er seinen Sieg vollbracht, gab der Vater ihm die Macht. 201 zieh mir weiße Kleider an, daß ich vor dir stehen kann. 6. Reich mir Augensalbe dar, mach' mir Alles offenbar, dich, als wahrhaft und getreu, mich, wie noth mir Buße sev. 2. Seine Macht ist königlich, er setzt Sieger neben sich; solche 7. Wen du liebst, den züchtigst Ehre, hört es doch, friegt man du, redest scharf und liebreich zu. nach dem Kämpfen noch. Halte mich in deiner Zucht, die der Seelen Bestes sucht. 8. Du bist immer näher da, und mein Ende ist mir nah. Komm, und kehre bei mir ein; was ich habe, das ist dein. 9. Gieb mir, was ich fassen kann. Bricht dein großer Tag einst an, gieb mir, dich als Gottes Sohn anzubeten auf dem 3. Jesu, gieb mir Heldenmuth, auch zu siegen durch dein Blut; nur durch dieses kann ich rein, und im Eifer hißig seyn. 4. Spei' mich nicht, als lau, dahin; prüfe selbst mich, wie ich bin; bin ich arm und blind und bloß, o so ist mein Elend groß. 5. Du bist gegen Arme hold; schenke mir des Glaubens Gold; Thron. 9. Oktober. Derselbige Geist, den ich euch senden werde, der wird mich verklären. Joh. 16, 14. Um diesen Geist sollen wir bitten. Denn wird Christus in uns verklärt, so werden wir auch in Christo verklärt. 664 Mel. Jesus, meine Zuversicht. nennt, weicht doch weit des Soh1. Der Vernunft scheint Je- nes Ruhme. Denn der Sit auf sus klein, wie er ehmals war Gottes Thron ist das Erbrecht auf Erden; doch er drang zum für den Sohn. Himmel ein, über Alles Herr 4. O du Geist der Herrlichkeit, zu werden, und es ist vom Lü- mach' mir Jesum groß im Hergengeist, wenn nicht Jesus herr- zen, daß mich sein Erkenntniß lich heißt. freut mitten unter Schmach und 2. Jesus ist dem Glauben groß, Schmerzen. Den ich noch nicht und in Wahrheit ist nichts größer; schauen kann, bet ich doch im der am Kreuz mit Blute floß, Glauben an. ward ein ewiger Erlöser; und es ist von Gottes Geist, wenn uns Jesus herrlich heißt. 5. Jeßt ist's noch ein holder Schein, wer in seine Klarheit fiehet; künftig wird's ein Blitzen 3. Was die Erde Herrlich's seyn, dem die Bosheit nicht entkenut, welket wie des Grases Blu- fliehet. Bring mich dahin, Jesu me; was der Himmel Mächte Christ, wo du ewig Sonne bist. 10. Oktober. 665 Denn die Liebe Christi dränget uns also; sintemal wir dafür halten, daß so Einer für Alle gestorben, so sind sie Alle gestorben. 2 Cor. 5, 14. Der Drang der Liebe Christi ist zärtlich und heftig. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. nehm im neuen Herzens- Grund; 1. Die Liebe Christi dränget man lebt sich selbst nicht, sondern uns, es ist ein sanfter Drang; sie dem, der starb und auferstund. ist das Triebwerk unsers Thuns, 6. Mein Heiland, ich erkenne und wirkt doch ohne Zwang. dich, mein Freund ist weiß und roth; ach deine Liebe dränge mich, die stark ist wie der Tod. 7. Du hast es tausendmal verdient, daß dich die Seele liebt; dein Tod hat mich mit Gott versöhnt, der mir die Schuld vergiebt. 2. Ihr Seelen, die er sich er warb, die Liebe dränget euch. Da Einer für uns Alle starb, so starben wir zugleich. 3. So oft mein Herz hieran gedenkt, so geht ein Feuer an; sein Geist ist's, der mir Gnade schenkt, daß ich ihn lieben kann. 4. Denn darum starb er uns zum Heil, auf daß man glaubensvoll, als sein mit Blut erworb'nes Theil, dem Heiland leben soll. 5. Die Liebe drängt ganz ange 8. Schleicht eine fremde Liebe sich mit ihrer Neizung ein, so getreu zu seyn. dringe deine Liebe mich nur dir zur Sehnsucht nach dir an, daß 9. Ja, deine Liebe dränge mich ich, o lieber Heiland, dich dort ewig lieben kann. 666 11. Oktober. Gott wird ihnen kräftigen Irrthum senden, daß sie glauben der Lüge; auf daß gerichtet werden Alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit. 2 Thess. 2, 11. 12. Diese Zeit ist jetzt. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein 2. noch bekennen, er sey der Herr, 1. Bei denen, die verloren ge- vor seinem Thron. O selig, wer ben, wirkt Satan jetzt mit aller ihn hier bekennt, eh' man ihn dort Kraft; der läßt sie gar auch Zei- mit Zittern nennt. chen sehen, doch sind die Wunder lügenhaft. Sie lassen feine Wahrheit ein, dadurch sie könnten selig seyn. 4. Herr laß mich nicht verloren gehen, laß nicht dem Satan Macht an mir; und ließ er sich mit Zei chen sehen, bewahr mich durch dein 2. So strafst du, Gott, die Lü- Wort dafür. Dein Geist thu mir genliebe; o unbegreifliches Gericht! die Wahrheit kund, und Jesum Der Mensch verliert durch Satans als den Glaubensgrund. Triebe sich immer weiter noch vom 5. Nur diese Wahrheit laß mich Licht, und wird ihm das, was lieben; denn diese macht allein Wahrheit war, erst am Gerichts- mich frei. In dieser Wahrheit tag offenbar. lehr mich üben, was recht und dir gefällig sey, bis mich die Wahrheit ewig freut im Anblick deiner Herrlichkeit. paddig nie 3. Das Höchfte, das wir Wahrheit nennen, ist Jesus Christus, Gottes Sohn; zuleßt muß Alles si 12. Oftober. 667 Es ist das Reich unsers Herrn und seines Gesalbten wor den, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offenb. 11, 15. Die Unterthanen dieses Königs haben es auf ewig gut. Mel. Mein Herzens- Jesu, mein Luft. 3. Mein eigen will ich nicht 1. Des Herrn ist nun das mehr seyn, laß mich nun Gnade Königreich und des Gesalbten wor- finden; schreib mich zu einem den. Ihr Unterthanen, freuet Bürgen ein, und schenk mir alle euch, droht schon der Feind mit Sünden. Was in mir ist, geMorden. Der Herr ergreift die höret dir; so herrsche dann allein große Macht, sein Zorn ist nun- in mir, du Herrscher über Herzen. mehr aufgewacht, Verderber zu verderben. 2. Dir huldige ich, Jesu Christ, dir bin ich unterthänig; weil du des Herrn Gesalbter bist, so bist du auch mein König. Ich geh' zu deinem Throne hin; so celend und so arm ich bin, so bin ich doch dein eigen.. 4. Dein Geist erfreue meinen Geist mit deines Reiches Rechten; und gieb auch mir, was du verheißst zu geben deinen Knechten. Jeßt ist die Zeit der Todten schon: Du kommst mit deinem Gnadenlohn. Ach komm auch mir zur Wonne. don 13. Oktober. Haltet an am Gebet. Röm. 12, 12. Wenn unser Fleisch träge wird, dem Gebet abzuwarten, und andere Dinge, als nöthiger, vorziehet, so sollen wir uns dieß Sprüchlein vorhalten. 668 ten. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Ach Vater, feu're selbst 11. Der Glaube, der in Christo mich an an im Bitten, Suchen, lebt, schöpft Athem in dem Be- Klopfen; wein' ich, so heilige Ein Christ, der an der alsdann durch Christi Blut die Welt nicht klebt, freut sich vor Tropfen; der du der Herzen Gott zu treten. Sein Bethaus Tiefen weißst, gieb mir im Seufist sein Kämmerlein, da muß sein zen deinen Geist, im Danken und Herz ein Glutfaß seyn woraus im Loben. sein Weihrauch steiget. 2. Was ich verlang und haben 4. Mein letztes Beten gründe soll, darf ich den Vater bitten. Ist sich allein auf Jesu Namen, so mir das Herz von Thränen voll, weiß ich, du erhöreft mich, in so darf ich's gar ausschütten. Da Jesu ist es Amen. Dort treibt such' ich Nachlaß meiner Schuld; uns weder Sünd noch Tod, man da hol' ich Kräfte zur Geduld; betet an, doch nicht in Noth, es da nehm ich Gnad um Gnade. ist ein ewig's Preisen. 14. Oftober. 669 Lieben Brüder, betet für uns, daß wir erlöset werden von den unartigen und argen Menschen. 2 Thess. 3, 1. 2. O wie Viele sind noch unter dem Druck des Thiers, für die wir zu beten haben. DHL Mel. wie selig sind die Seelen. Höre ihr geheimes Sehnen, zähle 1. Bater, steh' auf uns're Brüder ihre stillen Thränen, laß sie seh'n, auch von deinem Thron hernie was du verheißst. der, wo sie in der Drangsal sind. Schüßze sie in Schmach und Schanden, rette sie aus allen Banden, weil man bei dir Hülfe find't. 2. Unter ihrer Feinde Schnauben gründ' und mehre ihren Glauben, ihre Hoffnung und Geduld. Halte sie an deinem Sohne, mach' sie froh mit jenem Lohne, tröste sie mit deiner Huld. 4. Laß sie deinen Ruf stets weden, daß kein Locken oder Schrecken ihren Seelen schädlich sey; steh' im Reden und im Schweigen, im Erdulden und im Zeugen, ihnen als Fürsprecher bei. 5. Jesu, der du selbst gelitten, und vor uns auf blut'gen Schritten aus der Welt zum Vater giengst: zeige ihnen von dem Throne, daß du dort die Lebensfrone auch auf ihr Haupt schon 3. Stärke sie mit Lebenswor ten; sey ihr Licht in dunkeln Orten; fülle sie mit deinem Geist. empfiengst. 670 15. Oktober. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist; aber der Herr sichet das Herz an. 1 Sam. 16, 17. Wir sollen dahin trachten, daß uns Gott in allen Dingen aufrichtig finde; denn er liebet die Wahrheit. Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe x. den an, sonst bist du mir nicht gut. 1. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott steht die Herzen ein. Er fängt die Weisen in der List und straft des Heuchlers Schein. Sich, was dein Sohn daran gethan, er reinigts durch sein Blut. 2. Was wahr und falsch sey, kennet er, und richtet, wie er's find't. Ein wahrer Seufzer heißt ihm mehr, als tausend Worte sind. 6. Sich nicht des Herzens Unmacht an, noch wie verderbt es sey. Sieh, was dein Geist daran gethan, er macht das Alte neu. 3. Allsehender! es liegt vor dir auch meines Herzens Grund, dir ist doch Alles, was in mir, auch das Geheimste kund. 4. Laß nichts als Wahrheit in mir seyn, du hassest Heuchelei; ich rede, bete, oder wein, schaff, daß es redlich sey. than 5. Sich nicht mein Herz in Sün7. Laß mein Herz, lieber Vater, nun nach deinem Herzen seyn, und lehr es deinen Willen thun; es ist und bleibe dein. ning 8. Sft mir es ein geheimer Schmerz, wenn mich mein Herz verklagt; so sey du größer als mein Herz, und mach mich unverzagt. 9 Mein Herz sterb einst im Glauben ab; wenn dann kein Wurm es schont, so weck es herrlich aus dem Grab, weil da dein Geist gewohnt. 16. Oktober. 671 Seyd ohne Tadel, und lauter, und Gottes Kinder, unsträflich, mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt. Phil. 2, 15. Das ist Ehre. ihn la andride20 Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. meinen Gang gewiß, daß ich un1. Die Christen sind doch Lich- sträflich handle, und laut'rer Wahrter in der verkehrten Welt. Die heit wandle, und Gottes nicht Welt macht sich zum Richter, die vergiß. 1908 19 nichts von ihnen hält; doch lassen sie im Dunkeln stets ihren Glauben funkeln, durch den man Gott gefällt. 4. Mein Glauben, Hoffen, Lieben sey durch dein Wort entzünd't, daß sich in meinen Trieben ein stetes Brennen find'. Die Lichter, die nur rauchen, sind nicht mehr zu gebrauchen, dieweil sie 2. So macht der Welt ihr Tadel dem Christen keine Bein; das ist sein hoher Adel, ein Gotteskind zu seyn, und unter Unge- stinkend sind. schlachten, die Gott und ihn verachten, behält dieß Licht den Schein. 5. Bring mich zu deinen Erben als Kind des Lichtes ein; laß auch in meinem Sterben den Glauben lichte seyn; des Lichtleins letzter Funken, das in sein Del versun3. Herr, hier sind Kedars Hütten, hier herrscht die Finsterniß. Ich bin in ihrer Mitten, machy' fen, verlischt nicht ohne Schein. 672 17. Oktober. Ihr seyd nicht kommen zu dem Berg, der mit Feuer brannte; sondern ihr seyd kommen zu dem Berg Zion, und zu der Stadt des lebendigen Gottes. Hebr. 12, 18. 22. Diese neutestamentliche Wohlthat sollen wir hoch achten. Mel. Die Seele Christi heil'ge mich. 1. Wir geh'n im neuen Testament nicht zu dem Berg, da Feuer brennt, und wo man unter Gottes Fuß vor seiner Stimme zittern muß. 6. Zu Jesu, den man Mittler nennt von dem ganz neuen Te2. Wir treten in getrostem Sinn stament, man nahet zum Benun zu dem Berge Zion hin, zu sprengungsblut, das besser red't, des lebend'gen Gottes Stadt, die als Abels thut. zehenfache Tausend hat. 7. Auf, auf, mein Herz, schwing dich dahin, wo ich bei Gott und Jesu bin, laß deinen Glauben wacker seyn, die Hoffnung feſt, die Liebe rein. 5. Zum Berge Zion treten wir, zu jenen Geistern naht man hier, die, nach dem Sieg, selbst Gottes Geist vollendete Gerechte heißt. 3. Wo man der Engel Menge find't, die allzumal versammelt sind; wo sich die Erstgebornen seh'n im Himmel angeschrieben steh'n. 4. Da ist die Anschau angenehm 8. Geist der Gnaden, führe du im himmlischen Jerusalem, wie hier mich dieser Stadt und Berge zu, der große Richter sitzt, der Aller allwo ich Gott und Jesum set, Gott ist, und uns schützt. und da mit Blut besprenget steh'. 18. Oktober. 673 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, und meiner Uebertretung, gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Pf. 25, 7. Jugendsünden ängstigen oft noch in alten Tagen. Abilme inim Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 5. Hat dein Wort mir nicht 1. Bater, laß mich Gnade finden, denke nicht der Jugendsünden; denke der Barmherzigkeit, denn sie sind mir herzlich leid. erlaubet, daß ich mich versöhnt geglaubet? Machte nicht sein Blut mich rein? Aller Heiland ist auch mein. 2. Konnt'st du, da ich fiel, nicht 6. Ich will mich der Narben sehen, daß ich sollt verloren ge- schämen; laß mich nur nicht darhen, und bekehrtest mich zu dir; zürne nun nicht erst mit mir. ob grämen, daß die alte Wunde neu und noch nie geheilet sey.or 3. Legtest du mich dir zu Fuße, wirktest du selbst meine Buße; ach so rechne nun nicht an, was ich Böses einst gethan. 7. Laß mich wohl ihr Angedenten beugen, aber nicht mehr frånten, und der Schrecken vom Gericht störe meinen Frieden nicht. 4. Hast du nicht mir schon ver geben, schenktest du mir nicht das Leben, da ich dich um Gnade bat nach bereu'ter Missethat? 8. Gieb in meinen leßten Stunden mir noch Troft aus Jesu Wunden. Denke der Barmherzigfeit, die verlor'ne Söhne freut. . 674 19. Oktober. Die Neugeburt wird seyn, wenn des Menschen Sohn sitzen wird auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. Matth. 19, 28. Wohl dem, wer Christo hier nachfolgt, denn dort hat er auch Theil an Christi Herrlichkeit. 1. Wenn das Gefä'te aus der Erden einst mit verklärten Leibern steigt, da wird man neu geboren Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. verloren, baut Gott was Neu's an dessen Statt; der neugebornen Seelen Haus geht dann von Staub auch herrlich aus. nd werden; hier sind wir nur zum Tod gezeugt; dort wird die vorige Todten, Herr Jesu, du haft uns 4. Du Erstgeborner aus den Person ein neuer Mensch vor mit Macht, uns, denen Tod Christi Thron. und 2. Was wir vom ersten Adam Hölle drohten, zum neuen Leben waren, wird Erde, weil wir Erde wiederbracht, du bist's, in dem sind; hernach wird sich auch of des Vaters Kraft durch Glauben fenbaren, was man im letzten neue Menschen schafft. Adam find't. Was Fleisch war, wird da geistlich seyn, das Irdische wird himmelrein. 5. Ach lebe in mir, bis ich sterbe, und laß in dir mich lebend seyn, und führe mich zu jenem Erbe, mit denen, die dir folgen ein. So 3. Ein Christ ist schon aus Geist geboren, daß er ein ew'ges Leben lobt mein Geist dich ewig hin, hat; geht nun sein Leib des Tod's wenn ich dort neugeboren bin.com 20. Oktober. 675 Durch zwei Stücke, die nicht wanken( denn es ist unmöglich, daß Gott lüge), haben wir einen starken Trost, die wir Zuflucht haben, und halten an der angebotenen Hoffnung. Hebr. 6, 18. Gott sey ewig Dank. O Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Gott, du lässt dich weit 1. Gottes Rath ist unbeweg- herunter, bis das träge Herz lich, daß man sicher glauben kann; dir glaubt; mach' mich in der ihm ist Lügen ganz unmöglich. Hoffnung munter; denn die ZuEr hat einen Eid gethan; die Verheißung stehet feste, und wir haben starken Trost, er setzt unsern Grund auf's Beste, daß kein Sturm ihn niederstoßt. flucht ist erlaubt. Laß mich an der Hoffnung halten, die uns angeboten ist; unser Glaube, wie der Alten, traut dir, daß du 390 wahrhaft bist... 2. O du ewiger Erbarmer, wie 4. Selig ist's, auch als ein beständig bist uns du! Wirk es Kranker in der Hoffnung fest zu in mir, daß ich Armer ganz auf seyn; denn so geht der Seelen deiner Gnade ruh. Zagt mein Anker in den Himmel selbst hinHerz, versucht der Teufel, zeig ein. Stärke mir bis an mein mir deine Worte nur; so benimmt Ende meines Glaubens matten mir allen Zweifel die Verheißung Trieb, bis ich dir in deine Hände.. und dein Schwur. modn me meine Seele übergieb.bilmi 676 21. Oktober. Ich achte Alles für Schaden, auf daß ich Christum gewinne, daß ich seinem Tode ähnlich werde, damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Todten. Phil. 3, 8. 10. 11. So weit bringt's der Glaube an Jesum. tup@ plant Mel. O Welt, steh' hier dein Leben. 4. Ach feu're dieß Verlangen, 1. Weil Jesus auferstanden, so an dir allein zu hangen, mein ist ein Tag vorhanden, wo wir Heiland, immer an; sonst ist mir auch aufersteh'n. Bleibt Alles sonst Alles Schaden, wenn ich, Herr, zurücke, will ich mit starrem Blicke nicht aus Gnaden in dir mich im Glauben dem entgegen geh'n. selig wissen kann. 2. Dieß, dieß verlang ich sehn5. Du kannst die Hand mir lich, daß ich nur Christo ähnlich steifen, dich glaubig zu ergreifen, in seinem Tode sey, mit ihm an's bis ich ergriffen bin. Der Ruhm Kreuz gebunden, und heil durch der eig'nen Stärke, der Trost der seine Wunden, in ihm von aller eig'nen Werke ist nichts, der Sünde frei. Glaube schätzt sie hin. 3. Dieß wünscht mein Herz be- 6. Bin ich in Todesstunden, ständig, mit Christo auch lebendig, mein Herr, in dir erfunden, so und mit erweckt zu seyn; wird fehlt das Leben nicht; kein Zorn er dann, als das Leben, sich kann mich erschrecken, kein Grab anzuschauen geben, geh' ich in's mir Furcht erwecken, und nachy Himmlische auch ein. dem Sterben kein Gericht. 22. Oftober. 677 Es standen aber bei dem Kreuze Jesu: Maria, seine Mutter, und der Jünger, den Jesus lieb hatte. Joh. 19, 25. 26. Damals gieng es schmerzlich zu; nach der Himmelfahrt nicht mehr so; man hat Freude davon. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 1. Unter Jesu Kreuze steh'n, und in seine Wunden seh'n, ist ein Stand der Seligkeit, dessen sich der Glaube freut. 2. Nun heißt's bei dem Kreuzesstamm: siehe, das ist Gottes Lamm, und mein Glaube tröstet sich: diese Wunden sind für mich. 3. Dieß ist Gottes Sohnes Blut, und es trieft auch mir zu gut. Er bat: Vater, ach vergieb, und bat dieß auch mir zu lieb. 4. Hör' ich, wie der Schächer sprach, o so sprech ich diesem nach: Herr, gedenke du zugleich meiner mit in deinem Reich. 5. Seh' ich, wie er über dieß Zweiter Theil. sich von Gott verlassen ließ; o so hofft mein Glaube fest, daß sein Gott mich nicht verläßt. 6. Hör' ich, wie er rief: mich dürst't, ruf ich aus: o Lebensfürst, mir zum Heil nahmst du den Trank. Dank sey dir, ja ewig Dank. nimmt mein Glaube das in Acht, 7. Hör' ich ihn: es ist vollbracht, die Versöhnung sey gescheh'n, und ich darf zum Vater geh'n. 8. Wie er letzt den Geist hingiebt seinem Vater, der ihn liebt, so ist meines Glaubens Bitt: Herr, nimm meinen Geist auch mit 9. Wenn ich sterbe, führ' mich du unter deinem Kreuz zur Ruh, laß vor deinem Thron mich steh'n, und die Wunden herrlich seh'n. 45 23. Oktober. Wohl dem, den du, Herr, züchtigest; und lehrest ihn durch dein Geseß, daß er Geduld habe, wenn's übel geht, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde. Ps. 94, 12. Dieß Wort ist ein köstlich Mittel wider die Ungeduld. DUET 10 678 braucht er auch die Nuthen, so ist es Vaterstreu'. Mel. Von Gott will ich nicht lassen. 1. Bleibt in der Ruh', ihr Stillen, auch wenn es übel steht, und 3. Herr, richte meine Gänge wenn's nach seinem Willen dem nach jenem Kleinod hin, und lehr' Böswicht wohl ergeht. Habt mich im Gedränge, daß icy zu kurze Zeit Geduld; man gräbt frieden bin; mach' mich nicht degottlosen Buben bereits an ihren nen gleich, die nach den SündenGruben; Gott straft nach ihrer jahren in ihre Grube fahren, da Schuld. ist ein finst'res Reich. HA 4. Laß mir die Zeit nicht lange 2. Wohl dem, dem du, Herr, bei deiner Langmuth seyn, wenn wehrest, daß er nichts Böses ich an dir nur hange, bringst du sucht, und den du Bess'res lehrest es reichlich ein; wenn mich dein durch deiner Gnade Zucht. Ge- Tod erfreu't auf meinem Sterbeduld bringt keine Reu'; Gott bette, es sey mir eine Stätte im züchtigt nur zum Guten, und Himmel zubereit't. 24. Oktober. 679for Welche werden Bein leiden, das ewige Verderben. 2 Thesſ. 1, 9. In der Sündenliebe unterdrückt der verkehrte Mensch alle Gedanken von der unseligen Ewigkeit, die ihm doch so nöthig und nüßlich wären. 978 shilind Mel. Ruhet wohl, ihr Todtenbeine. ap1. Nur ein plötzlich Angeden fen an die finst're Ewigkeit, fann schon eine Seele kränken, die sich jetzt der Sünde freu't. I was wird man da erfahren, wann sich die wird offenbaren! d pi doch fühlen; reuen, aber nun zu spat; und im Schwefelpfuhl ersoffen, doch kein End' und Nettung hoffen. 4. Gott, bewahr' mich vor. den Flammen, die dein Eifer angezünd't, daß mein Glaube für's 2. Ewig seyn, und doch nicht Verdammen Heil in Christo Jesu leben; heulen, aber unerhört; findt. Du hast ja den Sohn gegeSünden tragen, ohn' Vergeben; ben, daß wir sollen durch ihn leben. leiden, was beständig währt; in den tiefen Finsternissen brennen, und vom Licht nicht wissen. dist 5. Jesu, ewiger Erlöser, bring' mich in dein ewig Licht, mach' dein Lob an mir stets größer; in der Hölle dankt man nicht. Dein Geist lehr' mich ohne Krän fen an die Ewigkeit gedenken. 3. Dürsten, wo kein Tropf zum Kühlen; zagen, wo kein Trost und Rath; sterben, und die Bein 25. Oftober. Euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll Niemand von euch nehmen. Joh. 16, 22. Dieß kann in gegenwärtiger Welt noch nicht erfüllt werden, daß es vollkommen heiße; dort wird ewige, herrliche Freude seyn. arbar bilan 680 Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. 3. Es ist ein froher Augenblick, 1. Herz, freue dich der Ewigkeit, der bald uns muß verlassen; das du sollst auf Jesum sterben; was Sterbliche hält uns zurück, wir dich, als Kind, im Hoffen freut, können's ja nicht fassen; nur feu'rt wirst du vollkommen erben; was er uns den Glauben an, daß sich du gewünscht, das soll gescheh'n; das Herz erfreuen kann; dort soll den du geglaubt, den wirst du es ewig bleiben. seh'n, und so soll's ewig bleiben. 2. Ein Blick auf unsers Hei 4. Nimm, Jesu mir das Herz lands Thron, ein Strahl von je ganz ein mit diesen großen Dinner Sonne, ein schwacher Klang gen, mich unaufhörlich und allvom Harfenton, ein Vorschmack ein zur Ewigkeit zu schwingen. jener Wonne, ein Tröpflein von Bleibst du mit deinem Geist in dem Lebensquell, ist hier schon mir, so bleibet auch mein Herz wunderschön und hell, doch kann's in dir, und so wird's ewig hier so nicht bleiben. bleiben. G Edinje 610 26. Oktober. 681 Dein Wort ist meinem Munde süßer denn Honigseim. Psalm 119, 103. Im neuen Testament ist das süße Evangelium von Christo Jesu. Aber es gehört ein geistlicher, und kein Weltgeschmack dazu. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Im Trinken und im Essen, 1. Mein Herz ist schon gewöh- im Umgang und allein, bleibt mir net an Jesu süßes Wort, daß es es unvergessen, es muß mein sich darnach sehnet zu aller Zeit Zucker seyn; wenn ich was Bitt'und Ort. Das Beste auf der Er- res nehme, und wenn die Seele den, schmeckt an sich selbst mir krank, versüß ich es mit deme, nicht, es muß erst lieblich werden daß Jesus Galle tranf. 2 durch das, was Jesus spricht. 4. Herr läßst du mich erkranken, sey dein Wort meine Ruh, aus dem sprich in Gedanken durch deinen Geist mir zu; und unter deinen Worten geh' mir die Seele aus. Wie herrlich süß Zeit verkürzt, und auch an einem wird's dorten in deines Vaters Buche, das nicht sein Wort gewürzt. Haus! dunij indi 2. Wenn ich vom Schlaf auf stehe, such' ich dein Wort herfür, und wenn ich schlafen gehe, so nehm ich's auch mit mir. Mir cckelt am Besuche, an dem, was 682 27. Oftober. Gott hat in unsre Herzen das Pfand, den Geist, gegeben. 2 Cor. 1, 22. Dieser ist die Verheißung des Vaters, die höchste Gabe des Sohnes, der göttliche Zeuge unserer Gemeinschaft mit Gott. Mel. Gott, du hast es so beschlossen. wirkt Liebe, er legt auch die 1. Glauben ist was recht Ge- Hoffnung bei. So versichert uns wisses, weil man Worte Gottes dieß Pfand unser Erb im Vaterhat, und der Geist ist über die land. ses auch an eines Pfandes Statt; so bereitet Gott uns zu auf den Eingang seiner Ruh'. 2. Dieser Geist legt Gottes Worte tief und fest im Herzen an; denn da sind die rechten Orte, wo er wirken will und kann. Glaubt man Jesum, ist's erlaubt, daß at 5. Doch ich traue deiner Treue, dein Wort bleibet, wie es spricht; man sich auch selig glaubt. du giebst nichts, daß dich gereue, und dein Pfand verliert sich nicht; denn es bleibt auch in der Noth, und zuletzt auch in dem Tod. 3. Da erfährt das Herz durch Triebe, daß des Herrn Geist in ihm sey; er schafft Glauben, er 4. Vater, laß um Jesu willen mich des Pfandes fähig seyn, laß es mir das Herz erfüllen bis ins Vaterland hinein. O wie elend steht's mit mir, wenn ich dieses Pfand verlier'. 28. Oktober. 683 Wenig und böse ist die Zeit meines Lebens. 1 Mof. 47, 9. Böse heißt hier nicht sündhaft. Der glaubige Jakob hätte dieß nicht vor Pharao gebeichtet. Aber wir sollen dieß jetzt vor Gott thun. Mel. Jesus, meine Buversicht. und Streit, dank' ich Gott noch 1. Meine Tage enden sich, sie und von Herzen: Gottes Gnade, sind wenig, und sind böse; und Christi Blut, macht die bösen. ste reu'ten alle mich, wenn ich Tage gut. Ir or" 82) S nicht den Trost genöße: Gottes 4. Nun ist noch ein Schritt zu Gnade, Christi Blut macht auch böse Tage gut. 2. Denk' ich rückwärts und daran, wie ich in verfloss'nen Tagen Gut's versäumt und Bös's gethan, weiß ich nichts, als dieß zu sa gen: Gottes Gnade, Christi Blut macht die bösen Tage gut. thun, aus der bösen Zeit zu gehen, und um dieß will ich dich nun, ewiger Erbarmer, flehen: Deine Gnade, Christi Blut macht mein leßtes Stündlein gut. 5. Dorten wird es besser seyn, künftig soll man länger leben; mein Gott, bringe mich hinein, deiner Gnade Lob zu geben; Jesu, bring' mich durch dein Blut da3. Denk' ich rückwärts an die Zeit meiner Thränen, Angst und Schmerzen, an die Arbeit, Müh' hin, wo es ewig gut. 684 29. Oktober. Wir sind getrost allezeit, und wissen, daß so lange wir im Leibe wohnen, so wallen wir dem Herrn. 2 Cor. 5, 6. Wenn das der Christ nicht wüßte, er bliebe hier bei den Weltkindern im Wirthshaus sißen, und gienge nicht weiter. Mel. Die Seele Christi heil'ge mich. 5. Du giengst mir selbst zum 1. Wir sind noch von der Hei- Vater vor; richt Aug und Herz math fern; wir wallen aber unserm zu dir empor, daß ich erkenn, Herrn; das nie geseh'ne Vaterland wohin ich geh', und auf des Worist uns aus seinem Wort bekannt. tes Vorschrift seh'. 6. Wall ich nur, wie es dir 2. Man seh' uns an für was man will, wir wallen fort, und leiden still. Wenn gleich der Sa- gefällt, was ist's, wenn man's für leiden still. Wenn gleich der Sa- Thorheit hält? So komm ich tan auf uns stoßt, sind wir des heim; bei dir ist Nuh; was dir Herrn, und sind getrost. 3. So macht uns keine Furcht gefällt, belohnest du. verzagt, wenn uns die Welt ver- 7. Da ziehest du uns Kleider an, höhnt und plägt, und wen auch die jest kein Pilger tragen kann, auf der Welt nichts freut, der da wird sich's zeigen, wer man ist, hat in Gott doch Freudigkeit. wenn man auch da lebt, wo du bist. 4. Herr Jesu, halt auch mich dafür, 8. Mein Herr, den ich einst Blut gedaß ich dein sey, und walle dir, so wall fost't, mach' mich im Tode selbst getrost, ich ganz getroft bahin, so lang ich in und ruf in Gnaden mich nach Haus, so dem Leibe bin. geht mein Wallen selig aus. 30. Oktober. 685 6 Die da halten ob dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade. Jon. 2, 9. Das Eitle mag Keiner sein heißen. Gnade ist unser, CHI in so fern sie jedem in seinem Theil und nach seinem Maaß angeboten und bestimmt iſt. the oil Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu c. 3. Gieb, Vater, daß ich weise 1. Ein Aug, das nur auf's Eitle bin, und lerne Gnade nehmen. sieht, verlässet seine Gnade. Die Wer sie verlangt, der nimmt sie Gnade weicht, das Eitle flieht, hin, du willst ihn nicht beschädas ist dann zweimal Schade. Nichts Eitles fann mir ewig seyn, und acht ich Gnade nicht für mein, was hat hernach die Seele? men; und weil in dir, Herr Jesu Christ, der Gnaden ganze Fülle ist, so will ich da sie schöpfen. 2. Gott hat uns Gnade zugedacht; der Sohn hat sie erworben: der Geist hat sie an's Herz ge bracht. Wie arg ist's dann verdorben, wer von dem Dunst der Welt berauscht, um Eitelkeiten Ew'ges tauscht, und will nicht seine Gnade. nicht verlassen. 4. Du Geist der Gnade, zeuge du, daß sich auch mir gehöre; sprich mir im Tod von Gnade zu, und daß ich ewig währe; ich laß fie nicht, so wird auch sie, ob Andern alles Eitle flich, zuletzt mich 686 31. Oktober. Gott sprach: du Narr, heute wird man deine Seele von dir fordern, und weß wird seyn, das du bereitet hast? Also geht's, wer ihm Schätze sammelt, und ist nicht reich in Gott. Luc. 12, 20. 21. Man denke hier nach. OF TH hat uns mehr erworben; was am Kreuz uns anerstorben, bleibt im Sterben uns allein. Mel. Alles ist an Gottes Segen. 1. Wenn ich mir auf viele Jahre einen großen Vorrath spare; weß wird seyn mein Ueberfluß? da ich soll gesammelt werden in ein Räumlein kühler Erden, und noch heute sterben muß. 4. Könnte man die Welt gewinnen, führ' man dennoch arm von hinnen, wer nicht Theil am Himmel hat; wer sich reich in Christo glaubet, dem wird nichts OPIC 2. Herr, bewahr' mich vor den Stricken, wenn der Geiz mich im Tod geraubet. Nichts als will berücken. Das, was da ist, Gott macht ewig satt. sey genug. Gib mir Vorsicht auf 5. Herr, ich glaube; laß im mein Scheiden, und mach auf Sterben mich mit deinen Kindern die Ewigkeiten mich durch deine erben. Dort ist unser wahrer Gnade klug. Schatz. Wird die Seele abge3. Lehr' mich bei den Neben- fordert, so kommt, wenn der Leib gaben Mangel, oder übrig haben, vermodert, mir kein Fremder in hungern oder satt zu seyn. Jesus den Platz. in Wir u 1. November. 687 Er ist Aller zumal Ein Herr, reich über Alfe, die ihn anrufen. Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll selig werden. Röm. 10, 12. So laßt uns ihn denn anrufen, daß wir selig werden. Mel. Befiehl du deine Wege. 3. Dich mag es nicht gereuen, 1. Gott, du bist an Erbarmen, daß du uns rufen heißst; es darf Herr, über Alle reich. Hier find't sich niemand scheuen, weil du man nichts als Armen, die an sein Elend weißst; in aller Noth: dem Mangel gleich; vor deines zu flehen ist Allen frei erlaubt, Thrones Stufen liegt eine Erde und allen soll geschehen, wie ihr voll, da Alles zu dir rufen, und Herz wünscht und glaubt. Rettung suchen soll. 4. Ich hab es auch erfahren, 2. Das ist dein guter Wille, als sich mein Herz gefränkt; ſo weil du so gnädig bist. Du giebst viel es Sünden waren, haft aus einer Fülle, die unerschöpflich du sie mir geschenkt. Muß ich ist, du wirft nie müd vom Ge- einst von der Erden, so ruf' ich ben; man bittet nie zu viel. Du dich noch an: Herr, laß mich) giebst ein ewig Leben, wer ewig selig werden, daß ich dich loben leben will. listall fann. 688 2. November. Lasset cuch Niemand das Ziel verrücken, der aufgeblasen ist in seinem fleischlichen Sinn, und hält sich nicht an dem Haupt. Col. 2, 18. Wir haben solche Zeiten noch, und also diese Warmung nöthig. andisur pils). Mel. O Welt, steh' hier dein Leben. 4. Laß dir, als Kind im Fle1. Laß, Seele, dich nicht mei- hen nichts in dem Wege stehen, stern von aufgeblas'nen Geistern; geh' nur gerad hinzu. Nichts laß ihr Geschwäß und Schein dir Menschlich's laß dich irren, nichts nicht das Ziel verrücken. Es muß Englisches verwirren, auf Jesum in allen Stücken dein Haupt und Christum bete du. Meister Christus seyn. ost 5. Dein Wissen und Verlan2. Halt du an Gottes Sohne; gen sey nur, an Jesu hangen, an bei seinem Kreuz und Throne Jesu, als dem Haupt. Was dich such' deine Seligkeit, und lasse von diesem trennet, ist, ob man's dir den Glauben nicht durch die geistlich nennet, doch Fleisches Weisheit rauben, die nur die eitle Sinn und falsch geglaubt. Welt erfreut. 6. An Christo hangt man feste, 3. Wie Jesus uns versöhnet, und so stirbt sich's auf das Beste, er was er uns verdienet, das nimm wirkt zum Aufersteh'n; das Haupt als Gnade an bei der man außer weckt seine Glieder aus ihren ihme sich keines Dinges rühme, Todten wieder, ihn in der Herrdas Gott an uns gefallen kann. lichkeit zu seh'n. 3. November. 689 Du bist würdig zu nehmen das Buch; denn du hast dich schlachten lassen, und du hast uns erkauft mit deinem Blute. Offenb. 5, 9. An diesem Liede sollen wir hier schon an den ersten Buchstaben lernen. Mel. Durchbrecher aller Bande 3. Lämmlein, ich will dir be1. Lämmlein, das mit Blut ge- kennen, ich bin auch dein Eigentaufet, an dem Holz sich schlach- thum; mich dein Eigenthum zu ten ließ; Lämmlein, das uns nennen, ist mein allergrößter theu'r erkaufet, und sein Blut zur Nuhm. Du hast, da man dich Zahlung wies: alle göttlichen Ge- geschlachtet, mich, auch mich, an schöpfe sind von Gott dir zuge- dich gekauft, und du hast mich wandt, und wir mürben Leimentöpfe stehen auch in deiner Hand. werth geachtet, daß man mich auf dich getauft. 2. Lämmlein, das als Löw er- 4. Lehr mich dir die Ehre brine schienen, da es uns're Feinde gen, daß das Lämmlein würdig schlug; Löwe, der uns zu versöh- sey. Denn Denn je mehr wir solches nen, als ein Lämmlein Sünde trug; werfen die, die Kronen tragen, sich im Himmel vor dir hin; o was soll ich Würmlein sagen, das ich auf der Erde bin! singen, wird dieß Lied uns immer neu. Wenn ich auch im Himmel wäre, wär es doch ein neues Lied; Lämmlein, nur an deiner Ehre singt man ewig sich nicht müd. 690 4. November. Ich trage meine Seele immer in meinen Händen. Pf. 119, 109. Wir gehen auf seelengefährlichen Wegen, und unsere Seelen sind kostbar. Daher ist Vorsicht und Gebet beständig nöthig. Sm Mel. Schwing dich auf zu deinem sc. 1. Meine Seele trage ich immer in den Händen; viele Feinde wagen sich, sie mir zu entwinden. Ist mir der Verlust gedroht unter den Gefahren; o so ist's die höchste Noth, solche zu bewahren. nung fließen; kann ich sie besprengt mit Blut vor den Vater bringen, darf die Seele voller Muth von der Gnade singen. 4. Doch ich kann aus meiner Kraft sie nicht sicher halten. Gott ist's, der mir Hülfe schafft, er wird 2. Gott, ich trage sie dir zu in ob ihr walten. Er bewahrt durch Gebet und Flehen; mein Erbar- seine Huld, daß ich nicht soll falmer, laß sic du nicht verloren len, und giebt in dem Kreuz Gegehen. Alle Seelen sind ja dein, duld, meinem Herrn zu wallen. laß auch meine Seele, mein Gott, dir befohlen seyn, daß dem Feind es fehle. 5. Seine Gnade tröstet mich auch an meinem Ende. Meine Seele gebe ich Gott in seine Hände. Er 3. Meine Seele trag' ich dir, hat Engel um den Thron; wird er's Jesu, zu den Füßen, laß dein ihnen sagen, werden sie die Seele Blut auch über ihr zur Versöh- schon in den Himmel tragen.n 5. November. 691 Israel, du bringest dich selbst in Unglück; denn dein Heil stehet allein bei mir. Hos. 13, 9. Werden wir verdammt, so ist's unsre Schuld; werden wir selig, so ist's Gnade. Laßt uns die Gnade nicht versäumen. Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 3. So sey dir dann mein 1. Der ist sein eigner Unter- ganzes Heil auf ewig übergeben; gang, wer noch sein Heil will gabst du mir an der Gnade hassen, und bei der Gnade sanf Theil, gicb mir ihn auch am tem Drang sich nicht will retten Leben. Dein Wort, dein Sohn, lassen. Gott sucht uns selbst, dein Geist allein nimmt mir die sein Heil ist nah)', sein Wort, ganze Seele ein, so geh' ich nicht sein Sohn, sein Geist ist da, er verloren. will uns selig machen. 2. Ich stürzte selbst auch mich in Noth; Gott, du hast mich befehret. Gott, o Liebe, die den Tod des Sünders nicht begehret, mein einz'ges Heil steht nur bei dir, es soll dir Alles, was in mir, für die Errettung danken. 14. D laß mir meinen Willen nicht, sonst will ich mein Verderben, und laß mich, wenn mein Herz einst bricht, in meinem Heis land sterben; so ist dein Heil mir ganz gewiß, ich glaub', und hoff', und werde dieß vor deinem Throne preisen. 6. November. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Luc. 22, 44. Hier hat uns der getreue Heiland mehr errungen, als Jakob den Seinen in seinem nächtlichen Ringen mit dem Engel. 692 Mel. Jesus, meine Zuversicht. 1. Jesu, der du mit dem Tod in dem. Garten selbst gerungen, dir ist's in der größten Noth mit Gebet und Fleh'n gelungen. Denn der Vater hörte dich, und die Hülfe zeigte sich. 4. Dein Geschrei kam vor den Thron; und konnt nicht verschmähet werden; denn du warst und bleibst der Sohn, lagst du gleich 2. Das laß, treuer Heiland, mir im Blut auf Erden, und durch auch im Tod zur Rettung dienen. dich, du Gottes Sohn, kommt Das geschwißte Blut von dir trof, mein Beten vor den Thron. uns Sünder zu versöhnen; dieses wunderbare Blut komm im Tod auch mir zu gut. 5. Stark genug ist deine Hand, mich auch aus dem Tod zu reißen. Steh ich wirklich an dem Rand; 3. Ich will nur allein auf dich wirst du mir den Durchgang weiin den letzten Zügen flehen; und sen, weil du ja in deiner Angst dein Beten tröstet mich, mir soll mir mein Leben schon errangst. auch, wie dir geschehen. Du hilfst dem, der dir vertraut, wenn ihm vor dem Tode graut. 7. November. 693 Es ist kommen der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen? Offenb. 6, 17. Das ist der Schrecken der unselig Verstorbenen vor dem jüngsten Gericht. Die Seligverstorbenen bekommen weiße Röcke. Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. dem Nichterthron! denn die auf 1. So wie die Seelen scheiden, dich nicht sterben, die fühlen ihr so bleibt hernach ihr Stand; was Verderben vor deinem Tage schon. Angst sey oder Freuden, wird 4. Herr, laß mich mit den ihnen schon bekannt; da zeuget Deinen in festem Glauben steh'n, ihr Gewissen, was sie erwarten und, bis du wirst erscheinen, dir müssen, ob's Schmuck sey oder froh entgegenseh'n. Du fleid'st Schand. mit weißen Röcken, wenn auch 2. Wer Jesum angenommen, auf Marterblöcken die Scheidung weiß schon sein weißes Kleid, wann sollt gescheh'n. sein Herr werde kommen in seiner Herrlichkeit. Wer Jesu Feind gewesen, kann schon im Herzen lesen, was ihm sein Richter dräut. 5. Dein Wort sey mir ein Spiegel, da seh' ich in dein Licht; dein Geist sey mir zum Siegel, bis daß dein Tag anbricht; so 3. Wie selig ist's, dich kennen, kann es meiner Seelen auch nicht Herr Jesu, Gottes Sohn, dich im Scheiden fehlen, und schreckt unsern Heiland nennen auch auf mich kein Gericht. Zweiter Theil. 46 694 8. November. Der feste Grund Gottes bestehet, und hat dieses Siegel: der Herr kennet die Seinen; und es trete ab von der Ungerechtigfeit, wer den Namen Christi nennet. 2 Tim. 2, 19. Das ist tröstlich und ernstlich). Mel. Gott sey Pank in aller Welt. 1. Gottes fester Grund besteht, wenn sonst Alles untergeht, und auf diesem Grund beruht unsers Herzens Glaubensmuth. 2. Da drückt Gott dieß Siegel ein: Gott kennt Alle, welche sein; und wer Christi Namen nennt, sey vom Unrecht abgetrennt. 3. Treuer Gott, dir sey gedankt, daß dein Rath und Wort nicht wankt, gründe mich allein auf dich; du bist unveränderlich. 4. Lege mir dieß Siegel bei, daß auch ich dein eigen sey; und steht doch Gottes Grund. dein Geist versiegle mir auch mein Kindesrecht an dir. 5. Halte mich vom Unrecht fern; weil ich Christum kenn' als Herrn. Denn hier lebt der wahre Christ, wie sein Herr und Heiland ist. 6. Mahne du mich immerhin, daß ich bleibe, wie ich bin; denn so reißt mir bis zum Grab keine Macht dieß Siegel ab. 7. Bleib' ich nur in deiner Hand, und bin dir, mein Gott, bekannt, bin ich froh, getrost und still, wenn kein Mensch mich kennen will. 8. Geh'n dann meine Tage aus, fällt der Seele irdisch Haus, starren Augen und der Mund, so be9. Auch im Tode bin ich dein, und du führst mich da hinein, wo man sich in Ewigkeit über Christi Namen freut. list stive 9. November. 695 i Mir ist Barmherzigkeit widerfahren. 1 Tim. 1, 13. Ein Unbekehrter ist in seinem Sinn viel zu hochmüthig, daß er das fagen sollte von Herzen; aber ein Bekehrter spricht vor Gott und aber ein Befehrter Menschen davon. ROTI GRN Hor of E Mel. Nach einer Uebung kurzer Tage. es nur Erbarmung nennen, so ist 1. Mir ist Erbarmung wider mein ganzes Herz gesagt. Ich fahren, Erbarmung, deren ich beuge mich, und bin erfreut, und nicht werth. Das zähl' ich zu dem rühme die Barmherzigkeit. Wunderbaren; mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun weiß ich das, und bin erfreut, und rühme die Barmherzigkeit.is bum 2. Ich hatte nichts als Zorn ver dienet, und soll bei Gott in Gnaden seyn; Gott hat mich mit ihm selbst versöhnet, und macht durch's Blut des Sohns mich rein. Wo fam dieß her? warum geschieht's? Er barmung ist's, und weiter nichts. 4. Dieß laß ich kein Geschöpf mir rauben; dieß soll mein einzig Rühmen seyn; auf dieß Erbarmen will ich glauben; auf dieses bet ich auch allein; auf dieses duld ich in der Noth; auf dieses hoff ich in dem Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, reiß dein Erbarmen nicht von mir, und führe durch den Tod mich Armen durch mei3. Das muß ich dir, mein Gott, nes Heilands Tod zu dir; da bin bekennen; das rühm' ich, wenn ich ewig recht erfreut, und rühme ein Mensch mich fragt. Ich kann die Barmherzigkeit. 696 10. November. Sie wird nicht mehr hungern noch dürsten, es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hiße. Offenb. 7, 16. Dieß kann und soll uns trösten in uns'rer Mühe und Arbeit auf Erden. Mel. Sollt es gleich bisweilen scheinen. 1. Wenn das Elend dieser Er den mir will kaum erträglich werden, blickt mein Glaube nur dahin, wo ich nicht mehr elend bin. 5. Herz, verlangst du dich zu trösten mit der Schaar der schon Erlösten, o so gieb dir jetzt die Müh, kleide nur dich auch wie sie. 6. Merke dir auf alle Fälle, 2. Dort ist von erlösten Seelen jener Kleid ist weiß und helle; also eine Schaar, die nicht zu zählen, muß auch deines rein in dem Blut die vor Gottes Thron erscheint, des Lammes seyn. da ist's ewig ausgeweint. 3. Trifft mich hier so manche Hiße, daß ich hung're, dürfte, schwiße, seufz ich zwar, und weiß dabei, daß dieß Alles dort nicht sey. 8. Wasch mich, Herr, in deinem Blute; denn du gabst's auch 4. Dort sticht uns nicht mehr die Sonne, jenes Licht giebt lauter mir zu Gute. Zeuch mir selbst Wonne, wo das Lämmlein weiden mein Herz dahin, wo ich nicht wird, das zu Lebenswassern führt. mehr elend bin. 7. Niemand wirst du dorten sehen, ohne Blut gewaschen, stehen; nur im Blut von Gottes Sohn, kann man steh'n vor Gottes Thron. 