+ EC дв Gb 2063 GB 2063 Gb 62063 Register der gebräuchlichsten Gesänge in Pommern über alle Sonn- und Fest- Tage, aus der Pommerschen Kirchen- Ordnung gezogen, wobei noch einige bekannte und gebräuchliche Gesänge hinzugefüget. 137 299 514 229 343 Am 1. Sonntage des Advents. Die Udvents- Lieder pag. 72 bis 81 Nun Hofianna David's Sohn 555 HErr Christ, der ein'ge GOttes 279 GOtt Lob, ein Schritt zur Ewigk. 537 Nun freut euch lieben Christen Wie schon leuchtet der Morgenst. Epistel Röm. 13, v. 11 bi Mache dich mein Geist bereit Hilf mir, mein GOtt, hilf, daß GOtt mein Schöpfer, edler Heiligster JEfu, Heiligungs- Qu. 598 Uch höchster GOtt, verleihe mir 304 Kommt und laßt euch JEsum lehr. 335 Am 2. Sonntage des Advents. Die Lieder vom jüngsten Gericht p. 509 Es sind schon die letzten Zeiten 588 Ermuntert euch ihr Frommen 589 Der Brautgam wird bald rufen 584 Es wird schier der legte Tag herk. 533 Erwach, o Mensch, erwache 591 Ringe recht, wenn GOttes Gnade 561 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Welch eine Sorg und Furcht 573 Wachet, wachet, ihr Jungfrauen 626 Uch GOtt, thu dich erbarmen 214 Lob sey dem allerhöchsten GOtt 76 Kommt her zu mir spricht GOttes 334 Herzlich lieb habe ich dich, o HErr 320 Epistel Röm. 15, v. 4 bis 13. GOtt ist ein GOtt der Liebe 595 Es woll unsGOtt genådig seyn 290 D Vater der Barmherzigkeit Wer GOtt vertraut, hat wohl GOtt sei Dank in aller Welt Lobet den HErrn, ihr Heiden all 437 Am 3. Sonntage des Advents. Bon Udam her so lange Zeit 78 HErr Christ, der einge GOttesS. 279 Erquicke mich, du Heil der Sünder 591 Warum willst du draußen stehen Ift GOtt für mich, so trete Liebster JEsu, in den Tagen 611 JEu, Kraft der blöden Herzen 607 GOtt fey Dank in aller Welt 74 Durch Udams Fall ist ganz verderbt 277 Gelobet fey der HErr, der GOtt 190 DIEsu Christe, wahres Licht 296 Wohl dem, der JEsum liebet 301 Epistel 1. Corinth. 4, v. 1. bis 5. D GOtt, du frommer GOtt In dich hab ich gehoffet HErr Mein GOtt, ich habe mir gar fest 337 DHErreGOtt, dein göttlich Wort 295 Wer GOtt vertrauf hat wohl 427 242 427 74 80 392 343 391 14. 192 191 Am 4. Sonntage des Advents. Mit Ernst, o Menschentinder 77 Tröstet, tröstet meine Lieben Lob sey dem GOtt in Israel GOtt Vater, Sohn und Hei! ger 210 So wahr ich lebe, spricht dein 243 Wenn dein herzliebster Sohn 150 Gelobet sey der HErr, der GOtt Liebe Seele, nun dich schwinge 190 265 Epistel Philipp. 4, v. 4 6 8 7. Dir, dir, Jehovah, will ich fingen 528 JEsu, meine Freude, meines 418 Du bist ein Mensch, das weißt 309 Befiehl du deine Bege Keinen hat GOtt verlassen Mein Geist und Sinn ist hocherfr. 613 3Esu, meiner Freuden Freude 106 308 394 Auf das Weihnachts- Fest. Die Lieder von der GeburtJEsu Chrifti pag. 82. fq. Uch ein Wort von großer Treue 577 Kommst du nun 3Esu vom H. 610 Auf, Seele, auf, und säume nicht 634 544 Sch freue mich in dir Uch Gott wie manches Herzeleid JEsus ist der schönste Name 94 höchstes Werk der Gnaden HErr 3Esu Christ mein Leben 600 Geh auf meins Herzens Morgenst. 592 HErr Christ der ein'ge GOttes 279 m Sonntage nach Weihnachten. Dielieder von der Geburt Chr. p.82.19. Mein Herzens- JEsu, meine Lust 550 Mein JEsu, süße Seelen- Lust 614 Christe, mein Leben, mein Hoffen 635 Durchdams Fall ist ganz verderbt277 Ich ruf zu dir, HErr 3Esu Christ 328 Nun lob' mein'Seel' den$ Erren 439 Erhalt uns, HErr, bei deinem 288 $ ErreGOtt, dein göttlich Wort 295 JEsu, komm mit deinem Vater 635 $ Err, aller Weisheit Quell und 321 Belft mir GOttes Gute preifen 104 Epistel Gal. 4, v. 1 bis 7. Ulso hat GOtt die Welt geliebt 580 Liebster Bater, ich dein Kind 238 Dir, bir, Jehovah, will ich fingen 528 Es ist das peil uns kommen Nun freut euch lieben Christen 173 Am Neujahrstage. Die Neujahrs- Sefange p. 101. fq. Uch 3Efus, deffen Breu im Himmel 82 JEsus ist der schönste Nam Wer sich im Geist beschneidet 628 Uch Gott, gieb du uns deine Gnade 577 Spilf 278 608 371 608 Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. Ein Christ soll nicht der Meinung 587 Dreicher GOtt von Gütigkeit 638 637 Meine Seele senket fich Hilf uns Herr in allen Dingen 321 333 In allen meinen Thaten Gott Lob! ein Schritt zur Ewigt. 537 419 Jesu, meiner Seelen Wonne Man lobt dich in der Stille 611 Hab Dank, mein frommer Gott 540 Sollt ich meinem Gott nicht singen 441 Epistel Efaia 8, v. 5 bis 10. Liebster Immanuel In dich hab ich gehoffet, Herr Was willst du dich betrüben Treuer Wachter Israel Am 2. Sonntage nach Epiph. Wohl dem, der in GOttes Furcht 366 Wie schon leuchtet der Morgenstern 299 Warum betrübst du dich, mein Herz359 Ich ruf zu dir, HErr JEfu Christ 328 Err Christ, der einge GOttes 279 Verzage nicht, o frommer Christ 402 308 Befiehl du deine Wege Wo GOtt zum Haus nicht giebt 366 Wer nur den lieben GOtt låst 408 Wunderlich ist GOttes Schicken 632 GOtt mein Schöpfer Geduld ist euch vonnothen 343 313 612 Sollt es gleich bisweilen scheinen 354 Warum willst du doch für morgen 572 Meine Hoffnung stehet feste Alles ist an GOttes Segen Sorge, Vater, sorge du Boller Wunder, voller Kunst Heiligster JEsu, Heiligungs- Qu. 598 Ich lasse GOtt in allem walten 605 570 634 362 Am Sonntage nach Neujahr. Uuf, Seele, auf, und saume nicht Was fürchtst duFeind Herodes sehr 114 Nun laßt uns gehn und treten Von Gott will ich nicht lassen Wo Gott der Herr nicht bei uns Was Gott thut, das ist wohl Ich weiß mein Gott, daß all mein 330 Ich hab in Gottes Herz und Sinn 254 War Gott nicht mit uns diese 299 3ion gieb dich nur zufrieden Gott der wirds wohl machen Sollt ich meinem Gott nicht trauen 204 Epiftel Offenb. 14, v. 1 bis 5. Seelen- Bräutigam 411 536 422 391 406 446 Mein Herz gieb dich zufrieden Seele, was ermüdst du dich 109 358 301 Wer ist wohl wie du JEsu, meiner Seelen Wonne Am Fest der heil. drei Könige. Die Fest- Gesange p. 111. fq. Wer im Herzen will erfahren 628 Nun liebe Seel, nun ist es Zeit 555 Unser Herrscher, unser König 570 Mein Gott, das Herze bring ich 336 Such, wer da will, ein ander Ziel 78 Mir nach, spricht Christus, unser 554 Geh auf meine Herzens Morgenst. 593 Meinen Jesum laß ich nicht, weil 339 Jesu, meine Freude meines 418 Epistel Esaia 60, v. 1 bis 6. Die Fest- Gefange p 111. fq. Lobet den Herrn, ihr Heiden all 437 Es woll uns Gott genådig sein 290 Ich will dich lieben, meine Stärke 547 Epistel Römer 12, v. 1 bis Hochster Priester, der du dich HErr Jesu, Gnaden- Sonne Eins ist noth, ach Herr dies 564 575 419 Am 1. Sonntage nach Epiph. Heiligster Jesu, Heiligungs- Qu. 598 Mensch, willst tu leben seliglich 201 Dies sind die heilgen zehn Gebot 199 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 328 Erhalt uns Herr bei deinem Wort 288 Wo Gott zum Haus nicht giebt 366 Jesu Christ, meinschönstes Licht 345 Eins ist noth, ach Herr, dies Eine 531 Mein Jesu, süße Seelen- Lust 614 Zion klagt mit Ungst und Schm. 412 Herr aller Weisheit Quell und 321 Warum sollt ich mich denn gråmen 360 Hast du, denn Jesu, dein Ungesicht 382 Sammer hat mich ganz umgeben 387 Wer ist wohl wie du 575 637 564 6. 307 355 Epistel Röm. 12, v. 7 bis 16. Uch höchster GOtt, verleihe mir 304 Spilf mir mein GOtt, hilf daß 229 Kommt und laßt euch Jeſum 335 Hilf uns Herr in allen Dingen 321 Mein GOtt, basherze bring ich 336 O GOtt, du frommer GOtt 343 208 Am 3. Sonntage nach Epiph. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 328 Vater unser im Himmelreich Durch Udams Fall ist ganz verderbt 277 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 222 Kommi her zu mir, spricht Gottes 334 Treuer Gott, ich muß dir klagen 245 Ach mein Jefu, welch Verderben 579 Uch Gott, es hat mich ganz verd. 633 d was sind wir ohne JEfu 522 Erquicke mich, du Heil der Sünder 591 Woran fehlt's immermehr Das Elend weißt du Gott allein Durchbrecher aller Bande Meine Seel ist stille zu Gott Versuchet euch doch selbst 585 Der Glaub ist eine Zuversicht Sieh, hier bin ich, Ehren- König 566 Ich hab oft bei mir selbst bedacht Ich hab in Gottes Herz und Sinn 325 Was mein Gott will, das g'scheh 362 631 525 616 612 625 326 Epistel Röm. 13, v. 1 bis 7. Ich danke dir demüthiglich Erhalt uns Herr bei deinem Herr, deine Rechte und Gebot Beschirm die Polizeien Am 4. Sonntage, nach Epiph. Herre Gott, dein gottlich Wort 295 Wo Gott der Herr nicht bei uns 301 War Gott nicht mit uns diese Sn dich hab ich gehoffet, Herr Ein feste Burg ist unser Gott 299 st Ephraim nicht meine Kron Noch dennoch mußt du drum Wer Jesum bei sich hat 602 541 Mein Herz, gieb dich zufrieden 531 Meine Seele fentet sich hin 325 288 200 183 391 281 398 398 364 637 637 Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. 630 623 Wunderlich ist Gottes Schicken 632 Wohl dem, der Jacob Gott Sey getreu in deinem Leiden Ich halte Gott in allem stille Weine nicht, Gott lebet noch Ich will den Herren loben Ich, der ich oft in tiefes Leid Hilf uns Herr in allen Dingen Getrost ist mir mein Herz Wenn wir in höchsten Nöthen seyn 407 Sion klagt mit Ungst und Schm. Was willst du dich betrüben 412 406 604 573 546 603 321 534 319 343 Epistel Röm. 13, v. 8 bis Herzallerliebster Gott O Gott du frommer Gott Allein zu dir, Herr Jesu Christ 222 Dies sind die heilgen zehn Gebot 199 Wenn ich die heilgen zehn Gebot 201 Am Fest der Reinigung Mariä. Die Fest- Gefange p. 114. fg. Mit Fried und Freud ich fahr Wie wird doch so gering Christus der ist mein Leben Du o schönes Welt- Gebäude Herr, dir trau ich all mein Tage Ich bin müde mehr zu leben Wie flieht dahin der Menschen Epistel Jerem. 23, v. 5 bis Eins ist noth, ach Herr dies Eine Durch Udams Fall ist ganz Tritt doch heran, du Menschen 279 Es ist das Heil uns kommen her 278 531 277 Am 5. Sonntage nach Epiph. Uch Gott vom Himmel sieh darein 282 Es spricht der Unweisen Mund 289 Durch Udams Fall ist ganz 277 Gott der Vater wohn uns bei 186 Mensch, wie ist dein Herz bestellt 619 Es woll uns Gott genådig seyn 290 Welch eine Sorg und Furcht 573 Jefu hilf fiegen 547 514 Mache dich mein Geist bereit Es wird schier der legte Tag herk. 533 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Wohl dem Menschen, der nicht 367 Vater unser im Himmelreich 208 Das Elend weißt du Gott allein 525 Es kostet viel, ein Christ zu seyn 532 Uch mein Jesu, welch Verderben 579 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 561 Uuf, Christen- Mensch, auf, auf 523 Es sind schon die legten Zeiten 588 10. 498 629 477 311 433 490 629 8. Epistel Coloff. 3, v. 12 bis Gott ist ein Gott der Liebe Unter denen großen Gütern Wenn einer alle Kunst Dir, dir, Jehovah, will ich singen 528 Kommt und laßt euch Jesum lehren 335 359 Am 6. Sonntage nach Epiph. Es ist nicht schwer, ein Christ 532 Schas über alle Schage 17. 595 625 350 90 187 Es woll uns Gott genadig sein Jesaia dem Propheten das Herr Christ, der einge Gottes S. 279 Wie schon leuchtet der Morgenst. 299 Wie lieblich sind dort oben 521 Herr Christ, thu mir verleihen 519 was für ein herrlich Wesen 619 O wie selig sind die Seelen 620 du süße Lust aus der Liebesbrust 616 Mein Jesu süße Seelen- Lust 614 Mein Geist und Sinn ist hoch erfr. 613 Ein Tropflein von den Reben 589 Gottes Stadt, o goldnes Licht reicher Gott von Gütigkeit Worl dem der Jacobs Gott Epistel 2. Petri 1, v. 16 bis 21. Die Lieder vom Worte Gottes p. 282 und vom heiligen Geist p. 174. fq. Wie schon leuchtet der Morgenst. 299 Herr Christ der einge Gottes Durch Udams Fall ist ganz 277 279 557 638 630 Am Sonntage Septuagesimä Es spricht der Unweisen Mund Es ist das Heil uns kommen her Uch GOtt vom Himmel fie Kommther zu mir spricht Gottes O Gott du frommer Gott Ein Christ soll nicht der Meinung 587 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 561 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 56 2 Sperr, deine Treue ist so groß 599 Welch eine Sorg und Furcht Die Liebe leidet nicht Gesellen Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Ich weiß, mein Gott, daß all 673 585 328 330 561 Jesu Christ mein schönstes Licht 345 Epift. 1. 6o r.9, p. 24. cap. 10, v. 1 bis 5. Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Schaffet, daß ihr selig werdet 349 Welch eine Sorg und Furcht 573 Ringe recht, wenn Gottes Gnade Mir nach spricht Christus Uuf, Christen- Mensch, auf, auf Am Sonntage Seragesimă. Herre Gott dein göttlich Wort Uch Gott vom Himmel sieh Vater Unser im Himmelreich 8 spricht der Unweisen Mund Gott der Vater wohn uns bei Wir Menschen sind zu dem Mensch wie ist dein Herz Jesu, komm mit deinem Vater Wohl dem Menschen, der nicht Wohl dem, der ohne Wandel Herr, deine Treue ist so groß Welch eine Sorg und Furcht Nach dir, o Herr, verlanget mich 397 Anstatt der Epistel wird über die Paffion geprediget. Die Lieder vom Leiden und Sterben JEsu Christi p. 118. fp. 573 So gehst du nun, mein Jesu hin Meine Seel, ermuntre sich So giebst du nun, mein Jesu Jesus Christus Gottes Lamm Herr mein Gott, ich hab zwar Wer ist wohl wie du Sefu, der du meine Seele 289 278 334 282 343 554 523 295 282 208 289 186 300 619 635 367 367 599 566 553 559 großer Gott ins Himmels Gute Nacht, ihr eitlen Freuben 539 Die Seele Chrifti heilge mich 586 Geduldigs Lämmlein JEsu Christ 539 Jesu, der du wollen büßen 606 Schauet, schauet doch, ihr Sünder 563 Seele, geh auf Golgatha Seelen- Brautigam 622 564 566 608 617 575 233 Am Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. Am Sonntage 3rdica. Heiligster JEfu, Deiligungs- Qu. 598 ErrJEfu Christ, wahr'r Menfch 486 War GOtt nicht mit uns diese 299 295 Erre GOtt, dein göttlich 8 spricht der Unweifen Mund 289 282 Uch GOtt vom Himmel fieh SEfu, komm mit deinem Vater 635 Am Sonntage Palmarum. Die Udvents- Gefange pag. 72. fq. Nun sosianna Davids Sohn 556 334 Um Sonntage Quinquagefimä.| Die Gefange von der Taufe p. 209. fq. Kommt her zu mir, spricht Nun freut euch lieben Christen Erneure mich, o ew'ges Licht Seelen- Brautigam Wer ist wohl wie du Kuf, auf, o Mensch, es ist nun Am Sonntage Invocavit. Ein' feste Burg ist unser GOtt 288 GOtt der Vater wohn' uns bei In dich hab' ich gehoffet, HErr Warum betrübst du dich, mein 186 391 359 Is JEfus von der Taufe kam 284 Uuf, Christen- Mensch, auf, auf 523 JEfu, hilf fiegen Selig ist die Seele 547 Ich ruf zu dir, HErr JEfu Chrift Ist GOtt fur mich, so trete 412 Uch GOtt, ist noch dein Geist Sieh mich, zieh mich mit den JEfu, meine Freude Schau, lieber GOtt, wie meine Bater unfer im Himmelreich Wachet, betet Tag und Nacht Am Sonntage Reminiscere. Uus tiefer Noth schrei ich zu dir 222 3ion flagt mit Ungst und Wie der Hirsch in großen Von allen Menschen abgewandt 357 Wie nach einer Wasserquelle 411 Uch was soll ich Sünder machen 220 Gepreifet feyst du, JEfu Chrift 595 Meinen JEfum laß ich nicht Heut ist des HErren Ruhe- Tag 543 Sey getreu, o Christen- Seele 352 Durchbrecher aller Bande 616 Liebster Bater, ich dein Kind 238 Weg mein Herz mit den Gedanken 248 Liebster JEfu, in den Tagen HErr, allerhöchster GOtt 408 339 611 316 Frisch auf, mein' Seel', verzage 379 Geduld ist euch vonnöthen 313 308 Befiehl du deine Wege Sollt' es gleich bisweilen scheinen 354 Auf, hinauf zu deiner Freude 582 186 32 616 O reicher Gött von Gutigkeit 638 Am Sonntage Dculi. Ein' feste Burg ist unser GOtt 288 GOtt der Vater wohn' uns bei Christe, der du bist Tag und Erquiche mich, du seil der Sünder 591 D Durchbrecher aller Bande Vater unser im Himmelreich Schau, lieber GOtt, wie meine JEsu, stårke meinen Glauben Breuer GOtt, ich muß dir klagen Am Sonntage 2ätare. Dielieder vomleiden Chrifti p.118.fg. So gehst du nun, mein JEfu, hin 566 Meine Seel', ermuntre dich 553 Gute Nacht, ihr eitlen Freuden 539 O großer GOtt ins Himmels JEfu, der du wollen büßen Am Tage Mariä Verkündigung. Die Gefange pag. 116. 117. 559 606 Nun kommt der heiden Heiland 77 HErr Chrift, der ein'ge GOttes 279 DJEfu süß, wer bein gedenkt 110 Von Udam her, so lange Zeit Christum wir folles loben 78 82 173 590 564 575 581 424 328 392 577 281 418 349 208 358 208 349 202 245 Am grünen Donnerstage. Gefange v. heil. Ubendmahl p.255. fq Uch komm du süßer perzens- Gaft 578 Am stillen Freitage. Die Lieder vomleiden Christi p.118.fq. Seele, geh auf Golgatha 622 Schauet, schauetdoch, ihr Sünder 563 So giebst du nun, mein SEfu, gute 566 Gute Nacht, ihr eitlen Freuben 539 JEfu, der du wollen bußen 606 Die Seele Christi heil'ge mich 586 Auf das heilige Oster- Fe ft. Die Gefange von der Auferst. p.152.fq. Wach auf, mein Herz, die Nacht 625 Triumph, Triumph, es kommt 568 Shr Christen seht, daß ihr ausfegt 609 Efus Christus, GOttes Lamm 608 Christi Leben tröstet mich 583 Seelen- Bräutigam 564 Am Sonntage, Quasimodogeniti. Die Ofter- Gefange p. 152. fq. Ich ruf zu dir, HErr JEfu Christ 238 Wer GOtt vertraut 427 So wahr ich lebe, spricht Es moll uns GOtt genådig seyn JEsu der du meine Seele Versuchet euch doch selbst Der Glaub' ist eine Zuversicht Epiftel 1. Joh. 5, v. 4. bis heilige Dreifaltigkeit meine Seel', erhebe dich 243 290 233 624 585 10. 188 203 welch ein unvergleichlich's Gut 213 HErr Christ, der ein'ge GOttes 279 Der Glaub' ist eine Zuversicht 585. m Sonntage Miseric. Domini. Der HErr ist mein getreuer Hirt 287 Du bist ein guter Hirt 587 597 Guter Hirte, willst du nicht HErr, deine Treue ist so groß 599 Efu, frommer Menschen Heerden 607 hr armen Sünder kommt 609 Uch ich armes Schåflein schreie 522 Anstatt der Episteln wird auf diesen und beide folgende Sonntage das 15. Cap. der 1. vistel an die Corinther erkläret. Lieder vom Tode, Sterben und Uufer= stebung p. 152. fq. und 471 fq. Uuch tie am 16.Sonnt, nach Trinitatis aus den Unhängen angeführet sind. 2 m Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. 541 HErr, aller Weisheit Quell und 321 279 Err Christ, der einge GOttes HErr JEfu, Gnaden- Sonne Großer GOtt, der mich erschaffen 597 Durch Udams Fall ist ganz verd. 277 Christ unser HErr zum Jordan 209 Erbarm dich mein, o HErre Wir Menschen sind zu dem 581 Kuf, auf, o Mensch, es ist nun Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Du o schönes Welt- Gebäude Kommt her zu mir, spricht 224 300 311 334 363 21. 595 550 Ewigkeit, du Donner- Wort 516 Wer weiß, wie nahe mir mein 507 himmlische Barmherzigkeit 618 621 wüster Sünder, denkst du GOtt, mein Schöpfer, etler 343 Was willst du armer Erbenklos Epistel 1. 3oh. 4, v. 16 bis GOtt ist ein GOtt der Liebe Liebe, die du mich zum Bilde JEfu Christ, mein schönstes 2. JEsus Christus, GOttes Lamm Sollt ich meinem GOtt nicht f. Ich will dich lieben, meine Stärke 547 ch hab ihn dennoch lieb Am 2. Sonntage nach Erinit. Uch GOtt vom Himmel, fieh 282 Es woll uns GDit genårig seyn 290 ErreGOtt, beingöttlich Wort 265 Ich ruf zu dir, HErr JEfu Christ 328 Seele, was ermüdst du dich 564 345 608 441 545 Eins ist noth, ach HErr, dies Eine 531 Uch unselig ist zu nennen 580 Steh doch, Seele, steh doch stille Der Gnaden- Brunn fließt noch Unser Herrscher, unser König Epistel 1. Joh. 3, v. 13 bis GOtt ist ein GOtt der Liebe D himmlische Barmherzigkeit Kommt und last euch Efum Ullein zu dir, HErr JEfu Christ Wenn einer alle Kunst Am Sonntage Jubilate. Kommt her zu mir, spricht 334 Ich ruf zu dir, HErr JEsu Christ 328 Uch GOtt, wie manches Herzeleid 371 3ion klagt mit Ungst und Schmerz.212 Hast du denn, JEsu, dein 382 Mein JEsu, süße Seelen- Luft 614 Wunderlich ist GOttes Schicken 632 Schwing dich auf zu deinem 400 177 236 208 Am Sonntage Cantate. Nun freut euch lieben Christen 173 Nun lob mein Seel den Erren 493 Es ist das Heil uns kommen her 278 413 Uuf meinen lieben GOtt Wohl dem, der fest im Glauben 630 Bittet, so wird euch gegeben 582 GOtt Vater, sende deinen Geist Dir, dir, Jehovah, will ich singen 528 Am Sonntage Rogate. Die Litaney Vater unser im Himmelreich GOtt Vater in dem Himmelreich 455 Treuer GOtt, ich muß dir klagen 245 Bittet, so wird euch gegeben 582 Wohl dem, der fest im Glauben 630 Dir, dir, Jehovah, will ich fingen 628 Wann dich Unglück hat betreteń 208 Erhalt uns, HErr, bei deinem 288 Wend ab deinen Zorn 457 DGOtt, der du in Liebes- Brunst 206 Epistel, 1. Thimoth. 2, v. 1 bis 4. Die Gesänge wie über das Evangel. AmFest der Himmelfahrt Christi. Die Gefange pag. 167. fq. Nun freut euch lieben Christen Auf diesen Tag bedenken wir Christus ist heut gen pimmel 625 Am Sonntage Eraudi. Von GOtt will ich nicht lassen 358 Wo GOtt der HErr nicht bei Wenn wir in höchsten Nöthen Treuer Wächter Israel Kommt und laßt euch JEsum Ist GOtt für mich, so trete 173 524 301 222 208 Epistel 1. Petri 1, v. 8 bis D GOtt, du frommer GOtt Ich weiß, mein GOtt, daß all Allein zu dir, HErr JEsu Christ Sey Lob und Ehr dem höchsten 440 Vater unser im Himmelreich Auf das heilige Pfingst- Fest. Die Pfingst- Gefange pag. 174. 19. Komm, o tomm, du Geist des 610 Komm, Tröster, komm hernieder 636 GOtt, gieb einen milden Regen 595 JEsu, komm mit deinem Bater 635 Ulso hat GOtt die Welt geliebt 580 Ulio hoch hat GOtt geliebet 276 HErr JEfu Christ, mein Leben 600 Liebe, die du mich zum Bilde 550 O reicher GOtt von Gutigkeit 638 Am Sonntage Trinitatis. Die Gefange pag. 184. 19. Halleluja, Lob, Preis und Ehr 598 O meine Seel, erhebe dich 203 Geheimniß ist und wird genannt 290 Sev Lob und Ehr dem höchsten 440 407 446 335 392 11. 343 330 355 584 570 18. 595 618 335 222 359 Unter denen großen Gütern Herzlich lieb hab ich dich Am 3. Sonntage nach Trinit. Erbarm dich mein, o Herre 625 320 224 233 Uus tiefer Noth schrei ich zu dir 222 Allein zu dir, HErr JEfu Christ 222 Nun freut euch lieben Christen 173 JEsu, der du meine Seele Shr armen Günter, kommt zu 609 Weg, mein Herz, mit den Gedank. 248 Uch ein Wort von großer Treue 577 Das Elend weißt du GOtt Statt der Epistel Luc. 15, v. 11 b. 32 Vater, liebstes Bater- Herze Seele, was ermürst du dich U 525 569 564 577 GOtt, ist noch dein Geist Sieh, hier bin ich, Ehren- König 566 Da ich in meiner Noth zu dir 525 Ich armer Sünder komm zu dir 231 Ich will von meiner Missethat 232 Am 4. Sonntage nach Erinit. Dies sind die heilgen zehn Gebot 199 Mensch, willst du leben feliqlich 201 Sch ruf zu dir, Err JEfu Chrift 328 Uch höchster GOtt verleibe mir Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. 229 308 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß Befiehl du deine Wege Kommt und laßt euch Jesum O Gott, du frommer Gott 335 343 Epistel Röm. 8, v. 18 bis D Durchbrecher aller Bande Sey getreu in deinem Leiden Herr, deine Treue ist so groß Meine Seel ist stille zu Gott 21. 616 623 599 612 611 Am Johannis- Tage. Die Gefange p. 190. fg. Ich will den Herren loben Ich danke dir, mein Gott Herr Christ, der einge Gottes Herr Jesu, Gnaden- Sonne Mit Ernst, o Menschenkinder Man lobt dich in der Stille Nun lob' mein' Seel'den Herren 439 Um Lage Mariä Heimsuchung. Die Gefange p. 193. 194. Mein Geist und Sinn ist hoch erfr. 613 Herr Christ, der einge Gottes 279 Wie schon leuchtet der Morgenst. 299 Laßt uns mit Ernst betrachten 117 Komm, Gott Schöpfer, heilger 178 546 603 279 541 77 308 408 Am 5. Sonntage nach Trinit. Bon allen Menschen abgewandt 357 Warum betrübst du dich, mein 359 Befiehl du deine Wege Wer nur den lieben Gott läßt Du freies Herz, was zagest du 528 Hab Dank, mein frommer Gott 540 Meine Hoffnung stehet feste 612 Epistel 1. Petri 3, v. 8 bis 15. Heiligster Jefu, Heiligungs- Qu. 598 O Gott, du frommer Gott 343 Spilf mir, mein Gott, hilf, daß O Gott, mein Schöpfer, edler Ist Gott für mich, so trete 228 343 392 277 Am 6. Sonntage nach Trinit. Durch Udams Fall ist ganz Es ist das Heil uns kommen Auf, auf, o Mensch, es ist nun 278 581 617 595 335 616 541 Herr mein Gott, ich hab zwar Gott ist ein Gott der Liebe Kommt und laßt euch sesum Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 328 Epistel Röm. 6, v. 3 bis 11. D Durchbrecher aller Bande Herr Jesu, Gnaden- Sonne Herr Christ, der ein'ge Gottes 279 Jesus Christus, Gottes Lamm 608 O Gott, da ich gar keinen Rath 212 Am 7. Sonntage nach Trinit Vater unser im Himmelreich 208 Wohl dem, der in Gottes Furcht 366 Es woll' uns Gott genådig seyn 290 Warum willst du doch fur morgen 572 Warum betrübst du dich, mein 359 Wunderlich ist Gottes Schicken 633 Meine Hoffnung stehet feste 612 Sollt ich meinem Gott nicht trauen 204 Epistel Röm. 6, p. 19 bis 23. D Gott, mein Schöpfer, edler 343 Mein Gott, das Herze bring ich 336 Spilf mir, mein Gott, hilf, daß 229 O Durchbrecher aller Bande 616 Am 8. Sonntage nach Trinit. Uch Gott vom Himmel sieh 282 Herre Gott, dein göttlich 295 Sch ruf zu dir, Herr Jesu Christ 328 Wo Gott der Herr nicht bei uns 301 Uch Gott, viel' wollen Christen 521 Du fast, ich bin ein Christ 529 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Silf, lieber Gott, wie große 601 Epistel Röm. 8, b. 12 bis 17. Dir, dir, Jehovah, will ich singen 528 Gott, der du in Liebes- Brunst 210 Komm, o komm, du Geist des Herzallerliebster Gott 610 315 623 Sey getreu in deinem Leiden Ist Gott für mich), so trete 392 Am 9. Sonntage nach Trinit. Es woll'uns Gott genådig seyn 290 Wo soll ich fliehen hin O Gott, du frommer Gott 343 603 Das Elend weißt du, Gott, allein 3weierlei bitt ich von dir Ich danke dir, mein Gott Herr Christ, der einge Gottes 279 Epistel 1. Corinth. 10, v. 6 bis 13. 573 Welch eine Sorg und Furcht Mache dich, mein Geist, bereit 514 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Schau, lieber Gott, wie meine 349 Gott, mein Schopfer, edler Am 10. Sonntage nach Trinit. Die Buß- Lieder pag. 214. sq. wüster Sünder, denkst du 621 Ringe recht, wenn Gottes Gnade 561 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Herr, mein Gott, ich hab Du armer Mensch hast 343 617 Herr, Deine Treue ist so groß 252 525 66 586 599 579 Uch mein Jesu, welch Verderben Was soll ich doch, o Ephraim 406 Nimm von uns, Herr, du treuer 456 Un Wasserflüssen Babylon 285 Das Elend weißt du, GOtt, allein 525 Am 11. Sonntage nach Trinit. Es ist das Heil uns kommen her 278 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 222 Uus tiefer Noth schrei ich zu dir, 222 Erbarm dich mein, o Herre Gott 217 Herr Jesu Christ, du höchstes 227 Auf, auf, o Mensch, es ist nun Zeit 581 Du sagst, ich bin ein Chrift 529 Uch mein Jesu, welch Verderben 579 Epistel Röm. 9, v. 30 bis 33. Es ist das Heil uns kommen her 278 Ulfo hat Gott die Welt geliebt 276 Tritt doch heran, du Menschenk. 279 Kuf, auf, o Mensch, es ist nun Zeit 581 Freuet euch, ihr Gottes- Kinder 111 Am 12. Sonntage nach Trinit. Nun lob' mein' Seel' den Herren 439 Uch was sind wir ohne Jesu 522 Erquicke mich, du Heil der Sünder 591 Jesu Kraft der blöden Herzen 607 Das Elend weißt du Gott Gott der wirds wohl machen 536 Sey Lob und Ehr dem höchsten 440 525 baß ich tausend Zungen hatte 556 Epistel Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. 301 Epistel 2. Cor. 3, p. 4 bis 11. Jefu, komm mit deinem Vater Es woll uns Gott genadig seyn Schwing dich auf, o meine Seele Es ist das Heil uns kommen Wir Menschen sind zu dem, o Am 17. Sonntage nach Trinit. Mensch, willst du leben seliglich 201 Wo Gott der Herr nicht bei Herr, straf mich nicht in deinem Herr, deine Rechte und Gebot Wer ist wohl, wie du 635 290 622 278 300 279 319 631 278 Am 13. Sonntage nach Trinit. Es ist das Heil uns kommen 278 Erbarm dich mein, o Herre Gott 242 Herr Christ, der einge Gottes Herr, deine Rechte und Gebot 200 Herzallerliebster Gott Woran fehlts immermehr Uch Gott, wie manches Herzeleid 371 Epistel Gal. 3, p. 15 bis 22. Es ist das Heil uns kommen Ich will mit Danken kommen 436 Ulso hatGott die Welt geliebt 276.580 Der Gnaden- Brunn fließt noch 584 Ich armer Sünder komm zu dir 231 Am 14. Sonntage nach Trinit. Durch Udams Fall ist ganz 277 Uch Gott, es hat mich ganz 633 Uch mein Jesu, welch Verderben 579 Uch was sind wir ohne Jesu 522 Erquiche mich, du Heil der Sünder 591 Jesu, Kraft der blöden Herzen Welch eine Sorg und Furcht Epistel Gal. 5, v. 16 bis 24. Heiligster Jesu, Heiligungs- Qu. 598 Du sagst, ich bin ein Christ 607 673 529 Hilf mir, mein Gott, hilf 229 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ Herr Jesu, Gnaden- Sonne Schruf zu dir, Herr Jesu Christ 328 541 408 309 572 605 228 200 612 632 585 675 363 535 601 Was willst du armer Erdenkloß Gepreifet seyst du, Jesu Christ Hilf Gott, wie gehts doch jego Epistel Ephef. 4, v. 1 bis heilger Geist, kehr bei uns Vater der Barmherzigkeit Perzallerliebster Gott 229 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß Der Glaube macht allein gerecht 276 Gott du frommer Gott 343 6. 182 242 319 Am 18. Sonntage nach Erinit. Nun freut euch lieben Christen Es ist das heil uns kommen Herre Gott, dein göttlich Herr Christ, der einge Gottes Wer ist wohl, wie du Wie ist es möglich, höchstes Wenn Einer alle Kunst 173 278 295 279 575 364 359 346 117 Jesu, Jesu, Gottes Sohn Laßt uns mit Ernst betrachten pistel 1. Corinth. 1, v. 4 bis 9. Vom Worte Gottes p. 282. fq. Kommt her zu mir, spricht Schak über alle Schake Von Gott will ich nicht laffen Nun lob' mein' Seel den 334 350 358 439 328 208 Am 15. Sonntage nach Trinit. Warum betrübst du dich, mein 359 Vater unfer im Himmelreich Wer nur den lieben Gott låst Du bist ein Mensch, das weißt Warum willst du doch für morgen Ich trau auf Gott in allen Meine Hoffnung stehet feste Wunderlich ist Gottes Schicken Die Liebe leidet nicht Gesellen 335 Halleluja, Lob, Preis und Ehr' 598 Ep. Gal. 5, v. 25, 26, Cap. 6, v.1 bis 10. Verzage nicht, du Hauflein klein 298 Kommt und lasst euch Jesum Ach höchster Gott, verleihe mir 304 Scaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Ein Christ soll nicht der Meinung 587 Was willst du armer Erdenkloß 363 Um 16. Sonntage nach Trinit. DieLieder v. Tode u. Sterben p.471.fq. Komm, Sterblicher, betrachte Weil nichts gemeiners ist als Wie flieht dahin der Menschen Ich weiß wohl, daß ich sterben Bestell dein Haus, denn du mußt Hilf mir, Herr Jefu, weil ich leb' 544 Mein Jesus kommt, mein Sterben 551 Welt, gute Nacht, mein Weg Weine nicht, Gott lebet noch 549 ch Gott, wie manches Herzel. Uch was sind wir ohne Jesu 629 Jesu, Kraft der blöden Herzen 627 545 640 Der Gnaden- Brunn fließt noch Herr Jesu Gnaden- Sonne Herr, mein Gott, ich hab' Epistel Ephef. 4, v. 22 bis 28. Lieder von den zehn Geboten p. 199. fq. ilf mir, mein Gott, hilf, daß 229 Herr Jesu Gnaden- Sonne Herzallerliebster Gott 574 573 Epistel Ephes. 3, b. 13 bis 21 Liebe, die du mich zum Bilde 550 Uch GOtt, wie manches Herzeleid 371 In dem Leben hier auf Erden Uthm334 66 Herr Chrift, der ein'ge Gottes 3weierlei bitt' ich von dir Eins ist noth, ach Herr dies Eine 531 Gott, da ich gar keinen Rath 541 319 279 212 Am St. Michaelis- Tage. Die Gefange p. 194. fq. 288 434 Die Engel, die im Himmelslicht 585 Ein' feste Burg ist unser Gott Herr Gott, dich loben wir Christ, der du bist der helle Tag Das Elend weißt du Rott allein 525 Nun lob' mein' Seel' den Heiligster Jesu, Heiligungs- Qu. 598 32 432 Epistel Offenb. 12, v. 7 bis 12. Uuf, Christen- Mensch, auf, auf Ringe recht, wenn Gottes Gnade Durchbrecher aller Bande 523 561 O 616 Um 19. Sonntage nach Trinit. Uus tiefer Noth schrei ich zu dir 227 Ulein zu dir, Herr Jesu Christ 224 Erbarm dich mein, o Herre Gott 224 So wahr ich lebe, spricht dein 243 373 522 607 584 541 617 Register der Gesänge über alle Sonn- und Fest- Tage. Am 20. Sonntage nach Trinit. War GOtt nicht mit uns diese 299 Seelen- Brautigam 564 Am 24. Sonntage nach Trinit. Allein zu dir, HErr JEfu Christ 222 Ach was sind wir ohne JEsu 522 JEfu, Kraft der blöden Herzen 607 Liebster JEfu, in den Tagen 611 Der Gnaden- Brunn fließt noch 584 Erquicke mich, du heil der Sünder 591 HErr, wie du willst, so schicks mit 292 Die Lieder v. Tote u. Sterb. p. 471. fq. Epistel Coloff. 1, v. 9 bis 14. HErr Christ, der einge GOttes 279 HErr JEsu, Guaden- Sonne 541 3ch ruf zu dir, HErr JEfu Christ 328 JEsus Christus, GOttes Lamm 608 Was kann ich doch für Dank 254 Wenn dein herzliebster Sohn 150 Wo soll ich fliehen hin 252 355 590 270 Steh doch, Seele, steh doch stille Erneure mich, o ewigs Licht DJEsu, du mein Bräutigam Wie schon leuchtet der Morgenst. 299 Schaffet, schaffet, Menschenkinder 562 Ringe recht, wenn GOttes Gnade 561 Hilf, GOtt, wie gehts doch Du fagst, ich bin ein Chrift 601 529 Epistel Ephef. 5, v. 15 bis 21. Herzallerliebster GOtt 319 Ich finge dir mit Herz und Mund 417 Lobe den HErren, der mächtigen 437 HErr, aller Weisheit Quell und 321 GOtt, mein Schöpfer, etler 343 Großer GOtt, der mich erschaffen 597 Am 21. Sonntage nach Trinit. Ich ruf zu dir, HErr JEsu Christ 328 Err Christ, der einge GOttes 279 Treuer GOtt, ich muß bir klagen 245 Wenn dich Unglück hat betreten 208 Auf meinen lieben GOtt 413 Was mein Ott will, das g'scheh 362 Versuchet euch doch selbst 624 Meine Seel ist stille zu GOtt 612 Epistel Ephef. 6, v. 10 bis 17. Es tostet viel, ein Christ zu seyn 532 Auf, Christen- Mensch, auf, auf 523 Mache rich, mein Geist, bereit 514 JEfu, hilf fiegen, du Fürste Ich ruf zu dir, HErr JEu Christ Treuer GOtt, ich muß tir klagen Vater unser im Himmelreich 547 328 245 208 Am 22. Sonntage nach Trinit. Die Buß- Lieber påg. 214. sq. Dwuster Sünder, denkst du 621 DHErr, mein GOtt, ich hab zwar 617 Erwach, o Mensch, erwache 591 Du armer Menich, laß deinen 586 Ein Christ soll nicht der Meinung 587 Uch mein JEfu, welch Verderben 579 V GOtt, ist noch dein Geist 577 Epistel Phil. 1, v. 3 bis 11. Woran fehlts immermehr, mein 631 Err Christ, der eingeGOttes 279 HErr JEsu, Gnaden- Sonne 541 Ich ruf zu dir, HErr JEsu Christ 328 Seelen- Bräutigam 564 301 288 627 Am 23. Sonntage nach Trinit. Wo GOtt der HErr nicht bei uns Erhalt uns, HErr, bei deinem Was giebst du denn, o meine Wohl dem, der sich auf seinen Mein Gott, das Herze bring ich 336 In dich hab ich gehoffet Err 391 Ist GOtt mein Schild und 421 Dreicher GOtt von Gütigkeit 638 366 Epistel Phil. 3, v. 17 618 21. Kommi her zu mir, fyricht GOttes334 Mir nach, spricht Christus JEfu, meine Freude, meines Ich bin ein Gast auf Erden JEsus, meine Zuversicht Laffet uns den HErren preifen Eaffet uns mit Efu ziehen 554 418 323 160 161 189 516 Um 25. Sonntage nach Trinit. Uch GOtt, thu dich erbarmen 3hr lieben Christen, freut Uch GOtt vom Himmel, sieh Ewigkeit, du Donnerwort mache dich, mein Geist, bereit 514 8 wird fchier der letzte Tag 533 Es sind schon die legten Seiten 588 Wunderlich ist GOttes Schicken 632 Du o schönes Welt- Gebäude 311 Epistel 1. Theffal. 4, v. 13 bis 18 Weil nichts gemeiners ist als 627 Ich weiß wohl, daß ich sterben 545 Wie flieht dahin der Menschen 629 Herzlich lieb hab ich dich, o Err 320 Eus, meine Zuversicht 160 Ich weiß, daß mein Erlöser lebt 159 Es ist gewißlich an der Zeit 511 214 513 282 514 511 Am 26. Sonntage nach Trinit. Wachet auf, ruft uns die Stimme 79 Wacht auf, ihr Christen alle Es ist gewißlich an der Zeit Die Zeit ist nunmehr nah Es wird schier der letzte Lag Mein Geist und Sinn ist Ich weiß, daß mein Erloser lebt 159 Du siehest, Stensch, wie fort 477 14. 510 533 613 511 Epistel 2. Betri 3, v. 3 bis Es ist gewißlich an der Zeit Es wird schier der letzte Tag berk, 533 Erwach, o Mensch, erwache 591 Uch GOtt, thu tid erbarmen 214 Mensd), bedenke stets das End 347 Es sind schen die letzten Zeiten 588 Mache dich mein Geist bereit 514 Am 27. Sonntage nach Trinit. Der Brautgam wird bald rufen 584 Ermuntert euch, ihr Frommen 589 Wachet, wachet, ihr Jungfrauen 626 Schaffet, daß ihr selig merdet 349 Wadyet auf, ruft uns die Stimme 79 Ringe recht, wenn GOttes Gnade 561 Wacht auf, ihr Christen alle 514 Epistel 1. Theffal. 5 v. 1 bis 11. 8 ist gewißlich an der Zeit 511 Es sind schon die legten Zeiten 588 Ermuntert euch, ihr Frommen 589 Ringe recht, wennGOttes Snate 561 Lob- und Dant- Lieder zum Schluß des Kirchen- Jahres. Register Register der Haupt- Titel, wie sie nach einander folgen und auf welcher Seite der Anfang zu finden. I. Morgen- Gefänge Besonderer Personen. 1. Wenn man zur Beichte gehen will 2. Wenn man zur Communion gehet 3. Eines Soldaten, wenn er zu Felde lieget 4. Für Reisende. II. Abend- Gesänge Besonderer Personen. 1. Für Reisende. 2. Eines christlichen Soldaten 3. Eines bußfertigen Confitenten 4. Eines gläubigen Communikanten. 5. Eines Kranken III. Morgen- und Abend- Lieder auf einen jeden Tag IV. Tisch- Gesänge vor dem Effen V. Tisch- Gesänge nach dem Effen VI. Conntags- Gesänge beim Anfange des GOttesdienstes 1. Vor der Predigt 2. Nach geendigtem GOttesdienste VII. Advents- Gesänge VIII. Bon der Geburt JEfu Chrifti IX. Neujahrs- Gesänge. X. Aufs Fest der heil. drei Könige XI. Aufe Fest Mariä Reinigung → XII. Aufs Fest Mariä Verkündigung XIII. Vom Leiden und Sterben Jesu Christi XIV. Von der Auferstehung JEsu Christi XV. Von der Himmelfahrt JEfu Christi XVI. Pfingst- Gefänge XVII. Bon der heil. Drei- Einigkeit XVIII. 2uf das Fest Johannis des Täufers XIX. Am Tage Mariä Heimsuchung XX. Auf's Michaelis- oder Engel- Fest XXI. Catechismus- Gesänge XXII. Von den Zehn Geboten pag. 1 ♦ 27 28 29 30 31 47 48 50 51 57 59 67 67 71 72 82 101 111 114 116 118 152 167 174 184 190 193 194 198 199 XXIII Register der Haupt- Titel. pag. 202 205 209 214. 253 XXVIII. Bor, bei und nach dem heiligen Abendmahl 255 XXIX. Von der Rechtfertigung 275 XXX. Vom Worte GOttes und der christlichen Kirche 282 XXXI. Vom christlichen Leben und Wandel 302 XXXII. Bom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 368 XXXIII. Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge 413 XXXIV. Lob- und Dank- Gesänge 428 435 442 443 448 450 454 455 458 461 462 464 465 467 468 468 468 469 469 469 470 470 471 509 515 518 521 577 641 XXIII. Vom Slauben XXIV. Bom Vater Unser XXV. Von der Taufe XXVI. Buß- und Beicht- Gesänge XXVII. Nach der Beichte und Absolution ✰ Nach überstandener Krankheit Für Gesundheit des Leibes. XXXV. In Kriegs- Zeiten XXXVI. Dant- Lieder nach erlangtem Frieden XXXVII. In Pest- Zeiten • Dank- Lied nach der Pest. XXXVIII. Jn Land- Plagen. XXXIX. Um fruchtbar Wetter. XL. Dant- Lieder für das fruchtbare Wetter XLI. Bei großem Ungewitter XLII. Dant- Lieder nach dem Ungewitter XLIII. Reise- Gesänge zu Lande Beim Fortgang der Reise Morgen- Lied eines Reisenden Abend- Lied eines Reisenden. XLV. Vom Tode und Sterben ➜ XLIV. Reise- Gesänge zu Wasser. Um guten Wind Dank- Lied für den guten Wind In Gefahr zur See. Nach dem Ungewitter. ♦ ♦ Dank- Lied nach abgelegter Reise ♦ XLVIII. Vom ewigen Freuden- Leben XLIX. Anhang ◆ ♦ ♦ XLVI. Bom Jüngsten Gericht XLVII. Von der Hölle und Verdammniß ◆ → ♦ • ◆ L. Zweiter Anhang LI. Dritter Anhang neuer Lieder. Register der Gesänge über die Evangelia und Episteln. J. N. J. A. Der ♦ I. N. I. A. J. Der erste Theil des Gesangbuches, Morgen-, Abend- und Tischgesänge enthaltend. I. Morgengesänge. A gefallen, was meine 1. Mel. Wer nur den lieben. starke Mauern, mein Schild, ch! laß dir, liebster GOtt, mein Schuß, mein feftes Belt. Will mich mein Sündenfleisch bestreiten, so steh mir ritterlich zur Seiten. Dankbarkeit dir bringt; hör' gnädig an mein schlechtes Lallen, das dir mein Herz und Mund jeßt singt, das, bloß allein zu deinen Ehren sich höchsten Fleißes lässet hören. 6. Behüt' mich auch vor solchen Rotten, so von verruchter Falschheit sein, die dein und frommer Leute spotten, die einen lieben nur zum Schein; laß mich bei solchen Menschen wandeln, die redlich und aufrichtig handeln. 2. Ich danke dir, mein GOtt, von Herzen, daß du mich die vergangne Nacht vor allem Unfall, Noth und Schmerzen, durch dei nen Engel haft bewacht und mich mit deiner Hand bedecket, daß mich kein Ungeheu'r erschrecket. 7. Gieb, daß nach solchem Thun ich strebe, damit ich dir, der Obrigkeit und Keinem nicht zuwider lebe, insonderheit bei dieser Zeit, da Tugend in Verachtung kommen und Falschheit überhand genommen. 3. Laß auch die Sündennacht verschwinden und strahle mich mit Gnade an; laß dich auch heute gütig finden und führe mich auf rechter Bahn. Ach! laß mich doch ja nichts gedenken, was dich, herzliebster GOtt, mag fränken. 4. Verleih, daß all' mein Thun und Dichten und was ich immer schaffen mag, allein zu dir sich möge richten; daß ich auch diesen ganzen Tag nichts Ungebührlich's por mag nehmen, deß sich ein frommer Christ muß schämen. 5. Wenn mich der Teufel will belauern, wenn mir die falsche Welt nachstellt, so sei du meine 8. Verleih mir deinen reichen Segen, ich thu auch was ich immer thu; denn hieran ist es mir geles gen, daß du mir gnädig sprechest zu. Wirst du mir, Vater, dies verleihen, so muß all' Arbeit wohl gedeihen. 9. Denn dir, mein GOtt, hab' ich ergeben mein Herz und meinen ganzen Muth, mein Thun und Lassen, Leib und Leben, mein ganz Vermögen, Hab' und Gut; das wirst du alles vor Gefahren, als mein Beschüßer, wohl bewahren, A 10. Soll 2 Morgengesänge. 10. Soll aber ich mein Leben den Glauben mir auch mehre enden, wie es denn endlich kommt einmal: so woll'st du deinen Engel senden, der mich trag' aus dem Jammerthal, aus diesem steten Kreuz und Leiden, zu dir in deine Himmelsfreuden. G. Neumark. 2. M. Nun laßt uns GOtt, dem. uf, auf, ihr meine Lieder, mein Herz, mein Geist und Glieder, dem Höchsten Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen. 2. Er hat die Nacht gewendet, das Licht herab gesendet, und mich ohn' alle Sorgen erweckt an diesem Morgen. 3. Er ist mein Schuß gewesen, daß ich frisch und genesen an diesem Tag aufstehe und meine Pflicht angehe. 4. Es hätten tausend Schrecken mich grausam können wecken, wo er nicht selbst gewachet und Alles gut gemachet. 5. Mein Leib, Seel' und mein Leben, sei ferner ihm ergeben. O GOtt! mir heut auch sende die Güte deiner Hände. 6. Daß ich von dir geführet und überall regieret, zu deines Namens Ehre mein ganzes Leben kehre. 7. Behüte mich vor Sünden, und laß mich stets empfinden ein'n Abscheu vor den Dingen, die deinen Zorn mir bringen. 8. Durch deinen Geist mich leite und mein Herz so bereite, daß ich, dein Kind und Erbe, allein dir leb' und sterbe. und mich zu dir, HErr, kehre. 12. Laß Freunde und Verwandte, Wohlthäter und Bekannte und die sich Christen schreiben, von dir verwahret bleiben. 9. Gieb deinen heiligen Segen auf allen meinen Wegen; beglücke meine Thaten und laß sie wohl gerathen. 13. Gieb Kraft, Verstand und Stärke, daß des Berufes Werte durch deines Geistes Senden ich glücklich möge enden. 14. Und sollt' ich Schmach und Neiden, Kreuz und was sonsten leiden: so hilf mir, Vater, tragen und laß mich nicht verzagen. 15. Schüß' alle hart Geplagten, erfreue die Verjagten, gieb Brod und Trost den Armen aus Gnaden und Erbarmen. 16. Erhöre alle Beter, bekehr' die Uebertreter, sei gnädig mir und Allen nach deinem Wohlgefallen. 17.Infonderheit am Ende, HErr, deinen Trost mir sende und laß mich selig sterben und ew'ges Leben erben. D. 3. Laffent is. 3. M. Zu dir von Herzensgrund. uf, auf, mein Geist, zu loben! A auf, auf, daß du anißt bedenfest, wie von oben der Höchste dich beschützt! Hätt' er dir nicht die Wache der Engel zugeschickt, so hätte dich der Drache im tiefsten Schlaf erstickt. 2. Dir, dir und deiner Güte, dir, dir, mein GOtt allein, dir, dir soll mein Gemüthe von Herzen dankbar sein; denn du hast mir mein Leben noch bis daher verlängt und täglich auch daneben viel Wohlthat eingeschenkt. 10. Vor Unglück mich behüte und laß mich deine Güte so leiten, daß ich bleibe ein Glied an deinem Leibe. 11. Gieb Hoffnung und Vertrauen, auf dich allein zu bauen; 3. Du HErr der Himmelszelten, wie soll ich nach Gebühr, wie soll ich dir vergelten, was du gethan an mir? Ich bin zwar zu geringe, doch nimm dies Opfer hin; nimm hin, was ich dir bringe, den dir ergebnen Sinn. 4. Nur weg mit Horn und Klauen! Ich opfre Herz und Brust, ein kindliches Vertrauen, das, Morgengesänge. das, das ist deine Lust, das, das laß dir gefallen; wie schlecht es immer scheint, so ist dennoch vor allen das Opfer gut gemeint. 5. Verzeihe mir die Sünde, die ich bisher verübt, und die ich jetzt empfinde, wie sie mein Herz betrübt, verzeihe mir und dämpfe all' üppige Begier, mit der ich täglich tämpfe, o HErr, verzeihe mir! 6. Send auch auf meinen Wegen mir deinen Engel zu und sprich du selbst den Segen zu allem, was ich thu'! HErr, sende du mir Kräfte von deiner Himmelshöh, auf daß all mein Geschäfte gewünscht von statten geh. 7. Gieb mir vor allen Dingen getrosten Muth und Geist, dies freudig zu vollbringen, was mein Beruf mich heißt; laß mich in guten Tagen nicht übermüthig fein und laß mich auch nicht sagen, dringt gleich ein Kreuz herein. 8. Hilf, daß in meinem Stande ich thu, was dir gefällt und laß mich nicht in Schande gerathen vor der Welt. Richt', HErr, mein ganzes Leben nach deinem Willen ein; laß auch mein Haus daneben von dir gesegnet sein. 9. Gieb, daß im Kreuz und Glücke ich stets so leben mag, daß ich all' Augenblicke denk' an den letzten Tag; und wenn der ein wird brechen, so gieb, daß ich erfreut von Herzen könne sprechen: Komm, HErr, ich bin bereit! 3 G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt' demüthiglich, wollst mir mein' Sünd' vergeben, womit in diesem Leben ich hab' erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüthen, vor Sünden und vor Schmach, vor Feu'r- und Wassersnoth, vor Armuth und vor Schaden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schellem Tod. 4. Mein Leib, mein' Seel', mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind in deine Händ' thu' geben, dazu mein Hausgesind', ist dein Geschenk und Gab', mein Eltern und Verwandte, Geschwister Bekannte und alles, was ich hab'. und 5. Dein' Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös' Feind hier in diesem Jammers thal sein' Tück' an mir nicht übe, Leib und Seele nicht betrübe und mich nicht bring' zu Fall. 6. GOtt will ich lassen rathen, der alle Ding vermag; er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach'; ihm hab' ich heimgestellt mein' Leib, mein' Seel', mein Leben und was er sonst gegeben; er mach's, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech' ich Amen und zweifle nicht daran, GOtt wird' es allzusammen ihm wohlgefallen lahn; drauf stred' ich aus die Hand, greif an das Werk mit Freuden, das GOtt mir wird bescheiden in mein'm Beruf und 3. Matheftus. 4. In bekannter Melodie. Aus meines Herzens Grunde Stand. sag' ich dir Lob und Dank 5. Nach voriger Melodie. in dieſer Morgenſtunde dazu Rewahr' mich, GDtt, mein o in HErre, in dieser Morgenzeit; nem Thron, dir zu Lob, Preis und dein' Gnade zu mir kehre, die Ehren dur Christum unsern Er- erd'- und himmelbreit; und wie du ren, dein'n eingebornen Sohn.mich behüt't die Nacht, daß ich 2. Denn du hast mich aus Gnaden in Schaden darin nicht bin gera in der vergangnen Nacht vor then, den Tag mich auch vertritt. A 2 2. Bes 4 Morgengesänge. 2. Bewahr' mir, GOtt, mein'| ihr' Tücke, dir stell ich heim die Seele, dein allertheu'rstes Pfand, Sach'. denn ich sie dir befehle, halt sie in beiner Hand, daß sie nicht fall' in Sünd, von deiner Gnab' nicht wante, allzeit an dich gedente, des Himmels Hut empfind'. 3. Bersahr' mir, GOtt, mein Leben, mein'n Leib, der Seele Haus, den du mir hast gegeben, mein Werk zu richten aus, daß ich es wohl vollbring', in deinem Wil: len lebe, GOttseligkeit anstrebe und mir all's wohl geling'. 4. Bewahr' mir, GOtt, mein' Sinne, die Hüter meiner Seel', daß all's, was ich beginne, gescheh nach dein'm Befehl; wend ab mein ganz Gemüth von allen ird'schen Dingen, so leicht zu Falle bringen. Auf dich mein Auge sieht. 5. Bewahr' mir, GOtt, mein' Glieder, des Leibes Dienerin, mein' Bung und Augenlider, Händ', Füß', all's, was ich bin. Dein Geist mir Kräfte geb', daß meine Zung' dir singe, mein' Hand dein Werk vollbringe, dir ganz au Ehren leb'. 9. Bewahr' mir, GOtt, mein'n Glauben, mein' Hoffnung und Geduld, die Sünd' mich nicht beraube deiner Lieb', Gnad und Huld. Dein guter Geist mich treib, daß ich das Böse meide, bir trau in allem Leide, an's End' beständig 3. Stegemann, bleib. 6. Mel. Werde munter, mein. Christe, meiner itt von GOtt und Licht vom Licht, jeho will ich mich erheben mit erwachtem Ange= sicht, zu erheben deine Treu, welche wiederum mich neu mit dem neuen Tag erblicket und den Gnadenschein geschidet. 2. War mein Leib im Schlaf begraben und der Sinne Werk gehemmt; waren des Verstandes Gaben eingeschläfert und beflemmt! jedennoch in solcher Nacht hast du, HErr, für mich gewacht, ia geruht in meinem Herzen durch den Schein der Glaubensterzen. 6. Bewahr' mir, GOtt, mein' 3. Jeht erwachen meine Glieder und der Sinnen ganze Kraft zu Ehre, behüt' vor Sünd' und der Seelen Dienste wieder: Schand', daß ich fein ehrbar führe meinen Beruf und Stand; mein Biel die Tugend sei, danach ich allzeit trachte, all' Ueppigkeit verachte, der Weltlust mich verzeih, 7. Bewahr' mir, Gott, mein' Güter, dem Leib zum Unterhalt, daß ich Niemand zuwider mein Amt glücklich verwalt und nach des Himmels Schluß im Schweiß mein Brod erwerbe, den Segen GOttes erbe, der allein nähren muß. 8. Bewahr' mir, GOtt, mein' Freunde, all', die mir sind verwandt, bei welchen ich Trost finde in allem Unglücksstand. Wend' ab all' Ungemach, mein' Feinde kehr' zurücke, zu Schanden mach HErr, verleihe Geistessaft, daß sie zum Gehorsam stehn und nicht widersinnig gehn, wo dein Wort mein Herz regieret und mit Tugendgaben zieret. 4. Wie der Sonnen Licht erheis tert und vertreibet Dampf und Dunst, so wird auch dein Reich erweitert in mir durch der Liebe Gunst. Nebel böser Schandbes gier müssen weichen weit von mir; Lust zur Sünde müsse schwinden, keine Herrschaft in mir finden. 5. Was ich denke, dichte, sinne, was ich wünsche, was ich will, was ich rede und beginne, was ich in der That erfüll', muß in deinem Licht geschehn, aller Welt vor Augen stehn, daß ich nicht, was Morgengesänge. was finster, suche fern von Wahrs heit, nah dem Fluche. 6. Arges thun ist dir entgegen, wer's vollbringet, haßt das Licht, und verscherzet deinen Segen; dein verklärtes Angesicht tennet alle Winkel wohl; was auch nicht geschehen soll, bringest du zum Tagesscheinen, kehrest schnöde Lust in Weinen. 7. Leite mich durch deine Güte sonder Irren diesen Tag, vor Gefährlichkeit behüte, daß ich freudig leben mag: Christi Führen ist mein Schuß, allen Feinden biet' ich Truß, Satans Mord, der Menschen Hassen, Noth und Uns fall muß mich lassen. 8. Und indem ich mich bekleide, tröstet mich ein besfrer Schmuck, JEsu, deine weiße Seide, deiner Folge Bildungsdruck stell' ich meiner Seelen dar, dein Verdienst vertreibt Gefahr, deine Folge lehret eben in Gerechtigkeit mich leben. 5 3. Erhalt mich durch dein' Güte bei gesunder, reiner Lehr', vor Reperei behüte, streit für dein Wort und Ehr', daß wir mit unserm Samen immer in einem Geist sprechen: Des HErren Namen sei groß und hoch gepreis't. 4. Dem Leibe gieb daneben Nahrung und guten Fried', gesund und mäßig Leben, dazu ein fröhs lich G'müth, daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeit lieben, und Fleiß drauf wenden, als rechte Christenleut. 5. Gieb mildiglich dein'n Se gen, daß wir nach dein'm Geheiß wandeln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß ein Jeder sein Neße auswerf und auf dein Wort sein'n Trost mit Petro sebe, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein' zu Nuß, das will der Satan wehren mit List und großem Trub; doch kann er nichts vollbringen, weil du, HErr JEsu Christ, herrschest in allen Dingen und unser Beistand bist. 7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstod selbst bist du, daran wir wachs'n und tleben, und bringen Frucht darzu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immer mehr, dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr'. 9. Dieser Tag sei mir ein Bilde der erwünschten Ewigkeit, da im Paradiesgefilde höret auf der Erden Zeit. Christe JEsu, führe mich hier im Leben heiliglich, bringe mich ohn' alle Klage zu des ew'gen Lebens Tage. M. Heinr. Elmenhorst. 7. Mel. Herzlich thut mich. Dant ant sei GOtt in der Höhe in dieser Morgenstund', durch den ich wied'r aufstehe vom Schlaf frisch und gesund; mich hatte zwar gebunden mit Finsterniß die Nacht, ich hab' sie überwunden durch GOtt, der mich bewacht. 2. Ich will dich wied'rum bitten, o Schußherr Israel: du wollst treulich behüten den Tag mein'n Leib und Seel! All christlich Obrigkeiten, unsr' Schulen und Gemein' in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein. M. J. Mühlmann. S. Mel. Auf meinen lieben GOtt. as große Licht der Welt von Da unsrer Erden Zelt die finstre Nacht abdecket, und uns vom Schlaf erwecket, es leuchtet unfrer Erden, und läßt uns munter werden. 2. Wir stehn vom Schlafe auf, und richten unsern Lauf zu unsern Tageswerken, die wir genau bemerken, es sehen uns're Sinnen mit Fleiß auf ihr Beginnen. 3. Ach, heil' doch unser Herz von allem seinem Schmerz, in dem sich A 3 unfre 6 unsre Seelen so heftig müssen quälen: ach! daß es von der Sünde zugleich mit Ernst aufftünde! Morgengesänge. 4. Wir aber sind zu schwach zu dieser schweren Sach', weil uns sammt unsern Gliedern der Feind zu hart zuwidern, weil auch die Welt daneben verärgert unser Leben. 5. Wir schlafen stündlich ein, wenn wir gleich wachend sein. Die finstre Nacht der Sünden scheint unser Herz zu binden, so daß wir ohn' Vergnügen im Sünbenschlafe liegen. 6. HErr JEsu, wahres Licht: mach diese Nacht zunicht, erweck' uns Herz und Sinnen, und hilf, daß wir beginnen von Sünden aufzustehen, und ihrem Schlaf entgehen. das Singen, Loben, Beten hab' ich mehr, denn sie, vonnöthen. 3. Denn, wenn ich könnt' übers sehen, was all' für Gefährlichkeit ich gehabt hab auszustehen, seit daß ich die Welt beschreit', ja, was noch für Unglück alle Stund und Augenblick', und so lang' ich werde leben, über meinem Haupte schweben: 7. Erleucht' uns doch, daß wir mit unserm Thun vor dir am Tag im Lichte wandeln, im Glauben richtig handeln, daß wir, o wahre Sonne, stets sehn dein' Himmelswonne. 4. So würd ich bekennen müssen: HErr, wie viel ist meiner Sünd', denen du mich hast entrissen, theils auch noch vorhanden sind! Ich würd' mich entseßen schier, wie du oft erzeiget mir Hülfe, Gnade und Wohlthaten, wenn ich in Gefahr gerathen. 5. Drum so sei all' mein Vergnügen, dich zu loben, dran gesteckt, mein Gebet laß vor dir liegen, wie ein Opfer angesteckt; und verleih, daß dieser Tag mir auch glücklich scheinen mag. Ach, daß ich ihn doch mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe. 6. Gieb, daß ich mag recht erwägen, was erfordert meine Pflicht; 8. Wir preisen deine Macht, was derselben läuft entgegen, laß HErr Christ, daß du die Nacht mich ja beginnen nicht. Mein" des Todes und der Höllen von uns Gedanken und Verstand richte, ab wollen stellen, daß du, da wir HErr, nach deiner Hand, daß ich erstorben, uns hast das Licht errecht mein Amt verwalte, rein worben. St. Saß. Gewissen stets behalte. 9. Mel. Freu dich sehr, o meine. as walt GOtt! die Morgenröthe treibet weg die schwarze Nacht, und der Tag rüdt an die Stätte, der da alles munter macht; drum so muntre ich mich auf, und mein Herz gedenket drauf, wie ich dir, mein GOtt, Lob bringe, und den Morgensegen singe. 7. Würd' ich etwa heute sehen allerhand Gelegenheit, Sünd' und Laster zu begehen: so gieb, daß ich solche meid'. Reizet mich mein Fleisch und Blut, zeigt die Welt mir Ehr' und Gut, laß mich ja zu nichts verführen, das sich nicht recht will gebühren. 8. Wenn ich aber was vornehme, draus zuvörderst deine Ehr' und 2. Loben doch flugs mit dem des Nächsten Nußen käme, oder Morgen dich die kleinen Vögelein, sonsten rühmlich wär': so befördre eh' sie für das Futter sorgen, du das Werk, gieb dazu Rath, muß es erst gesungen sein; sollt' That und Stärk'; all' mein'Arbeit ein dummes Thierlein nun mir muß gedeihen, wenn du, HErr, hierin zuvor es thun? Nein, wirst Gnad' verleihen. 9. Von Morgengesänge. 7 9. Von mir selbst bin ich untüch-| 15. Hierauf will ich mit Vergnütig, zu befördern meine Sach', bie Begierden sind nicht richtig, der Verstand ist viel zu schwach; schwach ist meiner Seelen Kraft, und der Leib oft mangelhaft, meine Wege auch gefährlich, die Verrichtung oft beschwerlich. gen meine Arbeit fangen an, du GOtt Veter wirst es fügen, daß es wohl gerathen kann: JEsu Christe, segne du, Heil'ger Geist, sprich Ja dazu, HErr, in deinem großen Namen sei mein End' und Anfang. Amen. 10. Miel. Romm, GOtt Schöpfer. as as walt' GOtt Vater und GOtt Sohn, GOtt Heil'ger Geist im Himmelsthron! Man dankt dir, eh' die Sonn aufs geht, wenn's Licht anbricht, man vor dir steht. 2. Drum beug' ich diesen Mors gen früh in rechter Andacht meine Knie, und ruf zu dir mit heller Stimm: dein' Ohren neig', mein' Red' vernimm. 3. Jch rühm' von Herzen deine Güt', weil du mich gnädig hast behüt't, daß ich nun hab' die finstre Nacht in Ruh und Frieden zugebracht. 10. Drum, HErr, all' mein Thun und Laſſen sei dir alles heimgestellt, fübre mich auf rechter Straßen, mache, wie es dir gefällt: segne den geringen Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß, zeige mir, was ich nicht fehe, leite mich, wo ich hingehe. 11. Will ein Fall mich übereilen, ach! so hilf mir wieder auf, schüß mich vor des Satans Pfeilen, und all' meiner Feinde Hauf; ist Gefahr heut vor der Thür, steht mir etwa Unglück für, laß mich deine Hülf empfinden, ritterlich zu über winden. 12. Willst du mir ein Kreuz zuschicken, mach, daß ich es kann ausstehn; will es mir nicht allzeit glücken und nach meinem Willen gehn, das ist meiner Sünden Schuld; drum gieb Hoffnung und Geduld; all mein Unglück fannst du wenden, und mir wieder Glück zusenden. 4. Ich schlief und wußt nicht wie mir wär', so schlich der Teufel um mich her, den hat, HErr, deine Macht vertrieb'n, daß ich vor ihm in Ruh' geblieb'n. 5. Mein GOtt, ich bitt' durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut; laß deine liebsten Engelein mein' Wächtet und Gefährten sein. 13. Bird mir etwas aufgedichtet oder sonst geredet nach: HErr, 6. Dein Geist mein Leib uni du bist, der alles richtet, dir befehl Seel' regier' und mich mit seiner ich meine Sach'; laß mich mei- Gaben zier'; er führ' mich heut den nur die That, so wird wohl auf rechter Bahn, daß ich was ber Lügen Rath. Ach! wie ist, Guts vollbringen kann. ein gut Gewissen meinem Haupt 7. Gieb, daß ich meine Werk ein sanftes Kissen. und Pflicht mit Freuden diesen 14. Willst du mich denn etwa| Tag verricht, zu deinem Lob und heute legen auf das Kranken- meinem Nuß und meinem Nächbett: so gieb, daß ich mich bei- sten thue Guts. zeite schick zu meiner Ruhestätt; 8. Hilf, daß ich zu regieren hebe, trag' und warte mich, soll wiss' mein' Augen, Ohren, Händ' ich fort, so bitt' ich dich, mich vor und Füß', mein' Lippen, Mund schnellem Tod bewahre, gieb, daß und ganzen Leib! all' bös' Bes ich in Frieden fahre. gierden von mir treib'. 24 9. Bes 8 9. Bewahr mein Herz vor Sünd' und Schand', daß ich, vom Uebel abgewandt, mein' Seel' mit Sünden nicht beschwer', und mein Gewissen nicht versehr'. 10. Behüt mich heut und alle zeit vor Schaden, Schand' und Herzeleid, tritt zwischen mich und meine Feind', die sichtbar und unsichtbar seind. Morgengesänge. 11. Mein'n Aus- und Eingang heut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr', behüt mich vor ein'm schnellen Tod und hilf mir, wo mir Hülf' ist noth. 11. In bekannter Melodie. as walt' Vater, Sohn und Heil'ger Geist, der mich erschaffen hat, mir Leib und Seel' gegeben, in Mutterleib das Leben, gesund ohn' allen Schad'. 2. O treuer GOtt, der du dein'n Sohn vom Himmelsthron für mich gegeben in Tod, der für uns ist gestorben, das Himmelreich erworben mit seinem theuren Blut. 3. Dafür ich dir aus Herzens grund, mit Zung' und Mund, Lobsinge mit Begier, und danke dir mit Schalle für deine Wohl that alle, früh und spat, für und für. Wasser und zu Lande behüt' mich früh und spat. 7. All' Tritt' und Schritt in GOttes Nam'n, was ich fang' an, theil' mir dein' Hülfe mit, und tomm mir früh entgegen mit Glücke, Heil und Segen, mein' Bitt' versag' mir nicht. 8. All' mein' Arbeit in GOttes Nam'n, was ich fang' an, gereich zur Nußbarkeit. Mein Leib, mein' Seel', mein Leben, was du mir hast gegeben, lob' dich in Ewigkeit. 4. Auch sonderlich sag' ich dir Dank mit diesem G'sang, daß du so gnädiglich aus lauter Gnad' und Güte mich diese Nacht behütet durch dein' Eng'l sicherlich. 12. M. Erschienen ist der herrl. Der Tag bricht an und zeiget o dich, wie du geschlafen diese Nacht; ob du auch oft an GOtt gedacht, wenn du erwacht? 2. Denn GOtt sieht in's Verborgne hin, prüft auch im Schlafen Herz und Sinn; er eifert, wenn du nicht zuerst ihm, wenn du aus dem Schlaf auffährst, den Dienst gewährst. 3. Drum walt's GOtt Vater, der im Geist durch Christum mich stets beten heißt! Dir will ich Opfer bringen, eh' ich zum B'ruf und Arbeit geh', wenn ich aufsteh'. 4. Was soll ich aber opfern dir! ist doch jetzt alles dein an mir: ja, eben das ist mein Gewinn wenn all's ich, wie ich schuldig bin, dir gebe hin. 5. Ich gebe dir die Seele hin Ach, richte dein Reich auf darin, daß sie mit Tugend angestedt, 5. Und bitte dich, du wollst hin- der Glaub', in Gottesfurcht er= fort, ach GOtt, mein Hort, fer- weckt, bleib' unbefleckt. ner gnädiglich mich diesen Tag 6. ch geb' und opfre bir mein behüten vor's Teufels Macht Herz, ach nimm's und zieh's in und Wüthen und List tausend- Lieb' aufwärts, daß ich mich ſtets fältig. im Geist erheb', an dem, was irdisch ist, nicht lleb', nach GOtt nur streb'. 6. Durch deine Gnad' bewahr' mir HErr, Leib, Seel' und Ehr', vergieb die Missethat. Vor Gefahr, vor Sünd' und Schande, zu 7. 3ch opfre dir ganz meinen Will'n, laß mich auch deinen Will'n 9 Morgengesänge. stand. Wend' ab Aufruhr, Brand, Krieg und Streit, Best, Hunger, Kummer, theure Zeit, und ander Leid. 17. Der Obrigkeit gieb Stärk und Wiß, daß sie dein' arme Kirche schüß'; die dich und uns verfolgen, HErr, durch deinen starten Arm belehr' und ihnen wehr. 18. Erlöse, wer unschuldig jetzt um deinetwill'n gefangen sitt; beschüße die falsch sind verklagt, tröst' alle, die geängst't, geplagt sind, und verjagt. 19. Den Armen gieb ihr Kleid und Brod; die Kranken und, wer leidet Noth, mit deinem Trost beselige, die Wittwen, Waisen, Fremdlinge vertheidige. 20. In Summa, was dir lieb und gut, gieb uns an Seele, Leib und Muth; wie du willſt, sei dir's heimgestellt: nur nimm uns selig von der Welt, wann dir's gefällt. Will'n erfüll'n, daß in Geduld, ohn' Unterlaß ich Gutes thu, das Böse haß und Sünde laß. 8. Sinn und Verstand, und was ich denk', ich dir zum Morgenopfer schenk; hilf, daß kein böser Anschlag mir einkomm, und was im Sinn ich führ', gefalle dir. 9. Jch opfre dir die Zung', den Mund, und mache mit dir dies sen Bund, daß heute diesen Tag und fort von mir lein Fluch, noch falsches Wort nicht werd' gehört. 10. Die Werke, die ich laß und thu', befehl ich dir, regier' fie du zu deiner Ehr', des Nächsten Nuß, des Vaterlandes Trost und Schuß, der Bösen Truß. 11. Daß ich dir ganz geopfert auf heut und den ganzen Lebenslauf, des Fleisches sündliche Begier verleugne ganz, absterbe mir, und lebe dir. 12. Sei du stets bei mir und in mir, mit deinem Heil'gen Geist mich führ', durch deiner lieben Engel Schaar vor allem Schaden und Gefahr mich heut' bewahr'. 13. Verleih' der Nahrung und Gewerb' Gedeihen, Segen ohn' Verderb, daß alles dir zu Lob und Dank, was ich in dem Beruf anfang', gut End' erlang'! 14. Auf daß ich ehrbar und in Ruh mein Leben möge bringen zut. Die Lebensnothdurft mir bescher', daß Armuth nicht mein Herz beschwer', mich ehrlich nähr'. 15. Ein fröhlich Herz, gesunden Leib gieb mir, den Freunden, Kind und Weib. Hilf, daß den Feind ich überwind' mit Sanft muth, und Gehorsam find' bei dem Gesind'. 16. Erhalt auch unser Vaterland in guter Ruh' und FriedensD. v. Schweinig. 13. In bekannter Melodie. Der Tag vertreibt die finstre seid munt'r und wacht, preiset GOtt den HErren. 2. Die Engel singen immerdar und loben GOtt mit großer Schaar, der alles regieret. 3. Die Hähn' und Vögel mancherlei, die loben GOtt mit ihr'm Geschrei, der sie speist und kleidet. 4. Der Himmel, Erd' und auch das Meer dem HErren geben Lob und Ehr', thun sein' Wohlgefallen. 5. Alles, was je geschaffen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art, preiset seinen Schöpfer. 6. Ei Mensch, du edele Natur, o du vernünft'ge Kreatur, sei nicht so verdrossen. A 5 7. Ge Morgengesänge. 74Gebent, daß dich dein HErr noch Feind ich acht'; denn wo ich und GOtt zu seinem Bild erschaf- bin, bist du bei mir, mein Glück fen hat, daß du ihn erkenneſt. und Kreuz fommt all's von dir, 5. Ich leb' sterb', so bin ich dein, darum ich dir die Seele mein befehl jetund und auch im Tod, nimm sie zu dir, o treuer GOtt. 15. Mel. Wenn wir in höchsten. Die helle Sonn' leucht't jet fröhlich vom 10 8. Und liebest ihn aus Herzensgrund, bekennest auch mit That und Mund, sein also genießest. 9. Weil du nun seinen Geist gefost't und seiner Gnad' genossen hast, so dank' ihm von Herzen. 10. Sei munter, fleißig, bet und wach', sieh, daß du stets in deiner Sach' treu erfunden werdest. 11. Du weißt nicht, wann der HErre tömmt, denn er dir keine Beit bestimmt, sondern stets heißt wachen. 12. So üb' dich nun in seinem Bund, lob' ihn mit Herzen, That und Mund, dank ihm seiner Wohlthaten. 13. Sprich: o Vater in Ewigteit, ich bank' dir für all' Gütigkeit, mir bisher erzeiget. 14. Durch JEfum Christum, deinen Sohn, welchem sammt dir im höchsten Thron all' Engel lobfingen. 15. Hilf, HErr, daß ich dich gleicher Weis von nun an allzeit Lob und preis' in Ewigkeit. Amen. 14. M. Erhalt uns, HErr, bei. Des es Morgens, wenn ich früh aufsteh, und des Abends zu Bette geb, sehn meine Augen, HErr, auf dich, HErr JEsu, dir befehl' ich mich. 2. In den heil'gen fünf Wunden bein, da tann ich ruhn und sicher sein, mit Leib und Seele, Hab' und Gut; mein Schuß ist dein heiliges Blut. 3. Denn, o HErr Christ, am Kreuzesstamm bein heil'ges Blut uns'r Sünd' hinnahm; drum ich mach oder schlafe ein, wirst du, HErr, all'zeit bei mir sein. 4. Dein heil'ger Engel mich bewacht, drum wed'r Tod, Teuf'l, aufstehen wir. GOtt Lob! der uns heut diese Nacht behütet vor des Teufels Macht. 2. HErr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd' und Schand' durch deine Güt'; laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein. 3. Daß unser Herz in G'hors sam leb', dein'm Werk und Will'n nicht widerstreb', daß wir dich stets vor Augen han, in allem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk gerathen wohl, was einJeder verrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh' und Fleiß gereich' zu deinem Lob und Preis. Nic. Heermann. 16. Mel. O JEfu Chrift, mein's, Die Morgensonne gehet auf, erfreut zu ihren tein Bräut'gam kommet so ge= ziert, wie sie die gold'nen Strah len führt. 2. So viel der Himmel Sterne zählt, ist sie vor allen auserwählt; es muß ein großer Herrscher sein, der ihr ertheilt den güldnen Echein'. 3. Die Himmel rühmen GOt= tes Ehr', und geben uns auch solche Lehr', daß wir ihn stets mit unserm Mund hoch preisen sollen alle Stund'. 4. Der Sonnen Lauf nie stille steht, und sonder Ruhe schleunig geht; so sollen wir ohn' Untera laß ihr folgen nach des Himmels Straß'. 5. HErr, Morgengelänge. 11 5. HErr, deine Gnade, Güt' und| Sünden mich hüte biesen Tag, Treu' ist alle Morgen bei uns auch selbst mich überwinden und neu; erleuchte das ganz blöde dir vertrauen mag. Herz mit deinem Wort, der Himmelskerz'. 6. Dein Engel müffe bleiben auch heut und stets bei mir, und alles Unglück treiben sehr weit von meiner Thür. Giebst du mir, HErr, von oben Glück, Heil und Sicherheit, so soll mein Herz dich loben hier und in jener Zeit. Joh. Rift. 6. Erwärme nun durch deine Güt Sinn, Seele, Herz und das Gemüth, daß deiner Gnaden heller Schein erleucht' in uns all's, was wir sein. 7. So wollen wir dir allezeit hier danken in der Christenheit, und dorten mit der Engel Schaar dich ewig 18. M. Auf meinen lieben GOtt. Die Nacht ist nunmehr hin, G. P. Harsdörfer. 17. M. Ich dank dir, lieber HErre. Die Nacht ist nun verschwunauf, und Sinn, dem HErren Lob zu brine gen, von seiner Ehr' zu singen; er hat für dich gewachet, und alles wohl gemachet. den mit ihrer Dunkelheit, die Sonn' hat überwunden des 2. Schau wie der Sonnen Licht Schlafes stille Zeit; ihr helles durch alles Duntle bricht, dem Licht bestrahlet den runden Erden- Tage Glanz zu geben; thu' du floß, den nur die Luft bepfahlet. nur auch daneben mit aller HErr, deine Macht ist groß. Macht das Deine, mit Dank vor GOtt erscheine. 2. Wie kann ich g'nug erheben, HErr, deine Güt' und Treu! Du fristest mir mein Leben; dein' Hülf ist täglich neu; du hast mich so geschüßet in der vergangnen Nacht, daß ich war wohl beschüßet vor Satans großer Macht. 3. Lob, Ehr' und Dank sei dir, o frommer GOtt, dafür, daß diese Nacht geendet, und daß du abges wendet so manche Sorg' und Plas gen, so sonst mein Herze nagen. 4. Laß dieses Tages Schein mir auch erfreulich sein, mit Segen mich beschütte, laß unter deiner Hütte, und unter deiner Gnaden mich sicher sein vor Schaden. 3. Dir hab' ich's, HErr, zu danken, daß ich erhalten bin in fichern Wohlfahrtsschranken; ach! nimm das Opfer hin, das Opfer meiner Zungen, das dir zu Dienste steht. Drauf sei dir Lob gesungen, so weit der Himmel geht. 5. Dir, o mein GOtt, befehl ich meinen Leib und Seel', mein Thun und meine Werte, durch deinen Geist mich stärke, daß ich zu deiner Ehre mein ganzes Le ben kehre. 4. Verzeih es mir aus Gnaden, was ich mißthan an dir, behüte mich vor Schaden, bleib' heut und stets bei mir. Was du mir haft gegeben, Gesundheit, Ehr' und Gut, dazu mein armes Leben, das steht in deiner Hut. 5. Dir will ich das befehlen, was mir am liebsten ist; mich aber selbst vermählen an dich, HErr 6. Vergieb der Sünden Schuld durch deine Gnad' und Huld, deck alles mein Verbrechen durch gnädiges Fürsprechen des Heis lands, der sein Leben für mich in Tod gegeben. 7. Laß sein unschuldig Blut auch kommen mir zu gut und mich nicht mehr gerathen auf JEsu Christ: gieb, daß ich ja vor frevle Missethaten; entzeuch mich 12 Morgengesänge. mich allen Lüften, mich nicht mehr 20. Mel. Aus meines Herzens. zu verwüsten. 8. Sei gnädig mir auch heut' Dir, HErr, will ich lobſingen und sonsten allezeit, dein Wort sei meine Speise auf dieser Lebensreise, und laß mich deinen WilTen gehorsam stets erfüllen. mit Herzen und mit Mund, und ein Dankopfer bringen in dieser Morgenstund'; HErr, höre meine Stimm', und wollst mich nicht verschmähen, wann ich will vor dir stehen. Ach HErr, mein Wort vernimm. 9. Mein GOtt! du bist's allein, deß ich will eigen sein. HErr JEsu, meine Wonne, sei meines Herzens Sonne; mein Geist, Seel' und mein Leben sei dir, HErr, stets ergeben. 2. Ich bin nicht werth der Güte, die du an mir beweist, du, der mir mit Behüten so große Treu ge leist't. Du hast mich diese Nacht mit deinem Schuß umgeben, be hütet Leib und Leben durch große Macht. 10. Und wenn ich von der Erd' einst gehn und scheiden werd', so laß mich, Vater, kommen zum Frieden aller Frommen, die dich im Himmel droben mit voller Freude loben. J. Laff. 19. Mel. O JEfu Christ, mein's. Die ie Nachtwach' nun vergangen ist, wir danken dir, HErr JEsu Christ, daß du uns, frei von aller Plag', gesund läßt sehen diesen Tag. 2. Wir bitten dich, du Gnadenstrahl, leucht' uns in diesem Jammerthal, beschirm' uns täglich und auch heut', bewahr' uns ferner allezeit. 3. Daneben gieb uns Fried' und Ruh, und was uns nöthig ist, dazu. Durch deine starke Gna: denhand beschüße uns und unser Land. 4. All' Sünd' und Schwachheit uns verzeih', ein gut Gewissen auch verleih. Gieb, daß wir deines Namens Ehr' ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o HErr, gefällt, uns abzufordern von der Welt, so gieb ein sel'ges Ende hier, daß wir dort ewig sein bei dir. 6. DJEsu Christ, erbarme dich, hör' unsre Bitte gnädiglich. Durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Noth. 3. Es ist der Mensch auf Erden gleich wie in einem Streit, mit Trübsal und Beschwerden umges ben allezeit; wo dann dein Hülf nicht wär', so müßt er bald vergehen, nicht lang' würd' er bestehen in so großer Beschwer. 4. Nun aber du gedenkest, was wir für ein Gemächt, darauf dein' Güt' uns schenkest, die hilfet uns zurecht, die hilfet allem Fleisch, die hilft in allen Nöthen; auch wenn man uns wollt tödten, bilfet sie allermeist. 17 5, Sieh' an, HErr, mein Elende, und steh mir ferner bei, vergieb mir meine Sünde, dein'n guten Geist verleih, daß er auf rechter Straß' mich allezeit thu' führen, und ich sein'n Trost mög' spüren, ießt und ohn' Unterlaß. 6. Trost hab' ich doch vonnös then, da ich stets hoff' auf GOtt, und wenn er mich ſollt' tödten, doch werd' ich nicht zu Spott, sondern dieser Trübsal will ich mich christlich rühmen, billig dem HErren dienen in diesem Jams merthal. 7. Ach HErr, wollst mir auch geben des Glaubens Freudigkeit, Geduld, Hoffnung daneben in recht'r Beständigkeit, daß ich bis an mein End' ein'n guten Kampf Morgengesänge. Kampf mög' lämpfen, die Lust des Fleisches dämpfen, und wohl mein'n Lauf vollend', 8. Gieb mi an diesem Tage beine Schußengelein, daß alles, was ich habe, möge bewahret sein! Laß auch zur rechten Zeit den Tag des Heils anbrechen; die Mängel und Gebrechen verkehr in Freudigkeit. 9. Start bist du, HErr, und mächtig, und kannst helfen gar wohl, ich will's laffen bedächtig es gehen J. M. Dilherr. 22. Mel. Ich dank dir, lieber. Erwache, mein Gemüthe, indem mein Leib erwacht, und rühme GOttes Güte, die er dir diese Nacht hat abermals erwies sen. Ach wahrlich, seine Treu, die nie g'nug wird gepriesen, ist alle Morgen neu. es heimgestellt, mein' Seel', mein Leib, mein Leben sei dir, mein GOtt, ergeben, mach's, wie es dir gefällt. Josua Wegelin. 21. Mel. Warum betrübst du. Ermuntre dich, Herz, Muth und 2. Ach, mit viel tauſend Sünden Sinn, es ist die stille Nacht lag hier dein Herz umklemmt, dahin, der Tag bricht nunmehr dein Herz schlief ohn' Empfinden, an; bring' meine Seel, zur Mor- dein Sinnwert stand gehemmt, genstund', dem HErrn ein dank- wie bald konnt es geschehen, bar Herz und Mund. daß drauf der Bösewicht dich 2. Ach! wie viel tausend Unge: sich hätt' ausersehen, und plößlück der HErr getrieben hat zu- lich hingericht't! rück; die dir der Feind bestellt, 3. Bedent, auf wie viel Wege die hat GOtt von dir abge- er manches Trauerspiel oft an wend't, wohl dem, der es nur zurichten pflege; GOtt aber recht erkennt. stedt das Ziel, und führt ringss um die Seinen der Engel Wach heran, damit der Satan keinen derselben fällen kann. 4. Dein' Huld hat es gemachet, o Vater in der Höh, daß ich gesund erwachet, jest an mein' Arbeit geh; mein' übermächt'ge Sünde hat es zwar nicht verdient; vera zeih, HErr, deinem Kinde, und bleibe mir verfühnt. 3. Ach HErr! ich bin ja zu gering, daß du erzeigst mir solche Ding', die ich nie hab' verdienet! wär's ohne deine große Güt, so wär' ich blieben unbehütt. 4. Nun, HErr, ich seh, daß nichts als Gnad' bei dir statt allzeit funden hat, der ich genieße wohl; ach, lasse nichts als Lob und Dank bei mir sein all mein Lebenlang. 5. Laß mich hinbringen diesen Tag, wie es dein heil'ger Will' vermag; halt mich in deinem Schuß. Laß stets vor meinen Augen sein die lette Stund' des Lebens mein. 13 bracht; den Tod mich warnen laß. Dir ich befehl mein'n Sinn und Muth, mein Leib und Seel', mein Hab' und Gut. 7. Wohlan! an mein'n Beruf ich geh, und anders nichts ich mich verseh zu meinem lieben GOtt, als daß umschränke mich sein Schuß: darauf biet' ich dem Satan Truß. 6. Damit ich ja nicht mit Bedacht in schwere Sünde werd' geJOHAN 5. Laß ferner deinen Segen auch künftig bei mir sein, daß ich auf rechten Wegen vor dir geh aus und ein; laß alles wohl gelingen, was ich anheb und thu, send' auch vor allen Dingen mir deine Weisheit zu. 6. Laß mich dir fest vertrauen, ich sei dein liebes Kind, daß mir nicht 14 Morgengesänge. nicht möge grauen, wenn sich himmelan, und alle Lust verein Unglück find't; denn wenn dammet der lastervollen Bahn. du Nothburft schaffest, zeigt sich dein Baterherz, und wied'rum wenn du strafest, thust du's mit Vaterschmerz. 7. Drum, ob nach deinem Wil Ten und unerforschten Schluß ich heut auch Plag und Grillen erdulden soll und muß: so hilf, daß die Beschwerde mit Labsal werd' vertauscht, und bloß zum Wölklein werde, das bald vorüberrauscht. 5. Hernach laß mich gewinnen, nach deiner großen Kraft Kunst, Weisheit, flare Sinnen, Verstand und Wissenschaft, daß all' mein Thun und Handel dir mag gefällig sein; laß vor der Welt mein'n Wandel sein ohne falschen Schein. 8. Inmittelst laß den Meinen, und mir auch selbst dazu, die Gnadensonne scheinen, sprich unfer Herz zur Ruh, und laß all' mein Beginnen dir wohlgefällig sein, bis daß du mich von hinnen gen Himmel holest ein. Franc. 23. Mel. Ich dank dir, lieber. s hat uns heißen treten, o GOtt, dein lieber Sohn, mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit theu rem Amen Erhörung zugesagt, wenn man in seinem Namen nur bittet, fleht und klagt. 2. Darauf komm ich gegangen in dieser Morgenstund'; ach! laß mich doch erlangen, was ich aus Herzensgrund an dich, mein GOtt, begehre im Namen JEsu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nützlich ist. 3. Nicht aber mir zu geben, bitt' ich aus deiner Hand Geld, Gut und langes Leben, tein' Chr' noch hohen Stand! denn dieses ist nur nichtig und lauter Eitelkeit, vergänglich, schwach und flüchtig und schwindet mit der Zeit. 6. So wird von jenem allen, Stand, Leben, Ehr' und Geld auf meine Seite fallen, so dir es, GOtt, gefällt. Man muß die Seel' erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schon beglücken. Glück folgt der Tugend nach. G. N. Freu 24. Mel. Freu dich sehr, o meine. Creu dich sehr, o meine Seele, Herz und Geist erhebe dich, und des HErren Lob erzähle, daß er dich so väterlich hat durch seine Macht gestüßt, und vor'm Satandich geschüßt, auch vor Leid und vor Betrüben bist du wohl bewahrt geblieben. 2. Was für Dank soll ich dir geben, Vater der Barmherzigkeit! daß du für mein armes Leben sorgest heut und allezeit, daß mich deiner Engel Wacht auch die abgewich'ne Nacht hat beschüßet, daß die Sonne ich erblidt mit Freud und Wonne. 3. Nun, ach Höchster! deine Gnade sei auch diesen Tag mit mir, daß kein Leid, Gefahr noch Schade mich den ganzen Tag berühr'; schüße mich durch deine Hand, mache fernerhin bekannt, daß, die auf dich, HErr, vertrauen, auf den rechten Edstein bauen. 4. Ich bitte mir zu schenken ein fromm und keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf liederlichen Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, GOtt, hat, leg' in tiefster Reu und 4. Hab' ich dich nicht recht gelies bet, und mit meiner Missethat, dich, mein frommer GOtt, betrü bet: was mein Fleisch begangen Leid Morgengesänge. Leid ich hier in der Gnadenzeit vor dein Angesicht und flehe, hilf mir, daß ich nicht vergehe. 5. Laß durch deine Kraft mich werden frommer, und dein guter Geist leite mich auf dieser Erden, daß ich suche allermeist zu gefallen dir, mein Hort, auch so leb' an allem Ort, daß, wenn ich einst komm zum Sterben, deine Freude könne erben. 6. Was ich aber soll verrich ten, die Gedanken, Wort und Werk, all' mein Thun, Beginn und Dichten also führe, daß ich merk' deinen Beistand in der Noth, wie im Leben, so im Tod; laß mich nimmer irre gehen, noch auf bösen Wegen stehen. 7. Sei auch gnädig allen From men, schütze deiner Heerde Schaar, und die dürftig zu dir kommen, die in Noth und in Gefahr, und die in des Jammers Bein bei dir seufzend kommen ein, laß erfahren deine Güte, und uns allesammt behüte. 8. Wittwen, Kranken und den Waisen, die die Welt und Teufel plagt, die zu Land und Wasser reisen, sei dein Schuß, HErr, unversagt; stehe allen Blöden bei und dein Schirm bei allen sei, die dich, lieber Vater, kennen, und nach deinem Sohn sich nennen. 9. Laß mich allzeit sein befliffen, vor dir und der ganzen Welt zu behalten gut Gewissen; und wenn dies mein Fleisch zerfällt, und der Tod sein Erb' und Recht sucht an deinem armen Knecht: laß mich dann für meine Sünden Trost in JEsu Wunden finden. 15 2. Du hast mich, o GOtt Vater mild, gemacht nach deinem Ebenbild; in dir web', schweb' und lebe ich, vergehen müßt' ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und unverhofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar, mir zwischen Tod und Leben war. 4. Verstand und Ehr' hab ich von dir, des Lebens Nothdurft giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich in Glück und Unglück meint. 5. GOtt Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Höllen Glut, das schwer' Geset für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. 6. Wenn Sünd' und Satan mich anklagt, und mir das Herz im Leib verzagt: alsdann brauchst du dein Mittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein' Fürsprach' allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud'; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 8. GOtt Heil'ger Geist, du höchste Kraft, deß Gnade in mir alles schafft: ist etwas Gut's am Leben mein, so ist es wahrlich lauter dein. 9. Dein ist's, daß ich GOtt recht erkenn', ihn meinen HErrn und Vater nenn', sein wahres Wort und Sacrament behalt und lieb' bis an mein End'. 10. Daß ich fest in Anfechtung steh, und nicht in Trübsal untergeh', daß ich im Herzen Trost empfind', zulett mit Freuden überwind', 25. Mel. Wenn wir in höchsten. Nor or deinen Thron tret' ich 11. Drum dank' ich dir mit hiemit, o GOtt! und dich Herz und Mund, o GOtt, in bemüthig bitt': Wend' dein genä- dieser Morgenstund', für alle dig Angesicht von mir, dem armen Güte, Treu und Gnad', die Sünder nicht. meine Seel' empfangen hat. 15. Und 16 Morgengesänge. 12. Und bitt', daß deine Gnaden- Tag vor Aberglauben, Zorn und hand bleib' über mir heut ausgeſpannt', mein Amt, Gut, Ehr', Freund', Leib und Seel' in deinen Schuß ich dir befehl. 13. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, damit mein ganzes Christenthum aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht Augenschein noch Heuchelei. Plag', auch vor verbot'nem Scherzen; bewahre mich vor Stolz und Pracht, und allem, was mich lästern macht. 5. Gieb, daß ich dir gehorsam sei, und mich vor Zank und Hader scheu, auf daß der Sonnen Strahlen mich diesen Tag nicht zornig sehn, und nachmals traurig untergehn; ach laß mich nicht bezahlen dem Nsten seine Bitterkeit mit Feindschaft, Hassen, Grimm und Neid. 14. Erlaß mir meine Sündenschuld, und hab' mit deinem Knecht Geduld; zünd' in mir Glauben an und Lieb', zu jenem Leben Hoffnung gieb. 15. Einsel'ges Endemir bescher, am jüngsten Tag erwec' mich, HErr, daß ich dich schaue ewiglich, Amen, Amen, erhöre mich. Bodo von Hodenberg. 26. Mel. O Ewigkeit, du Donner. Gott, der du selber bist das Licht, deß 7. ftirbet nicht, dir sei jest Lob gesungen: nachdem durch deine große Macht der helle Tag die finstre Nacht so kräftig hat verdrungen, und deine Gnad' und Wunderthat mich, da ich schlief, erhalten hat. 6. Vor Unzucht und vor böser Lust, vor Kargheit und des Geistes Wust behüte mich in Gnaden; gieb, daß die Falschheit dieser Zeit, zusammt der Ungerechtigfeit, mein Herz ja nicht beladen. Ach! daß dein heil'ges Angesicht doch solche Sünd' erblicke nicht, treuer erweck' mir nur einen Hunger stets nach dir, daß ich die Welt verliere: Ach lehre mich, du starter Held, zu thun allein, was dir gefällt, dein guter Geist mich führe, damit ich außer bösem Wahn stets wandeln mög' auf rechter Bahn. 2. Laß ferner mich in deinem Schuß, o Vater, vor des Satans Truß mit Freuden auferstehen, damit ich diesen ganzen Tag dich ja mit meinen Augen mag im Glauben fröhlich sehen; vor allem sei du selber mir das Licht des Lebens für und für. 8. Befiehl auch deiner Engel Schaar, daß sie mein Leben vor Gefahr den ganzen Tag beschüßen, und auf den Händen tragen mich, daß nicht der Satan grausamlich mich könn' allhier beschwißen; so werd' ich gegen Löwen stehn, und unverzagt auf Drachen gehn. 3. Des Glaubens Licht in mir 9. So nimm von mir, o Vater, bewahr, o stärk' und mehr' es hin, mein Herz, Gedanken, Muth immerdar, erwecke Treu' und und Sinn, daß ich dir ganz verLiebe; die Hoffnung mach' in Nö-| traue; behüt' auch, du getreuer then fest, hilf, daß ich mich auf's Hort, mein Dichten, Reden, allerbest auch in der Demuth übe, Werk und Wort, daß ich nur daß deine Furcht stets vor mir steh, stetig schaue auf deines theuren und ich auf guten Wegen geh. Namens Ehr', auch meines Näch4. HErr, halte meinen Gangsten Nuß vermehr', gewiß, treib' aus von mir die Fin- 10. HErr JEsu Christe, laß sterniß und Bosheit meines Her- allein mich Armen ein Gefäße zens. Behüte mich den ganzen sein und Werkzeug deiner Gnaden: Morgengesänge, den; richt' all' mein Thun, Beruf und Stand, halt' über mich dein' Hülf' und Hand, so kann mir Niemand schaden; du wollest auch ja gnädiglich vor den Verläumdern schüßen mich. 11. Mit Herz und Mund ich dir befehl'. HErr JEfu Christ, mein Leib und Seel', auch Ehr' und Gut daneben; wenn ich nun size, geh und steh, alsdann so schaffe, daß ich seh, HErr, über mir dich schweben; gieb ja, daß deine GnaVenhand sei nimmer von mir abgewandt. 12. Vor bösen Pfeilen, die bei Tag auf Erden bringen große Plag', als vor des Todes Seuche, vor Bestilenz behüte mich, damit sie nicht so grausamlich bei Nacht, HErr, mich umschleiche. Bewahr' uns auch vor Kriegesnoth; wend' einen bösen schnellen Tod. 13. Gieb, lieber HErr, zu dieser Frist, so viel im Leben nöthig ist, doch nur nach deinem Willen. Wenn du die Speis' und Nahrung hie auf Erden segnest spät und früh, kannst du uns reichlich füllen; doch, daß man deine milde Gab' auch nicht zu einem Mißbrauch hab'. 14. Allein zu dir hab' ich gesett mein Herz, Vater, gieb zulegt auch mir ein selig's Ende; auf daß ich meinen jüngsten Tag mit großer Freud' erwarten mag, drauf stred' ich aus die Hände. Ach komm, HErr JEsu, tomm, mein Ruhm, und nimm mich in dein Eigenthum. 15. Mein GOtt und Vater, segne mich. Der Sohn erhalte gnädiglich, was er mit hat gegeben; der Geist erleuchte Tag und Nacht sein Antlig über mir mit Macht, und schüße mir mein Leben. Nur dieses wünsch' ich für und für: der Friede GOttes sei mit mir! Joh. Rift. 17 27. In bekannter Melodie. Got Ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und Heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starte Hand die Welt und was drinnen ist, erhält. 2. GOtt! ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o HErr JEsu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da allein Trost, Hülf' und Rath ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o HErr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort! Nirgends als bei dir allein fann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele, sammt den Sinnen und Verstand, großer GOtt, ich dir befehle unter deine starke Hand. HErr, mein Schild, mein' Ehr' und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg' von mir wende und mich halt' in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. 8. Höre, GOtt, was ich begehre, Vater, Sohn und Heilger Geist, meine Bitte mir gewähre, der du selbst mich bitten heiß'st, so will ich dich hier und dort herzlich preisen fort und fort. H. Albert. B 28. Mel. 18 Morgengesänge. 28. Mel. Schwing' dich auf zu.| 8. Gieb mir hier stets heilgen ochgelobt sei unser GOtt, Muth, heilige Gedanken, daß, den Menschen in der Noth schüßet und beistehet, der nicht wirfet hinter sich das Gebet der Frommen, die zu ihm demüthiglich, als zum Vater kommen. niemals aus den Schranken deiner Chr' und Willens weich'; Brod gieb für das Leben, mach' mich an der Seele reich, dann ist all's gegeben. 2. Er hat diese ganze Nacht in 9. Nun, dir sei es heimgestellt, den dunkeln Schatten seiner heil was du willst, geschehe; was mir gen Engel Wacht zugesandt mir heute auch zufällt, wie es komme, Matten, daß des bösen Feindes gehe, mir gilt alles mit dir gleich, List und sein finstres Wesen| Leben oder Sterben, laß mich nur mein nicht mächtig worden ist, und ich wohl genesen. 3. Keinen hatt' ich in der Welt, der in deinem Reich meinen Theil ererben! D. J. Laffenius. 29. M. Vater unser im Himmelr. dir, für all' Wohlthat, daß du auch mich hat sich zu mir gefellt und ſtund an der Spizen, daß mein Feind, so gnädiglich die Nacht behüt't auch wer er war, mich nicht durfte durch deine Güt' und bitt' noch drücken, auch von meinem Haupt fort, o GOtt, mein Hort, vor kein Haar ohn' sein Wissen zücken. Sünd', Gefahr mich heut be4. Co bewahrt mein treuer Hirt, wahr', daß mir kein Böses widie auf ihn vertrauen, und ich derfahr'. hoffe, daß er wird mich auch lassen schauen seine Gnade fernerhin diesen Tag und künftig, ihm soll auch mein Herz und Sinn bienen ganz vernünftig. 5. Jst, o Vater, was g'schehn wider deinen Willen, hab' ich etwas übersehn, dein Wort zu erfüllen: trage doch mit mir Geduld, räche nicht die Sünden, laß mich aber Gnad' und Huld bei dir wieder finden. 6. Jch bereu aus Herzensgrund alle Missethaten, bitte auch zu dieser Stund', daß dein heilges Rathen meinen ganzen Lebenslauf beut und stets regiere, daß 2. HErr, dir befehl' ich Leib und Seel', ja Ehr', Herz, Sinn und Muth, mein Hab' und Gut und all' das Mein', der Engel dein hab mich in Acht, daß nicht find' Macht der Feind an mir nach sein'r Begier, noch mich in Sünd' mit Listen führ'. 3. Auch wollst du, HErr, vergeben mir durch deine Huld mein' Sünd' und Schuld, an dir hab' ich vergriffen mich, Unrecht gethan! o HErr, verschon' zu aller Frist durch JEsum Christ, der unser ein'ger Mittler ist. 3. Freder. 30. Ju bekannter Melodie. ch dank' dir, lieber HErre, Wandel führe. 7. Segne, was ich nehme für, laß es wohl gerathen, laß auch wohl gefallen dir alle meine Thaten, laß mich gehn in deinem Rath, bis mein Thun ein Ende 2. Mit Dank will ich dich loben, und mein Leben Abend hat, dicho du mein GOtt und HErr! im nicht von mir wende. Himmel hoch dort oben. Den Tag in dieser Nachtsgefährde, darin ich lag so hart mit Finsterniß umfangen, dazu in großer Noth, daraus ich bin entgangen, halfſt du mir, HErre GOtt. mir 19 Niemand wehre, dein Segen zu uns komm', daß wir in Fried' einschlafen, mit Gnaden zu uns eil', gieb uns des Glaubens Waffen vor's Teufels List und Pfeil. 3. Daß ich, HErr, nicht abweiche von deiner rechter Bahn, der Feind mich nicht erschleiche, da3. Kohlros, 31. In bekannter Melodie. Sohn, o GOtt, für deine Güte, daß du mich heut in dieser Nacht so gnädig haft behütet. mit ich irr' möcht' gahn. Erhalt'ch dank' dir schon durch deinen mich durch dein' Güte, das bitt' ich fleißig dich, vor's Teufels List und Wüthen, damit er sett an mich. 4. Den Glauben mir verleihe an dein'n Sohn JEsum Christ, mein' Sünd' mir auch verzeihe allhier zu dieser Frist; du wirst mir's nicht versagen, wie du verheißen hast, daß er mein' Sünd' thu tragen, und lös' mich von der Last. 2. In welcher Nacht ich lag so hart mit Finsterniß umfangen, von meinen Sünd'n geplaget ward, die ich mein Tag begangen. 3. Drum bitt' ich dich aus Herzensgrund, du wollest mir vergeben cll' meine Sünd', die ich begunnt in meinem ganzen Leben. 4. Und wollest mich auch diesen Tag in deinem Schuß erhalten, daß mir der Feind nicht schaden mag mit Listen mannigfalten. 5. Regier' mich nach dem Willen dein, laß mich in Sünd' nicht fallen, auf daß dir mög' das Le6. Dein Wort laß mich beken- ben mein und all' mein Thun nen vor dieser argen Welt, auch gefallen. mich dein'n Diener nennen, nicht fürcht'n Gewalt noch Geld, das mich bald möcht' ableiten von deiner Wahrheit klar, wollst mich auch nicht abscheiden von der christlichen Schaar. Morgengesänge. mir auch gewähr', warum ich dich thu bitten, und auch dein Will' mag sein; leit mich in deinen Sitten und brich den Willen mein. 5. Die Hoffnung mir auch giebe, die nicht verderben läßt, dazu christliche Liebe zu dem, der mich verleßt, daß ich ihm Gut's erzeige, such' nicht darin das Mein', und lieb' ihn, als mein eigen, nach all' dem Willen dein. 7. Laß mich den Tag vollenden zu Lob dem Namen dein, daß mich nichts von dir wende, am End' beständig sein. Behüt mir Leib und Leben, dazu die Frucht im Land; was du mir hast gegeben, steht all's in deiner Hand. 8. HErr Christ, dir Lob ich sage für deine Wohlthat all', die du mir all' mein' Lage erzeigt hast überall; dein'n Namen will ich preisen, der du allein bist gut, mit deinem Leib mich speisest, tränt'st mich mit deinem Blut. 9. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm, die Rach' dir 6. Denn ich befehl' dir Leib und Seel' und all's in deine Hände, in meiner Angst, Noth und Zus fäll', HErr, mir dein' Hülfe sende; 7. Auf daß der Fürste dieser Welt tein' Macht an mir nicht finde, denn, wo mich nicht dein' Gnad' erhält, ist er mir zu geschwinde. 8. Ich hab' es all' mein Tag' gehört, Menschenhülf sei vers loren, drum steh mir bei, du treuer Hort, zur Hülf bist du erforen. 9. Allein GOtt in der Höh' sei Preissammt seinem ein'genSohne, in Einigkeit des Heilgen Geist's, der herrscht im Himmelsthrone. 10. Er herrschet so gewaltiglich von Anfang bis zum Ende, GOtt Vater, Sohn und Heilger Geist, bescher' ein selig Ende. B2 * 11. Nimm 20 Morgengesänge. * 11. Nimm uns für deine Kin- 33. Mel. Jeju, meine Freude. der an, daß wir dich allzeit loben, underwerke, deine GütigStärke, deine dein Wort bekenn'n vor Jedermann durch JEsum Christum. teit lobt mein armes Leben; dich Amen. will ich erheben heut und jederzeit, daß dein Schuß mich vor 32. In bekannter Melodie. ch nem Throne, in JEsu Christo, deinem lieben Sohne, daß du mich hast in dieser Nacht bewahret vor Schaden und vor mancherlei Gefahren und bitte dich, wollst mich an diesem Tage behüten auch vor Sünde, Schand' und Plage. 2. Denn ich dir, HErr, in deine Händ' befehle mein'n Leib und Gut und meine arme Seele. Dein heiliger Engel zu allen Zeiten, der sei und bleib' bei mir auf allen Seiten, auf daß der bös' Feind, so arg und geschwinde, gar keine Macht an mir zu üben finde. 3. Den lieben Frieden ferner uns verleihe und unsre Nahrung reichlich benedeie; die Best von unsrer Stadt und Land laß wal: len; dein Wort in Ruh und Fried' noch länger schallen; Theurung vertreib, mit Segen uns erfülle, nach deinem Wort und väterlichen Willen. lenschaaren gnädigst will bewahren. 2. Schließ mich aus Erbarmen, JEsu, in dein' Armen, nun der Tag anbricht! eile, von den Sünden mein Herz zu entbinden, meiner Seelen Licht! Sieh auf mich, ich bitte dich, rett aus Angst und Finsternissen mein erschrect Gewissen. 3. Wende, was betrübet( wenn. es dir beliebet) heut in Freud und Lust, daß von Furcht und Zagen, Unglüd, Kreuz und Plagen mir nichts sei bewußt. Was ich hab', ist deine Gab; die laß vor des Feindes Wüthen deine Macht behüten. 4. HErr, der Fürst der Höllen suchet mich zu fällen, so durch) Liſt als Weh. Ach, treib seine Tüde, List und Grimm zurücke, wo ich gehund steh. Ich bin dein, du blei= best mein, mich wird weder Freud' nochLeiden, JEsu, von dir scheiden. 5. Gieb, daß mir gelinge das, was ich vollbringe, HErr, zu deiner Ehr! Stärke mein Beginnen, leite meine Sinnen, tröfte, führ und lehr, bis ich werd von dieser Erd, wenn mein Ruhtag wird ankommen, zu dir eingenommen. Andr. Gryphius. 4. Jch bitt für die, GOtt, so dich Vater nennen, insonderheit dein reines Wort bekennen, für alle meine Blutsfreund' und Verwandten, die sein gleich hier oder in fremden Landen, vor allem Unfall wollst du sie bewahren, 34. M. Auf meinen lieben GOtt. laß ihnen alles Gute wider- mein Ziel hab ich erreicht, schwarzen fahren. 5. All', welche sind betrübt, krank ich schau die Sonne wieder; wacht und gefangen, in ihren Nöthen auf, mein Lob und Lieder, ein nach dir, HErr, verlangen, die Opfer GOtt zu bringen, mit Bewollest du von allem ihrem Bö- ten und mit Singen. sen aus lauter Gnaden endlich gar erlösen. All' arme Sünder zu dir, HErr, bekebre, ein jelges End' uns insgesammt beschere. 2. Mein GOtt hat mich bewach! und an das Licht gebracht ohn' eine Hut und Gnaden wär mancher Fall und Schaden zu mir Elen Morgengesänge. 21 Elenden kommen, dem ich nun| sterben, so laß mich, Vater, erben ganz entnommen. dein Reich im Himmel droben, dann will ich dich recht loben! D. 3. Lanenius 3. Mein Vater und mein Hort, wo find ich Kraft und Wort, dich nach Gebühr zu preisen und Ehr Grau erweiſen? Ich habe eine Stärke, zu rühmen deine Werke. 4. Du hast von Jugend auf regieret meinen Lauf und tausend milde Gaben mich lassen von dir haben; auch hat dein heilger Segen sich müssen um mich legen. 5. Es ist, HErr, deine Gab mein Leib, und was ich hab; mein Glück und was mich nähret, hast du mir, HErr, bescheret, von dir hab ich mein Leben und was mir nüßt daneben. 6. So nimm nun wieder hin mein Herz, Seel', Geist und Sinn und laß, o HErr, in Allem mich dir zum Wohlgefallen so stehn, daß deinen Willen ich könne stets erfüllen. 7. Und so aus Schwachheit ich nicht etwa hielte mich, wie ich weiß, daß ich sollte und gleich: wohl herzlich wollte; so trage. HErr, Erbarmen mit mir elen bem Úrmen. 8. Laß deinen Geist und Licht, was mir hierin gebricht, mit Himmelstraft vollführen; dein weisestes Regieren laß mich, o Bater, leiten in meines Lebens Zeiten. 9. Gieb mir ein solches Herz, das mit viel Reu und Schmerz beweine seine Sünden und laß mich Gnade finden; wollst auch um JEsu willen mein sehnlich Flehn erfüllen. 35 Mel. Herzliebster JEiu. In dieſer Morgenſtund will ich dich loben, GOtt mein Vater, in dem Himmel droben; was du für Gnade mir stets manst beweisen, will ich nun preisen. 2. Du hast mich an das Tag'slicht lassen kommen, auch durch die Tauj in dein Reich aufges nommen und läsfest mich in deis nem Sohn entbinden von Schuld und Sünden. 3. Du giebest mir den Heil'gen Geist darneben, daß er mich lehr und führ in meinem Leben, damit ich lern auf dich alleine schauen und dir vertrauen. 4. Du hast mich allzeit väterlich ernähret, was ich bedurft, mir ims merzu bescheret, und wenn mich Noth und Unglück hat berühret, bald draus geführet. 5. Jetzt hast du auch durch deiner Engel Schaaren mich lassen treu in dieser Nacht bewahren, daß mich darin kein Unfall hat erschrets tet, noch aufgewecket. 6.D HErr, mit meinem Munde und Gemüthe erzähl und rühm ich solche große Güte, die ich empfangen hab an allen Enden aus deinen Händen. 7. Ich bitt, du wollest über mir fort walten und mich auch heute diesen Tag erhalten, daß Satan nicht durch seine List und Pfeile mich übereile. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zu 10. Laß diesen ganzen Tag und steht frommen Christen, rein von was ich leben mag, dein'n Schuß der Welt und ihren bösen Lunen, auf allen Seiten mich väterlich daß ich auch meinen eignen bös begleiten; zum Anfang und zum sen Willen nicht mög erfüllen. 1 Ende mir deinen Beistand sende. 9. HErr, laß in deinen Schus 11. Und wann zu seiner Zeit ich diese Eitelkeit ablegen werd und sein eingeschlossen Leib, Seel, Weib, Kinder, Freunde, Hauspes B3 rollen, 22 nossen, und was ich sonst durch deine milde Gabe auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit erhalt bei gutem Stande, gieb Friede, Glück und Heil in allem Lande; behüt' uns allerseits, o HErr, aus Gnaden vor Schand und Schaden. Morgengesänge. 14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne und Heilgem Geist regierst in einem Throne; gieb, daß ich dessen, was ich jest begehret, ja werd gewähret. 11. Du wolleft auch an diesem Tag mich stärken durch deine Kraft in des Berufes Werken, auf daß ich möge in denselben allen dir wohlgefallen. 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus diesem Leiden, es sei heut oder morgen, werd abscheiden, daß ich auf Christi Tod mög selig sterben, den Himmel erben. 13. So bin ich dann an Leib Laß auch deiner Engel Schaaren, und Seel genesen und mir ist wohlo mein GOtt, mich so bewahren, auf dieser Welt gewesen; dort daß des Teufels Listigkeit mir habe ich das rechte Kleinod fun- nicht schad zu jeder Zeit. den, hier überwunden. 6. Leite mich auf deinen Wegen, laß mir das sein angelegen, was mein Stand und Wandel ist, wozu du mich hast erfiest. Du, o HErr, wollst mein Studiren, meiner Mühe Fleiß regieren, die zum Lob, zur Wahrheit Schuß, und zu meines Nächsten Nuß. 7. D. 3. Gesenius. 36. M. HErr, nicht schicke deine. ebo muß die Nacht mit SchrekLente meinen Muth und Sins I Meer nen, Beginnen ken, denn das Licht ist angesteckt, so des Höchsten Preis aufdeckt, hebt auch an mit goldnen Strahlen unsre Felder zu bemalen; alles sieht den klaren Tag, was u vor im Dunkeln lag. 2. Soll man denn im Schlaf der Sünden einzig dich noch länger finden, meine Seel? O komm ans Licht und vergiß des Lobes nicht, das du deinem GOtt sollst geben, weil er dir gefrist't dein Leben und aus dunkler, trüber Nacht dich ans Tageslicht gebracht. Bär; es wird billig dir gesungen von der Schwachheit meiner Zune gen Ehr und Ruhm, dieweil dein Schild mich vor Unfall hat umhüllt. 3. Sprich: O GOtt, der du gebauet, was man hier mit Augen schauet, Himmel, Erde, Luft und Meer, Menschen, Fische, Vögel, 4. Ja, du hast bisher aus Gnas den mich mit Wohlthat überlas den, mich, der ich aus schwachem Sinn dir oft widerstenstig bin; hättest du nicht mein geschonet, und mir nach Verdienst gelohnet, wär ich längst in stete Nacht, in der Hölle Grab gebracht. 5. Drum vergieb mir meine Sün de, die ich mehr an mir befinde, als Sandkörner sind im Meer, Lichter bei dem Sternenheer. gänzlich sein von mir verweist, gieb mir einen reinen Geist, gieb mir, HErr, gesunde Glieder und was dir an mir zuwider, laß mich, bitt ich, gänzlich nun durch dein Hülfe von mir thun. 8. Gieb, daß auch in fremden Lan den gute Gönner sein vorhanden, die, wenn ich in Nöthen sei, mir mit Hülfe springen bei. Laß mich böse Leute fliehen, die mich von der Tugend ziehen; treib von mir der Wollust Sucht, gieb mir Mäßigkeit und Zucht. 9. Endlich, wenn die Zeit vorhanden, daß von Leibes Joch und Banden meine Seel durch's Todes Hand jetzt soll werden ausgespannt, so laß mich fein sanft Dera Morgengesänge. verscheiden, führe mich zu Him melsfreuden, da ich sammt der Engel Schaar dich kann loben immerdar. Mart. Opiß. 37. M. Werde munter, mein. aßt uns früh dem HErren singen, spielt ihm einen Lobgefang! Laßt uns seinen Ohren bringen einen klang; daß er uns in dieser Nacht so getreulich hat bewacht, und nun wiederum mit Wonne sehen lassen seine Sonne. 2. O du Sonne der Gerechten, 0 HErr JEsu, sei gepreis't! welcher sich uns, seinen Knechten, Tag und Nacht getreu erweis't. Sei gelobt darum, daß du hast erquickt mit sanfter Ruh unsre Glieder und aus Gnaden abgewendet allen Schaden. 3. Laß auch unire Seel erwachen, HErr, aus ihrer Sündenhaft; sei doch mächtig in uns Schwachen und verleih durch deine Kraft, weil du Lasternächte nicht liebest, sondern Tag und Licht, daß wir wie am Tage wandeln und nach deinem Willen handeln. 4. Sprich zu unserm Thun den Segen und laß deines Wortes Schein diesen Tag auf allen Wegen unsrer Füße Leuchte sein, daß wir gehn auf deiner Fahrt, vor der Höllen Weg bewahrt, und in Werken deiner Liebe unser Herz und Hand sich übe. 5. Wirte mit bei unsern Werten, segne deiner Kinder Schweiß; unterlaß ja nicht zu stärken unire Hand zu deinem Preis; richt uns auf, wenn dort und hie strauchelt unser schaches Knie; hilf uns heben, hilf uns tragen, und in teiner Noth verzagen. 23 uns geschafft. Alles hüte, was durchs Blut uns befreundet, oder Muth. Alles sei in deinem Namen, allerliebster JEsu. Amen! Er. Fr. 6. Schüß auch alles, was wir haben, HErr, durch deine Güt und Kraft, Weib und Kind, sammt andern Gaben, die dein Segen 38. M. Wer nur den lieben. Mein GOtt, nun iſt es wieder det ihren Lauf; nun wachen alle meine Sorgen auf einmal wieder mit mir auf; die Ruh ist aus, der Schlaf dahin und ich seh wieder, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat; wo ich nur immer älter werde und häufe Sünd und Missethat; o GOtt, von dessen Brod ich zehr, wenn ich dir doch auch nüße wär! 3. Ohn Zweifel siehst du mich aufstehen, regier mich auch in dieser Welt. Ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, mach alles so, wie dirs gefällt. Schließ mich in deine Vorsicht ein, dein will ich todt und lebend sein. 4. Vergieb mir, Vater, alle Sünden, die ich mit aus dem Bette bring, und laß mich vor dir Gnade finden, erhöre, was ich bet und sing; denn wo ich nur bei dir wohl steh, so acht ichs gar nicht, wie es geh. 5. Hilf du in allen Sachen rathen, denn ich bin selber mir nicht flug. Behüte mich vor Missethaten, vor böser Menschen List und Trug. Laß mich den Tag wohl legen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Hab und Gut und laß den HimmelSegen geben, wenn meine Hand das ihre thut. Hilf, daß ich alles wohl verricht! du wirst es thun, ich zweifle nicht. C. Neumann. 39. Mel 34 24 39. Mel. Aus meines Herzens. danken, daß bu durch deine Güt mich haft vors Teufels Wanten in die fer Nacht behüt't; also, daß er mich fein hat müssen lassen schlafen und mir mit seinen Waffen nicht fönnen schädlich sein. Morgengesänge. 2. Beschüße mich auch heute vor großer Angst und Noth, vor gottvergeffnen Leuten, vor einem schnellen Tod, vor Sünden und vor Schand, vor Wunden und vor Schlägen, vor ungerechtem Segen, vor Wasser und vor Brand. 3. An meinem Geist mich stärfe, so wie auch an dem Leib, daß ich meins Amtes Werke mit aller Freude treib und thu nach meiner Pflicht so viel als mir befohlen, bis daß du mich wirst holen zu deinem hellen Licht. 4. Mein Gesicht mir verleihe bis an mein letztes End und gnädig benedeie die Arbeit meiner Händ, damit ich auch was hab für mich in schweren Zeiten und davon armen Leuten kann geben eine Gab. 5. Vor allem mich regiere mir deinem Gnadengeist, daß ich mein' G'danten führe im Himmel allermeist und ja nicht ganz und gar sei mit dem Geiz besessen und schändlich mög vergessen des lieben Himmels flar. 6. Erhalt mir Leib und Leben, so lang es dir gefällt und thu mir, HErr, nur geben den Schaz in jener Welt; so gilt mir alles gleich und bin es wohl zufriecen, ob ich schon nicht hienieden bin vor den Menschen reich. 7. O HErr, hilf mir vollenden die saure Lebenszeit, thu mir dein Hülfe senden und sei nicht allzuweit, wenn ich heim schlafen geh, auf daß ich friedlich fahre und mit der Christenschaare zum Leben aufersteh. B. Ringwald. 40 M. Das neugeborne. heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte Einigkeit, Gott Vater, Sohn, Heil ger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verleg, noch mich in Schand und Schaden seb. 3. Des Vaters Macht mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des Heil'gen Geistes Glanz und Schein erleucht des finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir träftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei! O Tröster werth, weich nicht von mir, mein Herz mit Lieb und Glauben zier. 5. HErr, segne und behüte mich, erleuchte mich, HErr, gnädigs lich! HErr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf mich richt. 41. M. O GOtt, du frommer. JEfu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnadenglanz aufs Neue mich umfangen: nun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgewedt, und hat nun in Begier zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun mein GOtt, für Opfer schenken? ich will mich ganz und gar in deine Gnad einfenten, mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen gan= zen Tag; das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein GOtt, da hast du meine Seele, die sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebesfraft; da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus; ach aller Morgengesänge. allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab' ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner 4.0 Bater aller Güte, reich von Seelen sein dein Bildniß einge- Barmherzigkeit! auch diesen Tag präget im güldnen Glaubens- behüte dein Kind, das zu dir schmud, in der Gerechtigkeit, so schreit; laß deiner Engel Schaaallen Seelen ist das rechte Ehren mich heut und allezeit vor renkleid. aller Angst bewahren, vor Unglück und vor Leid. 5. Mein Herz sei dir ein Tempel, ein Haus der Herrlichkeit, mein Leben ein Erempel für alle fromme Leut; dein Geist mich stets regiere, zu thun nach deinem Rath, die Seel mit Weisheit ziere in aller meiner That. 6. Gesegne Thun und Willen und laß mich überall, was du willst, HErr, erfüllen; die Sorgen allzu mal und was mein Herz sonst fränket, bleib dir, GOtt heimge= stellt; auch was mein Sinn gedentet, mach all's, wie dirs gefällt. 8. Ach, segne, was ich thu, ja, rede und gedenke, durch deines 7. Behüte mich vor Sünden, Geistes Kraft es also führ und vor Krankheit und Gefahr, laß lente, daß alles nur gescheh zu an mir nicht macht finden der deines Namens Ruhm und daß Höllen listge Schaar; schüß mich ich unverrückt verbleib dein Ei- vor bösen Leuten, vor meiner Feingenthum. de Tück, daß mich zu keinen Zeiten ihr falsches Thun berück. Sei 42. Mel. Wie soll ich dich. ei tausendmal getüffet, o JEsu, meine Bier, sei allerschönst gegrüßet, o Sonne, denn nach dir verlangte mich im Schatten der dicken finstern Nacht; GOtt Lob, nun ist mir Matten der Tag herwieder bracht! 2. Der Schiaf, des Todes Bruder, hielt mich gesperret ein; doch saß mein GOtt am Ruder, ließ nicht schiffbrüchig sein, noch meinen Leib und Seele, noch alles, was ich mehr aus seiner Gnade zähle; ihm sei Lob, Preis und Ehr! 6. Mein JEsu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheut und Geduld durch deines Geistes Triebe, auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, so bin ich wohl geschmückt und köstlich angethan. 25 ihr finstern Stunden, ihr Sorgen mancherlei! Der HErr hat mich bedecet mit seinem Gnadenschein, und mich heut aufgewecket; sein soll die Ehre sein. 7. Laß mir doch diesen Tag stets vor den Augen schweben, daß dein' Allgegenwart mich wie die Luft umgeben; auf daß mein ganzes Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein GOtt, zu aller Stund. 3. Die Nacht ist überwunden, mein Schrecken ist vorbei; ade, 8. HErr, dir ich mich ergebe und deiner Engel Schuß; ich sterbe oder lebe, so biet ich allem Truß, was wider mich kann kommen, nur sei du, HErr, mit mir, und mich zur Schaar der Frommen bald in den Himmel führ. D. 3. Laffenius. 43. In bekannter Melodie. Mach auf mein Herz und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter. 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; GOtt aber hat's gewähret. B5 3. Ja, 26 Morgengesänge. 3. Ja, Bater, als mich suchte| Dank, Preis, Freudensaiten, daß zu fällen der Verfluchte, war von weitem man kann hören ich in deinem Schooße, dein dich, o meinen Heiland, ehren. Flügel mich beschlosse. 4. Du sprachst: Mein Kind, nun liege, troß dem, der dich betrüge; Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 5. Dein Wort, das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen, von Noth bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 3. Ich lag in stolzer Sicherheit, sah nicht, mit was Gefährlichkeit ich diese Nacht umgeben, des Teufels List und Büberei, die Höll', des Todes Tyrannei stand mir nach Leib und Leben; daß ich schwerlich wär entkommen und entnommen diesen Banden, wenn du mir nicht beigestanden. 6. Du wirst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben, mein Weihrauch und mein Widder sind mein Gebet und Lieder. 4. Allein, o JEfu, meine Freud' in aller Angst und Traurigkeit, du hast mich heut befreiet; du haft der Feinde Macht gewehrt, mir Schuß und sanfte Ruh beschert, deß sei gebenedeiet! Mein Muth, mein Blut soll nun singen, soll nun springen, all mein Leben soll dir Dankeslieder geben. 8. So wollst du nun vollenden dein Wert an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. ? 5. Ei, mein HErr, süßer Lebenshort, laß ferner deine Gnaden9. Sprich Ja zu meinen Tha- pfort mir heut auch offen bleiten, hilf selbst das Beste rathen, den Anfang, Mitt'l und Ende, ach, HErr, zum Besten wende. 10. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. P. Gerhard. 44. M. Wie schön leuchtet der. ben; sei meine Burg und festes Schloß und laß kein feindliches Geschoß daraus mich nimmer treiben; stell dich für mich hin zu kämpfen und zu dämpfen Pfeil und Eisen, wenn der Feind will Macht beweisen. 6. Geuß deiner Gnade reichen 7. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze fehen, und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Beffres habe. genstern, vom Firmament des Himmels fern! die Nacht ist nun vergangen, all Creatur macht sich herfür, des edlen Lichtes Pracht und Zier mit Freuden zu empfangen! was lebt, was schwebt hoch in Lüften, tief in Klüften, läßt zu Ehren seinem GOtt ein Danflied hören. 2. Du, o mein Herz, dich auch aufricht, erheb dein' Stimm' und säume nicht, dem HErrn dein Lob zu bringen. Denn, HErr, du bist's, dem Lob gebührt und dem man billig musicirt, dem man läßt innig flingen mit Fleiß, Himmelssaal, mein Herz in mir verneue! Dein guter Geist mich leit und führ, daß ich nach winer Amtsgebühr zu thun mah innig freue; gieb Rath und That, laß mein Sinnen und Beginnen stets sich wenden, seinen Lauf n dir zu enden.' 7. Wend Unfall ab, kann'sand s sein; wo nicht, so geb ich mich darein, ich will nicht wiederste= ben; doch komm, o süßer Morgenthau, mein Herz erfrisch, daß ich dir trau und bleib im Kreuz ergeben, bis ich endlich nach dem Leiden zu den Freuden werd Morgengesänge. werd erhoben, da ich dich kann ewig loben. 8. Indeß, mein Herze, sing und spring, in allem Kreuz sei guter Ding, der Himmel steht dir offen. Laß Schwermuth dich nicht nehmen ein, dent, daß die liebsten Kinderlein allzeit das Unglück troffen; drum so sei froh, glaube feste, daß das Beste, so bringt Frommen, wir in jener Welt bekommen. Jos. Stiegmann. 45. Mel. Ich dank dir, lieber. u dir von Herzensgrunde ruf ich aus tiefer Noth in die ser Morgenstunde: erhör mich, HErre GOtt. Eröffne deine Oh ren, wenn früh ich zu dir schrei, thu gnädiglich anhören, was mein Anliegen sei. 2. Weil jetzt die Sonn' aufgehet, vertreibt die finstre Nacht und Jedermann aufstehet, zu danken deiner Macht, ich auch dein Lob erzähle, zu deines Namens Ehr, die Sünde nicht verhehle, beklage mein Beschwer. 27 Aug und bringt ans Licht; was in der Welt geschiehet, kommt vor dein Angesicht. Du weißt, mit was Gebrechen ich auch beladen bin; willst du sie mir zurech nen, o HErr, wo soll ich hin? 7. Drum väterlich abwende dein zornig Angesicht und wider uns Elende ja deine Hand nicht richt. Laß deine Gnad aufgehen, die alle Morgen neu, so werd ich wohl bestehen durch deine Güt' und Treu. & In Seel- und Leib'sgefahre dein Geist mein'n Geist regier; befiehl der Engel Schaare, daß mich kein Unglück rühr; mit feur'ger Mauer schüße all's, was mir lieb mag sein, was ich hab und besitze, mein Gut und all das Mein'. 9. Behüt vor Pestilenze, Krieg, Feu'r und theurer Zeit, jegn' unser Land und Grenze mit from= mer Obrigkeit, im Frieden vorzus stehen dem lieben Vaterland; laß uns kein Unglück sehen im Lehr-, Wehr- und Nährstand. 3. Die Finsterniß mich schrecket, im Tod ich schlafen lag; wenn mich dein Geist nicht wecket, ich nicht aufstehen mag; das macht die Nacht der Sünden, die den Verstand und Will' mit ihren Ketten binden, vom Guten halten will. 10. HErr, aller dich erbarme, die jetzt betrübet sind, Gefangne, Krank' und Arme, Wittwen, verwaiste Kind'. Was selig ist, bea schere dem Freund und auch dem Feind; den Feind zu dir bekehre, erhalt in Lieb den Freund. 4. Denn ob mein Auge schläfet, der Leib von Werten frei, mein Herz doch öfter äffet viel böse Phantasei; das macht des Teufels Samen, den er ausstreut geschwind, wenn wir ohn' deinen Namen einschlafen, sicher sind. 5. Den hast du abgetrieben, du Hüter Israel, daß ich bin sicher blieben, gesund an Leib und Seel; drum ich dir billig bringe mein Morgenopfer her. Mein Glaub Am Tage der Beichte. ist zwar geringe, HErr Christ 46. Mel. Aus meines Herzens. ihn mir vermehr. 11. Darauf in deinem Namen, Vater, Sohn, Heil'ger Geist, sprech ich von Herzen: Amen, der mir sein' Hülfe leist, mein Amt wohl zu vollenden, bis der Fei'rabend kommt, der alle Müh wird wenden in ewge Freud' und Wonn. Dav. v. Schweinig. Auf besondere Zeiten und Personen. 6. In alles Dunkle fiehet dein Auf, auf, an dieſem Morgen, mein Herz, schwing dich empor, Morgen- Gesänge besonderer Personen. 28 por, die Seele zu versorgen, tritt an das Licht hervor! Es ist nun Beit einmal, die Winkel zu verlassen, die Finsterniß zu hassen, die dir dein Leben stahl. 2. Dies ist der Tag der Reue. Bekenne deine Schuld, ruf', flehe, seufz' und schreie um GOttes Gnad' und Huld. Wie lang', ach! schläfst du doch? Wach' auf, und treib' von hinnen die Nacht aus deinen Sinnen, weil's heute heißet noch! 3. Ei, wie wär' dir's gelungen, wenn dich die Todesnacht in vor'ger Nacht verschlungen, und vor Gericht gebracht, da du für jedes Wort, der Werke will ich schweigen, hättest müssen Red' anzeigen, und Rechnung geben dort? 4. GOtt hat dich lassen leben, und trägt Geduld mit dir; er hat dir Frist gegeben, auf daß du möchtest hier, weil's Zeit noch ist, auf Buß' und wahre Beff'rung den= ten; den Tag will er noch schenten, brum fall' ihm nun zu Fuß. 5. Sprich: Ich bin ganz in Sünden empfangen und gebor'n, mein Rind'srecht will verschwin den, das Erbtheil ist verlor'n, den Tod hab ich verdient. Dies machen meine Thaten; du aber wirst mir rathen, weil mich dein Sohn verfühnt. 6. Er ist für mich gestorben, sein Blut erlaufet mich; durch ihn ist mir erworben, was nicht konnt' zahlen ich; nimm an sein Lösegeld, und mach' mich frei der Banden. Er hat es ausgestanden, was ich ertragen sollt. 7. Mit diesem starken Glauben tret' ich vor deinen Thron, du wirst mich nicht berauben der Hoffnung in dem Sohn, der dir gehorsam war bis zu dem Tod und Sterben; durch ihn will ich ererben das Himmelreich sogar. 8. Drauf will ich nun bekennen im Beichtstuhl meine Sünd', mich einen Sünder nennen und ein verdammtes Kind; laß deinen guten Geist mit Andacht mich ausschmücken, zerknirsch mein Herz in Stücken, daß es in Thränen fleußt. 9. Du hast mir ja versprochen, du wollst verachten nicht ein Herz in Reu zerbrochen, ein flehend Angesicht. HErr, Gnad' ist, was ich bitt, ach laß mich die erlangen; vergieb, was ich begangen, theil' mir Vergebung mit. 10. Drauf tret' in deinem Namen ich diesen Bußtag an; sprich auf mein Beichten Amen! daß ich mich trösten kann, du seiſt mein Vater noch, wenn ich als Kind dir flehe, und zu Gebote stehe; erhör', erhör' mich doch. Wenn man zur Communion gehet. 47. Mel. Wie schön leuchtet der. Die finstre Nacht jest wieder weicht, der Sonnen Licht dagegen leucht't, der frühe Tag sich zeiget. Die goldne Morgens röth' entspringt, der Sonnen Glanz hernieder dringt, und auf gen Himmel steiget. Ginget, flins get! Freudenlieder soll ein Je der, GOtt zu Ehren aus dem Munde lassen hören. 370 2. Woblan, mein Herz, erhebe dich, und dente, wie der Höchste sich bemüht, für dich zu machen. Er hat behütet diese Nacht vor Angst und vor des Teufels Macht, vor Noth und Tod mich Schwas chen; drum ich fröhlich Freudens lieder singe wieder, GOtt zu Eh ren, aus dem Munde lasse hören. 3. D JEsu, du mein Gnaden licht! brich an, wenn mich mein' Sünd' ansicht, und mein Ge wissen naget. Nimm weg die schwere Morgen- Gesänge besonderer Personen. 29 schwere Sündenlast, dieweil du faches Ungefäll mir wollte wider sie gebüßet hast, und dich für streben, höchster Tröster, laß mich gewaget. Aus Noth und den Glauben mir nicht rauhen, Tod hilf mir Armen mit Erbar hilf mir siegen, und die Kron' men, Gnadensonne, ach, erfülle der Ehren triegen. mich mit Wonne. M. Benj. Stöll. 4. Du allersüß'ster Seelengast, wirf meiner Sünden schwere Last zu tiefen Meeresgründen. Laß Für christliche Soldaten deine süße Himmelsfreud', dein' im Kriege. Liebe, Treu und Freundlichkeit mein schwaches Herz empfinden. 48. M. Ich dank dir, lieber HErre. In Noth und Tod hilf mir Ar- n dieser Morgenstunde eröffne men sonne, und erfülle mich mit von Herzensgrunde dem HErren Wonne. Preis jebund, weil er dich hat zu Felde, auf Reisen, überall, im Lager und Gezelte geschüßet vor Unfall. 2. Du hast den Schuß gespüret in der vergangnen Nacht, die Hand hat dich geführet, die dich auch hat gemacht; sie hat dich auch behütet, sie war dein Aufenthalt, daß Satan nicht gewüthet durch seine Mordgewalt. 6. Hilf mir den Tag und steh' 3. Der Teufel schlummert nimmir bei, Genad' und reichen Trost mer, er wachet allezeit, macht alle verleib', damit ich möge meiden Sachen schlimmer durch allen Angst, Noth, Gefahr, Feu'r-, Was- Haß und Neid; wenn es nach fersnoth, Seuch', Krankheit, bö- seinem Willen ergangen diese sen, schnellen Tod; stärk' mich, wenn ich soll leiden. Uebe Liebe mit Erbarmen an mir Armen, an mir Schwachen, du, du weißt es wohl zu machen. Nacht, wie hätt' er sollen brüllen, er hätt' uns umgebracht. 4. Daß aber nun sein Stürmen mich nicht hat aufgeweckt, macht, JEsu, dein Beschirmen; es werden bald erschreckt die Geister in der Höllen; wo deine Wache steht, tann uns kein Mörder fällen, wie heimlich er auch geht. 5. Drum sei dir Lob gesungen, du Schußherr deiner Schaar, es rühmen alle Zungen die Wendung der Gefahr. Kein Mensch hat aufgesessen zu Rosse wider mich, tein Schwert uns aufgefressen; HErr, darum lobt man dich. 6. Muß ich ja weiter reiten nach meiner Kriegespflicht, so bitt' ich um Begleiten, sei Führer, Weg und 5. Speif' heut mit deinem Leib und Blut mich, meiner armen Seel' zu gut, füll' mich mit Himmelsgaben; mir reiche deine Gnadenkraft, erquick' mich mit dein's Geistes Saft, und segne mein Vorhaben. Aus Noth und Tod hilf mir Armen mit Erbarmen, Gnadensonne, und erfülle mich mit Wonne. 7. Hilf, HErr, daß ich den ganz zen Tag mit Glück, ohn' alle Plag' und Klag' mein Amtsgeschäft verrichte; laß mich auf deinen We gen gehn, und was mir möcht' entgegen stehn, mach' allezeit zu nichte. Weide beide, Leib und Leben, Acht zu geben, deinen Willen in Gehorsam zu erfüllen. 8. Fällt dann mein leßtes Stündlein ein, so luß mich wohl bereitet sein, mein' Seel' dir aufzugeben. Wenn Sünd', Tod, Teufel und die Höll', und tausend 30 Morgen- Gesänge besonderer Personen. und Licht, bei harten Kriegeszü-| 5. Versorg' uns allzusammen mit gen. HErr, stärke meinen Muth! dem, was Noth uns ist! Vor Laß mich nach Wunsche siegen, grimm'gen Feuersflammenundvor nimm mich in deine Hut. des Satans List beschirm uns, die wir streben, HErr Christ, allein nach dir; laß fort in dir uns leben, das bitten innig wir. 6. Was wir daheim verlassen, halt auch in deinem Schuß, und segn' es gleichermaßen, daß alles uns zu Nuß und Wohlfahrt mag gedeihen; von allerlei Gefahr wollst du uns auch befreien jetund und immerdar. 7. Nach wohl verricht'ten Sachen bring', HErr, uns wieder hin nach Hause, weil wir Schwachen von Lebens Anbeginn uns nicht zu helfen wissen. Wo du von uns abkehrst, so wird man Segen missen, mit dem du uns beehrst. 7. Jch bitte, deine Güte, o groBer Wundergott, mich diesen Tag behüte, reiß' mich aus aller Noth, schüß' mich zu allen Zeiten, sei mein Trost für und für, laß mich deinen Engel leiten, o HErr! durch dein Panier. 8. So will ich nicht vergessen, daß ich beschüßet bin, dein Lob soll unterdessen zu Sternen steigen hin, das Opfer meiner Zungen soll dir zu Diensten stehn, dein Ruhm soll sein besungen, bis Sonn' und Mond vergehn. Joh. Georg Albin. Für Reisende. 49. M. Ich dank dir, lieber HErre. Du hast auf unsern Wegen, HErr, uns diese Nacht, als wir im Schlaf gelegen, behütet und bewacht. Jetzt sind wir aufgestanden von unserm Lager hier, dafür, wie wir vorhanden, jetzt herzlich danken dir. 2. Beschüß auf unsern Wegen uns, wie du zugesagt; laß sich kein Unglück regen, noch etwas, so uns plagt. Laß fröhlich uns gelangen an den Ort, dahin wir die Reif' hier angefangen, das bitten wir von dir. 3. Laß uns in Wassersnöthen, noch Unglück kommen nicht! Vor uns nen, Lebenslicht, wollst du uns auch bewahren; vor alles Unfalls Zahl, so uns kann widerfahren, behüt' uns allzumal. 4. Zieh mit auf unsern Wegen, wie Jacob du gethan, wenn er zu reisen pflegen; zeig' uns die rechte Bahn. Wenn an den Ort wir kommen, wohin gedenken wir, so bilf zu unserm Frommen, daß man auch Segen spür. 8. Wenn wir des Lebens Reiſe vollbracht und werden schwach, so führ' uns gleicher Weise zum himmlischen Gemach, daß wir dich dort erhoben, noch preisen können mehr; so dienen wir mit Loben dann ewig deiner Ehr'. 9. Laß deines Namens Ehre, o Vater, heilig sein, dein Reich in uns vermehre! Dein Will' ge scheh' allein; gieb Brod, vergieb die Sünde, versuch' uns nicht; aus Noth rett' aber uns geschwinde, und von dem ew'gen Tod. 50. Vel. Herzliebster JEsu, was. erzliebster JEsu, du hast uns nichts uns auf diesen Weg ersparet, was uns hat Noth gethan auf dieser Reise, an Trank un Speise. 2. Jest stehn wir auf von unsrer Lagerstätte, und danken dir, daß du uns früh und späte beschüßet hast, hier und an allen Enden, mit deinen Händen. 3. Wir loben dich, und deine große Güte, und bitten, HErr, mit Abendgesänge. 31 Unsern finden; lieb und erhalt, befrei uns aller Sünden; aus Noth bring uns zu dir im Him4. Laß uns gesund und frisch die mel oben, dich dort zu loben. mit dankbarem Gemüthe, begleit uns ferner, heut anheim zu fommen mit Nuß und Frommen. A II Abendgefänge. 51. Mel. Christe, der du bist Tag. ch bleib bei uns, HErr JEfu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser leßt'n betrübten Zeit, verleih uns, HErr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sacrament rein b'halten bis an unser End'. 3. Laß uns in Fried' und guter Ruh' das zeitlich Leben bringen zu, und dort hernach in Ewigkeit anschauen deine Herrlichkeit. 4. Amen, Amen, du treuer GOtt, verlaß uns nicht in Angst und Noth; so wollen wir im Namen dein von Herzen sprechen Amen fein. D. 3. Stegmann. 52. Mel. Chrift, der du bist der. A ♠ ch HErr, behüte meine Seel', der du uns bist Immanuel, uns schicke deiner Engel Wacht, daß sie uns schirme diese Nacht. 2. Es ist in unserm Angesicht des Auges Apfel so gericht't, daß ob ihm schwebet ausgestreckt der Fittig, welcher ihn bedeckt. 3. So halt in mir, HErr Ze baoth, der du bist aller Frommen GOtt, daß deiner Schirmung treuer Schuß walt ob uns zu des Satans Truß. 4. Ob mich die Nacht verfinstert hier, so schau ich hier, HErr GOtt, nach dir, du, du bist meiner Seelen Schein, ohn' dich kann ich nicht heilig sein. 5. Gieb, daß ich bleibe fort und fort, o HErr, bei deinem Gnas denwort, bis du mich aus der Nacht der Welt holst in der Engel Freudenzelt. 6. Nun schlaf ich wohl und ruhig ein, der blasse Tod ist uns gemein, wir ziehen nun die Kleider ab, die Bettstätt weiset uns das Grab. 6. P. Harsdorffer. 53. Mel. Herzlich thut mich verl. Auch dieses Tages Glänzen hat aufgehört zu sein, es weicht von unsern Grenzen die Sonn' sammt ihrem Schein, es funfeln schon von ferne in ihrer Bracht und Licht des Himmels helle Sterne, die Nacht kommt und anbricht. 2. Bedenke nun dein Leben, mein Herz, und singe drauf, daß man wird müssen geben, wenn alles seinen Lauf vollendet, und das Ende herbei naht, Rechenschaft; drum dich zu GOtt hinwende, eh' dich der Tod hinrafft. 3. Ich danke dir demüthig, o Vater, daß du dich erzeiget hast so gütig die Woche gegen mich, auch daß du deinen Segen gegönnt mir allezeit; dein Name sei deswegen gelobt in Ewigkeit. 4. Weil aber mein Verbrechen und meiner Sünden Gräu'l ich nicht wohl kann aussprechen, drum ich, o Vater! eil' zu Jeju, deiz nem Sohne, und rufe, schrei und fleh, um seinetwillen schone, daß ich, HErr, nicht vergeh. 5. Nimm mich in dein Beschirmen, wenn wider mich mit Macht der Satan wollte stürmen, und laß auch diese Nacht die heil'gen Himmelswächter behüten Leib und Seel'; por Feinden und Verächter ich mich dir, HErr, befehl. 6. Sei wider sie und alle mir eine Burg und Schuß, daß keiner 32 ner mich zu Falle bring'; HErr,| so biet' ich Truß der Welt und ihren Stricken, und weiß, wenn du bei mir, wird keiner mich berücken, dein Lieben steht dafür. Abendgesänge. 7. Hilf, daß die Seele bleibe ein Wohnhaus deiner Ehr', und dir sich einverleibe im Glauben immer mehr; auch laß mich an dem Morgen aufstehn in deinem Licht, und ruhen ohne Sorgen, bis daß der Tag anbricht. D. 3. Laffenius. 54. In bekannter Melodie. Christ, der du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag, du leuchtest uns vom Bater her, und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber HErr, behüt' uns heut in dieser Nacht vor'm bösen Feind, und laß uns in dir ruhen fein, daß wir vor'm Satan sicher sein. 3. Obschon die Augen schlafen ein, so laß das Herz doch wacker sein; halt über uns dein' rechte Hand, daß wir nicht fall'n in Sünd' und Schand'. 4. Wir bitten dich, HErr JEsu Christ, behüt' uns vor des Teufels List, der stets nach unsrer Seelen tracht't, daß er an uns hab' teine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein theures Blut. Das war des ew'gen Vaters Rath, als er uns dich geschentet hat. 6. Befiehl dein'm Engel, daß er tomm, und uns bewach', dein Eigenthum, gieb uns die lieben Wächter zu, daß wir vor'm Satan haben Ruh. 7. So schlafen wir im Namen dein, dieweil die Engel bei uns fein. Du heilige Dreifaltigkeit, wir loben dich in Ewigkeit. Mich. Weiß. 55. Nach voriger Melodie. Christe, der du bist Tag und verborgen nichts; du väterliches Lichtes Glanz, lehr uns den Weg der Wahrheit ganz. 2. Wir bitten dein' göttliche Macht, behüt' uns heut' in dieser Nacht, bewahr uns, HErr, vor allem Leid, GOtt, Vater der Barmherzigkeit. 3. Vertreib' den schweren Schlaf, HErr Christ, daß uns nichts schad' des Feindes List; das Fleisch in Züchten reine sei, so sind wir aller Sorgen frei. 4. Wenn unsre Augen schlafen ein, so laß das Herze wacker sein; beschirm uns GOttes rechte Hand, und lös' uns von der Sünden Band. 5. Beschirmer, HErr, der Chris stenheit, dein' Hülf' sei uns allzeit bereit; bilf uns, HErr Christ, aus aller Noth, durch dein' heilge fünf Wunden roih. 6. Gedent, o HErr, der schwe ren Zeit, darin der Leib gefangen leid't, der Seele, die du haft erlöst, der gieb, HErr JEsu, deinen Trost. 7. GOtt Vater sei Lob, Ehr' und Preis, dazu auch seinem Sohne weis', des Heil'gen Geistes Gütigteit, von nun an bis in Ewiateit. Mich. Weiß. 56. In eigener Melodie. Der er lieben Sonnen Licht und Pracht hat nun den Tag vollführet, die Welt hat sich zur Ruh gemacht, thu', Seel', was dir gebühret; tritt an die Himmelsthür und bring' ein Lied herfür. Laß deine Augen, Herz und Sinn auf JEsum sein ges richtet hin. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl, und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tausend Malen scheint Abendgesänge. 33 scheint heller in mein Herz die Herz bewegt, soll dies sein mein ewge Himmelsterz, mein JEsus, meiner Seelen Ruhm, mein Schaß, mein Schuß und Eigenthum. Verlangen, daß ich mit lautem Schall mög rufen überall: Ach JEsu, JEsu, du bist mein, und ich bin auch und bleibe dein. 9. Nun, matter Leib, gieb dich zur Ruh, und schlafe sanft und stille! Jhr müden Augen schließt euch zu, denn das ist GOttes Wille; schließt aber das mit ein: HErr JEsu! ich bin dein. ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun JEsu! JEsu! gute Nacht. Christian Scriver. So 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht bei Menschen und bei Thieren; doch Einer ist, der droben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüren, es schlummert, JÉsu, nicht dein Aug, auf mich gericht't; drum soll mein Herz auch was chend sein, daß JEsus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dies schlechte 57. M. Herzlich thut mich. Lied, das ich dir, Eju, singe: Der Tag hat sich geneiget, in meinem ist kein Fried', bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an! es ist doch herzlich gut gemeint, o JEsu, meiner Seelen Freund. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen, du wirst, mein Schußherr, auf mich sehn, zum Besten meiner Seelen; ich fürchte teine Noth, auch selbsten nicht den Tod: denn wer mit JEsu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 6. Jhr Höllengeister, packet euch, hier habt ihr nichts zu schaffen; bies Haus gehört in JEsu Reich, laßt es nur sicher schlafen; der Engel starke Wacht hält es in guter Acht, ihr Heer und Lager ist sein Schuß, drum sei auch allen Teufeln Truß! 7. So will ich denn nun schlafen ein, JEsu, in deinen Armen! Mein Bette soll dein' Aufsicht sein, mein Lager dein Erbarmen, mein Kissen deine Brust, mein Traum die süße Lust, die aus dem Wort des Lebens fleußt und dein'n Geist in mein Herze geußt. 8. So oft bei Nacht mein' Ader ſchlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Gott sei gebenedeiet, der uns beschüßet hat durch seine milde Güte, erhalten Leib und Seel'. GOtt uns fortan behüte vez allem Ungefäll. 2. Nichts ist auf dieser Erden, das da beständig bleibt, allein die Güt' des HErren währt bis in Ewigkeit, darauf steht all mein Hoffen, GOtt läßt die Seinen nicht, bei ihm hab' ich antroffen mein Heil und Zuversicht. 3. Ihm hab' ich mich ergeben in dieser argen Welt. Was ist der Menschen Leben? Ein' Blume auf dem Feld, des Morgens in dem Thauen sie sich schön färben kann, bald, wenn sie abgehauen, welkt sie von Stunde an. 4. Vergieb mir, lieber HErre, mein' Sünd und Missethat, ich hab' gesündigt sehre und bitte dich um Gnad: wenn du mir wollst zuschreiben all' meine Sünd' und Schuld, wo wollt ich vor dir bleiben? den Tod hätt' ich verschuld't. 5. Ach HErre, sei mir gnädig, das bitt ich allermeist, mach mich von Sünden ledig, gieb mir den Heil'gen Geist, der mich weise und lehre, der mich leite und führ, auf daß ich nimmermehre dein' Gnad' und Huld verlier. C 5. Mein 34 Abendgesänge. 6. Mein Leib und auch mein'| 8. Ach HErr, ich bin ja nimmer Seele, was du mir hast gegeb'n, o HErr, ich dir befehle in meinem ganzen Leb'n; erzeig uns, HErr, aus Gnaden deine BarmHerzigkeit, behüte uns vor Schaden nun und in Ewigkeit. werth des Guten, so du mir beschert und was du sonst in dieser Bahn des Lebens an mir haft gethan. 9. Gieb mir in dieser Nacht doch Ruh und decke mich mit Gnaden zu, dein Engel bleibe stets bei mir, auf daß mich gar kein Unfall rühr. 7. Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank in dieser Abendstunde, dazu mein Lebenlang, o GOtt, für deine Güte zu Ehren deinem Nam'n. Fortan uns auch behüte vor allem Ülebel! Am'n. 10. Es müssen Diebe, Wasser, Feu'r, Gespenste, Schreden, Ungebeu'r sammt mancher Trübsal, Angst und Bein sehr fern, 0 Vater! von mir sein. 11. HErr, schüße mich in aller Noth, laß einen bösen, schnellen Tod auch diese Nacht mich tref= fen nicht, laß schauen mich des Tages Licht. 12. Verleih, HErr, wenn die finstre Nacht verstrichen ist und ich erwacht, daß ich zu früher Morgenzeit, o großer GOtt, dein Lob ausbreit. 13. Hierauf nun geh ich hin zur Ruh und schließe Mund und Augen zu; mein Vater, laß dein Kind allein in deinen Schuß befohlen sein. Joh. Rift. 59. M. Besteht du deine Wege. Der Tag ist nun vergangen, bie alles trägt Verlangen, der Arbeit los zu sein; der Leib wird müd und träge; du aber, o mein Sinn, erwach jetzt und erwäge, wie fleucht dein Leben hin. 2. Du hast nun manche Plage, die dich zu ängsten pflegt, mit dem verwichnen Tage zugleich auch hingelegt; und woher kannſt du wissen, ob nicht noch diese Nacht dein Geist wird hingerissen und an sein Ziel gebracht? 3. Wie Mancher geht zu Bette, wird Morgens todt geschaut! Wohl ihm, wenn er nur hätte sich GOttes Schuß vertraut. Ach, aber, ach! wie ofte wird einer hin58. M. Christe, der du bist Tag. Der Tag ist hin, der Sonnenglanz hat nunmehr sich verloren ganz, jest bricht die finstre Nacht herfür und öffnet uns die Sternenthür. 2. Auf, meine Seel und hab jetzt Acht, was du den ganzen Tag gemacht; dein Schöpfer will, du ſollst ihm nun von deinem Wandel Rechnung thun. 3. Ich tomm, o Vater! jest heran, wiewohl ich mich nichts rühmen tann, gefündigt hab' ich diesen Tag, so, daß ich kaum erscheinen mag. 4. O großer GOtt, die Dunkelheit versezet mich in Traurigkeit; denn welch' auf gehn, die müssen stets im Dunfeln stehn. 5. Wo soll ich hin? Die finstre Nacht hat mich zu schüßen keine Macht; das Unrecht läßt sich bergen nicht vor dir, o GOtt! du großes Licht. 6. Nimm wieder mich zu Gnaden an, dieweil ich nicht entfliehen kann; durch JEsum such ich Fried' und Ruh, es decke mich sein' Unschuld zu. 7. Durch JEsum Christum lob ich dich, daß du mich hast so gnädiglich beschüßet diesen ganzen Tag vor mancher wohlver bienten Plag. Abendgesänge. 35 meine Sachen, nachdem es dir behagt, daß ich nach diesem Leide von dir einst hören möcht: Geh ein zu meiner Freude, geb ein, du treuer Knecht! Johann Franc. 60. In eigener Melodie. und bitt auch Gott daneben um Die Nacht ist vor der Thür einen Geist. hingefällt, der auf gut Leben hoffte und liebte bloß die Welt. 4. O drum erwach, erwache, erwache du mein Sinn; eh als des HErren Rache dich plößlich raffet hin. Ach! beffre ia dein Leben, weil es noch heute heißt, 5. Sprich: Dir dant ich von den, mein JEsu! tritt herfür Herzen, daß du mich abermal und laß es lichte werden, bei durch so viel Angst und Schmerzen, durch Sorgen, Noth und Qual bast sicher heißen gehen; ja, daß du täglich mir pflegst treulich beizustehen, o HErr, das dank ich dir. dir, o JEsu mein, ist lauter Sonnenschein. 2. Ich habe diesen Tag viel Eitelkeit getrieben, du hast den Ueberschlag gemacht und aufge schrieben, ich selber halte mir die schwere Rechnung für. 6. Ob Teufel, Welt und Hölle sich über mich entrüst't, indem ich das bestelle, was meines Amtes ist; so hast du doch hingegen mein Werk zu End' gebracht und mich auf meinen Wegen ganz väterlich bewacht. 3. Sollt etwa meine Schuld wo angeschrieben stehen, da stebet GOttes Huld, die kann mir nicht entgehen; sein rosinfarbnes Blut macht alle Rechnung gut. 7. Nimm, HErr, für tausend Gnaden, nimm hin, an Opfers statt, ein Herz mit Schuld beladen, ein Herz von Seufzen matt, ein Herz mit Angst und Beben, mit Reu und Leid gekränkt, ein Herz, das sich darneben in Christi Wunden senkt. 4. Sollt etwa meine Schuld wo angeschrieben bleiben, so bitt ich, du wollst sie mit deinem Blute schreiben; denn diese Schrift allein schreibt keine Schulden ein. 5. Wohlan, ich lege mich in deinem Namen nieder und morgen ruf ich dich zu meiner Arbeit wieder; denn du bist Tag und Nacht auf meinen Nuß bedacht. 6. Nichts wünsch ich selbst von mir, nichts von der Welt zu träumen, drum bitt ich, du wollst sie aus meiner Seele räumen und heißen meinen Geiſt nur träumen, wer du seist. 9. Drum laß die Himmels- 7. Ich schlafe, wache du, ich schaaren auch heute diese Nacht schlaf in deinem Namen, sprich mich träftiglich bewahren vor du zu meiner Ruh ein kräftig aller Feinde Macht: Stell, HErr, Ja und Amen. Und hiermit stell die sechzig Starken rings um ich dich zum Wächter über mich. mein Bett heran, damit des Sa- 61. In bekannter Melodie. tans Schnarchen mich nicht er- Die Sonn' hat ſich mit ihrem gewendet und 8. Nimm hin die schlechte Gabe, mein JEsu, nimm sie hin, weil ich sonst nichts mehr habe und felbst mein selbst nicht bin: Denn, HErr, mein ganz Gemüthe, Herz, Seel und mein Gebein rührt her von deiner Güte und ist vorhin schon dein. 10. Laß mich gefund erwachen, soll, auf diesen Tag vollendet, indem es wieder tagt und richte die dunkle Nacht dringt allenthalben € 2 36 Abendgesänge. balben zu, bringt Menschen, Vieh| 4. Laß nur die große Sündens und alle Welt zur Ruh. last, die ich gehäufet hab, mich bei mir machen nicht verhaßt, noch sondern von dir ab. 2. Ich preise dich, du HErr der Nächt' und Tage, daß du mich heut vor aller Noth und Plage durch deine Hand und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 5. Sez du ums Bettlein meis ner Ruh ein' Schildwacht unvers sagt; dein' heil'ge Wächter gieb mir zu, so bleib ich unverjagt. 6. Ich schlafe ein, mein HErr, der wacht, dem sag ich Dank zuletzt, daß er hat alles wohl ges macht, gelegt und wohl geſetzt. 3. Vergieb, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, das finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei mir erloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 7. Laß mit dein'm Lob mich schlafen ein und wieder wachen auf, daß ich mög stetig bei dir sein, HErr! ich verlaß mich drauf. J. M. Dillherr. 5. Bergönne, daß der lieben Engel Schaaren mich vor der Macht der Finsterniß bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 63. M. Christ, der du bist der. GOtt Lob! der Tag iſt nun das hin, drum ich, mein GOtt, dir dankbar bin, daß ich den Abend hab erlebt und deine Gnad ob mir noch schwebt. 2. Ach, HErr, sei gnädig, bab Geduld, vergieb mir alle Sünd' und Schuld! dein heil'ger Engel mich bewahr vor aller Angst, Noth und Gefahr. 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, 3. Laß mich auch mit der Morgenstund aufwachen fröhlich und gesund, daß ich hier deine Ehr ausbreit und dich dort lob in Ewigkeit. 64. M. An Wafferflüffen Babyl. Err du GOtt da du uns haft den großen Tag Her Ruh, du Schußherr meis bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. 62. M. Lobt GOtt, ihr Christen. s ist die helle Sonn dahin, das Licht verschwunden ist: doch glänzt meinem Herzen ein Rubin, der heißet JEsus Christ. ner Glieder, schickst uns der Sors gen Anstand zu, indem die Na t kömmt wieder; du bist der H ter Israel, ein Hirt der bußt es trübten Seel. In deiner Kirchen Hürden sind wir gesichert Tag und Nacht, daß wir der Höllen wölfe Macht nicht mehr zur Beute würden. 2. O Diamant! o du Saphir! O du ophirisch Gold! o edle Perl, o höchste Zier! o alles, was ich wollt! 6. HErr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabes stecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 3. Wie könnt es doch mir finster sein, wo du noch giebest Licht? Bei dir ist alles hell und rein, bei dir fein Tag gebricht. 2. Sind wir, o GOtt, a f deiner Weid' des Tages irr gegans gen, so ist uns solches herzlich leid und tragen nun erlan gen, zu laufen nach der rechten Heerd, Abendgesänge. Heerd, der keine Plage wider fährt, die hier wohl wird bewachet. Getreuer GOtt! schau doch nicht an das Uebel, so wir heut gethan und uns betrübet machet. 3. Verzeih uns, Herr, durch deine Gnad und deine große Güte, die uns bisher beschirmet hat vor unsrer Feinde Wüthen. Laß uns ohn alle Plag und Klag erwachen mit dem hellen Tag ohn Sorgen, Trau'r und Weinen. HErr, der du nimmer schläfest nicht, laß über uns dein Angesicht mit Gnadenglanze scheinen. 4. Wenn aber diese finstre Nacht die letzte sollte werden, und daß des Todes schnelle Macht uns raffte von der Erden: so laß uns selig schlafen ein, daß wir auch bei den Schäfelein zur Rechten mögen stehen, und nicht mit iener Böcke Schaar verstoßen werden immerdar und in die Hölle gehen. 5. Indem wir aber noch zur Zeit das Elend müssen bauen, so laß uns stets die Ewigkeit vor unsern Augen schauen, daß wir dir, höchster GOtt, allein in wahrer Furcht ergeben sein und unsern Nächsten lieben, und unsers Namens Chr und Ruhm erlangen in dem Christenthum, wie GOtt uns vorgeschrieben. G. P. Harsdörffer. 65. M. Erhalt uns, HErr, bei. Oder: Christ, der du bist der. Hinunter ist der Sonnenschein, herein, leucht uns, HErr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern wandeln nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schad, Gefahr und mancher Blag durch deinen Engel haft behüt't aus Gnad und väterlicher Güt. 37 3. Womit wir hab'n erzürnet dich, dasselb' verzeih uns gnädig lich und rechn' es unsrer Seel nicht zu, laß schlafen uns in Fried und Ruh. 4. Durch dein' Engel die Wach bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Geſpenst und Feuersnoth behüt uns heut, o treuer GOtt. Nic. Heermann. 66. M. Werde munter, mein. Himimm mein Opfer, Vater, immel, meine Lieder, auf! jeho werden meine Glieder, nach vollbrachtem Todeslauf, zu verlangtem Schlaf und Rub, eilen ihrem Lager zu und der finstern Nacht Erschrecken wird mein Leib und Seele decken. 2. Ich erhebe deine Güte, die ich stets so reichlich spür, mit dem Herzen und Gemüthe, die auch heute du an mir hast erwiesen und den Tag ohne Schaden, ohne Klag mich mit manchem Sorgabwenden so beglücket lassen enden. 3. Ja, mein Vater! durch dein Lieben, durch der Engel Schuß und Wacht bin ich unbeschädigt blieben und es hat der Feinde Macht mir nicht können schädlich sein, auch kein Leiden, keine Pein mich betreten; denn dein Schirmen war genug vor ihren Stürmen. 4. Aber ach! ich muß dir tlagen meines Lebens Uebelthat, daß ich mich nicht so betragen, wie dein Schuß verdienet hat, daß ich leider mehr als viel auf der manche Himmelsgabe schändlich angewendet habe. 5. Es gereuet mich von Herzen und ich komme nun zu dir mit Betrübniß und mit Schmerzen, wende dich, HErr, nicht von mir. Ach GÖtt! höre meine Stimm, straf mich nicht im € 3 Born 38 Abendgefänge. Born und Grimm, ach! vergieb| 4. Jh flag an mein' Unachtdoch deinem Kinde alle Fehler, samkeit vor dir, o GOtt, mit alle Sünde. Reu und Leid, wie du auch selber hast gesehn, was oft aus Schwachs heit ist geschehn. Den innern Menschen hab ich nicht mit Fleiß verwahrt nach meiner Pflicht. 6. Laß mich diese Nacht auch schmecken deiner Liebe Süßigkeit. Laß mich Unfall nicht aufwecken, schüße mich zu aller Zeit; halte Leib und Seel in Acht durch der Engel starke Wacht, laß dein gütiges Erbarmen stets verbleiben bei mir Armen. 