дв. 1136 1130 مان Univ.- Bibl. Giessen Evangelisches Gefang- Buch. { Herausgegeben nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Cleve, Berg und von der Grafschaft Mark. Mit Genehmigung Eines hohen Ministerit der geistlichen Angelegenheiten. Elberfeld, 1859. Druck und Verlag von Sam. Lucas. G 4136 Inhalts- Anzeige. Erste Abtheilung. Kirchliche Zeiten und kirchliche Handlungen. I. Lieder für kirchliche Zeiten. 1. Sonntagslieder. 1-21. 2. Adventslieder. 22-35. 3. Christfestlieder. 36-56. 4. Neujahrslieder. 57-64. 5. Passionslieder. 65-109. 6. Osterlieder. 110-135. 7. Himmelfahrtslieder. 136-146. 8. Pfingstlieder. 147-174. 9. Buß- und Bettagslieder. 175-191.( S. auch die Lieder von der Buße. 347-356.) 10. Reformationslieder. 192-194,( S. auch die Lieder von der Kirche. 390-400.) II. Lieder für kirchliche Handlungen. 1. Lieder von der heiligen Taufe. 2. Confirmationslieder. 200-208. 195-199. 3. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 209-217. 4. Abendmahlslieder. 218-237. 5. Ordination und Einführung eines Predigers. 238-240. 6. Bei Beerdigungen und zum Gedächtniß der Verstorbenen. 241-260. ( Vergleiche Abtheilung III. 12.) 3 weite Abtheilung. Gottes Wesen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. I. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 261-283. II. Gottes Werke und Wohlthaten. A. Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. 284-298. B. Erlösung des Menschen. 1. Die Sünde und ihre Folgen. 299-306. 2. Die Erlösung im Allgemeinen. 307-316. 3. Der Erlöser. a) Jesu Geburt 2c. bis zu seiner Himmelfahrt.( S. die Lieder in der ersten Abtheilung.) b) Jesu göttliche Würde. 317. c) Jesu Name. 318-320. d) Jesu Wandel. 321-325. e) Jesu prophetisches Amt. 326-329. f) Jesu hohenpriesterliches Amt. 330-332. g) Jesu königliches Amt. 333-336. h) Jesu Wiederkunft zum Gerichte. 337-344. VI C. Heiligung durch den heiligen Geist.. 1. Lieder von der Ausgießung des h. Geistes und seinen Wen. ( S. in der ersten Abtheilung die Pfingstlieder.) 7 2. Die Heilsordnung. a) Erweckung und Erleuchtung. 345. 346. b) Buße. 347-356.( S. auch die Buß- und Bettagslieder in der ersten Abtheilung.) e) Glaube und Rechtfertigung. 357-377. d) Wiedergeburt, Erneuerung und Heiligung. 378-385. e) Versiegelung und Verherrlichung. 386-389. 3. Die Kirche. 390-400.( S. auch die Reformationsfestlieder in der ersten Abtheilung.) 4. Die Gemeinschaft der Heiligen. 401. 402. 5. Das Wort Gottes. 403-408. Dritte Abtheilung. Das christliche Leben. 1. Sorge für die Seele. 409-417. 2. Das Gebet. 418-424. 3. Lob und Dank, 425-437. 4. Liebe zu Gott und Jesu. 438-473. 5. Ehrfurcht und Demuth. 474-478. 6. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 479-520. 7. Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 521-531. 8. Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 532-540. 9. Nächstenliebe. 541-545. 10. Geistlicher Kampf und Sieg. 546-558. 11. Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 559-565. 12. Tod, Gericht und Ewigkeit. 566-598.( Vergl. auch die erste Abth. II. 6.) Vierte Abtheilung. Besondere Zeiten und Verhältnisse. I. König und Obrigkeit. 599. 600. II. Allgemeine Landesangelegenheiten. 1. Saat und Erndte. 601-605. 2. Deffentliche Noth im Allgemeinen. 606-611. 3. Krieg und Frieden. 612-621. 4. Dürre. Nässe. 5. Feuersnoth. 627-629. 6. Seuchen. 630. 631. III. Lieder, zunächst für häusliche Erbauung. Theurung. 622-626 1. Morgenlieder. 632-643. 2. Mittagslieder. 644-646. 647-655. 3. Abendlieder. 4. Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit, zum Lesen der heil. Schrift, zum Gebet, zur Selbstprüfung. 656-662. 5. Für Jünglinge, Greise, Eheleute, Eltern, Wittwen. 663-670. 6. Für Kranke, Genefende, Sterbende. 671-681. Erste Abtheilung. Kirchliche Zeiten und kirchliche Handlungen. I. Lieder für kirchliche Zeiten. 1. Sonntagslieder. Eigene Melodie. Eigene Melodie. Es wolle Gott uns gnädig Segen 1. Allein Gott in der Höh sei 2 Ehr, Und Dank für seine sein, Und seinen Gnade, Darum, daß nun und nim- geben. Sein Antlitz uns mit helmermehr Uns rühren kann ein Scha- lem Schein Erleucht zum ewgen de. Ein Wohlgefalln Gott an uns Leben, Daß wir erkennen seine hat, Nun ist groß Fried ohn Unter- Werk Und was ihm lieb auf Erlaß, All Fehd hat nun ein Ende. den, Und Jesu Christi Heil und 2. Wir loben, preis'n, anbeten Stärk Bekannt den Heiden werde, dich Für deine Ehr, wir danken, Und sie zu Gott sich kehren. Daß du, Gott Vater, ewiglich 2. So danken dir und loben Regierst ohn alles Wanken. Ganz dich, Herr Gott, die Heiden alle, unermess'n ist deine Macht, Fort Und alle Welt, die freue sich, g'schieht, was dein Will hat be- Und sing mit großem Schalle, dacht, Wohl uns des feinen Herren! Daß du auf Erden Nichter bist 3. O Jesu Christ, Sohn einge- Und läß'st die Sünd nicht walborn Deines himmlischen Vaters, ten. Dein Wort die Hut und Versöhner der'r, die war'n ver- Weide ist, Die alles Volk erhallor'n, Du Stiller unsers Haders, ten, In rechter Bahn zu wallen. Lamm Gottes, heilger Herr und 3. Es danke, Gott, und lobe Gott, Nimm an die Bitt von unsrer dich Das Volk in guten ThaNoth, Erbarm dich unser Aller. ten, Das Land bring Frucht und 4. O heilger Geist, du höchstes bessre sich, Dein Wort laß wohl Gut, Du all'rheilsamster Tröster, gerathen. Uns segne Vater und Vor's Teufels G'walt fortan behüt der Sohn, Uns segne Gott der Die Jesus Christ erlöste Durch heilge Geist, Dem alle Welt die große Mart'r und bittern Tod; Ehre thu, Vor ihm sich fürchte Abwend all unsern Jamm'r und allermeist. Nun sprecht von HerNoth, Dazu wir uns verlassen. zen: Amen! Eigene 8 Sonntagslieder. Eigene Melodie. Herr! Und schaun dich dort von 3. Jehovah! Jehovah! Jeho- Angesicht In ewger Freud und deinem Namen Sei selgem Ehre, Macht und Ruhm! Amen, 4. Ehr sei dem Vater und dem Amen! Bis einst der Tempel Sohn, Dem heilgen Geist, in Einem dieser Welt Auf dein Wort in Thron, Der heiligen Dreieinigkeit Staub zerfällt, Soll in unsern Sei Lob und Preis in Ewigkeit. Hallen Das Heilig, Heilig, Heilig! erschallen. Halleluja, Halleluja! Mel. Kommt her zu mir, spricht. 6. A, Herr Gott, gib uns Eigene Melodie. deinen Geist Von oben, 4. Nichster Jesu, wir sind hier, der uns Beiſtand leiſt Im Beten Dich und dein Wort und im Lehren. Die Sünd vergib, anzuhören. Lenke Sinnen und Andacht verleih, Das Herz bereite, Begier Auf die süßen Himmels- daß es sei Geschickt, dich zu verehren. lehren, Daß die Herzen von der 2. Den Glauben mehr, die Erden Ganz zu dir gezogen werden. Hoffnung stärk, Laß unsre Seel 2. Unser Wissen und Verstand bei diesem Werk Zu dir, Gott, sich Ist mit Finsterniß umhüllet, Wo erheben. Gib, daß wir Hörer nicht nicht deines Geistes Hand Uns allein, Vielmehr guch wahre Thäter mit hellem Licht erfüllet. Gutes sein, Und nach dem Worte leben. Denken, Thun und Dichten Mußt du selbst in uns verrichten. Mel. Wunderbarer König. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, 7. Gott ist gegenwärtig! Laſ= Licht vom Licht, aus Gott geboset uns Und ren, Mach uns allesammt bereit, in Ehrfurcht vor ihn treten. Gott Deffne Herzen, Mund und Ohren. ist in der Mitte! Alles in uns Unser Bitten, Flehn und Singen schweige, Demuthsvoll vor ihm Laß, Herr Jesu, wohl gelingen. sich beuge. Wer ihn nennt, Wer ihn kennt: Fallt in Demuth nieder, Gebt das Herz ihm wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, Dem uns wend, Den heilgen die Seraphinen Tag und Nacht geGeist du zu uns send. Mit Hülf beuget dienen. Heilig, heilig, heiund Gnad er uns regier, Und lig! Singen Engelchöre: Ihm, dem uns den Weg der Wahrheit führ. Herrn, sei Preis und Ehre! Herr, 2. Thu auf den Mund zum vernimm Unsre Stimm, Wenn auch Lobe dein, Bereit das Herz zur wir Geringen Unsre Opfer bringen. Andacht sein, Den Glauben mehr, 3. Wir entsagen willig Allen stärk den Verstand, Daß uns Eitelkeiten, Die uns Sünd und dein Nam werd wohl bekannt. Welt bereiten. Wir geloben heilig, Eigene Melodie. err Jesu Chrift, dich zu 5. Her 3. Bis wir singen mit Gottes Seele, Leib und Leben Dir zum Heer Das: Heilig, heilig ist der Eigenthum zu geben. Du allein Sollst Sonntagslieder. 9 Sollst es sein, Unser Herr und Ihre Fülle zu genießen, Streu Meister, Vater aller Geister. das Wort mit Segen ein, Laß 4. Majestätisch Wesen, Möch- es reich an Früchten sein. ten wir dich preisen, Und im Geist 3. Zünde selbst das Opfer an, dir Dienst erweisen! Möchten wir Das auf meinen Lippen lieget, wie Engel Immer vor dir stehen, Und erhelle mir die Bahn, Wo Und dich gegenwärtig sehen! Laß kein Irrthum mich betrüget, Und uns dir Für und für, Einzig dir kein fremdes Feuer brennt, Wel= vor Allen, Trachten zu gefallen. ches dein Altar nicht kennt. 5. Du durchdringest Alles; Herr, 4. Laß mich heut und allezeit. ach, zieh und richte Doch auch mich Heilig, heilig, heilig! singen, zu deinem Lichte. Wie die zarten Und mich in die Ewigkeit Mit Blumen Willig sich entfalten, Und des Geistes Flügeln schwingen. der Sonne stille halten: Laß mich Selig schmeck ich dann schon hier, so, Still und froh, Deine Strah- Wie's im Himmel ist bei dir. len fassen, Und dich wirken lassen. 5. Dieser Tag sei dir geweiht, 6. Mach uns nur einfältig, Weg mit allen Eitelkeiten! Ich will Innig, abgeschieden, Sanft und deiner Herrlichkeit Einen Tempel zustill in deinem Frieden. Mach uns bereiten, Nichts sonst wollen, nichts reines Herzens, Daß wir deine sonst thun, Als in deiner Liebe ruhn. Klarheit Völlig schaun im Geist 6. Du bist mehr als Salomo, und Wahrheit. Laß das Herz Laß mich deine Weisheit hören. Himmelwärts Wie ein Adler Ich will dich vor deinem Thron schweben, Und in dir nur leben. Mit gebeugten Knieen ehren, Bis 7. Komm, in uns zu wohnen, das Licht der Ewigkeit Mich mit Und laß schon auf Erden Uns vollem Glanz erfreut. zum Heiligthum dir werden. Wollst, o nahes Wesen, Dich in Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. uns verklären, Alles Nichtige verGott, du höchster Gnazehren. Wo wir gehn, Wo wir 9. stehn, Laß uns dich erblicken, uns Ganz zu dir uns schicken. denhort, Verleih, daß dein göttlich Wort Von Ohren so zu Herzen dring, Daß es auch reiche Früchte bring. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Der wahre Glaube ist die 8. Nicht vom Licht, erleuchte Kraft, Die Heil durch Jefum Bei neuen MenschenTageslichte, Gnadensonne, zeige lieb ist dessen Frucht, Die man dich Meinem frohen Angesichte, an Christi Jüngern sucht. Deiner Weisheit Himmelsglanz 3. Verschaffe bei uns, lieber Schmücke meinen Sabbath ganz. Herr, Daß wir durch deinen 2. Brunnquell aller Seligkeit, Geist noch mehr. In HeilserkenntLaß mir deine Ströme fließen, niß nehmen zu, Und endlich bei Mache Sinn und Herz bereit, dir finden Nuh. Mel. 10 Mel. Christus, der ist mein Leben. 4. Heilges Wort der ewgen 10. Der Herr, in dessen Wahrheit, Das dem Irrthum uns Güte Sich Erd und entreißt! Du erhellst die Nacht Himmel freun, Der segne, der zur Klarheit, Du durchstrahlst mit behüte Dich, seines Volks Verein! Licht den Geist. Nichts verhehlet Sonntagslieder. 2. Der Herr, reich ohne Grän- sich vor dir, Fehl und Schuld zen An Gnad und an Geduld, enthüllst du mir. Wo du, heilLaß hell und mild dir glänzen ges Wort, erklungen, Hast du Das Antlitz seiner Huld! Mark und Bein durchdrungen. 3. Der Herr, dein Gott, er= 5. Weinend und mit bangem hebe Den Blick voll Freundlichkeit, Zagen Trat ich oft ins HeiligDaß er dir Frieden gebe, Wie thum; Doch bald stillte meine keine Welt ihn beut! Klagen, Herr, dein Evangelium. 4. Gesegnet bleib im Namen Ich gab mich in Gottes Hand, Des dreimal heilgen Herrn! Sein Und zum Mittler hingewandt, ganzes Volk sprech: Amen! Er Hab ich, ganz in ihn versunken segnet ja so gern. Gern den Leidenskelch getrunken. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. 6. Sink ich an des Altars Stufen, Ein gebeugter Sünder, 11. Sehr ehr und heilig ist die hin, Hör ich heilge Stimmen Stätte, Wo die From- rufen: Sei getrost, dir ist vermen zu dir flehn. Laß, so oft ich sie ziehn!. Dann steh ich begnadigt betrete, Mich, o Herr, dein Antlitz auf, Fördre fröhlich meinen Lauf, sehn! Ueberall, wohin ich seh, Fühl Und das Herz hofft, voll Verich deines Geistes Näh, Doch die trauen, Was es glaubt, dereinst Welt und ihr Getümmel Trübt zu schauen. mir meinen Blick zum Himmel. 7. Sieht mein Auge, naß von 2. Von dem Irdischen geschie- Thränen, Der Geliebten Stellen den, Von dem Ewigen erfüllt, leer: Hier stillt sich mein banges Find ich hier den hohen Frieden, Sehnen Bei dem Zuruf: weint Der des Geistes Sehnsucht stillt. nicht mehr! Aus der Welt voll An dem Strom der Erdenlust Kampf und Streit Zu des HimDarbet doch zuletzt die Brust, mels Herrlichkeit, Zur Gemeine. Und es wird dem Herzen bange selger Frommen hat der Herr Bei des Lebens wildem Drange. sie aufgenommen. 3. Hör ich hier der Andacht 8. Theuer bleibst du meiner Seele, Lieder, Dünkt es mich ein Engel- Haus des Herrn, so lang ich bin. chor; Sink ich bang und zwei- Nimmt des Grabes dunkle Höhle felnd nieder, Hebt der Glaube mich Einst den Staub des Pilgers hin, empor. Bruderlieb erfüllt mein Dann schweb ich mit Preis und Herz, Es vergißt der Kränkung Ruhm In das höhre Heiligthum, Schmerz, Seh zu den geweihten Daß ich ewig mich vereine Mit Hallen Ich die Mitanbeter wallen. der himmlischen Gemeine. Mel. Sonntagslieder. 11 Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. Mel. O Gott, der du ein Heerfürst bist. 12. Gott, du bist mein Preis und Ruhm, Mein Herz 14. Wie reizend schön, Herr sei ganz dein Eigenthum! Laß mir den Sabbath heilig sein, Laß mich Wohnung, o mein Gott! Wie sehihn deinem Dienste weihn. net sich mein Herz zu gehen, Wo 2. Gib, daß ich mein Gemüth du dich hast geoffenbart, Und bald bewahr, Wenn ich mit deiner in deiner Gegenwart, Im Vorhof, Christenschaar Zu deines Hauses nah am Thron zu stehen! Dort Stätte geh, Daß ich mit Ehr- jauchzet Fleisch und Geist in mir, furcht vor dir steh. O Gott des Lebens, auf zu dir. 3. Erinnre selber meinen Geist, 2. Die Schwalb, der Sperling Daß du mir gegenwärtig seist, sindt ein Haus, Sie brüten ihre Damit ich deines Wortes Lehr Jungen aus; Du gibst BefrieMit Andacht und mit Nußen hör. digung und Leben. Herr Zebaoth, 4. Drück alles tief ins Herz hin- du wirst auch mir, Mein Herr, cin, Und laß mich nicht bloß Hörer mein Gott, ich traue dir, Bei sein. Steh mir mit deiner Gnade deinem Altar Freude geben. O bet, Daß ich des Wortes Thäter sei. selig, wer dort allezeit In deinem 5. Hilf, daß ich deinen Ruhe- Lobe sich erfreut! tag Zu meinem Segen feiern mag. 3. Wohl, wohl dem Mann, der Bewahr mich vor dem Geist der Welt, in der Welt Dich, Herr, für seine Die deinen Tag verächtlich hält. Stärke hält, Von Herzen deinen 6. Doch laß mich nicht dabei Weg erwählet. Geht hier sein Pfad bestehn, Dich nur am Sabbath durch's Thränenthal: Er findet auch zu erhöhn. Herr, meine ganze in Noth und Qual, Daß Trost Lebenszeit Sei deinem Dienst und und Kraft ihm nimmer fehlet. Nuhm geweiht. Von dir herab fließt mild und hell Auf ihn der reiche Gegensquell. 4. Wir wallen in der PilgerEigene Melodie. 13. Gett, du unser Va= schaft, Und gehen fort von Kraft ter bist, Durch Jesum zu Kraft, Vor Gott in Zion zu Chrift, Gib deinen Geist uns erscheinen. Hör mein Gebet, Herr allgemein, Der uns zur Wahrheit Zebaoth, Vernimm's, vernimm's, leite. Erhör uns doch zu dieser o Jakobs Gott, Erquicke mich Stund, Deffne den Mund Dein's auch mit den Deinen, Bis wir Dieners, daß er dein Wort rein vor deinem Throne stehn, Und Und freimüthig ausbreite. Dazu, dort anbetend dich erhöhn. r Herr, genädiglich Deffne uns Herz 5. Du, unser Schild, Gott, und Ohren, Daß wir das hören schau uns an, Schau uns in dem fleißiglich Und stets getreu bewah- Gejalbten an. Ein Tag in deinem ren, Auf daß wir mögen frucht- Haus ist besser, Denn tausend ohn barlich Dein Lob allzeit verklären. dich nah zu sehn; Ja, auf der Schwelle 12 Conntagslieder. Schwelle nur zu stehn An meines Regiere mich, daß meine gar Gottes Haus, ist größer, Als lang Seele Zum Trost dich wähle. in stolzer Ruh der Welt Zu 7. Dein Tag ist mir ein Den wohnen in der Bösen Zelt. mal deiner Güte, Er bring m GYCZAS 6. Denn Gott der Herr ist Heil, und lenke mein Gemütl Sonn und Schild, Er deckt uns, Auf jenen Trost, den uns dei er ist gut und mild, Er wird uns Sohn erworben, Da er gestorben. Gnad und Ehre geben. Nichts man= 8. Dich bet ich an, du Todes gelt dem, der in der Noth Auf überwinder, Der du an diesen Gott vertraut; er hilft im Tod, Tag zum Heil der Sünder, Die Er selber ist der Frommen Leben. fern von Gott im Todesschatten Heil dem, der stets in dieser Welt, saßen, Dein Grab verlasſen. Herr Zebaoth, an dich sich hält. 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erde; Gib, daß er mir zum wahren Sabbath werde. Eigene Melodie. 15. Dies ist der Tag zum Se- Lob sei, Erlöser, deinem großen gen eingeweihet, Ihn Namen Auf ewig, Amen. feiert gern, wer deiner, Gott, sich freuet. O laß auch mich mit Freu- Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. den vor dich treten, Dich anzubeten. 16. 3euß auf uns der Gnaeige der Himmelsheere; Auch unser den Fülle, Daß, o Herr, an deiTempel schallt von deiner Ehre, nem Tage Unser Herz der Welt Auch unser Dank und unsers Gei- entsage. Komm, Herr, der du stes Flehen Soll dich erhöhen. starbst, vom Bösen Uns Ge= 3. Wie freu ich mich, die Stätte fallne zu erlösen, Daß die glauzu begrüßen, Wo Dürstenden des bende Gemeine Mit dem Vater Lebens Bäche fließen, Und wo sich vereine. dein Heil von der Erlösten Sungen Froh wird besungen! 2. O daß unsre Seele würde Frei vom Druck der Erdenbürde, 4. Vergebens lockt die Welt zu Frei von Sünde unser Wille, ihren Freuden, Mein Geist soll Unser Herz voll Sabbathsstille! sich auf Gottes Auen weiden. Sein Daß von fern aus deinen Höhen heilges Wort, das seine Boten Wir des Lichtes Aufgang sähen, lehren, Das will ich hören. Das uns Alle dann verkläret, 5. Mit Andacht will ich, Höch- Wenn der Sabbath ewig währet. 3. Was ich strahlen seh am ster, vor dich treten. Ich weiß, du à liebst, die kindlich zu dir beten. Throne, Ist es nicht der Sieger Der Thoren Glück, die sich der Krone? Was ich über'm Grab Sünde freuen, Wirst du zerstreuen. dort höre, Sind's nicht Ueberfi 6. O laß auch heute deinen winderchöre? Feiernd tragen sie Geist mich lehren, Vom Weg, der die Palmen, Ihr Triumph erschallt dir mißfällt, mich abzukehren. in Psalmen. Herr, du wollest ſelbst Sonntagslieder. 13 selbst mich weihen Diesem Sabbath mich schwingen, Wenn nicht dein deiner Treuen. Arm mich aufwärts führt? Kann 4. Möge dein Verdienst bedecken ich ein reines Opfer werden, Wenn Meiner Seele Schuld und Flecken, nicht dein Feuer auf mich fällt, Daß ich dort kann mit den Deinen In mir verzehrt die Luft der Erden, Herrlich und geschmückt erscheinen; Und mich belebt für jene Welt? Dort, wo du voll Huld und Gnaden Uns zu deinem Mahl geladen, Wo die Streiter nicht mehr ringen, Wo ste Siegeslieder singen. 5. Erkauft hat Jesus mich so theuer, Zu seinem Tempel mich geweiht. Hier sei dein Heerd, hier sei dein Feuer, Die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, Neig auch zu mir 17. Beschwertes Herz, leg ab dein Angesicht; Dann ist der Seele die Sorgen, Erhebe aufgegangen Des Sabbaths rechtes dich, gebeugtes Haupt! Es kommt Freudenlicht. der angenehme Morgen, Da Gott Mel. Die Tugend wird durch's. zu ruhen uns erlaubt. Die Nuhe Mel. Ach, was soll ich Sünder. err, der erhat er vorgeschrieben, Und selbst 18. schienen, der mich dein den Ruhetag geweiht. Auf, auf, des Herrn Gebot zu üben, Zu gedenken heißt, Und mich zu dem seinem Dienst sei gern bereit. Himmel weist. Sieh, ich komme, 2. Auf! laß die Welt aus dei- dir zu dienen, Nichte du mich selnem Sinne, Dein irdisch Werk ber zu, Daß ich deinen Willen thu. muß ferne stehn. Du sollst zu hö- 2. Halte fern an diesem Morgen herem Gewinne In deines Gottes Von mir das Geräusch der Welt, Tempel gehn, Ihm zu erfüllen Die mir nur zu leicht gefällt. deine Pflichten, Froh zu vermehren Brich die Macht der eitlen Sorseinen Ruhm, In tiefster Demuth gen, Daß ich heut, von Allem frei, zu verrichten Dein geistlich Werk Dir allein ergeben sei. und Priesterthum. 3. Schmücke mich mit deinen 3. So bin ich, Gott, vor dir Gaben, Stärke mich mit deiner erschienen, Und fleh um deines Kraft, Die den neuen Menschen Geistes Kraft. Wie kann ich dir schafft. Welche Wonne werd ich wohl würdig dienen, Wenn er haben, Wenn in heiliger Begier nicht in mir wirkt und schafft? Ich mich freue, Herr, in dir! Wie soll ich freudig vor dich tre- 4. Gib, daß mich dein Wort ten, Wenn er nicht stillt der Sünden durchdringe, Steh mit deinem Geist Schmerz? Wie kann ich gläubig mir bei, Daß es in mir kräftig zu dir beten, Wenn er nicht stärkt sei. Wenn ich bete, wenn ich singe, mein blödes Herz? Siche du mich gnädig an, Und 4. Kann meines Herzens Harfe laß mich dein Heil empfah'n. klingen, Wenn ste dein Finger nicht 5. Laß mich nicht in Sünde berührt? Kann ich zu dir empor fallen, Laß mich fest im Glauben stehn, 14 Sonntagslieder. stehn, Voll Vertrauen auf dich dir sein ergeben, Wend ab all Ang sehn. Lieber Vater, hilf uns Allen, und Plag. Erfrisch Herz, Sinn Daß der Ruhe heil'ger Tag Uns und Muth, Dir heut fest anzuhanein Segen werden mag. gen, Ach, stille mein Verlangen, Schenk mir der Seelen Gut. Mel. Wie schön leucht't uns der. 4. Hilf, daß ich freudig höre 19. Sei uns geſegnet, Tag Der Kirchen Ton und Klang. Ach des Herrn! Zu Gottes Gott, zu mir dich kehre, Führ Preise, nah und fern, Erwacht du selbst meinen Gang; Führ der Christen Menge. Ihr Lobgesang mich zur Wohnung hin, Da schön tönt spät und früh, Zum Heilig- und lieblich Wesen, Da kann und thume wallen sie In festlichem muß genesen Mein Wille, Herz Gedränge. Froher Schallen Hier und Sinn. die Lieder, wo die Brüder, anzubeten 5. Hilf, Gott, daß ich anhöre Sind vereint vor Gott getreten. Mit Andacht deine Lehr, Hilf, daß 2. Komm, Geist der Andacht ich mich bekehre, Und sich mein und der Ruh, Auch unsern Tem- Glaube mehr'. Laß mich in Hoff= pel weihe du Zu feierlicher Stille. nung treu Nach dir allein mich Mach unser Herz vom Irrthum richten, Hilf, daß mein Sinn und Ios, Uns werde Gottes Name Dichten In dir recht heilig sei. groß, Sein Wille unser Wille. 6. Hilf, daß ich meine Liebe Fromme Liebe, Brudertreue mög Dem Nächsten willig zeig, Sm auf's Neue uns beleben, Jesu Wohlthun mich so übe, Daß ich Vorbild nachzustreben. sein Herze beug. Laß mich den Nächsten nicht Ohn Wohlthun Mel. Aus meines Herzens Grunde. lassen stehen, Laß mir's zu Her20. Wohl auf, Herz und Ge- zen gehen, Wenn's ihm an Hülf Tag des gebricht. Herrn bricht an, Gott zeiget seine 7. Hilf mir den Tag vollbrinGüte, Die er an uns gethan. gen Zu deines Namens Ehr', Mein Weg, weg, was irdisch heißt, Beten, Lesen, Singen Zur SeligWeich, fleischliches Beginnen, keit erhör. Laß dieses Tages Ruh Weich, Welt und sündlich Sinnen, Mich führen zu den Tagen, Die Komin an, du Himmelsgeist! ohne Weh und Klagen Der Him2. Mein Gott, hilf mir be- mel bringet zu. denken, Wie heilig dieser Tag; Was sündlich, hilf versenken, Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Damit ich ruhen mag. Erwecke 21.11nfern Ausgang seghe Gott, Lust in mir, Shn christlich zu Unsern Eingang gleicher begehen, Laß Gnade mir geschehen, Maßen, Segne unser täglich Brod, Wend Herz und Sinn zu dir. Segne unser Thun und Lassen. 3. Mein Gott, hilf mir anheben Segne uns mit selgem Sterben, Der Seelen Ruhetag. Laß mich Und mach uns zu Himmelserben. 2. Advents= 15 2. Adventslieder. Mel. We nur den lieben Gott. Hoffnung weckt. So oft wir hier 22 ch steht dein Bund, wie versammelt flehn, Laß, Herr, Felsen stehen, Du Gott uns deine Gnade sehn. per Gabe, Gott der Treu! Jahr' Bahrhunderte vergehen, Doch Mel. Heilig ist Gott der Vater. eine Huld ist täglich neu. Auch 23. Dein König kommt, o Zion, eute noch erheben wir mit Freuen unsern Geift zu dir. bei dir ein, Auf, lasset uns ihm Palmen streun! 2. Kein Feind zerstörte die Al- 2. Sanftmüthig kommt er in täre, Kein Feind zertrat dein Hei- sein Reich, Jauchzt ihm, alle Lande, figthum, Noch- singen wir zu dei- freuet euch! Hostanna in der Höhe! ner Ehre, Noch predigt man von 3. Der Herr ist da! Halleluja! beinem Ruhm. Durch Tauf und Preiset seinen Namen! Hestanna! Abendmahl und Wort Pflanzt sich Amen, Amen! auch hier die Kirche fort. 3. Doch fragst du nach des Wor- Mel. Ach, was soll ich Sünder. tes Früchten, Und bringst, was wir 24. ommſt du, kommſt du, gethan, an's Licht, Um nach den Licht Heiden? Ja, Werken uns zu richten, O Richter, du kommst, und säumest nicht, o bestehn wir nicht. Du trugst Weil du weißt, was uns gebricht. uns immer mit Geduld, Wir aber O du starker Trost im Leiden! bäuften Schuld auf Schuld. Jesu, meines Herzens Thür Steht 4. Verwirf uns nicht, o Herr, dir offen, komm zu mir. perschone, Und gib uns nicht der 2. Ja, du bist bereits zuSünder Lohn. Wir schaun empor gegen, Du Weltheiland, Gottes= u deinem Sohne, Und flehn ge- sohn! Meine Seel empfindet schon eugt vor deinem Thron: Vergib Deinen gnadenvollen Segen, Deiem fündigen Geschlecht! Vor dir nes Geistes Wunderkraft, Welche t Reiner ja gerecht. neue Herzen schafft. 5. O laß es, Vater, uns gelingen 3. Able mich durch deine Liebe, In diesem neuen Kirchenjahr, Die Jesu, nimm mein Flehen hin, Macht der Sünde zu bezwingen, Schaffe, daß mein Geist und Sinn Reich uns von oben Kräfte dar. Sich in deinem Lieben übe; Sonst Nach uns durch deinen Geist zu lieben dich, mein Licht, Steht eschickt, zu thun, was ewig uns in meinen Kräften nicht. eglückt. 4. Jesu, rege mein Gemüthe, 6. Laß ferner hier dein Wort Jesu, öffne mir den Mund, Daß ich rschallen, Daß es zum Heil den dich von Herzensgrund Innig preise Sünder schreckt, Und Alle, die für die Güte, Die du mir, o Seelenir wohlgefallen, Zu freudenreicher gast, Lebenslang erwiesen hast. 5. Laß 14 stehr sehn Daß ein 19 Brei der( tönt thun Ged die Sin 2. und pel y Mad los, groß Fren auf's Vort Mel. 20 Herr Güte Weg Wet Wei Kom 2. denk Was Dam Lust begel Wen 3. Der Adventslieder. 16 5. Laß durch deines Geistes 6. Frisch auf in Gott, ihr Ar Gaben, Liebe, Glauben und Ge- men, Der König sorgt für euch duld, Durch Bereuung meiner Sein gnädiges Erbarmen Mach Schuld, Mich mit dir Gemein- auch die Aermsten reich. Der selbs schaft haben. O dann will ich des Thiers gedacht, Der wird aud für und für Hosianna singen dir. euch ernähren. Was Menschen un begehren, Das steht in seiner Macht Mel. Aus meines Herzens Grunde. 7. Hat endlich uns betreffe 25. Auf, auf, ihr Reichsgenes- Viel Kreuz, läßt er doch nich sen, Der König kommt Die, welche auf ihn hoffen Mi heran. Empfangt ihn unverdrossen, rechter Zuversicht. Von ihm komms Den großen Wundermann. Em- Alles her, Er läsfet auch in pfangt ihn nach Gebühr, Laßt uns Sterben Die Seinen nicht vervor allen Dingen Ihm Hostanna derben, Kein Kreuz kann sein zil singen, Mit heiliger Begier. schwer. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, 8. Drum auf, ihr Hochbetrübten Der König ist euch nah. Hinweg Der König kommt mit Macht. Ar all' Angst und Schmerzen! Der uns, die Herzgeliebten, Hat er schon Helfer ist schon da. Seht, wie so längst gedacht. Nun wird nicht Ang mancher Ort Hochtröstlich ist zu noch Pein, Noch Tod hinfort un nennen, Da wir ihn finden können schaden, Weil Gott nun läßt aus Im Nachtmahl, Tauf und Wort. Gnaden Uns seine Kinder sein. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, 9. Auf, eilt mif schnellen Der König ist nicht fern. Seid Schritte, Den König selbst zu schn fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt Er steht in eurer Mitte Stark der Morgenstern. Der Herr will in herrlich, sanft und schön. O trete der Noth Mit reichem Trost euch All' heran, Den Heiland zu be speisen, Er will euch Hülf erwei- grüßen, Der alles Leid versüße sen Und retten von dem Tod. Und uns erlösen kann. 4. Seid fromm, ihr Unterthanen, 10. Der König will bedenken Der König ist gerecht, Laßt uns Die er so herzlich liebt, Mit köſt den Weg ihm bahnen, Wir sind lichen Geschenken, Er, der sid ja sein Geschlecht. Fürwahr, er selbst uns gibt In seinem Gna meint es gut. Drum lasset uns die denwort. O König, hoch erhoben Plagen, Die er uns schickt, er- Wir Alle wollen loben Dich freudig tragen Mit unerschrocknem Muth. hier und dort. 5. Und wenn gleich Krieg und 11. Nun, Herr, du gibst uni Flammen Uns Alles rauben hin, reichlich, Wirst selbst doch arm uni Stürzt auch die Welt zusammen, schwach. Du liebest unvergleichlich Uns ist es doch Gewinn. Wenn Du gehst den Sündern nach. Drum gleich ein früher Tod, Die wir wollen Alle wir Die Stimmen hod geliebt, genommen: Getrost! sie sind erschwingen, Das Hostanna singen gekommen Ins Leben aus der Noth. Und ewig danken dir. Mel. Adventslieder. 17 Mel. Von Gott will ich nicht lassen. Jakobs Heil und Davids Sohn, 26. Mit Ernst, o Menschen- Der erhabne Wunderheld, Hat sich kinder, Das Herz in treulich eingestellt. euch bestellt! Es kommt das Heil 4. Sei willkommen, o mein der Sünder, Der große Wunder- Heil! Hostanna, du, mein Theil! held. Er, den aus Gnad allein, Richte du dir eine Bahn Auch Der Welt zum Licht und Leben, in meinem Herzen an. Der Vater hat gegeben, Will bei uns kehren ein. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Dir gehört das Herz allein, Mach 2. Bereitet doch fein tüchtig es, wie du gerne thust, Nein von Den Weg dem großen Gast, Macht aller Sündenlust. seine Steige richtig, Näumt fort, 6. Und, wie du voll Sanft= was ihm verhaßt! Die Thäler muth kamst, Meine Lasten auf füllet aus, Erniedriget die Hö- dich nahmst: Also sei auch jederhen, Und laßt ihm offen stehen zeit Deine Sanftmuth mir bereit. Ein jedes Herz und Haus! 7. Tröste, tröste meinen Sinn, 3. Ein Herz, das Demuth übet, Weil ich schwach und blöde bin, Bei Gott am höchsten steht; Ein Und des Satans Macht und List Herz, das Hochmuth liebet, Mit Wider mich geschäftig ist. Angst zu Grunde geht. Ein Herz, 8. Tritt der Schlange Kopf das richtig ist, und folget Got- entzwei, Daß ich, aller Nengste tes Leiten, Das kann sich recht frei, Dir in meiner Glaubensbereiten, Zu dem kommt Jesus bahn Eelig bleibe zugethan. Christ. 9. Laß mich, wenn du, Lebens4. Ach, mache du mich Armen, fürst, Herrlich wiederkommen wirst, Zu dieser heilgen Zeit, Aus Güte Freudig dir entgegen gehn, Und und Erbarmen, Herr Jesu, selbst gerecht vor dir bestehn. bereit. Zeuch in mein Herz hinein, Mach es zu deiner Krippe, Mel. Werde munter, mein Gemüthe. So werden Herz und Lippe Dir 28. W arum willst du draußen allzeit dankbar sein. stehen, Du GesegneMel. Nun komm, der Heiden. ter des Herrn? Laß dir, zu mir einzugehen, Wohlgefallen, du mein 27. Gott sei Dank in aller Stern. Du, mein Jesu, meine Welt, Der sein Wort Freud, Helfer in der rechten Zeit, beständig hält, Und der Sünder Hilf, o Jesu, meinem Herzen Trost und Nath Zu uns her ge= Von den Wunden, die mich sendet hat. schmerzen. 2. Was der alten Väter Schaar 2. Meine Wunden hat geschlaHöchster Wunsch und Sehnen war, gen Das Gesetz mit seinem Fluch, Was ste haben prophezeit, Ist Und es bringt mich zum Verzagen erfüllt in Herrlichkeit. Auch des Teufels Lug und Trug, 3. Zions Hülfe, Abrams Lohn, Der mir Gottes Gnad' absagt, B Mich 14 18 Adventslieder. ein stehr Mich bei Tag und Nacht verklagt, 8. Seines Himmels goldne sehn Und also mein Herz zerschläget, Decke Spannt der Heiland um Daß Daß sich all mein Blut beweget. dich her, Daß dich fort nicht 3. Will ich dann mein Glend mehr erschrecke Deiner Feinde lindern, Und erleichtern meine großes Heer. Seine Engel stellen Noth, Bei der Welt und ihren sich Dir zur Seite, wenn du dich Kindern, Fall ich nur in neue Hier willst oder dorthin wenden, Noth. Da ist Freude, die betrübt, Tragen dich auf ihren Händen. Prei Troft, der nicht Erquickung gibt, 9. Was du Böses hast beHelfer, die mir Herzleid machen, gangen, Das ist alles abgeschafft, Falsche Freunde, die mein lachen. Gottes Liebe nimmt gefangen M 19 4. In der Welt ist Alles nich- Deiner Sünde Macht und Kraft. tig, Nichts ist, das nicht kraftlos Christi Sieg behält das Felv, wär. Hab ich Hoheit, die ist flüch- Und was Böses in der Welt tig, hab ich Reichthum, was ist's Sich will wider dich erregen, mehr, Als ein Stücklein armer Erd? Wird zu lauter Glück und Segen. Hab ich Lust, was ist sie werth? 10. Alles dient zu deinem Was ist, was mich heut erfreuet, Frommen, Was dir bös' und schädDas mich morgen nicht gereuet? lich scheint, Weil dich Christus 5. Aller Trost und alle Freude angenommen, Und es treulich mit Ruht in dir, Herr Jesu Christ! dir meint. Bleibst du ihm nur Dein Erfreuen ist die Weide, Wo wieder treu, Ist's gewiß und bleibt man immer fröhlich ist. Leuchte dabei, Daß du mit den Engeln Vor du, o Freudenlicht, Eh mein ar- droben Ihn dort ewig werdest loben. auf's der tönt thun Ged die Sin 2 und pel Mad los 1 groß Fror Weg Wet mes Herz mir bricht, Laß an dir es sich erquicken, Jeju, komm, laß dich erblicken! Mel. 20 Güt soll ich dich empfan6. Freu dich, Herz, du bist ergen, Und wie begegn' Herr Höret, Denn er ziehet bei dir ein. ich dir? O aller Welt Verlangen! Sein Gang ist zu dir gekehret, O meiner Seelen Zier! O Jeju, Heiß ihn nur willkommen sein, Jesu, zünde Mir selbst die Fackel Und bereite dich ihm zu, Gib dich an, Auf daß mein Herz ergründe, ganz zu seiner Nuh, Deffne ihm Was dich ergößen kann.. Gemüth und Seele, Klag ihm, 2. Dein Zion streut dir Balz was dich drück' und quäle. men Und grüne Zweige hin, 7. Nun hast du ein süßes Le- Und ich will dir in Psalmen C1= Was ben: Alles, was du willst, ist muntern meinen Sinn. Es soll mein Dam dein, Christus, der sich dir gege- Herz dir grünen In stetem 25 Lust ben, Läßt dich reich durch Gnade und Preis, Und deinem Nam. begel sein. Seine Gnad, ist deine Kron, dienen, So gut es kann und weiß. Wen Und dein Heil sein schönster Lohn, 3. Was hast du unterlassen Zu Janig hält er dich umschlossen, bringen Trost und Freud? A13 Nennt dich seinen Reichsgenossen. Leib und Seele saßen In ihrem denk 3 Der größten Wei Kom 2. Eigene Melodie. ie 29. Wie Adventslieder. 19 größten Leid, Als mir das Reich In einem Augenblick. Er kommt, genommen, Wo Fried und Freude er kommt, ein König, Dem alle lacht, Bist du, mein Heil, gekom- Macht und List Der Feinde viel men, Und hast mich froh gemacht. zu wenig Zum Widerstande ist. 4. Ich lag in schweren Ban- 10. Er femmt zum Weltgerichte, den, Du kemmst und machst mich Zum Fluch dem, der ihm flucht, los, Ich stand in Spott und Mit Gnad und süßem Lichte, Dem Schanden, Du kommst und machst der ihn liebt und sucht. Ach komm, mich groß, Und hebst mich hoch ach komm, o Senne, Und leit uns zu Ehren, Und schenkst mir gro- allzumal Zum Licht d ewgen ßes Gut, Das sich nicht läßt ver- Wenne, In deinem Fre enjaal. zehren, Wie Erdenreichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich ge- Mel. Vater unser im Himmelreich. trieben zu mir vom Himmelszelt, 30. Auf, meine Seele, sei erAls das geliebte Lieben, Wemit freut, Das Kirchenjahr du alle Welt In ihren tausend wird heut erneut, Da dir aufs Plagen Und ihrer Jammerlast, Neu das Heilwort klingt, Das Die kein Mund kann aussagen, dich erfreut, daß dich verjüngt, Ja, Co fest umfangen hast. das aus Gott dich neu gebiert, Und 6. Das schreibt in eure Herzen, selbst zu Gott ins Leben führt. Drückt euch die Last so schwer, 2. Der Geist aus Gott erfülle Ihr, denen Gram und Schmerzen mich, Damit mein Geift erneure Eich häufen mehr und mehr. Seid sich, Und ich, vom alten Menschen unverzagt, ihr habet Die Hülfe frei, Ganz rein, ganz neu und christvor der Thür; Der eure Herzen lich sei, Damit mein Mund ermuntre labet Und tröstet, steht schon hier. sich Und Gott lobsinge ewiglich. 7. Ihr dürft euch nicht bemü- 3. So findet auch, mehr als hen, Noch sorgen Tag und Nacht, zuvor, Dein theures Wort ein Wie ihr ihn wollet ziehen Mit offnes Ohr, Das Wort, das dem eures Armes Macht; Er kommt, er das Leben gibt, Der darnach thut, kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Glauben übt. Ach Jesu, gib, und Lust, All' Angst und Noth zu daß dies in mir Zur Frucht ge= stillen, Die ihm an euch bewußt. deihe für und für. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein, Eigene Melodie. Jeſus will ſie decken Mit seiner Lieb 31. Hosianna, Davids Sohn, Der Vaters Sündern Zu Trost und wahrem Namen Sich erhebet auf den Thron Heil, Schafft, daß bei Gottes Kin- Ueber Jakobs Haus und Samen! dern Verbleib ihr Erb und Theil. Welchem Gott ein Reich bestimmt, 9. Was fragt ihr nach dem Dem die Reiche dieser Erden EndSchreien Der Feind und ihrer lich müssen dienstbar werden, Und Tück? Der Herr wird sie zerstreuen das selbst kein Ende nimmt. B* 2. Set 20 Adventslieder. 2. Sei gesegnet, theures Reich, 3. Ich kann der Sonne WunDas ein solcher Herr besizet, Dem der nicht Noch ihren Bau ergrünkein Herr auf Erden gleich, Der den, Und doch kann ich der Sonne das Recht mit Nachdruck schützet! Licht Und ihre Wärm empfinden. Schwing dich in stetem Flor, 4. So kann ich auch nicht GotGroß durch Frieden, reich an tes Rath Von Jesu Tod ergrünFreuden, Unter Juden, unter Hei- den, Allein das Göttliche der That, M 19 den, Mit vermehrtem Glanz emper. Das kann mein Herz empfinden. 14 stehr sehn Daß ein Prei der tönt 3. Deines Königs Majestät 5. Nimm mir den Trost, daß Müsse jedes Volk verehren, Und Jesus Christ Nicht meine Schuld so weit die Sonne geht, Müsse getragen, Nicht Gott und mein thun sich sein Ruhm vermehren. Selbst Erlöser ist, So werd ich angstvoll der kleinen Kinder Mund Mache zagen. Ged die L Sin 2 zum Verdruß der Feinde, Und 6. Ist Christi Wort nicht Gotzur Freude seiner Freunde, Sei- tes Sinn, So werd ich irren müsnen großen Namen kund. sen, Und wer Gott ist, und was ich 4. Schreibe, Herr, mich auch bin Und werden soll, nicht wissen. mit an Unter deine Unterthanen. 7. Nein, diesen Trost der ChriIch will dir, so gut ich kann, In stenheit Soll mir kein Spötter mein Herz die Wege bahnen. Ich rauben! Ich fühle seine Göttlich geselle mich im Geist, Herr, zu keit, Und halte fest am Glauben. jenen frohen Chören, Die mit 8. Des Sohnes Gottes Eigenlautem Dank dich ehren. Sohn thum, Durch ihn des Himmels Erbe: des Höchsten, sei gepreist! Dies bin ich, und das ist mein 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet Ruhm, Auf den ich leb und sterbe. euch! Seid ermuntert, meine Sin= 9. Er gibt mir seinen Geist, das nen! Jesus und sein Gnadenreich Pfand, Im Glauben mich zu stärMel. 20 Wird in euch nun Raum gewinnen. ken, Und bildet mich durch seine Kommt und schwörtdenHuld'gungs- Hand Zu allen guten Werken. eid, Kommt und küßt den Sohn der 10. So lang ich seinen Willen Liebe; Ach, daß Niemand draußen gern Mit reinem Herzen thue, bliebe! Hier, o hier ist Seligkeit! So fühl ich eine Kraft des Herrn, Und schmecke Fried und Ruhe. und pel Mad los, groß Fror auf's Vorl Herr Güt Weg Wet Wei Mei. Ich dank dir schon. Kom 2. 32. Gedanke, der uns Leben gibt, Wer kann dich denk Was Dam Lust begel Wen 3 Der 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, Und ich zum Kreuze trete, So weiß ich, daß er mein ganz durchdenken? Also hat Gott gedenkt, Und thut, warum ich bete. die Welt geliebt, Uns seinen Sohn 11 12. Ich weiß, daß mein Erzu schenken!" löser lebt, Der mich einst aus der 2. Hoch über die Vernunft er- Erde Erweckt, und zu dem Reich höht, Umringt mit Finsternissen, erhebt, Da ich ihn schauen werde. Füllst du mein Herz mit Majestät, Und stillest mein Gewissen. 13. Kann unsre Lieb im Glauben hier Für ihn jemals erkalten? Dies Adventslieder. 21 Dies ist die Lieb, o Gott, zu dir:[ friedenheit, Heil, Leben, ewge SeDein Wort von Herzen halten. tigkeit, Sei hoch dafür gepriesen! 14. Erfüll mein Herz mit O Herr, zu arm und schwach sind Dankbarkeit, So oft ich dich nur wir, Die Treue zu vergelten dir, nenne, Und hilf, daß ich dich alle- Die du an uns erwiesen! Da wir zeit Treu vor der Welt bekenne. Ganz hier Im Verderben müßten 15. Soll ich dereinst noch wür- sterben, bringst du Leben; O was dig sein, Für dich hier Schmach kannst du Größres geben? zu leiden, So laß mich keine 4. Wir bringen dir ein dankSchmach noch Pein Von deiner bar Herz, Und wollen fromm in Liebe scheiden. Frend und Schmerz Nach deinem 16. Und soll ich, Gott, nicht Vorbild wandeln. Verwirf dies für und für Des Glaubens Freud unser Opfer nicht, Und gib uns empfinden, So wirk er doch sein deines Geistes Licht, Wie dirs geWerk in mir, Und rein'ge mich gefällt, zu handeln. Zeig dich von Sünden. Freundlich, Hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, Und zu deinem Reiche dringen. 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt:( Laß mich noch sterbend denken,) Wie sollt uns der, der ihn geschenkt, Mit ihm nicht Alles schenken? Eigene Melodie. 34. Macht hoch die Thür, die There weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Mel. Wie schön leucht't uns. 33. Der Heiland kommt, lob- Gin König aller Königreich, Ein singet ihm, Dem Herrn, Heiland aller Welt zugleich, Der dem alle Seraphim Das Heilig, Heil und Leben mit sich bringt. heilig, singen! Er kommt, der ein- Deshalben jauchzt, mit Freuden geborne Sohn, Verläßt des Him- singt: Gelobet sei mein Gott, mels hohen Thron, Um Heil der Mein Schöpfer reich von Gnad! Welt zu bringen. Preis dir, Daß 2. Er ist gerecht, ein Helfer wir Von den Sünden Rettung werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefinden, Gnad empfangen, Und fährt, Sein Königskron' ist Heiligzum Himmelreich gelangen. keit, Sein Scepter ist Barmherzig2. Willkommen, Friedefürst und keit, All' unsre Noth zu End er Held, Erlöser, Mittler, Heil der bringt. Deshalben jauchzt, mit FreuWelt, Willkommen hier auf Erden! den singt: Gelobet sei mein Gott, Du kommst der sünd'gen Welt zu Mein Heiland groß von That! gut, Du kleidest dich in Fleisch 3. O wohl dem Land, o wohl und Blut, Willst unser Bruder wer- der Stadt, Die diesen König bei den; Ja du, Jesu, Kommst uns Ar- sich hat! Wohl allen Herzen ins= men voll Erbarmen mild entgegen, gemein, Da dieser König ziehet Wandelst unsern Fluch in Segen. ein! Er ist die rechte Freudensonn', 3. Du bringst uns Trost, Zu- Bringt mit sich lauter Freud und Wonn'. 14 steb sehr Da ein S 19 Pre der tönt thui Ger die Sin 2 und pel Ma los grof Fro auf' Vor Mell 20 Heri Güt Weg Wei Wei Kom 2 denk Was Dan Lust bege Wer 3 Der 22 Christfestlieder. Wenn'. Gelebet sei mein Gott, Mit deines Dankes Psalmen, Und Mein Tröster früh und spat! sprich: gepriesen sei Der Heiland 4. Macht hoch die Thür, die Jesus Christ, Der aus des Va= Thore weit! Eu'r Herz zum Tem- ters Schocß Auf Erden kommen ist. pel zubereit't! Die Zweiglein der 3. Wir danken dir, o Herr, Gottseligkeit Steckt auf mit An- Daß du zu uns gekommen, Daß dacht, Lust und Freud! So kommt du hast Fleisch und Blut Wie der König auch zu euch, Ja Heil Kinder angenommen. Sanftmüund Leben mit zugleich. Gelobet thig kamst du, arm, Ein König sei mein Gott, Voll Rath, voll ohne Pracht, Und doch der ewge That, voll Gnad'! Sohn, Voll Herrlichkeit und Macht. 5. Kemm, o mein Heiland, 4. Erscheinst du, Gottes Schn, Jeju Christ, Des Herzens Thür Als Mensch auf dieser Erden: Muß dir offen ist. Ach, zeuch mit dei- dann nicht unser Herz Voll Trost ner Gnade ein, Dein' Freundlich- und Frieden werden? D'rum haft keit auch uns erschein', Dein heilger du deinen Glanz In Niedrigkeit Geist uns führ und leit Den gehüllt, Daß uns're Angst und Weg zur ewgen Eeligkeit, Und Furcht Auf ewig sei gestillt. deinem Namen, Herr, Sei ewig Preis und Ehr'. Mel. Nun danket Alle Gott. 5. Erscheinen wirst du einst Zum großen Weltgerichte, O laß uns wandeln stets In deiner Wahrheit Lichte, Daß wir dann auch getrost Dir, unserm Nichter, komm, Den König zu nahn, Und unsern Gnadenlohn empfangen, Der unser Heiland Aus deiner Hand empfah'n. ist Und aller Welt Verlangen. 35. Komm, Tochter Zion, 6. Das Hostanna wird Alsdann Erhebe seinen Ruhm, Stimm von Neuem klingen, Dann werden Hosianna an, Bring, was zu sei- wir vereint Mit Engelschaaren nem Dienst Die Liebe bringen kann. singen: Gelobt sei Gottes Sohn, 2. Statt ihm den Weg zu Der ewig war und ist! Gelobetstreu'n Mit grünem Laub der Pal- sei der Herr, Der Heiland Jesus men, Empfang' ihn hocherfreut Chrift! Christfestlieder. 3. Mel. Wachet auf, ruft uns die. kam, das Licht der Heiden, Der 36. Nacht umhüllte rings die Hirt will selbst die Heerde weiden, Erde, Da sprach noch Seht, Gottes Sohn wird Meneinmal Gott: es werde! Und Licht schensohn. Er hat in unsre Nacht entströmte seinem Thron. Christus Der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzet Christfestlieder. 23 zet Alle! Aus ihm nur quillt,| 4. Aus Dank will ich In Was Herzen stillt, Und sie mit Zuversicht erfüllt. Brüdern dich, Dich Gottes Schn, bekleiden, speisen, tränken, Der 2. Diese Sonn' erlischt nicht Fremmen Herz In ihrem Schmerz wieder, Sie strahlt stets neu auf Mit Trost erfreun und dein dabei Menschen nieder, Die sonst in öde gedenken. Nacht gebannt. Wahrheit geht von 5. Nath, Kraft und Held, Durch Volk zu Volke, Vertreibt des Irr- den die Welt Und Alles ist, im thums düstre Wolke, Denn Jejus Himmel und auf Erden! Die ChriChristus wird erkannt. Ihr Völ- stenheit Preist dich erfreut, Und ter, nehmt ihn auf, Und richtet Aller Knie jell dir gebeuget werden. euern Lauf Froh zum Himmel. Gr 6. Erhebt den Herrn! Er hilft geht voran, Und macht euch Bahn, uns gern, Und wer ihn ehrt, den Am Ziel die Krone zu empfahn. wird sein Name trösten. Gelebt 3. Hör' im Geist der Engel Chöre, sei Gott! Gelebt sei Gott! Freut Auf, bring auch du ihm Preis und euch des Herrn, und lebt ihn, ihr Ehre, Bring ihm dich selbst zum Erlösten. Opfer dar! Du auch bist zum Fest geladen, Nimm aus der Fülle Mel. Vom Himmel hoch, da. ſeiner Gnaden! Ein jedes Herz sei 38. Wir singen dir, Immanuel, ein Altar; Da brenne und und Glut, Da flamme Glaubensmuth, Gnadenquell, Dir, Himmelslicht Hoffnung, Liebe. Empor, empor und Morgenstern, Dir, Gottes Schallt unser Chor, Zu Gott, der Sohn, Herr aller Herrn! uns zum Licht erfor. 2. Wir singen dir in deinem Heer Aus aller Kraft Lcb, Preis und Ehr, Daß du, o lang ge= 37. Auf, schicke dich Necht wünschter Gast, Dich nunmehr Mel. Wir Christenleut'. feierlich, Des Heilands eingestellet haft. Fest mit Danken zu begehen! Lieb 3. Ven Anfang, da die Welt ist der Dank, Der Lobgesang, gemacht, hat manches Herz nach Durch den wir ihn, den Gott der dir gewacht, Dich hat gehofft so Lieb, erhöhen. lange Jahr Der Väter und Propheten Schaar: 2. Sprich dankbar froh: Gott hat also Die Welt in seinem ein'gen Schn geliebet! O wer bin ich, Herr, daß du mich So herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 4. Ach, daß der Herr aus Zion käm, Und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hülfe bräch herein, So würde Jakob fröhlich sein! 3. Er, unser Freund, Mit uns 5. Nun bist du hier, mein vereint Zur Zeit, da wir noch Heiland du, Hältst in der Krippe seine Feinde waren, Er wird uns deine Ruh, Bist klein und machst gleich, Um Gottes Reich Und seine doch Alles groß, Bekleidst die Lieb als Mensch zu offenbaren. Welt und kommst doch bloß. 6. Bin 24 Christfestlieder. 6. Bin ich gleich Sünd und arm, Daß er unser sich erbarm, Schwachheit voll, Hab ich gelebt Uns in dem Himmel mache reich, nicht wie ich soll, So kommst du Und seinen lieben Engeln gleich. ja deswegen her, Daß sich der Halleluja! Sünder zu dir kehr. 7. Das hat er alles uns gethan, 7. So faß ich dich nun ohne Seine Lieb zu zeigen an. Deß freu Scheu, Du machst mich alles Jam- sich alle Christenheit, Und dank mers frei, Du trägst den Zorn, ihm das in Ewigkeit. Halleluja! - du würgst den Tod, Verkehrst Mel. Wir Chriſtenleut. P & in Freud all Angst und Noth. 8. Du bist mein Haupt, mein 40. Bringt frohen Dank Und Heil, mein Ruhm, Ich bin dein Lobgesang Dem Herrn, Glied, dein Eigenthum, Und will, der uns zum Heile ward geboren! so viel dein Geist mir gibt, Dir Sein Licht erhellt Die dunkle dienen stets, wie dir's beliebt. Welt, Des Lichtes Kinder gehen nicht verloren. th G un pe M Iof gr au V Mi 2 He Si W W W Ko den W Da Luf beg We Det Eigene Melodie. elobet seist du, Jesus 2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht Wich vor dem Glanz der Christ, Daß du Mensch frohen Himmelschöre, Die Erd' geboren bist, Von einer Jungfrau, erklang Vom Lobgesang, Der wunderbar, Deß freuet sich der jauchzend rief: Gott in der Höh' Engel Schaar. Halleluja! set Ehre! 39. Ge 2. Des ewgen Vaters einig Kind 3. So tönt es laut, Der Vater Dort man in der Krippe find't, schaut Versöhnt herab, auf Erden Mit unserm armen Fleisch und herrscht sein Friede. Wem schlägt Blut Bekleidet sich das ewge Gut. die Brust Nicht jetzt voll Lust, Halleluja! Voll Seligkeit bei diesem Segens3. Den aller Weltkreis nie be- liede? schloß, Der liegt in Mariens 4. So singt auch ihr, Und danket Schooß, Er ist ein Kindlein wor- hier Dem, dessen Ruhm die Himden klein, Der alle Ding erhält mel wiederhallen; Und lebt hinfort allein. Halleluja! Nach seinem Wort, Dann ruht auf euch sein gnädig Wohlgefallen. 4. Das ewge Licht geht da herein, Gibt der Welt ein'n neuen 5. Auch mein Gesang, Herr, Schein, Es leuchtet mitten in der bringt dir Dank, Denn mir auch Nacht, Und uns zu Lichtes Kin- bringt dein Sohn des Himmels dern macht. Halleluja! Segen. Tod und Gericht Erschreckt 5. Des Vaters Sohn geoffen- mich nicht, Der Zukunft Nacht bart, Gast in dieser Welt er ward, geh ich getrost entgegen. Und führt uns aus dem Jammerthal Zum Erbtheil in den Himmels- Mel. Warum sollt ich mich denn. saal. Halleluja! 6. Er ist auf Erden kommen 41. F lobsingen, Hocherfreut röhlich laßt uns Gott Laßt Chriftfestlieder. 25 Laßt uns heut' Dank und Ruhm den Stern, Unsern Herrn, Der ihm bringen! Euch ist heut der uns Leben gönnet. Herr geboren! Hört, wie's schallt, 9. Die ihr steht in großen LeiWiederhallt: Christus ist geboren! den, Sehet, hier Ist die Thür 2. Heute geht aus seiner Kam- Zu den wahren Freuden. Fasst mer Gottes Held, Der die Welt ihn wohl, er wird euch führen Reißt aus allem Jammer. Gott An den Ort, Wo hinfort Euch wird Mensch, dir, Mensch, zu gute, kein Kreuz wird rühren. Es vereint Unser Freund Sich mit unserm Blute. 10. Wer noch ist beschwert im Herzen, Eil herzu, Suche Ruh 3. Wer kann Gottes Rathschluß Für Gewissensschmerzen. Sei gefassen? Aber dieß Ist gewiß: Er trost, er ist gefunden, Ist dein Theil kann uns nicht lassen. Gott gibt, Machet heil Deine tiefsten Wunden. unserm Leid zu wehren, Seinen 11. Die ihr angstvoll schaut Sohn Von dem Thron Seiner auf's Ende, Kommt herbei, Füllet Macht und Ehren. frei, Glaubensvoll die Hände! 4. Sollt' er von uns sein ge- Hier sind alle guten Gaben, Reines kehret, Der sein Reich Und zugleich Gold, Und ihr sollt Euer Herz Selbst sich uns gewähret? Sollt nun laben. uns Gottes Sohn nicht lieben, 12. Süßes Heil, laß dich umDer jetzt kömmt, Mächtig hemmt, fangen, Laß an dir, Meine Zier, Was uns will betrüben? Unverrückt mich hangen! Du bist 5. Wenn er uns verworfen hätte, meines Lebens Leben; Nun kann Nähm' er dann Menschheit an, Daß ich mich durch dich Wohl zuer uns errette? Hätt' er Lust an un- frieden geben. serm Schaden: Gnadenreich Würd 13. Forthin soll ich nicht verer euch Dann nicht zu sich laden. zagen, Denn du hast Meine Last 6. Was ihm Schweres wird auf Selbst für mich getragen. Du Erden Angethan, Er nimmt's an, willst keine Schuld mehr finden, Unser Schutz zu werden; Unser Frei werd ich, Herr, durch dich, Lamm, das für uns stirbet, Und Frei von meinen Sünden. bei Gott Durch den Tod Fried 14. Rein bin ich um deinetund Heil erwirbet. willen, Du gibst Muth, Ehr und 7. Seht, er liegt in seiner Gut, Kannst mein Sehnen stillen. Krippe, Ruft zu sich Mich und In mein Herz will ich dich schließen, dich, Spricht mit süßer Lippe: Dich, mein Heil, Und mein Theil, Lasset fahren, liebe Brüder, Was Selig zu genießen. euch quält! Was euch fehlt Bring ich alles wieder! 15. Treu soll dich mein Herz bewahren, Ich will dir Leben hier 8. O so laßt uns zu ihm eilen, und mit dir heimfahren. Mit dir Stellt euch ein, Groß und Klein, will ich endlich schweben, Ganz Laßt von ihm euch heilen! Liebt erneut, Hoch erfreut, Dort im ihn, der vor Liebe brennet, Schaut selgen Leben. Eigene 11 C 111 pe M Io gr Fr au V M 2 He Si W W Ko Den W Da Luf beg We Der 26 Christfestlieder. Eigene Melodie. 42. 6. Du, deß sich meine Seele mur rmuntre dich, mein freut, Mein höchstes Gut, mein schwacher Geist, Und Leben, Was soll ich dir aus Danktrage groß Verlangen, Den Hei- barkeit Für deine Treue geben? land, den der Himmel preist, Mit Herr, was ich hab' und was ich Freuden zu empfangen! Dies ist bin, Das geb ich dir zu eigen die Nacht, in der er kam Und hin, Mich soll kein Glück, teim menschlich Wesen an sich nahm. Leiden Von deiner Liebe scheiden. Er will durch sein Erscheinen Uns ganz mit Gott vereinen. 7. Noch sieht dich zwar mein Auge nicht, Doch du wirst wieder2. Willkommen, Held aus Da- kommen, Dann schauen dich von vids Stamm, Du König aller Angesicht, Herr, alle deine FromEhren! Willkommen, Jesu, Gottes men. Dann werd' auch ich, Herr Lamm! Ich will dein Leb vermeh- Jesu Christ, Dich sehn, so herrlich ren, Ich will dir all mein Leben- wie du bist, Und ewig dich dort lang Von Herzen sagen Preis und oben Mit allen Selgen loben. Dank, Daß du, da wir verloren, Mel. Lobe den Herren, den. Für uns bist Mensch geboren. 3. O wie ist deine Huld so 43. Ehre sei Gott in der Höhe groß, Ich kann sie nimmer fassen! der Herr ist geboren! Du hast dich aus des Vaters Sündern zum Heiland vom Höchsten Schooß Zu uns herabgelassen. aus Gnaden erkoren! Lasset uns Hier warteten dein nichts als sein, Ceiner Erbarmung uns freun! Noth, Verachtung, Kummer, Ist er nicht uns auch geboren? Echmerz und Tod, Und doch 2. Dunkel bedeckte den Erdkreis, kamst du auf Erden, Der Men- in Finsterniß irrten Völker umschen Heil zu werden. her, wie die Heerden, verlassen vom 4. O große That, o Wunder- Hirten. Jesus erschien: Nächte vernacht, Von Engeln selbst besungen! schwanden durch ihn, Die auch Du hast den Helfer uns gebracht, den Weisen verwirrten. Der Sünd und Tod bezwungen, 3. Menschen, berufen sich unter Und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, einander zu lieben, Folgten der Herrscht auf dem Thron der Ma- Zwietracht und Bitterkeit schändjestät, Um Heil und ewges Leben lichen Trieben. Jesus erschien, Den Gläubigen zu geben. Lehrte den Menschenhaß fliehn, 5. O du, des Vaters ein'ges Lehrte den Frieden uns lieben. Kind, Du Hoffnung aller From- 4. Wahrheit und Tugend entmen! Durch den nun Gottes Kin- keimten des Göttlichen Schritten, der sind, Die dich, Herr, aufge- Trest und Erquickung trug er in nommen: Komm, Jesu, in mein der Weinenden Hütten. Selbst er, Herz hinein, Und laß es deine Woh- ihr Freund, Hatte vielfältig genung sein, Dahin geht mein Ver- weint, Lasten getragen, gelitten. langen, Dich würdig zu empfangbib 5. Ehre sei Gott in der Höhe! Giessen ein Christfestlieder. 27 ein ewiges Leben Hat er durch| 4. Nein, Gott kann mich nim= ihn, seinen Schn, uns erbarmend mer hassen, Ob ich gleich ein gegeben. Bis in das Grab Stieg Sünder bin; Nimmer kann mein er vom Himmel herab, Einst uns Gott mich lassen, Denn er heget zum Himmel zu heben. Vatersinn. Gnade schenkt er sei= 6. Seliger Glaube, daß einst nen Knechten In dem Sohne, der meinen Retter ich sehe, Ihn mit mich kennt, Und mich seinen Bruden Schaaren Vollendeter ewig er- der nennt. Christus sitzt zu Gottes höhe! Völlig beglückt, Sing ich Rechten; Durch ihn bin ich Gott dann, himmlisch entzückt: Ehre vereint, Gott mein Vater, Gott sei Gott in der Höhe! mein Freund. Mel. Sollt ich meinem Gott. 5. Wird das Leben doch mein Leben, Leuchtet mir doch selbst 44. Ewig sei dir Lob gesun- das Licht. Alles Heil ist mir gegen Hier und einst geben, Was ist, das mir noch vor deinem Thron, Daß du uns gebricht? Seht, es fleußt der Quell das Heil errungen, Menschgeword'- der Freuden Aus dem hohen Himner Gottes Sohn! Uns zu gut ins melssaal In das niedre ErdenFleisch gekemmen Bist du voller thal, Und erquickt mich unter Freundlichkeit; Ja du hast vor Leiden. Meine Lieb und Seligkeit, alter Zeit Dich schon unser an- Christus ist geboren heut. genommen. Sei gelobt, Herr Jeju 6. Du, o Gottes höchste Gabe, Christ, Daß du unser Bruder bist. Du, des Vaters ein'ger Sohn, 2. Cei gelobt, Herr, dir ge- Du, der Seelen reichste Habe, bühret Unser Dank in Wort und Und des Glaubens größter Lohn! That; Herrlich hast du ausgefüh- Laß mich neu geboren werden, ret Deines Vaters Gnadenrath. Bilde mich nach deinem Sinn, Huldreich hast du dich vermählet Nimm mich ganz zu eigen hin, Unsrer menschlichen Natur, Und vor Daß ich dein schon sei auf Erden; aller Kreatur Sie allein dir aus- Dann lobsingt mein Leben dir, gewählet. Du erhobst sie, Gottes- Treuer Heiland, für und für. sohn, Mit dir auf der Gottheit Thron. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Du erschienest hier auf Er- 45. Gottes und Mariens Sohn, Den, um den, Mittler zwischen uns und unser zu Gott, Unser Friedefürst zu wer- wenden, Gott von seinem Himmelsden, Netter aus der Sündennoth. thron In die Welt hat wollen senHerr, du hast das Kreuz erduldet, den, Sei willkommen, großer Held, Haft mit Gott uns ausgeföhnt, Du gepries'nes Licht der Welt! Und mit seiner Huld gekrönt Uns, 2. Deine Freudenankunft macht, die wir so viel verschuldet. Dies Daß wir Alle fröhlich singen, Da ist unsre Zuversicht Einst im Tod die Engel in der Nacht Die geund im Gericht. wünschte Botschaft bringen: Kommt, nun FRASE NG BATA A den W Da Luf beg We Dei 28 Christfestlieder. nun ist der Heiland da! Gott von mir. Gott, deinen Willen sei Dank, Halleluja! thu ich gern, Gelobt sei, der da 3. Uns zu Liebe kommst du kommt vom Herrn. hier In das dunkle Thal der Erde; 6. Herr, der du Mensch geboren Ach daß Herz und Zunge dir Ewig, wirft, Immanuel und Friedefürst, ewig dankbar werde! Jauchzt, ihr Auf den die Väter hoffend sahn, Völker, rühmt und preist Den, Dich, Gott, mein Heiland, bet ich an. der euch nun leben heißt. 7. Du, unser Heil und höchstes 4. Jetzt ist Alles wieder da, Gut, Vereinigst dich mit Fleisc Was uns Adam einst verloren. und Blut, Wirst unser Freund Menschen, singt: Halleluja! Gottes und Bruder hier, Und Gottes Sohn ist Mensch geboren! Stim- Kinder werden wir. met mit den Engeln an, Rühmt, was er an euch gethan! 8. Gedanke voller Majestät, Du bist es, der das Herz erhöht! Ge 5. Ehre sei Gott in der Höh danke voller Seligkeit, Du bist Und auf Erden lauter Friede. es, der das Herz erfreut. Ferner mache Leid und Weh Nim- 9. Durch Eines Sünde fiel die mermehr die Christen müde, Bis Welt; Ein Mittler ist's, der sie du uns, o Lebensfürst, Zu dem erhält. Was zag ich nun, wenn Vater führen wirst. der mich schützt, Der in des Va ters Schooße stzzt? Mel. Vom Himmel hoch, da. 10. Jauchzt, Himmel, die ihr 46. Dies ist der Tag, den ihn erfuhrt, Den Tag der heiligGott gemacht, Sein sten Geburt! Und Erde, die ihn werd in aller Welt gedacht, Ihn heute sieht, Sing ihm, dem Herrn, preise, was durch Jesum Christ ein neues Lied. Im Himmel und auf Erden ist. 11. Herr, der du uns den Tag 2. Die Väter haben dein ge- gemacht, Der uns so großes Heil harrt, Bis daß die Zeit erfüllet gebracht, Dich preise, was durch ward, Da sandte Gott von sei- Jesum Christ Im Himmel und nem Thron Das Heil der Welt, auf Erden ist. dich, seinen Sohn. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, So steht mein Geist vor Chr- 47. Dies ist die Nacht, da furcht still, Er betet an, und er ermir erschienen Del mißt, Daß Gottes Lieb unendlich ist. großen Gottes Freundlichkeit. Dal 4. Damit der Sünder Gnad Kind, dem alle Engel dienen, erhält, Erniedrigst du dich, Herr Bringt Licht in meine Dunkelheit der Welt, Nimmst selbst an un- Und dieses Welt- und Himmels frer Menschheit Theil, Erscheinst licht Weicht hundert tausend Son im Fleisch, wirst unser Heil. nen nicht. 5. Dein König, Zion, kommt 2. Laß dich erleuchten, meine zu dir, Er spricht: im Buche steht Seele, Versäume nicht den Gnadenschein. Christfestlieder. 29 denschein. Der Glanz in dieser lornen Rühm sich, erlöst zu sein. Uns kleinen Höhle Dringt bald in alle ist das Kind gegeben, Geboren uns Welt hinein. Er treibet weg der der Sohn, Mit ihm erscheint das Hölle Macht, Der Sünden und Leben, Mit ihm des Himmels Lohn. des Todes Nacht. Chor. 3. In diesem Lichte kannst du 3. Er kommt, des Vaters Ebenbild, sehen Das Licht der klaren Se- Von schlichtem Pilgerkleid umhüllt, ligkeit. Wenn Sonne, Mond und und macht uns seiner Hoheit gleich Stern' vergehen, Vielleicht gar Auf Erden und im Himmelreich. bald in letzter Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein. Alle. 4. O du, dem jetzt die Menge 4. Laß nur indessen helle schei- Der Engel und Verklärten singt, nen Dein Glaubens- und dein Vernimm die Lobgesänge, Die dir Lebenslicht. Mit Gott mußt du dein Volk im Staube bringt. Du es treulich meinen, Sonst hilft kamst, so geht die Sonne, Die dir diese Sonne nicht. Willst du Welt zu segnen, auf, Verbreitet genießen diesen Schein, So darfst Licht und Wonne In ihrem hodu nicht mehr dunkel sein. hen Lauf. Du brachtest Heil und 5. Drum, Jesu, schöne Weih- Gnade Auf unsre Welt herab, nachtssonne, Bestrahle mich mit Ein Licht dem dunkeln Pfade, deiner Gunst. Dein Licht sei meine Ein Licht dem finstern Grab. Weihnachtswonne, Und lehre mich Chor. die Weihnachtskunst, Wie ich im 5. Vom Himmel kam in dunk= Lichte wandeln soll, Und sei des ler Nacht, Der uns des Lebens Weihnachtsglanzes voll. Licht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl, Wie Morgenroth im dunkeln Thal. Mel. Vom Himmel hoch, da. Chor. 48. Empor zu Gott, mein Alle. 6. Frohlockt! ihr wart Genossen Lobgesang! Er, dem Der Sünde wie der Sterblichkeit; der Engel Lied erklang, Der Tag, Nun ist euch aufgeschlossen Der der Freudentag ist da. Ihr Christen, singt, Halleluja! Eingang in die Herrlichkeit. Zu unsrer Welt hernieder Kam Gottes ew'ger Sohn, Nun hebt er seine Brüder Empor zu Gottes Thron. Er Mel. Nun lob, mein Seel, den. Alle. 2. Vom Staub, in dem wir wal- war das Heil der Sünder, Und bleibt es fort und fort, Hier sind sie Gottes en, Soll, Jesu Christ, dein Lobgeng Emper zum Himmel schallen, Kinder, Und Gottes Erben dort. Dir opf're jede Seele Dank! Und Chor. der der Gebornen Sei froh, ein 7. Er führet uns auf ebner ensch zu sein, Und jeder der Ver- Bahn, Zum Himmel führt er uns hinan, = a c= තන පට F මලිබසිඳ පියදීයි දී Der Da Lu beg W De 30 Christfestlieder. hinan, Undwandelt unser Pilgerkleid gelegt, Das alle Welt erhält und In Sternenglanz und Herrlichkeit. trägt. Alle. 6. Deß laßt uns Alle fröhlich sein, 8. Und sind wir einst zum Lohne Und mit den Hirten geh'n hinein, Der Himmelsbürger dort erhöht, 3u sehen, was Gott hat beschert, Dann stehen wir am Throne, Und Mit seinem lieben Schn verehrt. 7. Willkommen, Jesu, edler Gast! Den Sünder nicht verschaun, Herr, deine Majestät. Nicht mehr aus tiefer Ferne Dringt unser Dank zu dir, Denn über Sonn schmähet hast, Und kemmst in's und Sterne Erhoben, jauchzen wir. Elend her zu mir, Wie soll ich Und in des Himmels Chöre Schallt unser Lobgesang: Dem Ewigen sei Ehre, Dem Welterlöser Dank! Chor. immer danken dir? 8. Lob, Chr' sei Gott im höch sten Thron! Er schenkt uns seinen ein'gen Schn; Deß freuet sich der Engel Schaar, Und sin9. Rein, wie der Engel Harfen- get uns ein neues Jahr. Klang, Steig auf, du hoher Lobge= sang! Der Tag, der Freudentag ist Eigene Melodie. da. Ihr Christen, ſingt, Halleluja! 50. Lebt Gott, ihr Christen, Eigene Melodie. höchsten Thron, Der heut auf Und 49. Vom Himmel hoch, da schleußt sein Himmelreich, komm ich her, Ich schenkt uns seinen Sohn.:,: bring euch gute neue Mähr, Der 2. Er kommt aus seines Vaters guten Mähr bring ich so viel, Schooß, Ein Heiland uns zu sein. Davon ich sing'n und sagen will. Er liegt dort elend, arm und bloß, 2. Euch ist ein Kindlein heut' Uns ewig zu erfreun.:,: gebor'n Von einer Jungfrau aus- 3. Er äußert sich der Allgewalt, erfor'n. Ein Kindelein, so zart Wird niedrig und gering, Und und fein, Soll' eure Freud' und nimmt an sich die Knechtsgestalt, Wonne sein. Der Schöpfer aller Ding.:,: 3. Es ist der Herr Christ, un- 4. Er wechselt mit uns wun ser Gott, Der will euch führ'n derbar, Nimmt unsre Armuth an, aus aller Noth, Er will eu'r Hei- Uns aber beut er Güter dar, Die land selber sein, Von allen Sün- Niemand schätzen kann.:,: den machen rein. 5. Er wird ein Knecht, und ich 4. Er bringt euch All'n die Se- ein Herr, Das mag ein Wechse. ligkeit, Die Gott der Vater hat be- sein! Wie könnte er doch freund. reit't, Daß ihr mit uns im Himmel- licher, Der theure Jesus sein?: reich Sollt ewig leben allzugleich. 6. Heut schleußt er wieder auf 5. So merket nun das Zeichen das Thor Zum schönen Paradeis recht, Die Krippe, Windelein se Der Cherub steht nicht mehr davo schlecht, Da findet ihr das Kind Gott sei Lob, Ehr und Preis.: 9 Mel. Christfestlieder. 31 Mel. Der Tag, der ist so. Mel. Nun freut euch, lieben. 51. Ein Kindelein höchft lo- 52. Ich steh an deiner Krippe hier, O Jesu, ist erschienen; Des Höchsten Schn Leben! Zu dir komm ich, und ist uns beschert, Dem Himmels- schenke dir, Was du mir hast ge= geister dienen. Wär uns das geben. Nimm hin, es ist mein Kindlein nicht gebor'n, So wär'n Geist und Sinn, Herz, Seel und wir allzumal verlor'n, Das Heil Muth, nimm Alles hin, Und laß ist unser Aller. O du süßer Je- dir's wohlgefallen. sus Christ, Der du Mensch ge- 2. Du hast mich ganz und gar boren bist, Behüt' uns vor der erfüllt Mit deiner Lieb und Güte, Hölle. Dein hoher Glanz, dein göttlich 2. Die Zeit ist nun ganz Bild Liegt stets mir im Gemüthe. freudenreich, Zu loben Gottes Und wie könnt es auch anders sein? Namen, Daß Christus ist vom Wie könnt ich deinen Gnadenschein Himmelreich Auf Erden zu uns Aus meinem Herzen lassen? kommen. Es ist ein' groß' Barm- 3. Da ich noch nicht geboren herzigkeit, Die Gett vom Himmel war, Bist du mir schon geboren, uns verleiht. Ein Knecht ist Ehri- Und hast mich dir zu eigen gar, stus worden, Uns, dech ohne Eh ich dich kannt, erkoren. Noch Sünde, gleich, Daß wir werden war ich nicht ans Licht gebracht, ewig reich, Trug uns'rer Sünden Da hast du schon bei dir bedacht, Bürde. Wie mein du wolltest werden. 3. Wohl dem, der dieses Glau- 4. Ich lag in tiefer Todesnacht, bens ist, Mit ganzem Herzen Du wurdest meine Sonne, Die bauet, Dem wird die Eeligkeit mir im Herzen angefacht Licht, gewiß, Wohl dem, der darauf Leben, Freud und Wonne. O trauet, Daß Christus hat genug Sonne, die des Glaubens Licht gethan Für uns, damit wir Heil In meinem Herzen aufgericht't, empfahn Von Gott, dem ew'gen Wie schön sind deine Strahlen! Vater. O wie große Wunderthat, Er trägt uns're Missethat, Und stillet unsern Hader! 5. Mit Freuden blick ich auf dich hin, Und kann nicht satt mich sehen, Doch nimmer wird mein 4. Deß dank ihm alle Christen- blöder Sinn Dein Wesen ganz heit Für solche große Güte, Und verstehen. O daß mein Geist ein bitte sein' Barmherzigkeit, Daß er Abgrund wär, Und meine Seel uns fort behüte Vor falscher Lehr' ein tiefes Meer, Daß ich dich und bösem Wahn, Der unsern möchte fassen! Seelen schaden kann, Er woll' all' 6. Wenn bitterlich mein Herze Schuld vergeben. Vater, Sohn weint, Und keinen Trost kann und heil'ger Geist, Gib uns, was finden, Dann rufst du mir: ich dein Wort verheißt: Laß uns in bin dein Freund, Ich tilge deine Frieden leben. Sünden! Was trauerst du in deinem FACE CORES BRAS A Chriftfestlieder. Mel. Jesu, meine Freude.. 3. Du sprachst zur Finsterniß: entweich! Da floh des Irrthums Nacht. Du hast das lichte Gottes53.I Resus ist gekommen! Danket ihm, ihr Frommen, reich In Herz und Welt gebracht.:;: Dankt ihm, daß er kam, Daß er 4. Nun bürgen Sorge selbst hier auf Erden, Unser Heil zu und Schmerz Für unsrer Kindwerden, Seine Wohnung nahm. schaft Recht. Zum Vater hebt sich Mensch, wie wir, erschien er hier, unser Herz, Wir sind ja sein GeUm des Vaters gnädgen Willen schlecht.:,: An uns zu erfüllen. 5. Dank dir, daß du uns Brüder 2. Laßt uns niederfallen, Dan- nennst! Darauf ruht unser Heil. ken, daß er Allen Freund und Wen du als Bruder anerkennst, Bruder ist. Gott auf seinem Throne Hat ewig an dir Theil.:,: Liebt uns in dem Sohne, Hilft durch Jesum Christ. Welch ein Mel. Ach, was soll ich Sünder. Heil, an Chrifto Theil, Theil an 55. Mer im Herzen will er seines Geistes Gaben, An Gott selbst zu haben! 3. Keine Macht der Sünden fahren, Und darum bemühet ist, Daß der König Jesus Christ Sich in ihm mög offenbaren, Wird uns überwinden, Er bleibt Der muß suchen in der Schrift, ewig treu. Dort wird er vom Bis er diesen Schatz antrifft. Bösen Gänzlich uns erlösen, Hier 2. Ermuß gehen mit den Weisen, steht er uns bei. Unser Freund, Bis der Morgenstern aufgeht, Und mit Gott vereint, Wird uns immer im Herzen stille steht. Dann kann Hülfe senden, Daß wir siegreich man sich selig preisen, Weil del Herren Angesicht Glänzt von Klarenden. 4. Auf dem Nichterthrone Wer- beit, Necht und Licht. den wir im Sohne Unsern Netter 3. Denn wo Jesus ist geboren schaun. Heil und ewig Leben Wird Da erweiset sich gar bald ein er Allen geben, Die ihm fest ver- göttliche Gestalt, Die im Herze traun. Er ward hier versucht, wie war verloren. Seine Klarheit spie De wir, Drum wird er der Schwachheit gelt sich In der Seele kräftiglich schonen, Und aus Gnaden lohnen. 4. Alles Fragen, alles Sager Ift beg W 32 Mel. Lobt Gott, ihr Christen. nem Sinn, Da ich dein Bruder] worden bin, Die Kindschaft dir zu geben? 54. Was in der heilgen Nacht erklang, Aus selger 7. So hoff ich denn, du werdest mir Dies Eine nicht versagen: Geister Heer, Das sei auch unser LobDaß ich dich möge für und für gesang: Gott in der Höh sei Ehr!:,: In meinem Herzen tragen. In 2. Von aller Welt erschalle dir, mir soll deine Wohnung sein, O Jesu, Dank und Leb! Dich, Komm, komm und kehre bei mir unsern Netter, preisen wir, Der ein Mit allen deinen Freuden! uns vom Staub erhob.:;: Christfestlieder. 33 Ist von Jesu nur allein Und von allein, Daß du mögest bei mir dessen Gnadenschein, Dem sie fort sein, Und ich dir mög ähnlich und fort nachjagen, Bis die Seele werden In dem Leben dieser Zeit in der That Diesen Schatz gefun- Und in jener Ewigkeit. den hat. 12. So will ich mit allen Weisen, 5. Ach wie weit sind die zurücke, Die die Welt für Thoren acht't, Die nur fragen in der Welt: Wo Dich anbeten Tag und Nacht, Und ist Reichthum, Gut und Geld, Wo dich loben, rühmen, preisen, Liebist Ansehn bei dem Glücke, Wo ster Jeju, und vor dir Christlich ist Wollust, Ruhm und Ehr? Und wandeln für und für. nach solcher Thorheit mehr. 6. Ja, unselig sind die Herzen, Mel. Wie schön leucht't uns der. Und in ihrem Wandel blind, Die 56. Verzage, Volk der Chrialso beschaffen sind, Weil sie diesen nicht! Die Heiden Schatz verscherzen, Wählen, was sehen auch sein Licht, Und finden die Erde bot, Das nichts hilft den Erretter. Des wahren Gottes in Noth und Tod. Sohn und Ruhm Stürzt aller 7. Auch heißt nicht nach Jesu Gögen Säulen um, Die Bilder fragen, Wenn man nur zur Kirche falscher Götter. Gott wird Selbst geht, Und in der Versammlung Hirt Seiner Heerde, und die Erde steht, Eine Beichte herzusagen, Um sieht voll Freuden Gott selbst seine zum Nachtmahl dann zu gehn, Heerde weiden. Meinend, dann sei gnug geschehn. 2. Der Gottheit Fülle wohnt 8. Nein, wenn dies in deinem in dir, Durch dich, mein Heil, Leben Nach Gewohnheit nur ge- kommt Gott zu mir Und schenkt schicht, So ist noch nichts ausge- mir seine Liebe. Wie dank ich richt't. Du mußt dich Gott ganz dir, wie preis' ich dich? Du wirst ergeben, Und im Glauben Nacht mir gleich, ein Mensch, wie ich, und Tag Deinem Jesu folgen nach. Daß ich nicht hülflos bliebe. Dank9. Dann läßt er sich auch bald voll, Herr, soll Mein Gemüthe finden In dem Tempel, bei der deine Güte hoch erheben, Du, Beicht, In dem Nachtmahl, und mein Heiland, bist mein Leben. bezeugt, Daß die vorbegangnen Sün- 3. Es deckte Finsterniß die Welt, den Sind vergeben, und sein Blut Du hast die finstre Welt erhellt, Reinigt Seele, Geist und Muth. Deß freuen sich die Frommen. 10. Dann kann man recht freudig Vom Aufgang bis zum Niedertreten Zu dem Gnadenstuhl und gang Erschallt der Völker Lobge= Thron, Und den König mit der sang, Die anzubeten kommen. Wie Kron Als ein treuer Knecht an- blind, Herr, sind, Die dich hassen, beten, Der nichts suchet auf der sich nicht lassen Gott belehren, Welt, Als was seinem Herrn gefällt. Sich zum Vater zu bekehren. 11. Jesu, laß mich auf der 4. Ein Herz, das deine WahrErden Doch nichts suchen, als heit liebt, Und sich dir willig überC gibt, 13BAC EESE A R del De Lu beg W Neujahrslieder. 6. Dir will ich ewig dankbar gibt, Das kannst du nicht ver-| schmähen. Wer seine Hoffnung sein, Mich gläubig deiner Liebe auf dich seßt, Und sich in deinem freun Und immer dein gedenken. Wort ergößt, Der soll dich selbst Mein Weihrauch sei Gebet und einst sehen. Dein Licht Ist nicht Flehn; Hin auf dein Beispiel will Bei dem Sünder, deine Kinder ich sehn, Wenn hier mich Leiden sind die Frommen, Welche gläu- kränken. Hab' ich Wenig Gold im Leben hinzugeben: voll Erbarmen big zu dir kommen. 5. Mein Glaube sei mein Dank- Dien' ich, wo ich kann, den Armen. 7. Versich're mich durch deinen altar, Hier bring ich mich zum Opfer dar, Dir, der Verlassnen Geist, Daß du für mich erhöhet Tröster. Ich bete dich in Demuth seist, Den Himmel mir zu geben. an; Wer ist, der mich verdammen Bin ich nur meines Heils gewiß, kann? Ich bin ja dein Erlöster. Soll keine Macht der Finsterniß Von dir Strömt mir Gnadenfülle; Mich hindern, dir zu leben. Für Nuh und Stille, Licht und Se- mich Kann ich nichts vollbringen; gen Find ich, Herr, auf deinen hilf mir ringen, Freund der Seelen, Ich will deinen Nuhm erzählen. Wegen. 4. Neujahrslieder. gleich; Die man früh noch prangen sieht, Sind am Abend schon Mel. Jesu, meiner Seelen Ruh. 57. Menschen, unser Leben eilt, Immer eilt es unverweilt, Als im Flug eilt es davon, Und bald ist es ganz entflohn. verblüht. 6. Wellenreich und ohne Ruh Stürzt ein Strom dem Meere zu; 2. Unachtsam auf seine Pflicht, Wenn dich stolzer Wahn erfüllt, Merket dies der Jüngling nicht, Schau' in ihm, o Mensch, dein Sieht vor sich ein fernes Ziel, Bild. Nechnet noch der Jahre viel. 7. Schau', wie keine Welle 3. Ihm dehnt sich die kurze bleibt, Eine stets die andre treibt; Zeit Aus zur langen Ewigkeit, Sie verschlingt das volle Meer, Aber schaut der Greis zurück, Dünkt Hier ist keine Wiederkehr. sie ihm ein Augenblick. 8. So vertreibet immerdar Die4. Leicht entflieht ein Morgen- ses Jahr das nächste Jahr, Und traum, Leicht zerschmilzt des Was- das letzte rauscht vorbei, Eh' man'ê sers Schaum, Steigend noch zer- merkt, wie nah es sei. geht der Nauch: So ist unser 9. Auch auf Stunden haber Leben auch. Acht! Wirket Gutes, denn die 5. Selbst an Glück und Freuden Nacht Kommt und rücket schon herreich, Ist es doch nur Blumen an, Wo man nicht mehr wirken kann. 10. Jetzt Neujahrslieder. 10. Jetzt noch währt der Tag des mancherlei Gefahr Behütet Heils, Trefft die Wahl des besten auch dieses Jahr. Theils, Stellt euch dieser Welt nicht 2. Wir bitten dich, den ew'gen gleich, Seid an guten Werken reich. Sohn Des Vaters auf dem höchsten 11. Wenn ihr eure Zeit ver- Thron, Du woll'st dein' arme Chriträumt, Sie in träger Ruh ver- stenheit Bewahren ferner allezeit. säumt, Sie in eitlem Tand ver- 3. Entzeuch uns nicht dein heil-= derbt: Weh' alsdann euch, wann sam Wort, Es ist der Seelen Heil ihr sterbt! und Hort. Vor falscher Lehr', Ab12. Der Versäumniß eurer götteret, Behüt uns, Herr, und Pflicht Folgt im göttlichen Gericht, steh' uns bei. Wann der Tod euch hingerafft, Eine strenge Rechenschaft. 4. Hilf, daß wir meiden Sünd' und Wahn, Und fromm zu wer13. Aber so ist nicht der Christ, den fangen an. Der alten Schuld Der es in der Wahrheit ist; Ein- nicht mehr gedenk', Ein gnadengedenk der Ewigkeit, Kauft er reiches Jahr uns schenk. forgsam seine Zeit. 5. Hilf christlich leben, seliglich 14. Jede Stunde, da sein Geist Einst sterben, und dann froh durch Sich der Erde mehr entreißt, Blei- dich Am jüngsten Tage auferstehn, bet, flieht sie schon dahin, Ihm Und mit dir in den Himmel gehn, ein ewiger Gewinn. 6. 3u loben und zu preisen dich 15. Jede Stunde, wo er nütt, Mit allen Engeln ewiglich. O Waisen beisteht, Wittwen schützt, Jesu, unsern Glauben mehr' 3u Arme speist: die dauert dort Stets deines Namens Lob und Ehr'. in ihrem Lohne fort. Mel. Vom Himmel hoch. 16. Wohl dem, der an Jesum Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. gläubt, Männlich kämpft, sein Fleiſch betäubt, Seine Zeit zu nüßen 59. Hilf, Herr Jeſu, laß ge= lingen, Hilf, das neue strebt, Gott und seinem Nächsten lebt. Jahr geht an, Laß es neue Kräfte 17. Wann nun seine Stunde bringen, Daß aufs Neu ich wankömmt, Wird er nicht vor Angst deln kann. Laß mich dir befohlen beklemmt, Daß er nicht sein Heil sein, Auch daneben all das Mein'. bedacht, Und sein Lauf ist wohl Neues Heil und neues Leben vollbracht. Wollst du mir aus Gnaden geben. 18. Wohl ihm! er entschläft im 2. Laß es sein ein Jahr der Herrn, Stirbt getrost, gelassen, Gnade, Laß mich hassen meine gern, Und schaut, Gott, in deinem Sünd', Hilf, daß sie mir nimmer Licht Ewig dort dein Angesicht. schade, Sondern bald Verzeihung find'; Auch durch deine Gnad verleih', Daß ich herzlich sie bereu'. Hilf mir, Herr, denn du, mein Leben, die mir 3. Tröste as alte Jahr vergangen 37 58. Herr Jesu Christ, Daß du in vergeben. 2 N K BEARBE De D be D Neujahrslieder. 3. Tröste mich mit deiner Liebe, Läßt Gott uns, seine Kinder, Nimm, o Gott, mein Flehen hin, Wenn Noth und Trübsal bligen, Weil ich mich so sehr betrübe, Und In seinem Schooße sizzen. voll Angst und Zagen bin. Wenn 6. Ach, Hüter unsers Lebens, ich schlafe oder wach', Sieh' du, Fürwahr, es ist vergebens Mit Herr, auf meine Sach', Stärke unserm Thun und Machen, Wo mich in meinen Nöthen, Daß mich nicht dein' Augen wachen. Sünd' und Tod nicht tödten. 7. Gelobt sei deine Treue, Die 4. Herr, du wolleft Gnade ge- alle Morgen neue, Lob sei den ben, Daß dies Jahr mir heilig starken Händen, Die alles Herzsei, Und ich christlich möge leben, leid wenden. Ohne Trug und Heuchelei, Dich 8. Laß ferner dich erbitten, O und meinen Nächsten lieb', Und Vater, und bleib mitten In undenselben nicht betrüb', Auf daß serm Kreuz und Leide Ein Brunich noch hier auf Erden Fromm nen unsrer Freude. und selig möge werden. 9. Gib mir und allen denen, 5. Jesu, laß mich fröhlich enden Die sich von Herzen sehnen Nach Dieses angefang'ne Jahr. Trage dir und deiner Treue, Ein Herz, mich auf deinen Händen, Halte das dein sich freue. bei mir in Gefahr. Steh' mir bei 10. Schleuß zu die Jammerin aller Noth, Auch verlaß mich pforten, Und laß an allen Orten nicht im Tod. Freudig will ich Nach so viel Blutvergießen Die dich umfassen, Wenn ich soll die Freudenströme fließen. Welt verlassen. 11. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen, Laß Großen und auch Kleinen Die Mel. Nun laßt uns Gott dem. 60. Nun laßt uns gehn und Gnadensonne scheinen. treten Mit Singen und 12. Sei der Verlass'nen Vater, mit Beten Zum Herrn, der unserm Der Irrenden Berather, Der UnLeben Bis hieher Kraft gegeben. versorgten Gabe, Der Armen Gut 2. Wir geh'n dahin und wan- und habe. dern Von einem Jahr zum andern, Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen. 13. Hilf gnädig allen Kranken, Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermuth quälen. 3. Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch 14. Und endlich, was das Meiste, Zagen, Durch Krieg und große Füll' uns mit deinem Geiste, Der Schrecken, Die alle Welt bedecken. hier uns herrlich ziere, Und dort 4. Denn wie von treuen Müt- zum Himmel führe. tern Bei schweren Ungewittern 15. Das Alles wollst du geDie Kindlein hier auf Erden Mit ben, O meines Lebens Leben! So Fleiß bewahret werden: segne, so bewahre Uns in dem 5. Also und auch nicht minder neuen Jahre. Mel. Neujahrslieder. 37 o du allerhöchstes Gut, Und nicht die Welt zu lieben. Mel. Es ist das Heil uns. 61. Gott, du bist der Herr 7. Die Welt vergeht, dies reize der Zeit Und auch der mich, Die Lust der Welt zu flieEwigkeiten. Laß mich mit froher hen, Um bess're Freuden müsse sich Dankbarkeit Auch jetzt dein Lob Mein Geist schon jetzt bemühen. verbreiten. Ein Jahr ist aber- Der Ewigkeit bin ich verwandt, mals dahin; Wem dank' ich's, Im Himmel ist mein Vaterland, Gott, daß ich noch bin? Nur Dahin laß, Herr, mich trachten. deiner Macht und Güte! 8. O lehre selbst mich, meine 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich Zeit Mit Weisheit, Herr, veran, Unwandelbares Wesen, Dich, wenden, Und laß den Lauf zur den kein Wechsel treffen kann! Ewigkeit Mit Treue mich vollenWir werden, sind gewesen; Wir den. Der Tage Last erleichtre mir, blühen und verblüh'n durch dich, Bis meine Seligkeit bei dir Kein Nur du bist unveränderlich: Du Wechsel weiter störet. warst, du bist und bleibest. Mel. Valet will ich dir geben. 3. Herr, ewig währet deine Treu', Mit Huld uns zu begeg= 62. Bis hieher ist's gelungen, nen, Mit jedem Morgen wird sie neu, Mit Wohlthun uns zu seg- Ich bin hindurch gedrungen Durch nen. Ich weiß von keinem Augen- Sorgen und Gefahr. Nun schweige blick, Da nicht von ihr stets neues jede Klage, Mein ganz Gefühl Glück Mir zugeflossen wäre. sei Dank. sei Dank. Dir, Hüter meiner 4. Du hast auch im vergangnen Tage, Erschalle Lobgesang. Jahr Mich väterlich geleitet, Und 2. Der du mich haft erhalten, wenn mein Herz voll Sorgen war, Mein Schöpfer und mein Hort, Mir Hülf und Trost bereitet. Von Dich laß ich ferner walten, Und ganzer Seele preis' ich dich, Auf's traue deinem Wort. Dir ist mein Neue übergeb' ich mich, Gott, Will' ergeben, Er ist nicht weiter deiner weisen Führung. mein. Mein Herz, mein ganzes 5. Vergib mir die gehäufte Leben Soll dir geheiligt sein. Schuld Von den verfloss'nen Ta= 3. In deinen Nath sich schicken, gen; Du wollest mich mit Vater- Ist Weisheit und gibt Ruh. Soll huld In Christo ferner tragen. mich die Armuth drücken: Mein Laß mich in deiner Gnade ruh'n, höchstes Gut bist du. Soll mich Und lehre du mich selber thun Verfolgung plagen: So schüßzest Nach deinem Wohlgefallen. du mich doch. Soll ich Verachtung 6. Gib neue Lust und neue tragen: Ich trage, Herr, dein Joch. Kraft, Vor dir gerecht zu wandeln, 4. Soll ich verlassen leben: Laß, Herr, mich stets gewissenhaft Verlaß nur du mich nicht. Soll ich Vor deinen Augen handeln. Dein in Nengsten schweben: Sei meine Geist belebe Herz und Muth, Dich, Zuversicht. Und soll ich Krankheit leiden: 38 Neujahrslieder. leiden: Wollst du Geduld verleihn. mit langem Leben Den König, Soll ich von hinnen scheiden: den du uns gegeben, Durch FrömFühr' mich zum Leben ein. migkeit besteh' sein Thron; Lehr du ihn selbst das Land beglücken, Daß wir in ihm dein Bild erblicken, Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. 63. Herr, den die Sonnen und Und sei sein Schild und großer Lohn. die ihren 5. Tritt den Gewaltigen zur Bau voll Pracht erhöhn, Durch Seite, Die um den Thron des dessen Machtwort Welten werden, Königs stehn, Daß ihren Rath Und Welten wieder untergehn! die Weisheit leite, Und sie des Herr, den durch laute Lobgesänge Volkes Wohl erhöhn. Sei mit den Der Kreaturen ganze Menge In Obern unsers Landes, Auf daß aller Zeiten Lauf erhob! Der Engel zur Wohlfahrt jedes Standes Ihr Chöre nachzuahmen, Preist unsre Amt und Wirken wohl gedeih'. Seele deinen Namen, Und unsern Du wollest deiner Güte Segen Mund erfüllt dein Lob. Auf alle treue Bürger legen, Daß 2. Wie, Gott, dein Arm die jeder dir gehorsam sei. Welt bewahre, Verkündigt jeder 6. Des Heiligthumes Diener Tag der Nacht; Ein Jahr erzählt stärke Der Geist des Lichtes und dem nächsten Jahre Die großen der Kraft, Er, der zu ihrem Wunder deiner Macht. Dein Stuhl, Segenswerke Das Wollen und o Gott, bleibt ewig stehen, Du bist Vollbringen schafft. Der Lehrer und bleibest, wir vergehen, Wie Arbeit laß gerathen, Wenn sie schnell verströmet unsre Zeit! Schon mit treuer Hand die Saaten Der wieder ist ein Jahr vom Leben, Weisheit und der Wohlfahrt streu'n. Das uns dein Gnadenrath gegeben, Bild' auch das zarte Herz der Jugend, Im Abgrund der Vergangenheit. Laß wahre Weisheit, fremme Tu3. Kommt, heut sei uns ein gend Die Zierde unsrer Jugend sein. Tag des Bundes! Dem frommen 7. Dies Fleh'n sei vor dir Ja Bunde bleibet treu, Und den Ge- und Amen, Du kannst mehr lübden unsers Mundes Stimm' thun, als wir verstehn; Erhör ohne Falsch das Herz auch bei. Oüns, Gott, in Jesu Namen, Und K Land, gelobe, Gott zu dienen, Und laß uns deine Hülfe sehn. Wir du wirst wie ein Garten grünen, trauen deiner Macht und Gnade, De Den er sich selbst gepflanzet hat. Erhalt uns auf dem eb'nen Pfade, N Laß wandeln uns auf seinen We- Den unser Herr uns wandeln lehrt. gen, Dann macht mit ihrem vollen O segne, Vater, dir zum Preise L1 Segen Uns seine Vatergüte satt. Auch dieses Jahr, und so beweise, be 4. Gott, schau' herab aus dei- Du seift es, der Gebet erhört. nen Höhen Mit Huld auf unser Volk und Land. Gib uns, was N V BEASES D Mel. Es ist das Heil uns. wir in Christo flehen, Aus deiner 64. Gott ruft der Sonn' und milden Vaterhand. Gott, sättige schafft den Mond, Das Jahr Passtonslieder. 39 Jahr darnach zu theilen. Er schafft 4. Gib mir, wofern es dir ge= es, daß man sicher wehnt, Und fällt, Des Lebens Ruh' und Freuheißt die Zeiten eilen. Er ordnet den. Doch, schadet mir das Glück Jahre, Tag und Nacht; Auf, der Welt, So gib mir Kreuz und laßt uns ihm, dem Gott der Leiden; Nur stärke mit Geduld Macht, Ruhm, Preis und Dank mein Herz, Und laß mich nicht ertheilen! in Noth und Schmerz Die Glück2. Herr, der da ist und der da lichern beneiden. war, Von dankerfüllten Zungen 5. Hilf deinem Volke väterlich Sei dir für das verfloff'ne Jahr In diesem Jahre wieder; Erbarme Ein heilig Lied gesungen! Für der Verlassnen dich, Und der beLeben, Wohlfahrt, Trost und drängten Glieder. Gib Glück zu Rath, Für Fried' und Ruh', für jeder guten That, Und laß dich, jede That, Die uns durch dich Gott, mit Heil und Rath Auf gelungen. unsern König nieder. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet 6. Daß Weisheit und Gerechsein, Daß du uns neu gegeben. tigkeit Auf seinem Stuhle throne, Verleih' uns Kraft, denn sie ist Daß Tugend und Zufriedenheit In dein, In deiner Furcht zu leben. unserm Lande wohne, Daß Treu' Du schüßest uns und du vermehrst und Liebe bet uns sei: Dies, lieber Der Menschen Glück, wenn ste Vater, dies verleih In Chrifto, zuerst Nach deinem Reiche streben. deinem Sohne. 5. Passionslieder. Mel. Der am Kreuz ist meine Liebe. Strahl getroffen, Steh es heil'ger 65. Ser enke dich auf uns her- Rührung offen. nieder, Geist, der uns 3. Laß den Mittler unsres Bunmit Feuer tauft! Alle sind wir des Uns in seiner Schönheit sehn. Chrifti Glieder, Alle durch sein Laß die Reden seines Mundes Blut erkauft. Füll' mit Andacht Nicht vor uns vorübergehn. Führ unsern Geist, Daß er sich der uns nach Gethsemane, Diesen Ort Welt entreißt, Und in Christo voll Angst und Weh', Wo die Ruhe finde Für die schwere Last Todesnacht ihn schrecket, Und mit der Sünde. blut'gem Schweiß bedecket. 2. Lehre selbst uns würdig feiern 4. Zeig uns ihn, den WeltJesu Christi Leidenszeit, Laß uns versöhner, Unter seiner Mörder jenen Tag ernenern, Wo er sich Schaar, Wie auf Erden keiner dem Tod geweiht. Fülle mit der schöner, Reiner so verachtet war; Wehmuth Schmerz Das zu ihm Wie er unter Spott und Hohn, gewandte Herz, Und von deinem Unter seiner Dernenkron', Geißelschläg'n D& 3338 be D Passtonslieder. 40 schläg'n und Todeswunden So geduldig ward erfunden. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; Allein sollt ich darum 5. Ja, du heilige Gemeinde, im Glauben wanken? Ich bin ein Blick zu deinem Haupt empor, Mensch, darf der sich unterwinden, Zum Erlöser, deinem Freunde, Den Gott zu ergründen? zum Netter Gott erkor. Welche 8. Das Größt' in Gott ist Wonn' und Seligkeit Schafft die Gnad' und Lieb erweisen; Uns stille Leidenszeit! Sie entreißt dem kommt es zu, sie demuthsvoll zu Weltgetümmel, Hebt den Geist preisen, 3u sehn, wie hoch, wenn empor zum Himmel, Gott uns Gnad' erzeiget, Die Gnade steiget. Mel. 66. 9. Mein Herz ergreift, Herr, dein Verdienst im Glauben, Nichts Leiden zu bedenken, soll den Trost, den du erwarbst, Mich in das Meer der Liebe zu ver- mir rauben. Du starbst für mich, senken, Die dich beweg, von aller nun bin ich, wenn ich sterbe, Des Schuld des Bösen Uns zu erlösen. Himmels Erbe... 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden Und bis zum Mel. Herzliebster Jesu. Tod am Kreuz gehorsam werden, 67. Laß deinen Geist mich stets, mein An unsrer Statt gemartert und zerschlagen, Die Sünde tragen: lehren, Dein Kreuz im Glauben 3. Welch wundervoll hochheiliges dankbar zu verehren, Daß ich Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so getreu in dem Beruf der Liebe zagen meine Kräfte, Mein Herz Mich christlich übe. erbebt, ich seh' und ich empfinde 2. Das Gute thun, das Böse Den Fluch der Sünde. fliehn und meiden, Herr, diese Herzliebster Jeſu. err, stärke mich, dein 4. Gott ist gerecht, ein Nächer Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. alles Bösen, Gott ist die Lieb', Könnt ich zugleich das Böse mir und läßt die Welt erlösen: Dies erlauben, und an dich glauben? kann mein Geist mit Schrecken 3. Da du dich selbst für mich und Entzücken Am Kreuz erblicken. dahin gegeben: Wie dürft' ich noch 5. Es schlägt den Stolz und nach meinem Willen leben? Und mein Verdienst darnieder, Gs nicht vielmehr, weil ich dir angebeugt mich tief und es erhebt mich höre, Zu deiner Ehre? wieder, Entsündigt mich, macht 4. Wie sollt ich nicht des Lebens mich aus Gottes Feinde Zu Gottes Kreuz und Plagen Mit stiller DeFreunde. muth und Geduld ertragen, Da 6. O Herr, mein Heil, an du so viel für uns, die wir's dessen Blut ich glaube, Ich liege verschuldet, Liebreich erduldet? hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Gemüthe In deine Güte. 5. Wie sollt ich meine Miterlösten hassen, Für welche du dein Leben selbst gelassen? Ich will für Alle, Passionslieder. 41 Alle, die mich untertreten, Gleich ich den Tod einst leide, Mir Fried' dir, noch beten. und Freude. 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, Wenn man mich ſchilt, nicht rächend wieder ſchelten. 68. Jhen, Du, mein Heiland, Mel. O du Liebe meiner Liebe. esu, meines Lebens LeDu Heiliger, du Herr und Haupt der Glieder, Schaltst auch nicht schlummerst ein, Mir den größten wieder. theres Trost zu geben, Der die Seele 7. Ein reines Herz, gleich dei kann erfreun. Du, Versöhner, nem reinen Herzen, Dies ist der neigest müde Auf die Brust dein Dank für deine Todesschmerzen, Haupt herab; Du, du stirbst! Und Gott gibt uns die Kraft, in dein Tod ist Friede, Nuh' und deinem Namen, Dir nachzuahmen. Ehre ist dein Grab. 8. Welch' großes Heil! du lit2. Ruhe sanft im Schooß der test uns zu gute, Ich bin ver- Erde, Weihe du mein Grab mir föhnt in deinem theuren Blute; ein, Daß auch mir die Hoffnung Du hast mein Heil, da du für werde, Meiner Ruhe mich zu fr un. mich gestorben, Am Kreuz er- Ach, du hast nun ausgelitten, Wie worben. noch nie ein Dulder litt, Hast den. 9. So bin ich denn schon selig größten Sieg erstritten, Wie kein hier im Glauben, So wird mir Sieger ihn erftritt. nichts, nichts meine Krone rauben, So werd' ich dort, von Herrlichkeit umgeben, Einst ewig leben. 3. Alle Früchte deiner Leiden, Deiner Siege sind auch mein, Ich foll aller deiner Freuden Froher 10. Ja, wenn ich stets der Tu- Mitgenosse sein. Welche Wonne, gend Pfad betrete, Im Glauben welcher Segen Fließt aus deinem kämpf, im Glauben wach' und Tod mir zu! Führe du auf meibete: So ist mein Heil schon so nen Wegen Mich auch dieser gewiß erstrebet, Als Jesus lebet. Wonne zu. 11. Lockt böse Lust mein Herz 4. So sei denn dein bittres mit ihrem Reize, So schrecke mich Leiden Ewig unvergeßlich mir. dein Wort, das Wort vom Kreuze; Dankbar schlag im letzten Scheiden Und werd' ich matt im Laufe guter Noch der letzte Pulsschlag dir. Werke, So sei's mir Stärke. Dann soll mich die Hoffnung trö12. Seh' ich dein Kreuz den sten, Dich, der für mich starb, zu Klugen dieser Erden Ein Nerger- sehn, Und im Kreise der Erlösten niß und eine Thorheit werden: So Dir zur Rechten einst zu stehn. sei's doch mir, trotz allen frechen Spottes, Die Weisheit Gottes. Mel. Die Tugend wird durch's. 13. Wenn endlich, Herr, mich 69. Qaß mir die Feier deiner + Leiden, Mittdein Kreuz mir wieder Ruhe schen- ler, heilig sein! Sie lehre mich die ken. Dein Kreuz, das sei, wenn Sünde meiden Und dir mein ganzes Leben 1 1555 122 42 Passionslieder. Leben weihn. Ich seh auf dich, dir gefällt! Schau' meines Jesu der so entschlossen Für mich die Last Leiden, Der sich zum Opfer stellt! des Kreuzes trug, Der mir zum Entsagt den Fleischeslüften, Der Heil sein Blut vergossen, Deß Herz Herr trägt Qual und Pein: Wie noch sterbend für mich schlug. können wahre Christen Sich eitler 2. Wie seid ihr mir so lieb und Weltlust freun? theuer, Gethsemane und Golgatha, 2. Ach, seht sein Seelenschrecken! Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Er zagt, er wird betrübt, Er muß Der allergrößten Liebe sah! Hier den Zornkelch schmecken, Den ihm lern' ich jede Tugend üben, In Noth sein Vater gibt. Seht, wie er und Tod gelassen sein, Hier stärkt uns zu gute Selbst mit dem Tode mein Herz sich, Gott zu lieben, Und ringt, Und wie sein Schweiß mit selbst dem Todfeind zu verzeihn. Blute Ihm aus den Adern dringt! 3. Drum in den stillsten mei- 3. Wie frech wird er verrathen! ner Stunden Will ich nach deinem Man legt ihm Fesseln an! Ach, Kreuze sehn, Und dich, o Herr, unsre Missethaten, Die haben dies für deine Wunden Mit tief ge- gethan. Er lässet sich verklagen, rührtem Dank erhöhn. O laß mich Er wird verhöhnt, verspeit, Verdeine Huld ermessen, Mit der dein spottet und geschlagen, Der Herr Herz die Welt umfaßt, Und nie der Herrlichkeit. im Undank es vergessen, Was du 4. Man schlägt im wilden Hohne für mich erduldet hast. Mit Geißeln auf dich zu, Du 4. Mir sollen diese Feierzeiten trägst die Dornenkrone, Du HimDer größten Liebe heilig sein, Still melskönig, du! Du wirst an's soll dein Kreuz mich stets beglei- Kreuz geheftet, Daß du getragen ten, Und jede meiner Stunden hast; Doch, was dich mehr ent= weihn. Dein Leiden sei mein höchster kräftet, Ist unsre Sündenlast. Segen, Dein Tod mein selig- 5. Wer hätte bei den Mördern ster Gewinn, Mein Herz schlägt Den Heiligsten gesucht? Den Se= dir voll Dank entgegen, Daß ich gen zu befördern, Wirst du für durch dich erlöset bin. uns verflucht. Die dich zu Boden 5. Bleibt mir zu allen Zeiten treten, Dich schmähn in's Angesicht, theuer, Gethsemane und Golgatha, Für die selbst willst du beten, Denn Ihr Stätten, wo die Welt die Feier Nache kennst du nicht. Der allergrößten Liebe sah! Nach 6. Dein Durst, o Lebensquelle, euch will ich voll Andacht schauen, Geht auf mein Seelenheil, Du Wo mein Erlöser litt und starb. ringst mit Tod und Hölle, Das Heil uns, wenn wir auf dich ver- Leben ist mein Theil. Du wirst trauen, Der uns die Seligkeit erwarb. Mel. Ach Herr, mich armen. 70. Meg, Welt, mit deinen Freuden Und dem, was von Gott verlassen, Damit er bei mir sei, Und weil du mußt er=blassen, Bin ich vom Tode fret. 7. Die Welt mag voller Freuden Den Weg zur Hölle gehn: Ich Passionslieder. 43 Ich will bei Jesu Leiden Und sei- Freud' in Schmerzen, Himmelsnem Kreuze stehn. O Jesu, deine ruh im Sterben gibt. Liebe Trieb dich in Tod und Grab; 7. Deine Jünger, die mit FreuIch sterb' aus gleichem Triebe Nun den Thränen trocknen, und im meinen Lüften ab. sante Leiden Den Bedrängten gern erfreun, Die, gleich dir in eigner Plage, Tröstend stillen fremde Eigene Melodie. 71. Seht die Mutter dort voll Klage, Können nie verlassen sein. Schmerzen, Weinend 8. Wenn ich recht die Meinen mit zerrissnem Herzen, Zu des liebe, Redlich sorge, Sanftmuth Sohnes Kreuze gehn! Seht in übe, Treu das Herz dem Freunde tiefen Gram verloren, Den vor schlägt, Hab ich schon die Hand Allen er erkoren, Seinen Jünger gefunden, Die auf meine letzten bei ihr stehn! Wunden Sanft der Liebe Bal2. Was ist ohne ihn ihr Le- sam legt. ben? Nein, sie können nicht er= 9. Treu der Heil'gung nachzubeben, Dem Getreuen treu zu sein. jagen, Treu das Kreuz dir nachSeiner Liebe Segen erben, Mit zutragen, Treu zu wirken vor der ihm leiden, mit ihm sterben, Ist Nacht: Leuchtet dazu mir dein Lefür sie noch Troft allein. ben, Wird dein Tod mir Muth einst geben, Wenn mein Lauf nun ist vollbracht. 3. Er erkennet bald die Seinen, Hört ihr Klagen, steht ihr Weinen, Sieht durchbohrt der Mutter Herz. 10. Ach, wie du zurück dann In den letzten Kreuzesstunden Fühlt schauen kann ich nicht, doch mit er nicht mehr eigne Wunden, Fühlt Vertrauen, Wenn das Herz nur nur der Verlassnen Schmerz. treu mich heißt. Treue rühmet sich 4. Tröstend blicket er hernieder, der Gnade, Spricht mit dir am Legt sein theures Erbe nieder, Gibt letzten Pfade: Gott, empfange der Treue ewgen Lohn. Weib, so meinen Geist. spricht er, nicht mehr Mutter, Du 11. O der du die Deinen ken= bist dieses Jüngers Mutter, Du, nest, Mutter, Bruder, Freund ste mein Jünger, bist ihr Sohn. nennest, Du bist selbst ihr Trost 5. Aller Erdensorg' enthoben, und Theil, Bist ihr Freudenquell Wendet sich sein Geist nach oben, im Leiden, Bist ihr Schirm und Sieht erhellt die dunkle Nacht, Fels im Scheiden, Ewig, ewig Sieht am Ziel sein Werk verkläret, dort ihr Theil. Sieht den letzten Kelch geleeret, Jesus ruft: es ist vollbracht! Eigene Melodie. -6. Nein, nicht troftlos, nicht 72. Meine Liebe hängt am verlassen, Sahn, Vollender, dich will ihn erblassen Sie, die du so tren ge- daselbst umfassen Und nicht lassen, liebt. Weihe, Herr, auch unsre Daß er durch sein, theures Blut Herzen Durch dein Licht, das Mache mich gerecht und gut. 2. Meine 2 44 Passionslieder. 2. Meine Liebe hängt am Kreuz, 3. Andre mögen ihre Sinnen Was hang ich noch an der Erde Schärfen durch Verschlagenheit, Mit Beschwerde? Wäre nur die Daß sie Lob und Ruhm gewinnen Welt doch mir, Und auch ich ge- Bei den Großen dieser Zeit. Ich kreuzigt ihr! will meines Heilands Schmach 3. Meine Liebe hängt am Kreuz, Ganz alleine denken nach; ChriIch will seiner stets gedenken, sten will es nicht geziemen, Daß Wenn mich kränken Sünde, Teu- sie sich des Eitlen rühmen. fel, Höll' und Tod, Er erlöst aus aller Noth. 4. Andern mag es wohl behagen, Wenn sie hurtig und geschickt 4. Meine Liebe hängt am Kreuz, Große Schätze sich erjagen, Und Darauf will ich fröhlich sterben, wenn ihnen Alles glückt. O mein Und ererben, Was mein Gott mir Reichthum, Glück und Theil Is hält bereit In der ew'gen Seligkeit. der armen Sünder Heil. Dieses Mel. Christus, der uns selig. weiß mein Herz zu finden, Und die Welt zu überwinden. 73. bilf, Christe, Gottes 5. Ei, so komm, mein wahres Sohn, Durch dein Leben, Komm und unterweise mich, bittres Leiden, Daß wir, dir stets Dir will ich mein Herz ergeben, unterthan, All' Untugend meiden, Daß es wisse nichts als dich. Deinen Tod und sein' Ursach' Theure, liebste Wissenschaft, Ach, Fruchtbarlich bedenken, Dafür, wie-[ beweise deine Kraft, Daß ich einwohl arm und schwach, Dir Dank- zig an dir hange, Und nicht opfer schenken. außer dir verlange. Mel. Der am Kreuz ist meine. 74. Brange, Welt, mit dei6. Weiß ich keinen Trost auf Erden, Klagt mich mein Gewissen an, Will mir angst und bange nem Wissen, Das du werden, Ist nichts, das mir heljetzt so hoch gebracht. Ich kann fen kann, Drückt mich des Ges deine Weisheit missen, Die mich setzes Joch: So laß mich bedenken doch nicht selig macht. Meines doch, Daß du hast mit deinem Jesu Kreuz und Pein Soll mein Blute Gnad erlanget mir zu gute. liebstes Wissen sein. Weiß ich das 7. Ach, mein Jesu, pflanze im wahren Glauben, Wer will weiter Dieses Wissen in mein mir den Himmel rauben? Herz; Sei mein treuer Freund 2. Andre mögen Weisheit nen- und Leiter, Und laß deines Todes nen, Was hier in die Augen fällt, Schmerz, Deine schwere Kreuzes Ob sie gleich den nicht erkennen, pein Mir stets in Gedanken sein. Dessen Weisheit Alles hält. Mir Du hast dich mir wollen schenken, soll meines Jesu Pein Meine Daran laß mich ewig denken. Kunst und Weisheit sein. Das 8. Endlich, wann des Todes Geheimniß seiner Liebe Ist die Grauen Alles Wissen von mir Schul, da ich mich übe. treibt, So laß meine Augen schauen Passionslieder. 45 schauen Diesen Trost, der ewig will ich lieben, Der Brüder keinen bleibt. Jeju Leiden, Kreuz und je betrüben, Für welche du gestor= Bein Soll mein letztes Wissen ben bist. Auch unter Opfern und sein. Jesu, hilf mir dies vollbrin- Beschwerden Will ich des Nächgen, So will ich dir ewig singen. sten Helfer werden. Hilf mir dazu, Herr Jesu Christ. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. 75. Noll Liebe war, o Herr, Mel. Da Jesus an dem Kreuze. dein Leben, Von Liebe 76. Mit tiefer Ehrfurcht bete Kreuzesstamme zeugte jede That. Zum Opfer dich für uns zu geben War deines seh ich dich Für meine Schuld erVaters heilger Nath. Ihn zu voll- blassen. Laß deiner Worte Gottesziehn mit will'gem Herzen, Betratest kraft Mich tief zu Herzen fassen. du den Weg der Schmerzen, Und 2. Dich traf der Feinde Hohn gingst in tausendfache Noth; Warst und Spott, Da flehtest du: ver= voll Erbarmen gegen Feinde, Du gib, o Gott! Du willst der Sünliebtest deine schwachen Freunde, der Leben. Mich rege deiner Liebe Und liebtest sie bis in den Tod. Macht, Dem Feinde zu vergeben. 2. O Liebe, Liebe sonder Glei- 3. Noch heute sollst du dich er= chen, Wie göttlich groß, wie wun- freun, Mit mir im Paradiese sein, derbar! Kein Sterblicher kann dich Sprachst du zum Sünderherzen. erreichen, und keiner aus der Engel- Sprich auch zu mir dies selge Wort schaar. Des ewgen Vaters Thron In meinen Todesschmerzen. verlassen, Um hier am Kreuze zu 4. Sieh, Mutter, sieh, da ist erblassen, Und uns vom Tode zu dein Sohn! Ich bin des Jüngers befrein, Des Himmels unnennbare großer Lohn. O welcher Trost im Freuden Vertauschen mit der Erde Leide! Gedenke, Herr, der Meinen Leiden: Kann eine Liebe größer sein? auch, Wenn ich von hinnen scheide. 3. Wer diese Liebe kennt, der 5. Wie flehtest du für meine Ruh: bete Sie mit der tiefsten Ehrfurcht Mein Gott, mein Gott, warum an. Wir wollen deiner Todesstätte, hast du mich, deinen Schn, verHerr, uns gläubig dankbar nahn. lassen? In Todesqualen liebst du Hier stehn wir unter deinem Kreuze, treu, Drum will ich dich umfassen. Daß uns dein hohes Vorbild reize, 6. Mich dürftet! rufst du in dem 3u thun, was Liebe uns gebeut. Schmerz, Nach mir verlangt dein Du lehrst uns, ohne Drchn und brechend Herz, Ich falle dir zu FüKlagen Die Laften unsrer Brüder sen. Laß, Herr, wenn meine Zunge tragen, Wir sind zu folgen dir bereit. lechzt, Mir deinen Troftquell fließen. 4. Das Herz zur Liebe zu ent- 7. Es ist vollbracht! so sprach zünden, Blick ich hinauf nach Gol- dein Mund, Versiegelt ist der neue gatha; Der Kränkung Schmerz zu Bund, Errungen ist mein Erbe. überwinden, Erwäg ich fromm, was Ich singe froh: es ist vollbracht! dort geschah. Auch meine Feinde Wenn ich mit dir einst sterbe. 8. Ruf 46 Passionslieder. 8. Ruf mich zu deinen Sieges- schlagen! O unerhörte Liebesmacht, höhn, Daß ich mit dir kann freu- Daß Gott, was nie ein Mensch dig flehn An meinem letzten Ende: gedacht, Uns seinen Sohn gegeben! O Vater, dir befehl ich nun Die O Liebe, Liebe, du bist groß! Du Seel in deine Hände! senkest den ins Grabes Schooß, 9. Wo flieh ich hin, wenn Vor dem die Felsen beben! Alles weicht, Wenn sich mein Tag 4. Du führest ihn zum Kreu: des Lebens neigt? Zu dir, zur Gna- zesstamm, Damit wir Gnade findenpforte! Zum Himmel führest du den, Du lässt ihn schlachten, wie mich ein Durch deine letzten Worte. ein Lamm, Zum Opfer für die 10. Wenn sich mein Pfad in Sünden. Für Alle stirbt er, auch Nacht verliert, Mich deine Hand für mich Ergießt sein theures Lein Tiefen führt, Den Glauben ben sich In milden Strömen zu bewähren, Dann laß der letzten Blutes. Lamm Gottes, o wie soll Worte Licht Mir meine Nacht ich dir Genug es danken, daß verklären. du mir Erzeigest so viel Gutes? Mel. An Wasserflüssen Babylon. 5. Mein ganzes Leben will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen; 77. in Lamm geht hin und Dich will ich stets, gleich wie du trägt die Schuld Der mich, Mit treuer Lieb umfassen. Welt und ihrer Kinder; Es geht Du bist mein Trost, du bleibst mein und büßet in Geduld Die Sünden Licht, Selbst wenn mein Herz im aller Sünder; Es geht dahin, wird Tode bricht, Sollst du mein Leben matt und krank, Und gibt sich auf bleiben. Ich will mich dir, mein die Marterbank, Entsaget allen höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Freuden; Es duldet willig Hohn Eigenthum Auf ewig nun verund Spott, Angst, Wunden, schreiben. Striemen, Kreuz und Tod, Und spricht: ich wills gern leiden. 6. Ich will von deiner Lieblichkeit Bei Nacht und Tage singen, 2. Dies Lamm ist Jesus, unser Mich selbst auch dir zu aller Zeit Freund, Der Heiland unsrer Seelen, Zum Freudenopfer bringen. Mein Den wollte Gott, der Sünde Feind, Lebensquell soll sich nur dir Und Zum Sündentilger wählen. Sohn, deinem Namen für und für In sprach er, nimm dich derer an, Dankbarkeit ergießen; Und was Die über sich im blinden Wahn du mir zu gut gethan, Das will Selbst Schuld und Strafe brachten. ich stets, so gut ich kann, J Die Schuld ist schwer, die Strafe mein Gedächtniß schließen. groß, Doch du vermagst es, mache 7. Wohlan, mein Herz, so öffne los Die tief im Elend schmachten. dich, Dir soll ein Kleinod werden. 3. Sa, sprichst du, und von Kein Schatz wie dieser findet sic Herzensgrund, Leg auf, ich will es Sm weiten Schooß der Erden. Weg tragen, Mein Wille hängt an dei- Ehr' und Lust der eitlen Welt! nem Mund, Mich magst du für ste Was mich erfreut, was mir gefällt, Hat Passionslieder. 47 Hat nun mein Herz gefunden. den Weg zum wahren Heil? O Dies ist mein Schatz und höchstes daß mein Herz so schmelzen möcht, Gut: Versöhnung, Jesu, durch wie du, Und dir in voller Dankdein Blut, Und Heil aus deinen barkeit zufließen, Dir dann die Wunden. Früchte wieder bringen zu, Die mir 8. Dies Heil will ich mir aus deiner Todesangst entsprießen! allezeit Im Herzen tief erwägen. 2. Du hobst dein Leiden an in Es sei mein Schild in allem dunkler Nacht, Um mir die Nacht Streit, Im Mangel reicher Se- der Sünden zu zertheilen. Ich sehe gen. Es leuchte in der Nacht dich aus Salems Pforten eilen, Und mir hell, In Wüsten sei's mein mir des Himmels Pforten aufge= Lebensquell, Beim Hunger Seelen- macht. Du schwebst dahin durch speise, In Freuden sei's mein höch- Kidrons schwarzes Thal, Um aus stes Glück, Zum Himmel leit es mei- dem Schlamm der Sünden mich zu nen Blick Auf meiner Pilgerreise. heben. Am Delberg wartet auf dich 9. Was schadet mir des To- Angst und Qual, Um deines Friedes Gift? Du, Heiland, bist dens Oelzweig mir zu geben. mein Leben. Ob auch die Trüb- 3. Im Garten ward die Todes= falsglut mich trifft, Dein Kreuz frucht gepflückt, Im Garten war muß Schatten geben. Zieht auch das höchste Gut verloren; Und du das Wetter um mich her, Mag auf hast einen Garten dir erkoren, Wo dem tiefbewegten Meer Mein Le- du der Strafe Gottes mich entrückt. bensschiff oft schwanken: Du bist Hier wurdest du in Traurigkeit mein Anker in der Fluth, Du versenkt, Mit Furcht und Schrecken stärkst mich durch dein theures Blut, um und um befangen, Daß ich Drum kann ich nimmer wanken. von Allem, was mich nagt und 10. Wenn endlich ich soll tre- kränkt, In deiner Angst Befreiten ein In deines Reiches Freu- ung möcht erlangen. den, Werd ich durch dich, Herr, 4. Der Lebenssaft zerbrach der selig sein, Durch deine Todesleiden. Adern Band, Und drang mit Dann reichst du mir die Ehren- Macht durch alle deine Glieder; kron, Mit welcher ich will zu dem Du sankest in den Staub der Erde Thron Des höchsten Vaters ge- nieder, Wardst als ein Wurm behen, Und dir, dem er mich anver- deckt mit Blut und Sand. Sonst traut, Auf den im Leben ich ge- müßt ich vor der Hölle Qual baut, Geschmückt zur Seite stehen. und Macht In Todesangst und rettungslos erbeben; Ich läge in des Abgrunds tiefster Nacht, Dem 78. Mein Lebensfürst, mein ewigen Gerichte übergeben. Mel. Herr Gott, nach deiner. außerkornes Theil, 5. Der Uebelthäter Schaar Wie kann ich gnug in Ewigkeit dringt auf dich ein In großem erkennen Die Liebesglut, darin du Grimm, mit Fackeln, Schwerdt wolltest brennen, Und öffnen mir und Stangen, Ein einzeln unbewehrtes 48 Passionslieder. wehrtes Lamm zu fangen. Ach, viel öfter hab ich Treu gebrochen! ohne dich würd ich gefangen sein, Doch ist es mir, o Herr, wie Es würde ja der Hölle finstre Petro, leid; Und darum hast du Schaar Als ein verlornes Schäf- den treulosen Knecht Beständig lein mich verschlingen, Hätt'st du noch zu lieben fortgefahren. Ach, dich nicht dem Wolf gestellet dar, bring mich auch, wenn ich verirrt, Als Hirte seinen Naub ihm ab- zurecht, Laß deinen Geist dies zuzwingen. schwache Rohr bewahren. 6. Du ließest deinen anmuths- 10. Man schleppt dich frühe vollen Mund Mit einem schnöden vor Pilatus Haus. Weil du auch Judaskuß beflecken, Um meines willst für Unbeschnittne leiden, So Herzens Falschheit zu bedecken, gibt man dich an Sünder aud Und deine Felsentreu zu machen den Heiden. Man schreit als einen kund. Die Jünger flohen, denn Aufruhrstifter aus Dich, Friedensdu wollt'st allein, Ohn allen fürst, den König aller Welt! Herr, Trost, des Zornes Kelter treten, ich bekenn die Schuld, ich war Für die, die sonst in steter Höl- verloren, Weil ich mich deinen lenpein Von dir verbannt zu sein Feinden zugesellt, Und meine Lust verdienet hätten. zum König hatt' erkoren. 7. Man stellte dich vors scharfe 11. O Unrecht, daß man dich Blutgericht, Die falschen Zeugen mit Barrabas, Dem Mörder, auf brachten ihre Klagen, Und du haft die Wagschaak durfte setzen! O nicht ein Wort drauf wollen sagen, Gräuel, daß man dich durft Weil ich auf tausend konnt antwor- schlimmer schätzen! O Naserei! O ten nicht. Ich hatte deines Namens mehr als Kains Haß! Doch warHeiligkeit Mit Mund und That ver- um zürn ich mit der Juden Wuth? lästernd Hohn gesprochen: Drum Bin ich nicht selbst so arg und wurde dir in Ungerechtigkeit Als blind gewesen, Da ich elenden einem Lästerer der Stab gebrochen. Dampf fürs höchste Gut, Da ich 8. Die Backenstreiche, die die den Tod fürs Leben außerlesen? böse Nott Mit Speichel mischte, 12. Das Mordgeschrei, das an die hatt' ich verschuldet; Du haft den Himmel stieß, War nicht so die allerherbste Schmach erduldet, schwer, als meine Sünden riefen. Sonst wär ich worden aller Teu- Die Ströme Bluts, die dir vom fel Spott. Vornehmlich hat man Leibe triefen, Da dich Pilatus deines Lehramts Ehr, O mein scheußlich geißeln ließ, Sind mit Prophet, recht freventlich verhöh- zum Spiegel der blutrothen Schuld, net, Daß die Verachtung deiner Der Höllenstreiche, die du hast Gnadenlehr, Die ich begangen, empfunden, Da du für mich ge möchte sein versöhnet. litten in Geduld, Daß ich genesen möcht durch deine Wunden. 9. Hat Petrus dreimal dich aus Furchtsamkeit Verleugnet, und da- 13. Der Ehrenkönig trägt ein mit dein Herz durchstochen: Ach wie Purpurkleid, Damit ich möcht' in reiner Passtonslieder. 49 reiner Seide glänzen. Den blut- 17. Des Bundes Blut erwies gen Scheitel Scheitel Dornen die erste Kraft Am Schächer, der kränzen, zu schenken mir den noch in den letzten Stunden Durch Kranz der Herrlichkeit. Man tritt wahre Buß und Glauben Gnad den Glanz der höchsten Majestät gefunden. Für alle Sünden war Durch spöttisch Krönen freventlich nun Rath geschafft. Doch ist aus mit Füßen, Weil ich sonst ewig- Tausend Einem dies gescheh'n, So lich verdienet hätt, Als Frevler ist dem sichern Fleisch nichts einwider Gottes Kron zu büßen. geräumet; Der andre Schächer muß Dem Sonnen14. O Gottes Lamm, wie wil zu Grunde geh'n, Weil er die lig trägest du Das Fluchholz, um rechte Gnadenzeit versäumet. den Fluch von mir zu heben, Das 18. Der Tag ging Jesu unter, Holz, das mir sollt' Lebensfrüchte und mir auf. geben, und unter seinem Schatten schöpfer will kein Licht mehr scheischaffen Ruh! Du Himmelszierde, nen, Der Helfer muß als ein du hängst nackt und bloß, Um Verlass'ner weinen, Sein Angstmeiner Nacktheit Schande zu be- geschrei hemmt der Geschöpfe Lauf. decken; Du wirst zum Scheusal Wer zittert nicht? der Löw' aus für mich Erdenklos, Um von dem Juda brüllt! Den Sohn der Liebe Sündendienst mich abzuschrecken. trifft des Vaters Nuthe! Was 15. Du bist, du schauervolles Wunder, daß sich die Natur verGolgatha, Das Trau'rgerüste, drauf hüllt? O Seelenlicht, was trägst der Schöpfer litte, Der Kampf- du mir zu gute! müssen müssen plaz, da der Weibessame stritte, 19. Nun weiß ich, daß die Der Schauplatz, da man's höchste Macht der Finsterniß Zerstöret ist; Wunder sah. Hier hänget aller muß ich schon rathloß gehen Durch Opfer Gegenbild; Der Bürge dunkle Thäler, und verlassen stehen zahlet hier den letzten Scherfen, Von allem Trost, so bin ich doch Hier wird durchbohrt mein ein'- gewiß: Die Sonne muß vorher ger Glaubensschild Vom Pfeil, von Glut und Schein Beraubet den Gottes Zorn auf mich wollt in des Abgrunds Kluft sich senken, werfen. Eh ich von Jesu werd' geschieden 16. Der zwischen Erd' und Him- sein, Und eh er nicht wird meiner mel Frieden schafft, Hängt als ein mehr gedenken. Scheusal zwischen Luft und Erden. 20. Du wirst, o Lebensborn, Sollt ich der Engel Mitgenosse vor Durst verzehrt, Raum ist ein werden: Er mußte zwischen Mör- Tröpflein Essig, dich zu laben, dern sein verhaft't. Sein ganzer Und alle Ströme deiner HimmelsRock und sein geviertheilt Kleid gaben Sind meinem Durst in Zur Beute ward den Knechten Ueberfluß beschert. Du gibst dein überlassen; So sollt das Kleid Leben endlich in den Tod, Dringst der Blutgerechtigkeit Die Welt in durch den Tod ins Paradies zum allen Theilen ganz umfassen. Leben, Um mir in meiner letzten D Todesnoth 50 Passionslieder. Todesnoth Aus freier Gnad' die 2. Dein Blut, mein Schmuck, Lebenskron zu geben. mein Ehrenkleid, Dein' Unschuld 21. Drum soll, so lang ein' und Gerechtigkeit Macht, daß ich Ader in mir schlägt, Mein Herz kann vor Gott bestehn Und zu dein Kreuzesbildniß in sich schlie- der Himmelsfreud eingehn. Ben, Mein Mund in Lobgesängen 3. O Jesu Christe, Gottes sich ergießen, Mein Alles sein zum Sohn, Mein Trost, mein Heil Opfer dargelegt. Die Sünde, die und Gnadenthron, Dein Blut, dir solche Zentnerlast Hat aufge- das mir Vergebung schafft, Gibt bürdet, will ich stets verfluchen, mir auch neue Lebenskraft. Und was du für mich abgetragen 4. Herr Jesu, in der letzten hast, Mit treuer Liebe zu vergel- Noth, Wenn mich schreckt Teufel, ten suchen. Höll und Tod, So laß dein Blut 22. Die Seite, die dir ist mit mein Labsal sein, Und mache mich einem Speer Durchstochen, soll von Sünden rein. mir sein zur Zufluchtskammer, Darin ich mich fest an dein Herze Mel. Wer nur den lieben Gott. klammer', Wenn Belial mich jagt 80. Du gehst zum Garten, um mit seinem Heer. Dein mir zu O treuer stets ein offner Brunnen sei, In Jesu, nimm mich mit. Laß mich dessen Abgrund sich die Schuld an deine Seite treten, Ich weiche verliere. Schenk deines Geistes von dir keinen Schritt; Und sehen Wasser mir dabei, Der mit dem will ich's andachtsvoll, Wie man Schmuck der Heiligkeit mich ziere. im Glauben beten soll. 23. Kommst du mit Blut und 2. Du gehest zitternd und mit Wasser dann zu mir, Ich will dir Zagen, Und bist bis in den Tod Blut und Wasser wieder bringen, betrübt. Ach, dieses soll an's Herz Ich will nun durch den offnen mir schlagen, Mir, der viel SünVorhang dringen, Mich nahen in den ausgeübt. Du willst es, daß Freimüthigkeit zu dir. Ich will ein Herz voll Neu Mein Anfang in meiner letzten Todesnoth Des zum Gebete set. Blutes Kraft, des Geistes Pfand 3. Die Jünger müssen ferne anrühren. Dein Blut wird mich bleiben, Du suchst die stille Einbefrein vom ew'gen Tod, Wird samkeit. O hilf mir, Alles zu vermich verklärt ins Himmelserbtheil treiben, Was im Gebet mein Herz führen. zerstreut. Fern sei die Welt, nimm mich allein, Und laß nur uns beisammen sein. Mel. Herr Jesu Christ, mein's. err Jesu Chrift, dein 4. Du wirfst dich knieend hin 79.$ err theures Blut Ist met- zur Erden, Fällst nieder auf dein ner Seelen höchstes Gut, Das Angesicht. So soll die Demuth stärkt, das labt, das macht allein sich geberden, Wenn sich das Herz Mein Herz von allen Sünden rein. mit Gott bespricht. Tief beug ich vor Passionslieder. 51 vor ihm meinen Sinn, Ich, der] ich Staub und Asche bin. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 5. Man sah dich in den tief- 81. So gehst du, Jefu, wilsten Schmerzen Als Sohn zu deiliglich, Dein Leiden annem Vater fleh'n, Ach, laß auch zutreten, mit heißen Thränen auch mich mit Kindesherzen Zum lieben für mich zu kämpfen und zu beten. Vater aufwärts seh'n. Ich halte Du, der du nichts verbrochen haft, mich getroft an dich, Und rufe: Gehst hin, um aller Sünden Last Vater, höre mich! Auf dich allein zu laden. Da 6. Lamm Gottes, o wie bist schon das Schwerdt gezücket war, du stille, Hältst in der Bitte drei- Stellst du dich seinen Streichen dar, mal an; Ich soll, das ist dein Damit sie uns nicht schaden. Liebeswille, Stets also thun, wie 2. Du Held, der Andern Stärke du gethan. Hilft Gott nicht gleich, gibt, Was kann dich so erschütwenn ich gefleht, Will ich doch tern? Ach, seine Seele wird betrübt, halten am Gebet. Des Helden Glieder zittern. Ach, 7. Dein Wille senkt sich in den hingesunken auf die Knie, Arbeitet Willen Des allerbesten Vaters ein. er in schwerer Müh, Und kämpfet So soll auch meinGemüth sich stillen, im Gebete. Er wünscht den bangen Dann wird mein Flehn erhöret sein. Kampf verkürzt. Wer steht dies, Drum bet ich in Gelassenheit: Was und wird nicht bestürzt? O schaumein Gott will, gescheh allzeit. dervolle Stätte! 8. Obgleich die Jünger dein 3. Gott, wie bist du so wunvergessen, Du denkst an sie mit derbar In allen deinen Werken! treuem Sinn, Und ob dich alle Ein Knecht, ein Engel muß sogar Marter pressen, Voll Sorge gehst Den Herrn vom Himmel stärken. du dreimal hin. Mein Beten Er ringt, von seinem Angesicht bleibet ohne Frucht, Wenn es des Träuft Schweiß, ach, wer entsetzt Nächsten Heil nicht sucht. sich nicht? Für Schweiß träuft 9. Den frommen Betern wird's Blut zur Erden! Der du in reingelingen; Es hörte Gott dein hei- ster Unschuld prangst, Wie konnßes Flehn, Und sandte, Stärkung test du von solcher Angst, O Herr, dir zu bringen, Den Engel von bestürmet werden? des Himmels Höhn. Auf gleiches 4. Ach Herr, der Sündenknecht Beten folgt auch mir Der gleiche war ich, Ich sollte Blutschweiß Segen, Herr, wie dir. schwitzen! Es sollten billig nur auf 10. Drum hilf mir, Jesu, so mich Der Nache Wetter blizen. zu beten, Wie mich dein heilig Ich Armer, wie entränn ich da? Vorbild lehrt; So kann ich frei Vor Gottes Zorne müßt ich ja zum Vater treten, So werd ich Ohn allen Trost versinken. Und stets von ihm erhört, So geh ich da kommst du, daß du ihn stillst, betend himmelein, Und will dir Sohn Gottes, du, du selber willst ewig dankbar sein. Den gangen Zornkelch trinken. D* 5. Heil 52 Passionslieder. 5. Heil mir! der Sohn des 4. Es präge eurem Herzen Sich Höchsten hat Für mich sich richten tief und kräftig ein: Der Preis lassen. Gott, welch ein wunder- so vieler Schmerzen Soll eure voller Rath! Wer kann dein Thun Rettung sein. O nehmt an seiner doch fassen? Ach, da uns Fluch Gnade Theil, Erkennet seine Liebe, und Strafe drohn, Da richtet Verwerft nicht euer Heil. Gott für uns den Sohn, Den er 5. Vernehmt es auch, ihr Spötuns selbst gegeben. Nun jauchze, ter, Die ihr den Mittler schmäht, Seele, du kommst nicht In Gottes Kommt her zu eurem Retter, Ach, schreckliches Gericht, Du dringst höret sein Gebet: Sie wissen nicht, hindurch ins Leben. was sie begehn. Vergib, v Vater, 6. Doch denk, um welchen theu- ihnen! War auch für euch sein ren Preis Dein Heiland dich er- Flehn. kaufet; Für dich rang er im To- 6. Ihr, eurer Brüder Feinde, desschweiß, Für dich mit Blut ge- O schlagt an eure Brust, Und wertaufet! Ach, Seele, sorge, daß dich det Menschenfreunde, Verdammt nie Die Sünd in ihre Nege zieh, der Rache Luft. Vergeltet euern Nichts deine Treu erschütt're. Neizt Hassern nie, Selbst denen, die euch dich das Fleisch: ach, höre nicht! fluchen, Vergebt, und segnet ste. Schau hin ins furchtbare Gericht, 7. Noch währen seine Qualen, Das Jesum traf, und zitt're. 82. Noch trägt er unsre Schuld; Er trinkt die vollen Schaien Des Mel. Wenn mich die Sünden. Leidens mit Geduld. So hoch in an dein Kreuz zu tre- hat Gott die Welt geliebt, Daß ten, Versöhner, stärke in den Tod am Kreuze Er seinen mich! Dich gläubig anzubeten, Sohn uns gibt. Sehnt meine Seele sich. Laß mich 8. Vor deines Todes Schrecken mit Zittern und Vertraun, Was Erblaßt der Sonne Licht, Und Findu für uns erlitten, In heil'ger sternisse decken Des Himmels AnAndacht schaun. gesicht. Nun sinkt er in des Todes 2. Des großen Mittlers Seele Nacht, Erbarm, o Gott, dich unser! Ist bis zum Tod betrübt. So in- Er stirbt: es ist vollbracht! nig, meine Seele, Hat Jesus dich geliebt! In heißen Nengsten schwebt Mel. O Lamm Gottes, unschuldig. er da, Mit unsrer Schuld beladen, 83. Erlöser, der im Staube Dem Mit Angstschweiß lag 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sün- bedecket, Dein tröste sich mein der, Verhüllt das Angesicht! Jetzt Glaube, Wenn Tod und Sünd ist für Adams Kinder Der Mitt- mich schrecket. Dein tiefer Schmerz, ler im Gericht. Wer nun der Sün- dein Klagen, Dein Todeskampf, den Gräul nicht hast, Häuft auf dein Zagen Sei meine Ruhe, den Tag des Zornes Sich selbst Herr Jesu! des Zornes Last. 2. Du littest ganz unschuldig Von Frevlern Passtonslieder. 53 Frevlern Schmach und Schmer-| 5. Nun kann ich aufs Todes= zen, Und trugst sie doch geduldig thal Noch mit Freuden sehen, Und Mit sanftem, stillem Herzen. Dein zu jener Welt einmal Ohne Geift soll uns beleben Zu dulden, Schrecken gehen. Du, Herr, haft zu vergeben, Wie du zu lieben, aus aller Noth Rettung mir erHerr Jesu. rungen, Und durch deinen Kreuzes3. Am Kreuze hingst du kläg- tod Meinen Tod bezwungen. lich Gemartert und verschmachtet. 6. Herr, was bin ich, daß du Dein Tod belehr uns täglich, Wie mein So dich angenommen? Laß hoch du uns geachtet. Er schreck die Frucht von deiner Pein Nun uns ab von Sünden, Er müss' uns auch auf mich kommen. Gib mir dir verbinden 3u stetem Danke, Weisheit, gib mir Kraft, Du hast Herr Jesu. ste in Händen, Was du mir zum Heil verschafft, Gläubig anzuMel. Christus, der uns selig. wenden. 84. Mein ein Erlöser, Gottes 7. Laß das Wort von deinem Sohn, Der du für Kreuz Mich mit Muth beleben, mich littest, Und auch auf der Standhaft jedem Sündenreiz Hier Himmel Thron Jetzt noch für mich zu widerstreben. Treib mich mächbittest: Welche Wohlthat ist für tig dadurch an, Gottes Zorn zu mich Dein versöhnend Leiden! O scheuen, Was ich Unrecht je gethan, wie preis' ich würdig dich, Ur- Innig zu bereuen. sprung meiner Freuden? 8. Drückt mich meine Sünden= 2. Unermess'ne Herrlichkeit War noth, Straft mich mein Gedir, Herr, gegeben, Und du konn- wissen, O dann laß aus deinem test jederzeit Voller Freuden leben. Tod Mich den Trost genießen, Aber, o der großen Huld! Daß Daß du auch für meine Schuld ich selig würde, Uebernahmst du in Büßend bist gestorben, Daß du Geduld Schwerer Leiden Bürde. Gnade haft und Huld Mir bei 3. Nun kann meine Missethat Gott erworben. Noch Vergebung finden, Denn du 9. Stärke mich durch deinen Tod starbst nach Gottes Rath Auch Auf die letzten Stunden. Wie du für meine Sünden. Unsre Strafe deine Todesnoth Siegreich überwuntrugest du, Uns vom Fluch zu den: O, so hilf dazu auch mir, Laß retten, Daß wir im Gewissen Ruh, mich fröhlich scheiden, Herr, so dank Mit Gott Frieden hätten. ich ewig dir Für dein bittres Leiden. 4. Was ein neues Leben schafft Und zur Bess'rung leitet, Hat uns Mel. Ach Herr, mich armen. deines Leidens Kraft Und dein 85. Du, deſſen Augen floſKreuz bereitet. vergebens sen, Sobald Zion darf ich nun Mich um Kraft sahn, Zur Frevelthat entschlossen, bewerben, Gottes Willen noch zu Sich seinem Falle nahn: Wo ist thun, Sünden abzusterben. das Thal, die Höhle, Die, Jesu, dich 54 Passionslieder. dich verbirgt? Verfolger seiner wir im Staube, Dir, der uns Heil Seele, Habt ihr ihn schon er- gewann, Dich preist der Deinen würgt? Glaube, Nimm unser Opfer an. 2. Welch ängstlich banges Klagen Hörst du, Gethsemane? Wer Mel. Wenn mich die Sünden. ist der Mann der Plagen, Der 86. Von Furcht dahingeriſſen langsam Sterbende? Es ist das Heil Verleugnet Petrus dich; der Sünder, Der Mittler für die Bald straft ihn sein Gewissen, Welt, Der, statt der Menschenkin- Da weint er bitterlich. Dein der, Hier ins Gericht sich stellt. Blick, o Jesu, rührt sein Herz, 3. Seht, wie er tief im Staube Er fleht zu dir um Gnade, Und Bedeckt mit Angstschweiß liegt, du stillst seinen Schmerz. Und doch sein starker Glaube Sm 2. Betrübt ist meine Seele, Mit heißen Kampfe stegt! Schon naht Neu und Schmerz erfüllt; Wenn die freche Rotte, Die kein Erbar- ich es auch verhehle, Dir ist es doch men rührt, Die unter Hohn und enthüllt. Bekennen will ich es vor Spotte Ihn zu dem Nichtstuhl dir: Oft hab ich dich verleugnet, führt. Vergib, vergib es mir! 4. Sein Volk im wilden Grimme 3. Du hast sogar dein Leben, Erweicht sein Anblick nicht, Und Zum Segnen stets bereit, So willig nicht des Mitleids Stimme, Die hingegeben Für meine Seligkeit. aus dem Heiden spricht. Mit frechem Wie undankbar, wie schwach war Hohngelächter Ruft ihre blinde ich, Daß ich den Haß der SünWuth: Auf unsre Söhn und Töch- der Mehr fürchtete als dich! ter Komm, wie auf uns, sein Blut! 4. Ich seh jetzt, ich empfinde 5. Sie häufen seine Plagen Noch Die Größe meiner Schuld. Vergib auf der Todesbahn. Er wird an's mir meine Sünde Nach deiner Kreuz geschlagen, D Seele, bet großen Huld. Voll Mitleid sahst ihn an. Ihn höhnt in Wort und du Petrum an, Der reuig vor Mienen Sein Volk bei seinem dir weinte: Auch mich steh gnäSchmerz. Er ruft: vergib es dig an. O ihnen! In Liebe bricht sein Herz. 5. Laß dieses Herz voll Neue 6. Bald nahet sich sein Schei- Den Bund mit dir erneun, Dir den, Des Todes stille Nacht; Folgsamkeit und Treue, Und festen Nun enden seine Leiden, Er stirbt, Glauben weihn. Dich zu verleuges ist vollbracht. Es hat nun nen, Gottes Sohn, Das fürchte überwunden Aus Juda's Stamm meine Seele Weit mehr, als Qual der Held, Versöhnung ist gefun- und Hohn. den Für die gefallne Welt. 6. Bewahr ich deine Gnade, 7. Der du zum Heil der Sünder Folg ich dir standhaft nach: Wer Dein Haupt am Kreuz geneigt, Du ist, der dann mir schade? Wag Freund der Menschenkinder, Hier fürcht ich Hohn und Schmach liegen wir gebeugt. Dir danken Der Spötter mag mich hier ver schmähn, Passionslieder. 55 schmähn, Einst wird er mich mit sam solche Treu ausbreiten? Kein Ehren Von dir verherrlicht sehn. Menschenherz vermag es auszu7. Von dir soll nichts mich denken, Was dir zu schenken. trennen, Dich will ich frei und 8. Ich kann's mit allen Sinnen gern Vor aller Welt bekennen, nicht erreichen, Womit doch dein Dich, meinen Gott und Herrn. Erbarmen zu vergleichen, Wie Dann tret ich freudig vor Gericht, kann ich dir denn deine LiebesUnd du, o Herr, verleugnest Mich thaten Im Werk erstatten? vor dem Vater nicht. Eigene Melodie. 9. Doch Eines weiß ich, das wirst du annehmen: Ich will des Fleisches böse Lüste zähmen, Daß was mein Herz aufs Neue nicht 87. Hast du verbrochen, Daß entzünden Mit alten Sünden. dir das Todesurtheil ward gespro-| 10. Weil aber dies nicht steht chen? Was ist die Schuld? in was in eignen Kräften, Dem Kreuze für Missethaten Bist du gerathen? die Begierden anzuheften, So gib 2. Du wirst gegeißelt und zum mir deinen Geist, der mich reSpott gekrönet, Ins Angesicht ge- giere, Zum Guten führe. schlagen und verhöhnet, Mit Esstg 11. Dann werd ich dankvoll tränkt man dich, du wirst ent- deine Huld betrachten, Aus Liebe kräftet An's Kreuz geheftet. gegen dich die Welt nicht achten, 3. Was ist doch wohl die Ur- Ich werde mich bemühen, deinen sach solcher Plagen? Ach, meine Willen Stets zu erfüllen. Sünden haben dich geschlagen, Sch 12. Ich werde dir zu Ehren selbst, Herr Jesu, habe das ver- Alles wagen, Kein Kreuz mehr schuldet, Was du erduldet. achten, keine Schmach noch Pla= 4. Wie wunderbarlich ist doch gen, Nichts von Verfolgung, diese Strafe: Der gute Hirte lei- nichts von Todesschmerzen Nehdet für die Schaafe, Die Schuld men zu Herzen. bezahlt der Herr, er, der Gerechte, Für seine Knechte! 13. Dies Alles, obs gering zwar ist zu achten, Wirst du doch, 5. Der Fromme stirbt, der recht mein Erbarmer, nicht verachten, und richtig wandelt, Der Böse lebt, Du wirst dies Opfer gnädig von der wider Gott mishandelt, Der mir nehmen, Mich nicht beschämen. Mensch verwirkt den Tod und 14. Wenn dort, Herr Jesu, einst entgangen, Der Herr gefangen. vor deinem Throne Auf meinem 6. große Lieb! o Lieb ohn Haupte glänzt die Ehrenkrone, Dann alle Maße, Die dich gebracht auf will ich dir, wenn Alles wohl wird diese Marterstraße! Ich lebte mit klingen, Mein Leblied singen. der Welt in Luft und Freuden, Mel. Und du sollst leiden! 7. Ach, großer König, groß zu 88. Wunden, Voll Schmerz Ach Herr, mich armen. Haupt, voll Blut und allen Zeiten, Wie kann ich gnugund 56 Passionslieder. und voller Hohn! O Haupt, zum 7. Es dient zu meinen Freuden, Spott umwunden Mit einer Dor- Und thut mir herzlich wohl, Daß nenkron! O Haupt, sonst schön ich mich in dein Leiden, Mein gekrönet Mit höchster Ehr und Heil, versenken soll. Ach, könnt Zier, Jegt aber gar verhöhnet: ich, o mein Leben, An deinem Gegrüßet seist du mir! Kreuze hier Mein Leben von mir 2. Du edles Angesichte, Voll geben, Wie wohl geschähe mir! Huld und Freundlichkeit, Und den- 8. Ich danke dir von Herzen, noch im Gerichte Geschlagen und O Jesu, liebster Freund, Für verspeit, Wie bist du nun erblei- deine Todesschmerzen, Da du's so chet, Wie ist dein Augenlicht, gut gemeint. Ach gib, daß ich Dem sonst kein Licht mehr gleichet, mich halte zu dir und deiner So schändlich zugericht't! Treu, Und wenn ich einst erkalte, 3. Die Farbe deiner Wangen, In dir mein Ende sei. Der rothen Lippen Pracht Ist 9. Wenn ich einmal soll scheihin, ist ganz vergangen. Des den, So scheide nicht von mir. blassen Todes Macht Hat Alles Wenn ich den Tod soll leiden, hingenommen, Hat Alles hinge- So tritt du dann herfür. Wenn rafft, Und daher bist du kommen mir am allerbängsten Wird um Von deines Leibes Kraft. das Herze sein, So reiß mich 4. Nun, was du, Herr, erdul- aus den Nengsten Kraft deiner det, Ist alles meine Last, Ich Angst und Pein. hab' es selbst verschuldet, Was du 10. Erscheine mir zum Schilde, getragen hast, Schau her, hier Zum Trost in meinem Tod, Und laß steh ich Armer, Der Zorn verdie- mich sehn im Bilde, Herr, deine net hat, Gib mir, o mein Erbar- Kreuzesnoth. Da will ich nach dir mer, Den Anblick deiner Gnad. blicken, Da will ich glaubensvoll 5. Erkenne mich, mein Hüter, Fest an mein Herz dich drücken; Mein Hirte, nimm mich an! Wer so stirbt, der stirbt wohl! Du hast, Herr aller Güter, Viel Gutes mir Oft hast du mich gelabet, Mit Himmelsbrob 89. Jich jetzt bedenken, WolMel. Christus, der uns selig. yesu, Will gespeist, Mit Trost mich reich begabet Durch deinen freud'gen left mir vom Himmelsthron Dazu Geift. Andacht schenken. In dem Bilde 6. Ich will hier bei dir stehen, jetzt erschein, Jesu, meinem HerVerachte mich doch nicht. Von zen, Wie du, unser Heil zu sein, dir will ich nicht gehen, Wenn Littest alle Schmerzen. dir dein Herze bricht; Wenn dein 2. Gib, daß ich recht sehen Haupt wird erblassen Im letzten mag Deine Angst und Bande, Todesstoß, Dann will ich dich Deiner Leiden tiefe Schmach, Deine noch fassen In meinen Arm und Kreuzesschande, Deine Geißel, DorSchooß. nenkron, Speer- und Nägelwunden, Passionslieder. 57 den, Dadurch du, o Gottes Sohn, Dir mich hast verbunden. 3. Und ich, für den du litteft, Im Todeskampfe strittest, Für den 3. Laß mich aber nicht allein dein Herz dir brach, Ich folgte Deine Marter sehen, Laß mich ohne Sorgen, Am Abend wie am auch die Ursach fein Und die Morgen, Der Welt und ihren Frucht verstehen. Ach, die Ur- Lüsten nach. sach war auch ich, Ich und meine 4. Nein, nein, ich will ste lasSünde, Diese hat gemartert dich, sen, Sie ernstlich fliehn und hasDaß ich Gnade finde. sen, Weil sie dich tief gebeugt. 4. Lehre dies bedenken mich, Du hast, von allem Bösen Mich Herr, mit Buß und Reue. Hilf, ewig zu erlösen, Am Kreuz dein daß ich mit Sünde dich Mart're sterbend Haupt geneigt. nicht aufs Neue. Weg mit aller 5. Du starbst mit einem HerSündenlust! Alles will ich mei- zen, Das selbst in Todesschmerden, Was du selber büßen müßt zen Für seine Feinde bat. Wie Mit so großem Leiden. du will ich mich üben, Auch meinen Feind zu lieben, und beten, wie mein Heiland that. 5. Wenn der Sünde tiefe Noth Hat mein Herz zerrissen, Stille du durch deinen Tod, Herr, mir 6. Du tröstetest den Armen mein Gewissen. Dich und deine Am Kreuz, den dein Erbarmen Passion Laß mich gläubig fassen; Vom Himmel nicht verstieß. O Liebst du mich, du Gottes Sohn, sprich auch, wenn ich sterbe, Zu Wie kann Gott mich hassen? mir: du bist mein Erbe, Und 6. Gib auch, Jesu, daß ich folgest mir ins Paradies. gern Dir das Kreuz nachtrage, 7. Du sahest auf die Deinen, Daß ich Demuth von dir lern, Und Sahst sie am Kreuze weinen, Und Geduld in Plage, Daß ich dir ach, wie schlug dein Herz! Du geb Lieb um Lieb; Ach, laß doch lindertest voll Liebe, Und aus dies Lallen, Bis es kommt aus dem wärmsten Triebe, Der Mutreinerm Trieb, Jesu, dir gefallen. ter und des Jüngers Schmerz. Mel. Welt, sich hier dein. 8. Bei deiner Leiden Dauer, Im bängsten Todesschauer Warst 90. Laß deine legten Stun- du den, Da du so viel emvoll Zuversicht. Du klagtest, ach, verlassen, Doch hingst du, pfunden, O Herr, mir heilig sein! stets gelassen, An deinem Gott Es lehre mich dein Leiden Den und wanktest nicht. Dienst der Sünde meiden, Und dir mich jetzt und ewig weihn. 9. Du mußtest, matt von Plagen, Auch über Durst noch kla2. An deinem Todestage, Bet gen, Und wer, wer labte dich? deiner letzten Klage Gelob ich treu Wie sollt ich denn nun beben, zu sein. Du warst's, der ängst- Wenn Leiden mich umgeben? Du lich klagte Und zitterte und zagte labst durch deine Freunde mich. In namenloser Todespein. 10. Es naht das Ziel der Let= den, 58 Passionslieder. den, Wir sehn dich betend schei- 2. Schon zeigt der Blutberg den, Du rufft: es ist vollbracht! sich von weitem: Erschrick und O hilf auch mir's vollbringen, zittre, frommes Herz! Sieh deiHilf lieben, dulden, ringen, Zum nen Netter, sieh ihn streiten, Und Ziele gehn durch finstre Nacht. werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. 11. Du sprichst, o sel'ges Ende! Hier hing, den Mördern übergeIch geb in deine Hände Den ben, Am Holze Gottes Sohn, Geift, mein Vater, hin! Mir, der dein Leben, Hier trug er unfrer ich meine Seele Ihm einst, wie Sünde Schuld, Empfand in jedu, befehle, Auch mir ist Ster- nen bangen Stunden, Was nie ben nur Gewinn. ein Sterblicher empfunden, Und 12. Für mich und meine Brü- bracht uns wieder Gottes Huld. der Senkt, Herr, dein Haupt 3. Geduldig bei den größten sich nieder, Im Frieden schläfft Schmerzen, Nimmt er sich seiner du ein. In meinen letzten Stun- Feinde an; Vergib! fleht er mit den, Da sollen deine Wunden heil'gem Herzen, Sie wissen nicht, Mir Labsal und Erquickung sein. was sie gethan! Der göttliche, der 13. Wird mir nach kurzen Ta- größte Beter Fleht liebreich noch gen Die Scheidestunde schlagen, für Missethäter, Werkzeuge seiner Und öffnet sich mein Grab, Wird Pein und Schmach. O Mensch, meiner Seele bange, Fließt über den Nach und Zorn verführen, meine Wange Der kalte Todes- Laß dich durch dieses Vorbild rühschweiß herab: ren, Und bete dem Versöhner nach. 14. Dann sei mir diese Feier, 4. Welch Beispiel kindlich fromDein Sterbetag noch theuer, Mit mer Triebe, Als unter Leiden ohne ihm begann mein Glück. Daß Zahl Der Herr dem Jünger seiner ich alsdann nicht zage, Dies dank Liebe Die Mutter sterbend anbeich diesem Tage Und deinem letz- fahl! Ach, wird mein Aug' einst ten Augenblick. um die Meinen In meiner letzten Stunde weinen, So soll dies Wort Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. mir Troft verleihn: Der, als der 91. Begleite mich, o Chrift, Tod ihn schon umschwebte, Die Seiwir gehen Zum schmer- nen noch zu schützen strebte, Wird zensvollen Golgatha, Auf dessen auch der Meinen Pfleger sein. schauervollen Höhen, Was nie 5. Frohlockt, bußfertige Verein Engel faßt, geschah. Erwäg brecher! Wer glaubet, kommt an diesem heil'gen Orte Des ster- nicht ins Gericht; Hört, was zu benden Erlösers Worte, Und rufe dem gebeugten Schächer Der Mund Gott um Glauben an. Sie kön- der Liebe sterbend spricht: Du nen reichen Trost im Leben, Und wirst, so ruft er ihm entgegen, einst im Tode Troft dir geben, Noch heute deines Glaubens weWenn hier dich nichts mehr trö- gen Mit mir im Paradiese sein. O sten kann. Herr, laß an der Todespforte Einst diese Passionslieder. 