11. November. 697 Denn auch Christus, da wir noch schwach waren, nach der Zeit, ist für uns Gottlose gestorben. Röm. 5, 6. Wäre nicht Jesus für uns gestorben, wer könnte sich wider den Tod des Lebens rühmen. Mel Alles ist an Gottes Segen. 1. Jesu, der für mich gestorben, was du aller Welt erworben, geht im Glauben mich auch an. Denn dein Tod war zum Versöhnen uns in unserm Tod zu die nen, daß ich ruhig sterben kann. 2. Ich müßt als ein Feind verderben, und an meiner Strafe sterben; aber Jesus hat's vollbracht. Denn er selbst trug uns're Strafen, daß ich darf auf ihn entschlafen, der den Tod zu nicht gemacht. j had ei ole aum 5. Jesu, zeig in letzten Stunden mir dein Heil in deinen Wunden, daß ich selig sterben kann. Hab' ich Theil an deinem Ster3. Mich müßt unter meinen ben, o so nimmst du, mit zu erben, Sünden nur der Tod mit Fesseln mich auch in dem Leben an. d binden; Jesus starb an uns'rer. Statt, und ich sterb in seinen Gnaden, daß der Tod mir nicht mag schaden, weil er keinen Stachel hat. 4. Mein Grab wäre schon die Schwelle zu dem Thor der finstern Hölle: Jesus wollt Erlöser seyn, ließ sein Leben, nahm es wieder; daher gräbt man meine Glieder jetzt auf Wiederleben ein. 698 12.ovember. Ich zeuge in dem Herrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes. Ephes. 4, 17. Dieser heidnische Wandel in eitelm Sinn wird nun gar zu gemein. Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Niemand kann ein Mittel 1. Wach', Herr, über meine nennen, das für diese Scuche dient, Sinne, daß die Macht der Eitel- als nur Jesum Christum kennen, keit mir das Herz nicht abgewinne; der mit Gott uns ausgesöhnt. denn so wandelt nur der Heid. Jesus gibt den Geist der WahrWer das Eitle lieb gewonnen, heit, dieser lehrt, wer Jesus sey, kennet Gott und Christum nicht, er erfüllt das Herz mit Klarheit, und er rennt ganz unbesonnen in und macht von dem Eiteln frei. den Tod und in's Gericht. 4. Thu' mir, Jesu, auch die 2. Eitler Sinn ist von dem Le Gnade, gieb mir auch von deinem ben, daß aus Gott ist, ganz ent- Geist. Denn im Sterben ist nur fremd't, also wird durch Wider- Schade, was dem Weltsinn Wohlstreben des Verstandes Licht ge- seyn heißt. Könnt' ich Alles hier hemmt; die Unwissenheit verstocket, besitzen, was ein eitles Herz erund es reißt der eitle Sinn, ob freut, würd' ich's doch nicht lange Gott dränet oder locket, doch die nüßen; denn es folgt die EwigHerzen taumelnd hin. bundum feit. sim do 3 d 110 13. November. 699 So ihr anders geschmecket habt, daß der Herr freundlich oder gütig ist. 1 Petr. 2, 3. Heut zu Tage spricht man viel vom Geschmack; aber der geistliche ist ein Gefühl der Gütigkeit des Herrn Jeſu. Mel. Ruhet wohl ihr Todtenbeine. Christo erben, o wie bliebe dann 1. Jesus, an dem Kreuz ge- mein Theil? Herr, wie gütig schlachtet, Jesus in der Herr- bist du denen, die nach dir sich lichkeit, der ist's, den die Welt herzlich sehnen! nicht achtet, aber der das Herz erfreut; was ich habe, was ich rühme, was ich hoffe, ist in Ihme. 4. Wie nach mütterlichen Brüsten neugeborne Kindlein schrei'n; also laß auch mein Gelüsten, Herr, nach deiner Güte seyn. Nichts mag mein Verlangen stillen, du kannst's ewiglich erfüllen. 5. Jesus, an dem Kreuz ge= schlachtet, Jesus in der Herrlichkeit, der sey, wenn mein Herz einst schmachtet, ir noch zur 3. Könnt' ich nicht auf Jesum Zufriedenheit. Schmeckt die Güte sterben, do wo fänd ich dann ein hier so süße, was wird's seyn im Heil?-Dürft' ich nicht mit Paradiese! end 30% 30 2. Wohl dem, welcher einmal schmecket, wie der Herr so gütig sey; das Verlangen wird erwecket, und der Hunger immer neu. Es verschmachtet eine Seele im Gefühl, daß Jesus fehle. 14. November. Kindlein, ihr seyd von Gott, und habt jene überwunden, denn der in euch ist, der ist größer, denn der in der Welt ist. 1 Joh. 4, 4. Das ist dem Drachen schmählich, daß ihn Kindlein Gottes überwinden. 700 Mel. If Gott für mich, so trete. 3. Der Drach hat große Stärke: 1. Der große Grimm des Dra- doch Christus hat vielmehr, und chen in seiner kurzen Zeit, soll uns zeigt es in dem Werke, den Dranicht zaghaft machen; denn Jesus chen stürzet er. Man werde ja führt den Streit, er ist und bleibt nicht scheue vor Satans großer Erlöser; der Sieg ist seines Thuns: List; wir wissen, daß die Treue der in uns ist, ist größer, als der, des Heilands größer ist. der außer uns. El S and 4. So bleibe in den Deinen, 2. Der Drach führt große Lügen. Herr Jesu, Gottes Sohn; laß Ihr Kindlein, wanket nicht, die uns dein Heil erscheinen, und Wahrheit wird doch siegen, die stürz' des Drachen Thron. Er unser Tröster spricht. Der Drach darf's nicht lange treiben: dein zückt zwar zum Hiebe das Beil, Volk vertrauet dir. Wir wollen sein Haß ist groß; doch größer ist Kindlein bleiben, so überwinden die Liebe, daß Jesus Blut vergoß. wir. 15. November. 701 Jesus Christus, unser Herr, ist unsere Hoffnung. 1 Tim. 1, 1. Außer diesem hat man keine Hoffnung, und ist ohne Gott in der Welt. Der Unchrist hofft auch; aber wozu er kein Recht und keine Verheißung hat. Mel. Allein Gott in der Höh' sey sc. 3. Das, was der Vater uns 1. Herz, prüfe deiner Hoffnung verheißt, will uns der Sohn erGrund, ist's Hoffnung jenes Le- füllen, und dieß versiegle dann bens? Der Unglaub hoffet mit sein Geist; man hofft nach Gotdem Mund, hofft aber ganz ver- tes Willen. Man hofft, wo nichts gebens; wie Einer, dem von Es zu hoffen scheint, und doch wird, sen träumt, und wenn er wacht, ist's weggeräumt, da fühlt er erst den Hunger. eh die Welt es meint, die Hoffnung noch zur Freude. 4. Mach', Jesu, meine Hoff2. Wer Hoffnung außer Christo nung fest, so hoff' ich nie vergehat, deß Hoffnung ist verloren; das bens; denn wenn du mich auch Herz bleibt leer, und wird nicht sterben läßst, sterb' ich als Erb' satt, und redet wie die Thoren. des Lebens. Da wird das Herz Nur Jesus Christus muß allein auf ewig satt; es hat, was es im Glauben uns're Hoffnung seyn, gehoffet hat, und wacht nach deiso wird man nicht zu Schanden. nem Bilde, fod G 702 16. November. Die Berufenen sollen fliehen die vergängliche Lust der Welt. 2 Petr. 1, 4. Die Berufung geht auf das Ünvergängliche. Wer nicht die Flucht ergreift, bleibt im Vergänglichen hangen zum größten Schaden. Mel. Wer nur den lieben Gott läßt: c. geboren, ach so erhalte mich da1. Zur Ewigkeit sind wir gebil- bei; ich bin zur Ewigkeit getauft, det, die Seele fühlt den Zug dahin; ich bin zum Seligseyn erkauft. nun aber ist das Herz verwildet, 4. Wem fällt der Mensch heim und folget dem verkehrten Sinn, in dem Sterben? der Gnade oder daß man die Ewigkeit vergißt, und dem Gericht? Herr, rette mich liebt und sucht, was irdisch ist. von dem Verderben, du mußt es2. Ach mein Gott, ziehe mir thun, ich kann es nicht. Du wirst die Seele durch deinen Geist, der es thun, ich glaube dir, denn dein Weisheit lehrt, daß ich nicht mei Wort ist mir gut dafür. nes Ziels verfehle, das selig ist, und ewig währt; sonst führet mich mein Fleisch dahin, wo ich auf ewig elend bin. 5. Ich halte mich an den Erlöser; er soll mein Weg zum Himmel seyn. Was er verheißt, wird immer größer bis in die Ewigkeit hinein; da wird man sehen, selig heißt, was wo 63. Ich war ja schon einmal verloren, gieb, daß ich es nicht zwei- du bist, was mal sey. Du hast mich wieder neu- ewig ist. in nome da of 17. November. 703 Ruth sprach: rede mir nicht ein, daß ich dich verlassen sollte. 1060 051318 Dein Gott ist mein Gott. Ruth 1, 16. Wie wohl ist dieser feste Entschluß der Moabitin belohnt worden! Wir werden bei Jesu mehr erfahren. mode OR i Annu no R Jor Mel. Meinen Jefum laff' ich nicht. Sterb' ich nicht einst in dem 1. Rede mir nur Niemand ein, Herrn, kann ich ja nicht selig daß ich Jesum soll verlassen. Soll sterben; und wo will ich ewig hin, ich ohne Jesum seyn? soll ich wenn ich nicht bei Jesu bin? meine Seele hassen? Jesu, an dir hang ich fest, weil du mich auch nicht verläßst. 4. Nun, so sey es festgeseßt, ich will nur bei Jesu bleiben, so wird mich der Tod zuletzt nicht von meinem Heiland treiben; ich darf wieder aufersteh'n, ich darf ewig Jesum sehn. sid ohur 2. 3st nicht sein Gott auch mein Gott, wo ist einer sonst zu finden? werd' ich nicht zu Schand' und Spott, wenn nicht er mich wascht von Sünden? Ist nicht Christi Geist in mir, welcher Geist treibt mich dafür? band de 5. Jesu, halte mich an dich, weil du mich zu dir gezogen; deine Gnade glaube ich, die die Sünde überwogen. Bring' mich dahin, und dein Gott auch Mist 3. Bleib ich hier von Jesu fern, wo du bist, darf ich dort nicht mit ihm erben. mein Gott ist. 18. November. Jesus sprach: Es ist vollbracht. Joh. 19, 30. Jesus war der Einzige, der es vollbringen konnte; und hat es ganz vollbracht, daß der Vater damit zufrieden war, und daß er alle Herzen damit zufrieden stellen kann. Imo indoled midsole rod gljinsipi Mel. Gott sey Dank in aller Welt. 5. Zu dem Vater darf man geh'n; 1. Jesus Christus hat voll in dem Sohne darf man fleh'n; bracht, was uns Sünder selig und der Geist versiegelt schon unmacht, und weil nun sein Tod ser Erbtheil mit dem Sohn. gescheh'n, muß sein Testament besteh'n. 407 6. Sprach dieß unsers Mitilers Mund, so hat unser Glaube Grund; so hat. uns're Hoffnung Ruhm. Wir sind Christi Eigenthum.. 2. Alles hat er ausgeföhnt; Alles hat er uns verdient; Al les, was uns Gott verhieß, ist auf ewig hin gewiß. 3. Alle Sünde, aller Tod, Al1.8, was die Hölle droht, Alles, as uns schrecken kann, ist zu nicht und abgethan. 8. Was du schenkest, ist auch mein; was ich habe, sey nun dein. Zu dem Vater komme ich anders nicht, als nur durch dich. 4. Alle Schriften sind erfüllt; 9. Wenn mein Herz in Zügen liegt, aller Zorn ist ganz gestillt; alle mach' mich durch dieß Wort vergnügt: Gnade waltet hier, allen Frieden Jesus Christus hat's vollbracht; ihm haben wir. i no nim sey Herrlichkeit und Macht. 7. Hier greift meine Seele zu, du, vollkomm'ner Heiland, du hast auch mir zu gut vollbracht, was mich Sünder selig macht. 19. November. 705 Deine Todten werden leben. Wachet auf, und rühmet, die ihr lieget in der Erden; denn dein Thau ist ein Thau eines grünen Feldes. Jef. 26, 19. Das wird eine herrliche Frühlingszeit seyn. YDIN Mel. O wie selig sind die Seelen. 1. Wenn ich Blumen sehe ster ben, die nach kurzer Pracht verderben, denk ich an des Menschen Tod. Seh' ich Blumen wieder leben, weil ihr Schöpfer Kraft gegeben, macht mir Sterben keine Noth. pfangen, die uns Gottes Wort gewährt: die ihr lieget in der Erden, wist's, ihr sollt erwecket werden, rühmet, daß euch Gott verklärt. 4. Mach' mich, Jesu, dir zur Pflanze, die du einst in reinem Glanze auf dein grünes Feld verseß'st; hier mit Blut aus deinen Wunden, dort, wenn Nacht und Tod verschwunden, mit dem Thau des Lebens netz'st. 2. Fault das Fleisch, vermodern Knochen, hat doch Gottes Wort versprochen, daß sie werden auf ersteh'n. Gott, der hier die Lilien 5. Schaffe, daß ich dir hi kleidet, läßt, wenn Alt's und lebe, mich in deine Hand ergebe, Neu's sich scheidet, uns in frischer und gesund im Glauben sey, und Blüthe seh'n. die abgestorb'nen Glieder schaff' 3. Brenn, mein Herz, recht vor an deinem Tage wieder, wie verVerlangen, die Verheißung zu em- dorb'ne Blumen, neu. 706 20. November. af Es sollen wohl Berge weichen, und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines ngudure Stu Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer. Jes. 54, 10. Welch ein Trost! 90 1702 Mel. mme sis d Frieden, welcher Alles übersteigt. Mein Erbarmer, sprich mir du dieß in allen Nöthen zu. Jerusalem, du Schöne. 1. Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel, Gottes Gnade weicht mir nicht, und der Friede hat dieß Sie4. Wenn mich meine Sünden gel, daß Gott seinen Bund nicht schmerzen, und der Straßen lange bricht. Dieses macht mich unver- Pein, ach so rede meinem Herzen zagt, weil es mein Erbarmer sagt. deine Huld und Frieden ein, daß du mir in Jesu Christ ewig ein Erbarmer bist. 2. Das sind Worte für die Blöden, die sind aller Annahm' werth; das heißt an die Herzen reden; das ist Trost, wie man begehrt. Gottes Gnade weicht dir nicht, weil es dein Erbarmer spricht. 5. Gieb mir einen starken Glauben, der dein Wort mit Freuden fast; so kann mir der Tod nicht rauben, was Du mir geschenket 3. Hier ist Kraft für alle Mü- hast; auch die Hölle nimmt mir den, die so manches Elend beugt. nicht, was mir mein Erbarmer Man find't Gnade, man hat spricht. punime 21. November. 707 Ich hörte eine große Stimme in dem Himmel sprechen: jezo ist das Heil und die Macht und das Königreich unsers Gottes, und die Gewalt seines Gesalbten worden. Offenb. 12, 10. Das macht getrost! Mel. Nun ruhen alle Wälder. 11. Treibt der verworf'ne Drache voll Zorn die böse Sache auf uns rer Erde gleich; so schreckt uns ja nicht zagen in diesen Wehesolches wenig, es bleibt doch unser'm König das Heil, die Macht, das Königreich. tagen, weil du dein Reich behalten mußst. mi pun 15. Laß mich dein Heil auch finden, und hilf mir überwinden durch dein Versöhnungsblut; gieb gegen Satans Stürme mir deine Macht zum Schirme, und dein Reich stärke meinen Muth. m 4. Herr, der du deinen Knechten die Siege deiner Rechten zuvor zu wissen thust, hilf, daß wir 2. Die dem Gesalbten dienen, erfahren doch an ihnen sein wunderbares Heil; er kann sie in Gefahren durch seine Macht bewahren, und gibt an seinem Reiche Theil. 3. Ihr, die ihr Glauben übet, 6. Dort singen schon die Brüund euern König liebet, dieß Wort der vor deinem Thron die Lieder: sey euer Halt. Die Zeit ist bald ihr Himmel freuet euch. Gieb uns verloffen, da seh'n wir, was wir auch Sieg, wie jenen, laß auch hoffen; er hat das Recht und die von uns ertönen: dein ist das Gewalt. Heil, die Macht, das Reich. 708 22. November. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Offenb. 21, 6. Es soll diese Verheißung selbst uns durstig machen. Wie elend und todt ist, wer feinen Durst fühlt. Mel Die Seele Christi heil'ge mich. 1. Ich fühle einen Durst in mir, für solchen taugt kein Wasser hier; es muß ein Lebenswasser seyn, das giebt der Heiland-uns allein. 2. Wenn sich ein Herz mit Eit6. Bei diesem Durst hat's feine lem füllt, wird sein Verlangen Noth, er zeigt nur an: man sev nie gestillt; es ist ein träumender nicht todt. Stirbt man, so zeugt Betrug, man trinkt, und trinkt dein Wort dabei, daß noch ein doch nie genug. Schritt zum Brunnen sey. 3. Ein Menschengeist wird niemals satt, der nichts aus Jeſu Fülle hat; aus ihm quillt, was uns Leben giebt, und er giebt gern, weil er uns liebt. 4. Dir, Quell des Lebens, fauf ich zu, das Lebenswasser schenkest du; du giebst's umsonst, ich bring nichts her, als nur ein Herz voll Durst, und leer. 5. Du zichst mich selbst, du wirfst in mir selbst das Gefühl des Durst's nach dir, und läſfeſt mir das Aug aufgeh'n, von ferne diesen Brunn zu seh'n. 7. Nimm meinem Herzen alle Lust nach den Cisternen, die voll Wust, wohin uns Welt und Satan winkt, und wo man sich zu Tode trinkt. 8. Wie einem Baum zum Leben dient, der vom Geruch des Wassers grünt, so dringt dein Trostwort hier schon ein; o! was wird's um die Quelle seyn! 23. November. 709 Die Zeit der Erndte ist gekommen. Denn die Erndte der Erde ist dürre worden. Offenb. 14, 15. Wir sollen uns ja billig gefaßt halten auf diese nahe und wichtige Stunde, da so Viele schnell sterben werden. Mel. Es ist gewißlich an der Beit. Ewigkeit gepriesen! Ich glaube 1. Die Erndte reift nun stark auch, ich liebe dich, und in der genug, die Sichel anzuschlagen, Hoffnung leid ich mich, und und das, was gute Früchte trug, wünsche dich zu schauen. gesammelt einzutragen. gel hat sich schon gerüst't, wenn die befohl'ne Stunde ist, des Herrn Wort zu erfüllen. of Der En- 4. O daß nur Alles völliger nach deinem Willen wäre! Ach! pflanz mich selbst je mehr und mehr zu deines Namens Ehre. Verbess're, was noch mangelhaft, und gieb mir immer neue Kraft zum Wachsthum in der Gnade. ding d Den Deiz 5. Laß mich in dir gewurzelt nen ist kein Schnitt zu scharf, wer seyn, daß sich mein Glaube steife, nur in Christo sterben darf, und dort bei ihm auch leben. 2. Herr, deine Kirche freuet sich, auf diese Erndt der Erden; es ist ihr gar nicht fürchterlich, schnell abgemäht zu werden. und bis die Stunde bricht herein, zur nahen Erndte reife. Soll dann 3. Dein Wort, Herr Jesu, hat der Schnitt geschwind gescheh'n, an mir auch seine Kraft erwiesen; laß nur den Engel an mir seh'n, Gott, mein Erlöser, sey dafür in daß ich dir angehöre. Zweiter Theil. 47 710 24. November. Den Frieden laff ich euch, meinen Frieden geb' ich euch. Joh. 14, 27. Die Welt giebt keinen wahren und dauerhaften Frieden, und kann keinen ewigen geben, vielweniger einen in dem Gewissen. lairgap hip sp Mel. Alles is an Gottes Segen. der sucht Gnade, der find't Fric1. Jesu, du bist unser Friede, den; also geht er ohn' Ermüden der zu deinem Krippenliede schon unter Christi sanftem Joch. den Tert den Engeln gab; und 4. Treuer Heiland, laß mich noch eh' du abgeschieden, ließst diesen im Gewissen, auch genießen; du deinen Jüngern Frieden, und giebst du den, so laß ihn mir; will... bracht'st Frieden aus dem Grab. mich Welt und Satan schrecken, 2. Friede für versöhnte Sün- und die Sünde Angst erwecken, der; Friede für die Gotteskinder; such ich diesen nur bei dir. Friede über die Vernunft; Friede mitten in dem Kriege; Friede bis zum vollen Siege in des Heilands Wiederkunft. 5. Deinen Frieden laß mich trösten, daß du endlich die Erlösten lässest nach der Arbeit ruh'n. dy maden Werd' ich einst hier weggenom3. Wenn die Knechte ihrer Sün- men, laß mich dort zum Frieden den nirgends können Frieden fin- kommen. O wie sanft wird solden, findet ihn der Glaube doch; ches thun! 16h 25. November. 711 un Sehet zu, wachet und betet. Denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist. Marc. 13, 33. Betenszeit ist immerdar. Es fann plötzlich geschehen, daß wir's nicht mehr können. Der Herr ist nahe. Mel. Gottlob, ein Schritt zur Ewigkeit. zu sorgen. Denn du bist Herr, 1. Der Herr befiehlt die Wach- und kommst in Kraft, und forderst samkeit und das Gebet den Sei- die zur Rechenschaft, die du als nen; wir wissen nicht in welcher schlafend findest. Zeit er herrlich wird erscheinen. 4. Es wirke selbst dein Geist in Wer Abends und zu Mitternacht, mir ein unabläßig Flehen, damit beim Hahnenschrei und Morgens ich würdig sey, vor dir zu aller wacht, der wird bereit erfunden. Zeit zu stehen; und schwächt die 2. Herr, schärf mir deine Worte Sünde mir den Muth, laß mich ein, und lehr mich wachsam bes in deinem Lammesblut die Klei ten, auf deinen Tag geschickt zu der täglich waschen. seyn, da man vor dich soll treten. 5. So wird mein Tod mir nie Weck selbst mich, wenn ich schläf- zu früh, noch unversehens komrig bin; es gehe keine Stunde men. Ich sage stets: Herr, ich hin, daß ich nicht auf dich warte. bin hie; hast du mich angenom3. Daß du uns kommst, das men, nimm mich auch ewig zu ist gewiß; wann du kommst, ist dir ein; das soll mein letztes verborgen. Doch eines Knechtes Beten seyn: nimm mich zu dir, Pflicht ist dieß, für den Empfang Herr Jesu! MET TM 801 712 26. November. no Die Apostel sprachen zu dem Herrn: stärke uns den Glauben. Luc. 17, 15. Wenn das Apostel thaten, die stets um Christum waren, wie viel mehr haben wir es nöthig in unsern heutigen Versuchungsstunden. OHM 1033 $ 150 am Mel. Herr Jesu, Gnadensonne. Glauben ist; und stell' mich dar 1. Herr, stärke mir den Glau- im Kämpfen, des Böswichts Pfeil ben, er ist ein Werk von dir, so zu dämpfen, mit Glauben ausfann kein Feind mir rauben, was gerüst't. du selbst schaffst in mir. Bis an die Todespforte halt ich dir deine Worte, die theuren Worte, für. 4. Wenn ich auch oft nichts fühle von froher Zuversicht, entzieh nur bis zum Ziele mir deine Gnade nicht: gieb mir doch ein Verlangen: an dem noch fest zu hangen, was mir dein Wort verspricht. 2. Wenn ich bei meinem Fehlen mich fast zu glauben scheu, mach mir in meiner Seelen die Glaubensgründe neu, des Geistes Gnadentriebe, des Sohnes blut'ge Liebe, des Vaters ew'ge Treu. 5. Gieb, daß auch in dem Sterben mein Glaube Kräfte hat; alsdann mach mich zum Erben in dei 3. Im Beten lehr mich trauen, ner Gottesstadt. Hier müssen wir daß du so gnädig bist; im Wandel nur dürsten; bei dir, dem Lebenslaß mir grauen, was nicht aus fürsten, wird man im Schauen satt. 27. November. 713 Der Gottlose bestchet nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost. Spr. Sal. 14, 32. Das soll man von den Gerechten rühmen, damit alle gereizt werden, nach der Gerechtigkeit zu trachten. TORONTO Mel. Ruhet wohl, ihr Todtenbeine. Kleide hat er Recht zum Priester1. Es bleibt Wahrheit: der thum, wenn der Tag des Herrn Gerechte ist auch in dem Tod ge- erschienen, Gott im Tempel stets trost. D, wie zagen Sündenknechte, zu dienen. wenn ein Unglück auf sie stoßt. Wohl dem, wen in Jesu Wunden Gott selbst als gerecht erfunden. 4. Mein Gott, mache mich aus Gnaden auch gerecht in Christi Blut; so kann mir kein Sterben 2. Der kann ohne Angst ent- schaden, denn der Glaube macht schlafen, und wird wachen ohne mir Muth. Ist in Jesu mir verBein. Denn er fällt nicht in die geben, sterb ich auf ein ewig Leben. Strafen, er geht nur zum Leben ein, und er kommt in seine Kammer nicht in Fesseln, noch zum Jammer. 5. Müßt ich sterben unter Schmerzen, oder riss' das Schwert mich hin, zeuge du nur meinem Herzen, daß ich ein Gerechter 3. Er hat Gnade, das ist Freu- bin. Bin ich's, so wird ja nichts de; er kennt Jesum, das ist können mich von Gottes Liebe Ruhm; und im hellgewasch'nen trennen. 28. November. Durch Christum Jesum haben wir den Zugang Alle in Einem Geist zum Vater. Ephes. 2, 18. Das ist eine unschäßbare Wohlthat. de papillo Wir brauchen keine andere Mittelsperson mehr, auch die Maria nicht. 714 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Unser Beten steigt zum Thro1. Dankt dem Herrn, ihr Heils- ne, weil's der Geist der Kindschaft genossen, denn wir geh'n zum Va- lehrt, und der Vater in dem Sohne ter hin. Jesus hat uns aufge- Alles gern und reich gewährt. schlossen, und der Weg geht nur Flehen Sünder aus dem Staube, durch ihn. Kommt herzu und rufen Kinder in dem Haus, jo nehmet Gnade, so find't eure Seele befriedigt sie ihr Glaube: Jesus Ruh und sein Geist führt euch ge- stoße Keinen aus. rade durch den Sohn dem Vater zu. 4. Nun, so darf ich frei hin 2. Hat die Sünde uns geschie- beten, wann und wie und was den, Jesus hat sie weggethan, daß mir noth. Jesus läßt durch sein der Satan uns den Frieden nicht Vertreten uns den Zugang auch wie vormals stören kann. Tod im Tod; laß ihn, Herr, wie ich und Höll hat keinen Riegel, der darf hoffen, laß ihn einst, wie uns mag gefährlich seyn; denn du verheißst, meinen letzten Seufder Glaube schwingt die Flügel zer offen und dem aufgegeb'nen in den Himmel selbst hinein. Geist. 29. November. 715 Gott wird die, die im Glauben entschlafen sind, daß Jesus auferstanden sey, mit ihm führen. 1 Thess. 4, 14. Bei Chrifto und bei den Glaubigen hängt die Auferstehung und die Himmelfahrt genau aneinander. galerasas Mel. So laßt uns den Leib begraben. 1. So weiß ich nun, Gottlob, wohin, wenn ich nicht mehr im Leibe bin. Mein Heiland nahm den Himmel ein, da soll auch meine Seele seyn. 2. Du machst ja doch, verherrlicht Haupt, die Seele selig, die da glaubt. Du warst ein Mensch gleichwie wir sind, und durch dich bin ich Gottes Kind. 3. Du warst im Tod dem Tod ein Gift, und hast ein Testament gestift, worin du mich auch wohl bedacht, und mir ein ewig Erb vermacht. 4. Dein Wiederleben gilt auch mir; ich bin auch auferweckt sammt dir; aus Gnaden bin ich auch zuletzt in's Himmlische fammt dir versetzt. 5. So hab ich denn zum ganzen Heil an deiner Himmelfahrt auch Theil; und weil der Weg nun offen ist, so komm ich dahin, wo du bist. 6. Ach zich nur meinen ganzen Sinn im Glauben unverrückt dahin, daß ich bis an mein Lebensziel stets deinen Zug zum Himmel fühl. 7. Hört endlich mein so kurzer Lauf, und Müh und Zeit und Glauben auf, laß mich im Frieden schlafen geh'n, mit neuem Leib einst aufersteh'n. fahrt der Deinen sich einst offen. 8. Wenn die gesammte Himmelbart, so führ mich mit zur Herrlichkeit, bei dir zu seyn auf allezeit. 300198 0 716 30. November. Ich gedenke deiner Sünden nicht. Ef. 43, 25. Das ist keine Erlaubniß zum muthwillig sündigen; aber für Bekehrte ist's ein erquickendes Wort, wenn sie die Erinnerung ihrer vorigen Sünden niederschlagen will. Mel. Beuch ein zu deinen Choren, hin, und seines Sohnes Geist 1. Wird mir das Angedenken lehrt mich das Abba sprechen. der alten Sünden neu; bin ich, Gott wird ja nicht erst rächen, weil sie mich fränken, auch in was schon verziehen heißt. dem Beten scheu, so macht das 4. Herr! sag' es meinem HerWort mir Muth: die Sünden zen, damit es nie vergißt, es laſse sind vergeben; Gott sagt dir: du sich nicht scherzen, wenn uns versollst leben; für dich red't Christi geben ist. Der Vater will auf's Blut. neu, daß ich Gehorsam übe, daß 2. Da seh' ich erst die Größe ich die Brüder liebe, Gnade des Vaters Gnade an, und wie in dankbar sey. Balato) du mid meiner Blöße sein Sohn mich de- 5. Auch auf dem Sterbebette cken kann; da bin ich ungekränkt, sey mein Trost deine Huld, wenn da wein' ich erst vor Freuden, daß ich noch Aengsten hätte von wemich der Sohn will kleiden, der gen mancher Schuld, und wenn Vater Schulden schenkt. mein Herz gedächt, auf Sünden 3. D, denk ich, welche Gnade, folgen Flammen; so bleibt's: wer der ich gewürdigt bin! Ich gehe will verdammen? Gott macht mich ganz gerade zu meinem Vater selbst gerecht. 1. December. 717 ad Selig seyd ihr, wenn euch die Leute um meinetwillen schmähen und verfolgen. Matth. 5, 11. Das sollen wir wohl behalten, sonderlich in unsern Tagen, wo nichts verachteter ist, als Christus und sein Evangelium. More Mel. Wer nur den lieben Gott läßt sc. Reich und deine Lehre will gar 1. Laßt nur die Leute auf uns dem Sinn der Welt nicht ein; und schmähen, wenn uns der Herr wenn sie uns nicht von sich trieb, doch selig spricht. Er wird uns für so hätte sie das Ihre lieb. den Lohn schon stehen, wenn's nur in seinem Dienst geschicht. Seyd nur getrost und seyd noch froh, im Himmel geht es nicht mehr so. in 2. Mein Herr, bewahre mich naden, daß jener Schmähung Lüge bleibt; so kann mir keine Feinde schämen muß. Zunge schaden, ob sie mich aus der Welt vertreibt; sie jagt mich uur zum Himmel hin, worin ich schon verbürgert bin. 5. Ja, schmäht man noch auf mein Gebeine, ein Todter hört nicht Lob noch Schmach. Ich weiß doch, daß noch einst erscheine, was 3. Es ist doch einem Christen uns dein wahrer Mund versprach. Ehre, um dich, mein Herr, ge- Nur dieß verlang ich: sprich mir schmäht zu seyn; dein Kreuz, dein du die Seligkeit aus Gnaden zu. 4. Die Seligkeit, die du versprochen, ersetzt so reich den Menschenruhm; und wenn dein Tag cinst eingebrochen, so kehrst du erst die Schande um, daß sich vor deinem Richterfuß der Schwarm der 718 2. December. Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat. Hebr. 2, 13. Diese Darstellung Christi vor Gott ist etwas Tröstliches für uns. my live Mel. Mein Herzens- Jesu, meine Luft. 3. Mein Herr, wie groß ist 1. Erzherzog uns'rer Seligkeit, dieser Ruhm, daß du uns Kinder Gott hat uns dir gegeben; in dir nennest, und als dein liebstes ist uns das Heil bercit't aus dir Eigenthum uns selbst vor Gott ist unser Leben. Seit dem Gott bekennest! So unbegreiflich dieß dich, du großer Hirt, durch Blut mir ist, so sagst es du, Herr von Todten ausgeführt, führst du Jesu Christ; ich darf's in Deuns zu dem Vater. muth glauben. 2. Hier bin ich, sprichst du, und mit mir die mir gegeb'nen 4. Ich sterbe d'rauf, auch ich Kinder; ich bin der Sohn, sie sey dir vom Vater übergeben; sind vor dir mit Blut gewasch'ne und ist kein Leben mehr in mir, Sünder; laß sie an meiner Herr- werd' ich durch dich doch leben. lichkeit, die mich auf deinem Thron Stell mich auch deinem Vater erfreut, auch Theil und Wonne hin, daß ich mit dir ein Erbe bin, haben. und zeige mir den Vater. 3. December. 719 nd Ich sage also: daß eine ewige Gnade wird aufgehen, and du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel. Pf. 89, 3. Ewige Gnade, ewiger Trost. 76 8 101 Mel. Mein Gott, das Herz ich bringe sc. Theil; mein Heiland an dem 11.6 Die Gnade wird doch ewig Kreuz verwund't, macht meine seyn, die Wahrheit doch gewiß, Seele heil. dostasie bräch auch des Himmels Veste 6. ein, daß Gott sie fallen ließ. Gnade, daß mein Glaube dich recht herzhaft fassen könnt, 2. Gott ist kein Mensch, den so lang, bis meine Seele sich von etwas reut, und sein Wort bricht meinem Leibe trennt. er nie; die Gnade dau'rt nicht kurze Zeit, auf ewig währet sie. 3. Hat er uns Gnade zugesagt, so bleibt er fest dabei; und wenn uns Furcht und Zweifel plagt, so bleibt doch er getreu. 7. Herr, deine Gnade mache mich in mir recht arm und klein; denn nur in dir allein kann ich erst groß und herrlich seyn. indon 8. Herr, lasse nichts von mir gescheh'n, die Gnade sey denn 4. Mein Herz, so lege dich ge mit; laß deine Gnade mit mirtrost auf diese Gnade hin, daß geh'n bis in den letzten Schritt. Gott mich ewig nicht verstoßt, 9. Kommt dann dein großer weil ich in Jesu bin. tunnon Tag herbei, laß in dem Aufer 5. In Jesu liegt der Gnade steh'n, daß deine Gnade ewig sey, Grund, da nimmt der Glaube mich auch im Himmel jeh'n. 720 4. December. Wir sind Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren. Röm. 5, 10. Die Versöhnung ist der einige zureichende Trost für uns jornwürdige Sünder. Mel. Christus, der ist mein Leben. gegründ't; laß mir dieß Wort 1. Herr Gott, nach deinen nicht rauben, daß wir versöhnet Rechten gebührte uns der Tod, sind.ng bos der ist sündhaften Knechten durch 6. So werd' ich feste bleiben, dein Geseß gedroht. tb bis so wird die finst're Macht mich 2. Es kam dein Sohn zu ih nicht von Jesu treiben, der mich nen, das Heil der armen Welt, zu dir gebracht. mit dir sie zu versöhnen; Blut 7. Laß, Jesu, dein Versöhnen war sein Lösegeld.ridhim mir stets zum Antrieb seyn, dir, meinem Herrn zu dienen, bis in den Tod hinein. 3. Was dein Gebot erheische, nahm er als Mittler an, und hat in seinem Fleische die Feind schaft abgethan. sidac 4. Er trug sein Blut, das reine, 8. Es bleibe dein Versöhnen mein Ruhm, so lang ich bin; wo du mit Blut erschienen, bringt dir vor dein Angesicht; auf dieß mich dein Blut auch hin.jus on siehst du alleine, und auf die 9. So freut mich dein VersöhSünder nicht. nen auch dort, o Gottes Sohn, 5. Mein Gott, in diesem wo Lebensholz wird grünen am Glauben mach mir das Herz Strom vor deinem Thron.myr 5. December. 721 mi Die du mir gegeben, habe ich bewahret. Joh. 17, 12. Wenn die Jünger den Herrn haben hören diese Worte gegen seinen Vater beten, wie wird ihnen dieses Zeugniß so wohl in ihrem Innern gethan haben! in the 1901 CHO Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. men Tücken, wenn meine eig'ne 1. Mein Heiland, es ist deine Lust sich regt.. Dieß schreckt mich Sache, daß du die Deinigen be- oft; doch glaub ich nun, du bist wahrst, und deine Treue gegen getreu, du wirst es thun. Schwache, die in der Welt sind, 4. Den Glauben stärk bei Saoffenbarst. Das giebt mir Muth; tans Pfeilen, die Liebe bei dem ich glaube nun, du bist getreu, Haß der Welt. Scheint dein Erdu wirst es thun. den scheinen zu verweilen, gieb, daß die Hoffnung Probe hält. Bewahre mich, dein bin ich nun, dit bist getreu, du wirst es thun. 2. Ich kann wohl selber mich verlieren, mich selig machen kann ich nicht. Du mußt allein zu Gott mich führen, sonst komm ich ewig 5. Ich weiß, daß du noch jetzt nicht zum Licht. So führ mich die Deinen, und mich beim Vater denn; ich glaube nun, du bist ge- auch vertrittst, und bis du herrtreu, du wirst cs thun. hlich wirst erscheinen, als der geno3. Bewahre mich vor allen treue Priester bitt'st. Da schaut Stricken, die Satan und die Welt man dich, und betet an, du bist mir legt. Bewahr mich vor gehei- getreu, du haft's gethan. olmat 6. December. Wir haben Lust, außer dem Leibe zu wallen, und daheim zu seyn bei dem Herrn. 2 Cor. 5, 8. Herr Jesu, mache mir auch solche Lust, so wird mich dieß Leben in der Welt nicht mehr freuen. 722 Mel. Durchbrecher aller Bande. 23. Herr, nach deinem Wohlge1. Liebe sehnt sich den zu sehen, fallen hast du schon mein Herz entden man ungesch'n schon liebt; zünd't, daß es, weil ich noch muß Liebe sehnt sich heimzugehen, wo wallen, doch an dir nur Freude man sich nicht mehr betrübt. O find't. Gicb mir auch ein zärtlich daß meiner Seele Triebe möchten Schnen, aus der Fremde heimzualle himmlisch seyn! denn so fiel geh'n, dich, den Preis und Ehre mir stets in Liebe Jesus und sein krönen, in der Herrlichkeit zu seh'n. Himmel ein. 2. Ist mir wohl, so könnt ich denken: dort geht erst das Wohlseyn an, wann er wird mit Wolluft tränken, die man hier nicht kosten kann. Ist mir weh so könnt ich denken: dort bekommt man's ewig gut, wenn die Seele nichts kann hier mein Siegel, daß ich Chrifti fränken, die von ihrer Arbeit ruht. eigen bin. im nord gal im 4. Dein Geist ist's, der solch Verlangen in den Glaubigen erregt, jene Kleidung zu empfangen, die man in dem Himmel trägt. Geist der Liebe, gieb mir Flügel bis zum Thron des Lämmleins hin; denn du bist schon 7. December. 723 Er, der Herr Jesus, wird kommen, daß er erscheine herrlich an seinen Heiligen, und wunderbar an allen Glaubigen. 2 Thess. 1, 10. Dort wird's ein anderes Aussehen mit Glaubigen haben als jetzt. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Dem Starken weggeraubet, 1. Der Herr wird an den Seis zu seh'n, was sie geglaubet; sich nen, die heilig sind, erscheinen in selbst so rein zu seh'n im Blut von großer Herrlichkeit, und wunder Gottes Sohne; ihn selbst auf bar an Allen, die ihm im Glau- seinem Throne, kann ohn' Beben wallen, und die des Heilands wundern nicht gescheh'n. Zukunft freut. 2. Da wird man Wunder sehen, was in der Zeit geschehen an der erkauften Schaar; wie Christi Ruf so kräftig, die Gnade so geschäftig, die Treu so unermüdet war. 5. Mein Herr, durch deine Gnade hast du mir armen Made die Wohlthat schon gethan, und haft mir Macht gegeben, aß im Glauben leben und dein Erscheinen lieben kann. 6. Ach bring' dein Werk zum Ende, bis sich in deine Hände mein Geist im Tod empfiehlt. Laß die, die vor dir stehen, an mir auch Wunder sehen, auf die dein Tod hat abgezielt. 3. Da zeigt sich an dem Siege ihr Heldenglaub im Kriege; sie geh' zur Krönung ein; sie werden frei von Mängeln, den Brüdern und den Engeln, und auch sich selbst ein Wunder seyn. 724 8. December. hi Jhr sollt wandeln würdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. 1 Thess. 2, 12. Je höher der Beruf ist, desto würdiger soll der Wandel seyn. Mel. O Jerusalem, du Schöne. hat; dieser führt von Stuf zu 1. Würdiglich vor Gott zu Stufen bis in jene Gottesstadt. wandeln, das ist der Beruf'nen Das ist unbegreiflich groß; das ist Pflicht. Die dem Ruf zuwider ja ein lieblich Loos. handeln, achten Gott und Gnade 4. Wer will Gottes Reich ver nicht. Denn Gott ruft, und scherzen, ist der Hölle zweimal macht bereit in sein Reich und werth. O mir liege stets im Hers Herrlichkeit. zen, was Gott an mein Herz begehrt, daß ich als sein Unterthan, würdig vor ihm wandeln kann. gin 2. Gott, ich konnt es nicht vere dienen, daß dein Ruf an mich gescheh'n, und das Machtwort vom Versöhnen mir zu Herzen sollte geh'n. Deine Gnade rufte mir, 5. Wird mein Wandel hier be schlossen, Herr, so führe aus der Zeit mich als deinen Reichsgech ich's würdig war, zu dir. nossen auch in deine Herrlichkeit. 3. In dein Reich bin ich geru- Da, da wandelt man im Licht fen, wo dein Sohn die Herrschaft dir stets vor dem Angesicht. int 9. December. 725 Gott ist der Selige, 1 Tim. 6, 15. und der Einige, der selig machen kann. Jac. 4, 12. Dessen selige Gemeinschaft sollen wir durch Jesum Christum, unsern Seligmacher, suchen. Mel. Die Seele Chrifti heil'ge mich 1. Gott, du bist selig ohne mich; ich bin nicht selig ohne dich, und kanns in Ewigkeit nicht seyn, als nur in dir, o Gott, allein. 5. Hier trägt mein eig'nes Thun nichts zu; wer selig wird, dem schenkst es du. Man glaubt es nur, so hat man schon die Seligfeit in Gottes Sohn. 2. Ja, wenn ich auch im Him- 6. Du schenkst auch selbst den mel wär, käm solcher Stand von Geist der Kraft, der Glauben in mir nicht her: weil Engel, welche dem Herzen schafft, der zeugt uns vor dir steh'n, nur selig sind, weil von dem Gnadenstand, und ist sie dich seh'n. ing om me des Erbtheils sich'res Pfand. 3. Nun bin ich noch ein Erden- 7. Mein Gott, so laß mich denn gast, beschwert von meiner Sün- allein in dir durch, Jesum selig denlast. Wo Sünde bleibt, ist seyn. Ich glaub mich selig; denn Qual und Leid, und ewige Un- schon hier wohnt Christus und seligkeit. bin bin, 190 bm abd sein Geist in mir. 4. Nur Gnade ist's, die selig macht, die du uns Armen zugedacht, und die dein Sohn am Kreuz erwarb, wo er für alle Sünder starb. Zweiter Theil. 8. Ist einst die Zeit der Hoffnung aus, so führ mich, mein Gott, in dein Haus, wo dein Anschauen selig ist, der du in dir selbst selig bist. 48 10. December. Jesus sprach zu Jairo: fürchte dich nicht, glaube nur. Luc. 8,50. Den Unglaubigen hat Jesus solche Sünde scharf verwiesen; den Schwachglaubigen aber einen Muth zugesprochen. Ihm darf und soll man glauben. 726 Mel. Cheuerster Immanuel. wär mir's ewig nicht gelungen; 1. Fürchte dich nicht, glaube Jesus ist es, der es kann, und nur! hat der Heiland selbst gespro- der hat es schon gethan. chen, eh' er mit der Wunderkur 4. Nun, mein Herr, ich folge auf das Beten ausgebrochen. Glau- dir, ich will mich auf dich verlajben an des Heiland's Macht hat sen. Kämpfet noch die Furcht in das Leben wiederbracht. mir, lehre du dein Wort mich 2. Seele, das sey dir gesagt; fassen. Von der Sünden Schuld Jesus wird's auch dir erlauben. und Pein macht dein göttlich Blut Wenn dich fremder Einspruch mich rein. plagt, sollst du ihm in Einfalt 5. Stürmt der Tod einst auf glauben. Wenn dir Tod und mich zu, sage mir, ich werde Sünde droht, glaube über Sünd schlafen. Denn den Tod erlittest und Tod. du, daß uns der nicht mehr mag 3. Uns're Sünden sind gebüßt, strafen. Laß mich da nur mit unser Tod ist schon verschlungen. dir geh'n, o so werd' ich WunHätt' ich dieß erst selbst gemüßt, der seh'n. 11. December. 727 Lasset cuch nicht verführen, böse Geschwäße verderben gute Sitten. 1 Cor. 15, 33. Dieß sind gar oft die schädlichen Früchre der gewöhnlichen Gesellschaften. Die edle Zeit und die guten Sitten sind verloren. Mel. Beficht du deine Wege. ist der Leichtsinn fällt; und bin ich 1. Ein Ausblick in die Ferne der dann alleine, so lehre mich dein lichten Ewigkeit macht, daß ich Geist zu aller Zeit das Eine, das Vorsicht lerne in dem Gebrauch gut und selig heißt.e der Zeit. Wie bald ist viel verloren, wie leicht das Heil verscherzt, das mich, wie and're Thoren, zu spät am Ende schmerzt. 4. Da sag mir von dem Himmel, wie's dort so herrlich klingt, und wie das Lustgetümmel der Welt nur Jammer bringt; so hal2. Aus den Gesellschaftsstunden, ten mich die Blicke nach jener Herrdie nach der Weltart sind, geht lichkeit von allem dem zurücke, man gar oft mit Wunden, die man was hier den Weltfinn freut. gefährlich find't. Man fühlt erst 5. Ziehst du mir die Gedanken in der Stille und durch der Gnade so in die Stille ein, so wird's als Zucht, daß da des Fleisches Wille einem Kranken einst mir was die Weide nur gesucht. 3. Herr, zieh mich gleich den Kindern, die man zu Haus behält, das Böse zu verhindern, worein Süßes seyn; ich bin an dich gewöhnet, mit dir nur umzugeh'n; mein Herz, das nach dir sehnet, darf in den Himmel seh'n. 728 12. December. Die Christo angehören, die kreuzigen( oder halten gekreuzigt) ihr Fleisch sammt den Lüsten und Begierden. Gal. 5, 24. So spricht Paulus dem sündlichen Fleisch alle Freiheit und das Leben ab. Mel. Allein Gott in der Höh' sey Ehr. mein Glaube nimmt an Allem ist. Die Sünde ward an's Kreuz Theil, was du so theu'r erworben. gehenkt, dem Recht nach muß sie Du hast die Sünde abgethan; sterben. Nun wird uns Schuld dein Opfertod geht mich auch an, und Straf geschenkt, wir sollen auch mich dein Wiederleben. nicht verderben. Sie starb, da 4. Zwar will die Sünde immerunser Mittler starb, der uns Ge- dar in meinem Fleisch sich regen, rechtigkeit erwarb; wer an ihn ich werd in meinem Tod erst gar glaubt, soll leben. den Sündenleib ablegen; doch halt 2. Wohlthat, die nichts Glei- ich mich im Geist dafür, gekreuzigt ches hat, sie giebt ein ewig Leben. sey mein Fleisch mit dir sammt Daß Gott den Sohn an uns'rer Lüften und Begierden. Statt selbst in den Tod gegeben! So ist die Sünde allesammt am Kreuz an Christi Fleisch verdammt, zur Rettung armer Sünder. 3. Ich bin mit dir, mein einig Heil, an deinem Kreuz gestorben; 5. Dieß macht mich auch im Sterben froh; ich lass' den Leib im Grabe. Im Aufsteh'n ist es nicht mehr so, daß ich noch Sünde habe. Dort kämpft man mit dem Fleisch nicht mehr; man geht in weißem Kleid einher, wie Sieger, die sich freuen. 13. December. 729 Jesus sprach zu dem Gichtbrüchigen: stehe auf und gehe heim. Marc. 2, 10. 11. Es ist gut auf dem Krankenbette zu den Füßen des Herrn Jesu liegen; er vergiebt und wird uns heißen heimgehen. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. 1. Wenn ich mich im Erfranken du bist der Erfinder von unserm ew'gen Heil. zu Bette legen muß, so leg' ich in 6. Dein Geist, der uns lehrt Gedanken dir, Jesu, mich zu Fuß. 2. Herr, bet ich, ist's dein Wille, so hilf und heile du; wo nicht, so schweig ich stille, du führst mich Himmel zu. ini beten, und Glauben in uns schafft, den laß auch mich vertreten, der geb' mir Glaubenskraft.c 7. Ist mir denn nun vergeben, so geh' ich Alles ein; läßst du mich hier nicht leben, so wird's dort besser seyn. 8. Heilt dein Wort nicht die Glieder, so heilt's die Seele doch; die geb' ich dir jetzt wieder; ich sterb und lebe noch. 9. Dein Wort vom Auferstehen sey mir wie Honigseim; dein Ruf wird einst geschehen: steh' auf, 3. Das Blut aus deinen Wunden wascht meine Seele rein; dieß laß in leßten Stunden mir noch zur Labung seyn. 4. Laß nur mir deine Gnade, daran genüget mir: der Bund im Wasserbade giebt mir ein Recht zu dir. 5. Da lieg ich als ein Sünder, und nehm an dir doch Theil; denn und gehe heim! 730 14. December. Ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich. Joh. 14, 16. Ohne diesen Beistand könnte Keiner zu dem Ziel gelangen; er ist uns unentbehrlich. Mel. Gott sey Dank in aller Welt. schüß mich deine Gegenwart; wo 1. Seht, was Jesus uns ver- du bist mit deinem Wort, müs heißt! er erbittet uns den Geist, sen Welt und Satan fort. welchen uns der Vater send't; der bleibt bei uns bis an's End. 2. Denn daß Jesus in uns bleibt, zeigt der Geist an, der uns treibt, und den der verklärte Sohn uns erbeten auf dem Thron. 6. Hilf stets meiner Schwachheit auf, so erlieg ich nicht im Lauf, wenn ich bis zum Glaubensziel dich, als Beistand, bei mir fühl. 7. Lege mir das Zeugniß bei, daß ich in der Kindschaft sey, und mach' mir durch Christi Blut Alles bei dem Vater gut. ( pl 8. Ruf das Abba noch in mir, wenn ich Kraft und Sprach verlier, und vertritt nach deinem Brauch) 4. Weiß ich kein Wort, rede du; bin ich schüchtern, sprich mir mich beim letzten Seufzer auch. zu: will ich irren, führe mich; wird's au ein Loben geh'n, da hat in 9. Wenn wir endlich Jesum seh'n, da Alles gehe nur durch dich. 5. Wider meinen Widerpart dem Heiligthum Vater, Sohn und Geist den Ruhm. 3. Bleibe bei mir, Geist des Herrn; wo du bist, da bleibst du gern; leite mich nach deinem Rath, als mein treuer Advokat. dan 15. December. 731 So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen. Ezech. 33, 11. Zwei Stücke, die nicht wanken, Verheißung und Eid. Die geben einen starken Troft. Mel. Gott des Himmels und der Erden. nur eingeladen; Gott betheu'rts 1. Wenn ein Glaubiger gefal- mit einem Schwur. Das muß len, so giebt oft der Satan ein: in der tiefsten Bein unsrer Seedu, der Schlimmste unter Allen, len Anker seyn. mußst nun gar verloren seyn; deine Sünde ist zu schwer, du find'st keine Gnade mehr. 2. Nein. Das ist vom Geist der Lügen. Gott hat einen Eid gethan, daß der Sünder Gnade kriegen, und das Leben haben kann. Nur Bekehrung fordert Gott: aber er will nicht den Tod. 4. Herr, ich bin im Fleisch auf Erden; Petrus fiel, und wer bin ich? Ich kann noch gefället werden. Fall ich, bitte auch für mich; nach dem Weinen sprich mir du bald auch wieder Frieden 31. 5. Würde auf dem Krankenbette mir das Herz von Aengsten wund, gicb mir, daß dein Eid mich rette, davon wird ein Herz gesund. Mach mein Herz der Freude voll, 3. Welch ein Reichthum hoher Gnaden! Hört's, ihr Sünder, glaubt es nur. Ihr seyd nicht daß der Sünder leben soll. 732 16. December. Jakob antwortete: ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 1 Mos. 32, 26. Jakob wußte, mit wem er rang; daher bat und weinte er. Von einem Menschen hätte er keinen Segen mit Weinen begehrt. en hätte er Mel. Nun ruhen alle Wälder. 4. Du warst ja für die Deinen 1. Dein Wort, Herr, ist gesche- auch selbst versucht im Weinen, hen, zur Heimath soll ich gehen; so im Blutschweiß rangest du; daher führe mich dahin. Geh mit, ich kann's uns gelingen, im Fleh'n will dich fassen; ich werde dich nicht mit Gott zu ringen; du führst lassen, bis ich von dir gesegnet bin. auch segnend himmelzu. 2. Willst du mit mir noch rin- 5. Ach, segne mich mit Leben, gen, bis du mich heim wirst brin- mit Gnade, mit Vergeben, mit gen, so ringst du nicht als Feind. Gut, das ewig freut; mit GlauMit Weinen und mit Bitten wird benstrost, mit Lieben, mit Hoffleicht mit dir gestritten; du segnest, nung und mit Trieben von deiwenn 8 genug geweint. bunem Geist der Herrlichkeit. Indie 3. So sieh' denn meine Thrä- 6. Auch wenn ich soll erblassen, nen, und sprich mir unter denen will ich dich doch nicht lassen; ich auch deinen Segen ein. Ich werde hänge mich an dich. So lässt du dich nicht lassen; gieb Kraft, dich mir's gelingen, auch durch den fest zu fassen. Wer dich hält, Tod zu dringen, da segnest du wird gesegnet seyn. and mich ewiglich. 17. December. 733 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingebornen Sohnes geglaubet hat. Joh. 3, 18. Da gilts Aufsehens. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 4. Du bist Christus, Gottes 11. Jesus kam nicht zum Gericht, Sohn; darauf will mein Herz bedas war nicht des Heilands Sa- stehen, und mein Mund bekennt es che, auch des Vaters Vorsatz nicht, schon, eh wir dich als Richter sehen. sondern daß er selig mache. Wer Selbst dein Geist zeugt mir davon, nun glaubt, der hat es schon; denn du sevst Jesus, Gottes Sohn. er glaubt an Gottes Sohn. 2. Wer nicht glaubt, ist schon gericht't; denn er flicht den Sohn der Liebe. Seine Seele haßt das Licht, weil's die Finsterniß ver triebe. Da er könnte selig seyn, rennt er in die Höll hinein. 3. Herr, du weißt's, ich glaub an dich; daß ich glaube, ist aus Gnaden; und ich denke sicherlich, mir wird das Gericht nicht schaden. Denn ich liebe bich, das Licht, und so trifft mich kein Gericht. 5. Ach erhalt mir diesen Sinn," welchen mir dein Geist gegeben, weil ich noch auf Erden bin, bis ich werde bei dir leben, daß mich auch dein Ruf nicht schreckt, wenn er zum Gericht erweckt.mp 6. In dem Glauben laß mich einst meinen Leib zur Ruhe legen; rück' mich hin, wenn du erscheinst, in den Wolken dir entgegen, daß ich, vom Gericht befreit, bei dem Herrn sey allezeit. op be ad 734 18. December. 17 Gott kann überschwänglich thun, über Alles, was wir bitten oder verstehen. Ephes. 3, 20. Hievon haben alle Glaubigen eine gewisse Erfahrung; und was werden sie noch in der Ewigkeit erfahren! Mel. Wer nur den lieben Gott läßt sc. und verstund. Wenn noch ein 1. Wir glauben, ob wir's schon Sünder oft gedenket: o nur nicht nicht sehen; denn Gott kann über in den Höllenschlund! so zeigt schwänglich thun, mehr als wir Gott, wie er Großes thu, und bitten und verstehen. Auf dem giebt den Himmel noch dazu.onal Wort kann das Herz beruh'n; 4. Mein Gott, ich bitte nur um man fragt nicht: wie kann's mög- Gnade, die da in Christo Jesu ist; lich seyn? Man glaubts: Gott begreif' ich's nicht im höchsten fanns und thuts allein. i Grade, so weiß ich, daß du mächtig bist. Es wird noch mehr an uns gescheh'n, als wir jetzt bitten und versteh'n. 2. Wer hat gebeten und verstanden, daß Gott den Sohn uns geben wollt? Und daß er in der Welt vorhanden, daß er am Kreuz- 5. Kann ich auf Erden schon holz sterben sollt? Doch ist's ge- nicht fassen, was wir im Himmel scheh'n, Gott hat's gethan, der werden seyn; ich will dich, Vater, überschwänglich geben kann. machen lassen, du machst es gut, 3. Dem Schächer ward noch mehr geschenket, als er verlangte und kannst's allein. Nur dirsey Ehre allezeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. 19. December. 735 Jesus spricht: fiche, ich komme bald. Und der Geist und die Braut sprechen: komm! und wer es höret, der spreche: komm! Offenb. 22, 17. Wir rufen hinauf, und Jesus herab, bis wir zusammen kommen. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. und freu mich, dich zu seh'n, in 1. Ich komme zu vergelten! es Hoffnung mit den Deinen vor ist mein Lohn mit mir. Das läßt deinen Thron zu geh'n. uns Jesus inelden, und sein Wort haben wir.P HO 6. Mein Werk darfst du jetzt finden, es ist im Glauben gut; 2. Die Braut ruft ihm entge- es ist von allen Sünden gereinigt gen: Herr Jesu, komme du. Der durch dein Blut. anda Geist giebt das Vermögen, und spricht auch selbst dazu. 3. Wer diese Worte höret, der stimme auch mit ein, wie Christi Geist ihn lehret: komm, du sollst willkomm seyn. 4. Mir will ich's sagen lassen, ich will des Geistes Ton, ich will der Braut Sprach fassen: komm, Jesu, Gottes Sohn. 5. Ich liebe dein Erscheinen, 7. Ich will mich mein nicht schämen, o nein, mich dürstet ja; und wer da will, darf nehmen, weil Lebenswasser da. 8. Dieß soll in meiner Seelen mir Kraft will fehlen, sprech mir mein stetes Rufen seyn, und wenn dein Geist es ein. 9. So bleibt mir auch im Grabe die Anwartschaft zur Nuh, weil ich gerufen habe: Herr Jesu, fomme du! 736 20. December. sid Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Joh. 1, 16. Der Vater hat alle Fülle in Christum gelegt; wohl uns, daß wir nur nehmen dürfen. Die Reichen, die keine Gnade verlangen, läßt er leer. Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu xc. 3. Den Geist der Gnaden goßst 1. Herr Jesu, Gnade quillt aus du aus mit unerschöpften Gaben. dir, und wird zu ganzen Strö- Was wird man in des Vaters men. Aus deiner Fülle dürfen wir Haus aus diesem Meer erst haum Gnade Gnade nehmen. Weil ben! Hier bring ich dir mein Herz denn ein jeder nehmen soll, so auch her, das von sich selber dürr schöpf auch ich mein Herz mir und leer, dieß wollest du auch voll aus deiner Gnadenfülle. füllen. 2. Du hast aus deinem Leib 4. Dir, Jesu, nimmt man nie dein Blut so rein und reich ge- zu viel; du willst uns nicht begeben, daß es an Todten Wunder schämen; du sezst auch weder Zeit thut, weil Sünder davon leben. noch Ziel, man darf auf ewig Im Glauben leb ich auch davon; nehmen. Zerlecht mein Eimer einst denn durch das Blut von seinem am Born; doch fürcht ich künftig Sohn hat Gott auch mich ver- keinen Zorn, ich nehme Gnad um söhnet. Gnade. 21. December. 737 Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist. 1 Cor. 2, 12. Man merke doch wohl den Unterschied zwischen dem Weltgeist und Gottes Geist. Mel. Wer weiß, wie nahe mir mein c. wie viel mir fehle, und präge mir 1. Wir haben nicht den Geist nur Jesum ein. Wenn dann mein empfangen, den argen, der die Herz nur geistlich denkt, so weiß Welt regiert. Den hat sie längst ich, was mir Gott geschenkt. schon von der Schlangen, die 4. Will sich der Weltgeist an gleich das erste Paar verführt. Sie mich schleichen, verstellt in einem weiß, im Mangel wahren Lichts, Schein des Lichts; laß mich nicht vom Vater und von Christo nichts. seinen Lügen weichen. Ich wisse. außer Jesu nichts, und daß in ihm Gott Alles schenkt, den doch die Welt an's Holz gehenkt. 2. Der Geist aus Gott ist uns gegeben, der Gottes Sohn in uns verklärt, als unser Licht und unser Leben; wir werden von dem 5. Der Weltgeist führt nur zum Geist gelehrt, damit das Herz Verderben, der Geist aus Gott unfehlbar wüßt', was uns von Gott gegeben ist.p 3. Geist des Herrn, laß mei ne Seele dein Haus und deine Schule seyn; da lehr er zur Seligkeit. O Geist des Herrn, mach' auch im Sterben zum Anschau'n Jesu mich bereit, daß ich dort himmlisch wiss' und denk, was. mich, Gott uns bei dem Lämmlein schenk. 738 22. December. i Ihr werdet, sehen des Menschen Sohn fißen zur Rechten der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Matth. 26, 64. Werden das die Weisen auch als eine natürliche Begebenheit ers klären können? Mel. O Durchbrecher aller Bande. 3. Nicht genug ist's, Gott er1. Wenn ich sehe Wolken stei- kennen als den Bauherrn der Nagen, daß ein Donnerwetter kracht; tur; die den Namen Christi nenseh' ich sie zwar an als Zeugen nen, folgen einer höhern Spur. von des Schöpfers großer Macht. Jenes mag ein Heid zwar wissen, Denn er ist der Gott der Ehren, daß Gott Herr des Himmels ist; der im Himmel Donner schafft, aber auch den Sohn zu küssen, weiß und er will uns Ehrfurcht lehren kein Mensch, als nur der Christ. gegen seine Gotteskraft.mdi 2. Doch ich denk' auch, solches Alles gab der Vater seinem Sohn, und die Herrschaft dieses Balles führt er auf des Vaters Thron. Er bricht einst in einer Wolfe als des Bösen Nächer ein, und dem theu'r erkauften Volke wird er ein Erlöser seyn. 4. Herr, ich liebe dein Erscheinen, komm, und bring mich auch dahin, I wo ich in der Zahl der Deinen vor dir weiß gekleidet bin. Ist's schon selig auf der Erden, wenn man glaubt, daß du uns liebst; to, wie wird's im Himmel werden, wenn du dich zu schauen giebst! i 23. December. 739 Da ich ein Kind war, da redete ich, wie ein Kind, und war flug, wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. 1 Cor. 13, 11. Das Vollkommene ist noch zukünftig. Mel. Herr Jesu Christ, mein's sc. erst versteh'n, wenn wir den Thron 1. Wie wohl wir Gottes Kin- des Lämmleins seh'n. der sind, so reden wir doch wie 5. Dem Weltmann kommt dieß ein Kind, und wie man in dem findisch vor; er dünkt sich weis', Himmel spricht, so lernts hier uns're Zunge nicht. und wird ein Thor. Denn Niemand, als ein Gotteskind wird cinst, wie Gottesmänner sind. st 2. Wir beten Gott und Christum an, doch nur wie hier ein Kind es kann, und wenn sein Lob von uns erschallt, so ist es jest doch nur gelallt. 3. Wir bilden uns hier Vieles ein, das anders wird im Himmel seyn, und was uns hier als Kinder freut, weit herrlicher in Ewigkeit. 4. Wir denken jetzt noch Kindern gleich von unsers großen Heilands Reich; dort werden wir es 6. Ach Vater, bilde meine Sprach mur deinen lieben Kindern nach, daß ich, wie sie, einst als ein Mann. auch reden, fassen, denken kann.d 7. Mein Glaube rede ohne Scheu, die Hoffnung fasse deine Tren; die Liebe denke nur an dich, so ist es hier genug für mich. 8. Sind dann die Kinderjahre aus, selbst man in Vollkommenheit dich ewig so führ mich zu dir in dein Haus, wolobt, sich ewig freut. 24. December. Achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet, und wisset, daß euer Glaube, wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirket; die Geduld aber soll feste bleiben bis an's Ende. Jac. 1, 2. Nüßlicher Nath! 740 Mel. Von Gott will ich nicht lassen. wirke du in mir. Wenn mich Versuchung trifft, so mache du mich feste; es stärke mich auf's Beste dein Geist aus deiner Schrift. 1. Herz, acht' es eitel Freude, wenn du versuchet bist; gedenk in allem Leide, daß Gott noch Va ter ist. Er ist dem Glauben hold, der ihn im Leiden ehret, und die ser wird bewähret im Feuer, wie das Gold.solid 4. Sind's an dem Leibe Schmerzen, Verlust an Ehr und Gut; ist's etwas, das dem Herzen von Innen wehe thut; ach! so erhalte du auch mich, wie meine Brüder, und sprich dem Herzen wieder von eitel Freude zu. 2. Das ist des Glaubens Probe, er wirket die Geduld, man duldet Gott zu Lobe, und rühmt sich seiner Huld. Geduld soll aber steif bis an das Ende bleiben, sich in's Vollkomm'ne treiben, bis ihre Früchte reif. 5. Sag mir in leßten Stunden, daß ich in Jesu bin. Hat Jesus überwunden, so sieg ich auch durch ihn. Wie müthig stirbt sich's so! 3. Geduld und Glaubensgaben Man fällt ihm in die Hände; es find, mein Gott, nur von dir; aus macht uns an dem Ende die Lemir kann ich's nicht haben, so benskrone froh. 25. December. 741 Ohne mich könnet ihr nichts thun. Joh. 15, 5. Selig ist, wer erkennen lernt, daß ihm der Herr Jesus unentbehrlich sen. Wer ohne ihn für sich selbst seyn will, der betrügt sich. Wer von ihm abweicht, geht verloren. brigl Mel. O Gottes Sohn, Herr Jesu sc. 1. Man kann nichts ohne Jesum thun, wer auch was Gut's will üben. Die Sünde läßt das Herz nicht ruh'n, so kann es Gott nicht lieben. Herr Jesu, gieb mir deine Kraft, daß ich nicht ohne Frucht und Saft wie Reben muß verdorren. 2. Man kann nicht ohne Jesum seyn; daß man ein Leben habe; das Leben ist in ihm allein, und das ist Gottes Gabe. Herr Jesu, daß mir nicht der Tod hernach noch mit dem zweiten droht, sey du mein ewig Leben. 3. Man kann nichts ohne Jesum seh'n, wer sonst ein Licht will wis sen. Man weiß nicht, wo man Zweiter Theil. hin soll geh'n, und tappt in Finsternissen. Herr Jesu, sey nur du mein Licht, daß ich im Tod und Leben nicht muß in dem Finstern bleiben. 4. Man kann nicht ohne Jesum geh'n, wer will zum Vater kommen; man wird von Gott nicht angeseh'n, und wird nicht angenommen. Sey du mein Weg, Herr Jeſu Christ, der du nun bei dem Vater bist, und uns auch zu ihm führest. 5. Kurz, ohne Jesum ist kein Heil, auf das wir könnten sterben; hat nicht an ihm der Glaube Theil, so stürzt man in's Verderben. Ich sterbe, Jesu, nur auf dich; du hast die Kraft, du weckest mich, daß ich dein Heil kann sehen. 49 WELASE 26. December. Euer Herz erschrecke nicht. Glaubet an Gott, und an mich glaubet. Joh. 14, 1. Dem Unglaubigen muß zuletzt das Herz gewiß entfallen. Der Glaube an Jesum macht in allen Fällen getroste Herzen. Mel. Gott sen Dank in aller Welt. spricht, daß ein Herz, vom Glau1. Faß, mein Herz, was Jesus ben voll, nicht gerichtet werden spricht: euer Herz erschrecke nicht. soll. Spricht dir Jesus dieses zu, glaub an ihn, so hast du Ruh. 2. Schreckt die Sünde, die so groß; glaube, daß er Blut vergoß, und durch sein Blut könnst du rein von der Menge Sünden seyn. 3. Kommt dich Furcht an vor dem Tod; glaube, so hat's keine Noth. Weil sein Tod für uns gescheh'n, werden wir nur schlafen geh'n. 8. Herr, ich glaube, hilf mir du; schreckt mich etwas, gieb mir Ruh; 4. Scheust du die Verwesung und das Wort aus deinem Mund noch; glaube, Jesus weckt dich sey mein fester Glaubensgrund. doch. Er ist's, der nach seiner 9. Zeichne in des Vaters Haus Kraft einst verklärte Leiber schafft. mir auch eine Wohnung aus; 5. Aengstigt dich auch das Ge- bring' mich ohne Furcht dahin, richt; glaube, was er uns ver- wo ich ewig bei dir bin. 742 6. Ficht dich Welt und Satan an: glaube, sie sind abgethan. Jesus steht uns bei im Krieg, und der Glaube ist der Sieg. 7. Macht dir deine Schwachheit Angst; glaube, wenn du Kraft verlangst, daß er deiner nicht vergißt, und in Schwachheit mächtig ist. dise 27. December. 743 Der Herr ist nahe. Sorget nichts. Phil. 4, 5. 6. Die Sorge für das, was der Welt angehöret, ist peinlich, und hindert oft das, was dem Herrn angehöret. Die Sorge auf die Ewigkeit macht ruhige Tage. Mel. Alles ist an Gottes Segen. Mach dein Kleid, der Tag kommt 1. Auf den Tag des Herrn sich schnelle, in dem Blut des Lamrüsten, sind die Sorgen rechter mes helle; dieß macht rein von Christen, welche nicht vergeblich allem Wust. sind. Da ist erst der lange Mor- 4. Arm und bloß seyn, das ist gen, wo der Mensch von seinen Sorgen ewig seinen Ausschlag find't. kläglich! Geist des Herrn, präg du mir täglich diese Seelensorge 2. Sorg, mein Herz, für dieß all- ein. Diese treib mich, was ich eine, daß er, eh sein Tag erscheine, dir noch alle Schulden schenkt. Sorg um jenes wahre Leben, wo er von dem Man' will geben, und vom Strom des Lebens tränkt. thue, sie soll mit mir, wenn ich ruhe, in mir, wenn ich bete, seyn. 5. Wenn ich diese jeßt nicht hätte, fielen auf dem Sterbebette mich erst tausend Sorgen an. Nun ist's, Jesu, deine Gabe, daß ich diese Sorge habe, und dich froh erwar3. Sorge nur um solche Kleidung, daß du nicht in jener Scheidung blos erfunden werden mußt. ten kann. 28. December. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seyd klug wie die Schlangen, und ohne Falsch wie die Tauben. Matth. 10, 16. Wichtige Lehre, für alle, auch die gegenwärtigen Zeiten. 744 Mel. Durchbrecher aller Bande. 3. Was ist's, wenn der Bösen 1. Vorsicht ist uns höchst von Rotte unser Klugseyn Schalkheit nöthen; denn wir sind noch in der schilt, und der Welt in ihrem Welt, die bald füßt, und bald will Spotte Frömmigkeit für Dummheit tödten, bis sie einen Christen fällt. gilt. Uns genügt bei solchen ProDoch uns Schafe unter Wölfen ben, daß wir Christi Jünger sind; hat des Hirten Stimm bewahrt; weil ihr Schelten oder Loben keihier soll Schlangenflugheit helfen, nen Eingang bei uns find't. und der Tauben sanfte Art. 4. Laß mich, wenn Gefahr vor2. Jesu, du hast deine Jünger handen, um den Geist der Weisdiese Vorsicht selbst gelehrt; die heit fleh'n, und wenn eine überGefahr ist nicht geringer, die auf standen, doch nicht unvorsichtig uns're Zeiten währt. Du bewahr- geh'n. Nur nach deinem Wohltest sie in Gnade; dein Geist spreche gefallen richte sich mein ganzer mir auch zu, daß der Böse mir Sinn, bis ich nach vollbrachtem nicht schade, noch ich Bösen Scha- Wallen sicher in der Heimath den thu.. bin. its bold paire 29. December. 745 Bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von mei ner Frömmigkeit; von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen. Hiob 27, 5. 6. Schöner Vorsaß! Laßt uns ihn auch fassen im neuen Testament. Mel. Wer Jesum bei sich hat. ich von mir nicht bin, kann er 1. Bis an mein Ende hin will mir geben; ich halte mich an ihn, ich nicht wanken von meinem Chri- er ist mein Leben. stensinn und Heilsgedanken. Weß ich mich immer rühm, sind Christi Wunden, ich Sünder bin in ihm gerecht erfunden. 2. Was mir sein Wort verheißt, das will ich fassen; ich will mich seinen Geist stets treiben lassen; ich will mich aller Schuld mit Ernst entschlagen; ich will auch in Geduld mein Leiden tragen. bis zum Erfalten; getreu ist, der's 4. Ich weiß, er läßt mich nicht, verspricht, der wird's auch halten.. bleibe feste. An Jesum glaube Welt, haß und höhne mich, ich ich, das ist das Beste. 5. Sein Geist zeugt mir dabei, bis an mein Ende, daß ich ge= zeichnet sey in seine Hände. So kann ich aus der Zeit mit Freu den gehen, und seine Herrlichkeit. 3. Im Glauben will ich steh'n, will Liebe üben, will hoffen ohne Seh'n, bis zum Zerstieben. Was im Himmel sehen. 30. December. Jesus nahm die Zwölfe zu sich, und sprach zu ihnen: sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem. Luc. 18, 31. Durch diesen Gang hat uns der Herr Jesus den Weg zum obern Jerusalem geöffnet. 746 Mel. Herr Jesu Christ, mein's ic. 5. Das lohnet sich ja wohl der 1. Mein Herr gieng gen Jeru- Müh, daß man dahin im Glausalem, daß er sein Kreuz dort auf ben zich, wenn man auch, bis sich nähm. O blutigs Ziel von sei man drinnen ist, vom Kreuz genem Lauf! Und dennoch fuhr er drücket, weinen müßt. dort auch auf. 6. Herr, laß mich nicht verdros2. Auch wir geh'n gen Jerusalem; sen seyn! Herr, sprich mir Muth der Weg ist nicht dem Fleisch be- und Hoffnung ein! Treibt mich dein quem; allein es ist so wunderschön, Geist, stärkt mich dein Wort, so die Gottesdienste dort zu seh'n. 3. Da kommt man in die Gottesstadt, die den allmächt'gen Bauherrn hat; da darf man in den Tempel geh'n, der Eingang ist mit Blut gescheh'n. geht es Schritt für Schritte fort. 7. Wie wohl wird's da der Seele thun, vom Weg, vom Kreuz, vom Weinen ruh'n! Was sieht man da für Herrlichkeit, die Leib und Seele ewig freut. 4. Man sieht darin den Gnaden- 8. So bleibe denn mein Angethron: man hört daselbst der Harfen sicht straks gegen diese Stadt geTon, und mehr als man jetzt sagen richt't. D, daß ich bald als Bürger kann; man betét Gott dort sichtbaran. täm' zum himmlischen Jerusalem. 31. December. 747 Die Gnade des Herrn sey mit Allen. Offenb. 22, 21. Wir wollen uns dafür halten, es sey auch uns dieses geschrieben, wenn wir des Herrn Jesu Erscheinung lieb haben. Sie wird auch mit uns seyn. Mel. Ach bleib mit deiner Gnade. du mächtiger Erlöser, du kommst, 1. Die Gnade sey mit Allen, so komme doch. die Gnade unsers Herrn, des Herrn, dem wir hier wallen, und seh'n sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns ja kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen; man traut ihr ohne Reu; und Alles ist. wenn uns je will grauen, so bleibt's: der Herr ist treu. 14. Die Gnade, die den Alten half zwei Weh übersteh'n, wird größten Thaten thut. die ja auch erhalten, die in dem dritten fleh'n.. 6. Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns seyn; denn fic flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 7. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über 8. Bald ist es überwunden, nur durch des Lämmleins Blut, das in den bös'ten Stunden, die 9. Herr, laß es dir gefallen, noch immer rufen wir: die Gnade 5. Wird stets der Jammer grö- sey mit Allen! die Gnade sey ser, so glaubt und ruft man noch: mit mir! Anhang. Morgen- und Abendandachten nach den sieben Bitten des Vater Unser. Morgengebet auf des Herrn Tag, nach der ersten Bitte des Vater Unser. Gott, Vater, Sohn und Geist, ich falt in deinem Namen, der du im Himmel bist, die Hände früh zusammen, und bitte, schaffe du nach deiner Macht und Treu, daß auch dein großer Nam' an uns geheiligt sey. Lebendiger, du haft in dir allein das Leben; was sonst ein Leben hat, dem hast du es gegeben; auch da die Sünde kam, und bracht den Tod zum Lohn, gabst du uns noch einmal das Leben in dem Sohn. Erweck uns, daß wir nicht in Tod und Sünde bleiben, noch deine Wirkungen zum Leben hintertreiben, und stelle jederzeit uns Tod und Leben für, daß jener sey von uns, und dieses nur aus dir. Du bist der Mächtige, du sprachst, so waren Heere durch deinen Willen da im Himmel, Erd' und Meere; du bist derselbe Gott, Morgengebet am Sonntag. 749 der Wunder thut allein; du gabst vom Himmel Brod, und Wasser aus dem Stein; unmöglich ist dir nichts. O lehr uns dir vertrauen, und nicht auf Nichtiges zu unserm Herzleid trauen. Du bist es, dessen Rath ganz unerforschlich ist, und deine Weisheit fängt die Weis'sten in der List; was du geordnet hast, ist Alles unvergleichlich; du führst so wunderbar, wo nichts ist, giebst du reichlich, das Kleine machst du groß. Du bringest Lust aus Leid, machst Finsterniß zum Licht, und Schmach zur Herrlichkeit. Gieb, daß wir dir uns stets zur Führung überlassen, wo wir den Weg nicht seh'n, und deinen Rath nicht fassen; und wo wir uns verirrt, so rett und richte du zu deiner Weisheit Lob den Weg dem Himmel zu. Allwissender, dein Aug' durchschauet alle Tiefen, die Herzen forschest du, und kannst die Nieren prüfen, du siehest, wer dich haßt, du fennest, wer dich liebt, wer Gutes will und thut, und wer das Böse übt. Gieb, daß wir immerdar vor deinen Augen wandeln, auch im Verborg'nen nicht mit falschen Tücken handeln, und fragst du unser Herz, alsdann erklärt es sich: Herr, Alles weißst du ja, du weißst: ich liebe dich. Allgegenwärtiger, du lässt dich nahe wissen, wenn auch die Deinigen durch Feu'r und Wasser müssen, und dir entlauft kein Feind, wo er sich hingewandt, da fällt er überall dir in die starke Hand. 750 Morgengebet am Sonntag. Bewahr uns, daß wir nicht als schon verlassen zagen, noch auch in frechem Sinn nach dir, dem Herrn, nichts fragen; im Wohlseyn gieb uns Furcht, weil du als Richter nah', in Aengsten einen Muth, weil du als Retter da. Herr, deine Güte reicht so weit die Wolken gehen, von ihr ist Alles voll so weit wir Erde sehen, daß deiner Sonne Licht auch über Böse scheint, und daß dein Regen fällt, wo Ungerechte seynd. Ach Herr, erleuchte uns zur Kenntniß deiner Güte, genießen wir ein Gut, so gieb uns ein Gemüthe, das dir gehorsam dankt, und das von deinem Gut auch ohne Unterschied den Andern Gutes thut. Herr, deine Gnade ist mit herzlichem Erbarmen in Christo deinem Sohn unendlich an uns Armen; wir haben nichts verdient, du schenkst aus lauter Huld um Seinetwillen uns die höllenwerthe Schuld. Ach Vater, hilf uns das von ganzem Herzen glauben, und, laß den Satan nicht den Gnadenschaß uns rauben, den man aus Jesu hat, und präg uns immer ein: wer nicht glaubt, wird verdammt, wer glaubt, wird selig seyn. Du trägst, Langmüthiger, die Kinder mit Verschonen, die Feinde mit Geduld, bis endlich zum Belohnen; ach wende noch bei uns die alte Langmuth an, daß solcher Reichthum uns zur Buße leiten kann. Schreib uns in unser Herz das Sprüchlein: Gott ist Liebe, und Morgengebet am Sonntag. 751. heilige dadurch auch uns'rer Seelen Triebe, daß uns're Liebe dir allein gewidmet sev, so liebt man dir zu lieb den Bruder auch dabei. Du Vater bist getreu, du kannst dich nicht verläugnen, bei deiner Treue kann kein Wechsel sich ereignen; wir steh'n in deinem Bund von uns'rer Taufe her, ach daß er doch von uns noch nie gebrochen wär! Laß aber uns den Schooß zum Wiederkehren offen, und lehr uns auch in Noth auf deine Treue hoffen, so machet uns kein Kreuz und keine Sorge matt, der Treue wird es thun, der uns berufen hat. Ach du Wahrhaftiger, laß gegen alle Lügen, uns nur an deinem Wort, dem festen Wort, genügen, das bleibt in Ewigkeit, und was der Herr verspricht, bricht keine Kreatur und er auch selber nicht. Du bist allein gerecht, und der allein aus Sündern Gerechte machen kann, du machest uns zu Kindern, und wollen wir's nicht seyn, so richt'st du in der Zeit, und einst an deinem Tag, uns mit Gerechtigkeit. D gieb, daß wir hierin dir deine Ehre geben, und wie du es bestimmt, gerecht im Glauben leben. Du bist der Selige, und nichts kann selig seyn, auch in dem Himmel selbst, als nur in dir allein; ach laß uns hier und dort mit dir Gemeinschaft haben, so will und weiß das Herz sonst nichts von andern Gaben; so beten wir einst dort, wo man's vollkommen kann, dich als den Heiligen, auch wie die Engel an. Morgengebet am Sonntag. Dein Name, Jesu, soll bei uns geheiligt werden, als Bürgern jener Welt und Pilgrimen der Erden, du bist das Wort bei Gott, des Vaters ew'ger Sohn, ihm an dem Wesen gleich und auch auf seinem Thron; vor aller Kreatur bist du der Erstgeborne, das Leben und das Licht, das Heil für uns Verlor'ne. Bau uns auf diesen Grund, den feine Macht zerbricht; denn wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht. uge i pre 752 Der Vater hat dich uns in deinem Opferblute zum Gnadenstuhl gestellt, dem Glauben ist's zu gute; gieb uns die Freudigkeit getrost hinzuzugeh'n, damit wir uns in dir von Gott begnadigt seh'n; die Sünde hatte uns von unserm Gott geschieden, du kamst und starbst für uns, und brachtest wieder Frieden. 104 Der Vater hat dich uns zur Weisheit selbst gemacht, denn außer dir wird nur mit Unverstand gedacht; du wollest uns das Herz auf diese Weisheit lenken, denn wer auf Jesum denkt, der kann nicht höher denken. Der Vater machte dich uns zur Gerechtigkeit, denn außer dir bleibt uns der Fluch und Tod gedräut; o schenk uns doch in dir, in dir, o Gott, alleine auch die Gerechtigkeit, die eigene ist keine. Der Vater gab dich uns zu uns'rer Heiligung, denn außer dir ist nicht die wahre Aenderung, man wechselt nur die Lust, ist heilig mit dem Munde, wer aber Jesu folgt, wird heilig in dem Grunde. Jesu, ziehe du uns deinen Schritten nach, damit wir Morgengebet am Sonntag. 753 heilig sind auch unter Kreuz und Schmach. Du bist vom Vater selbst uns zur Erlösung worden, das kann uns Riemand thun, auch aus der Engel Orden, als nur, Herr Jesu, du; o führ uns da hinein, wo wir erlöst durch dich, bei dir auf ewig seyn. Lehr uns auch diesen Tag dir deine Ehre geben, du seyst der wahre Gott, du seyst das ew'ge Leben; es werde uns dein Wort, das solche Herzen schafft, wo du geheiligt wirst, auch heut zur Gottesfraft. Dein Name, heil'ger Geist, soll auch auf gleiche Weise von uns geheiligt seyn, daß dich der Glaube preise. Du bist der Geist des Sohns, du gehst vom Vater aus; o mache unser Herz zu deinem Gottes- Haus, da wollst du Jesum uns als unsern Herrn verklären, damit wir in dem Sohn den ew'gen Vater ehren. Du bist der Gnadengeist, ach so versich're heut der Gnade Gottes uns bis in die Ewigkeit. Lehr du uns selbst in dir zum lieben Vater beten, wo uns're Schwachheit fehlt, da wollst du uns vertreten. Du Geist der Furcht des Herrn, halt uns in deiner Zucht, und wirke selbst in uns des Geistes reiche Frucht. Du Geist der Liebe, geuß in Trübsal und in Schmerzen, die Liebe Gottes aus in unsern ganzen Herzen. Du Geist der Wahrheit, leit uns stets die eb'ne Bahn, daß uns die Schlange nicht den Sinn verrücken kann: Zeug uns, du Kindschaftsgeist, weil wir erlöste Sünde mit Gott ver 754 Abendgebet am Sonntag. söhnet sind, wir seyen Gottes Kinder; und schmähet uns die Welt, dieweil uns Jesus freut, so ruhe du auf uns, du Geist der Herrlichkeit. Wir hören heut dein Wort von deinem großen Namen, bereite uns das Herz zu solchem edlen Samen, damit wir Frucht davon in jener Erndte seh'n, du aber Dank und Ruhm. Ja, ja, das soll gescheh'n. Abendgebet über die erste Bitte des Vater Unser am Tage des Herrn. Der Tag des Herrn geht hin, ihm folgt die dunkle Nacht, du Hüter Israels, dein Volk bedarf der Wacht. War dieß ein Ruhetag von irdischen Beschwerden, laß diese Nacht uns auch zur Nacht der Ruhe werden. Dein Name ist ein Schloß, das keine Feindsmacht stürmt, der Glaubige lauft hin und wird allda beschirmt; so wird dein Name auch den theu'r erkauften Schafen die Ruhestelle seyn, worin sie sicher schlafen. Wir sind, Dreieiniger, auf dich allein getauft, der Vater hat uns lieb, der Sohn hat uns erkauft, der Geist gebiert uns neu, du wollst bis zum Erkalten in deinem Namen uns durch deine Huld erhalten. Ach, wir bekennen dir mit Furcht und Scham und Reu, daß Abendgebet am Sonntag. 755 unser Herz ein Herz, das Sünde quillet, sey; wenn du sie rechnen willst, und nach Verdienste rächen, vermögen wir dir nicht ein Wort zu widersprechen. Hingegen sagt dein Wort, daß unser Jesus Christ der Gnadenstuhl im Blut für unsern Glauben ist; so wirst du, wenn wir dich bei diesem Worte fassen, in seinem Namen uns die Sünden auch erlassen. Sich' unsern Namen nicht in deinem Schuldbuch an; denn da steht dir kein Knecht, der selbst bezahlen kann. Daher vergieb uns nur um seines Namens willen. Sein Blut ist ja das Blut, das deinen Zorn kann stillen. Und weil du Vater heißst, ach so erbarme dich, wie man an Kindern thut, auch unser väterlich. Herr Gott, wir schämen uns vor deinem Angesichte, ach gehe nicht mit uns im Eifer in's Gerichte; des Herrn Tag wird bei uns nicht christlich zugebracht, die Bosheit herrscht am Tag, der Frevel in der Nacht, die Feier sieht man mehr im Schwelgen als im Beten, dein Evangelium wird in den Koth getreten. Ach nimm es uns nicht weg, und schick den Hunger nicht, worin es an dem Wort und nicht an Brod gebricht; laß dein Wort denen doch, die deinen Namen lieben, und dem gehorsam sind, was uns dein Geist geschrieben, damit sich nicht der Feind in Hochmuth rühmen kann, sein Unkraut habe gar den Samen ausgethan. Wir haben, dir sey Dank, auch heut dein Wort gehöret, das wie ein Manna uns in dieser Wüsten nähret, dein theuer werthes 756 Abendgebet am Sonntag. Wort; o mache diesem Schaß durch deiner Gnade Macht in unsern Herzen Blaß, damit es bei uns bleibt, und wenn der Teufel käme, daß er uns solches nicht von unsern Herzen nehme. Laß es die Woche durch mit uns zur Arbeit geh'n, wenn uns die arge Welt will eine Schlange dreh'n, und wenn das böse Fleisch, das wir im Innern fühlen, zu unsers Heils Verlust will den Verräther spielen, so laß es bei uns seyn, daß es mit seiner Kraft uns vor dem Fall bewahr in uns'rer Pilgrimschaft. Wie lieblich ist es doch, dich aus dem Wort erkennen! Wie herzlich ist dein Nam, daß wir dich Vater nennen! Wie süß ist, Jesu, das, daß außer dir allein in keinem soll kein Heil, und sonst kein Name seyn! Wie tröstlich ist es doch, an die Verheißung denken, der Vater, wolle uns den Geist des Sohnes schenken, der, weil wir Kinder sind, das Abba in uns schreit! Das ist in dieser Welt schon eine Seligkeit. Wir danken, daß du uns dein Wort noch nicht entrissen, nicht Tauf und Abendmahl, daß wir unfehlbar wissen: die Größe deiner Kraft, die Veste deiner Treu, wie wunderbar dein Rath, wie stark die Liebe sey; wie Jesus sey der Weg, die Wahrheit und das Leben, wie wir uns ihm, als Herrn, im Glauben untergeben, wie er ein Fürbild uns im Glauben hinterläßt, wie er im Kreuz erquickt, das uns're Schultern preßt, wie er den schönen Weg zum Himmel vorgeloffen, und wie wir Herrlichkeit vor seinem Throne Hoffen; wie, Abendgebet am Sonntag. 757 wenn wir Buße thun, in uns der Geist der Kraft den Glauben selber wirft, die Liebe in uns schafft, die Hoffnung pflanzt und stärkt, damit an uns auf Erden und in dem Himmel einst dein Nam soll herrlich werden. Wie elend wären wir, wenn wir des Worts beraubt, nicht wüßten, wie man recht an Gott und Christum glaubt; wenn wir zu falschem Trost, zu einem andern Namen, zu todten Bildnissen, zu Blinden und zu Lahmen verwiesen sollten seyn, und zählten auf den Knicen den Gruß des Gabriels zu Hundertmalen hin, und gäben in dem Tod die Seel' in fremde Hände, und trügen nicht davon des Glaubens sel'ges Ende! O mach' uns unser Herz in deinem Wort gewiß, und deinen Namen nur, Herr Jesu, himmelsüß, damit wir außer dir uns sonst nichts rühmen mögen, und uns getrost im Grab auf Jesum schlafen legen. Präg jeden Sonntag uns noch mehr Erkenntniß ein, und laß das Wachsthum stark in Christi Gnade seyn; daß wir, wenn Babel uns will mit dem Becher tränken, durch deinen Geist gemahnt an dein Geduldwort denken, daß uns're Namen auch, wenn wir vom Kampfplat geh'n, bei denen in dem Buch, die überwinden, steh'n. Nun wir empfehlen uns und alle uns're Lieben, und alle die du dir zu Erben angeschrieben, in deinen Gnadenschuß, daß, wenn der Leib sich legt, die Seele doch dein Wort mit sich zu Bette trägt; ruh' Jesu, daß das Herz dich immer in sich habe, auch in dem Zweiter Theil. 50 758 Morgengebet am Montag. Schlafe da, wie ehmals in dem Grabe; der Glaube halte sich wie in der Asche Gluth; dein Wort als wie ein Kern, der über Winter ruht, dein Nam' als eine Schrift, die wir bei Nacht nicht lesen, doch Morgens steht auch da, was gestern da gewesen; und giengen wir zu Bett als wie in Gräber hin, so sterben wir dem Herrn, wir leben ja auf ihn. Nun dann so schlafen wir getrost in Gottes Namen; Erbarmer, sprich du ja, ja sagt der Glaube. Amen. Morgengebet am Montag über die zweite Bitte des Vater Unser. Hilf Herr! der Tag tritt auf in seinen lichten Stufen; der König höret uns, da wir jetzt zu ihm rufen, auf Gnade kommen wir zu seinem hohen Thron, und beten glaubig an den Vater in dem Sohn. Wir danken, großer Gott, als deine Reichsgenossen, daß du uns diese Nacht mit deinem Schirm umschlossen; denn hättest du nicht selbst uns Engel zugesandt, wir wären als ein Raub schon in des Feindes Hand. Dein ist, o Gott, das Reich, du Herr allein bist König, was Mensch und Engel heißt, das ist dir unterthänig; im Himmel herrschest du, auf Erden und im Meer; die Gnade ist vor dir; die Wahrheit um dich her. Der schrecklichen Gewalt der argen Morgengebet am Montag. 759 Finsternissen hast du mit starker Hand in Gnaden uns entrissen, uns in das lichte Reich des lieben Sohns verseßt, und in demselben uns des Erbtheils werth geschäßt. Bewahr uns, da wir hier in deinem Reiche wallen, daß wir in die Gewalt des Böswichts nicht mehr fallen, und richte du dein Reich in unsern Seelen an, und mach' uns deiner Huld im Glauben unterthan. Der Satan fiel von dir, und sucht uns zu bethören, wir sollten auch wie er, uns gegen dich empören, und so empfiengen wir vor deinem Richterstuhl auch unsern Theil wie er in einem Schwefelpfuhl. Davor behüte doch, o Vater, uns're Herzen, daß wir nicht auch wie er das Himmelreich) verscherzen. Zerstöre du in uns die Höhen der Vernunft, bewahr uns vor dem Siß der stolzen Spötterzunft, die denkt, du werdest sie nicht strafen und nicht sehen, bis sie von dir verflucht in die Verdammniß gehen. Oselig, wer dich kennt! O herrlich, wer dich sieht! O wohl dem, den dein Zug zu deinem Sohne zieht, und welcher würdig ist, an deinen großen Gaben, in deinem Himmelreich als Erbe Theil zu haben! Du hast uns deinen Sohn zum Herrn und Christ gemacht, der hat uns in dein Reich durch Blut und Tod gebracht; ach gieb, daß unser Herz den Sohn in Demuth küsse, und leg' uns ihm nicht einft zum Schemel seiner Füße. Ja, Jesu, wir sind dein, dein sind wir, Gottes Sohn, Gott seßte selbst dich ihm zur Rechten auf den Thron; man kann kein Morgengebet am Montag. Fürstenthum, Gewalt, Macht, Herrschaft kennen in der und jener Welt, und keinen Namen nennen, der unter dir nicht steht in deinem weiten Reich; du bist dem Vater selbst, und dir, wie ihm, nichts gleich. Jedoch so groß du bist, so läßst du doch uns Armen den Zutritt zu dem Thron aus herzlichem Erbarmen; du bitteſt selbst für uns, und dieses nicht allein, du nimmst das ärmste Herz als Herr zur Wohnung ein. So herrsche denn in uns, denn wo du bist, ist Leben und außer dir der Tod; was dir will widerstreben, das unterwirf dir selbst zu deiner Gnade Ruhm; was in uns lebt und ist, das sey dein Eigenthum. Dein Scepter ist dein Wort; du giebst die Sakramenten zu Siegeln deiner Huld. O mach' an allen Enden noch deiner Gnade Raum, und deinem Wort die Bahn, daß bald dich alle Welt als König ehren kann. Nimm deinem Israel die Decke von den Augen, daß sie die Herrlichkeit an dir zu sehen taugen; und führe so, wie uns, durch deine Wunderkraft die ganze Fülle ein der blinden Heidenschaft. Zerbrich mit deinem Arm den Stuhl des Thiers und Drachen, die dir zu uns'rer Zeit den Thron noch streitig machen. Den Boten deines Worts gieb du Barmherzigkeit, so sind sie dir getreu, und geh'n mit Muth zum Streit; bewahre ste und uns vor allen Aergernissen; laß die Geheimnisse von deinem Reich uns wissen, und hilf uns das auch thun, was uns dein Wort gelehrt, sonst wird der faule Knecht der 760 Morgengebet am Montag. 761 Streiche doppelt werth. Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; du hast uns aus der Welt zu deinem Volk erlesen. Bist du denn unser Herr, und sind wir einmal dein, so dürfen wir nicht auch, wie sie, im Argen seyn. O gieb uns Ernst und Fleiß, im Guten uns zu üben; dein Reich mehr als die Welt, dich mehr als uns zu lieben; den Lüften feind zu seyn; dem Feind zu widerstehen, und frommen Knechten gleich auf deinen Wink zu sehen. Gieb, daß wir nichts so hoch als deine Gnade schäßen; gefaßt seyn, auch um dich das Leben auszusetzen, und ließ uns auch die Welt sonst weiter nichts als dich, so sage unser Herz: das ist genug für mich. Laß uns vor deinen Thron ohn' Furcht und Zweifel treten, und Alles, was uns fehlt, von dir allein erbeten; du selbst siehst uns're Noth: alsdenn, so neige du, wie Esther Gnade fand, uns auch den Scepter zu. Herr, du bist in der Welt in Knechtsgestalt gewesen, doch stand dein Königsnam' auch an dem Kreuz zu lesen. Die Bürger deines Reichs sind auch in dieser Zeit noch unter Kreuz und Tod, doch folgt auch Herrlichkeit. Gieb, daß auch unser Sinn sich zur Geduld bequeme, und sein verordnet Kreuz mit Muth und Demuth nehme, richt aber unser Aug in Hoffnung auch empor, und stell in deinem Reich uns Ruh und Krone vor. Du, Herr, giebst selbst den Geist dem Volk, das du erworben, der lehrt und tröstet uns, du seyst für uns gestorben, und der ver 762 Morgengebet am Montag. siegelt uns, und ist ein sicher Pfand von unserm Kindertheil in jenem Vaterland. Herr, gieb uns deinen Geist, der dich in uns verkläre, der uns den Rath des Heils und deine Wege lehre, der unserm Geiste zeugt, daß uns der König liebt, und der Gerechtigkeit und Fried und Freude giebt. Schminkt sich die Lüge schön, so öffne er die Augen, daß sie die Wahrheit scharf im Licht zu sehen taugen. Lockt oder droht die Welt mit Schmeicheln oder Spott, so halt er unser Herz fein fest an unserm Gott; die Bürger deines Reichs genießen ew'ge Gnaden, hingegen kriegt die Welt zuletzt den Spott zum Schaden, und spricht sie jetzt gleich Hohn, wie vormals Goliath, der Glaube ist der Sieg, der schon gewonnen hat. Ach Herr, laß, weil wir hier noch in der Fremde wallen, dir unsern Weg und Werk in Gnaden wohlgefallen. Auf Treue siehest du, so mach' uns nur getreu, daß Gottes Reich bei uns die erste Sorge sey. Du theilst die Pfunde selbst bei deinen Unterthanen nach deiner Absicht aus, laß uns dein Wort stets mahnen, auf unsers Herrn Befehl in dem Beruf zu seh'n, und segne unser Thun, wann wir zur Arbeit geh'n. Ein Werk mag noch so schlecht in Menschenaugen scheinen, du kennest und belohnst die Treue doch den Deinen. Dieß stell uns täglich vor und laß bald Abend seyn, und führ uns in dein Reich, in deinen Himmel ein. Dort ruht man von der Last, dort wird man nicht mehr flehen, dort kann und darf Abendgebet am Montag. 