7. Also werd' ich wohl bewahret in dir, mein GOtt, schlafen ein, und, vor allem Leid gesparet, unbeschädigt können sein. Höre mich und alle die, die dich suchen spät und früh und laß deine Güte kommen über mich und alle Frommen. 8. Alles sei dir, GOtt, befohlen, was ich habe, Leib und Geist, bis du mich, HErr, hin wirst holen, da des Himmels Heer dich preist; so erhalte bis dahin meine Seel und meinen Sinn, daß ich dir zu Ehren lebe und mich dir ganz eigen gebe. D. J. Lassenius. 67. M. Vater unser im Himmelr. ch danke dir, liebreicher GOtt, daß du mich heut vor Schand und Spott und schweren Fällen haft behüt't, es kommt von deiner Gnad und Güt; mein ganz Verderben ruht in mir, mein Heil, das rührt allein von dir. 2. Wenn du nicht hättest mir gereicht dein'n Gnadenfinger, wär ich leicht gefallen auch so tief in Sünd als sonst ein ander menschenkind; ohn deine Hülf und Gnadenhand fällt auch der Frömmst in Sünd und Schand. 3. Doch bin ich nicht ganz engelrein, ich find, Herr JEsus, stets das Mein; den alten Adam spür ich oft, der mich zum Bösen reizt und ruft; hätt ich die Gnade recht gebraucht, er wär in mir todt und verhaucht. 5. Den Sinnen hab ich oft zu weit den Zaum gegönnt zur Eitelteit. Ich habe viel gered't, gedacht, gehört, gesehen und vollbracht, was mir nicht wohl ges standen an und ich jetzt gar nicht wissen kann. 6. Aus Gnaden alles mir vergieb, verbrenn's im Feuer deiner Lieb, du bist voll Heiligkeit und Gnad, was mir noch fehlt, für mich erstatt. Dein Blut mich wasche, daß ich werd so rein, als mich dein Herz begehrt. 7. Jch dant auch, liebster JEsu dir für alle Gaben, die du mir erzeiget haft von Kindheit auf bis zu der Stund in großem Hauf; so viel Guts hast du mir gethan, daß ichs nicht all erzählen kann. 8. Jch bitte, halt auch gnädiglich dein' Augen offen über mich, daß mich der Feind mit List und Macht nicht überfall in dieser Nacht. Behüt vor Unglück Seel und Leib, Noth und Gefahr fern von mir treib. 9. Gieb, daß ich nach gepflog: ner Ruh erwach, aufsteh und freudig thu, was du hast anbefohlen mir und einen guten Wan> del führ; mit deinem Geiste ſteh mir bei, daß nichts Verdamm= lichs an mir sei. 10. Vor einem bösen schnellen Tod, o du liebreicher, frommer GOtt, mich heut und allezeit bes wahr, laß bei mir sein der Engel Schaar, daß nicht das ungeheure Thier, der Satan, finde Macht an mir. Johann Heermann. 68. Mel. Abendgesänge. 39 68. M. Christe, Morgensterne, den, empfinde neue Kraft und n dieser Abendstunde erheb schmeckt in meinem Leiden des aus Herzensgrunde GOtt mit dem Seraphim; o HErr, mein Leid vernimm! und Friede schafft. 12. Also werd ich in Wonne dort lieblich schauen an dich, JEsu, meine Sonne, denn du für Jedermann, für mich auch g'nug gethan. 13. Darum, ob ich gleich sterbe im letzten Stündelein, dennoch ich nicht verderbe, zur Ruhe geh ich ein, befreiet aller Pein. 14. Eh ich von hinnen fahre, bitt ich, o frommer GOtt, mich väterlich bewahre vor bösem, schnellem Tod. Hilf mir in aller Noth. 15. So bet ich alle Stunden in meinem Lobgedicht und schlaf in Christi Wunden, alsdann mir nichts gebricht, o Herzenszuvers sicht! 16. 3u singen Lob und Ehre dir, HErr, bin ich bereit, den schwa= J. A. 6. Ich gebe dir die Ehre, ochen Glauben mehre, daß ich nach werther HErr und GOtt! Hilf, dieser Zeit mit dir eingeh zur daß ich sie vermehre in Freud Freud'. und aller Noth und endlich in 69, M. JEsu, deine tiefen Wund. dem Tod. Komm, o Sonne meiner Seele, du, mein JEsu, komm zu mir und beglänze nun die Höhle, di mein Herz gewidmet dir, tomm und gieb uns deinen Strahl, daß wir jezund allzumal deine Wunder mögen weisen und mit reinem Herzen preisen. 2. Du hast ganz abgewendet Noth und Gefährlichkeit und dich zu mir gewendet in dieser bösen Zeit, die voller Angst und Leid! 3. Die Sünden mir vergeben, die Strafen abgelenkt und deinen reichen Segen mir völlig eingeschenkt, geſpeiset und getränkt. 4. Mich und mein' Hausgenossen sammt meinem Hab und Gut, hast du ganz unverdrossen genommen in dein' Hut, o reiche Liebesfluth! 5. Die Arbeit meiner Hände hast du befördert heut, daß sie gebracht zu Ende mit großer Nußbarkeit, drum ich dein Lob ausbreit. 7. Ich rühme deine Gaben und bitte ferner dich, wollst Leib und Seele laben; des Satans Macht zerbrich, so schlaf ich sicherlich. 8. Dein starker Arm mich decke, wenn ich entschlafen bin, daß mich kein Unfalt schrecke noch etwas meinen Sinn zum Bösen neige hin. 9. Hilf, daß ich wohl erwäge, was doch der Schlaf andeut; wenn ich mich niederlege, ist mir mein Bett allzeit des Grabes Aehnlichkeit. 10. Da sterb ich gleichsam abe, da hör und seh ich nicht, da ruh ich, wie im Grabe, weiß nicht, was dann geschicht, bis daß der Tag anbricht. 11. Bald steh ich auf mit Freu2. Schau, wie funkeln doch die Sterne, schimmern dorten von Saphir und beweisen schon von ferne dir, o Seele, deine Zier, wenn nach diesem Thränenthal dort im blauen Himmelssaal du, mit Fried' und Freud umfangen, wirst in deinem JEsu prangen. 3. Darum dank ich nun von Herzen dir, o mein getreuer GOtt, daß du mich vor An# und Schmerzen, vor Gefahr uns € 4 jähem 40 Abendgesänge. jähem Tod durch der starken En-| könnte mich vielleicht der Tod gel Schuß, wider aller Feinde noch heut umgeben. Truß, die da wider mich gewüthet, hast so gnädiglich behütet. 4. Groß sind deine Himmels gaben, groß ist deine Gnad und Güt, die bisher gelabet haben mein Gemüthe und Geblüt. Groß ist deines Geistes Kraft und der füße Segensfaft, welcher also untermischet und so herrlich an gefrischet. 2. Drum sag ich dir, o GOtt, von Herzen Lob und Dank, ich will auch solches thun hinfort mein Lebenlang, weil du mich diesen Tag haft wollen so bewahren, daß mir kein Ungelück hat tönnen widerfahren. 3. Du hast des Teufels List von mir ganz abgekehrt, der als ein grimmger Löw zu fressen mich begehrt. Beschüß auch diese Nacht mich, HErr, durch deine Waffen, wenn, als ein Todtenbild, der Leib wird liegen schlafen. 4. Regiere mein Gemüth und richt es ganz zu dir, daß keine böse Lust durch Träume mich berühr; auch deine Engel mir an meine Seite sebe, daß mich der Satan nicht mit seiner List verlege. 5. Also, wenn Morgens ich das Tageslicht erblick, ich mich gar willig dann zu deinem Lobe schick. Ihr Sorgen, weichet hin, du aber, HErr, verleihe den Gliedern ihre Ruh, daß mir der Schlaf gedeihe. un 6. Und so ja diese Nacht mein Ende käm herbei, so hilf, daß ich in dir, o JEfu, wacker sei, auf daß ich seliglich und sanft von hinnen scheide, dann führe meine Seel hinauf zur Himmelsfreude. 71. M. Wie schön leucht't der. geht das Sonnenlicht hin, die Nacht, der Arbeit Trösterin, kommt wieder angetrabet: ach, geh, mein Herz, und suche dir ein besser Licht, das für und für mit Glanz und Trost mich labet. JEsu, laß du durch die Sünden nicht verbinden meine Seele mit der finstern Höllenhöhle. 2. Du bists, o HErr, der diesen Tag mich aus Gefähr und aller Plag so väterlich gerissen; du bifts. 5. Wasche mich von meinen Sünden, gieb mir einen neuen Geist, daß ich möge überwinden, wenn der Lebensfaden reißt. Al les, alles mir vergieb und verbrenn in deiner Lieb, welches meine Seele quälet, oder sonsten mir noch fehlet. 6. Deffne deiner Güte Fenster, schleuß mich in dein Herze ein, daß die schwarzen Nachtgespenfter weit von mir entfernet sein. Ach behalt in deiner Hut Leib und Seele, Hab und Gut, daß ich nicht mit bösen Träumen möge meine Ruh versäumen. 7. Geht nur hin, ihr matten Glieder, eilet euerm Schlafe zu, holet eure Kräfte wieder durch die süße Abendruh. Meine Seele, du allein mußt anjego wachsam sein, dich von dieser Welt entbrechen und mit deinem GOtt besprechen. 8. Nun so will ich selig schlafen, ach, mich durch die goldnen Engelswaffen und behüte gnädiglich mich vor aller Angst und Noth; ja, wenn endlich kommt der Tod, o so nimm am letzten Ende meine Seel in deine Hände. I. A. 70. In bekannter Melodie. Mei Meine Augen schließ ich jetzt in GOttes Namen zu, die weil der müde Leib begehret seine Ruh; weiß aber nicht, ob ich den Morgen werd erleben, es Abendgesänge. hists, der auch so wunderlich sein Heil hat lassen schmecken mich, und mein Kreuz mir versüßet. Der mich fröhlich läffet leben, hat gegeben, was mir nöthig, ist auch noch zu mehr erbötig. 3. Dir dank' ich, liebster Vater, heut, daß du hast lassen allezeit dein'n Schuß mir widerfahren; vergieb mir ferner meine Schuld, mit meiner Schwachheit hab' Geduld, wollst Leib und Seel' bewahren. Tritte, Schritte, all' mein Dichten wollst du richten, deinen Willen mit Gehorsam zu erfüllen. 4. Laß deiner Seraphinen Wacht behüten mich heut diese Nacht vor Schrecken, Angst und Plage. Und wenn du mich willst nehmen hin, so hilf, daß ich bereitet bin zu jenem großen Tage; laß mich fröhlich auferstehen und hingehen zu den Frommen, die in dein Reich sollen kommen. 72. Mel. Was mein GOtt will. Nun un hat auch dieser Sonnenschein und dieser Tag sein bei mir sein, daß sich mein Kummer wende? Es fällt mir bei, daß Christus sei ein Vater aller Frommen; so wird er dann, der treue Mann, zum Schuß auch zu mir tommen. 2. Ach, JEsu! meines Lebens Licht, mein Heiland, meine Kronel verlaß doch nun dein Schäflein nicht, mit Gnaden bei mir wohne, bleibst du mein Schuß, so biet ich Truß den schwarzen Finsternissen; durch deine Kraft, die alles schafft, wird Unfall weichen müssen. 41 und allezeit mich, HErr, Verge: bung finden. 3. Vergieb mir, was heut wider dich ich armes Kind begangen, und laß, o süßer JEsu, mich zu deiner Gnad' gelangen; gedenke nicht, o du mein Licht, der Größe meiner Sünden, laß aber heut 4. Zu deinem Schuß ich stets befehl' mein'nLeib, mein Gut, mein Leben, beherrsche ferner meine Seel', Gehorsam dir zu geben; nimm meinen Sinn und alles hin, und mich so weislich führe, daß, wenn ich sterb', das Freudenerb' des Himmels nicht verliere. 5. Laß diese Nacht mich haben Ruh' durch deiner Liebe Schirmen, sprich meiner Seelen tröstlich zu, so werd' ich vor den Stürmen der Noth und Bein gesichert sein, da mir sonst müßte grauen, auch werd' ich so gesund und froh den Morgen wieder schauen. 6. Mein Leib schläft dann gerubig ein, die Seel' laß aber wachen. Mein Heiland! mein Hort! du allein wirst alles so machen, so lang ich werd' auf dieser Erd' noch etwa müssen wallen, daß all' mein Werk durch deine Stärk' dir möge wohlgefallen. D. J. Lassenius. 73. Mel. Herzlich thut mich verl. Nacht bricht schier herein. O JEsu! mein Berlangen, tritt bei mir wieder ein; sei du mein Licht und Leben. Du weißt ja, daß ich dir mein Leib' und Seel' ergeben, sei doch ein Schuß von mir. 2. Die dunkle Nacht mich schrekfet und ihre Finsterniß; doch, so dein Glanz mich decket( deß ich bin ganz gewiß), bleib ich vor allem Schaden an Leib und Seel' bewahrt, und darf mich wohl entladen der Sorgen mancher Art. 3. Dein Herz ist voll Erbarmen, voll Gnad' und Gütigkeit für alle Schwachen, Armen; ja HErr, du bist bereit, viel Gutes zu erweisen den Schafen deiner Heerd', darum sie dich auch preisen im Himmel und auf Erd'. C5 4. Hör 42 Abendgesänge. 4. Hör' auch jetzt meine Lieder,| Ende die Arbeit kommen sei; und was ich bitte, thu', daß ich, Herz, freu' dich, du sollst werden mein Leib und Glieder empfinden vom Elend dieser Erden und von fichre Ruh'. O GOtt! mich schüß' der Sünden Arbeit frei. und decke, den Geist auch zu dir tehr', und morgen mich erwecke zu deines Namens Ehr'. 5. Um deines Sohnes wegen gieb mir die Engelwacht, sich um mich her zu legen in dieser dunteln Nacht. In deine Händ' empfehle ich mich und all' das Mein'; mein Leib und meine Seele soll dir gewidmet sein. 6. Behüte mich vor Sünden, vor Seel- und Leibesnoth, und laß mich Trost empfinden auch der maleinst im Tod. Vergieb, HErr, was geschehen, lösch' meine Handschrift aus, und laß mich künftig sehen dich selbst im Himmelshaus. D. 3. Lassenius. 6. Nun geht ihr matten Glieder, geht hin, und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'. 7. Mein' Augen stehn verdroslen, im Nu sind sie geschlossen; wo bleibt denn Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, fei gut für allen Schaden, du Aug' und Wächter Israel. 8. Breit aus die Flügel beide, o JEsu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein; will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll unverlebet ſein. 74. Mel. O Welt, ich muß dich. Nun Pun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt' und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf! auf! ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr, GOtt laß euch selig schlafen, stell euch die goldnen Waffen um's Bett, und seiner Engel Schaar. P. Gerhard. 75. In bekannter Melodie. 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Nun sich der Tag geendet hat, und keine Sonn' mehr scheint, schläft alles, was sich abgematt't, und was zuvor geweint. Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages Feind; fahr' hin, ein andre Sonne, mein JEsus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. 2. Nur du, mein GOtt, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht, die Finsterniß ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Der Tag ist nun vergangen, die goldnen Sterne prangen am blauen Himmelsfaal; also werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein GOtt aus diesem Jammerthal. 3. Gedenke, HErr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht, und schenke mir genädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Wend' ab des Satans Wütherei durch deiner Engel Schaar, so bin ich aller Sorgen frei, so bin ich ohn' Gefahr. 5. Ich fühl zwar wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir tlagt an; ach, aber deines Sohnes Hulb hat g'nug für mich 6. Den 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit, die ieh' ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Chr' und Herrlichkeit. 5. Das paupt, die Füß' und Hände sind froh, daß nun zum gethan. Abendgefänge. 43 6. Den seß ich dir zum Bürgen| ich von der Erden ab, in mein ein, wenn ich muß vor Gericht, gewünschtes tühles Grab, zum ich kann ja nicht verloren sein Himmel werde gehen. in solcher Zuversicht. 4. So nimm mich auf, und laß mich nicht, weil ich dir fest vertraue, bis mir der Tod die Augen bricht, und ich dich künftig schaue. Ach, laß mein Herz dein'n Tempel sein, seg' dich mit deinem Geist darein, daß ich dir treu verbleibe, daß Satan und die böse Welt, und was ihr sonsten zugesellt, von dir mich nimmer treibe. 5. Bewahre meinen Leib und Geist, mein Haus, mein Hof un Güter, und alles, was dich Vater heißt, du frommer Menschenhüter, so, daß nicht Wasser, Feu'r und Noth, auch nicht ein böser, schneller Tod mich etwa übereile. Es kommt die Nacht: so komm auch du, o Bater, und gieb Schlaf und Ruh, und bei uns stets vers weile. D. 3. Laffenius. 77. M. Allein GOtt in der Höh. heilige Dreieinigkeit, du gros Ber GOtt der Ehren, dir sei Lob, Dank und Preis allzeit! Durch dein allmächtig's Wehren, durch deinen Schuß und Vatertreu ist dieser Tag nun auch vorbei, doch ohn' mich zu versehren. 2. GOtt Lob, ich hab in sich'rer Ruh' den lieben Tag vollendet, du hast mir, frommer GOtt, dazu mein täglich Brod gesendet, und von mir heut ganz und gar Leid, Elend, Jammer, Noth, Gefahr in Gnaden abgewendet. 3. Wie soll doch meine Zunge dir, dein Lob, HErr, zu vermehren, jest bringen Preis und Ruhm herfür? Wenn alle Himmel wären nur lauter Lob und Lobgesang, so könnt' ich doch mein Lebenlang dich nicht genugsam ehren. 4. Drum opfre ich mich selber auf, dir geb' ich mich mit allem, mit innerlicher Seufzer Laut, mit 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jest in meinem Sinn GOtt einen Tempel auf. 8. Drauf thu ich meine Augen zu, und schlafe fröhlich ein; mein GOtt wacht jetzt in meiner Rub', wer wollte traurig sein? 9. Und also leb' und sterb' ich dir, du starter Zebaoth, im Tod und Leben hilf du mir aus aller Angst und Noth. 10. Sollt' diese Nacht die letzte sein in diesem Jammerthal, so führ' mich, HErr, zum Himmel ein, zur Auserwählten Zahl! Heinsius. 76. M. An Wasserflüssen Babyl. großer Gott, ich komme hier, dir Lob und Dank zu geben, daß du so gnädig für und für bewahrst mein Leib und Leben. Es ist, HErr, deine Wunderthat, die mich hast von mir Elenden auch diesen abgewich'nen Tag viel Unfall Schad' und manche Plag' so gnädig wollen wenden. 2. So thust du Bater allezeit: Laß ferner mich auch finden in meinem großen Herzeleid Erbarmen für die Sünden, die ich den Tag und sonst gethan, ach! nimm mich, GOtt, nun wieder an, und gütig sie zudecke. Auch wenn die Nacht wird sein mrbei, so mach' mich, HErr, des Schlafes frei, und freudig auf erwecke. 3. Es ist sonst Niemand in der Welt, noch droben, den ich suche, als du, mein GOtt und starter Held; du weißt, daß ich verfluche die Eitelkeit der ganzen Erd', und wünsche, daß ich tüchtig werd', in deinem Dienst zu stehen, bis das 44 Abendgesänge. mit großem Herzenswallen; ver- 2. Ach, bedent', eh' du gehst schmähe doch dies Opfer nicht, laß schlafen, du, o meines Leibes Gast, bir's, dieweil es ist gericht't auf ob du den, der dich erschaffen, deinen Sohn, gefallen. heute nicht erzürnet hast? Thu, ach thu bei Zeiten Buß', geh', und falle ihm zu Fuß, und bitt ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll' entladen. 5. Auch wie du mich durch deinen Geist getrieben und gelehret, wie du mich selber unterweis't, so laß, was ich gehöret, mich wohl gebrauchen; deine Gnad' ded, was bein Knecht geirret hat, daß dein Sohn wird geehret. 3. Sprich: HErr, dir ist un verholen, daß ich diesen Tag vollbracht anders als du mir befohlen; ja ich habe nicht bes tracht't meines Amtes Ziel und Zwed, habe gleichfalls deinen Weg schändlich, o mein GOtt, verlassen, bin gefolgt der WolIust Straßen. 6. Ach nimm dich meiner ferner an; ach, führ' durch deine Stärke und Güte aus, du Wundermann, die väterlichen Werke. Du wahre Israelis Hut, schick' deinen Ens gel mir zu gut, daß er wohl auf mich merke. 7. Denn Vater, ich befehl' mich dir in deine Gnadenhände, daß meine Seel' allzeit in mir sich wachsam zu dir wende; ded' du den Leib in sanfter Rub' mit deinen Gnadenflügeln zu, und deine Hülfe sende. 8. Laß tein Gespenste diese Nacht mir meine Ruh' verstören, daß mich des Teufels List und Macht nicht mag im Schlaf versehren; laß deine Engel um mich gehn und stets zu meiner Seiten stehn, den Teufel abzuwehren. 4. Ach! HErr, laß mich Gnad' erlangen, gieb mir nicht verdienten Lohn; laß mich deine Huld umfangen, sieb'an deinen lieben Sohn, der für mich hat g'nug gethan! Vater, nimm den Bürgen an; dieser hat für mich erouldet, was mein' Unart hat verschuldet. 5. Deffne deiner Güte Fenster, sende deine Wach herab, daß die schwarzen Nachtgespenster, daß des Todes finstres Grab, daß das Uebel so bei Nacht unsern Leib zu fällen tracht't, mich nicht mit dem Net umdecke, noch ein böser Traum mich schrecke. 6. Laß mich, HErr, von dir nicht wanken, in dir schlaf' ich gut und wohl, gieb mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Mor genröth' angehet, und man von dem Bett aufstehet. 7. Bater, droben in der Höhe, dessen Nam' uns theu'r und werth, dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brod werd' uns beschert, und vergieb uns unsre Schuld, schenk' uns deine Gnad' und Huld, laß uns nicht Versu chung tödten, hilf uns, HErr, aus allen Nöthen. Joh. Frand. 79. Mel. 9. Tritt du zu mir, daß deine Hand, die alle Welt erschrecket, auf mich sei, und die mir verwandt, in Gnaden ausgestrecket, bis freudig mich des Himmels Geist zur Arbeit wieder gehen heißt, und von dem Schlaf aufwecket. J. B. Schupp. 78. Mel. Freu dich sehr, o meine. Uns're müden Augenlider schlieBen sich jetzt schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder grüßen schon die Abendruh; denn die dunkle finstre Nacht hat des hellen Tages Bracht in der tiefen See verdedet, und die Sterne aufgestecket. Abendgesänge. 45 79. Mel. Herzlich thut mich verl.| und Feu'r, macht den gottlosen W Malts GOtt! mein Werk ich Städten ihr' Freud' und Frevel lasse, die Sonn' Fei'rabend theu'r. meld't, sie hat vollend't ihr' Straße, schleicht wieder in ihr Zelt: So mögen auch mein' Sachen ruhn bis zu seiner Zeit, ich will Fei'rabend machen mit schuld'ger Dankbarkeit. 8. Und gleicher Weis' wir lesen, da Eli, der Prophet, im Hungerland gewesen, hört, was der HErre thät: Vöglein gedienet haben zu Tisch dem GÖttesmann, Abends und Morgens Raben Brod und Fleisch brachten an. 9. So wollst du, HErr, uns geben Abend- und Morgenbrod, und was zu diesem Leben uns allenthalben Noth. Dein'n Engel wollst uns schicken, auf daß er uns bewahr' vor's Teufels List und Stricken, so sind wir ohn' Gefahr. 10. Erhöre unser Bitten, ach HErr, du treuer GOtt, die Stadt wollst du behüten vor Feu'r und aller. Noth; und weil die Völker toben, erregen Krieg und Streit, so sende uns von oben den Fried' zu uns'rer Zeit. 11. Ja, weil's will finster werden um's Wortes Gnadenlicht, der Satan auf der Erden viel Keßerei anricht't; so bleib bei uns, HErr Christe, mit deiner Gnade Schein, dein werthes Wort uns friste, alsdann wir sicher sein. 12. Hiermit ich nun vollende mein Tagsgeschäft und Sach', und bitt herzlich zu Ende, HErr, den Fei'rabend mach', drauf der Sabbath angehet, der währt viel tausend Jahr, der ewiglich be stehet, Amen, das werde wahr. M. Ziegenspeck. 2. Mein' Augen, Herz und Hände, o JEsu, GOttes Sohn, zu dir ich nunmehr wende zum schuld'gen Tagelohn, denn du bist selbst getreten an meine Werkstatt gut, haft helfen mir arbeiten, regiert mein'n Sinn und Muth. 3. Mein Haupt hast du gestärtet, und mir gegeben Kraft, hab' deinen Seg'n vermerket, der allein Frommen schafft; daher ist wohl gerathen mein' Arbeit und mein' Kunst; ohn' dich geht nichts von statten, ohn' dich ist all's umsonst. 4. Drum ich von Herzensgrunde dich, HErr GOtt, lob' und preis in dieser Abendstunde, und bitt' mit ganzem Fleiß, du wollest gnädig hören mein arm Vesper gebet, das Gut' in mir vermehren durch dein Barmherzigkeit. 5. Gleich wie vor alten Zeiten, du hast viel Gut's erzeigt des Abends denen Leuten, der'r Herz sich zu dir neigt, und fest auf dich gebauet: so wollst du auch geruhn( wie unser Herz dir trauet), uns Lieb's und Gut's zu thun. 6.Als Noah hat gelassen ein TäubIcin aus dem Schiff, kehrt wieder es fein' Straßen, und bracht ein'n zur zeit im Munde führt es ein Delblatt grün, daraus Noah verstunde, des HErren Zorn wär' hin. 7. 3ween heil'ge Engel tamen des Abends zu dem Loth, in ihren Schuß ihn nahmen wid'r die gottlose Rott', erlösten den Bropheten, fiel Schwefel bald 80. In bekannter Melodie. Merde munter mein Gemüthe für, daß ihr preiset GOttes Güte, die er hat gethan an mir, da er mich den ganzen Tag vor so mancher schweren Plag hat er halten und beschützet, daß mich Satan nicht beschmißet. 2. Lob und Dant sei dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit, daß. 46 Abendgesänge. daß mir ist mein Wert gelungen, zuseßen und erzeigen viel Vers daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich haft bewahrt, auch die Feind' hinweg getrieben, daß ich unbeschädigt blieben. drieß. Laß mich dich, o wahres Licht, nimmermehr verlieren nicht, wenn ich dich nur hab' im Hers zen, fürcht ich nicht der Seelen Schmerzen. 3. Keine Klugheit kann ausrechnen deine Güt' und Wunderthat, ja, tein Redner fann aussprechen, was dein' Huld erwiesen hat; deiner Wohlthat ist zu viel, sie hat weder Maaß noch Ziel, ja du hast mich so geführet, daß tein Unfall mich berühret. 4. Dieser Tag ist nun vergangen, die betrübte Nacht bricht an, es ist hin der Sonne Prangen, so uns all' erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, daß dein Glanz stets vor mir sei, und mein taltes Herz erhige, ob ich gleich im Finstern size. 5. HErr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Missethat, die mein armes Herz beladen, und so gar vergiftet hat; daß auch Satan durch sein Spiel mich zur Höllen stürzen will, da kannst du allein erretten; strafe nicht mein Uebertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, stell' ich mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein' Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad' und Huld ist viel größer, als die Sünde, die ich stets in mir befinde. 7. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigkeit! dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein GOtt, bei mir, weil es nunmehr dunkelt schier, da ich mich so sehr betrübe, tröste mich mit deiner Liebe. 8. Schüße mich vors Teufels Neben, vor der Macht der Finterniß, die mir manche Nacht 9. Wenn mein' Augen schon sich schließen, und ermüdet schlafen ein, muß mein Herz dennoch ges flissen und auf dich gerichtet sein. Meine Seele mit Begier träume stets, o GOtt, von dir, daß ich fest mit Seel' und Leibe dennoch schlafend dein verbleibe. 10. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh', alles Uebel laß verschwinden, dece mich mit Segen zu; Leib und Seele, Gut und Blut, Weib und Kinder( all' die Meinen), Hab' und Gut, Freunde, Feind' und Hausgenossen, sein in deinen Schuß geschlossen. 11. Ach! bewahre mich vor Schrecken, schüße mich vor Uebers fall, laß mich Krankheit nicht auf wecken, treibe weg des Krieges Schall, wend' ab Feu'r- und Was sersnoth, Bestilenz und schnellen Tod, laß mich nicht in Sünden sterben, noch an Leib und See!' verderben. 12. O du großer GOtt, erhöre, was dein Kind gebeten hat, JEsu, den ich stets verehre, bleibe ja mein Schuß und Rath, und mein Hort, du werther Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen. Amen, ja, es soll geschehen. 81. Mel. Ermuntre dich, I. Rift. mein. ir legen uns nun schlafen hin in JEfu Christi Na men. Schläft unser Leib, wacht Geist und Sinn; des Wortes GOttes Samen bring in uns Frucht, daß wir fortan sein sei Wenn nem Willen unterthan. wir im Tod entschlafen, sei JEsus unsre Waffen. Auf Abendgesänge besonderer Personen. 47 Auf besondere Personen und machen, bein Heer mir zu Hü tern machen; laß sie über mir bei Nacht, wie bei Tag auch halten Wacht. Zeiten. Für Reisende. 82. M. JEsu, der du meine Seele. Brauner Abend, sei willkommen! 7. Schrecke, die mich wollen schrecken, wollst mit deinem Gnaarbeitsstille mich auch die Meinen eden, wenn die Höll' mit Pfeilen zielt. Laß dein Licht im Herzen glasten, laß die müden Glieder rasten, daß ich morgen mög' die Bahn wacker wie: der treten an. Nacht! Nun der Mond ist ange: glommen, und der Tag mich müd' gemacht, tomm, erquicke meine Glieder, gieb mich mir durch Ruhe wieder, laß mich in des Bettes Grab meine Sorgen legen ab. 2. Sonne, du bist nun zu Bette, laß dich morgen wieder sehn! Wacht ihr Sterne um die Wette, wachet, ich will schlafen gehn. Blinket, funkelt ihr dort oben, ich will euren Schöpfer loben, der des Tages Licht gemacht, und die Nacht zur Ruh' erdacht. 3. Ja, mein Vater, sei gepriesen für das Gute, das du mir diesen ganzen Tag erwiesen. Daß ich fröhlich steh' vor dir, daß kein Unfall mich gefället, kein Feind sich zu mir gesellet, und kein Tod getödtet heut, das schafft deine Gütigkeit. 4. Gutes ist mir widerfahren, Böses hast du abgewandt, aller Zorn der Höllenschaaren war umsonst auf mich entbrannt; deine Gnad' hat mich geschüßet, beine Hand hat mich gestüzet. Gut's empfing ich, meine Sünd' hatte Böses wohl verdient. 5. Bin ich frei von groben Sünden, so bin ich's durch deine Gnad'; doch du wirst viel' Fehler finden! Sünde mich vergiftet hat, Gutes hab' ich unterlassen, wollest mich darum nicht haffen: Laß durch meines JEsu Pein deinem Kind vergeben sein. 6. Laß mich frei zu Bette gehen, morgen gieb durch deinen Geist, daß ich frömmer mög' auf ſtehen, thun und lassen, was du heißst. Wollest, wenn ich schlafe, 8. Laß in deinen Gnadenarmen meine Lieben dort zu Haus, die ich dir befehl', erwarmen; Feuer, Wind und Wassersbraus, Mörderfäuste, iebeshände fern von meiner Hütte wende. Mein Herz wünschet, wie es soll: Gute Nacht, schlaf sanft und wohl! 9. Nun so schlafen wir in Frieden, weil der Bater uns bewacht. Böses sei von uns geschieden, weil sich JEsus zu uns macht. Wenn die Sterne von uns scheiden, so erw chen wir mit Freuden, danken GOtt für seine Hut. Wo GOtt, da ist alles gut. S. v. Bird Christliche Soldaten. 83. Mel. Nun ruhen alle Wälder. er Tag ist nun vergangen, die goldnen Sterne prangen am blauen Himmelssaal, die Sonne liegt zu Bette und wachet um die Wette und leuchtet mir zu teiner Qual 2. Jhr späten Abendstunden, habt ihr euch eingefunden? willkommen sammt der Nacht. Ihr labet meine Glieder und gebt durch Ruhe wieder, was mir Beschwerung hat gemacht. 3. Sei, Vater, hochgepriesen für Gutes, das erwiesen du mir hast durch den Tag; kein Feind hat mich betrogen, verlegt kein Schwert noch Bogen und auch kein harte blut ger Schlag. Die 4. 48 Abendgesänge besonderer Personen. 4. Die schwarzen Höllenschaa- Stunden ab, bis es erlanget dieſe ren, die haben müssen fahren zum Gab'. blauen Schwefelgrund; du hast mich wohl beschüßet, wenn schon ein Heer gebliget mit tausend Schüssen hat jekund. 6. Sag', Wächter, ist die Nacht schier hin? das wünschet mein Herz, Muth und Sinn. Mich hungert nach dem Himmelbrod, der Höllen Gift und Widertod. 5. Frei bin ich nicht von Sünden, du wirst viel Fehler finden, verzeihe sie, GOtt, mir! Schreck', die mich wollen schrecken, laß teinen Lärm mich wecken, deck' mich mit deinem Schußpanier. 7. Ich lebe zwar im Gnadenstand, doch wollt' ich gern das Unterpfand. Ei, lieber Morgen, eil' herbei, und mich mit deinem Licht erfreu'. 6. GOtt, laß mich sicher rasten, wirf ab die Sorgenlasten, bewahre doch dein Kind vor schlauen Mörderfäusten; laß mich die Dienste leisten, die mir zu thun befohlen sind. 7. Und wenn die Sterne scheinen, so wecke mich mit Freuden, dann dank' ich deiner Hut, die weil du nach Ermüden erquicket mich mit Frieden, bis an die schöne Morgenglut. 3. G. Albin. ( Eines bußfertigen Confitenten.) 84. Mel. Chrifte, der bu bist. Entwichen ist der Sonnen Licht, doch JEsus, meine Sonne, nicht. Er leuchtet in des Her zens Schrein mit seines reinen Wortes Schein. 2. Wie manche Nacht hab' ich gemacht, wenn ich der Sünden Schuld betracht't; betrachtet hab' der Höllen Pein, daß ich auch sollt' verloren sein. 3. O Jammer, Schrecken, Finsterniß! Weh' den, der es erleiden muß, was mir oft hat ein Traumgesicht für Herzensschmer zen zugericht't. 4. Nun will ich schlafen sicher zu, ja, froher Leib und Seele, ruh', weil mir die Sünd' erlassen find, und ich nun bin ein GOttesfind. 5. Ich schlaf, und mein Herz wachet frisch und schicket sich zu JEiu Tisch. Es zählet alle 8. So eil' ich in das GOttes haus zu diesem füßen Lebensschmaus. Ist nun die Hoffnung mir so süß, wie süß wird denn sein der Genieß! 9. Indessen sei Lob, Breis und Ehr', und was mein Dank kann geben mehr, dir, trautster JEsu! für die Huld, daß du geschenket mir die Schuld. M. J. G. 85. In voriger Melodie. Gelobet feist du jederzeit, du Vater der Barmherzigkeit; der du mir heut vergabst die Schuld und schenktest deine Gnad' und Huld. 2. Heut hast du mich mit dei nem Wort und Trost erquicket, o mein Hort. Vergeben sind dir deine Sünd', prachst du, du bist auf's neu mein Kind. 3. Ach große Lieb' und Wundertreu', daß ich im Beichtstuhl worden frei von aller Sünd' und Missethat, gefunden meiner Seele Rath. 4. Daß mir mein Bruder Trost zuspricht, mit Gnadenworten mich aufricht't, den Himmel öffnet, stärket mich in meiner Angst ge waltiglich. 5. Hierüber nun haft morgen du mir Christi Leib und Blut dazu versprochen in dem Abendmahl, daß ich ja stark sei überall. 6. Ach wie verlangt mich, treuer Hirt, nach solcher Weide, die mich wird ermuntern in dem Glaus Abendgesänge besonderer Personen. 49 Glaubenssinn, daß ich dein lie- fein Blut, für mich vergossen, bes Schäflein bin. macht meinen Gang gewiß. 7. Laß mich in Frieden schlafen ein und diese Nacht ohn' Sorge sein. Dem Teufel und der Welt verwehr, daß deren teines mich bethör. 4. Ich werde nun nicht fallen bei diesem Morgenstern, nicht straucheln in dem Wallen bei JEsu, meinem HErrn. er ist das Licht, das Leben, der Weg den ich soll gehn, die Wahrheit auch daneben, drum will ich auf ihn sehn. 5. Ich will in meinen Tritten der Fackel nehmen wahr, mich wagen in die Mitten der feindlichen Gefahr. Wenn der Geleitsmann führet und richtet meinen Gang, so bleib ich unberühret, beschüßt mein Lebenlang. 6. HErr JEsu, meine Wonne, mein schönster Seelenglanz, HErr JEsu, meine Sonne, die Nacht verschwindet ganz; wo du HErr JEsu, wohnest, da ist das Sternenreich, der Blick, womit du lohnest, wärmt und erquickt zugleich. 8. Wenn nun verschwunden ist die Nacht und mein Leib wieder aufgewacht, so lent durch deinen Geist mein Herz, daß es sich schwinge himmelwärts. 9. Schmück mich mit wahrer Andacht aus und ziere meiner Seele Haus, damit ich, als ein werther Gast, bei deiner Tafel finde Raft. 10. Gieb, daß in Glaubensreinigkeit, dem unbescholtnen Hochzeitkleid, ich mich zu deinem Tische nah und deine Gnaden gab empfah. 11. Mit diesem Wunsche schlaf ich ein, laß deine Wächter um mich sein; denn wo du, großer König bist, daselbst auch meine Hoffnung ist. Eines gläubigen Communi7. Ach laß mich nimmer treten den dunkeln Lasterpfad, erhör hinfort mein Beten und schein mit deiner Gnad auf meiner Bilgrimsstraße, daß sie erleuchtet ſei, daß ich von Sünden lasse, vom Bösen bleibe frei. canten. Nun 86. Mel. Herzlich thut mich. un ist mit dunklen Schatten die Unterwelt umhüllt; die Sonne, die wir hatten, der Anmuth Freudenbild, ist von uns abgegangen. Es schredt die finstre Nacht, des Lichtes Lustverlangen ist wie ins Grab gebracht. 8. Dies hab ich dir versprochen, das Halten kommt von dir, sonst ist es leicht gebrochen, nichts Gu tes wohnt in mir. Tein Leib muß in mir wirken, sonst bin ich falt und todt; dein Blut mir muß bezirken der Lüfte Frevelrott. 2. Durch diese Trauerbinden 9. Auf dich will ich mich steifen, blickt meine Freud herfür, ein fortsegen meine Buß. Ach! du Licht, das mich entzünden, erleuch- wollst mit ergreifen, bewahren ten kann, ist hier. Wenn keine meinen Fuß, daß ich auf IrreSonne scheinet, ist doch mein wege gerathe nicht aufs Neu. JEsus da, der sich mit mir vereinet, mein Lebensstrahl ist nah. 3. Es funkelt in dem Herzen sein huldreich Angesicht und blißt gleich güldnen Kerzen mit einem Himmelslicht. Sein Leib, den ich genoffen, vertreibt die Finsterniß, Dein Geist mein Herz errege, daß es gehorsam sei. 10. Noch einmal Dank und Ehre sag ich dir, schönste Brunst, den Glauben in mir mehre, vers siegle deine Gunst. Ich leg mich fröhlich nieder, weil du nun bet D mir Abendgesänge besonderer Personen. 50 mir bist, erwed mich morgen wieder, wenn es mir selig ist. In Krankheit. 87. M. Christe, der du bist Tag. GOtt Lob, der Tag ist nun zu End, gekränkter Leib, ihr schwachen Händ', betrübter Geist, gequälter Muth, schickt euch zu GOtt, dem höchsten Gut. 2. Das Herz- und Lippenopfer bringt, dem Vater euer Dank lied singt, durch den ihr wieder einen Tag habt überwunden eure Plag. 3. Hat Satan meiner gleich begehrt, daß er in dieser Leibsbeschwerd mich sichten möcht in seinem Sieb, durch Ungeduld und Sündentrieb: 4. Hat mich doch, Vater, deine Güt vor seiner List und Macht behüt't, daß, ob er sich schon nah gemacht, er mir doch keinen Schaden bracht. 5. Ward unter dieser schweren Last, die du mir auferlegest hast, des Fleisches Schwachheit gleich vermerkt; hast du doch meinen Geist gestärkt. 6. Erhalten meines Glaubens Licht, daß es nicht worden gar zu nicht; erwecket Seufzen und Gebet, daß ich getrost mit dir gered't. 7. Und mein Herz vor dir ausgeschütt't, wenn noch so sehr der Schmerz gewüth't. Ich hatte manche Lindrungsstund, obgleich der Leib noch nicht gesund. 8. Ja, ob er noch voll Schmerzen ist, war ihm das Leben doch gefrist't, dazu all Nothdurft wohl verschafft und ich nicht plöglich hingerafft. 9. Deß sei dir Dank; ich rühme frei, daß aller Treu zu g'ring ich sei, zu g'ring so mancher Gnad und Gab', die ich von dir empfangen hab. 10. Bin ich heut als ein schwaches Kind gefallen in so manche Sünd, so find ich mich doch wieder ein; o Vaterherz, erbarm dich mein. 11. Vergieb, was ich gesündigt hier, im Himmel, Vater, und vor dir: Dein liebes Kind mich wieder heiß durch deines Sohnes Blut und Schweiß. 12. Darauf ich nun den Leib und Seel dir wieder herzlich anbefehl: Wend ab durch deine Hut und Wacht, was uns die Nacht entseßlich macht. 13. Sag meinen Schmerzen: Bleib in Ruh! Wo nicht, so gieb Geduld dazu. Dein' LeiSensnacht mir Labsal schaff, wenn mir die Krankheit bricht den Schlaf. 14. Ist es dein Will, ei, laß gesund erreichen mich die Morgenstund. Sprichst du: Ich hab nicht Luft zu dir; nur wie du willst, so machs mit mir. 15. Soll diese Nacht die letzte sein, so laß mich selig schlafen ein und nach vollbrachtem Lebenslauf nimm meinen Geist, HErr JEsu, auf. 16. In deinen Wunden such ich Ruh, dein Purpurkleid deck mich nun zu: Mein Kiffen sei dein' Dornenkron', mein Kleid dein Blut, o GOttes Sohn. 17. Drauf schlaf ich fröhlich ein in dir, wünsch allen Frommen, die mit mir in Kreuz und Aengsten halten Wacht, durch dich auch eine gute Nacht. III Benjamin Schmolken's Morgen- und Abendlieder auf einen jeglichen Tag in der Woche. 1. Am Sonntage. Morgenlied. 88. Mel. Meinen JEsum laß ich. icht vom Licht, erleuchte mich bei dem neuen Tageslichte stelle dich vor mein muntres Angesichte! wohne mir mit Glanze bei, daß mein Sabbath lustig sei. 2. Brunnquell aller Süßigkeit; laß mir deine Ströme fließen, mache Mund und Herz bereit, dich in Andacht recht zu küssen. Streu' das Wort mit Segen ein, laß es hundertfrüchtig sein. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget. Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrthum mich betrüget, und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht, und den schönsten Sonntag macht. Abendlied. 89. Mel. Nun ruhen alle Wälder. er Gnadensonne, ich habe mein Verlangen nach Herzenswunsch erfüllt: GÖtt hat mich unterweiset, mit Lebensbrod gespeiset und meiner Seelen Durst gestillt. 2. GOtt ruht durch's Wort im Herzen! drum leg' ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur Ruh! den alten Sündenschaden deckt JEsus nun in Gnaden mit seinem Burpurmantel zu. 3. du dreieinig Wesen, mein Geist ist schon genesen, weil ich dein Tempel bin. Ich habe Licht vom Lichte, dein leuch tend Angesichte treibt alle Finsternisse hin. 4. Laß mich heut und allezeit Heilig, Heilig, Heilig! fingen, 4. Du wirst schon bei mir was und mich in die Ewigkeit mit chen und eine Sonne machen des Geistes Flügel schwingen. auch mitten in der Nacht, bis Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es wird im Himmel sein. bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zu Schanden macht. 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies in's Herze. Offenbare dich doch mir, und gieß meiner Andacht Kerze immer neues Dele zu, o du Liebesflamme du. 5. Ich schlafe ganz vergnüget denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel, es träumt mir nur vom Himmel. Ach, wer doch nur bald droben wär'. 2. Am Montage. Morgenlied. 6. Dieser Tag sei dir geweiht; weg mit allen Eitelkeiten. Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in 90. Mel. Wer nur den lieben. deiner Liebe ruhn. Du bist mehr als Salomon, Gin neuer Tag, ein neues Leben geht mit der neuen Woche laß mich deine Weisheit hören, an, GOtt will mir heut auf's ich will deinen Gnadenthron mit neue geben, was mir sonst NieD2 mand 52 Morgen- und Abendlieder mand geben kann; denn hätt'| huld; ein versöhnt Gewissen sei ich seine Gnade nicht, wer gebe mein Schulterkissen, drum vermir sonst Trost und Licht? gieb die Schuld, denn dein Sohn hat mich davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Noth betrüben, sie sind mein und dein. Schließ uns aus Erbarmen in die Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf im Frieden. 4. Komm, verschließ die Kam mer, und laß allen Jammer ferne von mir sein. Sei du Schloß und Riegel, unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein. Dec' mich zu mit Schuß und Ruh, so wird uns nicht dürfen grauen vor des Satans Klauen. 2. Ich grüße diesen lieben Morgen, und füsse GOttes Vater hand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach HErr! wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun das erkennet meine Seele und giebt sich selbst zum Opfer hin. Doch weil ich noch in die ser Höhle mit Noth und Tod umgeben bin, so weich' auch heute nicht von mir, denn meine Hülfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Namen blühn. Ach, laß mich nicht am Sündenjoche mit meinem Fleisch und Blute ziehn. Gieb deinen Geist, der mich regiert und nur nach deinem Willen führt. 5. Soll ich mein Brod mit Kummer essen, so laß es doch geſegnet sein, und was du sonsten zugemessen, das richte mir zum Besten ein. Ich bitt um keinen Ueberfluß, nur was ich nöthig haben muß. 6. So thue nun, mein GOtt, das Deine und laß mich auch das Meine thun. Behüte beide, Groß und Kleine, daß sie auf deiner Huld beruhn; und daß wirst du weiter sorgen. ein Jedes diesen Tag mit dir vergnügt beschließen mag. Abendlied. 3. Am Dienstage. 91. Mel. JEsu, meine Freude. irte deiner Schafe, der von mag; deine Wundergüte war mein Schild und Hütte den ver gangnen Tag. Sei die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von deinen Schaaren um und um bewahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vater 5. Wie wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? Wie bald roth, bald todt! Doch hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, tommt die Todesnoth, so will ich nicht wider dich! lieg ich nur in JEsu Wunden, sterb' ich alle Stunden. 6. Nun wohlan! ich thue in vers gnügter Ruhe Mund und Augen zu; Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du! Gute Nacht! nimm mich in Acht, und erleb' ich ja den Morgen, Morgenlied. 92. Mel. HErr, ich habe mißgeh. Angenehme Morgenblice, die mir Ich gedenke noch zurücke an die todtenschwarze Nacht, die mit ihren Finsternissen jetzt der Son nen weichen müssen. 2. Ach wie tief lag ich begraben in dem Schlaf, wie in dem Tod. Jetzt kann ich mich wieder laben; daß ich lebe, macht mein GOtt X auf einen jeglichen Tag in der Woche. Ach HErr über Tod und Leben! soll ich nicht dein Lob erheben? 3. Gieb mir heut ein neues Le ben, das nicht todt in Lastern sei. Laß mich nicht am Eitlen tleben. mache mich vom Dienste frei, der das Joch der Hölle träget, den der Sünden Dienstag heget. 4. Niemand kann zwei Herren bienen; ach! so gieb mich dir allein; laß den Tag, der mir erschienen, einen heil'gen Dienstag sein, daß ich dir zu Ehren lebe, und des Glaubens Früchte gebe. 5. Dein Herz sei mit meinem Herzen, deine Hand mit meiner Hand; macht mir deine Ruthe Schmerzen, wird ein Kreuz mir zugesandt, ach! so gieb Geduld zum Leiden, nach dem Leiden wieder Freuden. 6. Laß Gedanken, Wort und Werke heilig und gesegnet sein und des guten Geistes Stärke mir so Kraft als Trost verleihn. Diesen Führer laß mich führen, diesen Beistand nicht verlieren. 7. Nun, du wirst's am besten machen, denn auf dich kommt alles an. Drum vollführe meine Sachen, daß ich flüglich handeln kann. Morgen, Mittag, Abend müssen nichts als lauter Gnade wissen. Abendlied. 93. Mel. Chrift, der du bist der. in Tag geht nach dem andern hin, da ich noch stets im Leben bin; die Zeit verläuft, und ich mit ihr, nur du, mein GOtt! bist stets bei mir. 53 4. Doch trau ich fest auf deine Huld, die größer ist als meine Schuld. Ich halte dich, und laß dich nicht, bis mir dein Mund den Segen spricht. 5. Ach segne, Vater! meine Ruh, und gieb mir dein Geleite zu; so schlaf ich wie ein Jacob ein, weil Mahanaim um mich sein. 3. Hingegen ist mein Wandel nicht nach deinem Willen eingericht't. Ich bin nicht werth, daß Deine Gnad' so lange mich verschonet hat. 6. Getreuer JEsu, steh mir bei, und tritt des Satans Kopf ents zwei, daß, wenn mich seine List bekriegt, er bald zu meinen Füßen liegt. 7. Gieb, guter Geist, daß mir dein Licht auch in dem Dunkeln nicht gebricht. Verleih mir einen solchen Sinn, daß ich im Schlaf auch wachend bin. 8. Du heilige Dreifaltigkeit, dein bin und bleib ich allezeit; soll diese Nacht die letzte ſein, ich leb und sterbe dir allein. 4. Am Mittwoch. Morgenlied. 94. Mel. Aus meines Herzensgr. u Aufgang aus der Höhe, du Glanz der Herrlichkeit, durch deine Gnade stehe ich abermal bereit, den hellen Tag zu sehn: Ach! lasse seine Strahlen mir recht vor Augen malen, wie wohl mir ist geschehn. 2. Ich lag im sanften Schlummer in der vergangnen Nacht, und dacht an keinen Kummer, der Andre traurig macht. Jest, da ich Licht erblickt, so leb' ich gleichsam wieder, und habe meine Glieder mit neuer Kraft erquickt. 2. Du giebest, daß ich manchen Tag mit Segen hinterlegen mag, und wenn mich eine Last ge- 3. Nun, HErr, von deinem drückt, so bist du es, der mich Sorgen kommt alles Wohlererquidt. gehn; der Abend und der Morgen muß deinen Ruhm erhöhn. Ach, halte ferner an, daß mein Berufsgeschäfte die neuen Le benskräfte auch wohl gebrauchen tann. D 3 Morgen- und Abendlieder 54 4. Erfüll' mit deiner Gnade mein Herze früh und spat, daß mir tein Unfall schade, gieb beides, Rath und That. Erhalt' in Lieb' und Leib ein ruhiges Gewissen. Soll ich mein Leben schließen, ach komm! ich bin bereit. Abendlied. 95. Mel. Wer nur den lieben. ch suchte dich in meinem Bette, holdseligster Immanuel! O! daß ich dich gefunden hätte, so freute sich mein Leib und Seel'. Komm, tehre willig bei mir ein, mein Herz soll deine Kammer ſein. 2. Kannst du dein Haupt sonst nirgends legen? ach! leg' es hier auf meine Brust, so kann ich süße Ruhe pflegen, und nichts verstöret meine Lust. So schläft der Leib, das Herze wacht, so wird es Tag bei finstrer Nacht. 4. Unser wäre längst vergessen, unser Bette längst ein Grab; doch du wachtest unterdeffen, bis der Schlaf sich weg begab, und so ist's, als stünden wir neu geboren hier vor dir. 5. Odu hochgepries'ner Schöpfer, laß nicht deiner Hände Werk; wir sind Thon, du bist der Töpfer, wir voll Schwachheit, du voll Stärk'. Hast du uns an's Licht gebracht, schüß' uns auch durch deine Macht. 6. Schreib' du das, was wir verrichten, in das große Segens= buch. Unser Reden, Thun und Tichten sei vor dir ein Wohlgeruch, daß die angewandte Müh' viel Gedeihen nach sich zieh. 7. Lock' uns stets mit deinem Himmel, schreck' uns mit der Höllen ab, zeig' uns bei dem Weltgetümmel, was zuletzte. folgt, das Grab, daß man an das Ende denkt, und das Herz auf Klugheit lenkt. 8. Folgt der Tod uns auf dem Fuße, ach, so schärf uns täglich ein, wie man immer in der Buße seiner muß gewärtig sein, daß auf diesen Donners Morgenlied. 96. Mel. Gott des Himmels. Gott, du wohnst in einem Lich- stag uns kein Donner schrecken dahin mag. Abend3. Ihr angenehmen JEsushände, kommt, drückt die müden Augen zu, und schreibt dies Wort an alle Wände: Ein GOtteskind hat hier die Ruh. Werft allen Kummer hinter mich, und schwächt des Satans Fersenstich. 4. Laß mich die schöne Morgenröthe in deinem Lichte wieder sehn, daß sie die Nacht der Sünden tödte, und lehre mich die Welt verschmähn, die nur Egyptens Schatten liebt und wenig Licht der Tugend giebt. kann; doch dein helles Angesichte schaut uns alle Morgen an, daß uns ein solch Licht umfaßt, welches du geschaffen hast. 2. Da der Vorhang aufgezogen, den die Nacht um uns gehüllt, und die Träume hingeflogen, die mit Schrecken angefüllt, sehen wir mit Freuden an, was du, HErr, an uns gethan. 3. Deinen Schild, der uns bedecet, salben wir mit Dankbar: keit; deine Hand, die uns ge= wecket, tüffen wir, und sind erfreut, daß du noch an uns gedenkst, und ein neues Leben schenkst. 5. Wohlan, du treuer Freund der Seelen, ich habe dich, ich halte dich; schlaf' ich in deiner Wunden Höhlen, so ist mir gar nichts hinderlich. Ich weiß, daß, wo du, Jesu, bist, mein Bette gar der Himmel ist. 5. Am Donnerstage. auf einen jeglichen Tag in der Woche. Abendlied. 97. M. Die Nacht ist vor der. ie Nacht ist Niemands Freund; 4. Bin ich nun dein Eigenthum, doch weil ich JEsum habe, so versorge mich auch heute, daß so fürcht ich keinen Feind bei zu deines Namens Ruhm Lieb solcher Uebergabe. Er ist, der und Segen mich begleite. Was mir die Nacht zur guten Freun- ich thun und reden soll, alles din macht. dies gerathe wohl. 2. Heb alle Feindschaft auf, 5. Laß den Himmel offen sein, Freund, den mein Herze liebet; wenn mein Herz sich zu dir und wo mein Lebenslauf dich hebet und laß meine Seufzer da und dort betrübet, so tilge meine Schuld mit Huld und mit Geduld. ein, wenn die Noth vor Augen schwebet. Sprich ein gnädig Wort zu mir: Fürcht dich nicht, ich bin mit dir. 6. Laß mich dein Augapfel sein, den du, HErr, wirst wohl bewahren und mir deinen Gegenschein aller Orten widerfahren. Sei mir immer Sonn und Schild, sonsten mach es, wie du willt. 7. Gieb, daß ich kein Brandmal mir ins Gewissen heute mache. Schieb der Sünden Riegel für, hilf mir, daß ich bet und wache; denn wer weiß, ob diesen Tag nicht mein Ende kommen mag. 8. Nun so werf ich mich auf dich, du kannst alles übertragen. Deine Hand erhalte mich, wenn mich Kreuz und Unglück plagen. Kommt der Abend denn herbei, gieb, daß ich gebeffert sei. 3. 3war hab ich einen Feind, der voller List und Tücke; doch wo dein Antlig scheint, da fällt er bald zurücke. Troß Teufel und der Höll! Hier ist Immanuel. 4. Ich werde diese Nacht als wie ein Todter liegen, drum lasse deine Wacht sich um mein Lager fügen und deiner Allmacht Schein bei meiner Ohnmacht sein. 5. Der Schlaf, des Todes Bild, heißt mich ans Grab gedenken; doch komme, wenn du willt, ich will mich gar nicht fränken; mich bringt der letzte Feind zu dir, mein bester Freund. 6. Am Freitage. Morgenlied. 98. M. Meinen JEsum laß ich. Schließet euch, ihr Augen, auf, denn das Auge dieser Erden will durch seinen neuen Lauf euch zur Morgenfackel werden. Seht, die Sonne geht euch vor und weist euch zu GOtt empor. 2. Laffet euren ersten Blick sich nach Zions Höhe wenden. Sehet auf die Nacht zurück, die GOtt half so glücklich enden. Ach, ein solcher GOtt verdient, daß sein Lob beständig grünt! 55 geb ich dir dafür? Ich verehr mich selber dir. 3. HErr Zebaoth! deine Treu hat wie Flügel mich bedecket und jeht wird sie wieder neu, da du mich haft aufgewecket; ach, was Abendlied. 99. M. Die Nacht ist vor der. amm GOttes, schaue mich vor deinem Kreuze liegen, mein mattes Herz will sich in deine Wunden schmiegen; ach! öffne diese Kluft der Seele, die da ruft: 2. Geschlagner Fels, nimm tiz dein Täublein in die Rizen; das Blut, das du geschwißt, laß mir auch heute nüßen, daß es die Schulden löscht und mich von Sünden wäscht.' 3. Zerbrich in dieser Nacht die macht der Finsternisse, daß ich D4 bet 56 Morgen- und Abendlieder auf einen jeglichen Tag 2. bei deiner Wacht die Augen fröh-| 4. Du wollst mich diesen Tag lich schließe. Dein Dornfranz ins Buch des Segens schreiben, stelle mir ein Rosentissen für. 4. Wirf mir den Purpur zu, den du mit Blut beflecket, daß er bei meiner Ruh mich wie ein Schlafrock decket. Vor dieser schönen Tracht entfärbt sich selbst die Nacht. daß ich so leben mag, wie mich dein Geist wird treiben, durch dessen Leitung führ mich mehr und mehr zu dir. 5. Breit über meinen Schlaf die ausgestreckten Armen und laß dein armes Schaf an deiner Brust erwarmen; dein offner Seitenriß sei mir ein Paradies. 5. Mein Thun und Lassen laß dein Aufsehn nicht verlassen; dein Wort sei mein Compaß, den Lauf danach zu fassen; gieb ein bescheiden Theil am Kreuz und auch am Heil. 6. Laß einen Schlaftrunt mir aus deinen Wunden fließen und deine Lippen hier zur guten Nacht mich küssen, weil mich nach dir nur dürft't, o du mein Lebensfürst! 6. Versorge meinen Mund, doch aber mehr die Seele, erhalte sie gesund in ihrer Leibeshöhle: gieb einen Gnadenblick auch zu der Meinen Glück. 7. Die Woche läufet nun mit diesem Tag zu Ende, drum hilf, daß ich mein Thun in deiner Kraft vollende, daß morgen mich der Tag geruhig finden mag. 8. Laß mich die kurze Zeit des Lebens flüglich theilen und nach der Ewigkeit mit frohen Schritten eilen, so leb ich, weil es gilt, so sterb ich, wenn du willi. Abendlied. 101. M. Herzlich thut mich." Die ie Woche geht zum Ende, nicht aber GOttes Treu, denn wo ich mich hinwende, da ist sie immer neu. Die Zeit kann wohl verschwinden, nur GOttes Güte nicht, sie läßt sich täglich finden und giebet Trost und Licht. 2. O gnädigster Erhalter von allem, was ich bin; hör meines Mundes Psalter und nimm mein Opfer hin. Es sind ja deine Gaben, die nicht zu zählen sein und was ich nur kann haben, das ist ja alles dein. 7. Kein Teufel foll mich hier von deinem Kreuze reißen, ich will es mein Panier und meine Freistatt heißen. Wo dieses Zeichen stedt, da bin ich wohl bedeckt. 8. So schlaf ich ruhig ein, auf dein Verdienst und Leiden, es soll mich keine Bein von deiner Liebe scheiden; aus Liebe wünsch ich mir zu sterben gar mit dir. 7. Am Sonnabend. Morgenlied. 100. Nach voriger Melodie. ie Nacht giebt gute Nacht, der Tag herrscht schon auf Erden; GOtt, der da beides macht, soll hoch gepriesen werden. Du, HErr der ganzen Welt, haft alles wohl bestellt. 2. Ja mehr und mehr als wohl hat mich dein Schild bedecket, daß ich erkennen soll, wie deine Güte schmecket und daß sonst keine Tréu so groß wie deine ſei. 3. Die ganze Woche zeuget von deiner Gütigkeit, die du zu mir 3. Ach laß dir meinen Dank in geneiget; ja meine Lebenszeit, Schwachheit hier gefallen! dein von Anfang bis jebunder auf Lob soll Lebenslang in meinem diesen Augenblick, rühmt deine Munde schallen, ich werde nie- Gnadenwunder im Unglück und mals mein, nur dein alleine sein. im Glück. 4. Allein Tischgesänge nach dem Essen. 57 verderben, du lebst in mir, mein GOtt! 4. Allein mein Herze bebet, wie ein Tod; doch kann ich nicht wenn es zurücke denkt, wie übel ich gelebet und dich, mein GOtt, getränkt; je mehr du mich geliebet und meiner haft verschont, je mehr ich dich betrübet und nur mit Haß belohnt. 5. Ach, strafe nicht im Grimme gehäuste Missethat; weil deine Baterstimme mich selbst gerufen hat, so schrei ich um Erbarmen, erbarm dich über mich! Ich fall dir in die Armen, ach, schone gnädiglich! 8. Ja du, mein GOtt, wirst wachen, ich werde ruhig sein. So mag der Höllen Rachen gleich Donner auf mich spein, dein Kind wird nichts empfinden, als wenns im Himmel wär, von vorne und von hinten deckt mich der Engel Heer. 9. Du wirst auch die versorgen, die mein und deine sein, so wers den wir uns morgen in deiner Kraft erfreun. Wir werden Opfer bringen mit Herzen, Mund und Hand und dir ein Loblied singen, wo du, HErr, bist bekannt. 10. Soll das in diesem Leben die letzte Woche sein, will ich 7. Ich bin dein Kind aufs neue, nicht widerstreben und mich im brum gieb, daß diese Nacht mich Geiste freun auf einen Feierabend, auch dein Schuß erfreue, der den Christi Tod gemacht, und alles sicher macht. Ich werde diese Hoffnung habend, sprech ich gleichsam sterben, der Schlaf ist nun: Gute Nacht! 6. Mein Glaube heißt mich hoffen, es sei durch Christi Blut ein neuer Bund getroffen und alles wieder gut; drum will ich bir geloben, auf ewig treu zu sein, dein guter Geist von oben wird mir die Kraft verleihn. IV. Zischgefänge vor dem Effen. Ewigkeit. 102.M.HErr JEsu Christ, wahr'r.| herzigkeit, daß wir dich lob'n in Oder: Wenn wir in höchsten. escher uns, HErr, das täglich' Brod, vor Theurung Nic. Heermann. 103. Nach voriger Melodie. B und wartet alles, HErr, auf dich, der du die Welt ganz mildiglich ernährest und so weit und breit die Speise giebst zu rechter Zeit. 2. Wenn du die reiche Hand thust auf, so kommen wir mit vollem Lauf und werden, sind wir noch so matt, von deinen Gütern alle satt. behüt uns durch dein'n lieben Sohn, GOtt Vater in dem höchsten Thron. 2.D HErr, thu auf dein' milde Hand, mach uns dein' Gnad und Güt bekannt, ernähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vögelein. 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unsre Bitt, HErr, auch vernimm, denn aller Ding ein Schöpfer bist und allem Vieh sein Futter giebſt. 4. Gedenk nicht unsrer Missethat und Sünd, die dich erzürnet 4. Auf dies Vertrauen kommen wir, getreuer Vater, auch zu dir, hat, laß scheinen dein' Barm- daß wir mit Beten. Lob und D5 Dant 3. Du trägst Erbarmung Tag für Tag, o großer GOtt! hörft unsre Klag; erhör uns auch zu dieser Frist, weil du doch unser Vater bist. 58 Tischgesänge vor dem Effen. Dant empfangen fröhlich Speis'| haben unser täglich Brod; Segen und Trank. wollst du auch verleihen, daß es uns mag wohl gedeihen. 2. Laß uns ja nicht sein vermessen, liebster Vater, HErr und GOtt, in dem Wohlstand zu vergeffen deiner Worte und Gebot. Gieb uns allen ferner auch deiner Gaben rechten Brauch, daß wir, was du wirst bescheren, fein in deiner Furcht verzehren. 3. Lehre uns daraus erkennen und darum stets loben dich, daß du seiest Der zu nennen, der für uns sorgt väterlich; welcher uns verlässet nicht, der auch alles, was gebricht, uns in diesem armen Leben pflegt mit reicher Hand zu geben. 4. Nun wohlan, auf deine Gnade setzen wir uns zu dem Tisch; hilf, daß alles wohl ge= rathe und der Leib sich so erfrisch, daß er freudig werden kann, sein' Arbeit zu fangen an; laß die Mahlzeit so geschehen, wie du es wirst gerne sehen. 106. M. Wenn wir in höchsten. Err im Hreich, wir deine Kinder allzugleich, bitten dich jetzt aus Her zensgrund, speise uns all zu dieser Stund. 2. Thu auf dein' reiche, milde Hand, behüt uns all vor Sünd und Schand und gieb uns Fried und Einigkeit, bewahr uns auch vor theurer Zeit. 3. Damit wir leben seliglich, dein Reich besitzen ewiglich in unsers HErren Christi Nam'n, wer das begehrt, der spreche Am'n. 107. M. Gott der Vater, wohn. HErr GOtt Vater, ſpeiſe uns, wie wirs von Nöthen haben; 5. Drauf bitten wir aus Herzensgrund: Ach, HErr! gesegn' uns diese Stnnd und laß die liebe Kost allein von deiner Hand gesegnet sein. 6. Behüte, daß, du frommer GOtt, wir nicht vergessen dein Gebot und etwa sagen ungefähr: dies kommt von unsrer Arbeit her. 7. Vielmehr laß uns bescheidentlich erkennen und drum loben dich, daß du nur bist der rechte Mann, der alles Fleisch versorgen kann. 8. Jnmittelst, HErr, erleucht uns doch, daß wir dich kindlich fürchten noch, damit an Leib und Seel zugleich wir werden endlich satt und reich. 9. Gieb auch den Armen Brod genug, daß etwa sie durch Satans Trug nach fremden Gütern trachten nicht und fallen in dein Strafgericht. 10. Drauf sprechen wir das Tischgebet und sehen uns zum Tafelbrett. laß die Mahlzeit so geschehn, daß wir mit Freuden von ihr gehn. Johann Rift. 104. M. Erhalt uns, HErr. Gesegne, HErr, die Gaben dein, die Speif' laß unsre Nahrung sein; hilf, daß dadurch erquicket werd der durst'ge Leib auf dieser Erd. 2. Denn dies tägliche Brod allein tann uns nicht g'nug zum Leben sein: dein göttlich Wort die Seele speist, hilft auch zum Leben allermeiſt. 105. M. Wie nach einer. armen Sünder bitten dich aus Her- uns nichts könne schaden: Heilizensgrund, siehe auf uns, deine ger Geist hilf du uns auch essen Kinder, speise uns zu dieser mit Danksagen, nach deiner Stund; laß uns ohne alle Noth großen milden Gunst thu uns jebunder Tischgesänge nach dem Effen. jezunder laben. Vor der Bauchsorg' uns bewahr, und laß stets unsere Augen auf deine Güte schauen und dir allein vertrauen. Du läßt's Niemand mangeln men dar. gar, allem Fleisch thu'st Speise 59 geben, dem Menschen Brod und Segen, dem Vieh Futter danes ben. Das ist große Treu' fürs wahr, die laß uns jetzt auch koms Joseph Wegelin. V. Tischgesänge nach dem Essen. 2. Dem HErrn gehört das Lob allein, er ist ewig zu preisen; der dem Vieh giebt das Futter sein, allem Fleisch seine Speise; was lebt im Wasser, Laub und Feld, die jungen Rab'n er auch erhält, so ihn in Noth anrufen. 3. Der HErr hat tein' Luft überall an eines Rosses Stärke; an Jemands Bein'n hat er tein G'fall. Nun hör' weiter und merke: der HErre hat G'fallen allein anden'n, die in den Furchten sein, und auf sein' Güte trauen. 4. Vater, der du im Himmel bist, geheiligt werd' dein Name, der du aller Welt Herrscher bist, laß dein Reich zu uns kommen. Laß deinen Will'n gescheh'n zugleich auf Erden wie im Him melreich, gieb täglich Brod auch heute. 5. Vergieb auch uns're Schuld, als wir unsern Schuld'gern vers geben; in kein' Versuchung uns einführ', behüt uns Leib und Le= ben. Von allem Uebel erlös uns, HErr: denn dein ist das Reich und die Ehr', der du lebst und regierest. 6. Dir sei durch JEsum Christum Dant, o Vater, lieber HErre, für dein' empfang'ne Speis' und Trank, und andre Wohlthat mehre; dazu dem Tröst'r, dem Heil'gen Geist. Welchen der Wunsch zu Herzen geht, sprechen einmüthig: Amen. Da 110. In bekannter Melodie. anket dem HErren, denn er ist sehr freundlich, und seine 108. Mel. Danket dem HErrn. uf, laffet uns dem HErren A fröhlich singen! Was an uns ist, soll ihm Dankopfer bringen. 2. Ausseiner Hand, die auch den jungen Raben schafft Unterhalt, wir Gut's empfangen haben. 3. O milder GOtt, in deinen reichen Schäßen kann unser Leib sich nähren und ergößen. 4. Das Himmelsbrod, diefrische Lebensquelle sind unsre Lust und Stärt' auf alle Fälle. 5. Wir preisen dich dafür und unser Leben soll dir allein sein dankbar und ergeben. 6. Ach stelle nicht vor Augen unsre Sünden, laß, Vater, uns nur Gnad' zur Beff'rung finden. 7. Erwede doch ein herzliches Erbarmen, zünd' in uns an die Liebe zu den Armen. 8 D, laß mit Dank und ruhigem Gewissen uns deiner Güt' in Friede doch genießen, 9. Auf daß wir stets mit sehn lichem Verlangen an deiner Lieb' und Himmelswollust hangen. 10. So fingen wir in JEsu Christi Namen. O großer GOtt, es sei erhöret, Amen. M. A. 109. M. Aus tiefer Noth schrei. Dantet dem HErrn aus Herzensgrund, denn er ist gut und freundlich, und lobet ihn zu aller Stund, denn er ist auch wohlthätig. Sein' Güte währet ewiglich, die überall ausbreitet sich, und hat kein End' noch Maaße. 60 Tischgesänge nach dem Essen. seine Güt' und Wahrheit bleibet| tigkeit, sag'n wir dir Dant in ewiglich. Ewigteit. 2. Der als ein barmherziger gütiger GOtt uns dürftige Crea turen geſpeiset hat. 3. Singet ihm aus Herzensgrunde mit Innigkeit: Lob und Dank sei dir, GOtt Vater, in Ewigkeit. 4. Der du uns als ein reicher milder Vater speisest und kleidest deine elenden Kinder. 5. Verleih, daß wir dich recht lernen erkennen, und nach dir ewigem Schöpfer uns sehnen, 6. Durch JEsum Christum, deinen allerliebsten Sohn, welcher unser Mittler ist word'n vor deinem Thron. 7. Der helf uns allesammt allhier zugleiche, und mach uns Erben in sein's Vaters Reiche. 8. Zu Lobund Ehren seinem heil' gen Namen. Wer das begehrt, der sprech von Herzen, Amen. Mich. Weiß. 111. Mel. Wenn wir in höchsten. Dankt dem HErrn heut und allezeit, groß ist sein' Güt' und Mildigkeit, all's Fleisch er speiset und erhält, denn sein Geschöpf ihm wohlgefällt. 2. Wenn über uns sein Antlig leucht't, der Reg'n und Thau die Erd' befeucht't, alsdann wächst alles Laub und Gras, sein Wert treibt er ohn' Unterlaß. 3. Wenn er aufthut sein' milde Hand, so wächst die Füll' in allem Land, daß sich deß freuet Jedermann, kein Mensch noch Bieh darf Mangel han. 4. Er hat kein' Lust am starken Held, kein' Bracht noch Macht ihm wohlgefällt; es ist sein Will', daß man ihm trau, von ganzem Herzen auf ihn bau. 5. Billig wird er von uns gepreist, daß er uns reichlich bat geſpeist. Vater, für deine Gü6. Ach HErr! gieb uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr! vor Theurung, Hunger, Seuch' und Streit behüt uns, HErr, zu aller Zeit. 7. Unser lieber Vater du bist, weil Christus unser Bruder ist, drum trauen wir allein auf dich, und woll'n dich preisen ewiglich. Nic. Heermann. 112. In bekannter Melodie. en Vater dort oben wollen wir nun loben, der uns als ein milder GOtt gnädiglich ges speiset hat, und Christum seinen Sohn, durch welchen der Segen kommt von dem allerhöchsten Thron. De 2. Sprechend in der Wahrheit: Dir sei Preis und Klarheit, Danksagung und Herrlichkeit, o mein GOtt von Ewigkeit! Der du dich erweisest, und uns heut mit deiner Gnad' leiblich haft geſpeiset. Nimm an dies Dankopfer, Vater und Schöpfer, so wir deinem Namen thun in Christo, deinem liebsten Sohn. O laß dir's gefallen, und ihn mit seinem Verdienst zahlen für uns allen. 4. Denn nichts ist zu melden, daß dir mög' vergelten alle Gnad' und Gütigkeit, erzeigt unserer Schwachheit: Ei, wie mag auf Erden, weil alles dein eigen ist, dir vergolten werden. 5. HErr, nimm an unsern Dant, sammt diesem Lobgesang, und vergieb, was noch gebricht uns zu thun bei unsrer Pflicht. O! mach uns dir eben, daß wir hier in deiner Gnad', und dort ewig leben. 113. Mel. HErr GOtt, nun sei. ur jest beschertes Essen, für den geschenkten Trant, will id bir nicht vergessen, o GOtt, zu 3. o Tischgesänge nach dem Essen. 61 zu bringen Dant, für alle milde| Wollust hilf mir hemmen, mit Gabe, so ich genossen habe zu ihrer Lüsternheit, damit ich nicht meinem Aufenthalt. verschwende, zur Ungebühr anwende, was du bescheret haſt. 2. Von dir hab' ich das Leben, dasselb' erhältst du mir; was tann ich wieder geben? womit vergelt ich's dir? da täglich man genießet, wie deine Güte fließet so mild und väterlich. 10. Nicht soll der Bauch GOtt werden, sonst ging ich falsche Spur, beliebte Roth und Erden, die eitle Creatur: GOtt ist der reiche Geber, der Segensquell, Urheber, der alles weislich thut. 3. Denn alles, was erschaffen, ist uns zu Dienst gemacht; man 11. Vermehre, HErr, den Semuß sich nicht vergaffen, nur gen bei mir mein Lebenlang, nehmen wohl in Acht, daß wir's damit auf meinen Wegen der mit Dank empfangen, was GOtt uns läßt erlangen in diesem Jammerthal. blöde Armuthzwang nicht lehre böse Ränke, mein Herz nichts Unrechts denke, so dir zuwider ist. 12. Beschere, was beschieden für mich, dein armes Kind; dein Segen bleib hienieden, damit ich täglich find' aus deiner Hand zu heben, wodurch mein zeitlich Leben hier muß erhalten sein. 4. Er ist uns gar nichts schuldig, die Güte theilet's mit; wir glaube, find geduldig, und bringen unh: Bitt, so höret er uns gerne von seiner Burg der Sterne, thut, was ein Beter will. 5. Er fordert tein Bezahlen, er nimmt mit Dank für gut, dazu viel tausend malen sein Herz uns Gutes thut; den Vorrath an uns wendet, zu unserm Tische fendet ein wohlvergnügend Theil. 6. Der Undant schließt die Pforten des Segens feste zu, verhindert aller Orten, daß nichts sich zu uns thu; 114. M. HErr Chrift, verein'ge. HErr GOtt, nun ſei sepreiſet, wir sag'n und Dank, du hast uns wohl gespeiset, ges geben guten Trant, dein' Mildigkeit zu merken, und unsern Glaub'n zu stärken, daß du seift unser GOtt. 2. Ob wir solch's hab'n genoms men mit Lust und Uebermaaß dadurch wir möchten kommen vielleicht in deinen Haß; so wollst du's uns aus Gnaden, o HErr, nicht lassen schaden, durch Chris stum, deinen Sohn. 3. Also wollst allzeit nähren, HErr, unsre Seel' und Geist, in Christo ganz bekehren, unb in dir machen feist, daß wir 9. Behüte mich vor Schlemmen, vor Fraß und Ueppigkeit, die den Hunger meiden, start sein in get Darben an Früchten, Bieh und Garben, an Vögeln, Wild und Fisch. 13. Jch dant aus Herzensgrunde, HErr GOtt, für deine und was in dieser Gab', Stunde ich Gut's genossen hab'; auch lasse nicht verstieben, was mir ist überblieben. Das bitt ich flehentlich. 7. Ich muß daher GOtt loben für das, was ich genoß; er sizet hoch dort oben, beschert aus seinem Schooß mir aller Gaben Fülle, daß ich mich deck und hülle, und sättige dazu. 8. Ich spüre deine Tritte in allem, was du giebst, mein GOtt, mehr als ich bitte, weil du mich herzlich liebst. Die Creatur mich lehret, daß GOtt mit Segen ehret, wer ihm vertrauen kann. 62 Tischgesänge nach dem Eſsen. in allen Leiden, und leben| 8.( 7. Bitte.) Wenn ich einmal ewiglich. nach dieser Zeit soll gehen aus der Eitelkeit, laß auf den Himmels berg zur Herrlichkeit mich gehen ein, dort ewiglich bei dir zu sein. 4. O Vater aller Frommen! geheiligt werd' dein Nam', laß dein Reich zu uns kommen, dein Will', der mach' uns zahm, gieb Brod, vergieb die Sünde, tein Arg's das Herz entzünde, lös uns aus aller Noth. 9. O Himmelstönig groß von Kraft, der allen Menschen Hülfe schafft, vernimm dies mein Ge bet, laß es zu deiner Ehr' allein erhöret, Ja und Amen sein. D. 2. Selneccer. J 115. M. Warum betrübst du dich. Esu, du großer Wundermann, der alle Welt abspeisen kann: zu du mein Vater, ich dein Kind, sei mir doch väterlich gesinnt. 3. Fris. 116. In bekannter Melodie. denn 2.( 1. Bitte.) JEsu, dein ewig's Lebenswort, das speise mich an allem Ort. Ja auch dein Leib und Blut sei meiner Seelen beste Kost, und meines Glaubens Kraft und Trost. ist sehr freundlich, es ist sehr köstlich unsern GOtt zu loben, unsern GOtt zu loben, sein Lob ist schön und lieblich anzuhören. Lobet den HErren, lobet den HErren! 3.( 2. Bitte.) Gieb, daß ich deis nes Reiches Ehr', nicht aber meine suche mehr, und ich hinfüro auch durch Mangel und durch Ungemach, bir gern und willig folge nach. 3. Er kann den Himmel: mit 4.( 3. Bitte.) Was dein verborg- Wolken bedecken, er giebt den ner Wille thut, gereichet alles mir zu gut, und scheinet es gleich hart, doch weiß ich, daß du treuer GOtt, mich nicht verlassen wirst in Noth. 5.( 4. Bitte.) Beschere mir mein täglich Brod, und was mir dient zur Leibesnoth. So du was übrig giebst, gieb, daß ich's nehme wohl in Acht, und nicht gebrauch zu Stolz und Pracht. Regen, wenn er will, auf Erden, wenn er will, auf Erden; er läßt Gras wachsen hoch auf dürren Bergen. Lobet den HErren, lobet den HErren! 4. Der allem Fleische:: giebet seine Speise, dem Vieh sein Futter väterlicher Weise, väterlicher Weise, den jungen Raben, wenn sie ihn anrufen. Lobet den HErren, lobet den HErren! 5. Er hat fein' Luste:: an der Stärk' des Rosses, noch Wohlgefallen an Jemandes Beinen, an Jemandes Beinen; er hat Gefall'n an den'n, die auf ihn trauen. Lobet den HErren, løbet den HErren! 6.( 5. Bitte.) Doch dieses ich bekennen muß, daß ich des Se gens Ueberfluß nicht, wie ich foll, gebraucht; auch oft dem Hungrigen sein Brod nicht zugereichet in der Noth. 7.( 6. Bitte.) Versuch und prüfe mich allhie, doch also, daß es je und je zum Besten mir gescheh'! Wenn alle Hülf' verschwunden ist, so komm und hilf, HErr JEsu Christ. 2. Singt mit einander:,: dem HErren mit Danken, lobt ihn mit Harfen, unsern GOtt, den Werthen, unsern GOtt den Werthen, denn er ist mächtig und von großen Kräften. Lobet den Erren, lobet den HErren! 6. Danket dem HErren:: Schöpfer aller Dinge, der Brunn des Lebens thut aus ihm entspringen, thut aus ihm entspringen, Tischgesänge nach dem Essen. 63 gen, gar hoch vom Himmel her und Schmerzen trug von Uns aus seinem Herzen. Lobet den HErren, lobet den HErren! 7. O JEfu Christe: Sohn des Allerhöchsten, giebst du die Gnade allen frommen Christen, allen frommen Christen, daß sie dein'n Namen ewig preisen. Amen. Lobet den HErren, lobet den HErren! 117. M. Nun lob mein' Geer. fruchtbarkeit, gab GOtt, daß sie konnt' herzen ihr's Leibes Frucht und Freud: Die Kinder im Haus umspringen, die GOtt bescheret hat. Wer wollt' nicht fröhlich sins gen von solcher reinen Gnad? D. E. B. D. N. Selneccer. obet, ihr Knecht', den HErren, sagt ihm von Herzen Ehr und Preis: Gebt seinem Namen Ehre und rühmt ihn hoch mit treuem Fleiß; allzeit gelobt muß werden des HErren Gütigkeit, wohl hier auf dieser Erden und dort in Ewigkeit. So weit die Sonne gehet und scheint in alle Land', fein heil'ger Nam' erhöhet, werd' aller Welt bekannt. 118. M. Nun freut euch, lieben. Nun ist die Mahlzeit auch vollbracht, wir haben schon ges geffen! mein GOtt, du hast es wohl gemacht, nachdem du zugemessen jest Jedem sein bescheiden Theil und mildiglich, vor kurzer Weil, uns allesammt gespeiſet. 2. Wie groß ist deine Freundlichkeit, wie herrlich deine Güte, die da versorgt zu jeder Zeit den Leib und das Gemüthe! du Lebensfreund, du Vienschenlust, haft für uns alle Rath gewußt und uns sehr wohl gelabet. 3. Des Himmels Fenster öffnest du und schenkest milden Regen; du schließt die Erde auf und zu und giebst uns deinen Segen; die Kost ist da auf dein Geheiß, wen sollte das zu deinem Preis, o Vater, nicht bewegen? 4. Dem Viehe giebst du Futter satt und speisest auch die Raben, wenn sie noch bloß, jung, schwach und matt, an Nahrung Mangel haben. HErr, du thuit auf die milde Hand und sättigest das ganze Land mit großem Wohlgefallen. 2. Der HErr ist hoch erhaben über die Heiden in der Welt, durchs Wortes Gnad und Gaben, ihm werden sie zu Dienst bestellt, so weit der Himmel reichet, sein' Ehr geht weit und fern! wer ist, der sich vergleichet mit unserm GOtt und HErrn? Er hat sich hoch geseßet, hält doch im Auge werth, was niedrig ist geschäßet im Himmel und auf Erd. 3. Dbgleich der Arm' muß liegen unwerth ein' Zeit im Staub und Roth, vor Jedermann sich biegen, traut er nur GOtt, so hat's tein' Noth. Manch arm Kind steht dahinten, sucht sein Brod vor der 5. Für solche Wohlthat wollen Thür; GOtt weiß es doch zu wir, wie liebe Kinder müssen, finden, ziehts aus dem Staub von ganzer Seele danken dir herfür und setzt es an die Seiten und unsre Mahlzeit schließen mit dem Fürsten in dem Land, dem Fürsten und viel Leuten kommt Heil durch seine Hand. einem Dank- und Lobgedicht. O treuer GOtt, verschmäh uns nicht, laß es dir wohlgefallen. 4. GOtt seinen reichen Segen in Gnad den Frommen schickt zu Haus, thut ihn'n oftmals begegnen, wenn alle Hoffnung scheinet aus. Dem Weib, das Leid 6. Vergieb auch unsre Missethat und gieb, was wir begehren; schaff uns, o Vater, ferner Rath, daß wir uns ehrlich nähren. Verleihe künftig gute Zeit, Glück, Nahrung. 64 Tischgesänge nach dem Essen. rung, Fried und Einigkeit, Ge- hat uns eingeschrieben zum Les sundheit, Heil und Segen. ben und zum Lieben. 7. Laß endlich bei des Lammes Tisch im Himmelreich uns essen, wo tausend Gaben mild und frisch du selbst uns wirst zumessen. Da wird man schmecken Freud und Ehr und wir, HErr, wollen nimmermehr zu preisen dich auf hören. 3. Da wir noch sind gelegen ohn' Regen und Bewegen, ohn' Menschenhülf und Sorgen, der Mutter auch verborgen; 4. Hat er allein gegeben die Glieder und das Leben: Ohn' einig unsern Heller, war Küche da und Keller. 119. M. Wach auf, mein Herz. Nun Jun laßt uns GOtt dem HErren danksagen und ihn ehren, von wegen seiner Gaben, die wir empfangen haben. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein gegeben, die selben zu bewahren, will er an uns nicht sparen. 3. Nahrung giebt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wie wohl tödtliche Wunden sind kommen von den Sünden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus für uns gestorben, hat uns das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein' Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der Heil'ge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben. Im Himmel soll'n wir haben, o GOtt, wie große Gaben. 7. Wir bitten deine Güte, wollst uns hinfort behüten, die Großen mit den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gieb ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen, durch JEsum Christum. Amen. 120. M. Nun laßt uns GOtt. un lasset GOttes Güte uns führen zu Gemüthe: Kommt, laffet uns erwägen des frommen Baters Segen. 2. Eh wir ans Licht gesebet, hat er uns hoch geschäßet und 5. Er hat zu rechter Stunde vollkömmlich und gesunde, auf seiner Engel Wagen uns in die Welt getragen. 6. Er hat uns eingenommen in die Gemein der Frommen, ges macht zu seinen Erben, daß wir nicht ewig sterben. 7. Er giebt uns zu erkennen sein Wort, daß wir ihn nennen ein'n Vater und Ernährer und alles Guts Bescherer. 8. Er giebt für unsre Sünde sein eingebornes Kinde und läßt es für uns würgen, als einen rechten Bürgen. 9. Dies lasset uns bedenken, wenn uns die Sorgen tränken: wer seinen Sohn hergiebet, derselb' aufs höchste liebet. 10. Sollt er uns was versagen, so wir ihm gläubig klagen, was wir vonnöthen haben zur Hüll', zur Speis', zum Laben? 11. Die Vögel in den Lüften, die Thierlein in den Klüften, die Blümlein auf den Wegen uns müssen widerlegen. 12. Der sie so treulich heget und ihrer fleißig pfleget; sollt einen Himmelserben der denken zu verderben? 13. O Vater, Vater, giebe, daß deine große Liebe wir inniglich betrachten und so gering nicht achten. 14. D Vater, uns beschere, zu deinem Lob und Ehre, daß wir dir recht vertrauen und gänzlich auf dich bauen. 15. Wenn Tischgesänge nach dem Effen. 65 15. Wenn wir nun dieses ha- 3. Alsbald der Mensch sein Les ben, so werden uns die Gaben, ben hat, seine Küche vor ihm die wir zu diesem Leben bedür- staht; in dem Leib der Mutter fen, wohl gegeben. sein ist er zugerichtet fein; ob er ist ein kleines Kind, Mangel doch an nirgends find't, bis er in die Welt herkömmt. 16. Eh' Himmel und die Erden zunichte müssen werden, als sollten sein verlassen, die Fleischesforge hassen. 3. M. Dillher. D 121. Mel. Wo GOtt der HErr. GOtt! wir danken deiner Güt' durch Christum unsern HErren, der uns mit Wohlthat überschütt't, und der uns thut ernähren; all'm, was den Odem je gewann, hast du sein Nothburft lassen han; dir sei Lob, Preis und Ehre. 4. GOtt hat die Erd' schön zus gericht't, läßt's an Nahrung mangeln nicht. Berg und Thal, die macht er naß, daß dem Vieh drauf wächst sein Gras; aus der Erden Wein und Brod schaffet COtt und giebt's uns satt, daß der Mensch sein Leben hat. 2. Als du nun, HErr, gespeiset haft den Leichnam, der verdirbet: so laß die Seel' auch sein dein'n Gast, die durch dich nimmer stirbet. Dein heilsam Wort ihr' Speise sei, bis sie auch endlich wird ganz frei das Himmelreich ererben. 3. Lob, Ehr' und Dank dir, Vater, sei im Himmel hoch dort oben, der du uns machst von Sünden frei durch den heilsamen Glauben an deinen eingebornen Sohn, der mit dir sigt im Himmelsthron, mit gleichem Preis zu loben. 122. In bekannter Melodie. Singen wir aus Herzens grund, loben GOtt mit unserm Mund, wie er sein' Güt' uns beweist, so hat er uns auch gespeist, wie er Thier und Vög'l ernährt, so hat er uns auch beichert, welch's wir jebund hab'n verzehrt. 5. Das Wasser das muß geben Fisch, die läßt GOtt tragen uns zu Tisch, Ei'r von Vögeln einges legt, werden Junge draus ge heckt, müss'n der Menschen Speise sein, Hirsche, Schafe, Rinder und Schwein schaffet GOtt, und giebt's allein. 2. Lob'n wir ihn als seine Knecht', das sind wir ihm schuldig von Recht, erkenn'n, wie er uns hat geliebt, dem Menschen aus Gnaden giebt, daß er von Bein, Fleisch nnd von Haut artig ist zusammen gebaut, daß er des Tages Licht anschaut. ( S 6. Wir danken sehr und bitten ihn, daß er uns geb' des Geistes Sinn, daß wir solches recht vers stehn, stets nach sein'n Geboten gehn, seinen Namen machen groß in Christo ohn' Unterlaß, so sing'n wir recht das Gratias. D. N. Sellneccer. 123, M.Singen wir aus Herzens. Mas ist doch des Menschen ihm verbind't, durch die Wohl und Gnadenthat, die er täglich von ihm hat. Er hält ihn ja hoch und hehr, giebt ihm Speise, Schmuck und Ehr', sättigt ihn mit seiner Lehr'. 2. Er giebt Thau und Sonnenschein, schenkt den Freudenbecher ein. Er nährt Menschen, Vieh und Rind, giebet Regen, Luft und Wind. Ja, der jungen Raben Schaar hat GOtt nicht vergefsen gar, wenn sie sind in Todagefahr. 3. Auch das wilde Wellenmeer nähret mancher Fische Heer, alles was 66 Tischgesänge nach dem Effen. was den Fittig schwingt, seinem 8. Du sendest die Erlösung den GOtt Dankopfer bringt. Ihre Bünglein sind nicht leer, ihre Stimm' ist nicht zu schwer GOtt zu geben Dank und Ehr'. 4. Manche fette Wollenheerd' ist mit Füll und Hüll beschwert; auf der grün bekleidten Weid' trägt sie unsre Speis' und Kleid; ihrer Hunde treuer Schuß bietet allen Wölfen Truß, und giebt zwei Dinge Harri Menschen von dir, wollest du nicht weigern mir, weil ich in diesem Leben bin, eh' mich mein Stündlein nimmt dahin. 2. Verfälschte Lehr', Abgötterei und Lügen ferne von mir sei. Armuth und Reichthum gieb mir nicht, doch dieses ich noch ferner bitt: 3. Ein ziemlich Nothdurft schaff dem Leib, daß ich kann nähren Kind und Weib, daß keine Noth noch Mangel sei, und auch kein Ueberfluß dabei. 4. Sonst wenn ich würd' zu satte ſein, möcht ich verleugn'n den HErren mein, und sagen: Was frag' ich nach GOtt? ich bin ver5. Ach HErr, ich bin zu gering und unwerth so werther Ding, indem du mich Erdengast reichlich wohl gespeiset hast. Deine Liebe meis't uns frei alle deine Gnad' und Treu; sie sei alle Morgen neu. 6. Nimm für diese Kost und Speif' unser armes Lob und Preis; nimm jetzt für den starken Trank unsers schwachen Mundes Dant; bis in jenem Leben wir in vollkommner Engelzier, HErr, dir danken für und für. P. Harsdörffer. 124. Mel. Danket dem HErren. W as Lobes soll'n wir dir, o Gefangnen, und trägest weg den Raub mit großem Brangen. 9. Theu'r, schrecklich, unvergänglich ist dein Name; wer den fürchtet, der wird zur Weisheit kommen. * 10. Lob und Ehr' müsse dir, o Vater, werden in Ewigkeit, auch hier auf dieser Erden. 125. Mel. Wenn wir in höchsten. tann keines Menschen Zung ausbringen. 2. Du hast uns wahre Siegel aufgedrücket, dabei wir deine Gunst und Güte schmecken. 3. Den bösen Pharao im Meer erwürget, Israel in der Wüst'n mit Brod versorget. 4. Dabei wir sollen lernen heut und morgen, daß du willst unsern Leib und Seel' versorgen. 5. 3u b'weisen deine hohen Wunderwerke, hast du zerknirschet der Hethiter Stärke. 6. Dazu ein'n ew'gen Bund mit uns gemachet, wohl dem, der mit dem Herzen darauf achtet. 7. Bater, deine Reden find beständig, Gerichte, Wahrheit, Werte deiner Hände. 5. Oder, wenn Armuth drückte mich, zum Stehlen möcht' gerathen ich, oder mit Sünd' trachten nach Gut, ohn' GOttes Scheu, wie Mancher thut. 6. Des HErren Segen machet reich, ohn' alle Sorg, wenn du zugleich in dein'm Stand treu und fleißig bist, und thust, was dir befohlen ist. 7. GOtt Vater, Sohn und Heil'. ger Geist, von dem uns alle Gnad' herfleußt, wir loben dich, wir danten dir für deine Wohlthat für und für. 2. Delers. 126. Mel. Singen wir aus Herz. weierlei bitt' ich von dir, trag' dir dir, der alles reichlich giebt, was uns dient, und dir beliebt: Gieb mein Sonntagsgesänge. mein Bitten, das du weißt, eh ich sterb und sich mein Geist aus des Leibes Banden reißt. 2. Gieb, daß ferne von mir sei Lügen und Abgötterei; Armuth, bas die Maße bricht und groß Reichthum gieb mir nicht. Allzu arm und allzu reich ist nicht gut, stürzt beides gleich unsre Seel' ins Sündenreich. 3. Laß mich aber, o mein Heil, nehmen mein bescheiden Theil, und beschere mir zur Noth hier mein täglich Bißlein Brod. Ein llein wenig, da der Muth und ein gut Gewissen ruht, ist für wahr ein großes Gut. 4. Sonsten möcht im Ueberfluß ich empfinden Ueberdruß, dich verleugnen, dir zum Spott, fra= 67 gen: Wer ist HErr und GOtt? Denn das Herz ist Frechheit voll, weiß oft nicht, wann ihm ist wohl, wie es sich erheben soll. 5. Wiederum, wenns stehet bloß und die Armuth wird zu groß, wird es untreu, stiehlt und stellt nach des Nächsten Gut und Geld, thut Gewalt, braucht Ränk' und List, ist mit Unrecht ausge= rüst't, fragt gar nicht, was christlich ist. 6. Ach, mein GOtt, mein Schaß, mein Licht, dieser feines ziemt mir nicht; beides schändet deine Ehr, beides stürzt ins Höllenmeer. Drum so gieb mir Füll und Hüll, also, wie dein Herze will, nicht zu wenig, nicht zu viel. Paul Gerhard. Der andere Theil des Gesangbuches, Sonn- und Festtags-, wie auch Passionsgesänge enthaltend. VI. Sonntagsgefänge. Beim Anfange des Gottes dienstes. 127. In bekannter Melobie. grie, o erbarm dich über uns! Sei uns gnädig, tilge unsre Missethat und erbarme dich unser! 2. Christe, o HErr GOtt, Vaters sancti eingeborner Sohn, unser treuer Heiland, der du mit deinem Blut tae, Eleison! uns alle haft erlöst, bitt uns Gnad bei GOtt dem Vater und erbarme dich unser. 3. Kyrie, o HErr GOtt Heil'ger Geist, lehre uns JEsum Christum erkennen recht; unsre Sünden 128. Kyrie, Fons banitatis, Pater ingenite, a quo bona cuncta Procedunt, Eleison! 2. Christe, unice DEI Patris genite, quem de virgine nasciturum mundo mirifice Prophepraedixerunt 3. Kyrie, ignis divine, pecto ra nostra succende, ut digne pariter Te laudare possimus semper, Eleison! 129. In bekannter Melodie. find uns leid; tröst uns, leit Allein GOtt in der Höh sei uns, uns in der und heit und erbarme dich unser. Gnade, darum, daß nun und nimmers 68 Sonntagsgesänge vor der Predigt. Blödigkeit hat unsre Sinnen, nimmermehr uns rühren kann| 131. M. JEsu, der du meine. kein Schade; ein'n Wohlgefall'n GOtt an uns hat. Nun ist groß Fried ohn' Unterlaß, all' Fehd' hat nun ein Ende. liebster JEsu, ganz ge schwächt; sollen wir was Guts beginnen, ach, so laß uns, deine 2. Wir loben, preis'n, anbeten Snecht', jetzt mit deinem Donner dich, für deine Ehr wir danken, rühren, daß wir mögen heilsam daß du, GOtt Vater, ewiglich spüren deines Wortes Kraft regierst ohn' alles Wanten. Ganz und Schall, der da kann ers unermess'n ist deine Macht, fort g'schieht, was dein Will hat bedacht; wohl uns des feinen HErren. schrecken all. 2. Laß uns von dem Schlaf ers wecken, der dem Fleische wohlges than, damit nicht das letzte Schrek3. D JEfu Chrift, Sohn einge- ten uns den größten Dampf thu born deines himmlischen Vaters, an. Laß uns sorgen, laß uns Versöhner der'r, die war'n verwachen, haben Acht auf unsre Lorn, du Stiller unsers Haders; Sachen, laß uns folgen deinem Lamm GOttes, heil'ger HErr Rath; wachet, weil noch wacht und GOtt, nimm an die Bitt die Gnad. von unsrer Noth; erbarm dich unser aller. G. Meißner. 132. Mel. Du, o schönes. 4. D Heil'ger Geist, du höchstes Christen, hört, was ihr sollt hören, GOttes Stimm', die ihr jetzt hört; laßt euch nicht die Welt bethören, die euch nur von außen ehrt. Hier will euch Herzen ehren euer Jesus und euch lehren, wie bei ihm in Ewigkeit ihr sollt schmecken lauter Freud. Gut, du all'rheilsamster Tröster, vor's Teufels G'walt fortan behüt, die JEsus Christ erlöset durch große Mart'r und bittern Tod, von abwend all unsern Jammer und Noth, du wir uns verlassen. D. N. Selneccer. Vor der Predigt. 130. M. Ach was soll ich Sünder. Ach! du edler Gaft der Seelen, Geist des Vaters und des Sohns, gleicher Macht und gleiches Throns: ach! gieb, daß wir dich erwählen zum Geleiter dieser Zeit, welche voll Gefährlichkeit. 2. Ach ja, wir sind gegenwärtig hier vor GOtt und seinem Knecht; du, HErr, mach uns dazu fertig, daß wir hören dein Wort recht, daß wir thun, was ihm befohlen, bis du uns wirst gar heimholen in dein himmlisch Kirchenhaus, da wir dich hörn ein und aus. G. Meißner. 133. M. Singen wir aus Herzens. Durst'ge Seelen, kommet her, 2. Finsterniß hat uns umgeben in der Seele, im Verstand, als ein schwarz Egytenland; wo du nicht ob uns sind und bleiben wir verirrt, ganz verdüstert und verwirrt. 3. Drum so laß uns dein Licht leuchten, die wir hier an deinem Ort sind, zu hören GOttes Wort; laß die dürren Herzen feuchten mit dem zuckersüßen Saft, so uns ewig Labsal schafft. die ihr lechzet also sehr nach dem süßen Lebenssaft, der euch Troft und Labsal schafft; hier ist Wasser, hier ist Brod, eßt und trinkt, wie ihr's habt noth, wer es schmeckt, sieht nicht den Tod. 2. Ganz umsonst und ohne Geld wird's euch jebund vorgestellt; GOttes Diener theilt es mit dem, G. Meißner. Sonntagsgesänge dem, der herzlich darum bitt't. Nun, wir bitten allzumal: Mach uns, liebster JEsu! all reich und fatt in deinem Saal. G. M. 134. M. Nun sich der Tag geendet. Erwecke mir Herz, Ohr und Sinn, mein JEju! zur Andacht und gieb, daß ich begierig bin, zu hören deine Macht. 2. Vertreib des Herzens Fin sterniß durch deines Geistes Schein, auf daß ich ohne Hinderniß jetzt nehm dies Manna ein. 3. Eröffne deines Dieners Mund, daß er mit Freudigkeit dein Wort in dieser Gnadenstund zu deinem Lob ausbreit. 4. Laß solches bringen Frucht in mir, im Leben und im Tod; bis ich dort essen werd mit dir das selge Himmelsbrod. G. M. 135. M. HErr JEfu Chrift, dich. Gott, der du iegund deine Gäst mit Engelspeis' bewirthen läßt, gieb uns dazu auch Engellust, daß uns kein Etel sei bewußt. 2. Silf, daß es alle Seelen nährt, wies jede wünschet und begehrt; laß sie in dessen Kraft bingehn, weit über Horebs Berg' and pöhn. 3. Dein Engel geb's uns mit Besch id, mit Vorsicht und mit Freudigkeit; und bring uns leßt jum Himmelssaal, wo du uns selbst wirst speisen all'. G. M. 136. Jn bekannter Melodie. HEr Er JEsu Christ, dich zu u is wend, dein'n Heil'gen Geist du zu uns send, mit Hülf und Gnad, HErr, uns regier, und uns den Weg zur Wahrheit führ. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht jein; den Glauben mehr', stärt ben Ve stand, daß uns dein Nam werd u ohl bekannt: vor der Predigt. 69 3. Bis wir singen mit GOttes Heer: Heilig! Heilig ist GOtt der HErr; und schauen dich von Angesicht, in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, sammt Heil'gem Geist in Ginem Thron, der Heiligen Dreis einigkeit jei Lob und Preis in Ewigkeit. with. Herzog zu Weimar. 137. Mel. Straf mich nicht. Esu, segne unser Wert, segne Lehren, Hören, unsre schwache I Sinnen stärt, uns des Schlafs zu wehren, daß nicht kann der Satan uns den edlen Glauben aus dem Herzen rauben. 2. Wohne deinem Diener bei mit des Geistes Stärke; laß ihn dein Wort reden frei, daß er kräftig merke, wie in Lieb ihn dein Trieb, zum Heil aller Frommen, ganz hab eingenommen. 3. Theile mit dein Himmelsbrod unsern armen Seelen, das uns labet, wenn die Noth uns beginnt zu quälen; bis einmal dort im Saal deiner Himmels freuden du uns selbst wirst weiden. G. M. 138. M. Liebster JEfn, wir find. Esu, wir sind kommen her, deine Süßigkeit zu schmecken dich mit Gnaden zu uns kehr Herz und Ohren zu erwecken, daß wir deine Himmelslehren mögen freudiglich anhören. 2. Deffne deines Dieners Mund, gieb ihm deines Geistes Gaben, kräftiglich zu dieser Stund uns mit Himmelsbrod zu laben. Laß uns diese Engelspeise stärken auf der Heimfahrtsreiſe. 3. Dir, dem Vater und dem Geist, dafür ewig Preis soll werden, gieb nur, daß wir allermeist uns von dieser eitlen Erden mit Verlangen, Wunsch und Stöh€ 3 nen 70 nen, nach dem Himmel mögen fehnen. G. Meißner. 139. In bekannter Melodie. Qiebster JEsu, wir sind hier. dich und dein Wort anzuhören, Sonntagsgesänge vor der Predigt. die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, Gutes richten, wollst du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus GOtt geboren, mach uns allesammt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen laß, HErr JEsu, wohl gelingen. 4. Vater, Sohn und Heil'ger Geist, dir sei ewig Preis und Ehre! Tröst die Herzen allermeist mit dem Wort der reinen Lehre hier in diesen Lebenszeiten, bis wir dort dein Lob ausbreiten. M. T. Clausniper. 140. M. Ich danke dir, o GOtt. Nim imm jetzt hinweg, o GOtt, was uns fann stören, was hindern kann den Einfluß deiner Lehren, Sorg, Kümmerniß, all' irdische Gedanken, schläfrige Augen, Sinne, die da manten; laß Herz und Ohren einig zu dir fehren, so kann und wird dein Knecht mit Lust uns lehren. G. Meißner. 141. M. In allen meinen Thaten. Quell, daraus herfließet und kräftig sich ergießet der Weiseit Suckersaft in abgematt'te Seelen, die für viel Angst und Quälen empfinden öfters wenig Kraft. bange Herzen abkühlen Angst und Schmerzen und träftig heilen ihren Fehl. 142. m. GOtt des Himmels. 6. Meißner. rediger, du Gotteshirte, sieh, du uns entlad'st der Bürde, die uns drücket für und für: Ach! so nimm hinweg die Last und schaff unsern Seelen Raft. 2. Zeig uns, wie wir sollen nehmen auf uns unsers JEsu Joch, daß wir seiner uns nicht schämen, sollt die Welt auch noch so hoch uns darüber feinden an, g'nug, daß JEsus schüßen kann. G. Meißner. 143. M. Mein' Augen schließß ich. 1 icht, JEsu, unser Herz auf deines Dieners Mund, laß uns mit Andacht hör'n dein Wort in dieser Stund, gieb, daß durch deinen Geist er unsre Herzen rühre, daß jedes seinen Trieb zum Christenleben spüre. 2. Hilf, daß des Glaubens Licht in vollem Glanze schein, daß Lieb und Liebeswerk die rechten Früchte sein. Laß uns dein Gnadenwort doch freudiglich anhören: Kommt her, nehmt ein das Reich, das ich euch will verehren. G. Meißner. 144. M. Chriftus, der uns selig. ( chönster JEsu, GOtteslamm, meines Herzens Freude, meiner Seelen Bräutigam! Komm, ach komm, mich leite, deine Braut, mit deinem Licht, die hier vor dir stehet; so du ihr wirst leuchten nicht, in der Irr' sie gehet. 2. Zeig ihr jest durch deinen Knecht, wie sie recht mag gläuben, christlich leben, fromm und recht und an dir fest bleiben; laß sie hören furchtbarlich deine Himmelslehren, bis sie einsten fröh2. Begieß des Dieners Lippen, daß sie heut milde trippen von lich dich dort kann selber hören. Wein und süßem Del, laß alle 6. Meißner. 145. Mel. Sonntagsgesänge vor und nach der Predigt. 145. Mel. JEsu, meine Freude. Vater ater aller Gnaden, der du uns geladen hast an diesen Ort, bein Wort anzuhören, und den Weg zu lehren zu der Himmelspfort, zu uns richt' dein Angesicht, das uns leucht't vor unsern Füßen in den Finsternissen. 2. JEsu, Trost der Sünder, fieh, wie deine Kinder kläglich nach dir sehn! Blick uns an in Gnaden, heil' den Seelenschaden, denn wir sonst vergehn; Sinn und Herz neig' himmelwärts, daß es einig bleib ergeben, ewig dir zu leben. 3. Flamme der Verliebten, Tröster der Betrübten, schönster Herzensgast! komm, mit deinen Gaben inniglich zu laben, was du Liebes hast. Gieb jegund in dieser Stund', daß dein Diener uns mag lehren, was uns tann befehren. G. Meißner. 146. Mel. 3ion tlagt mit Angst. 3iom ions Burg ist meine Freude, meine Lust in GOttes Stadt, in derselben find' ich Weide, und für meine Seele Rath; drum erscheine ich allhier, anzuschauen seine Zier, und zu preisen GOttes Werte, seine Wunder, Macht und Stärke. 71 2. Hilf, daß wir auch die Se genskraft empfinden; die Luft an dir, den Ekel an den Sünden! Laß alles, was gethan, gesegnet fein, fo geht's uns wohl, die Ehre bleibet dein. 3. Meistert die Welt uns über unser Leben, das nur zum Dienst und Willen dir ergeben: so leite uns durch deinen Geist dahin, daß für den Spott du bleibst der beft' Gewinn. 4. Nähr' und versorg' uns auch mit Leibesgütern, mit Speis und Trank, mit deinen Himmels gütern, mit Friede, Glück und Heil in allem Stand, und bring' uns legt zum rechten Vaterland. G. Meißner. 2. Nun, mein GOtt! laß Beten, Singen, Lehren, Hören, und was mehr nur zu deinem Lob erklingen, doch auch dieses mir gewähr', daß wie ich in deinem Haus jezo gehe ein und aus, also ich auch dort mög' gehen, und mit Freuden vor dir stehen. G. Meißner. 148. Mel. Liebster JEfu, wir sind. un, GOtt Lob! es ist vollbracht, Singen, Beten, Lehren, Hören; GOtt hat alles wohl gemacht; drum laßt uns sein Lob vermehren. Unser Gott sei hoch gepreiset, der uns hat so wohl gespeiſet. 3. Unsern Ausgang jegne GOtt, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brod, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit sel'gem Sterben, und mach' uns zu Himmelserben. M. Tobias Claußniger. 149. Mel. Herzliebster JEfu, was. So hast du denn, o JEſu! treuer Hirte, geführet uns, als Schäflein und Verirrte, auf grüner Au, da unsern armen Seelen nun nichts kann fehlen. 147, tel. Die Sonn' hat sich mit. Ott, der du haft gelabet unsre Seelen mit Engelbrod, und es nicht lassen fehlen, was deine Huld zu unserm Heil bedacht: dir jei dafür ein Dankaltar ge- das Herz mit Trost gewei 2. Du hast zum frischen Wasser uns geleitet, die Seel' erquidt, bracht. het, hast uns in Furcht und Kummer 4 Nach geendigtem Gottes: dienst. 2. Weil der GOttesdienst ist aus, mitgetheilet auch der Segen, so gehn wir mit Freud' nach Haus, wandeln fein auf GOttes Wegen, GOttes Geist uns ferner leite, und uns alle wohl bereite. 72 Adventsgesänge. Rummer lassen stillen um deinets| Troststab, der da uns Erlöf'ten willen. tann wieder trösten. 3. Jft's nun, daß wir nach dei nem Wohlgefallen durch's Thal des Kreuz's und Todes müssen wallen, so dürfen wir nicht fürchten Satans Tücke, noch Ungelüde. 4. Troßt uns der Feind, und macht uns weh' und bange, schlägt uns das Herz, der Mund tlagt: ach, wie lange! Hier ist dein 5. Mit Freudenöl du unsre Häupter tränkest, mit Gnadengaben uns auch wohl beschenkest, was dürr und lechzend ist, willst du erquicken und nicht ersticken. 6. Barmherzigkeit und Gutes willst du geben, so lange wir in deinem Hause leben, dort aber uns an deine Tafel seben, himm lisch ergößen. 6. Meißner. VII. Adventsgesänge. 150. M. Helft mir GOtt's Güte.| die Plagen, so er uns schickt, eruf! auf! ihr Reichsgenos A™ sen, eu'r König kommt heran, empfahet unverdroffen den großen Wundermann; ihr Christen geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübte Herzen, der Rönig ist gar nab', hinweg all' Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort höchst tröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf' und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagte! der König ist nicht fern, seid fröhlich ihr Verzagte, dort kommt der Morgenstern; der HErr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hülf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr freche Sünder, der König merket drauf, wenn ihr verlorne Kinder in vol lem Lasterlauf auf Arges seid bedacht, ja, thut es ohne Sor gen; gar nichts ist ihm verborgen, er giebt auf alles Acht. 5. Seid fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht, laßt uns den Weg ihm bahnen, und machen alles recht; fürwahr, er meint es gut, drum laffet uns tragen mit unerschrocknem Muth. 6. Und wenn gleich Krieg un Flammen uns alle rauben hin: Geduld! weil ihm zusammen ges hört doch der Gewinn. Wenngleich ein früher Tod die Kinder uns genommen, wohlan, sie sind ge kommen ins Leben aus der Noth. 7. Frisch auf, in GOtt, ihr Armen, der König sorgt für euch, er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der an das Thier gedacht, der wird auch euch ernähren. Was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 8. Hat endlich uns betroffen viel Kreuz, läßt er doch nicht die, so auf ihn stets hoffen mit rechter Zuversicht. Von GOtt tommt alles her, der lässet auch im Sterben die Seinen nicht verderben, sein' Hand ist nicht zu schwer. 9. Frisch auf, ihr Hochbetrübte, der König kommt mit Macht, an uns, sein' Herzgeliebte, hat er schon längst gedacht. Nun wird tein Angst noch Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns GOtt aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 10. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu befehn, dieweil Adventsgesänge. 73 Dieweil er kommt geritten, start,| 5. Drum wenn du auf der Reise herrlich, sanft und schön. Nun bei uns sollst kehren ein, so müss tretet all' heran, den Heiland zu sen deiner Weise mir auch gebegrüßen, der alles Kreuz verwöhnet sein. Zwar Fürsten zu süßen und uns erlösen kann. begasten, giebt nicht geringe Müh, doch, je mehr sie belasten, ie reicher zahlen sie. 6. HErr, wer allhier dich heget, im Glauben und Geduld, wer deiner treulich pfleget, und trauet deiner Huld, dem hast du schon versprochen das Haus der Ewigs feit, wird gleich allhier zerbrochen die Hülfe dieser Zeit. 7. Jest pflegst du einzukehren, durchs Wort und Sakrament, und wirst durch's Kreuzes Zähren an deinem Zug erkennt. Dann aber wirst du kommen mit großer Pracht und Ruhm, und führen deine Frommen in's himmlisch' Eigenthum. 152. Miel. Vom Himmel hoch da. Ott, heil'ger Schöpfer, Aller Stern, 3. Franc. 11. Der König will bedenken bie, welch' er herzlich liebt, mit töstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt, durch seine Gnad' und Wort. Ja, König! hoch erhoben, wir wollen alle loben dich freudig hier und dort. 12. Nun, HErr, du giebst uns reichlich, wir selbst doch arm und schwach, du liebest unvergleichlich, bu gehst den Sündern nach. Drum wollen wir allein die Stimmen hoch aufschwingen, dir Hosianna fingen, und ewig dankbar sein. 3. Rist. 151. Mel. Lobet GOtt unsern. Erweitert eure Pforten, erhöht des Herzens Thor, und sucht an allen Orten, hier Gras, dort vor, zu zieren, durch die der HErr soll ziehn, baut prächt'ge Ehrenthüren, bedeckt mit Wintergrün, 2. Wer ist( so frag ein Jeder), wer ist der große Held, auf den jest hin und wieder der Einzug wird bestellt? Er heißt( ihr sollt's bald hören), er heißet Zebaoth! er ist der HErr der Ehren, und beides Mensch und GOtt. 3. Willkommen, großer König! willkommen, JEsu mein! Mein Haus ist zwar zu wenig, mein Raum ist viel zu klein, dich, o HErr, zu bewirthen; doch weil du deinen Zug auch nimmst zu schlechter Hirten, so ist hier Raum genug. 4. Lad ab vor meiner Treppen die schwere Kreuzeslast, die du pflegst mit zu schleppen. Lad' ab, du lieber Gast! Ist sie gleich schwer zu heben, doch bin ich vergewißt, daß auch viel Trost darneben in dieser Bürde ist. sind so fern, zu kennen deinen wahren Christ, der für uns Mensch geworden ist. 2. Denn es ging dir zu Herzen sehr, daß wir gefangen war'n so schwer, und sollt'n ewig des Todes sein; drum nahmst du auf dich Schuld und Bein. 3. Da sich die Welt zum Abend wand't, der Bräut'gam Christus ward bekannt aus seiner Mutter Kämmerlein, die Jungfrau blieb ganz zart und rein. 4. Bewiesen hat er sein' Gewalt, daß es in aller Welt erschallt, sich müssen beugen alle Knie, im Himmel, Hölle und auch hie. 5. All's, was durch ihn ge schaffen ist, dem giebt er Leben, Kraft und Frist, nach seines Willens Ordnung zwar, ihn zu erkennen offenbar. 6. Wir bitten dich, HErr JEsu Christ, weil du zukünftig Richter ( S: 5 bist, 74 Adventsgesänge, bist, lehr' mich, daß ich dein'n oft, wie auch Jacob, und sammt Willen thu, und in dem Glau- ihnen aller Väter Schaar gehofft, ben nehme zu. dran sich Abraham erquicket, als er ihn im Geist erblicket. 7. Lob, Preis sei, Vater, deiner Kraft, dein'm zarten Sohn, der all' Ding' schafft, dem Geiste deiner Heiligkeit, im Wesen der Dreieinigkeit. 2. O des Tages voller Wonne, und dem sonst kein Tag nicht gleicht, seit von Anbeginn die Sonne hat um dieses Rund geleucht't; o! der viel gewünschten Stunden, die sich nunmehr eingefunden. Gott 153. M. Nun kommt der Heiben. Ott sei Dant in aller Welt, der sein Wort beständig hält und der Sünder Trost und Rath zu uns hergesendet hat. 2. Was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnsucht war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt mit Herrlichkeit. 3. O du Anfang unsrer Freuden! sei gegrüßt, gewünschtes Licht! als mit dem uns armen Heiden jetzt ein neuer Trost anbricht, und vor welchem wir indeffen stets in lauter Nacht geseffen. 3. 3ions Hülf und Abrams Lohn, Jacobs Heil, der Jungfraun, Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, Hosianna! o mein Theil, richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen ein. 5. Zieh du Ehrenfönig ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von allem Sündenwust. 6. Und gleichwie dein' Zukunft war voller Sanftmuth ohn' Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch an mir vermißt. 8. Tritt den Schlangenkopf entzwei, daß ich aller Nengsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 4. Nunmehr trieft ein heil'ger Regen oben von dem Himmel ab; auch die Wolken schütten Segen und Gerechtigkeit herab; GOtt der HErr kommt selbst auf Erden, uud beginnt ein Mensch zu werden. 5. Nunmehr wird die tiefste höhe mit dem tiefsten Thal vereint; Ehre nimmt die Schmach zur Ehe; Allmacht wird der Schwachheit Freund; Herrlichkeit kommt zu uns Armen, und aus Rache wird Erbarmen. 6, Jungfrau, Mutter, Keuschheit selber, das gebenedeite Weib; statt der hohen Sternges wölber wird ihr unbefleckter Leib heut zum GOttesthron erlejen, sie empfängt ein ewigs Wesen. 9. Daß, wenn du, du Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegen gehn, und vor dir gerecht bestehn. 7. Er, der Vater wird zum Kinde, Tochter muß die Mutter sein. Selbst das Heil wird hier zur Sünde, sie empfängt, und bleibt doch rein. Jungfrau bleiben, schwanger gehen, tann allhier beisammen stehen. Heinrich Held. 8. O Geheimniß, dessen gleichen 154. M. Herr, ich habe mißgeh. man auf Erden nie gesehn! Dieeut ist uns der Tag erschie- ses ist ein Wunderzeichen, das worauf Gott ches Adventsgesänge. ches tein vernünftig Sinnen tann begreifen noch gewinnen. 9. Vater und doch Kind daneben, unser Bruder, Fleisch und Blut, ach! was können wir dir geben für dies allzugroße Gut? Hilf, daß wir mit Herz und Sinnen geistlich dich empfangen können. Joh. Franc. 155. M. Lob sei dem allerhöchsten. br Himmel, tröpfelt Thau in Eil, ihr Wolken, regnet lauter Heil, nimm, Erde, wahr der Gnadenzeit und blühe von Gerechtigkeit. 2. Brich, Lebenssonne, durch die Luft, leucht hißig durch die Erdenkluft. Die Berge stürzen schon ins Grab und schmelzen wie ein Wachs herab. chenthau, befeuchte diese Trübfalsau! Ach, sebe den Verzug hintan und nimm das Fleisch der Menschen an. 4. Wir dorren, neß uns am Gemüth, verbind auch das verrenkte Glied, erlaß uns Sündern unsre Schuld und schenk uns deine Himmelshuld. 5. Wie kömmts? die Nacht ist ohne Nacht! Vielleicht, weil sich der Tag hermacht? Ja, ja, die wahre Sonne scheint, indem sich GOtt mit uns vereint. 75 3. Adle mich durch deine Liebe, JEsu, nimm mein Flehen hin, schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deiner Liebe übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Jungfraunsohn, meine Sinnen ſpüren schon deinen gnadenvollen Segen, deiner Wunder Seelenkraft, deine Frücht und Herzenssaft. 4. JEju, rege mein Gemüthe, JEsu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preise für die Güte, die du mir, o Seelengajt, lebenslang erwiesen hast. 5. Laß durch deines Geistes Gas ben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld, mich zu dir sein hoch erhaben; denn so will ich für und für Hosianna singen dir. 157. M. Vom Himmel hoch da.. Heidenheiland, geld! Komm, schönste Lilie dieser Welt; laß abwärts flammen deinen Schein; denn so will GOtt geboren sein. 2. Nicht von des Mannes Kraft noch Lieb, ach nein! bloß durch des Geistes Trieb empfängt die teusche Jungfrau hier; es wohnt ein göttlich Heil in ihr. 3. Wunder, das kein Mensch versteht, daß eine Jungfrau schwanger geht, der Leib wird schwer durch GOttes Kraft, doch unverletzt die Jungfraunschaft. Johann Frand. 156. M. Ach, was soll ich Sünder. Commst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, weil du weißt, was uns gebricht, o du starter Trost im Leiden! JEsu, meines Herzens Thür steht dir offen, himmelauf; dein' Abfahrt war komm zu mir. 4. Komm an, dir steht der Keuschheit Thron schon offen, JEsu, GOttes Sohn! Komm an, du zweigestammter Held, geh muthig durch dies Thal der Welt. 5. Du nahmeſt erdwärts deinen Lauf und stiegst auch wieder zum Höllenthal, die Rückfahrt in den Sternensaal. 6. O höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich; denn unsers siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelstraft. 7. 08 Adventsgesänge. 76 6. Es glänzet deiner Krippen Strahl, ein Licht leucht't durch dies finstre Thal; es giebt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. 3. Frand. 158. Nach voriger Melodie. Lob sei dem allerhöchsten GOtt, 10. Unterwirf ihm deine Vers nunft in dieser gnadenreich'n Butunft, untergieb seiner Herrlichkeit die Wert' deiner Gerech tigkeit. 11. Wo du dies thust, so ist er dein, bewahrt dich vor der Höl hat, wo so sieh eben für, denn er schließt dir des Himmels Thür. gesandt sein'n allerliebsten Sohn, aus ihm gebor'n im höchsten Thron; 2. Auf daß er unser Heiland würd, uns freite von der Sündenbürd und durch sein' Gnade und Wahrheit führte zur ewgen Klarheit. 3.D große Gnad und Gütigkeit, o tiefe Lieb und Mildigkeit, GOtt thut ein Werk, das ihm tein Mann, auch kein Engel verdanken kann. 4. Der Schöpfer aller Creatur nimmt an sich unsere Natur, verachtet nicht ein armes Weib, zu werden Mensch in ihrem Leib. von teit wird Fleisch in aller Reinigteit, das A und O, Anfang und End, giebt sich für uns in groß Elend. 6. Was ist der Mensch, mas ist fein Thun, daß GOtt für ihn giebt seinen Sohn? Was darf unser das höchste Gut, daß es so unserthalben thut? 7. O weh dem Volk, das dich veracht't, der Gnad' sich nicht theilhaftig macht, nicht hören will bes Sohnes Stimm, denn auf ihm bleibet GOttes Grimm. 8. O Mensch, wie daß du's nicht verstehst und dein'm König entgegen gehst, der dir so ganz demüthig tömmt und sich so treulich dein annimmt! 9. Ei, nimm ihn heut mit Freuden an, bereit ihm deines Herzens Bahn, auf daß er komm in bein Gemüth und du genießest feiner Güt. 12. Sein' erste Zukunft in der Welt ist in sanftmüthiger Gestalt, die andre wird erschrecklich sein, den Gottlosen zu großer Bein. 13. Die aberjeßt in Christo stehn, die werden dann zur Freud eins gehn, besißen, da der Engel Chör, daß sie kein Uebel mehr berühr. 14. Dem Vater in dem höchsten Thron, sammt seinem eingebornen Sohn, dem Heil'gen Geist in gleis cher Weis', sei ewiglich Dank, M. Weiß. Ehr und Preis. 159. Macht hoch die Thür, die Thor HErr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein GOtt, mein Schöpfer, reich von Gnad. 2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt', sein' Königstron' ist Heiligkeit, sein Scepter ist Barmherzigkeit. All unfre Noth zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein GOtt, mein Heiland, groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insges mein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn'! bringt mit sich lauter Freud und Wonn'. Gelobet sei mein GOtt! mein Tröster früh und spat. 4. Macht Adventsgesänge. 77 4. Macht hoch die Thür, die 161. M. Bon GOtt will ich nichtThor' macht weit, eu'r Herz zum un jauchzet all, ihr Frommen! Tempel sei bereit, die Zweiglein in diejer Gnadenzeit, weil der Gottjeligkeit stedt auf mit unser Heil ist kommen, der HErr Andacht, Lust und Freud. So der Herrlichkeit; zwar ohne stolze tommt der König auch zu euch, Pracht, doch mächtig zu verheeren ja Heil und Leben mit zugleich. und gänzlich zu zerstören des Gelobet sei mein GOtt, voll Rath, Teufels Reich und macht. voll That, voll Gnad. 5. Romm, o mein Heiland, JEsu Christ, mein's Herzens Thür dir offen ist, ach zieh mit deiner Gnade ein, dein' Freundlichkeit auch uns erschein! Dein Heil'ger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o HErr, sei ewig Preis und Ehr. G. Weiffel. 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Ejelein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein; er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen thut. 3. Kein Scepter, keine Krone, sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er das Herz in euch bestellt, des Vaters Willen im Leiden bald wird das Heil der Sün- hat vollbracht. der, der wunderſstarte Held, den 4. 3hr großen Potentaten, GOtt aus Gnad allein der nehmt diesen König an, wenn Welt zum Licht und Leben ver- ihr euch wollet rathen und gehn sprochen hat zu geben, bei allen die rechte Bahn, die zu dem Himtehren ein. mel führt, sonst, wo ihr ihn ver achtet und nur nach Hoheit trachtet, euch GOttes Zorn bes rührt. 5. Jhr Armen und Elenden, in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemuth, laßt eure Lieder klingen und thut dem König singen, der ist eu'r höchstes Gut. 160. M. Helft mir GOttes Güte. Mit it Ernst, o Menschenkinder, 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steigerichtig, laßt alles, was er haßt. Macht alle Bahnen recht, die Thal' laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was frumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei GOtt am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth übet, mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist und folget GOttes Leiten, das kann sich wohl bereiten, zu dem kommt JEsus Christ. 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eu'r Klag und Weinen verwandelen in Freud, er ist's, der helfen tann; habt eure Lampen fertig und seid stets fein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. M. M. Schirmer. 4. Das war Johannis Stimme, das war Johannis Lehr; GOtt strafet den mit Grimme, der ihm nicht giebt Gehör. O HErr GOtt, mach auch mich zu deines Kindes 162. In bekannter Melodie. Krippen, so sollen meine Lippen Nun kommt der Heiden Heis mit erheben dich. land, der Kind erkennt, deß sich wundert alle Welt Val. Thilo. 78 Adventsgesänge. Welt, GOtt solch Geburt ihm| 164. M. Nun freut euch, lieben. bestellt. 2. Nicht von Mann's Blut, noch Such, wer da will, ein ander Ziel, vom Fleisch, allein von dem Heil'gen Geist ist GOttes Wort worden Mensch und blüht ein' Frucht Weibesfleisch. die Seligkeit zu finden, mein Herz allein bedacht soll sein, auf Christum sich zu gründen; sein Wort ist wahr, sein'Werk' sind klar, sein heil'ger Mund hat Kraft und Grund, all' Feind' zu überwinden. 3. Der Jungfraun Leib schwanger ward, doch blieb Keuschheit rein bewahrt, leucht't hervor manch Tugend schön, GOtt da war in seinem Thron. 4. Er ging aus der Kammer sein, dem töniglichen Saal so rein, GOtt von Art und Mensch, ein Held, sein'n Weg er zu laufen eilt. 5. Sein Lauf kam vom Vater her und kehrt wieder zum Vater, fuhr hinunter zu der Höll' und wieder zu GOttes Stuhl. 6. Der du bist dem Vater gleich, führ hinaus den Sieg im Fleisch, baß dein' ewig' Gott'sgewalt in uns das krank Fleisch erhalt. 7. Dein' Krippen glänzt hell und klar, die Nacht giebt ein neu Licht dar, dunkel muß ich kommen drein, der Glaub' bleibt immer im Schein. D. M. Luther. 8. Lob sei GOtt dem Mater gethan, Lob sei Gott sein'n. eingen Sohn, Lob sei GOtt dem Heil'gen Geist, immer und in Ewigkeit. 163. M. Erschienen ist der herrl. Mun un kommt das neue Kirchenjahr, deß freut sich alle Christenschaar. Dein König kommt, brum freue dich, du werthes Zion, ewiglich. Halleluja. 2. Such, wer da will, Nothhelfer viel, die uns doch nichts erworben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zu Theil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret. Er ist der HErr und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all' Stund von Herzens grund, sucht ihn allein, denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 3. GOtt, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, das laß unsbleiben, daßwir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja, D. 3. Olearius. 4. Mein's Herzens Kron', mein' Freudensonn sollst du, HErr JEsu, bleiben, laß mich doch nicht vor deinem Licht durch Eitelteit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mein' Speis', bleib du mein' Ehr, dein Wort mich lehr an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen, weich nicht von mir, mein' höchste Bier, hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort 2. Wir hören noch das Gnaden- Lob sagen. G. Weiffel. wort vom Anfang immer weiter 165. M. Vom Himmel hoch. fort, das uns den Weg zum Leben weist; GOtt sei für seine Gnad gepreist. Halleluja. Oder: HErr JEfu Chrift, wahr'r. Non on Adam her, so lange Zeit, war unser Fleisch vermale deit, Seel und Geist bis in Tod verwund't, am ganzen Menschen nichts gesund. 2. Uns hat umfangen große Noth, über uns herrschte Sünd und 79 Adventsgesänge. und Tod, wir santen in der Höl-| gebenedei und mach uns frei, sei len Grund, und war Niemand, unser Trost, Heil und Arznei. der helfen tunnt. M. Weiß. 3. GOtt sab auf aller Menschen Stät nach dem, der seinen Wil len thät, er sucht' ein'n Mann nach seinem Muth, fand aber nichts, denn Fleisch und Blut. 4. Denn die rechtschaffne Heiligkeit, Würdigkeit und Gerechtigkeit hatten sie in Adam verlor'n, aus welchem sie waren gebor'n. 5. Als er solch groß Siechthum erkannt, und keinen Arzt noch Helfer fand, dacht er an seine große Lieb', und wie sein Wort wahrhaftig blieb'; 6. Sprach: Ich will Barmherzigkeit thun, für die Welt geben meinen Sohn, daß er ihr Arzt und Heiland sei, sie gesund mach und benedei. 7. Er schwur ein'n Gid dem Abraham, auch dem David von seinem Stamm, verhieß zu geben ihn'n den Lohn, und durch ihn der Welt Hülfe' thun. 8. Er that's auch den Propheten tund und breitets aus durch ihren Mund, daher König und fromme Leut' sein warteten vor langer Zeit. 9. Ob sie wohl, wie ihr Herz begehrt, des Leiblichen nicht wurd'n gewährt; doch hatten sie im Glauben Trost, daß sie soll ten werden erlöst. 10. Da aber kam die rechte Zeit, von welcher Jacob prophezeit, las er ihm eine Jungfrau aus, ein'm Mann vertraut von Davids Haus. 11. In der wirkt GOtt mit seiner Kraft, schuf vom Blut ihrer Jungfrauschaft das rein und benedeite Kind, bei dem man Gnad' und Wahrheit find't. 12. O Christe. benedeite Frucht, empfangen rein in aller Zucht. 166. Mel. Kommt her zu mir. Mach auf, du werthe Christens heit, nimm wahr der freus denreichen Zeit, dein Heil ist herbei kommen; des Tages Licht ist wiederbracht, vergangen ist die finstre Nacht; die ich vordem benommen. 2. Denn GOttes Sohn kommt uns zu gut, nimmt an Mariä Fleisch und Blut, will unser Bruder werden. Bald wird bei uns dies Kindelein als wahrer GOtt und Mensche sein, und bringen Fried' auf Erden. 3. Du Tochter Zion, freu dich sehr, auf einem Esel kommt der HErr, am Kreuze will er sterben. Wohl dem, der seine Zuversicht und Glauben auf ihn hat gericht't, der wird das Reich ererben. 4. Durch das gehörte Wort als lein tehrt er bei jedem Christen ein, der's nur recht nimmt zu Herzen; wer nicht betracht't diesen Advent, Christum durch's Wort nicht recht erkennt, der wird das Heil verscherzen. 5. Hilf, Vater, hilf, du wahres Licht, wenn halten wird dein Sohn Gericht, daß wir recht wohl bestehen, und wie die tlugen Jungfräulein mit Lampen schön gezieret sein, zur Hochzeit auch eingehen. 167. Machet auf! ruft uns die Stims me der Wächter sehr hoch auf der Zinne, wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde, sie rufet uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungstauen? Wohlauf! der Bräut'gam tömmt, steht auf, die Lampen nehmt, Halleluja! macht euch bereit zu der Hochzeit, ihr müsset ihm entgegen gehn. 2. Zion 80 Adventsgesänge. 2. Zion hört die Wächter singen,| 4. Will ich denn mein Elend line das Herz thut ihr vor Freuden dern und erleichtern meine Noth springen, sie wacht, und stehet bei der Welt und ihren Kindern, eilend auf. Ihr Freund kommt fall ich vollends in den Koth. vom Himmel prächtig, von Gna- Da ist Trost, der mich betrübt, den start, von Wahrheit mäch- Freude, die mein Unglück liebt, tig; ihr Licht wird hell, ihr Helfer, die mir Herzleid machen, Stern geht auf. Nun komm, gute Freunde, die mein lachen. du werthe Kron', HErr JEsu, GOttes Sohn! Hosianna! wir folgen all' zum Freudensaal, und halten mit das Abendmahl. 5. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär'. hab' ich Hoheit, die ist flüchtig; hab' ich Reichthum: was ist's mehr, als ein Stücklein armer Erd'? Hab' ich Lust, was ist sie werth? was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 3. Ewigs Lob sei dir gesungen, mit Menschen und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Pforten an deiner Stadt, wir sind Konsorten der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug' hat je gefpürt, tein Ohr hat mehr gehört solche Freude: deß sind wir froh, Jo! Jo! Ewig in dulci jubilo. D. Phil. Nicolai. 6. Aller Trost und alle Freude ruht in dir, HErr JEfu Chrift; dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, HErr, an dir erquiden, JEsu, laß mich dich erblicken. 168, Mel. Freu dich sehr, o meine. Marum willst du draußen stehen, du Gesegneter des 7. Freu dich, Herz, du bist ers HErrn? Laß dir, bei mir einzu höret, jego zieht er bei dir ein, gehen, wohlgefallen, du mein sein Gang ist zu dir gelehret, Stern, du, mein JEsu, meine heiß ihn nur willkommen sein, Freud', Helfer in der rechten Zeit! und bereite dich ihm zu, gieb bilf, o Heiland! meinem Herzen, dich ganz zu seiner Ruh, öffne von den Wunden, die mich schmerzen. dein Gemüth und Seele, flag ihm, was dich drück und quäle. 8. Wenn du Böses haft begangen, das ist alles abgeschafft. GOttes Liebe nimmt gefangen beiner Süns den Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böjes in der Welt sich will wis der dich erregen, wird zu lautes Glück und Segen. 9. Alles dient zu deinem From men, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus anges nommen, und es treulich mit dir meint. Bleibst du ihm nur wieder treu, ist's gewiß, und bleibt da bei, daß du mit den Engeln dro ben ihn dort ewig werdest loben. Paul Gerhard. 169. Mel. 2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesebes starter Hammer mir mit seinem Schreklen macht. O! der schweren Donnerstimmm', die mir GOttes Born und Grimm also tief in's Herze schläget, daß sich all' mein Blut beweget. 3. Dazu kommt des Teufels Lügen, der mir alle Gnad' absagt, als müßt' ich nun ewig liegen in der Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, so zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit giftigen Schlangenbissen. Adventsgesänge. 81 Wie nie soll ich dich empfangen, und wie begegn' ich dir? O aller Welt Verlangen! o meiner Seelen Zier! o JEsu! JEsu! iege mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergöße, mir tund und wissend sei. 169. Mel. Herzlich thut mich. er fommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrekten vor eurer Sündenschuld; nein, JEsus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei GOttes Kindern verbleib ihr Erb und Theil. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn; mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Breis und deinem Namen die nen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Jch lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stund in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Blagen und großen Jammerlast, die kein Mensch kann aussagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft ie mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet- die Hülfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. 3hr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind' und ihrer Tück? Der HErr wird sie zertreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. 10. Er fommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht; mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Uch komm, ach tomm, o Sonne! und hol uns allzumal zu ewgem Licht und Wonne in deinen Freudensaal! Paul Gerhard. 170. Mel. Cbrift, der du bist. Millkomm'n, mein Heiland, Trost und Hort! sieh, meines Herzens Ehrenpfort iſt dir zu Diensten aufgericht't. Ich hoff, HErr, du verschmähst sie nicht. 2. Bumal, wenn du schaust dies Gebäu, daß es ganz ist von Buß und Reu zu deinem Einzug ausgeziert und durch den Glauben aufgeführt. 3. Ei nun wohlan, sozieh herein: du sollst herzlich willkommen sein. Du Friedensfürst, erfül doch ganz mein Herz mit deinem Gnadenglanz. 4. Es ist hier Plaß und Raum genug für dich und deinen ganzen Zug. Bleib du in mir und ich in dir, daß ich dich lobe für und für. F VIII, Von 82 VIII. Von der Geburt JEfu Chrifti. 171. $ 7. Er sei mein Licht, das mich eut ist unser Heiland, in Finsterniß erleuchte; er sei der JEsus Christus, GOttes Himmelsthau, der mich in Hiz Sohn, wahrer Mensch anfeuchte; er sei mein Schirm und Schild, mein Schatten, Schloß und Hut, mein Reichgeboren. 172. M. Nun banket alle GOtt, Ach JEsu! deſſen Treu im Him- thum, Ehr und Ruhm, er ſei mein mel und auf keines Menschen Mund kann g'nug gepriesen werden: Ich danke dir, daß du ein wahrer Mensch geborn, hast von mir abgewandt, daß ich nicht werd verlorn. 8. Er sei mein Himmelsweg, die Wahrheit und das Leben und wolle mir zuletzt aus Gnaden dieses geben, daß ich alsdann in ihm das Leben schließe wohl, wenn meine Sterbenszeit und Stunde kommen soll. 2. Vornehmlich wird in mir all Herzensangst gestillet, wenn mich bein süßer Nam und dessen Trost erfüllet. Kein Trost so lieblich ist, als den mir giebt dein Nam', der süße JEsusnam', o Fürst aus Davids Stamm. 3. JEsu! höchster Schaß, du tannst mir Freude bringen; es tann nichts lieblicher, als JEsus Name tlingen. Ich kann nicht traurig sein, weil JEsus heißt so viel als Heiland oder Held, der selig machen will. 4. Wenn Satan sich bei mir mit Anfechtung will regen, ist JEsus Name mir zum Trost, Schuß, Fried und Segen, zur Weisheit und Arznei in aller Angst und Noth, daß ich nicht fürchten darf den Teufel und den Tod. 5. Daß ich ein Zornkind bin, das macht die schnöde Sünde; dein Name machet mich zu einem Gnadenkinde; er nimmt von mir hinweg die Schuld und Misſe: that, bringt mir die Seligkeit und seines Vaters Gnad. 6. Ei nun, so heilge mich, der ich bin ganz beflecket, dein JEjusname, der die Sünde ganz bedecket; er kehre ab den Fluch, den Segen zu mir send, auf daß dadurch bei mir sich alle Schwachheit end. 9. Inmittelst helf er mir, so lang ich hier noch wandle, daß ich in meinem Thun treu und aufrichtig handle. Er stehe mir stets bei mit seines Geistes Gab und gebe Kraft, wenn ich was zu verrichten hab. 10. In JEsu Namen bin ich heute aufgestandent, in ihm vollbringe ich, was mir kommt unterhanden; in seinem Namen ist der Anfang schon gemacht, das Mittel und der Schluß wird auch durch ihn vollbracht. 11. Dir leb ich und in dir, in dir will ich auch sterben; HErr, sterben will ich dir, in dir will ich ererben das ewge Himmelreich, das du erworben mir; von dir verklärt, will ich dir dienen für und für. Joh. Heermann. 173. In bekannter Melodie. hristum wir sollen loben schon, der reinen Magd Marien Sohn, so weit die liebe Sonne leucht't und an aller Welt Ende reicht. Ch 2. Der sel'ge Schöpfer aller Ding zog an ein's Knechtes Leib gering, daß er das Fleisch durch's Fleisch erwürb und sein Geschöpf nicht all's verdürb. 3. Die Von der Geburt JEsu Christi. 3. Die göttlich' Gnad' vom Himmel groß sich in die keusche Mutter goß! Ein Mägdlein trug ein heimlich Pfand, das der Natur war unbekannt. 4. Das züchtig Haus des Her zens zart gar bald ein Tempel GOttes ward; die kein Mann rühret, noch erkannt, von GOttes Wort man schwanger fand. 5. Die edle Mutter hat gebor'n, den Gabriel verhieß zuvor'n, den Sanct Johann mit Springen zeigt, da er noch lag im Mutterleib. 83 Sohn ist Mensch gebor'n, hat vers söhnt sein's Vaters Zorn. Freu sich, dem sein Sünd' ist leid. 4. Sie fanden das Kindlein zart liegen in der Krippen hart, bei dem Vieh im finstern Stall, so die Stern' erschaffen all'. GOttes. Sohn ist Mensch gebor'n, hat verföhnt sein's Baters Zorn. Freu sich, dem sein' Sünd' ist leid. 5. Aus der Mutter Brust so rein nähret sich das Kindelein, welches durch göttliche Kraft allem Vieh sein Futter schafft. GOttes Sohn ist Mensch gebor'n, hat versöhnt sein's Vaters Zorn. Freu sich, dem sein' Sünd' ist leid. 6. Solche groß' Barmherzigkeit laßt uns preisen allezeit, in GOtts furcht und Glauben rein, mit Geduld gehorsam sein. GOttes Sohn ist Mensch gebor'n, hat verföhnt sein's Vaters Zorn. Freu sich, dem sein' Sünd' ist leid. m. Weiß 175. In bekannter Melodie. Tag, der Dreich für alle Creature, denn GOttes Sohn vom Himmelreich, wohl über die Nature, von einer Jungfrau ist gebor'n; Maria, du bist auserkorn, daß du Mutter wärest! Und was geschah so wunderlich, daß GOttes Sohn vom Himmelreich, für uns ist Mensch geboren. 2. Ein Rindelein so löbelich ist uns geboren heute, von einer Jungfrau säuberlich zu Trost uns armen Leuten. Wär' uns das Kindlein nicht gebor'n, so wär'n wir allzumal verlor'n, das Heil ist unser aller. Ei nun, du süßer JEsu Christ, der du heut Mensch geboren bist, behüt' uns vor der Hölle! 3. Als die Sonn' durchscheint das Glas mit ihrem floren Scheine, doch darum nicht versehret das, so merket allgemeine: F2 Auf 6. Er lag im Heu mit Armuth groß, die Krippe hart ihm nicht verdroß; es war ein kleine Milch sein' Speis', der nie ein Vöglein hungern ließ. 7. Des Himmels Chor fich freuet drob, und die Engel singen GOtt Lob; den armen Hirten wird vermeld't der Hirt und Schöpfer aller Welt. 8. Lob, Ehr' und Dank sei dir gesagt, Christ, gebor'n von der reinen Magd, mit Vater und dem Heil'gen Geist, von nun an bis in Ewigkeit. D. M. Luther. 174. M. Singen wir aus Herzens. Da( als) Christus geboren war, freuet sich der Engel Schaar, und singet mit Haufen schon: Chr' sei GOtt im höchsten Thron! GOttes Sohn ist Mensch geborn'n, bat versöhnt sein's Baters Born. Freu sich, dem sein' Sünd' ist leid. 2. Die Hirten erschraken ganz von der Engel hellem Glanz, hörten fröhlich neue Mähr, daß Christus geboren wär'. GOttes Sohn ist Mensch gebor'n, hat verföhnt sein's Baters Zorn. Freu fich, dem sein' Günd' ist leid. 3. Sie suchten das Kindelein eingewid'lt in Windelein, wie der Engel hat vermeld't, welches tägt die ganze Welt. GOttes KOL 84 Von der Geburt JEsu Christi. Auf gleiche Weis geboren ward| scher Lehr' und bösem Wahn, da von einer Jungfrau rein und zart wir vor diesem in gestahn, er uns GOttes Sohn, der Werthe; woll' uns das vergeben. GOtt in eine Kripp ward er gelegt, Vater, Sohn und Heil'ger Geist, der große Marter für uns trägt wir bitten von dir allermeist, laß allhier auf dieser Erde. uns im Frieden leben. D. M. Luther. 177. Sn bekannter Melodie. Ermuntre dich, mein schwacher 4. Die Hirten auf dem Felde war'n, erfuhren neue Mähre, von denen engelischen Schaar'n, wie üb'r all' Kön'ge groß. Herod's die Red'gar sehr verdroß, ausfandt er seine Boten. Ei, wie gar eine falsche List erdacht er wider JEsum Christ, die Kindlein ließ er tödten. D. M. Luther. 176. Ein anderes. Geist, und trage groß Verlangen, ein kleines Kind, das Vater heißt, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, darin es tam, und menschlich Wesen an sich nahm, dadurch die Welt mit Treuen als seine Braut zu freien. in o tigam! du König aller Ehren! willkomm'n, o JEsu, GOttes Lamm! ich will dein Lob vermehren; ich will dir all mein Lebenlang von Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren, geboren heute, von einer Jungfrau säuberlich, zu Trost uns armen Leuten. Wär' uns das Kindlein nicht gebor'n, so wär'n wir allzumal verlor'n; das Heil ist unser aller. Ei nun, du süßer JEsu Christ, der du heut Mensch geboren bist, behüt' uns vor der Hölle! 2. Die Zeit ist nun ganz freu- 3. O großer GOtt! wie konnt denreich, zu Lobe GOttes Namen, es sein, dein Himmelreich zu las daß Christus von dem Himmel sen, zu springen in die Welt reich auf Erden istgekommen. Es hinein, da nichts denn Neid und ist ein groß' Demüthigkeit, die Hafen? Wie konntest du die GOtt vom Himmel bei uns thät; große Macht, dein Königreich, ein Knecht ist er geworden, ohn' die Freudenpracht, ja dein ers alle Sünde uns gar gleich, dadurch wir werden ewig reich: trug unsre Sündenbürden. wünschtes Leben für solche Feind' hingeben? 4. Ist doch, HErr JEsu, deine 3. Wohl dem, der nur des Glau- Braut ganz arm und voller bens ist, mit ganzem Herzen Schanden, noch hast du sie dir trau'rt, dem ist die Seligkeit ge- selbst vertraut am Kreuz in Towiß; wohl dem, der darauf bauet, desbanden. Jst sie doch nichts daß Christus hat genug gethan als Ueberdriß, Fluch, Sünde, für uns, darum er ausgegahn Tod und Finsterniß, noch darfst von GOtt, dem ew'gen Vater. du ihretwegen den Scepter von Owie so große Wunderthat! dir legen. Christus trägt unsre Missethat, und stillet unsern Hader. 5. Du Fürst und Herrscher dieser Welt, du Friedenswieder4. Deß dank' ihm alle Chri- bringer, du kluger Rath und tenheit für solche große Güte, tapfrer Held, du starker Höllenund bitte sein' Barmherzigkeit, zwinger! wie ist es möglich, daß daß er uns fort behüte vor fal- du dich erniedrigest so jämmers lich, Von der Geburt JEsu Christi. 85 lich, als wärest du im Orden der Bettler Mensch geworden. brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippenhöhle harte lieget, dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude! Christus wehret 6. O großes Werk, o Wunder nacht, dergleichen nie gefunden! du hast den Heiland hergebracht, der alles überwunden; allem Leide; Wonne, Wonne du hast gebracht den starken Mann, der Feu'r und Wolken zwingen kann, vor dem die Himmel zittern, und alle Berg' erschüttern. über Wonne! er ist die Genadensonne. 3. JEsu, wie soll ich dir danten? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr'; so laß mich von dir nicht wanten, nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude, Christus wehret allem Leide; Wonne, Wonne über Wonne! er ist die Genadensonne. 7. Oliebes Kind! o süßer Knab'! holdselig von Geberden, mein Bruder, den ich lieber hab', als alle Schäß auf Erden! Komm, Schönster, in mein Herz hinein, komm eilend, laß die Krippen sein, fomm! komm! ich will bei Zeiten dein Lager dir bereiten. 8. Sag' an, mein's Herzens Bräutigam, mein' Hoffnung, Freud'und Leben, mein edler Zweig aus Jacobs Stamm, was soll ich bir doch geben? Ach nimm von mir Leib, Seel' und Geist, ja, alles, was Mensch ist und heißt. Ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preis und Dank, HErr Jesu Christ, sei dir von mir ge fungen, daß du mein Bruder worden bist, und hast die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit stets preis' in dieser Gnadenzeit, und mög' hernach dort oben in Ewigkeit dich loben. Joh. Rift. 4. JEsu, nimm dich deiner Glieder ferner doch in Gnaden an, schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder; gieb der ganzen Christenschaar Frieden und ein sel'ges Jahr! Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide; Wonne, Wonne über Wonne! er ist die Genadensonne. 2. Siehe, siehe, meine Seele, mie dein Heiland kommt zu dir, 179. Mel. Warum sollt ich mich. röhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud' alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren! 2. Heute geht aus seiner Kammer GOttes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. GOtt wird Mensch, dir Mensch zu gute, GOttes Kind, das verbind't sich mit unserm Blute. 178. reuet euch, ihr Christen alle, freue sich, wer immer tann, GOtt hat viel an uns gethan. 3. Sollt' uns GOtt nun könFreuet euch mit großem Schalle, nen hassen, der uns giebt, was daß er uns so groß geacht't, sich er liebt über alle Maaßen? GOtt mit uns befreund't gemacht. giebt, unserm Leib zu wehren, Freude, Freude über Freude, seinen Sohn aus dem Thron seiChristus wehret allem Leide; ner Macht und Ehren. Wonne, Wonne über Wonne! er ist die Genadensonne. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt' uns GOttes Sohn nicht lieben, der ießt Von der Geburt JEsu Christi. 86 jett tömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. Hätte vor der Menschen Orden unser Heil einen Gräu'l, wär' er nicht Mensch worden. Hätt' er Lust zu unsermSchaden, ei jowürd' uns're Bürd' er nicht auf sich laden. 6. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan, giebt sich an unser Lamm zu werden; unser Lamm, das für uns stirbet, und bei GOtt für den Tod Gnad' und Fried' erwirbet. 7. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahr'n, o lieben Brüder, was euch quält, was euch fehlt, ich bring' alles wieder. 8. Gil jo tommt, und laßt uns laufen, stellt euch ein, Groß' und Klein, eilt mit großem Haufen; liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großem Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 10. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfind't seine Sünd' und Gewissensschmerzen: sei getrost! hier wird gefunden, der in Gil' machet heil die vergift': ten Wunden. 14. Jch bin rein um deinetwillen, bu giebst g'nug Ehr' und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will dich in's Herze schließen, o mein Ruhm! edle Blum'! laß dich recht genießen. 15. Ich will dich mit Fleiß be wahren, ich will dir leben hier, mit dir will ich fahren; mit dir will ich endlich schweben voller Freud', ohne Zeit, dort im andern Leben. P. Gerhard. 11. Die ihr arm seid und elende, tommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände; hier sind alle guten Gaben, und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 12. Süßes Heil! laß dich umfangen, laß mich dir, meine Bier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. Last all' auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meis ner Sünden. 13. Meine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine 180. Mel. Nun jauchzet all' ihr. Engelein, ihr Cantorei fie ar lustig jubiliren die lieben zieren mit ihren Stimmelein, und fingen allzumal: GOtt, dir sei Preis und Ehre, dein Friede fich vermehre, dein Rath der Welt gefall'! 2. Zum Heiland ist erforen das liebste JEsulein, ein wahrer Mensch geboren von einer Jungs frau'n rein. Freu dich, Jerusalem, laß nichts an dir erwinden, dies Kindlein wirst du finden im Stall zu Bethlehem. 3. Es wird der Held geleget auf's Heu im Krippelein, die Ar muth, die er träget, soll unser Reichthum sein. O selig ist der Mann, der ihn nur recht an schauet, im Glauben ihm vertrauet, und ärgert sich nicht dran. 4. Wär' dieser Trost nicht kommen, so hätt' es große Noth; durch ihn sind weggenommen Sünd', Teufel, Höll' und Tod, der Himmel ist bereit. GOtt woll'uns Gnad' gewähren, für Trauern Freud' bescheren in alle Ewigkeit. 5. Kein größrer Schaß auf Er den, kein angenehmer Gut mag einem Sünder werden, der wahre Buße thut. Drum laßt uns fröhlich Von der Geburt JEfu Chrifti. fröhlich sein, dem HErren Dank beweisen und mit den Engeln preisen das liebe JEsulein. 181. In bekannter Melodie. Gelobet feist du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist, von einer Jungfrau, das ist wahr, deß freuet sich der Engel Schaar. Kyrieleis. 2. Des ewgen Vaters einig's Kind jest man in der Krippen find't, in unfer armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schooß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. 4. Das ew'ge Licht geht da herein, giebt der Welt ein'n neuen Schein, es leucht't wohl mitten in der Nacht und uns des Lich tes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, GOtt von Art, ein Gast in der Welt hier ward und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erb'n in seinem Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 7. Das hat er alles uns gethan, sein' groß Lieb' zu zeigen an, deß freu sich alle Christenheit und dank ihm dies in Ewigkeit. Kyrieleis. D. M. Luther. Hier 182. M. Mach's mit mir, GOtt. ier liegt, den meine Seele liebt, nun darf ich nicht mehr klagen, wenn mich die schnöde Welt betrübt, mir anthut Schmach und Plagen; im Herzen lieget mir dies Kind, bei dem man Trost und Rettung find't. 2. Es scheint ja zwar ein schwaches Kind, liegt da in einer Krip: pen, im Stall und wo man Unflath 87 find't; doch seine süße Lippen, die blasen aus in mir den Geist, der mir den Weg zum Leben weis't, 3. Räum auf, mein Herz, nimm willig an dein Kreuz, das dir gebieret dies Kind, das dich erfreuen kann und deine Seele zieret. drück es fest an deine Brust und laß es stets sein deine Lust. 4. O wachse doch, du werthes Kind, in mir nach deiner Güte! Kind, in dem man einig findt das tröstliche Gemüthe! laß mich aufwachsen auch in dir und mich mit deiner Tugend zier. 5. Du hast dich ja in Ewigkeit allhier mit mir vermählet und mir darauf Gerechtigkeit und Unschuld zugezählet; drum scheu ich dein Gerichte nicht, weil du im Tode bist mein Licht. 6. So nimm denn nun dagegen an dies alles, was ich habe; du zahlst, was ich nicht zahlen fann und holst mich aus dem Grabe; für Dürftigkeit giebst du mir dich und mit dir alles ewiglich. 7. Du wirst schwach, daß ich sei ein Mann, hier ritterlich zu kämpfen; du nimmst mein gan zes Elend an, um meine Noth zu dämpfen. Ich kann es alles sagen nicht, was du mir worden bist, mein Licht! 8. Du bist mein All, was will ich mehr in diesem kurzen Leben? Dort werd ich schauen deine Ehr, wenn du mir, HErr! wirst geben das, was ich hier in Furcht und Noth muß suchen bis in meinen Tod. 9. Dies Eine will ich bitten noch: Du wollest in mir wenden das schwer gespannte Sündenjoch und dies mein Elend enden. Ach laß mich weiter nicht dran ziehn und ja der Weltlust bald ents fliehn. 10. So werd' ich voller Trost und Freud in meinem Elend 34 werden. 88 Von der Geburt JEsu Christi. werden, vergessen all mein ganzes 6. Vergönne mir, o jule, Leid und zeitliche Beschwerden; daß ich dein Mündlein küne, das wenn du auch kommest zum Ge- Mündlein, das den süßen Wein, richt, wirst du mich ann ver- auch Milch- und Honigflüsse weit dammen nicht. übertrifft in seiner Kraft, es ist voll Labsal, Stärk' und Saft, das Mark und Bein erquidet. 11. Das hilf uns allen, o HErr Christ, der du dazu geboren und unser eigner Heiland bist, daß Niemand sei verloren, der sich bekehrt und dir vertraut und in sich deine Liebe baut. 183. M. Nun freut euch, lieben. 7. Wenn oft mein Herz im Leibe weint und keinen Trost tann finden, da rust mir's zu: Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden; was trauerst du, mein ch fteh an deiner Krippe bier, Brüderlein? Du sollt'ſt ja guter o Leben! ich ich zahle beine tomme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Muth, nimm alles hin und laß dir's wohlgefallen. 2. Du hast mit deiner Lieb erfüllt mein' Adern und Geblüte; dein schöner Glanz, dein süßes Bild liegt mir ganz im Gemüthe. Und wie mag es auch anders sein? Wie könnt ich dich, mein Herzelein, aus meinem Herzen lassen? 3. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich fannt', erforen; eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du bei dir selbst bedacht, wie du mein wolltest werden. 4. Jch lag in tiefster Todesnacht, du würdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werthe Licht des Glaubens in mir zugericht't, wie schön sind deine Strahlen! 5. Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nun nicht weiter tann, so thu ich, was geschehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen. Schulden. 8. Wer ist der Meister, der allhier nach Würden aus kann streichen die Händlein, so dies Kindlein mir beginnet zuzureichen? Der Schnee ist hell, die Milch ist weiß, verlieren doch beid' ihren Preis, wenn diese Händlein blinken. 9. Wo nehm ich Weisheit und Verstand, mit Lobe zu erhöhen, dein' Neuglein, die so unverwandt nach mir gerichtet ſtehen? Der volle Mond ist schön und klar, schön ist der goldnen Sterne Schaar; sein' Neuglein sind viel schöner. 10. O daß doch so ein lieber Stern soll in der Krippe liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen. Ach! Heu und Stroh ist viel zu schlecht, Sammt, Seiden, Burpur wären recht, dies Kindleix brauf zu legen. 11. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Heilands Lager sei auf Rosen und Violen; mit Tulpen, Nelten, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn von oben her beſtreuen. 12. Zur Seiten will ich hier und dar viel weiße Lilien stecken, die sollen seiner Neuglein Paar im Schlafe Von der Geburt JEsu Christi. 89 Schlafe sanft bededen; doch liebt| 4. Nun seid ihr wohl gerochen vielmehr das dürre Gras dies Kindelein, als alles das, was ich hier nenn und denke. an eurer Feinde Schaar, denn Christus hat zerbrochen, was euch zuwider war: Tod, Teufel, Sünd und Hölle sind ganz und gar geschwächt; bei GOtt hat seine Stelle das menschliche Geschlecht. G. W. 185. M. Ich ruf zu dir, HErr. Chr, die ihr los zu sein begehrt von euren Missethaten, heut hat sich GOtt zu uns gekehrt und will uns Armen rathen, er äußert sich der Herrlichkeit und will uns an Geberden ähnlich werden, deswegen denn sich freut der Himmel jammt der Erden. 2. Er ist uns gleich an Fleisch und Blut, uns also zu vertreten, er hat hierdurch uns von der Gluth der Höllen los gebeten, und wird des Himmels Bürger schaft uns nachmals einverleiben, daß wir bleiben da, wo der Freuden Kraft wird alles Leid vertreiben. 13. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt, an unsrer Statt zu leiden; juchst meiner Seelen Herrlichkeit durch dein selbst eignes Herzeleid, das will ich dir nicht wehren. 14. Cins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen; so laß mich doch dein Kripplein sein, fomm, tomm und lege bei mir ein dich und all deine Freude. 15. 3war sollt ich denken, wie gering ich dich bewirthen werde, du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde: doch bist du ein so frommer Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne liebet. Paul Gerhard.. 184. M. Auf, auf, mein Geist. hr Christen auserkoren, freut Heilans ist geboren, recht gute neue Mähr, deß freuen sich dort oben der heil'gen Engel Schaar, und GOtt den Vater loben' jeßt fort und immerdar. 3. Drum kommt, laßt uns mit Freuden gehn und unsern Heiland schauen, laßt uns vor seiner Krippe stehn und ihm von HerMutter Schooß die Aermlein nach uns strecken und erwecken, was vor der Sünden Stoß uns ewig wird bedecken. Simon Dach. 2. So singen sie mit Schalle: 186. M. In dich hab ich gehoffet. Ihr Christen insgemein, freut m finstern Stall, o Wunder euch von Kindelein; euch, euch ist es gegeben und hat das Heil bereit't, daß ihr bei GOtt sollt leben in steter Seligkeit. 3. Kein Mensch sich ja betrübe, denn dieses Kindelein euch bringet süße Liebe, was wollt ihr traurig sein? Der Himmel will's den'n schenken, die an ihn glauben fest, daran sollt ihr gedenken, euch freuen auf das Best. liegt nackt und bloß, der ewge Fürst des Lebens. O göttlich Wort; o Himmelspfort! das thust du nicht vergebens. 2. Wahrlich, solch große Armuth dein, räumt uns den größten Reichthum ein, macht uns zu Himmelsfürsten. Du machst uns satt mit Seelenbrod durch dein Hungern und Dürsten. 3. O Men 90 Von der Geburt JEsu Christi. 