59 diese gnadenvollen Worte Auch erwarb. Nun war das große meiner Seele Troft verleihn. Werk vollendet, Zu dem der Vater 6. Wer kann die hohen Leiden ihn gesendet: Da neigt' er sanft faffen, Als Christus an dem Kreuze sein Haupt und starb. rief: Mein Gott, wie haft du 10. Bewein thn fromm mit ftifmich verlassen! Wie beuget ihn len Zähren, O Christ, du haft ihn die Last so tief, Die unsre Sün- sterben seh'n. Bald wirst du ihn den auf ihn brachten! Vor Angst durch Freuden ehren, Und jauchzend und Bein müßt er verschmachten, seinen Ruhm erhöh'n. Den deine Wär Gott nicht seine Zuversicht. Thränen jetzt beklagen, Der wird Herr, der für mich zum Tod ge- als Held nach dreien Tagen Vom gangen, Ich will dich glaubens- Grabe stegreich auferstehn. Den voll umfangen, Mein Herr und freche Rotten hier entehrten, Den Gott, verlaß mich nicht. wirst du dort bei den Verklärten 7. Der Fürst des Himmels und Zur Rechten seines Vaters sehn. der Erde Rief schmerzlich aus: es dürstet mich! So trug er jegliche Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Beschwerde, So nahm er jebe 92. Sa chwing dich auf gen Qual auf sich. Mich dürftet! ruft Golgatha, Christ, an er noch zur Stunde, Ruft es aus deines Heilands Kreuze, Nimms jedes Armen Munde, Den Noth zu Herzen, wie dich da Christi und Mangel niederdrückt. O selig, Tod zur Buße reize. Härter wärst wer den Ruf erfüllet! Denn wer du noch als Stein, Könntest du den Durst des Armen stillet, Der hier fühllos sein. hat den Heiland selbst erquickt. 2. Schaue doch das Jammer8. Nun enden sich die schweren bild Zwischen Erd' und Himmel Leiden, Der Heiland spricht: es ist hangen, Wie sein Blut in Strövollbracht! O Wort des Sieges, men quillt, Daß ihm alle Kraft Wort der Freuden, Du nimmst vergangen. Schau, ach schau, erdem Tode seine Macht. Heil uns, schrickst du nicht? Wie sein sterwer darf es nun noch wagen, bend Herz ihm bricht! Uns, die Erlöften, zu verklagen, 3. O Lamm Gottes ohne Schuld, Da er für uns genug gethan? Alles das hab' ich verschuldet, Und Gib, daß am Ende meiner Tage du haft aus freier Huld Bein und Auch ich, o Herr, mit Freuden sage: Schmach für mich erduldet. Aus Vollbracht ist nun des Leidens Bahn. der ew'gen Feuersglut Mich zu retten, fließt dein Blut. 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Versöhner Gottes, sei auch 4. Du für uns erwürgtes Lamm, mein; Laß es in meiner Todes- Groß, ach groß ist deine Liebe! stunde Mir Muth und Zuversicht Schau' von deines Kreuzes Stamm, verleihn. Du rufeft: Vater, ich Wie ich mich um dich betrübe! befehle In deine Hände meine Ich bin schuldig, aller Schmerz, Seele, Die armen Sündern Heil Der dich trifft, durchbohrt mein Herz. 5. Herr, 60 Passtonslieder. 5. Herr, was kann ich dir dafür, Sei auch von uns dein Ruhm Daß du mich so liebest, geben? gesungen. Nimm, was ich vermag, von mir, 3. Wenn uns die Schuldgefühle Dir, nur dir gehört mein Leben. drücken, Ist's Golgatha, wohin Wie du mein, so will ich dein wir fliehn, Wo wir des Blutes Lebend, leidend, sterbend sein. Ström' erblicken, Die auch für uns 6. Nur bei dir allein such' ich um Gnade schrien. Wir wollen, Hülfe in den bängsten Stunden. wo für unsre Sünden Du dich Schmachtend, lechzend sehn ich mich am Kreuz geopfert hast, Die FreiNach dem Trost aus deinen Wun- heit von der Sünde Last Und von den, Wie ein Hirsch nach Wasser der Sünde Herrschaft finden. schreit, Bis er meine Seel' erfreut. 4. Dahin, wo dein Blut Heil 7. Kreuzige mein Fleisch und erstritten, Gehn wir, dir unser Blut, Lehre mich die Welt ver- Blut zu weih'n. Wo du für uns schmähen, Laß auf dich, du höch- den Tod gelitten, Werd' unser stes Gut, Immer unverwandt mich Leben gänzlich dein! Wie du, o sehen; Und im Kreuze führe mich Herr, um unsertwillen Gehorsam Selig, wenn schon wunderlich. wurdest bis zum Tod, So wollen 8. Endlich laß mich alle Noth freudig dein Gebot Auch wir, treu Freudig sterbend überwinden. Nir- bis zum Tod, erfüllen. gend müsse mich der Tod, Als bei 5, Dein Leidenskampf, o Heidir, mein Heiland, finden. Wer nur land, stärke, Dein Sieg befeure dich zur Zuflucht macht, Spricht Muth und Kraft Zum Glaubensgetrost: es ist vollbracht. kampf, zu jedem Werke, Das Ehre dir und Freude schafft. Wie uns durch Lust die Sünd' auch reize, Mel. Mein Jesu, dem die. 93. ommt, die ihr Jesu Sie hat an uns nicht weiter Theil, Kreuz erhebet, Heut Wir fliehn zu dir, zu deinem Heil, ist des Heilands Todestag! Schaut Und holen Kraft von deinem Kreuze. ihn, durch dessen Tod ihr lebet, 6. Wir sollten Stolz und UnAuf dem auch eure Sünde lag! recht üben, Und du trägst Elend, Ihr Christen, laßt der Erde Freu- Kreuz und Schmach? Wir sollten den Und ihre Kümmerniß zurück, die nicht herzlich lieben, Für die Und richtet eures Geistes Blick dein Herz in Liebe brach? Der Auf eures Heilands Todesleiden. Nachsucht sollten wir nicht wehren, 2. Wir bringen Dank aus from- Nicht auch dem Feinde gern verzeihn? men Herzen, In Lieb' entbrannt, Versöhner, o der ist nicht dein, Den erfüllt von Schaam, Dir, der die nicht dein Tod kann Liebe lehren. Last der bittern Schmerzen Als 7. Wir sollten je in Trübsal unser Mittler auf sich nahm. Heil klagen, Da wir dich schweigend dir, der uns das Heil errungen dulden sehn? Wenn uns VerfolIm bangen, schweren Todesstreit! gung droht, verzagen, Da Leiden Lamm Gottes, bis in Ewigkeit deinen Sieg erhöhn? Befiehlst, in dunkler Passionslieder. 61 dunkler Nächte Grauen, Von Gott ausgestanden, Das Alles, Herr, verlassen, du dich Gott: So wollen hab' ich verdient. wir in Schmach und Spott, Wie 6. Du nimmst auf deinen Rücken du, dem Vater uns vertrauen. Die Lasten, die mich drücken, Du 8. Auch in den bängsten To- duldest meine Bein. Du wirst ein desstunden Bleibst du, Herr, unsre Fluch, dagegen Schenkst du mir Zuversicht. Im Glaubensblick auf allen Segen, Dein Schmerz muß deine Wunden Erschreckt des Gra- mir ein Labsal sein. bes Nacht uns nicht. Wenn sich 7. Du gibst dich hin zum Bürdas Auge schon verdunkelt, So gen, Du läsfest dich erwürgen Für sei des Geistes Aug' erfüllt Von mich und meine Schuld. Für mich deines Heldentodes Bild, Das wie läß'st du dich krönen Mit Dernen, der Morgenstern uns funkelt. dich verhöhnen, Und leidest Alles mit Geduld. Eigene Melodie. 8. Du gehst in's Todes Rachen, 94. Welt, steh hier dein Mich frei und los zu machen, Mit Leben stirbst, des Kreuzes schweben! Dein Heil daß ich nicht sterbe, Nicht ewiglich sinkt in den Tod. Der große Fürst verderbe; O unerhörte Liebesglut! der Ehren Läßt willig sich beschwe- 9. Hoch bin ich dir verbunden, ren Mit Banden, Schlägen, Hohn Mein Heil, zu allen Stunden, Ich und Spott. bin dein Eigenthum. Was Seel' 2. Tritt her und schau mit und Leib vermögen, Das will ich Fleiße: Mit Blut und Todes- dankbar legen Allein zu deinem schweiße Ist ganz sein Leib bedeckt; Dienst und Ruhm. Und namenlose Schmerzen Fühlt 10. Ich kann zwar nicht viel er in seinem Herzen, Da er den geben In diesem armen Leben, Kelch des Todes schmeckt. Eins aber will ich thun: Es soll 3. Wer hat dich so geschlagen, dein Tod und Leiden, Bis Seel' Mein Heil, und dich mit Plagen und Leib sich scheiden, Mir tief in So übel zugericht't? Du bist ja meinem Herzen ruhn. nicht ein Sünder, Wie wir und 11. Ich will's vor Augen setzen, unsre Kinder, Von Missethaten Mich stets daran ergößen, Ich set weißt du nicht. Es soll mir sein auch, wo ich sei. 4. Ach, ich und meine Sünden, ein Spiegel Der Unschuld, und Der sich so viele finden, Wie Körn- ein Siegel Der Lieb und unverlein Sand am Meer, Die haben dir fälschten Treu'. erreget Das Elend, das dich schlä- 12. Wie furchtbar unsre Sünget, Und das betrübte Marterheer. den Des Nichters Blick entzünden, 5. Ich bins, ich sollte büßen Wie seine Strafen gehn; Wie In ew'gen Finsternissen, Was nun schrecklich seine Ruthen, Wie voll dein Tod versühnt; Die Geißeln des Zornes Fluthen, Will ich aus und die Banden, Und was du deinen Leiden sehn. 13. Sch 62 Passionslieder. 13. Ich will darin erblicken, 3. Der am Kreuz ist meine Wie ich mein Herz soll schmücken Liebe, Sünde, du bestegst mich Mit stillem, sanftem Muth, Und nicht; Weh mir, wenn ich den wie ich mich soll üben, Aus Her- betrübe, Der für mich ging in's zensgrund zu lieben, Wenn mich Gericht! Kreuzigt' ich nicht Gottes verfolgt der Feinde Wuth. Sohn? Spräch' ich seinem Blut 14. Wenn gift'ge Zungen stechen, nicht Hohn? Der am Kreuz ist Wenn Spötter Hohn mir sprechen meine Liebe, Dem ich treu zu sein Und meines Falls sich freu'n, Will mich übe. ich das Unrecht dulden, Und alle 4. Der am Kreuz ist meine ihre Schulden, Wie du, mein Hei- Liebe, Drum, mein Herz, verzage land, gern verzeih'n. nicht, Gott zeigt seine Liebestriebe, 15. Ich will an's Kreuz mich Wenn dich Sünd' und Tod ansicht. schlagen, All' dem mit Ernst ent- Schau, es floß auch dir zu gut sagen, Was dir, o Herr, mißfällt; Seines Sohnes theures Blut. Der Was deine Augen hassen, Das am Kreuz ist meine Liebe, Dem will ich fliehn und lassen, Gefiel ich treu zu sein mich übe. es auch der ganzen Welt. 5. Der am Kreuz ist meine 16. Es ström' aus deinen Wun- Liebe, Keine Trübsal, schwer und den In meinen letzten Stunden groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, Mir Trost und Frieden zu. Nimm Nichts macht mich von Jesu los, mich an meinem Ende, O Herr, in deine Hände, Und führe mich zur ew'gen Ruh. Nicht Gewalt, nicht Geld, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstenthum. Der am Kreuz ist meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. 6. Der am Kreuz ist meine Eigene Melodie. er am meine Liebe, o du mein 95. Liebe, Meine Lieb ist Freund. Wenn ich einst wie Staub Jesus Christ. Weicht, ihr schnö- zerstiebe, Werd' mit Jesu ich verden Fleischestriebe, Deren Frucht eint; Dann steh' ich vor seinem Verderben ist! Eure Lieb ist nicht Thron Und empfang der Treue Lohn. von Gott, Eure Lieb' bringt gar Der am Kreuz ist meine Liebe, den Tod. Der am Kreuz ist Dem ich treu zu sein mich übe. meine Liebe, Dem ich treu zu sein mich übe. Mel. Der am Kreuz ist meine. 2. Der am Kreuz ist meine 96. Set mir tauſendmal geDer 1 1 dich, Daß ich treu zu sein mich und je geliebt, Jesu, der du selbst übe? Jesus gab sich selbst für mich. gebüßet Das, womit ich dich beSo ist er mein Friedensschild, Aber trübt! Ach, wie ist mir doch so auch mein Lebensbild. Der am wohl, Wenn ich knie'n und liegen Kreuz ist meine Liebe, Dem ich soll An dem Kreuze, wo du startreu zu sein mich übe. best, Und um meine Seele warbest! 2. Heile Passionslieder. 63 2. Heile mich, o Heil der See- bes Höhle. Finsterniß und Gram len, Der ich krank und traurig bedeckt Seiner Jünger Seele. bin; Nimm die Schmerzen, die 5. O weint nicht mehr! Kann mich quälen, Nimm den ganzen wohl der Herr Je die Verwesung Schaden hin, Den mir Adams sehen? Nein, er wird nach kurzer Fall gebracht, Und ich selber mir Ruh Siegreich auferstehen. gemacht. Ganz wird unter deinen mer enden. Händen, Treuer Gott, mein Jam- Mel. Wer nur den lieben Gott. 98. Es ist vollbracht! ſo ruft G 3. Schreibe deine blut'gen Wunam Kreuze Des ster= den, Jesu, in mein Herz hinein, benden Erlösers Mund. O Wort Daß sie mögen alle Stunden Bei voll Trost und Leben, reize Zur mir unvergessen sein. Du bist doch Freude meines Herzens Grund! mein schönstes Gut, Da mein Das große Opfer ist geschehn, Das ganzes Herz mir ruht. Laß mich Gott auch mir zum Heil ersehn. stets zu deinen Füßen Deiner Lieb' und Huld genießen. 2. Mein Jesus stirbt, die Felsen beben, Der Sonne Schein 4. Dich will ich umfangen hal- verlieret sich, In Todte dringt ein ten, Herr, so fest ich immer kann. neues Leben, Der Heilgen Gräber Schau, o schau mein Händefalten öffnen sich, Der Vorhang reißt, Und mich selber freundlich an, die Erde kracht, Und die VersöhVon des hohen Kreuzes Baum, nung ist vollbracht. Und gib meiner Bitte Naum; 3. Wie viel, mein Heil, hast Sprich: laß all dein Trauern du vollendet, Als dir das Herz schwinden, Ich, ich tilg all deine im Tode brach! Du hast den Sünden! Fluch hinweggewendet, Der auf der Welt voll Sünder lag. Für uns Mel. O Traurigkeit. haft du genug gethan, Gott nimmt hr Augen, weint! Der uns nun noch gnädig an. Menschenfreund, Der 4. Dankvolle Thränen, neßt die Heilge, der Gerechte Wird ver- Wangen! Mein Glaube steht nun achtet, wird verschmäht, Stirbt offenbar Die Handschrift dort am den Tod der Knechte. Kreuze hangen, Die wider meine 97.3 2. Ihr Augen, weint! Der Seele war. Er, den mir Gott Menschenfreund Trägt unerhörte zum Heil gemacht, Nief auch für Plagen. Ach, für unsre Missethat mich: es ist vollbracht! Wird er so geschlagen. 5. O Herr, laß mich nun auch 3. Ihr Augen, weint! Der vollbringen, Was wahre DankbarMenschenfreund Beschließt sein keit begehrt. Laß nach der Heilitheures Leben. Wer wird nun den gung mich ringen, Wozu dein Leidenden Trost und Hülfe geben? Tod mir Kraft gewährt. O stärke 4. Ihr Augen, weint! Der mich dazu mit Macht, Bis meine Menschenfreund Sinkt in des Gra- Bessrung ganz vollbracht. 6. Du 64 Passionslieder. 6. Du littst so viel zu meinem mehr darf fürchten Der Hölle Leben, Drum laß auch mich voll Angst und Glut. Eifer sein, Mich deinem Dienste 4. Drum sag ich dir von Herhinzugeben, und keine Schmach zen Jetzt und mein Leben lang darin zu scheun. Dein Dienst, o Für deine Bein und Schmerzen, Heiland, sei mein Ruhm, Denn O Jesu, Lob und Dank, Für ich bin ganz dein Eigenthum. deine Noth, dein Angstgeschrei, 7. Soll ich, mit dir ergebnem Für dein unschuldig Sterben, Für Herzen, Auch hier durch manche deine Lieb und Treu. Trübsal gehn, Und hat mein Gott 5. Herr, laß dein bittres Leiden gehäufte Schmerzen Zu meiner Mich reizen für und für, Mit Prüfung außersehn, So laß auch allem Ernst zu meiden Die fündmich den Trost erfreun: Es kommt liche Begier, Daß mir nie komme das Ende meiner Pein. aus dem Sinn, Wie viel es dich 8. Fühlt einst mein Herz des gekostet, Daß ich erlöset bin. Todes Schrecken, Dann, Herr, er- 6. Mein Kreuz und meine Plaleichtre mir die Last. Laß mich gen, Solls auch sein Schmach und den Trost noch sterbend schmecken, Spott, Hilf mir geduldig tragen. Daß du ihn überwunden hast. Gib, o mein Herr und Gott, Daß So tret ich in die Todesnacht ich verleugne diese Welt, Und Mit dem Triumph: es ist voll- folge dem Erempel, Das du mir bracht! vorgestellt. Eigene Melodie. 7. Laß mich an Andern üben, Was du an mir gethan, Und mei99. Wenn mich die Sünden nen Nächsten lieben, Gern dienen kränken, O mein Herr Jedermann Ohn Eigennuß und Jesu Christ, So laß mich wohl Heuchelschein, Und, wie du, mir's bedenken, Wie du gestorben bist, erwiesen, Aus reiner Lieb allein. Und alle meine Schuldenlast Am 8. Laß endlich deine Wunden Stamm des heilgen Kreuzes Auf Mich trösten kräftiglich In meinen dich genommen hast. letzten Stunden, Und deß versichern 2. O Wunder ohne Maßen! mich, Weil nur auf dein Verdienst Betracht es, Seele, recht; Es hat ich trau, Du werdest mich annehsich martern lassen Der Herr für men, Daß ich dich ewig schau. seinen Knecht. Es hat sich selbst mein Herr und Gott Für mich Mel. Alles ist an Gottes Segen. verlornen Menschen Gegeben in 100. Unter tausend frohen den Tod. Die im 3. Was kann mir denn nun Leben ich gefunden, Blieb nur eine schaden Der Sünden große Zahl? mir getreu, Eine, wo in tausend Ich bin bei Gott in Gnaden, Und Schmerzen Ich erfuhr in meinem frei von aller Qual, Versöhnt durch Herzen, Wer für mich gestorChristi theures Blut, Daß ich nicht ben sei. 2. Wenn Passionslieder. 65 2. Wenn sie Jesu Liebe wüß- chen; Jesu, nahe dich zu mir. ten, Alle Menschen würden Chri- Kröne mich mit Huld und Gnaften, Ließen alles Andre stehn, de, Daß kein Sündendorn mir. Liebten Alle nur den Einen, Wür- schade. Ach, laß deine Tedespein den ewig ihn nur meinen, Ewig Nicht an mir verloren sein. ihm zur Seite stehn. 6. Heile des Gewissens Plagen, Nimm von mir der Schmerzen Last Durch die Geißeln, die Die du schwer emDaß ich böser Knecht Satans Stricke nicht Mel. Jesu, meines Lebens. 101.eu, der du wolltest dich schlagen, büßen Für die Sün- pfunden hast, den aller Welt Durch dein theu- der Sünde res Blutvergießen, Der du dich empfinde. Ach, laß deine Tp= haft dargestellt Als ein Opfer für despein nicht an mir verloren die Sünder, Die verlornen Adams- sein. kinder, Ach, laß deine Todespein Nicht an mir verloren sein. 7. Ach, laß deine tiefen Wunden Frische Lebensbrunnen sein, 2. Nette mich durch deine Pla- Wenn mir alle Kraft verschwungen, Wenn mich meine Sünde den, Wenn ich schmacht in Seeplagt. Laß, ach laß mich nicht lenpein. In den Abgrund deiner verzagen, Weil du selbst für mich Gnaden Senk die Schuld, die gezagt. Hilf, daß mich dein Angst- mich beladen. Ach, laß deine Todes= schweiß kühle, Wenn ich Drang- pein nicht an mir verloren sein. salshizze fühle. Ach, laß deine Tc- 8. Ach, zerbrich des Eifers despein Nicht an mir verloren sein. Ruthe, Ach, erzeige Gnad und 3. Mache mich durch deine Huld, Tilge doch mit deinem Bande Von des Satans Banden Blute Meine schwere Sündenschuld. frei. Hilf, o Herr, daß deine Laß mich in der Angst von SünSchande Meine Kron und Ehre den Ruh bei deinem Kreuze finsei. Treft der Seele, Heil der den. Ach, laß deine Todespein Erden, Laß mich nicht zu Schan- Nicht an mir verloren sein. den werden. Ach, laß deine To= 9. Hilf, daß mich dein Dürdespein nicht an mir verloren sein. sten labe, Das am Kreuze dich ge= 4. Nede durch dein Stilleschwei- plagt, Wenn ich nirgend Treft gen, Liebster Jesu, mir das Wort, mehr habe, Und mein fündig Herz Wenn mich Sünden überzeugen, verzagt: Daß ich dann dich LeMich verklagen fort und fort. bensfürsten Seh nach meiner Seele Wenn mein bös Gewissen schreiet dürften. Ach, laß deine Todes= Und mir mit Verdammniß dräuet, pein Nicht an mir verloren sein. Dann laß deine Todespein Nicht 10. Jesu; komm, mich zu bean mir verloren sein. freien Durch dein lautes Angstge= 5. Laß mich Freudenrosen bre- schrei, Wenn viel tausend Sünden chen, Liebster Jesu, meine Zier, schreien, Stehe dann mir Armen Von den Dornen, die dich ste- bei. Wenn Gedank und Wort ente E fallen, 66 Passionslieder. fallen, Laß mich sanft von hinnen Stets erquicken mächtiglich. Herr, wallen; Laß mir deine Todespein laß deinen Tod mir geben AuferLeben, Heil und Himmel sein. stehung, Heil und Leben. Mel. Der am Kreuz ist meine. 6. Jesu, deine heil'gen Wunden, Deine Qual und bittrer 102.3, esu, deine heil'gen Tod Laß mir geben alle Stunden Wunden, Deine Trost in Leibs- und Seelennoth. Qual und bittrer Tod Laß mir Sonderlich am letzten End' Hilf, geben alle Stunden Trost in Leibs- daß ich mich zu dir wend', Trost und Seelennoth. Wenn mir fällt in deinen Wunden finde, Und was Arges ein, Laß mich denken dann fröhlich überwinde. deiner Pein, Daß ich deine Angst und Schmerzen Wohl erwäg in meinem Herzen. Eigene Melodie. 103. eu, meines Lebens 2. Will sich gern in Wollust Leben, Jesu, meines weiden Mein verderbtes Fleisch Todes Tod, Der du dich für mich und Blut, Laß mich denken, daß gegeben In die tiefste Seelennoth, dein Leiden Löschen muß der Hölle In das äußerste Verderben, Nur Glut. Dringt der Satan ein zu daß ich nicht möchte sterben: Taumir, Hilf, daß ich ihm halte für send, tausend mal sei dir, LiebDeine Wundenmaal' und Zeichen, ster Jesu, Dank dafür. Daß er von mir müsse weichen. 2. Du, ach, du haft ausgestan3. Wenn die Welt. mich will den Lästerreden, Spott und Hohn, verführen Auf die breite Sünden- Speichel, Schläge, Strick und bahn, Wollest du mich so regie- Banden, Du gerechter Gottessohn! ren, Daß alsdann ich schaue an Nur mich Armen zu erretten Von Deiner Marter Zentnerlast, Die des Teufels Sündenketten. Taudu ausgestanden hast, Daß ich send, tausend mal sei dir, Liebmög in Andacht bleiben, Alle böse ster Jesu, Dank dafür. Lust vertreiben. 3. Wunden ließest du dir schla4. Gib für Alles, was mich gen, Schwere Wunden trugest du, kränket, Mir aus deinen Wunden Um zu heilen meine Plagen, Und Kraft; Wenn mein Herz hinein zu bringen mich zur Ruh. Ach, sich senket, Gib ihm neuen Le- du haft zu meinem Segen Lassen benssaft, Daß mich stärk in allem dich mit Fluch belegen. Tausend, Leid Deines Trostes Süßigkeit, tausend mal sei dir, Liebster Jesu, Weil du mir dein Heil erworben, Dank dafür. Da du bist für mich gestorben. 4. Bitter hat man dich verhöh 5. Laß auf deinen Tod mich net, Dich mit großem Schimpf trauen, O mein Gott, mit Zuver- belegt, Und mit Dornen dich ge sicht. Laß mich standhaft darauf krönet, Was hat dich dazu bewegt? bauen, Daß den Tod ich schmecke Daß du möchtest mich ergötzen, nicht. Deine Todesangst laß mich Mir die Ehrenkron' aufsetzen. Tausend, Passtonslieder. send, tausend mal sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. 67 3. O Lamm Gottes, Der du trugest der Welt Sünden, Ver5. Du hast wollen sein ge- leih' uns deinen Frieden. schlagen, Zu befreien mich von Bein; Ließest fälschlich dich anMel. Gott ist getreu. klagen, Daß ich könnte sicher 105. Gs ist vollbracht Das sein. ich prangen, Hast du ohne Trost ge- Das Licht der Wahrheit stegt! hangen. Tausend, tausend mal Nun endlich wird Des Irrthums sei dir, Liebster Jesu, Dank dafür. Nacht erhellt, Die auf der Mensch6. Du bist tief in Noth ge- heit liegt. Der Welterlöser hat junken, Haft gelitten mit Geduld, vollenbet, Wozu der Vater ihn Hast den Todeskelch getrunken, gesendet. Es ist vollbracht! Um zu büßen meine Schuld. Daß 2. Es ist vollbracht! Durch ich würde losgezählet, Hast du Leiden ohne Zahl That er für wollen sein gequälet. Tausend, uns genug. Er ruhet nun Von tausend mal sei dir, Liebster Je- aller bittern Qual, Die er aus ju, Dank dafür. Liebe trug. Sein Geist, entnom= 7. Deine Demuth hat gebüßet men dem Getümmel, Steigt triMeinen Stolz und Uebermuth, umphirend auf zum Himmel. Es Dein Tod meinen Tod versüßet, ist vollbracht! Es kommt Alles mir zu gut; Dein 3. Es ist vollbracht! Des VaVerspotten, dein Verspeien Muß ters Rath erfüllt Zu seinem Preis zu Ehren mir gedeihen. Tausend, und Nuhm! Der Vorhang ris, tausend mal sei dir, Liebster Je- Auf ewig ward enthüllt Der Liebe ju, Dank dafür. Heiligthum. Der seinen Mördern 8. Nun, ich danke dir von hat vergeben, Bringt Allen Heil Herzen, Herr, für alle deine und neues Leben. Es ist vollbracht! Noth, Für die Wunden, für die 4. Es ist vollbracht! Wer sah Schmerzen, Für den herben, bit- nicht Gottes Spur, Als er am tern Tod; Für dein Zittern, für Kreuz entschlief? Die Sonn' er= dein Zagen, Für die tausendfa- losch, Verhüllt war die Natur, Die chen Plagen, Für dein' Angst Erd' erbebte tief. Zerrissen wurden und tiefe Pein Will ich ewig Felsenwände Bei des erhab'nen dankbar sein. Mittlers Ende. Es ist vollbracht! Eigene Melodie. 5. Es ist vollbracht! Wie blieb ein menschlich Herz Wohl 104. Lamm Gottes, Der kalt und ohne, Dank An dessen du trugest der Welt Kreuz, Der unterm tiefsten Schmerz Sünden, Erbarm' dich unser Aller. Für uns zum Tode sank? Wer 2. O Lamm Gottes, Der du sollte nicht mit heißen Zähren Ihm trugest der Welt Sünden, Er- heute Lieb' und Treue schwören? barm' dich unser Aller. Es ist vollbracht! 6. 3 E* 68 Passionslieder. 6. Es ist vollbracht! Herr, 9. Ich preise dich, Erforsche ewig feierlich Sei mir dein To- mich, Und stehe, wie ichs meine. destag; Dich preis' ich jetzt, Und Ja, du stehst es, wenn ich still einst noch preise dich Mein letzter Meinen Dank dir weine. Herzensschlag! Hinauf zu dir blick' 10. Herr, ich bin dein, Du ich am Ziele, Und ruf' in freud'- wollest mein In Ewigkeit gedengem Dankgefühle: Es ist vollbracht! ken. Ganz will ich aus Herzensgrund Mich in dich versenken. 11. Vergess' ich dein, So Mel. O Traurigkeit. 106. Am Kreuz erblaßt, werde mein In Ewigkeit vergesDer Marterlast sen! Herr, ich will, so lang ich Nach schwerem Kampf ehtnom- bin, Deine Lieb ermessen. men, Ist im Grabe Jesus nun Erst zur Ruh gekommen. Eigene Melodie. 2. Ein heil'ger Schmerz Durch- 107. Traurigkeit! HerO bringt mein Herz, O Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust zu beklagen? Gott des Vaters kann ich Voller Wehmuth schlagen. einig Kind Wird ins Grab ge= 3. Du schirmest mich, Und tragen. über dich Geh'n aller Trübsal 2. O große Noth! Der Herr Wetter. Sterben wolltest du für ist todt, Am Kreuz ist er gestor= mich, Göttlicher Erretter! ben, Hat dadurch das Himmel4. Du haft's gethan, Dich bet' reich Uns aus Lieb erworben. ich an, Du König der Erlösten! 3. O Menschenkind, Nur deine Dein will ich im Tode mich Glau- Sünd Hat dieses angerichtet, Da bensvoll getrösten.. du durch die Missethat Warest 5. Es ist vollbracht! Niefst du ganz vernichtet. mit Macht. Du zeigst, daß du 4. Dein Bräutigam, Das Gotdein Leben, Mein Versöhner, teslamm, Liegt hier mit Blut begöttlich frei Für uns hingegeben. flossen, Welches er ganz mildig6. Hochheil'ge That! Des Höch- lich hat für dich vergessen. sten Rath Fass' ich hier nicht im 5. Von Herzensgrund Preis' ihn Staube. Dort schau ich in hel- dein Mund, Für dich ward er zerTem Licht, Was ich kindlich schlagen. Alles, was er trug, hat er glaube. Auch für dich getragen. 7. Als er gebot, Gab einst der 6. O selig ist, Zu jeder Frist, Tod Zurück, was er bezwungen. Wer dieses recht bedenket, Wie Leicht hat sich der Lebensfürst der Herr der Herrlichkeit Wird Selbst dem Grab entschwungen. ins Grab gesenket! 8. Des Todes That Will ich 7. O Jesu du, Mein' Hülf einmal Durchwandeln ohne Grau- und Nuh, Ich bitte dich mit en, Denn es wird durch deinen Thränen, Hilf, daß ich mich bis Tod Mir ein Weg zum Schauen. ins Grab Nach dir möge sehnen. Mel. Osterlieder. 69 Mel. Gott ist getreu. Mel. O Traurigkeit. uch 108. 3h bin erlüft! Co 109. Nun schlummerſt du In des Mittlers Blut, Ruh, du Er starb den Kreuzestod. Mit für uns gestorben, Uns am Kreuz in Gott versöhnt Empfind ich Glau- bittrer Noth Ewges Heil erworben. bensmuth, Ich fürchte keine Noth. 2. Du bist erblaßt, O Herr, Die Weisheit hat mein Heil ge- und hast Doch in dir selbst das funden, Die Lieb hat glorreich Leben; Wie die Sterblichen hält überwunden. Ich bin erlöst! dich nun ein Grab umgeben. 3. Doch, Heil sei mir! 2. Ich bin erlöst! Der Held Du, zerriß das Band Der Feinde mei- Herr, wirst hier nicht die Ver= ner Ruh. Zur Hölle hat Die wesung sehen, Bald vielmehr durch Schlüssel seine Hand, Er schloß eigne Kraft Aus dem Grabe gehen. die Pforte zu. Nun können Feinde 4. Ich weiß, du wirst, Mein frommer Seelen Mich nicht mit Furcht und Schrecken quälen. Ich bin erlöft! Lebensfürst, Auch mich zum Leben wecken. Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 3. Ich bin erlöst! Was ist noch, 5. Hier werd ich einst, Bis du das mich schreckt? Licht wird die erscheinst, In sanftem Frieden lie= Todesnacht, Aus der mich bald gen, Denn durch deinen Tod kann Der Herr des Lebens weckt Zu ich Tod und Grab bestegen. neuer Schöpfungspracht. Ich ruh, 6. Ihr, die die Welt Gefesselt werd ich ins Grab getragen, Nun hält, Ihr zagt vor der Verwesung; von den schwülen Prüfungstagen. Ich, ich hoff in Christo einst MeiIch bin erlöst! nes Leibs Erlösung. 4. Ich bin erlöst! In Frieden 7. Nein, nichts vergeht, Was fahr ich hin, Ist meine Stunde hier gesät, Der Leib wird auferda. Der Tod wird mir Zum se- stehen, Und, von Himmelsglanz ligsten Gewinn; Mein Netter ist verklärt, Aus dem Grabe gehen. mir nah, Den Geist beim Ab- 8. So sink ins Grab, Mein schied von dem Leben Ins Land Leib, hinab, Mein Herz soll nicht der Engel zu erheben. Ich bin erschrecken. Du, o Heiland, wirst erlöft! mich einst Herrlich auferwecken. 6. Osterlieder. Eigene Melodie. lich sein, Denn Christus unser 110. Christus ist erstanden Trost will sein. Halleluja! Von den Martern 2. Wär er nicht erstanden, Wär allen, Deß soll'n wir Alle fröh- die Welt vergangen; Seit er vom Tod 70 Osterlieder. Tod erstanden ist, So loben wir Gesicht vergeht; Ich werde den den Herren Chrift. Halleluja! wohl schauen, Der mir zur Seite 3. Halleluja! Halleluja! Halle- steht. luja! Deß soll'n wir Alle fröhlich 4. Dein Grab schließt Stein sein, Denn Christus unser Trost und Siegel, Und du bist dennoch will sein. Halleluja! frei; Auch meines Grabes Niegel Bricht deine Macht entzwei. Du wirst den Stein schon rücken, Der Eigene Melodie. 111. Jesus Christus, unser mich im Tode deckt, Dann werd Heiland, Der den ich dich erblicken, Der mich vom Tode weckt. 5. Du fährst zu Himmelshöhen, Und reichst mir deine Hand, Daß 2. Der ohne Sünde war gebor'n, ich dir nach kann gehen Ins rechte Trug für uns Gottes Zorn, Hat Vaterland. Da ist es sicher wohuns versöhnet, Daß Gott sein' nen Im Glanz der Herrlichkeit, Huld uns gönnet. Halleluja. Da warten mein die Kronen, Die 3. Tod, Sünd', Teufel, Leb'n, deine Hand mir beut. Heil und Gnad In seiner Hand er hat. Er kann erretten Alle, die zu ihm treten. Halleluja. Tod überwand, Ist auferstanden, Die Sünd hat er gefangen. Halleluja. 6. O meines Lebens Leben, O meines Todes Tod! Dir will ich mich ergeben Auch in der letzten Noth. Dann schlaf ich ohne Kummer In deinem Frieden ein, Und, Mel. Valet will ich dir geben. 112. ch geh zu deinem wach' ich auf vom Schlummer, Grabe, Du Sieges- Wirst du mein Loblied sein. fürst und Held. Die Hoffnung, die ich habe, Ist nur auf dich Mel. Wachet auf, ruft uns die. geſtellt. Du lehrst mich fröhlich 113. Ghre, Lob und Preis sterben Und fröhlich auferstehn, und Stärke dem Und mit den Himmelserben Ins Vollender seiner Werke, Dem Land des Lebens gehn. Todesüberwinder Dank! Singet 2. Du haft geweiht die Erde, ihm mit frohem Schalle, Ihr, In die man dich gelegt, Daß mir seine Himmel, singt ihm alle, Der nicht bange werde, Wenn meine ganze Weltkreis sei Gesang! Ihm, Stunde schlägt. Was an mir ist der vom Tod erstand, Der herrlich von Staube, Geb ich dem Staube überwand, Preis und Ehre! Dank gern, Weil ich nun freudig glaube: ihm erfreut, O Christenheit! Sein Die Erde ist des Herrn! Leben ist dir Seligkeit. Du schlummerst in dem 2. Aus dem Staub empor, o Grabe, Daß ich auch meine Ruh Erde! Du dunkles Land der GräIm Schooß der Erde habe, Schließt ber, werde Ein Land des Lebens sich das Aug' einst zu. Nun soll und des Lichts! Er, der stegreich mir gar nicht grauen, Wenn mein auferstanden, Befreit dich von des Todes Osterlieder. 71 Todes Banden Und von den du den Sieg errungen, Dankend Schrecken des Gerichts. Heil dir! ward ein Lied gesungen Von den das Grab ist leer, Der Hölle Himmelsschaaren dir, Todesüberdrohend Heer Ist bezwungen. Des winder, dir. Todes Nacht, Der Hölle Macht 3. Bei den Todten ihn zu finIst hin, uns strahlt des Himmels den, Ging sie hin, wo Christus Pracht. schlief. Ach, was mußte sie em3. Tag des Lebens, Tag der pfinden, Als er sanft: Maria! rief. Wonne, Wie wird uns sein, wenn Sel'ge, nie erlebte Stunden, Als Gottes Sonne Einst auch durch den Meister sie gefunden! Auch unsre Gräber bricht! O wie wird ich seh dich, wie du bist, Wenn das Herz erglühen, Wenn hin die mein Staub verkläret ist. Erdennächte fliehen, Wenn uns 4. Hier, so lang ich wall' im umfließt des Himmels Licht! Preis Staube, Schau ich dunkel nur und dir, o Jesu, dir, Anbetung dort und fern Dich, an welchem hängt mein hier Dir, dem Sieger! Wo ist Glaube, Dich, die Herrlichkeit des noch Noth? Wo ist noch Tod? Uns Herrn. Meine Seele darf nicht strahlt ein ew'ges Morgenroth. beben, Du hast dich für mich ge= 4. Unser Herz darf nun nicht geben, und es strömet Trost und wanken, Die bangen, zweifelnden Nuh Mir dein Tod und Leben zu. Gedanken Bestegt des Glaubens 5. Gerne will ich hier noch wal= Zuversicht. Wie ein Fels des Herrn len, Herr, so lange du es willst. im Meere, Steht unerschüttert Jesu Knieen will ich, niederfallen, Flehn, Lehre, Umglänzt von ewig hellem bis du dich mir enthüllst. Stärke Licht. Die Herrlichkeit der Welt, nur mein Herz, vor Allen Dein Des Himmels Bau zerfällt, Alles, hochheilig Lob zu lallen. Stets schwindet; Doch fort und fort war selig, wen dein Lob, HerrSteht Jesu Wort, Uns Heil und licher, zu dir erhob. Leben hier und dort. 6. Als hinauf die Engel wallten, Und vom mächtigen Gesang Mel. Alle Menschen müssen sterben. Lauter ihre Harfen schallten, Als 114. önet, Harfen! jauchzt, ihr Lob zum Throne drang, Als ihr Psalmen! Jesus es durch die Himmel tönet: ChriChristus hat gestegt. Streut dem stus hat die Welt versöhnet! Da, Ueberwinder Palmen, Die ihr bang da war der Sieg vollbracht, Leben und weinend schwiegt. Freut euch, aus dem Tod erwacht. er hat überwunden, Euer Heil ist nun erfunden. Zu der selgen Geister Mel. Erschienen ist der herrlich'. Thor Steig, o Siegeslied, empor! 115. Grinnre dich, mein Geiſt, 2. Morgendämmerungen erfreut Noch gehüllt, die Erde schwieg, Tags der Herrlichkeit, Halt im Da von Andacht tief durchdrungen, Gedächtniß Jesum Christ, Der ven Gottes Engel niederstieg: Da haft dem Tod erstanden ist. Halleluja. 2. Fühl 72 Ofterlieder. 2. Fühl alle Dankbarkeit für Cherubim, mit allen Frommen ihn, Als ob er heute dir erschien, aller Zeit Soll ich mich freun in Als spräch er: Friede sei mit dir! Ewigkeit. Halleluja. So freue dich, mein Geist, in 11. Zu welchem Glück, zu welmir. Halleluja. chem Ruhm Erhebet uns das Chri3. Schau über dich und bet ihn stenthum! Mit dir gekreuzigt, Gotan, Er mißt den Sternen ihre tes Sohn, Sind wir auch auferBahn, Er lebt und herrscht mit standen schon. Halleluja. Gott vereint, Und ist dein König und dein Freund. Halleluja. 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, Was ich, mein Heil, 4. Macht, Ruhm und Hoheit dir schuldig bin, Damit ich mich, immerdar Dem, der da ist und in Liebe treu, Zu deinem Bilde der da war! Sein Name sei ge- stets erneu. Halleluja. benedeit Von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja. 13. Du bist's, der Alles in uns schafft, Dein ist das Reich, dein 5. O Glaube, der das Herz ist die Kraft. Ich hoff auf dich, erhöht! Was ist der Erde Maje- Herr Jesu Christ, Der du vom stät, Wenn sie mein Geist mit der Tod erstanden bist. Halleluja. vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn erreicht? Halleluja. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 6. Vor seinem Chron, in fei= 116. Jefus lebt, mit ihm nem Reich, Unsterblich, heilig, Enauch Tod, wo Zuversicht. geln gleich, Und ewig, ewig selig sind nun deine Schrecken? Er, er sein, Herr, welche Herrlichkeit ist lebt, und wird auch mich Von den mein! Halleluja. Todten auferwecken. Er verklärt 7. Mein Herz erfreut sich deß mich in sein Licht, Dies ist meine schon hier, Lieb und Verwund'rung kämpft in mir. Voll Ehr- 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich furcht, die im Herzen spricht, Ueber alle Welt gegeben, Mit ihm Fall ich, Gott, auf mein Ange- werd auch ich zugleich Ewig herrsicht. Halleluja. schen, ewig leben. Gott erfüllt, 8. Du, der du in den Himmeln was er verspricht, Dies ist meine thronst, Ich soll da wohnen, wo Zuversicht. du wohnst! Und du erfüllst einst mein Vertraun, Dich in der Herrlichkeit zu schaun! Halleluja. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt, Schmähet thn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, Daß der 9. Ich soll, wann du, o Lebens- Sünder sich bekehre. Gott verstößt fürst, In Wolken herrlich kommen in Christo nicht, Dies ist meine wirst, Erweckt aus meinem Grabe Zuversicht. gehn, Und rein zu deiner Rechten stehn. Halleluja. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein, Sein sei auch mein ganzes Leben! 10. Mit Engeln und mit Se- Reines Herzens will ich sein, Und raphim, Mit Thronen und mit den Lüften widerstreben. Er verläßt Ofterlieder. 73 läßt den Schwachen nicht, Dies] 5. Wohlan denn, Fürst des Leist meine Zuversicht. bens, Ich bring dir, was ich hab; 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, Ich matte mich vergebens Bei Nichts soll mich von Jesu scheiden, meinen Wunden ab. Ich kann sie Keine Macht der Finsterniß, Keine nicht verbinden; Soll ich Genesung Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt finden, Du mußt sie rühren an. Kraft zu jeder Pflicht, Dies ist meine Zuversicht. 6. Gib meinem Glauben Klarheit, Zu sehn, Herr Jesu Christ, 6. Jesus lebt, nun ist der Tod Daß du Weg, Leben, Wahrheit, Mir der Eingang in das Leben. Daß du mir Alles bist. Die finstern Welchen Trost in Todesnoth Wird Wolken theile Der bangen Zweifel, er meiner Seele geben, Wenn sie heile Des Glaubens dürre Hand. gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! 7. Laß mich nicht länger wanken Gleich einem Nohr im Wind, Besänft'ge die Gedanken, Die voller Unruh sind. Du bist der Stuhl Mel. Herr Christ, der cin'ge. 117. Mein Fels hat über- der Gnaden, Wer mühsam und wunden Der Hölle beladen, Den russt du ja zu dir. ganzes Heer, Der Satan liegt 8. Ich will nicht mehr vergebgebunden, Die Sünde kann nichts lich Bei mir mich halten auf. mehr, Nicht durchs Gesetz ver- Ich finde nichts erheblich, Zu hemdammen, Denn alle Zornesflam- men meinen Lauf Zu deinen offmen Hat Jesus ausgelöscht. nen Armen, Die mir dein frei Er2. Auf denn, mein Herz, und barmen So huldreich aufgethan. bringe Des Dankes Opfer dar! 9. Hast du den Tod bezwunVertreib die Furcht und singe Mit gen, Bezwing ihn auch in mir; der Erlösten Schaar. Wirf des Wo du bist durchgedrungen, Da Gewissens Nagen, Dein Sorgen laß mich folgen dir. Erfülle mein und dein Zagen, In Christi leeres Verlangen, Und laß den Kopf der Grab. Schlangen In mir zertreten sein. 3. Ist Jesus auferstanden, Mit 10. Den Gößen Eigenliebe, Herrlichkeit geschmückt, So bist du Das Gift in meiner Brust, Zerja den Banden Des Todes mit stör' durch deine Liebe, Daß alle entrückt. Kein Fluch drückt das Fleischesluft, Die dich an's Kreuz Gewissen, Der Schuldbrief ist zer- geheftet, Ganz möge sein entkräftet rissen, Denn Alles ist bezahlt. Durch deines Kreuzes Kraft. 4. Ach, willst du noch nicht 11. Lebst du, laß mich auch glauben, Du ungewisser Geist? leben, Als Glied an deinem Leib, Kein Teufel kann dir rauben, Daß ich gleich einem Neben An Was Jesus dir verheißt, Der dir, dem Weinstock, bleib. Gib Licht, Kraft, Fried und Leben Geisteskraft zur Nahrung, Gib Geneigt ist dir zu geben, Als Stärke zur Bewahrung Der Pflan= jeines Sieges Frucht. zung deiner Hand. 12. Leb 74 Osterlieder. 12. Leb' in mir als Prophete, Denn Jesus ist erstanden. Jesus Und leit mich in dein Licht; Als führt durch's Grabesthor, Schenkt Priester mich vertrete, Mein Thun wieder, was das Herz verlor, und Lassen richt'; Um deinen gan- Sein Grab ist vor uns offen. zen Willen Als König zu erfüllen, Halleluja. Leb', Christe, leb' in mir. 6. O Sieger, reich uns deine Hand, Du einz'ger Troft auf ErMel. Christ, der in Todesbanden lag. den! Dein Sieg soll unsres Sieges 118. D em Herrn sei Ehre, Pfand Bei jedem Kampfe werPreis und Dank, den. Herr, dem Tod und Hölle Der Herr ist auferstanden! Ihn weicht, Bleib bei uns bis der Tag preiset laut mit Lobgesang Sein sich neigt, Dann gehn wir ein Volk in allen Landen. Wo ihn ins Leben. Halleluja. eine Zunge nennt, Wo ihm ein Herz in Lieb entbrennt, Ertöne Mel. Es ist das Heil uns. seinem Namen: Halleluja. 119. Mach auf, mein Herz, 2. Der Heiland lebt, des Gradie Nacht ist hin, bes Nacht Zerfloß in Morgenröthe. Die Sonn' ist aufgegangen. ErDer an dem Kreuz sein Werk muntre deinen Geist und Sinn, vollbracht, Ist der von Gott Er- Den Heiland zu empfangen, Der höhte. Friede, spricht er, sei mit heute durch des Todes Thor Geeuch! Wie machet seine Huld so brochen aus dem Grab hervor, reich! Er lebt, uns zu beleben. Der ganzen Welt zur Wonne. Halleluja. 2. Steh aus dem Grab der 3. Ins Leben kehrt er siegreich Sünden auf, Und such ein neues ein, Erhebt euch aus dem Staube, Leben, Vollführe deinen GlaubensKommt, ewig seiner euch zu lauf, Und laß dein Herz sich freun! Es stegt der Christen heben Gen Himmel, da dein Glaube. Unser Herr, der aufer- Jesus ist, Und such, was droben, stand, Hat Leben nun in seiner als ein Christ, Der geistlich aufHand. Wer kann das Heil uns erstanden. rauben? Halleluja. 3. Vergiß nur, was dahinten 4. Set hier die Liebe gleich ist, Und tracht nach dem, was verkannt, Und mag sie einsam droben, Damit dein Herz zu jeder weinen, Durch ihn, der stegreich Frist Zu Jesu sei erhoben. Tritt auferstand, Wird einst ihr Lohn unter dich die böse Welt, Und erscheinen. Liebe wird durch Kreuz strebe nach des Himmels Zelt, Wo bewährt, Mit Muth durch seinen Jesus ist zu finden. Sieg verklärt, Die Welt soll uns nicht trüben. Halleluja. 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein: Dein Jesus wird ihn 5. Verlassen uns die Theuren heben; Es kann ein Christ bei auch, Die wir auf Erden fanden, Kreuzespein In Freud und Wonne Uns schrecket nicht des Todes Hauch, leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Ofterlieder. 75 Herrn, Und sorge nicht, er ist nicht allen Ueberwindern, Die überwan=. fern, Denn er ist auferstanden. den durch dein Blut; Herr Jesu, 5. Mit Magdalena sollst du gib uns Kraft und Muth, Daß gehn, Mit Salome zum Grabe, wir auch überwinden. Sellst hier den Dank der Liebe sehn, Und ihre fromme Gabe; So Mel. Wachet auf, ruft uns die.. wirſt du sehn, daß Jeſus Christ 120. Halleluja! jauchzt, ihr Und nicht im Grab zu finden. Chöre, Singt Christo Lob und Ehre! Sein herr= 6. Es hat der Löw aus Juda's lich großer Tag ist da. Er zer= Stamm Heut siegreich überwunden, riß des Todes Banden, Der Held Und das erwürgte Gotteslamm ist aus dem Grab erstanden, Der Hat uns zum Heil gefunden nimmer die Verwesung sah. Sein Das Leben, die Gerechtigkeit, ist Gewalt und Macht, Er hat Wei er nach treu durchkämpftem sein Werk vollbracht. Halleluja! Streit Den Feind zur Schau Des Menschen Sohn Trägt nun getragen. davon Des herben Kampfes rei7. Drum auf, mein Herz, chen Lohn. fang an den Streit, Weil Jesus 2. Glorreich hat der Held ge= überwunden! Auch du wirst rungen, Der Hölle finstre Macht überwinden weit, Weil er den bezwungen, Und uns von Straf Feind gebunden. Nun rüste dich, und Schuld befreit. Wir, die tief daß du aufstehst, und in ein gefallnen Sünder, Sind nun durch neues Leben gehst, Und Gott im Christum Gottes Kinder Und ErGlauben dienest. ben seiner Seligkeit. Wir sind 8. Scheu weder Teufel, Welt durch ihn versöhnt, Den Gott mit noch Tod, Selbst nicht der Hölle Preis gekrönt. Halleluja! Wir sind Wüthen, Dein Jesus lebt, er nun sein, Und ihm allein Soll wird in Noth Und Aengsten dich unser ganzes Herz sich weihn. behüten. Er hilft den Schwa- 3. Nun kann uns der Tod nicht chen in der Welt, Als ein ge- schrecken, Einst wird der Herr uns krönter Siegesheld, Drum wirst auferwecken, Durch seiner Stimme du überwinden. Wundermacht. Er wird unver9. Ach, mein Herr Jesu, der gänglich Leben Und Herrlichkeit du bist Vom Tode auferstanden, den Seinen geben, Die ihren Lauf Rett uns aus Satans Macht und in ihm vollbracht. Wir werden List, Und aus des Todes Banden, auferstehn, Zu seiner Freud einDaß wir im seligen Verein Zum gehn. Halleluja! O. Siegesheld, nenen Leben gehen ein, Das du In jene Welt Zeuch uns dir nach, uns haft erworben. wann dir's gefällt. 10. Sei hochgelobt in dieser 4. Tag des Lebens, Tag der. Zeit Von allen Gotteskindern, Wonne! Wie wird uns sein, wenn Und ewig in der Herrlichkeit Von Gottes Sonne Durch unsers Grabes 76 Osterlieder. bes Dunkel bricht! O was wer- Ruh In deinem Frieden finden den wir empfinden, Wenn Nacht Pflanze deinen Sinn in mir, Da und Finsterniß verschwinden, Und mit ich Gott ergeben hier Als dein uns umstrahlt des Himmels Licht! Erlöster wandle. Halleluja. Vollender, führe du Uns diesem 6. Dein ist das Reich, dein i Tage zu, Uns, die Deinen; Die die Macht, Die Todten zu er Todesbahn Gingst du voran, Wir wecken. Du rufft einst, und der folgen dir in deine Nuh. Gräber Nacht Wird Todte nicht mehr decken. Wie du auferstander Mel. Christ, der in Todesbanden lag. bist, So werd auch ich, Herr Jesu 121. Bringt Preis und Ruhm Christ, Durch dich einst auferHeiland dar, stehen. Frohlockt ihm, alle Frommen! Er, 7. O laß mich, weil ich hier der für uns getödtet war, Ist dem noch bin, Im Glauben an die Gericht entnommen. Sei gelobt, wandeln, Und jederzeit nach dei Herr Jesu Christ, Daß du für nem Sinn Rechtschaffen sein und uns gestorben bist, Und siegreich handeln, Daß ich, wenn ich auf auferstanden. Halleluja. ersteh, Und dich, des Todes Sieger 2. Dein Leben in der Majestät seh, Vor dir dann nicht erschrecke Befestigt unsern Glauben. Wer Halleluja. kann, da dich dein Gott erhöht, 8. Da, wo du bist, da soll aud Uns nun den Trostgrund rauben: einst Dein Jünger mit dir leben, Daß du für uns genug gethan, Du wirst ihn, wann du nun er Uns Sündern eine neue Bahn Zum scheinst, Zu deiner Freud erheben. ew'gen Heil eröffnet? Halleluja. Laß dies auch mein Erbtheil sein, 3. Gott selbst, der dich dem So werd ich ewig deß mich freun Grab entrückt, Hat dem, was du Daß du vom Tod erstanden gelehret, Der Wahrheit Siegel Halleluja. aufgedrückt, Und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Mel. Sollt' ich meinem Gott. Werth Hat er auf's Herrlichste 122. Auferstanden, aufer er Halleluja. Herr, der uns versöhnt. Seht 4. Erstandner, ich frohlocke dir, wie hat nach Schmach und Ban Daß du nun ewig lebest; Du lebst den Gott mit Ehren ihn gekrönt und stegst, daß du auch mir Das Dort, zu seines Vaters Nechten, ewge Leben gebest, Daß du mein Ueber Schmerz und Tod erhöht Erretter seist, und neue Kräfte mir Herrscht er nun in Majestät. Freu verleihst, Mit Freuden Gott zu euch seiner, ihr Gerechten, Und dienen. Halleluja. ihr, seine Feinde, bebt! Halleluja, 5. Mein Herr, mein Gott, hilf Jesus lebt! mir dazu, Befreie mich von Sün- 2. Singt dem Herrn, er ist er den. Laß mich für meine Seele standen, Der da starb auf Gol gatha. Ofterlieder. 77 atha. Rühmt es faut in allen trieben ist der Sünden Nacht, Landen, Was sein Mund verhieß, Licht, Heil und Leben wiederbracht. geschah. Wer kann ihm noch wider- Halleluja. streben? Mächtig steigt der Held 2. Wenn ich des Nachts oft empor, Im Triumph bricht er her- lieg in Noth, Verschlossen, gleich vor. Seht, des Abgrunds Pforten als wär ich todt, Lässt du die beben, Da ihr Sieger sich erhebt. Halleluja, Jesus lebt! Gnadensonn' aufgehn, Nach Traurigkeit mich Freude sehn. Halleluja. 3. Uns vom Tode zu befreien, 3. Nicht mehr als nur drei Sank er in des Grabes Nacht; Tage lang Mein Heiland bleibt in Uns zum Leben einzuweihen, Steht Todeszwang, Durchs Grab am er auf durch Gottes Macht. Tod, dritten Tag er dringt, Mit Ruhm du bist im Sieg verschlungen, die Siegesfahne schwingt. Halleluja. Deine Schrecken sind gedämpft, 4. Jetzt ist der Tag, da mich Deine Herrschaft ist bekämpft, Und die Welt Mit Schmach am Kreuz das Leben uns errungen. Ob man gefangen hält; Drauf folgt der unsern Leib begräbt: Halleluja, Sabbath in dem Grab, We Ruhe Jesus lebt! ich und Frieden hab. Halleluja. 4. Aus dem Grab uns zu er 5. In Kurzem wach ich fröhheben, Ging er zu dem Vater hin. lich auf, Mein Ostertag ist schon Laßt uns ihm zur Ehre leben, im Lauf, Ich wach auf durch des Dann ist Sterben uns Gewinn. Herrn Gebot, Drum geh ich freuHaltet unter Luft und Leiden Im dig in den Tod. Halleluja. Gedächtniß Jesum Christ, Der 6. Am Kreuz läßt Christus vom Tod erstanden ist. Droben öffentlich Vor allem Volke tödten harren sel'ge Freuden, Wenn der sich; Daß er durch Todes Kerker Geist zum Himmel schwebt. Hal- bricht, Läßt er die Menschen sehen leluja, Jesus lebt! nicht. Halleluja. 5. Freut euch sein, ihr Gottes- 7. Sein Neich ist nicht von finder, Er sei euer Lobgesang! dieser Welt, Kein groß Gepräng Bringt dem Todesüberwinder Ewig ihm hier gefällt. Was arm und Ehre, Preis und Dank! Rühmt's niedrig geht herein, Soll ihm das in der Versuchung Stunden, Wenn Allerliebste sein. Halleluja. euch Sünd' und Elend droht, 8. Wie wundergroß ist er, der Rühmt's in eurer Todesnoth: Unser Held! Wo ist ein Feind, den er Herr hat überwunden! Jauchzet, nicht fällt? Kein Angststein liegt wenn der Sünder bebt: Halleluja, so schwer auf mir, Er wälzt ihn Jesus lebt! von des Herzens Thür. Halleluja. 9. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wenn mir gleich 123. alle fürb ab, G'nug, daß Heiland Christus aufersteht. Ver- Christum bei mir hab. Halleluja. 10. Cr Mel. Erschienen ist der herrlich'. rüh Morgens, da die 78 Ofterlieder. 10. Er nährt, er schüßt, er hüten, Dann wird er gebiete tröstet mich, Sterb ich, so nimmt Seiner Engel Wacht; Das Gelei er mich zu sich, Wo er jetzt lebt, zur Ewigkeit, Und zum rechte da komm ich hin, Weil seines Freudenleben Wird mein Hen Leibes Glied ich bin. Halleluja. mir geben. 11. Durch seiner Auferstehung Kraft Komm ich zur EngelbrüderMel. Nun freut euch, lieben. schaft, Durch ihn bin ich mit Gott 125. Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo versöhnt, Durch ihn mit Gottes Huld gekrönt. Halleluja. ist dein Sieg, o Hölle? Wat 12. Für solchen Trost, du gro= kann uns jetzt der Teufel thun ßer Held, Herr Jesu, dankt dir Wie grausam er sich stelle? Got alle Welt. Dort wollen wir auf sei gedankt, der uns den Sieg besfre Weis Erheben deinen Ruhm So herrlich hat nach diesem Krieg und Preis. Halleluja. Durch Jesum Christ gegeben. 2. Wie sträubte sich die alt Schlang', Da Christus mit ih Preut euch, Gottes Kin- kämpfte, Und, als ergrimmt sie auf 124.ver, Unser Ueber- ihn drang, Er ihren Grimm bah winder, Jesus, hat gestegt! Satan dämpfte! Ob sie ihn in die Fersen ist gefangen, und der Kopf der sticht, So steget sie darum değ Schlangen Nun im Staube liegt. nicht, Der Kopf ist ihr zertreten Jesus Christ hat ihre List Durch sein göttlich Wort gedämpfet, Und für mich gekämpfet. 3. Lebendig geht der Herr her vor Und nimmt den Feind gefan gen, Zerbricht der Hölle Schloß 2. Was kann mich anfechten, und Thor, Trägt weg den Raub Weil mir steht zur Rechten Ein mit Prangen. Nichts kann in sei so großer Gott? Laß sich schreck- nem Siegeslauf Den starken Hel lich rüsten, Wider mich sich brü- den halten auf, Der Feind liegt sten Kummer, Noth und Tod! überwunden. Einst zerfällt die ganze Welt; Ehre, Neichthum, Luft der Sünden Müssen dann verschwinden. Mel. Jesu, meine Freude. 4. Der Heiland ist der Höll Best, Des Todes Gift geworden. Ob Satan auch noch ungern läß 3. Mag der Satan stürmen, Vom Wüthen und vom Morden, Mich wird wohl beschirmen Mein Und, da er sonst nichts schaffen Immanuel. Mag es finster werden kann, Nur Tag und Nacht un Hier auf dieser Erden, Er machts klaget an, So ist er doch ver sonnenhell. Er wird mir wohl für worfen. und für, Troß der Welt und ihren 5. Des Herren Nechte, sie behält Tücken, Großen Schutz zuschicken. Den Sieg und ist erhöhet. Des 4. Und wenn meine Glieder Herren Rechte mächtig fällt, Was Sich nun senken nieder In die ihr entgegen stehet. Tod, Höll und Tedesnacht, Wird mich Gott be- aller Feinde List Durch Christi Sieg Ofterlieder. 79 Sieg gedämpfet ist, Ihr Zorn ist Dem, der des Todes Nacht bekraftlos worden. zwang, Den herrlich Gott erhöhte. Bebet, unserm 6. Es war getödtet Jesus Christ, Der hohe Sieger überwand, Nacht Doch seht, er lebet wieder! Weil war um ihn, und sie verschwand nun das Haupt erstanden ist, In helle Morgenröthe. Stehn wir auch auf, die Gliede. Gebet, Stolze Spötter, So jemand Christi Worten gläubt, Netter Preis und Ehre, Glaubt Im Tod und Grabe der nicht an ihn und seine Lehre. bleibt, Er lebt, ob er gleich 2. Heil uns! Triumph! das stirbet. Grab ist leer. Fest stehet, wie 7. Wer täglich hier durch wahre ein Fels im Meer, Das Wort, Neu Mit Chrifto auferstehet, Ist das er gesprochen. O selig, wer dort vom andern Tode frei, Der sich ihm vertraut! Er hat den ihn nicht mehr angehet. Genom- Tempel aufgebaut, Den blinde men ist ihm seine Macht, Das Wuth gebrochen. Keine Macht Leben an das Licht gebracht, Und hält Diesen Sieger, Gottes Krieunvergänglich Wesen. ger ist erstanden, Macht der Hölle 8. Das ist die rechte Osterbeut, Wuth zu Schanden. Der wir theilhaftig werden: Fried, 3. Leer ist die Gruft, die ihn Freude, Heil, Gerechtigkeit, Im umgab. Sei mir gegrüßt, mein Himmel und auf Erden. Hier künftig Grab, Du Wohnung ernsind wir still und warten fort, ster Stille! Nach wen'ger Tage Bis unser Leib wird ähnlich dort schnellem Lauf Nimmst das VerDes Herrn verklärtem Leibe. wesliche du auf, Des Geistes 19. Der alte Drach mit seiner morsche Hülle. Herrlich Werd ich Rott Hingegen wird zu Schanden, Auferstehen, einzugehen zu dem Erlegt ist er mit Schimpf und Leben, Das mein Heiland mir Spott, Da Christus ist erstanden. wird geben. Die Glieder stegen mit dem Haupt, Dem Satan ist die Macht geraubt, Mel. Dir, dir, Jehovah, will. Er kann uns nicht mehr schaden. 127. Wie jauchzt mein Geiſt 10. O Tod, wo ist dein Stachel hier im Staube, nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wenn er an dich, Erstand'ner, Was kann uns jetzt der Teufel innig denkt! Wie triumphirt thun, Wie grausam er sich stelle? mein Christenglaube, Wenn er Gott sei gedankt, der uns den sich in dein offnes Grab versenkt! Sieg So herrlich hat in die- Sch schaue nun getrost ins eigne sem Krieg Durch Jesum Christ Grab, Aus deiner Gruft erblüht gegeben. der Hoffnung Stab. Mel. Wie schön leucht't uns. 2. Ich seh den Frühling jetzt erwachen, Ein frohes Bild der 126. Triumph! Triumph! Auferstehung mir. Ich darf des bringt Lob und Dank Todes Drohn verlachen, Erstand'= ner, 80 Osterlieder. ner, neues Leben strahlt von dir. Vor den Thron der Gnade tritt. In jenes ew'gen Lebens Herrlichkeit Gib uns Allen deinen Frieden, Bin ich von aller Todesqual befreit. Gib uns Kraft und frohen Muth: 3. Hier ist noch Dunkel, dort Dann ist uns ein herrlich Gut ist Helle, Hier wein' ich manche Und ein lieblich Loos beschieden. bitt're Thräne noch, Dort aber nichts erschreckt dann fern und strömt die Freudenquelle, Denn nah Und man singt: Halleluja! dort bin ich erlöst vom Sünden- 4. Laß, o Sonne der Gerechjoch. Brich, morsche Hütte, brich ten, Deinen Strahl ins Herz uns nur immer ein, Mein Geist wird gehn; Gib Erleuchtung deinen dort verklärt und selig sein. Knechten, Daß ste geistig aufer4. Dir dank ich dieser Hoffnung stehn. Hält der Schlaf uns noch Freude, Erstand'ner, weil du lebst, gefangen, O so förd're unsern so leb auch ich. Wenn ich in Lauf. Rufe kräftig: wachet auf! dir die Seele weide, Verklärter, Denn die Schatten sind vergandann verklärt sie sich durch dich. gen, Und der helle Tag ist da. Die Hoffnung seliger Unsterblich- Gott sei Dank, Halleluja! keit Wirkt hier schon himmlische Zufriedenheit. 5. Zeige, wenn der blöde Kummer Ueber Gruft und Bahre weint, Wie die Schwachheit nach dem Schlummer Dort in voller Kraft Mel. Sollt' ich meinem Gott. 128. 11eberwinder, nimm die erscheint. Deines geist'gen Leibes Palmen, Die dir Glieder Bleiben nicht des Todes Zion heute bringt, Das mit fro- Naub; Selbst des Erdenleibes hen Osterpsalmen Deinen großen Staub Wird verklärt und grüne Sieg befingt. Du hast dich empor wieder, Denn dein Aug' bewacht geschwungen Aus der dunkeln Gra- ihn ja. Gott sei Dank, Halleluja! besnacht, Hast dein hohes Werk 6. Tilge das verzagte Grauen, vollbracht Und der Feinde Wuth Wenn die letzte Stunde schlägt, bezwungen. An dem Tag, wo dies Laß den Geist die Krone schauen, geschah, Singen wir Halleluja! Die uns schon ist beigelegt. Laß 2. Pflanze deine Sieg'spaniere in unsern höchsten Nöthen, Laß Auf das Grab zu deinem Ruhm, in uns'rer Todespein Felsenfest den Großer König, komm, regiere Nun Glauben sein, Daß der Tod un die Welt, dein Eigenthum. Du, nicht kann tödten, Denn du, den alle Himmel loben, Unterwirf Herr, bezwangst ihn ja. Gott sei der Erde Kreis, Und es diene dir Dank, Halleluja! zum Preis Auch der Höllenmächte 7. Neige deines Zepters Spitze Toben. Uns sei stets als Helfer Uns voll Gnad und voller Huld nah, Dann ertönts: Halleluja! Einst von deinem Richtersize, 3. Theile, großer Fürst, die Und sieh nicht auf unsre Schuld. Beute Deiner armen Heerde mit, Gib uns dann das ew'ge Leben, Die in froher Sehnsucht heute Und das ganz erlöste Herz Wird dann Osterlieder. 81 dann frei von Sünd und Schmerz 6. Wir werden auch nach dieser Ewig deinen Ruhm erheben; Denn Zeit, Wie Christus, auferstehen, wir singen einst auch da: Gott Und mit ihm in die Herrlichsei Dank, Halleluja! keit Zur Himmelsfreud eingehen. Denn wo das Haupt ge= blieben ist, Da müssen auch nach kurzer Frist Die Glieder alle Mel. Nun freut euch, lieben. 129. Der Hölle Pforten sind zerstört, Der Tod ist wohnen. nun verschlungen, Des Satans Reich ist ganz verheert, Lob sei Mel. O daß ich tausend Zungen. dir, Gott, gesungen. Der Sün- 130. Mein Jeſus lebt! ich den Macht ist abgethan, Durch soll nicht sterben, Christum ist die Himmelsbahn Hier steht mein Haupt und triUns wieder aufgeschlossen. umphirt! Nun muß auch ich das 2. Was durch des ersten Adams Leben erben, Weil Höll und Tod Schuld Im Paradies verdorben, die Macht verliert. Mich schreckt Das, und noch mehr hat Christi nun keine Zukunft mehr, Mein Huld Uns wiederum erworben. Jesus lebt, sein Grab ist leer. Der starke Held aus Davids Stamm Hat sterbend an dem Kreuzesstamm Die Welt mit Gott versöhnet. 2. Mein Jesus lebt! er hat bezwungen, Was mir das Leben rauben kann; Er hat mir Heil 3. Heut ist er aus dem Grab und Sieg errungen, Und Alles ist hervor Mit großer Macht gebro- ihm unterthan. Der Hölle tieffter chen, Er hebt sein Siegspanier Abgrund bebt, Denn überall schallts: empor, Wie er es hat versprochen. Jesus lebt! Er bringt nach wohlgeführtem 3. Mein Jesus lebt! das Grab Streit Uns wieder Fried und Freu- ist offen, So geh ich freudig in digkeit Und alle Himmelsschätze. die Gruft. Nun kann ich auch im 4. Drum lasset uns in Fröh- Tode hoffen, Daß mich sein Wort lichkeit Herz und Gemüth erheben, in's Leben ruft. Wie lieblich schallt Weil uns ist diese Gnadenzeit die Stimme hier: Ich leb und ihr Vom Himmel neu gegeben. Wir lebt auch mit mir! haben Christi Reich und Macht, 4. Mein Jesus bleibt also mein Er ist besiegt, der Tag und Nacht Leben, Mein Herz wallt nur für Vor Gott uns hart verklaget. ihn allein. Soll ich ihm nun 5. Der alle Welt verführt in mein Leben geben, So wird kein Noth, Liegt in dem Staub der Tod mir schrecklich sein, Weil er Erden. Der vormals starke See- mich in den Himmel hebt, So lentod Hat müssen kraftlos wer- wahr als Jesus ist und lebt. den. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, Sein wahres Zeugniß Mel. Wachet auf, ruft uns die. obgeslegt, Und uns das Heil er131. Halleluja! Sesus lebet! rungen. Auf, ihr Erlösten, F und 82 Ofterlieder. und erhebet Des großen Mittlers Wegen, O Auferstand'ner, welch Majestät. Hörts, betrübte Sün- ein Segen Erwartet uns am Ziel der, gebet Der Freude Raum, der Bahn! Nach des Lebens Kampf denn Jesus lebet, Gott hat ihn und Leiden Erhebst du uns zu aus dem Staub erhöht. Ihm ew'gen Freuden, Die uns dein jauchze Preis und Dank, O Seele, Kampf und Sieg gewann. Bald dein Gesang. Halleluja! Dich, sind sie unser Theil, Bald krönet großer Held, Erhebt die Welt, uns das Heil Deines Lebens. Weil deine Hand den Sieg behält. Halleluja! Der Herr ist nah, Bald 2. Jesu Jünger, wehrt dem ist der Tag des Sieges da. Leide, Lobsinget ihm, und nehmt voll Freude Am Siege Theil, Mel. Alle Menschen müssen sterben. den er erftritt. Seht, der Tod ist überwunden, Die ganze Hölle ist 132. Trauernd und mit bangebunden, Er herrscht, der für gem Waneuch starb und litt. Laßt seine delt dort ein Jünger- Paar. Jesu Feinde dräu'n, Ihr könnt getroft fließen ihre Thränen, Der ihr euch freu'n. Jesus lebet Von Freund und Lehrer war. Doch, Ewigkeit zu Ewigkeit, Derselbe eh ste's zu hoffen wagen, Nahet gestern und auch heut. er, um den ste klagen, Ihr Be3. Ihr auch dürft nicht trost- gleiter ist er schen, Schnell ist los beben, Ihr Sünder, Gott nun ihr Gram entflohn. will euch vergeben, Wenn ihr die 2. Ach, es gehn noch manche Schuld mit Ernst bereut. Durch Herzen Ihrem stillen Kummer des Todes Ueberwinder Ist er ver- nach, Sie bejammern, voll von söhnt, und gegen Sünder Ein Va- Schmerzen, Ihre Noth, ihr Unter der Barmherzigkeit. Der Hei- gemach. Manches wandelt ganz land steigt empor, Nun ist des Him- alleine, Daß es in der Stille mels Thor Allen offen. Gott ist weine, Aber Jesu tröstend Wort versöhnt, Vom Himmel tönt Der Scheuchet jeden Kummer fort. Freudenruf: Gott ist versöhnt! 3. Oft schon hab auch ich em4. Tod, wo sind nun deine pfunden: Jesus läßt mich nie Schrecken? Nicht ewig wird das allein, In den trüben UnglücksGrab uns decken, Verwest der Leib stunden Stellt er unverhofft sto gleich in der Gruft. Einst wird er ein. Wenn ich traurig mich bezum bessern Leben Sich aus des schwere, Als ob er zu ferne wäre, Todes Staub erheben, Wenn Je- O so ist er mir schon nah, Und sus den Entschlafnen ruft. Dann mit seiner Hülfe da. wird des Todes Feld Zu einer 4. Treuster Freund von allen regen Welt; Alles lebet, So wie Freunden, Bleibe ferner nah bei erneut zur Frühlingszeit Sich mir. Sucht die Welt mich anzu Alles regt, und Alles freut. feinden, so wend ich mich zu 5. Wandeln wir auf deinen dir. Wenn mich Trübfalswetter schrecken, Ofterlieder. 83 schrecken, Wollst du mächtig mich Sclaverei, Wir sind nicht mehr bedecken; Hab ich zum Gefährten gefangen, Weil du hervorgegangen. dich, Ist kein Feind mir fürch- 3. Nun geht uns fröhlich wieterlich. der auf Die rechte Gnadensonne, 5. Bin ich traurig, tief betrü- Die, einst verhüllt in ihrem Lauf, bet, Dann ruf du mir in den Gibt Strahlen neuer Wonne. Jetzt Sinn, Daß mich deine Seele lie- ist die Seel Mit Freudenöl Von bet, Und daß ich der Deine bin. dir gesalbt zum Leben, Sich ganz Laß in dir mich Ruhe finden, Auf dir hinzugeben. dein Wort die Hoffnung grün- 4. Die Kraft von deiner Ma= den: Wer die Thränensaat ge= jestät Bricht selbst durch Grab streut, Erndtet einst die Seligkeit. und Steine, Dein Sieg ist's, der Und 6. Tröst auch Andre, die voll uns mit erhöht Zum vollen Jammer Einsam durch die Fluren Gnadenscheine. Des Todes Wuth, gehn, Oder in der stillen Kammer Der Höllen Glut Hat alle Macht Tief bekümmert zu dir flehn. Wenn verloren, Und wir sind neu fie von der Welt sich trennen, geboren. Daß ste satt sich weinen können, 5. O daß wir diesen theuern So sprich ihrer Seele zu: Zagen- Sieg Genugsam möchten kennen, der, was trauerst du? unser Herz bei diesem Krieg 7. Wenn es einst will Abend Im Glauben möchte brennen! werden, und der Lebenstag sich Denn anders nicht kann dieses neigt, We dem blöden Aug auf Licht Uns in das Leben führen, Erden Nirgends sich ein Helfer Wenn wir nicht Glauben spüren. zeigt: Bleibe dann an meiner Seite, 6. So komm denn selbst in Gib mir Sieg im letzten Streite, unser Herz, O Jesu, Fürst der Daß ich bis an's Ende treu, Jener Ehren! Laß du in Freuden und Krone würdig set. im Schmerz Den Glauben sich vermehren, Daß wir in dir Die offne Thür Zur ew'gen Ruhe finMel. Was Gott thut, das ist. 133. auferstandner Sie- den, Und auferstehn von Sünden. D gesfürst, Du Leben 7. Laß Herr, mit dir uns aller Leben, Heut bringst du auferstehn Aus unserm SündenFrieden, da du wirst Zur Freude grabe. Wir können noch das Licht uns gegeben. Zuvor bracht Noth nicht sehn, Die Kraft von deiner Dich in den Tod; Jetzt bist du Gabe, Die deine Macht Zu uns auferstanden Und frei von Todes- gebracht; Führ uns hinaus zum banden. Leben, Und mach uns dir ergeben. 2. Die Last von uns'rer Sün- 8. Es liegen tausend Hüter denschuld Ließ dich in Fesseln fal- hier, Die unser Herz berennen, len, Du gabest dich aus großer Daß wir aus dieser Grabesthür Huld Am Kreuz zum Heil uns Zu dir nicht kommen können. Allen. Nun sind wir frei Von Der Sünden Macht Hält selbst F* die 84 Ofterlieder. die Wacht, Die Welt mit ihren geschafft. Der treue Zeuge spricht: Schäßen Fängt an, es zu besetzen. Wer glaubt, der stirbet nicht! 9. Erscheine uns mit Freund- Deß tröst ich mich von Herzen. lichkeit, Wenn wir in Buße wet- 4. Er lebt, der unbezwung'ne nen. Gib uns den Frieden in dem Held; Besingt, ihr Engelchöre, Streit, Den du versprichst den Besingt, ihr Völker aller Welt, Deinen; So können wir, O Held, Des Mittlers Ruhm und Ehre! mit dir Die rechten Ostern feiern Erhebt des Siegers Macht, Der Und uns in dir erneuern. von dem Tod erwacht, Der un10. Ach, laß das wahre Auf- sern Tod bezwingt, Der uns das erstehn Im Herzen uns erfahren, Leben bringt, Und mächtig für Laß aus dem Sündengrab uns uns streitet. gehn, Daß wir den Schatz be- 5. Er lebt, o Christen, laßt wahren, Das theure Pfand, Das uns heut Frohlockend ihn erhedeine Hand Zum Stege uns ge- ben; Laßt uns von nun an je= geben, So gehn wir ein zum derzeit Ihm wohlgefällig leben. Leben. Wir sind sein Eigenthum, Erkauft zu seinem Ruhm, Sein Mel. Ein' feste Burg ist unser Gott. wollen wir allein Todt und le134. Gr lebt, Freudenwort, bendig sein, Und sein auch ewig er lebt, Der Heiland bleiben. aller Sünder. Der Feinde Heer erschrickt und bebt Vor seinem Mel. Sollt ich meinem Gott. Ueberwinder. Er stritt mit Hel- 135. Amen, deines Grabes denmuth, Vergoß für uns sein auch Blut. Durch seinen Kreuzestod unser Grab durchwehn, Wenn Erwarb er uns bei Gott Ver- wir, von der Wallfahrt müde, gebung unsrer Sünden. Ruh'n, um froher zu erstehn. 2. Er lebt, des Vaters ew'ger Amen, Fürst der Auferstehung, Sohn, Erhöht zu seiner Rech- Der des Grabes Siegel brach, Er herrscht und hilft von Zeuch durch Grab und Tod uns seinem Thron Auch seinen schwa- nach Zu des Wonnereichs Erhöchen Knechten. Er lebt nun ewig- hung, We dem Tod, der uns verlich, Und ewig schüßt er mich, söhnt, Aller Himmel Loblied tönt. Er thut mit starker Hand Den Feinden Widerstand, Sie können mir nicht schaden. 2. Großer Erstling deiner Brü der, Ja, du ziehest uns nach dir, Du, das Haupt, ziehst deine Glie3. Er lebt, Gott hat ihn auf der, Und wie du, so leben wir. Ja, erweckt, Gott wird auch mich er- wir werden auferstehen, Weil du wecken. Der Tod, der Aller auferstanden bist, Werden dich, Herr Herzen schreckt, Kann mich nicht Jesu Christ, Einst in voller Klarmehr erschrecken. Sein Stachel, heit sehen. Jetzt, o Herr, und ewigseine Kraft, Die Sünd ist weg- lich, Leben wir allein durch dich. 7. Himmel 7. Himmelfahrtslieder. 85 Eigene Melodie. Freude, Stärk und Kraft, Und 136. Christus fuhr gen Him- Alles, was Erquichung schafft, mel, Und sandte uns Wird uns von dir gegeben. Dringe, hernieder Den Tröster, seinen heil- 3winge, Ew'ge Güte, mein Gegen Geist, Zum Trost der armen müthe, dich zu preisen, Lob und Christenheit. Halleluja. Ehr dir zu erweisen. Wär er nicht hingangen, Der 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns Tröster wär nicht kommen; Seit- nach dir, Hilf, daß wir künftig für dem er hingegangen ist, Ward uns der Geist durch Jesum Christ. Halleluja. und für Nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Sinn und Wandel rein, Uns demuthsvoll von HerHalleluja! Halleluja! Halleluja! zen sein, All Ueppigkeit verachten. Deß soll'n wir Alle froh sein, Christ Unart, Hoffart Laß uns meiden, will unser Trost sein. Halleluja. christlich leiden, wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden. 137. wundergroßer Stegesheld, Du Sün5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schap, Sei unser Ruhm und fester Platz, Auf den wir uns verlassen. denträger aller Welt, Heut haft Laß suchen uns, was droben ist, du dich gesetzet Zur Rechten Got- Auf Erden wohnt viel Trug und tes in der Kraft, Der Feinde List, Es ist auf allen Straßen Schaar gebracht zur Haft, Bis Lügen, Trügen, Angst und Plagen, auf den Tod verletzet. Mächtig, die da nagen, die da quälen Prächtig Triumphirst du, und Stündlich arme Christenseelen. regierst du, Tod und Leben Sind dir, Jesu, übergeben. Mel. Wie schön leucht't uns. 6. Herr Jesu, komm vom Gnadenthron, Du Siegesfürst, Held, 2. Dir dienen alle Cherubim, Davids Sohn, Komm, stille mein Viel tausend hohe Seraphim Dich Verlangen. Du, du allein bist Siegesfürsten loben. Du hast das uns zu gut, O Jesu, durch dein Heil zurückgebracht, Mit Majestät theures Blut Ins Heiligthum geund großer Pracht Gen Himmel gangen, Dafür Soll dir Von uns dich erhoben. Singet, Bringet Allen Dank erschallen. Herr, ohn' Dank ihm, ehret den, der fähret Ende Heben wir zu dir die Hände. auf gen Himmel Aus dem niedern Erdgetümmel. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 3. Du bist das Haupt, hin- 138. Der Herr fährt auf gegen wir Sind Glieder, ja es gen kommt von dir Auf uns Licht, hellem Jubelschall, Mit jauchzenTroft und Leben. Heil, Friede, dem Getümmel Und mit Posaunenhall. 86 Himmelfahrtslieder. nenhall. Lobsingt, lobsinget Gott! wirst du sein, Da wir ihn mit Lobsingt, lobsingt mit Freuden Entzücken Zum erstenmal erblicken? Dem Könige der Heiden, Dem O Tag, brich bald herein! Herrn Gott Zebaoth. 2. Der Herr wird aufgenommen Eigene Melodie. In königlicher Pracht, Deß freun 139. Himmelan, nur himmeler hat Soll der frei gemacht. Es holen Jesum ein gehn! Was die Frommen wünDes Himmels Engelheere, Die schen, kann Dort erst ganz geseiner Pracht und Ehre Sich, schehn; Auf Erden nicht, Freude gleichwie wir, erfreu'n. wechselt hier mit Leid. Nicht' hin3. Mit freudigem Gebete Werd auf zur Herrlichkeit Dein Angeer von uns erhöht; Wir wissen sicht! Dein Angesicht! nun die Stätte, Die uns bereitet 2. Himmelan schwing deinen steht. Der Heiland geht voran, Sinn Jeden Morgen auf, Schnell Läßt uns nicht von sich trennen; eilt er durchs Leben hin, Unser Daß wir ihm folgen können, Pilgerlauf. Fleh täglich neu: Gott, Macht er uns freie Bahn. der mich zum Himmel schuf, Bräg 4. Wir Pilgrime der Erden, in's Herz mir den Beruf: Mach Die hier das Elend bau'n, Wir mich getreu.:,: sollen himmlisch werden, Und Je= 3. Himmelan hat er dein Ziel sum ewig schau'n. Auf, Kinder Selbst hinauf gestellt. Sorg nicht Gottes, auf! Wo Jesus hinge- muthlos, nicht zu viel Um den gangen, Dahin steh das Verlan- Tand der Welt; Flieh diesen Sinn. gen, Dahin kehrt euern Lauf. Nur, was du dem Himmel lebst, 5. Gen Himmel laßt uns drin- Dir von Schäßen dort erstrebt, gen Mit Herzlicher Begier; Mit Das ist Gewinn.:,: Inbrunst laßt uns singen: Dich, 4. Himmelan erheb dich gleich, Jesu, suchen wir. Zu dir, o Gottes Wenn dich Kummer drückt, Weil Sohn, Soll sich der Geist erheben; dein Vater, treu und reich, Stündlich Du bist uns Licht und Leben, auf dich blickt. Was quält dich so? Und unser großer Lohn. Droben, in dem Land des Lichts, 6. Hinweg mit deinen Schätzen, Weiß man von den Sorgen nichts, Du falsche, arge Welt! Sollt uns Sei himmlisch froh.:,: dein Nichts ergößen? Dort ist, was 5. Himmelan wallt neben dir uns gefällt. Er, unser Fleisch und Alles Volk des Herrn, Trägt im Blut, Prangt auf der Gottheit Himmelsvorschmack hier Seine Throne, Gibt uns sich selbst zum Lasten gern. O schließ dich an! Lohne, Ist unser höchstes Gut. Kämpfe drauf, wie sich's gebührt; 7. Wann wird es doch gesche- Denke: auch durch Leiden führt hen, Wann kommt die frohe Zeit, Die Himmelsbahn.:,: Daß wir ihn werden sehen In sei6. Himmelan ging Jesus Christ, ner Herrlichkeit? Du Tag, wann Mitten durch die Schmach; Gil, weil Himmelfahrtslieder. 87 weil du sein Jünger bist, Seinem 3. Zeuch uns nach dir, O Jesu, Vorbild nach; Er litt und schwieg. führ Uns deine Himmelsstege; Wir Halt dich fest an Gott, wie er, irren leicht, Sind abgeneigt Dem Statt zu klagen, bete mehr; Er- rechten Lebenswege. kämpf den Sieg!:,: 4. Zeuch uns nach dir, So fol7. Himmelan führt seine Hand gen wir Dir nach in deinen HimDurch die Wüste dich, Ziehet dich mel, Daß uns nicht mehr So oft im Prüfungsstand Näher hin zu sich, beschwer Das böse Weltgetümmel. Im Himmelssinn. Von der Welt- 5. Zeuch uns nach dir nun für luft freier stets, Und mit ihm ver- und für, Und gib, daß wir nachfahren trauter, geht's Zum Himmel hin.:,: Dir in dein Reich, Und mach uns 8. Himmelan führt dich zuletzt gleich Den auserwählten Schaaren. Selbst die Todesnacht, Sei's, daß sie dir sterbend jetzt Kurze Schrecken Mel. Jerusalem, Du hochgebaute. macht. Harr aus, harr aus! Auf 141. Mein stegen ein stegend Haupt die Nacht wird's ewig hell, Nach Dort in der Herrdem Tod erblickst du schnell Des lichkeit, Du lebst, beglückst, regierst! Vaters Haus.:: Ich bin dein Glied, Doch lieg ich 9. Halleluja! himmelan Steigt noch im Streit, Bis du zum Friedein Dank schon hier. Einst wirst den führst. Noch kämpf ich viel du zum Schauen nahn, Und Gott hienieden Mit Sünd und Leidennaht zu dir, In Ewigkeit. Aller schaft: Doch du gibst deinen FrieJammer ist vorbei, Alles preist ver- den Und Muth und Siegerkraft. klärt und neu In Ewigkeit. 2. Zieh mich hinauf, Der du 10. Halleluja singst auch du, die Stätte dort Auch mir bereitet Wenn du Jesum stehst, Unter hast. Ich schau empor Zu jenem Jubel ein zur Ruh, In den sel'gen Ort, Und leicht wird jede Himmel ziehst. Lob sei dem Herrn! Laft. Ich werde nie verderben, Der vom Kreuz zum Throne stieg, Bin ich doch Gottes Kind, Mit Hilft dir aus zu diesem Sieg, allen Himmelserben, Die ewig Lob sei dem Herrn!:,: bei dir sind. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 142. S Herr err, du fährst mit Glanz und FreuMit Herzlichem Verlangen Hin, den Auf zu deiner Herrlichkeit; da du bist, O Jesu Chrift, Aus Doch mich drücken noch die Leiden dieser Welt gegangen. Dieses Lebens, dieser Zeit. Gib 2. Zeuch uns nach dir, In mir, Jesu, Muth und Kraft, Daß Liebsbegier, Ach, reiß uns doch ich meine Pilgerschaft So in dir von hinnen: So dürfen wir zurücke lege, Daß ich stets defn Nicht länger hier Vor Kummer bleiben möge. fast zerrinnen. 2. Laß mir deinen Geist zurücke, Mel. Ach Gott und Herr. 140. euch uns nach dir, So kommen wir 88 Himmelfahrtslieder. rücke, Aber zeuch mein Herz nach meine Nachfahrt gründe, Und dir; Wenn ich nach dem Himmel allen Zweifel, Angst und Bein blicke, Deffne ihn dann gnädig Hiemit stets überwinde. Denn mir. Neige meinem Flehn dein weil das Haupt im Himmel ist, Ohr, Trag es deinem Vater vor, Wird seine Glieder Jesus Chrift Daß er mir die Schuld vergebe, Zur rechten Zeit nachholen. Daß ich mich bekehr und lebe. 2. Weil er gezogen himmelan, 3. Lehre mich die Welt verach- Und große Gab empfangen, Mein ten, Und was in mir Eitles ist, Herz auch nur im Himmel kann, Und nach dem, was dort ist, Sonst nirgend's, Ruh' erlangen. trachten, Wo du, mein Erlöser, Denn wo mein Schatz gekommen bist. Wollust, Ehrsucht und Ge- hin, Da ist auch stets mein Herz winn Soll mich nie zur Erde und Sinn, Nach ihm mich sehr ziehn, Da ich jenseits überm Grabe verlanget. Eine größre Hoffnung habe. 3. Ach, Herr, laß deine Gnade 4. Diese müsse nichts mir rau- mich Von deiner Auffahrt spüren, ben, Du erwarbst sie theuer mir, Daß mit dem wahren Glauben Jetzt noch seh ich ste im Glauben, ich mag meine Nachfahrt zieren, Droben find ich sie bei dir; Dort Und dann einmal, wann dir's belohnst du das Vertrau'n Deiner gefällt, Mit Freuden scheide aus Gläubigen durch Schau'n, Und der Welt. Herr, höre dies mein verwandelst ihre Leiden In un- Flehen. endlich große Freuden. 5. Dert bereit auch mir die Mel. O daß ich tausend Zungen. Stätte In des Baters Hause zu, 144. 3um Himmel biſt du Russt du frühe oder späte eingegangen, zu meines Grabes Nuh. Leucht Preis gekrönt, Herr Jesu Christ. auch mir in dieser Nacht Durch Wie sollte mich nun nicht verlandie Stärke deiner Macht, Die des gen, Auch dort zu sein, wo du Todes Macht bezwungen, Und für nun bist? Ich bin ja nur ein uns den Sieg errungen. Pilgrim hier, Nimm in die Hei 6. Kommst du endlich glorreich math mich zu dir. wieder, An dem Ende dieser Zeit, 2. Vom Tode standst du auf O so sammle meine Glieder, Die zum Leben, Du gingst verklärt Verwesung hier zerstreut; Heil'ge zum Himmel ein; So muß sich und verklär ste ganz, Daß der auch mein Geist erheben, Ich darf Leib im Himmelsglanz, Dann nicht todt in Sünden sein. Ein nicht mehr von Staub und Erde, neues Leben wirk in mir, So Deinem Leibe ähnlich werde. komm ich einst gewiß zu dir. Mel. Nun freut euch, lieben. 3. Am Qelberg fingen deine Leiden Mit bittern Todesängsten 143. Auf Christi Himmel- an, Am Delberg gingst in hohen fahrt allein Ich Freuden Du stegreich deine Himmelsbahn. Himmelfahrtslieder. 89 melsbahn. So folgt auf Leiden Herr- das Reich, Wer ist an Majestät lichkeit; Zu beiden mache mich bereit. dir gleich? Mensch, Engel, jede 4. Du bist von uns zwar auf- Kreatur 3st dein, du Herrscher gefahren, Doch ist dein Wort noch der Natur. Halleluja. immer hier. Laß dieses Kleinod 4. Umsonst, umsonst empöret mich bewahren; Im Worte redest sich Der Fürst der Hölle wider du zu mir, Dies leitet meinen dich, Dein Thron steht fest, der Lebenslauf Und schließt mir dei- seine liegt, Durch deine Macht nen Himmel auf. ist er bestegt. Halleluja. 5. Du hobest segnend deine 5. Du, unser triumphirend Haupt, Hände Beim Scheiden von den Wie selig ist, wer an dich glaubt! Deinen auf; O hilf, daß einst Du bist sein Licht, sein Troft, sein auch ich vollende, Von dir geseg- Theil, Sein starker Schuß, sein net, meinen Lauf. Wenn ich von ew'ges Heil. Halleluja. dir gesegnet bin, Dann fahr in Frieden ich dahin. 6. Herr, unsre Herzen trau'n auf dich, Dein freuet unsre Seele sich, 6. Ich sehe dir mit Glaubens- Du Held in unserm Fleisch und blicken In deinen Freudenhimmel Blut Bist unser Trost und höchnach, Mein Herz soll sich an dir stes Gut. Halleluja. erquicken, Der mir die Bahn zum 7. Was uns gebricht, ist dir Himmel brach. Sieht dich auch bekannt, Der Segen ist in deiner hier mein Auge nicht, Bleibst du Hand. Von keinem Frommen bist doch meine Zuversicht. du fern, Du siehst auf ihn und 7. Einst wirst du herrlich wie- hilfft ihm gern. Halleluja. derkommen, Gleichwie du aufge= 8. Sieh gnädig auf uns allezeit fahren bist, Dann werd ich völ- Vom Throne deiner Herrlichkeit. lig aufgenommen, Wo mir bereit Hilf unserm schwachen Glauben mein Erbtheil iſt. So leb ich auf, Und heil'ge unsern Lebensnun im Glauben hier, Im Schauen lauf. Halleluja. aber dort bei dir. Mel. Erschienen ist der herrlich. 145. Wir freuen uns, Herr 9. Gen Himmel fuhrst du als ein Held; Als Herr und Richter aller Welt Wird dich dereinst der Erdkreis sehn, Laß uns dann freuJesu Christ, Daß dig vor dir stehn. Halleluja. du zur Rechten Gottes bist. Du 10. Dann triumphirt der Glaub starter Herr, Immanuel, O stärk an dich, Dann jauchzen wir dir im Glauben unsre Seel. Halleluja. ewiglich. Hilf uns dazu, Herr 2. Du sigest auf der Himmel Jesu Christ, Der du zur Rechten Thron, Als unser Freund, als Gottes bist. Halleluja. Menschensohn, Auch da schämst du dich unser nicht, Drum bleibst Mel. Was Gott thut, das. du unsre Zuversicht. Halleluja. 146. Triumph! ihr Himmel, 3. Dein dein ist freuet get 90 Pfingstlieder. get Gottes Sohne! Er ziehet ein 3. So wahr, als Jesus Chrizu seinem Reich, Empfängt des stus spricht: Ich leb und ihr sollt Siegers Krone. Mit Majestät leben! Erhebt sich einst zum ew'gen Wird er erhöht, Und herrscht nach Licht Der Geist, von Gott gege= Kampf und Leiden, Umstrahlt von ben. Still sinkt ins Grab Der Leib Himmelsfreuden. hinab, Da ruht er aus von Leiden; 2. Doch schließet ihn kein Him- Einst theilt er Himmelsfreuden. mel ein, Er wirkt noch fort auf 4. Triumph! ihr Christen, freuet Erden. Noch sollen, die ihr Herz euch, Der Tod ist nun bezwungen, ihm weihn, Durch ihn beseltgt Wir haben Theil an Jesu Reich, werden. Mit Muth hinan Die Er hat es uns errungen. Auf, steile Bahn! Uns lohnt nach bringt ihm Dank Und Lobgefang! Kampf und Leiden Der Herr mit Wir gehn durch Kampf und Leiew'gen Freuden. den Mit ihm zu seinen Freuden. 8. Pfingstlieder. Eigene Melodie. Mel. Wie schön leucht't uns der. 147. Nun bitten wir den 148. heilger Geiſt, kehr heilgen Um den bei uns ein, Und rechten Glauben allermeist, Daß laß uns deine Wohnung sein, O er uns behüte An unserm Ende, komm, du Herzenssonne! Du Wenn wir heimfahren einst aus Himmelslicht, laß deinen Schein dem Elende. Erbarm dich, Herr. Bei uns und in uns kräftig sein, 2. Du werthes Licht, gib deinen Zu steter Freud und Wonne. Daß Schein, Lehr uns Christum kennen wir In dir Necht zu leben und ganz allein, Daß wir an ihm blei- ergeben, und mit Beten Oft in ben, Dem treuen Heiland, Der Andacht vor dich treten. uns gebracht zum rechten Vaterlande. Erbarm dich, Herr. 2. Gib Kraft und Nachdruc deinem Wort, Laß es wie Feuer 3. Du süße Lieb, schenk deine immerfort In unsern Herzen brenGunst, Laß empfinden uns der nen, Daß wir den Vater und den Lieb Inbrunst, Daß wir uns von Sohn, Dich, beider Geist, auf Herzen Einander lieben, In Frie- Einem Thron, Für wahren Gott den stets auf Einem Sinne blei- bekennen. Bleibe, Treibe, Und ben. Erbarm dich, Herr. behüte das Gemüthe, daß wir 4. Du höchster Trost in aller gläuben Und im Glauben standNoth, Hilf, daß wir nicht fürchten haft bleiben. Schand noch Tod, Daß in uns 3. Du Quell, draus alle Weisdie Sinne Nicht einst verzagen, heit fließt, Die sich in fromme Wenn dort der Feind das Leben Seelen gießt, Laß deinen Trost will verklagen. Erbarm dich, Herr. uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Pfingstlieder. benseinigkeit Auch And're in der Christenheit Dein wahres Zeugniß 91 Mel. Aus meines Herzens. lehren. Höre, Lehre, Herz und 149. 3eud euch ein zu deinen Sinnen zu gewinnen, dich zu Thoren, Sei meines preisen, Gut's dem Nächsten zu Herzens Gast, Der du, da ich geerweisen. boren, Mich neu geboren hast; O 4. Steh uns stets bei mit dei- hochgelobter Geist Des Vaters und nem Nath, Und führ uns selbst des Sohnes, Mit beiden gleiches den rechten Pfad, Weil wir den Thrones, Mit beiden gleich geWeg nicht wissen; Gib uns Be- preist. ständigkeit, daß wir Getreu dir 2. Zeuch ein, laß mich empfin=bleiben für und für, Auch wenn den Und schmecken deine Kraft, wir leiden müssen. Schaue, Baue, Die Kraft, die uns von Sünden Was zerrissen und beslissen, dir Hülf' und Errettung schafft. Entzu trauen, Und auf dich allein zu sünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit bauen. reinem Geiste Dir Ehr und Dienste 5. Laß uns empfinden deine leiste, Die ich dir schuldig bin. Kraft, Und dann zur guten Ritter- 3. Ich war ein wilder Neben, schaft Dadurch gestärket werden, Du hast mich gut gemacht, Des Auf daß wir unter deinem Schutz rechten Weinstocks Leben Haft du Begegnen aller Feinde Truß, So in mich gebracht, Haft in der Taufe lang' wir sind auf Erden. Laß Kraft, Durch Christi blut'ges Sterdich Reichlich Auf uns nieder, ben, In mir, dem Himmelserben, daß wir wieder Trost empfinden, Den Tod hinweggeschafft. Alles Unglück überwinden. 4. Du salbst mit heil'gem Dele, 6. Du Himmelsthau, ergieße Wodurch geweihet ist Mein Leib dich In unsre Herzen kräftiglich, und meine Seele Dem Heiland Und schenk uns deine Liebe, Daß Jesu Christ; Machst mich zum unser Sinn verbunden sei, Dem Eigenthum, Zum Priester und ProNächsten stets mit Liebestreu, Und pheten, Zum König, den in Nöthen sich darinnen übe. Kein Neid, Gott schützt vom Heiligthum. Kein Streit Dich betrübe, reine 5. Du bist ein Geist, der lehLiebe wollst du geben, Demuths- ret, Wie man recht beten soll, voll vor dir zu leben. Dein Beten wird erhöret, Dein 7. Hilf, daß in wahrer Heilig- Singen klinget wohl; Es steiget keit Wir führen unsre Lebenszeit; himmelan, Fleht um die rechten Sei unsers Geistes Stärke, Daß Gaben, Bis wir von dem sie uns hinfort sei wohl bewußt Die haben, Der Allen helfen kann. Eitelkeit der Fleischesluft Und 6. Du bist ein Geist der Freuihrer Sündenwerke. Nühre, Führe den, Vom Trauern hältst du nicht, Unser Sinnen und Beginnen von Erleuchtest uns im Leiden Mit der Erden, Bis wir Himmelserben deines Trostes Licht. Ach ja, wie werden. manches Mal Hast du mit süßen Worten 92 Pfingstlieder. Worten Mir aufgethan die Pfor- uns ist aus: So hilf uns fröhlich ten Zum goldnen Himmelssaal! sterben Und nach dem Tod ererben 7. Du bist ein Geist der Liebe, Des ewgen Lebens Haus. Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Haß und Neid und Streit. 150. 3 das Lied des DanMel. Gott woll'n wir loben. u Gottes Preise Tön Der Feindschaft bist du feind, Du willst durch Liebesflammen kes, Ihm, der nun in Ewigkeit Stets schmelzen neu zusammen Der Wahrheit Sieg verleiht. GeDas, was getrennt erscheint. baut ist herrlich Seines Sohnes 8. Du, Herr, hast selbst in Kirche, Groß und fest in Gottes Händen Die ganze weite Welt, Huth, Der Völker Heil, sie ruht. Kannst Menschenherzen wenden, Zions Tempel ist nun aufgethan, Wie es dir wohlgefällt. Leit uns Und es fliehen Sünde, Trug und den Friedenspfad, Verknüpf in Wahn. Preis dem Herrn! Nah allen Landen Mit sanften Liebes- und fern Strahlet Troft und banden, Was sich getrennet hat. ew'ges Licht Von Gottes Ange9. Erhebe dich und steure Dem sicht. Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneu're Die Wohlfahrt Mel. Werde munter, mein. deiner Heerd'. Zieh' du in deine 151. Gott, du gibſt uns mil. Huth Die Länder, die verheeret, den Regen, be Die Kirchen, die zerstöret Durch feuchtest trocknes Land; Gib auch Krieg und Feuerswuth. mir vom Himmel Segen, Denn 10. Beschirm' die Obrigkeiten, mein Herz ist dürr wie Sand. Bau' unsers Königs Thron. Laß Laß des heil'gen Geistes Gab Auf Segen uns begleiten, Schmück, uns, von der Höh' herab, Wie als mit einer Kron', Die Alten die starken Ströme fließen, Und mit Verstand, Mit Frömmigkeit sich in mein Herz ergießen. die Jugend, Mit Gottesfurcht 2. Kann ein Vater hier im Leund Tugend Das Volk im gan- ben, Der doch bös' ist von Natur, zen Land. Seinen Kindern Gaben geben, Und 11. Erfülle die Gemüther Mit zwar gute Gaben nur: Solltest du reiner Glaubenszier, Die Häuser denn, der du heißft Guter Vater, und die Güter Mit Segen für deinen Geist mir nicht geben, mich und für. Vertreib den bösen Geist, nicht laben Mit den guten HimDer sich dir widerseget, Und, was melsgaben? dein Herz ergößet, Aus unsern 3. Jesu, der du hingegangen Herzen reißt. Zu dem Vater, sende mir Dei 12. Nicht' unser ganzes Leben nen Geist, den mit Verlangen Ich Allzeit nach deinem Sinn, Und erwarte, Herr, von dir. Laß den wenn wir's sollen geben In's To- Tröster ewiglich Bei mir sein desrachen hin, Wenn's hier mit und lehren mich In der Wahrheit feft Pfingstlieder. 93 fest zu stehen, und auf dich im die Wahrheit nicht. Komm, uns Glauben sehen. mit Weisheit zu erfüllen, Und 4. Heil'ger Geist, du Kraft der unsers Geistes Durst zu stillen. Frommen, Kehre bei mir Armen Komm, leuchte du mit hellem ein, Sei mir tausendmal willkom- Schein Bis in des Herzens Grund men, Laß mein Herz dein Tempel hinein. O warn' und strafe, wenn sein. Säub're dir hier selbst ein wir fehlen, Und läutre aller ChriHaus, Aus dem Herzen wirf sten Seelen. Halleluja, Halleluja. hinaus Alles, was mich je kann scheiden Von den süßen Himmelsfreuden. 3. Komm, milder Tröster, wer, als du, Bringt bangen Herzen Trost und Ruh, Und Balsam für 5. Schmücke mich mit deinen die innern Wunden, Und HimGaben, Mache mich neu, rein melsthau in heißen Stunden? und schön; Laß mich wahre Liebe Komm, gib zu unsrer Ritterschaft haben, und in deiner Gnade stehn. Uns Heldenmuth und GlaubensGib mir einen starken Muth, Zu kraft, Und rüste selbst zum Gotbestegen Fleisch und Blut, Lehre teswerke Geist, Seel' und Leib mit mich vor Gott hintreten Und im deiner Stärke. Halleluja, HalleGeist und Wahrheit beten. luja. Mel. Komm, heiliger Geist. 6. So will ich mich dir er- 4. Romm, Quell der Liebe, geben, Dir zu Ehren soll mein geuß ste aus In's Herz und über Sinn Dem, was himmlisch ist, Gottes Haus. Gib, daß wir Gott nachstreben, Bis ich werde kom- mit reinen Trieben, und Christum men hin, Wo ich einst vor dei- in den Brüdern lieben. Entflamm nem Thron Dich sammt Vater in Leid und Freude stets Die und dem Sohn Werde rühmen, Glut des Dankes und Gebets. loben, preisen, Mit den süßen Erhöh' uns vom Gewühl der Engelweisen. Erde, Daß unser Wandel himm= lisch werde. Halleluja, Halleluja. 5. Weih' uns zu deinem Temdomm, Kraft des Höch- pel ein, Was unrein ist, das sten, komm herab, mache rein, Was nah am Staube Pfand, das uns Gottes Gnade triecht, erhebe, Was schon gestor= gab, Du Segensquell, Born aller ben ist, belebe. Erwärme jedes Gaben, Nichts kann, wie du, die kalte Herz, Lenk' alle Seelen himSeele laben. Komm, Gottes Geist, melwärts, Vereine die zerstreuten in unsern Geist, Wie Himmels- Glieder, Und bringe das Verlorne thau hernieder fleußt, Komm mit wieder. Halleluja, Halleluja. der Friedenstaube Schweben, Und ruh' auf uns, so lang wir leben. Halleluja, Halleluja. 152. 6. Wenn du nicht Beistand ihm verleihst, So strebt umsonst des Menschen Geist. Laß auf uns 2. Komm, Geist der Wahrheit, deine Gnade regnen, Komm, uns Gottes Licht, Wo du fehlst, ist mit deiner Kraft zu segnen, Dann • sind 94 Pfingstlieder. sind der guten Saat wir gleich, Buß' und Leid, In frommen Und bringen Frucht zum Himmel- Seelen Trost und Freud' Und reich. Dann führt zum Leben uns Muth im Kampf der Sünden. das Sterben, und ewig sind wir In bangen Stunden schenkest du, Gottes Erben. Halleluja, Halleluja. So wie im Tode, Seelenruh, Und hilfft uns überwinden. Mel. Der Tag, der ist so. 5. Des Vaters und des Sohnes 153. Dir, Bater, dankt mein Geist, Du Quell des Lichts, der Herz und singt, Daß Liebe, Den Gott den Betenden verdu den Sohn gegeben, Den Sohn, heißt, Ach, heil'ge meine Triebe. der Heil den Sündern bringt, Und Schaff' du in mir ein neues Herz unvergänglich Leben. Ich danke Gib wahre Buß und Sündenschmerz dir, daß du den Geist, Der deinen Hilf mir im Glauben beten. Si Sohn durch Wunder preist, Zur bangen Stunden tröste mich, Und Erde haft gesendet. Der Geist der zeige voll Erbarmen dich mir einst Wahrheit kam herab, Der deinen in Todesnöthen. Knechten Stärke gab, Daß ste dein Werk vollendet. Eigene Melodie. 2. Erfüllt von seiner Wunder- 154. Erfüll die Herza Domm, Geist kraft, Gehn sie die Welt zu leh-| ren; Der Geist, der neue Herzen deiner Gläubigen, Und entzünd in schafft, Hilft ihnen sie bekehren. ibnen Das Feuer Deiner göttlicher Der ganze Erdkreis hört erfreut Liebe, Der du durch Mannigfaltig Die Botschaft unsrer Seligkeit, keit Der Zungen Die Völker De Er steht die Wahrheit stegen. Der ganzen Welt versammelt haft J Sünde finst're Nacht entflieht, Einigkeit Des Glaubens. Halle Wo man den Finger Gottes steht, luja, Halleluja. Muß Satan unterliegen. 3. Umsonst, daß er noch wilEigene Melodie. der tobt, Verfolgung zu erregen, 155. bheil'ger Geift, o heil: Der Name Jesus wird gelobt, ger Gott! Du Trö Sein Wort ist Kraft und Segen. ster werth in aller Noth, Dich hat Die Jünger schreckt nicht Pein gesandt vom Himmelsthron De noch Müh, Der Geist der Stärke Vater und sein ein'ger Sohn, stärkte ste In Martern und im heil'ger Geist, o heil'ger Gott! Tode. Sie blieben ihrem König 2. O heil'ger Geift, o heil'ge treu, Bekannten seinen Namen Gott, Wirk in uns Allen fer frei, Und lobten ihn im Tode. und fort, Entzünd in uns der 4. Noch jetzt bist du der Geist Liebe Kraft, Die Eintracht, Hei der Kraft, Noch jetzt der Men- und Frieden schafft, Oheil'ge schen Lehrer, Der Jesu neue Jün- Geift, o heil'ger Gott! ger schafft, Des Höllenreichs Zers 3. O heil'ger Geist, o heil'ge störer. In Sündern wirkst du Gott, Mehr unsern Glauben im merfort. Pfingstlieder. 95 merfort. Wer sich will Jesu Christo ihm aus ganzer Macht vertrauen. nahn, Der muß von dir die Hülf Halleluja, Halleluja. empfahn, O heil'ger Geist, o heil'= 3. Du heil'ge Inbrunst, süßer ger Gott! Trost, Nun hilf uns fröhlich und 4. O heil'ger Geist, o heil'ger getroft In deinem Dienst bestänGott, Erleucht uns durch dein dig bleiben, Laß Trübsal uns von göttlich Wort. Mach uns den dir nicht treiben. Durch deine Vater recht bekannt Und Jesum, Kraft, Herr, uns bereit, Und stärk' den er uns gesandt, O heil'ger des Fleisches Blödigkeit, Daß wir Geist, o heil'ger Gott! hier ritterlich stets ringen, Durch 5. O heil'ger Geist, o heil'ger Tod und Leben zu dir dringen. Gott, Du zeigest uns die Him- Halleluja, Halleluja. melspfort, Auf daß wir kämpfen ritterlich, Zum Himmel dringen, Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. stark durch dich, heil'ger Geist, 157. Geist Gottes, aus des o Gott! In 6. O heil'ger Geist, o heil'ger unsern Geist herabgesenkt, Der Gott, Verlaß uns nicht in Noth auch in unbemerkter Stille Des und Tod. Wir weihn uns dir Herzens Trieb gen Himmel lenkt, zum Eigenthum, Und bringen dir Du, der einst Davids Psalm be= Lob, Ehr und Ruhm, O heil'ger flügelt, Den Sehern Aug' und Geist, o heil'ger Gott! Mund entsiegelt, Uns auch noch jegt mit Glut durchdringt, Auch jetzt uns Gottes Weisheit lehret, Eigene Melodie. 156. Komm, heil'ger Geist, Und Christi Wahrheit uns verklädu Herr und Gott! ret, O höre den, der dir lobsingt. Erfüll mit deiner Gnaden Gut 2. Du Quell der reinsten HimDer Gläubigen Herz, Muth und melsliebe, Die in das Herz lebenSinnen, Entzünde deine Lieb in dig quillt, Und so des neuen Menihnen. O Herr, durch deines Lich- schen Triebe Mit heil'ger Gotteskraft tes Glanz Zum Glauben du ver- erfüllt! Du bist es, der die Schwachsammelt hast Das Volk aus aller heit stüßet, Im Pilgerlauf ste stärkt Länder Zungen, Das sei dir, Herr, und schüßzet, Wenn sich die Seel zu Lob gesungen. Halleluja, Hal- im Schlummer neigt; Der, o ge= leluja. schäh es nicht vergebens! Als Un2. Du heil'ges Licht, du edler terpfand des ew'gen Lebens, Uns Hort, Laß leuchten uns des Le- hier des Himmels Krone zeigt. bens Wort, Und lehre uns Gott 3. Du baueft aus lebend'gen recht erkennen, Von ganzem Her- Steinen Der Kirche reines Heiligzen Vater nennen. O Herr, behüt thum, Erhöhest durch des Herrn vor fremder Lehr, Daß wir nicht Gemeinen Des Kreuzes unbestegMeister suchen mehr, Denn Jesum ten Ruhm. Und wo du sprichst Christ mit rechtem Glauben, Und mit Feuerzungen, Weckst du zu selgen 96 Pfingstlieder. gen Huldigungen Der Heiden gro- uns den heilgen Geist, Der uns Bes Todtenfeld. Der Hölle Reich in alle Wahrheit leite, Und uns muß dir mit Beben Die Schaar zum Himmel zubereite. Er schenGefangner wiedergeben, Die es in ket uns zum Guten Kraft, Stärkt seinen Fesseln hält. uns in unsrer Pilgerschaft, Hilft 4. Wer kann, wie du, mit Don- uns den Lauf zum Ziel vollbrinnern reden, Wenn du im Schlaf gen, Und einst des Lebens Kron den Sünder schreckst? Wer tröstet erringen. Halleluja, Halleluja. so, wie du, den Blöden, Wenn du 2. Die Schaar der Boten wagt die neue Sehnsucht weckst? Wenn den Streit, Durch deines Geistes sie in ihr Verderben schauen, So Kraft erneut, Kämpft gegen fallehrst du sie dem Ruf vertrauen, scher Götter Heere, Siegt durch Der sie mit Gottes Frieden grüßt; die Wahrheit deiner Lehre. Ge Wenn sich der Geist zwar willig waltig geht des Lebens Wort Bis zeiget, Doch ihn des Fleisches an der Erde Grenzen fort, ErSchwachheit beuget, Bist du es, leuchtet alle Nationen, Dringt von der das Leid versüßt. den Hütten zu den Thronen. Halleluja, Halleluja. 5. Du drückest der Bewährung Siegel Den wohlgeprüften Seelen 3. Zu uns auch send ihn, deiauf, Du gibst den Zeugen Glau- nen Geist, Der uns den Weg der bensflügel, Und führst sie im Wahrheit weist; Sind dunkel unsres Triumph hinauf. In aller Trübsal Lebens Pfade, Erleucht er sie durch lehrst du beten, Du selbst willst deine Gnade. Er lehr uns Gottes unsre Noth vertreten, Auch ohne Heil verstehn, Er leit uns, wenn Wort, mit starkem Flehn. Die Liebe wir irre gehn; Und sind wir in führest du zum Throne, Und ihren Gefahr zu fallen, Lehr er uns Werken wird zum Lohne Die Kraft, festen Schrittes wallen. Halleluja, in Demuth fest zu stehn. Halleluja. 6. Wenn Christus einst hernie- 4. Wo wir vereint sind vor dem derschwebet Auf das geschloss'ne Herrn, Geist Gottes, sei von und Todtenfeld, Mit mächt'gem Wort nicht fern. Auf uns, die wir sind es neu belebet, 3um Erbtheil in Christi Glieder, Komm deine Se der bessern Welt: Dann trägt in gensfüll hernieder. Gib dem Verdeiner Kraft die eine Bewährte hei- stande helles Licht, Dem Herzen lige Gemeine Zum Throne Herz feste Zuversicht, Daß uns von dem, und Psalm emper. Dann ströme den wir bekennen, Nie weder Glüc du durch alle Glieder Die höh're noch Leiden trennen. Halleluja, Glut der Himmelslieder, Zum Preise Halleluja. dem, der uns erfor. 5., Geöffnet ist dir unser Herz Beuch ein, und leit' es himmelwärts, Wir wollen nimmer widerMel. Komm, heiliger Geist. 158. Welterlöser, set ge- streben, Regiere unser ganzes Lepreist, Du fandtest ben. Und endet sich einst unfre Bahn, O Pfingstlieder. 97 Bahn, Dann nimm dich unsrer Schwachheit an, Daß wir in Mel. Komm, heiliger Geist, Herre. Chriſto freudig sterben, Mit ihm 160. theurer Tröster, heil'= das luja, Halleluja. ger du dich in die Herzen geußst, Die sich zu dir in Demuth kehren, Ich bitte dich, mich zu erhören: Eigene Melodie. 159. D u Geist des Herrn, Wollst mein erkaltetes Gemüth der du von Gott Durchs süße Feuer deiner Güt' ausgehst, In frommen Seelen Erwärmen, um es zu erneuern, kindlich: Bater! flehst, O lehre So kann ich recht die Pfingsten mich doch Christum recht erkennen, feiern. Halleluja, Halleluja. Ihn meinen Herrn und meinen 2. Durchdringe du mit deiner Gott zu nennen. Kraft Des Herzens harte Eigen2. Das Herz erquick, entzünde schaft, Zermalme diesen Fels der mein Gemüth, Auf daß es schmecke Sünden, Auf daß du dein Haus neue Lieb und Güt. Du Balsams- mögest finden; Ach es ist leider kraft, ich will dich froh erwarten, angefüllt mit allem, was die Komm, sanfter Hauch, durchwehe Weltlust stillt, Es hängt noch meinen Garten. fest am Land der Erden, Wie kann's dann deine Wohnung wer= Halleluja, Halleluja. 3. Du reines Licht, brich an in deinem Glanz, Verklär in mir das den? Wort der Wahrheit ganz. O Got3. Der Wille liebt die Zeitlichteskraft, schließ auf, was noch keit, Und hält die Nacht für süße verborgen, Und zeige mir den Freud, Verläßt die Nuh, das hellen, lichten Morgen. wahre Wesen, Und will durch 4. Du göttlich Feu'r, entzünde Todesgift genesen. Dein theures mein Gebet, Daß deine Glut recht Wort erkennt er nicht, Ja schmekhell in mir entsteht. Die Andacht tet nicht im Glaubenslicht Die laß mein ganzes Herz durchbringen, Himmelsspeisen unsrer Seelen; Daß es sich möge in den Himmel Wie kann ich dann dich, Gast, schwingen. erwählen? Halleluja, Halleluja. 5. Zieh ein in mich, wie in 4. So elend ist des Herzens dein Gotteshaus, Und schmücke mich Haus, Ach, kehre ein und treibe inwendig herrlich aus. Ach, heilge aus Die böse Lust, die mich mich, der du der Heil'ge heißest, betrübet, Bau wieder auf, was Und unsern Sinn der Sünd und nieder lieget, Zerstöre du der Welt entreißeft. Sünden Macht, Und führe du 6. Wirst du, o Lebensgeist, mein mich aus der Nacht. O laß mich einzig Licht, So irre ich vom Lebens- aus der Knechtschaft gehen, Und pfade nicht; Und wenn du mich in der süßen Freiheit stehen. inwendig wirft erneuern, So werd Halleluja, Halleluja. ich jeden Tag ein Pfingstfest feiern. 5. Du edler Pfingstgast, dring G herzu, 98 Pfingstlieder. herzu, Und gib der Seele ihre sein, Und flöße deinen Troft mir Nuh, Arbeite selbst an meinem ein, Daß keine Sünd dich von Herzen, Gib du ihm Balsam in mir treibe, Und ich in deinem den Schmerzen, Schlag deine Bunde bleibe. Halleluja, Halleluja. Werkstätt' in mir auf, Und führe meinen Lebenslauf; So kann ich Mel. Liebster Jesu, wir ſind hier. durch die werthen Gaben Den 161. Geist der Wahrheit, innern Sabbath in mir haben. Halleluja, Halleluja.. meine Weisheit Quelle kennen, Jejum 6. Du Geist der Kindschaft, kann ich nur durch dich meinen zeige mir, Wie ich in Andacht Herrn und Heiland nennen. Du komm zu dir. Ach, lehre mich nur kannst ihn mir verklären, von Herzen beten; In wahrer Und mein Herz zu Gott bekehren. 2. Du nur machst das Herz Kraft vor dich zu treten. Ich bin ganz lau, ach, stärke mich, Daß gewiß, Und erleuchtest Herz und Seel entzünden sich, Seele, Daß ich in der Finsternis Und bloß in dir das Wesen seßen; Nicht den Weg des Heils verfehle. Das ist der Schaß von allen Du führst mich auf Gottes Pfade, Schätzen. Halleluja, Halleluja. Zeugst von Wahrheit und von 7. Leg du mir dieses Zeugniß Gnade. bei, Daß ich ein Kind des Vaters 3. Unser Tröster heißest du sei. Treib selber mich zu deinen Ueberschwenglich kannst du trösten, Wegen, Daß sich in mir die Küste Du erfüllst mit Himmelsruh Di legen, Und ich in wahrem Glauben Gemüther der Erlösten, Daß f kann Das: Abba, Vater! stimmen nach der Angst der Sünden Getan; Geuß ans durch deine starken tes Vaterhuld empfinden. Triebe Die Ströme Gottes reicher 4. Mächtig stärkst du zum Liebe. Halleluja, Halleluja. Ge bet, Weckst in uns inbrünst gel 8. Umgürte mich in allem Sehnen, Das mit stillen Seufzen Streit Mit wahrer Glaubens- fleht, Und zur Wonne führt dur freudigkeit, Daß ich in deiner Thränen. Hoffnung und Geduld Kraft bestehe, Und nicht auf im Leiden Ist dein Werk, di fremde Wege gehe. Du Geist der Geist der Freuden. Wahrheit, lehre mich, Daß Herz 5. Heiligung und Reinigkeit und Geist und Seele sich Nach Und ein gottgefällig Leben, Selig deiner hohen Weisheit sehnen, Zufriedenheit, Wahre Weishet Und von dir alle Macht entlehnen. kannst du geben. Selig, die a deinen Gaben Theil durch Sie Halleluja, Halleluja. 9. D Geist, regiere meinen und Glauben haben. Geist, Daß er dir folge allermeiſt, 6. Was mir fehlt, find it Daß er die Sündenmauer breche, bei dir, Nur durch dich kann if Und: Abba, Vater! freudig spreche. genejen. Komin und wohne ſelbst Las Ruh und Fried im Herzen in mir, Schaffe neu mein gang Bejen Pfingstlieder. 6099 Wesen; Dann wird meine Schwach- unsers Erbes Unterpfand Bist du heit Stärke, Und ich wirke Gottes vom Vater ausgefandt, zum Werke. Tröster uns gegeben. Jesu Glie7. Sieh, ich öffne dir mein der Wirst du führen und regieHerz, Läut're du es, auch durch ren; deine Gnade Leit auch uns Leiden, Mache mich durch Noth auf unserm Pfade. O und Schmerz Würdig deiner 2. O welch ein großer Tag Himmelsfreuden, Hilf mir, Vater, erschien, Als man die Flammen beten, ringen, Und hindurch zum sah erglüh'n Hell über jedem Ziele bringen.d@ shat sak Haupte! Im Sturmwind thatest du dich kund, Dein Zeugniß heiligte den Bund Der Schaar, die Mel. Komm, Gott, Schöpfer. 162.3 neue du, die zu u dir, Geist, Schöpfer, freudig glaubte. Mächtig Kamst Herzen in uns schafft. Des Segens machen, und erklungen Ist das Fülle kommt von dir, Durchdring Heil in allen Zungen. uns ganz mit deiner Kraft. 3. O Dank für so viel göttlich 2. Du bist, das ist dein Nam' Licht, Daß jede Finsterniß durchund Ruhm, Der Tröster, uns bricht, Zur himmlischen Belebung! von Gott gesandt, Salbst uns zu Den Menschenherzen alt und jung seinem Eigenthum, Wirst unsers Schaffst Kräfte du zur Heiligung. Erbes Unterpfand. Zu stiller Gottergebung. Preis dir, Dank dir, Daß du kräftig und geschäftig uns belehrest, Jesum in Christum uns verkläreft. 3. Erleucht uns mit der Wahrheit Licht, Entzünd in uns der Liebe Glut; Schenk uns Schwachheit Zuversicht, und stärk im Rampfe unfern Muth. 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, Wir sind mit deiner Kraft 4. Gib uns des Glaubens Freu- getauft, Die Welt zu überwinden. digkeit, Den Frieden, den die Welt Wirk in uns Allen Lieb und Zucht, nicht kennt. Verbanne von uns Und laß in uns des Glaubens Haß und Streit, Und was uns Frucht Sich hundertfältig finden. von den Brüdern trennt. Gnädig Hilf du Gottes Erben 5. Ja wohn' in uns, du Geist einst im Sterben, daß sie droben des Herrn, Weih' uns zu deinem Ewig deine Wunder loben. Tempel ein; Wir folgen deinem Buge gern, Und wollen dir gehorsam sein. 5. Wir beugen unsern Geist vor dir, Geist Gottes, Alle flehen wir: Du wolleft bei uns bleiben. Geb' ferner aus in alle Welt, Damit, von deinem Licht erhellt, Die Völker Mel. Wie schön feucht't uns der. 163. Dir jauchzet frch die alle gläuben. Führe Gnädig Sie Christenheit, Du zur Wahrheit und zur Klarheit, Geist der Kraft und Herrlichkeit, daß die Erde, Geift des Herrn, Du aller Geister Leben. Als dein Tempel werde. Mel. Pfingstlieder. O bitten heißst; Demuthsvoll fleh ich Mel. Ewigkeit, du Donnerwort. zu dir: Bater, send ihn auch zu 164. Dies ist der Tag, da mir, Daß er meinen Geist erneue Gottes Sohn Dich Und ihn dir zum Tempel weihe. fandte von des Vaters Thron, 2. Ohn' ihn fehlet meinem Geist der Kraft und Stärke. Wissen Leben, Kraft und FruchtDu gossest aus der Liebe Glut, barkeit, Und mein Herz bleibt dir Gabst Jefu Jüngern Heldenmuth entrissen, Und dem Dienst der Welt Zu ihrem heilgen Werke. Groß war geweiht, Wenn er nicht durch die Erndte, schwer die Müh! Doch, seine Kraft Die Gesinnung in mir Geist des Herrn, du stärktest sie. schafft, Daß ich dir mich ganz 2. Da machte seiner Zeugen ergebe Und zu deiner Ehre lebe. Mund Die großen Thaten Gottes 3. Dich auch kann ich nicht erkund, Die Heiden zu bekehren. kennen, Jesu, noch mit ächter Treu Die Gößentempel wurden leer, Meinen Gott und Herrn dich nenEs schwand der falschen Götter nen, Stehet mir dein Geist nicht Heer, Sammt Opfern und Altären. bei. Drum so laß ihn kräftiglich So siegreich war der Zeugen In mir wirken, daß ich dich GlauMuth, Und schwiegen sie, so sprach bensvoll als Mittler ehre, Und ihr Blut. auf deine Stimme höre. 100 3. Wie Gottes Blize ging ihr 4. Ew'ge Quelle heil'ger GüWort Bis an der Erde Gränzen ter, Hochgelobter Gottesgeist, Der fort, Die Nacht wich vor dem du menschliche Gemüther Besserst Lichte. Den beteten die Heiden und mit Trost erfreust: Herr, nach an, Von dem wir einst die Kron dir verlangt auch mich, Ich ergebe empfahn, Wenn er kommt zum mich an dich, Mache mich zu GotGerichte. Das Kreuz des Mittlers tes Preise Heilig, und zum Himüberwand Und ward des Heiles mel weise. Unterpfand. 5. Fülle mich mit heil'gen Trie4. Die Kirche, die ihm ange- ben, Daß ich Gott, mein höchstes hört, Und die du, Geist des Herrn, Gut, Ueber Alles möge lieben, gemehrt, Wird ewiglich bestehen. Daß ich mit getroftem Muth SeiAus ihrer Mitte weichst du nie, ner Vaterhuld mich freu, Und mit Mit neuer Kraft belebst du ste, wahrer Kindestreu Stets vor seiSie kann nicht untergehen. Onen Augen wandle, Und rechtmach uns nur in deinem Reich schaffen denk und handle. Den ersten Boten Christi gleich. 6. Geist des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Sinn, Daß ich Lieb und Sanft165. Der du uns als Vater muth übe, Und mir's rechne zum liebest, Treuer Gott, Gewinn, Wenn ich je ein Frieund deinen Geist Denen, die dich densband Knüpfen kann mit treuer bitten, giebest, Ja, uns um ihn Hand, Und zur Lind'rung der Beschwer Pfingstlieder. 101 Beschwerden kann dem Nächsten bens kämpfen, Gib uns Muth, nüglich werden. Fleisch und Blut, Sünd' und 7. Lehre mich, mich selber ken- Welt zu dämpfen. Laß uns selbst nen, Auch verborg'ne Fehler sehn, das herbste Leiden, Angst und Sie dem Herrn voll Demuth nen- Noth, Schmach und Tod Nicht nen, Und ihn um Vergebung von Jesu scheiden. flehn. Mache täglich Ernst und 4. Hilf nach Gottes Reich uns Tren, Sie zu bessern, in mir neu; streben, Und verleih, Daß wir Zu dem Heiligungsgeschäfte Gib treu Unserm Heiland leben. Nimmir immer neue Kräfte. mer laß uns stille stehen, Treib 8. Wenn der Anblick meiner uns an, Seine Bahn Festen Sünden Mein Gewissen nieder- Muths zu gehen. schlägt, Wenn sich in mir Zweifel 5. Jeden, der noch ohne Kumfinden, Die mein Herz mit Zittern mer Seine Zeit Sünden weiht, hegt, Wenn mein Aug' in Nöthen Weck aus seinem Schlummer; weint, Gott mich nicht zu hören Zeig ihm den Betrug der Sünde, scheint: O dann laß es meiner Daß sein Herz Tief den Schmerz Seelen Nicht an Treft und Stär- Wahrer Reu' empfinde. kung fehlen. 6. Sei in Schwachheit unsre 9. Was sich Gutes in mir fin- Stüße, Mach uns treu, Steh uns det, Ist dein Gnadenwerk in mir; bei In der Trübfalshitze. Führ, Selbst den Trieb hast du entzün- wenn Gott uns nach dem Leide det, Daß mich, Herr, verlangt Sterben heißt, Unsern Geist Hin nach dir. O so seze durch dein zur ew'gen Freude. Wert Deine Gnadenwirkung fort, Bis ste durch ein selig Ende Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Herrlich sich an mir vollende. 167, Geist vom Vater und Mel. Warum sollt ich mich denn. du unser Tröster bist, Und von vom Sohne, Der 166. Höchster Kröfter, komm unsers Gottes Throne Hülfreich hernieder! Sei nicht auf uns Schwache siehst, Stehe fern, Geist des Herrn, Stärke du mir mächtig bei, Daß ich Gott Christi Glieder. Er, der nie sein ergeben sei: O so wird mein Herz Wort gebrochen, Christus hat auf Erden Schon ein Tempel Deinen Rath Seinem Volk ver- Gottes werden. sprochen. 2. Laß auf jedem meiner Wege 2. Geist der Weisheit, gib uns Deine Weisheit mit mir sein, Allen Durch dein Licht Unter- Wenn ich bange Zweifel hege, richt, Wie wir Gott gefallen, Deine Wahrheit mich erfreun. Lehr uns freudig vor ihn treten, Lenke träftig meinen Sinn Auf Sei uns nah, Sprich dein Ja! mein wahres Wohlsein hin; Lehrst Wenn wir gläubig beten. du mich das Rechte wählen, Werd 3. Hilf den Kampf des Glau- ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige 102 Pfingstlieder. 3. Heilige des Herzens Triebe, Lebensbahn. O komm, du reines Daß ich über alles treu Meinen Licht von oben, Verklär uns, Gott und Vater liebe; Daß mir würdig dich zu loben. Halleluja, nichts so wichtig sei, Als in sei- Halleluja. ner Huld zu stehn, Seinen Na- 2. Komm, du ersehnter Gottesmen zu erhöhn. Seinen Willen geift, Der uns der Sündenangst zu vollbringen, Müsse mir durch entreißt. Ach, hart verklagt uns dich gelingen. das Gewissen, Verwundet, blutend 4. Stärke mich, wenn wo zur und zerrissen. Gib Zeugniß unSünde, Mein Gemüth versuchet serm Geist, daß wir Des Vaters wird, Daß sie mich nicht über- Kinder sind schon hier, Von Gott, winde. Hab ich irgend mich ver- durch Schuld nicht mehr geschieirrt, O so strafe selbst mein Herz, den. Geist Gottes, gib uns deiDaß ich unter Neu und Schmerz nen Frieden. Halleluja, Halleluja. Mich vor Gott in Demuth beuge, 3. Komm, komm, Erneu'rer, Und mein Herz zur Bess'rung Gottesgeist, Der uns dem Sündenneige. dienst entreißt. Wie hat die Sünde 5. Neize mich mit Flehn und uns gebunden, Wie böse Lust oft Beten, Wenn mir Hülfe nöthig ist, überwunden! Brich alle Fesseln Zu dem Gnadenstuhl zu treten. nun entzwei, O mache von uns Gib, daß ich auf Jesum Christ, selbst uns frei, Ganz umgestaltet, Als auf meinen Mittler, schau, nen geboren. Du bist zum Helfer Und auf ihn die Hoffnung bau, auserkoren. Halleluja, Halleluja. Gnad' um Gnad' auf mein Ver- 4. Komm, komm, o Tröster, langen Von dem Vater zu em- Gottesgeist, Der uns der Erdennoth pfangen. entreißt. Du bist ein Geist der 6. Stehe mir in allen Leiden reinen Freude, Mach uns getrost Stets mit deinem Troste bei, in jedem Leide. O du, der alles Daß ich auch alsdann mit Freuden in uns schafft, Gib Glaubensmuth, Gottes Führung folgsam sei. gib Heldenkraft, Daß wir von Gib mir ein gelass'nes Herz, Weltangst uns erheben Ins frieLaß mich selbst im Todesschmerz densreiche Himmelsleben. HalleBis zum frohen Ueberwinden luja, Halleluja. Deines Geistes Trost empfinden. 5. Komm, kemm nun, ew'ger Gottesgeift, Der uns der Erdenlast entreißt, Daß wir zur HimmelsMel. Komm, heiliger Geist. 168. mm, verheiß'ner freiheit dringen Auf deiner ewgen Ko Gottesgeist, Der Gnade Schwingen. In Todesnacht uns der Sünde Nacht entreißt, sei unser Licht, Und Beistand Dein Licht verklär auch unsre droben im Gericht, Daß vor dem Seelen, Daß sie von deiner Hülf Richter wir bestehen, Und selig erzählen: Wie du auch uns so ein zum Himmel gehen. Halleluja, wohl gethan, Erhellend unsre Halleluja. Mel. Pfingstlieder. 103 lem Glanz empor. So sei durch Mel. Nun fich der Tag geendet. deines Schöpferswortes Macht Der 169. Nicht um ein flüchtig Wahrheit Licht auch in mir anGut der fleh um deinen Geist, O Gott, 3. Dich hat noch Niemand je den mir zur Seligkeit Dein theu- gesehen, Dein ew'ger Sohn nur res Wort verheißt. hat dich uns verklärt; Doch, wie 2. Die Weisheit, die vom Him- kann ich sein Wort verstehen, Wenn mel stammt, O Vater, lehr er nicht dein Geist den rechten Sinn mich, Die Weisheit, die das Herz mich lehrt? Drum gib mir, Gott, entflammt Zur Liebe gegen dich. von oben deinen Geift, Der mich 3. Dich lieben, Gott, ist Selig- in aller Wahrheit unterweist. keit; Gern thun, was dir gefällt, 4. Dann werd ich, Herr, dich Wirkt reinere Zufriedenheit, Mls recht erkennen, Dich, der in Christo alles Glück der Welt. uns so hoch geliebt, Und froh dich 4. Dann, dann hab ich Ver- meinen Vater nennen, Weil mir traun zu dir, Dann schenket selbst dein Geist der Kindschaft Zeugniß dein Geist Das freudige Bewußt- gibt. Dann wird mir erst das Heil sein mir, Daß du mir gnädig seist. in Christo klar, Das deiner Gnade 5. Er leite mich zur Wahrheit ew'ger Rathschluß war. hin, Zur Tugend stärk er mich, 5. Ergreife, Herr, mit deiner Erweise, wenn ich traurig bin, Wahrheit Die, so noch wandeln Auch mir als Tröster sich. in der Sünde Nacht; Sie leuchte 6. Er schaff' in mir ein reines hier mit sanfter Klarheit, Sie Herz, Versiegle deine Huld, Und schrecke dort mit deines Denners waffne mich in jedem Schmerz Macht, Daß die verstockten SünMit Muth und mit Geduld. der in sich gehn, Und wahrer Reue voll um Gnade flehn. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich. 6. Und merk ich selbst mit bangem 170. Non dir, mein Gott, Herzen, Daß ich bethört vom Weg kommt Licht und des Heiles wich, Dann stille meine Leben, Der du das Licht und bittern Schmerzen Das theure Leben selber bist. Ich bin mit Wort: der Mittler starb für dich! Dunkel noch umgeben, Und weiß Daß ich Vergebung find in Jesu nicht, was dir wohlgefällig ist. Blut; Du aber gib zur Bess'rung O sende mir der Wahrheit hellen Kraft und Muth. in Schein, Belebe mich, daß ich dir leb' allein. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 2. Du sprachſt, und aus den 171. du allerhöchſte Freude! auf dein Wort des Lichtes Strahl hervor. Nun Licht! Der du uns in Lieb und ward die Welt der Nacht ent- Leide Unbesuchet läsfest nicht! rissen, Die Sonne stieg in vol- Geist des Höchsten, höchster Fürst, Der 104 Pfingstlieder. Der du hältst und halten wirst mir auch Diesen edlen Sinn und Ohn' Aufhören alle Dinge, Hör, Brauch, Daß ich Freund' und o höre, was ich singe. Feinde liebe, Reinen, den du liebst, 2. Du bist ja die beste Gabe, betrübe. Die ein Mensch nur nennen kann, 7. Mein Hort, ich bin wohl zuWenn ich dich erwünsch und habe, frieden, Wenn du mich nur nicht Geb' ich alles Wünschen dran. verstößst; Bleib von dir ich ungeAch, ergib dich, komm zu mir In schieden, Ei so bin ich ganz ge= mein Herze, das du dir, Da ich tröst't. Laß mich sein dein Eigen= ward aufs Neu geboren, Selbst thum, Ich versprech auch wiederum, zum Tempel außerkoren. Hier und dort all mein Vermögen 3. Du wirst aus des Himmels Dir zur Ehre anzulegen. Throne Wie ein Regen ausge= 8. Allem will ich gern entsagen, schütt't, Bringst vom Vater und Was dir deinen Ruhm entreißt, vom Sohne Nichts als lauter Und mein Herz soll immer fragen Segen mit. Laß doch, o du Nur nach dem, was du verleihst. werther Gast, Gottes Segen, den Was der Satan will und sucht, du haft, Und vertheilst nach deinem Will ich halten als verflucht, Ihm Willen, Mich an Leib und Seel' auf seinen schnöden Wegen Treten erfüllen. stets mit Ernst entgegen. 4. Weise bist du, voll Verstan- 9. Nur allein, daß du mich des, Was geheim ist, ist dir kund, stärkest, Und mir treulich steheft Zählst den Staub des kleinen bei! Hilf, mein Helfer, wo du Sandes, Schau'st des tiefen Mee- merkest, Daß mir Hülfe nöthig sei. res Grund. Nun, du weißt auch Brich des bösen Fleisches Sinn, zweifelsfrei, Wie verderbt und Nimm den alten Willen hin, Hilf blind ich sei, Drum gib Weisheit, mir, daß er sich erneue, Daß mein und vor allen, Wie ich möge Gott Gott sich meiner freue. gefallen. 10. Sei mein Netter, halt mich 5. Du bist heilig, lässt dich eben, Wenn ich stnke, sei mein finden, Wo man rein und lauter Stab, Wenn ich sterbe, sei mein ist, Fleuchst hingegen Schand und Leben, Wenn ich liege, sei mein Sünden, Wie die Taube rein du Grab, Wenn ich wieder aufersteh, bist. Mache mich, o Gnadenquell, O so hilf mir, daß ich geh' Hin, Durch dein Waschen rein und da du in ew'gen Freuden Wirst hell, Laß mich fliehen, was du die Auserwählten weiden. fliehest, Gib mir, was du gerne fiebest. Mel. Errett' mich, o mein lieber. 6. Du bist, wie ein Schäflein 172. daß doch bald dein pfleget, Frommen Herzens, sanften Feuer brennte, Du Muths, Bleibst im Lieben unbe- unaussprechlich Liebender! Es bald weget, Thust uns Bösen alles die ganze Welt erkennte, Daß du Gut's. Geist des Vaters, gib bift König, Gott und Herr! 2. Wohl Pfingstlieder. 105 2. Wohl brennt es schon in du, den Jesus uns verheißt, Mit heller Flamme, Jetzt hier, jetzt mir auf allen Wegen. Mit meidort, in Ost und West, Dir, ner Kraft ist nichts gethan, Du dem am Kreuz erwürgten Lamme, mußt mir Gnade geben, Fromm Ein herrlich Pfingst- und Freu- zu leben, Und wenn ich selbst denfest. nicht kann, Mein Herz zu dir 3. Und noch entzünden Him- erheben. melsfunken So manches kalte, 2. Geist Gottes, ach, was wäre todte Herz, Daß es, in Liebe ich, Der Gottes Bild verloren, hingesunken, Nicht ewig fühlt den Wenn du nicht durch die Taufe Höllenschmerzetarja mich Von Neuem hätt'st geboren? 4. Verzehre Stolz und Eigen- Du hast durch deine Gnad in liebe, Und sondre ab, was mir Den Glauben angezündet unrein ist, und mehre jener Und gegründet, Daß nun mein Inbrunst Triebe, Die aus dem Herz in dir Trost, Fried' und Quell des Lichtes fließt. Freude findet. 5. Erwecke, läutre und ver3. Herr, meine Kraft kommt nur eine Des ganzen Christenvolkes von dir, Hilf mir im Kampfe ringen, Schaar, Und mach in deinem 3u allem Guten schenke mir Das Gnadenscheine Dein Heil einst Wollen und Vollbringen. Wenn jedem offenbar. ich aus Schwachheit irre geh', Gib, 6. Du unerschöpfter Quell daß ich's bald empfinde, Und der des Lebens, Allmächtig starker Sünde Mit Eifer widersteh', Das Gotteshauch, Dein Feuermeer Böse überwinde. ström nicht vergebens, O zünd in unsern Herzen auch! 4. Du weißt es ja, wie schwach ich bin, Du kannst, du wirst mich Bring alles, was sich stärken. Erneu're täglich meinen trennt, zusammen, Und baue Sinn Zum Fleiß in guten Werdeinen Tempel aus; Laß leuchten ken. Laß deines Wortes Kraft deine heilgen Flammen Durch und Licht Zur Leitung im Gedeines Vaters ganzes Haus. wissen Mich genießen, So werd' 8. Ja weck', erleucht', erwärm', ich sicher nicht Zum Falle fortentflamme Doch bald die ganze weite gerissen. Welt, Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. 5. Und fühl' ich, was mir noch gebricht, Dringt mich mein Herz zu beten: So laß mit Kindeszu= versicht Mich zu dem Vater treten. Ach laß, du werther Geist von Gott, Mich deinen Trost erhochgelobter Got- blicken Und erquicken, So wird tesgeist, Komm die größte Noth Mich nie zu mir mit Gnad entgegen; Sei Boden drücken. 6. 3ch Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu. 173. 106 Pfingstlieder. 6. Ich ächte nicht den Trost 4. Laß uns stets dein Zeugniß der Welt, Der mir z bald ver- fühlen, Daß wir Gottes Kinder schwindet, Dein Trost ist's, der sind, Die auf ihn allein nur zielen, mich aufrecht hält, Der meine Wenn sich Noth und Drangsal Hoffnung gründet. Du bist mir find't, Denn des Vaters LiebesSiegel, bist mir Pfand, Daß ich ruth' Ist uns allewege gut. als Kind und Erbe Selig sterbe, 5. Neiz uns, daß wir zu ihm Hingeh in's Vaterland, Und nim- treten Frei mit aller Freudigkeit. mermehr verderbe. Seufz' auch in uns, wenn wir be7. Nun, die Verheißung ist ten, Und vertritt uns allezeit, So geschehn: Wenn wir in Christi wird unser Flehn erhört, Und Namen Um Gottes Geist zum die Zuversicht gemehrt. Vater fleh'n, Ist Alles Ja und 6. Wird um Trost dem Herzen Amen. Wir flehen, Herr, um bange, Da es oftmals rufen muß: deinen Geist, Du wirst um Christi Ach, mein Gott, mein Gott, wie willen Das erfüllen, Was uns lange? Mach doch endlich den dein Wort verheißt, Und unsre Beschluß! Dann sprich du uns Sehnsucht stillen. tröstlich zu, Und gib Muth, Geduld und Rub. Eigene Melodie. 7. O du Geist der Kraft und 174. omm, o komm, du Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Geist des Lebens, Förd're in uns deine Werke, Wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Wenn zum Kampf uns Satan Kraft sei nicht vergebens, Sie reißt; Schenk uns Waffen in erfüll' uns jederzeit, So wird dem Krieg, Und erhalt in uns Licht und heller Schein In dem den Sieg. dunklen Herzen sein. 8. Herr, bewahr' auch unsern 2. Gib in unser Herz und Sin- Glauben, Daß kein Teufel, Tod nen Weisheit, Nath, Verstand und und Spott Uns denselben möge Zucht, Daß wir anders nichts be- rauben. Du bist unser Schuß ginnen, Als nur, was dein Wille und Gott. Sagt das Fleisch auch sucht. Dein Erkenntniß werde immer: nein! Laß dein Wort groß, Und mach uns vom Irr- gewisser sein.se thum los. 9. Wenn wir endlich sollen 3. Zeige, Herr, die Wahrheits- sterben, So versich're mehr und stege, Halt uns auf der rechten mehr Uns, als deines Reiches Bahn, Näume alles aus dem Wege, Erben, Jener Herrlichkeit und Was im Lauf uns hindern kann. Ehr', Die Gott gibt durch Je Wirke Neu' an Sünden Statt, fum Chrift, Und die unaussprechWenn der Fuß gestrauchelt hat. lich ist. Buß Buß- und Bettagslieder. 107 9. Buß- und Bettagslieder. Eigene Melodie. 4. Christi Liebe dringe Mich, 175. Shaffe in mir, Gott, damit ich treu, Standhaft kämpfe, Ein reines Herze, ringe, Ueberwinder sei. Laß zum Und gib mir einen neuen gewissen Heil mich's schrecken, Daß so oft Geist. Verwirf mich nicht Vor ich fiel; Laß vom Schlaf mich deinem Angesicht, Und nimm dei- wecken, Herr, die Kron' am Ziel. nen heiligen Geist nicht von mir. Vater und Vergelter, Sohn, für Tröste mich wieder mit deiner mich gestorben, Geist des Sohn's Hülfe, Und dein freudiger Geist und Vaters! erhalte mich dir. Mel. Herzlich lieb hab ich dich. Mel. O wir armen Sünder. 177. Gott, der du unsre Zuflucht bist, Herr, 176. Qaffet uns beweinen unser Mittler, Jeſus Christ, Geift Das, was wir ge- Gottes, Geist der Gnaden! O than. Gott nahm stets die Sei- Heiliger, wir flehn zu dir, Dein nen, Die ihn suchten, an. Die Gnadenantlig suchen wir, Mühnicht reuig kamen, Diese traf sein selig und beladen. Nimm von uns Fluch, Gott tilgt ihre Namen unsre Sündenschuld, Du Gott Aus des Lebens Buch. Schöpfer, der Langmuth und Geduld! ErRichter, Vater, Mittler, Jesus höre gnädig unser Flehn, Daß der Christus, Geist, erbarm dich unser. Versöhnung Heil wir sehn. Herr, 2. Laßt uns innig klagen Ueber unser Gott, Verbirg uns nicht unsre Schuld, Aber nicht verzagen dein Angesicht, Und geh mit uns An des Höchsten Huld. Sieh, ich nicht in's Gericht. komm und suche, Gott, dein Ange- 2. Wir haben unsern Bund sicht, Tilg' aus deinem Buche Mich, entweiht, Und oft in UngerechtigErbarmer, nicht! Gott, der mich keit, Herr, deinen Weg verlassen. erschaffen, Gott, der mich versöh- Doch reuig kehren wir zurück. O net, Gott, der mich geheiligt. richt auf uns der Gnade Blick, 3. Von der ersten Liebe Zu der wir Hoffnung fassen. Sie Ach, das ist mein Schmerz!- leit uns auf den ebnen Pfad, Von der ersten Liebe, Wich mein Den uns dein Wort bezeichnet wankend Herz. Herr, du bleibst hat, Daß nie Versuchung oder Erbarmer, Führest meinen Lauf, Wahn Der Sünd uns mache Sich, hier fleh' ich Armer, Nimm unterthan. Herr, unser Gott, Groß mich wieder auf! Gott, der mich von Geduld, vor aller Schuld erschaffen, Gott, der mich versöh- Behüt uns deine Vaterhuld. net, Gott, der mich geheiligt! 3. Schüß' uns vor Irrthum und 108 Bus- und Bettagslieder. und Gefahr, Erhalte deiner from- Kommt eilig, kommt und macht men Schaar Der Glaubensein- euch auf, Mühselig und beladen. tracht Segen. Uns leite, Gott, Hier öffnet sich des Heilands Herz dein guter Geist, Wie uns dein Für Alle, die in Neu und Schmerz theures Wort verheißt, Auf allen Erkennen ihren Schaden. unsern Wegen. Laß auch in Lehr 2. Es heißt: er nimmt die. und Wandel rein Die Diener Sünder an! Drum komm, dein deines Wortes sein, Und gib Jesus will und kann Dich retten an deiner Wahrheit Heil Auch und umarmen. Komm weinend, Irrenden und Zweiflern Theil. komm in wahrer Buß', Und fall Herr, unser Gott, Breit aus dein im Glauben ihm zu Fuß, Cr Wort an jedem Ort, Und laß es wird sich dein erbarmen. wachsen fort und fort. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäf4. Dein Segen komm' auf unser lein nicht, Dem's in der Irr' an Land, Daß wir, beschirmt von deiner Hülf gebricht, Er sucht es mit Hand, Des Friedens Glück genießen. Verlangen. Er lässet neun und Wend' ab von uns durch deine neunzig stehn, Und ste gar Huth Der Fluthen und der Flammen der Wüste gehn, Das eine zu Wuth, Des Krieges Blutvergießen. umfangen. Noch lange sei der Vaterblick Des 4. So sucht der theure Jesus Königs seiner Völker Glück. O Christ Das Schäflein, das verschütt' auf ihn und auf sein Haus loren ist, Bis daß er's hat Die Fülle deines Segens aus. Herr, gefunden. Ach, laß dich finden unser Gott, Schütz' unser Land von dem Herrn, O komm zu ihm, mit starker Hand, Beglück und er hilft dir gern, Noch sind die segne jeden Stand. Gnadenstunden. 5. Vernimm der Leidenden Gebet, 5. O Jesu, deine Lieb ist groß; Und wer zu dir im Glauben fleht, Ich komm mühselig, arm und bloß, Dem hilf aus seinen Nöthen. Ach, laß mich Gnade finden! 3 Gib Kranken Linderung und Ruh', bin ein Schaaf, das sich verint, Die Sterbenden erlöse du, Erhör Ach, nimm mich auf, weil ic ihr letztes Beten. Mach alle Unter- verwirrt Im Strick und Netz der drückten frei, Steh Wittwen, Herr, Sünden. und Waisen bei; Vernichte der 6. Ach, weh mir, daß zum Ab Verfolger Nath, Und wehre jeder grund hin Von dir ich abgewichen bösen That. Herr, unser Gott, bin, Ach, laß mich wiederkehren! Durch Freud' und Leid der Pil- Nimm, guter Hirt, mich gnädig gerzeit Führ' uns zu deiner Herr- an, Und mach mich frei von Fluch lichkeit. und Bann, Das, Herr, ist mein Begehren. Mel. Kommt her zu mir, spricht. 7. Laß mich dein Schäflein 178. 3r hr armen Sünder, ewig sein, Sei du mein treuer Hitt I kommt zu Hauf, allein, Im Leben und im Sterben. Laß Buß- und Bettagslieder. 109 Laß du mich von der Welt Wort Will ich dich mächtig fassen. ausgehn, Als Gottes Kind zum Ich will von dir, mein Fels, mein Leben gehn, Und deinen Himmel Hort, Nicht weichen, dich nicht erben. lassen. Wie viel auch meiner 8. Ich will von nun an sagen Sünden sind, Bin ich durch ab Der Sündenlust bis in mein Christum doch dein Kind, Du Grab, Und in dem neuen Leben mein versöhnter Vater. Durch Glauben und Gerechtigkeit 5. Wohl mir, so fürcht ich Dir dienen noch die kurze Zeit, keinen Streit, Du kannst mich Die mir zum Heil gegeben. steghaft machen. Du gibst dem 9. Ach, nimm dein armes Täub- Bangen Freudigkeit, Und Kraft lein ein, Und laß es sicher bei dir und Muth dem Schwachen. Du, sein, Wie in der Felsenhöhle. Be- Gott, bist meiner Seele Licht, wahre mich vor Sündenwerk, Und Hab ich nur dich, so frag ich nicht schenke deines Geistes Stärk Dem Nach Himmel und nach Erde. Leibe und der Seele. Mel. Bater unser im Himmelreich. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. 179. Wie ist mein Herz so 180. So wahr ich lebe, spricht dein Gott, fern von dir, Von Mir ist nicht lieb des Sünders dir, du Quell des Lebens! Mein Tod, Vielmehr ist dies mein Geist bekümmert sich in mir, Sucht Wunsch und Will, Daß in der Ruh und sucht vergebens. Verlaß Sünd er stehe still, Von seiner mich, Gott, mein Vater, nicht, Bosheit kehre sich, Und lebe mit Verbirg mir nicht dein Angesicht, mir ewiglich. Du aller Geister Wonne! 2. Dies Wort bedenk, o Men2. Umhüllt von Dunkelheit bin schenkind, Verzweifle nicht in ich, Mich fasset Angst und Beben, deiner Sünd, Hier findest du Mein Herz sucht Licht und ängstet Trost, Heil und Gnad, Die Gott sich, Doch fruchtlos ist sein Stre- dir zugejaget hat, Und zwar mit ben. Der Kampf, der täglich einem theuern Eid. O selig, dem sich erneut, Die Bürde meiner die Sünd ist leid! Sterblichkeit Beugt in den Staub 3. Doch hüte dich vor Sichermich nieder. heit, Denk nicht: zur Buße ist 3. Ich bin zu schwach, aus noch Zeit, Ich will erst fröhlich eigner Macht Zu dir mich auf- sein auf Erd, Bis ich des Lebens zuschwingen, Zu schwach, durch müde werd, Alsdann will ich diese dunkle Nacht Zum Licht bekehren mich, Gott wird wohl empor zu dringen. Wirst du nicht mein erbarmen sich. meine Stärke sein, Wo find ich Trost? zu dir allein, 4. Wahr ist's, Gott ist wohl Gott, stets bereit Dem Sünder mit Barmherzigkeit; Doch wer auf Gnade steht mein Vertrauen. 4. Mit festem Glauben an dein fündigt hin, Und bleibt bei seinem bösen 110 Buß- und Bettagslieder. bösen Sinn, Wer seiner Seele selbst 3. Gröffne mir dein freundlic nicht schont, Dem wird einst nach Herz, Dein Herz voll Lieb und Verdienst gelohnt. Vergib die Sünd,' heil Güte. 5. Gnad hat dir zugesaget meinen Schmerz, Erquicke mein Gott, Durch Jesu Christi Blut Gemüthe. Vollend, was dir gefällt und Ted, Doch sagen hat er an mir, Lehr' mich das Böse meiden nicht gewollt, Ob du bis morgen Bis ich hinfahr zur Engelschaats leben sollt. Daß du mußt sterben, Da nichts als lauter Freuden. ist dir kund, Verborgen ist die Todesstund. Mel. Durch Adams Fall ist ganz. seine 6. Heut lebst du, heut bekehre 182. Wer sich auf frem dich, Eh morgen kommt, kann's Schwachheit steurt ändern sich. Wer heut ist frisch, Der bleibt in Sünden liegen, Wer gesund und roth, Ist morgen krank, nicht Herz, Sinn und Muth ervielleicht gar todt. Stirbst du nun neurt, Wird sich gewiß betrügen: ohne Neu und Leid, So büßest Den Himmelsweg, den schmalen du in Ewigkeit. Steg Hat nie sein Fuß betreten, 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du Auch weiß er nicht in Gotte mir, Daß ich noch heute komm Licht, Was Kämpfen sei und zu dir, Und Buße thu den Beten. Augenblick, Eh mich der schnelle 2. Was jetzt die Welt mm Tod hinrück, Auf daß ich heut Schwachheit heißt, Ist ihrer Bes und allezeit Zu meiner Heim-= heit Stärke, Dadurch vermehr fahrt sei bereit. der böse Geist Gar mächtig sein Werke. Auf, Seele, auf! richt Mel. Durch Adams Fall ist ganz. deinen Lauf Zur Allmacht, di 181. den Wemit charmer Sünder dich rettet. Des Heilands Blid 3 tief betrübtem Herzen. Dir, Gott, angefettet. 113: der gnädig für und für, Bekenn 3. Der erste Schritt im Chri ich meine Schmerzen. Ich hab stenthum Macht von der Sünk ohn Scheu, ohn Leid und Reu, scheiden. Strebst du nach wahre In Sünden lang verweilet, Und Glaubensruhm, So mußt du Wel doch gabst du mir Raum und lust meiden. Wenn Christi Ge Ruh, Hast mich nicht übereilet. die Seele reißt Aus ihren Todel bi 2. O Vater der Barmherzigkeit, banden, So spürt ste Kraft, Ich falle dir zu Fuße. Verwirf Jesus schafft, Mit dem sie aufer nicht den, der zu dir schreit Und standen. thut aufrichtig Buße. Dein An- 4. Mein Heiland, förd're sel gesicht mit Gnaden richt Auf mich dein Werk, Laß mich gekräftig betrübten Sünder. Dein Gnoden- werden; Ist doch Gerechtigte blick auch mich erquick, So wird und Stärk Mein bestes Theil au die Angst bald minder. Erden. Du machst gerecht un dein Buß- und Bettagslieder. 111 dein Geschlecht, Und willst zugleich Gläubig mich mit dir vereinet, uns stärken, Daß wir in dir des Und mich deiner Huld gefreut! Glaubens Zier, Die Macht der Gnädig sahst du zu mir nieder, Gnade merken. Aber bald vergaß ich wieder Meine 5. Brich durch, o starker Got- Pflicht und, Vater, dich, Und die tessohn, Damit auch wir durch- Welt besiegte mich. 10 brechen. Laß uns in dir, o 4. Vater, du nur kannst mich Gnadenthron, Nicht mehr von retten, Wenn mich Niemand retSchwachheit sprechen, Weil deine ten kann. Ach, zerschlage meine Hand das theure Pfand Des Ketten, Nimm dich des Gefang'= Geistes uns gegeben, Dadurch nen an! Reiß' die Wurzel meiner wir frei von Heuchelei Im Streit Schmerzen, Reiß' die Sünd aus ftets siegreich leben. for t meinem Herzen! Tief im Staube 6. Gib Kraft, wo keine Kraft bitt' ich dich: Leite selbst zur mehr ist, Gib Kraft, das Fleisch Tugend mich. zu dämpfen, Gib Kraft, wenn 5. Sieh, mich dürftet nach dem Satans Macht und List Uns Guten, Früh und spät ruf ich zu schwächen will im Kämpfen. dir: Laß mein Herz nicht länger Wenn uns die Welt viel Netze bluten, Deinen Geist verleihe mir.. stellt, Gib Kraft, sie zu vernichten: Hilf die böse Lust bezwingen, Und So wird in Noth, ja selbst im nach deinem Beifall ringen, Stärke Tod, Uns deine Kraft aufrichten. mich mit hoher Kraft, Das zu thun, was Segen schafft. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 6. Ja, du hörst mein kindlich 183. Vater, Later, heilig möcht Flehen, Du erquickst mein Herz ich leben, Necht- mit Nuh. Leben werd ich, nicht thun wäre meine Lust; Doch vergehen, Meine Stärke, Gott, Begierden widerstreben Dem Gesetz bist du. Ueberwinden, überwinden in meiner Brust. Ach, der Sün- Werd in die ich alle Sünden. dentrieb im Herzen Ist die Quelle Meine Seele, fasse Muth, Endlich, meiner Schmerzen. Mich beschwert endlich wird es gut. der Sünden Joch, Was ich nicht mel. Meinen Jesum laß ich nicht. will, thu ich doch. 2. Sich um Kraft mich Schwa- 184. wie unermeßlich iſt beten, trau ich nicht. Lockende Begierden treten Größe, Die des Kindes nicht ver= Zwischen mich und meine Pflicht. gist, Ob die Mutter sein vergäße! Selbst den heil'gen Andachtsstun- Ja, du stehst mit Vatertreu Selbst den, Wo, der niedern Welt ent- die Thränen später Neu. schwunden, Ich zu dir von Treue 2. Wie verirrten Wand'rern sprach, Folgten Sündentage nach. bricht Uns ein Strahl durch sinstre 3. O wie oft hab ich geweinet, Nächte. Mehr erfreun im Himmel Schmerzlich meinen Fall bereut, nicht viel vollendete Gerechte, Als 112 Buß- und Bettagslieder. Als wenn einer, lang bethört, Kreuz mich hefte, Und mir die Wieder heim zum Vater kehrt. Welt gekreuzigt sei. Ach wirk' in 3. Dies entflamm' auch unsern mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, Muth, Aus den schweren Sün- das wahre Christenthum. denketten Unser Heil und ew'ges 6. Laß in mir Glauben, HoffGut Nur bei dir, dem Herrn, nung, Liebe Lebendig, fest und zu retten. Sünde lohnt mit thätig sein, Daß ich bis an mein Neu' und Leid, Deine Gnad' ist Sterben übe Das Christenthum Seligkeit. ohn' Heuchelschein. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christenthum. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. Wird dies mein Flehn er185. Mein Gott, ach lehre mich erkennen Den höret werden, Was frag ich nach Selbstbetrug und Heuchelschein, der armen Welt? Ich schmecke Daß tausend, die sich Christen dann schon hier auf Erden, Was nennen, Mit nichten Christi Glie- mir der Himmel aufbehält. Ach, der sein. Ach, wirk' in mir zu wirk' in mir zu deinem Ruhm, deinem Ruhm, Mein Gott, das Mein Gott, das wahre Christenwahre Christenthum. thum. 2. Hilf, daß ich dir allein ergeben, Der Sünde abgestorben sei. Mel. O Traurigkeit. Laß dir mich sterben, bir mich 186. Herr, denk an mich leben, Und Herr, Wie oft hab Alles neu. Ach, wirk' in mir zu Ich Sünder, dich verachtet! Sich deinem Ruhm, Mein Gott, daß die Seele gnädig an, Die nad Hülfe schmachtet. wahre Christenthum. 3. Reiß los das Herz mir von 2. Herr, denk an mich! der Erden, Laß mich, der ich un- jamm're dich Mein Elend, o Erbo sterblich bin, Nach deinem Bild mer! Wenn du meiner nicht erneuert werden, Und gib mir mei- denkst, Ach, was bin ich Arm nes Heilands Sinn. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christenthum. 