763 kein Feind uns tödten, noch uns schmähen. O Jesu! laß uns doch nach dieser Glaubenszeit dich sehen auf dem Thron in deiner Herrlichkeit. Abendgebet am Montag über die zweite Bitte des Vater Unser. Gott, der auf seinem Thron der Welt Beherrscher ist, der Sonne ihr Gezelt, dem Mond die Laufbahn mißt, den Sternen ihren Kreis, den Königen die Reiche, und Tag und Nacht gemacht, daß cins dem andern weiche. Die Arbeit ist vorbei, wir gehen nicht zur Ruh, wir schließen unser Haus und dann die Augen zu. Heutmorgens baten wir, da ließst du uns gelingen; so sollen wir des Nachts dir dann ein Danklied bringen. Dir, Höchster, sey gedankt, daß nach des Tages Last du uns zum sanften Schlaf die Nacht geordnet hast. So gnädig herrschest du, die Arbeit soll uns drücken, doch nach der Hiße soll dein Schatten auch erquicken. Denn du erbarmest dich der Werke deiner Hand; du hast uns Elenden die Huld noch nie entwandt, und läsfest alle Nacht uns wie im Bildniß sehen, wie wir nach langer Müh im Grab zu Bette gehen. Doch zeigst du uns noch mehr, daß du uns wieder liebst, und ob wir Sünder sind, uns doch die Schuld vergiebst, und läßst uns in dem 1 764 Abendgebet am Montag. Reich des Sohns der Liebe leben, weil du uns ihm zum Volk, ihn uns zum Herrn gegeben. Die Sünde klebt uns an; ach Vater rechne du, weil Jesus uns versöhnt, die Sünden nimmer zu. Wir müssen bei dem Schluß des Tages dir bekennen, daß unser Gutes selbst vor dir nicht gut zu nennen; wir haben Guts versäumt, wir haben Bös gethan; die Lüste sprechen stets die alte Herrschaft an, sie fallen feindlich ein, und streiten mit den Seelen; da mag fast keinen Tag es uns an Wunden fehlen. O Jesu, mach' uns du aus deinen Wunden heil, und laß an deinem Reich uns annoch unsern Theil. Wie gut ist's unter dir, als unserm König, leben! so ist kein Herr wie du, der so viel kann vergeben; die Knechte trägest du mit größester Geduld, und wer um Gnade fleht, dem schenkst du alle Schuld. Dieß dein Erbarmen hat auch heut bei uns kein Ende; denn wir empfehlen uns in deine starken Hände, nun hast du uns beschützt, daß uns kein Feind berührt, noch uns als einen Raub aus deinem Reich ent führt. O Herr, wer könnte doch nur einen Tag bestehen, daß er nicht seinen Sturz mit Schrecken müßte sehen, wenn deine Treue nicht der Christen Stärke wär? Du richtest deinen Weg stets selbst vor ihnen her. Du giebst dein Wort zum Licht, wenn wir im Finstern wandeln, zum Stab in unserm Lauf, zur Richtschnur recht zu handeln, zum Schwert in unserm Streit, zum Balsam in der Pein, Abendgebet am Montag. 765 und solch' Bewahren ist von deiner Macht allein. Der ärmste Unterthan bleibt bei dir unvergessen, sonst wären wir schon lang vom Drachen aufgefressen. Du schaffst den Waisen Recht, und hörst der Armen Fleh'n, zerbrichst der Stolzen Arm und hilfst den Elenden. Du hast dich hoch gesetzt, daß du im Himmel thronest; doch machst du dirs zum Ruhm, daß du bei denen wohneft, die eines niedrigen, zerschlag'nen Herzens seynd, und zählest, was man seufzt, und faſsest, was man weint. Wir wissen nicht einmal, wie viel seit heute morgen du, Gnädiger, bis jetzt durch dein geheimes Sorgen an Leib und Seele thatst; dir sey allein der Ruhm, wir bringen dir den Dank hier als dein Eigenthum. rush 100/ Wir wollen diese Nacht dir auch zu eigen bleiben; sucht etwan uns der Feind im Finstern aufzureiben, Herr laß es ihm nicht zu, und stelle, weil wir dein, dich zwischen uns und ihn zur Wolkensäule ein. Wir trauen deinem Wort, du werdest uns behüten. Sprach David: Gehe hin, ich will für dich gebieten, so haben wir noch mehr als die von Thekoa; das Wort des Herrn gilt uns für jenes Menschen Ja, und denken eben so, wie wir von jener lesen, daß ihres Königs Wort ein Trost für sie gewesen. Hast du Elisam dort in der Gefahr der Nacht mit deinem Heer beschützt vor jenes Syrers Macht, so wird auch deinem Volk kein Feind nichts abgewinnen; von deiner Kirche heißts: der Herr ist bei ihr drinnen. 766 Morgengebet am Dienstag. Laß nur dein Reich noch fest, auch wenn wir schlafen geh'n, in unsern Herzen seyn, wie Berge Gottes steh'n, und laß sich stets in uns noch Fried und Freude finden, daß sie im Wachen nicht gleich einem Traum verschwinden. O möchte unser Schlaf wie jener Jünger seyn auf dem Verklärungsberg, sie schliefen sicher ein, weil eine Wolke sie vom Himmel überdeckte, und sahen ganz vergnügt nur Jesum, der sie weckte. Es stehe Davids Spruch an unsrer Kammerthür, der sagt: erwache ich, so bin ich noch bei dir. Laß Zorn und Sorgen uns kein hartes Lager machen, und laß auch solche nicht am Morgen mit uns wachen: denn unser Herr besorgt der Unterthanen Wohl, sein königlich Gebot ist, daß man lieben soll: so wenden wir alsdann die ausgeruhten Kräfte, wie Knechte Salomons, an unsers Herrn Geschäfte, bis wir in seinem Haus vor seinem Throne steh'n und selig sind, an ihm die Herrlichkeit zu seh'n. Morgengebet am Dienstag über die dritte Bitte des Vater Unser. GOTT, Vater alles Lichts, der aus der Finsterniß auch diesen lieben Tag der Welt erscheinen hieß, du wollst nach deinem Wort uns geben, was wir beten, du sagst ja: ruf mich an, so will ich Morgengebet am Dienstag. 767 dich erretten. Wir danken, daß du uns in dieser dunkeln Nacht, vor Schaden, vor Gefahr, vor Sünden uns bewacht. Vergieb uns alle Schuld, und laß auf unser Flehen, uns als Begnadigte zu uns'rer Arbeit gehen. Ach präg uns diesen Tag Verstand und Weisheit ein, daß das dein Wille sey, wir sollen selig seyn. Dieß ist von Ewigkeit dein Gnadenschluß gewesen, es sollte uns dein Sohn mit eig'nem Blut erlösen. Er that es in der Zeit, da er hernieder kam, und durch den Tod am Kreuz die Sünde von uns nahm, und seine Speise war, nur seines Vaters Willen, der ihn zu uns gesandt, vollkommen zu erfüllen. Wer an denselben glaubt, der hat das Leben schon; des Vaters Wille ist der Glaube an den Sohn. So ziehe du uns denn in deinem Sohn zum Leben, damit wir dir in ihm die Herzen übergeben, daß du sie selig machst: denn vor dem Grund der Welt war deines Willens Rath in Christo fest gestellt. Leit uns, so lang wir hier in dieser Hütte wallen, in allen Tritten nur nach deinem Wohlgefallen. Erleuchte unsern Sinn, daß er auf dieser Bahn, was Gottes Wille sey mit Sorgfalt prüfen kann. Ach unser Wille ist dem deinen stets entgegen, und ist ein Wollen da, so fehlt uns das Vermögen. Du zögit uns gern zu dir in die Gemeinschaft ein; wir wollen außer dir und für uns selber seyn. Das Leben liebest du; wir aber wollen sterben. Du willst nur un 768 Morgengebet am Dienstag. ser Heil, wir rennen ip's Verderben. Das Böse willst du nicht, kein Gutes wollen wir: und was du weislich fügst, dem zieh'n wir Thorheit für. Du willst was heilig ist; wir haben von der Jugend bis zu der Grube hin ein Herz, das leer von Tugend. Und wenn die Buße schon den eig'nen Willen bricht, bleibt doch noch Fleisch zurück, das mit dem Geiste ficht; und also währt der Streit, weil wir im Fleische leben, indem der guten Lust die Bösen widerstreben. Oft meinen wir es gut, dieweil es uns so scheint; und irren uns an dem, was Gott doch besser meint. O Vater, wirke du bei uns in allen Dingen das Wollen, wie du willst, und selbst auch das Vollbringen. Nimm aus dem Herzen weg die Widerseßlichkeit; mach' es zu allem Werk, das dir gefällt, bereit, damit wir Kindern gleich uns im Gehorsam üben, und deinen Willen thun, im Glauben, Hoffen, Lieben. Ach, Vater, gieb Verstand, daß wir des Satans List bei deinem Lichte sehen, wie er so boshaft ist; er hat im Paradies schon auf dein Wort gelogen, und da wir ihm geglaubt, uns jämmerlich betrogen; er lügt noch jetzt auf das, was Gott in Jesu spricht, und gönnet uns in ihm ein ewig Leben nicht; er will uns in den Pfuhl voll Schwefel mit sich ziehen. Ach Vater, lehre du uns vor der Schlange fliehen. llow Die Welt, die dieser Fürst bezaubert und verführt, will nichts Morgengebet am Dienstag. als ihre Lust, die bald vergehen wird; Geiz, Hoffart, Fleischeslust, List, Untreu, Lügen, Rache, das ist ihr ganzes Herz und ihre ganze Sache; sie weiß von keinem Gut, als was sie sieht und greift, und sä't auf nichts als das, was zum Verbrennen reift; wer nicht will, was sie will, nicht liebt, was sie erforen, nicht lobt, was sie verehrt, dem ist der Haß geschworen. Ach Gott, laß deine Furcht in unserm Herzen seyn, so läßt es sich mit ihr nicht in Gemeinschaft ein. Sie haßt dich, hilf du uns dich lieben und dich ehren; sie prangt, du wollest uns hingegen Demuth lehren; sie zürnt, so gieb du uns der Sanftmuth edle Kunst; sie hängt der Unzucht nach, bewahr uns vor der Brunst; sie lügt, o laß uns nicht vom Weg der Wahrheit treten; sie flucht, gieb du uns Kraft zum Segnen und zum Beten. Wenn sie uns, wie sie pflegt, um Wohlthun übel will, mach' uns im Glauben stark, und in der Hoffnung still. Stäupst du, als Vater uns, so zeige bei der Ruthen, daß du uns dennoch liebst, und züchtigst uns zum Guten; gieb uns ein kindlich Herz, das nicht dein Wort vergißt, daß ohne Züchtigung man nur ein Bastard ist. Gieb, daß wir uns kein Kreuz nach eig'nem Willen wählen; die Stunden seiner Dau'r nicht selber wollen zählen; nicht zagen, eh' es kommt; nicht murren, wenn es schwer; nicht fragen: Herr, warum? Herr, was soll aber der? Hingegen auf das Kreuz des lieben Heiländs sehen, und beten, wie er bat: dein 769 770 Morgengebet am Dienstag. Wille soll geschehen. Da trag Geduld mit uns und gieb uns auch Geduld, und zu dem süßsten Trost dein Wort und deine Huld. Laß uns durch deinen Geist und aus Erfahrung wissen, daß alle Dinge dem zum Besten dienen müssen, der Gott liebt, und erkennt, das Leiden dieser Zeit sey doch, so groß es sey, nicht werth der Herrlichkeit. Steh'n wir in etwas an, und scheint uns noch verborgen, was Gottes Wille sey, laß uns nicht ängstlich sorgen. Wer im Beruf verbleibt, dem Herrn den Weg empfiehlt, in Einfalt auf den Zweck, Gott zu gefallen, zielt, und sich zufrieden giebt, wie Gott den Fortgang füget, thut einen sichern Gang, und wird am Ziel vergnüget. Bewahr uns, daß das Herz auf keinen Fürwiß fällt, nicht falsche Zeichen sich von deinem Willen stellt, und ihn nach Heiden Art zum Voraus will ergründen, noch dich aus Eigensinn an seinen Weg will binden. Ein Kind hat schon genug, wenn es nur so viel lernt, daß es sich von der Hand des Vaters nicht entfernt, und Schritt für Schritte folgt; was künftig soll geschehen, das mag der Vater selbst, der unser Heil will, sehen. Wir greifen dann im Herrn die Arbeit wieder an; es sey heut, was wir thun, zu seinem Dienst gethan, und will er, daß wir auch bei solcher leiden sollen, so mach' er uns getrost, daß wir nichts anders wollen. Wir trauen ihmn, sein Wort sagt: er be Abendgebet am Dienstag. 771 gehret mein, so ist mein Wille denn, ihm soll geholfen seyn; er kennt mich, wie ich heiß, ich will ihm Schuß gewähren; er ruft mich herzlich an, so will ich ihn erhören, ich bin bei ihm in Noth, ich zeige ihm mein Heil. Was will ein Mensch noch mehr? Das ist sein bester Theil. Abendgebet am Dienstag über die dritte Bitte des Vater Unser. HERR, du Allmächtiger, von dessen Willens- Kraft sein Wesen hat, was ist, und der durch Sprechen schafft; du giebst dem das da lebt, dem Menschen und dem Viehe, die Zeit zur Ruhe selbst nach überstand'ner Mühe. Wie weislich ordnest du die Werke deiner Macht, den Schweiß des Angesichts stillt eine kühle Nacht, und was du uns für Last am Tage zugemessen, wird deiner Ordnung nach in sanftem Schlaf vergessen. Von Herzen sey dir Dank für alle deine Huld, für väterliche Treu, für göttliche Geduld, die wir an diesem Tag und Lebenslang erfahren, da wir in deinem Schuß und deiner Aufsicht waren. Denn weil dein kräftig Wort die ganze Welt erhält, und weil kein Sperling auch ohn' deinen Willen fällt; so muß vielmehr der Mensch von deinem Walten leben, da du als Vater uns den Sohn zum Heil gegeben. 772 Abendgebet am Dienstag. Als Kinder sollten wir nach deinem Willen thun, und unser Wille sollt in deinem Willen ruh'n; doch Satan und die Welt stellt immerdar uns Neße; wir finden noch in uns der Sünden ihr Geseße, die uns gefangen nimmt; das Böse hängt uns an, wir wollen Gutes thun, doch wird es nicht gethan. Ach Vater! ach vergieb, wir heißen deine Kinder; du willst, wie du selbst schwörst, ja nicht den Tod der Sünder. Ach bitte noch für uns, Fürsprecher Jesu Christ, der du allein gerecht und bei dem Vater bist, und uns versöhnet hast; du thatst des Vaters Willen im Leben und im Tod, du fonntest ihn erfüllen; dein Blut sey über uns als ein Versöhnungsblut, das mache nun an uns das Böse wieder gut. Wir bitten wie der Mann, der dir zu Fuß gelegen, und dich im Glauben bat von seines Aussay's wegen: Herr, sprach er, so du willst, so mache du mich rein. Du sprachst: ich will es thun, du sollst gereinigt seyn. Sprich dieses auch zu uns, weil uns die Beulen schmerzen, die uns die Sünde macht; sprich dieß uns in die Herzen, damit wir rein und froh zu unserm Lager geh'n. Denn was du willst und sprichst, das muß gewiß gescheh'n. molaid Es hat ein jeder Tag sein eigen Maaß von Plagen. Das Kreuz, das du auch heut uns aufgelegt zu tragen, das legen wir dir nun zu deinen Füßen dar, und denken in Geduld, daß das dein Wille war. Gieb, daß wir solches nicht aus unbefugtem Grämen zu einer Abendgebet am Dienstag. 773 Last der Nacht mit in das Bette nehmen. Im Schatten murrt cin Knecht nicht erst, wenn er getreu; sein Abendlied ist das: Gottlob! es ist vorbei. Gieb, daß wir nicht schon jetzt in banger Furcht auf morgen für das, was kommen kann, in frühem Kummer sorgen; an seiner Plage hat ein jeder Tag genug; der Gott hilft morgen auch, der heute mit uns trug. Laß nur uns uns're Zeit, so oft ein Tag erschienen, wie es von David heißt, dem Willen Gottes dienen; so legen wir, wie er im Frieden uns zur Ruh' und schließen sterbend auch das Aug' auf Christum zu. Wo eine Sünde uns noch eingeschläfert hätte, so gieb, daß unser Herz sie nicht mit sich zu Bette, zu seinem Schaden nimmt, und weck' uns auch im Schlaf vom Schlaf der Sünden auf, wie cin verirrtes Schaf. Und wollten auch im Traum die Lüste Feuer fangen, so laß auch da den Sinn an deinem Willen hangen. Im Dunkeln haben wir verborgene Gefahr; des Teufels Wille ist, wie er von Anfang war; die Feindschaft währet fort, er denkt noch umzubringen, er lau'rt, er geht umher, er suchet zu verschlingen, und hätt'st du kein Gebiß ihm in das Maul gemacht, es überlebte wohl kein Christ nur eine Nacht. Gieb, Jesu, daß dein Wort bei uns noch kräftig werde, du sagst uns: fürchte dich nur nicht du kleine Heerde; des Vaters Wille ist, daß er das Reich dir giebt. So darf der Löw nicht thun, was seinem Grimm beliebt. Bewahr' Zweiter Theil. 51 774 Abendgebet am Dienstag. uns in der Noth des Lebens und der Seelen. Den Engeln wollestdu auch über uns befehlen, daß, wenn uns solche Wacht bei Tag auf Händen trägt, sie auch in Finsterniß ein Lager um uns schlägt. Denn diese Heldenschaar, die stark ist, strebt in Pflichten den Willen ihres Herrn mit Freuden auszurichten. Nun wir vertrauen uns bei eingetret'ner Nacht mit Allem, was wir sind, in deine Huld und Macht. Denn wir vermögen nichts; der Herr ist für die Seine die Sonne und der Schild, der will's und kann's alleine. Willst du, daß diese Nacht die letzte werden soll, mach' uns den Tod zum Schlaf, weil uns're Tage voll; gieb eine sanfte Ruh' in Kammern dieser Erden; und laß zum Leben uns recht froh erwecket werden. Denn der Erlöser bat uns längst zum Himmel ein: ich will, daß, wo ich bin, die Meinen bei mir seyn. Er hat ein Wort gesagt, das uns das Herz kann rühren: des Vaters Wille ist, daß ich nichts soll verlieren von dem, was er mir gab, und daß am letzten Tag ich's als mein Eigenthum zum Leben rufen mag. Des Vaters Wille ist, daß wer dem Sohn hier. glaubt( ist schon das Sehen uns zu der Zeit nicht erlaubt), ein ewig Leben hat, und daß am letzten Tag der Sohn nach seiner Macht ihn auferwecken mag. Ach Vater! hilf du uns auf diesen Willen sterben, so sind wir mit dem Sohn in Zukunft Gottes Erben. Morgengebet am Mittwoch. 775 Willst du, daß es im Fleisch und in der Pilgrimschaft noch mehr gelebt soll seyn, so gieb dem Geist die Kraft, daß er zur Heimath eilt, und so sucht fortzuwallen, daß er im Glauben nur dem Herrn wünscht zu gefallen, und Gottes Willen will mit Treue, Lust und Muth, wie man denselbigen im Himmel selber thut. Willst du im Leiden noch mehr Thränen von uns fassen, so mach' uns unverzagt, demüthig und gelassen, und bring' mit diesem Trost und Hoffnung uns zu Grab, du wischest dort gewiß die Thränen alle ab. Hier ist Geduld uns noth, so thun wir Gottes Willen, und die Verheißung kann sich auch an uns erfüllen. Nun Amen, Vater, wird dein Will' an uns gescheh'n, so muß es uns im Schlaf und Wachen wohl ergeh'n. Morgengebet am Mittwoch über die vierte Bitte des Vater Unser. GOTT, Schöpfer aller Welt, Erhalter aller Dinge, von welchem lebt, was lebt; fein Rab' ist zu geringe, kein König ist zu groß, er ißt aus deiner Hand; dein Licht bescheint die Luft, dein Regen neßt das Land; du bist's, der Menschen Brod, dem Vieh sein Fut ter giebet; und der die Kinder speist, die er in Christo liebet. Wir wachen fröhlich auf bei diesem neuen Licht, und aller Augen sind 776 Morgengebet am Mittwoch. auf dich allein gericht't. Wir legen dieß Gebet vor deinem Throne nieder: gieb unser täglich Brod, wie du willst, heut uns wieder. Gieb Speise, die der Leib zum Leben nöthig hat, mach' uns von deinem Gut mit Wohlgefallen satt; gieb ihm im Durst den Trank, der seine Kehle labe, und daß er zum Geschäft, gestärkte Kräfte habe; gieb unserm Leib sein Kleid, das für die Blöße nüßt, zur Ehrbarkeit uns dient, vor Frost und Regen schüßt. Gieb Segen im Beruf, daß wir uns christlich nähren; gieb Ruhe, daß kein Feind die Arbeit dürfe stören. Schick Wetter, da man dankt; schaff Erndten, da man singt, und gieb der Erde Trieb, damit sie reichlich bringt. Erhalte uns gesund von Außen und von Innen, den Gliedern ihre Kraft, die Schärfe denen Sinnen; bedarf der franke Leib ein Mittel zur Arznei, gieb daß sie wohl gewählt, zum Wirken kräftig sey. Gieb uns'rer Jugend Zucht, gieb Liebe in die Ehen; laß deine Ordnungen durch deinen Schuß bestehen; mach' weise, wer gebeut; getreu, wer unterthan; daß sich Gerechtigkeit und Friede küssen kann. Gieb Freunden gleichen Sinn; den Nachbarn Lust zur Treue; den Herren Billigkeit; den Knechten Furcht und Scheue. Zeig dich den Guten hold, den Bösen aber scharf, und gieb uns, was zum Brod man in der Welt bedarf. Erleuchte uns das Aug', auf deine Hand zu schauen, wie Knechte auf den Herrn, und Mägde auf die Frauen: ja, gieb ein findlich Morgengebet am Mittwoch. 777 Herz; das bei den Gaben denkt: dieß Gute alles hat der Vater uns geschenkt. Gieb mit dem Segen uns die Furcht auch in's Gemüthe; denn also leitet Gott zur Buße durch die Güte. Genießen wir ein Gut, so lehr' uns auch dabei, daß es nur durch's Gebet und Wort geheiligt sey. Wenn wir gesättigt sind, so mahn' uns für die Proben der Mildigkeit, dem Herrn zu danken und zu loben. Bewahr uns vor dem Geiz, der nie von Erden satt, am Klum pen Gold den Trost, sein Herz im Kasten hat, der sammelt ohne Ruh', und nicht weiß, wer es frieget, und wenn ihm endlich auch an voller Scheu'r genüget, nur zu der Seele spricht: iß, trink und mache Rast, weil du den Vorrath schon auf viele Jahre haft; muß aber über Nacht die Narrenseele geben, und ist nicht reich in Gott, und sucht kein ewig Leben. Wie leicht ist's doch gescheh'n, daß dieser Strick uns fängt, und, fällt uns Reichthum zu, das Herz an solchem hängt! Laß deine Gnade da ob unsern Herzen wachen, die; was nicht möglich scheint, allein kann möglich machen. Bewahr uns, wenn du giebst, vor Pracht und Ueppigkeit, denn solchem reichen Mann ist Höll' und Qual gedräu't; wie bald erstickt das Wort in Wollust dieses Lebens, man hört es und veracht'ts, man hat's und hat's vergebens. Bewahr uns vor Gewalt, vor Unrecht und vor List, weil geben seliger, als Andern nehmen ist. Gieb aber einen Sinn, der reich sey zum Erbarmen; ein Nabal wird zum Stein, 7.78 Morgengebet am Mittwoch. der nichts weiß von den Armen. O laß uns in der Welt nicht unsern Schatz noch Trost; denn diesen raubt der Tod, und jenen frißt der Rost. Laß uns nicht unsern Theil in diesem Leben erben, er ist zu klein und schlecht für Seelen die nicht sterben. Wann du uns mangeln läßst( denn so richt'st du es ein, daß Reich und Arme hier stets bei einander seyn), so mach' uns mit dem Theil, den uns dein Rath beschieden, und den wir nicht verdient, in Demuth auch zufrieden. Bewahr uns vor dem Neid; was sieht man scheel dazu, daß du so gütig bist? von deinem schenkest du. Bewahr uns in Geduld, auch wenn es uns will fehlen, vor Zweifel und vor Zorn, vor Lügen und vor Stehlen, und mach' uns mit dem Wort von Sorgen los und still, daß Gott uns nicht verläßt, und nicht versäumen will. Gieb aber so viel Kraft, daß wir, weil wir es dürfen, der. Sorgen ganze Last auf Gott im Glauben werfen. Der Gott, der Vögel nährt und Blumen kleiden kann, weiß seiner Kinder Noth, und nimmt sich ihrer an; giebt er nicht Manna mehr mit Wundern, jeden Morgen, so lebt doch der Gott noch, und kann uns jetzt versorgen. Herr schaff' den Armen Rath; steh' denen Waisen bei; hilf Wittwen zu dem Recht; mach' die Bedrängten frei; zerbrich der Stolzen Arm; mach' alle List zu Schanden; und sey ein starker Schuß für deine Reichsverwandten. Wehr' allem Raub und Mord; halt' Morgengebet am Mittwoch. 779 allem Aufruhr ein; laß nicht den Himmel Erz, die Erde eisern seyn: straf uns mit Hunger nicht; steur' allem Blutvergießen; laß deine Strahlen nicht auf uns zur Rache schießen, leg' keinen Fluch auf uns; behüt uns vor der Best; zerstöre die Gewalt, die stille Unschuld preßt, beschirm' des Neichen Gut, des Armen Mehl im Kade, und zeige Beiden auch den Reichthum deiner Gnade. Nun Herr, der diesen Tag uns auch zur Arbeit schuf, auf dein Wort gehen wir nun wieder zum Beruf, den du geordnet haft; ach laß es uns gelingen! es können Wiß und Fleiß nichts ohne dich vollbringen. Gieb uns Verstand und Kraft, Lust und Geduld dazu, und wo es Anstoß giebt, da hilf und rathe du. Es ist fast kein Beruf, den nicht mit Aergernissen die Welt beschmußet hat zur Irrung der Gewissen, das fast an jedem Amt uns eine Schlinge hängt, und sich ein Sauerteig mit unserm Brod vermengt. Herr, gieb uns hier ein Aug', genau zu unterscheiden, was gut und böse sey in dem Gemeng von Beiden; bewahr uns unser Herz vom Unrecht unverlegt, auch wenn uns gleich die Welt mit Spott zurücke setzt, damit wir gern den Lohn der Sünden Andern lassen, und schändlichen Gewinn wie Gift und Unflath hassen. Was ist dem Menschen nütz, wenn er die Welt gewinnt, und dann den Schaden erst an seiner Seele find't? Laß unter dem Geschäft uns deiner nicht vergessen, und laß mit Sünden uns nicht schaffen und nicht SPEARS 780 Abendgebet am Mittwoch. essen. Wenn du uns Brod bescheerst, so gieb ein Herz dabei, das nach dem wahren Brod des Lebens hungrig sey. Abendgebet am Mittwoch über die vierte Bitte des Vater Unser. HERR, Gott, du Ewiger, bei welchem Tag und Nacht, und Licht und Finsterniß nie einen Wechsel macht; wir legen nun die Last des Tages und die Glieder, die müde worden sind, an diesem Abend nieder, und unser Herz vor dir in Jesu Namen hin, denn unser Dank und Fleh'n geschieht allein auf ihn. Wir danken für das Brod, das du uns heut gegeben, weil wir von deinem Wort mehr, als vom Brode, leben; du bist's, der unser Herz mit Speis und Freuden füllt; du bist derselbe Gott, der allen Kummer stillt; du bist's, der unsern Leib mit Kleidern deckt und schmücket, und auch das Bette macht, das nach der Müh' erquicket. Wie ruht sich's da so wohl, wenn unser Leib, der matt, für's Haupt zum süßen Schlaf ein sanftes Kissen hat! Du bist es, dessen Aug' vor den geheimen Seuchen den Athem uns bewahrt, sonst wären wir schon Leichen, und da der Tod um uns bei aller Arbeit schwebt, so hat's von dir geschenkt wer eine Nacht erlebt; ja, wo nicht Glied und Sinn in deiner Vorsicht stünden, wir müßten Abendgebet am Mittwoch. 781vor der Zeit verlahmen und verblinden. Wenn uns nichts Böses trifft, das kommt von dir allein, und was man Gutes hat, genießen wir als dein. Gesundheit muß man dir, ihr Labsal auch die Kranken, der Todte selbst sein Grab, und Alle alles danken. Wie vieler Wittwen Fleh'n hast du auch heut erhört, wie manch' verwaistem Kind hast du sein Brod bescheert; wie mancher Fremdling fand dich heute ihm gewogen; wie viele Tausende hast du dem Tod entzogen! Wer weiß es, was du heut für Jammer abgewandt? Wer zählt, wie oft du heut verborg'ne Hülf gesandt? Wer merkt, wie wunderbar du bei den kleinen Kindern die stündliche Gefahr durch Engel lassen hindern? Daß Frost und Hiße kommt, und Saat und Erndte seynd; daß uns kein Schwert verfolgt von einem nahen Feind; daß uns're Kirche sich selbst in der Wüste nähret; daß noch die Obrigkeit dem Sturm der Bösen wehret, daß keine Plage herrscht, die in dem Finstern schleicht, daß auch das Feld dem Vieh sein Futter nicht entzeucht, dieß und noch tausende sind allgemeine Gaben, woran wir unsern Theil, und Gott zu danken haben. Wie viel besonders ist, da jedes noch für sich von dir zu rühmen hat: Gott forget väterlich. Auch dafür danken wir, wir todeswerthe Maden, wir Sünder von Natur, dir Vater, aller Gnaden, daß wir vor deinem Thron in Jesu Namen geh'n, und dürfen ihn um Brod als Unterthanen 782 Abendgebet am Mittwoch. fleh'n; das darf ja kein Rebell, wird ihm auf kurzes Leben schon im Gefängniß auch sein täglich Brod gegeben. Wir danken, daß dein Geist uns das erkennen lehrt; denn das ist allen Dank zu allen Zeiten werth. Ja Vater, stünd' uns nicht zu dir der Zutritt offen, und dürften wir das Brod nicht als die Kinder hoffen: es wäre nicht der Fluch durch Jesum weggethan, und griff die Seele noch der ew'ge Hunger an; von Außen wäre wohl, doch nicht von Innen Friede, weil von dir, Seligem, uns noch die Sünde schiede, was hälfen Brod und Geld, Gesundheit, Friede, Ruh, wir füllten nur den Bauch auf jenen Schlachttag zu. Ich dächte, daß vor uns ein Sperling und ein Rabe, der nicht verdammet wird, noch großen Vortheil habe. Ach Vater, ach, es sey vor dir mit Reu bekennt, die Lüfte haben heut auch unser Herz berennt; nicht ohne Sünden ist der Tag dahin gegangen; eh' wir den Feind oft seh'n, so sind wir schon gefangen. Bald regt sich Ungeduld, wo Schweiß und Mangel ist; bald wird man allzusatt, daß man des Herrn vergißt; bald wird man faul zu dem, was du uns aufgebunden; bald hat sich Geiz und Stolz verkleidet eingefunden; bald reizt die Mißgunst uns bei uns'rer Brüder Brod; bald schleichen Sorgen ein, die ohne Nuß und Noth; bald lockt die Wollust uns, die Saatzeit zu verscherzen. Ach Gott, du weißst es wohl, wir haben böse Herzen. Ach handle nicht mit Abendgebet am Mittwoch. 783 uns, wie man den Sündern lohnt, verschon' uns wie ein Mann, der seines Sohnes schont. Vergieb uns alle Schuld um des Versöhners willen, der für uns Sünder starb, den Zorn mit Blut zu stillen. Jesu, thu' an uns, wie vormals Joseph that, als ihn der Brüder Zahl um Brod und Gnade bat, er nahm sie herzlich auf, und seine Huld zu weisen, ließ er sie ungestraft an seinem Tische speisen. Laß uns in deiner Huld in unser Bette geh'n, und morgen wieder froh an unsrer Arbeit steh'n. Laß keine Sorgen uns bei Nacht die Ruhe stören, weil sich die Menschen nicht von leeren Sorgen nähren, und Gott den Seinigen, als Freunden, schlafend giebt; ein heidnisch Herz ist nur um Brod und Kleid betrübt. Wer wie Elias will in Diensten Gottes liegen, der wird, wann er erwacht, auch Brod und Wasser kriegen. Laß uns dir wiederum die Nacht empfohlen seyn; schließ uns in deinen Schuß sammt unsern Lieben ein; bewahre Haus und Hof vor Brand und Wasserschaden, laß uns're Herzen nicht mit Noth und Angst beladen; laß denen Feinden nicht den stillen Einbruch zu; gieb denen Schwachen Kraft, und denen Kranken Ruh'. Du Hüter Israel, du hast nicht Schlaf noch Schlummer, wen du bewachen willst, den überfällt kein Kummer; hingegen wo der Stadt des Höchsten Schirm gebricht, so hilft der Wächter Wacht und Menschen Vorsicht nicht. Befiehl den Engeln, Herr, daß diese uns behüten; 784 Morgengebet am Donnerstag. dem Segen wollest du auch über uns gebieten, so thaut er auf das Feld, wie dort auf Josephs Land, und wächst uns unser Brod auch Nachts aus deiner Hand. Morgengebet am Donnerstag über die fünfte Bitte des Vater Unser. HERR, Gott, der gnädig ist, barmherzig und geduldig, der Missethat vergiebt, vor dem kein Mensch unschuldig, und wir auch Sünder sind, da wir vom Bette geh'n, ist unser erstes Thun, daß wir um Gnade fleh'n. O Gott, wie sind wir doch so gar verderbt geboren! wie ist dein Ebenbild so früh von uns verloren! Schrift und Gewissen zeugt, daß wir ein Greuel sind; der Wille ist verkehrt, und der Verstand ist blind; das Herz ist wie ein Born, der nichts als Unflath quillet; Mord, Ehbruch, Hurerei hat solches angefüllet; List, Lügen, Ünvernunft, das ist sein böser Schatz; Geiz, Diebstahl, Lästerung, hat da den Sammelplaß. Furcht, Liebe, Zuversicht, Anbetung, Dank und Ehre, so dir allein gebührt, und unser Leben wäre, das find't sich nicht in uns, und was dergleichen scheint, ist nichts als Heuchelei; die Herzen sind dir feind; das Böse lieben wir, und wenn wir Gutes wollten, so können wir nichts thun, da wir doch alles sollten. Morgengebet am Donnerstag. 785 Man merkt nicht deinen Zorn, und fühlt nicht seine Noth, das Herz, mit einem Wort, das ist in Sünden todt. Noch mehr, es ist zu stolz, auch Gnade anzunehmen, und der verlorne Sohn will sich noch lange schämen, in Reue heimzugeh'n, daß er mit Schweinen frißt, und in der Fremde gern des Vaters Tisch vermißt. So wird der arme Mensch nur zur Verdammniß reifer. Du aber bleibest Gott, und dein gerechter Eifer hat strenge Forderung in dem Gesebesbuch an unser leblos Herz, und dräuet uns den Fluch. Dein Zorn, du Heiliger, brennt in die tiefste Hölle. O wäre Jesus nicht, der an der Sünder Stelle sich selbst geopfert hat, so währte solches Leid an Leib und Seele fort bis in die Ewigkeit. Du aber schenkest uns noch Gnade zu der Buße; selbst des Gesetzes Wort treibt Sünder dir zu Fuße; dein Evangelium lädt auch die Aermsten ein; bald muß der Zug zu dir ein Seil der Liebe seyn; bald weißst du auch den Weg mit Dornen zu verzäunen, bis daß der Sünder lernt um die Vergebung weinen. Da nimmst du wieder an in die verheiß'ne Huld, hebst alle Strafen auf, und schenkest alle Schuld; man glaubt durch deine Kraft ein herzliches Vergeben, und das erstorb'ne Herz hat nun ein neues Leben. Wo ist ein Gott, wie du, der so die Schuld vergiebt, und uns in seinem Sohn, o Wunderliebe! liebt? Hingegen fühlen wir auch in dem Stand der Gnaden des Flei 786 Morgengebet am Donnerstag. sches Reizungen, die uns'rer Seele schaden. Ein übereilter Zorn, der aus der Asche flammt; ein unbedachtes Wort, das And're gern verdammt; ein schneller Uebermuth zum Vorzug unter allen; ein heuchlerisches Thun, nur Menschen zu gefallen, der Eigensinn, der Geiz, Haß, Rachgier, Mißvergunst, Troß, Lüge, List, Betrug, Pracht, Wollust, geile Brunst, und hundert Böses mehr, das uns're Herzen hegen, sucht, eh' wir uns verseh'n, uns Stricke anzulegen. Zum Beten wird man träg; an deinem Wort zu satt; zur Glaubensübung schwach; zu dem Verläugnen matt; zum Werk der Liebe falt und in dem Leiden müde; so klagt das Herz uns an, und ist nur halber Friede. Da flieht man Tag für Tag zur göttlichen Geduld, und ruft den Vater an: vergieb uns uns're Schuld. Man weiß, man sey ein Kind, doch die gebeugte Seele ruft: ach verzeih' mir auch, was ich nicht wissend fehle. Ja, Jesu, Gottes Sohn, dein heilig Blut allein macht von den Sünden uns, von allen Sünden rein, und darum dürfen nun, weil du für uns gelitten, auch alle Heiligen Gott um Vergebung bitten. Da liegen sie vor Gott, nicht auf Gerechtigkeit: denn ihre eigene ist ein beflecktes Kleid; weil sie in Jesu sind und glauben sein Versöhnen, so ist nun weiter nichts Verdammendes an ihnen. Nun treten wir den Tag in Gottes Namen an, wie manche Sünde ist, die uns berücken kann; o Vater, laß uns heut nicht aus Morgengebet am Donnerstag. 787 der Gnade fallen; laß uns durch deinen Geist auf eb'nem Wege wallen, und strauchelt unser Fuß, so wirf uns nicht dahin, und laß uns deine Hand schnell aus dem Falle zieh'n. Bestraf uns durch dein Wort, und laß uns keine Ruhe, bis das verführte Herz wahrhafte Buße thuc. Denn das ist Teufelsart, wer immer Sünde treibt, und mit verstocktem Sinn im Falle liegen bleibt. Laß den Gekreuzigten uns vor den Augen stehen, damit wir stets auf ihn als den Versöhner sehen, wie er die Schuld gebüßt, hingegen auch dabei, wie man sie hassen soll, weil sie verdammet sev. Laß keine Sünde uns für Kleinigkeit erkennen; ein kleines Feuer kann auch einen Wald verbrennen. Wenn das Gewissen wacht, und deinen Zorn empfind't, so fühlt man erst mit Angst, was Missethaten sind. Laß uns die Sünde nicht wie Achans Raub verstecken, denn was verborgen ist, wird jener Tag entdecken. Die Buße sey der Zaum, der uns're Zunge zähmt, der den entwich'nen Fuß zu weitern Schritten lähmt; und ärgert uns ein Glied, in welchem Lüfte wohnen, so laß im Abschnitt uns auch Aug' und Hand nicht schonen. Zieh' unser Herz zu dir, wie jener Sünderin, und leg' es thränend auch zu deinen Füßen hin, und tröstet uns dein Wort nach herzlichem Betrüben, so lehr uns, weil du uns so viel vergabst, viel lieben: da bleibe unser Grund und unser ganzer Ruhm, daß wir begnadigt sind und Christi Eigenthum. Bewahr uns, daß wir uns nicht der 788 Morgengebet am Donnerstag. Bekehrung schämen, ein Sünder schäme sich, der nicht will Gnade nehmen, wo doch die Fülle ist, und welcher ohne Buß' vor dem Ge richtsstuhl erst zu Schanden werden muß. Laß uns nicht sündigen auf den bekehrten Schächer; der andere blieb ja hart, und starb als ein Verbrecher. Laß uns nicht Buße thun, wie jener Pharao, der heut um Nachlaß bat, und morgen blieb er roh. Wenn unser Herz erschricht, so laß es nicht verzagen, und mach' es selber heil, wenn du es wund geschlagen; doch laß uns keinen Trost als nur in Jesu Christ, weil außer seinem Blut kein Heil für Sünder ist. Wer noch verdienen kann, dem darf Gott nicht vergeben, und vom Gesege kommt der Tod und nicht das Leben. Vergiebst du uns die Schuld, gieb auch Versöhnlichkeit; wer nicht verzeihen will, dem ist der Zorn gedräu't, er schlägt den ganzen Trost der ersten Bitte nieder, und rechnet ihm der Herr die alten Schulden wieder. Gieb Sanftmuth und Geduld, und pflanz' uns Liebe ein; laß unser Beten nicht durch Zorn verhindert seyn; lehr' uns, wenn der sich regt, die erste Kraft ihm brechen, und halt uns, daß wir uns an keinem Feinde rächen. Schick uns Gelegenheit, demselben Guts zu thun, so daß auf seinem Haupt die Feuerkohlen ruh'n, wo nicht, so gieb uns doch den Sinn für ihn zu bitten, wie Jesus bat für die, von welchen er gelitten Nun greifen wir getrost des Tages Arbeit an, führst du uns selbst die Hand, so ist's im Herrn gethan. Abendgebet am Donnerstag. 789 Abendgebet am Donnerstag über die fünfte Bitte des Bater Unser. Gottlob! nun wiederum ein Tag zurückgelegt, daran uns Gott gezeigt, daß er uns Sünder trägt; er zählt uns diesen Tag zur Bußfrist, die wir leben, in welcher er noch will durch Christum Gnade geben. HERR, darum danken wir. Wie hast du doch Geduld! Wie übersichest du so ungeheure Schuld! Wie schonest du der Welt mit längst verdienten Strafen, die einst die erste Welt, und nachher Sodom trafen! O Gott! wie reich bist du noch an Barmherzigkeit! wer nur um Gnade fleht, dem ist sie schon bereit. Du hältst es, daß du nicht des Sünders Tod begehrest, und wenn er leben mag, auch selber ihn bekehrest, ja will er heute nicht, rufst du ihn morgen doch; man predigt uns dein Wort von der Vergebung noch. Kein Vater wird so gern der Kinder sich erbarmen, dein Herz ist zärtlicher im Schenken gegen Armen; du machst, daß uns're Schuld so ferne von uns ist, als man vom Morgen an bis zu dem Abend mißt: Die Gnade läsfest du so groß und herrlich werden, als hoch der Himmel ist ob der umschloß'nen Erden. Wir danken, daß du sie in Chrifto offenbarst, daß du die Welt geliebt, daß du in Christo warst, und also mit dir selbst die ganze Welt versöhnet, die mit der Zweiter Theil. 52 790 Abendgebet am Donnerstag. Sünde doch nur Zorn und Fluch verdienet. O Jesu, dir sey Danf, daß du vom Himmel famst, und dann als Gottes Lamm die Sünde auf dich nahmst, die trügst du auf das Holz, und machtest sie zu nichte, und tratst als Mittler ein vor Gottes Angesichte. Wir Sünder danken dir für alle Tropfen Blut, womit du uns erkauft. O wunderbares Gut, daß der gerechte Gott zum Lösgeld angenommen, du müsseft über uns zum reichen Segen kommen! Dank sev dir für dein Blut, das du in Angst geschwißt, daß deiner Krone Dorn am Haupt dir ausgerißt, das aus dem reinen Leib den Geißeln nachgetroffen, das von der Nägel Mal aus Hand und Fuß geloffen, das von dem Stich des Speers nebst reinem Wasser floß, und sich am Kreuzaltar als Opferblut vergoß. Dank sey dir, daß du auch, vor Gott, uns zu versöhnen, in deiner Himmelfahrt mit diesem Blut erschienen. Dieß Blut, dieß theure Blut, dieß Gottesblut allein macht von den Sünden uns, von allen Sünden rein. Dir, Geist der Herrlichkeit, sey Dank für deine Gnaden, du überzeugest uns von unserm Seelenschaden, und von des Vaters Huld, der uns die Schuld vergiebt, weil er den Sohn uns gab, der bis zum Tod geliebt; du lehrst durch deine Kraft uns die Vergebung glauben, denn dieses Worts und Trosts wilt uns der Feind berauben; du ziehest uns das Herz, daß wir zum Vater gehen und bist das Siegel selbst, woran wir Gnade sehen. Abendgebet am Donnerstag. 791 Ach Gott, gedenken wir zurück an diesem Tage, so führet gegen uns heut unser Herz die Klage; wir haben Gur's versäumt, wir haben Bös's gethan. Ach Vater, rechne doch die Sünden uns nicht an. Vergieb uns, wo wir uns von deinem Weg vergangen; wo uns die alte Lust in einen Strick gefangen; wo ein geheimer Tück das Gute schlimm gemacht; wo wir, was dir mißfällt, gethan, gered't, gedacht; wo wir auf deine Zucht und Strafe nicht gemerket, und gegen Sünden uns nicht mit Gebet gestärfet; des Geistes Kraft geschwächt, dem Fleisch den Sieg vergönnt; und Alles, was dein Aug' an uns als Sünde kennt. Vergieb, o Vater! uns in Jesu, wir sind Sünder, so gehen wir zur Rub' begnadigt, und als Kinder. Stellt man sich nach dem Wort denselben Abend vor, da Adam zitternd floh, weil er dein Bild verlor; so möchten wir auch wohl vor deiner Stimme fliehen. Wer aber will und kann sich deinem Aug' entziehen? Hat aber unser Herz auf jenen Abend Acht, da Jesus für uns starb, und rief: es ist vollbracht! so tritt der Glaube dir mit Freuden zu Gesichte. Denn wer an Jesum glaubt, der fommt nicht in's Gerichte. Vergeben sey hiemit auch unsern Schuldigern. Ist uns're Missethat von deinen Augen fern, so soll auch unser Aug' auf jener Schuld nicht sehen, noch über unserm Zorn die Sonne untergehen. 792Abendgebet am Donnerstag. Ach Gott, wir fühlen oft die Sünde auch im Traum; läßt man ihr an dem Tag nicht den gesuchten Raum, so meldet sie sich Nachts; da lau'rt mit sieben Geistern der ausgejagte Feind die Seele zu bemeistern. Zwar Hurern kommen Nachts oft geile Bilder ein; da schäumt ein Zorniger und will gerochen seyn; ein Flucher flucht im Traum; da liegt die Seele wüste, und ist auch in der Nacht ein Tummelplaß der Lüge. So ist der Mensch bei Tag der Sünden armer Sklav, und trägt bei solchem Stand die Ketten auch im Schlaf. Hingegen wird im Traum oft Christen was entführet, wovon der inn're Mensch noch wachend Schaden spüret. Ach Gott, bewache du die Seele in der Nacht, damit kein arger Traum den Schlaf zur Sünde macht; erhalte du in uns dein süßes Angedenken, damit der Feind uns auch mit Bildern nicht darf fränken. Verirrte etwa sich auch unser Herz im Schlaf, so suche du auch da, du guter Hirt, dein Schaf; weck' das Gewissen auf, und wenn wir ausgeschritten, so lehr' auch in dem Traum uns um Vergebung bitten. Nun, Herr, wir geh'n getrost zu uns'rer Ruhstatt hin, dein Friede, der so hoch, bewahre unsern Sinn, damit wenn morgen uns ein neuer Tag erschienen, wir als Begnadigte dir desto treuer dienen. Ist aber diese Nacht von dir dazu bestimmt, daß uns're Pilgerschaft ein solches Ende nimmt, so laß uns anders nicht als nur Morgengebet am Freitag. 