3. D Menschenkinder freuet euch, in der Niedrigkeit, leuchtet als dies nackte Kindlein macht euch reich, erquicket eure Seelen, hat euch bereit't des Himmels Freud. Was mag euch hinfort fehlen? die Sonne, in unser Fleisch verkleid't, GOtt vor aller Zeit:: 2. O JEsu Kindelein! Öhn dich ist nichts denn Bein! tröst mir 4. Drum laßt die Herzen wacker mein Gemüthe, o Kind von gütig sein, singt mit den lieben Enge- sein, nur durch deine Güte, S lein, laßt eure Stimm' erschal- HErr von Macht und Schein, len: Die Ehr' GOtt werd', hol mich zu dir heim:,: Fried sei auf Erd' und uns ein Wohlgefallen. 3. O Vaters Huld und Gnad! O Sohnes Freudenrath! sonst wär ich gestorben in Sünd und 5. Nun, o du zartes JEsulein, tehr doch bei uns zur Herberg' Missethat, jest hast du erworben ein, erwärm die kalten Herzen! des Glaubens Licht erlösche nicht, zünd an die Liebeskerzen. des Freudenlebens Stadt, hilf uns früh und spat:: G. Weiffel. 4. Wo ist der Freuden Zier? Gar nirgends, denn in ihr, da die Engel singen ein neues Jubilier und die Schellen flingen in Königes Revier. Ei, wär ich bei dir! Ei, wär ich bei dir. B. Weiß. 187. In dulci jubilo, nun singet und seid froh, unsers Herzens Wonne liegt in praesepio und leuchtet als die Sonne, matris in gremio, Alpha es et 0, Alpha es et 0. 2. O JEsu parvule! nach dir ist mir so weh, tröst mir mein Gemüthe, O puer optime! durch alle deine Güte. O Princeps gloriae trahe me post te, trahe me post te! 3. O Patris charitas, O nati lenitas! wir wären all verdorben, per nostra crimina, so hat er uns erworben, coelorum gaudia. Eya, mär'n wir da! Eya, wär'n wir da! 4. Ubi sunt gaudia? nirgends mehr denn da, da die Engel fingen nova cantica, und die Schellen flingen in Regis Curia; Eya, wär'n wir da! Eya! wär'n wir da! Petr. Dresdenfis. 189. M. Ein Kindelein, so löt el. Oder: An Wasserflüssen Babyl. ein größer Wunder findet sich im Himmel und auf Erden, als daß so gar verächtiglich GOtt wollt ein Kindlein werden; den HErr, der außer aller Zeit ein wahrer GOtt von Ewigkeit er zeuget und geboren, der wird ein schwaches Menschenfind, auf daß er wiederum geschwind erlös'te, was verloren. 2. Kommt, lasset uns hier stille stehn, diesWunder rechtzuschauen: Wer hat doch in der Welt gesehn, vom Samen der Jungfrauen, ohn Mannes Hülf ein Kindelein empfangen und geboren sein? Vernunft kann dies nicht fassen, ihr ist verborgen, was dies heißt, es sollte sich durch GOttes Geist Maria schwängern lassen. 188. Mel. In dulci jubilo. 3. Dies ist der Geist, start, ewig, groß, der nach des Vaters Wilmit len sich in Mutter freud, ihr werthen Christen- goß, des Höchsten Grimm zu stilLeut, unsers Herzens Wonne liegt len, worin er nach hochweisem Rath Von der Geburt JEsu Christi. 91 Rath das Fleisch und Blut ge-| Kommt, laffet uns ihm Ehre reinigt hat, aus welchem sollte thun, es ist uns sehr geneiget, es kommen, der GOtt und Mensch heißt, JEsus Christ, der Fleisch und Blut zur jelben Frist hat willig angenommen. liebet uns als Mensch und GOtt; was fann uns denn die lose Rott', als Teufel, Tod und Hölle, viel Schaden thun in dieser Zeit? Ift doch der HErr der Herrlichkeit selbst unser Mitgeſelle. 9. Daß nun der Heiland JEsus Christ, der Sünder Heil und Leben, ein wahrer Mensch geboren ist, das kann uns Stärkung ge= ben. Drum rühmen wir mit Pracht und Macht: uns ist der edle Schatz gebracht! uns ist dies Kind gegeben! O Vaterherz, D süße Brunst! hier findet sich die theure Gunst, wodurch wir ewig. leben. 4. Da steiget nun von seinem Thron hinunter zu der Erden, des Allerhöchsten liebster Sohn, ein Menschentind zu werden; da nimmt er als ein andrer Mann Leib, Seel' und Geist wahrhaftig an, damit wir Einen hätten, der blos auf unser Heil bedacht, bald von des Satans List und macht uns herrlich könnt' erretten. 5. Seht doch das Zweiglein Jeffe hie, seht hier des Weibes Samen, nach welchem alle Welt so schrie, den anzubeten famen die Weisen sammt der Hirten Schaar, sobald der Mensch geboren war. Nun darf man fühnlich sprechen: Dies ist der HErr der Herrlichkeit, der konnte leicht durch tapfern Streit des Treibers Joch zerbrechen. 6. O heilig's Werf! O Trost! O Freud'! ist Christus Mensch empfangen, so weiß ich, daß zur Seligkeit uns dieses muß gelangen: denn wir ganz unrein, schwach dadurch aus aller Noth erlös't und rein geworden. Ja, dieses Kind, das uns erwählt, hat uns auch gnädigst zugezählt dem gottgeliebten Orden. 7. Wie nun die Zeit erfüllet war, vom Himmel selbst erforen, ist Christus JEsus offenbar ein Mensch zur Welt geboren; Augustus führte dazumal das Regiment, war nach der Zahl der andre von den Kaisern. Der Ort, wo dieses Kindlein lag, war unter eines Stalles Dach, und nicht in Salems Häusern. 8. Da sehet ihr das Kindlein nun, das zweimal ist gezeuget. 10. O JEsu! hilf doch gnädig lich, daß wir, weil wir auf Er den von ganzer Seele suchen dich, auch neu geboren werden. O HErr, laß uns zum großen Heil empfangen dich, das beste Theil, bleib unser Schutz in Nöthen; verleih uns einen tapfern Muth, das hochperderbte Fleisch und Blut getrost durch dich zu tödten. 190. Mel. Wir Christenleut'. Qaßt Furcht und Bein weit von uns sein! ich euch jetzt große Freud' anzeigen, und mein Bericht will diese Pflicht, daß ihr zu dem sollt Herz und Ohren neigen. 2. Nach was sich vor so manches Ohr und frommes Herz gesehnet, ist erschienen; Drum lasset Freud' ohn' alles Leid, in eurer Seel' und matten Sinnen grünen. 3. Ich meld' euch heut an solche Freud', die allem Volk der Welt ist widerfahren. Drum werft das Leid weit von der Seit', all' die zuvor in Angst ersoffen waren. 4. Seid froh, dieweil nun euer Heil ist heut ein GOtt und auch ein Mensch geboren; der, welcher 92 Von der Geburt JEsu Christi. cher ist der HErr und Christ in zu verbinden. Du erduldest Haß Davids Stadt von vielen aus- und Spott, Du wirst flüchtig, ertoren. uns zu geben Ruh und Fried bei GOtt zu leben. 4. Ewig uns bei dir zu wissen, hast du selber sterben müssen, drum wirst du ein Mensch, wie wir. Großer GOtt! was große Liebe, wahrer Mensch! was wahre 6. 3war geht uns vor der En- Triebe des Erbarmens zeigst du gel Chor, will, uns zur Lehr', hier! ich bewundre, diese Wunder, dem HErrn ein Loblied singen, daß Berg und Thal, ja Himmelssaal, von Lieb' und Ehr' des Höchsten soll erklingen. 5. Das treue Herz nimmt un fern Schmerz auf sich, und liegt da dürftig in der Krippen. Ach! tönnten dir g'nug Dank dafür auch bringen jetzt mein Herz und meine Lippen! 7. Dank jag ich dir, o meine Zier, daß du ein Mensch, da ich war ganz verloren, auch mir zu gut, in Fleisch und Blut gekommen bist, also ein Mensch geboren. 8. Der Engel Chor läßt deine Chr' im Himmel hoch und in der Luft erschallen. Es wohne bei den Menschen frei auf Erden fort der Fried' und Wohlgefallen. 191. Niebster Heiland, Licht der Heiden, Brunnquell süßer Himmelsfreuden, allerschönstes JEsu lein! du verläßt den Thron der Ehren, um zur Erden dich zu da wir sein, uns das Himmelshaus zu gönnen, so wir sonst nicht erben können. 2. Als ein GOtt konnt'st du nicht leiden; drum von uns das Leid zu scheiden, nimmst du unsre Menschheit an. Ja, du wirst ein Kind geboren, weil wir Kindesrecht verloren, und von GOtt uns abgethan. Unsre Sünden zu verjagen, hilfst du ihre Last uns tragen. 3. Wundergüte! welch' Erbarmen! du machst dich zu einem Armen, daß wir würden reich in GOtt, Blut giebst du für unsre Sünden, unsre Wunden meiner Andacht heiße Zunder. 5. Ach! der harten Kripp' und Wiegen, drein mein JEsulein muß liegen! leg' dich in mein Herz hinein, da will ich mit vies len Zähren heißer Andacht dich verehren, und dein Stall und Wohnung sein. Ach! mein JEsu, selbst mich hiße, daß mein kaltes Herz dir nüße. 6. Mit dir will ich ungescheiden dulden alle Angst und Leiden, mit dir acht' ich nicht mein Blut. Mit dir will ich mich begeben auf die Flucht, verfolget leben. Mit dir hab' ich frischen Muth. Ohne dich soll mich nichts laben. Mit dir will ich mich begraben. 192. In bekannter Melodie. Qobt Gott, ihr Christen allzugleich in Thron, der heut ausschließt sein Himmelreich, und schenkt uns seinen Sohn, und schenkt uns sei= nen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schooß, und wird ein Kindlein flein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein, in einem Krippelein. 3. Er äußert sich all sein'r Gewalt, wird niedrig und gering, und nimmt an sich ein's Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding, der Schöpfer aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, ihr Milch die ist sein Speis', an dem die Engel sehn ihr. Lust, Von der Geburt JEfu Chrifti. Luft, denn er ist Davids Reis, denn er ist Davids Reis. 5. Daß aus sein'm Stamm entsprießen sollt' in dieser lebten Zeit, durch welchen GOtt aufrichten wollt ſein Reich, die Christensein 6. Er wechselt mit uns wunderlich, Fleisch und Blut nimmt er an, und giebt uns in sein's Vaters Reich die flare GOttheit dran, die klare GOttheit dran. 7. Er wird ein Knecht und ich ein HErr, das mag ein Wechsel sein! Wie könnt es doch sein freundlicher, das Herze- JEsu lein? das Herze- JEsulein? 8. Heut schließt er wieder auf die Thür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür. GOtt sei Lob, Chr' und Preis! GOtt sei Lob, Ehr' und Preis! Nic. Heermann. 193, Mel. Nun danket alle GOtt. Qob, Preis, Ruhm, Ehr' und Dank, will ich dir, JEsu geben, an diesem Freudentag in meinem ganzen Leben, für deine Lieb' und Treu, für deine Gütigkeit, du GOtt- und Menschenkind, für deine Freund lichkeit. 2. Du bist aus Davids Stadt Marien Sohn geboren, daß ich, dein liebes Kind, nicht ewig sei verloren; die große Freude wird der ganzen Welt bekannt, daß GOtt hat seinen Sohn der ganzen Welt gesandt. 3. Deß freut sich Jedermann! Wie sollte sich nicht freuen der arme Sünder, dem die Sünden herzlich reuen? Hier ist Immanuel, GOtt ist nun unser Freund, drum weg mit aller Furcht, nun ist erlegt der Feind. 4. GOtt sei Lob, Chr' und Preis im hohen Himmelethrone, Sür seine große Gnad', die wir in seinem Sohne an diesem Freuden93 tag erkennen, allzugleich, nun folgt auf Fried' und Ruh' des Himmels Freudenreich. D. J. Olearius. 194. Mel. Ermuntre dich, mein. Mein Seelchen( Herze) ſchwinge empor, und guter Dinge! Auf, mit dem schönen Engelchor, ermuntre dich und singe. Weil GOttes einges borner Sohn von seinem hohen Himmelsthron zu dir und allen Frommen heut ist auf Erden fommen. 2. O frommer Heiland JEsu Christ, wie groß ist doch zu schäzzen, daß du gering und niedrig bist! Wie herrlich kann ergöken die Demuth, so du bei dir hast. Willkommen, sanftmüthiger Gast, willkommen Sündenbüßer, holdsel'ger Himmelsschließer. 3. Daß du, o theurer Seelenfürst, hast Fleisch an dich genommen, geringer als ein Engel wirst, das ist von Liebe formen. Du willst dort in dem Gnadenreich uns machen deinen Engelu gleich. Du kommst zu uns auf Erden, auf daß wir himmlisch werden. 4. Du wirst ein Gast in dieser Welt, und führst ein dürftig Leben, hierdurch ist uns das reiche Zelt des Himmels eingegeben. Du wirst geboren in der Nacht, auf daß uns werde Licht gebracht; durch dich sind wir gerissen aus dicken Finsternissen. 5. Jm harten Winter tommest du, bringst uns des Himmels Lenzen; du suchst im dunkeln Stalle Ruh, damit wir möchten glänzen, und ewig in der Ruhe sein. In Windeln wickelt man dich ein, auf daß du uns mögst retten von schweren Todesketten. 6. Du meinst in deinen Windelein, auf daß wir ewig lachen. Du bist der Größt, und wirst doch flein 94 Von der Geburt JEsu Christi. flein, uns alle groß zu machen.| scherze, und dich küsse, dich auch D Heiland! o du Gnadenthron! ewig lieben müſſe. du bist ja GOttes liebster Sohn, kommst doch zu uns auf Erden, willst unser Bruder werden. 7. Du bist ein Herr und wirst ein Knecht, uns ewig zu befreien; reich bist du, wirst doch arm und schlecht, uns Reichthum zu verleihen. Du trägst geduldig alles Leid! o gieb, daß ich auch jederzeit, wenn mich die Noth wird plagen, dein Kreuz dir nach mag tragen. 3. Bleib, höchster Schaß, o mein Saphir! o mein Orion, bleib bei mir, du Hoffnung der Verzagten. Du Himmelsthau, befeuchte mich, du schönstes Manna, zeige dich den Armen und Verzagten. Laß nicht dein Licht hier auf Erden dunkel werden, laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen. 196. M. In allen meinen Thaten. der Gnaden! Wert, das auch die Scha aut barmherzig JEſulein! gieb, daß ich mich des Armen, wo ich ihm kann behülflich sein, von Herzen mög' erbarmen. Gieb Sanftmuth, gieb Bescheidenheit, gieb christliche Leutseligkeit, laß mich den nächsten lieben, auch wahre Demuth üben. den der Seelen heilen kann! O Demuth auserkoren! GOtt wird ein Kind geboren, nimmt unsre wahre Menschheit an. 9. O reicher Heiland, schenke mir, was mir kann ewig nüßen. O starter HErr, ich hang an dir, du kannst und wirst mich schüßen: Wenn alle Menschen ferne stehn, auch wenn mir wird die Seel' ausgehn, wirst du den Tod bezwingen; dir will ich ewig singen. G. M. Sacer. 195. M. Wie schön leuchtet der. 2. Der Vater hat gezeuget den Sohn, der sich geneiget uns armen Menschen zu; der stets bei GOtt gewesen, kommt jeßt, daß wir genesen, und findet bei ihm ewig Rub'. 3. D wundervolle Sachen, so uns bestürzet machen! das Wort von Ewigkeit kommt in der Zeit der Fülle, damit es sich verhülle, zu treten an den harten Streit. 4. Dies Wort ist ohne Schmerzen aus seines Vaters Herzen es in der Mitten, und machet durch sein Bitten den zorn'gen Vater uns geneigt. Stamm! o meiner Seelen Bräutigam, mein Trost, mein Heil, mein Leben! wie soll ich ewig danken dir, daß du in's Elend kommst zu mir? Was soll ich dir denn geben? Es geht und steht außer Leiden, nur in Freuden, was man siehet, weil der Friedensfürst einziehet. 5. Dies Wort, das wir hoch ehren, hat selbst uns wollen lehren, wie GOttes Will' es sei, daß er von allem Bösen uns träftig sollt' erlösen, und machen ew'ger Strafe frei. 2. Jch selbsten bin der Freude 6. Dies Wort hat uns geschicket voll, ich weiß nicht, was ich sein Volk, das uns erquicket schenken soll dem auserwählten durch einen süßen Schall, es läsKinde. Ach, Herzenskind, nimm set auch mit Haufen die Menimmerhin, nimm hin mein Herze, schenkinder taufen, und träftig Muth und Sinn, und mich mit Lieb' entzünde. Schließ dich in mich, in mein Herze, daß ich lehren überall. 7. Dies Wort ist in dem Orden der blöden Kinder worden, auch selbst Von der Geburt JEsu Christi. 95 felbst ein Rindelein. Denn sollt| Du GOttes Sohn, wirst Erd und er GOtt verfühnen, so mußt er, uns zu dienen, selbst Mensch und dazu sterblich sein. Thon, gering und schwach, wie wir und unsre Kinder. 8. GOtt konnte ja nicht sterben, noch uns das Heil erwerben, hätt 3. Du, höchstes Gut, hebst unser Blut in deinen Thron, hoch über alle Höhen; du ew'ge Kraft er nicht Fleisch und Blut. Er machst Brüderschaft mit uns, spürt uns ganz verloren, drum ward ein Mensch geboren, er selbst das allerhöchste Gut. die wie ein Dampf und Rauch vergehen. 9. Sollt einer Mittler werden im Himmel und auf Erden, so mußt er beides sein, denn aller Orten wandeln, mit GOtt und Menschen handeln, könnt' Einer wahrlich nicht allein. 10. Das große Wort von oben, das auch die Thronen loben, ist GOtt von Ewigkeit; dies hat auch angenommen das Fleisch, der Welt zu frommen, in der von GOtt beſtimmten Zeit. 11. Nun kann es recht erkennen das, was wir Schwachheit nennen, ja tragen mit Geduld der Hochbetrübten Sünder, der armen Menschenkinder schon längst gemachte Sündenschuld. 12. Nun kann es sich der Armen auch brüderlich erbarmen und lieben alle Welt. Nun kann es tapfer kämpfen, die Macht der Feinde dämpfen, als ein recht starter Wunderheld. 13. GOtt! sei hoch spriefen, du hast uns das erwiesen, was schwerlich wir verstehn. Doch wollen wir dich loben, am meisten, wenn dort oben wir deine ew'ge Klarheit sehn. Joh. Rist. 4. Was will uns nun zuwider thun der Seelenfeind mit allem Gift und Gallen? Was wirst er mir und andern für, daß Adam ist und wir mit ihm gefallen? 5. Schweig, arger Feind, da sist mein Freund, mein Fleisch und Blut, hoch in dem Himmel droben. Was du gefällt, das hat der Held aus Davids Stamm zu großer Ehr erhoben. 6. Sein Licht und Hei nacht alles heil, der Himmelsschatz bringt allen Schaden wieder. Der Freudenquell, Immanuel, schlägt Teufel, Höll und all ihr Reich darnieder. 7. Drum, frommer Christ, wer du auch bist, sei gutes Muths und laß dich nichts betrüben; weil GOttestKind dich ihm verbind't, so kann's nicht anders sein, GOtt muß dich lieben. 8. Gedente doch, wie herrlich hoch er über allen Jammer dich geführet. Der Engel Heer ist selbst nicht mehr, als eben du, mit Seligkeit gezieret. 9. Du siehest ja vor Augen da, dein Fleisch und Blut die will doch sich, ich frage dich, erLuft und Wolken lenken; was heben, dich in Angst und Furcht zu 197. Mel. Wir Christenlent'. Eu Chrift! dein Kripplein ist mein Seele weidet; hier ist der Ort, hier liegt das Wort mit unserm Fleisch persönlich angekleidet. 2. Dem Meer und Wind gehorsam sind, giebt sich zum Dienst und wird ein Knecht der Sünder. du's finden. 10. Dein blöder Sinn geht oft dahin, ruft Ach und Weh, läßt allen Trost verschwinden. Komm her und richt dein Angesicht zum Kripplein Christi, da, da wirst 11. Wirst Von der Geburt Jesu Christi. 96 4. Reges de Saba veniunt, veniunt, Aurum, Thus, Myrrham offerunt. Halle- Hallel. 11. Wirst du geplagt? Ei, unverzagt; dein Bruder wird dein Unglück nicht verschmähen; sein Herz ist weich und gnadenreich, fann unser Leid nicht ohne Thränen sehen. Die Kön'ge aus Saba kamen dar, kamen dar, Gold, Weihrauch, Myrrhen brachten sie dar. Halle- Halleluja. 12. Tritt zu ihm zu, such Hülf und Ruh, er wird's schon machen, daß du ihm wirst danken. Er weiß und kennt, was beißt und brennt, versteht wohl, wie zu Muthe sei dem Kranten. 5. De mater natus virgine, virgine, sine virili semine. Halle- Halleluja. Sein' Mutter ist die reine Magd, reine Magd, die ohn' ein'n Mann geboren hat. Halle- Halleluja. 6. Sine serpentis vulnere, guine. Halle- Halleluja. 13. Denn eben drum hat er den Grimm des Kreuzes auch am Leibe wollen tragen, daß seine vulnere, de nostro venit sanBein ihm möchte sein ein' unverrüdt' Erinnring unsrer Plagen. 14. Mit einem Wort: Er ist die Pfort zu dieses und des andern Lebens Freuden; er macht behend ein sel'ges End an alle dem, was fromme Herzen leiden. Die Schlang' ihn nicht vers giften tonnt', vergiften fonnt', ist worden unser Blut ohn' Sünd. Halle- Halleluja. 7. In carne nobis similis, similis, peccato sed dissimilis. Halle- Halleluja. 15. Laß aller Welt ihr Gut und Geld und siehe nur, daß dieser Schatz dir bleibe; wer den hier fest hält und nicht läßt, den ehrt und frönt er dort an Seel und Veibe. Paul Gerhard. Er ist uns gar gleich nach dem Fleisch, nach dem Fleisch, der Sünd nach ist er uns nicht gleich. Halle- Halleluja. 198. Puer natus in Bethlehem, Bethlehem, unde gaudet Jerusalem, Halle- Halleluja. in Kind geborn zu Bethlehem, Bethlehem, deß freuet sich Jerusalem. Halle- Halleluja. 2. Hic jacet in praesepio, praesepio, qui regnat sine termino. Halle- Halleluja. Hier liegt es in dem Krippelein, Krippelein, ohn Ende ist die Herrschaft sein. Halle- Halleluja. 3. Cognovit bos et asinus, asinus, quod Puer erat Dominus. Halle- Halleluja. Das Dechslein und das Efelein, Efelein, erkannten GOtt den Herren sein. palle- Hallelu a. 8. Ut redderet nos, homines, homines. DEO et sibi similes. Halle- Halleluja. Damit er uns ihm machte gleich, machte gleich, und wieder bracht zu GOttes Reich. Halle- Halleluja. 9. In hoc natali gaudio, gaudio, benedicamus Domino. Halle- Halleluja. Für solche gnadenreiche Zeit, reiche Zeit, fei G6Ott gelobt in Ewigkeit. Halle- Halleluja. 10. Laudetur sancta Trinitas, Trinitas, DEO dicamus gratias. Halle- Halleluja. Lob sei der Heil'gen Dreifaltigs feit, Dreifaltigkeit, von nun an bis in Ewigkeit. Halle- Halleluja. Betr. Dresdenfts. 199. Mel. Von der Geburt JEsu Christi. Himmel| 11. Es eingeborne der Siegesfürst, der HErr Ses baoth. chaut! schaut! was ist für des Vaters, unser Gnadenthron, Wunder par? Die schwarze das U, und D, der große Gott, Nacht wird hell und flar, ein großes Licht bricht dort herein, ihm weichet aller Sternenschein. 2. Es ist ein rechtes Wunderlicht und gar die alte Sonne nicht, weil's wider die Natur die Nacht zu einem hellen Tage macht. 3. Was wird hierdurch uns zeigen an, der die Natur so ändern kann? Es muß ein großes Werk geschehn, wie wir aus solchem Zeichen jehn. 12. Denn weil die Zeit nunmehr erfüllt, da GOttes Zorn muß sein gestillt, wird sein Sohn Mensch, trägt unsre Schuld, wirbt uns durch sein Blut GOttes Huld. 13. Dies ist die rechte Freudens zeit, weg Trauern, weg, weg alles Leid! Trotz dem, der ferner uns erhöhnt! GOtt selbst ist Mensch, wir sind versöhnt. 4. Sollt auch erscheinen dieser Beit die Sonne der Gerechtigfeit, der helle Stern aus Jacobs Stamm, der Heiden Licht, der Weibessam'? 5. Es ist also des Himmels Heer, das bringt uns jetzt die Freudenmähr, wie sich nunmehr hab eingestellt zu Bethlehem das Heil der Welt. 6. O Gütigkeit! was lange Jahr sich hat der frommen Bäter Schaar gewünscht und sehnlich oft begehrt, deß werden wir von GOtt gewährt. 7. Drum auf, ihr Menschentinder, auf! auf, auf und nehmet euren Lauf mit mir hin zu der Stell und Ort, davon gemeld't der Engel Wort. 8. Schaut hin, dort liegt im finstern Stall, deß Herrschaft gehet überall; da Speise vormals ſucht ein Rind, da ruhet jeßt der Jungfrau Kind. 9. O Menschenkind, betracht es recht und strauchle nicht, dieweil so schlecht, so elend scheint dies Kindelein, es ist und soll auch uns groß sein. 10. Es wird im Fleisch hier vorgestellt, der alles schuf und noch erhält; das Wort, so bald im Anfang war bei GOtt, selbst GOtt, das lieget bar. 97 14. Der Sündenbüßer ist nun hier, den Schlangentreter haben wir, der Höllen Pest, des Todes Gift, den Lebensfürsten man hier trifft. 15. Es hat mit uns nun keine Noth, weil Sünde, Teufel, Höll und Tod zu Spott und Schanden sind gemacht in dieser großen Wundernacht. 16. D felig, selig alle Welt, die sich an dieses Kindlein hält. Wohl dem, der dieses recht erkennt und gläubig seinen Namen nennt. 17. Es dante GOtt, wer dan ten kann, der unser sich so hoch nimmt an und sendet aus des Himmels Thron uns, seinen Feins den, seinen Sohn. 18. Drum stimmt an mit der Engel Heer: GOtt in der Höhe sei nun Ehr, auf Erden Friede jederzeit, den Menschen Wonn und Fröhlichkeit! Paul Gerhard. 200. In bekannter Melodie. ingen wir aus Herzensgrund, loben GOtt mit unserm Mund, treten zu der Engel Schaar, die vom Himmel rufen gar: Ehre sei GOtt in der Höh, bei den Menschen Fried entsteb und nach Wohlgefallen geh. 2. GOtt dem Vater sei die Chr, der uns Menschen ehrt so sehr und 98 Von der Geburt JEsu Christi. und die böse Welt so liebt, daß| stets, niemals übel thut. Ehre er seinen Sohn uns giebt. Ehre sei GOtt 2c. fei GOtt 2c. 13. O GOtt! laß dein Wohlgefall'n uns im Kreuz auch wohlges fall'n, daß wir unsern Will'n und Sinn dir zum Opfer geben hin. Ehre sei GOtt 2c. 3. Heilig, heilig, heilig ist unser Heiland JEsus Christ, GOttes Sohn von Ewigkeit ist Mensch worden in der Zeit. Ehre sei zc. 4. GOttes Kraft, der Heil'ge Geist, dieses Wunderwerk beweis't, daß Maria Mutter wird, der der Jungfrau'n Kron' gebührt. Ehre sei GOtt 2c. 4. Daß dein Wohlgefall'n auf Erd jetzt von uns erfüllet werd, bis wir dort im Himmel gar sin= gen mit der Engel Schaar: Ehre fei GOtt in der Höh 2c. 201. Dt. Vater unser im Himmelr. 5. Fried ist nun mit GOtt, sein Sohn bringt den Fried von seins ist ein Kindlein beut ge nem Thron und den Unfried von bor'n, von einer Jungfrau uns wend't und den Geist des auserkor'n, ein wahrer Diensch Friedens send't. Ehre sei 2c. und wahrer GOtt, daß er uns helf aus aller Noth, sein Nam' ist Wunderbar und Rath, durch ihn haben wir funden Gnad. 2. Was hat uns GOtt mehr können thun, denn daß er uns schenkt seinen Sohn, der von uns weggenommen hat all unsre Sünd und Missethat, erlöst uns von der Sünd und Pein, darin wir sollten ewig sein. 3. Freu dich, o werthe Christenheit und dank es GOtt in Ewigkeit; haß aber alle Sünd und Lust, davon du theu'r erlös set bist, sei fortan gott'sfürchtig und rein zu Ehr'n dem neuges bor'n Kindlein. Vom 202. 3n bekannter Melodie. om Himmel hoch da komm ich her und bring euch gute neue Mähr, der guten Mähr bring ich so viel, davon ich sing'r und sagen will: 2. Euch ist ein Kindlein heut gebor'n, von einer Jungfrau auserkor'n, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur' Freud und Wonne sein. 3. Es ist der HErr Christ un ser GOtt, der will euch führ'n 12. Laßt uns auch durchaus in aus aller Noth, er will eu'r Heis all'n GOttes Willen wohlgefall'n. land selber sein, von allen SünGOtt, das allerbeste Gut, wohl den machen rein. 6. Fried sei nun aufs neu geschafft mit der Engel Brüder schaft, die thun auf des Himmels Thür, da steht nun kein Cherub für. Ehre sei 2c. 7. Friede, Freude, Trost und Ruh ist auch im Gewissen nu. Weg nun, Teufel, weg nun, Sünd, tein Theil ihr mehr an mir find't. Ehre sei GOtt 2c. 8. Fried auf aller Erden ist, freu du dich, betrübter Christ. Wer in Christi Frieden steht, dieser Weltkrieg nicht angeht. Ehre sei GOtt 2c. 9. Wer wollt an der guten Post nun nicht haben Freud und Lust, Wohlgefall'n aus Herzensgrund? und aussprechen mit dem Mund: Ehre sei GOtt in der Höh 2c. 10. Hat doch GOtt nun Wohlgefall'n an uns armen Menschen all'n; Christus hat uns ausgeföhnt, mit dem Himmelreich belehnt. Ehre sei GOtt 2c. 11. Laßt uns nun zum Himmel wall'n, GOtt zum guten Wohlgefall'n. Weg mit dir, du schnöde Welt, weh dem, der sich dir gleichstellt. Ehre sei GOtt 2c. Von der Geburt Jesu Christi. 99 4. Er bringt euch alle Seligkeit, das rechte Susaninne schon, mit die GOtt der Vater hat bereit't, daß ihr mit uns im Himmelreich follt leben nun und ewiglich. Herzenslust den süßen Ton. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippe, Windelein, so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 15. Lob, Chr' jeiGOtt im höchsten Thron, der uns schenkt seinen ein'gen Sohn! deß freuet sich der Engel Schaar, und singen ein solch neues Jahr. D. M. Luther. 203. Nach voriger Melodie. 6. Deß laßt uns alle fröhlich Vom Himmel kam der Engel fein, und mit den Hirten gehn hinein, zu sehen, was GOtt hat beschert, uns mit sein'm lieben Sohn verehrt. Schaar, erschien den Hirten offenbar, sie sagten ihn'n: Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart. 7. Mert auf, mein Herz, und sieh dorthin, was liegt dort in dem Krippelein? Weß ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe JEsulein. 8. Bist willkommen, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst in's Elend her zu mir; wie soll ich's immer danken dir. 9. Ach, HErr! du Schöpfer al ler Ding', wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon, ein Rind und Efel aß. 10. Und wär' die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit't, so wär' sie dir dochviel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, drauf du König, so groß und reich, herprangst, als wär's dein Himmelreich. 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündigt hat; es ist der HErre JEsus Christ, der euer aller Heiland ist. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, singen immer frei 3. Deß sollt ihr billig fröhlich sein, daß GOtt mit euch ist wor den ein; er ist gebor'n, eu'r Fleisch und Blut, eu'r Bruder ist das ew'ge Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd' und Tod? ihr habt mit euch den wahren GOtt! laßt zürnen Teu fel und die Höll', GOtt's Sohn ist worden eu'r Gesell. 5. Er kann und will euch lass sen nicht, segt nur auf ihn eu'r Zuversicht! es mögen euch viel fechten an, dem sei Troß, der's nicht lassen kann. 6. Zulegt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden GOtt's Geschlecht; deß dantet GOtt in Ewigkeit, geduldig, fröhlich alles zeit. D. M. Luther. 204. In bekannter Melodie. 12. Das hat also gefallen dir, Mir Christenleut' hab'n jekund die Wahrheit anzuzeigen mir, Freud', weil uns zu Trost wie aller Welt Macht, Ehr' und Gut vor dir nichts gilt, nichts bilft, noch thut. GOtt's Sohn ist Mensch gebo ren, hat uns erlös't: wer sich deß tröst't, und glaubet fest, soll werden nicht verloren. 13. Ach! mein herzliebes JEsu lein, mach' dir ein rein sanft Bettelein, zu ruh'n in meines Herzens Schrein, daß ich vergeffe nimmer dein. 2. Ein Wunderfreud': GOtt selbst wird heut von Maria ein wahrer Mensch geboren: Ein' Jungfrau zart sein' Mutter ward, von GOtt, dem HErren selbst dazu erforen. 2 3. Die 100 Bon der Geburt Jesu Christi. 3. Die Sünd' macht Leid, Chri- 7. Du bist der süße Menschens ftus bringt Freud', weil er zu freund, doch sind dir so viel uns in diese Welt ist kommen. Menschen feind; Herodis Herz Mit uns ist GOtt nun in der hält dich für Gräu'l, und bist doch Noth, wer ist, der uns als Chri- nichts als lauter Heil. Alleluja. sten tann verdammen? 8.Jch aber, dein geringster Ruecht, ich sag' es frei, und mein' es recht: ich liebe dich, doch nicht soviel, als ich dich gerne lieben will. Aleluja. 9. Der Will' ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zus wider sein mein armes Herz, und was es tann, wirst du gewißlich nehmen an. Alleluja. 10. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht't, warst arm und dürftig, nahmst fürlieb da, wo der Mangel dich hintrieb. Alleluja. 11. Du schliefst ja auf der Erden Schooß, so war dein Kripplein auch nicht groß; der Stall, das Heu, das dich umfing, war alles schlecht und sehr gering. Alleluja. 12. Darum so hab' ich guten Muth, du wirst auch halten mich für gut. O JEsulein, dein from= mer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Alleluja. 13. Bin ich gleich Sünd' und Laster voll, hab' ich gelebt nicht wie ich soll; ei, tommst du doch deswegen her, daß sich der Süns der zu dir kehr'. Alleluja. 4. Drum sag' ich Dank mit dem Gesang, Christo, dem HErrn, ber uns zu gut Mensch worden, daß wir durch ihn nun all' los sein der Sündenlast und unträglichen Bürden. 5. Halleluja! gelobt sei GOtt! fingen wir all' aus unsers Her gens Grunde! denn GOtt hat heut gemacht solch' Freud', der wir vergessen soll'n zu teiner Stunde. M. Casp. Fugger. 205. M. Erschienen ist der herrl. ir singen dir, Immanuel, bu Lebensfürst und Gna denquell, du Himmelsblum' und Morgenstern, du Jungfrau'nsohn, HErr aller Herrn. Alleluja. 2. Wir singen dir in deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr', daß du, o lang ge wünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. Alleluja. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach bir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr' der Väter und Propheten Schaar. Alleluja. 4. Ach! daß der HErr aus Zion täm', und unsre Bande von uns nähm'! Ach, daß die Hülfe bräch' herein! so würde Jakob fröhlich sein. Alleluja. 5. Nun bist du hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist flein, und machst doch alles groß, bekleidst die Welt, und tömmst doch bloß. Alleluja. 14. So faß ich dich nun ohne Scheu; du machst mich alles Jammers frei, du trägst den Zorn, du würgft den Tod vers fehrst in Freud' all' Angst und Noth. Alleluja. 15. Du bist mein Haupt, hins wiederum bin ich dein Glied und Eigenthum, und will, so viel bein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dir's beliebt. Alleluja. 6. Du kehrst in fremde Hau- 16. Ich will dein Alleluja hier fung sein und sind doch alle Him- mit Freuden singen für und für mel dein! trinkst Milch aus einer und dort in deinem Ehrensaal Menschenbrust, und bist doch soll's schallen ohne Zeit und Zahl: felbst der Engel Lust. Alleluja. Alleluja. P. Gerhard. 206. Mel. Neujahrsgesänge. 101 206, Mel. Singen wir aus Herz.| GOtt, und machst Höll und Tod Munderbarer Gnadenthron, zu Spott. Aller Welt wird offenGOttes und Marien Sohn, bar, ja auch deiner Feinde Schaar, GOtt und Mensch, ein kleines daß du, GOtt, bist wunderbar. Kind, das man in der Krippe find't, großer Held von Ewigkeit, dessen Macht und Herrlichkeit rühmt die ganze Christenheit; 3. Laß mir deine Güt' und Treu' täglich werden immer neu. GOtt, mein GOtt, verlaß mich nicht, wenn mich Noth und Tod anficht; laß mich deine Herrlichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit. 2. Du bist arm und machst zu gleich uns an Leib und Seele reich; du wirst klein, du großer D. J. Olearius. IX. Neujahrsgesänge. A M. Singen wir au sHerzens. bermal ist eins dahin von der Zeiten Anbeginn, abers mal ist dieses Jahr, wie wir selber wandelbar, es ist nunmehr alt und kalt; höret, wie die Zeitung bald von dem neuen Jahr erschallt! 2. GOtt sei Lob! daß abermal eins dahin ist von der Zahl uns' rer Jahre, die wir sehn schneller, als den Rauch vergehn, da von unsrer Pilgrimschaft aber eins ist hingerafft durch so schneller Zeiten Kraft. 6. Zwar hast du uns lassen sehn, was den Sündern muß geschehn; aber deine Güt' und Treu' war doch alle Morgen neu. Ach! res gier' uns Herz und Sinn, daß wir ießt zum Anbeginn alle Bosheit legen hin. 7. Gute Nacht, vergangnes Jahr, sammt der Trübsal und Gefahr; gute Nacht, du Sündenkleid, decke mich, o Frömmigkeit. Süber JEsu, führe mich zu dem neuen gnädiglich, daß ich lieb und lobe dich. 3. Rift. 208. Mel. Kommt her zu mir. 3. HErr, wie groß iſt deine Güt! Das alte Jahr ist nun dahin; wie Hast du doch zu Tag und Nacht dieses Jahr an uns gedacht, da doch wir nur Staub und Koth, nichts verdienet als den Tod, ja fogar die Höllennoth. 4. HErr, dein Nachtmahl, Tauf' und Wort hast du noch an unferm Ort rein erhalten, und dazu den gewünschten Fried' und Ruh' uns so mildiglich beschert; ja, was unser Herz begehrt, hast du reichlich uns gewährt. 5. Billig sagen wir dir Dank für die Kleidung, Speis' und Trant, für Gesundheit, Ehr' und Gut. Lob sei dir, daß auch die Gluth noch das Wasser. noch der Wind uns, die wir so sträflich sind, nicht verderbt so gar geschwind. noch bin, das dant' ich deiner Treue. Komm, JEsu, hilf doch deinem Knecht, daß mit dem neuen Jahr ich recht im Leben mich erneue! 2. Was bin ich, liebster JEjus, doch, daß du mich bis anhers noch so gnädig hast beschüßet? Was sind wir Menschen insges mein, daß deine Güt' und Gnad' allein uns giebet, was uns nüßet? 3. Mich hätt' unzählig Unglück ja verderbet, wenn mir nicht so nah dein Hülf und Heil gewes sen. Dein Allmacht hat mich so geführt, daß kein Verderben mich gerührt durch die Gewalt des Bösen. 3 4. Bas 102 Neujahrsgesänge. 4. Was bin ich? lauter Asch'| Schuß und Advokat, dich ruf' ich und Staub, verdorrtes Gras, ein herzlich an: du wollest das mir grünes Laub, das eilig muß ver- geben, daß ich recht christlich les gehen: dein' Hand, die ist es, die ben und selig sterben kann. mir Kraft und Hülf' in aller Noth verschafft, sonst wär's mit mir geschehen. 3. Daß wir nunmehr beschlossen, o GOtt! das alte Jahr, und sehr viel Gut's genossen in solchem, das ist wahr; HErr, gieb uns nun hinfort, in deiner Gunst zu walten, und richtig zu behalten dein Nachtmahl, Lauf und Wort. 4. Bewahr in diesem neuen ge treue Prediger, laß sie mit Lust ausstreuen dein heilig's Wort; bescher auch gute Schulen noch; schüß' unsre Obrigkeiten, treib von der Seiten das schwere Kriegesjoch. 5. Schütt aus, HErr, deinen Segen auf Vater, Mutter, Kind; es ist an dir gelegen, daß wir gesegnet sind. Wehr' allem Krieg und Streit; HErr, wende das Verderben, auch Bestilenz und Sterben zusammt der theuren Zeit. 6. Dein' Engel laß uns schüßen vor Satans Tyrannei: hilf, daß wir ruhig sißen: dein' Allmacht steh uns bei, damit wir unser Brod gesund und frisch erwerben, auch etwa nicht verderben durch Feu'r- und Wassersnoth. 7. Gieb uns getreue Freunde, sammt Fried' und Einigkeit, bekehr auch unsre Feinde, steu'r allem Haß und Neid. HErr, sei der Wittwen Schuß: du wollest auch der Armen und Waisen dich erbarmen, gieb, was uns allen nub. 8. Gesundheit, Segen, Leben, Rath, Hülf und Trost in Noth, laß deine Gnad' uns geben, und wenn mit uns der Lod davon will ganz und gar, so hilf, HErr JEsu! siegen. Drauf komm, uns zu vergnügen in diesem neuen Jahr. C. v. St. 209. M. Von GOtt will ich nicht. as alt' ist abgegangen, das neue Jahr tritt auf; jest richt' ich mit Verlangen zu JEfu meinen Lauf; ihm sag' ich Lob und Dank, daß er mich hat bewahret, sein' Hülfe nicht gesparet an mir mein Lebenlang. Da Joh. Rift. 2. DJEsu, meine Wonne, mein 210. Mel. Vom Himmel hoch da. Bruder, Freund und Rath, duas alte Jahr vergangen iſt, Chrift, wir 5. Drum bring' ich dir, o Höchster! Dant, und will dir auch mein Lebenlang dafür zu danken wissen; so oft der Tag sich zu uns macht, so oft ihn jagt die stille Nacht, bin ich dazu gefliffen. 6. Laß mich mit diesem neuen Jahr in deiner Furcht doch ganz und gar mein altes Thun ablegen: vergieb mir auch, was ihnen ich gethan von meiner ersten Jugend an, von deines Namens wegen. 7. Ich weiß, daß ich dich oft betrübt, dieweil ich Böses nur geliebt in den vergangenen Zeiten. Ich habe dich verlassen oft, am meisten auf die Welt gehofft, und ihre Eitelkeiten. 8. Doch aber habe noch Geduld, vergieb du mir ie alte Schuld mit diesem alten Jahre! mein altes Thun will ich in's Grab der alten Sünden legen ab, eh' ich von hinnen fahre. 9. Bleib' aber auch mein alter Hort, wie du gewesen immerfort, sonst bin ich gar verloren. Du bist mein alter GOtt allein, mein neuer sollst du gleichfalls sein, den ich mir ausertoren. Neujahrsgefänge. 103 Christ, daß ou uns in so groß'r und durch Klagen, durch manGefahr behütet haft lang Zeit chen Sorgenstein bin ich, GOtt und Jahr. 2. Wir bitten dich ewigen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein' arme Christenheit bewahren ferner allezeit. Lob! gedrungen: dies Jahr ist hingelegt! Dir, GOtt, sei Lob gesungen, mein Herze wird erregt. 2. Der du mich haft erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Theil. Du hast mich wohl erhalten, du bist mein fester Trost! dich laß ich ferner walten, wenn mich die Noth anstoßt. 3. Mein GOtt! o meine Liebe! was du willst, will auch ich; gieb, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich. Dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünfai in sein. 4. Nach r soll i nich schit ken, o HErr! ich mi... auch thun. Soll mich die Armuth drücken? Ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen? o HErr, befiehl doch mir. Soll ich Verachtung tragen? Ach, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen sizen? HErr GOtt, dein Wille gilt. Soll ich in lengsten schwißen? Mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krankheit leiden? Ich will gehorsam sein. Soll ich von dans nen scheiden? HErr, dein Will' ist auch mein. 6. Soll ich zum Himmel dringen? Gar gern, o GOtt, mein Licht! Soll mich die Höll' einschlingen? Ach, dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet die rothe Höllengluth, du aber bist verfühnet durch deines Soh nes Blut. 7. Heut ist das Jahr beschlossen, HErr, deine Gnad sei heut auf mich neu ausgegossen. Mein Herz wird auch erneut. Leg ich die alten Sünden, so werd ich, GOtt, bei dir auch neuen Segen 4 finden, 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Bort, welch's ist der Seelen höchster Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, HErr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir von der Sünd' ablahn und fromm zu werden fangen an; tein'r Sünd im alten Jahr gedent, ein gnadenreich Neujahr uns schenk. 5. Christlich zu leben, jeliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tag wied'r aufzustehn, mit dir ins Himmelreich zu gehn. 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. JEsu! unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. 3. Steuerlein. 211. Nach voriger Vielodie. as neugeborne Kindelein, das herzeliebe JEsulein, bringt abermal ein neues Jahr der auserwählten Christenschaar. 2. Deß freuen sich die Engelein, die gerne um und bei uns sein. Sie singen in den Lüften frei, daß GOtt mit uns versöhnet sei. 3. Ist 6 versöhnt und unser Freund, kann uns thun der arge Feind? Troß Teufel und der llenpfort, das JEjulein ist unser Hort. 4. Es bringt das rechte Jubel jahr; was trauern wir denn immerdar? Frisch auf! jest ist es Singens Zeit, das JEsulein wend't alles Leid. 3. Steuerlein 212. M. 3ch bankoir, lieber HErre. urch Trauern und durch Plagen, durch Noth, durch Angst und Bein, durch Hoffnung 104 Neujahrsgesänge. G. W. Sacer. des HErren reiche Gnad und so gering nicht achten sein' unzählig' Wohlthat; stets führen zu Ges müth, wie er dies Jahr hat ges ben all Nothdurft diesem Leben und uns vor Leid behüt't. finden, dein Wort verspricht es| 2. Ernstlich laßt uns betrachten mir. 213. M. Nun freut euch, lieben. reut euch, ihr Christen, insgemein, lobt GOtt mit Herz und Munde und drückt es eurem Herzen ein, was er noch diese Stunde zum neuen Jahr uns allen schenkt, der als ein Vater an uns denkt, daß wir ihn sollen preisen. 2. Wir waren unter dem Gesetz verwahret auf den Glauben, gefangen in dem Sündenneß; der Satan wollt uns rauben Trost, Hülf und Rath, weil unsre Schuld uns bracht um GOttes Vaterhuld, es war mit uns verloren. 3. Nunmehr muß der Zuchtmeister fort, nun ist der Glaube tommen, nun schenkt uns GOtt das Gnadenwort, das wir erfreut vernommen; wir sind nun GOt-| 5. Nach Vaters Art und Treuen tes Kinder all und singen drauf mit großem Schall: GOtt Lob für seine Gnade. 3. Lehramt, Schul', Kirch' ers halten in gutem Fried und Ruh, Nahrung für Jung und Alten bescheret auch dazu und gar mit milder Hand sein' Güter ausge spendet, Verwüstung abgewendet von dieser Stadt und Land. 4. Er hat unser verschonet aus väterlicher Gnad; wenn er sonst hätt belohnet all unsre Missethat mit gleicher Straf und Bein, wir wären längst gestorben, in mancher Noth verdorben, dieweil wir Sünder sein. 4. Denn wie viel eser sind getauft, die haben angezogen den, der sie durch sein Blut erkauft und macht uns GOtt gewogen; kein Jud' ist hier, kein Griech', tein Knecht, es gilt kein Weib, tein Mannsgeschlecht, tein Ansehn der Personen.. 5. Jhr seid nun Einer allzumal in JEfu Chrifti Namen, GOtt sagt euch zu des Himmels Saal, die ihr seid Abrams Samen, 215. M. 3ion flagt mit Angst. ihr ſollt nun GOttes Erben sein, if, das neue Jahr geht an, ihr sollt zum Himmel gehen ein und ewig selig bleiben. daß D. 3. Olearius. laß es neue Kräfte bringen, aufs neu ich wandeln kann, laß mich dir befohlen sein, auch daneben all das Mein'. Neues 214. M. Von GOtt will ich nicht. elft mir GOtt's Güte preisen, er uns so gnädig ist; wenn wir die Sünd bereuen, glauben an JEsum Christ herzlich ohn Heus chelei, thut er all Sünd vergeben, lindert die Straf daneben, steht uns in Nöthen bei. 6. All solche Güt wir preisen, Vater im Himmelsthron, die du uns thust erweisen durch Christum, deinen Sohn, und bitten ferner dich, gieb uns ein fröhlich Jahre, vor allem Leid be wahre und nähr uns midiglich. D. P. Eberus. Sang und andern Weisen ihm allzeit dankbar sein, vornehmlich zu der Zeit, da sich das Jahr will enden, die Sonn sich zu uns wenden, das Neujahr ist nicht weit. du mir aus Gnaden geben. 2. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, laß mich büßen meine Sünd; hilf, daß sie mir nimmer schaden, sondern bald Verzeihung find; auch durch deine Gnad per: Neujahrsgesänge. 105 verleih, daß ich herzlich sie bereu, du allein willst Herrscher sein, HErr, in dir, denn du, mein Leben, tannst die Sünd allein vergeben. dies laß die Feinde wissen. Erhalt dein Wort an allem Ort und steure falscher Lehre, als Pest der Schrift und Seelengift; des Teufels Reich zerstöre. 3. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o GOtt, mein Flehen hin; weil ich mich so sehr betrübe und voll Angst und Za en bin. Wenn ich gleich schlaf oder wach, sieh du, HErr, auf meine Sach; stärke mich in meinen Nöthen, daß mich Sünd Tod nicht tödten. d 4. HErr, du wollest Gnade ge ben, daß dies Jahr mir heilig sei und ich christlich tönne leben sonder Trug und Heuchelei, ich auch meinen Nächsten lieb und ihn ja nicht mehr betrüb, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. Joh. Heermann. 5. JEsu! laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr; trage stets mich auf den Händen, halte 217. M. O Welt, ich muß dich. bei mir in Gefahr, ſteh mir bei in mehr uns Lage fehlen, ie e wir Jahre je aller Noth, auch verlaß mich nicht im Tod; freudig will ich dich um- mehr uns Zeit abgeht. Dies Lefassen, wenn ich soll die Welt ben selbst verschwindet, weil sich verlassen. Joh. Rift. das Alter findet und die ver216. M. O HErre GOtt, dein. langte Zahl erhöht. ch preise dich, GOtt, der du 2. Wie uns die Jahr' entfallen, then erhalten hast, auch wenn die Last mich oft hat wollen tödten. Schüß und bewahr auch dieses Jahr mich und all andre Christen; stürz alle die, so spät und früh sich wider uns ausrüsten. 4. Geduld verleih und benedei die Arbeit unsrer Hände. Befiehl, daß sich ganz mildiglich dein Segen zu uns wende. Frei unser Land von Seuch und Brand, vor Schloß und schwerem Wetter. Erhör, o GOtt! und rett aus Noth die glaubensvollen Beter. 5. Sollt ich denn noch das harte Joch der Trübsal auf mir tragen; so hilf du mir, Gott, wenn ich dir mein Elend werde klagen. Ist aber ja das Stündlein da, so laß mich fröhlich sterben und hilf, daß ich kann seliglich das Reich des Himmels erben. 2. Laß Seel und Leib, Gut Kind und Weib stets bleiben unverletet; gieb täglich Brod dem, der, o GOtt, sein' Hoffnung auf dich sebet. Treib ab den Krieg, laß Fried und Sieg sich wieder zu uns wenden. Du hast die Macht, Gewalt und Pracht der Feind' in deinen Händen. 3. Dämpf überall Verfolgungsqual, befreie die Gewissen; daß sich das Ziel abkürzt; so wird mit ihn'n verloren, was in der Zeit geboren, die alles fällt und alles stürzt. 3. Weil jenes Jahr vergangen, wird dieses angefangen, der Anfang führt das End; vor stieg die Sonne nieder, jetzt kommt ihr Wagen wieder, der um ein weiters höher rennt. 4. So, ob wir hier veralten, ob Händ und Herz erkalten, gehn wir doch drum nicht ein; denn was wir abgenommen, das sind wir nahe kommen der ew'gen Wollst oder Pein. 5. Unendlich ewig Wesen, durch dessen Tod genesen, was Zeit und Jahre 65 106 Neujahrsgesänge. Jahre zählt; ach, laß unendlich| ich, Jesu, dich: JEsu, JEsu, du leben, für die du dich gegeben und hast mich. JEsu, bleib du ewig zu der Himmelsbraut erwählt. meine, ich will ewig sein der Simon Dach. Deine. 219. M. Nun konimt der Heiden. G. W. Sacer. su, meiner Seelen Ruh und 218. M. 3ion flagt mit Angst. Eu, meiner Freuden Freude; JEsu, meiner Seelen Weide, JEiu! meine Zuversicht! o wie ferner alles sein. kommt dein Name mir so gewünscht und lieblich für! Dein Gedächtniß, JEsu! machet, daß mein traurig Herze lachet. 2. JEsu, dich lieb ich von Hers gen, werd auch nie von Liebe fatt. Der ist frei von allen Schmerzen, der dich, liebster JEsu, hat. Du siehst in mein Herz hinein, dir kann nichts verborgen sein! Du weißt wohl, daß ich dich liebe und sonst alles von mir schiebe. 3. JEfu, meine Lebensfonne, JEsu, meiner Sinnen Lust, au Ber dir, o meine Wonne, ist nichts liebers mir bewußt. Küsse, schönster JEsu, mich, werther Schap, ich küsse dich! Ich umfange dich im Glauben, dich soll mir kein Teufel rauben. 4. JEsu, Schutzherr der Bezwängten! JEsu, der Verlaßnen Schild! JEsu, Helfer der Bebrängten, o du Vaters Ebenbild. Ich laß Erd und Himmel sein, wenn nur JEsus bleibet mein, Erd und Himmel würden Hölle, wäre JEsus nicht zur Stelle. 5. Jesus ist, der mich fann laben, JEsus ist, der mich erhält! werd ich meinen JEsum haben, ei! so laß ich alle Welt! wenn der Tod die Augen bricht, laß ich dennoch JEsum nicht. Werd ich meinen Geist aufgeben, er ist meines Lebens Leben. bist du mir allein, sollst auch 2. Liebet Jemand in der Welt edle Schäße, Gut und Geld; JEsus und sein theures Blut ist mir mehr denn alles Gut. 3. Stellen meine Feinde fich öffentlich gleich wider mich; Je= sus reißt aus aller Noth, tilget Teufel, höll und Tod. 4. Bin ich krank und ist kein Mann, der die Schwachheit heilen kann; JEsus will mein Arzt in Bein und mein treuer Helfer fein. 5. Bin ich nackend, arm und bloß und mein Vorrath ist nicht groß; JEsus hilft zur rechten Zeit meiner armen Dürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, bis an einen fremden Ort; JEsus forget selbst für mich, schüßet mich ganz wunderlich. 7. Muß ich dulden Hohn und Spott wider GOtt und sein Gebot; JEsus giebt mir Kraft und Macht, daß ich allen Spott nicht acht. 8. Hat der Bienen Honig Saft und der Zucker süße Kraft, mein herzliebster Jesus Christ tausendmal noch süßer ist. 9. Drum, o JEsu, will ich dich immer lieben festiglich; du, du JEfu, sollst allein meiner See len alles sein. 10. JEsus, was durch Ohren bricht, JEsus, was das Auge 6. Wird gleich Gut und Blut sicht, Jesus, was die Zunge verschwinden, geht gleich Leib schmeckt und wonach die Hand und Leben hin; tann ich meinen JEsum finden, ei! so hab ich hoch Gewinn. Jetzt schon hab sich streckt. 11. JEsus sei mein Speis' und Trant, JEsus sei mein Lobges sang, Neujahrsgesänge. 107 fang, JEsus sei mein ganzes All, jmählet, er ist mein, und ich bin JEsus sei mein Freudenschall. sein. Jesus schüßt vor List und Macht, JEsus ist mein Ruhm und Pracht. 2. Troßet der auf seine Jugend, iener auf der Schönheit Ziet, mich ergößet dessen Tugend, der an Glanz geht allen für; meines liebsten JEfu Schein übertrifft die Sternelein. 12. Endlich laß, du höchstes Gut, JEsu, laß dein theures Blut, deine Wunden, deine Pein, meine Raft im Tode sein. 2. Barmeister. 220. In bekannter Melodie. Jſem men lei gepreiſet zu die Efu, nun sei gepreiset zu die 3. Drum erstreckt sich mein Ber gehren weiter, als auf JEsum, nicht; seine Wahrheit kann ge= währen alles was er mir ver spricht. Hab' ich ihn, so hab' ich mir, was sonst allem gehet für. 4. Ja, auf ihn ist ausgeschüttet daß mein Mund sonst nichts mehr meines ganzen Herzens Schrein, bittet, als nur bald bei ihm zu sein; was er Nachts und Tages lingt, das nur all' von Jesu klingt. uns hast beweiset viel Gutes in Gefahr, daß wir haben erlebet die neu' fröhliche Zeit, die voller Gnaden schwebet und ew'ger Seligkeit, daß wir in guter Stille das alte Jahr erfüllet. Wir woll'n uns dir ergeben jebund und im merdar. Behüt' uns Leib und Leben hinfort das ganze Jahr. 2. Laß uns dies Jahr vollbringen, zu Lob dem Namen dein, daß wir demselben fingen in christlicher Gemein; wollst uns das Leben fristen durch deine 5. JEsu, deine treue Liebe, deis starke Hand; erhalt dein' liebe nen treuen Brudersinn, welcher Christen und unser Vaterland. dich vom Himmel triebe mir zu Den Segen zu uns wende, gieb gut auf Erden hin: Dieses foll Fried an allem Ende. Gieb unzu jeder Zeit rühmen meine verfälscht in Landen dein selig Schuldigkeit. machend Wort; die Heuchler mach' zu Schanden hier und an allem Ort. 6. Ein Gedächtniß will ich stifs ten, und im Herzen führen auf, selbsten soll mit goldnen Schrif ten dieses fein gestochen drauf: JEsus, JEsus soll allein meine höchste Freude sein. 3. A. 222. Nach voriger Melodie. obet GOtt von Herzensgrunde, 3. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm. Geduld im Rreuz uns lebre. Regier' all' unser Thun, bis wir getrost abscheiden in's em'ge Himmelreich, zum wahren Fried' und Freuden, den Heil' en GOttes gleich. Indeß mach's mit uns allen nach deinem Wohlgefallen; solch's singet heut obn' Scherzen die christgläubigeSchaar, und wünscht mit Mund und Her- wende uns ein neues Jahr ge 2. Denn es hat die Sonnens en ein selig neues Jahr. danket, die ihr danken könnt, rühmet ihn mit That und Munde, die ihr euch von Christo nennt, ehret seinen großen Rath, rühmet seine Wunderthat. Nic. Heermann. 221. Mel. GOtt des Himmels. Esum hab' ich mir erwählet, bracht, drum erhebet eure Hände, rühmet unsers GOttes Macht; daß wir nicht sind hingerafft, das ist seiner Gnade Kraft. JEsus ist mein Licht und 3. G3 erhielt der Herr der ZeiSchein, JEsum hab' ich mich ver- ten uns bisher in stolzer Rub'. Nun 108 Nun sind tausend Widrigkeiten und wohl tausend noch dazu, und zehntausendfache Noth mit dem alten Jahre todt. 4. Er hat seines Wortes Samen unter uns so ausgebreit't, daß von seinem großen Namen bie noch nie geborne Zeit und die Welt, die tommen soll, allbereit ist rühmensvoll. Neujahrsgesänge. 5. Er hat mit dem Eintrachtsbande unsre Obrigkeit um= schränkt, daß ein Jeder in dem Lande, den der Krieg vor hat getränkt, nunmehr sicher und beschüßt unter seinem Weinstock figt. 6. Theurung sammt der Bestilenze, Wassersnoth, Raub, Mord und Brand, hat der HErr von unsrer Grenze blos aus Gnaden abgewandt, hat mit Füll' uns ausgerüst't, daß es nicht zu fagen ist. 7. O der großen Wunderdinge, die tein Sinn noch Mund be greift! HErr, wir sind ja zu geringe alles dessen, was gehäuft deine große Majestät uns bisher erwiesen hat. 8. Uch! verzeihe doch den Mängeln, die noch hegt, und dadurch du sammt den Engeln uns zu haffen wirst bewegt: JEsus ist der Mittelsmann, der uns dir versöhnen kann. 9. Gieb uns mit den neuen Tagen neue Herzen, neuen Geist, daß wir Lust zu diesem tragen, was dein Will' und Wort uns heißt. Gieb ein'n dir ergebnen Sinn, nimm die alten Sünden hin. 223. M. Auf meinen lieben GOtt. Mein JEfus ist getreu, er 3. Frant. steht in Noth mir bei, auf ihn ist gut vertrauen, drum will ich auf ihn bauen. Ihm thu' ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 2. Der Welt ihr bester Lohn ist Schande, Schimpf und Hohn, wer den nicht will ererben, der muß der Welt absterben, der muß vor ihr sich wehren, sich hin zu Christo kehren. 3. Wenn mich der Feinde Schaar will stürzen in Gefahr, und mich mit Hohn belegen, ist JEsus mir zugegen, sein Schuß zu mir sich wendet, und alle Feinde blendet. 4. Ob mich angehet Noth, und wär' es auch der Tod, für mich mein JEsus ringet, und Noth und Tod bezwinget; ja aus der Höllen Rachen kann er mich les dig machen. 5. Wenn Sündenschuld mich plagt, und mein Gewissen nagt; mein treuer JEsus wachet, mich tröstet und anlachet, sein Leiden und sein Sterben läßt Reinen ganz verderben. 6. Sei fort mein Widerstand, mein Auge, Fuß und Hand; bilf mir auf allen Seiten, JEful muthig streiten, dann will ich deinen Namen von Herzen prei sen, Amen. L. Bacmeister. 224. M. Lobt GOtt, ihr Christett. un banket alle GOtt mit Herz große Dinge thut, sein Lob macht allenthalben tund, er thut uns immer gut:: 2. Er hat gegeben Leib und Seel', Sinn, Weisheit und Vers stand; er sprengt auf uns sein Gnadenöl und führt uns bei der Hand 3. Sein theures Wort erhält et rein, auch jedes Sacrament mus jetzt noch unverfälschet sein, wie's feine Kirch' bekennt:,: 4. Er hat beschüßet Land und Stadt vor Feind und Ueberfall, und was man drinnen nöthig hat, hat er bescheret all':,: 5. Vor Theurung hat er uns bewahrt, vor Te und manchem Leid: zu Land und Wasser geben Fahrt. 109 6. Regier' all' unser Wesen, wend ab Melancholei; gieb, Bater, bas 6. Also Jahrein, Jahraus ge- Genesen; wohn' uns in Gnaden nährt manch tausend Menschen bei. Gieb Fried' und Einigkeit, bis tind, und seine Güte uns ge- wir einmal mit Freuden von dieser währt, daß wir erhalten sind:: Welt abscheiden zur wahren Se= 7. Drum danket GOtt beim ligkeit. Jahresschluß, vergeßt sein nimmermehr; er GnaL. Bacmeister. 226. Mel. Wach' auf, mein Herz. Nun laßt uns gehn und treten, benfluß. Gott sei Dant, Lob und Ehr' M. H. Elmenhorst. 225. Mt. Aus meines Herzensgr. das mit Singen und mit Beten zum HErrn, der unserm Leben bis hieher Kraft gegeben. wan dern von einem Jahr zum ans dern, wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. liebe neue Jahr, es ist nun mehr vergangen das alte ganz und gar; dir dank' ich, o HErr Christ, aus herzlichem Gemüthe, für deine Gnadengüte, die unerforschlich ist. 3. Durch so viel Angst und Pla gen, durch Zittern und durch Bagen, durch Krieg und großes Schreden, die alle Welt bedecken. 2. Du hast mir nicht gelohnet nach meiner Missethat, hast meis ner mehr verschonet, daß ich bin früh und spat gegangen ledig aus; du hast mir Freud' erreget, wenn sich dein Schuß geleget zu rings her um mein Haus. 3. Du wollest mir beistehen noch ferner dieses Jahr, mir stets zur Seite gehen, mich schüßen vor Gefahr, vor Feu'r- und Wassersnoth, vor Pestilenz und Seuchen, die schnell uns hinter Schleichen, und bringen jähen Tod. 4. Lieb', Hoffnung in uns mehre, zünd' an des Glaubens Licht; uns deinen Willen lehre, daß wir, wenn Noth anbricht, aus großer Ungeduld und übergroßen Schmerzen nicht deine Gunst verscherzen, und häufen Sündenschuld. 5. Woll'st unser Leben fristen, der Nahrung legen zu, daß Sorgen nicht einnisten; gieb Segen, Heil und Ruh. Hilf, daß wir nicht umsonst, nach Heiden art uns grämen, vielmehr das Fleisch bezähmen; und dessen Lust und Brunst. Neujahrsgesänge. Fahrt, und Jedem Brod und Kleid:,: 4. Denn wie von treuen Müttern, in schweren Ungewittern. die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß verwahret werden; 5. Also, und auch nicht mins der, läßt GOtt auch seine Kinder, wenn Noth und Trübsal blißen, in seinem Schooße sißen. 6. Ach Hüter unsers Lebens! fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und Machen, wo nicht dein' Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzs leid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater! und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 9. Gieb mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schließ zu die Jammers pforten, und laß an allen Orten, auf so viel Blutvergießen die Friedensströme fließen. 11. Sprich deinen milden Ses gen zu allen unsern Wegen; laß Große Neujahrsgesänge. 110 Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gieb fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermuth quälen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll' uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere, und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schaare zum sel'gen neuen Jahre. P. Gerhard. 227, M. Bater unser im Himmelr. Nun un treten wir in's neue Jahr, aus HErr JEsu, rett' uns Gefahr; wend' ab in dieser bösen Beit Krieg, Theurung, Best und alles Leid. Wir bitten, laß dir insgemein die drei Hauptständ' befohlen sein. 2. Gieb uns dein Wort und Sacrament im Lande, bis an unser End'. Bekrön' das Jahr mit deiner Güt, und uns mit Segen überschütt. Daß solches Amen sei und wahr, von Herzen wünscht der Christen Schaar. 228. Mel. Erschienen ist der berrl. JEsu süß, wer dein gedenkt, deß Herz mit Freuden wird umschränkt, noch süßer aber alles ist, wo du, o JEsu! selber bist. Halleluja. 2. JEsu, des Herzens Freud' und Wonn', des Lebens Brunn, du wahre Sonn'; dir gleichet nichts auf dieser Erd', in dir ist, was man je begehrt. Halleluja. 3. JEsu, dein' Lieb' ist mehr denn süß, nichts ist darin, das ein'm verdrieß; viel tausendmal ist's, wie ich sag', edler, als man aussprechen mag. Halleluja. 4. JEsu, du Quell der Gütigs teit, ein' Hoffnung bist all' unsrer Freud', ein süßer Fluß und Gnas denbrunn, des Herzens wahre Freud' und Wonn'. Halleluja. 5. Dein' Lieb', o süßer JEsu Christ, des Herzens beste Labung ist, sie machet satt, doch ohn' Verdruß, der Hunger wächst im Ueberfluß. Halleluja. 6. JEsu, bu engelische Bier, wie jüß in Ohren flingst du mir! du Wunderhonig in dem Mund, tein'n bessern Trunt mein Herz empfund. Halleluja. 7. JEsu, du höchste Gütigkeit, mein's Herzens Lust und beste Freud', du bist die unbegreiflich' Güt', dein' Lieb' umfängt all mein Gemüth. Halleluja. 8. JEsum lieb haben ist sehr gut; wohl dem, der sonst nichts ſuchen thut. Mir selber will ich ſterben ab, daß ich in ihm das Leben hab'. Halleluja. 9. JEsu, o meine Süßigkeit, du Trost der Seel', die zu dir schreit, die heißen Thränen suchen dich, das Herz zu dir schreit inniglich. Halleluja. 10. Ja, wo ich bin, da oder hier, so wollt ich, JEsus wär' bei mir: Freud' über Freud', wenn ich ihn fänd', selig, wenn ich ihn halten könnt. Halleluja. 11. Was ich gesucht, das seh' ich nun, was ich begehrt, das hab' ich schon; vor Lieb', o JEsu, bin ichschwach, mein Herz, das flammt und schreit dir nach. Halleluja. 12. Wer dich, o JEsu, also liebt, der bleibt gewiß wohl unbetrübt; nichts ist, das diese Lieb' verzehr', sie wächst und brennt je läng'r je mehr. Halleluja. 13. JEsu, du Blum' und Jungfrau'nsohn, du Liebe, unser Gnas denthron, dir sei Lob, Chr' wie ich's geziemt, dein Reich tein Ende jemals nimmt. Halleluja. 11. In Auf das Fest der Heil. drei Könige. 14. In bir mein Herz hat seine Luft, HErr, mein Begier ist dir bewußt. Auf dich ist all mein Ruhm gestellt, JEsu, du Heiland aller Welt. Halleluja. 111 Bein, der von unbeschnittnem Hers zen dir, herzliebes JEsulein, mit Beschneidung? da du doch frei von des Gesetzes Joch, weil du einem Menschenkinde zwar gleich, doch ganz ohne Sünde. 2. Für dich darfst du dies nicht dulden, du bist ja des Bundes HErr; unsre, unsre großen Schulden, die so grausam, die so schwer auf uns liegen, daß es dich jammert herz- und inniglich, die trägst du ab, uns zu retten, die sonst nichts zu zahlen hätten. 3. Freut, ihr Schuldner, euch deswegen, ja, sei fröhlich alle Welt, weil heut anhebt zu erle= gen Gottes Sohn das Lösegeld; das Gesetz wird heut erfüllt, heut wird GOttes Zorn geſtillt, heut macht uns, die sollten sterben, GOttes Sohn zu GOttes Erben. 4. Wer mag recht die Gnad erkennen, wer mag dafür dankbar sein? Herz und Mund soll dich stets nennen unsern Helland, 3Ejulein! Deine Güte wollen wir nach Vermögen preisen hier, weil wir in der Schwachheit wallen, dort soll dein Lob besser Paul Gerharb. 15. Du Brunnquell der Barmherzigkeit, dein Glanz erstreckt sich weit und breit; der Traurigteit Gewölk vertreib, das Licht der Glori bei uns bleib. Halleluja. 16. Dein Lob im Himmel hoch erklingt, tein Chor ist, der nicht von dir singt; JEsus erfreut die ganze Welt, die er bei GOtt zu Fried gestellt. Halleluja. 17. JEsus im Fried regieren thut, der übertrifft all zeitlich Gut; der Fried bewahr mein Herz und Sinn, so lang ich noch auf Erden bin. Halleluja. 18. Und wenn ich ende meinen Lauf, so hole mich zu dir hinauf, JEsu, daß ich da Fried und Freud bei dir genieß in Ewigkeit. Hallel. 19. JEsu, erhöre meine Bitt, JEsu, verschmäh' mein Seufzen nicht; JEsu, mein Hoffnung steht zu dir: o JEsu, JEsu, hilf du mir. Halleluja. 3. Arndt. 229. Wiel. Zion flagt mit Angst. Marum machet solche Schmer- schallen. zen, warum machet solche X. Auf das Fest der Heil. drei Könige. F 230. M. Werde munter, mein. Wort schnell, wie Bliß und Don= reuet euch, ihr GOtteskin- ner fort, es durchdringet Geist der, preiset mit mir GOt- und Leben, kann Trost, Heil und tes Macht. Freuet euch, Leben geben. ihr armen Sünder, GOtt, der hat an uns gedacht und den Heiland tund gethan, der uns führet himmelan, daß wir arme Heiden können uns nun GOttes Kinder nennen. 3. Nun, ihr Sünder hier auf Erden, wollt ihr es auch haben gut? Wollt ihr GOttes Kinder werden? Ei, so ändert euren Muth. Preiset GOttes Güt und Macht, so wird er euch geben Kraft, daß ihr auch zu ihm könnt tommen und euch freuen mit den Frommen. 4. Aller Heiden Trost ist kom men, JEsus, unser Seelenlicht der 2. Seine Herrschaft sich erstrektet über alles, was da lebt! feine Hand schützt und bedecket, was sich reget, lebt und schwebt. Wenn er spricht, so geht sein ( 1 112 Auf das Fest der Heil. drei Könige. der Beschirmer aller Frommen, Qual im Suchen überwinden. unser Schuß und Zuversicht. Wohl angefangen, ist zwar gut, Preiset seine Güt und Treu, die viel besser, wenn man's standhaft uns noch wird immer neu, so thut, so kann man freudig sagen: wird er euch allen geben, hier Gekämpfet hab ich als ein Held und dort mit ihm zu leben. und wohl gerennet in der Welt, 231. M. An Wasserflüffen Babyl. bald werd ich Kronen tragen. lück zu! der frommen Heidens schaar, Glück zu, Glück zu! den Weisen, die weit von Mor2. Bacmeister. 232. M.OJEsu, du mein Bräut. Herr Christ, man dankt dir gen mit Gefahr find kommen, hoch zu preisen das neugeborne Kindelein; dies laß mir einen Glauben sein! denn ob sie zwar nicht wissen all's was geschrieben Daniel und Bileam, sind sie doch schnell zu suchen GOtt geflissen. 2. Folg ihrem Fleiß, o Sündentind, mit Freuden nachzugehen dem höchsten Gut! ach, sei nicht blind, ermuntre dich, zu sehen das JEsulein in seinem Wort; es liegt ja nicht am fremden Ort, hier findest du die Krippen, da rubet es gar säuberlich und lehret in der Krippen dich mit honigsüßen Lippen. 3. Kam doch aus Reich Arabia die Königin gezogen gen Salem, daß sie fände da den Mann, der sie bewogen durch seiner Weis: heit Glanz und Sonn: Ach! hier ist mehr denn Salomon, wer wollte denn nicht eilen, dem Kin belein zu ziehen nach? der Weg belohnt es tausendfach, hätt' er gleich tausend Meilen. 4. Betrachte die Beständigkeit der Weisen, die zwar kamen in GOttes und der Engel G'leit und gleichwohl nichts vernahmen vom neuen König in der Stadt, die den berühmten Tempel hat. Ei mohl! sie ließen stehen Jerufalem und gingen fort, das Jeſulein am andern Ort, zu Bethlehem zu sehen. insgemein für deines Wors tes hellen Schein, damit du uns hast angeblickt und unser mattes Herz erquict. 2. Wir saßen vor im Todess thal sehr tief gefangen allzus mal; Dant hab, du liebstes JEsulein, daß wir durch dich erlöset sein. 3. Hilf, daß dein Licht uns leuchten mag bis an den lieben jüngsten Tag und wir auch wana deln jederzeit auf rechtem Weg der Seligkeit. 4. D wahrer Mensch, o GOts tessohn! Du König aller Ehren schon, Niemand von uns verdie: net hat solch eine Lieb und große Gnad. 5. Dein guter Geist woll uns regiern, daß wir ein heil'ges Les ben führn. Du weißt, o großer Menschenfreund, wie wir so uns vermögend seind. 6. Nimm an zum Opfer, lieber HErr, das Seufzen unsrer Hers zen schwer. Wir arme Heiden ehren dich als unsern König ewiglich. 233. In eigener Melobie. Qommt und laßt uns Christum ehren, Herz und Sinne zu ihm fehren; finget fröhlich, laßt euch hören, werthes Voll der Christenheit. 2. Sünd und Hölle mag fich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen, werfen allen 3. Sebet 5. O frommes Herz, folg aber mal, dies süße Kind zu finden, und daß dich keine Noth noch Kummer hin. Auf das Fest der Heil. drei Könige. 113 4. Seine Seel' ist uns gewogen, Lieb' und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh'. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen, und zerstört der Hölle Reich. 3. Sehet! was hat GOtt geges| 3. Kommt, laßt uns mit der ben! Seinen Sohn zum ew'gen Weisen Schaar vor dieses KindLeben. Dieser kann und will uns lein treten, dasselbe mitten in heben aus dem Leid in's Him- Gefahr voll Glauben anzubeten; mels Freud. wer kommen will, der komm jest früb, und fall in Demuth auf die Knie: So muß man Ehr' ers weisen dem HErren aller Herrs lichkeit, und ihn in dieser Gnadens zeit von ganzer Seele preisen. 4. Wo bleiben aber die Geschent', als Weihrauch, Gold und Myrr= hen? Ach GOtt! wenn ich daran gedent', empfind' ich ein Vermir: ren in meinem Sinn, als der ich nicht erwogen desfalls meine Pflicht, das Kindlein zu begaben; doch was ich nicht verrichten kann, dafür wirst du ja nehmen an, HErr, diese schlechten Gaben: 5. Jch will binfort mit freiem Muth an denen Lieb' erweisen, die dürftig sind, auch soll mein, Gut die Diener JEsu speisen; denn weil du, liebster GOttessohn, uns giebst so großen Gnadenlohn, wie sollten wir nicht geben auch das, was bein, nicht unser ist? Nach dieſem aber laß, 6. Unser Kerter, da wir saßen, und mit Sorgen ohne Maaßen, uns das Herze selbst abfraßen, ist entzwei und wir sind frei. 7. D du hochgesegn'te Stunde, da wir das von Herzensgrunde glauben und mit unserm Munde banken dir, o JEfulein. 8. Schönstes Kindlein in dem Stalle, sei uns freundlich, bring' uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer er höht. P. Gerhard. 234. M. An Wasserflüffen Babyl. Commt, laßt uns unser JEsuFreuden, und sammt den Weisen thätig sein; denn das wird unser Leiden verkehren bald in Lieb' und Luft. Es ist ja uns tein Schaß bewußt, der fröhlicher tann machen ein Herz, das hoch bes tümmert ist, als unser Heiland JEsus Christ, der stärket auch die Schwachen. 2. Was acht' ich Reichthum, Ehr' und Pracht, was Schwelgen, Tanzen, Springen? Ei, das ver: geht in einer Nacht, kann auch wohl Herzleid bringen; die rechte Lust bestehet nur in GOtt, nicht in der Kreatur, nur GOtt tann Freud' erregen den Schwachen, welche Sünd' und Tob oft führen in die höchste Noth, ja, schier der Höll' entgegen. leben. 2. Bacmeister. 235. Mel. Herzlich thut mich. König aller Ehren, Err JEsu, Davids Sohn, bein Reich soll ewig währen, im Him mel ist dein Thron: hilf, daß allbie auf Erden den Menschen weit und breit dein Reich bekannt mag werden, zur ew'gen Seligkeit. 2. Bon deinem Reich auch geugen die Leut' aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt; der neu' Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort, drum man dich billig preiset, denn du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeld't; doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf $ einem 114 Auf das Fest der Heil. drei Könige. einem Rosse, trägst teine goldne 4. Ein Wunderwerk da neu ge Kron, sigst nicht in festem Schlosse; schah; sechs steinern Krüge man hier hast du Spott und Hohn. da sah voll Wassers, das verlor sein' Art, guter Wein durch sein Wort draus ward. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt' allein floriret, und dein' Gerechtigkeit; du wollst die Frommen schüßen durch dein' Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sigen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nehmen auf: dein' Güte schenk mir Armen, und fegne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd' und Tod, daß sie mich nicht versehren, rettmich aus aller Noth. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern; laß falsche Lehr' und Sünden sein von mein'm Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne, und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. M. Bohemus. 236. Mel. Christum wir sollen. Las fürcht'st du, Feind Herotommt Christ der HErr? Er sucht tein weltlich Königreich, der zu uns bringt sein Himmelreich. 2. Dem Stern die Weisen folgen nach, solch Licht zum rechten Licht sie bracht; sie zeugten mit den Gaben drei, dies Kind GOtt, Mensch und König sei. 3. Die Tauf' im Jordan an sich nahm das himmelische GOtteslamm, dadurch, der nie tein' Sünde that, von Sünden uns gewaschen hat. 5. Lob, Chr' und Dank sei dir gesagt, Christ, gebor'n von der reinen Magd, mit Vater und dem Heil'gen Geist, von nun an bis in Ewigkeit. D. M. Luther. 237. Mel. Erhalt' uns, HErr, bei. Wir danken dir, HErr, insgeXI. Auf das Fest 238. M. Ach GOtt vom Himmel. Ott Lob! mein JEsus macht mich rein von allen meinen Sünden, was er büßt, muß bezahlet sein, und kann mich nicht mehr binden G hellen Schein, damit du uns hast angeblidt, und unser mattes Herz erquickt. 2. Wir saßen vor im Todesthal sehr tief gefangen allzumal. Lob sei dir, liebstes JEsulein, daß wir durch dich erlöset sein! 3. Hilf, daß dein Licht uns leuchten mag bis an den lieben jüngsten Tag, damit wir wandeln auf dem Weg, der uns zum Himmel zeigt den Steg. und Gottessohn, o König, zwar es ist nicht ohn', daß keiner hier verdienet hat solch' reine Lieb' und große Gnad'; 5. Doch bitten wir, dein guter Geist woll' uns regieren, weil du weißt, o GOtt, du großer Menschenfreund, daß wir ganz unvermögend seind. 6. Nimm an zum Opfer, lieber HErr, des Herzens Seufzer ohn' Beschwer. Wir armen Heiden ehren dich als unsern König ewiglich. Pet. Hagius. Mariä Reinigung. der Sünden Strick, des Teufels Macht; drum mein Glaub' Höll' und Tod verlacht, weil Jesus ist mein Leben. 2. Was traur' ich denn, er lebt ja noch, der das Geset erfüllet, der Auf das Fest Mariä Reinigung. trage, wie hier der alte Greis. der durch den Tod und Kreuzes- cher Weis auf Glaubensarmen joch des Vaters Zorn gestillet; was er hat, das ist alles mein; wie könnt doch größrer Reichthum sein, als den mir JEfus schenket? 3. Sei unser Glanz und Wonne, ein helles Licht in Bein, im Schrekten unfre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Gluth und Flamme, in Noth ein Freu denstrahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual. 3. Weil JEsus mich von Sünden rein durch sein Verdienst will machen, daß ich los aller Qual und Bein nicht fürcht des Todes Rachen, so tröst't mich seine Heiligkeit, sein' Unschuld, Heil und Seligkeit ist mein Schaß und mein Leben. 4. So kann ich auch mit Fried und Freud, wie Simeon, mein Leben beschließen, frei von allem Leid mich meinem GOtt ergeben. So bald ich thu mein' Augen zu, so wird mein Tod mein Schlaf und Ruh, ich seh des Himmels Freude. 5. Wie werd ich dann so fröhlich sein, wenn ich die Welt verlassen, wenn mich die Himmelsgeisterlein geführt zur Lebensstraßen, wenn ich erblick die Ewigkeit, wenn ich erlang die Seligkeit, die mir mein GOtt bereitet. 6. Hilf GOtt, daß ich sei stets bereit, laß mich nicht von dir wenden, bring mich zu deiner Herrlichkeit, hilf seliglich vollenden; komm bald, hilf mir aus dein Blut und Tod, ja tomm, HErr JEsu! Amen. 239. M. Befiehl du deine Wege. Err JEsu, Licht der Heiden, der Frommen Schab und Lieb, wir kommen jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb in diesen deinen Tempel und suchen mit Begier nach Simeons Erempel, dich großen GOtt, allhier. 115 4. HErr, laß uns auch, gelingen, das Leßt, wie Simeon, daß jeder Christ mag fingen den schönen Abschiedston: Mir werden nun mit Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein JEsu, dich geschaut: kein Feind kann mir doch rauben, wie heftig er auch draut. Ich wohn in deinem Herzen und in dem meinem du: uns scheiden keine Schmerzen, kein' Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen so scheel und schwül mich an, daß oft vor Angst und Heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht werd sehen dein immer klares Licht 3. Franc. 240. Simeons Lobgesang. Diener in Frieden fahren, wie du gesaget hast. 2. Denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet haft vor allen Völkern; 3. Ein Licht zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volts Israel. 2. Du wirst von uns gefunden, 9HErr, an jedem Ort, dahin du bich verbunden, durch dein Ber: heißungswort; vergönnst noch 4. Ehre sei dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiste. 5. Wie es war im Anfang, jest und immerdar, und von Ewigfeit zu Ewigkeit. Amen. 241. M. Auf meinen lieben GOtt.: heut zu Tage, daß man dich glei: Err; nun läſfeſt du zu deiner Friedensrub den, der i diolois Dor 52 116 Auf das Fest Mariä Verkündigung. oor langen Jahren dir hat ges| tinder, ein Troft der armen bienet, fahren, und hältst ihm Sünder. unverbrochen, was du zuvor vers sprochen. 3. Ein Licht, das immerdar der Heiden Volk und Schaar 2. Denn ich hab angeblidt den, erleuchten soll zum Leben; ein welchen du geschidt, daß er von Preis, der uns gegeben, daß Iss allem Bösen soll alle Welt erlö- rael auf Erden dadurch berühmt sen; ein Heil der Menschen soll werden. XII.AufdasFest Mariä Verkündigung. 244. M. Vom Himmel hoch. Oder: Christum wir sollen leben. Mein' Seel', o Gott!( Herr) muß loben dich, du bist mein Heil, deß freu ich mich, daß du nicht fragist nach welt lich' Bracht und hast mich Armen nicht veracht't; 2. Und angesehn mein' Niedrigkeit; von nun an wird nun weit und breit mich selig preis sen Jedermann; du hast groß' Ding' an mir gethan. 3. Du bist auch mächtig, lies ber HErr, dein große Macht stirbt nimmermehr, dein Nam ist aller Ehren werth, drum man dich billig lobt und ehrt. 4. Du bist barmherzig insges mein, wer dich von Herzen fürcht't allein, und hilft dem Armen immerbar, wenn er muß leiden groß Gefahr. 5. Der Menschen Hoffart mus vergehn, vor deiner Hand mag nichts bestehn; wer sich verläßt auf seine Bracht, bem hast du bald ein End gemacht. 6. Du machst zunicht der Mene ichen Rath, das ist, HErr, deine Wunderthat, was sie gebenten wider dich, bas gehet alles hin ter sich. 7. Was niebrig ist und klein geacht't, an dem übst du dein' göttlich' Macht und macht ihn einem Fürsten gleich, die Reichen arm, die Armen reich. 8. Das thust bu, HErr, zu dieser Beit und denkeft ber Barmhers zigkeit, 242. He eut ist unser Heiland JEsus Christus, GOttes Sohn, Mensch geworden. 243, 9. Was mein GOtt will. Oder: Durch Adams Fall ist. Creu bich, du werthe Christen beit, dies ist der Tag des HErren, der Anfang unsrer Se ligkeit, den GOtt zu seinen Eh ren, nach seinem Rath, erwählet hat. O GOtt, laß wohl gelin gen! Hilf uns mit Fleiß zu dei nem Preis ein fröhlich Dantlied fingen. 2. GOtt ist getreu in seinem Wort, was er einmal zusaget, bas ist gewiß an allem Ort, ob schon die Welt verzaget. Heut GOttes Sohn, der Gnaden Thron, zu uns auf Erd gelanget. O Wunder groß! Marien Schooß den großen Gaft empfanget. 3. Sie hört vom Engel Gabriel, se sollt JEsum gebären, der gan zen Welt Immanuel, den mäch tig großen HErren. Das Jungs fräulein, so teusch und rein, er ichrat ob den Gesichten. Sie glaubt dem Wort, wie sie gehört, GOtt würd es wohl verrichten. 4. Wohl uns der gnabenreis den Zeit, daß wir erlangt den Orden, daß du, o GOtt! von Ewigkeit bist unser Bruder wors ben! Wir bitten dich bemüthig lich, lehr uns bein'm Wort vers trauen, bis wir zugleich im Himmelreich bas Wunderwert an schauen. B. Hagius, Auf das Fest Mariä Verkündigung. 117 sigkeit, Israel willst du helfen großem Ruhm ein solches Amt auf, das ist dein auserwählter bedienen und ewiglich soll grünen Hauf. als Sarons schönste Blum. 9. Wir haben's nicht verdient 7. Er wird auch HErr genennet, um dich, du siehest uns an gnäs dem alles unterthan, wodurch biglich, zu unsern Vätern ist ge- man frei betennet, daß er, ohn' schehn ein Wort, das hast du eitlen Wahn, auch Gott sei angesehn. nach dem Wesen, durch den wit blos genesen in dieser Unglücks bahn. 8. Muß doch die Schrift bezeu gen, daß er Jehovah heißt, dem alle Knie sich beugen, den alle Welt hoch preist, ja dem von allen wird ge sungen, so weit die Sonne reist. 9. Sein Stuhl muß ewig dauern, sein Scepter stehet fest, sammt Bions starten Mauern. Er ist aufs allerbest mit Freuoenöl gen zieret, hoch ist er aufgeführet, der nie sein Volk verläßt. 10. Auch Abraham, dem treuen Mann, dem hast du selbst einen Eid gethan und ihm gereb't bas Himmelreich und seinem Samen ewiglich. M. Weiß. 245. M. HErr Chrift, der ein'ge. den Grund der Seligkeit und überaus groß achten den, der uns hat befreit von Sünden, Tod und Höllen, der sterbend auch zu fällen den Satan war bereit. 2. Der JEsus ward genennet, als er empfangen ist, der wird von uns bekennet, daß er sei Jesus Christ, der uns macht frei von Sünden und läst die Seel empfinden viel Trost zu jeder Frist. 3. Es sollte Christus heißen der Heiland aller Welt und Satans Reich zerreißen, bald als ein tapfrer Held, das Höllenschloß zerstören, dadurch den Himmel mehren und thun, was ihm gefällt. 10. Jst GOtt nun offenbaret im Fleisch, so glauben wir, das der, so uns bewahret und segnet für und für, sei Gott und Mensch zu nennen, es läffet sich nicht trennen der GOtt und Mensch allhier. 11. Durch JEsum ist bereitet die ganze Welt; er hat den Him mel ausgebreitet, es ist durch seinen Rath der Engel Heer er schaffen, ein Heer, das ohne Waffen oft große Wunder thut. 4. Es sollte JEsus wehren der Sünd und Missethat, Gerechtigkeit bescheren und nach des Vaters Rath in Sieg den Tod verschlingen, auch alles wiederbringen, was man verloren hat. 5. Von GOtt ist ihm gegeben der Scepter in die Hand, sein 13. Laßt uns zusammentreten, Königreich daneben, daß er in des Allerhöchsten Sohn in De solchem Stand uns geistlich soll muth anzubeten; denn ihm ist regieren und durch sein Leiden ja die Kron der Ehr und Macht führen in's wahre Freudenland. gegeben. Gieb, HErr, nach die 6. Er ist von GOtt erforen sem Leben auch uns den Gnazum Hohenpriesterthum, er selbst denlohn. hat ihm geschworen, daß er mit 2. Bacmeister. 12. Er, Jesus, tann erweden die Todten träftiglich, er weiß ein Ziel zu stecken dem starken Wütherich; er prüfet Herz und Nieren, will in den Himmel füh ren, die selbst verleugnen sich. 3 XIII. Bom 118 XIII. Bom Leiden und Sterben JEfu Christi. A 246. M. Was mein GOtt will.| kein Wörtlein ließ entschlippen; ch ja, fürwahr, er, der indem auf unerhörte Art, er, HErr Christ, nahm unsre der doch nichts verschuldet, geNoth zu Herzen und ob martert und gepeinigt ward, hat er wahrer GOtt gleich ist, er es gern erduldet. noch trug er unsre Schmerzen. Die Krankheit, die da mich und dich, o Mensch, so pflegt zu plagen, die nahm der Heiland über sich, an unsrer Statt zu tragen. 7. Wie sich ein Lamm geduldig beugt, wenn es zur Schlachtbank gehet und wie ein Schäflein stille schweigt, das vor dem Scheerer stehet; so gleichfalls ließ für mich und dich der Heiland sich gern fangen und ist zum Tode williglich an unsrer Statt gegangen. 8. Wir danken dir, du treues Herz, HErr Christ, für deine Beulen und bitten, deiner Wunden Schmerz mög unsre Wunden heilen; die Schmach, die du erlitten hast, muß uns zu Ehren heben; dein' Angst sei unsre Ruh und Rast, dein Tod sei unser Leben. 2. Wir aber waren so erboßt, daß wir uns selbst nicht fühlten, und diesen unsern Seelentrost, für einen Sünder hielten, den GOtt um eigner Missethat so martert und so schlüge, ja der mit Recht verdienet hat, daß er das Kreuzjoch trüge. 3. Ach, aber nein, der traute HErr mußt unsertwegen büßen; wir, wir, wir kamen ihm so schwer, daß er sein Blut ließ fließen! Ach, unsre Sünd hat ihn betrübt, daß er muß schmerzlich die wir verübt, die, die hat ihn ge3. Frand. 247. M. Ach GOtt, erhör mein. Ah! stirbt denn so mein allerten. liebstes Leben? Ja, es ist hin, der Geist ist aufgegeben; mein 4. Die Strafe, die uns war GOtt ist todt! O Ängst! o Noth! bereit't, die liegt auf seinem Rüt- tann Jemand auch, wie ich, in fen; daß wir nur möchten sein Kummer schweben? befreit, läßt er sich gern verstrikEr wagt sich williglich in Noth, damit wir Fried erwerben. Durch seine Wunden muß der Tod in allen Menschen sterben. 5. Wir gingen in der Irr herum, ein Jeder, wo er wollte und waren gleich den Schafen dumm, tein Mensch ging, wo er sollte. Dies Elend hat zu solcher Huld den großen GOtt beweget, daß er all unsre Sündenschuld auf JEfum hat geleget. 4. Der ist erstarrt, vor dem die 6. Ja dieser unser Heilesgrund Höll erschricket, vor welchem sich war so von sanften Lippen, so der hohe Himmel bücket; der daß er auch durch seinen Mund Seelenfreund, des Todes Feind wird 2. Am Abend stirbt der Aufgang aus der Höhe, es leget fich das früh gejagte Rehe! Ach, weint mit mir, flagt meine Zier, ach! daß ich nicht mit ihm zur Erden gehe! 3. Des Vaters Wort, der Schuß und Truß der Frommen, der Siegesfürst ist schmählich umgekommen; des Himmels Preis, des Davids Reis, die Rof' im Thal ist von der Welt genommen. Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 119 wird von dem Tod in's finstre wolle dir die Fülle der Freuden Grab gezücket. dort gewähren, daß du, den meine 5. Jhr Gräber brecht, ihr har- Seele liebt, vom Kreuze, da ten Felsen splittert, du Sonn' man ihn betrübt, so freudig loserblaß, ihr Erdentlüfte schüttert, gebeten. du Luft, du Meer, du Sternen heer, klagt euren HErrn; ihr Elemente zittert! 6. Der Hirt ist todt für die geliebte Heerde; komm, Joseph, fomm, und bring ihn zu der Erde; gieb her Gewand mit milder Hand, gieb Salben, daß er wohl begraben werde. 5. Hierzu hat sich auch funden des Nicodemi Treue; der bringt bei hundert Pfunden der besten Specereie, die Myrrhen sammt der Aloe, zu falben den, der aus der Höh' uns salbt mit seinem Geiste. 7. Mein JEfu Christ, auch ich will dich bedenken, ich will dir, HErr, die Specereien schenken der wahren Reu', mein Herz wird neu, in dieses Grab will ich dich, Heiland, senken. 6. Da siehst du, wie die Schwa chen zuletzt gestärket werden, GOtt kann zu Helden machen, was blöd' ist hier auf Erden. Der Glaube, der im Finstern lag, bricht endlich an den hellen Tag, und leuchtet wie die Sonne. 8. Das Grab soll mir dein guter Geist versiegeln, der Glaube soll's mir fest und wohl verriegeln. Bleib du in mir, laß mich in dir und deiner Treu' andächtiglich bespiegeln. 7. Nun diese beide Frommen ergreifen mit viel Weinen den, der vom Kreuz genommen, und wickeln ihn in Leinen, verwahren ihn zugleich dabei mit edler, theurer Specerei, wie in Judäa bräuchlich. G. W. Sacer. ls 248. M. O Lamm GOttes, unsch. 8. So soll man Christum zieren, 13 GOttes Lamm und Leue wenn er nun liegt darnieder; entschlafen und verschieden, wir sollen balsamiren ihn und erwacht in Lieb und Treue ein sein' arme Glieder, die Unbe Paar recht frommer Jüden, die machten sich zum Kreuz hinzu, dich, o du unsre ew'ge Ruh', zu deiner Ruh' zu bringen. 2. Also weiß GOtt die Seinen im Kreuz in Acht zu nehmen, und die es böse meinen, zur rechten Zeit zu zähmen. Das Wüthen nimmt zuletzt ein End' und wann die Unschuld g'nug geschänd't, so find't sich, der sie ehret. 3. Dann einer aus dem Rathe, Joseph, der fromme Reiche, der wagt es, ging und bate Pilatum um die Leiche. Pilatus war bereit und gab Befehl, daß man sie nehm' herab, und Joseph übergebe. kleid'ten wickeln ein und die, so ganz verlaffen sein, mit unsrer Hülf aufnehmen. 9. Es war nicht weit von hinnen, wo Christus starb, zu schauen ein Garten, und darinnen des Josephs Grab gehauen gar neu in einem Felsenstein; da legten ihren Schaß hinein die zwei ges liebten Herzen. 10. Ach! JEsu, dessen Schmers zen mir all mein Heil erworben, komm, ruh' in meinem Herzen, das in der Sünd' erstorben. Laß dir's gefallen, ich will dir dein Grab bereiten in mir hier, so leb' und sterb ich selig. P. Gerhard. 249. M. Chriftus, der uns selig. 4. Gesegnet sei dein Wille, Jo- evor Christus ohne Schuld seph, und dein Begehren; GOtt wollt von hinnen scheiden, lehrt B 54 120 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi.. lehrt er Demuth und Geduld 2. Ach! wie ist sein Haupt ge durch sein Thun und Leiden; in- schlagen! es muß tragen der Vers dem er die Füße wäscht seiner fluchten Speicheltoth. Der ein Jünger Haufen, doch dem nicht, König ist geboren, hat verloren den Hochmuth löscht, der ihn alle Pracht in dieser Noth. wollt' vertaufen. 2. In dem Garten schwißt er Blut; Adam hat im Garten sich beflect mit Sündenwuth, deme wir nacharten; durch den bittern Blutesschweiß werden wir gebas det, daß die Purpursünde weiß, und uns nicht mehr schadet. 3. Der so lieblich pflegt zu blüs hen, den bemühen Schläge, Beit schen, Schmach und Bein: Hier ist nichts als Haut und Knochen, unzerbrochen, und ein Bild des Todes sein. 4. 36iu, der du so geschlachtet, und verachtet wegen meiner Sünde bist, du kannst durch ein freundlich Blicken mich erquiden, wenn mich Sorg' und Kummer frißt. 5. HErr, du wollest durch dein Leiden, stets mich weiden als ein Schäflein deiner Heerd', hast du doch aus deinem Munde manche Stunde Milch und Honig mir beschert. 3. Seine schweren Feffelband' haben uns befreiet, daß wir aus der Knechte Stand GOtt zu Dienst geweihet. Er erbulbet schwere Blag', läßt sich spöttisch trönen, und verschmerzet manchen Schlag, uns gar auszusöhnen. 4. Endlich träget er das Holz, und wird aufgehangen, siegend ob der Sünden Stolz und der alten Schlangen. Er wird an bas Kreuz gehenkt, der uns bringt das Leben; der mit Effig wird getränkt, tann die Süße geben. 5. Für der Henter Missethat wollt er endlich bitten, und erweis't dem Schächer Gnad', der mit ihm gelitten. Endlich sprach er mit Bedacht in des Blutes Strömen: Nun, mein GOtt! es ist vollbracht! mein'n Geist wollst du nehmen. 6. Für so schwere Marterpein follen wir dich preisen, und in Angst geduldig sein, wie du wolleft weisen. HErr, laß uns nach dieser Zeit, mit der Schaar der Frommen, zu dir in die Seligkeit durch dein Leiden kommen. G. P. Harsdörffer. 250. Bleiches Antlik, sei gegrüßet, ach, es fließet heißes Blut die Wange ab, welche Schmerzen GOttes Sohne seine Krone ganz voll scharfer Dornen gab. 6. Ach! du wollest nicht verschmähen dies mein Flehen, weil die Stunde kommt heran, da du willst die Welt verlassen: ich muß fassen dich, so lang ich seuf zen tann. 7. Laß dein Haupt zu mir sich neigen, anzuzeigen deiner Liebe Trefflichkeit; laß mich unterm Kreuze sterben, laß mich erben GOttes Reich nach dieser Zeit. 8. Ewig Loben muß ertlingen durch mein Singen, dir, o JEsu, GOttes Sohn. Gönne mir, was ich gebeten, laß mich treten un verzagt vor deinen Thron. 9. Laß mich aus der Welt doch scheiden, HErr, mit Freuden, laß mich ja den Tod nicht sehn, laß mich seine Macht nicht schmecken, noch erschrecken, wenn ich soll von hinnen gehn. 10. JEsu, du stehst mir zur Seiten, zu begleiten meine Seel in GOttes Hand. Ach! wie werd' ich von dir singen, klingen, springen, dort im rechten Vaterland. Joh. Rift. 251 In Vom Leiden und Sterben JEsu 251. In eigener Melobie. entzwei, mein armes Brich Herze, mein armes Herze, brich entzwei! Ach! mein Schmerz, der große Schmerze, der ist so viel und mancherlei! der Himmel gittert, die Erde schüttert. Ach Noth!:,: JEsulein, mein Schaß, ist todt! 2. Nechzet mit, ihr stummen Mauern, ach! seht euren König an! tann's euch nicht, ihr Steine, bauern, was harte Felsen dau ern tann? die Berge springen, die Felsen tlingen. Ach Noth!:,: JEſulein, mein Schat, ist 3. Seufzet mit, ihr stillen Flüffe, bejammert eures Königs Fall; weinet doch, gesammte Güsse, weint doch ihr Quellen überall. Die Meere brausen, die Seen faufen. Ach Noth!:,: JEsulein, mein Schab, ist todt! 4. Trauert mit, ihr hellen Lichter, ihr klaren Sterne, finstert euch, finstert euch auch, ihr Gefichter, der Herrscher hängt jest blaß und bleich. Die Sonne wimmert, kein Mond mehr schimmert. Ach Noth!:,: JEfulein, mein Schaß, ift tobt! 5. Fall und stirb, du Sammt und Seiden, vermeide allen Stolz und Pracht, ießund muß mein JEfus leiden, mein JEsus wird jest umgebracht. Der Scharlach schweißet, der Vorhang reißet. Ach Noth! JEsulein, mein Schatz, ist todt! 6. Laffe Welt, jett Lust und Trinten, ach! weinet vielmehr, die ihr lebt, jebund muß der König sinken, der über alles lebt und schwebt. Die todten Frommen, die müssen kommen. Ach Noth!:,: JEsulein, mein Schab, ist todt! 7. JEsulein, mein Schaß und Leben, hier bring' ich mein Hera, Christi. 12f nimm es an. Das soll sich der Welt begeben, soll weinen, heu len, was es fann, so lang sich's reget, und noch beweget. Ach Noth!:,: JEsulein, mein Schaß. ist todt! 8. JEsulein, mein Schaß, ift blieben! ach! jämmerlich an einem Pfahl. Ach! mein Schat, den ich muß lieben in Ewigteit und überall, den muß ich missen, und nicht mehr tüssen. Ach Noth!:,: JEsulein, mein Schab, ist todt! D. M. Trommer. 252. Christe, du Lamm GOttes, der trägst die erbarm dich unser! der 2. Christe, du Lamm GOttes, der du trägst die Sünd' der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm GOttes, der du trägst die Sünd' der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen. D. M. Luther. 253. In bekannter Melodie. Christus, der uns ſelig macht, tein Bös' hat begangen, der ward für uns in der Nacht, als ein Dieb gefangen, geführt vor gottlose Leut', und fälschlich ver flaget, verlacht, verhöhnt und verspeit, wie denn die Schrift faget. 2. In der ersten Tagesstund ward er unbescheiden als ein Mörder dargestellt Pilato bem Heiden, der ihn unschuldig be fand, ohn' Ursach' des Todes, ihn deshalben von sich sand't zum König Herodes. 3. Um drei ward der GOttes= sohn mit Geiffeln geschmissen, und sein Haupt mit einer Kron von Dornen zerrissen, gekleidet zu Hohn und Spott, ward er sehr geschlagen, und das Kreuz zu seis nem Tod mußt' er selber tragen. 4. Um sechs ward er nackt und bloß an das Kreuz geschlagen, an dem er sein Blut vergoß, betet $ 5 mit 122 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. mit Webklagen. Die Zuseher mein' höchste Seelenruh', und Spotten sein, auch die bei ihm es mir nicht lohne! Sieh, es ist hingen, bis die Sonn' auch ihren| mir herzlich leid, denk nicht meiSchein entzog solchen Dingen. ner Sünden, laß mich doch in Ewigkeit bei dir Gnade finden. 4. Jch muß sonsten gar vergehn, und vor Angst verderben, werde dich auch nimmer sehn, noch dein Reich ererben. Meine Sünden haben dich freventlich gerichtet, ja sie haben jämmerlich deinen Leib vernichtet. 5. JEsus schrie zur neunten Stund', flaget sich verlaffen; bald ward Gall' in seinem Mund mit Effig gelassen. Da gab er auf seinen Geist, und die Erd' erbebet, des Tempels Vorhang zerreißt, und manch' Fels zertlöbet. 6. Da man hat zur Vesperzeit die Schächer zerbrochen, ward JEfus in seine Seit' mit ein'm Speer gestochen, daraus Blut und Wasser rann, die Schrift zu erfüllen, wie Johannes zeiget an, nur um unsertwillen. 7. Da der Tag sein Ende nahm, ber Abend war kommen, ward JEsus vom Kreuzesstamm durch Joseph genommen; herrlich nach Jüdischer Art in ein Grab geleget, allda mit Hütern verwahrt, wie Matthäus zeuget. 8. O hilf Christe, GOttes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets unterthan, all' Untugend meiden; deinen Tod und sein' Ursach' fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. M. Weiß. 5. Sieh! wie häufig ist dein Blut heut für mich vergossen, daß es gleich als eine Fluth von dir ist gefloffen! Deine Wangen sind ganz roth, und mit Blut beneßet; dein Gesicht mit Speichelkoth jämmerlich verleget. 6. Tausend, ja wohl tausend Strich hab' ich dir gegeben, und durch einen harten Stich dir geraubt das Leben. Deine Hände, Füß' und Seit' heut um meinetwillen nur zu meiner Seligkeit Blut und Wasser quillen. 7. Um und über deinen Leib bist du ganz blutrünstig. Aber mich nicht von dir treib', ach nein! sei mir günstig; laß mir doch dein theures Blut, deinen Tod und Sterben kommen immerdar zu gut, dein Reich zu ererben. 8. So will ich mit Ehrenpreis 254. M. Christus, der uns selig. du deine hast du was begangen, darum man dich hat ermord't, und an's Kreuz gehangen? Nein, du bist daß ich rein und weiß allzeit werd' erfunden, daß ich, liebstes JEsulein; hier zu deinen Ehren, imzu aller Zeit, sonder Schuld be- mer möge tüchtig sein, dein Lob funden, gleichwohl aber hast du zu vermehren. heut Todesangst empfunden. 2. HErr heißt du in aller Welt, W. D. 255. In bekannter Melodie. stund und ihm ſein LeichJEsus an dem Kreuze alles muß dir dienen, dir, ja dir, du großer Held, auch die nam ward verwund't so gar mit Cherubinen. Warum hast du, bittern Schmerzen, die sieben JEsu, dann heut den Tod er- Wort, die JEsus sprach, betracht duldet? O du großer Wunder in deinem Herzen. mann, ich, ich hab's verschuldet. 3. Rechne mir's dennoch nicht 2. 3um ersten sprach er süßiglich zu seinem Vat'r im Himmelreich, ju, schone meiner, schone, du mit Kräften und mit Sinnen: Ver Vom Leiden und Sterben JEfu Christi. 123 Vergieb ihn'n, Vat'r, sie wissen Tod entkommen. Hab Dant, o nicht, was sie an mir beginnen. liebster HErr JEsu. 3. Zum andern dent sein'r großen Gnad, die GOtt dem Schäch'r bewiesen hat, sprach GOtt gar gnädigliche: Fürwahr, du wirst heut bei mir sein in meines Vaters Reiche. 4. Zum dritten dent sein'r groBen Noth, laß dir die Wort nicht sein ein Spott: Weib, schau bein'n Sohn gar eben; Johannes, nimm dein'r Mutter wahr, sollst ihr'r gar eben pflegen. 2. Es wird getödt't das Leben, der HErr für seine Knechte: Er ward in Tod gegeben, daß er als der Gerechte, die Ungerechtigkei ten austilge durch sein Leiden. Hab Dant, o liebster HErr JEsu. 3. O große GOttesliebe, voll himmlischer Geberden! Durch deine starke Triebe kommt GOt tes Sohn auf Erden, läßt ihn sein Blut vergießen und stillet mein Gewissen. Hab Dant, o liebster HErr JEsu. 5. Nun merke, was das viert Wort war: Mich dürft't so hart ohn Unterlaß, schrie GOtt mit lauter Stimme, das menschlich' Heil thät er begehr'n, der Näg'l ward er empfinden. 4. Der hat für mich gelitten und alles ausgestanden. Ich komme durch sein Bitten nun wieder aus den Banden; er hat fie ganz zerbrochen und für mich gut gesprochen. Hab Dant, o liebster HErr JEsu. 7. Das sechste war ein kräftig Wort, das mancher Sünder auch gehört aus sein'm göttlichen Munde: Es ist vollbracht mein Leiden 5. Er hat für mich gebüßet und sich selbst lassen fangen; es hat mir nicht gemisset, daß ich leer ausgegangen. Hab Dant, o Heil der Armen! Hab Dant für dein Erbarmen! Hab Dant, o liebster HErr JEsu. 6. Arn. 257.M.HErr JEfu Christ, wahr'r.. er du, HErr JEsu, Ruh und groß, wohl hier zu dieſer Stunde. Raft in deinem Grab gehal8. 3um siebenten, ich meine Seel, o Vater! in dein' Händ' ten hast, gieb, daß wir indir ruhen befehl in meinen letzten Zeiten, all und unser Leben dir gefall. weil sie jetzt von mir scheiden will und länger nicht arbeiten. 2. Verleih, o HErr, uns Stärk und Muth, die du erkauft mit deinem Blut und führ uns in des Himmels Licht zu deines Vaters Angesicht. 3. Wir danken dir, o GOttes= lamm! getödtet an des Kreuzes Stamm, laß ja uns Sündern deine Bein ein Eingang in das Leben sein. G. Werner. 6. 3um fünften denk der Angst dabei: Mein GOtt! mein GOtt! am Kreuz er schrie, wie hast du mich verlassen! Das Elend, das ich leiden muß, das ist ganz üb'r die Maßen. 9. Wer GOttes Mart'r in Ehren hat und oft gedenkt der sie ben Wort, deß will GOtt eben pflegen, wohl hier auf Erd mit seiner Gnad und dort im ewgen Leben. Vincent Schmuck. Ein altes Lied, von Vielen verbessert. 256. M. Lamm GOttes, unsch. Das fromme Lamm erduldet die Straf, so wir verschuldet und billig sollten tragen, hat es auf sich genommen, daß wir dem 258. M. Zion klagt mit Angst. Deiner tiefen Wunden Blus ten, von deinem Leibe rann, JEsu, wie die Wasserfluthen, will ich täglich schauen an. Mein Herz schreiet stets zu dir, JEsu, 124 Vom Leiden und Sterben JEfu Christi. Jesu, JEsu, mein Begier! Ach, lauter, theuer GOttesblut fließt laß mich doch hier auf Erden mit von dir, o JEfu Christ, als du bein'm Blut besprenget werden. angenagelt bist. Ach, laß mich nach dieser Erden durch dein Blut auch selig werden. 2. O wie ist dein Leib erhibet von der schweren Vaterhand! O wie hat dein Herz geschwiget, daß das rothe Blut aufs Land häufig hingefloffen ist! Ach, laß mich, HErr JEsu Christ, der ich nur bin Asch und Erben, durch dein Blut erlöset werden. 3. Rechte Seel- und Höllenschmerzen trägst du, wie GOtt selber spricht, wenn das Blut aus deinem Herzen durch die zarten Glieder bricht, bis der Höchste Hülfe schickt und ein Engel dich erquict. Ach, laß mich auch auf der Erden durch bein Blut erquidet werden. 4. O der Angst- und Jammerstunden, da mein liebster Seelenarzt mehr als henterisch gebunden. das Blut aus den Nägeln springt und ein Theil zum Herzen dringt. Ach, laß mich doch hier auf Erden durch dein Blut gewaschen werden. 5. Traurig sind mit Blut die Wangen unterlaufen und die Haut ist mit lauter Blut umhangen, wenn man dich, o JEfu, schaut, wie du schrecklich wirst geräuft und mit Schlägen überhäuft. Ach, laß doch mein Herz auf Erden mit dein'm Blut gefärbet werden. 6. Herz, Muth, Sinnen mir vergehen, wenn ich, dich mein höchstes Gut, sehe so verblutet stehen, wie dein ganzer Leib von Blut ganz erbärmlich ist besprißt und von Geißeln so zerrißt. Ach, laß doch mein Herz auf Erden mit dein'm Blut besprenget werden. 7. Eitel Blut von Händ und Füßen, eine ganz gevierte Fluth läßt du, JEsu, von dir fließen; 8. Aus der Seiten läßt du laus fen, was in dir noch übrig war, Blut und Wasser, zu erkaufen deine arme Christenschaar. Ach hilf, JEsu, daß dein Blut komme meiner Seel zu gut! Ach, laß doch mich arme Erden durch dein Blut auch selig werden. 9. Bin ich nun gleich voller Süne den, will ich doch verzagen nicht. In dein'm Blute will ich finden Hülfe, Trost und Zuversicht. JE su! JEsu! sei du mir ein Bluts bräut'gam dort und hier und laß nur mich arme Erden durch dein Blut auch selig werden. 259. Mel. O Traurigkeit, o. Durch deine Noth und bittern erlits ten, hast du mir die Seligkeit, o mein GOtt, erftritten. 2. Recht williglich nimmst du auf dich die schwarze Sündenbürde, nur daß ich beschwerter Mensch meiner Last los würde. 3. Die Martertron', o GOttes sohn, damit dein Haupt umgeben und von Dornen wird zerrißt, krönet mich zum Leben. 4. Dein theures Blut, das höchs ste Gut, muß häufig von dir flies Ben, nur daß ich des Himmelreichs möchte frei genießen. 5. Die Nägelmal' und ohne Zahl die aufgeriffnen unden bringen mir gewünschte Ruh vor den Höllenhunden. 6. Dein Angstgeschrei macht mich ganz frei von meiner Angst und Sünde, daß ich nun an derer Statt Trost im Herzen finde. 7.0 JEsu! gieb, daß deine Lieb sich in dein Blut versente, damit ich an diesen Schaß für und für gedenke. 8. Und Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 125 dafür, daß du mir erzeigest so viel Gutes? 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen! dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stüde bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigenthum beständiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner Lieblichteit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen. Und was du mir zu gut ge than, das will ich stets so gut ich kann, in mein Gedächtniß schließen. 8. Und wenn zuleßt mir hart zusetzt der Tod und seine Werke, so verleihe, daß allein mich dein Kreuztob stärke. M. W. 260. M. An Wafferflüffen Babyl. in Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder, es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und trant, es giebt sich auf die Würgebant, entzieht sich allen Freuden; es nimmt an sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod und spricht: Ich will's gern leiden. 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen, den, den hat GOtt zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Bornesruthen; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du tannst und sollst sie machen los, durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja von Herzens grund, leg auf, ich will's gern tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. D Wunderlieb, o Liebesmacht! Du kannst, was nie tein Mensch gedacht, GOtt feinen Sohn abzwingen. O Liebe! Liebe! du bist start, du stredest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Du marterst ihn am Kreu gesstamm mit Nägeln und mit Spießen, bu schlachtest ihn, als wie ein Lamm, machst Herz und Abern fließen, das Herze mit der Seufzer Kraft, die bern mit dem edlen Saft des pur purrothen Blutes. D süßes Lamm, was soll ich dir erweisen 7. Erweitre dich, mein Herz zensschrein, du sollst ein Schaphaus werden der Schäße, die viel größer sein, als Himmel, Meer und Erden. Weg mit den Schäßen dieser Welt, mit allem, was der Welt gefällt, ich hab ein Beffres funden. Mein gro ßer Schaß, HErr JEsu Christ, ist dieses, was geflossen ist aus deines Leibes Wunden. 8. Das soll und will ich mir zu Nuß zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schuß, in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel und wenn mir nichts mehr schmecken. will, soll mich dies Manna speis sen; im Durft soll's sein mein Wasserquell, in Einsamkeit mein Sprachgefell, zu Haus und auch auf Reisen. 9. Was schabet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein Leben; wenn mich des Kreuaes Hibe trifft, so tann mir's Schat 126 Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Paul Gerhard. Schatten geben, feßt mir des und will; du bist das rechte Schwermuths Schmerzen zu, so GOtteshaus. Drum wenn zur find ich bei dir meine Ruh, wie Welt ich muß hinaus, so schließ auf dem Bett ein Kranker; und mich treulich in dich ein und wenn des Kreuzes Ungestüm mein laß mich ewig bei dir sein. Schifflein treibet üm und üm, so bist du dann mein Anker. 10. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so laß dies Blut mein Purpur der du zum Trost von deinem sein, ich will mich darein kleiden, Thron uns armen Sündern komes soll sein meines Hauptes men: O wahrer Mensch, o wahKron, in welcher ich will vor rer GOtt! o Helfer, voller Hohn den Thron des höchsten Vaters und Spott, den du doch nicht gehen und dir, dem ich mich an- verschuldest. Ach, wie so arm, wie vertraut, als eine wohlgeschmückte nackt und bloß hängst du am Braut, an deiner Seite stehen. Paul Gerhard. 262. M. An Wafferflüssen Babyl. egrüßet seist du, meine Kron und König aller Frommen, Kreuz! wie schwer und groß ist dein Schmerz, den du duldest! 2. Es fließet deines Blutes Bach mit ganzen vollen Haufen; dein Leib ist auch mit Ungemach ganz durch und durch belaufen. O un beschränkte Majestät; wie kommts, daß dirs so kläglich geht? Das macht dein' Huld und Treue. Wer dankt dir dies? Wo ist der Mann, der sich, wie du für uns gethan, für dich zu sterben freue? 3/ Was soll ich dir doch immermehr, o Liebster! dafür geben, daß dein Herz dich so hoch und sehr bemüht hat um mein Leben? Du rettest mich durch deinen Tod von mehr als einer Todesnoth und machst mich sicher wohnen; laß Höll und Teufel böse sein, was schad'ts? sie müssen dennoch mein und meiner Seelen schonen. 261. M. Vater unser im Himmelr. Gegrüßest seist du, GOtt, mein Heil, mein Auge, Licht und schönstes Theil, gegrüßet seist du werthe Brust, du GOttes Sohn, du Menschen Lust, du Träger aller Bürd und Last, du aller Müden Ruh und Rast. 2. Mein JEsu, neige dich zu mir mit deiner Brust, damit von bir mein Herz in deiner Lieb entbrenn und von der ganzen Welt sich trenn; halt Herz und Brust in Andacht reich und mich ganz deinem Willen gleich. 3. Mach, HErr, durch deines Herzens Quell mein Herz von Unflath rein und hell, der du bist GOttes Glanz und Bild und aller Armen Trost und Schild, theil aus den Schäßen deiner Gnad auch mir mit Gnade, Rath und That. 4. O süße Brust, thu mir die Gunst und fülle mich mit deiner Brunst, du bist der Weisheit tiefster Grund, dich lobt und fingt der Engel Mund, aus dir entspringt die edle Frucht, die dein Johannes bei dir sucht. 5. In dir wohnt alle GOttesfüll, hast alles, was ich wünsch 4. Vor großer Lieb und heil'ger Lust, damit du mich erfüllet, drück ich dich an mein Herz und Brust, so wird mein Leid gestil. let, das deinen Augen wohl bes kannt, und das ist dir ja teine Schand, ein trantes Herz zu laben. Ach, bleib mir hold und gutes Muths, bis mich die Ströme deines Bluts ganz rein gewaschen haben. 5. Sei Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 127 meine große Sündenlast dir auf gelegt zu tragen. Ach lieber Heiland! schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß Gnad' für Recht ergeben. 5. Sei du mein Schaß und höchste Freud', ich will dein Diener bleiben, und deines Kreuzes Herzeleid will ich in mein Herz schreiben. Verleihe du mir Kraft und Macht, damit, was ich bei mir bedacht, ich mög' in's Werk auch sehen; so wirst du, Schönster, meinen Sinn, und alles, was ich hab' und bin, ohn' Unterlaß ergößen. P. Gerhard. 4. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugest Schläge, Spott und Hohn, mußt an dem Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rath, und unsre schwere Missethat bei GOtt versöhnen möchtest. 263. M. HErr JEfuChrift, meins. JEsu dein theu HErr IGu Chriſt, bin Seele b. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit von Herzen dir lobsingen, und wenn du zu der Seligkeit mich wirst hinkünftig bringen, so will ich daselbst noch vielmehr zusammt dem ganzen Himmelsheer dich ewig dafür loben. 6. HErr JEsu, deine Angst und Bein, und dein betrübtes Leider laß meine lebte Zuflucht sein. wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod fein sanft beschließe meine Noth, und selig sterbe. Amen. J. A. 265. Mel. Wend' ab deinen Zorn. Höll' und Tod, so laß ja dir's Herzliebſter JEſu, was haſt du mein sein: Dein Blut macht mich von Sünden rein. D. J. Olearius. verbrochen, daß man ein solch' scharf Urtheil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missethaten bist du ge rathen? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn'n gekrönet, in's Angesicht geschlagen und verhöhnet: du wirst mit Essig und mit Gall' geträntet, ans Kreuz gehentet. 3. Was ist doch wohl die Urs sach solcher Plagen? Ach! meine Sünden haben dich geschlagen! Jch, ach HErr JEsu, habe dies verschuldet, was du erduldet. höchstes Gut, das stärkt, das labt, das macht allein mein Herz von allen Sünden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein' Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich tann vor GOtt bestehn, und zu der Himmelsfreud' eingehn. 3. O JEsu Christe, GOttes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, dein theures Blut, dein Lebenssaft giebt mir stets neue Lebenskraft. 4. HErr JEsu, in der letzten Noth, wenn mich schreckt Teufel, 264. Mel. Aus tiefer Noth schrei. Err JEsu, deine Angst und Bein, und dein betrübtes Leiden, laß mir vor Augen allzeit sein, die Sünde zu vermeiden. Laß mich an deine große Noth und deinen herben, bittern Tod, dieweil ich lebe, denten. 2. Laß deiner Seele Höllenqual, dein blut- geronn'nes Schwißen und übrig Elend allzumal, darin du mußtest sizen, mir oftermalen fallen ein, und eine starke Wars nung sein vor mehrern Missethaten. 3. Die Wunden alle, die du hast, bab' ich dir helfen schlagen, auch 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! der gute Hirte leis det für die Schafe; die Schuld bezahlt ber HErre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. Des ( 128 Vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. dn5. Der Fromme stirbt der recht and richtig iwandelt der Böse iebt berwiber GOtt mißhan belt der Mensch verwirtt ben Tod und ist entgangend GDit wird gefangensarch ni dust doch nicht gar bei Seite seben; in Gnaben wirst die dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 15. Wenn bort, HErr JEfu! wird vor deinem Throne auf meis nem Haupte stehn die Ehren 6. Ich war von Fuß auf voller trone, da will ich dir, wenn alles Schand' und Sünden, bis zu dem wird wohlklingen, Lob und Dank Scheitel war nichts Gut's zu fin- fingen. megmolts sob Heermann. den; dafür hätt ich dort in der 267903n bekannter Melodie. Hölle müsſen ewiglichsbüßenlourilf GOtt, slaß mir's gelingen, große Lieb'1 do Rieb ohn' bunebler Schöpfer mein, die alle Maaßen, die dich gebracht Wort' in Reim' zu bringen, u auf diese Marterstraßen! ich lebte Lobo bem Namen bein; daß ich mit der Welt in Lust und Freur mag fröhlich heben an von dei den, und du mußt leidens? E nem Wort zu singen, HErr, du wollst mir beistahn.moo do nom 23 Ewig bein Worts that bleiben, wie Efaias meld't, in seinem Buch thut schreiben: eh' wird ver gehn bie Welt, und was GOtt selber je geschuhe foll'tes alles ver derben, der that tein'n Widerruf 8. Ach! großer König groß zu allen Beiten! wie kann ich g'nug sam folche Treu ausbreiten? Rein's Menschen Herz vermag es auszudenten, was dir zu schenken. 9. 3ch tann's mit meinen Sine nen nicht erreichen, mit, was boch dein Erbarmung zu verglei 3. JEsus, das Wort best Bas hen wie tann ich dir denn ters, ist tommen in die Welt, mit deine Liebestbaten im Werk er großen Wunderthaten; verkauft statten? EST, si törtum schnödes Geld; burch Judan, 10. Doch ist noch etwas das seiner Jung'r ein'n warboer in dir angenehme, wenn ich des Fleie Tod gegebenji JEsus, das Läm sches Lüfte dämpf und zähme, daß melein.mming tnd nechargfrea fie auf's neu mein Herze, nicht 4. Nachdem sie hatt'n g'geffen, i entzünden mit alten Sünden, vernehmt, das Ofterlamm, da that er nicht vergessen, das Brod ind sein Hand nahm sprach: Est, dies ist mein Leichnamlinde derd für euch wird gegeben zur Ver gebung eurer Sünd'tisdran ni 5, Reicht ihn'n auch bar zu trined ten im Wein sein Blut jo roth sein'n Tod sollt ihr verfünd'genu Bauhus geschrieben hat: Wer mwürdig ist von diesem Brod und trinkt aus diesem Kelche der wird nicht sehn den Tob. dnis sid su 11. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräftens feft die Ber gierden an das Kreuz zu heften, 10 gieb mir beinen Geift, der mich regiere zum Guten führe. 12. Alsdann je werde ich deine Huld betrachten; aus Lieb' an dich die Welt für gar nichts achten, Bemühen werd ich mich, HErr, deinen Willen stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, tein Kreuz nicht achten, teine Schmach noch Plagen; nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen.i.mo.taliy 6. JEsus musch ibn'n bie Füßen wohl zu berselben Stund, lehrt sie mit Worten füße aus fein'm göttlichen Mund: Liebet einander allezeit, babei wird man ertens nen, daß ihr mein' Jünger feib. 7. Chriftus. 14. Dies alles: ob's für schlecht swar ift zu schäßen, wirft bu es C Vom Leiden und Sterben Jesu Christi. 129 7. Christus, der HErr im Garschen, da ihm durch Qual und ten, da er gebetet hat, die Juden blut'gen Mord sein Herz am thät' erwarten, von ihn'n ge Kreuz gebrochen: Thu' auf den bunden hart, sie führten ihn zum Schrein und schließ sie ein, als Richter dar, gegeißelt und gekrönet eble, hohe Gaben, so wirst du zum Tod verurtheilt ward. Freud' in schwerem Leid und Trost im Kreuze haben. 8. Hoch an ein Kreuz gehangen, der hochgeborne Fürst, nach uns thät ihn verlangen, darum sprach er: mich dürft't! vernimm, nach uns'rer Seligkeit, darum er Mensch geboren von einer reinen Magd. 2. Sein' allererste Sorge war, zu schüßen, die ihn haffen bat, daß sein Gott der bösen Schaar wollt' ihre Sünd' erlassen. Vers gieb, vergieb( sprach er aus Lieb'), o Vater ihn'n allen! Ihr'r Keiner ist, der säh' und wüßt, in was für That fie fallen. 9. Mit seinem Haupt geneiget, er seinen Geist aufgab, als uns Johannes zeuget! er ward genommen ab vom Kreuz, in's Grab ward er gelegt, am dritten Tag erstanden. wie er vorher gesagt. 10. Und in denselben Tagen JEsus sein' Jünger lehrt, allein sein Wort zu tragen, pred'gen in aller Welt: Wer glauben thut und wird getauft, der hat das ew'ge Leben durch Christum sich erlauft. 11. Lucas gar schön thut schreiben von seiner Himmelfahrt, doch allweg bei uns bleiben, wie er versprochen hat; vernimm durch sein göttliches Wort, wider das tann nicht siegen kein' Gewalt der Höllenpfort'. 12. Ein'n Tröster thät er senden, das war der Heil'ge Geist, von GOtt, der that sie wenden in Wahrheit allermeist; densel ben woll'n wir rufen an, der wird uns nicht verlassen und uns treulich beistahn. 3. Lehrt uns hiemit, wie schön es sei, die lieben, die uns trän ten, und ihnen ohne Heuchelei all' ihre Fehler schenken; er zeigt zugleich, wie gnadenreich und fromm sei sein Gemüthe daß auch sein Feind, der's böse meint, bei ihm nichts find't, als Güte. 4. Drauf spricht er seine Mut ter an, die bei Johannes stunde, tröst't sie am Kreuz, so gut er kann, mit seinem schwachen Munde: Sieh, hier dein Sohn, Weib, der wird schon mein Amt bei dir verwalten: und Jünger, sieh', hier stehet, die du sollst als Mutter halten. 5. Ach treues Herz, so sorgest du für alle deine Frommen: du siehst und schauest fleißig zu, wie sie in Trübsal tommen, trittſt auch mit Rath und treuer That zu ihnen an die Seiten; du bringst fie fort, giebst ihnen Ort und Raum bei guten Leuten. 6. Die dritte Red' hast du ge than dem, der dich, Herr, ges beten; Gedent' und nimm dich meiner an, wenn du nun wirst eintreten in deinen Thron, und Ehr' und Kron', als Himmels= fürst aufset en, ich will gewiß im Paradies, sprachst du, dich heut 7. D 13. Recht laßt uns alle bitten Christum für Obrigkeit, ob wir schon von ihr litten Gewalt; auch für die Feind', daß ihn'n GOtt wolle gnädig sein zu Lobe seinem Namen, um Christi Tod und Pein. 168, Mel. Was mein GOtt will. ör' an, mein Herz, die sieben H. Müller. Hort, bie 3Gjus ausgeſpro ergößen. 3 130 Vom Leiden und Sterben Jesu Christi. 187. O süßes Wort! Freuben háttausgefest, wie man zuletzt benn boltbracht, was wicht ou nun olch fo vergeblich plagen, als mußt' ein Utensch mit seinem Thun die Sündenudeffen schwing 19 Pidurs abtragen. Es it pollbracht, 10. DIE ins Para- das nimm, in Acht, du darfit hier 2009 18 nichts zugeben, als daß du gläubſt MOR deinem Bronse mit großem Grimm hergehn aus allen Eden, stürmt er gleich ſehr, mas tann er mehr als 2etb und Seele scheiden mich und in Der steuden.. MOOG ORK Ja mit TETS FRLETIC erfüllet 291 und ichrelt, deich als ein Löwe einmal, ſchreit, aus 9 In alle deinen Saat das, was ich jetzt muß laffen, nimm meinen Geiſt, der hier les reißt aus meinem falten Herzen! Und hiemit wird Hirt entbunden aller Schmerzen. 15. Di wollte GOtt daß ich per uus meinen Geit in GOttes Bänd und treuen Schooß hinſenden mein Hort, sein letztes Wort mein Testes Wort auch werden, so werd ich raft Flevon' und, felig gebn Sim00 und Roth muß ich dein 13h ruf und du schweight still dazu, läht' mich Grunde gehen. sig!! wied media?= 6784² mes kiimb, wenn Gott ich grau fellet, ichan, daß zu, wenn Bea¹ ungefallet; Balt steif und fest, ber dich jest t läßt, wird dich gar Bals erfreuen. Sei du mir freu und half baber start an mit M REL 3 laut und bell, flagt, wie ibu wie in het met von der Giden tig dürfte, mich dürftet " det en de Quell und eble Lebens- 1269. wittats. fage caprich du frömmster füpfte Was meint er hier? Grch grüße zeiget dir, wie mait er sich getragern Mann, ber her lich gen an beiner salt, die du tým' pergiebet, mieidmer lich web' haft gemacht in Süngentagen, Er deutet auch paneben an, Leib beuüber! Cs grüßer dich € 91 to boch verlange, daß mein ganzer dies ein Kreu bei Jedermann Hellands Seite, Fruct being und wobr verfange. aus welcher fleust das Blut, das Das mert mit Fleiß& wer eilch, ſo viel Leute von ihren Sünden “ îm Soweiß der Seelenangit mub o marcelini boig q Yen, mich quaten. Das em ge 2. cheinen nicht g pom Theil und Heil zu dir, ach! hatte mir's au gute, Fund laß mich füchen Troſt für 12. Ars nun des Todes finfice mich in deiner Wunden Blute. Nacht begann berem zu bringen,| Du werthe Bunde, ſei gegrüßt, weites Thor der Gnaden, thi chua Si billedte Quell", by meines 157 bracht das, was ich soll vollbrin gen, was hier und dar die heil ge gießt und da all unserm SchaSchaar der Vater und Propheten den fann abgeholfen werden. 3. Du malloc thin dnu nu? nodod noo tisglog lloa tuon tim radiom SE nedste du madis2 mol OEL taslug nomom Leidenanda Sterben JEin Christia 131 320k et e Ser des Teufels Sulfsgenoten. und Beilſt das Gift: der deine bittre Schlangen; du flößelt mit das Le- ¹ bis auf, den May the ben ein und ſtünft des Durfte Ver- 1 5. Denn du biſt uns nachgeganRifugobox gallo.. Dom du liebegen, Haif verlasſen deinen Thron; mich muto tike Ach! wie 10 t hon ch SEIT 140 maging, der bittern mer FUE JULIO AT 0.0. gar zu Brund 12 Bir gehn und versmiten nige bittre Noth fränket to werb ich mich mich 4. Mein Mund fređt, fid) mit 1 6. Sollte, mide denn sugllers und ich den theinen Lebensjaft jer Zeit fehn der Grpe Gitelteit an deinen Tod gebenten? Chr, detne bittre. Noth fränket meinem Herzen mich bis auf dell UO 011196 for bein dem wird. La Todes- Leiden, deine Marter fylgst und latter Bein meine feste Zusticht ein, wenn ich soll von hinnen scheiBill, daß ich durch deinen 1ST GADIS 19 Pas d Bucker. 5⁰ 19819 uno HIS dign 11911190 misch DIE hier laß mich fill und fither sein, ( 210) 91 tonerberge mich ließ Bettur to wenn der höll And meinem Geiste, ftellt, ttt, 10 taß in deiner Treue mich vann fein ruhig bleiben. Baul Gerhard. BLOOD daß du mußt am Kreuze hangen? JEsu Tick 8. mich bis auf den 268. dalidaichid. 1 deine Baffion will ich fegt bedenten wolleit mir vom Himmelstyron Geiſt und Andacht schenken. in dem Bild jebund erſchein til meinem 1stma kim unser Heil zu betrübtes Letben, 2.99 jetn Slimerzen. ichwere Kreuzespein 2. Meine Seele ſehen mag Seine ganzes Denten sein, Längſt und Wande, deine peiTel, Schlag und Schmach, beine beine Geipel, Dornention, Speer und Nänelbeinen Ebd, 69tbein Teib ged Fmascri 990 dista 08 MAHAL deine Strienten at deiner Krone Dornemipizen, ſolche deine bittre, Noth tränter mich| 91918 auf den Loa Armer siden alle Wunden, die du begſt, alle Striemen, ble du trägſt, Hub bies... 19 Eiu, deine biltre Noth tránket 4 dies -Tode schunden. 3581 13. Doch tas n nich ja nicht allein deine Marter ſehen: laß mich auch die Urfach ſein und die Frucht verstehen. Acht Sie Urſach war auch ich, ich und meine Sünde, dieje Bat gemartert sich, nicht Jinbase font Clu, Mehr Bedenter intich mit Buß und Reue hilf, ich mit Sünde dich martre Ben, deiner Augen Freundlichkeit nicht aufs neue. Sollt ich dazu ist mit Unwust voll gespeit von haben Lust und nicht wollen J2 meiden. EEI i nadust dr medis ma 329 de mon Reiden indb Sterben Ehn, Chriftissue anni Niat minsor cellain tbst in det meibeng tasi GOtt felber bußen up. Auf dich ſeh ich Mein Vors Huset hot großem Leiderkoj trguen, du biſt meine Zuversichi! 5. Wenn mic teine Sünde will dein Tod hat den Tod erhalten, machen heiß ndie Hölle Iſu, daß er mich kann, tödten nicht. de pierreställproichninis DAB 5 Mittet hellubich und deine Baibast mit Light, Schuß und heil, en fantchregläubig saßen, deine Gnade wird mir geßen Aufdebet mich fein tiefer Cab, wie herstehung, Licht und Lebens( sid DRAGO Michaffen? 096. ich bich in meinem Her* 990 GiebauchgJGiuZdaßich gern ge Dat Brunn aller Güngfelt, bir das Kreuznachtransjagßig empfind ich teine Schmerzen nach Delannhs von direlern und auch in lebten Kampf und Streit. Gesuldsin Plane; dann ich dir Ich verberge much in bice Lwelch' 19deb! Neb' www.Lieblars andeblaß eind famn, verleßen miehe er tegns Vallens nessern Dant, ich ich legt in deine Wunden ber mpiter hewl Jesus dir gefallen. * mod dig b72emel.Bion tlagt mit si Mit 360. Heeeingen alich überwunderbilgid nett fu, deine tiefe Bungen dy detnes Qual sandy bittrer Lod, Tyeben mitzualberisStunden Frost 1 Leitsraund Seelennoth. Falli Die ganzes Puffibh.do Chrifts, ser uns felig. ein hell: Leiden,”“ Bein und Lod, Hefe Bundanhaben and Menschen, die hur Köth] Heilſ& m= lich pertumsen. Menschen nichafft die Sünden ab, wir find Christen worden, sollen tömmen aus dem Grab in der Engel Orden. iwapniessein, bent dich balls and beine Beinstdie erlaubet isenemisyerten mit der Sunde nicht zu schengenior and flis0910 ST. Will sich denn in Wollustwei Jus in den Garten gging, bi defe mein verderbbes Bleisch und traurig an Gebetben, min Gebet quygutpforgédents fich and dein Leibl 898gt geene der bisa an Bert anfing, inteet's cauf 39 Nonmts beeSatanand jetzt mix, pen lloeffigsutbilt' ichihm ist beine 790 Geredo uchburGundenzeichen, bald muß er von dannen weichen, Beftigward berrübet. Schaur, in was ir großes Noth en für dich fich, giebet. nsm 1939, achet, betet, JEfus ſpricht, dista bit od iesi Welt mein Herzshdaß dhr nicht verzagen, der Geiſt 89d en mail bied breite Woluss ich war hoch verpflicht bobas istema nice ist jals Bubia Fleiss ich nicht wager. Mit Ge direntalsdann schaut schiemie an, bet, lang alles an, wenn es soll af dungee Marter Gentherlast, biegelingen, fel nicht ein vermeßner tim su lausgestanden haſti 19 fann Mann in ſo schweren Dingen. ich in Andacht bleiben, allenboret4. Jesus, dem der Engel Chor notligst vertreiben. A si 81 pshunverwandt aufwälten, den zu sig141 ga, für alles das mich fräun ſtärten tam bervor ein Engel im oftet, geben Beinen Wunden Kraft Garten Wann tommitmeine offiwenn mein Herz hinein is fennette Belt delli Engel mich tärke, nisfets Trieg ich onewens ebensjaft; damu, ich fetten Streit Todau deines Evoſtes Süßigkeit, wend't desgnan nicht merte, nomrom in mie bas bittred Leidsder qu umir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. dein blutrother Schweiß, dein betrübtes Gagen, macht die schwarze Sünde weiß, fann Vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 133 kann Wehmuth verjagen. Men ſich ein jeder Chriſt, daß er ſich schen agget nicht so sehr, Chri- recht stelle; wenn er will das ſtus hatcerbuldet, was ich, du thenie Blut würdiglich genießen, und andere mehr, tauſendmal sollend aus betrüptem Muthau10 Ind ode 190 Hor Thränenifließens mas verschuldet und diy 16. Mit ein'm Kug Judas, der 18. JEfus sein Kreuz felber Feind war ein Gottsverräther, Pivägthibran man ihn will heften, der doch nennet einen Freund Simon, ddemsbiauch aufgelegt, diesen Mebelthäter. Wenn ich trägt mitualen Kräften, doch guch die falsche Welt alſo will gezwungen sfolch's er fakt. Gieb betrügen, Bojes mit Gufem ver- HErr, Kraft und Gabeny so will ngilt, alsdann wirst du siegen. ich einm Theil den Laite unge117: Alle Junger laufen weg, las- zwungen tragensor and, id sen JErum steden, Betrus ſelbſt, 4. Esus angenagelt ist an rober svor jo fed, weifer ihm den Basi Kredz febrg feste beides Rücken att Gott aus gedul- dutchGewalt und ist seiner biglich der and bar gelitten, Freund und Gasters Menschen, der hilft die und läßt noch nicht die ihr lose seid, könnt euch ihm ab, für dich zu bitten. verbinden wenn ihr vom Unpil8. JEiu, ohne Misſethat, im feecht beizeit möllt zurecht euch Garten vorhanden, da man dich finden soit niedu gebunden hat left mit barten 159 Slujbeiner beiden Händ Banden, wenn uns, will der Böſel und auch deine Füßeimalle piere Feind mit der Sünde binden, für vier End aller Welt jetzt maso daß uns Menschenfreund büßen. Hier sift gar kein Unters msdadurch Lösung finden. 510 19hied interi Jüdiundo Türken, 9 9. Falsche Zeugnis, Höhn und Gnade allen ist bereit, wo dein Spott, Speichel auch der Strechte, Geist darf wirkenabl, us thin todleidet der piel fromme GOtt/ 16 fupi unter deinem Kreuz Jurder allein Gerechte, und die fünen ſtehe ich sunds dreineisweil ich nodige Gestalt, millit du tost dich sehid daß allerseits vom Haupt tschäruten, auen Verfolgung mit auf dier Belite fließt dein Blut, StoGewalt auch auf dich losstürber edlen Saftp als der Leib eroch en Baffet.md Das Thiebtymin pollkommnes Kraft; wohl dem, der es faffet.nonnod ncc 19 jum men? jodaja i did thi: 10. Petrus, der nicht benft zu fistud, deinen Pit perneinet, der snddoch auf ein'n ernsten Blid bite 17 genus hier von Nazareth, ein König der Jüden auf des wolteansein Gebet schmerzlich ist verschiede iu Wenn der böre Jüde ngethan, rubre mein Gewissen, kann einen Heiland Leiden, so sodeludas bhenft sich und darauf will ich sein Unterthan fein mit af den Landpfleger reizens, schreit allen Freubenthoone ni hi mi bes Volles ganger BauWeg, 18, Die Kriegsinechte theilten snisnur megat ans Kreuze! Nicht nur ich in des Herren Kleider, spielstrudas, sondern ich und sie mitendiuulgaris Kederlich. Also -02 fethaten haben unbarmherziglich geht esteiderd wer zu Christo meinen Git verrathen modifich betenntabeni will, der eind 1942 JE Blut, den Juden treifenai barumstraubet er und magod und guter also and graarts list and9viſus quter Hölle. Prüfe beennt überall verdheſſen. disar som grobl aid tohom mediaffeg bim 10 id Aanb terlichen meinet: Eh, blicke Not mich auch an, wenn ich nicht songwill bußen, wenn ich Böſes habe 1341 Von Seiden- und Sterben JEfu Christian allermeis 19, JEfus hanget an dem Hola 26. Bater, und bitt't für die Thäter, die ihn rief an ſeinem Ende, ich befehle ög ballen steif und stola; mehr als einen weist die in deine Hände pe sein Verräther. Deine Sünden Meine Seele meinem Gone will tödten ihn, o Menich das beleue, sich ſtets befehlen: ol da wirdra ſein Fürbitt' ist dein Gewing, dich sie feine Roth nimmermehr mehr.av hinwieder 27: Als geisheben war die .០១០ Elus sein Haupt neiget, hänfsað tutie the ne lebt ergend am Holz 19 perschied, Jeine& nie beuget: Hören will er deine dal Wort, tuffen jein, Crioffen, leis ao! men Bater Toben dorf, 816 Bim 20. Er nahm alles wohl in Acht in der lebten Stunden eine Mutter noch Pedacht ein'n Vormunden, Mensch mache Richtigleit Glt und Menschen liebe, ich darauf obn alles Veid und dich nicht betrübe, feiner tröſtent theast, nism.a. tmdül190 21. JEſus ihm das Paradies 28, pinſterniß die ganze Weltsig offenber igchentet, mit ein msecket, das Erdheben auch die haram Schwur ihm 9gs perhieß, der nur ten Felsen Spalter, Todie sich ersprach: Gedente Dent, o Menschheben: Kann mein todter JEsus und bitte GOtt, daß er bein ge nung solches thun iepundere miere bente, info pielfältiger Moth vielmehr wird er denn thun, Linderung dir schenkend, thisch herrschend, große Wunder? Quara 22. Dem sein Leben Unglüd bracht, der schon war verloren und bieran wohl nie gedacht, wird von GOtt ertoren, Deine Hulhen, lie, ber Chrift, dich wich Gutes legnet fteßen ab von Sünden! 29. frommer 290 Mann, Gottes Sohn gemeſen, wie wir denn von dem Haupts mann, auch viel andern Telen die sich schlugen an die Britt Mimi 390 S weil das Kreuz ein Mittel in Sich zu Gott zu lehrer iad dan Besſerung 23. Mein GO! mein Golt F1 fich finden, god, ramblader S0898 bat folk, may bersett Spur bio of son JEsus rief, wie hin ich perfallen, dup 30, Gig Schandbube und füble in der Angst 19, tief Leidenpot Eium in die Seite mit ein m obne Maßen! Ruf auch ou, Spiel geſtochen hat, pas ſaben æ wenn Noth, ist da, Ith an, dein piel Leute, jute pas Blut uno dok nen HErren, er will dennoch dirasſer rann runter auf bie Gr.8 fein, jab har schon scheint den, wod beidesy Mann, lollen lelig werden is meibunding 31. 81198 3ju, du lagſt, in der als ein Wurm Hegraben Labord mich wenn ich ſterben mero Rub im Grabe haben, ſo werd ich v dein Kräft und Wunden, per maleink, wenn es Zeit fffg Kichelinäd 25. JEsus calles hat vollbracht wieder fünden 18 mjednit was, nur von Propheten lange 32.delig wers to Isimango vorber iſt gejagt, nichts mehy it ich hilse 1984 Durch offendric vonnöthen Weine nicht nur weil ich von der Einpenveld Chrifti Wert haben all's erwor jo mich hat betreffen, durch d ben, wenn der Troff mich nicht dein Blut erlöſet Theure, ind gestärkt, wär ich längth perdorben, theure chäßel daran ich nut Berz 24, 3Elu gab man bittre at unserm Lebensfürsten, der da lst mein einig, muß vor Ar muth dürften Sy wenn ich leide Noth, will mit dir ach leis den, daß ich mag ber dir, o Gt bleiben ungescheiden. 01 THU bul. dnstuot Bom Belden und Sterben JEfu Chrifti 135 Her und Sint etia, mich in metsat bat sich to verbürge mich er aufgefragen" meine Schuld undt 33. fubeine Withonia mir bis he dich auch endlich hat mind lauter Freude deine Wunden, schuldig erwürget. 190oris& mist Kron und Hohn meines Herzents 6. Mile Strafe det i marato Weide, meine Seel" auf Rosen Pund Rallt verbunden, liegt auf ist geht, wenn ich dran, gedenke In dem Himmer eine Stätt mir deswegen favente. Jaung ist aus 34 g Giu der bi water todt, Ende: lebelt, mun dir nun ganz und gar und durchild deitte Wunden mits uns Friedes und Beil, gebracht;" drum wiani mir geziemen, deine ſtarke Liebes ber macht eiviglich zu rühmienock n'nis nirgend hill 7. Laß doch dieser Sicherheit gleichfalls mein Gewissen zwischen ste AngNothTod und Streito träftiglich genießen! Achach! mehr te nicht begehre, and meines Herzens verstwie durch e Ci 900 m od deine Schmerzen mette schmer letten Tabesnoth mich wende, als zu vie, der mich verfühnt, o mein trauter HErre gieb mir nur was du verdient, Sud 19tdat nism non nadszen Hinterwärts fernaus metal 274 MrsChrifnisdeb uns felig nem Herzen. 19 and 19ttid dun 3 Gruffetter Seelen slag, tind wie nen teini Hed SS Freude meiner Freuden met erschricht über Straf und Sün- i2 nes Lebens Zuversicht, nimm doch den, so schnell wird es gleich erfür dein Leiden dieſen schlechten quict hit Seth Ghasenwindend Dant hier an, so biel metite Seelefil, sehr ich falle sir hit zerzsid immerhin bi bringen kann in thirschter Buße niit Bejles der Schwachheitshöhle of Prungsbegiet plaubensvoll zu Fuße d 2. ermaq" es" Hin und her 15 Seun ich weiß, worauf was bidh doch bewbgelt, daß sie sau und bei mentichbleibe, so viel Herzbeschwer haft güt bith weſſen Fürſprach' ich mich trau gezocean, Gemalt und an wen ich glaube, 19yEjuf ES I Banden, Lufterangen Freuz und und schüßet, wenn gleich allerde Tod millig ausgeftanden.' 319 Pöltenbein auf mich schießt undiscr 3. 6Offes Wollgewogenheit! blizete danse or TIOG, MIN Vaterleb und Gute, delnes Her- 10.g wil well ich mie diris zens Freundlichkeit und vein treu frei werd' im Himmel erben, Gemüthe hat es ausge- Herr. in deinen Armen treu le S bracht, daß tein Vrensch verzante, wenn ber Sünden Menn und Macht die Gewiffen, Hagte, ben und auch sterben bis maitinu fröhlich sagen wird nach de Tolim des Banden! Steb, dein Brautum 4. Oldu wunderbarer Rath, den ham und dein Hirt, JEsus) indisl man nie ergründet der uner- vorhanden? Totod gomb med nadiabisnis mediald hörten That, die man Artgends in findet, Was Mensch, 3 1912 756 MellogEfi, debodine.S har verbrochen; Ch methes Lebens Leben& pr wird an GO der Bös gerecht, FEf meines Todes ¹8 durch und durch gerbchen, Ser du di h für mich gegeben 5. Meine wilde Schand benter Sie effte Sedefinoth, in dagd hat die jo ferichtudente äußerste Verderben, nur das ich, ned Krankheit hab ich dieses nicht möchte Freiben. Lamens 199 ES 0100 noc 34 tauſend 136 Bom Leiden und Sterben„ JEſu Chrißir tausendmal jei dir iħ; Hjebſter JEINĮ| für„, deing tauſendfaches Plagen, für deich hund tiefel Bein will ich emig dankbariein nod i Hems 276. Mel. Gern 36tu Christ. hr schwachen Knie, jest steh sidy biersichch steht und fu euch mit Begiens Erlaub es mir, tausendmal et olein, dah ich lo nah am Sant dafin, Kreuz mag, leing, pprno Deine Lighy it sa gen, dich erbärmlich richten zu groß, wie bist din doch ſo wi un zu betten meine Blagen und und bloß? Wie bist du noch, o zu leben mich in Ruh. Alt du großer GOtt, der Juden Hohn haft zu meinem Segen lassen der beiden Spottlom ni ginid sich mit" Slunch belegen. Taus 3. Wird doch bei dieser, Eiſerti fend tausendmal gluth sein ganzer Leib ein fautres 4 Man hat sich jetzt hålt ver" Blut, ach, welch ein unaussprechhöhnet, dich mit großem Schimpf lich Schmerz sermartert, deinde belegt und mit Dornen schark getronet t, was hat dich dazu be wegt baß du möchteſt mich er gogen mit die Ehrenfron auf fegen Taufend, tauſendmal 12. 2. Du achron dusgeſtandels Lüfterredett, pole Bout und Hohn, 8 und GOttes eret 150 CU Banden, ſohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sundenter ten. treues Derzichpfl adsi2 red lad 4. munderbare Majeſtät, die nichten als Bilök und Striemen, hat, wo findet man doch einen Mann, der solche Sieb gustedens fanns us miello mmoj bi im s getpor zu befteten meine Bein. fälschlich lassen dich, antlagen, daß ich könnte flayer ſein, daß ich möchte" froſtreich™ prangen, haft du fonder Tront gehangen. Taufend, tausenbinal 6. Du haft bith in hisqub Give y le heſta much bis in der e Lod, du duldett par suy großen stecket hast gelitter mit Gebulls, Notídu jrbeſt, daß ich glaus går den herben Tod nejchmedet, bensvoll die Todesangst, nichtn um gu bußen meine Schulp. Daß ſchmeden Joths fachsiz ug[ t[ oc] ich ſpürde toegezühtet, Haſt du 7; Mit Scham und Furcht umane wollen Rein gequälet Dein Blut und Leben giebil du mir, zu Heil der Welt, was geh' ich dire Was 1944 für deine Lohes nein der Lohn, Herzlichſterst En demand time anföra ut tröjte mich und hig, tog, ich, g Gotteslamm, jeſt flep an deisti nes Kreuzes Stammsic Inort mid 8. Gezurne nicht ein treuend Sinn, daß ich gin to beichwert lich bin dein, theures Blut, daß zu Ehren mit gedeihen, Zainiens, waſch allein, ÞEur Jeve, mnicha tausendmal von Sumpen reino de 8. Nun teh bants dir" von Ber"" 9. Ermuntre pich, invernd Seelch) zeng Chu! für geſammte Noth, Bund Mutha, damit ich nich, neso für die Wunden, für die Schmer: höchstes Gut, der bu gelitten zen, für den bittern Ted Schlag, and Spolt, erfennaf für dein Zitte Sein for den sagen, meinen starten Goff. E alsen burad 10. 35 O G 79 Deine Demuth hat gevüket meinen Stolzst Uebermuth, dein Tod methen Lod verfüßet, es tonuhit alles mir zu Gut, dein Veripotten Beinert tipeten muß Voin Leiden und Sterben zefi Chfifif. 10 Thrsfühwächenanie und Schenkel schafft doch meiner mit AS 137 hinein, binleth, TB wid' in beines Hers zens Schrein verschlossen sein. Perf Satans Lift entgeh' und emig GOttes Antlig feh. 19, ott. dei 18 ann nschaarch rd 2774 Mer Erschienen ist derhert Of diefeplice das Hochsten Sohn der Sundre Hell und Gnadenthron, den man in ſeiner größten Qual Bieppen ablet nes Dudi zahlet allzumal aus Kreuzes Pfähle 2. Ach 46, lles iſt mein FC Leing dem chqu ich in die Seit melsbrod aus Liebe wünich, ich du Belt der Welt! der hat ſich mir den Top. Wer dich geſchmedie felt son hingeſtellt, in so Batang lupt 291 294¹ Fosime dngjun 2 Schmerz betrüben mein zerschlags nes er hier fürcht ich nicht der Soften, Gluth, Bes Höchsten Grimm, der sollen luthyp Des Freuzes Ruth manisn ve Rod flebt, dass alle Trubsal wider- Geef in 19 deine Seitenbö hönste rinn, dein strebt, die um uns schießt, dirig mies ſpet pon allem 3. Gegrüßiet heißt du, Streit erheben sich nach dieser Otels in dit erscheiner trefflich Zeit in Gibigteit. Sph. Rit190 hell der Liebe Macht, die tothé 278, Mel. Herzliebſter ,, JEM Fluth des Lebens Commt her und ſchaut, kommer edles But, mein höchstes Gut faßt uns doch von Herzen 49 ch mache mich in Furcht betrachten Chriſti Leiden, Rein zu dir bu GOttestamini? verzell und Stümerzen; er tritt die hele es mir, ich komm allein zu sehen ter GOttes, wie ich at die wundene heilen recht alleine. Meine wohl tant de Blut ausvann. Ach lebt, wie Angſt wird ihm gallel bilch 18 3D werther Riß, o ſüßer Flußt von unſern Sünden!, er muß nimm hin von mit den Glaubens ſich wie ein Wurm, am Delberg| fuß, eröffne mir dadurch den wilden, daß ihm der Todes Mand and laß mich werden bald schweiß, mit dem er tinget, bluz gefühs bis auf den Grund. 00 tig gusoringet. 5 Wie heilſam iſt doch deine 3. Sit felbie tam ter en con bier im Garso Kraft! wie trefflich ist dein Eigent?| ten auf die Erden, ein Engel mußu schaft! du riechest edler als del des, Trösters Tröfter werden, die i Wein, en Gift tann vor dir Creatur muß ihren Schöpfer ſtär sicher sein, du nächſt uns rein. ten, welch's wohl zu mertensiuni 7. Out Bift bet fechte Lebens 4. Was wir und Adam hatten trant, du heilest mich wenn ich übert ich übertreten, pas muß der unschulan bin trant, viel füßes Labial giebffdighe HErr verbeten, den ichard bu mit, wenn mich, Heer, dürstet sen Zoru, der über uns fxgrimss für und für allein nach dir 8. Eröffne dich du Seitentoch eft, dier, pernimmet, pavir 5, Geizhals Judas daß ich dein Herz begrüße soci rennt und laufet, den Herren! Ach JEsu! tant es hilt ge schehn, daß ich mag in die Höhle gehn, Bein Herz zu ſehne 9. HErr, meine Lippen fehlte Ben sich dein Herz zu füffen fäu? berlich. Ich bringe mit Gewalt um ein schnödes Geld verkaufet, giebt drauf der Nott die Cojungs Suld sein Grußen und falschen Küffen.tid, asdasd meg tij ne 6. Die da mit Spieß und Stane gen fertig stunden, führten ihn 35 mit 13881 Vom Leiden Und Sterben JEfu Chrift.& mit vor Chiphas gebunden, Bardaß ich mag felig auf dein Blut er um seine Lehre wird hefraget und Namen einschlafen." Amen find hart vertlagets netradreid del piator or M. Barter 7. In dessen Mund nie ein Bemed spend monited mist omt heraus, all th falsches Beugniß überwunden, er frauen, euren König angu wird perspotrt, verspelet und ver chauen schauer ihn in feiner ain höhnet, mit Dorns gettönet1990 Krone, die er trägt mit großem 8. Gramid gepeitscht chiit dicht ohne für eure Sand und Mif- 9d geflochinen Riemen der Rüden Thethat this heamainsun puiting Tag blutrünftig ddo Swienten. Schauet, wie er wird geführet, von seinem Haupt, mit Dornen wie et" ist heraus staffiret, schaut wunbinigestoßen, 19latstropfen sein Glend und sein Leidene ame flofferhus mindst nojall i dem Lage seiner Freuden, 9001 Bortorn 9. Blutig mdrbver gain Schaus ſeiner Seelen Hochzeitsfelt ſpielh rumgeführet, nstaton einem Sieve Schet Gate 32 11. MI Purpur nur zum Spott gezieret, 13." Schaut sein Untlig poller höhnisch gegrüßtoiminn speit Wunden, voller Beuten, voll ihm ins Gesichte Abasbih ber- Schrinden, 19mSchauet, wie difisi nichtengrug mednal sferd bi Locken hangen, ohne Sierratholt 10.15Etwardu verurtheilt und ohne Brangen mit Storh 1989 pers 190 an's Kreuzsigehentetp mit Effig menget und mit Blut. 7911013 under mit bittverts Gall' geträn4 Schauet, wie sein als zers tet. Zudezoals schon sein Gefft essen und mit Geißeln iſt zersich von ihm machet, wais er schmissen fe schaut Sie Ketten undnis verlahet! 119 191916 nasomit die Bande, die er trägt zum Ung ſt 11. Wir ſollen nichtihngſondern terpfände, betrachter leinen Bur? 1 uns betlagen Ach! freilich wir, purrodi notrda 100 wir haben ihn geschlagen ans 5. Schydiret. Holz, weit Adamsoon dem Holz fet, wie das Kreuz ihn nieder den Schaben ihn aufgelaben drücket, ſchanet, wie er iſt der12.3 Achtunfve Gündisin retellet, wie er auf die Erde fället sach's feinern Wunden, wir haben oor übergroßer Mattigtelt, mis ihm abie Ruthen selbst gebunden 1980 Urmen und Betrüb Wir bhättenur ewigo ewig; ewigten, des Treulen und Verlieb müssen dies alles büßen. meh! ift much weht ein Mensch alle Kräfte o aid tootmanörd 1190 0151 191 & 13.nHErr JGuddindir Toll zu finden, dem Gott felbit sn eder .8 Corb man Dant erweisen, für die Geschwinden, wenn Lösungs soll man ftets bich sprei- bleiben sieht? audi hlial2.1911: fen; bochtantones feines Men- 7. Dentr schter und beric schen Wit ausdenken, was Sir Bräute, was euch dieſer Gang be- an zu schenkenried sun sun 19 Apr deute, dentt, 168 er euch soll er dre 14. Nimm dies so lang, was shen, daß ihr müsſet mit ihm ged meine Lippen fingen, bis die mich hen und seine Kreuzgenosſen sein in der Engel Chop wieft bein- 8. Niemand komm zu Himmels- lis gen, selbst will ich dein. Sob in Freuden, ohne Chrif Kreuz und jenem Leben völlig erheben. Leiden, wer nicht hilft ſein Frenze in 15. Hith, JGlü, daß ich Gott tragen, darf nicht nach der Hocheni auch meiner Seelestwie dil ge- eit fragen und des geliebten nd than, an meinem End'." befehle, Lammes Kuß dis 18 9. Nimm, Vom Leiden und Sterben JEsus Chriftio 13981 9. Rimma i Ijumdeines uns für und für trauter Freundin Schmerzen nimmermehr aus meis für deine Brüders JEfubir sich 19 nem Herzen, daß mich würdig lebe hier, dorten ewig auch beibirds fein befunden, daß ich trage deine 98 nis sin dui sit ad gutt Wunden und deine from mein 7,281. Mel, Ery, ich habe bilot Bräntigaminan namont 10. Daß man mich, bein Bilden Niebſter JEſut, cſei gegrüßetzschettiar niß nenne und bett tausendmal; ider den tenne, daß man an dem Hocha haft für mich gebüßen alarman.8 zeittage allenthalben sing undir mit großer Qual deiner Händlsg fage, baß ich dir treu gewesen cansrena peidlaggibabu gol bingunbl 3stillon 3ph, ingelus, mußteit, Sünde tragen, manist noo 280. M Sol'fich méitten ist. Geid gegrüßet, ihr Händervor was für Rosen stehn in euch Hoff Naffet uns mit 3Elu stehen, Schönſte Raſen, welchani Ende. seinem Vorbild folgen nach, Christum machen roth und bleich sig in der Welt der Welt entfliehen Ach, ich sehe da mit Haufen Blutu auf der Bahn, die er uns brach, aus ihren Wunden lansen. blindad immerfort zum Himmel geilen, 3. Ery, ich muß ans Herz jezbudi irdis noch schon himmlisch ſein, drücken diese Wunden purpurebin glauben recht und leben fein inroth, die mir Leib und Seelter 01 der Lieb den Glauben meisen, quicken in der allerhöchsten Moths' no Treuer bleib behomir, Her mich dürstetzsibrel Gabendmu gebe por p tatge otr Gönnen mich ganz träftig laben..tot 2. Lasset uns mit S JEfu leiden, ht. wiechist du doch so günstig bil seinem Vorbild werden gleich allen Sündern dieser Welt lisalise Nach dem Leiden folgen Freuden, wie liebest du so brünſtig) rives.[ I Armuth hier, macht dorten reich der Erdkreis, in sichchält! HErr,& nu Thränenlaat die erntet Lachen, du trägest, austerbartien, Bös' sit Hoffnung tröstet die Geduld! Es und Gut in deinen Armensur log tann ferchtlich Gottes und aus. Nun ich stelle dit Geplagten nad dem Negen Sonne machen. fu, einen großen Sündermfüt bei SI hier leid ich mit dir, port their parmherzig mit Bergagten; öffne col deine Freus mit mire ad deine Ginapenthüy: Pilegit die medi 3. Laffet ans mit JEfuſterben, doch das einzulaſsen, was dichi sein Tub uns vom andern Tod| Fann im Glauben fallen.ssid neffüm retter und vom Seelverderben. 