3. Herr, denk an mich! leicht kann ich In Wahn Sünde fallen! Laß mich st 4. Regiere du selbst meine deiner Hand Deine Wege wales Seele, Damit ich Christo folge 4. Herr, denk an mic! am nach, Und stets den schmalen Weg nahe sich Die Stunde jwerer Lei erwähle, Ja, Ehre such' in Christi den. Bin ich dein, was ver Schmach. Ach, wirk' in mir zu mag Mich von dir zu scheiden? deinem Ruhm, Mein Gott, das 5. Herr, denk en mich! Ge wahre Christenthum. stärkt durch die 5. Gib mir zum Streite Muth Tod entgegen und Kräfte, Hilf, daß ich dir ver- o Jesu, wird bleibe treu; Daß ich an Christi Segen. ich den und Grab durch dich zum 6. Herr, Buß- und Bettagslieder. 113 6. Herr, denk an mich! Froh kommen ist, So hilf mir treulich will ich dich Für deine Huld erheben, Wenn du mir das Paradies Wirst aus Gnaden geben. kämpfen, Daß ich des Satans Trug und List Durch Christi Sieg mög dämpfen, Auf daß mir Krankheit, Angst und Noth, Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Mel. Aus tiefer Noth. 187. Bater der Barm- Thür zum Leben. O herzigkeit, Ich falle dir zu Fuße, Verstoß den nicht, Mel. Wer nur den lieben Gott. der zu dir schreit Und thut doch 188. W deinen Füßen, Ach ir liegen hier. zu endlich Buße. Was ich begangen wider dich, Verzeih mir Alles gnä- Herr von großer Güt und Treu, diglich Durch deine große Güte. Und fühlen leider im Gewissen, 2. Durch deiner Allmacht Wun- Wie elend unser Zustand sei. derthat Nimm von mir, was mich Das Maaß der Sünden ist erfüllt, quälet; Durch deine Weisheit schaffe Ach, weh uns, wenn du strafen Nath, Worin es sonst mir fehlet. willt! Gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all meine Werk Anfange und vollende. 2. Du bist gerecht, wir aber Sünder, Wie wollen wir vor dir beftehn? Wir, wir sind abgewich'ne 3. O Jesu Christe, der du hast Kinder, Die Wege des Verderbens Am Kreuze für mich Armen Ge- gehn, Sind werth, daß deiner tragen aller Sünden Last, Wollst Rache Schwerdt, Gerechter Gott, meiner dich erbarmen. O wahrer uns längst verzehrt. Gott, o Davids Sohn, Erbarm 3. Doch, Vater, denk an deinen dich mein und mein verschon, Sieh Namen, Gedenk an deinen lieben an mein kläglich Rufen. Sohn, Dein Gnadenwort bleibt 4. Laß deiner Wunden theures Ja und Amen, Dein Eidschwur Blut, Dein' Todespein und Ster- zeuget selbst davon: Du willst den ben, Mir kommen kräftiglich zu Tod des Sünders nicht, Drum gut, Daß ich nicht muß verderben. geh mit uns nicht ins Gericht. Bitt du den Vater, daß er mir 4. Wir liegen hier vor dir im Im Zorn nicht lohne nach Gebühr, Staube, O Vater, mit zerknirschWie ich es wohl verschuldet. tem Geist. Uns hält und stärkt 5. O heil'ger Geist, du wahres allein der Glaube, Daß du noch Licht, Regierer der Gedanken, der Erbarmer seist, Der gern sein Wenn mich der Sünden Lust Herz zum Sünder neigt, Und statt ansicht, Laß mich von dir nicht des Zornes Huld erzeigt. wanken. Verleih, daß nun und 5. Dein Sohn tritt selber in nimmermehr Begier nach Wollust, die Mitte, Ach, schaue seine WunGeld und Ehr In meinem Her- den an, Die er für unsre Schuld zen herrsche. erlitte; Wie viel hat er für uns 6. Und wenn mein Stündlein gethan! Er ist das Lamm, das H für Buß- und Bettagslieder. uns noch jetzt der, weicht von mir, Ich will euch nicht erkennen! Wer wollt 6. Ach Blut, ach Blut von Got- es Unrecht nennen? Wer bist du, tes Sohne, Schrei für uns um wer sind wir? Barmherzigkeit! Sprich für uns 3. Doch heißt dein Nuf uns vor dem Gnadenthrone, Des Va- kommen, Und merken wir nicht ters Herz ist ja bereit, Auf Jesu drauf, Ob wir ihn schon verOpfer Hinzusehn; Wir werden nommen, So suchst du selbst uns nicht verloren gehn. auf. Dein Herz, o Heiland, brennt, 7. Herr, laß die wohlverdiente Daß doch das Schaaf zur Heerde Strafe Nicht über unsre Häupter Zurück geführet werde, Davon es gehn, Laß uns nicht als verlorne sich getrennt. Schaafe Von deiner Hand verlassen 4. Nimmt nun der freche Sünstehn. Verbreit die Gnade deiner der Den Gnadenruf nicht an, So Hand Auf das geliebte Vaterland. bist du viel gelinder, Als man es 8. Gieb Fried im Land und im denken kann. Sein Ziel verlänGewissen, Gesunde Luft und gute gerst du, Er kann noch Gnade Zeit. Laß uns stets deinen Schutz hoffen, Der Zugang steht ihm genießen, Befördre die Gerechtig- offen, Er eile nur herzu. feit. Krön unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch und Haus in deine Huth. 5. Erretter unsrer Seelen, Mein Wie Hirt, mein treuster Freund, könnt ichs doch verhehlen, Wie 9. So wollen wir dir Opfer wohl du es gemeint? Ich war auf bringen, Dir eigen sein mit Leib meiner Flucht Ein Naub der schnö und Seel. Es soll dein Lob zum den Lüste, Doch du hast in der Himmel dringen, Und dein erlöstes Wüste Mich huldreich aufgesucht. Israel Wird mit vereinten Stimmen schrein: Der Herr soll mein Gott ewig sein! 6. Dein Wort schallt noch im Herzen, Daß mich zur Buße rief, Als ich zu deinen Schmerzen Den Weg zur Hölle lief; Du aber brach test mich Von diesem breiten Wege Mel. Von Gott will ich nicht laffen. 189. Wie treu, mein guter Durch Kreuz zum schmalen Stege, Hirte, Gehst du Mein Hirt, ich preise dich. dem Sünder nach, Der sich von 7. Ach, daß ich deiner Liebe dir verirrte, Der elend, frank und Nur immer folgsam wär', Nicht schwach In sein Verderben läuft, oft zurücke bliebe, An Lieb und Wenn deine Hand den Armen Eifer leer; Nicht, wie viel bu Nicht selber aus Erbarmen, Eh gethan, Mir oft entfallen ließe, er versinkt, ergreift! Da ich ja mehr genieße, Als ich verdanken kann! 114 für uns litt, Und bei Gott vertritt. 2. Wie tröstlich ist die Stimme, Die alle Sünder lockt! Ach, sprä- 8. Nun, Jesu, ich beklage Den chest du im Grimme: Weicht, die blöden Unverstand, Und daß ich ihr euch verstockt, Weicht, Sün- meine Tage So übel angewandt. Verstoß Buß- und Bettagslieder. 115 Verstoß den Sünder nicht! Mich tracht. In Demuth schlag ich an reut und schmerzt mein Schade, die harte Brust; Hier liegt die Verwandle deine Gnade Nicht in Sünd, die mich, Herr, von dir ein Zorngericht. trennet, Ich schäme mich auch der 9. Für uns gemacht zum Fluche, verborg'nen Lust, In welcher oft Gabst du dein Leben dar, Daß so das Herz so heimlich brennet. dein Eifer suche, Was ganz ver= 3. Wo soll ich hin? ich will loren war. Ja, Nam und That zum Lebensgott, Kein Feind soll erweist, Daß du, Herr, nicht ver- mich von meinem Fels abtreiben. gebens Das rechte Brod des Le- Ich will mich meinem Jesu ganz bens, Der Sünder Heiland seist. verschreiben, Tod, Höll', dein Sieg 10. Das laß mich herzlich gläu- und Stachel ist nur Spott. Ich ben; Doch gib mir selber Kraft, bin ein Glied an dem sleghaften Dem Heile treu zu bleiben, Das Haupt, Das Teufel, Tod und mir dein Tod verschafft, Und wie Hölle hat bezwungen, Ich bin ich glaubensvoll Aus deinem Ueber- durch ihn der Sünden Nach ent= flusse, 3um wirklichen Genusse, raubt, Es ist dem Held aus DaStets Gnade schöpfen soll. vids Stamm gelungen. + An 11. Doch sollt ich mich auf's 4. Zu dir allein, o Heilbrunn, Neue, Ich schwach Geschöpf, ver- ich nun komm, Ich dürfte sehr gehn, So laß mir deine Treue, nach frischen Wasserquellen. Mein Heiland, nicht entstehn. Er- deiner Tafel will ich mich einstelweck und führe mich, Daß nichts von dir mich wende, So preif' ich ohne Ende Als meinen Hirten dich. len, Verstoß mich nicht, du bist geneigt und fromm. Verborgnes Manna, speise meine Seel, Du offner Strom fannst meinen Durst bald stillen, Du treuer Hirt, dir Mel. Herr Gott, nach deiner. 190. Menschenfreund, o ich mich ganz befehl, Laß Herz Jesu, Lebensquell, und Zung stets sein nach deinem O Brunnen voller Gnad, o mein Willen. Erretter, Erbarme dich, o kräftiger Vertreter! Gedent an mich, o mein Eigene Melodie. manuel! Sch stehe hier mit 191. Aus tiefer Noth schrei Angst und Furcht belegt, Ich klag zu es dir, du Prüfer meiner Nieren, Gott, erhör mein Flehen, Wend Du bist ein Arzt, der kranke gnädiglich dein Ohr zu mir, Laß Seelen trägt, Du bist ein Hirt, Gnad für Recht ergehen. Denn der selbst sein Schaaf will führen. so du, Herr, willst sehen an, Was 2. Ich bin betrübt, ich fühle, Sünd und Unrecht ist gethan, was mich plagt, Mein Auge darf Wer kann dann vor dir bleiben? ich kaum zu dir erheben, Von ferne 2. Vor dir gilt nichts denn steh und seh ich nach dem Leben, Gnad allein, Die Sünde zu verNach dir, o Seligmacher, ich nur geben; Es ist ja unser Thun nicht H* rein 116 Reformationsfestlieder. rein Auch in dem besten Leben. Morgen, Soll doch mein Herz Vor dir sich Niemand rühmen kann, an Gottes Macht Verzweifeln Es muß dich fürchten Jedermann, nicht, noch sorgen. So thut ja Und deiner Gnade leben. stets ein rechter Christ, Der durch 3. Drum will ich, Gott, allein den Geist gezeuget ist, Er harret auf dich, Auf mein Verdienst nicht seines Gottes. bauen. Auf dich will ich verlassen 5. Ob bei uns sind der Sünmich, Und deiner Güte trauen, den viel, Bei Gott ist viel mehr Die mir zusagt dein werthes Wort, Gnade, Sein' Hand zu helfen hat Das ist mein Troft und treuer kein Ziel, Wie groß auch sei der Hort, Deß will ich allzeit harren. Schade. Er ist allein der gute 4. Und ob es währt bis in Hirt, Der Israel erlösen wird die Nacht, Und wieder an den Aus allen seinen Sünden. Reformationsfestlieder. 10. Eigene Melodie. S 4. Das Wort sie sollen lassen 192. Gin feste Burg ist stahn, Und kein'n Dank dazu haunser Gott, Ein' ben; Er ist bei uns wohl auf hilft dem Plan Mit seinem Geist und Die Gaben. Nehmen sie uns den Leib, gute Wehr und Waffen; Er uns frei aus aller Noth, uns jetzt hat betroffen. Der alte Gut, Ehre, Kind und Weib, Laj böse Feind, Mit Ernst er es jetzt fahren nur dahin; Sie haben's meint, Groß' Macht und viele kein'n Gewinn, Das Reich muß List Sein' grausam Rüstung ist, uns doch bleiben. Auf Erd'n ist nicht sein's Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts Mel. Was Gott thut, das ist. im gethan, Wir ſind gar bald verloren; 193. Fest, wie ein Fels in für rechte Mann, Den Gott selbst hat erkoren. Und stehn Jehovahs Worte. Kommt auch fragst du, wer er ist? Er heißet die Hölle selbst einher Und öffnet Jesus Christ, Der Herre Zebaoth, ihre Pforte: Was zitterst du? Und ist kein andrer Gott. Das eilt herzu, Mit tausend EngelFeld muß er behalten. schaaren Die Seinen zu bewahren. 3. Und wenn die Welt voll Teu- 2. Auf hoher Felsenspitze hat fel wär, Und wollt uns gar ver- Der Herr mit starken Thürmen schlingen, So fürchten wir uns nicht Erbauet eine feste Stadt, Dit so sehr, Es soll uns doch gelingen. widersteht den Stürmen. Der Fürst von dieser Welt, Wie auch der Feind Vor ihr erscheint, sauer er sich stellt, So thut er uns Mit seiner Waffen Bligen, Der doch nicht, Das macht, er ist ge- Herr weiß sie zu schützen. richt't, Ein Wörtlein kann ihn fällen. 3. Du wählest tapfre Streitet dir, Reformationsfestlieder. d 117 dir, Die Feinde sehn's und weichen; 2. Wer sendet uns so treue Am Thore weht dein Feldpanier Knechte, Von deiner Liebe Feuer Als hohes Siegeszeichen. Gelobt ganz entbrannt? Noch sind dein feist du, Du kannst im Nu, Um- Licht und deine Rechte, Noch ist ringt von deinen Treuen, Die dein Heil nicht überall bekannt. Himmelsstadt befreien.. Das Feld ist weit, die Erndte 4. Du riefest einen frommen groß und reich, Arbeiter sende du, Mann Zum Kampf in dunklen den ersten gleich. Tagen, Du legtest ihm die Rüstung 3. Breit' aus dein Wort durch an, Da sprach er sonder Zagen: große Schaaren, Laß sie in Kraft Ich stehe hier, Gott helfe mir, Evangelisten sein. Laß alles Volk In Jesu Christi Namen, Ich kann nicht anders, Amen. dein Heil erfahren, Füll' jedes Land mit deiner Wahrheit Schein. Weck' Israel aus seinem Schlaf mit Macht, Die Heiden reiß aus ihrer 5. O gib uns, Herr, doch gleichen Sinn, Durch deinen Geist uns leite, Und führst du uns zum Blindheit Nacht. Kampfe hin, So stärk uns auch 4. Herr, bessr' auch deines im Streite, Daß wir mit dir Zions Stege, Und eb'ne deinem Recht kämpfen hier, Und einst Worte Lauf und Bahn, Was vor deinem Throne Empfahn die hindern kann, räum' aus dem Wege, Siegeskrone. Mel. Dir, dir, Jehovah. Dämpf und zerstör' den falschen Glaubenswahn. Von Miethlingen mach' deine Heerde frei, Daß Kirch 194. Mach auf, du Geist und Schul' ein Garten Gottes ſei. der ersten Zeugen, 5. Du selber haft in deinem Der Wächter, die auf Zions Worte Uns diese Bitte in den Mauern stehn, Die Tag und Mund gelegt; Du stehst, wie sie Nächte nimmer schweigen, Und an jedem Orte Die Herzen deiner unverzagt dem Feind entgegen gehn; Gläubigen bewegt; Drum neige Ja, deren Nuf die ganze Welt dich zu unserm heißen Flehn, Erdurchdringt, Und, Herr, der Völ- hör' uns, Herr, und sprich: es ter Schaaren zu dir bringt. soll geschehn. II. Lieder für kirchliche Handlungen. 1. Lieder von der heiligen Taufe. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. lein kommt zu dir, Weil du den 195. Sieh, Herr Jesu, wir Befehl gegeben, Daß man Kindsind hier, Deinem lein zu dir führe, Denn das Worte nachzuleben; Dieses Kind- Himmelreich ist ihre. 2. Darum Lieder von der heiligen Taufe. 118 2. Darum eilen wir zu dir, Nimm das Pfand von unsern Ar= Mel. Wer nur den lieben Gott. men, Set mit deinem Glanze hier, 197.3ch bin getauft auf Und erzeige dein Daß deinen Namen, Gott es mag dein Kind auf Erden Vater, Sohn und heilger Geist, Und ein Himmelserbe werden. Und so ist Alles Ja und Amen, Was 3. Wasch es, Jesu, durch dein mir dein theures Wort verheißt. Blut Von den angeerbten Flecken, Ich bin in Christum eingesenkt, Und zugleich mit dieser Fluth Laß Der mich mit seinem Geist beschenkt. es dein Verdienst bedecken. Schenk 2. Du haft zu deinem Kind ihm deiner Unschuld Seide, Mit und Erben, Mein lieber Vater, dir selber es bekleide. mich erklärt. Du hast die Frucht 4. Hirte, nimm dein Schäflein von deinem Sterben, Mein treuer an, Haupt, mach' es zu deinem Heiland, mir gewährt. Du willst Gliede; Himmelsweg, zeig' ihm in Noth und Seelenpein, O gu die Bahn, Friedensfürst, sei du ter Geist, mein Tröster sein. sein Friede; Weinstock, hilf, daß die- 3. Ich habe, Herr, mich dir ser Nebe An dir bleibe, in dir lebe. verschrieben, Und angelobt, mich 5. Nun, wir legen an dein dir zu weihn, Dich als mein höchHerz, Was von Herzen ist ge- stes Gut zu lieben, Treu und gangen. Führ' die Seufzer him- gehorsam dir zu sein. Dem Dienst melwärts, Und erfülle das Ver- der Sünde sagt ich ab, Da ich langen; Ja, den Namen, den wir mich dir zu eigen gab. geben, Schreib in's Lebensbuch zum Leben. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn, Wenn aber ich Mel. Christus, der ist mein Leben. ihn überschreite, So laß mich nicht 196. Bater, nimm zum verloren gehn. Wo ich verließ 1 lein gnädig auf, Ihm leuchte diese mich zu Gnaden an. Stunde Im ganzen Lebenslauf. 5. Ich gebe dir, mein Gott, auf! 2. Sohn Gottes, steh, wir le- Neue Leib, Seel' und Geist zum gen Dies Kindlein an dein Herz, Opfer hin. Erwecke mich zu steter Du wirst es liebend pflegen In Treue, Dein Geist regiere meinen Freuden und in Schmerz. Sinn. Weich, eitle Luft, du 3. O Geist der Wahrheit, bilde Sünde, weich, Gott hört es, jetzt Sein Herz für Heiligkeit; Durch entsag' ich euch. Wahrheit, Reinheit, Milde Leit' es zur Seligkeit. 6. Befestige dies mein Versprechen, Mein Vater, und bewahre 4. Dreieiniger, erhöre, Um was mich, Daß ich es niemals möge brewir innig flehn. Herr, in der chen. Mein ganzes Leben preise dich. Engel Chöre Laß dieses eingehn. Kind Gott meines Hells, sei ewig mein, Und laß mich stets dein eigen sein. Mel. Confirmationslieder. 119 Mel. Christ, unser Herr, zum. gen Geist, Der ihm das Herz erneuet. O laß es stets mit dir 198. Preis bir, daß durch vereint In dir das Leben finden, erscheint, der Taufe Bund Und, bis sein Ende ihm Du uns zum Heil erkoren. Heil Im Glauben überwinden. Laß uns! dein Wille ward uns kund, uns den Himmel erben. Wir sind nun neu geboren. Ins Buch des Lebens schriebest du, Mel. Errett' mich, o mein lieber. O Bater, unsre Namen, Du gabst 199. Wohlgefallen Dies Vater, sieh mit uns segnend Licht und Ruh, Und sprachest gnädig: Amen. Pfad ist Licht und Friede. Dein Kindlein an, das wir dir weihn, Und laß des Säuglings schwaches 2. Ob Berge sinken in den Lallen Dir Lobgejang und Psalter Grund, Ob Hügel auch hinfallen, sein. Doch stehet fest dein heilger Bund, 2. O Hirt, voll Liebe und Bist gnädig, Herr, uns Allen. Erbarmen, Nimm dieses zarte Wir brachen oft das Wort der Schäflein ein, Und laß in deiner Treu, Verirrt vom rechten Pfade, Liebe Armen Es immer wohl Doch deine Huld war täglich neu, verwahret sein. In Christo schenkst du Gnade. 3. Geist des Lichtes und Nimm hin das Herz auf ewig. der Wahrheit, Erfülle du mit 3. Herr, den das Cher der sanftem Schein Das zarte Herz, Engel preist, Dir sei dies Kind laß deine Klarheit Im Pilgerthal geweihet, Gib du ihm deinen heil- sein Leitstern sein. 2. Confirmations lieder. Mel. Christus, der ist mein Leben. 4. Wir flehn um deine Stärke, 200. Wir flehn um deine Du weißt, wie schwach wir sind. Gnade, Nichts sind Zu jedem guten Werke Stärk' wir ohne dich; Führ uns auf jedes schwache Kind. deinem Pfade, Und hilf uns mächtiglich. 5. Wir- flehn um deinen Segen Zum großen Bundestag, Daß 2. Wir flehn um deine Wahr- wir auf allen Wegen Dir treulich heit In unsers Lebens Nacht, Durch folgen nach. dich nur wird uns Klarheit In unsern Geist gebracht. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Wir flehn um deinen Frie- 201. Wir übergeben uns In dieser Welt voll Angst; den auf's Neue Dir, Uns sei das Heil beschieden, Das Vater, Sohn und heil'ger Geist, du am Kreuz errangst. Geloben dir auf ewig Trene, Und 120 Confirmationslieder. Und glauben, was dein Wort löslich uns vereine Mit der gläuverheißt. So schließen wir mit bigen Gemeine, Bis wir dort dich Herz und Mund Mit dir, o Gott, sehn Und dein Lob erhöhn. den heil'gen Bund. hünden, O Vater, nimm uns gnä- 203. Fir Mit heißer In2. Gedenke nicht der Jugend- Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. ür diese Kinder beten dig an; Hilf, Jesu, daß wir Gnade finden, Und führ' uns brunst, Gott, zu dir. Nimm du stets auf deiner Bahn. Geist Got- dich ihrer gnädig an, Und lette tes, der das Wollen schafft, Gib sie auf ebner Bahn. psh ent uns auch zum Vollbringen Kraft. 2. Erhalte sie vom Irrthum 3. Dreiein'ger, nimm uns an frei, Und mache ste im Glauben aufs Neue, Wir stehn gerührten treu, Und wenn Versuchung ihnen Herzens hier. O stärke du selbst naht, Sei du ihr Helfer, Schuß unsre Treue, Daß wir stets wan- und Nath. the fi deln, Herr, vor dir. Dir weih'n 3. In Schmerz und Kummer wir uns mit Herz und Mund, tröste sie, Und in der Noth verUnd ewig, ewig sei der Bund. laß sie nie, Gib ihnen hier Zufriedenheit, Und dort des Himmels Seligkeit. Mel. Seelenbräutigam. Ron des Himmels 202. Von Thron Sende, Got- Mel. Alle Menschen müssen sterben. tes Sohn, Deinen Geist, den Geist 204. Geht im Glauben eure der Stärke. Gib uns Kraft zum Wege, Gott sei eure heilgen Werke, Dir uns ganz zu Zuversicht. Seid befohlen seiner weihn, Ewig dein zu sein. Pflege, Scheut auch seine Prü2. Mach uns selbst bereit, Gib fung nicht. Treffen Schmerzen uns Freudigkeit, Unsern Glauben euch und Leiden, Trübt euch zu bekennen, und dich unsern schwerer Kampf die Freuden: Herrn zu nennen, Dessen theures Seid voll Glaubens! Kampf und Blut Floß auch uns zu gut. Leid Führen euch zur Seligkeit. 3. Richte Herz und Sinn Zu 2. Geht in Liebe eure Wege, dem Himmel hin, Wenn wir un- Lieb ist Christi neu Gebot; Daß sern Bund erneuern, Und gerührt sie stets in euch sich rege, Schaut vor dir betheuern, Deine Bahn auf seinen heilgen Tod. Schaut zu gehn, Weltlust zu verschmähn. der Liebe Sieg im Sohne, Denkt 4. Wenn wir betend nahn, Se- der euch verheißnen Krone, Die gen zu empfahn, Wollest du auf aus lichter Ferne schon Beut der unsre Bitten Uns mit Gnade treuen Liebe Lohn. überschütten; Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu. 3. Geht in Hoffnung eure Wege In des Geistes Freudigkeit, 5. Gib auch, daß dein Geist, Und daß Niemand Zweifel hege, Wie dein Wort verheißt, Unauf- Ob sein Wirken wohl gedeiht! Treu Confirmationslieder. 121 vertreten. Treu nur. müßt ihr sein und 4. Laß dein Heil im Tode ste, beten, Und der Geist wird euch Deine theu'r Erlösten, Weil ihr Glaubend, liebend, Glaube standhaft blieb, Unaushoffend lebt, Bis euch Gott zu sprechlich trösten. Sprich dann: sich erhebt. ste sollen leben! Einst führe ste mit uns zugleich In dein unvergänglich Reich. Heiliger Schöpfer, 205. Stärke, Mittler, stärke Gott! Heiliger Mittler, Gott! ste, Deine theu'r Heiliger Gott, Lehrer und TröErlösten, Laß sie ihr Vertraun auf ster! Allgütiger Gott! Sieh' mit dich Unaussprechlich trösten. Wach Huld hernieder, Hör auf unser über ihre Seelen; Sie stehn und heißes Flehn Und erhör' uns! schwören Alle dir: Herr, dein Amen. Mel. Mitten wir im Leben sind. Eigenthum sind wir! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mitt Mel. 3euch meinen Geist. ler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer 206. Wie heilig ist mir dieſe und Tröster! Allgütiger Gott! Laß Sie führt sie nie vergessen Ihrem Bunde mich, Gott, zu deinem Bunde, treu zu sein Bis an ihren Tod. Und dir gelob ich, treu zu sein, 2. Ach, wie Viele schwuren auch, Mein ganzes Leben dir zu weihn. Fest an dir zu halten! Aber treu- 2. Dich will ich über Alles los ließen sie Ihre Lieb' erkalten. lieben, Mit Eifer deinen Willen Verderben ward ihr Ende. Be- üben, Doch ach, du weißt, wie ständig laß dir diese sein, Die dir schwach ich bin, Drum stärk' in schwören, die sich weihn. Heiliger mir den frommen Sinn. Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, 3. Und dir, mein Heiland, der Gott! Heiliger Gott, Lehrer und sein Leben Für mich am Kreuz Tröster! Allgütiger Gott! Stärke dahin gegeben, Verpflicht ich mich, du die Deinen, Daß ste nie- mein Herr und Gott, Getreu zu mals irre gehn Von dem Weg sein bis in den Tod. des Heils. 4. Doch wenn ich jemals mich 3. Locken wird ste nun die verirrte, So suche mich, mein guWelt, Herr, zu ihren Lüsten. ter Hirte, Mit deinem treuen LieAch, du wolleft sie mit Kraft besblick, Und bring' zur Heerde Aus der Höhe rüsten. Laß streiten mich zurück. sie und stegen. Die Triebe zu 5. Geist Gottes, Geist der verbotner Lust Dämpfe früh in Kraft und Liebe, Dir weih' ich ihrer Brust. Heiliger Schöpfer, alle meine Triebe, Erleuchte mich Gott! Heiliger Mittler, Gott! in Finsterniß, Und mach im GlauHeiliger Gott, Lehrer und Tröster! ben mich gewiß. Allgütiger Gott! Laß sie ihren 6. Erinn're du mich, wenn ich Feinden, Allen Hassern ihres Heils fehle, Und stärk' im Kampfe Kräftig widerstehn. meine Seele, Damit, von allem Bösen JING 122 Confirmationslieder. Bösen frei, Mein Herz dein heil'- flehn, Daß sie auf dem schmalen ger Tempel sei. Pfade Stets den Weg zum 7. So sei denn Treue dir ge- Leben gehn. schworen, Dreieiniger, der mich 5. Halte sie mit starken Armen, erforen; Und bis zum letzten Wenn sie straucheln möchten, fest; Herzensschlag Sei heilig mir mein Laß sie fühlen dein Erbarmen, Bundestag. Das sie nimmermehr verläßt. Und wenn Eines sich verirrte, Und verließe deine Bahn, Ach, dann nimm dich, guter Hirte, Des verirrten Kindes an. Die Gemeine. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 6. Reines, feines, ach, ven 207. Mittler, schau auf sie allen, Die mit dir den Bund hernieder, Die sich erneu'n, Laß aus deiner Gnade deiner Gnade freun, Und als fallen, Und von dir geschieden deiner Kirche Glieder Dir geloben, sein. Herr, verstegle ihren Glaudein zu sein; Dein, der mit der ben, Der sie ewig selig macht, größten Treue Auch für ste sein Keinem laß die Krone rauben, Leben gab. Sie sind dein, Er- Die du Allen zugedacht. barmer, weihe Sie dir ganz bis in das Grab. 7. Sieh hernieder auf die Deinen, Die sich jetzt zu dir gewandt, 2. Sie bekennen deine Lehre, Ach, die Thränen, die sie weinen, Sind auf deinen Tod getauft. Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß sie leben dir zur Ehre, Denn Laß die seligen Gefühle Nie er ste sind durch dich erkauft. Leite kalten, nie vergehn, Bis zu ihrem sie mit deinen Händen, Daß sie Lebensziele Laß sie fest im Glauauf der rechten Bahn Ihren Lauf ben stehn. durch dich vollenden, Immer wallen Himmelan. Die Confirmanden. Mel. An Wasserflüssen Babylon. 3. Laß die Blüthe ihrer Jugend Dir, nur dir geheiligt sein, Daß sie nie vom Pfad der Tugend In die Irre sich zerstreun. Schüße sie vor 8. O, theure Eltern, helft und allen Sünden, Vor den Lockungen fleht, Daß Gott uns Kraft ver= der Welt, Laß sie deine Näh' leihe, Und wer hier um und bei empfinden, Wenn sie ihnen Neße uns steht, Der bitte Gott um stellt. Trene. Ja, tretet mit uns in 4. Laß sie tren in deiner Liebe, den Bund, Bekennt und schwört Fest im wahren Glauben sein, mit Herz und Mund, Nur Jesu Und durch deines Geistes Triebe anzuhangen. Denn, wahrlich, Wunsch und That des Bösen anders kann man nicht Durch scheun. Stärke sie durch deine Noth und Tod und durchs Gericht Gnade, Wenn sie kindlich zu dir Zu seiner Ruh' gelangen. Mel. Confirmationslieder. 123 Zum Gnadenthron Führt uns der Mel. Jegt komm ich als ein armer. eingebor'ne Sohn. Chor. Chor. 208. Grhör uns, Vater, steh', wir fleh'n In Jesu 5. Gib, Herr, uns Kraft durch Christi Namen. Laß uns dein deinen Tod, Daß wir dir treu Gnadenantlig seh'n, Komm, sprich anhangen, Und ob uns auch die in uns dein Amen. Nimm, Va- Welt bedroht, Doch nie vor ihr ter, uns in Christo an, Daß wir erbangen. Uns bleibe Nuhm die das Kleinod einst empfahn, Das Kreuzesschmach; Wir folgen dir, uns dein Sohn erworben. Erlöser, nach, Dem Treuen glänzt die Krone. Die Gemeine. Die Gemeine. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 6. Wachet über eure Liebe, O 2. Kommt zu Jesu, dringt in's daß sie stets ein Feuer bliebe, Das Leben, Er will euch gern die Schuld läuternd flammt in eurer Brust. Nie vergeben, Der Heiland nimmt die vermag die Welt zu geben, Was Sünder an. Das Verlorne sucht Christus gibt, das ew'ge Leben; Die er wieder, Blickt gnädig auf den Welt vergeht mit ihrer Luft. D Schwachen nieder, Und führt ihn werdet nimmer lau! Er führt zur auf der schmalen Bahn. O kommt grünen Au', Zu der Quelle, Die und zögert nicht, In ihm allein ewig fließt, Sich voll ergießt, Wo ist Licht, Gottes Friede. O bleibet ihr vom Lebensbaum genießt. sein, Euch einst zu freun, In seiner Sieger langen Reihn. Chor. Chor. 7. Durchs Dunkel führst du uns zum Licht, Wie könnten wir 3. Gib du uns Kraft, daß wir verzagen? Wir baun auf dich mit bestehn Im Kampfe mit den Sün- Zuversicht; Uns wird der Morgen den, Daß Keiner möge von dir tagen. Und geht es auch durch gehn, Und Alle überwinden. Stehst Todespein: Wir zieh'n mit dir du uns bei, dann stegen wir, Drum zur Heimath ein, Uns kann der halten wir uns, Herr, zu dir, Nur du bist unser Leben. Tod nicht scheiden. Die Gemeine. 8. Ueber eure Hoffnung wachet, Ob auch der Spötter euch verlaDie Gemeine. 4. Wachet über euern Glauben, chet, Gott winket und er sinkt Laßt nie die Welt ihn wieder in Nacht. Wie ein Fels in Unrauben, Das Wort von Gott sei gewittern, Steht fest der Christ, ener Licht. Schaut, wie Viele irre wenn Spötter zittern, Denn er, gehen, nicht mehr mit ihm im der treue Hüter, wacht. Ist doch Bunde stehen, Sie beteten und das Leid der Zeit nicht werth wachten nicht. O betet, kämpff und der Herrlichkeit, Die dort glänzet. wacht, Bis zu der Todesnacht. Er Wir stegen weit, In Ewigkeit, wird kommen, Mit ihm sein Lohn, Du hältst die Stätte uns bereit. 3. Vorbereitung 124 3. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Mel, Alle Menschen müssen sterben. Ach, wer wird mich von dem Bö209. Ah, wann werd ich sen, Von der Sünde ganz erlösen? von der Sünde, O ich Armer, wer befreit Mich Gott, mein Vater, völlig frei, vom Dienst der Sinnlichkeit? Daß ich ganz sie überwinde, Ganz 6. Gott, du läsfest Heil verdir wohlgefällig sei? Noch nicht, sprechen Unsrer fündigen Natur, ich gesteh's mit Zähren, Kann ich Tilgst durch Christum ihr Geihrer mich erwehren; Sie versucht brechen, Zeigt sich wahre Neue mich wider dich, Und noch oft nur. Ohne diese Hoffnung würde bestegt sie mich. Allzuschwer mir meine Bürde, 2. In der Andacht sel'gen Stun- Und ich könnte niemals dein, O den, Wenn ich, Herr, dein Wort du höchstes Gut, mich freun. gehört, Hab ich oft das Glück 7. Laß mich merken, wo ich empfunden, Daß die Frömmigkeit wanke, Daß ich strebe, fest zu gewährt. Nichts wünscht' ich als- stehn, Und mich stärke der Ge dann hienieden Mir so sehr, als danke, Meinem Heiland nachzuinnern Frieden, Als ein Leben, gehn. Führe, Gott, mich täglich dir geweiht, In des Glaubens weiter, Und dein Geist sei mein Seligkeit. Begleiter, Bis ich in der Ewig keit Dringe zur Vollkommenheit. 3. Mit beruhigtem Gewissen Der Erlösung mich zu freun, Treu den heiligsten Entschlüssen, FolgMel. Herzlich lieb hab ich dich. sam deinem Wort zu ſein, Wet- 210. h komme, Heil der 3 nes Glaubens Frucht zu zeigen, Welt, zu dir, ErIn der Heiligung zu steigen, Treu barmend rufft du ja auch mir, zu leben, Herr, vor dir, der heiße Wunsch in mir. War Den Frieden zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer, 4. Doch die Sehnsucht wird Laß doch mein Herz von Trost zerstöret, Und der heiße Eifer nicht leer, Ach, laß es Nuh erkalt, Wenn sich Leidenschaft em- langen, Die Ruhe, welche selbst pöret, Und die Luft im Herzen dein Geist Mir durch dein trostwallt. Leichtlich bin ich zu ver- voll Wort verheißt. Wer tröstet leiten Durch den Reiz der Eitel- mich, als du allein? Wer macht keiten, Der mich überall umringt, mein Herz von Sünden rein? Her Und mein schwaches Herz bezwingt. Jesu Christ, Mein Trost und 5. Weh' mir, daß ich deinen Licht, mein Trost und Licht, Ver Willen, Den ich doch so lieb ge- wirf mich, o mein Heiland, nicht. wann, Nicht mit Freudigkeit er= 2. Anbetend steh ich, Herr, vor füllen, Nicht beständig halten kann! dir, Dein Antlig neige du zu mir, Und Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 125 Und sei mir Sünder gnädig. Weil Brunnquell aller Gnaden, Ich ich mich selbst nicht trösten kann, komme mit gebeugtem Muth, Wenn meine Sünd' mich klaget an, Mühselig und beladen; Denn So sei mir Sünder gnädig. Der meiner Sünden großes Heer Be= du am Kreuz gelitten hast, Du, laftet mein Gewissen schwer, Und Heiland, trugst auch meine Last, beugt mich tief darnieder. Als du zum Heil der Sünder 2. Erbarm dich mein in solcher starbst, Und ihnen Gottes Huld Last, Nimm sie von meinem Hererwarbst. Herr Jesu Christ, Mein zen, Weil du ste selbst gebüßet Herr und Gott, mein Herr und hast, Am Holz mit TodesschmerGott, Befreie mich durch deinen- zen. Hilf, daß ich nicht vor Angst Tod. und Weh In meinen Sünden 3. Nur du bist meine Zuver- untergeh, Noch ewiglich verzage. sicht, Entzeuch mir deine Gnade 3. Fürwahr, gleich einem schwe= nicht, Mich reuen meine Sünden. ren Stein Drückt mich die Last Laß mich, verdien ich gleich den Tod, der Sünden. Wer rettet mich aus Den Gottes Fluch den Sündern dieser Pein, Wo soll ich Ruhe findroht, Durch dich das Leben fin- den? Ja, ich weiß weder aus noch den. Dein Tod ist der Verlor'nen ein, Und müßte gar verloren sein, Heil, Gib mir an seinem Segen Wenn ich dein Wort nicht hätte. Theil; Er sei auch mir Beruhi- 4. Doch durch dies theure Wort gung, Und meines Lebens Heili- erwacht Mein Herz zu neuem Legung. Herr Jesu Christ, Ich hoff' ben; Erquickung hat es mir geauf dich, ich hoff' auf dich, In bracht, Ich darf nicht trostlos bedieser Hoffnung stärke mich. ben, Denn Gnad und Seligkeit 4. Mein ganzes Leben preise verheißt Dein Wort, wenn mit dich; Erlöst, mein Mittler, bin zerknirschtem Geist Sch, Herr, zu auch ich, Dein Eigenthum zu dir mich wende. werden. O bin ich dein, so fehlt 5. So fleh ich denn zu deiner mir nichts, Nichts einst am Tage Huld: Laß mich Vergebung findes Gerichts, Nichts, o mein den; Du wollest von der Sünden Heil, auf Erden. Auf dieser Bahn Schuld Aus Gnaden mich entbinum Vaterland Entzieh mir nie- den, Daß sich mein Herz zufrieden mals deine Hand. 3u deinem geb, Und dir hinfort zu Ehren Dienste stärke mich, Damit ich stege, leb, In kindlichem Gehorsam. Herr, durch dich. Herr Jesu Christ, 6. Stärk mich mit deinem FreuMein Herr und Gott, mein Herr dengeist, Heil mich durch deine und Gott, Zum Leben führ uns Wunden, Der du allein zu helfen durch den Ted. weißt, In meinen letzten Stunden; Und nimm mich dann, wenn dirs gefällt, Im wahren Glauben aus der Welt zu deinen AußerMel. Aus tiefer Noth schrei ich. 211. höchstes Gut, Du wählten. He err Jesu Chrift, du Mel. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 2. Weil du heißest Alle komMel. Wenn wir in höchsten Nöthen. men, Die beladen sind, zu dir, ier bin ich, Herr, Bin auch ich nicht ausgenommen, 212. Offen mir die Thür; ziehest mich, ich folge dir, Betrete Ja, du ew'ge Liebe, du, Willst, freudig deine Bahn, Ach, Heiland, zu gründen meine Ruh, Von den nimm mich gnädig an! Sünden, die mich drücken, Mich 2. Ich fühl es tief, ich komme entbinden und erquicken. spät, Lang hab ich deinen Ruf 3. Herr, dein Wort bleibt ungeverschmäht, Und doch trugst du brechen, Was du einmal sagst, be mich mit Geduld, Und gingst mir steht; Nun hast du, o Gott, gespronach mit Gnad und Huld. chen: Such mein Antlig im Gebet!" 126 3. Nun aber säum ich länger Darum komm ich auch vor dich, nicht, zu suchen, Herr, dein An- Such dein Antlig, ach, laß mich gesicht. Ich komm, erfüllt von Bei dir Trost und Gnade finden, wahrer Neu, Hilf, daß ich auch Sprich mich los von meinen Sünden. beständig sei. 4. Noch bin ich wie auf wil- 4. Nimm die Handschrift, sleh dem Meer, Zu oft nur brauft ein ich gebe Sie in deine Hand, mein Sturm daher; Leicht stürzt mich Gett. Denn du sprichst: so wahr schnöder Lüfte Macht Tief in des ich lebe, Ich will nicht des SünAbgrunds finstre Nacht. ders Tod. Wenn ein Sünder sig 5. O reiche deine Hand mir bekehrt, Reuig Gnade nur be dar, Daß ich entrinne der Gefahr. gehrt, Sich entschließt, nur dir Du weißt, o Herr, wie schwach zu leben, Willst du Alles ihm ich bin, hältst du mich nicht, so vergeben. sink ich bin. 5. Nun wohlan, du kannst nicht 6. Dein Nuf hat mich zu dir trügen, Darum bau ich auf dein gebracht, Wie selig hast du mich Wort, Will auf meinen Knieen gemacht! Und nun erhalte deine liegen Demuthsvoll am heil'gen Hand Mich auch in meinem Ort. Ich bekenne meine Sünd', Gnadenstand. Ich bin das verlorne Kind, Daß, vom Teufel oft verblendet, Deine Güter hat verschwendet. Mel. Zion flagt mit Angst. aller 213. Dinge, Höre, höre sagen, Ich kann nur an meine 6. Mehr vermag ich nicht zu mein Gebet, Welches ich jetzt vor Brust Mit dem armen Sünder dich bringe, Weil mein Herz in schlagen. Gott, es ist dir wohl Aengsten steht. Meine Sünden bewußt, Daß ich hab gesün ängsten mich, Darum komm ich digt dir, Aber sei doch gnädig auch vor dich, Und bekenne meine mir. Sieh, ich fall in deine Sünden. Ach, Herr, laß mich Arme: Ach, Herr, meiner dich Gnade finden. erbarme! Mel. Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. 127 5. Ja, Herr, mein Heil ist dein Mel. An Wasserflüffen Babylon. Gebet, Ich will es treu erfüllen. komme, Herr, und mir durch deinen Ted 214. 3 suche dich, Mühselig Nur Kraft für diesen Willen. und beladen; Gott, mein Erbar- Laß mich von nun an tüchtig sein, mer, würd'ge mich Des Siegels Mein ganzes Herz dir, Herr, zu deiner Gnaden. Ich liege hier vor weihn, Und deinen Tod zu preisen. deinem Thron, Sohn Gottes und Laß mich den Ernst der Heiligung des Menschen Sohn, Mich deiner Durch eine wahre Besserung. Mir zu getrösten. Ich fühle meiner und der Welt beweisen. Sünden Müh, Ich suche Nuh und finde sie Im Glauben der Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Erlösten. 215.Jefus nimmt die Sünder an! Sagt doch 2. Dich bet ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder, Du dieses Trostwert Allen, Welche haft die Handschrift abgethan, Und von der rechten Bahn Auf ver= wir sind Gottes Kinder. Ich denk fehrten Weg verfallen. Hier ist, an deines Leidens Macht, Und an was sie retten kann: Jesus nimmt dein Wort: es ist vollbracht! Du die Sünder an. hast mein Heil erworben. Du hast 2. Keiner Gnade sind wir werth, für mich dich dargestellt, Mit sich Dennoch hat in seinem Werte Er versöhnte Gott die Welt, Da bu sich gnadenreich erklärt: Offen steht für sie gestorben. die Gnadenpforte, Allen ist sie auf3. So freue dich, mein Herz, in gethan: Jesus nimmt die Sünder an. mir, Er tilget deine Sünden, Und 3. Wenn ein Schaaf verloren läßt an seiner Tafel hier Dich Gnad ist, Suchet es ein treuer Hirte. um Gnade finden. Du rufft, und Jesus, der uns nie vergißt, Suchet er erhört dich schon, Spricht lieb- treulich das Verirrte, Zeiget ihm reich: sei getroft, mein Sohn, Die die rechte Bahn: Jesus nimmt Schuld ist dir vergeben. Du bist die Sünder an. in meinen Tod getauft. Vergiß 4. Kommet Alle, kommt herzu, nicht, dem, der dich erkauft, Zu Kommet, ihr betrübten Sünder! Ehren stets zu leben. Er verheißt der Seele Ruh, Macht 4. Dein, spricht er, ist die Se- aus Sündern Gottes Kinder. Unligkeit, Bewahr sie hier im Glau- gesäumt laßt uns ihm nahn: ben, Und laß durch keine Sicher- Jesus nimmt die Sünder an. heit Dir deine Krone rauben. Sieh, 5. Ich Betrübter komme hier, ich vereine mich mit dir, Ich bin Und bekenne meine Sünden. Laß, der Weinstock, bleib an mir, So mein Heiland, mich bei dir Gnade wirst du Früchte bringen. Ich und Vergebung finden. Eins ist, helfe dir, ich stärke dich, Und was mich trösten kann: Jesus durch die Liebe gegen mich Wird nimmt die Sünder an. dir der Sieg gelingen. 6. Ich bin ganz getrosten Muths; 128 Vorbereitung zum heiligen Abendmahl. Muths; Wie viel auch der Sünden| 4. Denke, daß dein Sohn auf wären, Soll mich doch, kraft deines Erden Drum vergossen hat sein Bluts, Ihre Menge nicht beschwe- Blut, Daß der könnte selig werren, Daß ich gläubig sprechen kann: den, Wer im Glauben Buße Jesus nimmt die Sünder an. thut. Ach, sein Kreuz, die Dor 7. Mein Gewissen schreckt mich nenkron Bring ich hier vor deinicht. Wer will mich vor Gott ver- nen Thron, Laß von seinem Blutklagen? Der mir einst das Urtheil vergießen Auch mich Armen Heil spricht, hat auch meine Schuld ge- genießen. tragen, Daß mich nichts verdammen 5. Längst schon hätt' ich sollen kann: Jesus nimmt die Sünder an. kommen In der langen Gnaden8. Jesus nimmt die Sünder zeit, Doch ist dadurch nichts be an! Mich hat er auch angenom- nommen Deiner großen Gütigkeit. men, Mir den Himmel aufgethan, Keine Buße ist zu spät, Wenn Daß ich sollte zu ihm kommen, ste nur von Herzen geht, Darum Und auf den Trost sterben kann: wird dir auch mein Flehen Heute Jesus nimmt die Sünder an. noch zu Herzen gehen. Mel. Zion flagt mit Angst. 6. Großer Gott, voll Lieb und Treue, Laß durch Jesu Wunden 216. Pater, laß mich Gnade doch Meine späte Buß und Reue finden, Gib mir Trost Vor dir etwas gelten noch. Denke, in Herz und Sinn, Der ich wegen Herr, nicht mehr daran, Was ich meiner Sünden So gebeugt und Böses hab gethan, Laß mein arges traurig bin. Sich, o Vater, wie Sündenleben Mir aus Gnaden ich hier Jetzt vor deiner Gnaden- sein vergeben. thür Mit dem Zöllner schamroth 7. Wirst du nun mir armen stehe, Und dich um Vergebung flehe. Sünder, O mein Gott, barm2. Du bist heilig, ich hingegen herzig sein, In die Zahl der lieben Bin voll Ungerechtigkeit, Kann Kinder Nun mich wieder nehmen mich blos aufs Bitten legen, ein: Dann will ich von Herzen Trauen deiner Gütigkeit; Die nur dich Dafür preisen ewiglich. Drum gibt mir Zuversicht, Denn, wenn in Jesu Christi Namen Wollst du, Herr, dein Gericht Ließest du mich erhören. Amen. ohne Gnad ergehen, Würd es übel um mich stehen. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. wer 3. Aber, ach, nach deiner Lehre 217. Wo soll ich hin, me Willst du keines Sünders Tod, mir? Sondern, daß er sich bekehre, führet mich zum Leben? 3 dir, Werde frei von seiner Noth. Niemand, Herr, als nur zu Dieser Trost erquicket mich, Daß Will ich mich frei begeben. D ich reuvoll suche dich, Wenn ich bist's, der das Verlorne sucht, Du Angst und Leid empfinde Ueber segnest, was sonst war verflucht, meine schwere Sünde. Hilf, Jesu, dem Elenden! 2. Herr, Abendmahlslieder. 129 2. Herr, meine Sünden ängsten 4. Du bist der Arzt, der Kranke mich, Der Todesleib mich plaget. trägt, Auf dich will ich mich le= O Lebensgott, erbarme dich, Ver- gen. Du bist der Hirt, der gib mir, was mich naget. Du weißt Schwache pflegt, Erquicke mich es wohl, was mir gebricht, Ich mit Segen. Ich bin gefährlich fühl's, doch sagen kann ich's nicht; krank und schwach, Heil' und Hilf, Jesu, dem Betrübten. verbind', hör an die Klag, Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen. 3. Du sprichst: ich soll mich fürchten nicht, Du rufft: ich bin 5. Ich thue nicht, Herr, was das Leben! Drum ist mein Trost ich soll, Wie kann ich doch beste= auf dich gericht't, Du kannst mir hen? Es drücket mich, das weißt Alles geben. Im Tode kannst du du wohl, Wie wird es endlich ge= bei mir stehn, In Noth als Her- hen? Elender ich, wer wird mich zog vor mir gehn; Hilf, Jesu, doch Erlösen von des Todes Joch? dem Zerknirschten. Ich danke Gott durch Christum! 4. Mel. Wer nur den lieben Gott. 4. Laß mich mit Ernst die Sün218. Hier bin ich, Jesu, zu den scheuen, Für welche du, dich erfüllen, Was du opfernd, starbst, Durch schnöden in deiner Leidensnacht, Nach dei- Mißbrauch nie entweihen, Was nem gnadenvollen Willen Zur du so theuer mir erwarbst. Nie Pflicht und Wohlthat mir ge- führe mich zur Sicherheit Der macht. Verleih zur Uebung die- Troft, den mir dein Tod verleiht. ser Pflicht Mir deines Geistes 5. Ich übergebe mich aufs Neue, Kraft und Licht. O du, mein Herr und Gott, an 2. Es werde, Herr, für mein dich, Gelobe dir beständ'ge Treue Gewissen Dein Abendmahl ein Vor deinem Tische feierlich. Dein Unterpfand; Auch mir sei dein eigen will ich ewig sein, Du starbst versöhnend Büßen Von Gott aus für mich, drum bin ich dein. Gnaden zuerkannt; So freuet 6. Nie will ich mich vor Spötmeine Seele sich In deinem Heil, tern schämen Des Dienstes, den und lobet dich. man dir erweist, Mich nie zu Abendmahlslieder. 3. Bewundernd denk ich an die einem Schritt bequemen, Den mein Liebe, Mit der du unser Heil be- Gewissen sündlich heißt. O flöße dacht. Wie stark sind deines Mit- mir den Eifer ein, Wie du, o leids Triebe, Die dich bis an das Herr, gesinnt zu sein. Kreuz gebracht! Ogib von dei7. Laß mich mit Ernst den Nächnem Todesschmerz Jezt neuen sten lieben, Und, wenn er strauEindruck in mein Herz. chelnd was versieht, Versöhnlichkeit I und Abendmahlslieder. 130 und Sanftmuth üben. Nie komm es mir aus dem Gemüth, Welch Eigene Melodie. eine schwere Schuldenlast Du mir 220. O amm Gottes, unaus 8. Es stärke sich in mir der zesstamm geschlachtet, Erfunden Glaube, Daß meine Seele ewig stets geduldig, Wiewohl du warst lebt, Und daß einst aus des Gra- verachtet. All Sünd hast du gebes Staube Mich dein allmächt'ger tragen, Sonst müßten wir verNuf erhebt, Wenn du dich, gro- zagen, Erbarm dich unser, o Jesu! fer Lebensfürst, Den Völkern sicht= bar zeigen wirst. Eigene Melodie. 9. Gebeugt lieg ich zu deinen 221. Christe, du Lamm GotFüßen Mit Dank und Lob, Gebet Der du trägst und Flehn. Laß neue Gnade auf die Sünd' der Welt, Erbarm mich fließen, Mein Heiland, laß dich unser! Christe, du Lamm Gottes, Der es doch geschehn, Daß mir zur Stärkung meiner Treu Dein du trägst die Sünd' der Welt, Erbarm dich unser! Abendmahl gesegnet sei. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünd' der Welt, Gib uns deinen Frieden! Amen. Mel. Wachet auf, ruft uns. du wollft sie voll219. bereiten zu deines H Mahles Seligkeiten, Get mitten Mel. Herr Jesu Christ, mein's. unter ihnen, Gott. Laß sie, le 222. Herr, der du als ein ben zu empfahen, Mit glaubensAnbestilles Lamm vollem Herzen nahen, Und sprich martervollen Kreuzesstamm, Zur ste los von Sünd und Tod. Sie Tilgung meiner Sündenlast, Für sind, o Jesu, dein, Dein laß sie mich auch dich geopfert haft! ewig sein. Amen, Amen! 2. Hier fei'r ich deinen Mittlertung dir! Einst feiern wir Das tod, Hier nährst du mich mit Himgroße Abendmahl bei dir. melsbrod, Hier ist das unschäßbare 2. Est das Brod, das euch Gut, Das du mir gibst, dein gegeben, Und trinkt den Kelch Leib und Blut. 3. Hier labet mich als deinen zum ew'gen Leben, Der Friede Christi sei mit euch. Einigt euch Gaft Der Leib, den du geopfert mit ihm im Glauben, Und laßt hast, Dein Blut das dir, Hert sein Hell euch nimmer rauben, Jesu Christ, Am Kreuzesstamm Dann führt er euch zu seinem vergossen ist. Reich. Wacht, eure Seele sei 4. O Heiland, hilf mir, daß Bis in den Ted getreu. Amen, ich ja Mit tiefer Ehrfurcht dir Amen! Der Weg ist schmal, mich nah! O Herr, mein Mund Bleibt in der Zahl, Die dort empfahe nicht Des Lebens Speise empfängt sein Abendmahl. zum Gericht. 5. Hilf, Abendmahlslieder. 131 5. Hilf, daß mühselig und be- Stets mich Wohl erquicke, und schwert Mein gläubig Herz dar- erblicke Seelenweide, Ja, die nach begehrt, Der Wohlthat ganze Wurzel aller Freude. Größ ermißt, Auch deiner Liebe nie vergißt. 2. Dein Fleisch soll Lebensbrod mir sein, Dein Blut macht mich 6. Hier deinen liebevollen Tod von Sünden rein, Dein Kreuzholz Verkündigen, ist dein Gebot. Hilf, ist mein Stecken, Der mir in daß ich ihn als vor mir seh, Auch Schwachheit Stüße ist, Ein Born sein Geheimniß wohl versteh. aus dem das Leben fließt, Ein Schild, 7. Laß hier mich schaun den der mich kann decken Mächtig, Sündenfluch, Die Wunden, die Wenn ich Uebertreter Sina's Wetauch ich dir schlug, Den Segen, ter seh mit Zagen, Wenn mich den du, als du starbst, Durch dei- Satan will verklagen. nen Tod auch mir erwarbst. 3. Wie lieblich ist dein Liebes8. Mein Herr und Gott, ich mahl! Da seh ich, mit welch groglaub an dich, Und weiß gewiß, du ser Qual Die Liebe dich umhüllet. segnest mich. Wenn wir mit Glau- Da werd ich, als aus deiner Hand, ben dir uns nahn, Willst du dich Mit deinem heil'gen Gnadenpfand uns mit Guade nahn. Erquickt, mit Luft erfüllet, Wenn 9. Ich Erd und Asche bins nicht du, Jesu, In Erbarmen dich der werth, Daß so viel Heil mir wider- armen Seele schenkest, Und an fährt, Du willst, Erhabner, nicht deinen Eid gedenkest. verschmähn, Zu meinem Herzen 4. Wer bin ich, o du Gotteseinzugehn. lamm, Daß du starbst an dem 10. Mein Herz steht offen, Hei- Kreuzesstamm, Zum Heil mich einland, du, Nicht es zu deiner Woh- zuladen! Ein Sünder, der verdiente nung zu. Wirf alle Sünden ganz Pein; Mich armen Sünder führst hinaus, Schmückt es mit jeder du ein Zur Tafel deiner Gnaden, Tugend aus. Deiner Reinen Himmelsgaben, wel11. Du kommst, gesegnet seist che laben das Verlangen, Das auf du mir, Du bleibst in mir, ich Hoffnung war gefangen. Mel. Wie schön leucht't uns. 5. Ich habe den beschwor'nen Bund So oft gerissen in den Grund, Und mein Gelübd' verlassen. Die Schuld ist groß, der Glaube klein, Doch willst du mir versöhnet sein, Fels des Heils, Und nimmermehr mich hassen. Dein o Gotteslamm, Für Wort, Mein Hort, Bleibt bestänmeine Sünd' am Kreuzesstamm dig, wie abwendig ich gewesen; Gemartert und geschlachtet! Dein Neu soll ich durch dich genesen. Leiden ist ein Garten mir, Der 6. Drum sinkt vor dir ein ledig Früchte träget für und für, Bo- Herz, Das nichts dir bringt als nach die Seele schmachtet; We ich Sündenschmerz, In SelbstverleugT# nung bleib in dir. Ich end in dir einst meinen Lauf, Und du weckst mich vom Tode auf. 223. 132 Abendmahlslieder. nung nieder. Ich bin mir selber Paradeise, Wo du Manna gibst gram, daß ich, Mein Herr, so oft zur Speise. verlassen dich, In Demuth komm 11. Gib nur, daß, so wie sich ich wieder. Willig Bin ich, Dir für jetzt Mein Herz in deiner Füll aufs Neue Huld und Treue zu ergötzt, Es in dir möge bleiben; Vom verschreiben, Wenn dein Geist mich Bund, den ich erneuert hab, Wird dann mich weder Furcht noch Grab, nur wird treiben. 7. Ach, komm in deinen Gar- Die Hölle selbst nicht treiben. Ich ten dann, Ich will dir bringen, will Nun still An dir leben, in was ich kann, Was du mir erst dir leben. Tausend Welten Köngegeben. Willst du noch mehr, so nen gegen dich nichts gelten. 12. Laß mich, durch dieser gib es mir, Ich will es wieder bringen dir; Der Weinstock gibt Speise Kraft Gestärket, meine den Reben Kräfte, Säfte, Die Wanderschaft Fortsetzen durch die von innen Naum gewinnen, auf- Wüste. Gib, daß Egyptens Fleischwärts dringen, Daß sie reife topf nie Von dir, o Himmelsbrod, mich zieh, Zur Dienstbarkeit Früchte bringen. 8. Stärt meinen Glauben, um der Lüste. Komm bald, Herr halt das Kleid Der ewigen Gerechtig- Deiner Tauben Treu und Glaukeit Freimüthig anzuziehen. Ich ben unzerbrochen, Wie dein Wort komm in fester Zuversicht, Dein und Pfand versprochen. Bundessiegel fehlt ja nicht, Du hast es mir verliehen, Daß ich Fröhlich Darf erscheinen, denn in 224. Jer Gaft, O Herr, ett ich, als ein deinen offnen Wunden Hab ich Zutritt nun gefunden. zu deinem Tische, Den du für 9. Von dir hab ich das Prie- mich bereitet hast, Daß er mein sterthum, Daß ich ins innre Hei- Herz erfrische, Wenn mich der ligthum Darf unverhüllet gehen. Seelenhunger nagt, Wenn mich Den Vorhang riß dein Tod ent- der Durst des Geistes plagt, Bis zwei, Ich darf als Bundsgenosse ich den Schweiß abwische. frei Vor deinem Antlig stehen. 2. Nun sprichst du, SeelenGrämen, Schämen Hat ein Ende, bischof, dort: Ich bin das Bred weil die Hände sind durchgraben, zum Leben; Dies Brod treibt auch Die für mich bezahlet haben. den Hunger fort, Den sonst nichts 10. Hier ist die Liebe mein mag aufheben. Ich bin der Trank, Panier, Dein Liebesaltar brennt wer glaubt an mich, Den wird in mir, Du hast mein Herz ge- nicht dürften ewiglich, Ich will nommen. Du hast mir Lebens- ihm Labsal geben. brod geschenkt, Ich werd auß 3. Drum führe mich, o treuer Edens Strom getränkt; Du wirst Hirt, Auf deine Himmelsauen, Bil bald selber kommen, Und mich meine Seel erquicket wird, Wenn Ewig Dir vereinen in dem reinen du dich läsfest schauen. Laß strö men Eigene Melodie. Abendmahlslieder. 133 men deine Gütigkeit, Die du für Lüfte werfe hin, Die mir gebracht Alle hältst bereit, So deiner Huth den Schaden. vertrauen. 10. So komm nun, treuer See4. Ich armes Schäflein suche lenfreund, Laß in mein Herz dich dich Auf deiner grünen Weide; schließen. Mit dir bin ich nun ganz Dein Lebensmanna speise mich Zum vereint, Ich will von Keinem wissen, Troft in allem Leide. Es tränke Als nur von dir, o Gotteslamm, mich dein theures Blut, Auf daß Der du auch mich am Kreuzes= mich ja kein falsches Gut Von stamm Aus Noth und Tod gerissen. deiner Liebe scheide. 11. O liebster Heiland, habe 5. So wie des Hirsches mattes Dank Für deine Süßigkeiten; Der Herz Nach frischem Wasser schreiet, Liebe Sehnsucht macht mich krank, So schreiet auch mein Seelen- Drum wart ich auf die Zeiten, schmerz: Ach, laß mich sein be- In welchen du, o Lebensfürst, Mich freiet! Du linderst meine Sün- sammt den Auserwählten wirst denpein, Du flößeft deinen Trost Zur Himmelstafel leiten. mir ein, So bin ich ganz erneuet. Mel. Unser Herrscher, unser. 6. Vor Allem aber wirk in mir Ein' ungefärbte Neue, Auf daß mein Herz sich für und für Ber 225. Mchl mir! Jesus, Vor meine Freude, La= Auf, aller Sünde scheue. Fach in mir, det mich zu seinem Mahl. Herr, den Glauben an, Der dein mein Herz, und dich bereite, Eile Verdienst ergreifen kann, Damit mit der Frommen Zahl, Laß den mein Herz sich freue. Eifer nicht erkalten, Jesus will 7. Entzünd' in Andacht mein das Nachtmahl halten. Gemüth, Daß von der Welt ich 2. Auf, o Chrift, auf Glaulasse, Und deine Bruderlieb' und bensschwingen Eile deinem Jesu Güt In dieser Speise fasse; Daß zu; Auf, dir soll es jetzt gelindurch dein Lieben Lieb in mir gen, Hier ist wahre Seelenruh. Zu meinen Nächsten wachs' herfür, Nuhe sollst du, frei von Sünden, Ich auch den Feind nicht hasse. Nun bei Jesu Nachtmahl finden. 8. Ach, führe mich doch selbst 3. Ach, indem mein Herz bevon mir, Bei mir ist nichts als streitet Noth und Tod mit gleiSterben. Nimm aber mich, o Herr, cher Macht, Hat er dir den Tisch zu dir, Bei dir ist kein Verder bereitet, Und aus reiner Lieb beben. In mir ist lauter Höllen- dacht, Wie er sich mit dir verbinde, pein, In dir ist nichts als selig Dich erheb zu Gottes Kinde. sein, Mit allen Himmelserben. 4. Hungrig komm auch ich nach 9. Erneure mich, o Lebensstab, Gnaden, Durstig nach BarmherMit deines Geistes Gnaden. Laß zigkeit, Bin auch ich doch eingemich der Sünde sterben ab, Mit laden Zu des Lammes Hochzeitsder ich bin beladen. Beherrsche freud. Himmlisch Manna mich ermeinen bösen Sinn, Daß er die gözzet, Jesu Blut die Seele neget. 5. Gott, 134 Abendmahlslieder. 5. Gott, gib, daß ich dieses Schen-| 7. Es steuert allem Stolz und ten Christi Leib's und Blutes hier Neid, Verknüpft zu Lieb und Nehm zu seinem Angedenken, Und Einigkeit, Gibt Troft, der nie betrachte für und für, Wie sein das Herz verläßt, Und macht den Leib am Kreuz gestorben, Und guten Vorsatz fest. sein Blut mir Heil erworben. 8. Nun, Jesu, führ ihn selbst 6. Nun will ich mit Dank und zur That, Und leite mich nach Ehren Meines Jesu, weil ich bin, deinem Nath, So bringe ich in Lieb und Lob mit Lob vermehren. stiller Ruh Die Tage meiner WallMein durch ihn erneuter Sinn fahrt zu. Soll in Jesu sich erfreuen, wird dazu Gnad verleihen. Gott 9. Und wenn du mich, o Lebensfürst, Zur Seligkeit vollenden wirft, Erquickt mit Freuden ohne Zahl Mich dort dein ewig AbendMel. Herr Jesu Christ, mein's. 226. Herr, wie so großen mahl. Segen gibt Dein Bundesmahl dem, der dich liebt! Mel. Freu dich sehr, o meine. der wundergroßen Ihm ists ein Pfand der Seligkeit, 227. D Gnaden! Heißet Ein Siegel der Gerechtigkeit. 2. Es überzeugt in Zweifel- das nicht Gütigkeit, Daß uns Jemuth Von der Erlösung durch sus hat geladen Zu dem Tisch, dein Blut, Auch von Erlassung den er bereit't? Jesus ladet uns unsrer Schuld, Und Gottes uns zu Gast, Daß wir aller Sorgengeschenkter Huld. last, Aller Sünd und Noth ent3. Ach, wie so reich ergießet sich nommen, In den Himmel mögen Hier meines Gottes Lieb in mich! kommen. Hier schau ich seine Mildigkeit, Hier schmeck ich seine Freundlichkeit. 2. Er, der Heiland, will und speisen, Und auch selbst die Speise 4. Wie himmlisch du, mein sein; Heißet das nicht Gnad erJesu, liebst, Bezeugt das Pfand, weisen? Ist er nun nicht dein das du mir gibst. Nichts schei- und mein? Er gibt sich uns selbst det ferner dich und mich, Mich zu Theil, Daß wir möchten werliebest du, ich liebe dich. den heil Von den tiefen Seelen5. Dich, Herr, dich lieb ich wunden, Die sonst blieben unverunverrückt, Wenn Wollust lockt, bunden. wenn Drangsal drückt. Verschmach- 3. Herr, du hast dich hingegetet Leib und Seele mir, Doch ben Für uns Arme in den Tod, lieb ich dich und bleib an dir. Daß wir möchten wieder leben, 6. Auch stärkt mich dieses Mah- Frei von Sündenstraf und Noth; les Kraft Auf meiner ganzen Pil- Aber deiner Liebe Macht Hat dich gerschaft, Den Feinden stark zu auch dahin gebracht, Daß du selbst widerstehn, Die mir nach meiner wirst Seelenspeise; O der nie er Seele stehn. Hörten Weise! 4. Nun, Abendmahlslieder. 135 4. Nun, zu dir kemm ich ge- tes Herz; Ach, daß wollest du erschritten, O mein Heiland, Jesu quicken, Und wegnehmen meinen Christ. Laß dich jetzt von mir Schmerz. Nimm's zu deiner Woherbitten, Weil für mich bereitet nung ein, Laß es dir zum Tem= ist Dein so theurer Gnadentisch, pel sein, Du wollst selbst darin= Daß sich meine Seel erfrisch; Du nen leben, Herr, dir sei es ganz wollst ihren Hunger stillen, Und ergeben. in ihrem Durst sie füllen. 5. Ach, du wollest, Herr, mich Mel. Jesus Christus, unser. laben Mit dem rechten Himmels- 228. Tief gerührt, dein Bild brod, Und mit gaben, Wider alle Sündennoth. wir der Todesschmerzen, Die du Ach, laß deinen Lebensquell Mich trugest, Gotteslamm, Blutend an auch machen rein und hell; Tränke dem Kreuzesstamm. mich mit Gnadenströmen, So will ich dich ewig rühmen. 2. Uns, o Herr, zum Heil und Leben Hast du dich dahin gegeben, 6. Näume, bitt' ich, Leib und Haft, im Todeskampf erbleicht, Auch Seele Rein von allem Bösen aus, für uns dein Haupt geneigt. Daß auch meines Herzens Höhle 3. Habe Dank für deine Treue, Werde deines Geistes Haus. Ach, Habe Dank, du willst aufs Neue verleihe, daß ich nicht Ess' und Deinem Bund, o Herr, uns weihn: trinke zum Gericht, Da du dich zum Heil und Leben Und Erlösung mir gegeben. Lebend, sterbend sind wir dein. 4. Held und Friedefürst, du lebest, Herrlich kommst du einst, und 7. Leite mich durch deine Güte hebest Nach vollbrachtem Kampf Stets mit deinem guten Geist, und Lauf Uns verklärt zu dir Daß ich mich vor Sünden hüte, hinauf. Und das suche allermeist, Was 5. Hell! auch uns im Pilgerdu willst und dir gefällt, Daß thale Ladest du zu deinem Mahle, ich mich der bösen Welt Mag in Zu dem Mahl des Segens ein, Gottesfurcht entziehen, Ihre bösen Willst uns stärken, uns erfreun. Lüfte fliehen. 6. Set uns nah, aus deinem 8. Gib mir auch Geduld im Munde Töne: Friede! unserm Leiden, Und des wahren Glaubens Bunde. Wir empfahn aus deiner Licht; Laß mich Geiz und Hoffart Hand, Jesu, deiner Liebe Pfand. meiden, Hilf, daß ich ja zürne nicht, Wenn mein Nächster mich betrübt, Sondern, wie du mich 229. Seele, Laß die dunkle chmücke dich, o liebe geliebt, und mir meine Schuld vergeben, Laß mich mit ihm fried- Sündenhöhle, Komm an's helle lich leben. Licht gegangen, Fange herrlich an 9. Dir, Herr Jesu, will ich zu prangen, Denn der Herr voll schicken Mein ganz müd und mat- Heil und Gnaden Will dich jetzt zu Eigene Melodie. M 136 Abendmahlslieder. zu Gaste laden. Der den Himmel| Seelenessen Deine Webe recht er= kann verwalten, Will jetzt Woh- messen, Daß ich einst, wie jetzt nung in dir halten. auf Erden, Mög ein Gast im 2. Ach, wie hungert mein Ge- Himmel werden. müthe, Menschenfreund, nach deimit Thränen Mich nach deinem 230. Sfinden, Drücket dich ner Güte! Ach, wie pfleg ich oft Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. eele, du Mahl zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Quell die Laft der Sünden: Komm, des Lebensfürsten, Daß in diesem Vergebung zu empfangen, Denn Brod und Weine Christus sich mit dein Licht ist aufgegangen, Und mir vereine. der Herr voll Heil und Gnaden 3. Beides, Wonne und auch Hat zu sich dich eingeladen. DeiBeben, Fühl ich jetzt im tiefsten nen Bund sollst du erneuen, Und Leben. Daß Geheimniß dieser dich seines Todes freuen. Speise Und die unerforschte Weise 2. Gil, wie wahre Christen Machet, daß ich froh bemerke, pflegen, Glaubensvoll dem Herrn Herr, die Größe deiner Werke. entgegen. Komm, den gnadenIst auch wohl ein Mensch zu vollen Willen Deines Heilands zu finden, Der sie jemals könnt er erfüllen. Komm, mit brünstigem gründen? Verlangen Seine Güter zu em4. Jesu, meines Lebens Sonne, pfangen; Daß er dich der Sünd Jesu, meine Freud und Wonne, entlade, Gibt er heute Gnad um Jeju, du mein ganz Beginnen, Gnade. Lebensquell und Licht der Sinnen! 3. Herr, ich freue mich mit Hier fall ich zu deinen Füßen, Laß Beben, Laß mich Gnad empfahn mich würdiglich genießen Diese und Leben. Du willst hier dich deine Himmelsspeise, Mir zum mit den Deinen Durch des GlauHeil und dir zum Preise. bens Band vereinen, Willst ste 5. Herr, es hat dein treues reich mit Segen tränken, Und dich Lieben Dich vom Himmel herge- ihnen selber schenken; O, wer trieben, Daß du willig haft dein darf sich unterwinden, Deine Liebe Leben In den Tod für uns ge- zu ergründen? geben, Daß du hast ganz unver- 4. Herr, o laß mich würdig drossen, Herr, dein Blut für uns nahen, Heil und Leben zu emvergessen, Uns am Lebensquell pfahen. Ach, wie pflegt' ich oft zu tränken, Deiner Liebe zu ge- mit Thränen Mich nach deinem denken. Mahl zu sehnen! Tilgung aller 6. Sesu, wahres Brod des meiner Sünden Wünscht' ich, Lebens, Hilf, daß ich doch nicht Herr, bei dir zu finden. Laß, Ervergebens, Oder mir vielleicht zum löser, laß mich nahen, Heil und Schaden, Sei zu deinem Mahl Leben zu empfahen. geladen; Laß mich durch dies 5. König, Hoherpriester, Lehrer, Du, Abendmahlslieder. 137 Du, mein göttlicher Bekehrer, Du, drückt, Daß unser Schuldbrief sei der selbst sein eignes Leben Für zerrissen, Und unsre Handschrift mich in den Tod gegeben, Hier, sei zerstückt, Daß wir Vergebung hier sink ich dir zu Füßen: Ach unsrer Sünden In deinen blutgen laß würdig mich genießen Diese Wunden finden. deine Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise. 4. Und fester als es je gewesen, Wird nun das Band, das uns 6. Zum Gedächtniß deiner Lei- vereint. Durch dich vom Seelenden, Und zum Verschmack jener schmerz genesen, Schaun wir in Freuden, Die du, Heiland, mir dir den höchsten Freund. Das erstrittest, Als du unaussprechlich Herz fühlt sich in solchen Stunlittest, Als dich Todesschweiße den Mit dir in Einem Geist deckten, Dich die Schrecken Gottes verbunden. schreckten, Als du selbst für mich gestorben, Mir die Baterhuld erworben. 5. Dies Brod kann wahre Nahrung geben, Dein Blut erquicket unsern Geist; Es mehrt sich unser 7. Deines Heils will ich mich innres Leben, Wenn du dem Glaufreuen, Dir will ich mich ewig ben Kraft verleihst. Wir fühlen weihen. Eng ist deines Lebens neue Kraft und Stärke In unserm Pforte, Noch schau ich im dunklen Kampf und Glaubenswerke. Worte; Einst werd ich dich ganz 6. Wir treten nun in engre erkennen, Ganz in deiner Liebe Bande Mit deines Leibes Gliedern brennen; Laß sie mich auch hier ein, Wir wollen All in solchem empfinden, Hilf mir, hilf mir Stande Ein Herz und Eine Seele überwinden. sein. Die Liebe muß uns fester schließen, Da wir von Einem Brod genießen. Mel. Erquicke mich, du Heil. 231. Mein Jesu, der du 7. Dein Fleisch muß uns zum vor dem Scheiden, Pfande dienen, Daß unser Fleisch, In deiner legten Trauernacht, Uns der Schwachheit voll, Einst herrhast die Früchte deiner Leiden In lich aus dem Staube grünen, Und einem Testament vermacht, Es unverweslich werden soll, Ja, daß preisen gläubige Gemüther Dich du uns ein ewig Leben Nach dieStifter dieser hohen Güter. sem kurzen werdest geben. uns neu. 2. So oft wir dieses Mahl 8. O theures Lamm, so edle genießen, Wird dein Gedächtniß in Gaben Hast du in dieses Mahl geMan kann aus neuen legt; Da wir dich selbst zur Speise Proben schließen, Wie innig deine haben, Wie wohl ist unser Geist Liebe sei. Dein Blut, dein Tod verpflegt! Dies Mahl ist unter alund deine Schmerzen Erneuern sich len Leiden Ein wahrer Vorschmack in unsern Herzen. jener Freuden. 3. Es wird dem zitternden Ge- 9. Drum sei dir Lob und Dank wissen Ein neues Siegel aufge- gesungen, Und deinem Namen Nuhm 138 Abendmahlslieder. Nuhm gebracht, Und mit uns prei-| 10. Nun bin ich losgezählet sen Engelzungen, Herr, deine große Von Sünden, und vermählet Mit Gottesmacht. Wird unser Geist zu dir, mein liebstes Leben, Was dir erhoben, So wird er dich voll- kannst du Werthres geben? kommen loben. 11. Gib, Heiland, daß die Seele Nur dich zum Freunde wähle, Laß Mel. Nun laßt uns Gott dem Herren. stets ste mit Verlangen An deiner 232. Jesu, meine Wonne, Liebe hangen. O Du, meiner Seelen 12. Laß mich die Sünde meiSonne, Du Freundlichster auf Er- den, Laß mich geduldig leiden, den, Laß mich dir dankbar werden. Laß mich andächtig beten, Und 2. Wie kann ich gnugsam schätzen von der Welt abtreten. Dies himmlische Ergößen Und diese 13. Laß stets es mich ermessen, theuren Gaben, Die mich gestärket Laß nimmer mich vergessen, Daß haben? du mich hoch beglücket, Mich himm3. Wie soll ich dir es danken, lisch haft erquicket. O Herr, daß du mich Kranken 14. Nun kann ich nicht verderGespeiset und getränket, Ja selbst ben, Drauf will ich selig sterben, dich mir geschenket? Und freudig auferstehen, O Jesu, dich zu sehen. 4. Ich lobe dich von Herzen Für alle deine Schmerzen, Für deine Schläg und Wunden, Der du so viel empfunden. Mel. Wie schön leucht't uns der. 233. err Jesu, dir sei Preis und Dank Für dieſe 5. Dir dank ich für dein Leiden, Den Ursprung meiner Freuden, heilge Speis und Trank, Womit Dir dank ich für dein Sehnen, du uns begabet. Dein Brod und Für heißvergossne Thränen. Wein, dein Leib und Blut Kommt An 6. Dir dank ich für dein Lie- uns wahrhaftig wohl zu gut, ben, Das standhaft ist geblieben, ihm das Herz sich labet. Daß Dir dank ich für dein Sterben, wir, Herr, dir, Dir vor Allen, Das mich dein Reich läßt erben. wohlgefallen, heilig leben, Solches 7. Jetzt schmecket mein Gemü- wollest du uns geben. the Den Reichthum deiner Güte, 2. Du kehrest, o Immanuel, Dies theure Pfand der Gnaden Ja selber ein in unsre Seel, Dir Tilgt allen meinen Schaden. Wohnung da zu machen. Drum 8. Herr, laß mich nicht vergessen, uns ein solches Herz verleih, Das Daß du mir zugemessen Die kräftge von der Weltlieb ledig sei Und Himmelsspeise, Für die mein Herz allen eitlen Sachen. Bleibe, Treibe dich preise. Unser Sinnen und Beginnen, daß 9. Du wollest doch die Sünde, wir trachten, Alles Gitle zu verDie ich noch jetzt empfinde, Aus achten. meinem Fleische treiben, und kräftig in mir bleiben. 3. Ach, Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein werthes Nachtmahl zum Abendmahlslieder. 139 zum Gericht. Ein jeder recht be- daß ich dich nicht mehr betrübe, denke, Daß wir mit diesem Lebens- Der du für mich gestorben bist. Laß bred Im Glauben stillen unsre deines Leidens Angst und Bein Noth; Der Fels des Heils uns Mir immerdar vor Augen sein. tränke, Züchtig, Tüchtig, Dich dort 2. Wie kann ich dich genug oben stets zu loben, wann wir wer- erheben, Ich, der ich Fluch und den Zu dir kommen von der Erden. Tod verdient? Ich soll nicht ster= 4. O daß wir solcher Seligkeit ben, sondern leben, Weil du mich Nur harren möchten allezeit, In selbst mit Gott versühnt. Ach du, Hoffnung und Vertrauen, Und sein Sohn, du starbst für mich, endlich aus dem Jammerthal Ein- Wie preif' ich, Herr, wie preis gehen in den Himmelssaal, We ich dich? wir den Vater schauen, Ewig 3. Heil mir! mir ward dein Selig Uns als Gäste dann aufs Brod gebrochen, Ich trank, Herr, Beste bei ihm laben, Und dann deines Bundes Wein. Voll Freude volle Gnüge haben. hab ich dir versprochen, Dir, treu5. Das gib du uns von deinem ster Jesu, treu zu sein. Ich schwör Thron, O Jesu Christe, Gottes es nun noch einmal dir, Schenk Sohn, Gibs durch dein bittres du nur deine Gnade mir. Leiden. O laß, so lang wir leben 4. Ja, Hülfe willst du gnädig hier, Es uns betrachten für und geben, Du liebtest mich bis in den für, Das Böse darum meiden. Tod. O sei mir Stärke, Freude, Amen, Amen, Hilf uns kämpfen, Leben, und bleib mein süßes Himhilf uns dämpfen alle Sünden, melsbrod. O nimm dich meiner Hilf uns fröhlich überwinden. Ohnmacht an, Du weißt, wie leicht ich fallen kann. Mel. Gott sei geløbet. 234. 5. O laß mich dankbar stets un sei, o Herr, dir ermessen, Was du für mich ge= Preis und Dank litten hast, Und deine Liebe nie geweihet, Preis und Dank aus vergessen, Die so viel Segen in Herzensgrunde. Der du mit uns sich faßt. Laß meinen Glauben den Friedensbund erneuet, Heilge thätig sein, Und mir zum Guten uns in deinem Bunde. Jesus Kraft verleihn. ristus, Der du dich für uns 6. Im Streite hilf mir übergegeben, Lebensfürst, o laß in dir winden, Und stärke mich zu meiuns leben, Bis wir droben im ner Pflicht, Bewahre mich vor Licht Ewig schau'n dein Angesicht. neuen Sünden, Verlaß mich in Halleluja. Versuchung nicht, Und dein für mich vergoff'nes Blut Schenk mir im Tedeskampfe Muth. Mel. Wer nur den lieben Gott. 235. Nun habe Dank für 7. Mit dir mich näher zu deine Liebe, Du verbinden, Wie sehnet sich mein großer Mittler, Jesu Christ. Gib, dürftend Herz! In dir Gerechtigkeit 140 Abendmahlslieder. keit zu finden, Mit dir zu theilen 2. Was frag ich nun nach Freud und Schmerz, Durch dich, Ehre, Lust und Schätzen? Der was du gethan, zu thun, In Lebensstrom kann mich genug er= deiner Nuh mit dir zu ruhn. gößen, Der Durst ist hin, wie bin 8. Und ihr auch, seines Leibes ich so erquickt! Nun werd ich dort Glieder, Die Jesu Heil, wie mich, vollkommen selig werden, Den erfreut, Euch lieb ich stets als Vorschmack hab ich schon davon seine Brüder, Als Erben seiner auf Erden, Doch mache mich, 0 Herrlichkeit. Wir haben Einen Jesu, mehr geschickt. Herrn und Gott, Uns speist und 3. O bleibe du doch nahe deitränkt Ein Wein, Ein Brod. nem Kinde, Gib, daß ich Kraft 9. Wie jetzt in unsers Heilands in dir, als König, finde, Gib Namen Sein Volk vor ihm ver- Muth und Kraft, du meine Zusammelt war, So steh'n wir, die versicht! Sei mein Prophet, und wir zu ihm kamen, Vor ihm mit leite mich zur Wahrheit, Und seiner Engel Schaar, Und preisen raubt die Sünde mir des Glauals sein Eigenthum Dann ewig bens Klarheit, Dann, Hoherprieseines Namens Ruhm. ster, sei dein Kreuz mein Licht. 10. Hier will ich mich mit 4. Was will ich mehr, als diesen euch vereinen, Die ihr ihn ewig- Himmelsfürsten? Mich wird hinlich erhöht, Und wenn wir einst fort in Ewigkeit nicht dürsten, vor ihm erscheinen Im Glanze Weil er mich tränkt, der selbst seiner Majestät, Dann geh ich im das Leben ist. Kein Hunger wird Triumph mit euch, Ihr Auser- die Seele jemals drücken, Des wählten, in sein Reich. Himmels Manna wird mich stets 11. So soll denn weder Spott erquicken, Und das bist du allein, noch Leiden, Noch Ehre, Freud' Herr Jesu Christ. und Lust der Welt Mich, Herr, 5. Ich lebe nun, und will von deiner Liebe scheiden, Die mich Gott ergeben, Jedoch nicht selbst im Tode mich erhält. Du ich, nein, Christus ist mein Leben. bist und bleibest ewig mein, O So lebe denn in mir, o Gotteslaß mich deiner würdig sein. sohn! Ich bin gewiß, daß droben und auf Erden Barmherzigkeit und Güte folgen werden, Als Eigene Melodie. 236. Auf, auf, mein Geist, ein durchs Blut des Lammns erworbner Lohn. erhebe dich zum Himmel, Weich von dem unbe= ständigen Getümmel, Wodurch die Mel. Herr Jesu Christ, mein's. Welt ihr blindes Volk betrügt. 237. Die Frucht vom heilgen te Ich habe nun vom Himmelsbrod gegessen, Hab an des guten Hir- höchsten Gut im Thränenthal, ten Tisch gesessen, Der alte Feind Soll uns der herzlichste Verein zu meinen Füßen liegt. Der brüderlichen Liebe sein. 2. Und Lieder bei der Ordination und Einführung eines Predigers. 141 2. Uns eint die Lieb, die er 5. O blieben wir doch bei dem anpries, Eh er die Seinigen Herrn, Und folgten wir auch dann verließ, Um die er ste so drin- ihm gern, Wenn schwer das Leigend bat, Eh er sein Haupt ge- den auf uns liegt, Nur kämpfend neiget hat. unser Glaube stegt! 3. O daß er dies sein Testa- 6. O möchten wir, wie ers ment Noch ganz an uns erfüllen gebot, Vereint verkünden seinen könnt'! Erlöste, reicht euch Herz Tod, Bis daß er kommt, wir zu und Hand, Viel Müh hat er an ihm gehn, Wir in des Vaters euch gewandt. Neich ihn sehn! 4. Hier ist das Herz, hier ist 7. Nun, Unsichtbarer, leite du die Hand, Zur Wallfahrt bis ins Dein Volk zur ew'gen Sabbathruh. Vaterland. Seht, daß sich Jeder, Komm bald, du, dem auch alle Tag und Nacht, Auf seine Zu- Welt Dereinst mit uns zu Fuße kunft fertig macht. fällt. 5. Ordination und Einführung eines Predigers. Mel. Wie schön leucht't uns der. Freuden thun, Wend ab, was ihn 238. die er lehrt, Ein uns, das reis dir, o Herr betrübet. Gib für die Wahrheit, Du König deiner Christenheit, Du sie willig hört, Sich froh im Hirte deiner Heerde! Preis dir, Guten übet. Stärke Lehrer Und der du dein Volk noch liebst, Noch Gemeine; laß sie deine Treue Lehrer ihm und Führer gibst, sehen, Und auf deinen Wegen Damit es selig werde. Dankvoll gehen. 2. Froh nehmen wir von dei- führen. Die Rühmen Wir auf's Neue deine 4. Wenn einst dein großer Tag Treue; unserm Pfade Strahlt die erscheint, Laß unsern Lehrer, unSonne deiner Gnade. Uns dir entgegen Seelen sind ihm ner Hand Den Hirten, den du zugezählt, Heil ihm, wenn dort uns gesandt. O segne sein ihm keine fehlt! Laß keine sich Bemühen, Die Seelen, die sich verlieren. Vor dir, Richter, Wird ihm vertraun, Durch Wort und der Lehrer und der Hörer dann Wandel zu erbaun, Zu dir sie sich freuen, Und dir Jubellieder hinzuziehen. Mächtig Steh ihm weihen. sern Freund Stets zur Seite, daß er streite, bet und wache, Sich und Andre Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns. selig mache. 239. Das Amt der Lehrer, Herr, ist dein, Dein 3. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, Laß ihn sein Amt mit soll auch Dank und Ehre sein, Daß 142 Lieder bei der Ordination und Einführung eines Predigers. Daß du der Kirche, die du Bauen Gib dein Gedeihn, o Herr, liebst, Noch immer treue Lehrer von oben her, Und laß ihn reiche gibst. Früchte schauen Zu unserm Heil 2. Gesegnet sei ihr Amt und und deines Namens Ehr. Was Stand; Sie sind, o Herr, von er verkündiget aus deinem Wort, dir gesandt, Und pflanzen durch Das bleib und wirke bei uns dein heilig Wort Auf Erden immerfort. Licht und Wahrheit fort. 3. Bewahre ihm die ganze 3. Wir wollen ihres Amts Heerde, Die seiner Hirtentreu du uns freun, Das Herz soll ihnen willst vertraun, Daß keiner je offen sein, Dann wird, was ihre verloren werde, Daß Alle dort Nede lehrt, In uns durch deinen dein Antlig mögen schaun. Laß Geist verklärt. deine Weisheit reichlich auf ihm 4. Ermahnen, warnen, strafen ruhn, So wird ein leuchtend ste, So fehle der Gehorsam nie; Vorbild uns sein Thun. Was uns dein Mund durch sie 4. Dein Wort in seinem gebeut, Das bringt uns Heil und Munde gleiche Dem Strom, der Seligkeit. jeden Widerstand zerstört; Vor 5. Des treuen Lehrers schwere seiner ernsten Rede weiche, Was Pflicht Erschwere Hohn und Un- gegen Gottes Wahrheit sich emdank nicht, Denn das ist wahrlich pört. Sie sei ein Schwerdt, uns nicht gut, Wenn er sein das in die Herzen dringt, Und Amt mit Seufzen thut. die Verstockten auch zur Buße 6. Nein, fromme Lehrer zu zwingt: erfreun, Soll unsres Herzens 5. Verleih ihm deines Geifted Freude sein. O führe du, Herr, Waffen, Dem Spott und Drohn uns zugleich mit ihnen in dein der Welt zu widerstehn, Und wenn Himmelreich. er unser Heil soll schaffen, Laß ihn auf Lohn und Menschengunst nicht sehn. Gib, wenn er lehrt und warnt, ihm Kraft und Licht, 240. Erhöre gnädig unser Und wenn er tröstet, feste ZuMel. Dir, dir, Jehovah, will ich. Flehen Für deinen versicht. Knecht, den du uns zugesandt, 6. Wohlan, wir baun auf deine Stärk ihn mit Kraft aus deinen Gnade, Laß seinen Eingang hier Leit ferner ihn Höhen, Und rüst' ihn aus zu gesegnet sein. seinem Amt und Stand. Durch auf ebnem Pfade, Und laß sein deinen Geist nur wird er recht Werk zu deinem Ruhm gedeihn. belehrt, Und seines Glaubens Sei mit uns, Herr, wir sind auf Zuversicht gemehrt. dich getauft, mit deinem Blut 2. Zu seinem Säen, Pflanzen, hast du uns All' erkauft. 6. Lieder 143 6. Lieder bei Beerdigungen und zum Gedächtniß der Verstorbenen. Eigene Melodie. 241. Mitten wir im en 242. ich dich betrete, Sprech Mel. Gottes Sohn ist kommen. eilge Wenn Mit dem Tod umfangen; Wer ists, der uns ich: Herr, mach Ende! Treuer Hülfe thut, Daß wir Gnad er- Vater, sende Deinen Friedenslangen? Das bist du, Herr, alleine! boten! Selig sind die Todten. Uns reuet unsre Missethat, Die 2. Hier, wo meine Brüder, dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Hier, wo Chrifti Glieder Nach Herr und Gott, Heiliger starker erkämpften Siegen Als ein Saam= Gott, Heiliger barmherziger Hei- korn liegen, Hier bei Jesu Schaaland, Du ewiger Gott, Laß uns fen Wünsch ich auszuschlafen. nicht versinken In der bittern 3. Hier ruht der Verjagte, Todesnoth. Herr, erbarme dich! Hier hat der Geplagte, Nach den 2. Mitten in dem Tod anficht bittern Stunden, Seinen Hafen Uns der Hölle Nachen; Wer will funden; Auf den Thränenregen uns von solcher Noth Frei und Wird das Grab sein Segen. ledig machen? Das thust du, 4. Tod, dich nah zu schauen, Herr, alleine! Es jammert dein'r Bringet mir kein Grauen. Wenn Barmherzigkeit Unsre Sünd und die Kräfte schwinden, Sterben großes Leid. Heiliger Herr und Gott, Sorg und Sünden. Meines Leibs Heiliger starker Gott, Heiliger Verwesung Ist dem Geist Gebarmherziger Heiland, Du ewiger nesung. Gott, Laß uns nicht verzagen 5. Wenn ich in der Erde, Va= Vor der tiefen Höllenglut. Herr, ter, schlafen werde, So sprich zu erbarme dich! den Schaaren, Die dein Volk be3. Mitten in die Höllenangst wahren: Hütet die Gebeine, Denn Uns die Sünden treiben. Wohin hier schläft der Meine! fliehen dann, wohin, Da wir 6. Freue dich, mein Glaube, mögen bleiben? Zu dir, Herr Mit des Leibes Staube Thut der Christ, alleine. Vergossen ist dein Gott der Stärke Neue Wundertheures Blut, Das g'nug für werke: Er gibt alle Glieder Mir die Sünde thut, Heiliger Herr aus Staube wieder. und Gott, Heiliger starker Gott, 7. Himmlische Posaunen SchalHeiliger barmherziger Heiland, len zum Erstaunen, Eine Welt der Du ewiger Gott, Laß uns nicht Todten Wird dann aufgeboten, entfallen Von des rechten Glau- Vor dem Herrn der Erden Dar= bens Trost. Herr, erbarme dich! gestellt zu werden. 8. Freudiges 144 Lieder bei Beerdigungen 8. Freudiges Getümmel! Grä-| Erde lässt du liegen, Zum himmber werden Himmel, Was einst lischen Vergnügen, In's Land der starb, erwachet, Was einst weinte, Freuden ziehst du hin. lachet; Fromme, gleich der Sonne, Jauchzen voller Wonne. 6. Befreit von Schmerz und Mühe, Gehst du von uns so frühe, 9. Die vor tausend Jahren Längst Zieh hin, geliebtes Kind! Dein, verweset waren, Fangen an zu le- Schöpfer heißt dich schlafen Und ben Und sich zu erheben. Eltern, wohnen bei den Schaafen, Die Kinder, Brüder, Seh ich alle wieder. ewig wohl versorget sind. 10. Mache, Gettesacker, Meine 7. Du warst uns nur geliehen, Seele wacker, Daß ich mein Ge- Wir sollten uns bemühen, Dich schicke Nach dem Tod erblicke, christlich zu erzieh'n. Gott nimmt Und mein Nichts im Grabe uns diese Sorgen; Sein Rath ist Stets vor Augen habe. uns verborgen, Einst sehen wir im Himmel ihn. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 8. Dein Leib gehört der Erde, 243. Wenn junge Himmels- Daß er verwahret werde, Bis erben In ihrer Un- Gottes Stimme ruft. Sie wedt schuld sterben, Verlieret man sie ihn, du wirst hören, Und eilen nicht. Sie werden nur dort oben mit den Chören Dem Herrn entVom Vater aufgehoben, Und gegen in der Luft. schauen Jesu Angesicht. 9. Auch unsre Tage fliehen, 2. Sie sind ja in der Taufe Wer weiß, wie bald wir ziehen Zu ihrem Christenlaufe Dem Mitt- In unser Vaterland. Thun wir, ler eingeweiht, Und noch bei Gott was Gott befohlen, Wird er uns in Gnaden, Was kann es ihnen zu dir holen, Und enden unsern schaden, Wenn er ste ruft zur Prüfungsstand. Ewigkeit? 10. Dort werden wir dich sehen 3. Ruft er ste doch aus Liebe, Bei Himmelsbürgern stehen, Und Daß nicht der Sünden Triebe, unsern Gott erhöhn. Nimm unsern Nicht Bosheit sie entweih'n. Eh' legten Segen, Und komm uns einst sie die Welt verführet, Da sie entgegen, Wenn wir auch in den noch Unschuld zieret, Führt er sie Himmel gehn. in den Himmel ein. Mel. Ich hab' genug. 4. Bald schleicht von ältern Sündern Das Böſe ſich bei Kin- 244. 3ich, liebes Kind, die dern In's unverwahrte Herz. O, hin! dich fordert Gett die ihr euch betrübet, Seht, wie So früh von dieser Welt. Wohl euch Gott geliebet, Der euch er- schmerzet uns Dein, ach, so früher sparte manchen Schmerz. Tod, Doch weil es Gott gefällt, 5. Dies Loos ist dir gefallen, So wollen wir nicht troftlos klagen, Gott heißt dich von uns wallen, Nein, mit gelaffner Seele sagen: Der Tod ist dein Gewinn. Die Zieh hin, mein Kind! 2. Did, und zum Gedächtniß der Verstorbenen. 145 2. Dich, liebes Kind, Dich 3. O 3. O kurze Bahn! Kaum hatte Gottes Hand Für diese kennst du Welt und Freuden, Welt geliehn. Er ist der Herr, So führt dich Gott Vom SchauEr nimmt zurück sein Pfand, plaß deiner Leiden. Was Gott Er will dich selbst erziehn. Er thut, das ist wohlgethan. gibt und nimmt; sein ist dein 4. Du bist beglückt. Entronnen Leben. Was sein ist, wollen wir den Gefahren, Trifft dich nun ihm geben: Du bist sein Kind. nicht, Was in den ernsten Jahren 3. In jener Welt, Im Him- Dem Christen oft das Ziel verrückt. mel, findest du, Was diese Welt 5. In ew'ger Ruh, In ungenicht gibt, Denn nur bei Gott störtem Frieden Wohnt nun dein Ist wahre Seelenruh, Von kei- Geist; Erbarmend sieht hienieden nem Schmerz getrübt. Hier muß Gott deiner Eltern Thränen zu. man oft in Unruh schweben, 6. Klagt nicht zu sehr Bei euDort ist ein ungestörtes Leben. res Kindes Bahre, Gott führt es Wohl dir, mein Kind! schon Im Frühling seiner Jahre 4. Du gehst voran, Einst fol- Zum Himmel; er ist unser Herr. gen wir dir nach, Wenn es dem 7. Es war sein Pfand, Er hat Herrn gefällt. Du eilst nun fort, es euch geliehen; O gebt's ihm Entgehst dem Ungemach, Den gern, Heißt euren Liebling ziehen, Leiden dieser Welt. Wer lange Er zieht ja in sein Vaterland. lebt, hat viel zu leiden, Wer 8. Zieh in die Gruft, Verfrühe stirbt, steht bald die Freu- birg dich eine Weile; Mit dir den Der bessern Welt. stehn wir Einst auf zu Jesu Heile, Wenn er in unsre Gräber ruft. 5. So zieh denn hin! Dort, wo die Unschuld wohnt, Wo man den Vater preist, Wo Jesus Christ, Der Freund der Kinder, thront, 246. Javie Thränen, Mel. Hört auf mit Trauern. hr Trauernden, Dort, dort lebt nun dein Geist. Geendigt sind die Leidensstunden, Und hemmet das Jammern und Wohl dir, du hast nun über- Sehnen. Wer wollte verzagend wunden, Wohl ewig dir! erbeben? Das Grab ist das Thor zu dem Leben. 245. ur frühen Gruft Wirst 2. Mag irdische Hülle zerfallen, Mag irdische Freude verdu von uns beglei- hallen, Mag Staub sich gesellen tet. Dies, junger Christ, Will zum Staube, Hoch über ihm Gott, der dich bereitet, Und dich jauchzet der Glaube. nun wieder zu sich ruft. Mel. Gott ist mein Lied. 3. Hoch über den Gräbern da 2. Er nahm dich auf Zum thronet Das Licht und das LeKinde seiner Gnade, Er reinigte ben; da wohnet, Vom Leibe des Dich in dem heilgen Bade, Und Todes geschieden, Vollendet der in Geist lenkte deinen Lauf. Pilger im Frieden. K 4. Da 146 Lieder bei Beerdigungen 4. Da scheiden nicht bittere Sinn Auf das ew'ge Erbtheil hin. Schmerzen Die heilig verbunde- Gib uns Allen, was wir flehen, nen Herzen. Was hier noch die Dort ein sel'ges Wiedersehen. Liebe beweinet, Ihr droben verkläret erscheinet. Mel. Vater unser im Himmelreich. 5. laßt uns die Häupter 248. Ach, was sind alle erheben! Dem Tode entquillet das Güter werth, Die Leben. Erst endet der Schlummer schnell des Todes Macht zerstört? die Sorgen, Dann folget der ewige Morgen. Im Sterben schwindet Erdenmacht, Gold glänzt nicht mehr in Grabesnacht. Denk an dein Grab, wenn irdisch Gut Dich reizen will Mel. Zion klagt mit Angst. 247. Soll denn Alles, Alles zum Uebermuth. enden In Verwesung 2. Einst bringt der Herr vor und in Staub? Läßt der Tod aus sein Gericht, Was hier verborgen seinen Händen Nimmermehr den war, an's Licht. Jenseits des theuren Raub? Blicket hoffnungs- Grabes reift die Saat, Die hier Tos hinab Unser Aug' ins öde der Mensch gesäet hat. Denk an Grab? Ist auf ewig nun verlo- den Tod, bestell dein Haus, Streu ren, Was sich unser Herz erkoren? weislich guten Samen aus. 2. Nein, du bist uns nicht 3. Der Strom des Lebens verloren, Ob dein Leib auch rinnet schnell, Bald ist er trüb, bald zerfällt, Denn dein Geist bald ist er hell. Denk an die weilt neugeboren Schon in einer Flucht der Zeit, wenn Licht In bessern Welt. Was du Wahres Kummernächten dir gebricht. Im hier gedacht, Was du Gutes treu Grab ist Ruh; Genesung, Heil Wird vollbracht, Reift zu ew'gem Heil fremmen Duldern dort zu Theil. und Segen Dort vergeltend dir Mel. Der lieben Sonne Licht. Auch bei uns, die dich 249. Die Christen gehn in entgegen. 3. beweinen, Wirkest du in Segen fort, Unvergessen von den mannigfachen Jammer, Bis nach Deinen Bleibt dein Beispiel und dem Weg zum Himmelszelt Sie dein Wort. Uns, die deinen ruhn in stiller Kammer. Nach Werth geseh'n, Kann dein Bild wohl vollbrachtem Lauf Nimmt nie untergehn, Und dir folget Gott die Seele auf. Das Weinoch im Grabe Lieb und Dank zenkorn freut Gottes Hand Auf als fromme Gabe. Hoffnung in sein heil'ges Land. 4. Gott, der du ihn uns ge- 2. Die ihr schon aufgebrochen schenket, Dir sei Preis und Dank seid Aus eurer Brüder Mitten, dafür. Der du ihn zum Heil ge- Wir freun uns eurer Seligkeit, lenket, Dank, o Jesu, Dank sei Und folgen euren Schritten. Der dir. Lenke stets auch unsern nun befreite Geist 3st himmel wärts und zum Gedächtniß der Verstorbenen. 147 wärts gereist, Die Hülle findet 5. O Herr, mach mir doch süß ihre Nuh' Im Grab, und Liebe den Himmel, Und bitter sei mir deckt sie zu. diese Welt. Gib, daß mir in dem 3. Sie bleibt, bis ihre Stunde Weltgetümmel Die Ewigkeit sei schlägt, In heiliger Verwahrung, vorgestellt. Mein Gott,:,: Ich Bis sich das neue Leben regt, bitt, durch Christi Blut, Mach's Am Tag der Offenbarung. Und nur mit meinem Ende gut. dann, welch selig Loos, In Jesu 6. Ach, Vater, deck all meine Arm und Schooß! Die Liebe Sünde Mit dem Verdienste Chrifti führ' uns gleiche Bahn, So tief zu, Drein ich mich fest und gläubig hinab, so hoch hinan. winde, Das gibt mir recht er= wünschte Ruh. Mein Gott,:,: Ich bitt, durch Christi Blut, Eigene Melodie. 250. Wer weiß, wie nahe Mach's nur mit meinem Ende gut. mir mein Ende, Hin 7. Ich weiß, in Jesu Blut und geht die Zeit, her kommt der Tod. Wunden Da sind ich meine RuheAch, wie geschwinde und behende statt, Da find ich Trost in TodesKann kommen meine Sterbensnoth! stunden, Den mir dein Tod erwor= Mein Gott, Mein Gott, Ich bitt, ben hat. Mein Gott,:,: Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's nur durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nacht leicht 8. Nichts ist, das mich von anders werden, Als es am frühen Jesu leite, Nichts, es sei Leben oder Morgen war, Denn weil ich leb Tod. Ich leg die Hand in seine auf dieser Erden, Leb ich in steter Seite, Und sage: mein Herr und Tod'sgefahr. Mein Gott,:,: Ich mein Gott! Mein Gott,:,: Ich bitt, durch Christi Blut, Mach's bitt, durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut. nur mit meinem Ende gut. 3. Herr, lehr' mich stets mein 9. Ich habe Jesum angezogen End' bedenken, Und, wenn dereinst Schon längst in meiner heil'gen ich sterben muß, Die Seel in Tauf, Du bist mir auch daher Jesu Wunden senken, Und ja gewogen, Hast mich zum Kind genicht sparen meine Buß. Mein nommen auf. Mein Gott,:,: Ich Gott,:,: Ich bitt, durch Christi bitt, durch Christi Blut, Mach's Blut, Mach's nur mit meinem nur mit meinem Ende gut. Ende gut. 10. So komm mein End heut 4. Laß mich bei Zeit mein Haus oder morgen: Ich weiß, daß mir's bestellen, Daß ich bereit sei für mit Jesu glückt, Ich bin und bleib und für, Und sage frisch in allen in allen Sorgen Mit Jefu Blute Fällen: Herr, wie du willst, so schön geschmückt. Mein Gott,:,: schick's mit mir! Mein Gott,:,: Ich Ich bitt, Christi Blut, bitt, durch Christi Blut, Mach's Mach's nur mit meinem Ende durch nur mit meinem Ende gut. gut. K* 11. Ich 148 Lieder bei Beerdigungen 11. Ich leb' indessen ganz ver- Hinweg gestorben sein. Drum bilde gnüget, Und sterb ohn alle Küm- dir, o Sünder, Dein Sterben merniß, Denn mir gefällt, wie täglich ein. Gott es füget, Ich glaube feft 2. Bedenke, Mensch, das Ende, und bin gewiß: Mein Gott,:,: In Bedenke das Gericht. Es müssen Gnad durch Christi Blut Machst alle Stände Vor Jesu Angesicht. du's mit meinem Ende gut. Kein Mensch ist ausgenommen, Ein jeder muß heran, Und wird den Lohn bekommen, Nachdem er Mel. Herzliebster Jesu. 251. m Grabe stehen wir hat gethan. und opfern Thränen, 3. Bedenke, Mensch, das Ende, Wir schauen in die Gruft mit Der Hölle Angst und Leid, Daß bangem Sehnen, Da du, o Va- dich nicht Satan blende Mit seiter, einen deiner Frommen Von ner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes uns genommen. Freuen, Dort aber ewiglich Nur 2. Er liebte dich, und strebte Schmerz und Klag' und Schreien. deinen Willen, Als Jesu Jünger, Ach Sünder, hüte dich. treulich zu erfüllen, Gottselig war 4. Bedenke, Mensch, das Ende, und deinem Rath ergeben Durch Bedenke doch die Zeit, Daß ja ihn sein Leben. dich nichts abwende Von jener 3. Mit ihm ist uns ein Freund Herrlichkeit; Dort wird vor Gotins Grab getragen, Sein treues tes Throne Die Seele wohl ge= Herz wird nicht mehr für uns pflegt, Dort ist die Lebenskrone schlagen; Nun kann sein Rath, Den Frommen beigelegt. 5. Herr, lehre mich bedenken Der Zeiten letzte Zeit, Daß, sich 4. Nimm Preis und Dank, daß nach dir zu lenken, Mein Herz du in diesem Leben Zum Segen sei stets bereit. Laß mich den Tod den Entschlafnen uns gegeben. Du betrachten Und deinen Richterstuhl, nahmst ihn uns, wir trauern und Laß mich auch nicht verachten sind stille, Gut ist dein Wille. Der Hölle Feuerpfuhl. 5. Er gab den Geist in seines Mittlers Hände; Im Glauben deß wir uns sonst erfreuten, Uns nicht mehr leiten. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten Auf meinen legten Tag Mit selig sei auch unser Ende. Du Buße mich bereiten, Und täglich wollest, Herr, mit ihm und mit sterben mag. Im Tod und ver den Deinen Uns dort vereinen. Gerichte Steh mir, o Jesu, bet, Daß ich im Himmelslichte 3u wohnen würdig sei. Mel. Befiehl du deine Wege. 252. Bedenke, Mensch, das nen Tod. Der Tod kommt oft be- 253. Wie fleucht dahin e Ende, Bedenke dei- Mel. Ich hab mein' Sach Gott. der hende, Der heute frisch und roth, Zeit! Wie Kann morgen und geschwinder eilen wir zur Ewigkeit! Wie mancher und zum Gedächtniß der Verstorbenen. 149 cher sinkt in Todesnacht, Eh er's ge- 2. Drum so will ich dieses dacht Und sich dazu bereit gemacht! Leben, Wenn es meinem Gott 2. Das Leben ist gleich wie ein beliebt, Auch ganz willig von mir Traum, Gleich einem leichten Was- geben, Bin darüber nicht betrübt; serschaum, Dem Grase gleich, daß Denn in meines Jesu Wunden heute steht, Und schnell vergeht, Hab ich nun Erlösung funden, Sobald der Wind darüber weht. Und mein Trest in Todesnoth 3. Nur du, mein Gott, du Ist des Herren Jesu Tod. bleibest mir Das, was du bist, 3. Jesus ist für mich gestorben, ich traue dir. Laß Berg und Und sein Tod ist mein Gewinn, Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn, Er hat mir das Heil erworben, Wenn ich bei meinem Jesu bin. Drum fahr ich mit Freuden hin, 4. So lang' ich in der Hütte Hier aus diesem Weltgetümmel wohn', Erwecke mich, o Gottes In des großen Gottes Himmel, Sohn! Gib, daß ich zähle meine Da ich werde allezeit Preisen die Tag' Und immer wach, Daß, eh Dreieinigkeit. ich sterb, ich sterben mag. 4. Da wird sein das Freuden5. Was hilft die Welt in leben, Da viel tausend Seelen letzter Noth? Lust, Ehr und schon Sind mit Himmelsglanz umReichthum einst im Tod? Be- geben, Dienen Gott vor seinem denk's, o Mensch, was eilest du Thron; Da die Seraphinen pranDem Schatten zu? Du kommst gen Und das hohe Lied anfangen: ja nicht zur wahren Ruh. iHeilig, heilig, heilig heißt Gott, 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren der Vater, Sohn und Geist. Luft! Mir ist das höchste Gut 5. Da die Patriarchen wohnen, bewußt, Das such ich eifrig für Die Propheten allzumal, Wo auf und für, Das bleibet mir, Herr ihren Ehrenthronen Siget der Jesu, zeuch mein Herz nach dir. Apostel Zahl; Wo in so viel tau7. Was wird da sein, wenn send Jahren Alle Frommen heimich dich seh, Und dort vor deinem gefahren, Da man Gott die Ehre Throne steh! Herr, unterdessen bringt, Ewig Halleluja singt. lehre mich, Daß stündlich ich 6. O Jerusalem, du schöne, Mit flugem Herzen suche dich. Wie so helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne Hört man dort in stiller Ruh! O der großen 254. Alle Menschen müssen Freud und Wonne! Ja, nun geht sterben, Alles Fleisch sie auf, die Sonne, Und der helle vergeht wie Heu. Was da lebet, Tag bricht an, Der kein Ende muß verderben, Soll es anders nehmen kann. Eigene Melodie. werden neu. Dieser Leib auch muß 7. Ach, ich habe schon erblicket verwesen, Wenn er anders soll Alle diese Herrlichkeit, Seh im Geist mich schon geschmücket Mit genesen 3u der großen Herrlich keit, Die den Frommen ist bereit. dem weißen Himmelskleid. Mit der 150 Lieder bei Beerdigungen der goldnen Ehrenkrone Steh ich 2. Das schaffet Christus, Gotdort vor Gottes Throne, Schaue tes Sohn, Der treue Heiland, solche Freude an, Die kein Ende Der reich an Gnad' ist und an nehmen kann. Lohn, Wie's ist bekannt. Er ist 8. Dort will ich nun ewig unser Leben und Heil In Noth wohnen, Meine Lieben, gute Nacht! und auch im Sterben. Eure Treu wird Gott belohnen, 3. Den hat Gott Allen vorgeDie ihr habt an mir vollbracht. stellt Mit großen Gnaden, Zu seiLiebste Kinder und Verwandte, nem Reich die ganze Welt Heißen Brüder, Freunde und Bekannte, laden, Durch sein theuer und heilLebet wohl! zu guter Nacht! sam Wort, Gepredigt aller Orten. Gott sei Lob, es ist vollbracht. 4. Er ist das Heil und sel'ge Licht Für alle Heiden, Erleuchtet, die ihn kennen nicht, Will ste Mel. Nun lasset uns den Leib. 255. Begrabt den Leib, in weiden. Er ist des Volkes Israel seine Gruft, Bis Preis, Ehre, Freud und Wonne. ihn des Nichters Stimme ruft. Wir säen ihn, einst blüht er auf, Mel. Nun lasset uns den Leib. Und steigt verklärt zu Gott hinauf. 257. Am Grabe lerne, was 2. Aus Staube schuf ihn einst du bist! Lern hier, der Herr, Er war schon Staub, was unser Leben ist! Ein Sarg und wird's nun mehr. Er liegt, nur und ein Leichenkleid Wird er schläft, verwest, erwacht Der- dir nach aller Herrlichkeit. einst aus dieser Todesnacht. 2. War dieser arm, ein An3. Nun, du Erlöster, schlaf drer reich: Im Grabe sind wir in Nuh! Wir gehn jetzt unsern Alle gleich. Wir Alle sind des Hütten zu, Und machen zu der Todes Raub, Und Aller Leib Ewigkeit Mit Freud und Zittern zerfällt zu Staub. uns bereit. 3. Wer weiß, wie bald auch 4. Ach, Jesu Christ, dein Kreuz, dich zur Gruft Der Herr des dein Tod Stärk' uns in unsrer Tod's und Lebens ruft! Drum legten Noth. Laß unsre ganze halte dich zu jeder Zeit Auf Ted Seele bein, Und selig unser und Ewigkeit bereit. Ende sein. 4. Herr, sei barmherzig, wann du einst Als Nichter aller Welt erscheinst. Dein wollen wir, auf Eigene Melodie. 256. Mit it Fried und Freud ewig dein, Im Leben und im ich fahr dahin, Tode sein. It's Gottes Wille. Getroft ist mir mein Herz und Sinn, Sanft Eigene Melodie. esus, und fille. Wie Gott es mir vers 258. Just the tren gel heißen hat: Der Tod zum Schlaf ist worden. sicht Und mein Heiland, ist im Leben. Dieses weiß 151 und zum Gedächtniß der Verstorbenen. ich, sollt ich nicht Darum mich 8. Seid getroft und hocherfreut, zufrieden geben? Was die lange Jesus trägt euch, meine Glieder. Todesnacht mir auch für Gedanken macht. Gebt nicht Raum der Traurigkeit, Sterbt ihr, Jesus ruft euch wieder, 2. Jesus, er mein Heiland, Wenn einst die Posaune klingt, lebt, Ich werd auch das Leben Die durch alle Gräber dringt. schauen, Sein, wo mein Erlöser 9. Lacht der finstern Grabesschwebt, Warum sollte mir denn kluft, Lacht des Todes und der grauen? Lässet auch ein Haupt Höllen! Siegreich sollt ihr aus der sein Glied, Welches es nicht nach Gruft Euch dem Heiland zugeselsich zieht? len. Dann liegt Schwachheit und 3. Ich bin durch der Hoffnung Verdruß Ewig unter eurem Fuß. Band Zu genau mit ihm verbun= 10. Nur daß ihr den Geist er= den. Meine starke Glaubenshand hebt Von den Lüsten dieser Erden, Wird in seiner Hand gefunden, Und euch dem schon jetzt ergebt, Daß mich auch kein Todesbann Dem ihr wollt vereinigt werden. Ewig von ihm trennen kann. Schickt das Herz schon da hinein, 4. Ich bin Fleisch, und muß Wo ihr ewig wünscht zu sein. daher Auch einmal zu Staube werden; Ich bin sterblich, doch Eigene Melodie. wird er Mich erwecken aus der 259. Auferstehn, ja aufErden, Daß ich in der Herrlichwirst keit Um ihn sein mög' allezeit. Mein Staub, nach kurzer Nuh. 5. Einen Bau von Gott er- Unsterblich's Leben Wird, der dich baut Werd ich haben, wie ich schuf, dir geben. Halleluja. gläube. Gott wird werden ange- 2. Wieder aufzublühn, werd schaut In dem neu verklärten ich gesät; Der Herr der Erndte Leibe, Und in diesem Leib werd geht, Und sammelt Garben Uns ich Jesum sehen ewiglich. ein, uns ein, die starben. Halleluja. 6. Ob dies Aug im Tode 3. Tag des Danks, der Freubricht, Werd ich doch, o Herr, denthränen Tag, Du, meines dich kennen; Ich, ich selbst, ein Gottes Tag! Wenn ich im Grabe Fremder nicht, Werd in deiner Genug geschlummert habe, ErLiebe brennen, Und die Schwach- weckst du mich. heit um und an Wird von mir jein abgethan. 4. Wie den Träumenden wird's dann mir sein, Mit Jeju geh ich 7. Was hier kraftlos seufzt ein Zu seinen Freuden. Des müund fleht, Wird dort frisch und den Pilgers Leiden Sind dann herrlich gehen. Irdisch werd ich nicht mehr. außgefät, Himmlisch werd ich 5. Ach, ins Allerheiligste führt auferstehen. Senket hier den Leib mich Mein Mittler, dann leb ich nur ein, Herrlich wird er dort Im Heiligthume, Zu seines Na= einst sein. mens Ruhme. Halleluja. Mel. 152 Lieder bei Beerdigungen u. z. Gedächtniß der Verstorbenen. inst reift die Saat, mein Staub Leben leitet. Wir blicken in das tiefe Meer; Den Grund zu schauen ist zu schwer, Es sind die Tiefen ersteht Gottes. Mehr, weit mehr, als 3um neuen, ewgen Leben. Er, wir verstehn, Mehr, als unsre. der da kommt voll Majestät, Wird Thränen flehn, Gibt uns, der mir's aus Gnaden geben. Im ewig liebet. Schooße Gottes ruht mein Geist 3. Set, Seele, stark, und zage Von allen Mühen aus und fleußt nicht, Durch's finstre Thal zu Von Wonn' anbetend über. Ach, wallen. Nah an des Thales Nacht mein Auge schaute nie, Meinem ist Licht, Und laute Jubel schallen. Ohr ertönte nie Solch Heil auf Dem letzten Seufzer, der entflieht, dieser Erde. Mischt sich der Engel heilig Lied, 2. Das kommt in keines Men- Zu des Erlösers Preise. Er erschen Herz, Was Gott uns dort füllt des Bundes Eid, Er ist bereitet, Uns Pilgern, die Gott ganz Barmherzigkeit. Dank sei durch den Schmerz Zum ew'gen ihm, Preis und Ehre. Mel. Der Tag, der ist so. 260. Gin allan hinand Zweite 3weite Abtheilung. Gottes Wesen und Vollkommenheiten, Werke und Wohlthaten. I. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Eigene Melodie. zum Vater geben hat, Daß wir 261. an Ba= Kinder werden. Er will uns uch ter, Den allmächtigen allzeit ernähren, Leib und Seel Schöpfer Himmels und der Erde. auch wohl bewahren, Allem Unfall Und an Jesum Christum, Sei- will er wehren, Kein Leid soll uns nen einigen Sohn, Unsern Herren, widerfahren. Er forget für uns, Der empfangen ist von dem heil'- schüßt und wacht, Und Alles steht gen Geist, Geboren von Maria, in seiner Macht. der Jungfrau'n, Gelitten unter 2. Wir glauben auch an JePontio Pilato, Gekreuziget, gestor- sum Chrift, Seinen Sohn und ben und begraben, Niedergefahren unsern Herren, Der ewig bei dem zu der Hölle, Am dritten Tag er- Vater ist, Gleicher Gott von Macht standen ist Von den Todten, Auf- und Ehren; Von Maria, der Junggefahren zu dem Himmel, Siget frauen, Ist er wahrer Mensch gezu der rechten Hand Gottes, des boren, Durch den heilgen Geist Vaters, des Allmächtigen, Von im Glauben; Für uns, die wir dannen er kommen wird, zu rich- war'n verloren, Am Kreuz gestor= ten Die Lebendigen Und die Todten. ben, und vom Tod Auch aufIch glaub an den heiligen Geist, erstanden ist durch Gott. Eine heilige Chriftliche Kirche, die 3. Wir glauben an den heilGemeinschaft der Heiligen, Verge- gen Geist, Gott mit Vater und bung der Sünden, Auferstehung dem Sohne, Der aller Blöden des Fleisches Und ein ewiges Le- Tröster heißt, Uns mit Gaben ben. Amen. zieret schöne, Alle Christenheit auf Erden Hält in Einem Sinn gar eben. Hier all' Sünd vergeben wer262. Wir glauben All' an den; Unser Fleisch soll wieder leben. Eigene Melodie. Einen Gott, Schöpfer Nach diesem Elend ist bereit't Ein Himmels und der Erden, Der sich Leben uns in Ewigkeit. Met. 154 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Mel. O Herre Gott, begnade. Eigene Melodie. 263. Ich glaub an Einen 264. Mir glauben All an Gott allein, Der alle Einen Gott, Herrn Dinge, groß und klein, Den Him- und Vater aller Welt, Der durch mel und die Erden, Aus Nichts sein mächtiges Gebot Uns erschuf hat lassen werden; Der mich auch und uns erhält, Der voll Weisselbst aus lauter Gnad Zu seinem heit, Güt und Macht Stets für Dienst erschaffen hat, Mir Leib Alles sorgt und wacht. und Seel gegeben, Sinn und Ver- 2. Wir glauben auch an Senunft daneben. Durch seine Weis- sum Christ, Gottes eingebornen heit, Macht und Güt All sein' Sohn, Der Mensch für uns gewor= Geschöpfe er behüt't. Er ist mein den ist, Und nun herrscht auf GotVater und mein Gott, Der mir tes Thron, Der, indem er litt und zu Hülfe kommt in Noth, Mich starb, Heil und Leben uns erwarb. schüßet und ernähret. 3. Wir glauben an den heilgen 2. Ich glaube auch an Jesum Geist, Dessen gnadenvolle Kraft Christ, Der Gott vom Vater ewig An unsern Herzen sich erweist, ist, Und auch ein Mensch geboren, Rath und Troft und Hülf uns Daß ich nicht werd verloren; Der schafft. Gott, für Zeit und Ewigkeit mir sein's Vaters Huld erwarb, Segne deine Christenheit. Am Stamm des Kreuzes für mich starb, Fuhr zu der Hölle nieder, Stund auf vom Tode wieder, Und, 265. Anbetend ſtand der Ge Mel. Jesaia, dem Propheten. Sezu vollenden seinen Lauf, Fuhr er Gottes er zum Himmelsthron hinauf; Von im Geist Jehovah sizen sah Auf da er kommen wird einmal, Zu seinem hohen Thron, in hellem richten die sehr große Zahl Der Glanz; Es füllt der Saum des Lebenden und Todten. göttlichen Gewands Das Haus, 3. Ich glaub auch an den heil- es schweben Seraphim von fern, gen Geist, Der gleich ist wahrer Und beten zu der Herrlichkeit des Gott, und heißt Ein Lehrer unsrer Herrn. Erstaunend über Gott verSinnen, Der ewig, ohn Beginnen, hüllen sie Ihr Antlig mit zween Vom Vater und dem Sohn aus- Flügeln, decken ste Den Fuß mit geht, Der den Betrübten hier bet- zween, und mit zween fliegen ste; steht, Daß sie Vergebung finden Der sein wird, der er sein wird, All' ihrer Schuld und Sünden. singen ste, Heilig ist Gott, JehoIch glaube, daß erhalten werd vah Zebaoth! Heilig ist Gott, JeEin' allgemeine Kirch' auf Erd, hovah Zebaoth! Heilig ist Gott, JeBei der stets bleibt des Geistes hovah Zebaoth! Der Welten Kreis Gab'. Ich glaub, daß dieses ist seiner Ehren voll! Ven ihrer AnFleisch vom Grab Werd auferstehn betung Gesang erscholl Das Haus, zum Leben. und ward von Opferwolken voll. Mel. Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 155 Wird er zur Seligkeit Aus seinem Staub erweckt. Mel. O Gott, du frommer Gott. 266. glaub an Einen 7. Dies glaub ich festiglich Gott Und allgemei- Mit allen Himmelserben, Und nen Vater, Des Volks der wei- darauf will ich auch Mit Gottes ten Welt Allgnugsamen Berather, Hülfe sterben. OHöchster, stehe Der, was er immer will, Mit mir Bis an mein Ende bet, Daß unumschränkter Kraft, Nach sei- ja mein Wandel stets Des Glaunem weisen Rath, Hier wie auch bens Zeuge sei. droben schafft. Sohn Der unerschaffnen Liebe, In 267. A Boll Ehrfurcht stets glaub an Gott, den Mel. O Gott, du frommer Gott. Gott, 2. Ich dessen reinem Dienst Und Beispiel ich mich übe; Der, seinem Vater zu nennen, Du bist unendlich gleich, Vom höchsten Thron re- mehr, Als wir begreifen können. giert, Und welchem Ehr und Preis O flöß auch meinem Geift Die In Ewigkeit gebührt. tiefste Demuth ein, Und laß 3. Ich glaub an Gott, den mich stets vor dir Voll EhrGeist Der Heiligkeit und Stärke, erbietung sein. Des selgen Erbes Pfand, Den 2. Du bist das höchste Gut, Schöpfer guter Werke; Der uns Du weißt von keinem Leide, Stets ein neues Herz Und Licht und ruhig in dir selbst, Thronst du Troft verleiht, Und aus den in ew'ger Freude. Dein ist die Gläubigen Das Abba Vater! Herrlichkeit, Auch ohne Kreatur schreit. Bist du dir selbst genug, Du 4. Es sammelt und erhält Sein Schöpfer der Natur. Ruf und Zug alleine, Aus aller 3. Du riefst dem, das nicht Erden Volk, Die heilige Gemeine, war, Um Luft und Seligkeiten Die Jesu eigen ist und ewiglich Auf's Mannigfaltigste Um dich besteht, Wenn schon die Hölle her auszubreiten. Die Liebe bist tobt, Und alle Welt vergeht. du selbst, Verstand und Nath 5. In dieser Kirche nur Wird sind dein, Und du gebrauchst sie Heil und Ruh gefunden. Was gern, Zu segnen, zu erfreun. in dem Himmel lebt, Das ist mit 4. Du sprichst, und es geschieht; ihr verbunden; Und wenn sie Auf dein allmächtig: Werde! Entgleich auch hier noch so zertrennet stand dein großes Werk, Der Himscheint, Sind ihre Glieder doch mel und die Erde. Mit deinem Durch Einen Geist vereint. kräftgen Wort Trägst du die ganze 6. Wer darin lebt und stirbt, Welt, Und deine Macht vollführt, Genießet aller Gnaden, Er ist Was uns unmöglich fällt. von seinem Gott Der Sünden- 5. Du bist der Herren Herr, schuld entladen, Und, wenn der Der Erde Majestäten Sind, Höchletzte Tag Verruchte Seelen schreckt, ster, vor dir Staub, Dein Wort erschafft, 156 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. erschafft, kann tödten. Wen du Frohlockt ihm, alle Frommen. erniedrigest, Gott, wer kann den Wer ist ihm gleich? wer ist, wie erhöhn? Wen du erhöhen willst, er, So herrlich, so vollkommen? Deß Hoheit muß bestehn. Der Herr ist groß, sein Nam ist 6. Du bist es, der allein Un- groß, Unendlich ist und gränzensterblichkeit bestzet, Der Leben gibt los Der Herr in seiner Größe. und nimmt, Der unsern Odem 2. Ihn trifft kein Wechsel flücht= schützet. Den Geist, der in uns ger Zeit In seines Himmels Hö lebt, Ihn haben wir von dir, hen, Und seine Größ und HerrIhn forderst du zurück, Du blei- lichkeit Wird ewiglich bestehen. best für und für. Wir Menschen sind von gestern 7. Wer hat dich je gesehn? her, Eh noch die Erde war, war Wer kann im Fleisch dich sehen? er, War, eh die Himmel waren. Kein sterblich Auge reicht Bis zu 3. Des Ew'gen Thron umgibt des Lichtes Höhen, Wo du voll ein Licht, Das ihn vor uns verMajestät Auf deinem Stuhle hüllet, Ihn fassen alle Himmel thronst, Und unter frohem Lob nicht, Wie weit er sie erfüllet. Der Himmelsheere wohnst. Er bleibet ewig, wie er war, 8. Was wir, Unendlicher, Von Verborgen und auch offenbar deinem Wesen wissen, Daß haft seiner Werke Wundern. du selbst zuvor Uns offenbaren 4. Wir sind allein durch seine müssen. Die Schöpfung zeugt von Kraft Das, was wir sind und wer dir, Und deines Sohnes Mund den, Er kennet alles, was er schafft Macht uns noch deutlicher, Gott, Im Himmel und auf Erden. Bei deinen Willen. fund. ihm ist Weisheit und Verstand, 9. Doch hier erkennen wir Dich Und er umfaßt mit seiner Hand noch gar unvollkommen, Wird aber Die Erde sammt dem Himmel. dermaleinst Der Vorhang wegge= 5. Ist er nicht nah? ist er nicht nommen, Der jetzt das Heiligste fern? Weiß er nicht Aller Wege? Noch unserm Blick verschließt, Wo ist die Nacht, da sich dem Dann sehn wir klarer ein, Wie Herrn Ein Mensch verbergen möge? herrlich, Gott, du bist. Hüllt keine Schatten um euch her! 10. In Ehrfurcht sei schon jetzt Gedanken selbst erkennet er, Dein Ruhm von uns besungen, wir noch Worte finden. Verschmähe nicht ein Lob Von lal- 6. Wer schüßt den Weltbau chne lend schwachen Zungen. Dort soll, dich, O Herr, vor seinem Falle! wenn wir dereinst Vor dir verherr- Allgegenwärtig breitet sich Dein licht stehn, Ein Lied im höhern Walten über Alle. Du bist vell Chor Dich, großer Gott, erhöhn. Freundlichkeit und Huld, Barmherzig, gnädig, voll Geduld, Ein Vater, ein Verschoner. Mel. Es ist das Heil uns. er 268. Dund feiner mehr, gut, Und reiner, als die Sonne. 7. Unsträflich bist du, heilig, Wohl Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 157 Wehl dem, der deinen Willen oder ruhn; Ob sie die Welt erthut, Denn du belohnst mit Wonne. schüttern, Sie müssen doch durch Du gibst Unsterblichkeit allein, ihn Wie Laub im Walde zittern, Bift selig, wirst es ewig sein, Und, will er, muthlos fliehn. Du aller Freuden Fülle. 4. Allgegenwärtig schauet Sein 8. Nur dir gebühret Lob und allumfassend Aug umher, Und Dank, Dir Majestät und Ehre. wer nur ihm vertrauet, Den Kommt, bringt ihm euren Lobge- schüßet, den versorget er; Hört sang, Ihr alle, seine Heere! Der das Geschrei der Naben, Hat für Herr ist Gott, und keiner mehr. die ganze Welt, Hat für den Wurm Wer ist ihm gleich? wer ist, wie selbst Gaben, Und Schmuck für er, So herrlich, so vollkommen? Thal und Feld. Gebrichts, für uns zu sorgen, Ihm je an Nath und Macht? Ist er's nicht, Ver verborgen Uns hütet Tag und Mel. Nun fob, mein Seel, den. 269. Dhöhen, Auch in den Nacht? er Herr ist in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen 5. Wie könnt ihr Sündenknechte zu ihm flehen, Wo ihn die Engel Dem, der so nah euch ist, ent= schaun, ist er. Selbst Wünschen gehn? Könnt wähnen, der Geund Gedanken Und Sorgen ist er rechte Werd euer finstres Werk nah, Für ihn sind keine Schran- nicht sehn? Eh noch Gedanken fen Im ganzen Weltall da. Er werden, Von ferne sieht er sie, fast in seinen Händen Die Welten, Und alle Nächt' auf Erden Verund umspannt An allen ihren En- hüllen euch ihm nie. Wähnt nicht, den Sie mit allmächt'ger Hand. daß er's nicht wisse, Mit seinen 2. Er zündet dort der Sonne Schrecken füllt Er selbst die FinUnd aller Sterne Fackel an, Geußt sternisse, In die ihr euch verhüllt. Leben, Lust und Wonne Durch 6. Er wird, er wird euch finAlles, was empfinden kann, Auf- den, Denn in den Höhen herrscht aller Vögel Heere, Und was auf der Herr, Herrscht in den tiefsten Erden lebt, Was in dem tiefen Schlünden, An allen Enden HerrMeere Und hoch im Himmel schet er; Hat überall auch Schäße schwebt. Ihr, alle seine Werke, Von Kräften mancher Art, Zur Empfindet Tag und Nacht Die Rache der Gesetze, Für sein GeNähe seiner Stärke, Die Güte richt verwahrt. Und plözlich stürseiner Macht. zen Flammen, Wenn ihr Betrogne 3. Von seinem hohen Throne glaubt, Er schlummre tief, zusamVertheilt er weislich Lust und men Herab auf euer Haupt. Schmerz, Gibt Fürsten ihre Krone, 7. Wie schnell die Luft sich Lenkt, Wasserbächen gleich, ihr röthet, Wenn sie des Blizes Flug Herz. Es müssen seinen Willen durchfleucht, Trifft seine Strafe, Selbst kühne Frevler thun, Was tödtet, Wenn des Vertreters Bitte er beschließt, erfüllen, Sie wüthen schweigt. Sagt, Sünder, mir zur Rechten, 158 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Nechten, Zur Linken hier ist Gott; Was deiner Feinde Nath beschließt, Am Tag, in allen Nächten, Und Ist auch dir unverborgen, Dir, der wo ich bin, ist Gott! Sagt: wo du ihren Anschlag siehst, Gleichwie ich size, gehe Und liege, hier ist den lichten Morgen, Den keine Gott! Im Thal und in der Höhe, Schatten decken. Und überall ist Gott! 4. Was nach Verfließung vieler 8. Er ist auch nahe denen, Die Zeit Noch künftig wird geschehen, willig thun, was er gebot, Hört Das steht dein Auge allbereit Als ste, zählt ihre Thränen, Sieht gegenwärtig stehen. Du machst es und verscheucht, was ihnen droht. deinen Knechten fund, Es weiter Sagt, Fromme: mir zur Rechten, auszubreiten, und lässt durch Zur Linken hier ist Gott, In ihren treuen Mund Die größten meines Kummers Nächten, Und Heimlichkeiten Der ganzen Welt wo ich seufz', ist Gott; Wo kei- entdecken. nen Freund ich habe, Wo Nie- 5. Bleibt gleich vor Menschen mand hilft, ist Gott; Im Sturm, Manches noch In dieser Welt verim Tod und Grabe, Und überall schwiegen: So wird vor ihrem Auge ist Gott! Mel. Christ, unser Herr, zum. doch Einst Alles offen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, Wird Alles offenbaren. Was noch 270. Allwissender, vollkomm- so heimlich jetzt geschieht, Wird ner Geist, Deß Auge alle Welt erfahren, Und laut alsAlles stehet, Was Nacht und Ab- dann erzählen. grund in sich schleußt Und unserm 6. Laß mich, o höchste Majestät, Blick entfliehet, Es kann vor dei- Dein helles Auge scheuen, Daß nem hellen Licht Sich kein Ge- nie ein Heuchler hintergeht Mit schöpf verstecken. Was in der Fin- falschen Schmeicheleien. Laß mich sterniß geschicht, Das weißt du auch in der Einsamkeit Dich gegenaufzudecken, Und an den Tag zu wärtig. denken; Laß Wahrhett bringen. und Rechtschaffenheit Bei allem 2. Selbst die Gedanken kennest Thun mich lenken, Und stets mein du, Eh sie in mir entstehen, Und Herz behüten. was ich wünsche, red und thu, Das kann dein Auge sehen. Vor Mel. Dir, dir, Jehovah. dir ist Alles offenbar, Du prüfest 271. Deiner Gnade, BerHerz und Nieren, Und alle Gründe siehst du klar, Die unser Thun gibst in deinem Sohn mir alle regieren; Nichts bleibt vor dir Schuld, Du leitest mich des Le verborgen. bens Pfade, Gibst tausend Pro 3. Was deiner Freunde Herz ben deiner Vaterhuld. Ich schmet begehrt, Das weißt du, eh sie be- und sehe deine Freundlichkeit, Dr ten. Ihr Seufzen wird von dir trugst und trägst mich mit Barmerhört, Eh sie noch vor dich treten. herzigkeit. 2. Du Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 159 2. Du bist mir nah mit Va- Vater, nimm denn hin mein gantertreue, Du lässt mich nicht, der zes Herz; O laß es ruhn in deiVater nicht sein Kind; Du hältst ner Liebe Schooß, Und mach es den Bund, wie oft aufs Neue ganz von aller Weltlust los. Des Kindes Schwüre schon ge= 8. Ich nahe dir mit tiefem brochen sind. Gib du mir, Vater, Sehnen, Mit Kindeslieb und freutreuen Kindessinn, Nimm Wankel- digem Vertraun. Ich will auf muth und Leichtsinn von mir hin. dich, mein Stab, mich lehnen, 3. Du bist mir nah mit deinem Laß bald dein Vaterangesicht mich Lichte, Erleuchtest mir die dunkle schaun. Ja, wohn in mir! ein Pilgerbahn. Vor deinem Strahlen- Freudenhimmel ist, Wo du, mein angesichte Verschwinden Irrthum, Gott, der Seele nahe bist. Finsterniß und Wahn. So lang ich leb, erleuchte mich dein Licht, Von Mel. Mach's mit mir, Gott. ihm geleitet, irr ich ewig nicht. 272. Nie biſt du, Höchster, 4. mir von uns fern, Du und Stärke, So oft ich bete, hilfst wirkst an allen Enden. Wo ich du mir im Streit; Durch dich nur bin, Herr aller Herrn, Bin nur üb' ich gute Werke, Von ich in deinen Händen. Durch Ohnmacht und Verzagtheit ganz dich nur leb und athme ich, Denn befreit. Du wohnst, du wirkst in deine Nechte schüßzet mich. mir, Allmächtiger, Du gibst mir 2. Was ich gedenke, siehest du, Muth ins Herz, Allliebender. Du prüfest meine Seele. Du stehst 5. Du bist mit deinem Trost es, wenn ich Gutes thu, Du siehst mir nahe, Denn meine Thränen es, wenn ich fehle. Nichts, nichts haft du, Gott, gezählt; Dein lie- kann deinem Aug entfliehn, Und bend Vaterauge sahe Mich gnädig nichts mich deiner Hand entziehn. an, so oft dein Kind gefehlt; Wie 3. Wenn ich in stiller Einsamoft auch Noth und Kummer mich keit Mein Herz an dich ergebe, Und, gedrückt, Du hast mich stets mit über deine Huld erfreut, Lobsinreichem Trost erquickt. gend dich erhebe: So hörst du es, 6. Du bist mir nah mit dei- und stehst mir bei, Daß ich dir nem Frieden, In mir und außer immer treuer sei. mir ist so viel Krieg; Ach, wär 4. Du merkst es, wenn des ich nie von dir geschieden, So hätt Herzens Rath Verkehrte Wege ich längst errungen jeden Sieg. wählet, Und bleibt auch eine böse Doch bin ich auch von meinem That Vor aller Welt verhehlet: Ziel noch fern, Stets kost ich mehr So weißt du sie, und strafest mich den Frieden meines Herrn. Zu meiner Bess'rung väterlich. 7. Du bist mir nah mit deinem 5. Du hörest meinem Seufzen Segen, Ich fühl's, du ziehst mit zu, Daß Hülfe mir erscheine, Voll Macht mich himmelwärts, Drum Mitleid, Vater, zählest du eil ich kindlich dir entgegen, Nimm, Thränen, die ich weine. Du siehst Die und 160 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. und wägest meinen Schmerz, Und fassen mögen, Dennoch all dein stärkst mit deinem Trost mein Thun ist Segen. Herz. 5. Du führst mich dem Him6. O drück, Allgegenwärtiger, mel zu, Deinem Arm darf ich Dies tief in meine Seele, Daß, vertrauen; Ew'ge Weisheit, rede wo ich bin, nur dich, o Herr, du, Auf dein Zeugniß kann ich Mein Herz zur Zuflucht wähle, bauen. Bleibst du heute mir verDaß ich dein heilig Auge scheu, borgen, Dich verklärt der nächste Und dir zu dienen eifrig sei, Morgen. 7. Laß überall gewissenhaft 6. Einst erscheint mir sonnenNach deinem Wort mich handeln, hell, Was hier Dunkel noch umUnd stärke mich dann auch mit hüllet, Und an deinem ewgen Kraft, Vor dir getroft zu wan- Quell Wird des Geistes Durst deln. Daß du, o Gott, stets gestillet. Jetzt verleihe mir, auf um mich seist, Das tröst und Erden Weise durch dein Wort zu beff're meinen Geist. werden. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Mel. Jauchzet dem Herren All auf Erden. 273. Gott, Allweiser, wer bin ich, Deine 274. Wie groß ist des AllGüte Weisheit zu ergründen? Alle Himmel rühmen dich, Jeder Wurm Der ist kein Mensch, den sie nicht kann dich verkünden. Doch welch rührt, Der mit verhärtetem Ge Auge kann erspähen Gottes Tie- müthe Den Dank erstickt, der ihm fen, Gottes Höhen? gebührt. Ja, seine Liebe recht erSei ewig meine größte Der Herr hat meiner nie Vergiß, mein Herz 2. Deiner Welten weites All messen, Rühmt im ungemess'nen Kreise, Pflicht. Aller Himmel Wiederhall Jauchzt vergessen, zurück: der Herr ist weise, Und in seiner Weisheit Händen getroft der Himmel Enden. Nuhn auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner 3. Und der Mensch, der Erden nicht bedarf. Wer hat mit Langstaub, Will den Nathschluß Gottes muth mich geleitet? Er, dessen sichten? Er, des kleinsten Lüftchens Nath ich oft verwarf. Wer stärkt Raub, Wagt des Ew'gen Weg den Frieden im Gewissen? Wer zu richten? Ach, wie dürft er sich gibt dem Geiste neue Kraft? Wer vergessen, Gott nach seinem Maaß läßt mich so viel Glück genießen? zu messen? Ist's nicht sein Arm, der Alles 4. Was dein Nath, o Herr, schafft? beschleußt, Wohl mir! kann kein 3. Schau, o mein Geist, it Ther verhindern. Walte fort und jenes Leben, Zu welchem du ersei gepreist Demuthsvoll von dei- schaffen bist, Wo du mit Herr nei Kindern. Ob sie's oft nicht lichkeit umgeben, Stets Gott wirf fehen, Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 161 sehen, wie er ist. Du hast ein was du gemacht, Und hast uns Recht zu diesen Freuden, Durch Sündern allen Das Leben zugeGottes Güte sind sie dein; Sieh, dacht. darum mußte Christus leiden, Da= mit du fönntest selig sein.. 2. Als du uns hießest werden, Da schufst du uns zum ew'gen 4. Sollt ich nun diesen Gott Wohl. Nicht nur auf dieser Ernicht ehren, Und seine Güte nicht den Ist Alles deiner Güte voll, verstehn? Sollt er mir rufen, ich Auch in dem Himmel droben Hat nicht hören, Den Weg, den er deine Baterhand Uns Güter aufmir zeigt, zu gehn? Sein Will gehoben, Die noch kein Aug' er= ist mir ins Herz geschrieben, Sein kannt. Dorthin uns zu erheben, Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott Jst stets dein Wille, Gott, Drum soll ich über Alles lieben, Und mei- gab für uns sein Leben Dein nen Nächsten so wię mich. Sohn selbst in den Tod. 5. Das ist mein Dank, das ist 3. Wie groß ist deine Gnade! sein Wille: Ich soll vollkommen Wer ist so reich an Huld, wie sein, wie er. So lang ich dies du? Auch auf dem Sündenpfade Gebot erfülle, Stell ich sein Bild- Siehst du uns voller Langmuth niß in mir her. Lebt seine Lieb in zu, Und lockest uns zur Buße, meiner Seele, So treibt sie mich Und fällt, voll Neu und Leid, Der zu jeder Pflicht, Und ob ich schon Sünder dir zu Fuße, So ist ihm aus Schwachheit fehle, Herrscht Trost bereit. Du stehest auf den doch in mir die Sünde nicht. Armen Mit väterlicher Huld, Ver= 6. O Gott, laß deine Güt und gibst ihm aus Erbarmen Die Liebe Mir immerdar vor Augen ganze Sündenschuld. sein; Sie stärk in mir die guten 4. Mit jedem neuen Morgen Triebe, Mein ganzes Leben dir zu Wird über uns dein Wohlthun weihn; Sie tröste mich zur Zeit neu; Du kommst selbst unsern der Schmerzen, Sie leite mich zur Sorgen Zuvor mit deiner VaterZeit des Glücks, Und ste besteg in treu. Du Ursprung aller Gaben, meinem Herzen Die Furcht des Du weißt, was uns gebricht, Und legten Augenblicks. was wir nöthig haben, Versagst du, Gott, uns nicht. Vom WohlMel. Nun lob', mein Seel', den. thun, das du übest, Sind unsre du bist die Tage voll, Auch wenn du uns. Liebe, Uns wohl- betrübest, Geschiehts zu unserm zuthun ist deine Lust; Drum preist Wohl. 275. O Gott, mit frohem Triebe Dich unsre 5. Wer sollte dich nicht lieben? dankerfüllte Brust. Groß, herrlich, Du hast uns ja zuerst geliebt, Und ohne Gränzen Ist deine Gütig- bist stets treu geblieben, Wie viel feit, So weit die Himmel glän- wir wider dich verübt. Mit Gnazen, Uebst du Barmherzigkeit. Du, de uns zu segnen, Ist ewig deine Herr, haft Wohlgefallen An dem, Lust; Mit Dank dir zu begegnen, L Set, 162 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Sei, Herr, auch unsre Luft. Laß Frucht, Und wenn du gleich umuns, treu zu erfüllen, Was du sonst gesucht, Hörst du nicht auf zu befiehlst, nie ruhn. Wer sollte bauen. Du schonest sein von Jahr deinen Willen Nicht gern, o Va- zu Jahr, Erbarmend hoffst du imter, thun? merdar. Noch Frucht von ihm zu schauen. 6. Wer hier auf deinen Wegen Sich willig deinem Dienste weiht, 4. Langmüthiger, so große Huld Dem schenkst du Heil und Segen Bezeugst du frechen Sündern, Und Schon hier, noch mehr in Ewig- wie viel Nachsicht und Geduld Haft keit. Du krönest seine Leiden Mit du mit deinen Kindern! Sie werherrlichem Gewinn, Und führest den ja, wenn Fleisch und Welt ihn zu Freuden, Zu ew'gen Freuden Und Satan ihnen Neze stellt, Oft hin. Wie groß ist deine Güte, sicher, matt und träge; Sie strauLaß deiner Huld mich freun, Und cheln oft, vergehen sich, Sie falstets mein ganz Gemüthe Voll len schwer, verlassen dich Und deine ihres Nuhmes sein. heilgen Wege. Mel. An Wasserflüffen Babylon. 276. Getreuer Gott, wie 5. Verdienen die nicht Fluch und Tod, Die dich, o Vater, fliehen? Du könntest wohl mit Recht, viel Geduld Erzei- o Gott, Dich ihnen ganz entziehen. gest du uns Armen! Wir häufen Doch nein, dein Herz vermag dies täglich unsre Schuld, Du häufest nicht, Dein Herz, das von Erbardein Erbarmen. Was ist des Men- men bricht, Wenn deine Kinder schen Lebenslauf? Er ist verderbt fehlen; Es hat bei ihrer Sünvon Jugend auf, Sein Sinn ist denschuld Mit ihrer Schwachheit dir entgegen; Und doch, o Vater, gern Geduld, Und wacht für ihre suchst du ihn Von seinem Irrthum Seelen. abzuziehn, Zur Neue zu bewegen. 6. Du warnest sie vor der 2. Der Menschen Elend jam- Gefahr, So oft sie irre gehen, mert dich; Selbst wenn sie sich Reichst ihnen Kraft und Stärke verstocken, Willst du sie dennoch dar, Von Sünden aufzustehen. väterlich Durch Güte zu dir locken. Du lockest ste voll Lieb und Huld, Wie trugest du so lange Zeit Die Versprichst durch Christum ihre erste Welt mit Gütigkeit, Eh ste Schuld Und Fehler zu vergeben, die Fluth verheerte! Wie lange Schenkst ihnen deines Geistes sahst und riefest du So gnädig Kraft, Und nach vollbrachter Pildeinem Volke zu, Daß sich ihr gerschaft Sieg, Ruhe, Freud und Leben. Herz bekehrte! 3. So gibst du Sündern Zeit 7. Laß deine Langmuth und Ge und Raum, Der Strafe zu ent- duld, Gott, unsre Herzen rühren, gehen, Du läßst den unfruchtba- Nie müsse deine Vaterhuld zur ren Baum Nicht ohne Pflege ste- Sicherheit uns führen. Trag uns hen; Du wartest sein, du suchest erbarmend fernerhin, Doch gib uns Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 163 uns auch dabei den Sinn, Daß Durch ihn unsern ganzen Sinn. wir die Sünde hassen, Und uns, Gib uns, wie du selbst verheißft, noch in der Gnadenzeit, Durch Gib uns deinen guten Geist, Daß deine große Gütigkeit Zur Buße er unsern Geist regiere Und zu leiten lassen. allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Begierde Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Bleibe unser Herz geweiht, Unsers 277. Gott, vor dessen An- Wandels größte Zierde Sei rechtgesichte Nur ein schaff'ne Heiligkeit. Mach uns deinem reiner Wandel gilt! Ew'ges Licht, Bilde gleich, Denn zu deinem Himaus dessen Lichte Stets die reinste melreich Wirst du, Herr, nur die Wahrheit quillt! Deines Namens erheben, Die im Glauben heilig Heiligkeit Werde stets von uns leben. gescheut. Laß sie uns doch kräftig bringen, Nach der Heiligkeit Mel. Wer nur den lieben Gott. zu ringen. 2. Heilig ist dein ganzes We- 278. Noch nie haft du dein Wort gebrochen, Nie sen, Und kein Böses ist an dir, deinen Bund, o Gott, verlegt. Ewig bist du so gewesen, Und so Du hältst getreu, was du verbleibst du für und für. Was dein sprochen, Vollführst, was du dir Wille wählt und thut, Ist unsträf- vorgesetzt. Wenn Erd und Himlich, recht und gut, Und mit deines mel auch vergehn, Wird ewig doch Armes Stärke Wirkst du stets dein Wort bestehn. vollkomm'ne Werke. 2. Du bist kein Mensch, daß 3. Herr, du willst, daß deine dich gereue, Was uns dein Mund Kinder Deinem Bilde ähnlich sei'n. verheißen hat. Nach deiner Macht, Nie besteht vor dir der Sünder, nach deiner Treue Bringst du, was Denn du bist vollkommen rein. du versprichst, zur That. Scheint Du bist nur der Frommen Freund, die Uebelthätern bist du feind. Wer So beharrt in seinen Sünden, Kann Zeit. vor dir nicht Gnade finden. Erfüllung gleich noch weit, kommt sie doch zur rechten 3. Und wie du das unfehlbar 4. O so laß uns nicht verscher- giebest, Was deine Lieb uns zugezen, Was du uns haft zugedacht, dacht, So wird, wenn du VergelSchaff in uns stets reine Herzen, tung übest, Dein Drohwort auch Tödt' in uns der Sünde Macht. gewiß vollbracht. Wer dich, o Gott, Denn was sind wir, Gott, vor beharrlich haßt, Fühlt deiner Strafe dir? Du bist heilig, aber wir Sind schwere Last. verderbt, und wer kann zählen, 4. O drücke tief es in mein Großer Gott, wie oft wir fehlen? Herze, Daß es vor deinem Wort 5. Uns von Sünden zu er- sich scheut. Gib, daß ich nie leichtlösen, Gabst du deinen Sohn da- sinnig scherze Mit deiner Strafhin; so reinige vom Bösen gerechtigkeit. Nie werde das von O mir 164 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. mir gewagt, Was dein Befehl mir auferlegen. Er macht sein gläubig untersagt. Volk Von allen Banden frei, Wenn 5. Doch laß mich auch mit fe- große Noth entsteht; Gott ist und stem Glauben Dem Worte deiner bleibt getreu. Gnade traun. Wer kann den Trost 4. Gott ist und bleibt getren; uns jemals rauben, Den wir auf Er tröstet nach dem Weinen, Und dein Versprechen baun? Du bist ein läßt in trüber Nacht Die FreuFels, dein Bund steht fest: Wohl densterne scheinen. Der Trübjal dem, der sich auf dich verläßt! stärkster Sturm Geht auf sein 6. Wie stark sind unsers Glau- Wort vorbei. Sei, Seele, nur gebens Gründe! Hier ist dein Wort, troft, Gott ist und bleibt getren. das niemals trügt, Und daß es 5. Gott ist und bleibt getren! allen Beifall finde, Hast du den Er stillet dein Begehren, Er will Eid hinzugefügt. Wahrhaft'ger, was dein Glaubensgold In Trübsalsdein Mund beschwört, Ist völlig glut bewähren. Nimm an von unsers Glaubens werth. Gottes Hand Den Kreuzkelch ohne 7. Laß dies, o Seele, dich be- Scheu, Der Lebensbecher folgt. schämen, Vertraue Gott, der treu Gott ist und bleibt getreu. es meint. Sei, ihn zum Vorbild anzunehmen, Der Wahrheit Freund, Eigene Melodie. der Lüge Feind. Beweise dich als 280. Gott ist getren, Sein Kind, Dem Treu und Wahrheit heilig sind. Herz, herz Vergißt die Seinen nie. Gett ist getreu, Im Wohlsein und im Mel. O Gott, du frommer Gott. Schmerz Erfreut und schützt er ste. 279. Gott ist und bleibt Mich decken seiner Allmacht Flügetreu! Es bricht gel, Und stürzen Berge, fallen Hü sein Herz von Lieben, Pflegt er gel, Gott ist getreu. auch oft und tief Die Seinen zu 2. Gott ist getreu, Er ist mein betrüben. Er prüfet durch das treuster Freund, Dies glaub ich Kreuz, Wie rein der Glaube sei, froh und fest. Ich bin gewiß, Wie standhaft die Geduld; Gott Daß er durch keinen Feind Mich ist und bleibt getreu. gänzlich stürzen läßt. Er stärket 2. Gott ist und bleibt getreu! mich nach seinem Bunde In meiEr hilft ja selber tragen, Was ner Prüfung trübster Stunde. er uns auferlegt, Die Laft der Gott ist getreu. schweren Plagen. Er braucht die 3. Gott ist getreu, Er hält, was Ruthe oft, Und bleibet doch dabei er verheißt, Und sendet mir sein Ein Bater, der uns liebt; Gott Licht. Wem dieses Licht Den Weg ist und bleibt getreu. zum Leben weist, Der irrt und 3. Gott ist und bleibt getreu! gleitet nicht. Das Wort der WahrEr weiß, was wir vermögen, Und heit kann nicht lügen, Die Sünde nur nie wird er zu viel Den Schwachen sucht zu betrügen. Gott ist getren. 4. Gott Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 165 4. Gott ist getreu, Er, dessen Gottes Treu hat dieses Siegel: Kind ich bin, Führt mich auf rech- Sie soll fest und ewig sein. Laßt ter Bahn, Führt mich durch Glück den Weltkreis untergehn, Gottes Und Unglück zum Gewinn Des Gnade muß bestehn. ew'gen Heils hinan. Er reinigt 2. Gott hat mir ein Wort gemich von meinen Sünden, Und sprochen, Seinen Bund mit mir läßt mich Trost durch Christum fin- gemacht. Dieser Bund ist nie den. Gott ist getreu. Jp gebrochen, Er hat Alles wohl voll5. Gott ist getreu, Er hat uns bracht. Er, die Wahrheit, lüget selbst befreit Von unsrer Sünde nicht, Was er saget, das geschicht. Noth, Durch seinen Sohn, Durch 3. Seine Gnade soll nicht weiseine Heiligkeit, Durch seinen Opfer- chen, Wenn gleich Alles bricht und tod. Damit wir möchten nicht ver- fällt, Sie soll ihren Zweck errei= derben, Ließ er den Eingebornen chen, Den sie ewig sich gestellt. sterben. Gott ist getreu. Ist die Welt voll Heuchelei: Gott 6. Gott ist getreu, Stets hat sein ist fromm, gut und getreu. Vatersiun Auf seine Kinder Acht; 4. Will die Welt den Frieden Und führt sie auch Ihr Weg durch brechen, Hat sie Krieg und Streit Wüsten hin, Sein treues Auge im Sinn: Gott hält immer sein wacht. Was uns zu schwer wird, Versprechen, Ihm vertraun, ist stets hilft er tragen, Und endlich stillt Gewinn, Denn er bleibet immerer alle Klagen. Gott ist getreu. dar, Was er ist und was er war. 7. Gott ist getreu, Mein Herz, 5. Laß sein Antlitz sich verstellen, was fehlt dir noch, Um seiner dich Ist sein Herz doch tren gesinnt, zu freun? Sei Gott getreu Und Und bezeugt in allen Fällen: Ich fürchte nichts; mag doch Die Welt sei sein geliebtes Kind, Dem er voll Falschheit sein, Selbst falscher beide Hände reicht, Wenn auch Brüder Neid und Tücke Gereicht, alle Hoffnung weicht. wie Joseph, dir zum Glücke. Gott ist getren. 6. Er will Frieden mit mir halten, Wenn sich auch die Welt 8. Gott ist getreu, Vergiß, o empört; Ihre Liebe mag erkalten, Seele, nicht, Wie treu, wie gut Ich bin seinem Herzen werth. Und er ist. Ihm treu zu sein, Sei stets wenn Höll und Abgrund brüllt, dir heil'ge Pflicht, Weil du so Bleibt er doch mir Sonn und werth ihm bist. Halt fest an Gott, Schild. Jostaid those sei stark im Glauben, Laß nichts 7. Er, der Herr, ist mein Erden hohen Trost dir rauben: Gott barmer, So hat er sich selbst ge= ist getreu. Mel. Gott des Himmels. nennt. Welch ein Trost! nun werd ich Armer Nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen lässet ihn 281. Weicht, ihr Berge, Sich mir nimmer ganz entziehn. fallt, ihr Hügel! 8. Nun, so soll mein ganz VerBerg und Felsen, stürzet ein! trauen Unbeweglich auf ihm ruhn, Felsen 166 Gottes Wesen und Vollkommenheiten. Felsen will ich auf ihn bauen, Tod ist seiner Bosheit Lohn, Oft Was er sagt, das wird er thun. schon in diesem Leben. Erd und Himmel kann vergehn, 6. Der Untergang der ersten Doch sein Bund bleibt ewig stehn. Welt, Die aus der Art geschlagen, Das Feuer, das auf Sedem fällt, Egyptens lange Plagen, Und anMel. Nun freut euch, lieben. 282. Gerechter Gott, vor dre Wunder deiner Macht, Sind dein Gericht Muß Zeugen, wenn dein Zorn erwacht, alle Welt sich stellen. Du wirst Wie du den Sündern lohnest. vor ihrem Angesicht Auch mir 7. Bleibt hier viel Böses ungemein Urtheil fällen. O laß mich straft, Viel Gutes unbelohnet, So dein Gericht stets scheun, Und kommt ein Tag der Rechenschaft, hier mit Ernst beslissen sein, Vor Der keines Sünders schonet. Da dir einst zu bestehen. stellst du, Herr, in's helle Licht, 2. Du siehst von deinem hohen Wie recht und billig dein Gericht, Thron Auf alle Menschenkinder, Dann triumphirt der Fromme. Bestimmest jedem seinen Lohn, Dem 8. Gerechter Gott, laß mich, wie Frommen und dem Sünder. Nie du, Das Gute eifrig lieben. Gib siehst du die Personen an, Siehst selber mir die Kraft dazu, Wirk nur auf das, was sie gethan, Du inniges Betrüben, Wenn Sünde höchst gerechter Richter. noch in mir sich regt. Dein Herz, 3. Viel Gutes, viel Barmher- das nichts als Gutes hegt, Sei zigkeit Gibst du schon hier den Vorbild meinem Herzen. Frommen; Du schützest sie vor manchem Leid, In das die Sünder kommen. So zeigest du vor gläubig auf des Mittlers Ted aller Welt, Daß dir der Eifer Bei ihrer Reue sehen: So laß mich wohlgefällt, Den man der Tugend die Gerechtigkeit, Die mich von weihet. 9. Und weil vor dir, gerechter Gott, Nur die allein bestehen, Die Straf und Schuld befreit, Im Glauben eifrig suchen. 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, Und bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen Mel. Wo Gott zum Haus nicht. gerne thut, Wird von dir aufge= 283. Aus deiner Quelle, nommen. und Dienst Schöpfer, gefällt dir wohl, Ist gleich er nicht Der Mensch, zur Seligkeit beso, wie er soll, Ganz rein von stimmt, Zahllose Freuden; täglich allen Fehlern. fließt Ihr Strom, der unerschöpf5. Doch dem, der dich, o lich ist. Gott, nicht scheut, Dem freveln- 2. Er fließt durch deine Schö den Verbrecher, Der dein Gesetz pfung hin, Und hat für einen und Recht entweiht, Bist du jeden Sinn, Für jeden heiligen ein strenger Rächer. Verachtung, Genuß, Befriedigung und UeberElend, Schmerz und Hehn Und fluß. 3. Vem Gottes Wesen und Vollkommenheiten. 167 3. Vom Himmel strömt sein Unendlich, und unendlich ist, O Segen her, Strömt durch Gebirg Fülle der Vollkommenheit, Der und Thal und Meer. Wie schön Reichthum deiner Herrlichkeit! ist deine Welt, wie reich! Herr, was ist deinen Schätzen gleich? 9. In allen Welten gleichet nichts Dem Anschaun deines Angesichts; 4. Noch größre Freuden sen- Auch nur ein Strahl davon zerstreut dest du uns, wenn wir dich nur Die größten Leiden dieser Zeit. lieben, zu. Du beutst uns Selig- 10. Der Engel dort an deinem keiten an, Womit kein Sinn er- Thron Sieht durch Jahrtausende freuen kann. dich schon, Wird immer weiser 5. Wenn wir dich kennen, wie stets, o Herr, Von deinem Anentzückt Ist, ihrer Finsterniß ent- schaun feliger. rückt, Die Seele, die sich deiner freut! Was fühlt sie dann für Seligkeit! 11. Und doch, wie hoch er strebt, umfaßt Er nimmer, was du bist und hast, Nur du durchschaust dich 6. Welch eine Wonne, wenn ganz allein, Wie selig, selig mußt sie nun Beginnt, was du befiehlst, du sein! zu thun, Selbst fühlet, wie der 12. Und ewig! ewig! keine Zeit Tugend Werth Erhebt, beglücket Umgränzet deine Seligkeit. Aus dir, o aller Wonne Meer, Strömt und verklärt! 7. Fließt so viel hohe Lust von ewig Heil und Freude her. dir Schon hier auf uns, kannst 13. Jauchzt, hohe Lieder unsers du schon hier mit solchen Gütern Danks! Frohlockt ihm, Jubel des uns erfreun: Wie selig mußt du selbst nicht sein! Gesangs! Der Herr ist selig, nicht allein, Auch wir, wir sollens 8. Unendlich selig! denn du bist ewig sein. II. Gottes Werke und Wohlthaten. Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. Mel. Wachet auf, ruft uns die. Heer, Das weite Meer, Den Engel 284. Unser Gott ist groß und und den Wurm schuf er. mächtig, Und seine 2. Gottes Allmacht sprach: es Schöpfung schön und prächtig, Voll werde! Da trat auch unsre schöne Weisheit und Vollkommenheit. Erde Vor ihren Herrn, und ehrte thr, seiner Allmacht Heere, Ver- ihn. Wenn er spricht, so stürzen kündigt eures Schöpfers Ehre, Und Welten, Die Berge fliehn vor Gotpreiset seine Herrlichkeit. Sein Kleid tes Schelten, Und sinken schwer ist reines Licht, Er hält im Gleich- getroffen hin. Er hat wie ein Gegewicht Alle Welten. Der Wesen wand Die Himmel ausgeſpannt, Durch 168 Gottes Werke und Wohlthaten. Durch ihn gehet, Schön wie ein mich seiner freun. Sein Lob ist Held Aus seinem Zelt, Die Sonne, Seligkeit, Er macht schon hier und erfreut die Welt. bereit Für den Himmel. Dort 3. Er, der auf den Winden werd ich stehn, Entzückt ihn sehn, schwebet, Er schaut die Erde an: Und ewig seinen Nuhm erhöhn. sie bebet, Rührt an den Berg, meine. und steh, er raucht! Vögel nährt Mel. Mein Herzens- Jeſu, er, speiſt die Heerde, Erneuert die 285. Wenn ich, o Schöpfer, Gestalt der Erde, Erfreut, was auf ihr lebt und haucht. Mit Weisheit deiner Wege, Die Liebe, milder Freundlichkeit Gibt er zu die für Alle wacht. Anbetend überseiner Zeit Allen Speise, Liebt und lege: So weiß ich, von Bewunerhält Die ganze Welt, Sein drung voll, Nicht, wie ich dich Segen kleidet Wald und Feld. erheben soll, Mein Gott, mein Herr, mein Vater! 