793 auf Jesum sterben, auf den sind wir getauft, und dürfen mit ihm erben. Durch seinen Hingang ist der Eingang uns bereit't, und wo Vergebung ist, da ist auch Seligkeit. Morgengebet am Freitag über die sechste Bitte des Vater Unser. Du Vater unsers Herrn, Herr, dessen Rath und Wege uns unerforschlich sind, Gott, unter dessen Pflege des Lichtes Kinder steh'n, der uns're Lebenszeit uns hier zur Prüfung giebt, und so auch dieses Heut; erhör uns, da wir dich um deine Führung flehen: denn welchen Gott nicht führt, der muß verloren gehen. Wir treten diesen Tag mit Furcht und Zittern an, weil man vom rechten Weg so leicht verirren kann. Ein Christ sieht die Gefahr um sich zu allen Enden, und trägt bei jedem Schritt die Seele in den Händen. Bis hieher hast du uns so manchen Tag und Nacht durch die Versuchungen in Gnaden durchgebracht; zieh' noch die Hand nicht ab, und laß, so lang wir wallen, uns nicht in deinem Zorn aus deiner Gnade fallen.. Der Feind der Seele seßt uns aller Orten zu; ein Schäflein hat. noch eh' vor Wolf und Löwen Ruh'; sein Sinn geht stets dahin, uns unsern Grund im Glauben, der Hoffnung frohen Trost, der 794 Morgengebet am Freitag. Liebe Kraft zu rauben. Er braucht Gewalt und List; er ist ein Fürst der Welt, und hat ein mächtig Heer, das uns belagert hält; er schleicht geheim und still, weiß tausend schöne Lügen, uns- um dein Wort und Reich erbärmlich zu betrügen. Gott! dir ist's bewußt, du kennest unsern Feind, und die Versuchungen, worin die Deinen seynd. Wir überlassen uns, o Vater! deiner Treue, beweise sie an uns auch den Tag auf das Neue, denn wir sind bald erhascht, wenn Gott uns nicht erhält; hat er die Menschen doch im Paradies gefällt. Du aber bist getreu, du wirst ihm nicht vergönnen, daß er uns mehr versucht, als wir ertragen können; du bist es, der sogleich sammt der Versuchung schafft, daß sie zum Ende geht, und giebst zum Tragen Kraft. Gebraucht der Fürst Gewalt, so gieb uns Macht und Stärke; geht dieser Geist mit List, daß ihn das Herz nicht merke, so gieb ein leichtes Aug', entdecke den Betrug, und mach' in Nüchternheit uns wachsam, weis und klug. Gott deine Liebe ist stark und unüberwindlich, auf dich vertrauen wir, dir lassen wir uns findlich; weil du nach deinem Wort noch mütterlicher bist, als eine Mutter selbst, wenn sie ihr Kind vergißt. Willst du auf dich, du Fels, den Glauben sicher stellen, wer überwältigt ihn? nicht Pforten von der Höllen; und zündest du in uns der Liebe Flammen an, so ist kein Strom zu stark, der solche löschen kann; wenn du die Hoffnung giebst, und willst sie uns beschirmen, Morgengebet am Freitag. 795 so reißt der Anker auch nicht los von allen Stürmen. Herr Jesu, der du selbst in jene Wüste giengst, nachdem du in der Tauf als Sohn den Geist empfiengst, du haft zum dritten Mal in den Versuchungsstunden den Teufel durch das Wort im Angriff überwunden; ach kleide du uns auch in deinen Harnisch ein, und laß uns stark in dir und deiner Stärke seyn; versucht er uns von dir mit Lügen abzuwenden, umgürte du alsdann mit Wahrheit uns're Lenden; wenn der Verkläger uns mit unsern Sünden dräut, so schenke als zum Krebs uns die Gerechtigkeit; verwahre unsern Fuß, uns durch dein gnädig Walten am Evangelio des Friedens steif zu halten. Ach Herr, der Drache ist zu der Zeit grimmig wild, bewaffne du uns doch jetzt mit dem Glaubensschild, daß, wenn der Arge will die Feuerpfeile schießen, wir so bedecket sind, daß sie erlöschen müssen; gieb Glauben in dem Streit, der Heldenthaten thut, und seine Siegeskraft sey in des Lammes Blut. Gieb Jesu, daß dein Heil zu einem Helm uns werde. Gieb uns, du Geist, der Kraft, dein mächtig Wort zum Schwerte, und lehr' bei allem Kampf uns selbst Gebet und Fleh'n, so können wir gerüst't am bösen Tage steh'n. Wie boshaft ist die Welt, die täglich uns versuchet, bald lockt und bald verfolgt, heut schmeichelt, morgen fluchet; den macht ihr Reichthum blind, den reizet Lust und Pracht, den ängstet ihr Gesetz, den schrecket ihre Macht; sie hängt an ihrem Gott, und will in ihrem 796 Morgengebet am Freitag. Schnauben noch lieber allen Greul als Jesum uns erlauben. Wie bald ist's da verführt! wo du, der du uns liebst, Herr Jesu, nicht den Sieg uns durch den Glauben giebst. Wie leicht kann man die Welt mit Demas lieb gewinnen! wie unversehn's verwirrt dem Petro alle Sinnen nur eine schlechte Magd, nur eine Furcht vor Noth! wie schnell verläugnet man dich um ein Stücklein Brod! O Jesu, thu' an uns, was du an Petro thatest, und bitte auch für uns, wie du für jenen batest; ja würden wir gefällt, o so erbarme dich, und blick uns in das Herz, so weint es bitterlich. Was wird in kurzer Zeit noch für Versuchung kommen, wann einst das Thier die Hur zu tragen aufgenommen, wann Könige vom Wein des Hurenbechers voll; wann sie vom heil'gen Blut einst trunken werden soll! Herr, gieb deinem Volk, die solche Noth erfahren, nur Glauben und Geduld, du kannst allein bewahren. Wir sind noch in der Welt, ach Vater! führe du uns unbefleckt hindurch, und deinem Himmel zu. Wann uns're eig'ne Lust uns in die Falle locket, verhüte, daß uns doch die Sünde nicht verstocket; bestrafe du das Herz, damit es sich recht schämt, und wenn sie ferner reizt, sie desto schärfer zähmt. Gieb, daß wir unserm Geist in keinem Stücke trauen, sank Petrus als ein Fels, was ist auf uns zu bauen? Der Teufel feiert nicht, er gab ja David ein, da wir die Leute nicht nach Gottes Herzen seyn. Abendgebet am Freitag. 797 Die Welt sev uns nicht lieb, sonst kann sie uns entkräften, und gleich der Delila die Locken schlummernd heften. Wie eine Mutter eilt, noch ch' das Kind ertrinkt, so greif du auch nach uns, wenn unser Glaube sinkt. Sind wir nun in Gefahr, so laß uns nicht vermessen und leicht gesinnet seyn; laß du uns nicht vergessen, wo uns der Feind bethört, und laß bei uns'rer Neu ihm nicht die Lüge zu, daß nicht mehr Gnade sey. Dein Wort sey unser Stab, daran wir sicher gehen; dein Heil sey unser Grund, auf dem wir feste stehen; die Liebe halte uns wie Kinder in der Zucht, die Langmuth trage uns, so lang man uns versucht; die Macht bewahre uns, so oft sich Feinde regen; die Weisheit leite uns auf schlüpferigen Wegen; die Wahrheit waffne uns, wo Lügen um uns steh'n; die Treue suche uns, wann wir in Irre geh'n; dein Zorn erschrecke uns, wann wir noch Menschen scheuen; die Gnade tröste uns, wann uns die Fälie reuen; und wann es mit der Zeit wird ausgekämpfet seyn, führ die Barmherzigkeit uns zu der Ruhe ein. Abendgebet am Freitag über die sechste Bitte des Vater Unser. Gott! du Barmherziger, dem aller Ruhm gebühret, und dessen Vaterhand uns wie die Jugend führet; der Schwachen Kräfte giebt, 798 Abendgebet am Freitag. und Stärke, wann man matt, und der zum Himmel uns den Lauf verordnet hat; es ist ein Tag dahin mit den Versuchungsstunden, wir haben dich getreu und dein Wort wahr gefunden, es hat dein Aug' auf uns in unserm Kampf gesch'n, und du schaffst's, daß wir noch in diesem Abend steh'n. Dank sey dir für den Schutz, darin wir sicher waren von uns'rer Seelen Noth, und vor des Leib's, Gefahren. Denn Alles, was wir find, das können wir allein bis in den Himmel hin von Gottes Gnade seyn. Wer glaubte, wenn nicht du den Glauben selber schenktest? wer bäte, wenn du nicht das Herz zum Beten lenkteſt? wer kämpfte, hieltest du nicht uns das Kleinod für? und daß man fiegen kann, das ist allein von dir. Wie mächtig stürmt der Feind auf deine Reichsgenossen? wie plößlich fliegt sein Pfeil, den er mit Feu'r geschossen? wie tückisch schleicht er um? wie künstlich spricht er zu, und stellt sich Engeln gleich? Wer hilft uns da, als du? Seit Jesus für uns bat, bewahrest vor dem Argen, weil deine Flügel stets die Glaubigen verbargen. Wenn Satan Lift gebraucht, damit er uns verschlingt, so machst du, weiser Gott, daß ihm kein Tück gelingt, und stürmt er mit Gewalt, kann deine Macht uns schüßen, und was schon fallen will im Sinken unterstützen; wenn er, wie Christum, uns auf eine Höhe stellt, daß sich das freche Herz in eig'nem Ruhm gefällt, so siehst du schon den Sturz, und wie Abendgebet am Freitag. 799 betrübt es liefe, und führest uns durch Kreuz herunter in die Tiefe. Dein Aug', o Vater, schaut den Weg bis an sein Ziel, wir kaum den Tritt vor uns; er brächt' uns in sein Spiel, wenn deine Gnade nicht bald durch geheime Züge uns freundlich leitete, bald gar auf Armen trüge. Wir wissen heute nicht, wie viel der Feind gewagt, wie viel du uns gethan, wie viel du ihm versagt; nur findlich legen wir in deinen Schooß uns nieder, und danken dir darum an diesem Abend wieder. Herr Jesu, aller Sieg ist deines Kampfes Frucht; du wurdest für dein Volk in allem Stück versucht, damit du gegen uns, die wir noch stets auf Erden in der Versuchung sind, mitleidig möchtest werden. Du wardst es: denn worin du selbst versuchest bist, da jammert dich der Mensch, der auch versuchet ist; dein Fürspruch rettet uns, uns tröstet dein Erbarmen: denn hätten wir nicht dich, wo wären wir, wir Armen? Ist unser elend Herz wie ein zerstoßen Rohr, so brichst du es nicht gar, du richtest es empor; dem Glauben ist im Wort sein Del bereits bestimmet, wann er im Sturm noch kaum als wie ein Töchtlein glimmet. Daß uns die Sünde nicht zu schwerem Fall gebracht, daß uns die tolle Welt zu Sklaven nicht gemacht, daß uns der Satan heut nicht wußte anzufetten, wem dankt man's? Jesu, dir, du haft für uns gebeten. Dir, Geist der Gnaden, sey auch gleicher Dank und Ruhm; auf 800 Abendgebet am Freitag. deiner Kraft beruht das ganze Christenthum. Wenn uns der böse Geist will das Gebet zerstören, so kann dich Gott in uns das Abba rufen hören; speit er in Noth uns an: wo ist denn nun dein Gott? so bist du unser Pfand, und machst den Feind zu Spott; macht er dem Herzen bang, wir sey'n verstoß'ne Sünder, so zeugst du unserm Geist, wir bleiben Gottes Kinder. Wenn er zum Zweifel räth, so wirkst du Zuversicht; wenn er verblenden will, so sendest du dein Licht; führt er zur Sicherheit, so machest du uns feste, und was er Böses will, da lehrest du das Beste. Ruft, reizt und reißt die Welt von Jesu hinterwärts, so redest du uns ein: gieb nur, mein Sohn, dein Herz; ja wüßtest du nicht stark die Seelen anzufassen, wir hätten hundert Mal schon unsern Herrn verlassen. Zwar geht kein Tag dahin, da wir, o Gott! vor dir nicht auch beschämet steh'n; da hält das Herz uns für: hier warst du nicht getreu, dort machtest du dich schuldig, im Glauben warst du schwach, in Hoffnung nicht geduldig, in Liebe noch zu lau, in Sanftmuth nicht gelind, in Demuth nicht gering, im Wandel vielmal blind, im Kämpfen oft verzagt, im Neden allzuschnelle, zu langsam zum Gehör; und wer zählt alle Fälle? Gehst du nach dem Gesetz nun mit uns in's Gericht, und hebst die Gnade auf, Herr, so besteh'n wir nicht. Allein vergieb uns doch nach deiner Vater Treue, und laß und Kinderrecht bei der bezeugten Reue; du kennest unser Fleisch, Abendgebet am Freitag: 801 und uns're kleine Kraft und heilst Verwund'te auch in ihrer Ritterschaft; ja dein Erbarmen läßt sich nicht sogleich ermüden, und Jesus, der uns liebt, läßt uns noch seinen Frieden. Ach Vater, laß dein Aug' heut ob uns offen seyn, der Fürst der Finsterniß bricht sonst als Räuber ein, und würde uns dein Schirm nicht in der Nacht umgeben, er brächte Seel und Leib vor morgen um ihr Leben. Herr Jesu, du hast einst in deiner Leidensnacht die Deinen durch dein Wort in Sicherheit gebracht, und haft von jener Zahl, die du dir selbst erforen, und dir dein Vater gab, kein Einziges verloren. Auch wir gehören dir: so lasse denn dem Feind auch nicht an uns Gewalt, der uns zu fangen meint. Herr, wir ergeben dir die theu'r erkauften Seelen, laß unsern Feinden doch den bösen Anschlag fehlen. Erhalt des Glaubens Licht, wie auf dem Brandaltar Nachts in der Hütte Feu'r, die Lampe brennend war. Hilf uns mit neuer Kraft vom Bette wieder gehen, und zu dem Streit gerüst't, bei deiner Fahne stehen. Erforsche uns, o Gott, der du das Meer ergründ'st, erfahre unser Herz, und prüfe, was du find'st, und leite, wo der Fuß auf bösem Wege wäre, ihn auf den ewigen, zu deines Namens Ehre. Heiland, dazumal als der Versucher wich, so waren Engel bald zu deinem Dienst um dich. Gieb uns're Seele einst an unsers Lebens Ende, wenn die Versuchung aus, den Engeln auf die Hände. 802 Morgengebet am Samstag. Morgengebet am Samstag über die siebente Bitte des Vater Unser. GOTT, der du einzig gut und ein Erbarmer bist, du Vater, außer dem sonst kein Erlöser ist, hilf uns, dieweil wir nun vom Bette wieder gehen, und noch die alte Welt voll Bösem vor uns sehen. Wie herrlich sah es einst, als du die Welt gebaut, da war noch Alles gut, was nur dein Aug' beschaut! wie elend steht es jeßt, da Teufel, Tod und Sünden in der verderbten Welt sich aller Or ten finden. Der Teufel fiel vom Licht in seinen finstern Stand, worauf er auch von Gott die Menschen abgewandt: nun herrscht er in der Luft, und hat sein arg Vergnügen noch an dem Menschenmord und aller Art von Lügen. Von seiner Wirkung kommts, wenn noch ein Mensch nicht glaubt; von seiner Reizung ist's, wenn ein Verfolger schnaubt; er übet List und Macht auch an des Lichtes Kindern, und setzt die Feindschaft fort mit den erlösten Sündern; ja sollt's ihm möglich seyn im Haß auf Gottes Sohn, den er an's Kreuz gebracht. Er stieß ihn von dem Thron. Die Welt liegt auch in ihm mit Lügen und mit Morden; er ist ihr Gott und Fürst, sie seine Sklavin worden. Er hat des Tod's Gewalt, und der vergeußt in Wuth auf tausenderlei Art der armen Menschen Morgengebet am Samstag. 803 Blut. Wie viele Sünden sind in eines Menschen Herzen? was wird in allen seyn? daher entstehen Schmerzen, Leid, Thränen und Geschrei. Kein Mensch erzählt es nicht, wie großes Ulebel uns der Arge zugericht't. Da ist kein Retter mehr von solcher Macht des Bösen, als du Erbarmender, du fannst allein erlösen. Gott, wir danken dir, daß du verwich'ne Nacht vor Sünden, vor dem Tod und Teufel uns bewacht, und halten herzlich an, an diesem bösen Tage, erlöse du uns selbst von aller seiner Plage. Sich' uns in deinem Sohn als die Erlösten an, du hast ein großes Heil durch ihn an uns gethan; dem Niesen, welcher uns um Gottes Bild betrogen hat er den Raub entführt, den Harnisch ausgezogen. So hat der Teufel denn nun weder Macht noch Recht, der Glaubige ist frei, und seines Heilands Knecht. Bewahr uns, daß er uns nicht noch einmal bestricke, und uns're Sinnen nicht von Christo mehr berücke; setzt er dem armen Leib wie dort dem Hiob zu, läßt er der Seele nicht vor seinem Angriff Ruh', so hilf uns, gegen ihn mit Wort und Glauben kämpfen, und alle Reizungen, die er erreget, dämpfen; Herr Jesu, stehe du zur Hülfe uns bereit, weil du der Herzog bist von uns'rer Seligkeit. Wie Gott sein Israel nach einem langen Frohnen mit starkem Arm befreit von jenem Pharaonen, so führ', o Heiland, uns aus dieses Starken Haus auch durch dein Lammesblut als Erstgeborne aus, und ſetzt 804 Morgengebet am Samstag. er weiter nach, so stell' in seiner Eile dich zwischen uns und ihn wie jene Wolkensäule. Ach Herr, der Teufel hat nun einen großen Grimm, in seiner kurzen Zeit, das Thier führt seine Stimm, und fißt auf seinem Stuhl; gieb Glauben deinen Frommen, und laß die frohe Zeit bald zur Erlösung kommen. Wir leben wirklich jetzt noch in dem dritten Weh', wer hat die Kraft für sich, daß er als Sieger steh', es sey denn, daß du uns Geduld und Treue gevest, und uns von obenher mit Muth und Kraft belebest. Wie Vieles leiden wir in uns'rer Wallfahrtszeit! von Innen ist die Angst, von Außen ist der Streit, dem machen Sünden bang, den drückt der Kummer nieder, den schilt und lästert man, den schmerzen Leib und Glieder, den seiner Liebsten Fall, den schälen Raub und Brand, und den das Unrecht aus, den drückt das Sklavenband, und den der Krone Last, den zehren falsche Freunde, den Schweiß, den Hunger ab, und den verjagen Feinde. Elend ohne Maaß! kein Ort ist ohne Noth, kein Tag ist ohne Pein, auf solche folgt der Tod, und wer nicht Jesum hat, den einigen Erlöser, bei dem wird alles das erst in der Hölle größer. Herr hilf, Herr rette uns in diesem Jammerthal, schreib uns're Namen auch in der Erwählten Zahl; laß uns nicht müde seyn, bis wir das Ziel erloffen; heb' unser Haupt empor, daß wir Erlösung hoffen, und laß durch deinen Geist auch mitten in der Pein auf den Erlösungstag uns schon Morgengebet am Samstag. 805 versiegelt seyn, daß, wenn die Seele seufzt: wer rettet mich vom Bösen? der Glaube Antwort giebt: der Herr wird mich erlöſen. Laß uns doch keinen Trost in Gütern dieser Welt: denn an dem Tag des Zorns erlöset uns kein Geld; ja, wenn wir hier nach Wunsch was Köstliches besäßen, so ist das Beste doch nichts als ein mühsam Wesen. Wer jetzt sein Gutes hat, der hat es schnell dahin, und wenn die Welt vergeht, wo bleibt ihm sein Gewinn? Wer aber Böses hier wie Lazarus empfangen, kann dort zum ew'gen Trost und bessern Schatz gelangen. Olehr' uns Gutes thun, und wenn die Welt uns plagt, daß sie uns Böses thut, und Böses von uns sagt, so gieb uns Freudigkeit, im Himmel wird's vergolten; dort hat sein Lob von Gott, wen hier die Welt gescholten. Zähl' uns're Thränen hier, und wenn auch bis zum Grab nicht ihre Quell' versiegt, so wisch sie dorten ab. Kein Böses laß mit uns in uns're Grube gehen, sonst wacht die Strafe mit, so bald wir aufersteh'n; den Guten folgen einst auch ihre Werke nach, sie lassen nichts im Grab als Moder, Noth und Schmach. Scheint uns auch uns're Noth oft fast zu hart zu drücken, so laß du ab von uns, damit wir uns erquicken. Sprich uns dein Selig! ein: wer arm ist an dem Geist, deß ist das Himmelreich, das Gottes Sohn verheißt. Im Leid erquicke uns, daß selig sind, die trauern, sie kriegen reichen Trost, und der soll ewig dauern. Mach' in Bedrückungen das Herz Zweiter Theil. 53 806 Abendgebet am Samstag. der Hoffnung voll, daß der, der Sanftmuth übt, die Erde erben soll. Laß nach Gerechtigkeit uns Durst und Hunger haben, denn solche wird einst Gott zur Sättigung erlaben. Verfolgt man uns um dich, so halt dein Wort uns für, daß diese selig sind, daß Himmelreich ist ihr. So dient das Böse selbst uns Fremdlingen und Gästen, wenn es zur Heimath geht, noch Alles zu dem Besten. In dieser Zuversicht empfehlen wir uns heut in deine Huld und Macht bis zur Erlösungszeit, und also darf uns nicht vor so viel Bösem grauen, weil du der Heiland bist der Seelen, die dir trauen. Abendgebet am Samstag über die siebente Bitte des Vater Unser. Die Zeit zum Schlafen kommt, des Todes Bild, die Nacht, die uns der gute Gott zur sanften Ruhe macht. Du Heiland aller Welt, nimm uns mit diesem Tage der Seelen Uebel ab und unsers Leibes Plage. Bei allem Schweiß im Werk, das du befohlen hast, macht uns die Sünde noch die allergrößte Last, sie kam vom Teufel her, und jetzt noch sucht die Schlange die alte Kunst herfür, daß sic die Seelen fange. So viele Menschen er bereits besessen hat, so ist der Löwe doch noch nicht von Würgen satt, sein Grimm erhißer sich in seinen letzten Stunden, und tobt auf Erden fort, weil er noch Abendgebet am Samstag. 807 nicht gebunden. Die Großen in der Welt bezaubert er mit List, daß man den Sohn noch nicht als den Gesalbten füßt; die Niedern blendet er, daß sie dem Wort nicht glauben; die Lehrer trachtet er der Wahrheit zu berauben; die Kirche quälet er mit Lügen, Schmach und Beil, und füllet so die Welt mit allgemeinem Greu'l. Da wird den Glaubigen in solchen Kedars- Hütten das Wohnen fast zu lang, daß sie um Abschied bitten. Doch nicht die Sünde nur, die man von Außen sieht, entleidet diese Welt dem himmlischen Gemüth; sie plagt von Innen auch, weil wir im Leibe leben, so fühlet unser Geist des Fleisches Widerstreben. Gott, wir bekennen dir bei unserm Schlafengehen: nicht Eine Sünde nur ist diesen Tag geschehen. Die Sünde schlägt uns wund, indem wir mit ihr fechten, und wir bestehen nicht, wenn du willst mit uns rechten. Doch weil du Jesum uns zum Heiland selbst gesandt, so faßt der Glaube den mit ausgestreckter Hand, und suchet Trost und Ruhm allein in dessen Wunden, der eine ewige Erlösung ausgefunden. Wir sind noch in der Welt, er gieng zumt Vater hin, und darum haben wir den Zugang auch durch ihn, daß wir zum Gnadenstuhl mit frohem Herzen treten, und um Barmherzigkeit im Namen Jesu beten. Wir glauben, daß du nicht die Klage hören wirst, die der Verkläger bringt als ein gericht'ter Fürst, er ist zur Schau geführt, und ist mit seinen Schaaren nun zum Triumph 808 Abendgebet am Samstag. gemacht, seit Jesus aufgefahren. An uns thut das Gesetz nicht sein Verdammungsamt, die Sünde ist bereits an Christi Kreuz verdammt, der ist der Sünde schon, und wir mit ihm gestorben, und durch sein Leben ist Gerechtigkeit erworben. Nun sey dir, Jesu, Dank, daß du uns schon erlöst, und ob gleich in der Welt noch Leiden auf uns stößt, so hoffen wir getroft: der uns von jenem Bösen bisher erlöset hat, wird ferner uns erlösen. Ja, Vater, dir sey Dank für dieses Tages Schuß, denn uns're eig'ne Kraft ist nicht zum Retten nuß; du hast uns unser Kreuz erträglich aufgeladen; du haft uns heut bewahrt vor Noth, Gefahr und Schaden; du hast uns wohl gethan, und bringst uns froh zur Ruh'; du ließst der Sünde nicht die Herrschaft an uns zu; du hast der Welt die Macht nicht über uns verhänget, daß sie uns unterdrückt, wiewohl sie uns bedränget; du gabst dem Satan uns nicht hin zu einem Raub; durch deine Gottes- Macht besteht noch unser Glaub; du läsfest noch dein Ohr für unser Beten offen, und dein Wort stärkt uns doch, daß wir Erlösung hoffen. Dein Geist ist's, der uns Trost in uns're Herzen gabs du wandtest manches Leid, das uns gedrohet, ab; du faßtest oftmals uns wie Petrum in dem Wanken, und deine Gnade ist's, daß wir dir herzlich danken. So führst du nach und nach das Bundsvolk, weil es dein, in das verheiß'ne Land durch diese Wüste ein. Ach gieb, daß uns nicht trifft, Abendgebet am Samstag. 809 was jenem Volk geschehen, du schwurst: sie sollen nicht in meine Ruhe gehen. Zünd' aber selbst in uns ein heilig Heimweh an, daß uns der Unglaub' nicht den Eingang hindern kann. Denn auch die Kreatur erwartet mit Verlangen, bis Gottes Kinder einst ihr lichtes Erb' empfangen; sie dient dem Eiteln noch mit Unzufriedenheit und hoffet frei zu seyn zu uns'rer Herrlichkeit, da seufzt, da sehnet sich's, das freiset es zusammen; auch wir, die wir vom Geist die Erstlinge bekamen, wir seufzen, daß es uns recht an die Herzen stößt, der frohen Kindschaft zu, bis Gott den Leib erlöst. Wir sind noch nicht zu Haus, doch steht es uns schon offen, und wer schon selig ist, der ist's jetzt nur im Hoffen. Ach Herr, wir legen nun den müden Leib zur Ruh'; wir liegen in Gefahr, so wach' und schüße du; der Fürst der Finsterniß laur't doch mit seinen Schaaren, so laß der Engel Heer die Deinigen bewahren. Steh' du uns in der Nacht, wie damals Paulo bei; hier schwebt man noch im Sturm, mach' uns der Sorgen frei; richt unsern Weg zum Ziel, laß uns an Trost nicht fehlen, und schenk auf unser Fleh'n uns auch der unsern Seelen. In deine Hände nun empfehlen wir den Geist und alles das, was dein, und das, was unser heißt; denn du hast uns erlöst vom Tode zu dem Leben, Herr, du getreuer Gott, dir seyen wir ergeben. Soll etwa diese Nacht des Elends Ende seyn, so führ' vom Glau 810 Das bekannte Gebet: Ach lieber Gott und Herr 2c. ben uns auch zu dem Schauen ein. Wenn Gott nach seinem Wort wird Babels Pracht entblößen, und die Gefangenen von Zion wird erlösen, da werden wir einst seyn gleich denen Träumenden, die von dem Kerker weg zum neuen Salem geh'n; da wird dann unser Mund voll ungeglaubter Freude, die Zunge voller Ruhm nach überstand'nem Leide. Bis dahin gieb Geduld bei dem, was uns betrübt; dann kröne, wer den Herrn und sein Erscheinen liebt. Lehr' uns in deinem Geist, bis uns're Herzen brechen, weil du: ich komme, sagst, ja komm', Herr Jesu, sprechen. Das bekannte Gebet: Ach lieber Gott und Herr 2c. in Reimen verfaßt. Ach Gott und Herr, ich lebe zwar, doch täglich in der Tod'sgefahr; ich leb' und weiß noch nicht wie lang, auch ist mir auf mein Sterben bang. Denn sterben muß ich, aber wann, das ist's, was ich nicht wissen kann. Hingegen ist es dir bekannt, du hast die Zeit in deiner Hand. Wohlan, ich gebe mich darein, soll diese Nacht die leßte seyn, und ist dieß Stündlein mir bestimmt, worin mein Lauf sein Ende nimmt; so thue, Herr, was du erseh'n, dein Wille mag an mir gescheh'n, weil doch dein Rath der beste ist, wann der uns Zeit und Stunden mißt. Gieb mir zum Sterben Willigkeit; mach' 811 Das bekannte Gebet: Ach lieber Gott und Herr 2c. aber mich zuvor bereit, daß ich für meinen Glaubenstheil in Jesu suche all' mein Heil, so hang' ich ihm im Glauben an, daß ich auf ihn auch sterben kann. Nur, lieber Gott, nur dieß allein ding' ich mir noch zur Gnade ein, du bist ja gnädig, sag' mir du die heilsbegier'ge Bitte zu: Raff' meine Seele nicht dahin in einem unbekehrten Sinn, damit ich nicht in Sünden sterb', und so in Ewigkeit verderb'. Entzeuch mir doch nicht deine Huld, gieb mir Erkenntniß meiner Schuld, Scham, Reu' und Leid ob dieser That, und lehr' mich fleh'n wie David bat. Ja stelle meinen Augen hier noch die begang'nen Sünden für, daß sie nicht erst der jüngste Tag mir vor die Augen stellen mag, da ich mich nach versäumter Buß' vor deinen Engeln schämen muß, und dann mich alle Menschen seh'n mit Schanden in das Feuer geh'n. Weck' mich von allem sichern Traum; laß mir zur Buße Zeit und Raum, daß ich von Herzen beicht und sprich: Ach Sünden, Sünden fühle ich! Ach meine Schulden sind recht groß! O Vater, mach' mich deren los! O Jesu, wasche du mich rein! O Geist, sprich mir in's Herz hinein! Ich bin ja doch dein Eigenthum; ich faß' dein Evangelium, das tröstet in der Todesnacht, weil es im Glauben selig macht. Ach Vater der Barmherzigkeit, verlaß mich nicht zur Sterbenszeit, und nimm von mir nicht deinen Geist, der unser Heiligmacher heißt. Mein Herz liegt vor dir in dem Licht, und meines Herzens Zuversicht kann dir ja nicht verborgen seyn, 812 ti Gebet bei jedem Glockenschlage. du siehst den Grund der Seelen ein. Und weil denn deine Gotteskraft den Glauben selber in mir schafft, erhalte mich bei Jesu Christ, bis daß mein Leben ewig ist. Herr, laß mich sterben wann du willst, nur daß du mich mit Trost erfüllst; gieb mir ein End' in deiner Treu', das sanft, verständig, selig sey. Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, ich bitt' dich durch dein theures Blut, mach's nur mit meinem Ende gut. Gebet bei jedem Glockenschlage. Herr, die Stunde schlägt nun wieder; dent' an uns, und uns're Brüder, die mit uns im Glauben steh'n; leite uns, so lang wir wallen, nur nach deinem Wohlgefallen, bis wir in den Himmel geh'n. JARI2 Uebersicht der, sämmtlichen Liedern des Hiller'schen Schapkäftleins untergelegten Bibeltexte. SS FLE 20 Anm. In der ersten Hälfte jeder Spalte sind Capitel und Vers der im Liedere kästlein vorkommenden Terte bemerkt; die zweite Hälfte hingegen zeigt die Seitenzahl an, wo diefe Texte mit ihren Liedern zu finden sind. Ruth. Cap. V. S. 16/703 1, 16 703 1 B. Samuel. 15, 26 594 16, 7 170 670 2B. Samuel. 2B. Samuel. 7, 25 662 15, 2/1829, 8/287 4Buch Mosis. 21, 9264 5 Buch Mofis. 32, 3.4 190 1Buch Mosis. Cap. V. S. 28, 15 277 32, 26 732 47, 9 683 49, 18 410 50, 20361 2Buch Mosis. 13.d.Könige. 19, 4531 Hiob. 1, 21 359 10, 12 39 Hiob. Cap. V. S. 14, 2 500 27, 5.6 745 Psalmen. 3, 6100 5, 9 9 7, 10 421 8, 3221 43, 6,278 18, 2591 19, 15 592 25, 7: 673 29, 1.2 116 Psalmen. Ps. Vers S. 36, 8 56 30, 6587 31, 6 597 15 566 16 561 21 36 4 5 5 33, 4 - 34, 2335 7189 36, 9 57 7 29 813 Psalmen. Ps. Vers S. 36, 8191 39, 8 3 10 572 40, 18/199 42, 3 19 12 285 43, 4 172 49, 19 589 51, 12 346 57, 8 206 63, 9339 64, 10 200 - 814 Psalmen. Psalmen. Psalmen. Ps. Vers S. 65, 2 Pf. Vers S. Ps. Vers S. 1 110, 1 67 130, 4209 40 113, 5.6 68, 11 16 139, 70, 5 319 115, 3 6 71, 9 541 117, 195 18 104 118, 3 205 73, 18 400 14 183 143, 26 301 21 25 145, 81, 11 77 28 214 83, 19 327 119, 21 1123 5 269 14 37 16 363 10 193 3129 14 236 16 49 18 122 18 215 84, 3 54 216 62 251 21 518 94 616 147, 7.8 233 103 681 148, 5/357 109 690 150, 6 23 Spr. Sal. Cap. V. S. 3, 20 263 14, 32 713 21, 1188 22, 2 266 154 358 1 239 558 5 633 3 466 3.4 581 - - 11 584 89, 92, - 3719 2 204 5 70 94, 12 678 96, 10 328 126, 102, 18 78 38 12 237 130, 13 85 103, 2 - - - - Uebersicht der Bibelterte. - - - - Jesaias. 1252 Cap. V., S. 12, 1252 12, 26, 4305 19 705 28, 29 250 35, 10 511 40, 31 334 41, 4340 43, 25 716 45, 7 18 15 261 13 348 49, 23 347 - 25 87 54, 10 706 57, 15 81 61, 10 195 539 65,13.14 628 Ezechiel. 33, 111108 Ezechiel. Cap. V. S. 33, 11 731 34, 11 22 Hoseas. 13, 9 691 Jonas. 2, 9685 Zacharias. 12, 10/634 Maleachi. 3, 18/560 Matthäus. 4, 1139 5, 8598 11 717 45 211 6, 5 474 6 169 13 606 20 524 21/407 - - Matthäus. Cap. V. S. 6, 24 559 31 156 7, 21 506 24 473 9, 8300 - 29 299 10, 16 744 20 289 28 495 11, 6442 - 25 355 27 265 28 415 28.29 73 12, 20 244 36 504 13, 12 549 -41.42 498 43 496 14, 20 294 — - Matthäus. Cap. V. S. 16, 26 418 27 447 18, 14 43 27 608 19, 24 626 28 674 5 30 623 24, 13 521 25, 13 532 19 463 -31.32 657 45 416 26, 26.28 114 64 738 27, 12 93 26 217 35 46 147 75 - - 21, - Uebersicht der Bibelterte. Matthäus. Luta s. Cap. V. S. Cap. V. S. 27, 52 90 2, 14 121 28, 19 113 Markus. 1, 9138 2,10.11 729 4, 26 323 9, 24 488 10, 16 291 13, 33 711 37 409 14, 36 624 64 228 15,27.28 218 16, 15/115 16 617 Luka 8. 1, 47 96 - — - — - 7- 29 571 5, 19 338 6, 36 520 7, 47 647 50 187 8, 50 726 9, 26 391 10, 23 420 12,20.21 686 35 491 13, 24 398 16, 22 365 23 396 24, 25/529 17, 5712 - - 18, 2, 7 80 21; 10 176 11 58 - 32 429 31 746 19 441 28 387 33 404 Lukas. Cap. V.| S. 21, 34/394 35 436 36 432 22, 35 141 42 213 44 692 61 163 30 596 34 212 42 644 43 164 46 364 53 132 - - 23, - 815 - 29 184 32 128 34 271 51 186 Johannes. 1, 141 79. 1 - 816 Johannes. Cap. V. 1, 14 646 16 140 - 3, 14.15 16 1 573 32 11, 3499 530 18 733-11.13 241 4,6 180 12, 9 157 5, 23 578 13, 1130 24 568- - - 111 - 583 27 440 39 154 6, 63 111 68 450 8, 12 155 24 422 590 9, 38 225 27 - - - Johannes. Cap. V. S. 10, 14.15 645 18 272 736-27.28 612 10, 14 Uebersicht der Bibelterte. Johannes. Cap. V. S. 15, 5 741 -16 535 7 166 - 15, 28 162 35 620 460 3 102 14, 1742 13 61 16 730 19,408 26 15 135 27 710 4 542 5 185 - 26 332 16, 7.8 134 -- 13 14 - 17, 12 - 71 55 - 721 15 461 20 178 24 508 605 26 275 18, 12 280 19, 1202 Johannes. Cap. V.| S. 19, 265 - 664 22 680 27 360 20, 15 28 607 - 66 18 76 19 203 1 — 25 677 29 148 30 82 20 267 661-27.28 643 29 177 31 143 704 34 131 Ap.: Gesch. Cap. V.| S. 4, 12 2 7, 59 424 10, 42 254 651 -45.46 240 11, 18 160 12, 11 133 13, 36 553 14, 17 173. 210 16, 14 310 -33.34 517 34 311 17, 30,401 26, 28 570 Römer. 2,6.11 462, -9.10 582 3, 24 167 25 150 - Ap. Gesch. 1, 9 356 2, 23 226 24 273 32 219 33 1530- Römer. Cap. V.| S. 3, 26 149 4, 25 69 5, CL -585 2510 4 565 5 94 6 697 9 84 476 10 60 654 720 6, 11 268 14 318 17 297 7, 24.25 519 25 336 9448 11 550 14 288 8, Uebersicht der Bibelterte. Römer. Cap. V. S. 10, 12 687 11, 32 234 12, 2423 12 668 Nömer. Cap. V.| S. 8, 16 72 -16 17 490 18 656 23 103 615 24 197 -24.25 492 25 576 26 92 196 27 198 28 105 29 283 31/255 32 256 -32 33 257 33 258 -34. 35 259 -38.39 260 10, 10, 12 309 - 13, 14, 1270 10 295 11 599 8390 9 99 17 207 5110 13 109 16. 20 119 1 Korinth. 1.5. 1, 21/262 30 46 47 50 52 431 1 Korinth. 1 Korinth. Cap. V. S. 1. 30 600 Cap. V. S. 12, 11175 31 564 2 63 13, 453 6 563 14, 7 125 15, 9 456 2, 10 229 12 14 181 737 3, 11 653 4, 3 464 6, 19 322 7,29 31 419 8. 6 292 13 487 19 627 26 345 515 10, 14, 817 27 321 11739 12452 1526 10 8 33 727 38 455 41392 48 459 49 385 55 469 58 413 16, 22536 2 Korinth. 1₁ 1, 3 24 3.4 551 5282 22 682 3, 18325 818 2 Korinth. Cap. V. 4, 13 1 5₁ - 6, - 18 274 - 2 6 8 722 10 3830 14 15 18 19 — 2 Korinth. S. Cap. V.| S. 33 552 11, 3231 7, 6179 562 444 12, 9142 649 684 13, 4302 168 13 636 - 2 - 665 1, 41303 101 6304 522 630 279 2, 20 89 281 5.95 88 472 4 635 9 253 17 547 Uebersicht der Bibelterte. Galater. Cap. V. S. 6, 9505 10 586 Epheser. 1, 3120 3.4 42 4 575 5 161 - 13 Galater. - - - ― 12 238 -13.14 136 17 97 18 527 533 19 543 -20.21 112 22 68 2, 5 86 577 3, 1 98 11 224 13 243 4, 6 290 5, 24728 6, 41503 3, 891 14 601 -16.17 44 18 714 — - A - - - - - - - Epheser. Cap. V. S. 3, 12 314 41 17/201 20 734 4, 10 74 Philipper. Cap. V. S. 2,9-11 315 11 411 12 445 13 165 15 671 17 698-15.16 320 30 146 412 5,15.16 545 201307 6, 10 127 230 16 621 Philipper. 1, 3-5 34 -14.15 - - — 1 - 20 403 21 208 399 4, 4151 5.6 743 622 6435 7 17 10395 Colosser. -10.11 433 1, 131222 2, 6.7 312-19.20 171 8313-22.23 525 - - - 3, 8477 8,10.11 676 14 393 1 Colosser. Cap. V.| S. 1, 27 465 2, 7602 -11.12 59 dete - 3, - - - Titum. V. S. Cap. V. S. Cap. V. S. 2, 4613 2, 12145 6 486 9,192 17 507 15 220 23 514 18 688 2 Thessal. 1 451 1, 4 245 11 152 12 652 16 642 2,11.12 666 16 426 ||| - 2, 12 724 3, 9 326 4, 13 286 14 715 16 493 17 402 1 Thessal. 1 Timoth. Cap. 5, - - - 1 Thessal. 1, 9.10 405 3, 1.2 669 10 194 3470 - Uebersicht der Bibeltexte. - - 81446 9 389 428 1 Timoth. 1, 10 723 1, 1246 701 13 - 679 2 Timoth 10 695 17 223 19,546 4, 6, - - - 1 2, 5.6 342 10 574 6 293 12 494 15 20 1725 4, — 3, Philemon. 13 603 5 62 6 349 1 Petri. 1, 3.4 438 5 35 427 7354 483 8 439 9 648 13 276 554 19 352 3 699 9 249 21 639 25 351 7/106 107 227 425 12 417 1614 11 513 12 516 19 694 2, 6458 8382 18/350 - - 819 1 Betri. Cap. V.| S. 4, 14 232 18 443 — 2 5, — 1, 4702 -10,11 512 14 430 9 471 20 534 3 555 9482 11 484 13 478 1 Johannis. 1, 3137 2, 31 7 298 Petri. - 7 26 9341 2, 1235 2 28 12 567 820 1 Johannis. Cap. V.| S. 2, 15 397 -15.17 509 18 528 25 475 28 480 2384 20 53 1619 — - - 3, 4, 5, 4 700 16 51 17 485 4 449 7 329 9 308 9 457 14 31 20 331 bräer. 1, 4/284 6 54 & bräer.& bråer. Cap. V. S. 9, 27 386 28 556 23 83 Cap. V. 1,9 316 14 557 548 8 502 Uebersicht der Bibeltexte. 2, 3 - 3, 13 4₁ 1 - 13 718 658 659 9 544 15 343 16 593 5, 7 64 6,17.18 337 18 675 19 481 117 8, 6 344 9, 12 11 14 12 15 242 629 111 7,24.25 - 11, 12, 13, 29 248 18, 39 489 1497 3124 6 406 16 158 569 27 414 6174 434 7 296 18.22 672 24 118 4 48 5 317 81588 14 580 21 660 Jafobi. 1, Jakobi. Offenb. Joh. 5, 9 689 Cap. V. S. Cap. V. S. 27 540 4, 12 725 Juda. 6, 17 693 7, 14 523 16 696 17 306 353 388 15 667 10 707 11 640 14, 2.3 333 12 330 13 454 15 709 2 740 18 126 1. 19 641 20 501 21 467 579 Offenb. Joh. 1, 3 324 5.6 144 610 7 537 18 45 1 362 5 468 7611 11 618 17 625 25 609 - 26.28 631 3, 5 637 10 538 12 650 18 437 21 663 1 11, 12, 21, 1 104 655 632 708 6 10 159 27 479 6 638 13 247 17 366 604 735 21 747 821 Anzeige passender Gesänge aus dem Hiller'schen Liederkästlein, über die Sonn, Fest: und Feiertags: Evangelien und Episteln. Iteber die Evangelien. Advents- Fest: Seite 30. 616. 623. 667.- 2. Advent: Seite 387. 394. 404. 432. 436. 532. 711. 3. Advent: Seite 52. 143. 442. 446. 4. Advent: Seite 12. 98. 308. 331. 453. 477. 602. 653. Christ- Fest: Seite 58. 80. 121. 176. St. Stephans- Tag: Seite 108. 165. 472. 613. 691. Johannis des Evangelisten: Seite 143. 163. 193. 236. 269. 288. 591. Tag Sonntag nach dem Christ- Tag: S. 96. 152. 157. 355. 477. Neu- JahrsTag: Seite 2. 59. 88. 157. 363. 561. 636. Sonntag nach dem neuen Jahr: Seite 79. 140. 646. 736. Fest der Erscheinung: Seite 36. 54. 95. 133. 328. 502. 667.- 1. Sonntag nach Epiphaniä: Seite 312. 639. 673. 2. Sonntag nach Epiphaniä: Seite 138. 139. 308. 343. 457. 517. 3. Sonntag nach Epiphania: Seite 48. 156. 269. 298. 317. 4. Sonntag nach Epiphania: Seite 36. 40. 100. 122. 125. 190. 197. 359. 616. 5. Sonntag nach Epiphaniä: Seite 323. 496. 498. 6. Sonntag nach Epiphaniä: Seite 308. 447. 456. 492. 511. 562. 680. 722. Sonntag Septuagefimä: Seite 337. 445. 674. Sonntag Seragefimä: Seite 111. 323. 549. Sonntag Estomihi: Seite 226. 299. 746. Sonntag Invocavit: Seite 178. 275. 461. 508. 605. 661. 721. Sonntag Reminiscere: S. 174. 189. 354. 483. 616. Sonntag Oculi: Seite 87. 127. 220. 230. 534. 621. Sonntag Lätare: Seite 5. 29. 49. 57. 141. 156. 173. 199. 233. 237. 294. 317. 394, Sonntag Judica: S. 568. 54 - Zweiter Theil. - - - - - - 822 Lieder über die Sonn-, Fest- und Grün578. 585, 590. Palmtag: Seite 13. 60. 63. 256. 312. 318. Donnerstag: Seite 64. 102. 114. 130. 242. 287. 345. 460. 515. 629. Charfreitag: Seite 63. 82. 90. 131. 132. 147. 148. 212. 218. 264. 364. 419. 597. 644. 677. 704.- Osterfest: S. 7. 45. 69. 99. 219. 271. 273. 408. OsterMontag: Seite 128. 184. 529. 69. 267. 271. 710. Sonntag 612. 645. Sonntag Jubilate: Cantate: S. 354. 511. 587. 633. 61. 91. 360. 449, 601. 607. 714. 113. 115. 186. 235. 284. 315. 356. 617. 332. 348. 656. 730. Sonntag Quasimodogeneti: Seite 17. 44. Misericordias Domini: Seite 27. 162. 272. Seite 55. 71. 134. 135. 664. Sonntag 656. 680, 722. Sonntag Rogote: S. 17. Himmelfahrtsfest: Seite 54. 67. 74. 112. Sonntag Eraudi: Seite 245. Pfingstfest: Seite 14. 15. 135. 153. 229. 248. 601. 710. Pfingst- Montag: S. 32. 108. 256. 257. 530. 613. 733. Trinitatis Fest: S. 113. 126. 329. 573. 636. 1. Sonntag nach Trinitatis: S. 365. 386. 396. 416. 446. 582. 626. 628. 678. 679. 2. Sonntag nach Trinitatis: S. 22. 43. 51. 192. 222. 326. 351. 3. Sonntag nach Trinitatis: S. 513. 598. 600. 671. 717. 4. Sonntag nach Trinitatis: S. 149. 211. 404. 423. 512. 520. 603. 620..637. 639. 652. 5. Sonntag nach Trinitatis: S. 166. 169. 474. 606. 6. Sonntag nach Trinitatis: S. 156. 394. 407. 524. 559. 685. 686. 7. Sonntag nach Trinitatis: S. 166. 503. 504. 520. 526. 668. 8. Sonntag nach Trinitatis: S. 393. 398. 413. 433. 473. 506. 9. Sonntag nach Trinitatis: S. 419. 463. 464. 505. 686. 10. Sonntag nach Trinitatis: S. 88. 108. 200. 472. 613.- 11. Sonntag nach Trinitatis: S. 81. 84. 279. 593. 12. Sonntag nach Trinitatis: Seite 37. 38. 57. 206. 237. 13. Sonntag nach Trinitatis:- S. 62. 420. 526. 14. Sonntag nach Trinitatis: S. 40. 237. 307. 15. Sonntag nach Trinitatis: S. 43. 133. 284. 291. 557. 613. 16. Sonntag nach Trinitatis: S. 208. 286. 385. 455. 459. 585. 17. Sonntag nach Trinitatis: S. 179. 274. 545. 727. 744. 18. Sonntag - 1 - - - - - Feiertags Evangelien und Episteln. 823 nach Trinitatis: S. 67. 112. 154. 315. 19. Sonntag nach Trinitatis: S. 209. 300. 338. 567. 729. 20. Sonntag nach Trinitatis: S. 304. 512. 523. 527. 539. 702. 724. 21. Sonntag nach Trinitatis: S. 143. 497. 675. 682. 22. Sonntag nach Trinitatis: S. 209. 466. 520. 581. 608. 23. Sonntag nach Trinitatis: S. 188. 270. 744. 24. Sonntag nach Trinitatis: S. 174. 189. 244. 299. 497, 682. 726. 25. Sonntag nach Trinitatis: S. 88. 200. 433. 26. Sonntag nach Trinitatis: S. 254. 383. 401. 416. 436. 440. 447. 484. 491. 493. 596. 651. 657. 27. Sonntag nach Trinitatis: S. 409. 491. 532. Dankfest für Erndte und Herbst: S. 5. 29. 49. 57, 141. 199. 233. 237. 294. 317. Am Ende oder auch am Anfang eines Kirchenjahres: S. 88. 472. Fest der Reformation, als dem Sonntag nach dem 25. Junius: S. 111. 222. 279. 358. 446. - - — - = — 11 - Auf die Feiertage. Andreas: Seite 304. 512. 527. 547. 724. Thomas: S. 101. 177. 244, 439. 643. Mariä Reinigung: S. 96. 288. 410. 571. 681. 715. 722. Matthias: S. 73. 102. 191. 265. 355. 415. 142 316. 328. 649. Verkündigung Mariä: S. 54. - - Philippi und Jakobi: S. 61. 159. 511. 580. 622. 727. Johannes der Täufer: S. 4. 183. 206. 222. 239. 742. Petri und Pauli: S. 417. 452. 477. 501. 543. 553. 602. 733. 656. Bartholomäi: S. 118. 157. 171. 264. 512. 527. 547. 671. 717. Jakobi: S. 246. 392. 513. Matthäi: S. 244. 283. 304. Simonis und Judä: S. 227. 232. 295. 416. 526. 669. - - 11 - Lieder über die Sonn-, Fest- und 423. Ueber die& pisteln. 1. Advent: Seite 410. 599. 2. Advent: S. 109. 110. S. 254. 383. 464. 4. Advent: S. 17. 151. 622. 743. S. 145. 603. Sonntag nach dem Christag: S. 161. 290. 490.- NeujahrsFest: S. 112. 328. Sonntag nach dem Neujahr: S. 232. 443. 483. 717. Fest der Erscheinung: S. 95. 155. 1. Sonntag nach Epiphania: S. 137. 2. Sonntag nach Epiphaniä: S. 175. 668. 3. Sonntag nach Epiphaniä: S. 227. 295. 520. 4. Sonntag nach Epiphaniä: S. 295. 526 5. Sonntag nach Epiphaniä: S. 520. 642. 652. 6. Sonntag nach Epiphaniä: S. 308. 325. 602. Sonntag Septuagefimä: S. 393. 398. Sonntag Seragefimä: S. 142. 649. Sonntag Esto mihi: S. 452. 526: 739. Sonntag Invocavit: S. 88. 253. 472. 635. Sonntag Reminiscere: S. 193. 600. 603. 724. Sonntag Oculi: S. 520. 639. Sonntag Lätare: S. 216. 462. Sonntag Judica: S. 11. 12. 242. 629. Osterfest: S. 8. 69. Oster- Montag: S. 95. 699. Quasimodogeniti: S. 308. 329. 449. 457. Sonntag Misericordias Domini: S. 351. 639. Sonntag Jubilate: S. 270. 671. 724. Sonntag Cantate: S. 126. 504. Sonntag Rogate: S. 473. 540. Himmelfahrts- Fest: S. 186. 356. Sonntag Graudi: S. 175. 227. 507. Pfingst- Fest: S. 14. 153. Pfingst- Montag: S. 240. 254. 651. Trinitatis- Fest: S. 229. 329. 1. Sonntag nach Trinitatis:- S. 51. 485. 2. Sonntag nach Trinitatis: S. 53. 460. 682. S. 298. 621. 724. 492 576. 615. 656. 3. Sonntag nach Trinitatis: 4. Sonntag nach Trinitatis: S. 92. 103. 196. 197. 198. 824 - - - - - - - B2B 002 3. Advent: Christ Fest: 5. Sonntag nach. Trinitatis: S. 504. 520. 652. 717. 6. Sonntag nach Trinitatis: S. 253. 268. 7. Sonntag nach Trinitatis: S. 161. 183. 249. 8. Sonntag nach Trinitatis: S. 72. 288. 490. 9. Sonntag nach Trinitatis: S. 487. 538. 565. 10. Sonntag nach Trinita Feiertags- Evangelien und Episteln. 825 tis: S. 175. 290. 349. 11. Sonntag nach Trinitatis: S. 168. 383. 684. 722. 12. Sonntag nach Trinitatis: S. 325. 446. 13. Sonntag nach Trinitatis: S. 503. 504. 14. Sonntag nach Trinitatis: S. 448. 526. 728. 15. Sonntag nach Trinitatis: S. 503. 505. 586. 16. Sonntag nach Trinitatis: S 41. 201. 734. 17. Sonntag nach Trinitatis: S. 520. 724. 18. Sonntag nach Trinitatis: S. 246. 405. 487.- 19. Sonntag nach Trinitatis: S. 146. 412. 20. Sonntag nach Trinitatis: S. 307. 545. 642. 744. 21. Sonntag nach Trinitatis: S. 127. 220. 230. 621. 22. Sonntag nach 23. Sonntag nach Trinitatis: S. 208. 399. Trinitatis: S. 34. 395. 435. 403. 405. 24. Sonntag nach Trinitatis: S. 193. 222. 25. Sonntag nach Trinitatis: S. 286. 402. 493. 715. 26. Sonntag nach Trinitatis: S. 389. 446. 679. 723. 27. Sonntag nach Trinitatis: S. 478. 482. 484. 555. - - Auf die Feiertage. Thomas: S. 42. 120. 161 575. Stephan.: Johannes Evangelist: S. 54. 284. 316. 557. Marià neiMatthias: S. 115. 393. 418.- Philippi und Jakobi: S. 137. 309. Verkündigung Mariä: Johannis der TäuS. 424. 597. nigung: S. 47. 50. S. 79 312. 646. fer: S. 465. 719 Petri und Pauli: S. 133. 232. 487. 545. 656 661. Jafobi: S. 105. 255 256. 257. 258. 259. 260. 283. Bartholomäi: S. 55. 441. Matthäi: S. 74. 137, Simonis und Judä: S. 35. 354. 427. 438. 439. 483. 648. Lieder über die Leidens-, Sterbens, Auferstehungs- und HimmelfahrtsGeschichte: S. 7. 45. 64. 65. 66. 67. 69. 74. 75. 76. 82. 90. 93. 99. 101. 102. 112. 113. 114. 115. 128. 130. 131. 132. 141. 143. 147. 148. 163. 164. 177. 181. 186. 202. 203. 212. 213. 217. 218. 219. 228. 235. 242. 267. 271. Andreas: S. 309. 687. - - - - - 1 826 Register über sämmtliche Liederverse. 273. 280. 284. 287. 315. 345, 356. 364. 392. 442. 460. 505. 515. 529. 538. 586. 596. 617. 624. 629. 643. 644. 661. 677. 692. 704. 721. 731. 738. Am Geburtstage: S. 23. 37. 38. 39. 104. 363. 419. 541. 561. 683. Bei einem Gewitter S. 56. 210. 