6. Biebe mich derfor gezögen. El von der ewiglichen Noth. Takfd mit den Händen an den Baum; nom uns töbten, weil wir leben, hilf, daß ich dadurch bewogenpföl unser Fleisch ihm sterben ab, je dir im Herzen machen Raum, n wird er uns aus dem Grab in All mein Könnendau Wollen, 1195] das Summersleben heben. Glu, Wissen sei nur auf dein Kreup us ſterb ith, ſterb ich dir, daß ich phefliſſen, hpl of said unit AI lebe für und für Strenes 4. Luffet uns mit Jelu leben, len, weil mich ſehnlich mache died ni caniel dnu stak, mech deine Liebesschieterism weil er auferstanden ist, muß das Sürst dich will meinen Geift ng Grab uns wieder geben. Ciul erweden, die day Diensts Learni unser Hairot du billsin mir sind bensfürst Alle Trüblaf wird.dl deines Leibes Glieder. Wo du mich fallen, kann sich nuts die hu lebst, bd leben wir, ach erlenn gosteren. and monismo d minile e 8. Seib 140 Vom Beiden und Sterben JEfu Chrifti. $ 80 Seib gegrüßet, go ihr Hände, 3Eu, dir ward bang für gebet mir doch volle Macht, daß mich, meine Angſt zu elden. Wenn tahmich im Glauben wende, euch jetzt Lod und Sünde ich mir za zu danken Tag und Nacht, laget wider wenden; so tröst mich in doch Unit heißen Thränen, mich quem Leld dies dein Heil ges- Leibein Blut mich im Tod be zu den Himmelsfreudens nach euren Wunden sehnens is het aan. Gicken/ d 9 Nume fo bin ich rein gebadet, liebster HErr, in deinem Blut. Es ist Niemand, der mir schadet: 273. Mel. Nun laßt uns den Leib. benn ich lebt in deiner Huf, ICſw! Mun gießt mein JEſus gute nimm am letzten Ende meine Seel Nacht, nun iſt sein Leiden in deinelisände.modioline 282, MoChrisms, der uns jelig. pollenbracht, mun hat er ſeiner Seele Pfand geliefert in des Va1911919 10 ters Hand. 2, Stammt, tor Geschöpfe, commit herbei und macher bald ein Klag geschret, das grausam sei zur sels ben Frift, da Golt am Kreuz verschieden ist. 1919 le Des Tempels Vorhangitten Deine Seelsdijest ist es Zeit, Te tage und diouder, Warten JEsungebensdase Geleit, zum Olivengarten Weil im Garten sich der Todserstlich angespon nen, that bas Ende unirez Roth auch darin begonnen. chord dr2: Tod; qdu machst das Leben, net ſich, das Erdreich bebet furcht bang'gangstihnüberfället mit der Barlich, bie Verhe prinden him man 20grund er sich mitüdenvang Schwermuth melan ihn vorstelletli Trauert felbst die schauen kann. Freudigkeit? Ach der Heiland 4. Die Wolken ſchreien Weh flaget, selbst die Hülfjum Hülfe und die Felfen geben star sischreitounser Tröjter zaget. et Todten öffnet sich sugyd Mein und aller Menschen Sund ihm jekund muß drücken, die Gottsfeient liebsten Kind selbst legt auf den Rücken, Gtartea Boon ein'sschwere Last, Sund' 91 T 910 191 Smanosen siten die Thür und sie gehn aus dem Grab berfür dun 5 Som det helt ses Hear lichtelt beläutet werden diese Zeit, als man denſelben in der Still hingh zur Mihſtätt bringen will. ein großers Lärmen! Lad, wie #rein Bitters Gaſt, macht Gott ** selbst sich härmen off göm sid 6. Die Weiber Hehen zwarinon fern und wollten sohn den Muis: 4. Ach dein Schweiß jift rothes, gang gern, doch wiſſen ſie nicht, siBlut! Geht doch die Covallen, wie man wohl den Telbzik Grabe sischautet neue Burpursuth tropfen: tragen igu, olid glote juo weif abfallentyGliebet, schiebetrios Bufekt belter#lofth Jimi Ge Tröpfelein, voihr Blutgoldgulz, 19ht der Joſeph, der ein Raths. vinden olbaß bezahlet megen ein hert wur, der Chriſtkindliebt' meine rothe Schulden jump und wollte nicht, daß manifón dor5,§ Gießetl eine„ Thränen luth, brachte vor Verichting 0 30 nimeine Augenbrynen, dieſes 8. Getlost in theithöfverz 19 heilsam heilige Blut ſet domü; und Sinn, drückt gehiernan BiSoberuimenam Mengt euch unter" Idio hin bedebit den Leichnam dribiesen Schweiß, Blut und Heil J& u Christ, der ihm auch nicht .19i9ql verweigert ist, u hamendith hachaftem Bald tommt der Nicodemus fusin 190( WTA Bruch zu finden; dieses Blut mich nisaschet weiß, sachet rein von nis Sündenumin medis asmitido #bles Comt Teiben und Sterbav z Csü Chrifttl 141 popod drog 110. Sie besten Brauchiger Friligt die G Speceren jammt, gubein Tinhern 0031851 auchidabelart.at reide odetnei Bunge, Böjes hät verfüürdbog harderierduldet. g Mechanderolränten will 19.8.Da Jejus nunft balja fichel detroit Mimyo Aabentod der mire uma feat auf Zootenatt ge trantengeltuchs tam nicht Wajder und icredea fentet man thit fanft habelfeffigsamble Galles bietet d em, riten hinabi und leget thn Grabad en el Cammerne i den sill. Tam GOttes Sahit, der ansignem dich dawas Hochmuth erectispiry jelbst mit, treinen Sammtandaolasi fleiden, muß Glein bedent.um Meni mert' dein Hordfjusts Blößlurand finden, Bir ein Ariffith leiden.sd Beilanden im aut su Grab bereitet ist. 284. was, Ndab ich tonnte Thränen g'mig 1910. Dumiwitibefreit um end den he Augen MH- Mus Und Blagens doumwab pergiekem! en, durch du, heite Krenzelfdeln Gribsey, tragen. gebeure Quellen fliegen, mein Herze, sei nicht gleich dem Waß ihm die Hädd und Juße Steine, ach temeine Weine!( 19 find Surchstorther, haſttchu, wer18. Den gin zu gubut in die Welt brochen. nonnaged mind bup geboren, geb geine Seele Gut zur 1991. Mit einem Speeree wird Braut erforen der alcbts verwir: Heill mer szeripallet onwethn dir, let, wie wir arme Kinderliebt Müllhlösen, Herzound Gingbiertalrin sun setelmeib ist Eifera Wan data ein, Ginderome sie at is die Berdammten leidet Sen Gedentes Bestleit, dich aber Gerechte, der frontme HErre dich zu heilen, sia fidei topolt firbtup bole Stuechte, für die 12. Für alled Sündeurdies du je Beflecten muß so schwere Bla- Begangen te dein HErr Chriftus info Timahlay aufgehangedi Daß dir * gen der Neinste prägelt. di Sacion, melay, ells merch ist, Tachosſen werden beſtermaßens, diſt Meniche, dein Erlöſer! Sein, et berlaffen, nad jun tast Üblutiges Seiden führt von Sir, 13. Auf daß du lewig tannſt das digi 1 nou Beleids Bich Leben erben mußersam Kutuze sing den od gegeben and Hist du fore Perbärmlich herbemit Aufndaß dollib lebenjobgd, dir möge Raum im Himmel wersdnb Dein, freches Baußt ift nur den, kehrtsör zur Erdenje A auf Stolz beslissen, dafit trdo Serthefted Gm! labemir sein Haupt jämmerlich zeretifen: Helm zu Herzenieudu michhliedein Auge undiste leur's wird be! Gleb burch einen Schmer böhnlich verbullet; mit Biul eren, daß ich nog alle Fleischesnofüllets and thin sillage 1990 shifte98ampen prohilfächelbsts mir 6. Dakidu nicht em ge Hande kämpfend stor snim G kremöchteſt tragen, släkt er ſich in der du sud Ruhsin's Grab ichimpflich in Geichte schladich haftgersendet als mein' mngeni Weil ich zum öftern eit! Ellösung gänzlich warmwollendet tabler@ ubmerfreitet, wird er ver gieb Ruhe, wenn man mich nac speiet. meinen Tagen indeb Grabswird 1291916 dni w 16. Gieb Fuße Ruhe durch dein bittres Leiden, nimm auf mein Seelchen 10 SastaRi fil von Fragen. Sum7d Dein Ohr, das misther Welt het boren, sein muß det unden: Kreuz'ge! Kreuz'ge! höund 8442 erworben, mith, weil du gestorben. St Sacer log du from lod so flog 285 Mater unsdomsl TO 19mis. tim. nadmudan 9 odun mein Beilang, u 90 of em Noth! Seb Ich ift #d Himmelsfreuden.E. DIEsut los mich dach nicht Dieſelben hast du, Heiland, mir hier nimm mich nur in das Grab, mit dir, loß deines süßen operzens Schrein mein Grab und ein eybstatt ein, Cu, nimm, pies Leben hinuich ruh nicht, bis ich bereday bind 79 Chrift, der du für mich am hade red dnu slammid " Kreuze- bil perwundir geſchla- 28 3gn! Meno O Traurigkeit. gen, aufgehentt, mit Elig und faliche Treufs Ach Heuchemit Galk geträntt, ich bitte, daßorteil ist das nicht Sünd und die Wunden, Bein, zein, Labhal Schende& um will man hul Unfrer, Feelen teinipon nicht in dem Lebenslanden 1192889 Machu boitgedielabiel und Doll und Sognda mad Abilgsaule misd tod tll Seelennoth, mit dem Erlöser Ang und kämpfen wollen ihrer Meinung einen nach deine, fbeit, dämpfen. perforret 32 Dienfreche, Schaar ganz of dise Banz und gar, der einzig, meine fenbar den zarten Leib enttleiden, Hoffnung war! AS. Each tipeten ihm ins Angesicht, dppnimm difs. Leben him ich fub meln Bein und Reisen in 19 nicht, bis ich bei gir hinamon 4. In Spott und Hohne eine Jus Sichts ist nun auf der gan- Kron; aus scharfen, Dornen flechngen Welt, das 3 mein Gemüth, zu- ſten, sehengjelbe auf das Haupt, frieden ſtellt mein Tron und JEfudem Gerechtenai nabost, Freude, GOttes Sohn meiniche dal was noch mehr, we get= Leib und Leben ist davon. Ach ein ſehr, durchbohren und durch: nimm ach nimm dies Leben hin! pfriemen meinen Gum, dob sich ruh nicht, bis ich bei dir bin ſein Seibelpollen und und 1 399. Dein, Schönſter, blajes, Un-& Striemensigt tsharhl ndi müft geſicht macht, daß min Herz und 16. Es wird auch nicht vor dem Muth gebricht, ein ganz ver Gerichtssihr Haß) und( Neid ge blichner Hoſenmund hat mir schon schlichtet, his fie durch des Kreu Leib und Seel perbundt. Ach zes Bein JEsum hingerichtetsg niniu! ach nimm dies Leben hin! Saß denn michs Beit Le Ich rub nicht bis ich bei dir bin. bens dich mit meinem Herzen mit do mein wohl, daß du mir pocken, alle Eröpflein deines zu dir pernafſen haſt dein theu- I Blutspürstiglich aufledenodis? res Blu! Drug 998. ich es gera8.31 Mein Sündenleidsmein' tenne hier soil ich wieder Ueppigkeit hat sich so hart ge ſterbenmix. Ach nimm lach planet, Gusmeines Wisſethat nimm dies gebent, bin ich ruh hat dich angetlagets sid rid bi nicht bis ich bei die bin. ir 2) Hill, Gotteslamm, mein 5. Gieb mir dein Leiden, Kreuz Bräutigam, durch deine Bnadenund Bein, die Nägelmaale drückgute, daß forthin ich befrei mich mir ein, beehre mich mit deinem " Spott, mach mich auch ähnlich beinem Tod Ach nimm ach nimm dies Leben bin ich ruh den nicht, bis ich bei dir bin. 0: I $ 19 und por Sünden hütes me 10. Und dann allein auf deine Bein, auf dein so schweres Lei mag gesegnen diese Welt und von hinnen scheiden. 2. D. 288. Mel. ilden Und Sterben Efu Chrifti. Sefu Vom Leiden und Sterben JEsu, Chrifti. 143 288. M. Da JEfus an dem Kreuz.| bei ihm ohn' End' in Himmels= 10 wahr was JEfus bat gere: 289 mer. Herzlich thut mich. del flat Pehter am Kreuz peitorall Schmerz und vols geſtor Salvt voll Blut und Wunben Sie Fieben Wort, ie eigen an, was es dir hate velporbeu? den, Tenhobl haupt zu Spott du2. Zum ersten tuk ste Kreuziger gebunden mit einer Dornen er bat: a Vater lieben Biser," Fron'", 8" plaunt! fonst schön geGOft Himmels und der Erden, teret mit höaſter Chr und Zier, bergleb was sie gus Unverstand jezt aber boch schimpfirett an mir begeben werdenpt ong, ogum andernfalt er freund- 902, i edles Angesichte davor lich an den Schächer 2 Ber da sonst schridt ubist du so bes Bug gethan, sprach Wahrlich, biese Stunde mit mir im Him mel wirst du sein, dastglaub' von Gersarundou notamos Weltgerichte, wie bist du fo bes iveissies bift dubio ethlefchet! Wer hat dein Augenlicht, dem fonfftein Licht nicht gleichet, jo 200 199 198 4 gum dritten hört man dieſe# schändlich zugericht?( 01 Stina' ne Pelner Mutter Weib ¹3. Die Farbe deiner Wangen, bernimmDein Sohn Johannes der rothen Lippen Pracht ist hin bleibeten nehme dich zu Mut- und ganz vergangen, Bes blaffen ter an, weil ich de Todver- Thdes Macht hat alles hinge Streibet, ndog dnu tog n nommen, hat alles hingerafft, * 5 Bum Bierten prach der Be- und daher bint du tommen von bensfür Mein und ganzbeiner Perbestraft. trocken ist obDirstybia Bung' 4. Nun, was du Serréibulam Gaumen tlebet, ich leide Noth yet, ist alles meine Last, und Bittern Scherz, mein Herz hab' es verschuldet, was du ge door Nougnen bebet nomorija tragen hast. Schall her, hier steh' dre. Zum fünften als din Unge- Armer, der Zorn verdienet stüm ihn schrecket seines Vaters hat, dieb mir 6 mein Erbarmer! Grimm dam Kreuptes also tla- den Anblic deiner Gnad getgis Mem GDG! mein GOtt! 5. Ekkenne mich mein in suter, sich ich inte haſt du mir die Halfe ganz ein Witte, ninim mich an, von vertageranid much 298 dir, Quen aller Guter ist mir 97. Daschechite Wort nimm auch bierur gethan bein Mund in AchtsJetzt alles sprach er, hat mich gelabet mit Miter und Sist vollbiato nun endet sich mein huger Koft, dein Geht hat mich Leidenpbmein Geit icht langer begabet mit mancher Himmelsluſt. bleiben willhat Lust bald ab 6h will hier bei bir stehen, zuscheiben id ind iisipiggel verathte mich doch nicht, von bir 1089 Bulegtionein Gott, befehl' will ich nicht geben, wenn dir dein ich dir die Seele weich ja nicht Herge bricht, wenn dein Herz von mir an meinen lestis Ende, wird erblaffen im fepten Tobesauf daß ich ewig leben mag nimm froß, alsdann will ich dich fallen fier in deine Händeo and sing in meinen Arm und chooß. 9. An diese Weit) d Menschenskind, jurgedent, neweine deine Sunds und trofit dich Christi Leidenpido" wirst du leben dort disb] nonmid nav on 11.889 7. Es dient zu meinen Freuden und Tommt mir herzlich wohl, Wenn ich in Beinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach! möcht 100 110 150 ich, 144 PRO nim nie 9. Wenn an 9841 Kreuze, bier mein Leben non of AH geben, wie wohl gejchäbe mir 8. Ich dante dir von Bessen, Icſul fiebſter Stief en für seine Lodesschmerzen, a dis rist gement entr Uch gieb, daß halte zu dir und und wenn Ich affiner nun Die mein Res stabdy ind 91190 1978 Medvedret ud and einmar ey, gergelt illich terben, DOT menn' mit macht. 4 3ch dante nach die Blicken, da to glau portofe om 200 bensvoll eing drücken. an mein Herz Del Bant Gerhard. wph 100 do 9001 S 29020m yaitu til ind domarts 2nd Chrudng in and ar delt ofe dentro scheide toot van mi 2009 wenn ich den Cop lou triff purgann, bertut am allerbänglish Phot dog Gajtoj fich aus Herse fein fore Nenoften fran Beitrusdt ud B01957 49UHD DA id" thweudet öllenrein. zum rost erſcheinen bringt mir Gerechtiate in 2010 okt laß michachy dein Pue Bude in deich Shutte it in meinem Tod de milt ich ett uch aufgebunden! dad tie pertassen, mit Höllenangit umfangen, weil aller Segen mie Purch dich erlanget ist und GOtt mich Jalaxe nicht. FOLLOCATEU shift bert offte U im Richthouß mit AVE HIS uns fronder volt igsinn dit une frat Rid uden Herzensang beinen with copert in detu Trauern, Jammer, Kamen; well deine gungen to bid idi Trei peatht's gebunden Bin nd edis& en hast pertigget 106 wir Sintets gebracht dein Tohisto ben Tod zur Lopen 19109 3. Ich pante Bou gebun 10a den und willig lich schlagen, weil du svertfager Bift, gilt mitt Klän 29001, Chiff meil du gefe m Bilenin drag hante 01 To in Tos se gefangen bist, | erfang 1961. auto peripetet eil dethe ogored @back aetro mit Sarien Steffer 30 9.10 nd, verz mir in Steusua for 7900 othen Mac Hebragt stunt un of an Tron ono te bir. DAB din Al dettagen Esmi Holthe attracts dern an suffelbe bibl du shein mmös on was DUYDAS befchenter dem Ra mit Chin pollbracht," uit Sundemnar be wender, weil alle Schrift erfüllt, inlund Gott die Sund wettiget in mit mir verföhnt, well bu mein Mittler biften ud tillrup sto 10 af bunte Vir, ¹Väß SH am Kreuz für my gestorben und alle Gnadenschät uns allen haft ere worten, weil dein Tos Souc Tod und Sünd' zunicht gemacht seen iederbracht, tuo gen und durch delfi Sterben mir das 19mgch danke( dirn saß du für ich, 192, Bag Bi bich mich auch bist begraben, daß dein opp so on and Hess 19310.0 Karaotes LO bom Höllentrant erfast you alles have bid. merodro Vom Leiden und Sterben JGju Chriſti. 145 4. O GOttes Sohn, mein Gng. dentbron, du stirbit, auf, daß ich lebe und an dir, o Weinstod, sei eine grüne Neben Mut 1998 5. Ich Sündentnecht, bin nun gerecht, mein Sluch wird mir zum Segen, denn ich bin des Höchsten Kind meines JEfu wegen. 6. Ich danke dir, o Himmelszier, daß bu für mich gelitten, daß du sterbend meinen Lob ritbeſtritten.( busue 7. Belican! o reiner Schwan las folches mich bebenten, bis man endlich meinen Leib wird ins Grab verfenten, die min 8. Dann leb is wohl, ish gleiche wie ich soll und ster in deinem Namen. Komm, du theures und D, mich zu holen. O, nes Grabes Kraft mich kann im Tode laben! Weit bein Grab mir im Tod gewünschte Nube schafft, daß mich nicht balten mag die Sund und Todestraft. 12. Ach, laß durch deinen Geift in mein Herz kräftig ſchreiben, daß dein hochtheures Blut fann alle Sund vertreiben, daß 36ju Chrifti Tod und Blut mich machet rein, daß GOttes Sohnes Blut abwendet Söllempeiit. in 13. Laß ja auch in mein Herz dies eble Trostmort legen, verſtegle du es jelbit, laß es ja nicht bewegen, laß es ja nimmermehr wegstehlen Satans Lift Bewahre mir mein Gott, den Schaß zu aller Srift 14 Verleih auch, daß ich die nachfolge, chriftlich lebe, dich liebe herzlich mich geduldig dir ergebe. Hilf, baß ich immerbar dir diente. dich Tophout, peine Lieb und terlich Jigar Amen. S.Dad's 293. In bekannter Merobie! Herzeleid! Traurigkeit, o Ist das nicht zu betlagen? Treu hier und dort eminlich. D. 3. Olegrius. GOtt des Vaters einig's Kind 291. In befannter Melobles wird ins Grab NODIG wird ins Grab getragen. Lamm GOttes unschuldig 2. D große Noth! GOtt felbft am Stamm des Kreuzes ge ist tobt, am Kreuz ist er gestore schlachtet allzeft gefunden ges ben bat dadurch das Himmels buldig, wiewohl du mareſt ver- reich uns aus Lieb erworben. achter: All Sund haſt du getra. 3. Menschenting! nur deine gen, ſonst mußten wir verzagen. Sund hat dieſes angerichtel, da Erbarm sich unser, Eu! bu burch bie Minethat wareft o du 2. Lamm GOttes unschuldigae, ganz vernichter. Erbarm dich unser, o JEfu! 4. Dein Bräutigam, vas GOF GD 3. O Lamm GOttes unschuldige teslamm, liegt hier mit Blut bes Gieb uns deinen Frieden, 9.3Gufloſſen, welches er ganz mildige 199 idrs tiub al 900 elisa lich hat für dich vergoffen. 292. Mel Luther. Traurigkeit 0. theures Blut! o rothe Fluth! wie quillit du aus den Wunt ben, die mit unerhörter Angst Jejus bat empfunden war 5. O süßer Mund, o Glaubens grund, wie biſt du so zerfchlagen, alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 201098 01191 6. ließlich Bits schön zart 2. Ach theurer Fluß! ach Flußt und mild, du Söhnlein der Jungs ich muß mit dir die Seele laben frauen, Niemand tann dein hei sonsten fann jie in der Welt bes Blut obne Reu anschauen. teinen Labial habensd hrud, dal 7- felig ist zu jeder Friſt, 3. Fließ auf sie zu und schaff der dieses recht Bedentet, wie ihr Rub, yennie die Sunde der Herr der Herrlichkeit wird naget, wenn ſie füblet Höllenin ins Grab gesenket sind be nach Trofte fraget. 46 8. D. Sin du mein' Hülf und Rub! ich bitte pich mit bränen, billard pak ich mich bis ins Grab nach bir möge jebnen. Rom Leiden und Sterben Jesu Christi. dhe 8911 Der große Fürst der Ehren läßt willig fich beschweren mit Säjägen, Pohn und großem Spott. Trift her und schaun mit Fleiße, 294 Mel. Herzlich thut mich. fein Leib ist ganz mit Scheiße Sad süberschweres Le Leiden! Odes Blutes überfüllt, aus seinem ម័ យ sillagd Marter, Bein ung Tool D edlen Herzen, vor unerschöpften hartes Seelentheiden! Der is gensangst und Noth! Wie dann ich g'nug betrachten die übergroße er faſt, ile meine Sunden machten Pine Reſt! nedi3, Was, bat; hich, doch beweget, 1919 em'ges Batermort, daß du hast no angeleget, mein Fleiſch und biſt 3 der Hort der- armen Menſchen rs worden. Die freue giebesmacht und ind bgt i dich in dieſen, Orden; u ein Ingebrachtrial off Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quilt in a Hesstagen, 3. Wer hat dickso metu Heil! und dich mit Plagen to übel zugericht? Du biſt ja nicht ein Sunder, wie wit und unfre Kinder von Misſethaten weißt du NOMMOT 190 4, 3, ich und meine Sünden, die nich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer die Haben bir erreget das Glend das sich schläget und das betrübte 8190 191 db1 9101 Marterheer spomere * 13. Denn als ich, ganz perforen 至少 65 to an durch meiner Sunden hat, der Höllen war ertoren, famit du und ſchafft it mir Nath: Du Liebejt dich erwurgen, phu Schild perscharren violin. Obertheures, Bürgen 5. Ich bin's, ich follte bußen, lo Händen und an an Füßen gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, das bat verdienet meine Seel. ch mich führt bimmeleins 104. Ich bin last ohne Sinnen, sigl wenn ich erinnen will das schrednoliche Beginnen der Feinde ohne dn Bielt och lite ihn'n nicht gelungen, ſie jind gänzlich erlegt, no, weil JGius durchgedrungen, ihr Wüthen ich nicht regt, is od 5 Wie ſoll ich dir perdanlen, o meru, wahrer GOtt, daß du mich Schwach- und Kranten errettet aus der Noth? Ach! hier bin ich ancaugegen mit meiner Opfergab, damit, mill ich binlegen Geel und was ich hab. O 1sgleib 6, Nimm ſie doch auf in Gnaben, weil du se haft erlöst, wend ab der Sünden mich nicht ungetrött Wann in dem letten Scheiden das Beber gehet hab, führ, JEfu, ein jur Freuden die Seele, die ich hab. 295. MO Welt, ich muß dich. Welt! fieb hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schmeben, dein Heil fintt in den Tod. 9019 O 6. Du nimmst auf deinen Rüden die Lasten, so mich drüden viel schwerer als ein Stein. Du wirst ein Fluch; dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labial sein. 7. Du fetest dich zum Bürgen, ja läſfest dich gar würgen für mich und meine Schuld, mir läsfest du dich trönen mit Dor nen, die dich höhnen und leidest alles mit Geduld. 8. Du springit ins Tobes Rachen, mich frei und fos zu machen von solchen Ungeheu'r. Mein Sterben nimmst du aber, deres in dem erhörtes Liebesfeu'r! 9. Ich bin, mein Hell, verbun den all Augenblid und Stunden bir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit zu deinem Dienst und Ehr. 10. Nun den Stetten" El Chiiſti. 147 101 ölde. Jun. Ich faith nicht viel ge mul Mus dem Tod wit konnten durch benen Algem jelem armen geben. Eins" Unsie eigne Wert nimmer werd'n ich thun: Ce foll dein erreftet, die Sunde war zu start; sao ung Leiden, bis Leib und daß wir würden erlöset, fo fonnt's Seele scheiden, mir stets. in mei Hicht anders fein denn GOttes nshem Derzen, jubno safe Sohn mußt leiden des Todes reken, oftere Bein. Kyrie eleiſon, Christe mad bosch 3 995 20 dating Ab mich stets daran eroppen, tb feil eleifon Kyrie eleison smit 3. So nicht war gekommen Chris in die Welt und will ich ge no hlegel 478 Hitmen unfre urm" Gestalt und ichilling t 180! ping in engli Affe onunverfälſchten Erell nje nside te heftig, unive" Sülden den frommen Gou Sou entzünden, wie Bach, und eher gebn, wie Braujam jeine Jutgen, u wie zorz Daig deine fritthen will l andieſem Zeiden lehys zie sidi Bad Schw parans wie ich mein Herz Toll moltillen sanftem Vlth Bulten, eren mit A and wie zufrer Seligkeit. 19 Die Toll lieben, die mich jo! Chryste eleifon, eleijon! sideur, betrüben mit Werten fo die 1 5. Des follen wir uns tröſten wider od nithe Sunb und Ebd und så nicht vers zagen vor der Höllengluh, denn wir sismic Gitarpi, und, Mtamen brechen, ſind errettet aus aller Fährlichs Isile mill ich zähmen mich, das un Prett, durch Christul unsern HEr thuts Wenn Bore 200danff re Madh- Iron ewig gebenebeit. Kyrie eleiverselber ſon, Chriſte eleiſon, styrie eleiſon. molten, feine Schuuden * D $ 0 ITS für unsre Sunde gestorben williglicht ſo balt'n wir müſſen bleiben perdammet Elbiglich. Kyrie kleilof Chriſté éleiſöll, Kyrie eleiſon. Teritate Colthe broße Gnade und väs Pétange Gunst hat uns Gott er Brgeiffel lauter yar uniſonſt, in Chris ſto, ſeinem Sohne, der fid gegehal in den Tod des Kreuzes yrie eleison, reus 15. I will an's ichlagen mit dir und dem abſa gen, was einem leisch geluitt: JUB Jollen Schook und ramichevanten callezeit dem Vater und dem Sohne und dem Spil gen Geist und bitten daß er wolle Bor Gefahr und daß bleiben bei einem fedift 16. Bell Seufzen, hd Bein Chriſte eleison, Stöhnen und die piel taufend per 14 1919 Ser em geh 296. 4bit fetig : 00 Bant Gerhard, 06/05 die 297: 00ets yn fäst mit Augst. am Ende in bemen ei mir faufendmal gegrüßet, Birde mich unb je geliebt, High BICHO ber Bu felbft debülbet das, Berater Welastel omit ich dich Betrübt. Ach! ( Ah) mir armen Sünder wie ist mir doch so wohl, wenn unfre Manethar, barin wir ich Inte'n und lienen soll an dem an empfangen und geboren sind, hat Freuze, du du ſtirbest und um sa gebracht uns alle in solche große meine Seele wirbest. 91994 Noth, daß mir unterworfen finde umfange, herz und küsſe dem ew'gen Tod. Kyrie eleison, der gefränkten Wunden Zahl Christe eleison, Kyrie eleison. und die purpurrothen Flüsse dei R2 Smilte ner Kyrie eleison. serniaan. Bonn. 148 Bom Leiben und Sterbergen Chrift ner Sup" und Nägeluar und Rub uns eitd zu erwarmen wer and does, OISE FIA, AH! Hote, fieh hier, smie was den to hoch nach ª gedurfte, Begier ich Armer zu dir trete fes deinen Durft und greb abertan- mit bereit und gen völlig fallen und umfangen? und Tron Barum ich bete! and 3. Helle mich" Hellber Seelen, gieß allen meiſten Geiſt Aub wo trant und frauris vin, Sind nach vir und deiner übe, nimin die Schmerzen, die mich giet, daß mein Herz nut imillerquater und den ganzen Scha- hin flach deinem Kreuze felte, fa ben bin, den mil Usama Full daß ich mich ganz williglich mit gebracht und das Gelbfleft mitt he die an Kreuze binde b und mehr macht Wirds Atzel dein Bhilt und mehr töbf und gerstörin mich negen wird sich aus mein mir des Spelfthes Cunde. so Jammer gegen. and in noi mon dhe 3ch berg und tuffe wiederum 14 Cherbe ethe Blüthe Bun- alls rechtem treuen verzen, H Eif, seine Band Lind Jäge Hußm und Dünt für ihre Schmerzen, därnes ben gedich, weil ich lebt in dieje seine Sande Herz" Seel und Leib and allo Betbit dem bis an mein Endelise sint Gerhats! 299 m nan Banter le god. eht, welch ein Mensch ist Ihr Diensten tommt Sen, Cu, in mein Herz hinein, daß fie mögen älle Shinden Bei mit Livergelfen Tein Biſt Someth sonstes Gut, da mein ganzes Herzeugth mich hier und deinen Süßen ber net Lieb und Gint genießen. 5! Diese Füße will ich hätten, auf das Best ich immer tann schaue colpass ratuse Atid. Hen Nieuze batimiind ateb meiner verbanimer Gundel" mertet Auf de biet Bitte Raumpeldy: Lap au deitt Leid's Sie Heiligtels ihr Hollens Tranern Jahwinden! ich, in tilg' tinder wental der Sohnorts all beme Shibens detach af sining 910 OTTO 298 Ma. Was meit Gottwill. er Bohlgegrüßer guter Hirt and the heat gen Hande Sehf welch das Blite voller Thränen! Unitz vouer Stymaaj voller Sehnenshupt obl wins bis an des Himmels Enbeine ngie Roſen, die ich mein aubre, und Blagen bie Blut! Lets voll störs Tand dir am End in deine Hand und Tob1190 gid nisilo 190 Krenje fint geschlagen. 190 2. Du fühlt mit beidett Heng 15 Sehr weld enimente das? Ach rebt, in seine Wundent und Bringst die ganze Mensen schaar dadurch aus allen Schill dent de la von mir Liebſter! die die Bande herzlich Brücken und mit dem Blut, sus mir zu gut Vergossent, uilch erguiden. 3. Wie freundlich thust du dich doch zu und greifft mit beiden AXWF Hac aller Welt, i jeb nicht vorüber an Heiligen Sigebunden Sind eure Lüfte nicht die Törnen, auste er trägte gu's eure Bosheit me die thyr name 4 Cebt welchem Mensche Arenze schlägtasarl das! Us opfert Tordienfluherr Denn eure Mutschuld macht das Herze or bluten Geht wo Schmers zen Bom Beiden und Sterben JEfu Chriftie 149 die Sünden meiden, merk und glaub' feitiglich, dan Chrumus dir gut vergpihen mildiglich ein werthes heures Blut, P. d Ciara Beireibung deng Snaghat 1 en über Schmer Jeht durch Die girme tain eures. Je Derhart gid us 19mile e p. Sehf, welch, ein Menſch iſt bas! Ach ja, wir wollen ſehen, Jed: ond Mel. Ghriftus, der under jebe, mein geliebter Knecht, der wird weislich handeln. ohne Tadelschlecht und recht auf der Erden wandehy, jein gefreuer frommer Sinne wird ine Einfalt gehen, und noch dennoch wird man ihn an das Kreuz erhöhen. a burch Menschen ist gelcheben. So lang ein Auge blidt, 10 lange foll die Bein, die du für uns erf trägt auch unvergejlen ſein.nd 6. Sebt melch ein Mensch iſt das Acholieb uns an in Gnaden! wenn wir uns, poller Buß, in Jammerthränen, baden, ſo laß den Blid pom Kreutz in unite och gm Kreisze wird mein Seele gehn und bein pergolines Sohn große Marter leiden und Blut für uns UL Mittel stehne Viel werden ihn mit pohn, als Sebt, welch ein Menſch ist ein Scheujal meiden, Uber allo bas! So werden wir dich ſchauen, wird ein Blut auf hisleiden und unsern ganzen Erpst in deine springen und das ew'ge, wahre Wunden bauen. Wenn ich dein Gut in the Berse dringend bier Haupt nun neigtige ſterben wir mit sir, wenn unser Sluge bricht, fo leben wir dafür Benfant Schmold, idet natchersont 1191 300. Me GOtt du frommer. Ciebign, 91 Menſch, wie Gott and Mensch an's Kreuz ge ſchlagen, durch deffen Mächt ſouf wird die ganze Welt getragen! Der aller Menschen Schaar den Brunn des Lebenen ſchenkt, iſt durstig, wird 145 dich mit Galle selbst geträntade rellor raggi? 3. Könge werden ihrem Mund gegen ihn aybalten und aus ingerm Herzensgrund ihre Hände falten.daic Das yerblend'te, taube Heer wird ihn Jehn und hörem und mit zunäuleiner, Ebra iha ren Glauben mehren.upfl shife A. Aber da, wo Gottes Licht reichlich wird geſpüret, hält man sich mit nichten, nicht, wie es fich gebühret, Denn wery glaubt, im Judenlang unsrer Bredigt, Wor Der alle Creatur auf feinem Boden heget, hat nicht, da er nor Angit sein bellig Haupt hinleget der allein heilig ist, der alles ges ben fanywird bloß, ia als ein Fluch, an's Kreuz gendgelt an 3Der Kron und Scepter giebt, trägt eine Dornentrone wire unter Mördern aufgehängt mit Schand und Hohne; das Labial leider Roth, weil ihm ſelbſt Troſt gebricht, der Lebensfürst erblaßt, im Lod fein Wort mehr spricht. 4. Datum bedent, o Menich! wie unaussprechlich Leiden empfindet GOttes Sohn und Tern' bekannt in Iraels; Orten up sid 5. Niemand will fait ſeinen Preis ihm bier laſſen werden, denn er schießt qui wie ein Reis aus der burren Erden, frant, verdorret, ungeſtalt, poller Blut und Schmerzen! daher lebeut ihn Jung und Alt mit verwandtem Verzen, nello aun rudod ton 6, Gi! mas hat er denn getban? mas ſind ſeine Schulden, daß er da für Jedermann, solche Schmach muß dulden? Hat er etwa GOtt betrübt bei gefunden Tagen, daß er ihm aniebo giebt seinen Lohn und Plagen? K 3 7. Nein, 15081 Vom Leiden und Eterben Esu Chrifti 7. Nein ja hoiabrontigo 4. Doch erzijk wahrhaftig hier od neintier istotne Godtben, sondern nur ein Voll gestorben und hat was der Mensch für ein billig, völlig mixy and fell .& follt's empfinden, asir Krant Gnad erworben toman auch in Huse heitps Ungstoundi Wehrinnsimit das Grab hinein, berrlich eingeRecibebühretjasintsumas ihnbüllet, wie diere mit Reicht in die Höhtan bakkrens geführetos fein in den Welt erfület. 13 and 8. Daß ihn GDitjosheftighiagttsd15r wird, als ein bojer MAR that er nettholttenpi daß erispor der Welt geplaget, a dob drzim folehel Binben trägt, damit will doch noch nie gethan, furch noch er stiller GOttes Jurn andlegro- niebelaget mass blandin Ben Grimm, baß wir Friede hashtag, hat nie betro ben durch deins Seidents und ringensinia verteben Gottes Chimidi ihm Leibsunde Seeleblablend 111Carin Mundie gelogen, me 0.1 misd Opfer, u 9. Wir find'sy bie wiwin denFrysler for frempe in wie die Schafdsgingen und noch in den Top, gegeben, auf dak by Du stets guathöllenthün alaldie Folfo Menschenkind, durch ihn. Jugg Ist lenbringen, aber GOtt derfromm utest leben, daß er mehrte-jein.@ und treu nimmt, was dit net Geschlecht, den gerechten Samen, Moit bienen unbulegt's seinem Sohneder it rien und beibers muß univerfühneichsbracht ſeinem hei gen Namen prior 10. Numgerdsthutses herzlichst Denn ngas, uite lein, högusa gern. AbhyaPan frominen Her 8 Freud und des Baters Wille, dak zen; e Inimint an den 8prnt denen Erdlig weit und breit ein HEvin mitbieb tausend Echidere Erkenntniß fülleh damit der gezen und ist dallgeitisvoll Geduldsrechterecht, den vollkommen& läßtstein Wörtlein hörew widen Sühner gläubig, mach und rech die, so ohne Schuldrihthifd hochgerecht alle Fungengiener.nl beichweren ee Se der of Dinge mich im Ha 11. Wie in Dämmtein ich dann Berehand chenten. hin läßt nur Schlachtbanks leiten darum kennis PRES und hatin dem frommen Sinn für unsylajen kranten perso gar kein Widerstreiten, läßt sithobenen gleich geschätd if198 handeln, wie man will, fangen binis dübertreten auch für diler hits ben, zähmen, and bazuin großen Perlebt, jelbit, bet G+ Sepeten. 29 Still auch seinnlebensnehment$ Baul Gerhard. anist gut 10.1999 om 12. Also lass auch GOttes Bamm 302, Mele Es istudes del n ohne Widersprechen sich sein Herzen dein herzlieblier, Gogmo am Kreuzesstammsunfertwegend o Gt, nicht war brechen. Er finitsin benodden kommen und hinab den er selbst boch birdets ins Gündem todt, mein teld weil er sterbend. Tod, and Grab nicht angenommen, 19, müßi ich mächtig überwindenitbömllo' misarines Würmelein supone man13. Er wird aus der Angst und dern, in die Pein, rim, peinstud Qual endlich ausgerissen, tritt den Sünde, willen find adam thin bi Feinden allzumal ihrem Kopf mit 2. Jezt aber hab ich nubunda Füßen. Wer will seines Lebens Raft darf nimmermehr verzaLäng' immer mehr umschränken? gen, weil er die schmere Sungens Seiner Jahr'd und TagenMenghilast für mich hat jelbſt getracemiai ist nicht auszudenkense mods2 arter, bar mit dir versöhnet, mic tehr gid Bom Beiden und Sterben desus Chriftia 15bar ba er am reuty Heß tödten fich, Nothi und Angstgefchrei, für dein. auf daß ich felig wurde unschuldig Sterben, amfuri deinein 3. Drum istgetrost mein Herz und Bieb und Treusit bjnsill red anor Muth mit findlichen Vertrauen 5. HErz, daßsdein bitter Seidenlo auf dies fein Tofinfarbres Blut mich reizen für dend für, mit allemisd will to mein Hoffnung Bauen Ernsti juomethenn dies fünbliches das er für mich vergessen hatz Begierd Haß mirmie tomme aus ni gewaschen ab die Mithethat und dem Sinngiwie vieles dit ge- 8 mir das Heil erworben od otostet, daß ich erlösets bin. 19 tudi 4. Feltent Bhit erudicad6, ein treuztammo meine Blasiol mich und tomm, det gen, arjollte auch sein Schmach 19 Freiben, its fühe Gnab Bemuundo Spott hitt mit gemildigr thiglich, von dir soll ich nichtsfragen.diebysoismeinishErrandred scheiden. Was fitt ertöörben hat GOtt! daßdnich llenguedibieferdi dein Sohn vura Jeinen Tod und Weltrund nfolge steps Grempel.e Martertion foll mir tent Tens dashdu mir vorgestellt sid siar fel rauben! di brud onrinschir93 07. Laß nichsan andernlichenspaßst 5. Nichts hilft mir die Gerech- bu namomind gethansund meinenrsl tigkeit, die vom Geset Heriühret! Nächstenliebeapgernt bienen Jeheven Wer sich in einem Wert erfreut, manna ohur Gigennus ludduheusid wird jammerlich verführetist Des chelschein mind wie du min erwiesed HEren Ehl Wert allein, das jempiaus reiner Sieb allein 01 macht das dann felig sein,& 8. Bak endlich deine Wunden michag der ich im Glauben faller trösten träftiglich in meiner lestenss 390 limnoheermiams Stunden und den versichern mich, 303m. Gott, a miskoweißlich auf dein Vendienst murras enn meine und mich reantraubu werdest mith annehmen, ten Bein HE JEW daß ich dichdemighchaundo of sid D. 3. Geignishind Christ so laß ich wohl beden ten mie bu gestorben Gift und alle meine Sünden aff and Stammi des Heil gent reuzes auf dichy genommen haftsg 304 MHErEsnChrist spabr's iisl dantenbdis HErr tHEfu d Christardaß du fürnuns dgens bilg mentorbent bist und hastains rou don Bunder ohne Maßen! wer beiwitheuges Blut on GOtt gend 2. es betrachtet recht, es hat ay martern lassen der HErr für seine Knecht, es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Men schen gegeben in den Tod o 3. Was fann mir denn nun Tha machte gerecht und gut.nemde ad 2. Und bitten dich wahr'n Mensch undmGDtnducudein aheiligt fünfs Wunden rothgerlöf uns von demtsemgenmod und tröstra uns in der letzten Moth. cord den der Sünden große Babt? i 3sBehübarstdouich von Sündid Ich bin bef Goun nadenumdorchand dorett mammal durchon die hindi hujutar Bezahlt bein' allmächtig hand, daß wir durch Chrifft theires Bhit daßsimindegy geduldig dein, und ich nicht mehr darf fürchten der PtröstentbeinerschwerenbBeinJou Hollen Cual and Ghimp. 1894 Und schöpfeni draus die Zuvers 4, Drum Bir bor Hetesicht, daß dariuniwirst verlassen zen jetzt und mein gebelang für nichtsondern gang treulich bei folche Bein und Schmerzen ungiten, bis wir durchs Kreuz Isu! Lob und Tant, für deine bins Leben gebninadurga Che di XIV. Bon 8152 finde ud grudsifisful red no Dior Suit Van Von der Anferstehung... Srinu nist sa s'hist Biar dunlad miJEfu Chriftianoled ne.008 2790 Sohngo von den Cooten Hauferstandento sodnegmulbl Mee Jelin@ 30590 do 1Sunden Faripipotten bleib entus afbri unser Heiland, Fallzeit ohn Gefahr! det Lod mit ng Efuso Chriftis GOttes feines Macht wiss nicht bei mir geacht, er bleibt ein fobles Wild und war er noch so would allor 6. Die Welt ist mit ein Lächen mit ihren großen Born, ne zürüt and tai nichts machen, all Arbeit Qid ist 3069 is heilig ist der Tag, daß ihn niemand mit Lobserfüllen mayy enn det ingen GOttes verlorn ble rasfat trust sohn, der die Höllell überwand mit nicht mein Hert und Ungeund den leidigen Teufel batinnen icht das Unglüd iff mein Glüd, bandysbamit erlöst der HErrodie die Nacht mein Sonnenbliagno Christenheitt vazdward Christus 1970 Jah hang und bleib auch hafffelbers Kyrie eleison Alle gen an Christo, als ein Gftes; adi307. gn eigener Melbble wo mein Haupt durch ist gan Nuf austement Bets mit Fren- gen, da nimmt es mich auch mit. Benz mimiwahr was helt Geijer durch den 268," durch geschieht, wie könnt nach gro- Weltpe durch Sund und Moth, Beino Leiden men so großes e reiset durthy B BU18 bin Licht? Mein Helland warbigelegt stets sein Gesell. nist dhe thote da, wo mairung hinträgt, wenn von unst unser Geigen Him mel ist gevenst.d911 2. Growarsiniai Grdto geſeritel, der Feind trieb größ Gerähtei; eb er's vermeint und denter, Chritussoleder feef uid fuift: Die toria! Schwingt fröhlich ble utd doofein Fahilein disdein Held, bee Feld uid Math Behalt 8. Ge brings fum Saat der Ch ven, ich folg ibu immer ham und 190910 darf mich gar nicht lehren an einjig Ungemaches to be was da tann mein Hallst night ch men an, mein Beiland ist mein Schild der alles Loben hillt⁹8 9 Er bringt uns an die Pot tent, bie in den Himmel führt, daran mif golonen, Worte ber 3. Der Held steht auf dem Grabe Relin gelesen wird er dort und siehe sich unter um, der wird mit verhöhnt, mirs bier and Feinbulegt und legteabe Gift, mit defront wer dort mit fter Galli und Ungestüm er wirst zu ben geht, wird hier auch mit Chrifti Fuß sein Hollenreich und höhtand and gude aur werbare muß selbst in des Siegers Band 308In Berannter dieloble. ergeben Fuß und Hand, di indrupit erſtanden von der 198 ist ein Matter alle foll'n wir rechtes Freudenspiel! Mun Foll alle feoh Tein, Christus wil un mir nicht mehr grauen vor allem, fet groft sein. Ayrielei 200 was mis will entnehmen meinen 2 Wat er nicht erstanden fa Muthulammt dem edlen Gut, war die Welt vergangen, seit Baf formir burch Befum Christ aus ererstanden ist, lob'n wir den Ber Liebrerworbene and out moren Schum Chrift! Kyrieleis Didubband hre Notten 9. Halleluja, Halleluja! Halledie frümmen mitein Haut der luja, deß soll'n wir alle froh ſein. 190 190 191 161 in Christus etib. SU 1.II8 Von der Auferstehung JEsu Christi.$ 153 Christus with unſer Troft ſein,& Wort der Gnaden. Chriſtus will speisen D. M. hat 309. In bekannter Melodie, Geel allein, der Glaub will kein's Cbrift lag in Todesbanden für andern wese Hallel. D. m. thadumirea Sund, gegeben, ner 310 m. Nun frent euthalieben. ilk wieder erstanden und uns bracht das Leben, daß wir follen fröhlich fein leben GOtt und ihm dankbar sein und sinigen Halleluja, neljandi, sim er HöllendBforten finder a törka dera Codrist nun verschlungen, des Satans Reich ist ganz verheertasb sei dir, GOtt, gefangenen Der Sünder Macht abgetban, ihurch Christum ist die Himmelsbahn und wieder aufgeschlossena sid sed ndot Den Los Niemand bezingen lonnt het allen Menschentindern, pasie machet alles unice Sind, teine unichuld ways finden, Wassung des alten Adams davon lam der Log so bald imd Schuld im Barodies overloren, nahm über uns Semalt hielt baß and mach mehrishat Christi uninein m Reich gefangen. Hulbunso wiederum erloren. Halleluia and tauna njem our Den adtarte held aus. Davids B.IclusChristus wahr'rGOttes Stammbat seines Baters ZornesSohn, an unier Statt ijt tommen flomm gelöscht mit seinem Blute. und hat die Sunde abgethan, bao Deut iten aus dem Grab her mit dem Tod genommen all sein düro mit großer Machts gebrochen, Recht und sein Gewalt, da blei- und steder auf des Heils Vanier, bet nichts denn Lodsgestalt, den mien eresinbatzpersprochen; per Stach hat er verloren: Palleluia. bringt nach wohlgeführtem Streit war ein wunderlicher uns wieder Fried und FreudigFriedar de Lod und Leben run- leit, ia alle Himmelsschäße. gen, pas Leben, das behielt den 14. Dum lghet uns in Fröhlich Sieg, es hat den Tod verschlun- leit Herz und Gemüthmerheben, genni Pie Frist bat pertungigt meil uns dit diese Gnadenzeit gaan wie ein Lod den andern vom Himmel wiedergeben. Wir fraß, ein Spott, aus dem Tod baben, Chain Reich und Macht It worden alleluiau und er ist hinweg der Lag und Nacht Hier iſt das rechte Ofterlamm, npr. GDtt uns hat vertlaget.& dayon GOtt hat geboten, daßitt der alle Welt perführt in hoch an des Kreuzes, Stamm in Noth, liegt in dem Staubider heißer Lieb gebraten, deß Blut Grdenin dernüpormalsnu ſtarte zeichnet unire Thür, das hält der Seelentodbat müssen ikrafts Glaub dem Tode für der Würg'r los werden; des Lammes Blut fann uns nicht rühren, Halleluya, hat ihn helriest fein wahres 6. So feiern wir das hohe Jest Zeugniß, obgelegt und uns zum mit Herzensfreud und Wonne, Heil erhalten, ignedyer ter das uns der HErr erscheinen läßt, er iſt jelber die Sonne, der durch feiner Gnaden Glanz erleuchtet unfre, Herzen ganz der Sünden Nacht ist vergangen, Halleluja, 7 Wir ellen und mir leben wohl in rechten Oſterfladen, der er alte Sauerteig nicht soll sein bei dem 6, Wir werden auch nach dieser Zeit, wie Chriftusui auferstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfreudbreingeben; denn wo das Haupt geblieben iſt, da müsſen auch, wie Baulus lieft, die andern Glieder wohnen, sid M. M. Schirmer. R 5 311. Mel. 15481 Vonderd AuferstehungdJEin Christino 311, M. Non- Goth will night Eftirbt nicht mehr Gerabifysble.c Denk days bald versperidinn: Gräber aufsüchtetened ertſvürgisleg en den erubenes Carsblar Sunblenheer, das 191 lichkeit, godtanthinichtane siegeslicndlingtabernlich bier: lungen in die nieza dellt Sch. labe und Shindebb auch mito stellt sich Mariner ein, iesirildmusti nis tlid T109.8 benreiche Sonnellbringt ebengrs. Mein JE, Wahrheit Wegis Heil and home, wer wollt ditt anbreben, aber ebenchatgaullbred fröhlich dein ign n'dol, ojuls- sebendgiebt, viet molt d ichbiend is? 2. Sin Engentommit omaber, Eriumphlethebember Mach'ramisc der nonoesnudbesd Evarinden meinem Feinden, übtei Sierfehen. Khweren tegehabels babis bort, öbu rafeithiend Jchillebandis Siegel ist afar- Der, Juden ihr lebt sauchefmitä hirsillä mat Schaur, em Chriftidie ich 34. Das Hauptsbebebetreine tenid zum odebrachten und bei dem mber, wer wolltels Beun gestorbentlogr Graben machenyi nuingas doer- mein Die Lebenshine scheint.8 schwunden istorg od nadno si ansiedemandi tedtegnbiso in n T Christer 3. Mandinget uden andere Grado hineindi vartelemsin diebus aus Herzense- öhlichfeitol dapp Grabnikt hierist Ath Bebriandrist Christus seibertauden( mie erthr lebt audhuinitsmitut retinded felbst prophezeink Shin Wordiet- dnb. Dutadter ob thieffanists Bu. füllettist: freut enti thi Menanschreiten poneinds Beds, nimmt dol fchen alle und fingtomisligroße daschneckenöhing winter sich Schallesi Windenbett dimino Belbin Ench servetten sot het Bennis] pinisme- smenist Ispit ermedtlsdichtthandrennned 4. Dumbeit Uns udvendrohendustdebe) sio tibendwirtsch durch dein hochtheures Blub densleb and tihvilebinarchouilt anir, nol Himmel aufgehoffenetiborto e-5mmölrot Reni Schnoldn großes Gathjørunt- shatten wir danmich will be s i aufarbeit mit Jauchzen mandlindoned Freuden amach'benemohiberenrichehenidst ber sherrlichtEag, 11 Leiden pas, fobch'ndstoffestuar Sin sich Miemandi glugfeuer 5. HE desdowouberwoundershtagpdChoist ginseno Curst hatedsg den Tod unduhöllisch Heep, ninnatiumphi alloseine indigen lettenTodesstunden ein saniesfangen führt. Auchijn. mist nedel End beidhenalfithshing in Hinds2. Die uite Schlamybie Sind! mels, bronnehtibbdalleromb objadier Höttullaninerjdsg Klage den Leib am jüngſteisingeund Noth hat überrounden l TagesionJGaz GOttesi Söhn.SHEsus Christi Herd heut both Web tod misl na julle teostandem illeluid, mi& mur flöd LO 312M Weñonu demndelsedi bB. Am Sabbath stahomir Spel er Tod ist todt, dasudhens derei otantedziom Grabmacion 10 lebet, sasnGudbft( selbst be-& brei- sidap isted falbten i Starien auf graben nummobilt- JEfusp derrhein Sohnd der vorhem Tod exftan- mist Hauph erhaben, dvill ferneydnichth ben schon. Allefall pnl radsin im kterker rubn, und stellt mir 14. Berfucht ihr dwaiver Engel bielddam ahgdh mich beboundsproches: Christilettandempbernis ihr lehtlich stilit mit reisid hie lagi hie seht ihr die Schweißsdal 2. Jiegt be Tobd zu meigitüchetteins geht hins sagt's bats E nen Füßen, der ebensfürsteiden Fingern sent, Allelujapiiris ( Jagne) I 5. Der Von der Auferstehung JEfu Chrifti.no 155 I 5. Der Junge Furchtrinsihetdri314 In betahele, 118 zeleidsmirbe heut verkehrt in lanserstanden ist der heilige Chrift ter Freud', fabalduse nalden Alle Alleluja, der aller Welt HErrend fahmadverschwandilihe ein Trösternists Alle Alletaja ,, list bil Traiern Furchtinbag'm Allel. 2. Und war nicht erstanden nul 6. Der HErr hielt ein freundlich Alle Alleluja, so wäbirdie welslot Gespräch and giveen Jungenisdu vergangen, Alte Alleluja se dem Wegt brytend' bas Herimanz. Und seit baß er etftanbeftifft, list Leibsihnhi bumint, iam Brokbres Alle Alleluja, lob'n wir den HErdör chemer warb serkanntls Allelujau ren 36fam Christi Alleneluja..S 7. UnseriSimon, nheris arter4. Es gingen dret heilige Frauen, 194 HeldChristus denihbarten Bölle- Alelujazddes Morgens fribordl wen fällt! Deriöller Pfortender im Thauen, Alle- Alleluja. Ili Isi binteäntorbenteufelghein's Ge- 5. Sie sucht'nden Herren JEHO Alleluidoor rout fum Christ, Alte Alleluja, der von waltsevalegt. 8. Jonas im Wallsiid wat drei bem Zob erstanden ist whenedor Tagnio lang Christus im Graban 6. Sie fanden da zween Engelb auch lagi denn länger ihniderTobschon, Alle Atteluja, stewibitible E teinntuno' din seinem RachwFrauen lobefan, Alle- Arrohifa un behalten tunnkin200letujaus idol 07,( Engel.) Euschreckeel nicht d 9. Geinin Raub der Tod dmußt und feid all froh, Alle Alleluja) dis] fabren labn, das Leben siegt und denn den ihr sucht, der ist nicht g'wann ihmian; zerstörebist muneda, Alle Allelujatyni onu alln nacht feines Macht, Christobat bas Les8.( Maria) d AchEngelt lieber ben wiederbracht. Alelujauris Engel fein, Alle- Alleluja, worde 10 Deutigehn wir aus Egypten find'ich denn den Herren mein? land, aus Pharaonis Diedit und Allerleluja sudibod misd brud Bandplabas rechte Osterlämme 9.( Engel) Erifterstanden digni lein wir effen heut im Brod und dem GrabstWide- Ullelúja, heut an org Wein. Alleluja. dem heiligen Ostertag, Ülle- Ullerstua 11.Auchilenen wir die süßenas Mariankareig'buns benar Brodsdie Moses GOttes Boll Erreu FGfum Chrift,& nguedis gebotad tein anerteig holl bei Allelujauderd von dem Tod ers.c uns einandaß mir von Sünden standen ist, Alle Allelujan da md leben rein. Allelujte tedaj nomoll( Engel.) Sotret't herzu, undtgel 123nDersi Bürgenge svorüber feht die Stätt's Alle Allelujaj Badn geht, stein Erstgeburt er bei uns man ihn dhingelegetuhat, allelsm ſchlägt des d Herzena Schwell Alleinigunij mn dis2 med oppl hat debristi Blutd bestrichen, das 12.( Maria) Do Heist hinge bält uns in Hut Allelujarsdner ist nicht da, Alle- Alleluja, wenn 13.9tei oun die Ere, all' ach ihn hätt' forwarichro,& Creatur, und mas betrübet mars Alle Allelujad tdot fi dac r G zuver dag freut fch bent an die ord 3.( Engelt) Seht an das Tuch, sem Tags da der Weltfürst das dariniser lags e- Allelujan georg nieder lag. Alleluiame nochi midelt inbisman'niobrittend Tagun 141 Drum mirauch billigfröhlich Alle 26lleluja, dmundurs 19tr9 mi sein, ingen das leluja ſein, undra143 Marin. Wir sehen's wehbisid loben dich Herr Ghus Christ dieser Frist Atte- itleluja) di zu Trost dug unserstanden bitsseig isunsig den HErrew FEfum& Allelujaojulsme nie, Herman Christ Alles Weluja gümn 19.0 15.( Engel). 156 Vind der Anfeesterling by Chu Chigil. $ 15,( Engel.) ¹ Geht hin thi's Guit gefregtatan it gefangen, hlaithe Vande Atteluja, da tud ber op der Schlangen in finds the ihn jagt er zuhand, dem Staube liegt. Ejus Chrift Ale- Aleluaplis mism1911 of hat ihre List durch sein göttlich 116.( Maria) Sdbf Dant," the Woit gedämpfet, und für mich lieben Engel fein Aue Alleluja, gekämpfet. polish ni mun woll'n wir alle Fröhlich sein, 2. Was tannmich anfechten, weil me me tupl Alle- Allenija. Djells and mir ſteht zur Rechten ein so gro n171( Gagel) Geht hin, dat das Ber GOtt Laß fich grimmig ti Sancti Petronans Alle Alleluja sten, wider mich aufbrüſten Sum und feinen Jüngern obefan, mer Noth und Tod, Welt und Ale Altehljapool 89 1898 Geld gar leicht zerfällt, 19 Ehr und jul( Maria zum Bonbon Reichthum, cuft der Sünden, 18i Munasinget all zu dieser leicht und balb verschwinden. Frist Alle Alleluja erstanden trg. Satan, laß dein Stirnien, ber Hell'ge Christ, Alte Alleluja, mich wird wohl beschirmen mein Idrill is( Gemeinte) sim s S 1919. De foll'w wie alle fröhlich manuter. Weg mit deinen Lüs durch in will ich siegen wis ber dein Gebell, er wird mir wohl für und für, Trok set allen deinen the Luden, großen Schuß zuschiden. 4. Wenn schon meine Glieder sich fünt ſenten nieder zu der langen seini Alle Queluja, Christus will unser Tröster sein, Ale- Alleluja, 39 immin of 315M,& fallenen in der her!! egtbaus, fegt alls) fegt fleißig PON raus, ihr müßt ein heilig, fromm anbrein ein neuer Teig müßt ihrhunesem Balaton den Wie haben auch ein Dilee lammys bassing bing am Freizesstamm bas Gündenopfer 19 das altem Wüthen ſeiner Euget Macht mich geleit Th Gwiate 19030 denleben fither möge geben. und dem rechten Freu 1971 not far og G. F. m. 317 M. Bel tule JID JEsus Christ, der hear bom Tedtub Morgens; ba die Sonn erstanden is Hallelujais 81 18Drum hißt uns unste Offern heutl: wecht pfeiern mit Gerechtig teitsberi Gallerteig find teine Statt, wo man vecht Ofterfreuve dufgebli mein Beiland Bris us aufersteht. Alleluja, leluja. Vertrieben ist der Sunden Nacht, Lief Helt und Leben wieder bracht. Alleluja, Anteluja. hat. Hallehtial buisling 1st Wenn deb ich des Nachts off tieg 14jo Beg Bosheirs Schaltheit, in Noth verloften, bleith, als Bübereiber Süßteig tann nicht war ich todt. Alleluia, Alleluja, steht dabei der Glaub bringt Läßt du mir früh die Quadenwahre Lautertelt, dass das redyte Offertlets alleluia. ned unaufgeht nach Trauern Freud und Wonn Alletma, Allel. 5 Chr sei dem Vater und dem Sohn, fammt Heilsem Geist in einem Thron, der heiligen Drei einigkeit& sed Ehe und Preis in Gwigteit, Hallelujali so 316 Mel! Jeu, meine Freude. réut Tendy GOttes inder! Tench, unser Leberwinder, JEfus 3. Nicht mehr, als nur drei Tage lang bat meill Beiland des Lobes Zwang. Alleluja, Alleluja. Den bruten Tag dir' s Grab erbringt, mit Ehrent seine Siens fahn ſchwinyt, Alleluja, Alleluja. 4 Jeht, ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefan Von der Auferstehung, u.Chrifti. 157 Befangen bält. Alleluia, Aleluja, Drauf folgt der Sabbath in dem auf mixer wähzt ihn von des Herzens Thur. Alleluig, Alleluja, parin ich Ruh und Frie A Kein Kreuz und Frübfabrist den hab Allehijan Allelujand so tief, mein Heiland thut drin Mair In Kürzem mach ich fröhlich einen Griff. Alleh, Affelnia, Führt auf, mein Ostertag iſt schon im mich, herauß mit ſeiner Hand Bauf. Allel, Alleluia. Ich wach wer mich with halten, wird auf durch des Börren Stimm, Schand'. Alleluja, Alleluja- spie veracht dent Too mit, Jeinem 14.And daß der HErr erstanden Grimm 1 luetuid, zutelnia- nii ist, das iſt von allem Zweifel fret, 6. Am Streu, läßt Chripus, of Aulelag Alleluja Der Engel ſelbit fentlich vor allem Bolte tödten bezeugt es klar, das leere Grab fich, Mebija, Alleluja. Da er macht's pifenbar Allelgalleluja. burch's Todes Ferter bricht, jakt35, Lebt Christus was binzich er's bie Menschen leben nicht. betrüht Ich weißnedafeer mich Meinig, Alleluigdag, dzim him herzlich diebn Ulevis, Altelnia 7, Sein Reich iſt nicht von dieſer Wenn mir gleiche Welt stirbt Melt, ein groß Geprang ihm ghias'num, daß ich Chriſtum elei Giet gefalle el Venuga nie Habilitleluj lelujahis Was schlecht und nicorig geht herein, joll ihm das allerliehfie feln. Alleluid, Altea A ઘ es| michawl 8. Hier iſt noch nicht ganz tund gemacht, was er aus feinem Grab gebracht sind große Schaß Brauf Den die seiche Beifs ( Shriffo beralih dein freut. melikleiddlts perfhaitsel kelligeDurah 9. Det fungste Tag wird zeigen 161.Er nährt, erschüßt, ænströs stet mich sterb ich, so nimmt er Aleria Aeguj Wo er jest lebt, das murich bin, weil ich ein Glied, sein'ss Leibes har Alliantlelujsad emot Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich aur Engels Brig STAND ihn hing ich mit Gottwerföhnt distadeindicato Finigangsabger tebut, Hebra Aleluia. 3u1DP 18. Mein Herz darf nichtuents leben ſich Gott und die Engel liehen, chim Websja Aleluia Die reude, die mit itt bereit. vertreibet Furcht, und Traurige feit. Alleluja, Afelvivo tod Thaten hat gethan. Ateluja, elija. Me er der Schlangen Kopt zertnicts die Höll zerstört, den 2nd ern bride letuja, Alelnias int19 10 Da mero ich Cheift Herrlichtelt offschauen erpig vollen 5.Platuěluje, tuetuia. n3ch werde ſehn, wie alle Feinde zu ganhür diesen Trost, op großer Höllenpeln gestürzet jeind; Allez Held, HErr Skjub denkt die alle luia Alleluia. den and diri tin nd 1962 Welted Alleluja, Alleluiaad Dørk 11 Des HErr den Tod zu Bor wollen wis mit größerm Fleißlers den schlägt, da er selbst foot und heben einen Ruhm und Preis: ſich nicht regt. Alleluja, Alletung. Allel 6Alleluig meh peermanne Gebt aus dem Grab in eigner 318is Menschein tagal Libes Krait, Sod, Tenjel, Holl' an thn 1 nagylied red warge menis nichts, ſchafft, Atelilja, Alleluiageut, ist her: Tagyder Freuden, Wunder groß starter an welchem ndogeendet das Selpt mo di elit seine superfa. er jeg gewendet aus dem, felkuper Den Fr HErzenz„ Isu Seiden, nachdee nicht. ant? Attelyla Kein Angſtstein mounts of in 19 Ichwer schlgynen Grabardast den HG ren * no198 ea 158 Bon der Auferstehung SEfu Chrifti. tuoren wiedergab, ber den Tod har ich mich nicht fürtlert foll, benn redbezwungen und gewiesen anno Christus istetuinphirend macht bil 20Der Steinb kann nicht mehr mich freudenvous mied mi dnbrüden die bisbeier Menschentinen Der Todtann mich nicht dis berpreis brach ihi heur auf tüt vectenubdie Macht ft ihn ge gitalen das Heil der armen Sinders nommen, der HErr wird mitch erunser Thun war viel zu fahlechtweden, wann wird er wiederfom schiChristus aber der Gerecht, hat men mit dem lebten Feldgeschrei, conjehtibèrd Feinde Waffen, als ein da des Würgers Tyrannei uns = 19tHeld, dgeschwächtich nimmermehr tann saaden. Sauchordas Wirwärenja gewesen in Ewige zeer wir sind freida adem ned driteit beslbrems dod sind wie bald exigenesen butchöben, oder Mensch Sisgehören 19. Was fraglich nach der Höllen, welcheriglich muß brens hoelcher als ein Belden Herren und Gesellen und Rath sich erwiesen in der werde ich hifort nicht tehnen. nishatipioalaller den Glein der Christus dämpfte diesen Buhl, andsiarben abgewälzet hatt ni mführte michure Hummelsschul', ndodrs Die Rett ist nun gerissen in der ich werde singen vor dem sobiermis gefangen hielte, jetzt las Gnadenstuhydon um at mag dnichet das Gewissen, das Angst und 11, Hinweg, odhöll und drifratrern fühltep GOttes Gen Sande, Nieh Satan, flieh mit ist nun vorbei) von dem Satan Schandenmein Wortbrauf dindgrionfrei Cheist ist darunt ich mich gründe heißt: Jesus chi erstanden, daß jest Friederſeil ist erstandent" Jerus meine Zumi 5di- heuticist die Zeit zu singen, versicht, läßt auch mich im Grabe ai viel Bunders sift geschehen, denn nicht, bald werd ich aufermecket da als bie Weibes gingen insistab, treten bor's Gericht Jubasließlich deben GOttes Engel12, Den Herren will ich sehen der sagt an, Chitus, anser Wund in jenem Freudentebent, vektlä1 bermant pifeis von dem Tod erate will ich stehen und swachet, wie man's spuren Tann ichi6n großedhimmelsfürsten! dr Geisterthochdu preisen wie liebe drreichs mußleuchbürsten uns Gus bites zu erreifenn Alches ist doch eine su, Stimm erheben. Esu Lob und Preis sing ich dir mit höchsten Fleiß: d will die Welt berlassen gern auf dein Geheiß. .១០bhift. eure Lust menn euch unser Heit 319.Frün Morgens, da die. sisbewußt.Do Botschaftsbie derbeut triumphiret GOttes Sohn, Engel heut uns bringen mußt: der von dem Tod erstanden H on Ein Engeln hat gefagets Der Schon, Allelujá Alleluja. Mit Erabistörauferstandenem großer Prachtib Herrlichkeit, bieses nicht bebdget dibet bleibt dea dant'n wir ihm in Ewigkeit. is in Sündenbandenda Lober GOtt Alleluja, Alleluja, sid minu nin! Ewigkeit, nder uns läßt in 2. Dem Teufel hat er feine dieser Zeit die reinen Himmelsan Macht zerstört und ihn zu Bo geister dienstlich stehn bereit. den bracht! Alleluja" Alleluja. 8. Wer will sich nun entſeßen, Wie pflegt zu thun ein ſtarker bal Christus Jesus lebet; weit Held, der seinen Feind gewaltig Niemand didari verlegen seinfällt. Alleluja), Alleluja. Bolt, das erderhebet. Sutan, 3. O süßer HErre JEfu Christ, Troß! nun weiß ich woht, daß der du der Sünder Heiland bist, Alleluja, 80159 JfBov ded Auferstehung. Ein Chriſti. sebaia Alelnias Fül unspurtha Deerd' ich eben diese aut thodein Borbenigkeit mitmenden und eben diese Gliehen die jeder in dein Herrinchleiß Alle Allelasebotan mir schaut auch was sich thin hier jihdoch nichts, engingibin und wieder von Adern und 98 und Nothwer glaubetrund hält Gelenten finditund meinens Leib 239 Dein Gehely ladie Welt immenbind'tis ganso rithtig emain b und Spott, mußhieder, habennar mud 19 jordeiden pige Incomoden Toded war alles, was der Mensche Alanis Alleminu sad pd mis test, pas leich dreine sino: buok Mungen uns tein seind scha- chen, wird, wenner( ich hinterden mehr, ob er gleich murret, noch icken laste sermplurekande zerbroved forehr, Hileluja, Alena. Er liegt der von Madenslottens hund ensim Roth, der argenfeind wir aber was mehr geböretugu dernWürnollGOttes Kinderleind: Allet. Alleti meri Heer, doch soll's michts stets nomika Dafür panten wir alle gleichfoibleibenars dil diofe onu Id und jehnen uns ng Himmelreiched, Godoch alles wieder ftehn Alleluigi Alleluiavimresiam in seinem norigend Wesençu was mand, in bethunshall, d9 ſinn miederlage wird Gott erhöhn, gen wir mit großem alles was umfam, swird geneiensidas onluja, Alleluia. psunid II dripe Bertaulung hat verheerthund tim Isith dem Vater in höchsten die Verwesung ausgezehrt wird TuoThron dammt Chriſte, deinem lier alles wieder kommen. mun ji Suben Sohy, Allemie Aguia, pemuze Dashab ich jeandie geglaubt Deilgen Geijt in gisimen Weit in un diapreinsfest Vertrauenzs ich do Swinheitli Sohan Preis Wel, nerde, den der ewig bleibt, in Ishayenge chi dram dine. fins an meinem pleiſche ſchauen; ja, in tiefen hier und was mejn Culösen, in dem Stank und Koth perdirbt, Lehtoniemi Njemand da werd ich GOtt in jebensd aninehmen er det, dung was, mir 8. Ich selber werd in seinem Licht widerstrebt, das auß sich endlich mihdehy andmich erquiden, nichamener lebt gurmahe der mein Auge wirds ein Angesicht tarte meld jeimer lle mit neuen Auft erblidensidi werd Seinde itabatsguch den od in mir sehu min zur Freud und bezwungen. opend ihm datenen ohne Zeit, ich side Tith bin ich ber ich hartzerfelber und kein Fremder. andreut und habergarten Schenend 99 Tropeimm allem, was mir por dem, der alles beijch Cher will mein Hesser blöde machen, treu Bleichmiedene Wind die wär's noch halmächtig, ngroß und Spreuen; nimmt erleich michtspiel, tann ich dochfröhlich lachen; 31 und mein ebein and dicharrtaman treib und spanne noch so hoch uns in die Gruitroinein, was Sary, Grab und Todo so bleibet tann er gamit ichado mdoOut, mein, Grlöser, leben. 083, Mein Heiland lebt, ob ich num 19mmi nemier- sid auf Gerhard. werdens Foden Staub mich stret tired udst bilinsid 19ttigg ten to wird er mich pod aus bers. In befannter Melodie. Erb hernachmals auferwedeng er Eius Christus, unser Heiland, Sm 321. se mods Bin und aus dem Lager, da ich hab ein kleines ausgeschlafen. asd auferstanden, die Sünd hat er gefangen. Kyrie eleison. 2. Der 160 Von der Auferstehloig FGw Chriſti. 2 Der bhn Südde war geboreh, 14 ZU Fleisch und muß da frig für ungs GDttes 3rd, hur beauth relates wer uma versöhney daß uns GoIpsen den, das gesteh ich poday wirdier Hudd gormeel Hytte eligienist sich eigbeden gus berorden, 30 Tod Sund, eufel Lebe day din der Herrlichtelt um und Gandall's InHändens Jourmom hat er tann evverten bley Die zu ihnu treten, nyele eleisonins istijanteumenis 1 in setting of allegét! SUST 322. M. Baied Said Gus Christus wahr'e GOttes obnosaure Soub Hae gmug gethan, und hat bergoffint jeiw then that but we ben aus aller Noth drvettet und arloferofejn, on Sunden und Bert Holden Peth. 11 2Bom odist Chingus qufe und an wird bei hipjeind abu gestahnidas hat eind gar gethansenist ofulalle mag gethan, ber Stabdesde unas iebantel seufzt i Teijers Heat Turch sein Auf: Neht wird Bolt super and bette fleth ev patogeschwächt, auf day togehen did eunste Gerechtsteis und Leben gefühemni Dandus ebei diese Hant mich umgebend wielmeh tiglaube, GOtt wird werden angeschaut dat on the teleme Beibe and methem get werd i filih tehen ewiglich..idri dnu 6 Diger meiner Mugen Licht wird ihn, nivinen Heindabsten neng och deluje teins Fremder nft werd in feiner Biebed bren 196 Ant nur die Schwachhelt im hebb tes aus berdaufor imeliageing e nates werd er geeftlich hein fet in Ewigteitydaun an sidstelsen hive heb 8 Datum/ foglasbet Nan wis daß Gott unguager a ter ift, derneill heller alle zeit, wenn wir The Flaubert sig bereit uneluille Ehr und unseio ihm gefis mo ba mao nobuchigan. Seibgetrofe und hochwer fourtfus that sich, meine Giedergeby night Rahmliber Tallsgreintero the Chriftus ruft euentebe wann die leps Toomperermingt die auch durch |& inhabet dringwg១ ទី ១៨ ៣១៤ 920ae de finster Gidemed lgo8,“ IhºbEkattiker Melodie! Os met Bus und gnein Helland in Loheng vilgesel imewah ich davam mazufrieben geben, war bie Tanhe Todeda 10. Nur daß ihr den Geindest berson Ben en biefer Giden Aachende ode und der Somen, demorfollech bud du eurem Heilandjuge alleh, JobalmeirdSchwächelt für Bepanten iadedal plans med ad Verbruß Tegen alter elem 2.8Gsus er mein Helland, lebyg Fuß abid 1918 1919 191 ich werd guch das Lebellauen fengs 1950 meth, Cetosex Tewebt, warum sollte mir deftir gedien Baffet auch in uns Tette Ghed wetges est, na ichiebte 3. bindurch der Hoffnung Band zu gelau mit ihm verbum bei meine starte, Glaubens hans wird an ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbain ewig von ihm trennen kann. u elich Bemoedergebry be the Begegn wollt werden! Subas Heize ba hineing we ihezewig wünsche geimpote d 19d aun Imbil nip. Steglerned 824 Sent folumshiter Christen Tastung föblich ein and fingen Alleluja fein Alleluja, Alleluja. Und loben GOtt Bon den Auferstehung IES Chriſti 061 GOtt den Erren Cbrift her| 41 Fod, we Bud man beine Wafund Togettanden iso Allea fen? Solle, meitbein Tenemph luigi Delujahi daflen and med otan tonnie gar nicht schaffen, Troh Sünge, neufel, ag seine Beile wurden imals Chris und Hölden Sieg behält Imetus, ut joinift demeleroi der manuel. Aleluia, Adeluja, Der Höllen euch and Belly Welt unserlyft jein, Gigenthum sein und, Sundeliegen, fallound wir reus ist amire Ehe unduh Menschen ind geneien mur, burch Allehtien Alleluier dir HQ seinenustapfern Streit. Freue Desimmels Freuderangers dicha Christenheit. SE wirbt, molt bene, der mit ihm bht styrbeitet unsee: Be und stirbt. Alle Allel Gr Alt und gen, men ikunirgends Hüte bleibt uns allezeit die Sonne der ehrplänet und machten da Gerechtigkeita Aleluja, Alleluja, gen lebend wiedrum quierstebast Ader unsi qua, piesem odesh darum muß ich danthar werden that burchleuchter in der Hime und meinerhaut ireydenpoll mels Gaal Ullel, Ullel, Deß last weil der HErr nicht eben soll uns doch stets fröhlich sein und in die Verweigns in der Grden, gen Alleluja fein. Allel., Quelltso nach der Höllen Einsamkeit. Freue 325 M Solltigemeinem On. dich, Christenheit 19d modisp ? ajet uns en Hyren, preisen and the Christen überalltom metu daß wir Dankmeimeisen unserm Dit mit süßem Schall Gris thifrein von Lodesbanden, Simson, bep vom Himmel tam, und der Löw aus Jupp Stamm Christus Ejusn sperstanden Runit hingi der lange Streite Freue dicha Christenbeitus Hur Christus, felbst hat, irhermun den des ergrimmten Todes Macht berdin Tüchern lag gebunden, hat die Schlangedungebracht Satans Reicht ganz perheeret Chriftus hat es nach der Rub ausgetilget und dazu, Belial sein Schloß zerstörebodem wir haben frei Geleit. Freue dich, o Chriftenbeit god sdi dod use of Erit aus der Angst gerillen und mit Ehren angethans wer isted beansein Leben guiffen und die Läng ausreden tann Chris stus mält der Echteist worden, Gott, das iſt von dir geichehne wie minsjett por Augen jebn wir sind auf der Sünder Orden hingerilem, durch dene Streit Freng dicht; of briſtegheitu d 7past buaschon vom Bach am Wege angenommen einen Teal und erlitten tausen Schläge wareft tranter med alisant , jo bast du doch; erhobensbein vertlärtes Angesichtsrheit un und nimmer nicht, die wir wer den ewig loben dich STE JEH nach dem Streit. Freue, sig, o Christenheitd2 and bug draagt bi de Warest bubeld, geltorben Erries fing die edlem? warejt dusins Grab gelegts e Früchte, die, dein Auferstehung bu bleibest unverdorben, da sich giebt, daß wir treten por Gerichte nur die Erd erregt, bist du aus ganz in deine Chmits verliebte der Erden tommen hat das Les HErr, dies und die schönen Ga ben und die Macht aus der ben Guada und Leben Steupa Gruft herwieder bracht und des und Sieg, Trosh und Frieden nach Todes Raub genommen, schenfeit dem Krieg. Al die Jollen kräftine uns die Seligteit Breue dich, loben Leib und Seel in allem Christenheit, niulome pinigud Leid. Freue dich Christenheit 9. Weil 1108 2 162 JGubiheine Von der Auferstehung JEsu Christi. 9. Meil nach vielem grieb 18 Santo und Immanuel! ja, der bürste, mie nach Wasser ag und Fürst in frack ist heut aus bes Nagtapen du großer Ginges Codes Banden règreich wiederd fürste durch den Stampfichait auferstanden, del sud nisi wiederbracht, ei! so theibpiebf Ders zuvor mit daufend Plass aus die Beute, nwiedegtarte gennals ein Sünder.nwarbogeer Simson that, als er überwunden schlagenjabatierhalten Sieg und bata la dichirühmen, ralle Beuteil Felbi piesein starker Siegeshelb bak pendintifeiyrdenarStreit den dporhin ardshehri verhöh Freuer dich op Christenbelt. 19u net, heuteltidsmit Saudi ge 10 Gieb, dHE toonen snd lidel& ui misil Gnade ndah piniftets' drid See 4 Houter wird ein Giftder Höllen jebnasining armen Gündern und dem Höllem Rottgefellen unschade, wenn wirndir gleichboaufered serolomiaus Anda Stamin heut stebat brich hervor in unsernichever hab ZEius, GOttes Lammunsy zen, überminde Gündestohens die wir vieb leiden müsſen, Herrid felr Welt und Höllenmothrsdämpfi lich aus der Angst geriſſende di inouns Angit Beinlind Schultens His Wolistiefel nun bein zemorhamat den Seele Traurigd Toben? Gaisist wird ein Rauch teitdo Stene dicho Chriſtenheit zerstoben. mobbimdast dein Stahis Meinem Beib mirdiman dered cheinhinho verSieg tugt graben, aber gleichwahbewignicht beinen Sinur; bu bispheufel, bald werb ich das Leben haben, überwunden odlund Hölle fest wenn das Lette Weltgericht alle gebunden..idel dnu ti u Gräber wirds entheden und der 6. Unser Hetland ist genesen, hat Engeliebgeschredsteigawasil einimfreardedretes esen mit vorhanden sei, dann wird ethichi siap dan das sich gebracht: Gr mein GDiboquimeden and be bat aller Sünden Macht ganz schließen bil meitb Leid: 1reued pernichtet und verheerer ausge bichinos Christenheits and drad filgers undi Gerstövetsi 128 Dann so werden meine Glien og Csur dir seid Dant gefaget, der die jest Staub unbriched daß die Feinde sind verfaget und feind underbeslichtebewwieverni du alles beigelegt, was uns hatte und erlangen solchen Scheinsbesed Noth erregt. Weit du ritterlich sem gleichen da anbe Giden nime gevangen, sei dir ewig Dant ges mtermebroju finden istro Jaromeinsungentoft19 003 modif Leib, JErrnizEjuns Christ, solle 8Glebt ach! giebt mir deine der beinend ähnlichonderden Gnade, duß der Teufel mir nicht voffert Pracht undloßerrlichkeine schade laß mit Birmich aufers Freuendich, di Christenheitsd a fehn Früchte deines Friedens Jsio 19 meliste mohaimitusehnoß ich mich mit dir ver326. M. Ach, washith Sundeya nene beines Kampfs und SieNaßt uns hautzen lagmans in gest freigsfull med due.&. H. gehortalpes China shtgeltem3277 Wer den lieben. gends Dieſes iſt der Sirgestag, da Mein Sous lebt, was foll ich Welt den 2 Lauterben? der HErrn hat wollen machen, Haupt und triumphist. So muß laßt uns freuenyslakt uns lachen! ich ja das Leben erben, weil im Heuteusbeutebitriumphiret, nde und Tod die Macht vers 2. Triumph die Feinde führet liert. Weg Traurigkeit Vers Ist@ dat mathir? menigd dnu ratnu 19gal est un 8 Q a gnügung 981 in poudsffistul red nak Von der Auferstehung, JEfu Christior ism163 gnügung herid Mei JEsus lebt bas Grabbiiftgleerлsono 8900 jeinum Throño We Feindofo biegier finde hat er auf bas 2. Mein JEsus lebt, boumitige Haupt geschlagen, ja gar Schau zu Füßentumbasmirbas Leben getragend of listoonidiostat rauben unn.79 Der Tobianasonun Daß er svollen sterben war die Erde Jüffenpdmito wird odeb umzu erwerben Heil und Se Satansunterthanoff Devichällen ligkeit? Nachdem dies gesehen, Abgrund selbsten beht, behoüber dürfen wir nuit sehenbuß vor all ithallts Gims debt! stusdjon turzer Zeitsergwas sich währs haftiglich in den Tod, um unser Leben hab' dahin gegeben, sonn 3. Mein JEsus lebt! das Grab ist offens doigebs dchofreudig in bie GruinsisHier familieh, and im Tode beffen, daß anich fein Wort in Leben ruitst Wie süße 319 Niemandwirdniwfindent, daßimonisimsetniSünden noch allt was übrigusei; weil derribleder zusthine deilbil Zahtung voll befimber, teine mehr verbinden bie.Stimmenbiensischilebicunde kommen, der sie übernommen; ja ihr lebt, auch mit mitad suo bil indem derd foeurs foisomunlsgenugi Ajs Mein Eius bleibt also mein Lehenge erlebicin meinem Hersen hier und folaich ihm basales 4is Was bill ounsichan fhaden, bengseben mein Tod confuntdntic weil mirnjariju Gnadentifin einnicht schrecklich für, weil er mich mabigebrachtom Wilh der Teufel in deyimmel debts femahni bränden hüdich wir nicht scheuen als JEsus ist und lebt..nsdnudsg seimb merisgile Macht Shievinist tad matarren i Beringin Schmeld. a derd dor webchens er augenblic 328. Mehl komme her an miris lieb umuß gespebenbfunds hinweg Mert auto meis Herz uchöpt ſich eben niet nodi fleißige ananwie man fod 5dHölle, withbdi pochen? Dert fröhlich ingen kann in den Berg dichshat zerbrochen stellt sich le rechten Hütten von Ditewireli bend dar: Weils dantium gelassend von lauter Sieg, weiß nun poll und nicht machtest fassenden, engel der Kriegsoder Tod ist der Bürger warnt o hast du forts felby bellritten joskopied sello us immer zu deines Rechtes: dicht 2 Der Lebensfürstbets aller begeben miderunser Lebenirs dnu Macht ganz unter eine Füßges bracht, er ist vom Tod erstanden Strid ift entamei und wigine frei pon Döllenangst und Tyran nei pon allenündenbandeng Gassdie Zähnenblekenland dieishand ausstrecken widers und de Todd dennhein Pfeil utid? Bogens finden ich betrogen. 68d batsileines Nothnu Obboet trifft a ist's drumdikend Gift, biondern musnimit feinen Pfeilen er viel mehr anschetten or b.098 3. Sei Lob und Dant dir, Ishu Chrift, daß du vem Tod erstanden biſt; weil du lebita werd ich les ben; dein Lod, dein' Auferstehang macht, daß mein Glaub Höll und Top verlacht, dein Sieg, mir gegeben. D. S. Alegrius 329. el. ein, meine Freude Nun ist, auferstanden aus des ich nicht mi Menschensohn: JEjus hat geste o find all' wir Christen dir get, daß nun alles lieget unter und deinen Lüsten todt, o Gitelteit! 7 Darumuir nicht grauetu menn mein Geist anschonet, daß noch in dem Grab meine müden Glieder werden liegen nieder, weil ich die ses hah, daß mein Hort mir dieſen d Ort ſelbst mit ſeinem Leibe weihe, 8, L2 164 Boll det Uuferstehung Jeff Cheffi. few tamil lett! fote it anyth" Haben der had super forge nichts schaf laffen mit Begraben hier in die mur Tag und Nacht 1190 ter doch 190 ′ this is the Des Sorrell Rechte, die behalt belt Sted uno ift erlißbet, bes Herren Rechte mächtig fällt, was Sentet Sest, mis herobe auch mit Hill führen und mit Kronen Herenn 9.Yenn Vieß sicher- ſteger gent das Haupt nun geyer uns bent worfen 190 und alle fiscurng jeb ganz gebampere Chrifto 95 Grab Heraussp mussen allthe thr entgegenstehet. Glieber" Baber Swettel wieder Höll aus dem Todtenhaus Avent segt dand und die Liebe Slund ihnen will it traftlos worden. bergießt. Bak Geben zur Thm des" gerödter J& TIE betebol cilit du noghurt Chriftunb 10. Berarbete Trigger weil nun wolk lia das fueld flee, for wir ath forestieSteeblichreit nicht hetronsables de Semand Chrifti Worten gen? Weit ja noch hingedeft, nach gläubt, im Tod und Grabe der so turzer Zeit, fts Chrif be- nicht bleibt, er lebt, er gleich er lebet wieder das Haupt eritanden RED tag Sonne in bee Hinnmelonte? er töitten hier durch durch wahre alsminig notis 328 pener Nelt mit Christo aufersteher dni dust 19lidu ni nghe yom andern Code frei, ber330 Men Funi frend euch, tibben, fell? thn nicht angelet oc big bue o insting Stathel hat ferner seine Macht, das Le Aun? wo ti bern. Sken, üben iſt uns mieberbracht dort aft mat Hölle? Was tarill" ung und undergänglich Weien. wie bal 8. Dit ft Die Teiche Ohelbelll GOtt fet redanti, der wit theilhaftig werden, Fried Gerechtigkeit und Freud Teufel thun f aut ftelle ber uns ben Sieg To herrlich hat nach, dieſem 309CC Sidsid es Sullanga alte the lämpfte! Mit Lit und Dracht fe auf ihn brand und dennoch er its '' in'. Bat Font Sin find und warten fort, bis unfer elb wird abnlich dort Chrifft perklärtem Leibe. zdom Der alte Drach' und ſeine Notr bingegen wird 34, Schan mit Schimpf ers det frichten To nicht, der HOPE U THE zertreten. Lebendig Chriftus kommt her vor, den Feind nimmt er nefan 3 Peld 120 standen; des Hauptes Sieg der Glieber ist, orlim fann mit aller Macht und Lift Satan night nism bug gen, zerbricht der Höllen Schloß mehr. Ichaden dod en Ben Stas 10 wet hun mo, it dein Sieg, || und Thor, trägt meg den Nant nur Brangen nichts iſt, das in dem Siegestant den starten Hel: Hölle? Was Jann uns nun der den hatte fr By DSD HDAST Afg Heber Leuser than, mie grausam er sich wobbet er Hölle uns den Sieg to herrlich hat Beft it unser Heiland worden, nach diesem Krieg aus Gnad' wenn Satan auch noch ungern und Sunji gegeben, ing su läßt vom Wüthen und vom MorPigg gepanit, srper Bacmeister. Tod! ACT 331. Nach Bon der Auferstehung JEfu Chrifti. 165 331, Nad voriger Woche ei toplic palles meil und Toren! weil heut der HErp der Herrlichkeit den GOtt, jelbſt auserforen um Sundenbüßer der fein B lut am 43PE OD gedrungene durch deine Bande, Surch sein Thor, ja hat in Sieg verschlingen oid mer an ign nutr DOB mod en ple Jans HU ein Gespötte feit und spricht, OH! alferansen, allo, dny Dad 2. Die schön haft bu durch deine Tract, du wüper seino pes le bena den, riten umge Bracht? Sein Statel alfu yerges bens durch ihn geschoſſen, schup Ber Seind, ou hätteit, wahrlich wohl demeint er ermörd, in Stauße bleiben. t da mi jduplo Air Brönt Jehn Ginn zu Dielen gen, der fröhlich alls ihr fofft mit mir und fit, weit ich es encher oorbe 5. Der bat tein 1941 10113 ditriet mehr TUL 201 Denn deine Macht bin und kann nicht Schaden brin gen all dene em TOOT 206 ibinsigm Scheleb aller DUE dnih in fein und fein Hert, .19 euch erfreu etter ha Faldasu, idotum perpet alg wenn ist mit pepen ber mit mir leben, 16." Del Bouch Steaustoff auch mein, ich habe e gegeben und uns den Frieden für den Steien und für den Lod, d bas und Robus Well Teufel Hölf und was überwunden. 1schü Sau merhard. 0.0 33 332, Skel, Run taby mein Seeba 10446 19 nicht schaven, of pats pune uns den Sieg in 1911ton of.Iss FaidSaiten, der schönen Darje Balterspiel sich will mit Juhm auspreiten des Herren Wunder, obne, tel, mein ng botigerd rungen und ritterlich gesieghera hat die Welt bezwungen d die Hölle selbſt betrient, saditsihr Buck verheeref er hat mit ſeiner Macht 968 A968 mipas desperate as Legen migderbracht. 1198 19l of More gen bricht vor ple genroth s Des meiten Himmels Prangen in völler Freud' und Soucizem ſte bespieranimeDDE gilinen, die tolle, Welt erscheidt, fico Plyt untergruct the mus ser Schlung eryffert, es føhnaubt ver grimm ge Top, fesurpfeil Der it t ໑PL ອ ຍ ກ US0 ani ngira malaid then aus hielt ihn nich Des Grabes ein Sig Beſtant auto entgegen ein bricht per pers len Ketten, mit gebeit, fren hers will vont Tad Frrezion Leipt Des ' buimels. Hybki 190 helter Base Der Bristo no 2500 fil8158 3198 Tod detranten. settore er G3 Dalf Milf gre Bein 0850 örer pom Bach, am PERDE be With UND" Wart und weitereffers, Nacht vor ſein Haupt in nicht berfunund lige dampft" Fethkopt ten, er hebt es als ein hels eme getreten mas med and hot prix groter draft bas mir ant par Der Simson jij gekommen varie, der solchthof JErum hat denn prill 10900 genommen. MRACLE Jerpros CHA Hs donde mod Th 166 Bon der Muferstehung Eſu Chriftt bat erschlagenden RiesenbGokaus ist der Krieg, tiwins haben fiath, der Sieg istoweggetragen Der Tod hat nicht mehr Statt 5. Du, JEsu,.nhafs gesienet Triumph Triumph soaltapfner Held Triumpbd du lebif wergna get dein und auch neins Fein ist gefällt? Welt, was willst dat mich plagens Mein nsJGhits ichuzet mich; was willst die Hölle wagen? mein JEfus dämpfet bicho was mills 14.99 ter ben? ist mein Sieg durch JEfumuhiftsge nommenti suf 911 19 S 15: JbyChristengut, habt frischen Mathysden Raubi hab'n mir bes tomthem, Gerechtigteit ist ainfer Kleibi, mirnfinds bertiFurcht ent nommen; hier ist die Belt') Gea tedjtigkeit, min find mir GOttes Kinder, sovim fuginawirball mit Freudenschall: Dank sei bem beidene. Welman. oder Schup; dich, Jesu, will iN. HErr JEfu Chrift, wahr'r ben bu JEsu bist meintoup: Lobist behälberhöystem GORE radial bilfirb His Horaceren Millkommen torsdauferſtandner 333) Melo Hrvest bein. pelbErnEiul der an Wir fingen all mit Freupen haftigefällt durcht beiten od des sichall vom Krieg und Sieg Zobbs Macht und Gottes Gnade des Errentheut triumphie wiederbracht, jor$ 19t asnied der große shirt, Christandersök 821 Willkomment fiegend Seelen nig der Ehren altunfrebeind beilbintit herg verlangten Beute erleget feind Reiner, dondtDihm Theiblichreibs nitten deineritier entlommen der Eure Ehrift evs gasfahn mich, tbeinen Theu'r Eve standen isty banbringt uns giig löf'ten an. nedsprimu vid Frommensup sid onu negon od idDudbistllbesis Allerhöchsten 2. Die Christenbei ist nun bea Sohnzichers Sünder deilotunda freit, bermeafelift gefangen, Gnadenthran, wer zus biurkommit der underlagt, ist gandvere und Gnade sucht, derhält dein sagt, 93ertretenrout le change Auferstehungsfruchtsgorg dnu toti Und ob gleich schon der GOttese 49HErr Es deinel Siegesid soba tudnie Ferflugeto diemy freubi erquicted mich in allem: jo, lebt eriboch sund eget snoch Zeidd Gieb, daßlichrießt aufstehla durch ihn find wir gerochenonop mit dir von Sündmunds Böser 31 Des Giebes Macht hatnauf Luftbegier.iqund, and tid u E uns bracht der Sünden Last mit Haufen der Sünden Nothidas zu dem Tod nicht konnten wir entlaufehber Seelen Qual war überall da that der HErr jung scheiden. 17Dant fei, dem HErrn ben uns au Ehrmorgebracht hat durch fein Leiden jimsid mis Wach mich auch wenn toimit meine Beit, zum jüßen Einschlafe wohl bereit und durch dein heils sam Auferstehniolab rob mic aus dem Grabeanchmalnidn? 6 So lang du aber mich hier läni verbinde die auf alleren best mich, bein ietsiegtes Eigensd thum, zu deines großen Namens Rubmisiganu u 4 Der Höllen Grundlides To bes Schluno uns drohten zuivers chlingen dat hielt ein Schlacht rit pitjut 1335. lid id chon bes Lebens Macht, verschlangu dieser österlichen Zeit last den Tod im shingen, der höll ufahren alle Traurigkeit, ihr schen Drach' im Kampf erlag, mühseligen Sünder, nGOttihat wirin menurfindunentkommen, gethan groß' Wunder, sprecht im Glauben BonderuHimmelfahrtssJEfusChrifti. 167 Glaubenimit, Freudemdjaji jasho| bracht, bieß großen Siehbewegen Finget Allelujan rud asi sollen migsewth leben, spiecht in 2. Der HErre JEsus isterwedt, Glmibendait Freudend jag har so derbfür uns in den Lob gestreckt, fingets Alleluja. die Gündr inchidgenommen1614Geldbet seiber HErte Christ, rechtigteit ist tommen sprechtrial fein Alafertehudagd unser Iſthmich Ghauben mit Freudensija, jdissa BatersnWohlgefalleny fent Geist finget Aleluja, ji reid nammon jed milturist allen sprecht im Betstoet drift mibes tiTeufels Glauben mit Freudenpja, joiso Machtigöttlicher Friede pieber salget. Allelujat sour; bim 1661 med istino Nobinaduste tim isjämnd suide nism frogner XV. Von der Himmelfahrt JEftid 9 90 in HOT ASite Shad Jeda ST 2.Christi ir, bid such 3363Miesörlenchtet det, venachterizm Unart, Bffarth fuß chi mundergroßermiege uns melden, christlich leiden, sheldlebardeundenträger wohl tergelinden wolbie Gnabe aller Weltchriyent hoſtiſoud seis zu finden No negnii si pe dondich gefeetu zueRechten g5i SéipGiußumper Schis und deines Vaters Kraft, ber Feinbe Sihaber unser Ruharns fester Schaar gebracht zurüft bis Plazz daraufdDirtugs verlassen; aufsbenodverteget Mächtig! laßischen und was broben gift, prächtigstrumphirets jubilireft anfi Erben huohuet Tring and Bist; Tod und Leben sist, HErmChrifto ess ist auf allen Straßen dagen, dir untergeben. nn not föl Trügewu Angst dunda Plagengndie 201fDil bilfers alleji Cherubim, da nagen und die quälenstündvielutausend hohe Seraphim bich lich arme Christenseelen, sic S Siegesfünfteng toben, meit bucoen69HEra Jesustomm7bu Ghat Gegen wiederbracht, mit Majes denthron, du Siegesfürstruheld, ität und großer Brucht zur Freide Davids Sohn, tomaty fille bas biftsgerhobendd Singet, inget, Vertangenta D du bist allen rütalb und ehret dewypso fähret unabga qutro Jeju dutch Bein aihten ithelimit, Posaunen theures Blut ins belligthum ge und Getümmelni nod tid tim gangen bekommschier, hilf mate 3. Du bist das Haupt, hingegen dann so sollen, dann jo ollen wir sind Gliederojonesbtommt wir bhn nende frohlichoklopfen von dir auf ins Licht, Trosound in die handednü.Bacnispu Leben prishettrud Friede is Freitbey zig notanot thin do3 med HE Start and aftyds Erquidung 3371 Geißlich an der Labial, Hergenshaft wird uns fuf Chriftir Hiddelfahrt attein von div gegeben. Bringe, gringe ich meine Nachfahrt gründe, mein Geinathed mein Geblute, allend gweifel) Angst und daß es preise bir Lob, Ehr und Bein hiemit stets überwinded Danbrerveijeorg denied us mudi 4. Bieb, JEsu! uns, ziehiins nach dir, hilf, daß wir fünftig für und ih nach deinem siReiche trachtenglapoamsero Thanofund Wandel sein, daß wir mit De muth geht herein, all leppigkeit madurolo 227 und dei weil das Haupt im Himmelo ist, mit deiner Glieber JE fuso Cheiff aur trechten Zeitmach holenbirso Jhoill ansda? 890 216Weild ergezogen hintmetau und großen Gabl empfangen, mein Herz auch nur im Himmel 24 tann 168. tann sonst nirgend Rub erlan gen wo mein Schoß setommen Bill! RES it auch fets pach 5 ihm mich. mith stets verfannet, mad 3. Bert! laß dieſe Snade deiner Auffahrt ipüren, daß bem wahren Stauben ich mag meine" Nachfahrt, steren, und dann einmat, wann bie's ge: fällt, mit Freuden scheiden aus der Weltons Bore dach met Freten seger Von der Himmelfahrt„ Jeſu Christie 8. Der HErr hernach aufhob die Hände gelegnet hech und Ichieds bebend von ihn n, und fuhr in Simmel bachelend die Sünger fann Bernach, a nisu lloj maffic 9. Su meißen Kleidern standen da smeen Männer, die ſagten allas O ihr Männer, yon Galile, was ſeher, ihr viel in die Höhko 1890 10. DielerðGiusy, rit- daufgey] nomm'n in Himmel undirge wieder tomm'n gleicomie er gufan fubt von euch jetzt zur Voters 11. Sein Reich hat er gelangen Rechten er mun ist. Isio postisuo Herim toid 3360m. Christeves du bist Tag. ME dag sta nad alles war'n und Chriſtus wollt than, durchs Wort er jelbit, dies gen immer fahr'n, führt er ſein Kirch regiert, mit Gabener fiel Jüngel auf ein'n Berg, vollen- ſchmidt und alerted, shin jaduple det da sem Umt und Wert. 12. Wie er nun in die Höhauhall 2." El prach. All Sing effudel juht, offpet er uns des Himmels find die man von mit geſchrieben ht Gangniß en gefangen findt in Moſes und Bropheten führt, ohn End er nun, berrichts Lehr Die leget tras ster thn'n aus: 1 und regiertam nobiscr Istus 13. Am jungiten, Tag zum m Gericht wird, kommen und außßer bleiben nicht, die Lämmer, der di freue Hirt von dem Böcker abain bule 3. Also, torachit tark münen ſein, daß Chriftus litt des Lopes Bein und mußte wieder auser ſtehnburch Kreuz und Tod in fondern wirds rili 1901 jein Reid nehn 1. hei dieſer Zukunft mit Bensn 4.10m Slimmel lit mit all Ge- l giet, Cer Chy Christe, hoffennd walt geget it gleidy's wit. Homm, lieber HErrazzerlösun Gestalt, deß jollt iht meine Beu- luns Schier. bol uns aus dertion gen sein, folch's wird mein Geift Elend dy dite sider fun euch lehren Tein 5. Geht hin und predigt in 339 M. Nun Banda d 190 mein'm tam'a der Sunnen vers gleich die Junger daben 8 gebung Sedermann, lauft 2140 bel Tisch, eill an der Babkom und mit einander aßen, skamjod 17 melt mr ein emia's Meich, in Eſus noch einmal und offens red 6. Wer glauber und sich taufen läßt, derfelb die Seligkeitempsäht: Wer aber nicht glaubt, wird per dammt, macht ſolches aller Welt bekannt barte sich, daßper gewißerstan- an den und ſei des Todes Banden lo entgangen träftiglic oft aid sdns) 7. Alles, was 3 thr von mir gehört, mit Fleiß baffelb' fie halten lehrt. Sch will bei euch sein bis ans End, wartet, bis ich den Geist euch fend. sisarts 102 gun'n sit dit 2. Er ſtraft an ihnen allen des e Herzens Härtigkeit Wie ist euchre doch entfallen, sprach er, inslurzer ne Zeit, mas ich euch tund getbaner daß ich werd auferstehen, zu meis red nem Vater gehen und mein Neich fangen an? 1998 C Horizada 3 3. 34: 169 Vor Ver netfaberg Chill She habe ich wollen Hauen 340ding dagarja, daat mo 1000 Brift ift erſtanden vollen fabregen Pimmel, was i der ngle Officed Den 349m Chad gebrachten Dogs 7 von Man nern und von Frauen, fandt er uns hernieder gefehn mit Rüffs au dan tor Tibiler, Ben Bell gen Geiff, 34 wissen jollt, mein Herz mis gang Trøft der, griner| Shriſtenheite Gemüthe ser was voll amab and, kuniele Gate a lieuth mit debito 200 919 de Twelfon bim 4p Die Camb eltch vergeben. Deß you'n mit allegroh lein, Chrizi Geht aus is alle Welt, wo shens fit will her 218ftſein, Borieleig [ chenlader lebell Chr Ada 1901977 IN fieldo obuch hier beroriensä Benpto the schon werdet innen e ausstehu viel urg ear gen Simmel, Ire Christ, die Stätt' mir zu bes * We Wallbeund läßt Har tan bijt teiten auf daß ich bleibe ,, wod88 ewiglichen Beitem io DAC 1 fentenangt wie Geliatell die Pfauti menut ilang, in plek Sunde aperfeifen und kann auf, buß ich in die Bob guch, nebeg ihm hutan 2e18, mero tann mich recht expellant fährst, mein Gm, mol- 19d Unglauben das Himmllefreich telhi ten an und bringst durch que Him rauben es in und bleibt ver glaubet nicht, der dan fith. Emel gamit ich nachfahren fann 61 ghept A Munberreichen, aus biel eriveltend efter Lehr. Mit der" bit. daß Anan: C liget aus dem Leigis ¹9ogel mens Chr, 60 er enh thoht der wahye nicht weift zu hewinnen ihr werdende tonnen, nach aller votachived nod thig 129gge John Det ritat tebi rata adau 7. Auch werdet ihr die granih, di pa( tets, meinden Joll mich pon gens vertverbindurch ein Worttreiben. Ob ich schon buld hier habelige il tart& mpfangen, manche Moth to amery ich both was wortlichf's hier und dort nach meinem Epp for wird auch doch schaden nicht ermittag. auf Krante legt die Hande, nimmt der 4 ure hic de meme si no nicht, du Seel lebus stus ist, da sonim ich isl will in bleibenis jlight. sich nicht allzu Ichmerzlich qualism 8. Bald ward ber HErt! nenont ich werd nach kurzen sabren geldsa men hinduif nisHimmelreich, langen aus dem Sammerthal.de bat volle Macht" belöminen und ein bin in de den ſchönen Himmelstaal, 19m ner rechtenä Bandssvätt, tomp ou ine gleich zu f AND I S.$. alles werden gewünschte Süffe 312 ing& mihire fið, mein, ste Debrit, der du biſt aufgenom, isd n ſenden, die Noth UB ihm bekannt. 9. Die Junger aber gingen und predigten mit gleiß von allen die fen Dingen zu Gottes 2oß und Preis mit Dienst biezu vertfaff'r, ber gab dit allen Orten o Fauch Be Beug I'den du uns durch den, Ichweren ann niß ihren Worten" Burch seine e Krieg erworben hast, recht preilen dus. Wunderkraft. 3. Heermann und dir g'nug Ehr erweisen? 2. Du men gen Himmel, da dein Vater ist und die Gemein der Frommen: wie soll ich deinen großen Sieg, rdsl 19pr 25 170 Von der Himmelfahrt Esu Chrifti. berben wir den Engeln gleich d with heraußendisbleiben Du wirst in deine Killberrein, mein Golt, nicht laffen von die ſein, die ihnen Helfanten sein Herslichtet zu hauen ordine ga daß hot an untern hapnicht hier a diesem Lebent besonders doet wo du den Plat wit Gottes Neibergeben. Maß uns eeben feit und wohl nach Bento mas tumitig werden bir tonnen wir er beiner gert Jufinden, voies uns hath dil, o taus felt wir giebs mis des Glaubens 420 eget amester dir Hügely hilft das wir fliehelt weit dich selbst nurdlausgenommen von hier aufſraells Bügel. die Giger inte für und für die Mein GOtt! wann fahid ich boch aufweten fominen; die Fuve dahin, daß ich will use fron sten sehr außuf der Bahn und ich bit wann werd' th the dir And dir willigantesthim: Luft stehen dein Angesiche zu gehen? Feuery Waffe! Geben müß die Wandu Juphin its parazfensted werdengelled ned non dies zu die Gerefu) kom 5. Du startereitswes fähreft mengantar ich böch das aufsicht Zauzenrand Labsagen Engelfüß? Wathi weld ich aufund gleich hikr Vollll Lauf genouimen? Mein Heiland tomm aut est de tenien ugell und nimm weich an daß ich du fahrest auf mit abgeſünz ſozhathjauchzen taigh Halstopfen hallet ¹bert Bösaunen Kunigg in die hunder Mlelujahn Mein GOttenyor itten Dingen. Onder det i histo will ich die auch oben s 127 Du haft die Hollumb Sun dennoth ganz vitterlich begibun gen; bu haft ben Teufel, Welt und Tod durch denen Todiver brundenda haferdgesteger wel und breit, wie sollisis solche Herlichten HGH) in diesem Sebent gugurdigitch erhebefte $ 8/ Durhat sich der rechter Hand des Vaters hingesegel der alles bit hat zugersand nach demmbu ivertegels die starten Feinde ingebrachty Triin py und Sieg Barausgeschwibbe given auf deinem Wagen yang Herrlic Schan getragenol indol JC e .m9{{ üm_m999} 191 69 bit gefählent the bie Boy, 3439 Marhilst mic GØBest hinführend die gefangen fosteret er the Christen alle, der mit Thränen und wehren Siegsfürft Elus Chriftogen neßer oft die Wangen? Drum Himmel fährt mit Schulle weil preffen wir mit fem Schauperunder ist dertijet uns von starter Gott kich überall, wie Bein, den Teufel überwindet, mit die mir so vier Gäben von dir GOtt is echt verblydety wer empfangen haben. nu tao?. wollt wit fröhli fein gnu mul 78 Du haft dur deine Simmels 3 Die neshvini deben fahrt die Straßen uns bereitet rechthoftes five yer notet mit du haft den Weg uns öffenbare vogeni& Wind eneheitides der uns zum Bater leitet, und Herren Himmelfabet: die reis weil denn dupEir JEft Chrift, men Geisterleindent höchsten nun stets in einer Wohnung GDit Lob igen, mit Hupfen bist, so werden u die Frommen und mit Springet feiten Chri dahin auch zu dir tommen. 90 stum hinein 190 omwic megmon 8. 3st unser Hdipfam immer reid), wie die Apostel schreiben, so 3. GOtt Vater hoch im Throne, in feiner Herrlichkeit, den Sohn empfabet Von der Himmelfahrt: JEsu Chrifte. 171 empfabet schönes mit Schmud frönet mit ber Kroned unde sitt und Ehrbetleidsurdrechten im hohen Throne. non dtommad Hand ihm stellt, daß er ohn' End 19aDie Fürsten aller ander pers regiere, and weislich alles führe knüpfet er ols, Bänder deßone mächtig in aller Welt.nondi sid einträchtig lehren und Abxshams 4. Insonderheit den Frommen die GOtt ehrenat si fierd dnu besten Gaben send't, die hoch poni Denn Gottmuß herrlich wers Himmel Lommen, sich ihnen selby den bei allen, die auß Grden auf perpfandt, den Weg der, Wabra heben, Stüblen diben und deine Beit weilt, dan fietsuGQttes Christen schüßen. 1910 Franch Ehren an allen Orten lebreng 345. M. Bon GOtt will ich nicht, schenkt ihn n den Heiligen Geiken järet, auk gen Himmel 5. Uns hast du nicht verlassen, du mit frobem Zubelschall mit wirkt noch bei uns sein, uns trösten prächtigem Getümmel und mit aus der Maßen dein Worterhal Bojaunenhall. Lohfingt, lobiinget ten beim Hilf uns zu jederrit, GOtt, lobjingt, loblingt mit Freu daß wir in turzen Jahren mit dir den dem Könige, der beidengedem gen Himmel fahren du liebster Herren Bebastbaun tidjet bid Jom Christinar Der HErr wird aufgenome 2 men der ganze Himmel lacht um ihn gehn alle Frommen, die 344. Wich Wach anfamein Heze rohlodet mit den Händen, ihr Bollen, freut euch alle und JEsum ein die lauten Cherubi jauchzett mit Schaller sid nen, den bellen, Seraphinen muk Denn er, der Bächitrauf Era ee willtounen, feinstituc ben, it ichredlich an Geberdeng Wirien, die tiene bies Rund ist viel aus wenig dir die unien haupt erhöht, mit mil biefen mrgienj Kdnig imminr orntu len, surrGegine, rnze maik zHmh 3. Er wird die Voller, swingen, in unser999 Redbringend foi baßich uns zu Füßen die Bente legen müssen. Himinel geht der Heiland geht parans mill ung nicht nach sic Ladenier eigetounsydie Stra Ben, er bricht uns sichre Babu 48 GE Hatiuns langste gefählst 4, Wirjollen himmlisch werden, zum Erbtheil, auch erwählet den der Berre macht uns Blaß, Wira Jacob den er liebet und Herz gehen von der Erden dorthin, wo lichteit ihm giebet. do Jammie unser Schabonbe Herzen macht 5 führet, auf gen Himmel mit Touchsen und Getümmel ihm muß por allen Dingen Po saun und Trommet flingen. loo 6. Bobfingt, lobsingt dem HEr ren, lobsingt ihm nah und jerren, lobfingt, lobjingt mite Freuden dem König aller Heiden. 7. GOtt ist ein Furst und Kai fer, hoch über Fürstenhäuser, jo groß wird Niemand werden im ganzen Rund der Erden, id mu 8. Lobsinget ihm vernünftig! er war, ist und bleibt fünftig geeuch aus wohus hingegang gen dahin jei das Berlangen dahin, jei euer Laufe qf, ripr sid 5. Laßt uns gen Himmelspringen mit herzlicher Begier, laßt uns zu gleich auch ingen: Dich JEiu, suchen wir, dich, du Gottes Sohn, dich Weg, dich wahresa Leben dem alle Macht gegebene dich, unjers pauytes Kron. un 6. Ade mit deinen Schäßen, du trugespollen Welt, dein Roth kann nicht ergößen; weißt du, was uns gefällt? Der HErr ist unser Preis, 172 Von der Himmelfahrt JEſu Chrißie Breis sher HErr ist unire Freunde Mensch; worden ist, deß freuen and taches Geschmeiden sich die Engel gönnen Bebtre els diounsdru rad uns gern folche Chr I'm tann jolles dom gesweheni Wann kommt die liebe 34930spaß 4 hen Gril hat uns die Stätt bereilt, da wir jou iz bleib'n' in Lobfinger ihnilobe Terustaged widihn, werden ſehen sin, Jeiner with mar Deschuhteit! Du Lag, wann wir singet JIGN du ferriðah miniger, dengan bellen Stimmig is in 5 damet! armheng_jugh micar den_ary/ annu ir Erben holen oma telle sich doch ewereid, with jus dell Reben Engeln prin 12 Engel GEH 340 1901 9 Com Himmy& pern und dann ard dem is 6. Es hat mit ung lain mer Noth, da Satan, Sald und Deg eut fahrt Gol tviumpbirt, der seine Some gelangen führt, und verricher min Besvaliyl{ fogu4sdothth hites Ofeel wiglich somit bid it, hi lim nd pen morden, and burch Gottes ( bilgrans Right gild en de greu bildimmi außi Plouhaitre a quich; Welt, und 201 SUBPO und entf hergh auf 093 Rettent mir jeineeligkeit, ein immer Beidh gift, min bereitt. tulee nism Chrto ອັນ sehin the tenbeitilas, jie oprah Wort beitangiblespon allen Sünde allen Sünden, atteit u die redit Comit wird Geiſt Ven Stay ima fret ud ad mise sonü.sider 4. Wer dieses glaubt und getauft weil er durch Shr Suld And HBff Afme Blut eriguid,& den; mag tein in 10 craft fum dona erfenly 196 Saind in Gwigheit berauben fejz ger Segafella bi im nis, nad That 191 TOUT uns macht die, del dieet zen in lütfat nicht vertunt, 10. Was uns die foutlich Mmaid ichat am heit von Wielus" ermor 1000 The lei dem Mater und dem Sobradammt kell gem Geit, in einem Thronyingi heat tie ganze Christenbelt HBAIRTEL Goth in het te bert Ba 7Den Seit gei Geff fend ter SUSTE Blirly bas 196 und tolpp! adilish wort the DAs, Begült nich yrs grad Lanban er Penitensent 88191 O effitats 1: 190 Gimigleit rudi wo top. 3478 Mel Bom Himmel hoc pg. Stearinl er BE THOT 19 106/198 Fier Bater Men dreus such, es most theatind Den wird andere fährt auf 3 Hey quindey HET I of Burlyben wild grohem, Schall», 190hingek Seilgen Geir Ulleine des Hulp ihm lobiinget om lobanger thin michellen Stimm. Barzen 495 o mandje fajone tel 2. Die Engel und all' Himidelys Gebrande uits des sur Weit heer herzeigen Christo gavich' belad and ins Last um lam Ghr un jauchzen mit fröhlichem wohl bewahrt," Ibis s'jaft bes Seball, Agp thun bie, liepen Ene Giren Himmelfabeurtun di rad get all trait o 13. So Bantet Alla dem rieben aid meyling serin und loter ihn Von her 3.Daß unser, Heiland Chriftu wahr's GOttes Sohni| zen gern, Lobſinger mit der Ch & Might Aid TUDT: 86 Yesus auf& gel von der Himmelfahét" JEfu Chrifti? 173 9031 gel Chir dar Himmel hoog in Sent werthe Kron" und das Heil sio i 14, Gott Vater in de pig Pes vagt Bir Seme Christen heit igrokai Chela ume Vant mit teit! böchten, sleif no bringet bet6.Der Sytem Barer geho Söht nem Namen Breis. 15 HErr JEin Chrifte ein 19 jan ward er din zu mir auf Erden bort einer Fühgfrau kelt teøj Sobni demállja, a portlich und ist, er möte meth vender praying afir Biel werdengar heima offer fee deint Chriften Beit bis in Ewigkeit. pyra OF Seil'ger Geist on mab 16 rer GD, het du uns tröftü in aller Nors wir rühmen Bich loben sich und lagen ewiglich. TUIT OF 348. In eigener dubte. freut 3. Beben Christ'n, en Bemein und laßt uns fröhlich ſpringcy, spaß, wit, getroit und all in ein mit Buft und Liebe fingen, mas soll an uns sewen bet hat und ſeine luke Binders that, gartheu'r hat er's erworben. 2. Dem Teufel ich gelangen Tage im Top marih verloren, mein alte Nacht und worden. Sündmich gualts Tag, darin ich war geboren, potongen Hilfimel, zudem Water ~ fiel auch immer mein' jubit ich tus diesem Leben war tein Gule eles dremit sa wid tar fein der Meiſter Vent NT98 arm'n Geſtalt Ben Lenter wolk HOO Trop tus er fangen. 7. Of Wrach zu mited pair di am miles of dir reliaente Refe mith felber ganty full se da will ich für dich ringen vente ich bin dein wid du bist mein, und wo ich bleib' sa soldusen und Pll del Feind" nichtſcheiden. 3. Vergießen wieß man( nuo mein Blut, vaja mem Leben raußen, bds leidt alles Sir- zu gut, daß hall mitt féltem Oldi ben. Den Lodbetslingtons Leben mell, mein Unschule mäge die.Sünde dein, da du bist Jelly Au toumlg 891910 1980 Ofi 1 190 Mad am Leben meth die Sund hat mich beleven. in guten Wert, die gasten nicht, es man mit' n beroor ben der treif Gericht, er war zum Gut'n ers ſtorben, die, Angit mich zu ver zweifeln te Sterben, bet mife 4. Da janimeri teit mein Glend bete Armell, bet Vetimett! Und Blyn'n dut der Sündennoth, etwurg für e den bittern Tod und laß ſie mit dir lebene odgil 910 immol molle den Geist mill ich dirheben ser dith in rübfal Frosten soll und lehren mich erkennen woohe und mitte hallet in der Wahrheit leitende manis 10. Was ich gethän hau und de lehrt, das follit du thun und tebe paß nichts denn ren Boddaeta Gol blieb 34 Ron zur Söl- werd gemehrt zu Lob und ſeinen Chten und but did not ber Oft in die Maken, der eble Stay. Das tat ichidir exig an lein Bormberjotett, aufgifni no onu fond sie& mm heim 19gcht er molli' mir helf elfen lasſen er wandr 3498 Marschienen rist bend geil sünten sibug Emu ÝChu Christ, daß du gen Himm'l gefahren bist, o starter GOtt, Immanuel! hart uns an Leib, stäit uns an Seefalleluja. 2. Nun W bei ihm fürwahrstein Siers, liel sich sein Betes toiten. 03 5. Er iprah zu seinem lieben Sohn: die Zeit zu erbar men; fahr hin, mein's Herzens 174 Pfingstgefange nunun freut sich alle Christenheit dufl bich and durch sich leben und singt und springt ohn alles ewigliche Halleffaldsg ada d d Leida Gotts Le brundi Dantim Demen HErr JEsu böchten Throndhnser Brubertist Christ, bei genimm ge GOttes Sohnfig Halleluja, dunlo fahren Bipp behalf ums, HErr, bei reiner ehe des Teufels Trug und Lintent weballeluja. 3, Gen Himmel je gefahren bbd unb ist doch allgeit bei uns noch; fein Wacht und Ghodtrunendlich iftjomahrel Gottind Mensch aller Frist, Inhallelinja, u 11 1 2. Romm lieber HErr, tomm, es ist Zeit, zum letzten Gericht in Herlichkeit führuns aus dieWeb alle Himmel hoch erheb etayammerthal in ben ewigen üble alle Engel mächtigschuet, inimetsfaal. Hällehgaren got üb'rsalle Menschen er regiert und 130Amen, fingen wir noch ein alle Creaturen führts Halleluja mal und sehuen uns' in's HimSingid Rechten GOtt des Ba| melz Saalpridewir mit deinen terengroß hat er all madjohnb Engelen das Umen wollen sin allen Maß all'u Ding sind ihm gen etn. alleluia durranse ganz unterthan GOttes ultorbed onionut mis Diet. Gelnegger& ni Marten Sohind allelujabnor 350, Mel. Aatt mis Hein 6. All' Teufel, Wett) Sandphou? und obgger alles überwunden hart Trok manba withnes Hegt nichts bran 39 bemisieg muß er boch allzeit hans& Hallelujamol Jihan Hach dive soltommen wir mis herzltehein Verlangen hin, babu bin, bEsu Chrifts aus dieser Welt gegangenyal Est 70 Wohl dem, der ihm Bertrauen that und hat in ihm ut felschen Muth. Weltwie du willst, wet fragt nach die Nach Christa steht unter Begier, hallolapa, ni chim 3. Sieh uns nach big 89 F ist der Here in Trost, ber Uns durch sein Blut hat erlös't, bas Gefängniß er gefangen hat, daß uns nicht schad' ber bittre Tod. Halleluja, for 2. 3ich uns nach die in Lieblas begier achets uns doch von hinnent so dürfen wir nicht langer& hier den Kummerfie spinnen, melaic and price SHOT ey unser 9 Chrift, ach fühle und dette Bim melsstege; wir fre'n sonst leicht und sind verscheucht vom redten Lebenswegenniidrou gnie store 40 Biet uns nach dit, to listen 9. Wir freuen uns aus Herzens wir die nach in deinen Bismel, Grund und fingen fröhlich mit dem daß uns nicht mehr allhiebeMand: Unser Brüder Fleisch, schwer das böse Weltgetüflintels Bein und Blut ist unser eller 50zieh uns nach dir nuk: für höchstes Guts Hallelujarnsd ng und für und gieb, daß wir nache 10: Durch ihn der Himmel un fahren die in dein Reich und ser ist, hilf uns, o Bruder JEsu mach uns gleich ben auserwähl Christ daß wir nur fensteduen ten Schaarennbar dal 19m boni 1901 nadgil II of bst im mammot star Pfingstgefangen til dul panxVI. 351.9 dua 59 Sau 190352, dummod Heut hat unser Heiland, Als 36ius Chriftus GOttes JEsus Christus, GCttes Sohn, den Tröster, den Heiligen Beift gesandt. Sohn mit seiner leiblichen Person von dieser Welt abscheiden woll'n, jagt' er seinen Jüngern unverhol'n: 2. Jch Pingstgesänge 175 euch auf seinen Bund. toni dny 2. Ich geh zu GOttes Majestät| Gerasund Mund, Ishhutufen ihr aber geht nicht aus der Stätt bis euch zuvor himmlischee Kraft 3de thaten, wie ihan Bethus bestätiget uitferschaft. njrd rieth damen von ihrem bösen Teitt 3. Diesünger glaubten, Aiele glaubten und empfingen die Tauf Wort blieben versammelt, an liefen einns gottseligen Lauf. ein'm Ort, einträchtig, nach chrift; b. Einunverleih Helliger Geist, licher Weif betend zit mit bahwinans halten allermelit nach allem Fleißigsl mug tisg thi as dieser ersten Kirchen Weilhabit, 4. Nach Ostern, an dem dunksie GOtt, zu Sphant, Chr und sten Tag, den man den Bringit Preise bod Ismmin Weih tag nennen, mag, Jan 353bunigeu, meine Freube. nach Christi Himmelfahrtgeward Dieuleste Beites ums wiederholt werden. ein dehr groß Ding offenbartom runnquell aller Güter, Herts Des Morgens um die drittescher der Gemüther, lebendis Stund weil sie beton außerger Windstiller aller Schmer zensgrund, taberneil nes Geish senideen Glanz und Kerzen mein ins Haus wie ein Sturmwind Gemüthe entzünd't, lebre meine mit großem Brous schwachen Saiten beine Kraft und 6eaßorquid Beslichen unter Ludausbreiten me ibn'nnab iban an nachtchadtauler Gottesfinger, frems nen Sinnofact thn von Gat den Sprachen Bringer, süßer Hers tes Wunderthat mitmeyen pean zensfast! Tröster, der Betrübten, chew pong Spotten anu daig& Flamme der Verliebten alles auf diesen Sturm ich spiel thems Kraft! Gieb mir beine Boll zuiound fiebs die Künger Brunst und Gaben, dich von red'ten nu mit neueni Bungen Hersenlieb su baben diy große Ding, das Vielen sehr Bräutigam der Seelen, lab Herzen ging hop su daimich in denlöhlen deiner Sight 8. Derhalben Sprachen Silichez lichkeit Rub und Zuflucht finden, Die Männer sind von Galile, wie lab mich von den Winden trüz reden fie denn unire Sprach, o ben Nothinbeiseith Stomm hervor, große Ding vorbringen auch? Gnadensomez tühle mich mit 9. Etliche Sprachen: Giesindvoll, Trost undWonne..do sritid d fie reden wie die Trunkenbolde dus Theure GOttesgabe, tomm, Petrus, aber po GOttes Krafba Fonymsingichd dabes fieb ich bin gab ihnen freudig Rechenichaft.ch 10. Nahm Wort vor sich aus Joels Buch und aus dem Bialter manchen Spruch, redes, bab burch viel bessen drang und be also zu reden zwangistoob verschmacht's, fomm, o mein Ber langen, tomm, mein Lieb, gegans gen, dennopeinerze lacht, wird pon Neuem ganz erguidet, wenn esLabial, bich erblideta i st sie ein Hirschlein gähnet, ſich 11. O lieben Brüder, rathet nach Wasser sehnet, wenn es wird zu, wie kommen wir zu rechter Nuh? Wir finden bei uns nicht so plent mein Gemüthe, nach wenn denn Sünd: Sant per uns denn es wird geplagt, tief zu seufzen davon entbind't sugesund im Dürren nach dir, reichem 12. Petrus sprach: Bessert euer Strom, zu girren. Thun und glaubt an Christum, 6. Wahrer Menschenschöpfer, t.es Sohn, den betet an mit unsers Thones Töpfer, GOtt von 176 jugiebel gleb spellet bit anheim zu shop in buen sullen. non kine Subte meine Sachen nemen forach gu ibuch: Mehmet Bin ven Bell Jen Welft mit hohem en de wird euch lehren ganz gewit was bettfangen und fünfthlaf und Waden, meinen Stitt figure immat 11( 013 19119 und Gang, Glieder und Gefore, ut& eam quan ni len ihr Fürften ve finaftgefänge. Sunder teuscher Sleiß mit vielen Zungen GOttes - daß mein Weld't Adgn vor Kön gelölt Mert TOKLANDI RU uns Stand Bor allen Oir ster, mag defallen. 50 250 denkt nicht Brah; eben zu beeind, abi sim are foils eilt werden und tubgled ste macht der lize eden ols, Muntabel an den Eröfterwerth, nicht mit eigen uten manefter het in die W dßlheir har gelehrt, dielem Hat abgemeldet all Ungnad, mel Deiden mit sa simprelefreliven," Caben uns Herdenter Batt Deitten. Dieffer auf! Da fall chauffreuden Lobet dantelight expedeince in GOI Der und fein n'Geist gegeben doallelund geven y sonbod omi 12mmallª án bis pel Lobt our le freil's Dreieinigkeit Emigteit 354nsduplo dil amphe. Ma, sint ones. en hellige BeistodomHivonelment, lellth, The Chriften alle, 1949 damssmito Buinien Iosa panznn Vigir dentt und ſeinen Sohn! ripaus einmahin, dante die Sons- nyébenzil mit großem Stalle, er ngeto inßenlo GDW wollgdiertanic vor Himmels Tyron uns werlassen. Dreicht eidur balin Beſten tileff& Where Gelft, der uns bijt ded Bridgfting chiewest Gifts fiftholt recht tettel bes jende noch letund sinnir veys Glaubens Licht permehrer und Mhind then holigen Geist! auf Christum weit sodassfet balo basafei, thi2 dan deizny najjet offenbaren, dis Unnsjajciamia hfa fingersebujq.- 40 diepir biske Ders Jünger Bungen jeurig de been watelao phe brunimelt the Tomar udas Wett ſolbb rünſtigsher- stce, nie groß iſt seine Gat! maushahrais des weiſt lähhinjähn'ndiyan tonnen wit, tar tennen und allen, ihnstedt fübifrond that 1. horen DET Uns i 3. Buf prachlaurdurthipen Gäste ung Bundert gefchachi anel Vöster rend die nicht venuden, vergreb großer Sulß durch dassword hörter uddotchögum site wild flyr til duf ssberunsbefehrten. welcheinungan felig Fest 2c. 19 emito Wort dod, din, d Kortid, GBH, Shoffer. Lehren, das ist recht wohl gethan. reiche ping on oben het was ſende den daß wir bein und thun nach deinen UTTO Chad Herzen der Apo- Teint, den edlen Gant, der mante Her hat erfüllt mir leiner Butig Toute bedende menn ne drückt teit, geldentt der Sprachen un-" Treusestäh; this is in Tobes terschein. ein! much duit die Himmelsthure, 2. Er und mit einander fiore in deinen Steudenstein! matkaa nod tiadtommy.com 190 fandt we dus i izhi T 3579 el. in da Welt allem 8001 antern Bafer 190 SUL Banaftgefange. 17 Free Dich lohf,& meine. bj. Rein istener fuch, ihr GOttestinder! Her Gro mod freuet euch, the Menschen all! frireitet, puth ihr, armer, Sünder, nen; Hay czet Gout mit großem Swall! euer Tröster kommt zu euch, Euch in sein Freudenreich will aus Orelem namyyn 8577 istiral Off Hjejojore, nou Ut dieſer edlen Sabe bei uns Ut fein Vejpie hietill und Gnad; die Chriſtul verdienet Mitchen als toogat Fami Lo Riben rammeringen, helfen erfülnenila ang dr J night 8:00 burch Azams fall gef Ce jammert deinen Vaterlin iniröhlich liegen, ringenin find in der größe jammer, da mi hin sma Unser Herzenstroit, iſt JomDurch men Gottes Geist das Freu- dieses Fallen in die macht des denlichtar per Melchirmere aller bösen Geistes. steider bracht auf trommer, unser Schubs und au- thy, und auf uns allen thin is gerunt preleteine and Buf 4. Wir halten, Err, an unterm reu pie Rosh alle Morgen en ste ino. demik dgt;, wir The ft di Fin 55 1999 und dort mit ihm au leben& blethen, die wir durch ſeinen Lod tietoimisia:@ 9p' list depann Pleargus. und Bhit des Himmels Erb' 35847 48 spisom Simmel. und höchstes Gut zu haben, treuYou Meilgen Geit, difuns lich gläuben AGE & mit Grund auf Cumbnori Unbabasistit auch din Gha Shrifium, ſchauen, damit mir ginebenweet neimd: Edwinesmaß eit gen Der lebten Stund, auf seine Wun- Geistes Stärk; nito uns frotein spen bauen, die er für uns nächt Vermögelum Baldwürdign Oftes Rath, au bei gen Kreuzfer Glaub's und Fren, Entwi empignon hot, 34, dilsen upfre du nhi nicht tägbet bei, sich disüngers this. and in die Asche degetel bon 90091 Mar 2. Durch's Mort in unfre Hers! Dein Gelst hält unser Glaunafn hein, ung thu uns neu ge- ipbensd Licht, iswenn alle Meloda. ribären, daß wir abs Geftes Kin- pinide fichameit Sturmint amivielen der rein pom böjen Wannel teh- diWaffengrund menü auch gleich liken ung in dir, bringen Früchte dem Fürst der Welt selbst wider dut, Jp piel als unter hröder Muthr udsi fichi degti in as Feidid få stann qielem leisch Laun fragen het doch nichts schaffendi nella 3. In Sterbenspoten het uns 2. Wo GOttes Geist ists barrist lebin und hilf uns mohl verschei- Sieyn wo dieser hilft, so wird hden, poß wir fein hann, ohe allestide Krieg gewißlichowohbrablon devas hinfahren dy pen Freuden, ten Was istach Satans Reich fie uns der fromme Later werth, nundistands Wend GOffes Beist nigus. Tauter Grape. hat beschert, nier hebt die Hand, isfälltralles htpleinem, Sphne 10 we Jamient übern Haufen. os to gilet ther thi and 8. Er reißt der Höllen- Band Forgy her zu mir. Lentzwei, er fröfft, und macht das sateral denges peinen„ Derze frei, non allem, más ime Bosetter, chreat, 19 91 thirid Seift, Serbitten heißt " aus. Deines Dim ers der mela Spherdhi biffen, mie uns schußt und deat, viel beſſer, „ er uns gelehrt, daß ung doch ja als man denfeta" tuate Kreuze nicht unerhört von deinem Throne geben 8 fuß, ist unser Licht in Finsternis, Sm führt 178 Bringfgglänge. jührt uns als leine Schafe, bält Leid, komm, ſchaffe in mir Freud, mit Rub und Frieden schlafe 10. Er lebret uns die Furcht des langen, bith ( 0x tomm, himmily ches Ver2. Hier bin ich habe meine Luft an dir und deinen Worten, nichts Liebers ist mir sonst bewußt, Taß mich an GOtt Teft wohnet gern.. minen, teu-|" hangens Schen Seelen. sniegtig dit, gjeb mir mahre Re, ſel meiner mas Tugend ehrt, was Buße Seelen muß, sprich, mit Betrübrem thut und fich bekehrte das pilegt au; dieb Weisheit wohl zu leben. er zu erabien. 5. Gieb Glauben, las mich Öste 11. Se ist und breibet stets getreu, tes Huld durch Sünden nicht er fent uns auch im Tode het, perscherzen, gieb Siebe, Hoffnung menn alle Ding abstehen; er lin- and Geburg, gjeb Demuth, met dert unfre leßte Qual, Täßt uns nem Qersen, gieß Andach im hindurch ins Himmels Saal ge- Gebet, wann ich bor GOtt tret troit, und fröblich gehen. dtrack fo Ach Jaß mich Herz und Sinn 12. Jun, de SAST Berr und Vater aller richten blos gahin, woher Gut, bör intern kommet, ins Gemüth uns allen, dieſe 6. Erleuchte mir, du nebes Zimt, Gabe, gieß deinen Geist, der des Herzens, finſtre Söhler Ders uns dubter regiere und sort für schmähe diese Wohnung nicht, undefür, new gen Leben labe. sent dich in meine Seele. HErr gergart, ichibittesbichstätten dabe 360 N. Ein'Jeffe Burgunder michlſets meinersstraft, siometn TESTIT JISURF 153002 ALL. DE Ert, auf dein Wort ſoll's ſein Rath mein Kroft mein Advocat, gewagt, du fannst mit's nicht gieb Freude mach lebendigus perdenten, du hast mir einmal 17. Trdib von mir aus den arzugelagh, den Heil' gen Geiſt zu gen Sindhuft mit mein Fleisch schenten. Drum fomm ich jetzt bezwingen und nimmoder bösen mir, mas Willen hin, giebrahie vor allen zu verheißen halt, du willſt, ja Dingen, daß ich mich in der Lieb diesen San P Per Beben, der sich meines Est üh under täglich fertig jei aus dieser Wüstenei pe seinen Thron zu gehen a do nepijuniranis. Sacer 9 hond Ill betannter Melodic nor 361. 89 un uno fende Deinen Geift, per ger Geist, beſuch das Herz röfter beißt ein deur ein der Menschen dein, mit Gnaden Thau, ein Band, ein Hauch, eine full wie du weißt, pgß bein Brunn, ein Brand, ein Del, ein Geſchoof fall nor dir lein. and Finger GOttes 12, drus this ne 2. Denn du bist der Tröſter geund nannt, des Allerhöchsten Gabe steh mir bei, tomm, Feu'r und theu'r ein geistlich' Salb' an uns mich entzünde, fomm, Thau und gewandt, ein Lebensprunnen, Lieb mein, Erquiching let, tomm, Band und ge Feur. e no enta und felig binde, fomm, Hauch, era Zunguns, ein Licht en im weife dich, tomm, Brunn, meße Beritand, pieb uns ins Herz, der micha komin, Bland, tend Liebe Bruns, das schwach Fleiſch shar TIHT S in STR 201 1 Su blit mit Gabell febenfalt der Finger GOttes Letter Sand, des Baters Wort giebst du gar bald mit zuftgen feet in alle Land. Des Feinges Lift treiß von than Bei uns 01920 uns dein Gnad primangefange. digit Letten folgen gern, und meinen unirer Geelen Saddi wobly tennen feinen Bohr das mir des Glaußens werden Hotte tack verſtahn mot 1909 tle ihm aus ganzer Macht Altelyja, Alleluja. 331 faber Stoff! thin hitz uns fröhlich und getroft, the deinem Dienst beſtanbig bleiben, die Trübjal uns nicht abtreiben! O HErrt durch sein 9dd Luther. Guit la Hist Tenem LTZ HimmelsInfabetomme ankommt ald iff tomm, komm!" dieBein Sohn, der von den Lobten weil mein Glaube sich Ihon millauferstund, dem Eröfter fer das- tommen heißt: 18mm, fehre bei felb gethan in Ewigkeit auch alle mit eit, es ist, wie ſich's gebühret, Stund, Amen. M. Luther, mein Herz ſchon ausgezieret, bas som grundare said som full sein guidaus sein. 3 9199 362 ni did Ini Sanghela yefus hat die mate @pmHelliger Geist; erfül Aldie Herzendeiner Gläubi des Glaubens brein gepflanzt, gena canoentzündinibuent das em Buß und Rege als Feuer deiner göttlichen Liebed ver uberettfleid) einem hohen mafchanzt. Er hat bu burchDiannishaltigkeit der Bungennidie Völkend derni ganzen und mies Ehtonen welchem nunmehr Wohne Telbie die Dreifaltigfert. geld versammelt bhaft im Einig Momming feito de Blaubens, nicAlleluia, sen fomm, dy goldner Befeuchte meinen, Sirm, Megen Alleluia.ni chim di Po M. Bygher komm, Schult difs deinen Segen 36310 Ond befannter Metodiert Golam Seitzer Gett, HEste SE GOtt! erfüll mit deiner Ond den Gut beiner Gläubigen Herz, Mitt und Sinn, bein bringt de Rieb entzund and in in'n SHG burch deines Lichtes Glang, zu bem Glauben verſammelt Bapt das volt aus aller Welt Zungen, bas ſel bir,$ C Jul Lob gefunBen Alternija, Alettidig 2. Du geitades Ticht, evler Bft! tap the Leuchten Wort und leht uns Gou recht H. Du kann die Herzen Jenten erkennen, von Herzen Vater ihn in einen Blick und Nu rennen.$ Err! behüt vor Menschen Murges denten fremder Leht, daß wir nicht Mei-| welchſt du Nein barzu machſt ster suchen mehr, denn JEsum ihren Rath zu Spott, kannst ihren Hoch auf alle Frontmen hin! laß deinen Liebesbach mit reichen Strö men fließen und and berer Sperz begleßen, bie- da find mait uns fwach. of Tint 219091 4. Su Grun Mund der Bldden, der Armen Schaß und Gut ein Gasthof in der Deden, der Hart Erſchrbänen, Mith Jupein Weg dem, der da fert der Blins den Licht und Sonne, der Herz Betrübten Wonner der Kranten wenn M 2 879 Glauben, pertrauen. 95$ 119 400 Juil Fleisches Biöbigkeit, daß wir bie Burch Tod und ritterlich ringen. Alleluja. Elpi gup Alleluia. 364. 181 spmötspfigni 189mmid no Di notlo neding getäuge dis? no im lie 180. Hömmüth ſchwächénn sáß geder im Kreuz und Tod Beſtändige brauf mußprechettegt! bas thut unfer o mism 15 $ pap loben or 69 Du bist in Glandet Thu 366 ter med ut bent, bee wetten Nuh' und Chat der Sehnenden Belieben treibir allen Pumyize ug du bebeit auf den Sathip sity wer in Hohen, Sachen fiy all ugrof will mathen, den wir in den Bjubt. in aller stön huif daß wir nicht für ten Stand" nou Lov, val Baß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn deris Feind das Leben will, vertide gent, Rytielel Stender du 107 gt! der dur Oft wenn es mit den Deinen jest, ſcheinet aus zu sein, und die Tyrannen meinen te maren es allein die Mierland steuern lann; da pflegeft dit ein Schretten in ihnen zu erweden und Thürzen Rop und Mann sin mod din 8: Wall Pharao fleray Senten, diled anerhörte That Sell Shralt zu tränken, ſo weiße du auto tasone Nath Wennet ve Frommen Schaar die Arbeit heißt berdby peln undi Stoyhjättimen typ pelav ſeſtup daß den Moſen durt orman wohl auch it will trauch düwerbest bel mit es und alles Unglüssrauen ober laffen gehij wenth vot der Welt 367. Mr. Fren dich ledah mit mie de style ole hefte be auerfus beny laby va deinenfacht Feberei alteria Buites und zieheft mitt her fundo neprotguns in Lieb und 10: Dihydrommª Thoft! von}[ affeſte nicht! Geiſt des Höcöfter a oben, tomm, tehe Bei Atir ein, for bowmer Der du hältst kann im größten Toen ich hill und halten with bhi Alius Aufhören alle mutlig feins der ist mein Angit Datige, böre höre mus id tuge betunno in argiten Ungerittet 2. Du bist ju bie gaafdwichon durch Gegitter hart Fein Menu hinter meiner Wandfonogal 365 ms Main Butet Nas mich, ieuen Gohdeur nes Schaftein breiten de mich von deiner Heerd hanums We mernicht vertreiben gieß mit La Fauzerto aller Zeit das werthe Lebensdorf 3. Du wirst aus versimmet bagrumeine Seelerguidt undThrone wiem n em Regen ausger bringt zur Himmelsport stambeschütet, Bringt vom Vater und 2. Gleby daß auch mein Verstand dem Sohne nicht als turer und Sinn nicht mögen wanken, Segen mit la bochy ste erhalten mich allein in deines ther Gast? GOttes Segen, Wortes Schranken, verleihe mir hast und verwalt'st nach deinem Willen, Light Leide unbe CONTIC 198 d inge nennen Cango wenn ich dich erwünsch und habe Gelge pilles Wünschen an. na A ergieß sich, fomm zu mir in mein" berze da du' Sir," 80 ich in die felbft rhum Tempel misia ⁹00 elam Ally may 193 Hid an bitten sisal t Geift um den rechten Glan Gera bent allerment daß eranst unterm Ende, wann wi Getth 484 ren aus diesem Slende, Kuztelets 2. Du merttles Licht gieb SALE denen Shein, Leht uns Ejuf Chriff erkennen" allern, daß" wote! all thm Bleiben, MU ant land det ung bracht hat in der rechten echten Materials. Kyrieleis, zu lave 151 Aso chenelinned ist. HAT empingen der Liebe Blunit, but wir uns von comerzen einander lieben und Frieden aut feinem Sinne 69mmor 39891fg bietbent, thefeleis pu JIA n Home per! Pfingstgesänge. 181 Willen, mich an Leib Anda den alten Willen bin, maar 081 allerdinges neuer? fillenorte da, day ever mil 4 800 10. Sei mein Herten, hab mich eben wenn de interide mein Sinks werrange Heeren les neige Ifhenti meng; bu telah me Grab, wenn ich wieder auigritehto hodebut with an Tome bin Ah nhiem gen sugge dein Außeringgiten meineret med nenie ned times mor Gerhard 39 närugt 311Namistu kyllitajte 308, Sun, tight ai miell gern Setiga u bochten in net die hierd layer iger dy außge in gleichung Muth vom Vater ung kemas nege bit mbresom Grigten beltinonja nastad nad BA with portler, Ghrittenheite Du muti, wie ein Schøflein; geegt und ganggbalet, j minöri ve pfleger, frommes derzens, landskapitten pichach deiner Muths bleibst im siehen, unbe Gnabro ung lehre Fechtiertennen uns Polen Thee Chatuma a un veriton t + AC1₂ o perlein und wie mit ſpat den Heren des Lebens NARSE anggor dielen fillen bisymm; uno nerupgang balitan Brauche HAPNICH 2 repügis, ung, und seine Fehm word Jedermannd Feinge Liebe Reinen siden du bisa den hengen betringe bid 8 5 uns my deiner Fraißl Moin port, Katch big wohl zu gew in einem neuen Lebenrauh fileden, wenn du mich nun nicht, daß dit jon dein Hergerniblemsd ristru al die voy 24pfangen oder geben weder mit gelgitaben, els 19 h| Lehe, nech bölem Mathtondern getroff that mich ſein dein Eigens, den Glauben, ist der het nou thum i per preced Hinpiederum& aler, Walb Pameitetäärg mi upok hier und dort an mein Bermögethjunt ad Hert! deinn suggen, ansulegene Gnade man schon mit deinemd entlage alle deme aßi Delsa dan mit Seußen und ging dir deinen, ma benmant for tritt thund fröſt die arme, Geele, and withne daß wan, reers, annehmen Kreuzmit deiner läßen Gus nur allein, mars pant din commt und ich unwahre Gotas was der Saign min luch ch branit, neinandersrecht Dus linken. gent u grond ICH We jeinen schnöden Wegen nich, Mithandig billadiungg hinggerilim Commitz zumider d begett us.ekanak on an is weblo 9 9000 afing dat du mich Hörapunjen Mut mit der deungd tel unp me freulich Heheſt bei dämpfen und english deligichland bill mein Belferij du merr fer ein wann umire. Glauddsforde test paß mir Sulfhy nothig, der Som Brich ronges able lettest sinuedstheter monisd bon floarea dnu od 3diskrsa nsinoT809. Mida ein Mann zu minislla Brakingsindis slite 915 was geheim tung aghht den Staub, des Her neh; Sondes, sitno in der Helen Puf Alpene 9931984share an die temperbs und bling ch jo hide Biler Bob Weißheit und des fleue 11s 119. tunge Gott, gefallenge& qu bin being, raft, ateb TEAUSTIS! 190 1914485 Vad fast me fliehit Bingegen Scanding Sunden, wie sie aupen tant und Pist Mache mich no Gnas dengifell Blich dein W Barcher rein und hey, laky mich, wiehen, más du fliehell was dit liene, jalebys, 24 taget, Gute 1821 Pfingstgefange 369, Mad Wiechdie leichtet Ber Nächsten ſtets mit Liebestreu und STY is Heiligers Geistis teherberunsisch darfienbednu Kein Neibad reins und laß uns eine Wohadtein Streiti vicho betrübenytted nung sein! dautoniil du herzense und Liebe nen schwiebelp Friedd sorties DusHimmelslicht, das Beispund oftende mirstoou gebent rent nem Schein bei uns and in uns Zn Giebs baß in deiner Heiligleib d fräftig, feim, gufteter Freudiamdibi fichrenianfraebensseithijend Wonne. Somiej Wontep himnopunsers Geistes Stärkebidabrunssl lisch Beben willst dingeben gennvies hinfort heilunbewußt diel Eiler& betongh distamatien mir getretemsokeit des Fleisches Luft und seine 2iDaiDuetrovaus: alle Beistobie Werte. Stähreführeiunsven bestrisfließt dieg soch: timisrbium essSimmenn unbBeginnen bomberd Seelenigießty laßi Beinen Troft Erben, daßilmibohimmelserbend unsshören, daß wirjin Glaubenanverbeno sed d mitmesad einigteit auchtönentellert@ htis 370. Meh: Eh, meiner Freudeim itembeit beindubare Beugnis lehe 11rsprung wahrer Freudiengtommod remichöne lehre, daß in töihen meine Leiden und erfreue Hergrund Sinnen dir ergebenudirsmith strafes theine Sünden dochad zus Bob, nalansplund Lehenrsnis daß dahi mago finden, daß die träfid 319Gteb'uns stets bebmit meinem tiglich dich in minorwerthe Bietla Rath dindrühr wis felbitisbenichaft ergonen, daßndein Siebent rechten Pfade dierwit dem Weg ich hier mag ausübentis manist nicht intensi Gjebams Beständigt 2. Baß nicht Dieb'enfalten in mirasl leitudaß mir ngetreus dir bleiben sondern halten limeines Exten für und fürgwenn mir much leiden Wort; lebre mich ergründen dies müssen Schauenbaites was zers Wort, ulaß mich finden hier and risten und geflissen, tiau drauen meinem Drti werthes Licht was di und auf deinen Trojzubauen.miragebrichtig dochidas michbines 4. Labans deinbredbei Balsama meinems lager gleichwohl nicht frait empfinden und zur Ritter verzagen. ibiupts da mi n schaft badurch, gestartet worden is 3,1Auch wollst dudn Beiten miche aufpaß wie unter deinem Schußbehutsam leiten in die Wahrheit d begegnen aller Feinde Truß mit ein, daß ich möge kämpfen zitterlichm freudigens Geberden bilaßd dich und dampfen, wasonun bringes reichlich auf ung nieder), daß wird Bein. Wenndie sind auf mich geed wieder Trost empfinden, alles schwind ihren Stachel schießt, mich a Unglad überwindener dei.SI starte, daß ich Troftvermierte mi 41 Bann ich bont und Lebensa hartu laß uns dein himmelfüßes Wort in unsern Herzen brennen daß wir uns mögen nimmer mehr von deiner Weisheit reichen geht und reinen Riebetrennen beße Biße deine Gute in Gemüther und mein Fleiſib verderben, dam verlaß mich notis eritrie star die Seite, bilf daß ich so streitur das ich sin's debichtaniansigt tomm! nos mache fromm miche saß ich in diesem Seben, blo des virslönnen Christum ansern mög' biernach inebentaruose mou Heiland nennenedsg mellor avid371.'. Ach, was igll ich Süluber, l Goi Purühen Himmelsthau, laß eie soll ich mein Gottl, birz dich unfres Derzen Fräftiglich, danten? deine große Liebe und ichentrun heine Liebe, daßd und Treurdist mir ewianimmen unter Sinn verbunden sein dem neu, mein Herzismein Geist and Gedanken, no IIVX A R Pfingfigefänge 1831 Gebanten; freuen sich ausallen Beit ZzDutbift ein Geift der Lidas deiner Sie unde Grübigkeitand beinn Freuchadsderieundlichkeit, 2aDine Liebes habidirigegeben willst nicht, daß nung betrübesorn deinen allerliebstens Sohndsmein Zants Haßud Neidotund! Streitan ne robe und mabintheongderis Feindschaftsbistri Bu eindiol deine Liebherist mir das leben willst, daß durch Liebesflamineron daßlich hath beständiglich, dhiß ich nich wiederhunsjuomeni, gdierl lebenewigdichtriti asusimwollen mietracht seind snno 3723MiBon Gothwillich nicht& iDuish Ernshaft selbst in Hütbil Dich ein zu deinen horend seisiden die ganger weiten Welt, kannst d Dimeines Herzens Gast bergMenschenherzeuwendew, wie dis bu bardch geborenndd new grees wohlgefätit; do gieb hobiheinend boretushaitoi odigeliebter Geist DGnade zumisFrieb pidigistes= 3 des Vaters und des Sahnesbande, verknüpfrin allen Landeapu mit beiderenteichos hrones, it was dich getrenneto habuo tistginis beiben Igleichsgepreistom puraj 9, Crheberbich suchtbusteitere ident Augish ein, nidh mich empfin Hergleidl auf der Erdbringisess bendambis fchimederis beine Kraftinderi dundernemie ndie Bohlfahrt diestraft, die unson Sündemdeiner scheerdaulaßnblühen, daviers Hith dd Errettungsfchafftid Ghita zuvorisdieiänderatswerheedets fündigeneinen Binn, buoiche mindoies Kitchent, for jerstbretributh C reinem Geistehe und Diensten Krieg und Jewers Booni maths: leisten bieitho bir schuldignbit? S 10 Beshitmandie Polizeien bahin 30h a siis wilder Neben, bugunsere Königs Thron baß rounds! haft mich gut gemacht sidek Toll wir gedeihenisch midwie notei burch beachgradein Bebeng du hast ner Bron bieiten mit Berstabi ihanumgebrachtdimo in beroristnitsu Frömmigkeit die Jugendli ersticiralsabiedind einteiluheirws Bottesfürcht unds Tugenbin mith bessero blando Blittersbeendas Volk indgangen Bandin.A uns im Tod erquict. nog tefalle dier Gentithers niit! 4birDustbit ndas feito Deles reiner 16tatensier, bied auferl dabuith gekabet ist mein Leb imdunddie Gates mit Gegenüen meine Beete beni! HErron Einbuab farge sértreiben bosend Chaingumuwahren, Gigenthum Geile, den ich bis widersetzet und dengitester und Bropheten, zin was dein Herpiergsgetaus un König, din chi Nöthen Goli füzésein Herzendreißws 101 190 im Heftigthentio bi and in* 12. Gieb Freadigtest und Stell 5. Drtistesi Geist, det lehret wie zu stehen in dem Streit, ber man redhibérer sollis Bein BetonSatans Reich and Werbeluntsd wird erhbret deirt Singentligen täglichenherbeut hiiputaipee wohl digbun Dilimetan, esirinerttch, dainie woberwinden steigtundläßthicrabe, bis der ges und sa am Dienst die Sünden holfen haber der altenhelfen tammo feat Christ gebe ich mir onu 6. Du bist din Geit derifraiden 18 Rich unser gauses eben allen von Trauern hättst homicht, erzeit nach deinem Sinn und wann leuchtest uns in Beiben mit deines wir's follen gebenring Ebdes Troftes Licht. Maria, wielaanised Racher hou wanns mit uns hier Mar haft bu mit süßen Worten wird aus, so huf uns fröhlich stevid mieraufgethan bier Pforten un buen nach dem Toberetben des goldnell unmetsjaati mismuon em'yen Lebens Haus unissa simods M 4 XVII, Von 281 tisipinist napilied red mo Foden 1919198 mi- 1909far alnd XVII Bonder beiligen Drefethigkeite® 373 Bushelaunter Melapists ed doveien sin].rkan& erthy did Drekin Ginigkeit, hen achlehrans och jsou einamahrer Ph pon. Vater, Sohn und Geift, daß du Itod tstäl 97 184 red beh Tap yon uns weicht, beig'it laßiina Teuchtendein göttlich Licht 219 Das Mongensnitt pich loben wir, des hengs auch beten vorbi, unfer armes Sied rühmet dich jebund, immer und emiglich 31 Das Baterem jet ewig Chop& Ditt ist g de Hein und Mdem; kroner den Seilgen ein pon nun an bis innEwigkeit duu Jyther, 374.tilli. Do Saghat ch 7 Gich, daß von der bies Morts eliths bersalinger Von ihmis durch ihre in the find alle Dingel Dent großen GOtpiseri Ehreinst Emigkeit, id men, ja, fungtralleni Chriſtenbett.nisme su FFS 8 Bein Nam" Nets 15 Eur, tre uns wo Will Lifts wing, ernährunsning perfone ner Bersuchung ſteud, exid IBED Home böler Zeit, dein ist das Breieinigkeit der Gpsthelf. Reich, die Krafß und Hertlichkeite mahrer Spiegel, o Licht vom Licht als dejen Wmachtsflugel 375 sich und n purch diesen Erd frevanstrent und alle Welt mit seideninScharm, bedeckt. bet spricht beinmetsen blinder Mensch, wie magſt GON anzuferkninnige Oneitand das nicht habe finden unser GOttmdge is a nig ſei:" Tragbuben defen teine Selten ein Weſentan a grindennis run thi fig Ob Bu gleich der Gebauten தமி eTCnt, Madtiujattin night Rod Wig hoben sich obalo Sie Sonn erwachet ang wenn sie fest bengäten heng magher, mas Lebtſ rundri meht, auf dielen Grden weit, ihales HErrr.au Deinem Dienst bereit., lisa mismo 63. reicher Sphasi unum schränktes Wesendames hot er hat wolt Bringet und eine indische Bes jarliers Deimlichkeit geleſen? nunftsewegen träntit#o tiefetin hinde nerforichte zorgest? weh nich, naßrop Pracht! wie groß gch! te nimmermehr, wenn du dich drän goos isk deine, Pastsdalsæ teft noth Korebril dhidit dies Chenals Wets fann doch, pier, Err, herminis dringeblichisig isdns) beine Begeringen, wie fout et dig! Die Gottheit ist ein Spiegel Mense wohl dein Gerichtergrün- mladie Vernunft inhou 1Sein? rimu went Vernunft nur wet Ihr Kliigelweijeidmerfet meg, s eg mỹ pir, dein Win das, wer die Vernunft mißbeanderatgan pela Ichlecht er chet der steht sich selben in dem nisor Trimmerhin, nur bin mit Sicht und nicht rebie Klarheit E beinard Lichten iAH„ Jannſt sich" Gottes nicht fa& alb sein Bib nicht immines Beisheit, die 19, og dem ver foch nicht selbſt Berich ten we might Jethlt sich Hunterweilen wirg, 15, bleivent du berällby der Schrift abfoderagile verloren und periret 89dfen, aus Einsats feiness perzens olehr glaubt day CDit in einem We uns cohne Trennen, in Sinem Ten Steieinigt und doch rids.dei. 6. Drum lehr ansa Wet Von der heiligen Dreieinigkeit. 185 Wer Pies his tryg von Flügeleisters Schook von Ewigkeit gebo wieder fen: tantante dio and muta Vater auserforen, zu 3761. Mie Pelerbebet den, terlos. ar nechc Che dei vott sem, Bater, der retten time Pudins dersoenbart Ehre, fel und Adami Sünden Grögeschlecht, GDitrodest Sabye, nderung er pas bhn the war verloren. löſet hat! Bon Beiben geht bereitge ArChrashet Mit dem Heingell Gelf, der bulligt unser Leben, der Geistli de ungeheiligts, bat!, ſich als einen Tröſtedt weis ndie al Ehrenſet der heiligen behande ihm nicht widerstrebender ist ders Sous Chastelfheit, der nintol teni Datteinigkei ins 377. Mt. Allein on perenier poeng met die die vaid kann Freuder Hoffnung gebeni dnudsi bid Consreinin£ l ein TGD t€ Hund genellit, Cend undre, dich meine schmanet thie sie Propheten meir Sinnd dass alles City stegen, schwing dich his ghielt sill Moltenien das Wit ihr Wesen nicht bing biestSeeleb, pergnügen, zertrennt," Wehovah, ther, geheig Stimmt nhở then sherapsimene on miette Sen nuit pate und Schöpfer unai Chot berhebe deine Brais; posic der Schwachheit obzustegen. te all her unbsidortsismig Mar 100 o Jenaja adatfer retiens 18/191 291Dan thischruh, vor GOttes Throw, soon deinen Weiteres bertambat nhörit dan kann, Davi ToinbasHeign Desigh übeyd Doit fibt den dreigeeintenGOL un vaites do GQIZ e ver dermed Cut menu meint des hen, mein Schöpfer der minshat des Homme Hurun hey! mtuhých iz tr www PHP edib und Seel niegebett, berilsiduftsouwing blieben. isl. Der Bote, son und D trein ver alle ugens Mutterle beraren Geist ist nur ein Globet Tet beei, mein pret Gutsp andsmid gethan! menh doth weighis isne pie 2. #fore weifitplug Einh auf gedreihfein Gott, mein Heil, mein Leben, etatem, felbiltenang, Norvid P sin ses Waters efter Sohar, der sich GOtt fallein, ingsmelchem prei Hit mich gegebeft?( ber mich erlöf Personen sein, De Dienersgener det hat mit ſeinen theuren Blush, stammen ud mein eitth Glaubenschenttsbas 4) Gad theilt sich nicht die, We allerhöchfte Buffaro siar licht BeenCrui mein fenheit, gleichständigd unermer Gelobet fet fengige remigi berpen Biel und Gott, mein Troppmein Leben, Beitrit in der Lichtagejellen, da des Baters Werther Gellt ben Niemands fearbintommen tann, mit der Sohn gegebewy bersmir ats dem es Chriftus, kung gethan, mein Herz erquictober mirsgiebt bie fein Worthnicht, pergenen, neue Kraft der thit in aller Nath tiDer Vater Iommt von Keinem Rath. Lipft und Hülfeofchaffto her, ber allesopati Bemachet der 4. Selbpet fet der Ort, mein bieses Trockne, Luits und Pieer, ou per big febet, dewrakles von Anfang rehatmua jachet, per lobt was in den meiten Lüften allessadurch iffe Allmachtswortchmebet 1: Heldbet fei der HErr, erschaffensund erbält binjort und deß Name heilig, heißtyrsGOtt o unai Menschen ma 196,8Der( Gohanousinteines 7900 Vater GOtt SegniSoholund Toit der welthe Gefa mit 5 sido5.um 1861 Vom periheiligensDreieinigkeit 5usDein wirosaki Heilig jest midlofondre, tdodhin dibi gleich Bersant Freuden lassenti tingindumbs heitäntdefens fürlisididtehnbe, labie dett EngeboSchaar'ndas Hedigs ganliftmdeines Eigenschaftsanst Hettigisingendents haiglich lobt Weisheit, Alter, Che und Kraft, und preift die ganze Christenheit, Ebu liebestuftet von Hergen, spilis gelobetmetismeins GOIB inualles? 3. Von welcher und monubirsso Ewigkeitiar anu pinsspathuis wohl ausgeht nothin' Persone, 379.etaunter Metobie, nobirsgind oderutsal gleich einen Det der Vater wohnung beiswolb dristigetheilter donen wird machruns von allen Sünden frei bie non euch beidend im Berstand und hilfsaasfelig sterben wordemis nicht mago getrennetwerdensdislà Teufel uns bewahey haltims Bebid 49 Winsbanken dit, daß.dafdel festem Glauben muß auf dich daßrfeingin Wort bicho haftleitläretp1 unssbauen, aus Herzensgrunda und anguins in demdohueisdeinol vertrauten: 19Diandrallen gaitys bein höchstei Biebbenähmetto dra und gar mit allen dochten Chri- deupp daß erichach deinem Rath sten entfliehnudes Tonfels Distert hatalmüssen samfre debelthätt i mit Waffen GOtsiungiluftenunserm Fleischbezahlem jer med Unten Umen, das het wahryfodd 5ui Send deinen Gestmins tim fingen wir lelijan oni nini mengu ,! Suspen die hohen Sachen 20BEus Christus wohn uns durchs Wort in unsern Cerjenil 3. Der Heilge Getstyder wohl the fest und gewisser machen; calif unsberge. 19in istumer. daß wie solchero tresen Brunst dand 380 ot, eine Seel erhält det lunsgeübt mausn dutero Ganstra Oft fei uns gnädig und barns theilhaftig Intßgen werden träftig 19Berzig und gebundenen beth Gfrl Jesus Christ, wahrod göttlichen Gegentis non lisg ms Mensehtrand GOttpdesi Batery 2 laffe uns sein Untlig Teuch Bild und Freuzer der dui fit a& ten, daß wir auf Erdeniilennen vieh ihohmiund Spotta and seine Wege nu flodr best Codes Schmerze orgetragen 39 ghabun GO Junjebaftigbein Gnadverleihnbakial GOttes fegne uns GOttround folches nicht werldren sei ar nenu gebedunscheinen Friedenlear nisbetrübten Sinkbefitteln.sffird S 4. 866 und Prots se GOtt bem i 70 GOtt Heiliger Geift, bu insig Vater und dem Sohn und dem Liebih Batericand simbhu Heiligen Geisterisht meisid meininnbrunst äuchruns Menschers! 5.Wie es war im Anfangjegrund giebnyum freudericeichen Chronte, u immerbar und von Giviglett zu daß wir vergessemobieler Evd Ewigkeit Amenlis, and thertolandiallermeist unser Geberd in 380 het straf nicy night.& Himmi hinauf eehebentiff Nont Go Bater Ursprung Qiellu8nOtt, butler Selbstständig und Grund der hohen GOtt- teitpidee du bist Eins in Dreien heit reine) ohn' g'wisse Wohnachgnshu doch der arnien Chrotenheitol Zeit und Stund von dwa subsidie. Gnas in die verleihen daß& alleine von Niemand weder aus- sie dich stetsönlit allein Fleißis erforng ersacht, ausgangen noch brein personda sehe nind gebben ondern alles vondallenu satsninen GDtt im Wesend ingl 2. Du haft gereuger dinen Sohng 19 Denn wie, bu bith duns hasted ohn Anfang und ohn Endevint erklärt, billst du auch sein genendsi JA 888 nét: preif Vous then heiligen Dreieinigkeit. 1881 netn er nisl nicht glaubt, gidndialbén: panzo Herrlich soll erschellend Teifel, fühutstbiebeilrör dich nichträntalled Christenheitsfjol nedurer fennettiDerirete GOttamitiNaop 20 Sein Nam'ranh dempnOrteed mein heißt Gt Bilter, Edhinistidellig ind bekannt, mit einem Heiliger Geist, sonst wirdlsghurdGeissnand Worke perleuthbtq etin Lanerifundendnu 1981.& Sealthund Land erneuertsuns integ notre nis820 tdsgaun IdogGeist und reinigt uns comun Crefata, bieup Bebybeterddaigeriden, stadit uns zu Gottes eve chahyabas redisits Geistidepdein, den Wegzum Himmelweift HErnemsnitens abgilis einem h6 3.Kein Mensch das Leben hätte, hehidhuot imi hallen Glans, fein' a dönnt auch nichtselig fein, wenns m KleidearsEmundshew Chopperfüßipfeine Fraft michthätenfeindin lebig anz.as ftimden geenie die Che alleind menaichtsausiei E raphy beisilmo barid, fecha Flügelisney Grad von Neuemd mit gel fabiereisenden ami, aritzme eduboeen, muß remig sein, peploremu verbarnen fieser billigthürl mits deinn Theil animmel: batoriTIU 3weenbedediten fierdies Jabe garsd 4.1 Gehalt mich, Herraim Blausnu und mit derd alidemtrgween sterflora ben, daß ich an deinem Seit wies hen frei, genadder iristen fieam Weinstod die Trauben feuchtsim mit großm Gachreinsheiti in barundheit verbleib; mein Henge GOthodernEdrei Bebapth! Hois Sinn und Gemüth, emeure und ligi Ottaden HErve Bebasthidegiere meiner Sunged felbst auchs Heilig indtider Herre Bend fübregaliozu singen mith 198 boosh Gel' Ghrt die ganze Weltd 5. Chruseisdem Vater benimnu erfüllet hats Bonadem 1Geschreimallerhöchsten Thon Ghr jei niez zittert Schwellund Balken går, Dank und Sobja fejn'mallerlieb bashons, auch ganz voll chanch sa sten om het aller Beil und Nebels wat: Authens dem Heil'gen Geishggeinigen, inäg 383 Hyried sum gum detidii allem Bolt and Sungen houts 19 orie, OthBaten in Grigs and in Ewiglets fun lest steitisgroß ist deine Badmheres385. M. Erhalt uns, Hist Icito dalletisingboein Schöpferin ist ein weilichincheleins und Regiever. Eldison Ibin ssbloerbauet sin den Derz 2. Christe, allenWeltrofhunss mein, welch's allerfeits gefärbetsg Sünder alleins durchäfts er bed of ist vom Wuh des: Lämmleins 3G GOttes Gahnstuderinde Eind Christado med dry in len bilt in deinen höchsten Throfis 2. In diesem kleinen Kircheleins zu die schreient air dus Hersens hat ihren Siß und wohnet drein d Segie. Gedonsflerea riar apdie veilige Dreifaltigkeit, ami 3 Kyries Off Heilige Geish Vater Sohn Heilgereiigion tröst, stärkhedense fum Glaubeni 3. Dies ir lein ist zwang ring& Drei und Endifröhlich abcheiden aus die wohnen dreing es oh genug sem Clenbad Eleisons red had und berelich ist und GOttes dötied 394 Desestmir GOtt's Gitte.aiglicher Giba nga dut du tis fröhlich prei- Das und jen, mein Herz fall früh und chelein, laß diese GOtt, befohle hirs spat demsrren Ghr beweiten, feinas bebite svor allem Pedag berjudsærschaffen bat, shem millig pleidndwohndrinbier und s jederzeitglein Sob und Ruhm bei Ewigkeit, dn nd Pos Perihan noc 386. Met 139m 188 Von der heiligen Dreieinigkeit. 286. Diel. Eatiobairiei us.mpgillad Bezdhoo Insre Sünd' und ន ៣១៤ ត ង អា ត ។ bettige Preignitateifron poll Schul Schuld gue dend hulig FOME Deln. FI niso madriteun din nist Pist. Hans des Vaters both erophen fich" tit deiffhaft Beherrschell, alle Last and lang hammars SEU Veigia vernebten? ſett bord und wund wherein sp wesen unetto unerfor 2. W Balten Sit onu mas auth well In 150m odi De Onsdageinem Borte p piel 9. Beilfer Geilt, du wefthe DEN leden, m DJEPA REBA 1 hat any zu Ettentler geben, du biff wahrer GEUTH Golf Battederdle hing tel Sonn ung 003023 der du vom Later und dem Spal UNDERS ausgehest ohnt Beginnen, du Der Buell Bulter und oer Sohn bid fengiba Gebtereit oursel 11 4 3 In Nethy II auf lommst du omledarum, auf und nachher Dins glebih amiko wire ter Butt Bor uller pena Suth beine hoch EB nog od 1910 I den Macht ernte Jest den d buray 190 ORIDAL CAR IN nkodia Hos Midte 130 Stoga sein 945 20 HOT DIE B im denti alle Wunder far und un Malthen orgot Preis, daß wit 8 len; auch Don Grigkeits Sobrnising Don uns menthed alt WE ARRIES und damplit der Beide Toben. SILF 20 1190 wahre Heur,& Purcha Judd Hay demagte Verd Grded& uitre rad unire à pollning telung, wenn deinen Tod, und alle Moklihat canten e lors ML QU deltem, du ve bu 10 Petafo) namman de 11: Wir blazen sich dentisthig DALLE LEH mit durch aber dies dues, immer gen, was wir für Senger off polid fort b gierer ( 1901918 fin sollprobung, wenn glezlehlé, Stang, da bet uns, Beinen anten Kiubern Chrif getrol ung Jelid, nergenar Fritid Apps une bugbe អ្នក ក Hen Silmorin, sive hal ger Geist, für alle Quad und 468 unternetöthenonatgigt, erab en Gate, lei immerger men ung ges rette tils und biff qus baig, p Plf premtompili atendigem Gembro by uns, haft persprochen. 616 NEW! Suada Des Giminels T geboren, in Slimmels er ansettoren mas terd 191 thibir zum bird sich deschicht gefwith& wahrer GEM resFOC und Lichtes 7. Du bist De ni ៥៦១ 38 339 bilgs metsad Pack com pamer tom als eben war die fülitu men Roun ap aprenias On Sailin ifaTalen lig! lingt, das thun auf Erden& di& 3572 ist Mun Daniet alle 198 heiliger proper. biol 910 boben, Himmelsthronen, H Weſen einigund, dreifäffig. Ing Personen in Seilt. Ein Gog pon Sahne mit keit, den großer Himmelgherf pöy 2010 erpon Barmherzigen de m 2.. Sehtnice sed truse desde bucher, exgrunden und -isld mstfoldbisa lammis rida munt reid anu isd ilsener med 881 tisfpinisist napilied red no aber heiligen. Dreieinigkeita du 1.389 enfiled vette vittmähe vuaß und gler tann latten was last oft aus dem Himmels elf; in ausa miföt from Smelt era Wels 3. Ausfinderan helt imp Güngtett S des ganz unterdrunginy Ming msg. onts eritanns ein mehr und Sebaotho otro. uno 188 Steppd 110. stigui PEO allo L Cinacht 31 JURI DU Drum müsley Brill is day hat's Kreuz Tropfen Jehwer großer alteco Hedehand högelt hallo astr talle bet Simtmet Broben indelung ner Helflichtet sie Seraphinen uro loben lib ngen immerpari Lobo fuggafor roßen WILLO her Pat B Stala Spaje Stig P Ha mich Siecht erkennenliad; Lumot ben Hoch über alle Sotter, King. LAFDE GOT Brothachs Freundlich fromm und Has Frommen Schuß und Retterg Ein Weſen, drei Betippen, me 81910 GOL Vater, Sohg und Seile ger Gent helbe Jebist Bombeir ger Prame to tennt to nennt, 180 ribit and pret eeft ihn get gerechte GOtt Abraham, Sigac Sif Ja Dich#hil T9PAC STER San 90 is ch Hey vom ១ last ber Geiſt, geht, Borm Sobne, mik 3 ohne Zeit herfür und AUDDAY DAY& MED er Err Zebaoth, der Nacht seite Gapen giebeten but alleine. vill jo har pon Smigletta Ob Tagezegett 13 Hom ligule Coun tufen an 1 nennen: las his bit lieben heter gleich, ewin, ateicher, frone, unky bid. ad Beffio dei Bir O mein 4. Sich hier, mein Here dan tike boater Hort to patre fin not and thes mai staf carich gid mern ner gleicher, das iſt dein Freund der alles that chayta was hir sum gaur ethis Liby Stinus und Beftirs dug Butter in S dereidjet einem gebuket wahrem Glauben uns. ne Young führ 190 Era in 19014 fenat THE 1190 Topling.. göttlich 21st Thillt und nema, grung eini entro de serem surtinge mit ſeinem gen. Begit viel Gutes hell gen Worte. 