4. Gott voll Weisheit, Gott voll Stärke, Wie viel und groß sind 2. Mein Auge steht, wohin es deine Werke! Wie reich an Gü- blickt, Die Wunder deiner Werke; tern ist das Land! Hoch am Him- Der Himmel, prächtig ausgemel geht die Sonne, Sie strahlet schmückt, Preist dich, du Gott der Licht herab und Wonne, Du hältst Stärke. Wer hat die Sonn an ste, Herr, in deiner Hand. Oihm erhöht? Wer kleidet sie mit welche Herrlichkeit! Welch Leben Majestät? Wer ruft dem Heer weit und breit, hier auf Erden! der Sterne? Wohin entzückt Mein Auge blickt, 3. Wer mißt dem Winde seinen Da ist die Welt mit Reiz ge- Lauf? Wer heißt den Himmel schmückt. regnen? Wer schließt den Schoof 5. Wer vergänglich Gras be- der Erde auf, Mit Vorrath und kleidet, Die Vögel nährt und Läm- zu segnen? O Gott der Macht mer weidet, Der sorgt als Vater und Herrlichkeit, Gott, deine Güte auch für mich. Seele, wolltest du reicht so weit, So weit die Wolfür morgen Schon heute bang und ken gehen. ängstlich sorgen? Nein, sei getrost, 4. Dich predigt Sonnenschein ermanne dich. Vertraue Gott, und Sturm, Dich preist der Sand auf ihn Wirf alle Sorgen kühn: am Meere. Bringt, ruft auch der Er wird sorgen, Er, der uns hört, geringste Wurm, Bringt meinem Und gern gewährt, Was unser Schöpfer Ehre! Mich, ruft der wahres Wohl vermehrt. Baum in seiner Pracht, Mich 6. Dank dem guten Gott zu ruft die Saat, hat Gott gemacht! singen, Und stets mein Herz ihm Bringt unserm Schöpfer Ehre! darzubringen, Soll meine höchste 5. Der Mensch, ein Leib, den Freude sein; Laut soll ihm mein deine Hand So wunderbar berei Lob erschallen, Mein Opfer wird tet, Der Mensch, ein Geist, den ihm wohlgefallen, Gerührt will ich sein Verstand Dich zu erkennen leitet, 169 Schöpfung, Erhaltung, Regierung. leitet, Der Mensch, der Schöpfung 4. Er hat der Sonne hoch GeRuhm und Preis, Ist sich ein zelt, Die Himmel über seine Welt täglicher Beweis Von deiner Güt Für mich auch ausgebreitet. Wer und Größe. nußt die Erde mehr als ich? Hat 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, ste mein Vater nicht für mich Ge= Erhebe seinen Namen! Gott, un- gründet und bereitet? Lächeln Mir ser Vater, sei gepreist, Und alle nicht Alle Wälder, alle Felder froh Welt jag Amen! Und alle Welt entgegen, Reich für mich von set= fürcht ihren Herrn, Und hoff auf nem Segen? ihn, und dien ihm gern. Wer wollte Gott nicht dienen? 5. Wem blüht das Thal? für wen erhebt Sich das Gebirg? wem tönt und schwebt Der Sänger in Mel. Wie schön leucht't uns der. den Lüften? Für wen bevölkert sich das Meer? Wem lebt der mein Lobgesang, An- Thiere zahllos Herr Auf jährlich betung, Ehre, Preis und Dank grünen Triften? Quellen Rieseln, Vor Gottes Thron zu bringen. Winde wehen, Flüss' und Seen Er hört der Menschen Loblied werden Meere, Mir zum Segen, gern, Wenn höh're Geister auch ihm zur Ehre. 286. leug auf, mein Psalm, dem Herrn Erhabne Psalmen sin- 6. Noch strahlt mir ungeschwächt gen. Darum Hat er Mit den sein Licht, Noch weigert die NaHeeren, die ihn ehren, zu den tur sich nicht, Die Welt für mich Stufen Seines Throns auch uns zu schmücken. Noch hat sie Freugerufen. den gnug für mich, Noch immer 2. Wie groß ist Gottes Herr- schön und jugendlich, Mein Auge lichkeit! Er sprach zu seinen Him- zu entzücken. Eher Werden Auch meln: seid! Und zu dem Erdkreis: die Werke seiner Stärke nicht verwerde! Gleich standen da voll Reiz alten, Bis er kommt Gericht zu und Pracht Vor thm, zum Preise halten. seiner Macht, Die Himmel und 7. So hat mein Gott an mich die Erde. Wie er's Aussprach, Da gedacht, hat über ste durch seine begonnen tausend Sonnen, und Macht Zum Herrscher mich erhoerhellten Ein unzählbar Heer von ben. Er gab mir meinen Leib Welten. und auch Die Seele, seines Odems 3. Wie sie so herrlich sind, so Hauch, Gleich Engeln ihn zu loschön, Einträchtig alle Gott erhöhn, ben. Rühm ihn, Seele, JauchUnd seine Größe preisen! Wie sin- zend schalle von dem Halle deiner gen Alle Lob und Dank, Ein ho- Lieder Gottes Erd und Himmel her jubelnder Gesang, Dem Güti- wieder. gen, dem Weisen! Ach, wie Könnt 8. Das Kind, der Jüngling und ich Fühllos schweigen, solcher Zeu- der Mann, Die ganze Schöpfung gen Lob vernehmen, Und doch sei- bet thn an, Und seiner Wunder nes Ruhms mich schämen? Menge. Strömt hin aus meiner vollen Gottes Werke und Wohlthaten. 170 vollen Brust, Strömt hin, Empfindungen voll Lust, In hohe Mel. Ringe recht, wenn Gottes. Dankgesänge. Schöpfer, Bater, 288. Gott der Macht, in erhebe, weil lebe, meine Seele, Meine hochbeglückte Seele. nem, als dir selbst bekannt, Aus verborg'nem Heiligthume Waltest Mel. O daß ich tausend Jungen. du mit starker Hand. 2. Sterne glänzen und erblin287. Der Himmel Nuf_er= zählt und ehret Des den, Berge wehst du weg wie Höchsten Weisheit, Lieb und Kraft. Spreu, Völker werden und verDie ausgespannte Veste lehret: schwinden, Alles Fleisch vergeht Groß ist der Herr, der Alles wie Heu. schafft! Und alle Welten weit und 3. Neiche schmetterst du zut breit Verkünden seine Herrlichkeit. Erde, Königsstühle stürzen ein, 2. Von einem Tag zum an- Hirten rufft du von der Heerde, dern klinget Laut ihr gedankenvol- Herrscher ihres Volks zu sein. les Wort; Von einer Nacht zur 4. Wenn du anfängst auszuandern dringet Ihr Zeugniß un- gleichen, Herr, was kann vor dir aufhaltsam fort; Das Ohr hört bestehn? Alle Berge müssen weinicht der Stimme Schall, Das chen, Alle Thale sich erhöhn. Herz versteht sie überall. 5. Was der Menschen Kunst 3. Das Leblied aller Welten- erhoben, Ist auf leichten Sand kreise Geht mächtig aus in jedes gestellt; Du gebeutst: es ist zerLand, Und macht, zu seines Na- stoben, Wie das Laub im Herbste mens Preise, Ihn auch der fern- fällt. sten Welt bekannt, Und der Ge- 6. Aber wo auf Felsengründen stirne hehrer Lauf Zieht unser Deines Tempels Mauer ruht, Herz zu Gott hinauf. Droht von Fluthen und von Win4. Sein Arin bereitete der den Fruchtlos die vereinte Wuth. Sonne Hoch an dem Himmel ihr 7. Und ob Alles sich empöret, Gezelt; Sie geht heraus mit Ningsum Alles untergeht: Dieſer Freud und Wonne, Läuft ihren Bau bleibt unversehret, Und die Weg, gleichwie ein Held. Ihr Stadt des Herrn besteht. Glanz zerstreut die finstre Nacht, Und strömt hernieder Licht und Pracht. Selbst der Feinde Troß und Mühe Muß dir ebnen deinen Pfad, Darum komin, o Herr, und ziehe 5. Wie deiner Sterne Heer dort Ein in deine Gottesstadt. oben Verkündigt deines Namens ier unter deiNuhm, So soll auch unser Her; Mel. Die Tugend wird durch's. dich loben, Voll Ehrfurcht in dem 289. nem himmel, Seh Heiligthum. Mehr noch, als dich der Himmel preist, Lobt dich durch tausend Welten über mir, Christum unser Geist. fern vom rauschenden Getümmel, Und Fühlt Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 171 Fühlt sich mein Herz erquickt in waren, Schon seine Huld und dir. Mein Geist sinkt betend vor Größe sahn. Ihr Heer, umstrahlt dir nieder, Vor dir, Herr, dessen von Licht, Bedeckt das Angesicht Allmachtruf Den Himmel dort, Vor dem Schöpfer. Voll Preis und meine Brüder Und mich, wie und Dank Tönt ihr Gesang Durch jenen Himmel, schuf. alle Himmel Gottes hin. 2. Dich sing ich, Gott, der 2. Er nur zählt die Geisterjene Sterne Aus seiner Hand hin- heere, Die hoch im Himmel seine warf wie Saat, Der stets in un- Ehre Und seiner Größe Ruhm ermessner Ferne Sie leitet ihren erhöhn. Heilig, heilig ist Gott! lichten Pfad. Dort wandeln sie in rufen Sie tief anbetend an den sichern Kreisen So friedlich hin Stufen Des hohen Throns, um wie Freund an Freund, Ein gre- den sie stehn. So weit er herrscht, Bes Chor, das, dich zu preisen, so weit Geht seine Herrlichkeit, In seinem Fluge sich vereint. Jauchzen Alle: Wer ist wie er? 3. Wer nennt, wer nennt die Frohleckt ihr Heer: Wer ist wie Wesen alle, Aus deren Mund dein Gott, der uns erschuf? Loblied steigt, Das mit der Wel= 3. Hche Seligkeit ist's ihnen, ten Jubelschalle Bis zu dem Psalm Dem Gott, der sie erschuf, zu des Seraphs fleugt? Das in des dienen, Von allem Eigenwillen Himmels höherm Tone Von fern. Seht ihr Beispiel, folgt, ihr Stern zu Stern das All durch Frommen! Sie alle, heilig und bringt, Und sich geflügelt zu dem vollkommen, Gehorchen wonnevoll Throne Hinauf von goldnen Har- dem Herrn. Sie thun, was er fen schwingt? gebeut, Und ihre Herrlichkeit Ift 4. Auch mich schuf Gott zu Gehorsam. Sie zögern nie, Er seiner Ehre, In diesem Staube sende sie, Wohin sein Wink ste wohnt ein Geist, Der, Engeln senden mag. gleich, sich in die Heere Des Him- 4. Winden gleich und gleich mels mischt und dankt und preist. den Blizen, Gehn sie vom Thron Lobsing ihm, Seele, der zum Le- aus, segnen, schützen Und strafen, ben In jenen Höhn auch dich er- wie es Gott gebeut; Lagern sich for. Hinauf, hinauf! wann werd um Gottes Kinder, Und fördern ich schweben Zum lichten Sternen- gern das Heil der Sünder, Und heer empor? freun sich ihrer Seligkeit. Sie dienen, Jesu, dir, Frohlocken laut, wenn wir Uns bekehren, Wenn Mel. Wachet auf, ruft uns die. 290. Betet an, ihr Menunser Dank Den Preisgeſang Der schen, bringet Dem Himmel hier schon wiederballt. Höchsten Ruhm und Preis, lobsin- 5. Gott, mit allen diesen Heeget, Gott, unsern Schöpfer, betet ren Soll, der hier heilig wird, an. Zahllos sind der Geister Schaa- dich ehren, Einft ewig sich mit ren, Die, eh wir noch geschaffen ihnen freun; Soll, erlößt durch dein 172 Gottes Werke und Wohlthaten. dein Erbarmen, Zu dir gebracht 6. Wer macht, daß Heil und auf ihren Armen, Wie sie, einst Leben blüht? Wer hält mit seiewig selig sein. Vernehmt's, ihr ner Hand Den goldnen, werthen, Menschen, hört: Wer sich zu edlen Fried In unserm Vaterland? Gott bekehrt, Wird am Throne 7. Ach Herr, mein Gott, das In seinem Reich Auch, Engeln kommt von dir, Du, du mußt gleich, Das Antlitz seines Gottes Alles thun, Du hältst die Wach schaun. an unsrer Thür, Und lässt uns 6. Werdet heilig, seid vollkom- sicher ruhn. men, Wie Engel Gottes! Gott 8. Du nähreft uns von Jahr wird kommen Mit seinen Engeln zu Jahr, Bleibst immer fromm zum Gericht. Laßt ste jauchzen, daß und treu, Und stehst uns, wenn wir Alle, Dann aufgerichtet von wir in Gefahr Gerathen, treulich dem Falle, Gott sehn und seiner bei. Wonne Licht. Heil uns! wir be9. Du strafft uns Sünder mit ten dann Den hohen Schöpfer an Geduld, Und schlägst nicht allzuMit den Engeln. Ihr Preisgesang sehr, Ja, endlich nimmst du unsre Und unser Dank Hallt dann durch Schuld, Und wirfst ste in das alle Himmel hin. Meer. 10. Wenn unser Herz auch seufzt und schreit, Wirst du gar Mel. Nun danket All und. ch 291. finge vir mit Herz leicht erweicht, Und gibst uns, und Mund, Herr, was uns hoch erfreut, Und dir meines Herzens Lust, Ich sing zur Ehr' gereicht. und mach auf Erden kund, Was 11. Du zählst, wie oft dein Jünmir von dir bewußt. ger wein', Und was sein Kummer 2. Ich weiß, daß du der Born sei; Kein Kindesthränlein ist so der Gnad Und ewge Quelle bist, klein, Du stehst's mit Vatertreu. Daraus uns Allen früh und spat Viel Heil und Segen fließt. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, 3. Was sind wir doch, was Und führst uns in des Himmels haben wir Auf dieser ganzen Erd, Haus, Wenn uns die Erd entgeht. Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd? 13. Wohl auf, mein Herz, o sing und spring, Und habe guten 4. Wer hat das schöne Him- Muth, Dein Gott, der Ursprung melszelt Hoch über uns gesetzt? aller Ding, Ist selbst und bleibt Wer ist es, der uns unser Feld dein Gut. Mit Thau und Regen nett? 14. Er ist dein Schatz, dein 5. Wer wärmet uns in Kält Erb und Theil, Dein Glanz und und Frost? Wer schüßt uns vor Freudenlicht, Dein Schirm und dem Wind? Wer macht es, daß Schild, dein Hülf und Heil, Schaft man Oel und Most Zu seinen Nath und läßt dich nicht. Seiten find't? 15. Was kränkst du dich in deinem Schöpfung, Erhaltung, Negierung. 173 deinem Sinn, Und grämst dich Herr Was früh und spät ich thue, Tag und Nacht? Nimm deine Und er erforschet mich und dich. Sorg' und wirf sie hin Auf den, 7. Er ist mir nah, Ich sitze der dich gemacht. oder gehe, Ob ich an's Meer, Ob ich gen Himmel flöhe, So ist er allenthalben da. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat er zum Heil gekehrt! 8. Er fennt mein Flehn Und allen Nath der Seele, Er weiß, 17. Er hat noch niemals was wie oft Ich Gutes thu und fehle, versehn In seinem Regiment, Nein, Und eilt mir gnädig beizustehn. was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte, Schrieb in sein 18. Ei nun, so laß ihn ferner Buch, Wie lang ich leben sollte, thun, Und red ihm nicht darein, Da ich noch unbereitet war. So wirst du hier in Frieden ruhn, 10. Nichts, nichts ist mein, Und ewig fröhlich sein. Das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar Soll deines Namens d Ehre, Ehre, Dein Lob in meinem Eigene Melodie. 292. Gott ist mein Lied! Munde sein. Er ist der Gott der 11. Wer kann die Pracht Stärke. Herr ist sein Nam, Und Von deinen Wundern fassen? groß sind seine Werke, Und alle Ein jeder Staub, Den du hast Himmel sein Gebiet. werden lassen, Verkündigt seines So Schöpfers Macht. 2. Er will und sprichts: sind und leben Welten; Und er 12. Der kleinste Halm Ist deigebeut: So fallen durch sein ner Weisheit Spiegel. Du, Luft Schelten Die Himmel wieder in und Meer, Ihr Auen, Thal und ihr nichts. Hügel, Ihr seid sein Loblied und 3. Licht ist sein Kleid, Und sein Pfalm. seine Wahl das Beste. Er herrscht 13. Du tränkst das Land, als Gott, Und seines Thrones Führst uns auf grüne Weiden; Beste Ist Wahrheit und Gerech- und Nacht und Tag, Und Korn tigkeit. und Wein und Freuden Empfan4. Unendlich reich, Ein Meer gen wir aus deiner Hand. von Seligkeiten, Ohn Anfang Gott, 14. Rein Sperling fällt, Herr, Und Gott in ewgen Zeiten! Herr ohne deinen Willen; Es soll mein aller Welt, wer ist dir gleich? Herz Sich mit dem Troste stillen, 5. Was ist und war Im Him- Daß deine Hand mein Leben hält. mel, Erd und Meere, Das kennet 15. ft Gott mein Schutz, Gott, Und seiner Werke Heere Will Gott mein Netter werden: Sind ewig vor ihm offenbar. So frag ich nichts Nach Himmel 6. Er ist um mich, Schafft, und nach Erden, Und biete selbst daß ich sicher ruhe; Er schafft als der Hölle Truß. Mel. Gottes Werke und Wohlthaten. 6. Oder seligen Verbindung, Mel. Alle Menschen müssen sterben. Du in mir und ich in dir! Deidem Re- ner Empfindung Werde 293. Dierer, Lönt der Wel- täglich neu in mir, Bis ich rein ten Preisgesang. Dir, du meines und ganz vollkommen Dich einst Lebens Führer, Singt auch meine schau mit allen Frommen, Dort, Seele Dank. Unter allen Millio- wo ich bin allezeit Bei dir in nen, Die dein weites Reich bewoh- der Herrlichkeit. nen, Siehst du huldreich auch auf 174 mich, Sorgest für mich väterlich. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. Auf der Menschheit hohe 294. Nun laſſet Gottes Gülte 2. Stufe deine Uns führen zu GeHand, Daß von deinem Gnaden- müthe, Kommt, lasset uns erwärufe Ich den tiefsten Sinn ver- gen Des milden Vaters Segen. stand. Aus unendlichem Erbarmen 2. CH wir an's Licht gesezet, Zogst du mich mit Vaterarmen Hat er uns hochgeschäßet, Und In der Kindheit schon zu dir, hat uns eingeschrieben Zum Leben Gabst in Christo Alles mir. und zum Lieben. 3. Täglich warest du mir nahe, Deine Weisheit lehrte mich, Was 3. Da wir noch sind gelegen Ohn Regen und Bewegen, Ohn ich hörte, was ich sahe, Zeigte Menschenhülf und Sorgen, Der mir, o Vater, dich. Ja, du kamst Mutter selbst verborgen: mit neuem Segen Jeden Morgen 4. Da hat er uns gegeben Die mir entgegen, Was der Seele heil- Glieder und das Leben, Da hat sam war, Bot dein Geist mir er uns erhalten, Ohn unser Thun reichlich dar. und Walten. 4. Darum will ich dir mit 5. Er hat zur rechten Stunde, Freuden Dankbar und ergeben sein, Dankt's ihm mit Herz und Munde, Will auch unter Kreuz und Lei- Wie auf der Engel Wagen Uns den Dir ein Herz voll Demuth in die Welt getragen. weihn. Dich, o Herr, dich laß 6. Er hat uns aufgenommen ich walten, Du wirst mich stets In die Gemein' der Frommen, Geaufrecht halten. Sende Freude, macht zu seinen Erben, Die nicht sende Schmerz: Immer preiset im Tode sterben. dich mein Herz. 7. Er gibt sich zu erkennen In 5. Herr, das höchste Gut im seinem Wort; wir nennen Ihn Leben Ist und bleibt mir deine Vater und Ernährer Und alles Huld, Sie nur kann mir Frieden Guts Bescherer. geben, Und bedecken meine Schuld. 8. Er gibt für unsre Sünde Anders hab ich kein Verlangen, In seinem ein'gen Kinde, Das er Als nur treu an dir zu hangen, für uns läßt würgen, Den rechFest mit dir vereint zu sein, Um ten, treuen Bürgen. mich deiner ganz zu freun. 9. Dies lasset uns bedenken, Wenn Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 175 Wenn uns die Sorgen kränken: er macht's allein, Daß MenschenWer seinen Sohn hergiebet, Der rath gedeihe. auch aufs höchste liebet. 3. Oft denkt der Mensch in 10. Sollt er uns was versagen, seinem Muth, Dies oder jenes Wenn wir ihm gläubig flagen? jei ihm gut, Und ist doch weit Sollt er nicht uns zum Leben gefehlet; Oft steht er auch für Auch Brod und Kleidung geben? schädlich an, Was Gott doch selbst 11. Der Vogel in den Lüften, erwählet. Das Thier in seinen Klüften, Die 4. So fängt auch mancher Blume an den Wegen Muß Sor- weise Mann Ein Werk oft stark gen widerlegen.co und eifrig an, Und bringts doch 12. Der ste so treulich heget, nicht zu Stande; Er baut ein So fleißig ihrer pfleget, Sollt Schloß und festes Haus, Doch der den Himmelserben Gedenken nur auf nichts als Sande. zu verderben? 5. Wie mancher ist in seinem Sinn Fast über Bergesspitzen hin, Und eh er sich's verstehet, So liegt er da, so hat sein Fuß Vermd gebens sich bemühet. 14. Die Bitte uns gewähre, 6. Drum, lieber Vater, der Daß wir zu deiner Ehre Dir im- du Kron Und Zepter trägst im mer recht vertrauen, Und gänzlich Himmelsthron, Und aus den Wolauf dich bauen. ken bligest, Vernimm mein Wort, 15. Wenn wir nur Glauben und höre mich, Vom Stuhle, da haben, So werden uns die Ga- du stzest. ben, Die wir zu diesem Leben Bedürfen, wohl gegeben. 7. Verleihe mir das reine Licht, Das fließt von deinem Angesicht, 16. Eh wird der Kreis der In frommen Seelen webet, Und Erden, Die Welt vernichtet wer- da der rechten Weisheit Kraft den, Eh sollten sein verlassen, Durch deine Kraft belebet. Die Fleisches Sorge hassen. 8. Gib mir Verstand aus deiner Höh, Auf daß ich ja nicht ruh und steh Auf meinem eignen WilMel. In dich hab ich gehoffet, Herr. 295.ch weiß, o Gott, daß len. Sei du mein Freund und mein treuer Nath, Was gut ist, zu Wert auf deinem Willen ruhn, erfüllen. Von dir kommt Glück und Segen. 9. Prüf Alles wohl, und was Was du regierst, das geht und mir gut, Das gib mir ein, was steht Auf rechten, guten Wegen. Fleisch und Blut Erwählet, das 2. Es steht in keines Menschen verwehre. Der höchste Zweck, das Macht, Daß sein Nath werd' ins beste Theil Sei deine Lieb und Werk gebracht, Er seines Gangs Ehre. sich freue. Des Höchsten Nath, 10. Was dir gefällt, das las auch 13. O Vater, ach, verleihe, Daß deine Güt und Treue Wir inniglich betrachten Und so gering nicht achten. 176 Gottes Werke und Wohlthaten. auch mir, O meiner Seelen Sonn' meinen Stand Wohl halt und und Zier, Gefallen und belieben; herrlich stege. Was dir zuwider, laß mich nicht 18. Nur dir allein sei Ruhm In Werk und That verüben. und Ehr, Ich will dein Thun je 11. Ist's Werk von dir, so hilf mehr und mehr Aus Hocherfreuter zum Glück, Ist's Menschenwerk, so Seelen Vor deinem Volk und aller treib's zurück, Und ändre meine Welt, So lang ich leb, erzählen. Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst In Kurzem zu Mel. Ermuntre dich, mein. bist ein Mensch, 12. Sollt aber dein und unser 296. Du das weißt du wohl, Feind An dem, was dein Herz Was strebst du denn nach Dingut gemeint, Beginnen sich zu gen, Die Gott, der Herr, alleine rächen: Ist das mein Trost, daß soll Und kann zu Werke bringen? seinen Zorn Du leichtlich könnest Du fährst mit deinem Wiß und brechen. Sinn Durch so viel tausend Sor13. Tritt du zu mir, und gen hin, Und denkst: wie will's mache leicht, Was mir sonst fast auf Erden Doch endlich mit mir unmöglich deucht, Und bring zum werden? guten Ende Was du selbst angefangen hast, Durch Weisheit deiner Hände. 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr Mit allem deinem Dichten Nicht, was so klein ist, wie 14. Ist gleich der Anfang et- ein Haar, In aller Welt ausrichwas schwer, Und muß ich auch ten; Und dient dein Gram senst ins tiefe Meer Der bittern Sor- nirgends zu, Als daß du dich gen treten, So treib mich nur ohn aus deiner Nuh In Angst und Unterlaß Zu seufzen und zu beten. Schmerzen stürzest, Und dir das 15. Wer fleißig betet und dir Leben kürzest. traut, Wird alles, davor sonst 3. Willst du das thun, was ihm graut, Mit tapferm Muth Gott gefällt, Und dir zum Heil bezwingen, Sein Sorgenstein wird gedeihet, So wirf dein Sorgen in der Eil In tausend Stücke auf den Held, Den Erd und springen. Himmel scheuet, Und gib dein 16. Der Weg zum Guten ist Leben, Thun und Stand Nur fast wild, Mit Dorn und Hecken fröhlich hin in Gottes Hand, ausgefüllt, Doch wer ihn freudig So wird er deinen Sachen Ein gehet, Kommt endlich, Herr, durch fröhlich Ende machen. dich dahin, Wo Freud und Wonne stehet. 4. Wer hat so treu gesorgt für dich, Eh du zur Welt gekommen? 17. Du bist mein Vater, ich Wer hat im Mutterschooße sich dein Kind, Was ich bei mir nicht Schon deiner angenommen? Wer hab' noch find', Hast du zu aller hat schon da dein Heil bedacht? G'nüge. So hilf nun, daß ich Was that da aller Menschen Macht, Schöpfung, Erhaltung, Negierung. 177 Macht, Als Geist und Sinn und und oft Ist das ganz umgeschlaLeben Dir ward zuerst gegeben? gen, Was du gewiß und fest ge5. Durch wessen Kraft steht hofft Mit Händen zu erjagen! dein Gebein In ordentlicher Fülle? Hingegen, wie so manches Mal Wer gab dem Auge Licht und Ist das geschehn, was überall Schein? Dem Leibe Kraft und Kein Mensch, kein Nath, kein Hülle? Wer zog die Adern hier Sinnen Vermochte zu beginnen! und dort, Und jed' an ihre Stell 11. Wie oft bist du in große und Ort? Wer setzte hin und Noth Durch eigne Schuld gekomwieder So viele schöne Glieder? men, Da dein verblendter Sinn 6. Wo war dein Wille und den Tod Für's Leben angenommen! Verstand, Als Wasser Alles deckte, Und hätte Gott sein Werk und Und über See und über Land That Ergehen lassen nach dem Sich Finsterniß erstreckte? Wer Rath, In dem du's angefangen, brachte Sonn' und Mond Herfür? Du wärst zu Grund gegangen. Wer schuf die Kräuter, Bäum' 12. Der aber, der uns ewig und Thier', Und hieß sie deinen liebt, Macht gut, was wir verWillen Nach Herzenslust erfüllen? wirren, Erfreut, wo wir uns 7. Heb auf dein Haupt, schau selbst betrübt, Und führt uns, wo überall, Hier unten und dort wir irren, Und dazu treibt ihn oben, Wie Gottes Sorg' auf je- sein Gemüth, Und die so reine den Fall Für dich sich hat erhoben. Vatergüt, In der uns arme SünDein Brod, dein Wasser und dein der Er trägt als seine Kinder. Kleid War eher noch als du bereit, 13. Ach, wie so oftmals Die Milch, die du einst nahmest, schweigt er still, Und thut doch, War auch schon, da du kamest. was uns nüßet, Da unterdessen 8. Die Windeln, die dich all- unser Will Und Herz in Nengsten gemach Umfingen in der Wiege, stzet; Sucht hier und da und Dein Bettlein, Kammer, Stub' findet nichts, Will sehn, und manund Dach, Und wo du solltest gelt doch des Lichts, Will aus liegen, Das war schon alles zu- der Angst sich winden, Und kann gericht't, Eh noch dein Aug' und den Weg nicht finden. Angesicht Aufblickte, daß es sehe, 14. Gott aber geht gerade fort Was in der Welt geschehe. Auf seinen weisen Wegen, Er 9. Und dennoch soll dein An- geht und bringt uns an den Ort, gesicht Dein ganzes Leben führen, Wo Wind und Sturm sich legen. Du traust und glaubest weiter Hernachmals, wenn das Werk nicht, Als was die Augen spü- geschehn, Dann kann der Mensch ren; Was du beginnst, das soll erst klarer sehn, Was der, der allein Dein Kopf, dein Licht und ihn regieret, In seinem Rath Meister sein, Was du nicht aus- geführet. erkoren, Das hältst du für verloren. 15. Drum, liebes Herz, sei 10. Nun stehe doch, wie viel wohlgemuth, Und laß von Sorg' M und 178 Gottes Werke und Wohlthaten. und Grämen. Gott hat ein Herz, Ursach auch entdeckt, Warum dein das nimmer ruht, Dein Bestes Rath, der niemals fehlt, Den uns vorzunehmen. Er kann's nicht las- so dunklen Weg erwählt. sen, glaube mir, Sein Herz ist ganz gekehrt zu dir Und uns hier allzu sammen, In heilger Liebe Flammen. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen Von deiner Weisheit, Macht und Güt, Du kannst viel 16. Es glüht sein Herz von tausend Wege finden, Wo die VerGnad und Treu, Und also kannst nunft nicht einen sieht. Aus Findu denken, Wie seinem Muth zu sterniß bringst du das Licht, Du Muthe sei, Wenn wir uns oftmals sprichst, o Gott, und es geschicht. Fränken Vergeblich mit der Sor- 4. So weicht denn, ängstliche genbürd', Als ob er uns nun gänz- Gedanken, Gott kann weit mehr, lich würd' Aus lauter Zern und als ihr versteht; Bleib, Seele, in Hassen Ohn Hülf und trostlos lassen. der Demuth Schranken, Die De17. Das schlag hinweg, und laß muth wird von Gott erhöht. Ja, dich nicht So jämmerlich bethören. Herr, du liebst den, der dich liebt, Obgleich nicht allzeit das geschicht, Und deiner Führung sich ergibt. Was Freude kann vermehren, So 5. Drum will ich dir mich wird doch wahrlich das geschehn, überlassen Mit Allem, was ich Was Gott, dein Vater, auser= hab und bin; Ich werfe, was sehn; Was er dir zu will kehren, ich nicht kann fassen, Auf deine Das wird kein Mensch verwehren. Macht und Weisheit hin. Der 18. Thu als ein Kind und Ausgang zeigt doch immerdar, lege dich In deines Vaters Arme. Daß stets dein Nath voll Güte war. Bitt' ihn und flehe, bis er sich 6. Gib, daß dies mein VerDein, wie er pflegt, erbarme, So trauen mehre, In Glück und wird er dich durch seinen Geist Unglück, Freud und Leid. Schid Auf Wegen, die du jetzt nicht Alles, Herr, zu deiner Ehre, weißt, Nach wohlgehaltnem Rin- Und meiner. Seelen Seligkeit; gen Aus allen Sorgen bringen. So preis' ich einst vollkommen dich, Und freue dann auf ewig mich. Mel. Wie schön leucht't uns. Mel. Wer nur den lieben Gott. du o 297. Gott, verborgen, Dein Gott, verborgen, Dein 298. Hinauf, mein Geist, im zu Nath bleibt vor uns wunderbar. Gott empor, Umsonst sind alle unsre Sorgen, Schöpfer, den im Jubelchor Die Du sorgtest, eh die Welt noch war, höhern Geister loben! Auch dich Für unser Wohl schon väterlich, hat er hervorgebracht, Auch dich Dies sei genug zum Trost für mich. mit weiser Huld und Macht Zu 2. Dein Weg ist zwar in Fin- seinem Reich erhoben. Bater, sternissen Vor unsern Augen oft Vater, So ihn nennen, so ihn versteckt, Doch wenn wir erst den kennen und verehren, Was kann Ausgang wissen, Wird uns die höhres Glück gewähren? 2. Mit Schöpfung, Erhaltung, Regierung. 179 2. Mit welcher stillen Sorgsam- Dann tröstet deine Gnade. Vater, keit Verfolgt dein Blick mich jeder- Vater, Wenn auch Leiden mich zeit Auf allen meinen Wegen! der Freuden oft berauben: Deiner Du weißt, wie schwach die Menschen Liebe will ich glauben. sind, Und leitest mich, dein schwaches Kind, Dem Ziele sanft entgegen. Vater, Vater, Dir vertrau ich, o wie stärkt mich der Gedanke: Du bist bei mir, wenn ich wanke! 6. Ich sehe, daß du Vater bist, Selbst dann noch, wenn mein Herz vergißt, Dir, Höchster, sich zu weihen. Wie gränzenlos ist deine Huld! Wie gern willst du der Sünden Schuld Bekümmerten verzeihen! Vater, Vater! O wer wollte, wie er sollte, dich nicht ehren, Nicht getroft zu dir sich kehren? 3. Mein Leben hier in dieser Zeit Ist nur der Gang zur Ewigkeit, Nur Bildungszeit der Jugend. O Gott, wie gut erziehst du mich! Wie führest du so väterlich Mich 7. Ergeb ich dir mein ganzes Herz, hin zur wahren Tugend! Vater, Va- So wird einst über jeden Schmerz ter, Alles leitest und bereitest du mit Mich deine Huld erheben. Bald Liebe, O daß ich dir folgsam bliebe! ist das Thal hier durchgereist, 4. Schau ich in deiner Welt Wie herrlich schwingt sich dann umher, Wie sichtbar wird des mein Geist Empor zum höhern Le= Segens Meer, Das hier schon mich ben! Vater, Vater! Dann erst seh umfließet! Da strömen tausend ich ganz und ewig deine Treue. Freuden hin Für meinen Geist, Ach, wie ich schon jetzt mich freue! für jeden Sinn, Und selbst der 8. Daß diese Freude mich durchWurm genießet. Vater, Vater, dringt, Und dir mein frohes Herz Deinen Segen zu erwägen, das ist lobsingt, Das dank ich deinem weise, Das versüßt des Lebens Reise. Sohne. Er hat mit dir uns auß5. Dem Freudenbecher mischest gesöhnt, Dein holder Vatername du Zwar oft auch bittre Tropfen tönt Nun hier wie dort am zu, Doch nur, daß er nicht schade. Throne. Vater, Vater! Nie verhalle, Und ist die Trauerstunde da, O ewig schalle selbst bei Schmerzen dann ist auch dein Beistand nah, Dieser Ton in Christenherzen. Erlösung des Menschen. 1. Die Sünde und ihre Folgen. Mel. Auf meinen lieben Gott. 1schäfte, In Heiligkeit zu wandeln, 299. Du, der kein Böses Stets recht vor dir zu handeln. thut, Du schufst 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? den Menschen gut, Du gabst ihm Ach, wir, dein Eigenthum, Wie Licht und Kräfte Zum seligen Ge- tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt M* unter 180 Gottes Werke und Wohlthaten. unter Allen Ein Mensch ganz rein von Sünden Vor dir, o Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Gott, zu finden? 300. Ah, mein Jesu, welch 3. Hier ist kein Unterschied. Verderben Wohnet Dein helles Auge steht Auf alle nicht in meiner Brust! Denn mit Menschenkinder, Ach, sie sind alle andern Adamserben Steck ich volSünder, Da ist vor dir, Herr, kei- ler Sündenlust. Ach, ich muß ner Unschuldig, auch nicht Einer. es dir bekennen, Ich bin Fleisch 4. Verderbt ist Aller Sinn, vom Fleisch zu nennen. Die Weisheit ist dahin, Die 2. Wie verkehrt sind meine uns regieren sollte, Nur, was Wege, Wie verderbt ist doch dein Wille wollte, Mit freude- mein Sinn! Der ich zu dem vollen Trieben Zu wollen und Guten träge, Aber schnell zum zu üben. Bösen bin. Ach, wer wird mich 5. Fleisch sind wir von Na- von den Ketten Und vom Ted tur, Uns rühren leider nur Die der Sünden retten? Güter dieser Erden, Die uns 3. Hilf mir durch den Geist entrissen werden, Mehr als die der Gnaden Aus der angeerbten höhern Gaben, Die uns auf ewig Noth, Heile meinen Seelenschalaben. Herr, durch deinen Kreuzes6. Dir folgen dünkt uns Zwang, tod; Schlage du die SündenglieDes Herzens böser Hang Neißt der Meines alten Adams nieder. uns mit starkem Triebe Zu schnö- 4. Ich bin unten von der der Sündenliebe; Und können Erden, Herr, ich bin in Sünden wir wohl zählen, Wie oft wir tedt; vor dir fehlen? den, den, Soll ich wieder lebend werSo mußt du in dieser Neth 7. O Herr, was uns gebricht, Mich durch deinen Geist gebären, Laß in der Wahrheit Licht So heil- Und mir neue Kraft gewähren. sam uns erkennen, Daß wir von 5. Schaff in mir ein reines Ernst entbrennen, Der Sünde zu Herze, Einen neuen Geist gib entsagen, Der Bess'rung nach- mir, Daß ich nun nicht länger zujagen. scherze Mit der sündlichen Begier. 8. Wohl dem, der sie gewinnt! Laß mich ihre List bald merken, Gott, so verderbt wir sind, So Mich im Geist dagegen stärken. willst du uns doch heilen, Und 6. Lehr mich wachen, beten, Kräfte uns ertheilen, Schon wie- ringen, Und mein böses Fleisch derum auf Erden Dir gleich ge- und Blut In des Geistes Joch sinnt zu werden. zu zwingen, Weil es niemals 9. Herr, diese deine Huld Laß Gutes thut. Was nicht kann dein uns durch unsere Schuld Nicht Reich ererben, Laß in deinem freventlich verscherzen. Erwecke Tod ersterben. unsre Herzen, Dir nicht zu widerstreben, Damit wir ewig leben. 7. Neize mich durch jene Krone, Die mir droben beigelegt, Daß ich meiner Die Erlösung.( Die Sünde und ihre Folgen.) 181 meiner niemals schone, Wann und sichern Raum Der bange Vogel wo ein Feind sich regt; Sodann findet, Wenn schwarz die Nacht, hilf mir tapfer kämpfen, Teufel, Das Wetter kracht, In Angst sich Welt und Fleisch zu dämpfen. Alles windet: 8. Sollt ich etwa unterliegen, 8. Also, Herr Christ, Mein' O so hilf mir wieder auf. Laß Zuflucht ist In deinen Todeswunin deiner Kraft mich stegen, Daß den; Wenn Sünd und Tod Mich ich meinen Lebenslauf Unter dei- stürzt in Noth, Dann werd ich nen Siegeshänden Möge ritterlich da gefunden. vollenden. 9. Darin ich bleib, Und ob mein Leib und Seele sich auch scheiden, So werd ich dort Bet Eigene Melodie. 301. A Gott und Herr, dir, mein Hert, Doch sein in Wie groß und schwer Sind meine vielen Sünew'gen Freuden. 10. Gott, dir sei Ruhm! Dein den! Da ist kein Mann, Der Eigenthum Bleib ich in Jesu Nahelfen kann, In dieser Welt zu men. Ich zweifle nicht, Weil finden. Christus spricht: Wer glaubt, 2. Flöh ich gleich weit Zu al- wird selig! Amen. ler Zeit, Bis an der Erde Enden, Um frei zu sein Der Angst Mel. Meinen Jefum laß ich nicht. und Bein, Würd ich sie doch 302. Freilich bin ich arm nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, Verstoß großer Menschenhüter! Ach, nimm mich nicht, Wie ich's wohl hab mich in deinen Schooß, Schenke verdienet. Geh mit mir nicht, mir des Himmels Güter. Schau, Gott, ins Gericht, Dein Sohn ich lieg in meinem Blut, Nimm hat mich verfühnet. mich auf, o höchstes Gut. 4. Soll's ja so sein, Daß 2. Allerhöchster Gottes Sohn, Straf und Bein Auf Sünden Meines Lebens einzig Leben, Komm folgen müssen: So fahr hier fort, herab vom Sternenthron, Komm, Nur schone dort, Und laß mich ich will mich dir ergeben. Geh hier wohl büßen. doch nicht vor mir vorbei, Hör, 5. Gib, Herr, Geduld, Vergib o Jesu, mein Geschrei. die Schuld, Gib ein gehorsam Herze, Daß ich doch nie Sorg' und Müh Mein Heil verscherze. 3. Gold und Silber acht ich Durch nicht, Nicht der Welt vergänglich ewges Prangen; Eines, Eines mir gebricht, Dieses such ich voll Ver6. Verfahr mit mir, Wie's dün- langen: Der Maria bestes Theil ket dir, Ich will es gerne leiden; Wähl ich aus, der Seelen Heil. Nur wollst du mich nicht ewiglich Von deiner Gnade scheiden. todt, 7. Wie dort im Baum Den ben. 4. Weil ich bin in Sünden Seufz ich nach der Seele LeJesu, hilf aus dieser Noth, Hilf 182( nach Gottes Werke und Wohlthaten. Hilf dem Teufel widerstreben, Jesu, Unter unsern schwachen Fuß. Denn er steht nach meiner Kron, Du kennst unser Unvermögen, Hilf, o starker Davidssohn. Schenk uns deines Heils Genuß, 5. Alles will ich geben hin, Daß wir deine Kraft verspüren, Wenn ich dich nur kann besitzen. Nie im Kampf den Muth verWeg mit allem Weltgewinn! Hier- lieren.. auf will ich mich nicht stüßen. 6. Faß uns an, o treuer Jesu, Mein Erlöser ist mein Gold, Das Führ uns durch die Pilgerstraß, ich nicht vertauschen wollt. Daß wir auf den rechten Wegen 6. Er wird nicht vorüber gehn, Gehen fort ohn Unterlaß. Laß Sollt ich schon im Blute liegen; uns meiden alle Stricke, Und nicht Treulich wird er bei mir stehn, wieder sehn zurücke. Und mich nimmermehr betrügen. Ich soll leben, sagt er mir; Was frag ich, o Welt, nach dir? 7. Laß den Geist der Kraft, Herr Jesu, Geben unserm Geiste Kraft, Daß wir treulich dir nachwandeln, Nach der Liebe EigenMel. Herr, ich habe mißgehandelt. schaft. Ach, Herr, mach uns sel303. Ah, was bin ich ohne ber tüchtig, So ist unser Leben Jefum? Dürftig, richtig. jämmerlich und arm. Ach, was 8. Dann wird Lob und Dank, sind wir? voller Elend! Ach, Herr Herr Jesu, Schallen aus des HerJesu, dich erbarm! Laß dich unsre zens Grund; Dann wird Alles Noth bewegen, Die wir dir vor dich bekennen, Und dir singen Augen legen. Herz und Mund; Dann wird auf 2. Wir sind nichts ohn dich, der ganzen Erden Jesus hochgeHerr Jesu, Ueberall ist Finsterniß, lobet werden. Und es quälet uns so heftig Des Gewissens Schlangenbiß. Sündengift steckt in dem Herzen, Und 304. Ich bin mit verursacht bittre 3% Mel. Auf meinen lieben Gott. mir, Gott, bewußt Der innern 3. Ohne dich, getreuer Jesu, bösen Lust, Der Quelle meiner Schrecken Teufel, Welt und Höll, Sünden, Die Menschen nie erUnd erregen Angst und Zittern, gründen. O heile du aus Gnaden Nirgends, nirgends ist es hell. Der Seele tiefen Schaden. Aufgewacht ist mein Gewissen, 2. Wie oft gehörch ich ihr! Ich bin ganz von Angst zerrissen. Wie oft hab ich vor dir, Herr, 4. Darum stärk uns, liebster dein Gesetz verletzet, Und dir mich Jesu, Sei in Finsterniß uns Licht, widersetzet! Ach, willst du nicht Deffne unsers Geistes Augen, Zeig vergeben, Mein Gott, wie kann dein freundlich Angesicht. Strahl, ich leben? o Sonn, mit Lebensblicken, So 3. Ein jegliches Gebot Zeugt wird sich das Herz erquicken. wider mich, und dreht Mit ewi5. Tritt den Satan, starker gem Verderben, Laß, Vater, mich nicht 183 Die Erlösung.( Die Sünde und ihre Folgen.) nicht sterben. Du kannst, du ihr Gott bin ich; Die Liebe lehr kannst vom Bösen Auch mich, o und treibe nun, Daß gern ste meinen Willen thun. Herr, erlösen. 4. Verwirf mich nicht vor dir, 5. So sandte Gott von seinem Beweise Gnad an mir. Erneure Thron Den eignen, eingebornen meine Seele, Daß sie das Gute Schn. Der Vater thut durch wähle. Die Tilgung meiner Sün- Christi Mund Sein Wort und den Laß mich bei Jesu finden. seine Liebe kund. 5. Drückt mich ihr schweres 6. Des Schnes Nuf ist: Men= Joch, So sei, o Vater, doch Noch schen, hört, Was euch der Gott stärker dein Erbarmen, Das hei- der Liebe lehrt: Liebt den, der lige mich Armen. Du kannst, euch zuvor geliebt, Und euch den mein Gott, vergeben, Bei dir ist Sohn zum Heiland gibt. Heil und Leben. 7. Mit meiner Liebe liebet euch, 6. Hat sonst des Fleisches Macht Ihr seid durch mich einander gleich, Ihr Werk in mir vollbracht: So laß Und weiht die neuen Kräfte gern zu guten Werken Nun deinen Geist Dem Reiche Gottes, eures Herrn. 8. Gott, der du selbst die Liebe mich stärken, Daß, folgsam deiner Lehre, Ich nun dich fürcht und ehre. bist, Die feines Menschen Sinn $ 7. Hilf, wenn in meiner Brust ermißt, Gieß aus den Geist der Sich regt die böse Lust, Daß ich Liebe nun, Daß Alle deinen Wilmich widersetze, Und nicht dein len thun. Necht verlege, Dein Bild noch auf der Erde, Und dort vollendet werde. Mel. Jesus, meine Zuversicht. Mel. Wo Gott zum Haus nicht gibt 306. Guter Hirte, willst du sein' Gunst. 305. nicht Deines Schäfleins dich erbarmen, Und es nach tott wollte nicht des der Hirtenpflicht Tragen heim auf Sünders Tod, Gab deinen Armen? Willst du mich ihm sein Wort und sein Gebot, nicht aus der Qual Holen in den That ernstlich seinen Willen kund, Freudensaal? human Nief Israel in seinen Bund. 2. Schau, wie ich verirret bin 2. Im Donner bebte Sinat, Auf der Wüste dieser Erde, Komm, Als sein Gesetz der Herr verlieh. und bringe mich doch hin 3u Er grub's in Felsentafeln ein, Doch den Schaafen deiner Heerde. auch des Volkes Herz blieb Stein. Führ mich zu den Deinen hin, 3. Da sprach voll Huld des Wo ich wohl geborgen bin. Vaters Mund: Gestiftet werd ein 3. Mich verlangt, dich mit der neuer Bund, Kein todter Buchstab Schaar, Die dich loben, anzuauf dem Stein, Die Liebe schreib schauen, Die da weiden ohn Gefahr Auf den süßen Himmelsauen, ins Herz ihn ein! 4. Dann herrscht mein Zepter Die nicht in der Furcht mehr stehn, väterlich, Sie sind mein Volk, Und nicht können irre gehn. 4. Denn 184 Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Denn ich bin hier sehr be- 5. O Herr Jesu, laß mich drängt, Muß in steten Sorgen nicht In der Wölfe Rachen komleben, Weil die Feinde mich um- men; Hilf mir nach der Hirtenschränkt, Und mit List und Macht pflicht, Daß ich ihnen werd entumgeben, Daß ich armes Schäfe- nommen. Hole mich, dein Schälein Reinen Blick kann sicher sein. felein, In die ew'gen Hütten ein. 2. Die Erlösung im Allgemeinen. Mel. Wie schön leucht't uns der. mich gehen. Herr, wenn ich dort den 307. Brich, heller Morgen- Richterschluß Vom ew'gen Throne stern, herein, Und hören muß, Kann ich mit dir belaß uns deinen Freudenschein In stehen, Weil ich Durch dich, Gnahellen Strahlen sehen. Ermuntre densonne, lauter Wonne dort ermich, du Gnadenlicht, Und laß die lange, Und als ein Gerechter arme Seele nicht In Satans prange. Stricken gehen. Ruf mich, Daß 5. So kleide meine Seele ganz ich In dem Herzen tiefe Schmer- In deinen reinen Schmuck und zen um die Sünde, Die sich an Glanz, Und rein'ge mein Gewissen. mir zeigt, empfinde. Uns hat ja deines Blutes Kraft, 2. Ach, gieße deinen edlen Die Alles rein und heilig schafft, Schein In mein versinstert Herz Der Sündenlust entrissen. Laß doch hinein, Und gib mir reine Triebe. Auch noch Selbst in Schmerzen Vertreib die schwarze Sündennacht, sich die Herzen zu dir neigen Und Die mir so angst und bange macht, ihr Licht den Menschen zeigen. O zeig mir deine Liebe. Was 6. Dring in mein Herz, mein mich Ewig Sollte plagen, willst Licht, mein Heil, Ich find an dir du tragen; zeig die Wege, Wie mein bestes Theil, Drum will ich ich zu dir kommen möge. auf dich hoffen. Du hast dich 3. Bekehre meinen harten Sinn, fest mit mir vereint; Gib, daß Gib, daß ich voller Neue bin Um mein Herz es redlich meint, Da meine schweren Sünden. Zerschlag, nun der Bund getroffen. Herr, zerknirsche Geist und Herz, Und dich Halt ich, Du der meine, ich laß mich wahren Seelenschmerz der deine, ach, uns beide Trenne Im Innersten empfinden. Hierzu weder Leid noch Freude. Gib du Glaubenstriebe, reine 7. Befestige mein wankend Herz, Liebe und Verlangen, Dich, mein Damit es sich durch keinen Schmerz Heil, recht zu umfangen. Von dir abwenden lasse. In dir, 4. Denn du bist ja mein Gna- mein Vater, gründe mich, Gib, denlicht, Dem niemals Glanz und daß mein fester Glaube dich Als Schein gebricht, Laß nur mit dir seinen Schuß umfasse. Halt mich, Die Erlösung im Allgemeinen. 185 Daß ich Ja nicht weiche, komm| Dein Auge mich behüte, Daß ich und reiche mir die Hände, Daß in deiner Gnade steh Und darin tein Fall mich von dir wende. immer weiter geh Durch deine 8. Den Glaubensschmuck trag Wundergüte. Täglich, Stündlich ich an mir, Verleih auch, daß die Gib mir Gnade, daß kein Schade, Tugendzier Dem Glauben niemals daß kein Leiden Möge je von dir fehlet. Du hast mich, Herr, zu mich scheiden. deinem Ruhm, Zu deinem ew'gen Eigenthum, Zu deinem Kind erMel. Wer nur den lieben Gott. wählet. Selig, Wenn ich Dieſe 308. Mein Gott, wie groß dein nie verliere, Und sie einst dort ewig führe. Das mir dein Gnadenbund be= 9. Verklär dich täglich mehr in weist! Du nimmst mich auf mit mir, Ein reich Erkenntniß gib von Liebesarmen, Und gibst mir deines dir; Laß mich gewisser werden, Sohnes Geist, Daß ich, von SünDaß ich in deiner Gnade steh, den rein und frei, Dein neuer Und auf des Himmels Wegen Bundsgenosse sei. geh, So lang ich wall auf Er- 2. Ich hielt, o Gott, mich für den. Gänzlich Will ich mich ver- verloren, Da ich in meinem Blute schreiben, dein zu bleiben, daß ich lag, Doch weil du mich dir ausdroben Dich kann ewig sehn und erkoren, Erschien mir ein ersehnloben. ter Tag, Der that auch mir durch 10. Erfreue mich, mein See- deinen Bund Heil, Segen und lenschaß, Du hast in meinem Her- Erlösung kund. 3. Auf's Neue hast du mich zen Plaz, Erfüll es mit Vergnügen. Gib ihm des Himmels Le- geboren, Mich deinen Kindern zubensjaft, Laß mich durch deiner gezählt, Du hast mir Treue zuLiebe Kraft Hier alles Leid bestegen. geschworen, Und mich in Chrifto Laß mich Innig Voll Verlangen auserwählt; Er hat mich durch dich umfangen, dich genießen, sein Blut erkauft, Auf seinen Tod Dies kann alle Noth versüßen. bin ich getauft. 11. Erhalte mich in deinem Licht, 4. Zwar dein Gesetz macht' auch Laß alle List und Macht mich vor Zeiten Den Vätern deinen nicht Von deiner Gnade trennen. Bund bekannt; Es zeigte Christum Vollführ in mir dein Gnaden- schon von weitem, Den du zum werk, Geisteskraft und Heil der Welt ernannt, Doch Laß mich dich konnte dieser Gnadenschein Noch ewig kennen, Und mich Stetig nicht ganz hell und heiter sein. Hier bestreben, dir zu leben, bis 5. Nun, zu dem neuen Bund ich sterbe Und mit dir das Reich der Gnaden, Woraus uns Heil ererbe. und Segen quillt, Hat Christus Gib Glaubensstärk, 12. Umgib mich endlich überall selber eingeladen, Nachdem er das Nun sehen wir Mit Gnadenproben ohne Zahl, Gesetz erfüllt. der 186 Gottes Werke und Wohlthaten. der Wahrheit Licht Mit aufge- ein Gnadenschein. Wenn in der decktem Angesicht. Noth wir beben, Sei uns ein 6. Dies Gnadenbündniß muß Freudenstrahl, In Krankheit unser bestehen, Ob Teufel, Höll und Leben, Ein Stern in Todesqual. Sünde stürmt. Wird Erd und 4. Herr, laß es uns gelingen, Himmel gleich vergehen, Bin ich Daß wir, wie Simeon, Auch enddoch sicher g'nug beschirmt, Denn lich mögen singen Im frohen SieChristi, meines Bürgen, Blut geston: Nun werden mir in Macht alle meine Schulden gut. Frieden Die Augen zugedrückt, 7. Eh müßten Berg und Hügel Nachdem ich schon hienieden Den weichen, Eh müßt die ganze Welt Heiland hab erblickt. vergehn, Als daß sein Bund, sein 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, Gnadenzeichen, Nicht ewig sollte Mein Jesus, dich geschaut. Kein fest bestehn. Sein Friedensbund, Feind kann dich mir rauben, Dich, den er gemacht, Bleibt, wenn dem mein Herz vertraut. Ich wohn auch Erd und Himmel kracht. in deinem Herzen, Und in dem 8. Herr, laß mich bis an meinen du, Uns scheiden keine mein Ende Getreu in deinem Schmerzen, In dir ich ewig ruh. Bunde stehn. Ach leitet mich, ihr 6. Hier will es oft mir scheiVaterhände, Daß meine Tritte nen, Du säh'st mich strafend an, richtig gehn. So hab ich einst an Daß ich vor Angst und Weinen dir, mein Heil, Als Bundeskind Dich kaum erkennen kann. Dort im Himmel Theil. aber wird's geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer klares Licht. Mel. Valet will ich dir geben. 309. err Jesu, Licht der Heiden, Der FremMel. Der Herr, mein Licht, ist. men Schatz und Lieb, Wir kom- 310. Liebesglut, die Erd D und paaret, men mit Freuden, Durch deines Geistes Trieb, In diesen O Wunderfee, drein sich mein deinen Tempel, Und suchen mit Herz versenkt, Daß Gott noch Huld Begier, Nach Simeons Erempel, für seinen Feind bewahret, Und Dich, großer Gott, auch hier. seine Gnad dem schnödsten Sün2. Du wirst von uns gefunden, der schenkt! Wie tief er mich im O Herr, an jedem Ort, Da du Fluch und Blute fand, Sein ganzes uns fest verbunden Durch dein Ver- All dringt in mein Nichts hinein, heißungswort; Vergönnst noch alle Er will in einem Wurm verkläret Tage, Daß man dich, Gott zum sein, Und ladet mich zu seinem Preis, Auf Glaubensarmen trage, Gnadenstand. Wie dort der fromme Greis. 2. Hier staunt der Geister Schaar, 3. Sei unser Glanz in Wonne, die Seraphinen Bedecken hier mit Ein helles Licht in Pein, Im Flügeln ihr Gesicht; Der EwigSchrecken unsre Senne, Im Kreuz keit Geheimniß ist erschienen, Hier kommt Die Erlösung im Allgemeinen. kommt der Gottheit ganzer Nath an's Licht. Die Herrlichkeit, die Mel. Werde munter, mein Gemüthe. mit dem Werkbund war Geschän- 311. Ewge Liebe, mein Gedet, bricht mit neuem Glanz hermüthe einen vor, Entriegelt steht das goldne kühnen Blick In den Abgrund deiLebensthor, Gott selbst stellt sich ner Güte; Send ihm einen Blick zum Gut des Sünders dar. zurück, Einen Blick voll Heiterkeit, 187 3. Dies ist der Mittelpunkt Der die Finsterniß zerstreut, Die von Gottes Wegen, Der Tiefen mein blödes Auge drücket, Wenn Schlüssel und des Wortes Kern. es nach dem Lichte blicket. Hier trieft ein angenehmer Gna- 2. Ich verehre dich, o Liebe, denregen, Hier gehet auf ein heller Daß du dich erbarmet hast, Und Morgenstern, Hier muß mein aus freiem, reinem Triebe Den träger Sinn entzücket stehn, Hier allweisen Rath gefaßt, Der im findet nichts als Thorheit mein Fluch versenkten Welt Durch ein Verstand, Und hab ich Kraft theures Lösegeld, Durch des eignen und Fleiß schon angewandt, Kann Sohnes Sterben Gnad und Freiich doch kaum ein wenig schim- heit zu erwerben. mern sehn. 3. O ein Nathschluß voll Er4. O Ewigkeit, laß deines barmen, Voller Huld und FreundLichtes Strahlen Mich bringen lichkeit! Welcher uns hülflosen auf die Spur der Weisheit hin, Armen Gnade, Trost und Hülfe Um mir dein Bund'êgeheimniß beut. Liebe, die des Sohns nicht abzumalen, Wovon kein Fleisch schont, Der in ihrem Schooße nech Blut versteht den Sinn. wohnt, Um die Sünder zu erDes Geistes Augensalbe leg mir retten Aus den schweren Sündenbei, Damit, was nie ein Mensch ketten. noch Engel denkt, Und was dein 4. Doch du hast, o weise Liebe, Wort von deinem Bunde schenkt, Eine Ordnung auch bestimmt, Daß Mir nicht wie ein mehr sei. verstegelt Buch ein jeder darin bliebe, Der am Segen Antheil nimmt. Nur wer 5. Doch nimm zugleich Ver- an den Mittler gläubt, Und ihm stand und Herz gefangen, Da treu ergeben bleibt, Der soll nicht ich mich jetzt zu deinen Füßen verloren gehen, Sondern Heil seg, Um dir als Bundesgott und Leben sehen. stets anzuhangen. Ach, spanne 5. Diesen Glauben anzuzünden, mich in deiner Liebe Nez. Zwing Gibst du deinen guten Geist, Den mich, zeuch mich, damit ich dir der Tilger unsrer Sünden Heilsnachlauf, Und da du dich willst begierigen verheißt, Der den Süngänzlich geben mir, So gib auch der kräftig zieht, Daß er seinen Kraft, daß ich mich gebe dir. Jammer steht, Zu dem Thron der Herr Jesu, zeuch mein ganzes Gnaden gehet Und um diesen Herz hinauf. Glauben flehet. 6. Da 188 Gottes Werke und Wohlthaten. 6. Da du keinen zum Verderben 2. Die Liebe ist so groß in deiOhne Grund verbannet hast, Tragen nem Herzen, Daß du für mich das Sünder, wenn sie sterben, Ihrer größte Wunder thust; Die Liebe eignen Bosheit Last. Wer nicht macht dir meinetwegen Schmerzen, glaubt an deinen Sohn, Der hat Daß mir zu gut du unter Dornen Fluch und Tod zum Lohn, Sein ruhst. O unerhörter Liebesgrad, muthwillig Widerstreben Schließt Der selbst des Vaters Wort Ins ihn aus vom Heil und Leben. Fleisch gesendet hat! 7. Ewig sei mit Dank besungen, 3. Die Liebe hat auf ewig mich Was dein Nath beschlossen hat. verbunden, Sie überströmt mich Mit uns preisen Engelzungen mit Barmherzigkeit. Ich habe meiDiesen weisen heil'gen Nath, Den nen Vater nun gefunden, Die der Glaub in Demuth ehrt, Die Ewigkeit vermählt sich mit der Vernunft erstaunend hört, Wo Zeit; Das Leben ist mit uns verder Engel Tiefen findet, Die er eint, Da der erlosch'ne Glanz Der niemals ganz ergründet. Herrlichkeit erscheint. 8. Liebe, laß mich dahin streben, 4. In ihm wird nun die MenschMeiner Wahl gewiß zu sein. heit ausgeföhnet, Die Reinigkeit Nichte selbst mein ganzes Leben der Seelen wiederbracht, Sie wird So nach deinem Willen ein, Daß vom Vater selbst mit Huld gekrönet, des Glaubens Frucht und Kraft, Da sie der Himmel selbst so angeDie dein Geist in mir geschafft, lacht; Die Menschheit wird nun Mir zum Zeugniß dienen möge: ganz erneut, Und als ein reiner Ich sei auf dem rechten Wege. Thron Der Gottheit eingeweiht. 9. Laß mich meinen Namen 5. Die Weisheit wohnt nun schauen In dem Buch des Lebens wieder auf der Erden, Dadurch stehn; Alsdann werd ich ohne das Paradies im Menschen grünt; Grauen Selbst dem Tod entgegen- Nun können wir aus Gott gebogehn. Kein Geschöpf, o Gott, wird ren werden, Weil die Geburt des mich, Den du liebest ewiglich, Herrn uns dazu dient; Die neuDeiner Hand entreißen können, geborne Seele spürt, Daß sie ein Noch von deiner Liebe trennen. andrer Geist Aus ihrem Ursprung rührt. Mel. Mein Freund zerschmilzt. 6. Kein Elend kann nun unser 312. Liebe, die den Him- Herz besiegen, Immanuel ist bei O mel hat zerrissen, uns in der Noth. Ich darf ja nur Die sich zu mir ins Elend nieder- am Gnadenquelle liegen, So dient ließ, Was für ein Trieb hat dich mir selbst das Elend und der Tod. bewegen müssen, Der dich zu mir Der Jammer hängt mir nur noch in's Jammerthal verwies? Die an, Der mir in Christo doch nicht Liebe hat es selbst gethan, Sie schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, Weil sie nun schaut als Mutter mich In meinem Jammer an. Die Erlösung im Allgemeinen. 189 nun selbst durch ihn verdammet erfunden Für die sünd'ge Welt, ist; Was schaden nun der Seele Durch dein Blut, o Held. ihre Flammen, Da nun in ste 5. Höchste Majestät, König die Liebe Chrifti fließt? Er stillt und Prophet, Deinen Zepter will der Sehnsucht heil'gen Trieb, Er ich küssen, Ich will stzen dir zu läßt die Seele nicht, Er hat sie Füßen, Höre mein Gebet, Höchste viel zu lieb. Majestät. 8. Ein ewig Leben hab ich nun 6. Laß mich deinen Ruhm, Als gefunden, Viel Reichthum, Ehr und dein Eigenthum, Durch des Geistes Freuden reicht er dar; Ich bin mit Licht erkennen, Stets in deiner ihm, er ist mit mir verbunden, Im Liebe brennen, Als dein EigenHerzen wird sein Leben offenbar. thum, Du, mein höchster Ruhm. Ich bin vergnügt und ganz gestillt, 7. Zeuch mich ganz in dich, Weil mich der lautre Strom Aus Daß die Liebe mich Ganz durchseiner Lieb erfüllt. dringe und erneue, Daß im Leiden ich mich freue, Das noch drücket 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, Erfreue dich in mich; Zeuch mich ganz in dich. seiner Liebesmacht; Des Himmels 8. Deiner Sanfmuth Schild, Kraft und Glanz bestrahlt dich Deiner Demuth Bild Mir anwieder, Und der Verlust ist völlig lege, in mich präge, Daß kein wiederbracht. O ewig, ewig wohl Zorn noch Stolz sich rege; Vor ist mir! Seit ich dich, Jesu, lieb', dir sonst nichts gilt, Als dein Bin selig ich in dir. Ebenbild. Mel. Seelenbräutigam. 9. Steure meinen Sinn, Der zur Welt will hin, Daß ich nicht 313. Wer ist wohl wie du, mög von dir wanken, Sondern bleiJesu, süße Nuh? ben in den Schranken. Sei du mein Von dem Vater außerkoren, Leben Gewinn, Gib mir deinen Sinn. derer, die verloren, Von dir strömt 10. Wecke recht mich auf, Daß uns zu Licht und süße Ruh. ich meinen Lauf Unverrückt zu dir 2. Leben, das den Tod, Mich fortsetze, Und mich nicht in seinem aus aller Noth Zu erlösen, hat Netze Satan halte auf; Fördre geschmecket, Meine Schulden zu- meinen Lauf. gedecket, Und mich aus der Noth 11. Deines Geistes Trieb In Hat geführt zu Gott! die Seele gib, Daß ich wachen 3. Glanz der Herrlichkeit, Du mög und beten, Freudig vor dein bist vor der Zeit Zum Erlöser uns Antlig treten, Ungefärbte Lieb In geschenket Und in unser Fleisch die Seele gib. versenket, In der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 12. Wenn der Wellen Macht, In der trüben Nacht, Will des 4. Großer Siegesheld, Sünde, Herzens Schifflein decken, Wollst Tod und Welt Hast du mächtig du deine Hand ausstrecken. Habe überwunden, Und ein ew'ges Heil auf mich Acht, Hüter in der Nacht. 13. Einen 190 Gottes Werke und Wohlthaten. 13. Einen Heldenmuth, Der 6. Und wenn wir weinen, tröst da Gut und Blut Gern um dei- uns bald mit deiner Leidensnetwillen lasse, Und des Fleisches und Siegsgestalt; Laß vor den Lüfte Haffe, Gib mir, höchstes Gut, Augen sie Uns immer schweben, Durch dein theures Blut. Daß an uns Allen dein göttliches 14. Soll's zum Sterben gehn, Leben Zu sehen sei. Wollst du bei mir stehn, Mich 7. Laß frohes Wesen, Kinddurchs Todesthal begleiten, Und zur lichkeit Uns immer schmücken in Herrlichkeit bereiten. Laß mich dann Freud und Leid. Muß auch die dich sehn, Dir zur Rechten stehn. Thräne oft Die Wange neten, Wenn nur an dir sich unser Herz ergößen Und stillen kann. Mel. Nun bitten wir den heil'gen. 8. Du uns die durch 314. Anahesein Bringt grabne Hand, Haft so viel Trene großen Frieden ins Herz hinein, an uns gewandt, Daß wir alle Und dein Gnadenanblick Macht Tage Beschämt da stehen, Und uns so selig, Daß Leib und Seele eft unser Auge muß übergehen stets darüber fröhlich Und dank- Vor Lob und Dank.4. bar wird. 2. Wir schaun dein freundlich Mel. Wer nur den lieben Gott. Angesicht Voll Huld und Gnade 315. Aus Gnaden soll ich zwar leiblich nicht, Aber unsre Herz, Seele Kann dich gewahren, Und glaubst du's, oder glaubst du's du kannst fühlbar dich ihr offen- nicht? Warum fühlst du noch stets baren, Auch ungesehn. Beschwerden? Ifts Wahrheit, was 3. O wer nur immer, Tag die Schrift verspricht, So muß und Nacht, Dein sich zu freuen auch dieses Wahrheit sein: Aus recht wär bedacht! Der hätte ohn Gnaden ist der Himmel dein. Ende Von Glück zu sagen, Und 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein seine Seele müßt immer nur fra- Verdienen, Die eignen Werke gen: Wer ist wie du? fallen hin. Der Heiland, der 4. Barmherzig, gnädig, g'dul- aus Lieb erschienen, Hat diese dig sein, Uns täglich reichlich die Ehre zum Gewinn, Daß uns Schuld verzeihn, Heilen, stillen, sein Tod das Heil gebracht, Und trösten, Erfreun und segnen, Und uns aus Gnaden selig macht. unseren Seelen als Freund begegnen, Ist deine Luft. 3. Aus Gnaden! merk dies Wort: aus Guaden, So oft dic 5. Ach, gib an deinem theuern deine Sünde plagt, So oft dir Heil Uns alle Tage vollkomm- will der Satan schaden, So eft nern Theil. Laß unsre Seele, Herr, dich dein Gewissen nagt. Was Sich immer schicken, Aus Noth die Vernunft nicht fassen kann, und Liebe nach dir nur zu blicken Das beut dir Gott aus Gnaden an. Ohn Unterlaß. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn 10 81 zur Die Erlösung im Allgemeinen. 191 zur Erden, Und übernahm die Glaubensfahn, Und geh getrost, Sündenlast. Was nöthigt' ihn, dein trotz allem Zweifel, Durchs rothe Freund zu werden? Sag an, was Meer nach Canaan. Ich glaub du zu rühmen haft! War's nicht was Jesu Wort verspricht, Sch aus Gnaden, daß er starb? Nicht glaub es fest und zweifle nicht. Gnade, was er dir erwarb? 5. Aus Gnaden! dieser Grund Mel. Wer nur den lieben Gott. wahrhaftig heißt. Was alle Knechte 316. Gott, deine Gnad' ist unser Leben, Sie Jesu schreiben, Was Gott in sei- schafft uns Heil und Seelenruh. nem Wort anpreist, Worauf allein Dein ist's, die Sünden zu verder Glaube ruht, Ist Gnade durch geben, Und willig ist dein Herz des Lammes Blut. dazu. Du willst den Tod des 6. Aus Gnaden! aber, sichrer Sünders nicht, Sucht er voll Neu Sünder, Denk nicht: wohlan, ich dein Angesicht. greif auch zu! Wahr ist's, Gott 2. Uns, uns Verlorne zu errufet Adams Kinder Aus Gnaden retten, Gabst du für uns selbst zur verheiß'nen Ruh; Doch den deinen Sohn. Er litt, damit geht seine Gnad nicht an, Der wir Friede hätten, Für uns den noch auf Gnade sünd'gen kann. Tod, der Sünde Lohn. O Gott, 7. Aus Gnaden! wer dies Wort wie hast du uns geliebt, Welch gehöret, Tret ab von aller Heuche- ein Erbarmen ausgeübt! lei, Denn wenn der Sünder sich 3. Dank, ewig Dank sei deiner bekehret, So lernt er erst, was Treue, Die Niemand g'nug er= Gnade sei. Beim Sündigen schätzt heben kann! Nun nimmst du jede man sie nicht, Dem Glauben ist wahre Neue Mit Vaterhuld noch fie Kraft und Licht. gnädig an. Wohl dem, der sich 8. Aus Gnaden bleibt dem blö- zu dir bekehrt Und gläubig seinen den Herzen Das Herz des Vaters Mittler ehrt. aufgethan, Wenn's unter den Ver- 4. Den, Herr, befreist du von zweiflungsschmerzen Nichts steht den Plagen, Die dem Gewissen und nichts mehr hoffen kann. Wo furchtbar sind; Der kann getroft nähm, ach nähm ich Stärke her, und freudig sagen: Gott ist für Wenn Gnade nicht mein Anker wär? mich, ich bin sein Kind; Hier ist 9. Aus Gnaden, hierauf will der, welcher für mich litt, Und ich sterben, Ich fühle Muth, ja mich noch jetzt bei Gott vertritt. mir ist wohl. Ich kenn mein sünd- 5. O Herr, wie selig ist die liches Verderben, Doch auch den, Seele, Die sich in deiner Gnade der mich heilen soll. Mein Geist freut! Ob auch ein irdisch Glück ist froh, mein Lauf vollbracht, ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht Weil mich die Gnade selig macht. Zufriedenheit. Denn Gottes Fried 10. Aus Gnaden! weiche, Sünd ist weit mehr werth, Als alle und Teufel! Ich schwinge meine Schäße dieser Erd. 6. Dein 192 Gottes Werke und Wohlthaten. 6. Dein Friede stärkt mit fro-] 8. O laß mich dies im GlauHem Muthe Das Herz auch in der ben fassen, Und mich mit starker größten Noth, Gibt Hoffnung zu Zuversicht Auf deine Bundestren dem ew'gen Gute, Und macht ge- verlassen; Wenn Alles wankt, so troft selbst in dem Tod. Wer wankt sie nicht. Wohl dem, der diesen Frieden hat, genießt Lust, sich auf dich verläßt, Sein Heil die des Himmels Anfang ist. steht unbeweglich fest. 7. Laß, Vater, denn in die- 9. Lobsingend will ich dich ersem Frieden Auch meine Seele freu- heben, Mich ewig deiner Gnade dig ruhn. Auch mir hast du das freun, Und deinem Dienst mein Glück beschieden, Denn, auch für ganzes Leben In kindlichem Gemich genug zu thun, Ward ster- horsam weihn. Daß, Herr, bet bend der am Kreuz ein Fluch, Der dir Vergebung sei, Daß mach in seines Volkes Sünden trug. deiner Furcht mich treu. 3. Der Erlöser. ste und weben, Und was sie sind, ist ſein. 317.6 Mel. Nun lob', mein Seel, den. Dommt, Christen, kommt 3. Er träget alle Dinge Durch und schauet Des ew- seiner Allmacht kräft'ges Wort, gen Sohnes Herrlichkeit. Eh Gott Daß Große, das Geringe Geht die Welt gebauet, War er, er nur durch seinen Willen fort. war vor aller Zeit. Er ist aus Sein weiser Schluß regieret Die Gott geboren, Des Vaters Eben- unterworfne Welt, Weil er bas bild, Der, uns zum Heil erkoren, Zepter führet, Geschieht, was ihm Mit Licht die Welt erfüllt. Er ist gefällt. Wird er die Stimm erauf seinem Throne Dem ew'gen heben, So werden Meer und Vater gleich. Kommt, huldigt Gruft Die Todten wiedergeben, Gottes Sohne, Kommt, schaut Die er zum Leben ruft. sein weites Reich. 4. Dir jei Lob, Breis und 2. Noch eh die Berge waren, Ehre, Erhabner Heiland, Licht Eh Thal und Hügel noch ent- aus Gott! Laß unsrer Andacht stand, Eh der Geschöpfe Schaa- Chöre Beschämen deiner Feinde ren Gesetz und Ordnung noch Spott. Die Ehre dir zu rauben, verband, Vor Gründung dieser Verschmähen sie dein Joch, Dir Erden, War er von Ewigkeit. wollen sie nicht glauben, Erbarm Er sprach: da mußten werden dich ihrer noch. Laß sie dich bald Welt, Ordnung, Naum und Zeit. erkennen, Laß den, der dich erDer Kreaturen Leben Schließt die- tannt, In deiner Liebe brennen, sen Sohn nicht ein, In ihm sind Dein Ruhm füll jedes Land. Mel. Der Erlöser. 193 Wiederschall, Dem tausend Her= Mel. Es ist das Heil uns kommen. zen brennen! O Jesus, Jesus 318. Mein Sesu, du hast Christus, wie Beugt tief genug Schuld Mit Knie o mein ihrer Strafe Plagen,( O unerhörte Erlöser? Lieb und Huld!) Freiwillig wollen 2. O du, der ewig uns befreit tragen. Du, der Gerechte, ließest Von Todesnoth und Schmerzen! dich Zur Sünde machen, daß ich Wer, Menschenretter, Heiland, mich In dir gerecht kann nennen. freut Sich deiner nicht von Her2. So heißest du nicht Jesus zen? Dein Nam' ist Hülfe, Heil nur, Du bist auch, was du hei- und Huld, Vor dir verschwindet fest, Da du die menschliche Natur Tod und Schuld, Wer ist, wie Aus allem Jammer reißest. Die du, ein Netter? That slimmt mit dem Namen ein, 3. Erlöser, Jesu, ein'ger Sohn Du wolltest, was du heißest, sein: Des Vaters aller Wesen, Zum Mein Heil, mein Seligmacher. König auf Jehovah's Thron, Ch 3. In keinem Andern ist ja Licht ward, außerlesen, Voll GotHeil, Rein Nam' ist uns gegeben, tesweisheit, Licht aus Licht, Voll Darin wir können nehmen Theil Kraft, die durchdringt, wenn sie An Seligkeit und Leben. Du bist's spricht, Voll reinster Gottesliebe! allein, der Jedermann Ein ewig 4. Hoch über alle Namen geht Leben schenken kann. Gelobet sei Dein Name, Weltregierer, Du Hodein Name! herpriester und Prophet, Du aller 4. O Name, werde doch in Seelen Führer! Dein ist die Tiefe, mir Durch Gottes Geist verkläret, dein die Höh, O König aller Da, was verborgen ist in dir, Könige, Dein Alles, Jesus Kein fleischlich Herz erfähret. Denn Christus! die Vernunft begreift es nicht, Ohn deines Geistes Gnadenlicht Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. Blieb es unaufgeschlossen. 5. Laß mich empfinden deine 320. Jesus ist der schönste Aller, Kraft, Von heißer Lieb entbrennen, auf Erden kamen, Huldreich, Mich, was dein Name Gutes prächtig, tugendsam, Ueber alle schafft, Stets aus Erfahrung ken- andre Namen. Seiner großen Herrnen; So wird der Sündennoth lichkeit Gleicht kein Name weit gewehrt, In Hoffnung meine und breit. Furcht verkehrt, Und Seligkeit mein Erbe. 2. Jesus ist das Heil der Welt, Heilet uns von allen Sünden, Jesus ist ein starker Held, Unsern Mel. Es ist das Heil uns kommen. Feind zu überwinden. Willst du süßester der Namen stark und siegreich sein, Laß nur 319. O all, zungen nennen! Den Menschen- Jesum bei dir ein. du, der Himmell 3. Jesus ist der Lebensbaum, N Voller 194 Gottes Werke und Wohlthaten. Voller edlen Tugendfrüchte; Fin- Erfüllst für uns des Vaters Nath, det er im Herzen Raum, Wird Und bittest selbst für Feinde. Du das Unkraut ganz zu nichte. Alles starbst, gehorsam bis zum Tod, Gift und Unheil weicht, Was Und ehrtest auch im Tode Gott. sein Schatten nur erreicht. 6. Dies große Beispiel hast du 4. Jesus ist das höchste Gut mir Zur Nichtschnur hinterlassen, In dem Himmel und auf Erden. Daß ich gesinnet sei gleich dir In Jesu Name macht mir Muth, Daß meinem Thun und Lassen. Komm, ich nicht kann traurig werden, sprichst du, nimm dein Kreuz auf Jesu Name soll allein Mir der dich, Komm, folge mir und thu höchste Name sein. wie ich! Mel. Mach's mit mir, Gott. 7. Ich komme, Herr, gib Kraft und Licht, Daß ich mein Heil 321. Welch hohes Beiſpiel erkenne, Dein wahrer Jünger sei gabst du mir, und nicht mich fälschlich nur so Mein Heiland, durch dein Leben! nenne. Hilf, daß ich deinem Dir möcht ich gern, mein Heiland, Vorbild treu, Auch Andern selbst dir, Auch nachzuahmen streben. ein Vorbild set. Führ mich den Weg, den du betratst, Daß ich gern thue, was du thatst. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 322. Heilger Jesu, Heil2. Dein Herz, von Sünden nie gungsquelle, Mehr entweiht, War rein, wie deine als Krystall rein klar und helle, Lehre, Dein ganzer Wandel Hei Du lautrer Strom der Heiligkeit! ligkeit, Dein Endzweck Gottes Ehre. Aller Glanz der Cherubinen Und Du gibst uns hier Zufriedenheit Heiligkeit der Seraphinen Und dort die ew'ge Seligkeit. Ist gegen dich nur Dunkelheit. Ein 3. Darum entäußertest du dich, Vorbild bist du mir, Ach, bilde Und stiegst vom Himmel nieder, mich nach dir, Du mein Alles! Ward'st Mensch, ein armer Mensch, Jesu, o du, Hilf mir dazu, Daß wie ich Und meiner Schwachheit ich auch heilig sei, wie du. Brüder. Du warst, obgleich der 2. Stiller Jeju, wie dein Wille Menschen Spott, In deinem Wan- Dem Willen deines Vaters stille, del gleichwie Gott. Und bis zum Tod gehorsam war: 4. In Knechtsgestalt erschienest So laß auch in Gott mich fassen, du, Um uns zu Herrn zu machen. Mach Herz und Willen nur geDen Kranken gabst du Trost und lassen, Ja, stille du sie ganz und Ruh, Warst mächtig in den gar. Mach mich dir gleich gesinnt, Schwachen. Du trugst die Leiden Wie ein gehorsam Kind, Stille, mit Geduld, Und trugst sie ohne stille. Jesu, o du, Hilf mir dazu, eigne Schuld. Daß ich fein stille sei, wie du. 5. Ein Opfer unsrer Missethat, 3. Treuer Jesu, ohne SchlumLiebst du uns doch als Freunde, mer, In großer Arbeit, Müh' und Kummer Der Erlöser. 195 Kummer Bist du gewesen Tag sen War züchtig, rein und außerund Nacht; Mußtest täglich viel lesen, Ein Bild der reinsten Sittausstehen, Des Nachts lagst du samkeit. Dein Gefühl, dein Denvor Gott mit Flehen, Und haft ken, Sinnen, Blick, Wort und gebetet und gewacht. Gib mir jegliches Beginnen War alles heil'auch Wachsamkeit, Damit ich alle= ger Zucht geweiht. O mein Imzeit Wach und bete. Jesu, o du, manuel, Mach mir Geist, Leib Hilf mir dazu, Daß ich stets und Seel Reusch und züchtig. Jewachsam sei, wie du. su, o du, Hilf mir dazu, Daß 4. Güt'ger Jesu, ach, wie gnä- keusch und rein ich sei, wie du. dig, Wie liebreich, freundlich und 8. Mäß'ger Jesu, deine Weise gutthätig Bist du doch gegen Im Trinken und Genuß der Speiſe Freund und Feind! Deine Sonne Lehrt uns die rechte Mäßigkeit. leuchtet Allen, Dein Regen muß Deine Speise war's, den Willen auf Alle fallen, Wie undankbar Des Vaters treulich zu erfüllen, ihr Herz erscheint. Mein Gott, Und ihm zu dienen jederzeit. Herr, ach lehre mich, Damit auch hier hilf mir meinen Leib Stets zähin ich Dir nachahme. Jesu, o men, daß ich bleib Nein und du, Hilf mir dazu, Daß ich auch nüchtern. Jesu, o du, Hilf mir gütig sei, wie du. dazu, Daß ich stets nüchtern sei, wie du. 5. Sanfter Jesu, stets unschuldig, Trugst du doch alle Schmach 9. Liebster Jesu, liebstes Leben, geduldig, Und übtest Rache nie- Du wollest mich zu dir erheben, mals aus. Wer kann deine Und deinem Vorbild machen gleich. Sanftmuth messen, Bei der du Gib, daß mich dein Geist durchdennoch nie vergessen Den Eifer dringe, Daß ich viel Glaubensfür des Vaters Haus? Mein Hei- früchte bringe, Und tüchtig werd land, ach verleih Mir Sanftmuth zu deinem Reich. Ach, zeuch mich und dabei Frommen Eifer. Je- ganz zu dir, Behalt mich für und su, o du, Hilf mir dazu, Daß für, Treuer Heiland! Jesu, o du, ich sanftmüthig sei, wie du. Laß mich, wie du, Und wo du 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig, Du bist, einst finden Ruh. suchtest deine Ehre wenig, Und wurdest niedrig und gering. SmMel. Auf meinen lieben Gott. mer sah man dich auf Erden In 323. Weil du, Herr Jeſu und in Christ, Erhobst dich selbst in keinem Ding. Weisheit bist, So hab ich dich Herr, solche Demuth lehr Auch erkoren, Sobald ich war geboren, mich je mehr und mehr Stetig Damit du mir zum Leben Auch üben. Jesu, o du, Hilf mir Weisheit wollest geben. dazu, Daß ich demüthig sei, wie du. 2. Herr, deiner Weisheit Ruhm Sei stets mein Eigenthum, Denn 7. Keuscher Jesu, all dein We- Weisheit nur bestehet, Wenn Alles N* 196 Gottes Werke und Wohlthaten. les sonst vergehet. Ihr Licht strahlt die starken Triebe Deiner treuen uns von oben, Drum ist es hoch Menschenliebe? zu loben. 2. Ueber seine Feinde weinen, 3. Ach Herr, regiere mich, Da- Jedermann mit Hülf erscheinen, mit ich inniglich Nur deine Weis- Sich der Blinden, Lahmen, Armen heit liebe, Und stets in ihr mich Mehr als väterlich erbarmen, Der übe, Damit Gemüth und Sinnen Betrübten Klagen hören, Sich in Nichts Thörichtes beginnen. Andrer Dienst verzehren: Das sind 4. Gib Weisheit, gib Verstand, Proben wahrer Güte, Und so, Daß Herz und Mund und Hand Herr, war dein Gemüthe. Folg immer deiner Lehre, Sie 3. D du Zuflucht der Elenden, fleißig hör und ehre, Daß ich nie Wer hat nicht von deinen Händen von dir weiche, Und einst das Segen, Hülf und Heil genommen, Ziel erreiche. Der gebeugt zu dir gekommen? 5. Die Weisheit laß allein Mein O wie ist dein Herz gebrochen, größter Reichthum sein, Daß ich Wenn dich Kranke angesprochen, sie recht betrachte, Und mehr als Und wie pflegtest du zu eilen, Perlen achte, Daß ste vor allen Das Erbetne mitzutheilen! Schäßen Mag meine Seel ergößen. 4. Kinder an dein Herz zu 6. Wohlan, so gib, daß ich, O drücken, Kummervolle zu erquicken, mein Herr Jesu, dich, Als aller Die Unwissenden zu lehren, Die Weisheit Quelle, Mir stets vor Verführten zu bekehren, Sünder, Augen stelle, Daß ich nur deinen die sich selbst verstocken, Liebreich Willen In Allem mög erfüllen. zu dir hinzulocken, Selbst den 7. Laß meines Glaubens Licht Niedrigsten zu dienen: Dazu warst In aller Zuversicht Sich ganz in du, Herr, erschienen. mir entzünden, Und deine Weisheit 5. O wie hoch stieg dein Erfinden, Damit mein ganzes Leben barmen, Heiland, da du für mich Dir ewig sei ergeben. Armen Dein unschätzbar theures 8. Bis aus dem Prüfungsthal Leben In den ärgsten Tod gegeben, Ich geh zum Sternensaal; Bis ich Um zur Tilgung meiner Schulden besigen werde Den Himmel für die Meine Strafe zu erdulden, Und, Erde, Und nach der Engel Weise mir Segen zu erwerben, Als ein Dich, ewge Weisheit, preise. Fluch am Kreuz zu sterben! Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 6. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu 324. Heiland, deine Menschen- üben, Haß mit Liebe zu vergelten, War Quelle Schmäher nicht zu jener Triebe, Welche dich ins Fleisch Allen freundlich zu begegnen, Für gezogen, Zu so großer Treu be- die Lästerung zu segnen, Deine wogen, Dich mit Schmach und Feinde zu vertreten, Und für Schmerz bedecket, Dich vom Kreuz Mörder selbst zu beten. ins Grab gestrecket. O wer faßt 7. Demuth war bei Spott und Hohne Der Erlöser. HP) 197 Hohne Deiner Liebe Schmuck und Christ, Dies tröstet mich zu jeder Krone. Nie hast du nach Ruhm Frift. getrachtet, Noch auf Menschenlob 4. Herr, du stehst meine Thrägeachtet. Deines Vaters heilgen nen an, Und du hast ste gezählet, Willen Mit Gehorsam zu erfüllen, Wenn ich sie selbst nicht zählen Und uns Heil und Troft zu geben, kann, Daß dir nicht eine fehlet; War der Zweck von deinem Leben. Sie bleiben immerdar vor dir, 8. Laß mich, Herr, zu reichem Und neigen bald dein Herz zu Segen, Deinen Wandel oft erwä- mir, Daß du erbarmend auf mich gen. Laß mich in der Angst der blickst, Und gnädig schickst, WoSünden Trost und Hülfe bei dir durch du wahrhaft mich erquickst. finden. Heilige auch meine Triebe 5. Wer in Geduld hier Thränen Zu rechtschaffner Menschenliebe. Laß sä't, Und seinem Gott hält stille, mich immer mehr auf Erden Det- Der erndtet, wenn er aufersteht, nem Bilde ähnlich werden. Der Freuden reichste Fülle. Was dort an ihm wird offenbar, Ist Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. hier noch keinem Auge klar, Allein 325. 11m 3ion, Sefu, flossen der Erde Kreuz und Leid Wird einst Von deinen nach der Zeit Den Frommen Augen Zähren, Wie du stets um Himmelsseligkeit. die Sünder weinst, Wenn sie sich 6. Für deine Thränen dank ich nicht bekehren. Wer reuevoll vor dir, Sie sind mir Troft im Leiden, dir erscheint Und über seine Sün- Auch noch im Tode sind sie mir den weint, Dem strömest, treuer Die Bürgschaft selger Freuden. Heiland, du Gewissensruh Aus Mein Herr und Gott, wenn du deiner Gnadenfülle zu. dereinst In deiner Herrlichkeit er= 2. Herr, mache deine Thränen scheinst, Und führeft zur Verklämir zu reichem Heil und Segen, rung mich, Dann preis' ich dich Daß sie, hab ich gefehlt vor dir, Für deine Thränen ewiglich. Zur Buße mich bewegen. Du hast, heil'ger Menschenfreund, Für Mel. Vater unser im Himmelreich. fremde Sünden einst geweint, Wie 326. Lehrer, dem kein könnt ich meine eignen sehn, Ohn hinzugehn Zu dir, und Gnade zu Weisheit, Lieb und Eifer reich, erflehn? Des ewgen Vaters höchster Nath, 3. Hier muß ich oft im tief- Prophet, berühmt durch Wort sten Schmerz Biel bittre Thränen und That, Den Gott zu unserm weinen, Wie oft drückt eigne Noth Heil gesandt, Und ihn gesalbt mein Herz, Wie oft die Noth der mit eigner Hand! Deinen! Doch legt des Vaters 2. Du kamst aus deines Vaters Wille mir Das Kreuz auf, dann Schooß, Und machtest alle Siegel schau ich nach dir, Der du in lo8, Womit sein Nath versiegelt Noth gewesen bist, Herr Jesu war. Durch dich wird Alles offen= bar, alim Gottes Werke und Wohlthaten. 198 bar, Und in das hellste Licht gestellt, Was Dunkelheit umschlossen hält. Mel. Valet will ich dir geben. 327. Aus irdischem Getüm3. Du weisest uns die wahre mel, Wo nichts das Spur Zu Gott, dem Schöpfer Herz erquickt, Wer zeigt den Weg der Natur; Du hast den Weg zum Himmel, Wohin die Hoffuns recht gezeigt, Auf welchem nung blickt? Wer leitet unser man zum Himmel steigt. Was du Streben, Wenn es das Ziel vervom Vater selbst gehört, Das hast gißt? Wer führt durch Tod zum du unverfälscht gelehrt. Leben? Der Weg heißt: Jesus 4. Du sahest in der Gottheit Chrift. Licht Mit aufgeklärtem Angesicht, 2. Hier irren wir und fehlen, Was nach der ewgen Liebe Nath Gehüllt in tiefe Nacht, Durch wen Man künftig zu erwarten hat. wird unsern Seelen Ein wahres Du machtest Alles klärer kund, Licht gebracht? Von oben kommt Als jemals der Propheten Mund. die Klarheit, Die Alles uns er5. Das Lehramt, welches du hält, Denn Christus ist die Wahrgeführt, Hast du mit Heiligkeit heit, Er ist das Licht der Welt. geziert, Mit vielen Wundern oft 3. Wer gibt uns hier schon bestärkt, Woraus man deine All- Freuden, Die Niemand rauben macht merkt, Ja endlich, als es kann? Wer zeiget uns im Leiden Gott geschickt, Ein blutig Siegel Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer drauf gedrückt. 6. Nachdem du hingegangen bist, gibt dem Herzen Ruh? Heil! Wo aller Weisheit Ursprung ist, Christus ist das Leben, Führt So setzest du an jedem Ort Dein und dem Vater zu. Lehramt durch die Knechte fort, Die dein Beruf herbeigeführt Und Mel. Dies ist der Tag, zum. 7. Du aber ſendeſt deinen Geiſt, 328. D" Wahrheit weg Den du den Gläubigen verheißst, Leben, Darauf hast du uns, Herr, Der allen Seelen, die er liebt, dein Wort gegeben. O leite uns, Erkenntniß, Licht und Weisheit die wir in Schwachheit wallen, gibt, Und der, wo man ihn nicht Daß wir nicht fallen. vertreibt, Dein Wort in Herz und 2. Du bist der Weg, wenn Sinne schreibt. deine Hand uns leitet, So stehn 8. Ach laß, o himmlischer wir fest, wenn unser Fuß auch Prophet, Mich schauen deine gleitet. Erhalt uns stets, o Hirt Majestät, Mach mich vom Eigen- voll Huld und Gnade, Auf rechdünkel frei, Damit ich dir gehor- tem Pfade. sam sei. Du sollst mein höchster 3. Du bist die Wahrheit; gehn Lehrer sein, Führ mich in deine wir gleich im Dunkeln, Doch muß Schule ein. dein himmlisch Licht uns freundlich funkeln. Der Erlöser. 199 funkeln. Du bleibst der Morgen-| stern in unserm Herzen, In Nacht Mel. Alle Menschen müssen sterben. und Schmerzen. 4. Du bist das Leben; ewig 330. Großer Mittler, der zur Nechten Seines himmlisch Leben Wirst du, o Le- großen Vaters sitzt, Und die bensfürst, den Deinen geben. Schaar von seinen Knechten In hilf, bis wir zum Himmel hinge- dem Reich der Gnaden schützt! langen, Darnach verlangen. Dir, auf dem erhabnen Throne, In der königlichen Krone, Bringet aller Engel Heer Tief anbetend Preis und Chr. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 329. Schweigt, Verächter, 2. Dein Geschäft auf dieser spottet nicht, Schmä- Erden Und dein Opfer ist vollhet nicht, was ich verehre! Mei- bracht, Was vollendet sollte werner Seele Zuversicht Und mein den, Das vollführte deine Macht. Licht ist Jesu Lehre. Bebt! was Da du bist für uns gestorben, Ist euer kühner Spott Stolz verach- uns Gnad und Heil erworben, tet, ist von Gott. Und dein siegreich Auferstehn Läßt 2. Sie verdrängen könnt ihr uns in die Freiheit gehn. nie, nie verdunkeln ihre Klarheit, 3. Nun, o Herr, ist dein GeGleich der Sonne leuchtet ste, schäfte In dem obern Heiligthum, Wahrheit ist sie, Gottes Wahr- Zu verbreiten Lebenskräfte Durch heit, Deren reines, helles Licht dein Evangelium. Allen willst du Alle Finsterniß durchbricht. Gnad ertheilen, Die zum Thron 3. Wessen starke Rechte hat der Gnade eilen; Nun wird uns Uns des Irrthums Macht ent- durch deine Hand Heil und Serissen? Wo ist Weisheit, wo ist gen zugewandt. Rath Für geängstete Gewissen? 4. Deines Volkes werthe NaWe, als da, wo der regiert, men Trägest du auf deiner Brust. Dessen Wort zu Gott uns führt? Welche jemals zu dir tamen, Sind 4. Da ist's Freude, da ist's und bleiben deine Lust. Du verRuhm, Sich zu Gott empor zu trittst, die an dich gläuben, Daß schwingen, Da ist Kraft, in's sie dir vereinigt bleiben, Und Heiligthum Seiner Wahrheit ein- machst in des Vaters Haus Ihnen zubringen, Und entfernt von eine Wohnung aus. Furcht und Graun Ueber's Grab hinaus zu schaun. 5. Dech vergisfest du der Armen, Die der Welt noch dienen, 5. Da ist Freiheit, da ist Kraft, nicht, Weil dein Herz dir aus ErDa ist Muth, nur Gott zu leben, barmen Ueber ihrem Elend bricht. Und vor ihm gewissenhaft Nach Daß dein Vater threr schone, Daß des Geistes Heil zu streben, Da er nicht nach Werken lohne, Daß ist stets Zufriedenheit, Vorgefühl er ändre ihren Sinn, Ach, da der Seligkeit. zielt dein Bitten hin. 6. Einft 200 Gottes Werke und Wohlthaten. 6: Einst in deines Fleisches gen, um von Sünden Mich auf Tagen, Da die Sünden aller ewig zu entbinden. Welt Schwer auf deinen Schul- 2. Herr, unsere Gerechtigkeit! tern lagen, Hast du dich vor Gott Wie hoch wird dessen Geist er= gestellt, Bald mit Seufzen, bald freut, Der dich im Glauben kenmit Weinen Uns zu gute zu er- net! Du bist sein Schmuck, bist scheinen. O in welcher Niedrig- seine Pracht, Die ihn vollkommen feit Batest du zu jener Zeit! herrlich macht, Für die sein Herz 7. Aber jetzt wird dein Begeh- entbrennet. Laß mich Ewig, Himren Von der Allmacht unterstützt, melssonne, Seelenwonne, dich geDa, wo unter Himmelschören Die nießen, und in deinem Lob zerfließen. verklärte Menschheit sitzt. Nun 3. Holdselig süßer Friedefürst, kannst du des Feindes Klagen Wie hat dich nach dem Heil geMajestätisch niederschlagen, Und nun dürft't Der abgewichnen Kinder! macht dein redend Blut Unsre Du stellest dich als Mittler dar, böse Sache gut. Verbindest, was getrennet war, 8. Die Verdienste deiner Leiden Gott und verlorne Sünder. Freude! Stellst du deinem Vater dar, Und Beide Werden Eines ungevertrittst nunmehr mit Freuden meines Werk der Güte! Jesu, Deine theur erlöste Schaar; Bit- du bist unser Friede. test, daß er Kraft und Leben Woll 4. O Gottes Lamm, dein treuer dem Volk auf Erden geben, Und Sinn Nimmt Schuld und Strafe selbst die auch zu dir ziehn, Die von mir hin, Sie liegt auf deinem noch deine Freundschaft fliehn. Rücken. Du blutest an des Kreu- 9. Großer Mittler, set geprie- zes Pfahl, Da muß dich unerhörte sen, Daß du in dem Heiligthum Qual An Leib und Seele drücken. So viel Treu an uns bewiesen! Diese Süße Fluth der Gnaden heilt Dir sei Ehre, Dank und Ruhm! den Schaden, durch die Wunden Mög uns dein Verdienst vertre- Hab ich Fried und Heil gefunden. ten, Wenn wir zu dem Vater 5. Mitleidender Immanuel, Es beten. Schließt auch unsern Mund ist mein Leben, Leib und Seel der Tod, Sprich für uns in letz- Voll Mängel und Gebrechen. Doch ter Noth. ist dein Herz auch voller Gnad, Und du willst nicht die Missethat Am armen Staube rächen. Deine Mel. Wie schön leucht't uns der. 331. Wo ist ein solcher Gott Reine Treue Liebe steht im Triebe, wie du? Du schaffst hier im Leben Täglich, reichlich den Müden süße Nuh, Ruh, die zu vergeben. nicht zu ergründen. Ein Abgrund 6. Die Gnade führt das Neder Barmherzigkeit Verschlingt ein giment, Sie macht der Sclaverei Meer voll Herzeleid, Du, Herr, ein End, Bestegt Gesetz und Sünvergibst die Sünden. Jesu, O du den; Drum, willst du frei und Lässt dich würgen als den Bür- fröhlich sein, Laß Jesum und die Gnade ald Der Erlöser. 201 Gnade ein, So kannst du über- Wem er im Herzen wohnt, Was winden. Seelen- Quälen, Sün- wird erst dem beschieden, Dem er denwerke, Fleischesstärke, all der- dort oben lohnt! gleichen Muß der starken Gnade 5. Das Menschenleben schreitet weichen. Zum ewgen Leben hin. Dorthin, 7. Gib, Jesu, durch dein theu- von dir geleitet, Schaut der ver= res Blut Mir hier der Seelen klärte Sinn. Zum Himmel wir höchstes Gut, Vertilg die Sün- verlangen, Wir sehnen uns von dentriebe. Du hast mich dir, hier; Du bist vorangegangen, Heil Immanuel, Gar theur erkauft mit uns! wir folgen dir. Leib und Seel, Zum Preise deiner Liebe. Kleiner, Reiner Muß ich Mel. Nun danket All' und bringet. werden noch auf Erden, bis ich 333. Wir schauen, Herr der droben Dich kann ohne Sünde loben. Zu deines Thrones Höh'n, Vor dem, auf deinen Wink bereit, Viel tausend Engel steh'n. Mel. Befiehl du deine Wege. Alle von mir 2. Du nahmst von deiner 332. Wscheiden, So schei- Herrlichkeit Schon längst Beſtt det er doch nicht, Auch in der nur wir, Wir leben immer noch Nacht der Leiden Bleibt er mein im Streit, Und sehnen uns Troft, mein Licht. Er liebt, so nach dir. lang er lebet, Drum liebt er 3. Doch du bist nah, wir za= ewiglich. Heil mir, auch mich gen nicht, Uns schüßet deine Hand. erhebet Er einst hinauf zu sich. Du gibst auf unserm Pfade Licht, 2. Er liebt, er tröstet, heilet Und führst zum Vaterland. Das müde, wunde Herz, Und wer 4. Du stärkest unsers Glaubens zu ihm nur eilet, Dem nimmt er Muth Mit deiner Gegenwart. allen Schmerz. Er liebt uns ohne Wohl dem, der deinen Willen Ende, Ist Allen treu gesinnt, Uns segnen seine Hände, Die einst durchgraben sind. thut, Und deiner gläubig harrt. 5. Wir preisen dich in dieser Zeit, Dich, der solch Glück uns 3. Versöhnte Gotteskinder, Liebt schenkt, Der noch in seiner Herrihn nun lebenslang! Dem Todes- lichkeit Der schwachen Freunde überwinder Bringt ewig Preis und denkt. Dank. Ihm dürft ihr fest ver6. Ja, Herr des Lebens, Jesu trauen, Er lebt, er lebt für euch; Christ, Auf dich nur hoffen wir. Er will, ihr sollt ihn schauen In Wir suchen nun, was droben ist, seinem Himmelreich. Und sind im Geist bei dir. 4. Wer kann so kräftig trösten, 7. Vollenden wir einst unsern Wer kann so hoch erfreun? Wer Lauf, So eil' uns beizustehn; kann so die Erlösten Beseligend Nimm uns in deinen Himmel auf, erneun? Den Himmel hat hienieden, Dein volles Heil zu sehn. Mel. 202 Gottes Werke und Wohlthaten. gnadigung der Freunde, Und an Siegen über Feinde. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 334, önig, dem kein König 6. Herrsche auch in meinem gleichet, Dessen Ruhm Herzen Ueber Zorn, Furcht, Lust kein Lob erreichet, Ebenbild von und Schmerzen. Laß mich deinen Gottes Wesen, Uns zum Mittler Schutz genießen, Auf mich deine außerlesen, Sich der Welt zu Gnade fließen, Dich stets fürchten, offenbaren, Als das Bild des ehren, lieben, und mich im Ge Unsichtbaren! Dir gehört das Recht horsam üben, Hier mit leiden, zum Throne, Als dem Mittler, kämpfen, streiten, Dort mit herrals dem Sohne. schen, dir zur Seiten. 2. Himmel, Erde, Luft und Meere Sind, o Herr, voll deiner Mel. Alles ist an Gottes Segen. Ghre: Ueber Lebende und Todte 335. Jeſus Christin Gewi Herrschen deine Alles als König, Alles wird steht in deinen Händen, Daß du ihm unterthänig, Alles legt ihm magst dein Werk vollenden,-Und Gott zu Fuß. Alle Zunge soll auf wunderbaren Wegen Führst bekennen, Jesus sei der Herr zu du uns dem Ziel entgegen. nennen, Dem man Ehre geben 3. In des Gnadenreiches Grän- muß. zen Sieht man deine Wunder 2. Fürstenthümer und Gewalglänzen, Wo viel tausend treue ten, Mächte, die die Thronwacht Seelen Dich zu ihrem Haupt halten, Geben ihm die Herrlicherwählen, Die nach deiner Vor- keit. Alle Herrschaft dort im Himschrift leben, Dir nur zu gefallen mel, Hier im irdischen Getümmel, streben, Alles gern für dich ver- Ist zu seinem Dienst bereit. lassen, Und, wie du, das Unrecht Haffen. 3. Gehet aus dem Strom der Zeiten In das Meer der Ewig4. In dem Reiche deiner Ehren keiten, Forscht den fernen Tiefen Hört man stets dein Lob ver- nach: Kein Geist wird in allen mehren Von dem himmlischen Gründen Je Erhabner's können Geschlechte, Von der Menge deiner finden, Als der Vater von ihm Knechte, Die dort ohne Furcht sprach. und Grauen Dein verklärtes Ant- 4. Gott, des Weltbau's großer lig schauen, Die dich unermüdet Meister, Liebt die Engel, zählt preisen, Und dir Ehr und Dienst die Geister, Dienend ihm vor erweisen. seinem Thron. Sagt er aber 5. Herr in allen diesen Reichen, einem Knechte: Seze dich an Dir ist Niemand zu vergleichen meine Rechte? Nein, er sprach An dem Ueberfluß der Schäße, es zu dem Sohn. An der Ordnung der Gesetze, 5. Gott ist Herr, der Herr ist An der Unterthanen Menge, An Einer, Und demselben gleichet des Regimentes Länge, An Be- Reiner, Nur der Sohn ist ihm ganz Der Erlöser. 203 ganz gleich; Dessen Stuhl ist un-| 12. Allen losgekauften Seelen umstößlich, Dessen Leben unauf- Soll's an keinem Gute fehlen, löslich, Dessen Neich ein ewig Denn sie glauben, Gott zum Reich. Nuhm. Werthe Worte! theure 6. Gleicher Macht und gleicher Lehren! Möcht doch alle Welt Ehren Sigt er unter lichten Chö- dich hören, Süßes Evangelium! ren, Ueber allen Cherubim. An 13. Zwar das Haupt trug die der Welt und Himmel Enden Hat zum Hohne Ihm geflochine Dor= er Alles in den Händen, Denn nenkrone Einst am Kreuz in tiefer der Vater gab es ihm. Schmach; Sterbend hat es über7. Alles, was Gott hat erwäh- wunden, Leben durch den Tod ge= let, Was er zu den Kindern zäh- funden, Durch die Nacht den let, Sst in seinem Sohn geliebt; ew'gen Tag. In ihm thront des Vaters Wille, 14. Gleiches Kreuz drückt Christi Aus der ewgen Gottheit Fülle Glieder hier auf kurze Zeiten Ist die Gnade, die er gibt. nieder, Und das Leiden geht 8. Jesus Christus ist der Eine, zuvor. Nur Geduld! es folgen Der gegründet die Gemeine, Die Freuden, Nichts kann sie von ihn ehrt als theures Haupt. Er Jesu scheiden, Und ihr Haupt hat sie mit Blut erkaufet, Mit zieht sie empor. dem Geiste ste getaufet, Und ste lebet, weil sie glaubt. 15. Gehen Ehr und Gut verloren, Wird auch gar der Tod 9. Gebt, ihr Sünder, ihm die geschworen: Schmach und Sterben Herzen, Klagt, ihr Kranke, ihm ist Gewinn. Droht mit Schanden! die Schmerzen, Sagt, ihr Arme, schreckt mit Beilen! Die nach jeihm die Noth. Wunden müssen nem Kleinod eilen, Sehen über Wunden heilen, Heilsöl weiß er Alles hin. auszutheilen, Reichthum schenkt er 16. nach dem Tod. Ihnen steht ein Himmel offen, Welcher über alles Hoffen, 10. Komm, aus fündigem Ge- Ueber alles Wünschen ist. Die schlechte Der Gerechte macht Ge- gereinigte Gemeine Weiß, daß eine rechte, Heil'ge aus der Sünder Zeit erscheine, Wo ste ganz ihr Nott. Komm, du wirst nech an- Heil genießt. genommen, Komm beherzt, er heißt 17. Jauchz' ihm, Menge heilger dich kommen, Sag ihm nur: mein Knechte! Nühmt, vollendete GeHerr und Gott! rechte! Und du Schaar, die Pal= 11. Gile, du darfst dich nicht men trägt, Und du Blutvolk mit schämen, Willst du Gnade? du der Krone, Und du Chor vor seisollst nehmen; Willst du Leben? nem Throne, Der die Gotteshardas soll sein; Willst du erben? fen schlägt! du wirsts sehen; Soll der Wunsch 18. Ich auch auf den tiefsten aufs Höchste gehen: Willst du Stufen, Ich will glauben, reden, Jefum? er ist dein. rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: 204 Gottes Werke und Wohlthaten. bin: Jesus Christus herrscht als| 2. Dann hallt Posaunenruf König, Alles sei ihm unterthänig, hinab In aller Menschen weites Ehret, liebet, lobet ihn! Grab, Er sammelt ste am Throne. Und Alles bebt, und Alles fleht, Mel. Kommt und laßt uns Christum. Wenn im Gericht ein Jeder 336. Christus, unser Haupt steht Vor Gottes ewgem Sohne. und König, Welchem Durch jedes Herz ein Zittern Alles unterthänig, Und dem kein dringt, Wenn der Posaunen Ruf Geschöpf zu wenig, Herrscht im erklingt. Himmel und auf Erd. 3. Dann liegt das Buch vor 2. Leer dich aus, er wird dich aller Welt, Das deine Thaten all füllen, Blick auf ihn, er wird enthält, Das Buch, wornach Gott dich stillen, Schweig, so sagt er richtet; Dann sigt der Richter auf seinen Willen, Wisse nichts, so dem Thron, Und wäget Jedem lernst du ihn. seinen Lohn, Die Nacht wird dann 3. Zu der heilgen Gottheit gelichtet. Nichts kann der Strafe Stätte Naht kein Mensch, wenn dann entgehn, Der Mensch muß er's nicht thäte und ins Mittel seinem Richter stehn. für uns träte, Unser Heiland, Jesus Christ. 4. Was sag ich dann, ich Armer, ich? Wer spricht dann im 4. Süßer Heiland, zeuch mich Gericht für mich, Wenn selbst höher, Deinem Herzen immer nä- Gerechte beben? OKönig voller her, Denn das meine kommt nicht Majestät, Der Fromme gnädig eher Zu des Vaters Herzen hin. dann erhöht, Aus Gnade laß 5. Gib mir deine Gnadenblicke, mich leben. Errette mich aus Damit deine Huld mich schmücke. meiner Schuld, Erbarme dich aus O dann preis' ich mein Geschicke, Lieb und Huld. Bleibe dann mit dir vereint. 5. Du haft nach deinem Liebes6. Dahin eilet meine Liebe, rath Für mich erwählt den KreuDahin dringen meine Triebe, Daß zespfad, Die Marter statt der Freu ich gerne Eins verbliebe, Eins den; Du suchtest mich mit Lieb mit dir, auf ewig Eins. und Huld, Du trugst am Kreuze meine Schuld, Umsonst sei nicht Mel. Ewigkeit, du Donnerwort. dein Leiden. Durch deiner Schmer337. Gs naht der Tag, an zen tiefe Noth Befreie mich vom dem die Welt Auf ewgen Tod. Gottes Wort in Staub zerfällt, 6. Gerechter Richter, groß von Der Herr kommt zum Gerichte. Kraft, Noch vor dem Tag der Welch großes Schrecken wird ent- Rechenschaft Vergib mir meine stehn, Wenn wir den Richter kom- Sünden. Wohl bin auch ich des men sehn In seinem Flammen- Todes werth, Und furchtbar droht lichte! Es naht der große Erndtetag, das Richterschwerdt, Ach, laß mich Der Nichter forschet strenge nach. Rettung finden! Erhöre, Gott, mein Der Erlöser. 205 mein banges Flehn, Laß mich Das Herz will ihr vor Freuden dein Gnadenantlitz sehn. springen, Sie wachet und steht 7. Du hast Marien Huld ge- eilend auf. Ihr Freund kommt währt, Am Kreuz den Schächer vom Himmel prächtig, Von Gnanoch erhört, Gib Trost auch mei- den stark, von Wahrheit mächtig, nem Herzen. Ich bin nicht werth, Ihr Licht wird hell, ihr Stern erhört zu sein, Doch wirst du geht auf. Nun komm, du werthe Gnade mir verleihn, Mich retten Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! von den Schmerzen; Errette mich Hoslanna! Wir folgen All Zum durch deine Treu, Mach mich vom Freudensaal, Und halten mit das ewgen Tode frei. Abendmahl. 8. Hirt, führ mich zu den 3. Ehr und Preis sei dir geSchaafen ein, Und von den Bösen sungen Mit Menschen und mit laß mich sein Durch deine Huld Engelzungen, Mit Harfen und mit geschieden. Gehn die Verfluchten Cymbeln schön. Von zwölf Perlen schuldvoll ein In ihre ewge Flam- sind die Thore An deiner Stadt, menpein, So schenke mir den wir stehn im Chore Der Engel Frieden. Das Wort erschalle dann hoch um deinen Thron. Kein Aug von dir: Gesegneter, o komm hat je verspürt, Kein Ohr hat mehr zu mir! gehört Solche Freude. Deß jauchzen wir, Und singen dir Das Halleluja für und für. 9. Zermalmt wie Asche ist mein Herz, Ich fleh gebeugt in meinem Schmerz: Gib mir ein selges Ende. Wenn einst der Thränentag aufgeht, Und dann der sündge Mensch 339. ersteht, Nimm mich in deine Hände. Mel. Valet will ich dir geben. rmuntert euch, ihr Frommen, Zeigt Uns Sünder schone, Vater, du. eurer Lampen Schein! Der Abend O Heiland, führe uns zur Ruh. Grm ist gekommen, Bald bricht die Nacht herein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht.. 338. Wachet auf! ruft uns Auf, betet, kämpft und wachet, Eigene Melodie. die Stimme Der Bald ist es Mitternacht. Wächter sehr hoch auf der Zinne, 2. Macht eure Lampen fertig, Bach auf, du Stadt Jerusalem! Und füllet sie mit Del, Und seid Mitternacht heißt diese Stunde, des Heils gewärtig, Bereitet Leib Sie rufen uns mit hellem Munde: und Seel. Die Wächter Zions Wo seid ihr klugen Jungfrauen? schreien: Der Bräutigam ist nah! Wohlauf, der Bräutgam kömmt! Begegnet ihm in Reihen, Und Steht auf, die Lampen nehmt! singt Halleluja! Halleluja! Macht euch bereit Zur 3. Ihr klugen Jungfrau'n alle, Hochzeitsfreud, Ihr müsset ihm Hebt nun das Haupt empor, Mit entgegen gehn. Jauchzen und mit Schalle, Zum 2. Zion hört die Wächter singen, frohen Engelchor. Die Thür ist aufge= Gottes Werke und Wohlthaten. aufgeschlossen, Die Hochzeit ist be- Streit, Wir heben Haupt und reit: Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Hände Nach der Erlösungszeit. Der Bräut'gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. Drum ſchlafet nicht mehr ein. Man 340. Erhöhter Jefu, Gottes die Im Sohn, Der du 206 sten Frühlingsschein. Es nahn Er- längst der Himmel Thron Als quickungszeiten, Die Abendröthe Herrscher eingenommen, Du wirst zeigt Den schönen Tag von wei- dereinst zu rechter Zeit In großer tem, Davor das Dunkel weicht. Kraft und Herrlichkeit, Vom Him5. Begegnet ihm auf Erden, mel wiederkommen. Gib, daß dann Shr, die ihr Zion liebt, Mit freu- froh und mit Vertraun Dich, Herr, digen Geberden, Und seid nicht auch meine Augen schaun. mehr betrübt. Schon glänzen Freu- 2. Wer faßt, o Heiland, hier denstunden, Es wird der treuen die Pracht, Die deinen Tag einst Braut, Weil sie hier überwunden, herrlich macht? Wie groß wirst du Die Krone nun vertraut. dich zeigen! Wenn du auf lichten 6. Die ihr Geduld getragen, Wolken einst Mit deiner Engel Und mit gestorben seid, Ihr sollt Heer erscheinst, Die, Herr, vor dir nach Kreuz und Klagen Nun leben sich beugen, Dann steht die Welt ohne Leid; Ihr sollt mit ihm die Majestät, Dazu dich Gott, dein regieren, Und vor des Lammes Gott, erhöht. Thron Mit Jauchzen triumphiren In eurer Siegeskron. 3. Dann tönt dein Ruf in jedes Grab, Ein Ruf der Allmacht, 7. Hier sind die Siegespalmen, tief hinab, Und schafft ein neues Hier ist das weiße Kleid, Hier Leben. Auf deinen Wink muß Erd tönen Freudenpsalmen In Frieden und Meer Das große, nie gezählte nach dem Streit; Hier schweigen Heer Der Todten wiedergeben. Sie alle Klagen, Hier grünen die Ge- stehn durch dich, Herr, neu beseelt, bein, Die dort der Tod zerschlagen, Nun alle auf, und keiner fehlt. Der Tod wird nicht mehr sein. 4. Du sammelst sie vor deinen 8. Hier ist die Stadt der Freu- Thron, Um Jedem den bestimmten den, Jerusalem, der Ort, Wo die Lohn Nach seiner That zu geben. Erlösten weiden, Und Jesus ist Dann trifft den Bösen Schmach ihr Hort; Hier sind die goldnen und Pein, Den Frommen aber Gassen, Hier ist das Hochzeits- führst du ein In das verheißne mahl, Hier soll sich niederlassen Leben. Wer leugnet dann noch, Die Braut im Rosenthal. Jesu Christ, Daß du der Erde 9. O Jesu, meine Wonne, Nichter bist? Komm bald und mach dich auf; 5. O gib, wenn nun dein Tag Geh auf, du Lebenssonne, Und erscheint, Daß ich dann noch in fördre deinen Lauf. O Jesu, mach dir den Freund Und Heiland wieein Ende, Und führ uns aus dem dersinde, Daß ich mit Freuden vor dir Der Erlöser. 207 dir steh, Und mit dir in den Him- zur Rechnung rufft, Zur Himmel geh, Ganz frei von Fluch und melsfreud eingehn. Sünde. Laß mich im Glauben wacker sein, Und auch die kleinste Sünde scheun. 6. Dein Name sei mir ewig werth, Und was dein Wert von lieben dein Erscheinen. Bald ist die mir begehrt, Das laß mich treu- Wartezeit entflohn, Bald kommst lich üben. Niemals ermüde hier du zu den Deinen. Wer an dich mein Geist, Dich, den schon jetzt glaubt, Erhebt sein Haupt, Und der Himmel preist, Aus aller steht dir froh entgegen, Du brinKraft zu lieben. So hab ich in gest Himmelssegen. der Ewigkeit Auch Theil an deiner Herrlichkeit. Mel. Was Gott thut, das ist. 342. Wir ir warten dein, o Gottes Sohn, Und 2. Wir warten dein, doch mit Geduld, In unsern Prüfungstagen. Du haft dein Kreuz für unfre Schuld So demuthsvoll getragen: Rech- Wie sollten wir Uns nicht mit Gott dir Zum Kreuze gern bequemen, Thu Bis du's hinweg wirst nehmen? Rechnung, spricht der Herr, Von 3. Wir warten dein, du hast allen deinen Gaben. Thu Nech- uns ja Das Herz schon hingenung! fürchte Gott, Du must nommen. Stets bist du uns im einst plößlich fort; Thu Rechnung! Geiste nah, Doch willst du sichtbar denke stets An dieses Donnerwort. kommen; Und dann wirst du Bei 2. Sprich: lieber Gott, wer dir uns Ruh, Bei dir uns Freude kann Vor deinem Thron bestehen, geben, Und ewges Himmelsleben. Wenn du mit deinem Knecht In 4. Wir warten dein, du kommst dein Gericht willst gehen? Es ist gewiß, Dir klopfen schon die Herin weiter Welt zu finden nicht zen, Vergessen aller Kümmerniß, Ein Mann, Der dir auf tausend Vergessen aller Schmerzen. Der= nur Ein Wort antworten kann. einst, dereinst, Wenn du erscheinst, 3. Laß Gnade gehn vor Recht, Soll unser Mund lobstingen Und Ach laß mich Gnade finden! Mach ewig Dank dir bringen. mich aus Gnaden los Von allen meinen Sünden. Laß deines Soh- Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. nes Blut Auch mein Herz machen 343. Da er Tag, an dem mein rein, Laß alle meine Schuld Todt und vergessen sein. dir Heiland spricht: Kommt, Menschen, kommt vor 4. Laß mich in dieser Welt Nur mein Gericht! Erfüllt mich nicht zu Ehren leben, Laß ja mein mit Beben. Der mich zu seiner Leib und Seel Dir allzeit sein erge- Schaar berief, Auf dessen Tod ich ben. Dein Geist regiere mich, So hier entschlief, Wird mich zu sich werd ich wohl bestehn, Wenn du erheben. Ich kann auf die Verheißung Mel. O Gott, du frommer Gott. 341. Thu Rechnung! nung will ernstlich von dir haben. 208 Gottes Werke und Wohlthaten. heißung baun, Daß ich sein Ant- liebt, Oft in seine Strafen, Wenn litz werde schaun. ste sicher schlafen. 2. Wie freu ich mich der gro-= 5. Wache, daß dich nicht die Ben Zeit, Da ich zu seiner Herr- Welt Durch Gewalt bezwinge, lichkeit Verklärt hinüber gehe! Heil Oder, wenn sie sich verstellt, Wiemir, wenn ich von Sünden rein, der an sich bringe. Wach und Mich seiner ewiglich zu freun, Vor sieh, Daß dich nie Falscher Brüseinem Throne stehe, Wo ich mit der Lügen Um dein Heil beden Erlösten dann Ein höhres trügen. Lied ihm singen kann. 6. Wache, hab auf dich wohl 3. Da, wo mein Heiland Jesus Acht, Trau nicht deinem Herzen. ist, Wohnt Freude, die kein Geist Leicht kann, wer es nicht bewacht, ermißt, Und seliges Entzücken. Der Gottes Huld verscherzen. Ach, es Herr, mein Heil auf Erden schon, ist Voller List, Weiß sich selbst Wie wird er dort vor seinem Thron zu schmeicheln, Frommen Sinn zu Mich wunderbar erquicken! Von Heucheln. ihm strömt Seligkeit und Ruh Mir dann in ewger Fülle zu. 7. Bete aber auch dabei, Bete bei dem Wachen, Denn der Herr nur kann dich frei Von dem Allen machen, Was dich drückt Eigene Melodie. 344. Mache dich, mein Und bestrickt, Daß du schläfrig Geist, bereit, Wa- bleibest, Und sein Werk nicht che, fleh und bete, Daß dir nicht treibest. die böse Zeit Plößlich nahe trete; 8. Ja, er will gebeten sein, Denn es ist Satans List Ueber Soll er etwas geben; Er verlanget viele Frommen Zur Versuchung unser Schrein, Wenn wir wollen kommen. leben, und durch ihn Unsern 2. Aber wache erst recht auf Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Von dem Sündenschlafe, Denn Sünden Kräftig überwinden. es folget sonst darauf Eine lange 9. Doch wohl gut, es muß Strafe, Und die Noth Sammt uns schon Alles glücklich gehen, dem Tod Möchte dich in Sünden Wenn wir ihn durch seinen Sohn Unvermuthet finden. Im Gebet anfleben. Denn er 3. Wache auf, sonst kann dich will Uns die Füll Seiner Gunst nicht Unser Herr erleuchten; Wache, ausschütten, Wenn wir glaubend sonst wird Gottes Licht Dir noch bitten. ferne deuchten. Denn er will Für 10. Drum so laßt uns immerdie Füll Seiner Gnadengaben dar Wachen, flehn und beten, Offne Augen haben. Weil die Angst, Noth und Gefahr 4. Wache, daß dich Satans List Immer näher treten. Denn die Nicht im Schlafe finde, Wo es Zeit Ist nicht weit, Da uns ihm ein Leichtes ist, Daß er über- Gott wird richten Und die Welt winde; Denn Gott gibt, Die er vernichten. Heiligung Die Heilsordnung. 209 Heiligung durch den heiligen Geist. Die Heilsordnung. Mel. Wer nur den lieben Gott. Die Schaafe, die noch irre gehn. 345, Grwecke, Jesu, stets die Erwecke mich, erinnre mich, daß Herzen, Erinnre uns ich, mein Heil, nicht lasse dich. durch deinen Geist, Daß wir mit 7. Erwecke alle frommen HerSünden nicht mehr scherzen, Die zen, Daß sie im Guten weiter gehn. dein Gebot uns fliehen heißt. Zeig ihnen deine Todesschmerzen, Erwecke mich, erinnre mich! Ich Und laß sie niemals stille stehn. will dir danken ewiglich. Erwecke mich, erinnre mich, Daß 2. Erwecke mich, dir Dank zu ich stets hab und halte dich. geben Für dein Verdienst, Geburt 8. Erwecke mich zur Kraft im und Ted. Du starbst und gabst Leide, Mach mich an Trost und für mich dein Leben, Du littest Hoffnung reich. Dein Kreuz sei Schmerzen, Angst und Noth. Er- mir der Grund der Freude, Dein wecke mich, erinnre mich, Daß ich Herz mir stets an Huld sich gleich. mit Dank recht preise dich. Erwecke mich, erinnre mich, Daß ich im Kreuze seh auf dich. 3. Erwecke mich zur Buß und Neue, Und mache mich von Sün- 9. Erwecke mich zum sel'gen den frei. Ach Herr, ich bitte dich, Sterben, Mein Jesu, mache mich verleihe, Daß ja mein Herz nicht bereit, Laß mich, o Herr, dein sicher sei. Erwecke mich, erinnre Reich ererben, und führe mich mich, Daß ich in Buße suche dich. zur Seligkeit. Erwecke mich, er4. Erwecke mich zum wahren innre mich, Daß ich im Sterben Glauben, Der nach dir dürstet, halte dich. seufzt und ringt. Auf Dornen 10. Nun, Jesu, höre meine wachsen keine Trauben; Gib Glau- Bitte, Nimm dich, o Heiland, ben, der auch Früchte bringt. Er- meiner an. Ich walle noch in wecke mich, erinnre mich, Daß ich dieser Hütte; Dein Geist führ von Herzen glaub an dich. mich auf ebner Bahn. Erwecke 5. Erwecke mich zur wahren mich, erinnre mich, Bis ich im Liebe, Zur Liebe, die stets feste Himmel schaue dich. hält, Damit ich stets mich darin übe, Was dir, mein Jesu, wohlEigene Melodie. gefällt. Erwecke mich, erinnre mich, 346. Erleucht mich, Herr, Daß ich recht innig liebe dich. mein bin 6. Erwecke die verstockten Sün- mir selbst verbergen, und kenne der, Die nicht in deiner Liebe stehn. mich noch nicht. Ich merke dieses Ach suche doch die armen Kinder, zwar, Ich bin nicht, wie ich war; O Indessen 210 Gottes Werke und Wohlthaten. Indessen fühl ich wohl, Ich bin bin ich, wie ich bin, Nimm mich nicht, wie ich soll. zu eigen hin. 2. Ich konnt so sicher ruhn, 9. Wer dies nicht gründlich Und wußt' von keinen Sorgen; meint, Deß Glaub ist noch unDoch anders ist es nun: Voll Angst tüchtig, Der bleibt noch Gottes und ohne Rast Bin ich mir selbst Feind; Sein Hoffnungsgrund ist zur Last. Was vormals meine Sand, Und hält zuletzt nicht Stand, Freud, Macht mir nun Herzeleid. Der ein'ge Glaubensgrund Ist 3. Kein zeitlicher Verlust Ver- dieser Gnadenbund. ursacht diese Schmerzen, So viel 10. Hier, sorg ich, fehlt es mir ist bewußt: Ich misse keinen mir, Mein Trieb sei nicht so Freund, Auch drücket mich kein richtig, Den ich, Herr Christ, zu Feind, Mein Leib hat, was er dir Befinde, weil ich auch Nach will, Gesundheit, Hüll und Füll. Heuchelchristen Brauch Die Luft 4. Es ist der Seelen Pein, der Welt noch mehr Geliebt, als Es kommt mir aus dem Herzen, deine Ehr. Und dringt durch Mark und Pein. 11. Mein Herz, entschließ dich Dies Eine liegt mir an, Daß ich nun, Denn du mußt jeßt es wanicht spüren kann, Ob ich ein wah- gen. Du kommst sonst nicht zur rer Christ, Und du mein Jesus bist. Ruh. Sagst du hiemit der Welt 5. Es ist nicht so gemein, Ein Und was dem Fleisch gefällt Rein Christ zu sein, als heißen; Ich ab, und Christo an, So ist die weiß, daß der allein Des Namens Sach gethan. würdig ist, Der seine liebste Lust 12. Du armer Staub, kannst Durch Christi Kraft zerbricht, Und du Dem König dich versagen, Dem lebt sich selber nicht. Alles stehet zu, Der allgenugsam 6. Es ist nur Selbstbetrug, Mit reich, Ja Alles ist zugleich? Mehr, diesem Wahn sich speisen, Als ob als kein Herz bedacht, Hat er in es schon genug Zur Glaubens- seiner Macht. probe sei, Daß man von Laftern 13. Wenn Alles wird vergehn, frei, Die auch ein blinder Heid' Was Erd und Himmel hegen, So Aus Furcht der Schande meid't. bleibt er fest bestehn; Sein Wesen 7. Der zieht recht Christum an, stirbt nicht ab, Die Gottheit weiß Der aus sich selbst gegangen, Des kein Grab; Und wen er einmal Fleisches eignen Wahn, Vermögen, kennt, Deß Wohlstand nimmt Lust und Nath, Gut, Ehr und kein End. was er hat, Verläßt, verwirft und 14. Wer aber in der Zeit Mit spricht: Nur Jesus ist mein Licht. ihm sich nicht verträget, Der bleibt 8. Dies ist des Glaubens in Ewigkeit Von Gottes FreudenWort Und durstiges Verlangen; haus Ganz, ganz geschlossen aus, Herr Jesu, sei mein Hort, Ver- Vergöss' er in dem Weh Schon söhner, Herr und Schild, Und eine Thränensee. führ mich, wie du willt. Dein 15. Gewünscheter Vertrag, Den nur Die Heilsordnung. 211 nur ein Jawort schließet! Sag', wieder Ohne Wucher, träg und meine Seele, sag: So sei's, Herr schlecht. Willst du ins Gericht noch Jesu, ja, Da hast du Alles, da, gehn, Wie wollt ich vor dir beNimm hin Leib, Seel und Blut, stehn? O ihr Berge, mich bedecket, Geist, Ehre, Hab und Gut! Und ihr Grüfte, mich verstecket! 16. Thu, was du willst, mit 5. Groß bist du von Güt und mir! Werd ich nur zugerichtet Zu Treue, Doch nicht dem, der ohne deinem Preis und Zier, Erneut Schuld, Sondern denen, die mit zur Herrlichkeit, Mit deinem Heil Neue Suchen deine Gnad und bekleid't, Geheiligt um und an: Huld. Drum straf nicht in deinem Wohl mir, so ist's gethan! Grimm, Wehre, Herr, der Donnerstimm, Und um deines Eides willen Wollest du mein Zagen stillen. 6. Mag ein Mutterherz wehl hast gelaufen Lang hassen, Was den Kindesnamen genug der Sünden Bahn! Willst hat? Wie kannst du denn mich du nicht zum Höllenhaufen, So verlassen Wegen meiner Uebelthat? schwing dich gen Himmel an. Nein, es jammert dich mein Leid, Jesus ladet in sein Haus, Will Voller Gnad bist du bereit Mich daselbst dir theilen aus Heil und schon wieder zu umarmen, Und Leben, dich zu laben; Auf, er- dich meiner zu erbarmen. kenn die Gnadengaben! Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 347. Auf, mein Geiſt, du 7. Preis dir, Heil mir! alle 2. Wohl, ich komm und fühl Stunden, Die zur Buße sind verden Schaden, Darin ich gesetzet wandt, Haben mich dir neu verbin; Könnt ich nun in Thränen bunden, Bringen mich in Nuhebaden, Ach, was gäb ich nicht stand. Nun ich Sodom bin entführt, drum hin! Eitles Wesen, sei ver- Soll nicht werden mehr gespürt flucht, Das ich bisher sehr ge- Irdisch Leben, blinde Werke. Jesu, sucht; Welt und Lust mit deinen meinen Vorsatz stärke. Schätzen, Weg nur! du kannst p nicht ergößen.. Eigene Melodie. 3. Meiner Sünden Angst und 348. Mein Heiland nimmt Wie der Wellen wilde an, Fluth Ueber mir zusammen schla- Die unter ihrer Last der Sünden gen, Und ertödten allen Muth. Kein Mensch, kein Engel trösten Wie bedrängt ist, Herr, mein kann, Die nirgends Nuh und Herz! Endlos häuft sich Schmerz Rettung finden. Sie, denen selbst auf Schmerz! Ach, mein Jesu, zu die Welt zu klein, Die bang des mir kehre, Eh ich mich in Angst Nichters Auge scheun, Sie, denen verzehre. längst der Stab gebrochen, Die 4. Sieh, ich falle vor dir nie- schon der Hölle zugesprochen, Sehn der, Herr, ich bin der falsche diese Freistatt aufgethan: Mein Knecht, Der das Pfund dir brachte Jesus nimmt die Sünder an. 0* 2. Sein 212 Gottes Werke und Wohlthaten. 2. Sein mehr als mütterliches Denkt deß nicht mehr, was sie Herz Trieb ihn von seinem Thron gethan! Mein Heiland nimmt die zur Erden; Ihn drang der Sün- Sünder an. der Weh und Schmerz, An ihrer 6. Wie freundlich blickt er BeStatt ein Fluch zu werden; Er trum an, Obgleich er noch so tief senket sich in ihre Noth, Und gefallen! Und dies hat er nicht schmeckte für sie Angst und Tod. nur gethan, Da er auf Erden mußte Nun, da er denn sein eignes wallen, Nein, er ist immer einerLeben Zur theuren Zahlung hin- lei, Gerecht und fromm, und ewig gegeben, und seinem Vater gnug treu. Und wie er unter Schmach gethan, So heißt's: er nimmt die und Leiden, So ist er auf dem Sünder an. Thron der Freuden Den Sündern 3. Nun findet man in seinem liebreich zugethan. Mein Heiland Schooß Ein sichres Schloß gejag- nimmt die Sünder an. ter Seelen; Er spricht sie von der 7. So komme denn, wer SünStrafe los Und tilgt ihr jammer- der heißt, Und wen sein Sündenvolles Quälen. Es wird ihr gan- gräul betrübet, Zu dem, der keinen zes Sündenheer Ins unergründlich von sich weist, Der sich gebeugt tiefe Meer Durch seinen Mittler- zu ihm begiebet. Wie? willst du tod versenket, Und ihnen Gottes dir im Lichte stehn, Und ohne Geist geschenket, Durch den man Noth verloren gehn? Willst du Bater! rufen kann. Mein Heiland der Sünde länger dienen, Da, dich nimmt die Sünder an. zu retten, er erschienen? O nein, 4. So bringt er ste zum Va- verlaß die Sündenbahn! Mein ter hin In seinen blutbefloss'nen Heiland nimmt die Sünder an. Armen, Und dieses neigt des 8. Kemm nur mühselig und Vaters Sinn Zu lauter ewigem gebückt, Komm nur, so gut du Erbarmen. Er nimmt sie auf an weißt zu kommen. Wenn gleich die Kindes Statt, Ja Alles, was er Last dich niederdrückt, Gebeugt wirst ist und hat, Wird ihnen eigen du gern angenommen. Sieh, wie übergeben, und selbst die Thür sein Herz dir offen steht, Und wie zum ew'gen Leben Wird ihnen er dir entgegen geht! Wie oft hat Huldreich aufgethan. Mein Heiland er nicht voll Verlangen Gesucht, nimmt die Sünder an. dich gnädig zu umfangen! Se 5. Okönntest du sein Herz komm denn, armes Herz, heran. nur sehn, Wie sichs nach armen Mein Heiland nimmt die Sünderan. Sündern sehnet, Sowohl wenn 9. Sprich nicht: ich hab's zu sie noch irre gehn, Als wenn ihr arg gemacht, Und alle Güter seiner Auge vor ihm thränet! Wie eilt Gnaden So lang und schändlich er in Zachäus Haus, Und streckt durchgebracht, Er hat mich oft die Hand nach Zöllnern aus! Wie umsonst geladen. Wenn du es stillt er jener Magdalenen Den jegt nur redlich meinst, Und deinen milden Guß erprester Thränen, Fall mit Ernst beweinst, So soll ihm and Die Heilsordnung. 213 ihm nichts die Hände binden, Und Angst im Herzen, In deine heildu sollst jetzt noch Gnade finden. gen Wunden, Da ich stets Heil Er hilft, wenn sonst nichts helfen gefunden. kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. Durch dein unschuldig Blut, Durch deiner Thränen Fluth Laß, Herr, mich Nuhe finden, Und rein'ge mich von Sünden, Wollst ihrer nicht gedenken, Ins tiefste Meer sle senken. 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, Ich muß erst diese Luft genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne Gnadenthür verschließen. Nein, weil er 5. Mir mangelt zwar sehr viel, ruft, so höre du, Und greif mit Dech, was ich haben will, Ist Glaubenshänden zu. Wer diesen alles mir zu gute Erlangt mit Tag sein Heil verträumet, Hat eine deinem Blute, Damit ich überwinde Gnadenzeit versäumet, Die wohl Tod, Teufel, Höll' und Sünde. nie wieder kommen kann. Heut Heut 6. Darum allein auf dich, Herr komm, heut nimmt dich Jesus an. Christ, verlaß ich mich. Nun 11. Ja, zeuch du selbst uns kann ich nicht verderben, Dein recht zu dir, Holdselig süßer Freund Reich muß ich ererben, Denn du der Sünder. Erfüll mit sehnender haft mir's erworben, Da du für Begier Auch uns und alle Adams- mich gestorben. finder. Zeig uns bei unserm Seelenschmerz Dein wallend Herz. Und 7. O führe Herz und Sinn nur von Liebe Durch deinen Geist dahin, Daß wenn wir ich mög alles meiden, Was mich unser Elend sehen, So laß uns von dir kann scheiden, Daß ich ja nicht stille stehen, Bis daß ein an deinem Leibe Ein Glied auf jeder sagen kann: Gottlob, auch ewig bleibe. mich nimmt Jesus an! Eigene Melodie. 350., was soll ich Sünder machen? Mel. Auf meinen lieben Gott. mo soll ich fliehen hin, 349. W Da ich beschweret Ach, was soll ich fangen an? bin Mit viel und großen Sünden? Mein Gewissen klagt mich an, Wo kann ich Rettung finden? Es beginnet aufzuwachen. Dies Wenn alle Welt auch käme, Mein' ist meine Zuversicht: Meinen Angst sie nicht wegnähme. Jesum laß ich nicht. 2. O Jesu, voller Gnad, Auf 2. Zwar es haben meine Sündein Gebot und Rath Kommt mein den Meinen Jesum oft betrübt, betrübt Gemüthe Zu deiner großen Doch weiß ich, daß er mich liebt, Güte. Laß du auf mein Gewissen Denn er läßt sich gnädig finden. Ein Gnadentröpflein fließen. Drum, ob mich mein' Sünd an3. Ich, dein betrübtes Kind, ficht, Meinen Jesum laß ich nicht. Ich werfe meine Sünd Nebst al- 3. Obgleich schweres Kreuz und len meinen Schmerzen, Nebst aller Leiden, Das bei Christen eft entsteht, 214 Gottes Werke und Wohlthaten. steht, Mir sehr hart entgegen geht, 3. Vertreib aus meiner Seelen Soll mich's doch von ihm nicht Des alten Adams Sinn, Und laß scheiden. Auf ihn ist mein Herz mich dich erwählen Zum seligen gericht't, Meinen Jesum laß ich nicht. Gewinn. Dir will ich mich ergeben, 4. Ich weiß wohl, daß unser Und dir zu Ehren leben, Weil ich Leben Nichts, als nur ein Nebel erlöset bin. ist, Denn wir sind zu jeder Frist 4. Befördre dein Erkenntniß In Mit dem Tode hier umgeben; mir, mein Seelenhort, Und öffne Doch, wenn auch mein Auge bricht, mein Verständniß Durch dein hochMeinen Jesum laß ich nicht. heilig Wort; Damit ich an dich 5. Sterb ich bald, wohl mir, gläube, In deiner Wahrheit bleibe, ich habe Dann die Ruhe schon er- Und wachse fort und fort. reicht, Nuhe, welcher keine gleicht, 5. Leit mich in dieser Wüste, Nuhe in dem stillen Grabe; Da Und unterdrück in mir Die Herrist Jesus noch mein Licht, Mei- schaft böser Lüfte, Und laß mich nen Jesum laß ich nicht. für und für Der eitlen Welt ab6. Durch ihn werd ich wieder sterben, Dem Fleische nach verderleben, Er wird mich zur rechten ben, Mein Gott, so leb ich dir. Zeit Wecken zu der Seligkeit, Die 6. Ach, zünde deine Liebe In er wird aus Gnade geben. Nicht meiner Seele an, Daß ich aus erbeb ich im Gericht, Meinen innerm Triebe Dich ewig lieben Jesum laß ich nicht. kann, Und, dir zum Wohlgefallen, 7. Nun, so will ich dein verblei- Beständig möge wallen Auf rechben, Denn ich traue deinem Wort. ter Lebensbahn. Von dir, Herr, mein Heil, mein 7. Nun, Herr, verleih mit Hort, Soll mich Noth und Tod nicht Stärke, Verleih mir Kraft und treiben. Heller glänzt mir einst dein Muth; Das sind die Gnadenwerke, Licht, Meinen Jesum laß ich nicht. Die dein Geist in mir thut. Mein eigenes Beginnen, Mein Denken und mein Sinnen Ist nimmer Mel. Herr Christ, der ein'ge. 351. Herr err Jesu, Guaden- recht und gut. sonne, Wahrhaftes 8. Du Geber aller Gnaden, Du Lebenslicht, Gib Leben, Licht und Vater aller Treu, Wend allen Wonne Dem blöden Angesicht. Seelenschaden, Und mach mich Nur du kannst mich erfreuen Und täglich neu; Gib, daß ich deinen meinen Geist erneuen. Mein Gott, Willen Beständig mög erfüllen, versag mir's nicht! Und steh mir kräftig bei. 2. Vergib mir meine Sünden, Und wirf sie hinter dich. Laß allen Eigene Melodie. Zorn verschwinden, Und hilf mir 352. Allein zu dir, her Mein' gnädiglich. Laß Friedensgaben Die bange Seele laben. Hoffnung steht auf Erden. I Ach, Herr, erhöre mich. weiß, daß du mein Tröster bist, Kein Die Heilsordnung. 215 Kein Troft kann sonst mir werden.| 2. Du bist und bleibst der Trost Von Anbeginn ist nichts erkor'n, der Erden Und der gepriesne WunAuf Erden ist kein Mensch gebor'n, dermann, Durch welchen wir erDer mir aus Nöthen helfen kann. rettet werden, Der allen Menschen Dich ruf ich an, Du bist's, der helfen kann. Du hilfft und retteft helfen will und kann. uns aus Gnaden Von allem Leid 2. Herr, meine Schuld ist und allem Schaden. übergroß, Und reuet mich von 3. Der Blinde kann die Sonne Herzen, Erbarme dich, und sprich sehen, Der Taube hört die Stimme mich los, Kraft deiner Todes- an, Der Lahme muß auch grade schmerzen. Nimm meiner dich beim gehen, Der Aussatz wird hinweg Vater an, Der du für mich genug gethan. Den Todten hast du Geiſt gethan, Dann werd ich los der und Leben Und allen Armen Trost Sündenlaft. Mein Glaub umfaßt, gegeben. Herr, was du mir verheißen hast. 4. Hast du vor diesem solche 3. Verleih mir aus Barmher- Thaten, O Herr, durch deine zigkeit Des Glaubens Kraft und Hand gethan: So wollest du auch Stärke, Auf daß ich deine Freund- jetzt mir rathen, Nimm du dich lichkeit Im Glauben fühl und meiner Seele an. Ach, zeige deine merke; Daß ich vor Allen liebe dich, große Stärke Durch unverdiente Und meinen Nächsten gleich als Gnadenwerke. mich. Hilf mir in meiner letzten 5. Du weißt ja, was wir Men= Noth, Mein Herr und Gott, Der schen taugen, Verblendet sind wir, du für mich besiegt den Tod. sehen nicht; Darum erleuchte meine 4. Preis sei Gott auf dem Augen Mit deinem Glanz und höchsten Thron, Dem Vater, reich Gnadenlicht, Zu sehen, was sonst an Güte, Und Jesu Christo, seinem nicht zu sehen, Wenn wir in deiSchn, Der gnädig uns behüte, nem Licht nicht stehen. Und seinem werthen heilgen Geist, 6. Eröffne mir, Herr, meine Der uns den Weg zum Himmel Ohren, Und mache mich zu deinem weist! So singet alle Christenheit Knecht; Hie bin ich, du wollst Hier in der Zeit und dort in ste durchbohren, Daß ich dir diene felger Ewigkeit. treu und recht, Und auf dein heilig Wort stets merke, Darnach zu thun all meine Werke. Eigene Melodie. 353. Grquicke mich, du Heil 7. Ich wanke noch auf schwader Sünder, Durch chen Füßen, Bald straucht' ich dich und deinen Gnadenschein, Und hier, bald fall ich dort. Laß deine laß, o Freund der Menschenkinder, Kraft in mich einfließen, Daß ich Dein Herz auf mich gerichtet sein. mag gehen grade fort, Und meine Komm und erzeige dein Erbar- Tritte niemals gleiten, Noch von men, Und schenke deine Huld mir dem Pfad der Wahrheit schreiten. Armen. 8. Wer will dech meinen Aus= satz 216 Gottes Werke und Wohlthaten. fayz heilen, Der Krankheit aller- Wird von mir unterlassen, Mein schlimmsten Theil? Mein Arzt, du Herz ist ganz des Bösen voll, wollest nicht verweilen, Ach, heile Das ich soll fliehn und haffen. mich, so werd ich heil. Laß deine 4. O treuer Hort, was fang Wunden, o mein Leben, Für meine ich an Bei so verderbtem Wesen? Wanden Heilung geben. Wo find ich, was mir helfen kann? 9. Ich bin ganz todt und meine Wie soll ich doch genesen? Ah, Kräfte, Will und Verstand sind in mir selbst ist keine Kraft, Bat ohne Kraft, zu thun recht gött- Buße mich zu führen, Wo nicht liche Geschäfte. Hert, gib mir dein Geist, der Alles schafft, Mein neuen Lebensjaft, Daß ich gleich schwaches Herz will rühren. einem Baum ausschlage, Und tausendfache Früchte trage. 5. Steh du in dieser Noth mir bei, Du Urquell aller Gnaden. 10. Ich finde arm mich, im Und mach durch deine Kraft mich Elende, Entblößt von allem eignen frei, Heil meiner Seele Schaden. Ruhm; Die Friedensbotschaft zu Gib mir dein Licht, daß ich durch mir sende, Dein süßes Evangelium. dich Mich selber fann verstehen, Daß ich dadurch noch hier auf Durch deine Wahrheit lehre mich Erden Gerecht und selig möge Erkennen mein Vergehen. werden. 6. Erweiche du mein hartes Herz, Daß es vor dir sich beuge, Mel. Durch Adams Fall ist ganz. Daß es, erfüllt von Neu und 354. Seju, meine Zuver- Schmerz, Zu deinem Recht sich sicht, Mein Heiland neige. mach es den und mein Leben, Verstufe du Glauben rein, Und gib gerechte mich Sünder nicht, Für den du Berke; Ja fehre du selbst bei mit di gegeben; Du farbst für mich ein, O meiner Seelen Stände. ath Gnode g ய 7. 3mftit in mir die Ginelfait, erwerben, Dum Hilf mit aus Brich meinen böjen Willen, Wiri der Sünde Noth, Und Laß mich laß mich, was bein Wert gebeut, nicht verderben. Durch deinen Geist erfüllen. Baj 2. Gs sehlet meinem Geiste Licht, in mir Demuth, Mäßigkeit, Des Mein Glend einzusehen, Und aus Geistes Früchte prangen, Erfülle mir selber weiß ich nicht Den rechten du mich jederzeit Mit heiligem Weg zu gehen. Im Herzen regt sich Verlangen. Eitelkeit, Stolz, Weltlust, Eigen- 8. Du, Bater, bift's, der in liebe; Das Glück, das mir die Erde uns schafft Das Wollen und Vollbeut, Entzündet meine Triebe. bringen. Berleih zur Heiligung mit 3. Die Macht der Sünde herrscht Kraft, Und laß es mir gelingen; in mir, Und schwächt der Seele Laß deinen Frieden auf mir ruhn, Kräfte. Das Fleisch verhindert für Gib Trost, gib Muth, gib Stärke, und für Der Heiligung Geschäfte. Dann kann ich deinen Willen thun, Das Gute, das ich lieben soll, Dann wirk ich deine Werke. Mel. sind Die Hellsordnung. 217 4. Dann thu mir meine Lippen Mel. D Herre Gott, begnade mich auf, Zeuch mein Gemüth zu dir 355. A, sei mir gnädig, hinauf, Dich, Gott, im Himmel Herr, mein Gott, eben, Mit Herz und Mund zu Nach deiner Güt in meiner Noth, loben. Kein Dank, kein Opfer dir Tilg durch dein reich Erbarmen gefällt, Wenn dir nicht ernst wird Die Sünde in mir Armen. Durch vorgestellt Ein Herz von Angst deine Batertren und Huld Befreie und Klagen Zerbrochen und zermich von aller Schuld, Und schlagen. Wer dir in wahrer Neu rein'ge mich von Sünden, Die sich und Buß Mit heißen Thränen in mir befinden. Ach Herr, ach, fällt zu Fuß, Der hat ein Opfer ich bekenn es dir, Denn meine dir gebracht, Das niemals wird Sünd ist stets vor mir, Gesündigt von dir veracht't, Du nimmst es hab ich oft und schwer, Und mei- an in Gnaden. ner Sünden großes Heer Schwebt 5. Gott Vater in dem höchsten immer mir vor Augen. Thron, Gedenk an deinen ein'gen 2. Nimm mich im Blute Christi Schn, Und laß um seinetwillen an, Und laß die Schuld sein ab- Die Herzensangst sich stillen. O gethan, Die Sünd, die ich er- Jesu Christ, durch deinen Tod Ererbet, Und die mein Herz verder- rette mich aus aller Noth, Ich weiß bet. Herr, wasche mich und mach in meinen Sünden Sonst keinen mich rein, So werd ich unbeflecket Troft zu finden. O beilger Geist, sein, Und weißer können werden, regiere mich Durch deine Gnade Ma je der Schnee auf Erden. Fräftiglich, daß ich dem Bösen D laß mich schmecken Bonn und widerstreb, Und stets nach deinem Freud Nach dieser schweren Trau- Billen leb Bis an mein legtes tigkeit, Daß die Gebeine, die du Gube. hat Zermalmt durch deines Zarnes Baft, Gefläuft und fröhlich Ndl. Wer nur den finden Gritt. amer Mensch, ich meiben. 3. Denk nicht, wie ich gejün- 590. Sarmer Sünder Steh bigt hab, Ach, kehr dein Antlig hier vor deinem Angesicht. Ach bavon ab, Tilg meine Missethaten, Gott, ach Gott, verfahr gelinber, Darein ich bin gerathen. Schaff Und geh nicht mit mir ins Gein mir, Gott, aus Huld und Güt richt. Erbarme dich, erbarme dich, Ein reines Herze und Gemüth, Gott, mein Erbarmer, über mich! Durch wahre Buß und Neue In- 2. Wie ist mir doch so angst wendig mich erneue. Ach, Vater, und bange, Herr, wegen meiner ach, verwirf mich nicht Im Zorn großen Sünd! Hilf, daß ich wieder vor deinem Angesicht. Gib, daß Gnad erlange, Sch armnes und verich wieder in mir merk Des guten lernes Kind. Erbarme dich, erGeistes Kraft und Stärk, Laß ihn barme dich, Gott, mein Erbarmer, nicht von mir weichen. über mich! 3. Ac, 218 Gottes Werke und Wohlthaten. 3. Ach, laß mich nicht vergeb- Vergelter seist, Und hier und ewig lich klagen, Verwirf mein armes ihn Mit deinem Heil erfreust. Flehen nicht. Du kannst die Bitte 3. Wahrhaftig ist dein Wort, nicht versagen, Hör, was der Laß mich ihm völlig trauen. Nie arme Sünder spricht: Erbarme wanket deine Treu, Laß mich dardich, erbarme dich, Gott, mein auf stets bauen. Gib, daß ich Erbarmer, über mich! dir im Glück Und Unglück stets 4. Nicht, wie ich hab verschul- getreu, Und durch des Glaubens det, lohne, Und handle nicht nach Kraft Allzeit gehorsam sei. meiner Sünd. O treuer Vater, 4. Lehr mich, mein Jesu, dich schone, schone, Erkenn mich wie- Im Glauben recht erkennen, Dich der für dein Kind. Erbarme dich, meinen Herrn und Gott Im Geist erbarme dich, Gott, mein Grbar- und Wahrheit nennen. Lehr mich mer, über mich! im Glauben thun, Was mich dein 5. Sprich nur ein Wort, so Wort gelehrt, Daß dich Herz, werd ich leben; Sag, daß ich ar- Mund und That Als meinen Heimer Sünder hör: Geh hin, die land ehrt. Sünd ist dir vergeben, Nur sün= 5. Mein König und Prophet, dige hinfort nicht mehr! Erbarme Komm, herrsch in meiner Seele, dich, erbarme dich, Gott, mein Regier und führe mich, Damit Erbarmer, über mich! ich ja nicht fehle. Du sollst mein 6. Ich zweifle nicht, ich bin König sein, Dem ich gehorchen erhöret, Erhöret bin ich zweifel- will, Mein Lehrer und Prophet, fret, Weil sich der Trost im Her- Deß Willen ich erfüll. zen mehret, Drum will ich enden 6. Ich will auch, Herr, an dich mein Geschrei: Erbarme dich, er- Als Hohenpriester gläuben. Laß, barme dich, Gott, mein Erbarmer, Jesu, dein Verdienst Den Grund über mich! des Glaubens bleiben. O glücklich, wenn mein Geist Hierauf sich treu und fest, Als auf sein einzig Mel. O Gott, du frommer Gott. 357. Hann Kein Mensch Herr, err, ohne Glauben Heil Und wahren Trost, verläßt. 7. Ach, Jesu, stärke mich In vor dir bestehen; Drum wend ich diesem meinem Glauben. Laß mir mich zu dir Mit demuthsvollem ihn weder Tod, Noch Welt, noch Flehen. O zünde selbst in mir Teufel rauben. Bleib durch den Den wahren Glauben an, Weil Glauben stets Genau mit mir verich durch meine Kraft Ihn mir eint; So bin ich dein, du mein, nicht geben kann. O theurer Seelenfreund! 2. Laß mich, Gott, daß du seist, Mit Ueberzeugung glauben. Eigene Melodie. Nichts müſſe mir das Wort Aus 358. Fins ist noth, ach Herr, meinem Herzen rauben, Daß du dies mich dem, der dich sucht, Stets ein erkennen doch! Alles Andre, wie's auch Die Heilsordnung. 219 auch scheine, Ist ja nur ein schwe- ich nur Jesum recht kenne und res Joch, Darunter das Herze sich weiß, So hab ich der Weisheit naget und plaget, Und dennoch vollkommenen Preis. kein wahres Vergnügen erjaget. 6. Nichts kann ich vor Gott Erlang ich dies Eine, das Alles ja bringen, Als nur dich, mein ersetzt, So werd ich mit Einem höchstes Gut. Jesu, es muß mir in Allem ergößt. gelingen, Rein zu werden durch 2. Seele, willst du dieses fin- dein Blut. Die höchste Gerechtigden, Such's bei keiner Kreatur. feit ist mir erworben, Da du bist Laß, was irdisch ist, verschwinden, am Stamme des Kreuzes gestorSchwing dich über die Natur. ben; Die Kleider des Heils ich We Gott und die Menschheit in da habe erlangt, Worinnen mein Einem vereinet, Wo alle voll- Glaube in Ewigkeit prangt. kommene Fülle erscheinet, Da, da 7. Nun so gib, daß meine Seele ist das beste, nothwendigste Theil, Auch nach deinem Bild erwacht. Mein Ein und mein Alles, mein Du bist's ja, den ich erwähle, seligstes Heil. Mir zur Heiligung gemacht. Was 3. Wie Maria war beslissen dienet zum göttlichen Wandel und Auf des Einigen Genieß, Als ste Leben, Ist in dir, mein Heiland, sich zu Jesu Füßen Voller An- mir Alles gegeben. Entreiße mich dacht niederließ; Das Herz ihr aller vergänglichen Luft, Dein Leentbrannte dies einzig zu hören, ben sei, Jesu, mir einzig bewußt. Was Jesus, ihr Heiland, ste wollte 8. Ja, was soll ich mehr verbelehren; Ihr Alles war gänzlich langen, Mich umströmt die Gnain Jesum versenkt, Drum wurde denfluth. Du bist einmal eingeihr Alles in Einem geschenkt. gangen In das Heilge durch dein 4. Also ist auch mein Verlan- Blut; Da hast du die ew'ge Ergen, Liebster Jesu, nur nach dir, lösung erfunden, Daß ich nun Laß mich treulich an dir hangen, der höllischen Herrschaft entbunden; Schenke dich zu eigen mir. Ob Dein Eingang die völlige Freiheit Viel' auch umkehren zum größesten mir bringt, Im kindlichen Geiste Haufen, So will ich dir dennoch in das Abba nun klingt. Liebe nachlaufen, Denn dein Wort, 9. Volle Gnüge, Fried und o Jesu, ist Leben und Geist. Was Freude Meine Seele nun ergötzt, ist wohl, das man nicht in Jesu Weil auf eine frische Weide Mein geneußt? Hirt, Jesus, mich gesetzt. Nichts 5. Aller Weisheit höchste Fülle Süßes kann also mein Herze erIn dir ja verborgen liegt. Gib nur, laben, Als wenn ich nur, Jesu, daß sich auch mein Wille Fein in dich immer soll haben; Nichts, solche Schranken fügt, In welchen nichts ist, das also mich innig die Demuth und Einfalt regieret, erquickt, Als wenn ich dich, Jeſu, Und mich zu der Weisheit, die im Glauben erblickt. himmlisch ist, führet. Ach, wenn 10. 10. Drum auch, Jesu, du alleine 220 Gottes Werke und Wohlthaten. alleine Sollst mein Ein und Alles sen, Damit in deinen Wunden sein, Prüf, erfahre, wie ichs meine, ich Bleib allzeit eingeschlossen. Laß Tilge allen Heuchelschein. Sieh, durch den Glauben mich die Welt, ob ich auf bösem, betrüglichem Und was sie für das Höchste hält, Stege, Und leite mich, Höchster, Nicht für mein Kleinod achten. auf ewigem Wege. Gib, daß ich 6. Ist auch mein Glaube noch nichts achte, nicht Leiden, nicht so klein, Ein Senfkorn, kaum zu Tod, Nur Jesum gewinne, dies merken: Wollst du doch in mir Eine ist noth. mächtig sein, Und seinen Wachsthum stärken. Das schwache Rohr Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. zerbrichst du nicht, Verlöscheft nicht 359.O Gottes Sohn, Herr ein glimmend Licht, Bist mächtig Jesu Christ, Du in dem Schwachen. weißt, daß wahrer Glaube Nicht 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig eignes Werk des Menschen ist, So sei, Den Glauben zu behalten, lang er wallt im Staube. Drum Von wissentlichen Sünden frei, hilf du mir von oben her, Den In Allem treu zu walten; Daß wahren Glauben mir gewähr, ich sei lauter jederzeit, Ohn AnDarin laß mich beharren. stoß in Gerechtigkeit Erfüllt mit 2. Lehr du und unterweise mich, ihren Früchten. Daß ich den Vater kenne; Daß 8. Herr, durch den Glauben ich, o Christus Jesus, dich Den wohn in mir, Laß ihn sich immer Sohn des Höchsten nenne, Und stärken, Daß er sei fruchtbar für den, der uns zum Himmel weist, und für Und reich an guten WerDes Vaters und des Sohnes Geist, ken, Daß er sei thätig durch die Mit gleicher Ehrfurcht preise. Lieb, Mit Freuden und Geduld 3. Laß mich vom großen Gna- sich üb, Dem Nächsten treu zu denheil Das wahr' Erkenntniß fin- dienen. den, Wie der nur an dir habe 9. O rüste mich mit deiner Theil, Dem du vergibst die Sün- Kraft, Daß ich bis an mein Ende den; Hilf, daß ich's such, wie mir Stets übe gute Ritterschaft, Zu gebührt, Du bist der Weg, der dir allein mich wende; Daß ich mich recht führt, Die Wahrheit in meiner letzten Noth Des Glauund das Leben. bens Ziel durch deinen Tod, Die 4. Gib, daß ich traue deinem Seligkeit erlange. Wort, Ins Herze es wohl fasse, 10. Herr Jesu, der du angeDaß sich mein Glaube immerfort zündt Das Fünklein in mir SchwaAuf dein Verdienst verlasse, Daß chen, Was sich vom Glauben in zur Gerechtigkeit auch werd, Weil mir findt, Das wollst du stärker ich von Sünden bin beschwert, machen. Was du gefangen an, Dein Tod mir zugerechnet. vollführ Bis an das End, daß 5. Mein Glaube, Jesu, tröste dort bei dir Auf Glauben folg sich Des Bluts, das du vergos- das Schauen. Mel. Die Heilsordnung. 221 denthrone, Sett Liebe gegen Haß; Mel. O Gott, du frommer Gott. Wer gläubig dies verehrt, 360. Versuchet euch doch bald zur Lieb entflammt, Die selbst, Ob ihr im allen Haß verzehrt. Wird Glauben stehet, Ob Christus in 7. Was uns nun Gott gethan, euch ist, Ob ihr ihm auch nach- Soll uns vor Augen schweben. gehet; Ob ihr auch in Geduld, Dreht uns der Feind den Tod, In Sanftmuth, Freundlichkeit, In Wir zeigen ihm das Leben; Flucht Lieb dem Nächsten stets Zu die- er, so segnen wir; In Schande, nen feid bereit? Spott und Hohn Ist unser bester 2. Der Glaube ist ein Licht, Trost Des Himmels Ehrenkron. Im Herzen tief verborgen, Bricht 8. Schickt Gott zur Prüfung als ein Glanz hervor, Scheint als uns Ein schweres Kreuz zu tragen: der helle Morgen, Erweiset seine Der Glaube bringt Geduld, ErKraft, Macht Christo gleich ge- leichtert alle Plagen; Statt Mursinnt, Erneuert Herz und Muth, rens, Ungeduld, Wird das Gebet Macht dich zu Gottes Kind. erweckt, Weil aller Angst und 3. Er schöpft aus Christo Heil, Noth Von Gott ein Ziel gesteckt. Gerechtigkeit und Leben, Und will 9. Man lernet durch das Kreuz in Einfalt es Dem Nächsten wie- Sein Elend recht verstehen; Man der geben. Weil er so überreich fühlet Gottes Huld, Hält an mit In Christo worden ist, Preist er stillem Flehen, Verzaget an sich die Gnade hoch, Bekennet Jesum selbst, Und trauet Christi Kraft, Chrift. Fühlt, er sei es allein, Der Muth und Kräfte schafft. 4. Er hofft in Zuversicht, Was Gott im Wort zusaget, Er scheucht 10. Man traut auf sein Verden Zweifel fort, Die Schwer- dienst, Erlanget Geist und Stärke, muth wird verjaget. Sieh, wie In solcher Zuversicht zu üben gute der Glaube bringt Die Hoffnung Werke, Steht ab vom Eigensinn, an den Tag, Hält Sturm und Flieht die Vermessenheit, Hält sich Wetter aus, Besteht in Unge- in Gottesfurcht, Jm Glück, in mach! böser Zeit. 5. Aus Hoffnung wächst die 11. So prüfe dich denn wohl, Lieb; Man nimmt aus Gottes Ob Christus in dir lebet, Denn Händen Die Fügung freudig an, Christi Leben ist's, Nach dem der Wie Gott ste uns will senden. Glaube strebet. Erst macht er dich Weil Alles uns zum Heil, Zum gerecht, Dann gibt er Freudigkeit, Besten ist gemeint, Drum dringt Gewährt dir Licht und Kraft, Die die Liebe durch, Umfasset Freund ganz dein Herz erneut. und Feind. 12. O Herr, vermehr in mir 6. Die Welt war Gottes Feind, Des Glaubens Licht und Stärke. Doch gibt er in dem Sohne Sein Gib, daß es bringe stets Die Frucht eingebornes Kind zu einem Gna- der guten Werke. Wo Licht ist, geht 222 Gottes Werke und Wohlthaten. geht der Schein Freiwillig davon wenn sie strauchelten, Beim Vaaus. Du bist mein Gott und Herr, ter ste vertratest, Ach unterstüß Bewahr mich als dein Haus. auch jetzt Mein sehnliches Gebet, Und schenke Glaubenskraft Dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlerhand Ist Mel. O Gott, du frommer Gott. allerhöchster Gott, 361. Herr, allerheit alle Heil und aller Segen; Herr, unterVon dem Gaben, Und was uns nüßlich ist, stütze mich Auf allen meinen WeDurch Gnad und Bitten haben, gen, Daß ich des Glaubens Ziel, O steh erbarmend mich In mei- Der Seelen Seligkeit Erlange und ner Schwachheit an, Weil ich dich preis In alle Ewigkeit. nicht, wie ich will, Dir recht vertrauen kann. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 2. Ich glaube zwar an dich, 362. Stark ist meines Jefu nur mit schwachem Glauben. Doch Und er wird Oft will die Zweifelsucht Mir alle mich ewig fassen, Hat zu viel an Hoffnung rauben. Wer macht das mich gewandt, Um mich wieder Herz gewiß, Als du, o Herr, loszulassen. Mein Erbarmer läßt allein? Laß deine Hülfe doch Von mich nicht, Das ist meine Zuversicht. mir nicht ferne sein. 2. Sieht mein Kleinmuth auch 3. O reiche du mir selbst Aus Gefahr, Fürcht ich auch zu unterGnaden deine Hände. Hilf meiner liegen: Christus beut die Hand mir Schwachheit auf, Daß mich nichts dar, Christus hilft dem Schwachen von dir wende. Ist schon, dem Senf- siegen. Daß mich Gottes Huld korn gleich, Mein Glaube noch sehr versicht, Das ist meine Zuversicht. klein, So laß ihn doch bei mir In stetem Wachsthum sein. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon ver4. Gib, daß die Zuversicht In treten; Wenn er uns zu sichten meinem Geist sich mehre, Daß du wagt, Christus hat für mich ge= mein Vater seist, Und ich dir beten. Daß mein Mittler für mich angehöre, Daß alle meine Schuld spricht, Das ist meine Zuversicht. Von dir vergeben sei, Damit mein Herz sich dein Als seines Gottes freu. 4. Würd es Nacht vor meinem Schritt, Daß ich keinen Ausgang wüßte, Und mit ungewissem Tritt 5. Mach diese Zuversicht In Ohne Licht verzagen müßte: Chrimir, o Gott, so kräftig, Daß stus ist mein Stab und Licht, ich mein Lebenlang In deinem Das ist meine Zuversicht. Dienst geschäftig, Und stets be5. Mag die Welt in Mißgeflissen sei, zu thun, was dir ge- schick Beben oder ängstlich klagen! fällt, So hab ich, Gott, in dir Ohne Halt ist all ihr Glück, WahrDen Himmel auf der Welt. lich, ste hat Grund zu zagen. 6. Mein Heiland, der du einst Daß mein Anker nie zerbricht, Das Für deine Jünger batest, Und, ist meine Zuversicht. 6. Will Die Heilsordnung. 223 6. Will der Herr durch strenge Ist fest, mag auch die Welt verZucht Mich nach seinem Bild ge- gehen. Sein Siegel ist des Mittstalten, Dennoch will ich ohne lers Blut Und dessen glorreich Flucht Seiner Hand nur stille hal= Auferstehen. O Glaube, du, des ten. Er übt Gnad auch im Gericht, Das ist meine Zuversicht. Christen schönster Ruhm! Wie selig, wer dich hat zum Eigenthum! 7. Seiner Hand entreißt mich 2. Ich kannte nicht den Weg nichts; Wer will diesen Trost mir zum Heil, Mein Auge deckten rauben? Mein Erbarmer selbst ver- dichte Hüllen, Nur Wahn und sprichts, Sollt ich seinem Wort Irrthum war mein Theil, Nichts nicht glauben? Jesus läßt mich ewig konnte meine Sehnsucht stillen, nicht, Das ist meine Zuversicht. Bis ich das Wort des ew'gen Lebens fand, Das Himmelslicht, vor dem die Nacht verschwand. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 363. Seib gesegnet, heilge 3. Daß mich bei meiner SünStunden, Wo mich den Schuld Nicht Furcht und meine Schuld betrübt, Wo ich Zweifel ganz verzehren, Daß ich blick auf Jesu Wunden, Fühle, vertrau des Vaters Huld: Dies wie er mich geliebt! Dann ent- dank ich Jesu heil'gen Lehren. weicht der Zweifel Heer, Furcht Ich weiß, ich bin versöhnet durch bedränget mich nicht mehr, Und sein Blut, Und fühl im Herzen der Geist der Kraft und Wahrheit Zuversicht und Muth. Naht sich mir in Himmelsklarheit. 4. Ich war betrübt bis in den 2. Dann entwind ich mich dem Tod, Von Leid und Sorgen rings Staube, Schaue sehnend himmel- umgeben; Mich konnte nicht aus wärts; Auf zu Gott schwingt sich tiefer Noth Der Freunde Nath und mein Glaube, Betend öffnet sich Trost erheben. Der Glaube nur mein Herz. Chrifti Geist durchdringet hat stets mit seiner Macht Ein mich Und vertritt mich kräftiglich. neues Leben in mir angefacht. Bald strömt Friede, Heil und Segen 5. Erhalte mir, o Gott, dein Mir von Gottes Thron entgegen. Wort, Als meines Lebens höchste 3. Aber der verlornen Tage Freude; Es sei mein Trost, mein Sind noch immer gar zu viel, Licht, mein Hort, Mein letztes Wo ich müd am Abend klage: Labsal, wenn ich scheide. Dort Heute keinen Schritt zum Ziel; oben noch will ich dich, Herr, Das ist noch der Geist der Welt, erhöhn, Daß mir so großes Heil Der mich so gefangen hält. Diese durch dich geschehn. Knechtschaft, Herr, zerstöre, Daß ich ganz dir angehöre. Mel. Ewigkeit, du Donnerwort. Heilands nicht, Vor Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm. 365.ch schäme mich des 364. Der Grund, auf dem dem voll froher Zuversicht Mein mein Glaube ruht, Knie sich dankbar beuget. Gott, welch 224 Gottes Werke und Wohlthaten. welch ein theures, werthes Wort: Schmerzen ringt, Dann sink ich, Ich, hier dein Kind, dein Erbe dort, Herr, zu deinen Füßen, Und Wie mir dein Geist bezeuget, Ich finde, was mir Tröstung bringt. soll durch Jesum Chriftum rein, Dann wird der Glaube mir ein Durch ihn gerecht und selig sein. Licht, Das meines Rummers 2. Froh fühlt mein Herz die Nacht durchbricht. Gotteskraft, Die in der selgen 2. Du, Heiland, bietest jedem Wissenschaft Von dem Erlöser lie- Müden Erquickung, Muth und get, Die alle Kenntniß dieser Welt, Hoffnung an, Und schenkest ihm Und was ste Reizendes enthält, den innern Frieden, Den ihm die Unendlich überwieget. Mein größ- Welt nicht geben kann. Durch dietes Glück, mein höchster Ruhm ses Friedens Kraft erfreut, Wird Ist Jesu Evangelium. ihm der Glaube Seligkeit. 3. Auf ewig ist's mein bestes 3. Auch wenn wir zweifelnd Theil, In keinem Andern hab ich oft uns grämen, Wenn Kleinmuth Heil Und Kraft zum ew'gen Leben; unsern Geist verstimmt, Willst du Vergebung meiner Sündenschuld, uns Schwache nicht beschämen, Der Beifall Gottes, seine Huld, So lang ein Funke Glaubens Ist mir durch ihn gegeben. Ich steh glimmt; Du fachst ihn an, du im Glauben, bin ein Christ, An nährest ihn, Und bald wird er dem nun nichts verdammlich ist. von Neuem glühn. 4. Mir widerfuhr Barmherzig- 4. Du stärkst die schon gesunkkeit, Mit himmlischer Zufriedenheit nen Hände, Du stärkst des Lohnt Gott mich schon hienieden. matten Kämpfers Fuß, Gibst Ich bete voller Zuversicht, Mich der Versuchung solch ein Ende, schreckt kein Tod und kein Gericht, Daß unser Dank dich preisen Mein Geist fühlt Gottes Frieden. muß. Du führest durch die PrüGott, ewig ist mein Herz nun dein, fungszeit Uns hin zu deiner Und ewig deine Gnade mein. Herrlichkeit. 5. Ich weiß, worauf mein 5. Des Glaubens Kraft ist Glaube ruht, Nichts raubt mir unsre Stärke, Er überwindet eine meinen Trost und Muth, Nicht Welt, Und wirket in uns Gottes Leiden, nicht Gefahren. Durch den Werke, Und Tugend, die ihm ich Alles hier vermag, Du, Gott, wohlgefällt; Und jeder Sieg, den wirft mir auf jenen Tag Mein er uns schafft, Belebt das Herz Erbtheil wohl bewahren. Ja, du, mit neuer Kraft. der mich berief, bist tren; Hilf, daß ich's auch im Glauben sei. 6. Verleih, o Herr, mir diesen Glauben, Laß ihn in Liebe tha= tig sein. Nichts müsse dieses Heil mir rauben, Fern bleibe jeder Mel. Wer nur den lieben Gott. 366. Wer enn heiße Thrä- Heuchelschein. Dann werd auch ich nen mir entflie- in jener Welt Den Auserkornen fen, Mein Herz mit Angst und zugesellt. Mel. Die Heilsordnung. 225 Mel. Mein Salomo, Dein. Je mehr wird es zur Heiligung erweckt. 367, Mein Friedefürst, Dein 6. Wenn sich in dir Des Höchfreundliches Regie- sten Klarheit spiegelt, Die Freundren Stillt alles Weh, das meinen lichkeit von seinem Angesicht, So Geist beschwert. Wenn sich zu dir fängt das Leben an, aus Nacht mein blödes Herze kehrt, So läßt wird Licht, Das Heimliche der sich bald dein Friedensgeist ver- Weisheit wird entstegelt, Ja selbst spüren. Dein Gnadenblick zerschmel- dein Herz zu Gottes Bild verget meinen Sinn, Und nimmt die klärt, Und alle Kraft der Sünde Furcht und Unruh von mir hin. abgewehrt. 2. Gewiß, mein Freund Gibt 7. Was dem Geset Unmöglich solche edle Gaben, Als alle Welt war zu geben, Das schafft als= mir nicht verschaffen kann. Schau dann die Gnade selbst in dir, an die Welt, schau ihren Reich- Sie wirket Lust zur Heiligkeit thum an, Er kann ja nicht die schon hier, Und ändert nach und müde Seele laben. Mein Jesus nach dein ganzes Leben, Indem tann's, er thut's im Ueberfluß, sie dich aus Kraft in Kräfte führt, Wenn alle Welt sich arm beken- Und mit Geduld und Langmuth nen muß. dich regiert. 3. O süßer Freund, Wie wohl 8. Möcht ich nur stets Auf ist dem Gemüthe, Das im Geseß dich, mein Heiland, schauen! Besich schwer ermüdet hat, Und nun suche mich, du Aufgang aus der zu dir, dem Seelenleben, naht, Höh, Daß ich das Licht in deinem Und schmeckt in dir die wunder- Lichte seh, Und könne festiglich füße Güte, Die alle Angst, die der Gnade trauen. Kein Fehler alle Noth verschlingt, Und unsern sei so groß und schwer an mir, Geist zu sanfter Nuhe bringt. Der meinen Blick, o Herr, von 4. Mein trauter Freund, Wenn dir abführ. deiner Liebe Zeichen Dies arme 9. Wenn meine Schuld Mich Herz so lind und warm durchgehn, vor dir niederschläget, Wenn sie Fühl ich in mir ein reines Licht den Geist der Kindschaft in mir entstehn, Darin ich kann das Va- dämpft, Wenn das Gesetz mit terherz erreichen, Darin die Seele meinem Glauben kämpft, Und launur Vergebung spürt, Und eine ter Angst und Furcht in mir erGnadenfluth die andre rührt. reget: So laß mich doch dein 5. Je mehr sich dann Das Mutterherz dann sehn, Und neue Herz zum Vater kehret, Je mehr Kraft und Zuversicht entstehn. es Kraft und Seligkeit genießt, 10. So ruh ich nun, Mein So daß es ganz der Eitelkeit Heil, in deinen Armen, Du selbst vergißt, Die sonst den Geist ge- sollst mir mein ew'ger Friede sein, dämpfet und beschweret. Je mehr Ich hülle mich in deine Gnade das Herz des Vaters Liebe schmeckt, ein, Mein Element ist einzig dein P Erbarmen. 226 Gottes Werke und Wohlthaten. Erbarmen. Und weil du mir 6. Nichts, nichts kann mich mein Ein und Alles bist, Hab verdammen, Nichts raubt mir meiich genug, wenn dich mein Geist nen Muth, Die Höll und ihre genießt. Flammen Tilgt Jesu Christi Blut. Rein Urtheil mich erschrecket, Rein Mel. Christ, Alles, was dich kränket. Unheil mich betrübt, Weil mich 368. ft Gott für mich, so mit Flügeln decket Mein Heiland, der wider mich! So oft ich sing und 7. Sein Geist wohnt mir im bete, Stärkt meine Seele sich. Herzen, Regieret meinen Sinn, Hab ich das Haupt zum Freunde, Vertreibt mir Sorg und SchmerBin ich geliebt von Gott: Was zen, Nimmt allen Rummer hin, schaden mir die Feinde, Was acht Gibt Segen und Gedeihen Dem, ich ihren Spott? was er in mir schafft, Hilft mir 2. Ich weiß und glaub es feste, das Abba schreien Aus aller meiIch rühm' es ohne Scheu, Daß ner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei. Weil er Sich Furcht und Schwachheit find't, in allen Fällen Mir will zur Rech- So seufzt und spricht er Worte, ten stehn, So werd in Sturm und Die unaussprechlich sind; Sie tönen Wellen Ich niemals untergehn. nicht vom Munde, Sind aber 3. Der Grund, drauf ich mich Gott bewußt, Der an des Herzens gründe, Ist Christus und sein Grunde Erstehet seine Lust. Blut; Das machet, daß ich finde 9. Sein Geist spricht meinem Das ew'ge wahre Gut. An mir Geiste Manch süßes Trostwert und meinem Leben Ist nichts auf zu, Wie Gott dem Hülfe leiste, dieser Erd'; Was Christus mir Der bei ihm suchet Ruh, Und gegeben, Das ist der Liebe werth. wie er hat erbauet Dort eine neue 4. Er ist mein Nuhm und Ehre Stadt, Wo Aug und Herze schauet, Und meines Glaubens Licht; Wenn Was es geglaubet hat. er nicht in mir wäre, Hätt ich 10. Da ist mein Theil und den Frieden nicht. Ich könnte nim- Erbe Mir prächtig zugericht't; mer stehen Vor Gottes Sternen- Wenn ich einst fall und sterbe, thren, In Angst müßt ich ver- Fällt doch mein Himmel nicht. gehen Vor des Gesetzes Drohn. Verseusz ich auch Hienieden Mit 5. Mein Jesus hat zerstöret, Thränen manche Zeit, Mein Hen Was mit sich führt den Tod, Er mit seinem Frieden Versüßet alles ist's, der Huld gewähret, Mich Leid. führt aus aller Noth. In ihm 11. Wer sich mit dem verbinkann ich mich freuen, Hab einen det, Den diese Welt noch haßt, Heldenmuth, Darf das Gericht Der wird verfolgt und findet Sein nicht scheuen, Wie sonst ein Sün- Theil von Noth und Laft. Er der thut. muß ste dulden, tragen, Geräth in Spett Die Heilsordnung. 227 Spott und Hohn, Erfährt des ler Schlund, Und wenn mein Herz Kreuzes Plagen, Die seiner Seele sich tief betrübte, Wem thät ich drohn. meine Sorgen kund? 12. Das ist mir nicht ver- 2. Einsam verzehrt von heißem borgen, Doch bin ich unverzagt, Sehnen, Erschien mir nächtlich Gott will ich lassen sorgen, Dem jeder Tag, Ich folgte nur mit heißen ich mich zugesagt. Es koste Leib Thränen Dem weiten Lauf des und Leben, und alles, was ich Lebens nach. Ich fände Unruh im hab, An dir will ich fest kleben, Getümmel Und Hoffnungslosen Und nimmer lassen ab. Gram zu Haus. Wer hielte ohne 13. Mag mich die Welt ver- Freund im Himmel, Wer hielte kennen, Du liebst mich ewiglich. da auf Erden aus? Kein Leiden soll uns trennen, Herr 3. Hat Christus sich mir fund Jesu, dich und mich. Kein Hun- gegeben, und bin ich seiner erst ger und kein Dürsten, Kein' Ar- gewiß, O dann verzehrt ein lichtes muth, keine Bein, Kein Zorn der Leben Die bodenlose Finsterniß. großen Fürsten Soll mir zur Nun schau ich erst des Christen Hind'rung sein. Würde, Mein Schicksal wird ver14. Rein Engel, keine Freuden, flärt durch ihn, Und leichter trag Kein Thron, kein' Herrlichkeit, ich jede Bürde, Seh in der Wüste Kein Lieben und kein Leiden, Rosen blühn. Rein' Angst, kein Herzeleid, Was 4. Das Leben wird zur Lieman nur fann erdenken, Es sei besstunde, Die neue Welt spricht klein oder groß, Der keines soll Lieb und Lust, Und Balsam mich lenken Aus deinem Arm träuft in jede Wunde, Und fret und Schooß. und voll klopft jede Brust. Für 15. Mein Herz ist voller Freude, alle seine tausend Gaben Bleib Und kann nicht traurig sein. Ich ich sein demuthsvolles Kind, Geweiß von keinem Leide, Seh wiß, ihn unter uns zu haben, lauter Sonnenschein. Die Sonne, Wenn zwei auch nur versammelt die mir lachet, Bist du, Herr sind. Jesu Christ; Das, was mich fröh- 5. O geht hinaus auf allen lich machet, Ist, was im Him- Wegen Und holt die Irrenden mel ist. Mel. Die Tugend wird durch's. 369. Mas wär ich ohne dich herein, Streckt jedem eure Hand entgegen, Und ladet froh ste zu uns ein. Der Himmel ist bei uns auf Erden, Im Glauben schauen gewesen? Was würd wir ihn an. Die Eines Glaubens ich ohne dich, Herr, sein? Zu mit uns werden, Auch denen ist Furcht und Nengsten auserlesen, er aufgethan. Ständ ich in weiter Welt allein. 6. Ein alter schwerer Druck Nichts wüßt ich sicher, was ich der Sünde War fest auf unser liebte, Die Zukunft wär ein dunk- Herz gebannt; Wir irrten in der P* Nacht Gottes Werke und Wohlthaten. 228 Nacht wie Blinde, Von Neu und Luft zugleich entbrannt. Ein jedes Eigene Melodie. Werk schien uns Verbrechen, Der 370. Mein Jefu, dem die nur zu Und schien der Himmel uns zu Glanz der höchsten Majestät, Selbst sprechen, So sprach er nur von mit bedecktem Antlik dienen, Wenn Tod und Bein. dein Befehl an sie ergeht, Reich 7. Das Herz, des Lebens reiche deine Gnade meiner Seele, Die Quelle, Gab sich der Angst der reuerfüllt vor dir sich beugt, Vor Sünde hin, Und wards in unserm deiner Herrlichkeit sich neigt; Sprich: Geiste helle, So war nur Unruh ja du bist's, die ich erwähle. der Gewinn. Der Sinne Luft hielt 2. O gönne meinen Glaubensan der Erde Die bebenden Gefang- blicken Den Eingang in dein Heinen fest; Furcht vor des Todten- ligthum, Und laß mich deine Gnad richters Schwerdte Verschlang der erquicken Zu meinem Heil und Hoffnung Ueberrest. deinem Nuhm. Ich weiß, du kannst 8. Da kam ein Heiland, ein Be- mich nicht verstoßen; Wie könntest freier, Ein Menschensohn, voll Lieb du nicht gnädig sein Mir, den und Macht, Und hat ein allbelebend dein Blut von Schuld und Bein Feuer In unsern Herzen angefacht. Erlöst, als es so reich geflossen? Nun sahn wir erst den Himmel 3. Ach, laß mich deine Weisheit offen, Als unser altes Vaterland, leiten, Und nimm ihr Licht nicht Wir konnten glauben, lieben, hof- von mir weg, Stell deine Gnade fen, Und fühlten uns mit Gott mir zur Seiten, Daß ich auf dir verwandt. geweihtem Weg Beständig bis an's 9. Seitdem verschwand die Noth Ende wandle; Damit ich hier der Sünde, Und fröhlich wurde in dieser Zeit, In Lieb und Herjeder Schritt; Der Eltern Liebe zensfreudigkeit, Nach deinem Wort gab dem Kinde Ins Leben diesen und Willen handle. Glauben mit; Durch ihn geheiligt 4. Reich mir die Waffen aus zog das Leben Vorüber wie im der Höhe Und stärke mich durch Morgenlicht, Und ew'ger Lieb und deine Macht, Daß ich im Glauben Lust ergeben, Bemerken wir den steg und stehe, Wenn Stärk und Abschied nicht. List der Feinde wacht. So wird 10. Noch steht in wunderbarem dein Gnadenreich auf Erden, DarGlanze Der heilige Geliebte hier, in Gerechtigkeit regiert, und Neb Gerührt von seinem Dornenkranze und Huld das Zepter führt, Auch Und seiner Treue, weinen wir. von mir ausgebreitet werden. Ein jeder Mensch ist uns willkommen, Der seine Hand mit uns Mel. Alle Menschen müssen sterben. ergreift, In ſeinen Bund mit auf- 371. Schweiget, bange Zeit fel, Mein Erbarmer ist getreu, Und sein Geist genommen des dieses reift. in Die Heilsordnung. 229 in mir bezeuget, Daß ich Gott Chrift! Er, der auch für mich versöhnet sei. Mir drohn nicht der gestorben, Auch für mich erstanHölle Flammen, Und will mich den ist; Der zur Rechten Gottes mein Herz verdammen, Dennoch siget, Auf mich sieht, mich mächtäuscht mich nicht sein Schmerz: tig schüßet, Mich vertritt, mich Gott ist größer als mein Herz. nie verstößt, Mich aus aller 2. Er, der das Verborgne kennet, Noth erlöst. Kennt auch mich, und weiß allein, 7. Trotz der Welt und ihres Wie das Herz von Sehnsucht bren- Spottes, Trotz der Höll und ihrer net, Ganz sich seinem Dienst zu Wuth! Mir bleibt doch die Liebe weihn; Schaut den Kummer mei- Gottes, Hält mich fest in treuer ner Seele, Der mich beugt, so Huth. Was will je von ihm mich eft ich fehle, Und nicht meiner scheiden? Nein, ich werd in allen Zweifel Wahn, Meinen Glauben Leiden Mehr als blos geduldig sein, steht er an. Mich vor Gott auch ihrer freun. 3. Und wie nie sein Urtheil 8. Laß dann rauhe Wetter wanket, Wankt auch nie sein stürmen! Alles um mich her set ewger Nath. Rühmt, o Christen, Nacht! Gott, mein Gott wird danket, danket! Groß ist, was er mich beschirmen, Der für meine an uns that. Uns, den Sündern, Wohlfahrt wacht. Ob ich lang den Verlornen, Gab er seinen auch hülflos bliebe, Leitet mich Eingebornen: Wahrlich, Alles, doch seine Liebe Durch die Nacht, Alles gibt Er, der uns im drum fürcht ich nichts, In die Sohne liebt. Wohnungen des Lichts. 4. Mir auch ist sein Schn ge- 9. Reichthum sucht zwar zu geben, Durch den Glauben ist er bethören, Hinzuziehn zu niederm mein. Ja, ich weiß, ich werde Geiz, Blendend ist der Glanz der leben Und in ihm einst selig sein. Ehren, Süß der Wollust falscher Mich sah Gott von seinem Throne, Reiz; Schlüpfrig sind des Glückes Mich erwählt' er in dem Sohne, Pfade, Schmeichelnd ist der Hohen Eh noch seiner Allmacht Ruf Gnade, Eitles Lob führt leicht Mich und alle Wesen schuf. von Gott, Und noch leichter bitt5. Wer will ferner den verkla- rer Spett. gen, Den Gott selber auserwählt? 10. Dennoch weiß ich: Schmerz Wer darf zu verdammen wagen, und Freuden, Tod und Leben, Lob Den er zu den Seinen zählt? und Schmach Werden mich von Hier ist Gott, nichts kann mich Gott nicht scheiden; Gott ist stark, schrecken, Seine Gnade will mich bin ich auch schwach. Gunst der decken; War ich gleich der Sünde Großen, Haß der Feinde, LockunKnecht, Er, mein Gott, spricht gen der falschen Freunde, Nichts mich gerecht. erschüttert meine Treu, Gottes 6. Thener bin ich ihm erwor- Liebe steht mir bei. ben, Heil mir, hier ist Jesus 11. Fest im Glauben will ich halten, 230 Gottes Werke und Wohlthaten. halten, Wird auch Alles mir ge= 4. Nun laß die Tiefen immer geraubt; Gottes Gnade laß ich wal- brausen, Es wüthe ungestüm das ten, Und erhebe froh mein Haupt. Meer! Ich sehe ohne Furcht und G'nug, daß meiner der gedenket, Grausen Auf aller finstern Mächte Der mir seinen Sohn geschenket, Heer. Ihr werdet mich nicht mehr Und mich nimmermehr verläßt, erschrecken, Der Schild des GlauDieser Fels bleibt ewig fest. bens wird mich decken, Auch in der allerschwersten Zeit. Laß Erd Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. und Himmel selbst vergehen, Der 372. So hab ich nun den Fels Fels, auf dem ich ruh, bleibt steerreichet, Worauf mein hen, Und mit ihm meine Seligkeit. Glaube sicher ruht, Den Fels, der keinen Stürmen weichet, An dem Eigene Melodie. sich bricht die wilde Fluth; Ein 373. Es ist das Heil uns Fels, an dem die Macht der kommen her Von Höllen Doch endlich kraftlos muß Güt und lauter Gnaden, Die zerschellen, Schließt mich in seine Werk vermögen nimmermehr zu Klüfte ein. Mein Herz, verbanne heilen unsern Schaden. Der Glaub Furcht und Grauen! Auf diesen steht Jesum Christum an, Der Felsen kannst du trauen, Hier hat genug für uns gethan, Er ist wirst du ewig sicher sein. der Mittler worden. 2. Mich warf die Menge meiner 2. Da man, was Gott geboten Sünden Wie ein empörtes Meer hat, Im G'seße nicht konnt halten, herum, Ich ward ein traurig Spiel Erhob sich Zorn und große Noth den Winden, Ward des Verderbers Vor Gott so mannigfalten; Vom Eigenthum. Mir drohte mein be- Fleisch wollt nicht heraus der Geist, fleckt Gewissen Mit grauenvollen Den Gott erfordert allermeist; Es Finsternissen, Mit unaussprechlich war mit uns verloren. großer Noth; Ich schwebt' auf die- 3. Es war ein falscher Wahn sen wilden Wellen Verzweifelnd dabei, Gott hätt' sein G'setz gean dem Rand der Höllen, Und geben, Als ob wir möchten selber rang mit Leben und mit Tod. frei Darnach vollkommen leben; 3. Doch mitten in den Todes- So ist es nur ein Spiegel zart, nöthen Erblickte Jesus meinen Der uns zeigt an die sünd'ge Art, Schmerz; Es drang mein thränen- In unsrem Fleisch verborgen. volles Beten In des Versöhners 4. Nicht möglich war's, dieselb liebend Herz. Er half mir, stärkte Unart Aus eignen Kräften lassen; meinen Glauben, Den mir der Wiewohl es oft versuchet ward, Zweifel wollte rauben, Und nun Doch mehrt' sich Sünd' chn' Maerquickt mich Freud und Nuh. sen. Sie nahm Ursache am GeWie groß ist, Jesu, dein Erbarmen! bot, Das dräute mir den ew'gen Wie sanft ruh ich in deinen Armen! Tod, Weil ich der Sünde diente. Wer tröstet, wer erfreut, wie du? 5. Noch muß das G'setz erfüllet ſein, Die Heilsordnung. 231 sein, Sonst wär'n wir All verdor- rauben. Doch macht allein der ben; Drum schickt Gott seinen Glaub' gerecht, Die Werke sind Sohn herein, Der für uns ist des Nächsten Knecht, Den Glaugestorben. Das ganz' Gesetz hat ben dran zu merken. er erfüllt, Damit sein's Vaters 11. Die Hoffnung harrt der Zorn gestillt, Der über uns rechten Zeit; Was Gottes Wort ging Alle. zusaget, Wann das geschehen soll 6. Und weil es nun erfüllet ist zur Freud, Setzt Gott kein Ziel, Durch den, der es konnt halten, noch Tage; Er weiß wohl, wann's So lerne jetzt ein frommer Christ am Besten ist, Und braucht an Des Glaubens recht' Gestalten. uns nicht arge List, Deß soll'n Nicht mehr, denn: lieber Herre wir ihm vertrauen. mein, Dein Tod wird mir das 12. Ob sichs anließ, als wollt Leben sein, Du haft für mich er nicht, Laß dich es nicht er= bezahlet. schrecken, Denn wo er ist am 7. Daran ich keinen Zweifel Besten mit, Da will er's nicht trag, Dein Wort kann nicht entdecken. Sein Wort laß dir betrügen, Nun sagst du, daß kein gewisser sein, Und ob dein Herz Mensch verzag, Das wirst du spräch lauter: nein! So laß dir nimmer lügen: Wer glaubt an doch nicht grauen. mich, und wird getauft, Dem ist 13. Sei Lob und Ehr mit hoder Himmel schon erkauft, Daß hem Preis, Um dieser Gutthat wiler nicht werd verloren. len, Gott, Vater, Sohn und heil8. Der ist gerecht vor Gott al- gem Geist! Der woll mit Gnad lein, Der diesen Glauben fasset, erfüllen, Was er in uns begonDer Glaub gibt uns von ihm nen hat Zu Ehren seiner Majestät, den Schein, So er die Werk Geheiligt sei sein Name. nicht lässet. Der Glaub ist wohl 14. Sein Reich zukomm, sein mit Gott daran, Du mußt auch Will auf Erd G'scheh wie in's lieben Jedermann, Bist du aus Himmels Throne. Das täglich Gott geboren. Brodt uns heute werd, Und unsrer 9. Die Sünd wird durchs Schuld verschone, Als wir auch Gesetz erkannt, Schlägt das Ge- unsern Schuldnern thun, Laß uns wissen nieder, Das Evangelium nicht in Versuchung nun, Lös kommt zur Hand, Und stärkt den uns vom Uebel. Amen. Sünder wieder. Es spricht: eil nur zum Kreuz Herzu, Im G'sezz Mel. Zu dir ich mein Herz erhebe. ist weder Raft noch Nuh, Mit 374. allen seinen h will ganz und gar nicht In 10. Die Werke kommen g'wiß- der guten Zuversicht Zu dir, lich her Aus einem rechten Glau- Jesu, trotz den Teufeln, Was ben; Denn das kein rechter Glaube mein Gott will, das geschicht. wär, Dem man die Werk' wollt' Wenn die Himmel schon vergehn, Dieses 232 Gottes Werke und Wohlthaten. Dieses Wort bleibt ewig feste: und Tröster meiner Seelen, Mir Soll die Erd auch nicht bestehn, Erquickung fehlen. Mein Erlöser bleibt der Beste. 2. Deinem Rath ergeben, Freu 2. Du haft mir in's Herz ge- ich mich zu leben, Was du willst, schrieben, Allerhöchster Gottes ist gut. Nichts vermag ich SchwaSohn, Daß du mich wirst ewig cher, Du, mein Seligmacher, Nülieben, Mich, mich Asche, Staub ftest mich mit Muth. Wenn die und Thon. O, du große Maje- Welt erbebt und fällt, Wenn Gestät, Wer kann deine Liebe fassen, richt und Hölle schrecken, Willst Die wie Felsen ewig steht, Und du mich bedecken. den Sünder nicht kann lassen? 3. Ich kann ohne Grauen 3. Deine Gnad hat angefangen Gräber vor mir schauen, Mein Dieses gute Werk in mir, Daß Erlöser lebt. Ich weiß, wem ich ich freudig kann gelangen Zu der glaube, Weiß, daß aus dem schmalen Himmelsthür. Du wirst Staube Mich sein Arm erhebt. mich auch lassen ein, Du, der Todestag, dein Schrecken mag Weg, die Thür, das Leben, Alles Eines Frevlers Herz erschüttern: wirst du mir dann sein, Wenn Was brauch ich zu zittern? du dich mir selbst wirst geben. 4. Auch in mir ist Sünde, 4. Laß die Lampe meiner Doch ich überwinde Sie, mein Seele, Schönster Himmels- Bräu- Hort, durch dich. Sink ich oft tigam, Brennen von dem Glau- noch nieder, Du erhebst mich bensöle, Wenn du kommst, o wieder, Du begnadigst mich. Gotteslamm, In der letzten Mit- Deine Huld tilgt meine Schuld; ternacht, Da man wird Posaunen Nie entziehst du deinem Knechte hören. Selig, welcher munter wacht, Der Erlösten Rechte. Wenn sich Alles wird verkehren. 5. Daß ich Gott erkenne, Und 5. Nun, ich weiß, Gott wird ihn Vater nenne Und mich ewig vollführen, Was er angefangen sein, Daß ich hier am Grabe Trost hat, Jesus wird mich auch regie- und Hoffnung habe, Dank ich dir ren, Durch des Geistes Wunder- allein. Daß dein Geist mich unterthat, Bis Jehovah ganz allein, Er, weist, Und mich führt auf deinem das dreimal heil'ge Wesen, Wird Pfade, Das ist deine Gnade. mein Theil und Erbe sein, Dann wird meine Seel' genesen. 6. Der du Blut und Leben Für mich hingegeben, Daß in meiner Noth Ich nicht hülflos bliebe: Groß ist deine Liebe, Stärker als der Mel. Jesu, meine Freude. 375. Wie getreft und heiter, Lod. Herr, und ich, ich sollte mich Du Gebenedeiter, Deiner Huld nicht dankbar freuen? Machst du meinen Geist! Alle, Dir mein Herz nicht weihen? die dir trauen, Führst du zu den 7. Würdig dir zu leben, Dies Auen, Wo du sie erfreust. Nie- sei mein Bestreben, Meine Lust mals wird bei dir, o Hirt, Freund und Pflicht. Was die Welt vergnüget, Die Heilsordnung. 233 gnüget, O mein Heil, das gnü- nicht in Allem völlig bleibt, Der get Meiner Seele nicht. Hab ich ist verflucht, wie Moses schreibt: dich, wie gern will ich Das, Thu das, so, wirst du leben. wornach die Heiden trachten, Reich in dir verachten! 3. Nun haben wir den ersten Bund, Wie Adam, überschritten. 8. Macht ein Gut der Erde, Erfahrung lehret alle Stund, Daß Daß ich glücklich werde Durch wir dein Recht bestritten. Wir Zufriedenheit? Sind nicht auch bleiben also in dem Tod, Wo die Ehren, Die die Welt bethö- nicht ein Bürg in dieser Noth ren, Traum und Eitelkeit? Du Ein göttlich Mittel findet. erfreust des Menschen Geist. Herr, 4. Wahrhaftige Gerechtigkeit Ist du willst, die dich verehren, leider ganz verscherzet. Die Schlang Ewig wieder ehren. hat in der ersten Zeit Betrogen, 9. Deinen hohen Frieden ach, daß schmerzet. Herr Jesu, Schmeck ich schon hienieden, Und nimm dich unser an, Du bist der was hoff ich dort! Unbegrenzte Gott, der helfen kann, Und darum Zeiten, Voller Seligkeiten, Hoff Mensch geworden. ich auf dein Wort. Die sind 5. Herr, unsere Gerechtigkeit, mein, durch dich allein; Bleib Die nur vor Gott bestehet, Bist ich dir getreu im Glauben, kann sie mir rauben? Wer du allein; du bist bereit, Zu rufen: auf mich sehet! Darum mein Güte Glaube zu dir spricht: Mein Gott Gott, und Herr, verlaß mich nicht, Geist Wenn meine Sünd mich kränket. 10. Voll von deiner Jauchzet mein Gemüthe, mein Heiland, dir. Dieser der Freuden Stärke mich im Leiden, Weiche nie von mir. mich so beherzt und froh Todes dringen, Dort dein Lob zu singen. Laß Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Einst 377. Schöpfer aller Men= schenkinder, Großer Richter aller Welt, Sieh, hier wird ein armer Sünder Vor dein streng Gericht gestellt, Der in o Sünden ist geboren, Der dein Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. kann vor dir, 376. Whert, bestehn? Es Ebenbtld verloren, Der mit Sünist mit uns verloren, Wenn du den sich befleckt, Der in tiefen willst ins Gericht einst gehn Mit Schulden steckt. denen, die geboren. Wir können 2. Mein Gewissen, das mich ja auf tausend nicht Ein Wört- quälet, Deine Strafgerechtigkeit, lein bringen an das Licht; Es Dein Gesetz, das nichts verhehlet, heißt: du bist verfluchet. Sammt dem Satan, stehn bereit, 2. Unmöglich ist nun, daß man Meine Seele zu verklagen; Nichts kann Necht halten dein Gesetze, weiß ich darauf zu sagen, Denn Denn dieses will ven Jedermann, ein Zeuge gibt sich an, Der ge= Daß es kein Mensch verletze. Wer sehn, was ich gethan. 3. Wehe 234 Gottes Werke und Wohlthaten. 3. Wehe mir, ich muß verderben, chen, Vater, der mich zärtlich liebt, Sehe nichts als Höll und Pein. Mittler, der, was ich verbrochen ,, Frecher Sünder, du mußt sterben!" Und geraubt, Gott wieder gibt, Wird mein strenges Urtheil sein. Geist, der mir den Glauben schenEs erzittert meine Seele Vor des fet, Mich in Jesu Wunden senket, offnen Abgrunds Höhle; Wer hilft Gott der Gnade, dir sei Ruhm, mir in dieser Noth, Wer errettet Und mein Herz dein Eigenthum. mich vom Tod?. 9. Laß mich nun die Sünde 4. Doch, Gottlob, die Furcht hassen, Die das Herz mit Angst verschwindet, Weil sich mir ein Mitt- beschwert. Hilf mir Alles unterler zeigt, Weil sich ein Vertreter lassen, Was den theuren Frieden findet, Vor dem der Verkläger stört. Nein'ge täglich mein Geschweigt. Obeglückte, theure wissen, Laß mich eifrig sein beflisStunden! Gottes Sohn hat seine sen, Mit Verläugnung dieser Welt, Wunden Und sein blutig Lösegeld Das zu thun, was dir gefällt. Meinem Nichter dargestellt. 5. Nichter, siehe meinen Bür= Mel. Nun freut euch, lieben. gen, Siehe die Bezahlung an. 378. Niemand ein, Gr Gottes Reich geht I Dieser ließ für mich sich würgen, Dieser hat genug gethan; Der set denn neu geboren; Sonst ist hat dein Gesetz erfüllet, Der hat er bei dem besten Schein An Leib deinen Zorn gestillet. Herr, ich und Seel verloren. Was fleischglaube, steh mir bei, Sprich von liche Geburt verderbt, In der Schuld und Straf mich frei. man nichts als Sünde erbt, Das 6. Ach, was hör ich? Gnade, muß Gott selbst verbessern. Gnade! Gnade schallet in mein Ohr, 2. Soll man mit Gott, dem Und vom finstern Tedespfade Hebt höchsten Gut, Schon, hier vereinigt mich sanft dein Zug empor. Gott leben: Muß er den neuen Geist spricht:„ Sünder, du sollst leben! und Muth Und neue Kräfte geben. Deine Schuld ist dir vergeben! Denn nur sein göttlich Ebenbild " Sei getrost, mein lieber Sohn, Ist das, was einzig vor ihm gilt, Komm zu meinem Guaden- Dies muß er in uns schaffen. „ thron!" 3. Ach, Vater der Barmherzig7. Seht, wie sich der Abgrund keit, Was Jesus uns erworben, schließet! Seht, wie sich der Him- Da er zu unsrer Seligkeit Am mel freut, Da das Blut des Kreuz für uns gestorben, Und Lammes fließet, Da mich die Ge- wieder auferstanden ist, So, daß rechtigkeit Des vollkommnen Mitt- du nun versöhnet bist: Das laß lers decket. Wer ist, der mich auch uns genießen. ferner schrecket? Wer ist, der 4. Wirst du uns durch dein Gnamich nun verklagt, Und mich zu denwort Und deinen Geist erneuern, verdammen wagt? So wollen wir dir, treuer Hort, 8. Richter, der mich losgespro- Mit Herz und Mund bethenern: Von . Die Heilsordnung. 235 Von nun an nicht in Sicherheit, stand sei, Und mir erwünschte Vielmehr mit Fleiß, Beständigkeit Hülfe leiste. Gott, stehe mir aus Und Treu vor dir zu wandeln. Gnaden bei, Und gib mir einen 5. Nimm uns, o Vater, gnädig solchen Geist, Der neu, gewiß an; Obgleich wir schnöde Sünder und Heilig heißt. Nicht das, was du befiehlst, ge= 4. Doch, da ich meine Schwachthan, So werden wir doch Kin- heit merke, Mein Vater, so verder, Wenn uns dein Geist von wirf mich nicht, Und stoß mich weNeuem zeugt, Und unser Herz gen meiner Werke Ja nicht von zum Guten neigt, In Glauben deinem Angesicht. Laß mich hier und in Liebe. in der Gnade stehn, Und dort 6. Dann wollen wir, was du in deinen Himmel gehn. uns gibst, Mit fester Treue fassen, 5. Nimm deinen Geist, den Wir wollen dich, weil du uns Geist der Liebe, Doch nun und liebst, nicht aus dem Herzen nimmermehr von mir. Ach leite lassen; Daß deine göttliche Natur mich durch seine Triebe Und seiIn uns, der neuen Kreatur, Be- nen Beistand für und für; Ja, ständig sei und bleibe. führe du mich durch die Zeit Zu 7. Nun, Herr, laß deine Vater- jener reinen Ewigkeit. huld Uns jederzeit bedecken, Damit uns weder Sündenschuld, Noch Mel. Aus meines Herzens Grunde. Zorn und Strafe schrecken. uns der Kindschaft hier gewiß, ben, Selbstständig Und schenk uns einst das Para- höchstes Gut, Den wir zum Va= dies, Das Erbe deiner Kinder. ter haben, Der lauter Gutes thut, Du Ursprung alles Lichts, Von Mel. Wer nur den lieben Gott. dir muß deinen Frommen Ja alles großer Gott, du Gute kommen, Wir selber haben reines Wesen, Der nichts. 379. du die reinen Herzen dir Zur 2. Laß mein Gebet dich rühren, steten Wohnung außerlesen, Ach Das angefang'ne Werk In mir schaff ein reines Herz in mir, Ein auch zu vollführen Durch deines Herz, das von der argen Welt Geistes Stärk, Auf daß ich lauSich rein und unbefleckt erhält. ter sei, Fest in der Wahrheit 2. Vor Allem mache mein Ge- stehe, Im Wandel richtig gehe müthe Durch ungefärbten Glauben und ohne Heuchelei. rein, Und laß es, Herr, durch 3. Gib, daß ich Welt und deine Güte In Christi Blut ge- Sünde, Und Satans Macht und waschen sein. Dann mache mich List Durch dich, Herr, überwinde, zur Reinigkeit Des Wandels tüch- Der du mein Helfer bist. Gib, tig und bereit. daß ich ritterlich Um jene Krone Mach 380. Du Geber_guter Gaz 3. Regiere mich mit deinem ringe, Und mir der Sieg gelinge, Geiste, Der mein getreuer Bei- Denn Alles kommt durch dich. 4. Gib 236 Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Gib mir den Geist der Liebe, dein Loblied singen, Stehn um Der Sanftmuth und der Huld, deinen Thron bereit, Freuen sich Den Geist der Demuthstriebe, der Seligkeit, Deinen Willen zu Der Stärke und Geduld, Den vollbringen; Nur der Mensch erGeist, der mich entzünd', Daß kennt's oft nicht Für sein Glück ich recht kindlich bete, Den Geist, und seine Pflicht. der mich vertrete, Daß ich Erhörung find'. 2. Dir gehorcht mit hoher Wonne Deiner höhern Geister Heer; Deine 5. Gib, daß ich deinen Willen Veste, deine Sonne, Sturm und Von Herzen gerne thu, Denn Donner, Erd und Meer, Alles diesen zu erfüllen, Bringt wahre dienet deinem Willen, Alles, HöchSeelenruh. Verleih, daß deine ster, was du schufst, Eilt und Kraft Mich stärk' und fester gründe, drängt sich, wenn du rufst, Dein Bis ich das Leben finde, Das Gebot auch zu erfüllen. Nur der Jesus in mir schafft. Mensch, der Erdensohn, Spricht 6. Entzünde meine Triebe, Daß oft deinem Willen Hohn. chne Heuchelei Nur dir und dei= 3. Stolz empört sich seine Seele, ner Liebe Mein Lob geweihet sei. Herr und Schöpfer, wider dich. Herr, bleibe lebenslang, Auch mit- Deinem göttlichen Befehle Widerten in dem Leide, Mein Ruhm segt er frevelnd sich, Läßt sich nicht und meine Freude, Mein Psalm von dir regieren, Folgt vielmehr und Lobgesang. dem eignen Wahn, Wählt sich eine 7. Wir arme Pilger wallen Hier, andre Bahn, Die ihn soll zum als in trüber Nacht. Ach hilf, daß Heile führen, Und geht blind, mit wir nicht fallen, Hab immer auf sicherm Sinn, Auf verkehrten Weuns Acht. Wenn ich im Strau- gen hin. cheln bin, Halt mich in deinen 4. Vater, laß uns doch empfinSchranken; Wenn meine Tritte den, Daß uns unser Herz verführt, wanken, So gib mich nicht dahin. Und daß jeder Hang zu Sünden 8. Gib, daß ich, gleich den Lauter Angst und Noth gebiert. Müden, Einst sanft entschlafen Mach uns deinen Willen wichtig, mag. Erwecke mich zum Frieden, Führ auf deine Bahn uns hin, An deinem jüngsten Tag. Mach Lehr uns jeden Irrweg fliehn, mich im Himmel froh, Schenk Denn dein Weg allein ist richtig. mir, o Lebenssonne, Auf ewig deine Gib, daß unser Herz dir treu, Wonne. Ja, es geschehe so! Unser Wandel heilig sei. Mel. Sollt ich meinem Gott. 5. Dann, o Gott, wird hier auf Erden, Wie im Himmel, dein 381. Gut und heilig ist Gebot Stets und froh befolget dein Wille, Wie werden, Weg ist dann der Sünde du selbst es bist, o Gott. Du ge- Noth. Alle, Alle, die dich kennen, bentst: und festlich stille Hört die Werden unterthan dir sein, Wer-. Schöpfung dein Gebot. Engel, die den deiner sich erfreun, Und dich ihren Die Heilsordnung. 237 ihren Vater nennen. Denn wer 6. O wie thöricht, wenn ich deinen Willen thut, Dem gehts ewig, ewig gut. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 382. ollt ich jetzt noch, mich Noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes wessen Wort Ich die Hoffnung Huld genieße! Da ich weiß, auf gründe, Daß auch ich unfehlbar da mir schon Deine dort Gnad und Leben finde. Güt' erschienen, Dich verlassen, 7. Nicht das Leben, nicht der Gottes Sohn, Und der Sünde Tod, Nicht Gefahr noch Leiden. dienen? Mit den Lüften dieser Sollen mich, mein Herr und Gott, Zeit Wieder mich beflecken, Und Jemals von dir scheiden. Welt und nicht mehr die Süßigkeit Deiner Sünd und Eitelkeit, Und des Flei= Liebe schmecken? sches Triebe, Alles überwind ich 2. Hab ich doch allein bei dir weit, Herr, durch deine Liebe. Meine Ruh gefunden! Mittler, heiltest du doch mir meines Herzens Mel. Was mein Gott will. Wunden! Drum kann ich nicht dein 383. Hilf mir, mein Gott, Gebot, Gleich dem Frevler, hassen, nach dir Und mein Recht an deinem Tod Von Herzen mich verlange, Und Nicht mehr fahren lassen. ich dich suche mit Begier, Wenn 3. Nein, ich bin und bleib ein mir wird angst und bange. Ver= Christ, Will dich treu verehren, leih, daß ich mit Freuden dich Lasse mir nicht Macht nech List In meiner Angst bald finde; Gib Meinen Glauben wehren. Fielen mir den Sinn, daß ich forthin Tausend ab, nicht ich! Mag's Meid alle Schand und Sünde. die Welt verdrießen, Sie wird 2. Hilf, daß ich stets mit Neu mein Vertraun auf dich Doch mir und Schmerz Mich deiner Gnad lassen müssen. ergebe, Hab immer ein zerknirsch4. Sie gibt ja kein Heil, wie tes Herz, In wahrer Buße lebe; du, Gibt nicht Kraft den Müden, Vor dir erschein, herzlich bewein Schenkt Bedrängten keine Nuh, All meine Missethaten; Die Hände Sündern nicht den Frieden. Sie mein laß milde sein, Dem Dürfgibt keine Zuversicht, Daß ich, tigen zu rathen. troß dem Grabe, Deines Himmels ew'ges Licht zu erwarten habe. 3. Die Luft des Fleisches dämpf in mir, Daß sie nicht überwinde, 5. Ach, sie schützt nicht, wenn Rechtschaff'ne Lieb und Luft zu dir vor Gott Einst die Völker stehen, Im Herzen mir anzünde; Daß Und das Leben und den Tod ich in Noth bis in den Tod Dich Ihm zur Seite sehen; Wenn der und dein Wort bekenne, Auch Sichre nun zu spät Aus dem mich kein Truß noch Eigennut Schlaf erwachet, Und der Spötter, Von deiner Wahrheit trenne. der hier schmäht, Staunt und nicht mehr lachet. 4. Behüte mich vor Haß und Neid, Mein Herz mit Sanftmuth ziere, 238 Gottes Werke und Wohlthaten. ziere, Reiß aus die schnöde Eitel-| 2. Ist das Licht süß anzusehen, keit, Zur Demuth mich anführe. Das die Sonne zu uns schickt: Was sich noch find't von alter Alles muß in Freuden stehen, Sünd', Durch deinen Geist ver- Was dein liebreich Herz erblickt. nichte, Daß allezeit, in Fried Du hast mitten aus der Nacht und Freud, Mein Herz zu dir Licht und Leben wiederbracht, Da sich richte. die Sonne sich verhüllte, Weil 5. Den Glauben stärk, die Lieb den Zorn ihr Schöpfer stillte. vermehr, Die Hoffnung, Herr, ent= 3. O wie sah man nicht im zünde, Daß ich in Demuth dich Dunkeln, Da du zwischen Mörverehr, Und siegreich überwinde. dern hingst, Deiner Liebe Feuer Den Mund bewahr, daß nicht funkeln, Womit du dein Volk Gefahr Durch ihn mir werd er- umfingst! Hätt'st du nicht durch wecket, Ernähr den Leib, doch daß Kampf und Blut Ausgelöscht der er bleib Von Wollust unbeflecket. Hölle Glut: Ewig müßten wir 6. Gib, daß ich treu und fleißig verderben, Könnten nicht den sei In dem, was mir gebühret, Himmel erben. Daß weder Geiz noch Heuchelet 4. Komm denn, Jesu, deine Das schwache Herz verführet. Leicht- Klarheit Durch die Nacht der Sünde fertigkeit, Haß, 3ank und Streit bricht. Zeige mir den Weg der Laß doch in mir nicht bleiben, Wahrheit, Zeig dein helles AngeVerstockten Sinn und Dieb's- sicht. Treib aus meinem Herzen gewinn Wollst du von mir weg- aus Alle Schatten, laß dein Haus, treiben. Drin du dich willst ewig spiegeln, 7. Hilf, daß ich folge treuem Belial dir nicht verriegeln. Rath, Vom falschen Wege trete, 5. Siehst du nicht des Herzens Den Armen helfe mit der That, Höhle, Wie sie ist verwirrungsvoll? Für Freund' und Feinde bete, In dem tiefsten Grund der Seele Dien' Jedermann, so gut ich kann, Glänzt es noch nicht, wie es soll. Das Böse haß und meide, Nach Ach, wann wird doch einst dein deinem Wort an jedem Ort, Bis Glanz Meinen Geist verklären ich von hinnen scheide. ganz? O daß Alles möchte sterben, Was nur kann dein Licht Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. verderben! deren 6. Warst du's nicht, der aus der 384, ebenssonne, Strahlen Auch im Tiefe, Drin die Welt versunken Dunkeln geben Schein, Dich nach lag, Durch ein Wort dem Lichte Würden abzumalen, Ist der Sonne riefe? Und wie plöglich ward es Glanz zu klein. Aller Sterne Tag! Starker Gott, dem nichts goldne Pracht Gegen dich ist gebricht, Sprich noch heut: es lauter Nacht. Mond und Sonne werde Licht! Laß das Fleisch in müssen weichen Und vor deinem seinen Lüften Nicht mehr wider Glanz erbleichen. dich sich rüsten. 7. Laj Die Heilsordnung. 239 7. Laß in deinem Licht mich 12. Ja, willst du dich auch verwandeln, O du heller Morgen- stecken Einen Augenblick vor mir, stern. Lehr mich, daß ich recht Es soll mich doch nicht erschrecken, zu handeln Aus dem Wort des Ich will schweigen, trauen dir. Lebens lern', Und gleichwie du Du wirst deinen Bund und Eid für und für Bist des Vaters Halten fest in Ewigkeit. Wenn Bild und Zier: Also laß, Herr, die Sonne wird vergehen, Bleibet deine Strahlen In mir auch dein doch dein Wort mir stehen. Bildniß malen. 13. Du sollst auch im Finstern 8. Ich muß, wie du mich, dich heißen Meines Herzens einzig's kennen, Ich muß heilig sein, wie Licht. Tod und Grab kann nicht du, Und wie du in Liebe brennen; zerreißen, Was dein Testament Gib mir Licht und Kraft dazu. verspricht. Brüf, erforsch mich, War des Tempels Dunkel nicht wie du willt, Du bleibst mir Allzuenge deinem Licht: Wird doch Sonn und Schild; Hast du mein Elend dir nicht wehren, dich mir schon entnommen, Du Bei mir Sünder einzukehren. wirst eilend wiederkommen. 9. Wohne, herrsche, leuchte, 14. Komm nur bald, laß deine heile, Dir, dir räum' ich Herz und Waise Dir nachschmachten nicht Muth. Leuchte mir als Feuersäule, zu lang Auf des Lebens schwerer Fülle mich mit Licht und Glut. Neise, Da der Seele oft wird Eine Sonne wärmt die Welt, bang. Ende meinen Kampf und Eine Sonne mir gefällt. Ohne Lauf, Geh in Herrlichkeit mir auf. dieses Licht des Lebens Lebt ich Laß vor deinem Thron mich stein der Welt vergebens. hen, Und dein Antlitz ewig sehen. 10. O, daß ich dich hier möcht spüren Im Verborgnen unverrückt, Mel. Nun freut euch, lieben. Und in dir mich stets verlieren, 385. Dein bin ich, Herr, Wenn ich deinen Glanz erblickt. dir will mich Weicht, ihr Sinne, schweig, Ver- 3um Opfer ganz ergeben. Recht= stand! Hier wird etwas mehr er- schaffen, fromm und rein will ich kannt, Als dein Auge kann er- Vor deinen Augen leben. Wie könnt reichen, Wiz und Künste müssen ich eines Andern sein? Bin ich weichen. nicht durch die Schöpfung dein? 11. Muß ich schon in Mesechs Und dein durch die Erlösung? Wohnung Seufzen, girren man- 2. Ich fiel und wandte mich ches Mal: Ach, ein Strahl ist von dir, Zur Finsterniß vom g'nug Belohnung, Ach, vom Lichte; Doch wandtest du dich, Herrn ein süßer Strahl Hat viel Gott, zu mir, Mit deinem Ange= größre Lieblichkeit, Als die Hölle sichte. Erbarmen war dein AngeBitterkeit, Und in dieser Liebes sicht, Mich von der Finsterniß ins, kammer Wird verschmerzt der Licht Zu dir zurück zu rufen. Sünde Jammer. 3. Dein, dein ist die Barmhe zigten 240 Gottes Werke und Wohlthaten. zigkeit, Du liebest selbst die Sün-| Trübsal, Angst und Noth, Ja der. Seid, rufst du, geistlich mir selbst auch endlich in dem Tod. geweiht, Und meiner Gnade Kin- Er kann und will mich schützen. der. Ihr irrt und fündigt; fasset 2. Er hat mich schon von EwigMuth: Dort fließet der Versöh- keit Zum Eigenthum erkoren. Er nung Blut, Von Sünden euch hat mich in der Gnadenzeit Durch zu waschen. Wort und Geist geboren. Der 4. Dein Sohn erniedrigt sich Gnadenrath, der starke Grund, und stirbt, Zur Tilgung unsrer Der ewig feste Friedensbund Wird Strafen, Büst für die Sünden nimmermehr gebrochen. und erwirbt Befreiung ihren Skla- 3. Der Gott ist unveränderlich, ven. Wie könnt ich eines An- Der mich zum Heil ersehen. Er dern sein? Bin ich doch durch kennet mich, er liebet mich: Wer die Schöpfung dein, Und dein will mir widerstehen? Wer will durch die Erlösung! verderben? seine Hand Wird mich 5. Durch ihn versöhnt, und dir und meinen Gnadenstand. Bestänzum Ruhm Erkauft mit seinem diglich bewahren. Leiden, Will ich mich, Gott, dein 4. An meiner Statt hat Jesus Eigenthum, Von dir nie wieder sich Als Bürge hingegeben, Und scheiden. Gekreuzigt werde mir die nicht umsonst hat er für mich ErWelt, Getödtet, was dir nicht ge- worben Heil und Leben. Die Sünfällt, Damit ich dir nur lebe. denschuld ist abgethan, Wer klaget 6. Dies wirke deine Kraft in mich nun wieder an? Wer kann mir; Ich habe kein Vermögen, mich nun verdammen? Die Sünd und alles, Gott, was 5. Mit dem mein Glaube sich dir Verhaft ist, abzulegen. Hier verband, Mein treuer Seelenretter, ist mein Herz, nimm mich ganz Mein Jesus ist zur rechten Hand hin, Und gib mir einen neuen Des Vaters mein Vertreter. Ihn Sinn, Damit ich dir gefalle. aber hört Gott allezeit, Wie könnt 7. So werd ich, der ich finster er nach Gerechtigkeit Mich denn war, Ein Licht in deinem Lichte, verderben lassen? Besteh einst mit der kleinen Schaar 6. Ich bin's, auf den sein Auge Der Frommen im Gerichte, Froh- steht, Sollt er mich nicht regieren? locke dann und lobe dich, Daß Er ist mein Haupt, ich bin sein deine Gnad und Treue mich Ge- Glied, Sollt er mich denn verlierecht und selig machte. ren? Ich bin das Schaaf, er ist der Hirt, Der mich allmächtig schützen wird, Wer will mich ihm Mel. Nun freut euch, lieben. 386. Getrost, mein Herz, denn rauben? und zage nicht, Laß 7. Mein Erbtheil ist die Seligallen Kummer fahren! Weil mir keit, Die Jesus mir verheißen, Die mein Bundesgett verspricht, Daß er verdient, die schon bereit, Wer er mich will bewahren, In aller will ste mir entreißen? Dazu hat er stod Die Heilsordnung. 241 er mir seinen Geist, Der Lehrer, schlungen hat! Das heißt die Licht und Beistand heißt, Zum Wunde recht verbinden! Hier finUnterpfand gegeben. det kein Verdammen statt, Weil 8. Und dieser Geist soll ewig- Jesu Blut beständig schreit: Barmlich, Sagt Christus, bei mir blei- herzigkeit! Barmherzigkeit! ben. Er stärket und versiegelt 5. Darein will ich mich gläumich, Nichts kann ihn von mir big senken, Dem will ich mich treiben. Durch ihn genieß ich in getroft vertraun, Und wenn mich der Zeit Den Vorschmack jener meine Sünden kränken, Auf GotSeligkeit, Die ich ererben werde. tes Vaterherz hinschaun, Da finde 9. Laß mich doch diesen Geist ich zu aller Zeit Unendliche Barmnur nicht Durch Sünd, o Herr, herzigkeit. betrüben, Gib, daß ich mög bei 6. Wird alles Andre mir ent= seinem Licht Mich stets im Gu- rissen, Was Leib und Seel erquicken ten üben. Ach, mache mich je kann, Muß ich auch jeden Trost mehr und mehr Bereit zu deines vermissen, Nimmt auch kein Freund Namens Ehr, Bis ich einst dort sich meiner an, Scheint die Erdich lobe. rettung noch so weit: Mir bleibt des Herrn Barmherzigkeit. Mel. O, daß ich tausend Zungen. 7. Wenn ich in meinem Laufe 387.h habe nun den Grund gleite, Demüthigt seine Gnade gefunden, Der mei- mich, Ermuntert mich zu neuem nen Anker ewig hält. Wo anders, Streite, Und unterstützt mich väals in Jesu Wunden? Da lag terlich; Und wenn mir sein Geer vor der Zeit der Welt, Der setz auch dräut, So hoff ich doch Grund, der unbeweglich steht, Barmherzigkeit. Wenn Erd und Himmel untergeht. 8. Gott gibt zur Tugend Luft 2. Es ist das ewige Erbarmen, und Stärke, Doch flebt die Das alles Denken übersteigt; Der Sünde stets mir an; Ich habe Herr ist's, der mit Vaterarmen keine solche Werke, Mit denen ich Sich gnädig zu uns Sündern mich retten kann. Ich rühme neigt, Weil ihm sein Herz vor bloß mich hoch erfreut Der HoffMitleid bricht, bricht, Wir kommen, nung auf Barmherzigkeit. oder kommen nicht. 9. G8 gehe mir nach seinem 3. Wir sollen nicht verloren Willen; In Angst und Trübsal werden, Gott will, uns sell ge- wird er mich Mit seines Geistes holfen sein, Denn darum litt sein Trost erfüllen; Er hilft gewiß Sohn auf Erden Und nahm für und väterlich. Er ist, das glaub uns den Himmel ein; Deswegen ich hoch erfreut, Ein Helfer voll flopft er für und für So stark Barmherzigkeit. an unsre Herzensthür. 10. Auf diesem Grunde will 4. O Abgrund, welcher alle ich bleiben, So lange mich die Sünden In Christi Tod ver- Erde trägt; Das will ich denken, Q thun 242 Gottes Werke und Wohlthaten. thun und treiben, So lange sich Der steht, was ihr fehlet; Trö= ein Glied bewegt. So sing ich stet sie im bittern Leiden, Führt ewig hocherfreut: O Abgrund der ste dann Auf die Bahn Reiner Barmherzigkeit! Himmelsfreuden. all& Mel. Warum sollt' ich mich denn. 8. Ihre Hoheit wird vermehret Bei dem Schmerz, Der ihr Herz 388. was für ein herr- Hier im Kreuz bewähret, Denn lich Wesen Hat ein die Thräne schmückt die Krone, Christ, Da er ist Recht in Gott Die einmal Nach der Qual Sie genesen! Denn er ist aus ihm bekommt zum Lohne. geboren, Und hier schon In dem 9. Ewig wird sie triumphiren, Sohn Als ein Kind erkoren. Wenn ihr Hirt, Christus, wird 2. Wenn die Seele sich der In sein Haus ste führen. O Erde Ganz entreißt, Durch den dann öffnet er die Schäße, Daß Geist, Daß sie heilig werde, So das Herz, Nach dem Schmerz, ist das ihr hoher Adel, Der ste Sich daran ergötze. schmückt, Und beglückt, Frei von allem Tadel. 10. Dann wird ste kein Leid mehr beugen, Und ihr Glanz 3. Erdenzepter, Erdenkronen Wird sich ganz Offenbar dort zeiSind ein Sand Und ein Tand, gen. Sie wird leuchten wie die Gleich den hohen Thronen. Eine Sonne, Gott allein Wird dann Seel, die Gott regieret, at hier sein Ihre Freud und Wonne. schon Eine Kron, Die sie ewig 11. Dann wird sie mit Christo zieret. Auf dem Thron, Ihre sigen 4. Köstlich ist ste ausgeschmük- Kron Wird von Golde blizen; ket, Heiligkeit 3st ihr Kleid, Hoch Dann wird Jedermann sie kennen, ist sie beglücket. Innerlich glänzt Und sie frei, Ohne Scheu, Hoch ste von Golde, Pranget sehr, Lebt von Adel nennen. in Ehr, Denn Gott ist ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier Eigene Melodie. verdecket Vor der Welt, Die fie 389. glänzet der Christen hält, Als wär sie Sie inwendiges Leben, Ob lebt jetzt in Gott verborgen, Hat hier auch von außen kein Schimoft Hohn Hier zum Lohn, Doch mer sie schmückt, Was ihnen der ste läßt Gott sorgen. König des Himmels gegeben, Das 6. Hier steht diese Nos im wird nur vom Auge des Geistes Grunde, Und ihr Schein Bleibet erblickt. Was Viele verachten bei klein In der Prüfungsstunde. irdischem Trachten, Hat ihre erMan tritt sie hier oft mit Füßen, leuchteten Sinne gezieret, Und sie Aber Gott Wird den Spott Ihr zu der göttlichen Würde geführet. einmal versüßen. 2. Sie gleichen im Neußern den 7. Christus, der sie hat erwäh- Kindern der Erde, Und tragen let, Und als Braut Sich vertraut, auch an sich des Irdischen Bild; Sie Die Kirche. 10: 0 243 Sie fühlen wie Andre der Mensch- Freuden, Sie scheinen, getödtet den heit Beschwerde, Oft sehn sie die äußeren Sinnen, Und führen das Sonne der Freude verhüllt. Sie Leben des Glaubens von innen. stehen und wandeln, ste reden und 5. Wenn Christus, ihr Leben, handeln, Wie jeder es treibet in sich wird offenbaren, Wenn er sich zeitlichen Dingen; Doch kann sie einst Allen in Herrlichkeit zeigt, die weltliche Luft nicht bezwingen. Dann wird auch den frommen und 3. Denn innerlich sind sie von gläubigen Schaaren Die Krone göttlichem Stamme, Geboren aus des ewigen Lebens gereicht. Sie Gott durch sein mächtiges Wort; werden regieren, mit ihm triumEs lodert in ihnen die himmlische phiren, Wie leuchtende Sterne des Flamme, Entzündet von oben, ge- Himmels dort prangen, Wenn aller nähret von dort. Die Engel, als Weltschimmer in Nacht ist ver= Brüder, erfreun sich der Lieder, gangen. Die hier von den Lippen der 6. O Jesu, verborgenes Leben Frommen erklingen, Und bis in der Seelen, Du ewige Sonne der das innerste Heiligthum bringen. inneren Welt, Laß deinen verbor4. Sie wandeln auf Erden, und genen Weg uns erwählen, Wie leben im Himmel, Sie bleiben oft auch die Menge für thöricht ohnmächtig, und schützen die Welt. ihn hält. Hier wenig geschätzet, Sie schmecken den Frieden bei al- und oftmals verleget, Hier stille lem Getümmel, Sind arm, doch mit Christo im Vater gelebet: sie haben was ihnen gefällt. Sie Das ist es, was einst uns zum stehen in Leiden, und bleiben in Himmel erhebet. Kirche. Mel. Jauchzet dem Herren All'. ist mein Haus nicht voll. Zwar mein Viele sind von dir Doch 390. In Auge schauet, Wie Wenige nur auserwählt, Sie wandu auf diesem Erdenkreis Dir deln auf des Weltsinns Pfaden, eine Kirche haft erbauet, Zu dei- Und Mancher, den du rufest, fehlt. nes Namens Lob und Preis, Daß 3. Herr, unter Völkern vieler Alle sich zusammenfinden In ei- 3ungen Hast du dein Haus nun nem heiligen Verein, Wo ste, er- aufgeführt, In dem dein Preis löst von ihren Sünden, Sich, dir wird gesungen, Das Glaube, Jesu, deines Reiches freun. Lieb und Hoffnung ziert, Wo 2. Du rufest auch noch heut Alle unter Christus stehen, Als zu Tage, Daß Jedermann erschei- ihrem königlichen Haupt, Auf den nen soll; Doch hört man stets sie Alle freudig sehen, Sie, deren auch deine Klage: Noch immer Herz an Christum glaubt. Q* 4. Nicht Die 244 Gottes Werke und Wohlthaten. 4. Nicht eignem Werk gilt ihr Heiligthume Des Menschen Sohn Vertrauen, Es ruht auf dir und gebauet hat. Er wohnt mit jeideinem Sohn. Er ist der Fels, ner Wahrheit In ihren Mauern auf den ste bauen, Er ist ihr gern; Sie glänzt in hoher KlarWeg zu Sieg und Lohn; Er ist heit, Und freut sich ihres Herrn. der Weinstock, sie die Neben, In Oft stürmten schon die Wegen ihm nur reifet ihre Frucht; Er Des Kampfes gegen sie: Umsonst, ist ihr Licht, ihr Heil und Le- die Feinde zogen Zurück und stegben, Durch Wahrheit, Lieb und ten nie. fromme Zucht. 2. Auf Felsengrund erbauet, 5. Ein Herr, Ein Glaub und Ist sie zur Gottesstadt erhöht, Eine Taufe Vereinigt sie zum Die ihm allein vertrauet, Und heilgen Bund; Ein Ziel erglänzt ewig durch sein Wort besteht. dem Pilgerlaufe, Ein Fels ist ihres Von ihren Bergen funkelt Der Friedens Grund; Ein Vater Wahrheit Sonnenlicht, Das, niewaltet über Allen, Und Allen, mals mehr verdunkelt, Durch Gott, bist Vater du. Dir streben alle Nebel bricht. So bleibt Alle zu gefallen, Und du gibst dem Wahn entrissen Die gläubge ihnen Heil und Nuh. Schaar des Herrn, Sie reinigt 6. So weih uns denn zum ihr Gewissen, Gehorcht und dient neuen Leben, Daß wir nur deine ihm gern. Wege gehn, Zuerst nach deinem 3. Die Krone der Belohnung Reiche streben, Und niedern Lüsten Winkt jedem Bürger dieser Stadt, widerstehn. Gib, daß wir, als Der hier sich seine Wohnung Gr getreue Glieder, Fest halten an wählt und treu gestritten hat. Er dem Haupt und Herrn, Und fürchtet kein Verderben, Bleibt dann auch allesammt als Brüder hier in sichrer Nuh, Und eilet In Lieb ihm folgen treu und einst im Sterben Froh seiner gern. Heimath zu. Vom Vater aufge= 7. Erhalt uns, Herr, im wah- nommen, Wird er ganz selig sein, ren Glauben Noch fernerhin bis Mit den verklärten Fremmen, Die an das End, Laß nichts uns ihres Lohns sich freun. deine Schätze rauben, Dein heilig 4. Frohlocke denn und singe, Wort und Sacrament. Erfülle Stadt Gottes, deines Königs deiner Christen Herzen, O Gott, Nuhm! Breit' aus sein Neich, mit deinem Gnadenheil, Und gib und bringe, Die draußen sind, nach überwundnen Schmerzen Uns ins Heiligthum, Daß Alle selig droben einst das besfre Theil. Mel. Nun lob, mein Seel, den. werden, Von seinem Wort belehrt, Und freudig thun auf Erden, Was seinen Namen ehrt; Vis alles Volk, erneuert Und in sein Licht Ruhme Die Kirche, verklärt, Ein Fest des Friedens die geweihte Stadt, Die ihm zum feiert, Das ewig, ewig währt. 391. Fest eft steht zu Gottes Mel. Die Kirche. 245 Mel. Ein' feste Burg ist unser Gott. Erbarmen übet, Sieh gnädig an fagt, treulich hält, Und stets 392. Wenn Christus seine die Christenheit, Die du in dieser Kirche schüßt, So Pilgerzeit Dir aus den Menschen mag die Hölle wüthen! Er, der sammelst. zur Rechten Gottes fizt, Hat 2. Du willst sie als dein EigenMacht, ihr zu gebieten. Er ist thum Hier rein, dort herrlich mamit Hülfe nah, Wenn er gebeut, chen; Sie ist dein Volk, du bist stehts da. Er schüßzet seinen Ruhm, ihr Ruhm, Du selbst willst, ste Und hält das Christenthum, Mag bewachen. Du kleine Heerde, hoffe doch die Hölle wüthen. still, Getreft! es ist des Vaters 2. Gott sieht die Fürsten auf Will, Das Reich dir zu bescheiden. dem Thron Sich wider ihn em- 3. Es ist doch Christus unser pören, Denn den Gesalbten, seinen Heil. So viel nur an ihn glau= Sohn, Ihn wollen sie nicht ehren. ben, Die haben an ihm ihren Theil, Sie schämen sich des Worts, Des Den Satan nicht soll rauben. Von Heilands, unsers Horts, Sein ihm fließt stets den Seinen zu Kreuz ist selbst ihr Spott, Doch Erquickung, Troft und Schutz und ihrer lachet Gott, Sie mögen sich Ruh, Und alle Gnadenfülle. empören. 4. Müßt auch Gebirg und Thal 3. Der Frevler mag die Wahr- in's Meer Durch Gottes Schelten heit schmähn, Uns kann er ste sinken, Ja, selbst das ganze Welnicht rauben. Der Unchrist mag tenheer Vergehn auf Gottes Winihr widerstehn, Wir halten fest ken: So fällt doch seine Kirche am Glauben. Gelobt sei Jesus nie, Der Herr erhält und schützet Christ! Wer hier sein Jünger ist, sie, Drum wird sie ewig bleiben. Sein Wert von Herzen hält, Dem 5. So stärk uns denn, Herr kann die ganze Welt Die Selig- unser Gott, Bei Christi Kreuzeskeit nicht rauben. fahnen. Mach aller Feinde Macht 4. Auf, Christen, die ihr ihm zu Spott, Hilf deinen Untervertraut, Laßt euch kein Drohn thanen. Tröst uns mit deiner erschrecken! Der Gott, der hech Gegenwart, Mach uns, ist die vom Himmel schaut, Wird uns Verfolgung hart, Zu deines Nagewiß bedecken. Der Herr, Herr mens Zeugen. Zebaoth, Hält fest auf sein Ge- 6. Laß uns in froher Glaubensbot, Gibt uns Geduld in Noth, kraft Dich ehren, fürchten, lieben, Und Kraft und Muth im Tod: Und eine gute Ritterschaft Für Was will uns dann erschrecken? deine Wahrheit üben. Und kostet's dann auch Blut und Gut, Laß uns dein Wort mit Gut und Mel. Wo Gott, der Herr, nicht. 393. Ah Bater, der die arge Blut Vor aller Welt bekennen. Welt In seinem 7. Steht gleich die Kirche hier Sohn geliebet, Der, was er zu- im Streit, Wo tausend Feinde toben, 246 Gottes Werke und Wohlthaten. toben, Wird sie doch einft zur schaun, Und unerschüttert im VerHerrlichkeit Hoch im Triumph er- traun Auf deine Zukunft warten. hoben. Ach, nimm auch uns 5. Uns, deine Gläub'gen, woleinst aus dem Krieg, Auch uns lest du Fest in der Wahrheit grüngib, wie den Andern, Sieg, Die den, Daß wir für unsre Seelen jest schon Kronen tragen. Ruh In deiner Gnade finden. 8. Wenn Menschen und der Mach unfres Glaubens uns geEngel Cher Einst Eine Kirche wiß, Ver Irrthum und ver Finwerden, Dann steigt dein herrlich sterniß Bewahr uns bis an's Ende. Lob empor, Vollkommner als auf 6. Dein Geist führ uns auf Erden. Kemm, Jefu, bald, wir ebner Bahn, Und heilge unser bitten dich, Laß uns, die Deinen, Willen; So wird dein Volk, dir ewiglich Bei dir in Gimmell wohnen. unterthan, Gern dein Gesetz er füllen, Bis du erscheineft gum Gericht, Und dann vor deinem Med Gs ist das Seill uns.. 394. Die beines Ungeſicht Die Menſchendinder ſam Kurzes burhn, mell. Dein Reich, Hem, zu zerstören; 7. Boll Zuversicht erwatten Du aber, Mirfler, Gottesjohn, bish, Herr, alle beine Frommen, Kaunit ihrem Troge wehren. Dein Und freun des großen Tages fich), Thron bestehet ewiglich, Berge- Da du wirst wiederkommen. Dann bens wird sich wider dich Die werden wir, o Gottesjohn, Den Macht der Hölle rüsten. uns verheißnen Gnadenlohn, Dein 2. Dein Reich ist nicht von Himmelreich ererben. dieser Welt, Kein Werk von Menschenkindern, Drum kann auch Mel. Ein' feste Burg ist unser Gott. dankeine Macht der Welt, Herr, ſei- 395. Herr, deine Kirche von nen Fortgang dir, wohnt bleibt dir immerdar, Und wird dein Wort im Lande. Von deiner selbst durch der Feinde Schaar Gnade haben wir noch deinen Zu deinem Ruhm sich mehren. Kommt sie je Geist zum Pfande. 3. Du wollest deine Herrschaft in Gefahr Durch ihrer Feinde noch Auf Erden weit verbreiten, Schaar, Dann, o Herr Jeju Und unter deinem sanften Joch Christ, Bestege Macht und List, Zum Heil die Völker leiten. Vom Und herrsch in jedem Lande. Aufgang bis zum Niedergang Bring alle Welt dir Preis und Dank, Und glaub an deinen Namen. 2. Sei, Herr, mit uns, verlas uns nie, Uns, deines Leibes Glieder. Hilf deiner Kirch und schütze 4. Auch deine Feinde, die dich sie, Denn wir sind deine Brüder. schmähn, Die frevelnd sich empö- Sie, die dir ist vertraut, Hast du ren, Laß deiner Gnade Wunder dir selbst erbaut; Ach, Herr, etsehn, Daß sie sich noch bekehren. halt ste rein, und die den Bund Lehr sie mit uns gen Himmel entweihn, Die heilige dir wieder. 3. Gine Die Kirche. 247 3. Eins ist, Herr, was bein 2. In dieser letzten, bösen Zeit Zion kränkt: Daß unter deinen Verleih uns, Herr, Beständigkeit, Christen Noch mancher deiner nicht Daß wir dein Wort und Safragedenkt, Beherrscht von seinen ment Rein halten bis an unser Lüften. Ihr Glaube ist so schwach, End. Die Liebe kalt und, ach! Sie denken daran nicht, Daß dort ein Mel. Erhalt uns, Sperr, bei, ſchwer Gericht Auf sichre Sünder 397. Jeſu Christ, du D wartet. 4. Und du, o Jesu, bist so leuchte, die dich kennen nicht, Und treu, Ach, daß wir frömmer wä bringe sie zu deiner Heerd, Auf ten! Mach alle Herzen rein und daß ein Jeder felig werd. neu, Laß alle sich befehren. Gib uns dein Bisſenschaft, 2. Erfülle, die in Jerthum sein, Gib Mit deinem Geist und GardenGlaufen, Lieb und Kraft, Gib hein, Auch die, so heinlich fighபாக் குற்றியர்" unb Thuth, Zu tet on Str tihuum Sirm atin ful= magen 6hr und Blut, 3um her Bahn. Brefje beiner Behren. 3. Ib mas sich jonit verlan5. Entferne Zwietracht, Krieg fen hat Bon dir, das suche vu und Word, Erhalt uns Ruh und mit Gnab, Und ihr verwund't Frieden. Laß uns, gestärket durch Gewissen heil', Am Himmel Inf bein Wort, Im Guten nie ermü- sie haben Theil. ben. Erleichtre was uns drückt, 4. Den Tauben öffne das Gehör, D gib, was stets beglüct; Und Die Stummen richtig reden lehr, nach der Prüfungszeit Ruf uns Auf daß sie Alle jagen frei, Was zur Seligkeit, zu deines Himmels ihres Herzens Glaube sei. Freuden. 5. Erleuchte, die da sind ver= 6. Herr, deine Kirche streitet blend't, Bring her, die sich von noch, Hilf deiner Kirche siegen. uns getrennt. Versammle, die zerWie schwer ihr Kampf ist, müsse streuet gehn, Hilf Allen, die im doch kein Kämpfer unterliegen. Zweifel stehn. Erhör ihr kindlich Flehn; Eil, 6. So werden sie mit uns zuHerr, ihr beizustehn, Damit sie gleich, Auf Erden und im Himmelstandhaft sei, Stets deiner Wahr- reich, Hier zeitlich und dort ewigheit treu. Hilf deiner Kirche siegen. lich Für solche Gnaden preisen dich. Mel. Erhalt uns, Herr, bei. 396. A bleib bei uns, Mel. Chriſtus, der iſt mein Leben. Herr Jefu Chrift, 398. Ah, bleib mit deiner Gnade Bei uns, Weil es nun Abend worden ist. Dein göttlich Wort, das helle Herr Jesu Christ, Daß uns hinLicht, Laß ja bei uns auslöschen fort nicht schade Des bösen Feinnicht. des List. 2. Ac 248 Gottes Werke und Wohlthaten. 2. Ach, bleib mit deinem Worte ihr Licht, Sie suchen nicht, Was Bei uns, Erlöser werth, Daß uns Leib und Gut nur birget. Es siein diesem Horte Set Trost und get Gott, Sein Necht und Licht, Heil beschert. Wird auch der Leib erwürget. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze 4. Gelobt set euer Heldenmuth, Bei uns, du werthes Licht, Dein' Ihr Streiter unsers Fürsten! Shr Wahrheit uns umschanze, Damit saht getrost nach eurem Blut Den wir irren nicht. Zorn der Feinde dürsten. Ihr 4. Ach, bleib mit deinem Se- wart bereit, Voll Muth zum Streit, gen Bei uns, o reicher Herr. Den Krieg des Herrn zu führen, Dein' Gnad und Allvermögen In Drum wird euch dort Die Herruns, o Herr, vermehr. lichkeit Der Himmelskrone zieren. 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starker Held, Daß Mel. Ach, was soll ich Sünder. uns der Feind nicht truge, Noch 400. fäll' die böse Welt. err, wann wirst du Zion bauen, Zion, 6. Ach, bleib mit deiner Treue die geliebte Stadt, Die sich dir Bei uns, Herr, unser Gott. Be- ergeben hat? Ach, soll sie nicht ständigkeit verleihe, Hilf uns aus einmal schauen Ihre Mauern aufaller Noth. gericht't? Ja, der Herr verläßt ste nicht. Mel. Das Jefulein soll doch. 2. O, wann wird die Stimm' erschallen, Da man rufet überall 399. D Fels und Stein, In der Auserwählten Zahl: Baer Glaube bricht durch Die mit Weiß Berge zu verseßen; Er stürzt bel, Babel ist gefallen, sie tief ins Meer hinein Nebst al- ihrer stolzen Pracht Alle Welt zum len ihren Schätzen; Und wer sich Fall gebracht! fest Auf Gott verläßt, Fühlt gött- 3. Höre, wie dein Zion klaget liches Vermögen, Fängt freudig Unter Babels Dienstbarkeit, Jegt selbst Das Schwerste an, Wo in dieser finstern Zeit. Doch du Andre sich nicht regen. wirst den, der ste plaget, Stür2. Die Zeugen unsers treuen zen bald durch deine Macht, Und Herrn, Des Glaubens Helden- vertilgen Babels Pracht. schaaren, Sie wählen Noth und Ar- 4. Drücke uns dein heilges muth gern Und Trübsal und Gefah- Siegel An die Stirne, an die ren. Drum muthig an Die Glau- Hand, Dir zu Ehren, uns zum bensbahn! Der Herr ist vorgegan- Pfand, Daß wir uns durch Glaugen; Und geht der Herr Als Held bensflügel Können schwingen himvoran: Wie könnte man erbangen? melan, Da uns Niemand schaden 3. Und wenn die Zeugen Christi kann. stehn, Wenn sie ihr Leben wagen, 5. Zeichne mit dem heilgen Mag ihrer keiner rückwärts gehn, Zeichen Uns, dein Volk, dein EiFühlt keiner Todeszagen. Gott ist genthum, Schönster Jesu, höchster Ruhm; Die Gemeinschaft der Heiligen. 249 Ruhm; So muß Satan von uns Und in alle Ewigkeit Dich zu weichen, Und der Mensch der loben sein bereit. Sünde flieht, Wo er deine Sie- 7. Zion, sei denn unbetrübet, gel steht. Die Erquickungszeit ist da, Und 6. O wie wird dein Volk dich des Herren Hülf ist nah. Selig, ehren, Wenn es nun entrissen ist der sich ihm ergiebet, Und vor Babels Stolz, des Thieres List! seinem Heiland kann Siegeslieder Deinen Ruhm wird es vermehren, stimmen an. Die Gemeinschaft der Heiligen. Gnadenfülle aus; Hier wohnet Gott, die ew'ge Liebe. 401. ein Wort, o Herr, 4. Der Vater liebet uns als bringt uns zusam- Kinder, Schenkt uns den Geist, men, Daß wir in der Gemein- der Abba schreit; Des Sohnes schaft stehn. Es läßt an uns die Treue schmückt uns Sünder Mit heilgen Flammen Des Glaubens ewiger Gerechtigkeit; Der heil'ge und der Liebe sehn. Wir werden Geist tritt mit dem Dele Des durch das Wort der Gnaden Friedens und der Freude zu, Daß Selbst zur Gemeinschaft jener Herz genießet Trost und Ruh, Schaar, Die längst vor uns hie- Und neue Kraft stärkt Leib und nieden war, Gelockt und kräftig Seele. eingeladen. 5. Und dieses heil'gen Bundes 2. Der Glaubensgrund, auf Brüder, Sie stehen auch für Einen dem wir stehen, Ist Christus und Mann. Wagt sich der Feind an sein theures Blut. Das einz'ge Eins der Glieder, So nehmen sein Ziel, auf das wir sehen, Ist sich Alle an. Sie fallen betend Christus, unser höchstes Gut. Die Gott zu Füßen, Und siegen in eing'ge Regel, die wir kennen, des Heilands Kraft, Um von der Ist sein lebend'ges, kräft'ges Wort. heil'gen Brüderschaft Auch nicht Nach keinem Mann, nach keinem das Kleinste einzubüßen. Wort Soll je sich die Gemeinde Mel. Mein Jesu, dem die. nennen. 6. So wallen die verbundnen Herzen Durch's Thränenthal in's 3. Was ist das für ein himm- Vaterland, Versüßen sich der Erde lisch Leben, Mit Vater, Sohn und Schmerzen, Eins reicht dem Anheil'gem Geist In seliger Gemein- dern seine Hand. Sie wollen sich schaft schweben, Wie Christus, mit Freuden dienen, Sie sehen unser Herr, verheißt! Was glühen mit des Glaubens Blick Auf da für sel'ge Triebe! Gott schüttet Jesum und ihr künft'ges Glück, in sein geistig Haus Die ganze Sie sind in ihm und er in ihnen. Mel. Gottes Werke und Wohlthaten. mehr denkt, Dem verleihet ewges Mel. Gott, hier sind wir, deine. Leben, Der sich ihm nur willig 250 402. Herz und Herz vereint schenkt. zusammen, Wärmt 6. Halleluja! welche Höhen, an Christi Herzen euch. Laßt Welche Tiefen reicher Gnad, Daß der Liebe heilge Flammen Euch wir dem in's Herze sehen, Der durchglühn in Gottes Neich. Chri- uns so geliebet hat! Daß der stus ist das Haupt, wir Glie- Vater aller Geister, Der des der, Er das Licht, und wir der Lebens Quelle ist, Daß du, unSchein, Er der Meister, und wir sichtbarer Meister, Uns so fühlbar Brüder, Er der Herr, und wir nahe bist! sind sein. 7. Du, mein Heiland, o ver2. Kommt, ach kommt, o Got- eine Deine dir geweihte Schaar, teskinder, Und erneuert euren Daß sie herzlich stets es meine, Bund. Schwöret unserm Ueber- Wie's dein letzter Wille war. Ja winder Lieb und Treu aus Her- verbinde in der Wahrheit, Die du zensgrund; Und wenn eurer Lie- selbst im Wesen bist, Alles, was beskette Festigkeit und Stärke fehlt, von deiner Klarheit In der That O so flehet um die Wette, Bis erleuchtet ist. sie Jesus wieder stählt. 8. So wird dein Gebet et3. Hänget euch, ihr Bundes- füllet, Daß der Vater alle die, glieder, Mit so treuer Liebe an, Deren Sehnen du gestillet, Auch Daß ein Jeder für die Brüder in seine Liebe zieh; Und daß, Auch sein Leben lassen kann. So wie du Eins mit ihnen, Also hat uns der Freund geliebet, So sie auch Eines sein, Sich in vergoß er dort sein Blut; Denkt wahrer Liebe dienen, Und eindoch, wie es ihn betrübet, Wenn ander gern erfreun. ihr euch selbst Eintrag thut. 9. Liebe, hast du es geboten, 4. Einer mahne doch den An- Daß man Liebe üben soll: O so dern, Christo, der sich für uns mache doch die todten, Trägen gab, Kräftiglich stets nachzuwan- Geister Lebens voll! Zünde an dern, Selbst durch Leiden, Tod die Liebesflamme, Daß ein Jeder und Grab. Einer soll den An- sehen kann: Wir, als die von dern stärken, Und erwecken Tag Einem Stamme, Stehen auch für für Tag, Daß in frommen Glau- Einen Mann. benswerken Christo man gefallen mag. 10. Laß uns so vereinigt wer den, Wie du mit dem Vater biſt, 5. Nichts als nur des Hei- Bis schon hier auf dieser Erden lands Stimme Sei die Regel Kein getrenntes Glied mehr ist; unsrer That, Weil er, daß er Und allein von deinem Lichte uns gewinne, Liebend sich ge- Nehme unser Licht den Schein, opfert hat; Weil er gnädig uns Daß, wenn auch die Welt uns vergeben, Unsrer Sünden nicht richte, Wir doch deine Jünger sein. Das Das Wort Gottes. 251 Das Wort Gottes. Mel. Jesu, meine Freude. die Welt vergehet, Fällt er doch 403. W ort des höchsten nicht ein. Darauf will ich bauen, Mundes, Engel So soll mein Vertrauen Evangemeines Bundes, Jesu, unser lisch sein. Auch will ich nun Ruhm! Bald, da wir gefallen, würdiglich In der Kraft, die mir Ließest du erschallen Evangelium, gegeben, Evangelisch leben. Eine Kraft, die Glauben schafft, 7. Jesu, deine Stärke Schaffet Eine Botschaft, die zum Leben gute Werke, Stehe du mir bei. Uns von dir gegeben. Nichts kann mich nun scheiden, 2. Was dein Wohlgefallen Vor Hilf auch, daß mein Leiden Evander Zeit uns Allen Fest bestimmet gelisch sei. Laß auch mich einmal hat, Was die Opferschatten Längst auf dich, Als ein Kind, mit dir verkündet hatten, Daß vollführt zu erben, Evangelisch sterben. dein Nath. Was die Schrift ver= spricht, das trifft Alles ein in Jesu Mel. Befiehl du deine Wege. Namen, Und ist Ja und Amen. 404. Dein laß mich sein 3. Alles ist vollendet, Jesu bleiben, Gnade wendet Alle Straf und treuer Gott und Herr. Von dir Schuld. Jesus ist gestorben, Je- laß mich nichts treiben, Halt mich sus hat erworben Alle Gnad und bei reiner Lehr. Ach Herr, laß Huld. Auch ist dies fürwahr mich nicht wanken, Gib mir Begewiß: Jesus lebt in Preis und ständigkeit, Dafür will ich dir Ehre, erwünschte Lehre! O danken In alle Ewigkeit. 4. Uns in Sünden Todten Machen Jesu Boten Dieses Leben Mel. Freu dich sehr, o meine Seele, kund. Lieblich sind die Füße, Und 405. Gott, deß Zepter, Stuhl die Theuer der und Bund. Aller Welt ist nun ver- über alle Welt, Der du deinem meldt Durch der guten Botschaft lieben Schne Eine Hochzeit haft Lehre, Daß man sich bekehre. bestellt, Dir sei Dank chn End 5. Kommt, zerknirschte Herzen, und Zahl, Daß zu deinem LiebesDie in bittern Schmerzen Das mahl Von den Zäunen an den Gesetz zerschlug, Kommt zu dessen Gassen Du mich auch haft laden Gnaden, Der, für euch beladen, lassen. Alle Schmerzen trug. Jesu Blut 2. Herr, wer bin ich? und stärkt euren Muth; Gott ist hier, hingegen Wer bist du in deiner der euch geliebet, Und die Schuld Pracht? Ich ein Würmlein an vergiebet. den Wegen, Du der König großer 6. Dieser Grund bestehet, Wenn Macht; Ich nur Staub, mich nimmt 252 Gottes Werke und Wohlthaten. nimmt der Tod, Du der Herr, Brod, davon zu zehren, Und den Gott Zebaoth; Ich ein Scherz Geist damit zu nähren. und Spiel der Zeiten, Du der 8. Ach, eröffne meine Ohren Herr der Ewigkeiten. Für die Stimm, die also klingt, 3. Ich bin unrein, ganz ver- Die zu deinen Freudenthoren, O dorben, Du die höchste Heiligkeit; Jerusalem, mich bringt. Laß den, Ich verfinstert und erstorben, Du den du theu'r erkauft, Der zu des Lebens Licht und Freud; Ich deinem Bund getauft, Nicht zur ein armes schwaches Kind, Lahm Nahrung seiner Seelen Ferner und Krüppel, taub und blind, Du eitle Träber wählen. das Wesen aller Wesen, Ganz vollkommen, außerlesen. 9. Laß der eitlen Welt Getümmel, Das wie Schatten wird 4. Und doch läsfest du mich entfliehn, Von des Lammes Mahl laden Zu dem großen Hochzeits- im Himmel, Das stets bleibt, mahl. O der übergroßen Gnaden! mich nicht abziehn. Kleide, Jesu, Ich soll in des Himmels Saal, in der Zeit Mich in dich, mein Mit dem lieben Gotteslamm, Hochzeitskleid, Daß ich deine Meinem Herrn und Bräutigam, Hochzeitsehren Möge feiern ohn' Bei der Engel Chor und Reihen, Aufhören. Ewig, ewig mich erfreuen. 5. Wen nun dürftet, soll sich Eigene Melodie. laben Mit dem süßen Lebensquell; 406. Erhalt uns, Herr, bei Wen nun hungert, der soll haben deinem Himmelsbrod für seine Seel. Osteure deines Feindes Mord, Der ein süßes Mahl und Ort, Da an Jesum Christum, deinen Sohn, 3u Gottes Herz und Wort Sich die stürzen sucht von seinem Thron. Gäste ewig laben, In ihm volle Gnüge haben! 2. Zeig deine Macht, Herr Jesu Christ, Der du Herr aller Herren 6. O du großer Herr und König, bist, Beschirme deine Christenheit, Der du rufft: kommt, kommt Daß sie dich lob in Ewigkeit. herbei! Ach, ich bin, ich bin zu 3. Gib, heilger Geist, du Tröwenig Aller deiner Lieb und Treu. ster werth, Uns Einen Sinn hier Ach, ich kann dir nimmermehr auf der Erd. Steh bei uns in Danken gnug und also sehr, Wie der letzten Noth, Leit uns ins ich schuldig bin und sollte, Und Leben aus dem Tod. wie ich wohl gerne wollte. 7. Zeuch du mich, dein Mahl Mcl. Wo Gott, der Herr. zu schmecken, Aus der finstern Er- 407. W dem, o Gett, Was sind zu denkluft. Laß mich deine Stimme wecken, Die so hell und lieblich geistlich ist, untüchtig; Dein Weruft: Stomm, o Mensch, komm, sen, Wille und Gebot Ist viel zu eile, komm, Komm zum Lebens- hoch und wichtig. Wir wissen und quell und Strom, Komm zum verstehn es nicht, Wenn uns dein göttlich Das Wort Gottes. 253 göttlich Wort und Licht Den Weg guten Lande, Und sein an guten zu dir nicht zeiget.ad 10 Werken reich In unserm Amt 2. Du hast vor Zeiten ausge- und Stande, Viel Früchte bringen sandt Propheten, deine Knechte. in Geduld, Bewahren deine Lehr Du machtest uns durch sie bekannt und Huld In feinem, gutem Dein Heil und deine Rechte. Zu- Herzen. leßt ist selbst dein eigner Sohn, O Vater, von des Himmels Thron Gekommen, uns zu lehren. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Die Sünden ernstlich meiden, Gib, daß wir halten fest an dir 3. Für solches Heil sei, Herr, In Trübsal, Kampf und Leiden. gepreist, Laß uns dabei verbleiben, Nott aus, was dir, Herr, nicht Und gib uns deinen guten Geist, gefällt, Hilf uns die Sorgen dieser Daß wir dem Worte gläuben: Welt Und böse Lüste dämpfen. Daß wir's annehmen jederzeit Mit 9. Dein Wort laß allewege sein Demuth, Ehrfurcht, Lust und Die Leuchte unsern Füßen, Erhalt Freud, Als Gottes, nicht der es bei uns klar und rein, Hilf, Menschen. daß wir draus genießen Kraft, 4. Hilf, daß der Frevler frecher Rath und Treft in jeder Noth, Spott Uns nicht vom Wort ab- Daß wir im Leben und im Tod wende, Denn du bist ein gerechter Darauf beständig bauen. Gott, Und strafft gewiß am Ende. 10. Laß sich dein Wort zu deiGib du selbst deinem Worte ner Ehr, O Gott, sehr weit verKraft, Und laß der Wirkung, breiten. Hilf Jesu, daß uns deine die es schafft, Uns niemals Lehr Erleuchten mög und leiten. widerstreben. Oheilger Geist, dein göttlich 5. Ach öffne uns Verstand und Wort Laß in uns wirken fort Herz, Daß wir dein Wort recht und fort Geduld, Lieb, Hoffnung, fassen, In Lieb und Leid, in Freud Glauben. und Schmerz Es aus der Acht nicht lassen; Daß wir nicht HöMel. Ach Gott und Herr. ter nur allein, Nein, auch des 408. Gott ist mein Hort, Auf Wortes Thäter sein, Frucht hundertfältig bringen. Soll meine Seele trauen. Ich 6. Der Sam' am Wege wird wandle hier, Mein Gott, vor dir sofort Vom Feinde weggenommen, Im Glauben, nicht im Schauen. In Fels und Steinen kann das 2. Dein Wort ist wahr; Laß Wort Die Wurzel nicht bekom- immerdar Mich seine Kräfte men. Und wenn der Sam' in schmecken. Laß keinen Spott, O Dornen fällt, Hat Sorg und Herr, mein Gett, Vom Glauben Wollust dieser Welt Bald seine mich abschrecken. Kraft ersticket. 3. Wo hätt' ich Licht, Wofern 7. Ach, hilf, Herr, daß wir mich nicht Dein Wort die Wahrwerden gleich Dem fruchtbar'n heit lehrte? Ach, ohne sie Verständ 254 Gottes Werke und Wohlthaten. ständ ich nie, Wie ich dich wür- nicht verzagen, Nein, du verzeihst, dig ehrte. Mich lehrt dein Geist Im Glau4. Dein Wort erklärt Der ben: Vater! sagen. Seele Werth, Unsterblichkeit und 7. Mich zu erneun, Mich dir Leben, Daß diese Zeit Zur Ewig- zu weihn, Ist meines Heils Gekeit Mir sei von dir gegeben. schäfte. Durch eigne Macht Wird's 5. Den ewgen Nath, Die Mis- nie vollbracht, Dein Wort allein sethat Der Sünder zu verfühnen: gibt Kräfte. Ihn kännt ich nicht, Wär mir 8. Herr, unser Hort, Laß uns dies Licht Nicht durch dein Wort dies Wort, Denn du hasts uns erschienen. gegeben. Es sei mein Theil, Es 6. Nun darf mein Herz In sei mein Heil, Und Kraft zum Neu und Schmerz Der Sünden ewgen Leben. Christ STOC donist th 8005/200 Dritte Dritte Abtheilung. Das christliche Leben. 1. Sorge für die Seele. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. rauben. Laß das schwache Nohr 409. Glaube, Lieb und Heff- nicht brechen, Und mein glimmend nung sind Der wahr- Tocht nicht schwächen. hafte Schmuck der Christen. Hier- 6. Mache meine Liebe rein, Daß mit muß sich Gottes Kind Stets sie nicht in Schein bestehe. Flöß bestreben auszurüsten. Nur durch mir Kraft des Geistes ein, Daß sie wird Gott geehret, Seine Gnad ste mir von Herzen gehe, Und ich in uns vermehret. aus rechtschaffnem Triebe Dich und auch den nächsten liebe. 2. Glaube legt den ersten Stein Zu des Heils bewährtem Grunde, 7. Gründe meine Hoffnung fest, Sieht auf Jesum nur allein, Und Stärke sie in allen Nöthen, Wenn bekennt mit Herz und Munde zu seines Geistes Lehren, sich keine Trübsal stören. Sich mich alle Welt verläßt, Wenn du Läßt mich gleich wolltest tödten. Laß sie nach dem Himmel schauen, Und 3. Liebe muß des Glaubens auf das, was ewig, bauen. Frucht Gott und auch dem Näch- 8. Glaub und Hoffnung hören ften zeigen, Unterwirft sich Christi auf, Wenn wir zu dem Schauen Zucht, Und gibt sich ihm ganz zu kommen, Doch die Liebe dringt eigen, Läfset sich in allen Leiden hinauf, Wo sie Ursprung hat geNicht von ihrem Jesu scheiden. nommen. Ach da werd ich erst 4. Hoffnung macht der Liebe recht lieben, und die Liebe ewig Muth, Alle Noth zu überwinden, üben. Sie kann in der Trübfalsfluth Ihren Anker sicher gründen, Sie Mel. Aus tiefer Noth. erwartet nach dem Leide Ewige, 410. Nach meiner Seelen vollkommne Seligkeit Laß mich, 5. Jesu, du mein Herr und Herr, eifrig ringen. Sollt ich die Gott, Ach, bewahr in mir den kurze Gnadenzeit In Sicherheit Glauben, Mache du den Feind zu verbringen? Wie würd ich einst Spott, Der dies Kleinod denkt zu vor dir bestehn? Wer in dein Reich 256 Das christliche Leben. Reich wünscht einzugehn, Muß stüßest? O stärke mich, mein Gott, reines Herzens werden. dazu, So find ich hier schon wahre 2. Erst an dem Schluß der Ruh, Und dort das ewge Leben. Lebensbahn Auf seine Sünden sehen, Und, wenn man nicht mehr Eigene Melodie. fündgen kann, Gott um Grbar= 411. G8 kostet viel, ein Chrift mung Das ist der Weg zu sein, Und nach dem zum Leben nicht, Den uns, o Sinn des reinen Geistes leben, Gott, dein Unterricht In deinem Denn der Natur geht es gar sauer Wort bezeichnet. ein, Sich immerdar in Chrifti 3. Du rufft uns hier zur Hei- Tod zu geben; Au.) ist's mit ligung, Drum laß auch hier auf Einem Kampf, den wir vollbracht, Erden Des Herzens wahre Besse- Nicht ausgemacht.:,: rung Mein Hauptgeschäfte werden. 2. Man muß hier stets auf Herr, stärke mir dazu den Trieb, Schlangen gehn, Die, ach, ihr Nichts sei so groß, nichts mir se Gift in unsre Fersen bringen; Da lieb, Das ich ihm nicht aufopfre. kostet's Müh, auf seiner Huth zu 4. Gewänn ich auch die ganze stehn, Daß nicht das Gift kann Welt Mit allen ihren Freuden, in die Seefe dringen. Wenn man's Und sollte das, was dir gefällt, versucht, so spürt man mit der O Gott, darüber meiden: Was Zeit Die Wichtigkeit.:,: hälfe mir's? nie kann die Welt 3. Doch ist es wohl der Mühe Mit Allem, was sie in sich hält, werth, Wenn man mit Ernst die Mir deine Gnad ersetzen. Herrlichkeit erwäget, Die ewiglich 5. Was führt mich zur Zufrie- ein solcher Mensch erfährt, Der denheit Schon hier in diesem sich hier stets auf's Himmlische Leben? Was kann mir Trost und geleget. Sei hoch das Ziel, die Freudigkeit In Noth und Tod Gnade macht es leicht, Daß einst geben? Nicht Menschengunst, man's erreicht.:,: nicht irdisch Glück, Nur Gottes Gnade und der Blick Auf jenes Lebens Freuden. 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, Ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird 6. Herr, laß nach diesem Kleinod der Geist so stark, so hell und mich Vor allen Dingen trachten, rein, Im vollen Strahl von GotUnd, was mir daran hinderlich, tes Angesichte, Weil dort ihn Mit edlem Muth verachten. Daß ziert die wesentliche Pracht, Die ich auf deinen Wegen geh Und schön ihn macht!:,: im Gericht vor dir besteh, meine größte Sorge. Sei 5. Da wird das Kind den Vater sehn, In seinem Anschau'n 7. Doch, was vermag ich, wenn Himmelslust empfinden, Wird an du nicht Vor Trägheit mich be- dem Strom des Lebens selig stehn, schüßest, Und mich zur Treu in Und sich mit Gott zu Einem Geist dieser Pflicht Mit Kräften unter verbinden. Wer weiß, was da im Geiste 1 257 Sorge für die Seele. Geiste wird geschehn? Wer mag's verstehn?:,: 3. Dein Vater fordert nur das Herz, Daß er es selbst mit reiner 6. Dort schaust du einst die Gnade fülle. Der treue Gott will Weisheit ganz, Die dich mit Mut- ja nicht deinen Schmerz, Die Unterliebe stets geführet. Sie krönet luft schafft in dir dein Eigenwille. dich mit ihrem Perlenkranz, Und Drum übergib ihn willig in den wird als Braut der Seele zuge- Tod, So hat's nicht Noth.:,: führet. Verborgenes wird da ganz offenbar, Das Dunkle klar.:,: 4. Wirf nur getroft den Kummer hin, Der nur dein Herz ver= 7. Was Gott besigt, empfängst geblich schwächt und plaget. Erdu auch; Was Gott verheißt, wecke nur zum Glauben deinen wird dir in Gott gegeben. Der Sinn, Wenn Furcht und Weh Himmel steht bereit dir zum Ge- am schwachen Herzen. naget. brauch, Wie lieblich wirst du Sprich: Vater, schau mein Glend doch mit Jefu leben! Nichts hö- gnädig an! So ist's gethan.:,: her wird an Kraft und Würde sein, Als Gott allein.:,: 5. Fass' nur die Seele in Geduld, Wenn du nicht gleich des 8. Auf, auf, mein Geist, er- Vaters Hülfe merkest. Verstehst müde nicht, Dich aus der Nacht du's oft und fehlst aus eigner der Finsterniß zu reißen! Was Schuld, So sieh, daß du dich sorgest du, daß dir's an Kraft durch die Gnade stärkest! Dann gebricht? Bedenke, was für Kraft ist vor Gott dein kindliches Veruns Gott verheißen! Wie gut wird sehn Als nicht geschehn.,: sich's dort nach der Arbeit ruhn, Wie wohl wird's thun!:: 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, Wenn dich wird Nacht und Finsterniß bedecken; Dein Vater wird nichts Schlim= Mel. Es fostet viel, ein Christ. 412. Gs ist nicht schwer, ein mes mit dir thun, Vor keinem G³ Christ zu sein, Und Sturme darfst du je erschrecken; nach dem Sinn des reinen Gei- Ja, siehst du endlich ferner keine stes leben. Zwar der Natur geht Spur, So glaube nur.:,: es gar sauer ein, Sich immerdar 7. So wird dein Licht auf's in Christi Tod zu geben, Doch Neu entstehn, Und wirst dein führt die Gnade selbst zu aller Heil mit großer Klarheit schauen, Zeit Den schweren Streit.:,: Was du geglaubt, wirst du dann 2. Du darfst nur werden wie vor dir sehn, Drum darfst du ein Kind, Du darfst ja nur die nur dem treuen Vater trauen. leichte Liebe üben. Oblöder Seele, steh doch, wie ein Geist, wie gut ist Gott gesinnt! wahrer Christ So selig ist!:,: Das kleinste Kind kann ja die 8. Auf, auf, mein Geist, was Mutter lieben. Drum fürchte dich säumeft du, Dich deinem Gott ganz nur ferner nicht so sehr, Es ist kindlich zu ergeben? Geh ein, mein nicht schwer.:,: Herz, genieß die süße Nuh, In FrieR den 258 Das christliche Leben. den sollst du vor dem Vater leben. mit Barmherzigkeit, Und eilst, uns Die Sorg und Last wirf nur ge- beizustehen. Herr, meine Burg, trost und kühn Allein auf ihn.:,: mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 413. Schaffet, daß ihr selig 2. Ich bitte nicht um Ueberwerdet, Die ihr fluß Und Schäße dieser Erden; wollet selig sein, Euch als Chri- Laß mir, so viel ich haben muß, sten zwar gebehrdet, Doch davon Nach deiner Gnade werden. Gib tragt nur den Schein. Denket, mir nur Weisheit und Verstand, daß der Herr wird kommen, Rich- Dich, Gott, und den, den du ge= ten Böse sammt den Frommen. sandt, Und mich selbst zu erkennen. Darum schafft mit Furcht allein, Wie ihr möget selig sein. 3. Ich bitte nicht um Ehr und Ruhm, So sehr sie Menschen 2. Schaffet denn mit Furcht rühren; Des guten Namens Eiund Zittern, ihr Sünder all- genthum Laß mich nur nicht verzumal, Wenn Gott wird die Welt lieren. Das sei mein Ruhm, vor erschüttern, Und sich naht die Höl- dir zu stehn, Den schmalen Weg lenqual, Daß ihr alle dann ent- getreu zu gehn, Im Umgang mit gehet, Nicht zur Linken Jeju ste- den Frommen. het! Schaffet doch mit Furcht 4. So bitt ich dich, mein Herr allein, Daß ihr möget selig sein. und Gott, Auch nicht um langes 3. Schaffet, daß ihr selig wer- Leben. Im Glücke Demuth, Muth det, Traut nicht eurem Fleisch in Noth, Dae wollest du mir geund Blut, Das sich heilig hier ben. In deiner Hand steht meine gebehrdet Und es doch nie meinet Zeit; Laß du mich nur Barmhergut. Flieht das falsche Christen- zigkeit Vor dir im Tode finden. leben, Bleibet Jesu treu ergeben, Folgt ihm nach; dies schafft allein, Daß ihr möget selig sein. Mel. Wer nur den lieben Gott. 415. Wohl dem, der fich mit Ernst bemühet, dein Leiden Uns so theu'r erlöset Daß er ein Jünger Christi sei, hast, Laß doch nichts von dir uns Der Christum als ein Kleid anscheiden, Nimm hinweg von uns ziehet, Daß er im Glauben werde die Last. Brich in uns die Macht frei, Der Christum stets zum der Sünden, Laß uns Gnad und Zweck sich sezt, Ihn über Welt Leben finden! Deine treue Lieb und Himmel schätzt. allein Schaffe, daß wir selig sein. Mel. Mein Herzens- Jesu. 2. Wohl dem, der ihn erwählt zum Wege, Zum Lichte, dem er folget nach Auf der Verleugnung 414. Gott, deine Güte reicht schmalem Stege, Und auf sich so weit, So weit nimmt des Heilands Schmach, die Wolken gehen, Du krönst uns Der sich befleißt, an feinem Heil Sorge für die Seele. 259 Heil Im Glauben stets zu haben Leben zum Verderben, Führst du Theil. die Luft nicht in sein Grab. Sein 3. Was hilfts, daß Christus Kreuz bleibt dir ein todtes Bild, hier empfangen, Des Fleisches Wenn du dir selbst nur leben willt. einst theilhaftig ward, Wenn wir 9. Was hilft sein Lösen und nicht auch dazu gelangen, Daß er Befreien, Wo man nicht bleibt sich selbst uns offenbart? Doch im Bunde stehn? Was hilfts, soll er bei dir kehren ein, So Herr, Herr und Meister schreien, muß dein Herz aufrichtig sein. Wenn man stets will zurück noch 4. Was hilfts, daß Christus ist sehn? Was hilfts denn, daß sein geboren Und uns die Kindschaft Tod versöhnt, Wenn unser Sinn wieder bringt? Dem bleibt dies der Welt noch fröhnt? hohe Recht verloren, Der nicht 10. Was hilft dir Christi Aufdarnach im Glauben ringt, Daß erstehen, Bleibst du noch in dem Gottes Geist ihn neu gebiert, Und Sündentod? Was hilft dir sein er ein göttlich Leben führt. gen Himmel gehen, Wenn du 5. Was hilft dem Menschen noch zagst in Erdennoth? Was Chrifti Lehre, Der Sclave der hilft dir sein Triumph und Sieg, Vernunft noch bleibt, Nach eig- Führst du nicht mit dir selber Krieg? ner Weisheit, Wahn und Ehre 11. Wohlan, so lebe, thu und Sein Leben, Thun und Wesen leide, Wie Christus dir ein Vortreibt? Ein Christ, der die Ver- bild war. Sieh, daß dich seine läugnung ehrt, Folgt dem nur, Unschuld kleide, So bleibst du in was ihn Christus lehrt. der Seinen Schaar. Wer Christi 6. Was hilft uns Christi Thun ist, der strebt allein Im Leben und Leben, Was seine Lieb und Christi Glied zu sein. Freundlichkeit, Wenn wir, dem Stolz und Haß ergeben, Nur Mel. Mach's mit mir, Gott. schänden seine Heiligkeit? Was hilfts, nur mit dem Mund allein, Todes Raub; Zwar Und nicht im Werk ein Christ zu wall ich noch auf Erden, Ich sein? Sterblicher, doch dieser Staub Was 416. Bald bin auch ich des 7. Was hilft uns Christi Angst Soll einst unsterblich werden; Und und Leiden, Wenn man nicht dann, dann ist mein ewig Theil, will ins Leiden gehn? Nur nach O Gott, Verwerfung oder Heil. der Pein sind süß die Freuden, Und 2. Mit Furcht und Zittern soll nach der Schmach glänzt Pur- der Christ Nach seinem Heile rinpur schön. Wer hier nicht sei- gen, Verachten das, was eitel ist, nen Adam kränkt, Dem wird die Hinauf zu Gott sich schwingen, Krone nicht geschenkt. Getroft den Pfad der Trübsal gehn, 8. Was hilft uns Christi Tod Und standhaft in Versuchung stehn. und Sterben, Wenn wir uns selbst 3. Noch weiß ich, daß ich launicht sterben ab? Du liebst dein fen muß, Noch bin ich in den R* Schranken, 260 Das christliche Leben. Schranken, Noch nicht am Ziele, Ich bin durch Jesu Blut erkauft, doch mein Fuß Beginnet oft zu Ich bin auf seinen Tod getauft. wanken. Herr, stärke mich durch 10. Der mir in Christo Alles deine Kraft Auf dieser kurzen gibt, Schüßt bei des Todes Pilgerschaft. Schrecken; Der mich bis in den 4. So lang ich noch, ein Fremd- Tod geliebt, Wird aus dem Grab ling hier, In diesem Leibe walle, mich wecken. Wenn Erd und So schaff ein reines Herz in mir, Himmel untergehn, Werd ich zum Ein Herz, das dir gefalle, Und Leben auferstehn. leite mich auf ebner Bahn Durch deinen Geist zu dir hinan. 11. Nicht Trübsal mehr, nicht Leid und Schmerz Betrübet dort 5. Es sei mein Ruhm, dir die Seinen; Nicht klagen mehr werth zu sein, Was du gebeutst, wird unser Herz, Nur Freudenzu üben; Mein höchstes Gut, mich thränen weinen. Er, der für dein zu freun, Von Herzen dich uns sein Leben gab, Er trocknet zu lieben; Mein Trost, auf dei- unsre Thränen ab. nen Schuß zu baun, Und meine 12. Dort schauen wir, und be Hoffnung, dich zu schaun. ten an Vor deinem Angesichte, 6. Die freche Thorheit dieser Und die wir hier im Dunkel sahn, Zeit Soll nie mir meinen Glau- Wir werden dort im Lichte Die ben, Den süßen Trost der Ewig- Wunder deiner Liebe sehn, Und keit, Des Himmels Hoffnung rau- deine Wege ganz verstehn. ben. Was lindert sonst des Le- 13. Shr, die ihr ihn erhabner bens Noth, Und was versüßt mir preist, Ihr Engel, meine Brüeinst den Tod? der, Dann singet mein verklärter 7. Verzagt und schwach sind Geist In eure Jubellieder, Und Fleisch und Blut, Und eitel unsre eurer Harfen reiner Klang Ertönt Werke, Der Glaub allein gibt in meinen obgesang. Kraft und Muth, Verleiht in 14. Du, der du uns dies Heil Christo Stärke. Sind wir in erwarbst, Laß, Herr, auch michs Angst und Traurigkeit: Getrost, ererben. Du, der du für die Sünwir überwinden weit. der starbst, Laß, Jesu, dir mich 8. Was ist die Trübsal dieser sterben. Gib, daß ich dir im Leben Zeit Und alles Leid der Erden, treu, Getreu bis in den Tod dir sei. Gott, gegen deine Herrlichkeit, Die offenbar soll werden? Wie Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. schnell fleugt dies mein Leben hin, 417. Seele, was ermüdst du Hin, wo ewig selig bin! In Din9. Heil mir, ich bin sein Ei- gen dieser Erden, Die doch bald genthum! Nichts soll von ihm verzehren sich, Und zu Staub mich scheiden! Nicht Wollust, und Asche werden? Suche Jesum Güter, noch der Ruhm, Nicht und sein Licht, Alles Andre hilft Schmach, nicht Tod, nech Leiden. dir nicht. 2. Sammle Das Gebet. 261 2. Sammle den zerstreuten Sinn, 6. Schwinge dich recht oft im Laß ihn sich zu Gott aufschwingen; Geist Ueber alle Himmelshöhen, Nicht ihn stets zum Himmel hin, Laß, was dich zur Erde reißt, Laß die Gnade dich durchdringen. Dir in weiter Ferne stehen. Suche Suche Jesum und sein Licht, Al- Jesum und sein Licht, Alles Anles Andre hilft dir nicht. dre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße Ruh, 7. Zu dem Strome mußt du Dein verschmachtet Herz zu laben: nahn, Der vom Thron des LamGil der Lebensquelle zu, Da kannst mes fließet, Gnad um Gnade zu du sie reichlich haben. Suche Je- empfahn, Die sich reichlich dort sum und sein Licht, Alles Andre ergießet. Suche Jesum und sein hilft dir nicht. Licht, Alles Andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, So 8. Laß dir seine Majestät Imdas finstre Reich gebieret. Laß merdar vor Augen schweben; Laß nur ihn dein Labsal sein, Der mit innigem Gebet Sich dein Herz zur Glaubensfreude führet. Suche zu ihm erheben. Suche Jesum Jesum und sein Licht, Alles An- und sein Licht, Alles Andre hilft dre hilft dir nicht. dir nicht. 5. Geh in Einfalt stets einher, 9. Ziehe du mich zu dir hin, Laß dir nichts das Ziel verrücken. Daß der Sünde ich absterbe, Dann Gott wird aus dem Liebesmeer ist Sterben mein Gewinn, Dann Dich, den Müden, wohl erquicken. erfreut mich dort dein Erbe. Bleibe, Suche Jesum und sein Licht, Al- Jesu, stets mein Licht, Alles Anles Andre hilft dir nicht. dre hilft mir nicht. 2. Das Gebet. Mel. Aus tiefer Noth. Hilf, daß zu dir aus Herzens= grund, großer Gott, wir rufen. 418. Bater, unser Gott, 3. Zeuch unser Herz zu dir es ist Unmöglich hinauf, Im Beten und im Singen, auszusinnen, Wie du recht anzu- Und thu uns selbst die Lippen auf, rufen bist, Hilf selber uns beginnen, Ein Opfer dir zu bringen. Laß Und geuß, wie uns dein Wort dir gefallen, wenn wir dann Mit verheißt, In unsre Herzen deinen Herz und Lippen dir uns nahn, Geist Der Gnad und des Gebetes. Sei, Herr, von uns nicht ferne. 2. Laß ihn bei dir uns kräf- 4. Im Geist und Wahrheit laß tiglich Mit Seufzen stets vertreten, zu dir Das Herz uns immer richSo oft wir kommen, Herr, vor ten, Mit Andacht beten für und dich, zu danken und zu beten. Laß für, Nichts Fremdes denken, dichnicht nur sprechen unsern Mund, ten. Gib uns des Glaubens Zuversicht, 262 Das christliche Leben. versicht, Daß wir die Bitte zweifeln Ewigkeit zu Ewigkeit, Das Reich, nicht Durch Christum zu erhalten. die Kraft, die Ehre. 5. Fern sei's von uns, dir Zeit und Maß Im Beten vorzuschrei= ben. Hilf, daß wir flehn ohn Un= Mel. Nun freut euch, lieben. terlaß, Bei dem allein auch blei- 419. Gott, unſer Bater, der du bist Im Himmel ben, Was dir gefällt, was deine hoch erhoben, Und schauest, was Ehr Und unsre Wohlfahrt mehr auf Erden ist, Auf deinem Throne und mehr Befördert hier und ewig. oben, O unser Trost und Zuver6. Laß uns allein auf deine sicht, Zu dir ist unser Herz geGüt, Auf unser Thun nicht bauen, richt't, Erhör uns, deine Kinder. Und dir mit kindlichem Gemüth 2. Hilf, daß wir deinem heilUns ganz und gar vertrauen. Und gen Nam Die Ehr in Allem gemögen wirß nicht würdig sein, ben, Wie groß du bist und wunSo wollest du aus Gnad allein dersam, Mit Freudigkeit erheben; Die Bitte uns gewähren. Dich, deine Weisheit, Macht und 7. Du, Vater, weißt, was uns Treu Erkennen, und ohn Heuchelei gebricht In unserm ganzen Leben, Dir und dem Nächsten dienen. Es ist dir auch verborgen nicht, 3. Laß uns in deinem GnadenWenn wir in Nöthen schweben. reich Des heilgen Geistes Gaben, Um Beistand flehen wir dich an, Dein Wort und dessen Kraft zu Da doch dein Vaterherz nicht kann gleich, Glaub, Lieb und Hoffnung Vergessen deine Kinder. haben; Des Satans Sündenreich 8. Wir haben ja die Freudig- zerstör, Schüß deine Kirch und keit In Jesu Christ empfangen, sie vermehr, In Einigkeit und Der Gnadenthron ist dort bereit't, Wahrheit. Daß wir die Hülf erlangen; Drum 4. Dein Will gescheh nach deilaß hier und an allem End Uns nem Wort Im Himmel und auf stets aufheben heilge Händ, Zu Erden. Laß meinen Willen fort dir gen Himmel schreien. und fort Dadurch gebrochen wer9. Dein Nam, o Gott, gehei- den. Verleihe uns in Freud und ligt werd, Dein Reich laß zu uns Leid Ein ruhig Herz, daß jederkommen, Dein Will geschehe stets zeit, Was du willst, uns gefalle. auf Erd, Gib Brod, Fried, Nuß 5. Gib uns heut unser täglich und Frommen. All unsre Sünden Brod Durch Arbeit unsrer Hände. uns verzeih, Steh uns in der Pest, Krankheit, Feur's- und WasVersuchung bei, Erlös' uns von sersnoth, Und was sonst schad't, dem Uebel. abwende. Gib gute Obern, Fried 10. Dies alles, Vater, werde und Heil, Auch Jedem sein bescheiwahr, Du wollest es erfüllen, den Theil, Und daß uns dran genüge. Erhör und hilf uns immerdar 6. Vergib uns alle unsre Schuld Um Jesu Chrifti willen, Denn Und sündhaft böses Leben, Hilf, dein, o Herr, ist allezeit, Von daß mit Liebe und Geduld Wir Andern Das Gebet. 263 Andern auch vergeben. Ach, übe 3. Drum komm ich auch mit an uns keine Nach, Und laß uns meinem Beten, Das voller Herz Unrecht, Troß und Schmach Dem und Glauben ist; Der mich vor Nächsten auch verzeihen. dich heißt freudig treten, Ist mein 7. In der Versuchung, Herr, Erlöser, Jesus Christ; Und der uns stärk, Und hilf uns überwin- in mir das Abba schreit, Ist ja den Das Fleisch, die Welt, des dein Geist der Freudigkeit. Satans Werk, Und was uns reizt 4. Gib, Vater, gib nach deizu Sünden; Daß, wenn uns nem Willen, Weß ich, dein Kind, Wollust, Ehr und Geld Wird bedürftig bin. Du kannst mir meisüß und listig vorgestellt, Wir nen Hunger stillen, In dir muß doch dawider stegen. aller Segen blühn; Doch sorge, 8. Von allem Uebel, Angst und Vater, allermeist Für das, was Noth In Gnaden uns erlöse, Daß noth ist meinem Geist. uns im Leben und im Tod Nicht 5. Verleih Beständigkeit im schaden kann der Böse. Drückt uns Glauben, Laß meine Liebe heilig auch manche Kreuzesnoth, Laß sein. Will Satan mir die Krone uns getroft bis in den Tod Des rauben, So halte die Versuchung Glaubens End erhalten. ein, Damit mein armes Fleisch 9. Dies alles, Vater, werde und Blut Dem Feinde nichts zu wahr, Du wolleft es erfüllen. Er- Willen thut. hör und hilf uns immerdar, Um 6. Erweck in mir ein gut GeJesu Christi willen, Denn dein, wissen, Das weder Welt noch 9 Herr, ist allezeit, Von Ewig- Teufel scheut, Und laß mich meine keit zu Ewigkeit, Das Reich, die Sünden büßen Noch hier in dieMacht und Ehre. ser Gnadenzeit; Durchstreich die Schuld mit Jesu Blut, Und mach das Böse wieder gut. Mel. Wer nur den lieben Gott. 420. Mein Gott, ich klopf 7. O Vater, ich darf wohl nicht an deine Pforte bitten, Daß mhich das Kreuz ver= Mit meinem Flehn und Seufzen schonen soll; Hat doch mein Je= an. Ich halte mich an deine sus selbst gelitten, Und also leid' Worte: Klopft an, so wird euch ich billig wohl; Doch wird Ge= aufgethan. Ach, öffne mir die duld mir nöthig sein, Die wollest Gnadenthür, Mein Jesus klopfet du mir, Herr, verleihn. selbst mit mir. 8. Das Andre alles wirst du 2. Wer kann von sich das fügen, Ich möge arm sein oder Gute haben, Das nur von dir reich, An deiner Huld laß ich mir den Ursprung hat? Du bist der g'nügen, Die macht mir Glück Geber aller Gaben, Bei dir ist und Unglück gleich; Kommt zeit= immer Nath und That. Du bist lich Gut nicht häufig ein, Mein der Born, der immer quillt, Du täglich Brod wirst du verleihn. bist das Gut, das immer gilt. 9. Jch bitte nicht um langes Leben, 264 Das christliche Leben. Leben, Nur, daß ich christlich le- Wenn ich Weltbesizer wäre Ohne ben mag; Laß mir den Tod vor dich, wie arm wär ich! Nicht Augen schweben Und meinen legten um thränenlose Tage, Bitte ich, Sterbetag, Damit mein Ausgang o Vater, dich, Sende Freude, aus der Welt Den Seligen mich sende Plage, Zieht sie nur zu zugesellt. Christo mich. 10. O Gott, was soll ich 2. Weisheit gib, dich zu er mehr begehren? Du weißt schon, kennen, Nur ein stilles, frommes was ich haben muß; Du wirst Herz, Kindlich Vater dich zu mir, was mir nützt, gewähren, nennen, Vater stets, in Freud Denn Jesus macht den heilgen und Schmerz. Dankgefühl bei Schluß: Ich soll in seinem Na- den Genüssen, Die du schenkest, men schrein, So wird es Ja und wünsch ich mir, Deinen Frieden Amen sein. im Gewissen, Und im Leiden Trost von dir. Mel. Lamm Gottes, unschuldig. 3. Gib mir Muth und HerD 421. Bater, Gott voll zensfreude, Meinen Brüdern wohlGnade, Der lie- zuthun, Ihnen Troft zu sein im bend uns getragen, Der auch auf ruhn. Führe mich zu deinem Sohne, Leide, Daß in dir ste lernen steilem Pfade Sein Volk nicht mache du durch ihn mich rein, läßt verzagen, zieh uns aus Lehr mich ringen nach der Krone, O Erbarmen Zu dir, mit Vaterar- Seines Heils mich zu erfreun. men, Sei bei uns, ewiger Vater. du im Tod erworben Dem kran2. O Sohn Gottes, gestorben handeln, Dich nur, nicht die 4. Nur nach deinem Willen Uns Sündern zur Erlösung, Der Menschen scheun; Stets vor deiken Geist Genesung, Herr, deine stets nahe sein: Wer kann diesen nen Augen wandeln, Vater, dir Gnad und Milde Werd uns zum Wunsch erfüllen? Wer vermag es, starken Schilde, Verein dich mit außer dir? Gott, um Jesu Chrifti uns, o Jesu. willen, Bitt ich dich: erfüll ihn mir! 3. O Geist Gottes, erfülle Mit deinem Licht die Seelen, Daß heilig werd der Wille, Dein Heil wird nicht verfehlen. Führ uns in alle Wahrheit, Führ uns zur Mel. Herr Jesu Christ, dich. enigen Klarheit, Sei mit uns, 423. Zu dir, Erbarmer, auf zu Menschen beten wir. Du weißt, was Jeglichem gebricht, Versag ihm deinen Beistand nicht. Mel. Gott, hier sind wir, deine. 422. Nicht um Reichthum, 2. Der heut gebornen KindGlanz und Ehre lein Zahl Weint jetzt vor dir Bitt ich, Gott, mein Vater, dich. zum erstenmal. In's Leben, Vater, riefft Das Gebet. 265 riefst du sie: So lang sie leben, mich doch nicht verzagen. Den laß ste nie. rechten Glauben, Herr, ich mein', 3. Wo heut die letzte Thräne Und daß ich möge streben, Dir zu fällt, Beim Scheiden aus der Prü- leben, Dem Nächsten nüß zu sein, fungswelt, Wo Herzen brechen, Das wollest du mir geben. kräftge ste Durch Trost und Ruh nach Kampf und Müh. 2. Ich bitt noch mehr, o Herr, mein Gott, Du kannst es mir 4. An Thronen und in Hütten wohl geben, Daß ich nicht wieder sehn Viel Augen himmelan und werd zu Spott, Die Hoffnung flehn. An Thronen und in Hütten gib darneben. Und wenn ich einst jei Ein Helfer, mächtig, mild muß hier davon, Daß ich dir mög vertrauen, Und nicht bauen Auf 5. Gib, Herr, den Reichen eignes Werk und Thun, Daß ich dieser Welt Ein Herz, das dich dich möge schauen. in Ehren hält, Ein demuthsvolles, frommes Herz, Erweich es für des Bruders Schmerz. und treu. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund Den Feinden mög ver= 6. Dem Armen, deß die Welt geben. Verzeih mir auch zu dieſer vergißt, Der oft sein Brod mit Stund, Schaff in mir neues LeThränen ist, Zeig du von fern sein, Um meine Seel zu nähren, ben. Dein Wort laß meine Speiſe die Ewigkeit, Das Ende seiner Und zu lehren, Wenn Trübfal Prüfungszeit. dringt herein, Mich nicht von dir zu kehren. 7. Wenn dann sein Herz ge= stillet ist, Weil du, Herr, seine Hoffnung bist: Dann werd ihm 4. Laß mich nicht Lust noch auch aus Menschenhand Die Hülfe Furcht von dir In dieser Welt freundlich zugewandt. abwenden, Beständig sein an's 8. Für deine heilge Christen- End gib mir, Du hast's allein in heit, Die dir im heilgen Dienst Händen. Und wem du's gibst, der sich weiht, Für deine Kirche bitten hat's umsonst, Es mag Niemand wir, Sie ehret ja ihr Haupt ererben, Noch erwerben Durch Werke deine Gunst, Die uns er= in dir. 9. Sie ist nur Eine, dein löst vom Sterben. allein Will ste in ewger Liebe 5. Ich lieg im Streit und sein. Vollende durch der Wahr- widerstreb, Hilf, o Herr Christ, heit Strahl, Herr, ihrer Glieder dem Schwachen. An deiner Gnad ganze Zahl. allein ich kleb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, Wollst Eigene Melodie. 424. imch ruf zu dir, Herr du mich nicht verlassen, Fest bitt, erhör mein Klagen; Verleih merdar, Ich weiß, du wirst's mir Gnad zu dieser Frist, Laß nicht lassen. 3. Lob 266 Das christliche Leben. 3. Lob und Dank. Eigene Melodie. 425.$ err Gett, dich loHerr ben wir, Herr Gott, wir danken dir! Dich, Gott Vater, in Ewigkeit Ehret der Weltkreis weit und breit. Alle Engel und Himmelsheer, Und was da dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! Dein göttlich Macht und Herrlichkeit Geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl, Und die lieben Propheten all, Die theuren Märt'rer allzumal Loben dich, Herr, mit großem Schall. Die ganze werthe Christenheit Rühmt dich auf Erden allezeit. Dich, Gott Vater, im höchsten Thron, Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, 30 Die mit dein'm theuern Blut er= löset sein. Laß uns im Himmel haben Theil Mit den Heilgen am ewgen Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, Und segne, was dein Erbtheil ist. Wart und pfleg es zu aller Zeit, Und heb es hoch in Ewigkeit. Täglich, Herr Gott, wir loben dich, Und ehrn deinen Namen stetiglich. Behüt' uns heut', o treuer Gott, Vor aller Sünd und Missethat; Sei uns gnädig, o Herre Gett, Sei uns gnädig in aller Noth, Zeig uns deine Barmherzigkeit, Wie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir, lieber Herr, In Schanden laß uns nimmermehr, Amen. Eigene Melodie. 426. N un danket Alle Gott, Deinen rechten und ein'gen Sohn, Mit Herzen, Mund Den heilgen Geist und Tröster werth und Händen, Der große Dinge Mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. thut Hier und an allen Enden; Du Kön'g der Ehren, Jesu Christ, Der lebend uns erhält Vom MutGott's Vaters ewger Sohn du bist, terleibe an, Und alles Gute thut, Du nahmest an, der Welt zu gut, Mehr, als man zählen kann. Gleich Menschenkindern Fleisch und Blut. Du haft dem Tod zerstört sein' Macht, 2. Es wolle unser Gott Ein fröhlich Herz uns geben, Er lasse uns, sein Volk, In Frieden immer leben Forthin zu unsrer Zeit, Und alle Christen zum Himmel bracht. Daß seine Gnad und Treu Bei Du sty'st zur Rechten Gottes gleich uns und unserm Land Beständig Mit aller Ehr in's Vaters Neich. allweg sei. Ein Richter du zukünftig bist, Alles, was todt und lebend ist. 3. Der große, starke Gott Well uns von allem Bösen, Und was uns Lob und Dank. 267 uns schaden möcht, Gewaltiglich 5. Der Herr ist nun und ewig erlösen. Er schüß und rette uns, nicht Von seinem Volk geschieden. Er helf uns allezeit, So lange er Er bleibet seine Zuversicht, Gibt uns hier Das Leben noch verleiht. Segen, Heil und Frieden. Mit 4. Gott Vater, dir sei Preis Mutterhänden leitet er Die Seinen Hier und im Himmel droben. Gott stetig hin und her; Gebt unserm Sohn, Herr Jesu Christ, Wir wol- Gott die Ehre! len dich stets loben. Gott, heilger 6. Wenn Menschenhülfe nichts Geist, dein Ruhm Erschalle mehr mehr kann, Wenn Rath und und mehr. O Herr, dreieinger Trost verschwinden, Nimmt Gott Gott, Dir sei Lob, Preis und Ehr. sich unser gnädig an, Läßt seine Mel. Mein Herzens- Jesu, meine. Hülf uns finden. Er neigt sich väterlich uns zu; Ach, außer ihm 427. Set ei Lob und Ehr dem ist keine Ruh. Gebt unserm Gott höchsten Gut, Aus die Ehre! freudigem Gemüthe, Dem Gott, 7. Ich will dich, Gott, mein der alle Wunder thut, Dem Va- Leben lang Von nun an freudig ter aller Güte. Er ist's, der allen ehren; Man soll, Herr, meinen Jammer stillt, Und uns mit rei- Lobgesang An allen Orten hören. chem Troft erfüllt. Gebt unserm Mein ganzes Herz ermuntre sich, Gott die Ehre! Mein Geist und Leib, erfreue dich; Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danket dir des Himmels Heer, O Herrscher aller Thronen, 8. Jhr, die ihr Chrifti Namen Und die auf Erd, in Luft und nennt, Gebt unserm Gott die Meer, In deinem Schatten woh- Ehre! Shr, die ihr Gottes Macht nen, Die preisen deine Schöpfers- bekennt, Gebt unserm Gott die macht, Die Alles hat so wohl be- Ehre! Die falschen Gößen macht dacht. Gebt unserm Gott die Ehre! zu Spott! Der Herr ist Gott, 3. Was unser Gott geschaffen der Herr ist Gott! Gebt unserm hat, Das will er auch erhalten, Gott die Ehre! Darüber will er früh und spat 9. So kommt denn vor sein Mit seiner Gnade walten. In sei- Angesicht, Und laßt sein Lob ernem ganzen Königreich Ist Alles klingen, Bezahlet die gelobte Pflicht, recht, ist Alles gleich; Gebt un- Und laßt uns fröhlich singen: Der ferm Gott die Ehre! Herr hat Alles wohl bedacht, Und 4. Ich rief zum Herrn in meiner Alles, Alles recht gemacht! Gebt. Noth: Ach Gott, vernimm mein unserm Gott die Ehre! Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir Eigene Melodie. angedeihen. Drum bank, o Gott, 428. daß ich tausend Zungen einen drum dank ich dir, O danket, danket Gott mit mir, serm Gott die Ehre! Gebt un- tausendfachen Mund: So stimmt' ich damit in die Wette Vom allertiefsten 268 Das christliche Leben. tiefsten Herzensgrund Ein Loblied| 8. Ich hab es ja mein Lebe. nach dem andern an Von dem, tage So oftmals, o mein Gott, was Gott an mir gethan. gespürt, Daß du mich unter vieler 2. O daß doch meine Stimme Plage Durch manche Trübsal haft schallte Bis dahin, wo die Sonne geführt. Denn in der größesten steht! O daß mein Blut mit Gefahr Ward ich dein Trostlicht Jauchzen wallte, So lang in sei- stets gewahr. nem Lauf es geht! O wär ein 9. Wie sollt ich nun nicht jeder Puls ein Dank, Und jeder voller Freuden In deinem steten Odem ein Gesang! Lobe stehn? Wie sollt ich nicht 3. Dir sei, o liebevoller Vater, im tiefsten Leiden Einher als Held Unendlich Lob für Leib und Geist, und Sieger gehn? Ja, fiele auch Für Alles, mildester Berather, der Himmel ein, So will ich doch Was deine Güte mir erweist, nicht traurig sein. Was du in deiner ganzen Welt 10. Drum reiß ich mich jetzt Zu meinem Rußen haft bestellt. aus der Höhle Der schnöden Eitel4. Mein treuster Jesu, sei ge- feiten los, Und rufe mit erhöhter priesen, Daß du durch deinen Seele: Mein Gott, du bist sehr Todesschmerz Mir dein Erbarmen hoch und groß! Kraft, Ruhm, haft bewiesen, Geheilet mein ver- Preis, Dank und Herrlichkeit Ge wundet Herz. Vom Teufel hast bührt dir- jetzt und allezeit. du mich befreit, Mich dir zum Eigenthum geweiht. 11. Ich will von deiner Güte singen, So lange sich die Zunge 5. Auch dir set ewig Ruhm regt; Ich will dir Freudenopfer und Ehre, O heiligwerther Gottes- bringen, So lange sich mein Herz geist, Für deines Trostes süße bewegt; Ja, wenn der Mund wird Lehre, Die mich ein Kind des sprachlos sein, So stimm ich doch Lebens heißt. Ach, wo was Gut's mit Seufzen ein. von mir geschicht, Das wirket nur dein göttlich Licht. 12. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen 6. Wer überströmet mich mit Gnaden hin, Im Himmel soll es Segen, Bist du es nicht, o rei- besser werden, Wenn ich wie Gotcher Gott? Wer schüßet mich auf tes Engel bin. Da sing ich dir meinen Wegen? Du, du, o Herr, im höhern Chor Viel tausend Gott Zebaoth! Du trägst mit Halleluja vor. meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. Mel. Nun danket All' und. 7. Deswegen küſſ ich deine 429. Du bist's, dem Chr Nuthe, Mit der du mich gezüchtigt und gebührt, haft, Sie wirkt in mir so manches Und dies, Herr, bring ich dir; Gute Und ist mir eine sanfte Laft. Du hast mich väterlich geführt, Sie macht mich fromm und zeigt Und warest stets mit mir. dabei, Daß ich von dir geliebet sei. 2. Wenn Angst und Noth sich mir Lob und Dank. 269 mir genaht, So hörtest du mein nem Ruhm, Er hilft und rettet Flehn, Und ließest mich nach dei- gern. nem Rath Hülf und Errettung sehn. 12. Er hilft und läßt die Trau3. Wenn ich in Schmerz und rigkeit Uns bald vorübergehn, Krankheit sank, Und rief: Herr, Will uns nach kurzer Prüfungsrette mich! So halfft du; dich er- zeit Zum ewgen Glück erhöhn. hebt mein Dank, Denn ich genas durch dich. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, Und was er dir gethan. 4. Betrübte mich des Feindes Verehr und halte sein Gebot, Und Haß, So klagt' ich dir den bet ihn ewig an. Schmerz; Du halfft mir, daß ich ihn vergaß, Und gabst Geduld ins Herz. Eigene Melodie. 430. Sollt ich meinem Gott 5. Wenn ich den rechten Pfad nicht singen? Sollt verlor, Mich schuldbeladen sah: ich ihm nicht dankbar sein? Denn Rief ich zu dir, mein Gott, em- ich seh in allen Dingen, Wie so por, Und Gnade war mir nah. gut er's mit mir meint. Ist's 6. Oft war um Trost die doch nichts, als lauter Lieben, Seele bang; Ich sucht dein An- Was sein treues Herz bewegt, gesicht, Sch rief voll Inbrunst: Das ohn Ende hebt und trägt, Herr, wie lang? Da ließest du Die in seinem Dienst sich üben. mich nicht. Alles Ding währt seine Zeit, 7. Du hilfft mir, Herr, mit Gottes Lieb in Ewigkeit. Vatertreu, Denn du bist fromm 2. Wie ein Adler sein Gefieder und gut. Du stehst mir in Ver- Ueber seine Jungen streckt, Also suchung bei, 1 gibst zur Tu- hat auch hin und wieder Mich gend Muth. des Höchsten Arm bedeckt, Also8. Herr, für die Leiden dank bald im Mutterleibe, Da er mir ich dir, Dadurch du mich geübt, mein Wesen gab, Und das Leben, Und für die Freuden, welche mir das ich hab, Und noch diese Stunde Dein milder Segen gibt. treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Dir dank ich, Herr, daß die Natur Mich nährt und mich er- 3. Nicht sein Sohn ist ihm zu freut. Ich schau in jeder Krea- theuer, Nein, er gibt ihn für mich tur, Gott, deine Freundlichkeit. hin, Daß er mich vom ewgen Feuer 10. Selbst deinen Sohn gabst Durch sein theures Blut gewinn'. du für mich, Welch Wunder dei- O du unergründter Brunnen! Wie ner Huld! Von ganzem Herzen will doch mein schwacher Geist, Ob preis' ich dich, Denn du tilgst er gleich sich hoch befleißt, Deine meine Schuld. Tief' ergründen können? Alles Ding 11. Preif Gott in seinem Hei- währt seine Zeit, Gottes Lieb in ligthum, Erheb ihn, Volk des Ewigkeit. Herrn! Die Erd ist voll von sei- 4. Seinen Geist, den edlen Führer, 270 Das christliche Leben. Führer, Gibt er mir in seinem noch bisher berührt; Gott hat von Wort, Daß er werde mein Regie- uns weggewendet Unsrer Seele rer, Durch die Welt zur Himmels- größten Feind, Der es immer böse pfort, Daß er mir mein Herz er- meint, hat uns seinen Geist gefülle Mit des heilgen Glaubens sendet. Alles Ding währt seine Licht, Das des Todes Nacht durch Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. bricht, Und die Hölle selbst macht 9. Wie ein Vater seinem stille. Alles Ding währt seine Kinde Nimmer ganz sein Herz Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. entzeucht, Wenn es gleich, ver5. Meiner Seele Wohlerge- führt zur Sünde, Oft vom rechhen Hat er ja recht wohl be- ten Pfade weicht: Also hält auch dacht; Will dem Leibe Noth ent- mein Gebrechen mir mein from stehen, Nimmt er's gleichfalls mer Gott zu gut, Straft mich, wohl in Acht. Wenn mein Kön- wie ein Vater thut, Will nicht nen, mein Vermögen Nichts ver- mit dem Schwerdte rächen. Alles mag, nichts helfen kann, Kommt Ding währt seine Zeit, Gottes mein Gott und hebet an, Seine Lieb in Ewigkeit. Kraft mir beizulegen. Alles Ding 10. Sind gleich bitter mir die währt seine Zeit, Gottes Lieb in Schläge Von des Höchsten mächtEwigkeit. ger Hand, Dennoch, wenn ich's 6. Himmel, Erd und ihre Heere recht erwäge, Sind sie nur ein Hat er mir zum Dienst bestellt, Liebespfand; Zeichen, daß er mein Wohin ich mein Aug' nur kehre, gedenke, Und mich von der schnöFind ich, was mich nährt, erhält, den Welt, Die mich hart gefanThiere, Kräuter und Getreide, gen hält, Durch das Kreuz zu sich In den Tiefen, in der Höh, In nur lenke. Alles Ding währt seine den Wäldern, in der See, Ueber- Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. all ist meine Weide. Alles Ding 11. Das weiß ich fürwahr, währt seine Zeit, Gottes Lieb in und lasse Mir's nicht aus dem Ewigkeit. Sinne gehn: Christenkreuz hat 7. Wenn ich schlafe, wacht sein seine Maße Und muß endlich stille Sorgen, Und ermuntert mein Ge- stehn. Wenn der Winter ausge müth, Daß ich jeden lieben Mor- schneiet, Tritt der schöne Sommer gen Schaue neue Lieb und Güt. ein: Also wird auch nach der Wäre nicht mein Gott gewesen, Pein, Wer's erwarten kann, erHätte nicht sein Angesicht Mich freuet. Alles Ding währt seine geleitet, wär ich nicht Aus so Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. mancher Angst genesen. Alles 12. Weil denn weder Ziel noch Ding währt seine Zeit, Gottes Ende Sich in Gottes Liebe findt, Lieb in Ewigkeit. Ei, so heb ich meine Hände Zu 8. Wie so manche schwere Plage dir, Vater, als ein Kind; Bitte, Hat der Satan hergeführt, Die wollst mir Gnade geben, Dich mich doch mein Lebetage Niemals aus aller meiner Macht Zu umfangen Lob und Dank. 271 fangen Tag und Nacht, Hier in es nicht, dich ihm zu weihn. Er meinem ganzen Leben, Bis ich hat dein' Sünd vergeben, War dich nach dieser Zeit Lob' und gleich die Schuld sehr groß, Er lieb' in Ewigkeit. schützt dein armes Leben, Nimmt dich in seinen Schooß, Er tröstet und erquicket, Verjüngt, dem Adler Eigene Melodie. 431. Robe den Herren, den gleich. Der Herr schafft Necht, mächtigen König der beglücket, Er macht den Armen reich. Ehren, Lob' ihn, o Seele, vereint 2. Er hat uns wissen lassen mit den himmlischen Chören! Kom- Sein heilig Recht und sein Gemet zu Hauf! Psalter und Harfe, richt, Auch seine Güt ohn Mawach auf! Lasset den Lobgesang ßen, Es mangelt an Erbarmung hören. nicht. Den Zorn läßt er bald fah2. Lobe den Herren, der Alles ren, Straft nicht nach unsrer Schuld, so herrlich regieret, Der, wie auf Läßt Gnade uns erfahren, Den Flügeln des Adlers, dich sicher Blöden seine Huld. Die Huld ist geführet, Der dich erhält, Wie es hoch erhaben Bei dem, der fürchdir selber gefällt, Hast du nicht tet ihn. So fern der Ost vom dieses verspüret? Abend, Ist unsre Sünd dahin. 3. Lobe den Herren, der künst- 3. Wie Väter sich erbarmen, lich und fein dich bereitet, Der dir Wenn ihre Kinder hülflos schrein, Gesundheit verliehen, dich freund- So will der Herr uns Armen, lich geleitet. In wie viel Noth Wenn wir ihn ehren, Vater sein. Hat nicht der gnädige Gott Ueber Er kennet unsre Schwäche, Er dir Flügel gebreitet! weiß, wir sind nur Staub, Wie 4. Lobe den Herren, der deinen Gras auf dürrer Fläche, Ein' Stand sichtbar gesegnet, Der aus Blum' und fallend Laub. Der dem Himmel mit Strömen der Wind nur drüber wehet, So ist Liebe geregnet. Denke daran, Was es nimmer da, Also der Mensch der Allmächtige kann, Der dir vergehet, Sein Ende ist ihm nah. mit Liebe begegnet. 4. Nur Gottes Gnad alleine 5. Lobe den Herren und preise Steht fest und bleibt in Ewigkeit. des Ewigen Namen, Alles, was Heil dir, des Herrn Gemeine, Die Odem hat, preise des Heiligen stets in seiner Furcht bereit. Laßt Namen. Er ist dein Licht, Seele, seinen Bund uns halten, Er vergiß es ja nicht, Lob ihn in herrscht im Himmelreich. Ihr starken Ewigkeit! Amen. Engel, waltet Des Lobes, preist zugleich Den großen Herrn der Ehren, Und treibt sein heilig Wort; un lob, mein Seel, Mein Geist soll auch vermehren den Herren, Was Sein Lob an jedem Ort. Eigene Melodie. 432. Mun in mir ist, den Namen sein; Sein' 5. Sei Lob und Preis und Wohlthat will er mehren, Vergiß Ehre Gest Vater, Sohn und heilgem 272 Das christliche Leben. gem Geist. Er gebe und vermehre,| Erndte gab von Saaten. Großes Was er aus Gnaden uns verheißt. Licht der Sonne, Bring im FeuerLaßt uns ihm fest vertrauen, Ver- meere Deinem Gott Lob, Preis lassen uns auf ihn, Von Herzen und Ehre. Lobet gern, Mond auf ihn bauen, Daß unser Muth und Stern', Ihr, des Schöpfers und Sinn Ihm allezeit anhangen, Werke, Zeugt von seiner Stärke. Ihn preisen jede Stund. Herr, laß uns dies erlangen, Wir flehn aus Herzensgrund. 3. O du, meine Seele, Singe fröhlich, singe, Singe deine Dankeslieder. Was nur Odem schöpfet, Jauchze, preise, klinge, Wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Mel. Sollt ich meinem Gott. 433. Heiliger, dem Engel Gott Zebaoth. Er ist nur zu dienen In dem ewig loben Hier und ewig droben. frohen Licht, Vor dir stehn die 4. Halleluja bringe, Wer den Seraphinen Mit verdecktem Ange- Herren kennet, Wer den Herren sicht; Sie, die Lob und Ehre brin- Jesum liebet; Halleluja singe, gen Dir, dem herrlich großen Gott, Welcher Christum nennet, Sich Unserm Herrn, Herrn Zebaoth: von Herzen ihm ergiebet. O wohl Heilig, heilig, heilig! singen, dir, Glaube mir, Endlich wirst du Heilige doch auch durch mich droben Ohne Sünd ihn loben. Deinen Namen ewiglich, 2. Stell mich unter ihre Chöre, Eigene Melodie. Denn mein Herz stimmt ihnen bei; 435. Dr, ir, dir, Jehovah, Gib, daß deines Namens Ehre will ich singen, Denn Auch durch mich verherrlicht sei. wo ist doch ein solcher Gott wie Laß mich dir zur Ehre leben, du? Dir will ich meine Lieder Laß mich treu und fromm und bringen, Ach, gib mir deines Geirein Dir des Geistes Kräfte weihn, stes Kraft dazu, Daß ich es thu Jeder Sünde widerstreben. Laß im Namen Jesu Christ, So wie mich stets dein Auge scheun, Und es dir durch ihn gefällig ist. mich deiner Gnade freun. Eigene Melodie. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir. Dein Geist in 434. Wunderbarer König, meinem Herzen wohne, Und meine Herrscher von uns Sinnen und Verstand regier', Daß Allen, Laß dir unser Lob gefallen! ich den Frieden Gottes schmeck Deine Gnadenströme Lässt du auf und fühl', Und dir darob im uns fließen, Ob wir schon dich Herzen sing und spiel'. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, So wird gewiß mein Singen recht gethan, So klingt es 2. Himmel, lobe herrlich Dei- schön in meinem Liede, Und ich nes Schöpfers Thaten, Der uns bet dich im Geist und Wahrheit an. oft verließen. Demuthsvoll, Freudig soll Unsre Stimm erklingen, Unser Herz dir singen. Lob und Dank. 273 an. So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, Daß ich dir Mel. Kommt her zu mir, spricht. Psalmen sing im höhern Chor. 436. Mein Herz sei Gotz 4. Denn der kann mich bei dir Darvertreten, Mit Seufzern, die ganz in der Höchste allemal Sein unaussprechlich sind, Der lehret Lob erschallen höre. So lang du mich recht gläubig beten, Gibt dich durch Gott bewegst, so steh Zeugniß meinem Geist, daß ich zu, daß du ihm ablegst Ruhm, dein Kind Und ein Miterbe Jesu Dank, Lob, Preis und Ehre. Christi sei, Daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 2. Ach, frage ja nicht erst: warum? Denn du bist Gottes 5. Wenn dies aus meinem Her- Eigenthum, Zu Gottes Lob bereizen schallet, Durch deines heil'gen tet, Durch Christi Blut und Tod Geistes Kraft und Trieb, So erlöst, Vom heil'gen Geist gar bricht dein Vaterherz und wallet reich getröst't, Geheiligt und geGanz brünstig gegen mich vor heißer leitet. Lieb, Daß mir's die Bitte nicht 3. Du bist so oft von Gott versagen kann, Die ich nach dei- erneut, Versöhnt, erquicket und nein Willen hab gethan. erfreut, Aus Noth und Tod ge= 6. Was mich dein Geist selbst rissen; Drum sollst du ja zu jeder bitten lehret, Das ist nach deinem Zeit Für Gottes Lieb und GüWillen eingericht't, Und wird ge- ltigkeit Zum Lebe sein beslissen. wiß von dir erhöret, Weil es im 4. Mein Gett, mein Herz ist Namen deines Sohns geschicht, nun bereit Zu deinem Lob nach Durch welchen ich dein Kind und Möglichkeit, Nimm's hin in deine Erbe bin, Und nehme von dir Hände. Es ist dein Tempel, ach ver= Gnad um Gnade hin. nimm Darin die laute Freuden7. Wohl mir, daß ich dies stimm: Lob, Lob sei Gott ohn Zengniß habe! D'rum bin ich Ende! voller Trost und Freudigkeit, Und 5. Lob für dein' Lieb und weiß, daß alle gute Gabe, Die Christi Blut, Lob für des heilich von dir verlange jederzeit, Die gen Geistes Gut, Für Hülfe, gibst du und thust überschweng- Kraft und Stärke! Lob für so lich mehr, Als ich verstehe, bitte manchen Freudenblick, Für Seeund begehr. lenheil und Leibesglück, Lob für 8. Wohl mir! ich bitt in Jesu all deine Werke! Namen, Der mich zu deiner Rech- 6. Schau, wie mein Herz ten selbst vertritt; In ihm ist durchdrungen ist, Und alles AnAlles Ja und Amen, Was ich dre gern vergißt, Mit Lob dich von dir im Geist und Glauben zu erheben! Gelobet sei Gott bitt'. Wohl mir, Lob dir, jetzt überall! Mein Herz bleibt Gotund in Ewigkeit, Daß du mir tes Lobethal Im Sterben und schenkest solche Seligkeit. im Leben. S Mel. 274 Das christliche Leben. aller Sorg entladen, Hier unter Mel. Die Tugend wird durch's. deinen Flügeln ruh'n! Ich preise 437. D er Herr ist gut, ihr dich, Fels meiner Stärke, Gott Himmel, höret, Und meiner Zuflucht, mein Panier; jauchzt mir nach: der Herr ist Wenn ich auf deine Führung gut! Er hat mein Leid in Lust merke, Wie weis' und göttlich ist verkehret, Gott ist's, der große sie mir! Dinge thut. Zu ihm, von dem 4. Du führtest mich auf dunwir Hülfe haben, Zu Gott rief klen Wegen, Verbargst vor mir ich in meiner Noth, Als Angst dein Angesicht, Und warest doch und Elend mich umgaben, Und bei mir zugegen, Und in der Finkeine Hand mir Hülfe bot. sterniß mein Licht. Ihr goldnen 2. Verderben wollte mich ver- Seile treuer Liebe, Zieht mich schlingen, Vor Menschen war's zu meinem Vater hin, Daß ihm um mich gethan; Doch er ver- ich weihe meine Triebe, Ich, der nahm mein banges Ningen, Gott ich ihm so theuer bin. sah mich Armen gnädig an. Er 5. So flieh ich des Betrognen ließ die Fluthen grausend schwellen, Pfade, Der sich von Gott zur Und rettete mit starker Macht Welt gewandt, Des Herrn ver= Mich mitten durch die schwarzen gist und seiner Gnade, Der Wellen, Durch alle Schrecken Hülfe, die er ihm gesandt. So banger Nacht. werd ich noch nach fernen Zeiten 3. Gott ist mit mir! was kann Des großen Retters in der Noth, mir schaden? Was kann mir Staub Des weisen Vaters Lob verbreiund Asche thun? Wie gut ist's, ten, Das Lob des Gottes Zebaoth. 4. Liebe zu Gott und Jesu. Mel. Jesu, meines Lebens Leben. 1o Gott, von dir! Jeder Blick auf 438. Quelle der Vollkom- deine Werke, Deine Weisheit, menheiten, Gott, Huld und Stärke, Wie befreiet mein Gott, wie lieb ich dich, Und er mein Herz Von Bekümmerniß mit welchen Seligkeiten Segnet und Schmerz! deine Liebe mich! Seel und Leib 3. Gott, aus deiner Segensmag mir verschmachten, Hab ich fülle Fließt mir lauter Gutes zu. dich, will ichs nicht achten, Daß ich wurde, war dein Wille, Mir soll deine Lieb allein Mehr Daß ich noch bin, wirkest du. als Erd und Himmel sein. Daß ich denke, fühl und wähle, 2. Denk ich deiner, wie erhebet Dafür dankt dir meine Seele, Meine Seele sich in mir! Wie ge- Dankt dir, daß sie dich erkennt, tröstet, wie belebet Fühl ich mich, Dich durch Jesum Vater nennt. 4. Du Liebe zu Gott und Jesu. 275 4. Du erkauftest vom Verder- nicht, wie ich soll, erfüllen, So sieh ben Mich durch deinen Schn, o auf meine Willigkeit, Und rechne Gott, Ließest den Gerechten ster- mir nach deiner Huld Die Schwachben, Mir zum Leben ward sein heit, Vater, nicht zur Schuld. Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, 5. Der liebt dich nicht, der noch Hast du mir durch ihn gegeben, mit Freuden Das thut, was dir, Ewig, ewig, Herr, mich dein, o Gott, mißfällt: Drum laß es Dein und deiner Huld zu freun. mich mit Ernst vermeiden, Gefiel 5. Heil mir, daß ich es em- es auch der ganzen Welt. Laß, pfinde, Wie so liebenswerth du Vater, mich behutsam sein, Die bist, Daß mein Herz vom Haß kleinste Sünde selbst zu scheun. der Sünde, Die dich haßt, durch- 6. Aus Liebe laß mich Alles drungen ist! Daß auf dein Ge- leiden, Was mir dein weiser Rath bot ich achte, Und es zu erfüllen bestimmt. Auch Trübsal führt zu trachte. Heil mir, du verbirgst ew'gen Freuden, Wenn man sie mir nicht, Herr, dein Vateran- willig übernimmt. Wer sie erträgt gesicht. und weislich nüht, Wird mächtig von dir unterstützt. Mel. Wer nur den lieben Gott. 7. In deiner Liebe laß mich 439. D u Vater deiner Men- sterben, Dann wird der Tod selbst der du Dann die Liebe selber bist, Und dessen nen Himmel erben, Wo ich dir Herz auch gegen Sünder Noch ewig nahe bin; Da lieb ich in gütig und voll Mitleid ist, Laß Vollkommenheit Dich, Vater der mich von ganzem Herzen dein, Barmherzigkeit. Laß michs mit allen Kräften sein. 2. Gib, daß ich als ein Kind Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. dich liebe, Da du mich als ein 440. 3ch freue mich, mein in Und zu sein mich übe, Wie du mir dazu bist mein Trost, was könnte mir Vorschrift gibst. Was dir gefällt, Bei deiner Liebe fehlen? Du, gefall auch mir, Nichts scheide Herr, bist mein und ich bin mich, mein Gott, von dir. dein! Was mangelt meiner Seelen? 3. Vertilg in mir durch deine 2. Der du in Christo mich erLiebe Den Hang zur Liebe dieser wählt, Und deinen Kindern zugeWelt, Und gib, daß ich Verleng- zählt, Nie wirst du mein vergesnung übe, Wenn mir das Eitle sen. Du liebst mein Wohl, haft noch gefällt. Wie sollt ich je die gnadenvoll Mein Glück mir zuKreatur Dir vorziehn, Schöpfer gemeſsen. der Natur? 0 3. Du trägst mich Sünder mit 4. Laß mich um deines Na- Geduld, Vergibst aus Gnaden mens willen Gern thun, was mir mir die Schuld, Weil ich au dein Wort gebeut. Kann ich's Christum glaube. Du gibst mir S* Theil Das christliche Leben. 3. O du Licht der Ewigkeiten Und der Zeiten Blicke mich durch4. An dir hab ich den treusten dringend an. Deiner Liebe Glanz Freund, Der es aufs Beste mit erscheine, Du alleine Bist's, der mir meint, Wo find' ich seines wahrhaft lieben kann. Gleichen? Mit deiner Treu stehst 4. Stelle selbst in meinem Herdu mir bei, Und ob auch Berge zen Helle Kerzen Himmlischer Geweichen. danken auf. Wenn zu dir das 5. Du bist mein Leben, Trost Herz sie ziehen, Muß es glühen und Licht, Mein Fels, mein Für den heil'gen Glaubenslauf. Heil, drum frag ich nicht Nach 5. Flöße du mir Himmelsfäfte, Himmel und nach Erde. Herr, Reine Kräfte Deines Guadenle= ohne dich ist nichts für mich, bens ein. So werd ich nur dich Das mir erfreulich werde. zu lieben Recht mich üben, Treu 6. Du segneft mich, wenn man in deinem Dienste sein. mir flucht, Und wer mir auch zu 6. Denke nicht mehr meiner schaden sucht, Es wird ihm nicht Sünde, Ach entwinde Ganz vielgelingen. Selbst was mich kränkt, mehr mich ihrer Schuld. Halte das muß, gelenkt Von dir, mir mich in deinen Armen, Voll ErSegen bringen. barmen Leuchte deine Vaterhuld. 276 Theil an seinem Heil, Wer ist, der mir es raube? 7. Auf deiner Huld allein be= 7. Laß mich, Herr, aus deinen ruht Mein ganzes Glück, mein Schranken Nimmer wanken, Leb höchstes Gut, In dir leb ich zu- und wirke selbst in mir. Laß frieden. So dort als hier, Herr, mich nirgends je auf Erden Fröhbleiben wir In Liebe ungeschieden. lich werden, Als, mein einzig Gut, 8. Du willst mein ewges Wohl- in dir. ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, Dich, Ursprung wahrer Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. Freuden. Wie leicht vergißt, wer selig ist, Des Lebens kurze Leiden. 442. Gott, mein Vater, deine Liebe Neicht so weit der Himmel ist, Deines Wohlthuns starke Triebe Sind so Mel. Thu, Herr, mein Geschrei. 441. Gott, nur du bist mei- ewig, als du bist. Deiner Huld ne Sonne, Heil und Unendlichkeit, Gott, erschöpfet Wonne, Du bist meiner Seele keine Zeit; Und wer kann die Licht. Nichts als Dunkelheit und vielen Proben Deiner Güte würSchmerzen Bleibt im Herzen, dig loben? Wenn dein Gnadenglanz gebricht. 2. Als ich noch der Welt ver2. O vertreib die Finsternisse, borgen In dem Schooß der Weichen müsse Deinem Lichte meine Mutter lag, Wachtest du, für Nacht. Nacht und Dunkel mögen mich zu sorgen, Ueber mich schon schwinden, Laß mich finden, Was Nacht und Tag. mein Auge helle macht. Durch den Beistand deiner Macht Bin ich an 277 Liebe zu Gott und Jesu. an das Licht gebracht. Und was hat mein ganzes Leben Gutes, Mel. Nun lob', mein Seel, den. das du nicht gegeben? Stille, Du großer, 443. Man lobt dich in der 3. Nie gedenket mein Gemüthe Ohne heiße Dankbegier Meiner hocherhabner Gott, Des Rühmens Taufe, wo voll Güte Du die ist die Fülle Vor dir, o Herr, Kindschaft schenktest mir. Wem Gott Zebaoth! Du bist doch, dies hohe Necht gewährt, Wen Herr, auf Erden Der Frommen Gott für sein Kind erklärt, Darf Zuversicht, In Trübsal und Bedes Segens der Erlösten Voller schwerden Lässt du die Deinen Zuversicht sich trösten. nicht, Drum soll dich stündlich 4. In den zarten Jugendjahren ehren Mein Mund vor Jedermann, Warst du meines Lebens Stab, Und deinen Ruhm vermehren, So Mein Beschirmer in Gefahren, lang ich lallen kann. Vater bleibst du bis ins Grab. 2. Es müsse dein sich freuen, Ja, ein Vater, der mich liebt, Wer deine Güt und Größe kennt, Dessen Gnade immer gibt Was Und deinem Dienst sich weihen, zum wahren Wohl mir nüßet, Und Wer Jesu Christi Namen nennt. dein schwaches Kind beschützet. Dein Name sei gepriesen, Der große 5. Du machst es mit uns Wunder thut, Du hast auch mir stets besser, Als wir wünschen erwiesen, Was mir ist nüß und und verstehn. Deine Güte, Gott, gut. Drum geb ich mich mit Freuist größer, Als die Kraft, dich zu den Dir, Herr, zu eigen hin; erhöhn. Schallte gleich so hoch Nichts soll von dir mich scheiden, mein Dank, Wie der Seraphim So lang ich leb und bin. Gesang, Dennoch würde durch 3. Herr, du hast deinen Namein Loben Deine Huld nicht men Sehr herrlich vor der Welt gnug erhoben. gemacht, Und eh wir flehend 6. O so zeuch durch deine Liebe, kamen, Hast du schon längst an Herr, mein ganzes Herz zu dir. uns gedacht. Ich habe Gnad Stärk und mehre selbst die Triebe empfangen, Herr, wie vergelt ichs Wahrer Dankbarkeit in mir. Laß dir? Laß fest mich an dir hangen, mich ganz dein eigen sein, So Dein Segen ruh auf mir. Dich mich deines Wohlthuns freun, will ich dann erheben, Mein Vater, Daß auch mir auf dieser Erde allezeit, Dich preisen hier im Wohlthun wahre Freude werde. Leben, und dort in Ewigkeit. 