738. Register über sämmtliche Liederverse. Anmerkung. Die mit Aber laßt die Tolle schelten Aber was ist dem gedroht Aber wie wird's dort ergeh'n Ach bau' die Hoffnung meiner S. Ach bleibe nah' bei mir bezeichneten Verse sind Anfangsverse eines Liedes. 466 596 434 227 S. 403 Ach Gott, mein Gott, erleuchte S. 397 549 Ach Gott, sieh' nicht mich Armen 428 Ach Gott und Vater, lasse du 574 Ach Gott und Vater unsers Herrn 128 Ach Herr, bring' uns da hinein 723 Ach Herr, die lebendige Hoffnung 208 513 Ach Jesu, segne mir in Gnaden 733 Ach laß mir meine Bitte 676 Ach laß von deinem Lichte 216 Ach lebe in mir, bis ich sterbe 295 Ach mache das Gefäß der Seele 485 Ach mein Gott, ziehe mir die 567 Ach, mein Heiland, gieb mir's 515 Ach bring' dein Werk zum Ende Ach, daß sich mein Herz bequeme Ach erhalt' mir diesen Sinn Ach feu're dieß Verlangen Ach gieb mir, daß er in mir bleib' Ach gieb uns auch den Liebesgeist * Ach Gott, laß deine Liebe Ach Gott, laß meiner Seelen 571 527 674 532 702 523 Register über sämmtliche Liederverse. Ach nimm mich aus den Schl. S. 280 Ach Schöpfer meines Lebens Ach segne mich mit Leben 553 732 Ach sey mein Heiland in der Noth Ach treuer Heiland, binde mich Ach übe mich stets in den Waffen Ach Vater, bilde meine Sprach' Ach Vater Christi unsers Herrn Ach Vater, feu're selbst mich an Ach wann ist das Getümmel Ach wie hat uns der Haß betrübt Ach wirke ferner mächtiglich Ach zieh' nur meinen ganzen Sinn * All mein Wünschen geht auf * Alle Abend alle Morgen * Alle, die sich Menschen nennen Alle Ehre ist noch wenig Alle Himmelsheere Alle Schriften sind erfüllt Alle Schritte, alle Tritte Alle Sünde, aller Tod * Alle Welt sieht Gottes Heil Alle Welt soll im Erhöhen Allein das Wort des Lebens Allein und ohne Geist zu seyn * Allein und ohne Gott zu seyn Allein und ohne Jesu seyn Allein, was könnt' es nüßen * Allen Menschen insgemein Aller Lauf des Himmelsrundes * Aller Segen, Heil und Leben Alles hat er ausgeföhnt 651 436 586 739 Alles muß sich vor dir schämen 427* Alles, was man in der Welt 668 Alles Wohlthun hat zwar Lohn 103 Allmächtiger, dir dank ich nun Allsehender, es liegt vor dir Als berufen zu den Stufen 295 33 715 Als den Vater, der mich liebet 636 Als Gott und Vater nimm uns 199 Als Heiland laß dein Angesicht 440 Als ich weg vom Vater lief 656* Als Jesus uns versöhnet 23 Als Liebe offenbarst du dich 704 Alsdann gieb, du kannst's geben 269 Also dient, Herr, das Bekehren 704 Also geht er mit Verkehrten 98 Also glaub' ich mich geliebt 75 Also liebt man frei und gern 576 Also warst du Priester worden 277 Also wird die Liebe rein 277 Also wird Gott Preis und Ruhm 827 S. 277 418 401 124 536 704 53 113 474 165 670 393 41 347 389 517 365 295 103 252 262 490 227 64 227 433 828 Register über sämmtliche Liederverse. 458 168 308 80 747 554 424 118 264 Am Abend heiß' mich mit dir S. 507* Auf den Tag des Herrn sich S. 743 Am Jordan sprach der Vater schon 308 Auf der Erden kann nichts werden 269 An Christo hangt man feste 688 Auf des Heilands Tod An den Herzen sind wir Thoren 310* Auf diesem Grdenballen * An Jesum zu glauben ist herzl. 311 Auf dieses Zeugniß schlaf ich ein An meines Heilands Kreuzestod 577 Auf Glauben sehen deine Augen * And're Geschäfte giebt Jesus den 115 Auf Gnade darf man trauen * Angenehmes Krankenbette 338* Auf Gnade völlig hoffen Aengstigt dich auch das Gericht 742 Auf göttliches Erbarmen Arm und bloß seyn, das ist klägl. 743 Auf fenem Berge ward's bestimmt Auch auf dem Sterbebette 716* Auf Jesum, den Gekreuzigten * Auch dich, du stille Mitternacht 251 Auf, ihr Kräfte, dieß Geschäfte Auch die Welt zu überwinden 543* Auf, mein Geist, nun darfst du * Auch für meines Leibes Bau 37 Auf, schau' nur über sich Auch ich armer Wurm von Staube 171* Auf, Seelen, Gott zu rühmen Auch in Mangel, auch in Nöthen 557 Auf sein Wort sterbe ich Auch im Tode bin ich dein 694 Auf Vergebung will ich sterben Auch in meiner leßten Stunde 595 Auferstehen, süßes Hoffen Auch keine and're Kreatur Auch uns ist dieß geschrieben Auch wenn ich soll erblassen Auch wir geh'n gen Jerusalem Auf, auf, mein Herz, schwing dich Auf Christi Zukunft kommt es an Auf dein Wort sterb' ich Trostes Auf dem so schmalen Pfade 260 Aus dem Nichts muß etwas w. 471 Aus dem Tod in's Leben geh'n 732 Aus, den Gesellschaftsstunden 746* Aus den Tiefen ruf' ich Armer 672 Aus dir nimmt man Glaubenskr. 609* Aus Gnaden darf ich singen 620 Aus Jefu zieht der Glaube Saft 747* Außer Christo thut man Sünde 1 96 285 323 385 581 273 250 113 727 581 542 336 185 50 Register über sämmtliche Liederverse. Bald ist es überwunden Bald scheint's für Gottes Sohn 417 Bange Gewissen, ihr dürfet es 44 Barmherziger Erhalter 104 Bastarde sind keine Erben * Bedenk' ich Satans Stricke Bei dem Leiden gieb Geduld * Bei denen, die verloren gehen Bei diesem Durst hat's feine Noth Bei gangbar'n Sünden ohne Reu' Bei jenem Priesterstamme Bei ihm auf seiner Weide Beim Abbruch meiner Hütte Bekräftige nun, Herr, dein Wort Belebe meine Seele S. 747* Bis an mein Ende hin * Bis an mein Ende will ich s. Bis zum Schweiß und Blutverg. Bist du für uns, bring' uns vor d. 296 Bitte für mich, wenn ich wanke 35* Bitten, und erhöret seyn 387 Bleib' ich hier von Jesu fern 666 Bleib' ich nur in deiner Hand 708 Bleibe bei mir, Geist des Herrn 397 Bleibst du mir in dem Herzen 344 Bleibt eine Seele ohne dieß Berstende Felsen und offene Grüft. Berufst du mich zum Leben Bet' ich in der Reu' der Sünden * Betet an, verlor'ne Sünder Bewahr' mich, Herr, in Gnaden Bewahr' uns, Herr, durch deine Kr. Bewahre mich vor allen Stricken Bezaubert doch der Teufel Bin ich in Todesstunden Bin ich kein Erb' auf Erden Bin ich nun meinem Ende nah' 829 S. 745 610 130 255 661 166 703 694 730 430 500 678 437 433 705 654 517 402* Bleibt in der Ruh', ihr Stillen 576* Bloß vor Gott erfunden werden 662 Bloße Früchte der Natur 344 Brenn', mein Herz, recht vor Verl. 131 Brich, mein Herz, auf dieß Vers. 527 Bricht der größte Jammer ein 592 Bricht der jüngste Tag herein 43 Bricht einst mein Herz, so laß es Bricht mein letztes Stündlein an Bring' mich zu deinen Erben 490 568 599 671 721 160 Bring' uns dahin, o großer Jah! 201 411* Buße ist, Gott Lob, zum Leben 676* Christen, hebt das Haupt empor 629* Christen, ihr seyd in dem Streit 634* Christen, ihr seyd Wunderleute 387 449 245 594 547 830 Register über sämmtliche Liederverse. 746 Christen, laßt die Spötter fahren S. 641 Da kommt den Spötter Zittern an S. 389 * Christen, wenn das Kreuz uns Da kommt man in die Gottesst. Christi blutiges Versöhnen Christi Gnade, Gottes Friede Christi Gottesblut allein * Christus ist der Kirche Haupt * Christus ist einmal erschienen * Christus ist uns zur Erlösung * Christus litt den Tod zur Strafe Da drückt Gott dieß Siegel ein Da entsteht kein Zank noch Streit Da erfährt das Herz durch Triebe Da erkennt man im Erdulden Da fällt des Teufels Lehre Da geht die Seele nicht mehr aus Da geht kein Bürger mehr verloren Da giebts nicht Räuberhorden Da ich in vergang'nen Tagen Da jene in dem Grämen Da ist die Anschau angenehm Da ist ewiges Verderben 656 236 Da lernt der Glaube freudig hoffen 240 Da lerntest du, Herr, uns zu gut 490 Da liebt man nicht nur mit dem M. 68 Da lieg ich als ein Sünder 556 Da liegt dann die Geduld nicht 52 Da litt er seinem Volk zu gut 241 Da nahmst du alle Himmel ein 694 Da rechnen sie auf Jahr und Zeiten 392 Da redet nun dieß Blut für uns 682 Da sag' mir von dem Himmel 252 Da schmerzt mich kein Verlachen 391 Da seh' ich erst die Größe 100 Da sind sie anzusehen Da ist kein unrein Wesen Da ist Leben ohne Leid * Da ist man ganz verdorben Da ist Reichthum, der recht wichtig Da ist Zutritt vor dem Throne 478 Da soll dir danken, wer sich legt 655 Da trägt der Streiter, der da gl. 588 Da weiß der Herr vom Bösen 3 Da werden Leib und Seele froh 672 Da wird man Wunder sehen 396 Da wird, wie von dem süßsten Tr. 655 Da, wo der Vater wohnet 475 Da wohnet Gottes Herrlichkeit 535 Da zeigt sich an dem Siege 622 Da ziehest du uns Kleider an 353 Dadurch wird des Vaters Name 324 343 425 729 197 580 74 324 118 727 444 716 650 100 127 471 469 723 239 509 150 723 684 111 Register über sämmtliche Liederverse. Daher du die Versöhnung bist S. 235| Das Blut aus deinen Wunden Daher hab' ich Christi Geist 490 Das danken die Geringe Daher ich glaubig rühme Dahin ward der Mensch gestellet Damit wir nicht erliegen 59 Das Fleh'n der armen Sünder 355 Das frischt uns an ihr Brüder 747* Das Gesetz zeugt wider uns Das hat mein Herz empfunden Das heißt herabgelassen 303 59 119 Das heißt herzliches Erbarmen 156 Das heißt jetzt schon selig seyn 127 Das heißt sie nun vernünftig 112 Das Höchste, das wir Wahrheit Das ist auch mir geschrieben Das ist dein guter Wille 185 15 36 Das ist deine Schöpfersehre Dank sey dem, der sich gegeben Dank sey dir für dein Leiden Dank sey dir, Jesu, auch im Kr. Dank sey dir, Jesu, für die Treu' * Dank sey dir, Jesu, starker H. Dank sey dir, mein ewig Heil Dank sey dir, Vater, der den Sohn * Dank sey Gott, daß Christi Geist Danket Alle, jauchzt mit Schalle Danket dem Verheißungsgeist * Dankt dem Herrn, ihr Heilsgen. Dankt dem treuen Heiland alle Dankt dem Vater, frohe Seelen Dankt dem Vater, welcher jetzt Dankt, ihr Kinder, für die Huld Dann laß mich froh erwachen Darauf gründet sich mein Glaube Darauf gründet sich mein Leben Darf nun ein ausgeföhnter Kn. Darum dank' ich ihm Darum lieb' ich ihn 95* Das ist deiner Weisheit Kunst Das ist der höchste Orden Das ist der Israel des Herrn * Das ist des Glaubens höchster 95 Das ist des Glaubens Probe 166* Das ist des Vaters Wille 424 Das ist die Wundersache Das ist die Wunderweise " Das ist ein köstlich Ding 149 Das ist ein Schaß, der sicher bleibt 13 Das ist ein Trieb der Gnaden 581 581 13 Das ist ein Trost den Kranken 714 163 236 831 S. 729 1179 533 521 490 179 337 467 648 516 666 567 687 48 361 46 540 260 740 140 644 344 204 407 301 630 832 Register über sämmtliche Liederverse. 302 Das war dein demuthsvoller Sinn Das ist ein Trost für Schwache S. 198 Das tröstet im Glend, das heilet Das ist ein Werk von deiner Tr. 324 Das Volk, mit Blut getaufet * Das ist eine Wundersache Das ist es, was ich suche Das ist feste, auf das Beste Das ist Gottes Wunderweise Das ist sein liebevoller Rath Das ist unsers Heilands Gnade Das ist von Gottes Segen * Das ist's, was die Seele tröst't Das konnte die Liebe des Vaters Das Kreuz kann mich noch drücken * Das Lamm am Kreuzesstammen Das Lämmlein starb am Kreuz für Das laß, treuer Heiland,' mir Das Leben ließ der Hirt Das lohnet ja sich wohl der Müh' Das macht die Glaubigen getrost Das macht getrost, wenn Sünde Das macht uns ohne Sorgen Das muß ich dir, mein Gott bek. * Das Sammeln auf der Erden Das sey mein Lied auf meinem W. Das sey mein Lied in meiner Fr. Das sey mein Schatz, sonst will ich Das sind Worte für die Blöden S. 78 336 312 701 638 203 587 655 269 Das, was der Vater uns verheißt Das, was du in dem Wort verheißft 24 Das, was geschrieben war 234* Das Weinen währt den Abend 241 Das will der Vater haben 323 Das Wort, und Christus in d. W. 194 Das Wort von dir, als Gottes S. 86 Das Wort ward Fleisch, durch 276* Das Wort ward Fleisch, ein M. 424* Das Wort ward Fleisch, und 479* Das Wunder der Gnade sey ewig 692* Daß du mich geniedrigt hast 385 Daß du uns kommst, das ist gewiß 746 Daß er aus Christi Reiche 319 Daß er dem, was er erwählet 510 Daß er uns mit sich versöhnet 123 Daß ich mein Brod mag ruhig 695 Daß ich so viel Liebes schaue 524* Daß ich Sünden darf bekennen 610* Daß kein Mensch verloren werde 610 Daß fie follte heilig seyn 92 627 638 646 646 179 281 25 711 330 199 275 270 211 341 613 352 Daß wir dein Wort im Frieden h. 706 Davids süßer Harfenton 68 270 154 Register über sämmtliche Liederverse. Dazu hat uns Gott bestimmt Dein bin ich Jesu, ich bin dein Dein Blut hat mich gereinigt * Dein Erkenntniß Jesu Christe Dein Fleisch und Blut im Abendm. Dein Geist erfreue meinen Geist Dein Geist gieß' deine Liebe Dein Geist, Herr Jesu, lehre mich Dein Geist ist's, der solch' Verlangen Dein Geist zeug' meinem Geiste Dein Geschrei fam vor den Thron Dein Gut wird viel und schöne Dein Herz blieb fest, dein Mund Dein ist der Ruhm, du Geist der Kr. Dein Lob sey in der Freude Dein nur, Jesu, bin ich hie * Dein Reichthum, Herr, alleine Dein Sohn sey mir ein Gnadenst. Dein Thron hat Preis allein Dein Wesen ist allein beständig Dein Wiederleben gilt auch mir Dein Wille sey mein Trost in N. Dein Wissen und Verlangen Dein Wort, Herr Jesu, hat an mir * Dein Wort, Herr, ist geschehen Dein Wort ist fest, wir faffen dieß 833 S. 571 244 638 693 638 729 495 551 710 345 512 53 660 Dein Zeugniß drückst du in den Gr. 72 425 Deine Gnade kann uns halten 722 Deinem Trost kann's stets gelingen 619 Deinen Frieden laß mich trösten 692* Deinen Tod soll ich verkünden 173 Deiner Bürger Necht ist groß 213 Deiner Gnade soll man danken 196 Dem, der zu einem Königreich 518* Dem Glauben kann's gelingen 583 454* Dem Glauben steht der Zugang- 510 91 Dem Herzen wird d. Wort vom Gl. 38 397 Dem Leib der Sünden steht bevor 204 Dem Schächer ward noch mehr 574 Dem Starfen weggeraubet 144 253 734 723 292 1 550 S. 161 Dein Wort ist uns geschehen Dein Wort macht uns froh Dein Wort sagt mir, du seyst get. Dein Wort sey mir ein Spiegel 430 477 646 Dein Wort sey mir im Streit mein 667 Dein Wort vom Auferstehen 715 Dem Vater, welcher selbst das L. 397 Dem Verdammen in den Flammen 688 Dem, welcher uns gewaschen hat 709 Dem Weltmann kommt dieß find. 732 Den Armen schaffest du ihr Brod 427 Den eig'nen Lüsten zärtlich seyn 144 739 16 397 Register über sämmtliche Liederverse. 834 634 729 Den Geist d. Gnaden gosst du aus S. 736 * Den Geist der Gnaden und Geb. Den Geist, der uns lehrt beten Den Gekrönten ruft man zu Den Glauben stärk' bei Satans Pf. Den Glauben wirkte sie in mir * Den Heiland auf den Tod zu sparen * Den Namen haben, daß man 1. Den Reichthum läßt er ihnen * Den Sohn muß Alles ehren Den wilden Bastard stößt man Den wollest du zum Segen Denen befahlst du das Wort v. * Denk ich an Gott mit heit'rem S. * Denk ich an jene Himmels- Chöre Denk ich an Jesum, der sogar * Denk ich der Dornenkrone Denk ich des Versöhnungsblutes Denk ich rückwärts an die Zeit Denk ich rückwärts und daran Denk nicht, den Tag erleb' ich nicht Denken, Reden, Glauben, Lieben Denkt nicht, Leiden sey die Sache Denn an jenem Tag wird klar Denn darum starb er uns zum H. Denn daß Jesus in uns bleibt 721 8 390 637 Denn die Schminke ihrer Mode S. 423 Denn dort lebt man so 419 Denn du tröstest mit Vergeben 551 Denn du zertheilest im zärtesten R. 210 Denn ich weiß hiebei 136 Denn in Christo gehe ich Denn man sieht an dir die Liebe Denn seine Rechte sind mein Lied 589 Denn uns're Macht ist keine 578 Denn wenn ich nicht ein Nabal bin 434 Denn wer dich, Herr, verschmähet 59* Der Anfer meiner Seelen 115 Der auch zur Rechten Gottes fißt 278* Der Baum bleibt liegen, wie er 333* Der Cherubinen Chöre 599 420 216 230 503 548 481 259 395 238 546 268 700 700 230 122 278 Der Compaß, wornach wir gehen 65* Der, der für uns gestorben 335 Der Drach' führt große Lügen 683 Der Drach' hat große Stärke 683 Der Feind kämpft wohl mit Fleisch 436 Der Fremdling traut dem Herrn 423 Der Geist aus Gott ist uns geg. 513* Der Geist der Welt thut Mord und 474 Der Geist des Herrn, der Geist 665* Der Geist des Herrn ist, Herr 730* Der Geift des Herrn macht recht 346 332 737 181 325 Register über sämmtliche Liederverse. 835 Der Geist d. Vaters komm auf ihn S. 138* Der Heiland, zur Rechten des S. 153 * Der Geist erinnert uns noch 135 * Der Herr befiehlt die Wachs. 711 103 * Der Herr hat meinen Herrn erh. 196 Der Herr hat uns ein Wort gesagt 668* Der Herr kennt aller Herzen 580* Der Herr kennt die Gerechten 366 Der Herr kommt allen in der Kraft 264* Der Herr kommt, ist ein wichtig 586* Der Herr wird an den Seinen 414 Der Herr wird sie die Seinen nennen 469* Der ist sein eig'ner Untergang 565 Der ist's, welcher als Erlöser 201 Der kann ohne Angst entschlafen 713 540* Der König, dem von Engelslippen 80 Der Leib ist von der Erden 229 459 84 170 533 41 321 208 533 468 417 119 427 524 * Der Geist erregt bei denen * Der Geist hilft uns'rer Schwachheit * Der Glaube, der in Christo lebt Der Glaube geht zu ihm hinaus Der Glaube hat sein Siegel Der Glaube ist es, der ihn kennt Der Glaube kämpft mit Welt und Der Glaube siehet tief hinein, Der Glaube weiß ein Aufersteh'n Der Glaube wird bewähret Der Gnade, welche uns erfreut * Der Gottesdienst ist recht und rein * Der Gottheit heil'ge Tiefen Der Greu'l der Sünden ist so groß Der Greu'l in Finsternissen * Der große Grimm des Drachen * Der Grund, auf dem ich fest will Der Haß verdienet d. Verdammen * Der Heiland, am Geiste lebend. * Der Heiland der Gemeinen * Der Heiland geht gern zu uns Der Heiland hat die Schlangenh. Der Heiland läßt solche durch M. * Der Heiland will der Weinstock * Der Mensch hat kurze Augen Der Mensch kann das nicht sehen Der mich warnet vor dem Bösen * Der Neid und Ehrgeiz quälen Der nichtige Leib wird von Jesu * Der Reichthum, den einst erben * Der Richter kommt uns allen 184 Der Satan reizt den Leichtsinn an 119* Der Satan sucht, wie er gewinn 300 Der Satan tobt mit List und Mord 185 Der Schatz wird nicht verdienet 362 383 700 653 181 99 67 305 421 471 537 537 723 637 691 315 836 Register über sämmtliche Liederverse. Der Sinn, den ich jetzt habe Der Sohn hat dich erworben Der Sohn ist selbst erschienen Der Sohn lebt Gott im Leben gl. * Der Sünde diene noch * Der Tag bricht wie ein Fallstrick * Der Tag des Herrn bricht schnell Der Uebermuth bleibt hart und frei * Der Unchrist leidet, weil er muß Der Undank muß ja strafbar seyn Der Vater aller Lichter * Der Vater gab die Welt voll Bös. * Der Vater hat vom Sohn gezeugt Der Vater sey gepriesen Der Schwermuth stille Schmerzen S. 642* Des Friedensgottes Wille 612 Des Glaubigen Geschäfte 290* Des Heilands Kreuzesschrift 121 Des Herrn Geist macht das Herz 256* Des Herrn ist nun das Königr. 249 Des Herrn Wort wird die neue 436 Des Höchsten Thun ist doch gerecht 491* Des Höchsten Thun ist wunderbar 434* Des Menschensohns Erscheinen 434 Des Satans Grimm und Macht ist 472 Des Satans Lüge tilgt es nicht 222 Dich als meinen Herrn erkennen 134 Dich auch im Glauben kennen 308 Dich ehr' ich, und lob' ich, o großer E. 140* Dich, Jesu, wird man kommen 664 Dich, Jesum, meines Herzens Th. 218 Dich liebet man von Herzen * Der Vernunft scheint Jesus klein * Der von den Seraphinen Der Wahnwiß macht sich viele H. Der Weltgeist führt nur zum Verd. * Der Weltgeist ist doch Christo Der Weltgeiz macht nur Schm. * Der Weltmensch sorgt sich bald * Der Weltfinn will vom Himmel Der Weltwiß heilt mit Gründen Der wird geschenkt und nicht verd. * Der zu des Vaters Rechten sitzt Des Christen Thränen sind ver. S. 660 431 0203 346 667 478 266 266 493 327 737 425 Dich lob' ich, der du mich als Erbh. Dich mag es nicht gereuen 524 Dich rühmt, was herrlich worden Dich sollen alle Sünder loben 156 Die Anger steh'n voll Heerden 397* Die Beschwerden dieser Erden 282 Die Braut ruft ihm entgegen 407* Die Christen sind doch Lichter 235 Die dein Vater dir gegeben 587 Die dem Gesalbten dienen 162 72 477 27 90 389 426 591 102 687 283 62 173 601 735 671 661 707 Register über sämmtliche Liederverse. Die, die Gesetze haben Die Ehre gabst du um den Hohn Die Einfalt im Ertragen Die Einfalt in dem Glauben * Die Einfalt scheint verächtlich Die Engel schauen selbst auf ihn * Die Erndte reift nun stark genug * Die Freude des Glaubens ist 3. Die Freude wallt im Herzensgr. * Die ganze Welt gewinnen Die Gesandten, die er gab Die Gnade, die den Alten * Die Gnade geht durch Stufen Die Gnade giebt. Genüge Die Gnade ist annehmungswerth * Die Gnade ist geschäftig Die Gnade ruft zur Buße * Die Gnade sey mit Allen * Die Gnade wird doch ewig seyn Die hier hoch in Sünden Gefang'n. * Die Hoffnung spricht: du bist Die Hölle lehrt nicht Buße thun Die Huld, daß Gott erbarme * Die ihr bei Jesu bleibet * Die ihr die stillen Harfen noch * Die ihr Gnade wollt genießen Zweiter Theil. 837 S. 205 342 18 298 491 593 S. 307* Die ihr von Bußthränen 213 Die Jungfrau zu begrüßen 231 Die Kirche muß gewinnen 231 Die Laft brennt oft die Seelen 231 Die Lenden in der Neugeburt Die letzte Zeit ist in dem Tod " Die Liebe Christi dränget uns 267* Die Liebe darf wohl weinen 243 Die Liebe drängt ganz angenehm 418 Die Liebe Gottes bleibt getreu 154 Die Liebe knüpft der Che Band 747 Die Liebe macht uns tüchtig 150 709 283 Die Liebe sey mein Tagsgeschäfte Die Liebe zähmt den Herrn und Kn. Die Macht des Vaters macht fie 527 Die Mauern überall 142 472 468 Die Schulden schenkt er, die so 747 Die Seligkeit, die du versprochen 719 Die Sieger zu belohnen 99 Die Sünde giebt den Tod zum Lohn 566 Die Sünde kann mich quälen 395* Die Sünde ward an's Kreuz geh. 104 Die Sünden sind vergeben, begn. 294* Die Sünden sind vergeben, das 239 Die Tage find verloren 129 Die Taufe hab' ich auch wie fie 55 665 286 665 260 295 485 586 295 162 159 256 717 631 297 276 728 629 567 553 137 838 Register über sämmtliche Liederverse. 563 155 34 695 397 170 728 524 735 267 * Die Versöhnung ist geschehen S. 595 Dieß ist meiner Seelen Anfer S. 585 * Die Weisheit dieser Erden Dieß kann die Erleuchtung geben Die Welt faßt dieß Geheimniß 456 Dieß kann man mit Freuden lesen Die Welt hält Menschenliebe 516 Dieß laß ich kein Geschöpf mir Die Welt hat ihn am Kreuz gef. 400 Dieß liebt ihr Herz, dieß ist ihr T. Die Welt in ihrem Theile 280 Dieß macht ein Herz zufrieden * Die Welt ist blind, der Glaube 414 Dieß macht mich auch im Sterben * Die Welt kommt einst zusammen 383 Dieß Sammeln mag nicht hind. Die Welt verstopft ihr Ohr dem 456 Dieß soll in meiner Seelen * Die Welt will Alles wissen Die wir aus den Ketten kommen * Die Zeit wird Alles lehren * Die Zeiten, die wir leben Diese Liebe kann von Innen Diesem König unterthänig Diesen Zorn hab' ich verdient Dieser Geist legt Gottes Worte Dieser Heiland ist auch mein Dieser Reichthum soll uns bleiben Dieses ist mein Wunsch auf Erden Dieses Licht belebt von innen Dieß Blut ist zum Versöhnen Dieß, dieß verlang ich sehnlich Dieß erheitert ihr Gesicht Dieß ist ein Helm auf meinem H. Dieß ist Gottes Sohnes Blut 453 Dieß stärket die Seele, bis daß wir 52 Dieß war nach des Vaters Willen. 75 560 Dieß war wohl der Frevler That 553 Dieß wünscht mein Herz beständig 94 Dieß Zeugniß ist's das Gott bew. 413 Dir begierig nachzugehen 194 Dir dringt der Wahrheit Nuhm 682 Dir dank ich, Geist der Gnade 96* Dir dank ich, Gott, für deine 546 Dir dank ich, Gott, mit frohem 50 Dir danke, wer freudig die Zukunft 155 Dir danken, Herr, die Deinen 344 Dir, Geist des Vaters, dank ich nun 676 Dir, Herr, soll Ehre geben 232 Dir huldige ich, Jesus Christ 192* Dir, Jesu, bin ich, weil ich bin 677 Dir, Jesu, nimmt man nie zu viel R 217 676 308 157 204 288 32 137 254 362 33 354 667 60 736 Register über sämmtliche Liederverse. 839 54 452 S. 342 Doch man sieht in solcher Höhe S. 420 Doch seh'n wir nur von Fernen Doch soll ich nach der Heiligung Doch wenn wir mit Vertrauen Doch wer will Böses hassen Doch wir gehen nicht verloren Dort ist von erlösten Seelen Dort fieht das Aug', dort hört d. Ohr 326 Dort fing' ich dir, von dir erfreut 106 Dort fingen schon die Brüder 209 82 226 Dort sticht uns nicht mehr die S. Dort vergiltst du alles Böse 338 232 57 Dort wird das Herz vom Strom erf. Dort wird kein Sabbath unterbr. 430 Dort, wo vor dir, verherrlicht H. 410 Dorten wird es besser seyn Dring ein, mein Herz, in vollem * Droht das Gesetz mir mit dem Fl. Drücke mir des Vaters Huld Drückt das schwache Fleisch mich Dräckt dich so mancher Jammer Dir, Jesu, will ich singen Dir ist nichts gleich zu achten Dir, Quell des Lebens, lauf ich zu * Dir sey Dank, auch wenn wir Dir sey Dank, daß du noch Segen Dir sey Dank, daß ich dich kenne Dir sey Dank, du Gott der Gnaden Dir sey Dank, gefalbtes Haupt Dir sey dann Lob gesungen Dir sey, du Geist der Liebe Dir sey Ehre, Dank und Ruhm Dir sey Ruhm, du Arzt der Seelen Dir soll dann, du Gottesgeist Doch er will nicht Gott allein Doch es gescheh' dein Wille Doch es kommt, es ist nicht weit Doch fürchtet dieß der Glaube nicht Doch ich denk' auch, solches alles Doch ich kann aus meiner Kraft Doch ich kenne dich Doch ich traue deiner Treue Doch ist er auch voll Zuversicht Doch ist es ein lebendig Blut Doch ist es unset ewig's Leben Doch ist's bei allem Scheine Doch lässet gleich der Glaube 708 296 7 6 500 738 690 531 682 118 445 Drückt mich die Last, daß ich mich Drücktest du nicht unsern Sinn 329 Du alleine schüßzst die Deine 431 Du, aller Samen Schöpfer 286 Du belohnest Fleiß und Treue 600 294 611 573 696 456 309 707 696 462 456 544 643 683 510 243 446 584 633 587 2536 455 463 840 Register über sämmtliche Liederverse. Du bist Christus, Gottes Sohn S. 733| Du giengst mir selbst zum V. * Du bist der gute Hirte Du bist für mich gestorben Du bist gegen Arme hold Du bist immer näher da * Du bist mir unentbehrlich * Du bist, o Geist der Gnaden Du bist's, der Furchen tränket Du bist's, dir gebührt die Ehre Du ehrest seine Freunde Du erkennest alle Dinge 645 Du, Gott, erhältst mir beide 418* Du, Gott, haft's angefangen 663 Du, Gott, liebest, die dich lieben 663 Du hast aus deinem Leib dein Bl. 590 Du hast dein Wort gegeben 92 Du hast den Sohn gegeben 173 Du haft die Nermsten nie veracht't 310 Du hast es tausendmal verdient 578 Du hast ja einen neuen Geist 53 Du haft ihn mir gegeben Du hast im Wasserbade 674 427 Du hast in der ersten Zeit 201 Du hast in der Leidenszeit 280 Du hast in Versuchungszeit 577 Du hast mich ja erlöset 568 685 33 609 Du hast Recht, wir haben Schuld Du hast selbst dich hingegeben Du hast uns auch gezählt zu denen Du hast uns in Jesu Christ 55 Du hast uns schon gleich jener 72 Du hast uns're vielen Plagen 435 Du haft's dem Sohn gegeben 470 Du, Herr, hast ihn überwunden 127 Du, Herr, hast's angefangen 128 Du Hirt der kleinen Heerde Du Erstgeberner aus den Todten Du fiengit den Glauben an in mir Du füllest es mit deinem Glanz Du gabst dich selbst gefangen Du Geist, den mir mein Heiland Du Geist, der Glauben in uns Du Geist der Gnade, zeuge du * Du Geist des Glaubens, deiner Kr. * Du Geist des Herrn, führ' immerzu * Du Geist des Vaters, der den S. * Du Geist des Vaters, dir sey R. Du, Geist, haft's angefangen Du Getreuer, mir ist theuer Du giebst den Glauben uns z. Sch. Du giebst im Abendmahl S. 68421 435 559 736 617 530 309 665 514 597 21 561 561 561 597 25 467 544 109 544 467 19 87 435 409 Register über sämmtliche Liederverse. 492 Du schämst dich nicht, o König 466 Du schenkst auch selbst den Geist 643 Du sprichst mächtig, sie sind St. 27 Du stäupest auf's Blut * Du Hirte, der die Seinen liebt S. 162| Du schaffst es, daß wir glauben Du Hoffnung uns'rer Seligkeit Du, Jesu, bist der Eine * Du, Jesu, bist mein Herr, mein * Du, Jesu, kennst die Schafe Du kannst die Hand mir steifen Du läßst deine Sonne scheinen Du lebst um des Vaters willen Du lebst und hat auch uns ein L. Du lebst und liebst ohn' Ende Du lehrst uns für uns bitten Du Liebe ohne Maaß und Grund Du liebst nnd willst nicht hassen Du ließst selbst dein heilig Leben Du littst Strafe als ein Knecht Du machst dürr und giebst doch Saft Du machst ja doch, verherrlicht Du machst sie mächtig und geschickt * Du, meine Seele, wache Du Mittler bist nur Einer Du musst ziehen, mein Bemühen Du nahmst nach des Vaters Willen * Du Neu- Jerusalem, du bist die Da prüfest uns're Nieren Du reiner Gott, gieb Licht und Kr. Du sandst deinen Sohn herunter 841 S. 617 647 725 676 Du suchst durch fruchtbar Wäſſ. 652 Du thust deinem Gott in Sünd. 114 Du thust's, o Gott, in deiner M. 574* Du träges Herz, wie lange 597 Du trat'it in's grausamste Gericht 92 Du unerforschte Liebe du 256 Du Vater vom Grbarmen 104 Du wardst von Gott verlassen 345 Du warst ja für die Deinen 217 Du warst im Tod dem Tod ein G. * Du warst göttlicher Gestalt Du warst todt und bist lebendig 156 Du weidst sie auf der Erde 409 Du weißst, wenn's gnug 342 Du weißst es, Jesu, ich bin dein 393 Du wollest mir die Glaubenshand 64 Du zählest selbst der Deinen Haar Du zählest zu Verbrechen 159 631 Du ziehst mich selbst, du wirkst in 540 Du zweite der Personen 355* Durch der Mörder Hände 25 715 110 173 303 427 529 213 257 282 147 732 715 312 618 645 531 479 494 16 466 708 218 148 842 Register über sämmtliche Liederverse. 456 Durch Jesum Christum, Gottes S. 522|* Gin Testament mit Blut gestift't S.242 Durch Thun wird's nicht erworb. 533 Ein Weltherz freut sich der V. Durchdringe mir die Seele 304 Ein Weltherz sucht oft lange Durch's Wort, verkläret dich dein 620* in zerstoßen Rohr Dürsten, wo kein Tropf zum Kühlen 298 244 679 392 Eh' die Sichern sich's versehen * Eh' Gott den Grund der Welt * Ghmals war ich nicht ein Kind Ehre ist's, dich so zu heißen * Ein Aug', das nur auf's Gitle sieht * Ein Ausblick in die Ferne Ein bestrickt Gewissen haben Ein Blick auf unsers Heilands Ein Christ ist schon aus Geist geb. * Gin Christ scheint ein verächtlich Ein Feldgeschrei an alle * Gin Geist der Macht ist Gottes G. Ein glaubensloser Sünder * Gin Gott, der hilft, ist unser G. * Ein Himmel steht uns offen * Ein Mensch sieht was vor Augen Ein Menschengeist wird niemals Ein Pilgrim auf der Härt'sten Reis' * Ein Priester der auch Schwachh. Ein rohes Herz vergißt die Pflicht Gine große Schaar ist hier * Einen Tag im Himmel leben 486* Ginmal ist's gesetzt zu sterben 575 Gitler Sinn ist von dem Leben 351 Elias fuhr dem Himmel zu 158 Empfind' ich meine Sünden 685* Endlich bricht ein Tag noch ein 727 Endlich werd' ich auf mein Fleh'n 49 Endlich wird ein Dank daraus 680 Entzieh' mir deine Gnade nicht 674 Er bleibet doch der Kirche Haupt 569 Er, der Niemand zu sich zwingt 493 Er, der Vater, liebet uns 107 Er, der Vater, liebt uns sehr 288( Fr, der Vater, liebt uns treu 319 Er erkennt sie für sein Weib 576 Er forscht auch uns're Herzen 670 Er gab ihn in den Kreuzestod 708 Er gieng von Ewigkeiten schon 180 Er hat auch mich, auch mich gel. 343 Er hat der Ausgeföhnten Gräber 122 Er hat eine Gnade 511 386 698 74 649 428 177 169 568 620 512 360 360 360 68 229 257 332 577 132 328 Register über sämmtliche Liederverse. 843 Er hat Gnade, das ist Freude S. 713 Er sieht sein Kleinod an dem 3. S. 414 447 Gr spricht, so wird's geschehen 471 Er hat Macht, er wird verg. Er hat sein Wort zum Lichte Er hat, weil er stark gestorben ( Sr hilft uns glaubig beten Er ist für uns mit seiner Huld Er ist für uns mit Vaterstreu Er ist ihr Herr, und ist auch mein Er ist mit Blut besprenget. Er ist Vater, der mich schuf Er ist's auch, der so gerne Er kam in seiner Taufe Er kann vielmehr, als ich glaube Er kann's allein, und das thut er Er läßt mich Gnade finden Er lehrt uns vom Erbarmen Er lehrt was Gottes Wille Er lehrte uns auch Gottes Rath Er liebt. Verstummt mein Beten Er ließ sich seinen Glauben Er ließ sich uns zum Heil ermorden Er macht los von Satans Ketten Er muß in bösen Zeiten Er schenkt auch uns von seinem G. Er selbst ist eingegangen Er fiehet, was die Welt nicht merft Er sieht den schmalen Weg vor sich 362 364 Gr strecket die durchgrab'nen Hände ( Sr trägt selbst des Geistes Salben Er trug sein Blut das reine 248 255 Gr vertritt uns auf dem Throne 255 Gr weiß, weß er sich rühme 137 Gr wird es thun, ich zweifle nicht 597 Gr zeigte sich Jüngern mit offenen 182 Gr zeugt auch nach der Buße Schm. Gr zündet das Verlangen 198 Erbarmer, dir sey Ruhm dafür 248 399 Ergößt schon der Glaube, was w. Erhalte, Herr, mich Armen 258 230 106 Erhalte mich, o Gott der Gnaden Erfenu' ich dich als meinen Herrn 248 Erlöser, gieb mir deinen Geist 143 Gröffnet er uns unsern Mund 499 Erschreckliches Gerichte * Erschreckt nicht vor den Grüften Erst liegt man dir in Armen, * Erweckt euch, ihr Sünder, Gott 465* Erwünschter Ruf in Gnaden 316* Erzherzog uns'rer Seligkeit 481 68 bleibe dein Versöhnen 414* 8 bleibt Wahrheit, der Gerechte 414* 8 fällt mein Herz ein Schauer 139 243 440 76 117 720 117 465 83 69 134 248 234 311 402 564 534 615 225 535 459 85 300 304 718 720 713 596 Register über sämmtliche Liederverse. 844 Es gilt nicht Sünde lieben G8 jamm're wer nicht glaubt Es ist auch für uns gebeten Es ist dein Wohlgefallen ( 88 ist doch einem Christen Ehre Es ist ein froher Augenblick Es ist nicht ein geträumter Wahn Es ist nun fest durch Christi Tød Es kam dein Sohn zu ihnen * Gs lebt doch Jesus Christus Es müssen fröhlich seyn an dir * Gs müssen je auch Ro: ten seyn * Gs schäm' sich keiner Thränen * s seufzen nicht die Christen nur * Es sollen neue Himmel werden Es sorge wer nicht traut Es steht doch nicht in meiner Es steht in deiner Kraft allein Es werden Bücher aufgemacht Es werden da hinein nur geh'n Es wird auf dieser neuen * Es wird noch allem Volk gesagt Es wirke selbst dein Geist in mir Es wohne nur dein Geist in mir Es zage, wer nicht hofft Euch wird Gottes Wahrheit S. 422| Gwig fam' ich nicht zu Gott 359 Ewig seyn, und doch nicht leben 508 Gwig währet da die Wonne 221 Gwig wird dein Wort nicht fehlen 717 Fallen in Versuchungsstunden 680 Fällt euch hier die Drangsal 33 Fällt mir ein, was ich gewesen 242 Fällt mir mein Unvermögen ein 720* Faß, mein Herz, was Jesus spricht 528* Faßt die Seelen in Geduld 319 Faßt euch, wenn euch Leids gesch. 627 Fault das Fleisch, vermodern 633 Fehlt dem Herzen je und je 615 Fehlt jener dort, so seh' ich zu 478* Fein niedrig seyn auf Erden 359 Feinde lieben, Sünder tragen 643 Feinde, tastet sie nicht an 427* Feuereifer, Fluch und Rache 657 Ficht dich Welt und Satan an 479 Ficht Satan meinen Glauben an 655 Flieht, zweifelnde Gedanken 651* Fließt nur, stille Thränen 711 Flöße den Seelen vom Worte 550 Folg' ich dem Reiz der Augen 359 Freier Mund, du sollst voll Lachen 95* Freiheit von den Sklavenbanden S. 607 679 511 582 236 ● 350 160 487 742 441 441 705 15 503 106 520 68 47 742 525 337 306 210 509 52 161 Register über sämmtliche Liederverse. Freu' dich Seele, seiner Größe S. 284|* Ganz nichts vor Gott verd. Freudig glaub' ich dein Versöhnen 151 Gar nichts war an mir zu finden Freue dich, mein' Leib und Seele 114* Geborne Sünder uns zu gut Freut euch, die ihr Christo dienet Gebt, ihr erlösten Sklaven * Freut euch, die ihr Jesum liebet * Freut euch, die in Jesu leben * Freut euch, Schäffein, auf Freute nicht die Schlange sich Friede für versöhnte Sünder * Frohlocket, der Heiland ist Fühl' ich mich schwach im Beten Fühl ich täglich in der Seele Fühlest du, was sanft und zart Fühlt Seel' und Leib ein Wohlerg. Führ endlich aus der Wüsten Führ mich durch die enge Pforte Führ nur mich auf dem Lebenspf. Führ uns, wie man Kinder führt Führst du mich in die Finsterniß Für Alle, die da wallen Für Alle, die wir Sünder sind Für alle heil'ge Tropfen Bluts Für uns ist er und auch für mich Furcht und Zittern fommt mich * Fürchte dich nicht, glaube nur Gabst du nach vollbrachtem Lauf 557 178 Gedenk' ich an der Feinde Macht 315 Gedenk' ich, was der Geist gethan 353 Geduld und Glaubensgaben 361 Gefährlich ist die Sicherheit 710* Gegeißelter Heiland, und doch 69 Geh' ich an die Geschäfte 616* Geheimnißreiches Gottesblut 592 Geh'n dann meine Tage aus Geht je die Arbeit schwer von * Geift der Gnaden komm', erf. Geist der Liebe sey gepriesen 57 507 362 396 Geist der Wahrheit, lehre mich Geist der Weisheit dir sey Ehre Geist des Herrn, du seyst geehrt Geiz hat nie genug 569 461 566 Sefreuzigter, dir danke ich 257 Gelobt sey dein Grbarmen 326 845 S. 167 42 26 255 446 Gesalbter, nun wir beten an Gefeßt, das man auf jeden Tag Getreu ist er, er hat's gethan 726* Getreu ist Gott, und bleibt get. Getrost, mein Herz, ich darf es 639 118 222 487 278 740 436 202 616 26 694 501 108 94 71 97 227 293 63 35 316 259 83 83 487 Register über sämmtliche Liederverse. 846 Gewiß, es ist recht hohe Zeit Gieb Buße, die da redlich sey Gieb, daß auch in dem Sterben Gieb, daß die guten Triebe Gieb, daß es noch sich zeiget Gieb, daß ich dich auf jeden Tag Gieb, daß ich dir nur meine Seele Gieb, daß ich mich befleiße Gieb, daß ich mich nicht schäme Gieb, daß ich unabwendig Gieb, daß, so lang ich walle Gieb dein Wort und Sakramente ( Sieb, Herr, bis ich erfalte Gieb, Jesu, daß ich in dir bin Gieb in meinen leßten Stunden Gieb in Versuchungsstunden Gieb mir, daß ich jeden Morgen Sieb mir, daß mir künftighin Gieb mir deinen Geist hiezu Gieb mir deinen Geist zum Dienen Gieb mir ein ruhig Ende Gieb mir einen Sinn S. 596 Gieb Ruh' von allem Jammer 395 Gieb, Vater, daß ich weise bin 712 Giebt der Vater dann Befehle 421 Sieng ich in den Tod hinein Glaube an Gößen wird endlich Glaube, Hoffnung und die Liebe * Glaube ist die Zuversicht 650 647 591 * Glaube ist was recht Gewisses Glauben soll man und soll leben * Glauben und ein gut Gewissen 633* Glauben und geschmähet seyn. 403 Glaubt nur fort ihr Seelen 539 Gold und Silber, Holz und Stein 575* Gott, Allerhöchster, du hast Ruhm 673* Gott, auch nach erlitt'ner Str. 484 Gott, bewahr' mich vor den Flam. 363 Gott, da ist's zu spät erfahren 570* Gott das höchste Wesen nennen Gott, dein bin ich, will ich fingen * Gott, dein herrliches Erbarmen 430 Gett, dein ist auch die Herrlichkeit 545* Gott, dein ist die Ehre, alle Him. 706 Gott, dein ist die Ehre, du bleibest 569* Gott, dein Lieben ist ein Lieben 426* Gott, dein Lob soll weit erschal. 663* Gott, dein wunderbarer Nath 217 559 Gieb mir einen starken Glauben Gieb mir in meiner Pilgerschaft Gieb mir nur stets Versicherung Gieb mir, was ich fassen kann I 472 443 21 S. 21 685 624 607 347 388 497 682 489 546 232 382 98 16 252 679 457 275 237 652 31 116 78 520 236 226 Register über sämmtliche Liederverse. * Gott, deine Vaterliebe * Gott, der du Gnad' und Weish. Gott, der du reich bist an Erb. * Gott, der du Wolken von Regen Gott, der gerecht ist, macht Ger. Gott der Gnaden, dir sey Ruhm * Gott, der Himmel, Meer und * Gott, der in der Höhe thronet Gott, der in uns ein Sehnen Gott, der Vater, gab dem Sohn Gott, dich will ich herzlich loben * Gott, die dein Wort verwerfen Gott, dieß bin ich ja nicht werth Gott, dir gebührt der Ruhm Gott, dir sey Dank, daß wir auf Gott, dir sey Dank, der nahe ist Gott, dir sey Dank für solche Gott. dir sey ewig Dank dafür Gott, dir sey in dem Heiligthum * Gott, dir sey Lob von Allen Gott, du bist an Erbarmen * Gott, du bist der Herr der Erden * Gott, du bist der Hoffnungs- G. Gott, du bist selig ohne mich * Gott, du bleibest wie du bist * Gott du, du bist lebendig * 100 695 210 S. 85|* Gott, du erhörst, das Reich Gott, du erhörst, dein ist die Gott, du handelst wunderbar Gott, du hast durch Chriſti 564 Gott, du hast vor deinem Throne 428* Gott, du kannst Freude geben 125 Gott, du lässt dich weit herunter 81* ott, du prüfest uns're Herzen 168* Gott, du siehst alle Tiefen 45* Gott, du zeigt deine Majestät 39* Gott, ein Verborg'ner heißest du 594* Gott erbarmt sich aller Werke 113 Gott, erfülle mein Begehren 258 Gott, es preiset dich 197* Gott fordert Heiligung von mir 122 Gott, fülle mein Gemüthe 270 Gott, für solche Zeit des Heils 192* Gott, gedenk ich an's Verderb. Gott, gieb, daß alle Tage * Gott, gieb mir deinen Geist zum 308 14 687 Gott, gieb mir, du kannst's geben 355 Gott gieb mir in dem Lauf auf 109 Gott hat dieß uns angezündet 725 Gott hat ihn dir gegeben 88 Gott hat mir geholfen, nur Gott 19 Gott hat sonst keinen Sohn, als 847 S. 31. 31 361 557 386 173 675 53 123 56 261 29 388 293 600 77 88 396 484 507 431 443 155 59 189 256 848 Register über, sämmtliche Liederverse. Gott hat uns dem Sohn S. 654* Gott ist nicht ferne, er ist Gott hat uns Gnade zugedacht 685* Gott ist's, der alle Dinge * Gott hat uns Jesum von Todten 219 Gott ist's, der die Stolzen stürzet* Gott hat uns Jesum vorgestellt 150 Gott, laß deinen guten Willen * Gett hat uns mit sich selbst 525 Gott läßt meinen Tisch mir * Gott hat uns nicht zum Zorn 192 Gott Lob, daß im Gedränge * Gott hat uns sammt Christo 86* Gott Lob, daß wir von Jesu * Gott, Herrscher über alle Thron. 270 Gott Lob, der Christ hat's dennoch * Gott herrscht zwar über Thronen 179 Gott Lob für seinen Willen Gett, hier beten wir dich an 226 Gott Lob, ich bin auch unter Gott hörte, da dieser im Glend 189* Gott Lob, ich habe Gnade * Gott, ich danke für mein Leben 224* Gott Lob, ich kann mich trösten Gott ich glaube dein Erbarmen 595 Gott Lob, ich weiß, was Gott Gott ich kann vor deinen Augen 199* Goit Lob, wir Kinder dürfen Gott ich konnt' es nicht verdien. 724 Gott, mach' mich selber tüchtig Gott ich lobe dein Erbarmen 274 Gott, mache meine Seele Gott ich trage sie dir zu 690 Gott macht gerecht, ihr Sünd. * Gott ich will vor dir mich 572* Goit, mein Herz erfreut sich Gott ich wünsche mit den Dein. 523 Gott, mir ist dieß Erkenntniß * Gott ist ein ewig Wesen 290 Gott nur als Gott erkennen * Gott ist ein Fels, er steht uns 190 Gott präge meiner Seelen Gott ist ein Fels, wenn Erd' und 190* Gott ruft uns von der Welt * Gott ist gerecht und macht 149 Gott sandt' seinen Sohn auf * Gott ist getreu, sein Wort ist da 487 Gott schickt seine bösen Viere Gott ist kein Mensch, den etwas 719* Gott selbst gebiert uns wieder Gott ist nicht ein sichtbar Wesen 223* Gott selbst ist mein Lobgesang S. 122 357 200 613 49 560 325 239 77 32 142 3 181 298 548 590 258 41 123 563 578 547 58 200 126 182 Register über sämmtliche Liederverse. 