19 de miste Dets Für uns Ufam& 5. Erhebe bice, jeig, zu ihm zu bratra, find.anu ud geltoro ny que une des that recht erkenne Himpietteith erworbu. Jonit p den folds Gifenntniß bringtreffus 3. Che let duh Gott, dear Feilupus und macht die k Seele brends buna. Hota Tein ritenen in remeriebe, die 1993 Oi!! itine nabit zum er gen Spendentementen pa täglich left unterm veritatem Wabrhtt te betennemis nits Oft wird zu tehduen geven den 400 heitte Stelemigter Augen ſeiner Kinder id u wahre einine Gotthelt, 6.sweb aber dem verstotenid a Barc aus Barmbergiftet DAG hier ſelbft verbleng uns zu der Selected 150mmon bet, Gott von ſich jibst, und 389% De Tum, MPBELLMm; ..S auf Greaturen mender Welt bei uns hier taum Thür einmal verschlossen blei ben 1190 Arip bas gestigohdanis des Täufers. behibenn ber GOtvon sich preventlich betwittet diène& ndastreißt allhietyDen witb er dort tiaudhreiben von feitiem heil gen Throne. nerdem enth dem Gratiba& lo risch 8. Auf de biß all gleich 90.868 nawj fo giebj bn großer intind Laporte dingin, und Bermaleinst in deinem Reich ohn' Helb Gottpiminels und der alles endedsingen: bayt sial. Geben! baplalle daschen in der tilvine Sonitpfein hoch überalle Welt zu bir belehrer werden; er Götter, GÖlf Vaten, Sohne und oleuchter malabberblendet gebt; Helfer Geist der Frommen bringsmieverp was verirrer retuzun Meategoria Wefen aus was uns im Wege steht und bred Personen, spp.Gerät 19 don# sgajm dit iregiojly arin. fun tpreg9g mdi nor dni XVIII Auf das Fest Johannis des reisid meget mad and Tanfers nstensid mdi misgenst Fid snu do? Jstus mod nisl temul dnu tmmat of nadmie Onitsad SI 69 P 13, Lob und Preislei CDW dem Bater, und den Sohn, und dem einigdre eficaç so tadgard 1890MadMeine Sinertebet, there is bettcher Hat veel mit 19 elobetfel der Groduser gang aus der Höhenr& du ndGDit gſrad Bodena ley 199 gim of bafferenthelihoveiten, die o hot befuchetdundeentöset bu ben di Singidratinid Gabar siur timhein Bottpi gusto des Todeand bitte unsere ang. Und Harouns aufgerichtet vin Füße auf den Weg des Friedens. Horn des Heils in demiHause feines DiehersoDavidalo A 913 Als er bot Zeiten geteder hat durch den Mund seiner beiligen Brophetenil 19 and must 49Daß er une strettete vonin feen Feinsengsind von der Hand we can unit od ba allery Sie uns Haffenrun tanden jeigetenanfernbätbus, libre Bächte an seinen heiligen Bund! 6 Unban beh Gi8, Ben erge den schworen bat unserm Vater Abra bambusausgeben d Beyatim Anfaha, lebi und immerdatand von Ewighet zu Ewigkeit. Amenido sist megfeld het felugfrænds Ott, der 19 Daß wir erlöfer aus der Hand unserer Feindel thai dieneten ohne Futchbafer Bebelongs tod dnu 4082 In Heiligteit aus Gevechtig leit, die ihm gefaling and mi 239; Und dowkindlein wirst.Sein Prophet des Höchsten heißen, du nwinst vor dem HErrn hergehen, baß du seinen Weg bereiteſti 610. Und Ertemanides Heils and badutch er und hat am gebeft seinem Bonvid ba itin gemeldt er woll'ains retten als ein Haldol troll red lad dondundredalles antiquisar verflucht.. mit großen Gndben gatets sio and jule SI o Te hat unzijeiftefiohtinge med and her alles om hairy abge gang and und was doses tealiglich, deß wird. Jirael fregendeh.on 3! Da mikams on war filles aus in feines Divers Davids dus haterleine of bet Gelig eitgeest zwrot de Chri stenbeira de .bi93 4. urst uns Tool zeilen machte tundisobertscheiligen Propheten Vergebung ihrer Sünden, drinil 11. Durch bie herzliche Barm- 5. Der Feinde Trut) begrihas berzigkeit unsers GOttesburchbfers Hand, ob sie vor Jorn gleich 9890 find Auf das Festa Johannis des Täufers. 0491 find entbrannt, well en mus byer dan helebrenzo Von Renderschallt chen als der Mann, der Foundundvallt die Gruitiouer Obren Teufelpamingen, dann tule 8 batisau bören, der böre doch mit dn6 Sieraud bat ihn sein Herz he mehren. sword? meat is bass ich mit Gnah and Esstichts über dies GeGute trägt. Anbat an seinen rehat gleichen eine Mieder; Bunda gedacht is ponlangst mit der jangenebmustellang lit eu, Abraham gemacht es lebre au GOttomieber ein ewie auch an dieses was er der, der sidrschuldig weißusfo ngetegeschworen ihan Gides wird er Gnadenlaugenarja GDtt flats.geben denens bieba miradihn mit allem Fleik& em find von ihm gezeugt auf Kin- pfangen und umfangen, ob er bestind.. gleich irr gegangen. 88.4Aufbb, beth will arbete. Was dem Gewissen angst und von lenpein, ihm dieneten fein Le Sünden, so kommt und säumet benlang ein Reder ohne, Surcht heuch nicht lanndantörer und Zwang dad ad gun pon Ruhe finden. Denn schauet, hier si Gerechts und heilig ein per rist Gates Saum, das hat allein Welt, nach solcher Art, die ihm getragen die Sünden an des gefällt, nicht wie es Menschen Kreuzes Stamme damit wir mi erbentt bamis man ich nicht versagensen die uns pergebens fränt du do? EI wollen plagen, alisd 89d nad m.Du Kindlein du wirst ein Prophet bes Höchiten beißen, der da geht por feinem Erren fein poran und macht ihm richtig seine Bahnmle tistgious nd Ans berzlicher Barmherzig feit, traftsbererguns in unserm Bei der Ausgang aus der Höh besuchhandas siit der Liebe Gab und Fruchtiar tim..thultzoa 12. Auf daß, die er im Finstern 4. Wohlan dos lehret wieder um und folgtides Rufers Stimme, gebt euch die Schuld und Gott den Ruhm, daß er sich nicht er grimme ynd: ftrafen nach Gerech Bligteits die großen Milletbaten: nehmt nur in acht die Gnadens sein und hütet euch vor Schaden, sonst ist euch nicht stratheniss du nopilied nonist no sto 393. M. Run freut euch lieben. find to und die in's Sodes Schat- ob deindem GOtt in Sirael, ten find, des Lichte Kinder lön dem HErnsder Menichenlin nen sein, durch seinen bellen Glanz derz, Denn er hat uns besuchet und Schein 1901 dig god fchnell erlöst dallarme Sünder 8913. Daß ihre Füße richtig stehn und hat uns allen aufgericht des und auf dem Weg des Friedens David Horn, desi Heiles Licht, gebn, ja endlich allesammt zugleich im Hause seines Dienersatis! mit Freuden gebu ing Himmel- 2.Als er hat durch den werreich. Sob. Heermunthen Mund so hoch begabter Jens 392. Mele Christ unser HErr, teordie feinen Willen machten Subro Sünderlihörts aver ruft euch dort in diener stillen Wüsten? Merkt auf den Widerhall ber Wort, laßt deuch die Stimm entristeniie euch und heures gleichen ruite zu Gott sich fund, gered's vorlangen Beiten, daß en uns von der Feinde Hand und was ans sonst thät Wider: stand, ganz gnädig möcht erretten. Nunilaeigt er deiner Güte Grundpiben Bätern längst ner heißen; ECI Auf das Feft Johannis des Täufers. Beißen; er denkt an jeinen heil- Bürde schwer; doch bitt' ich gen Wins, den wil er ich gert wat mir gnavig Lebt und RehTeißendell Gid que nicht, den mentega Gjald und Bein. poneith bem atbrabam gefchworen hat den Heiland uns Ju geben, da nedsardor ng ie Sand Johann's der aufer mit dies alles legen helst auf dehy denn da feist da mierzeltsu Gelten gir out aus der Feinde vomis wang uns allesammnt befreien, pund allergzept, redist mai bin daß wird Thu Unser Leben lang. 4. Forthen will ich gern beffern tau bieten onder hentedgran hipottingehorchen Heiliger Serechtigkeit, welch' ihm gefurgjeverzeitbit eniau elbsthilms die man ng war nun Johannes eik Pro1sphet? det fum df¹ſollt den ten und ver: vor dieſelkhGen Gröſtet, tröstet meine Bieben, Weg zu pricht teno el emederregt und mein Gott tröstet, die sich jetzt pach, daß er die Weg ihm even Betrüben über Feindes Höhn und machin wahret Neu und Baße. Epiteilerufalem wohl So wird equiner Seelen dran rebet fie garfreundlich an; Heil erkennen und auch finden, denn ihe Veider hat ein Ende, Owenn ihne, in Glauben wirdu The Ritterschaft tamenbel.A Theil Bergebung eines Sünden 92 hvergebnalleihre Sünburch GOttes herzlichudlund den, tilgihte Mäfferhat, sich dab, tin welter ins Gesuchet will nicht mehr helt nothinden, That bei Aufgang aus der Höhe, was die Straft erwetterdhatrofie 1917 Derselbisannunmehr ganz haplja jwelfältig Leidehonsemjutgerschienen, die fehülsen, prangeneereuds full fich 192 diligtichra HEA! Bleib' anger be mit und nimmt mich endlich gar zu bien el n 1910 and 100 nedom 395 Peligion dlagtonit Angst. die onst inrauher Finsternis raglicht hell vermehren und sihr und Todesschatten hen auf das Leid in dyreldbettebrensdröfsd durch solchen Glany und Licht erg Eine Stimme läßt sich hören Sunfrenmattene ticht auf der Wüste livettunb breit. Lauter Friedenswegenis merug alle Menschen zu bekehren: macht 18. GOft Bälethel zu jeder Frist deniz Herrn den Weg bereit, phie Huld geplesen, sibelthmacher Gold' ebnenBahn, der uns hat durch Zesum Christ alle Welt isollsheben an, dialle po milbiglia erwielen der Geist Thale zu erhöhen daß die Berge regierungsalle Bellbaß wir niedrigehen, un 19 lid med 1hmn in Beständigkeit bis an das mingleichholt nuwebeberEnde Bienenodranu den und was hödrig gleich und 100 ndi sid neid si ahlecht malled Menschen shier auf 394 M.HEBEinChrist wahr. then follen lebenischlecht mund JGfu recht; denna desniEvren HertChrifi beri buahein Brost dichtertgoffenbasigubtefenbeit, i 19 flammtein Gottes and Deben bift hamer in ber tomm zu dir und bringt viel tiMisſethat Allt Augined TU 8 * 392, இத கு Dாமர் i@ un bigt sehr und mir gemacht die macht, daß alles Fleisch barn sebenjrwiejd was GOtthispricht, muß geschehen.tid Innd be 8 od ift Dp So XIX. Am 193 XIX Am Tage Maria Heimſuchung. wid bad warbl Soru- Tied neist on 39 GM Home pas mir, dein Mund versprochen en meine Seeber hat migeben ist gewahler rich 32 hoger beralih liebt und mitu mich erettenisung port mspel en lebta main Sauh it bewielicisined reudenaardalen od tispokkernyeuped datt schweben. meinst und Deiland iſt der$ 397. Joh. pregnant LunDie Four bat jich. mich ihm selber außerlicht die einen neuen ich bier Armuth deinetron Grey bochnerheket, agen mshah mit Gnaden, angeblict großen GOther Amis night mich, eine Wigger und Feierno debet; mainen nach dididimich felis, prei meines dans fen, auch Kindestind und eher nen Ruhm vermehreda mann; denn Gott hat viel ano Dem.robst mich Clende an Argethanep Basiithich zelehenajund mein Behet enhöret ichiesa tottörtönd main leben hat der es treino Rampit haiba, sene ber mich Urmernicht varachet, Macht wird, hot in aller Welt der hat mit Chad, und Rettung doeachtde eschleipes dallzeiten mich bedachte id 39 and com Ireich anste und Barmherzigedachtnight leit, die hier sind be tangeraniumpet werden und deren reinalb items gefallend any in Dimmel, noul Green 4. Misleinem mere odieiaiibeti grabeng biseritreng alles the orige balond wasusishdintitoli, Balentanilgad 81100 brug Schmelleton Die Mächtigen Höket to an deiner Noid hat mich spom. Thron, und giebt DerFeinden sie verlasteno armherzigkeit dit ihren Sohn. Die en Baden fället bey ihm ohne Deater und währet d. sestdig Niedrigen hinnoitelchleiht his neighlecht, die dfeines einen Wortesi Rauf me man durcht und hoch befördernstgrebschtendien ballleine echtpledg2 day ngrigenaraightened 9 5 at Gewalt mit eines Ar biedRechen millen fotden Nath fames Courte, daß Jedermany, muß threbendußenbehang theo püren seine erledigsteland Er pentet per Bayerzialeit boghjojihrein Herzen sein, ger and mimost higwegas, Broße dayet yn todenjelben feinb. leid, nashenehanit, Schmerzen Elbet bier gematig, hind agnatehengomus in dieser Welt von allen, en daß Sem hilft er auf.ndshme epidredlich allein die Niegrigefällhdsunden trägt hats im genrerbebettenbervor und Hellet derzeln gibäd spot du die ganz unverhofft emperadn tu. ble reddenhat mit Abra 7. Die Hungrigen, die ihn vor hambul bem, der indie alten Augen haben) etfattered althfam, and feinend Kindestinden ter und Gaben die Reichen burchseinen Ein verhunderbib, hat eteend indlicherlys, daß bad winder batten priglionerRoth und Angst parautserielen Laßt fich nichts perhibernads? Ismenind did we mmof rad. 8. 3ch dant dir gudmonaber zensgrundege GOtt! für das 19 8. Er dentet der Barmherzigteit und Güte daßer fortan unswaters sidomsg sim dnu idei tplich ml XIX 194 SHO Am Tage Mariä Heimsuchung. uch behüte, und felme wild im 10% 20 und Preis sei Gott wie ganzen Erdenkreif, erhalt undshem Vater und dem Sohn and chuß zu feines Namens Breisdem Helligen Geistem murad 9. Die Trep foer im neuen Band 11ste eswar im Anfang jetzt 75 und Elten geredet hat, die wird er und immerdar, rundsvoni Ewigs chewig haltend Der HErr perläßt feit zur Ewigkeitsmen& of uns, seine Kinder, nicht weil zu 399. Mindelft mir Dat's Güte. ihm ſtebt all unire Zuversicht. Mun meine Seatterbebet den GOtt Vater, dir jei Danka Herren ihren G, mein gelagt up Coper, Ein Geist: yor Freudert is die betim Chrifte den Glauben uns pers Green Rebabth. Meinheit ist mehre Heil ger Geist erneur' nun nicht weit der Höchsts hat uns Herz und Mund daß wie angesehen mein Seufzenound mein dein Lob ausbreiten alle Stund's stehen in meiner Niedrigkeits 398. der Der Sopgejang Maria- sh 2 Man wird michifelin preifen si Meine Seel, erhebet den Erniszu Kindesfinden Beitd weils mir nous ten, und mein Geist frquet GOttomilh erweisen Gnads And Islich Gottes, meines Heilandes. Barmherzigkeit, die bleibet für med denn, er hat eine elende undotuür bei denen de ihn scheuten Mago angelehen Siehe, pon und seines Heils sich freuen: das wirket er in mir, nun an werden mich helig prei den alle Rindestindardle up 3. Ge tante Gewald verübch mit of 3, Denn er hat große Dinglibienes Armes Madirber Grohen dan mir, gethan, der da mächtig Sinn, hetrüben und degen ihre und der Name heilig, uhoj Brachte er stürzet se poin Stuhl, All und eine Barmherzigkeit und wenn er hoch geſtiegen, muß währet immer für und jie beispihve Racht erliegen und bfüllen benen, die ihn fürchten in den Bfubl aid ained int 10 $ 190 5. Er übet Gemalt mit ſeinem 4. Hingegen ihm gefallen, d bie Arm, und gerstreuet, die bo jät- Denbith ziehen vor den Hoffahrt, fig ind in thres Herzen Ginn. pia, noor allengerbebter fiersenEr stoßet die Gewaltigen pompor; die Reichenhäßto erroleer, Stuhl und erhebet die Niedrigen. und kann nach einen Willen, die hungert reichlich füllen; nichts ist demens zu ihwerinish 1192 Die Hungrisen füllete er mit Gütern und lassen die Reichen Teet. 8. G Sentet der Barmherzig feit und but ſeinen Diener sirgel gut mis neduplo sonot 5. Er hat ich angenommen Jitaels, seines Knechts der denkt an alle rommen und seines Emademrechts. Was erhatitbraham 9. Wie er geredet hat unfern veriprochen und den Alten, bhs Vätern, Abrabant und deinem will er feite halten und helfem- JaSamen, ewiglicha 19ả thi lim intohý, Stamm Poistener. JANNITO 19 Auf das Michaelis oder Engelfest. 400 m. Nam freut euch lieben. man fröhlich fingen nap! Heut us Lieb Tapt GOtt der ist der guten Engel Tags die Christenbeite piel Gutes uns gar wohl, bemahrenindir sid tai miderfahren, aus Lieb' 2. Sie lagern sich, wenn kommt de batzer ihr zubereit't viel die Roth in Eifs gefaßt ſiddatatauſend Engell bagren, darumchen, und reißen die nodirbten 70 d 0 100 im 190 rsd GOtt, & f auisasi&@ bel onubujmis binill ogn m Auf das Fest. Michaelis- dnu stüded 195 # 00 ist$ igil onu du GDtto cause Ihrer Feinde Nachheng 402dwellson Gott, ut fei. darum manishtichingewintage ſtehn vor GOttes Tyrone 189Heuplink beriguten Enhell Tag dufte Wachter ind, der in gibie inauer für uns machen 19 fein Lieben Söhne liebt aller 3. Sie fibretistuif der Straßen Menschen Kins, daß er auch nicht sthidhl die Großenliamilit den Klein der eines verdwe't will habu so nochend bass tener Schaden leidenjoll trines dis jemals gebot'n. nisan Jußen obedi Beinen enehlet Tag und daruntog. Sie sehn sein Angesichte, und mimbon fröhlich singonmag: Heut it haben fleißig acht, was er ihn'n fi der guten Enhelo Tag die tren ausfütichten intesimit unso meinen.fbin nun nachts and die lieben Engel misr4. Solch Wohlihat benen noirdgeschwindeg'n Thre Flügel, zu etgelgidsbile nach dem HErren falten hin und her day hist no Fragen die Engel dhnen ind ge- e Christenleute wohnen in simeigt den Sasanilhed veljagen. Häufern gebß und Hein, da sie dnDarum man fröhlich fingen mag felber nicht lönnen vor Feinden Heutshift der guten Engel Sag, nicher ein, wenn nicht der Engel nobie jums gumihimmel stuagen: sager her wird and: musi cit alis Georgshammit fleter Hult dac aufgeschlagen tim ni 19 191.00ch i401: Mety Nundanket athe Ott. auch Abram und sein Knecht, hat Loth erfahren, 119 in Streitplein großer Streity Zaad vei vierzig Subren, jo min 910 Idber Krieg nahm interzubes war jag auf Bergeitet le Boten ein ngropisGetümmelunder große Dites neigen auf und ab alle na Mich delimit seiner Shgel Schaarwöht. On u MMI 19TUDOF ftritt heftig, bis der Dracht ganz 5. Eradhat entschlafen ein sidberminiben márnic del medi Gugel medi in- ant Ettia hat J2iDer große Drach die Schlang', zu schaffen, biel Engel warten ber Teufellsdanßte weichen, pfer Brauf; erschienen auth. den Hirmarbs geworfen binis, der pflegten und große Freide lehtien, sicheruthusschleichen, nderdrolle daß Chrift geboren wat me & Welt verführt der Satan, unser 6.19 Bei dieles Kindes Wiegen Feinds und allermußten fort, die der gelephelafend tage ein feine Engel feind. Ind 13 Feind wollt ihn betrüger, 118. Ich shooteleine Stimm mit Enger es ihm jagt! Jog mit in engroßen Freud erschalten: Nun ist ferne Lande, das ſoll in seinem mbas Heilpbie Kraft, dass Netch, Stande glauben ein feber Christ. & bie, Widthbroin dallen Gort wöruch Pazdins, des Armen, ndem seinem Chriſt, weil der verwenngleich der 238 ihn himmt, worfen ist der sie vertlaget hat will sich der HErr erbarmen, ein Sie das helpt den Dimmel zu laßt uns Juund sein Blut übebwunden, das" alle ingen ewiges Lob und Preis. sitreue Zeugnisword hat sich Be- 190 währtubefunden, der hab'ibr403, MA, aut Menichen miten. Beben nicht gelieben bis in den Of! dein Engel schüßt die Tobbit Freut euch," ibe imelleitend dit jet bober Dant the Deinen! nun GOtt Lob hai's feine Noth. Barut, daß du mir gefchidet einen, JICO der bei mir wär' für und für, N 2 aut vor GOtt zu aller Frill ment .. Helmbold. D. 3. Olearius. 49 in silobine fetichette. Ter 196 Summer? odong stsid 0 I auf der Hand er mich getragen And Mentager mich zusam Rup gent ferner anmich lagernas daß ich ficher wohnen Banater nom. 404- kel. O dantien deber halte in Flammen durch tisdrof Engel unversehrt, sor d mich mein Thun Beleuen, Ott, dir sei Dank gegeben, auf daß tester fia über Adaß beisten Engel; Schaar mich man freuen hennichspon mich schüßstin meinem Leben por Boshelt feer Lat mit nift Dobe Anstoß und Gefahr, daß mir der gedichter bich prelfen tannetdene, alte Drache, eriarge Menschen und das Amt" Derrichten der feindunicht einen Unfall mache, neben Engel Sauna( 196 diulo wie net gurthal permeinti isded up therBurden( og, laß mich & nach meinen Tagen 2ydd hul herslebster Bater, 6. Chidan 405. in uns HAND wie stebit darauf ein indian dein' Engel tragen in Abrahames treuer Menschenvather misnot some from og stimmt mich in 8 hetest Air Nichtbist dur gefinat! Dein Deer, ist auf tommen, mirnjur Geigen und wehret fil- Reich mit taufend thusend terlich wenit Satans Engel strei- Frommen thach mith den Engeln ten mutt]( Linden, wider michchusd, eleifugh gilid nightwrn Höchſten. 3. O GOtt! laß dich bewegen, Taß beinerfür isterletowie die bis 6514 bith Toben alle hierher pflegen, much künftig kei tearminti, ank las callen brng din* mir ffeingis laß michmaut, Samen ten Pit für deined Geloof bie gehen, um dauf der Attern Brut, Engel jön, die Sich Lehweb'n 190191910 1198 aufdrjungen Röwen stehen und vor einem Chron! Dauf der Drachen Muible mie glangen hell unis teach4. Du, Hertholit mich berteng Hi Febeli didgang hütenibubch deinen tarten Urm, offenbar, dein Stimm' fe hören vor meiner Feinde Wathen, por allege. S sind voll butlicher bbser Geister Sahmarm, por brem uno Epsonon Mord amb Lügen von ihrem Born 13. Sterfeiern auch und schlafen und Grimm, bon List und vor Be- nicht ihr eit ist gang vahin trügen beidnisl mich am und um. gericht, daß Rd, Heer Christe, 5. Dierritarken Himmelsheiden, um sich ſein ani 190 191 bie allzeit( bordinistehy and Dei Haufelein und um den avates annem Ruhm vermelden, daß immer Der alte Drac und poſe mit mir gegn, Labrite mich, wohl, Haß und vor begleiten dute Jacekfort, und Borne Brennt, fein Trachten teht dafort, lapusie auch für mich frei- allein darauf, wie von ihm weed' chiteht, wie füm Clifa porto dry artrennt dein Sauf im ani snis. Schick figzumining Nothen, A. Und wie er por bat bracht wie zu Elias Seeland, wie zu in Noth Die dem Propheten dem grommen noch in Todi Kirch WorthGe dn Daniellaß fie mich machtig gets the am Chrbarkeit zu tilgen, ist Tapy wo and antenamie Lothen aus der Gluth, er stets bad odwie Betrum aus den Ketten, wie 6. Darum tein" Naſt noch Nah' Paulumtraus der Fluth soner hat, Bigut wie ein Lois trachtt nd 7. is duiden dreien Männern ruh" und that legt Gain und gabst einen Engel auge da murde Strid, braucht falsche Lift, daß ben. Bekennern das Feuere tühle er verderb, was christlichy lifts bereit. 7. In 63 Auj Ha dainFest Two Budeljen macht der Engel Schage die Christo folger immerdar, und schüber deine Chris ftenheit, webredeffund 198 enfels Binistettudz niam dim de bas, Wiligkeit 18 An Daniel mix døgerzanter pen Lömen jdß des gleichen auch dem frommen, coth numen Luth pera Engel half, aus aller Noth Th Dermaßen, auch des genere Gluth verschont und Su den thut den Sinaben in der hei! Ben Staman, der Engel ibn'n zu tge i ichust salg nor Mebel cher Blagn Michaelis 197 विश 4. HErr, diese große Freund liceit und sonder bare Güse, ers Heischer von uns allezeit ein dante bares Genither datumuno Gott, mid Batten die für folche hohe so rühmen wiersgroße Lieb und Ghares in ist sid Tap is de startens Engehtaft reduiden uns zur Seiten hifie find wir nicht. Hlahedafft zu dieſen vergeten die Kirchen und die Polizei fingebæis chucherfür ſich dabei ist gunsiglichderhaltension distinctiGerid laß unse durch Het seine Ghad in deiner Furcht ver1192bi- bleiben und mich selbst durch vor S uns ongeleind die At nommars geben lein. Leben von tertig gein, arbemüthigs and john' u adrein treibend Gieb, daß wir rein und Heuchelfhein bemächsten gerne stearted bid and la 0.8 nkla Darum wir billig loben sich und danken dir, Gert ewiglich, wie auch der lieben Engel Schagy sbichpreitet beut und immerdar. er der ind bitten sich, molli alle zeit dieſelben Jaen den bereit, susschüßen deine Heine Beers, Puns der ganzen Weltand dei cdgn baita beigu göttlich Mort in Werth 17. Gebrauch daß wir der Engel Antverrichten bir an Chren, und seine Wunder allesammt ausBretten und vermehren, die du nem. Weisshaftsborgestellt, voll 89.2 Bylt Melanchthon Weisheit Nachtrach Grüte.. A tesildas Setto g. undbiers durch die Engel Gott, der Bu dus Setzens that alls Rothuns coftisgeführet, ngelagrand adie Mexfcentimber two day Uns manchersſchatiere Laſt nliebert und als ein Vater alleindlage nicht it beinhretasjo Stund uns sehr viel Gures Hie- thieferner auch nhinfootan bes sehela min pantun, her cunorgen" amadaliyete herlagerni č bis, daß deine einu saß fieraniallent Dgt um Treu bei ist an slogu in unjerm ganzen Leben 99ªaß deineő Kirch", jualb unſer 1002.dira preisen sich infonder- Land den Engel Schuß fempfintobeitigh du die Engelschudrensen, daß Fried undg Hyeit in alday peinem Lebe bat bereit fr eir auchtem Stafi ein Jeder möges fins uns mit zu bewahren, daß unser deh, Tapisie des Teufels Mord tu am feinen Stein, wenn wir und Lift und was sein Reich Ses shaus unsern egen sein durch deine alire to staft geſtören ánil us sic and venebenzin ni 3m Was ist der Mensch" Bater! 100 Bulebt lapsister auf unſerm doch, daß du sein, so gedentest? End Hinweg den Satan jagen und Jandrihny dazu so reichlich noch unfre Seel in deine Händhund fidiengroße Gnade hentest daß Abrahams Schooprumagentorda drer die Himmelsgeffter hat, wenn alles Heet dein Robertlingts und doer nur geht dut rechrem ad Heilige heitig, heilig singt, ohn 3ileinem Schuß uno Sutern? iffiges Aufhören nisareister. 10190190 191 sldrigger and manns1407.Nach 198 Katechismusgelänge rate 407 Nach voriger Melodies Mendi bu u, aber, Err! Mə helbei au deinen schwachen in das Wet ap WOROBIE& nd apsafersbah da Satan itoßen. Kindern spät und früh tem Macht an 3.5 Chrifti faffer 1 fafter this idea juo uns mög' finden, der täglich, als GOtt dield an Straft und Ehten 13 mit ſeinem hilf, doch den Bergen nedet Mord geht um Tume her Arme atg 2. Er wollt uns gern, de and fac nur nes yukle mon that both perichten mitand 790 Defihlinie er tomm, doch einmal von defnent 199 Thron und ſchaff de Frieben. mit fald FH LISTEN. grobe Sund und in Verdamms adnod Kæed, Jürjenográðläs@.V B. stadiald door medield any mist mied him to this is th Der dritte Theil des Gesangbuchs, med ied the rello nejled tid tistrsa fd19)( bid Katechismus- Buß und Kommuniongesänge.. 8 andet menigd ni nd lot fun is e to e semiet ind ithalienda 19 deig minnar tebin un bin al illo X stadi Katechismusgejä Hex XX tidae noa nes Gre& Ditterhalte fie uns S The die deine Ratechismus tods? 408. Mel. Erhalt uns, HErr. eben: Zur Furcht des HErrn eu'r Lebentingenehme an I großem Dantly will ich euch Wr stehe ber jungen einfälti- laß gebenog amus sid sogen Welt durch deine. Wollt ihr, dasped duchy host Luther vorgestelle Jug som föll gehn den Katechismais fecht 2. Tappnir dernen die gehn verstehen lernt duve debiteu Geborist beweiners dunsre Gund'Gaben; was GOtt im Wort und Noth, und doch an, dithandschreiber für das hattest feft, the S deined glaubenis im Geist werdet ih züne Lohi den Siner erleuchtet thong mist netisipiapmel habenog tim lloj ud idem med 3. Did, rahfetint WaterJofrufen 83. Kein andre Gotter chieberunit an, ber atselwhelfen will undbarir, spricht GOttjfollst beredail tannyd daß wirbats dinder nachnähteil die; ma iththan 8 der Tout christlich vollendetindlich führen den Nament Gome, da fern Cauf msnisd mi of small banesHirn; den@ labbath D 4. So Jemand fällt, nichtatiei sollst du feiern gernyt feln urbeit bort gen bleib, sondern zum Beid Fran berühren tudi onu 1'091 stuhl eit und glaubt zur Stär- nid. Den Vurer undlistel Mütter tung hendas Guerandeitti mind nehr', in lang bailebiol Chenn GOtt gebe ein selgesd Endud ns Behrhund sie ja nicht betrübepse d Mi Aubw: Helmkpldt wirst du fehn viel gute Tag ins( l 409Met: Kommt het tuo iniz.Born den Nächen hidutootegija ni br Kinder, tommet het zum die Zucht und Keuschheithebel.d hort, was ich euch jest traged 5. Du sollir nicht stehlen frem nist für, merft aus mein Wort gardes Gut, nicht wuchern Jemande misd Schweiß Fisisiyah Todist 979 199 First NOA Schweiß nocne dont durch Dr Phub fets üben! falsch Beud nd Haus be auch pas hey dependmahl de nif Bon den hebben und ein mahre Duelafft zur Stärkung peines Glaubens des Nachften Welt gehren nicht, noch etwas drgus, auf hap, but Idng magſt lebell, 6 Dret Hauptartitel Tanl bier brauch Penn dich dein, SHP töl betrüßen, Genit nis irst der guten Wert a danten foll, an Chum Chriftum GOftes Geist auf eine Tafelse gläußen, erkennen auch den Beltichreibet, der byber mit Chren .$ gen Gelse, der dir- dell Wed zulll einen Stand und in den rechten TUR Himmel welft, so wirst du Baterland in Emigteje perbleibelbind wohl bleibente.. adorg 7. Des Morgens früh, des Abends spät zu GOtt dem HErrn richt dein aitzen pers zensgrunde, so wird der Vater Ich dir, 410, ma barbie 2 Daß mich dein sein und bleiben, diftredey 624 Hind( Ger von dir laß mich nichts treiben, du bei bei dich selbst vertritt, dir helfen alle laß mich nur nicht wanken, gieb Stunde. nnölopainnmmon nin Bestfindigkeit togfür will ich 8. Das Sacrament der werthen dir danten in alle Ewigkeit. D. N. Selneccer. Tauf sollst du in deinem Lebensstem m ser XXX. i den Zehn Geboten. Hends Tue sed thru Trenn Indr 19 801 411 Menf willst pu lebemoß 6. Du sollst nicht tödjer zornigiesind die beiligen zehnlich, nicht batten och selbsträchen D Gebot', die uns gahsung dich jeduldrbghen und saniten Coderhus Erre Guiu Muthund auch die Feinde ich Polensichsleinens& Dienep thun, was gut. Kyrieleisog redtu? treushpdraus dem Berge Singi. Dein's' follit burbewahren s Kyrieleisro mi no apor; ndreind auch deinnersateinads 2. Ich bin allein dein GOtt und andre mein, nundabatten teusch dnu HErin Götter jollit duibusdas eben deins mit Bucht und nied ben mehr, du sollst mir gapsver Mäßigkeiten fein. Kyrieleissthuslys trauen ichrow Herzensgrunde 88. ursollimichtnitehlen Geld& lieben, mi. yrieletso thing) nacho Gution nicht, wucherm Se D 3. Quist nicht führen zu lind mandanSoweiß atoch Blutd dunnel ehrn den Namen GOttes deines sollst naustban bein milde Hand d HErm, dalollst nicht preifenrechenden Armen, so in deinem Land. misl noch autohnwas Dit selben Morielisahin dnoms o A red't und thut. Kyrigheted mb19. Duisollst keinnighher Zeuge non 4. Dujotit beilgen den sieb'nten sein, nicht lügend auf den Näch- dud Tag, daß du and dein Haust ru- den dein seinislinschuld dollstrauch hen mag, duelist von dein'm hundretten duenmdesdeinenSandei lasſen ab; daß, GOtt deinds Westen decenius Kyrieleis in di babakpvieleisibost ned mo20. Du sollst dein is nächsten Weibo 5. Dudoflitiehond gehorsam und Dus; begehren nicht noch sein dem Vater und der unter etwas drauss sollst ihm wüns dein sund wo dein Hand ihn'n ashen alles Gutie dir dein dienen tann, so wirst du langes Herze selber thut. Kyrieleis. Leben han. Kyrieleis. 11. Die N 4 Botoden gif Geboteff vann mit Freuded for con Unteine Wedel interi laß mich mein gebrag melden daoich nicür die Luftfeuch fundset Höllen Qual bort lets defeat Th mir Gott, An reines herbach fhundbare Wort und Serig auch endaltensfor Die bobiallsund gegeben übölsan, denn affhut Lib find, daß du dein Gunds Meit und Schmach verzeihe uns Ign ficheatindertengen joltst amb tittel fet Grild and Wohlight feriteiumohl, imiedman or GOtt Jedents gente schaue recht leben soll.siskyrieleis.enog mand" pionen hönn" und" thu es 18: Das Belfsunto de HErr SEinar Chift beriwners Dittter wordenti; fontst'annt unfernt Thun verloren verdienen doch nur eiteli Bora Kyridlebs.dnů 19ig thuiso tu? snistmi. then 412 Melsingsiskefes Nothin Einhreine echters& botldrenathwin sollen leven, wollst du mir, biotrofer Gott! inst Herzenbersgebond daß ich gumouten rajities foirmit Sorg falt und ohwsHeuchelet, wasibu befiehlt, mull bringe ichordsp bim 2. Giebbaß ich vndallein ders traux sallein bich fürchpund liebe, auf Mettsdenhülfaind Tooft nicht bajunsin heinebutcher mit den 9, Silf, daß ich meines ma daße graßeriskeine Gradiisums mend me retten mit beGunst, Gewaltpieachteich Fleiße von ihm abwende Schmäth thath With and Kunſt mit nicht und Schip, das Wohe mit nut ami Abgottverdesged 12 druheffiel, Giebsaß ich ließ Alitiche 3st fashich beineti Gnabeu tigtelt und hab ein'n Abſchen je bund aus deinemis Wort ertenne derzeit an Lästern und an Lügen auchsinicht umüglichsimit, bent 10 Caß mich bes Nachsten Haus Munds, Err791befhend Ramen inde Gute nicht wüncherade nennet basich bedenke alle.Tag) begehren, was aber mit Conno wie Start mich seine Taufzusage then that, das wolly Bu mir gel zum Diensteidis verbinder wahren; doch! daß es niemand 4.8 Anisage.dinObertshell'gen schädlich sech auch ein ruhig Ruhubaß mich frühbor dith e- Herz habet und deine Gnab be tenu viergeits auch heiligsbringen hatte, onu dro sin zimitsDanten und mit Beten AG HET dass ich hab chieine Lustin bir dein Wortsgdon höre.and Bafle um alles Gut bichprehse Behus Thymus redlich nähe und pojemunte fante mein Herz vom Geiz und Unrecht tehr, nichts sur Gewalt hin netime und von der Arbeit meis neegandoübrigit unt Nemawend und hight auf Bracht and offartansd of mist in dnu deren adem honte deine Nettuno deinen heil gen Willen wie mir gebühret, deinem Nuecht Iohn Dranger geen erfüllen; fo fühl ich aber was gereiche und wie ich das Gerinaste nicht" THERE mag aus eighten draften, 16079d Die Eltern, Lehres, Obrigkeit fodorgesetzt mir werden, laß mich faehren alleseit, daßchirmwoht geh auf Erdenph Fügnihre Tiew 12. Dringleb bu mir Ubh deiund Sorg tlaß mich auch wenn nem Then, Goit Bater, Guad fie werden minderlich gehorsam und Startes verleih, ocja! fein und dankbar.durbland Gottes Sohn, daß ich thir 6. Hilf, daß sich nimmer eigne rechte Werte: Heil'ger Geift, Rach aus Zorn und Feindschaft hilf, daß ich dich von ganzem Hers 200 Ronden zehn Geboten 201 nbdich babelhicht dgeebit allzeit diel( Guern, Lehver, Obrigkeit, the Ereu und Gorges nicht derkannt, auch nichtragedient hitsilliger Hand, sisprieleis.Hoj nedel ter Bhanden nächsten nicht adliebt vielmehr geneidet und de Hersen und als mich, den Näch ten treulich liebe. bomb anu 4 Dies in die heiligem Mich will du lehen ſeliglich, dung her it pleihen emige lich, sollst halten die Behu Gebot die uns geboten, unter GOAL nieleisnim bim dpl Bu Dein GOtt und Erzjallein bin ich, fein ander GOtt maßirren dich, trayen jell mir das Herze bein, mein eigen Reich, johdu stets ein kyrieleis. dnu trom 3. Du sollst mein n Ramen elmen schen und in der Noth wich rufen anno 19hbeif gen dan Gaba bathstag auf daß ich in dir wir teny mager Rymelers.stin A Dem Vater und der Mutter Dem 1941, put nach mir gehorsam jem Niemand, tögten, noch ore nig sein und deine Che halten reing prieleisi and ide ühhi Bant, nyaden, Streit ges fangen das durch Bormimb Rachgier Sünd gethana Kyrikeibtis 7 Ich habeunreine Lust gesucht, nicht Heilpleitgeliebt and Sucht. Sum öfterst bathsins Crank und Speil intamundebet daß und Weil orielela zim ud fillour 8. Ich habameindAmsg nichtsfö verrichtitmmie est erfordertran eine Blighter mischbrechto Gut fan mich gebracht spend temen nicht mit Hülfpbedacht. shriele..S 9.3 bath den Listren gerwige bört, nicht allis zum Bestellvor netebretan witburnicht beflienuje derzeit der Wahrheitsand Nare richtigkeitbopriefeiers v de 5 Dy Jollit ein'm andernitehlen WITH nicht, dayt, Niemand Felices zeus gen nicht, dem's Nächsten Weib 149 Ich habe mid Niechtes Schein auch nicht begehrn and all sein und List begebatsomas difeines Gutes gern entbebrna Kyrieleis. Nächsten ihr was such an Gütern amur, mneanchy Pero bei ibn findit fein Amt, seimpaus) 414. Anh us and die heil gen. Band, Biehb Gaind: thriekeiso Meny deh, die i heil gewo Zehn Achnerstadter und einiger Gebot betrachte die Getwerindich beracht'tsrunde Pil gegeben hajt, er deistuebot, srdieß Sohn fist Born iditede jeb daßdicholo jehydere und Ungeradabiddinden britts zürnet dich, Kyrieleiss)( bildöbl und vierten Grad.sp storieleis.A 9 12. Derrabeti habiin tausend Glied hiepijin erwarten Gnad und Zried derndichi HErp Kebtrunds dein Gesek hält über Lufbi und alle Schab.styvieleistro nisd ist Ich habis die Grepturi men mehr geliebt als dich und deine Ehr dich nicht gefürcht't, die nicht vertraut und mehr auf Menschene bülf gebaut, Kyrielers, jm sig 3. Ich habe beinen Ramin und Bund mergeblich Oftsgeführt Mund mit Herzensandacht nicht betracht Err, eine Weisheit Güt Git and Macht. Joprieleis. er 4. Ich habrzubracht den Saba bathtag in Wollust, oder Wuh und Pag; dein Wort versäumt 13. Solch Vorsateider nicht hier es wohneh gar nichts Gutsin minasich habe nicht das nachgetracht'td was du gebräut und zugesagt Kyrieleis. jun dop AkorMein Tichtenarist gvon Jus gend auf sehr böfrim ganzen Les benslauf; denn ich ganz von der Scheitel hin verderbt bis auf die Fußsohl bin. Kyrieleis. N 5 15. Ach it gepreift, was du für Wohlthat mir erweis't. Kyrieleis. 2020S Vom Glauben. Chihto 156 Ach Väten, siehimin ewid 17 Mar défin bin an versetheminiwas ich gethan, nun gefaffengre nimm weg durch deine eind thund yies te bele Gere Hulbisbie, fierettasie ich Gasta boat BBfen lase verschuldt, byveletlist us tab. jelelig tid edild bi 167Gedent, lobh ein necha a betein Waten hi JEsus Chrißlein grachchaff Holze treb, der and entities wider worben Astur mich und meinereb und bunda tige fort und ⁹0 A Mithethah dieser auf sich gettom- fort, daß 4th Vilheb Ait engen men hat." Kyrieleistochin ich fort Aistieleto 19mm us thadule tid tisdarst 1910 des me 110 1 XXII Bom Glaubento tod# 00 ndi nom sig Hongfu@ hift, heitis.jud Bachbodigeerbie 19d Ott ritbmein allerhöchstessa leingeborner Sohn Pau Guthad basiimtr devenitt Swer tausender dinmt vo stherd Biand and Maths seinen Chrono wer ih snGOttirBaterid Sohn and glaubo ftirbtnfelizticS SEU! Heillger Geifderson chuchugich glaubosaing and sits in Schildur Beistand theißrorudi horg, und werden laiven hier 191 2. Der mich freisajaſsen unders vernichte dieser is hon vor löst, der heilig macht und hafssionsgerichter aber glaubt tig-työstty onein vetzenstbell, an seine Guad) diffelt das e geod meinteil mein Schmuth Félstreben hatun mist medegre birginni Trois Burglind Steret. di 100. Brendi Jehr& Anno 3. Del Sträiftnikest sens Eju, stärke meinendußensp Kraft, bern mit Trest, dlath und daß es nicht gegründer der auf.8 Hülfedisaffismidlnoniais deserbrechner Meinung Blauben, Erbugebabchi ber große Serdaß deblöhne Heuchelei Beis de a der Started Gjeding this tein vel Heinem wir un vertu died 4. GOtt spricht: Werd meiner det fort ind hot Namematen und wert mich set Bardufo verlasse und mit feftem nen Baternells daml teist filanten fasse Hot 190 191 Schuzial wille Notho denotetprog. Dulme, hiagatan deteng ich auchnomoth unto Toda fellchi was ray tanod lethem 5. Und wie ein Diamofft bleibe Strigwas franih nach mein hinber diyeitwindprder Houten, sowe bon inferi meinsEigenthian: dých bin ein Whats sen suhted besi GOtpisumallen Beitysbag Bleibtidir, drith bleiband and Her mein Ruhmdin Ewigkeitenroll obei die, daß chich JANI 1 ich wiane von Sie 6. Willman berFeind mich uren- Dabtreiven, the will ofteulich besti branpuso if ich Gottesd Namen bit dietbenodisomnar i sid selle an: erau auf Goth glaverna, end mich deine Geist regend fest, daß mich sein Name nicht ven, liebster HErenade deinem verläßtbil bi and doi dort, und dief deinen Wegen fühs 7. Lob seitdem Vater und demren, denn du bist meiltreler Sort, Soha, and Goth dem Geiſt, in der im Glauben mich erhält mider gleichem ThronSelbbt get heut Thuset, sind und Welt wenn und allezeit die heilige Dreieinig- sie noch so graulich wüthet, kannst D. 3. Dlearius. du mich doch wohl behüten. du teit. 09 OF 4. Du 415 S Bom Glauben. 20308 व 40 wigst die Ehrenkroner ich thu laß mich dabei des Böst unge meijelt henten misi duien por dir schämen, und liberall no wigt min zum Saadenlohne thuen sich fürchtennis brud gsor mmin aufpreimmatban. Cr6b.hunendlich sterbertsideintu ich bleibe dir verpflicht', HErr, Macht zu retten, die dich liebensa ich glaub und zweile nicht die rund, wenn der Gottlof bish vers wir mit nach dreiem Leben auch dacht die Rache auch zu ühen Giebe des Himmels Freuge gebenau daß ich deiner Allmacht Schutour 449, a. Shrik, unter Berg zum, fjort über mich erstrecke, mich auch meine Seel erhebe dich, mit nicht Menschensis Grimm tandem wie man ihn soll achten, daß er 7. Voll höchster Weisheit bist der Allerhöchste ist im Himmel du, GOtt Niemandelam fe ab IB und auf Erden, und fell gerühny gründen wie wunderschwer auch zu jeder Frist und angerufen wer- ist die Roth, weißt du doch Rath den als Ursprung aller Dingen zu findeng Gieb, daßitch din fiets 2. Gott, du hineinig für und trauerzu auf dichiaverfiimeine für, nichts simb der HeidendChats Sorgen auch ehelsweder dentlis@ ter, Lein Heil noch epit, ist aber noch thu, weilidudsiebst, wasb biroteinelfer undi Erretter, verborgen und prüfeit Herz und S Laß michory, auf dich allein Bieren, dnu thom pilisd 19dföl von ganzem Herzentrenadin GOtt du bist heilig undöge pit innigtich ergeben sein, auf Niesdrecht, dy kannst die Sündlinchtism mand anders, hauennur GOtt leiden; mensagen omillariet jetor allein enhangeniss deins rechts der muß das Böse& 3. P. HErr, mein GDtt, du bist meiden, Gieb daß ich mich anr ein guru theutest bei uns als aller Zeit der Helligkeit befleißenli len gy Gaden aus, was geiſtlich machiage den Gerechtigkeit auch heißt, nach einem Bahlgefallen. dein Gericht gut heiße Obsich's 19d Laß nich stets geistlich dein ge schon nicht begreife.thiral 100 A finntn paßi wenn ich were dicho9. Du bist sebe: gnädig, fromuriose trete, ich deine Kraft in mir emas und gut, imo sich befehrt der Süt non pfind und dadurch did anbete bera erbarmft dich, wie ein Batenb im Geit und in der Wahrheiththut, von Herzen deiners Kinders bi 4. Du bijt, 9. Gaft von Ewigs Gryj daß von deiner Liebh and. teit, phn Anfang und ohn Ende Gnad mich allweg Trost belomnism Gieb, daß meinerzyon allery men pon mir auch meine Mifestim Freud des Reihen, ich mende, that do fern dein bingenommen auf daß ich möge immerdar brummie Morgen ist vom Abend. i nism bitten und drauj penten, weil 10. Dit deine Wahrheit festa alles hier ist wandelbarak hesteht wohl dem, der dir murnore du mir dort woulst schenken das gläubet der Himmel und die Erd: no unvergänglich Erbe, pergehindeing Wort, HErr, ewig ist bleibet. Gieb, daß ich fürchte lisa dein Gericht und alles, was ou draueft auch hoffe wus dein do Wort verspricht das du mirbisla sen perieiheft Hoffnung swird dni FI dil 5. Dit du bist an an allem Ort und gar nicht zu ermejeno einer, hier ist oder out, ist er vir nicht enthellenge Cak mich nicht aweifello wo ich ſei, du tönnä dich mein annehmen, auch was nicht zu Schanden. 11. 20 204 Vom Glauben. 11. Alliefig biff BuyGDH S[ ndjahtesegnet met GOtt früh frei, du thust, was dir beliebet, und spat Wort und Werte, Buubisti eth mildeliris dabei,| Rath hind Thatoled me, ISA bord reichlich duteangichetti Baß! 5.Gil formagsher andre Mor niepnied Bea Billieben sein, gen bleiben, dass goch tinstin et was istbeinuheiliger Billegieb int mich nicht, ich bin ein Christ, duch, Bastichonballein und ich dloumeinen GDitversorgen Biber Gute Fit gedwarte dll's allesarsweils bodyscalleseit eine in allelloisg mullim ud spor Sorged schon bereitand i S dini Di mendiarbich solenn', Get Lob! sbergmein ers widely in bulk zum Grimbe erfreutet, daß ich glaube feltistici, sebepanntlemichorobieffreuen GDtt, mein Bates, sisorgt für eht, atgrübernalla Schäzej biß mich. GOts Bobb der den Trost bich bort, o wahres Licht, ohh! etnétetbidaß ich dein Gott te atten livetded mennéni Bon Ange bet mich itsersergti mich sich ingefichth anchanemsunderviglichno sup Dilanteartisin erkennen und bhw Nufhörenlo bend 10420: Sucbebannter Melodie.n dig Om Vater Sohal und Mir glaubendsallinen einen Hell'aev Glist, bet vinduchi millit Gotty Schöpfen Himmels auf Guden von unsiundn allen und der Erden, nden sich zum Bo sein hepreifftds Jahr hbinen Ruhmi telohebestlobaty bo win feine groß verden; ubriaihmir Gnade, Kindeproterdenim Erstmillo uns Searth and Starterbaßtichright allzeitrernälen, Leiband Seel allen Seiteny HErryshetnék Ras aledjstiohshewahrens allentillus men und bein Bertrkönnt mehr fall willen wehrenstein Beld foll undirnfehr ausbreiten, fölang undroniderfabrejser forget für chd hdbaldais Deben and nodnio uns, hüt't und wacht, earsteht 419 Mu Achimassollich Sümber alleszins feiner Macht mee 121 Birsgldubina ushan Binm Ghdidasfeind Gohnaidmisen HErranquemigabisha Poter ist gleiched GD Wish und ott'drich mein emir GOtt nicht Sapur batendibérd mithiebt so sitterlidistber so herzlich sorgt für mich? Sollt' ich auf dedels nicht Battenber hitsewigs bleibét félt, Bed bied Geinen nicht verläßt 10) Ceiß alles; mas fichideats teto niein Anttegend meiner Moth steht mit beisbisrin demodrier weißwas mainbsperz brqltidets feine Dietrunon Batertten! Bleild info wigs inmierneullo ssi e 63 Ded bie Bögets all'fethähret) der die Blumen Laubnind the leider hän ohnd interfaßljoben und alles Gut's beltheret, sollte derd verlaffendmich? Nein ich traut ihm Achertichad mmiste ESA 451enn ich seinem echtach trachter wenn durch meini, Ge rechtigteit pidis find's meiner Gelig tetty abeunsilh Geld und Gutivers Jun Bren, Bausariundo ve fridsen, ffidein wahrez, Mishich ge boren; durch henneilgem Geist in Glaubens für uns, jbie wir mar'n verloren, ram sreuzges storben und dom odmiedig auf etstanden die durch Gottim Ba Minglaubin aus den Heiligen Geist, GDsmitBaben und dem Sohnendesiallen Bödenmröster heißtnthamit Gabensierelithöne, die ganze Christeythisid caro Geden hält in seinen Sinne gas debent Hieralli Sünnitgeben werden, Fleisch selamarsdiebegnilen band Nalb dieseran lendir bed reinai eitoreben im Gwigkeit tisda. Siperis! XXIV. ndul ma 200 din Vrysl BonBater Unſere II streamfote ingl on tedailed id spor judt ud j9g7 421. Sn befatter Melobiefj4d neinBills gehebebe für und up haft unspottebek! Ent! fi ints Himmel und auf Erden, paß 1 daburchligebrochen werden Bera Beib unslornoin hrend und Suid einrubig Herz, das dederseits was du willst, uns gefallello i - s Shiebb ins bentourer äglich Brad Bunch; Arbeit und repishane begsrBestiarrantbeituno Feuer Wassersttoth all and dimas jonit schad'thialwendes o Giebbigute hennoFriedhund, Heilsauch Sehems fein bescheidenheit, und daß ainstaltant genügen nemmere don Vergieb unstalle unfreschuld undersündhaft böses Leben, bilh bako mit Lieber und Gedould wis Abeenranich vergeben auch übe anouns keine Nacht, und daßung Unrecht, do Krettenendonchmach deffi Nächstenrauch perseibenallo die nadahBrüder fein is Otvereymund Ihoji fens festisdw werbeft unterterrettein 2. Hilf, daß beind Nand bei uns geheiltsmande, beln Reich tomans both Willi gefthehlisaus Gidelgradie entschieht im Him met ohne Beschwerden im 3. Bieb unsabasi täglichsBrod jundideral Deben, die Sond in gleichen Gwelft aus Gnablliers geben) swisstunfes Heiz vergiebt Senis Nachstelsebendirolo i 24maß unsção HErrn fein Versuchung fallen, sondern vom Uebel groß atto' uttalalle, fodoben wir dichoster mit Freudenschalle. 15 Ach Gott! erhöverunsialin allfusammenstbetriesdalterfbeln steh Sohnes Namengrdeallfosphet chentroto hims Getft und Wahrheit, hotenss thour onu t'iud, nu 422, MetHGDttsdenin nimoimme hochisserhoben, und Schauess darauf Erben, von deinen Throneco bebis by un ser Trostound Silbersicht, zurd it hitset engougericht, erhör un) reindi Kinden brud nerad 12: Hilf, Sagwirfdeinenu heil' gen Namens die Chr' in rallem geben wie groß du bist und wounderjamii mit Freudigkeitverhobenpinbich deine Beishein Widcht unb Treu' ertentieu und BhilHeucheleffide mibi ben Nächstenl bienen.sndo 93.0 hp mins in deinem Gnaden reich des Heiligen GeistesGas bensdein WorBund dessen Kraft zugleich, Glaubi, Liebind Hoff mungs haberides Satans Sun benreichongerstörschügie deine Kirchound sie vermehe in Ginig feit und Wahrheit. IXX anhundert Berſuchunguh Fer wmlstärk', namided his merübers minden das Fleisch, die Welta des Satan? Bent undre was ne unsBillufti hrs and Geld wird füß tauro diftigd vorgestellt wie hoch darüber siegen llobine 8 Borsallemichiebet, Angst und Nothähnaben unsiseplője, bas unsighieben und im Tod nicht schallers kann der Bösel Gieb, daß wir daig undigetrostimmenn umbaloid) manches Kreuzugustoit, des Glaubens Enderboltennist 9. Dies allesVater werdewabr, dus mollest es erfüllensierhört und bilfansriminerdarum FGſu Chris stivillen; derin dein, o HErrdiſt allezeit, vontEndigkeit zu Gwigkeit, dast Reichistes Macht und Chees 423. M. Nimm vorbisch HÉryz Ott Baters in der Ewigkeit, zirbem die der Chris stents schreit, dein heilig Wort fei unser Stab. Dein Reich komm auch Bater Unser. TO206 daichid zu uns Berub Gieb daß Gieß reine Lehti und Hilf dazu, tote bort in der Söh auch daß wir uns großer Golt, pie hier dein in duzeit ergen. *** 2.4" Erhalt den Leib durch Frank], 3. Berhöhuns, Err, dein Dins Roſterlaß auch now in diesem n⁹ Schuldenpoſten Verſuchung laß geben, big, dan mir dermaleinst diferit von uns jein, eriös uns aller zugleich mit dit in Freuden 10oth und Bein, denn Beiner Pithibeben, dein werther Geift, der nellmatht, HErr, geziemt, daß ſie woln uns bei p e Balment uns unser Herz 79 wird ewig hoch gerühmt.#iam 79 Bom fim da jüßer idis D wer No Str GOtt, ber bu mein amanderseit 00 ter bist, ich schrei im Na Ewigkeit und Simmetssegnung 38 men Efu Chrift zu dir aut ſein habenraag 1990 a * 90 Whit, Eid und Lobi Hör Set 4. 5CH was on on minn and dir mfet, fell in Angst, und Noth gefällt, muß auch vollendet we nemangat uns bein Wort, statt uns den, gleich wie in jener Himmels im Geift, Hilf, daß wir thull, was Welt, also bei uns auf Erden. 96Su uns helf 18, gieb Fried, Schub, Bergauf, daß wir dir gehoriam fein 9019 gute Freund und Brod, behüt in Lieb und Leisugust und die Stadt, v treffer Git! Wein. Laß uns, wenn du betrübest, 913. Etrett von Teufel, Sund und bedenten, daß dil 5Ert Edd, aus Leibes und der Seelen idhlägit, all machen dindustanor felig Stündlein mit" pflegit mit denen die du liebest. porns nitats ipfos und was den Leiß ernähJored Amen, HErr aus Gnade den flei: Hoth, die Leur und Land berhees nen Glauben mehr 84 bist allein Pfer, daß wir gesund mit guter Ruh das turze Leben bringen zu! Bi $ 19 2179 HE WAS Pettgefabr: hilf, daß wir dir une tronen gar, und dich nur faſſen machen. 190 ver Vater mein laß mich dein Kind und Erbe ein. 425. M. Anwasserflüsſen Babyl Gott! der du in Liebes brun gand gegen uns entBrenneft und dich aus, uner? 6. Daß unfre filub'de udámsforschter Gunit ſelbst unſern Bas dit durch ſchreckliches Verbrechen ter nenneſt, der du im hohen gar" oftmals ist dein. Widerpart, Simmel biſt und alles fietſt, mas wollft auch, d'HErr! nicht rächen. niedrig ist, auch uns selbst hast Gleichwie auch wit aus Herzensgelebrer, wie man recht träftig grund denfelben, die durch That beten foll, gleb daß der Wund und Wund uns 2nd anthun, Sim Eifers voll von ganzem ver Bergeben, Ferrieb uns einen zen ehret. anften Geiſt, der auch derfelben Gr's beweist, ir uns stehn Tieneldens dsm 10011 7796 10 sem geben. nach 2. Laß deines hohen Nomens Ruhm, dem sich die Throne beu gen, und dem der Engel Fürnen thum pflegt Chre zu erzeigen, 7. Verteih duch einen noty, bescher anBreis und Chi tiste 119 sjar 19 mit Well und uns budt, und die schredliche Höller-| ferm Blut, hilf, daß ſie uns nicht chrict, bei uns breiheilig heißen!! dampfen! sei bu der rechte Mits tela Jor telsmann, und nimm, dich unser ana sireulid leby, unfrerme triègen, daß wir Sher: stisband, und wenn seino iſt sabermanns, Bus mit großen Freuden, Jinliegen Vom Bater Unſer. 00207 8. Cin janites End und Abschied auch verleihe, und uns hiermit dog aller Roth befreied i 9. Dies fannit du die gineſtarter: Boft vollführen und will dit als dem Könige debuhren. bet in diesem Jammerfalls afft ermetien, sich hier ung port 10 Tafür will ich die Che und that nichts Gutes uit 3 boren, En lual athie wird angetroffen 10 rieb uns in dem Unjalb bei, und 39 mach, uns von demſelben frei bis Bader, die Zeit wup tommen, daß wir zu deiner Herrlichten siasterblicher Beschwerlichkeit 7 weil nichts als Glend, Muh und wie Mund und Herzen preiſen. 11. Shes traut dir Bater, mein Gentithe, zich gloud es auch ohne obniehlbar Seiner Gute M. B. Rehfeldt. Hid aus 427 ignibe HErr Christ, der ein'ge. Manz iſt das las werden aufgenommen unise 1900 Reich und pron, wir ſind gein nisunterfallenes muß vor deiner dn machistron pay andre Macht serbighets Ob diese Welt gleich with vergehnd bleibt deine Kraft Doch emig stehy, rob, Freist gater aller Spommene ges osebeiligt, merdi dein Nam', deln Reich zu uns commen, dein Wir der mach ung jabm, giey Brod, vergieb die Sunde, tein Args das Herz entzünde, for was aus aller Noth aid 428. Nach boriger, Melodie. 910 bilelbit to bitten beißt, und uns die drechte Betfunit meilt sind mit Serhönet, Amenid in Soh Frand, 2501 fet uns in wahrer Rub', durch deines Wortes 19ffersen. Dein Reich uns kommte 34 ap uns auch deinen, willen, wie Giebr Ess Tett Kleider, Schubumlo The min Asmahre, was ich pohimire Sout8, wie wir dhun dipir auf dein Geffeiß begehre! 2. Dein Nam" und Ruhm, muſſ denen, die uns banen. Nicht in TOOTH überall auf Erden, gebelliger und verſuchung führ. Grlösung zu ausgebreitet werden. Mi chid duel th uns fende. Dein lit das Reich ohn' 832aß uns glthier fein deine Ende, prauf, ſprecher Ja mit mir. Reichsgenollen, die nimmermehr 429. M. Es ist das Heir uns. 1965 pon our sein ausgeschlosſen. too Mater! der bu im Himmel bist, 4. Mach uns bereit, zu thun nachgeheil get werd dein Name, deinein Willen gleich wie ihn der aller Welt ein Herrſcher ist, ſchon die Simmliſchen erfüllen. 5. Was nöthig ir zum Leben beut und morgen, las brauchen uns ohn' Heppigteit und Sorgen. 6. Der Sünden Schuld wollst du nicht mehr gedenten, wie andern mir die Fehler willig Bein Gnadenreich automme. Laß deinen Will'n geschehn zugleich auf Erden wie nim Himmelreich. Das täglich Brod gieb heute. SISTYN $ 19 schenfen. 2. Bergiebuns unire Schuld, wie wir den Schuldigern vergeben, uns in Versuchung ja nicht führ', schüß uns durch's ganze Leben, 7. Verlaß uns nicht, wenn uns und von den Böſen lös uns, HErr, auf allen Seiten Welt, Teufel, dein ist die Kraft, das Reich und Fleisch versuchen und bestreiten. Chr, zu em'gen Zeiten, Amen. JST TASTY 19079182 430. In * 310093 51st 2719 208 Vom belannter Melodie, Stumelreich Vater Unier, 430. 8. Bon aftem Uebelungerlöf, es sind die zer and The Gathletöl ter Unter of deg, ou ung het Belt ale de uns dowdender den Tod underöſte Bruder sein und sta rujen an und in der Wohtele noay! bescher und with dat 1111 et felges Cubaimind das nicht het alleintuiffte et in seine Hand HOTE gemengagetes Werbeg der Drund, hilf, daß Herzensgrund. 2. Geheiligt werd der Name merbar! past wiel id an bein, dein Wort bei uns hilf zweifeln dran, was wir hiermit. halten rein, daß wir auch leben gebeten han! auf dein Wort in heiliglich nach seinem Nahen bent Ramen bein, sa prechen wir würdiglichai D. M. Luther Fen Bic feste a meme. enn bis uhylutt hat bette pon Sweefst in men 19h Toth mußt du fleißig 431 2 mit vor, jalichern Sehr, PJ AGE führte Bolf betehtag on and 3. Pastommadein Reich zu Biefez Zeit und dort bernach In Emign geten bilft in. teits der Heil of Gent uns wohne aut kap bur Ottes bei mit einen Gaben, manchers Nord und diffusim Kreu Angelicht lei, des Satans Bern und größ Hooan Gewalt zerbrich, dich detid GW rad Affe kama ng gene gjera! Poliden und Walt Jie Holst mist ottwille sten Risch erhalt dupla thig 198 A Dein Will geschel Gr HErr mit Troft eru 193 oft per STES Gott, zugleich auf Erden, wie einer with a nie in Schare im himmelreich; gieb, uns Ge- den, der buldiin Seidenszeitige geborlan trauf, comme bir SITETOKS is per a fein in Bieb, and eld wegs und Leid, wehr Noth banden har ou quf, the stey'r allem Fleisch und Bling might nebout, Ob's gleich scheint, weiß er your das mider deinen Willen, thut, se als port, gr Sieb uus, heat, unser täglich was dir gebricht seine tot! Brod and was man dach zur might du chm klagen und in the Veibesnothy Behut und Gesnem Krens verzagen in D Der Krieg und Streit vor eu chen und vor theurer Beit, dan Beten der Brüten befte wir im guten Frieden teby, der kunt; auzele glaubig, doy Gol Song und Geizes müßige gebno trefas apfinger Hüllen Grad, and All unire Schuld, nepaiehung Gunst. Wer Gout jest pertrauen HErr! shaß nije uns nicht betria tann, ist der allerbeste Mann uns bet mehr sumie wir auch unserm with auseit Rettung finden, ASS Schuldigermibe Schuld und Fehbh Unglüd, überminden. vergeben gerny dzyn dienen moch uns All's bereit in rechter Lieb und Einigteitsmpil med don bun 190 4. Lerne, Goltes were metten diesen bei den Seinen hält, et will ihren Glauben flärten, wenn sie sübr uns HErna in Bern Unglud überfällt: unter" Gon chung nicht, wenn uns der bole der lebt 19 ochilomeine er Feind ansicht zur linten und aur gleich, Bi hört er poch, Schrei rechten Hand hilf unsabun sigrn getrost, gu mußt nicht sagen, deln ten Widerstand im Glauben fest GOtt Jann dir nichts verſagen. und wohl gerüh trung durch des faß dich Sottes Wort tegie Haif'gen Geistes Troibdse spren, das Gedulg Hoffnung grouygad lehrt, WIL 201 * 290 tent ung Von der Taufero sidalge veingar magya 1stlp mot 8 lehtelah dich feine, Furcht verfühen Treu rem würd die Welt auch umgetehet. GOttes Warheit an dein Licht, dein Schuh Trot und Zuversicht Trau nuy Gist tann nicht für Löp ung Dant, meinem Gott goiBalleed gens Bes, du minit gewiß phlegen, in allen Dingen, fröhlich And I ON 196 Feind nicht schade. reisesel Brunt will ich Morgen neu: of timer Tagen mein Lebentang bai Spudro Sth. 145 Teine luja jingen. D. ជួរ ភ្ល ñù១៤ Gnade bi feine Arbe Gut und In mose 19d drear tgilisde S timsaid sim soor mosd mistisans Tidend ist from misd nied ni tro niad up and rateden nadel desig od nier metlod ar necheromo Bon DAR SANTEn bilgilied 5 Bann singelheißtdeig Gören Chriſt. Geht hin, hill Welt zu lebeg salty re 5. 432 In belannter 18, 8pg Melodie brike munter Herr fers ordan tam nach, jetdes daß e perl erloin in Sundert steht in seiner zarten Menschheit der Deir ne Geir he nieder führt, 209 til IS Johann die Taufe nahm ,. sein Wert und Umi zu erfüllen, da wollt er iften uns ein Vad, 34 waschen uns von Sünden, en fauten auch den bittern Top durche sein selbst Blut und Wunder, galt ein neues Leben. 2. So- bort und mettel are wohl, mas GOtt felbit heißt, die Laufe, und was ein Chrifte glau ben jou, zu meiden, Keberhaufe. Gou pricht, undwill, das Waffer fet bach nicht dusinschlecht Wajer ein heilig's Wort iſt auch dabet mit reichem Geist den Maßen der in allhier der Täufern 6. Wer nicht glaube dieser gron Ben Gnader bleibt in seinen under und ist& vadim ju eid'den Endef bellen Gründen! Nichts high fein eigehed Helligte tall Tein Thun ist bere loren die Erbruns fuchsur Nichtigtere Batin giht gebrand vermay thift selbst nicht helfen. Das ung allein das Wasser ſieht, wie Men del afſergiöner? Solch's hat er uns bewiesen der Glait im Gehſt die Kraft beer flat mit Bildern und mit Wot steht des Blutes Jesu Chan, ten des Vaters Shimm' man te vor mein rothe lathji migr offenbar bajeluit, am Jordan Chrifto Bhit gefärbet, bie alten Börte. sprach. 6. Dies ist mette, Siljaden heilen that," bon Ubam urSdha, Lieber an dem. ich tu herrigeerbet, auch ohn uns selbſt Gefallen, den will ich elich befüh! begangenua to Burm, umer.190 len ban, daß the ethn bötet 20le, 433, dy Cre, appschicht und folget femer Lehre 192 Volt das dungetametsbijt und e auch nach dem Namen Ein Chrift dich und die Deinen menneit, nimm's wohl in Acht und dente dran, wieviel die Gutes einges than and Tage dethern Taufescher 2. Du warst, noch eh du wüldiſe geborandian das Licht gezor gen verddinnit,$ verstößen und vera Wer alauber und nich tauſen tape ſoll budurly ſelig werden ein neu geborner Mensch erhelißling ind nicht mehr" one terben, das Himmelt ich Fou eben las Taubenbild Bertleidet das wit nicht follen weifeln drank menn wir getaufel werden all Drei Berion getuffer ban,# mit bei uns auf Groen zu wohpluds 2009T men jich begeben. 1210 97 op der Faute. Merlor'n, harum daß du gelogen. 9. O großes Wert! o hett'ges aus deiner Eltern usteiſen und Bade D2a siggas water oderens Gleichen lyf, ein Art, die ſich vom Gach- man ften, Gut, Deyl eth den GoHaltete, bar fein in der ganzen Welt nicht tein Sinn tann An With erreino han recht eine Wün id 19 hen. Hind Dein Leff und Ster Set" Mar derkraft, und die hat ver, 18¹ al< ramit dere Sünd, als einem Siit les iwafif bir durch sein Wort durchtrochen und du warst nicht geschentet drmehn Gottes Rind, nachdem der? 10. Du bist füllt flechtes WasBund gebrochen, den unſer 7011 göpfer aufgericht't, da ex uns 1/3 letnicre Brunnen 9091 anjeines Bildes Licht und de atskleid, ertheiltegn quan 917 Ago Der Born, der of ewige Sod, und was in dieſem maallen enthalten ilt für Angſt und Noth, das war auf dich gefallen To warst des Satans Stay ung nach 30 Junghunde spricht,$ d leben. Was Goll mit Felhem Sabochaft, du in Du bist ein Wasser, sluch, der das den Geist des Allerhöchsten in ſill ſchleust," uns Feinen gro9169 91910 THE IND ßen Namen. 11 Das Halt, o meur, Allem werth, und Sante que bie Onben Die Seift Gott Bir darin 700 300 nuteinem Recht, Alleate seinem misgelangen Inde Babt wenn nichts mehr Pont ungela5. gått einmal vent wiũ." Dies laß, bis daß des Binuh, und schlägt und brüct estTvdes Ziel vich t Toins bind and lid of Mieder das Wasſerbad der heil gen geprieſen, menghi; grießt dagegen wieder, was 112. Brauch Alles wöht and spam bat verderpt gemacht und weit du biſt noch rein in Christo was wir selber durchgebracht betworben, 780 leb uns, thu gilt als ein Chrift und halte Chriſti Oris njerm Wefen die Bab von Sünden, bis daß dort in der eigen Freud er dir das Ehe- und Freusenkleid mit eigner Hand anlege. thoven S bipenlos und giebt die rechte Scho me die Satans stetter von be die werden 6911 Sphil 434. Im in the guns. Ott Vaterhund Heilger Geip S Golt gon proiscrest gute Ber Ger hd merdar Seß, der da trägt die höchte Kron, 29er läßt sie, was sein einger Sphit onfrerbt, auch mit ihm erbent Mas von Natur vermalebeit, thin: 13 1901 1190 und mit dem luch umfangen, gepreist mit dantbaren Gemü ogs wird hier in der Tauf erneut, the, daß troden Segen zu erlangen. irbt der Tod und würge nicht is meht, hier bricht die Shlt und all ihr Heer muß uns by Jußen tite o unbepsienter Hier Undh mich durch das heil ge Wasserbad bon" Sünden abgewaſchen," The 10 nigh ziehn wir Icfum Chri39 sid 2. HErr, ith vetenne, daß ich bin erzeugt aus undensamen, ein Kind des Bornes deffen Sinn ſtum an, und decken unfre Schan- auwider deinem Namen! ich weiß, naden mit demt, was er für uns ge, daß von Natür ich leb" ohn' deine than, und millig ausgeſtanden; Furcht, und" widerffteb, GOtt, tothter wäscht uns ſein hochtheures deinem Work und Willen dra seifur und macht uns heilig, fromm Du aber hast, 8 Bater! mich, 9. Baters, Augen, da ich war ganz verloren, zu und gut in seines Vaters 800 nemde bir SO 39 190 styon Bet Tanfe. 0241 Ssplied a 1982 298018 193 na dir gezogen gnädiglich, und wie 435,“ PËL. O'WAT GHAl van. are Cuffy# 19th wie ein Fleis ichper new geboren durch's Wafferdoming that uns bad der heiligen Tauf daß ich Kind, in Unschuld neu niin meinem Lebenslauf mich sei- geboren, die wir gefanſt in WaſJoner Sieb' fann fröltender sind, zu deinem Volk erforen; the Heir Christ, tro per sündlich Menscheref wohlferbund 2 HELF JE Chrift! bein ogß theures Blut waſcht mich von an - meinen Sünden; fraft deffen 19 macht die Maſſerfluth denſelben nicht verderb“, mit die erſteh' und 1900r09g. Bitter. msluch perschwinden, den von Nallebe. gebe, daß er. 294 ni tur ich wohl verschuld't, und jezel" 436 Mel., HELIGHCHp, sich. himmdeine 79 mich in's Vater Huld, Adam ein Me Tauf in Atht, erwagtets thre Kraft und Macht; weil ſie von bis majast. Sund mehr als den Alky9g Bid fit foar and diale 19 hat periberset. 11 ich Sante heil Geiſt! bir für dieſe edle Gabe, daß ich noun innerlich in mir gein, frät sidig, Beygnih babe, padurch, 1 ich nimeinen Schöner fann detroit mund freudig, ryzen aning ſa pigen: Abha, Batersihin 894 6. Weil in der Lauf auch S&mus Christ, ich habe angezogen, to hilf, baß durch des Satans. dnsist ich nimmer werd, betrogen, ondern die nun Gojies, Tempel, ben, ab, drum ſieb' mit deinem einent Heuen sirdeind, die bleiben vor dem hoien hellans and Abitur shen Lebenslaufm Feind in deiner Gnade sicher. neodis Sphery, agna piele Würdig ge udeit, odie Humawolle) Achenken 04/ VIR Feft gerloffner Bund, da gur's Gewiſſen findet Grund, wenn burg nicher willst meineidig sein, balreng dein Semillen teilha ett geiſtlich Bedent sig G 19 geltorople fo bak nie hei& Bon Schuld Hale Sich asun macht die gre.93 40 a in neues splab mich jebung und allezeit in und Strafen meiner Roth gedenken, daß ich e an iolchem Bet dadurch ein Herze fall' undrimal rein in oas meid, in Jimer mich getrost perlaß auf deine Sie zieht dir an Kleid Den Brautrod der GeBehand' Suad und Hülfejev. 190 Tog Bunich hab auch bei dem 2ai; rechtigkeit, wodurch interbad mich die zum Pienst ber bleibt zugebedt, wenn er nicht Terbunden, drum gieb, daß keine on Sindenthat, in mix werden spichend, junden. Sieb dafür deine Gut und Treu ich wird auf neu beflects sort was follt du hören fort 6. Sie ist das Materbåd im topf ja Davor bein OC JO HART chibar and gehoxfam ler, wie ih Ispit( Angelobet, was aus id Her Seelen Ruh. 110 Sie tödt't das Fleisch durch bitt daß er arbeit das wollst du mir perBnahen, und mir ja nicht rech- dir Belstand felt er mittt die ini 13. Und so ich thu Schmachsttes Geift, den f Teiſt pielmehr die Gnad ver- Buß und Sündenreu, durch ihn en z leiben, wird auch dein Wandel neu, 8 So oft die Tauf verrichtet von dir dem Höchsten Dant gebührt mit Bitt, daß er 02 den daß ich an dir heitändig bis ou p Seel wirst Do de dem Leib zu dir in Himmel innehmen. D. Just. Gesenius. EIS 212 stun rad ng Von der Taufe. Asifiad? Sau nam dod ofn fed selle ved boll med hid#Et beni Sthak benahrt, den innden Tadi'dgereiche binar. todistbi sind wieder neumeboren, mut ondd we Went hoMin diesenbauftodi mette ich bin arderend and piepu ielki befohlen. tsolől Gubides Teufasd Unthang von dit hendr Tandt still fidi Bou alle Fluchsein mansteline hem Leben desainer Lebensbuch Sdning 437 Delbriewe te ih Dern altesiMenschmuster ben dab, ndershtetienen lebende ich stets widerürgbgmist Ichi nzyk bent. Busten, dieide habbij mie beth Guthis hangenam perigGOR, na ich gar keinen Rath tons deiashoWitten, wit Fleihung fillemethe Seel plattfinden Soryaltodenkam pranuddas ich Half du mich durch Bawasli möd'échüllenondunder deine bab gemaiden rein von anden Kraft und Garte. bildil n Babel Buturland engillirit, nohm with Gelft Burch ein lichtbares Zeichen, 198 derelha das lich fest daar die glauf Bater, on tb Ghin betach naginu auburbatö ofrecerle danis d'ivin Windch Lendietis» dute ជា ម elm wat any on Bersen handenbenhühtesidänpie 13 32 34 8 tong bagodoubthamidlanerse Jafn auf deine biasanit das dende hier dhimphe men, hat die a jej nichts, bleibe arunte, Ad auch angrasie uitboton dein Reigh leverbe. SI ysi Aryaient Whatsisted him fod udebetre in die ander vs. Nd. A dhidiDid mind H Frees fen, und dan, Vigroßer Gud y elfged South doädtig fehn berunter el de parend ven Blut bun bu haft.imich 2nd Art A Stiffen, befreiet pon. Sünduwoth lib 100 pon sinir Manila; deribert Settler Settlerfladen Deiner da a Blan Hi S Alduchheit Jag sahibinlarounu nis blsar gigie card and tight Meman van dansatorted heitangnife wese Bardouschtert Nei schnigh indone landesgreit ist.nsd 93. vesho after your ficktrailch fan groot alsbaldink einer ſchad that deinene que A tam verSEUR up einat we But the sug Gluh benang wou willen fort ar pagin Derndt Batten te beant; F Vw Str 1.51 Ou nicht schat lite et des sundiche Baliado Allt and end up Ayou go aumer, duschille, Quo NES Gott, vor dir, Lene bete merd' ich allzeit hori. Toid Dik hamväl windjie drem ich find'.adslieblichotrbgeballen. li tochtho Sivok's fieldzür das bieden which di mük id bleiben uns Ort, noch Zeit, GelpenIE Adne Led beltend wird ihn metten du eterther, we don't mit rotten, mi noflog ACH LOU mt der idet help cat in: Der vipgloGent, ám Gnad' und Hamm der Hennett sen de heistuwie er fads nollastne heltonit Shrerbietif. 190 un B1901 Bei meine Güdnimbem Ge BELAM 53ch hab' dem ho en el Athidanili ihanthabhenge Isen. Jagt, auch allen fethemeten; luthierus ang giler und der Het is absenmetothm gelau na Jagt, tann gegen to Anthalten. also made heil and firsen Gil Ich bin, o GOtt, dein Tempel viel großer Völker Qaufen. ant dich Balet, otlu u ein gen Du bin die 7. Du Maldy Von der Taufe. Stugs and male 7. Du bist der Bach, der alles 213 sts bet, alſo, daß man uns Christen meneiabwaschety nennti und indband Bude jest Berunfte als durch GOder schreibet. Diesri Walenbadi bat Guld gang omb99biltomieni unblin Bothrachstein macht löschet, neldofed von Sündkaldeinfuuter Geist der ↑ Dein Walled fiebip wauns woll binipit pie Bergen recht Delfebruidsin jerem, Rebendentsherridebbing innen Setm stattet Saftigatraente Kraft gründen. budande SO mirjeberzeimgegebendiar atst bi 4WindErr! in dein Du kannugleich durch's Gnadenreich durch dieſen Bund Teufels Reidy, batallesslehet geichender A Leit und teljedpddurch höllinundi Gundeelygleich recht inliglich ere dies and was mans findst, das uns gögetndu bat tann schädlich heißen duu tin 1100 Wer einen Fuß in einen Hub mit wahrem Glaubendfebet Sen wird nicht mehribon Gatuns Seer hieroverd dort berlehetnu Jeaneho chameat auf deine Wert bies that pflent dus volbring geul, fermehr mußdich auch doben bichnudd bid juhren singenaid 12. Drheil geslutbe orokräftig Blut! Budu hast mich befreiet von Gindeidth bote BR umbob, duud bajt mich er heuet.find 1 aus. LigiBeffenh staat que nag tainted 439. Chrift, unser Fr, gun ein ge och seit Me name rüchte welch' ein unvergleichlichtet, bunch jolches ist die Sünde Gültigit bst du, Ernideinen schlecht waabels leer tiefe Meer versen Kindernd das aller und aurtet/ Was tonnen Teufel Hölle, dei chirheind Blast benebreit du den oanpelch uns ſtets wider Sündern. Drei Dinge sind, welch stunden meil Jus Chriftus alternicit auf Erden Beugniß ge alle Noth lammt; ihnen über beth bas Blutaldas Waller und wundeni mun Alt das Heil von Geiſts die können uns erheben bunden is tans gulbeinem Freudenleben.dni pie HIL YDY $ 200 Dies Satnament ist selbst hen gleich auch Burch dich geheiligt und beschlos- bringen, und aus der Welt nach fen, daß, imendu Errad bist deinem Reich im Glauben" eiftig richthartich mit Wader ganz be gingen, laß uns- durch wahre goffen im Fordan durch Johan Rew und Buß auch täglich mit hos and, fool auch uns rein din sterben weil doch ber afte machendeinheilisaluhishas Adam müß bis guy 08 den Grund theure Pfandidas, hauterHim verderhenfol Beth Reich melejacje dlandi wirten in unsererben, notad med Schwachentul sid nid@ gute [ f 190 198 115 paß wir mit Sleten' Ghiqs Gra Dirhaft uns durch dies. Sa denbund der Taufe nie ver neilen, und sich fein freches Herz misdaad 3 TA reine Badlo trefflich, Jahon bes leidet, daß auch hinjort pon gets ner Gap uns delhit der Lob nicht icheidet mes, was s neistiga sidhin ist wit 5. Aus, Höllenfindern, ind schen der Gnaden Kinder wor Ichönste den, dies ist der Christen Kron's und Schmug in brem Ordeninda Shryms ſelber und sein Blut, dein Fop unp Sieg daneben ik nunmehr unter eignes Gut, ogs, guns bat gegeben, mit ihm dadurch 34 leben 6. Er hat uns auch das Kin besrecht per Janas ament der Kircheneinperleie re si #@ T 2149 Basahind Belcht Gefänge = 141 und Mund zu Schrähen hit der Freude fein; das helpt bee Welld menen bie Taufe muß in Angst entrihnen, ben Simmel te ge und Bein ja wenn wir gehr vond winnenstidet nord S T And binnenp Hor! inser Trost under of thinnstadsged opOntanist not779qt#odiarad XVI. Buße und Beichtgesänge dale IC 440. Dighbih siab as geffer that die ich dit nie verhehle, pen ch frommer GOtt! wo folle gleich fein Biell und the so bieled ich bin mit meinen hoch daß ich sie gar nicht zähle. dinle betrübten Sinie und tiefen 99 Mac mich von meinem std teeleifhaben? Men train Kuntner los denttmeines Her tes Bergurtstid mit ez dzenis Angst ist veok entfühe mithi Steinen überladen chillisg enemeinen Rothenhau grasig her A 29 Wie Tage mich intein Beibis auf mein Beldhwer, es brauet mich sen and that mich geaufam zu tödteil im full grå forsti in den Bann nay miß mith felv 10 Bergieo Bater!" ans Gerdi verklagen, und seinen Mord an duld mir alle meine Sündeny allem Optisinin meinem Busen schuld laß meine Seele lebenor tragens tbsarre ind 79 910 Ferrette fiep damit ich nie in Schandb 3 Gleich wie ein wild burden mögé fchieben d TOITS schnelle Flucht benfeifen su entitehdan allein entgehen, futhebreofchon ein auf dich, durch Select M Her empfunden, 48 eil auch i belylte midy! Gollwoll dus al und frage mich mit meiten Sollent Bösen mein arme Seer and lenhunden. Tour ofael aus aller Norgeslagen 4. Wer hilft in diesen Mothen90 19dung 20 THE DIA mirremeinBerlangen 441 30 Betfintet meerde ſteht nach dieß ich ſtell'" auf dich" Qfch" GDU, thu¹ dich"|" rbarmen» Vertrauen und Hoffnung: GOtt durch Christal, Belflen Gobin! laß einen Sport bei seiner Furcht üby Neich und über Armen mich schauen mit ishin baß wir Buße thun, und Ach 5: Denn Reiner der" geduldig" Jedt erkennent that, dein lann harren, wird zu Swan- GDer hat gebunden ein Ruhend den feing lapsen juhanbener will uns damit" strafen, den 91% 10 werden, der Beiner Macht der Hirten mit den Schafen, es wird e ächtlich facht und traut der ihm ein's entlaufen. schnoben Erden, ou 12 Gott hat und 21 Golt hat und lanz gerufe 6. Geden af Bie Barmherfig durch eine treue fürcht ( bordsp midod gerufennus unipon 1 of teit die su erwiesen allezeit, fett Ohren sind ab'entcht öffen, buruffour daß die Welt gestanden; gedente geschieht uns recht; fein Stat nicht an dein Gericht und mei- habw wir jetzt in dem Land ner Jugend Schander, br 1912 fürcht, ühter sind mehr vor god 7 Sich meine Thörheit überhin nachydether 90g großen Langmuth Sinn, fap Boch mein Herz sich ſtillen. Gedenke mein in Lied Band! Gott wolle fent un wenden und seine Gnade senden! es sehr in seinen Händen. 1829 31 Es ſchehnalog mlindertur zeichen, noch Jablag'n wit du'y in 8. Gieb seinem großen Namen Wind, die une follen et welchen Statt, for gndbig meiner Mine so gar sind wir verblendt, daß wir die elite Buß und Beichtgelänge& 21158 die Wahrheit, fennen: nicht mie un iept tre. Wort heridit daß wir uns daran lehrten und feinerseGnab' begehrten, nicht so dawider sperrten. 9, Christus dieint Prewhosete dit nun er fullet gar ein Jeder mes kr dabeie dundiarnehm sein Leben maby, ale er sein Leben anderd ichid, und Christum in sein Herze drid. Niemand weiß, welche drück. Blundel percht On aus ei4. Nerger ist's nie gemesen pon Anbeghin ber Welt, ein Geder 4 man's wohl lefen, was Christus nem Wunde die Welt wird h ob Glaub auf Erden ein Jedere 100 Solch's alles ist verborgen braucht ein touch und ist der in den Gottlofen Sinn das siebe Reich den Armen swinget und man alle Morgen, wie läuft die ibanjein domeißabdringet, Welt dabinindaßige nur hiep daß myy lein reichem tingetrimdas zeitlich Gut da da gen Objßer tann alles ermeen, was vergelien thut, daran, with Nice treibt die Welt mit Macht, mit manggentenar thut eibungst ihrem Sauf'n und Freihen pocht Seeil persenteni manchin Christen muth und großer Pracht GOtt, thut es tranten.s) dgn nigelfra wird des langerisfelden nicht hat in seiner Suten All, die er hat erweckt, erfaustst ſchhay, daß dich nicht haich sheins Gericht, du bijt jonit gar verlor mit Shristin Bhuteicambistreux ren dem Teufel auserforen, wärit hoc augseiredi, da er uns Alb belfermenie, geboren und bid erlojet hap vom Teufel, Gündns 6. GOtt, eift gemik zum Ende, und er gen Top, with helbit füra pHullus das zeugt al, Greatyk, en wird, uns gestorben, des Baters kommen behande deß hahn wir erworben, sonst wär'n wir list schone figur. Das glaubet der verdorbenfaid ni, lid 1 A Gottlole nicht den wohl in fer 12, Dieß Lied se jebt gefungenm nem Herzen spricht. Es kann nach der ganzen Christenbeit, den An lang mahren wir wollen Sten und den ungen Und dem ge schlemm y und gehren der Teufein Sung ist leidy Desorbitten! fer thuts he's lebren auch im an Gott allzeit um Gnadən daß esm 73 Die Welt lapy nun nicht abe, in Sünden immeris bading der das mild biellopig hier man helf, uns& lzz} pnmew| p( Buxdohed werf nie denn ins Grabe; es wird seinem Namen, durch Schum Amennis Trajyy Joe 191 Atherursur dahin gebracht, daß man GOtt 472. tul und ſein Wortberacht t, fragt nichts An ſchwer, ſing, mein, bes ch Gott und Herth wię, praks nach lein m Gebote, treiht jpamita wohl nur Spott, jagt wehlt es gangne Sunden! da iſt Niemand ſei tein Gother anu idsichts der helfen tann dieter Weld 8. Die Artist ſchon geleget, zu findersus thine nied to thin a dem Baum.al Teine Wurz, als 2. Lief ich gleich weit zu dieseron uns Johannes zenget, in's Feuer Zeit bis an der Welt, jhr Gude, mußturn Wohl dem, der und wollt bos, jein des Kreuzeson es zu Herzen nimmt, und macht, mein, murd' ich doch ſolch's nicht wenyleine Gröjer tommt, liebtg enden min, simoda allitt allezeit pas; Sute, der mird lein: 3. Zu dir flieh ich, peritok mimin in der Bute mohl por der Höllen nicht, wie ich's wohl, hab' pergies and old to do sog bretz Ich Gott zurn nicht sehe sid nicht 216 Bup Beichtge) änger nichtain's Gericht bene Sohn hat mich perkülmet, lp nisupi 10g zusehnispyd höme mich auf Fre yir. Gofflou Bebne dhe te pertsonen deinem Sohy jų Christ an ein Verdienst, deltbayenge wei er mein' ursprach ist; 10 jchradi mic, mein, Gemijen das met felt werd and furicht, dich wand, Reggießend bak i bie modo jein, dastra und Bein auf Sunden folgen mafienadier fahr' biertdont und idoner dortrondsladsmiss bien fchon üben. 19 7911911 im i siebierrod Geduldus par gieb die Schuldigbeinahe Tampoerse abidhismusicht und sie trud wie's oft geschieht, meinteils mout; auch berplich gerne wtrend terserien und beerusidaßd Leben meinimit behandle mit mir wie ding Wert, in Mort ng Seberden betu ndiyamide siner fromm und gott sjurchtig bein germileibena de mich unsicht ichakaning night you bringen, dondepiglich pomisafein abe miss out bab kegagifs, th fcheiben hid bi jo utog bids with an oringend des 7. Gleich wisiidseinsins er aans ist und Machta snied gelet an chohle Bäum' verstecket, Was soll ich denn nun, mas wenn's tribbiberuchty, bieden? mig; dann ich doch helten uusitäten Menſchen und Bieb ich bin will entgehn. Hörrizü bir fall der wenn inben, fchredeton thin gim snobl & Alien Eyn Chrifto mein Zue flucht ift te Döhledoguer, Wuno bien; wann Sinds noms brachtisin thash mich dreingefundensqni nella pau tommich wieder und juchi Barme berstateltýrich falle vor dir de mein Sünge iff mit leide ebay pain's Sphy gross e fu aller Menschen Sund 4k Segermany, oh leben, der an implauben futis mis leich meiss PHT& P Ý HA Frauen, 19 glang ich dennochisella on mei nemalingloyhentifina le nº Sole day inort nid hinnad disserth offe PAB wright 98249 Darin ich bleibshohiphangen Leib und Seel von anderscheiden fog merdich dort bebidhi mein borta feinding emigen anden, od AQSGbrescheh BurGDth Notes, Sabundal gem Geiſhaulame timbaweille) qurb, nicht met Goritusprints weriglaubtity Suite die an ignorensnied using things 443. Derglich thut muidpoort NG GOttligchimukhi dira lgsenatshable Peng big meiner warm perzagen vein Sundhilrentamiedny sing, ichofann sie nicht vergeten, 135 abdolrare bound mer alle hat mich gang beignen, bracht in Roth wabelabe, mis' dag di medis ANDO hus mich mit ſein my te be zaht pein bieber S Sobn bebar es doch nathmenpig, ung glans dem Worte dein, das mir au ight behändin mer glaubt, wird liggeal ratigil giam adtum mpg mahe, als ich jelbif. Tene sih; duz mein Hand Golf ungern ich übergebe den 2. Ich bin in Sünd empfangen, in Gandhin pichrseborin, and Fund' bab' ich begannen dazum under in den Tod i will daß er umtebre and ewig leb bei mirna, en rechten, Weg mich lebre, 19 tomme ich zu- bit dad bin ich verlorinish Jonh nicht seinem Deilgen, Geiſte freudig werden en idunt el 996021cmachen Glauben, meb mit Buff und Beichtgesänge at baino geafd Teiste iu| Waß von Thränehmein'n beines Namen Ehr Mit mich Bafdeinem Stege: voller Sünd und Schulld#bobs Teufelseid wist weghenahr vur deitte Band of Borgung him to postane nifi geld und Leben duch meheri Bert was built haft gegeben, begat durch deine Stärk! Erhör' mein Seift'it und Sereien und mein furththäme Wort daß ich dein tann freuen, veracht'n des Salan Moth, og dnu mort 212 statt mich por Trquern alt, alpbbt fast grame, ie unge in man nigfalt. nsonu un nisi dnes 5 Weicht all, thriebelthäter, mit ist Rebollen hon der HErr ist mein Erretter, er fint meht Stehen anser bört mein' doenend' Seinmejeshafen fallen hon all die find meine Feinde, and thanb lid tommen umbig fto&' Stor IN Bulest, lap mich abfelden mit einem fel'ael End9 usd nimm aus diesem Leideif mein' Seer' beine HandDafür will ta dich pleijen mit Weter Dautbarkeit: du wire had weisen und helft in ewigteit 190 Hot( 1 the 310 ETC 6. Drum dant'ich bit oon Hers jeudo Gott, im Hochsten Thron; our worst mir meine Schmerzen und Leiden indeinsdon, au mimall Gadb'nerieifenjo bied gebeten dich; dafür will ich dich presen immer und emiglicher bisl 19bstfisa mund Ach Schleg 4459 Metalde bich,&' tieber chesi Ein schone 1 meiner, dentimienia.bi schone, mir nicht nachosden City Sergisis! warten Tobiet wer tann HEI! Mitch armen Sun Berra in deinen Bolig Beinn erfiffen Grimm d both leibt dör bir beste behlo menn butin's Gericht ist heben Avtner, teis newsbju findendi ber freithärd Finder ha fourtes Tip mit ver von allen Sündenysfondernmatte Be a Sernd white mie mussen sprechen? Horry begebte berarben mein and mit gud nicht gw pacjennoo 199 dnu disk diyein van te mag ewig teblu Sündlich Hert, bindtagel enigeht der Höllendeinpaimed doboren Gottes Huld häblich verbo C. Har du mich tevee Betten ven durch die Menge theineDSük denn ich bin frant und schwach denado fou ith Rettung mein Serf betrübet febre den? eft, di fatte ich mit großes Lingemath mein G'beine Thränenymir Matta Maybalen And erforoden mir iff sebr Quant fall it dir zu deinen Füßenpfe und band mein Seel" tit peur mit Thränen begießen.& FF crichrøden; ach! by HErr wie 3. HErr, vor dir will ich erſchele fo lang!& nd misd talle med men, und mit Betröstetsbewei 3. Her kröffnung we nen, was ich wider dich began mütbe, mein Netter, Lieber GO!! gan Gnadenhoff lich zu erlan von wegen deiner Gute hilf mir Meme Sund i mwo beds aus aller Noth! im Tod ist alles deben, du haft mir gelthentt bas fille, du ventt haft deiner nicht, Leben weg mit aller angle and we will doch in der Höller Leiden, ich geh' ein zühimmels banten ewiglich prosimy is and freudentams oni ni nid the S 1 geh. 1 Na Bin oon Seiffzen müde 446, 0r, Au Waſserfliffen Babyl hab' weder taft woh Macht, inHEnte tit dein Born großem Schweiß Hege durch: Kifo gros, dein Grinim erkehredt ons die ganze Nacht, mein Lager mich lehre, ich muß fein als be 05 raubt 2180 IS Buße und Beichtgefäng equ 9 raubtund bloß, GDH, mein Ge- 16. Was hat ein Mensch ohne bet Serhöre Iaidommen? mein dich, mein GOtter sindjes nicht de Geschrei zu dimbu verhing dein deinen Gaben? Bondinn kommtor Antlitz nicht dak ingedentoen alles was man har du must eft all' Bein Beiben mielahg'il wieder haben ein Beib unde du vergessen mein Boll nich denn Seelit dein Geschenk idarannou dein Geschöppettichtstseings dundsich jederzeit gedenkholch Beilag'amu schweigen, aller Freudenigslommnthustabewahren! all Wegman 2. Goll ichimein Leid bessenin sdir hefehlen, tayu begehrst unisia michpfrumm afb gebidebiben? simmer beizustahnad Wohl alle m foll mein Gestalter fallen sich übel die dein harpent ofsgruit sim ind und tranvignehen Meini Heuten 7. Dein Schälein thust du weisse fährt wie Waffernbers mit lag den wohlaim Busen bu he tragesto und Seiffen ich mich nähringesund bein' Arm hast du dep Lämmernoc nichts an mir bleibetto bennodeine wollhidden: Schwachheit treulich a Pfeilstedtem in mid, ihr Grünpflegestrichiemand reißt dir einm wüthet und mit Begier mir fait aus der Hand, dein Blut, haſt du bo den Geist daustreibets dnsjunt daranogewandtegund, theu rieks us 3. Nun, GDtmeinkündbertene Lauftzum Seben; dg weil dyni98 ne ich, all mein Thun vor diyfchme- gezeichneti haft rinicht iau chwer bi bet, Bulaffest trichtunschuldigmich: auachst des Kreuzes Saltoistens wer ist rein, dendda lebet? Wiridir call's ergeben, bid mo gusta schämen aus deri Gündemnothus 8. Denmach folleman gui Gottpim dein ist dielGrad Herr Bebaoshden Granipund auf ſein, gik ud auf- Guddl wir Dor bir liegenngelwerfrauen, sein. Schutz der ist yob? nicht sch Gerichto mit deinem uns nicht ferming himmel thumiar Knecht, wer an dich glaubet, fister schauten; auch hilft er dennu gerecht Schritt En Glaubeninegen. Gefangnen schnell, im isteryo2 4. Wiechtelbst du with dint, Gast, leuchter sein Atlis held; dies agr will en ein sen? Jeh tennfah Etri, deinl Bh- GOtt dua mirstamich dach an terast, our stichtigstodoihd mit Sichtbbingen, und ich werdinachodt Maßen, du bist doch beibunsthuveing Wahrheit ewigniorenas #sibilbi der Roth, speiset uns swatimit sa bim redier 1989] Berni Perichau im Thränenbrovsrheit nisdurchair447 Meta Austieter, Pathfhreisen Kreuzgegitter; aber es währet den bilsamin hilfsbar 362 Abend lange des Morgensolgt B Christ, ach sayauf meinest ein Freud gefanglo die Souni Schmerzen wier gräulich bethet, s und sitar Gewitter innnt ud dromagt bundisfrißt und quälet michsg 5.Mad wolltest du nicht Rettungsdm sherzensgdaß ichiomintang thun, mit Bragen uns belaben; so angeregtsound meinem jeignenud hoffich stets bethach, wiel nanpes Fleisch bemento das Unracht bab' ssi könnentes dichtsorchadenprall' ubegangen ssd had the door Ding muß miranti Besten seindhu2.Sünde! dein' hicheulicht: 3 den bu bist meinyounb ichh Bineteit hat mir die Angstsgeboren on dein von bir tann mich nichts durch dich hab ich diel Seligkeits scheiden wenn ich bichpil Grrerschetsen und verlorens ich ins nur bepomit hab, tommifeligrodurch diesetsmeine Schuld pa und mit Ruh its Grub so.adith meines! lieben, GOttes Huld ich's Kreutz für Freuden. thior seinen Born gefallen nidrou chim 1b91 3. Ach Bußgund Beichtgefangedu 2198 IS 3. GOtt barm' bel ach die jetzt in Angst gelebt; amids morsun Thatbist leider min geschehen; then den Leibrerquicket, istabas 19d warum soll ich othn' Hülft und jetzt die Seeler drücketid u ischis Rath in meiner Angst vergeben? 04. Golvieb Jahr habich gelinle Ich will zu meinem Heiland htagstaufen ben erboßtin Jureweg, und lo von dem ich leid gewichen bin mit den berthachterpausen aus ud und Hülfe bei ihm uchenior969 gesest bensgutenb Steggöder Gurnisd 4. Carista Obres reiche Gndd Himmelspforte dführt; nie, nachkrbl viel größer als die Sunde, die alle nie hab ich gespürbreiner Reue S Well begangen harjunde die ich meiner Sündenbo Wo moltichbin bei mir finde; ja Choiste dheirt onun Rettung findenlofts'nism lloj vergöffnes Blut, basmacht vor 5, GDtt ich soll genshimmelpfe- dmus GOtt gerecht und gut und rein then, aber ich seh unter mich.siWierdö von allen Sündeno od male ist mirjometh GDtt, bgeschehen, onu 5. Ach Eft alterbarm dich vaß ich formerlaffetti bichlich binthin mein und heller mein Gewissen werth daß mich dein Grimm, mits ach! laß mich deiner schweren Beinerzüenteri Dornenstimm'dnmöchting zu meinem Trost genießenbaverin tausend Trüntiner schlägen, nad zeihermie, was ich gethangachlid zuvhöllen ewigniagen null& schaut mich wiederfreundlich anp96. Alle Freuber feiduerfluchet, foi sn und sei mir Armen gnädigo novon: Sünden hergemüthrt. Diefe ted 6. Nun an dich, JEfushall ich seit 28a Sichl gesucheba más mirror mich, und will des Glaubensteben, Höllenangstigebierto, was mirsb] du wirst mir auch jagnädiglich die GOttes Wortronperbeut seis vermisd schwere Schuld vergeben; brauf ftucht in Ewigkeid.10Emig febpe- iuo will ich deine Guttgkeit in diesertucht die Stundebidaichs Sünbin und in jener Zeit mit höchstem benlust empfindeid nn roar therR Lobe Preifen. Odwie bist du Sünder Sünstig 448 m3ibadkläge mit Angsode, teine Bait, die felfenschwer! Meines finden of Na was hablicht doch gewie tenkt mich doch das so hehrinst thathpreerish, der teachebiDitt deind Zornithat mich gerst schlichtet 29 mein Gewissen oflagrisschrecktsnachbd wendisidder mich mich an, ich bint felber wider mich, verstedtinuteinen Greatur tannsd weil ich also freventlich mich mit Fathew meinen schweren Millerde Laffertoth beflecket) und des Höchs thaten tordnar 89 190 Telling sten Bounewedet! boid It 8.10Erispetebtd in deinen de 2. GDtt, td muß mit Bittern sa Bänden, dus alleine hilfstransnis gen baß ich sei ein SündenknechtopNoth, du kannst meinen Kummerinu jebb fühl ich meine Plagen, aber wenden, du kannst retten aus dem č du, bu bist gerecht Mein verderbeuTon Escsteht aur allein bei dirudi tes Fleisch und Blut hatbas techtes Niemand kann, sonst belfen mirnod wahre Gut durch des Teufelsgodu Bannstregnädigsmich erneuemnö Trieb verachtet, nb denusten. Sundrin Ewigteitnerfreuenqum gni nachgetrachtetion sid tim ind 1919.nichi verdammen Seel' wundred 3. Vorhin hab' ich mich gefreuet Glieber sprich du sie in Gnademisd meltier bij dwerensa Sundentaft prelos; bittlich hall' ich par dir niersb jeto da mich folche rouet, hab' ich udergilimmdu mich in deinen weder Ruh noch Raft. Nh! washSchooß. o Stärkmich, der ich abanu mich vorhin ergögt hat mich geschwächt, laß Genade gebn für bi re Recht; 220 Buß- und Beichtgesänge. Weinem Ishum boß ich wichtlöd 2. 3war es haben meinen Sen meinen Fium Alt hetrübt; At; wirst du gehe da meine Zuversicht: Behen HErn, wen; fann Bor die bitch bod bim i tid 10. Deings, obnes Manterzeiz en stelli amilchen; mineund doch weiß ich, daß er mich liebti Siisab mich hiermit, nge fra denn, eri läßt ſich augsig finden) neishen, leina Agd, half ich dir grumb mich mein Sund and teil und teifiglichficht, meinen Ijum Taßnsich Al prein as hahn Belitten, Ält eltorben, ich gleich ſchweres Kreuz und and off ein unperporben. Leiden bei Christenseft enta hait uns gewiß verheiz ſteht, minslehr bort entgegen Ben heralidhe g Barmherzigkeit, da: geht, Joll mich's doch von ihm Dent si VE AND THE Muitinid, dritamogle ni udp 1198 nicht scheiden, er ist mir ins Herz 003 gericht 4. meinen Iklum laß ich für wollen wir dich Press an definen oder den Sunder the day but WITH 54454 CID srol periprimig rady nicht. w tren toreben 4 3 will weiß wohl das unser Le 498499 19 nicht: SAMO OR thyen henten amenn, ben nichts als nur ein Rebel ift d denn mir bier will fie traff atbil to let min auch er- dem Tode lind umgeben, und wer 180 höret, Sobn, der alleine rehism Samer trachtet jeinem Vater teh pon des Himmels bring ein sertnirsch poller Reue, voller nach deiner Gnade, haft du vers 3484 ter atra!!! Syron: tes Beweg nen Jeſum laß ich nicht sa Sterb ich bald, in fomm, 19 abe von der Welt Beſchmerlich feit, tuhe Bis aur pollen Freup und weiß, daß, im finstern Grabe Jefust mein belles Lights: Meinen Efum laß ich nicht and wieder rechter na die Chael fröhring up of wers 2002198 Seligkeit, unde 13.9 den, daß ein Sünder Buße( hut Well ia lebe mch auf Erden will ich dies, was Fleid und Blür wird mir's aus Gnaden geben, har bisher fb hoc geacht't, was muß ich ſchon erst von Bericht mich falschlich angelacht, bauen. Meinen 36 Cum las ich nicht. Of flieben, ernstlich meiden, und mich 7" Drum, 0 C4, jollit meine 90 1019 bleiben, bis ich togime an den Orte ganzlich dir vereiden. 14. Wirst du mir Seite ster welcher iſt des Himmels Bjort, 21 ben durch des guten Geistes Kraft, drum, so the auch einverleiben will ich nicht, wie vormals, gehen, meine Seele deinem Lichte Mein den Weg, der zur Hölle rafft. nell otur Gou ich tehre mich he dit, t tebre much" zu mir. di sich auch nas matur 190 JEfum, lak 10 michti 450. a 2013, 150 m d க்காண்டி விக் un 6.. Sacero Amen Amen. MSHI H9UFUT 191101 191190 4493n belannteri Melodiezion leben, Denn er Beitmeden mich As Stt und Herred Dans 1953 BUIL te mer Gott, die nich, so heftig quätet, und menten Sinn weiße it was foll Sundet m ma² entrecret. sudut sauce ro ther! ach! was foll ich fan" 2. Mein Herz erschrikt, menn Seiblict gen an? Mein Gewissen tlagt es Den Abgrund meinek Sunden, die you Natur, purch 1191119m 1901119 29/0 190mmis( bisig i do mni- noj bod dnu loiginnom S mich, an, 1 158 beginner aufzindate Bole mid OSS spmölspt bis du Ju ichitraqu& anismu und Beichtgefänge. d fluir 221 bösad& thur e gausy, verit sit Träufiteit lebe ich in Sithers finden.onism ndod a JEiu, mich doch is regières Bunuch Ber gericht and fromme walte Vabe poate or Arlecht Pflegt siebenmütz at Athr ich kann an GØtt maſk lewd was muy denn in hier eig denten" we y su uns gerne ben mich vorsändern. Sündern would den mein Geift, der lave allengol mus nonism on henten dahin, tha's it fliehet 1190 chir four, underco' vend to here on 19us funt Abgrund ziehen las JEiu, bit Mein Belf hul Gha het Twiberen yag ettifaden... 2° 2010 wert denn mein Ge Berftorben Was mein Mot all. 19. TTTM such fd, Matt uns fichern Blade übet bund, TB ta ta taun, was in da ich könnt ch 1.100 elfoorbeeft verderbe mein and 4. Ein Adamskind bin ich Suths antplamin und beflecter; any was it hun herhan bezd, 8639073, ded mid erftredet, daß Un poil 190 $ 10% tat foi frate Ghabenthron, uth Berather und dein nem Gewiting vet del derechien de de fer ſche Radmist Baler. ibibig lied 2001 01 tanganne, 7. 63 mile! 90038, 0190 190 mat rettet dag mni berpinse 10. B 89 bret; es tel reb daß methe Seet rrscht gutiprog undi Dich: 4 JUG mich wieder to picy in Umfort nach dein 19 Log Velfen Weg UT 3191 sur dad a is: Join ou; yer Smith fellulich eieren this 100 mitann des Lebens Heter time. expen lettutit in suggest ON deinem ne ankinden. and rich 19019115ONIS QUE or olg, 451 his 33464 plaa igit will es endlich werden! och deb Ach wie wiy& lauien day is hers heit. dust und OE EN G daß 1406 hitt BUR Timmer mein Herze rubre, mich für ren Buße, gewandt. elim Ryne mie 19: 300 " Meit ich fit off weil TAHOR 26th den, auf Els muna 814 HOU men idrer Geifss ITJ9 AURIC och dein metter To gutem Barte Bensandachk Buih Saud dem ref 19700. 13 Bater, heils 200 The missing efft ALD IDIOTY. foe, thay die weit du stu Noth bedente Safiye gariin fitt von Golf Bled 21000 tarple Biging Sing Shive Shaf verworken und bere Halfpd tonigpin( DI apim wote du, aus legisin sonen eile figth of wenig Anda Jast 19 auf, feire meinem Sungen ge Bab 40 Heft, um deiner Marter willen, wir das eine anscere. SQUIT Ahrid tunn ſchon föſtliche dag ang mga men denn nom of Dur ten, To Bellas ich gjeren Stando d mein off, mollys BIO ren und mi Beine gro .. 1 1900 Blefjes Hartet meine s meiner 100 meinen ich extenne ohne Scheue meine Mury, dies erfrischet Fehler mannigfalt, und doch son- Sinn, ob ich gleich ein Sünder bin.. 8S922 seBuß und Beichtgesänge. siin. Gunich forthin regiere, Laß dein Ohren dup mich lisadaß ich ein fromm Leben führe metten laß mein Schreien vor sing ibin bi tinindra áldich zehn, denn wo du nach uns midod452. Bn bekannter Melodiessern Werken strafest 10hre wer du wirst 19 Cheift, mein Hoffnung ſteht Menschen schönen, wodu nach auf Erden! Ich weiß, daß du mein Verdienst willst lohnenors adröfter bist tein Trost mag min3, 2ber deine große Güte, die nd fouft werden, Won Anbeginn ist erfaffetberen Schuld die aus mislichts fertoren, auf Erdett war dinblichem Gemüthe ich vertrauen mismeinmentes geborn, der mit deiner Huld, sie ihe Uebelthat 990rdus Röthen helfen tann i rifd bereuen, und zu dir um Gnade dich an, zu dem ich mein Verschreien. dar stälre 13012 Soutrauen han! wish this 4. HErr, ich will auf dich stets bauen meine Seele hartet bein, auf dein Wort will ich vertrauen, wenn der helle Tag bricht ein, und wenner des Abends schwindet, und Schieren und zeigt mich und ergens wieder findet. hinbeinem Water an, daß du hapin 5/ 99frael, dein Hoffnung Lade anunug für mich gethany so werd auf des HEren starte macht, 2. Dein Gand find jehber und sinabergroß und rewen mich von 91 Berzen derselben macht mich sid built and to durch deinen Tod nich quitt der Sünden Last HErr, denn bei ihm ist lauters Ghade, sid halt mit Feſt west du dich mir ia er hat Gelösung bracht, er Versprochen haft bait The Tid dwiedraeterreften aus den dm 3 Gieb mir nach dein'r Barm- schweren Sündentetten bis. Frand Herzigkeit den wahren Christens45400 3n belaunter Melodie, glauben, auf daß ich deine Süs Mus tiefer Noth ſchrei ich zu dir, mein Ruid anschauen 75 oor allen Dingen lieben bichpund fent bein gnädig Ohr neig her zu 800, meinen Nächsten gleich als mich; mir, und meiner Bittieöffne: disam lebten End dein Hulpmir denn so but will basbehen an, 29efb Sumit! Behend des Teufels was Sündid Unrechtreift geList sich von mir wend 190 than wer tantep HCor) vor dir Sad 4. Chrisset Gou in dem höche Bilibenam bi alo dem ned Jo en Chrontambem Batet aller 2. Bei dir gift mchtsy benn Ghad' druGüte, und esu Christ, fein'mund Günst, die Sünder zu verge * 19 liebsten Sohnderung allzeit ben; es ist doch unser Thun umpå behufe und GOtt dem Heiligen font, auch in der beſten Leben; tad Geiste, der uns sein Half Callzeit vorbit Niemand ich rühmen leiste, damit wie ihm gefällig feintann, es muß dich fürchten Jeder Dighier in diese Zeit, und folgende mann, und deiner Gnade leben. nd in der Ewigleitsin n. subethan 3 Darum auf Gott will chof i nema medie de fen ich auf mein Verdienst nicht im453, M. HErridch babel mißgeh. bauen, auf ihn mein Herz foll enfus der Tiefe meiner Sinnen lassen sich und seiner Güte rufe ich, großer HErr zu die, trauen, die mir zusagt sein war of der du von der Sternen Zinnen thes Wort, das ist mein Trost & nblick auf dieses Rund allhier: laß und freuer Hort, deß will ich all Serbie Seufzer meiner Stimmen über zeit harren, all mur ich gen pimmel tlimmen. 4. Und ob es währt bis in die Nacht, 223 binNacht, und wieder an den Morbi rachen; doch ſoll mein Qiu, Broßer Hirt, du Hirte Hera an deiner Schafear such mich, weil GOttes Machtverzweifeln nicht sich verirrt, damit ich nicht entsur noch orgen Seithu' irael schlafe in Sicherheit, and dahin sonrechter, Art der aus dem Geist geh, wo Sundenlyst und Döllenborerzeuget war und ſeines Dit's web die armen Seelenzſtütset. erharreondol i sidro, nism, Ich Flage 19 mit New, daß ich sid Db bei uns ist der Sünden abwegs gerathen, doch made aunviel bei Gott ist vielmehe nade; per hei, denn meine bole Thamsulein Hand au helfen hat tein Bielten; wenn gleich dein Schöflein todwie groß auch sei der Schade böle wird, bist du dennoch mein adoy it allein der gute, dirt, der guter Dirt, und wisites weg Israel erlösen wird, aus seinen bleiben. bi ad un bid 819 Sünden allen, di da 7. Ach mein Erlpler!, ach, was wisd6hr sei dem Vater und dem würdest du gewinnen Esu! Sahn, und auch dem Heil'gendeine Schmach, die würd, an mir mis Geines als es im Anfang warzerrunnen, wenn ich gerieth, on jetsd und nun, per mns dein Gnade leiste, enen Det, da fest perriegelt iff die tad pamit wir gebu ani ieinem iadi Biort. beller nie, geboren! sonpaß unfre Sund der Geel nicht 8, Wenn aber eine and mich chichad wer das begehrt, inrechsicht und dem wird mehren, was sormentul fiiger.mich von dir abwandt, alasann to chord pound 19 ni ziwirst die vermehren die Zahl, die modelehre du mich, HErr, so werd dir zur Rechten steht; parum Deich mohlisbetebret, denn du mein Glaub' inbrünstig tleht, und sibiftsber, Gott, der von ngend will dran gar nicht zweifeln ridauf mich, debretse gedente meiner werther Geist, der du vom aufSünden nicht, do it es bei dir Bater und dem Sohne ausgehst, Tousgerichtstz und ich bin wohl ach bill min nun, in meinem persufrieden tenim dimens wohner vertritt mich auf das no dich habe zway, o Gott! mich allerbeſt i weil ich on aftermals perighennamds miden wie ich Gottsteil mit dem Ge nicht weiß, id dein Gebot gethan, es ist gesche- bet soll, balten, noo hi. Niê, hen mehr, als ich mich belinnen 1 Erleuchte meinen Sinn, das dokowisdoch pasjigst air, o Sash Sündliche aumeiden, nimm alspkan. drank Of Roches von mir hin was, Gott und mehr vergebenad 89: mad ist mich dann scheiden, denn ich ers nod32 Horr, daß mein grme Seel tenne Seine Gnad und wer da nondie nimmermehrigentjieben es geht in deinem Pfad, den bat 19dveiß sionit teine ab als nur die Gur umfangengrad, flisl mu dirau fliehen. Was wärelai Fur iolche Gür erweist, will Für forbeine Gütigteit wenn ich nach ich den Vater droben, den Sohn tiHerzens Neu und Leid mich der und beider Geist mit meinen Lipnot nicht sollte trösten und den lohen die Güt' ist erbig, ewig sti84. Ach nirgend besser Statt und Dant, soll dir, gGOtt, mein Lebens < re Raum hat deine Güte, als wo lang von mir gesungen, werden. Hozdie Miethat gebäuft, wie mein 12. Dwie ist nun mein Herz so Gemüthe mir leider iplches itellet leicht und ganz entladen Bas für, drum klop' ich an die Gnaden- Trühjal? Pein? was Schmerz? sid thurtach lab mich Gnad erbitten. Es tann mir nichtes Schaden; nie GOtt sprußt und Beichtgefänge. egyfer über die Gefange Buß und Beichtgefänge. nach bi, jo sohl dem ber 224 GOtt laß mich diesen Gnadentuß empfinden, weil ich leben er mich nimmt von hinnen. M. G. Bezel. 456. Mel. Allein zu dir, HErr. Du u weineft vor Jerusalem, HErr JEsu heiße Zähren, bezeugft, es sei dir angenehm, wenn Sünder sich bekehren. Wenn ich vor dir mit Buß er schein' und über meine Sünde wein', alsdann vertilgest du aus Gnad' all' Uebelthat, die mich bisher gequälet hat. 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt, von wegen meiner Sunde; zu deinen Thränen ich mich wend', alsdann ich Labsal finde. Vor GOtt sind sie so hoch geschäßt; wer damit seine Sünde neßt, den blickt GOtt an mit Gütigkeit, zu jeder Zeit, und sein betrübtes Herz erreut. 3. Hier ist der schweren Thränen aus, in dem ich oft muß weinen, der Welt aushalten manchen Strauß, fie martert stets die Deinen; auf allen Seiten, wo sie tann, fängt sie mit mir zu hadern an. Dies tröstet mich zu aller Frist, HErr JEsu Christ, in Noth du auch gewesen bist. 4 Du zählst die Thränen groß und klein; ich weiß, sie sind gezählet, und ob sie nicht zu zählen sein, dennoch dir keine fehlet; so oft vor dir sie regen sich, so oft sie auch bewegen dich, daß du dich mein erbarmen mußt, dir ist bewußt mein Kreuz, drum hilfst du mir mit Lust. 5. Wer jeßo jäet Thränen aus, hält in Geduld GOtt stille, den nimmst du zu dir in dein Haus, da Freud' und Lust die Fülle, ja solche Freude, die kein Mann mit seiner Zung'aussprechen fann; da wird mein jezig Kreuz und Leid sein lauter Freud', und währ'n in alle Ewigkeit. Joh. Heermann. 457. 3n bekannter Melodie. 412 Grb rbarm' dich mein, o HErre: 71 GOtt! nach deiner groß'n 668 Barmyerzigkeit, waich' ab, mach' 66 rein mein Missethat, ich erkenn' 307 mein Sünd' und ist mir leid.470 Allein ich dir gesündigt hab', das 52 ist wider mich stetiglich; das 27 Bör' vor dir mag nicht bestahn,.12 du bleibst g'recht, ob du urtheileft mich. 2. Sieh, HErr, in Sünd' bin ich gebor'n, in Sünd' empfing mich mein' Mutter; die Wahrheit liebst, thust offenbar'n deiner Weisheit heimlich Güter. Bespreng' mich, HErr! mit Jsopo; rein werd' ich, so du wäschest mich, weißer denn Schnee; mein G'hör wird froh, all' mein Gebein wird freuen sich. 3. HErr! sieh nicht an die Sünde mein, thu' ab all' Ungerechtigkeit, und mach' in mir das Herze rein, ein'n neuen Geist in mir bereit'. Verwirf mich nicht von dein'm Angesicht, dein'n Heilgen Geist wend' nicht von mir, die Freud' dein's Heils, HErr, zu mir richt', der will'ge Geist enthalt mich dir. 4. Die Gottlof'n will ich deine Weg, die Sünder auch dazu lebren, daß sie vom bösen falschen Steg zu dir durch dich sich bekehren. Beschirm' mich, HErr, mein's Heils ein GOtt, vor dem Urtheil durch's Blut bedeut't. Mein' Zung' verkündigt dein recht's Gebot; schaff', daß mein Mund dein Lob ausbreit'. 5. Kein leiblich Opfer von mir heisch'st, ich hätt' dir das auch gegeben; so nimm nun den zerknirschten Geist, betrübt und traurig's Herz daneben. Verschmäh' nicht, GOtt. das Opfer m. n, thu' wohl in deiner Gütigkeit dem Berg' Zion, da Christen sein, die opfern dir Gerechtigkeit. Erhard Hegenwald 458. Mel 225 3. Doch gleichwohl aber neigest dein nieder, das winkt und ruft mir tröstlich zu: Komm' her, komm' immer wieder, mein reines Blut fließt auch für dich; wer sich mir nahet, den werd' ich hinaus von mir nicht stoßen. 4. Wohlan, ich komm' auf dieses Wort, ich komm', o süßes Leben, in Hoffnung, du mein Seelenhort, wirst alles mir ver= geben; du bist getreu, und kannst ja nicht verleugnen, was dein Mund verspricht. Deß tröst' ich mich von Herzen. 5. Gedent' an deinen bittern Tod, dein Purpurmantel decke die Schanden meiner Sündennoth, dein guter Geist erwede die ungefärbte Lieb' in mir, dak ich hinfort nichts, als was dir gefällig, üben möge. 6. Wie wird sammt mir dein Engelvolk so dankbarlich sich freuen, daß meiner Sünden trübe Wolk' ein thränennasses Reuen vergießt, und deine Gnade drauf als wie der Sonne goldner Lauf erscheint in meinem Herzen. Buß- und Beichtgesänge. 458. Mel. Erhalt' uns, HErr, bei. Christ, ich muß verloren ewig sein, wo du nicht mein Erbarmer bist. O JEsu Christ, erbarm' dich mein! 2. Erbarm' dich mein, o JEsu Christ, und nimm hinweg die Sünde mein, damit mein' Seel' beladen ist. O JEsu Christ, erbarm' dich mein! 3. Erbarm' dich mein, o JEsu Christ! mich nicht verstoß' vom Untlig dein, wie sonst der Sünd' Belohnung ist. DJEsu Christ, erbarm' dich mein! 4. Erbarm' dich mein, o JEsu Christ! und mir verleih' die Gnade dein, der du der rechte Gnad'nstuhl bist. O JEsu Christ, er barm' dich mein! 5. Erbarm' dich mein, o JEsu Christ, in diesem armen Leben mein, darin Gefahr der Seelen ist. DJEfu Christ, erbarm' dich mein! 6. Erbarm' dich mein, o JEfu Christ; wenn treten wird der Tod herein, dein Troft mich tröst' zur selben Frist. O JEsu Christ, erbarm' dich mein! Er. Fr. 459. Mel. Der HErr ist mein. 460. Mel. Herzlich lieb hab' ich. ür Gericht, HErr JEsu, steh' ich hie, zu dir beug' ich mein's Herzens Knie, kann mir selbst gar nicht rathen! mein' groß' und Crlöser! ich bin zwar nicht werth viele Missethat mich hier und die Augen aufzuheben zum dort verdammet hat, doch will Berge, da man Trost begehrt, ich nicht verzagen. HErr JEsu wenn Sünden uns umgeben, zum Christ, dein Blut allein mad t Berge, der getrunken hat dein mich von allen Sünden rein, Blut, und unsre Missethat durch weil ich in wahrer Reu und Buß' deinen Tod versöhnet. an dich glaub' und dir fall' zu Fuß. HErr JEsu Christ, des dank' ich dir,:,: ich will mich bessern für und für. 461. Mel. 3ion flagt mit Angst. Ott, der du aus lauter Gnaden nicht Lust am Verderben hast, sieh, ach sieh, ich bin beladen P 7. Erbarm' dich mein, o JEfu Christ, und nimm nur bald mich zu dir ein, weil Beff'res nicht zu hoffen ist. D JEsu Christ, er barm' dich mein! 2. Die Lasterbürde drücket mich and lähmt der Seelen Flügel, daß sie nicht hurtig schwinget sich zu folchem Gnadenhügel. Wie sich ein regt eine Fluth die andre schlägt, so häuf' ich Sünd' auf Sünde, 1226 Hufspand Beichtgefänge. ahit nsbetygentnerschmeren Rast Baftichi bin nicht den Wegregeiimeiner höchit gebäurften Schuld wandelt, den du mir gezeiget habe du mitomir Geduld Achhastid jest wollt ich gefalhis oh michsd jam meinen Sünden Schreden michopor( Ceinem Zorn rost, tinath Helld undis Hülfe veriteden ud ju settböd finden tim bimbinar som bij Dochowieltönnt's dich diesent ns29 Seis du meinen Geden na- fliehen? Du wirst allenthalben bigs wie ein frommer Bater that, seinto wollt ichinübers Seed gleich matcher mich ihetsgSünden ledig paiehen, iftieg nichi anladiesGraft durch has vosinjarhne But, bas hinein, hätt hr Flügel gleich den bein allerliebstenfinds amfer Winden, ngleichhodhiwürdest du neilande für die gündle aller mich finden.nou si mamin og nWelt ufomnverdressen unds an- p3. Druny, ich mußsesidur be tifchuliinihat vergofieniors lista lennenhire, ich habe misge * 23. Mirdand diferelt quifrons met riideid reingebommern Soon sunbia dui Erdien lommen, bat gelitter Spott andphobn, trolinaussprechlich war die Nothen die ibn bracht in folcher Tox sen michtifärsms nesterben dwartalte Whit gyerdorben thang dari mich nicht dein Rind megrimenhen; rachismimme mich zu Gnaden anscldßl dies Menge meinern Günden, deinen Forn nicht gar entzündennis temmöt är en 4.] Könith ein Mensch den Sand soligleichzählen an dem weiten Mit kelmeer; dennoch würd' es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sunden beer, daß ensalle mein Gebrechen sollteninenauszusprechen. Weinach ein's debt um under for und nimm's zu Hargelistet auf großen. Dank beroachid Shu Noth und Todes idmerzen haben dich gesundige macht daß er nunermürbejbich, die Wette meiner beiden Augen hat er selbst verlassen sich selber BachedDt daß ich g'nug Bähren hate mollensterbendor das hätte nisu u betraneumof meine Reben zu erwerhened zü[ nom Schmachkirs Oko daß|| aus li dem mieck Gnadi dig iſt dann und geduldig Thränenbronnen täm; ein starGOtt ber ater den Sohn; ter Strom geponnent a bu seben souhend jchuldig, bisch daß doch die strengen biendil böbrep ojelohn; siein luthenüberschwemmten mein Blutstropfleinspieler Huld sab Geſicht und die Augen möchten Het alle Sunpentchuld. Glaubes bluten, weil mir Waller honst mir und sei nur fröhlich, no bist gebricht; acht daß sie wie Meeby in Chrifto, jelig, mahreswellen möchten in die Höhe Amen, Rob, Preis, Kraft und schwellen!! sorpfe dus diune Starte feifur 19e Gutigleit, 7.Uber, Christe, deine Beulen, Hongroße Gnadenwerte hier, ja ein einzin Tröpflein Blut, das fann meine Wunden hellen, löschen meiner Sünden Gluth; drumiwill ich mein Angst zu stillen, mich in deine Wundenhüllen.ianc und nach dieler BeitBater, soon and Deiligen Geijt, der in Drets personen beist ein Git, daß zu ihm sich wende aller Dant, all' Ehr ohn' Ende, onde 4. 162. In dekannter Melodie. chiri Eir, ich habe gemißhandelt, 8. Dir will dej die Saft aufbinwalche mich von meinen Sunben, den wir die in die tiefe See, mache mich so weiß, als Schnee; 0 ise ja mich brudt der Sünden laß deinen guten Geiftsmich trei ben' Bußspunde Beichtgefätthe. 0227 Sers Enzigd stets beli bitzu ba flach schmeh Heby zufrieben jjeb', then: 98 m d nad simt nobair hinsort zu Ehren leblsmit $ 463 Mb diaumein Stündleih, Bindlichen Gehorsair ud sdnd Erron( D) FEfimChriftz Bu neduistävts mich mit deinem Freu Bon höchstes Gut, du Brahoniquell Bongeifinu hellt midomit deinen atler Gnabenmähicocho Bielich Wunden, wasch' mich mit einem nilattinem Minh mit Sünden Budesschweißstomeinen Aesten din bebadem dindbin Willechabtider Stunden und minimimicht daim, file sidelndiatim elinen ohne bidahmisdir gefällt in walem niebinicharmendinder wüten. Elabel aus der Welt zu deinen # 621 Grbarnit dichhinkin in folder Auserwähltensstidsilrslin misd Last, nimm sie von.meinimer- ts19 Afisaß sich von der eigen penubisweilibu die gebet Baft redbis mit Sing'wand Jubiliten saunhold mit Todesschmerzeh, preif' ewige Beine Heerlichkeit hiit daut bak iddy wit bon großen Spring' und Thumphiren..rs Wehitinimeinem Etendiamtergeh', homein Vitthiachideinem Wort, samodewiglich vergagesdon windmmauf der Kind pio trener n Fürwahr, nabenn minnisbasort, burchang Esaur Chriftum, tömmet einлadaß ich unntagsmenose sid sur Bilder degangen fosfällts miviwas daß 464p2 gabekannterb melodie, teremoStein po mblibiwisinitel Gracht schiderbeine Mache muht armfangasam über meine öff Sachepoob chombeiß muchers cia nohoins und das sie wohl durch Webetthat großen svigismerldoens fein, wenn ich Bobroverbidnan yan Preilich auß bigger nicht hättelofnsberd hoes batendiens utfach' haftobu mu4.1Aberdein HetthamWort, as felembroufen both our wollest naucht mit deinen füßer Gingen, het duvin Bawe undicht Mich wap Entedasherze wieder recht, Freethi maftolisa ndist is tod sunt fast begirathu springen beskg. Schided fieberz mir r mweil esalle Gnadverhelt benen, men! für den Cffer dein Eibar* le niit zerscheene Geistäubir, mangshelte mich denn te vorhin JEsu, ommaga magsachs und Tigethapag hin. neis Diaveibad Born Rheinem Siehe told schappei kommen, nisins with vor gehet, joie mielulle strated behbnünch, naureins beltübler Günder Bachey Heriba alificht lung. ben ein Gerienligentas Mann und Weiterbettant. gefnoimöcht' the Blute bein oon fli. Boh den Surgal, Pern und sünden abgewichen felayre Schmerzen ikein Beez in meiDavid und Manajie!! nellsandbergen mein Gemütbe, stolu dich alltid Hebei bis auf den bie, tin moihet Roth gescheisten Tod berubr. Mein Prost! tantist nabol tharisdich mit ergebeugten pipho Bervellen hat es feine nie on garisem Herzen vitter: Verzeiheitmie hoch gaviglich, was ichsdielnrage wider sich nufuErdon habbegangen?.8 h zweiten? Wacht denn deine the chivacher als der amned megeur dont fordi me and 4. Kehre wieber, bieber tehre, 992 OHEr mein Ghitt vergiebeh' ich mich in Angst verzehre, cette beine Hand, o GOtt, meiBetten in der Roth! Zwar bu möchtest sie wohl haffen, weil 32 fie do's dochium deines Nantens willen, and this inmiddas idywere iyochiibetistlebertretung istillen, ned. spmölspibis da quel 1 sim tham magafl nism Woned 190 tbin drior modeblog# 100 298890 Sun llior Buß- und Beichtgerängedoarrit nist( bildsg mom nadnela bim dood 850 i ndiaid jagusijo omu alayk sie selber dich verlassen; doch ber für weichen müſſen sie zurüde tradhte biessbabei/ pas dein Hell plößlich und im Augenblicke und and Güterfeiso mad immo) nem doch sehen auch dabei, daß der $ 5.9 Menschen, die nicht mehr im HErr mein Heiland, ſet Leben, die der Geist hchon aufgee geven, thrinewimicht vöng Schuld and Epflicht, riundugedenken dei nerd nicht; dedicavenskann dir Che erweiten weridermag dich wohl zu preisen, wenn er schon liegt ausgetrectandsim tiefen Grabenstettem rog thin Jailb nisireg dlud reniach poz A651 In Belaunter Melodie, Err strafnmich nicht in dei nem Born, das bitt, ich dich von Herzen, ich bin ſonſt gans und gar verlorn, mit dir iff nicht zwischerzen, und aucht g, mich nicht in deinem Grimm, weil ich in volls Betrübnim bin und große chmerzen lisur Sen gnädig, mit denn ich bin schwachyon Herzen Jehr ers Gnline müßen Sentzer fagen, was diednicht weißflas getördurch, mein Beinen alle Rathordomein Lagerznaß ges machtsd meinen Augen heiße schroffen, kein Mih, hab ich bet Zähremitigmir Rihad Sthlox Tag und Nacht das Mart, im befewece, quellen als sein Wois sebfluß, ha meinLagernschwemmer guitar_rid that ind 3puWoudder Bein opdie ih em pfunderjoistimeirs Andlig abges ichwhitend Ungeuld macht die Gestilt mits mornimeinen Jahren altjennoichi muß von allen Seia ten mit dem dinhen nhaufenstreis ten, ber mir anthubo mach und Sports and mich dargere, quf beanBotanisd him from du Bein pertradnetz mein Seel auch sehr betrübet ist, daß du, o re 19 lange, bist aufgeh tur hoffenssid hi and nahad, us Ach wender dich, du, lieber Hererrette meine Seele, hilf mir durch deine Güt, und Chere ich, thu mich die beichlen. toom Lod. gedenkt, man demer nicht, in der Höll'n dir kein Dont des schicht, darin ist nichts Quälen sid sgöm bi sior endel Ad Mom Seufzen bind mein Bette thu, ich ſchwem men, betrübt, ist mir Herz, Muth und Singh nach die thyl ich mich sehnen, die ganze Nacht das Las gen meinismit Thränen muß de nehet ein, das wollit den Ern erkennengni bildört bi and mos atro this Uebelthäter siehet, ihr Thrathenrauf and lehet, geht ihr Welt der Eitelkeit hin, woheriothr kommteniseid den de Gredieht, denn ich eine daß ich dies mitrene meine, meines Thounen fließen bin in fether und beungen ihnzim ni 19 Erf der Gru/ shatschon mein Hlehen mit Geundens angesehen mein Gemüther das mith tegt, hat ihn seines saltthobewegt; dal fobald ich ihn gebeteng ihm vor Augen binnegettetendo hatssauch Teine Gute sidy ahbgebreiter über mic tim gre nism mmir you Von Tranern angenommen hat mein't Gitalt, und ist pers altetnichh werd geangſtet früh und pät, daß Herz nim Leib fi falteti Uch Herrerhörie das Weinen mein mein Glehn laß nicht vergeblich ein, diman ben mich erhalte sibin Tun and TO Vor der ganzen Weltlauf Erden sollen die nun schamroth werden, zittern auch vor GOtt und mir, die mich haffen für und She Mebelthäter weicht von mir, der HErr erhört mein Fle hen, mein' Feind zu Schanden werden schier, m in G'bet, zu GOtt Buß- und Beichtgesänge. 229 GOtt geschehen, wird nicht verden, all mein Regen macht mir geblich sein fürwahypdatdit Wunden; wer will aus des Los gewiß und offenbar, deß thu' ich des Schooß mich Elenden machen mich verfehen: um des Deler og bad neinla bid redle] eff 4669 Bes Bu Chibine Süßer Ejidodeini Erbarn ier lieg' ich zu seinen Füßeng men sammt dem offens Gnadene JEsu meiner Seelen Heil! hoofundirbeid mattageftredte Laß mich beiner Huld genießen. Armen naachens mind das Herze daß das grausam Todesseil nich groß weile daimirsTrost, bust zusprechend thut mir, ahler Jams mer brechengomveitsich; hört das Worte von birsut Kommet, tom met alls zu mir, nefiique Idoor 81 Gütger JEsulbein Erbarmen Ho at fann zur Hölleziehen, ich tomm, ut, zu dir fliehenach! hehe mich in Gnaden an der ich fonst nicht leben kann.90 300 dnu Sunden finden, die ich quälen, Sünden die ich armes schließ' nicht vor min Armen zu Kind, die mein Gott nicht tahniap bin mid insbeinen Armen, verheblen, weil sie mir zu machtig laß mich, JEsui finder Rubic sind, bie wie Wellen vieler Pla gen über mich zusammendshlas gen. Sünden machen, daß ich nicht sehen kann bein Angesicht, 3. Auch das Licht wird mir zum bin traftlos tomm', buotrösten deinen Theuremiundo Erlösten, nimm mich in die Wunden dein, da, ba bann ich selig sein erdős 467.M. Was mein GOtt will Hilf min ein GOtt jubili, Schreden und die dunkelvolle Grauen mich zu decken, daß ich dies hab' nicht bebacht, wie ich ab von dir gegangen, und dem Satan angehan gen, meinem Fleisch nicht wider firebt, nur zu Willen ihm gelebt daß nach dir vorugerzen mich verlange, und ich dich luche mir Begler, wenn mit wird angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich in meiner Angi bald finden gieb miciden Sinn, Achhilf, daß dba ich mich daß ich forthin meib'ralle Schand tehre von der Breiten Sünden und Sündeudimo rim red n91 bahn. Esu di mich selber 120 sty baßichoftets mit Neu lehre, wie ich möge bie beflähn und Schmerz mich deiner Gnad meinen Fleisch widerstreben ergebe, hab'immer eini zerinirichund nach deinem Wort zu leben te Herz in wahrer Buße debe ohn dich ich dies nimmer tanny vor dir erscheinscherslich bemein Schu, bill, ich ruf dich an. dnu hierd alle Missethatent. Laß alles 5. Oft denk ich Mit dieser Kerzeit mich sein bereit den Dürk zen soll dich mein Belehrungsetigen zu rathentiam sid bi and tag gehen auf in meinem Her 13. Die Lust des Fleisches dämpf zen, daß ich fröhlich sagen mags in mirp daß sie nicht überwinde; Meine Sünden Find verschwun- rechtschaffne Lieblund Lust a dir den, und ich bin der Angst ent- durch deinen Geist entzünde, bas bunden, nimmer will ich nun, wie ich in Noth bis in den Lod, dich für, Sünden häufen über mir und dein Wort bekenne, und mich 6. Aber ach! ben guten Willen tein Trupnnoche Eigennus on fann mein armes Fleisch und Blut beinert Wahrheititpennel spul nimmermehr in mivo erfüllen, 41 Behütel mich vor Zorn und das nur nichts denn Böses thut; Grimm, mein Herz mit Sanit meine Schuld wächst alle Stun- muthfieren auch alle offahrt 36 mism 110d79 170 190 im dil nun sid nellol noon du drist isinad 1100 100 un netti mode uted' nt m 19ib) stor dnu rulmeffed him sid aim duy 100 00 230 danzate von mit Learn ajubre. how für Simb aft mit sich Alb't, laß mich bing fort dblegen. PUD Fries und Steud in mir, durch, dich ſich regen. SULMANSAND 19114M 10 und b IST ind in mannen st den ich aus mit Telbit ge198 tehe pit mit bet im Gnaaft wohl ges die Be thuſe den. was bu mucht. Acht ſo habe mit mir Ür men lift Talent! poln Erbarz i mit leid 20910e 190 ſet zu helfen mit bereit. 9mandas CHIC Ich will dich mein Gourme defter Hete zu lobent wader Tein. Softl Aih merineiſt vergeffen, wohl und sicher zu berbähren, mit SICH THE meines Bergents Safrein dey auserwählten Saaren werd ich alsbahn leben recht dis treuer. Gottestuecht 190 19trand de 8 den machi 1 in mir die Lieb und machenfeſte mein Hoffnung, denn, es iſt vor dir Beſtändigkeit das Beſte Dell Mund bewahr in Gefah ant pas. aften durch on bet bei eis such daß er TER unbeflecter B. Gieb, daß ich tren und Big ſei in dem, was mir gebührers durth Story The Heft cheler nicht werde" ganz berjih 400, Mehi Wid parben liebend ret Leichtfertigteit, Sub, Bant& dies men bilicharmer und Neid laß in mir nicht verk under hell bier Dot Cof Diebsgendfun wollſt dush mit duetterbettuspionng of tim no nod Gott berfall gelinder und geh nithe mer mit in's Gericht! Gr mein barmeisüber mich toda 7. Hilf, daß be chikuest barme dicererbane dich GDIE Nath von fallber Meinung trete den Atmenhelfed Sir Ser für Freund und Feind ſtets bere dieh Sedermann, ſo viel ich fram, das Bose hall und meidende deinem Wort du höchfter Hart big von hunter Scheide om 2. Wie ist mir doch so herzlich Blinge von medelt meiner h großen Shustis ng Ginasyon die erlanger as armes nub verlor nes singin Grbuthne dicend deme Bihmer Olbar 19119190 10in Wymin Seeriaatte met uber threpped and nos tor 408 wter you meines Lebens. 3. Hör und erhorinity Seura Undercom faufend Seelen Ben, Schreiendo allerliebstes Dörfchmerzen liebſter Batetherz, Wolfhalle Sünde quitten mith, 72h empfindin met mere verzeihen und nadern mere nem gyeren fauter bittte Zobenes Betzens Samery Greattled ich Erdens Himmer mich dich erbatine bio erfebrecen, schwarze Wolter mich Ervarmel aber mich do bedecenmein Gemiſiell fest mir zu, und läßt mit fast teilte Mich! God( or mid diredinit was 4 gote hung' foll in vergebnis tragen Hörſt du denn nicht HBURG du denil Hit Wie kannst du das ich babe miss emißhehandeling Genster entfalten? hable Sắnd mit Sund' sellaires de urine Sünder spricht G der stien Weg gewanden burme sich erbarine dich, both was deprecated Claus ergfent meth civarnier user mith! hind ach! das hab ich weggestoßen, bin 31Wuhr Utbed, belebt ver belf Bosen underdroffen augen Schade, den Niemand heitet, außerd blittich nachgerannt, Gute bab bu, ach aber Gen Se ich nicht erkannt. shord Guade! ich laß die nicht ebe 48 ment 190471 Buß und Beichtgesänger 2ode Ruh Erbarme dich, erbarme dich, A. Pornehmlich bajt du mit 6. Nicht wie ich hab' verschule det, lobne und handle nicht nach meiner Sünd o freuer Vater [ chone, chone! extenn' mich wieder für dein Kind, Erbarme dich erbarme Did thomein CrHu Tu T 1 or barmer über michid Nimt, b2 7,, Sprich nur ein Wort, so werd' 9ft an mein Herz, augeschlagend ich leben, jag', daß der arme Süns durch deinen Geiſt mit zugeruite der hör: Geb hin, die Sünd' jft den Himmel angeträgen, halt früß Sir vergeben hinfubrotund dige und hat durch viel Wohithat zur nur nicht meh Erbarme, dich, Buße mich bewogen, auch mit erharme dich, mein Tupu Er Trüblät Hught, Joth ung, Qual barmer über michonga 191911 35 giant gezogen, med mi ist 8. Jch zweifle nicht, ich bin er- 99 Dennoch, daß ich nicht leuge börebil erhöret bin ich meine nen tann, meny bit gleich anges topfet, hab ich dir niemals auf gethandie; Dhren jügellop fet, mit Unbedacht dieß ganz veracht to den Rücken haſt du mich ſo und nicht verzehret.and lia, Ira Pu Fannten, oft mit gutem Recht das Leben mir verfürzen, und mich als einen böjen Knecht hinab zur ir Götten juurzen, der im ohn Schen ohn, Leigh und Neu in Sünden, mich verweilet denga noch fehlt du mir Raum, und Rub, bast mich nicht übereilet. weil sich der Trost im Heren mehret, drum will ich enden mein Gelchrei, Erbarme diche ern barme Dich, Gott, mein Erbarn nter über mich Ma Chriſt, Tiepen 470) Met, Duscht Avains Fand Oder to Was ein GDit wittsm chilsted of hod.sim it sines och ärmer Sünder tomma Boc Brides Maternsd dir mit demüthigem Herzen 9.Gou! der gnädig für ung jur, betenne, die mit Schmerzen, die Sünden all und jeden Fall, wie ich ihn hab' begangen von Zygend auf mit großem Hauf, d'rin& Wern mein Herz dieg bei ich ich lebt in gefangenissch bedents im Stillen möchte er Pure Sünden und die ich springen die große Sicherheit gethan, unmöglich au erzählen, mich fränts will Plart und Bein doch ich he auch nicht bergen kann, durchdringend ten Döllengeindon weil sie mich immer quälen. Dein Bygh, mag jemn, ich habe e verra lieber Sohn hat mich, davon ſchuldet: Ichbin nicht werth, daßs durch isinen Rod enthunden; mich die Grd trägt, nähri, Bingd denned, hab' ich jetzt lajien mich aufi fich dulget, tani dny v zim den Satan neu, permundenad ud 9. Unwerth bin ich, daß mane 2₂ 3, So iſt auch mein Undankbare feit ſehr groß bis dieje Stunde, ich habe pir au feiner Beit ger dankt von Herzensgründe für deine Freu, die täglich neugfür deine Lieb und Gute, die ich ans frei, betennen mir gar reichlich spür, und stets, was ich gethan trag, im Gemüthe sol i lsdon mich, merntaisin, Albert; vonje dir geschaffen, merth bin ich, daß alle Clement aur Strate mich abinsa raffen. So meit hans pracht der Sünden Mächlit dich de brennen. 34 und mit nicht, mie tan bil, ich pers ſchuld't, bang jörnig abgelohnet, høft fort und fort,& böchfter Hort dich meiner angenommen, balt, nichts geſpart, nach seiner Art, bis ich aut off bin tommen im ni Podu pole and 18 mukichawig Jolie thin thi 10, O 23288 Buferind Beichtgefangen 107 Baterber Barmherjigülmirimdinlieber Vater fliehen keit! ich falle diogu Juße) verwirks Ach nicht ach nicht flibilf spelfet on nicht den, berazu die schreithundydoch, weil du, mein GOtt dannstren thut rechtschaffne Buße.lsgeinnhelfen noch und reißtb mich ansc Angesicht mit Gnaden wichtblauf den Nöthens 19d aun jait ildöm mich betrübten Sümberid gieb'di 21 Bedente nichtmovie#schwersdt einen Blid ber mich erquic, sonich mich amviris mein GOtt, versjog wird mein Angst bald mindebunebrochen iswieg oftmals ich ergürsnu 119 Graffite mir bein freundlich met vich, wie manchen Bagbundud Her die Wohnrättbeiner SiebehiWochen, jadnanches Jahr thablis vergieß die Ghild', heil' meinenzugebracht, daß ich die Schuldə Schmerz, hilf, daß ich mich stetsipnichtsrechts bedacht die dich zumud übe in dem was dir gefällt an Zorni gereizends bi rade Inc mit undanes Beheide, biso Bristcht richtes mich gerechterod ich bin abrogar Engelaars das GOtt nicht foirmies che verdies nichts venn duter Freibern is netbhabits achgebrochen deinod 10 dumnsonischanilerin Gebot fee hat's bein Sohn verur 4712dbiryavisa hedfeti qühnerui Schorglaisbeocfestsiunby Juch Gott, weil du für mich haft willen mir vom ullebelt helfen, sa in den Tod sein Lieben Sohn Amen, 91$ msbo. Battler Dol gegeben liebestämich bestän: 4730 Mellseer straf mich nichtsl bigtic wild faentschis Belbound will von meiner Missethaku zum HErren mich bekehrengan Lebent 90 1989 medis 2. Darum Th Fhursig intah berfou wolleft selbst mir Hüll bunds find daß das Bater, als betwoth htelo Gothinbefcheten bl Rind, Gehorsam dir erzeige all und deines guten Geiftes Kraft, i zeit mein Herz Freud und der heue Herzensinbums/ schaut bi Schmers mit Liebe bes neigeriausGitaben mir gewährens i 3. Werth Bill ich nicht ob meie Natutlich kann neina Menicha ner Sunday ¹7th swt dienth doch nicht sein Glend selbst empfinters und dei sein sind odch wel edelled if shi deines Geiftege ist dein Wille, burch seinen Geift Lichtblindi thubo undo todt ins mir Hülfe leift Bag ich ihn recht Stinden, verkehrt ist Will', Bers erfindusan mint or disa stalo stand und Thung lo besh großen 4. Bereits bar tu mets Beveranthers 79 tommli, mich imuno führ freuer Goth zu Ehren Vater zu entbindemol spnsri] of dir, daß ich's auch wohl beschließe, an Christum glaub" fandhaftig blets, den bittern Tob duecsüße 5. Daß ich mit Fries und Freud hinfahr die Seel in seiner Hand bewahr Sa fie fein Augst whics schmeden, Gieb, baß bet Leib fein sicher bleib, bigbuhn wirst pomisafir Sohage er inn 190 erweden. 472elang Keper ipi 3. Kippfburch Erkenntniß beid mit an, und führ'smir wohl au Sülent was Böses ich poridio gerhan, bu kannst mein Herz ge winnenprodaß ichriaust Hummern und Beschiver's last über meined angen her viel heiße Thränen tihnen, nollom sidbisfe nellad 4, Wie hast du dochnaufimicha gewandt den Reichthums deiner dant delher Band, die hat mich übers labent mit Ruh, Gesundheit, Shrte und • bir, unb lieg auf meinen uten ach! willst du denn so gar von Busand Beichtgefangen 23889 und Brod; duimachstis baßdmirFlügel; verbirg' mich wo, bu jero noch keine Moth bis hterherbtönenes Meer, stürst bochi berah, falltist nen schabend nism ud lisor boauf mich her ibra Klippen, Berghin 5. Haft auch in Chrifto mich evhundihügel.sque enfochlicher judi wählt tief aus der Höllenhund 12 Ach hur umsonst, und tonne then prbaß sniemals mir es hate ich auch bis in den Himmel ſteisim gefehlt an irgendeinem Guten; gen/ und wieder in der Höllen is und daß ich ja bein eigensei, haft Bauch mich augverkriechen„ neisiar du mich auchs aus großer Treusgen; bein Auge dringt durch alles geftaupt init Bafermithen schafficha dit wirst da meine hand 60 Wer giebt den Kindern was under mich lide, lichten Sonness du mir gegebent baus genießen izeigest him di god lid om Schent' aber ich Gehorsam digo 130 HErr JEsul nimm mich 34 do das genget mein Gewiffen; meing dir ein, sich flicht in deine Munai Herypin welchem midits gefund eben die duisoneilandwegen hi das sotausend dogSündenwürmers mein am Kreuze haft empfunden, in wund bis caufben Tod gebissen, als unser aller Sündenmüh'; dir, 70 Diet Thorheit meiner jungenio du GOtteskammwardez Jahrhundmaller schnöde Sachen tragen aufgebunden s vertlagen mich zu offenbar, masin 140( Waich', mich durch deinen soll ich Armer machen? Sie stels Todesschmeiß und purpurrothes len, HErvmir vor's Gesicht dein Leiden, und laß mich ſguber dein unerträglich Zorngericht und öffe und weiß durch deiner Indulo mid nen Höllenrachen. norimus Von wegen deiner, 2 Seiden. 80 ch meine Gräuel allaunial Freuzeslast exquid, was du ger Eroitesin schämte ich mich zu bekennen, es malmet hast, mit deines ist tho'r weder Maßgnoch Bahl Freudengisgis id molzoda frik ich weiß sie nicht zu nennen, und So angethan will ich mich ist ihr'atteinters noch so kleingum bin vor deinen Vater machen, ich welches willen nicht alleinreich weißen lentet seinen Sinn, und ewig mußted biennent nisl thin badhaffet Rath mir Schwachen, er 9. Bisher hab ich in Sicherheit weiß, was Fleisches Luft und Welt fein unbesorgt geschlafen, gejagt, und Satan uns für Nebe Helft, Eershat, noch lange Zeit, GOtt die uns zu ſtürzen machen pflegt nichts baldrizu strafen, deri 16. Wie werd' ich mich mein Le fahreturnichtmitransrer Schuld benlang vor solcher Plage, scheiten, so strenge fortsdes hat Geduld der Hirtimit seinen Schafena 198 191 derim 139 AUT helpin durch deines guten Geistes Zwang den du mir wollst perleihen, daß 10. Dies alles jett zugleich er der von aller Sundenlift und wachtromehi Het will min zer den, was dir zuwider ift. springen ich eherdeines Dons ewig mich befreien. tin cho a Rừng, ở d ners Macht dein Feuer auf mich 474. P.¡IEjp, meines Lebens, dringendi regest wider mich, der du meine Seele Baft zugleich des isSatanss und der durch deinen bittern Höllen Reich, die wollen mich des Teufels, finirer Höble und verschlingenpad ud fod sim berichweren Sündennoth, trafa tiglich heraus gerissen, und mich solches lollen wijsen durch dein angenehmes Wort, jei bod jebe, o out! mein bott i e y aust TOTRANS 11. Die mich verfolgt, die große Noth, fährt schnellsohn Saury und Bügeln Wo flieh' ich bin? bu Morgenrothertheil mit deine P 5 Busanbiseidhtge fuge. 1 nglisTrendichthalt: bil jw göt benden fallet Blagenrab deine die verloren Schäfeleinwalse Beinhind blutiges Schmißen deine Tiefenhandverflahet siledatementsächtig und Riben, Henpfuhhinein; serbu Batan- deine Marterysing und überwinder ChartidieuhochbetciB- ornhbrüFEfu tráröfte mich?& tenibersochebaserbjuder Bass, Juonneids vor Gerichtsfoll buite billigsbommemmißntretenendait man nicht entfliehen 888 bits binnelankind Berani ach do wolleit du mich festSündewytach Bricho resbeiti uhbten hitda dich meiner greben; Bratz desastriotedan mingu.An- dugabein outlawt adtönen, dhipals Immer Ungerechtigkeit: daßschichte dende fab heih Dichten,( allinnein Trach- einhvidt meiner linken and ten heißetumsern GOttwedichterd; bejdnbnmirbnoch nie erkannko böglihorlebluribh digangsmud gar, nilth Datergründet meiner apibrst begottloimmatburnurg 30miodu erfennesto meine Bein, machenin wenn ich Sundane 47 H, 16hThaßuek jazbefem ebafti nishbin meinem Herzen, keng daß Dichts Gustes nishnoinals: deinherbert Lod, allein, dies löd das guabl wasumbiololten amein Herzlgmis Seidinpermenget, eniten halthich inline Seitenfüß, das dein theures Blut bespranget, When FleischmidBlut zuizi son rudev vergoffen te geb gen utba Bass Barte huelBrin idyairs HErr 36ju brifysi gen folget garnith tiadies i soll, drit.iurte ich weißalbumir mir ands, the right will, the chardwhl. stillen meju Gemiler, das mich To: Abby Huidpfann nichttulir plagtles wird deine Freu erfüllen, sen meiner Selers Beng' altors, wat sodu selber bait belagt han nu meninGenith dd gangegriffen dieweifer Erden Reiner de pers Surch der Sündent Schmerz lui loren werden, iontren ewig leken Bein mbi me i perzlistamatt pod sedmennier nurist glaubensvoll. Sorgengrachlergiehomi, smies nair lich glaube, but mir berborgendredme nicht die Mise- Schmachensanwichtinverzagen that die bith HErr, senzüvnet hat nichlida bustannits mich stärker Beigesahbu hast weggenommen meine Schull den durch dein Blut laßt esu otiErlösers kommer mei nerdseligkeitsgut up und die weil dissehallgerschlagen, haftste Sünd' anstrengtheflagen, neirfa phidmich nendlichofrei, daß ich ganz bein eigeto deinu todüsgaun Esuss nimbit die Sinder sam 2.Wheilumich, authhiders Höllen Schrecken und destSatana Grime mintele dielnballs pflegen außweden andzuführen in den Streit baß fichfchier aus unterliegen, so bout' ich hur daran, daß mig acht for child Hur JEfu siegen GOttes Bart veripricht: Eina o du meine Zuversicht, daß ich vinnt diel Günder an OUT HE farverzagen michtdsinsable.SI Esuso nimmtisdieb GündeR SirDeine tothgefärbten Wimben, an, nienn sie sich zu ibor belehrens beine Nägel& Kron' indeGrabe und Bergebung ihrer Sünd' BHR beine Schenfel festogebudden; in wahrer Buslabegehrensind sinhe or wordeumsho willichs nicht verzor geh, wend mich meine Mijethat und diedadele heftig plagen, rücetubasi Gumiflens up a 234 od: ansichts deiner Güte will ich trauen, bis sich fröhlich werde schauendichi Handenach demo Streit in der füken Ewig: leits inhe and noch 475bel. SGsukist das schöns den Buß und Beichtgefänge. 1285 benfust, dbrumolgutell Nachsich 1476el. Vankommther Deiben. verlasse beihe Bahnld nichriser- vekundi geh ich Urmer hin und freliet, dbaß ich hörts Esus belenne, sper cabins Meiner nimmt ble Sünderramillonisd Sünden ugroße Schuld dusuchet 3. JEsus nimmt bidSünder an! GOttes Güstaigd Huldnions dit Bebe bem, der diesen Glauben, Habich doch pon Jugend on biefe feste Zuversicht sich vom Sa- Sündland Böses mir gethan; tan taffet rauben, daß der inber alle Standlsund Augenblick ging Sündendngst nimmet fröhlich ha- dich in des Satans Strichon gentana: hay bin beutoch ganz ge-- 18.1ülff unde Hoffnung sbatt ich iß BEjus nimmt die Sünderan. nicht auf den Himmel hingericht; dp sus minimt die Sümber teh merließ milch mehr in oth auf antin ich gleichyvon ihmoge- ammon) als auf Gottst ever Hartber Satan sehon mein 349 Gettes idschwith wußts id Ber ofterialewsbs verwirret, 3warz und wie sein Wortoisenbar bag ich herveiweifeln möcht; mithdzut Bußentreibt utbruit, daß mein Herz und Seele puist BloGleichwober schlug idd böles Kindsdiefes alles in den Wind, fuhr in Sündendimmet fort, und verließ auch meinen Hortu nag 16. Bis daß heute der gute Geift den y, es ist ein bloßer Wahn: ich gan dennoch feltiglich JEsus Himmt die Sünderuant misd and de us that die Sünder au! Diesest, was mich ergögbt, Wenn mich alle Belt betrübt. und ichzubder Befehrung weist, daß ich troster und hoffnungsvoll mein Günd' entdecken soll, ronism n9] lanter Traiter fekete menn mich das Gewissenschredt und berflachen zie den Baun, sorer Togt mich dieses TrostroJEfus ima te Gunder ansoor 1930l Bogefus Intimmt die Sünder an! Vaß es alle Welt verwießen, laß den Satan alle Pfeil mw auf Mein Gewissen schießen! Pharisäer, mirrethi, too! werunter alten kann diesen Trost vettilgen mi? FEus crimint die Sünderpandi HErich hab' bhai Wahand Biel bichleuruet oft und viel, daß ich auch durchi meine Sünb deine Strafenigmohltempfindia Ich habbials ein böjen necht nicht gethan was gutidind recht bidy muchacherzlich nicht geliebt fordernistäglich hoch betrübtuism 19 Kuzas ich bin um und ang war der Sünderisinite bann Deuth Tobund Höllenpein soll tenimeine Nichtensteinunn' dü JEfus nimmt die Sünder an! Diesen Trost hab ichertoren Hat sich schon das Schaf ver itthöft bet Grosen glüchte 10Mbersuasith Baghimd Nacht Töfens dit hat schon elw Dight ausgeübet und pollbrachts ist mir bereit, basterleucitet ederutam; alles herzlichleid, tommisjest th diefes blingsmichi muchgurechts beriOrinbettzeitpsd dnu neberh Jaz nintind die Sünderd annuduBittgand lehte D GOttes 8. JEfus nimmedie Sünderian Gothel niai michi bechimonsbeis Dieseind Hlovend meiner Seelen nem Chrow nicht verdammt jur will ich lebtrund innerbaiti Höllen gehig nody, beli bir vers zu treuer Hand einpfehleit Führe lassen pehnbijisaugsnism ud a mich nach Beinem Rathridaß ich endlichstaben an, wie du 12. Ach vergiebamirmeine Sünd und die Schulb, folich empfinds, mich verlafined SchafprsEsuy auch womit ich bislanber sbich haft genommendatud 19rdnar mi beleibigb parisu sdhwen snied snad 13. Schente 236 Buß- und Beichtgesänge. 13. Schenke mir ein fröhlich's HErr GOtt Vater im Himmel, S daß aufhör's insir) deris& Erbarm bih über uns! Schmerz. Neuen Glauben, Buß HErr GOtt Sohn, der Welt und Reit in die und intch Hellandora dnu His nemise evensod mmo3 astico no Erbarm' dich über unstow Herr GOtt Heilige Geift, nome Erbarmisie überrumsled Sei uns gnädig, nopinon nome Verschontund lieber HErre Gott! Sei uns gnädig, ginon maafill Huf uns, lieber HErre Gott! Vor allen Sündenfor paint Vor allem Ferfal, di nonnön Vor allem Uebel, ginön Vordes Teufels Trugundist, bösem, Jofchrednich groß der Schaden, Bor Bejulens, und theuter dami dedi arito Seel beschwe Zeit du ludiofl mi retinunbirbeladen, Jhau an den Vor Krieg und Blutveve größten Arzt, der helfen will ans gießen, Estiqnf 890 roo faunys déto feine Gut und Freu Vor Ausrüht und Zwietracht, noch hörmet Jederhamns Vor Hagel und Ungewitter 2phalt dwes hundert und noch! Vor Feu'r- und Wassersnothy taufend mauverehen tebre Vor den ewigen Tod of l dicht bei Zeitbju Got Taß nich Durchbeine heilige Geburtoni geschehen, daß duiner Schulden Durch deinen Todestampf last dir raubenGOttesHulbuns blittigen Schweiß, BE wer maanoch Buße thut dem Durch dein Kreuz und scheutts GOtto aller Schuld! adap diri dnu rednin 30 Verjage nicht, dein GOtt will! Durch dein hellig's Aufera fiche deinnfelbst erbarmen, kommehnaind Himmelfahrt bald advertvdue dich nur einen In unsrer lehten Nothin Vaterarmentoboch taft von Sun Um jüngsten Gerichtig anle ben ab baß nicht des Teufels Wir armen Sünder bitten Strict bich uitlezlidzum Höllen Du wollest uns erhören lieber grund in diesem Augenblia, HEtre GOtt! no monol AbRommunfolge beinem Gott und deine heilige tifliche seins Bovt tamm dir nicht immen Wort laß ja die böse Welt dich weiter nichtsbetzügengidtehliain thu wahre Buß komm du vertorned Sohn bein Waterstodrter deilig schenkt bir des Himmels Thron. onu sid tistgitüslerius10 Anale e tijgior ni 17od Alle Irrige und Verführteris smisn478,9] Die Litanei. 08 wieder bringeng en onde Obtiesiam röd Glaßnpidsin Duit Satan unter unfere Christelss Eletion og Füße tretend did mind ansgoriesonism Fletion! 197b Treue Arbeiter in beine isd Chriſte, ni riörhövel uits Ernte senderis bid m Deinen som 19 q Kirche regieren und führen AlleBischöfe, Pfartherren U und Kirchendiener in heils samen Wort und heiligem Leben erhalten sicur Allen Rotten und Wergernis sen wehrenden ads) o modni red bill sine 01 mollo sim dmu third 19d andmmo2 asti -79 im alla dnu do?, thür ard dört somü t19 14. Gieb du pour sa ich basit bir gehoupahn werd allhier, undsvassricht der Sünden Frei, dir zu Dienst hewidmet fei 15. Sbrillid) mit Herz und Sinnheben Tag und Nacht da= hin, daß ich möge frommer sein, nur durch deinen Geift allein. nennsted dun( bi H 4779an Gottbu frommer. 1 sprotsptbist du u Jemmig mi sto HO 110 Worte geben bid apdr Allen Betrübten und Blöden s'bildört mis im sine 1 nu 19di Bußerund Beicht- Gefängerödfun and 237at reddo me non auch nodigte mensile Deinen Geist und Kraftraum Erbarm dich siberiaunghie de O du GOttes Lamm, dassben Welt Sünde trägt die M Brgleih unsiteten Fried'njod isChrik 19dErhörejams ustid Kyrie49mdiursleifon helfen und die tröstennapdr Allen Königen und Fürstens 11 Fried, und Sintracht geben s Unserm König die Erkennt- dChriste, tim( Elettond I in der Bahnheit uma, iter esten Sieg widerheine Feinde o gönnen und gebeur, mallno Untern König und Landes o notiek dunneleisoul Amers just remmar snö.. Internid 479. M. UchwassellschGünden Nieber GOtt, ich muß bekennen, Gewaltigensoleiten mundo ath Here halt mit miri Gedul Schüberst day life ich mich baum Hafendnet darf Unsern Rath, Schul' und Ges neu bejnen, rechtso dies Erbatibo meine segnen und behüten, iftarer, mach's mich ausr uns vor des Papstes Gräueb Guggey old 190 tale netjörg por den Tarten und allen Lappich meinei Motbderbau Tyrannen behüten und be- men! Sigh doch wie Herzö Handr wahren, 19fome de und Mund mehren die dzehn ta Allen, so in Roth und Gefahr, send plunds hithausmGatademt find mit Hilfiger scheinen bilf mi plamen, uschone, isimbio Allen Schwangern und Säust den Bürgenman, der fündntich gern fröhliche Frucht und hat nus pethon.sdup tid fol Gedeihen geben, nied bu ili daß schlauch mage vers: Miller Kinder und Kranten geben, wie du min vergeben haft? pflegevjunds warten, isd meine schwere Sündenlastsellen. Mile unschaftdjangefangene diemiat dishem ebensmich dmit los undilebigen ihrey Bung und schatisfehr bed Alle Wittwearand Bailene lejoigt jauhi apatnamynsto vertheidigen und versorgen, Aaß dein Wort mein Herz erd Denilsechabrenden und Preis schrecken, da du bräuefti Höllen fenden Mann vor allem pein, wo wir unverföhnlich eing Unghid bewahren, snisd nla bein ort sino mirnermeden Mer Menithen sich erbarmen Gufe und Barmherzigkeit, Liebe, Unserrareingen, Beriglgerne und Gästevern vergeben und Fried in Einigteitiöd sid oj apl u Son will ich dich emigpreisen ftembetehrenry tale gett baromir aus! Sündenneth Die Früchte und das Bieb hillie durch deines Sohnes Lod Sanhevy Land, und biebe me ich will Lob und. Dantrierweisen im Wasser, geben subent die für deine Gütigkeit hier und mabrenirs du spinine dort in Ewigkeit, D. 3. Olearius. und uns gnädiglich erbören, 480. ineu vi sebe, o meine. Ghin Chrift, Ottes Sobus Niebster, JGfw! hör' mein fla gen, Seelen schrei; ehel meines si perzens Sagen, stebe mir in Nöthen bei. Mich der Sünden Last sehr drückt und mir allen Trost ent rückt, Ted und Hölle mich erschrecken, Erbarm dich über uns bun GOttes Bany, das der Welt Sünde trägbms] gin Erbarm dich über uns! O du GOttes Lamm, das der Welt Sünde trägt, chor spBuße und Beichtgelänge. schdeckenrinubbespisimld 38rn froRicFührstisen väterliche Geschlecht enddedennisd mutid brud net nundin haft Baterfittengreinoso Ru Chuts tohumeunds helplmir habinichnis Kindesrecht unbllivarf Arnitatgeithir bdine fie spulb, bintichs bittonyobem deil Kin du wirst Bichri neino erbanten, odernusteht des frei, Vated hinzutilgenomeine Günbenschild. Wetb' ftohen nooWaiter defines Vaterleu den Sataibiffern how miröffne laßianich Almen fehen! du minnie Gnabehthününden 3 Liebster Vater, willst du dich Higjen JGhuswunden habislahatet baffen nennenlet so laßt alzeit vosbigefundendisg gun'g sou laenomics Vatersinidseffenau Ichibitisganznatlar ver- tinensdennibakivate vielzüchlecht, haffenbEfus Resternsteten bloßen Namen uchocht freunde laß mich deine Lichmathull nach Vatersrechtmagnifich faffendolbie rargherach. i mirivilligebahrelim ni ind sufor met. Düde Siebenwichtersteunt 204 Nuposo nimm dicha mather wid erquict in allem Deitp wenn tah, wie die Vader pflegeng nivine mein Glaub' und Hoffnung sintet, Buß- und Thränenbahis laß dich brine Ligb'mmis balbizumitele liberegendomeine Sünden Adreinen niißenthusnamen, Bringen Sanitizibie ich habsbewilt richodrin, binelund Herzens aangebinalaybal thebes VaterEchedinals bind eblin Chaden- shedzlaß micy Ghad erlangen! famand fatihendunda Babation 116. Haft vul de in delitem brt rein, bee shelffie miast, tignave in versprechen la mich lieblich Mannanu sebenssait tid veti Gnadenport nicht vermeine Seele tabh geblich pocheti. Laß ber atten allen Edigsannovergiren Seufzer Stärt durcho bicol 5. Weichet alppihy Svelenfeindet idvingen, Todach spon.Edeimeinsheträder ipödd mir! Men Giminelsberg#Gengde weicht ihr Welssundnudas| bringenmonsono bilfört og of fecunböj Befuntios de ind then gat tas bych nicht eher ab, für! Seine und Freundlich bis dualur gewährer Ghade die teidmiezu helfen ist berät, wenn ich den vi abonmiglichthegehmighli Todesurchfthich gelow, insegne midendich affe dich fich enden wilt mein Leben! is eher nicht, ichhange in die Hidesum: will de fiets wat slett Klet Bisa Gad' gefjum tidbetalte Fett Jesu und die Erlänge willidostota antingen, hier in die gigui ditu befest serablichtetroWenn der lebte roed wettusit Gutthat bien und Tag anbricht, werd ich schit fein Angeflohej pietsen Feise Tren und Girerdig mit Frobem Gemüthe. Sdniams tim ni chi sid tist 498: Mit Chrifaiz, biri iais. do gleich widm Water that," Bethe Study Reeft 11hDiese Gunthat tas mich auch, Balttheri genteBen! laß auf mich nach deinem Brauch deine Gnade fliesen iebster Vaterydyabeth and dig, chip betweib nii, ach vergieb, odontozi div geet meil Schchids idi mingeandep well th sonsten teman finder mich nach der Sünden Trieb oftmals 2aaien tief! Deine20uiden bir gewandel mehi Shinden find großjft eine stay sent set in deine Sundenmach nicht von densel wunden dcbetfelben nicht gebonglobaß mich Gnade finden. dent, laß fie fein verschwunden. 