7. Laß mich jede deiner Gaben Recht zu brauchen mich bemühn, Mel. O daß ich tausend Zungen. Stets den Zweck vor Augen haben, 444. Ach, sagt mir nichts Dazu du sie mir verliehn. Deine von Gold Güte reize mich, Daß ich innig Schätzen, Von Pracht und Schönliebe dich, Daß ich deinen heilgen heit dieser Welt! Es kann mich Willen Freudig suche zu erfüllen. ja kein Ding ergößen, Daß mir die Das christliche Leben. 278 die Welt vor Augen stellt. Ein] Jeder liebe, was er will, Ich liebe Mel. Komm, o komm, du Geist. Jesum, der mein Ziel. 445. Qiebe, die du mich zum 2. Denn er allein ist meine Bilde Deiner GettFreude, Mein Gold, mein Schatz, heit haft gemacht, Liebe, die du mein schönstes Bild, An dem ich mich so milde Nach dem Fall mit meine Augen weide, Und finde, Heil bedacht, Liebe, dir ergeb ich was mein Herz mir stillt. Jeder liebe, was er will, liebe Jesum, der mein Ziel. Ein mich, Dein zu bleiben ewiglich. Ich 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh ich noch geschaffen war, Liebe, 3. Die Welt vergeht mit ihren die du Mensch geboren, Und mir Lüsten, Des Leibes Schönheit dauert gleich wardst ganz und gar, Liebe, nicht, Die Zeit kann alles das ver- dir ergeb ich mich, Dein zu bleiwüsten, Was Menschenhände zuge- ben ewiglich. richt't. Ein Jeder liebe, was er will, 3. Liebe, die für mich gelitten Ich liebe Jesum, der mein Ziel. Und gestorben in der Zeit, Liebe, 4. Sein Schloß kann keine Macht die mir hat erstritten Ew'ge Luft zerstören, Sein Reich vergeht nicht und Seligkeit, Liebe, dir ergeb ich mit der Zeit, Sein Thron bleibt mich, Dein zu bleiben ewiglich. ftets in gleichen Ehren Von nun 4. Liebe, die du Kraft und an bis in Ewigkeit. Ein Jeder Leben, Licht und Wahrheit, Geist liebe, was er will, Ich liebe Je- und Wort, Liebe, die sich ganz sum, der mein Ziel. ergeben, Mir zum Heil und See5. Sein Neichthum ist nicht lenhort, Liebe, dir ergeb ich mich, zu ergründen, Sein allerschönstes Dein zu bleiben ewiglich. Angesicht, Und was von Schmuck 5. Liebe, die mich hat gebunan ihm zu finden, Verbleichet den An ihr Joch mit Geist und und veraltet nicht. Ein Jeder Sinn, Liebe, die mich überwunden, liebe, was er will, Ich liebe Je- Und mein Herz hat ganz dahin, sum, der mein Ziel. Liebe, dir ergeb ich mich, Dein 6. Er kann mich über Alles zu bleiben ewiglich. heben, Und seiner Klarheit machen 6. Liebe, die mich ewig liebet, gleich; Er wird mir so viel Schätze Die für meine Seele litt, Liebe, geben, Daß ich werd unerschöpflich die das Löfgeld giebet, Mich so reich. Ein Jeder liebe, was er will, kräftiglich vertritt, Liebe, dir erIch liebe Jesum, der mein Ziel. geb ich mich, Dein zu bleiben 7. Und muß ich auch noch viel ewiglich. entbehren, So lang ich wall in 7. Liebe, die mich einft wird dieser Zeit, So wird er mir's führen Aus des Grabes Dunkeldoch wohl gewähren Im Reiche heit, Liebe, die mich dort wird seiner Herrlichkeit. Drum thu ich zieren, mit dem Kranz der Herrbillig, wie ich will, Ich liebe Se- lichkeit, Liebe, dir ergeb ich mich, sum, der mein Ziel. Dein zu bleiben ewiglich. Mel. Liebe zu Gott und Jesu. 279 Mel. Wie schön leucht't uns. gehört, Kein Mensch gesehen noch gelehrt, Und Niemand kann's be= Was denen dort für 446. tesfehn, Mein Hei- Herrlichkeit Bei dir und von dir land und mein Gnadenthron, Mein ist bereit, Die in der Liebe bleiSchatz und meine Wonne, Du ben. Würdig Läßt sich nicht ver= weißt ja, ob ich rede wahr, Vor gleichen noch so reichen Erdendir ist Alles sonnenklar Und hel- schätzen, Was alsdann uns wird ler als die Sonne. Herzlich Such ergößen. 1 ich Dir vor Allen zu gefallen, 6. Drum laß ich ernstlich das nichts auf Erden kann und mag allein, O Jesu, meine Sorge sein, mir lieber werden. Daß ich dich herzlich liebe; Daß 2. Das ist mein Schmerz, das ich in dem, was dir gefällt, Und kränket mich, Daß ich nicht gnug mir dein Wort vor Augen stellt, kann lieben dich, Wie ich dich Aus Liebe stets mich übe, Bis lieben wollte. Je mehr die Lieb in ich Endlich Werde scheiden, und mir entbrennt, Um so viel mehr voll Freuden zu dir kommen, Aller mein Herz erkennt, Wie es dich Trübsal ganz entnommen. lieben sollte. Von dir Laß mir 7. Da werd ich deine SüßigDeine Güte ins Gemüthe lieblich keit, Du Himmelsmanna, allezeit fließen, So wird sich die Lieb In reiner Liebe schmecken, Und ergießen. sehn dein lieblich Angesicht Mit 3. Gib, Jesu, daß ich treff das unverwandtem Augenlicht Ohn alle Ziel, Daß ich, so viel ich soll und Furcht und Schrecken. Reichlich will, Dich allzeit lieben könne. Werd ich Dann erquicket und geNichts auf der ganzen weiten schmücket dort am Throne Mit der Welt, Macht, Wollust, Ehre, schönen Himmelskrone. Glanz und Geld, So viel ich auch gewönne, Kann mich Ohn Mel. Ich ruf zu dir, Herr. dich G'nugsam laben, ich muß 447. schönstes Licht, Der O mein haben reine Liebe, Die tröst', wenn ich mich betrübe. du in deiner Seelen So hoch 4. Denn wer dich liebt, den mich liebst, daß ich es nicht Aus= liebest du, Schaffst seinem Herzen sprechen kann noch zählen: Gib, Fried und Nuh, Erfreuest sein daß mein Herz dich wiederum Mit Gewissen; Wie sehr ihn auch das Lieben und Verlangen Mög umKreuz beschwert, Und sich die fangen, Und als dein Eigenthum eigne Kraft verzehrt, Soll er Nur einzig an dir hangen. doch dein genießen. Endlich Zeigt 2. Gib, daß sonst nichts. in sich Nach dem Leide volle Freude, meiner Seel, Ais deine Liebe und die Stunden Alles Trauerns wohne; Gib, daß ich deine Lieb sind verschwunden. erwähl Zum Schatz mir und zur Krone. Nott Alles aus, nimm Alles 5. Kein Ohr hat jemals noch 280 Das christliche Leben. Alles hin, Was mich und dich Aufthäte und viel Thränen, Heiße will trennen, Und nicht gönnen, Thränen Vergösse, wie die thun, Daß all mein Thun und Sinn Die sich in Liebe sehnen. ME In deiner Lieb entbrennen. 8. O daß ich, wie ein kleines 3. Wie freundlich, selig, süß Kind, So lange dir nachginge, und schön Ist, Jesu, deine Liebe! Bis deine Gnade sanft und lind Wo diese wohnt, kann nichts ent- Mich Armen still umfinge! Bis stehn, Was meinen Geist betrübe. deine Seele mein Gemüth Zu volDrum laß nichts anders denken ler süßer Liebe Still erhübe, Und mich, Nichts sehen, fühlen, hören, ich stets als dein Glied Mit dir Nichts verehren, Als deine Lieb vereinigt bliebe. und dich, Der du ste kannst ver= mehren. 9. Ach, zeuch mich, Heiland, dem ganz zu dir, Laß mich dein Heil 4. O daß ich dieses hohe Gut genießen. Ich will mit sehnlicher Möcht ewiglich behalten! O daß Begier Tief in mein Herz dich in mir die edle Glut Möcht nim- schließen. Dann werd ich, Herr, mermehr erkalten! Ach, hilf mir erquickt von dir, Den süßen Trost wachen Tag und Nacht, Und die- empfinden, Der die Sünden Und sen Schatz bewahren Vor den alles Unglück hier Kann leichtlich Schaaren, Die wider uns mit überwinden. Macht Aus Satans Reiche fahren. 10. Mein Troft, mein Schatz, 5. Mein Heiland, du bist, mir mein Licht, mein Heil, Mein Höchzu gut, In Noth und Tod ge- stes Gut und Leben, Ach, nimm gangen, Und haft am Kreuz in mich auf zu deinem Theil, Dir deinem Blut, Ein Fluch für mich, hab ich mich ergeben. Denn außer gehangen, Verhöhnt, verlästert, dir ist Noth und Bein, Es werden matt und wund. Ach, laß mich selbst die Freuden Mir zu Leiden, deine Wunden Alle Stunden Zur Nichts kann mir tröstlich sein, Lieb im Herzensgrund Auch reizen Nichts meine Seele weiden. und verwunden. 11. Du aber bist die rechte 6. Dein Blut, das dir vergossen Ruh, Bei dir ist Fried und ward, Ist köstlich, gut und reine, Freude; Herr, meiner Augen Lust Mein Herz hingegen böser Art, Und sei du, Du meines Herzens Weide! hart gleich einem Steine. O laß Die Lebensflamme sei du mir, doch deines Blutes Kraft Mein Sei Balsam mir, der theilet, hartes Herz bezwingen, Wohl Lindert, heilet Den Schmerz, der durchdringen, Und diesen Lebens- stets noch hier Tief in der Brust saft Mir deine Liebe bringen. mir weilet. 7. O daß mein Herz stets offen 12. Was ist, o Schönster, das stünd Und fleißig möcht' auffangen ich nicht In deiner Liebe habe? Die Tröpflein Bluts, die meine Sie ist mein Stern, mein SonnenSünd' Im Garten dir abdrangen! licht, Mein Quell, drin ich mich Ach, daß sich meiner Augen Brunn labe, Mein Lebenswein, mein Himmelsbrød, Liebe zu Gott und Jesu. 281 melsbrod, Mein Schmuck vor Got-| nicht auf, Wie sollt ich ihn ver= tes Throne, Meine Krone, Mein lassen? Ich ließ ja in den Bund Schutz in aller Noth, Mein Haus, Mit ihm mich freudig ein, Drum darin ich wohne. soll er stets mir lieb, Er soll mir 13. Mein Heiland, ach, wenn Alles sein. du entweichst, Was hilfts, daß 2. Als ich sein Feind noch ich geboren? Wenn du mir deine war, Ist er für mich gestorben, Lieb entzeuchst, Ist all mein Heil Und hat durch seinen Tod Das verloren. Drum gib, daß ich dich, Leben mir erworben. Was mir meinen Gast, Wohl such und unmöglich war, hat er für mich bester Maßen Mög' umfassen, Und gethan, Ob ich's gleich ewiglich wenn ich dich umfaßt, In Ewig- Ihm nicht vergelten kann. keit nicht lassen. 3. Er hatte mich erlöst, Doch 14. Du hast mich je und je liebt ich noch die Sünden, Ich geliebt, Und mich zu dir gezogen; wollte mich noch nicht zu seiner Eh ich noch etwas Guts geübt, Heerde finden; Allein der treue Warst du mir schon gewogen. Hirt Ging mir so lange nach, Ach, laß doch ferner, edler Hort, Bis daß sein Liebesruf Mein Mich deine Liebe leiten, Und be- hartes Herze brach. gleiten, So daß sie immerfort 4. Die Sünde drückte mich, Mir kräftig steh zur Seiten. Ich war mit Angst umfangen. 15. Laß meinen Stand, in dem Er ließ mich Ruh und Nast In ich steh, Herr, deine Liebe zieren, seinem Bhut erlangen. So spricht Und wo ich etwa irre geh, Als- er mich auch noch von allen bald zurecht mich führen. Laß Fehlern frei, Und steht mir jedersie mich allzeit guten Rath Und zeit In der Versuchung bei. rechte Werke lehren, Steuern, weh- 5. Ihm darf ich meine Noth ren Der Sünd, und nach der That Schnell wieder zu dir kehren. Zu allen Zeiten klagen, Shm sag ich, was ich sonst nicht dürfte 16. Stets sei ste meine Freud Jemand sagen; Er steht und hört im Leid, In Schwachheit mein mich an Mit Lieb und FreundVermögen, Bis ich nach wohl voll- lichkeit, Und wenn mirs nützlich brachter Zeit mich soll zur Ruhe ist, Hilft er mir allezeit. legen. Alsdann laß deine Liebes- 6. Zuweilen ist zwar auch Sein treu, Herr Jesu, mir beistehen, Angesicht verborgen, Dann wird Kühlung wehen, Daß ich getroft alsdann mein Herz Umringt mit und frei Mög in dein Reich ein- Furcht und Sorgen; Jedoch es gehen. währt nicht lang, Er höret auf mein Flehn, Und läßt mich wieder froh Mel. D Gott, du frommer Gott. Sein freundlich Antlig sehn. 7. Kommt dann auf dieser Welt Wie könnt ich ihn Das Ende meiner Tage, So madenn haffen? Sein Lieben hört chet er mich frei von aller Angst 448. Mein Jesus liebet mich, und 282 Das christliche Leben. und Plage, So führet er mich bist mein! Drücke deinen süßen einst Zu der Vollkommenheit, Zur Jesusnamen Brennend in mein Freude nach dem Leid, Zur selgen Herz hinein. Mit dir Alles thun Ewigkeit. und Alles lassen, In dir leben, 8. Laß sein, daß dieser Leib Zu und in dir erblassen: Das sei bis Staub und Moder werde, Will zur letzten Stund Unser Wandel, doch mein Jesus ihn Erwecken aus unser Bund. der Erde. Da soll er schön verklärt In seinen Himmel gehn. Ach, Mel. Unser Herrscher, unser König. wär die Stunde da! Ach, möcht 450. Wenn ich nur den Hetz es bald geschehn! Mel. Marter Christi, wer kann. nur mein eigen ist, Wenn mein Herz nur bis zum Grabe Seiner 449. Gines ines wünsch ich mir Treue nicht vergißt, O dann weiß vor allem Andern, ich nichts vom Leide, Fühle nichts Eine Speise früh und spät; Selig als Lieb und Freude. läßt's im Thränenthal sich wan- 2. Wenn ich nur den Heiland dern, Wenn dies Eine mit uns habe, Laß ich alles Andre gern, geht: Unverrückt auf Einen Mann Folg an meinem Pilgerstabe Treuzu schauen, Der mit blutgem gestunt nur meinem Herrn; MöSchweiß und Todesgrauen Auf gen immerhin die Andern Auf sein Antlig niedersank, Und den dem breiten Wege wandern. Kelch des Vaters trank. 3. Wo ich nur den Hetland 2. Ewig soll er mir vor Augen habe, Da ist auch mein Vaterland, stehen, Wie er, als ein stilles Und es fällt mir jede Gabe Als Lamm, Dort so blutig und so bleich ein Erbtheil in die Hand; Denn zu sehen, Hänget an des Kreuzes ich finde meine Brüder Stets in Stamm; Wie er dürstend rang Jesu Freunden wieder. um meine Seele, Daß sie ihm zu 4. Wenn ich nur den Heiland seinem Lohn nicht fehle, Und dann habe, Schlaf ich sanft und selig auch an mich gedacht, Als er rief: ein. Ewig wird die höchste Gabe es ist vollbracht! Mir sein treues Lieben sein. Mir 3. Ja, mein Jesu, laß mich nie kann vor dem Tod nicht grauen, vergessen Meine Schuld und deine Jenseits werd ich Jesum schauen. Huld. Da ich in der Finsterniß gesessen, Trugest du mit mir Ge= Mel. Jesu, meine Freude. vuld; Hattest längst nach deinem 451. bleib ich er Jeh esus ist mein Schaaf getrachtet, Eh es auf des Ihm Hirten Ruf geachtet, Und mit geben Fest bis in den Tod. Seine theurem Lösegeld Mich erkauft von treue Güte Stillet mein Gemüthe dieser Welt. In der größten Noth. Jesus litt, 4. Ich bin dein! sprich du dar- ich leide mit, Bis, wo er verklärt auf ein Amen! Treuster Jesu, du regieret, Mein Geist triumphiret. 2. Jesus Liebe zu Gott und Jesu. 283 2. Jesus wischt den Seinen, der Leiden Gingst du hin zu FreuDie mit ihm hier weinen, Einst den, Hin zur bessern Welt. Set die Thränen ab. Die mit Jesu bei mir, ich folge dir. Herr, kein sterben, Werden mit ihm erben, Tod, kein banges Leiden Soll Sinkt der Leib in's Grab. Ihre mich von dir scheiden. Kron, der Siegeslohn, Ist, wo00 Engel Gott dort loben, Ihnen Mel. Warum sollt ich mich. aufgehoben. 3. Die mit Thränen säen, 452. Meines Herzens reinste Freude Bleibet die, Wenn die Stürme wehen, Die 2. Freundlich ruft er alle Müder Feind erweckt, Werden dort Daß ich nie Mich von Jesu mit Frenden Erndten nach dem scheide; Daß ich ihn durch Glauben ehre, Jederzeit Hocherfreut Leiden, Wo kein Feind mehr Seine Stimme höre. schreckt. Nach der Müh, die sie allhie Dulden, wird sie Gott ergößen Mit des Himmels Schätzen. den, Und erfüllt Neich und mild 4. Othr frommen Seelen, Ihren Geist mit Frieden. Seine Die ihr euch mit Quälen Drän Laft ist leicht zu tragen, Er macht Bahn, Geht voran, Stärkt uns, get durch die Welt, Die ihr öfters weinet, Wenn kein Trost wenn wir zagen. 3. Denn er kennt die Leidenserscheinet, Kreuz euch niederhält: Denket doch bei diesem Joch An stunden, Größern Schmerz, Als das ewig frohe Leben, Das euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden schrecken, Wird uns Gnade decken Und des den. Darum blickt, wenn seiner sein Herz, Hat kein Herz empfun= Brüder Einer weint, Unser Freund Mitleidsvoll hernieder. 4. Will das Herz vor Jammer Heilands Blut; Er hat für die brechen, Ach, er trägt Und verSchulden Liebreich wollen dulden, pflegt uns in unsern Schwächen. Er starb uns gut. wir nur mit ihm hier, So wird Selig, wer in bösen Zeiten, In er auch für uns kämpfen und die Gefahr Immerdar Sich von ihm läßt leiten. Sünde dämpfen. 5. Jesu, treuster Freund vor 6. Seid getreu, ihr Herzen, Bet Allen, Mit dir will Froh und des Kreuzes Schmerzen, Treu bis still Ich durch's Leben wallen. an das Grab; Jesus wird euch Auch der Tod kann mich nicht trösten, Er nimmt den Erlösten Ganz ihr Kreuz einst ab. Duldet schrecken, Denn du wirst, Lebensnun, ihr sollt auch ruhn; Gott fürft, Einst mich auferwecken. läßt bald euch nach dem Weinen Eigene Melodie. Seine Sonne scheinen.scibi 7. Nun, Herr Jeſu, stärke 453. Jnes Herzens Weide, esu, MetMich zu deinem Werke, Du, mein starker Held! Auf der Bahn Jesu, meine Zier, Ach, wie lang, ach, 284 Das christliche Leben. ach, lange Ist dem Herzen bange, bleibst du auch im Leide, Jesu, Und verlangt nach dir! Gottes- meine Freude. old me the lamm, mein Bräutigam, Außeriale dir soll mir auf Erden Sonst nichts lieber werden. Eigene Melodie. 2. Unter deinem Schirmen Bin 454. Meinen Jefum laß ich ich vor den Stürmen Aller Feinde nicht! Weil er sich frei. Laß den Satan wüthen, Ich für mich gegeben, So erfordert kann Troß ihm bieten, Mir steht meine Pflicht, Klettenweis an ihm Jesus bei. Ob's m. Macht auch zu kleben. Er ist meines Lebens bligt und kracht, Ob auch Tod Licht: Meinen Jesum laß ich und Hölle schrecken: Jesus will nicht. mich decken. 2. Jesum, Jesum laß ich nicht, 3. Trotz dem alten Drachen, Nun und nie mein ganzes Leben, Trotz des Todes Nachen, Troß Ihm hab ich voll Zuversicht, Was der Furcht dazu! Tobe, Welt, ich ich bin und hab, ergeben. Alles bringe Gott die Ehr und singe ist auf ihn gericht't: Meinen JeIn gar sichrer Nuh. Gottes Macht sum laß ich nicht. hält mich in Acht; Erd und Him- 3. Laß vergehen das Gesicht, mel muß vergehen, Doch mein Hören, Schmecken, Fühlen weiFels bleibt stehen. chen, Laß das letzte Tageslicht 4. Weg mit eitlen Schätzen! Mich auf dieser Welt erreichen; Du bist mein Ergötzen, Jesu, Wenn der Lebensfaden bricht: meine Luft. Weg, ihr eitlen Eh- Meinen Jesum laß ich nicht. ren, Ich mag euch nicht hören, 4. Ich werd ihn auch lassen Bleibt mir unbewußt! Elend, nicht, Wenn ich nun dahin geNoth, Kreuz, Schmach und Tod langet, Wo vor seinem Angesicht Soll mich, ob ich viel muß lei- Meiner Eltern Glaube pranget. den, Nicht von Jesu scheiden. Mich erfreut sein Angesicht: Mei5. Gute Nacht, o Wesen, Das nen Jesum laß ich nicht. die Welt erlesen, Mir gefällst du 5. Nicht nach Welt, nach Himnicht! Gute Nacht, ihr Sünden, mel nicht, Nur nach ihm mein Laßt euch nimmer finden, Kommt Herz sich sehnet; Jesum such ich nicht mehr an's Licht! Gute und sein Licht, Der mich hat mit Nacht, du Stolz und Pracht! Gott versöhnet. Er befreit mich Ganz sei dir, ungöttlich Leben, im Gericht: Meinen Jesum laß Gute Nacht gegeben. ich nicht. 6. Weicht, ihr Trauergeister, 6. Jesum laß ich nicht von Denn mein Freudenmeister, Jesus, mir, Geh ihm ewig an der Seitritt herein. Denen, die Gott lie- ten; Christus wird mich für und für ben, Muß auch ihr Betrüben Zu den Lebensbächen leiten. SeLauter Freude sein. Duld ich schon lig, wer mit mir so spricht: Meihier Spott und Hohn, Dennoch nen Sesum laß ich nicht. Eigene Liebe zu Gott und Jesu. GE 285 Eigene Melodie. Eigene Melodie. 455. Herzlich ich hab ich 456. Liebster Immanuel, du o Herr, Ver= leihe du mir immer mehr Die Du meiner Seele Trost, ach, Fülle deiner Gaben. Die ganze komm nur bald. Du Friedefürst Welt erfreut mich nicht, Nach haft mir das Herz genommen, Erd und Himmel frag ich nicht, Das ganz in Liebe dir entgegen Wenn ich nur dich kann haben. wallt. Nichts kann auf Erden Und wenn mir gleich mein Herz Mir lieber nden, Als wenn ich zerbricht, Bist du doch meine Zu- dich, mein Jesu, stets behalt. versicht, Du, meines Herzens höch- 2. Dein Name ist so lieblich stes Gut, Der mich erlöst hat mir im Munde, Er ist so stär= durch sein Blut. Herr Jesu Christ, kend mir wie kühler Thau, Der Mein Gott und Herr, mein Gott Feld und Blumen netzt zur Morund Herr, In Schanden laß genstunde. Du bist nun mein, mich nimmermehr. dir ich mich ganz vertrau. Dann 2. Es ist ja dein Geschenk und weicht vom Herzen, Was mir Gab, Leib, Seel und Alles, was macht Schmerzen, Wenn ich auf ich hab In diesem armen Leben. deine Liebe gläubig schau. Daß ich es brauch zum Lebe dein, 3. Und ob das Kreuz auch mich Zum Nutz und Frommen der Ge- noch drückt und plaget, Wie es bei mein, Wollst du mir Gnade ge- Christen oft pflegt zu geschehn, ben. Behüt mich, Herr, vor fal- Wenn meine Seele nur nach dir, scher Lehr, Des Satans Mord Herr, fraget, So kann das Herz und Lügen wehr. In allem Kreuz auch stets auf Rosen gehn. Kein erhalte mich, Daß ich es trag Ungewitter Ist mir so bitter, Mit geduldiglich. Herr Jesu Christ, dir kann ich es fröhlich überstehn. Mein Herr und Gott, mein Herr 4. Wenn Satans List und Macht und Gott! Tröst mir mein' Seel' mich will verschlingen, Wenn das in Todesnoth. Gewissensbuch die Sünden sagt, 3. Laß deinen Engel bei mir Ob auch das Höllenheer mich will sein, Der mich nach überstandner umringen, Und selbst der Tod mir Pein Zur Ruh des Himmels trage. an dem Herzen nagt, Steh ich Den Leib laß sanft im Grabe ruhn, doch feste, Denn du, der Beste, Bis du erscheinst, es aufzuthun, Du hast durch deinen Sieg den An jenem großen Tage. Alsdann Feind verjagt. erweck vom Tode mich, Daß meine 5. Mag auch die blinde Welt Augen schauen dich, In selger Ruh, mich bitter hassen, Bin ich vero Gottessohn, Mein Mittler und achtet auch von Jedermann, Von mein Gnadenthron. Herr Jesu meinen Freunden selbst auch ganz erhöre mich! verlassen: Doch nimmst du meiner Chrift, Erhöre mich, Ich will dich preisen ewiglich. dich, Herr, gnädig an. Du stärkst mich 286 Das christliche Leben. mich Müden, Sprichst: Sei zu- sammen finden, Schlagen unsre frieden, Ich bin dein bester Freund, Hände ein, Uns auf deine Marder helfen kann. ter zu verbinden, Dir auf ewig 6. Drum fahret immer hin, ihr treu zu sein. Und zum Zeichen, Eitelkeiten, Du, Jesu, du bist mein daß du auf uns hörest, Deine und ich bin dein; Ich will mich Gnad und Liebe uns gewähreſt, von der Welt zu dir bereiten, Du Sage: Amen, und zugleich: Friede, sollst in meinem Mund und Her- Friede sei mit euch! zen sein. Mein ganzes Leben Seid dir ergeben, Bis man dereinst mich legt ins Grab hinein. Mel. Wie schön leucht't uns. 458.11ns, die Gebundnen, zu Eigene Melodie. befrein, Der Unheilbaren Heil zu sein, Ist er herab457. Marter Christi, wer gekommen. All unfre Schuld und kann dein verges- Noth und Qual Hat er aus Lieb sen, Der in dir sein Wohlsein in freier Wahl Von uns auf sich fand? Meer der Liebe, wer kann genommen. Müden Frieden, Und dich ermessen, Wer ist nicht von Elenden Heil zu senden, stieg er Lieb' entbrannt? Unsre Seele soll, nieder, Brachte das Verlorne wieder. sich an dir nähren, Unser Ohr 2. Der einst im Fleisch auf Ersoll nichts je lieber hören, Alle den war, Ist auch noch heute unTage wird dies Bild Schöner sichtbar Allwaltend hier zugegen. unserm Blick enthüllt. inly Er nimmt sich unsrer Schwachheit 2. Tausend Dank, du unser an; Wenn wir den steilen Pfad treuer Hirte, Leib und Seele hinan Zu klimmen nicht vermögen, beten an, Daß du unter Martern Trägt er, Pflegt er, Die erliegen, für Verirrte Sterbend haft genug gibt zum Siegen Muth und Stärke, gethan. Laß uns Alle treulich an Geist, zu wirken Gottes Werke. dir hangen, Nähre du das heilige 3. Zu Gottes Ruhm hat er's Verlangen, Dich auf deinem Thron vollbracht; Wo ist, o Tod, nun zu sehn, Deinen Ruhm dort zu deine Macht, Wo ist dein Sieg, erhöhn. o Hölle? Wie weit uns auch der 3. Meine Seele, matt und Sturm verschlägt, An's Heimathschuldbeladen, Gilt auf deine liche Ufer trägt Uns doch die Wunden zu, Denn sie findet in letzte Welle. Fröhlich, Selig dem Schooß der Gnaden Trost Auch in Leiden sind wir, scheiden und Labsal, Fried und Ruh. Laß voll Vertrauen, Ihn dort, wie vom Kreuz nur Stärkung mich er ist, zu schauen. anwehen, Und dein Marterbild st stets vor mir stehen, So geht Eigene Melodie. mir bis in mein Grab Nichts 459. Mein Herzens- Jeft = an Seligkeiten ab. An 4. Die wir uns nun hier bei- dem ich mich vergnüge, Der ich an Liebe zu Gott und Jesu. 287 an deiner treuen Brust Mit mei- Traurigkeit, Mein Schiff in Wasnem Herzen liege, Mein Mund serwogen, Mein Anker, wenn ein ist dir zum Lob bereit, Weil ich Sturm entsteht, Mein sichrer durch deine Freundlichkeit Die Kompaß und Magnet, Der mich Macht der Welt bestege.dm noch nie betrogen. 2. Du bist mein wunderbares 8. Was sollt ich, Schönster, Licht, Durch welches ich erblicke weiter doch Von dir wohl sagen Mit aufgedecktem Angesicht, Daran können? Ich will dich meine Liebe ich mich erquicke. Nimm hin mein noch, Mein Ein und Alles nennen, Herz, erfüll es ganz, O wahres Denn was ich will, das bist du Licht, durch deinen Glanz, Und mir; Ach, laß mein Herz doch weiche nicht zurücke. für und für Von deiner Liebe 3. Du bist mein sichrer Him- brennen. meleweg, Durch dich steht Alles offen, Wer dich versteht, der hat den Steg Zur Seligkeit getroffen. 460. Ach, laß mich, liebstes Heil, hinfür esu, meiner Seelen Ruh, Und mein Doch ja den Himmel außer dir bester Schatz bist du, Alles bist Auf keine Weise hoffen. du mir allein, Sollst auch ferner Alles sein. 4. Du bist die Wahrheit, dich allein Hab ich mir außerlesen, Denn 2. Liebet Jemand in der Welt ohne dich ist Wort und Schein, Erdenschäße, Geld und Geld: JeIn dir ist Kraft und Wesen. Ach sus und sein theures Blut Ist mach mein Herz doch völlig frei, mir mehr, denn alles Gut. Daß es nur dir ergeben sei, Durch den es kann genesen. 3. Stellen meine Feinde sich Deffentlich gleich wider mich: Je5. Du bist mein Leben, deine sus reißt aus aller Noth, Tilget Kraft Soll mich allein regieren. Teufel, Höll und Tod. Dein Geist, der in mir Alles 4. Bin ich krank und ist kein schafft, Soll meine Seele führen. Mann, Der die Schwachheit heben Und wenn ich nun voll Leben bin, kann: Jesus will mein Arzt in Dann laß es, Jesu, mich forthin Pein Und mein treuer Helfer sein. Doch nimmermehr verlieren. 5. Ist mein Vorrath auch nicht 6. Du bist mein treuer Seelen- groß, Bin ich nackend, arm und hirt Und selber auch die Weide, bloß: Jesus hilft zur rechten Zeit Du hast, Herr, da ich war verirrt, Aller meiner Dürftigkeit. Mich heimgebracht mit Freude. 6. Muß ich in das Elend fort, Ach, nimm dein Schäflein nun in Hin an einen fremden Ort: Jesus Acht, Damit mich weder List noch selbst sorgt immerdar, Schüßt mich, Macht Von deiner Heerde scheide. hilft mir wunderbar. 7. Du bist mein starker Held Eigene Melodie. 7. Muß ich dulden Hohn und Im Streit, Mein Panzer, Schild Spott Wider Gott und sein Geund Bogen, Mein Tröster in der bot: Jesus gibt mir Kraft und Macht, Das christliche Leben. 4. Mein ganzes Herz sei dir gegeben, Zu deiner Wohnung nimm 8. Drum, o Jesu, will ich dich es hin, Und hauch ihm ein dein Immer lieben festiglich. Du, oselig Leben, Dein Geist regier Jesu, sollst allein Meiner Seele allein darin. Die Liebe, die dich Alles sein. ehmals nieder In dieses Erden9. Jesus sei mein' Speis' und wesen zog, Und Mensch zu werden Trank, Jesus sei mein Lobgesang, dich bewog, Die zieh auch jetzt Jesus sei mein ganzes All, Jesus zu mir dich wieder. sei mein Freudenschall. 288 Macht, Daß ich allen Spott nicht acht'.id's 5. Zerbrich, vertilge, ja zer10. Endlich laß, du höchstes malme, Was deinem Willen nicht Gut, Jesu, laß dein theures Blut, gefällt. Ob mich die Welt an Deine Wunden, deine Bein Meinen Trost im Tode sein. einem Halme, Ob sie mich an der Kette hält, Das gilt ja gleich in deinen Augen, Da nur ein ganz befreiter Geist, Der alles Mel. Mein Jesu, dem die. 461. Wie ie dank ich's, Hei- Eitle von sich weist, Und nur die land, deiner Liebe, lautre Liebe taugen. Daß du von deinem Gnadenthron 6. Ja, Amen, hier sind Herz Durch deines heilgen Geistes und Hände, Auf's Neue sei's dir Triebe Mich haft erneut, o Got- zugesagt: Ich will dich lieben tessohn? Wie dank ich's deinem ohne Ende, Mein Alles werde treuen Herzen, Daß du mich von dran gewagt. Du gibst mir einen dem Fluch befreit, Und mir die neuen Namen, Der gilt in deiew'ge Seligkeit Erworben hast ner Treuen Zahl, Und gilt in durch Todesschmerzen? deinem Ehrensaal, Wohin die Ueberwinder kamen. 2. Das hab ich an mir wahrgenommen, Zu deiner Stunde ist's geschehn, Da bin ich meinem Feind entkommen, Da hab ich in dein 462. meine Stärke, Ich Mel. Wer nur den lieben Gott. will lieben, Licht gesehn, Da wurde köstliches Geschmeide, Das Kleid des Heils will dich lieben, meine Zier! Ich mir zugewandt, Mir mitgetheilt will dich lieben durch die Werke der Kindschaft Pfand, Des Geistes Mit immerwährender Begier. Ich selge Nuh und Freude. will dich lieben, schönstes Licht, 3. Doch wär es, daß mein Herz Vis mir das Herz im Tode bricht. noch hinge Mit einem Faden an 2. Ich will dich lieben, o mein der Welt, Auf etwas seine Sehn- Leben, Als meinen allerbesten sucht ginge, Was dir, mein Heiland, Freund. Ich will dich lieben und nicht gefällt: Ach wäre dies, mein erheben, So lang' dein Gnadenliebstes Leben, So bitt ich, zeige glanz mir scheint. Ich will dich du Gewalt, Zerreiße diesen Faden lieben, Gotteslamm, Das für mich bald, Mein Wille sei dir übergeben. litt am Kreuzesstamm. 3. Ach, Liebe zu Gott und Jesu. 289 3. Ach, daß ich dich so spät erkannte, Du hochgelobter Heiland Eigene Melodie. du! Daß ich nicht früher mein dich 463. Wie schön leucht't uns nannte, Du höchstes Gut und der Morgenstern, wahre Nuh! Wie tief ist doch Voll Gnad und Wahrheit von mein Herz betrübt, Daß es nicht dem Herrn, Der Aufgang aus früher dich geliebt! der Höhe! Du Davids Sohn aus 4. Ich ging verirrt, und war Jakobs Stamm, Mein König und verblendet, Ich suchte Ruh und mein Bräutigam, In dir den fand ste nicht; Ich hatte mich Stern ich sehe! Innig Zeigt sich von dir gewendet, und liebte das Größ' und Milde in dem Bilde geschaffne Licht; Doch nun ist es dort vereinet, Das so herrlich durch dich geschehn, Daß ich mein mir erscheinet. ewges Heil gesehn. 2. O meines Herzen3 Kron 5. Ich danke dir, du wahre und Lohn, Du, Gottes und des Sonne, Daß mir dein Glanz hat Menschen Sohn, Du hocherhabLicht gebracht. Ich danke dir, ner König! Hab ich nur dich, du Himmelswonne, Daß du mich was brauch ich mehr? Der gan= froh und frei gemacht. Ich danke zen Erde Gold und Ehr Ist dir, froh. thu ich's kund: Du, gegen dich nur wenig. Herzlich Heiland, machtest mich gesund! Will ich So dich preisen, mich 6. Erhalte mich auf deinen erweisen, daß man merke In mir. Stegen, Und laß mich nicht mehr deines Geistes Stärke. 3. Geuß tief du in mein Herz irre gehn; Laß meinen Fuß auf hinein, Du Heiland mir und deinen Wegen Nicht straucheln Herr allein, Die Flamme deiner oder stille stehn. Erleuchte Leib Liebe, Daß ich nur immer bleib und Seele ganz, Du reiner, hel- an dir, Daß nichts uns scheid ler Himmelsglanz. und nichts an mir Dich kränke 7. Gib meinen Augen süße noch betrübe. Durch dich Laß sich Thränen, Gib meinem Herzen Ohn Aufhören in mir mehren heilge Glut, Vermehre stets nach Lieb und Freude, Daß der Lod dir mein Sehnen, Du einzig Heil uns selbst nicht scheide. und höchstes Gut. Laß meinen 4. Von Gott strahlt mir ein Sinn, Geist und Verstand Nur Freudenlicht, Wenn du dein freundimmer sein zu dir gewandt. lich Angesicht Mich gnädig läßft 8. Ich will dich lieben, meine erblicken. O Jesu, du mein süßes Krone, Dich lieben, meinen Herrn Gut, Dein Wort, dein Geist, dein und Gott, Dich lieben auch bei Leib und Blut Kann meine Seel Schmach und Hohne, Auch in erquicken. Tröst mich Freundlich, der allergrößten Noth. Ich will Hilf mir Armen aus Erbarmen, dich lieben, schönstes Licht, Bis hilf in Gnaden, Dein Wort ist's, einst mein Herz im Tode bricht. daß mich geladen. T 5. Du 290 Das christliche Leben. 5. Du hast mich, Gott, mein 3. Wahrer Mensch und Gott, starker Held, Schon eh gegründet Trost in Noth und Tod! Dazu war die Welt, In deinem Sohn bist du Mensch geboren, Zu ergeliebet. Dein Sohn hat mich ihm sezen, was verloren, Durch den selbst vereint, Er ist mein Schatz, Kreuzestod, Wahrer Mensch und ich bin sein Freund, Den nun Gott! nichts mehr betrübet. Heil mir! 4. Meines Glaubens Licht Laß Heil mir! Himmlisch Leben wird verlöschen nicht. Salbe mich mit er geben mir dort oben; Ewig soll Freudenöle, Daß hinfort in meiner mein Herz ihn loben. Seele Ja verlösche nicht meines 6. Singt unserm Gott den Glaubens Licht. Herzensdank, Laßt andachtsvoll 5. So werd ich in dir Bleiben den Festgesang Zu seinem Ruhm für und für. Deine Liebe will ich erschallen, Dem Menschensohn aus ehren, Und in dir dein Lob verDavids Stamm, Dein treuen mehren, Weil ich für und für Seelenbräutigam Zu huld'gen, zu Bleiben werd in dir. gefallen. Singet, Klinget, Jubel- 6. Held aus Davids Stamm, lieder, hallet wieder, daß die Erde Deine Liebesflamm Mich ernähre Voll von seinem Ruhme werde. und verkläre, Daß die Welt mich 7. O wie mein Herz so fröh- nicht verzehre, Ob ste mir gleich lich ist, Daß du mein Herr und gram, Held aus Davids Stamm. Heiland bist, Der Anfang und 7. Großer Friedefürst, Wie das Ende! Du wirst mich auch hast du gedürft't Nach der Menzu deinem Ruhm Ganz bringen schen Heil und Leben, und dich in in dein Heiligthum, Daß sich den Tod gegeben, Weil du riefft: dein Werk vollende. Amen, Amen! mich dürft't, Großer Friedefürst! Komm, o Sonne, meine Wonne, 8. Deinen Frieden gib, Aus ich verlange, Daß ich ewges Licht so großer Lieb, Uns, den Deinen, empfange. die dich kennen, und nach dir sich Christen nennen, Denen du bist lieb, Deinen Frieden gib. Eigene Melodie. 464. Seelenbräutigam, Je9. Wer der Welt abstirbt, su, Gottes Lamm! Emstg sich bewirbt Um ein kindHabe Dank für deine Liebe, Die liches Vertrauen, Der wird bald mich zieht aus reinem Triebe Zu mit Freuden schauen, Daß kein dem Kreuzesstamm, Jesu, Gottes Mensch verdirbt, Der der Welt Lamm! abstirbt. 2. Deiner Liebe Glut Stär- 10. Nun ergreif ich dich, Du ket Muth und Blut. Wenn du mein ganzes Ich. Ich will nimfreundlich mich anblickest, Und an mermehr dich lassen, Sondern deine Brust mich drückest, Macht gläubig dich umfassen, Weil im mich wohlgemuth Deiner Liebe Glauben ich nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, Wird Glut. Liebe zu Gott und Jesu. 291 Wird dein Thränenfluß Meine Nichts als deine freie Gnad, Die Thränen auch begleiten, Und zu du giebest, den du liebest, Und deinen Wunden leiten, Daß mein der dich liebt in der That. Laß Thränenfluß Sich bald stillen muß. dich finden, laß dich finden, Der 12. Wenn ich mich aufs Neu hat Alles, der dich hat. Wiederum erfreu, Hältst du mich, 4. Hör', wie kläglich und bedaß ich nicht weiche, Bis ich dort weglich Dir die treue Seele singt, in deinem Reiche Ewiglich aufs Wie demüthig und wehmüthig Neu Mich mit dir erfreu. Deines Kindes Stimme klingt. 13. Hier durch Spott und Laß dich finden, laß dich finden, Hohn, Dort die Ehrenkron; Hier Denn mein Herze zu dir dringt. im Hoffen und Vertrauen, Dort 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, im Haben und im Schauen, Neichthum, Weltlust, Ehr und Denn die Ehrenkron Folgt auf Freud, Sind nur Schmerzen- meiSpott und Hohn. nem Herzen, Welches sucht die 14. Jesu, hilf, daß ich Immer Ewigkeit. Laß dich finden, laß ritterlich Alles durch dich über- dich finden, Großer Gott, ich winde, Und in deinem Sieg em- bin bereit. pfinde, Wie so ritterlich Du ge- Mel. Gott des Himmels und der. kämpft für mich. 15. O mein Preis und Nuhm, 466. Jesus, Jesus, nichts Werthe In mir soll als nun nichts erschallen, Als was mein Wunsch sein und mein dir nur kann gefallen, Werthe Ziel! Ja, ich mache ein VerSaronsblum', Du, mein Preis bündniß, Daß ich will, was und Ruhm! Jesus will, Denn mein Herz, mit ihm erfüllt, Rufet nur: Herr, wie du willt! Eigene Melodie. 465. St ieh, hier bin ich, 2. Giner ist es, dem ich lebe, Ehrenkönig, Lege Den ich liebe früh und spat. Je= mich vor deinen Thron, Schwache sus ist es, dem ich gebe, Was er Thränen, kindlich Sehnen Bring mir gegeben hat. Ich bin in dein ich dir, du Menschensohn. Laß Blut verhüllt, Führe mich, Herr, dich finden, laß dich finden, Vin wie du willt! ich auch nur Erd und Thon. 3. Scheinet was, es sei mein 2. Sich doch auf mich, Herr, Glücke, Und ist doch zuwider dir, das bitt' ich, Leite mich nach dei- Ach, so nimm es bald zurücke, nem Sinn; Dich alleine ich nur Jesu, gib, was nüßet mir. Gib meine, Dein erkaufter Erb' ich dich mir, Herr Jesu, mild, Nimm Laß dich finden, laß dich mich dir, Herr, wie du willt! finden, Gib dich mir und nimm 4. Und vollbringe deinen Willen mich hin. In mir und durch mich, mein 3. Herr, erhöre, ich begehre Gott, Deinen Willen laß erT* füllen 292 Das christliche Leben. füllen Mich in Freuden wie in O würd ich jeden Tag durch dich Noth, Sterben als dein Eben- Noch mehr. dein trener Jünger! bild, Herr, wann, wo und wie 8. Der Glaub an dich und du willt. deine Kraft Sei Trieb von jedem 5. Sei auch, Jesu, stets ge- Triebe, Sei Troft in meiner priesen, Daß du dich, und viel Pilgerschaft, Du meine Freud dazu, Haft geschenkt und mir und Liebe. erwiesen, Daß ich sing in heitrer Ruh: Es geschehe mir, mein Mel. Befiehl du deine Wege. Schild, Wie du willt, Herr, 468. We enn Alle untreu wie du willt. werden, Erhalte mich dir treu, Daß Dankbarkeit auf Erden nicht ausgestorben sei. Mel. Ich dank dir schon. 467. Sesus Christus, Für mich umfing dich Leiden, bleib in mir, Und Du starbst für mich in Schmerz, alles Andre schwinde! Mein Herz Drum geb ich dir mit Freuden sei täglich näher dir Und ferner Auf ewig hin mein Herz. von der Sünde. 2. Oft möcht ich bitter weinen, 2. Laß täglich deine Huld und Daß Mancher dich vergißt, Der Macht Um meine Schwachheit du doch für die Deinen Am Kreuz schweben. Dein Licht verschlinge gestorben bist. Von Liebe nur durchmeine Nacht, Und meinen Tod drungen, Hast du so viel gethan, dein Leben. Haft Heil der Welt errungen, Und ach, wer denkt daran? 3. Beim Sonnenstrahle deines Lichts Laß jeden Wahn verschwin- 3. Du stehst voll treuer Liebe den, Dein Alles, Christus, und Noch immer Jedem bei; Und wenn mein Nichts Laß täglich mich dir keiner bliebe, So bleibst du empfinden. dennoch treu. O diese Liebe steget 4. Sei nahe mir, werf ich mich Und sie ergreift auch mich; Das hin, Wein' ich vor dir im Stil- Herz voll Rührung schmieget Sich len, Dein reiner, gottergebner inniger an dich. Sinn Beherrsche meinen Willen. 4. Ich habe dich gefunden, O 5. Wohn immer herrlicher in lasse nicht von mir, Laß ewig mich mir Voll Weisheit, Huld und verbunden, Eins ewig sein mit dir. Freude. Ich sei ein lebend Bild Einst schauen Alle wieder Voll von dir, Im Glück und wenn Glauben himmelwärts, Und sinich leide. fen liebend nieder Und fallen dir 6. Mach Alles in mir froh an's Herz. und gut, Daß stets ich minder fehle. Herr, deiner großen Liebe Mel. Mein Salomo, Dein. Glut Durchglühe meine Seele. 469. Mir wallt das Herz 7. Gib, daß mein es Ich Werd jeden Tag geringer. gedenket, Den sein Erbarmen, seine treue Liebe zu Gott und Jesu. 293 treue Lieb Von seinem Thron mel schon auf Erden; Wer wollte herab ins Elend trieb. Gedanke, nicht beseligt werden, Der in dir der mich ganz auf Jesum lenket! suchet Ruh und Luft? Ist's mir im Ernst um Seligkeit 2. Die Welt mag meine Feinzu thun, Kann ich getrost in sei- din heißen, Es sei also, ich trau ner Liebe ruhn. ihr nicht, Wenn sie mir gleich 2. Ich mag kein Heil, Als will Lieb erweisen, Bei einem nur in Jesu haben; Ich mag freundlichen Gesicht. In dir verkein Licht, das nicht aus Jesu gnügt sich meine Seele, Du bist strahlt. Der Friede, den sein theu- mein Freund, den ich erwähle, res Blut bezahlt, Ist nirgend Du bleibst mein Freund, wenn sonst, er muß damit begaben, Freundschaft weicht. Der Welthaß Mein Jesus, der für mich am kann mich doch nicht fällen, Weil Kreuze starb, Und mir dadurch in den stärksten Trübsalswellen die Seligkeit erwarb. Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Wie hoch der Geist Der 3. Will mich die Laft der SünJünger auch gestiegen, Ihr Höch- den drücken, Blißt auf mich des stes Wissen blieb das Kreuz des Gesetzes Weh, Zeigt sich die Hölle Herrn; So finden auch die Gläub- meinen Blicken, Dann schau ich auf gen nah und fern In seinem zur Kreuzeshöh; Ich fliehe, Herr, Kreuz das seligste Genügen. Wer zu deinen Wunden, Da hab ich in ihm einzig sucht der Seele schon den Ort gefunden, Wo mich Heil, Dem wird die höchste Weis- kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt heit auch zu Theil. Alles wider mich zusammen, Du 4. Wir sehen ja Die Schaaren bist mein Heil, wer will verseiner Zeugen, Wir kennen den, der dammen? Die Liebe nimmt sich uns erkaufet hat; Er that, er meiner an. litt, er büßt' an unsrer Statt, Wir 4. Lenkst du durch Wüsten müssen uns vor seinem Zepter meine Reise, Ich folg und lehne beugen. Er ist so groß, und ist mich auf dich; Du gibst mir aus zugleich so gut, Wir opfern ihm den Wolken Speise, Und tränkest von Herzen Gut und Blut. aus den Felsen mich; Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb und Segen, In WüEigene Melodie. 470. Wie wohl ist mir, o sten selbst bist du mein Stab. Freund der Seele, Ich weiß, wen du willst herrlich Wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich zieren Und über Sonn' und Stersteig aus meiner Schwermuths- ne führen, Den führest du zuvor höhle, Und eile deinen Armen zu. hinab. Da muß die Nacht des Trauerns 5. Der Tod mag Andern düscheiden, Wenn mit der Fülle ho- ster scheinen, Ich seh ihn an mit Her Freuden Die Liebe strahlt aus frohem Muth, Denn du, mein deiner Brust. Hier ist mein Him- Leben, hafsest Keinen, Deß Herz und 294 Das christliche Leben. und Seele in dir ruht. Wie kann Es ist dein Geschenk und Gabe, des Weges Ziel mich schrecken, Da Seele, Leib und Ehrenstand. Habe aus der Nacht, die mich wird Dank für deine Treu, Welche alle decken, Ich eingeh in die Sicher- Morgen neu, Habe Dank für deiheit? Mein Licht! so will ich denn nen Segen, An dem Alles mir mit Frenden Aus dieser finstern gelegen. Wildniß scheiden, Zu deiner Ruh der Ewigkeit. 4. Laß auch ferner deine Güte Ueber mir sein Tag und Nacht; 6. Wie ist mir dann, o Freund Mich auf meinem Weg behüte, der Seelen, So wohl, wenn ich Durch der starken Engel Wacht. mich lehn' auf dich! Mich kann Laß dieselben bei mir sein, Wenn Welt, Noth und Tod nicht quä- ich gehe aus und ein, Wenn ich len, Denn du, mein Gott, du reise, wache, schlafe, Wenn ich tröstest mich. Laß solche Ruh in etwas Gutes schaffe. dem Gemüthe, Nach deiner un-| 5. Segne alle meine Thaten umschränkten Güte, Des Himmels Durch den werthen Segensgeist, süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, Daß ste mögen wohl gerathen, mit allen Schmeicheleien! Nur er, Und dein Name werd gepreist. mein Heil, kann mich erfreuen. Es ist dein und nicht mein Werk, O reicher Troft: mein Freund ist Drum verleihe Muth und Stärk, mein! Daß ich möge g'rad durchgehen, Nicht auf Gunst und Ungunst sehen. Mel. Werde munter, mein. 471. Qiebster Sefu, Gnaden= sonne, Meines Her6. Treuer Lehrer, wollst mich lehren, Gib mir Weisheit und zens Zuversicht, Meiner Seele Verstand, Richt mein Thun zu Freud und Wonne, Ich komm deinen Ehren, Und zu Dienst dem vor dein Angesicht. Ob ich schon Vaterland; Ja, darauf sei es geein Sünder bin, Werf ich doch richt't, Ach, mein Gott, versag den Muth nicht hin. Bin ich mir's nicht. Wehre, daß des auch schon Asch und Erde, Du Satans Tücke mir nicht dieses hilfst, daß ich selig werde. Ziel verrücke. 2. Herr, ich muß vor allen 7. Gib Geduld und hilf mir Dingen, Ob ich schon nicht völlig tragen Meines Amtes Last und kann, Dir ein Lob- und Dank- Bürd', Die mich oftmals pflegt lied singen, Daß du mir viel zu plagen, Und auch oft beschwerGuts gethan, Von der zarten lich wird. Stößt ein Hinderniß Kindheit auf, Durch den ganzen mir auf, Und beschwert mir meiLebenslauf. Wollt ich all dein nen Lauf, Laß mein Herz sich ja Wohlthun zählen, Würde mir es nicht quälen, Sondern Alles dir gänzlich fehlen. befehlen. 3. Alles, was ich bin und habe, 8. Dir befehl ich meine SaKommt von deines Vaters Hand, chen, Dir sei Alles heimgestellt, Wollest Liebe zu Gott und Jesu. 295 Wollest es mit ihnen machen, kleide: Dies ist meiner Seelen Wie es dir, o Herr, gefällt. Freude. Kommt mir Kreuz und Leid zu 2. Sein will ich mich gläubig Haus, Daß es scheint, als sei freuen, Meinen Bund mit ihm es aus, Laß mich folgen deinem erneuen, Denn auf meiner PilgerWillen, Und damit den Kummer reise Nährt er mich mit Himmels= stillen. speise. Daß ich einen Heiland 9. Muß ich etwa Spottred hö- habe, Der mit treuem Hirtenstabe ren, Werd ich hie und da ver- Mich zu grünen Auen leitet: acht't: Laß dies nicht mein Herz Dies hat Liebe mir bereitet. beschweren. Bin ich von der Welt 3. Ew'ge Liebe, sei gepriesen, verlacht: Was ist's mehr? Welt, Die sich hülfreich mir erwiesen, wie du willt, Du, o Gott, bist Die den Mittler hat getrieben, doch mein Schild; Laß mich wi- Mich bis in den Tod zu lieben. der dich nichts sprechen, Auch Daß ich einen Heiland habe, Der mich nicht an Feinden rächen. mich liebte bis zum Grabe, Der 10. Soll ich hier noch länger nun lebt als Ueberwinder: Dies leben, Nehm ichs gern und willig gewähret Trost dem Sünder. an, Will auch gar nicht wider- 4. Troß'ge und verzagte Herzen streben, Wenn ich nur dir dienen Achten nicht des Heilands Schmerkann. Schaff, daß ich dir treu zen, können, ach, so leicht ver= verbleib, Gib dazu gesunden Leib, gessen, Was sie ernstlich nie erUnd daß ich mir laß genügen, messen. Daß ich einen Heiland Wie du es mit mir willst fügen. habe, An dem ich mich weid und 11. Soll ich aber von hier labe, Ginge mir dies Heil ver= scheiden, Will ich auch zufrieden loren, Wär ich besser nie geboren. sein; Führst du doch zu ew'gen 5. Fehlt er mir, so weicht mein Freuden, Drum se schlaf ich selig Friede, Ohn ihn ist die Seele ein. Nimm in deine Händ die müde, Licht und Troft bleibt mir Seel, Senk den Leib zur Gra- verschwunden, Bis ich wieder ihn beshöhl'. Ja, Herr, dies ist mein gefunden. Daß ich einen Heiland Begehren, Jesu, wollest mir's ge- habe, Reich an jeder Himmels= währen. gabe, Dies allein erweckt auf's Nene Meinen Muth und meine Treue. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele. 472. Nein, nichts Höhres 6. Sollte jemals meiner Seelen kennt mein Glaube, Kraft und Ruh und Freude fehlen, Nichts erhebt mich mehr vom Will ich flehend zu ihm blicken, Staube, Als daß mir zum Heil Und er wird mein Herz erquicken. und Leben Gottes Sohn sich hin- Daß ich einen Heiland habe, Deß gegeben. Daß ich einen Heiland ich bleibe bis zum Grabe, Der habe, Mich an seinen Gütern mich macht zum Himmelserben: labe, Und in sein Verdienst mich Darauf will ich freudig sterben. Eigene 296 Das christliche Leben. Eigene Melodie. kann mir Alles geben: Ich hab genug. 473.3 hab genug, Mein 3. Ich hab genug, Und sorge Herr ist Jesus für den Geist, Das Andre fällt Christ, Mein Herr ist er allein. mir zu. Nur Gottes Reich, Das Wer nur sein Knecht Und treuer Jesus suchen heißt, Das gibt mir Jünger ist, Darf ohne Sorgen wahre Ruh. Ich trachte nur, des sein. Ich will ganz meinem Vaters Willen In Kraft des GeiGott anhangen, Und nicht mehr stes zu erfüllen: Ich hab genug. nach der Welt verlangen: Ich 4. Ich hab genug, Ich lieg an hab genug. Jesu Bruft, Da schwindet aller 2. Ich hab genug, Ich bin der Schmerz. Was will ich mehr? Sorgen los, Und kränke nicht mein Dort find ich Himmelsluft, Dort Herz; Ich bin vergnügt Und siz stillt sich ganz mein Herz. Im in Gottes Schooß, Der lindert Vorschmack weiß ich schon auf allen Schmerz. Ich sorge nicht Erden, Was mir im Himmel einst mehr für mein Leben, Der Höchstes soll werden: Ich hab genug. 5. Ehrfurcht und Demuth. Mel. Wer nur den lieben Gott. Welt Hilft dem ja nichts, der dir 474. Nor dir, o Gott, sich mißfällt. findlich scheuen, Ist 4. Laß immer dein Gericht unsre allergrößte Pflicht. Kein mich scheuen, Und wirke steten Mensch kann deiner Huld sich Ernst in mir, Mein Leben deifreuen, Scheut er dein heilges nem Dienst zu weihen. Dein guAuge nicht. Drum wirk in mir ter Geist erhalt mich dir, Dir, der durch deinen Geist Die Furcht mich vom verdienten Fluch Bevor dir, die findlich heißt. freit, und stets mich liebreich trug. 2. In Allem, was ich thu und 5. Ja, Vater, laß mit Furcht denke, Laß, Herr, das meine und Zittern Mich schaffen meine Weisheit sein, Daß ich mein Herz Seligkeit. Soll nichts mein ewzur Sorgfalt lenke, Vor jeder ges Glück erschüttern, So führ Sünde mich zu scheun, Denn wer mich in der Gadenzeit. Mit noch Lust zur Sünde hat, Der Versicht lehr mich Unrecht fliehn, fürchtet dich nicht in der That. Mich nur um deine Gunft bemühn. 3. Gib, daß ich stets zu Herzen 6. Gib, daß ich stets ein gut nehme, Daß du allgegenwärtig bist, Gewissen Vor dir zu haben sorgUnd das zu thun mich ernstlich sam sei, Und mache von den Hinschäme, Was dir, mein Gott, zu- dernissen Der wahren Tugend selbst wider ist. Der Beifall einer ganzen mich frei. Nie störe Furcht und Luft Ehrfurcht und Demuth. 297 Lust der Welt Mich, das zu thun, 3. Das Glück, deß ich mich was dir gefällt. freue, Hab ich durch deine Treue, 7. In deiner Furcht laß mich Du Herr der ganzen Welt. Du stets wandeln, Und überall, wo ordnest unsre Tage, Ihr Glück ich auch sei, Nach deiner Vorschrift und ihre Plage, Nur so, wie dir redlich handeln; Du hafsest alle es wohlgefällt. Heuchelei. Wer dich von Herzen 4. Sollt ich mich denn erheben, scheut und ehrt, Nur der ist dir, Wenn mir in diesem Leben Viel o Vater, werth. Gutes widerfährt? Was hat dich, 8. In deiner Furcht laß mich Herr, bewogen, Daß du mich voreinst sterben, So schreckt mich we- gezogen? Bin ich auch jemals der Tod noch Grab, So werd ich dessen werth? jenes Leben erben, Für das dein 5. Ich bin viel zu geringe, Sohn sein Leben gab. Dich fürch- Daß mir ein Werk gelinge Durch ten, Herr, bringt Segen ein, Groß eigne Kraft allein. O laß mich's wird der Lehn im Himmel sein. nicht vergessen, So werd ich nicht vermessen, Nicht stolz auf meine Kräfte sein. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 475. mm, in uns dich zu 6. Das nüßlich anzuwenden, verklären, Daß wir Was du mit Vaterhänden Mir dich würdiglich verehren, Mach gütig zugewandt, Dein treuer unser Herz zum Heiligthum. Wird Knecht zu werden, Das sei mein dein Licht uns ganz erfüllen, So Fleiß auf Erden, Dazu gib Dewird sich unser Sehnen stillen, So muth und Verstand. Mel. Zeuch meinen Geist. leben wir zu deinem Ruhm. Dir bringen lebenslang Wir herzlich Breis und Dank, Gwge Liebe! 477. Hier legt meineben ist, Wer dein genießt, vor dir nieder, Von deinem Lob stets überfließt! Mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; Herr, dein erfreuend An= gesicht Verbirg vor meiner Ar= Mel. Nun ruhen alle Wälder. 476. Was ich nur Gutes muth nicht. habe, Ist deine 2. Schau her, ich fühle mein milde Gabe, Du Vater alles Verderben, Laß mich in Christi Lichts. Mein Dasein und mein Tode sterben. O möchte doch in Leben Ward mir von dir gegeben, seiner Pein Mein ganzes Selbst Und ohne dich vermag ich nichts. ertödtet sein! 2. Verstand und Muth und 3. Ich fühle wohl, daß ich dich Kräfte Zum nüßlichen Geschäfte liebe Und mich in deinem Willen Hab ich aus deiner Huld. Dein übe, Jedoch ist von Unlauterkeit ist's, wenn gute Thaten Mir Die Liebe noch nicht ganz befreit. Schwachen wohl gerathen, Die 4. Ich muß noch mehr auf Mängel sind bles meine Schuld. dieser Erden Durch deinen Geist geheiligt 298 Das christliche Leben. geheiligt werden, Der Sinn muß| Mel. Alle Menschen müssen sterben. tiefer in dich gehn, Und unbeweg- 478. Ger ern in Alles mich lich muß ich stehn. zu fügen, Mich der 5. Ich weiß mir zwar nicht Stille still zu freun, Ohne Worte, selbst zu rathen, Hier helfen nichts mit Vergnügen Aller Knechte Knecht der Menschen Thaten, Wer macht zu sein, Nie mit Gaben stolz zu sein Herz wohl selber rein? Es prangen, Menschenruhm nie zu muß durch dich gewirket sein. verlangen: Diese Weisheit fleh ich 6. Doch kenn ich wohl dein mir, Hocherhabner Gott, von dir. treues Lieben, Du bist noch immer 2. Unbekannte Wege wandeln, treu geblieben; Ich bin gewiß, Wege, die dein Aug nur fennt, du stehst mir bei, Und machst Stille dulden, schweigend handeln, mich von mir selber frei. Wo kein Menschenmund mich 7. Indessen will ich treulich nennt: Das, du freundlicher Gekämpfen, Und stets die falsche währer, Aller Demuth Quell und Regung dämpfen, Bis du erstehest Lehrer, Jesus Christus, lehre mich, deine Zeit, Und gibst mir Frieden Still und schweigend sehn auf dich. nach dem Streit. 3. Gott der Niedrigen und 8. Drum will die Sorge mei- Stillen, Die so gern im Schatten ner Seelen Ich dir, mein Vater, ruhn, Streng und fromm nach ganz befehlen. Ach, drück es fest deinem Willen Einsam leiden oder in meinen Sinn, Daß ich in dir thun, Laß, o Vater, mich nicht nur selig bin. klagen, Sollt ich schwere Lasten tra9. Wenn ich mit Ernst hieran gen, Schweigendlieber in mich gehn, gedenke Und mich in deine Tiefe Demuthsvoll auf dich nur sehn. senke, So werd ich von dir ange= 4. Gott, du bist mein Gott, blickt und in des Herzens Grund ich falle Demuthsvoll zu Fuße dir. erquickt. Du erquickst, begnadigst Alle, 10. So wächst der Eifer mir Schenkest Gnad und Ruh auch im Streite, Ich habe schon des mir, Unterstügest mein Bestreben, Sieges Beute, Und fühle, daß SImmer stiller dir zu leben, Meies Wahrheit ist, Daß du die ner Ohnmacht nie zu traun, Fester Liebe selber bist. stets auf dich zu baun. 6. Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. Eigene Melodie. Wolken, Luft und Winden Gibt 479. Besicht du deine Wege, Wege, Lauf und Bahn, Der wird Und was dein Herze auch Wege finden, Wo dein Fuß kränkt, Der allertreusten Pflege gehen kann.. Deß, der den Himmel lenkt. Der 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 299 trauen, Wenn dir's soll wohl er=| 8. Jhn, ihn laß thun und walgehn; Auf sein Werk mußt du ten, Er ist ein weiser Fürst, Und schauen, Wenn dein Werk soll wird sich so verhalten, Daß du bestehn. Mit Sorgen und mit dich wundern wirst, Wenn er, Grämen Und mit selbsteigner Pein wie's ihm gebühret, Mit wunderLäßt Gott sich gar nichts nehmen, barem Nath Das Werk hinausEs muß erbeten sein. geführet, Daß dich bekümmert hat. 3. Dein' ew'ge Treu und Gnade, 9. Er wird zwar eine Weile O Vater, weiß und sieht, Was Mit seinem Trost verziehn, Und gut sei oder schade Dem sterblichen thun an seinem Theile, Als hätt' Geblüt; Und was du dann er- in seinem Sinn Er deiner sich lesen, Daß treibst du, starker Held, begeben, Und solltst du für und Und bringst zu Stand und Wesen, für In Angst und Nöthen schweWas deinem Rath gefällt. ben, So frag er nichts nach dir. 4. Weg' hast du allerwegen, 10. Wirds aber sich befinden, An Mitteln fehlt dirs nicht; Dein Daß du ihm treu verbleibst, So Thun ist lauter Segen, Dein wird er dich entbinden, Da du's Gang ist lauter Licht. Dein Werk am mindsten gläubst. Er wird kann niemand hindern, Dein' Ar- dein Herz erlösen Von der so beit darf nicht ruhn, Wenn du, schweren Last, Die du zu keinem was deinen Kindern Ersprießlich Bösen Bisher getragen hast. ist, willst thun. 11. Wohl dir, du Kind der 5. Und ob gleich alle Teufel Treue, Du hast und trägst davon, Hier wollten widerstehn, So wird Mit Nuhm und Dankgeschreie, doch ohne Zweifel Gott nicht zu- Den Sieg, die Ehrenkron. Gott rücke gehn. Was er sich vorge- selbst gibt dir die Palmen In nommen, Und was er haben will, deine rechte Hand, Und du singst Das muß doch endlich kommen Freudenpsalmen Dem, der dein Zu seinem Zweck und Ziel. Leid gewandt. 6. Hoff, o du arme Seele, 12. Mach End, o Herr, mach Hoff, und sei unverzagt. Gott Ende Mit aller unsrer Noth, wird dich aus der Höhle, Da dich Stärk' unsre Füß und Hände, der Kummer plagt, Mit großen Und laß bis in den Ted Uns Gnaden rücken; Erwarte nur die allzeit deiner Pflege Und Treu Zeit, So wirst du schon erblicken empfohlen sein, So gehen unsre Die Sonn der schönsten Freud. Wege Gewiß zum Himmel ein. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht. Laß fahEigene Melodie. ren, was das Herze Betrübt und 480. Wer nur den lieben macht. du doch nicht Gott läßt walten, Regente, Der Alles führen soll; Und hoffet auf ihn allezeit, Den Gott sitzt im Regimente Und füh- wird er wunderbar erhalten In ret Alles wohl. allem Kreuz und Herzeleid. Wer Gott, 300 Gott, dem Allerhöchsten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut. Eigene Melodie. 2. Was helfen uns die schwe- 481. Was Gott thut, das ren Sorgen? Was hilft uns un-| ist Es ser Weh und Ach? Was hilft es, bleibt gerecht sein Wille; Wie er daß wir alle Morgen Beseufzen fängt meine Sachen an, Will ich unser Ungemach? Wir machen ihm halten stille. Er ist mein unser Kreuz und Leid Nur größer Gott, Der in der Noth Mich durch die Traurigkeit. wohl weiß zu erhalten, Drum Das christliche Leben. 3. Man halte nur ein wenig stille, laß ich ihn nur walten. Und sei doch in sich selbst vergnügt, 2. Was Gott thut, das ist Wie unsers Gottes Gnadenwille, wohlgethan, Sein Wort kann ja Wie sein' Allwissenheit es fügt. Gott, nicht trügen; Er führet mich auf der uns ihm hat auserwählt, Der rechter Bahn, Drum laß ich mir weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. genügen An seiner Huld, Und 4. Er kennt die rechten Freu- hab Geduld. Er wird mein Undenstunden, Er weiß wehl, was glück wenden, Es steht in seinen uns nüßlich sei. Wenn er uns Händen. nur hat treu erfunden, Und mer= 3. Was Gott thut, das ist ket keine Heuchelei, So kommt er, wohlgethan; Er wird mich wohl eh wir's uns versehn, Und lässet uns viel Guts geschehn. bedenken, Er, als mein Arzt und Wundermann, Wird mir nicht 5. Denk nicht in deiner Drang- Gist einschenken Statt Arzenei. salshize, Daß du von Gott ver- Gott ist getreu, Drum will auf lassen seist, Und daß nur der im ihn ich bauen, Und seiner Güce Schocß ihm size, Der sich mit trauen. stetem Glücke speist; Die Folge= 4. Was Gott thut, das ist zeit verändert viel, Und setzet Jeg- wohlgethan, Er ist mein Licht, lichem sein Ziel. mein Leben, Der mir nichts 6. Es sind ja Gott geringe Böses gönnen kann; Ihm will Sachen und ist dem Höchsten ich mich ergeben In Freud und Alles gleich, Den Reichen klein Leid. Es kommt die Zeit, Da und arm zu machen, Den Armen öffentlich erscheinet, Wie treulich aber groß und reich. Gott ist er es meinet. der rechte Wundermann, Der bald 5. Was Gott thut, das ist erhöhn, bald stürzen kann. wohlgethan. Muß ich den Kelch 7. Sing' bet und geh auf auch schmecken, Der bitter ist nach Gottes Wegen, Verricht' das meinem Wahn, Laß ich mich doch Deine nur getreu, Und trau des nicht schrecken, Weil doch zulegt Himmels reichem Segen, So wird Ich werd ergößt mit süßem Treft er bei dir werden neu. Denn im Herzen, Dann weichen alle welcher seine Zuversicht Auf Gott Schmerzen. setzt, den verläßt er nicht. 6. Was Gott thut, das ist wohl Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 301 wohlgethan, Dabei will ich verblei-| 9. Seine Wunder sind der ben; Es mag mich auf die rauhe Zunder, Dran der Glaube FunBahn Noth, Tod und Elend trei- ken fängt. Alle Thaten sind geben: So wird Gott mich Ganz rathen Jedesmal, wie er's verhängt. väterlich In seinen Armen halten, Drum laß ich ihn nur walten. 10. Wenn die Stunde sich gefunden, Bricht die Hülf mit Macht herein, Und dein Grämen zu beschämen, Wird es unverMel. Ringe recht, wenn Gottes. 482. Gott will machen, daß sehens sein. die Sachen Gehen, 11. Eignen Willen zu erfüllen, wie es heilsam ist. Laß die Wel- Leidet sich's noch ziemlich wohl; len um dich schwellen, Wenn du nur bei Jesu bist. Da ist Plage, Noth und Klage, Wo man leiden muß und soll. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Seiner achte nicht sein Gott, Wird mit Klagen nur sich plagen Und nicht lindern seine Noth. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen Nach der stillen Willensruh. Auf das Wollen fällt dem Sollen Die Vollbringungskraft bald zu. 3. Du Verächter, Gott, dein Wächter, Schläfet ja noch schlum13. Nun so trage deine Plage mert nicht. Zu den Höhen auf- Fein getrost und mit Geduld. zusehen, Das ist deines Glaubens Wer das Leiden will vermeiden, Pflicht. Häufef seine Sündenschuld. 4. Im Verweilen und im Eilen 14. Die da weichen und das Bleibt ihm stets ein Vaterherz. Zeichen Ihres Bräutigams verLaß dein Weinen bitter scheinen, schmähn, Müssen laufen zu den Dein Schmerz ist ihm auch ein Haufen, Die zur linken Seite Schmerz. stehn. 5. Glaub nur feste, daß das 15. Aber denen, die mit ThräBeste Ueber dich beschlossen sei. nen Küssen ihres Jesu Joch, Wird Wenn dein Wille nur ist stille, die Krone auf dem Throne Ihres So wirst du von Kummer frei. Heilands werden noch. 6. Hoff und glaube, küss' im 16. Amen, Amen! in dem NaStaube Gottes Ruthe, die dich men Meines Jesu halt ich still. übt; Der sie führet und regieret, Es geschehe und ergehe, Wie und Hat nie ohne Frucht betrübt. wann und was er will. 7. Willst du wanken in Gedanken, Uebe nur Gelassenheit. Eigene Melodie. Den laß sorgen, der auch morgen 483. Was mein Gott will, ist über und allzeit, 8. Gottes Hände sind ohn Ende, Will ist stets der beste. Zu helfen Sein Vermögen hat kein Ziel. Ifts ist er dem bereit, Der ihm nur beschwerlich, gefährlich, glaubet feste. Er hilft aus Noth, Deinem Gott ist nichts zu viel. der treue Gott, Und züchtiget scheints mit 302 Das christliche Leben. mit Maßen. Wer Gott vertraut, Gib, was mir dient zur Seligkeit, fest auf ihn baut, Den will er Wend' ab all' Ungerechtigkeit In nicht verlassen. meinem ganzen Leben. 2. Gott ist mein Trost und 3. Wenn ich einmal nach deiZuversicht, Mein' Hoffnung und nem Rath Von dieser Welt joll mein Leben. Was mein Gott scheiden, O so verleih mir deine will, dem will ich nicht Undank- Gnad, Daß es gescheh mit Freubar widerstreben. Sein Wort ist den. Herr, Leib und Seel befehl wahr, und all mein Haar Hat ich dir; Gib nur ein selges Ende er, der Herr, gezählet. Er schützt mir Durch Jesum Christum, Amen. und wacht, nimmt uns in Acht, Auf daß uns ja nichts fehlet. 3. Muß gleich ich Sünder von 485. I Laß ich den Höchsten Mel. Nun ruhen alle Wälder. n allen meinen Thaten der Welt Hingehn nach Gottes Willen: Gott mache es, wie's rathen, Der Alles kann und hat. ihm gefällt, Ich will doch halten Er muß zu allen Dingen, Solle stille. Mein' arme Seel ich Gott anders wohl gelingen, Selbst gebefehl In meinen letzten Stunden. ben guten Rath und That. O treuer Gott, Sünd, Höll und 2. Nichts ist es, spät und frühe, Tod Hast du mir überwunden. Um alle meine Mühe, Mein Sor4. Noch Eins, Herr, will ich gen ist umsonst. Er mags mit bitten dich, Du wirst mir's nicht meinen Sachen Nach seinem Wilversagen: Wenn mich der böse len machen, Ich stells in seine Geift ansicht, Laß mich ja nicht Vatergunst. verzagen. Hilf, steur' und wehr', 3. Es kann mir nichts gescheach Gott, mein Herr, Zu Ehren hen, Als was er hat ersehen, deinem Namen. Wer das begehrt, Und was mir selig ist. Ich nehm dem wird's gewährt, Drauf sprech' es, wie ers giebet, Was ihm mit ich fröhlich: Amen. mir beliebet, Das hab ich auch getrost erkiest. Mel. Aus tiefer Noth. 4. Ich traue seiner Guaden, 484. Herr, wie du willst, so Die mich vor allem Schaden, Vor schick's mit mir, Im allem Uebel schützt. Folg ich des Leben und im Sterben. Mein Herz Herrn Gesetzen, So wird mich verlangt allein nach dir, Laß mich nichts verlegen, Nichts fehlen, doch nicht verderben. Erhalt mich was mir ewig nüßt. nur in deiner Huld, Sonst wie 5. Er wolle meiner Sünden du willst; gib mir Geduld: Dein In Gnaden mich entbinden, DurchWille ist der beste. streichen meine Schuld. Er wird 2. Zucht, Ehr und Treu ver- auf mein Verbrechen Nicht gleich leihe mir, Und Lieb zu deinem das Urtheil sprechen, Und haben Worte. Erhalte, Herr, mich treu noch mit mir Geduld. bei dir, Dem wahren Seelenhorte. 6. Leg ich mich späte nieder, I Erwach Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 303 Erwach ich frühe wieder, Lieg| Nur vergebens wider dich; Soll dir oder zieh ich fort, In Schwach- Widriges begegnen, Wirst du ihm heit und in Banden, Ist irgend durch Widerstehn Nicht entgehn. Noth vorhanden, So leitet mich sein kräftig Wort. 5. Wenn dich schwere Sorgen drücken, Und dein Herz in Aengsten 7. Hat er es denn beschlossen, schlägt: Zage nicht, der Alles So will ich unverdrossen An trägt, Lenket es, dich zu beglücken; mein Verhängniß gehn. Kein Deine Stunde kommt auch wohl, Unfall unter allen Wird je so Wann sie soll. schwer mir fallen, Ich will ihn männlich überstehn. 6. Will ein Feind dir Angst erwecken, Seine Feindschaft, die 8. Ihm hab ich mich ergeben, dich kränkt, Ist durch Gottes Zu sterben und zu leben, Sobald Macht beschränkt. Will dich Noth er mir gebeut; Heut sei es oder und Tod erschrecken, Gott ist bei mergen, Dafür laß ich ihn sorgen, die in der Noth Und im Tod. Er weiß die rechte Nettungszeit. 7. Drum ergib dich Gott mit 9. So sei nun, Seele, seine, Freuden, Warte, bis des Höchsten Und traue dem alleine, Der dich Hand Dir dein Glück hat zuer= geschaffen hat. Es gehe, wie es kannt. Schicke dich auch gern zum gehe, Dein Vater in der Höhe, Leiden, Schweig getroft zu Allem Der weiß zu allen Sachen Nath. still, Was Gott will. Eigene Melodie. 8. Gott weiß Alles wohl zu machen; Darum, wer sich selsen486. Wohl dem Menschen, der fest Auf des Höchsten Huld vervon Herzen Alles, läßt, Und sich gern in allen was ihn überfällt, In des Höch- Sachen In des Vaters Willen sten Hände stellt, Der nicht durch schickt, Lebt beglückt. verborgne Schmerzen Seines Unglücks trübe Nacht Trüber macht. Mel. Eins ist noth. 2. Denn es ist doch nur ver- 487. 3ag aget nicht, wenn Dunkelheiten Auf gebens, Daß der Mensch, der irrt und fehlt, Immer sich mit des Lebens Pfade ruhn. Gott ist Sorgen quält, Weil der Vater gut, er wird euch leiten, Ihm unsers Lebens Alles, wie es soll ist's Freude, wohlzuthun. Sind geschehn, Vorgesehn. seine Gedanken nicht eure Gedan3. Eh du noch die Welt be- ken, Laßt dennoch, o Chriften, tratest, Eh dir Gott dein Leben den Glauben nicht wanken, Daß gab, Wog er Glück und Unglück er, der des Wurmes im Staube ab, Gab dir Segen, eh du batest, gedenkt, Auch sorgsam und freundSah schon deine Thräne an, Ehlich durchs Dunkel euch lenkt. ste rann. 2. Alles Dunkel dieses Lebens 4. Wenn der Himmel dich will Glänzt vor Gott wie Sonnensegnen, So empört die Erde sich licht; Wir durchforschen's oft vergebens, 304 Das christliche Leben. gebens, Seinen Blick hemmt Dun- jetzt uns betrübet, soll einst uns fel nicht. Er kennet das Große, entzücken. O selige Hoffnung, wie das Kleine, das Ferne, Die Thrä- kannst du erquicken! Nun ängsten nen der Armen, die Schaaren der die künftigen Tage uns nicht; Sterne. Mit mächtiger Liebe ver- Der Ewige spricht, und das Dunfolgt er den Plan, Den seine un- kel wird Licht. endliche Weisheit ersann. 7. Schwinge dich empor vom 3. Von Erstaunen hingerissen Staube, Fasse Muth, verzagter Sinnt der hohe Seraph nach. Geist! Siegen, stegen wird der Ach, beschränkt ist noch sein Wis- Glaube, Der den Herrn des Lesen, Ewig fühlt er sich noch bens preist. O laß dich das schwach. Was murren wir Men- Dunkel der Erde nicht kümmern, schen von Kindesverstande? Wir Schon steht ja dein Glaube die sind ja nur Wandrer im schatti- Herrlichkeit schimmern, Die jengen Lande. Nur Demuth erhe- seits der Sterne dir Jesus entbet den ängstlichen Sinn, Sie hüllt. Da rufst du einst jauchwirft in die Arme des Vaters zend: das Herz ist gestillt. uns hin. 4. Ach, erkenne dich, o Seele, Eigene Melodie. Fühle, wie so schwach du bist. 488. Auf meinen lieben Gott still zu und wähle, Trau ich in Angst Was von ihm verordnet ist. Der und Noth. Er kann mich allzeit Trübsal entströmen oft heilige retten Aus Trübsal, Angst und Freuden, Und Segen entsprießet Nöthen; Mein Unglück kann er den bittersten Leiden. Bedenk es, wenden, Es steht in seinen Händen. und jauchze, daß Gott dich regiert, Sei folgsam, auch wenn er durch Dornen dich führt. 2. Ob mich die Sünd ansicht, Verzag ich dennoch nicht; Auf Christum will ich bauen, Und ihm 5. Nicht das sinnliche Vergnü- allein vertrauen. Ihm will ich gen Wird von Christen hochge- mich ergeben, Im Tode wie im ehrt, Schätze nur, die nimmer Leben. trügen, Sind des heißen Strebens 3. Wenn mich der Tod nimmt werth. Hinweg denn, ihr bangen hin, Ist Sterben mein Gewinn, entehrenden Sorgen! In Gott Denn Christus ist mein Leben, sind die Schätze des Christen ver- Ihm hab ich mich ergeben. Ich borgen. Hier tilgt sie kein Un- sterb heut oder morgen, Mein' fall, kein tobender Schmerz; Auch Seel' wird Gott versorgen. traurige Stunden bereichern das 4. Du, mein Herr Jesu Christ, Herz. Der so geduldig ist Für mich am 6. Dulden wir gleich manche Kreuz gestorben, Du hast mir Plage, Der Allweise wägt sie ab. Heil erworben. Hilf mir, wenn Er durchschauet unsre Tage Von ich erbleiche, Zum ewgen Himmelder Wiege bis an's Grab. Was reiche. 5. Erhöre Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 305 5. Erhöre gnädig mich, mein lich macht, Läßt Gott es keinem Trost, das bitt ich dich, Hilf mir fehlen. Gesundheit, Ehre, Reicham letzten Ende, Nimm mich in thum, Pracht Erretten keine Seedeine Hände, Damit ich selig len. Wer Gottes Nath Vor scheide Zur ewgen Himmelsfreude. Augen hat, Dem wird ein gut Ge6. Amen, zu aller Stund wissen Die Trübsal auch versüßen. Sprech ich aus Herzensgrund: 6. Was ist des Lebens Herr= Du wollest selbst uns leiten, Herr lichkeit? Wie bald ist sie ver= Christ, zu allen Zeiten, Daß wir schwunden! Was ist das Leiden einst deinen Namen Dort ewig preisen. Amen. dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn, Er hilft uns gern; Seid fröhlich, ihr Gerechten, Der Herr hilft sei= Mel. Was Gott thut, das ist. 489. Auf Gott, und nicht nen Knechten. auf meinen Rath Will ich mein Glück stets bauen, Mel. Nun ruhen alle Wälder. Und dem, der mich erschaffen hat, 490. Was soll ich ängstlich Mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt Allmächtig hält, Noth verzagen? Der Höchste sorgt Wird mich in meinen Tagen Als für mich. Er sorgt, daß meiner Gott und Vater tragen. Seele Rein wahres Wohlfein 2. Er sah von aller Ewigkeit, fehle: Genug zum Trost, mein Wie viel mir nüßen würde, Be- Herz, für dich. stimmte meine Lebenszeit, Mein 2. Was nützt es, heidnisch sorGlück und meine Bürde. Was gen, Und jeden neuen Morgen zagt mein Herz? Ist auch ein Mit neuem Kummer sehn? Du, Schmerz, Der zu des Glaubens Vater meiner Tage, Weißt, eh Ehre Nicht zu bestegen wäre? ich's dir noch sage, Mein Leid und auch mein Wohlergehn. 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, Und hätte, was ich 3. Auf deine Hand zu schauen, bitte, Mir gnädig, eh' ich's bat, Dir kindlich zu vertrauen, Das, gewährt, Wenn's seine Weisheit Herr, ist meine Pflicht. Ich will litte. Er sorgt für mich Stets vä- sie treulich üben, Und dich, mein terlich. Nicht, was ich mir er- Vater, lieben, Denn du verläßst sehe, Sein Wille, der geschehe. die Deinen nicht. 4. Oft ist ein ungestörtes Glück 4. Der du die Blumen kleiWeit schwerer noch zu tragen, Als dest, Und alle Thiere weidest, selbst das widrigste Geschick, Bei Du Schöpfer der Natur, Weißt dessen Last wir klagen. Die alles, was mir fehlet, Drum, größte Noth Hebt doch der Tod, Seele, was dich quälet, Befiehl Und Ehre, Glück und Habe Ver- dem Herrn, und glaube nur. läßt mich doch im Grabe. 5. Herr, alle meine Sorgen, 5. An dem, was sicher glück- Die Noth auch, die verborgen U An 306 Das christliche Leben. An meinem Herzen nagt, Werf 2. Gott hat bir geschenkt das ich auf dich, den Treuen; Den Leben, Seel und Leib, Darum weißt du zu erfreuen, Der fromm bleib Ihm allein ergeben. Er nach deiner Hülfe fragt. wird ferner Alles schenken; Traue 6. Wenn meine Augen thrä- fest, Er verläßt nicht, die an ihn nen Und sich nach Hülfe sehnen, denken. So flag ich's dir, dem Herrn. 3. Sage nicht: was soll ich Dir, Vater, dir befehle Ich jeden essen? Gott hat dir Allzeit hier Wunsch der Seele; Du hörst, du So viel zugemessen, Daß der hilfft, du segneft gern. Leib sich kann ernähren; Uebriges 7. Der du mir hier im Leben Wird indeß Gottes Hand bescheren. Schon größres Heil gegeben, Mir 4. Es ist mehr als Trank und deinen Sohn geschenkt: Du wirst Speise Dieser Leib, Darum gläub, mir Alles schenken, Und mir zum Gläub zu Gottes Preise, Daß er Besten lenken, Was mich zu Speis' und Trank kann geben Sorgen reizt und kränkt. Dem, der sich Feftiglich Ihm er8. Du führest, Herr, die Dei- gibt im Leben. uen Nicht immer, wie sie's mei- 5. Sergst du, wie du dich nen, Doch stets nach deinem Nath. sollst kleiden? Jesus spricht: SorOb ich mich auch betrübe, Bleibt get nicht, Solches thun die Heidoch dein Nath voll Liebe; Das den. Schau die Blumen auf den zeigt der Ausgang mit der That. Feldern, Wie so schön Diese stehn 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, Und die Bäum in Wäldern. Und es nicht ganz verstehe, Was 6. Ach, der Glaube fehlt auf du mit mir gethan, Kann ich doch Erden; Wär er da, Müßt uns deß mich trösten: Du nimmst ja, Was uns noth ist, werden. mich, mich Erlösten, Gewiß der- Wer Gott kann im Glauben fas einst zu Ehren an. videbisen, Der wird nicht, Wenns ge10. Dort bei der Frommen bricht, Von ihm sein verlassen. Schaaren, Dort werd ich es er= 7. Wer Gerechtigkeit nachtrachfahren, Wie gut du mich geführt; tet, Und zugleich Gottes Reich Da sing ich dir mit Freuden, Ueber Alles achtet, Der wird Nach überstand'nen Leiden, Den wahrlich nach Verlangen Speis Dank, der deiner Huld gebührt. und Trank Lebenslang Wie im aid Schlaf empfangen. Mel. Warum sollt ich mich. 8. Laß die Welt sich dann be491. Warum willst du doch mühen, Immerhin! Ach, mein für morgen, Ar- Sinn Soll zu Jesu fliehen. Er mes Herz, Immerwärts Als ein wird geben, was mir fehlet, Ob Heide sorgen? Wozu dient dein ers oft Unverhofft Eine Weil ver täglich Grämen, Da Gott will hehlet. In der Still Sich der Noth annehmen? 9. Will er prüfen meinen Glauben Und die Gab, Die id hab', Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 307 hab', Mir gar lassen rauben: So Lob und Preis sei deinem Namuß mir zum Besten kommen, men; Sei mein, Thell, Hülf und Wenn Gott mir Alles hier Hat Heil, Liebster Jesu, Amen. hinweg genommen. 10. Er kann Alles wieder ge= Mel. Ach, was soll ich Sünder machen. ben; ſlimmt Er sein Wort zum Leben. 492. Sollt ich meinem Gott nicht trauen, Der Ach, wie viele fromme Seelen mich liebt so väterlich, Der so Leben so, Und sind froh, Ohne herzlich sorgt für mich? Sollt ich Sorg und Quälen. auf den Fels nicht bauen, Der 11. Sie befehlen Gott die mir ewig bleibet fest, Der die Sorgen, Wie er will, Und sind Seinen nicht verläßt? still Vor der Welt verborgen. 2. Er weiß Alles, was mich Was Gott will, ist ihr Vergnü- drücket, Mein Anliegen, meine gen, Und wie er, Als der Herr, Noth, Er steht bei mir bis zum Wills mit ihnen fügen. Tod, Er weiß, was mein Herz 12. Doch kann ihnen nicht erquicket. Seine Lieb und Vaterversagen Gott ihr Brod In der treu Bleibt mir jegt und ewig neu. Noth, Wenn er hört ihr Klagen. 3. Der die Vögel all ernähret, Er kommt wahrlich ste zu trösten, Er, der Blumen, Laub und Eh man's meint, Und erscheint, Gras Kleidet schön ohn Unterlaß, Wenn die Noth am größten. Alles Gute uns bescheret, Sollte 13. Ihre Sorg ist für die der verlassen mich? Nein, ich Seelen, Und ihr Lauf Geht hin- trau ihm feftiglich. auf Zu den Felsenhöhlen, Zu des 4. Wenn nach seinem Reich Herren Jesu Wunden, Da sind ich trachte, Wenn ich die Gerechste Aller Müh, Aller Noth ent- tigkeit, Die mir Christi Blut verbunden. leiht, Mehr als Gold und Sil14. Nun, Herr Jesu, meine ber achte, Segnet Gott mir früh Freude, Meine Sonn', Meine und spat Worte, Werke, Rath Wonn', Meiner Seelen Weide! und That. Sorge nur fürs Heil der Seelen, 5. Nun, so sorg ich nicht für So wird mir Auch noch hier morgen; Alles, was zukünftig Nichts am Leibe fehlen. ist, Irrt mich nicht, ich bin ein 15. Alles sei dir unverholen, Christ! Meinen Gott nur laß ich Was mir fehlt, Was mich quält, sorgen. Alles war er alle Zeit Großer Gott, befohlen; Sorge du, Zu versorgen schon bereit. so will ich schweigen, Und vor 6. Gott sei Lob, der mich erdir, Nach Gebühr, Meine Kniee freuet, Daß ich glaube feftiglich: beugen. mein Vater, sorgt für 16. Ich will dir mit Freuden mich; Der mir diesen Treft er danken, Fort und fort, Hier und neuet, Daß ich weiß, Gott liebet dort, Und will nimmer wanken. mich, Gott versorgt mich ewiglich. U* Mel. Gott, 308 Das christliche Leben. Mel. Mache dich, mein Geist. Endlich wird der Kummer sich In das Grab verschließen. Durch den 493. Meine nicht! Gott le- Tod Stirbt die Noth, Und wenn bet noch, Du be- der erscheinet, Hast du ausgeweinet. Mel. Was Gott thut, das ist. trübte Seele. Ozum Vater schaue doch, Ob die Welt dich quäle. Nur Geduld! Gottes tott lebt! wie kann Huld Gibt dir nach den Leiden ich traurig sein, Wieder Trost und Freuden. hilAls wär kein Gott zu finden? 494. Gott 2. Weine nicht! Gott denkt Er weiß ja wohl von meiner an dich; Hat man dein verges- Pein, Die ich hier muß empfinsen, O dann hat er längst bei den. Er kennt mein Herz Und sich, Was dir nügt, ermessen. Eh meinen Schmerz. Drum darf ich zerfällt Diese Welt, Eh er dich nicht verzagen, Soll ihm nur Alkann hassen, Oder gar verlassen. les klagen. L 3. Weine nicht! Gott stehet 2. Gott hört, wenn Niemand dich, 3ft er gleich verborgen. Hören will; Wie sollte mir denn Trage nur geduldiglich Deine Last bangen, Als könnt an der Erhöder Sorgen. Der läßt, Glaub rung Ziel Mein Seufzen nicht es fest, Endlich nach dem Wei- gelangen? Ruf ich empor, So nen Seine Sonne scheinen. hört sein Ohr, Sein Amen schal4. Weine nicht! Gott höret let wieder, Und sendet Hülf herdich, Hört in Neth dein Flehen. nieder. Hülfreich wird er gnädiglich Dir 3. Gott steht! wie klaget denn zur Seite stehen. Immer hat, mein Herz, Als säh er nicht mein Wer ihn bat, In den Leidens- Weinen? Vor ihm muß auch stunden Nettung noch gefunden. der tiefste Schmerz Ganz offen5. Weine nicht! Gott liebet bar erscheinen. Zur Erde fällt dich, Mag die Welt dich hassen, Nicht ungezählt Die kleinste meiDir zu schaden freventlich Man- ner Zähren; Er wird mir Trost chen Anschlag fassen. Stark wird gewähren. er, Er, der Herr, Ob die Feinde 4. Gott führt! drum geh ich stürmen, Dich, sein Kind, be- ruhig fort Auf allen meinen Weschirmen. gen. Mag mir die Welt bald 6. Weine nicht! Gott sorgt hier, bald dort Arglistig Schlinfür dich, Was kann nun dir feh- gen legen, So wird er zwar Mich len? Wer wird nun mit Sor- wunderbar, Doch selig immer letgen sich noch vergebens quälen? ten, Daß nie mein Fuß kann Wirf auf ihn Alles hin, Er gleiten. wird sich bewähren, Seinen Gang verklären. 5. Gott gibt! und wär ich noch so arm, Doch soll ich nicht 7. Weine nicht! Gott tröstet verderben. Was hilft mir denn dich, Ob die Thränen fließen. mein steter Harm, Als müßt ich Hungers Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 309 Hungers sterben? Er hat ja steht in der Noth. Er allein Soll Brod; Und wenn in Noth Ich es sein, Den ich nur von Herzen müßt durch Wüsten reisen, Doch mein'. würde er mich speisen. 1 2. Sagt mir, wer kann doch 6. Gott lebt, ich merk es über- vertrauen Auf ein schwaches Menall, Gott hört, ihm darf ich kla= schenkind? Wer kann feste Schlösgen. Gott steht, er kennt der ser bauen In die Luft und in den Thränen Zahl, Gott führt, ich Wind? Es vergeht, Nichts besteht, darf nicht zagen. Drum nicht be- Was ihr hier auf Erden seht. trübt! Gott gibt und liebt, Wird 3. Aber Gottes Güte währet mir die Gnade geben, Auch dort Immer und in Ewigkeit; Vieh mit ihm zu leben. ds und Menschen er ernähret Durch Mel. Auferstehn, ja. erwünschte Jahreszeit. Alles hat Seine Gnad Dargereichet früh führt und a, fürwahr, 495.3 mit sanfter Hand 4. Gibt er uns nicht Alles Ein Hirt durchs Pilgerland Der reichlich Und in großem Ueberdunklen Erde, Uns, seine kleine fluß? Seine Lieb ist unvergleichHeerde. Halleluja. lich, Wie ein starker Wasserguß. 2. Wenn im Dunkeln auch Luft und Erd Uns ernährt, Wenn sein Häuflein irrt, Er wacht, der es Gottes Gunft begehrt. treue Hirt, Und läßt den Seinen 5. Danket nun dem großen Ein freundlich Sternlein scheinen. Schöpfer, Durch den wahren Halleluja. Menschensohn, Der uns, wie ein 3. Sicher leitet aus des Todes freier Töpfer, Hat gemacht aus Graun Er uns zu grünen Au'n, Erd und Thon. Groß von Rath, Zu frischen Quellen, Zu ewgen Stark von That Ift, der uns Lebenswellen. Halleluja. erhalten hat. 805 4. Freundlich blickt sein Aug' auf uns herab. Sein sanfter HirMel. Nun ruhen alle Wälder. tenstab Bringt Troft und Friede; 497. Stunden Des Levd hab in guten Er wachet sich nicht müde. Halleluja. bens Glück empfunden, Und 5. Ja, fürwahr, er ist getreu Freuden ohne Zahl: So will ich und gut; Auch unser Schicksal denn gelassen Mich auch im Leiruht In seinen Armen. Sein den fassen, Welch Leben hat nicht Name ist: Erbarmen. Halleluja. seine Qual? Eigene Melodie. 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünber, Und stets strafst du gelinder, 496. Meine Hoffnung ste- Als es der Mensch verdient. Sollt het feste, Steht ich, beschwert mit Schulden, Rein auf den lebendgen Gott. Er ist zeitlich Wch erdulden, Daß doch mir der Allerbeste, Der mir bei- zu meinem Besten dient? 20 3. Dir 310 Das christliche Leben. 3. Dir will ich mich ergeben, 3. Auf ihn will ich vertrauen Und, mehr als Ruh und Leben, In meiner schweren Zeit, Auf Dich lieben, meinen Herrn. Dir, seine Hülfe bauen, Er wendet alGott, will ich vertrauen, Und nicht les Leid. Ihm sei es heimgestellt; auf Menschen bauen, Du hilfst Leib, Seele, Gut und Leben Sei und du errettest gern. Gott dem Herrn gegeben, Er 4. Es kann ihm nichts gefal4. Laß du mich Gnade finden, mach's, wie's ihm gefällt. Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun. Jetzt hat mein len, Als was uns nüglich ist; Gut Geist noch Kräfte; Sein Heil meint er's mit uns Allen, Er gab laß mein Geschäfte, Dein Wort uns Jesum Chrift, Ihn, seinen mir Trost und Leben sein. d ein'gen Sohn, Durch den er uns 5. Wenn ich in Christo sterbe, bescheret, Was Leib und Seel erBin ich des Himmels Erbe, Was nähret. Lobt thn auf seinem Thron! schreckt mich Grab und Tod? 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, Auch auf dem Todespfade Ver- Jhn, der uns Alles schenkt. Wie trau ich deiner Gnade, Du, Herr, selig ist die Stunde, In der man bift bei mir in der Noth. jein gedenkt! So braucht man 6. Ich will dem Kummer weh- recht der Zeit. Wir sollen schen, ren, Gott durch Geduld verehren, auf Erden In ihm ja selig werIm Glauben zu ihm flehn. Ich den, Noch mehr in Ewigkeit. will den Tod bedenken; Der Herr 6. Auch wenn die Welt verwird Alles lenken, Und was mir gehet Mit ihrer Lust und Pracht, gut ist, wird geschehn. Nicht Ehr noch Gut bestehet, Das hier so groß uns macht, Dann werden nach dem Tod Wit in die Gruft begraben; Wenn Eigene Melodie. 498. Non Gott will ich wir geschlafen haben, Weckt uns nicht lassen, Denn der treue Gott. er läßt nicht von mir, Führt mich 7. Die Seel wird unverloren auf rechter Straßen, Da ich sonst Geführt in Abrams Schooß; Der irrte hier. Er reicht mir seine Leib wird neugeboren, Von allen Hand. Am Abend wie am Mor- Sünden los. Durch Christum bin gen Will er mich wohl versorgen, ich rein, Wenn ich im Glauben Er schützt das ganze Land. nd sterbe, Dann bin ich Gottes Erbe, 2. Wenn Menschen Huld und Dann werd ich selig sein. Lieben In Ungunst sich verkehrt, 8. Obgleich ich jetzt noch dulde Ist er doch treu geblieben Dem, Viel Leiden dieser Zeit, Das ich der ihn liebt und ehrt. Er hilft oft selbst verschulde, Naht doch aus aller Noth, Er hilft von die Ewigkeit. Sie ist der Freude Sünd und Schanden, Von Ket- voll, Die, weil ich Christum kenne ten und von Banden, Und rettet Und mich von ihm nicht trenne, selbst vom Tod. Mir ewig werden soll. 9. Das Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 311 9. Das ist des Vaters Wille, 7. Mein Vater, sorge du für Der uns erschaffen hat: Aus sei- mich, Mein' Hoffnung steht allein nes Schnes Fülle 3u nehmen auf dich. Sieh mich mit VaterGnad um Gnad; Er gibt uns blicken an, Daß ich stets fröhlich seinen Geist, Damit er uns re- singen kann: Gott lebet noch. giere, Hinan zum Himmel führe. Hoch sei der Herr gepreift. Eigene Melodie. Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. 500. Alles ist an Gottes Segen Und an 499. Gott ott lebet noch und seiner Gnad gelegen, Ueber alles ftirbet nicht, Gott Geld und Gut. Wer auf Gott ist mein Troft und Zuversicht. die Hoffnung setzet, Der behält Ja, wenn die ganze Welt fällt ganz unverlegzet Ginen freien ein, Soll dies mein bestes Hoffen Glaubensmuth. sein: Gott lebet noch. 2. Der mich hat bisher ernäh2. Gott lebet noch, was sorg ret Und mir manches Glück beich denn? So lang ich Gott, den scheret, Ist und bleibet ewig Vater, kenn', Seß ich die Sorgen mein; Der mich wunderbar ge= auf die Seit', Und singe fröhlich führet, Und mich leitet und reallezeit: Gott lebet noch. gieret, Wird hinfort mein Helfer 3. Mein Herz, wenn du weißt sein. keinen Nath, Wenn dich die Noth 3. Viele mühen sich um Saumgeben hat, Und dich gesetzt in chen, Die nur Sorg und Unruh großes Leid, So denke du nur machen, Und ganz unbeständig allezeit: Gott lebet noch. sind. Ich begehr, nach dem zu 4. Gott lebet noch, und weiß ringen, Was mir kann Vergnügar wohl, Wie seine Hand dich gen bringen Und man hier gar retten soll; Dein Vater meint selten find't. und macht es gut, Wenn er dich 4. Hoffnung kann das Herz erstraft, drum wohlgemuth: Gott quicken, Was ich wünsche, wird lebet noch.ber si no sich schicken, So es anders Gott 5. Gott legt dir auf ein schwe- gefällt. Meine Seele, Leib und res Joch, Wodurch er dich be- Leben Hab' ich seiner Gnad ergetrübet hoch; Doch hilft er tra- ben, Und ihm Alles heimgestellt. gen, was dich plagt, Und stärkt 5. Er weiß schon nach seinem dich, drum sprich unverzagt: Gott Willen Mein Verlangen zu erlebet noch. füllen, Es hat Alles seine Zeit. 6. Wenn dir nun wird dein Ich hab ihm nichts vorzuschreiben, Kreuz so schwer, Und dich fast Wie Gott will, so muß es bletdrücket allzu sehr, Wenn es dich ben, Wenn Gott will, bin ich faft zu Boden beugt, So hilft bereit. doch Gott und macht es leicht: Gott lebet noch. 6. Soll ich hier noch länger leben, Will ich ihm nicht wider= streben, Das Hriftliche Leben. 312 fireben, Ich verlasse mich auf ihn. It doch nichts, das lang besteRel. We Raſsen müſſen, het, Alles Indiſche vergehet Und 502. Djellſt glauben, und fährt wie dahin. Rel. Berde munter, mein. dich bangen Zweifeln hin? Du follst beten zum Erbarmer, Und dir fehlt der Kindessinn? Rindottes Mund hat uns lich mußt du hier vertrauen, Dort verheißen, Gs soll wirst du den Ausgang schauen. uns aus seiner Hand Weder Welt Seju Ausgang ward erst klar, noch Teufel reißen. Seine Wahr- Als er auferstanden war. 501. Gst 2. Mögen doch die chen, und die Felsen heit ist bekannt. Darum fürchten 2. Glaube gibt der Andacht wir uns nicht, wenn gleich Welt Flügel, Glaube hebt zu Gott emund Himmel bricht. Seine Treu por, Glaube bricht des Grabes kann ihr Versprechen nicht ver- Riegel, Selbst der Ewigkeiten geffen oder brechen. Ther; Glaube geht durch Flamm' Berge wei- und Fluthen, Ließ die Zeugen untergehn: Jesu bluten, Und sie überwanden Nichts mag unserm Felsen glei- weit, Sicher ihrer Seligkeit. chen, Gottes Bund bleibt ewig 3. Glaube hilft die Welt be stehn. Fallt, ihr Hügel, immer stegen, Macht die schwerste Prüfung hin! Unfres Gottes Vatersinn leicht; Alles muß ihm unterliegen, Kann kein Schlag noch Fall er- Selbst die Macht der Sünde weicht. schüttern, Wenn gleich Erd und Ob du schon im Kampf erlagest, Himmel zittern. Und nun an dir selbst verzageft: 3. Er hat sich mit uns ver- Kämpfe stärker, kämpfe fort, Denn bunden Durch den Bund, der der Herr ist Schuß und Hort. ewig gilt. Dieser Bund wird 4. Willst du im Vertraun erfest erfunden, Dieser Bund ist müden, Wenn die Hülfe noch verunser Schild. Droht auch des zieht? Stehe fest in Gottes FrieVersuchers Pfeil, Gott bleibt un- den, Der die rechte Zeit ersicht. ser Erb und Theil; Das hat uns Den hat Täuschung nie betroffen, sein Mund geschworen, Da sein Der gehorsam blieb im Hoffen. Geist uns neu geboren. Glaube feft: der Alles schafft, Gibt 4. Drum sei ruhig, meine dir auch zum Glauben Kraft. Seele, Trau auf Gott, der für 5. Hast du nicht schon oft erdich wacht, Wenn in dieser Jam- fahren, Wie er dir zur Seite merhöhle Dir ein Zweifel Kum- stand? Hast du nicht des Wunmer macht. Wer sich nur auf derbaren Wunderausgang oft er Gott verläßt, Der steht unbeweg- kannt? Must du denn ihn immer lich fest. Dein Erbarmer wird sehen, Ganz des Ewgen Nath verdich stüßen, Seine Treu wird stehen? Selig, selig, die nicht sehn, dich beschüßen. Und doch fest im Glauben stehn! Mel. Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 313 Mel. Wer nur den lieben Gott. Dank und Lobe sein: Der Herr, der für mein Heil gewacht, Hat 503. Herr, mache meine Alles mit mir wohlgemacht. Seele stille, Bei Mel. Jesu, meine Freude. allem, was mich kränkt und drückt. Geschieht doch einzig nur bein 504. Meine Seel ist stille, Wille, Der nichts zu meinem ja Schaden schickt. Du bist's, der Wille Mir zu helfen steht. Mit Alles ändern kann, Und was du dem, was Gott füget, Ist mein thust, ist wohlgethan.is Herz vergnüget, Nimmt es, wie 2. Auch auf den allerrauhsten es geht. Geht die Bahn nur Wegen Führt deine Hand zur himmelan Und von Jesu ungeSeligkeit, Aus Trübsal kommt schieden, So bin ich zufrieden. der ewge Segen, Und Herrlichkeit 2. Dir will ich anhangen, Das aus kurzem Leid; Die Thränensaat sei mein Verlangen, Gott, bei dir muß Freude sein, Siehts gleich zu sein. Keinen will ich hören, der blöde Geist nicht ein. Der mich will bethören Mit dem 3. Drum laß mich stille sein falschen Schein. Was der Welt und hoffen, Wenn du mir Prü- allein gefällt, Lust und Ehr und fung hast bestimmt. Dein Va- irdisch Trachten, Will ich gar terherz steht dem noch offen, nicht achten. Der zu dir seine Zuflucht nimmt. 3. Nein, ach nein, nur Einer, Wer still in deiner Fügung Sag ich, und sonst Keiner, Wird ruht, Mit dem machst du es im- von mir geliebt. Jesus, der Gemer gut. treue, Deß ich mich erfreue, Der 4. Gott, du nur kennst und sich ganz mir gibt, Er allein, er wählst das Beste. O Bater, mache soll es sein, Dem ich wieder mich selbst mein Herz In dieser Ueber- ergebe, Einzig ihm nur lebe. zeugung feste, So ehr ich dich 4. Gottes Güt' erwägen, Und im größten Schmerz, Und spreche sich gläubig legen In des Vaters mit Gelassenheit: Was mein Gott Schooß, In sein Antlitz schauen, will, gescheh allzeit. det Und ihm kindlich trauen, Welch 5. Die Stunde wird doch end- ein selig Loos! Nuhe fleußt aus lich kommen, Da mich vollkomm- stillem Geist. Wer sich weiß in nes Glück erfreut; Denn einmal Gott zu schicken, Den wird er führst du doch die Frommen Zur erquicken. völligen Zufriedenheit, Und dann wird jedem offenbar, Daß, Gott, dein Rath der beste war. Eigene Melodie. 505. Wª Larum betrübst du 6. Dann wird von allen meidich, mein Herz, nen Plagen Der ewge Nußen mich Bekümmerst dich mit bangem erfreun; Dann wird mein Herz Schmerz Nur um ein zeitlich Gut? statt aller Klagen Voll von dem Vertrau auf Gott nur, der die Welt 314 Das christliche Leben. Welt Erschaffen hat und erhält. auch Sohn, Daß du mir haft des Glaubens Lohn Im Wort geoffenbart. 2. Er kann und will dich Verleih auch mir Beständigkeit, lassen nicht, Er weiß gar wohl, 3u meiner Seelen Seligkeit. was dir gebricht; Die ganze Welt 10. Lob, Chr und Preis sei ist sein. Er ist dein Vater und dir gebracht, Der du es immer dein Gott, Und steht dir bei in wohl gemacht. In Demuth bitt jeder Noth. e ich dich: Verwirf vor deinem An3. Weil du mein Gott und gesicht, Mein Herr und Gott, Vater bist, Verläsfest du dein verwirf mich nicht. Kind auch nicht, Du väterliches Herz. Ich Staub und Asche habe hier Sonst keinen Trost, als nur 506. von dir. Eigene Melodie. chwing dich auf zu deinem Gott, Du 4. Ein Thor nur trott auf betrübte Seele! Warum liegst du Ehr und Gut, Ich trau auf Gott Gott zum Spott In der Schwermit stillem Muth, Bei Wenigem muthshöhle? Merkst du nicht des vergnügt. Mir bleibt die frohe Satans Lift? Er will durch sein Zuversicht: Wer Gott vertraut, Kämpfen Deinen Trost, den Jesus dem fehlt es nicht. Christ Dir erworben, dämpfen. 5. So groß auch immer die 2. Auf, ermuntre dich und Gefahr Für alle Kinder Gottes sprich: Fleuch, du alte Schlange! war, Gott führte sie heraus. Wo Was erneust du deinen Stich, Menschenrath und Hülfe schwand, Machst mir angst und bange? Da schützte seine Vaterhand. Ist dir doch der Kopf zerknickt, 6. Ach Gott, so reich bist du Und ich bin durchs Leiden Meinoch heut, Als du es warst von nes Heilands dir entrückt In den Ewigkeit; Zu dir steht mein Ver- Saal der Freuden. traun. Mach mich an meiner 3. Hab ich wo nicht recht ge= Seele reich, So gilt mir alles than, Ist mirs leid von Herzen, Andre gleich. Da hingegen nehm ich an Christi 7. Des Zeitlichen entbehr ich Blut und Schmerzen; Denn das gern, Hab ich das Ewige vom ist das Lösegeld Meiner MisseHerrn, Das Jesus mir erwarb thaten, Dadurch ist der ganzen Durch seinen herben bittern Tod; Welt Und auch mir gerathen. Das gib du mir, du treuer Gott. 4. Stürme, Satan, und du 8. Denn Alles, was die eitle Tod! Was könnt ihr mir schaWelt Für Leben, Glück und Freude den? Deckt mich doch in meiner hält, Geld, Ehre, Wollust, Pracht, Noth Gott mit seiner Gnaden, Das währt nur eine kurze Zeit, Der Gott, der mir seinen Schn Und hilft uns nichts zur Se- Hat geschenkt aus Liebe, Daß der ligkeit. Sünden Fluch und Hohn Mich 9. Ich danke dir, o Gottes dort nicht betrübe. R 5. Schreie, Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 315 5. Schreie, arge Welt, es seil 11. Ei, so faß, o Christenherz, Mir Gott nicht gewogen! Gott Alle deine Leiden, Wirf sie fröhbleibt immer mir getreu, Hat mich lich hinterwärts, Schau auf jene nie betyogen. Wäre Gott nicht Freuden. Trau auf Gott je gut gesinnt, Würd er seine Ga- mehr und mehr, Gib dem großen ben, Die mein eigen worden sind, Namen Deines Gottes Preis und Wohl behalten haben. Ehr; Er wird helfen, Amen. 6. Denn was ist im Himmelszelt, Was im tiefen Meere, Was Eigene Melodie. ist Gutes in der Welt, Das nicht 507. Mag ich Unglück nicht gut mir wäre? mir der Sterne Licht? Ist mir nicht mich verschmähn Die Welt um gegeben Luft und Wasser? dient meinen Glauben: Ich hab Ver= es nicht mir zu meinem Leben? gebung meiner Schuld, Des Va= 7. Ich bin Gottes, Gott ist ters Huld, Sie muß mir das ermein, Wer ist, der uns scheide? lauben. Gott ist nicht weit, Ein' Dringt das liebe Kreuz herein kleine Zeit Er sich verbirgt, Bis Mit dem bittern Leide: Laß es er erwürgt, Die mich des Worts dringen, kommt es doch Von ge- berauben. liebten Händen; Schnell zerbricht 2. Nicht', wie ich bitt, auch des Kreuzes Joch, Wenn es Gott jetzt mein' Sach, Weil ich bin be schwach, Und Gott mich Furcht will wenden. 8. Kinder, die der Vater soll läßt finden. Ich weiß, daß keine Ziehn zu allem Guten, Die ge- Macht bleibt fest, Das ist das rathen selten wohl Ohne Zucht Best, Was zeitlich, muß verund Nuthen. Bin ich nun ein schwinden. Das ewge Gut Macht Gotteskind, Warum will ich flie- rechten Muth, Dabei ich bleib, hen, Wenn er mich von meiner Wag Gut und Leib; Gott, hilf Sünd Will zum Guten ziehen? mir überwinden. 9. Es ist herzlich gut gemeint 3. All Ding' ein' Weil', ein Mit der Christen Plagen; Wer Sprüchwort ist. Herr Jesu Christ, im Glauben hier geweint, Darf Du wirst mir stehn zur Seiten, nicht ewig klagen, Sondern gehet Und sehen auf das Unglück mein, freudig ein Dort in Chrifti Gar- Als wär es dein, Wenns wider ten, Weil er lernte stille sein Und mich will streiten. Muß ich denn im Glauben warten. dran Auf dieser Bahn: Welt, wie 10. Gottes Kinder säen zwar du willt! Gott ist mein Schild, Traurig und mit Thränen, Über Der wird mich wohl begleiten. endlich bringt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Denn es kommt Mel. Singen wir aus. die Erndtezett, Wo fie Garben 508. Auf den Nebel folgt binden, nach dem kurzen Leid Ewge Freude finden. Trauern Freud und Wonn', Auf die 316 Das christliche Leben. die schwere bittre Bein Stellt sich bald, Heilt und hielt mich dergeTrost und Labsal ein. Meine stalt, Daß ich, was sein Arm ge= Seele, die zuvor Sank bis zu dem than, Nie genugsam preisen kann; Höllenthor, Steigt nun bis zum Da ich weder hier noch da Einen Himmelschor. Weg zur Nettung sah, Hatt' ich 2. Der, vor dem die Welt seine Hülfe nah. erschrickt, Hat mir meinen Geist 8. Als ich furchtsam und vererquickt; Seine starke Vaterhand zagt Mir oft selbst das Herz ge= Hilft, zerreißt das Höllenband. plagt, Als ich manche liebe Nacht Alle seine Lieb und Güt Ueber- Mich mit Wachen krank gemacht, strömet mein Gemüth, Daß es Als mir aller Muth entfiel, Tranun in Lieb erglüht. test du, Gott, selbst in's Spiel, Gabst 3. Hab ich vormals Angst ge- dem Unfall Maß und Ziel. fühlt, Hat der Gram mein Herz 9. Nun, so lang ich in der zerwühlt, Hat der Kummer mich Welt Haben werde Haus und beschwert, Hat der Satan mich Zelt, Sell mir dieser Wunderbethört: Ei, so bin ich nunmehr schein Stets vor meinen Augen frei, Heil und Rettung, Schutz sein. Ich will all mein Lebenund Treu Stehn mir wieder lang Meinem Gott im Lebgefang treulich bei. 1510 Bringen freudig Preis und Dank. 4. Gott läßt keinen traurig 10. Allen Jammer, allen stehn, Noch mit Schimpf zurücke Schmerz, Den des ewgen Vaters gehn, Der sich ihm zu eigen Herz Mir schon jetzt hat zugeschenkt Und sich in sein Herz ver- zählt Oder künftig auserwählt, senkt. Wer auf Gott die Hoff- Will auf meiner Lebensbahn Ich, nung setzt, Findet Tröstung auch so viel ich immer kann, Frisch zulett, Die ihm Leib und Seel und fröhlich nehmen an. ergößt. 11. Ich will gehn in Angst 5. Gehts nicht heute wie man und Noth, Ich will gehn bis in will, Sei man nur ein wenig den Tod, Ich will gehn ins Grab still; Ist doch morgen auch ein hinein, Und doch allzeit fröhlich Tag, Da die Wohlfahrt kommen sein. Wem der Stärkste bet will mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt, stehn, Wen der Höchste will erWenn die kommt, kommt unsre höhn, Der kann nicht zu Grunde Bitt Und die Freude reichlich mit. gehn. 6. Ach, wie oftmals dacht ich doch, Da mir noch des Trübfals Mel. Wo Gott, der Herr. Joch Auf dem Haupt und Halse 509. ft Gott für uns in lag, mir Herz zer= aller allem brach: Nun ist keine Hoffnung Kreuz und Leiden, Wer mag uns mehr, Auch kein Ruhen, bis ich dann zuwider sein? Wer mag von kehr In das schwarze Todtenmeer. ihm uns scheiden? Ist Gott für 7. Aber mein Gott wandt es uns in Angst und Noth, So kann Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 317 Durch kann uns Satan, Höll und Tod, Ihr freundliches Geleite. Kein Feind kann uns dann schaden. sie wird, wenn es Gott bestellt, 2. Ist Gott für uns, so kön- Allein in Einer Nacht gefällt Ein nen wir Verrichten große Thaten, ganzes Heer der Feinde... 8 Denn er ist bei uns für und für, 8. Ist Gott für uns, so muß Und weiß uns wohl zu rathen. die Welt Mit ihrer Macht erlieBestegen können wir mit Gott gen, Mit Gott behält man stets Das Kriegsvolt, daß es noch mit das Feld, Mit Gott kann man Spott Und Schande uns muß obstegen. Der Satan selbst kann weichen. nicht bestehn, Er muß beschämt 3. Ist Gott für uns, so kann von dannen gehn Und kann kein die Macht Der Stolzen nicht be- Haar uns krümmen. stehen; Sie werden alle umge- 9. Ist Gott für uns, was kann bracht, Und müssen schnell ver- der Grimm Des Todes uns dann gehen. Wo dieser Gott nur will schrecken? Uns wird einst Christi allein Bei uns und unser Helfer Donnerstimm' Vom Tode aufersein, Da ist uns wohl geholfen. wecken, 3ur Himmelsfreud und 4. Ist Gott für uns, so dür- Seligkeit, Da wir in alle Ewigfen sich Die Feind' an uns nicht feit Bei Gott dort leben sollen. wagen, Er kann sie alle mächtig- 10. Drum wollen wir zu keiner lich Mit seinem Schwerdte schla- Zeit Von unserm Gott uns scheigen. Gott kennet seine Kinder den; Von seiner Lieb und Gütigwohl, Und weiß wohl, wann er keit Trenn uns kein Schmerz, helfen soll Den Schaafen seiner kein Leiden. Der Krieg, das Weide. 3 Schwerdt, der Hohn und Spott 5. 3ft Gott für uns, wie er Soll uns und unsern lieben Gott denn ist Bei uns aus lauter In Ewigkeit nicht trennen. Gnaden, Was kann uns dann Betrug und List, Haß, Neid und Mcl. Freu dich sehr, o meine. Feindschaft schaden? Gott ist fo 510. Meine Sorgen, Angst Mann Er auch mit Einem Wörtlein Gar leicht zu Boden fällen. Laufen kann mit der Zeit zu End. Alles Seufzen, alles Klagen, Das der Herr 6. Ist Gott für uns, so wird allein nur kennt, Wird, Gott er wohl Für seine Lehre kämpfen, Lob! nicht ewig sein; Nach dem Und wird wohl wissen, wie er Regen wird ein Schein Von viel soll Der Feinde Bosheit dämpfen. tausend Sonnenblicken Meinen Er schickt es oft so wunderlich, matten Geist erquicken. Daß selbst noch die Verfolger sich Zu ihm bekehren müssen. 2. Meine Saat, die ich gesäet, Wird zur Freude wachsen aus. 7. Ist Gott für uns, so haben Wenn die Dornen abgemähet, wir Die Engel auch zur Seite; Träget man die Frucht nach Haus. Ste geben uns durchs Leben hier Wenn ein Wetter ist vorbei, Wird der und Das christliche Leben. mu 318 der Himmel wieder frei; Nach dem Ningen, nach dem Streiten KomMel. Von Gott will ich nicht. men die Erquickungszeiten. 511. Was willst du dich be3. man will Nosen trüben, meine liebe brechen, Muß man leiden in der Seel'? Sieh, daß du den mögst Still, Daß uns auch die Dornen lieben, Der heißt Immanuel. Verstechen; Alles geht wie Gott es traue ihm allein, Er wird gut will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, Alles machen, Und fördern deine Das man nur im Kampf erreicht; Sachen, Wie dirs wird selig sein. Will man hier das Kleinod finden, So muß man erst überwinden. 2. Denn Gott verläset keinen, Der sich auf ihn verläßt, Er bleibt 4. Unser Weg geht nach den getreu den Geinen, Die ihm verSternen, Ist mit Kreuzen wohl trauen fest. Läßt sichs an wunbesegt; Hier muß man sich nicht derlich, So laß dir doch nicht entfernen, Ist er gleich mit Blut grauen, Mit Freuden wirst du benetzt. Zu dem Schloß der Ewig- schauen, Wie Gott wird retten dich. keit Kommt kein Mensch hin sonder 3. Auf ihn magst du es waStreit; Die in Salems Mauern gen Mit unerschrocknem Muth, wohnen, Zeigen ihre Dornenkronen. Du wirst mit ihm erjagen, Was 5. Es sind wahrlich alle From- nüz dir ist und gut. Was Gott men, Die des Himmels Klarheit beschlossen hat, Das kann nie sehn, Aus viel Trübsal hergekom- Jemand hindern Aus allen Menmen, Vor des Lammes Stuhl zu schenkindern, Es geht nach seistehn; Prangend in der Ehrenkron', nem Rath. Stehen sie vor Gottes Thron; 4. Gott hab ich mich ergeben, Weil sie glücklich triumphiret, Sind Ihm Alles heimgestellt, Und will mit Palmen sie gezieret. nach Nichts sonst streben, Denn 6. Gottes Ordnung stehet feste, nur, was ihm gefällt; Drauf wart Und bleibt ewig unverrückt; Seine ich und bin still. Sein Wille ist Freund und Hochzeitsgäste Wer- der beste, Das glaub ich ganz und den nach dem Streit beglückt; feste; Gott mach es, wie er will. Ifrael erhält den Sieg Nach ge= 5. Gib, daß ich deine Ehre, O führtem Kampf und Krieg; Ka- Gott, mein Lebenlang Von Hernaan wird nicht gefunden, Wo zensgrund vermehre, Dir sag ich man nicht hat überwundent Lob und Dank. O Vater, Schn 7. Darum trage deine Ketten, und Geist, Der du aus lauter Meine Seel', gedulde dich, Gott Gnaden Abwendest Noth und wird dich gewiß erretten, Das Schaden, Set immerdar gepreist. Gewitter leget sich. Nach dem Blig und Donnerschlag Folgt ein Eigene Melodie. angenehmer Lag; Auf den Abend 512. A Gott, erhör mein die Freude nach den Sorgen. Klagen, Laß mich in meiner Noth nicht Vertrauen auf Gott. Treft. Ergebung. 319 nicht gar verzagen. Du weißt den schau empor Im Siegerchor, Und Schmerz, Erkennst mein Herz, Du bringe Preis dir für mein Leiden, haft mir's aufgelegt, drum hilf Amen. mir's tragen. 2. Ohn deinen Willen kann Eigene Melodie. mir nichts begegnen, Du kannst 513. Sollt es gleich bit segnen. weilen scheinen, Als Zwar hat dein Kind Die Straf verließe Gott die Seinen, O so verdient; Doch laß den Thau der glaub und weiß ich dies: Gott Gnade auf mich regnen. hilft endlich doch gewiß. 3. Pflanz mir Geduld durch 2. Hülfe, die Gott aufgeschoben, deinen Geist ins Herze, Hilf, daß Hat er drum nicht aufgehoben, ich nicht mein wahres Heil ver- Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft scherze. Zu deiner Zeit Wend aber doch, wann's heilsam ist. mein Leid, Sei mir ein Licht in 3. Wie nicht gleich die Väter meinem tiefen Schmerze. geben, Wonach ihre Kinder streben, 4. Ich weiß gewiß, du hast So gibt Gott auch, wann er will. mein nie vergessen, Was mir zum Harre seiner und sei still. Heil gereicht, hast du ermessen. 4. Seiner kann ich mich ge= Du treuer Gott Hilfst mir in trösten, Wenn die Noth am alNoth, Ob auch die Leiden Thrä- lergrößten; Er ist gegen mich, nen mir auspressen. sein Kind, Mehr als väterlich 5. Kein Unglück hat noch je gesinnt. so lang gewähret, Es hat doch 5. Troß der Welt und ihren endlich einmal aufgehöret. Zum Notten! Ich kann ihre Macht verSiegesstand Reich mir die Hand. spotten. Drückt auch schwer des Du siehest, daß mein Herz sonst Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, nichts begehret. lebet noch. 6. Willst du mich noch auf 6. Mögen mich die Menschen steile Pfade leiten, So stehe mir kränken Und auf mein Verderben mit deiner Kraft zur Seiten, denken, Sind sie mir ohn Ursach Daß bis aufs Blut Mit frohem feind: Gott im Himmel ist mein Muth Ich möge wider alle Feinde Freund. streiten. 7. Darf ich von der Welt 7. Laß mich gestärkt im Glau- nichts hoffen, Steht mir doch der ben überwinden, In deinem Va- Himmel offen, Und ist da mein. terhause Frieden finden, 3um Platz bestellt, Was frag ich dann Preis und Dank, Zum Lobgesang, nach der Welt? Um mich mit dir auf ewig zu verbinden. 8. Wenn ich bis zu meinem Grabe Dich, mein Herr und 8. Dann folg ich denen, die Gott, nur habe, Dann hab ich schon zu dir kamen, In schweren das beste Theil, Und bei dir einst Leiden priesen veinen Namen. Ich ewges Heil. Mel. n pada Daß christliche Leben. diene, Und was er thut, Ist alles Mel. Das Jefulein soll doch mein. gut, Ob's noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du 514.Jin Mein Herz nicht hast, Was Fleisch und Blut hab Gottes und Sinn ergeben; Was böse begehret, Als set mit einer großen scheint, ist mir Gewinn, Der Tod Last Dein Lebensgang beschweret; selbst ist mein Leben. Denn Gott Hast spät und früh Viel Sorg ist mein, Und ich bin sein, Was und Müh, Zu deinem Wunsch zu ist wohl, das mir schade? Ob er kommen, Und denkest nicht, Das, gleich schlägt, Und Kreuz auflegt, was geschicht, Gescheh zu deinem Bleibt doch sein Thun voll Gnade. Frommen. 2. Das kann mir fehlen nim- 7. Fürwahr, der dich geschaffen mermehr, Mein Vater muß mich hat Und sich zur Ehr erbauet, lieben; Schickt er auch Trübfal, Der hat schon längst in seinem groß und schwer, So will er mich Rath Beschlossen und geschauet, nur üben, Und mein Gemüth In Aus wahrer Treu, Was dienlich seiner Güt Gewöhnen fest zu stehen. set Dir und den Deinen allen. Halt ich dann Stand, Weiß seine Laß ihm doch zu, Daß er nur thu Hand Mich wieder zu erhöhen. Nach seinem Wohlgefallen. 3. Was ich nur bin und hab, 8. Wie's Gott gefällt, so muß es ist sein, Von ihm hab ich das sein, Zuletzt wird's dich erfreuen; Leben; Sein Werk bin ich er hat Was du jetzt nennest Kreuz und allein Mir Leib und Seel gegeben. Bein, Wird dir zum Trost ge Ich gab mir nicht Des Geistes deihen. Wart in Geduld, Die Licht, Er läßt es in mir schei- Gnad und Huld Wird sich doch nen. Wer so viel thut, Deß Herz endlich finden; All Angst und und Muth Kann's nimmer böse Qual Wird auf einmal Gleich meinen. hon wie ein Rauch verschwinden. 4. Woher wollt ich den Aufent9. C8 kann bei lauter Sonnenhalt Auf dieser Erd erlangen? licht Das Feld nicht Früchte traIch wäre längst schon todt und gen. So reift auch Menschenwehlkalt, Wo mich nicht Gott um- fahrt nicht Bei lauter guten Tagen. fangen. Mit seinem Arm hält er Wie bitter sei Die Arzenet, Schafft mich warm, Daß es mir wohl- sie doch neues Leben. So mu ergehet. Was er nicht hält, Daß das Herz Sich oft durch Schmerz bricht und fällt, Was er erfreut, Zu seinem Heil erheben. bestehet. 10. Ei nun, mein Gott, so fall 5. Bei Gott ist Weisheit und ich dir Getreft in deine Hände, Verstand, Und Liebe ohne Maßen. Nimm du mich auf und mach's Die rechte Zeit ist ihm bekannt, mit mir, Wie du willst, bis an's wu thun und auch zu lassen; Er Ende. Nur du, Herr, weißt, Wie weiß, wann Freud, Er weiß, meinem Geist Sein wahres Heil Bann Leid Uns, seinen Kindern, entstehe, Und deine Ehr' Sid mehr 320 Vertrauen auf Gott. Troft. Ergebung. 321 mehr und mehr Vor aller Welt hat bewährt, Läßt sie zu dem erhöhe. Frieden kommen, Den schon lange 11. Willst du mir geben Son- sie begehrt. Bleib, o Seele, fromm nenschein, So nehm ichs an mit und stille, Denk, es waltet GotFreuden. Soll's aber Kreuz und tes Wille. Trübsal sein, Will ichs geduldig 5. Nach dem Regen scheint die leiden. Soll für mich hier Des Sonne, Freude folgt auf Trau= Lebens Thür Noch ferner offen rigkeit, Angst verwandelt sich in stehen: Wie du mich führst Und Wonne, Und in Himmelsluft das führen wirst, So will ich gern Leid. Bleib, o Seele, fromm mitgehen. und stille, Dent, es waltet Got12. Soll ich dann auch des tes Wille. Todes Weg Und finstre Straßen 6. Sollst du von der Erde gehen, So zeige du mir Bahn und scheiden, Scheide nur getrest zu Steg, Und laß dein Licht mich Gott; Gott gibt dir des Himmels sehen. Du bist mein Hirt, Der Freuden, Warst du treu bis in Alles wird zu solchem Ende keh- den Tod. Bleib, o Seele, fromm ren, Daß ich einmal Im Himmels- und stille, Denk, es waltet Gotsaal Dich ewig möge ehren. tes Wille. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Mel. Armselig Hüttlein. 515. Meine Seele, laß es 516. Mas kränkſt du dich in diein deiner Seelen, ser Welt es geht; Laß auch gerne O theurer Christ, was suchst du das geschehen, Was dein Herz hier doch In dem dir auferlegten Joch nicht versteht. Bleib, o Seele, Dich selber mit Verdruß zu quäfromm und stille, Denk, es waltet len? Dein Haupt und Heiland Gottes Wille. leidet Bein, Und du, du willst 2. Ist dir gleich die Welt zu befreiet sein? Sieh deines Herrwider, Bist du selbst der Freunde schers tiefe Wunden, Die dich zu Spott, Drücken Feinde dich dar- gleichem Bund verbunden. nieder, So vertraue deinem Gott. 2. Du leidest wegen deiner Bleib, o Seele, fromm und stille, Sünde, Er litt unschuldig, in Denk, es waltet Gottes Wille. Geduld, Für deine schwere Sün3. Ist auch in dem bangen denschuld, Damit er dich mit Gott Herzen Nichts als Kummer, Sorg verbinde. Du haft's verbrochen, und Leid, Zagst du unter herben hast's versehn, Er will für dich Schmerzen Hier in dieser Sterb- zur Marter gehn, Du hast den lichkeit: Bleib, o Seele, fromm bittern Tod verschuldet, Und er und stille, Denk, es waltet Got- hat ihn für dich erduldet. tes Wille. 3. Wie manchmal hat dein 4. Gott erbarmt sich seiner Fuß gegleitet! Wie oft hat die Frommen, Wenn das Kreuz ste verwegne Hand Sich zum VerX botnen 322 Das christliche Leben. merende botnen hingewandt! Wie oft hat 2. Ruhe suchet Jedermann, dich dein Aug' verleitet! Was Allermeist ein Christ; Denk auch von der Sünde angehaucht, Das du, mein Herz, daran, Wo du hast du vielmals mit gebraucht, immer bist. O suche Ruh! In Dein Herz hat aus des Geistes dir selber wohnt sie nicht; Such Schranken Durch Sündentrieb oft mit Fleiß, was dir gebricht. Gott müssen wanken. ist die Ruh. 4. Drum leide, was Gott auf- 3. Nuhe giebet nicht die Welt geleget, Er meint es herzlich mit In der Freud und Pracht. Ruhe dir gut, Du kennst ja seinen Va- gibt nicht Gut und Geld, Lust termuth, Womit er deine Schwach- und Gunst und Macht. Drum heit träget. Dies Joch, die Last, siehe zu! Wer aus Gott geboren die Bürd und Pein Laß dir ein ist, Sieht auf das, was droben fichres Merkmal sein, Daß, wer ist. Gott ist die Ruh. auch nicht auf Rosen gehet, Doch oft bei Gott in Gnaden stehet. 4. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns Alle ladet 5. O leichtes Joch, du sanfte ein Vor des Himmels Thron, Zur Bürde, O segensreiche Kreuzeslast, wahren Ruh. Wer den Ruf vers Die du mir es erworben hast, nommen hat, Gehe ein zur GotDaß ich mit Gott vereinigt würde! tesstadt. Gott ist die Ruh. Wie leicht ist, was Gott aufge= 5. Ruhe beut er williglich Den legt, Weil Christus selber hebt Mühselgen an, Und erquicken wird und trägt, Und mir als Freund er dich, Wie es Niemand kann. gibt das Geleite Zum Siege in Drum komm herzu. Trägst du dem heil'gen Streite. gleich der Leiden viel, Gott jest allem Leid ein Ziel. Gott ist die 6. Tilg, ach Herr Jesu, mein Gebrechen, Zünd an in mir die Nuh. heilge Glut, Und, wo mir Sünde 6. Ruhe kommt aus Glauben Schaden thut, Laß doch für mich her, Der an Jesu hält. Jesus dein Leiden sprechen. Laß, Herr, machet leicht, was schwer, Richtet das Gut, daß du erwarbst, Als du auf, was fällt. Sein Geist bringt für mich am Holze starbst, Mich, Ruh. Gib im Glauben Herz und deinen Knecht, dein Kind, ererben, Sinn Gottes Geist zu eigen hin. So werd ich in dir selig sterben. Gott ist die Ruh. Eigene Melodie. 7. Ruhe zeigt sich allermeist, Wo Gehorsam blüht. Ein in 517. Ruhe ist das beste Gott ergebner Geist Macht ein Gut, Das uns still Gemüth, Wirkt Seelenruh. laben kann. Stille und ein guter Selig ist, der also liebt, Daß Muth Steigen himmelan. Die er Gottes Willen übt. Gott ist suche du! Hier ist keine wahre die Ruh. Ruh, Wende dich dem Himmel zu. Gott ist die Nuh. 8. Ruhe hat, wer willig trägt Christi sanftes Joch; Alle Last, die er Vertrauen auf Gott. Trost. Ergebung. 323 er auflegt, Ist ja lieblich doch, Und 6. Satan, Welt und ihre schaffet Nuh. Trage still die Last Rotten Können hier Wahrlich des Herrn, Gottes Hülf ist dir mir Nichts thun, als nur spotten. nicht fern. Gott ist die Ruh. Laß sie spotten, laß sie lachen: 4 9. Nun, so suche Ruh, mein Gott, mein Heil, Wird in Eil Herz, Nuh sei dein Gewinn; Auf, Sie zu Schander machen. und steige himmelwärts, Auf, zu 7. Unverzagt und ohne Grauen Jesu hin! Er ist die Ruh. In der Soll ein Christ, Wo er ist, Stets Zeit ist keine Ruh, Wende dich sich lassen schauen; Wollt ihn dem Ewgen zu. Gott ist die Ruh. auch der Tod aufreiben, Soll der Muth Dennoch gut und fein stille bleiben. Eigene Melodie. arum sollt ich mich 8. 518. War denn grämen? Hab nicht Kann uns doch der Tod tödten, Sondern reißt ich doch Christum noch, Wer will Unsern Geist Aus viel tausend mir ihn nehmen? Wer will mir Nöthen; Schließt das Thor der den Himmel rauben, Den mir bittern Leiden, Und macht Bahn, schon Gottes Sohn Beigelegt im Daß man kann Gehn zu HimGlauben? thomelsfreuden. 2. Nackend lag ich auf dem 9. Da will ich mit süßen Boden, Als ich kam, Da ich Schätzen Dann mein Herz Nach nahm Meinen ersten Odem. dem Schmerz Ewiglich ergößen. Nackend werd ich auch hinziehen, Hier ist kein recht Gut zu finden, Wenn ich werd Von der Erd Was die Welt In sich hält, Als ein Schatten fliehen. Muß im Nu verschwinden. 3. Gut und Blut, Leib, Seel 10. Was sind dieses Lebens und Leben Ist nicht mein, Gott Güter? Eine Hand Voller Sand, allein Ist's, der es gegeben; Will Kummer der Gemüther. Dort, er's wieder zu sich kehren, Nehm dort sind die edlen Gaben, Da er's hin, Ich will ihn Dennoch mein Hirt, Christus, wird Mich fröhlich ehren. ohn Ende laben. 4. Schickt er mir ein Kreuz 11. Herr, mein Hirt, Brunn zu tragen, Dringt herein Angst aller Freuden, Du bist mein, Ich und Pein, Sollt ich drum verza- bin dein, Niemand kann uns gen? Der es schickt, der kann es scheiden; Ich bin dein, weil du wenden, Er weiß wohl, Wie er dein Leben Und dein Blut Mir soll All mein Unglück enden. zu gut In den Tod gegeben. 12. 5. Gott hat mich bei guten Du bist mein, weil ich dich Tagen Oft ergößt, Sollt ich jetzt fasse, Und dich nicht ,. O mein Auch nicht etwas tragen? Gott Licht, Aus dem Herzen lasse. ist treu, er kann nicht hassen, Laß mich, laß mich hingelangen, Im Gericht Wird mich nicht Wo du mich Und ich dich Ewig Seine Huld verlassen. werd umfangen. X* Eigene 324 Das christliche Leben. Eigene Melodie. Christ: Ist auch der Mütter eine, Die ihres Sohns vergißt? Und 519. Chrift, Alles, was dich könnt' ste sein vergessen, Bergeß kränket, Befiehl ge= ich doch nicht dein. Wer könnte trost dem Herrn, Er, der die dies ermessen, Und dennoch troftHimmel lenket, Ist auch von dir los sein? nicht fern. Warum willst du ver- 7. Ergreif in festem Glauben zagen? Zu Gott erhebe dich; Er Den Trost der Ewigkeit; Wer höret deine Klagen, Und liebt kann das Heil dir rauben, Das dich väterlich. Gott den Frommen beut? Auf 2. Wenn dich die Sünden schmer- kurze Prüfungstage Folgt ew'ger zen, So fühle deine Schuld, Doch Preis und Dank; Dann schweitrau mit ganzem Herzen Auf dei= get jede Klage, Und wird ein nes Mittlers Huld. Zu wahrer Lobgesang. Ruhe führet Die Neu, die Gott gefällt; Allein den Tod gebieret Die Traurigkeit der Welt. Eigene Melodie. 520. Gott lebet noch! Seele, 3. Wenn deine Feinde wüthen, was verzagst du doch? Wie groß ihr Zorn auch sei: Gott ist gut, der aus Erbarmen Dein Gott wird dich behüten, Alle Hülf auf Erden thut, Der Bleibst du nur ihm getreu. Ge- mit Huld und starken Armen horchen seinen Winken Nicht im- Machet Alles wohl und gut. Gott mer Erd und Meer? Laß deinen kann besser, als wir denken, Alle Muth nicht sinken, Dein Schirm Noth zum Besten lenken. Seele, und Schild ist er. so bedenke doch: Lebt doch unser Herr Gott noch! 4. Auch in den bängsten Leiden Sei stark in seiner Kraft. 2. Gott lebet noch, Seele, was Ergib dich ihm mit Freuden, Er verzagst du doch? Sollte den ein ist's, der Hülfe schafft. Er weiß Schlaf beschweren, Der das Auge. ja, was dir fehlet In jedem hell gemacht? Sollte der nicht Augenblick; Und was dein Vater Alles hören, Der das Ohr herwählet, Führt dich zum wahren vorgebracht? Gott, der Vater, Glück. hört und stehet, Wo den From5. Der Gott, auf dessen Segen men Weh geschiehet. Seele, so Dein ganzes Wohl beruht, Ist bedenke doch: Lebt doch unser stets in seinen Wegen Gerecht Herr Gott noch! und weis und gut. Will auch 3. Gott lebet noch, Seele, was dein Herz oft wanken, Als dächt verzagst du doch? Der den Erder deiner, nicht, Wirst du ihm freiß jetzt verhüllet Mit den Wol einst noch danken, Er hält, was ten weit und breit, Der die ganze er verspricht. Welt erfüllet, Der ist auch von 6. Denk jenes Worts, und uns nicht weit. Wer Gott liebt, weine Voll Freud und Dank, odem will er senden Hülf und only Trost 325 Gehorsam. Trene. Wahrheitsliebe. Der Eid. Trost an allen Enden. Seele, aus noch ein: Gott wird dennoch so bedenke doch: Lebt doch unser dich umfassen, Und im Leiden bei Herr Gott noch! dir sein. Gott ist's, der es herz4. Gott lebet noch, Seele, was lich meinet, Wo die Noth am verzagst du doch? Bist du schwer größten scheinet. Seele, so bemit Kreuz beladen, Nimm zu denke dech: Lebt doch unser Herr Gott nur deinen Lauf. Gott ist Gott noch! groß und reich von Gnaden, Hilft 7. Gott lebet noch, Seele, was dem Schwachen gnädig auf; Got- verzagst du doch? Laß den Himmel tes Gnade währet immer, Seine fammt der Erden Immerhin zu Treu vergehet nimmer. Seele, so Trümmern gehn, Laß die Höll ent= bedenke doch: Lebt doch unser zündet werden, Laß den Feind erHerr Gott noch! bittert stehn, Laß den Tod und 5. Gott lebet noch, Seele, was Teufel blizen: Wer Gott traut, verzagst du doch? Wenn dich den will er schützen. Seele, so deine Sünden kränken, Dein Ver- bedenke doch: Unser Herr Gott brechen quält dich sehr: Komm lebet noch! zu Gott, er wird versenken Deine 8. Gott lebet noch, Seele, was Sünden in das Meer. Mitten in verzagst du doch? Mußt du schon der Angst der Höllen Kann er geängstet wallen Auf der harten dich zufrieden stellen. Seele, so Dornenbahn, Es ist Gottes Wohlbedenke doch: Lebt doch unser gefallen, Dich zu führen himmelan. Herr Gott noch! Gott wird nach dem Prüfungsleben 6. Gott lebet noch, Seele, was Friede, Freud und Wonne geben. verzagst du doch? Will dich alle Seele, so bedenke doch: Unser Herr Welt verlassen, Weißt du weder Gott lebet noch! 7. Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. Mel. Wo Gott, der Herr. 521. nicht bau, Noch mich darum beerr, deine Rechte trübe; Daß großer Leute Gnad und Gebot, Dar- und Gunst, Gewalt, Pracht, Reichnach wir sollen leben, Wollst du thum, Wiß und Kunst Mir nicht mir, o getreuer Gott, Ins Herze zum Abgott werde. selber geben, Daß ich zum Guten 3. Laß deinen Namen, deinen willig sei, Und ohne Falsch und Bund Mit Ehrfurcht mich beken= Heuchelei, Was du befiehlst, voll- nen, Auch niemals dich mit meibringe. nem Mund Ohn Herzensandacht 2. Gib, daß ich dir allein ver- nennen, Daß ich gedenke alle Tag', trau, Allein dich fürcht und liebe, Wie stark mich deine Taufzusag', Auf Menschen= Trost und Hülf Zu dienen dir, verbindet. 4. Am 326 Das christliche Leben. otros 4. Am Tage deiner heilgen jederzeit Am Lästern und am Nuh Laß mich früh vor dich tre- Lügen. ten, Die Zeit auch heilig bringen 10. Laß mich des Nächsten zu Mit Danken und mit Beten, Haus und Gut Nicht wünschen Daß ich hab meine Lust an dir, noch begehren, Was aber mir Dein Wort gern höre und dafür von nöthen thut, Das wollst du Um alles Guts dich preise. mir gewähren; Doch, daß es 5. Die Eltern, Lehrer, Obrig- Niemand schädlich set, Ich auch keit, Die vorgesetzt mir werden, ein ruhig Herz dabei Und deine Laß ja mich ehren allezeit, Daß Gnad behalte. mir's wohl geh auf Erden. Für 11. Ach, Herr, ich wollte deine ihre Treu und Sorg laß mich, Recht' Und deinen heil'gen Willen, Auch wenn sie werden wunderlich, Wie mir gebühret, deinem Knecht, Gehorsam sein und dankbar. Vollkommen gern erfüllen; Doch 6. Hilf, daß ich nimmer eigne fühl ich wohl, was mir gebricht, Rach Aus Zorn und Feindschaft Und wie ich das Geringste nicht übe, Dem, der mir anthut Truß Vermag aus eignen Kräften. und Schmach, Verzeihe und ihn 12. Drum gib du mir von dei-= liebe; Sein Glück und Wohlfahrt nem Thron, Gott Vater, Gnad jedem gönn', Schau, ob ich je- und Stärke. Verleih, o Jesu, mand dienen könn', Und thu es Gottes Sohn, Daß ich thu rechte dann mit Freuden. Werke. O hellger Geist, hilf, daß 7. Unreine Werk' der Finsterniß ich dich Von ganzem Herzen, Laß mich von Herzen meiden, Daß und als mich Den Nächsten treuich für böse Lust nicht müss' Dort lich liebe. Höllenqualen leiden. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, Daß Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ich schandbare Wort und Scherz 522. Kommt, laßt euch vom Herrn hasse. 8. Verleih, daß ich mich redlich und lernet allzumal, Welche die nähr', Und böser Nänke schäme, sind, die gehören In der rechten Mein Herz von Geiz und Unrecht Christen Zahl, Die bekennen mit kehr', Nichts durch Gewalt hin- dem Mund, Glauben fest von nehme; Und von der Arbeit mei- Herzensgrund, Und aufrichtig sich ner Händ', Was übrig ist, auf bestreben, Guts zu thun, so lang Arme wend', Und nicht auf Pracht sie leben. und Hoffahrt. 2. Selig sind, die Demuth 9. Hilf, daß ich meines Näch- haben Und sind allzeit arm im sten Ehr Zu retten mich befleiße, Geist, Rühmen sich auch keiner Gern Schmach und Schimpf von Gaben, Daß Gott werd allein ihm abwehr, Doch Böses nicht gepreist, Danken ihm auch für gut heiße. Gib, daß ich lieb' und für, Denn das Himmelreich Aufrichtigkeit, Und habe Abscheu ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 327 seßen, Die sich selbst gering hier Sich bemühn ohn Unterlaß, Daß schätzen. man gern in allen Sachen Fliehen 3. Selig sind, die Leide tragen, möge Streit und Haß; Die da Welche göttlich trauernd sind, Die stiften Fried und Ruh, Rathen beseufzen und beklagen Ihre und allerseits dazu, Sich des Friedens des Nächsten Sünd, Auch deshal- selbst befleißen, Werden Gottes ben traurig gehn, Oft vor Gott Kinder heißen. mit Thränen stehn; Diese sollen schon auf Erden Und einst dort getröstet werden. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Pein, Da sie es doch nicht ver= 4. Selig sind die frommen Herzen, schulden, Sind erfunden fromm Wo man Sanftmuth spüren kann, und rein. Obgleich ist des KreuWelche Hohn und Troß verschmer- zes viel, Seget Gott doch Maß zen, Weichen gerne Jedermann; und Ziel, Und darauf wird er's Die von Haß und Rache fern, belohnen Ewig mit den EhrenSich befehlen ihrem Herrn, Diese kronen. will er also schüßen, Daß sie noch das Land besitzen. 10. Herr, regiere hier auf Erden Meinen Wandel allezeit, 5. Selig sind, die sehnlich streben Daß ich möge fähig werden Sol= Nach Gerechtigkeit und Treu, Daß cher großen Seligkeit. Gib, daß an ihrem Thun und Leben Nie ich demüthig sei, Stets mein Gewalt noch Unrecht sei; Die da Flehn zu dir erneu, Sanftmuth lieben Licht und Recht, Nimmer auch am Feinde übe, Die Gerechsind der Sünde Knecht, Meiden tigkeit stets liebe. Geiz und Trug auf Erden, Diesen soll die Fülle werden. 11. Gib, daß Andern gern ich diene, Immer hab ein reines Herz, 6. Selig sind, die aus Erbarmen Die in Unfried stehn, verfühne, Lindern ihres Nächsten Noth, Dir anhang in Freud und Schmerz. Haben Mitleid mit den Armen, Bater, hilf von deinem Thron, Für sie bitten oft zu Gott. Die Daß ich glaub an deinen Sohn, behülflich sind mit Rath, Auch Und durch deines Geistes Stärke wo möglich mit der That, Wer- Mich befleiße guter Werke. den wieder Hülf empfangen, Und Barmherzigkeit erlangen. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 7. Selig, die gefunden werden 523. Wohl dem, der den scheuet, Reines Herzens jederzeit, Die in Werk, Wort und Geberden Lieben Der da fürchtet seinen Gott! Zucht und Heiligkeit; Diese, wel- Wohl dem, der sich herzlich freuet, chen nicht gefällt Die unreine Lust zu erfüllen sein Gebot! Wer den der Welt, Sondern sie mit Ernst Höchsten liebt und ehrt, Wird vermeiden, Werden schauen Gott erfahren, wie sich mehrt Alles, mit Freuden. was in seinem Leben Ihm vom 8. Selig sind, die Friede machen, Himmel ist gegeben. 2. Seine 328 Das christliche Leben. 2.. Seine Kinder werden stehen umsonst erfüllt mit Neide, Wird Wie die Rosen in der Blüth, Sein nicht, was er wünschet, sehn. Geschlecht einher wird gehen Froh Wenn der Haß, der in ihm durch Gottes Vatergüt, Und was brennt, Uns das Gute auch nicht diesen Leib erhält, Wird der gönnt: Unserm Gott kann er's Schöpfer aller Welt Reichlich und nicht wehren, Und wird nur sich mit vollen Händen Ihnen in die selbst verzehren. Häuser senden. Eigene Melodie. 3. Das gerechte Thun der Frommen Steht gewiß und wan- 524. Gott, du frommer ket nicht; Sollt auch gleich ein Gett, Du BrunnWetter kommen, Bleibt doch Gott, quell aller Gaben, Durch den wir der Herr, ihr Licht; Tröstet, stär- Alle sind, Von dem wir Alles ket, schützt und macht, Daß nach haben, Gesunden Leib gib mir, ausgestandner Nacht Und nach Und daß in solchem Leib Gin' tief betrübtem Weinen Freud und unbefleckte Seel Und rein GewisSonne wieder scheinen. sen bleib. 4. Wenn die schwarzen Wolken 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, blizen, Donner rollen in der Luft, Was mir zu thun gebühret, Wozu Wird er ohne Sorgen sizzen, Wie mich dein Befehl In meinem ein Vöglein in der Kluft; Er Stande führet. Gib, daß ich's wird bleiben ewiglich, Auch wird thue bald, Zu der Zeit, da ich sein Gedächtniß sich Segensreich soll, Und wenn ich's thu, so gib, in ferne Zeiten Wie die edlen Daß es gerathe wohl. 3weig' ausbreiten. 3. Hilf, daß ich rede stets, 5. Wenn die Unglückszeit wird Womit ich kann bestehen, Laß kommen, Welche rohe Sünder kein unnüßes Wort Aus meinem plagt, Bleibt der Muth ihm un- Munde gehen: Und wenn in benommen, Und das Herz ihm meinem Amt Ich reden soll und unverzagt; Muthig, ohne Angst muß: So gib den Worten Kraft und Pein Bleibet immer, wer sich Und Nachdruck ohn Verdruß. fein Seinem Gott und Herrn er- 4. Droht mir Gefährlichkeit, giebet, Und verlassne Arme liebet. So laß mich nicht verzagen; Gib 6. Wer Betrübte gern erfreuet, einen Heldenmuth, Das Kreuz Wird vom Höchsten wohl ergößt, hilf selber tragen. Gib, daß ich Was die milde Hand ausstreuet, meinen Feind Mit Sanftmuth Wird vom Himmel hoch ersetzt. überwind', Und wenn ich Raths Wer viel gibt, erlanget viel; Was bedarf, Auch guten Nath erfind'. ein frommes Herz nur will, Das 5. Laß mich mit Jedermann wird Gott nach seinem Willen In Fried und Freundschaft leben, Schon zur rechten Zeit erfüllen. So weit als christlich ist. Willst 7. Aber seines Feindes Freude du mir etwas geben An ReichWird am Ende untergehn; Der, thum, Gut und Geld, So gib auch Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 329 auch dies dabei, Daß von unrech- mich, Daß ich der argen Welt tem Gut Nichts untermenget sei. Nicht folge, wenn sie mich Von 6. Soll ich in dieser Welt Mein deinem Wort abhält. Leben höher bringen, Durch manchen 4. Entzünde du mein Herz Mit jauern Tritt Hindurch ins Alter deiner wahren Liebe, Und gib, daß bringen, So gib mir, Herr, Ge- ich zugleich Am Nächsten Liebe übe. duld; Vor Sünd und Schand Verleihe mir Geduld, Wenn Trübbewahr, Auf daß ich tragen mag sal bricht herein, Und hilf, daß Mit Ehren graues Haar. ich im Glück Demüthig möge sein. 7. Laß mich auf Christi Tod 5. Verleihe, daß ich stets Nach Einst sanft von hinnen scheiden, deinem Reiche ringe, Auf daß Die Seele nimm zu dir Hinauf dein Segen dann zu mir herunzu deinen Freuden; Dem Leib ein ter dringe. Wer nach dem EwiNäumlein gönn Bei frommer Chri- gen Vor allen Dingen tracht't, sten Grab, Auf daß er seine Nuh Der wird auch wohl mit dem, An ihrer Seite hab. zeitlich ist, bedacht. Was 8. Wenn du an jenem Tag Die 6. Mein Herz sei nie dem Todten wirst erwecken, So wollst Haß, Der Falschheit nie ergeben, du deine Hand Zu meiner Gruft Vom Uebermuthe frei Sei, Herr, ausstrecken; Durch deiner Allmacht mein ganzes Leben. Gewalt und Wort Ruf meinen Leib hervor, List und Geiz Und UnbarmherzigUnd führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor. feit Sei meinem Herzen fremd, O Gott, zu jeder Zeit. Mel. O Gott, du frommer Gott. 525. 7. Mit deiner rechten Hand, Herr, wollest du mich leiten, Mich erzallerliebster Gott, schützen Tag und Nacht, Daß Der du mir dieses nicht die Tritte gleiten. Du wolLeben, Leib, Seele und Vernunft lest meine Burg, Mein Schutz in Aus Gnaden hast gegeben, Re- Nöthen sein, Wenn ich in meigiere ferner mich Durch deinen gu- nem Amt Ausgehe oder ein. ten Geist, Daß er in allem Thun 8. Zulegt erlöse mich Von alMir Kraft und Beistand leist'. lem Kreuz und Leiden, Und wenn 2. Hilf, daß ich allzeit fern ich sell einmal Von dieser Welt Von Fleischeslüften bleibe, Dage- abscheiden, So stehe du mir bei gen emsiglich Des Geistes Werke Mit deiner Gnadenhand, Und treibe, Daß gute Ritterschaft Ich führe mich hinauf Ins rechte Va= üb' in wahrer Treu, Daß ich in terland. Hoffnung stark Und fest gegründet set. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Gib, daß ich als ein Christ, 526. daß von meinen bezeige, Und Lebenstagen willig stets mein Ohr Zu seiner keiner ganz verloren sei! Verlorne Lehre neige. Im Glauben stärke Stunden, ach, sie nagen Das Herz 330 Das christliche Leben. nadst Herz zu spät mit Gram und Reu, kein Ungemach Von der Liebe Jesu Und den entflohnen Augenblick scheiden, Murre nicht mit Web Bringt mir kein Wunsch, kein und Ach. Denke, wie er allezeit Flehn zurück. Dir zu helfen war bereit. Eile, 2. Laß jeden meiner Augen- gläubig ihn zu fassen, Und er blicke, O Gott, mir werth und wird dich nimmer lassen. theuer sein; Laß mich die Zeit, 2. Set getreu in deinem Glaudie du zum Glücke Mir gabst, ben, Stehe fest in deinem Bund. durch Sünde nie entweihn. Fern Niemand kann das Heil dir rausei die Luft der Eitelkeit, Die ben, Baust du auf den rechten mich verblendet und zerstreut. Grund. Sieh, Gott nahm dich in 3. Noch ist es Tag, jetzt, Herr der Tauf Einst zu seinem Kinde der Stärke, Gib Wollen mir und auf, Darum sei dein ganzes LeKraft zur That, Damit ich wirke ben Deinem Gott zum Dienst er= gute Werke, Eh Nacht, da nie- geben. mand wirket, naht. Wie viel ist noch für mich zu thun! Nur nach der Arbeit laß mich ruhn. 3. Set getreu in deiner Liebe Gegen Gott, der dich geliebt. An dem Nächsten Gutes übe, Auch 4. Wie schwach ist noch mein wenn er dich hat betrübt. Denke, Herz, wie schwanket Es zwischen was dein Heiland that, Als er dieser Welt und dir! Wie oft, o für die Feinde bat; Zu verzeihen Gott der Liebe, kranket Der Bru- mußt du streben, Soll dein Vaderliebe Sinn in mir! Ach, gib ter dir vergeben. mir, Gott, du gibst ja gern, Die 4. Sei getreu in deinem HofKraft und Liebe meines Herrn. fen, Hilft Gott gleich nicht, wie 5. Auf, auf, mein Geist, laß du willst; Er hat bald den Weg keine Stunde Des Lebens unge- getroffen, Wo dein Wünschen wird nügt vorbei! Ich sag es zu mit erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon Herz und Munde, Mach, Gott, hier, Nahet stets in Liebe dir. Hoffe mich dem Gelübde treu: Dir, nur, Gott ist vorhanden, HoffHerr der Zeit und Ewigkeit, Set nung macht dich nicht zu Schanjeder Augenblick geweiht. den.* 6. Einst seh ich an der Lauf- 5. Sei getreu in Todesnöthen, bahn Ende Dann froh auf meine Kämpfe kühn den letzten Streit. Tage hin, Und sage: Herr, durch Sollte dich der Herr auch tödten: deine Hände Empfing ich, was Du gehst ein zur Herrlichkeit. ich hab und bin. Hier ist mein Wer Tagewerk, nicht mein, Dein ist Und der Ruhm, die Ehre dein! da recht mit Jesu ringt, wie Jakob ihn bezwingt, Wird erfahren, daß am Throne Schon ihm glänzt die Siegerfrone. Mel. Freu dich sehr, o meine. 527. Sei getreu in beinem ei getreu in deinem 6. Sei getreu bis an das Ende, Leiden, Lasse dich Ob der Herr auch bis zum Tod Nicht Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 331 Nicht von dir die Trübsal wende; und Lohn, Stets treu zu sein Tod und Grab verschlingt die verlangen; Es wird sein neuNoth, Und das Leiden dieser Zeit geborner Sinn Zu Gott und zu Ist nicht werth der Herrlichkeit, dem Nächsten hin Sich voller Die dein Jesus dir wird geben, Liebe neigen. Dort in jenem Freudenleben. 5. Die Kraft, die er hier nö7. Nun wohlan, so will ich thig hat, Ist ihm bereits erwor= leiden, Glauben, lieben, hoffen ben Von Christo, der an unsrer fest, Und getreu sein bis zum Statt Zu unserm Heil gestorben. Scheiden, Weil mein Jesus mich Was die Natur unmöglich meint, nicht läßt. Heil der Seele, die Uns sanft und leicht sogar er= ihn liebt Und im Kreuz sich ihm scheint, Wenn Christus in uns ergibt! Ihm befehl ich meine lebet. Sachen, Jesus wird's zuletzt wohl machen. 6. Fehlt unserm Halten gleich noch viel, Thut man nicht, was man wollte, Erreicht man nicht das weitste Ziel, Wie man's er= reichen sollte: So sieht doch Gott den Willen an, Und das, was Jesus hat gethan, Die Mängel zu Mel. Es ist das Heil uns. 528.D ster Gott, u haft, o allerhöchHerr über Tod und Leben, Dein majestätisches Gebot Uns nicht umsonst ersetzen. gegeben. Du willst, daß wir aus 7. Nimmt unser Glaube diesen aller Kraft, Die deine Wirkung an, So wird ihm Alles eigen, in uns schafft, Es stets und treu- Was er gelitten und gethan, Dann lich halten. muß der Kläger schweigen. Wen 2. Zwar wer in Sündenstricken Gott in seinem Sohne findt, Den liegt, Der wird sich nicht beque- liebt er als sein eignes Kind, Und men, Dein Joch, das ihn gar ist mit ihm zufrieden. nicht vergnügt, Mit Luft auf sich 8. Die Luft, die noch im Fleische zu nehmen. Sein Sinn, der steckt, Muß völlig unterliegen; Der nichts als irren kann, Ist dem Geist, der Christi Liebe schmeckt, Gesetz nicht unterthan, Er hasset Kann ihren Trieb bestegen; Man dessen Bande. wandelt nicht mehr nach dem 3. Wo aber, Herr, dein guter Fleisch, Man lebet fromm, gerecht Geist Sich in der Seele reget, und keusch, Man thut des Vaters Da thut ste gern, was du ste Willen. heißft, Was du ihr vorgeleget. 