17 Gott sey Dank, der denen S. 146* Gott wird stärken, wo wir S. Gott sey Dank, der ihm zur Ehre 70 Gott zeugt von sich, und das ist Gott sey Dank, für dieß sein Buch 154 Gott zu schauen, Gott zu dienen Gott sey Dank, für seinen Frieden* Gottes fester Grund besteht Gott, sey mein Gott, und laß mich Gottes Geist beweiset fich Gott sey Ruhm von allen Zungen Gott sieht das Verborg'ne, ein Gott sieht gerne, wie so gerne Gott, so beten wir im Glauben Gott und Vater, halte du Gott, von belebten Zungen Gott, warst du mein Befreier * Gott, was ist der Leib von Erd. * Gott, was sind wir Menschenk. Gott, weil du rufft, so folgen wir * Gott, wie dein großer Name ist Gott, wie ist mir zu Muthe * Gott, wie theu'r ist deine Güte * Gott, wie tröstlich ist dein Name Gott will mein Gott im Sohne Gott will noch unser Leben Gott, wir danken deiner Gnade Gott, wir danken deiner Treue Gott, wir glauben deinem Wort Gott, wir loben dein Erbarmen * Gott wird jeglichem vergelten 566 34 474 * Gottes Geist, der Glauben * Gottes Geist gießt Gottes Liebe 36 Gottes Geift hat mich bestraft 262 Gottes Geist ist selbst das Siegel 542 Gottes Geist pflegt zu vertreten 337* Gottes Kind seyn, und doch 597 Gottes Kindschaft ist ein Segen 322 Gottes Lob erfreut mein Herz 158 598 Gottes Lob ist auch mein Trost * Gottes Lob ist meine Pflicht Gottes Lob ist nur ein Thun Gottes Macht, die mich bekehrte 191* Gottes Nath ist unbeweglich 551* Gottes Reich ist, Gott sey Dank 332 Gottes Sohn hat uns gedient 121* Gottes Sohn, in Fleisch gekl. 358 Gottes Sohn kam mir zu gut 348 Gottes Sohn und Gottes Lamm 461* Gottes Thürichtes ist weiser 350 Gottes Wort ist dir vertraut 462 Gottes Wort kann alle Sachen 547 309 849 470 329 511 694 182 227 94 351 183 388 388 120 206 206 206 206 538 675 207 595 291 182 331 262 549 49 850 Register über sämmtliche Liederverse. Gottes Worte Wahrheit nen. S. 543 Hast du es angefangen * Groß ist der Gewinn 293 Hast du mir dieß gegeben Großer Gott, o welch' Geschenke 224 Hast du nicht mir schon vergeben * Großer Gott, wie schrecklich 40 Hat dein Wort mir nicht erlaubt Großer Jesu, du scheinst klein Hat der Schlange Neid und List Grundbös ist der Mensch geboren Hat die Sünde uns geschieden Hat, doch an den andern allen Hat er uns Gnade zugesagt 429 Hat Gott den Feind zur Schau 419* Hat Gott uns Jesum auferweckt 351 Hat Jesus sich damals so mächt. 46 Hat man bis zum Ende noch 218 Hat mein Glaube dich gefunden 112 Hat nicht jedes Glied allhie 112 Hat fie Lust und Ehr 321 Hab' ich die kleinsten Gaben Hab' ich in den ersten Stunden Hab' ich in der Welt Hab' ich vormals nie begehrt * Habt Gunst und Ruhm auf Habt nur mit ihm am Holze Hallelujah, auch vom Tod " Hallelujah, Jesus lebt, Jesus * Hallelujab, Jesus lebt, Jesus ist Hallelujah, Jesus lebt und ich Hallelujah sing' auch ich Hält die Welt uns niederträchtig Halt du an Gottes Sohne Hält ein ehrbares Geschlecht Halte durch die Zucht der Gnade Halte mich in diesem Sinn Halte mich vom Unrecht fern Hang', mein Herz, an seinen Hängt meine Seele stets an dir * Haßt uns, die ihr Jesum haßt. **** 502 613 S. 435 499 673 673 271 Hätt' ich dich, mein Heiland, 271 Heiland, der mir's theu'r erworben 112 Heiland, lenke meinen Sinn 302 Heilt dein Wort nicht die Glied. 688 Herr. auch ich bin unter denen 442* Herr, auch über den Geschichten 504 Herr, bet' ich, ist's dein Wille 476 Herr, bewahr mich vor den Str. 694 Herr, bild aus uns'rer Aschen 538 Herr, bleibe du beständig 436* Herr, da du einst gekommen 460. Herr, das ist Barmherzigkeit, 361 714 489 719 220 550 90 460 556 37 450 96 438 512 729 163 200 729 686 286 480 366 88 851 S. 383 385 354 392 66 Register über sämmtliche Liederverse. Herr, das ist für mich gebeten S. 178 Herr, diese Offenbarung Herr, daß ich Ginfalt habe 444 Herr, diesen Trost gieb wir Herr, daß ich nun Glauben spüre 310 Herr, dieser Trost ist thener Herr, dein Ernst ist voller Treue 394 Herr, dieß glaub' ich deinem Wort * Herr, dein Gesetz ist wunderbar 295 Herr, dieß sey meines Glaubens Herr, dein lichtes Auge schauet 463 Herr, dir gebührt die Ehre Herr, dein Opfer ist geschehen 117* Herr, dir sey auf ewig Nubm * Herr, dein Wort hat Wunderd. 215 Herr, drück' mir diese Worte * Herr, dein Wort ist ein Wort 320 Herr, du bist auch mir gekommen * Herr, dein Wort ist Geist 111 Herr, du hast auch mich erweckt * Herr, dein Wort ist gewiß 638* Herr, du hast es uns erbeten * Herr, dein Wort ist lebendig 404 Herr, du hast mich gefunden. * Herr, dein Wort ist unvergl 358 Herr, du hast mich getragen Herr, deine Gnade mache mich 749 Herr, du hast überwunden Herr, deine Kirche freuet fich 709 Herr, du hast's uns erworben Herr, deinen Geist zu hören 631* Herr, du kannst selig sprechen Herr, der den Glauben mehret 354 Herr, du kennst meine Schwäche Herr, der du deinen Knechten 707* Herr, du lässt mich fröhlich Herr, der du es gegeben 344* Herr, du red'st in's Gewissen Herr, der du mich versöhnet 635 Herr, du weißst aller Menschen Herr, der du überwunden 330 Herr, du weißt, daß mich's Herr, der du uns erkaufet 221 Herr, du weißst's, ich glaub an Herr der Erndte, laß dein Wort 498 Herr, du willst, ich solle leben Herr, der so viele Sünden 647 Herr, erleuchte mir die Augen Herr, dich will ich bekennen 619 Herr, erlös uns von dem Bösen Herr, die Erde muß dich loben 355 Herr, erlös uns, wir sind müde 170 279 418 556 599 605 22 482 409 459 598 521 70 506 637 529 733 108 356 606 606 852 Register * Herr, es ist genug Herr, es soll mit Allen * Herr, es stehet meine Zeit Herr, führ' auch mich gerade Herr, Fürwiß ist ein Schade Herr, gieb bei meinem Uebergang Herr, gieb mir, daß ich glaubig Herr, gieb mir Gnade aus der Herr Gott, auf jedem Grade * Herr Gott, nach deinen Recht. Herr, hab' ich etwas Guts an Herr, heißt's, Herr, ich muß mich * Herr, Herr, du hältst ob dem Herr, hier ist meine Seele Herr, hier sind Kedars Hütten Herr, ich arme Made über sämmtliche Liederverse. S. 531 Herr, ich traue deiner Treue * Herr, ich warte auf dein Heil * Herr, ich will die nicht entziehen Herr Jesu, ach bereite du Herr, ich bin im Fleisch auf Erd. Herr, ich bin mit dir erwecket Herr, ich bitte dich Herr, ich danke dir die Ehre Herr, ich glaube, daß die Sünde Herr, ich glaube, hilf mir du Herr, ich glaube, laß im Sterben Herr, ich glaube nun an dich Herr, ich liebe dein Erscheinen Herr, ich preise dein Erbarmen 23 561 S. 429 410 489 395 202 248 231 Herr Jesu, dir dank ich, mir ist's 587 Herr Jesu, dir gebührt der Ruhm 235 646 Herr Jesu, dir sey Ruhm gebracht Herr Jesu, du bist König 143 * 67 54 736 684 417 286 638 283* Herr Jesu, Gnade quillt aus dir 720 Herr Jesu, halt' auch mich dafür 503 Herr Jesu, mach' mein Herz 252 Herr Jesu, unser Leben 628 Herr Jesu, wenn des Irrthums 617* Herr Jesu, wie erhöht bist du 671 Herr, laß auf deinem Worte 382 Herr, laß auf dieser alten Erden 731 Herr, laß die Werke meiner 451 Herr, laß dieß Wort auch immer 458 Herr, laß es dir gefallen, noch 322 Herr, laß es dir gefallen, was ich 299 Herr, laß es dir gefallen, weil 742 Herr, laß in deine Schule 686 Herr, laß mein Sterbebette 570 Herr, laß mich mit den Deinen 738 Herr, laß mich nicht gelüsten 291 Herr, laß mich nicht verdrosſen 74 404 478 501 537 747 336 565 452 630 693 589 746 Register über sämmtliche Liederverse. Herr, laß mich nicht verloren Herr, laß mich nichts bethören Herr, laß uns an dem Worte Herr, laß uns aus der Erden Herr, laß uns nicht berauben Herr, lasse nichts von mir gesch. Herr, lässt du mich erkranken * Herr, lehr' in allen Dingen Herr, lehr' mich deiner Majestät Herr, lehr' mich selbst, daß dir zu Herr, lehr' uns fleißig merken Herr, mach' im Spott der Erden Herr, mache du mich alle Tage Herr, mein Glaube greift nach Herr, mein Gott, dir will ich Herr, mein Herz sey davon ferne * Herr, meine Leibeshütte Herr, meine Werke sind nicht Herr, nach deinem Wohlgefallen * Herr, nur dir gebührt die Ehre Herr, öffne mit die Augen Herr, präg' uns deine Wahrheit Herr, präge mir die Würde * Herr, rechnest du die Sünden Herr, richte meine Gänge Herr, sag' es meinem Herzen Zweiter Theil. S. 666 Herr, sagt sie ihm: ich glaube 493 Herr, schaff, daß deine Gnade 320 Herr, schaff, daß mir dein Umg. 126 Herr, schärf mir deine Worte ein 330 Herr, schreib' mir dieß in meinen 719 Herr, segne mich mit diesem Gute 681 Herr, sey dann gelobet, du Tröst. 518 Herr, so Vieles zeigst uns du 445 Herr, so wie du mir worden bist 390 Herr, stärke mir den Glauben. 560 Herr, stärké mir den Glauben Herr, thu' du auf diese Weise Herr, trage mit mir Schwachen Herr, unser Gott, erhalt' uns du 241 Herr, was ich habe, ist geschenkt 423" Herr, was ist der Mensch, der 430 Herr, wecke mich zur Buße 560 532 437 Herr, wenn auch künftig d. Prop. Herr, wenn dein Trost auf Erden 6 Herr, wenn du meinen Glauben 391 Herr, wenn ich dieß bedenke 528* Herr, wenn ich Kinder höre 324 Herr, wenn ich manche Zeit ber. 466 Herr, wenn ich so gelegen wäre 678 Herr, wer diese Weisheit fennt 716 Herr, wer ist doch deines gleichen 56 853 S. 180 472 390 711 651 243 78 512 600 384 712 252 554 528 609 557 611 638 3 483 466 221 657 722 586 80 361 24 Register über sämmtliche Liederverse. 854 Herr, wie bin ich dir verpflich. Herr, will mein Fleisch vernünf. Herr, wir danken deiner Trene Herr, wir danken voller Rührung Herr, wir geh'n in deinen Schr. Herr, wird einst meine Kehle Herr, wo ich bin, und was ich thu' * Herr, wo soll ich hin Herr, wolltest du stets rächen Herr, zeuch jetzt Geist und Seele Herr, zieh' du uns die Herzen Herr, zieh' mich gleich den Kind. Herr, ziehe meine Triebe * Herr, ziehe mich mit Stärke Herr, ziehe mich, so geh' ich mit Herrlich bist du aufgefahren * Herrlich's Evangelium Herrschen folgt auf Schmach Herrscher über alle Thronen * Herz, acht' es eitel Freude Herz, bleib auf deinem Grunde * Herz, du mußst dich bequemen * Herz, du mußst von Loben wallen * Herz, freu' dich, daß die sich dein Herz, freu' dich des Heilands, ich * Herz, freue dich der Ewigkeit S. 633 259 701 384 509 696 178 449 588 145 287 718 465 536 446 S. 273 Herz, laß dein Wasser steigen 576 Herz, lobe Jesum freudenvoll 338* Herz, prüfe deiner Hoffnung 350 Herz, schweig zu jenem Spotte 334 Herz, such' des Vaters Liebe 642 Herz, verlangst du dich zu trösten 651 Herzlich dank ich deiner Gnade 450 Herzog uns'rer Seligkeit 318 Heute bei des Drachen Grimme 74 Hielt mich nicht die Zucht der481 Hier bin ich, mein König, so ſpeise 727 Hier bin ich, sprichst du, und mit 632 Hier deckt man ihn mit Staube 631 Hier gilt nicht, ihn stehen lassen 580 Hier greift meine Seele zu, bei 605 Hier greift meine Seele zu, du 446 Hier haben wir die Probe nun 513 Hier hört man täglich klagen 133* Hier Jesum zu erkennen 740 Hier ist das Blut, das Eine 465 Hier ist das Leben jämmerlich 391 Hier ist das wahre Heiligthum 17! Hier ist die göttliche Weisheit zu 176 Hier ist die Zeit der Gnaden 176 Hier ist Ehre, aber nichtig 680 Hier ist Kraft für alle Müden 704 164 632 402 344 579 593 115 567 274 706 über sämmtliche Liederverse. S. 632 Hilf stets meiner Schwachh. 632 pilf uns, mächtiger Erlöser 458 Hilfst du, daß ich dich erwarte 511 Hummelhoher Gottesfriede 531 Höchster, sey von mir erhoben 54 Hoffnung auf's Gitle wird endlich 168 Hofft, euch soll kein Leid geschehen 632* Hoherpriester, in dem Garten 299 Höhnet mich die Welt 314 Holder Jesu, du 150 Holder Zuspruch, hohe Gnaden 257 Hör' ich ihn: es ist vollbracht 580 Hör' ich, wie der Schächer sprach Hör' ich, wie er rief: mich dürst't Höre, was dir in der Luft 584 Register Hier ist lang zu bedauern* Hier ist nicht gut zu leben Hier ist nichts verdient Hier ist Seufzen, hier sind Hier ist's nur geschwebt Hier lies' ich auch, ich Armer Hier meinen Theil zu haben Hier nagt der Schmerz die Hier noch glauben wir als Krank. Hier rede mir mein Herz nicht Hier redet das Besprengungsblut Hier schließt die Liebe Keinen aus Hieselbst hat Jesus, Gottes Hier find Finsterniß und Sünden Hier sind noch die Leidenswochen Hier find Zeiten der Geduld Hier fing' ich schlecht, bring' mich Hier fingt die heiß're Kehle Hier that ich nichts, ich Armer Hier trägt mein eig'nes Thun Hier trifft der Glaube Tiefen Hier tritt mein Glaube froh hinzu Hier wallen wir der Heimath zu Hierauf ist meine Tauf gegründ't Hilf, Herr, daß mir's gelinge Hilf mir, daß ich nicht verderbe 855 S. 730 608 556 17 81 347 618 64 508 410 Hört endlich mein so kurzer Lauf 213 Ja, auf einem weißen Stein 238 Ja, deine Liebe dränge mich 121 Ja deiner Gnade Herrlichkeit 725 Ja dem, der uns von unsern 453 Ja der Tag des Herrn wird 150 Sa die andern( Saben alle 180 Ja die Botschaft ruft auch ihnen 332 Ja die Seele fingt alleine 650 Ja die Sorgen dieses Lebens 613 Ja die Sünde selbst verdammen 545 244 187 677 677 677 57 715 625 665 164 610 486 526 595 187 394 209. Register über sämmtliche Liederverse. 856 Ja, du giebst bei allen Schrit. S. 334 Ja, du nimmst als dein 531 Ja, er ist auch auferstanden Ja, es präget dieses Siegel Ja es reift, es nahet schon Ja, Herr, die Füße faß' ich dir Ja im Glauben faß' ich dich Ja in majestät'scher Wolke Ja, mein Gott, dir sey Lob und Ja, schmäht man noch auf mein Ja, so ist's dein Wohlgefallen Ja so ist's, du hast erlaubet Ja, Vater, gründe du mich nur Ja, Vater, sey geehret Ja, Vater, sey gepriesen Ja, wenn auch manche Zeugen Ja, wenn ich auch im Himmel * Jauchzet, Jesus ist erschienen * Jauchzt ihr Himmel, freu' dich Ich bete an, Herr Jesu Christ Ich bete an, ich danke dir Ich bete schwach, ach stärke du Ich bin als erkauft * Ich bin an Christi Leib ein Ich bin auch von deinen Schafen Ich bin dann dieser Gnade froh Ich bin dir bis in meinen Tod * Ich bin ein Sünder, mich 585 Ich bin ein Wurm, doch glaube 146* Ich bin mein eig'ner Richter 498 Ich bin mit dir, mein einig Heil 184 Ich bin seit dieser Stunde 177 Ich bin versöhnt, das glaub' ich 356 Ich bin von deinem Fleisch und 292 Ich bitte, Herr, dieß Eine 717 Ich bleib' nicht von Gott getr.. 81 Ich dank' dir, Geist der Gnaden 187 3ch danke der Barmherzigkeit 522 Ich danke dir, du warst ein 193 Ich danke dir, Jesu, ich elender 46* Ich danke dir, méin Schöpfer 471* Ich danke Gott, der vor mir her 725 Ich danke Gott durch Jesum 654 Ich denke, daß du mich geliebt 348 Sch, der zwar ein Christ geboren 297 Ich ehre ihn im Glauben 242* Ich Glender, wer rettet mich 488 Sch falle dir, Jesu, mit Freuden 13 Ich flehe dich, ach richte du 137 Ich folge deiner Gnade 241* Ich fühle einen Durst in mir 214 Sch glaub' es dann von Herzen S. 60 84 16 464 728 159 519 79 421 194 103 10 312 287 21 9 519 251 160 578 519 69 456 612 708 629 Register über sämmtliche Liederverse. Ich glaube bei der Züchtigung S. 6211 Ich kenn', Herr, deine Rechte * Ich glaube, darum rede ich 552 Ich kenn' ihn als mein Leben 63 Ich kenne deine Liebe, dein Ich glaube das, und glaub' es Ich glaube, daß mein Heiland Ich glaube, daß mich Christi Blut Ich glaube, daß sein Geist mich Ich glaube, Gott hat mich geliebt * Ich glaube, Herr, doch allzuschw. Ich glaube, ich sey Gottes Kind Ich glaube Jesum, Gottes Sohn Ich glaube, Jesus sey mein Herr Ich glaube, nimm dann deine Ich glaube seinem Wort und G. * Ich hab' ein Wort vernommen Ich hab' es auch erfahren Ich hab' ihn nicht in Armen * Ich habe immerdar zu bauen Ich habe mit der Christenheit Ich habe Noth, in mich zu geh'n Ich halte mich an den Erlöser Ich hatte nichts als Zorn verd. Ich heiß' es ein Erbarmen * Ich hoffe ganz auf Gnade Ich höre nicht nur die Gesänge Ich kämpfe schwach, ach stärke Ich kann wohl selber mich verl. 621 * Ich kenne deine Liebe, mein 621* Ich kenne Jesum, Gottes Sohn 621* Ich komme zu vergelten 621 Ich laß' mich nicht in and're Tief. 488 Ich lebe, aber nun nicht ich 621* Ich lebe von Barmherzigkeit 621 Ich liebe dein Erscheinen Ich liebe Jesum als mein Leben Ich lobe die Barmherzigkeit 602 Ich lobe, Herr, dein Fügen 604* Ich muß sterben, aber wie 687 Ich müßt' als ein Feind verderb. 571 Ich nehm' den Mund von Rühm. 501 Ich preise dein Erbarmen 137 Ich preise deinen Namen 503 Ich preise deiner Liebe Brand 702 Ich preise meines Heilands 695 Ich schäme mich, daß ich mein 411 Ich seh' ihn nicht mit Augen 276 Jch, sein Eigenthum 38* Ich finge dir für meine Sinnen 488 Ich sterb' auf deine Gnade hin 721 Ich sterbe, doch ich glaube 621 62 857 S. 617 571 645 499 602 735 653 577 10 735 653 10 321 454 697 314 644 92 118 162 643 571 13 38 426 455 Register über sämmtliche Liederverse. 858 Ich sterbe d'rauf, auch ich sey Ich stürzte selbst auch mich in Ich suche nicht Verdienst noch Ich Sünder suche Frieden Ich trachte nur, daß ich getreu * Ich trachte reich zu werden Ich trag' von deinem Blute Ich war dem Tod zum Raube Ich war ja schon einmal verloren Ich war keiner Liebe werth Ich warte auf Barmherzigkeit * Ich warte auf Barmh., zum * Ich weiß, an wen ich glaube Ich weiß, daß du noch jetzt die Ich weiß, er läßt mich nicht S. 7181 Ich will glauben, aber wie 691* Ich will Gottes Wohlthat 600 Ich will in dieser Hoffnung sterb. 349 Ich will in mein Verderben 464 Ich will meine Knechte tränken 655 Ich will mich der Narben schäm. 645 Ich will mich mein nicht schämen 530 Ich will nur- allein auf dich 702 3d) will sterben, aber wie 194* Ich will streben nach dem Leben 579 Ich zähl' von diesen Tagen 579* Ich zähle meine Tage 614 Jener Hoffnung fällt im Sterb. 721* Jerusalem ist eine Stadt 745* Jefu all' die Deinen 602 Jesu Christi Vater kennen Jesu, dafür danke ich 501 287 Jesu, das ist deine Gabe 514 Jesu, dein sind die Gewissen 614 Jesu, dein Wort sey mein Licht 430 Jesu, der des Vaters Willen 385 Jesu, der du bloß gehangen 564 Jesu, der du durch dein Wort 93 Jesu, der du hingegangen 317* Jesu, der du mit dem Tod 22 Jesu, der du selbst geglaubt Ich weiß es, was er mir gethan Ich weiß, es wird der Feind nicht * Ich weiß mich nicht würdig zum Ich weiß, o Gott, die Heiligung Ich weiß, was er erworben Ich werde auferstehen, da geht's * Ich werde aufersteh'n; das kann Ich will allein auf dieses sterben Ich will dich meine Unschuld * Ich will dich nicht verlassen Ich will die Treue loben S. 454 49 574 612 628 673 735 692 454 393 658 658 438 479 382 1 97 61 151 12 549 624 75 401 403 692 497 Register über sämmtliche Liederverse. Jesu, der du selbst gelitten * Jesu, der für mich gestorben Jesu, der in Fleisches- Tagen Jesu, dich will ich erkennen Jesu, dieses sey mein Leben * Jesu, dir dank' ich, der Himmel * Jesu, dir dank' ich die Deffnung Jesu, dir sey für dieß Bitten * Jesu, du bist unser Friede * Jesu, du bist's, den ich preise Jesu, du bist's, der mich tröst't Jesu, du hast deine Jünger Jesu, du hast meine Speis' * Jesu, du kennst die Gefahren Jesu, du Lebendiger * Jeſu, du trugst mit uns Armen Jesu, du warst chon im Geiste Jesu, durch dein tief Erniedern Jesu, ewiger Erlöser Jesu, fasse du mich an * Jesu, folgt ein Schäflein dir Jesu, führe du Jesu, gieb Geduld und Treue Jesu, gieb mir Heldenmuth Jesu, gründe meine Seele Jesu, halt' mich an der Hand S. 669 Jesu, halt' mich fest an dich Jesu, halte mich an dich 697 Jefu, hilf, laß all' mein Sehnen Jesu, ja, wo soll ich hin Jefu, ich bin auch ein Glied 195 536 356 11 131 * Jesu, kann dich das ergößen Jesu, kommt mein Tag zum Jesu, laß dein letztes Schreien 508 710 Jeju, laß mich immerhin 114 Sefu, lehr' mich Gutes üben 859 S. 542 703 584 542 68 187 588 364 460 416 428 Jesu, mach' mein Aug' ganz lichte 420 744 Jesu, mach' uns fest im Glauben 641 141 Jesu, mache mich mit dir 433 661 * Jefu, meine Liebe 89 353 163 393 45 Jeju, nimm hier von den Deinen 467* Jesu, nur mit einem Blicke 131 Jesu, richte mein Gefichte 315 Jesu, richte mein Verlangen 679 Jesu, schreibe dich allein 441 Jesu, sey mir immer größer 141* Jesu find wir unterthan 458 Jesu, stärke uns den Glauben 495 Jesu, steh' mir bei im Ringen 663 Jeju, unterrichte mich 473 Jesu, weck' uns alle Tage 607 Jesu, wenn es je geschieht 573 154 447 502 432 398 387 486 570 860 Register über sämmtliche Liederverse. Jesu, zeig' in letzten Stunden S. 697 Jesus ist mein Leben Jesu, ziehe du * Jesum ehren Seraphinen Jesum glaube ich Jesum glauben, Jesum lieben Jesum kennen, Jesum nennen * Jesum lobe ich * Jesus an das Kreuz geheftet * Jesus an dem Kreuz geschlachtet * Jesus Christus gab sich uns * Jesus Christus, gestern, heute * Jesus Christus, Gottes Sohn * Jesus Christus hat ein Reich * Jesus Christus hat vollbracht Jesus, daß er uns erlöse Jesus, der getreue Hirt * Jesus gieng zum Vater hin * Jesus hat Alles vom Vater in * Jesus hat das Haupt geneigt * Jesus hat nicht seines gleichen Jesus hat uns dieses schon * Jesus ist das Licht, das Eine Jesus ist dem Glauben groß * Jesus ist der Kern der Schrift * Jesus ist ein Priester worden Jesus ist mein Friede 419* Jesus ist segnend von hinnen 133* Jesus ist viel besser worden 458* Jesus kam nicht zum Gericht 151* Jefus lebt, das tröstet mich 413 Jesus lebt, wir leben mit 13 Jesus ließ zu seinen Füßen 364 Jesus nimmt ja selbst den Leib 699* Jesus fißet, als der Sohn 639 Jesus starb an unsern Schulden 588 Jesus theilt ihm in der Ruh' 331 Jesus weiß es wohl, daß wir 512* Jesus wird sein Volk erlösen 704* Jesus wollt' uns ihm erkaufen 75 Jego bin ich noch auf Erden 351* Jezzo ist die Stunde da 607 Jego plagt der Drach' die Erde * Jezzo steht das Unkraut hoch 82 Jetzt darf man's Gnade nennen 12 Jeßt dich zu erkennen 265 461 Jeßt glaub' ich dich, o Gottes 155 Jeßt haben wir noch Gnadenzeit 664 Jeßt in meinen Glaubenstagen 154* Jest ist böse Zeit 117 Jeßt ist dein Wort mir süß und 89* Jeßt ist die angenehme Zeit S. 89 186 284 733 45 271 388 37 663 241 625 460 350 303 605 599 640 498 452 382 651 651 467 545 651 472 Register über sämmtliche Liederverse. Jegt ist's noch ein holder Schein S. 664|* Ihr Menschen glaubt nichts Jetzt kann man vor seinem Jegt merkt man die Ueberkunft Jest muß das Fleisch gekreuzigt Jetzt noch ist ihr Glanz verstecket Jest warnst du noch vor Schaden Jetzt zwar sehen wir noch nicht Jeßund leb' ich so trauernd oder Ihm glaubt man ohne Neue Ihm hab' ich sie zum Leben Ihm sey Dank für mich und alle Ihm sind die Herzen selbst bek. Ihn zu sehen wünschten wir * Ihr, deren Herz vom Geiste gl. Ihr, die ihr Glauben übet * Ihr, die ihr Gott nun dienet Ihr, die ihr Jesum Christum Ihr, die ihr nun dürft beten Ihr, die ihr nun dürft hoffen Ihr, die ihr nun Gerechte Ihr Feinde, widerstrebt dem Ihr Genossen an dem Reich Ihr Gewissen flieht zum Throne Ihr Glaube wird durch's Wort * Ihr in der Welt Betrübte * Ihr Lieben prüft die Geister 401* Ihr Pilgrime auf Erden 153 3hr Seelen, die die Hitze trifft 253 3hr Seelen, die er sich erwarb 496* Shr Seelen, stimmt von Jesu 493 3hr seyd nabe durch das Blut 502 Ihr Werke seiner Hände 419 Ihre starke Kraft belebet 614* Im allerhöchsten Grade 614 Im Beten lehr' mich trauen 160 Im Beten sinket uns die Hand 464* 3m Bewahren vor Gefahren 177* Im Feuer wird das Gold bew. 257 Im Fluch auf ewig brennen 707 Im Glauben dich zu kennen 635 Jm Glauben heißt's: dir ist 528* Im Glauben ist die Seligkeit 205 Im Glauben will ich steh'n 205 Im Herrn will ich mich freuen 205* Im Jammer dieser Erden 620 Im Kampf seyd heldenmüthig 207* Im Kerfer trauern müssen 12 Im letzten Durst auf Erden 569 Im Namen Jesu ruf ich dich 354 Im Reich der Finsternissen 619 Im Reich des Sohns der Liebe 861 S. 234/ 565 483 665 143 95 126 211 644 712 107 36 483 530 506 135 427 745 539 282 635 222 604 309 238 222 862 Register über sämmtliche Liederverse. Im Schrecken über meine Sünde S. 507]* In der sel'gen Ewigkeit * Im Sterben ist kein Trost Im Sündendienst ist Finsterniß Im Sündendienst ist Haß und Im Trinken und im Essen * In allen Menschenorden In Buße lehr' er mich die Knie In Christo faßte Gott zusammen In Christo sind die Glaubigen In Christo sind die Quellen * In Christo sind wir Reben In Christo wird man tüchtig In dein Reich bin ich gerufen In deinen Fleischestagen In deiner Macht sey dann von In dem Bunde Gottes seyn In dem Glauben bet' ich an In dem Glauben dank' ich dir In dem Glauben danken nun In dem Glauben laß mich einst * In dem Himmel sang man * In dem Lauf der letzten Zeiten In dem plößlichen Erwachen In dem Wesen ist's nur Giner In der Armuth dieses Lebens In der Gile fahren Pfeile S. 392 322 289 653 620 66 400 230 314 554 719 480 307 480 92 465 616 135 214 333 652 507 555 451 444 426* In der Stille aus der Fülle 297 In der Taufe war die Weihe 297 In des Menschen Geist ist nichts 681 In dieses Gottes Sohnes Blute 344 In dir, Herr Jesu, fehlt mir's 634 In einem alten Purpurkleide 247 In herzlichem Vertrauen 550* In Jesu hab' ich Stärke 2-2* In Jesu hat man Freudigkeit 535 In Jesu ist die Fülle, 307 In Jesu liegt der Gnade Grund 724* In Jesu will ich bleiben 658 In Jesu will ich danken 107 In ihm bin ich erwählet 113 In Leibs- und Seelenschmerzen 177* In mancherlei Beschwerden 177 In meinen letzten Stunden 161 In Noth heißt's: ich will euch 733 In solch' Wort darf der Glaube 640 Indessen fing' ich unter Thränen 641 Ist der Bösen Stand doch kläglich 558 Ist der Versucher in der Nähe 223 Ist die Spötterei im Steigen 618 Ist doch auf der ganzen Erden 601 3st doch kein anders Leben Register über sämmtliche Liederverse. 725 Kein Moses ruft, wie dorten 420* Kein Schäflein in des Hirten 654 Kein Sünder ist dir allzufern 255 Keine Menschen retten mich 548 Keine Schäße sind gewiß 580 Keine Schuld verdammte dich 729 Keine Stiftung gleichet dieser 670 Keine Treue acht' ich fest Ist doch keine Macht im Stand S. 542 Kein Mensch starb wie du Ist einst die Zeit der Hoffnung Ist es eines Menschen Wonne Ist Gerechtigkeit erworben * Ist Gott für uns, er ist es, ja Ist jen's Wort fest gewesen Ist meine Abschiedsstunde da Ist mir denn nun vergeben Ist mir es ein geheimer Schmerz Ist mir wohl, so könur' ich denken Ist nicht sein Gott auch mein Ist schon das Angeld köstlich Ist uns Schwachen was gelung. Ist unser Mund weit offen It's Blöße, er deckt Sünden zu Ist's Drangsal, die ist ihm zu It's selig, lieben und nicht sehen Kämpfet dann, wir werden siegen Kann er nicht im Zorn uns Kann ich auf Erden schon nicht * Kann man Gott in Trübsal * Kaum starb noch der Heiland Kein Engel, Fürstenthum und Kein Knecht darf frei und mür. Kein Licht wird mir gegeben Kein Mensch denkt so, wie du Kein Mensch kann Gott gefallen 722* Keine Weisheit macht mich froh 703 Keinen Felsen kann man legen 103 Kenn ich dich in deiner Krippen Kennst du mich, Herr, als deinen Kennt' ich Jesum nicht 863 S. 101 304 73 309 152 152 217 48 152 152 473 477 464 531 603 432 302 77 259 439 640 606 734 259* Keusch, gerecht, gottselig leben * Kinder Gottes, laßt uns beten Kniet vor ihn, die ihr glaubet Komm, ich bin dein Eigenthum Komm in deinem Abendmahl Komm nur mit Magdalenen 24* Komm, Seele, die der Herr 90 Komm und bring' den Geist auch 260 Komm und räume alles aus 445 Kommet, wir werfen uns ihme 590 Kommst du, daß du die Schafe 261* Kommt, betet doch die Liebe an 590 Kommt dann dein großer Tag 54 623 623 633 138 623 623 186 645 256 719 864 Register über sämmtliche Liederverse. 429 159 688 631 720 516 670 527 430 520 655 523 Kommt deine Gnade an mein S. 4721* Laß dich keinen Spötter irren S. 555 Kommt dich Furcht an vor dem Kommt, die wir auf Erden leben Kommt eine Zeit auf Erden Kommt her, und singt zusammen Kommt, ihr Gesalbte, und ehret Kommt Mangel oder Schmerz * Kommt, Seelen, die die Zücht. * Kommt, und betet unterthänig Kommt, und hört's, wer glauben Können Menschen das nicht faf. Könnt' ich nicht auf Jesum Könnte man die Welt gewinnen Konnt'st du, da ich fiel nicht Köstlich ist's, Gott Ehre geben Künftig aber, großer König Kurz, Gott ist ganz unbegreiflich Kurz, ohne Jesum ist kein Heil Lachen Menschen über mir Lähmt das Sterben mir die Lamm für mich geschlachtet Lämmlein, das als Löw ersch. * Lämmlein, das mit Blut get. Lämmlein, ich will dir bekennen Laß alles Alte an mir sterben Laß auch dir in stiller Nacht Laß dein Wort in mir bleiben 402 650 742 Laß dich, was dahinten blieben 355 Laß diese Herrlichkeit 650 Laß dir, als Kind, im Fleh'n 294 Laß gegen Aergernisse 265 Laß, Jesu, dein Versöhnen 649 Laß keinen Witz der Erden 174 Laß mein Herz, lieber Vater 223 Laß meine Herzens- Augen 279 Laß meine letzten Züge 513 Laß mich auf dein Wort stets 699 Laß mich auf dieser alten 686 Laß mich bei dem Sturz der 673 Laß mich, bis ich entschlafe 39 Laß mich bis zum Erkalten 605 Laß mich dein Heil auch finden 129 Laß mich deinen Geist stets 741 Laß mich dich auch im Himmel 474 Laß mich die Gnade trösten 364 Laß mich die Liebe fassen 148 Laß mich gleich einem Tauben 689 Laß mich, Herr, in meinem Leben 689 Laß mich in den legten Stunden 689 Laß mich in dir gewurzelt seyn 478 Laß mich nicht die Zeit verlieren 263 Laß mich nicht von Ruhe träumen 594 Laß mich nur bei meinen 707 448 225 649 485 404 463 592 709 523 659 572 Register über sämmtliche Liederverse. Laß mich sowohl auf Zorn Laß mich um nichts sonst weinen Laß mich von meinem Christenth. Laß mich, wachend aus der Erden Laß mich, wenn Gefahr vorh. Laß mich wohl ihr Angedenken Laß mir auf dein Versprechen Laß mir die Zeit nicht lange Laß mir ein Kinds- und Bürg. Laß mir keinen Tag vergehen Laß mir stets in Ohren schallen Laß mir stets in Ohren schallen Laß mir, wenn ich auch muß weinen Laß nichts als Wahrheit in mir Laß niemals mich vergessen Laß nur mir deine Gnade Laß nur uns auf der Erden * Laß Seele, dich nicht meistern Laß sie deinen Ruf stets wecken Lassen Pflanzen Thau in fich Lasset doch den Sohn uns küssen Laßt And're oben schweben * Laßt die Todten Todte loben Laßt die Welt dawider zanken Laßt diese tollen Weisen * Laßt euch, gerechte Herzen 865 S. 323 717 641 S. 537 Laß Glaubensfeinde raunen 633* Laßt nur die Leute auf uns 491 Laßt sie sich des Fleisches freuen 75 Last uns als am Tage wandeln 744 Lau'rt die Schlange 673* Leben ist die erste Gabe 424* Lebendiger, auf dich zu hoffen 678 Lebendiger, dir soll man danken 569 Lebendiger Heiland, ach bring' 582 Lebendiger, vor deinem Thron 536 Lebt Christus in den Seelen 462 Leerer Ruhm in eig'nem Thun 151 Lege mir das Zeugniß bei Lege mir dieß Siegel bei 670 647 Legt er fich müd' im- Schatten hin Legtest du mich dir zu Fuße 729 482 Lehr' die Seele darauf merken 688 Lehr' jetzt mich, was mir Noth ist 669 Lehr' mich bei den Nebengaben 263 Lehr' mich dein Erscheinen lieben 440 Lehr' mich dir die Ehre bringen 301 Lehr' mich dir in Hoffnung dienen 335* Lehr' mich, Herr, die Worte wäg. 111 Lehr' mich, Herr, im Glauben 589 Lehr' mich, nicht allein den Freund 589 Lehr' mich, ohne ängstlich Klagen 486 470 39 574 320 86 494 455 279 730 694 180 673 582 532 686 535 689 628 504 659 652 622 866 Register über sämmtliche Liederverse. Lehr', o Gott, mich Gutes thun S. 505| Mach, Christum zu erkennen Lehr' uns auch die Bösen tragen 652 Mach den Glauben fest Lehr' uns, ihn im Glauben kennen Lehrt die Welt, wie Bileam Leßt muß der Leib verwesen Licht bringst du aus Finsternissen Licht, das mir auch Huld bew. Lichte Augen, Gott zu sehen Liebe, die er im Erkenntniß Liebe, die mein Herz darf glaub. Liebe, ewig feste Liebe * Liebe ist die größte Gabe * Liebe sehnt sich den zu sehen Lieber Meister, lehr' mich's nuu Lieber wär' ich nie geboren Liebt dann seine Ehre Liebt man sonst auch von Natur Lob sen allezeit Lob sey dann Gott, vor dem es * Lob sey dem Geist der Gnade * Lob sey dir, Herr Jesu, daß dir Lob und Ruhm sey dir Lobe Gott, nicht nur als Knecht Lobfinget Gott, der, weil er liebt Lobt ihn, mit Blute gereinigte * Lobt, ihr Heiden, Gott den S. 553 458 7 170 660 125 625 103 211 2 Mach dich mir je mehr je lieber 625 Mach du mein Herz alleine 268 Mach du zu dem mich fertig 250 Mach durch deinen Geist mich 155 Mach durch deines Geistes Kraft 399 Mach durch der Welt Beschwerd. 51 Mach durch Jesum, als der Son. 51 Mach, Jesu, meine Hoffnung 130 Mach, Jesu, mir den Schaß recht 526 Mach mein Herz zum Wappen. 722 Mach meine Hoffnung unbewegt 639 Vach mich allezeit bedächtlich 440 Mach mich arm im Geist 328 Mach mich, Jesu, dir zur Pflanze 227 Mach mich rein in deinem Blute 136 Mach mir die letzten Stunden 352 Mach mir meine Hoffnung wahr 248 Mach uns dir einst vor dem Thr. 102 Mache du mir meinen Glauben 101 Mache mich getreu 57 174 Mache mir mein Sterben leicht Macht auch mein Herz mir Gr 11 Macht die Schuld dem Herzen 95 Macht die Vernunft sich Ehre 701 407 440 525 504 293 705 496 472 512 350 406 545 626 616 191 590 Register über sämmtliche Liederverse. 867 S. 294 Macht dir deine Schwachheit S. 742| Man wundert sich, und preis * Macht Götter, die ihr Gott 292 Mein angeerbter Schade 597 579 104 667 9 165 208 415 152 * Mein Athem und mein Leben 415 Mein eigen will ich nicht mehr 415 Mein eig'ner Weg verführte mich 29 Mein erstes Wollen war nicht 44 Mein ewiger Heiland, du herrl. 279* Mein Geist sehnt sich nach Ruhe 694 Mein Gerechtseyn nützt mich 324 Mein Glaube darf ihn fassen 33 Mein Glaube kennt und ehret 580 Mein Glaube rede ohne Scheu 539 Mein Glaube ruht auf Worten 188 Mein Glaube schwingt die Flügel 597 741 Mein Glauben, Hoffen, Lieben 741* Mein Gott, an deiner Gnade 741 Mein Gott der Geduld 571 577 739 Macht meine Sünde mir noch Macht mich mein großer Schade Macht mir der Satan Schmerz. Macht nun Gott mit Wohlgef. Mächtiger Jesu, wie hast du ger. Machtwort, voll von Gottes Mahne du mich immerhin * Man dankt dir, Gott, die Man fühlt wohl, daß man lebend Man glaubt sie nur, und steht sie Man kann dieß Kleid nicht * Man kann doch keine Hoheit Man kann nicht ohne Jesum geh'n Man kann nicht ohne Jesum seyn Man kann nichts ohne Jesum * Man kann nichts ohne Jesum Man kennet den Vater, man Man liebt sein Wort, und folgt Man muß es Gnade nennen Man muß mit Falschen kriegen Man reinigt sich ja nicht verg. Man seh' uns an, für was man Man sieht darin den Gnadenth. Man sieht in die Wunden, man 583 671 649 110 462 622 626 546 734 597 720 713 215 741 Mein Gott, dieses Wort ist wicht. 311 Mein Gott, fehlt es mir an Gab. 425 Mein Gott, gieb mir einen Sinn 307 Mein Gott, halte du durch Gnade 611 Mein Gott, ich bitte nur um 637* Mein Gott in deine Hände 684 Mein Gott, in diesem Glauben 746 Mein Gott, mache mich aus 267 Mein Gott, öffne mir die Augen 868 Register über sämmtliche Liederverse. Mein Gott, so laß mich denn S. 725 Mein Herr, den ich einst Blut Mein Gott, so magst du mit mir 443* Mein Herr, der sich am Fleisch Mein Grab wäre schon die Schwel. 697 Mein Herr, durch dein vergosſ'. Mein Hauptgesuch auf Erden 567 Mein Herr, durch deine Gnade Mein Heil, ich danke dir 128 Mein Herr, gedenk' an mich Mein Heil, was soll ich sagen 65* Mein Herr gieng gen Jerusalem Mein Heil, was soll ich sprechen 147 Mein Herr, ich bin dein Eigenth. Mein Heil willst du mich fragen 591 Mein Herr, ich halte mich zu dir * Mein Heiland, der voll Wund. 147 Mein Herr, ich rühme mich * Mein Heiland, es ist deine 721 Mein Herr, in deiner Hand bin Mein Heiland hat dieß Glaub. 566 Mein Herr, mein Gott ich fenne * Mein Heiland hat sich müd' 180* Mein Herr und mein Gott, du Mein Heiland, ja ich danke dir 216 Mein Herr und mein Gott, für Mein Heiland, ich erkenne dich 665 Mein Herr, wie groß ist dieser Mein Heiland lebt, er lebt in 408 Mein Herr will lauter Leute hab. Mein Heiland lebt, er wird 408 Mein Herz dankt voll Zufriedenh. Mein Heiland lebt, ich leb' in 408* Mein Herz, du mußst im Himm. * Mein Heiland lebt, ich sterbe 408* Mein Herz, fürcht' nun den * Mein Heiland ließ sich hart * Mein Heiland ward beschnitten * Mein Heiland ward zum Tod Mein Heiland, welch' ein Wund. Mein Herr, an dir zu hangen Mein Herr, bewahre mich in Mein Herr, das ist die Schande Mein Herr, dein Ruhetag im 93* Mein Herz, gieb dich zur Ruh' 59 Mein Herz hat ihn gefunden 228* Mein Herz hört, guter Hirte 218 Mein Herz ist mir getroffen 535 Mein Herz ist schen gewöhnet 717 Mein Herz sey dir alleine 65 Mein Herz, so halte, was du hast 432 Mein Herz, so lege dich getrost S. 684 132 643 723 203 746 213 534 249 162 225 101 101 718 390 184 407 220 285 571 612 468 681 598 609 719 Register über sämmtliche Liederverse. Mein Herz sterb' einst im * Mein Herz will sich nicht Mein Jesu, laß dich faffen Mein Jesu, mir ist's tröstlich Mein letztes Beten gründe sich Mein Lied in Trauerzeiten Mein Lied ist durch dein Blut Mein Tod bleibt kein Tod Mein Werk darfst du jetzt finden Mein Wissen sey dieß Gine * Meine Abschiedszeit Meine Rechnung ist vollendet * Meine Seele danket dir * Meine Seele darf sich freuen * Meine Seele hängt dir an Meine Seele trag' ich dir * Meine Seele trage ich * Meine Tage enden sich * Meine Taufe freuet mich Meinem Heiland seh' ich ähnlich Menschen, die auf's Aeuß're sehen Menschen geben alles eh' Menschen, glaubt dem großen Menschen haben schwache Gnaden Menschenherzen siird wie Rohr Menschenschriften sind vergebens Merke dir auf alle Fälle Zweiter Theil. S. 6701 Mich müßt unter meinen 288 Mich, sein Eigenthum 280 Mir gehört der Himmel nicht 633 Mir genügt an Gottes Gnade 668* Mir ist Erbarmung widerfahren 594 Mir foll, was ich begehre 150 Mir will ich's sagen lassen 101* Mißvergnügte Sorgen, schw. 735* Mit Armen, die von Blute 453 Mit Blut bin ich erkauft 458 Mit Gerechtigkeit spricht er 608 Mittler, gegen mein Verbrechen 217 Möcht ich recht können beten 195 Moses, der vom Anfang schrieb 339 Muß ich die Wangen feuchten 690 Muß ich draußen seyn Muß ich in Geduld Muß ich schon Gottlose sehen Muß ich schon im Fleische leben Müßt ich leben durch die Werke Müßt ich mich selber decken 463 475 Müßt ich sterben unter Schmerz. 457 Mutterliebe ist noch wenig 690 683 517 195 869 Ⓒ. 697 136 194 24 695 649 G 497 Nach deiner Gnade Größe 34 Nach dem Falle stimmen Alle 696 Nach den Worte durch die Pf. 57 735 17 76 249 401 212 349 154 633 545 545 572 448 224 539 713 291 430 413 Register über sämmtliche Liederverse. 870 * Nach Gottes Wohlgefallen Nach guten Tagen trachten * Nägelmal und Seitenstich Name, der allein voll Leben * Natürliche Gemüther Nehmt, als des Heilands Knecht. Nein, das ist vom Geist der Lüg. * Nein, ich mag auf Sand nicht Nein, ihm sey's zum Ruhm gef * Nein, Welt, ich mag den Orden Nicht genug ist's, Gott erkennen Nicht ich selbst bekehrte mich Nicht im Leib des Todes wallen Nicht nach der Sünden Menge Nicht nur nach dem Augenschein Nicht von Gott, von Adam kam Nichts als Heilig's um sich seh'n Nichts bleibt als für die Seelen Nichts errettet mir das Leben Nichts, nichts wird von uns Nichts soll mir lieblich klingen Nichts, was man gegenwärtig Niemand glaubt an dich verg. Niemand kann ein Mittel nennen Niemand wirst du dorten sehen Niemand zwingest du Nimm den Schlaf uns aus S. 193* Nimm die Rede meines Mundes S.592 589 Nimm, Jesu, mir das Herz ganz 680 177 Nimm meinem Herzen alle Luft 708 157* Noch eine Ruhe ist vorhanden 307 Noch mehr schenkst du Deinen 635 Noch mehr soll ich dir dankbar 731 Nun bin ich noch ein Erdengast 473 Nun bleibt man dir in Armen 141 Nun dank ich dir, Herrscher 412 Nun der Gnade, die mich zieht 738 Nun dich lob ich, weil ich bin 351 Nun dürfen wir gen Himmel seh'n 558 Nun heißt's bei dem Kreuzesst. 85 Nun ich wähle dann das Beste 505* Nun Jesus ist der große Hirte 340 Nun ist das Heil erworben 558 Nun ist der Mensch mit Freuden 484 Nun ist die Gerechtigkeit 581 Nun ist Gott uns wieder gut 158* Nun ist mir geholfen, ich danke 642 Nun ist noch ein Schritt zu thun 260 Nun kann man die Quellen der 555 Nun macht er ein versöhnt Ges. 698 Nun, mein Herr, ich folge dir 696 Nun, so darf ich frei hin beten 450 Nun so gieb mir, mein Erbar. 486 Nun so halt ich mich an dich 544 40 100 725 318 340 339 98 74 677 489 272 630 79 271 28 189 683 202 258 726 714 467 476 Register über sämmtliche Liederverse. S. 450 Nur was von Erde war 703 Nur wer nicht ruft, der wird 599 Nun so häng' ich mich Nun, so sey es fest gesetzt Nun so will ich mich bemüh'n Nunmehr darf ich wieder leben Nunmehr geh'n wir zu dem Sohn * Nur Böses will des Menschen Nur dem Glauben ist die Größe * Nur den Zorn der Menschen Nur der Geist erblickt am Stamm Nur des Vaters große Liebe Nur diese Wahrheit laß mich Nur diese Wahrheit macht mich Nur dieß sey meine Würde Nur durch Jesum Christum * Nur ein plößlich Angedenken Nur er soll mir zur Weisheit Nur etlich Gänge wagen * Nur für dieses Leben sorgen Nur Gnade ist's, die selig macht Nur Jesum Christum will ich * Nur Jesum den Gekreuzigten * Nur Jesum Mittler nennen * Nur Jesus ist allein mein Ruhm * Nur Jesus ist der Punkt der Nur ihm bleibt des Gesalb. * Nur um Christi Willen dulden. Nur um dieß allein 608 bind' in deine Hände 428 O bleib', du Geist des Sohnes 165 O da bricht mein Herz herfür 447 O da geht es an ein Danken 495* O daß alle Welt es wüßte O daß alles doch an mir 666 daß dein Wort recht kräftig daß Gott an meinem Leibe 627 daß ich nicht zurücke geh' 589 O daß mir deine Lehre 433 98 224 daß nur alles völliger daß sonst nichts in meinem daß wir an uns'rer Zeit 871 S. 385 309 679 627 521 denk' ich, welche Gnade 622 O der fühlt schon ein Gericht 725* O der Unterschied ist wichtig O die Worte gelten Allen 653 63 du ewiger Erbarmer 342 O du Geist, der beten lehrt 522 O du Geist der Herrlichkeit 620 O du Geist, der mir gegeben 316 O du Geist der Offenbarung 513 Ehre, daß ich durch den Sohn 419 O Grlöser, noch viel größer 280 516 169 341 420 502 506 322 494 506 709 439 505 716 61 97 212 675 15 664 526 399 593 601 872 S. 500 Gott, so nimm denn Dank und S. 255 O Gott, so richte deinen Weg 9 259 672 Gott, wie bist du so gerecht Gott, wie wird's auf Erden 563 Gotteslamm, bereite du 464 O Gottes Sohn, Herr Jesu 137 Ogroße Versammlung von Demiges Licht, ich bitte dich Dewig Wort, wer dankt genug 79 * O Freude, hier ist Jesus Christ D Geist der Gnaden, führe du Geist der Weisheit, präge mir Geist des Herrn, bereite du Geist des Herrn bereite mich Geist des Herrn, erhalte mich Geift des Herrn, laß meine Geist des Herrn, verkläre dich Geist des Herrn, verklärt zu sein Gnade, daß mein Glaube dich Gnade, die uns neu gebiert Gnade, du bist wunderbar Gnade, Gott hat nun in ihm Gnade, ich darf glauben großer Erlöser, was hast du großes Haupt der Glieder Heiland, dir nur dien' ich gern O Herr, dein Geist alleine Gnade, o was ist dir gleich Gnade über den Verstand D Gnadengeift verkläre Gott der Geduld * * Gott des Friedens heil'ge Gott, dieß lautet kläglich Gott, du heißest Herr allein O Gott, du Vater aller Gnade Gott, mein Gott, ich glaube Gott, mein Werk ist bloß vor Gott, schäm' auch dich meiner O O Register über sämmtliche Liederverse. O * 412 737 332 342 719 138 Herrlichkeit, bei seinem Wort Herrlichkeit, wenn seinen Siz 323 O Hoffnung, wie bist du so groß 138 holder Ruf, kommt her zu Jesu, das ist Herrlichkeit Jesu, deine Gnade, 258 110 Jefu, dir sey Lob dafür 411 O Jesu, du bist Herr, ich Knecht Jesu, welch' ein kostbar Gut 514 O Jesu, welche Gnade 400* Jesu, wie viel Gutes 327 D in Christo, dem Erlöser 510 Langmuth, die zu fasſen 525 O laß mir meinen Willen nicht 503 Liebe, dir sey Lob gesungen Liebe, was hast du gethan 569 583 201 234 493 479 577 254 99 283 297 518 657 657 550 73 389 424 164 491 84 629 349 120 482 691 32 575 500 999 Q Q n n QQQQ Register über sämmtliche Liederverse. 