9. Kalgt 238 239 Ich 9b Mass mich meist avisen fra Soldlaidhasddparmeb biti of an isundmill mich verdammen, ten durch Christum, deinem Sohn, will den schwarze döllenmann dich welcher fürminsgelitten und uns Bar Rach'ranstammend eibforderte dern Gundenlohuisthätigänzlichen sumit Geduld, idaß ich Staub und bezahlen durch seinen Lobiouns Afchen und daß michevon meiner allen enfauft diesem gerironplit Schuld hallsdein Bhet gemaschen, däDrum wollst du nicht, mEme chid ud ti tol Jork, Müller.unsre Sündi heheman, sondern 1482 Melin, meines Lebens, Christum vieltebres der füuminis Diebsten Ottbinderstel die g'nug gethan, dund sich am Streig Sünber streicho dignonsmit ließ schlachten, nperspotten und to Christi Bint, daß ich wieder nade verachtenzidas rein unschuldig finde und ergreife frischen Muth. Sammi2 snied him asl nort JEsus hat ja müsſen sterbenhei! im 484.Spreigner lodiefol 19fo laß mich nicht verderben; was imm von uns, HECe GOt wir durch den all verdient, hat hier wieder ausgeführtaudu naku Achibabe bald mit Werkenndbald mit Werten dich bestrübtbond in dann mich wieder En Instärken, daß beim Sahn uns herz- erbarm dich, deinesin Voltsb aliouniren Sünd thing offer that poufidaß wir duit echtem Glauben und reinem Herzen in deinem Dienstreghindeminerden. Erbarmi dich, erbarm' dicht Christel das du erlöset haft mit deinem theuerbaren Blate. nis dich nicht nhaber leider in den dichranken meines Lebensmit Gedankentranih dvergriffen hier und dort! doch joixostet mich bein Boatud, nt Erhör' unsuerber unser bör uns unsre Bitt', GOt Baker, Schöpfer aller Dinge uhih unsi und sei uns grädig. tschis d samen hasten js, frommer GOtt! Erhöpi uns erhört amstiere sisg3. Mlle Sünder, die mur tomhör uns unsre Bitt'o Christel aller Welt Heiland bitt' füd mms, und sei ims gnädig nie! Erhör uns, erhör uns; erhört uns unire Butt GOtt Heiliger Geistu einiger Tröneris era leuchte uns und sei uns gnädig. so gar tröstlich angenommens et! dio wird mich auch der Tod nicht si perichlingen, sondern gläube, daß dich in der Grabe bleibe und mit GO perighnet in: Christi Lod siit mein Gewinns, chist rado do Dam so ein ich im Vertrauen: JEsu! nimm dich meiner 6 So wahr ich lebe, spricht Gaib nan Saß, mich auf dich gläubig der HErre, ich will nicht den Tod bauen, weil mir leiner belfen beß Günders, fondern hab es sich tann ohne deine großen Güte. belehre, und leben Amenang po iner, auch starte mein Gemithe, da ichi Spanrigteit, pe daß ich einst an einer Beit bei ST Angst und Leiden& Traurige bir leb' in Ewigkeit, gpl! 198 teit, die ich in mir empfinde, 483 er Git, munjel, die iebt mein Gewissen nagta Mein Sung' nich beicht und wegen meiner Sünde,& ildsig dlagen dadurch ich dich, 2.10 Furcht und Graysk bas mein Gitz erzärnt bob'hall Höllenhausnarnade ich pflegt mein Tage, und wohl verschuld't auringen hat den Nachen aufge den Tod; doch, weil sie mich von sperrt und will mich verschlingen. Herzen gerenen and fehn fchmerch und Webtro Schrele sen verzeih, jie mir aus Gnada tensiee!, wo joll ich mich ver stecen? spletande Beichtgefange. IAS --Đgs( his8_dmu_- que 24007 sid edna u und Beichtgejängeen Eshte ada ſtedene AH) daß sou die tiefſte 4 Saft du doch für mich bezahGruft möchte mich bedecten. Handfchrift wegge 4. Der Erden Saum hat keinen than, und mit lauter Huld BestrahRaum, drin ich tann blei let und des Himmels Ehrenplan ben, mein Bosheit will mich durch dein Blut, so da vergosſen, Bana in ben Abgrund treiben! Menschen quiseichloffen. 5. Wie werd ich bort to ſtrenge ein Wort zc Wort bor GOttes Nichtſtuhl hö- 13. Was Betrübt mein Gea ren, well lu mich des Steiches wien? ich bin in der Menschen Lust laffen so bethören. 12911 6.0 Dites S du Gnadenthron, id) ich flich in deine Wunden, darin ich hab jederzeit Rub und Lindrung funden. Info l 7. Dein heilig whirm. das mir Sobilia Bahl. Lebenshist! dein Blutverhilft mir in den SternenTaal, ich bin ſelig, alle Stunden, denn ich ruh in deinen Wunden. Nur ein Wort som zu gut am Kreuze word vergonjen, ist ein Brimm, baralls das Heil tommt auf mich gefloffen. 8. Darum, mein Hell, laß mich auch Theit an deinem Giugthun haben, meine Sünde werd' hinfort in bein Grab begraben. 6. Stufött joll mein ganzes LeBen, 8'du großer Seelenfreund, dir zu eigen ſein ergeben, ich will mich den Menschenfeind nicht meby fo bethören fanſen, alle Sünde herzlich haffen. Nur ein Work, Summanuel! ſo erquickt sich Leib und Seel 9.0 freuer Sirt, menn Satan 487. Mel. Wenn wir in böchſten. wird mein Ueppigkeit vertlagen, frommer und getreuer Gott, so still ihn durch dein Verdienst, sonst yſt muß ich verzugen. Franq. 89190191 ich hab gebrochen dein Gebot und ſehr gefündigt wider dich, das ist aber o gnäd ger 2. 486. MerdJEfur, det on inteine. mit leib und reuet mich. ou Sonne meiner de Seelen, Gott, nicht haft Gefall'n an meiChu, mein Trost, Hülf und Pnem Tod, sondern ist dein herz: Rath! wollt ich gleich vor dir ver- tich's Begehr'n, daß ich soll Buß hehlen die begangne Brifſethat, thin, betelitn 3. Auf dies Wort, Heber Vater armer Sünder zu dir würd ich mir nur alle Sachen badurch jehnmal schwerer machen, fromm, ugu dich durch den Nur ein Wort Smmanuel io tomma und heitige fünf Wunden roth, 8mm erquickt sich Leib und SeelBittern 2. Hab ich mich gleich weit verlaufen von der frommen Schaj- 4. Dein's lieben Sohnes Jesu lein Schaar, bin ich mit dem Chrift, der mir zu Troft Mensch großen Saufen manchen Tag, ja| worden ist, laß dein Gnad' und manches Jahr irre gangen auf Barmherzigkeit mehr gelten, denn und nieder, ei, so kehr ich jetzt| Gerechtigkeit. doch wieder. Nur ein Wort 2c. 5. Verschon, Stry, Las beine o laß 3. Jch bin voller Leid und Grä- Huld zudecken alle meine Schuld, men, daß ich so gefallen bin, so werd' ich arm verlornes Kind möchte mich zu Tode schämen; los und ledig all meiner Sünd'. es erzittert Muth und Sinn, wenn er sich zurücke lentet und an seine Schuld gedenket. Nur ein Wort, Immanuel! so zc. 6. Ich will, o HErr, nach deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög' nach dieser Beit gelangen zu der Seligkeit. 488. 241 Das sind die Hände, dir für mich mit Nägeln haben lajien jich an's Holz des Freizes Ichlagen. Darinnen ſteht mit deinem Blut mein Name angeschrieben. es doch die Schrift, die mir zu ours hor guta in deinen Händen blieben! of Chrillet Gottes So wird Ja bein liebreich Sohn, du Schöpfer allerers erbarmen mein, und allen Dingel Schau doch herab pon| Schmerz, den Schmera des Geideinem Thron, hår, was ich dir ſtes, ftillenadasd el, naitat totea vorbringe, du bist,& HErr, pas hochite Gut, ich bin ein Mensch, 8. Ich ſchrei, hein arme fur, mit Gnaden mich andlide! Du bist mein Arzt, in deiner Kur mit Labsal mich erquide. GOtt mein Heiland, bilf du mir, und bring mich wiederum zu dir, eb ich muß ganz verderben, 9. Was sind doch alle meine Tag'? Als nichts ſind ſie zu rechnen. Ich armer Menſch daß ich's wag, to fed dich anzusprechen? D großer GOtt, mie 3. Du bist die Wahrheit und die Freud' der Arzt, das heil acht zürne nicht daß ich por und Reben. Ich eitel frant, voll deinem Angeilcht zu reden mich 11 raurigkeit, muß ſchnell den Geiſtermindeniza cand neigi Ghat aufgeben, det Leik muß die 10 Die Rothst furg Verwesung jebu, es darf in furzer Zeit geschehn Niemand kann mich erhaltena fod thin ishy" Mahr ips. du hall ja felber] Sted abzwinget, Der Krante nach mich mit deiner Band bereitet, dem Arite schrell, der Blinde aus Mutterleib auch munderlich an's Tageslichte geleitet. Was tein Geset, die mich jest bat umringet: drum dieam füm deine die Angst mir 19 Frechheit schäß', sich des Lichtes fre freut, der Todte Jucht das Leben. im- chi TO 09 # 91 Buß- und Beicht- Gesänge. 488A( spt bis JEsu Chrift, du höchſtes Gut, du Brunnquell 20.1 4890 mit der. ne des Heft, trak inch minst. 196 ng $ 19 ein Sand Por supply HAR 29526 Erd und Asche.m 2. Du bist fehr herrlich, schön Dog Majestät und Ehren; ich bin in Jammer tief geführt, der teimmat will aufhören. Du biſt das Licht ich aber blind; du bist gerecht, ich voller Sund', 912 19010 me bein Geschopf? Jest 119 fabr ich hin und muß zunichte werden d 32 5. Doch weil du selbst mein Wert nicht haffen, und mich in meiner Angle, HErr Chrif, ohn' baffeit nichts, das du gemacht, vor bir ist alles hoch geacht't und merth in deinen Augen. mein und meiner gon! bor den, der dir nachfditetet do wah res Licht, hier ist, der auf dich hoffet. Steh ſtill, dein Auge zu mir richt hör den, der dir nachSALUTE 6. Ahl- ſchau doch deine Hände rufet it beiner Hand mich durch die ich bin formiret; zu dir left baß ich das Licht der er mich nicht verſtoßen Emidtelt in deinem Licht anſchaue. bein 70 610 191191 SDIC tann, bato u Sr bald sich Erbarmung rühreise iisigils Ted Enegialog 1981 fürst! mollit meiner dich erbarmen, den iets nach deiner Hülfe dürft't. mir Armen 15 038 Ottes, und Sob Heermann. sind dig 490. Mel. of of lounamm ode 242 Buß- und Heichtgelänge. 490. M. Wenn wir in höchsten. GOtt o Davtos Sehn! erbarm' der weint," und48ld thrit detren tru Thränen meint, du, bu, du bofes 3 drücft ihm die bei angen Ben an mein tlantich 45 268 seiner Wunden teures Bluft, dein Lovespert, und SterBen mit tommen Bintan my glich zu nicht verget= ben Bater, daß er gaus 2. Dein'n HErten vies franti jämmerlich, daß du jollt werden ewiglich verstoßen ur der Höllen mir im 38mm nicht while Had Gepein; dies mag jametider bug wie ich es hab perihlithet. qus. Babitas Thränen feind nadmu nodig 169 pelsier Gambulances te 903. Er fietjet an od vetrat in Regterer der Gebunien, dich, ob du and polter berger: wenn mid der Sungen Lift an lich beweinen Beine, Mißerhat, nicht, daß mich von dir nicht wanindem urfinder fe now wh! ten, verleih, SUB 14. Mit Liebesturen Blidt er Mermehr Begierd hin, 195000 ond MERCE ing meint tindre Stündlein mir trenties Sinners will von Deinen un zen berrichen, denlauf von Herzen den nehmen aufdist on nistommen til to bill mit 510 3G ut ptept selber bu Lampfen, Ich 40 Bes Satan's das Wollen und dasThunderzi; Lard Ins JARENS wenn i dhad nicht! Hafficher blecht mogie completi ur Surs Chrift Steb Oatur BRAH verloren, bein Hip ein mächt Kranthere bamprent andertörn! Wiat nrindeln 0190 Ble Het lebe do offe Das mit UIFD G 16. DayJGBePuna hew! HOT tet Chit JEsu, nimmer von unser D& Gut hilf uns gnädig fölt, bis wir gehn in die Binimelspidet bid bern Los, geben: 1990 dhisins au do mbil 492. mot Wendido deinen zbin. tonime ar fifthlagenen Gemütbe ung bitte did du wolft® anlegu mich Armen und die erbarmen, 27 soon Jun 1901 bis MUD tadig pontore 491 m.is Her vidtojant Bateri beringatilherziteit, tch falle dir zu Fuße versios den nicht, des chenrud that nochtenstich wußen was ich begungen widet sich berkel mir alles ghabiglay( dute deine große Gatem ad id Nimm von mir weg du meine Wisselbafen, Sarein ich armer under bin gerathen Ahl dente. dat dein Sohn hat ausgefühner, dollar s was ich Verpienet 2. Durch diinky Aumache Wung. h kann für meine Schuls berthat nimm von mir, was mich und schwere inden fein ander quälet; durch deine Weisheit Loftgeld Hoch Opfer f fingen, als schaffe Rath, worthnet mir sonst deinett Sohn, d'GÖtt), der dafür fehlet Giapol en Mittel, Kraft unduStart da imate die all meine Weir, anfange und vollende, tdot mg Idom of mori 3. DJEfu Chrifte, ber bi haft am Kreuzefut mich Armen getragen aller Sunden Last, wollst meiner dich erbarmen! O wahrer muffen am Kreuze Buseni onl festheute Opfer wirft die nicht verachten, das it to millig talen für mich ſchlachten. Laf sich doch deinen Zorn und Eifer stillen und seinetwillen. 5. Vergieb die Sund', darin ich bin empfangen, und was ich schon für und Beichtgefange. ni The Boshelf oft begangen, was begi o4, mein Freund and don mir aus Schmachheit affein, ach blaß mich deine Freude ein und Führe mich aus Freuve. HErr! 8719 ben und Jouf geſchehen, 892096 $ 19 ater be modibindjet numer. Sup nidy TER mehr ich lebe, fwright dein icht mehr dargn en penten, Ber: 13 mit dem Diester magns of anpente mér. ganz perderbeti es It der großen Schmerz, die Den Ayer THOUT ban mir abanicht high des Sunderso Lodgielmehr ist dies mein gunsch ung daß er von Sunden halte, fillon jeiner Bosheit tehre, Juhn und lebe is amiglichen ud do hid Indies Mert bedene Dienfino andeerket und die es hat ge- Thenting perzweider nicht in dei STR abn Schellsing& Acht machener Sund blers findest gurTrost, Daß es wieder; let mitt ung dungphagpie Glett dir Tift erfanen. machared me ashisht zwar durch 2 Gich mir auch einen neuen einen heuren Gid.no felie dem Geit bei wie du fet geſinner der Tein' Sund ist leidus nemden Jers, sir anhang, afprmeint und P. Doch häte, dich poe Sicherwas du willst, beginnet Of gar, AGB Delight Dentes noch gute halle Stellah. unes Blit t, der delt is with frit fröhlich dein auf ( guitem müde Bugt. Demuth, Spijnung liebe werd, alsdann will ich zbrkehren Unge mich wirdwal mein er sicht, ob ta es gleich verdienet, barmenido ammin e a mich allerliehster Vater nien, Wehraße ist away ftets weil Jesus dich nerfühyet Ach! fap pod nun und nimmermebr Herett pemünderimit Barms beragleit och wer auf Gnade mic 4. ), peln Kino, Iguer o ſehr fundist bin, fährt sfort in seinem daß du es dan dir wunjel nid helen Sinn und deiner Seelen Geift nimmelbit, nicht hont, idder wird mit Frimperda bölen Geiſt HngngA abgelohnt, ad thin med als nie entnGnay bat hinzugelaget Gott Ordebere ed guzett, deinde yon wegen Christus und bleibes tou mein 98 99 agen hat er nicht ge nicht von pertreibe, oak, pane alles Ten 10 um efe Meer molt p JURS troflich S Jedildisted ope nes SAS 243 mi rim Ays, Herer, Notha Gott ein reis mein Herz ft 1 # düren durch wollt, ob du bis morgen leben Herz, deinen Geitt 10 es gut im follie daß du mußt sterben ist oir Leben und im Sterbelah dun, perborgen indeß iTodes S 5. Mit deiner hulle trößte mich, and and place biff und pergieb die Sündey und ſucht dann meine Seele dich, to laß dich pon mir finden, auch dein Berdieni Herr Zehn Chrilt, darinnen Troff und Leben i froß Sünde, Lod und Teufel! 6. Dein Freudengeist erhalt mich doch mit seinem Freuden öle, damit nicht das Verzweiflungsjoch verderbe meine Seele, 1 heut, lebit du baut betebre dich, eb mongen kommt, tann's andern, sich Werbeut ist frisch, gelandand otheist morgen frant, ja wohl gar tobt. So du nun stirbeit ohne Buß', dein Leib und Seel port brennen muß. ilh9HErr JEsu! hilf du mir, daß ich jest komme bald zu dir, und Buße thu den Augen02 blic 244 Buße und Beicht Gesänge. blid, eh mich der schnelle Tod 496, M Fred dich sfehu, ſ meine. hinrüd, auf daß ich heutundüßer Ergsts bernamatten Hers jederzeit zu meiner Heimfahrt sei igend MebiterreJesus meine bereit, nied isosch. Heerthand Busthistdemol jalmeinerlloGeele 495. In bekannter Melobiet Schmerzen besser als mirnfelbst traf mich nicht in deinem bewußt auch nichnliege hier wor Born, großer GOttoversicho- dirgitrage din mein Ebend für und nel ach! laß mich nicht sein wer die Last der schweren Gründen die lor'n, nach Verdienst nicht lohne! Bei mir sich deibierfinden! 8 hat die Sünd dichnientzündit; i 2 Bon Natursist mein Gebite lösch ab in dem Lanime beines Grimmes Flamme ni dubi 2, HErr weroidenkt im Tode dein, wer dankt in dess hölle? rette mich aus jener Bein, her Verdammten Stelle, baß ichi Bir für und für dort an jenent Tage, höchster GOtt! Bobolagenord Burchu: die Cobsind angeffect; Veibund Geistingerpounds Ges madhe ist mit Sündentoch befleckt; imetnes Wunden stinkenns schon; chi vergtele dnich jenen Sohn, der dem Guteh abgeschworen und fein Windesrecht verloren e chanewErbtheil ist vers 3. Zeig mir beines Vaters Huld, fhwendet! ich hate mein stärt mit Troft mich Schumachen; Fleisch und Blutatawid die ach Here habmit mir Geduld, Welt verblendetli Mchinir ist das mein Gebeine tracheni Theil diengchönste Gatebig aus der Hand Seel mit dem Delibeiner großengigebracht, so ich hab es so gemacht, Gnaden, wend abo allem Schaden, daßimir GOtt, ohwalles Scho4. Ach! sieh mein Gebelne fan, nem tönnte mit der Hölle lohnen. wie sie all arstaren pleine Seole 4. Aber, ach! nieder, 926 gar nicht an einer fethard die Baterbfaller Hurder ach! ren; ta verschmad! Dapsund erbarm dich meiner wieder, trag Nacht muß mein Lager fließenthur Spinette Rais Gebuldfrozteh von den Themenyuerstbord Pinh doch nicht ins Gericht, denn 5. Abingdomaiald mattisafelse beste Ich nicht, da von den schweren Plagenzimein Fann dus tausend Fragen ich dir Hery Safer Tatt, die nicht ein Wörthen Jagen.nu nach Hilfe feagen Wie spillang rogu Sith, Houenian die liefen machangiwiteidraten Wandelt, die beill febrer Sohn Seele Th Fer Sjwerfaithshöhle. Tempty at the has reuz 8. Weicht ihr zeifde, weldd bonyebunden zichen Grd und Himmir! Gerhött netiseren. Hal hinge Schatte doch auf feiNunmehbarft Beernen Tod eine Schmerzen, eine vor, fein- felotte feite Marter, archnach oeich, solle fleuch was fichidan, et mu gut oor getranfer hat mir GOrt ge=[ gettlgen& statud fidsig Ichentet u eftist molde dial Lar doch biefes bittre Leiden 7. Vater! refereibig Preis sier and audy Sort ben, wie auch Chrifto eithereder alljett i Toben Weitger Belst, jei gepretthochgerühmt geehret, bus su mich erhöret. einer anders geld sein; Gl! Bunt well aller Frenden! ofte Härte mein Gebein wels hes sehr erschreden ift. HErr, der du betrüber best, und dich in den Tod hegebeft rette tette mir mein Leben mit mu 2 Kotlom turn end( 3. 9 groen. 7. Nimm Büße Anbi Beichtgesänge. $ 245 anm Nintm hirich Herzbeben sol. Esu, du Brunn aller GnaTünberp traussterilub wieder bent der du Niemand von dir 9rang qudugroßers Meberpinder, sstößt, der mit Schwachheit ist Iber alleine helfen kammreich mit beladen, sondern deine Jünger Deinei Gnadenband nadszerreiß' tröst'st sollt ihr Glaube auch so dassi Sünden band bivirkjumein atlein, wie ein kleines Senfkorn Efti,& meiner Sande sin viestie- chein, willst du sie doch würdig sifen Medre gründe) red fin sid hätzen, große Berge zu versehen. 8. Wirth, mein Heiland, wahrerbloLaß mich deine Gnade finden, si Buße nine einmeuesners in der ich bin voll Traurigkeit; bilf miragrach Bich falle dir zu Fuße, bus mirnfelbst überwinden, so oft sgiebroochys daß ich für undisfür ich muß in den Streit. Meinen allen Sünden widerstchi ynd auf Glauben täglich mehr', deines einen Wegen gehaßn mein Geistess Schwert verebr', damit ganzes Thun chind Leben deinem sich den Feind kann schlagen, alle diDiensteofeinpergeben med 396 iPfeile von mir jagenamposs 9. Bis hicho nach Berlaufrider pp62 Heiliger Geist in's Himmels Fahre, die dwmirshaft zugedacht, Thronengleicher GOtt von Ewigneligious dem Citlen fabre, and pleit mit dem Vater und dem sidu mich dahin gebracht, das ich Gbhnep Der Betrübten Trost und Spich, meineilmela Lichterend der du in mir angezünd't, dhen werd von Angesichts dasino biel ich vom Glauben find'; will ich deinen Namen ewig, ewignüber min mit Gnaden walte, feropreisen Amen. 11. Derigen men deine Gabo erhaltenden Amation Mage mit wag naneno Hilfe zu mir hende, los Durebler Herzensgast, und das vener EOft ich muß die tla- gute Werk, vollende, das du anpugeniomeines Herzensdam digefangen bait sy blas das kleine derstand, ob die wohl sind meinen Funtlein auf, bis ich nach voll 190910 911 The d Blagen bejjer als mig delbit be- brachtem Sauf allen Auserwählodamit große Schwachbein ich beinten gleiche, ich pes Glaubens Ziel Timis in Anfechtung oftmals ipur erreichenplaf 91 90 00 wenn der Satan, allen Glaubensi 8. GOtt, groß über alle Götter, will aus meinem Herzen rauben. bellige Dreieinigkeit, außer dir ne Du GOtt, den nichts ist ver- ist tein Geretter, tritt mir jelbst borgen, weißt, daß ich nichts von zur rechten Seit, wenn der Feind ir bab nichts von allen meinen, iSorgen, alles it HErr deine sabri was ich Gutes find an mir bas hab ich allein von bir, auch den Glauben mir und allen giebst du, wie dir's mag gefallen. n963 mein Goth por den ich die Bfeil abdrückt, meine Schwach beit mir aufrict, will mir allen Trost verschlingen und mich in Verzweiflung bringen.it, zon trete jept in meiner großen Roth, böre wie ich schnlich bete, laß Jamich werden nicht zu Spott. Mach zunicht des Teufels Wert, meinen schwachen Glauben stärt, daß ich nimmermehr verzage, Chri. stum stets im Herzen trage. 9. Zieh du mich aus seinen Striden, die er min geleget bat: laß ihm fehlen seine Tuden, brauf er finnet, früh und spat. Gieb Kraft, daß ich allen Strauß rit terlich mög stehen aus und ſo öfters, ich muß tampfen, hilf mir meine einde dämpfen. 10. Reiche deinem schwachen, Kinde, das auf matten Füßen Q3 stebt, He B ( 1) Bat Mitt lat 啊 167 10:01 Her sina CHE SHOP BR strest 20 福 的 lies neeriotin Battached ca Jaspirefaul methesensent Shihis itbusban d Geltan 3. Stud of com Siame Ribb imdbuy botts Balaneightwigaf duband dott 05: 403ctded: Bitmaid Dashey Bundistroombiot bedan Eld ger Coteinlaudhand Tinon .icskedibrain gund. caolidas as Buirstsubsi thesium res 作 anages Samusin Selioble for draisheditien 2. Globanghered moreserhichand Seben, und willia Sol Baßland Bachtgyfänge Colt techtubblefretlerden 247 tenifallen adren, mit der Seel mußt du mich selber Tehren.nsdag und Leinbezahlen ard ard Jo talk 910190190 80 a bie ausgesprochnen Rech500. Mel Bion that mit Anghe te bann fondu vollziehen stehn Wam willst by ewig er vel bied beflaminten Henterstnechte. Als Sünder, bich Fichas höllische Berberben het Guest, also follst du Willstidinhelderewigttche wie erhalt Invém höllischen Ber dup bennd mit allein Fleiß machen detben sterben ohne nimmer sterdit bie shölle heiß? InStehella bena li misin HCO 19092 voie beiden Sünden, bied dem Duzind denne Sicherheiten, Teufel, bichs berbindenusblusa and blible mamen jest so bang, von 819 Derite danvietteite Stunde ben man in habentzeffen dir ge denke an dassfülighth Gerkcht, tant proberhat To Tangaber du den Pfuhbound Schwefetgeinde, dacht'st immerdar: Es wird ha ambes Stichters Angesicht.nSchaneg be teme sujahtlles wird nim überddich der Thrond the day bea mesnicht gesehen daß es also reitet shon, Groeun desmit miragtingehenia dun holly mism meb Lichted fichmelzend schon iso diesem Dichter.fim nedunl dr 99 ehitbibeber armen Seelens Bergweiflung oder Dasmerichtelwirbogehegetof Tove was his Giesen soll ich und wird.bissininen Büch been wäbleinuno in meiner Sünden Verbrechen vorgeleget und auch nothon Meine Sünd' is allzudein verbientet tuch& Barüm du schwer ich hab keine Ghade mehr jegimbswein Stab dibivenostafin deir Elzib, sol mich troffen, mebafprechen: ab, nundi dusuurvorbem hloßen Gonzu, hoffen. theibgheißtod hr Günber, fed rotstandemeid and ent und bleibts des Teufels Kindersplatsen flinett Eifer oder Grimm? 41 Glebemebend dioda fechtung Authen wollent Achiersaufen, dich die beiden Kläger angrbas Fund Bierte Donnerstimm ist Gefeßelizu berechten dem dik basang basumidagt, nicht genug gethan mindes despund das Feiter mich plagt, arge Schabenfrohrschreiburtin- Ef hendimeiner Sünden tentro Mobbiolid Beter, Mordibjodie Vergebung mehe zu finden. und Rachersüber dieseanSünders 112ga fingrenen Metter Rei Sache, dnu noc do dot Eneris best euck Hülf und 5 Mnterd diuift, Höllis& Fun any other Seelent will erscheiein vebrauchtes Schwesellschlisund phenomena Melt ist viel zu spat. erichredlich Ungeheueris Sinder Achiotshunger attines Rind mich jagjamasibinit dich noch Wo solltest Hintermehr die Sund steht deine Ausflucht hingrohaniwenn ich was aus diesen Striden, burugendbem Stun? buni wiele gothing beruden winstobudnicht bestehend sondernd 120dmiethenyesum fafmehorgal Sebanbent gehetnie 190 sender der Gundenbußer ist. 68 wied delbstein bein Gewiswill, zeju, ich nicht laffen, sen herbeiner Günden Men bel bis u nis genadig bist Bater, dem Richter zeugen müssen; sbal Christ Tes hid hit spricht für wird die dier Wett englound meine Sünde gütpisemne blurge fis das billigst Urheilfein Dufollit schwisten Thränen werden sich in der Höllempein mit viel taul und mich versöhnen, diru nada The 0.4 13. Vater, 248 Buß und Beichtgesänge. 13. Pater 20 dian Baret 2014 jd U 6. GDF, ver liebt nicht nur die Fuße, als der größte Sunder hier, Frommen die in einem Hause laß den Athem meiner Buße deine indsondern auch die ihm gess Gnad abbetten dir. Ohne Zwei- nommen, durch den grimmigen fel wird fa fein Chrifti Marter, Seelenfeind der dort i ded Tod und Bein größer als die Höllen Ryt, und der Menschenid ſchweren Sünden, die nicht an Be- Herz erhift wider den sur, wennis tebeten finden.asisgun fich reget sein Fup, alle Wels besin 501. Mtet. mit WENG mein dels mit dem Ge 7. Dennoch bleibt in W Bantenne du sul verifo: flammen Tein Berlangen affzett Toste 119 Ben wärst, bleib in GOttes Wort groß, ruft und Tocket uns zusam und Scbranten da bu anders men in den welten Hinimels reden först Bift bu 683 und schooker Technin bald ſteed lel to ift Golf frommlet ein, ungerechtel fuchet frei und mos tu und recht, ben bu Zorn und Tod sein aus des Satans Reich und d verpanel de espion mis dund Enthel lachen menim mi to not Gott ist Rachen; der macht Gow und verfühnet! 2. Di bift, wie die Menschen alle, 8. Gott und alles iseet Hoch angestedt mit Sündengift, wel dröben dem der Himmel weten ches Albant ant dem Salle ſammt gent maß, wenn sie ihren Schöpfer] der Schlangen ungeſtift't: aber loben auchzen über une vill'i ſo du tebrit, zu Gott und sich aber, was gefündigt ist, das versl befferit. barg night Notheideater und vergißt, swieb wir getroff wird dein Stehen iyi beleidigt guben, alles, alles tandao lobitten Haft verſchmähen ist vergraben. unda 3. Er lt ja tein Bar, nom Lene, der sich nur nath Blute feynt sein Herz ist zu lauter Treue und zur Samitinulb angewöhnt. Gott bat einen Baterfinn, unser Jammer jammert thn, unser Unglud ist eine Schmerze, unfer Sterben trants ſeit Gerze o con asa 9 Keill See ann fich to Urgies Belt tein Grund tannsofgrund los fein tein Sheem to gewalls tig fließen gegen GOtt dit alles d tlein gegen Gott under seine Huld die er über unsere Schuld alle Lage länet Tehwebeny burch das ganze Sündenlebent fled tim 101 Nu foruch und he frie den Seele, die bu raudig bijg was willst du dich viel ermiden da es nicht vondthew liftDelet net Sünden großes Meerg bien e chernet, ih nicht mehr gegen GOttes Her zagen als was wir mit Fingern tragend si 4 St wahrhaftty als ich lebe will i ich reines Menschen 2o8, Jon dern, Baß er fuh ergebe an mich aus dem Sündentbih Gottes Freudi 19 ans wenn auf Erd in Vertreter wiederteht, will nicht, daß aus seiner Beerde das Ge ringi entzogen werden 5. Stein Surf tann² 13 fleißig gebell nach bem Staff Sas fir verläuft. Sollt'st du GOttes Hetze febenn wie ich ba der Summer hauft, wie es bürstet, hat und brennt nach dem, der sich abgetrennt von ihm und auch von den Sei nen, würdest du bor Liebe weinen Fr: Wären tausend Wallsigu fine: den von dem Höchsten¹ yngerichtt und su hattest alle Sünden for datinnen find, verrichtst, war es viel, dowh lange nicht zu vielp daß das Hellen wicht seiner Gnaden hier auf Erdent" badurch konnt erlöscher werden, sie nog bij and 12. Mein Buß und Beichtgesänge. 249 Erbtheil hat verschwendet, bich, als das Lebensbroo, obn Scheu 101 bintan gejest, und wie sie Sar mit Träbern sich gefüller. J91 samling und 12. Mein GOtt, öffne mir die mit dem frechen Weltgesind' sein Pforten folcher Gmad and Gutig teit, lab mich allzeit aller Orten Ichmeden beine Gußigkeit. Siepe mich und treib mich an, daß ich dich so gut ich kann, wiederum 7 Ich habe dir oft widerstrebt, umfang und liebediand ig nun gefolger meinen Lusten, und den nicht mehr betrühe,& Matharp Begierden nachgelebt, pie, pas b 502 Mel Aus tiefer Noth sateedrecht il perwülten. Das höchſte Gut hab ich peracht't, auf dies, was zeitlich ist, bedacht, und in der, helt, piel als mar ch ja vera& Doch aber bitt ich dich, aus blendet gelundigt ohne Maß und Gnad wollt" bu= nicht mehr ges Biel, on GOtt mich abgewendet, denten, was ich geübt für Fre-" der mir doch nichts denn slauter velthat, in´s Meer wollt du ſie Gnad' unch Wohlhat stets ermie pienten; die Sund erlaß, die Straf sen hat in meinem ganzen Leben, abführ, ein neues Herze schaff, in Weh mirs baß ich vor meis min, um deines Sohnes willen. nem Gott, mein Herz do jet perikaling ſchlosſen, Dorinnemer mein Schuß, 503 M. DE GON, som Simmer. in Noth zu ſein war underdrof. Mohl. dem Menſchen, der wan fento pick Graueh hab ich drein gebracht es tintet, wie ein gorz ftig Schacht dorim per: Satan wohnet. pedorre GR delt nicht in dem Rath, der Gottloſen, noch auf den Weg der Sünd noch figt, da Spotter folen; londern hat ſeine Big Mich überzeuge, Derz und Ligjit gemein an des HCiren Gel Sinn, ich muß es frei betennen, leb allein, und red't das Tag- und 36 daß ich der größte Gunder, big, Nächte 192 19116 darh mich nicht anders hennen. Der wird ein wie ein's BauDoch wenn ich dich ang GOtt! mes flanz, bet frischen Waffer: schauban, mit nichten ich perzwei- bächen, der sein Frucht bringt feln tann ou fangst und willst in Sommers Glanz, dein Blatt mir helfenadslnsoni, senn, so wird sich nicht schwächen. Was 4 Groß ist zwar meine Mister er anfäht, muß Glück bei sein. that sie mich bisher befejlen, fo, pie Sotilpjen toppen bin, gleich boch ist weit größer being nag wie die Spren vom Winde. Niemand kann die ermenien. Sed 3. Die Gostibjen in dem Gericht groß, p großer Gott, die bit to grobogist auch zur aller Frist bei. die dier Gnas and Güte, saj 5. Die hau ou Keinem je verlagt weil dieje. Well, nellandene mer dit vertraut und nicht perzägt, wird nimmermehr zu schonden Ich bin ich flebo ich schrei ich ruf; qufdeine( Gnad", ich work und bolf, noch laß mich 6a8th bin das ungerethne King, das sich von dir gewendet und wiss SI werden nicht Hehen bleiben, auch Sunder; heim, Gerechten, nicht, se perpen all vertrieben, penna Gott fennt der Gerechten Weg und aber der Gottloſen Steg wird durch sein Gwalt umtomwens va f 504 M. Yun panfet alle GO. Iho, find ich Dült, und Rath, de m Jammer! Klopi en bet des Gebetes Commer, Ihm It 190 rrs obn 250 Vaginals Wächtyyny 92 shadbjek betarnt attrunses en defent gdy affette breiden tie br Bitrgon sottwilddon Hell Audinmelerde 30180 videbthshmit Herz and Mund ehed alsmellt Wort vergeten. that oflagell, retints tim of moned enn ich milk Saran bait BsaBilegtohte sa beaund werd auch stehet bret ben de Simbersin ethovengoja que dich was anders nicht von meinem liched bacchule otowie Worte treiben." Sa 194nich, aus beten lehren. Ich ruf und hereſe atlein auf dich, HErr JEfu, þeir zu Binish God iz daß sie in fehe Bey wer datt man ein benkit, Danhaje dehøjelbſtgöttenute gehrt sem breht der withmet offen. vor antr mit deinen Bunden:" 891 10. Ser Stolze brüfter sich und BSichzHErs, wich meine Past praylet fehr auf Ethe bed. mich widza Bodenbructen! Wer wahre Demuthirebus 50 Dem muß sich vow mich abmenin veth the bett Himner werden. Korine ich auch den Rüden." Gozeige dolg wild bedräng et muß fich Gendo, 19h Giraju, up bradenerwerbe 18. Armen! Thu Buß' und fürchte mein Trost soll ihn erquiach mich)] bãy will ni lah dein Jelmen. gÁCIE, 4100mgpGry Ichieber crion this wante hitte die uns denil tröſten falle did jul Füßent chen nicht met tomme bihi Iteber, Meirich and tabbe eine Roth an Proth am gröffen. Thiarien flispell" Dah swt op wey YE über Adf, 28 Bu Barfſst 106 Thränenbad obtin Dume ase langer bleiten negen, sowie derint id new mißt, Beiffer Ott fa'n, die soll bidrar merghheel und gier vorschreiben. smißi Chhänen wollchiontie die 12. Der Leib steht in Wouver plane to exfethnile teniefi.07 Metre mußodich als ein unveideshemdent" ter 9101 het nicht 1900 3100 fa Stein me Bit e other mut is bein Lepuneet töb eind Cheiften hergit honi e Cicht offlt chemio megt Dus... Laffein trantenningsassage viewengeramme dere stein, Tibt je Wett overfolgtbH midfie dirasan dem Gut 48. Oletbe nicht dnu trog p Fior $ 60 Gatch Gerpowbb fomith 13. So illo in meithe right tidensmes dicie auf tos milalang sed L'ebre o bichs daur Chi, miaj noturdienfoide mot de parti del Het st pyth Sut Mets 310 I Hilfe fendon Tim bettraien fahrbereafty fie abil ich gar veren Auft, werf fentent peribet fald False ſuhengüßen.( 90 du tout ea vier zu dem will ich inschrienden mis au Grd im Pinine neut Telpt lood 7. Sorsballesi horgen wij hießen" sonn entstehen mètre PlattentspIch Gelibl, 14. Dh198¹€ ³8 ET² Chrif trealich bis obe Unglücablirder will it mitt ganz' ergeben. 40 tragend albiflho adnabec dich," miæ heh hrade zu ich bin der HGris Chrifizine olchen Otte? We un Leben. & Haue def Such mich nur allegeirsut meinem Wbrt" Nas Wild mich nemoreichen Worte.isl ind soon betrugen bint vie Wahrhell 8murogliced Gree auf dein selbst die nimmermer. fils Wort, so wirdhie Welt wat lathengen mi im Es tijd Gites Kraft, die dich 15. dsgeben itt of mine mit, fank félig machen." So soll auf HErr, auch in Gnaden schenken. „ Ich watch 30 w Bus und Beichtgesänge 251 Is mil mit, Wolluſt dich von 6,9 Aber menn mein Geikb gedere deinem Strojne tranfenje Gry teploon, ades Höchtenteltrein ich bin ein, umgeben, wie er Gnad' und Gütesichentet HD und biller sur ou tout sen Himmel Ruh und ohne Rad Jbres wete erbeit enam nog tobin Pasinerid Sumpenlastnsrechts extenment unde 505, meel 3 disttra bellagens doll ichSünder deurl for noa Big jud ning verzagen, Jur de nordel neted Miesto lehin mein Her, entsilein, ach meth, daß ſeiniGaz tad nang Jalan mas betrübſt, die dich barmen ung des Sohnes themed in mir- te, paß dir der Much res Bluhimirnunda allen anderar entfallet? It teinipit, noch Lab& Urmenischioder ganzen Well far her? Leytfl die permetfest zugut, norgestelltzowie solle d tehnge Pflegendesericorecta ad dann irgendwegochi mzweifelhai] gebi, moleit, bu penn, mit jenem, dront Hein," mit igram anchojai Haufen felbft an der Verdammsd die Sünder, JGhusrip der Heil nißlaufen 2 hari di Dot fare, nism erfinden, any auch udele mein wüstes 8. Sallent hie dichtsu verlassen nicht verwerfen, nicht verſchmahni, die ihn lindlich, revend, soffens dies pelbero mas saatt, grausad im Glaubenahn anselie, boliche net hat. hinde pernah 9th meinere denn des Loves Manaz handic michutes vous fais 1994, fihi lehels entus gethan, ihrelation ifta weiß Lebentra meines anpels; Hebel that wie mein Fleiſch ich ogns ergeben ich 18 GOtt mein Leben@ was veren zählen, aber wählen JURI e me loven, fann en geben.llotsid nöt ni- tdat die 1981 ih pill nach den Helferoune 3 Meine Schuld it nicht zu den nach der lichtern Hüblenouber ihr mehr, als Steinen darin Petruß Holgefund chioméd sind, was die andern einmal fehzmit Seyzen" maben daug diHörexus len, Bet mir fich gedoppelt find t3m! meiner Stimmseilanddis armer Sündentnecht weiß mein Gehet overnimmsteil nichtol woble quem echt mein gestrenger Rächerlofonderne der Richter rechten mollfe, ich mein Hort und Fürsprechen thin des Todes sterben sollte. 4 y Redente oft mit Schre den bede en Henri meine Schila; ni ten, mit Erlärten und mit Graus, lay mich immeringdehfindendst wenn mich meine Lafter weden; bahendesh mitemir Geduld, mit Wo will's hun mit mir binayss mir armen Greention den fountab oft per Sunden abgeſagt, und tend und so bloß wird auf michal doch wiederum gewägt; werthich dein Bhut, wndkleidert, wer wird u auch noch Gnade finden, per mich, dann, ponudis scheiden wird he mi pershpinden uurgetrofte betrübte Seeleins 5 Jeſus wenn with thomfreue ich mein Herz und Geister riefe qurd Gewillen und den in der Heilands Helfenhöhle" wingbri Wort, denngeh ich, Berruchter noustein mikseroit geipeista wenda liefe bin an meinen alten Orte ich der Sündenisyo foviding Chus war wie ein wides Meer, immens Gnade hat kein Bielfeinesi Bornon bin und fymer bereitunesierin'ge Blutheni sind un stedte mir im Herzen, die emporden Liebesghithenation of tran pfindm ich nun mit Schmerzen bid sid for P& D, insol móan ni bun Tid fun lloj o".nson061Melanl $ C. noitBufe und Beichtgesängen.se M. Ameließen GOtt. Teufels Racher frei dollido fliehen binstweil ledig machen fos und sed nordings he did iblishmebed bin mit vien Darum allein auf of dich Bedien anden! me joll ich HErr, Christ, verlaß ich mich; Hedamgsfindinti wenn alle, Welt bout des Uncine Angstudiers nicht wedanmar mod jun? non Tak Di J!: voller Gnadh auf jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß, ich ererben d denn du hat mir's erworben, og du fürmich gestorben.. har minds dein Gebot nindgi Maibokommt all. Sübe guch mein Hers, und Err mein betrübt Gemüthe zu deiner Sinn durch deinen Geit dahin, A e a dur aumein bapcich mpg Calles meiden, was Gewissen siein Gnadentöpflein mich und dich kann scheiden, und fließen.snism sim dnu ideilen ich an seinem Leibe ein Glieds -38Jchömdeini betrübtesa hind, man ewig bleibe. Beermann. werf alle meine Sündisdsp piel Wiel. Berglich lieb hab ich. sibilhin mid fteten und mich so hef- Q4 dir, HErr SE, tomme ich, stig Achrecken in deine tiefe Wun- nachdem du mich so fupiglia benda ichlistets eit gefunden. zu dir hast heißen tommen. Mich « ird. Durch deim unſchuldig Blut, drüdet meiner Simpen Saft, se Bie schöne rothe Flathringid ab lost mir teine up noch Rast: nallt meine Stunde mit Trost mein wird sie mir nicht benommen, perzierbinde, ad hr nicht müßt darunter ich pergebn, mehr gedente, in's Meer figstief ich tömnt' pon Gott auch nicht verſenters tust] nuſt Cot bestehna por dem Sie Himmel Nos Das bist der Oder mich tvöfft, jelit nicht rein, ich müßt ein weil ibu thich haft erlöfts was le Kinder des Tages Jein. gefündiht habear hast du verschart JEſu Christ mein Trest w Grabenda hast du es periclos Richterquide mich und la fen, dandird's auch bleiben müssen. mich nicht lisar Handlid 196. Jst meine Bosheit großano 2. Das Sündenjoch ist mir zu werd ich steh doch do wenn ich nichmer, es brudt den Geist nur bein Blut auffasse, und mich dar- allzusehr, du, HErr wollit es aup verlaffesor Wer sich zu dir zerbrechen Gedente, daß du dieſe snur findet; d allAngit ihm bald last darum für mich getragen verschwindet.bl of sidomühaft, damit nicht möchte rächen 7. Min mangelt, zwar sehr viel der Vater, was ich hapi per boch washich haben will, ist alles ichuld't, vielmehr, daß ſeine Gnad' mitzu guteserlangtismit deinem und Huld mir Armen wieder Bluten bomit ihrüberminde Tod, würd'azu Theil; mach mich durch Teufel Höllsund Sünde& deine Wunden beil, HErr JEſu 18. Und wenn des Satans Heer Christ, und für mich hilt, wenn miritgangrentgegeni wär', darf ich Satan wider mich auftritt. boch nicht verzagen, mit dir tann 3. Bu bir steht meine Supers ich fiesfajlagen aidbein Blut darfsichts ich mein von teinem Helfer Edy nur zeigen, so muß ihr rus nicht, ohndiche Arzt der uns bald schweigenssons plans disld ders all andre Helfer sind zu 199pDeinis Blut, der edle Saft, schlecht, du bist allein vor GOtt hat folche Stärt und Kraft, daß gerecht, des Todes Ueberwinder! auch ein Tröpflein kleine die ganze die Freistatt und der sichre Ort, Welt tann reine, ja gar aus das feste Schloß, der Schild und Hort, and 252 E 1Hnd Nach der Bachte und Absolution. 253 Hort, der Mittler und del ha- Munich wuchs mind wehmim denthron, des Vaters Hery and Gütennzu, und obi ih drunter Liebjiet Sohn HErEfu Christ, würde aus Schwachheit, die dir das glaube: ach start in ift bekannt, erauben wird, doch folchem Glauben mich 1 1891 belke afdsmitnimmer wieder 4. infort will ich niti jederzeit helfen aufleuk zu vollenden meiauf mich zu nehmen sein bekeit nen Lauf: HErr JEsu Chriſt, dein Joch, die auft ute, varchdich alleew:: tann ich hier Dhrunter and ich Fried hindwas bort felige fein, tads nisd 2000 1150 119119a dosud mene rapid ng mga arated miste XXV Nach di Beichte Abſolution. 508 Mit Frapsi fetts meinte, pektivensfondern sivie namich 119. 20 men Geiſt und mein geliebt und mir meine Schuld Pha Gentathe drobe Dites vergebentdimted thindmöge friedstelmoligfelt, tobe Gottich Tebernü anism silo Tran bi sme undergüte, die Ger 6. Hufpdaß ich dich herzlich liebe Dife dirigul anepigen hat cherwiesen und the Betend fleißig Her Liebe sonderlich daß es nun aufs heute machtiahne Nachsterolübe, KochmerBults feines Sohnes with eigis Melancholeira ent Wunden deinersSundell at Perhep seindboh matar Zul hilf, Gribunden. fi im i diarap tips und find rich mich allein Nunmehestratge dinſicher Chrißt göbehrde anbidraufsemig Hoffenh Golt worth gajelighedel a'ni simadog Selum dig ein tuneht 8 de 509. Mel. Nun freut euheben. met offen und die Beligfelt shtrejudChriſtlich ein Troſt bein inbrt hat es eine Rosh ogns Bühe food dainke titivon eindeusesuadedziny daßlobusdachtchaituperTodofflMinutmeg ទូ Lönnen Sie Fosnicht als adicphed Ganden mit dir. schaden, weil du bist bei Blinerzenslchequälebribats, dets GDH i Gigatü soc. phasene harde durchris Gatin, der 3., subs ប់ ទិ? niuĐi thalsiderparthachff affedrmit Jagell Lob und Dant, dieweit du Jug fcher fent affoffun tule niso haft to Hitlerbige ochten i Duhast erföretaffeine Beicht für mich eine Suvemast, las lab mädig ulo vergeben die dup di durch deinen Tod inth Sünde, die so schweelicht meicht errettet aus der Roth datin to oth in the gingen Lebe,.bu Surgisſethaleefberan hun an einer Knochen gedacht, gerathen dlug, dusunmeherbeiner Biebe Macht Ofer sind, dette große Gate Gum Himmel mill zuhebenstule mir nun beinen guten Geisen 3. Die bestecies GitesTamic botunden hate and bathin bin Jashar anich gestorben; das juthe illermetst wys vip to tht Fachbumein Seelenbräntigam und dit gefällt, daß ich nach der that helber migoermo their church borenwelt meg in Goltesfurtht bemen! Lovisbieneligkeit dir entstehen, und aur the Luste fliehen, avant dichudapl ichgibt befreit, 50Wieb dabei Gebild im Leiden bleib emig unverborbenchi dind und ses wahrer Glaubens Viaft! 145, pieb mit Beinen guten Las is Gel And Boffatt méi Geistoaner Juin uutterrichte, den di du Aparate savas idle Riebshund Wohlhat nicht, wenn mein nächster mich heißt damit ichimiche philsthite 32 1509100+ 264 Nay de Beichtetid földtesh. chimmelsen blaumil Handould be Bergebling Hibet 36 Mund auch died auso niethes as sich begage in huldige derzens Grund hierfarin Dahil cheiter die Sthuts. Tied dichtepi drsor of bid enda pitagefüos th Suntour rath, #gowi mithram Sdub Esu! dir willich vertvallen. Je und Schande hiirführohani aute: füs hat beheilt die Beint fam en und ohun den usten Bifhoff Ich haid jur chauen. berstad biesiadvomidinen will lawen tastycjus met swegen oft fchreip auf der Sun Auver sa stins Tu benad Sven Wagen ichheißibidofede Misferhat vertreibt die Gästen Gegend ansid Tid bi od 196 6. Steu'r endlich aneinem steres Ambrohit? Hinde taß mich belnen 1 6. ein Gott, Lob und preje ista som Olifise meiner Seelenvidaß du aweki haft laffen hicheenbrechen, und 163zählen Billen, der allesait um Besten Poon metnler derend Mifferhat, that, gehorsantti enstillen. Mein his big olehr erfültmershat. Der und Siemens Simutel Wie sou synnſam" Breifen, faniodawels van Reubig ErtSeine große Gutigkeit, die tann all mein Verlangen stüren du jest. und oft allezeir haft Torg Carlsenjoramie dich oder wiele welfend nic guet flers uchelanghold: noch Battepaueflichtbei Den Glaß mites der Waltredenen wir, Borgkhung meiner Sünden, gefonna det verblysth uthy sich oh lief i Selber Bier mein Herz bin alle mich allebalden uden t Nothelaase, Teufel Hoy en folder Gatwie w Ber und Tobgang Riegreich übet ip gnädig hörer dem f The ent ben.& lirdi. de Glenden, und geachtet 610 Migue, mentre guversicht, unsrer Schild zu und ich mit ſo & Meinufenthalt, großer Buld, wie du bustle Jus ir mein Füßes Leben, wendentism 190 per mon Cum Heb ich danielt. GB, 099 h senn to bater Bin im any ergeben, az Efus J Ng" u Chadenauigenommer.. Main Helferin Customein so will ich nut Befeilen mich zu Troff allein. it and told der 10 tomments in ● Jesus hat mich angesehn, Gus hamendenst dergebat Eius will nun bei mir stehn, ejus hilftim odland geven, Esus ist mit mir versöhnt 36E geschidter frommer Gast. See: leste dich gelaßt an dieser Himmelsspeise, daß du sie würs diglich genter 1 Mein Gott! Mufbaß ein Hister Geist nich Bierzu unterweile h 12. Met ellu dantet alle Gott. as tand the dot für Dant, 0 BELT 811 Vafragen, dug du mich mit Geduld is länge Zeit getragene ihan mign= her Sund und Levertretung lag Frommer GOtt, erzurite, alle ago Med 2. Sehr große Lieb und Gnad' erwiesest du mir Armen, ich fuhr 13: 36fum bab ich zwar verdhit, faffent, Acht Freundlich mich anlacht, Stills will mich doch nicht hat fenfus bleibt mein höchster Rubm, 3Ejus bleibt mein Eigen! thuma e ad as die und dich 430m war es taum getlagt, JEfum hair ich nicht geliebet, JEsus liebreich zu mir sagt: 36 Nathigene Beichte und Abſolution. 255 in Bosheit fortashy, geboy in Gr langai lebi qui feden, 19h mich barmenuhi widerstrehte shirt nicht obne bids und mich ge und schon die Muße, enfiou subvehjwerdend gube mich jopbeſtank die Strain daß sie ohne dich, so werd ich bald ver nicht Jagie, praufning si Lua dhe menniumich führen wirft, Paris Munishinihelehet, shu ishe was mini sehührt duus both du allein perrichtet, da bgit& G0th our mouru Goft, Satans Reich und Wert in noatereaborimein lebens mir gernichtet. Gary peine Güt- Euts& GOttes Erbio los pecine Audge Trgun bie pan, die Walten, Krafticmichaisebenzi Popperther mein miten Heronderbrochen we en mapan Spilver Serinli sester igjen alle zeit, daß ich dir diene hierand natra Gribit fommt vich ghizupiel, be foort in Ewigkeit des t'ust des bidh mit Simgenzi ich 1513. Di SE3Gp Chineins. Longte gaberlelhit nicht Gnode ir bankens bird onstreer wieder, Ängen; jelbſt Fallen konnte is Others dabudnung biliſt sunmen Bergerben gehn aukiSündernothi vergiębit uns 1 Iphnte, jelber nicht von mei- alle Sulg und Fehl, ang bilight nem say, aufliehn.dau tai dans Seib und Seelgo anal 5. Du hast mich gufgerichthund 52. Durch Priesters Mund fprichst mir den Weg gemijeſen, den ich da: Wein Kingditsalt Sime mini wandeln 19third patut Tei, vergeben sind, schubin fried Serral gepriesen seige und es nicht mehkund allmen' iphtandaß ich die alte und nun shich mit beschri Haß und millig ohne Surpt, bie nga Dir de Danbfür, folche nije, 109 ten Werte labrad pidäng 19 kordamit ich aber nicht auf neyhi wieder, alle logich, mir Deinen Seite Dieweil ich bier allen Schmerz durch'snstheuge Bhut des HErron Crise welchy's für all, sündi pergojiens ist noch walle, der meine Schwach: Sich ungsdeinn Geir deb heit stört undagarin mächtig dei Fried, undrendbi voN MEN und mein Demiche fiets, zu dei- bis in Ewigley, Dein Wort und nem Dielt erneu bi lig af heilig Sacrament paball, bei y mister and fubre mich, to bis an das End". nisk of 399 tod XVIIL om heiligen Abendmahl, Tu ai u dod alisailammig datt sim isd nun. Dia sulop In4i ja eigener melobietomm, Jonſt, dann ich nichts ent Ay, Aller Archite greupe, paben dalssa sim tim su meine Lust und Lebens- 3. Komm, entgegen, meid meines Waten Ery, be trachter thing which mich fönst perishichten And Lebeng Seele Seel in auf den Bergenhöhle, bereite, wurdig, ich zu nehmen Scabi den& hegehre domme, heute jebund wolltion in hit vergnüge tomm, shemabre i Ishweben ewig auch mit dir 12: Ramm, mein HErrf entgegen leben nismidigla suipe duff gebe mir der ich mich unterstehe 4. Du haſt ja den Tisch gedecet; zu dem allergrößten Werte, drauf geseßt, was föstlich schmet welches Sinn- und Seelenstär- tet, ladest dazu frante Herzen, te übertrifft, binzu zu nahen, beilest Sünd'- und Seelenschmers 256 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. schmerzen: HErr, dich selbst frei von aller Qual und Noth; giebst du zur Speise, doch in unbekannter Weise. aber deiner Liebe Macht hat dich auch dahin gebracht, daß du deis nen Leib uns schenfest und mit deinem Blut uns tränfest. 5. Dies im Glauben ich erblicke, rufe seufzend: HErr! erquide, HErr! erquid' mein' arme Seele, hindre, daß ich mich nicht quäle; große Schmerzen ich erleide, lindre die, du Lebensweide. 6. Heile mich, laß Gnad' erlangen, JEfum würdig zu empfangen; labe mich, HErr, speis' und tränte, in mich Kranken dich versente, sente dich, ich will genieBen deinen Tod, dein Blutvergießen. 4. Hier sieht man dein treu Gemüthe, du bist sonst der Arzt allein, doch willst du aus lauter Güte auch die Arznei selber sein. Du giebst dich uns selbst zu Theil, daß wir möchten werden heil von die den tiefen Seelenwunden, sonst waren unverbunden. 5. Ach, zu dir tomm ich geschrit ten, o mein liebster JEfu Chrift! und will dich im Glauben bitten, weil für mich bereitet ist jego deiner Gnaden Tisch, daß ich meine Seel' erfrisch', und vor Hunger nicht vergehe, noch mir meine Kraft entstehe. 8. HErr! dein heil'ger Leib mich fpeise, stärte mich zur Himmelsreise. HErr! dein Blut, mein Herz auch rühre, wasch' es rein von Sünd' und führe mich zum Vater schön geschmücket, wenn der Tod mein Herz abdrücket. 515. M. Fren dich sehr, o meine. 6. Ach so wollest du mich las ben mit dem rechten Himmels brod, und mit reichem Trost begaben wider Höll' und wider Tod. Ach! laß deine Lebensquell' auch mich machen weiß und hell; tränke mich, HErr! eh' ich sterbe und vor großem Durst verderbe. 7. Dir will ich anjeto schicken mein ganz müd und mattes Herz. Gnad' über alle Gnaden! ach! das wollest du erquicken, heißet das nicht Gütigkeit? weil es fast vergeht vor Schmerz. JEsus hat uns selbst geladen zu O mein Arzt! du kannst allein dem Tisch, den er bereit't. JEsus mich von Sünden machen rein, bittet uns zu Gast, daß wir aller du alleine fannst mich heilen von Sorgen Last, aller Sünd' und der Sünden Eiterbeulen. Noth entnommen, zu dem Him- 516. Mel. Nun danfet alle GOtt. mel möchten kommen. 7. JEsu! sei in Herz und Munde jetzt und in der Todesstunde. JEfu Christe! sei mein Leben, wenn mich Angst und Furcht umgeben. JEsu! Schußherr! steh und wehre, wenn ich Esum ruf, erhöre. 2. JEsus Christus will uns speich! wenn ich mich doch könnt sen und auch selbst die Speise und in sein; heißet das nicht Gnad er- alle Augenblick an JEsu Liebe weisen, o mein liebstes JEsulein? Solches ist an teinem Ort, o mein liebster Seelenhort! sonst gehöret noch gesehen, solches ist noch nie geschehen. denken! mir deucht, ich höre stets, als wenn man mir zuspricht: Der treuen JEfulieb' vergiß bei Leibe nicht. 3. Hast du dich doch schon gegeben unsertwegen in den Tod, daß wir möchten wieder leben, 2. Ach! wie könnt' ich doch auch, mein JEsu, dein vergessen? das, was ich oftmals hab' getrunken und gegessen, dein eigen Leib und Blut, Borbei und piach dem heiligen Abendmahl. 257 geben, und dentet, daß ich euer bleib im Tod und auch im Leben. 4. Desgleichen gaahmen, auch den Wein im Kelch und prach sui allen: Nehmt hin und trinfet, insgemein, mwollt ihr GOtt recht gefallen in bi Android 5. Hier geb' ich euch mein theures Blut im Kelche zu genießen, das ich für euch und euch zu gut am Kreuz jetzt werd vergießen. 6. Hier wird ein neuer Bund gemacht in meinem eignen Blute, im alten ward nur Vieh ge schlacht't geholet von der Hute. 7. Hier ist der Körper, der bin ich, dort war Figur und Schatten; dort war ein Lamm, hier laß ich mich in heißer Liebe braten 8. Dase macht euch aller Sün den frei, daß sie euch nicht mehr tränten; jo oft ihr's thut jo ihr dabei an meinen Tag ge denten. 2 replied niso 111008 9. O JEsu, dir sei ewig Dant für deine Treu und Gaben! Ach, laß durch diese Speil und Trank auch mich das Leben haben! Joh Seermann. ma tabiugchten. 518. M. HErr JEfu Christ, du. Auf auf! mein Geiſt, ermuntre dich, die Nacht ist min vergangen, mein IChus tommt und wedtet mich er ruft mir r Verlangen; mit seinem Leib und theurem Blut, das g'nug für meine Sünde thut, will er mich beut erquiden. mentre 2. Steh auf und iß, das Lebenss wird aufgetragen; der selge Trant so rofinroth, und heilet alle Plagen, den beut dir Jesus selber dar, trinkfröhlich, so fann die Gefahr der Höllen die nicht schaden. 3. Doch wir zuvor das Sündens kleid von dir, das sehr beflecket; nimm den Rod der Gerechtigs keit, der deine Schande decket; den Heil'gen Geist ruf eifrig an, N der Bhit, das hat mein Herz und Sinmerfüllet, daß ich nichts, als lauter Jejus binleg nidod bun 3. Ich bin ganz durch und durch mit JEsu angefüllety teints Ader ist inimirandie nicht von JEsu quillets has Herzertriefet noch von's liebsten Esu Bhutz und brennet lichterloh sin Esu Liebesgluthadle] sny bid fidsig ne 4. Du, Gju, thustozu viel, ach, gar zu viele Gnade, mich armer Erdenwurm bekenne gleich gera de bich bin den feines werth so du an mir gethan, und weiß auch nimmermehr, wie ich g'nug dan ten danni stjared him ul lisor 5.mWenn nicht dein Beib und Blut das beste thut hierinnen und läffet gleichsam mich in lauter Dant zerrinnen, das ich denn gänzlich hoff und darauf beiner Güt ergebe gleich zum Dank mein Herza Seel Sinn, Gemüthard 62 Ach mo ich geh und steh, foplaß mich dant und denten, gebenten, wie du dich mir eigen wollen, schenken, die danken für die Lieb' und fagen für und für: ich lebe nun in GOtt und mein GOtt lebt in mir.am egop nism. 7. Dies Denten und den Dank lab stetig dazu kommen, in allem, was auch wird von mir nur vorge nommen, fo leb' in JEsu ich mit einem frischen Muth, und sterbe, wenn GOtt will, guf JEsum und fein Blut. E. 3. C. S. 517 Miel. Sch bant dir schon. in der Nacht darin er ward verrathen, auf unser Heil mar ganz bedacht, dasselb' uns zu erstatten, 2. Da nahm er in die Hand das Brod und brachs mit seinen Fingern, fab auf gen Himmel, dankte GOtt und sprach zu sei nen Jüngern: 3. Nehmt hin und eßt, das ist mein Leib, der für euch wird ge 258 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. der deine Seele heilen kann, daß er dich wohl bereite. 4. So wird alsdann das GOttes: lamm auch gerne bei dir wohnen und als ein treuer Bräutigam dich, seine Braut, belohnen; du follst, mein Herz, sein Himmel fein, da will er prächtig ziehen in und ewig bei dir bleiben. 5. Nun, HErr, der du mein Herze weißt, zu dir komm ich geschritten, du wollest nebst dem Heil'gen Geist den Vater für mich bitten, daß ja mein Glaub' aufhöre nicht und ich dies Mahl nicht zum Gericht unwürdig braus chen möge. 6. 3hr Engel, kommt und führet mich zu diesem Tisch der Gnaden, trop daß Sünd', Tod und Hölle sich jetzt regen, mir zu schaden. Mein JEsus kommt, zurücke prallt! er eilt zu mir, zu Boden fallt ihr Teufel! Hier ist JEsus. D. Joh. Fr. Mayer. $ 19, Mel. Wie schön leuchtet der. Auf, meine Seel'! auf, mein Gesang! sag' deinem Schöpfer Lob und Dank für seine Gnad' und Güte, die seine liebgeneigte Hand so treulich dir hat zuges mandt; erheb' dich, mein Gemüthe, singe, bringe alle Gaben, die wir haben, GOtt zu schenken, seiner Liebe zu gedenken. 2. Ach! schau, mein Herz, mit Freuden an was GOtt, der große Wundermann, der treue Men schenhüter, für große Sorgfalt für dich trägt, wie er dich schüßet, nährt und pflegt, was oße Schäß' und Güter, was Bier er dir vorgeheget, beigeleget und gegeben, hier sowohl als dort zu leben. 3. Heut hat er aus der Stinbennacht sich wieder an das Licht gebracht, nun bist du in dem Orden der Kinder, die sein Sohn erkauft und die auf seinen Tod getauft, ein Glied und Bruder worden. Dafür sei dir, HErr, mein Leben, Ehr' gegeben, deine Güte bleibt mir ewig im Gemüthe. 4. O sei willkommen, edler Gast! der du mich jetzt besuchet hast mit deinem Leib und Blute; was thu ich dir, du theures Wort, mein Lebensfürst, mein höchster Hort, was thu ich dir zu gute? Ach, ich find' mich aller Orten schwach von Worten, arm von Werken, ach! laß deine Kraft mich stärken 5. D weich', mein Schaß, doch nicht von mir! bewohn' mein Herze für und für und laß dich nichts vertreiben; zwing' mein verderbtes Fleisch und Blut und laß mich unter deiner Hut dein Kind und Gliedmaß bleiben, bis ich endlich dieses Leben werd' auf geben und dort oben dich, mein GOtt, ohn' Ende loben. F. v. Derschau. 520, M. Nun freut euch, lieben. Christ, mag bich ein Sün Lebensbrod, der haben, der nach dem Himmel hungrig ist und sich mit dir will laben; so bitt' ich dich des müthiglich, du wollest recht bes reiten mich, daß ich recht würdig werde. 2. Auf grüner Auen wolleft du mich diesen Tag, HErr, leiten, den frischen Wassern führen zu, den Tisch mir zubereiten: ich bin zwar fündlich, matt und frant, doch laß mich deinen Gna dentrant aus deinem Becher schmecken. 3. Du zuckersüßes Himmels brod, du wollest mir verleihen, daß ich in meiner Seelennoth zu dir mag tindlich schreien! dein Glaubensrock bedecke mich, auf daß ich möge würdiglich an deiner Tafel siben. 4. Tilg' allen Haß und Bitterteit, o HErr, aus meinem Her Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 259 zen, laß mich die Sünd' in dieser| viel Lust erblickt, mit Vorschmack Beit bereuen ja mit Schmerzen; ienes Lebens. bu heiß gebratnes Osterlamm, du meiner Seelen Bräutigam, laß mich dich recht genießen! 5. Zwar bin ich deiner Gunst nicht werth, als der ich jetzt er scheine mit Sünden allzuviel beschwert, die schmerzlich beweine; in solcher Trübsal tröstet mich, HErr JEsu, daß du gnädiglich der Sünder dich erbarmest. 3. Wie gnädig bist du, Wundergott, der hochbetrübten See len! Du läsfest sie ja nicht mit Spott von stolzen Feinden quas len; dein theurer Tisch ihr steht bereit, zu Troß des Feindes Grausamkeit, Troß! wer es nicht tann lassen. ich 4. Wohl weidest du mich, treuer Hirt, zeigst mir gesundes Wasser, du tränfst mich als ein reicher Wirth, treibst ab den bösen Haffer und giebst dich selbst zu eigen mir, was opfre denn ich dir das für, für diese Liebesthaten? 5. Nun habe, füßer JEsu, Dant! du hast mich wohl verbunden, du stärkest mich, der ich lag trant an alten Adamswunden. Ich danke dir, daß du, HErr Christ, mein treuer Samariter bist, willst Leib und Seele helfen. 6. Du haltest die Verheißung fest und meinst es gut von Herzen, die treulich du geschehen läßt, Del gießt du in die Schmerzen; denn wie du, HErr, verheißen hast, so hast du deinen armen Gast jest töniglich verpfleget. 7. Trifft mich nun Seelenhuns gersnoth, muß ich mein Herz abmatten, so tomme du, mein Himmelsbrod, erfreulich mir zu statten, bein theures Blut im Abendmahl erfrische mich im Todesthal, damit ich nicht ver6. Ich bin ein Mensch voll Sünbengrind, laß deine Hand mich heilen; erleuchte mich, denn ich bin blind, du kannst mir Gnad' ertheilen. Ich bin verdammt, erbarme dich; ich bin verloren, suche mich, und hilf aus lauter Gnaden. 7. Mein Bräutigam, komm her zu mir und wohn in meinem Herzen; laß mich dich lieben für und für, in Trübsal und in Schmerzen. Ach! laß doch deine Süßigkeit für meine Seele sein bereit und stille ihren Jammer. 8. Du Lebensbrod, HErr JEsu Christ, komm selbst dich mir zu schenken! o Blut, das du vergossen bist, tomm eiligst, mich zu tränten! Ich bleib' in bir, du bleibst in mir, drum wirst du, goldne Himmelsthür, auch mich dort auferwecken. 3. Rift. 521. M. HErr JEfu Chrift, du, Erscheine, füßer Seelengast, daß mich tomm an, du meine Ruh und Rast, wie groß ist deine Treue, daß du zur Seelen, die so schwach, hier unter eines Sünders Dach so brüderlich einkehrest! 8. Wie heilig, herrlich, groß und hehr ist, großer GOtt, dein Nas me! wie heilig ist dein Ruhm und Ehr', ich bin ein böser Same. Jedoch, weil du mit mir, HErr Christ, im Abendmahl vereinigt bist, kannst du dein Fleisch nicht haffen. M. B. P. 2. Groß Herzenslust hab' ich baran, wenn ich ein Wunder merke, doch schau ich, was du hast gethan in dem Erlösungs- 522. Mel. JEsu, meines Lebens, werte, wie mich dein Leib undreu dich, ängstliches Gewissen, Blut erquickt, so bald mein Geist sei vergnügt und gutes Muths, R 2 260 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. Muths, Satans Handschrift ist zerrissen, dein Erlöfer thut dir Guts, laß dein Trauern, laß dein Weinen, GOtt läßt für dich Gnade scheinen, du bist frei und follst stets sein bei ihm, deinem JEfulein. 7. Traut'ster JEsu, Trost und Leben, meiner Seele bestes Theil, der mir Freud' und Ruh' gegeben, der mein ganz verlornes Heil, meinen Segen wiederbrachte, hilf, daß ich nichts höher achte, weder hier noch ewig dort, als dich, meinen Schaß und Hort. 2. Zwar dich drückten deine Sünden und das angeerbte Gift, 8. Nimm mein alles, was ich Niemand konnte dich verbinden, habe, zur Vergeltung deiner Treu, Angst, die nur Verzweiflung ist's doch dein Geschenk und stift't, Centnerlast hat dich betreten, Niemand konnte dich erretten, doch dein JEsus heilte dich, nahm selbst Schuld und Straf' auf sich. Gabe; mache mein Verlangen neu, richte Geist, Sinn und Gemüthe durch den Reichthum deiner Güte, daß sonst nichts als deine Treu, mir stets im Ge dächtniß sei. 9. Tilge fort der Sünden Menge, hilf, daß mich kein schnöder Fall, tein Verderb, Verbrechen dränge, sondern laß mich überalk nur in deinen Wegen bleiben, laß mich mein Verlangen treiben nur zu dem, was dir gefällt und mich dir zu Dienst erhält. 10. HErr, ich will für diese Güte, für so theure Gnad' und Huld, mit höchst dankbarem Gemüthe mein Vermögen, meine Schuld dir, mein Heiland, gern abtragen und dir Lob und Dank stets sagen. Du sollst ewig, ewig sein mein herztheures JEsulein. Joh. Rift. 523. In bekannter Melodie. Ott sei gelobet und gebenes deiet, 3. Dein verdammliches Verbrechen sollte Teufel, Höll' und Tod unaufhörlich an dir rächen. JEsus aber nimmt die Noth, die dich ewig sollte drücken, selber auf sein Haupt und Rücken, leidet Trübfal, Tod und Bein, daß du mögest sicher sein. 4. GOttes Kelch, voll Grimm und Toben, den dein Frevel hat erregt, wird von dir hinweg gehoben und auf GOttes Sohn gelegt, der dich aus gewognem Willen läßt mit Gnad' und Segen füllen, der dir volle G'nüge schenkt, sich mit Gall' und Myrthen tränkt. 5. GOttes Kind auf seinen Reisen, die es blos um dich gethan, mußte Noth und Unfall speisen, als man und du sollst an seinen Tischen deinen Geist und Seel' erfrischen: GOtt, aus süßer Liebesgluth, weidet dich mit Leib und Blut. 6. Stillt für dich des Eifers Fluthen, die gerechter Grimm erregt; durch sein Leiden, durch sein Bluten wird des Vaters Sinn bewegt, daß er um des Sohnes willen nicht will seine Rach' erfüllen, die dein Abfall wohl verdient, so wirst du mit GOtt verfühnt. gespeiset mit seinem Fleische und mit seinem Blute, das gieb uns, HErr GOtt, zu gute. Kyris eleison. 2. HErr, durch deinen heiligen Leichnam, der von deiner Mutter Maria kam, und das heilige Blut hilf uns, HErr, aus aller Noth. Kyrieleison. 3. Der heilge Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben, nicht größre Güte konnte er uns schenken, dabei Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 261 bei wir sein soll'n gedenken. Ky-| speis', daß ich dadurch christlich rieleison. lebe, sanfte meinen Geist aufgebe. 5. Nun, ich lieg dir, GOtt, zu Füßen, GOttes Liebe schmücke mich, meines JEsu Blutvergießen mache würdig mich durch sich. Hilf mir drauf, du Vaterherz! Hilf mir, JEsu Tod und Schmerz! Hilf mir, Tröster! heut auf Erden, Christi liebe Braut zu werden. 5. GOtt geb' uns Allen seinen Gnadensegen, daß wir gehn auf feinen Wegen in rechter Lieb' und brüderlicher Treue, daß uns die Speis' nicht gereue. Kyriel. E. 3. C. S. 525. 6. HErr, bein'n Heiligen Geiſt Heiligebaoth! Heilig ist Gott, der HErre uns immer laß, der uns geb' zu halten rechte Maß, daß dein' arme Christenheit leb in Fried' und Einigkeit. Kyrieleison. der HErre Zebaoth! Heilig ist GOtt, der HErre Bebaoth! Alle Land, alle Land, alle Land sind seiner Ehren voll, Hosianna in der Höhe. 526. M. Wie schön leuchtet der. Err JEfu, dir sei Preis und Dank für diese Seelenspeis' und Trank, damit du uns begabet im Brod und Wein, dein Leib und Blut kommt uns wahrhaftig sehr zu gut, und unsere Hers zen labet, daß wir in dir uns erfreuen, wohl gedeihen, ewig leben, solches wollest du uns geben. 2. Ach HErr, laß uns doch nehmen nicht dein werthes hachtmahl zum Gericht, ein Jeder recht bedente, daß er mit diesem Lebensbrod im Glauben stille seine Noth; der Fels des Heils uns tränke, züchtig, tüchtig, dich dort oben stets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. 4. HErr, deine Lieb' so groß dich gezwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that und bezahlet unsre Schuld, daß uns GOtt ist worden huld. Kyrieleison. D. M. Luther. 524. m. 3ion flagt mit Angst. Gott Ott sei Lob, der Tag ist kommen, da ich JEsu werd' vertraut, da ich aller Sünd' entnommen, werd' in GOttes Huld geschaut. GOtt Lob! GOtt Lob! daß mir bereit die Lammeshochzeit heut, da mir GOtt zum ew'gen Leben will den ganzen JEfum geben. 2. GOtt! ich leg' bei frühem Morgen, als ein Ephraim und Kind, mich in deine Vatersorgen gleich mit Leib und Seel' geschwind, Abba, Vater! sorg' für mich, daß ich ja heut würdiglich als dein Gast bei dir erscheine und mit JEsu mich vereine. 3. Christe! du Lamm GOttes, höre, weil du trägest meine Sünd', als mein Schaß und Wirth her tehre, deine Braut und Schaf mich find'; deiner Güte ich vertrau, führe mich auf grüner Au, und speif' mich, mir stets zu gute, heut mit deinem Leib und Blute. 4. Heil'ger Geist, den ich umfaffe, bleibe heut und stets bei mir, mich mit Beistand nicht verlasse, sondern hilf, daß selig 527. M. Nun freut euch, lieben. mir zum GOtt zum 3. D! daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen, und folgends aus dem Jammerthal gelangen in den Himmelssaal, dein Antliß, HErr, zu schauen, da sich fröhlich alle Gäste auf das Beste werden laben und ganz volle G'nüge haben. Preis, ich genieß die Himmelsh komm jept als ein armer R 3 Tische, Ho 262 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. Tische, den du für mich bereitet| 8. Auch führe mich nun selbst hast, daß er mein Herz erfrische, von mir, bei mir ist nichts denn wenn mich der Seelenhunger nagt, wenn mich der Durst des Geistes plagt, bis ich den Schweiß abwische. Sterben, nimm aber mich, o HErr, zu dir, bei dir ist kein Vers derben; in mir ist lauter Höllens pein, in dir ist nichts als felig sein mit allen Himmelserben. 9. Erneure mich, o Lebensstab, mit deines Geistes Gaben, laß mich die Sünde danken ab, die mich sonst pflegt zu laben, regiere meinen trägen Sinn, daß er die Lüste werfe hin, die er sonst pflegt zu haben. 2. Nun sprichst du, Seelenbis schof, dort: Ich bin das Brod zum Leben, dies Brod treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mag aufheben; ich bin der Brunn, wer glaubt an mich, dem wird der Durst nicht ewiglich im Hergen Stiche geben. 3. Drum führe mich, o treuer Hirt, auf deine Himmelsauen, bis meine Seel' erquicket wird, wenn du fie läsfest schauen die Ströme deiner Gütigkeit, die du für alle haft bereit't, so deiner Hut sich trauen. 4. 3ch armes Schäflein suche dich auf deiner grünen Weide, 11. O liebster Heiland, großen bein Lebensmanna speise mich, Dank für deine Süßigkeiten, ich zu Trost in allem Leide, es tränke bin vor lauter Liebe frank, drum mich dein theures Blut, auf daß wart' ich auf die Zeiten, in wel mich ja tein falsches Gut von deichen du, o Lebensfürst, mich ner Liebe scheide. sammt den Auserwählten wirst zur Himmelstafel leiten. Juft. Siebet. 5. Gleichwie des Hirsches mattes Herz nach frischem Wasser schreiet, so schreiet auch mein 528.M.O JEfu, du mein Bräutig. Seelenschmerz: Ach! laß mich ch stell' mich ein, o treuer Sündenpein und schente mir die Trostfluth ein, dann bin ich benedeiet. 10. So tomm nun, o mein Sees lenschaß, und laß dich freundlich tüssen, mein Herze giebt dir Raum und Plaß und will von Keinem wissen, als nur von dir, mein Bräutigam, dieweil du mich am Kreuzesstamm aus Noth und Tod gerissen. gastgebot, dazu du mich gelaven hast, hilf, daß ich sei ein würde ger Gast. 6. Vor allen Dingen wirk' in 2. Mit Sünden bin ich zwar mir ein ungefärbte Reue, daß wie vor einem wilden Thier, ich mich vor Sünden scheue, wirf mir den Rock des Glaubens an, der dein Verdienst ergreifen kann, mein beschwert, und darum deiner Gunst nicht werth; doch, lieber GOtt, erbarme dich um Christi willen über mich. 529. M. O Traurigkeit, o Herzet. I. A. 7. Entzünd in mir der Undacht Brunst, daß ich die Welt verlasse und deine Treu und Brudergunst in dieser Speise faffe, daß durch bein Lieben Lieb' in mir zu meinem Nächsten wachs' herfür und ich fort Niemand hasse. hilf, Bater! bilf mit Gnaden, daß mir keine Missethat hierzu möge schaden. 2. 3ch leugne nicht, was mir ges bricht, ich beichte meine Schulden, Reu für Sünden pflegst du ja, frommer GOtt, zu dulden. 3. Wenn's Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 263 3. Wenn's nöthig fällt durch Löse-| 3. Vernunft, Wiß und Verstand geld die Handschrift zu vernich wird hier zu Spott und Schand'; ten, wird der HErr der Herrlich der Wahrheit muß man trauen, teit dies für mich entrichten. auf GOttes Wort fest bauen, was GOtt spricht, muß geschehen, sollt' alle Welt vergehen. 4. Drauf stell' ich dir mich, JEsu, für, in tindlichem Vers trauen, JEsu, den die Cherubim Lüstet anzuschauen. 5. Dein Leib und Blut, das mir 3u gut gebrochen und vergossen, wird, o tiefe Wunderthat! hier am Lisch genossen. 4. Hier ist das GOtteslamm für uns am Kreuzesstamm aus lauter Lieb' gestorben, dadurch das Heil erworben, hier kannst du Gnade finden, Vergebung aller Sünden. 6. Ich soll jezund mit Seel' und Mund( tein Wiß kann das ermessen) JEsu Christi werthes Fleisch unbegreiflich effen. 5. GOtt Lob! für seine Treu, die ich noch immer neu in seinem Nachtmahl finde. Weicht Teufel, Tod und Sünde, GOtt will mirTrost und Leben hier und dort ewig geben. D. 3. Olearius. 531. 7. grüble nicht, wie dies geschicht, noch, ob es mag geschehen; GOtt kann überschwenglich thun, das wir nicht verſtehen. Jefaia, dem Propheten, das ge 8. Vernunft und Sinn laß im- schah, als ic. pag. 187. merhin, was nüßlich scheint, ver- 532. Mel. HErr, ich habe mißgeh. Bleichen, ich will nun und nimmer su, meines Herzens Zier, mehr von dem Buchstab' weichen. 9. Der dies verspricht, betrügt mich nicht und kann mich nicht betrügen; GOtt ist keines Menschen Kind, daß er könne lügen. meiner Seele beste Weide, ach! wie dürstet mich nach dir. JEsu, JEsu, komm hernieder und erquidke meine Glieder. 10. Verleih, o GOtt, durch Christi Tod, daß weder Welt, noch Teufel mir in diesem Glaubens punkt rege neue Zweifel. 11. So will ich nie, noch spät noch früh ermüden, sonder Wanten für dein theu'r vergoff'nes Blut dir, mein GOtt, zu danken. G. Molan. 530, M. Auf meinen lieben GOtt. ch will zu aller Stund' aus GOtt, dein' Güte preisen, die du mir thust beweisen; ich will mein ganzes Leben zu deinem Lob ergeben. 2. JEsu! mein höchstes Gut, bein Leib, dein wahres Blut ist meines Herzens Freude, mein Trost in allem Leide, weil diese deine Gaben mein'n Leib und Seele laben. 2. Laß mich deinen Troft genie ßen, laß ben süßen Nectarfluß auf mein mattes Herze fließen und gieb einen Zuckertuß, JEsu, meiner Seele wieder und erquicke meine Glieder. 3. JEsu, JEsu, mein Regierer, JEsu, heller Himmelsglanz, meis nes Lebens bester Führer, meis ner Seelen Ehrenkranz, laß mit Lieb' von aus und innen, lieb4. Meine Seel' und ganzes Les ben und dies alles, was ich bin, sei dir, JEiu, jetzt ergeben, nimm es in Genaden hin, schütze, rette und regiere und den Weg zum Himmel führe. 5. JEsu, JEsu, meine Sonne, JEsu, meines Herzens Trost, meis ner Seelen Freud' und Wonne, o du süße Himmelskost, ach! R 4 erleuchte 264 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. erleuchte meine Glieder, liebster| Munde, so bist du recht wohl JEsu, jebund wieder. geschickt und die Speis' deine Seel' erquickt. 6. Schau, o JEsu, schau vom Himmel mich betrübten Sünder an, den in diesem Angstgetüm meldurchaus nichts erfreuen kann. JEsu, JEsu, komm hernieder und erquicke meine Glieder. 533. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, deinen Nächsten follst du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein GOtt an dir hat gethan. D. M. Luther. 534. In eigener Melodie. C Esus Sn bekannter Melodie. Esus Christus, unser Heiland, der von uns den GOttes hus ist mein Hirt, auf JEſum zorn wandt, durch das bittre Leiden sein half er uns aus der Höllenpein. 2. Daß wir nimmer das vergessen, gab er uns sein'n Leib zu essen, verborgen im Brod so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. will ich wird mich gnädiglich anschauen! er führet mich auf grüner Au und tränket mich mit Himmelsthau. JEsus hat sich mir ergeben, Jesus ist mein Troft allein, ich mag sterben oder leben, JEsus ist und bleibet mein. 3. Wer sich zu dem Tisch will machen, der hab' wohl Acht auf sein' Sachen, der unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst GOtt den Vater preisen, daß er dich wohl thut speisen und für deine Missethat in Tod sein'n Sohn gegeben hat. 5. Du sollst glauben und nicht wanken, daß es sei ein' Speis' der Kranken, deren Herz von Sünden schwer und vor Angst ist betrübet sehr. 6. Solch' groß' Gnad' und Barmherzigkeit sucht ein Herz in groBer Arbeit. Ist dir wohl, so bleib' davon, daß du nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber: Kommt, ihr Armen, laßt mich über euch erbarmen, kein Arzt ist dem Starten noth, sein' Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hätt'st du dir was könn'n erwerben, was dürft' ich denn für dich sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du dir selber helfen willt. 9. Glaubst du das von Herzensgrunde und bekenneft's mit dem 2. Was kann süßer sein, als meines JEsu Gaben? ich sein, er ist mein, ich krank, er will mich laben; drum was ich rede, denk' und mein', soll mein herze liebster JEsu sein. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Trost allein, ich mag sterben 2c. 3. JEsus, JEsus ist mein Trost in meinen Nöthen, nun kann keine List mich ängstigen, noch tödten, nun bin ich nicht ein Höllenbrand, ich leb' in meines JEsu Hand. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Troß allein, ich mag sterben 2c. 4. JEsus ist mein Lich, mein Aufenthalt und Leben, was mir sonst gebricht, das, das will er mir geben; nun will er mich in seinem Reich bald machen allen Engeln gleich. JEsus hat sich mir erge ben, JEsus ist mein Trost allein, ich mag sterben 2c. 5. JEsus ruft mir zu: Mein Kind, nun kannst du leben freudig und in Ruh, die Sünd' ist dir vergeben; nun wirst du fühlen keine Qual, drum komm und schmeckt mein Abendmahl. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 265 mein Trost allein, ich mag ster-| 4. Seht sein väterlich Gemüthe, ben oder leben 2c. 6. Ach! ich Sündenkind be komm für Fluch den Segen, weil nunmehr mir sind von meines JEsu wegen vergeben meiner Sünden Schuld und bin verfichert GOttes Huld. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Trost allein, ich mag 2c. seht, wie herzlich sich doch sehnt seine brüderliche Güte nach dem Schaf, das sich entwöhnt. Er will selber, euch zu weiden, Marter, Tod und Spott erleiden. 5. Er kennt eures Hungers Größe, seht hier seinen Tisch bereit't, er weiß eures Leibes Blöße, nehmt von ihm dies Ch renkleid, das der theure Purpur zieret, der von GOttes Blut hers rühret. 7. Drum Welt, bleibe Welt, du willst mich nur verführen: JE sus tritt in's Feld und läßt sich gnädig spüren, er will nun aus dem Jammerthal mich nehmen in den Freudensaal. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Trost allein, ich mag 2c. 8. Nun weg Gut und Ehr' und Welt mit deinen Schäßen, ich kann mich nunmehr an JEsu stets ergößen; er soll nun mein fein ewiglich und ich auch sein, deß freu ich mich. JEsus hat sich mir ergeben, JEsus ist mein Trost allein, ich mag sterben oder leben, JEsus ist und bleibet mein. 535. M. HErr, ich habe mißgeh. Commt, ihr schnöden Adams tinder, ihr abtrünniges Geschlecht, tommt, ihr hoch beschwerten Sünder, die ihr euer Bürgerrecht, euer Erbtheil habt verloren und euch wider GOtt vers schworen. der 2. Kommt zu dieſem Gnaden Fluth aus des Lebens Strom gerunnen, euch und eurem Heil zu gut. Kommt, bereuet eure Sünden, hier, hier könnt ihr Gnade finden. 3. Seid ihr gleich beschwert, beladen mit unzählig grober Schuld, kommt zum Felsen aller Gnaden, der verspricht euch Hülf' und Huld, der hat selbst für euch sein Leben in den schwersten Tod gegeben. 6. O wie wundergroße Trachten! welch ein theures Wunders mahl! GOtt läßt sich zur Speise schlachten für verdammter Sünder Zahl, läßt für sie sein Blut vergießen, läßt sie seinen Leib genießen. 7. GOtt wird seiner armen Heerde sichrer Schuß und treuer Hirt; daß die Trift geweidet werde, wird er selber Gast und Wirth, Speis' und Trank; sie zu vergnügen, will er selbst im Grabe liegen. 8. Liebster Hirt, mein Trost und Leben, meiner Seelen bestes Theil, laß mich hierauf Achtung geben, laß mich ja mein einig's Heil all'zeit würdiglich betrachten, dich für alles hoch zu achten. 3.# 536. M. Freu dich sehr, o meine Diebste Seele, nun dich schwing von dem der du mußt über alle Dinge die Ges danken heben heut, anzuschauen deinen GOtt, deinen Helfer in der Noth, deinen Bräut'gam, der ießt eben kommt, sich selber dir zu geben. 2. Er will meine Speise were den, von ihm ich geladen bin. Schwing' dich, Seele, von der Erden, zu dem Seelenspeiser hin; rüst' dein Herz mit Demuth aus, daß es werde GOttes Haus, R 5 in 266 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl ein Haus, das ihm wohlgefalle, geschehen; meine Seel' ist ganz das von meinem JEsu lalle. entzückt, weil ich, JEsu, dich ges sehen, JEsu, meine Zuversicht, dich, mein JEsu, laß nich 3. Weg von mir, ihr Weltgebanten, hier ist meiner Seelen Speis'! auf dein Wort will ich nicht wanken, JEfu, ehrend dein Geheiß, was du hast versprochen mir, fannst du auch wohl geben hier, du willst deinen Leib mir geben und dein wahres Blut baneben. 4. Nun empfang' mit höchsten Freuben, Seele, deinen Bräutigam, nun kannst du mit ihm dich weiden, mit dem frommen GOtteslamm. Auf der Bahn des Glaubens dein mirst du stetig bei ihm sein, bis dir GOtt wird recht zulassen, deinen JEsum zu umfassen. 5. Nun hab' ich den besten Orden: GOtt in mir und ich in dir. Nun bist du mein Bruder worden, o mein JEsu! bleibe hier, laß mich immer bleiben dein, du sollst stets mein eigen sein, den ich, der mich liebet, liebe und mich dir ganz eigen giebe. 5. 8. u. e. 537. M. Meinen 3Efnm laß. Meine einen JEsum laß ich nicht, meine Seel' ist nun genesen, felig ist das heut'ge Licht, da ich JEsu Gast gewesen, drum ruft blos mein Herz und spricht: Meinen JEsum laß ich nicht. 2. Meinen JEsum laß ich nicht, weil er mich jo brünstig liebet und sich in mein Herze flicht, ja fich mir zu eigen giebet und sich ewig mir verspricht: Meinen JE fum laß ich ni bt. 3. HErr, dein Leib und theures Blut, JEsu, las ich jetzt ges nossen, stärkt mi h und macht alles gut, daß ich hinfert nicht verstoßen bin von GOttes Angesicht; meinen JEsum laß ich nicht. 4. Wohl mir, daß mich nichts meke drückt; ach! wie wohl ist mir 5. Mose, donnre nun nicht mehr, für mich ist's Gefeß erfüllet. JE sus, GOtt, des Vaters Ehr', hat den großen Born gestillet und das Werk mit Blut geschlicht't: meinen JEsum laß ich nicht. 6. Dich, Lamm GOttes, laß ich nicht, weil du trägst auf deinem Rücken meiner Sünden Qual und Gicht, die mich Armen soll. ten drücken; wenn mich meine Sünd' ansicht, laß ich dich, Lamm GOttes, nicht. 7. Meinen JEsum laß ich nicht, er ist nun mein Bruder worden, troß, daß Welt und Satan spricht, ich sei noch in ihrem Orden. Nein! mein JEsus ist mein Licht, dich, mein Bruder, laß ich nicht. 8. Mein Gewissen, stille dich, deine Handschrift ist zerrissen; JEsus, der so jämmerlich ward gemartert und zerschmissen, der vertritt mich vor Gericht; darum laß ich JEsum nicht. 9. Kommt, ihr Teufel, sprecht mir Hohn, fragt, ob ich sei GOttes Erbe? Freilich, Jesus, GOttes Sohn, bleibt mein Erbtheil, wenn ich sterbe. Troß! der mir dies Gut abspricht; meinen JEsum laß ich nicht. 10, Tod, dein Stachel ist entzwei, Christus ist zum Gift dir worden, von dir bin ich ewig frei, weil du mich nicht kannst ermorden; Troß, daß mich dein Stachel sticht, weil ich JEsum lasse nicht. 11. Hölle, schweig, denn deine Gluth ist nun völlig ausgelöschet, JEsus ist es, dessen Blut mich ganz rein von Sünden wäschet und mich frei vom Feuer spricht; meinen JEsum laß ich nicht. 12. JEsus ist und bleibet mein, er hat sich mit mir verlobet, mie ein Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 267 ein Bräut'gam, ich bin sein; ob er ist ja mein und ich bin sein, der Feind gleich greulich tobet, die Seel' ist wohlgerathen. weiß ich, daß mir nichts geschicht, weil ich JEsum lasse nicht. 8. Sehr ich beklag', daß Mancher mag die Freude nicht bedenken und läßt sich nicht mit Zuversicht aus diesem Kelche tränken. 13. Laß mich auch, mein JEsu nicht, wenn es mit mir kommt zum Ende, wenn mir Sinn und Herze bricht, JEsu, nimm in deine Hände meinen Geist, mein's Lebens Licht. Ach! mein Jhu, laß mich nicht. 14. Und deß bin ich auch gewiß, weil nein JEsu mir verheißen, ats des Todes Finsterniß mich mit starker Hand zu reißen; drum auch meine Seele spricht: Amen. JEsum laß ich nicht. D. Job. Fr. Mayer. 538, Mel. A GOtt und HErr. ein' Seel' dich freu' und lustig sei, mit Glauben wohl gezieret! zur Mahlzeit schön wirst bu heut gehn, zu der dich Chris stus führet. 2. Mert auf mit Fleiß, die werthe Speis', sein'n Leib für dich gegeben, der Trant ist gut, sein theures Blut stärkt dich zum ewgen Leben. 3. Wenn deine Sünd' dich woll'n geschwind zur Hölle niederdrüt ten, der eble Tisch dich machet frisch, thut dich billig erquicken. 4. 3hr Sünder schwer, tommt doch hierher, die Last legt von dem Herzen; der Arzt, so reich, Christus, wird euch heilen all' eure Schmerzen. 5. Zum Gastmahl hier all' pflegen wir mit Kleidern uns zu schmücken, puß dich auch fein im Herzen dein, thu dich recht dazu schicken. 6. Mit Himmelsbrod versieht dich GOtt bei diesem Tisch von oben; der Fels dich tränkt, das Leben schenkt, drum thu ihn herzlich loben. 7. Von Herzen ich will freuen mid, daß mich der HErr geladen, 9. Doch komm ich heut mit böchster Freud', HErr Christ, zu deinem Tische und stell mich ein zur Mahlzeit dein, mein Leib und Seel' erfrische. 10. Wasch' mich ja rein von Sünden mein, bu höchster GOtt, aus Gnaden, so kann mir nicht der Bösewicht an meiner Seele schaden. 11. Gin geängstet Herz, zers schlag'n mit Schmerz von wegen meiner Sünden sehnlich ich bitt', veracht ja nicht, laß mich Vers zeihung finden. 12. Kein Opfer sonst ich deiner Gunst auf dieser Welt kann bringen. DHErr! laß mein ers schrock'n Gebein vor Freuden wieder springen. 13. Die Mahlzeit dich, HErr Christ, und mich verbind't himme lischer Weise, bleib doch in mir und ich in dir, daß ich dich ewig preise. 14. Gewiß, ich weiß, daß da mit Fleiß viel tausend Engel stehen, wenn wir so fein im Glauben rein, zum Tisch des HErren gehen. 15. Wenn in der Näh ich recht anseh den Kelch in dieser Stuns den, denk ich, dein Blut fließ't als ein' Fluth, aus deinen heils gen Wunden. 16. Wie es zugeh, ich nicht versteh und will nicht disputiren, Wort und El'ment ein Sacras ment heilig conſtituiren. 17. In dieser Sach' bin ich zu schwach, gar wunderbarer Weise der Glaube fein führt's Herze mein zu der herrlichen Speise. 18. Aus Priesters Hand das edle Pfand mir Armen wird gegeben, dadurch 268 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. badurch ich mich stärk' sicherlich, daß ich werd' ewig leben. 19. Ach GOtt, wie stark durch Bein und Mark dein' Feind mir jest thun dringen. Wie sehn' ich mich, HErr Christ, durch dich, nach himmelischen Dingen. 20. Mich dünft, als sei der Himmel frei, wie Stephano, mir offen, dein' Liebe hat im höchsten Grad mein' Seel' so süß getroffen. 21. 3ur Freuden mein Violen rein beweglich laßt erklingen, von Herzen thut mit gutem Muth in Harmonie bald singen. 22. Die Orgel auch nach altem Brauch im Tempel GOttes schöne, Posaunenklang zier' den Gefang mit lieblichem Getöne. 23. Auf daß die Gäst' zu diesem Fest hierüber jubiliren und sich mög' heut die Traurigkeit aus ihr'm Gemüth verlieren. 24. Ei, daß doch bald die Eng'l mit Schall mein' Seel' führ'n aus dem Leben ins Himmels Thron, da mir die Kron' die Hand des wird geben. 2. Ich bin ein armer Sünder, wie alle Menschentinder, gestehe meine Sünd' und bin sehr ausgeschritten, doch hilf, o JEsu, bitten, auf daß ich Gnade bei dir find'. 3. Ich will nun wiederkehren, hilf allem Unfall wehren, vergieb mir meine Schuld, du bist für mich gestorben, haft mir das Heil erworben, drum schenk mir deine JEsushuld. 4. In deine blut'ge Wunden hab' ich mich eingefunden, dadurch ich bin erlöst, mein Jesus spricht das Amen und ruft mir zu mit Namen: Du armer Sünder, sei getröst't! 5. Nun werd' ich's wohl genie Ben, in deiner Lieb' zerfließen, mein Himmelsbrod und Wein; ich glaub', daß mir gegeben dein Fleisch und Blut zum Leben, drum laß mich jezo würdig sein. 540. M. Allein zu dir, HErr großes Werk, geheimnißvoll, das höchlich zu verehren, o Werk, das stündlich in uns foll durch deine Kraft vermehren Bereuung unsrer schweren Schuld. Furcht, Glauben, Hoffnung und Geduld, Zucht, Lieb' und aller 26. O, daß ich sollt', wie ich gern Tugend Zahl, o Himmelssaal! o wollt, dein Antlig nur bald schau- hochgepries'nes Abendmahl. en, doch ich dies will in G'duld und Still' erwarten mit Vertrauen. 25. HErr, laß die Freud' zu teiner Zeit aus meinem Herzen weichen; dein's Geist's gewiß wahrlich ist dies, der in mir wohnt, ein Zeichen. 27. Indessen ich ergeb' dir mich, und laß im Kreuz dich walten. Ich werd einmal in's Himmels Saal die ew'ge Tafel halten. Sieg. Scherergius. 539. M. Nun ruhen alle Wälder. Nun un komm ich eingeladen zum Abendmahl der Gnaden, mein Heiland, JEsu Christ, und scheue mich zu treten, vor meinem GOtt zu beten, weil in mir nichts als Sünde ist. 2. Hier ist des Lebens Baum gesetzt, desselben Blätter heilen, was durch den Satan war ver leßt mit so viel Sündenpfeis len, hier ist das Holz ganz vols ler Saft, von Früchten süß, sehr groß von Kraft, ja, deſſen edle Žieblichkeit zu aller Zeit vertreibt des Todes Bitterfeit. 3. Hier ist das rechte Himmels brod, von GOtt uns selbst gegeben, das für den wohl verdiens ten Tod uns wiederbringt das Leben, dies ist der Christen Uns terhalt, Vor, bei und nach dem heiligen Abendmah. 269 terhalt, dies macht die Seele wohl-| 9. Wie kann hinfort des Satans gestalt, dies ist der Engel Speis' Stärk' uns Christen überwinden, und Trank, dafür ich Dank GOtt dieweil durch dieses Gnadenwerk singen will mein Lebenlang. wir große Kraft empfinden? Hat doch dies Mahl uns so erquickt, daß uns kein Feind mehr unterdrückt. Drum, Satan, komme nur zum Streit, wir sind bereit, zu spotten deiner Grausamkeit. 4. Hier ist die rechte Bundeslad', hier ist der Leib des HErren voll Weisheit, Güt' und großer Gnad', hier schau ich gleich von ferren die wunderschöne Himmelsschul', den Tempel sammt dem Gnadenstuhl, hier find' ich ja das höchste Gut, das theure Blut, so mir erquicket Seel' und Muth. 10. Was achten wir des Leibes Tod, der franken Glieder Schmerzen? hier ist Arznei in aller Noth, ein edler Trank zum Herzen, ja Christi Fleisch ist solcher Art, da alles durch geheilet ward, hier ist sein Seitenwasser feil, dadurch in Eil' gelöschet wird der Höllen Pfeil. 5. Hier ist die rechte Himmelspfort, hier steht der Engel Leiter, Israels auserwählter Ort und seiner Lust Bereiter, hier steigen wir mit vollem Lauf in Christo stracks zum Himmel auf, der uns durch ihn ist zuerkannt, o herrlich's Pfand! o allerliebstes Vaterland. 11, O GOttesfleisch! o beilges Blut, das auch die Engel ehren; o Himmelsspeis', o höchstes Gut! wozu in Furcht sich kehren die Kräft und Thronen wunders 6. Ach! schauet, wie der HErr voll. HErr, meiner Seele ist uns liebt, wie hoch er uns ver- so wohl, es trifft sie schon in ehret, indem er sich uns selber dieser Qual ein Freudenstrahl! giebt und freundlich zu uns keh- o hochgepries'nes Abendmahl!" ret. Bedenket, wie er uns gemacht zu Bürgern seiner großen Bracht; ja wie er unſer Fleisch ergößt, das er seiner Rechten hat gefegt. 7. Das Fleisch, das nun erhöret ist, in GOttes Stadt zu leben, das wird uns hier zu dieser Frist durch Christum selbst gegeben; so wird sein Wesen uns zu Theil, so finden wir der Seelen Heil, so bleiben wir in GOttes Huld und unsre Schuld wird übersehen mit Geduld. 8. Wie kann uns der zuwider sein, der uns so freundlich reichet sein Fleisch und Blut im Brod und Wein, der nimmer von uns weichet? Wie kann uns lassen aus der Acht, der uns so trefflich hat bedacht, indem er unsre Missethat, o GOttes Rath! durch seinen Tod vertilget hat? 3. Rift. 541. M. Allein GOtt in der. JEfu! dir sei ewig Dant für deine Treu ach, laß durch diese Speis' und Trank auch mich das Leben haben! Sei willkommen, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast; wie soll ich dir Dant sagen! 2. O JEsu Christ! du kannst allein mein'n Leib und Seele laben. Nun bin ich dein und du bist mein mit allen deinen Gas ben; hier hab ich, was ich haben soll, dein Gnadenbrünnlein ist stets voll, hier find' ich Trost und Leben. 3. Laß mich auch ewig sein in dir, laß dir allein mich leben. und bleib du ewig auch in mir: mein GOtt, du wirst mir geben, daß ich, kraft dieser Speiß und Trant, 270 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. Trant, start bleib', wenn ich bin schwach und trant, und fahr zu bir mit Freuden. D. 3. Dlearius. 542. M. HErr JEsu Christ, wahr. D JEsu, du mein Bräutigam, der du aus Lieb' am Kreusesstamm für mich den Tod gelitten hast, genommen weg der Sünden Last; 10. Vertreibe alle meine Feind', die sichtbar und unsichtbar seind, den guten Vorsaß, den ich führ, durch deinen Geist fest mach' in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht nach deinem heil'gen Willen richt'. Ach laß mich meine Tag' in Rub und Friede christlich bringen zu. 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. Heermann. 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, verderbt burch manchen Sündenfall, ich bin frant, unrein, nackt und bloß, blind und arm, ach! mich nicht verstoß. 3. Du bist der Arzt, bu bist das Licht, du bist der HErr, bem gebricht, bist der Brunn der Heiligteit, bu bist das rechte Hochzeitkleid. 4. Drum, o HErr JEsu, bitt' 2. Wie kann ich gnugsam schäßen ich dich, in meiner Schwachheit bies himmelsüß" Ergößen und beile mich, was unrein ist, das diese theure Gaben, die mich ges mache rein durch deinen bellen stärket haben! Gnadenschein. 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd' an die schöne Glaubenstera', mein' Armuth in Reichthum verkehr und meinem Fleische steur und wehr'. 6. Auf daß ich dich, du wahres Brod der Engel, wahrer Mensch und GOtt, mit solcher Ehrerbietung nehm', wie dir es rühmlich, mir bequem. 7. Losch alle Laster aus in mir, mein Herz mit Lieb' und Glauben zier', und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz' in mir zu deiner Ehr'. 8. Gieb, was mir nüßt an Seel' und Leib, was schädlich ist, fern von mir treib'; tomm in mein Herz, laß mich mit dir vereinigt leben für und für. 9. Hilf, daß durch deiner Mahlzeit Kraft das Bös' in mir werd' abgeschafft, erlassen alle Sünd' und Schuld, erlangt des Baters Gnad' und Huld. 543. M. Nun laßt uns GOtt dem. Iesu, meine Wonne, bu meiner du Freundlichster auf Erden, laß mich dir dankbar werden. 3. Wie soll ich dir's verdanken, o HErr, daß du mich Kranten gespeiset und getränket, ja selbst Sich mir geschentet! 4. Jch lobe dich von Herzen für alle beine Schmerzen, für alle Schläg' und Wunden, die du oft viel empfunden. 5. Dir dant ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden, dir dank ich für dein Sehnen und heißvergofsne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben, dir dant ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 7. Jest schmecket mein Gemüthe dein übergroße Güte, dies theure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. HErr, laß mich nicht verges sen, daß du mir zugemessen bie träft'ge Himmelsspeiſe, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich annoch empfinde, aus mei nem Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 271 herzlich gut; sie Treu und Glaus ben bricht. 5. Sehr herrlich bist du, HErr; sie als ein Wurm verachtet. Der Heilbrunn bist du, HErr; sie durstig und verschmachtet. Du bist mein Lebensfürst; ihr Thun verdient den Tod. Das Manna bist du selbst; ihr fehlet Himmel brod. nem Fleische treiben und träftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben, was kannst bu Werthers geben? 11. Laß, Schönster, meine Seele boch stets in dieser Höhle des Leibes mit Verlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 13. Jm Handeln, Wandeln, Effen laß nimmer mich vergessen, trefflich ich beglücket und himmlisch bin erquicket. 14. Nun, ich kann nicht verderben, freudig auferstehen, o JEsu, dich zu sehen. 3. Rift. 544. M. O GOtt, bu frommer. wundergroße Treu, o hohes Werk der Gnaden, ich, der ich Asch' und Staub, erscheine hier geladen beim töniglichen Mahl, bei deinem Tisch, HErr Christ! darauf du selbst die Kost und Lebensspeise bist. 2. Jch tomme HErr, zu dir, du ebrest meine Seele, zu sein ihr süßer Gast, damit dein Herz erwähle sie dir zur lieben Braut. Du schenkst ihr theures Pfand, und zeigest, wie so viel du an ihr Heil gewandt. 3. Schön, lieblich bist du, HErr, sie häßlich zugerichtet. Schön, prächtig bist du, HErr; sie nackend und vernichtet. Du bist vor Lieb entbrannt; sie als ein Eis, so talt. Groß bist du, HErr, von Macht; sie unter der Gewalt. 4. Du bist der Weg, das Licht; fie blind und ganz verirret. Du bift der Freudenstrom; sie traurig und verwirret. Die Wahr heit bist du selbst! sie glaubet bennoch nicht. Du meinst es 6. Bestätige, HErr Christ, was bu haft angefangen, ist sie es würdig nicht, so trägt sie doch Verlangen. Kehr ein, dir stehet frei dies arme Herzensbaus, fomm, süßer JEsu! komm, mach einen Tempel draus. 545. In bekannter Melodie. chmücke dich, o liebe Seele, komm an's helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen, denn der HErr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Gaste laden, der den Himmel kann verwalten, will jett Herberg' in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der da mit dem Gnadenhammer flopft an deine Herzenstammer. Deff'n ihm bald des Geistes Pforten, red' ihn an mit schönen Worten: Komm, mein Liebster, laß dich tüssen, laß mich deiner nicht mehr missen. 3. 3war in Raufung theurer Waaren pflegt man sonst kein Geld zu sparen; aber du willst für die Gaben deiner Huld tein Geld nicht haben, weil in allen Bergwerksgründen tein solch Kleinod ist zu finden, das die blutgefüllten Schaalen und dies Manna tann bezahlen. 4. Ach! wie hungert mein Ges müthe, Menschenfreund, nach deiner Güte. Ach! wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach! wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trant 272 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. Trant des Lebensfürsten, wünsche stets, daß mein Gebeine sich durch GOtt mit GOtt vereine, 5. Beides, Lachen und auch Zittern, lässet sich in mir jetzt wittern; das Geheimniß dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, HErr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein' Allmacht sollt' ergründen? 6. Nein! Vernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brod nie wird verzehret, ob es gleichviel Tausend nähret und daß mit dem Saft der Reben uns wird Christi Blut gegeben. D! der großen Heimlichkeiten, die nur GOttes Geist kann deuten. jebunder, was für große Wunder dein Gedächtniß thut. Küsse mich, ich küsse dich, schent' dich mir zum Angedenken, ich will dir mich schenken. 9. JEsu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seeleneffen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jest auf Erden, mög' ein Gast im Himmel werden. 3. Franc. 2. Hier wird aufgetragen mehr. als ich kann sagen; o gewünschte Tracht! Hier ist eine Speise, die verborgner Weise uns recht himmlisch macht. Hier ist Most, wer ihn nur fost't, kann bereits auf dieser Erden schon unsterblich werden. 3. JB, o Herz, dies Manna, finge Hosianna! das ist Davids Sohn, der mich hat erwählet und sich mir vermählet, er, mein Gnadenthron. Ach verbleib', du reiner Leib, von mir ewig ungeschieden, so bin ich zufrieden. 4. Edoms Keltertreter, tauch 7. JEfu, meine Lebenssonne! JEsu, meine Freud' und Wonne! den Missethäter in dein rothes JEsu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall' ich zu deinen Füßen, laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. Blut. Lasse meinen Flecken deinen Purpur decken und sprich für mich gut. Ach! durchstreich' die Schuld zugleich in dem Sündund Strafregister, o mein Ho herprister! 8. Err! es hat dein theures Lieben dich vom Himmel abgetrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für mich gegeben und dazu ganz unverdrossen, HErr, dein Blut für uns vergoffen, das uns jetzt kann kräftig tränten, deiner Liebe zu gedenken. 5. Wer will mich verdammen? Tretet her zusammen, die ihr Feinde heißt! da der Zorn gestil let, das Geset erfüllet und mich JEsus speist, biet' ich Truß ganz gutes Muths, weil ich nunmehr zum Paniere Blut des Lammes führe. 6. Kräftiges Geschenke, köstliches Getränke, komm und labe mich. Bieh in meine Seele, denn des Herzens Höhle machet Raum für dich. Gieb mir Kraft und Lebensfaft. Zier' mich selbst mit deinem Kleide zu der Hochzeitfreude. 546. M. JEsu, meine Freude. Seelengast erscheine! tomm 7. Nun, ihr Sinne schmecket, weil der Tisch gedecket, wie GOtt freundlich ist. Sehet, GOttes Diener reicht euch den Verfühner, im Brod und Weine, gieb den man hier genießt, tretet mir Leib und Blut. Beige mir dar hier zum Altar, JEsus tommt! Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 273 tommt! Ach sag'. willkommen, so gieb Geduld und Hoffen, so ist Labsal aller Frommen. es wohl getroffen. D. Fr. Fabricius. Benj. Schmold. 547. M. Nun laßt uns GOttdem. Was soll ich, JEsu, bringen und dir zu Lobe singen, da mit ich dich recht preise für deinen Trank und Speiſe. 548. Mel. Nun lob' mein' Seel'. Mie wohl bast du gelabet, o liebster JEsu! deinen Gast, ja, mich so reich begabet, daß ich jetzt fühle Ruh und Rast. 2. Du hast mich ja aus Gna- D wundersame Speise, o süßer den zu deinem Tisch geladen, da Lebenstrant! o Liebesmahl, das ich in dieser Stunden hab' Heil und Trost gefunden. 3. Du hast mir nun vergeben mein sündlich böses Leben; mir solche Speif' geschicket, die Leib und Seel' erquidet. ich preise mit einem Lobgefang, indem es hat erquicket mein Leben, Herz und Muth, mein Geist, der hat erblicket das allers höchste Gut. 4. Dein Leib hat mich gespeiset, der mich zum Himmel weiset; dein Blut hat mich getränket, das alle Sünd' versenket. 5. Hier seh ich, wie der Hirte sein armes Schaf bewirthe und leit't auf grünen Auen, da nichts als Trost zu schauen. 6. Dafür will ich bir geben Dant, Preis im ganzen Leben and will dies Seelenessen mein Lebtag nie vergessen. 7. Laß es in mir bekleiben, daß ich in dir mag bleiben und daß mein ganz Gemüthe stets rühme deine Güte. 8. Laß mich dadurch empfinden Vergebung meiner Sünden und Trost in meinem Herzen für alle Seelenschmerzen. 3. Bei dir hab' ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit, du hast mir voll gemessen den edlen Kelch, der mich erfreut; ach GOtt. du hast erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig jest sich neiget mein Herz vor Liebesbrunst, du hast mich lafsen schmecken das köstlich Engelbrod, hinfort kann mich nicht schrecken Welt, Teufel, Sünd' und Tod. 11. Hilf, daß mir stets gelinge, was ich hier Gut's vollbringe; laß alle meine Thaten auf dein Wort wohl gerathen. 4. So lang' ich leb' auf Erden, preis' ich dich, liebster JEsu, wohl, daß du mich läsfest werden von dir und durch dich satt und voll; du hast mich selbst getränket mit deinem theuren Blut und dich zu mir gelentet, o unvergleichlich's Gut! Nun werd' ich ja nicht sterben, weil mich geſpeiset hat, der nimmer kann ver12. Kann ich dann nicht vermei- derben, mein Trost, Schub, Hülf' den, auch Trübsal hier zu leiden; und Rath. 5. Wie 9. Laß auch die Glaubensfrüchte an mir mit hellem Lichte vor allen Menschen scheinen, vor Großen und vor Kleinen. 2. Du hast mich jetzt geführet, o HErr, in deinen Gnadensaal, daselbst hab' ich berühret dein edle Güter allzumal, da hast du mir vergebens geschenket mildiglich das werthe Brod des Lebens, das sehr ergößet mich: Du hast mich zugelassen, daß ich den Seelenwein im Glauben möchte fassen und dir vermählet sein. * umsonst. 10. Laß nicht vergeb'ne Sorgen mich plagen alle Morgen; gieb, daß ich dir vertraue und nicht auf's Eitle baue. 274 Vor, bei und nach dem heiligen Abendmahl. 5. Wie kann ich's aber fassen, seufze nach dem Himmel, dem HErr JEsu! daß du mit Begier dich haft so tief gelassen vom Himmelsfaal herab zu mir? Du Schöpfer aller Dinge, besuchest rechten Vaterland. Ade! dort werd' ich leben ohn' Unglück und Verdruß. Mein GOtt, du wirst mir geben der Wollust Ueberfluß. Joh. Rift. deinen Knecht; ach hilf, daß ich dir bringe ein Herz, das fromm und schlecht, das gläubig dir vertraue, damit nach dieser Zeit ich ja dein Antlit schaue dort in der Ewigkeit. 6. Du bist's, der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, den bald ein Wind vertreibet. Err! ich bin arm und du bist reich, du bist sehr groß von Güte, kein Unrecht gilt bei dir; ich boshaft von Gemüthe, kann fehlen für und für; doch kommefst du hernieder zu mir, dem Sündenmann; was geb' ich dir doch wieder, das dir gefallen kann? 7. Ein Herz, durch Reu zerschlagen, ein Herz, das ganz zerknirschet ist, dies weiß ich, wird behagen, mein Heiland, dir zu jeder Frist; du wirst es nicht verachten, demnach ich emsig bin nach deiner Gunst zu trachten. Nimm doch in Gnaden hin das Opfer meiner Bungen, denn billig wird jebund dein theurer Ruhm besungen, HErr GOtt, durch meinen Mund. 8. Hilf ja, daß dies Genießen bes edlen Schazes schaff' in mir ein unaufhörlich's Büßen, daß ich mich wende stets zu dir. Laß mich hinführo spüren tein' andre Lieblichkeit, als welche pflegt zu rühren von dir in dieser Zeit. Laß mich ja nichts begehren, als deine Lieb' und Gunst, denn Niemand 549. Mel. Erhalt uns, HErr. Mir danken dir, HErr JEsu Christ, daß du das Lämmlein worden bist und trägst all' unsre Sünd' und Schuld; hilf, daß wir rühmen deine Huld. 2. Dein allerheiligst Abendmahl erhalt' bei uns, HErr, überall, dein Leib und rosinfarbnes Blut komm unsermLeib und Seel' zu gut. 3. Den Bund du selbst gestiftet hast, gesagt: Euch fest darauf verlaßt! nimm hin und iß, das ist mein Leib, trink' du mein Blut und dabei bleib'. 9. Wohl mir! ich bin versehen mit Himmelsspeif und Engeltrank; nun will ich fröhlich stehen, zu singen dir Lob, Ehr' und Dant. Ade, du Weltgetüm mel, bu bist ein eitler Tand, ich 4. Jch eff' dein'n Leib und trink dein Blut, dadurch werd' ich ers quickt an Muth, an Seel', an Leib, an G'wissen gar, wider die Sünd' und Tod'sgefahr. 5. Wenn ich gleich sterb', so stert' ich dir, dein Leib und Blut kommt nicht von mir, und wo du bist, da will ich sein, hilf, HErr, dem schwachen Glauben mein. 6. Verflucht sei aller Reber Rott', die meisten wollen ihren GOtt; ich bin dein Schäflein, JEfu Christ, dein' Stimm' hör' ich zu jeder Frist. 7. Laß mich sein in der Frommen Zahl, würdig zu deinem Abendmahl; verlaß mich nicht, mein GOtt und HErr, dein ist die Kraft, Macht, Lob und Ehr'. 550. el. Aus tiefer Noth. forn entbehren hier deiner Liebe zur Sammest ochzeit komm Brunst. GOtt, weil du eingeladen, ich traue Christi Blut und Tod und deines Vaters Gnaden, das Herz in meinem Leibe springt, vor meinen Ohren mir erklingt, als wenn du mir zu riefest: 2.„ Ich Von der Rechtfertigung. 275 2. Ich bin dein Schild und und Reue, daß ich das rechte großer Lohn, ich will, daß du sollst Osterlamm, wie es geschlacht't leben, dir meinen eingebornen am Kreuzesstamm, zur Seligkeit Sohn im Abendmahle geben; genieße. nimm hin, nimm hin, dir selbst zu gut, im Brod und Wein sein'n Leib und Blut, nimm JEsum hin und alles." 4. Ich hungre nach dem Lebens brod, das JEsu Fleisch mir schenket, und meine Seele dürft't nach GOtt, mit JEsu Blut mich 3. Jch greife zu mit Herz und tränket, und giebt mir, was ich Mund, voll Dank für deine haben soll, was ewig mich macht Treue; bereit' mich GOtt in freudenvoll und was mich bringt dieser Stund' mit gläub'ger Buß' in Himmel. Der vierte Theil des Gesangbuches begreift in sich die Lieder von der Rechtfertigung, vom Worte Gottes, von der christlichen Kirche und vom christlichen Leben und Wandel. XXIX. Von der Rechtfertigung. 551. M. Ach, was soll ich Sünder. ch! wie groß ist deine A Gnade, du getreues Vaterherz, daß dich unsre Noth und Schmerz, daß dich aller Menschen Schade hat erbarmet väterlich, uns zu helfen ewiglich. 2. Du haft uns so hoch geliebet, von frei, soll ewig selig sein, daß dein Sohn sich selbst hingiebet und beruft uns allzumal zu dem großen Abendmahl. 3. Ja, dein werther Geist bezeugut durch die Tauf' und Abendmahl unser Heil im Himmelssaal, der die Herzen zu dir neiget, weil er uns den Glauben schenkt, daß uns Höll' und Tod nicht kränkt. 4. Weil die Wahrheit nicht kann lügen, will ich dir vertrauen fest, weil du einen nicht verläßt, weil dein Wort nicht kann betrügen, bleibt mir meine Seligkeit un verrückt in Ewigkeit. 5. Lob sei dir für deine Gnade. du getreues Vaterherz, daß dic meine Noth und Schmerz, daß dich auch mein Seelenschade hat erbarmt so väterlich; drum lob ich dich ewiglich. D. Joh. Olearius. 552. M.HErr JEfu Chrift, meine. ho hat GOtt die Welt geliebt, er uns giebt, daß, wer ihm traut und glaubt allein, kann und soll ewig selig sein. 2. Der Glaubensgrund ist JE sus Christ, der für uns selbſt Mensch worden ist; wer seinem Mittler selbst vertraut, der bleibt auf diesen Grund gebaut. 3. Dein GOtt will nicht des Sünders Tod, sein Sohn hilft uns aus aller Noth, der Heil'ge Geist lehrt uns durchs Wort, daß du wirst selig hier und dort. 4. Drum sei getrost, weil GOttes Sohn die Sünd' vergiebt, der Gnaden Thron; du bist gerecht 52 burd 276 Von der Rechtfertigung. burch Christi Blut, die Tauf| 554. M. Unsre müden Augent, schenkt dir das höchste Gut. Also hoch hat GOtt geliebet, 5. Bist du trant, kommst du gar in Tod, so merk' dirs wohl in aller Noth: mein JEsus macht die Seel' gesund, das ist der rechte Glaubensgrund. dich, du arge, schnöde Welt, daß er seinen Sohn dir giebet, als das theure Lösegeld, auf daß du und Jedermann, der ihn faßt im Glauben an, nicht mit dem verdammten Haufen dürfte Bech und Schwefel saufen. 6. Ehr' sei dem Vater und dem Sohn, sammt Heil'gem Geist in einem Thron, welch's ihm auch also sei bereit von nun an bis in Ewigkeit. 553. M. Ich ruf zu dir, HErr. die Welt liebt, daß er Christum hat geben, sein'n lieben Sohn in Tod betrübt, daß wir nun ewig leben. O GOtt! wie groß ist deine Lieb'! die kein Mensch kann von Herzen ganz ermessen. DHErre GOtt! gieb Gnad', daß wir das nimmer vergessen. 2. Christus hat uns zum Himmel bracht ohn' aller Menschen Stärke; allein der Glaube selig macht, ohn' alle unsre Werke. Darum, wer glaubt an JEsum Christ, der hat das ew'ge Leben, mert gar eben, denn wo nicht Glaube ist, mag kein Mensch selig werden. 3. Wer nicht glaubt, der ist schon verdammt, als Christus selbst thut sagen; nimmermehr er sich deß erbarmt, der troßt auf Wert ohn' Glauben, an Leib und Seel' wird der geplagt, kann auch kein Trost erlangen, liegt gefangen allhier ohn' alle Gnad' ewig in Todesbanden. 4. Wer gläubig bleibt bis an sein End', der wird g'wiß selig werden, und Christum frei ohn' Furcht bekennt vor aller Welt auf Erden, den wird er auch im höchsten Thron vor GOtt mit Chr'n bekennen und ihn nennen seinen Miterben schon, deß Freud' wird sein kein Ende. 2. Sondern, daß er ewig lebe, und in Freuden ohne Zahl mit und bei den Engeln schwebe vor dem HErren, frei von Qual. Denn GOtt hat aus seinem Sohn, daß er soll die Menschen richten und verdammen: nein, mit nichten. 3. Vielmehr soll er selig machen Jedermann, der sich bekehrt und sich aus des Teufels Rachen herz lich wünschet und begehrt. Wer beständig glaubt an ihn, hat das Leben zum Gewinn; wer nicht glaubet, der wird müssen vor Gerichte stehn und büßen. 4. Denn der eben ist und bleibet GOttes eingeborner Sohn, an deß Namen er nicht gläubet, auf den doch die Väter schon ihre Hoffnung ganz geſeßt und an ihm ihr Herz ergößt; Jedermann aus diesem Orden, der ist durch ihn selig worden. 5. Dies ist aber das Gerichte und der Welt ihr Untergang, daß fie zu dem hellen Lichte sich nicht kehren will mit Dank, das doch wendet spät und früh seinen Gnas denglanz auf sie; sie will nicht vom Bösen lassen, drum pflegt sie das Licht zu hassen. 6. Wer das Arge thut mit Freu den, der ist auch des Lichtes Feind, daß er nicht darf Strafe leiden, weil die Werke böse seind. Wer die Wahrheit liebt und übt und der Tugend sich ergiebt, der läßt ſeine Werte sehen, denn sie sind in GOtt geschehen. J. Heermann. 555, Mel. Von der Rechtfertigung. 277 555. M. HErr straf' mich nicht.| den Tod; so war je Noth, daß uns GOtt sollte geben sein'n lieben Sohn, den Gnadenthron, in dem wir möchten leben. Der er Glaube macht allein ge recht durch Christum, der's erworben. Kein Werk erwirbt das Himmelreich, weil all's an uns verdorben. Doch ist ohn'Lieb' der Glaube todt; drum willst du meiden ew'ge Noth, so glaub', thu Buß' und liebe. 2. Die Liebe sei des Nächsten Knecht, die thu aus gutem Her zen, dabei nun glaube recht und schlecht, daß bloß durch Christi Schmerzen und seinen Tod du feist gerecht, und fliehst, zu sein der Sünden Knecht. GOtt woll' ans all' bekehren. 556. M, Die Sonn' hat sich mit. es Höchsten Kind trug wahr F Krankheit blos aus lauter treuem Herzen, der, welcher war der ewig treue Knecht und außer dem GOtt Keinen fand gerecht. 2. Was wollen wir ihn denn für folchen achten, den GOtt für sich mit Marter wollen schlachten? Schmach, Schläg' und Tod hat er nach GOttes Rath erlitten, blos um unsre Miſsethat. 3. So ist denn nun die Straf' auf ihn geleget, auf daß Unfried' uns fort nicht würd' erreget. Wir Gläubigen sind also nun zumal geheilt allein durch seiner Wunden Zahl. 557. In bekannter Melodie. 3. Wie uns nun hat ein' fremde Schuld in Adam all' verhöhnet, also hat uns ein' fremde Huld in Christo all' versöhnet; und wie wir all' durch Adams Fall sind ew'gen Tod's gestorben, also hat GOtt durch Christi Tod verneu'rt, das war verdorben. 4. So er uns denn sein'n Sohn geschenkt, da wir sein' Feind' noch waren, der für uns ist, an's Kreuz gehängt, getödt't, gen Himm'l gefahren, dadurch wir sein von Tod und Bein erlös't, so wir vers trauen in diesem Hort, des Vaben grauen? 5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort', die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rath und ew'ges Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schuß, daß wir mit Truß an ihn fest sollen glauben; darum uns bald kein' Macht noch G'walt aus seiner Macht wird rauben. 6. Der Mensch ist gottlos und verflucht, sein Heil ist auch noch ferren, der Trost bei einem Menschen sucht und nicht bei GOtt dem HErren; denn wer ihm will ein ander Ziel, ohn' diesen Tröster, stecken, den mag gar bald des Teuf'ls Gewalt mit seiner Lift erschrecken. Durch Abams Fall ist ganz verderbt menschlich' Natur 7. Wer hofft in GOtt und dem und Wesen, dasselb' Gift ist auf uns geerbt, daß wir nicht konnt'n genesen ohn' GOttes Trost, der uns erlös't hat von dem großen Schaden, darin die Schlang' Hevam bezwang, GOtt's Zorn auf sich zu laden. vertraut, der wird nimmer zu Schanden; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zu handen viel Unfalls hie, hab' ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Trost, er hilft sein'n Gläub's gen allen. 2. Weil denn die Schlang' Hevam bat bracht, daß sie ist abgefallen von GOttes Wort, das sieveracht't, dadurch sie in uns allen bracht hat 8. Jch bitt', o HErr, aus Her zensgrund, du wollst nicht von mir nehmen dein heil'ges Wort S3 aus Von der Rechtfertigung. 278 aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein' Sünd' und Schuld, denn in dein' Huld set' ich all mein Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mein'n Füßen ist dein heilges Wort ein' brennende Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weis't fort. So dieser Morgenstern in uns aufgeht, so bald versteht der Mensch die hohen Gaben, die GOttes Geist den'n g'wiß verbeißt, die Hoffnung darin haben. Lazarus Spengler. 558. In bekannter Melodie. Es ist das Heil uns kommen her aus Gnad' und lauter Güte, die Werke helfen nimmermehr, fie mögen nicht behüten; der Glaub' sieht JEsum Christum an, der hat genug für uns all' gethan, er ist der Mittler worden. 2. Was GOtt im G'seb geboten hat, da man es nicht konnt' halten, erhob sich Zorn und große Noth vor GOtt so mannigfalten, vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'ses erfordert allermeiit, es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, GOtt hätt' sein G'seß drum geben, als ob wir möchten selber frei nach eignem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns anzeigt die sünd'ge Art, in unserm Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, dieselbe Urt aus eignen Kräften lassen, wiewohl es oft versuchet ward; doch mehrt sich Sünd' ohn' Maßen; denn Gleißners Werk GOtt hoch verdammt, und jedem Fleisch der Sünden Schand' allzeit war angeboren. 5. Noch mußt das G'seß erfüllet sein, sonst wär'n wir all verdorben, darum schickt GOtt sein'n Cohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz' Geset hat er erfüllt, damit sein's Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es könnt' halten, so lerne nun ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nichts mehr denn, lieber HErre mein, dein Tod soll mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag', dein Wort kann nicht betrügen; nun sagst du, daß kein Mensch verzag', das wirst du nimmer lügen. Wer glaubt an dich und wird getauft, demselben ist der Himm'l erkauft, daß er nicht werd' verloren. 8. Er ist gerecht vor GOtt allein, der diesen Glauben fasset, der Glaub' giebt uns von ihm den Schein, so er die Wert' nicht lässet. Mit GOtt der Glaub' ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb' Gut's thun, bist du aus GOtt geboren. 9. Es wird die Sünd' durch's G'jeg erkannt und schlägt das G'wissen nieder, das Evangelium tömmt zur Hand und tröst't den Sünder wieder, es spricht: Nur triech' zum Kreuz herzu, im G'seb ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk, die komm'n gewiß lich her aus einem rechten Glauben, wenn das nicht rechter Glaube wär', wollst ihn der Werk' berau ben; doch macht allein der Glaub' gerecht, die Werke sind des Nächsten knecht, dabei wir'n Glauben merken. 11. Die Hoffnung wart't der rechten Zeit, was GOttes Wort zusaget, wenn was geschehen soll zur Freud', seßt GOtt fein' g'wisse Tage, er weiß wohl, wann's am besten ist und braucht an uns tein' arge List, deß soll'n wir ihm vertrauen. 12. Ob's Von der Rechtfertigung. 12. Ob's fich's anließ, als wollt' er nicht, so laß es dich nicht schrecken, denn wo er ist am besten mit, da will er's nicht entdecken; sein Wort laß dir gewisser sein, und ob das Herz spräch lauter Nein, so laß dir doch nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr' mit hohem Preis um dieser Wohlthat willen 560. M. O GOtt, du frommer. hr Christen feid erwählt zu Sohn, und Ehren, Geist, der woll' mit Gnad' erfüllen, was er in uns ang'fangen hat, zu Ehren seiner Majestät, daß g'heiligt werd' sein Name. von Anbeginn der Welt, in Chriz sto, unserm HErren. Ihr, die ihr an ihn gläubt, wie's GOtt hat vorgesehen und bei der Einfalt bleibt, daß ihr nicht irr' mögt gehn. 14. Sein Reich automm', sein Will auf Erd' gescheh', wie in's Himmels Throne, das täglich Brod ja heut' uns werd', wollst unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern thun, laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Uebel. Amen. 2. Macht eure Wahl nur fest, seht stets auf die Kennzeichen, die GOtt uns wissen läßt, daß ihr sie mögt erreichen. Wer Chriftum recht ergreift, den Sünden wider= strebt und zu dem Kampf sich steift, so lang' er allhier lebt! 3. Wer auf GOtt herzlich hofft, in seiner Furcht sich übet und D. Paul Speratus. 559. In bekannter Melodie. Err Christ, der ein'ge GOttesaus sein'm Herz'n entsprossen, gleich wie geschrieben steht. Er ist der Morgensterne, sein'n Glanz steckt er so ferne vor andern Sternen klar. Baters ihn 2. Für uns ein Mensch geboren der 279 5. Ertödt' uns durch dein' Güt', erweck' uns durch dein'Gnad', den alten Menschen fränke, daß der Mutter unverloren ihr' jungfräulich' Keuschheit, den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeschlossen, das Leben wieder bracht. 3. Laß uns in deiner Liebe und Erkenntniß nehmen zu, daß wir im Glauben bleiben und dienen im Geist so, daß wir hier mögen schmecken dein' Süßigkeit im Herzen und dürften stets nach dir. 4. Du, Schöpfer aller Dinge, du väterliche Kraft, regierst von End' zu Ende kräftig aus eigner Macht, das Herz uns zu dir wende und kehr' ab unsre Sinne, daß sie nicht irr'n von dir. leben mag wohl hier auf dieser Erden, den Sinn und all' Begier den und Gedanken hab'n zu dir. Andr. Knophius. Nächsten liebet, nach GOtt fich sehnt auf's best' und dann beharrt dabei: sieh! der kann glauben fest, daß er erwählet ſei. 561. un freut euch), lieben Chriſt'n 2c. pag. 173. 562. M. Was mein GOtt will. Pritt doch heran, du Menschens werd berichtet, wie grausamlich, daß dich die Sünd' aus Adam hat vernichtet; es ist fürwahr hier ganz und gar kein Unterschied zu machen. Jud' oder Heid', o großes Leid! sind all' in Satans Rachen. 2. Ach! alle sind sie Lügener, in Sünden ja geboren, welch' ihnen fallen gar zu schwer, da haben sie verloren durch Satans Kunst des Himmels Gunst, so daß sie müssen sterben an Leib und Seel', in's Teufels Höhl' auch jämmerlich verderben. S4 3. Gleich 280 Von der Rechtfertigung. 3. Gleichwie wir aber durch die die Straf ist hin, jest tann ich Schuld abscheulich sind verhöh- fröhlich sterben. net, so hat uns Christi Leib 563. M. Nun freut euch, lieben. und Huld auch nun mit Gott W JEfus Christ, nicht wär enn mein versöhnet, großes Werk! das Wis und Stärk' im Menschen nicht verstehet, demnach es blos, Verdienstes los, aus GOttes Gnade gehet. vom Himmel kommen und hätte zur bestimmten Frist mein Fleisch nicht angenommen, so müßt ich armes Menschenkind zur Hölle gehn für meine Sünd' und leiden Pein und Flammen. 4. Der Vater hat den Sohn gemacht zur Sünd', ob er wohl wußte, daß er war rein, o wohl bedacht! bennoch er sterben mußte; dies ist geschehn, wie leicht zu sehn, aus lauter Lieb' und Güte, ja, GOttes Sohn trug Straf und Hohn. O väterlich's Gemüthe! 2. Mein Uebelthun ist garzu groß, daß ich's nicht kann erzählen, ich bin von allem Guten bloß, wie tann ich das verhehlen, indem es ja mein GOtt g'nug sieht, daher auch meine Kraft entflieht, mein Seufzen macht mich müde. 5. Hinweg, hinweg zu dieser Frist, o Mensch, mit deinen Wer- 3. Jedoch, mein Herz, verzage ten, hinweg, hinweg, was GOtt nicht ob deiner Missethaten, vernicht ist; hier kann man gar nichts nimm, was GOttes Mund ausmerken, als lauter Gunst und spricht, laß durch sein Wort dir Liebesbrunst, denn GOtt hat rathen. Er spricht: Kommt alle angesehen des Menschen Noth, her zu mir, ich will euch helfen woraus der Tod für ewig sollt' mit Begier und euch mit Trost entstehen. erquicken. 4. So komme ich in meiner Noth, HErr Christ, zu deinen Gnaden, verkehr' zum Leben meinen Tod, zum Wohlsein meinen Schaden; laß mir dein Sterben Leben sein, laß deine Bein von meiner Pein mich gnädiglich befreien. 5. Ich tröst mich deiner ganz und gar, mein Thun ist ganz verloren, es bleibet Stückwerk immerdar. Hab' ich gleich oft erforen zu thun, was gut und löblich ist, so bleibt doch stets der alte Zwist in meinem Fleisch und Geiste. 6. Was ich nicht kann, erfülle du, doch du haft's längst erfüllet! gieb du nur meinem Herzen Ruh, die reichlich aus dir quillet; laß mich ergreifen deinen Tod, so bin ich selig, tein Gebot mag mich sodann verdammen. 564. M. Ich weiß, daß mein Erlöf. er will die auserwählte Schaar vor GOttes Thron vers 6. Es sollte durch Gerechtigkeit der Mensch erlöset werden, die fand sich nicht in dieser Zeit, tein Frommer lebt auf Erden; drum GOttes Sohn, der Gnadenthron, ist wahrer Mensch erschienen, der konnt' allein, von Händen rein, den Himmel uns verdienen. 7. Der Vater wälzte Sünd' und Straf' auf den, der nichts verbrochen; das Unrecht ward an diesem Schaf, o Lieb'! o Treu! gerochen; durch solche Bein des Sohn's allein ist GOttes Zorn vergnüget, auch Teufel, Höll' und Trost sind schnell durch Chrifti Tod besieget. 8. Lob, Ehr' und Dant, HErr JEsu Christ, sei dir von mir gefungen, daß du zur Sünde worden bist und hast dadurch bezwungen des Satans Macht, so Tag und Nacht uns suchte zu verderben. Auf! Herz und Sinn, Von der Rechtfertigung. verdammen? Schau JEsu Liebesflammen, der leidet, blutet, stirbt auch gar, steht auf am dritten Tage, auf ihm liegt unsre Plage. Zu GOttes Rechten ist erhöht der Höllenüberwinder, der Hohepriester kräftig fleht für uns verlorne Sünder. 2. Wer will mich auserwähltes Kind der Sünden halber plagen und mehr vor GOtt verklagen? Die Schulden mir verziehen sind, damit ich vor beladen, aus lauter GOttes Gnaden; des Sohnes selbst verschont er nicht, für mich ihn hinzuschenken, drum ihm das Vaterherze bricht, er muß an mich gedenken. 281 schäme dich, mir ist nicht bange, denn mein JEsus tröstet mich, weil er siehet, muß ich laufen, er will mich ihm selbst erkaufen. 5. Zieh mich in deinen Liebesseilen, zieh mich kräftig, o mein GOtt! ach wie lange, lange Weilen machst du mir, HErr Zebaoth! doch ich hoff in allen Nöthen, wenn du mich gleich wolltest tödten. 6. Mutterherze will zerbrechen über ihres Kindes Schmerz, du wirst dich nicht an mir rächen, o du mehr als Mutterherz. Zieh mich von dem bösen Haufen, nach dir, JEsu, will ich laufen. Joach. Neander. 3. Soll mich Verfolgung oder Noth, Angst, Fährlichkeit und 566. M. O GOtt, du frommer. Bilde GOttes ward der Leiden von GOttes Liebe fchei um erste Mensch formiret und den? Ich bin gewiß, auch selbst auf das Herrlichste von seinem der Tod und alle Feindeswaffen an mir nicht sollen schaffen. Mich scheidet keine Creatur, tein Wetter noch so trübe, und was man mag erdenken nur, von JEsu liebster Liebe. m. B. p. 565. M. HErr, ich habe mißgeb. GOtt gezieret; sein Schmuck und seine Zierd' war die Gerechtigs teit und seine hohe Würd' war lauter Heiligkeit. 2. Er konnte seinen GOtt ganz völliglich erkennen, und aus des Herzens Grund ihn seinen Vas ter nennen; des Schöpfers ganieh' mich, zieh' mich mit den Geheiß mit Luft er fonnt erfüll'n, zu GOttes hohem Preis. lichkeit, JEsu Christe! dein Erbarmen helfe meiner Blödigkeit; wirst du mich nicht zu dir ziehen, 3. Der Leib viel schöner war, als ach! so muß ich von dir fliehen. Jemand konnt' aussprechen, erwar 2. O du Hirte meiner Seelen! frei von dem Tod, von Kranksuche dein verirrtes Schaf, heit und Gebrechen; der Thiere wem sollt' ich mich sonst befehlen? großes Heer, das fliegt gen Wedt mich aus dem Sünden- Himmel an, wie auch die Fisch' schlaf. Guter Meister, laß mich im Meer ihm waren unterthan. laufen nach dir und nach dei nem Haufen. 3. Wie ein Wolf den Wald erfüllet mit Geheul bei finstrer Nacht, also auch der Satan brüllet um mich, wie ein Löwe wacht. HErr, er will dein Kind verschlingen, hilf im Glauben ihn bezwingen. 4. Seelenmörder, alte Schlange, Tausendkünstler, schäme dich, 4. Durch Ungehorsam ist dies Ebenbild verloren, die Erbsünd aber wird uns allen ange= boren, daß nun die Menschentind, so viel ihr immer sein, vor GOtt sind eitel Sünd' und Keiner ist mehr rein. 5. Mein GOtt, ich bitte dich, dem alten Menschen steure, im Geifte bes Gemüths rechtschaf S5 fen 282 Vom Worte Gottes fen mich erneure: Damit mein zu deinem Dienst ergeb'n und ganzes Leb'n, ohn' alle Heuchelei, unbeflecket sei. XXX. Bom Worte Gottes und der christlichen Kirche. A 567. M. Christe, der du bist.| fort von hinnen aus dem Jamch! bleib' bei uns, HErr merthal zu dir in deinen HimJEfu Christ, weil es nun melssaal. Abend worden ist, dein D. N. Selneccer. göttlich's Wort, das helle 568. M. Christus, der ist mein. Licht, laß ja bei uns auslöschen Ach! bleib' mit deiner Gnade bei uns 2. In dieser legt'n betrübten Zeit verleih uns, HErr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sacrament behalten rein bis an das End'. 3. HErr JEsu, hilf, dein' Kirch' erhalt', wir sind gar sicher, faul und kalt, gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schäll' an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr' des Teufels Trug und Mord, gieb deiner Kirche Gnad' und Huld, Fried', Einigkeit, Muth und Geduld. 5. Ach GOtt! es geht gar übel zu, auf dieser Erd' ist keine Ruh, viel Sekten und viel Schwärmerei auf einen Haufen komm'n herbei, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes Lift. 2. Ach! bleib' mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, daß uns beid' hier und dorte sei Trost und Heil beschert. 3. Ach! bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht, dein' Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach! bleib' mit deinem Segen bei uns, o reicher HErr, dein' Gnad' und all's Vermögen in uns reichlich vermehr'. 5. Ach! bleib' mit deinem Schuße bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht truße und fäll' die böse Welt. 6. Ach! bleib mit deiner Treue bei uns, mein HErr und GOtt, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. D. Jof. Stegmann. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die mit Gewalt sich schwingen hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr'. 7. Die Sach' und Ehr', HErr JEfu Christ, nicht unser, sondern ja dein ist, darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Truß und deiner Kirche wahrer Schuß, dabei erhalt uns, 2. Sie lehren eitel falsche Lift, lieber HErr, daß wir nichts an- was eigner Wiz erfindet, ihr ders suchen mehr. 9. Gieb, daß wir leb'n in deinem Wort, und darauf ferner fahren Herz nicht eines Sinnes ist in GOttes Wort gegründet, der wählet dies, der andre das, fie trennen uns 569. In bekannter Melodie. Ich GOtt! vom Himmel sieh darein und laß dich das erbarmen! wie wenig sind der Heil'gen dein, verlassen sind wir Armen; dein Wort man nicht läßt haben wahr, der Glaub' ist auch verloschen gar bei allen Menschenkindern. und der christlichen Kirche. 283 uns ohn' alle Maß und gleißen geln deiner Macht beschirme mich schön von außen. 3. GOtt woll' ausrotten alle Lehr', so falschen Schein uns lehren; dazu ihr' Zung' stolz offenbar spricht: Troß, wer will's uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein; was wir sehen, das gilt gemein: Wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht GOtt: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret, ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab' ihr' Klag' erhöret; mein heilsam Wort soll auf der Plan getrost und frisch fie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber durch's Feu'r siebenmal bewährt, wird lauter funden; an GOttes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden; es will durch's Kreuz bewähret sein, da wird sein' Kraft erkannt und Schein, und leucht't start in die Lande. 6. Das wollst du, GOtt, bewahren rein vor diesem arg'n Geschlechte, und laß une dir befohlen sein, daß sich's in uns nicht flechte; der gottlof Hauf sich umher find't, wo diese lose Leute hnd in deinem Volk erhaben. D. M. Luther. 570. M. Nun freut euch, lieben. & HErr, ich liebe herzlich dich im wüsten Trübsalswetter, du fester Fels, du tröstest mich, mein GOtt, o mein Erretter! meine Burg, mein Hort, mein Heil, mein Schild, mein Schuß, mein bestes Theil, mein Hort, auf den ich traue. 2. Dich will ich ehren, großer GOtt, mit Loben und mit Beten, so wird mein frecher Feind au Spott, du wirst ihn untertreten. Nimm mich als wie ein Aug' in Acht; mit starken FlüVerlaffnen. 3. Die Augen heb' ich sehnlich auf, daß du so gnädig blickest, mein Herze bauet freudig drauf, daß du so gern erquickest. Der HErre hilft, es soll mein Muth, weil er an mir so löblich thut, den HErren ewig preiſen. 4. HErr GOtt! von Herzen dank' ich dir, die hohen Wunderwerke erzähl ich alle für und für, ich preise deine Stärke; du ziehst den Armen aus dem Koth, ein Schuß bist du zur Zeit der Noth, du weichst nicht von den Deinen. 5. Wir rühmen, daß GOtt bei uns steht; des HErren Name mas chet, daß man das Siegspanier erhöht; Israels Hüter wachet, es ist ihm unser Thun bekannt, es hilft uns seine rechte Hand gewaltiglich aus Nöthen. 6. Dort Jene troßen ohne Scheu auf ihre Ross' und Wagen, uns aber steht der HErre bei, der wird die Feinde schlagen. HErr, hebe dich in deiner Kraft, auf daß uns werde Ruh geschafft, laß deine Macht besingen. 7. Der HErr ist mein Licht und mein Heil, ich fürchte mich vor Keinem, der HErr wird mir in Der Eil' mit seiner Kraft erscheinen. Ob schon ein Kriegsheer auf mich stoßt, bleibt er doch meis nes Herzens Trost, Gott kann den Kriegen steuern. 8. Er deckt mich vor der bösen Welt in seinen sichern Hütten, er nimmt mich auf in sein Ges zelt, er hört mein ängstlich Bitten; auf einen Felsen bringt er mich, mein Haupt erhöht er gnädiglich hoch über meine Feinde. 9. Man stößt mich, daß ich fals len soll, GOtt aber hilft mir wie der, mein Mund ist seines Lobes voll, ihn rühmen meine Lieder; des 284 Vom Worte GOttes des HErren Rechte bricht hervor,| rüsten; denn fiehe, GOttes Geist des HErren Rechte schwebt empor, des HErren Rechte sieget. G. W. Sacer. ihn nahm und führt ihn in die Wüsten. Und da er vierzig Tag' und Nacht mit Fasten hatte zuge2. Und sprach: So du bist GOt= bracht, tam Satanas voll Listen. tes Kind, als du dich läßt bedünken, wie, daß ich dich hier hungrig find und mußt in Noth versinErweise dich als einen GOtt und mach aus diesen Steinen Brod, das kannst du durch ein Winken. 671. M. Du, o schönes Weltgeb. Alles les hat vor uns ein Grauen; wir sind aller Leute Schmach, tannst du, lieber GOtt, noch schauen länger dieses Ungemach? Kannst du über deinen Schafen ten? länger halten mit den Strafen? Vater, wie lang' willst denn du mit der Ruthe schlagen zu? 2. Hast du, lieber GOtt! ver3. Nein, sprach der HErr, das gessen, uns genadig mehr zu sein? darf nicht sein; es stehet klar ges Wie lang' sollen wir noch fressen schrieben: Der Mensch lebt nicht unser Herzeleid so ein? Schau, vom Brod allein; GOtt kann wie uns die Menschen hassen auch, die ihn lieben, mit einem und die nächsten Freunde lassen; Wörtlein machen satt, das jest wir sind aller Feinde Spott, die sein Mund geredet hat, ich will uns achten wie den Koth. mich nicht betrüben. sich als GOtt und spring' von nen und sprach: Wohlan, erzeige 3. Du hast uns gemacht zu Wai- 4. Der Teufel führet ihn mit fen, unsre besten Freund' sind todt, sich hoch auf des Tempels zinund wir müssen täglich speisen uns mit bitterm Thränenbrod, und vor unserm Haus und Thoren stopft ein Jeder seine Ohren; Jeder fliehet diesen Ort, Niemand red't mit uns ein Wort. hinnen; ob gleich des Tempels Thurm ist hoch, das Pflaster harte, wird dir so wird doch kein Fall dir schaden können. 4. Jeder meinet, daß wir sinten, fliehet uns als Pest und Gift; laß uns doch nicht unter finten in der Noth, die uns betrifft; gieb uns doch ein sel'ges Ende, laß uns doch in deine Hände fallen, oder hilf uns doch einmal aus dem harten Joch. 5. Doch wir wollen nicht versagen, wen GOtt liebt, den züchtigt er, kämen auch die Straf und Plagen auf uns mit viel Tausend her; GOtt weiß wohl, was uns mag nüßen, der wird uns auch wohl beschüßen, er spricht nur ein einzig Wort, so geht alles Unglück fort. 572. M. Wär' GOtt nicht mit. Als [ ls JEsus von der Taufe tam, mußt' er zum Kampf sich 5. GOtt wird, wie sein Wort zeiget an, die Engel zu dir senden, die werden dich bald nehmen an undtagen auf den Händen; ja, deinen Füßen wird kein Stein auf Erden dürfen schädlich sein, sie werden alles wenden. 6. Der HErre sprach: dies ist nicht noth, weil ich in Mose finde, es ſei, den HErren seinen GOtt perſuchen, schwere Sünde. Da führet ihn der Teufel fort auf einen hohen Berg und Ort, im Augenblick geschwinde. 7. Er zeiget ihm ein jedes Reich sprach: So du mich GOtte gleich mit prächtigen Geberden und anbeten wirst auf Erden und vor mir fallen auf die Knie, foll dir dies alles ohne Wüh' zu Theil und eigen werden. 8. Pfai, und der christlichen Kirche. 8. Pfui, sprach der HErr, du stolzer Geist, heb' dich hinweg zur Höllen! man tennet dich wohl, wer du seist, du wirst mich nimmer fällen. Die Ehre, die du heischst von mir, gebühret GOtt allein, nicht dir, noch deinen Rottgesellen. 9. Nun muß er fort mit Schimpf und Spott zu seinen Schwefel flüssen. Die Engel kommen bald von GOtt, stehn Christo zu den Füßen, sie warten auf mit höchstem Fleiß und singen ihm Lob, Chr' und Preis. Der Sieg fanns Kreuz durchfüßen. 3. H. 3. Wie sollten wir in solchem 3wang und Elend, so vorhanden, dem HErren singen einen Gesang sogar in fremden Landen? Jerusalem, vergeß' ich dein, so wolle GOtt der Rechten mein vergess'n in meinem Leben, wenn ich nicht dein bleib' eingedenk', mein Zung sich an den Gaumen häng' und bleibe daran kleben. 285 von jetzt und immermehre. Gedenk der Kinder Edom sehr am Tag Jerusalem, o HErr! die in ihr'r Bosheit sprechen: Reiß ab, reiß ab, zu aller Stund', vertilg' sie gar bis auf den Grund, den Boden woll'n wir brechen. hilft aus der Sünden Noth durch seines Sohnes Blut und Tod. 573. Sn bekannter Melodie. [ n Wasserflüssen Babylon, da faßen wir mit Schmerzen; 574, M. HErr JEsu Christ meins. als wir gedachten an Zion, da Qus GOttes Wort lernst du weinten wir von Herzen, wir erkenn'n, wie GOtt sich deis hängten auf mit schwerem Muth nen GOtt läßt nennen, der dir die Harfen und die Orgeln gut an ihre Bäum' der Weiden, die drinnen sind in ihrem Land; da mußten wir viel Schmach und Schand' täglich von ihnen leiden. 2. Die uns gefangen hielten lang so hart an selben Orten, begehrten von uns ein'n Gesang mit gar spöttischen Worten, und suchten in der Traurigkeit einen Gesang in unserm Leid: Ach, Lieber, thut uns singen einen Lobgesang, ein Liedlein schön, von den Gedichten aus Zion, das fröhlich thut erklingen. 2. Wenn du das recht glaubst feftiglich, wie dein GOtt felbst versichert dich, so hast du Trost aus GOttes Wort, so bist du selig hier und dort. 3. Die Tauf' schenkt uns das höchste Gut, das Nachtmahl Christi Leib und Blut, wenn dir die Sünd' vergeben sind, so heißt und bist du GOttes Kind. 4. Ja, wenn ich nicht mit ganzem Fleiß, Jerusalem, dich ehre, im Anfang meiner Freuden Preis 5. Du schnöde Tochter Babylon, zerbrochen und zerstöret, wohl dem, der dir wird geb'n den Lohn, und dir das wiederkehret, dein'n Uebermuth und Schalkheit groß, und mißt dir auch mit solchem Maß, wie du uns hast gemessen: Wohl dem, der deine Kinder klein erfaßt und schlägt sie an ein'n Stein, damit dein' werd vergessen. W. Dachstein. 4. Hüt' dich vor Sünd', glaub' schlecht und recht und halt' did fromm, als GOttes Knecht, bleib' GOtt getreu bis in den Tod, so hilft dir GOtt aus aller Noth. 5. So segnet dich GOtt mildiglich, so lebst du bei GOtt ewige lich, so wird dein Glaub' vor GOtt bestehn, wenn endlich muß die Welt vergehn. 6. Ehr' sei dem Vater und dem Sohn, sammt Heil'gem Geist in einem Thron, welch's ihm auch also sei bereit von nun an bis in Ewigkeit. D. 3. Olearius. 575, Mel. 286 Vom Worte GOttes 575. M. Vater unser im Himmelr.| deine Kinder, wehre dem Teufel, Bedenk doch, o HErr Zebaoth, ſeine Machtverhinder'; alles, was Glieder, stürze darnieder. wie dein Kirch' in großer Noth, weil jetzt bei der betrübten Zeit sich hebt viel Unruh, Krieg und Streit; der Feind' sind viel', groß ist die List, man weiß nicht, wem zu trauen ist. 3. Friede bei Kirch und Schulen nur beschere, Friede zugleich der Polizei verehre, Friede im Herzen, Friede dem Gewissen gieb zu genießen. 2. Solch' Uebel haben wir verdient, weil wir nicht fromm gewesen sind; dein werthes Wort und Sacrament war bei uns übel angewend't, dazu ist Sünd' und Schand' gemein, man spürt kein Buß' bei Groß und Klein. 3. Daher merkt man im ganzen dein Zorn entbrannt, man sieht viel Zeichen überall auf Erden und am Himmelssaal; die Straf' hereinrauscht wie ein' Fluth', Viel tommen um ihr Leib und Gut. 4. HErr, steh auf, nimm dich unser an, sonst Niemand besser helfen kann, sei gnädig deinem lieben Kind, vergieb uns alle Schuld und Günd', erhalt dein Wort, dämpf' irr' gehn, durch dein Wort bekehr'. 5. Laß doch dein Häuflein nicht allein, schüß' und errett' dein' lieb' Gemein', ein' feur'ge Mauer um uns sei, vor Einfall Land und Stadt befrei, wehr' allen, die blutdürftig sind, zerstreu sie, wie die Spreu vom Wind. 6. Jhr' Tück und List mach offenbar, die vor uns sind verborgen gar; mit ihrem eignen Strick sie fang', daß dein' Kirch' Fried' und Ruh' erlang', so loben wir in Einigkeit dein' Güt' und Treu in Ewigkeit. 576. M. Herzliebster JEfu, was. Christe, du Beistand beiner Kreuzgemeine, eile, mit Hülf und Rettung uns erscheine, steure den Feinden, ihre Blut gedichte mache zunichte. 2. Streite doch selber für uns, 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn' Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Heerde, Himmel und Erde. M. Apelles. 577. Dank fag'n wir alle GOtt, uns serm der uns mit seinem Wort hat erleuchtet und uns erlöset hat mit seinem Blute von des Teufels Gewalt. 2. Den sollen wir alle mit seinen Engeln loben, mit Schalle singen: Preis sei GOtt in der Höhe. D. Erasm. Alberus. 578, M. Nun laßt uns GOtt dem. Der HErr, der aller Enden regieret mit der Brunn der em'gen Güter, der ist mein Hirt und Hüter. 2. So lang' ich diesen habe, fehlt mir's an keiner Gabe, der Reichthum seiner Fülle giebt mir die Füll' und Hülle. 3. Er läsfet mich mit Freuden auf grüner Auen weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rath in allen Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Notb zu rücken. 5. Erlehrt mich thun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angſt sich stillen, um seines Namens willen. 6. Und ob ich gleich vor Andern im finstern Thal muß wandern, fürcht' ich doch keine Tücke, bin frei vom Ungelücke. 7. Denn und der christlichen Kirche. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schüß'st mich vor bösen Leuten, dein Stab, HErr, und dein Stecken benimmt mir all' mein Schreden. 8. Du sebest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen erweckt in meinem Herzen. 9. Du falbst mein Haupt mit Dele und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollgeschenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Muthes. voll Lust, voll Freud' und Lachen, so lang' ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, dadu wohnest und Frommsein wohl belohnest. 12. Ich will dich hier auf Erden und dort, da wir dich werden selbst schau'n im Himmel droben, Hoch rühm'n, sing'n und loben. Paul Gerhard. 579. M. Herzlich thut mich. Der mein Leben in seiner Allmachtshut, pflegt Achtung drauf zu geben, gleichwie ein Hirte thut, drum wird mich nichts beleiden, weil er mit Lust mich läßt auf grünen Auen weiden und reichlich mich begäſt't. 2. Drauf, wenn der Strahl der Sonnen im Mittag beftig hißt, so führt er mich zum Brunnen, draus frisches Wasser spritt. Er labet mein Gemüthe, wenn ich bin müd' und matt, und führt aus lauter Güte mich auf den rechten Pfad. 3. Ging' ich durch Wüsteneien und durch das Schattenthal, dennoch wollt' ich nicht scheuen noch Noth, noch Tod, noch Qual, dieweil in Bein und Schrecken du selbst, HErr, bei mir stebst und mich dein Stab und Stecken in Kreuz und Trübial tröst't. 287 4. Du läßt mit aller Fülle den Tisch mir richten an, daß ich den Hunger stille und mich erquicken kann; mein Feind, der dieses stehet wird drüber unmuthsvoll, daß mit viel Gut's geschiehet und er nur darben soll. 5. Mein Haupt, das muß mit Dele nach Lust gesalbet sein, und du schentst meiner Seele den vollen Becher ein. Des HErren Gnad' und Segen soll mir zur Seiten gehn und ich werd' allerwegen in GOttes Hause stehn. 580 M. Nan freut euch, lieben. er HErr ist mein getreuer De Hirt, hält mich in seiner Hute, barum mir gar nichts mangeln wird an irgend einem Gute; er giebt mir Weid' ohn' Un terlaß, darauf wächst das wohlschmeckend Gras seines heilsamen Wortes. 2. Zum reinen Wasser er mich weis't, das mich erquicken thue, das ist der werthe Heil'ge Geist, der mich macht wohlgemuthe, er seiner Gebot ohn' Unterlaß, von wegen seines Namens. 3. Ob ich wandre im finstern Thal, fürcht' ich kein Ungelücke, in Verfolgung, Leiden, Trübfal, noch dieser Welt ihr Tücke, denn du bist bei mir stetiglich, dein Stab und Stecken tröstet mich, auf dein Wort ich mich lasse. 4. Du bereit'st für mich einen Tisch vor dem Feind allenthalben, machst mein Herz unverzagt und frisch, mein Haupt thust du mir falben mit deinem Geist, dem Freudenöl, und schenkst voll ein meiner Seel deine geistlichen Freuden. 5. Gutes und die Barmherzigkeit folgen mir nach im Leben, und ich werd bleiben allezeit im Haus des HErren eben, auf Erden in christlicher Gemein 288 Vom Worte und nach dem Tode werd' ich sein bei Christo, meinem HErren. W. Mosel. 581, M. Wo GOtt zum Haus, und Spott, so bleibt dein Trost der treue GOtt, laß Untreu immer werden neu, GOtt läßt mich nicht, GOtt ist getreu. 2. Wer GOtt getreu, hier redlich lebt, verlachts, wenn Untreu oben denn wird immer neu: GOtt läßt dich nicht, GOtt ist getreu. 3. Weg Untreu! ich dien' mei nem GOtt, was acht' ich Untreu, Hohn und Spott? Mein Trost bleibt alle Morgen neu. GOtt läßt mich nicht, GOtt ist getreu. 4. Chr sei dem Vater und dem Sohn, sammt Heil'gem Geist in einem Thron, sein Lob sei alle Morgen neu, GOtt läßt mich nicht, GOtt ist getreu. D. 3. Olearius. 582. In bekannter Melodie. Cin' feste Burg ist unser GOtt, GOttes 4. Das Wort: sie sollen lassen stahn und keinen Dank dazu haben, er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. uns den Ehr', Kind und Weib, laß fahren dahin, sie haben's tein'n Gewinn, das Reich GOtt's muß uns bleiben. D. M. Luther. 583. In bekannter Melodie. Erhalt uns, HErr, bei deinem Wort steu'r des Pabst's und Türken Mord, die JEsum Christum, deinen Sohn, stürzen wollen von seinem Thron. 2. Beweis dein' Macht, HErr JEfu Christ, der du ein HErr all'r Herren bist, beschirm' dein' arme Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 3. GOtt Heil'ger Geist, du Trö ster werth, gieb' dein'm Volt ein'ra lei Sinn auf Erd', steh bei uns in der letzten Noth, g'leit uns in's Leben aus dem Tod. 4. Jhr Anschläg', HErr, zu nichte mach', laß sie treffen ihr' böse Sach' und stürz' sie in die Grub' hinein, die sie machen den Christen dein. 5. So werden sie erkennen doch, daß du, unser GOtt, lebest noch und hilfft gewaltig deiner Schaar, die sich auf dich verlassen gar. D. M. Luther. ein' gute Wehr und Waffen, er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen, der alte böse Feind, mit Ernste ers jetzt meint, groß Macht und viel List ſein' grausam' Rüstung ist, auf Erd' ist nicht sein's Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verLoren, es streit't für uns der rechte Mann, den erko584. ren. Fragſt du, wer er ifte te Verleih' uns Frieden gnädiglich heißt Jesus Christ, der HErre Bebaoth, und ist kein andrer GOtt, das Feld muß er behalten. HErr GOtt, zu unsern Zeiten, es ist doch ja kein Andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du unser GOtt alleine. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' und wollten uns verschlingen: so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen; der Fürste dieser Welt, wie fauer er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist 2. Gieb unserm Könige und aller Obrigkeit Fried' und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein geruhsam und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Amen. D. M. Luther. 585. M. Herzlich thut mich. gericht't, ein Wörtlein kann ihn Erhör, o HErr! mein Bitten, nimm doch die die und der christlichen Kirche. 289 die ich hier aus muß schütten, nen guten Geist die ebne Bahn weil ich geängstet bin, von deiner mich leiten und wenn die Seele Wahrheit wegen, erhöre mein zagt, so hilf mir, HErr, bestreiten Geschrei und deiner Rechte Se- das Unglück, so mich plagt. gen, spring' in der Noth mir bei. 2. Laß dein gerechtes Sprechen nicht über mich ergehn, denn deines Knechts Verbrechen kann nicht vor dir bestehn, es ist kein Mensch zu finden, tein lebendiger Mann, der sich gerecht von Sünden vor dir, HErr, rühmen kann. 9. Um deiner Wahrheit w.gen tilg' alle derer Macht, die wider mich sich legen, und der werd' umgebracht, der meine Seel' und Sinnen mit Schrecken ängst't und schwächt, damit ich noch werd' innen, ich sei, o GOtt! dein Knecht. S. Frand. 586. In bekannter Melodie. 3. Der Feind verfolgt mein Le ben, stößt mich zur Höllen ab, will in den Tod mich geben und legen das Grab. s spricht der Unweiſen Mund dem Herzen voll Bein und Traurigkeit, ich denk' in meinen Schmerzen an die verstoß'ne Leut'. 4. Jch rühme deine Stärke, wenn Unfall mich betrübt, und dent' an deine Werke, die deine Hand verübt; zu dir, dem Lebensfürften, breit ich die Seelenhand, nach dir pfleg' ich zu dürsten, gleich wie ein dürres Land. 5. Laß dein' Erhörung eilen, eh' Ohnmacht mich befällt, laß deinen Anblick heilen, was in mir ist zerschellt, laß mich nicht ähnlich werden dem, den die Gruft verschlingt, und der in's Hohl der Erden verzweifelt abwärts sinkt. 6. Gieb, daß ich früh vermerke, daß du mir gnädig bist, weil meiner Hoffnung Stärke auf dich gegründet ist. Sei du mein Weges Deuter, daß ich nicht irr' allhier. DHErr! sei mein Begleiter, denn mich verlangt nach dir. 7. Errette mich von Leuten, die mir gehässig sein, die grimmig mich bestreiten; du bist die Burg allein, brauf ich mein Hoffnung pflanze, da nehm' ich Zuflucht hin, das ist die beste Schanze, in der ich sicher bin. 8. Lehr', HErr, mich deinen Willen, der du mein Heiland heißt, daß ich ihn kann erfüllen; laß deimeinen; doch ist ihr Herz Unglaubens voll, mit That sie ihn verneinen, ihr Wesen ist verders bet zwar, vor GOtt ist es ein Gräuel gar, es thut ihr'r Keiner Gutes. 2. GOtt selbst vom Himmel sab herab auf alle Menschenfinder, zu schauen sie er sich begab, ob er Jemand möcht' finden, der sein'n Verstand gerichtet hätt', mit Ernst nach GOttes Worten thät und fragt nach seinem Willen. 