9. Mein Heiland, mache dein Wer dich von reinem Herzen Gebot Mir angenehm und süße, liebt, Und sich in deiner Liebe übt, Dein Wille sei bis in den Tod Der wird dein Wort auch halten. Die Leuchte meiner Füße. Schreib 4. Er wird an deinem theuren dein Geseß in meinen Sinn, Fall Sohn Im wahren Glauben han- ich, so gib mich ja nicht hin, gen, Und ihm, als seinem Schild Stärk mich durch deine Gnade. Mel. 332 Das christliche Leben. Minitost Mel. Wer nur den lieben Gott. Rachsucht dir befreit; Jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, 529. Nicht, daß ichs schon Und sich, dein Herz wallt auf ergriffen hätte, Die und dräut, Und schilt so lieblos beste Tugend bleibt noch schwach; und so hart, Als es zuerst geDoch, daß ich meine Seele rette, scholten ward. Jag ich dem Kleinod eifrig nach; 7. Oft denkt, wenn wir der Denn Tugend ohne Wachsamkeit Stille pflegen, Das Herz im StilVerliert sich bald in Sicherheit. len tugendhaft; Kaum lachet uns 2. So lang ich hier auf Er- die Welt entgegen, So regt sich den walle, Bin ich ein Kind, unsre Leidenschaft. Wir werden im das strauchelnd geht. Der sehe Geräusche schwach, Und geben endzu, daß er nicht falle, Der, lich strafbar nach. wenn sein Nächster fällt, noch 8. Du opferst Gott die leichtern steht. Auch die bekämpfte böse Triebe Durch einen strengern LeLust Stirbt niemals ganz in unsrer benslauf; Doch opferst du, will's Brust. seine Liebe, Ihm auch die liebste 3. Oft ist die Aendrung deiner Neigung auf? Dies ist das Auge, Seelen Ein Tausch der Triebe dies der Fuß, Die sich der Chrift der Natur. Du fühlst, wie Stolz entreißen muß. und Ruhmsucht quälen, Du dämpfst 9. Du fliehst, geneigt zu Nuh sie, doch du wechselst nur; Dein und Stille, Die Welt, und liebst Herz fühlt einen andern Reiz, die Einsamkeit; Doch bist du, Dein Stolz wird Wellust oder forderts Gottes Wille, Auch dieGeiz. ser zu entfliehn bereit? Dein 4. Oft ist es Kunst und Eigen- Herz haßt Habsucht, Neid und liebe, Was Andern strenge Tu- Zank; Flieht's Unmuth auch und gend scheint, Der Trieb des Neids, Müßiggang? der Schmähsucht Triebe Erwecken 10. Du bist gerecht; denn auch dir so manchen Feind. Du wirst bescheiden? Liebst Mäßigkeit; denn behutsam, schränkst dich ein, Fliehst auch Geduld? Du dienest gern, nicht die Schmähsucht, nur den wenn Andre leiden; Vergibst du Schein. Feinden auch die Schuld? Von 5. Du denkst, weil Dinge dich allen Lastern sollst du rein, 3u nicht rühren, Durch die der An- aller Tugend willig sein. dern Tugend fällt, So werde 11. Set nicht vermessen, wach nichts dein Herz verführen; Doch und streite, Denk nicht, daß du jedes Herz hat seine Welt. Den, schon g'nug gethan. Dein Herz welchen Stand und Gold nicht hat seine schwache Seite, Dierührt, Hat oft ein Blick, ein greift der Feind der Wohlfahrt Wort verführt. an. Die Sicherheit droht dir den 6. Oft schläft der Trieb in dei- Fall, Drum wache stets, wach nem Herzen. Du scheinst von überall. Mel. Gehorsam. Treue. Wahrheitsliebe. Der Eid. 333 Mel. Befiehl du deine Wege. meine Seele leiten Zur Uebung meiner Pflicht. Gib Klugheit, daß 530. Wohl dem, der richtig ich wisse, Wann ich für Andrer wandelt, Der als Wohl Und meines reden müſſe, ein Wahrheitsfreund In Wort Und wann ich schweigen soll. und Werken handelt, Und das 7. Wenn ja, um mich zu drükist, was er scheint; Der Recht ken, Des Feindes Anschlag gilt, und Treue liebet, Und von dem Der sich bei bösen Tücken In Sinn der Welt, Die Trug und guten Schein verhüllt: So stärke Falschheit übet, Sich unbefleckt meine Seele, Daß sie nicht unter= erhält. liegt, Und Alles dir befehle, 2. Wohl dem, der Lügen hasset, Durch den die Unschuld siegt. Und der, so oft er spricht, Stets 8. Ein Herz voll Tren und seine Reden fasset Bor Gottes Glauben, Das, Gott, zu dir sich Angesicht; Die Wahrheit nie ver- hält, Das soll mir Niemand leget, Und der an jedem Ort Sich rauben; Froh scheid ich aus der dies vor Augen sebet: Gott merkt Welt. Die Hoffnung bleibt mir auf jedes Wort. stehen: Dich werd ich als dein Dort mit den Frommen Die reines Herzens sind. Mel. Jesus, meine Zuversicht. 3. Wohl ihm, daß sein Ge- Kind müthe, Herr, deine Rechte übt! sehen, Ihn leitet deine Güte, Er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, Wenn in der Wahrheit Licht Beschämt die FalEid Euch, ihr Chrischen stehen, Geschreckt durch dein sten, die ihr schwöret. Denkt an Gericht. die Gerechtigkeit Eures Nichters, 531. eilig, heilig sei der 4. Herr, präge mir dein Leben der euch höret. Alles bringt er Tief in das Herz hinein, Dann an das Licht, Alles muß vor sein werd ich darnach streben, Der Lüge Gericht. feind zu sein. Erinnre mein 2. Hebt ihr eure Hand zum Gewissen: Du hassest Heuchelet, Schwur, Dann ergreif euch heilDamit ich stets beslissen Der Treu ger Schrecken; Weiß es keine und Wahrheit set. Kreatur, Gott, der weiß es, 5. Nie laß mich das verspre- wirds entdecken, Wenn ihr frevelchen, Was ich nicht halten kann, haft den Eid Durch ein falsches Und nie Gelübde brechen, Die Wort entweiht. ich einmal gethan; Mich nie den 3. Zittert! das Gewissen wacht, Stolz verleiten, Und nie des Ja, es wird mit Feuerflammen Beispiels Macht, Als Wahrheit Euch beim Graun der Mitterauszubreiten, Was ich doch selbst nacht, Selbst beim Tageslicht ver= erdacht. dammen. Wo man falsche Eide 6. Doch laß zu allen Zeiten schwört, Droht ein furchtbar RacheAuch deiner Wahrheit Licht, Herr, schwerdt. bing 4. Selbst 334 Das christliche Leben. 4. Selbst das höchste Lebens- 5. Drum für aller Welt Geglück Muß zum Fluch dem Mein- winn Geb ich nicht des Herzens eid werden, Gott nimmt alle Huld Nuhe, Nicht die Ueberzeugung hin, zurück, Alles Heil verdorrt auf Recht und wahr sei, was ich thue. Erden, Jede Freude wird vergällt, Arm und niedrig mag ich sein, Und zur Wüste wird die Welt. Bleib ich nur vom Meineid rein. 8. Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. Mel. Mach's mit mir, Gott. Seite. Ich kämpfe selbst, ich brech 532. Mir nach! ſpricht Chri- die Bahn, Bin Alles in dem stus, unser Held, Mir Streite. Ein böser Knecht, der nach, ihr Christen alle! Verleugnet still will stehn, Sieht er voran euch, verlaßt die Welt, Folgt mei- den Feldherrn gehn. nem Ruf und Schalle; Nehmt 6. Wer seine Seel zu finden euer Kreuz und Ungemach Auf meint, Wird sie ohn mich vereuch, folgt meinem Wandel nach. lieren. Wer sie hier zu verlieren 2. Ich bin das Licht, ich leucht scheint, Wird sie in Gott einfüheuch für Mit heilgem Tugend- ren. Wer nicht sein Kreuz nimmt leben, Wer zu mir kommt und und folgt mir, Ist mein nicht folget mir, Darf nicht im Finstern werth und meiner Zier. schweben. Ich bin der Weg, ich 7. So laßt uns denn dem lieweise wohl, Wie man wahrhaftig ben Herrn Mit Leib und Seel wandeln soll. nachgehen, Und wohlgemuth, ge3. Mein Herz ist voll Demü- trost und gern Bei ihm im Leiden thigkeit, Voll Liebe meine Seele, stehen. Denn, wer nicht kämpft, Und tränkt die Schwachen jeder- trägt auch die Kron Des ewgen zeit Mit süßem Sanftmuthsöle. Lebens nicht davon. Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut Mel. Sollt ich meinem Gott. auf ihn. uns mit Jesu 533. ziehen, Seinem Vor4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu fliehen und zu bild folgen nach, In der Welt der meiden, Und euer Herz von arger Welt entfliehen, Auf der Bahn, List Zu rein'gen und zu scheiden. die er uns brach. Lasset uns zum Ich bin der Seelen Fels und Himmel reisen, Irdisch nicht, schon Hort Und führ euch zu der Him- himmlisch sein, Glauben recht und melapfort'. leben rein, Glauben in der Lieb 5. Fällt's euch zu schwer, ich erweisen. Treuer Jesſu, bleib bei geh voran, Ich steh euch an der mir, Geh voran, ich folge dir. 2. Lasset Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 335 2. Lasset uns mit Jesu leiden,| Irgend unser Herz, Kümmert uns Seinem Vorbild werden gleich. Nach ein fremdes Leiden: Herr, gib du dem Leiden folgen Freuden, Armuth Geduld zu beiden; Richte du den hier macht dort uns reich; Thrä- Sinn Auf das Ende hin. nensaat bringt Heil und Wonne, 4. Ordne lebenslang Also unHoffnung tröstet mit Geduld, Denn sern Gang. Halt uns auch auf es scheint durch Gottes Huld Nach rauhem Wege Stets in deiner dem Regen bald die Sonne. Jesu, treuen Pflege, Und nach solchem hier leid ich mit dir, Dort gib Lauf Thu dein Reich uns auf. deine Freude mir. 3. Lasset uns mit Jesu ster- Mel. Das Jefulein soll doch mein. ben, Sein Tod wehrt dem ewgen 535. So folg ich dir, mein Tod, Nettet von dem Das derben, Daß dem sichern Sünder Kreuz ich dir nachtrage. Steh droht. Laßt uns sterben, weil wir du mir bei zu jeder Frist, Daß leben, Sterben unsern Lüsten ab, ich nicht gar verzage. Schwer So wird er uns aus dem Grab ist die Last, Die du mir haft In des Himmels Leben heben. Beschlossen aufzulegen, Steh mir Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Daß zur Seit, Daß nicht mein Leid ich lebe für und für. Sei über mein Vermögen. 4. Lasset uns mit Jesu leben! 2. O Herr, verlaß die Seele Weil er auferstanden ist, Muß nicht, Die ganz auf dich ver= das Grab uns wiedergeben. Jesu, trauet, Auf dich, o meine Zuunser Haupt du bist, Wir sind versicht, Mein Herz und Auge deines Leibes Glieder, Wo du lebst, schauet. In Angst und Qual, da leben wir. Ach, erkenn uns für Noth und Trübsal, Kannst du und für, Seelenfreund, für deine nur Trost mir geben; In aller Brüder. Jesu, dir ich lebe hier, Noth, Ja selbst im Tod, Bleibst Und auch ewig dort bei dir. du mir Hülf und Leben. 3. Und scheinst du auch zu Mel. Seelenbräutigam. mancher Zeit Dein Antlitz zu vererr, du gingst vor- hüllen, So siehst du doch mein 1 534. Her auf der Lebens- Kreuz und Leid, Willst meinen Befreist mein Denn bahn, Und wir wollen nicht ver- Jammer stillen, weilen, Dir getreulich nachzueilen. Herz Von allem Schmerz, Sprichst Hin zum Vaterland Leit uns deine mein Gemüth zufrieden; Hand. ich bin dein, Und du bist mein, 2. Sollt es hart ergehn, Hilf Wir bleiben ungeschieden. uns feste stehn, Daß wir nie in 4. Herr, wie du selbst den schweren Tagen Unter'm Kreuze Dornenpfad Gebahnt und vorgemuthloß klagen; Denn durch Trüb- gangen, Und mir dein Wort besal hier Geht der Weg zu dir. fohlen hat, Die Reis' auch anzu3. Nührt ein eigner Schmerz fangen: So folg ich dir, O meine 336 Das christliche Leben.splepparde meine Zier, Und kost' es tausend muthlos nieder. Getroft, getrost, Zähren. Ich zweifle nicht, Du, denn dich erquickt Der Herr nach Herr, mein Licht, Wirst die Ge- Drangsal wieder. duld mir mehren. 6. Schau hin zum Land der Herr5. Ich weiß gar wohl, daß lichkeit, Wo Lebensströme fließen; alles Leid Und Elend dieser Erden Dies wird dir in der PrüfungsNicht werth ist jener Herrlichkeit, zeit Den bittern Kelch versüßen. Die offenbart soll werden. An 7. Dort oben ist des Vaters jenem Tag Trägt Frucht die Plag, Haus, Er theilt zum GnadenDie mit Geduld erlitten; Dort lohne Den Ueberwindern Kronen wird der Lohn, Die Ehrenkron aus, Auch deiner harrt die Krone. Dem, der als Held gestritten. 8. Dort herrscht dein Heiland, 6. Ach, darum will ich alle Jesus Christ, Im Kreise seiner Qual, O Jesu, gerne leiden, Frommen. Zu ihm, durch den du Kann doch kein Elend, kein' Trüb- selig bist, Sollst du hinan einst sal Von deiner Lieb mich scheiden. kommen. Nach dieser Zeit. Wirst du die 9. Dort waltet ewig Gottes Freud Der Seligkeit mir geben. Geist, Mit Licht und Glanz umDann werd ich sein Befreit von geben. O Glück, das dir sein Pein, Und mit dir ewig leben. Wort verheißt! Dort sollst du ewig leben. Mel. Ich dank dir schon. 10. Dort ist's den Engeln süße 536. Chrift, erhebe Herz Pflicht, Dem Höchsten Dank zu D und Sinn, Was bringen. O Seele, sehnest du dich suchst du hier auf Erden? Hin- nicht, Mit ihnen zu lobsingen? auf, hinauf, zum Himmel hin! 11. Erlöser, hilf, ach hilf du Ein Christ soll himmlisch werden. mir Der Weltlust widerstreben, 2. Was bist du in der Welt? Und meinen Geist empor zu dir, ein Gast, Ein Fremdling und ein Empor zum Himmel heben. Wandrer. Wenn du einst ausgesammelt hast, Dann erbt dein Gut ein Andrer. Mel. Nun lob, mein Seel. 537. Laß uns doch nicht 3. Was hat die Welt? was begehren, Oliebste beut sie an? Nur Tand und eitle Seel, in dieser Zeit, Das, was Dinge. Wer einen Himmel hoffen dich kann beschweren, Ja hindern kann, Der schäßt die Welt geringe. an der Seligkeit. Was willst 4. Sieh doch empor! wie du Ehre suchen, Die doch verkannst du noch Den Sinn aufs gänglich ist, Auch wohl gar zu Niedre lenken? An deinen Schö- verfluchen? Sie währt nur kurze pfer denke doch! Sein soll der Frist, und läßt uns oftmals Christ gedenken. fallen In Trübsal, Angst und 5. Wenn dich die Laft der Lei- Pein. Drum suchen wir vor Allen den drückt, Schau drum nicht Bei Gott geehrt zu sein. 2. Was Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 337 2. Was kann uns Wollust sendmal, Kann ich doch nicht ver= nüßen, werthe Seel, in die derben, Dort rührt mich keine Qual. ser Welt? Wie kann uns Reich- 6. Das aber kann ich zeugen, thum schüßen, Wenn uns der Das kann ich rühmen Tag und Würger überfällt? Die rechte Luft Nacht, Daß mir mein Gott zu ist droben, Wo mein Herr Jesus eigen Sein Königreich hat zugewohnt, Den alle Zungen. loben, dacht. Ihr Sterblichen auf ErDer uns so reich belohnt, Daß den, Lebt wohl in dieser Welt! wir gekrönet werden Im hohen Ich soll gekrönet werden, Mir ist Himmelssaal. Ach, eilt doch von ein Reich bestellt; Ich soll mit der Erden Zu seinem Hochzeits- Gott regieren, Den Erd und Himmahl. mel preist, Ich soll ein Leben 3. Was Pracht, was fröhlich führen, Das unvergänglich heißt. Leben? Was Neichthum, Ehr und 7. O Jesu, meine Freude, Herrlichkeit? Der Himmel kann uns Wann kommt die liebe Zeit heran, geben, Was uns an Leib und Seel Daß ich von hinnen scheide, Daß erfreut. In Jesu sich ergößen, Bleibt ich dich herzlich lieben kann? ewig süß und gut; Sein Reich vor Wann werd ich doch gezieret Mit Allem schätzen, Erquicket Geist und Kleidern weiß und schön? Wann Muth; In Jesu Reichthum ha- werd ich hingeführet Zu deinen ben, In Jesu sein geehrt, Kann Himmelshöhn, Daß ich dort Krouns ohn Ende laben, Wie er uns nen trage, Die unvergänglich sind, selbst gelehrt. Und Lob und Preis dir sage, Als dein geheiligt Kind? 4. In Jesu hab ich Güter, In Jesu hab ich Lieb und Lust; Das ist, du Menschenhüter, Du freundlicher, dir wohl bewußt. 538. H Bahn, Wir sind Mel. Jesus, meine Zuversicht. immelan Mag mich die Welt verachten, Das kränkt mich wahrlich nicht; Gäste nur auf Erden, Bis wir Ich will nach Ehren trachten, dort nach Canaan Durch die Die mir kein Feind ansicht. Mag Wüste kommen werden. Hier ist mich die Welt auch hassen, Ich will unser Pilgrimstand, Droben unmit Lieb und Treu Nur meinen ser Vaterland. Jesum fassen, So bleib ich sorgenfrei. 2. Himmelan schwing dich, mein 5. Die Welt mag mich ver- Geist, Denn du bist ein himmlisch fluchen, Ist doch mein Segen Je- Wesen, Und du kannst, was ir= sus Chrift; In Jesu kann ich su- disch heißt, Nicht zu deinem Ziel chen Und finden, was mir nüßlich erlesen. Ein von Gott erfüllter ist. Laß mich die Welt nur sehen Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. In Angst und Traurigkeit, Mein 3. Himmelan! ruft Gott mir Jesus kann ergößen Das Herz zu zu In des heilgen Wortes Lehren; aller Zeit. Und sollt ich schon Das weist mir den Ort der Ruh, hier sterben Noch mehr als tau- Dem ich einst soll angehören. Wähl Y ich 338 Das christliche Leben. ich dies zur Leuchte mir, Wandl' Der Dornen uns in Menge Und ich schon im Himmel hier. manches Kreuzchen trägt: Doch 4. Himmelan! mein Glaube fürchten wir uns nicht, Wir zie= zeigt mir das schöne Loos von hen fröhlich weiter, Und folgen ferne, Daß mein Herz schon auf unserm Letter Und seinem hellen wärts steigt, Ueber Sonnen, über Licht. Sterne, Denn ihr Licht ist viel 5. Wir wandeln eingekehret, zu klein Gegen jenen Glanz und Verachtet und verkannt, Man Schein. stehet, kennt und höret Uns kaum 5. Himmelan wird mich der im fremden Land; Und höret man Tod In die rechte Heimath füh- uns ja, So höret man uns sinren, Da ich über alle Noth Ewig gen Von Gottes großen Dingen, werde triumphiren. Jesus geht Die unser warten da. mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 6. Auf, Brüder, laßt uns gehen, Der Heiland gehet mit, Er selbst will bei uns stehen Bei jedem sauren Tritt. Er will uns machen Muth, Mit süßen Mel. Aus meines Herzens Grunde. 539. Kommt, Christen, laßt Gnadenblicken Uns locken und uns gehen, Der erquicken; Gewiß, wir habens Abend kommt herbei; Es ist ge- gut. fährlich stehen In dieser Wüste- 7. Und sollt ein Schwacher nei. Kommt, stärket euren Muth, fallen, So greif der Stärk're zu; Zur Ewigkeit zu wandern, Von Man trage, helfe Allen, Und einer Kraft zur andern, Und pflanze Lieb und Ruh. Kommt, denkt: das End ist gut. schließt euch fester an! Ein jeder 2. Es wird uns nicht gereuen sei der Kleinste, Doch auch wohl Der schmale Pilgerpfad, Wir ken- gern der Reinste Auf unsrer nen ja den Treuen, Der uns ge- Pilgerbahn. rufen hat. Kommt, folgt und 8. Kommt, laßt uns munter trauet dem; Ein jeder sein Gesichte wandern, Der Weg kürzt stets Von ganzem Herzen richte Hin sich ab; Es folgt ein Tag dem gen Jerusalem. andern, Bald fällt der Leib ins 3. Laßt uns wie Pilger wan- Grab. Nur noch ein wenig deln, Geduldig, frei und leer; Muth, Nur noch ein wenig Viel Sammeln, Halten, Handeln treuer, Von allen Dingen freier, Macht unsern Gang nur schwer. Gewandt zum ewgen Gut! Wer will, der trag sich todt; Wir 9. Es wird nicht lang mehr reisen abgeschieden, Mit Wenigem währen, Drum haltet muthig aus, zufrieden, Und brauchens nur zur Es wird nicht lang mehr wähNoth. ren, So kommen wir nach Haus; 4. Wohl ist der Weg oft enge, Da wird man ewig ruhn, Ist einsam, krumm und schlecht, Wenn wir mit allen Frommen Daheim Nachfolge Jesu. Himmlischer Sinn. Selbstverleugnung. 339 Daheim zum Vater kommen, Wie das Netz in Stücken? Fels des wohl, wie wohl wirds thun! Heils, erbarme dich, Hilf mir 10. So wollen wirs denn aus der Hölle Stricken. wagen, Es ist wohl wagens= 4. Jesu, Stärke der Verzagwerth, Und gründlich dem ab- ten, Der du gibst den Matten sagen, Was aufhält und beschwert. Ruh, Wahre Zuflucht der GeWelt, du bist uns zu klein! plagten, Zwing mein Herz, ja Wir gehn durch Jesu Leiten Hin zwing's dazu, Daß die ganze in die Ewigkeiten; Es soll nur Kreatur Nichts in meinen Augen Jesus sein. scheine, Und ich darauf denke nur, Wie ich ewig sei der Deine. 5. Ach, zermalme das VerlanMel. Pf. 25. 3u dir ich mein Herz. 540. Höchsterwünschtes See- gen, Daß noch etwas Eitles will. 1 lenleben, wie Sinn gefangen, unbekannt bist du! Wo des Gei- Der nicht hält in Allem still; stes Kräfte streben Nach der geld- Gib, daß ich in dieser Welt nen Himmelsruh. Ach, wie eitel Nichts der Sorge werth mag achist der Wahn, Der des Fleisches ten, Weil du mich hinein gestellt, Sinn verblendet, Wenn er klebt Um nach besserm Gut zu trachten. der Erde an, Sich zum Rauch und Schatten wendet! 6. Gib mir Augen, um zu sehen Deines Reiches Gnadenschein, Gib 2. Ach, wie oft bin ich ge- mir Kräfte, um zu gehen Bis ins rathen In die alte Blindheits- Heiligthum hinein. Mache mich nacht, Wenn ich Regungen und mit dir bekannt, Laß in deinen Thaten nicht sorgfältig hab be- Liebesflammen Herz und Seele wacht! Hat nicht die Erfahrung sein entbrannt, Knüpfe dich und mir Meine Thorheit oft gelehret, mich zusammen. Wenn ich, Herr, ich flag es dir, Mich in Unruh abgezehret? 7. Weichet, weicht, ihr Weltgedanken, Stört nicht ferner 3. Zwar der Schluß ist oft meine Ruh! Ich will in des Legenommen, Daß ich mich wollt bens Schranken Eilen meinem reißen Los; Aber wenn's zur Jesu zu. Jesu will ich geben Ehr, Thai sollt kommen, Fand ich mich In ihn will ich mich versenken, von Kräften bloß. Ich Gefang- Und hinfort mich um nichts mehr, ner, Armer ich! Wer reißt mir Als um seine Liebe fränken. Y* 9. Nächsten 340 Das christliche Leben. 9. Nächstenliebe. Mel. O Gott, du frommer Gott. 6. Die Rach ist dein, o Gott, 541. Gib mir, o Gott, ein Du sprichst: Ich will vergelten! Herz, Daß jeden Drum laß mich stille sein, Wenn. Menschen liebet, Bei seinem Menschen auf mich schelten. Gib, Wohl sich freut, Bei seiner Noth daß ich dem verzeih, Der mir zu betrübet; Ein Herz, das Eigen- schaden sucht, Den liebe, der nug Und Neid und Härte flieht, mich haßt, Den segne, der mir Und sich um Andrer Glück Wie flucht. um sein Glück bemüht. 7. Doch laß mich nicht allein 2. Seh ich den Dürftigen, So Auf zeitlich Wohlergehen Mit einlaß mich gütig eilen, Von dem, geschränktem Blick Bei meinem was du mir gibst, Ihm hülfreich Nächsten sehen. Noch stärker müsſe mitzutheilen; Nicht aus dem eitlen mich Sein ewig Glück erfreun, Trieb, Groß vor der Welt zu Und ihm zum Seelenheil Mein sein, Und mich verehrt zu sehn, Herz behülflich sein. Nein, Menschen zu erfreun. 8. Den, der im Glauben wankt, 3. Dies sei mein Gottesdienst. Im Glauben zu bestärken, Den, Auch unbemerkt von ihnen Müss' der noch sicher ist Bet feines Andern stets mein Herz Mit Fleisches Werken, Von der verRath und Hülfe dienen. Mich kehrten Bahn Zum rechten Weg treibe nicht erst Dank Zu milder zu ziehn, Dazu verleih mir Kraft, Wohlthat an. Nein, was ich Und segne mein Bemühn. Brüdern thu', Gott, das sei dir gethan. 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe Durch deine 4. Ein Trunk, mit dem mein Lieb und Furcht Zu wahrer MenDienst Dem Dürstenden begegnet, schenliebe. Wer nicht den NächEin Blick voll Troft, mit dem Mein sten liebt, Geht nicht zum HimHerz Bedrängte segnet, Ein Rath, mel ein, Laß diese Wahrheit, mit dem mein Mund Im Kum- Gott, Mir stets vor Augen mer Andre stärkt: Nichts bleibt, sein. so klein es ist, Von dir, Herr, unbemerkt. Mel. Mach's mit mir, Gott. 5. Sucht wo ein boshaft Herz 542. So femand ſpricht; Unfrieden anzurichten, So laß ich liebe Gott, Und mich sorgsam sein, Der Brüder haßt doch seine Brüder, Der treibt Zwist zu schlichten. Aus Schmäh- mit Gottes Wahrheit Spott, Und sucht kränke nie Mein Wort des tritt ste frech darnieder. Gott ist Nächsten Ruh, Es rühme sein die Lieb, und will, daß ich Den Verdienst, Deck seine Fehler zu. Nächsten liebe, gleich als mich. 2. Wer Nächstenliebe. 341 2. Wer dieser Erde Güter hat, neigt, die Pflicht Getreulich ausUnd macht, wenn Brüder leiden, zuüben, Und wünschest dir die Die Hungrigen nicht liebreich satt, Kraft dazu, Und sorgst dafür: so Will Nackende nicht kleiden: Der liebest du. übertritt die erste Pflicht, Und 9. Ermattet dieser Trieb in hat die Liebe Gottes nicht. dir, So such ihn zu beleben. 3. Wer seines Nächsten Ehre Sprich oft: Gott ist die Lieb, und schmäht, Und gern sie schmähen mir Hat er sein Bild gegeben. höret, Sich freut, wenn sich sein Denk oft: Gott, was ich bin, ist Feind vergeht, Und nichts zum dein, Sollt ich, gleich dir, nicht Besten kehret, Verläumdern nie- gütig sein? mals widerspricht: Der liebet seine 10. Wir haben Einen Gott Brüder nicht. und Herrn, Sind Eines Leibes 4. Wer zwar mit Rath, mit Glieder: Drum diene deinem NächTrost und Schuß Den Nächsten sten gern, Denn wir sind Alle unterstützet, Doch nur aus Stolz Brüder. Gott schuf die Welt nicht und Eigennuß Und Weichlichkeit bloß für mich, Mein Nächster ist ihm nüßet, Nicht aus Gehorsam, sein Kind, wie ich. nicht aus Pflicht: Auch der liebt seinen Nächsten nicht. 11. Ein Heil ist unser Aller Gut, Nie darf ich Brüder hassen, 5. Wer harret, bis ihn an- Die Gott durch seines Sohnes zuflehn Ein Armer erst erscheinet, Blut So hoch erkaufen lassen; Nicht eilt, dem Bruder beizustehn, Daß er mich hat mit sich verDer im Verborgnen weinet, Nicht sühnt, Hab ich dies mehr als sie gütig forscht, obs ihm gebricht, verdient? Den ziert die Nächstenliebe nicht. 12. Du schenkst mir täglich so 6. Wer Andre, wenn er sie viel Schuld, Du Herr von meinen beschirmt, Mit Härt' und Vorwurf Tagen, Drum will ich, Vater, quälet, Und ohne Nachsicht straft auch Geduld Mit meinen Brüdern und stürmt, Sobald sein Nächster tragen, Dem gern verzeihn, dem fehlet: Wie bleibt bei solchem du vergibst, Den lieben, den du Ungestüm Die Liebe Gottes wohl selber liebst. in thm? 13. Was ich den Frommen 7. Wer für der Armen Heil hier gethan, Den kleinsten auch und Zucht Mit Rath und That von diesen, Das steht er, mein nicht wachet, Dem Uebel nicht zu Erlöser, an, Als hätt ichs ihm wehren sucht, Das oft ste dürf- erwiesen. Wie könnt ich Jesu tig machet, Nur sorglos ihnen Jünger sein, Und ihn in Brüdern. Gaben gibt, Hat so nur wenig nicht erfreun? sie geliebt. 14. Ein unbarmherziges Gericht 8. Wohl wahr ists, du vermagst Wird über den ergehen, Der unes nicht, Stets durch die That barmherzig ist, und nicht Hört, zu lieben; Doch bist du nur ge- die um Hülfe flehen. Drum gib mir, christliche Leben. Geist Würd es mir nichts nützen kön= Liebe nen. Nur der Liebe reine That Ist der wahren Freude Saat. 5. Glaube, Hoffnung, Liebe leiten Uns nicht nur im PilgerMel. Sollt ich meinem Gott. 543. Inter nter allen großen stand, Ihre Kraft wird uns be= Gütern, Die uns gleiten In das wahre Vaterland. Christus zugetheilt, Ist die Lieb Ja es strecken ihre Gränzen Sich in den Gemüthern Himmelsbalsam, bis in die Ewigkeit, Und doch der sie heilt, Ist ein Stern, der wird die Liebe weit Ueber Glaub' herrlich strahlet, Und ein Kleinod, und Hoffnung glänzen. Sie schafft dessen Preis Niemand auszuspre- Heil und Segen hier, Sie beseligt chen weiß, Weil kein Gold es für und für. je bezahlet; Ist die Macht, die 6. O du Geist der reinen Liebe, Jedermann Zwingen und erfreuen Segensquell in Freud und Schmerz, kann. Laß mich spüren deine Triebe, 2. Liebe kann uns Alles ge- Komm und senk dich in mein ben, Was auf ewig nüßt und Herz. Laß mich kräftig widergiert, Uns zum höchsten Stand streben Allem, was nicht gut es erheben, Der die Seelen aufwärts meint Mit dem Freunde, mit dem führt. Menschen- oder Engelzun- Feind, Und mich reizt, nur mir gen, Welche Kraft sie auch beseelt, zu leben. Geist der Liebe, lenke Wenn dabei die Liebe fehlt, Sind hin Zu der Liebe meinen Sinn. noch nie ins Herz gedrungen; Nur W 544, 2 ein Erz- und Schellenklang Ist Mel. Unser Herrscher, unser König. thr flüchtiger Gesang. 3. Was ich von der Weisheit ohlzuthun und mitzutheilen, Christen, höre, Die in alle Tiefen dringt, das vergesset nicht! Mitleidsvoll Von geheimnißvoller Lehre, Die und willig eilen, Armen beizustehn, sich auf zum Höchsten schwingt; ist Pflicht, Pflicht, die Jesus selbst Selbst die Berge zu versetzen uns lehret, Und die Gott, den Durch des Glaubens starke Kraft, Höchsten, ehret. 342 Das mir, Gott, durch deinen Ein Herz, daß dich durch preist. Die der Wunder Fülle schafft: 2. Speiset die, die Hunger Alles ist für nichts zu schätzen, leiden, und die durstig sind, die Wenn darin der Liebe Geist tränkt; Eilt, die Nackenden zu Sich nicht kräftig auch beweist. kleiden, Tröstet die, die Kum-= 4. Gäb ich alle meine Habe mer kränkt; Schwache sucht zu Auch den Armen freudig hin, unterstützen, Unterdrückte zu beOpfert' ich mich selbst dem Grabe, schützen. Meinem Nächsten zum Gewinn, 3. Nicht nur denen, die euch Ließ ich meinen Leib gleich bren- lieben, Oder euch um Hülfe flehn, nen, Und ertrüge jeden Schmerz: Allen eilt, von Gott getrieben, Ist von Liebe leer mein Herz, Nach Vermögen beizustehn. Führt zu Nächstenliebe. 343 zu unverhofften Freuden Die auch, könnt ich hegen bittern Zorn die im Stillen leiden. Da aus der Gnade süßem Born 4. Und dies sei dir keine Bürde, Nur Heil mir quillt und Leben? Keine Last, beglückter Christ. Du 2. Ein Vater hat uns auserbeweisest Christenwürde, Wenn du wählt Zu seines Hauses Kindern; mild und Hülfreich bist. Welch Ein Heiland brachte, was uns ein Glück für dich Erlösten, Arme fehlt, Versöhnung allen SünBrüder Jesu trösten! dern; Ein Geist uns allesammt 5. Und wie schafft es sanfte regiert, Und zu des Himmels Freuden, Der Verlassnen Helfer Erbe führt, Wenn wir ihn nur sein, Sehn, wie ste in ihren nicht hindern. Leiden Sich, durch uns gestärkt, 3. Wie dürft ich wegen kleiner erfreun! Ein betrübtes Herz er- Schuld Den schwachen Bruder quicken, Welch ein himmlisches hassen, Da Gottes Langmuth Entzücken! und Geduld Mir große Schuld 6. Heil und Glück auf un- erlassen? Nein, immer sei mein sern Wegen, Innige Zufriedenheit, Herz bereit, In wahrer Lieb und Huld bet Menschen, Gottes Se- Einigkeit Den Nächsten zu umgen Folgen auf Barmherzigkeit; fassen. Und dereinst zum Gnadenlohne 4. In Einem Herrn ließ GotSchenkt ihr Gott des Himmels tes Rath Uns Heil und Gnade Krone. finden; Ein gnadenreiches Wasser7. Laßt uns etlen, unsre Ga- bad Macht rein uns von den ben, Weil es Zeit ist, auszirstreun. Sünden; Ein Abendmahl uns Was wir hier gesäet haben, Ernd- Alle speist: Wie sollte nicht Ein ten wir einst reichlich ein. Seid Herz und Geist Uns allesammt barmherzig, liebt die Armen, Gott verbinden? will euer sich erbarmen. 5. Nimm hin, o Bruder, metne Hand, Reich deine mir zum Mel. Mein Herzens- Jesu, meine. Frieden! Aus unserm Herzen set 545. Verleih mir, Jeſu, verbannt, Was uns bisher gedeinen Sinn, Dem schieden. Den Seligen im HimFeinde zu vergeben. Laß mich, melreich Sind wir durch wahre der ich dein Jünger bin, Nach Liebe gleich, Und selig schon Fried und Eintracht streben. Wie hienieden. 10. Geistlicher 344 Das christliche Leben. 10. Geistlicher Kampf und Steg. Mel. Wer nur den lieben Gott. schon enge, Voll Dornen und voll 546. Wte te wanket ihr, be- rauher Stein', Bringt euch die trogne Seelen, Welt oft ins Gedränge, Stellt Noch stets auf beiden Seiten hin? Satan sich geharnischt ein, Gr Fällt's euch zu schwer, daß zu hebet sich sein ganzes Reich: erwählen, Was bringt den ewi- Immanuel ist auch bei euch. gen Gewinn? Ihn seht mit offnen 7. Gott fordert nur, daß ihr Augen an, Und wandelt auf der euch haltet An ihn, den Herrn, schmalen Bahn. der mit euch geht, Daß ihr die 2. Bedenkt, es sind nicht Kö- schwachen Hände faltet, Zu ihm nigskronen, Nicht Reichthum, um Kraft des Geistes fleht; Er Chr' und Lust der Welt, Wo- kämpft für euch, er macht euch mit euch Gott will ewig lohnen, Bahn, Schaut ihn in eurem Wenn euer Kampf den Sieg Kampfe an. erhält: Gott selbst ist's und die 8. Die Allmacht stehet euch Ewigkeit, Voll Lust und Ruh, zur Seiten, Die Weisheit hält voll Seligkeit. bei euch die Wach, Die Gottheit 3. Drum gilt hier kein getheil- selber will euch leiten; Folgt tes Leben, Gott krönet kein ge- nur mit festen Schritten nach. theiltes Herz. Wer Jesu sich nicht Wie manche hat nicht diese Hand recht ergeben, Der macht sich Schon durchgeführt ins Vaterselber Müh und Schmerz, Und land! träget, zum verdienten Lohn, Hier 9. Nur wartet nicht auf andre Schmerz und dort die Qual davon. Zeiten, Ihr habt schon jetzt so viel 4. Wer aber mit Gebet und versäumt; Ihr mehrt euch selbst Ningen Der Welt auf ewig die Schwierigkeiten, Wenn ihr das Abschied gibt, Und seinen Herrn süße Heut verträumt. Eilt, eilet, in allen Dingen Von Herzen und denn die Gnadenzeit Eilt flügelallein nur liebt: Der wird der schnell zur Ewigkeit. Krone werth geschätzt, Und auf 10. Laßt euch das Fleisch nicht des Königs Stuhl gesetzt. träge machen, Verfluchet seine 5. Zerreißet denn die morschen Zärtlichkeit; Ihr gebt euch ja um Schlingen, Die euch in diesem eitle Sachen In tausend Müh schönen Lauf Verhindern und zum und Fährlichkeit; Wie solltet ihr Säumen bringen, Und rafft euch mit festem Muth Nicht ringen um heut von Neuem auf. Auf, auf, das ewge Gut? verlaßt die falsche Ruh! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! 11. Gilt, faßt einander bei den Händen, Seht, wie ist unser Ziel 6. Auf, auf! ist dieser Weg so nah! Wie bald wird unser Kampf Geistlicher Kampf und Sieg. 345 Kampf sich enden! Dann stehet seße; Sie sind es, die das Herz unser König da; Er führt uns erfreun, Sie sind des Lebens ein zur stillen Nuh, Und spricht Schätze. Er spricht in uns durch uns selbst das Kleinod zu. den Verstand, Er spricht durch das Gewissen, Was wir, Geschöpfe Mel. Durch Adams Fall ist ganz. seiner Hand, Fliehn oder wählen 547. Oft flagt dein Herz, müssen. wie schwer es set, 6. Ihn fürchten, das ist WeisDen Weg des Herrn zu wandeln, heit nur, Und Freiheit ist's, fte Und täglich seinem Worte treu wählen. Das Thier folgt Trieben Zu denken und zu handeln. Wahr der Natur, Der Mensch dem Licht ist's, die Tugend kostet Müh, der Seelen. Was ist des Geistes Sie ist der Sieg der Lüste; Doch Eigenthum? Was sein Beruf auf richte selbst: was wäre sie, Wenn Erden? Die Tugend! was thr sie nicht kämpfen müßte? Lohn und Ruhm? Gott ewig 2. Sie, die sich ihrer Laster ähnlich werden. freun, Trifft sie kein Schmerz 7. Lern nur Geschmack am hienieden? Sie sind die Sklaven Wort des Herrn Und seiner Gnade eigner Pein Und haben keinen finden, Und übe dich getreu und Frieden. Der Fromme, der die gern, Dein Herz zu überwinden. Lüfte dämpft, Hat oft auch seine Wer Kräfte hat, wird durch GeLeiden, Jedoch der Schmerz, mit brauch Von Gott noch mehr bedem er kämpft, Verwandelt sich kommen; Wer aber nicht hat, in Freuden. dem wird auch Das, was er hat, 3. Des Lasters Bahn ist an- genommen. fangs zwar Ein breiter Weg durch 8. Du streitest nicht durch eigne Auen, Allein sein Fortgang wird Kraft, Drum muß es dir gelinGefahr, Sein Ende Nacht und gen; Gott ist's ja, welcher beides Grauen. Der Tugend Pfad ist an- schafft, Das Wollen und Vollfangs steil, Läßt nichts als Mühe bringen. Bot je der Vater einen blicken; Doch weiter hin führt er zum Stein Dem Sohn, der Brod Heil, Und endlich zum Entzücken. begehrte? Bet oft, Gott müßte 4. O hätte Gott es uns ver- Gott nicht sein, Wenn er dich gönnt, Nach unsers Fleisches Wil- nicht erhörte. len, Wenn Wollust, Neid und 9. Dich stärket auf der TuZorn entbrennt, Die Lüfte frei gend Pfad Das Beispiel selgerzu stillen, Ließ er den schnöden Geister; Ihn zeigte dir, und ihu Undank zu, Die freche Luft zu betrat Dein Heiland, Herr und kränken, Und Menschenhaß, was Meister. Dich müsse nie des würdest du Von solchem Gotte Frechen Spott Auf diesem Pfade denken? hindern; Der wahre Ruhm ist 5. Gott will, wir sollen glück- Ruhm bei Gott, Und nicht bei lich sein, Drum gab er uns Ge- Menschenkindern. 10. Set 346 Das christliche Leben. 10. Sei stark und männlich und heiter. allezeit, Tritt oft an deine Bahre, der Lohn, Vergleiche mit der Ewigkeit Den nem Thron. Kampf so kurzer Jahre. Unsrer Hoffnung winkt Heiland, dort an dei= Das 5. Auf denn, Streitgenossen, Kleined, das dein Glaube hält, geht Muthig durch des Lebens Wird neuen Mut dir geben; Wüste. Seht auf euren Führer, Und Kräfte der zukünftgen Welt, fleht, Daß er selbst zum Kampf Die werden dich beleben. euch rüste; Seine Gotteskraft 11. Und endlich, Christ, sei allein Kann in Schwachen mächunverzagt, Wenn dir's nicht tig sein. immer glücket, Wenn dich, so viel dein Muth auch wagt, Stets neue Schwachheit drücket. sieht nicht auf die That Mel. Wachet auf, ruft uns die. Gott 549. Rüftet, Christen, euch allein, Die zum Streite! Er steht auf deinen Willen. Feinde suchen euch zur Beute, Sieh, das Verdienst des Herrn Ja, Satan selbst hat euch begehrt. ist dein, Dies muß dein Herz Waffnet euch mit Gottes Worte," dir stillen. Und kämpft getroft an jedem Orte, Dann bleibt ihr stark und unverſehrt. Ist euch der Feind zu Mel. Jefus, metne Zuversicht. 548, Ste teil und dornicht ist schnell: Hier ist Immanuel, Jesus der Pfad, Welcher Christus! Der Starke fällt Durch zur Vollendung leitet. Selig ist, diesen Held, Mit ihm behalten wer ihn betrat, Und mit frohem wir das Feld. Muthe streitet. Selig, wer den 2. Reinigt euch von euren Lauf vollbringt, Und das hohe Lüften, Besteget sie, seid tapfre Ziel erringt. Christen, Steht muthig in des 2. Ueberschwenglich ist der Lohn Herren Kraft. Stärket euch in Der bis in den Tod Getreuen, Jesu Namen, Daß ihr nicht strauDie, der Lust der Welt entflohn, chelt, wie die Lahmen! Zeigt, was Ihrem Heiland ganz sich weihen, der Glaube kann und schafft. Wer Deren Hoffnung unverrückt Nach hier ermüden will, der schaue auf der Siegeskrone blickt. das Ziel, Da ist Freude. Wohlan, 3. Den am Kreuz wir bluten so seid Zum Kampf bereit, So sehn, Jesus hat das Ziel errun- krönet euch die Ewigkeit. gen, Und sich zu des Himmels 3. Streitet recht die wen'gen Höhn Triumphirend aufgeschwun- Jahre, Eh ihr kommt auf die gen; Als er rief: es ist vollbracht! Todtenbahre; Kurz, kurz ist unser War besiegt des Todes Macht. Lebenslauf. Wird Gott einst die 4. Preis, gekrönter Sieger, dir, Todten wecken, Und Christus Zieh dir nach die Schaar der sichre Sünder schrecken, So stehen Streiter. Wandeln sie durch wir mit Freuden auf. Gottlob, wir Stürme hier: Jenseits ist es still stud versöhnt! Daß uns die Welt noch Geistlicher Kampf und Sieg. 347 noch höhnt, Währt nicht lange; schüttern, Wenn der Feinde Macht Und Gottes Sohn Hat längst dir dräut. uns schon Dort beigelegt die 7. Deine Krone halte feste, Ehrenkron. Halte treulich, was du hast. Recht beharren ist das Beste, Nückfall 4. Jesu, hilf du deinen Kindern Und mache die zu Ueberwindern, bringt dir neue Last. Die du erkauft hast durch dein Blut. 8. Laß dein Auge ja nicht Schaff in uns ein neues Leben, gaffen Nach der schnöden EitelGib, daß wir uns zu dir erheben, keit. Bleibe Tag und Nacht in Wenn uns entfallen will der Muth. Waffen, Fliehe alle Sicherheit. Geuß auf uns aus den Geist, 9. Laß dem Fleische nicht den Aus dem die Liebe fleußt In die Willen, Folge deinen Lüften nicht; Herzen; So halten wir Getreu Willst du die Begierden stillen, an dir Im Tod und Leben für So erlischt das Gnadenlicht. und für. 10. Wahre Treu liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Huth, Suchet Ruhe nicht noch Eigene Melodie. 550. Ringe recht, wenn Got- Pflege, Hält sich selber nichts tes Gnade Dich nun zu gut. ziehet und bekehrt, Daß dein Geist 11. Wahre Treu kommt dem sich ganz entlade Von der Last, Getümmel Eitler Weltluft niemals die ihn beschwert. nah; Ist ihr Schaß doch in dem 2. Ringe, denn die Pfort ist Himmel, Darum ist ihr Herz auch da. enge, Und der Lebensweg ist schmal. 12. Wahre Treu führt mit Immer stehn hier im Gedränge der Sünde Bis ins Grab bestänChristi Streiter allzumal. dig Krieg, Sorgt nur, wie sie 3. Kämpfe bis aufs Blut und überwinde, Kämpft, bis sie erLeben, Dring in Gottes Reich langt den Sieg. hinein; Mag dir Satan wider- 13. Drum wohlauf, ihr tapfern streben, Du darfst nimmer furcht- Streiter, Kämpfet recht und macht sam sein. euch Bahn. Geht auf Chrifti 4. Ninge, deine Lieb erglühe, Wegen weiter, Denn so geht ihr Halbe Liebe hält nicht Stand; himmelan. Daß dein Herz der Welt entfliehe, 14. Denkt in jedem AugenSei es ganz für Gott entbrannt. blicke, Ob's vielleicht der letzte 5. Hast du nun die Perl er- sei. Laßt die Lampe nicht zu= rungen, Denke nicht: nun ist's rücke, Holt stets neues Del herbei. gethan; Noch ist alles nicht be- 15. Ach, die Welt, sie liegt im zwungen, Was der Seele schaden Bösen, Sodom sinkt in Feuersglut. Seele, wer soll dich erlö6. Schaffe ja mit Furcht und sen? Eilen, eilen ist hier gut. Zittern Deiner Seele Seligkeit. 16. Lauf der Welt doch aus Laß dein Herz durch nichts er- den Händen, Dring ins stille Zoar kann. ein, 348 Das christliche Leben. ein, Eile, daß du magst vollenden, Kämpfern reicht zum Lohne Dort Mache dich vom Bösen rein. der Herr die Ehrenkrone. 17. Eile, zähle Tag und Stun- 5. Sich der Welt noch gleich den, Bis dir der Erlöser winkt, zu achten, Findet nicht bei ChriUnd, wenn du nun überwunden, sten statt, Sinnenlust und eitles Dich zum Schauen Gottes bringt. Trachten Schwächt den Geist und 18. Eile, laufe ihm entgegen, macht ihn matt. Auf der schmalen Sprich: mein Licht, ich bin be- Glaubensbahn Kommt man keinen reit, Soll die Hülle ich ablegen, Schritt hinan, Wenn man mit Führe mich zur Seligkeit. getheiltem Herzen Will mit Welt und Günde scherzen. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. 6. Auf, Erlöste, Christi Glie551. Schaffet, schaffet, Men- der, Die sein Geist erhält und schenkinder, Schaf- trägt, Schlaget alles in euch fet eure Seligkeit, Bauet nicht, nieder, Was sich noch von Sünde wie sichre Sünder, Auf die un- regt. Was euch ärgert, senkt ins gewisse Zeit. Unverweilt bekeh- Grab, Was euch hindert, werfet ret euch, Ninget nach dem Him- ab; Denket stets an Christi Worte: melreich, Und bemüht euch hier„ Dringet durch die enge Pforte!" auf Erden, Wie ihr möget selig werden. 7. Zittern will ich vor der Sünde Und dabei auf Jesum sehn, 2. Soll nun dies an euch ge- Daß ich seinen Beistand finde, schehen, So bekämpfet Fleisch und In der Gnade zu bestehn. Ach, Blut, Und der Welt zu wider- mein Heiland, geh doch nicht Mit stehen, Nüstet euch mit Kraft und mir Armen ins Gericht. Gib Muth. Gottes Wille muß allein mir deines Geistes Waffen, Meine Eures Lebens Nichtschnur sein, Seligkeit zu schaffen. Mag es dem bethörten Herzen 8. Amen, es geschehe, Amen! Freude bringen oder Schmerzen. Gott versiegle dies in mir, Daß 3. Selig, wer im Glauben ich treu in Jesu Namen Meinen kämpfet, Selig, wer im Kampf Glaubenskampf vollführ'. Er verbesteht, Wer des Fleisches Lüfte leihe Kraft und Stärk, Und dämpfet, Und den Reiz der Welt regiere stets das Werk, Daß ich verschmäht. Unter, Christi Kreuzes- wache, bete, ringe, Und also zum schmach Jaget man dem Frieden Himmel bringe. nach. Wer den Himmel will erer=ben, Muß zuvor mit Christo sterben. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 4. Werdet ihr nicht treulich 552. Nicht nur streiten, überz winden wer ringen, Sondern träg und lässig sein, Eure Neigung zu bezwingen: nach der Krone ringt. Mühvoll So bricht eure Hoffnung ein. Ohne ist der Kampf der Sünden, Setapfern Streit und Krieg Folget lig, wem der Sieg gelingt. Ihn niemals rechter Sieg; Treuen empfangen Jubellieder, Freudig schaut Geistlicher Kampf und Sieg. 349 schaut vom Ziel er nieder Auf Ningt ihm nach in seiner Kraft; des heißen Streits Gefahr, Der Er ists, der den Sieg verschafft. sein Loos hienieden war. 2. Kein Erlöster müsse sagen, 2. Glorreich, Herr, hat über- Shm gebreche Kraft und Muth wunden Deiner Zeugen glänzend Zu dem Kampf mit Fleisch und Heer; Ja, sie sahen dunkle Stun- Blut. Alles soll der Jünger wagen, den, Und ihr Kampf war heiß Weil der Herr die Wunden heilt, und schwer; Schwerer als im Lauf Und den Schwachen Kraft ertheilt. der Zeiten Ich ihn jemals werde 3. Sind wir schwach: bei ihm streiten, Denn das Schwerdt der ist Stärke; Sind wir arm: der Feinde ruht, Trieft nicht mehr Herr ist reich. Wer ist unserm Fühvon Christenblut. rer gleich? Seine Macht thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, Dem der Himmel unterthan? 3. Ueberwunden, überwunden Hast du, Herr der Herrlichkeit. Todesschweiß und Blut und Wun- 4. Ja, er kann und will uns den Zeugen von dem ernsten schirmen; Höret auf verzagt zu Streit. Tausendfache Angst und sein. Auf den Feind dringt muthig Schmerzen Herzen; Lasteten auf deinem ein, Mag er drohen, mag er stürDennoch unterlagst du men. Wißt, der Weg zur Seligkeit nicht Selbst im härtesten Gericht. Fordert Muth, Geduld und Streit. 4. Wer kann das Geheimniß 5. Nun so wachet, kämpft und faffen, Wer, wie hoch er sich ringet, Bleibet wacker im Gebet, auch schwingt? Gott hat seinen Bis ihr auf der Höhe steht. Sohn verlassen, Welcher mit dem Wenn ihr Siegesfahnen schwinget, Tode ringt! Dennoch ist Triumph Wenn der Erde Werk gethan, sein Ende, Er gibt sich in Gottes Hebt des Himmels Wonne an. Hände, Schon umhüllt von Todesnacht Ruft er aus: es ist vollbracht! Eigene Melodie. 5. Was sind meine kurzen Lei- 554. Fabre fort, Fahre fort, den Gegen die, so Christus litt, Und was gegen jene Freuden, Licht, Mache deinen Leuchter helle, Die mir Christi Tod erstritt? Laß die erste Liebe nicht, Suche Herr, ich folge ohne Beben; Hilf stets die Lebensquelle. Zion, dringe mir dringen in dein Leben, Du, durch die enge Pfort, Fahre fort, der mir zum Heile starb, Und mir Fahre fort. Kraft zum Kampf erwarb. Mef. Ach, was soll ich Sünder. 553. Auf, ihr Streiter, durch 2. Leide gern,:,: Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spett und Hohne, Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die gedrungen, Auf, und Lebenskrone. Zion, scheint der Trost folgt dem Heiland nach, Selbst dir noch so fern, Leide gern.:,: durch Marter, Tod und Schmach. 3. Folge nicht,:,: Zion, folge Wie er sich hat aufgeschwungen, nicht der Welt, Die dich suchet groß 350 Das christliche Leben. groß zu machen; Achte nichts ihr Wie könnt ich kämpfen und sieGut und Geld, Laß ste deines gen im Streite? Glaubens lachen. Zion, wenn 2. Jesu, hilf slegen, ein sündste dir viel Lust verspricht, Folge lich Verlangen Kämpfet in mir nicht.:,: mit des Höchsten Gebot. Nimm 4. Prüfe recht,:,: Zion, prüfe du den Willen des Fleisches gerecht den Geist, Der dir ruft zu fangen, Bring durch dein Ster= beiden Seiten; Thue nicht, was ben der Sünde den Tod; Und er dich heißt, Laß nur deinen daß mir möge, was gut ist, ge= Stern dich leiten. Zion, meide lingen, Gib du das Wollen und das, was krumm und schlecht, gib das Vellbringen. Prüfe recht.:,: 3. Jesu, hilf stegen, sonst muß 5. Dringe ein,:,: Zion, bringe ich verzagen, Wenn mein Geein in Gott, Stärke dich mit wissen das Urtheil mir spricht, Geist und Leben, Sei nicht, Wenn mich die Sünden der Juwie die andern, todt, Sei du gend verklagen, Und ich erbebe gleich den grünen Neben. Zion, vor Gottes Gericht. Wenn solche in das Wesen, nicht in Schein, Schrecken die Seele bestürmen, Dringe ein.: Wollest du mich, o Versöhner, beschirmen. 6. Brich hervor,:,: Zion, brich hervor in Kraft, Weil die Bru- 4. Jesu, hilf stegen, wer mag derliebe brennet; Zeige, was der sonst bestehen Wider den trüglich in dir schafft, Der als seine verschlagenen Feind? Wer mag Braut dich kennet; Zion, durch dem Vater der Lügen entgehen, das dir erbrochne Thor Brich Wenn er als Engel des Lichtes hervor.:,: erscheint? Du bist die Wahr7. Halte aus,:,: Zion, halte heit, mein göttlicher Meister, Lehr deine Treu, Laß doch nimmer lau mich sie finden und prüfen die dich finden. Auf, das Kleinod Geister. rückt herbet, Auf, bestege alle Sün= den! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus.:,: 5. Jesu, hilf stegen, hilf wachen und beten. Herr, durch dein Flehen, das Alles vermag, Wolleft du mich bei dem Vater vertreten. Hüter, dein Auge bleibt immerdar wach; Will mich der Mel. Großer Prophete, mein. 555. Jefu, hilf flegen, du Schlummer der Trägheit befallen, Fürste des Lebens! Laß, mich zu wecken, dein Rufen Sieh, wie ich schweb in Gefahren erschallen. und Noth. Schwach ist mein 6. Jesu, hilf stegen, wenn alles Wollen, mein Ningen vergebens, verschwunden, Was ich auf Erden Furchtbar die Macht, die mich mein eigen genannt. Wenn auch täglich bedroht. Stehst du mir, die Freunde, sonst treu mir verJesu, nicht schüßend zur Seite, bunden, Kalt und entfremdet sich von Geistlicher Kampf und Sieg. 351 von mir gewandt: Dennoch soll| Menschen Gunst Ist eitler Dunst, nimmer mein Herz sich betrüben, Mag sich ihr Haß Bist du, o Jesu, mein Theil nur Doch werd ich überwinden. geblieben. 5. Die Welt mit ihrem Spott entzünden, 7. Jesu, hilf stegen, wenn und Hohn Erhebet mich zu Eheinst ich soll sterben, Mache von ren; Sie muß an meiner HimFurcht vor dem Tode mich frei; melskron Die Edelsteine mehren. Zeige das Reich mir, das der Der Herr ertrug, Daß man ihn soll ererben, Der bis an's Ende schlug, Er ließ sich schmähn und geblieben dir treu. Laß auch zu- binden; Auch ich will überletzt mich im Kampf nicht erlie- winden. gen, Reiche die Hand mir, o Jesu, hilf stegen! 6. Leb ich in steter Traurigkeit, Sind wenig gute Stunden In meiner kurzen Lebenszeit: Ich habe Gott gefunden! Der tröstet mich Mel. Was Gott thut, das ist. 556. Ein Christ, ein tapf- Gar väterlich, Will mich vom rer Kriegesheld, Voll Schmerz entbinden, Drum kann Geist und Kraft und Stärke, ich überwinden. Verleugnet sich, bezwingt die 7. Und wie ich immer führte Welt, Zerstört des Satans Werke, Krieg Mit meinen GlaubenswafKämpft innerlich Und äußerlich; fen, So werden sie den letzten Wo sich auch Feinde finden, Er Sieg Im Sterben mir verschaffen. kann sie überwinden. Ob Grab und Tod Auch furchtbar 2. Ich habe fruchtlos mich ge- droht: Die Schrecken bald ver= quält, Und gab mich fast ver- schwinden, Und ich werd überloren, Bis ich den Helfer mir winden. erwählt, Deß Geist mich neu ge= 8. Das Kleinod ist mir vorge= boren. Wer will die Kraft, Die steckt, Ich soll nur tapfer kämpfen. Alles schafft, Wer Christi Macht Drum bleibt mein Arm stets ausergründen, Durch die wir über- gestreckt, Mit Gott den Feind zu winden? dämpfen. Nur unverzagt, Und 3. Auf Eitles war mein Sinn frisch gewagt! Ich seh die Krone gestellt, Auf falsche Luft und binden, Drum will ich überEhre, Ich lebte nach dem Lauf winden. der Welt, Und nicht nach Christi Lehre. So ist's nicht mehr, Gott Mel. Jesu, meines Lebens Leben. Ich streite mit 557. Gwge Wahrheit, deren Hoffhet die Ehr! den Sünden, will sie überwinden. nung stüßt und hält, Ich bekenne 4. Die Menschen flößten Furcht und bereue, Daß mich Zweifelmir ein, Gefallen wollt ich allen; muth befällt. Ach, wie hängt Jegt aber fürcht ich Gott allein, mein Herz an Dingen, Die mich Und will nur ihm gefallen. Der nicht zur Ruhe bringen! Gott, wie Das christliche Leben. 7. Da mein Haupt sich aufgeschwungen Und auf Gottes Thron 2. Ach, vergib mir diese Sünde, gesetzt, Bin auch ich mit durchge= Nimm die Strafe von mir hin; drungen Und den Engeln gleich Schenke deinem armen Kinde, Va- geschätzt. Ich bestz ein ewig ter, einen andern Sinn, Den Leben, Daß mir Jesus selbst genicht falsche Hoffnung bindet, Die geben. Ich bin auch im Glauwie dünner Reif verschwindet, Die ben schon mit erhöht auf seinen wie leichter Rauch entflieht, lind Thron. das Herz zur Erde zieht. 8. Hier muß ich als Vilger 3. Laß mich eitle Sorgen met- wallen, Droben ist mein Vaterden, Weil du für mich sorgst und land; Dort, wird einst die Welt wachst, Und im Trauern, wie in zerfallen, Find' ich meinen EhrenFreuden, Dich um mich zur Mauer stand. Ich erwarte nur die machst. Laß, Herr, auf dein Wort Stunden, Da ich, von der mich hoffen, Daß noch stets ist Sünd entbunden, Meinen Heiland eingetroffen. Hoffnung, die auf werde sehn, Und verkläret vor dich nicht traut, Hat auf losen ihm stehn. Sand gebaut. 352 wie leicht vergeß ich dein, Wenn| mein Trost soll sichtbar sein! 9. Unterdessen laß mich hoffen 4. Laß den Anker meiner See- Auch in Trübsal auf dein Licht, len Unter aller Stürme Wuth Nur Zeige mir den Himmel offen, So dein Herz zum Grunde wählen, schreckt Tod und Grab mich nicht. Wo er fest und sicher ruht. Laß mich, Herr, voll Trost und dann wirds kein Zweifel wagen, Freuden Aus dem Thal der ThräMich zum Unmuth zu verschlagen. nen scheiden, Und einst, was ich Unbeweglich werd ich stehn, Wenn hoffe hier, Dort mich schauen, auch Berge untergehn. Herr, bei dir. 5. Laß mein Herz versichert werden, Daß dein Wort wahrhafMel. O du Liebe meiner Liebe. tig fet, so werd ich schon auf 558. Durchbrecher aller Erden Vieler Bande, du fret; So werd ich im Glauben immer bei uns bist, Bei dem beten, Und erhört zurücke treten; Schade, Spott und Schande Lauter So wächst meine Zuversicht, So Lust und Himmel ist, Stehe ferner wankt meine Hoffnung nicht. im Gerichte Wider unsern Adams6. Vater, meine Hoffnung sinn, Bis du uns zum hellen Lichte gründet sich auf deines Sohnes Führest aus dem Kerker hin. Tod; Ach, in seinem Blute fin- 2. Ist's doch deines Vaters det Meine Seele Trost in Noth. Wille, Daß du endest dieses Werk; Durch sein stegreich Auferstehen Dazu wohnt in dir die Fülle Aller Kann ich neu geboren gehen Zu Weisheit, Lieb und Stärk; Daß den Bürgern jener Welt, Wenn du nichts von dem verlierest, Was der Erdenbau zerfällt. ler dir gegeben hat, Und uns aus dem Geistlicher Kampf und Sieg. 353 dem Treiben führest Zu der süßen Mach sie frei, die arme Seele Ruhestadt. Durch des neuen Bundes Blut, 3. Schau denn her auf unsre Daß sie sich nicht länger quäle, Retten, Da wir mit der Kreatur Nimm sie auf in deine Huth. Seufzen, ringen, schreien, beten 7. Lange hält uns schon gefanUm Erlösung von Natur; Von gen Lust und Selbstgefälligkeit; dem Dienst der Eitelkeiten, Der Ach, laß uns nicht länger hangen uns hart darnieder drückt, Ob In dem Tod der Eitelkeit. Ja, der Geist sich auch in Zeiten Schon die Last treibt uns zu rufen, Alle auf etwas Besfres schickt. flehen wir dich an: Zeig uns nur 4. Herr, zermalme, Herr, zer- die ersten Stufen Der gebrochnen störe Diese Macht der Finsterniß. Freiheitsbahn! Der preist nicht mehr deine Ehre, 8. Theuer sind wir ja erworDen sie fort zum Tode ris. Heb ben, Knechte nicht der Welt zu uns aus dem Staub der Sünden, sein: Drum, so wahr du bist Wirf die Schlangenbrut hinaus, gestorben, Mußt du uns auch Laß uns wahre Freiheit finden machen rein. wird rein und In des Vaters Hochzeitshaus. ganz vollkommen, Aehnlich dei5. Wir verlangen keine Ruhe nem heil'gen Bild, Der die Gnade Für das Fleisch in Ewigkeit. hat genommen, Die aus deiner Was du nöthig find'st, das thue Fülle quillt. Der Noch vor unsrer Abschiedszeit. Aber 9. Zeuch uns, Jesu, in dein unser Geist, der bindet Dich im Sterben, Laß mit dir gekreuzigt Glauben, läßt dich nicht, Bis er sein Was dein Reich nicht kann die Erlösung findet, Welcher Zeit ererben, Führ in's Paradies uns und Maß gebricht. ein. Herr, ich weiß, du wirst nicht 6. Herrscher, Herrsche! Sieger, säumen, Laß uns nur nicht träge. stege! König, brauch dein Regi- sein, Werden wir, als die da träument! Führe deines Reiches Kriege, men, Doch einst gehn zur FreiMach der Sclaverei ein End! heit ein. 11. Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 559. Mel. Ach, wie nichtig, ach, wie.| 2. O wie richtig und wie wichwie richtig und wie tig Sind der Christen Tage! Wer wichtig Ist der Chri- sich durch die Zeit gerungen Und sten Leben! Weder heute noch zum Ewgen aufgeschwungen, Dem auch morgen Darf man vor Ver- ist jeder Tag gelungen. derben sorgen, Denn es ist in Gott verborgen. 3. O wie richtig und wie wichtig Ist der Christen Freude! Z Freude, 354 Das christliche Leben. Freude, die in. Gott gegrün- Irdischgesinnten allein Tönen die det Und den Geist mit ihm ver- Worte vergebens. bindet, Freude, die kein Ende 2. Göttliche Würde, entzückende findet. Hoheit des Christen! Wallt er gleich 4. O wie richtig und wie wich- dürftig und einsam in traurigen tig Ist der Christen Schöne! Tu- Wüsten, Findet er gleich Thoren gendschönheit im Gemüthe Ist bei geachtet und reich: Wie kann nach Gott von größ'rer Güte, Als der Eitlem ihn lüsten? Lenz in seiner Blüthe. 3. Immer das Auge gerichtet 5. O wie richtig und wie nach heiligen Höhen, Sieht er die wichtig Ist der Christen Stärke! Güter der Thoren im Sturme verWelt und Fleisch muß unterliegen, wehen. Wohl ihm, er faßt Statt Christenkräfte müssen siegen, Wenn der vergänglichen Last Güter, die sie ihren Feind bekriegen. nimmer vergehen. 6. O wie richtig und wie 4. Alles, was Freude gewähwichtig Ist der Christen Segen! ret im irdischen Leben, Alles, Was ste Gott zum Preis ersin- wovor noch die Kinder der Welt nen Und darauf in ihm begin- hier erbeben, Leben und Ted Ist nen, Muß stets Glück und Heil euch auf Gottes Gebot Unter die gewinnen. Füße gegeben.bhi 7. O wie richtig und wie 5. Alles ist euer! e Christen, wichtig Ist der Christen Ehre! vom Himmel hernieder Schauet Sie sind Gottes Freund und der Mittler auf seine erlöseten Kinder, Christi Brüder auch nicht Glieder; Höret; er spricht: Fürchte, minder, Richter aller Feind' und du Häuflein, dich nicht, Alles ist Sünder. euer, ihr Brüder! 8. O wie richtig und wie 6. Seid ihr auch elend, verwichtig Sind der Christen Schäße! lassen, verfolgt und gefangen, Was die wahren Christen haben, Fließen euch Zähren des Grams Sind ganz unschätzbare Gaben, von erbleichenden Wangen, DroWonach keine Diebe graben. ben im Licht, Freut euch, da flie9. O wie richtig und wie ßen sie nicht, Dort ist das Alte wichtig Sind der Christen Sa- vergangen. chen! Gott wirkt selbst ihr Thun 7. Die ihr mit Christo einst herrund Dichten, Heißt sie treu ihr schet, singt Lieder der Feier, Freut Werk verrichten, Das kann keine euch. der Hoheit, die Christus erZeit vernichten. Mel. Lobe den Herren, den. 560. Alles ist euer! o Worte rungen so theuer, Die er erwarb, Als er auf Golgatha starb. Amen, ja, Alles ist euer! des ewigen Lebens! Mel. Wie schön leucht't uns der. Fühle ſie, gläubige Seele, voll 561. Wie 8: 0ß ist wor goß unsre Seligkeit, Gott, schon dein! Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 355 schon in der Prüfungszeit, Selbst jederzeit, So tragen wir mit unter viel Beschwerden! Wenn Willigkeit Der kurzen Leiden unser Herz sich dir ergibt, Und Bürde. Herr, gib Den Trieb treu in Jesu, Dienst sich übt, In die Seelen, dich zu wählen, Wie groß wird ste einst werden! und das Leben Ganz in Jesu Wenn sich Herrlich Jenes Le- Dienst zu geben. ben wird anheben, wo man Freuden Erndtet von der Saat Mel. Wachet auf, ruft uns die. der Leiden. 562. Herr, welch Seil kann 2. O wie erhaben ist das ich erringen! In Recht, Daß du uns gibst, Herr, welche Höhn darf ich mich schwindein Geschlecht Und Bundesvolk gen! Mein Wandel soll im Himzu heißen! Bei dir ist unser Va- mel sein! O du Wort voll heilterland, Und wer will deiner gen Bebens, Und doch voll Wonn starken Hand, Allmächt'ger, uns und ewgen Lebens: Im Himmel entreißen? Wenn wir Gleich hier soll mein Wandel sein! Ich sinke Müssen streiten, und zu Zeiten staunend hin, Ich ahne, wer ich schwach uns finden, Hilfst du bin, Wer ich sein kann. Ich doch uns überwinden. trage noch Des Todes Joch, Im Himmel soll ich wandeln doch. 3. Du deckest unsre Schulden zu, Schenkst unsern Seelen wahre 2. Schwing dich denn zu dieRuh, Und stärkest uns mit sen Höhen, Und lern im Lichte Freude. Dein Sohn ist unser Gottes sehen, Wer du, versöhnte Haupt und Ruhm, Wir sein Seele, bist. Mit dem seligsten erkauftes Eigenthum Und Schaafe Entzücken Wirst du in diesem seiner Weide. Gutes Muthes Licht erblicken, Wer, Seele, dein Sind auf Erden in Beschwerden Versöhner ist. Du, durch sein unsre Seelen. Herr, was kann Opfer rein, Bist stark, dich ihm bei dir uns fehlen? zu weihn Ohne Wanken. Fr, 4. Es bleibet zwar der hohe Gottes Sohn, Gibt reichen Lohn Werth Der Gnade, die uns wi- Den Gläubigen an seinem Thron. derfährt, Verborgen hier auf Er 3. Wort vom Anfang, Eingeden: Doch wenn dereinst vor borner, Eh du herabkamst, Ausaller Welt Er, unser Haupt, erkorner, Lag auf dem Erdkreis Gerichtstag hält, Dann wird er Dunkelheit; Du erschienst, du Licht sichtbar werden. Alsdann Sieht vom Lichte, Wir schaun in deinem man Ihn mit Kronen uns beloh- Angesichte Nun deines Vaters nen, und mit Ehren Für sein Herrlichkeit. Ja, Wahrheit, Trost treues Volk erklären. und Ruh Strömt, Herr, von dir 5. Wie selig, Gott, sind wir uns zu, Wenn wir glauben: Du alsdann, Wie viel hast du an hast's vollbracht! Des Irrthums uns gethan! Wie groß ist unsre Nacht, Die Sünde selbst weicht Würde! Laß auf ste sehn uns deiner Macht. 4. Wenn Z* 356. Das chriftliche Leben. 4. Wenn die Seel in tiefe Stille Christi Bilde Im Licht und Recht Versunken ist, wenn ganz ihr Wille hat aufgericht't, Und unter solDer Wille deß ist, der sie liebt; chem klaren Schilde Durch alle Wenn ihr inniges Vertrauen Sich falschen Höhen bricht. fast erhebt zum selgen Schauen, 2. Was Andern schön und Und Liebe sie für Liebe gibt; Wenn lieblich scheinet, Ist solchen Herste versichert ist, Dein Tod, Herr zen Kinderspiel; Was Mancher Jesu Christ, Sei ihr Leben: Wie für unschuldig meinet, Ist solchem hoch entzückt, Wie reich erquickt Herzen schon zu viel. Warum? Ist ste, schon ganz der Erd es gilt der Welt absagen; Hier entrückt. heißt's: rührt kein Unreines an! 5. Ja, dann ist ihr schon ge- Das Kleinod läßt sich nicht ergeben Ihr neuer Nam' und ewges jagen, Es sei denn Alles abgeLeben, Im Himmel ist ihr Wandel than. dann. Stark, den Streit des Herrn 3. Die Einfalt weiß von keiner zu streiten, Sieht sie die Krone Zierde, Als die im Blute Christi schon von weitem, Die Kron am liegt, Die reine himmlische BeZiel, und betet an. Preis, Ehr, gierde Hat alle Eitelkeit besiegt. und Sieg und Kraft Sei dem, An einem reinen Gotteskinde Glänzt der neu uns schafft, Ihm zu le- Gottes Name schön und rein: Wie ben. Und ihm sei Dank Und könnt es denn vom eitlen Winde Lobgesang, Der für uns ging des Der Welt noch eingenommen Todes Gang. sein? 6. Preis auf seinem Himmels- 4. Von Sorgen, Noth und allen throne Dem Vater und dem ewgen Plagen, Damit die Welt sich Sohne, Ihm, der da ist und der selbst ansicht, Vom Neid, damit da war! Lauter Weisheit, Gnad sich Andre tragen, Weiß Christi und Stärke, Und Wunder sind, Sinn und Einfalt nicht. Den Herr, deine Werke, Dort sind ste Schatz, den sie im Herzen heganz uns offenbar. Dort strahlt get, Behält sie wider allen Neid; dein Angesicht Sm reinsten ft jemand, der Lust dazu träHimmelslicht Allen Frommen. get, Das macht ihr lauter HerDort werden wir, Barmherz'- zensfreud'. ger, dir Ein Lob bereiten für und für. 5. O schönes Bild, ein Herz zu schauen, Daß sich mit Christi Einfalt schmückt! Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, Ihr säumt, Mel. Die Tugend wird durch's. 563. süßer Stand, o se- bis euch die Nacht berückt. Was lig Leben, Das aus sind die Lampen ohne Dele? Es der wahren Einfalt quillt! Wenn mangelt Einfalt, Christi Sinn; sich ein Herz so Gott ergeben, Sucht etwas Bess'res für die Daß Christi Sinn es ganz er- Seele, Und gebt der Welt das füllt; Wenn sich der Geist nach Ihre hin. Mel. Würde und Seligkeit der Gläubigen in diesem Leben. 357 bald anders nicht. Herr Jesu, lehr uns wandeln In deiner Mel. Valet will ich dir geben. 564. Vor seinen Augen Augen Licht. leben Ist wahre Seligkeit; Sich ihm zu eigen geben Ist, was allein erfreut. Mel. Nun freut euch, lieben. Nichts können und nichts wissen, 565. Der Herr ist mein ge= Nichts wollen und nichts thun, Dem Zur Als Jesu folgen müssen: heißt in Frieden ruhn. Das ich mich ganz vertraue. Weid' er mich, sein Schäflein, 2. Der Christ steht aus dem führt, Auf schöner grüner Aue. Schlafe In Christi Freundschaft Zum frischen Wasser führt er auf, Und fürchtet keine Strafe mich, Und labt die Seele kräfIm ganzen Tageslauf. Und ist tiglich Durch's sel'ge Wort der der Tag vollendet, So legt er Gnade. sich zur Nuh, Von Christo unver- 2. Er führet mich auf rechter wendet Thun sich die Sinne zu. Bahn Um seines Namens willen; 3. So geht er fest und stille Und wenn auch Trübsal naht Dahin bei Tag und Nacht; Auf heran, Kann alle Furcht er stillen. Jesum ist sein Wille, Nicht auf Im finstern Thal ist er bei mir, die Welt bedacht. Er hört und Drum fürcht ich auch kein Unsieht und fühlet, Hört, steht und glück hier, Er ist mein Stab und fühlt doch nicht, Und weiß, vom Stecken. Schmerz durchwühlet, Kaum, daß ihm Weh geschicht. 3. Er speiset mich mit Himmelsbrod, Er falbet meine Seele, 4. Gewiß, wer erst die Sünde Wenn mich umgibt viel Angst und Getilgt durch Christi Blut, Und Noth, Mit seinem Freudenöle. Und gleich dem frommen Kinde Auf Gutes und Barmherzigkeit Läßt er ihn lenkt Sinn und Muth, Kann mir folgen allezeit, Ich bleib in auch gottselig handeln, Und kann seinem Hause. 12. Tod, Gericht und Ewigkeit. Mel. D Gott, der du ein Heerfürst. Mein Leben ist ein Bilgrimstand, 566. Mein Leben ist ein Ich reise nach dem Vaterland. Pilgrimstand, Ich 2. So schnell ich Land und reise nach dem Vaterland, Nach Sand verlaß, Läuft schnell des dem Jerusalem, das droben; Wo Lebens Stundenglas, Und was Gott mir eine feste Stadt Auf verbei ist, kommt nicht wieder. Bundesblut gegründet hat, Da Ich eile zu der Ewigkeit; Herr werd ich meinen Gott stets loben. Jeju, mach mich nur bereit, Und öffne 358 de la Das christliche Leben. öffne meine Augenlieder, Daß 7. Wenn mir mein Herz, o ich, was zeitlich ist, veracht, Gnadenfüll', Vor Durst nach dir Und nur nach dem, was ewig, verschmachten will, So laß mich tracht'. dich zum Labsal finden. Und wenn 3. Kein Reisen ist ohn Unge- ich schließ die Augen zu, So bring mach, Der Lebensweg hat auch mich zu der stillen Ruh, Wo Streit sein Ach, Man wandelt nicht auf und Mühe ganz verschwinden. weichen Rosen. Der Weg ist Ja, laß mich sein in Abrams eng, der Feinde viel, Die mich Schooß Dein Liebling und dein abwenden von dem Ziel, Ich Hausgenoß. di muß mich oft in Dornen stoßen. 8. Bin ich in diesem fremden Ich muß durch dürre Wüsten Land Der blinden Welt gleich gehn, Und kann oft keinen Aus- unbekannt: Dort sind die Freunde, weg sehn. die mich kennen, Dort werd ich 4. Der Sonne Glanz mir oft mit der Himmelsschaar Dir jauchgebricht, Der Sonne, die mit zend dienen immerdar, Und in Gnadenlicht In unverfälschte Her- der reinsten Liebe brennen. Mein zen strahlet. Wind, Regen stür- Heiland, komm, o bleib nicht men auf mich zu, Mein matter lang, Hier in der Wüste wird Geist find't nirgend Ruh; Doch mir bang. alle Müh ist schon bezahlet, Wenn ich das goldne Himmels- Mel. Christ, Alles, was dich kränket. thor Mir stell in vor. Glaub und 567. Die auf der Erde walSterblichen 5. Israels Hüter, Jesu Christ, sind Staub, Sie blühen auf und Der du ein Pilgrim worden bist, fallen, Des Todes sichrer Raub. Da du mein Fleisch haft ange- Die Stund ist uns verborgen, nommen, Zeig mir im Worte Da Gottes Stimme ruft; Doch deine Tritt', Laß mich bei einem jeder neue Morgen Bringt näher jeden Schritt Zu deinem Heil stets uns zur Gruft. näher kommen. Mein Leben fleucht, 2. Getroft gehn Gottes Kinder ach eile du, Und fleuch mit Gnad' Die öde, dunkle Bahn, Zu der verund Hülf herzu. stockte Sünder Mit bangem Herzen 6. Durch deinen Geist mich nah'n; Wo selbst der freche Spötheilig leit', Gib in Geduld Be- ter Nicht mehr zu spotten wagt, ständigkeit, Vor Straucheln mei- Und vor der Gläub'gen Netter nen Fuß beschütze. Ich falle Erzittert und verzagt. stündlich, hilf mir auf, Ach 3. Wenn diese Bahn zu gehen zeuch mich, daß ich dir nach- Dein Will' einst mir gebeut, lauf, Sei mir ein Schirm in Wenn nahe vor mir stehen Trübfalshize. Laß deinen süßen Gericht und Ewigkeit, Wenn Guadenschein In Finsterniß nie meine Kräfte beben, Und nun das Herz mir bricht: Herr über ferne sein. Tod Tod, Gericht und Ewigkeit. 359 Tod und Leben, O dann verlaß ringen, Wenn allen Sinnen Kraft mich nicht! gebricht: Thust du es, Gott, mein 4. Hilf, Todesüberwinder, Hilf Heiland, nicht? mir in solcher Angst, Der du zum 3. Mich dünkt, schon lieg ich Heil der Sünder Selbst mit dem traftlos da, Dem letzten Augenblicke Tode rangst. Wenn bei des Kam- nah, Von Todesangst schon überpfes Ende Mich Todesschrecken fallen; Gehör und Sprache nehmen faßt, Dann nimm in deine Hände ab, Die Augen starren hin aufs Den du erlöset haft. Grab; Doch kränkt die Sünde 5. Des Himmels sel'ge Freuden mich vor allen, Die Stimme des Ermißt kein sterblich Herz. Gewissens spricht: Gerecht ist Gott, Trost für kurze Leiden, Für kur- er hält Gericht. zen Todesschmerz! Dem Sünden= 4. Ich höre der Posaune Ton, überwinder Sei ewig Preis und Ich sehe meinen Richter schon, Dank; Preis ihm, der für uns Und um ihn alle Völker stehen; Sünder Den Kelch des Todes trank! Geöffnet liegt vor ihm sein Buch, 6. Heil denen, die auf Erden Schon hör ich des Gesetzes Spruch, Sich schon dem Himmel weihn, Ihn wendet nicht mein ängstlich Und aufgelöst zu werden Mit Flehen; Verdammniß ist des Sünheilger Furcht sich freun! Bereit, ders Theil, Er hat kein Recht an es ihm zu geben, Sobald ihr Gott Gottes Heil. gebeut, Gehn sie getroft durch's Leben Hin zur Unsterblichkeit. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, Umsonst erbeut ein Bruder sich, Den sünd'gen Bruder zu Mel. O Gott, der du ein Heerfürst. erlösen. Gin jeder wird alsdann bin, Herr, in Den Lohn für das, was 568.3 einer Macht, Du er gethan; In dem Gericht schützt haft mich an das Licht gebracht, nichts den Bösen. Wer hilft Und du erhältst mir auch das mir sonst in dieser Noth? Thust Leben. Du kennest meiner Mon- du es nicht, mein Herr und den Zahl, Weißt, wann ich Gott? diesem Erdenthal Auch wieder Auch wieder 6. In meiner Seelen großem gute Nacht muß geben; Wo, Schmerz, Erheb ich zu dir Aug wie und wann ich sterben soll, und Herz, Der du die Missethat Das weißt du, Herr des Lebens, vergiebest; Den Tod des Sünders wohl. willst du nicht, Drum schreckt 2. Wen hab ich doch, als dich mich nicht dein streng Gericht, allein, Der mir in meiner letzten Weil du auch mich in Chrifto Bein Kann Trost und Nath und liebest. Drum fahre Furcht und Hülfe bringen? Wer nimmt sich Zweifel hin! Ich weiß, daß ich meiner Seele an, Wenn nun des Herren bin. mein Leben nichts mehr kann, 7. Herr Jesu Christ, dein theuUnd ich muß mit dem Tode res Blut Vergesfest du auch mir zu 360 Das christliche Leben. zu gut, Ich weiß, daß ich dir Dann erschreckt dich kein Gericht: angehöre. Fällt ja in meiner Gott ist deine Zuversicht. Todespein Mir noch ein banger 5. Daß du dieses Herz erwirbst, Zweifel ein, So rette deines Fürchte Gott, und bet und wache. Leidens Ehre; Du hast so viel Sorge nicht, wie früh du stirbst, an mich gewandt, O laß mich Deine Zeit ist Gottes Sache. Lerne nicht aus deiner Hand. nur den Tod nicht scheun, Lerne 8. Nein, nein, ich glaube fest, seiner dich erfreun. mein Heil, Ich hab an dir auf 6. Ueberwind ihn durch Verewig Theil; Du bist im Tode traun; Sprich: ich weiß, an wen noch mein Leben. So steg ich über ich glaube; Und ich weiß, ich Angst und Noth, Ob auch die werd ihn schaun Einst in dem Hölle und der Tod Mit ihren verklärten Leibe. Er, der rief: es Schrecken mich umgeben. So lang ist vollbracht! Nahm dem Tode ich lebe, bin ich dein, Dein werd seine Macht. ich auch im Tode sein. YOUNG 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken; Sprich: Herr, daß ich sterblich bin, Lehre du mich ernst bedenMel. Meinen Jesum laß ich nicht. 569. Meine Lebenszeit ver- ken; Lehre du mich's jeden Tag, streicht, Stündlich Daß ich weiser werden mag. eil ich hin zum Grabe, Und wie wenig ist's vielleicht, Das ich Mel. Wer weiß, wie nahe mir. noch zu leben habe! Denk, 570.ch sterbe täglich, und D mein imSeele, an den Tod, Säume nicht, denn Eins ist noth. mer zu dem Grabe hin. Wer 2. Lebe, wie du, wenn du fann mir sichre Bürgschaft geben, stirbst, Wünschen wirst, gelebt Daß ich noch morgen lebend bin? zu haben, Güter, die du hier Der Tod, Der Tod Kommt her, erwirbst, Würden, die dir Men- hin geht die Zeit, Ach, wär ich schen gaben, Nichts wird dich täglich doch bereit! im Tod erfreun, Diese Güter 2. Gs schickt der Tod nicht sind nicht dein. immer Boten, Eh er die Sichern 3. Nur ein Herz, das Jesum überfällt. Drum, mußt du schnell liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, ins Land der Todten: Wohl Das vor Gott dir Zeugniß gibt, dir, ist Herz und Haus bestellt! Wird dir deinen Tod versüßen. Oft hängt:: An einem AugenDieses Herz, von Gott erneut, blick Dein ew'ges Unglück oder Gibt im Tode Freudigkeit. Glück. 4. Wenn in deiner letzten Noth 3. Herr aller Herren, Tod und Freunde troftlos dich umgeben, Leben Hast du allein in deiner Dann wird über Welt und Tod Hand; Wie lange du mir Frist Dich dies reine Herz erheben; gegeben, Das ist und bleibt mir unbekannt. Tod, Gericht und Ewigkeit. 361 unbekannt. Drum gib,:,: Herr, Den Himmel zu gewinnen Und daß ich jeden Tag An meinen dort bei ihm zu sein. Abschied denken mag. 3. Nun hab ich überwunden 4. Es kann vor Abend anders Kreuz, Leiden, Angst und Neth, werden, Als es den Morgen mit Durch seine heilgen Wunden Bin mir war; Wo ich auch wandle ich versöhnt mit Gott. hier auf Erden, Steht neben mir 4. Wenn meine Kräfte brechen, die Todtenbahr'. Ein Schritt:,: Mein Athem stockt im Lauf, Der Nur ist es bis dahin, Wo ich Mund nicht mehr kann sprechen, des Grabes Beute bin. Dann nimm mein Seufzen auf. 5. Vielleicht kann ich kein Wort 5. Wenn Sinne und Gedanken mehr sagen, Wenn sich am Ziel Vergehen wie ein Licht, Das hin mein Auge schleußt; Drum bet ich und her muß wanken, Wenns ihm in gesunden Tagen: Herr, dir be- an Oel gebricht: fehl ich meinen Geist! Und wenn :: Ich kaum noch seufzen Dann nimm des Heilands sprach an. 6. Alsdann fein sanft und stille kann, Laß mich, Herr, schlafen ein. Herr, Für- es gescheh dein Wille, Wenn kommt mein Stündelein. 6. Kann ich nicht segnen dann 7. Dann laß mich an dir Ele= die Meinen, O segne du sie, ben, Wie eine Klett' am Kleid, Herr, für mich; Wenn um mich Und ewig bei dir leben In reiner her ste zagend weinen, O Vater, Himmelsfreud. so erbarme dich. Dann laß: 8. Dort an des Himmels Auch der Verwaisten Schrei'n Throne Sing ich dir Ehr und Durch deinen Sohn erhörlich Preis, Wenn ich einst bei dir sein. wohne Im schönen Paradeis. 7. Dringt endlich mir der Tod zum Herzen, So schließ mir, Mel. Ich hab' mein Sach Gott. Herr, den Himmel auf; Verkürz 572. Dein bin ich, Gott, des letzten Kampfes Schmerzen, in Ewigkeit, In Und führe mich zu dir hinauf. deiner Hand steht meine Zeit. Dann sterb:: Ich ohne Angst Du haft der ganzen Menschenund Bein, Und selig wird mein schaar Ihr Todesjahr Bestimmt Ende sein. schon, eh die Zeit noch war. Eigene Melodie. 2. Wenn meiner Tage Ende kömmt, Und deine Hand das Le= 571. Christus, der ist mein ben hemmnt, Dann hilf mir in Leben, Und Ster- der Todesnoth, Getreuer Gott, ben mein Gewinn, Ihm hab ich Ein sanfter Schlaf werd mir der mich ergeben, Mit Fried fahr ich Tod. babin. 3. Nimm nach vollbrachtem 2. Mit Freud fahr ich von hin- Lebenslauf Zur Nuh der Seligen nen, Zu Christ, dem Bruder mein, mich auf, Verwirf, wenn einst das 362 Das christliche Leben. das Herz mir bricht, Verwirf ster Theil Ist eine Frist zu unmich nicht, Herr, Herr, vor deinem serm Heil. ht d Angesicht. 5. Der Tod rückt Seelen vor's 4. Drückt mich auch schwerer Gericht, Da bringt Gott Alles Krankheit Schmerz Vor meinem an das Licht, Und macht, was Tod, so still' mein Herz, Daß es hier verborgen war, Den Nath auch in der Schmerzen Wuth Mit der Herzen offenbar. starkem Muth In deiner weisen Fügung ruht. 6. Drum, da dein Tod dir täglich dräut, So sei doch wacker und 5. O Jesu, bring mich dann bereit, Prüf deinen Glauben als zur Ruh, In meinem Herzen ein Christ, Ob er durch Liebe thäwirke du, Daß ich mit gläu- tig ist. bigem Vertraun Mög ohne Graun 7. Ein Seufzer in der letzten Hin in die Nacht des Todes Noth, Ein Wunsch, durch des schaun. Erlösers Tod Vor Gottes Thron 6. Hilf meiner Schwachheit, gerecht zu sein, Macht dich noch Geist des Herrn, Zeig mir den nicht von Sünden rein. Himmel dann von fern, Daß ich, 8. Ein Herz, das Gottes wenn ich zum Vater fleh, Ge- Stimme hört, Ihm folgt und sich tröstet seh, Wie er mich liebt, zu vom Bösen kehrt, Ein gläubig dem ich geh. Herz, von Lieb erfüllt: Dies ist es, was bet Christo gilt. Mel. Herr Jesu Christ, mein's. 9. Die Heiligung erfordert Müh, Du wirkst sie nicht, Gott 573. Wie ie sicher lebt der wirket ste; Du aber ringe stets Mensch, der Staub! nach ihr, Als wäre ste ein Werk Sein Leben ist ein fallend Laub, von dir. Und dennoch schmeichelt er sich 10. Ihr alle seine Tage weihn, gern, Der Tag des Todes sei Heißt eingedenk des Todes sein, noch fern. Und wachsen in der Heiligung 2. Der Jüngling hofft des Grei- Ist wahre Todserinnerung. ses Ziel, Der Mann noch seiner 11. Wie leicht vergess' ich dieser Jahre viel, Der Greis zu vielen Pflicht! Herr, geh mit mir nicht noch ein Jahr, Und keiner nimmt ins Gericht. An meinen Tod er= den Irrthum wahr. innre mich, Daß ich dir wandle 3. Sprich nicht: ich denk bei würdiglich. Glück und Noth Im Herzen oft 12. Gib, Herr, daß ich an jean meinen Tod. Der, den der dem Tag Mein Herz vor dir erTod nicht weiser macht, Hat nie forschen mag, Ob Glaube, Liebe, mit Ernst an ihn gedacht. Demuth, Treu, Die Frucht des 4. Wir leben hier zur Ewig- Geistes, in mir set. keit, zu thun, was uns der Herr 13. Daß ich zu dir um Gnade gebeut, Und unsers Lebens klein- fleh, Stets meinen Lüften widersteh Tod, Gericht und Ewigkeit. 363 steh, Und endlich in des Glau- Sch befehle meine Seele deinen bens Macht Mit Freuden ruf: es Händen; So laß mich den Lauf ist vollbracht! vollenden. Mel. Wie schön leucht't uns. 5. Vielleicht sind meiner Tage viel, Ich bin vielleicht noch fern 574. Wie wird mir dann, vom Ziel, An dem die Krone mein Heiland, sein, schimmert. Bin ich von meinem Wenn ich, mich deiner ganz zu Ziel noch weit, So set mein freun, In dir entschlafen werde! Leben dir geweiht, Bis einst mein Dann, Seele, wirst du ganz be- Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, freit Von Sünde und von Sterb- dir Ganz mein Leben hinzugeben, lichkeit, Entfliehen dieser Erde. daß ich droben Dich unendlich Freu dich Innig, Stärke, tröste könne loben. dich, Erlöfte, mit dem Leben, 6. Wie wird mir dann, mein Das dir dann dein Gott wird Heiland, sein, Wenn ich, mich deigeben. ner ganz zu freun, Einst dort dir 2. Ich freue mich und bebe leben werde! Dann bin ich, frei doch, So drückt mich meines von Sünd und Leid, Ein MitElends Joch, Der Fluch der genoß der Herrlichkeit, Nicht mehr Sünde, nieder. Doch du, o ein Mensch von Erde. Preis dir, Herr, erleichterst mir Dies Joch, Daß mir Durch dein Leiden jene mein Herz stärkt sich in dir, Freuden offen stehen; Ewig will Glaubt und erhebt sich wieder. ich dich erhöhen. Jesus Christus, Laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben Und Mel. höchster Gott, o unser. zu erben. 3. Verachte denn des Todes 575. Dwenn ich dir, Jeſu, Graun, Mein Geist, er ist der Weg zum Schaun In jenem bessern Le- lebte. O daß dein Bild im ben. Er sei dir nicht mehr fürchter- Sterben vor mir schwebte! Dann lich, Zur Freud und Herrlichkeit wird geh ich still, in Gott getreft, wie dich Der Herr durch ihn erheben. du, Durch dich gerecht in meines Hier wird Dein Hirt Nach den Grabes Ruh. Thränen, nach dem Sehnen dich 2. Wer also stirbt, der weihet Erlösten Völlig und auf ewig durch sein Sterben Die Seinen trösten. auch zu frohen Himmelserben. 4. Herr, Herr, ich weiß die Verherrlicht wird durch ihn die Stunde nicht, Die mich, wenn Gotteskraft, Die aus dem Schmerz nun mein Auge bricht, Zu deinen am Grabe Wonne schafft. Todten sammelt. Vielleicht umgibt 3. Bin ich zu schwach, dich mich ihre Nacht Noch eh ich sterbend noch zu preisen, So wollst dieses Flehn vollbracht, Mein Lob du doch die Gnade mir erweisen, dir ausgestammelt. Vater, Vater, Daß nicht mein Tod dem Schwachen 412 364 Das christliche Leben. chen Anstoß sei, Mein letztes hier gewesen, Wer kommt ins Wort noch zeige meine Treu. Himmelsschloß; Auf ewig ist ge4. Getrost und sanft aus from- nesen, Der bleibt in deinem mer Christen Mitte Zu dir zu Schooß. gehn, das, Herr, ist meine Bitte. 5. Schreib meinen Nam'n auf's So wird mein Tod Erhöhung Beste Ins Buch des Lebens ein, deines Ruhms, Und ein Beweis Und bind' mein' Seel fein feste der Kraft des Christenthums. Ins schöne Bündelein Von denen, 5. Zum Lobgesang für mein die dort grünen Und vor dir leben erfülltes Hoffen Steht mir ja dort frei, So will ich ewig rühmen, die Ewigkeit auch offen. Hier gib Wie treu dein Herz mir sei. mir nur, daß, wenn mein Haupt sich neigt, Das Flehn zu dir in meinem Geist nicht schweigt. Eigene Melodie. 577, 2 enn mein Stündlein vorhanden ist, Zu fahren meine Straße, So leite Eigene Melodie. 576. Malet will ich dir mich, Herr Jesu Christ, Mit Hülf geben, Du arge, mich nicht verlasse. Mein' Seel', falsche Welt! Dein sündlich böses an meinem letzten End, Befehl Leben Durchaus mir nicht gefällt. ich, Herr, in deine Händ', Du Im Himmel ist gut wohnen, wirst sie wohl bewahren. Hinauf steht mein Begier, Da 2. Die Sünde wird mich kränwird Gott ben belohnen, Der ken sehr Der ken sehr Und mein Gewissen treu ihm dienet hier. nagen. Der Schuld ist viel, wie 2. Rath mir nach deinem Her- Sand am Meer, Doch will ich zen, O Jesu, Gottes Sohn. Sollt nicht verzagen. Bedenken will ich ich noch dulden Schmerzen, Hilf deinen Tod, Herr Jesu, deine mir, Herr Christ, davon. Verkürz Wunden roth, Die werden mich mir alles Leiden, Stärk meinen erhalten. blöden Muth, Laß selig mich 3. Ich bin ein Glied an deiverscheiden, Seß mich in dein nem Leib, Deß tröst ich mich von Erbgut. Herzen, Von dir ich ungeschieden 3. In meines Herzens Grunde bleib In Todesnoth und SchmerDein Nam' und Kreuz allein Mirzen. Wenn ich gleich sterb, so funkelt jede Stunde, Drauf kann sterb ich dir, Ein ewges Leben ich fröhlich sein. Erscheine mir im hast du mir Mit deinem Tod erBilde, Zu Trost in meiner Noth, worben. Zeig mir, wie du so milde Für mich erlittst den Tod. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd ich im Grab nicht 4. Verbirg mein' Seel' aus bleiben, Mein Höchster Trost dein' Gnaden In deine offne Seit, Ausfahrt ist, kann Todesfurcht Nück ste aus allem Schaden Zu vertreiben. Denn wo du bist, da deiner Herrlichkeit. Der ist wohl komm ich hin, Daß ich stets bei dir 365 Tod, Gericht und Ewigkeit. dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit Freuden. 7. Ein fröhlich Aufstehn mir verleih, In dem Gericht mein' Für5. So fahr ich hin zu Jesu sprach sei, Und meiner Sünd Christ, Mein' Arm' will ich aus- nicht mehr gedenk, Aus Gnaden strecken. Ich schlafe ein, und mir das Leben schenk. ruhe fein, Kein Mensch kann mich 8. Wie du haft zugesaget mir aufwecken. Denn Jesus Christus, In deinem Wort, das trau ich Gottes Sohn, Der wird die dir: Fürwahr, fürwahr, dem helfe Himmelsthür aufthun, Er führt ich, Wer mein Wort hält und zum ewgen Leben. glaubt an mich. Mel. Nun lasset uns den Leib. Eigene Melodie. err Jesu, wahrer 579. Gott heimgestellt, ch hab Sach Mensch und Gott, Der du littst Marter, Angst und Er mach's mit mir, wie's ihm Spott, Für mich am Kreuze end- gefällt. Soll ich noch länger leben lich stärbst, Und mir dein's Vaters hier, So folg ich dir. Dein Huld erwarbst! 578. Herry Wille, Herr, gescheh an mir! 2. Ich bitt' durchs bittre Leiden 2. Mein' Zeit und Stund ist, dein, Du wollst mir Sünder gnä- wann Gott will, Ich schreib ihm dig sein, Wenn ich nun komm nicht vor Maß noch Ziel. Es in Sterbensnoth, Und ringen sind gezählt all Haare mein, Beid, werde mit dem Tod. groß und klein, Fällt keines ohn 3. Wenn mir vergeht all mein den Willen sein. Gesicht, Und meine Ohren hören 3. Es ist hier nur ein Jamnicht, Wenn meine Zunge nicht merthal, Angst Noth und Trübmehr spricht, und mir vor Angst sal überall. Des Bleibens ist ein' das Herz zerbricht; Eleine Zeit, Mühseligkeit Ist unser 4. Wenn mein Verstand sich Loos und steter Streit. nicht bestnnt, Mir aller Menschen 4. Was ist der Mensch? ein Hülf zerrinnt: So komm, o Herr Erdenklos, Vom Mutterleibe nackt Christ, mir behend Zu Hülf an und bloß, Nichts bringt er mit meinem letzten End. sich auf die Welt, Kein Gut noch 5. Und führ mich aus dem Jam- Geld, Nichts nimmt er mit, wenn merthal, Verkürz mir auch des er hinfällt. Todes Qual, Das, was mich 5. Es hilft kein Neichthum, schrecken kann, vertreib, Mit Geld noch Gut, Nicht Kunst noch deinem Geist stets bei mir bleib. Gunst, noch stolzer Muth. Dem 6. Wenn sich die Seel vom Tod kein Kraut gewachsen ist, Leibe trennt, So nimm ste, Herr, Mein frommer Christ, Denn, was in deine Händ'. Der Leib hab' in da lebet, sterblich ist. der Erde Nuh, Bis kommt der jüngste Tag Herzu. 6. Heut sind wir frisch, gesund und stark, Und morgen liegen wir im 366 Das christliche Leben. im Sarg; Heut blühend, wie die jüngsten Tag, Ohn alle Plag, Rosen roth, Bald krank und todt, Werd auferstehn zum ew'gen Tag. Und überall ist Müh und Noth. 15. Mein frommer und getreuer 7. Man trägt Eins nach dem Gott Bewahrt die Saat auch in Andern hin, Wohl aus den Augen, dem Tod; Da darf nicht, weder aus dem Sinn; Die Welt vergis- groß noch klein, Vom Leibe mein set unser bald, Jung oder alt, Auf ewig ganz verloren sein. Sei unsre Ehr auch mannigfalt. 16. Ich werde Gott von Ange= 8. Ach Herr, lehr uns bedenken sicht Einst schauen, daran zweifl' wohl, Daß jeder von uns sterben ich nicht, In ew'ger Freud und soll, Ja, daß wir hier kein Blei- Seligkeit, Die mir bereit. Ihm ben sehn, Wir müssen gehn, Ge- sei Leb, Preis in Ewigkeit. lehrt und reich, jung, alt und schön. 17. O Jesu Christe, Gottes 9. Das macht die Sünd, o Sohn, Versöhner vor des Nichters treuer Gott, Dadurch kam in die Thron, Schließ mich in deine WunWelt der Tod; Er nimmt ein den ein, Du bist allein Der ein'ge jedes Menschenkind, Wie er es Trost und Helfer mein. find't, Fragt nicht, von welchem Stand wir sind. 18. Amen, mein lieber, treuer Gott, Bescher' uns einen sel'gen 10. Ich hab hier wenig gute Tod. Hilf, daß wir mögen allzuTag', Mein täglich Brod ist gleich In deinem Neich Bald mit Müh und Plag; Wenn mein dir leben ewiglich. Gott will, so fahr ich hin, Ge= troft im Sinn, Denn Sterben Mel. Christ, Alles, was dich. ist nun mein Gewinn. 11. Und ob mich nun die Sünd 580. Herzlich ist mein VerNach einem ansicht, Will ich dennoch verzagen sel'gen End, Weil ich hier bin nicht, Ich weiß, daß mein ge- umfangen Mit Trübsal und Elend. treuer Gott Mir hilft in Noth, Ich habe Lust zu scheiden Von Der seinen Sohn gab in den Tod. dieser bösen Welt zu jenen ewgen 12. Ich weiß, daß mein Herr Freuden, Sobald es Gott gefällt. Jesus Christ Für meine Sünd' 2. Du kamst, von allem Bösen, gestorben ist, Und auferstanden Von Teufel, Tod und Höll' Mich mir zu gut, Der Höllen Glut Sünder zu erlösen, Drauf ich Hat er gelöscht mit seinem Blut. mein' Hoffnung stell. Wie sollte 13. Dem leb und sterb ich im- mir denn grauen, Wenn meine merfort, Uns trennt der Tod nicht Kraft zerrinnt? Auf dich, Herr, hier und dort. Im Tod und Leben will ich bauen, Ich bin dein bin ich sein. Er wird allein Mein selig Kind. ein'ger Trost und Helfer sein. 3. Sei noch so süß das Leben, 14. Das ist mein Trost zu Der Tod auch bitter mir, Ich will aller Zeit, In allem Kreuz und mich doch ergeben, zu sterben Traurigkeit; Ich weiß, daß ich am willig dir. Ich weiß ein bess'res Leben, Tod, Gericht und Ewigkeit. 367 Leben, Zu dem mein Geist geht so betrüben Die Trennung durch hin, Das willst du, Herr, mir den Tod. Beharret im Vertrauen, geben: Der Tod ist mein Gewinn. Es währt nur kurze Zeit, Dann 4. Der Leib wird in der Erde werden wir uns schauen Dort in Verscharret und verzehrt, Doch der Ewigkeit. um erweckt zu werden, Durch 10. Hilf, daß ich mich nun Christum neu verklärt. Dann wende Zu dir, Herr Christ, leucht' ich als die Sonne, Dann allein! Gib mir ein selig Ende, leb' ich ohne Noth In ew'ger Laß bald mich bei dir sein. Führ Freud und Wonne, Was schadet mich in's ewge Leben, Daß du mir der Tod? erworben hast, Du hast, ich darf 5. Ob mich die Welt auch rei- nicht beben, Getilgt der Sünden zet, zu bleiben länger hier, Und Last. mancher immer geizet, Um reich zu 11. Hilf, daß ich ja nicht weiche sein in ihr: Gottlob, daß ich's Von dir, Herr Jesu Christ. Dem nicht achte! Es währt nur kurze Glauben Stärke reiche In mir Zeit; Das Gut, wonach ich trachte, zu aller Frist. Hilf ritterlich mir Das bleibt in Ewigkeit. ringen, Nimm, Heiland, mich 6. Und wenn auch gleich das in Acht, Daß ich mag fröhlich Scheiden Von Freunden wehe thut, singen: Gottlob, es ist vollbracht! Daß sie und ich viel leiden: Gott gibt uns Trost und Muth. Dort d Eigene Melodie. in des Himmels Freuden, Die uns 581. Feele, Und vergiß erwarb sein Sohn, Wird uns reu dich sehr, o meine kein Tod mehr scheiden, Vereint der Noth und Qual! Christus, vor seinem Thron. dem ich mich befehle, Ruft mich 7. Muß ich auch hinterlassen aus dem Jammerthal. Aus der Die Kindlein, hülflos, klein: Gott Trübsal dieser Zeit Führt er mich wird sie nicht verlassen, Ihr Trost zur Herrlichkeit, Die kein Ohr je und Helfer sein. Drum will ich hat gehöret, Und die ewig, ewig gerne sterben Und trauen meinem währet. Gott, Er läßt sie nicht verderben, Er hilft aus aller Noth. 2. Tag und Nacht hab ich gebeten Zu dem Retter, meinem Herrn, 8. Warum wollt ihr verzagen, Ach, ich war in manchen Nöthen, Wenn ihr so früh verwaist? Gott Und der Trost war mir oft fern. kann euch nichts versagen, Der Wie ein müder Wandrer lagt, junge Raben speist. Die Witt- Und nach seinem Ziele fragt, So wen und die Waisen Schüßt er muß ich mich oft in Thränen Nach mit Vatertreu, Er wird sie gnä- dem Lebensziele sehnen. dig speisen, Das glaubt ohn alle Scheu. 3. Denn wie unter Dornen blühen Nosen, schön wie Morgen= 9. Ihr alle, meine Lieben, Euch roth, Also gehn durch Angst und segne, segne Gott! Laßt euch nicht Mühen Christen hin in Noth und Tod. 368 Das christliche Leben. Tod. Wie die Meereswellen sind, und Himmelspfort. Du wirst selig Und der ungestüme Wind: So mich regieren, Und die Bahn zum muß oft im Christenleben Sich Himmel führen. der Leiden Sturm erheben. 9. Laß einst auf Elias Wagen 4. Welt und Teufel, Tod und Deine Engel bei mir sein, Und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut wie Lazarum mich tragen In den Sind so vieler Leiden Quelle, Rau- schönen Himmel ein, Wo die ben oft den frohen Muth; Trüb- Seel in deinem Schooß Ruht sal folgt der Freude nach, Und erquickt und leidenlos, Bis der sein Kreuz hat jeder Tag; Ach, den Leib kommt aus der Erde, Und heitern Lebensmorgen Trüben oft mit ihr vereinigt werde. die bangen Sorgen. 10. Freu dich sehr, o meine 5. Wenn die Morgenröthe schim- Seele, Und vergiß der Noth und mert, Und der Schlaf sich von Qual. Christus, dem ich dich beuns wend't, Gibt's so viel, das fehle, Ruft dich aus dem Jammeruns bekümmert, Müh und Klag thal. Seine Freud und Herrlichan allem End; Und wir essen keit Sollst du sehn in Ewigkeit, unser Brod Oft mit Thränen, Mit den Engeln ihm zu singen, Sorg und Noth, Hört die Sonne Ihm auf ewig Preis zu bringen. auf zu scheinen, So währt doch noch unser Weinen. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 6. Leuchte mir mit deiner 582. Du, o schönes WeltGnade, Jesu, heller Morgenstern, Daß ich deine Kreuzespfade Als gefallen, wem du willt! Deine, dein Jünger gehe gern. Hilf, daß ach, so kurze Freude Ist mit ich mit Fried und Freud Fahr in lauter Angst umhüllt. Denen, deine Herrlichkeit. Steh mir bei die den Himmel hassen, Will ich mit deinem Worte Bis an meines ihre Weltlust lassen; Mich verGrabes Pforte. langt nach dir allein, Jesu, nur 7. Gläubig will ich zu dir flie- bei dir zu sein. Hen Auf dem bittern Tedesgang, 2. Müde, die der Arbeit Menge Gern zu dir, zur Heimath, ziehen, und der heiße Strahl beschwert, Mit der Liebe reinem Dank. Herr, Wünschen, daß des Tages Länge der einst das Paradies Jenem Werde durch die Nacht verzehrt, Gläubigen verhieß, Dahin wollst Daß sie nach so vielen Lasten Möchdu mich auch führen, Und mit ten sanft und süße rasten; Ich ewger Klarheit zieren. wünsch jetzt bei dir zu sein, Dei8. Ob mir schon die Augen ner Liebe mich zu freun. brechen, Und vergeht mir das 3. Andre mögen durch die WelGehör, Kann die Zung auch len Und durch Wind und Klippen nicht mehr sprechen, Und besinn gehn, Ihren Handel zu bestellen, ich mich nicht mehr: Bist du doch Und da Sturm und Noth ausmein Licht und Hort, Leben, Weg stehn; Ich will auf des Glaubens Tod, Gericht und Ewigkeit. 369 bens Schwingen Zu den Sternen- gleich, die schnell verblüht; Drum höhen dringen, Ewig da bei dir mache täglich mich bereit zum zu sein, Nimm mich in den Him- Hingang in die Ewigkeit. mel ein. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, 4. Tausend Brüder, ganze wie ich sterbe, Wie mich des To= Heere Von Bekannten schlafen des Hand berührt. Dem Einen schon, Und ich schiffe noch im wird das Scheiden herbe, Sanft Meere, Wo verborgne Klippen wird der Andre heingeführt. Doch drohn, Wo bei schnellen Wirbel- wie du willst! nur das verleih, winden Kein gewisser Weg zu fin- Daß ich getroft im Scheiden set. den. Mich verlangt nach sicher 4. Mein Gott, ich weiß nicht, Ruh, Drum eil' ich dem Hafen zu. wo ich sterbe, Und welcher Hügel 5. Komm, o Tod, du Schla- einst mich deckt; G'nug, wenn ich fesbruder, Wenn es Gott will, dieses nur ererbe, Daß ich zum nimm mich fort, Löse meines Leben werd' erweckt. Wo dann Schiffleins Ruder, Bringe mich mein Grab auch möge sein, Die zum sichern Port. Es mag, wer Erd ist allenthalben dein. da will, dich scheuen, Du kannst 5. Nun, treuer Vater, wenn mich vielmehr erfreuen. Jesu, ich sterbe, So nimm du meinen durch den Tod allein Kann ich Geift zu dir. Ich weiß, daß ich ewig bei dir sein. dann nicht verderbe, Lebt Chriftus 6. Soll ich dort die grünen und sein Geist in mir. Darum Auen Und den goldnen Himmels- erwart ich glaubensvoll, Wo, wie saal Noch nicht, wie ich wünsche, und wann ich sterben soll. schauen, Soll ich wandern noch im Thal: O dann sei mein ganzes Leben Dir, o Jesu, treu er= Mel. Alle Menschen müssen. geben! Das sei meine Serg al- 584. Wenn ich vor's Gericht soll treten, Wo lein: Ewig einst bei dir zu sein. man nicht entfliehen kann, Ach, Mel. Wer nur den lieben Gott. so wollest du mich retten, Und dich meiner nehmen an. Du al583. Mein Gott, ich weiß lein, du kannst es wehren, Daß wohl, daß ich ich nicht den Fluch darf hören: sterbe, Ich weiß, wie bald der Ihr, zu meiner linken Hand, Mensch vergeht, Und finde hier Seid von mir noch nie erkannt. kein sichres Erbe, Rein Gut, das 2. Herr, ich glaube, hilf mir ewiglich besteht; Drum zeige mir Schwachen, Laß mich ja verzagen in Gnaden an, Wie ich recht se- nicht. Du, du kannst mich stärker lig sterben kann. machen, Wenn mich Sünd und 2. Mein Gott, ich weiß nicht, Tod ansicht. Deiner Güte will wann ich sterbe, Ob es nicht ich trauen, Bis ich fröhlich werde heute noch geschieht, Daß mich des schauen Dich, Herr Jesu, nach dem Todes Hauch entfärbe, Der Blume Streit In der frohen Ewigkeit. Aa Eigene 370 Das christliche Leben. Eigene Melodie. Sündenluft Den Himmel mir entrissen! Gott rief so oft, du hör585.Ewigkeit, du Donner- test nicht; Nun trifft dich sein wort, Du Schwerdt, gerecht Gericht. das unser Herz durchbohrt, Du 6. Nun ewig, ewig, ewig fern Anfang sonder Ende! Ewig- Von deinem Heil, von deinem keit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß Herrn, Den du so frech verachvor Angst und Traurigkeit Nicht, tet! Wie strahlte dir sein Angewo ich mich hinwende. Mein sicht Im Dornenkranz, im Himganzes Herz erschrickt und bebt, melslicht! Doch war dein Herz Wenn mir dein Bild vor Augen umnachtet. Du stießest selbst dein schwebt. ewig Glück, Des Heilands Net2. Wo ist doch eine Noth der terhand zurück. Welt, Die mit der Zeit nicht 7. Nur Sünden kannst du um endlich fällt, Und aufhört uns dich sehn, Kein Unheil machst du zu quälen? Doch ewig, ewig, ungeschehn, Daß du einst ange= ewig Leid Erwartet nach der richtet. Wie starrt des MenschenPrüfungszeit Die gottverworfnen glückes Saat Dich an, durch deine Seelen. Nie stirbt der Wurm, Frevelthat Zerschmettert und verwie Jesus spricht, Erlöschen wird nichtet! Und Giftsaat hast du ihr Feuer nicht. ausgestreut, Die ewig wuchernd 3. Ewigkeit, du machst uns sich erneut. bang, O ewig, ewig ist zu lang! 8. Sieh da, des Elends JamErzittert, sichre Herzen, Erzittert merbild! Es war der Herr, der vor der ewgen Nacht! Da leuchtet nun vergilt, Der zu dir kam im keiner Sonne Pracht, Kein Schein Armen; Wie leicht war dir's, der Himmelskerzen; Nichts, nichts ihn zu erfreun, Ihm Troft und als tiefe Finsterniß Und des Ge- Schild und Stab zu sein! Du wissens Schlangenbiß. hattest kein Erbarmen. Ach, hät4. Nach Kühlung lechzt um- test du dir Heil gesät! Doch alle sonst das Herz, Starr blickt das Neu ist nun zu spät! Auge himmelwärts Nach jenen 9. Noch ist es Zeit. Wach ew'gen Freuden; Sieht neiderfüllt auf, wach auf, Steh still in deidie Selgen dort, Und dunkler nem Sündenlauf! Sieh hin, o wird der Schreckensort Und gräß- sieh mit Beben: Dem tiefsten licher sein Leiden. Wie Bliz Abgrund eilest du Wie mit verschlägts in die Seel hinein: Auch schlossnen Augen zu. Steh auf du, du könntest selig sein. zum neuen Leben! Sieh, ewiges 5. Und wieder Nacht, und Verderben droht! Steh auf, steh wieder Blitz Herab vom ewgen auf vom Seelented! Richtersiz Ins bebende Gewissen! 10. Noch ist es Zeit. Auf, Es ruft, sich schwerer Schuld be- heute noch Wirf ab der Sünde wußt: Weh, weh, daß schnöde schmählich Joch, Und folge deinem Retter, Tod, Gericht und Ewigkeit. 371 Retter, Der heute dir so freund- überwogen weit Von jenes Lelich ruft! Ach, morgen droht bens Herrlichkeit! vielleicht die Gruft, Flammt des 4. Im Himmel lebt die ChriGerichtes Wetter. Entreißet euch stenschaar Bei Gott viel tausend, doch schnell, entreißt Der Sünd tausend Jahr, Wird nimmer deseuch, weil's noch heute heißt. sen müde; Umringt vom schönen 11. Ewigkeit, du Donner- Engelchor, Schwingt sie sich froh wort, Du Schwerdt, das durch die zu Gott empor, Und ewig währt Seele bohrt! Du Anfang sonder ihr Friede; Denn Christus gibt, Ende! Ewigkeit, Zeit ohne wie er verheißt, Das Manna, das Zeit! Ich weiß vor Angst und die Engel speist. Traurigkeit Nicht, wo ich mich 5. Ach, wie verlangt mich oft hinwende. Herr Jesu, wenn es von hier, Mein mattes Herz sehnt dir gefällt, Nimm mich zu dir sich nach dir, Du überselig Leben! ins Himmelszelt. Wann reichst du, Vater, mir die Hand, Wann wirst du mich ins Heimathland, Mich Pilger, einst erheben? Der Welt will ich ver= Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort. 586. du Ewigkeit, bu Freu- gessen ganz, Mich sehnen nach denwort, Daß mich des Himmels Glanz. erquicket fort und fort, Du An- 6. Ewigkeit, du Freudenfang sonder Ende! O Ewigkeit, wort, Das mich erquicket fort Freud ohne Leid! Ich weiß vor und fort, O Anfang ohne Ende! Herzensfröhlichkeit Nun nichts Ewigkeit, Freud ohne Leid! mehr vom Elende, Das sonst Ich weiß von keiner Traurigkeit, mich hier im Leben plagt, Weil Wenn ich mich zu dir wende. mir ein ewger Morgen tagt. Herr Jesu, mache du mich frei, 2. So herrlich ist nichts in Damit ich ewig bei dir sei. der Welt, Das endlich mit der Zeit nicht fällt Und gänzlich muß Eigene Melodie. vergehen. Erhaben über alle Zeit 587. wie felig ſeid thr nur Ewigkeit, doch, stehen. Die ihr durch den Tod zu Gott ew'gem gekommen! Ihr seid entgangen veraltet Aller Noth, die uns noch hält gefangen. Die wechsellos bleibt Sie strömt von Gottes Licht, Sie bleibet und nicht. 3. Was ist doch aller Christen 2. Muß man hier doch wie im Qual, Die Bein der Märt'rer Kerker leben, Wo nur Furcht und allzumal, So vieles Kreuz und Schrecken uns umschweben; Was Leiden? Was ist's, wenn man's wir hier kennen, Ist meist Müh zusammen trägt, Und alles auf und Herzeleid zu nennen. die Wage legt, Wohl gegen 3. Ihr hingegen ruht in eurer Himmelsfreuden? Wie wird es Kammer Sicher und befreit von Aa* allem 372 Das christliche Leben. allem Jammer, Kein Kreuz noch dem Himmel allezeit Friede, Freud Leiden Ist euch hinderlich an euren und Seligkeit. Freuden. 4. Unaussprechlich herrlich sin4. Christus hat getrocknet eure get Gottes auserwählte Schaar, Thränen, Ihr bestzet, wonach wir Und das Heilig, Heilig! klinget uns sehnen, Ihr hört und sehet, In dem Himmel immerdar. Welt, Was hier keines Menschen Geist bei dir ist Spott und Hohn Und verstehet. des Jammers bittrer Ton, Aber 5. Ach, wer wollte denn nicht dort ist allezeit Friede, Freud gerne sterben, Gern den Himmel und Seligkeit. für die Welt ererben? Wer hier 5. Unserm Lachen folgt bald noch weilen Und nicht freudig Weinen, Denn die Freude bleibet zur Vollendung eilen? nicht. Will uns auch die Sonne 6. Komm, o Chrifte, komm scheinen, So hemmt doch die uns auszuspannen, Löf uns auf, Nacht das Licht. Welt, in dir und führ uns bald von dannen, ist Angst und Noth, Sorgen und Bei dir, o Sonne, Ist der From- zuletzt der Tod, In dem Himmel men Herrlichkeit und Wonne. allezeit Friede, Freud und Seligkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 6. Heil mir! denn es wird 588. Welt hinweg! ich bin geschehen, Daß auch ich in kurdein müde, Ich zer Zeit Meinen Heiland werde will nach dem Himmel zu, Da sehen In der großen Herrlichkeit. wird sein der rechte Friede Und Heil mir, denn bei uns ist Noth, des Herzens wahre Nuh. Welt, Müh und Furcht, zuletzt der Tod, bei dir ist Krieg und Streit, Aber dort ist allezeit Friede, Freud Nichts denn lauter Eitelkeit; In und Seligkeit. dem Himmel allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. Heil dem, der dorthin ge= langet, Wo der schöne große 2. Wenn ich werde dahin Chor In des Himmels Kronen kommen, Werd ich aller Krank- pranget, Und die Stimme schwingt heit los, Und, der Traurigkeit empor! Denn die Welt hat entnommen, Ruhen sanft in Got- Krieg und Streit, All ihr Thun tes Schooß. In der Welt ist ist Eitelkeit, In dem Himmel Angst und Noth, Endlich gar der allezeit Friede, Freud und Sebittre Tod, Aber dort ist allezeit ligkeit. Friede, Freud und Seligkeit. 8. Zeit, wann wirst du doch 3. Was ist dieser Erde Freude? anbrechen, Stunden, o wann schlaNebel, Dampf und Herzeleid. get thr, Daß ich nun mit dem Hier auf dieser öden Haide Ist kann sprechen, Der mich liebte viel Unkraut ausgestreut. Welt, für und für? Welt, in dir ist bei dir ist Krieg und Streit, Sturm und Streit, Trübsal, Noth Nichts denn lauter Eitelkeit, In und Traurigkeit, Aber dort ist allezeit Tod, Gericht und Ewigkeit. 373 allezeit Friede, Freud und Se- vollkommnen Seligkeiten Wird uns ligkeit. dort der Mittler leiten, Der am 9. So will ich mich fertig Kreuze für uns starb Und uns machen, Daß mein Thun vor dir dieses Heil erwarb. besteh, Daß, mag auch der Welt- 5. Da wird deiner Frommen bau krachen, Ich zu dir, Herr Menge Ein Herz, Eine Seele Jesu, geh. Welt, in dir ist sein, Liebe, Dank und Lobge= Angstgeschrei, Sünde, Falschheit, sänge Dir, erhabner Gott, zu Heuchelei, In dem Himmel al- weihn, Dir und dem, der selbst lezeit Friede, Freud und Se- sein Leben Willig für uns hinligkeit. gegeben. Mit ihm, unserm besten Freund, Sind wir ewig dann Mel. Alle Menschen müssen sterben. vereint. 589. wie unaussprechlich D 6. O wer sollte sich nicht sehselig Werden wir nen, Aufgelöst und da zu sein, im Himmel sein! Da, da erndten Wo, nach außgeweinten Thräwir unzählig Unsers Glaubens nen, Ew'ge Güter uns erfreun? Früchte ein. Da wird frei von Wo die Kämpfer stehn mit PalLeid und Zähren Unser Leben men, Man statt Klagelieder Psal= ewig währen. Gott, zu welcher men, Und statt Seufzer Jubel Seligkeit Führst du uns durch hört, Die fortan kein Kummer diese Zeit! stört. 2. Hier ist zwar, was du den 7. Was ist unser Loos auf Erden, Frommen Dort für Heil bereitet Ob's auch noch so köstlich sei? Ist's haft, Noch in Keines Herz ge- doch nimmer von Beschwerden, fommen; Welcher Mensch auf Sorg und Kummer völlig frei. Erden fast Deines Himmels große Schnell folgt hier auf Lust oft Freuden? Doch nach dieses Le- Weinen, Dort erst wird die Zeit bens Leiden Werden Alle, die dir erscheinen, Wo kein Wechsel mehr traun, Mehr noch, als sie hoffen, uns beugt, Wo das Glück bestänschaun. dig steigt. 3. Neue Wunder deiner Güte 8. Sei, o Seele, hocherfreuet Werden dort ihr Glück erhöhn, Ueber das erhabne Glück, Das Und mit staunendem Gemüthe dir einst dein Gott verleihet; Wird es unser Auge sehn, Deine Nichte deinen Glaubensblick Oft Huld sei überschwenglich, Und das nach jener Stadt der Frommen, Gute unvergänglich, Welches dem, Ringe standhaft, hinzukommen, der recht dich liebt, Deine Vater- Trachte, weil du hier noch bist, hand dort gibt. Nur nach dem, was droben ist. 4. Dann wirst du dich unsern 9. Ohne Heiligung wird keiSeelen Offenbaren, wie du bist; ner, Herr, in deinen Himmel Keine Wonne wird uns fehlen gehn; Mache denn mein Herz Da, wo Alles Wonne ist. Zu stets reiner, Frömmer mich, dich einst 374 Das christliche Leben. einst zu sehn. Hilf du selber aussprechlich großen Werth. Den meiner Seele, Daß sie nicht den Gott der Liebe werd ich sehn, Ihn Weg verfehle, Der mich sicher lieben, ewig ihn erhöhn. dahin bringt, Wo dein ewges Lob erklingt. 6. Da wird der Vorsicht heilger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein, Und lieblich Mel. Wer nur den lieben Gott. Wesen, Heil die Fülle Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt 590. Nach einer Prüfung Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. kurzer Tage Erwartet uns die Ewigkeit. Dort, 7. Da werd ich das im Licht dort verwandelt sich die Klage In erkennen, Was ich auf Erden göttliche Zufriedenheit. Hier übt dunkel sah, Das wunderbar und die Tugend ihren Fleiß, Und jene heilig nennen, Was unerforschlich Welt reicht ihr den Preis. hier geschah, Da denkt mein Geift 2. Wahr ist's, der Fromme mit Preis und Dank Die Schickung schmeckt auf Erden Schon man- im Zusammenhang. chen selgen Augenblick, Doch alle 8. Da werd ich zu dem Throne Freuden, die ihm werden, Sind dringen, Wo Gott, mein Heil, ihm ein unvollkommnes Glück; sich offenbart, Ein Heilig, heilig, Er bleibt ein Mensch, und seine heilig! singen Dem Lamme, das Ruh Nimmt in der Seele ab erwürget ward, Und Cherubim und zu. und Seraphim Und alle Engel 3. Bald stören ihn des Kör- fauchzen ihm. pers Schmerzen, Bald das Ge- Schaaren Mich ihnen gleich und 9. Da werd ich in der Engel räusche dieser Welt, Bald kämpft in seinem eignen Herzen Gin heilig sehn, Daß nie gestörte Glück Feind, der oft den Sieg erhält, stets umzugehn; Da wird in jedem erfahren, Mit Frommen fromm Bald sinkt er durch des Nächsten Schuld In Kummer und in Un- Augenblick Ihr Heil mein Heil, geduld. mein Glück ihr Glück. 10. Da werd ich dem den Dank 4. Hier, wo die Tugend öfters bezahlen, Der Gottes Weg mich leidet, Das Lafter öfters glücklich gehen hieß, Und ihn zu Millioist, Wo man den Glücklichen be- nenmalen Noch segnen, daß er mir neidet, Und des Bekümmerten ver- ihn wies. Da sind ich in des gißt, Hier kann der Mensch nicht Höchsten Hand Den Freund, den frei von Pein, Nicht frei von eig- ich auf Erden fand. ner Schwachheit sein. 11. Da ruft, o möchte Gott 5. Hier such ich's nur, dort es geben! Vielleicht auch mir ein werd ich's finden, Dort werd ich, Selger zu: Heil set dir, denn du heilig und verklärt, Der Tugend haft mein Leben, Die Seele mir ganzen Werth empfinden, Den un- gerettet, du! Gott, wie muß das Tod, Gericht und Ewigkeit. 375 das Glück erfreun, Der Retter| Nun ich den Kampf vollendet einer Seele sein! In jenem Thränenland. 12. Was sind die Leiden dieser 5. Propheten groß, Apostel Erden Doch gegen jene Herrlichkeit, hehr und hoch, Blutzeugen ohne Die offenbart an uns soll wer- Zahl, Und wer dort trug Des den Von Ewigkeit zu Ewigkeit! schweren Kreuzes Joch Und der Wie nichts, wie gar nichts gegen Tyrannen Qual: Ich seh sie ruhmsie Ist doch ein Augenblick voll voll schweben In selger Freiheit Müh! Glanz, Das edle Haupt umgeben Von lichtem Sternenglanz. Eigene Melodie. 591.3 Geist, 6. Und lang ich an Im schöerusalem, Du hoch- nen Paradies, Im Heiligthum des gebaute Stadt, Wollt Herrn, Dann schaut mei Gott, ich wär in dir! Mein Was er einst glaubend pries, hoffend Herz, Daß deinen Vor- Was er gesehn von fern. O welche schmack hat, Wie sehnt es sich Jubelklänge Hört mein entzücktes von hier! Weit über Berg und Ohr! Welch hohe Lobgesänge Von Thale, Weit über Flur und aller Selgen Chor! Feld Fleugt's auf zum Him- 7. Da tönen dann Der Engel melssaale, Vergißt die nicht ge Harfen laut Um ihren Schöpfer Welt. her. Ihr Lied erklingt Dem Gott, 2. O schöner Tag, O selger der Welten baut, Wer ist so groß, Augenblick, Wann bricht dein wie er? Und Heilig, heilig, heiGlanz hervor, Da frei und leicht lig! Schallt alle Himmel durch. Bu reinem Himmelsglück Sich Auf, Seele, fliege eilig Hinauf schwingt die Seel empor? Da zu Gottes Burg. ich sie übergebe In Gottes treue 8. Du bist mein Ziel, Erhabne Hand, Auf daß sie ewig lebe In Gottesstadt, Wie schlägt mein jenem Vaterland. Herz in mir! Des Irdischen Und 3. O Himmelsburg, Gegrüßet seiner Freuden satt, Schwing ich seist du mir! Thu auf die Gna- mich auf zu dir, Weg über Erd denpfort. Wie lange schon hat und Sterne, Reicht, Engel, mir mich verlangt nach dir! Ich eile die Hand, Ich seh es in der freudig fort, Fort aus dem bösen Ferne, Mein hohes Vaterland. Leben, Aus jener Nichtigkeit, Der ich war hingegeben In meiner Mel. Wie schön leucht't uns der. Prüfungszeit. 592. Mein ganzer Geist, 4. Was für ein Volk, Welch Gott, wird ent= eine edle Schaar Kommt dort ge- zückt, Wenn er zu jenem Himzogen schon! Was in der Welt mel blickt, Den du für uns be= Von Auserwählten war, Bringt reitet, Wo deine milde Baterhand mir die Ehrenkron. Sie wird mir Aus neuen Wundern wird erkannt, zugesendet Aus meines Jesu Hand, Die du daselbst verbreitet. Mächtig 376 Das christliche Leben. tig Fühl ich mich erhoben, dich 6. Gott, welche Schaar ist dort zu loben, der zum Leben Droben vereint! Die Frommen, die ich dort mich will erheben. hier beweint, Die find' ich droben 2. Was sind die Freuden dieser wieder. Dort sammelt deine VaterZeit, Herr, gegen jene Herrlich- hand, Die deine Liebe hier ver= keit, Die dort bei dir zu finden? band, Herr, alle deine Glieder. Du stellst uns hier auf Erden Ewig Werd ich Frei von Mänzwar Viel Wunder deiner Güte geln selbst mit Engeln Freunddar Zu fröhlichem Empfinden; schaft pflegen, O, ein Umgang Doch hier Sind wir Bei den voller Segen! Freuden noch mit Leiden stets 7. Wo ist mein Freund, des umgeben, Dort nur ist vollkomm- Höchsten Sohn, Der für mich nes Leben. starb? wo glänzt der Thron In 3. Kein Tod ist da mehr und jenen Himmelshöhen? Dich werd kein Grab, Dort trocknest du die ich da, Herr Jesu Christ, Der du Thränen ab Von deiner Kinder der Deinen Wonne bist, Einst Wangen; Da ist kein Leid mehr, mit Entzücken sehen. Da wird, kein Geschrei, Denn du, o Herr, Mein Hirt, Nichts mich scheiden machst Alles neu, Das Alte ist von den Freuden, die du droben vergangen. Hinfort Sind dort Deinen Freunden aufgehoben. Für gerechte Gottesknechte keine 8. Wie herrlich ist die neue Plagen Mehr zur Prüfung zu er- Welt, Die Gott den Frommen tragen. vorbehält! Kein Mensch kann sie 4. In deinem höhern Heilig- erwerben. O Jesu, Herr der thum Erschallet deines Namens Herrlichkeit, Du hast die Stätt Ruhm Von lauter frohen Zungen. auch mir bereit't, Hilf sie mir Hier strahlt die Herrlichkeit des auch ererben. Laß mich Eifrig Herrn, Hier schaut man sie nicht Darnach streben, also leben auf mehr von fern, Hier wird sie ganz der Erde, Daß ich dort dein besungen. Völlig Gibt sich Den Erbe werde. Erlösten, ste zu trösten, der zu kennen, Den schon hier ste Vater Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. nennen. 5. Vor seinem Antlik wandeln 593. Es ist noch eine Ruh vorhanden! Auf, ste, Auf ewig frei von Sorg und müdes Herz, und werde Licht! Du Müh, Und schmecken seine Güte. seufzeft hier in schweren Banden, Nichts stört den Frieden ihrer Und deine Sonne scheinet nicht. Brust Und ihre tausendfache Lust Sieh auf das Lamm, das dich Im innersten Gemüthe. Kein mit Freuden Dort wird auf Neid, Kein Streit Hemmt die seinen Auen weiden, Wirf hin Triebe reiner Liebe in den See- die Last und eil hinzu. Bald len, Die hinfort nun nicht mehr ist der heiße Kampf geendet, fehlen. Bald ist der schwere Lauf vollendet, Tod, Gericht und Ewigkeit. 377 endet, Und du gehst ein zur reichen, Und Jesum, den Erlöser, ewgen Nuh. sehn. Da wird er trocknen unsre 2. Gott selber hat sie uns er- Thränen Und stillen seiner Freunde koren, Die Ruhe, die kein Ende Sehnen, Und mit uns ein zur nimmt, Eh noch ein Mensch zur Freude gehn. Welt geboren, Hat uns die Liebe 6. Kein Durst noch Hunger sie bestimmt. Der Heiland wollte wird uns schwächen, Denn die darum sterben, Uns diese Ruhe zu Erquickungszeit ist da. Die Sonne erwerben. Er ruft, er lockt uns wird uns nicht mehr stechen, Gott allzumal: Kommt her zu mir, ihr ist uns, seinem Volke, nah; Er müden Seelen, Bei mir soll euch will selbst bei den Seinen wohdie Ruh nicht fehlen, Ich mach nen, Und ihre Treue wohl beloheuch frei von aller Qual. nen Mit Licht und Trost, mit 3. So kommet denn, ihr mü- Ehr und Preis. Da werden ihre den Seelen, Die manche schwere Palmen grünen, Der große SabBürde drückt. Eilt, eilt aus eu- bath ist erschienen, Da man von ren Kummerhöhlen, Der Freund keiner Arbeit weiß. ist da, der euch erquickt. Ihr 7. Da ruhen wir und sind in habt des Tages Last getragen, Frieden, Von Arbeit, Müh und Dafür läßt euch der Mittler sagen: Sorgen los. Ach, fasset dieses Ich selbst will eure Ruhe sein. Wort, ihr Müden: Kurz ist die Ihr, die ihr seid des Kampfes Müh, der Lohn ist groß. Drum müde, Mit euch ist Gott, mit schwingt euch auf, wir müssen euch sein Friede! Kommt, geht eilen, Wir dürfen hier nicht länzur Ruhe Gottes ein! ger weilen, Dort wartet schon der 4. Wie fühlt der Kranke sich Selgen Schaar. Wohl auf, mein erquicket, Wenn ihm sein Lager Geist, zum ewgen Lohne Erkämpfe Ruhe schenkt! Der müde Wandrer deine Siegeskrone; Auf, auf, es wird entzücket, Wenn ihn die kommt das Nuhejahr! frische Quelle tränkt. Doch, was sie beide hier gefunden, Es sind Mel. Nun preiset Alle. nur flüchtge Ruheſtunden, Sie 594. Ich hab von ferne, 3% Zeit. Die wahre Herr, deinen Ruh wohnt nur dort oben, Dort erblickt, und hätte gerne Mein ist sie Allen aufgehoben, und blei- Herz voraus geschickt, und hätte bet uns in Ewigkeit. gern mein müdes Leben, O Gott 5. Dort wird man Freuden- der Geister, Dir hingegeben. garben bringen, Denn unsre Thrä- 2. Das war so prächtig, Was nensaat ist aus. O welch ein Jubel ich im Geist gesehn, Du bist allwird erklingen! Das Kind kehrt mächtig, Drum ist dein Licht so in des Vaters Haus. Schmerz, schön. Könnt ich an diesen hellen Leid und Tod muß von uns wei- Thronen Doch schon von heut an chen, Wir werden unser Ziel er- Auf ewig wohnen! 3. Nur 378 Das christliche Leben. 3. Nur ich bin sündig, Der du mußt sterben! Verzage nicht, Erde noch geneigt, Das hat mir betrübter Geist! Der deinen Leib bündig Dein heilger Geist gezeigt. zu Moder reißt, Der Tod kann Ich bin noch nicht genug gerei- dich ja nicht verderben. Wenn nigt, Noch nicht ganz innig Mit Jesu Nuf einst Gräber bricht, dir vereinigt. Bleibt auch dein Leib im Staube 4. Doch bin ich fröhlich, Daß nicht. mich kein Bann erschreckt; Ich 4. Doch, welch ein Schrecken bin schon selig, Seitdem ich das ficht mich an, Daß ich nicht ohne entdeckt. Ich will mich noch im Schauder kann An Tod, an Leiden üben, und dich zeitlebens Grab und Zukunft denken? D Inbrünstig lieben. Schrecken, der die Seele faßt, 5. Ich bin zufrieden, Daß ich Wenn der gehäuften Sünden Last die Stadt gesehn, Und ohn Er- Mich will zum finstern Abgrund müden Will ich ihr näher gehn, senken, Wenn des Gewissens streng Und ihre hellen, goldnen Gassen Gericht Mir mein verdientes UrNie aus den Augen Mir schwin- theil spricht. den lassen. 5. Heil mir, in meines Jesu Blut Wird meiner Thränen bittre Mel. O Gott, der du ein Heerfürst. Fluth Dich, Vater, zum Verzeihn 595. Mie ie eilend fleucht bewegen! Ich weiß, o Gott, dein des Lebens Zeit Herze bricht, Du willst den Tod Und rafft uns aus der Sterblich- des Sünders nicht, Drum eil ich feit 3u tünftgen Qualen oder dir zerknirscht entgegen. Ich las Freuden! Kein Geist ist, der so dich nicht, ich halte dich, Gott, schnell gedenkt, Als sich die schnelle mein Erbarmer, segne mich. Zeit versenkt, Ins Meer der Ewig- 6. Du Freund, den meine Seele keit zu scheiden. Es eilt ein jeder liebt, Den meines Herzens Neth Augenblick, Er eilt und kehret nie betrübt, Ich komm zu dir, ad, zurück. laß dich finden. 3 seze mein 2. Mein Gott, dir ist allein Vertraun auf dich, Mein Jeju, bekannt, Wie, wann und wo du starbst auch, für mich, Du tileinst deine Hand Mir winkt, dies gest ja auch meine Sünden. Sch Leben hier zu enden. Ach, laß bleib an dir, mein Glaub ist groß, denn aus Barmherzigkeit Mich Dein Blut spricht mich von Sünmeine kurze Lebenszeit In schnö- den los. der Weltlust nicht verschwenden. 7. So sterb ich mit getroftem Erfülle mich mit Sterbenskraft, Muth, Ich seh ihn, seh sein Eh mich der Tod von hinnen Sühnungsblut, Ich sehe seinen raffte Himmel offen. Mein Jesus läßt 3. Mich weck und rühre fort von seinem Thron Mich den erund fort Das traurige, doch selge worbnen Gnadenlohn, Der SeligWort: Bestell dein Haus, denn keiten Fülle hoffen. Fleuch hin, des Tod, Gericht und Ewigkeit. des Lebens kurze Zeit! Ich freue mich der Ewigkeit. 379 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht. 597. Endlich, endlich muß Eigene Melodie. es doch mit der Noth ein Ende nehmen, Endlich 596.3ulegt gehts wohl dem, bricht das harte Joch, Endlich der gerecht auf Erden, schwindet Angst und Grämen. Auch Durch Christi Blut ein Erbe der schwerste Sorgenstein Wird Gottes war. Es kommt zuleht dann ganz gehoben sein. das angenehme Jahr, Der Tag 2. Endlich bricht man Rosen des Heils, an dem wir fröhlich ab, Endlich kommt man durch die werden. Wüsten, Endlich muß der Wan2. Zulegt gibt Gott, wonach derstab Sich zur letzten Reise rüwir uns gesehnet, Wenn Glaub sten, Endlich bringt die Thränenund Lieb im Kreuz bewähret ist, saat, Was die Freudenerndte hat. Und man Geduld an unsern 3. Endlich steht man Canaan Stirnen liest, Wenn wir genug Nach Egyptens Diensthaus liegen. sind von der Welt verhöhnet. Endlich trifft man Tabor an, 3. Zulegt reicht man den Sie- Wenn der Delberg überstiegen. gern ihre Kronen, Und führet sie Endlich geht ein Jacob ein, Wo vom Feld ins Vaterland, Wo kein Esau mehr wird sein. schon bereit der selge Ruhestand, 4. Endlich! o du schönes Wort! Dadurch der Fürst den Kampf Du kannst alles Kreuz versüßen, pflegt zu belohnen. Wenn der Felsen ist durchbohrt, 4. Bulegt macht Gott das Läßt er endlich Balsam fließen. Wasser selbst zu Weine, Der al- O mein Herz, drum merke dies: len Gästen Herz und Sinn er- Endlich, endlich kommt gewiß. freut, Im Glauben stärkt bie neuen Hochzeitsleut'; Da siebt Mel. Kommt ber zu mir, spricht. man nun, wie gut er's mit uns 598. No wallen wir im meine. Thränenthal, Ge5. Zuletzt nimmt Gott nach drückt von Kummer, Müh und langem Rampf die Seinen Ins Qual, Doch nur noch wenig Tage, Paradies, ins Lebens liebe Reich, Dann ruft uns Gott aus dieser Und machet sie den Engeln Got- Zeit Hinüber in die Ewigkeit, tes gleich; Zuvor läßt er sie manche Und endet jede Plage. Thräne weinen. 2. Den Leib legt man in's 6. Zulegt! merk's wohl, und stille Grab, Zum Staube sinkt halte nur fein stille, Oliebes der Staub hinab, Einst wird ihn Herz, dem, der dich erst betrübt, Gott beleben. Mit freiem Flug Und doch dabei fürwahr dich herz- und frohem Blick Kehrt der entlich liebt. Gedente nur: es ist bundne Geist zurück Zu dem, der jo Gottes Wille. ihn gegeben. 3. D 380 Das christliche Leben. 3. O welch ein Glück, vor leben. Ich Sünder werd von Gott zu stehn! O Freude, Jesus, Sünden rein, Ich Sterblicher dich zu sehn Und deines Reiches unsterblich sein, Anbetend dich Glieder! Zu sehen dich in deinem erheben. Licht Von Angesicht zu Angesicht, Dich, ersten aller Brüder! 6. Und aller hohen Geister Schaar, Und was auf Erden het4. Wie werd ich dann mich lig war, Sind Alle meine Brüdeiner freun, Wenn zahllos der der; Sie alle sind vereint mit Erwachten Reihn Vor dir ver- mir, Und singen, treuer Heiland, sammelt stehen! Wenn du dann dir Des Dankes Jubellieder. meinen Namen nennst, Und vor 7. Wie ist der Seligkeit ſo den Engeln mich bekennst, Die viel! O Freuden ohne Maß und dich mit mir erhöhen! Ziel, Weit über alles Hoffen! 5. Ich, der noch sorget hier O Ewigkeit! o Ewigkeit! Was und weint, Ich werde, wenn dein ist das Leiden dieser Zeit? Ich Tag erscheint, Bertiärt und selig seh den Himmel offen. Vierte Abtheilung. Besondere Zeiten und Verhältnisse. I. König und Obrigkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine. 4. Nähre du die heilge Flamme, Die das Herz des Volks erneut, 599. Mater, kröne du mit Daß es unſerm Königsſtamme Liebe Segen Unsern Kö- bis zum Tode weiht. In der Zeiten nig und sein Haus, Führ durch langer Nacht Hast du über ihn ihn auf deinen Wegen Herrlich gewacht, Du erhieltest ihn uns deinen Rathschluß aus. Deiner gnädig, Segne, segne unsern Kirche sei er Schutz, Deinen Fein- König. den biet er Truß. Sei du dem Gesalbten gnädig, Segne, segne unsern König. 5. Fürchtet Gott, den König ehret! Das, o Herr, ist dein Gebot, Und du hast es selbst 2. Nüft ihn mit des Glaubens Lod. Wer dich liebt, der folget bewähret, Warst gehorsam bis zum Schilde, Reich ihm deines Gei- dir, Drum so beten Alle wir: stes Schwerdt, Daß Gerechtigkeit Ver dem Bösen schüß uns gnädig, und Milde Ihm des Friedens Gott, erhalte unsern König. Heil gewährt. Mach ihm leicht 6. Gib uns Muth in den die schwere Last, Die du aufer= Gefahren, Wenn der Feind uns legt ihm haft. Sei in Jesu du ernst bedroht, Daß wir Treue dann ihm gnädig, Schütze, segne un- bewahren, Gehen freudig in den sern König. Tod. Du bist unser Siegspanier! 3. Sammle um den Thron die Gott mit uns, so stegen wir. Treuen, Die mit Rath und from- Deine Treuen frönst du gnädig. mem Flehn Fest in deiner Streiter Segne, segne unsern König. Reihen Für des Landes Wohlfahrt 7. Breite, Herr, dein Reich stehn. Bane um den Königsthron auf Erden Auch in unserm Lande Eine Burg, o Gottessohn, Set aus, Daß wir deine Bürger werdu ihm auf ewig gnädig, Leite, den, Ziehen in dein Vaterhaus. jegne unsern König. Frieden und Gerechtigkeit Gib uns, 382 Allgemeine Landesangelegenheiten. uns, Gott, zu aller Zeit. Sei 3. Laß uns, von ihrer Macht du deinem Volke gnädig, Segne, beschüßt, Des Friedens Glück ge-.. segne unsern König. nießen, Erwerben, was dem Lez ben nützt, Und seine Müh verMel. Es spricht der Unweisen. süßen. Nie fehle einer guten That, 600. Erhalt uns, Herr, die Die sie mit dir begonnen hat, Obrigkeit, Die du Dein segnendes Gedeihen. uns gabst auf Erden, Mit Wohl= 4. Gib denen Eifer, Fleiß und stand und mit Sicherheit Durch Treu, Die ihr sind untergeben, ste beglückt zu werden. Verleih Daß Jedermann beflissen sei, Nach ihr Weisheit, Lust und Kraft, seiner Pflicht zu leben. Erleichtre Was wahres Wohl dem Lande ihr des Lebens Müh, Mit deinem schafft, Mit Sorgfalt wahrzu- Segen kröne ste, Und sei ihr nehmen. Lohn auf ewig. 2. Gib, daß sie, gleich gesinnet 5. Laß sie mit uns vereinet dir, Uns väterlich regiere, Daß sein, In deiner Furcht zu leben, jeder Bürger unter ihr Ein ruhig Und vor der Rechenschaft sich Leben führe. Laß sie der Unschuld scheun, Die sie dir einst muß ge= Zuflucht sein, Und jeden Redli- ben; Daß so vor deiner Majestät, chen erfreun, Dem Unrecht kräf- Die über alle Hoheit geht, Retig steuern. gent und Volk sich beuge. II. Allgemeine Landesangelegenheiten. 1. Saat und Erndte. Mel. Nun freut euch, lieben. und Regen. Der Landmann baut umsonst das Land, Wenn deine 601. baut, o Gott, auf milde Vaterhand Nicht seine Ar3 G dein Geheiß Der beit segnet. Menschen Hand die Erde, Voll 3. So kröne denn mit FruchtHoffnung, daß ihr reger Fleiß barkeit Das Land nach deiner Von dir gesegnet werde. Auf Güte, Und wenn die Aussaat dein Versprechen trauen ste: Du uns gedeiht, O Vater, so versollst dein Brod bei Fleiß und hüte, Daß Frost und Sturm und Müh, So lang du lebest, essen. Hagelschlag Sie nicht zerstörend 2. Noch immer traf dies Wort treffen mag, Nicht Fluth sie überauch ein; Gib ferner deinen Se- schwemme. gen, Daß Saat und Pflanzen wohl gedeihn, Gib Sonnenschein 4. Wir traun auf dich, o guter Gott, Und lassen dich nur. walten. Saat und Erndte. 383 walten. Du kennst am besten deinem Reiche lenken, Dich preiunsre Noth, Und kannst uns leicht sen stets durch fromme That. erhalten. So wirst du uns zu 5. Was du uns gabst, wohl deinem Ruhm, Auch uns, dein anzuwenden, Verleih uns WeisVolk und Eigenthum, Noch fer- heit und Verstand. Bewahr uns, ner wohl versorgen. daß wir nicht verschwenden Die reichen Gaben deiner Hand. Du Mel. Die Tugend wird durch's. willst, wir sollen froh genießen, 602. Mir Alle, Gott und Und dankbar im Genasse sein. Bater, bringen Dir Gib, daß mit ruhigem GewisPreis und Dank im Heiligthum, sen Wir deiner Güte stets uns Und unsre frohen Herzen sin- freun. gen Von deines Namens hohem 6. Auch für den Armen kam Ruhm. Gekrönt hast du mit dei- dein Segen In solcher Füll auf ner Milde Nings um uns her uns herab, Wir wollen liebreich das ganze Land, Dein Segen seiner pflegen Von dem, was strömt auf die Gefilde Aus det- deine Milde gab. Er danke heute ner reichen Vaterhand. mit uns Allen, Frohlocke laut, 2. Du schenktest Sonnenschein und bete an, Daß du nach deiund Regen Für jede Frucht zu nem Wohlgefallen So Großes rechter Zeit, Und gabst Gedeihen, haft an uns gethan. Kraft und Segen Dem Samen, den wir ausgestreut. Für Millio- Mel. D, daß ich tausend Zungen. nen deiner Kinder Reicht deiner 603. Dir, milder Geber alGaben Fülle hin, Du nährst den Herr, Frommen und den Sünder Mit dir gebühret Dank und Ruhm, ewig treuem Vatersinn. Denn Alles, was wir sind und 3. Du gibst, uns liebreich zu haben, Ist ja dein Werk und versorgen, Mehr als wir bitten Eigenthum. Mein Lobgesang steigt und verstehn; Du wachst am auf zu dir, O neige, Herr, dein Abend und am Morgen, Und Hö- Ohr zu mir. rest unser gläubig Flehn. Selbst 2. Die kleinste deiner Kreatuunsern Undank, unsre Sünden ren Macht deine Weisheit offen= Bergibst du, der die Liebe ist, Wir bar, Du zeigest deiner Güte Spuhmecken täglich und empfinden, ren Und deine Macht von Jahr Wie gütig, Herr, du Allen bist. zu Jahr. Der kleinste Halm ruft 4. Wer kann die Güte ganz laut uns zu, Daß niemand mächermessen, Die weiter als die Wol- tig sei als du. ken reicht? Wer dürfte undank- 3. Du sorgft für uns nach bar vergessen Die Treue, die nie Vaterweise, Erhältst die Werke von uns weicht? Wir wollen dei- deiner Hand, Gibst allem, was ner stets gedenken, Deß Wohlthun da lebet, Speise, Beschirmst und uns begnadigt hat, Das Herz nach segnest jedes Land. Du liebest unveränderlich, 384 Allgemeine Landesangelegenheiten. veränderlich, Der Bösen selbst er- Geben. Was wir aus seinebarmst du dich. Hand empfahn, Genüget uns zum 4. Voll ist der Erdkreis deiner Leben. Er nimmt und gibt, Wei Güte, Und deiner Weisheit ist er er uns liebt. Laßt uns in Devoll. Herr, unterweise mein Ge- muth schweigen, Und vor den müthe, Wie ich dich würdig lo- Herrn uns beugen. ben soll. Dir dankt nur wahr- 3. Was Gott thut, das ist haft, wer dich liebt, Dich, der wohlgethan, Wer darf sein Waluns so viel Gutes gibt. ten richten, Wenn er, eh man 5. Das Saatkorn wird in dei- noch erndten kann, Den Segen nem Namen Auf Hoffnung in das will vernichten? Weil er allein Land gestreut, Du schirmst, All- Der Schatz will sein, So nimmt mächtiger, den Samen, Dein ist er unsre Güter, Zum Heile der der Erde Fruchtbarkeit. Du gibst Gemüther. allein zur Arbeit Kraft, Du bist's, der das Gedeihen schafft. 4. Was Gott thut, das ist 6. Mild öffnest du den Schooß Willen! Läßt es sich auch zum wohlgethan, Es geh nach seinem der Erde, Du tränkst die Flur Mangel an, Weiß er ihn doch von oben her, Gibst, daß die zu stillen. Wer als ein Chrift Saat erquicket werde, Und machst Genügsam ist, kann auch in wedie Nehre segensschwer, Du träu- nig Gaben Mit Dankbarkeit sich felst mit dem fühlen Thau Die Laben. Fruchtbarkeit auf Feld und Au. 7. Kommt, preist des Schöpfers 5. Was Gott thut, das ist Huld und Stärke, Bringt seinem wohlgethan! Das Feld mag trauNamen Ehre dar! Groß ist der rig stehen: Wir gehn getroft auf Herr, und seine Werke Sind herr- seiner Bahn, Und wollen ihn erlich, groß und wunderbar. Wie höhen. Sein Wort verschafft Uns köstlich ist dein Lob, wie schön! Lebenskraft, Es nennt uns GotKommt, laßt uns seinen Ruhm tes Erben: Wie können wir vererhöhn. derben? 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, Wie er's auch mag Mel. Was Gott thut, das. 604. Was Gott thut, das ist wohlgethan! beschließen! Und blüht um uns So kein Canaan, Wo Milch und denken Gottes Kinder. Wer auch Honig fließen: Er, unser Gott, nicht reichlich erndten kann, Den Weiß, was uns noth, Und wird liebt Gott doch nicht minder. Er es gern uns geben; Kommt, laßt zieht das Herz Doch himmelwärts, uns ihn erheben. Obgleich wir oft auf Erden Beim Mangel traurig werden. Mel. Nun laßt uns Gott, dem. 2. Was Gott thut, das ist 605. Der Vater ſet geprez wohlgethan, Im Nehmen und im sei Der huldreich sich I - 385 Deffentliche Noth im Allgemeinen. sich bewiesen. Am frohen Erndte=| 6. Wenn wir die Armen näh= tage Verstumme jede Klage. Den Kranken Trost geren, 2. Wir streuten unsre Saaten, währen, Die Irrenden beraUnd hofften ihr Gerathen; Sie then, Dann streun wir Gottes schliefen still verborgen Zum fro- Saaten. hen Erndtemorgen. t 7. Das Gute, das wir säen, 3. Der Leben uns geschenket, Kann nimmer untergehen; Sind Hat sie mit Thau getränket, Der wir schon längst geschieden, Blüht Liebe treues Walten Hat unsre Gottes Saat im Frieden. Saat erhalten. 8. Es naht der Erndtemorgen, 4. Der Sturm, der Frost und Wo Freude kommt aus Sorgen, Regen Ward ihr zum reichen Se- Die hier im Glauben starben, gen; Aus eines Körnleins Hülle Sie bringen volle Garben. Erwuchs die Segensfülle. 9. Was kümmern uns die 5. O jäet froh im Glauben, Stürme? Ob sich die Fluth Laßt euch den Muth nicht rau- auch thürme, Wir freuen uns ben, Wenn ihr auch hier nicht im Hoffen, Uns bleibt der Himsehet, Daß eure Saat erstehet. mel offen. 2. Deffentliche Noth im Allgemeinen. Eigene Melodie. lich, Herr, Allen, die drum bitten dich, Im Namen des Herrn Jesu 606. Wenn wir in höch- Christ, Der unser Heil und MittNöthen sein, ler ist. Und wissen nicht, wo aus noch 5. Drum kommen wir, Herr, ein, Und finden weder Hülf und unser Gott, Und klagen dir all Rath, Ob wir gleich sorgen früh unsre Noth, Weil wir jetzt stehn und spat: verlassen gar In großer Trübsal 2. So ist das unser Trost al- und Gefahr. lein, Daß wir zusammen insge- 6. Zwar unsre Sünd ist schwer mein Zu dir dann rufen, treuer und groß, Doch sprich uns, Herr, Gott, Um Rettung aus der Angst aus Gnaden los, Steh uns in und Noth, unserm Elend bei, Mach uns von 3. Und heben unser Aug und allen Plagen frei. Herz zu dir in wahrer Neue 7. Dann danken und lobsingen Schmerz, Und flehn dich um Be- wir Mit freuderfülltem Herzen dir, gnadigung Und aller Strafen Lin- Gehorchen deinem theuren Wort, Und preisen, Herr, dich hier und Bb derung, 4. Die du verheißest gnädig- dort. Mel. 386 Allgemeine Landesangelegenheiten. Mel. Auf meinen lieben Gott. liebt, So wird, was uns betrübt, Uns doch zum Heil gedeihen. Wer 607. szüchtigt deine Hand, deiner sich kann freuen, Dem wird OHöchster, jetzt das auch deine Gnade Zum Licht auf Land. Zu deinem Vaterherzen dunklem Pfade. Erhebt in bittern Schmerzen Sich 9. So stärke denn das Herz, das Geschrei der Armen. Erhör Daß auch im größten Schmerz es aus Erbarmen. Es nie an Muth uns fehle. O 2. Du siehst des Landes Noth, sprich zu unsrer Seele: Getrost! Ste kam auf dein Gebot. Du dich soll kein Leiden Von meiner kannst mit mächt'gen Händen Sie Liebe scheiden. lindern und auch enden. Wort aus deinem Munde ändert Zeit und Stunde. Ein 10. Am Schluß von unserm Ver- Lauf, Dann klärt sich Alles auf, Dann wird die Aussicht heiter, 3. Herr, wir murren nicht, Dann thränt kein Auge weiter, Gerecht ist dein Gericht Bei Al- Und dieses Lebens Leiden Verlem, was wir dulden, Denn groß wandeln sich in Freuden. sind unsre Schulden, Und du bestrafft uns minder, Als wir's verdient, wir Sünder. Mel. Auf meinen lieben Gott. 608. Ah, uns bedrückt jezt 4. Doch, Vater, deine Huld Noth, Komm, hilf Ist größer als die Schuld. Ge- uns, treuer Gott! Von Keinem denke an die Deinen, Die reuig kann auf Erden Uns sonst gevor dir weinen, Gedenke mit Er- holfen werden. Hörst du nicht barmen An die gebeugten Armen.unser Flehen, Dann müssen wir 5. Verkürze, gnäd'ger Gott, Die vergehen. Dauer unsrer Noth. Laß uns, die 2. Es kommt von dir ja her, ängstlich flehen, Trost und Er- Und nicht von Ungefähr, Sft quickung sehen, Verwandle alles Strafe unsrer Sünden. Ach laß Leiden In neue Lebensfreuden. dich gnädig finden, Vergib doch 6. Doch wenn, Herr aller Welt, aus Erbarmen Die Sündenschuld Es dir noch nicht gefällt, Die uns Armen. Trübsal zu entfernen, So stärk 3. Gib jetzt uns deine Gnad, uns, daß wir lernen Mit ehr- Geduld und guten Rath, Laß unfurchtsvollem Schweigen Vor dir, ser heißes Flehen Dir wohl zu Herr, uns zu beugen. Herzen gehen. O laß um Jesu 7. Ja, deine Züchtigung Führ willen Sich diese Noth bald stillen. uns zur Besserung. Laß sie die 4. Sprich, mein Gott, nur Sichern schrecken, Die Schläfrigen ein Wort, So muß das Unglück erwecken, Auf dein Gebot zu fort. Bedrohe, mein Erretter, Du merken, Und redlich Fromme doch das Unglückswetter. Du stärken. Lau fannst, du kannst es wenden, 8. Wenn dich das Herz nur Und Hülfe zu uns senden. 5. Ach, Deffentliche Noth im Allgemeinen. 387 5. Ach, nimm von uns die Last, 7. Trau auf Gott, wenn's Der du Erbarmen hast. Geheiligt stürmt und schneiet, Wenn die sei dein Wille, O mache du uns Donnerwolke schreiet, Wenn dich stille, Nimm, was dir ist zuwider, trifft das böse Wetter, Denn Gott Steh gnädig auf uns nieder. ist allein dein Netter. 6. Dir sei es beimgestellt; 8. Trau auf Gott in allen Wenn es dir wohlgefällt, So Sachen, Denn er kann den Aushilf, hilf, uns ist bange, Ver- schlag machen. Trau auf Gott ziehe nicht so lange. Wir spre- in allen Dingen, Dann wirst du chen darauf: Amen, In unsers ein Danklied singen. Jesu Namen.de ) cm Mel. Was sorgest du? sei stille. Eigene Melodie. 610. Gott, mein Schutz, was sollt in bösen 609.Chau Prau auf Gott in allen Sachen, Die dich Zeiten, Was sollt ich fürchten in jetzt so traurig machen. Trau auf Gefahr? Wer dir vertraut, hat Gott in allen Dingen, Die dir dich zur Seiten, Du hilfft ihm zu dem Herzen dringen. wunderbar. 2. Trau auf Gott in Seelen- 2. Wenn über ihm die Wolken plagen, Wenn dich deine Sünden Flammen speien, Geht er getreft nagen, Denn Gott ist in solchen an deiner Hand, Getrost durch Schmerzen Balsam deinem wunden dürre Wüsteneien Und brennend Herzen. heißen Sand; 3. Trau auf Gott, wenn bösel 3. In kranker Luft und mitten Seuchen Weit umher im Lande unter Leichen, Wenn wüthet rings schleichen, Denn er kann dich so umher der Tod, Auf schwarzen bedecken, Daß dich keine darf an- Flügeln fauler Seuchen Ein schnell stecken. 19 2017 Verderben droht. 4. Trau auf Gott in Kriegs4. Getrost durch dich, getrost gefahren, Denn er weiß dich zu in dem Gewissen, Verachtet er bewahren. Er kann machen, daß des Schmähers Wuth, Und tritt die Feinde Werden deine besten Freunde. in Gottes Kraft mit Füßen Auf ihre Natternbrut; 5. Trau auf Gott in Hungersnöthen, Dann wird dich kein Hunger tödten. 5. Spricht glaubensvoll: Der Herr steht mir zur Seiten, Der Wächset gleich Herr ist meine Zuversicht! Und er, kein Korn auf Erden, Dann wird sein Netter, hilft ihm streiten, Brod aus Steinen werden. Sein Gott verläßt ihn nicht. 6. Trau auf Gott bei dürren Zeiten, Denn er wird vom HimMel. Wer nicht mit den. mel leiten Seines Segens reiche 611. Hell, Seil dem ManQuellen, Die dein der vom bösen Nath Fern fliehet, nicht betritt Bb* der stellen. 388 Allgemeine Landesangelegenheiten. der Sünder Pfad, Und sich vom Gottlosen, nein, Die sind wie Sit der Spötter weit entfernet! Spreu, ein Wind wird ste zer= Dem Manne Heil, der ruhig streun. Der Sünder, die des Weisheit lernet, Der sich das Herrn Gesetz verschmähen, Soll Recht des Herrn zur Freude macht, keiner je in dem Gericht bestehen. Und sein Gesetz erforschet Tag und Wenn Gott das Recht in der Nacht. Gemeine spricht, So gehen sie 2. Ein Baum, am Bach ge- mit dem Gerechten nicht. pflanzt, strebt hoch empor, Bringt 4. Des Frommen Weg, zum Blüth und Frucht zur rechten Himmel ganz gewandt, Geht einZeit hervor, Steht unentlaubt, fach fort, steht unter Gottes Hand. mit hoher Pracht geschmücket, Gott blickt herab auf ihn mit Daß sich an ihm der Wanderer Wohlgefallen, Schüßt seinen Tritt erquicket. So grünet der Gerechte und läßt ihn sicher wallen. Allein jederzeit, Er lebt und wächst, und der Weg, der den Gottlosen führt, all sein Thun gedeiht. Weicht immer ab, bis er sich 3. So ist es nicht mit den ganz verliert. 3. Krieg und Friede. Mel. Wer nur den lieben. o Herr, zu uns geführt. Du 612. G Ce zieht, o Gott, ein rufft: ihr Völker, rüstet euch! Kriegeswetter Jetzt Sei du für uns, so fehlt ihr über unserm Haupt einher. Bist Streich. ni bis du, Herr, hier nicht unser Ret= 4. Je weniger sich uns will ter, So ifts für unser Land zu zeigen, Woher die Hülfe kommen schwer. Sieh, wie die Fürsten soll, Je mehr Gefahr und Plage sich entzwei'n Und sich zu unter- steigen, Sich Alles zeiget schrekdrücken dräu'n. kensvoll: Je größer mache das 2. Drum laß uns hier allein, Vertraun, Gott, allein auf o Vater, Auf dich und deine dich zu schaun. Vorsicht schaun, Auf dich, den 5. Was hilft der Heere große mächtigsten Berather, Und nicht Menge? Was hilft dem Riesen auf Menschenhülfe baun, Die seine Macht? Der Roff' und ohne dich uns gar nichts nüßt, Wagen dicht Gedränge Hat nie Die nur durch dich uns kräftig allein den Sieg gebracht. Der schützt. Mensch vertraut darauf so gern, 3. Kein blinder Zufall herrscht Jedoch der Sieg kommt nur vom auf Erden, Du bist es, der die Herrn. Welt regiert. Laß uns der Heere 6. Drum werf ich mich in deine Spott nicht werden, Die du, Arme, Du Vater der Barmherzigkeit, mind Krieg und Friede.els 389 zigkeit, Und flehe voll Vertraun: Herr gestritten! Die Steger nur erbarme Dich über uns in schwe- hat er versöhnt, Als er für uns rer Zeit. Laß Gnade noch für gelitten. 