4500 reich auf meinem Sterbebette Reichthum, Gott zur Rechten O Reichthum im Erbarmen sagt nur ihm, ich will nicht Schade, die Welt und die Sünde selig, die unsträflich sind Tiefe, da wir uns entseßen Tiefe der Weisheit, erstaunl. unbegreiflichs Gottesrecht O Vater, deine Liebe Vater, deine Macht ist groß Vater, dir sey Preis und Vater, es sollen die Kinder wäre nur von seinem Lobe was erfährt ein Streiter was wird man an dem Ziel was wirst du im Erwachen wen der Tag in Sünden wer begreift, was Jesus trug wie gut wirst du es machen wie hat der Schulden Menge Liebe, Wunderlicbe mach' nur deine Gnade man fühlt es im Gewissen man kann sich schnell verlieren mein Heil, du hiengst auch mir mir ist daran gelegen S. 499 O wie schrecklich fället der 468 wie sind das den Blöden 448 O wie stärket dieß 661 wie theu'r bin ich erworben O wie wird einer Seele seyn 98 416 515 O wie wird mein Christenthum Wohlthat, die nichts Gleiches Zeugniß, das noch fefte steht 91* Ob den befehrten Sündern 272 Ob ich jeßo auch 91 105 Obschen hier die Augen noch 514 Oder kleidet sie sich fein 313* Oft thut mir's weh' im Herzen 281* Oft will der Tod und Unverstand 149 Ohn' Angst vor ew'gem Jammer 509* Ohne Glauben ist's unmöglich 260 Ohne Kraft und Leben bleibet 196 105 247 585 648* Prediget von den Gerechten 250 Preise, glaubiges Gemüthe 873 S. 428 337 244 183 483 570 728 308 Pflanz', Vater, durch den Glaub. * Pflanzen der Gerechtigkeit Pflegt mich die Welt zu haffen Plaget unser Herz ein Zweifel 484 228 Raff' mich nicht weg zum Berd. 572 Rechne, Seele, nur das Gute 608 Recht und Vacht ist dem benem. 326 419 502 625 384 469 424 406 240 422 433 649 146 496 175 603/ 24 87 Register über sämmtliche Liederverse. 874 * Rede mir nur Niemand ein * Regt euch alle meine Kräfte Regt sich je ein Zweifel hier Reich in guten Werken werden Reich' mir Augensalbe dar Reiche, die auf Erden sind * Reichen dieser Welt sind schw. * Reicher Gott, dein sind die Gaben Reiner Gott, ich bin ein Sünder Reiß einst von meiner Zungen Reizt der Teufel uns zum Zweifel Richter aller Spötter * Ringet nach dem Seligwerden Ruf' das Abba noch in mir Ruf' mir einst zu deiner Freude * Ruhe hat uns Gott verheißen Ruhm sey deiner Huld Rühmt denn den Felsen unsers * Rühmt doch mir nichts vom Rühmt sie ihren Wis Rühmt Werke, aber ich weiß Ruh'st du auf den Christen schon S. 703 Schau' nun, mein Aug', das erst 42 Schaut ich in hundert Sonnen 497 Scheint in den Tod gegeben 622 Schenst du die Verwesung noch 663* Schick, mein Herz, die Glaub. 512 Schickst du mir auch alle Tage 626 Schilt die Tugend das als Wahn 463 Schleicht eine fremde Liebe sich 437 Schleicht je der Trauergeist sich 280 Schlügest du auf uns als Sünder 470* Schminkt euch nicht, ihr Nahr. 116 Schon in dem Wasserbade 398* Schon selig seyn und doch in 730 Schon von der Geburt an ist 241 Schrecklich ist's, das Grab zu 659* Schrecklich ist's, den Zorn sich 244 Schreckt die Sünde, die so groß 305 Schreib' Jesu, selbst dein Wort 400* Schuld und Strafe find erlassen 450 Schüttet alle bitt're Schmerzen 564 Schweig' nur nicht zu meinen 232 Schweigt Spötter, hier zu seinem * Schweigt vom Glücke und Ges. Seele, das sey dir gesagt 740 2* Seele, du hast angefangen 538* Seele, freu' dich, du darfst nun 705* Seele, Jesus red't dir zu Sag' mir in letzten Stunden * Sagt mir nichts von andern Satans Stürme find wohl heftig Schaffe, daß ich dir hier lebe S. 174 453 635 742 274 572 442 665 216 296 394 14 197 176 386 582 742 620 608 94 572 66 269 726 429 61 542 Register über sämmtliche Liederverse. 495 263 Seele, laß dich nicht betrügen S. 406 Seine Gnade tröstet mich Seele, lasse dir nicht bange Seine Macht ist königlich .* Seele, thu' nach deinen Pflichten * Seele, wach' in allen Fällen * Seele, wenn der Welt ihr Wesen Seele, das ist Kämpfens werth Seelen, das ist uns geschrieben * Seelen, die ihr Jesu dient Seelen, die Segen schon haben * Seelen, laßt uns Gutes thun * Seelen, laßt uns nicht auf Erd. * Seelen, seht auf die Belohn. * Seelen, sucht euch schön zu * Seelen, wir sind in der Welt Seh' ich, wie er über dieß Seht auf Ahasveros Schlösser Seht nicht nur mit Jammern an * Seht, was Jesus uns verheißt Sein Arm ist unüberwindlich Sein Geist führt wie die Jugend Sein Geist steht bei dem Kriege Sein Geist wirkt in uns Triebe Sein Geist zeugt mir dabei Sein Name selbst, der neue Sein Verläugnen lehrt mich Sein Zeugen ist ein mächtig 875 S. 690 663 200 57 457 360 492 20 675 442 625 551 500 504 621 285 Seine Wahrheit in dem Dränen 423 Seiner Sonne holdes Licht 416* Seit die Menschen Sünder 625* Selbst der Vater hat uns lieb 163 Selbst durch den Tod wird man 28* Selbstseliger, der nur in fich 186 Selig ist's, auch als ein Kranker 505* Selig, wer kein Aergerniß. 486 Segt die Welt mir etwas für Segt mir oft in manchem Grade 618 523 Sen du stets meinem Herzen nah 461 Sey, o Gott, mir Sünder gnädig 677* Sey stark, mein Herz, Gefahr ist 656 Sey still in mir, mein Herz 387 Seyd bös, ihr freien Geister 730 Seyd dann belebt, ihr Seelen 129 Seyd getreu, und hofft ihr 193 Seyd stolz, ihr weisen Thoren 230* Sich Jesu zuzueignen 121 Sich im Lieben Christi üben 745 Sich selbst lebt man vergebens 650 Sie beherbergt gern auch Gäste 639 Sie bestreitet Gottes Wort 134 Sie bringt uns zwar in Nöthen 404 126 348 619 516 413 658 416 449 268 876 Register über sämmtliche Liederverse. Sie geh'n nicht als Verbrecher S. 424| Sing ich von Christi Liebe Sie greift selber Gottes Sohn Sie ist artig in Geberden Sie legen ihre Glieder Sie lügt, und hängt dem Lügner Sie preist Geld und Gut Sie sind nicht Leichenträger Sie spielten Alle auf den Harfen Sie tappen in der Finsterniß Sie verhöhnet seine Sache Sie wallen hier als Pilgrime Sie wehrt sich um ihr Leben * Sieh, dein König kommt zu dir Sieh, es sollen die Getreuen Sieh nicht des Herzens Unmacht Sich nicht mein Herz in Sünden Sieh, wie lieblich kann sich nicht Siehe mit verdroß'nem Blicke Sieht der Glaube gleich noch Sind dann die Kinderjahre Sind meine Tage ausgezahlt Sind Stimm und Zunge blöde Sind Tausende im Schlafe Sind wir dann versöhnt vorher Sind wir durch sein Blut gerecht Sind's an dem Leibe Schmerzen S. 642 51 167 173 144 70 328 212 207 4 449* Singet Gott, denn Gott ist Liebe 526 Singt dann, vom Fluch entladen 424 Singt das Geschöpf zusammen 547* Singt, die ihr hier an Jesum 450 Singt, die ihr nur Gitles liebet 365* Singt doch unserm König 333* Singt toch von der Wunderl. 547 Singt ein gleiches Lob dem Geist 403 Singt Gott ein Lied für solch' ein 569 Singt ihr Seelen, lobt die Gnade 268 Singt in den Hütten, ihr Gerechten 623* Singt mit den Engeln, ihr. M. 628 Sobald er uns die Augen schenkt 670 Sobald er uns im Worte fragt 670 Sobald inan seine Gottheit fennt 263* Sobald sich Jesus offenbart 429 So befleißt euch auf das Best' 648 So beter ihn an, alle Götter 739 So bin ich kein Sündenknecht 575 So bin ich nicht mehr mein 541* So bleib es denn nun fefte 409 So bleibe denn mein Angesicht 28 So bleibe in den Deinen 476 So bleibt mir auch im Grabe 7401* So blieb doch Jesus Gottes Sohn 164 225 225 512 188 490 249 301 746 700 735 47 220 44 225 225 Register über sämmtliche Liederverse. So danken wir, Vater, dir alle S. 300 So komm ich denn geladen * So darf ich dann mit Freudigkeit 593 So komme nun gerade So erwarten dich die Deinen So freut mich dein Versöhnen So fürcht ich endlich im Gericht So fürcht ich feinen Menschentag So geht es alle Tage 603 So friegt durch viele Proben 720* So lang ich hier noch walle 503 So lang ich noch soll leben 464 So lässt du mich den Leib genief. 658 So legt sich die Bedienung 266 So macht der Welt ihr Tadel 614 So macht uns keine Furcht verz. 715 So nahm er dann sein Leben 264 So oft ich bete, höre du So giebt Gott auch den Armen So glaub ich auf's Gewisse So hab' ich denn zum ganzen Heil So hab' ich, Jesu, denn von dir So haben's, Herr, die Deinen gut So hält der Glaube sich an den So hoch, so hoch hat Gott geliebt So ist kein Kampf vergebens So ist kein Tod, wie dieser war So ist nie ein Tod geschehen * So ist's dann Gottes Wille * So ist's denn ewig feste So ist's: du, Jesu, bist der So ist's uns um die Herzen So kann er in Gefahren So kann kein Grab mir schaden So kann sich Gott sein Lob erhöhen So kannst du jetzt, als selbst vers. So kennt man Gott in seinem 877 S. 604 554 565 616 644 515 630 671 684 272 472 121 156* So oft ich das Verderben 414 So oft mein Herz hieran gedenkt 256 So preif' ich Jesu Gnade 330 So preif' ich seine Werke 60 So preisen denn wir Armen 654 So quält euch nur mit Sorgen 77 So scheint uns nichts ein Schade 629 So schließ ich sterbend, mir zu 203 So schmählich hieng an unsr. G. 286 So schwach ich bin, so ist von dir 330 So sey dir dann mein ganzes Heil 553 So seyd getrost, ihr Beter 326 So fieh' denn meine Thränen 343 So sind der Gotteswagen 325 So sind wir Christo einverleibt 665 276 230 14 298 747 500 313 488 691 198 732 365 525 878 Register über sämmtliche Liederverse. 547 194 577 666 Sollt mein Herz an dir nicht hangen Sonst bedarf ich weiter nichts 462 Sonst brauch' ich keine Fürsprach Sonst ist kein Gott wie du 197 359 Sonst nicht wird uns Gott gewogen So fißt er zu Gottes Rechten S. 284 Sollt ich mit gottlosem Herzen S. 536 So sondern wir uns von ihr ab Sollt ich nun nicht dankbar feyn So sterb ich dem, dem ich gelebt So strafst du, Gott, die Lügen lieben So vergiltst du, du Gerechter So vieles hoffen und nichts sehen So wein' ich, wenn ich wein' * So weiß ich nun, Gottlob, wohin So werd ich feste bleiben * So wie die Seelen scheiden So will ich dich dann ehren So wird man nicht zu Schanden So wird mein Tod mir nie zu früh So wird mir alle Arbeit süß * So zart ist keine Liebe 715 Sonst würde der Satan den Himmel 720 Sorg, mein Herz für dieß alleine 693 Sorge nur um solche Kleidung 349 Spei' mich nicht als lan dahin 480 Spiegelt sich die Sonne hier 711 Sprach dieß unsers Mittlers Mund 216 Stark genug ist deine Hand 591 Stärk mein Wachsthum in Geduld 251 Stärk mich mit deiner Macht und H. 275 Stärk uns durch dein Wort So zeigst du dich mein Heiland mir Sohn, in dem des Vaters Namen Solche Seufzer dringen ein Solche Zuversicht 15 Stärf uns, Herr, mit deinem Blute Solchen Glauben gründest du Solcher Glaub' ist Gottes Gabe Solches Gute ist gemalt Soll ich leiden muß ich weinen Soll ich zu der Welt Sollst du mich zu halten wissen * Sollt ich die Welt noch lieben 545 Stärke sie mit Lebensworten 497* Starfer Gott, wie übersch. 543* Starfer Jesu, jenem Riefen 474 Starre, stolze Herzen beugen 335 Stel' mir in den Todesstunden 450 Stelle mir die Erndte für 273 Sterb' ich, so schlaf ich wie ein 509 Stimm', Glaube, deine Lieder 559 152 314 204 437 233 743 743 663 263 704 692 498 427 244 640 669 543 87 543 585 505 100 336 Register über sämmtliche Liederverse. Stimmt nur, ihr kleinen Kinder S. 221| Treib auf dem Lebenspfade 634 Treibe mich mit deinen Worten Straft mich mein Herz, bleib er Stürmt auch der Arge auf uns Stürmt der Arge bis zum Sarge Stürmt der Tod einst auf mich Sucht man, wie der reiche Mann * Sünden kann nur Gott vergeben Sünden schmerzen oft im Herzen Sünder, das ist uns geschrieben * Sünder, kommt zu Christi Kripp. Süße Hoffnung jenes Lebens Tage, da ich war auf Erden * Theure Botschaft von der Liebe Theure Gnade, starke Liebe Thor, der kein Gericht will wissen Thränen, die da fließen Thu' du hier selbst das Beste Thu' mir, Jesu, auch die Gnade Thu' mir, nach meinem Glaub. Tilg' in mir das Widerstreben * Tod, du kannst mich auch nicht * Tod, mein Hüttlein kannst du * Tolle Menschen, schämt doch euch * Träge Seelen, Gott zu loben Träumt dem Fleisch, als ob es 492 470 726 96 Treibt der Arge mit Gewalt * Treibt der verworf'ne Drache Treuer Gott, dir sey gedankt Treuer Heiland, halte mich Trener Heiland, laß mich diesen 601 Trifft mich hier so manche Hitze 437 Trink', ausgezehrte Seele 209 58 Tröst' mich in den letzten Zügen 245 Tröst' uns, Herr, bei allem Bösen S. 363 Ueber alle Maaßen wichtig 34 Ueber Haffer ihrer Brüder 145* Ueber jenes Abfalls Größe 386* Um Christum schätz' ich Alles hin 306 Um was wir kindlich flehen Umsonst ist jetzt, sich grämen Unaussprechlich ist die Gnade Unbegreifliches Erbarmen 650 698 414 624 Und endlich an dem Marterstamm 273 Und fällt der alte Bau gleich Und haben meine Tage 585 57 Und hätt' ich alle Gaben 237 Und kommt es dann zum Sterben 442 Und was? er schreibt zusammen 879 529 429 461 707 694 625 710 696 604 551 558 398 652 75 577 85 337 636 43 118 550 400 649 415 650 880 Register über sämmtliche Liederverse. Und wenn ich muß die Stäupe S. 443|* Unter Jesu Kreuze steh'n Und wie soll ich den verkünden Und wie wird's am Ende werden * Unendliches Erbarmen 345 Unter ihrer Feinde Schnauben 557 Unterthanen von dem Sohn 22 Uns bekriegen Mord und Lügen Uns Menschen ist's erlaubet Unschäßbar Gut von höchstem * Unselig, wer sich wiegen läßt Unser Beten steigt zum Throne Unser Erbgut ist gegründet Unser Glaube hat im Beten * Unser Jesus liebt die Seinen * Unser Thun ist nichtig * Unser Wandel ist im Himmel Uns're Brüder, die einst glaubten Uns're Gerechtigkeit ist nun gewiß * Uns're Herzen, sind verschlossen Uns're Last hat dich gebeuget Uns're matten Blicke gehen Uns're Sünden sind gebüßt Uns're Tage werden greulich * Uns're Wüste tiegt voll Leichen * Unf're Zeit ist kurz * Uns'rer Seelen Seligkeit Unter deiner Huld Unter göttlicher Geduld S. 677 669 207 601 Bater, ach bewahre du 238* Vater, dein Will' soll geschehen 242* Vater, deine Sonne gehet 417 Bater, der den Sohn gegeben 714 Vater der Herrlichkeit, dir sey 438 Vater, dir gebührt die Ehre 473* Vater, dir sey ewig Ruhm 130 Vater, du hast ihn gegeben 23 Vater, für den Hoffnungsruhm 403 Vater, gieb, so lang ich walle 656 Vater, heißt's, vergieb du ihnen 219 Vater, in dem Geist sey dir 310* Vater, laß mich Gnade finden 64 Vater, laß um Jesu willen 573 Vater, mache du mich frei 726 Bater, nimm dann Dank und 584 Vater nimm von uns, als Kind. 573* Vater, fich' auf uns're Brüder 419 Vater von versöhnten Kindern 648 Vater, vor dem Höllenfahren 531 Vater, welcher mir zum Leben 226 Vater, werde ob mir Armen 490 624 211 58 219 50 289 2 109 406 212 289 673 682 474 166 275 669 47 396 508 520 Register über sämmtliche Liederverse. Vater, zünd' in meinem Herzen S. 496| Von ganzem Herzen dank ich dir Verächtliche Gabe, die Jesus 102 Von Gnade will ich fingen Vergeht die Lust zum Essen * Verlasset euch nur auf den Herrn Verlorne Welt, laß dich umfassen Vernunft, hier seße mir nicht zu * Vernunft malt ihre Werke * Vertreibt euch nur die lange * Verweslicher Körper geh' ruhig * Verwirf mich nicht im Alter * Viel besser nicht geboren Viele folgen ihrem Sinn * Vielen fehlet oft nicht viel Völker seyd böse und rüstet die * Boll von des Geistes Salben Vom Feld sev Gott erhoben Vom Geist kommt die Erleuchtung Vom Sterben des Heilands entst. Von daher kann's nicht fehlen Von der Güte will ich sagen Von der Mutter Leibe her * Von der Wiege bis zum Sarge * Von der Wollust fingt die Jug. Von des Vaters Gaben * Von Erlösung will ich fingen Von Frenden in dem Klagen 541* Von Gnaden bin ich, was ich bin 305 Von ihm sucht der Löwe Speise 76 Von ihm ward selbst empfangen 522 Bon Menschendräuen stirbt kein 431* Von Satans tausend Listen 586 Von solchen Göttern mag ich 208* Vor dem auserwählten Volke 541 Vor dem Vater neigt er sich 530* Vor der Welt verblendten S. 639 Vor dir mag's nicht gerathen 570* Vorsicht ist uns höchst vonnöthen 265 323 139 Wach auf mein Herz, wer überw. * Wach, Herr, über meine Sinne Wächst schon Noth und Drangsal Wage dich im Glauben nur * Wahrer Gott, dir will ich dienen 55 90 660 881 S. 162 142 8 199 248 191 Wahrer Gott, laß meinen Glauben 517 Wahrer Gott, und wahrer Sohn Wahrhaftiger, ich danke dir 606 240 Wahrheit, daß man als erlöst 148 Wahrheit ist's, wenn du uns 183 Wall ich nur, wie es dir gefällt 530 Wall im Frieden, meine Seele 602 444 292 356 82 447 506 744 637 698 432 475 559 457 331 4 71 71 684 171 882 Register über sämmtliche Liederverse. 246 35 626* Was hat die Welt zu hoffen 88 Was hat mich doch bewahret 331 Was helfen mir Verdienste 550 Was ich denke, was ich thue 620 Was ich Gutes bei mir finde Wankt je mein Herz, das schwache S. 525| Was habt ihr, was gebt ihr, ihr M. S. 281 War es doch dein Gnadenzug Wär' ich schon zum Richterstuhl Wär' nicht er zum Heil gesetzt Ward Jesus, unser Herr und Christ Was aller Grimm der Hölle Was auf dich gebetet ist Was behält uns vor dem Zorn Was bin denn ich, ich Schnöder Was bin ich arme Made * Was bin ich, Herr, daß du auch Was bin ich, Herr, daß du dein Was bin ich, Jesu, daß du dich Was bin ich? lauter Sünde Was das Herz sucht, wird es Was dein Gebot erheische Was dein Geist durchdrungen Was des Glaubens Licht ersticket Was die Erde Herrlich's kennt * Was die Glaubigen für Gaben * Was die Welt hofft, ist vergänglich Was du schenkest, ist auch mein * Was freut mich noch, wenn du's Was Gott dem Priesterorden * Was Gott sagt, das bleibt wahr * Was Gott verheißt den Seinen 61 Was ich verlang', und haben soll 476 Was je darf in Vollkommenheit 228* Was in dem Himmel lebet 304 Was in Gott verborgen war 662 Was in fein menschl. Herz noch 662* Was ist mein armes Herz vor dir 201 Was ist's, wenn der Bösen Rotte 121 Was kann ich? nichts als loben 451 Was kann zum Trost hier dienen 720 Was könnte er dagegen 116 Was meine Augen sehen 394 Was mir sein Wort verheißt 664 Was Niemand achtet, achtest du 175 Was rettet mich vom Schwefelpf. 438 Was sich da in Büchern find't 704 Was fie denfet, zielt auf Lügen 172* Was sind wir arme Menschen 301 Was soll die Erde tangen 4 Was soll ich hier, o Jesu, sprechen 482* Was sonst kein menschlich Aug' 563 659 477 668 20 411 95 456 201 744 147 384 418 5 745 16 26 401 423 500 533 93 456 Register über sämmtliche Liederverse. 286 475 Was senst uns Sündern nicht S. 5101 Weislich führst du nun die Deinen Was speist euch doch, ihr Armen Was tröstet uns? das Hoffen * Was uns Gott verheißen hat Was uns vom Leben führet Was wahr und falsch sey fennet Was wär' an jenem Tage Was wär', o Heiland, doch an Was wäre mir gedienet Was wir mit Schwachheit säen Was wir vom ersten Adam waren Wasch mich, Herr, in deinem Weck' du mich stets, so wach' ich Weh dem, der mitgeloffen 294 Weislich hast du diesem Sohne Weislich haft du ihn mit Bild. Weislich hast du, nach dem Falle 444 Weiß ich kein Wort, rede du 670 Welch' ein Neichthum hoher 411* Welche auf den Herren hoffen 185* Welche Christi Geist nicht haben 630* Welt, singt man dir das Lied 286* Welt verlache uns're Sache 674* Wem Christus viel vergeben 696* Wem du, o Jesu, nah', deß Herz 436 Wem fällt der Mensch heim in 330 Wem Gott hier noch Buße schenkt Wem sollt ich mich empfehlen Wen du frei machst, der ist recht 240 Wen du liebst, den züchtigst du 398* Wenn Alles, was wir sehen 540 Wenn And're, die sich freuen 607 Wenn And're in den Plagen 676 Wenn auch ein Engel käme 455 Wenn auch mein Herz mir zeugen 550 Wenn auf dem Krankenbette 706 517 * Weicht ihr Berge, fallt ihr Hügel Weil auf Drei, die Eines sind Weil der Vater gnädig höret Weil die Pforte doch so enge Weil du mein Gott und Vater Weil du nun beim Vater bist * Weil Jesus auferstanden Weil Jesus in mir lebet Weil Jesus lebt, so leben wir * Weint nicht, ihr Verlass'nen * Weiser Gott, auch für die Ehe * Weisheit der Erden wird endlich 78 Wenn Aug' und Arm erkalten 48 Wenn dann die Sündenglieder 347* Wenn das Glend dieser Erden 883 S. 125 125 125 125 730 731 334 448 316 413 647 128 702 428 597 297 663 484 518 518 619 464 518 571 598 696 884 Register über sämmtliche Liederverse. * Wenn das Gefäete aus der Erde S. 674 Wenn er Tyrannen will verst. Wenn das Geset mich schrecken 518 Wenn Geschlechte dieser Erden Wenn das Herz nach Gnade sehnt 15 Wenn glaubenslose Seelen Wenn dem Verstand und Augen 541* Wenn Gott vorlängst den Vätern * Wenn der Herr von allem Bösen 558 Wenn Gottes Wort schnell laufet Wenn der Leib nur satt 293 Wenn Händ' und Füße beben * Wenn der Tag des Zorns erscheint 476 Wenn Herz und Augen biechen Wenn der Vater aller Lügen 457 Wenn ich am Morgen wache Wenn der Wiß der Welt sich stößt 442* Wenn ich an mir selbst verzage * Wenn der Würmer ihr Gew. 399 Wenn ich auch an Jesu Leibe Wenn dich ein Herz im Glauben 479 Wenn ich auch nichts kann sehen Wenn dich gereuet hätte 633 Wenn ich auch oft nichts fühle Wenn die gesammte Himmelfahrt 715 Wenn ich auch wie Absalom Wenn die Knechte ihrer Sünden 710 Wenn ich auf mein Herz will Wenn du dich wirst offenbaren 603 Wenn ich bei meinem Fehlen Wenn du einst wirst erscheinen 27* Wenn ich bei mir zu Hause bin Wenn du im Seufzen meinst 285 Wenn ich Berufsgeschäfte * Wenn ein Glaubiger gefallen Wenn einst der Herr nach seiner Wenn einst die Lippen schweigen Wenn er allzeit standhaft blieb Wenn er den Spruch, du bist Wenn er ein herrlich Machtwort Wenn er Gottes Willen that Wenn er mäßig aß und tranf Wenn er mich nun erhöret 731* Wenn ich Blumen sehe sterben 239 Wenn ich das Fleisch hier weide 583 Wenn ich den Himmel müßt 639 Wenn ich diese jetzt nicht hätte 389 Wenn ich für mich selbst mich 389* Wenn ich, Herr, an deiner St. 639* Wenn ich, Herr, auf deine 639 Wenn ich in bethränter Bitte 317 Wenn ich in der Kammer bin S. 188 151 317 548 326 541 499 616 538 175 317 712 161 581 712 216 541 705 509 62 743 661 584 250 592 474 Register über sämmtliche Liederverse. 885 18 541 616 706 610 S. 616 Wenn mein Herz in Zügen liegt S. 704 169 Wenn Menschen Trotz dir bie en 363 Wenn mich die Glieder schmerzen 124 Wenn mich die Sünden kränken 729 Wenn mich meine Sünden schm. 686 Wenn mir die Zung am Gaumen 288 Wenn nun die Zeit erschienen 738 Wenn Satan in der Seelen 293 Wenn sich die Augen feuchten 677 Wenn sich die Dreieinigkeit 120 Wenn sich ein Herz mit Gitlem 681* Wenn uns Gott das Herz besicht. 415 Wenn uns Herz und Adern klopfen 539* Wenn wir begraben werden 567 Wenn wir denn im Geiste leben 515 Wenn wir endlich Jesum sehen 532 Wenn wir nahe Noth erblicken 389 Wenn wir thränend streuen 389 Wenn wir uns täglich beugen 354 Wenn wir von Tag zu Tagen 596 Wer auch nich. Sünder wäre 642* Wer ausharrt bis an's Ende 618* Wer da hat, dem giebt man doch 492 Wer dem Weinstock einverleibt 136 Wer dich anruft, den hörst du an 415 28er diese Worte höret 58 Wenn ich in Leidenstagen * Wenn ich in mein Kämmerlein * Wenn ich meine Tage zähle * Wenn ich meinen Schöpfer lerne * Wenn ich mich im Erkranken * Wenn ich mir auf viele Jahre Wenn ich nur Jesum liebe * Wenn ich sehe Wolken steigen Wenn ich selig bin Wenn ich sterbe, führ' mich du * Wenn ich täglich Manna äße Wenn ich vom Schlaf aufstehe Wenn ich von dem Gewimmel * Wenn ich von hinnen scheide, so Wenn ich von hinnen scheide, so Wenn ich zu deinem Tische gehe Wenn Jemand tausend Jahre w. Wenn ihm ein Glanz das Aug' Wenn ihn der Richter übereilt Wenn ihr mit Christo duldet Wenn man den Thron und Angesicht * Wenn man die Kunst der Töne Wenn man euch mit Schmach Wenn man hier mit der Sünde * Wenn mein Herz bedenkt Wenn mein Herz in dem Beten Zweiter Theil. 455 518 527 113 708 145 40 455 641 730 39 306 318 294 167 521 549 542 309 735 886 Register über sämmtliche Liederverse. 308 446 625 151 289 230 56 340 568 534 Wer dieses Siegel in sich hat S. 479 Wer nur in dir bleiben will S. 542 Wer dieß nicht hat, hat Gott auch* Wer nur nach diesem Leben greift 494 Wer dir nicht gehorsam ist * Wer prüfen will, der prüfe fich 503 * Wer ein Ohr hat, höre dieß * Wer sich in die Welt zerstreuet Wer erkennte deinen Sinn Wer stünde sonst im Kämpfen * Wer thut, wer macht es, wer * Wer von der Welt sich abgetr. 617 Wer will Gottes Reich verscherzen 332 Wer will Trost und Leben hoffen 321 Wer will verdammen, Gott will's 734* Wer wundert sich ob meinem 2. 496 Werke, die wie Wunder scheinen 701 Werthe Schriften vom Erbarmen 693 Wider alle Noth, wider dich, o 412 Wider meinen Widerpart 724 473 258 247 50 358 136 14 Wie dein Geist an den Herzen 18 Wie der Vater uns zum Leben 14* Wie die Kraft vergoß'ner Salb 564 Wie dieses mag geschehen 5 Wie einem Baum zum Leben dient 14* Wie elend müßt' ich sterben 280 Wie er leßt den Geist hingiebt 451 Wie er Menschheit angenommen 141 Wie er ohne Haß geliebt 733 Wie groß ist Christi Herrlichkeit 474* Wie groß ist doch die Güte Wer Glauben hat, der bücket fich * Wer glaubt, der kommt nicht in's * Wer glaubt, wird selig werden Wer Gottes Leben nicht versteht Wer hadert mit dem Schöpfer Wer hat gebeten und verstanden Wer hier Ohren hat der höre Wer Hoffnung außer Christo hat Wer Jesum angenommen Wer Jesum kennet als sein Haupt Wer ist zum Glauben tüchtig * Wer kann dein Thun begreifen Wer kann Gott Vater nennen. * Wer kann sich seines Gottes Wer kann was Gutes nennen Wer könnte sonst gedenken * Wer legte dir die Bande * Wer mit Christo auferstanden Wer nicht glaubt dem mang. Wer nicht glaubt, ist schon ger. * Wer nur hier will etwas seyn 730 261 215 157 294 708 630 677 440 639 651 Register über sämmtliche Liederverse. Wie gut ist frühe Buße Wie gut ist's, Jeſum kennen * Wie gut ist's überwinden * Wie gut ist's, von der Sünde Wie gut ist's, wer mit dir bekannt * Wie hast du, unbeflecktes Lamm Wie herrlich reizt uns dieß * Wie herrlich sind die Gaben Wie herrlich sind die Kronen * Wie herrlich wird des Menschen Wie Jesus uns versöhnet * Wie ihr glaubt, so soll's geschehen Wie im Garten jede Blume Wie ist die Ehre doch so groß Wie ist es doch ein Wunderblut Wie ist es doch für eine Welt Wie lange siehst du dem Leiden Wie lautet das so jämmerlich Wie leer sind doch die Seelen Wie macht's doch so vollkommen Wie nach mütterlichen Brüsten * Wie nöthig ist der Glaube Wie oft hab' ich erfahren Wie sanft thut das den Herzen Wie selig ist's, dich kennen * Wie selig ist's, Gott und den 422 611 297 436 S. 644* Wie Simeon verschieden Wie sollt ich dem nicht leben wollen Wie stark bist du, wie schwach sind Wie tief lag ich in dem Verderben * Wie tief ließ Jesus sich herunter 352 Wie träg bist du zu fassen 159 Wie träg bist du zu glauben 650 Wie träg bist du zum Beten 533 Wie träg bist du zum Dulden 657 Wie träg bist du zum Kämpfen 688 Wie unser Leib schon in der Zeit 299 Wie viel Nöthen, die auch tödten 175 Wie wascht es doch das Herz so 569 Wie werden sie zu nichte 352* Wie willig giengst du Gottesl. 352 Wie wird aus fauler Erden 110 Wie wird uns da sein Wort so 534 Wie wird's so gar ein and'res seyn 140 Wie wohl ruht, wer sich müd ges. 352 Wie wohl wird's da der Seele 699 Wie wohl wird's uns ergehen 422* Wiewohl wir Gottes Kinder find 541 Will der treue Heiland nur 887 S. 571 390 127 313 313 529 529 529 529 529 550 3 Will der Weg mir lange werden 693 Will dich der Arge locken 105 Will einst mit Drohen uns das 36 352 400 213 465 -55 519 100 746 633 739 460 659 509 412 Register über sämmtliche Liederverse. 888 Will ich mit Gitlem prangen Will mein Gehör verfallen Will mich das Kreuz ermüden Will mich der Arge quälen Will mich der Satan reitern Will mich der Weg ermüden Will mich mein Glend quälen Will Satan mich berauben Will sich der Weltgeist an mich Will sich mein Fleisch vergehen Will uns Gott geholfen wissen Willst du mit mir noch ringen Wir beten allzuschwächlich Wir beten rich in Demuth an Wir beten Gott und Christum an Wir bilden uns hier Vieles ein * Wir bücken uns vor deinem Wir danken, daß du in der Zeit Wir danken die Bedienung Wir danken dir für dein Erwählen Wir danken dir, Herr Jesu Christ * Wir danken Gottes Treue Wir, denen Gott die Erstlinge Wir denken jetzt noch Kindern Wir, die wir uns verloren * Wir dienen einem Gnädigen 343 S. 5091* Wir dürfen Christi Tod verkünd. S. 515 541 Wir ehren den Vater, wir danken 153 415 Wir ehren dich, wir glauben dir 235 649 Wir fühlen Sünde, du hast ſie 421* Wir geh'n im neuen Testament 649 Wir glauben an ihn ungesehen 415* Wir glauben, daß Jesus der 616* Wir glauben, ob wir's schon 737* Wir haben doch hier keine Stadt 616* Wir haben Jesum nicht gesehen 613* Wir haben nicht den Geist empf. 732 Wir haben schon den Geist zum 92 Wir hoffen ihm zu danken 74 Wir hoffen ihn zu loben 739 Wir hoffen ihn zu sehen 739 Wir hoffen mit zu leben 329 Wir hören dich die preisen 180 Wir kämen in's Gewirre 365* Wir können nicht selbst beten 329 Wir können uns das Leben 266 Wir lassen uns billig in Christo 330 Wir lassen unser Sterbekleid 615* Wir leben unter Gnade 739 Wir liegen blos im Säen 357* Wir loben dich, Schöpfer des 445 Wir schwache Kinder lallen hier 672 439 254 734 580 439 737 492 246 246 246 246 598 193 198 126 281 469 318 459 233 20 Register über sämmtliche Liederverse. 562 562 562 303 257 Wir sehen auf das Leiden nicht S. 562* Wird mir das Angedenken Wir sehen diese Welt nicht an Wird schon ein größ'res Loblied Wir sehen nicht auf Tod und Grab Wird stets der Jammer größer * Wir sehen nicht auf's Sichtbare Wirfst du mir auch Vieles zu Wir sind eines andern worden Wirft fie je ein Unfall nieder Wir sind erwählt, wir haben Huld Wirk es, o du Geist des Glaubens Wir sind hier noch im Getümmel 303 Wirk zarte Gegenliebe Wir sind im Blut des Lamm's * Wir sind noch von der Heimath * Wir sind schon selig in der Zeit Wir sind wohl Kinder, aber doch Wir treten in getrostem Sinn Wir wandeln hier noch in der W. * Wir waren in der Sünde todt Wir warten dein, du hast uns ja Wir warten dein, du kommst gewiß * Wir warten dein, o Gottes Sohn Wir warten deiner mit Geduld Wir werden Jesum sehen * Wir wissen, was wir glauben * Wir wissen weder Tag noch Wir wollen voll Vertrauen * Wird der Gerechte kaum erhalten Wird ein Sünder Gottes Kind Wird je im Geh'n mein Glaube Wird mein Wandel hier beschlossen 889 S. 716 327 747 626 236 585 485 237 441 245 428 672 146 383 492 Wissen von des Vaters Liebe 684 Wißt, der Teufel hasset euch 492 Wißt, es ist noch nicht erschienen 615 Wo der Zorn auf Zorn gehäuft 672 Wo man der Engel Menge find't * Wo sich Gottes Klarheit spiegelt Wo wird man sich verstecken Woher kommt solches Flüchtigseyn 544 253 405 405 Wohl dem, dem du, Herr wehrest 405 Wohl dem, welcher einmal 405 Wohl denen, die Gott ziehet 391 Wohl der Seele, die das Haupt 452 Wohl mir, wenn am Rechnungst. 532 Wohl mir, wenn ich mich an dich 471 Wohl mir, wenn mir von Innen 443 Wohl uns, wenn das Lebenswoit 113 Wollt ihr Weisheit, sie ist da 580 Wollte in der Hölle einer 724 Wollte meine Seele wanken 500 678 699 168 387 463 339 485 549 166 43 489 7 Register über sämmtliche Liederverse. * Zu Gott zu sagen: Herr mein S. 214 Zu Jesu, den man Mittler nennt 672 3u feinem Engel ward gesprochen 734 3üchtige mich auch durch Gnade 724 Züchtigst du mich je und je 563 3ulegt gieb diesen Zweien 341 67 603 490 21 Zum Berge Zion treten wir 449 3um Sterbetroft, zur Lebenskraft 635 Zur Ewigkeit sind wir gebildet 145 Zur Warnung soll mir's dienen 742 3war bleibt der Grund, den Gott 30 3war du hättest Recht an mich 30 3war im Glauben hat man schon 11 3war leb' ich in dem Fleische noch 569 3war steh'n wir noch zurücke 556 3war will die Sünde immerdar 727 3weifeln ob's der Mühe lohne 704 3weihundert acht und achtzig M. 890 Wunder, wie die Allmacht schaffet S. 215 * Wunderbarer Herr, die Deinen Wundergnade, der Verlor'ne Würde auf dem Krankenbette * Würdiglich vor Gott zu wandeln Wüßt ich, was Schul und Staaten 3aget nur nicht, wenn ihr Fürst Zählt man euch zu den Armen Zärtlich kann die Liebe dringen Zeichne in des Vaters Haus * Zeuch, Jesu, in die Herzen ein Zeuch, Jesu, in die Herzen ein, lehr Zeuch uns, o Jesu, wohin du geg. Zich' mir auch einst mein Pilgerkt. Zieh' mir nur mit allen denen Ziehst du mir die Gedanken Zu dem Vater darf man geh'n 672 638 702 644 501 339 410 577 481 728 398 333 In demselben Verlage sind erschienen folgende Evangelische Gebet- und Erbauungsschriften. Arndt, Joh.,( weil. General Superint. des Fürstenthums Lüneburg,) sechs Bücher vom wahren Christenthum, nebst dessen Paradiesgärtlein u. s. w. In Quart. roh fl. 2. 42 fr. oder Thl. 1. 20 Ngr. Dasselbe in groß Octav, in zwei Bänden, mit einer Abtheilung der Kapitel auf alle Tage im Jahre. roh fl. 2. 51 fr. oder Thl. 1. 24 Ngr. Arndt, Joh., Paradiesgärtlein, enthaltend: andächtige, lehr- und trostreiche Gebete zur Erneuerung des Bildes Gottes c. Mit 8 Kupfern. 8. roh 36 fr. oder 12 Ngr. Arndt, Joh., Schaßkästlein, oder Aufschlagbüchlein auf alle Tage, enthaltend die Erklärung der wichtigsten Psalmen Davids, so wie ausgewählte Gebete für Leidende, von Arndt und 3. C. Storr. Mit Arndts Bildniß. Quer 8. roh 36 fr. oder 12 Ngr. Basler Bibel, die, in Folio, oder Biblia, das ist: die ganze heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, verdeutschet durch Dr. Martin Luther. Anjezzo über die Alten Summarien, Concordanzen, Zeit,- Lehr-, Historien- und Namenregister, mit nüßlichen, einem jeden Vers beigefügten Auslegungen, accuraten und vollkommenen Summarien am Rande, neuen und lehrreichen Vorreden über viele Bücher beider Testamente, Voranstellung der vornehmsten Materien oben auf einem jeden Blatt, Vermehrung der Parallelstellen, Einrückung der Chronologie, und Unterscheidung der Haupt- und Machtsprüche durch eine besondere Schrift Gott zu ehren und allen heilsbegierigen Seelen zum Unterricht und Trost versehen und herausgegeben durch M. Battier und M. Theodor Gernler, weil. Diener am heil. Evangelio in der Kirche. zu Basel. Neue Auflage, mit noch mehreren Auslegungen, sammt einer vers besserten Zeitrechnung und unterschiedlichen dazu dienlichen neuen Figuren versehen, und vermehrt mit einer Beschreibung der Zerstörung Jerusalems, nebst angehängtem Familienregister. 45 fr. oder Thl. 5. 24 Ngr. Bengel, Dr. Johann Albr., erklärende Umschreibung der Offenbarung Jesu Christi, als ein Auszug aus des seligen Verfassers erklärten Offenbarung und sechszig Reden. Herausgegeben von Diac. M. Ernst Bengeln. Nebst den apocalyptischen Liedern von der offenbarten Herrlichkeit und Zukunft des Herrn. Von Chr. Ludw. von Pfeil. Auf's Neue in Druck befördert von einem Verein christlicher Männer. 8. Dritte Auflage. 36 fr. oder 12 Ngr. Biblia, oder ausgewählte geistliche Denksprüche aus„ Tersteegens Vergißmeinnicht." In kleinstem Taschenformat und elegant vergoldeter Ausstat tung.( Ziehfärtchen enthaltend.) 24 fr. od. 8 Ngr. Blumhardt, Christoph, Pfarrer in Möttlingen, Prophetenlieder nach Jesaia, nebst ausgewählten Psalmliedern, nach dem biblischen Texte bearbeitet. In Deckel geb. 24 fr. oder 8 Ngr. Blumhardt, Christoph, Pfarrer in Möttlingen, Psalmlieder oder die Psalmen in fingbare Lieder umgesetzt. fl. 8. Mit Umschlag 36 fr oder 12 Ngr. Blumhardt, Christoph, Pfarrer in Möttlingen, Vertheidigungsschrift gegen Herrn Dr. de Valenti, zur Hoffnung bei Bern. 200 Seiten. 8. In Umschlag broschirt. 42 fr. oder 14 Ngr. Brastberger, M. Immanuel Gottlob, die Ordnung des Heils, oder: Die Buße zu Gott und der Glaube an unsern Herrn JEsum Christum, in fünf und dreißig Wochen- Predigten der christlichen Gemeinde in Nürtingen vorgetragen, und auf Verlangen dem Druck überlassen. Nebst dem Lebenslauf und Bildniß des Verfassers, sowie einer Vorrede von Diac. Klemm und Rector Köstlin in Nürtingen. In 8. roh fl. 1. 30 fr. oder Thl. 1. F Braftberger, evangelische Zeugnisse der Wahrheit, zur Aufmunterung im wahren Christenthum, theils über die gewöhnlichen Sonn-, Fest- und Feiertagsevangelien, theils über die Passionsgeschichte unsers Erlösers, in einem vollständigen Predigt Jahrgang zusammengetragen, und nebst einem Anhang einiger Casual- Predigten. In Quart. 148 Bogen. roh fl. 1. 48 fr. oder Thl. 1. 6 Ngr. Bunyan's heiliger Krieg, oder ein Gemälde des menschlichen Herzens, wie dasselbe durch selbstverschuldeten Abfall verloren zu gehen scheint, aber von dem Herrn mit überschwenglicher Gnade wieder gewonnen wird. Uebersegt nach der von der religiösen Traktaten- Gesellschaft zu London besorgten Ausgabe, von C. H. Decker. Mit 26 den Terte beigedruckten Abbildungen. roh 36 fr. od. 12 gr. Communionbüchlein, der häuslichen Andacht gewidmet und für heilsbegierige Seelen, besonders auch für Neukonfirmirte. Herausgegeben von einem Verein christlicher Männer. In engl. Einband mit Goldschnitt und Stahlstich 36 fr. oder 12 Ngr. Eifert, M., Namenbüchlein oder Verzeichniß und Erklärung der gebräuchlichsten Taufnamen mit beigefügten entsprechenden Bibelsprüchen. Für Eltern, Lehrer und Kinder. 18 fr. oder 6 Ngr. Fricker, Weisheit im. Staube, in engl. Einband mit Goldschnitt 36 fr. oder 12 Ngr. Frühlingsblüthen, eine Liedergabe für Gonfirmanden, von G. K., DiaconatsVerweser. 23 Seiten 6 kr. oder 2 Ngr. Gebet- Büchlein, evangelisches, auf alle Wochentage, für Fest- und Feiertage, Beicht und Communion Gebete, sowie Gebete für Kranke und Sterbende 2c. In Druck befördert durch einen Verein christlicher Männer. Dritte Auflage, in engl. Einband mit Goldschnitt und Stahlstich. Sehr passend als Geschenk. 36 fr. oder 12 Ngr. Gregor, Gebete und Betrachtungen in Versen auf alle Tage des Jahrs. Neue Auflage. 18 fr. oder 6 Ngr. Habermann, Dr. Joh., christliche Morgen- und Abendgebete auf alle Tage in der Woche. Velinpapier in engl. Ginb. Dasselbe gewöhnliche Ausgabe in Deckel geb. 24 fr. oder 8 Ngr. Hiller's M. Ph. Fr., Gott geheiligte Morgen Stunden 9 fr. oder 3 Ngr. in zwölf poetischen Mit dem Bildniß 24 fr. oder 8 Ngr. 21 fr. oder 7 Ngr. Betrachtungen des Morgenthaues nach biblischen Sprüchen. des sel. Verfassers. In Leinwand mit Goldschnitt Dasselbe cartonirt Hiller's Ziehkärtchen. In 70 Blättern. Oder: Glaube, Liebe, Hoffnung. Ermunterungen für's tägliche Leben. Ausgewählt aus M. Ph. Fr. Hiller's geistlichem Liederkästlein. Auf's Neue herausgegeben in dreierlei Ausgaben: Ausgabe Nro. 1., auf prächtigem Papier in- hübschem Futteral mit Goldtitel. 24 fr. oder 8 Ngr. Ausgabe Nro. 2., auf gewöhnlichem Druckpapier, ganz derselbe Inhalt, in einfachem Futteral 12 fr. oder 4 Ngr. Ausgabe Nro. 3., Druck wie bei Nro. 2, bestimmt zum Vertheilen in Verſammlungen. Preis für 70 zerschnittene Blätter 6 fr. oder 2 Ngr. Hohenfels, v. Fr., Jesuiter, Jesuwider! Oder: Sind die Väter Jesu Christi Jünger? Eine Zeitfrage aus alter Zeit beantwortet. gr. 8. 4 Bogen. 24 fr. oder 8 Ngr. Hübner's biblische Historien aus dem alten und neuen Testamente. Für Jugend und Volksschulen nach der Anforderung unserer Zeit auf's Nene bear beitet von C. A. Körner. Mit leicht faßlichen Fragen und einer kurzen Geschichte der christlichen Religion. 8.( 24 Bogen.) Preis der Ausgabe mit 52 gemalten Abbildungen. roh fl. 3. 36 fr. oder Thl. 2. Dasselbe mit schwarzen Abbildungen. roh fl. 1. 12 fr. oder 24 Ngr. Dasselbe ohne Abbildungen. 36 fr. oder 12 Ngr. roh Kempis, Thomas v., Vier Bücher von der Nachfolge Christi. Nebst Anhang von Morgen-, Abend-, Buß-, Beicht- und Communion- Gebeten für alle glaubige Christen, neu bearbeitet von einem Verein christlicher Männer. Zweite Auflage in engl. Einband mit Goldschnitt und Stahlstich 48 fr. oder 15 Ngr. Diese elegant ausgestattete Taschenausgabe kann mit Recht zu Geschenken bestens empfohlen werden. Kind, das betende, mit gemalten Bildern. In kleinstem Format. Hübsch gebunden 12 fr. oder 4 Ngr. Lavater's, J. C., Weisheit auf jeden Tag des Jahrs. Mit Lavaters Bildniß. In blauer Leinwand elegant mit Goldschnitt. Ausgabe Nro. 1. Dasselbe in gepreßtem Leder, Goldschnitt und Klappe. 48 fr. oder 15 Ngr. Ausgabe Nro. 2. 36 fr. oder 12 Ngr. Dasselbe in gepreßter Leinwand ohne Goldschnitt. Ausgabe Nro. 3. 30 fr. oder 10 Ngr. Lehre, die, vom Kreuze Christi. Von einem Verein christlicher Männer zum Druck befördert Mit 10 Stahlstichen. In elegantem Einband mit Goldschnitt 36 fr. oder 12 Ngr. 27 fr. oder 9 Ngr. Dasselbe cartonirt mit gedrucktem Umschlag Luther, Dr. Martin, Weisheit auf jeden Tag des Jahrs. Ein christlicher Kalender. Mit Luthers Bild. In Leinwand elegant mit Goldschnitt und Goldverzierung. Ausgabe Nr. 1 48 fr. oder 15 Ngr. Dasselbe in gepreßtem Leder, Goldschnitt und Klappe. Ausgabe Nr. 2. 36 fr. oder 12 Ngr. Dasselbe in gepreßter Leinwand ohne Goldschnitt. Ausgabe Nr. 3. 30 fr. oder 10 Ngr: Luther, Dr. Martin, wahres Christenthum. Aus den Schriften Luthers zusammengetragen durch M. Martin Statius. Mit 4 Kupfern. gr. 8. roh fl. 1. 12 fr. oder 24 Ngr. Offenbarung St. Johannis, oder vielmehr unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Dr. Martin Luthers Uebersegung nach dem Grundtert berichtigt von Mayer. In kleinstem Taschenformat mit Umschlag brosch. 9 fr. oder 3 Ngr. Otho's, J. Jakob, weil. Stadtpfarrer in Gaildorf, evangelischer Krankentroft. Ein Predigtbuch für alle Sonn-, Fest- und Feiertage, mit erbaulichen Erempeln alter und neuer Zeit erläutert, gr. 8. roh fl. 1. 48 fr. oder Thl. 1. Palearius, Antonius, das wiedergefundene goldene Büchlein von der Wohlthat Jesu Christi des Gekreuzigten aus dem Zeitalter der Reformation, für die Rechtfertigung aus dem Glauben. Neu übersetzte Ausgabe. In engl. Einband mit Goldschnitt 24 fr. oder 8 Ngr. 18 fr. oder 6 Ngr. 12 fr. oder 4 Ngr. Pöschel, Johannes, geb. 1711, geft 1742. ,, Ginmal ist die Schuld entrichtet, und das gilt auf immerhin; ic." Mit dem Bildniß des Gekreuzigten. Taschenformat, brosch. 3 fr. oder 1 Ngr. steif cartonirt roh Psalter und Harfenspiel, neues, der Kinder Zion. Zweiter Theil der Sammlung außerlesener geistlicher Lieder. Neue, wenig veränderte und vers mehrte, aber auf's Gewissenhafteste von einem evangelischen Geistlichen durchgesehene Ausgabe. Auf Maschinenpapier. El. 8. 337 Seiten 24 fr. oder 8 Ngr. 48 fr. oder 15 Ngr. Dasselbe in Leinwand und Goldschnitt Rabel, christliche Erzählungen für Schule und Haus. 170 Seiten. gebunden 30 fr. oder 10 Ngr. Diese Sammlung ist besonderer Beachtung werth, und geeignet in ganzen Klassen eingeführt zu werden. Sammlung christlicher Gebete für jeden Morgen und Abend der Woche, für die hohen Festtage, sowie für besondere Zeiten und Lagen, mit besonderer Rücksicht für Reisende. Von verschiedenen gottseligen Verfassern. Mit einem Titelkupfer, steif brosch. 9 fr. oder 3 Ngr. Sammlung auserlesener geistlicher Lieder zum gemeinschaftlichen Gesang und eigenen Gebrauch in christlichen Familien. Stereotyp- Ausgabe. roh 18 fr. oder 6 Ngr. Schatzkästlein, christliches, oder erbauliche und lehrreiche Denksprüche der ersten Christen auf alle Tage des Jahrs. 18 fr. oder 6 Ngr. Schönleber, Sitten und Denksprüche, als Grundlage des ersten Religionsunterrichts für Kleinkinder- und Elementarschulen. Mit Titelkupfer. Zweite Auflage. 9 fr. oder 3 Ngr. Seelenapothek, heilsame, zur Bewahrung vor muthwilligen und vorsäßlichen Sünden. Nebst einem Anhang von Morgen- und Abendgebeten. 8. rob 36 fr. oder 12 Ngr. Seiz, J. A., Musikdirektor in Reutlingen, rhytmische Choräle, zweistimmig für Schule und Haus. brosch. 9 fr. oder 3 Ngr. Seufzer Schatzkästlein, eines mit Gott verbundenen Herzens, das Feuer der himmlischen Liebe unter allen äußern Umständen zu unterhalten. 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