1ohe Recht ergehn, So bleiben wir 2. Miterben, haltet an und noch aufrecht stehn. all seht Empor zum großen Lohne, 7. Doch findet, Herr, dein Denn nur durch unsre Feinde weiser Wille Noch ferner Züch- geht Der Weg zu jener Krone. tigung für gut: Wohlan, so Ob tausend auch Zur Rechten schweig ich, und bin stille Bei euch, Zur Linken tausend sänken: dem, was deine Weisheit thut. Getrost! ihr kämpft für Gottes Ich, dein Geschöpf und auch dein Reich, Er wird die Kron' euch Kind, Weiß, daß es Vaterschläge schenken. sind. 3. 3war groß ist unsres Kampfs 8. Herr, nimmer schreibe meine Gefahr, Doch laßt uns nicht erSeele Dir etwas vor im stolzen schrecken. Mit uns ist Gott, und Wahn, Und wenn ich so vermes- wunderbar Wird uns sein Schild sen fehle, So zeig mir meine bedecken. Es stärkt der Held, Der Thorheit an. Ist gleich, was stärken kann, Wenn wir um Hülfe deine Weisheit thut, Mir oft ein flehen. Er reicht den Harnisch, Räthsel, ists doch gut. legt ihn an, So könnt ihr muthvoll stehen. 9. Ja, nicht im Zorne, nicht im Grimme Ergeht dein ernstes 4. Mit seiner Hölle Graun umStrafgericht. Wir hören unsers hüllt Schießt Satan Flammenpfeile. Vaters Stimme, Zeigt sich auch Ergreift, ergreift des Glaubens ernst dein Angesicht. Du läuterst Schild, Schützt euch mit Chrifti unser sündges Herz Durch Angst Heile. Mit diesem Helm Deckt euer und Bein, durch Noth und Haupt, Kämpft mit des Geistes Schmerz. Schwerdte, Das ist es, was tein 10. Zuletzt wird jeder sagen Tod euch raubt, Das mächtige, müssen: Das hat Gott, unser bewährte. Gott gethan; So brach er nach 5. Wer überwindet, soll den verborgnen Schlüssen Zum bessern Tod, Den ewgen Tod nicht sehen. Ziele uns die Bahn. Zuletzt er- Verging er auch in seiner Noth, rettet deine Hand, Barmherz'ger Dort wird er nicht vergehen. Ift Gott, das Vaterland. wohl vollbracht Der ernste Streit: Nach seinen kurzen Leiden Wird Mel. Herre Gott, dein göttlich. euch der Unschuld weißes Kleid, 613. 3hr Mitgenosſen, auf Gerechtigkeit, bekleiden. • zum Streit, Damit 6. Ach, Hüter, ist die Nacht uns Gott belohne! Es gilt das bald hin, Die dunkle Nacht der Reich der Herrlichkeit, Der Ueber- Erden? Wenn ich einst Ueberwinwinder Krone. Der Weichende der bin, Wird Licht das Dunkel Wird nicht gekrönt. Wie hat der werden. Dann seh ich dort Im Lebensbuch, 390 Allgemeine Landesangelegenheiten. Lebensbuch, Dank sei dir! meinen ren? Willst du dein freundlich Namen. Des Kampfs, des Lei- Angesicht nicht wieder zu uns dens ist genug, Erlöset bin ich, kehren? Gott, unser Heiland, o Amen. erfreu mit deinem Gnadenschein aufs Neu Uns, die dein Zorn erschrecket. Eigene Melodie. 3. O würde mit Posau614. Mär' Gott nicht mit nenschall Des Ewgen Wort geuns diese Zeit, höret, Daß Frieden sein soll So soll Israel sagen, Wär Gott überall, Wo Christus wird vernicht mit uns diese Zeit, So ehret, Daß Alle, denen er bemüßten wir verzagen, Die so ein kannt, Die Waffen legten aus armes Häuflein sind, Veracht't der Hand, Und bauten Friedensvon so viel Menschenkind, Die an bütten! uns segen alle. 2. Auf uns ist zornig stets Herrn! Der Muth, der euch 4. Ihr zagt nicht, Heilige des thr Sinn. Hätt Gott es zuge- beseelet, Hält die Verzweiflung geben: Verschlungen hätten sie von euch fern, So Gottvergessne uns hin mit ganzem Leib und quälet. Gott, der da waltet Leben. Wir wären, wie mit Fluth weit und breit, Ist auch zu helersäuft, Als über die groß Was- fen stets bereit All'n denen, die ser läuft, Und mit Gewalt ver- ihn fürchten. schwemmet. 5. Zu ihm sei unser Herz ge3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß uns ihr Schlund wandt, Er wird zu uns sich wenden. mög fangen. Wie Vögel kom- tarken Hand Wird alle DrangDer Herr mit seiner men Strickes ab, Ist unsre Seel sal enden, Auf daß zu seines entgangen; Strick ist entzwei, und Namens Ruhm Des ganzen Volwir sind frei. Der Nam des tes Eigenthum Sei Wohlfahrt, Herren steh uns bei Des Him- Zucht und Ehre. mels und der Erden. 6. Wo Christen jest in blutgem Streif Einander treffen müssen, Da wird dann die GerechMel. Ach Gott, vom Himmel. 615. haft dein Land Mit küssen. Es werden da, wo jetzt Gnaden angeblicket, Und, wenn das Schwerdt In Feindeshand du Strafen ihm gesandt, Es wie- die Flur verheert, Sich Güt und derum erquicket, Der du mit vä- Treu begegnen. terlicher Huld Verziehen deinem 7. Dann wird mit Regen und Volk die Schuld, Gelöset seine mit Thau Gott unsern Boden Bande! netzen, Daß uns der werthen Hei2. Soll nun dein ernstes Straf- math Au Erfreu mit ihren Schägericht, O Herr, ohn Ende wäh- gen. Doch bleibt, so viel er uns auch Krieg und Friede. 391 auch gibt, Ein Herz, das ihn vor Sünden. Vergib die Schuld, laß Allem liebt, Die höchste seiner Vaterhuld Uns doch in Chrifto Gaben. finden. Eigene Melodie. 4. Und willst du, daß wir in den Streit Für deine Ehre ziehen, 616. Verleih uns Frieden So gib du selbst uns das Geleit, gnädiglich, Herr Daß wir nicht feige fliehen. EntGott, zu unsern Zeiten. Es ist flamm den Muth, Daß Gut und doch ja kein Andrer nicht, Der Blut Wir für das Gute wagen ,. für uns könnte streiten, Denn In Todesgraun du, Herr Gott, alleine. auf dein Wort Morgen Morgen werde traun, Dein 2. Gib unserm König und al- tagen. ler Obrigkeit Fried und gut Regi- 5. O leite du mit starker Hand ment, Daß wir unter ihnen Ein Die Mächtigen auf Erden. Laß, geruhiges und stilles Leben führen Völkerhirt, bald jedes Land Nur mögen In aller Gottseligkeit Und dir geweihet werden. Gib uns Ehrbarkeit. Amen. dein Wort, Daß fert und fort Bald-Alles sich bekehre, Dann Mel. Herre Gott, dein göttlich. blühen neu die Lieb und Treu, 617. Gott des Friedens, Dann bringt dir Alles Ehre. nimm uns an, In Eigene Melodie. Jesu, deinem Sohne, Laß uns des Friedens Heil empfahn, Von 618. Du Friedensfürft, Herr deinem Gnadenthrone. Ach, komme du Und schaffe Rub, Lösch aus fer in der Noth, Du weißt, wie die Kriegesflamme, Den Haß und groß das Elend ist, Womit der Neid, der uns entzweit, Vertilg Feind uns dreht. Er ruft zum am Kreuzesstamme. Krieg und will den Sieg Uns 2. O welches hohe Glück ge- mit Gewalt entreißen. währt Der Friede, den du schen= 2. Schon ziehet von der Heikest! Dann wird uns mild das math aus Der Söhne theure Herz genährt, Wenn du zu dir Schaar, Verödet stehet manches es lenkest. Die Wohlfahrt blüht, Haus, Das Armen Obdach war. Das Herz erglüht Auf deines Schon flammt die Glut, und Reiches Auen, Daß wir mit Dank, Brüderblut Entweihet deine Erde. mit Preisgesang Des Glaubens Früchte schauen. 3. Hilfst du uns nicht in unsrer Noth, Ach, wer kann dann be3. Doch schwingest du zur bö- stehn? Versöhnst du nicht durch sen Zeit Des Krieges Geißel wie- deinen Tod, Dann müssen wir der, Dann weckst du aus der vergehn. Drum flehen wir, o Herr, Sicherheit, Und beugest uns dar- zu dir: Erbarme du dich unser. nieder. Inbrünstig fleht, Wer in 4. Zwar ward der Dank dir sich geht: Gedenk nicht unsrer nicht gebracht Für deine große Huld, Wir 392 Allgemeine Landesangelegenheiten. Wir sanken tief in Sündennacht ner Frommen, Erhört die ThräUnd häuften Schuld auf Schuld. nen, das Gebet. Der Throne Geh mit uns nicht, Herr, ins baut und stürzt, Er hat den Gericht, Sei du uns Sündern Kampf verkürzt, Ihm die Ehre! gnädig. Sein Wink gebeut, So ruht der er tr 5. Du willst den Tod des Sün- Streit, Und Frieden Gott der ders nicht, Drum floß für uns Welt verleiht. dein Blut Auch durch die Nacht führst du zum Licht, Du stärkst Mel. Nun danket Alle Gott. im Kampf den Muth. In Sturm 620. H err Gott, dich leben deine ground Nacht hältst du Wehl Allen, die dir die Wacht; trauen! ßen Gnaden. Du haft das Va= 6. O leite unser Kriegesheer, terland Der Kriegeslast entladen, Daß es den Sieg erkämpft, Durch Hast gnädig uns verliehn Des deines Geistes tapfre Wehr Die Friedens goldne Zier, Drum Wuth des Bösen dämpft. Laß jauchzet alles Volk: Herr Gott, deine Hand das Vaterland In dich loben wir! böser Zeit beschirmen. 2. Herr Gott, wir danken dir! 7. O laß doch bald uns Frie- Du sendest uns zwar Strafe, Dein densau'n Erblühn durch deine Ernst hat uns geweckt Aus unGnad, Und sicher unsre Felder serm Sündenschlafe: Doch wieder baun, Und erndten ihre Saat. Zer- aufgethan Ward uns die Gnadenbrich das Schwerdt, das nur ver- thür, Deß freut sich unser Herz, heert. Dein Reich, o Jesu, komme. Herr Gott, wir danken dir! Mei. Wachet auf, ruft uns die. Rönnt unser Mund wohl schwei3. Herr Gett, dich loben wir! und Du hast den alleluja! 619. Gre! Die Tempel Bewahrt mit seinen Zweigen, Haſt schmücket, die Altäre Ihm, der Kirch und Land geschützt, Gibst uns großes Heil gesandt. Singt Gnade für und für. Die Nachdem mächtigen Erretter, Er sandte welt singe noch: Herr Gott, dich nach dem Schlachtenwetter Sein loben wir! Friedenswort aufs blutge Land. 4. Herr Gott, wir danken dir, Des Krieges Donner schweigt, Der Und preisen deinen Namen. Herr Friedensbogen neigt Sanft sich Gott, dich loben wir, Und alle nieder. Gott hielt Gericht, Und Welt sag: Amen. Was lebt und herrlich bricht Aus langer Nacht Odem hat, Preist dich voll Danke hervor das Licht. begier: Herr Gott, wir loben 2. Endlich, endlich ist errungen, dich, Herr Gott, wir danken dir! Was nah und fern in allen Zungen Die hart Bedrängten heiß erMel. Nun danfet All' und. fleht. Gnädig hat der Herr ver- 621. Bringt Gott, ihr Chriz nommen Die stillen Seufzer seiund Dank, Dürre. Nässe. Theurung. 393 Dank, Ihm, der den Frieden des Wuth Wird jedes Werk vollschafft, Erhebt mit frohem Lobge- bracht. sang Die Wunder seiner Kraft. 7. Allgütiger, allein von dir 2. Wer ist ihm gleich, wer Fließt dieses Heil uns zu. Dein kann, wie er, Was er beschließt, waren, sind und bleiben wir, Und auch thun? Den Streitenden und unser Gott bist du. ihrem Heer Gebeut er, und ste ruhn. 8. Erweck uns selbst durch deinen Geist Zum Dank, der dir 3. Er, aller Welten Herr und gefällt, Dich durch ein fromGott, Vernahm der Völker Flehn; mes Leben preist, Das deine Des blutgen Krieges Angst und Rechte hält. Noth Ließ er vorübergehn. 9. Lehr uns des Friedens ho4. Kein feindlich Schwerdt und hen Werth Mit weisem Ernst verkein Geschoß Droht uns mehr stehn, Und was das eitle Herz fürchterlich. Wo Menschenblut in begehrt, In deiner Furcht ver= Strömen floß, Ergießet Segen sich. schmähn. 5. Die Saat wird nun mit 10. Verleihe, daß GerechtigSicherheit Dem Boden anvertraut, keit, Daß wahre Lieb und Treu, Das Feld gibt Frucht zu seiner Vertrauen und Zufriedenheit Im Zeit Dem Landmann, der es Lande herrschend sei.e baut. 11. Wir sehen, Gott, auf deine 6. In jedem Stand ist nun Hand Mit freudigem Gemüth, der Muth Zur Arbeit neu er- Und hoffen auf das Vaterland, wacht, Und sicher vor des Fein- Wo ewger Friede blüht. 4. Dürre. Nässe. Theurung. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. Zähren Deinen Zorn in Gnade 622. Gott, deß Güte nim- fehren. mer endet, Hast du 3. Sich, Herr, wie die Früchte denn die Baterhand Gänzlich von trauern, Wie da dürsten Flur und uns abgewendet? Strafft du uns Au'n; Unsre Necker sind wie und unser Land? Willst durch viel Mauern, Sind wie Felsen anzugedrohte Plagen Du uns ganz schaun. Gleich dem Eisen sind die mit Unglück schlagen? Felder, Und vertrocknet stehn die 2. Warum willst du, Gott Wälder. bell Güte, Ueber uns so zornig 4. Willst du denn den Himmel sein? Ach, wir welken wie die schließen? Blüthe, Wie ein Blatt im Son- empfahn? nenschein. Laß doch unsre heißen ergießen, Sollen wir nur Zorn Soll kein Regen sich Keine Wolke sich uns nahn? 394 Allgemeine Landesangelegenheiten. nahn? Werden nimmermehr die So strömt es aus den Wolken Quellen Wiederum von Segen her, Drum trauert Feld und Aehre. schwellen? Ja, jeder Halm steht tiefgebeugt, 5. Soll das Land zur Wüste Betrübt er sich zur Erde neigt, werden? Soll das Feld verödet Und ahnet sein Verderben. stehn? Sollen wir, sammt unsern 3. Herr, unsre große SündenHeerden, Gar verschmachten, gar schuld Verdienet dies zum Lohne, vergehn? Ach, Herr, laß dich doch Doch hoffen wir auf Gnad und bewegen, Schenke du uns milden Huld, In Christo, deinem Sohne. Regen. Wir nahn uns dir voll Neue 6. Denke doch an deinen Bo- nun, Wir wollen ernstlich Buße gen, Den du in die Luft gestellt, thun, Und unser Leben bessern. Als du deinen Bund vollzogen 4. Wer hilft uns hier? o Gott, Nach der Sündfluth erster Welt. wir sehn Auf dich bei unsern Du, Herr, haft noch nie gebro- Klagen. Du thuft weit mehr, als chen, Was du vormals haft ver- wir verstehn Und dich zu bitten sprochen. wagen. Du, der's mit uns aufs 7. Ja, du haft mit deinem Beste meint, Kannst leicht, was Segen Uns zu jeder Zeit be- uns Verderben scheint, In Wohl= schenkt, Haft mit Früh- und spä- that uns verkehren. tem Regen Unser dürres Land 5. Herr, thue was dir wohlgetränkt; Denn dein Wort bleibt gefällt, Erquick auch, uns zur ewig stehen, Muß auch einst die Wonne, Das schon so lang durchWelt vergehen. näßte Feld Durch heitern Schein 8. Freudig wollen wir dir der Sonne. Doch findest du es trauen, Du erhörest unser Flehn. uns nicht gut, So stärk, AllweiRegen strömt auf dürre Auen ser, uns den Muth, Auch diese Gnädig von des Himmels Höhn. Noth zu tragen. Du wirst uns mit Fülle spetsen, Dankbar wollen wir dich preisen. 6. Durch Hoffen und durch Stillesein Soll unser Herz dich ehren, Was du schickst, muß uns doch erfreun, Im Glauben uns bewähren. Denn nach dem WechGott, du kannst sel dieser Zeit Wird dir das Herz den Himmel ganz in Ewigkeit Auch für die Leiden Mel. Aus tiefer Noth schrei ich. 623. Mit Wolken überziehen, Doch danken. müssen vor der Sonne Glanz Sie, wenn du willst, entfliehen. Laß Mel. Ach Gott und Herr. doch, bei dir ist Nath und Macht, 624. Wir sind in Noth! Lak doch der Sonne Glanz und uns, o Gott, Die Pracht Uns wiederum erfreuen. Fluth nicht überschwemmen. Nimm 2. Als ob der Himmel in ein uns in Acht, Wehr ihrer Macht, Meer Des Zorns verwandelt wäre, Du kannst die Wogen hemmen. 2. Verbirg Dürre. Nässe. Theurung. 395 2. Verbirg jetzt nicht Dein durch bitteren Schmerz, Leit' uns Angesicht, Gedenk an uns in Alle zum ewigen Leben. Gnaden. Bist du nur da, Mit Hülfe nah, Was kann die Fluth Mel. Von Gott will ich nicht lassen. uns schaden? 3. Ach hilf uns, Herr, All- 626. Du reicher Troft der Herr willen. Du, du allein Kannst der ganzen Welt, Du Vater voll uns befrein, Kannst Sturm und Erbarmen, Der Alles trägt und Wellen stillen. hält, Du, Gott, erhörst Gebet; 4. Erbarme dich, Hilf väterlich, Erhöre, was im Staube VerBeschütz uns Gut und Leben. trauensvoll der Glaube Von dir Groß ist die Noth, Herr, unser in Noth erfleht. Gott, Nur du kannst Rettung geben. 2. Sonst zeigte jeden Morgen Dein Segen sich uns neu; O mach auch jetzt von Sorgen Die Mel. Meine Seele lobsinget dem. bangen Herzen frei. Zu helfen ist dir leicht, Du kannst dem 625. Meine eine Seele lobsinge Mangel wehren, In Ueberfluß dem Herrn, Der ihn kehren, Wenn's uns unmögdas Flehen des Glaubens erhörte, lich deucht. Schien uns Allen die Hülfe auch 3. Den Reichen gib Erbarmen fern, Seine Gnade in Nöthen Bei der Bedrängten Schmerz, gewährte. Und zu erfreun die Armen, Sei 2. Furchtbar drohten die Wel- Freude für ihr Herz, Damit sie len den Tod, Und wir sahen nur mild ihr Brod Den dürft'gen unser Verderben, Da entschwand Brüdern brechen, und diese dankauf dein Winken die Noth, Herr, bar sprechen: Euch lohn' und du sprachest: ihr sollet nicht jegne Gott! sterben! 4. Die Früchte laß gerathen, 3. Aus dem Schlafe hast du uns wieder zu erfreun, Und allen uns geweckt, Haft zum Sohne unsern Saaten Gib Wachsthum uns liebreich geführet, Mit dem und Gedeihn. Mit milder VaterSchilde der Huld uns bedeckt, hand Gib Wärme, Than Unsre Herzen zur Buße gerühret. Regen, Dann kehret reicher Segen 4. Gnädig hast du uns Sün- Zurück in unser Land. der versöhnt, Uns in Christo das 5. Allgütiger, wir hoffen Auf Leben geschenket, Uns mit ewigem dich und deine Treu. Oft hat Frieden gekrönt, Unsern Durst uns Noth betroffen, Doch standest nach der Gnade getränket. du uns bei. Du hilfft und rettest 5. Nimm, o Vater, auf ewig gern. So sei denn unser Leben das Herz, Auch im Leiden sei dir Vertrauensvoll ergeben Dir, unserm es ergeben, Set's durch Freude, Gott und Herrn. 5. Feuers Allgemeine Landesangelegenheiten.. 5. Feuers noth. Mel. Nun danket Alle Gott. mann Nief himmelan: Erbarmen, 627. Wir nahn zu deinem Gott, Erbarmen! Hilf aus der Thron, Gott, mit Noth, Herr Zebaoth, O hilf, o gerührtem Herzen. Daß du so hilf uns Armen! gnädig halfst, Da wir voll Angst 3. Da hörtest du das bange und Schmerzen Uns in Gefahr Schrein In deinem Himmel dround Noth Von Feuerflammen ben. Du sprachst: ihr Flammen, sahn, Und nun gerettet sind, haltet ein, Und höret auf zu toben! Gott, das hast du gethan! Schnell wich der Brand, Denn 2. Dank sei dir, großer Gott, deine Hand Hat mächtig ihm geDu hast das Leid gewendet, Das wehret. Als die Gefahr am uns so nah umschloß, Und Hülfe höchsten war, Hast du uns Schutz uns gesendet. Heil uns, daß noch bescheret. dein Lob Von unsern Lippen 4. Ja, hättest du, Herr, nicht schallt, Gott, an Erbarmen reich, gewacht, Und wärst du nicht geUnd mächtig an Gewalt! kommen, Wohl hätte dann des 3. Steh den Bedrängten bet, Feuers Macht Uns Alles wegge= Die jetzt noch traurig weinen, nommen, Und nirgend wär Ein Hör auf der Frommen Flehn, Obdach mehr, Rein Haus ringsWenn sie vor dir erscheinen, um zu sehen, Wohl würden wir, Und segne du mit Glück, Nach wir Alle hier In unsrer Noth väterlichem Nath, Was jetzt bei vergehen. Andrer Noth Die Menschenliebe that. 396 Mel. O Herre Gott, dein göttlich. than, 5. Drum nimm, nimm unser Loblied an, Und unsre Psalmen höre; Allmächtiger, du hast's ge= Dir, Herr, sei Preis und 628. Gerechter Gott, es Ehre! Ja, Preis dem Herrn! kommt von dir, Er war nicht fern, Als Glut Wenn Feuersnoth entstehet, Und und Flamme blißte, Er war's deine Hand erkennen wir, Wenn allein, deß Gnadenschein Uns väterwild die Flamme wehet. Du lich beschützte. wirfst den Brand Auf Stadt und 6. Beschirmst du nicht mit Land, Treibst Glut und Rauch Nath und Macht Uns vor des zusammen. Die Die Wolken glühn Feuers Wüthen, Vergebens dann und ringsum sprühn Die Funken der Wächter wacht, Er kann uns und die Flammen. nicht behüten. Drum breite aus 2. So liesjest, Herr, du dein In jedein Haus Die mächt'gen Gericht Auch über uns ergehen. Gnadenhände. We eine Neth uns Man sah dein heilig Angesicht In naht und droht, Da komm, das Feuerflammen wehen. Und Jeder- Unglück wende. 7. Bewahr Feuersnoth. 397 7. Bewahr uns vor des Wet- den drücken, Und sie selbst geters Strahl, Vor der Gewalt der tragen hast, Jesus, komm, uns Bliße. Auf Bergeshöhn, im tie- zu erquicken, Mindre du des fen Thal Die Stadt, das Dorf Kreuzes Last. Vormals haft du beschüßze. Wo Hütten stehn Und manche Zähre, Mittler, deinem Flammen wehn, Da zeige dein Volk geweint, Und du bist zu Erbarmen. O sei bereit zu jeder deiner Ehre Noch derselbe Men= Zeit Mit Nath und That uns schenfreund. Armen. 3. So wie treue Mütter eilen, 8. Doch strafst du abermals das Kindern, die um Hülfe flehn, Land, Dann laß die Feuerglocken, Liebreich Hülfe zu ertheilen, Eile, Laß Angstgeschrei und Noth und Herr, uns beizustehn. Ja, das Brand Das Herz zur Buße locken. hast du uns verheißen, Deine Zeig uns die Schuld, Die mit Worte trügen nicht; Nichts soll Geduld Du lange haft getragen. uns den Trost entreißen, Daß Laß uns an's Herz voll Neu dein Mund die Wahrheit spricht. und Schmerz In heißen Thränen schlagen. 4. Jetzt wohl jammern wir im Staube, Aber fest und unberührt 9. Hilf, daß nach deinem Zucht- Stehe unser Christenglaube, Daß gericht Sich jeder zu dir kehre, dir ewig Ruhm gebührt. Herr, Und daß, wenn deine Stimme einst sehn wir, was jetzt trübe, spricht, Dich jede Seele böre. Was jetzt Nacht ist, sonnenklar, Nach Brand und Glut, Nach Sehn, daß deine höchste Liebe Krieg und Blut Strahlt herrlicher Unsers Leidens Quelle war. dein Bogen. Drum werd das Herz durch Gnad und Schmerz Zu dir hinauf gezogen. 5. Herr, nun laß uns auch dem Guten Nachzujagen uns bemühn. Laß die Herzen, die jetzt bluten, Auch des Lasters Leckung fliehn. Deine Güte rief zur Buße, Wir vergaßen dein Gericht; Jetzt Mel. Gott, hier sind wir, deine. 629. Blick herab auf unsre wirft Noth uns dir zu Fuße: Schmerzen, Blick Vater, ach verwirf uns nicht. auf unsern Jammerstand; Gott, 6. Führ uns selbst auf ebnem wie bluten unsre Herzen Von den Pfade; In dir, Heiland, ist das Schlägen deiner Hand! Ohne Heil. Immer ist ja deine Gnade Obdach sind wir Armen, Ohne Der wahrhaften Frommen Theil. Decke, ohne Brod, Darum hilf Nach vollbrachtem frommen Leben uns voll Erbarmen, Hilf den Wirst du uns, o Menschenfreund, Deinen in der Noth. In ein besfres Reich erheben, 2. Der du weißt, wie Lei- Wo das Auge nicht mehr weint. 180 6. Seuchen. Allgemeine Landesangelegenheiten. 6. Seuchen. Mel. In dich hab ich geboffet, Herr. Dann wandeln wir, o Gott, vor 630. Du, Gott, bist unsre dir Mit Freuden deine Pfade. und Wenn uns dein Auge nicht be- Mel. Warum verstöß'st du uns. wacht, Wer wacht, wer hilft uns Armen? Erretter, dir, dir flehen 631. welche Lieb erweist mein Vater mir, wir, Du wolleft dich erbarmen. Der all mein Flehn auf seinem 2. Der Seuchen Gift verbreitet Thron erhöret, Und der sein Ohr sich Weit um uns her; erbarme zum tiefsten Seufzer kehret! So dich, Laß uns nicht plöglich sterben. lang ich leb, o Gott, ruf ich zu dir! Entzeuch dem Tod uns, der uns 2. Erschütterte mich bittrer Todroht, Entreiß uns dem Verderben. desschmerz, Ergriff mich ganz die 3. Du bist ein Gott, der gern Angst und Furcht der Hölle, Traf verzeiht, Laß uns denn noch Barm- lauter Noth und Jammer meine herzigkeit Vor deinem Throne fin- Seele: So schüttet' ich ihm kindden, Und dein Gericht vertilg' uns lich aus mein Herz. nicht In unbeweinten Sünden. 3. Ich rief zu ihm: o Herr, 398 4. Kein Reichthum schüßt, kein erlöse mich, Mach meine Seel von Stand, kein Ort, Hier weinen Missethaten ledig. Der Herr ist Wittwen, Eltern dort, Und da groß, er ist gerecht und gnädig, Und verwaiste Kinder. Die Seuch er- unser Gott bört und erbarmet sich. reicht auch den, der fleucht, Den Frommen, wie den Sünder. 4. Die Frommen stehen unter Gottes Huth. Ich lag in Noth, 5. Deß alles sind wir werth, er kam zur Hülf hernieder, Drum, doch wir Beweinen's, Gott, und Seele, kehr zu deiner Ruhe wieflehn zu dir, Du wolleft uns vergeben. der, Gott thut dir wohl, er ist Dein Volk will gern dir, unserm dein höchstes Gut. Herrn, Gehorchen, dir nur leben. 5. Du führest mich vom Tod 6. Auch glauben wir an deinen zum Lebenslicht, Mein Aug ist Sohn, Um Jesu willen duld' und froh, mein Fuß wird nicht mehr schon', Und laß uns Troft erscheinen. gleiten. Du wirst in's Land der Streck aus die Hand, und laß das Lebenden mich leiten, Ich wandle Land Nicht länger Hülflos weinen. fort vor deinem Angesicht. 7. Set mit den Sterbenden, 6. Ich glaub an Gott, drum. daß ste Dein Antlitz schaun, und red' ich ohne Scheu: Die Welt alle, die noch leben, die bewahre; ließ oft mich in der Noth verTilg ihren Schmerz, daß bald ihr zagen, Ich mußt' in Angst von Herz, Wie gern du hilfft, erfahre. allen Menschen sagen: Sie trügen 8. Das ganze Volk froblockt stets, doch Gott ist ewig treu. dir dann, Und betet dich, Erret- 7. O wie vergelt ich Gott, ter, an, Und preiset deine Gnade. was er mir that, Da Wohlthat mich Morgenlieder. 399 mich auf Wohlthat überhäufen?| befreieft mich von Banden. Du haft Wohlan, ich will den Kelch des auf mich, den dir Erkauften, Recht. Heils ergreifen, Gelobet sei sein 10. Nimm meinen Dank, nimm Name früh und spat. mich zum Opfer hin, Laut will, Ge- o Herr, ich deinen Namen preiDie sen, Vor allem Volk dir mit der will ich jetzt vor allem Volk That erweisen, Daß ganz ich dein, bezahlen. Der Herr bewies zu dir Alles schuldig bin. 8. Ich that dem Herrn lübd' in meiner Noth, wiederholten Malen, Daß köstlich sei vor ihm der Frommen Tod. 11. In's Haus des Herrn will ich mit Freuden gehn, In seiner 9. Du bist mein Herr! o Stadt will ich ihn froh erheben. Herr, ich bin dein Knecht, Sohn Er ist mein Heil, er ist mein deiner Magd, du hast mir bei- Licht, mein Leben, Mein Lob soll gestanden, Du machst mich los, ihn in Ewigkeit erhöhn. III. Fieder zunächst für häusliche Erbauung. Morgenlieder. 1. Mel. Gott des Himmels und der. 4. Was ist sel'ger, als Gott 632. Großer Gott, den Alles bienen? Was ist süßer, als sein preiset, Der uns je Wort? Laßt uns sammeln gleich und je geliebt, Sich als Vater den Bienen, Jeder trage Ce= uns erweiset, Uns den Sohn gen fort. Selig ist, wer Nacht zum Heiland gibt, Heute weckt und Tag Gern darin sich üben des Tages Lauf Mich zur lauten mag. Andacht auf. 5. O mein Gott, sprich sel2. O wie lieb ich diese Stun- ber Amen, Denn wir sind dein den, Wo die Welt mich ruhen Eigenthum. Alles preise deinen läßt, Wo wir, treu in ihm ver- Namen, Alles mehre deinen bunden, Feiern unsers Heilands Nubm, Bis es künftig wird Fest, Und er uns durch seinen geschehn, Daß wir dich im HimGeift Selbst den Weg zum Him- mel sehn. mel weist. Mel. Wer nur den lieben Gott. 3. Habe Dank für diesen Mor= cen, Der mir Kraft zum Guten 633. Ein neuer Tag, ein neues mit der Sorgen, Wenn sein Heik der neuen Woche an; Du wolleft, Mensch bedenkt, Wenn er betet, Gott, auf's Neu mir geben, Was wenn er singt, Daß es durch die mir sonst Niemand geben kann. Wolken bringt. Denn hab ich deine Gnade nicht, Woher 400 Morgenlieder. Woher nähm ich dann Trost und zu uns richte, Und vertreib durch Licht? deine Macht Unsre Nacht. 2. Ich grüße diesen lieben 2. Deiner Gnade Morgenthau Morgen, Mich schützte deine Va- Senk', o Herr, auf uns sich nieterhand. Ich bin getreft, denn der, Daß, gleich Blumen auf der tausend Sorgen Hast du schon Au, Sich die Seel erhebe wiegnädig abgewandt. Ach Herr, wer der. Segen ström auf deine Schaar bin ich Armer doch? Du sorgst Immerdar. für mich, drum leb ich noch. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut 3. Nun, das erkenn ich, Herr, Unsers Herzens Kält' ertödte, Und und gebe mich freudig dir zum erwecke Sinn und Muth Bei der Opfer hin. Doch, weil ich hier, neuen Morgenröthe, Daß wir, so lang ich lebe, Mit Noth und deine Bahn zu gehn, Necht aufTod umfangen bin, So weich stehn. auch heute nicht von mir, Die 4. Schmück uns mit GerechtigHülfe steht allein bei dir. feit, Als mit einem weißen Kleide, 4. Mein Glück in dieser neuen Nie werd es von uns entweiht, Woche Soll nur in deinem Na- Nie an seinem Glanz es leide. men blühn. Erlöse mich vom Laß uns hell und sündenrein Vor Sündenjoche, Und laß mich jedes dir sein. Unrecht fliehn. Gib deinen Geift, 5. Ach, du Aufgang aus der der mich regier, Und stets auf Höh, Gib, daß auch an jenem ebner Bahn mich führ. Tage Deine gläubge Schaar ersteh, 5. Soll ich mein Brod mit Und, erlöst von aller Plage, Auf Kummer essen, So laß es doch der ewgen Freudenbahn Wallen gesegnet sein, Und was du sonst kann. mir zugemessen, Das richte mir 6. Leucht uns selbst in jene zum Besten ein; Ich bitte nicht Welt, Du verklärte Gnadensonne! um Ueberfluß, Gib, Vater, was Führ uns durch das Thränenfeld ich haben muß. In das Land der süßen Wonne, 6. Du thuft gewiß, mein Gott, Wo, was selig uns erhöht, Nie das Deine, Ich will mit dir das vergeht. Meine thun. Behüte beide, Groß' und Kleine, Laß sie in deiner Mel. Nun laßt uns Gott, dem. Liebe ruhn, Und hilf, daß Jeder 635. Wach auf, mein Herz, diesen Tag Mit dir, o Herr, be= schließen mag. Schöpfer aller Dinge, Dem GeEigene Melodie.ber aller Güter, Dem treuen Menschenhüter! 634, Morgenglanz der Ewig- 2. Als Nacht und dunkle Schatkeit, Licht vom un- ten Mich ganz umgeben hatten, erschaffnen Lichte, Hilf in dieser Hat mich kein Leid gestöret, Gott Morgenzeit, Daß dein Schein sich hat es abgewehret. 3. Ja, Morgenlieder. 401 3. Ja, Gott, ob auch Gefah- Herzen, Daß du mich in dieser ren mir noch so nahe waren: Nacht Vor Gefahr und Noth Ich lag an deinem Herzen, Be- und Schmerzen Haft behütet und freit von allen Schmerzen. bewacht, Daß des bösen Feindes 4. Schlaf, sprachst du, Kind, List Mein nicht mächtig worin Frieden, Ich bin dein Schutz den ist. hienieden, Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die Sonne schauen. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden So wie diese Nacht vergehn, O Herr Jesu, laß mich fin5. Dein Wort, Herr, ist ge- den Deine Wunden offen stehn, schehen, Ich kann das Licht noch Da alleine Hülf und Nath Ist sehen. Von Noth bin ich befreiet, für meine Missethat. Dein Schutz hat mich erneuet. 4. Hilf, daß ich mit diesem 6. Du willst ein Opfer haben, Morgen Geistlich auferstehen mag, Hier bring ich meine Gaben: Ich Und für meine Seele sorgen, Ch fall in Demuth nieder Und bring erscheint dein großer Tag. Dann Gebet und Lieder. beb ich als Sünder nicht, Wenn 7. Du wirst sie nicht verschmä- du kommst und hältst Gericht. hen, Du kannst ins Herz mir 5. Führe mich, o Herr, und jehen, Und weißt wohl, daß zur leite Meinen Gang nach deinem Gabe Ich ja nichts Besfres habe. Wort. Sei und bleibe du auch 8. Du wollst dein Werk voll- heute Mein Beschützer und mein enden, Mir deinen Engel senden, Hort. Nirgends als bei dir allein Der mich an diesem Tage Auf Kann ich recht bewahret sein. seinen Händen trage. 6. Meinen Leib und meine 9. Sprich: ja! zu meinen Tha- Seele, Sammt den Sinnen und ten, Hilf selbst das Beste rathen, Verstand, Großer Gott, ich dir 3um Guten Alles wende Vom befehle Unter deine starke Hand. Anfang bis zum Ende. Herr, mein Schild, mein Ehr 10. Erhöre meine Bitte, Mein und Ruhm, Schüße mich, dein Herz sei deine Hütte, Dein Wort Eigenthum. sei meine Speise Auf meiner Bilgerreise. 7. Deinen Engel zu mir sende, Der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende, Und mich halt in guter Acht, Eigene Melodie. 636. Gott des Himmels und Der auch endlich mich zur Ruh der Erden, Vater, Trage deinem Himmel zu. Sohn und Heilger Geist, Der 8. Höre, Gott, was ich begehre, Tag und Nacht läst werden, Vater, Sohn und heilger Geist. Sonn und Mond uns scheinen Meine Bitt, o Herr, gewähre, beißt, Dessen starke Hand die Der du selbst mich bitten heiß'st. Belt, Und was drinnen ist, erhält! So will ich dich hier und dort 2. Gott, ich danke dir von Herzlich preisen fort und fort. Ce Mel. 402 Morgenlieder. 10. Daß ich als bein getreues Mel. Ich dant dir schon durch. Kind Nach deinem Reiche strebe, 637. Mein erft Gefühl sei Und frohen Muths und fromm gesinnt In deiner Gnade lebe. Preis und Dank, Erhebe Gott, o Seele! Der Herr 11. Daß ich, dem Nächsten hört deinen Lobgesang; Lobsing beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit ihm, meine Seele! scheue, Mich gern an Andrer Wohl2. Mich selbst zu schützen ohne ergehn Und ihrer Tugend freue. Macht, Lag ich und schlief in 12. Daß ich das Glück der Frieden. Wer schafft die Sicher- Lebenszeit In deiner Furcht geheit der Nacht Und Ruhe für die nieße, Und meinen Lauf mit Müden? Freudigkeit, Wenn du gebeutst, 3. Wer wacht, wenn ich von beschließe. mir nichts weiß, Mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mich in Mel. O Gott, du frommer Gott. der Arbeit Fleiß, Und schüßt 638. Seſu, jüßes Licht, mich vor Gefahren? Nun ist die 4. Wer lehrt das Auge seine vergangen, Nun hat dein GnaPflicht, Sich sicher zu bedecken? denglanz Auf's Neue mich umfanWer ruft den Tag und seinem gen, Nun ist, was an mir ist, Licht, Mich wieder aufzuwecken? Vom Schlafe neu erwacht, Drum 5. Du bist es, Gott und Herr singet nun mein Herz: Dir, Herr, der Welt, Und dein ist unser Le- sei Dank gebracht! ben, Du bist es, der es uns er- 2. Was soll ich dir denn nun, hält, Und jetzt mir's neu gegeben. Mein Gott, für Opfer schenken? 6. Gelobet seift du, Gott der Ich will mich ganz und gar In Macht, Gelobt sei deine Treue, deine Gnad versenken. Mein Daß ich nach still durchschlafner Leib und Seel und Geist Sei Nacht Mich dieses Tags erfreue. dein den ganzen Tag, Das soll 7. Laß deinen Segen auf mir mein Opfer sein, Weil ich sonst ruhn, Mich deine Wege wallen, nichts vermag. Und lehre du mich selber thun Nach deinem Wohlgefallen. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da hast du meine Seele, Sie 8. Nimm meines Lebens gnä- sei dein Eigenthum, Daß ihr kein dig wahr, Auf dich hofft meine Gutes fehle. Dir geb ich meiSeele, Sei mir ein Retter in nen Geist, Verschmäh die Gabe Gefahr, Ein Vater, wenn ich nicht, Verkläre dich in ihm Durch feble. deines Geistes Licht. 9. Gib mir ein Herz voll 4. Ich will auch meinen Leib Zuversicht, Erfüllt mit Lieb und Zum Tempel dir ergeben, Darin Ruhe, Ein weises Herz, das du wohnen magst, O Herr, mein seine Pflicht Erkenn und freudig Heil, mein Leben! Ach wohn, ach thue. leb in mir, Beweg und rege mich, Sp Morgenlieder. 403 So hat Geist, Seel und Leib singt in ihre Chöre, In thren Mit dir vereinigt sich. Jubelklang! Ertönet, Harf und 5. Dem Leibe hab ich jetzt Psalter, Ins Lied der Seraphim; Die Kleider angeleget, Laß mei- Den Schöpfer, den Erhalter Erner Seele sein Dein Bildniß ein- hebt, lobsinget ihm! gepräget, Im goldnen Glaubens- 3. Von dir ist mir gegeben, schmuck, In der Gerechtigkeit, Die Herr, was ich hab und bin; allen Seelen ist Das rechte Eh- Doch dies mein irdisch Leben renkleid. Flieht schnell zum Tode hin. 6. Mein Jesu, schmücke mich Bald ist ste ganz verschwunden, Mit Weisheit und mit Liebe, Mit Der Wallfahrt kurze Zeit, Doch Keuschheit, mit Geduld, Durch hängt an ihren Stunden Das deines Geistes Triebe. Vor al- Heil der Ewigkeit. lem leite mich Zur wahren De- 4. O süßer, hoher Glaube: muth an, So bin ich wohl ge- Nicht ewig zu vergehn! Es soll schmückt, Und köstlich angethan. der Mensch vom Staube Einft 7. Gib, daß es diesen Tag wieder auferstehn! Ach, laß mich's Mir stets vor Augen schwebe, nie vergessen; Der heilgen HoffDaß deine Gegenwart Mich wie nung voll, Laß täglich mich erdie Luft umgebe, Damit mein messen, Was ich einst werden soll. ganzes Thun, Durch Herz und 5. Sollt ich nach Reichthum Sinn und Mund, Dich lobe in- trachten? Nie kommt es mir ins niglich, Mein Gott, zu aller Herz; Nach Ehr und Wolluft Stund. schmachten? Ihr Lohn ist Neu 8. O segne was ich thu, Mein und Schmerz. Hienieden schon Reden und mein Denken, Durch auf Erden Soll meine Seele rein deines Geistes Kraft Wollst du Und Gottes Tempel werden, Ganz es weislich lenken. Laß alles nur ihm geheiligt sein. geschehn Zu deines Namens Ruhm, 6. 3war dieses Lebens FreuAuf daß ich unverrückt Verbleib den Sind nicht der Christen dein Eigenthum. Loos; Doch ist in ihren Leiden Des Herrn Erbarmen groß. Wir leiden nicht vergebens, Und schaun Mel. Valet will ich dir geben. 639. ob sei Gott, der den von ferne schon Die Wonne jeMorgen Uns sendet nes Lebens, Der Ueberwinder nach der Nacht, Der, wenn wir Lohn. ohne Sorgen Entschlummern, für 7. Getroft, mein Geift, eruns wacht, Der uns im Schlaf müde In deinem Rampfe nicht. erquicket, Und unsre Kraft erneut, Dich stärke Gottes Friede Mit Ihm, der die Erde schmücket, Und, Glaubenszuversicht. Ermuntre dich was er schuf, erfreut. und streite, Dein Netter ist dir 2. Der Engel Heilge Heere nah. Getrost, vielleicht ist heute Erhöhn ihn mit Gesang. Auf, Des Kampfes Ende da. Ce* Mel. 8404 Morgenlieder. Mel. Werde munter, mein Gemüthe. und Stab. Sein Auge schläft und 640. Wenn ich einst von schlummert ewig nicht, weil es jenem Schlummer, der Gottheit nie an Kraft gebricht. Welcher Tod heißt, aufersteh, Und 3. Gott ist mein Schöpfer und befreit von allem Kummer Jenen mein Vater, Deß Huld mir Leib schönen Morgen seh, O dann und Seel und Alles gab. Er ist wach ich anders auf, Schon am mein Freund und mein Berather, Ziel ist dann mein Lauf, Träume Was an mir gut ist, kommt von sind des Pilgers Sorgen, Großer ihm herab. Er nährt und pflegt, Tag, an deinem Morgen. er hält und träget mich, Und 2. Ach, laß keinen von den seine Treu erneuert täglich sich. Tagen Dieser ernsten Prüfung8-4. Oft ging ich irr auf fine zeit Mich an jenem Tag verkla- ftern Wegen, Da zeigt er mir gen, Daß ich frevelnd ihn. ent- sein freundlich Angesicht, Ich weiht. Auch noch heute wacht' ich spürte seines Geistes Regen Und auf; Dank sei dir! zu dir hinauf kam zu seinem wunderbaren Licht. Führe jeder meiner Tage Mich Mir war, als sei ich aus dem durch Freude wie durch Plage. Schlaf erwacht, Und hinter mir läg eine tiefe Nacht. 3. Würd ich auch zum letzten Male Heut den Tag des Lebens 5. In Christo hat er mich gesehn, Müßt ich gleich zum dun- liebet, Durch Christi Tod bin ich keln Thale In die Nacht des mit ihm versöhnt. O große Huld, Todes gehn: Hoffnungsvoll ent- die mir vergiebet, O größre Huld, schlief ich dann, Denn mein Geist die mich mit Christo frönt! Ja, geht himmelan, Und wird dort durch den Sohn bin ich des Vaauf Himmelsauen Einen ewgen ters Kind, Und erbe Güter einft, Morgen schauen. die ewig sind. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich. 641. Der frohe Morgen 6. Gott hat mir seinen Geist gegeben, Ein himmlisch Licht dem irrenden Verstand, Der leitet mich kommt gegangen, zum wahren Leben, Ist mir der Das Dunkel weicht, der neue Gnade sichres Unterpfand. Und Tag bricht an. Bald wird die wenn ich schwach, gebeugt und Sonn am Himmel prangen, Seht, elend bin, Labt er mit Fried und schon Troft blöden Was in der Nacht erstarrt und 7. Dram will ich, Gott, mich schlafend lag, Das reget sich, ist dir ergeben, und deiner Tren munter, frisch und wach. mich ewig anvertraun. Geheili2. Auch du, mein Geist, ihr, get sei dir mein Leben, Mein meine Kräfte, Ermuntert euch, Auge soll beständig auf dich legt alle Trägheit ab. Gott lo- schaun, Daß dieser Tag, zu dem ben sei mein erst Geschäfte, Den ich bin erwacht, Dir wohlgefällig trenen Gott, der Seinen Schuß werde zugebracht.im dic 8. Ja, Morgenlieder. 405 A 8. Ja, segne, Vater, und be- zu Ende geht, Er gibt und nimmt, hüte An Leib und Seele mich, macht wie er's will, Drum sprech denn ich bin dein. Das Antlig auch ich fein in der Still: Daß deiner Lieb und Güte Erleuchte walte Gott! mich mit seiner Klarheit Schein. 7. Gott steht mir bel in aller Dricht auf mich dein gnädig Noth, Und gibt mir auch mein Angesicht, Und gönne mir dein Stücklein Brod. Nach seinem himmlisch Friedenslicht. alten Vaterbrauch Thut er mir Guts, drum sprech ich auch: Das walte Gott! ind sow you rild Hun 8. Drum walle ich nach Gottes helfen kann! Mit Nath Auf seinem schmalen Le Gott fang ich die Arbeit an, Mit benspfad, Dann geht es mir in Gott nur geht es glücklich fort, Allem gut, Drum spreche ich mit Drum ist auch dies mein erstes frohem Muth: Das walte Gott! Wort: Das walte Gott! Mel. Erschienen ist der herrlich Tag. der 642. Das walte Gott, 2. Wenn Gott nicht hilft, so Mel. Auf meinen lieben Gott. kann ich nichts, Wo Gott nicht 643. Se tret ich demnach schenket, da gebrichts, Gott gibt an, So gut ich und thut mir alles Guts, Drum immer kann, Mein' Arbeit, Thun sprech ich auch nun gutes Muths: und Wesen, Dazu mich Gott erDas walte Gott! lesen; Der wird mir seinen Se3. Will Gott mir etwas ge- gen Auch wissen beizulegen. ben hier, So will ich dankbar 2. Dir, Vater, sag ich Dank, sein dafür. Mein Netz werf ich Daß du mein Lebenlang So reichauf sein Geheiß, Und sage beislich mich ernähret, Mir manches der Arbeit Schweiß: Das walte Glück bescheret. Laß deine Güt Gott! und Gaben Mich auch noch fer4. Legt Gott mir seinen Se- ner laben. gen bet, Nach seiner großen Güt 3. Ach mein Herr Jesu Christ, und Treu, So gnüget mir zu Der du mein Helfer bist, Ach, jeder Zeit, Drum sprech ich auch segne meine Werke, Und mich mit Freudigkeit: Das walte Gott! vom Himmel stärke, Damit ich 5. Trifft mich ein Unglück, deinen Willen In Allem mög unverzagt! Ist doch mein Werk erfüllen. mit Gott gewagt; Er wird mir 4. Behüte Seel und Leib, Und Hülfe stets verleihn, Drum soll alles von mir treib, Was meine auch meine Losung sein: Das Arbeit hindert Und deinen Segen walte Gott! mindert, Und laß in Fried und 6. Er kann mich segnen früh Frenden Mich einst von hinnen und spät, Bis einst mein Thun scheiden. 2. Mittags= 406 Mittagslieder. 2. Mittagslieder. alle Sorgen, Und führ uns aus der Nacht zum Hellen Morgen. Mel. Schmücke dich, o liebe. 644. Speif uns, Gott, 6. Bei treuem Fleiß wirst du deine Kinder, Tröste uns Alles geben, Was wahrhaft die betrübten Sünder, Sprich den dient zu einem frommen Leben. Segen zu den Gaben, Die wir 7. O Vater, stärke uns, daß nun hier vor uns haben, Daß sie wir dir trauen, Bis du uns führst uns zu diesem Leben Stärke, zu ewig grünen Auen. Kraft und Nahrung geben, Bis 8. Da wollen wir dir Preis wir endlich mit den Frommen An und Ehre bringen, Dir ewig Dank die Himmelstafel kommen. für deine Güte singen. Mel. Danket dem Herren, denn. Mel. Ringe recht, wenn Gottes. 645. Herr, fegne uns aus 646. Dankt dem Herrn! mit deiner reichen Fülle, frohen Gaben Füllet Und mache unsre Seelen fromm er das ganze Land, Alles, alles, und stille. was wir haben, Kommt aus seiner Vaterhand. 2. Dankt dem Herrn! er gibt uns Leben, Gibt uns Nahrung 3. Verleih den Armen Brod, und Gedeihn. O wer wollt ihn das sie ernähret. Gib uns ein nicht erheben, und sich seiner Herz, das Wohlthat gern gewähret. Güte freun? 4. Mach uns zufrieden mit den 3. Dankt dem Herrn! vergiß, guten Gaben, Die wir von dir o Seele, Deines guten Vaters nie; durch Jesum Christum haben. Werd ihm ähnlich und erzähle 5. Verbanne aus den Herzen Seine Wunder spät und früh. 2. Gib, daß wir täglich deine Huld ermessen Und nie dich, Geber alles Guts, vergessen. 3. Abendlieder. Mel. Nun sich der Tag geendet. Du stehst auf mich vom Himmels647. Nun bricht die finstre zelt, Hör auch mein Seufzen an. Nacht herein, Es 3. Der Tag, den ich nunmehr glänzt der Abendstern; Doch du, vollbracht, War dein, vor allen mein Herz, schlaf ja nicht ein, dein, Drum soll er mir bis in Komm, sprich erst mit dem Herrn. die Nacht Vor allen heilig sein. 2. O Gott, du großer Herr der 4. Doch ach, mich reizte heute Welt, Den Niemand sehen kann, noch Die Lust der blinden Welt, Noch Abendlieder. 407 Noch trage ich das Sündenjoch, 3. Herr, was ich bin, ist dein Das mich gefesſelt hält. Geschenk, Der Geist, mit dem ich 5. Drum such ich deinen Gna- dein gedenk, Ein ruhiges Gedenthron: Sieh meine Schuld nicht müthe; Was ich vermag bis diean, Und laß durch deinen lieben sen Tag, Ist alles deine Güte. Sohn Vergebung mich empfahn. 4. Sei auch nach deiner Lieb 6. Was heute mich dein Wort und Macht Mein Schutz und gelehrt, Schreib in das Herz mir Schirm in dieser Nacht, Vergib ein, Laß mich und Alle, die's ge- mir meine Sünden. Und kommt hört, Dir auch gehorsam sein. mein Tod, mein Herr und Gott, 7. Erhalt uns fernerhin dein So laß mich Gnade finden. Wort, Es sei uns helles Licht, Daß wir dir dienen immerfort, In froher Zuversicht. Eigene Melodie. 649. Merde munter, mein Gemüthe, Alles 8. Jetzt aber such ich meine Ruh, O Vater, steh mir bei, rege sich in dir, Daß ich preiſe Und sende deine Wacht mir zu, Gottes Güte, Die er hat gethan Die schützend um mich set. an mir, Daß er diesen ganzen 9. Gib Allen eine gute Nacht, Tag Vor so mancher Noth und Die chriftlich heut gelebt, Und Plag, Vor Betrübniß, Schmach beffre den, der unbedacht Der und Schaden Mich behütet hat Gnade widerstrebt. in Gnaden. 10. Wofern dir auch mein 2. Lob und Dank sei dir ge= Thun gefällt, So hilf mir mor- fungen, Vater der Barmherzigkeit, gen auf, Daß ich noch ferner in Daß mir ist mein Werk gelungen, der Welt Fortsetze meinen Lauf. Daß du mich so hoch erfreut, 11. Und endlich führe, ist es Und vor Sünden mancher Art Zeit, Mich in den Himmel ein, So getreulich haft bewahrt, Auch Da wird in deiner Herrlichkeit den Feind hinweggetrieben, Und Mein Sabbath ewig sein. ich unversehrt geblieben. 3. Ach, kein Geift kann ganz Mel. In dich hab ich gehoffet, Herr. erkennen Deiner Güte Wunder648. Für ür alle Güte sei ge- that, Und kein Wort es würdig preist, Gott Vater, nennen, Was ste mir erwiesen Sohn und heilger Geift! Ihr bin hat. Deiner Wohlthat ist zu viel, ich zu geringe. Vernimm den Sie hat weder Maß noch Ziel. Dank und Lobgesang, Den ich Herr, du hast mich so geführet, dir kindlich singe. Daß kein Unfall mich berühret. 2. Du nahmst dich meiner Herz- 4. Dieser Tag ist nun verganlich an, Haft Großes heut an mir gen, Und die dunkle Nacht bricht gethan, Mir, was ich bat, ge- an, Und ich sehe mit Verlangen, währet; Haft väterlich mein Haus Herr, zu deinem Licht hinan. und mich Beschützet und genähret. Stehe- mir, o Vater, bei, Daß dein Glanz 408 Abendlieder. ad 199 Glanz stets in mir sei, Und mir Brüder, Hausgenossen Sind in auch im Finstern scheine, Denn deinen Schuß geschlossen. bi se ich hoff auf dich alleine.dap i 10. Auch bewahre mich vor 5. Herr, verzeihe mir aus Gna- Schrecken, Schüße mich vor Üeberden Alle Sünd und Missethat, fall, Laß nicht Krankheitsschmerz Damit sich mein Herz beladen, mich wecken, Nicht Tumult noch Und dich hoch erzürnet hat. Schüße Kriegesschall. Wend ab Feu'rvor des Satans Macht Mich bei und Wassersnoth, Pestilenz und Tage wie bei Nacht, Laß es ja schnellen Tod. Laß mich nicht in ihm nicht gelingen, Mich in Sünd Sünden sterben, Noch an Leib und Noth zu bringen.bim al und Seel verderben. 6. Bin ich gleich von dir ge- 11. O du großer Gott, erhöre, wichen, Stell ich mich doch wie- Was dein Kind gebeten hat. der ein, Denn dein Sohn, am Jesu, den ich stets verehre, Bleibe Kreuz verblichen, Will mein Heil du mein Schutz und Rath. D und Mittler sein. Ich verleugne du werther heilger Geist, Zeig, nicht die Schuld, Aber deine daß du der Tröster heißst. Herr, Gnad und Huld Ueberwieget weit erhöre dies mein Flehen; Amen, die Sünden, Welche sich in mir ja, es soll geschehen. befinden. 7. O du Licht der frommen Mel. Werde munter, mein. Schlummer, Seelen, du Glanz der Ewig- 650. Sink ich einst in jenen O keit, Dir will ich mich ganz beAus fehlen Diese Nacht und allezeit. dem feiner mehr erwacht, Geh Bleibe dech, mein Gott, bei mir, ich aus der Welt voll Kummer, In dem finstern Thale hier; Tröste Todesruh, in deine Nacht, O mich mit deiner Liebe, Daß kein dann schlaf ich anders ein, Weg Unfall mich betrübe. aus dieses Lebens Pein Wall' 8. Wenn des Tages Mühnjich zu den ewgen Hütten Derer, gleich machen, Daß die Augen die schon ausgelitten. schlafen ein, So laß doch mein 2. Jeßt noch schlaf ich, aufzuHerz noch wachen, Und zu dir wachen Für die Tage dieser Zeit; gerichtet sein. Herr, mein ganzer Möcht ich stets mich fertig machen, Geist und Sinn Gehet immerfort Bater, zu der Ewigkeit, Daß ich dahin, Daß von dir mich ja wie ein Pilger sei, Leicht, bereit, nichts treibe, Und ich dein im von Bürden frei, Froh zu scheiden Schlaf auch bleibe. von der Erde, Wenn ich nun un9. Laß mich diese Nacht em- sterblich werde. pfinden Eine stille, süße Nuh. 3. Gerne laß den Tag mich Alles Uebel laß verschwinden, sehen, Der als Retter mir erscheint, Decke mich mit Gnade zu. Leib Wenn mit nicht erhörtem Flehen, und Seele, Muth und Blut, Auch Wer mich liebet, um mich weint. mein zeitlich Hab und Gut, Freunde Stärker als mein Freund im Schmerz Abendlieder. 409 Schmerz Sei mein gottverlangend meinen Sinn, Dich laß ich nicht, Herz, Daß ich, is voll von deinem mein Licht; der Tag ist hin. Preise, Ihn zu dir gen Himmel weise in devint han ditudun she mish Eigene Melodie. 652. Nun sich der Tag geendet hat, Die Sonne Mel. O höchster Gott, o unser. 651. Der Tag ist hin, mein nicht mehr scheint, Schläft, was Jesu, bei mir bleibe! von matt, Und O Seelenlicht, der Sünden Nacht was zuvor geweint. na dru vertreibe! Geh auf in mir, Glanz 2. Nur dn, mein Gott, wirfft der Gerechtigkeit, Erleuchte mich sonder Raft, Du schläfft und in dieser Dunkelheit. schlummerst nicht, Ob uns die 2. Lob, Preis und Dank sei Finsterniß umfaßt, Bleibst du doch dir, mein Gott, gesungen, Die unser Licht. is sit on Ehr ist dein, wenn mir ein Werk 3. Gedenke, Herr, doch auch gelungen. Versteh ich auch nicht an mich In dieser dunkeln Nacht, immer deinen Rath, Du führest Und schenke du mir gnädiglich stets mich auf dem besten Pfad. Den Schirm von deiner Wacht. 3. Nur Eines ist, das mich 4. 3war fühl ich wohl der empfindlich quälet: Beständigkeit Sünden. Schuld, Die mich bei im Guten mir noch fehlet. Du dir verklagt, Doch hat mir deiweißt, o Gott, wie sehr mein nes Sohnes Huld Vergebung zuHerz dich liebt, Und doch wird gesagt. noch dein Geist von mir betrübt. 5. Den setz ich dir zum Bür4. Vergib mir, Herr, es sagt richt. Ich kann ja nicht verloren gen ein, Wenn ich geh vor's Gemir mein Gewissen, Daß Sünd sein In solcher Zuversicht. und Welt mich oft von dir ge= 6. Drauf thu ich meine Augen riffen. Es schmerzt mich tief, zu, Und schlafe fröhlich ein. Mein ich stell mich wieder ein, Da Gott wacht über meine Ruh, Wer ist die Hand: du mein und ich wollte traurig sein? bin dein. 7. Weicht, nichtige Gedanken, 5. Du starker Schußz, mein hin! Hemmt nicht der Andacht Hüter und mein Hirte, Zu mei- Lauf, Ich baue jetzt in meinem nem Trost dein steghaft Schwerdt Sinn Gott einen Tempel auf. umgürte. Wenn über mich stets 8. Soll diese Nacht die letzte deine Gnade wacht, So fürcht sein In diesem Prüfungsthal: So ich nicht des Bösen List und führ mich, Herr, zum Himmel Macht. ein, 3ur auserwählten Zahl. 6. Du schlummerst nicht, wenn 9. Und also leb und sterb ich meine Kräft erschlaffen. O laß dir, O Herr, Gott Zebaoth. Im die Seel im Schlaf auch Gutes Tod und Leben hilfft du mir Aus schaffen. Lebenssonn, erquicke aller Angst und Noth. Mel. 410 Abendlieder. Schüße mich mit deiner Macht. Mel. Ach, was soll ich Sünder. Dir befehl ich meine Sache, Dir 653. Ach, mein Jeſu, steh, vertrau ich, laß mich dein Waich trete, Da der chend und auch schlafend sein. Tag nunmehr sich neigt, Und die Finsterniß sich zeigt, Hin zu deiEigene Melodie. nem Thron und bete. Neige du 654. Nun ruhen alle Wälzu deinem Auch mein und Sinnen hin. Menschen Städt und Felder, Es schläft 2. Meine Tage gehn geschwinde die ganze Welt. Ihr aber, meine Wie ein Pfeil zur Ewigkeit, Selbst Sinnen, Auf, auf, ihr sollt bedie längste Lebenszeit Rauscht vor- ginnen, Was eurem Schöpfer über, wie die Winde, Strömt da- wehlgefällt. hin, schnell wie ein Fluß, Mit 2. Wo bist du, Sonne, bliedem stärksten Wasserguß. ben? Die Nacht hat dich vertrie3. Und, mein Jesu, steh, ich ben, Die Nacht, des Tages Feind. Armer Nehme mich doch nicht in Fahr hin, ein' andre Sonne, Mein Acht, Daß ich dich bei Tag und Jesus, meine Wonne, Gar hell in Nacht Herzlich suchte, mein Er- meinem Herzen scheint. barmer. Mancher Tag geht so 3. Der Tag ist nun vergangen, dahin, Da ich nicht recht wacker Die goldnen Sternlein prangen bin. Am blauen Himmelsfaal. Also 4. Ach, ich muß mich herzlich werd ich auch stehen, Wenn mich schämen, Du erhältst und schüßest wird heißen gehen Mein Gott mich Tag und Nacht so gnädig- aus diesem Jammerthal. lich, Und ich will mich nicht be- 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, quemen, Daß ich ohne Heuchelei Legt ab das Kleid und Schuhe, Dir dafür recht dankbar sei. Das Bild der Sterblichkeit; Die 5. Doch ich komme mit Ver- zieh ich aus, dagegen Wird Chrilangen, O mein Herzensfreund, zu stus mir anlegen Den Rock der dir, Neige du dein Licht zu mir, Ehr und Herrlichkeit. Da der Tag nunmehr vergangen; 5. Das Haupt, die Füß und Sei du selbst mein Sonnenlicht, Hände Sind froh, daß nun zum Daß durch alles Dunkel bricht. Ende Die Arbeit kommen set. 6. Laß mich wohl die Tage Herz, freu dich, du sollst werden zählen, Die du mir noch gönnen Vom Elend dieser Erden Und willt; Mein Herz sei mit dir er- von der Sündenarbeit frei. füllt, So wird mich nichts kön- 6. Nun geht, ihr matten Glienen quälen, Denn wo du bist der, Geht, geht und legt euch nieTag und Licht, Schaden uns die der, Der Betten ihr begehrt. 58 Nächte nicht. kommen Stund und Zeiten, Da 7. Nun, mein treuer Heiland, man euch wird bereiten Zur Ruh wache, Wache du in dieser Nacht, ein Bettlein in der Erd. 7. Mein' Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit. 411 7. Mein' Augen stehn ver- ser Nacht, Bewahre uns vor brossen, Im Nu sind sie geschlos- allem Leid, Gott, Vater der Barmsen, Wo bleibt dann Leib und herzigkeit. Seel? Nimm ste zu deinen Gnaben, Sei gut für allen Schabent, Israel! 3. Vertreib den Sündenschlaf, Herr Christ, Uns schade nicht des Du Aug und Wächter Feindes List. Gib, daß der Leib auch züchtig sei, So sind wir macher Sorgen frei. 8. Breit aus die Flügel beide, O Jesu, meine Freude, Und nimm 4. Wenn unsre Augen schlafen dein Rüchlein ein. Will Satan ein, Laß unsre Herzen wacker sein, mich verschlingen, So laß die Beschirm uns, Gott, mit deiner Englein singen: Dies Kind soll Hand, Und löse unsrer Knechtunverlegzet sein. schaft Band. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, Soll heute nicht betrüben 5. Beschirmer, Herr der ChriEin Unfall noch Gefahr. Gott stenheit, Dein Hülf' sei allzeit uns laß euch ruhig schlafen, Stell euch bereit. Hilf uns, Herr Christ, die goldnen Waffen Ums Bett, aus aller Noth, Durch deinen bittern Kreuzestod. und seiner Engel Schaar. 6. Gedenk an uns in finstrer Zeit, Gib uns dein Licht in DunEigene Melodie. 655. Christe, der du bist kelheit, Daß sanft wir ſchlummern Tag und Licht, im Vertraun, Bis wir gestärkt Vor deinem Aug' ist's dunkel den Morgen schaun. nicht. Du väterliches Lichtes 7. Dir sei Lob, Dank und Preis Glanz, Lehr uns den Weg der gebracht, Bis in des Lebens letzter Wahrheit ganz. Nacht, Bis wir den ewgen Mor2. Wir bitten deine heilge gen sehn Und herrlicher dein Leb Macht, Behüt uns, Herr, in die- erhöhn. 4. Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit, zum Lesen der heiligen Schrift, zum Gebet, zur Selbstprüfung. Mel. Ach, was soll ich Sünder.| 2. Mag dich auch die Welt 656. Wer geht froh durchs verhöhnen, Spricht dich dein GeErdenleben An der wissen frei, Bleibst du deinem Liebe Vaterhand? Der in Christo Herrn getreu: O dann wird er Frieden fand, Der sich ganz ihm dich auch krönen, Er wird dein hat ergeben. Ganz sein Eigen- Vertreter sein; Halte dein Gethum zu sein, Hält er sein Ge- wissen rein. wissen rein. 3. Gab dir Gott auf hoher Stufe 412 Ermunterung zur Gewissenhaftigkeit. Stufe Macht und Ehre, Geist 10. Banest du im grünen Lenze und Kraft: Dann gedenk der Das dir anvertraute Land: Leg Rechenschaft, Folg in Demuth vom Pfluge nicht die Hand, Kürze Gottes Rufe, Strebe Gutes aus- nie des Nachbars Grenze. Streu zustreun, Halte dein Gewissen in Gottes Namen ein; Halte dein rein. dnd. di 312 andai Gewissen rein.pn 4. Du sollst laut von Jesu zeu- 11. Deines Hauses Schmuck Christi Knecht, o sei ihm sei Friede, Die dir dienen, liebe treu. Warne, strafe, tröst und du, Gönne ihnen Sabbathruh. Sie drau, Daß die Sünder sich ihm zu bilden sei nicht müde, Daß ste beugen. Treffe dich auch Schmach dort noch Dank dir weihn; Halte und Bein: Halte dein Gewissen dein Gewisse a rein.si algu rein. 12. Hast du dich zum Dienst 5. Lehrst du in der Kinder verpflichtet, Dien' dem Ha Hause als Kreise, O dann führe ste zum dem Herrn, Diene redlich, treu Herrn. Er sei dir der Morgen- und gern. Gott belohnet, Christern. Walte in der Schule weise, stus richtet. Hasse allen HeuchelWeihe ste zum Tempel ein, Halte schein, Halte dein Gewissen rein. dein Gewissen rein. 13. Theilest du des Todten 6. Ruft dich Gott, das Recht Erbe: Friedlich sei dann, fromm zu sprechen: Denke, daß Gott im und treu, Sorg, daß nicht zu Gericht Dir das Urtheil auch einst späte Neu Einst dein Seelenspricht. Laß die Welt dich nie glück verderbe. Dort des Erbes bestechen, Achte weder Groß noch dich zu freun, Halte dein GeKlein, Halte dein Gewissen rein. wissen rein. 7. Hast du den Beruf zu hei= 14. Prüfe dich, wenn du sollst len, dann lindre gern den schwören, Daß des Meineids Schmerz, Blicke hin auf Jesu Frevel nicht Dich verklage im Herz, Lern von ihm zu Armen Gericht. Laß die Lust dich nicht eilen. Laß du deinen Arzt ihn bethören, Gott wird Gott wird schneller sein; Halte dein Gewissen rein. Zeuge sein; Halte dein Gewissen 8. Mußt du kaufen und ver- rein. kaufen, Gib den Frieden dann 15. Stürmt' es auch in Ungenicht hin. Was ist aller Welt wittern, Sänke Noth auf dich Gewinn? Erde sind die Goldes- herab, Deffnet sich dir auch das haufen. Kauf die Eine Perle ein; Grab: Dennoch wirst du nimmer Halte dein Gewissen rein. zittern, Gott wird dir ein Helfer 9. Redlich geh auf Gottes We- sein, Hältst du dein Gewissen gen, Unrecht Gut gedeihet nicht, rein. Falsches Maß und falsch Gewicht 16. Wohl dem Christen, der. Nauben dir nur Gottes Segen. im Leben Gottes Ruf im HerStrebe, reich in Gott zu sein; zen ehrt; Christus, der sich ihm Halte dein Gewissen rein. Wird ihm Troft im Tode verklärt, Ermunterung zum Lesen der heiligen Schrift. 413 Tode geben. Halte dein Gewissen Herrn, Der sei der Schrift gerein, Dann gehst du zum Him- weiht. dati uomise thad mel ein. A 6. Nührt. dich ein starker Spruch, So ruf ihn, dir zum Glücke, Des Tags oft in dein Mel. O Gott, du frommer Gott. 657. Soll dein verderbtes Herz, Im Stillen oft zurücke; Herz Zur Heili- Empfinde feinen Geist, Und stärke gung genesen, Christ, so versäume dich durch ihn Zum freudig fromnicht, Das Wort des Herrn zu men Muth, Das Gute zu vollesen. Bedenke, daß dies Wort ziehn. iQ mi hilo mise Das Heil der ganzen Welt, Den 7. Uns ganz dem Herrn zu Rath der Seligkeit, Den Geist weihn, Dazu stud wir auf Erden. aus Gott enthält.as Thu, was die Schrift gebeut, 2. Merk auf, als ob dir Gott, Dann wirst du's inne werden, Dein Gott, dir selber riefe. Merk Die Lehre sei von Gott, Die auf, als spräch er selbst Aus sci- dir verkündigt ist, Und dann das ner Weisheit Tiefe. Drum lies, Wort verstehn, Dem du gehermit Ehrfurcht lies, Mit Luft und sam bist. mit Vertraun, Und mit dem from- 8. Spricht sie geheimnisvoll, men Ernst, In Gott dich zu er- So laß dich das nicht schrecken; baun. 10 Ein endlicher Verstand Kann 3. Sprich fromm: O Gott, Gott nie ganz entdecken, Gott bor dem Ich meine Hände falte, bleibt unendlich hoch; Wenn er Gib, daß ich dein Gebot Für sich dir erklärt, So glaube, was dein Wort ewig halte, Und laß er spricht, Nicht, was dein Wiß mich deinen Rath Mit Hellem begehrt. Geist verstehn, Die Wunder am 9. Sich seines schwachen Lichts Gesetz, Am Wort vom Kreuze Bet Gottes Licht nicht schämen, sehn. Ist Ruhm, und die Vernunft 4. Er, aller Weisheit Gott, Alsdann gefangen nehmen, Wenn Kann dich nicht irren lassen; Lies, Gott sich offenbart, Ist der GeChrist, sein heilig Buch, Lies oft, schöpfe Pflicht, Und weise Dedu wirst es fassen, So viel dein muth ist, Das glauben, was Gott Hell verlangt. Gott ist's, der spricht. 10 Weisheit gibt, Wenn man sie 10. Drum laß dich, frommer redlich sucht, Weil man fie red- Christ, Durch keinen Zweifel tränlich liebt. 19ten. Hier bist du Kind, doch 5. Lies frei von Leidenschaft Gott Wird höhres Licht einst Und frei von Weltgeschäften, Und schenken. Dort wächst mit deinem fammle deinen Geist Mit allen Glück Dein Licht in Ewigkeit; einen Kräften. Der beste Theil Dort ist die Zeit des Schauns, des Tags, Des Morgens Hei- Und hier des Glaubens Zeit. terkeit, Und dann der Tag des 11. Berehre stets die Schrift, Und 414 Ermunterung zum Gebet. Und siehst du Dunkelheiten, So Fleiß zu allen guten Werken, Ist laß dich deinen Freund, Der mehr eine Pflicht, die nie betrübt. als du steht, leiten. Ein forschen- 4. Bet oft in Einfalt deiner der Verstand, Der sich der Schrift Seelen, Er steht aufs Herz, er geweiht, Ein angefochtnes Herz ist ein Geist. Nie können dir Hebt manche Dunkelheit. die Worte fehlen, Wofern dein 12. Halt fest an Gottes Wort, Herz dich beten heißt. Nicht Töne Es ist dein Glück auf Erden, sinds, die Gott gefallen, Nicht Und wird, so wahr Gott ist, Worte, die die Kunst gebeut. Dein Glück im Himmel werden. Gott ist kein Mensch, ein gläubig Verachte christlich groß Des Bibel- Lallen, Das ist vor ihm Beredfeindes Spott, Die Lehre, die er samkeit. schmäht, Bleibt doch das Wort auß Gott. 5. Wer das, was uns zum Frieden dienet, Im Glauben sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitMel. Jauchzet dem Herren, All'. ten sich erkühnet, Was er nicht 658. Dein Heil, o Christ, wünscht, entehret Gott. Wer tägnicht zu verscher- lich Gott die Treue schwöret, Und zen, Sei wach und nüchtern zum dann vergißt, was er beschwur, Gebet. Ein Flehn aus reinem, Und klagt, daß Gott ihn nicht gutem Herzen Hat Gott, dein Va- erhöret, Der spottet seines Schöter, nie verschmäht. Erschein vor pfers nur. seinem Angesichte Mit Dank und 6. Bet oft zu Gott, und schmeck Demuth oft und gern, Und prüfe in Freuden, Wie freundlich er, dich in seinem Lichte, Und klage dein Vater, ist. Bet oft zu Gott, deine Noth dem Herrn. und fühl in Leiden, Wie göttlich 2. Welch Glück, so hoch ge- er das Leid versüßt. Bet oft, ehrt zu werden, Und im Gebet venn dich Versuchung quälet, vor Gott zu stehn! Der Herr des Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe Himmels und der Erden Bedarf schafft. Bet oft, wenn innrer nicht eines Menschen Flehn; Doch Trost dir fehlet, Er gibt den Müsagt er: bittet, daß ihr nehmet! den Stärk und Kraft. Und des Gebetes Frucht ist dein. 7. Bet oft und heiter im Ge= Wer sich der Pflicht zu beten müthe, Schau dich an seinen schämet, Der schämt sich Gottes Wundern satt. Blick auf den Freund zu sein. Ernst, blick auf die Güte, Mit 3. Sein Glück von diesem Gott der er dich geleitet hat. Hier begehren, das ist keine schwere irrtefst du in deiner Jugend, Im Pflicht, Und seine Wünsche Gott Alter dort, er trug Geduld, Rief erklären, Erhebt das Herz zur dich durch Glück und Leid zur Zuversicht. Sich in der Furcht Tugend: Erkenn und fühle seine des Höchsten stärken, In dem Huld. Vertraun, daß er uns liebt, Im 8. Bet oft und schau mit selgen Ermunterung zum Gebet. 415 gen Blicken Hin in des Ewigen dacht zu entdecken, Wie es dein Gezelt, Und schmeck in gläubigem Mitchrift dir entdeckt, Und ihn Entzücken Die Kräfte der zukünft- zur Inbrunft zu erwecken, Wie gen Welt. Ein Glück von Millio- er zur Inbrunst dich erweckt. Die selge Nie schäme Die nen Jahren, Welch Glück! doch 13. Bist du ein Herr, dem ist's von jenem Glück, Daß dem Andre dienen, So sei ihr Vorder Herr wird offenbaren, Der ihm bild, sei es stets, Und feire täg= hier dient, kein Augenblick. lich gern mit ihnen 9. Bet oft, durchschau mit Stunde des Gebets. heilgem Muthe herzliche dich des Heils der Seelen, Die Barmherzigkeit Deß, der mit Gottes Hand dir anvertraut; Rein seinem theuern Blute Die Welt, Knecht des Hauses müsse fehlen, der Sünder Welt, befreit. Nie Er ist ein Christ, und werd erwirst du dieses Werk ergründen, baut.. Denn es ist eine Gottesthat; 14. Bet oft zu Gott für deine Erfreu dich ihrer, rein von Sün- Brüder, Für alle Menschen als den, Und ehr im Glauben Got- ihr Freund. Gib für den Fluch tes Nath. nur Segen wieder, Und bet auch 10. Bet oft und klag am stil- selbst für deinen Feind. Bet oft, len Orte Gott ohne Zagen deinen so wirst du Glauben halten, Dich Schmerz. Er schließt vom Her- prüfen und das Böse scheun, zen auf die Worte, Nicht von An Lieb und Eifer nicht erkalden Worten auf das Herz. Nicht ten, Und selbst zum Guten weise dein gebognes Knie, nicht Thrä- sein. nen, Nicht Worte, Seufzer, Psalmenton, Nicht dein Gelübd rührt Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. Gott; dein Sehnen, Dein Glaub an ihn und seinen Sohn. 659. Wie süß, mein Va= 11. Bet oft, Gott wohnt an ter, ist die Pflicht, jeder Stätte, An keiner minder Als Kind vor dich zu treten, oder mehr. Denk nicht: wenn Dich demuthsvoll mit Zuversicht ich mit Vielen bete, Find eher In Christo anzubeten! Ein Glück, ich bei Gott Gehör. Gott ist kein das Alles übersteigt, Wird im Mensch, ist dein Begehren Ge- Gebete mir erzeigt, Wenn ich mit recht und gut, so hört er's gern; Kindestreue Mein Herz dir, VaIsts nicht gerecht, so gelten Zäh- ter, weihe. ren Der ganzen Welt nichts vor dem Herrn. 2. Heil mir, Barmherziger, wenn dich Mein betend Herz em12. Doch säume nicht, in den pfindet, Und Ehrfurcht, Dank und Gemeinen Auch öffentlich Gott Liebe sich In meiner Brust ent= anzuflehn, Und seinen Namen mit zündet! Hell mir, wenn Demuth, den Seinen, mit deinen Brüdern Freundlichkeit, Wenn kindliche zu erhöhn, Dein Herz voll An- Ergebenheit und Fleiß in guten Werken 416 Ermunterung zur Selbstprüfung. Werken Durch das Gebet sich kannst, Durch Gottes Kraft und stärken! thodus id nu Geist, Daß du in Wahrheit auch 3. Hell mir, wenn in der Ein- Ein Jünger Chrifti feift.bging. samkeit Ich mich zu dir erhebe, 2. Du sagst: ich bin ein Chrift. Voll gläubiger Zufriedenheit Dir Der ists, der Jesum kennet, Shn Alles übergebe! Durch dich allein seinen Gott und Herrn Auch vor empfang ich Kraft Und Muth im den Menschen nennet, Und thut Kampf der Leidenschaft, Erquickung dann auch mit Fleiß, Was Christets im Leiden Und Hoffnung stus ihm gebeut. Thust du das ewger Freuden. ho did nicht, so ist Dein Ruhm nur. 4. Für eine Welt vertauscht ich Eitelkeit. nicht Die wonnevollen Stunden, 3. Du sagst: ich bin ein Chrift; Da ich gesehn dein Angesicht, Und Doch wer ein Christ will heißen, deine Lieb empfunden. Wenn ich muß leben, wie er glaubt, Demi mit Thränen vor dir stand, Und Bösen sich entreißen. Der liebet deine Vaterhuld empfand, Die mich Christum nicht, Der noch die so weise führet: Wie ward mein Günde liebt, Ist auch kein Chrift, Herz gerühret!, deia nos ob er Sich gleich den Namen 5. Dein denk ich, wenn der gibt. map dog Tag entflieht, Wenn Schatten 4. Du sagst: ich bin ein Chrift, mich umgeben, Und singe dir Denn ich bin ja getaufet Auf mein Abendlied, Denn du be- Christi Ted, der sich Sein Volk wachst mein Leben. Dich rühm mit Blut erkaufet. Allein, mein ich, wenn nach sanfter Nacht Zu Chrift, wie steht's Um deinen neuer Lust mein Herz erwacht, heilgen Bund, Den du mit Gott Und jauchze in die Chöre Der gemacht In jener Gnadenstund? Schöpfung deine Ehre. 5. Hast du ihn nicht vorlängst 6. Kann auch, vollendet sich Gar oft und viel gebrochen? Hast mein Lauf, Die Lippe nicht mehr du als Gottes Kind Dich, wie beten, Dann fleht mein Blick zu du haft versprochen, In allem dir hinauf Um Trost in Todes- Thun erzeigt, Dem Guten nachnöthen. Dann lehre du mich, gestrebt? Hat nicht der alte Mensch guter Geist, Der du mir Kraft Bisher in dir gelebt? und Ruh verleibst, Die letzten 6. Du sagst: ich bin ein Chrift, Kräfte sammeln, Und sterbend: Weil ich die Gnadenlehre, Zu Vater! stammeln. sdisar Haus und öffentlich, Beständig les und höre. Ja, Lieber, thust du auch, Was dieses Wort dich lehrt? Nur, wer es hört und Christ! Wohl dir, thut, Der ist des Namens werth. wenn Werk und Leben Dir dessen, 7. Du sagst: ich bin ein Christ, was du sagst, Beweis und Zeug- Bekenne meine Sünden, Und lasse niß geben. Nur zeige, wie du oft mich auch Bei Jesu Nacht660. D u sagst: ich bin ein mahl WE Mel. O Gott, du frommer Gott. Ermunterung zur Selbstprüfung. 417 finden. Doch findet sich, mein klagen sie dich dort Vor deinem Freund, Ich bitte, sag es mir, Nichter an. Nach solchem heilgen Brauch Auch Besserung bei dir? bor 13. Sag nicht: ich bin ein Christ, Bis daß dir Werk und 8. Ach, du bleibst nach wie Leben Auch dessen, was du sagst, Bei deinem alten Leben, Beweis und Zeugniß geben. Die Selbst ärger wirst du oft Im Worte sind nicht g'nug, Ein Borsag und und Bestreben. Dich Christ muß ohne Schein Das, führt der alte Trieb, Und was was er heißen will, Im Wesen noch gut soll sein, Ist, wenn selber sein. man's recht besteht, Nur lauter 14. Gott, schenke mir doch Heuchelschein. Kraft, Mich ernstlich zu befleißen, 9. Du sagst: ich bin ein 3u sein ein wahrer Christ, Und Christ, Ich kann dir's nicht ge- nicht nur so zu heißen. Denn stehen, Es sei denn, daß ich's wer den Namen hat Und nicht tann Aus deinem Wandel sehen. die That zugleich, Gefanget nimDenn wer: Herr, Herr! nur sagt, mermehr Zu dir ins Himmelreich. Mel. Dies ist der Tag, zum. Ach, der betrügt sich sehr; Ein Jünger Jesu muß Auch wandeln, gleichwie er. 661. Soll sich mein Geist, 10. Wenn aus des Herzens heben, und dich zu kennen glücko Gott, zu dir er= Quell Die reine Liebe rinnet, lich sich bestreben, So mußt du Wenn du, wie Jesus war, Auch selbst, um groß von dir zu denimmer bist gesinnet, Wenn dich ken, Die Kraft mir schenken. die Demuth schmückt, Wenn du sanftmüthig bist, Wie unser Hei- mich stets erfreuen Und meiner 2. Laß doch, o Herr, dein Licht land war: Dann sag, du seist Seele Finsterniß zerstreuen; Ertin Christ. leuchte mich, daß mich zu deiner Ehre Dein Glanz verkläre. 11. Jedoch so lang dich noch Der Sinn der Welt regieret, Dein 3. Was ist im Himmel, Gott, Stolz zur Eitelkeit, Zur Schmäh- was ist auf Erden, Das so wie sucht dich verführet, Nicht Sanft- du verdient erkannt zu werden? muth in dir herrscht, Nur Zorn Was ist, das meinen Durst nach und Haß und Neid, So bist du Glück so stille, Als deine Fülle? ganz gewiß Vom Christenthum ſehr weit. 4. Dich suchen ist die edelste der Sorgen. Zwar bist du uner12. Du sagst: ich bin ein forschlich und verborgen, Doch Shrift, Und rühmst dich deß willst du, wenn wir nur dein mit Freuden, Allein thust du Licht nicht hassen, Dich finden auch mehr, Als andre kluge Hei- lassen. den? Thust du des Guten nicht Weit mehr, als ste gethan, Soldeine 5. Mit lauter Stimme lehren Werke Uns deine Weisheit, Dd delne 418 Ermunterung zur Selbstprüfung. deine Güt' und Stärke; Auch dein Unterthan, erweist. Erinnre hast du selbst, sei hoch dafür ge- mein Gewissen, Wie in der Wahrpriesen! Uns unterwiesen. heit und im Geist Die dich ver6. Und immer mehr willst du ehren müssen, Die dir gefallen dich offenbaren, Wenn wir getreu, wollen. was du uns lehrst, bewahren, 2. Die kommen nicht ins HimWenn wir, was deine Lehren melreich, Die Herr! zu Jesus sawirken sollen, Uns bessern wollen. gen, Und nicht mit rechtem Ernst 7. Ach möcht ich, Gott, aus zugleich Der Heiligung nachjagen. allen meinen Kräften Dich suchen, Nur die, die deinen Willen thun, rühn von Sorgen und Geschäften, Lässt du als deine Kinder, O Und mein Gemüth, um mich zu Gott, in ew'gem Frieden ruhn, dir zu schwingen, Zur Stille Wenn heuchlerische Sünder Von bringen. dir verstoßen werden. 8. Doch mein Verstand ist un- 3. Drum laß mich doch vom stät, träg, er scheuet Der Ueber- Glauben nie Ein heilig Leben legung Müh, und schnell zer- trennen, Mich nicht für Jesu streuet, Sinkt er, wenn ich zu Jünger hie Bloß äußerlich bekendir gezogen werde, Zurück zur nen. Gib, daß mein Glaube Erde. thätig sei Und Tugendfrüchte 9. Auch täuscht mein Herz ihn, bringe, Daß ich, vom Sündenmachet ihn vermessen, Verführt ihn, dienste frei, Mit Eifer darnach seine Grenze zu vergessen, Will ringe, Im Guten zuzunehmen. mehr, als seine Kräfte mir ver=" gönnen, Von dir erkennen. 4. Du kennst, o Gott, der Menschen Herz, Und liebst, die 10. Ergreife mich und leite redlich handeln. O laß in Freude meine Seele, Daß sie den Weg wie im Schmerz Mich richtig vor zum Lichte nicht verfehle; Ge- dir wandeln. Dein Wille sei währe mir, damit sie nicht ermüde, mein Augenmerk, Hilf mir selbst Ernst, Lust und Friede. ihn vollbringen. Durch dich muß 11. Dann werd ich immer hel- jedes gute Werk Dem glücklich ler dich erkennen, Und täglich mehr noch gelingen, Der deine Hülfe von deiner Lieb' entbrennen, Dir suchet. gern gehorchen, fröhlich dich erheben, Dir, Gott, nur leben. 5. Doch wenn ich aus Unwissenheit Und Uebereilung fehle, So thu an mir Barmherzigkeit, Und richte meine Seele Durch Mel. Es wolle Gott uns gnädig. 662. Bewahre mich, Herr, deine Gnade auf vom Fall, Erdaß der Wahn Nie halt mich bei dem Einen, Daß mein Gemüth bethöre, Als wär ich dich fürchte überall, Bis ich es schon genug gethan, Wenn einst mit den Deinen Dir ohne dir nur äußre Ehre Der Mensch, Fehltrite viene. 5. Für Für Jünglinge. 5. Für Jünglinge, Greise, Eheleute, Eltern, Wittwen. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher. schnöden Scherz, Auf Unzuchts663. G ich dich kannte, worte hören, Und hielt die Träghast du mich, All- heit meinen Lauf, Der Stolz mich mächtiger, bereitet, Und durch die in der Demuth auf: Dann laß Kindheit väterlich Mich bis hier- zu solchen Sünden Nie, Gott, her geleitet. Jetzt, Herr, da ich mich willig finden. dir danken kann, Nimm dich auch 6. Wenn sich auf meiner Jumeiner Jugend an, Daß ich auf gend Bahn, Mich in ihr Ney" zu meinem Wege Unsträflich wandeln ziehen, Verführer meiner Seele möge. nahn, So laß mich klüglich flie2. O präg es tief in meinen hen. Ihr süßes Locken lenke nicht Sinn, Daß ich noch fern vom Mein, Herz von dir und meiner Ziele, Ein unerfahrner Jüngling Pflicht. Ihr Spotten und ihr bin, Voll schwankender Gefühle. Lachen Laß nie mich wankend Ach, mache mich mir selbst be- machen. kannt, Und gib mir Weisheit 7. Der Glaub an Jesum bleibe und Verstand, Stets auf dein mir Mein Schild und meine Wort zu schauen, Und nie mir Krone; Anbetend schau ich dann selbst zu trauen. schon hier Den Vater in dem 419 3. Vor meinem Blicke prangt Sohne. Dein Wort sei meines die Welt Mit ihren tausend Geistes Schwerdt, Es sei mir mehr Freuden; Herr, lehre mich, was als Perlen werth, Und wenn ich dir mißfällt, Mit heilgem Ernste geh und streite, Steh Jesus mir meiden. Mein junges Herz ver- zur Seite. ges' es nicht: Du kommst der= 8. Der Wahrheit heilige mich einst und hältst Gericht, Daß ganz, Mein Schöpfer und Erauch die Jugendsünde Die sichre halter! Dein Wort sei meiner Strafe finde. Jugend Glanz, Und einst mein 4. Von dir, o Gott, werd' ich Trost im Alter. Erhalte mein bewacht, Bin ganz von dir um- Gewissen rein, Laß keinen meiner geben. Vor dir bedeckt nicht Mit- Tage sein, Der nicht zu deiner ternacht, Noch Einsamkeit mein Ehre Geschmückt mit Tugend leben. Die Sünde, die im Fin- wäre. stern schleicht, Verbirgt vor Men= 9. Ach lehre mich den Werth schen sich vielleicht: Vor Angesichte Steht sie in Lichte. deinem der Zeit, Daß ich sie nicht verhellem schwende, Daß ich mit frommer Thätigkeit Auf Weisheit ste ver= 5. Herr, ließe sich mein schwa- wende. Gott, meiner Jugend ches Herz Zum Leichtsinn je be- Fleiß und Müh Laß nicht umthören, Ja wollt ich je auf sonst sein, segne ste. Laß auch Dd* durch 420 Für Greise. Für Eheleute. durch mich auf Erden Dein Werk schaun! Den Heiland hat sein gefördert werden. Aug' erblickt, Ihn hat er an sein Herz gedrückt, Nun steht er fertig Mel. Bater unser im Himmelreich. und bereit Zur Heimfahrt in die 664. u, der das Lallen Ewigkeit. nicht verschmäht, 7. Auch mir ward deines FrieWodurch der Säugling dich er- dens Heil, Auch meiner harrt das höht, Du hörst den Greis noch beste Theil. Ich warte dein gegnädig an, Obgleich auch er nur trost und still, Bis mich dein stammeln kann. O Brunnquell Ruf vollenden will. O Herr, aller Seligkeit, Dir sei mein dein Stecken und dein Stab Sei Dank, mein Lob geweiht. meine Stärke bis in's Grab. 2. Herr, deine Huld war stets 8. Bis hieher hast du mich ge= mit mir, Aus ganzer Seele dank bracht, Und Alles, Alles wohl geich dir, Daß deine Gnab auch macht. O wohl mir, auch beim mich erwählt, Und deinem Erbe letzten Schritt Geht deines Trostes zugezählt. Welch Heil, das dar- Engel mit, Und führt mich durch aus auf mich fließt, Und mir das dunkle Thor Zum Lobgesang das Erdenleid versüßt. im höhern Chor. 3. Wie langmuthsvoll ertrugst du mich, Wenn ich von deinem Mel. Freu dich sehr, o meine. Wege wich! Und lockte mich ein 665. Wer den Ehſtand will falsches Glück, Dein guter Geist hielt mich zurück, Dein Arm riß mich der Gefahr, Wenn um Rettung bange war. erwählen, Daß er ent- ihn bei guter Ruh Ohne Sormir gen, Gram und Quälen Möge glücklich bringen zu, Fange ihn 4. Durch Wolken brach dein mit Beten an, So ist's recht und Sonnenschein, Durch Nächte brach wohlgethan, Und Gott wird es dein Tag herein. Hier nahmest gnädig fügen, Daß er kann das und dort mehrtest du, Gabst Heil Herz vergnügen. zur Arbeit und zur Ruh; Und 2. Wohl ist er dann angefankommt die Zeit, wo Kraft ge- gen, Wenn Gebet und reifer Rath bricht, Odeinen Schutz verlier Beiderseits vorhergegangen. Da ich nicht. verspürt man in der That, Daß 5. Freu'n Andre sich an Erden- Gott knüpft das Liebesband, Und gut, Auf dem die bange Sorge mit milder Baterhand Segen und ruht: Ist mein der Schäß, der ein friedlich Leben Will dem neuen ewig währt, Den weder Zeit noch Paare geben. Roft verzehrt, Mein der auch, der 3. Dieser Friede, dieser Segen von oben kam, Und der die Macht Bringet Ehre, Gut und Freud; dem Tode nahm. Wo man bleibt auf Gottes We6. Wie darf voll Hoffnung und gen, Gibt er auch die Seligkeit. Vertraun Ein Simeon gen Himmel Glücklich geht der Ehstand an, Wenn's Für Eheleute. 421 Wenn's heißt: das hat Gott ge- dir, OZier, Mannes Sonne, Hauthan, Gott selbst hat es so gefü- ses Wonne, Ehren- Krone, Gott get, Daß zwei Herzen sind ver- denkt dein auf seinem Throne. gnüget. 5. Den Kinderfegen theilt er aus, Und mehrt mit Freuden euer Haus, Sein Reich daraus zu Sein Wunderwerk geht Herr Jesu Christ, immer fort, Und seines Mundes Im Stande, da dein Segen ist, starkes Wort Läßt eure Augen Im Stande heilger Che! Wie schauen: Freude, Freude, Wenn, steigt und neigt sich deine Gab' gleich Saaten, ste gerathen, und Und alles Gut so mild herab, auf Allen Ruhet Gottes Wohl= Aus deiner heilgen Höhe! Wenn gefallen. sich An dich Fleißig halten Jung 6. Seid gutes Muths, wir sind und Alten, die im Orden Eines es nicht, Die solchen Stand uns Lebens einig worden. aufgericht't, Es ist Gott, unser 2. Wenn Mann und Weib sich Vater; Der hat uns je und je wohl begehn, Und unverrückt bei- geliebt, und bleibt, wenn unsre sammenstehn Im Bunde reiner Sorg uns trübt, Der beste Freund Treue, Da geht das Glück in vol- und Nather. Anfang, Ausgang lem Lauf, Da steht man, wie der Aller Sachen, die zu machen wir Engel Hauf Im Himmel selbst sich gedenken, Wird er wohl und freue. Kein Sturm, Kein Wurm weislich lenken. Kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott giebet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 7. Zwar bleibt's nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Thränen 3. Zwei Herzen sind auf ihn lässet fließen. Doch, wer sich still gericht't, Drum thut er, wie sein gibt in Geduld, Deß Leid wird Wort verspricht, Ist mitten unter Gottes große Huld In reichen ihnen. Von erster bis zu letzter Freuden schließen. Trage, Hoffe Stund Bleibt er der Dritt' in Nur ein wenig, unser König wird ihrem Bund, Dem ste mit Freu- behende Machen, daß die Angst den dienen. Stets wird Ihr Hirt sich wende. Mel. Wie schön leucht't uns. 666. Wie schön ist's doch, bauen. Treu sie weiden, bis mit Freuden 8. Wohl her, mein König, sie einst kommen Zu dem Vater- nah herzu, Gib Rath in Kreuz, land der Frommen. in Nöthen Nuh, In Aengsten 4. Der Mann wird einem Trost und Freude. Deß sollst du Baume gleich, An Aesten schön, haben Ruhm und Preis, Wir an 3weigen reich; Das Weib wollen singen bester Weis', Urd gleich einem Reben, Der seine danken alle beide, Daß wir Bei Träublein trägt und nährt, Und dir, Deinen Willen zu erfüllen, sich je mehr und mehr vermehrt deinen Namen Ewig loben wer Mit Früchten, die da leben. Wohl den. Amen. Mel. ht 422 Für Eheleute. Mel. O, daß ich tausend. Freuden, deren Werth Und Dauer keine Zeit zerstört. 667.3m Stillen wollen wir 7. Zwar oft wird auch der dich ehren, Dich, Kelch der Leiden Den Deinen, Gott, der frommen Wandel liebt, Herr, von dir gesandt. Oft muß Und Bittenden, was sie begehren, die Tod und Trennung scheiden, Wenn's ihnen nüßet, willig gibt. Die Blut und Treue fest verband, Schon oft sind wir erquickt, er- Oft wird das in dir frohe Herz hört Von deinem Thron zurück- Beschwert von Krankheit, Sorg gekehrt. und Schmerz. 2. Uns Alle, die wir flehn, 8. Doch trinken sie den Kelch verbindet Des Blutes und der gelassen, Den du, ihr Vater, einFreundschaft Band, Und unser geschenkt. Du wirst und kannst sie Dank, o Gott, empfindet Die nicht verlassen, Du, Gott, der seimilde Leitung deiner Hand, Und ner Kinder denkt, Und, wenn ihr preift dich, großer Menschenfreund, Glaube standhaft ringt, Durch LeiDer uns durch dieses Band vereint. den sie zur Wonne bringt. 3. Wohl dem, der in der Ehe 9. Drum mag des Todes Arm Bunde In treuer Lieb und Ein- uns trennen: Wir werden einst uns tracht lebt! Ihm wird so manche wiedersehn, Vor deinem Thron die Lebensstunde Mit Luft und Selig- Unsern kennen, Mit ihnen dankend keit durchwebt, Er blickt mit Ruh vor dir stehn; Da, wo kein Tod und heiterm Sinn Auf seiner Zu- mehr trennen kann, Stehn wir kunft Tage hin. vereint und beten an. 4. Wohl ihm, wenn frommer 10. Wir preisen ewig dann die Kinder Segen Der Ehe Bund noch Güte, Die unaussprechlich uns schöner macht, Wenn sie im Her- geliebt, Dem gottgeheiligten Gezen Tugend hegen, In ihren Blicken müthe Schon hier des Himmels Unschuld lacht, Wenn sie der El- Vorschmack gibt, Durch Liebe uns tern Beispiel rührt Und auf den zur Ewigkeit, Zur Wonne der Weg zum Heile führt. Verkärten weiht. 5. Wohl ihm, wenn seinen Hausgenossen Die Furcht des Herrn im Mel. Erhalt uns, Herr, bei deinem. Herzen lebt, Wenn jeder treu und 668. Hilf, Gott, daß ja te seiner Pflicht Kinderzucht Gedeihe Erfüllung strebt, Wenn Eintracht stets zu reicher Frucht, Daß aus und Zufriedenheit Ein Haus zum der Kinder Mund dir werd Ein Sig des Segens weiht! Lob bereitet auf der Erd. 6. Den Frommen, die dich kind- 2. Laß ste den Eltern Liebe lich ehren, O Vater, strömt dein weihn, Den Lehrern ouch zehorSegen zu, Sie mandeln folgsam sam sein, Und meiden, was den deinen ehren, Und traun auf Sinn bethört, Das Herz vom dich und finden Ruh; Sie finden rechten Wege kehrt. 3. Gib Für Eheleute. 423 3. Gib ja, daß ihnen mangle] 2. Der du sie bisher erhalten, nicht Heilsamer Lehre Unterricht, Bei so manchem Unglücksfall, WolDamit durchs Wort aus deinem left über ste nun walten, Immerdar Mund Ihr Glaube habe festen und überall. Bricht Gefahr für Grund. ste herein, Wollst du ihr Be4. Mach fest ihr Herz, fest schüßzer sein, Wenn in Noth ste und gewiß, Und schüße sie vor zu dir flehen, Laß sie deine Mergerniß. Herr, laß sie nie Hülfe sehen. auf Wegen gehn, Wo böse Buben lockend stehn. 3. Dringt auf sie von allen Seiten Der Verführer Schaar heran, Laß 5. Durch deine Weisheit, Macht dech ihren Fuß nicht gleiten, Halte und Güt Vor allem Uebel ste sie auf rechter Bahn. Regt in ih behüt. Führ du ste selbst auf rer eignen Brust Sich mit Macht Bahn, Damit ihr Fuß die böse Luft, Gib dann, daß sie nicht gleiten kann. muthig kämpfen Und den Reiz 6. Hilf, daß sie dich, Gott, der Sünde dämpfen. überall Vor Augen halten allzumal 4. Herr, erhalte deinem Reiche Und sich befleißen jederzeit Der Unsre Kinder stets getreu. O daß Tugend, Zucht und Ehrbarkeit. feines von dir weiche Und dereinst 7. Und wo ste gehen aus und verloren sei! Immer geh ihr from= ein, Da laß du ste gesegnet sein, mer Sinn Und ihr Streben darauf Daß sie an Weisheit jedes Jahr, hin, Christo ganz sich zu ergeben, An Gnade wachsen immerdar. Und zur Ehre dir zu leben. 8. Und wenn sich endet dann 5. Haben sie den Kampf geihr Lauf, So nimm ste, Herr, zu endet, Obgesteget in dem Streit, dir hinauf. Dann preisen sie mit Haben sie den Lauf vollendet In uns zugleich Dich droben, Herr, des Glaubens Freudigkeit: Dann, in deinem Reich. o Vater, führe du Sie der ewgen 9. Gott Vater, Sohn und heil- Heimath zu, Und laß sie nach ger Geist, Von dem der Strom sanftem Sterben Deines Himmels der Gnade fleust, Wir loben dich, Frieden erben. wir danken dir Mit unsern Kindern für und für. Mel. Nun ruhen alle Wälder. Ref. Werde munter, mein Gemüthe. 670. Auf Gott nur will ich sehen, Er hört 669. Sorge, Herr, für unsre der Wittwen Flehen, Und nimmt Kinder, Sorge für sich meiner an. In meinen tiefhr wahres Heil. Sind sie gleich sten Schmerzen Bleibt er doch vie wir nur Sünder, Haben sie meinem Herzen Der Fels, auf an dir doch Theil. Sie sind in den ich bauen kann. der Taufe schon Dir geweiht und 2. Mich tröstet seine Gnade, deinem Sohn, Darum leite deine Er ist auf jedem Pfade Bei mir Gnade Sie auf ihrem Lebenspfade. bis an das Grab. Er wird mich nicht 424 Für Kranke. nicht verlassen! Dies Trostwort unter Last und Plage, Wie Träume will ich fassen, Es sei mein schnell dahin; Und ohne WiderStecken und mein Stab. streben Verlaß ich einst das Leben 3. Gott will ich gläubig lieben, Mit stillem, ihm ergebnem Sinn. Und gute Werke üben In stiller 6. Wenn ich dann einst dich Einsamkeit. Er steht es, wie ichs schaue, Auf den ich hier vertraue, meine, Er steht auch, wenn ich Mein Vater und mein Freund, weine, Und gibt mir, was mein Wie will ich dann dich ehren, Herz erfreut. Wie danken für die Zähren, Die 4. Auch wenn ich mehr noch ich als Wittwe hier geweint! litte, Bis zu dem letzten Schritte 7. Den Gatten, den ich liebte, Will ich ihm folgsam sein. Er Deß Abschied mich betrübte, Find prüft mich nur durch Leiden, Und ich in Gottes Hand. Wie wollen führt zu höhern Freuden Mich wir uns freuen, Und unsre Lieb einst mit frommen Duldern ein. erneuen Sm thränenfreien Vater5. So eilen meine Tage, Auch land! 6. Für Kranke, Genesende, Sterbende. freundlich Angesicht. Verleih mir nur in meinem Schmerz Geduld Mel. Wer nur den lieben Gott. 671. D er Morgen kommt, und ein zufriednes Herz. noch währt die 4. Noch ist das Schicksal mir Plage, Sie wird mit jedem verborgen, Das diesen Tag mich Morgen neu. Wie traurig fließen treffen soll, Doch dich, o Vater, mir die Tage Der bangen Prü- laß ich sorgen: Du kennst und fungszeit vorbei! Das Licht, der willst mein wahres Wohl. Dein neuen Sonne Licht, Erheitert Nath, was der beschließt und thut, meine Seele nicht. Ist heilig, ist gerecht und gut. 2. Noch immer bin ich auf 5. Soll ich die Laft noch länder. Erde, Wo mich Gefahr ger tragen, So halt ich deiner und Noth umringt, Wo mich Fügung still. Mich lehret ja mein die drückende Beschwerde Zum Heiland sagen: Wie du, Gott, Kleinmuth und zur Klage dringt. willst, nicht wie ich will! Stärk Ich hoff auf Lindrung meiner mich auch in der Krankheit Pein, Pein, Doch meine Hoffnung trifft Gelassen, so wie er, zu sein. nicht ein. 6. Einst kommen doch der Ruhe 3. Herr, eile doch, mir beizuste- Stunden, Des Lebens Ende rückt hen, Verlaß mich in der Schwach- herbei. Dann ist das Leiden überheit nicht. O neige auf mein wunden, Ich bin von aller Trübbrünstig Flehen Zu mir dein sal fret. Du selbst gibst mir, o Gottes 425 5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Deni Danke ward mein Herz zu enge, Und brannt' und wallte nur von Mel. Die Tugend wird durchs. 672.5 o wahr der Aller- dir. O würde ich die Angst nicht Höchfte lebet; Er wissen, In die mich deine Zucht will den Tod des Sünders nicht, geführt: So müßt ich deine Liebe Der ganz zerknirscht vor ihm er- missen, Die jest mich doch se bebet, Und sich sein eignes Ur- innig rührt. theil spricht. Er züchtigt uns zu 6. Ich weihe, was ich von dir seiner Ehre Und unserm Heil mit habe, Mein Herz, dir ganz zum Vatertreu, Nur, daß man sich zu Opfer ein. Es wird, o Schöpfer, ihm bekehre, Und zu dem Leben deine Gabe Ja theu'r in deinen üchtig sei. Für Kranke, Genesende. Gottes Sohn, Nach diesem Kampf den Gnadenlohn. Augen sein. Ich weiß nun, was 2. Du milder Gott, ich selber es sei zu leben, Da ich, was sehe Den theuren Eid an mir er- Sterben sei, erfuhr, Nun wird füllt. Wenn ich mit Neu um Gnade mir stets im Sinne schweben, Was t flehe, Wird meiner Seele Angst ich dir in der Prüfung schchur. gestillt. Da meine Werke nichts 7. Es ist genug, daß ich vor verdienen, Bleibt deiner Gnade Zeiten Nach meines Fleisches Lüaller Preis; Die ist an mir so sten ging, Und in dem Netz der groß erschienen, Daß ich's nicht Eitelkeiten Verstrickt mit Leib und auszusprechen weiß. Seele hing. Ich bin ja darum 3. Ich sah die Welt und Alles nur genesen, Daß ich die Seele schwinden, Und Sinn und Sprache retten kann, So fang ich denn ein starben schon, Ich fühlte nichts andres Wesen Mit deiner Gnade als meine Sünden, Und sah nur Beistand an. deinen Nichterthron. Da rührte dich mein letztes Sehnen, Mein Mel. So gehst du nun, mein Jesu. Jammer brach dein Vaterherz, Es 673. Das ist mein Kroft, schrieen Und mich erbat sein Blut und In meinen bangen Stunden, Daß Schmerz. du für mich gestorben bist, Für 4. Bald kam dein ganzer Trost mich haft überwunden. Welch hernieder, Der holte mich vom hohes Heil Ward mir zu Theil! Tod herauf, Und stärkte mich voll- Ich lag in tiefen Schmerzen, Da kommen wieder zu einem neuen riefest du Mir freundlich zu: Lebenslauf. Du sprachest freund- Komm zu des Freundes Herzen! lich mit mir Müden, Und ich 2. Wie zieht die Liebe mich vernahm dein Gnadenwort: Nun empor, Die dich herab gezegen! gehe hin, mein Kind, in Frie- Du öffnest mir das Lebensthor, den, Und sündige nicht mehr Mir glänzt der Friedensbogen. hinfort! Nun ire ich nicht, Mir strahlt dein 426 Für Sterbende. dein Licht Auf dunklem Lebens- Ich unverrückt Und hoch entzückt pfade. Du rufft mir zu: Bei mir Dich, o mein Heiland, sehe. ist Nuh, Empfange Gottes Gnade! Eigene Melodie. Kein Dein 3. Hab' ich auch manche lange Nacht, Warum sollt ich verzagen? 674. Stündlein geht dahin, Es liegt mir Du hast ja auch für mich gewacht, Für mich das Kreuz ge- in dem Sinn, Ich bin auch imtragen. Du stehst mir bei, Bleibst mer, wo ich bin, Daß mich der immer treu, Ob Menschen von Tod Wird setzen in die letzte Noth. mir fliehen. Ich bleibe dein, Und Ach Gott, verläßt mich Alles hier, nie allein, Denn du willst mit So thu das Beste du bei mir. mir ziehen. 2. Hier ist kein Aufenthalt, Der 4. Du wanktest nicht auf steiler Tod hat die Gewalt, Er nimmt Bahn, Du litteft gottergeben. Zur und würget Jung und Alt. Er Herrlichkeit gingst du hinan, Zu reißt uns fort Aus unserm Orden, ihr mich zu erheben. O mache Stand und Ort. Ach Gott, vermich Ganz frei durch dich Von läßt mich Alles hier, So thu das Fesseln dieser Erde, Daß ich dir Beste du bei mir. treu Im Leiden sei, Und einst dein Erbe werde. 3. Kein Rath, kein Arzenei, Kein Rufen noch Geschrei, Kein 5. Wenn auch die Liebe um Bruder kann mich machen frei. mich bat, Ich muß doch endlich In aller Welt Ist nichts, das scheiden; Doch folget auf die endlich mich erhält. Ach Gott, Thränensaat Die Erndte ewger verläßt mich Alles hier, So thu Freuden. Was sich verband Durch das Beste du bei mir. deine Hand, Kann ewig sich nicht 4. Kein Reichthum, Geld noch trennen. Du wirst uns einst, Gut, Kein kühner Heldenmuth Wenn du erscheinst, Vereint bei Hilft vor des Todes Grimm und Namen nennen. Wuth. All Ehr und Gunst Hilft 6. Du willst, daß ewig bei dir nichts, hier rettet keine Runft. sein, Die dir dein Gott gegeben, Ach Gott, verläßt mich Alles hier, Drum bleiben auch im Tode dein, So thu das Beste du bei mir. Die dein sind in dem Leben. Welch 5. Welch Leid, welch' Angst große Schaar, Die treu dir war, und Pein, O Gott, wird um mich Bringt Preis dir, ewig Ehre! Es sein, Wenn nun der Tod wird naht dein Tag, Dann folg' ich brechen ein! Wer wird alsdann nach In ihre Engelchöre. Mit Trost sich meiner nehmen 7. Herr, wann kommt meine an? Ach Gott, verläßt mich legte Nacht, Wann naht der ewge Alles hier, So thu das Beste du Morgen? Ich weiß, du rufft: es bei mir. ist vollbracht! Drum lasse ich dich 6. Wenn mein Gewissensbuch sorgen. Ich halte mich Stets fest Und des Gesetzes Fluch, Wenn an dich, Bis ich zum Himmel gehe, Sünd und Satan zum Versuch Tritt Für Sterbende. 427 Tritt wider mich, Wer ist, der 2. Wie liebreich sammelst du mein erbarmet sich? Ach Gott, die Deinen, Um ste mit Himmelsverläßt mich Alles hier, So thu speise zu erfreun! Mit dir ste ewig das Beste du bei mir. zu vereinen, Sprichst du im Ster7. Wenn Sprach', Verstand und ben noch: gedenket mein! Auch Sinn Auf einmal fällt dahin, ich will nun dein Lebensbrod Und ich nicht mehr bin, der ich empfahn, Du willst dich mir in bin, Wer ruft mir zu, Wenn meinem Leiden nahn. mir der Schmerz läßt keine Nuh? 3. Auch mir reichst du zu meiAch Gott, verläßt mich Alles nem Leben Dein Brod, der Gnade hier, So thu das Beste du bei stchres Unterpfand. Auch mir willst du den Kelch des Friedens geben, mir. 8. Wenn meiner Augen Licht Drum nehm ich dankbar ihn aus Mir ferner leuchtet nicht, Und deiner Hand. Wo zwei und drei mir das Herz im Tode bricht vor dir versammelt sind, Da bist Vor Angst und Qual, Wer führt auch du, da stärkest du dein mich durch das finstre Thal? Ach Kind. Gott, verläßt mich Alles hier, So thu das Beste du bei mir. 4. Für mich hast du dich hingegeben, Du starbst für mich, für Das ist ewig leNeuigen 9. Herr Jesu, du allein Sollst meine Sündenschuld. mir in Todespein Die beste Hülf mein Trost, ich werde und Labsal sein. Auf dich will ben, Du gibst dem ich Die Welt gesegnen ewiglich. des Vaters Huld. Mit dir Ach Gott, verläßt mich Alles hier, verbunden geh ich in den Tod, So thu das Beste du bei mir. Du stärkest mich auch in der 10. Herr Jesu, nimm mich auf, letzten Noth. Zu dir im Himmel auf, Wenn 5. Wie littest du im Kampf ich vollendet meinen Lauf. Ich so stille, Wie brach für uns in ruf zu dir, So lang ein Odem Liebestreu dein Herz! So set geist in mir: Ach Gott, verläßt horsam dir mein Wille, So mache nich Alles hier, So thu das Beste du mich still in meinem Schmerz. du an mir. Nuf du mir stets ins Herz: gedenke mein, So kann ich froh Mel. Ach, sich ihn dulden, bluten. und dir ergeben sein. 6. Und muß ich noch in 675. S err, leite mich in Nächten weinen, Wenn die Erjene Stunde, Dar- lösung mir noch lange währt: in du segnend haft an mich ge- Doch wird der Morgen bald er= dacht, Dein Abendmahl zum ewgen scheinen, Der allen Schmerz in Bunde Geweihet haft in deiner Freude mir verklärt. Ein Glied heilgen Nacht. Sei jetzt auch mei- an deinem Leibe, find ich dann nem Geiste liebend nah, Begleite Die Selgen wieder, die ich lieb egnend mich nach Golgatha. gewann. Mel. ht 428 Für Sterbende. Gottes Throne. Ja, ich weiß, Mel. Mag ich Unglück nicht. daß ich das Licht, Dem ich hier 676. Mein ein Lauf, Gottlob! vertraue, Nämlich Gottes Angeist bald vollbracht, sicht, Dort auf ewig schaue. Welt, gute Nacht, Wir werden 3. Dieser schnöden bösen Welt uns nun scheiden! In Jesu Na- Jämmerliches Leben mir nun länmen sanft und still Ich wandern ger nicht gefällt, Drum ich mich will Zur Seligkeit mit Freuden. ergeben Meinem Jesu, da ich bin In dieser Welt War mir bestellt Jeßt in lauter Freuden, Denn sein Viel Angst und Noth, Zulegt Tod ist mein Gewinn, Mein Verder Tod. Jetzt endet sich mein dienst sein Leiden. Leiden. 4. Gute Nacht, ihr meine 2. In Jesu Namen schlaf ich Freund', Alle meine Lieben! Alle, ein, Er führt allein Mich aus die ihr um mich weint, Laßt euch dem Tod in's Leben. Sein an nicht betrüben.. Schließ ich auch dem Kreuz vergossnes Blut Kommt mein Auge zu, Sink ins Grab mir zu gut, Ihm will ich mich ich nieder: Schaut, die Sonne ergeben. Er ist mein Hort, Sein geht zur Nuh, Kommt doch morLebenswort Stärkt mir mein Herz gen wieder. Im Todesschmerz, Kann Freud und Wonne geben. Mel. Sollt es gleich bisweilen. 3. In Jesu Namen fahr ich hin, Denn mein Gewinn 3 678. Ah, daß doch mein Jesus käme, Und Christus, wenn ich sterbe. Ich weiß, daß er mich nicht verläßt, die Seele bald wegnähme Hier Und glaube feft: Im Tod ich aus diesem Jammerthal, zu sich nicht verderbe. Mir ist bereit In in den Freudensaal! Ewigkeit Von Gottes Sohn Die 2. Ist doch hier nichts mehr Ehrenkron, Das rechte Him- als Klagen, Seufzen, Weinen, laumelserbe. ter Plagen. Alle unsre beste Zeit Ist nur Müh und Herzeleid. Mel. Schwing dich auf zu deinem. 3. Nichtig, flüchtig sind die 677. Giner inen guten Kampf Tage, Unser Leben ist nur Plage, hab ich Auf der Alles ist nur Eitelkeit hier in dieWelt gekämpfet, Denn der Herr ser Sterblichkeit. hat gnädiglich All mein Leid ge- 4. Was wir schauen hier auf dämpfet, Daß ich meines Lebens Erden, Muß zu Staub und Asche Lauf Selig nun vollendet, Und werden. Was wir sehen, das vermein' arme Seel hinauf Gott geht, Gleichwie Rauch und Staub dem Herrn gesendet. verweht. 2. Forthin ist mir beigelegt 5. Drum begehr ich nicht zu Der Gerechten Krone, Die mir leben, Hier in dieser Welt zu wahre Freud erregt Dort vor schweben. Jesu, laß bei dir mich jein, Für Sterbende. 429 sein, So verschwindet Angst und führ mich zum Licht, Erfüll mein Pein. Heißes Sehnen, Und führe mir 6. Gehe hin, du Weltgetüm- die Meinen nach, Damit wir dort mel, Weil mein Wandel steht vereint den Tag Des ew'gen Legen Himmel. Gern scheid ich von bens schauen. Gut und Geld, Fahre hin, du falsche Welt! 6. Drum laßt uns hier schon Hand in Hand Auf Gottes Wegen gehen, Damit wir einst im Vaterland Uns freudig wiederMel. Wenn mein Stündlein. 679. Der Trennung Schmerz sehen. Wie wird's uns sein, liegt schwer auf mir, wenn wir uns sehn, Wenn wir Gott ruft mich von den Meinen. uns froh entgegen gehn, Und Das Herz erbebt, doch hoffen wir Freudenthränen weinen! Uns wieder zu vereinen. Drum nah ich mit der Frage mich Zu Eigene Melodie. dir, mein Vater, werde ich Die 680. Herr Gott, nun schleuß Theuern wiederfinden? den auf, 2. Da macht mir Gottes Wort Die Zeit eilt mir zum Ende, es kund, Dies Wort aus Himmels- Vollendet hab ich meinen Lauf, höhen: Nie reißt, nie bricht der Nimm mich in deine Hände. Liebe Bund, Du wirst sie wieder- Hab gnug gelitten, Mich müd sehen! Die Frommen trennt nicht gestritten, Schick mich fein zu Grab, nicht Tod, Der Heiland zur ewgen Ruh, Laß fahren, wird zum Morgenroth, Zum Licht was auf Erden, Will lieber selig vereint sie führen. werden. 3. Der Freund steht seine 2. Wie du mir, Herr, befohFreunde dann An Gottes Throne len hast, Trag ich in wahrem wieder, Die Gattin trifft den Glauben Das Kreuz dir nach, die Gatten an, Der Bruder seine sanfte Last, Dich soll mir NieBrüder. Die Mutter sieht, um- mand rauben. Hoff zu bestehen, armt ihr Kind, Denn alle from Will frisch eingehen Vom Thrämen Seelen sind In Gottes Stadt nenthal zum Freudensaal, Laß beisammen. fahren, was auf Erden, Will lieber selig werden. 4. Zum Berge Zion kommen wir, Zu Gottes Stadt dort oben. 3. Laß mich nur, Herr, wie Dort stehen Engel, Herr, vor dir, Simeon, In Frieden zu dir fahSie beten an, ste loben. Vereint ren. Befehl mich Chrifto, deimit ihnen werden wir, Im heil- nem Sohn, Der wird mich wohl gen Chore, Herr, vor dir, Als bewahren, Wird mich recht führen, selge Geister stehen. Im Himmel zieren Mit Ehr und 5. Dann schaun wir Gottes Kron; fahr nun davon, Laß fahAngesicht, Getrocknet sind die ren, was auf Erden, Will lieber Thränen. Komm, füßer Tod, selig werden. Mel. 430 Für Sterbende. Bist du erwacht Zum Leben aus des Todes Nacht. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 3. Welcher Glanz hat dich 681. Halleluja! Amen, Amen! umfangen, Seit dir der Tag ist Du starbst auf Christi aufgegangen, Das Leben nach heilgen Namen, Vor dem sich des Todes Nacht! Sei gesegnet, Erd und Himmel beugt. Gläubig Amen, Amen! Du slegst in Jesu gabst in seine Hände Du ihm Christi Namen, Der sterbend auch an deiner Laufbahn Ende Die für dich vollbracht. Nicht du, der Seele, die der Erd entfleucht. Herr allein Macht dich von SünHeil dir, erlöster Geist, Der nun den rein, Aus Erbarmen. Du am Thron ihn preist, Deinen fällst nicht mehr, Der Sel'gen Heiland! Der dich versöhnt, Den Heer Kennt keine Sünd' und Gott gekrönt, Der ist's, dem nun Schwachheit mehr. dein Lob ertönt. 4. Mag den Leib die Erde 2. Wenn dich hier die Sünd' decken, Er ruhe; der Verwesung erschreckte, Und dir der Gnade Schrecken Ergreifen deine Seele Trost verdeckte, Verdammte dich nicht. Weinend gehn wir, ihn zu doch nur dein Herz; Nun kann säen, Der unverweslich soll erstesie dich nicht mehr schrecken, Nicht hen Zur Herrlichkeit, nicht zum mehr die Gnade dir verdecken, Gericht. Wir senken ihn hinab, Der Herr ist größer als dein Der Herr bewahrt das Grab, Wo Herz. Mehr als du je gesleht, er schlummert. Nach kurzer Nuh Mehr, als der Mensch versteht, Ist Erstehst auch du, Und eilst dann dir worden. Weil er's vollbracht, der Verklärung zu. Register. Register. A. Ach, bleib bei uns, Herr Jesu Christ Ach, bleib mit deiner Gnade Ach, daß doch mein Jesus käme. Ach Gott, erhör mein Seufzen und Ach Gott und Herr ● Ach Herr Gott, gib uns deinen Geist Ach mein Jesu, dein Nahesein. Ach mein Jesu, steh ich trete. Ach mein Jesu, welch Verderben. Ach, sagt mir nichts von Gold und Ach, sei mir gnädig, Herr, mein. Ach, uns bedrückt jetzt Noth Ach Vater, der die arge Welt. Ach, wann werd ich von der Sünde Ach, was sind alle Güter werth Ach, was sind wir ohne Jesum Ach, was soll ich Sünder machen. Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein zu dir, Herr Jesu Christ Alle Menschen müssen sterben- Alles ist an Gottes Segen. ♦ Alles ist euer, o Worte des ewigen Allwissender, vollkommner Geist Amen, deines Grabes Friede ♦ ♦ • 4 ♦ + Am Grabe lerne, was du bist. Am Grabe stehen wir, und opfern. Am Kreuz erblaßt. Nummer. Verfasser. 396 Nikolaus Selnecker. Josua Stegmann. 398 678 512 301 6 314 653 300 444 355 608 393 209 248 303 350 Balthasar Münter. Peter Lackmann. Johann Flittner. 1 Nikolaus Decius. 352 Johann Schneesing. Joh. Georg Albinus. 254 500 Johann Kohlros. 251 106 Jac. Pet. Schechs. V. 1-6. M. Nutilius. V. 7-10. Joh. Groß. 560 Ch. F. D. Schubart. 270 Joh. Jak. Rambach. 135 Darl Bernh. Garve. 257 Anbetend stand der Seher Gottes da Anbetungswürd'ger Gott. Auf, auf, ihr Reichsgenossen 25 Auf, auf, mein Geist, erhebe dich. 236 Auf Christi Himmelfahrt allein. 4 Auf den Nebel folgt die Sonn' Auferstanden, auferstanden Ist der. ♦ 265 267 Gräfin von Zinzendorf, nach And. Ch. Gregor. Levin Joh. Schlicht. Ludw. Andr. Gotter. 3. Scheffler( Angelus). Christ. Fr. Neander. Fr. Gottl. Klopstock. Joh. Jak. Nambach. Johann Rift. Joachim Neander. 143 Josua Wegelin. 508 Paul Gerhardt. 122 Joh. Casp. Lavater. 432 Auferstehn, ja auferstehn wirst du Auf Gott nur will ich sehen Auf Gott und nicht auf meinen Nath Auf, ihr Streiter, durchgedrungen. Auf meinen lieben Gott. Auf, meine Seele, sei erfreut Auf, mein Geift, du hast gelaufen Auf, schicke dich, Recht feierlich. Aus deiner Quelle, Schöpfer. Aus Gnaden soll ich selig werden Aus irdischem Getümmel. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir B. Register. Bald bin auch ich des Todes Raub Bedenke, Mensch, das Ende Befiehl du deine Wege- Brich, heller Morgenstern, herein Bringt frohen Dank Bringt Gott, ihr Christen, Preis Bringt Preis und Ruhm dem 6. Begleite mich, o Christ, wir gehen Begrabt den Leib in seine Gruft Beschwertes Herz, leg ab die Sorgen Betet an, ihr Menschen, bringet Bewahre mich, Herr, daß der Wahn Bis hieher ist's gelungen Blick herab auf unsre Schmerzen ♦ Christus fuhr gen Himmel Christus ist erstanden. Christus, unser Haupt und König • Christ, Alles, was dich fränket Christe, der du bist Tag und Licht Christe, du Lamm Gottes Christus, der ist mein Leben ♦ ● D. Dankt dem Herrn! mit frohen Gaben Das alte Jahr vergangen ist 259 Fr. Gottl. Klopstock. Joh. Casp. Lavater. 670 Ch. Fürchteg. Gellert. 489 553 488 30 347 37 283 315 Chr. Ludw. Scheidt. 327 6. Jul. Aschenfeld. 191 Martin Luther. 91 255 17 416 Gottfr. Bened. Funk. 252 Benj. Schmolke. 479 290 662 62 629 Siegm. Weingärtner. Philipp v. Zesen. 307 40 Ch. Fürchteg. Gellert. Joh. Andr. Gramer. Paul Gerhardt. F. H. Bachhof v. Echt. Fr. Gottl. Klopstock. Christ. Wegleiter. Joh. Andr. Cramer. 3. Sam. Dieterich. Gottfr. Wilh. Sacer. 3. F. Schmidt. 646 58 Chr. Fr. Förster. F. Fugger. 621 Wilh. Abr. Teller. 121 3. Sam. Dieterich. 519 655 Michael Weiß. 221 Martin Luther. 571 Simon Graf. 136 Martin Luther. Chr. Fr. Neander. 110 Martin Luther. 336 Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf. 3. A. V. Nölting. . 1-2 3. Steuerlein. V. 3-6 J. Tappius. Register. Das Amt der Lehrer, Herr, ist dein Das ist mein Trost, Herr Jesu Das walte Gott, der helfen kann Dein bin ich, Gott, in Ewigkeit. Dein bin ich, Herr, dir will ich. Dein Heil, o Christ, nicht zu. Dein König kommt, o Zion Dein laß mich sein und bleiben Dein Wort, o Herr, bringt uns Dem Herrn sei Ehre, Preis und Der am Kreuz ist meine Liebe 1 Der du uns als Vater liebest. Der frohe Morgen kommt gegangen Der Glaube bricht durch Fels und Der Grund, auf dem mein Glaube Der Heiland kommt, lobsinget ihm Der Herr fährt auf gen Himmel. 138 Der Herr, in dessen Güte. 10 Der Herr ist Gott und keiner mehr/ 268 Der Herr ist gut, ihr Himmel, höret Der Herr ist in den Höhen ◆ • ♦ + + 1 ♦ 239 Joh. Andr. Cramer. 673 Wilh. Hülsemann. 642 Johann Betichius. 572 385 437 269 Der Herr ist mein getreuer Hirt 565 Der Himmel Ruf erzählt und ehret/ 287 Der Hölle Pforten sind zerstört 129 Der Morgen kommt, noch währt die Der Tag, an dem mein Heiland. Der Tag ist hin, mein Jesu, bei mir Der Trennung Schmerz liegt schwer Der Vater sei gepriesen.. • Dir sterb ich einst, wenn ich dir. Dir, Vater, dankt mein Herz und Du bist der Weg, die Wahrheit und 165 641 399 364 33 658 Ch. Fürchteg. Gellert. 23 404 Nikolaus Selnecker. 401 118 Wilh. Hülsemann. 95 Johann Menger. 433 671 343 651 679 605 567 249 249 Die auf der Erde wallen . Die Christen gehn in dieser Welt. Die Feinde deines Kreuzes drohn. 394 Die Frucht vom heilgen Abendmahl 237 Dies ist die Nacht, da mir erschienen Dies ist der Tag, da Gottes Sohn Dies ist der Tag, den Gott gemacht Dies ist der Tag, zum Segen. Dir, dem weisesten Regierer Dir, dir, Jehovah, will ich singen Dir jauchzet froh die Christenheit. 293 435 163 Dir, milder Geber aller Gaben 603 Fr. Gottl. Klopstock. Joh. Andr. Cramer. David Bruhn. S. Fredlinghausen. Chr. Christ. Sturm. Gottfr. Wilh. Sacer. Karl Bernh. Garve. Joh. Andr. Cramer. Joh. Pet. Uz. Joh. Andr. Cramer. Cornel. Becker. Wolfgang Mosel. Michael Schirmer. Chr. Christ. Sturm. Joachim Neander. Ch. F. D. Schubart. Wilh. Hülsemann. Gottfr. Bened. Funk. №. 2. G. v. Zinzendorf. Balthasar Münter. 47 6. Fr. Nachtenhöfer. 164 Johann Rift. 46 15 Ch. Fürchteg. Gellert. Chr. Christ. Sturm. Joh. Casp. Lavater. Barth. Grasselius. Karl August Döring. Ehrenfried Liebich. 575 153 Joh. Casp. Lavater. 328- Ee Register. 296 271 429 664 299 434 Du bist ein Mensch, das weißt du Du bist mir nah mit deiner Gnade Du bist's, dem Ehr und Ruhm Du, der das Lallen nicht verschmäht Du, der kein Böses thut Du, dessen Augen flossen Du Friebefürst, Herr Jesu Christ • Du Geber guter Gaben.. Du gehst zum Gar en, um zu beten Du Geist des Herrn, der du von. Du, Gott, bist unsre Hülf und Macht Du haft, o allerhöchster Gott. Du, o schönes Weltgebäude: Du reicher Trost der Armen Du sagst, ich bin ein Christ + Eines wünsch ich mir vor allem Empor zu Gott, mein Lobgesang Endlich, endlich muß es doch Du sollst glauben, und du Armer Du Vater deiner Menschenkinder. 439 439 ♦ ( S. Gh ich dich kannte, hast du mich. 663 Ehre, Lob und Preis und Stärke 113 Ehre sei Gott in der Höhe.. 43 Ein Chrift, ein tapfrer Kriegesheld 556 -Ein' feste Bur ist unser Gott. Einen guten Kampf hab ich. Ein Kindelein höchst lobenswerth. Ein Lamm geht hin und trägt die Ein neuer Tag, ein neues Leben. Eins ist noth, ach, Herr, dies Eine Einst reist die Saat. ♦ Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Erhalt uns, Herr, die Obrigkeit. Erhöhter Jesu, Gottes Sohn Erhöre gnädig unser Flehn. Erhör uns, Vater, steh wir flehn. Erinnre dich, mein Geist, erfreut. Er lebt, o Freudenwort, er lebt. Erleucht mich, Herr, mein Licht Erlöser, der im Staube Ermuntre dich, mein schwacher Geist Ermuntert euch, ihr Frommen. 85 Karl Wilh. Namler. 618 Wilh. Hülsemann. 380 Ph. Fr. Hiller. 80 Johann Menter. 159 Samuel König. 630 528 582 626 ♦ 660 502 Paul Gerhardt. Karl August Döring. Ch. Fürchteg. Gellert. Karl Bernh. Garve. 3. Sam, Dieterich. 633 358 3. 3. L. Jungheim. Joh. Jak. Nambach. Johann Frank. 260 260 449 F. Hiller. Joh. Adam Haßlocher. Gottlieb Reiber. Benj. Schmolke. 192 Martin Luther. 677 Heinr. Albert. 51 Martin Luther. 77 Paul Gerhardt. Benj. Schmolke. Ch. Christ. Sturm. Aug. Herm. Niemeyer. 3. Heinr. Schröder. Fr. Gottl. Klopstock. Albert Knapp. 48 F. A. Krummacher. 597 Benjam. Schmolke. Martin Luther. 406 600 S. Sam. Dieterich. 340 Ch. Sam. Ulber. 240 208 Wilh. Hülsemann. 115 Ch. Fürchteg. Gellert. 134 Ehrenfried Liebich. 115 346 Th. Untereyk. 83 Heinr. Jul. Tode. 42 Johann Rist. 339 Laurentius Laurenti. Register. Erquicke mich, du Heil der Sünder 353 Erwecke, Jesu, stets die Herzen. 345 Es baut, o Herr, auf dein Geheiß Es glänzet der Christen inwendiges Es ist das Heil uns kommen her Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein Es ist noch eine Ruh vorhanden. Es kostet viel, ein Christ zu sein. Es ist vollbracht, das Opfer für die Es ist vollbracht, so ruft am Kreuze Es naht der Tag, an dem die Welt Es wolle Gott uns gnädig sein Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter Es züchtigt deine Hand Ewge Liebe, mein, Gemüthe Ewge Wahrheit, deren Treue Ewig sei dir Lob gesungen • • ♦ Gottfried Kleiner. 601 Barthol. Ringwald. 389 Ch. Fr. Richter. 373 412 593 411 105 612 .607 ♦ 98 337 2 . 311 557 44 ♦ F. Fahre fort, Fahre fort, Zion. Fest steht zu Gottes Ruhme Fest wie ein Fels im wilden Meer Fleug auf, mein Psalm, mein Freilich bin ich arm und bloß Freu dich sehr, o meine Seele. Freut euch, Gottes Kinder Fröhlich laßt uns Gott lobsingen. Früh Morgens, da die Sonn aufgeht Für alle Güte sei gepreist. Für diese Kinder beten wir. Fürwahr, du bist, o Gott, verborgen 297 3. Sam. Dieterich, 6. 554 391 124 41 123 648 203 Gedanke, der uns Leben gibt.. 32 Geht im Glauben eure Wege 204 Geist der Wahrheit, lehre mich. Geist Gottes, aus des Ewgen Fülle Geist vom Vater und vom Sehne. Gelobest seist du, Jesus Christ. Gerechter Gott, es kommt von dir Gerechter Gott, vor dein Gericht. Gern in Alles mich zu fügen.. 478 Getreuer Gott, wie viel Geduld 276 435 193 Christian Nonne. 286 Joh. Andr. Cramer. 302 Joachim Neander. 581 Simon Graf. Gustav v. Mengede. Baul Gerhardt. Johann Heermann. Ch. Fürchteg. Gellert. 161 157 167 39 Paul Speratus. Chr. Fr. Richter. Joh. Siegm. Kunth. Ch. Fr. Richter. 3. G. Sinz. J. Sam. Dieterich. 628 282 Wilh. Hülsemann. Martin Luther. S. J. Borchward. David Bruhn. Joh. Jak. Nambach. Joh. Jak. Rambach. Erasm. Finr, genannt Francisci. Joh. Euseb. Schmidt. Ch. Fürchteg. Gellert. Sam. Gottl. But e. Karl Bernh. Garve. Gottfr. Hoffmann. Martin Luther. Christian Nonne. Joh. Jak. Rambach. Joh.. Casp. Lavater. 3. Chr. Zimmermann. 436 Getrost, mein Herz, und zage nicht Gib mir, o Gott, ein Herz Glaube, Lieb und Hoffnung sind. Gott, Allweiser, wer bin ich ♦ 316 414 Gott, deine Gnad ist unser Leben. Gott, deine Güte reicht so weit Gott, der du unsre Zuflucht bist. 177 Gott der Macht, in deinem Ruhme 288 Gott des Himmels und der Erden636 Gott, deß Güte nimmer endet. 622 Gott, deß Zepter, Stuhl und Krone Gott, du gibst uns milden Regen. Gottes Mund hat uns verheißen Gottes und Mariens Sohn Register. 386 541 Ch. Fürchteg. Gellert. 409 Benjam. Schmolke. Karl Bernh. Garve. 273 Ch. Fürchteg. Gellert. Ch. Fürchteg. Gellert. 3. J. Eschenburg. Karl Bernh. Garve. Heinrich Albert. Johann Frank. Heinr. Georg Neuß. Moritz Cramer. Jeremias Huberich. 45 Christ. Pfeifer. Gerhard Tersteegen. Ehrenfried Liebich. Ch. Fürchteg. Gellert. Ch. Fürchteg. Gellert. 3. Christ. Wilhelmi. Moritz Cramer. 499 520 Joh. Friedrich Zihn. 494 Benjam. Schmolke. 442 441 64 Ch. Fürchteg. Gellert. 27 Heinrich Held. Gott, unser Vater, der du bist 419 Gott, vor dessen Angesichte 277 305 3. Chr. Zimmermann. 3. D. Herrenschmidt. Karl Bernh. Garve. Caspar Neumann. Joh. Jak. Nambach. 306 Johann Scheffler. Gott will machen, daß die Sachen 1 482 Gott wollte nicht des Sünders Tod Großer Gott, den Alles preiset Großer Mittler, der zur Rechten Guter Hirte, willst du nicht Gut und heilig ist dein Wille 632 330 381 Balthasar Münter. ♦ H. Halleluja! Amen, Amen Halleluja! jauchzt, ihr Chöre Halleluja! Jesus lebet Halleluja! Preis und Ehre Hehr und heilig ist die Stätte Heiland, deine Menschenliebe Heilger Jesu, Heilgungsquelle Heilge Ruhestätte Gott ist gegenwärtig 1. 7 Gott ist getreu, sein Herz 280 Gott ist mein Hort, auf Jesu Wort 408 ♦ • Gott ist mein Lied). Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch und stirbet nicht. Stott lebet noch, Seele, was verzagst Gott lebt, wie kann ich traurig sein Gott, mein Vater, deine Liebe. Gott, nur du bist meine Sonne Gott ruft der Sonn und schafft den Gott sei Dank in aller Welt 9 ♦ ♦ ♦ ♦ • ♦ ♦ . ♦ ♦ • ♦ 405 151 501 292 279 681 Fr. Gottl. Klopstock. 120 Gottfr. Bened. Funk. 131 619 Aug. Herm. Niemeyer. 11 Aug. Herm. Niemeyer. 324 Joh. Jak. Nambach. 322 Gottfried Arnold. 242 Ehrenfried Liebich. Register. Heil, Heil dem Manne, der vom. Heiliger, dem Engel dienen. Heilig, heilig sei der Eid Herr, allerhöchster Gott. Herr, deine Kirche danket dir Herr, deine Nechte und Gebot. Herr, denk an mich.. Herr, den die Sonnen und die Erden Herr, der du als ein stilles Lamm Herr, der du vormals haft dein Land Herr, du fährst mit Glanz und Herr, du gingst voran Herr, du wollft sie vollbereiten ♦ ♦ ♦ Herr Jesu Chrift, du höchstes Gut Herr Jesu, dir sei Preis und Dank Herr Jesu, Gnadensonne Herr Jesu, Licht der Heiden. Herr Jesu, wahrer Mensch und Gott Herr, leite mich in jene Stunde. Herr, mache meine Seele stille Herr, ohne Glauben kann Herr, segne uns aus deiner reichen Herr, stärke mich, dein Leiden zu Herr, wann wirst du Zien bauen Herr, welch Heil kann ich erringen Herr, wie du willst, so schick's mit Herr, wie so großen Segen. Herzallerliebster Gott ♦ ♦ . 63 222 615 142 534 219 Herr, er ist der Tag erschienen 18 Herr Gott, dich loben wir, Herr. 425 Herr Gott, dich loben wir für deine Herr Gott, nun schleuß den Himmel Herr Jesu Christ, dein theures Blut Herr Jesu Christ, dich zu uns wend ♦ ♦ ♦ • • ♦ ♦ ♦ 611 433 531 Joh. Andreas Cramer. 361 395 521 186 620 680 79 5 211 233 351 3. M. Uhlich. David Denicke. Chr. Chrift. Sturm. A. Schlegel. J. Ad. Schlegel. Paul Gerhardt. Caspar Neumann. Herzlich ist mein Verlangen Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 455 Herzliebster Jesu, was hast du 87 402 212 218 Herz und Herz vereint zusammen Hier bin ich, Herr, du rufest mir Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen. Hier legt mein Sinn sich vor dir Hier steh ich unter deinem Himmel Hilf Gott, daß ja die Kinderzucht 668 477 289 Fr. Gottl. Klopstock. Caspar Neumann. Martin Luther. Johann Frank. Tobias Kiel. Johann Olearius. Wilhelm II., Herzog v. Sachsen- Weimar. 437 Jofua Stegmann. Bernh. Derschau. Ludw. Andr. Gotter. 309 Jeh. Frank. 578 Paul Eberus. 675 Wilh. Hülsemann. 503 3. Sam. Dieterich. 357 Peter Busch. 645 Wilh. Hülsemann. 66 Ch. Fürchteg. Gellert. S. Lange. 400 562 Fr. Gottl. Klopstock. 484 Casp. Bienemann. 226 525 Johann Scheffler. 580 Chriftoph Knoll. Martin Schalling. Johann Heermann. Ch. N. v. Zinzendorf. Joh. Jak. Rambach. David Bruhn. Ch. Fr. Richter. Fr. v. Köpken. Register. 438 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. Hilf mir, mein Gott, hilf, daß nach Himmelan geht unsre Bahn. Himmelan, nur himmelan Hin an dein Kreuz zu treten Hinauf, mein Geist, zu Gott empor Höchster Tröster, komm hernieder. Höchsterwünschtes Seelenleben Hoflanna, Davids Sohn. • ♦ ✦ 59 Johann Rift. 383 Johann Heermann. 538 Benjam. Schmolke. 298 139 3. Gottfr. Schöner. 82 Gottfr. Bened. Funk. Joh. Wilh. Reche. 166 Ghrenfried Liebich. 540 Fr. Adolph Lampe. 31 Benjam. Schmolke. J. Ja, fürwahr, uns führt mit Ich armer Mensch, ich armer Ich armer Sünder komm zu dir. Ich bin erlöst, Es floß. 197 Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin mir, Gott, bewußt... 304 Ich bin, o Herr, in deiner Macht Ich freue mich, o Gott, in dir Ich geh zu deinem Grabe. Ich glaub an Einen Gott allein Ich glaub an Einen Gott, Und Ich glaub an Gott, Vater. Ich hab genug, mein Herr ist Jesus Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ich hab in guten Stunden. Ich hab mein Sach' Gott heimgestellt Ich hab von ferne 495 Fr. Ad. Krummacher. 356 Christoph Titius. 181 Johann Heermann. 108 Joh. Jak. Nambach. Simon Dach. Salomon Liskov. 112 Benjamin Schmolte. 263 Juftus Gesenius. 266 568 440 261 473 387 Joh. Andreas Rothe. Paul Gerhardt. 514 497 Ch. Fürchteg. Gellert. 579 594 Johann Pappus. Job. Timoth. Hermes. Sam. Gottl. Bürde. Ch. Fürchteg. Gellert. Sam. Großer. Ich komme, Heil der Welt, zu dir Ich komme, Herr, und suche dich. Ich lobe dich, mein Auge schauet. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Chrift Ich schäme mich des Heilands nicht Ich finge dir mit Herz und Mund -Ich steh an deiner Krippe hier.. Baul Speratus. 3. H. H. Luder. 52 Ich sterbe täglich, und mein Leben. 570 Ich weiß, o Gott, daß all mein. 295 Ich will dich lieben, meine Stärke 462 Ich will ganz und gar nicht zweifeln 374 Jehovah, Jehovah, Jehovah, deinem Jerusalem, du hochgebaute Stadt. Jeju, deine beilgen Wunden Jesu, deine Passion Paul Gerhardt. Paul Gerhardt. Benjam. Schmolke. Paul Gerhardt. Johann Scheffler. Joachim Neander. Gettl. Kenr. Pfeffel. 591 3. Matth. Meyfart. 102 Johann Heermann. 89 Siegmund v. Birken. 3 210 214 390 424 365 291 Register. Jesu, der du wolltest büßen Jesu, hilf stegen. Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seelen Ruh Jesu, meines Lebens Leben, Du. Jesu, meines Lebens Leben, Jesu. Jesus Christus herrscht als König Jesus Christus, unser Heiland Jesus, Jesus, nichts als Jesus ♦ ♦ Jesus ist der schönste Nam. Jesus ist gekommen Jesus ist mein Leben'. Jesus lebt, mit ihm auch ich -Jesus, meine Zuversicht. ♦ ♦ ♦ ♦ + ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Jesus nimmt die Sünder an Jetzt komm ich als ein armer Gast Ihr armen Sünder, kommt zu Hauf Ihr Augen, weint Ihr Mitgenossen, auf zum Streit Ihr Trauernden, stillet die Thränen Im Stillen wollen wir dich ehren. In allen meinen Thaten). + . In Gottes Reich geht Niemand ein Ist Gott für mich, so trete. Ist Gott für uns in aller Pein. K. 320 53 451 . 116 ♦ Kein Stündlein geht dahin. König, dem kein König gleichet. Komm, heilger Geist, du Herr und Komm, heilger Geist, erfüll die Komm, in uns dich zu verklären. Komm, o komm, du Geist des... Komm, Kraft des Höchsten. Komm, o verheißner Gottesgeift Kommst du, kommst du, Licht der Kommt, Christen, kommt Kommt, Christen, laßt uns gehen. Kommt, die ihr Jesu Kreuz erhebet Kommt, laßt euch vom Herrn belehren Komm, Tochter Zion, komm + 101 Joh. Georg Franke. 555 J. Heinr. Schröder. 453 Johann Frank.. 460 68 103 103 335 111 466 Lukas Backmeister. Ch. Fürchteg. Gellert. 258 Louise Henriette, Chur154 475 174 439 Ernst Chr. Homburg. Ph. Fr. Hiller.in 215, Erdm. Neumeister. 224 Justus Sieber. 178 97 613 246 152 168 24 Martin Luther. Ludem. Elisabeth, Gräfin 317 539 93 zu Schwarzb.- Rudolft. Johann Scheffler. Balthasar Münter. 522 35 667 Daniel Schiebeler. 485 Paul Flemming. 378 378 Konr. Gebh. Stübner.. 368 Paul Gerhardt. 509 Chr. v. Stöcken. 509 fürstin v. Brandenburg. 674 Michael Frank. 334 334 Joh. Jak. Rambach. 156 Martin Luther. Herm. Contractus. Laurentius Laurenti. Karl Wilh. Ramler. Fr. Gottl. Klopstock. nach Prudentius. Joachim Neander. Karl Bernhard Garve. Karl Aug. Döring. Ernst Chr. Homburg. Joh. Jak. Rambach. Gerhard Tersteegen. Karl Bernh. Garve. Johann. Heermann. Ehrenfried Dürr. 440 Register. L. Lasset uns beweinen. Lasset uns mit Jesu ziehen. Laß deine letzten Stunden Laß deinen Geist mich stets, mein.67 Laß mir die Feier deiner Leiden Laß uns doch nicht begehren Lebenssonne, deren Strahlen Licht vom Licht, erleuchte mich. Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Immanuel Liebster Jesu, Gnadensonne. Liebster Jesu, wir sind hier ♦ ♦ ♦ ✦ Lobe den Herren, den mächtigen. Lob sei Gott, der den Morgen. Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich M. 344 34 Mache dich, mein Geist bereit.. 344 Macht hoch die Thür, die Thore weit! Mag ich Unglück nicht widerstehn. Man lobt dich in der Stille Marter Christi, wer kann dein Meine Hoffnung stehet feste. Meine Lebenszeit verstreicht. Meine Liebe hängt am Kreuz. Meinen Jesum laß ich nicht ♦ + 176 533 90 67 ♦ ✦ 69 537 384 Fr. Adolph Lampe. 8 Benjam. Schmolke. 445 Johann Scheffler. 456 Ahasv. Fritsch. 471 431 639 50 Mein Erlöser, Gottes Sohn ♦ Mein erst Gefühl sei Preis und. 637 637 Meine Seele, laß es gehen. 515 Meine Seel' ist stille 507 443 457 496. Joachim Neander. 569 Ch. Fürchteg. Gellert. 72 Adam Tribbechow. 454 Erdm. Neumeister. 84 3. Sam. Dieterich. Ch. Fürchteg. Gellert. Meine Seele lobsinge dem Herrn Meines Herzens reinste Freude. Meine Sorgen, Angst und Plagen Mein Fels hat überwunden. Mein Friedefürst, dein freundliches Mein ganzer Geist, Gott, wird Mein Gott, ach lehre mich erkennen Mein Gott, ich klopf an deine Pforte Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich 583 Mein Gott, wie groß ist dein.. 308 Mein Heiland nimmt die Sünder 348 Mein Herzens- Jesu, meine Lust. 459 Fr. Gottl. Klopstock. Siegmund v. Birken. Ch. G. Lud. Meister. E. 6. 6. Langbecker. Chr. G. L. Meister. Joh. Jos. Beck. 510 117 367 592 Tobias Clausnitzer. Joachim Neander. Gottfr. Bened. Funk. Nikolaus Hermann. 504 Joh. Casp. Schade. 625 Joachim Neander. 452 185 420 J. 3. Burch. Freystein. Georg Weiffel. Maria, Kön. v. Ungarn. Joachim Neander. me Chr. N. v. Zinzendorf. Sam. Gottl. Bürde. Fr. Adolph Lampe. Chr. Fr. Richter. 3. Sam. Dieterich. Benjamin Schmolke. Benjamin Schmolke. Joh. Aug. Bonitz. Leop. Franz Fr. Lehr. Joh. Chr. Lange. Register. ♦ Mein Herz sei Gottes Lobethal Mein Jesu, dem die Seraphinen. Mein Jesu, der du vor dem 436 370 Wolfgang Deßler. Joh. Jak. Nambach. 231 318 130 448 .676 Mein Leben ist ein Pilgrimstand. 566 Mein Lebensfürst, mein außerkornes Mein stegend Haupt.. 78 141 57 532 26 Menschen, unser Leben eilt. Mir nach, spricht Christus, unser Mit Ernst, o Menschenkinder.. Mir wallt das Herz, so oft es Mit Fried und Freud ich fahr dahin Mitten wir im Leben sind... Mit tiefer Ehrfurcht bete ich.. Mittler, schau auf sie hernieder Morgenglanz der Ewigkeit.. N. Mein Jesu, du hast unsre Schuld. Mein Jesus lebt, ich soll nicht. Mein Jesus liebet mich .. Mein Lauf, Gottlob! ist bald Nach einer Prüfung kurzer Tage. Nach meiner Seelen Seligkeit. Nacht umhüllte rings die Erde. Nein, nichts Höhres kennt mein: Nicht, daß ich's schon ergriffen hätte Nicht nur streiten, überwinden. Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nicht um Reichthum, Glanz und Nie bist du, Höchster, von uns fern Noch nie haft du dein Work Noch steht dein Bund, wie Felsen Noch wallen wir im Thränenthal. Nun bitten wir den heilgen Geist. Nun bricht die finstre Nacht herein Nun danket Alle Gott 1. Nun habe Dank für deine Liebe Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gottes Güte Nun lob, mein Seel, den Herren Nun schlummerst du ♦ Nun sei, o Herr, dir Preis und. Nun sich der Tag geendet hat Nun ruhen alle Wälder, ♦ ♦ ♦ ♦ 469 256 241 76 207 634 Benjamin Schmolke. F. G. Peithmann. 22 598 147 647 Fr. Adolph Lampe. Fr. Adolph Lampe. Karl August Döring. Johann Scheffler. Valentin Thilo. Martin Luther. Martin Luther. Wilh. Hülsemann. 441 590 Ch. Fürchteg. Gellert. 410 3. Sam. Dieterich. 36 Karl August Döring. 472 S. v. Lehr. Ch. Knorr v. Nosenroth. 529 Ch. Fürchteg. Gellert. 552 Fr. Gottl. Klopstock. 169 Chrift. Fr. Neander. 422 Joh. Casp. Lavater. 272 Chr. Christ. Sturm. Joh. Jak. Nambach. 278 Joh. Casp. Lavater. Martin Luther. Gaspar Neumann. Martin Ninkart. 426 235 60 294 432 Johann Graumann. Franc. 109 Joh. Casp. Lavater. Paul Gerhardt. Joh. Michael Dilhert. 234 652 Joh. Fr. Herzog. 654 Paul Gerhardt. 4 442 Register. auferstandner Siegesfürst.. O Christ, erhebe Herz und Sinn. daß doch bald dein Feuer brennte O daß ich tausend Zungen hätte daß von meinen Lebenstagen Oder wundergroßen Gnaden O du allerhöchste Freude.. du Schöpfer aller Dinge. O Durchbrecher aller Bande Ewigkeit, du Donnerwort O Ewigkeit, du Freudenwort ♦ • ♦ ♦ ♦ . Fels des Heils, o Gotteslamm. Oft klagt dein Herz, wie schwer es Gott des Friedens, nimm uns an O Gott, du bist der Herr der Zeit Gott, du bist die Liebe... O Gott, du bist mein Preis und. ♦ ♦ Jesu Christ, du wahres Licht. O Jesu Christ, mein schönstes Licht O Jesu, Jesu, Gottes Sohn Erasmus Francisci. Fr. Adolph Lampe. Ch. Fürchteg. Gellert. Wilh. Hülsemann. 3. Sam. Dieterich. Gott, du fremmer Gott Johann Heermann. 9 Konrad Hubert. 13 Johann Uttenhofen. 623 David Denicke. 359 David Denicke. Gott, du höchster Gnadenhort. O Gott, du unser Vater bist. O Gott, du kannst den Himmel O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ O Gott, mein Schuß, was soll in O großer Gott, du reines Wesen O Haupt voll Blut und Wunden O heilger Geist, kehr bei uns ein 610 Johann Peter Uh. 379 88 1 148 O heilger Geist, o heilger Gott. 155 O hilf, Christe, Gottes Sohn. hochgelobter Gottesgeift 73 ♦ . 173 397 447 446 O Jesu, meine Wonne. Jesu, meine Zuversicht O Jesus Christus, bleib in mir.. O Jesu, süßes Licht. O Lamm Gottes, Der du trugest. O Lamm Gottes, unschuldig. O Lehrer, dem kein Lehrer gleich O Liebe, die den Himmel hat zerrissen 133 536 172 O Liebesgluth, die Erd und Himmel O Menschenfreund, o Jesu 428 526 Aug. Herm. Niemeyer. 227 A. Sophie, Ldgr. v. Hess. 171 Baul Gerhardt. 213 Joh. Heinr. Calistus. 558 585 Johann Nift. 586 Sust. Henn. Böhmer. Ehrenfried Liebich. Frickert. Johann Menger. 223 547 617 61 275 12 524 Gottfried Arnold. Paul Gerhardt. Michael Schirmer. Barth. Helder. Michael Weiß. Johann Neunherz. Johann Heermann. Baul Gerhardt. Johann Heermann. 232 Johann Nist. 354 Ludw. Andr. Gotter. 467 3. Casp. Lavater. 638 Joachim Lange. 104 220 Nikolaus Decius. 326 Joh. Jak. Nambach. 312 Chr. Fr. Nichter. 310 Fr. Adolph Lampe. 190 Joachim Neander. Register. 563 319 160 O süßer Stand, v selig Leben O süßester der Namen all Otheurer Tröster, Heilger Geist O Tod, wo ist dein Stachel nun. O Traurigkeit, o Herzeleid. O Vater der Barmherzigkeit Vater, Gott voll Gnade Vater, nimm zum Bunde O Vater, sieb mit Wohlgefallen Bater, uafer Gott ♦ ♦ ♦ Schmücke dich, o liebe Seele Schöpfer aller Menschenkinder ♦ + ✦ O was für ein herrlich Wesen O welche Lieb erweist mein Vater O Welterlöser, sei gepreist... O Welt, sieh hier dein Leben Dwie richtig und wie wichtig wie selig seid ihr doch. O wie unaussprechlich selig Dwie unermeßlich ist O wundergroßer Siegesheld P. ● + + Prange, Welt, mit deinem Wissen Preis dir, daß durch der Taufe Bund Preis dir, o Herr der Herrlichkeit D. Quelle der Vollkommenheiten R. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Ruhe ist das beste Gut. Rüstet, Christen, euch zum Streite ♦ • ♦ Schweiget, bange Zweifel, schweiget Schweigt, Verächter, spottet nicht. Schwing dich auf zu deinem Gott Schwing dich auf gen Gelgatha. Seelenbräutigam Seele, was ermüdst du dich 158 94 125 107 187 421 W. Hammerschmidt. 196 Wilh. Hülsemann. 199 418 388 631 559 587 589 184 137 Joh. Jof. Winkler. Joh. Casp. Lavater. . 5. Böhmer. Justus Gesenius. Johann Rist. David Denicke. 443 229 377 Fr. Ad. Krummacher. S. Schaff in mir, Gott, ein reines Herz 175 Schaffet, daß ihr selig werdet. 413 Franz. Barb. Reizin. Schaffet, schaffet, Menschenkinder 551 Ludw. Andr. Gotter. Johann Frank. Joh. Jak. Rambach. Jch. Ad. Schlegel. Joh. Andr. Cramer. Baul Gerhardt. Benjam. Schmelke. Adam Dreſe. 417 Joh. Gabriel Welf. 371 329 506 92 464 Johann Arndt. Jakob Gabriel Wolf. 74 Johann Job. 198 Wilh. Hülsemann. 238 Ch. Chr., Sturm. Paul Gerhardt. Joh. Christ. Ruben. Simon Dach. Benj. Schmolke. Spalding. E. Chr. Homburg. 438 Balthasar Münter. 550 Sch. Sef. Winkler. Sch. Casp. Schade. W. Erasmus Arends. 517 549 444 Register. Seele, willst du Ruhe finden.. 230 Fr. Gottl. Klopstock. Seht die Mutter dort voll Schmerzen 71 Seid gesegnet, heilge Stunden. Sei getreu in deinem Leiden Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Sei mir tausendmal gegrüßet.. Sei uns gesegnet, Tag des Herrn Senke dich auf uns hernieder Sieh, Herr Jesu, wir sind hier. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Sink ich einst in jenen Schlummer 650 So folg ich dir, mein Jesu Christ 535 So gehst du, Jesu, williglich. 81 So hab ich nun den Fels erreichet So jemand spricht: ich liebe Gott Soll dein verderbtes Herz Soll denn Alles, Alles enden. Soll sich mein Geist, o Gott, zu dir Sellt es gleich bisweilen scheinen. Sollt ich jetzt noch, da mir schon. Sollt ich meinem Gott nicht singen Sollt ich meinem Gott nicht trauen Serge, Herr, für unsre Kinder So tret ich demnach an. So wahr der Allerhöchste lebet Co wahr ich lebe, spricht dein Gott Speif uns, o Gott, deine Kinder Stärke, Mittler, stärke sie Stark ist meines Jesu Hand Eteil und dornicht ist der Pfad ♦ 4 11. Ueberwinder, nimm die Palmen Um 3ton, Jesu, flossen. Uns, die Gebunduen, zu befrein • ♦ ♦ ♦ 363 527 Benjam. Präterius. 427 Joh. Jak. Schüß. 96 Paul Gerhardt. 19 Aug. Herm. Niemeyer. 65 195 Tobias Clausnizer. Joachim Neander. 465 Fr. Gottl. Klopstock. Christian Kortholt. Ch. Fürchteg. Gellert. Ch. Fürchteg. Gellert. ♦ 372 542 657 247 661 513 382 430 492 669 643 672 180 644 205 362 548 Chriftian Titius. Balthasar Münter. Paul Gerhardt. Joh. Olearius. L. J. Schlosser. 3. 5. v. Hippen. Sch. Jaf. Spreng. Johann Heermann. Johann Heermann. Balthasar Münter. Karl Bernh. Garve. Sam. Gottl. Bürde. T. Tief gerührt, dein Bild im Herzen Thu Rechnung, Rechnung will Tönet, Harfen, jauchzt, ihr Psalmen Trau auf Gott in allen Sachen Trauernd und mit bangem Sehnen 132 Joh. Neunherz. Triumph, ihr Himmel, frenet euch Triumph, Triumph, bringt Lob und 146 126 Daniel Schiebeler. 228 341 Joh. Olearius. 114 Fr. Gottl. Klepfleck. 609 128 Karl Ludw. Taddel. 325 Johann Heermann. 458 Register. Unser Gott ist groß und mächtig Unsern Ausgang jegne Gott. Unter allen großen Gütern Unter tausend frohen Stunden • • ♦ + • ↑ V. Valet will ich dir geben. Vater, heilig möcht ich leben Vater, kröne du mit Segen. Vater, laß mich Gnade finden. Verleih mir, Jesu, deinen Sinn Verleih uns Frieden gnädiglich. Versuchet euch doch selbst. Lizage, Volk der Christen, nicht. Voll Liebe war, o Herr, dein Leben Vom Himmel hoch, da komm ich Von des Himmels Thron Von dir, mein Gott, kommt Licht Von Furcht dahingerissen. Von Gott will ich nicht lassen. Vor dir, o Gott, sich findlich scheuen Vor seinen Augen leben. W. ✦ • ♦ ♦ ♦ • ♦ ♦ Was soll ich ängstlich klagen Was wär ich ohne dich gewesen Was willst du dich betrüben Wär Gott nicht mit uns diese Zeit 284 21 543 100 Wach auf, du Geist der ersten. Wach auf, mein Herz, die Nacht Wach auf, mein Herz, und singe Wachet auf, ruft uns die Stimme. Warum betrübst du dich, mein Herz Warum sollt ich mich denn grämen Warum willst du doch für morgen 491 Warum willst du draußen stehen Was Gott thut, das ist wohlgethan, es 518 28 ♦ Was Gott thut, das ist wohlgethan, so Was ich nur Gutes habe Was in der heilgen Nacht erklang. Was kränkst du dich in deiner. Was mein Gott will, gescheh allzeit 576 183 599 216 545 616 360 56 75 49 202 170 445 Friedr. Wilh. Loder. Hartmann Schenk. Ernst Lange. Friedr. Ludw. v. Hardenberg. Valerius Herberger. Joh. Casp. Lavater. Wilh. Hülsemann. Chr. G. v. Breitenau. 86 Balthasar Münter. 498 Ludwig Helmbold. 474 Benj. Schmolke. 564 516 483 Munbisch. Martin Luther. 3. Juft. Breithaupt. 490 369 Chr. Christ. Sturm. Martin Luther. Marot. 194 119 Laurentius Laurenti. 635 338 505 Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf. Paul Gerhardt. Philipp Nicolai. Hans Sachs. Paul Gerhardt. Laurentius Laurenti. Paul Gerhardt. 481 Samuel Rodigast. 604 Benjam. Schmolke. 476 54 R. Heinr. v. Bogazky. Ch. Fürchteg. Gellert. Albrecht d. j. Markgraf zu Brandenburg. Chr. Christ. Sturm. Fr. 2. v. Hardenberg. Johann Heermann. 511 614 Martin Luther. 446 Weg, Welt, mit deinen Freuden 70 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel 281 Weil du, Herr Jesu Christ 323 Register. ◆ • Weinet nicht, Gott lebet noch. Welch hohes Beispiel gabst du mir Welt hinweg, ich bin dein müde. Wenn Alle untreu werden\.. Wenn Alle von mir scheiden Wenn Christus seine Kirche schüßt. Wenn heiße Thränen mir entfließen Wenn ich einst von jenem Schlummer Wenn ich nur den Heiland habe. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn ich vors Gericht soll treten. Wenn junge Himmelserben. ♦ . Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn mich die Sünden kränken Wenn wir in höchsten Nöthen sein Werde munter, mein Gemüthe. Wer den Ehstand will erwählen. Wer geht froh durch's Erdenleben. Wer im Herzen will erfahren . 493 321 588 468 Benjamin Schmolke. 332 392 Joh. Jak. Rambach. Joh. Georg Albinus. Fr. 2. v. Hardenberg. Karl August Döring. Ch. Fürchteg. Gellert. Sam. Gottl. Bürde. 640. Fr. Gottl. Klopstock. 450 Fr. 2. v. Hardenberg Ch. Fürchteg. Gellert Jehann Ni 366 Job. Andr. Stoihe. Nikolaus Hermann. Justus Gesenius. Paul Eberus. Johann Rift. 285 584 243 577 99 606 649 Wehrhahn. Phil. Fr. Hiller. 665 Johann Olearius. 656 Wilh. Hülsemann. 55 313 Wer ist wohl, wie du 376 480 Wer kann vor dir, o Herr, bestehn Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer sich auf seine Schwachheit steurt 182 Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 250 Wie dank ich's, Heiland, deiner Liebe 461 Wie eilend fleugt des Lebens Zeit. 595 Wie fleugt dahin der Menschen Zeit Wie getroft und heiter. 253 Wie groß ist des Allmächtgen Güte Wie groß ist unsre Seligkeit Wie heilig ist mir diese Stunde Wie jauchzt mein Geist schon hier. Wie ist mein Herz so fern von Wie reizend schön, Herr Zebaoth Wie schön ist's doch, Herr Jesu Wie schön leucht't uns der 1.: Wie sicher lebt der Mensch, der Wie soll ich dich empfangen. Wie süß, mein Vater, ist die Pflicht Wie treu, mein guter Hirte. Laurentius Laurenti. 3. A. Freylinghausen. Georg Neumark. B. W. Marperger. Emilie Julie, Gräfin zu Schwarzb.- Rudolstadt. Joachim Neander. Joachim Neander. 375 Christ. Fr. Neander. 274 Ch. Fürchteg. Gellert. 561 Joh. Eus. Schmidt. 206. 127 127 Karl August Döring: 179 Gottfr. Bened. Funk. 14 Martin Jorissen. 666 Paul Gerhardt. 463 Philipp Nicolai. 573 29 Ch. Fürchteg. Gellert. Paul Gerhardt. 659 Fr. Wilh. Loder. 189 Gottlob Adolph. Register. 602 200 145 Wie wanket thr, betrogne Seelen. 546 We wird mir dann, mein Heiland 574 Fr. Gottl. Klopstock. te wohl ist mir, o Freqnd der 470 Wolf. Chr. Deßler. Wir Alle, Gott und Vater, bringen Ch. G. Ludw. Meister. Wir flehn um deine Gnade. Karl August Döring. Wir freuen uns, Herr Jesu Chrift Wir glauben All an Einen Gott, Herrn 264 Wir glauben All an Einen Gott, Schöpfer 262 Wir liegen hier zu deinen Füßen. 188 Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir nahn zu deinem Throne. Wir schauen, Herr der Herrlichkeit Wir sind in Noth 407 627 333 624 Chr. v. Stöcken. 38 Paul Gerhardt. 201 20 Wir singen dir, Immanuel. Wir übergeben uns auf's Neue Wir warten dein, o Gottes Sohn 342 Wohlauf, Herz und Gemüthe. Wohl dem, der sich mit Ernst.415 Wohl dem, der den Herren scheuet 523 Wohl dem, der richtig wandelt Wohl dem Menschen, der von. Wohl mir, Jesus, meine Freude Wohlzuthun und mitzutheilen. 530 486 225 544 Wo ist ein solcher Gott, wie du. 331 403 ◆ Wort des höchsten Mundes. Wo soll ich fliehen hin. Wo soll ich hin, wer hilfet mir . Wunderbarer König. 3. ♦ ✦ Zaget, nicht, wenn Dunkelheiten. Zeige dich uns chne Hülle Zeuch ein zu deinen Thoren Zeuch uns nach dir. + Zich, liebes Kind, zieh hin ♦ Zu dir, Erbarmer, auf zu dir... Zu dir, Geist, Schöpfer, flehen wir Zu Gottes Preise Tön das Lied. Zuletzt geht's wohl dem, der gerecht Zum Himmel bist du eingegangen. Zur frühen Gruft Wirst du • 447 487 16 Martin Luther. Benjamin Schmolfe. David Denicke. 244 423 Philipp Fr. Hiller. Michael Schernack. Jak. Gabriel Wolf. Paul Gerhardt. David Bruhn. Joh. Adolph Schlegel. Paul Weber. 349 Johann Heermann. 217 Joachim Neander. 434 Joachim Neander. Joh. Ludw. Paulmann. 3. L. Konr. Allendorf. Seinr. Kour. Hecker. Joh. Wilh. Neche. Fr. Gottl. Klöpstock. 149 Paul Gerhardt. 140 Ludem. Elisabeth, Gräfin zu Schwarzb.- Rudolst. Gottfr. Hoffmann. A. Schlegel. 162 150 A. W. Möller. 596 Chr. Andr. Bernstein. 144 245 LOREM 1 Inches 1 Centimetres Blue 2 1 3 2 Cyan 15 6 17 3 Farbkarte# 13 Green 18 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8