3. Da war Niemand auf rechter Bahn, sie war'n all' ausgeschrit ten, ein Jeder ging nach seinem Wahn und hielt verlorne Sitten, es that ihr'r Keiner doch kein gut, wiewohl gar Viel betrog der Muth, ihr Thun sollt' GOtt gefallen. 4. Wie lang' wollen unwissend sein, die solche Müb' aufladen, und fressen dafür das Volk mein und nähren sich mit Schaden? Es steht ihr Trauen nicht auf GOtt, sie rufen ihn nicht in der Noth, sie woll'n sich selbst versorgen. 5. Darum ist ihr Herz nimmer still und steht all'zeit in Fürchten; GOtt bei den Frommen bleiben will, die ihm im Glauben gehorchen, ihr aber schmäht des Armen £ Rath 290 Vom Worte GOttes Rath und höhnet alles, was er das laß mir ein Geheimniß sein. sagt, daß GOtt sein Trost ist worden. Halleluja. 3. Was GOtt durch sein Wort lehren läßt, das glaub' einfältig, steif und fest; frag' nicht warum und wie du's weißt, weil Wissen tein Geheimniß heißt. Halleluja. 4. Was war geheim von Ewigkeit, was dich jetzt lehrt die Gnadenzeit, was hier im Spiegel wird erkannt, zeigt völlig dort dein Vaterland. Halleluja. 587. In bekannter Melodie, Cos s woll' uns GOtt genädig sein und seinen Segen ge5. Was dunkel, was noch ungeben, sein Antlit uns mit allem schehn, das wirst du klar im HimSchein erleucht' zum ew'gen Le- mel sehn, drum preise GOtt, bist ben, daß wir erkennen seine Wert' du ein Christ, und mert', was ein und was ihn liebt auf Erden, Geheimniß ist. Halleluja. und JEsus Christus, Heil und Stärt bekannt den Heiden wer- 589. M. Ich danke dir, o GOtt. den und sich zu GOtt bekehren. Gicht Ott mein ich darf D. 3. Olearius, angel leiden, er gie2. So danken GOtt und loben dich die Heiden überalle, und alle Welt, die freue sich und sing' mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd' nicht walten, dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volt erhalten, in rechter Bahn ju wallen. bet mir die Ruh auf grüner Haiden und führet mich, wo frische Wasser rinnen, und labet mir die matte Seel' und Sinnen, führt mich den Weg, der richtig ist und eben, damit hierdurch sein Name weit mag schweben. 2. Und sollt' ich gleich im Todesschatten ziehn durch trübes Thal, will ich kein Unglück fliehen, weil du hier bist und weil dein Stab und Stecken mir reichen Trost und Sicherheit erwetten. Du trägest mir die herrlichsten Gerichte zur Tafel auf, den Feinden im Gesichte. 6. Wer soll Ifrael, dem Armen, zu Zion Heil erlangen? GOtt wird fich sein's Volts erbarmen und lösen die Gefang'nen. Das wird er thun durch seinen Sohn, davon wird Jakob Wonne han und Israel sich freuen. D. M. L. 3. E3 danke GOtt und lobe dich das Volk in guten Thaten, das Land bring' Frucht und bessre sich, bein Wert laß wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne GOtt der Heil'ge Geist! dem alle Welt die Ehre thut, vor ihm sich fürchtet allermeist. Nun fprecht von Herzen Amen. D. M. Luther. 588. M. Erschienen ist der herrl. nannt, was Fleisch und Blut ist unbekannt, was uns allein lehrt GOttes Wort, das Lebenskraft bringt hier und dort. Halleluja. 3. Du balsamirst mein Haupt mit frischem Dele, mein Becher muß so voll sein, daß nichts fehle. den schweben stets über mir, so lang' ich bin im Leben, ich werde noch ganz ruhig aller Seiten des HErren Haus bewohnen lange Beiten. 2. GOtt ist dreieinig, GOttes Sohn wird Mensch, schenkt dir im Himmel hoch dort oben, des Himmels Thron, sein Blut 590. Mel. Wo GOtt, der HErr. Ott Vater aller macht dich von Sünden rein, erbarm' bich deiner Christenheit und und der christlichen Kirche. 291 und steu'r der Feinde Toben. Die ist und mein Leben, auf der Sache geht dich selber an, drum Zunge schweben. mache dich ja auf den Plan und sei das Heil der Armen. 2. Beistand deiner Hände sei mir ohne Ende, denn ich hab' erwählt, was dein Mund befiehlet, mein Verlangen zielet auf dein Heil. Mir fehlt zwar nicht Lust in meiner Brust, deiner Sabung nachzudringen, aber das Vollbringen. 3. Nun du kannst es geben, laß die Seele leben, daß sie lobe dich; und hergegen sterben, was nur zum Verderben, scheidet dich und mich. Deine Zier, die blüh in mir, deine Heldenhand, die Rechte, helfe deinem Knechte. 4. Suche mit Erbarmen deinen Knecht, den Armen, welcher ganz verwirrt; wie in wüster Haiden, fern von guter Weiden, manches Schäflein irrt. Hier bin ich, ach! finde mich, der nicht mehr wird unterlassen, dein Gebot zu fassen. Er. Francisci. 2. GOtt Sohn, du allerhöchstes Gut, vom Vater uns geschenket, stärt' in uns unser Herz und Muth, welch's ich bisher getränket vom Teufel und den Gliedern sein; erhalt' uns bei der Lehre dein, laß uns derselb'n genießen. 4. GOtt Heil'ger Geist, du Tröster werth, wollst ja nicht von uns weichen; der Teufel ficht mit Lüg'n und Schwert und will uns gar umschleichen. Ach hilf, heil'ge Dreieinigkeit, und tröst uns ja in dieser Zeit. Nun singt von Herzen Amen. 591. M. Auf meinen lieben GOtt. Gott Ott! das Verfolgungsmeer bestürmt die Kirche sehr, ihr Schifflein geht zu Grunde, wo bu zu rechten Stunde nicht wirst vom Schlaf erwachen und alles ruhig machen. 2. Drum schreien wir zu dir: Hilf! sonst verderben wir! Ge biet' den stolzen Wellen, die sich Bitte: zerleih zur Lehre uns Berſo zornig stellen, daß sie zu dei- stand des Geistes, daß sein' Güte nen Füßen mit Furcht sich legen die Seele, Herz, Ohr und den müssen. Mund erwed' zu lehr'n und hös ren dein heil'ges Wort zu dieser Stund', zu deines Namens Ehren und uns zum Leben. Amen. M. G. Lil. 594. M. O GOtt, du frommer. 3. Laß auch den Unglückswind, ber täglich mehr beginnt sich wider uns zu regen, zur Stelle sich bald legen; du wollest ihm gebieten, Sinfort nicht mehr zu wüthen. 4. Wir wollen deine Macht und Hülfe Tag und Nacht mit Mund und Herzen preisen, die du uns wirft erweisen, und rühmen deinen Namen hier und dort ewig. Amen. 592. Mel. JEsu, meine Freude. Err, du wollest lehren, mich verlangt zu hören deine Recht. Ich will solche deine Gaben stets im Munde haben und nie schweigen still. Fort und fort foll mir dein Wort, weil es recht 593. Mel. Chrift, unser HErr. Err JEsu Christe, eltheiwas frag ich nach der Erden! im Himmel ohne dich, kann ich nicht fröhlich werden; wenn Leib und Seel' verschmacht't, so bist du doch mein Heil, du bleibst mein höchstes Gut, mein Trost, mein's Herzens Theil. 2. HErr JEsu! hilf du selbst den Schaß beständig begen, bu mußt selbst durch dein Wort den Trost in's Herze legen; du bist mein, ich bin deia, denn JEsus Z2 ift 292 Vom Worte GOttes ist mein Heil, GOtt ist mein Wort sich noch etwas weiter GOtt, mein Schuß und Trost, will ausbreiten und den Lügen= mein Herzenstheil. geist bestreiten. 2. Doch dein Sohn hat's selbst empfunden, Unrecht, Lügen, Spott und Hohn, Schläge, Marter, Kreuz und Wunden war sein un verdienter Lohn. Drum, weil er den Feind bekriegt und dem Teufel obgesiegt, wird die Wahrheit stehen bleiben, teine Macht kann sie vertreiben. 3. Weg alle Traurigkeit, GOtt Lob! ich hab' gefunden, was träftig heilen kann die vielen Sündenwunden. Mein JEsus lebt in mir; weg alle Seelennoth! ich leb' in Ewigkeit, des Todes Macht iſt todt. D. 3. Dlearius. 595. M. Vater unser, im Himmelr. Err, weil du sprichst: Kommt zu und ruf zu dir: Laß mich stets folgen dir allein, gott'sfürchtig, fromm, gehorsam sein; gieb Demuth, Wahrheit, Zucht und Fleiß, zu deinem Dienst, Lob, Ehr' und Breis. Amen. D. 3. Olearius. 596. M. HErr JEsu Chrift, du. mit mir im Leben und im mein' Begier, laß mich, HErr, nicht verderben; erhalt' mich nur in deiner Huld, sonst wie du willst, gieb mir Geduld, denn oein Will' ist der beſte. 2. Zucht, Ehr' und Treu verleih mir, HErr, und Lieb' zu deinem Worte; behüt' mich, HErr, vor falscher Lehr' und gieb mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit, wend' ab all' Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 3. Wenn ich einmal nach deinem Rath von dieser Welt soll scheiden, verleih, o HErr, mir deine Gnad', daß es gescheh' mit Freuden. Mein'n Leib und Seel' befehl' ich dir, o HErr, ein sel'ges End' gieb mir durch JEsum Christum, Amen. D. C. Meliffander. 597. M. Freu dich sehr, o meine. ilf, mein GOtt, wie muß immerdar! Wie so heftig pflegt zu neiden Welt und Teufel deine Schaar. Ach! wie tobt die Lüge doch, wenn dein göttlich wird be stehen, sein Wort bleibt gewiß und fest, sollte gleich die Welt verges hen! wohl dem, der sich drauf verläßt. Wer auf diesen Grund ges baut und nur seinem GOtt vers traut, der wird fröhlich überwinden und im Tod sein Leben finden. ch bin's gewiß, mich kann nichts nur von meinem GOtt! Was frag' ich nach Welt, Kreuz und Leiden? Was acht' ich Noth, Tod, Hohn und Spott? Mir bleibt gewiß, was GOtt verspricht, ich weiß, mein JEsus läßt mich nicht. D. 3. Olearius. 599. Nach voriger Melodie. ch bin in allem wohl zufrieden, I befind mich ruhig und der gnügt, weil ich hab' GOttes Lieb hienieden, mein JEsus mir im Herzen liegt, der Heil'ge Geist mich lehrt und leit't und GOttes Wort mein Herz erfreut. 2. Es trobt mein Herz in mei nem Leibe auf GOtt, weil ich sein eigen Kind; trop dem, der mich von ihm abtreibe, es sei Welt, Satan oder Sünd'. GOtt ist mein alles ohne Trug, ich habe GOtt und hab' genug. mir ſein gar gesendet und für das Leben der Tod, ich bin's zufrieden, weil es wendet zu meinem Besten alles GOtt. Wie GOtt will, so ist auch mein und der christlichen Kirche. mein Will', wie er es macht, so schweig' ich still. 4. Um mich hab' ich mich ausgekümmert, die Sorge ist auf GOtt gelegt; ob Erd' und Him mel gleich zertrümmert, so weiß ich doch, daß er mich trägt; und wenn ich habe meinen GOtt, so frag' ich nichts nach Noth und Tod. 5. GOtt, einen solchen Sinn laß haben mich jetzt und bis in's Grab hinein; mit deinen Leid- und Freudengaben, wie du sie giebst, zufrieden sein und spüren die Vergnüglichkeit zur Lebens- und zur Sterbenszeit. Der 122. Pfalm. 600. Mel. Durch Adams Fall. bin hierüber freudenvoll, 601. Mel. Wer nur den lieben. ch bin vergnügt und halte stille, wenn mich gleich manche Trübsal drückt, und denke, daß es GOttes Wille, der mir das Kreuze zugeschickt, und hat er mir es zugefügt, so trägt er's mit. Ich bin vergnügt. 2. Ich bin vergnügt in allem Leis den, dieweil es doch nicht ewig 3 von 293 5. Von wegen deiner Bürgerschaft, die ich muß Brüder nen= nen, die mir mit Freundschaft sind verhaft, will ich dir Gutes gönnen: von wegen GOttes, meines HErrn, deß Wohnung in dir grünet, will ich dasselbe suchen gern, was dir zum Besten dienet. Joh. Franc. Jaß ich in's Haus des HErren foll gehn mit der Frommen Or den; es klingt das liebliche Getön' auch füß in meinen Ohren, daß unsre Füße werden stehn in Salems schönen Thoren. JEsu scheiden, weil Leid in Freude wird verkehrt; mein Heiland hat all' Angst besiegt der ganzen Welt. Ich bin vergnügt. 3. Ich bin vergnügt in meinem Hoffen, denn hilft GOtt gleich nicht, wie ich will, so hat er schon den Schluß getroffen, er weiß die beste Zeit und Ziel; ich harr' auf ihn, denn so betrügt die Hoffnung nicht. Ich bin vergnügt. 3. Da sind viel Stühle hingestellt, Gerechtigkeit zu pflegen, die Stühle Davids, die er hält, Gericht und Recht zu hegen; drum wünscht Jerusalem: Glück zu! Wohl denen, die dich lieben, bie müssen stets in Lust und Ruh all' ihre Zeit verüben. 4. Ich bin vergnügt in meinem Leben, hab' ich nicht viel und man cherlei, so glaub' ich, daß mir alles geben kann, der mein GOtt und Vater sei; ob gleich der Arme unterliegt, so heißt es doch: Ich bin vergnügt. 5. Jch bin vergnügt, wenn meis ner spotten der Satan und die falsche Welt; was schaden mir die argen Rotten? Ein frommer 4. Der Friede muß auch für und Christ behält das Feld, wenn er für in deinen Mauern raften, sich nur geduldig schmiegt und bas Glücke wohne stets bei dir Demuth liebt. Ich bin vergnügt. in Mauern und Palasten! Es müsse denen wohlergehn, die da auf deinen Binnen und unter deinen Thoren stehn und bei dir wohnen drinnen. 6. Ich bin vergnügt auch in dem Sterben, wenn nun der Geist vom Körper eilt; ich weiß, daß wir die Kron' ererben, die uns vorlängsten zugetheilt, weil GOtt Z 3 in 2. Jerusalem ist schön gebaut, daß man's den Ort soll nennen, barinnen wir, wie Jeder schaut, zusammen kommen können, dahin die Stämm' in Israel mit Andacht sollen reisen und da des HErren Namen hell ausbreiten und ihn preisen. 294 Vom Worte GOttes in seinem Wort nicht lügt; drum zu rechter Zeit anhalten mit sag' ich noch: Ich bin vergnügt. Strafen ohne Scheu. Mein 7. Ich bin vergnügt in JEsu Helfer, stärke mich, des Lebens Armen und sauge seine Liebes- Weg zu bahnen durch Warnen bruft, da kann mein taltes Herz und Ermahnen, durch Trösten erwarmen; ich achte keine Men- kräftiglich. schenlust, ich habe nun die Welt befiegt und bin vollkommener vergnügt. 602. M. Ich dant' dir, lieber. Qaß mich dein sein und bleiben, du treuer GOtt und HErr, von dir laß mich nichts treiben, halt' mich bei reiner Lehr'. HErr, laß mich nur nicht wanten, gieb mir Beständigkeit, dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. n. Selneccer. Me Gines Predigers. 603. Mel. Helft mir GOttes, ein GOtt! dir will ich singen von Herzen Lob und Dank, daß du zu hohen Dingen gefördert meinen Gang. Dich rühm' ich täglich, HErr, daß, eh' ich bin geboren, du mich schon haft ertoren zu deinem Prediger. 2. Nun, HErr, dies Amt zu führen, halt' ich mich viel zu schlecht, wenn du nicht läsfest spüren mir, deinem armen Knecht, daß du bist ftets bei mir mit deines Geistes Gaben; denn wenn ich die kann haben, dien' ich mit Freuden dir. 3. Gesegne mein Beginnen mit deiner Gnadenhand, erleuchte mir die Sinnen, damit ich den Verstand der unverfälschten Schrift flar, hell und deutlich fasse, hingegen aber haffe der Keßer Schwarm und Gift. 4. Begabe mich von oben, daß ich dein theures Wort, trotz aller Feinde Toben, so lehr' an meinem Ort, damit dasselbe wohl und recht verstanden werde von meiner lieben Heerde, die ich versorgen soll. 6. Und wenn dann kommt die Stunde, daß ich dich loben soll, so sei mit meinem Munde, auf daß er geistesvoll es thue recht mit Kraft; dein Wort ſei nicht vergebens, das edle Wort des Les bens, das so viel Nußen schafft. 7. Verhüt', o HErr, in Gnaden bei meinen Schäfelein, was ihnen könnte schaden und dir zuwider sein; es treibe sie dein Geist, daß sie mich gerne hören, wenn ich will ihnen lehren, was recht und christlich heißt. 8. Laß sie zu Herzen faffen, o GOtt! dein theures Wort, daß sie sich drauf verlassen im Glauben immerfort; auch in der Kreuzespein laß sie ja nicht vergessen, daß du haft abgemessen, wie viel der'n sollen sein. 9. Laß sie auch Thäter bleiben und Hörer nicht allein; laß fie thun, wie sie gläuben und voll von Früchten sein. Denn hie durch wird erst fund, wenn man die Frucht gelesen, ob auch der Baum gewesen frisch, tauglich und gesund. 10. O treuer GOtt, regiere mich selber auch zugleich, daß ich mein Amt so führe, damit mein Thun gereich' allein zu deiner Ehr' und Wohlfahrt meiner Heerde; gieb, daß gefunden werde bei mir Trost, Straf' und Lehr'. 11. Hilf, daß ich nicht entbrens ne von Eifer dergestalt, daß ich mich selbst kaum tenne, noch su che mit Gewalt, was man durch Freundlichkeit kann von den Schafen haben; doch gieb des Eifers Gaben, o GOtt, zur rech 12. Lai 5. Laß mich mein Amt verwalten mit höchstem Fleiß und Treu, ten Beit. und der christlichen Kirche. 295 walten und allezeit, in Lieb' und Leid, in meinem Herz'n behalten. 12. Laß weder Gunst noch Dräuen| JEfu Christ, dich will ich laffen mich von dir wenden ab; laß mich die Welt nicht scheuen, sollt' ich den Beitelstab gleich nehmen auch zur Hand, dir will ich dies mein Leben, ja Leib und Seele geben, o treuer GOtt! zum Pfand. 2. Dein' Lieb' und Treu vor allem geht, kein Ding auf Erden so fest steht, ein Jeder muß's bekennen. Es soll kein Noth, ja auch der Tod von deiner Lieb mich trennen. 13. Und sollt' ich gleich auf Erden wie die Welt öfters thut, mit Macht verfolget werden, so gieb mir einen Muth, der solches mit Geduld kann fröhlich überwinden, bis ich kann Rettung finden, HErr GOtt, durch deine Huld. 14. Laß doch sein mein Gewissen von groben Sünden frei und mich stets sein beslissen auf Tugend mancherlei. Mein Thun fei wohlgethan, mein Leben und mein Lehren laß nimmer sich abtehren von deines Wortes Bahn. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht, dasselbe dich mir ganz verspricht, im Tod und auch im Leben; du bist nun mein und ich bin dein, dir hab' ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab, ach schönste Zier, HErr JEsu Christ, bleib' du bei mir, es will nun Abend werden, laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. 606. m. Erhalt' uns HErr, bei. 15. Nun, HErr, mert auf meinGOtt, du höchfter GnadenFlehen, hort, verleih, uns göttlich Wort von Ohren so zu Herzen bring', daß es sein' Kraft und Schein vollbring'. 2. Der ein'ge Glaube ist die Kraft, der steif an Jesu Christo haft't, die Werk' der Lieb' find dessen Schein, dadurch wir Christi Jünger sein. 3. Verschaff bei uns auch, lieber HErr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deiner Kenntniß nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Corn. Hubert. 607. Mel. Durch Adams Fall. Erre GOtt! dein göttlich Wort ist lang' verdunkelt blieben, bis durch dein' Gnad' uns ist gesagt, was Paulus hat geschrieben und andere Apostel mehr, aus dein'm göttlichen Munde; deß dank ich dir mit Fleiß, daß wir erlebt hab'n die Stunde. 2. Daß es mit Macht an Tag ist bracht, wie flärlich ist vor Augen. Uch GOtt, mein HErr! erbarm' dich der'r, die dich noch jetzt verleugnen und achten sehr auf Men 4 ich jetzt es mir so ergehen, wie ich gebe ten hier. Verleihe Kraft und Muth, daß ich hier freudig streite, dein theures Lob ausbreite. Hilf, o mein höchstes Gut! 604, M. Was Lobes sollen wir. Mein ein GOtt! du bist der Sä'mann, der die Sünder zu sich beruft, daß sie sind deine Kinder. 2. Hilf, daß ich ja dein Wort mag lieben, ehren und allezeit mit Lust und Freuden hören. 3. Mein Herz laß doch sein eine gute Erde, damit tein Weg, kein Fels, kein Dorn ich werde. 4. Damit dein heil ges Wort stets bei mir bleibe und mich auch stets zu guten Werken treibe. 5. Laß solches mir so tief in's Herz eindringen, daß diesdie Frucht fann tausendfältig bringen. 6. Hierfür will ich jetzt hier und fünftig droben ohn' Ende mit den Heiligen dich loben. 605. M. Im finstern Stall, o. ein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, HErr Me 296 Vom Worte GOttes Menschenlehr', darin sie doch ver-| dein Wort recht als treue Knech derben. Dein's Worts Verstand mach' ihnen bekannt, daß sie nicht ewig sterben. im Herz'n und Glauben faffet: giebst ihn'n bereit die Seligtit und läßt sie nicht verderben. D HErr! durch dich, bitt ich, laß mich fröhlich und selig sterben. D. M. Luther. 3. Willst du nun fein gut Christe sein, so mußt du erstlich glauben; set' dein Vertrau'n darauf, fest bau Hoffnung und Lieb' im Glauben allein durch Christ, zu aller Nächsten lieb' neben, das G'wissen frei, rein Herz dabei, das kein' Creatur tann geben. 608. M. Wenn wir in höchsten. Jesu Chriſte, wahres Licht, erleuchte, kennen und bringe sie zu deiner Heerd', daß ihre Seel' auch selig werd'. 2. Erfüll' mit deinem Gnadenschein, die in Irrthum verführet fein, auch die, so heimlich fechtet an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 4. Allein, HErr, du mußt solches thun doch gar aus lauter Gnaden. Wer sich deß tröst't, der ist erlöst und kann ihm Niemand schaden, ob wollten gleich Pabst, 3. Und was sich sonst verlaufen Kaiser, Reich dich und dein hat von dir, das suche du mit Wort vertreiben, ist doch ihr' Gnad' und sein verwund't GewisMacht gegen dich nichts geacht't, sen heil, daß sie am Himmel fie werdens wohl lassen bleiben. haben Theil. 5. Hilf, HErre GOtt, in dieser Noth, daß sich auch die bekehren, die nichts betracht'n, dein Wort veracht'n und wollen's auch nicht lehren; sie sprechen schlecht, es sei nicht recht, und haben's nicht gelesen, auch nie gehört das edle Wort. Ift's nicht ein teuflisch Wesen? 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr', die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblend't, bring her, die sich von uns gewend't, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 6. Ich glaub' g'wiß gar, daß es 6. So werden sie mit uns zusei wahr, was Paulus uns thut gleich auf Erden und im Himmelschreiben: Es muß geschehn und reich, hier zeitlich und dort all's vergehn, dein göttlich Wort ewiglich, für solche Gnade preisoll bleiben in Ewigkeit, wär' es sen dich. Joh. Heermann. auch leid viel'n hartverstockten 609. M. Erhalt' uns, HErr. Herzen; tehr'n sie nicht um, werden sie drum leiden gar große Schmerzen. starker hron, wach auf und hilf durch deinen Sohn! Schau, wie hat sich der Feind gerüst't, daß er dein' liebe Kirch' verwüst'. 7. GOtt ist mein HErr, so bin ich der, dem Sterben kommt zu gute, dadurch du hast aus aller Last erlöst mit deinem Blute; dies dank ich dir, drum wirst du mir nach deiner Verheißung geben, was ich dich bitt', versag' mir's nicht im Tod und auch im Leben. 3. Uns tränkt im Herzen nichts 8. HErr, ich hoff' je, du werdest so sehr, als daß dein's Namens die in keiner Noth verlassen, die Wort und Ehr' so gar schrecklich 2. Wir wissen keinen Widerstand, HErr, ohn' dein' Macht und starke Hand, drum mach dich selber auf den Plan, du bist der rechte Kriegesmann. geschän und der christlichen Kirche. 297 geschändet wird und mancher| dich, laß deine Lehr' gewaltiglich Menschen Herz verführt. in aller Welt erschallen. 4. Der Feind frohlockt zwar sehr und lacht, weil ers so gar hoch hat gebracht, sein Datum steht auf lauter Krieg, und meint, er habe schon den Sieg. 5. Aber du in dem Himmel hoch, o wahrer GOtt! lebst gleichwohl noch, die Sach' ist dein, das Wort ist dein, drum laß es dir befohlen sein. 6. Es muß vergehn eh' Himm'I und Erd', eh' daß dein' Kirch' vertilget werd', ohn' dich hat sie nicht Aufenthalt, drum brich des Feindes groß' Gewalt. 7. Behüt' uns und das ganze Land, gieb uns ihm ja nicht in die Hand. Erhalt uns, HErr, dein liebes Wort, daß wir dich loben hier und dort. M. Böhm. 610. M. Esspricht der Unweisen. treuer Heiland, JEsu Christ, der du am Kreuz gestorben und von dem Tod erstanden bist, du hast uns ja erworben, daß alle Menschen insgemein durch dein Blut mögen selig sein, wenn sie nur an dich glauben. 2. Erbarme dich der blinden Leut', die sich selbst so bethören durch ihrer Sinnen Eitelkeit und wollen dies nicht hören, daß du der wahre GOtt auch seist, mit Vater und dem Heil'gen Geist gleich ewig und allmächtig. 3. HErr, mache ihnen doch bekannt, daß kein Geschöpf zu finden, so durch erschaffenen Verstand den Schöpfer kann ergründen. Sein Wesen ist verborgen gar, doch ist durchs Wort uns offenbar, wie wir ihn sollen ehren. 4. Du kamst darum, o GOttes Sohn! herunter auf die Erden, daß GOttes Will' von's Himmels uns den, wir danken dir und bitten 5. Die aber in der Christenheit GOtt wissen recht zu nennen, daß er ist Drei in Einigkeit, die ihn also bekennen, verknüpfe durch der Liebe Band, daß man in jedem Reich und Land nur Wahrheit such' und Frieden. 6. Vor denen, die in Glaubenss sach' als Keber uns verdammen, und noch dazu uns stellen nachh mit Drangsal, Schwert und Flammen, nimm uns in deinen starken Schuß, laß aller Feinde List und Truß zunicht und Schanden werden. 7. Verleihe, daß die reine Lehr dämpf allen Aberglauben, damit man dir nicht deine Ehr' aus falschem Wahn mög' rauben, daß man auch Niemand in der Noth als nur allein dich, wahren GOtt, um Hülf' und Rettung bitte. 8. Auch weil so Viel' an manchem Ort aus Unverstande fehlen, so gieb, daß sie auch durch dein Wort die rechte Bahn erwählen. Hilf, daß wir von dem Irreweg sie bringen auf der Wahrheit Steg in Freundlichkeit und Sanftmuth. 9. Dein Wort erhalte hell und klar uns fort und unsern Kindern, daß man dabei bleib immerdar, so wird uns gar nicht hindern, was die Vernunft je hat erdacht, aus Menschentand hervorgebracht, zuwider deinem Willen. 10. Gieb auch uns allen deine Gnad', daß wir das Böse lassen und vorsäßliche Sündenthat von Herzen immer haffen, auf daß wir nach dem Jammerthal des Glaubens Ende allzumal, die Se ligkeit, erlangen. 611. M. Erhalt uns, HErr. das Seufzen deiner Kirche hör Z5 298 Vom Worte GOttes hör', der Feind' Anschläg' und Mutter muß ja sein allein, doch Macht zerstör', die jetzt verfolgen deine Lehr'. 2. Groß ist ihr List, ihr Troß und Macht, sie fahren hoch daher will sie GOtt behüten und der recht' Vater sein. D. M. Luther. 613. M. Ach, was soll ich Sünder. Sollt ich meinen JEſum laſſen? Hoffnung laß ich nicht, meines Herzens Zuversicht, der mich führt zur Himmelsstraßen. Laß mich, was dein ist, anmaBen, JEsu, laß mich dich nicht lassen. wird veracht't, wir sind bei ihn'n wie nichts geacht't. 3. Vergieb uns unsre Missethat, Dertilg' uns nicht, erzeige Gnad', beweis' den Feinden in der That, es helfe wider dich kein Rath. 4. Steh deinem kleinen Haufen bei, aus Gnaden Fried' und Ruh verleih, laß Jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehen, daß du seist unser GOtt, der unsre Feinde sezt in Spott, wirf ihre Hoffahrt in den Roth und hilf den Deinen aus der Noth. 2. Sollt' ich meinen JEsum lassen? Nein, mein JEsus läßt mich nicht, weil mir sein Wort Hülf' verspricht, JEsus kann mich nicht verlassen. Laß mich, was dein ist, anmaßen, JEfu, laß mich dich nicht lassen.. 3. JEsum kann ich nicht verlassen, denn ich bin auf ihn gebaut, er hat mich sich selbst vertraut, er erquict mich ohne Maßen. Laß mich, was dich nicht lassen. D. S. Olearius. dein ist, anmaßen, JEsu, laß mich J. Heermann. 612. Aus dem 12. Kapitel der Offenbarung St. Johannis. ie ist mir lieb, die werthe Magd, und kann ihr nicht vergessen, Lob, Ehr und Zucht von ihr man sagt, sie hat mein Herz beseffen; ich bin ihr hold, und wenn ich sollt groß Unglück han, da liegt nichts dran, sie will mich deß ergößen mit ihrer Lieb' und Treu an mir, die siezumir will feßen, und thun all mein Begier. 2. Sie trägt von Gold so rein ein' Kron', ba leuchten ein zwölf Sterda ne, ihr die schön, das glänzet hell von ferne und auf dem Mond ihr'Füße stahn; fie ist die Braut, dem HErrn vertraut, ihr ist weh, muß gebären ein schönes Kind, ein'n edlen Sohn und aller Welt ein'n HErren, dem sie ist unterthan. 2. Dich tröste nur, daß deine Sach' ist GOttes, dem befiehl die Rach 3. Das thut dem alten Drachen und lasse ihn nur walten, der wird Born und will das Kind verschlin- durch seinen Gideon, den er wohl gen, sein Toben ist doch ganz ver- weiß, dir helfen schon, dich und forn, es kann ihm nicht gelingen; sein Wort erhalten. das Kind ist doch gen Himmel 3. So wahr GOtt Gott ist hoch genommen hin und läsfet und sein Wort muß Teufel, ihn auf Erden fakt sehr wüthen; die Welt und Höllenpfort' und mas 614. M. Von GOtt will ich. Ste ( tell' allzeit deinen Willen nach GOttes Willen an, der deine Bitt' erfüllen und dich erhören tann; doch zeig es mit der That, kannst du dich selber zwingen, fo geht an das Vollbringen, was GOtt befohlen hat. 3. Rist. 615. M. Kommt her. zu mir. Merzage nicht, du Häuflein flein, ob gleich die Feinde willens sein, dich gänzlich zu verstören und suchen deinen Unters gang, davor dir wird recht angst und bang'; es wird nicht lange währen. und der christlichen Kirche. 299 was ihn'n thut anhangen, endlich lieblich, freundlich, schön und werden zu Schand und Spott. herrlich, groß und ehrlich, reich GOtt ist mit uns und wir mit von Gaben, hoch und sehr präch GOtt, den Sieg woll'n wir er tig erhaben. langen. 2. Ei mein' Berle, du werthe Krohn', wahr'rGOttesund Marien Sohn, ein hochgeborner König, mein Herz heißt dich ein Lilium, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Ei mein Blümlein, Hosianna, himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 3. Gieß' sehr tief in mein Herz hinein, du heller Jaspis und Rubin, die Flamme deiner Liebe, und erfreu mich, daß ich doch bleib' an deinem auserwählten Leib ein' lebendige Rippe; nach dir ist mir, Gratiosa, Cöli Rosa, trant und glimmet, mein Herz durch Liebe 4. Drum sei getroft, du fleines Heer, streit' ritterlich für GOttes Ehr' und laß dir gar nicht grauen; GOtt wird den Feinden nehm'n den Muth, daß sie sterben in ihrem Blut, du wirst's mit Augen schauen. 5. Amen! das gieb, HErr JEsu Christ, dieweil du unser Schußherr bist, hilf uns durch deinen Namen! So wollen wir, deine Gemein', dir dafür allzeit dankbar sein und fröhlich singen: Amen! in. M. Altenburg. 616. In bekannter Melodie. Mär' GOtt nicht mit uns dieſe Zeit, so Wär' GOtt nicht mit uns diese Zeit, wir hätten müss'n verzagen, die so ein armes Häuflein sind, veracht't von so viel Menschenkind, die an uns sezen alle. 2. Auf uns ist so zornig ihr Sinn, wo GOtt es hätt' zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir wär'n, als die ein' Fluth ersäuft, und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. 3. GOtt Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht' fangen; wie ein Vogel des Stric's tömmt ab, ist unsre Seel' entgangen. Strick ist entzwei und wir sind frei, des HErren Name steh uns bei, des GOttes Himm'ls und Erden. D. M. L. 617. In bekannter Melodie. W ie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad' und Wahrheit von dem HErrn, die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jacobs Etamm, mein König und mein Bräutigam, haft mir mein Herz besessen, 4. Von GOtt tömmt mir ein Freudenschein, wenn du mit deinen Neugelein mich freundlich thust anblicken. O HErr JEsu! mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken; nimm mich freundlich in dein' Arme, daß ich warme werd' von Gnaden, auf dein Wort komm ich geladen. 5. HErr GOtt Vater! mein starter Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich sich selbst vertraut, er ist mein Schaß, ich bin sein' Braut, sehr hoch in ihm erfreuet. Eya! Eya! himmlisch Leben wird er geben mir dort oben, ewig soll mein Herz ihn loben. 6. 3wingt die Saiten in Ci thara und laßt die süße Musica ganz freudenreich erschallen, daß ich möge mit JEsulein, dem wunderschönen Bräut'gam mein, in steter Liebe wallen. Singet, springet, jubiliret, triumphiret, dankt Vom Worte GOttes 300 dankt dem HErren, groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schaß ist das A und D, der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis; beß klopf' ich in die Hände. Amen! Amen! tomm du schöne Freudentrone, bleib' nicht lange, deiner wart' ich mit Verlangen. 618. M. Ich dank'dir, HErr, für. und für, daß du dein Wort in diesem Ort mit hellem Schein erhalten rein und bitten dich, laß sicherlich je mehr und mehr die reine Lehr' ausbreiten sich zu beiner Ehr'. 2. Der Schaß ist theu'r, drum wehr und steu'r der Feinde Truß, halt' selber Schuß, daß sie mit List und Mordgerüst dies schöne Licht auslöschen nicht. Laß ihren Rath, der früh und spat läuft wider uns, nicht finden Statt. 3. Gieb solche Leut', die ungescheut uns zeigen an die rechte Bahn, die du bereit't zur Seligteit; mit deinem Geist ihn'n Hülfe leist', daß nicht mit Macht werd' hergebracht des alten Gräuels finstre Nacht. 4. Darinnen nicht ein Fünklein Licht in Angst und Leid von Trost und Freud'. Dein Wort allein tann tröstlich sein, dasselb' erhalt' bei Jung und Alt bis an das End' und stürz behend', der uns raubt Wort und Sacrament. 2. Drum sind vor Zeiten ausges sandt Propheten, deine Knechte, daß durch dieselben würd' bekannt dein' heil'ger Will' und Rechte, 3um legten ist dein ein'ger Sohn, o Vater! von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil sei, HErr, gepreis't, laß uns dabei verblei ben und gieb uns deinen Heil gen Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb' annehmen jeder Lieb' und Freud', als GOttes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der losen Spötter auf uns nicht vom Wort ab wende; denn ihr Gespött, sammt ihnen drauf, mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich in uns wohne. 5. Deffn' uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb' und Leid, in Freud' und Schmerz, es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter sein, Frucht hundertfäl tig bringen. 6. Um Weg der Same wird sofort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen. Der Sam', so in die Dornen fällt, von Sorg' und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. 7. Ach hilf, HErr, daß wir wers den gleich dem guten, fruchtbar'n Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, in feinem guten Herzen. 3. Heermann. $ 19. m. Es ist das Heil uns. Wir Menschen sind zu dem, o untüchtig; dein Wesen, Wille und Gebot sind viel zu hoch und 8. Laß uns, so lang' wir leben wichtig. Wir wissen's und ver- hier, den Weg der Sünder mei stehen's nicht, wenn uns dein den; gieb, daß wir halten fest an göttlich Wort und Licht den Weg dir in Anfechtung und Leiden, zu dir nicht weiset. Rott' aus die Dornen allzumal bilf und der christlichen Kirche. 301 1 hilf uns die Weltsorg' überall| Lob und Dank sei GOtt alles und böse Lüste dämpfen. zeit! es wird ihn'n nicht gelin 9. Dein Wort, o HErr! laß all- gen, er wird ihr'n Strick zerreiweg' sein die Leuchte unsern Füßen gar und stürzen ihre falsche Ben, erhalt' es bei uns klar und Lahr, sie werden's GOtt nicht rein, hilf, daß wir draus genie- wehren. Ben Kraft, Rath und Trost in aller Noth, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf bauen. 10. GOtt Vater! laß zu deiner Chr' dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, JEsu! daß uns deine Lehr erleuchten mög' und leiten. Heil'ger Geist! dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub', Lieb', Geduld und Hoffnung. 620. M. Ach, lieben Christen, feid. Wº to GOtt der HErr nicht bei uns hält, wenn unsre Feinde toben, und er unsrer Sach nicht zufällt im Himmel hoch dort oben; wo er Israels Schuß nicht ist und selber bricht der Feinde List, so ist's mit uns verloren. 2. Was Menschenkraft und Wiß anfäht, soll uns billig nicht schrecken, er siget an der höchsten Stätt', er wird ihr'n Rath aufdecken. Wenn sie's auf's Klügste greifen an, so geht doch Gött ein' andre Bahn, es steht in seinen Händen. 3. Sie wüthen fast und fahren her, als wollten sie uns fressen, zu würgen steht all' ihr Begehr. GOtt ist bei ihnen vergessen; wie Meereswellen einher schlahn, nach Leib und Leben sie uns stahn; deß wird sich GOtt erbarmen. 6. Ach! HErr GOtt, wie reich tröstest du, die gänzlich sind vers laffen; die Gnadenthür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht faffen; sie spricht: es ist nun all's verlor'n; da doch das Kreuz hat neu gebor'n, die deine Hülf erwarten. 7. Die Feind' sind all' in deiner Hand, dazu all' ihr' Gedanken, ihr' Anschläg' sind dir wohlbekannt, hilf nur, daß wir nicht wanten, Vernunft wider den Glauben ficht, auf's künftig will fie trauen nicht, da du wirst selber trösten. und dessen Himmelswort, der wird niemals betrübet von's Teufels Höllenmord. Wo JEsus sich befindet, da stehet alles wohl; wer sich auf JEsum gründet, der lebet lebensvoll. 2. Bist du vielleicht verirret vom rechten Lebensport? Hat dich die Welt verwirret? Komm, hier ist GOttes Wort, das wird dir flärlich zeigen die rechte sichre Bahn, dahin du müssejt reisen, wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, ja wirst du fort und fort in Kreuz und Noth geübet? Komm, hier ist GOttes Wort, dies wird dich 5. Auf sperren sie den Nachen schon erquicken, daß wenn gleich weit und wollen uns verschlingen;| Höll' und Welt dich wollten unterdrücken. 4. Sie stellen uns wie Keßern nach, nach unserm Blut sie trach ten, noch rühmen sie sich Christen auch, die GOtt allein groß achten. Ach GOtt! der theure Name dein muß ihrer Schaltheit Deckel sein; du wirst einmal aufwachen. 8. Den Himmel und auch die Erden hast du, HErr GOtt, ge gründet, dein Licht laß uns helle werden, das Herz uns werd' entzündet in rechter Lieb' des Glaubens dein, bis an das End' bes ständig sein, die Welt laß immer murren. 621. M. Herzlich thut mich verf. D. Juft. Jonas. 302 Vom christlichen Leben und Wandel. terdrücken, du doch behältst das Feld. 4. Hat Satan dich verblendet und dich bald hier, bald dort vom Guten abgewendet, komm, hier ist GOttes Wort, dies machet, daß die Blinden sich zu dem rechten Steg hinwieder können finden von ihrem Irreweg. 5. Wirst du auch gleich geführet durch den stockfinstern Ori, da ſonst der Tod regieret; fomm, hier ist GOttes Wort: dies ist der Stab und Stecken, mit diesem kannst du dich vor's Teufels List und Schrecken beschüßen mächtiglich. 6. Hilf, JEsu, daß ich liebe dein Seligmachend Wort, daß ich mich stets drin übe, hilf, liebster Seelenhort, daß ich's in meinem Herzen bewahr' durch deine Huld, damit in Kreuzesschmerzen es Frucht trag' in Geduld. N. S., Landgraf zu Heffen. 622. M. Mag ich Unglück nicht. QuGOtt allein hab' ich's gestellt, ich mich ergeben, von ihm laß ich in keiner Noth, er ist mein GOtt im Tod und auch im Leben. Hab' nie geacht't ein's Men schen Macht, bei GOtt ich bleib', wag' Gut und Leib; er tann mir's wieder geben. XXXI. Vom 2. Ob diese Welt schon tobet sehr ob reiner Lehr' und will mich davon führen, muß sie GOtt's Wort doch lassen stahn, und kein'n Dank han, er kann ihr'm Trop bald steuren. GOtt ist mit mir nach all'r Begier, die Sach' ist sein, er weiß allein das Recht hinaus zu führen. A 623. In eigener Melodie. ch! alles, was Himmel und Erden umschließet, fei von mir viel tausend mal schöne gegrüßet; was hören fann, höre, ich will sonst nichts wissen, als meinen getreuzigten JEsum zu küssen. 2. Ich rühme mich einig der blutigen Wunden, die JEsus an Händen und Füßen empfunden; 3. Drum wird er mich verlassen nicht, nach seiner Pflicht, er kann mich wohl behüten; viel Wohlthat hat er mir erzeigt, wie sich's eräugt, nach aller seiner Güte, hält bei mir fest, mich nicht verläßt in Angst und Noth, in Kreuz und Tod; zu ihm steht mein Gemüthe. 4. Sein's Wort's will ich mich nehmen an, davon nicht lahn, so lang' ich leb' auf Erden; damit der reinen Lehre Schaß vom Menschensaß mög' recht geläutert werden. Menschlich Gedicht bestehet nicht. GOtt's Wort allein giebt hellen Schein und zeigt das ew'ge Leben. 5. So hilf mir nun, HErr JEsu wohl gelinge; dein'n Geist, Gnad' und Kraft mir auch gieb, daß ich dich lieb' und fürcht' vor allen Dingen. Was kann die Welt, die auf mich hält? GOtt ist mein Hort, sein ew'ges Wort, das wird mit Macht durchdringen. christlichen Leben und Wandel. brein will ich mich senten, recht christlich zu leben, daß einstens ich himmelan fröhlich kann streben. 3. Es mag die Welt stürmend gleich wüthen und toben, ben liebli chen JEsum will dennoch ich loben; es mögen gleich Bliße und Don ner drein knallen, so will ich von JEsu doch nimmermehr fallen. 4. Und sollte auch alles in Trümmer vergeben, daß nichts auf der Erden Bom christlichen Leben und Wandel. Erden mehr bliebe bestehen, so foll doch bei JEsu mein Herze verbleiben, von welchem mich ewig tein Teufel soll treiben. 5. Denn JEsus bestrahlet die schmachtenden Herzen, versüßet mit Freuden die bitteren Schmerzen, das weiß ich nun alles, brum will ich nicht lassen den theuersten JEsum, ich muß ihn umfaffen. 6. Ach sehet! mein JEfus kommt freudig gegangen und will mich vor Liebe gleich brünstig umfangen. O Liebe! o Freude! o süße stes Leben! wer wollte an JEsu nicht immerdar kleben! 625. M. O GOtt, du frommer. 7. Auf JEfum find alle Gedan GOtt! was ist ein Mensch, ten gerichtet, ich hab' ihm mich gänzlich mit allem verpflichtet; ich habe mir JEsum vor allem erlesen, so lange mich träget das nichtige Wesen. wenn man es recht bedentet? Er ist gleich wie ein Zweig, ber leichtlich wird gelentet vom Winde hin und her, gleich wie ein grüner Strauch vom Wind bewegt wird, so ist sein Wesen auch. 8. Wenn Augen und Herze im Tode sich beugen, so will ich doch endlich mit Seufzen bezeugen, daß JEsus, nur JEsus, mein JEsus foll beißen, von welchem mein Herze sich nimmer soll reißen. 624. M. Indich hab' ich gehoffet. Recht glauben. ch GOtt, dein liebes Kind ich bin, gieb mir des Glaubens lautern Sinn, daß ich im Glauben faffe mein'n JEsum Christ, ohn' Trug und List, all' falsche Wege haffe. Christlich leben. 2. Laß mich, o HErr, im Glauben rein christ- und gottselig leben fein, die guten Werke üben, der Sündenbahn ganz müßig gabn, den nächsten herz lich lieben. 303 Geduldig leiden. 3. Im Kreuz verleih' mir deine Huld, daß ich's ausstehe mit Gebulb, in guter Hoffnung lebe, beständiglich auch ferner mich bein'm Wohlgefall'n ergebe. Andächtig beten. 4. Mein armes Seufzen müsse dir, mein GOtt, genehm sein für und für um Jesu Christi willen, dadurch mein Herz in allem Schmerz ich tönne glück lich stillen. Selig sterben. 5. Laß mich gedenken an mein End', daß ich mich, HErr, zu dir bald wend' und selig möge sterben, durch deinen Geist mir Beistand leist', mach mich zum Himmelserben. 2. Es stürmen auf ihn zu die Widerwärtigkeiten, er muß mit Noth und Tod, ja mit sich selber streiten, bald lacht ihn freundlich an das wandelhafte Glück, bald giebt es unverhofft ihm lauter saure Blick'. 3. Er ist zu seinem Heil und Unheil selbst der Meister, die Lust der Eitelkeit beherrschet seine Geister; er weiß nicht, weil er lebt, sich flüglich vorzusehn, in Freud' und auch im Leid die Mittelbahn zu gehn. 4. Er lernet auch nicht aus die Kunst, zu überwinden sich selbst und seinen Sinn; er weiß sich nicht zu finden, wenn es ihm übel geht. Wo ist ein solcher Mann, der sich in Freud' und Leid verständig schicken kann? 5. Doch ist es lobenswerth, wenn Einer hier auf Erden, so viel ihm möglich ist, sich sauer läffet werden die Herrschaft über sich, entschläget sich der Bunft, die schnöde 304 Vom christlichen Leben und Wandel. schnöde Laster pflegt und folget| 4. Treib' aus von mir den stolzen der Vernunft. 6. Wer sich mit Redlichkeit verbindet die Gemüther und liebet Chr' und Treu viel mehr, als alle Güter, die sonst behaglich sein, red't Niemand übel nach, giebt Gott'sfurcht, Glaub' und Lieb' mit Werken an den Tag. Sinn, laß mich in Demuth leben. Rach', Neid, Zorn, Bank nimm von mir hin, so kann ich bald vergeben; wenn schon durch List mein Nebenchrist in's Elend mich getrieben, weiß ich doch wohl, daß man auch soll die ärge sten Feinde lieben. 5. Gieb mir auch diese dreierlei: Erst einen festen Glauben, bei welchem rechte Treue sei, die nimmer steht auf Schrauben, daß ich mich üb' in wahrer Lieb' und hoff' auf deine Güte, die mich, o GOtt, vor Schand' und Spott, auch in dem Grab behüte. 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld, HErr, laß mich ja nicht trachten, gieb, daß ich alle Pracht der Welt mög inniglich verachten, auch nimmermehr nach hoher Ehr und großem Namen strebe, beſon ders nur nach rechter Spur der wahren Christen lebe. 7. Vor Schmeicheln, List und Heuchelei bewahre mir die Sin nen und laß mich ja durch Gleißnerei den Nächsten nicht gewinnen. Laß Ja und Nein mein' Antwort sein, darnach man sich zu richten, denn dieses kann bei Jedermann die Sache leichtlich schlichten. 7. Geht mit Bescheidenheit den Leuten unter Augen, vermeidet wie das Gift die Laster, die nicht taugen, wer GOtt zum Freunde hat, der thut dies allzumal und ist gewißlich auch in der Erwählten Zahl. 8. Ach GOtt! regiere mich, ver fahre nicht geschwinde mit deines Geistes Wert, mit deinem schwachen Kinde; sei meiner Augen Licht, damit ich armes Schaf doch nun und nimmermehr in Sicherheit entschlaf'. 626. M. Was mein GOtt will. Ach( 0) höchster GOtt! ver leihe mir, daß ich nur dich begehre und daß ich christlich für und für durch dich mich neu gebähre, daß ich, dein Kind, dich such' und find' in allem Kreuz und Leiden, daß weder Tod noch Höllennoth mich nimmer von dir scheiden. 2. Gieb meinem Herzen wahre Neu und Thränen meinen Augen, daß ich hinfort das Böse ichen und meine Werke taugen; hilf, daß ich sei ohn' Heuchelei ein Schuß und Trost der Armen, auch auch jederzeit voll Freundlichkeit mich ihrer mög' erbarmen. 3. Lösch aus in mir des Fleisches Wust, daß ich in deiner Liebe, nicht in der Welt empfinde Lust und stets mich also übe nach deinem Wort, an allem' Ort, in tugendlichen Dingen, so wird mein Geist sich allermeist zu dir, HErr JEfu, schwingen. 8. HErr, säubre doch von Eitela teit mein fündliches Gemüthe, daß ich in dieser kurzen Zeit vor schnös der Lust mich hüte. Des Herzens Grund sei wie der Mund, dem Nächsten nicht zu schaden, so werd' ich nicht, wie sonst geschicht, mit Schmähen überladen. 9. Gieb, daß ich ja den Müssiggang und alle Trägheit hasse; dagegen, HErr, mein Lebenlang mein Arbeit so verfasse, daß ich zur Noth mein täglich Brod mit Ehren mög' erwerben und wenn ich soll, fein fanft und wohl in dir, HErr JEsu, sterben. 10. Ach Vom christlichen Leben und Wandel. 305 10. Uch! gieb mir deinen guten| Kreuzes Last mit Freuden auf Geist, daß ich die Laster fliehe und die Achsel faßt. nur um das, was christlich heißt, von Herzen mich bemühe, so kann tein Leid in dieser Zeit aus deiner Hand mich treiben, besonders ich werd ewiglich bei dir, HErr JEsu, bleiben. S. Rist. 627. M. HErr JEfu Christ, wahr. Ah, JEsu! werther Gnaden10. Ich schreie JEsu, Weh und Ach! HErr JEsu, hilf, ich bin sehr schwach, zwar willig ist der Geist und gut, das Fleisch hat aber schwachen Muth.. 11. Romm Seelenarzt! und stärke mich, daß ich dir folge williglich, daß ich dir dien' ohn' ein Beispiel sei. thron, 12. Gieb Glauben, Liebe, gieb Geduld! verzeihe, JEsu! alle Schuld; zieh mich ab von der bösen Schaar; denn sie nichts bringet als Gefahr. 13. Laß feine Freude, teine Lust mir außer dir hier sein bewußt; denn wer dich liebet, immer siegt und nimmermehr im Kreuz erliegt. 14. Dein Segen und Barmherzigkeit halt über mir fort allezeit und wenn die böse Stund anbricht, HErr JEsu, so verlaß mich nicht. Held, Davids Sohn, du bist mein Heiland in der Noth, mein Arzenei für Sünd und Tod. 2. Ach! zeige mir dierechte Bahn, wie ich soll steigen himmelan; ertheile mir Trost, Hülf' und Rath für alle meine Missethat. 3. HErr JEsu, gieb die Gnade mir, daß ich in allem folge dir, ja durch viel tausend Ungemach das liebe Kreuz dir trage nach. 4. Wohl mir, wohl mir! wenn Nacht und Tag ich mich an dir ergößen mag; dann bin ich rechter Wollust voll, wenn ich dich, JEsu, tüssen soll. 5. Kein den unterdrücken mich, wenn, JEsu! ich nur habe dich, tein' Angst und Noth kann sein so schwer, dein süßer Nam' er freuet mehr. 6. Durch dich, o Heiland, kann allein mein Elend mir erträglich sein, denn wenn ich voller Schmerzen bin, kann ich sonst nirgends fliehen hin. 7. Als nur zu dir, o Gottes mein mein Seelenbräutigam; du bist mein Schmuck, mein Hort und Heil, mein Schuß, mein Helfer und mein Theil. 8. Warum wollt' ich doch sterben nicht, wenn ich, o meine Zuverficht! wenn ich bei dir zu aller Beit genießen soll der Seligkeit? 9. Ach! dieser ist fürwahr kein Christ, der zu der Schmach nicht munter ist, der nicht um dich des 15. Errette mich aus aller Noth durch deinen herben bittern Tod, zieh mich nach dir mit deiner Hand in das gelobte Vaterland. 16. Fahr hin, fahr hin, duschnöde Welt, du Seelengift! weg Gold und Geld; mein Heiland, mein HErr JEsus Christ, mein bester Schatz und Reichthum ist. 628. M. Wer nur den lieben. ch! sagt mir nicht von Gold und und Schönheit dieser Welt, es tann mich ja gar nichts ergößen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein Jeder liebe, was er will, ich liebe JEsum, der mein Ziel. 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schat, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein Jeder liebe, was er will, ich liebe JEsum, der zc. 11 3. Die 306 Bom christlichen Leben und Wandel. 3. Die Welt vergeht mit ihren 5. Erheb' dich nicht aus stolzem Lüften, des Fleisches Schönheit Muth, wenn du bekommen hast dauert nicht, die Zeit kann alles groß Gut; es ist dir nicht darum das verwüsten, was Menschen- gegeb'n, daß du dich sollst dadurch hände zugericht't. Ein Jeder 2c. erheb'n. 4. Sein Schloß kann teine Macht zerstören, sein Reich vergeht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren, von nun an bis in Ewigkeit. Ein Jeder zc. 5. Sein'n Reichthum kann man nichtergründen; sein allerschönstes Angesicht und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein Jeder liebe zc. 6. Er kann mich über all's erheben und seiner Klarheit machen gleich; er kann mir so viel Schäße geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein Jeder liebe ic. 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird ers mir doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu ich billig, was er will und liebe JEsum, der mein Ziel. 3. Angelus. Das goldene A. B. E 629. Mel. Christ, der du bist. Allein auf GOtt fez' dein Vertrau'n, auf Menschenbülf' follst du nicht bau'n, GOtt ist al lein, der Glauben hält, sonst ist tein Glaub' mehr in der Welt. 2. Bewahr' dein Ehr', hüt' dich vor Schand', Ehr' ist fürwahr bein höchstes Pfand; wirst du die Schang' einmal versehn, so ist's um deine Ehr geschehn. 3. Klaff nicht zu viel, sondern hör mehr, das wird dir bringen Preis und Ehr'; mit Schweigen sich verred't Niemand, Klaffen bringt Manch'n in Sünd' und Schand'. 4. Dem Größten weich', acht' dich gering, daß er dich nicht in Unglück bring'; dem Kleinsten auch kein Unrecht thu, so bleibest du in guter Ruh. 6. Frömmigkeit laß gefallen dir viel mehr, denn Geld, das glaube mir, wenn Geld und Gut sich von dir scheid't, so weicht doch nicht die Frömmigkeit. 7. Gedenk der Arm'n zu jeder Frist, wenn du von GOtt gesegnet bist, sonst dir das widerfabren kann, was Christus sagt vom reichen Mann. 8. Hat dir Jemand was Guts gethan, da sollst du allzeit denken dran; es soll dir sein von Her zen leid, wenn's deinem Nächsten übel geht. 9. In deiner Jugend sollst du dich zur Arbeit halten fleißiglich, hernach gar schwer die Arbeit ist, wenn du zum Alter kommen bist. 10. Kehr' dich auch nicht an Jes dermann, der dir vor Augen dies nen tann; nicht alles geht von Herzens Grund, was schön und lieblich red't der Mund. 11. Laß Unfall nicht verdrießen dich, wenn das Glück gehet hins ter sich; Anfang und Ende sind nicht gleich, wie denn oft solches findet sich. 12. Mäßig im Zorn sei allezeit, um flein' Ursach' erheb' tein'n Streit, durch Zorn das Herze wird verblend't, daß Niemand Recht damit erkennt. 13. Nicht schäm dich, rath ich allermeist, daß man dich lehr, was du nicht weißt; wer etwas kann, den hält man werth, den Unges schickten Niemand begehrt. 14. D mer!'! so Giner führt ein' Klag' vor dir, sollst du so bald der Eag' nicht glauben, auch nicht richten fort, bist du hörst erst des Andern Wort. 15. Pracht Vom christlichen Leben und Wandel. 15. Bracht und Hoffahrt meid' überall, daß du nicht kommeft zu Unfall; ein ner Mann, hätt' er Hoffahrt und Pracht gelahn. 16. Quat von Niemand gedent, noch sprich, denn kein Mensch lebet ohn' Gebrech'; redest du all's nach deinem Will'n, wird man dich gar bald wieder still'n. 17. Ruf GOtt in allen Nöthen an, er wird gewißlich bei dir stahn; er hilft ein'm Jeden aus der Noth, der nur nach seinem Willen thut. 18. Sieh dich wohl vor, die Zeit ist bös, die Welt ist falsch und sehr gottlos; willst du der Welt viel hangen an, ohn' Schand' und Schad' kommst nicht davon. 19. Tracht' stets danach, was recht gethan, ob's schon nicht los bet Jedermann; es fanns doch Reiner machen so, daß Jedermann gefallen thu. 307 630. M. Ach was soll ich. Alles ist an GOttes Segen und an gelegen über alles Geld und Gut. Ber auf GOtt sein Hoffnung sebet, der behält ganz unverletet einen freien Heldenmuth. 2. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird hins fort mein Helfer sein. 3. Viel bemühen sich um Sachen, die nur Sorg' und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was mir tann Vergnügen bringen und man jezt gar sels ten find't. 4. Hoffnung kann das Herz erquite fen, was ich wünsche wird sich schicken, so es anders GOtt ges fällt; meine Seele, Leib und Les ben hab' ich seiner Gnad erge ben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach meinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab' ihm nichts vorzuschreiben, wie GOtt will, so muß es bleiben; wenn GOtt will, ich bin bereit. 6. Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerstreben, ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang' bestehet, alles Jrdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 20. Verlaß dich nicht auf irbisch' Ding', all' zeitlich Gut verichwind't gering; darum der Mensch gar weislich thut, der allein sucht das ewge Gut. 21. Wenn Jemand mit dir hadern will, so rath' ich, daß du schweigest still und ihm nicht helfest auf die Bahn, da er gern wollt' ein Ursach' han. 22. Xerres verließ sich auf sein Heer, darüber ward er geschlagen sehr, so mußt du triegen, GOtt vertrau, sonst allezeit den Frieden bau. 23. Je läng'r, je mehr lehr' dich zu Gott, daß du nicht kriegest des Teufel's Spott; ein'n solchen Lohn wird han, wie er im Leben hat gethan. 24. Rier all dein Thun mit Redlichkeit, bedenk zu End' den legt'n Bescheid, denn vor gethan und nachbedacht, hat Manchen in sein. groß Leid gebracht. 631. M. Christe, derdu bist Tag. Rebent, o Menſch! stets ohne Spott dein End' und deines Christi Tod, die Noth auf Erd' und böse Zeit, des Himmels Freud' und Herrlichkeit. 2. Der Höllen Gluth und schwere Bein, das soll dein Angebenten Lebit du nun lang', so lebe GOtt; wer lebt der Welt, ist les bend todt. U 2 3 Geh 308 Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Geh, wie es will, dein höchster| 6. Hoff', o du arme Seele, hoff Trost ist, daß dich Christus hat und sei unverzagt; GOtt wird erlöst; dem leb' und sterb' auch dich aus der Höhle, da dich der immerdar und acht' sonst alles Kummer plagt, mit großen Gnawie ein Haar. den rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auflauf! gieb deinem Schmer ze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der alles führen GOtt fist im Regimente führet alles wohl. soll: und 8. Jhn, ihn laß thun und wale ten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Werk hinaus geführet, das dich bekümmert hat. 4. Denn was ist diese ganze Welt mit aller Pracht, Ehr', Gut und Geld, wenn der Tod kommt, so ist es aus, es wird Koth, Staub und Asche draus. m. 3. Staub. 632. M. Herzlich thut mich. Befehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege deß, der den Himmel lenkt, der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 2. Dem HErren mußt du trauen, wenn dir's soll wohlergehn, auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Wert soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein, läßt GOtt sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. 3. Dein' em'ge Treu und Gnade, o Vater! weiß und sieht, was gut jei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt. 4. Weg' hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht, dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht, dein Werk tann Niemand hindern, dein' Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurüde gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Sweck und Ziel. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Theile, als hätt' in ſeis nem Sinn er deiner sich begeben und sollt'st du für und für in Angst und Nöthen schweben und fragt' er nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mind'sten gläubst, er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohldir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron'; GOtt giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand und du singit Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach' End', o HErr! mach Ende mit aller unser Noth; stärk unsre Füß' und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. P. Gerhard. 633, Mel. 8 309 Vom christlichen Leben und Wandel. 633. M. Ermuntre dich, mein.| deinen Willen und Herzenslust Du bist ein Mensch, das weißt erfüllen? du wohl, was strebst du denn nach Dingen, die GOtt der Höcht alleine soll und kann zu Werte bringen? Du fährst mit deinem Wiß und Sinn durch so viel tausend Sorgen hin und denkst: Wie will's auf Erden doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr mit alle deinem Zichten auch nicht ein einzig kleines Haar in aller Welt ausrichten, und dient dein Gram sonst nirgends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in Angst und Schmerzen stürzest und selbst das Leben kürzest. 3. Willst du nun thun, was GOtt gefällt und dir zum Heil gedeihet, so wirf dein' Sorgen auf den Held, den Erd und Himmel scheuet, und gieb dein Leben, Thun und Stand nur fröhlich hin in GOttes Hand, so wird er deinen Sachen ein fröhlich Ende machen. 7. Heb' auf dein Haupt, schau überall, hier unten und dort oben, wie GOttes Sorg' auf allen Fall für dich sich hab' erhoben: Dein Brod, dein Wasser und dein Kleid war eher noch als du bereit; die Milch, die du erst nahmeſt, war auch schon, da du kamest. 8. Die Windeln, die dich allgemach umfingen in der Wiegen, dein Bettlein, Kammer, Stub und Dach und wo du solltest liegen, das war ja alles zugericht't eh, als dein Aug' und Angesicht eröffnet war und sahe, was in der Welt geschahe. 9. Noch dennoch soll dein Angeficht dein ganzes Leben führen, du traust und glaubest weiter nicht, als was dein Augen spüren; was du beginnst, das soll allein dein Kopf, dein Licht und Meister sein; was er nicht auserkoren, das hältst du als verloren. 10. Nun siehe doch, wie viel und oft ist schändlich umgeschlagen, was du gewiß und fest ge hofft mit Händen zu erjagen? Hingegen, wie so manchesmal ist doch geschehn, das überall kein Sinnen und kein Zichten vermögen auszurichten? 11. Wie oft bist du in große Noth durch eignen Willen kommen, da dein verblend'ter Sinn den Tod für's Leben angenommen? und hätte GOtt sein Werk und That ergehen lassen nach dem Rath, in dem du's angefangen, du wärst zu Grund' gegangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betrübt, und führt uns, wo wir irren; und dazu treibt ihn sein Gemüth und die so reine Vatergüt', in der uns arme Sünder er trägt 13. Ach, 4. Wer hat gesorgt, da deine Seel', im Anfang deiner Tage, noch in der Mutter Leibeshöhl' und finstern Kerker lage? Wer hat allda dein Heil bedacht? Was that da aller Menschen Macht, da Geist und Sinn und Leben dir ward ins Herz gegeben? 5. Durch wessen Kunst steht bein Gebein in ordentlicher Fülle? Wer gab den Augen Licht und Schein, dem Leibe Haut und Hülle? Wer zog die Adern hie und dort, ein jed' an ihre Stell' und Ort? Wer setzte hin und wieder so viel und schöne Glieder? 6. Wo war dein Herz, Will' und Verstand, da sich des Himmels Decken erstreckten über See und Land und aller Erden Ecken? Wer brachte Sonn' und Mond herfür? Wer machte Kräuter, Bäum' und Thier, und hieß sie als seine Kinder. 11 3 310 Vom christlichen Leben und Wandel. 13. Ach, wie so oftmals schweigt| 634, M. Mein Augen schließ ich er still und thut doch, was uns Du Liebe Unschuld du, wie wirst geacht't! und Herz in lengsten sibet, sucht wie oftmals wird dein Thun vor hier und da und findet nichts, aller Welt verlacht! du dienest will sehn und mangelt doch des deinem GOtt, hältst dich nach Lichts, will aus der Angst sich seinen Worten, darüber höhnt winden und kann den Weg nicht man dich und drückt dich aller finden. Orten. 14. GOtt aber geht gerade fort aut seinen weisen Wegen; er geht und bringt uns an den Ort, da Wind und Sturm sich legen; hernachmals, wenn das Wert geschehn, so tann alsdann der Mensche sehn, was der, so ihn regieret, in seinem Rath geführet. 15. Drum, liebes Herz, sei wohlgemuth und laß von Sorg und Grämen; GOtt hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen; er fann's nicht lassen, glaube mir, sein Eingeweid ist gegen dir und uns hier allzusammen voll allzufüßer Flammen. 16. Er hißt und brennt vor Gnad' und Treu und also kannst du den ten, wie seinem Muth zu Muthe sei, wenn wir uns oftmals tränken mit so vergebner Sorgenbürd', als ob er uns nun gänzlich würd' aus lauter Zorn und Hassen ganz hülf- und trostLos lassen. 2. Du gehst geraden Weg, fliehst von der frummen Bahn; ein andrer thut sich zu und wird ein reicher Mann, vermehrt sein klei nes Gut, füllt Kasten, Boden, Scheunen; du bleibst ein armer Mensch und darbest mit den Deinen. 3. Du strafft die bösen Werk und sagst, was unrecht sei, ein Andrer braucht die Kunst der fü Ben Heuchelei, die bringt ihm Lieb' und Huld und hebt ihn auf die Höhen, du aber bleibst zurück und mußt darunter stehen. 4. Du sprichst, die Tugend Jei der Christen schöne Kron'; hingegen hält die Welt von Reputation. Wer diese haben will, sagt sie, der muß gar eben sich schicken in die Zeit und gleich den andern leben. 17. Das schlag' hinweg und laß dich nicht so bitterlich bethören, ob gleich nicht allzeit das geschicht, was Freude kann vermehren, so wird doch wahrlich das geschehn, was GOtt, dein Vater, auserfehn; was er dir zu will kehren, das wird kein Mensche wehren. 5. Du rühmest viel von GOtt und streichst gewaltig aus den Segen, den er schickt in seiner Kinder Haus. Ist denn nun dem also? spricht man, so laß doch sehen, was dir denn ist für Gut, für Glück und Heil geschehen? 6. Halt fest, o frommes Herz, halt fest und bleib getreu in Widerwärtigkeit; dein GOtt, der steht dir bei. Laß diesen deine Sach' handhaben, schüßen, fühs ren, so wirst du wohl bestehn und endlich triumphiren. 18. Thu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme; bitt' ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme; so wird er dich 7. Gefällst du Menschen nicht, durch seinen Geist auf Wegen, die das ist ein schlechter Schad', all' bu jetzt nicht weißt, nach wohlge- g'nug ist's, wenn du haft des ew's baltnem Ringen, aus allen Sorgen Vaters Gnad'. Ein Mensch gen bringen. P. Gerhard. kann doch nicht mehr, als irren, fehlen, 311 Vom christlichen Leben und Wandel. fehlen, lügen, GOtt aber ist des Höchsten milde Hand dir werd' gerecht, sein Urtheil kann nicht aus Gnaden geben. trügen. 8. Spricht er nun: du bist mein, dein Thun gefällt mir wohl; wohl an, so sei dein Herz getrost und freudenvoll; schlag' alles in den Wind, was böse Leute dichten; sei still und siehe zu, GOtt wird sie balde richten. 15. Was hier ist in der Welt, da sei nur unbemüht; wird dir's ersprießlich sein, wie's GOtt am besten sieht, so glaube du gewiß, er wird dir deinen Willen schon geben und mit Freud' all' dein Begehren stillen. Paul Gerhard. 635. M. JEsu, der du meine. u, o schönes Weltgebäude, magst gefallen, wem du willt, deine scheinbarliche Freude ist mit lauter Angst umhüllt. Denen, die den Himmel hassen, will ich ihre Weltlust lassen; mich verlangt nach dir allein, allerschön stes JEsulein! Du, 2. Müde, die der Arbeit Menge und der heiße Strahl beschwert, wünschen, daß des Tages Länge werde durch die Nacht verzehrt, daß sie nach so vielen Lasten können sanft und sicher rasten; ich wünsch' jetzt bei dir zu sein, allerschönstes JEsulein! 3. Ach! möcht' ich in deinen Armen, so wie ich mir wünschen wollt, allerliebster Schat! erwarmen, so wollt' ich das feinste Gold, das in Ophir wird gegraben, nicht für dies' Ergößung haben, wenn ich könnte bei dir sein, allerschönstes JEsulein! 4. Andre mögen durch die Wek len und durch Wind und Klips pen gehn, ihren Handel zu bestellen, und da Sturm und Noth ausstehn, ich will meine Glaubensflügel schwingen an der Sternen Hügel, ewig da bei dir zu sein, allerschönstes JEsulein! 9. Stolz, Uebermuth und Pracht währt in die Länge nicht; wenn's Glas am hellsten scheint, fällt's auf die Erd' und bricht; und wenn des Menschen Glück am höchsten ist gestiegen, so stürzt es unter sich und muß zu Boden liegen. 10. Das ungerechte Gut, wer's recht und wohl befieht, ist lauter Zentnerlast, die Herz, Sinn und Gemüth ohn' Unterlaß beschwert, Seel' und Gewissen dringet und aus der sanften Ruh in schweres Leiden bringet. 11. Was hat doch Mancher mehr als armer Leute Schweiß? was ißt und trinket er? morin besteht sein Preis, als in geraubtem Gut und armer Wittwen Thränen, die wie ein dürres Land sich nach Erquicung sehnen? 12. Heißt das nun selig sein? Ist das die Herrlichkeit? welch' ein hartes Wort wird über solche Leut' am Tage des Gerichts aus GOttes Mund erschallen! wie schändlich wird der Ruhm und großes Prahlen fallen. 13. Du aber, der du GOtt von ganzem Herzen ehrst und deine Füße nicht von seinen Wegen febrit, wirst in der schönen Schaar, die GOtt mit Manna weidet, hergehn, mit Lob und Ehr', als einem Rock, gekleidet. 14. Drum fasſe deine Seel' ein wenig in Geduld, fahr' immer fort, thu recht, leb' außer Sündenschuld; glaub', daß den höchsten Schaß dort in dem andern Leben 5. Tausendmal pfleg' ich zu sagen und noch sausendmal dazu: ach! würd' ich in's Grab getras gen, ei, jo täm' ich ja zur Rub und mein bestes Theil, das würde, frei von dieses Leibes Bürde, is und ewig um dich sein, allerschönstes JEsulein! 114 6. Komm, 312 Vom christlichen Leben und Wandel. 6. Komm, o Tod, du Schlafes und GOttes heil'gen Will'n und Bruder, tomm und führe mich Wink sich willig überlassen, sowohl nur fort, löse meines Schiffleins bei trüber Noth und Bein, als Ruder, bringe mich in sichern bei vergnügtem Sonnenschein. Bort; es mag, wer da will, dich Geduld erhält das Leben. scheuen, du kannst mich vielmehr 2. Drum auf, mein Herz, ver erfreuen, denn durch dich komm zage nicht, da dich ein Leiden drükich herein zu dem schönsten JE- ket; ach! fliehe zu dem ew'gen sulein. Licht, das träftiglich erquidet. Küff' in Geduld des Vaters Ruth, die dir so viel zu Gute thut. Ge duld giebt Muth und Kräfte. 7. Ach! daß ich den Liebeskerter heute noch verlassen müßt' und käm' an den Sternenerker, wo das Haus der Freuden ist; da wollt' ich mit Wortgepränge bei der Engel großer Menge rühmen deiner GOttheit Schein, aller schönstes JEsulein. 3. Nur frisch im Glauben fortgekämpft, bis sich der Sturmwind leget; im Kreuze wird die Luft gedämpft, die sich im Fleisch noch reget; dem Geist wird neue 8. Doch weil ich die Seelen- Kraft geschenkt, daß er sich still auen und den goldnen Him- in GOtt versenkt. Geduld ermelssaal jest nicht kann nach hält viel Gnade. Wunsche schauen und muß hier im Thränenthal noch am Kummerfaden spinnen, ei! so sollen meine Sinnen unterdeß doch bei dir sein, allerschönstes JEfulein. 4. Es wird auch keiner dort getrönt, als der hier recht geſtritten! ja, der wird dermaleinst verhöhnt, wer hier nicht hat gelitten; wer aber Christi Joch hier trägt, dem wird sein Schmuck dort angelegt. Geduld erlangt die Krone. S. Franc. 5. GOtt hilft dir auch bei aller Noth, dem kannst du sicher trauen, er übergiebt dich nicht dem Tod, dusollst das Leben schauen. Er steht dir bei, er tröstet dich, beweiset sich recht väterlich. Geduld ist voller Segen. 636. M, Ach, was soll ich Sünder. il' mit Weil', pflegt man zu sagen, denn der Schad' ist oft zu sehn, der durch Eilen kann geschehn; wie viel hört man schmerzlich klagen. Eil' hat oft viel Unglück bracht, drum thu alles mit Bedacht. 6. Erwarte nur die rechte Zeit, so wirst du wohl empfinden, wie er in süßer Freundlichkeit sich mit dir werd' verbinden. Es wird nach ausgestandner Bein dein Labsal unaufhörlich sein. Geduld wird nicht zu Schanden. 638, M. Herzlich thut mich. s fagt das Heil der Sünder: zu mir, sonst verkehrten Kinder, die ihr euch für und für mit schwerem Kummer traget, daß ihr verloren 637. M, A GCn vom Himmel. Es 3 ist gewiß ein köstlich Ding, seid, und immerzu euch plaget sich in Geduld stets faffen mit Höllenewigkeit. 2. Seht, 2. Eilen, ohn' Verzug durchdringen, war des Alexanders Wort, den trieb sein Muth immerfect, alles unter sich zu bringen. Eil' hat ihm doch Unglück bracht, brum thu alles mit Bedacht. 3. Was zuvor ist wohl erwogen, was man recht und gut befind't, was sich schickt, das thu geschwind; was GOtt will, thu unverzogen. macht, so thu alles mit Bedacht. 9. 3. Olearius. Vom christlichen Leben und Wandel. 313 2. Seht, ich will euch erquicken, Schemen? Auf verfluchter Liebe nehmt nur mein sanftes Joch auf Brauch folgt verfluchtes Grämen. euren schwachen Rücken, ich trag' am meisten doch; lernt meine Sahftmuth üben, geht meine Weg' einher, so wird euch nicht betrüben die höllische Beschwer. 6. Bist du nicht vom Himmel her, himmlich am Gemüthe, tannst genießen immermehr deines GOttes Güte? Wie soll denn das Jrdisch' noch dein' Begierde stillen? Kann das Erdenpünklein doch nicht den Himmel füllen. 7. Fahr' hin, Welt, mit deinem Dreck, du kannst mich nicht laben, JEsus ist mein Lebenszwed, wenn ich den mag haben, frag' ich nicht nach aller Lust, die der Himmel heget; alles ist nur Koth und Wust, was das Erdreich trägt ist im Himmel süße Luft, giebt das Erdreich Schäße, so ist mir doch mehr bewußt, wenn ich mich ergöße an dem JEsu, der allein fann vergnüglich laben; ohne den ist's lauter Bein, Erd' und Himmel haben. 9. Er ist mir, was ich begehr', ohne List und Trügen, mein ers wünschtes Wollustmeer, mein höchstes Vergnügen, mein Erb' und mein Paradies, mein Schap und mein Leben, meines Mundes höchster Preis; er kann mich erheben. 3. Ihr werdet Ruhe finden für eurer Seelen Qual, nur stehet ab von Sünden, ihr Sünder allzumal; werd't ihr die Sünden haffen und fliehn, so lebet ihr. O HErr! wollst uns nicht lassen und ziehn uns stets nach dir. 639. M. Christus, der uns selig. schnöde fahr aus meinen Ginnen, elt, sollst doch mit deinem Geld mir nichts abgewinnen. JEsum Christum hab' ich mir auserwählt zu lieben; alles Andre, was man hier liebet, kann betrüben. 2. Was ist aller Reichthum hier? Nur ein Stückchen Erde, eine Last, die für und für drücket mit Beschwerde, eine Flamme, die das Herz giftiglich entzündet, eine Dorne, da der Schmerz unsre Seel' verwundet. 3. Was ist Chr' und Herrlich teit? nur ein Schein und Schemen, kömmt und schwindet mit der Zeit, stürzet uns in's Grämen; wenn wir wollen himmelan unsre Flügel schwingen, müssen wir mit Haman in die Schande bringen. 4. Deine Wollust ist ein Gift, tünstlich überzogen mit dem Zutfer; wen sie trifft, wird durch sie betrogen; wer sie isset, muß mit Bein in die Hölle fahren, trinten von dem Schwefelwein der verdammten Schaaren. 5. O du blinde Menschenseel'! magst du doch noch lieben, was dich in der Höllenhöhr' ewig tann betrüben, und doch nichts ist als ein Rauch, als ein Dampf und 10. Fahr' nur, Welt, fahr'immer hin mit den güld'nen Schäßen; JEsus kann mir meinen Sinn mehr als Gold ergößen. Mangelt Gold, so hab' ich GOtt, es wird mir gelingen, sollten auch die Raben Brod mir vom Himmel bringen. 11. Bin ich vor der Weltveracht't und werd hier betrübet, so bin ich doch werth geacht't bei GOtt und geliebet. Menschenehr' muß wie ein Dunst, wie ein Schaum vergehen; bleibt mir nur des Himmels Gunst, will ich doch bestehen. D. H. Müller. 640. M. Von GOtt will ich nicht. eduld ist euch vonnöthen, wenn 11 5 und 314 Vom chriftlichen Leben und Wandel. und was euch mehr will tödten, euch in das Herze schneid't. O auserwählte Zahl, soll euch kein Tod nicht tödten, ist euch Geduld vonnöthen, das sag' ich noch einmal. 2. Geduld ist Fleisch und Blute, ein herb und bitter Kraut; wenn unsers Kreuzes Ruthe uns nur ein wenig draut, erschrickt der zarte Sinn; im Glück ist es verwegen; tömmt aber Sturm und Regen, fällt Herz und Muth dahin. 3. Geduld ist schwer zu leiden, dieweil wir irdisch seind und stets in lauter Freuden bei GOtt zu sein vermeint, der doch sich flar erklärt: Ich strafe, die ich liebe, und die ich hoch betrübe, die halt' ich hoch und werth. 4. Geduld ist GOttes Gabe und feines Geistes Gut, der zieht und lös't uns abe, so bald er in uns ruht; der edle werthe Gaft erlöst uns von dem Zagen und hilft uns treulich tragen die große Bürd' und Last. 5. Geduld kömmt aus dem Glanben und hängt an GOttes Wort, das läßt sie sich nicht rauben, das ist ihr Heil und Hort, das ist ihr hoher Wall, da hält sie sich verborgen, läßt GOtt den Vater sorgen und fürchtet keinen Fall. 6. Geduld seßt ihr Vertrauen auf Christi Tod und Schmerz; macht Satan ihr ein Grauen, so faßt sie hier ein Herz und spricht: Bürn' immerhin! du wirst mich doch nicht fressen, ich bin zu hoch gesessen, weil ich in Christo bin. 7. Geduld ist wohl zufrieden mit GOttes weisem Rath, läßt sich nicht leicht ermüden durch Aufschub seiner Gnad', hält frisch und fröhlich aus, läßt sich getroft beschweren und denkt: Wer will's ihm wehren? Er ist der HErr im Haus. 8. Geduld kann lange warten, vertreibt die lange Weil' in GOttes schönem Garten, durchsucht zu ihrem Heil das Paradies der Schrift und schüßt sich früh und späte mit eifrigem Gebete vor Satans List und Gift. 9. Geduld thut GOttes Willen, erfüllet sein Gebot und weiß sich fein zu stillen in aller Feinde Spott; es lache, wem's beliebt, wird sie doch nicht zu Schanden, es ist bei ihr vorhanden ein Herz, das nichts drauf giebt. 10. Geduld dient GOtt zu Eh ren und läßt sich nimmermehr von seiner Liebe kehren. Und schlüg' er noch so sehr, so ist sie doch bedacht, sein' heil'ge Händ' zu loben, spricht: GOtt, der Höchste droben, hat alles wohl gemacht. 11. Geduld erhält das Leben, vermehrt der Jahre Zahl, vertreibt und dämpft daneben manch' Angst und Herzensqual, ist wie ein schönes Licht, davon, wer an ihr hanget, mit GOttes Hülf' erlanget ein fröhlich's Angesicht, 12. Geduld macht große Freude, bringt aus dem Himmelsthron ein schönes Halsgeschmeide, dem Haupt ein' edle Kron' und königlichen Hut, stillt die betrübs ten Thränen und füllt das heiße Sehnen mit rechtem schönem Gut. 13. Geduld ist mein Verlangen und meines Herzens Lust, nach der ich oft gegangen, das ist dir wohl bewußt, HErr voller Gnad' und Huld; ach, gieb mir und gewähre mein' Bitten, ich begehre nichts anders, als Geduld. 14. Geduld ist meine Bitte, die ich sehr oft und viel in dieser Leibeshütte zu dir, HErr, schik ten will. Kömmt dann der letzte Zug, so gieb durch deine Hände auch ein geduldig's Ende, so hab ich alles g'nug. 3. Gerhard. 641. In Vom chriftlichen Leben und Wandel. Gie 641. 3n eigener Melodie. ieb dich zufrieden und sei stille in dem GOtte deines Lebens! in ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn' ihn mühst du dich vergebens; er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gieb dich zufrieden! 2. Er ist voll Lichtes, Trost's und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens; wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Bein des größten Schmerzes; Kreuz, Angst und Noth fann er bald wenden, ja, auch den Tod hat er in Händen. Gieb dich zufrieden! 3. Wie dir's und andern oft er gehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Thränen und faßt zu Hauf' all' unser Sehnen. Gieb dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einz'ger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Tröiter werden und zu deinem Besten schauen; er weiß dein Leid und heimlich's Grämen, auch weiß er Zeit, dir's zu benehmen. Gieb dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du GOtt gar tühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gieb dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an GOtt, so wirst du siegen; ob alle Fluthen einher gingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat GOtt, dein Fürst, dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten wollst 315 und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein' Hand, die voller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gieb dich zufrieden! 8. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset; der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiset, der wird ja auch dich wohl erfüllen und deinen Bauch zur Nothdurft stillen. Gieb dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe teine Mittel, wo ich such', ist nichts zum besten; denn das ist GOttes Ehrentitel: Helfen, wenn die Noth am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da tritt er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hülf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dich das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzieht, ist desto süßer. Gieb dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten deiner Feinde von dir richten. Laß sie nur immer weidlich spotten; GOtt wird's hören und recht richten. Ist GOtt dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch groß machen? Sieb dich zufrieden! 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn er's sehen könnt' und wollte. Wo ist ein Glück so flar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus das könnte sagen: Ich weiß durchaus von feinen Plagen. Gieb dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht ans ders werden, alle Menschen müs sen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht 316 Vom christlichen Leben und Wandel. nicht vermeiden. Des Kreuzes 643. M. O GOtt, du frommer. Stab schlägt unsre Lenden bis in Err, allerhöchſter GOtt, von da sichs wenden. Gieb dich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser GOtt wird lösen, er wird uns reißen aus den Banden dieses Leib's und allem Bösen! es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämmtlich bringen. Gieb dich zufrieden! dem Gaben und was uns nüßlich ist, durch Bitte müssen haben. Ich Sünder klage dir, daß leider ich nicht kann dich, wie ich gerne wollt, im Glauben beten an. 15. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun in Frieden freuen; da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ew' gen Mund selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden! B. Gerhard. 642. M. Nun laßt unsGOtt, dem. Ott, gieb mir zu erkennnen, mas Weisheit sei zu nennen, daß ich dich recht verehre ohn alle Reberlehre. 2. Laß durch ein christlich Leben mich stets nach Tugend streben; laß mich auch deinen Willen gehorsamlich erfüllen. 3. Sint ich in Sünden nieder, so richte du bald wieder mich auf, baß ich behende zu dir, HErr JEsu, mende. 4. Bleib du mein rechter Lehrer, du Brunnquell und Vermehrer der Weisheit, mein Studiren laß mich, HErr, wohl vollführen. 5. Mein ander Thun und Las sen regiere du dermaßen, daß bir's zu Lob gelange, wie ichs in dir anfange. 6. Gieb Rath und That, gieb Freude, regiere meine Feinde, daß sie doch endlich können mir nichts als Gures gönnen. 7. Dir sei es heimgegeben: Seel', Ehre, Gut und Leben ich sez in beine Hände, den Anfang und das Ende. H. Held. 2. Ich glaube ja zwar wohl, doch mit sehr schwachem Glauben, den mir noch will dazu der böse Feind wegrauben. In solcher Noth, o GOtt, weil ich auf dich allein vertraue, wollest du mein treuer Helfer sein. 3. Ach! strecke du zu mir doch deine Gnadenhände, hilf meiner Schwachheit auf und Stärkung mir zusende, ob schon dem Senftorn gleich mein Glaube ist sehr klein, so laß ihn doch bei mir in ftetem Wachsthum sein. 4. Ich bin zwar schwach, doch sei der Glaub in mir geschäftig, und deine Stärk und Kraft sei in mir Schwachen kräftig. Ach! zieb mich hin nach dir, HErr, meine Zuversicht! auf daß sich mehr' in mir des wahren Glaubens Licht. 5. D frommer GOtt, der du ein Füntlein angezündet des Glaubens, blas' es auf, daß wenn sich Noth einfindet, ich wohl gerüstet sei und gute Rita terschaft ausübe allezeit durch deines Lichtes Kraft. 6. HErr JEsu, blicke du mich an aus lauter Gnaden, wie du das arme Weib von Cana, das beladen mit vielem Unglück war; vertritt du mich bei GOtt, damit mein schwacher Glaub hier werde nicht zum Spott. 7. Ach, lieber HErr, wie du für Petrum haft gebeten, daß er nicht möchte ab vom wahren Glauben treten, so bitte auch für mich, der du mein Mittler bist, daß ich beständig bleib, wie mir es nöthig ist. 8. Ers Vom christlichen Leben und Wandel. 317 8. Erhöre mich, mein GOtt!| vollbracht; denn laß die Nacht mein GOtt! mich doch erhöre! sein, wie sie mag, so ist sie bei Mert auf mein Flehen und die dir heller Tag. Bitte mir gewähre, daß ich des Glaubens Ziel, der Seelen Seligkeit, erlange dort einmal bei dir in Ewigkeit. 10. Dich blend't der dunkle Schatten nicht, die Finsterniß ist dir ein Licht; dein Augenglana ist klar und rein; darf weder Sonn- und Mondenschein. 11. Mein Eingeweid' ist dir be fannt, es liegt frei dar in dei Der 139. Pfalm. 644. M. Bom Himmel hoch. Err, du erforschest meinen hab und bin; ja was mir selbst verborgen ist, das weißt du, der du alles bist. leib an mir lauter Lieb' und Guts' gethan. 12. Du bist's, der Fleisch, Ge 2. Ich sig' hier oder stehe auf, bein und Haut so künstlich in ich lieg', ich geh auch oder lauf, mir aufgebaut. All' deine Werk so bist du um und neben mir, sind wundervoll, und das weiß und bin ich allzeit hart bei dir. 3. All' die Gedanken meiner Seel' und was sich in der Herzenshöhl hier reget, hast du schon betracht't, eh' ich einmal daran gedacht. 4. Auf meiner Zunge ist kein Wort, das du nicht hörest also fort; du schaffelt, daß ich red' und thu und siehst all' meinem Leben zu. 5. Das ist mir fund und bleibet doch mir solch' Erkenntniß viel zu hoch; es ist die Weisheit, die kein Mann recht aus dem Grunde wissen kann. 6. Wo soll ich, der du alles weißt, mich wenden hin vor dei nem Geist? Wo soll ich deinem Angesicht entgehen, daß mich's fehe nicht? 7. Führ' ich gleich an das Himmelsbach, so bist du da, hältst Hut und Wach', steig' ich zur Höll' und wollte mich da betten, find ich dich auch hier. 8. Wollt' ich der Morgenröthe gleich geflügelt ziehn, so weit das Reich der wilden Fluthen nebt das Land, täm' ich doch nie aus deiner Hand. 9. Rief ich zu Hülf die finstre Nacht, hätt' ich doch damit nichts meine Seele wohl. 13. Du sahest mich, da ich noch gar fast nichts und unbereitet war, warst selbst mein Meister über mir und zogst mich aus der Tief herfür. 14. Auch meiner Tag' und Jahre Zahl, Minuten, Stunden allzumal hast du, als meiner Zeiten Lauf, vor meiner Zeit geschrie ben auf. 15. Wie köstlich, herrlich, süß und schön seh ich mein GOtt, da vor mir stehn dein weises Denken, das du denkst, wenn du uns deine Güter schenkst. 16. Wie ist dies doch so trefflich viel! wenn ich's bisweilen zählen will, so find' ich doch bei weitem mehr, als Staub im Feld und Sand am Meer. 17. Was macht denn nun die wüste Rott'; die dich, o großer Wundergott, so schändlich lästert und mit Schmach dir so viel Uebles redet nach. 18. Ach! stopfe ihren schnöden Mund, steh auf und stürze sie zu Grund; denn weil sie deine Feinde seind, bin ich auch ihnen Herzlich feind. 19. Ob sie nun gleich hinwieder sehr mich hassen, thu ich doch nicht Vom christlichen Leben und Wandel. 318 nicht mehr, als daß ich wider ihren Truß mich leg' in deinen Schooß und Schuß. 20. Erforsch', HErr, all' mein Herz und Muth, sieh, ob mein Weg sei recht und gut und führe mich bald himmelan, den ew'gen Weg, die Freudenbahn. P. Gerhard. Der 90. Psalm. 645. M. HErr JEfu Chrift, du. Err GOtt! du bist ja für Heerde, du bist gewesen, eb allhier gelegt der Grund zur Erde; und da noch kein Berg war bereit't, da warst du in der Ewigteit, o Anfang aller Dinge! 2. Du läßt die Menschen in das Thor des Todes häufig wandern; du sprichst: Kommt wieder, Men schen, vor, und folget jenen an dern. Denn dir sind, Höchster, tausend Jahr als wie ein Tag, der geſtern war, und nunmehr ist vergangen. 3. Du läßt das schnöde Men schenheer wie einen Strom verfließen und wie die Schifflein auf dem Meer bei gutem Wind hinschießen; gleich wie ein Schlaf und Traum bei Nacht, der, wenn der Mensch vom Schlaf erwacht, entfallen und vergessen. 4. Wir sind ein Kraut, das bald verborrt, ein Gras, das jetzt auf gehet, wird aber schnell von seinem Ort entführet und verwehet. So ist der Mensch; heut blühet er, und morgen, wenn ihn ungefähr ein Wind rührt, liegt er nieder. 6. Dies ist das Feu'r, das uns versehrt das Mark in allen Beinen; daher kommt's, daß der Tod verzehrt die Großen und die Kleinen; drum fahren unsre Tage hin, wie ein Geschwätze durch den Sinn, wenn wir die Beit vertreiben. 5. Das macht, HErr, deines Bornes Grimm, daß wir 10 bald verschwinden; dein Eifer stößt und wirft uns um, von wegen unsrer Sünden. Die Sünden stellest du vor dich, davon brennt und entrüstet sich dein allzeit reines Herze. 7. Wie lang hält doch dies Leben aus? Gar selten siebzig Jahre; wenn's hoch kommt, werden achtzig draus, und wenn man alle zu Hauf', ist's lauter Müh von Jugend auf und lauter Angst gewesen. 8. Wir rennen, laufen, sorgen viel, und eh wir's uns versehen, da kommt der Tod, steckt uns das Ziel und da ist's dann geschehen. Wir fliehen eilend und behend, und ist doch Niemand, der sein End' und GOttes Zorn bedenke. 9. Lehr' uns bedenken, frommer GOtt, das Ende dieser Erden, auf daß wir, wenn wir an den Tod gedenken, flüger werden. Ach! kehre wieder, fehr' uns zu dein Angesicht und steh in Rub mit deinen bösen Knechten. 10. Erfüll' uns früh mit deiner Gnad' an Leib und an der See len, so wollen wir dir früh und spat dein Lob mit Dank erzählen. Erfreu uns, o du höchste Freud'! und gieb uns wieder gute Zeit nach so viel bösen Tagen. 11. Bisher hats lauter Kreuz geschneit, laß uns die Sonne scheinen. Bescher uns Freude nach dem Leid und Lachen nach dem Weinen. Laß deiner Werte süßen Schein, HErr, beinen Knechten kundbar sein, und dein' Ehr' ihren Kindern. 12. Bleib' unser GOtt und treuer Freund, halt uns auf festem Fuße, und wenn wir etwa irrig seind, so gieb, daß ich mit Buße Idas Herze wieder zu dir wend'. Auch 319 Vom christlichen Leben und Wandel. Auch fördre das Thun uns'rer nicht fremde Güter zu sich reißt Händ', und segne unsre Werke. mit einem Schein des Rechten; Baul Gerhard. hat eine reine Zung' und Mund, die Wahrheit sagt von Herzensund und hasset alle Lügen. 646. M. HErr, straf mich nicht, Err JEsu Christ, thu Glück rung geben, und schenk uns gnädig unser Theil in diesem kurzen Leben; doch halt darinnen Maaß und Ziel, und gieb uns ja nicht allzuviel, daß wir uns nicht erheben. 2. Gieb uns auch nicht zu wenig Brod, sondern zu rechter Maaßen;| fürchten. auf daß wir nicht aus großer Noth dein rein Gebot verlassen, noch von dem Wuchrer dürfen was aufborgen, der das beste Gras auf fremden Wieſen mähet. 3. Vor diesem Freffer uns bewahr', auf daß er uns nicht zwinge, noch unser Haus und Nahrung gar in seinen Rachen bringe, als vielen Narren widerfahr'n, die nicht wollen das Ihre spar'n, noch dich vor Augen haben. 4. HErr, gieb uns, was uns selig ist, mehr woll'n wir nichts begehren, und hilf, daß wir ohn'Hinters list uns fein aufrichtig nähren, und jederzeit der Gaben dein recht brauchen und zufrieden ſein mit dem, was du bescherest. 5. Ei, HErr, gieb uns die Seligteit, das ist das Allerbeste, wir sind doch hier eine kleine Zeit nicht an bers wie die Gäste; eh' man's verfieht, sind wir dahin. Wohl dem, der hier in seinem Sinn ist auf dein Wort gestorben. B. Ringwald. 647. M. Es ist gewißlich an der. den noch in deiner Hütte wohnen? und wen wirst du im Himmel doch in Gnaden wohl belohnen? wer wird ein wahres Gliedmaß sein hier deiner christlichen Gemein', und dort der Auserwählten? 2. Wer sich der Frömmigkeit befleißt und liebet die Gerechten, veracht't, noch mit der Zunge schändet, kein Unglück einem Menschen macht, zum Besten alles wendet und liebet nicht gottlose Leut', hält aber doch die Frömmigkeit und alle, die GOtt 4. Wer seine Worte treulich hält, nicht hinterlistig schwöret, nicht Wucher treibt mit Korn un Geld, noch Wittwenbrod verzehret, und kein' Geschenke nimmet an, zu bindern den gerechten Mann in ſeiner guten Sache. 5. Wer das thut, ist ein frommer Christ, das mag man fühnlich gläuben, es wird ihn keine Macht noch List von seinem Orte treiben. Er wird, beschüßt durch GOttes Hand, behalten seinen Ehrenstand bis an sein selig Ende. 648. M. O GOtt, du frommer. GOtt, der du mir dieses Leben, Leib, Seele und Vernunft aus Gnaden haft gegeben; regiere ferner mich durch deinen guten Geist, daß der in allem Thun mir Kraft und Beistand leist. 2. Hilf, daß ich allezeit des Fleis sches Lüste meide, hingegen emsiglich des Geistes Werte treibe auch dabei in Hoffnung immer stark und fest gegründet sei. 3, Gieb, daß ich, als ein Christ, wie Christus mich bezeige, und meine Obren stets zu seiner Lehre neige, im Glauben stärke mich, daß ich der argen Welt nicht folge. wenn sie mich von deinem Wort abhält. 4. Ent 320 Vom christlichen Leben und Wandel. 4. Entzünde du mein Herz mit deiner wahren Liebe, und gieb, daß ich zugleich am nächsten Liebe übe. Verleihe mir Geduld, wenn Trübsal bricht herein, und hilf, daß ich im Glück demüthig möge sein. 5. Verleihe, daß ich stets nach deinem Reiche ringe, auf daß dein Segen sich zu mir herunter dringe. Wer nach dem Ewigen vor allen Dingen tracht't, der wird auch wohl mit dem, was zeitlich ist, bedacht. 9. Haß, Falschheit, Uebermuth und Heuchelei daneben, laß ja an mir nicht sein in meinem ganzen Leben, List, Unrecht, Frevel, Geiz und Unbarmherzigkeit sei ferne weg von mir, o GOtt, zu aller Zeit. 7. Mit deiner rechten Hand, HErr, wollest du mich leiten und schüßen Tag und Nacht, daß meine Tritt nicht gleiten. Du wolleft meine Burg und Schuß in Nöthen sein, wenn ich in meinem Amt ausgehe oder ein. 8: Bulegt erlöse mich von allem Kreuz und Leiden und wenn ich alls was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch' zum Lobe dein, zu Nuß und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein' Gnade geben. Behüt mich, HErr, vor falscher Lehr', des Satans Mord und Lügen wehr', in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. HErr JEsu Christ, mein HErr und GOtt, mein HErr und GOtt, tröst mir mein Seel in Todesnoth. 3. Ach HErr! laß dein lieb' Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schooß tra= gen; den Leib in sein'm Schlaffämmerlein gar sanft ohn ein'ge Qual und Bein ruh'n bis am jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud', o GOttes Sohn! mein Heiland und mein Gnadenthron. HErr JEsu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. M. Schalling. 650. M. Befieht du deine Wege. ier habt ihr, fromme Christen, wie ihr den argen Lügen der Welt entgehen sollt, was euer Thun und Lassen, was euer Stand soll sein, damit ihr durch die Straßen des Himmels gehet ein. scheiden, so stehe du mir bei mit deiner Gnadenhand und führe mich hinauf in's rechte Vaterland. 649, In eigener Melodie. erzlich lieb hab ich dich, o HErr! ich bitt', wollst sein von mir nicht fern mit deiner Hülf und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Himm'I und Erden frag ich nicht, wenn ich dich nur kann haben; und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist du doch mein' Zuversicht, 3. Tracht't nicht, den Leib zu klei mein Heil und meines Herzens den, nach Geld und großem Gut, Trost, der mich durch sein Blut nach Edelstein und Seiden, wie hat erlöst. HErr JEsu Christ, sonst ein Weltfind thut; wollt mein GOtt und HErr, mein GOtt und HErr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Des Leibes turze Freude, und was dem Fleisch gefällt, der Aus gen schnöde Weide, die Wollust dieser Welt, das eitle Ehrenstrea ben, und was den Geist antrifft, das ist dem Christenleben ein schädlich Seelengift. ihr mit Schönheit prahlen, so laßt das Seelenreich mit GOttesfurcht durchmalen: das ist ein Schmud für euch. 2. Es ist ja, HErr, dein G'schenk und Gab', mein Leib, Seel' und 4. Was Vom christlichen Leben und Wandel. 321 4. Was sind die Purpurwan- 4. Hilf uns, HErr, aus allen gen, was ist ein seid'n Gewand? was ist das schnöde Prangen? was ist ein hoher Stand? was ist das viele Schinden? was ist das eitle Geld? ein Schein, der bald mußschwinden, ein Schaum, der bald zerfällt. Leiden in der letzten Todesnoth, laß uns fahren hin mit Freuden, und durch dinen bittern Tod kommen in das Paradeiß, uns zur Freude, dir zum Preis. Hilf uns, HErr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen. 5. Gleich wie vor faltem Wetter das Blumwerk leicht erstirbt, gleich wie die Bier der Blätter im feuchten Herbst verdirbt: also muß auch vergehen des Fleisches kurze Frist, nur dieses kann beſtehen, was geistund göttlich ist. 6. Dein Wort, o HErr der Schaaren, das ist das feste Schloß, sich kann verwahren vor aller Feinde Schoß, da sell ein Christ hinlaufen, wer diese Straße fehlt, hat mit dem rohen Haufen den breiten Weg gewählt. 3. Frank. 5. Hilf uns, HErr, in letten Zügen, hilf, nach unsrer Zuversicht, laß uns ritterlich obsiegen und zu Schanden werden nicht. O HErr JEsu, deine Hand leist uns Hülfe und Beistand, daß wir nach vollbrachten Dingen Lob und Dank dir ewig singen. 652. Lob sei dem allerhöchsten. err, aller Quell und Grund, dir ist all mein Vermögen kund, wo du nicht hilfft und deine Gunst, ist all' mein Thun und Werk umsonst. 2. Jch, leider! als ein Sünden651.M. Wie nach einer Wasserq kind, bin von Natur zum Guten Hilf ilf uns, HErr, in allen Din- blind, mein Herze, wann dir's gen, daß wir unser Amt und dienen soll, ist ungeschickt und Werk wohl anfangen und voll: Thorheit voll. bringen, gieb uns Weisheit, Kraft und Stärk'; ohne deine Hülf' und Gunst ist all' unser Wert umsonst. Hilf uns, HErr, in al len Dingen und laß alles wohl gelingen. 3. Ja HErr, ich bin gar viel zu schlecht, zu handeln dein Gefeß und Recht; was meinem Nächsten nüß imLand, ist mir verdeckt und unbekannt. 4. Mein Leben ist sehr kurz und schwach, ein Lüftlein, das bald läfset nach; was in der Welt zu prangen pflegt, das ist mir wenig beigelegt. 2. Hilf uns, HErr, in allen Orten, wo wir dein bedürftig sein, bricht der Hölle Macht und Pforten und gieb deinem Häufelein, deiner armen Christenheit Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, HErr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen. 3. Hilf uns, HErr, in allen Nothen, aller Trübfal und Gefahr, laß uns keine Drangsal tödten, nimm doch unser also wahr, daß Kreuz, Elend und Verdruß uns zum Besten dienen muß. Hilf uns, HErr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen. 5. Wenn ich nur gleich vollkommen wär', hätt' aller Gaben Ruhm und Chr', und sollt' entras then deines Lichts, so wär ich doch ein lauter Nichts. 6. Was hilft's, wenn Giner gleich viel weiß und hat zuvörderst nicht mit Fleiß gelernet deine Furcht und Dienst? der hat mehr Schaden als Gewinnst. 7. Das Wissen, das ein Men sche führt, wird leichtlich in ihm X felbst 322 Vom christlichen Leben und Wandel. felbst verirrt, wenn unsre Kunst her zerstreut, find ja vom Jer am meisten kann, so stößt sie al- thum nicht befreit. ler Enden an. 18. Wer will erforschen, was GOtt sebt, und sagen, was sein Herz ergößt? Es sei denn, der du ewig lebst, daß du uns deine Weisheit gäbst. 8. Wie Mancher stürzet seine Seel' durch Klugheit, wie Ahito phel, und nimmt, weil er dich nicht recht kennt, durch seinen Wiß ein schredlich End'. 9. O GOtt, mein Vater, tehre dich zu meiner Bitt' und höre mich, nimm solche Thorheit von mir hin und gieb mir einen bes fern Sinn. 10. Gieb mir die Weisheit, die du liebst, und denen, die dich lies ben, giebst; die Weisheit, die vor deinem Thron allstets erscheint in ihrer Kron'. 11. Ich lieb' ihr liebes Angesicht, sie ist mein's Herzens Freud und Licht, sie ist die schönste, die mich hält und meinen Augen wohlgefällt. 12. Sie ist hochedel auserfor'n, von dir, o Höchster! selbst gebor'n, fie ist der hellen Sonne gleich, an Tugend und an Gaben reich. 13. Ihr Mund ist süß, sie tröstet schön, wenn uns die Augen übergehn, wenn uns der Kummer niederdrückt, so ist sie's, die das Herz erquict. 14. Sie ist voll Chr' und Herr lichkeit, bewahrt vorm Tod und großem Leid; wer fleißig um fie kämpft und wirbt, der bleibet lebend, wenn er stirbt. 22. Gieb mir durch sie Geschick lichkeit, zur Wahrheit laß mich sein bereit, daß ich nicht mach' aus sauer süß, noch aus dem Lichte Finsterniß. 23. Gieb Lieb' und Luft zu deinem Wort, hilf, daß ich bleib' an mei nem Ort und mich zur frommen Schaar gesell', in ihren Rath mein Wesen stell'. 24. Gieb auch, daß ich gern Jedermann mit Rath und That, so gut ich kann, aus rechter un verfälschter Treu, zu helfen allzeit willig sei: 25. Auf daß in allem, was ich thu, in deiner Lieb' ich nehme zu; denn wer sich mit der Weisheit giebt, der bleibt von dir auch ungeliebt. P. Gerhard. 653. M. Ich dank' dir schon. Hinweg, hinweg, all' Fröhlich, mir Welt ver ehret, dieweil in em'ge Traurigkeit sie leichtlich wird verkehret. 2. Es hängt das End' des Lebens 17. Die Seele wohnet in der dein an einem schlechten Faden, Erd' und wird durch ihre Last wie nun dasselb' bei dir wird sein beschwert. Die Sinne bin und so ist's mit dir gerathen. 3. Find't 15. Sie ist des Schöpfers nächster Rath, von Worten mächtig und von That, durch sie erfährt die blinde Welt, was GOtt ge denkt in seinem Belt. 19. Drum sende sie von deinem Thron und gieb sie deinem Kind und Sohn; ach! schütt' und gieß' sie reichlich aus in meines Herzens armes Haus. 20. Befiehl ihr, daß sie mit mir sei, und wo ich gehe, stehe bei; bin ich in Arbeit, helfe sie mir tragen meine schwere Müh. 21. Gieb durch deine weise Hand die recht' Erkenntniß und Verstand, daß ich an dir alleine kleb' und nur nach deinem Wil len leb'. 16. Denn welcher Mensch weiß wer ist's, je erfunden hat den Schluß, den er im Himmel schleußt? den Weg, den er uns laufen heißt? Bom christlichen Leben und Wandel. 323 3. Find't dich der Tod nicht zu- 4. Wie sollt' er boch verlassen dich, bereit't, so ist's mit dir verloren, der seines Sohn's begiebet fich und hast du ewig Herzeleid, wär' und läßt ihn für die Sünde dein beffer nie geboren. ein elend blutig Opfer sein. 4. Drum dent' an's End' all' Augenblick und an die letzte Stunbe, bei Zeiten dich zum Sterben schick, weil du noch bist gesunde. 5. Wer nicht lernt sterben, eh' er stirbt und bald den Tod erkennen, derselb' am End' gar leicht verdirbt, wird kaum der Höll' entrinnen. 5. Der in der Luft der Vögel Schaar so reichlich speiset Tag und Jahr, wie sollt' er Speise nicht für dich zurüd behalten väterlich? 6. Betrachte doch, was nach dem Tod dir zu gewarten stehet: Gericht wird selber halten GOtt; o weh! wer nicht bestehet. 7. Ein jedes ungeschickte Wort wird da geurtheilt werden, und was geschehen fort und fort, so lang' du warst auf Erden. 8. Erwäge, was auf das Gericht noch weiter wird geschehen, der Gottlof' wird von's HErrn Gesicht weg in das Feuer gehen. 9. Da wird er brennen für und für und wird doch nicht verbren: nen, verschlossen ist die Gnadenthür, GOtt mag ihn nicht mehr tennen. 10. Von Freuden geht man nicht zur Freud', die GOtt einmal wird geben; durch Trübsal und viel Traurigkeit geht man in's ew'ge Leben. J. D. M. 654. M. Wenn wir in höchsten. inweg, hinweg, Melancholei! herbei! schwing' dich, mein Geist, nur hoch empor zu Sonn', Mond und der Sterne Chor. 2. Sieh, diese Lichter sagen dir, baß du erleuchtet, sollst hinfür vermeiden alle Finsterniß des Herzens und der Sünden Biß. 3. Treib alle Kümmerniß beifeit und traue dich des HErrn Geleit; wohl ist dem Menschen, der ihm traut und auf sein treues Herze baut. 6. Der das befleckte Blumenfeld in so gezierten Kleidern hält, sollt' der nicht haben dir beis seit gelegt ein Hemblein und ein Kleid? 7. Er hat gehalten redlich Haus viel' hundert Jahr' und weiter ' naus, und sollte nun erst Mangel sein in seinem Haus? Da sag' ich Nein. 8. Hinweg, hinweg, Melancholei! in meinem GOtt ich mich erfreu, er ist mein Vater, ich sein Kind, bei ihm ich Hüll' und Fülle find'. J. M. D. 655. M. Herzlich thut mich verl. Ich bin ein Gaſt auf Erden und hab' hier teinen Stand, der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis' ich aus und abe; dort in der ew'gen Ruh ist GOttes Gnadengabe, bie schließt all' Arbeit zu. 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an, als Müh und Noth gewesen; so lang' ich denken tann, hab' ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt, Bliß, Donner, Wind und Regen hat mir viel Angst erwedt, Verfolgung, Haß und Neiden, ob ich's gleich nicht verschuld't, hab' ich doch müssen leiden und trager mit Geduld. 4. So ging's ben lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenn's fehlt * 2 OEEL Bom christlichen Leben und Wandel. 324 mach' ein sel'ges Ende an meiner Wanderschaft, und was mid fränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 12. Wo ich bisher geseffen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret' ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg' ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, fo scharrt man mich ins Grab. am guten Rath. Wie mußte sich doch ichmiegen der Vater Abra" am, eh' als ihm sein Vergnügen and rechte Wohnstatt' tam? 5. Wie manche schwere Bürde trug Isaac, sein Sohn, und Jacob, dessen Würde stieg bis zum Hims melsthren! Wie mußte sich der plagen, in was für Weh und Schmer, in was für Furcht und Bagen sant oft sein armes Herz? 6. Die frommen beil'gen Seelen, die gingen fort und fort, und änderten mit Quälen den erstbe wohnten Ort. Sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schooß. 7. Ich habe mich ergeben in gleies Glück und Leid: Was will ich besser leben, als solche große Leut'? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein. Wer nicht hat wohlgerungen, geht nicht zur Freude ein. 13. Du aber, meine Freude, bus meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, in's Haus der ew's: gen Wonne, da ich stets freudens voll, gleich als die helle Sonne nebst andern leuchten soll. 14. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du aus geschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und frei von schnöden Dine gen in meinem Erbtheil ruhn. 8. So will ich zwar nun treiben Paul Gerhard mein Leben durch die Welt, doch 656. M. Wer nur den lieben. dent' ich nicht zu bleiben in diesem ch bin mit dir, mein GOtt Straße, die mich zur Heimath führt, da mich ohn' alle Maße mein Vater trösten wird. 9. Mein Heimath ist dort oben, bg aller Engel Schaar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdem's ihm wohlgefällt. 10. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt' ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ich fast müde bin. Je länger ich hier walle, je men'ger find' ich Lust, die meinem Geist gefalle, das meist ist Stank und Wust. H. Die Herberg' ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein GOtt! und Löse mein Herz, wenn dein Herz will, Romm, Willen still, was deine Güte mir beschieden, mit dem begnüget fich mein Will', mein Will', der zwar nicht ferner mein, dieweil er dein beginnt zu sein. 2. Willst du mich auf das Siech bett legen? ich will; soll ich in Mangel sein? ich will; soll sich ein Unfall regen? ich will; unb willst du, daß ich wein? ich will; und giebst du mich dem Tod? ick will, dein Will' gescheh, o Gott! 3. Willst du mich in den Himmel haben, HErr, dies ist meiner Wünsche Füll'; soll ich denn zu der Hölle traben? Ich weiß, HErr, das ist nicht dein Will'. Daß dein Will' so nicht wollen sollt', hat deines Sohnes Tod gewollt. 4. Sein Tod erklärt mir deinen Willen, bein Will' ist, daß ich beiliq Vom christlichen Leben und Wandel. 325 heilig sei; so will ich zwar, doch 8. Die Frommen sind dir, HErr, das Erfüllen verhindert leider mancherlei. Bald will sich Unwill' nengen ein, bald Muthwill' mein Beherrscher sein. 5. Nicht so, mein Herz, was GOtt dir giebet, Böf oder Gut, nimm willig an. Weg Eigenwill'! was GOtt beliebet, das sei mit Lust von mir gethan. Ja, ja, mein Herzruht sanft und still, es wählt, es will, was mein GOtt will. Andr. Ingolstädt. 657. M. Indich hab' ich gehoffet. Ich danke dir demüthiglich, o bewußt, du bist ihr' und sie deine Lust und werden nicht zu Schans den; kommt theure Zeit, find't sich bereit ihr Brod in allen Landen. 9. Des Höchsten Auge sieht auf die, so auf ihn hoffen spät und früh, daß er sie schüß' und rette aus aller Noth, wenn sie der Tod auch selbst verschlungen bätte. 10. HErr, du kannst nichts, als gütig sein, du wollest deis ner Güte Schein uns und all' denen gönnen, die sich mit Wund und Herzensgrund allein zu dir mein du dich von deinem 3orn gewendet und deinen Sohn zur Freud' und Kron' uns in die Welt gesendet. 2. Er ist gekommen, hat sein Blut vergossen und in solcher Fluth all' unsre Sünd' ersticket; wer ihn nur faßt, wird aller Last benommen und erquicket. 3. Jch bitte, was ich bitten tann, Herzliebster Vater, nimm mich an in diesen edlen Orden, der durch dies Blut gerecht und gut und ewig selig worden. 4. Bereite meiner Seelen Haus, wirf allen Koth und Unslath aus, bau in mir deine Hütte, daß deine Güt' in mein Gemüth all' ihre Lieb' ausschütte. Paul Gerhard. 5. Wenn ich dich hab', ist alles 658, M. Was mein GOtt will. mein, du kannst nicht ohne Gaben ch hab' in GOttes Herz und sen, dein' arme Heerd' auf dieser Erd' zu nähren und zu speisen. 6. Gieb mir ein g'nügsam Herz und Sinn, denn das ist ja ein groß'r Gewinn, in steter Andacht liegen, und wenn GOtt giebt, was ihm beliebt, sich lassen gerne g'nügen. 11. Insonderheit nimm wohl in Acht den König( Fürsten), den du uns gemacht zu unsers Lans des Krone; laß immerzu sein Fried' und Ruh auf seinem Stuhl und Throne. 12. Halt unser liebes Vaterland in deinem Schuß und stars ter Hand, behüt' uns allzusams men vor falscher Lehr' und Feinds des Heer, vor Pest und Feuerflammen. 7. Das wen'ge, das durch GOttes Gnad' ein Frommer und Gerechter hat, ist vielmal mehr geehret, als alles Geld, davon die Welt mit frechem Herzen zehret. 13. Nimm all'der Meinen liebend wahr, treib', HErr, die böse Höl lenschaar von Jungen und von Alten, daß deine Heerd'hier zeitlich werd' und dort ewig erhalten. ergeben! Was böse scheint, ist mein Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben; ich bin ein Sohn deß, der den Thron des Himmels aufgezogen. Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleibt doch sein Herz gewogen. 2. Dastann mit fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lies ben. Wenn er mich auch gleich wirst in's Meer, so will er mich nur üben, und mein Gemüth in seiner Güt' gewöhnen jest zu ste * 3 hen 326 Vom christlichen Leben und Wandel. hen; halt ich dann Stand, weiß| deihen; wart' in Geduld, die Gnad seine Hand mich wieder zu er- und Huld wird sich doch endlich höhen. finden; all' Angst und Qual 3. Ich bin ja von mir selber wird auf einmal, gleich wie ein nicht entsprungen und formiret; Dampf verschwinden. mein GOtt ist's, der mich zugericht't, an Leib und Seel gezieret, der Seelen Siß mit Sinn und Wiß, den Leib mit Fleisch und Beinen; wer so viel thut, deß Herz und Muth tann's nimmer böse meinen. 4. Woher wollt ich mein'n Aufenthalt auf dieser Welt erlangen? Ich wäre längstens todt und kalt, wenn mich Gott nicht umfangen mit seinem Arm, der alles warm, gesund und fröhlich machet; was er nicht hält, das bricht und fällt, was er erfreut, das lachet. 5. Zudem ist Weisheit und Verftand bei ihm ohn' alle Maßen, Beit, Ort und Stund' ist ihm bekannt, zu thun und auch zu laffen; er weiß, wenn Freud', er weiß, wenn Leid uns, seinen Kindern, diene, und was er thut, ist alles gut, ob's noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweset, hast spät und früh viel Sorg' and Müh, an deinen Wunsch zu tommen, und denkest nicht, daß, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 9. Das Feld tann ohne Ungestüm gar keine Früchte tragen, so fällt auch Menschenwohlfahrt um, bei lauter guten Tagen. Die Aloe bringt bittres Weh, macht gleichwohl rothe Wangen; so muß ein Herz durch Angst und Schmerz zu seinem Heil gelangen. 10. Ei nun, mein GOtt, so fall' ich dir getrost in deine Hände, nimm mich und mach' es so mit mir, bis an mein lettes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Nuß entstehe, und deine Chr' je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöre. 8. Wenn's ihm gefällt, so tann's nicht sein, er wird dich letzt er freuen, was du jetzt nennest Kreuz und Bein, wird dir zum Heil ge11. Willst du mir geben Sonnens schein, so nehm' ich's an mit Freus den; soll's aber Kreuz und Uns glück sein, will ich's geduldig leis den; soll mir allhier des Lebens Thür noch ferner offen stehen, wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mit gehen. 12. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reis sen? woblan, so tret' ich Bahn und Steg, den mir dein' Augen weis sen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. P. Gerhard. 7. Fürwahr, der dich geschaffen 659, M. Vater Unser im Himmelt. der hat ſchon längſt in ſeinem Sath ch hab' oft bei mir selbst be ersehen und beschauet, aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen! Laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. dacht, wenn ich den Lauf der Welt betracht't, ob auch das Leben dieser Erd' uns gut sei und des Wunsches werth? und ob nicht der viel besser thu, der sich sein zeitlich legt zur Ruh? 2. Denn, Lieber! dent' und sage mir, was für ein Stand ist wohl allhier, dem nicht sein' Angst, sein Schmerz und Weh alltäglich über'm Vom christlichen Leben und Wandel. 327 über'm Haupte steh? Ist auch ein| Chr' ift Hoffnung und Geduld, sein Ort, der Kummers frei und ohne Hoffnung ist des Höchsten Huld. Klag' und Thränen sei? 3. Sieh unsern ganzen Lebenslauf: ist auch ein Tag von Jugend auf, der nicht sein' eigne Qual und Blag' auf seinem Rücken mit sich trag'? Ist nicht die Freude, die uns stillt, auch selbst mit Jammer überfüllt? 10. Es weiß ein Christ und bleibt dabei, daß Gott sein Freund und Vater sei, er hau, er brenn', er stech' und schneid', hier ist nichts, das uns von ihm scheid'; je mehr er schlägt, je mehr er liebt, bleibt fromm, ob er uns gleich betrübt. 11. Laß alles fallen, wie es fällt: Wer Christi Lieb' im Herzen hält, der ist ein Held und bleibt bes stehn, wenn Erd' und Himmel untergehn; und wenn ihn alle Welt verläßt, hält GOttes Wort ihn steif und feſt. 4. Hat Einer Glück und gute Beit, hilf GOtt! wie tobt und zürnt der Neid! hat Einer Ehr' und große Würd', ach! mit was großer Last und Bürd' ist, der vor Andern wird geehrt, vor Undern auch dabei beschwert? 5. Ist Einer heute gutes Muths, ergößt und freut sich seines Guts: eh' er's vermeint, fällt sein Gewinn zusammt dem guten Muthe hin. Wie plößlich kommt ein Ungestüm und wirst die großen Güter um! 6. Bist du dann fromm und fliehst die Welt, und liebst GOtt mehr, als Gold und Geld, so wird dein Ruhm, dein Schmuck und Kron' in aller Welt zu Spott und Hohn; denn, wer der Welt nicht heucheln kann, den sieht die Welt für albern an. 12. Des Höchsten Wort dämpft alles Leid und kehrt's in lauter Lust und Freud', es nimmt dem Unglück alles Gift, daß, ob's uns gleich verfolgt und trifft, es dens noch unser Herze nie in allzu großes Trauern zieh. 13. Einun, so mäß'ge deine Klag'; ist dieses Leben voller Plag', ist's dennoch an der Christen Theil auch voller GOttesschuß und Heil. Wer GOtt vertraut und Christum ehrt, der bleibt im Kreuz auch unversehrt. 7. Nun ist es wahr, es steht uns hier die Trübsal täglich vor der Thür, und find't ein Jeder überall des Kreuzes Noth und bittre Gall'. Sollt aber drum der Christen Licht ganz nichts mehr sein? das glaub' ich nicht. 14. Gleich wie ein Gold durch's Feuer geht und in dem Ofen wohl besteht: so bleibt ein Christ durch GOttes Gnad' im Elendsofen ohne Schad'. Ein Kind bleibt seines Vaters Kind, ob's gleich des Vaters Zucht em pfind't. 8. Ein Christe, der an Christo tlebt und stets im Geist und 15. Drum, liebes Herz, sei ohne Glauben lebt, dem tann tein Un- Scheu und sieh auf deines Va glüd, teine Bein im ganzen Leben schädlich sein; geht's ihm nicht allzeit, wie es soll, so ist ihm dennoch allzeit wohl. ters Treu; empfindst du auch hier seine Ruth', er meint's nicht bös, es ist dir gut. Gieb dich getrost in seine Händ', es nimmt zuletzt ein gutes End'. 16. Leb'immerhin, so lang'er will; ift's Leben schwer, so sei du still, es geht zuletzt in Freuden aus. Sm Himmel ist ein schönes Haus, * 4 DA 9. Hat er nicht Gold, so hat er GOtt, fragt nichts nach böser Leute Spott, verwirft die Freuden und verlacht der Welt vertehrten Stolz und Pracht; sein 328 Vom christlichen Leben und Wandel. da, wer nach Christo hier gestrebt,| Racheschwert: Sollt ich denn mit Christi Engeln ewig lebt. nun nicht lieben dich, der du so Paul Gerhard. theu'r erlaufet mich? 11. Wenn schon tein' Höll' noch 660. M. OJEfu Chrift, mein's. GOtt, dein bin ich lebend und auch todt, frei sein begehr' ich nicht ohn' dich, dir unterwerf ich gänzlich mich. 2. Nimm mein Gedächtniß und es lent', daß ich an dich allein gedent; nimm den Verstand, gieb ihm das Licht, das dir zur Ehre alles richt. 3. Mein Will' sei dein und deisch ruf zu dir, HErr JEsu ner mein, denn dein und mein Christ, ich bitt', erhör' mein soll ein Will' sein; was Gott will, Klagen, verleih mir Gnad' zu das gefällt auch mir, nichts will dieser Frist, laß mich doch nicht ich, was mißfällig dir. verzagen; den rechten Glauben, HErr! ich mein', den wollest du mir geben, dir zu leben, meinem Nächsten nüß zu sein, dein Wort zu halten eben. 4. Nimm hin, o HErr! dein ist die Gab', was ich nur bin und was ich hab', mach' du damit, wie dir's gefällt, bir sei es völlig heimgestellt. 5. Nur deine Gnad', nur deine Lieb', o GOtt, mein HErr, dagegen gieb; mit dir will ich zufrieben sein, wenn ich nur dein bin und du mein. 2. Ich bitt' noch mehr, o HErre GOtt! du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd' zu Spott, die Hoffnung gieb dar neben, voraus, wenn ich muß hier davon, daß ich dir mög' vertrauen und nicht bauen auf alles mein Thun, sonst würd' mich's ewig reuen. 6. Dich liebt, o GOtt! mein ganzes Herz, und mir ist dies der größte Schmerz, daß ich dich, als das höchste Gut, erzürnt, ach! wasch mich durch dein Blut. 7. Ich lieb' dich, HErr, doch nicht darum, daß ich durch Lieb' in Himmel tomm'; nicht, weil bort in der Höllenpein, die dich nicht lieben, strafbar sein. 8. Du HErr, der du aus Lieb' am Holz gehangen bist für meinen Stolz, der du zum Fluche worden bist für mich durch Feindes Grimm und List; 9. Der du Spott, Geißeln, Dornenstich', ja Nägel, lest den Tod für mich erlitten, das doch ich verdient, und also durch dich bin verjühnt: ich begehr umsonst, um nichts, gleich wie du mich, o GOtt, geliebt, so lieb ich dich. 12. Dich lieb' ich jezt, auch bis in Tod, nur drum, weil du mein HErr und GOtt. Weil du mein Heiland und ich dein, hoff' ich dein Erbe dort zu sein. D. M. G. 661. In bekannter Melodie. 10. Du HErr, bist ja wohl lie benswerth, für mich traf dich das 3. Verleih, daß ich aus Herzenss grund mein'n Feinden mög' ver geben, verzeih mir auch zu dieser Stund', schaff' mir ein neues Les ben. Dein Wort mein' Speis laß allweg sein, damit mein' Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich bald möcht abkehren. 4. Laß mich tein' Lust noch Furcht vor bir in dieser Welt abwenden, beständig sein an's End' gieb mir, du hast's allein in Händen, und wem bu's giebst, der hat's umsonst, ce mag Niemand ererben, noch erwerben durch Werte deine Gnad', die uns era rett't vom Sterben. 5. Ich Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Jch lieg' im Streit und widers| ihm nichtes schad', so bleibt es streb', hilf, o HErr Christ! dem immer still. Schwachen, an deiner Gnad' allein ich tleb', du kannst mich stärker machen; tommt nun Anfechtung her, so wehr', daß sie mich nicht umstoßen; bu fannst maßen, daß mir's nicht bring' Gefahr, ich weiß, du wirst's nicht lassen. D. Baul Sperati. 662. 6. Er hat mich ewig vor erwäh let und seinen Kindern zugezähs let. Nach diesem hat er in der Zeit durch seinen Tod und wer the Wunden genug für mich ges than, daß ich darin gefunden recht theuer werthe Schäß', der wahren Seligteit. 7. Also sein Tod ist mir das Leben, er hat sich selbſt dahingeges und sein mir verehrt; ich bin reich, weil er arm gewesen; nur seine Schmers zen sind mein einiges Genesen, zumal, weil, was er hat, mir insgesammt gehört. 8. Vergebens also würd' es wer den, Ruh' einzubilden sich auf Erden, als nur in seinem liebsten Schooß. Plag' ich mich durch das ganze Leben, prüf' allen andern Trost, den diese Welt kann geben: o, so bleibt dennoch fort mein Jammer allzugroß. 9. Laß ich hingegen alles schwinden, tracht' einig hin, die Ruh zu finden, so nimmt er willig mich hinein. Troß! der mir hier in dieser Veste etwas zuwider th ( indem auf's allerbeste ich hier versichert bin), was es auch möchte sein. Ich weiß, daß GOtt mich ewig liebet, ob zwar es ten giebet, Hoffnung betrüge Manchen oft. Ach! Erd' und Himmel muß vergehen, nicht aber GOttes Wort, dasselbe bleibt bestehen. Niemand ist je gewest, der da umsonst gehofft. 2. Ich seh sonst all' das Andre trügen; an nichtes ist das recht' Vergnügen, tein' Kreatur mag solches thun. Ob ich auch tau send Jahr zubrächte, beschwerlich hin und her auf dies und jenes dächte, unmöglich wär' es doch, auf etwas sicher ruhn. 3. Nichts findet sich ja auf der Erden, davon die Seel' satt möchte werden, auch selbst der Himmel kann es nicht. Nimm also alles dies zu Haufen, nach dem sonst in der Welt die tollen Thoren laufen, ach! bu wirst doch gewahr, daß du nicht's ausgericht't. 10. Nichts hab' ich hier mich zu befahren; hingegen wird er mich bewahren, ob auch zumalen alle Feind' hier und da mich zugleich anrennen; er weiß all' ihre Macht mit Allmacht zu zertrennen, nichts richten sie hier aus, wie grimmig bös' fie seind. 4. Christus allein und sein Busagen läßt uns nicht allerdings verzagen; allein bei ihm find' ich die Rub, und er allein weiß recht zu stillen den Hunger meiner Seel', den sonsten zu erfüllen in diesem großen Rund nichts wär' genug dazu. 5. Nun dem will ich denn nur vertrauen, auf ihn allein mein Hoffnung bauen. Geschiehet hier auch was da will, ruht doch mein Herz mit großen Freuden auf seiner Liebe Schooß und weiß, baß alles Leiden und Kreuzdu JEsus bist. € 5 11. Ach JEsu, daß ich hier mög bleiben! Rein Unglück laß mich hiervertreiben und laß des Satans arge List nicht etwas an mir angewinnen, denn wo sonst alle Hülf und Trost uns will zerrinnen, geht Niemand leer von dir, dieweil 12. 3 330 Vom chriftlichen Leben und Wandel. 12. Es gehe nun, wie dir's gefället, rauh oder wohl, so sei's gestellet ohn' Ausnahm', HErr, in deine Hand; laß nur mich dabei feft bestehen, daß, wie es mir allhier jemalen wird ergeben, so bleibt mir jederzeit dein Vater Herz bekannt. 13. Es bleib' denn in mein Herz geschrieben, tein Zeit mir raube JEsu Lieben, auch nehme solches felbst nicht ab; mein Glaube bleibt darauf gegründet, weil dies der Fels allein, darauf man Ruhe findet, auf diesen stüß' ich mich bis in mein liebes Grab. 14. So warte denn, mein Herz, mit Freuden solch selig Ende deiner Leiden; ich weiß, die Stund' bleibt nicht lang aus. Christus stillt endlich dein Verlangen ihm selbst zu Lob und Preis, der wird uns bald umfangen, nach hier vollbrachtem Streit, in seines Vaters Haus. D. P. 3. Spener. 663. M. Indich hab' ich gehoffet. ch weiß, mein GOtt! daß all' mein Thun und Werk in deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen; was du re gierst, bas geht und steht auf rechten, guten Wegen. Jech 2. Es steht in teines Menschen Macht, daß sein Rath werd' in's Wert gebracht und seines Gangs fich freue; des Höchsten Rath, der macht's allein, daß Menschen rath gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch in sei: nem Muth, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was GOtt doch selbst erwählet. 4. So fängt auch mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringt's doch nicht zu Stande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie Mancher ist in seinem Sinn fast über Berg und Spißen hin! Und eb' er sich's versiehet, so liegt er da, und hat sein Fuß vergeblich sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du Thron' und Scepter trägst in deinem Thron und aus den Wol ten blißest, vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sigest. 7. Verleihe mir bas edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket, und das der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 8. Gieb mir Verstand aus deiner Höh', auf daß ich ja nicht ruh' und steh' auf meinem eignen Willen; sei du mein Freund und treuer Rath, was recht ist, zu erfüllen. gut, das gieb mir ein; was Fleisch 9. Prüf' alles wohl, und was mir und Blut erwählet, das vermehre, sei deine Lieb' und Ehre. der höchste Zweck, das beste Theil 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seelen Sonn' und Zier! gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und That verüben. zu Glüd, ist's Menschenthun, fo 11. Jst's Wert von dir, so hilft's treib's zurück und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkſt, pflegt von sich selbst in Kurzem zu zerrinnen. 12. Sollt' aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß sei nen Zorn du leichtlich könnest brechen. 13. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst faſt unmöglich deucht, und bring' zum guten Ende, was du selbst angefangen haft, durch Weisheit deiner Hände. 14. Jst ja der Anfang etwas schwer, und muß ich auch in's tiefe Meer 331 Vom christlichen Leben und Wandel. Meer der bittern Sorgen treten, net, kommt ein wenig Ungestüm, so treib' mich nur ohn' Unterlaß zum Seufzen und zum Beten. 15. Wer fleißig bet't und dir vertraut, wird alles, da ihm sonst por graut, mit tapferm Muth bezwingen, sein Sorgenstein wird in der Eil' in tausend Stücke springen. tehrt sich alle Freundschaft um. 4. Treib', HErr, von mir und verhüte solchen unbeständ'gen Sinn; hätt' ich aber mein Gemüs the, weil ich auch ein Mensche bin, schon mit diesem Koth besprenget und der Falschheit nachgehänget, so ertenn ich meine Schuld, bitt um Gnad' und um Geduld. 5. Laß mir ja nicht widerfahren, was du, HErr, zur Straf und Last denen, die mit falschen Waa ren handeln, angebräuet hajt, ba du sprichst, du wollest scheuen und als Unflath von dir speien aller Heuchler falschen Muth, der Gut's vorgiebt und nicht thut. 6. Gieb mir ein beständig's Herze gegen alle meine Freund' auch dann, wenn mit Kreuz und Schmerze sie von dir beleget seind, daß ich mich nicht ihrer schäme, sondern mich nach die bequeme, der du, da wir arm und bloß, uns gesetzt in deinen Schooß. 7. Gieb mir auch nach deinem Willen einen Freund, in dessen Treu ich mein Herze möge stil16. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken angefüllt; doch wer ihn freudig gehet, tömmt endlich, HErr, durch deinen Geist, wo Freud' und Wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich bei mir nicht hab' und find', hast du zu aller G'nüge: So hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr', ich will dein Thun je mehr und mehr, aus hoch erfreuter Seelen, vor deinem Volt und aller Welt, so lang' ich leb', erzählen. Paul Gerhard. 664. M. Du, o schönes Weltgeb. Efu, allerliebster Bruder, der's du mein Anter, Mast und Ruder und mein treu'ster Herzensfreund, der du, ehe was geboren, dir das Menschenvolk erkoren, auch mich armen Erdengast dir zu lieb ersehen hast. 2. Du bist ohne Falsch und Lücke, dein Herz weiß von keiner List, aber wenn ich nun erblicke, was hier auf der Erde ist, find' ich alles voller Lügen, wer am besten kann betrügen, wer am schönsten heucheln tann, ist der allerbeste Mann. 3. Ach, wie untreu und verlogen ist die Liebe dieser Welt! Ist sie Jemand wohl gewogen, währt's nicht länger als sein Geld, wenn das Glück uns fügt und grünet, sind wir schön und hübsch bedieScheu öffnen und erklären möge, daß ich alles das ablege( nach dem Maße, das mir g'nügt), was mir auf dem Herzen liegt. 8. Laß mich Davids Glück er leben, gieb mir einen Jonathan, der mir sein Herz möge geben, der auch, wenn nun Jedermann mir nichts Gutes mehr will gönnen, sich nicht lasse von mir trennen, sondern fest in Wohl und Weh wie ein Felsen bei mir steh'. 9. HErr, ich bitte dich, erwähle mir aus aller Menschen Meng' eine fromme heil'ge Seele, die an dir fein kleb' und häng', auch nach deinem Sinn und Geiste mir stets Trost und Hülfe leiste, Trost, der in der Noth besteht, Hülfe, die von Herzen geht. 10. Wenn 332 Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Bleib, Erlöser, bei mir Schwa chen, weil der Teufel seinen Rachen wider mich aufsperrt allhier, JEsu! bleibe stets bei mir. 10. Wenn die Zung und Mund trachte. Ach ich seufze für und nur liebet, ist die Liebe schlecht für: JEsu, bleibe stets bei mir. bestellt; wer nur gute Worte gies bet und den Haß im Herzen hält, wer nur seinen Kuchen schmieret, und wenn's Bienlein nicht mehr führet, alsdann geht er nach der Thur: eil der bleibe fern von mir. 11. Hab' ich Schwachheit und Gebrechen, HErr, so lente meinen Freund, mich in Güte zu besprechen, und nicht als ein Löw' und Feind. Wer mich freundlich weiß zu schlagen, ist, als der in Freudentagen reichlich auf mein Haupt mir gießt Balsam, der am Jordan fließt. 12. O, wie groß ist meine Habe! o, wie köstlich ist mein Gut! Jesu, wenn mit dieser Gabe dein Hand meinen Willen thut, daß mich meines Freundes Treue und beständig's Herz erfreue. Wer bich fürchtet, liebt und ehrt, dem ist solch ein Schaß beschert. 13. Gute Freunde sind wie Stäbe, da der Menschen Gang sich hält, daß der schwache Fuß sich hebe, wenn der Leib zu Boden fällt. Wehe dem, der nicht zum Frommen solches Stabes weiß zu kommen, der hat einen ſchwes Lauf; hilft ihm auf? 14. Nun, HErr, laß dir's wohl gefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab, bleib' mein Freund und unter allen mein getreuster, stärtster Stab. Wenn du dich mir wirst verbinden, wird sich schon ein Herze finden, das, durch deinen Geist gerührt, mir was Gutes gönnen wird. Paul Gerhard. 665. M. Ach! daß, doch mein. Esu! meiner Seelen Weide! JEsu! allerhöchste Freude, alles find ich stets bei dir, JEful bleibe stets bei mir. Jeju! 2. 3war ich mich unwürdig ach: te, wenn ich mich nur selbit be4. Doch es muß der Teufel weichen und in seinen Abgrund schleichen. Ach! du meiner Seelen Zier, JEsu! bleibe stets bei mir. 5. Weil ich noch in Sünden schwebe und der bösen Welt nachlebe, tönnt' ich leicht verderben schier; JEsu! bleibe stets bei mir. 6. Gi! so kann ich nicht verderben, werd' einmal den Himmel erben weil ich seufze für und für: JEfu. bleibe stets bei mir. 7. Ach! mein liebster JEsu! blei be! von mir alles Böse treibe Ach! ich wünsche mit Begier: JEsu! bleibe stets bei mir. 8. Wirst du, liebster JEsu! blei ben, deinen Geist stets in mir treiben, ei, so tann ich sagen hier: JEsu! bleibe stets bei mir. 9. Also werd' ich selig fahren zu den großen Engelschaaren. JEsu! dieses sag' ich dir: Bleibe du nur stets bei mir. 3. Flittner. 666, In eigener Melodie. Jumeine Sonne, meines Lebens Licht, JEsu, meine Freude, mei ner Seelen Weide, von dir geh ich nicht! Laß mich nur bald kommen in die Zahl der From men, vor dein Angesicht, von dir geh ich nicht. 2. JEsu, mein Regierer, mets nes Herzens Führer, meiner Seelen Ruh, JEsus ist mein Leben, JEiu wird ergeben, was ich schaff' und thu'. Alles mein Beginnen ist nun weg von hinnen und nach JEsu zu, meiner Seelen Rub. 667. M. JEsu, der du meine. Eju! meiner Seelen Le J. A. ben, meines Herzens höchſte Freud', Vom christlichen Leben und Wandel. 333 8. Deiner Liebe Süßigkeiten find in mein Herz eingeflößt; durch den Blick der Herrlichkeiten deines Himmels wird getröft't mein Ge müth in seinem Zagen, alles Kreuz halfft du mir tragen. Ich bin 2c. 9. Dein Geist zeiget mir das Erbe, das im Himmel beigelegt, ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel' hinträgt: zu dir, JEsu, in die Freude; troß, daß mich was von die scheide. Ich bin dein x. 10. Dieses alles ist gegründet nicht auf meiner Werke Grund, dieses, was mein Herz empfindet, thu ich allen Menschen kund, daß es kommt aus deinem Blute, das allein kommt mir zu Gute. Ich bin dein 2c. Freud', dir will ich mich ganz ergeben, jebo und in Ewigkeit, meinen GOtt will ich dich nennen und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein, allerliebstes JEsulein. 2. Deine Hand hat mich bereitet, dein Mund blies mir Odem ein; deine Gnad' war ausgebreitet, wie ein Teppich ob dem Schrein, welcher mich hat erst vers schlossen, darum sag' ich unverbroffen: Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes JEsulein. 3. Deine Güt' hat mich umfangen, als mich erst die Welt umfing, bir bin ich schon angehangen, als ich an den Brüsten hing, dein Schooß hat mich angenommen, wenn ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein und du bist mein, allerliestes JEsulein. 4. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Gür; beines Geistes Trieb und Regen regte mir oft das Gemüth, so ich etwas ausgetreten, daß ich wieder täm' mit Beten. Ich bin dein und du bist mein 2c. 11. Drum, ich sterbe oder lebe, bleib' ich doch dein Eigenthum; an dich ich mich ganz ergebe, du bist meiner Seelen Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Sü Bigkeit im Leide. Ich bin ic. 12. Höre, JEsu! noch mein Fles hen, schlage mir die Bitt' nicht ab: Wenn mein' Augen nicht mehr sehen, wenn ich keine Kraft mehr hab', mit dem Mund was vorzus tragen, laß mich doch zuleßt noch sagen: Ich bin dein und du bist mein, allerliebstes JEsulein. Ich M. C. S. 5. Ach, wie oft hat meine Jugend beine Gnadenhand gefaßt, wenn die Frömmigkeit und Tugend war in meinem Sinn verhaßt. Ach! ich wäre längst gestorben außer dir und längst verdorben. bin dein und du bist mein 2c. 668. M. Nun ruhen alle Wälder. 6. Jrr' ich, sucht mich deinen allen meinen Thaten laß ich Liebe; fall' ich, hilfet sie mir auf; den Höchsten rathen, der alles ist es, daß ich mich betrübe, tröst't kann und hat; er muß zu aller fie mich in meinem Lauf; bin ich Dingen, soll's anders wohl gelinarm, giebt sie mir Güter, haßt gen, selbst geben seinen Stath man mich, ist sie mein Hüter. und That. Ich bin dein und du bist 2c. 7. Schmäht man mich, ist sie mein' Ehre, trotzt man mir, ist fie mein Truß, zweifle ich, ist sie die Lehre, jagt man mich, ist sie mein Schuß. Niemals hab ich was begehret, war es gut, ich bin's gewähret. Ich bin dein 2c. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe; mein Sorgen ist umsonst, er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stell's in seine Vatergunft. 3. Es fann mir nichts geschehen, als was GOtt hat versehen und mas 334 Vom christlichen Leben und Wandel. was mir selig ist, ich nehm' es, wie er's giebet, was ihm von mir beliebet, dasselbe hab' ich auch ertief't. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor al lem Uebel schüßt, leb' ich nach seinen Säßen, so wird mich nichts verlegen, nichts fehlen, was mir ewig nüßt. 5. Hat GOtt es denn beschloffen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn, tein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn männlich überstehn. 6. Ihm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, so bald er mir gebeut, es sei heut' oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß die allerbeste Zeit. 7. So sei nun, Seele, beine, und traue dem alleine, der bich geschaffen hat; es gehe, wie es gehe, bein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. 7. Eitle Ehr' und Bracht ver= achte, Demuth lieb' und Niedrigteit, nach dem Himmel ernstlich trachte, trag' geduldig Kreuz und Leid; GOtt thut Keinem nichts mehr an, als was er nur tra gen tann. 8. Stets an's Ende hier gedente und an Christi Kreuz und Tod, in sein' Wunden dich einsente, also tommst du aus der Noth, von der Bein und bösen Zeit zur gewünschten Seligkeit. D. Erempel, viel' Beschwerden, Plaz 670. In bekannter Melodie. ge, Klage, Müh und Streit, Kumsommt her zu mir, spricht mer, Sorgen, Angst und Noth, GOttes Sohn, all', die ihr Krankheit und zuleßt der Tob." seid beschweret nun, mit Sünder hart beladen, ihr Jungen, Alten, Frau und Mann, ich will euch geben, was ich kann, will heilen euren Schaden. 2. Mein Joch ist süß, mein Bürd' gering, wer mir's nachträgt in dem Geding', der Höll' wird er entweichen; ich will ihm treulich helfen trag'n, mit meiner Hülf wird er erjag'n das ew'ge Hims melreiche. P. Flemming. 669. M. GOtt des Himmels. In dem Leben hier auf Erden ist doch als willst du sein befreit vom Tod; deinen Leib, das Faß der Ehr'n sollst du nimmermehr versehr'n. 5. Nimm dir vor, vor andern allen, was du thust, nur GOtt allein mit dem Glauben zu gefallen, voller Lieb', ohn' argen Schein. Beichte deine Sünd' und Schuld, so bekommst du GOttes Huld. 6. Nimmer gehe falsch im Handeln, noch im Reden, noch im Thun; willst du vor dem HErren wandeln, bermaleinst auch selig ruhn; liebe Wahrheit, Recht und Zucht, als des Geistes rechte Frucht. 2. D! so dente brauf im Herzen, frommer Christ, mit allem Fleiß, wie du solche Noth und Schmerzen brechen tannst, als Grundeseis. Laß aus deinem Herzen nicht diesen treuen Unterricht: 3. Habe deine Luft am HErren, Laß ihn sein bein höchstes Gut, er ist nah und nicht zu ferren, einzusprechen Trost und Muth; seine Gnad' und starte Hand gehet burch das ganze Land. 3. Was ich gethan und g'litten hie, in meinem Leben spät und 4. Augenlust und schnöbe Freude, früh, das sollt ihr auch erfüllen; Ueppigkeit, als Wust und Koth, was ihr gedenkt, ja red't und vor de Augen GOttes meide, thut, das wird euch alles recht und Vom christlichen Leben und Wandel. 335 und gut, wenn's geschieht nach sind, laßt euch die Müh nicht GOttes Willen. reuen, balt't stets am heil'gen GOtteswort, das ist eu'r Trost und höchster Hort, GOtt wird euch schon erfreuen. 4. Gern wollt' die Welt auch felig sein, wenn nur nicht wär' die schwere Bein, die alle Christen leiden; so mag es anders gar nicht sein, darum ergeb' sich nur darein, wer ew'ge Pein will meiden. 5. All' Creatur bezeugetdas, was lebt im Wasser, Laub und Gras, sein Leiden kann's nicht meiden; wer denn in GOttes Nam'n' nicht will, zuleßt muß er des Teufels Ziel mit schwerem G'wissen leiden. 6. Heut ist der Mensch schön, jung und lang, sieh, morgen ist er schwach und krant, bald muß er auch gar sterben. Gleich wie die Blumen auf dem Feld, also muß auch die schnöde Welt in einem Hui verderben. 7. Die Welt erzittert ob dem Tod; wenn Ein'r liegt in der letten Noth, dann will er erst fromm werden. Einer schafft dies, der Andre das, sein'r armen Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt' auf Erden. 8. Und wenn er nimmer leben mag, jo hebt er an ein große Klag', will sich GOtt erst ergeben. Ich fürcht' fürwahr die göttlich Gnab', die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Ein'm Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stolzer Muth, er muß aus diesem Maien; wenn Einer hätt' die ganze Welt, Silber und Gold und alles Geld, so muß er an den Reihen. 12. Nicht Uebel ihr um Uebel gebt, schaut, daß ihr hier unschulbig lebt, laßt euch die Welt nur äffen, gebt GOtt die Rach' und alle Ehr', den ew'gen Steg geht immer her, GOtt wird die Welt schon strafen. 13. Wenn es ging' nach bes Fleisches Muth, in Gunst, Ges sundheit, großem Gut, würd't ihr gar bald erkalten; darum schickt GOtt die Trübsal her, damit eu'r Fleisch gezüchtigt werd', zur ew'gen Freud' erhalten. 11. Höret und merkt, ihr lieben Kind, die jebund GOtt ergeben 14. 3ft euch das Kreuz bitter und schwer, gedenkt, wie heik die Hölle wär', darin die Welt thut rennen; mit Leib und Seel muß Leiden sein, ohn' Unterlaß die ew'ge Bein, und mag doch nicht verbrennen. 15. Jhr aber werd't nach dieser Beit mit Christo hab'n die ew'ge Freud', dahin sollt ihr gedenken. Es lebt kein Mann, der aussprech'n kann die Glori und den ew'gen Lohn, ben euch der HErr wirb schenken. 16. Und was der ew'ge, güt'ge GOtt in seinem Wort verspros chen hat, geschwor'n bei seinem Namen, das hält und giebt er g'wiß fürwahr; der helf uns zu der Engel Schaar durch JEfum Christum. Amen. B. Ringwald. 10. Dem Gelehrten hilft doch 671. M. Fren dich sehr, o meine. nicht sein' Kunst, die weltlich' ommt und last euch JEsum Pracht ist gar umsonst, wir müslehren, kommt und lernet fen alle sterben; wer sich in allzumal, welche die sind, die ge Christo nicht bereit't, weil er hören in der rechten Christen Zahl, lebt in der Gnadenzeit, ewig muss die bekennen mit dem Mund, er verderben. glauben auch von Herzensgrund und bemühen sich daneben, Gut's zu thun, so lang fie leben. 2. Selig 336 Vom christlichen Leben und Wandel. 2. Selig sind, die Demuth haben 8. Selig sind, die Friede machen und sind allzeit arm an Geist, und drauf sehn ohn' Unterlaß, daß rühmen sich gar keiner Gaben, man mög' in allen Sachen fliehen daß GOtt werd' allein gepreis't; Hader, Streit und Haß, die da danken dem auch für und für, stiften Fried und Ruh, rathen denn das Himmelreich ist ihr; allerseits dazu, sich auch FrieGOtt wird dort zu Ehren sehen, dens selbst befleißen, werden GOts die sich selbst gering hier schäßen. tes Kinder heißen. 3. Selig find, die Leide tragen, 9. Selig sind, die müssen dulden da sich göttlich Trauern find't, die Schmach, Verfolgung, Angst und Defeufzen und bellagen ihr' und Bein, da sie es doch nicht verschulandrer Leute Sünd', die deshal- den und gerecht befunden sein. Ben traurig gehn, oft vor GOtt Ob des Kreuzes gleich ist viel, mit Thränen stehn, diese sollen sebet GOtt doch Maß und Ziel, noch auf Erden und dann dort und hernach wird er's belohnen getröstet werden. ewig mit der Ehrentronen. 10. HErr! regier' zu allen Zeiten meinen Wandel hier auf Erd', daß ich solcher Seligkeiten aus Genas den fähig werd'; gieb, daß ich mich acht' gering, meineklag' oft vor dich bring', Sanftmuth auch am Feinde übe, die Gerechtigkeit stets liebe. 11. Daß ich Armen helf und diene, immer hab' ein reines Herz, die in Unfried' stehn, verfühne, dir anhang' in Freud' und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub' an deinen Sohn und durch deines Geiſtes Stärke mich befleiße rechter Werte. Joh. Heermann. 4. Selig sind die frommen Herzen, da man Sanftmuth spüren kann, welche Hohn und Trop verschmerzen, weichen gerne Jedermann, die nicht suchen eigne Rach' und befehlen GOtt die Sach; diese will der HErr so schüßen, daß sie noch das Land besigen. 5. Selig sind, die sehnlich streben nach Gerechtigkeit und Treu, daß an ihrem Thun und Leben tein' Gewalt, noch Unrecht sei; die da lieben gleich und recht, find aufrichtig, fromm und schlecht, Ceiz, Betrug und Unrecht hasfen, die wird GOtt satt werden laffen. 6. Selig sind, die aus Erbarmen sich annehmen frember Noth, und mitleidig mit den Armen, bitten treulich für sie GOtt, die behülflich sind mit Rath, auch, wo möglich mit der That, werden wieder Hülf empfangen und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die funden werden reines Herzens jederzeit, die in Werk, Wort und Geberden lieben Zucht und Heiligkeit; diese, welchen nicht gefällt die unreine Lust der Welt, sondern sie mit Ernst vermeiden, werden schauen GOtt mit Freuden. 672, M. Nun sich der Tag geendet. Mein ein GOtt! das Herze bring ich dir zur Gabe und Geschent, du forderst dieses ja von mir, deß bin ich eingedent. 2. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz, sprichst du, das iſt mir lieb und werth, du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. 3. Nun du, mein Vater, nimm es an, mein Herz, veracht' es nicht, ich geb's, so gut ich's geben kann, kehr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Sündenwust und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt und leer von Frömmigkeit; 5. Doch aber steht es nun in Neu 337 Vom christlichen Leben und Wandel. Reu, erkennt sein'n Uebelstand, schein, durch's Werk zu deinem und träget jeßo vor dem Scheu, Preis. daran's zuvor Lust fand. 6. Hier fällt und liegt es dir zu Fuß und schreit: nur schlage zu! zerknirsch, o Bater, daß ich Buß' rechtschaffen vor dir thu. 17. Hilf, daß ich sei von Her zen schlicht, aufrichtig ohn' Betrug, daß meine Wort' und Werke recht und Niemand schelt' ohn' Fug. 7. Bermalm' in mir die Härtig teit, mach' mürbe meinen Sinn, daß ich in Seufzen, Reu' und Leid und Thränen ganz zerrinn'. 8. Sodann nimm mich, HErr JEfu Christ, tauch' mich tief in dein Blut, ich glaub', daß du gefreuzigt bist der Welt und mir zu gut. 9. Stärt die sonst schwache Glaubenshand, zu fassen auf dein Blut, als der Vergebung Unterpfand, das alles machet gut. 10. Schent' mir nach deiner JEsushuld Gerechtigkeit und Heil, und nimm auf dich die Sündenschuld und meiner Strafe Theil. 11. In dich wollst du mich kleiden ein, dein' Unschuld ziehen an, daß ich, von allen Sünden rein, vor GOtt bestehen kann. 12. GOtt Heil'ger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft ein, ergieß' um JEfu willen dich tief in mein Herz hinein. 13. Dein göttlich Licht schütt' in mich aus, und Brunst der reinen Lieb', lösch Finsterniß, Haß, Falschheit aus, und schenk' mir deinen 14. Hilf, daß ich sei von Herzen treu im Glauben meinem GOtt, daß mich im Glauben nicht mach' Scheu der Welt List, Macht und Spott. 15. Hilf, daß ich sei von Herzen fest im Hoffen und Geduld, daß, wenn du mich nur nicht verläß'st, mich tröste deine Huld. 16. Hilf, daß ich sei von Herzen rein im Lieben, und erweis, daß mein Thun nicht sei Augen18. Hilf, daß ich sei von Herzen flein, Demuth und Sanftmuth halt', daß ich von aller Weltlieb' rein, vom Fall aufstehe bald. 19. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, ohn' alle Heuchelei, damit mein ganzes Christenthum dir wohlgefällig sei. 20. Nimm gar, o GOtt! zum Tempel ein mein Herz hier in der Zeit, ja, laß es auch dein Wohnhaus sein in jener Ewigkeit. 21. Dir geb' ich's ganz zu eigen hin, brauch's, wozu dir's gefällt, ich weiß, daß ich der Deine bin, der Deine, nicht der Welt. 22. Drum soll sie nun und nim mermehr dies richten aus bei mir, sie lock' und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ihr. 23. In Ewigkeit geschieht das nicht, du falsche Teufelsbraut; gar wenig mich, GOtt Lob! anfsicht dein' glänzend Schlangenhaut. 24. Weg Welt! weg Sünd'! dir geb' ich nicht mein Herz; nur. Esu, dir ist dies Geschenke zugericht't, behalt es für und für. Joh. Casp. Schafe. 673, M. Auf meinen lieben GOtt. mein GOtt! ich habe mir gar fest gesetet für, ich will mich fleißig hüten, wenn meine Feinde wüthen, daß, wenn ich ja was spreche, ich dein Gebot nicht breche. 2. Wenn mein Gemüth entbrennt, so hab' ich mich gewöhnt, vor deinen Stuhl zu treten, laß Herz und Zunge beten. HErr, zeige deinem Knechte, zu thun nach deinem Rechte. 3. HErr, lehre mich doch wohl bedenken, daß ich soll einmal Y von 338 Vom christlichen Leben und Wandel. von dieser Erden hinweg geraffet 12. Du aber, o mein Hort, du werden, und daß mir deine Hände bleibest fort und fort mein Helfer, gesebet Ziel und Ende. siehst mein Sehnen, mein' Angst und heiße Thränen, erhörest meine Bitte, wenn ich mein Herz ausschütte. 4. Die Tage meiner Zeit sind einer Hande breit; und wenn man dies mein Bleiben soll recht und wohl beschreiben, so ist es nichts, und bleibet ein Stäublein, das zerstäubet. 5. Ach! wie so gar nichts werth sind Menschen auf der Erd', die doch so sicher leben und gar nicht Acht draufgeben, daß all' ihr Thun und Glücke verschwind't im Augenblicke. 6. Sie gehen in der Welt und fuchen Gut und Geld, den Schatten, einen Schemen, und können nichts mitnehmen, wenn, nach der Menschen Weise, sie thun des Todes Reise. 7. Sie schlafen ohne Ruh, arbeiten immerzu, sind Tagund Nacht geflissen, und können doch nicht wissen, wer, wenn sie niederliegen, ihr Erbe werde kriegen. 8. Nun, HErr, wo soll ich hin? wer tröstet meinen Sinn? Ich tomm an deine Pforten, der du mit Werk' und Worten erfreuest, die dich scheuen und dein allein fich 9. Wenn sich mein Feind erregt und mir viel Schmach anlegt, so will ich stille schweigen, mein Herz zur Ruhe neigen; du Richter aller Sachen, du kannst und wirst's wohl machen. 10. Wenn du dein' Hand aus: stredst, des Menschen Herz erschredst; wenn du die Sünd' heim suchest, den Sündern schiltst und fluchest, so geht in einer Stunde all' Herrlichkeit zu Grunde. 11. Der schönen Jugend Kranz, der rothen Wangen Glanz wird wie ein Kleid verzehret, so hier die Motten nähret; ach! wie gar nichts im Leben find die auf Erden schweben. 13. Drum ruhet mein Gemüth allein auf deiner Güt'; ich laß dein Herze sorgen, als dem es nicht verborgen, wie meiner Feinde Tücke du treiben sollst zurücke. 14. Ich bin dein Knecht und Kind, dein Erb' und Hausgesind', dein Pilgrim und dein Bürger, der, wenn der Menschenwürger mein Leben mir genommen, zu dir ge wiß wird kommen. 13. Zur Welt muß ich hinaus, der Himmel ist mein Haus, da in der Engel Schaaren mein' Eltern und Vorfahren, auch Schwe stern, Freund' und Brüder jetzt singen ihre Lieder. 16. Hier ist nur Qual und Pein, dort, dort wird Freude sein, da bin, wenn es dein Wille, ich fröhlich, sanft und stille aus diesen Jammerjahren zur Ruhe will Paul Gerhard. abfahren. 674. M. HErr, ich habe mißgeh. Meine Seele, laß es gehen, wie meine Seele, laß es stehen, wie es jebo geht und steht. Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes Wille. 2. Jit dir gleich die Welt zu wider und bist deiner Freunde Spott; drücken dich die Feinde nieder, so vertraue deinem GOtt. Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes Wille. 3. Jst in deines Herzens Kam mer nichts als lauter Herzeleid, plaget dich sehr großer Jammer hier in dieser Sterblichkeit: Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes Wille. 4. GOtt pflegt die getruen Herken, wenn sie durch das Kreuz bes Vom christlichen Leben und Wandel. bewährt, wohl zu trösten nach den Schmerzen, und thut, was sie nur begehrt. Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes, Wille. 5. Auf den Regen scheint die Sonne, also kommet Lust auf Leid; auf die Angst folgt lauter Wonne, Freude kommt auf Traurigkeit. Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes Wille. 6. Sollst du von der Welt abscheiden, scheide nur getrost zu GOtt, GOtt giebt auf dies Scheiden Freude, Freude folget auf die Noth. Liebste Seele, halte stille, denke, daß es GOttes Wille. 675. In bekannter Melodie. Meinen JEsum laß ich nicht, weil er sich für mich gegeben, so erfordert meine Pflicht, flettenweis' an ihm zu kleben. Er ist meines Lebens Licht, meinen Jum laß ich nicht. 2. JEsum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben, ihm hab' ich voll Zuversicht was ich bin und hab' ergeben; alles ist auf ihn gericht't, meinen JEsum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmeden, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen JEjum laß ich nicht. 4. Jch werd' ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht frommer Christen Glaube pranget, mich erfreut sein Angesicht, meinen JEsum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und stöhnet, Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit GOtt versöhnet, er befreit mich vom Gericht, meinen JEsum laß ich nicht. 6. JEsum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten, 339 Christus läßt mich für und für zu den Lebensbächlein leiten. Selig, der mit mir so spricht: Meinen JEfum laß ich nicht. M. Keym. 676. M. Ich dank' dir schon. Mensch! willst du hinfort felig sein und dich GOtt recht ergeben, so mußt du trauen ihm allein, dabei auch christlich leben. 2. Denn GOtt ist aller Gnaden voll, in Werken und in Worten, und lehret, wie man wandern soll den Weg zur Himmelspforten. 3. Der Himmelsfürst, HErr JEsus Christ, hat uns sein' Gnad' erworben, da er für uns geduldig ist aus Lieb' am Kreuz gestorben. 4. Er ist gestorben uns zu gut in großer Bein und Schmerzen, hat uns erkauft mit seinem Blut, das dank' ich ihm von Herzen. 5. Von Sünden wäschet er uns rein durch sein Blut; giebt das Leben, wer ihm nur will gehorsam sein und sich zur Buß' ergeben. 6. GOtt nimmt im Himmel Keinen an, er thu denn Buß' auf Er den; drum schenket er uns feinen Sohn, auf daß wir selig werden. 7. Laß pun, o HErr, durch deinen Geist uns hier also beweisen, damit wir dort auch allermeist dich ewig mögen preisen. 677. M. JEfu, meine Freude. enschenbülf ist nichtig, Gunst und Welt vergeht! GOttes Hülf ist tüchtig, Glaus' und Hoffnung wichtig und die Lieb' besteht; GOttes Huld deckt meine Schuld, dem ich mich allzeit vertraue und fest auf ihn baue. 2. Daß die Welt ich hasse und die Lüste lasse und mein Fleisch bezwing', gieb mir, GOtt, die Stärke, daß ich Glaubenswerke williglich vollbring'; daß mein Sinn niemals gewinn', daß mein Geist empor sich hebe, ewig bei GOtt lebe. 2 3. Wenn 340 Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Wenn ich solchermaßen geh vorhin, ihm soll mein Herz all auf rechter Straßen, die zum stetig danken, daß ich in seiner Himmel führt, wird mich nicht Gnade bin; auf ihn ist stets mein betrüben mein Thun und Ver- Herz gericht't. Ich lasse meinen üben, das aus Sünd herrührt. Esum nicht. GOtt wird mir die ew'ge Bier und die Kron' der Ehren geben dort in jenem Leben. 4. Wenn ich werd erwachen, wird mein Mund voll Lachen und voll Rühmens sein, wenn die Himmel weichen, Sonn' und Mond verbleichen, giebt GOtt Licht und Schein; dann will ich dort ewiglich mit Danksagen und Lobfingen alle Zeit zubringen. 5. Kein Mensch hat gesehen, Keiner tann verstehen, was da sei für Lust, tein Ohr hat gehöret, Niemand das gelehret, Keiner hat gewußt, was das sei, von Sünden frei GOtt anschauen und GOtt loben ewiglich dort oben. 678. M. Vom Himmel boch. ein Sach' hab' ich GOtt heimgestellt, der machs mit mir, wie's ihm gefällt, dient etwas mir zur Seligteit, so ist's bei GOtt mir schon bereit't. 2. Soll's aber nicht ersprießlich sein, so geb' ich meinen Willen brein, Gott hat so lang' gesorgt für mich, wird ferner auch nicht ändern sich. 3. Er weiß, was mir ist nußbarlich, obs gleich oft gehet wunderlich, die rechte Stund sieht er allein, wohl dem, der sich nur ichicket drein. 3. M. Dillherr. 679. M. Wer nur den lieben. 3. Mein JEsus will bei mir stets walten, weil ich bei ihm in Gnaden steh, ich laß ihn nicht, ich will ihn halten in aller Noth und allem Weh, denn er bleibt meine Zuversicht. Ich lasse mei nen JEsum nicht. 4. Ich will bei meinem JEsu halten, ich bleib' an ihm, drum ist er mein, er läßt mich nicht, ich laß ihn walten, ich schließ ihn in mein Herz hinein. Mein Herz im Glauben bei mir spricht: Ich lasse meinen JEsum nicht. 5. Scheint's gleich, als läg' idy ganz darnieder, werd' ich doch das durch nicht verzagt, in JEsu frieg" ich Hülfe wieder, drum sei es auch mit dem gewagt, ob mich gleich manche Noth ansicht, so laß ich meinen JEsum nicht. 6. Der Teufel soll mich nicht erschrecken, stellt er sich wider mich gleich ein, mein JEfus wird das Schild aussteden, darunter ich werd' sicher sein. Drum jest mein Herz vor Freuden spricht: Ich lasse meinen JEfum. nicht. Mein angen und Jein Wert will ich mit GOtt meinem HErren JEfu Christ, bei dem ist Hülfe zu erlangen, weil er der rechte Helfer ist. Ich sage: JEsus hat's verricht't, drum laß ich meinen JEsum nicht. 2. Von JEsu will ich niemals wanken, der mich geliebet hat 7. Die Welt muß endlich dock vergehen mit aller ihrer Herrlichkeit, nichts ist, das ewig kama bestehen, als was mein JEsus hat bereit't. Wenn Himmel, Erd und alles bricht, laß ich doch meinen JEsum nicht. 8. Der Tod soll bei mir in dem Sterben auch nicht behalten Ueberhand, mein JEsus läßt mich nicht verderben, drum hab' ich ein ges wisses Pfand, so mir sein träftig Wort verspricht. Ich lasse meis nen JEsum nicht. 9. Ich laß ihn nicht in meinem Leben, dort werd' ich ewig bei ihm Stef 341 Vom christlichen Leben und Wandel. stehn, und an ihm wie die Klette| 7. Ach! wie bist du doch so blind leben, da wird mein Mund sein Lob erhöhn, alsdann seh ich sein Angesicht mit Freuden nnd mit vollem Licht. und im Denken unbedacht; Augen hast du, Menschentind, und hast doch noch nie betracht't deiner Augen helles Glas; siehe, welch ein Schaß ist das! 10. Da will ich Dank und Preis ihm bringen, ich will vor GOttes höchstem Thron stets Heilig! Heilig! Heilig! singen, dem größten Fürst und Königssohn, in seinem Fried und Freudenlicht. laffe meinen JEsum nicht. 8. Zähle deine Finger her und der andern Glieder Zahl, teins ist, das dir unwerth wär', ehrst und liebst sie allzumal, keines gäbst du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen wollt'. Ich D. 3. F. Mayer. 680. In eigener Melodie. Nicht so traurig, nicht so sehr, meine betrübt, daß dir GOtt Glück, Gut und Chr' nicht so viel, wie andern giebt, nimm vorlieb mit deinem GOtt, hast du GOtt, so hat's nicht Noth. 2. Du, noch einzigs Menschen tind, haft ein Recht in dieser Welt, alle, die geschaffen sind, sind nur Gäst im fremden Zelt; GOtt ist HErr in seinem Haus, wie er will, To theilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, daß du Erden haben sollt, schau den Himmel über dir, da, da ist dein eblesGold, da ist Ehre, da ist Freud', Freud' ohn' Ende, Ehr' ohn' Neid. 4. Der ist albern, der sich kränkt, um ein' Hand voll Eitelkeit, wenn ihm GOtt dagegen schenkt Schäße der Beständigkeit. Bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. 5. Schaue alle Güter an, die dein Herz für Güter hält, feines mit dir gehen kann, wenn du geheft aus der Welt. Alles bleibet hinter dir, wenn du trittst in's Grabes Thür. 6. Aber was die Seele nährt, GOttes Huld und Christi Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allzeit gut; Erdengut zerfällt und bricht, Seelengut, das schwindet nicht. 9. Nun so gehe in den Grund deines Herzens, das dich lehrt, wieviel Gutes alle Stund dir von oben wird beschert. Du hast mehr, als Sand am Meer, und willst doch noch immer mehr. 10. Wüßte, der im Himmel lebt, daß dir's wäre nüß und gut, wornach so begierig strebt dein verderbtes Fleisch und Blut, würde seine Frömmigkeit dich nicht laſfen unerfreut. 11. GOtt ist deiner Liebevoll und von ganzem Herzen treu, wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er Nein. 12. Unterdessen trägt sein Geist dir in deines Herzens Haus Manna, das die Engel speist, ziert und schmückt es herrlich aus, ja er wählet, dir zum Heil, dich zu seinem Gut und Theil. 16. Ei! so richte dich empor, du betrübtes Angesicht, laß das Seufzen, nimm hervor deines Glaubens Freudenlicht, das be halt, wenn dich die Nacht deines Kummers traurig macht. 14. Sebe, als ein Himmelssohn, deinem Willen Maß und Ziel, rühre stets vor GOttes Thron deines Dantes Saitenspiel, weil dir schon gegeben ist mehr noch, als du würdig bist. 15. Führe deinen Lebenslauf allzeit GOttes eingedenk. Wie 9 3 es 342 Vom christlichen Leben und Wandel. es kommt, nimm alles auf, als Tod? was schnell und traurig ein wohlbedacht Geschenk. Geht Scheiden? wenn ich nur mag dirs widrig, laß es gehn, GOtt den großen Tag der Herrlichkeit und Himmel bleibt dir stehn. bedenken und aus der Welt ins Himmelszelt zu Zions Stadt mich lenken. 7. O schönste Stadt! O GOts teshaus voll Klarheit, Freud und Wonne! Ich wünsch aus dieser Welt hinaus, daß ich die Freu densonne, das klare Licht und Angesicht des Allerhöchsten schaue, ja, daß ich mich herzinniglich mit meinem GOtt vertraue. P. Gerhard. 681. M. Was mein GOtt will. O Blindheit! bin ich denn der Welt zu dienen nur erschaffen? und hat mein Schöpfer mich bestellt, daß ich soll emsig gaffen nach eitlem Gut und meinen Muth auf solche Thorheit seben, die leichtlich fann den flügsten Mann an Seel' und Leib verletzen? 2. Mein GOtt, erschaffen hast du mich zu jenem Freudenleben, das weiß und glaub ich festiglich, kann doch nicht recht erheben mein Herz zu dir und für und für nach solchem Leben trachten, es ist mir leid, daß in der Zeit ich bieses nicht geachtet. 3. Laß Fleisches-, Welt- und Augenlust in mir nicht länger walten, ein Beff'res ist mir ja bewußt, daran ich mich soll halten. Laß meinen Sinn sich schwingen hin zu dir mit Freud' und Wonne, du bist mein Licht und Zuversicht, ja meiner Seelen Sonne. 4. O Bater! laß dein schwaches Kind stets deine Liebe suchen; Welt ist nur Dampf, Welt ist nur Wind, die Welt will ich verfluchen. Dein Unterthan lauf in der Bahn, zu dienen seinem Fürsten, es soll fürwahr mich immerdar nach deiner Gnade dürften. 5. Wenn Kreuz und Trübsal kommt heran, so laß mich nicht verzagen, dein Wort ist's, das mir helfen kann, mein Elend leicht zu tragen, ich weiß ja wohl, wie daß ich soll mit dir, HErr, ewig leben. Soll ich denn nicht, du mein Licht! nach solcher Wohl fahrt streben? 6. Was ist doch alles Kreuz und Noth? was ist doch alles Leiden? was Herzensangst? was gar der 8. Ach! ach! wann wird mein Bräutigam mich einmal kommen heißen? Wann wird er mich aus diesem Schlamm und eitlem Leben reißen? Wann werd' ich doch das schwere Joch von meinen Schultern legen? Wann wird sich mir doch thun herfür des Himmels Fried' und Segen! 9. Wann soll ich doch dein Ange sicht, o liebster JEsu, sehen? Wann werd' ich einst in deinem Licht, o Licht der Seelen, stehen? Du lieblich's Bild, treu, fromm und mild, wann werd' ich aufgenommen, daß aus der Zeit zur Ewigkeit ich schleu nig möge kommen? 10. Was irr' ich hier im Jammerthal, in diesem fremden Lande? Ich leid' ja hier so manche Qual, so manchen Spott und Schande. Ich will hinaus, des Vaters Haus kann ich zur Wohnung haben, ja dieser Ort wird mich hinfort mit höchster Wollust laben. 11. O möcht' ich Armer doch befreit von aller Angst und Schretten, die übergroße Herrlichkeit in jenem Leben schmecken! O süße Kraft! o Lebensfaft! wann werd' ich dich empfinden? Laß mich die Welt doch als ein Held ganz siegreich überwinden. 12. O schönste Stadt! o flares Licht, o Süßigkeit ohn' Ende, o JEsu, Vom christlichen Leben und Wandel. JEfu, meine Zuversicht, ergreif mich doch behende. Laß mich von hier zur Engel Bier und jener Freud' abscheiden; denn ich bin dein und du bist mein, drauf fahr' ich hin mit Freuden. 5. 5. v. 6. 682. M. HErr, ich habe mißgeh. der Krone wahrer Seligkeit, die wir Menschen nicht leicht haben; möchtest du doch allezeit meinem Herzen unverdrossen geben einen Hausgenossen. 2. Denn, wenn etwas ist auf Erden, das des Christen Leben ziert, das ihm tann gegeben werden, was ihm Ruhm und Nuß gebiert; hilft Geduld all' seinen Sachen und ihn selber selig machen. 3. Wo was anders ist im Leben, da sich Niemand drum bemüht, ist Geduld auch zu erheben, die gar schöne Himmelsblüth'; welcher die nicht kann erlangen, wird dort nicht im Leben prangen. 683. M. Nun danfet alle GOtt. O GOtt, du frommer GOtt, du Brunnquell aller Gaben, ohn' den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben; gesunden Reib gieb mir, und daß in solchem Leib ein' unverlegte Seel' und rein Gewissen bleib'. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu, so gieb, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnüßes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn' Verdruß. 343 Heldenmuth, das Kreuz bilf selber tragen. Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind' und wenn ich Raths bedarf, auch guten Rath erfind'. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Freundschaft leben, so weit, als christlich ist. Willst du 4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gieb einen Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget fei. 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch in's Alter dringen, so gieb Geduld; vor Sünd' und Schanden mich bewahr', auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End' auf Christi Tod abscheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn' bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab'. 8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag' erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken, laß hören deine Stimm' und meinen Leib weck auf, und führ' ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf'. Joh. Heermann. 684. M. Chrift, unser HErr. Ott, mein Schöpfer, edler Fürst und Vater meines Lebens, wo du mein Leben nicht regierst, so leb' ich hier vergebens, ja, ich bin auch lebendig todt, der Sünden ganz ergeben. Wer sich wälzt in dem Sündenkoth, der hat das rechte Leben noch niemals recht gesehen. 2. Darum, so wende deine Gnad' zu deinem armen Kinde, und gieb mir allzeit guten Rath, zu meiden Schand' und Sünde. Behüte meines Mundes Thür, daß mir ja nicht entfahre ein solches 24 Wort, 344 Vom christlichen Leben und Wandel. Bort, dadurch ich dir und dei- Grund verkehrt und täglich ihre ner frommen Schaare verdrießlich Schuld vermehrt. sei und schade. 3. Bewahr', o Vater! mein Gehör auf dieser schnöden Erde vor allem, dadurch deine Ehr' und Reich beschimpfet werde! Laß mich der Lästrer Gall' und Gift ja nimmermehr berühren; denn wen ein folcher Unflath trifft, den pflegt er zu verführen, auch wohl gar umzukehren. 4. Regiere meiner Augen Licht, daß sie nichts Arges treiben, ein unverschämtes Angesicht laß ferne von mir bleiben; was ehrbar ist, was Zucht erhält, wonach die Engel trachten, was dir beliebt und wohlgefällt, das laß auch mich hoch achten, all' Uleppigkeit verlachen. 3. Die, so als GOttes Eigen thum stets preisen sollten GOttes Ruhm und lieben seines Wortes Kraft, sind gleich der blinden Heidenschaft. 5. Gieb, daß ich mich nicht lasse ein zum Schlemmen und zum Brassen! laß deine Lust mein eigen sein, die andre fliehn und haffen. Die Lust, die unser Fleisch ergößt, die zieht uns nach der Höllen, und was die Welt für Freude schäßt, pflegt Geist und Seel' zu fällen und ewiglich zu quälen. 4. Drum wird uns auch der Himmel blind, bes Firmamentes Glanz verschwind't; wir warten, wenn der Tag anbricht, auf's Tageslicht, und kommt doch nicht. 5. Man zankt noch immer fort und fort, es bleibet Krieg an allem Ort, in allen Winkeln Haß und Neid, in allen Ständen Streitigkeit. 6. Drum stredken auch all' Element' hier wider uns aus ihre Händ'. Angst kommt uns aus der Lief und See, Angst kommt uns aus der Luft und Höh'. 7. Es ist ein' hochbetrübte Zeit, man jagt und plagt die armen Leut', eh', als es Zeit, zur Grube zu, und gönnet ihnen keine Ruh. 8. Drum trauert auch der Freuden Quell', die Sonn', und scheint uns nicht so hell. Die Wolken gießen allzumal die Thränen ohne Maß und Zahl. 6. O felig ist, der stets sich nährt mit Himmelsspeis' und Tränken, der nichts mehr schmeckt, nichts ſucht und hört, auch nichts begehrt zu denken, als nur, was zu dem Leben bringt, da man bei GOtte lebet und bei der Schaar, die fröhlich singt und in der Wolluft schwebet, die keine Zeit aufhebet. P. Gerhard. 685. M. Wenn wir in höchsten. 9. Ach! wein' auch du, o Menschentind, und traure über deine Sünd', halt' doch mit deinen Las stern ein und mache dich durch Buße rein. 10. Fall' auf die Knie, fall' in die Arm' des HErren, daß er sich erbarm' und der so wohl verdienten Rach' in Gnaden bald ein Ende mach'. O Herrscher in dem Himmels- 11. Er ist ja fromm und bleibet zelt! was ist es doch, das fromm, begehret nichts, als daß unser Feld, und was es uns her man komm' und mit geneigter vorgebracht, so ungestaltund trau- Furcht und Scheu ihn bitt' um rig macht? Gnad' und Vatertreu. 2. Nichts anders traun, als daß! 12. Ach! Vater, Vater! höre die Schaar der Menschen sich so doch, und lös' uns aus dem Sünganz und gar bis in den tiefsten denjoch und zieh uns aus der Welt Vom christlichen Leben und Wandel. Welt herfür und kehr uns selb: sten bald zu dir. 13. Erweiche unsern harten Muth und mach' uns Böse fromm und gut. Wen du bekehrst, der wird bekehrt, und wer dich hört, der wird erhört. 345 4. D! daß ich dieses hohe Gut möcht' ewiglich befißen! O daß in mir die edle Glut ohn' Ende möchte hizen! Ach! hilf mir wa chen Tag und Nacht und diesen Schaz bewahren vor den Schaaren, die wider uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. 14. Laß deine Augen freundlich sein, und nimm mit gnäd' gen Ohren ein das Angstgeschrei, das von der Erd' aus unsern Herzen zu dir fährt. 5. Mein Heiland, du bist mir zu Lieb in Noth und Tod gegangen, und bist am Kreuz als wie ein Dieb und Mörder da gehan15. Reißweg das schwarze Zorn- gen, verhöhnt, verspeit und sehr gewand, erquicke uns und unser verwund't. Ach! laß mich deine Land und der so schönen Früchte Wunden alle Stunden mit Lieb' Kranz mit süßem warmen Son- im Herzensgrund auch rißen und nenglanz. verwunden. 16. Verleih uns bis in unsern 6. Dein Blut, das dir vergossen Tod alltäglich unser liebes Brodward, ist köstlich, gut und reine, und dermaleinst nach dieser Zeit mein Herz hingegen böser Art das süße Brod der Ewigkeit. und hart, gleich einem Steine. Ach! laß doch deines Blutes Kraft mein hartes Herze zwingen, wohl durchdringen und diesen Lebensjaft mir deine Liebe Paul Gerhard. 686. M. Ich ruf zu dir, HErr. D JEsu Christ, mein schönstes Licht! der du in deiner Seele so hoch mich liebst, daß ich es nicht aussprechen kann, noch zählen: gieb, daß mein Herz dich wiederum mit Lieben und Verlangen' mög' umfangen und als bein Eigenthum nur einzig an dir hangen. 2. Gieb, daß sonst nichts in meiner Seel', als deine Liebe wohne; gieb, daß ich deine Lieb' erwähl', als meinen Schaß und Krone. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht gönnen, daß all mein Thun und Sinn in deiner Liebe brennen. bringen. 7. O daß mein Herze offen stünd' und fleißig möcht' auffangen die Tropfen Bluts, die meine Sünd' im Garten dir abdrangen! Ach! daß sich meiner Augen Brunn aufthät und mit viel Stöhnen heiße Thränen vergösse, wie die thun, die sich in Liebe sehnen. 8. O! daß ich wie ein kleines Kind mit Weinen dir nachginge, so lange, bis dein Herz entzünd't mit Armen mich umfinge und deine Seel' in mein Gemüth in voller süßer Liebe sich erhübe, und also deiner Güt' ich stets vereinigt bliebe! 3. Wie freundlich, selig, süß und 9. Ach! zieh, mein Liebster, mich schön ist, Jesu, deine Liebe! wo nach dir, so lauf' ich mit den Fü diese steht, kann nichts entstehn, ßen, ich lauf und will dich mit das meinen Geist betrübe; drum Begier in meinem Herzen küssen; laß nichts anders denken mich, ich will aus deines Mundes Zier nichts sehen, fühlen, hören, lie- den süßen Trost empfinden, der ben, ehren, als deine Lieb' und die Sünden und alles Unglück dich, der du sie kannst vermehren. hier kann leichtlich überwinden. 10. Mein 95 Vom christlichen Leben und Wandel. 346 10. Mein Trost, mein Schaß, mein Licht, mein Heil, mein höchstes Gut und Leben, ach, nimm mich auf zu deinem Theil, wie ich mich dir ergeben, denn außer dir ist lauer Bein, ich find' hier überalle nichts als Galle, nichts kann mir tröstlich sein, nichts ist, das mir gefalle. 16. Laß sie sein meine Freud'im Leide, in Schwachheit mein Vermögen, und wenn ich, nach vollbrachter Zeit, mich soll zur Ruhe legen, alsdann laß deine Liebes treu, HErr JEsu, mir beistehen, Luft zuwehen, daß ich getroft und frei mög' in dein Reich eingehen. Paul Gerhard. 11. Du aber bist die beste Ruh, in dir ist Fried' und Freude, gieb, JEsu! gieb, daß immerzu mein Herz in dir sich weide; sei meine Flamm' und brenn' in mir, mein Balsam, wollest eilen, lindern, hei len den Schmerzen, der allhier mich seufzen macht und heulen. 12. Was ist, ach Schönster! das ich nicht an deiner Liebe habe? Sie ist mein Stern, mein Sonnenlicht, mein Quell, da ich mich 2. Dies ist mein Schmerz, dies labe, mein süßer Wein, mein Him- tränket mich, daß ich nicht g'nug melsbrod, mein Kleid vor GOt- tann lieben dich, wie ich dich lie tes Throne, meine Krone, mein Schuß in aller Noth, mein Haus, darin ich wohne. 13. Ach! liebstesLieb, wennduentweichst, was hilft mir sein geboren, wenn du mir deine Lieb' entzeuchst, ist all mein Gut verloren. So gieb, daß ich dich meinen Gast, wohl such' und bestermaßen möge faffen, und wenn ich dich gefaßt, in Ewigkeit nicht lassen. 687. M. Wie schön leuchtet der JEſu, JEsu, GOttes Sohn, mein Bruder und mein' Gnadenthron, mein Schat, mein Freud' und Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, vor dir ist alles sonnenklar, ja, klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen, nichts auf Erden kann und mag mir lieber werden. ben wollte, ich werd von Tag zu Tag entzünd't, je mehr ich lieb', je mehr ich find', daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüthe lieblich fließen, so wird sich die Lieb' ergießen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, so viel ich soll und will, dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Pracht, Wollust, Ehre, Freud und Geld, wenn ich es recht befinne, kann mich ohn' dich g'nugsam laben, ich muß haben reine Liebe, die tröst't, wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, schaffst seinem Herzen 15. Laß meinen Stand, darin Fried' und Ruh, erfreuest sein ich steh, HErr, deine Liebe zieren, Gewissen, es geh ihm, wie es woll' und wo ich etwa irre geh, alsbald auf Erd', wenn ihn gleich ganz zurechte führen, laß sie mich all- das Kreuz verzehrt, soll er doch zeit guten Rath und gute Werke dein genießen im Glück, ewig! lehren, steuern, wehren der Sünd', nach dem Leide große Freude und nach der That bald wieder mich bekehren. wird er finden, alles Trauern muß nerschwinden. 5. Kein 14. Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen, eh' ich noch etwas Gut's geübt, warst du mir schon gewogen, ach! laß doch ferner, edler Hort, mich deine Liebe leiten und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. Vom christlichen Leben und Wandel. 347 5. Rein Ohr hat dies jemals ge-| 6. Dich such' ich, himmlisch Vas hört, kein Mensch gesehen, noch terherz, in dir ich Ruh kann hagelehrt, es läßt sich nicht beschreiben, in dir sich endet all' mein ben, was denen dort für Herrlich- Schmerz, in dir ich mich kann teit bei dir und von dir ist bereit't, laben. die in der Liebe bleiben. Gründ: lich läßt sich nicht erreichen, noch vergleichen den Weltschäßen dies, was uns dort wird ergößen. 7. Dich such' ich, aufgemachte Seit des allerliebsten HErren, darin entweichet alles Leid von mir ganz weit und ferren. 8. Das himmlisch Manna suche ich, mühselig und beladen, welch's bringt von oben her mit sich allein den Geist der Gnaden. 6. Drum laß ich billig dich allein, o JEfu! meine Freude sein, daß ich dich herzlich liebe, daß ich in dem, was dir gefällt und mir dein klares Wort vermeld't, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübfal ganz entnommen. 9. Ich suche innerliche Freud' an meines GOttes Liebe, die mir voR Anfang ist bereit't, nur, HErr, dieselb' mir giebe. 10. Die laß mich suchen Tag und 7. Da werd ich deine Süßigkeit, Nacht, im Schlafen und im Wadie jetzt berühmt ist weit und breit, chen, wollit doch durch deine große in reiner Liebe schmecken, und macht mich ihrer fähig machen. sehn dein lieblich Angesicht mit unverwandtem Augenlicht, ohn' alle Furcht und Schrecken. Reich werd' J. M. D. 689. M. Vater unser im Himmelr. Mensch! bedenke fiets das End', an Leib Seele trennt, gehorche GOtt und dich bekehr, mit Sünden nicht dein Herz beschwer. Hier bleibst du nicht, du mußt davon, wie du hier lebst, ist dort dein Lohn. 2. Wo sind die Kinder dieser Welt mit ihrer Wollust, Pracht und Geld? wo sind, die noch vor wenger Zeit bei uns stolzirten voller Freud? Sie sind dahin, all' ihre Hab' ist nichts, denn Staub und Stank im Grab. geschmücket vor dein'm Throne mit der schönen Himmelskrone. J. Heermann. 688. M. Ich dank' dir schon. liebe Seel! wo find' ich Ruh, darin mich zu erquicken? Wohin soll ich denn fliehen zu, ein Labsal zu erblicken? 2. Durchlaufe ich den Erdentreis, Ergözung zu erreichen, betrachte Wollust, Ehr' und Preis, Geld, Gut und was der gleichen: 3. So find' ich, daß es alles heißt ein schnöd' vergänglich's Wesen, davon der Seel' nicht wird geleist't, wobei sie mög' genesen. 4. Sie ist unsterblich und kann nicht die rechte Ruhe finden, bis sie wird besser unterricht't, mit GOtt fich zu verbinden. 5. Unsterblich muß sein dieses Gut, darin sie solle raften: Drum schwing' ich höher meinen Muth üb'r alle Erdenlasten. 3. Hieran gedent', o Menschen tind, bedenke, was sie worden sind, sie waren Menschen, gleich wie du, die meiste Zeit sie brachten zu in Wollust, aber ach! wie schnell sind sie gefahren zu der Höu'. 4. Hier wird der Leib der Würmer Kost, die Seel' dort leidet Hiz und Frost, bis sie der HErr am jüngsten Tag zusammen bringen wird mit Klag' und stürzen in Vom christlichen Leben und Wandel. 348 in das Schwefelfeu'r, zu allen Teufeln ungeheu'r. 5. Denn wie sie hier mit Uleppigkeit gedient dem Satan haben beid', an ihre Buße nie gedacht, noch an die finstere Todesnacht, so ist auch recht, daß sie zugleich dort leiden Qual ins Teufels Reich. 6. Was hilft nun ihnen Geld und Gut, ihr' Wollust, Diacht und Ue bermuth? wo ist ihr Lachen, Spiel und Scherz? wo ist ihr Stolz und freches Herz? Dies alles wird in lauter Bein verwandelt, der kein Ziel wird sein. 7. Was GOtt an ihnen hat ges kann an dir beweisen, du bist Erd', than, bezeugt, daß er auch solches trittst Erd' und wirst von Erd' ge nährt, zur Erden wirst du nach dem Tod auch werden gleich wie Mott und Koth. 8. Merk und behalt dies, was ich fag': Bergiß nicht deinen Todes tag, wie schnell er brechen wird herein, vielleicht möcht es noch heute sein. Der Tod mit dir macht keinen Bund, wie, wenn er täm' jetzt diese Stund'? 2. Drum liebe stets Gotthelig teit und thu dich wohl bewahren, so wird gewiß das ew'ge Leid dir du GODtt im Herzen hast, ſo lieb nimmer widerfahren. Und weil 9. Gewiß ists, daß du sterben beine leßte Rast, so kommst du 9. Gewiß ists, daß du sterben auch deine Brüder, halt JEfum mußt, wann, wie und wo, ist unselig wieder. bewußt, an allem Ort, all'Augen selig wieder. blick wirft aus der Tod sein Net 12. D JEsu Christe! der du mich aus Finsterniß so gnädig lich berufen hast zu deinem Licht, hilf, daß ich mich gleichstelle nicht dem Wesen dieser argen Welt, die ganz mit Bos heit ist vergällt. 13. Verleih, daß ich aus aller Macht die Welt mit ihrer Lust veracht, und trachte stets nach dei nem Reich, da ich werd sein den Engeln gleich, da man dein aus erwählte Rind in höchster Freud' beisammen find't. 3. Heermann. 690. M. Durch Adams Fall. und nicht mehr neues Herzeleid wohl dem, der die rechte Zeit zur wahren Buß' ersiehet durch Sünden auf sich ziehet, der tennet, was er lieben soll und was er soll verlassen, der lebet fromm und allzeit wohl und weiß 691. M. Freu dich sehr, o meine. und Strick. Bist du nun klug, so ſei bereit, und warte sein zu je- Willen ja nach deinem Wil der Zeit. Richte, Gott! mir meinen len ein, daß mein Herz und Muth sich stillen und in dir geruhig sein, daß ich mög' in Lieb' und Leid fröhlich sagen allezeit: HErr, es gehe, wie es gehe, nur dein Will' an mir geschehe. 2. Laß mich wissen und bedenten, daß dein Wille, Rath und Schluß sich zu meinem Beſten lenken und mir endlich dienen muß, daß der Zucht und Strafen Ruth' meiner Seele Vortheil thut. Wenn ich dieses wohl vers stehe, sag' ich: HErr! dein Will' geschehe. 3. Wenn 10. Trau nicht auf deinen stolzen Leib, das Sündenrad nicht weiter treib', wirst du in Bosheit fahren fort, so fährest du zur Höllenpfort'. GOtt ist gerecht, er straft die Sünd', er straft dort, wie er dich hier find't. 11. Denn wer die Welt mehr liebt, als GOtt, mit Frömmigleit nur treibet Spott, lebt täglich, wie der reiche Mann, in Völlerei, so gut er fann, dem Teufel dient er auf der Erd', wird mit ihm gleicher Straf gewährt. Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Wenn des Leibes Kraft und Stärke, Fertigkeit, Gestalt und Bier nehmen ab und ihre Werke auch nicht wollen leisten schier: wenn mir Hand, Fuß, Ohr und Aug', Lung' und Leber nicht mehr taug', laß es, wenn es soll, oergehen, HErr! dein Wille mag geschehen. 349 ten Bös' und Frommen, daß ihr schafft mit Furcht allein, wie ihr möget selig sein. 4. Wenn sich denn nun auch daneben meiner Seele Kraft und Geist aus der Erden Staub er heben und zu dir gen Himmel reif't, laß den Erdentloß und Thon auch beim Leben faulen schon, daß ein neu Gewächs erstehe, und dein guter Will' geschehe. 5. Soll ich, was die Welt geges ben, hab' und Güter büßen ein, laß mich trösten, daß dies Leben nicht nur leb' vom Brod allein. Meine Seel', o GOtt! mein Hort, laß sich laben durch dein Wort. Soll dies Gut verloren gehen. HErr! dein Wille mag geschehen. 6. Soll ich, GOtt, denn auch empfinden, was der Neid und Mißgunst kann, wenn sich der und der erwinden, Chr' und Glimpf zu greifen an: Laß mir mein Ge wissen rein und die Unschuld tröstlich sein; soll mich Gift und Bosheit schmähen: HErr! dein Wille mag geschehen. 7. Wenn denn endlich gar soll brechen dieses Fleisches schwaches Haus, ei! laß mich mit Freuden sprechen: Nun, mein GOtt! ich scheid' heraus. HErr, ich fahr' in Frieden ab, lege nur den Leib ins Grab, und mit dir gen Himmel gehe, daß dein guter Will' geschehe. 692. M. JEsu, der du meine. chaffet, daß ihr selig werdet, ihr, die ihr wollt selig sein, euch zwar christlich hier geberdet, doch davon tragt bloßen Schein; dentet, wenn der HErr wird kommen hier zu rich G. v. Bonin. 2. Schafft mit großer Furcht und Zittern, o ihr Sünder allzu mal, wenn der jüngste Tag wird wittern, daß ihr dann der Höllen Qual mit erfreuter Seel' ents gehet, nicht zur Linken JEfu stehet. Schafft mit Furcht hier insge mein, daß ihr dann mögtselig sein. 3, Schaffet, daß ihr selig werder, traut nicht eurem Fleisch und Blut, das sich heilig hier geberdet und thut euch doch nimmer gut. Flieht das falsche Christenleben, bleibt an Christi Leben fles ben; dem folgt, schafft hier ins gemein, daß ihr möget selig sein. 4. O HErr, der du durch dein Leiden uns von Sünd erlöset hast, laß mich nicht sein abgeschei den von dir, Anker, Steu'r und Mast. Wir zwar fleben stets an Sünden, aber laß uns Gnade fins den; deine treuste Lieb' allein schaffe, daß wir selig ſein. 693. M. Ach GOtt vom Himmel. chau, lieber GOtt, wie meine Feind', damit ich stets muß kämpfen, so listig und so mächtig seind, daß sie mich leichtlich dämpfen! HErr, wo nicht deine Gnad' mich hält, so kann der Teufel, Fleisch und Welt mich leicht in Sünde stürzen. 2. Der Satanas mit seiner List im Anfang gar süß locket, drauf, wenn die Sünd' begangen ist, das Herze er verstocket; er treibt mit Trug und mit Gewalt von einer Sünd zur andern bald und endlich in die Hölle. 3. Der Welt Art ist auch wohl bewußt, wie die tann Anlaß geben zur Augenlust und Fleischesluft, zum hoffärtigen Leben; wenn aber GOttes Zorn angeht, ein Jeder da zurücke steht, die Freundschaft hat ein End'. 4. Unt 350 4. Und dennoch will mein Fleisch und Blut von dem ungerne lassen, was ihm so großer Schaden thut, es will die Welt nicht has sen; die kurze Freud' gefällt ihm wohl, drum will's nicht, daß ich meiden soll des Teufels Netz und Stricke. Vom christlichen Leben und Wandel. 5. Nun muß ich Armer immerfort mit diesen Feinden streiten; sie angsten mich an allem Ort und sind mir stets zur Seiten. Der Satan seßt mir heftig zu, die Welt läßt mir gar keine Ruh, mein Fleisch zur Sünd' mich reizet. 6. Zu dir flieh ich, o treuer GOtt! ich weiß sie nicht zu stillen; hilf, Vater, hilf in dieser Noth, um JEfu Christi willen. Verleih mir deines Geistes Stärk', daß meiner Feinde List und Werk dadurch zerstöret werde. 7. Laß diesen deinen guten Geist mich inniglich regieren, daß ich allzeit thu, was du heißst und mich nicht laß verführen; daß ich dem Argen widersteh und nie von deinem Weg abgeh zur Rechten oder Linken. 8. Ob böse Lust noch mannigfalt mich anficht, weil ich lebe; so hilf, daß ich ihr alsobald, im Anfang widerstrebe, und daß ich ja vergesse nicht die Todesstunde, das Gericht, den Himmel und die Hölle. 9. Gieb, daß ich denke jederzeit an dies' vier letzten Dinge und dadurch alle Sündenfreud' aus meinem Herzen bringe, damit ich mög' mein Lebenlang dir die nen ohne Furcht und Zwang in willigem Gehorsam. 10. GOtt Vater, deine Kraft und Treu laß reichlich mich empfinden; o JEfu Christe, steh mir bei, daß ia kann überwinden. Hilf, Heil'ger Geist, in diesem Strieg, daß ich da immer einen Sieg erhalte nach dem andern. 694. M. Valet will ich dir. chaß über alle Schäße, o JEfu! liebster Schaß, an dem ich mich ergöße, bier hab' ich einen Blas in meinem treuen Herzen dir, Schönster, zugetheilt, weil du mit deinen Schmerzen mir meinen Schmerz geheilt. 2. Ach! Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrod, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennoth ganz kräftiglich kann stillen und mich in Leidenszeit erfreulich überfüllen mit Trost und Süßigkeit. 3. Laß, Liebster, mich erblicken dein freundlich Angesicht, mein Herze zu erquicken; komm, komm, mein Freudenlicht! denn ohne dich zu leben, ist lauter Herzeleid; vor deinen Augen schweben, ist wahre Seligkeit. 4. O reiche Lebensquelle, o JEsu! süße Ruh, du treuer Kreuzgeselle, schlag' nach Belieben zu: ich will geduldig leiden, und soll mich keine Bein von deiner Liebe scheiden, noch mir beschwerlich ſein. 5. Mein Herze bleibt ergeben dir immer für und für, zu sterben und zu leben, und will vielmehr mit dir im tiefsten Feuer schwißen, als, Schönster, ohne dich in größter Weltlust sißen, wär' sie auch all' um mich. 6. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht't, wo JEsus wird geschauet; da sehn' ich mich hin: ein, wo JEfus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. 7. Nun, JEsu! mein Bergnügen, fomm, hole mich zu dir, in deinem Schooß zu liegen: tomm, meiner Seele Zier, und sehe mich aus Gnaden in deine Freudenftabt, so kann mir Niemand schaden, so bin ich reich und satt. 695, Mel. Vom christlichen Leben und Wandel. 351 695. M. Ach, was soll ich Sünder.| mel frag' ich nicht, denn ich habe Schönster Jesu, meine Freude, mich verpflicht't, meinem Jesu meines Herzens süße Weide, treu zu bleiben, mich soll nichts nichts ist auf dieser Welt, das mir von ihm abtreiben. ohne dich gefällt; ohne dich fränkt meinen Muth Reichthum, Hoheit, Shr' und Gut. 2. Wozu kann der Reichthum nüßen? Kann auch wohldie Hoheit schüßen? Wozu dienet Ehr' und Gut? Sie verblendet nur den Muth, daß die Seele wird getränkt und nicht an den Himmiel denkt. 5. Es mag trachen, es mag knallen dieses rund gebaute Zelt; es mag liegen, es mag fallen, ich steh als ein starker Held; denn mein JEfus ist bei mir, der, der wird mich für und für, als mein Beistand, mächtig schüßen wider aller Teufel Bligen. 6. JEsus, JEsus ist mein Le ben, ihm verbleib' ich zugethan, ihm soll sein hiermit ergeben alles, was ich geben kann, meine Sinnen, Werk und Wort'; alles joll, o liebster Hort, dir gestellet sein zu Ehren, nichts soll mich von dir ablehren. 7. JEsum, JEsum will ich lie chönster JEsu, liebstes Leben, hier und dort in Ewigkeit, ben, meiner Seele Auf- sollte mich gleich hier betrüben enthalt, bir hab' ich mich ganz er- aller Jammer, alles Leid. Was geben; ob ich wohl zwar ungestalt, frag' ich nach Höll' und Tod? JEwill ich dennoch lieben dich, denn sus hilft mir aus der Noth, der ich weiß, du liebest mich: drum wird mich in's Leben führen, da will ich fest an dir hangen und die Seinen jubiliren. mit Liebe dich umfangen. 3. Mich kann JEsus nur ergößen und mein Herz in Ruhe setzen; ihm ergeb' ich mich allein, durch ihn kann ich sicher sein. Aber die ser Erde Lust macht mir nichts als Leid bewußt. 696. M. Werde munter, mein. 2. Andre mögen Freude haben an der falsch geschminkten Welt, die mit allen ihren Gaben bald vergehet, bald zerfällt: Nur mein JEsus soll es sein, den ich lieben will allein, und von dem ich nicht will weichen, sollt' ich gleich des Tod's verbleichen. 3. Andre mögen Wollust lieben und darinnen hundert Jahr sich mit großen Freuden üben: JE jum lieb' ich immerdar. Andre mögen Gold und Geld halten für ihr Liebeszelt: JEsu will ich mich vertrauen und auf ihn beständig bauen. 697. M. Zion klagt mit Angst. ( ei nicht stolz, o liebe Seele, die du dich des Glaubens rühmst, in der schwachen Liebeshöhle hier doch immerdar verblümst deiner Laster Gräu'l und Wust und stets Böses dentst und thust. Fürchte dich, du hast's vonnöthen, GOtt kann dich, wie andre, tödten. 2. Hat er vormals nicht vers schonet jener Zweige, deren Stamm er mit Lieb' und Treu belobnet, und sie in der Höllenflamm' ohn' Erbarmen hingestürzt, ihnen sei ne Gunst verkürzt; denke, wie er ohn' Verschonen dir noch leichter so kann lohnen. 4. Nun, was frag' ich nach der Erden und nach dem, was drin- 3. Geh in deines Herzens Kam nen ist? denn mir kann nichts lie- mer, geh' und sieh dich eigen um, bers werden, als mein Heiland du wirst finden g'nug von JamJesus Christ. Nach dem Himmer, schau auch du den großen Grimm, 352 Vom christlichen Leben und Wandel. Grimm, den GOtt hier an seinem ist ein gewünschter Mann, dem's Kind sehen lassen, dessen Sünd' nie übel gehen kann, lauter Frucht nicht sein, sondern unsre waren, von ihm man siehet, weil er wie wie er hat mit dem verfahren. ein Bachbaum blühet. 4. Schaue neben GOttes Güte auch den großen Ernst mit an und das zornige Gemüthe, das die Sünder hingethan in die ew'ge Todesnacht; doch auch seiner Güte Macht an dir, so du dich bekehren willst und besser lassen lehren. 5. Sei getreu in deiner Buße, sei getreu bis in den Tod; fall' in tiefster Reu zu Fuße dem, der heißet Mensch und GOtt. nimmt Buße an für Sünd', spricht zu dir, als seinem Kind: Sei getrost, ach! sei zufrieden, du bist nicht von mir geschieden. Er 6. Sei getreu in deinem Leiden, sei getreu bis in den Tod! wer will herrschen dort in Freuden, muß hier leiden bis auf's Blut; wer will dorten sein gekrönt, muß hienieden sein verhöhnt, er muß sich mit Dornen rißen, will er dort in Rosen sitzen. 7. Sei getreu in deinem Beten, sei getreu bis in den Tod; im Geist eifrig vor GOtt treten und begehren was ist noth, dem es niemals hat gefehlt, alles, alles er erhält; denn, wer bitt't in Christi Namen, dem ist alles Ja und Amen. 8. Sei getreu in deinem Hoffen, sei getreu bis in den Tod; wer gehofft, hat's oft getroffen und erlanget das Kleinod. Hoffen nicht zu schanden macht; Hoffer ist der Christen Pracht; Hoffen und auf GOtt vertrauen, läßt gewünschte Hoffnung schauen. 9. Sei getreu in Unglücksfäls len, sei getreu bis in den Tod; will dir schon die Welt nachstellen mit viel Feindschaft, Born und Spott: ei! wer solche hat zum Feind, der ist GOttes bester Freund, alles dienet ihm zum Besten, täm' es auch von Süd und Westen. 5. D HErr JEsu! meine Liebe, zeige mir der Demuth Pfad, gieb, daß ich mich hier betrübe und er lange deine Gnad'; pfropfe mich, dein schwaches Reis, in dich felbst zu deinem Preis; laß mich ewig an dir kleben und fort ewig bei dir leben. 698. M. Freu dich sehr, o meine. ei getreu, o Christenseele, sei getreu bis in den Tod, die du auf der Erden Höhle leidest Kummer, Angst und Noth; ist doch dies der Christen Bahn, worauf sie zum Himmel an, und durch Seufzer, Ach und Flehen sollen in's Reich GOttes gehen. 2. Sei getreu in deinem Glauben, sei getreu bis in den Tod; was acht'st du die hohen Schrauben jener tlugen Geister Rott'? GOttes Werte man nicht kann messen nach des Fleisches Wahn; wer glaubt, was GOtt glauben heißet, der zugleich sein' Allmacht preiset. 3. Sei getreu in JEsu Lieben, fei getreu bis in den Tod; in GOtt lieben stets sich üben, gehet über Erdenkoth; denn wer GOtt beständig liebt, den muß auch das, was betrübt, zuleßt wiederum erfreuen und zu lauter Heil gedeihen. 10. Sei getreu an deinem Ende, 4. Sei getreu in GOttes Lehren, sei getreu bis in den Tod; in fei getreu bis in den Tod; mit des HErren JEsu Hände und Furcht GOttes Wort anhören, in seine Wunden roth deinen beißet essen Himmelsbrod; der Geist sodann befiehl, troß dem, der Vom christlichen Leben und Wandel. 353 der dich will reißen seiner Macht| drüber weinen und sagen: Welt, und dir was schaden, JEsu Schirm deckt dich in Gnaden. weg mit der Gunst! 11. Sei getreu in allen Sachen, sei getreu bis in den Tod; wer hier alles gut wird machen, was ihm lehret das Gebot, dem ist schon der Lohn bereit in der frohen Ewigkeit: Eine Kron', das Freudenleben, ihm aus Gnaden GOtt will geben. G. Meißner. 699, M. Welt, ich muß dich. 8. Du, Schönster, wirst mich leiten, daß ich nicht werde gleiten in dieser Wüstenei; du wirst ja für mich sprechen, auch meine Sache rächen und mich dann endlich machen frei. 9. Nimm nur aus meinem Herzen, womit ich kann verscherzen dein ew'ge Lieb und Huld. Mein ganzes Herz bewege, daß ich dich darin hege, wie du es hast um mich verschuld't. geb' ich mich zufrieden, o JEsu, noch hienieden nach ausgestandner Noth, weil du mich nur ergößest und in die Ruhe lebest, fürcht' ich nunmehr auch nicht den Tod. 10. Laß es dein'n Tempel werden auch schon auf dieser Erden, sei du die schöne Blum', damit es ausgezieret; wenn es nun triumphiret, so sei du selbsten auch der Ruhm. 2. Wie oft hab' ich geklaget in dieser Welt, gefraget: Wo ist denn meine Rast? In allen mei- 11. Willst du es hier nicht stimnen Stunden hab' ich nur Mühmen, so laß es höher klimmen, bis gefunden, ich pilgermüder Er- in den Freudensaal, da wird es dengast. 3. Viel' Ding' hab' ich gesehen schon plößlich untergehen in dieser eitlen Welt, drum muß ich dies nur lassen und meinen JEsum faffen, eh' alles übern Haufen fällt. 4. Was geben mir Figuren? Was geben Creaturen? Betrug und Herzeleid. Weh dem, der ihn'n vertrauet, auf ihre Hülfe bauet und suchet dabei Sicherheit. 5. Nein, meine Seel' läßt fahren, was sie nicht kann bewahren hier eben so wie dort: GOtt, GOtt, den läßt sie walten, der fann sie auch erhalten zu jeder Zeit an allem Ort. 6. Die Ruhe hat sie funden in JEsu Christi Wunden, wie eine Taube pflegt in festen Felsenriben in Sicherheit zu siben, bis sich das Ungewitter legt. 7. Hier, hier ist das Vertrauen, hier ist das rechte Bauen, hier ist der Liebe Brunst. Wenn ich dies recht will meinen, so muß ich anders schallen und dir noch beff'r gefallen, als hier in diesem Thränenthal. 12. Nun, Seele, sei zufrieden. was willst du dich ermüden? der Sabbath ist heran. Nun kanns du wieder singen, nun kannst d Opfer bringen, es ist nun woh mit dir gethan. 700. M. HErr, nicht schicke deine Soll ich mich denn täglich gedenken? soll ich denn niemals mit Ruh Nachts ote Augen schließen zu? Muß nur immer vor mir stehen, wie mirs einsten wird ergehen? da doch durch mein Sorgen nicht das Geringst" wird ausgericht't. 2. GOtt, ber mich bisher erhalten, höret noch nicht auf zu walten, oder sollt er jest allein dessen müde worden sein? Ach, so laß ich Sorgen bleiben, GOtt llein es heim zu schreiben, daß es, wie es ihm gefällt, mir zus malen eines gelt. 3 3. Er 354 Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Er ist's, der allein verslebet, wenn mir's so und so ergebet, ob basselbe nüß und gut, oder ob's mir Schaden thut; da sonst wir in unsern Lüsten uns nicht zu entschließen wüßten, öfters wählend ungefähr, was uns nur höchst schädlich wär'. bekannt, aus des Höchsten Liebess hand solche Züchtigung hinneh men und mich nicht unmäßig grämen, daß solch' herbe Arzenei meinem Fleisch vonnöthen sei. 10. Soll ich viel der Jahre zählen, und also mich lange quälen; so gescheh des HErren Will', dem 4. Soll ich denn stets niedrig ich auch gern halte still. Er wird leben und nur an der Erde kle- doch Genade geben, daß in die ben, daß, wenn ich zur Ruh mich sem Trauerleben je zuweilen leg' Niemand von mir wissen mög'? soll mich solches gar nicht tränken, sondern ich will stets bedenken, daß ich vieler Sorgen frei und des Falles sicher sei. 5. Dennoch will ich auch nicht fliehen, wo er wollte selbsten ziehen mich hervor aus niederm Staub; weil ich solches sicher glaub': es liegt nur an seinen Gaben, die wir dann gewiß auch haben, wenn wir seinem Wint allein im Beruf gehorsam sein. 6. Will die Armuth meiner Hütten er mit Segen überschütten und mit Gütern dieser Welt, sei es ihm auch heimgestellt. Ich will ihm für solches danken, und nur beten, nicht zu wanken, daß nicht, wie sonst Viel' gethan, ich das Herz auch hänge dran. 7. Jst mir Armuth denn beschieden, bin ich auch damit zufrieden, weil mir dieses himmelfest, daß er mich drum nicht verläßt. Ich will doch ihm freudig singen und mein täglich Opfer bringen, bis nach dieser armen Zeit folgt die reiche Ewigkeit. 8. Wird Gesundheit mir gegeben, soll dieselb' in meinem Leben dazu dienen, daß ich mehr fördern könne seine Ehr'; daß ich müßig nicht vergrabe, was ich drum empfangen habe, damit ich es brauch' dahin, wo ich zu berufen bin. 9. Soll ich aber Krankheit leiden, will ich dennoch auch mit Freuden, weil mir seine Treu kommt ein Tag, der mich noch erfreuen mag. 11. Bin ich aber bald vorüber, ist mir solches desto lieber, daß ich von den Sünden frei und in solchem Stande sei, wo ich mei nem GOtt in allen Stücken möge wohlgefallen, so hier nicht geschehen kann, weil die Sünd' mir bänget an. 12. Also bleibt's GOtt heimges wiesen und sein theurer Nam' gepriesen, was er auch in seinem Rath über mich beschlossen hat. Ich will anders nicht mehr achten, sondern dieses nur betrachten: daß den Seinen zum Beschluß endlich alles frommen muß. P. I. Spener, D. 701. M. HErr, nicht schicke beine. ollt' es gleich bisweilen scheis nen, als wenn GOtt verließ die Seinen, o so glaub' und weiß ich dies: GOtt hilft endlich noch gewiß. Hülfe, die er aufgescho ben, hat er drum nicht aufgeboben; hilft er nicht zu jeder Frist. hilft er doch, wenn's nöthig ist. 2. Gleich wie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder stres ben: so hält GOtt auch Maß und Ziel, er giebt, wem und wann er will. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Noth am allergrößten. Er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 3. Troß dem Teufel, Troß dem Drachen, ich kann ihre Macht verlachen. Troß dem schweren Kreu Vom christlichen Leben und Wandel. 355 Kreuzesjoch; GOtt, mein Vater, mit mir in Noth, sorge, wenn ich lebet noch. Troß des bittern falle. Todes Zähnen! Trotz der Welt und allen denen, die mir sind ohn' Ursach Feind, GOtt im Himmel ist mein Freund, 5. Sorge, wenn sich schließen zu meine Augenlider, sorge, wenn ich bin zur Ruh und erwache wieder. Sorge für mein Amt und Stand, Wort, Vernunft und Tichten, für die Arbeit meiner Hand, Lassen und Verrichten. 4. Laß die Welt nur immer nei: den, will sie mich nicht länger leis den, ei! so frag' ich nicht darnach, GOtt ist Richter meiner Sach'. Will sie mich gleich von sich trei: ben, muß mir doch der Himmel bleiben. Wenn ich nur den Himmel trieg', hab ich alles zur Genüg'. 5. Ich will ihr gar gerne lassen, was ich sonsten pfleg zu hassen. Sie hab' ihren Erdenkoth und laß mir nur meinen GOtt. Ach! HErr, wenn ich dich nur habe, ag' ich allem andern abe; legt man nich gleich in das Grab, g'nug HErr, wenn ich dich nur hab'. Chr. Litii. 702, M. Christus, der uns selig. ( orge, Vater, sorge du, sorge 6. Sorge für mein Hab und Gut, Ehr' und guten Namen, sorge, wenn mir Leides thut die Welt und ihr Samen. Sorge, wenn zu Sünd' und Spott mich mein Fleisch will leiten, sorge, wenn ich mit dem Tod ringen muß und streiten. 7. Sorge, HErr, wenn mich anficht Satan auf der Erde, sorge, wenn vor dein Gericht ich gefordert werde. Sorge für mein Grabstättlein, sorge immerfors ten, sorge für mich, du bist mein, sorge aller Orten. 703. D. HErr, ich habe mißgeh. ( teh doch, Seele, steh doch für mein Sorgen; sorge JEfu, sorge du, sorge heut und morgen. Sorge für mich allezeit; sorge für das Deine. O du GOtt der Freundlichkeit, sorge du alleine. 2. Sorge, wenn der Tag anbricht, für mein Leib und Seele; sorge, daß ich Niemand nicht sie, als dir, befehle. Sorge, lieber GOtt, allhier auch für meine Sinne, jorge, daß zuwider dir ich ja nichts beginne. 3. Sorge doch, und laß mir auch dein Wort bis ans Ende; laß mir, HErr, den rechten Brauch dei ner Sacramente. Sorge für die Obrigkeit, Diener deines Wortes, und dazu für alle Leut' jedes Stand's und Ortes. 4. Sorge, großer Menschenfreund, für uns, deine Kinder, forge, HErr, für Freund und Seind, sorge für uns Sünder. Sorge für mein Stücklein Brod, forge doch für alle, die da sind stille und besinn' dich, wo du bist, denke doch, wo dich dein Wille, der sogar im Eitlen ist, der so gar klebt an der Erde, endlich hin verleiten werde. 2. Weißt du denn, wo du hinrennest? warum du dir Mühe machst? 3st es denn, daß du bekennest, oder du es recht betracht'st, drum du, alles zu gewinnen, stetig kräntest dein Beginnen? 3. Ehr' ist Rauch; willst du den fangen? Geld ist nichts, denn rothe Erd': trägst du darnach ein Verlangen? Lust ist ganz und gar nichts werth, so die Erde uns erzeiget, wenn sie nicht vom Himmel steiget. 4. Laß der Welt den Dampf der Ehre, gönn' ihr doch, daß sie ihr Gold mit unrechtem Gut vermehre; laß sie sein den Freuden hold, die ein'n Augenblick erfreuen und hingegen ewig reuen. 32 5. Wie 356 Vom christlichen Leben und Wandel. 5. Wie ein Fischer in den Flüssen, deine Kraft vermerke, daß ich der mit Angeln Fische fängt, wenn deinen Willen thu, daß ich dich er dem den Wurm entrissen, ihn allein betrachte und die Erde vor einen andern senkt, und doch nichts mehr achte. Keinen läßt verschlingen, so gehts auch mit solchen Dingen. 6. Dir wird heute vorgestreuet, bis du dich gefressen tobt, bald ein Andrer daran täuet, bis er tömmt in gleiche Noth, und dies Nas ins Nebe treibet, und doch endlich keinem bleibet. 14. Ich bin lahm, du mußt mich führen; ich bin blind, erleuchte mich; ich bin stumm, du wollst anrühren meine Zunge, daß ich dich hier anfangen mög zu loben und hernach im Himmel oben. 7. Ach! der Tod hat seine Pfeile auf dich längstens hin geweßt; eile, dich zu schicken, eile, eh' er grimmig an dich sett. Läßt du dich im Eitlen finden, ewig wirst du's nicht verwinden. Gr. Richter. 15. Hilfst du nicht, so ist's gesche hen, Niemand ohn' dich helfenwird. Gieb, HErr, daß ich dich mag sehen, daß ich sprech': O treuer Hirt! Niemand wird von dir vers lassen, der dich wird mit Glauben fassen. 704. M. Von GOtt will ich nicht. tell alles dein Beginnen zu GOttes Ehren an; entferne deine Sinnen von allem eitlen Wahn, dem Welt und Fleisch anhängt; ob Jemand gleich dein lache, befiehl du GOtt die Sache, so hast du viel erlangt. 705. In eigener Melodie oder: Durch Adams Fall ist ganz. Mergebens ist all Müh und Kost, wo nicht das Haus GOtt selber baut; also ist auch der Mensch trostlos, wo er sein'n eignen Kräften traut. Denn wo die Stadt GOtt mit seinem Rath nicht ſelbst erhält und schüßet; man wach' und hüt, ohn' GOttes Güt' fürwahr folches nichts nüßet. 8. Was da ewiglich kann dauern, das ist dein, und sonst nichts mehr; warum willst du denn viel trauern um vergänglich Gut und Ehr', das dich heute kann erfreuen und sich morgen muß zerstreuen? 9. Achte dich nicht so geringe, du bist viel zu gut dazu, daß dir follten solche Dinge nehmen des Gemüthes Ruh. Willst du auf der Erde liegen? Kannst du nicht aum Himmel fliegen? 10. Willst du dich in Koth einsen ten? du bist ja zum Reich erkor'n. Willst du dich zu GOtt nicht lenten, der dir hat so oft geschwor'n: So du dich nurwillst bekehren, soll die Freude ewig währen. 11. Christus reicht dir selbst die Hände, lauf, o Seel', im Glauben lauf, bitt', daß er dir Flügel sende, schwing' dich fröhlich zu ihm auf; wirst du den Erlösersehen, so wird bir erst wohl geschehen. 12. Wirf doch hin, was dich beschweret, Christus will dein eigen sein, der sich gnädig zu dir lehret, und dich zu sich lässet ein; freundlich will er den umfangen, der nach ihm nur trägt Verlangen. 13. O so bilf, du höchste Stärke, und mich also richte zu, daß ich 2. Was hilft's, daß wir vor Tag aufstehen und auf uns laden Sors gen viel, so doch all' unsre Anschläg' gehen allein, wie GOttes Ordnung will. Und ob dein Brod gleich wird mit Noth und Kum mer überkommen; wenn GOtt dir nicht solch's segnet mit, was reicht dir das zu frommen? 3. Der himmlisch' Vater thuts allein, daß Land und Leut' wird wohl regiert, wir sehens täglich, wie ich mein', und wenn nicht hütet dieser Hirt, all Regiment nähm' bald Vom christlichen Leben and Wandel. bald ein End', wär's noch so fest verbauet: Wie elend' Leut' sind wir doch heut, daß wir ihm nicht vertrauet! 357 denn du bist GOtt, mein HErre, mein Heil und Trost, mein' Hülf und Rath, darauf ich mich allzeit verlaß und stetig poch und trote. 4. Laß dir, mein HErr, zu Herzen gehn, und wollst daran gedenten, wie all' die Deinen mit dir stehn, den'n du dein' Gnad' thust schenken, von Ewigkeit sie ausersehn, bewahret in dem Rathe dein, durch welch'n sie selig werden. 5. Meiner Jugend Unwissenheit und aller meiner Schulde wollst, HErr GOtt, ja gedenken nicht, sondern nach deiner Hulde meis ner erbarmen wollest dich, von allen Sünden freien mich, um deiner Güte willen. 6. Der HErr ist süß und aufges richt't all' den'n, die ihm anhans gen; wenn sie schon in dem Wege fehl'n, wird er sie doch umfangen und lehren sie den Willen sein, geschrieben in ihr Herz hinein, nach seinem Wohlgefallen. 7. All' Weg' des HErren find Wahrheit, Güte und große Gnade; sein Gelübde hält er treulich, und giebt sie den'n gar grade, die fragen nach dem Worte sein, und glaub'n was er gelobt darein, als uns die Schrift abs malet. 8. Um deines Namens willen, HErr, Genade meiner Sünde. Ich fürchte mich, ihr'r ist gar viel, und wachsen alle Stunde; dar um mich dein' Geseze lehr', daß ich den Weg mag auserwähl'n, der dir ist wohlgefällig. 4. Daß GOtt den Menschen Kind'r beschert, das ist allein sein Gnad' und Güt'; er ist's, der sie erhält und nährt. Wenn sich der Mensch am höchsten müht, so ist's umsonst ohn' GOttes Gunst, er kann ihr'n Fußsteig wenden, gleich wie in Gil' umtreibt ein'n Pfeil ein Starter in sein'n Händen. 5. Wie selig ist nun diese Stadt, die von GOtt selber wird regiert: das Haus, so ein'n Vorsteher hat, den GOtt in seinen Wegen führt! Darum so schau, daß dein Vertrau'n nur werd' auf ihn gestellet, denn ohn' sein' Hand ein jedes Land gewiß zu Boden fället. 6. Ehr' sei dem Vater und dem Sohn, dem Heil'gen Geist mit hohem Preis, als es im Anfang war und nun, und bleiben soll in stetem Fleiß; denn er allein uns insgemein mit überreichen Gaben an Leib und Seel', ohn' allen Fehl, hat gnädiglich erhaben. D. M. Luther. Der 25. Psalm. 706. Dr. Ach lieben Christen, seid. Mon allen Menschen abgewandt, zu dir mein' Seel' erhoben hab' ich allein, mein HErr und GOtt, laß mich nicht werd'n betrogen. All' mein Vertrauen steht auf dich, laß nicht zu Schanden werden mich, daß sich mein Feind nicht freue. reuen. 2. Es wird Niemand beschämet stehn von den'n, die auf dich hauen; in deiner Hand sie sicher gehn, der Kauf wird sie nicht Beschämet müssen alle sein, die Leid anthun den Armen dein, ohn' Recht und alle Sache. 3. Weis' deine Weg', o HErre! mir, zu dir den Steig mich lehre, in deiner Wahrheit leite mich, 9. Des Menschen Seele, die GOtt fürcht't, wird seine Güter erben; all', die im Glauben fol gen nach, die werden nicht vers derben. Der HErr ist ihr verborgen Schild, sein Testament ihn'n öffnen will und seinen Geist ihn'n geben. 10. Mein' Augen stetig sind zu dir, o HErre GOtt, gerichtet, daß 83 du 358 Vom christlichen Leben und Wandel. bu hilfft aus dem Neße mir, dar-| ihn er uns bescheret, was Leib in ich bin verstricket. Erbarm' dich und Seel' ernähret; lobt ihn in's mein, und sieh mich an, denn arm Himmels Thron. bin ich, von Jedermann steh ich auch ganz verlassen. 11. Mein's Herzens Weh ist mancherlei; aus meiner Noth mich rette, schau an, wie ich vernichtet sei, von Arbeit ganz lieg' nieder; darum vergieb die Sünde mein, sich an, wie viel der Feinde sein, die mich ohn' Grund verfolgen. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welch's er uns beides schenkt, das ist ein' sel'ge Stunde, darin man sein gedenkt, sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubring'n auf Erden; wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr', noch Gut bestehet, welch's vor ward groß geacht't. Wir wers den nach dem Tod tief in die Erd begraben, wenn wir geschlafen ha ben, will uns erwecken GOtt. 7. Die Seel' bleibt unverloren, geführt in Abrams Schooß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb' des HErren, daran muß uns nicht irren des Teufels list'ge Art. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich's auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll, dieselb' ohn' ein'ges Ende, dieweil ich Christum tenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat, sein Sohn hat Gut's die Fülle erworben aus Genad, und GOtt der Heil'ge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich des Himmels führet; ihm sein Lob, Chr' und Preis. M. Lud. Helmb Adt. 708. M. GOtt, der Vater wehn. achet, betet Tag und Nacht, o ihr Christenfinder! Sa tan sucht mit ganzer Macht nicht allein die Sünder; ach, er plagt die Frommen auch, denn 4. Es thut ihm nichts gefallen, mer ist rein zu schätzen? Oft zapdenn was mir nüßlich ist; er peln wir in Neßen, die er uns meint's gut mit uns allen, pflegt zu seben; der verdammte schenkt uns den HErren Christ, Sündenrauch läßt alle Stund fein'n allerliebsten Sohn; durch uns sehlen, doch Niemand wird erzäh 12. Beschüß' mein' Seel' und rette mich, daß ich nicht werd' beschämet; mein Hoffnung steht allein auf dich, deß freuen sich die Frommen. So hilf nun, GOtt, aus aller Noth Israel, deiner armen Rott', die dir allein anhanget. U. Knophius. 707. In bekannter Melodie. Mon on GOtt will ich nicht lassen, denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rechter Straßen, da ich sonst irrte sehr, reichet mir seine Hand; den Abend, wie den Morgen thut er mich wohl versorgen, sei, wo ich woll', im Land. 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohlthat all' verkehrt, so find't sich GOtt gar balde, jein' Macht und Gnad' bewährt, bilfet aus aller Noth, errett't von Sünd' und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenn's auch wär' der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit, es tann mich nicht gereuen, er mendet alles Leid, ihm sei es heimge stellt; mein Leib, mein' Seel', mein Leben sei GOtt dem HErrn ergeben; er mach's, wie's ihm gefällt. Vom christlichen Leben und Wandel. 359 fest beipflichtet, die Liebe decket auch des Nächsten Mängel zu, verträget alles gern und liebet Fried und Ruh. Joh. Rift. 709, M. O GOtt, du frommer. We enn Einer alle Kunst und 8. Ohn' Argwohn' glaubet sie das Beste nur von allen, sie hoffet alle Weisheit hätte, wenn Besserung, wenn Jemand ist gefaler mit Menschen und mit Engel- len in Sünd' und Minethat; hat zungen red'te: hätt' aber sonst sie gleich teine Schuld, so leidet dabei der wahren Liebe nicht, so wäre doch vor GOtt damit nichts ausgericht't. sie dennoch, was möglich, mit Geduld. 2. Er wäre wie ein Erz, das awar sehr helle klinget, sonst aber keine Furcht und keinen Nußen bringet; es wär' ein solcher Mensch, ein solcher guter Christ, wie eine Schell', an der kein Geist noch Leben ist. 9. Wenn dort die Wissenschaft einmal wird ganz aufhören, so wird die Liebe doch sich fort und fort vermehren, wenn Glaub und Hoffnung auch vergehen mit der Zeit, so bleibet doch die Lieb' in alle Ewigkeit. erzählen, wie Satan uns tann quälen; liebster JEsu, steh mir bei, daß ich Ueberwinder sei. 3. Wenn er weissagen könnt' und hätte allen Glauben, so daß er Wunderwerk' an Bergen, Blinben, Tauben erwies', und hätte doch der wahren Liebe nicht, so wäre abermal damit nichts aus10. HErr JEsu, der du bist ein Vorbild wahrer Liebe, verleihe, daß auch ich am nächsten Liebe übe! Gieb, daß ich allezeit von Herzen Jedermann zu dienen sei bereit, wo ich nur soll und kann. 2. Bacmeister. 4. Wenn Einer auch sein Hab, Wschlag und selbſt mir mache 710, M. HErr JEsu Christ. enn mit Gedanken und alles Gut den Armen hingäbe, aber es nicht thäte aus Erbarmen; wenn er sich brennen ließ', und hätte nicht dabei der Liebe, sag' ich doch, daß es nichts nüße sei, manche Plag', ruh ich nicht eh, bis ich betracht't, HErr, deine starte Liebesmacht. 2. Da weichet alle Traurigkeit und find't sich nichts denn Fröhlichteit. Wie würd' ich doch so selig sein, wenn sonst nichts täm' ins Herze mein, 5. Die Lieb' ist sanftmuthsvoll, langmüthig und gelinde, sehr freundlich Jedermann, stets fertig und geschwinde in Nöthen beizustehn; die Liebe eifert nicht; die Liebe siehet zu, daß Keinem Leid geschieht. 3. Als lauter himmelische Lieb'. O HErr, mir solche gnädig gieb, und laß mich sein verliebt in dir, wie könnt' doch besser werden mir? 9. M. Dillherr. 711. In bekannter Melodie. Nugen nicht, fie rathet demers, bekümmerſt dich und arum betrübst du dich, mein 6. Die Liebe ist nicht stolz, die Liebe hasset Keinen, sucht ihren Liebe nicht, die Lieb hilft Jedermann, und wendet Schaden ab, wo sie nur trägest Schmerz nur um das zeitlich' Gut? vertrau du deinem HErren GOtt, der alle Ding' erschaffen hat. immer kann. 2. Er kann und will dich lassen nicht, er weiß gar wohl, was dir 34 gebricht, 7. Die Liebe ist betrübt, wenn unrecht wird gerichtet, und freuet sich, wenn man der Wahrheit 360 Vom christlichen Leben und Wandel. gebricht, Himmel und Erd ist sein, mein Vater und mein HErre GOtt, der mir beisteht in aller Noth. 3. Weil du mein GOtt und Vater bist, dein Kind wirst du verlaffen nicht, du väterliches Herz, ich bin ein armer Erdentloß, auf Erden weiß ich keinen Trost. 4. Der Reich' verläßt sich auf sein Gut: Ich aber will vertrau'n mein'm GOtt, ob ich gleich werd' veracht't, so weiß ich und glaub' festiglich, wer GOtt vertraut, dem mangelt's nicht. 5. Helia, wer ernähret dich, da es so lange regnet nicht, in so schwer theurer Zeit? Ein Wittwe aus Sidonier Land, zu welch'r du von GOtt warst gesandt. 6. Da erlag unterm Wachholderbaum, der Engel GOtt's vom Himmel tam und bracht' ihm Speis' und Trant; er ging gar einen weiten Berg Horeb genannt. 7. Des Daniels GOtt nicht vergaß, da er unter den Löwen faß, sein' Engel sandt' er hin, und ließ ihm Speise bringen gut durch seinen Diener Habacuc. 8. Joseph in Aegypten verkaufet ward, von Pharao gefangen hart um sein'r Gott'sfürchtigkeit; GOtt macht ihn zu ein'm großen Herrn, daß er konnt Vat'r und Brüd'r ernähr'n. 9. Es ließ auch nicht der treue GOtt die drei Männ'r im Feu'r ofen roth, sein'n Engel sandt er hin, bewahrt sie vor des Feuers Gluth und half ihnen aus aller Noth. 10. Ach GOtt! du bist noch heut so reich, als du gewesen ewiglich, mein Vertrau'n steht ganz zu dir, mach mich an meiner Seele reich, so hab' ich g'nug hier und ewiglich. 11. Der zeitlich'n Chr' will ich gern entbehr'n, du wollst mir nur des Ew'gen gewähr'n, das du erworben hast durch deinen herben bittern Tod, das bitt' ich dich, mein HErr und GOtt. 12. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei Silber, Gold oder Geld, Reichthum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit und hilft doch nicht zur Seligkeit. 13. Ich dank' dir, Christ, o GOttes Sohn, daß du mich solch's erkennen lahn durch dein gött liches Wort, verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 14. Lob, Chr' und Preis se idir gesagt für alle dein erzeigt' Wohls that, und bitt' demüthiglich, laß mich nicht von dein'm Angesicht verstoßen werden ewiglich. Hans Sachs. 712. 3n bekannter Melodie. Marum sollt' ich mich denn grämen? Christum noch, wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben? den mir schon GOt tes Sohn beigelegt im Glauben. 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich tam, da ich nahm meinen ersten Odem: Nackend werd' ich auch hinziehen, wenn ich werd' von der Erd' als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, GOtt allein ist's, der mir's gegeben. Will er's wieder zu sich fehren, nehm' er's hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Bein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er soll all' mein Unglück enden. 5. GOtt hat mich bei guten Ta gen oft ergötzt, sollt' ich jetzt auch nicht 361 Vom christlichen Leben und Wandel. nicht etwas tragen? Fromm ist einzig mir zur Wollust vorgeſtellt, GOtt und schärft mit Maßen, sein Gericht kann mich nicht ganz und gar verlaffen. du, du bist meine Ruh. Was frag' ich nach der Welt? 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten: Laß sie fpotten, laß sie lachen, GOtt, mein Heil, wird in Eil' sie zu Schanden machen. 2. Die Welt ist wie ein Rauch, der in der Luft vergehet, und einem Schatten gleich, der kurze Zeit bestehet, mein JEsus aber bleibt, wenn alles bricht und fällt; er ist mein starker Fels. Was ic. 3. Die Welt sucht Ehr' und Ruhm bei hocherhabnen Leuten, und denkt nicht einmal drauf, wie bald doch diese gleiten; das aber was allein mein Herz für rühms lich hält, ist JEsus nur allein; was frag ich nach der Welt? 4. Die Welt sucht Geld und Gut und kann nicht eher rasten, sie habe denn zuvor den Mammon in dem Kasten. Ich weiß ein besser Gut; wonach mein Herze stellt: Ist JEsus nur mein Schaß, was frag ich nach der Welt? 5. Die Welt bekümmert sich, im Fall sie wird verachtet, als wenn man ihr mit List nach ihren Ehren trachtet; ich trage Chrifti Schmach, so lang es ihm gefällt. Wenn mich mein Heiland ehrt, was frag' ich nach der Welt? 6. Die Welt kann ihre Luft nicht hoch genug erheben, sie dürfte noch dafür wohl gar den Himmel geben. Ein Andrer halts mit ihr, der von sich selbst nichts hält, ich liebe meis bin dein, Niemand kann uns scheinen GOtt, was frag' ich nach 2c. 11. HErr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich 7. Was frag ich nach der Welt? im Hui muß sie vergehen, ihr An sehn kann durchaus dem Tod nicht widerstehen, die Güter müssen fort, und alle Luft zerfällt, bleibt JEsus nur bei mir, was frag' zc. * 8. Was frag' ich nach der Welt? mein JEsus ist mein Leben, mein Schak, mein Eigenthum, dem ich mich ganz ergeben, mein ganzes Himmelreich und was mir sonst gefällt. Drum sag'ich noch einmal: was frag' ich nach der Welt? M. G. M. Pfefferkorn. 714. In 35 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen, wollt' ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht tödten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöthen, schließt das Thor des bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn au Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schäßen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergößen; hier ist kein recht Gut zu finden, was die Welt in sich hält, muß im Hui verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus wird, mich ohn' Ende laben. den. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich lieblich werd' umfangen. Paul Gerhard. 713. M. O GOtt, du frommer, Was as frag' ich nach der Welt und allen ihren Schäßen? wenn ich mich nur an dir, HErr JEiu, tann ergößen, dich hab' ich 362 Vom christlichen Leben und Wandel. 714. In eigener Melodie. Wa as für Kummer, was für Schmerz fechtet an mein traurig Herz? Blöde Seele, schwacher Sinn, ach, wo will, ach, wo will das Trauern hin! 2. Kränkest du dich noch so sehr, triegest du darum nicht mehr; Sorge nur das Herz abfrißt, ach! die Sorg', ach! die Sorg' nur schädlich ist. 3. Sorge ist des Grabes Thür, bu bekommst doch nichts dafür, als nur Kummer, Herzeleid, ach darum, ach darum die Sorge meid'. 4. Ob mich alle Welt verläßt, hält mein GOtt doch bei mir fest, er ist meine Zuversicht! ach mein GOtt, ach mein GOtt, verlaß mich nicht! 5. Hast du doch so wunderlich, großer GOtt erhalten mich, wenn die Noth mich hat gedrückt, ei ſo hast, ei so hast du mich erquict. 6. Dir befehl' ich meine Sach', rett' dein Kind, und freudig mach' die betrübte Seel' in mir, denn ich fleh, denn ich fleh, mein GOtt, zu dir. 7. Drum hinweg Melancholei, GOtt ſteht mir in Nöthen bei. der mir Gute Nacht, gute Nacht, du Trauergeist. 715. In bekannter Melodie. gethan, es bleibt gerecht sein Wille, wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm halten ftille; er ist mein GOtt, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, es wird mich nicht betrügen, er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld, und hab' Geduld, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was GOtt thut, das ist wohls gethan, er wird mich wohl bedens ten; er als mein Arzt und Wun dermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei, GOtt ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was GOtt thut, das ist wohlz gethan, er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann, ich will mich ihm ergeben in Freud' und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergößt mit süßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was GOtt thut, das ist wohl gethan, dabei will ich verbleiben, es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, so wird GOtt mich ganz väterlich in seinen Armen halten, drum laß ich ihn nur walten. M. S. Rodigaft. 716. Sn bekannter Melodie. Mas mein Gott will, das der ist der beste, zu helfen den'n er ist bereit, die an ihn glauben feste. Er hilft aus Noth, der fromme und mit Wer GOtt vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. GOtt ist mein Trost, mein' Zuversicht, mein' Hoffnung und mein Leben, was mein GOtt will, das mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet, er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nicht fehlet. 3. Drum will ich gern von dies ser Welt hinfahr'n nach GOttes Willen, zu meinem GOtt, wann's ihm Vom christlichen Leben und Wandel. 363 hoch schäßet und sie weit über alle Welt und alle Himmel setet. Denn, für wen hat er seinen Sohn, sein' höchste Zierde, Freud' und Kron', in's Kreuzes Pein gegeben? 6. Traun, nicht dem Himmel, nicht der Erd' ist dies zu gut ers gangen; des Menschen Seel', so theu'r und werth, hat diese Gnad' empfangen; hier ist ein solch theu'r Pfand und Gut, das ohne seines Sohnes Blut nicht konnt' erlöset werden. ihm gefällt, will ich ihm halten stille; mein' arme Seel' ich GOtt befehl' in meiner letzten Stunden. O frommer GOtt! Sünd', Höll' und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, HErr, will ich bitten dich, du wirst mir's nicht versagen: Wenn mich der böse Geist ansicht, laß mich doch nicht verzagen; hilf, steu'r und wehr', ach GOtt, mein HErr, zu Ehren deinem Namen. Wer das begehrt, dem wird's gewährt; drauf sprech' ich fröhlich Amen. 7. Ist deine Seel' so hoch vor GOtt, wie tannst du sie denn M. Alb. zu Brand. hassen, und wagen hin, als wär' 717, M. Ach GOtt vom Himm. es Koth, den man find't auf den Mas willst du, armer Erden Gaſsen? Gedenk', daß GOttes floß, so sehr mit Hoffart liebster Sohn, gestiegen von dem prangen? Dein Elend ist zu viel Himmelsthron, sie hat vom Tod und groß, du bist in Sünd' em- errettet. pfangen, mit Weh geboren auf die Welt, Weh dein ganz Leben überfällt, mit Weh gehst du von dannen. 8. Denn als er sie in schwerer Schuld vom Teufel fand gebunden und sie verdammet werden follt' zur Hölle alle Stunden, vor Jammer ihm zerbrach sein Herz, er weinte über ihren Schmerz davon sie selbst nicht wußte. 2. Was zierest du den Leib, das Haus, drin alles Siechthum stekfet, und füllest ihn so zärtlich aus mit dem, was ihm wohl schmecet? Weißt du denn nicht, nach wenig Tag', daß er muß sterben mit Wehflag' und ibn die Würmer fressen? 3. Vielmehr die edle Seele zier' mit Buß' und guten Werken; das Himmelbrod ihr jetze für, dadurch sie sich kann stärken; denn fie ist's, die, ohn' allen Tod, im Himmel schweben soll vor GOtt und allen heil'gen Engeln. 4. Warum pflegst du des Fleisches wohl und läßt die Seel' verschmachten? Ist's recht, daß man die Magd jeßt joll mehr als die Frau selbst achten? der Geist führt sonst das Regiment, bei dir ist solches umgewend't, das Fleisch den Geist regieret. 5. GOn selbst, der große HErr und Held, des Menschen Seel' 9. Ja, was noch mehr, so ließ er sich um ihretwillen tödten, errettet sie ganz kräftiglich aus al len ihren Nöthen. Sein Blutschweiß war das Lösegeld, das er, der Heiland aller Welt, für sie hat ausgezahlet. 10. An dieses Opfer denke recht, das für dich ist gegeben. Die Seele schäße nicht so schlecht, thu GOtt nicht widerstreben. Schau doch, wie schwer sie war verwund't, da sie sonst nichtes heilen konnt', als Christi Blut und Striemen. 11. Wenn sie der Satan nicht zu Grund, der alles Unglück stiftet, durch List mit seinem Lügenmund bis auf den Tod vergif iet: so hätte GOttes Sohn den Tor und so viel Marter, Hohn und Spott am Kreuz nicht dürs jen leiden. 12. Dar 364 Vom christlichen Leben und Wandel. Christ. Fried. Gonow 12. Darum, o Mensch, verachte nicht verderben; wer JEfum bei nicht das große, schwere Leiden, sich hat, kann fröhlich sterben. daß er für dich hat selbst verricht't, thu alle Bosheit meiden. Schau boch, wie sich so treulich hat des Sohnes GOttes Majestät in Noth bein angenommen. 13. Hilf GOtt! daß ich mein Lebenlang dies lles recht bedenke, für deine Treu dir Lob und Dank in tiefster Demuth schenke; daß ich von Sünden trete ab, mein Herz bei dir im Himmel hab', nach meinem Heil stets trachte. Joh. Heermann. 9935 718. In bekannter Melodie. er JEsum bei sich hat kann feste stehen, wird auf dem Unglücksmeer nicht untergehen; wer JEfum bei sich hat, was kann dem schaden? sein Herz ist überall mit Trost beladen. 2. Wer JEsum bei sich hat, der hat den Himmel, wünscht zu verlassen nur das Weltgetümmel; wer JEsum bei sich hat, der lebt vergnüget mit dem, was GOtt und Glück ihm zugefüget. 3. Wer JEsum bei sich hat, der mag nicht haben die Eitelkeit der Welt und ihre Gaben; wer JEfum bei sich hat, ht g'nug auf Erden und mag in Ewigkeit nicht reicher werden. 4. Wer JEsum bei sich hat, kann ficher reisen, er wird ihm schon den Weg zum Himmel weisen; wer JEsum bei sich hat in höchsten Nöthen, en tann fein Teufel nicht, noch Mörder tödten. 719. Mel. Kommt her zu mir. ie ist es möglich, höchstes Licht, daß, weil vor deinem Angesicht doch alles muß erblaffen, ich und mein armes Fleisch und Blut, dir zu entgegnen, ein'gen Muth und Herze sollte fassen? 2. Was bin ich mehr, als Erd' und Staub? Was ist mein Leib, als Gras und Laub? Was taugt mein ganzes Leben? Was kann ich, wenn ich alles kann? Was hab' und taug' ich um und an, als was du mir gegeben? 3. Ich bin ein' arme Mad' und Wurm, ein Strohhalm, den ein kleiner Sturm gar leichtlich hin kann treiben. Wenn deine Hand, die alles trägt, mich nur ein wenig trifft und schlägt, so weiß ich nicht zu bleiben. 4. HErr, ich bin nichts, du aber bist der Mann, der alles hat und ist, in dir steht all' mein We sen; wo du mit deiner Hand mich schreckst und nicht mit Huld und Gnaden deckst, so mag ich nicht genesen. 5. Du bist getreu, ich ungerecht, du fromm, ich gar ein böser Knecht, und muß mich wahrlich schämen, daß ich bei solchem schnöden Stand aus deiner milden Vaterhand ein ein'ges Gut soll nehmen. 6. Ich habe dir von Jugend an nichts anders als Verdruß gethan, bin fündenvoll geboren; und wo du nicht durch deine Treu mich wie der machtest los und frei, so wär' ich ganz verloren. 5. Wer JEsum bei sich hat, ist wohl beschüßet, wenn's heftig donnert und erschrecklich blizet; wer JEsum bei sich hat, darf nicht erschrecken, wenn seine Sünd' ihm Furcht und Angst erwecken. 6. Wer JEsum bei sich hat, darf nicht verzagen und kann den Teufel auch leicht von sich jagen; wer JEsum bei sich hat, wird 7. Drum sei das Rühmen fern von mir, was dir gebührt, das geb' ich dir, du bist allein zu ehren. Ach laß, HErr JEsu! meinen Geist und was aus meinem Geiste fleußt, zu dir sich allzeit kehren. 8. Auch Vom christlichen Leben und Wandel. 365 8. Auch wenn ich'sgleichwohlwohl schwarz oder weiß; soll's sein, gemacht, so hab ich's doch nicht so sei's; GOtt wird wohl Gnad ſelbst vollbracht, aus dir ist es erwecken. entsprungen. Dir sei auch dafür Ehr' und Dank, mein Heiland, all' mein Lebenlang und Lob und Preis gefungen. P. Gerhard. 720, M. Was mein GOtt will. Wie's ie's GOtt gefällt, so g'fällt mir's auch, und laß mich's gar nicht irren, ob mich zu Zeiten beißt der Rauch, und wenn sich schon verwirren all Sachen gar, ich weiß fürwahr, GOtt wird's zulebt wohl richten: Wie er's will han, so muß es gahn. Soll's sein, so sei's ohn' Tichten. 2. Wie's GOtt gefällt, zufried'n ich bin, das übrig' laß ich fahren, was nicht soll sein, stell' ich GOtt heim, der wird mich recht erfahren, ob ich ihm will auch halten still, GOtt wird doch Gnad bescheren: Ich zweifle nicht. Soll's sein, man spricht, so sei's: Wer kanns GOtt wehren? 6. Wie's GOtt gefällt, so lauf's hinaus: Ich laß die Vöglein forgen; kommt mir das Glück heut nicht ins Haus, so wird es doch sein morgen. Was mir beschert, bleibt unverwehrt, ob sich's schon thut verziehen. Dank GOtt mit Fleiß, soll's sein, so sei's: Er wird mein Glück wohl fügen. 6. Wie's GOtt gefällt, dasselb' ich will und weiter nichts begeh ren: Mein'r Sach' hat er gefeßt ein Ziel, dabei laß's bleiben gerne. Das Leben mein seß ich auch drein, auf guten Grund zu bauen, und nicht auf Eis. Soll's sein, so sei's, will GOtt allein vers trauen. 5. Wie's GOtt gefellt, so soll's ergahn, in Lieb' und auch im Leide. Dahin ich mein Sach' gestellt han, daß sie mir sollen beite gefallen rohl; drum mich auch soll Ja oder Nein nicht schrecken, 8. Wie's GOtt gefällt, so nehm' ichs an, um G'duld will ich ihn bitten, er ist allein, der helfen kann, und wenn ich schon wär' mitten in Angst und Noth, läg' gar im Tod, fann er mich wohl erretten g'walt= ger Weis'; solls sein, so sei's: Ich g'winn's, wer nur will wetten. Joh. Friedr. Herz. zu Sachsen. 721. M. Wer nur den lieben. Millst u recht wohl und chriſtlich zu Lob und Preis, bleib ja nicht an der Weltlust kleben, thu, was du sollst, mit allem Fleiß: GOtt, dir, dem Nächsten sei ergeben, nach Christen Urt, dein ganzes Leben. D. 3. Olearins. 3. Wie's GOtt gefällt, so g'fällt mirs wohl, in allen meinen Sachen. Was GOtt vorsehen hat einmal, wer kann es anders machen? Drum ist umsonst Welt, Wiz und Kunst, es hilft nicht Haar Man beiß'; soll's sein, so sei's, wird doch sein'n Weg naus laufen. 4. Wie's GOtt gefällt, laß ich's ergehn, will mich darein ergeben: Woll't ich sein'm Willen wider stehn, so muß ich bleiben fleben. Denn gewiß fürwahr all Tag' und 722. M. HErr JEsu Chrift, wahr. Jahr bei GOtt sind ausgezähsteh, ich meinen JEfum vor ich und wo ich let. Ich schic mich g'scheb, soll's sein, so mir erwählet. drein, es sei's bei mir seh, und kann ihn doch nicht holen ein, daß er bleib in dem Herzen mein. 2. Es dünkt mich oft, er steb von fern und lasse mich erseufzen gern. Wie kannst du doch so fremde sein, und lassen mich, mein HErr, allein? 3. Komm 366 Vom christlichen Leben und Wandel. 3. Komm doch, tehr' ein und| kind und daß Israel Friede bleib bei mir, o JEfu! mein find't. D. M. Luther. Freund, Ehr' und Zier, erfüll' doch 725. M. Mach's mit mir, GOtt. endlich mein Begier, ſo weid' ich Wohl dem, der sich auf seinen M. Dillherr. 723. M. Wenn wir in höchsten. 23 o GOtt zum Haus nicht giebt sem Gunst, so arbeit't Jedermann umsonst, wo GOtt die Stadt nicht selbst bewacht, so ist umsonst der Wächter Macht. 2. Vergebens, daß ihr früh auf steht, dazu mit Sorgen schlafen geht, und eßt eu'r Brod mit Ungemach, denn wem's GOtt gönnt, giebt er's im Schlaf. 3. Nun sind sein' Erben unsre Kind, die uns von ihm gegeben find; gleichwie der Pfeil in's Starten Hand, so ist die Jugend GOtt bekannt. 3. Und ob ich gleich darüber oft viel Unglück leiden müsſen, so hat wieder raus gerissen, da lernt' ich dennoch GOtt unverhofft mich erst, daß GOtt allein der Mens schen bester Fr und muß sein. 4. Ja, wenn gleich meiner Süns den Schuld sich häuft in mir zus sammen, treibt mich in Angst und Ungeduld und will gleich hier ver 724. Nach voriger Melodie.dammen, so fürcht' ich doch die denn mein 4. Es soll und muß dem gehen wohl, der dieser hat sein'n Köcher voll; sie werden nicht zu Schand' und Spott, vor ihrem Feind bes wahrt sie GOtt. D. M. Luther. verlassen, den mag gleich Sünde, Welt und Tod und alle Teufel basſen; so bleibt er dennoch wohl vergnügt, wenn er nur GOtt zum Freunde kriegt. 2. Die böse Welt mag immerhin mich hie und da befeinden, kann sich nur mein Gemüth und Sinn mit meinem GOtt befreunden, so frag' ich nichts nach ihrem Haß. Ist GOtt mein Freund, wer thut mir was? Furcht steht und auch auf Freund, vertil et sie. feinen Wegen geht, dein eigen Hand dich nähren soll, so lebst bu recht und geht dir wohl. 5. Dahero Troß der Höllen Heer, Troß auch des Todes Rachen, Troß aller Welt, mich kann nicht 2. Tein Weib in deinem Haus mehr ihr Pochen traurig machen. wird sein wie ein Reben voll GOtt ist mein Schuß, mein Hülf Trauben fein, und deine Kind'r und Rath. Wohl dem, der GOtt um deinen Tisch wie Delpflanzum Freunde hat! zen, geſund und frisch. 726.. Freu dich sehr, o meine. 3. Sieh, solcher Segen hangtohl dem, der den HErren bem an, wo in Gottesturcht lebt ein Mann, von ihm läkt der alt' Fluch und Zorn, den Menschen tindern angeborn. scheuet und sich fürcht't ver seinem GOtt; selig, der sich herzlich freuet, zu erfüllen sein Gebot. Wer den Höchften liebt und ehrt, wird erfahren, wie sich mehrt alles, was in seinem Leben ihm vom Himmel iſt gegeben. 2. Seine Kinder werden stehen 5. Fritten wird er das Leben wie die Rosen in der Blüth'; dein und mit Güte steta per dir sein Geschlecht wird einhergehen sein, daß du wirst sehen Kindes- voller Gnad' und GOttes Güt'; und 4. Aus Sion wird GOtt fegnen bich, daß du mirit chauen stetiglich das Glüd der Stad: Jerusalem, vor GOtt in Gnaden angenehm. Vom christlichen Leben und Wandel. 367 und was diesen Leib erhält, wird| Glück mißgönnen ihm, und doch ber Herrscher aller Welt reichlich damit gar nichts wehren, sondern und mit vollen Händen ihnen in sich nur selbst verzehren. die Häuser senden. 3. Das gerechte Thun der Frommen steht gewiß und wanket nicht, follt auch gleich ein Wetter kom men, bleibt doch GOtt, der HErr, ihr Licht, tröstet, stärket, schüßt und wacht, bis nach ausgestandner Nacht und nach hochbetrübtem Weinen, Freud' und Sonne wie der scheinen. 4. GOttes Gnad', Huld und Erbarmen bleibt den Frommen immer fest. Wohl dem, der die Noth der Armen sich zu Herzen geben läßt und mit Liebe Gutes tuut, den wird GOtt, das höchste Gut, gnädiglich in seinen Armen, als ein lieber Vater, warmen. 5. Wenn die schwarzen Wolken blißen von dem Donner in der Luft, wird er ohne Sorgen sißen, w.e ein Vöglein in der Klust, er wird bleiben ewiglich, auch wird sein Gedächtniß sich hie und da auf allen Seiten wi die edlen Bwei ausbreiten. 6. enn das Unglück an will tommen, das die rohen Sünder plagt, bleibt der Muth ihm unbenommen und das Herze unverangt. Unverzagt ohn' Angst und Bein bleibt das Herze, das sich fein seinem GOtt und HErrn er giebet, und die, so verlassen, liebet. 7. Wer Betrübte gern erfreuet, wird vom Höchsten wohl ergößt, was die milde Hand ausstreuet, wird vom Himmel hoch ersetzt. er viel giebt, erlanget viel. Was will, wird GOtt mit gutem Willen schon zu rechter Zeit erfüllen. 8. Aber seines Feindes Freude wird er untergehen fehn, er, der Feind, vor großem Neide wird zerbeißen ſeine Zähn'. Er wird knirschen und mit Grimm solches P. Gerhard. 727, M. Werde munter mein. der wandelt in gottloser Leute Rath! Wohl dem, der nicht unrecht handelt, noch tritt auf der Sünder Pfad, der der Spötter Freundschaft fleucht und von ihren Stühlen weicht, der hinge gen herzlich ehret, was uns GOtt im Himmel lehret. 2. Wohl dem, der mit Lust und Freude das Gefeß des Höchsten treibt, und hier, als auf süßer Weide, Tag und Nacht beständig bleibt; dessen Segen wächſt und blüht, wie ein Balmbaum, den man sieht, bei den Flüssen an den Seiten seine frischen Zweig' ausbreiten. 3. Also, sag' ich, wird auch grüs nen, wer in GOttes Wort sich übt; Lust und Sonne wird ihm dienen, bis er reiche Früchte giebt; seine Blätter werden alt, und doch niemals ungestalt. GOttgiebt Glüd zu seinen Thaten, was er macht, muß wohlgerathen. 4. Aber, wen die Sünd erfreuet, mit dem gehts viel anders zu, er wird wie die Spreu zerstreuet von dem Wind im schnellen Nu. Wo der HErr sein Häuflein richt't, da blüht tein Gottloser nicht. Summa: GOtt liebt alle Frommen, und wer bös' ist, muß umkom men. 728. M. Von GOtt will ich nicht. Wohl dem, der ohne Wandel auf geht, P. Gerhard. in seinem ganzen Handel nicht bei den Sündern steht, tritt auch nicht auf den Plan, wo loſe Spötter richten und freventlich vernichten, was löblich ist gethan. 2. Wer GOtt von Herzen lies bet und hat sein Wort in Acht, Fich 368 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. sich in denselben übet bei Tag und| mach betrüben, er bleibt auch auch bei Nacht, ist wie ein Baum treu bei rauher Zeit. Wer JEsum am Fluß, der immer hoch sich hat und JEsum liebt, der liebt schwinget und gute Früchte brin- den, der den Himmel giebt. get, dieweil er grünen muß. 3. Obschon die Winde toben, tein Blatt herunter fällt, mit starkem Arm von oben der HErr bie Seinen hält, tein Böses sie berührt. GOtt selber, was sie finnen und mit der That beginnen, zum Ende glücklich führt. 2. Wer JEsum liebt, muß alles lassen, was falschen Schein der Liebe macht, nur seinen JEsum muß er faffen und sein auf ihr allein bedacht. Wer JEsum hat und JEsum liebt 2c. der Himmelslust. Wer JEsum hat und JEsum liebt 2c. 3. Wer JEsum liebt, verlangt den Himmel, und ruht an seines 4. Dagegen zu verachten sind JEsu Brust, er läßt das böse gottvergesine Leut', ihr Lich- Weltgetümmel und seufzet nach ten und ihr Trachten des Himmels Heer zerstreut, wie Spreu ein schneller Wind hoch in die Lüfte treibet, mit aller Macht zerstäubet, daß man der keinen find't. 5. Bulegt bleibt der Gerechte vor GOttes Richterthron; die frechen hier drückt der Sünden Joch. Sündenknechte bekommen ihren Wer JEsum hat und JEsum Lohn; ihr Weg in Eil' vergeht, wer GOttes Güte trauet, sein Antlig ewig schauet und wohl vor ihm besteht. 4. Wer JEsum liebt, der kann nicht sterben, er lebt auch in dem Tode noch. Sein JEsus läßt ihn nicht verderben, ob ihn liebt 2c. G. Werner. 5. Wer JEsum liebt, kann sich ergößen, wenn ihn sein liebster JEsus küßt, wenn er ins Leben 729. M. Wer nur den lieben. ihn wird seßen und alles Herze= Mer seinen JEsum recht will leid versüßt. Wer JEsum hat und lieben, der achtet nicht der JEsum liebt, der liebt den, der Eitelkeit; ihn kann kein Unge- den Himmel giebt. Der fünfte Theil des Gesangbuchs, enthält: Noth- und Trübsals-, wie auch Trost-, Aufmunterungs-, Lob- und Danklicder. XXXII. Bom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 730. M. Wo soll ich fliehen hin. 2. Ach warum bet' ich nicht in ch allerliebster GOtt! ich fester Zuversicht? Du willst ja schweb in großer Noth, nicht das Flehen der Elenden ich fürchte meine Sün- verschmähen, und lockest sie, mit den, die sich bei mir befin- Beten vor deinen Thron zu den, die werden dir verwehren, treten. mein Beten zu erhören. A 3. Wer mur die Kühnheit nimmt und Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 369 und freudig vor dich kömmt, sein| und auf mich voll Haffes gehn. Herz da auszuleeren und etwas Laß es gehn. zu begehren, der soll von deinen Gaben, so viel ihm nüßet, haben. 4. Darum verzeihe mir, daß ich, o Höchster! dir, durch sündliche Gedanken und hin und wieder Banten, nicht jederzeit getrauet und fest auf dich gebauet. 6. Laß, o HErr! zu deinen Frommen, einen Frommen, mich in Nengsten schreiend kommen, ei entkommen. Laß Gottseligkeit bei mir sein und mich ankleben ihr. Leben ihr. 5. Gieb du mir Zuversicht, daß wenn mir was gebricht, ich, HErr, von dir nicht minder, als wie die lieben Kinder die Eltern um was bitten, mein Herz auch mag ausschütten. 7. Jedoch muß ich hier ersterben, hier ersterben. Ja dort, wo es voller Erben, wohl ererben. loben GOtt, dem nichts gebricht, meinen JEsum lassen nicht. Haß ihn nicht. 8. Sollt ich ihn wohl hassen tönnen? lassen können? Laß mich nach mit Reuen sinnen! Treuen Sinnen. Treu ist GOtt, ich nicht nach Pflicht. Jedoch JEsum laß ich nicht. Haß ich nicht. 732. M. Wenn wir in höchsten. du getreuer, 731. In eigener Melodie. Nch, daß doch mein Heiland A GOtt! der böje Geiſt bring täme! eilend käme! und mich aus der Angst wegnähme! Angst wegnähme. Ach, daß er das harte Joch nähme meines Leides doch! Leides doch. mich in Noth, er sett mir in Ver suchung zu und läßt mir wede Rast noch Ruh. 2. Er ficht mich so gefährlich an, daß ich nicht widerstehen kann; ich fühle Höllenangst bei mir, drum komm und fleh ich jetzt zu dir. 2. HErr, ich heiße dich willkommen. Ich will kommen. Ach! es dient zu meinem Frommen, einem Frommen. Du, du kommst nach deinem Brauch, kann ich Kreuz vertragen auch? Tragen auch. 3. Jch für mich kann nicht wis derstehn, ohn dich ist es um mich geschehn, du aber bist der starke GOtt; ach! mach' des Satans Macht zu Spott. 3. Mein Kreuz ist, denk', eine Plage. Keine Plage. Nicht? da schwer ich freilich trage? Weil ich trage. Du trägst, ich im Ungemach muß auch viel ertragen, ach! Trage nach. 4. Niemand seh ich mir beistehen, hier beistehen. Muß zu Grunde vollends gehen. Wohl entgehen. Wer will Freund sein, giebet Rath und erweiset minder That, In der That. 9. Auch mach mich endlich frei von Plagen mancherlei und führ' einst meine Seele aus ihrer Leibeshöhle, nach überstandnem Leiden, zu deinen Himmelsfreuden. 5. Mir macht man viel Leides eben: leid es eben. Ich muß wie im Aufruhr leben. Ruh erleben. Mir mein Feind will widerstehn 4. Du hast mich ja in meiner Tauf zu deinem Kind genommen auf und das Versprechen mir gethan, du woll'st dich meiner nehmen an. 5. Laßmich des theuren Lammes Blut durch wahren Glauben wohl gemuth ergreifen und durch starke Hand dem bösen Geist thun Widerstand. 6. Zerstör in mir des Teufels Werk und gieb mir Zuversicht und Stärk', daß ich dein Wort zu Herzen faff' und mich allein auf dich verlaß. A a 7. Ers 370 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 7. Erquicke mich mit deiner Gnad', die mir dein Sohn er: worben daß ich gar mit Angst und Web' in meinem Schreden untergeh'. 8. Ach! hör', wie ich so kläglich schrei, steh mir in meinem Glend bei, mert' doch auf meines Flehens Stimm' und hilf mir Armen wiederüm. 9. Was wäre dir damit gedient, wenn ich, dein liebes Gnadentind, für das dein Sohn des Kreuzes Bein gelitten, sollt vers loren sein? 10. Erfreue vielmehr mein Gebein', die so gar sehr erschrocken sein, so will ich deine Gütigkeit erheben bis in Ewigkeit. C. B. 733. M. Wo GOtt der HErr. giebt mir ein, du woll'st der Sünden wegen mir forthin nicht mehr gnädig sein, ja, seist mir ganz entgegen, rufft alle Creatur hers bei, daß sie zur Rache fertig sei, mich ewig zu verderben. 2. Du wirst mich ja nicht, liebfter GOtt, von deiner Gnade scheiden; dein Sohn hat ja durch seinen Tod und ausgestandnes Leiden vertilget meine Sündenschuld und mir hinwieder deine Huld durch sein Verdienst er worben. 734. In eigener Melodie. Mch GOtt! erhör' mein Seufzen und mich in meiner Noth nicht gar verza-= gen, du weißt den Schmerz, era kennst mein Herz, hast du mir's aufgelegt, so hilf mir's tragen. 2. Ohn' deinen Willen kann mir nichts begegnen, du kannst verfluchen und auch wieder segnen; bin ich dein Kind und hab's verdient; gieb warmen Sonnenschein nach trübem Regen. 3. Pflanz' nur Geduld durch deis nen Geist in's Herze und hilf, daß ich es acht' für teinen Scherze. zu deiner Zeit wend ab mein Leid, durch Mark und Bein dringt mir der große Schmerze. 4. Ich weiß, du hast noch meiner daß ich vor Leid mir sollt' mein Herz abfressen! mitt'n in der Noth denk' ich an GOtt, wenn er mich schon mit Kreuz und Angst thut pressen. 5. Es hat kein Unglück nie so lang gewähret, es hat doch endlich wieder aufgehöret; biet' mir dein' Händ' und mach's ein End', auf dieser Erd' mein Herz sonst nichts begehret. 6. Soll ich noch mehr um deinetwillen leiden, so steh mir, HErr, mit deiner Kraft zur Seiten; fein ritterlich, beständiglich, bestreiten. 3. Drum gieb mir einen Gna- hilf mir mein' Widersacher all' denblick, ich weiß sonst nicht zu bleiben; vertreib' des Teufels böse Tück und lehr' mich feste glauben, daß du mein Freund und Vater seist, der alle Gnade mir erweist um Jesu Christi willen. 4. Ach, stell' dich nicht so lange Beit, als wollst du mich nicht sehen, ich möcht' in meiner Bangigkeit sonst ohne Trost vergehen. Ach! eil und sieh mich gnädig an, daß ich mich wieder freuen kann, so will ich, HErr, dir danken. 3. B. Meyer. 7. Daß ich durch deinen Geist mög' überwinden und mich all' zeit in deinem Haus' laß finden zum Preis und Dank mit Lobgesang; mit dir thu ich aus Liebe mich verbinden. 8. Daß wir in Ewigkeit blei ben beisammen und ich all'zeit dein'n auserwählten Namen preis' herziglich, das bitt' ich dich und sing' von meines Herzens Grunde Amen M. Jac. Bet, Schechfius. 735. Mel. Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 371 735. Mel. Vater unser, im. Nh GOtt! wie manches Herze leid begegnet mir zu dieser Beit! der schmale Weg ist Trübfals voll, den ich zum Himmel wandern soll; wie schwerlich läßt fich Fleisch und Blut zwingen zu dem ewgen Gut. 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Bu bir, HErr JEsu, steht mein Sinn, bei dir mein Herz Trost, Hülf und Rath allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der nur getraut auf JEsum Christ. 3. Du bist der oße Wundermann, das zeigt dein Amt und dein' Berson. Welch Wunders bing hat man erfahr'n, daß du, mein GOtt, bist Mensch geborn und führest uns durch deinen Tod ganz wunderlich aus aller Noth. 4. JEsu, mein HErr und GOtt, allein, wie süß ist mir der Name bein! Es tann tein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam' erfreut vielmehr, kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Nam' es lindert fein. 5. Ob mir gleich Leib und Seel' verschmacht't, so gieb, o HErr, daß ich's nicht acht', wann ich dich hab', so hab' ich wohl, was mich ewig erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel', was kann mir thun Sünd', Tod und Höll'. 6. Kein' beffre Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, HErr JEsu Christ: ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein' Zusag' bleibt mir ewig fest, du bist mein rechter, treuer Hirt, der mich ewig behüten wird. 7. JEsu, mein Freund, mein' Ehr' und Ruhm, mein's Herzens Schaß und mein Reichthum, ich kann's ja doch nicht zeigen an, wie hoch dein Nam' erfreuen kann; wer Glaub' und Lieb' im Herzen hat, der wird's erfahren mit der That. 8. Drum hab ich's oft und viel gered't, wenn ich an dir nicht Freude hätt', so wollt' ich den Tod wünschen her, ja, daß ich nie geboren wär'; denn wer dich nicht im Herzen hat, der ist fürwahr lebendig todt. 9. JEsu, du edler Bräut'gam werth, mein höchste Zier auf dieser Erd', an dir allein ich mich ergöß', weit über alle güldne Schäß'. So oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüth ereuet 10. Wenn ich mein' Hoffnung stell' zu dir, so fühl ich Freud' und Trost in mir, wenn ich in Nöthen bet' und sing', so wird mein Herz recht guter Ding', dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 11. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach, mein GOtt! mach mich dazu bereit, es dient zum Besten allezeit. Hilf mir mein' Sach' recht greifen an, daß ich mein'n Lauf vollenden kann. 12. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd' und Schanz den mich behüt'. Erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb' und sterb' ich dir allein. JEsu, mein Trost, hör' mein' Begier: o mein Heiland, wär ich bei dir! M. Möller. 736. M. Ach lieben Christen, seid. ch GOtt, wie schwer iſt mir mein Herz, wie angst ist mir u Muthe! mein' Seel' empfin= det großen Schmerz und wird feinmal zu gute; mir ist an allen Orten bang', o du getreuer GOtt, wie lang' willst du mein so vers gessen? 2. Wie lang' willst du das Antlit dein vor mir, o HErr, verstecken? Wie lang' soll denn die Seele Aa 2 mein 372 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. mein sich ängsten und erschrecken? Soll ich denn sorgen immerzu und auf dem Lager keine Ruh in meinem Herzen haben? 2. Du, mein GOtt, bist's alleine, der mir aushelfen kann, dein' Gnad ist allgemeine geg'n mich und Jedermann, drum hilf auch mir jest tragen mein Leid und Trübsal groß, sonst möcht' ich gar 3. Wie lang' soll denn mein stolzer Feind sich über mich erheben? ber's heimlich gar erschrecklich verzagen, mach mich von Süns meint und tracht't nach meinem den los. Leben. Auf sein' Gewalt er trott 3. Gedent an's bittre Leiden, und pocht und gänzlich mein welch's dein geliebter Sohn am Verderben sucht an Amt, Gut, Leib und Ehre. Kreuz hat müssen leiden, für mich genug gethan. Er hat für mich vergossen sein rosinfarbnes Blut, sonst müßt' ich sein verstos ßen, sein Tod kommt mir zu gut. 4. Dafür will ich dich loben jebund und allezeit, o liebster GOtt dort oben. Gieb mir Beständigkeit, daß ich ja nicht abweiche von dei ner Wahrheit klar, bis ich einmal erreiche das Erb' der Christens schaar. 738. M. Ach GOtt, vom Himmel. Mch HErr, wie lange willst du M. E. Winter. mein so ganz und gar verges sen? Wie lange soll der Sorgenstein mich und mein Herze pressen? Wie lange soll dein Angesicht sich von mir wenden? willst du nicht dich meiner mehr erbarmen? 4.D HErr, laß dich erbarmen das, schau doch an meine Sachen und rett' mich aus der Neider Haß, die mich zu Spotte machen. Erhör mich, HErr, mein' Zuversicht, erleucht' mein' Augen, daß ich nicht vor Gram im Tod entschlafe; 5. Auf daß mein Feind nicht rühm' dabei, er habe Rach' gefunden und sich in seinem Herzen freu, als wär' ich überwunden, und meiner Gruben höhnisch lach', da du doch weißt, daß meine Sach' kein Unrecht mit sich führet. 6. Derhalben ich dein Angesicht thu suchen und anbeten und hoff' gewiß, daß du mich nicht wirst laffen unvertreten; sondern mich Armen schüßen wohl, als ein GOtt aller Gnaden voll, der gerne hilft den Seinen. 2. Wie lange soll ich armes Kind der Seelenruh entbehren? wie lange soll der Sturm und 7. Drum, meine Seel', nur fröh- Wind der Herzensangst doch wählich sei, laß alle Schwermuth fah- ren? wie lange soll mein stolzer ren und glaub' in deinem Sinn dabei, dein GOtt wird dich bewahren vor aller Feinde List und Tüd' und selber ein groß Ungelück auf ihren Scheitel werfen. Feind, der's niemals gut, stets böse meint, sich über mich erheben? Martin Möller. 737. M. Ich dank dir, lieber. N HErr, mit großen Schmer3. Ach, schaue doch, mein GOtt und Hort, von deiner heil'gen Hütte und höre meine Klagewort' und hochbetrübte Bitte! gieb meis nen Augen Kraft und Macht und laß des Todes finstre Nacht mich nicht so stark befallen; zen, ach HErr, du treuer GOtt, schrei ich zu dir von Herzen in mei- 4. Sonst würde meiner Feinde ner großen Noth, mein G'wissen Mund des Ruhms kein Ende thut mich fränken von wegen mei- machen, sie würden mein, als der ser Sünd' und will mich gar ver- zu Grund und Boden gangen, senten, kein' Hülf' ich bei mir fixd'. lachen. Da liegt der, würden fie Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 373 sie mit Freud' herprahlen, der uns| Erden, denn eh er kam zum Ehjederzeit so viel zu schaffen machte. 5. Ich kenne sie und weiß gar wohl, was sie im Schilde führen; ihr Herz ist aller Bosheit voll, läßt sich nichts Guts regieren. Du aber bist der fromme Mann, HErr, mein GOtt! der nicht lassen kann die, so sich zu dir halten. renthron, mußt' er gekreuzigt werden, er ging durch Trübsal, Angst und Noth, ja durch den herben bittern Tod drang er zur Himmelsfreude. 6. Deß tröst' ich mich und hoffe drauf, du wirst auch mir fromm bleiben und aller böjen Lüste Lauf gewaltig hintertreiben. Mein Herze freut sich, wenn's bedenkt, wie gern du stets dein Heil geschenkt dem, der sich dir vertrauet. 7. Das thu ich, HErr, ich traue dir, du bist mein' einz'ge Freude; bewahrest mich, thust wohl an mir und führst mich aus dem Leide; dafür will ich mein Lebenlang dir manchen schönen Lobgefang zum Dant und Opfer bringen. Paul Gerhard. 739. M. HErr, straf' mich nicht. Ach treuer GOtt, barmherzig's endet, ich weiß, daß mir dies Kreuz und Schmerz dein' Vaterhand zusendet; ja HErr, ich weiß, daß diese Last du mir aus Lieb' ertheilet hast und gar aus teinem Haffe. 2. Denn das ist allzeit dein Gebrauch, wer Kind ist, muß was leiden, und wen du liebst, den stäupst du auch, schickst Trauern für die Freuden, führst uns zur Höllen, thust uns weh und führst uns wieder in die Höh und so geht eins um's andre. 3. Du führst ja wohl recht wunderlich die, so dein Herz ergößen! was leben soll, muß erstlich sich ins Todes Höhle sehen, was steigen soll zur Chr' empor, liegt auf der Erd' und muß sich vor im Roth und Staube välzen. 4. Das hat, HErr, dein geliebter Sohn selbst wohl erfahr'n auf 5. Hatnundein Sohn, der fromm und recht, so willig sich ergeben, was will ich armer Sündenknecht dir viel zuwider streben? Er ist der Spiegel der Geduld und wer sich sehnt nach seiner Huld, der muß ihm ähnlich werden. 6. Ach, liebster Vater! wie so schwer ist's der Vernunft, zu gläus ben, daß du demselben, den sosehr du schlägst, sollst günstig bleiben; wie macht das Kreuz so lange Zeit, wie schwerlich will sich Lieb' und Leid zusammen lassen reimen! 7. Was ich nicht kann, das gieb du mir, o höchstes Gut der Frommen! gieb, daß mir nicht des Glaubens Zier durch Trübsal werd'entnommen, erhalte mich, o starker Hort, befest'ge mich in deinem 8. Bin ich ja schwach, laß deine Treu mir an die Seite treten, hilf, daß ich unverdrossen sei, zum Rufen, Seufzen, Beten. So lang' ein Herze hofft und gläubt und im Gebet beständig bleibt, so lang ist's unbezwungen. 9. Greif' mich auch nicht zu hefs tig an, damit ich nicht vergehe; du weißt wohl, was ich tragen tann, wie's um mein Leben stehe! ich bin ja weder Stahl noch Stein, wie balde geht ein Wind herein, so fall' ich hin und sterbe. 10. Ach JEsu, der du worden bist mein Heil mit deinem Blute, du weißt går wohl, was Kreuze ist und wie dem sei zu Muthe, den Kreuz und großes Unglück plagt; drum wirst du, was mein Herze klagt, gar gern zu Herzen fassen. 11. Ich weiß, du wirst in deinem Sinn mit mir Mitleiden haben 2 a 3 und 374 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. und mich, wie ich jetzt dürftig| macht, dein Sohn hat mich erlöst, gin, mit Gnad' und Hülfe laben. dein Geist zu dir gebracht. Ach! stärke meine schwache Hand, ach! heil' und bring' in bessern Stand das Straucheln meiner Füße. 2. Ach hilf, du weißt ja wohl, daß ich nicht ahl und Eisen, wenn du mich läßt, wenn du nicht Hülfe wirst erweisen, wenn du nicht giebst Geduld, so wird mich meine Schuld ganz unterdrücken! ach mein GOtt gieb mir Geduld. 12. Sprich meiner Seele herzlich zu und tröste mich auf's Beste, denn du bist ja der Müden Ruh, der Schwachen Thurm und Veste, D. 3. Olearius. ein Schatten vor der Sonnen- 741. M. Wer nur den lieben. hiz', ein' Hütte, da ich ſicher sich! wie betrübt sind fromme im und allhier 13. Und weil ich ja nach deinem merwelt, wer kann ihr Leiden Rath hier soll ein wenig leiden, alle zählen, das sie gar wie ge so laß mich auch in deiner Gnad' fangen hält? Es beißet mich als wie ein Schäflein weiden, und tränket sehr, ach! wenn ich daß ich im Glauben die Geduld nur im Himmel wär'. und durch Geduld die edle Huld nach schwerer Prob' erhalte. 14. Heil'ger Geist, du Freudenöl, das GOtt vom Himmel schicket, erfreue mich, gieb meiner Seel, was Mark und Bein erquicket, du bist der Geist der Herrlichkeit, weißt, was für Gnade, Trost und Freud' mein in dem Himmel warte. 2. Ich mag mich, wo ich will, hinwenden, so seh ich nichts, als tausend Noth, ein Jeder hat sein Kreuz in Händen und sein be schieden Thränenbrod. Ich bin betrübet allzusehr, ach! wenn ich nur im Himmel wär. 3. Hier lebt der Mensch ja stets im Jammer, mit Jammer kommt die Abendruh, mit Jammer geht er aus der Kammer, mit Jammer bringt er Alles zu. Das macht das Leben freilich schwer, ach! wenn ich nur im Himmel wär'. 15. Ach, laß mich schauen, wie so schön und lieblich sei das Leben, das denen, die durch Trübsal gehn, du dermaleinst wirst geben, ein Leben, gegen welches hier die ganze Welt mit ihrer Bier durchaus nicht zu vergleichen. 16. Daselbst wirst du in ewger, Lust auf süß'ste mit mir handeln mein Kreuz, das mir und dir bewußt, in Freud' und Ehr' verwandeln, da wird mein Weinen lauter Wein, mein Nechzen lauter Jauchzen sein; das glaub' ich, hilf mir, Amen. Paul Gerhard. 740, M. Nun danket alle GOit. A ch Vater, mein Gemüth ist voller Angst und Sorgen, ich fühle deine Hand; ist denn dein Herz verborgen? Ich bin ja noch Sein Kind, du hast mich ia ge4. Hier kann das Glücke zwar was machen, doch kommt's nicht Jedem in das Haus, den Einen bringt es stets zu lachen, dem Andern preßt es Thränen aus. Ich bin betrübet allzusehr, ach! wenn ich nur im Himmel wär'. 5. Jm Himmel wird das Kreuz der Erden und was mich hier zu Boden drückt, zu lauter goldnen Kronen werden! ach! wär' ich doch schon hingerückt! Ich bin betrübet allzusehr, ach! wenn ich nur im Himmel wär'. 6. Ei nun, mein liebster JEsul führe, ei führe mich aus dieser Welt, schließ auf die goldne Himmelsthüre, worauf mein Herz Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 375 Herz am meisten hält; ich achte| 743. Mel. Durch Adams Fall. nun der Welt nicht mehr: ach! Barmberz'ger Vater, höchster wenn nur 742. Mel. Ach wie nichtig, ach. ! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Wo ich mich auch hin mag wenden und die Augen hin will senden, seh ich alles voll Elenden. 2. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden: Die Verfolgung aller Seiten pflegt die Frommen zu begleiten in der Welt zu allen Zeiten. GOtt, gedent' an deine Worte, du sprichst: Ruf mich an in der Noth und flopf an meine Pforte, so will ich dir Errettung hier nach deinem Wunsch erweisen, daß du mit Grund aus Herzensgrund in Freuden mich sollst preisen. 3. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Ich muß hier im Elend liegen und mich vor der Bosheit schmiegen und kann doch kein Recht hier kriegen. 2. Befiehl dem HErren früh und spat all' deine Weg' und Sachen, er weiß zu geben Rath und That, kann alles ruhig machen; wirf auf ihn hin, was dir im Sinn liegt und dein Herz betrübet, er ist dein Hirt, der wissen wird zu schüßen, was er liebet. 4. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Mich ergreifen meine Sünden, daß ich wünsche Trost zu finden, weil mich Angst will überwinden. 5. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Plage, Mühe, Kreuz und Sorgen ist mein Frühstück alle Morgen und Niemand will mich versorgen. 6. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! All' mein Wesen und Beginnen und was ich mag Guts ersinnen, muß hier alles ganz zerrinnen. 7. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Unglück, Elend, Dürftigkeiten sind bei mir zu allen Zeiten, Noth und Kummer mich begleiten. 8. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Feinde haben mich umgeben, daß ich stets in Furcht muß schweben, feine Stunde sicher leben. 9. Ach! wie lange, ach! wie bange wird mir hier auf Erden! Ich meiß hier in meinen Mühen nirgend sicher hinzufliehen. du wollst mich zu dir ziehen. HErr, 3. Der fromme Vater wird sein Kind in seine Arme fassen und die gerecht und gläubig sind, nicht stets in Unruh lassen. Drum lieben Leut', hofft allezeit auf den, der völlig labet, dem schüttet's aus, was ihr im Haus und auf dem Herzen habet. 4. Ach süßer Hort! wie tröstlich klingt, was du versprichst dem Frommen: Ich will, wenn Trübfal einherdringt, ihm selbst zu Hülfe kommen; er liebet mich, drum will auch ich ihn lieben und beschüßen; er soll bei mir im Schooße hier frei aller Sorgen fiben. 5. Der HErr ist allen denen nah, die sich zu ihm einfinden, wenn sie ihn rufen, steht er da, hilft fröhlich überwinden all Angst und Weh, hebt in die Höh, die schon darnieder liegen; er macht und schafft, daß sie viel Kraft und große Stärke kriegen. 6. Fürwahr, wer meinen Namen ehrt, spricht Christus, und recht gläubet, deß Bitte wird von GOtt erhört, sein Herzenswunsch bekleidet. So tret' heran ein Jedermann, mer bittet, wird empfangen und wer da 2 a 4 sucht 376 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. sucht, der wird die Frucht mit mehr dein Heil magst zu mir großem Nuß erlangen. senden? Doch, HErr, ich will 7. Hört, was doch jener Richter| dir halten still, dein' Hand kann fagt: Ich muß die Wittwe hören, alles wenden. bieweil sie mich so treibt und plagt; sollt' denn GOtt sich nicht tehren zu seiner Schaar, die hier und da bei Nacht und Tage schreien? Ich sag' und halt', er wird sie bald aus ihrer Noth befreien. 13. Nach dir, o HErr, verlanget mich im Jammer dieser Erden! mein GOtt, ich harr' und hoff' auf dich, laß nicht zu Schanden wers den, HErr, deinen Freund, daß nicht mein Feind sich freu' und jus bilire, gieb mir vielmehr, daß ich die Ehr' ersteig' und triumphire. 8. Wenn der Gerecht' in Nöthen weint, will GOtt ihn fröhlich machen und die zerbrochenen Herzens seind, die sollen wieder lachen; wer fromm will sein, muß in der Pein- und Jammerstraße wallen, doch steht ihm bei des Höchsten Treu und hilft ihm aus dem allen. 9. Ich hab' dich einen Augenblid, o liebes Kind, verlassen; sieb aber, sieh, mit großem Glück und Trost ohn' alle Maßen will ich dir schon die Freudenkron' aufseßen und verehren, dein turzes Leid soll sich in Freud' und ew'ges Heil verkehren. 10. Ach lieber GOtt, ach Vaterherz, mein Trost von so viel Jahren, wie läßt du mich so manchen Schmerz und manche Angst erfahren; mein Herze schmacht't mein Auge wacht und weint sich trant und trübe, mein Angesicht verliert sein Licht vom Seufzen, das ich übe. 14. Ach, HErr, du bist und bleibst auch wohl getreu in deinem Sinne, darum, wenn ich ja kämpfen soll, so gieb, daß ich gewinne. Leg auf die Last, die du mir hast beschlossen aufzulegen, leg auf, doch daß auch nicht das Maß sei über mein Vermögen. 15. Du bist ja ungebundner Kraft, ein Held, der alles stürzet, da bast ein Hand, die alles schafft, die ist noch unverkürzet. HErr Zebaoth wirst du, mein GOtt, genennt zu deinen Ehren, bist groß von Rath und deiner That tann teine Stärke wehren. 16. Du bist der Tröster Israel und Retter aus Trübsalen, wie tommt's denn, daß du meine Seel' jeßt sinken läßt und fallen? Du stellst und hast dich als ein Gast, der fremd ist in dem Lande und wie ein Held, dem's Herz entfällt mit Schimpf und großer Schande. 11. Ach HErr, wie lange willst du mein so ganz und gar vergessen? wie lange soll ich traurig sein und mein Leid in mich fressen? wie lang ergrimmt dein Herz, und nimmt das Antlit meiner Seelen? Wie lange soll ich sorgenvoll mein Herz im Leibe quälen? 12. Willst du verstoßen ewiglich 18. Nun, HErr, nach aller dieser und kein Guts mir erzeigen? Zahl der jegt erzählten Worten Soll bein Wort und Verheißung hilf mir, der ich so manchesmal sich nun ganz zu Grunde neigen? geklopft an deine Pforten. Hilf, Bürnst du so sehr, daß du nicht Helfer, mir, so will ich hier dir 17. Nein, HErr, ein solcher bist du nicht, deß ist mein Herz ges gründet, du stehest fest, der du dein Licht hier bei uns angezündet, ja hier hältst du, HErr, beine Rub bei uns, die nach dir heißen und bist bereit zu rechter Zeit uns aus der Noth zu reißen. 377 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. dir Freudenopfer bringen, auch Ruf' ich dich gleich mit nassem nachmals bort dir fort und fort) Angesicht, erhörst du mich im im Himmel herrlich singen. hohen Himmel nicht. 9. Vergeblich ist mein Weinen und mein Bitten, du hast mich gleich als einen Feind bestritten; der grimm'ge Born, der Eifer deiner Macht hat meine Seel in finstern Sig gebracht. 10. Jch fit' allein und nebe meine Wangen, ich seufze stets, ich rufe mit Verlangen; du aber ziehst der Wolken Decke vor, verbirgst also bein sonst geneigs tes Dhr. Bin Paul Gerhard. 744. M. Die Sonn' hat sich mit. in ich allein ein Fremdling auf der Erden? wann wird es doch ein Ende mit mir werden! Wann werd' ich einst der unge zählten Pein, wann werd' ich doch der Qual entnommen sein! 2. Ersteht die Sonn' und bringet uns den Morgen, so wecken mich die tausendfachen Sorgen; kommt dann der Mond mit einer stillen Nacht, hat sie mir eitel Trauern mitgebracht. 3. GOtt schredet mich mit so viel Grimmesblicken; die Hand, die sonst die Müden kann erguiden, drückt meinen Geist und läßt mir keine Ruh, er schießt die Pfeil' auf meine Seele zu. 4. Mein Herz ist wund, mein trauriges Gewissen ist durch den Born des HErren ganz zerrissen; Sen ganzen Tag bis auf den Abend hin, verfolget er mich Armen, wo ich bin. 5. Wie willst du doch so scharf mit mir verfahren? O großer GOtt, gedenkest du der Jahren, da ich den Weg der blinden Jugend ging und an der Lust der eitlen Erde hing? 6. Ach! eine Lust, ja teine Lust au nennen, dazu alsbald die tieffen Schmerzen rennen, die in viel Qual sich augenblicklich kehrt und alles Feuer mit neuer Glut vermehrt. 7. Willst du denn stets um meine Sünden schelten? Was kann ich dir, o großer GOtt, vergelten? Mein ist die Sünd' und überhäufte Schuld, dein ist die Gnad' und väterliche Huld. 8. Doch läßt du mich so lang' in meinen Nöthen, die werden mich vielleicht noch gar ertödten; 11. 3ch muß der Welt, dem frechen Boll auf Erden, ein steter Raub und Spott der Leute wers den; der Bösen Rath, der Uebelthäter Macht hat mich so oft in großen Schrecken bracht. 12. Gleich wie ein Wild, im Fall es in den Wäldern des Jägers Schall vernimmt in weiten Fel dern, läuft über Berg und Thal und über Stein; also muß ich im Leben flüchtig sein. 13. Wie oft bin ich in große Wasser kommen! wie oft hat mich die Fluth hinweggenommen! Dein starker Grimm hat mich fast gar verbrannt und dennoch drückt, o GOtt, mich deine Hand. 14. Mein Freund hat mich in meiner Noth verlassen, wie oft muß ich vor meinem Feind er blassen! Ich bin ein Spiel des Glücks und Jedermann, auch wer nur will, der sieht mich trobig an. 15. O hätt' ich doch der Tauben schnelle Flügel und schwänge mich auf ferne hohe Hügel! Doch wer entflieht der starken GOttes= hand? Ihm ist kein Ort auf Erden unbekannt. 16. Jch will vielmehr den Born des Höchsten tragen, fährt er gleich fort mich immermehr zu schlagen, ein willig's Herz, Ges A a 5 buld 378 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. duld und stillen Muth bring' ich,| doch wirst du enden meine Bein, D GOtt, zu deiner Vaterruth'. 17. Ich habe viel, ach viel hab' ich verbrochen, wenn alles sollt im Himmel sein gerochen. Dein ist der Ruhm, o großer Zebaoth, man nennet dich den gnadenreichen GOtt. dafür will ich dir dankbar sein den Abend und den Morgen. 7. Ich sprach zu GOtt: Du bist mein Hort, wie bast du mein vers gessen: Ich muß mich grämen fort und fort und mein Leid in mich fressen, es gehet mir durch Mart und Bein, daß Feinde zu mir stürmen ein, wo bleibt dein GOtt? fie sprechen. Der 42. Psalm. 745. M. HErr straf mich nicht. in matter Hirsch schreit für und für nach frischen Wasserquellen: so schreiet meine Seel' zu dir, o GOtt, wenn mich will fällen der Satan und die böse Welt. Ach, daß ich käm in dein Gezelt, dein Antlig anzuschauen. 2. Ich wall herum in Angst und Noth, vom Tempel abgerissen; die Thränen sind mein täglich Brod, ſo ich stets muß vergießen; der Feind zum öftern schreit mich an: wo ist dein GOtt, der dich nun kann aus Kreuz und Trüb sal retten? 3. Wenn ich das höre mit Beschwer', will mir mein Herz zer springen, ich schütt es aus und mich bald kehr', dem Höchsten Lob zu singen; nach seinem Hause sehn' ich mich mit Leuten, die da freuen sich, daß sie zum Tempel wallen. 4. Auf, meine Seel', betrüb' dich nicht, was willst du dich so kränten? harr' nur auf GOttes Angesicht, er wird sich zu dir lenken: Ich werd' ihm all' mein Lebenlang für seine Hülfe sagen Dank und preisen seinen Namen. 8. Auf, meine Seel', betrüb' dich nicht, was willst du dich so kränten? harr' nur auf GOttes Angesicht, er wird sich zu dir lenken; ich werd ihm all' mein Leben lang für seine Hülfe sagen Dank und preisen seinen Namen. G. Werner. 746. M. In dich hab' ich gehoffet. ( rmuntre Chrift, so oft du angefochten bist und klagest deine Schmerzen, sei wohlgemuth., GOtt heißt ja gut, er meint's auch gut von Herzen. 2. Dem müden Herzen giebt er Kraft, sein Wort bringt Seelens stärk' und Saft, so, daß sie köns nen tragen die schwere Last, wenn sie nun fast vermeinen zu verzagen. 3. Sei nüchtern, bete früh und spat, wie Christus es gemachet hat, so kannst du sicher bleiben; tasteie dich, ruf' inniglich, willst du den Feind vertreiben: 5. Betrübt ist meine Seel' in mir, Angst hat mich ganz umfangen, am Jordans Fluß ich Klage führ', nach GOtt trag' ich Verlan4. Mein GOtt und Vater, steh mir bei, daß mir mein Kreuz erträglich sei, wenn du mich prüfst in Gnaden, daß Trübsal, Noth, Welt, Teufel, Tod mir nimmer können schaden. 747, 9. HErr straf mich nicht. J. Rift. gen, bei dem Gebirge Hermonim s spricht Zion in ihrer Noth: erheb' ich meines Flehens Stimm, frag' nach dem kleinen Berge. 6. HErr, deine Fluthen rauschen hier, dein Born und Eifer fauſen, wie auf dem ungestümen Meer die Wasserwogen brausen: sen, es hat der HErre Zebaoth mein ganz und gar vergessen. Er will nicht mehr das Seufzen mein aufnehmen in die Ohren sein, das träntet mich ohn' Maßen. 2. Kann Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 379 2. Kann auch, spricht GOtt, ein'| 5. Ob sich's bisweilen schon anMutter fromm, ihres Kindes ver- ließ, als wollt' mich GOtt nicht gessen, daß sie ihm nicht zu Hülfe schüßen und hätt' die Welt mich komm', wenn es in Noth gesessen überdrüß, wollt' mir auch dazu und nicht mit ihrem lieben Sohn trogen; so weiß ich doch, er wird Mitleiden und Erbarmen ha'n? mich noch zu keiner Zeit nicht Das kann sie ja nicht lassen. lassen, wer GOtt vertraut, hat wohl gebaut, wie könnt' er mich denn haffen? 3. Und ob sie schon desselben gar vergäß' aus ihrem Herzen, so will ich doch ihn nehmen wahr in aller Angst und Schmerzen. Denn sieb, in mein' Händ' hab' ich dich gezeichnet tief und festiglich, drauf thu dein' Hoffnung seßen. 748. Mel. Was mein GOtt will. risch auf, mein' Seel', verzage 6. Drum freu dich meine liebe Seel', es soll tein' Noth nicht haben, Welt, Sünd', Tod, Teufel und die Höll' soll'n ewig dir nicht schaden, denn GOttes Sohn, der Gnadenthron, hat sie all' überwunden, auf GOtt vertrau, fest barmen, Rath, Hülf' und Trost dir theilen mit, er ist ein Schub der Armen, ob's gleich geht hart, im Rosengart' kann man nicht allzeit sißen; wer GOtt vertraut, hat wohl gebaut, den will er ewig schüßen. 2. Das hat Joseph, der fromme Mann, gar oft und viel erfahren, von David, Job man lesen kann, wie sie im Unfall waren: doch hat sie GOtt in aller Noth ganz gnädiglich behütet; wer GOtt vertraut, hat wohl gebaut, obschon der Feind sehr wüthet. 3. Troß sei dem Teufel und der Welt, von GOtt mich abzuführen, auf ihn mein' Hoffnung ist gestellt, sein' Gutthat fann ich ſpüren; denn er mir hat Trost, in Sohn verheißen! wer GOtt vertraut, hat wohl gebaut, wer wollt' mich anders weisen? 4. Wenn böse Leut' schon spotten mein, mich ganz und gar verachten, als sollt' GOtt nicht mein Helfer sein, dennoch will ich's nicht achten: der Schußherr mein ist GOtt allein, dem hab' ich mich ergeben, dem ich vertrau, fest auf ihn bau, der kann mich noch ergeben. Stunden. 7. Der keinen er verlassen hat, die nach sein'm Willen leben, bei ihm Hülf' suchen früh und spat, sich gänzlich ihm ergeben. Glaub', Lieb', Geduld bringt GOttes Huld, dazu ein gut Gewissen; wer GOtt vertraut, fest auf ihn baut, der soll's ewig genießen. 8. Wer aber Hülf' bei Menschen sucht und nicht bei GOtt dem HErren, derselb' ist gottlos und verflucht, kommt nimmermehr zu Ehren; denn GOtt allein will Helfer sein in Jesu Christi Namen, wer solches glaubt und GOtt vertraut, soll selig werden. Amen. 2. Helmboldt. 749. M. Wie nach einer Wasserqu. Gebt, ihr traurigen Gedanken, Herz die schwert! flieht aus meiner Sinne Schranken, daß ihr nimmer wiederkehrt. Weg mit dir, Mes lancholei! ich will leben froh und frei: JEsus wird nach seinem Willen mein betrübtes Herze stillen. 2. Was soll ich mich selber kräns ken, da mich doch mein JEsus liebt; ich will stets daran gedenken, Satan! du magst sein betrübt; du bist nicht, wie ich getauft, 380 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. tauft, du bist nicht, wie ich, er-| dich wohl erhalten, laß ihn nur tauft, dir ist Christus nicht ges geduldig walten. storben, dir ist nichts, wie mir, erworben. 9. JEsu! meiner Seelen Freude, gieb mir deinen Freudengeist, der mein müdes Herze weide, wie dein heilsam Wort verheißt. Ach mein Hirt! benimm mir doch dieses schwere Trauerjoch; laß mich sein in dir zufrieden und zu feiner Zeit geschieden. 10. Gieb, daß ich in dir erfreuet, ein geruhig's Herze hab', welches durch dich ganz erneuet, sich in dir ergöß' und lab': sei du mei ner Seelen Hort und laß durch dein heilsam Wort deinen Geist mich wohl erquicken und darinnen dich erblicken. 11. Laß mich Ungeduld vermeis den, die zuweilen sich erregt; laß mich dir zu Ehren leiden, was du mir hast auferlegt; laß mich zwingen Fleisch und Blut und erheben meinen Muth, laß mich deine sein und bleiben und von dir mich nichts abtreiben. 3. Wenn ich sonst gleich alle Schäße, alles Gold und Geld der Welt, gegen diese Ehre sebe, gegen dieses Lösegeld, wär' mir alle Ehr' und Luft in der ganzen Welt bewußt, ei! so würde michs nicht laben, wenn ich JEsum nicht sollt' haben. 4. Nun wohl, er ist mir gegeben, daß ich mich sein freuen kann. Leiden, Tod, Verdienst und Leben, alles, was er hat gethan, er und was er hat, ist mein und ich bin auch wieder sein, Teufel, Hölle, Tod und Sünden kann ich durch ihn überwinden. 5. Es ist wahr, ich bin ein Sünder, aber meines JEsu Blut treibt der Sünden Zahl dahinter und macht mich gerecht und gut; das gerechte GOtteslamm mußte mich am Kreuzesstamm durch sein heiliges Verdienen bei dem höchften GOtt verfühnen. 6. Es ist wahr, ich muß auch sterben und durch Todesthäler gehn, aber ich soll nicht verder ben, ich soll wieder auferstehn; JEsus hat des Todes Macht durch fein Sterben umgebracht, daß es mir ein Durchgang worden zu des Himmelsbürgers Orden. 7. Es ist wahr, der Satanschrecket und ist über mich bemüht, daß er Angst und Furcht erwecket, die in mir zusammenzieht, aber ich gedent' daran, JEsus ist der starke Mann, der den Teufel hat geschlagen und die Hölle Schau getragen. 12. JEsu, laß mich ja nicht fallen, halte mich mit deiner Hand. Laß beständig mich in allem an dir bleiben unverwandt. Laß mich alle Angst und Noth, alle Furcht, ja selbst den Tod durch dich fröhlich überwinden und des Glau bens Ende finden. M. Joh. Gottfr. Olearius. 750. M. Singen wir aus Herz. Ott, der dir ja Seel' und Leib, Haus und Hof, Gut, Ehr und Beib schon vorlängst ertheis let hat, wird auch ferner wissen Rath. Hoff' auf ihn mit freiem Muth, schaue, was sein' Allmacht thut, alles muß doch werden gut. 2. Kommt ein Ungewitter her, 8. JEsus hat durchaus bestür- welches überaus ist schwer, harr met die verdammte Finsterniß, auf GOtt, der Sonnenschein wird er beschüßt noch und beschirmet sich wieder stellen ein, daß die seine Gläubigen gewiß. Fürchte Wolken trennen sich, es gedenkt bich nur nicht mein Sinn, schlage auch GOtt an dich, hilft zulett die Gedanken hin, JEsus wird ganz gnädiglich. 3. Rift. 751, Mel. Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 381 751. M. Wo GOtt, der HErr.| theures Wort: Jhr sollt mein Gott ist mein Licht, er ist mein Antlig suchen. Heil, das ich erwählet habe. 8. Nun such ichs jetzt, ach laß mich Er ist die Kraft, dahin ich eil' nicht entgelten meine Sünden! und meine Seele labe. Was will Ich suche, HErr, dein Angesicht, ich mich denn fürchten nun und das laß mich gnädig finden. Verwer tann wir doch Schaden thun stoße ja nicht deinen Knecht, denn auf dieser ganzer Erden? du bists, der mir hilft zurecht, bringst mich aus allen Nöthen. 2. Wenn mich die böse Rott' anfällt und will mein Fleisch verschlingen, so kann sie dieser starke Held gar leicht zu Boden bringen und wenn auch gleich ein ganzes Heer um mich und mir entgegen wär', mein GOtt tann fie bald schlagen. 9. Mein Vater, Mutter und was hier ist von bekannten Leuten, die sind zu schwach und können mir nicht treten an die Seiten. Wenn mich verlässet alle Welt, nimmt GOtt mich auf in sein Gezelt, da find' ich Schuß und Rettung. 3. Eins bitt ich nur, das hätt' ich gern, wenn mirs GOtt wollte geben, daß ich bei ihm, als meinem Herrn, stets wohnen möcht' und leben und alle meine Tag' und Jahr' in seinem Hause bei der Schaar der Heiligen zubringen. 4. Da wollt ich meine Herzens freud an seinen Diensten sehen. und rühmen wie zur bösen Zeit mir so viels Guts geschehen, da er mich fleißig hat verdedt in seiner Hütten und versteckt in einen starten Felsen. 10. HErr, leite mich auf deiner Bahn, halt mich in deiner Gnade und nimm dich meiner herzlich an, daß mir kein Feind nicht schade. Sie zeugen fälschlich wis der mich und thun mir Unrecht trobiglich, weil sie gar Niemand scheuen. 11. Noch dennoch hab ich guten Muth und glaube, daß ich werde im Lebenslande GOttes Gut dort sehn und auf der Erde. Drum sei getroft und unverzagt, wers nur mit GOtt im Glauben wagt, der mir den Sieg erhalten. 12.GOtt Vater, Sohn und Heil's ger Geist, ohn Anfang und ohn Ende, der du viel Gutes mir erweis'st durch Allmacht deiner Hände, sei von mir jetzt und allezeit von nun an bis in Ewigs feit gelobet und gepreiset. 752. M. Freu bich sehr, o meine. 5. Und also wird er ferner noch mich wissen zu regieren; er wird mich schüßen und sehr hoch an fichre Derter führen. Mein Haupt wird über meine Feind, ob sie gleich hoch erhaben seind, den noch erhöhet bleiben. 6. Dafür will ich denn wiederum mit Freuden GOtt erhöhen, sein Ruhm soll in dem Heiligthum aus meinem Munde gehen. Ich will ihm und ich will sein Lob, so gut ich weiß, vor allem Volke singen. 7. HErr, mein GOtt, höre, wie ich schrei und seufz' in meinem Sinne! Gieb, daß mein Bitten träftig sei und dein Herz mir gewinne! Mein Herz hält dir, 0 2. Ach! ich hab es wohl vertreuer Hort, beständig vor dein schuldet, was für Strafen ich emich thu, wende von mir Spott und Schaden, schick mir Rath und Hülfe zu, dente nicht der Missethat, die mein Fleisch begangen hat, sondern siehe an die Plage, die ich aussteh alle Tage. pfind', Ott, mein Vater, zähl' in meine die 382 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. pfind', was ich bis anher erduldet,| fürcht't von Herzen, wär ich frek ist dagegen noch gelind. Dein Gericht, o HErr, ist recht über mich, den bösen Knecht, der ich mich von dir verlaufen, Sünd' begangen hab mit Haufen. von solchem Hohn. Doch so groß o GOtt, du bist, deine Macht und Weisheit ist, laß mir dadurch noch auf Erden nüß und heilsam alles werden. 3. Was ich hätte sollen haffen, hab ich leider oft gethan. Gutes hab ich unterlassen, mehr, als ich nur wissen kann, durch Gedanten, Werk' und Wort' dich erzürnt an manchem Ort, auch den Nächsten nicht geliebet, sonders öftermals betrübet. 9. Daß ich deines Namens Ehre, deine Wunder, Güt' und Treu immerfort darauf vermehre und dem Nächsten dien' dabei, daß auch kund werd Jedermann, wie viel besser der gethan, der auf deine Allmacht bauet, als der seinem Wiß vertrauet. 10. Nun, GOtt, du kannst Ret tung senden zu der angenehmen Zeit; all' mein Elend kannst du wenden, mein' Betrübniß, Sorg' und Leid. Komm, HErr, komm, und eile doch, nimm mir ab das schwere Joch! GOtt, ich weiß, bu hörst mein Flehen. Amen, laß es bald geschehen. 5. Dir, HErr, falle ich zu Fuße, und begehre Gnad' und Güt'; nimm 753. M. Soll ich denn, JEsu. dein aft aus zerschlagenem Gemüth. Basicht gänzlich verborgen, daß ter, schent mirs gnädiglich, daß ich hab erzürnet dich und um JEsu Christi willen laß nun deinen Grimm sich stillen. ich die Stunden der Nächte muß warten bis morgen? wie hast du doch, Süßester, können annoch bringen die traurigen Sorgen? 2.( C.) Mußt du denn, Liebste, dich also von Herzen betrüben, daß ich ein wenig zu lange bin außen geblieben? Weißt du denn nicht, wie sich mein Herze vers pflicht't, dich stets und ewig z lieben. 3.( S.) Meine betrübete Geister, die meinen im Herzen, weil nun die Flammen und Funken der brennenden Kerzen in Liebesglut, leider! dein Bürnen aus thut, soll ich nun dieses verschmerzen? 4. Wenn ich nun daran gedente, steigt mirs dergestalt zu Sinn, daß ich mich von Herzen kränke und in höchsten Nengsten bin. Meiner Schulden große Zahl drückt mich schwerlich überall! ach! ich fürcht' ich muß vergehen, denn ich nirgends kann bestehen. 6. GOtt, ach GOtt! durch dein Erbarmen, deine Weisheit, deine Macht hilft mir Einsamen und Armen, auf dich wart' ich Tag und Nacht. Ach! erlöse mich doch bald aus der Roth so mannig falt; HErr! ich bitte, du wollst eilen und nicht länger mehr verweilen. 7. Solltest du mich fort so laffen und mir nicht beispringen, GOtt, würden die, so dein Wort hassen, Gamir haben ihren Spott und mir höhnisch rücken für, daß ich zwar stets schrei zu dir: weil ich aber hab gefehlet, bleib ich Tag und Nacht gequälet. 4.( C.) Ach, du bekümmerte Seele, sei fröhlich im Herzen, stille die traurigen Sorgen und 8. Jch betenn' mit Reu und quälenden Schmerzen, keine Schmerzen, daß es wär' mein Sündfluth tilget die feurige Glut rechter Lohn, hätt' ich dich ge- meines liebbrennenden Herzen. 5.( 6.) Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 383 5.( S.) Willst du mich lassen| 754. M. Aus tiefer Noth schrei. in Nöthen, o JEsu, verderben? Si nun, so laß mich der Seelen nach Herr, der du vormals haft dein feliglich sterben, auf daß ich tann dorten die himmlische Bahn endlich aus Gnaden ererben. 6.( C.) Richte dich, Liebste, nach meinem Gefallen und gläube, daß ich dein Seelenfreund immer und ewig verbleibe, der dich ergößt und in den Himmel verseßt aus dem gemarterten Leibe. 7.( S.) Muß ich in diesem bes trübten und zeitlichen Leben gleich in des Todes gefährlichen Schranken stets schweben, so wird mir dort JEsus am seligen Ort bimmlische Freude doch geben. 8.( C.) Traue nur sicher und bleibe beständig im Glauben, ob gleich Tod, Teufel und Hölle sich brüsten und schnauben; sollen fie doch nicht in ihr höllisches Joch dich aus den Händen mir rauben. 9.( S.) Hiermit so will ich vom zeitlichen Leiden abscheiden, hier mit so will ich gesegnen die irdischen Freuden, ewige Luft wird mir bald werden bewußt, wenn mich der Himmel wird weiden, 10.( E.) Herzlich verlangende Seele nach himmlichen Freuden, ei nun, so schicke dich, selig von binnen zu scheiden; tröste dich mein, daß ich dein Hirte will sein und dich erquicken und weiden. 11.( S.) Ade, o Erde, du schönes, doch schnödes Gebäude! Ade, o Wollust, du süße, doch zeitliche Freude! Bei dir, o Welt mir es nicht länger gefällt, darum zu JEsu ich scheide. 12.( 6.) Ei nun, willkommen, mein Erbtheil vom Vater gegeben, erbe die Schäße des Himmels und ewiges Leben, daß du mit mir von der Welt Leben allhier, ewig in Freuden sollst schweben. und des gefangnen Jacobs Band erlöst und ihn erquidet, der du die Sünd' und Missethat, die dein Volk oft begangen hat, haft väterlich verziehen. 2. HErr, der du deines Eifers Glut zuvor oft abgewendet und nach dem Zorn das füxe Gut der Lieb und Huld ge; endet; ach frommes Herz, ach unser Heil, nimm weg und heb auf in der Eil', was uns betrübt und kränket. 3. Lösch aus, HErr, deinen gros ßen Grimm im Brunnen deiner Gnaden, erfreu und tröst uns wie derum nach ausgestandnem Schaden. Willst du denn zürnen ewigs lich und sollen deine Fluthen sich ohn' alles End' ergießen? 4. Willst du, o Vater, uns denn nicht nur einmal wieder laben? Und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freuden haben? Ach! geuß aus deines Himmels Haus, HErr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser. 5. Ach! daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt' an allem Ort, wo Christen wohnen, werden; ach! daß uns doch GOtt sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Rub und alles Unglücks Ende. 6. Ach, daß doch einst die böse Zeit sich stellt zu guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen. Doch ist ja GOttes Hülfe nah und seine Gnade stehet da all' denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm sind, wird sich GOtt schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Noth nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr' in un ferm Land und allenthalben werd' erkannt, ja stetig bei uns wohne. 8. Die 384 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 8. Die Güt' und Treue werden| denthron, wer nur auf dich thut schön einander grüßen müssen, bauen, der stehst du bei in aller Gerechtigteit wird einher gehn Noth, hilfst ihm im Leben und und Friede wird sie küssen, die im Tod, darauf ich mich verlasse. Treue wird mit Lust und Freud' auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der HErr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Früchte geben und die in seinem Schoße ruhn, die merden davon leben. Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhard. 6. HErr JEsu Christ, das Elend mein thu gnädiglich ansehen; durch die beil'gen fünf Wunden dein hör' mein Gebet und Flehen, welch's Tag und Nacht mit Angst und Schmerz zu dir ausgießt mein traurig's Herz, ach! laß dich's doch erbarmen. 7. HErr JEsu Christ, wenn es ist Zeit nach deinem Wohlgefallen, hilf mir durch dein' Barmherzigkeit aus meinen Nengsten allen, zerstör' die Anschläg' meis ner Feind', die mir zu stark und mächtig seind, laß mich nicht unterdrücken. 8. HErr JEsu Christ, die Freunde mein mit Leib und auch der Seele in deine Huld und Gnade dein ich treulich anbefehle, schüß' sie durch dein' Barmherzigkeit und wend' in Freud' mein großes Leid, welch's ich dir sehnlich tlage. 755. M. HErr JEsu Christ, ich. Hen Err JEsu Christ, ich schrei zu dir aus hochbetrübter Seele, bein' Allmacht laß erscheinen mir und mich nicht also quäle. Viel größer ist die Angst und Schmerz, so ansicht und be trübt mein Herz, als daß ich's tann erzählen. 2. HErr JEsu Christ, erbarm dich mein durch deine große Güte! Mit Erquicung und Hülf erschein' mein'm traurigen Gemüthe, welch's elendiglich wird geplagt und so du nicht hilfst, gar verzagt, dieweils kein'n Trost tann finden. 3. HErr JEsu Christ, groß ist die Noth, darin ich jetzt thu stekten! Ach hilf, mein allerliebster GOtt, schlaf nicht, laß dich erwek- Geduld, hilf mir mein Kreuz erten! Niemand ist, der mir helfen tragen, wend nicht von mir ab kann, fein Creatur sich mein deine Huld und so du mich willst nimmt an, ich darf's auch Nie- plagen, es zeitlich hier am Leibe mand klagen. thu, gieb nur der armen Seele Ruh, daß sie dort mit dir lebe. 4. HErr JEsu Christ, du bist allein mein Hoffnung und mein Leben, drum will ich in die Hulde bein mich ganz und gar ergeben. DHErr, laß meine Zuversicht auf dich zu Schanden werden nicht, sonst bin ich gar verlassen. 5. HErr JEsu Christe, GOttes Sohn, zu dir steht mein Verfrauen; du bist der rechte Gna- 12. HErr JEsu Christ, mein ein'ger 11. HErr JEsu Christ, das glaub' ich doch aus meines Hers zens Grunde, du wirst mich wohl erhören noch zu rechter Zeit und Stunde, denn du hast mich noch nie verlah'n, wenn ich dich hab' gerufen an, deß ich mich herzlich tröste. 9. HErr JEsu Christ, ich weiß tein'n Rath, des Elends los zu werden, wo du nicht hilfft durch deine Gnad', so lang' ich leb' auf Erden. Wenn es dir denn nun je gefällt, daß ich also soll sein gequält, so gieb mir Kraft und Stärke. 10. HErr JEfu Christ, verleih Vom Kreuz, Leiden, ein'ger Trost, zu dir will ich mich wenden, mein Herzleid ist dir wohl bewußt, du kannst und wirst es enden, in deinen Willen sei's gestellt, mach's lieber GOtt, wie dir's gefällt, dein bin und will ich bleiben. M. 3. Schindler. 756. M. Wenn mein Stündlein. Err JEsu, traut'ster GOtt mir im Herzen, denn ich empfind' je mehr und mehr sehr große Angst und Schmerzen. Ja, ich weiß weder aus noch ein und muß dir und allen Menschen. 2. Ich bin vor Leid verdorret fast und steck' in vielen Plagen; ich finde nirgends Ruh und Rast, ich muß schier gar verzagen, wo du mir nicht zu Hülfe tömmst und meiner dich alsbald annimmst, so geh ich ganz zu Grunde. 3. Ach, JEsu! du, mein Freund und Rath, dein Bruderherz entzünde und zeige solches mit der That mir, deinem armen Kinde und schaff aus Liebe Beistand mir in dieser meiner Noth allhier, eh' ich darin versinke. 4. Ach, thu es ja und bleib' nicht lang mit deinem Gnadenblide, denn mir ist in dem Herzen bang', ach! bleib nicht lang' zu rücke, denn Menschenhülfe tauget nicht, drum hilf mir, o mein Gnadenlicht, soll mir geholfen werden. 5. Mein Heiland, du hast solches Leid am Delberg auch er tragen, da deine Seel' vor Bangigkeit that zittern und auch zagen um alle meine Missethat, bie GOtt auf dich geleget hat, daß ich soll selig werden. 6. Nun allerliebster HErr und GOtt, um solches Leidens willen verlaß mich nicht in meiner Noth, thu doch an mir erfüllen, Noth und Trübfal. 385 was mir dein liebes Wort vers spricht und wend' zu mir dein Angesicht, denn ich muß sonst verderben. 7. Ach tomm, erquice mich behend und laß mich Gnade fins den in deinem Wort und Sacrament und mach mich los von Sünden; denn du Betrübte nicht erlöst, dafür will ich dir danken. C. W. 757. m.$ Err, fraf mich nicht. Err, wenn ich, du getreuer trachte, so bin ich voller Angst und Noth, verdorr' hier und vers schmachte, daß es um mich so arg jetzt steht und mir so gar unglücklich geht, weil du von mir gewichen. 2. War ich nicht glücklich, HErr, da du mich schüßtest mit Gena= den? ich hatt' an Leib und Seele Ruh, kein Mensche durft mir schaden, ich hatte meine Lust und Freud' an deines Wortes Süßigfeit und konnte freudig beten. 3. Nun ruh' ich weder Tag noch Nacht, der Abend und der Mor gen wird nur mit Kummer zugebracht und tausend bösen Sors gen; mein Unglück und mein Angstgeschrei wird alle Stunden wieder neu, es ist um mich ge= schehen. 4. Ach! wend' doch diese meine Noth! und neige dein Gemüthe in Gnaden zu mir her, mein GOtt, und laß mich deine Güte nach ausgestandner Unglückszeit hin wiederum mit Lust und Freud' und frohem Antlig schauen. 5. Alsdann soll meine Freude sein, dich ewiglich zu preisen und allen Frommen insgemein dein großes Heil zu weisen, was du, mein GOtt, an mir gethan, da mit hinfort ein Jedermann dir auch vertrauen lerne. Bb 758. Mel. 386 Vom Kreuz, Leiden, Noth and Trübfal. 758. M. Liebster JEfu, wir find.| kann nah und fern in aller Welt nicht bleiben. HErr Err, wie lange willst du doch mir dein Hülf' and Trost versagen? soll ich meines Trübfals Joch immerzu noch länger tragen? sollen deiner Güte Strahlen mein Gesichte nicht bemalen? 3. Doch ist's die Art der Kirchenfahrt, die wie des Noah Kasten, schwebt hin und her auf wildem Meer und kann fast nirgend ras sten; Luft, Wasser, Wind und solch' Gesind', sind stetig ihr entgegen, doch muß fofort auf Christi Wort sich Wind und Wetter legen. 2. Soll mein armes Geelelein Tag und Nacht erbärmlich for gen? soll die schwere Herzens pein mich so ängsten alle Morgen? willst du diese, die mich hassen. über mich sich freuen lassen? 3. Schaue doch aus deinem Saal, schaue doch vom hohen Throne und erwäge meine Qual; leuchte mir, der ich hier wohne in des Elends trübem Lande; freie mich vom Todesbande. 4. Laß dem Feinde gar nicht zu, daß er diesen Ruhm mag haben, daß nun meine Lust und Rub lieg' in seiner Macht begraben, daß mein Widersacher fieget und mein Geist darnieder lieget. 5. Doch ich hoff' und bin erfreut' wegen deiner großen Güte, ja mein Herz ist stets bereit, HErr, aus dankbarem Gemüthe dir ein'n Lobgefang zu fingen, denn du hilfft in allen Dingen. 759. M. O HErre GOtt, dein. ilf, lieber GOtt! was Schmach Häuflein dulden, das gläubig ist an Jesum Christ, auch ohne sein Verschulden: Jud', Türk' und Heid' kann jederzeit gar wohl gelitten werden: nur die Gemein', da Christen hat nirgend Raum auf den. 2. Das macht HErr Christ, des Teufels List in diesen legten Zeiten, da er durch Mord und Lügenwort die Kirche will be streiten und das weiß dann der Höllenmann fein artig durchzu4. Er hält das Schiff mit einem Griff und wenn es scheint, et schlafe, so wacht er doch und sorget noch für seine armen Schafe, und ist bereit, zu rechter Zeit mit Hülfe beizufpringen, vors nehmlich dann, wann Jedermann will mit dem Tode ringen. 5. Wirf hin und her, du tolles Meer, das Schiff mit deinen Wellen! GOtt kann die Fluth und tolle Wuth gar bald zufries den stellen. Brauch deine List, du Antichrist, sammt allen Höllens pforten und sei bedacht auf List und macht; doch bleibt's bei Christi Worten. 6. Dies Schifflein muß durch viel Verdruß zwar öfters sein gefränket, doch wird's nicht gar in der Gefahr zum Abgrund einges fentet, denn seine Hand hält es im Stand, auch wenn es gleich Weiß, daß auf der Reif' tein gläubig Herz ertrintet. 7. Es ist nicht fern der Morgenstern, das Licht ist schon vorhan den; auch ist das Land gar wohl sein, bekannt, woselbst das Schiff soll Erlanden; des Heilands Wort zeigt uns den Port, da er vorangegangen, der helf' uns nach, daß allges mach wir auch dahin gelangen. D. Fr. Fabricius. 760. M. Christus, der uns selig. ilf, o GOtt! mir, deinem Hilf Knecht, hilf durch deinen treiben. Das Wort des HErrn Namen, starter Richter, schaffe Recht 387 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. Recht dem bedrängten Samen!| 4. GOtt hat mich jest gar vergesGOtt, du bist ja gut und treu, brumm vernimm mein Flehen, laß mein sehnliches Geschrei dir zu Herzen gehen. fen, weil ich nicht an ihn gedacht, meine Sünd' hat er gemessen und sich meinen Feind gemacht, daß ich ringen muß die Hände, sein Erbarmen hat ein Ende, schier bin ich zur Höllen bracht. 2. Weil die stolzen Heucheler wieder mich aufstehen und die Treger treten her, mich zu hintergehen, meine Feind' in heißer Wuth wider mich hertraben, die dich, GOtt, mein höchstes Gut, nicht vor Augen haben. 5. Wo ist Rath und Trost zu finden? wo ist Hülf' in dieser Noth? HErr, wer rettet mich von Sünden? wer erlöset mich vom Tod? Ich gedente zwar der Zeiten, da du pflegt'st für mich zu streiten, ja zu ziehen aus der Roth. 3. Aber siehe, Gott ist hier, der hilft mir in Nöthen. Troß sei euch, ihr Troßer ihr, die ihr mich wollt tödten! Mich erhält der treue GOtt, der wird euch bezahlen eure Bosheit, Fluchen, Spott und das stolze Prahlen. 6. Aber nun hat sich geendet deine Lieb' und große Treu, ach, dein Herz hat sich gewendet und dein Grimm wird täglich neu, du bist gar von mir gegangen und dein Zorn hält mich gefangen, ich verschwinde wie die Spreu. 7. Höllenangst hat mich betroffen, mein Gewissen quälet mich, kein' Erlösung ist zu hoffen, ich empfinde Todesstich' und ein unaufhörlich Sterben. HErr, ich eile zum Verderben, ich vergehe jämmerlich. G. Kramer. 761. In eigener Melodie. Cammer hat mich ganz umgeben, Glend hat mich ange. ¹8. Grauen hat mich überfallen, than, Trauern heißt mein kurzes Zittern hat mich angesteckt, Leben, Trübsal führt mich auf schwerlich kann ich nunmehr lalben Blan, GOtt, der hat mich len, Angst und Furcht hat mich gar verlassen, feinen Trost weiß bebedt, ach! ich wandle jetzt die ich zu fassen, hier auf dieser Un- Straßen, da ich mich muß marglücksbahn. tern laffen: o! wie wird mein Geist erschredt. 9. Will mir denn kein Trost erscheinen, spür' ich gar kein Gnabenlicht? Nein, vergeblich ist mein Weinen, mein Gebet das hilft mir nicht: über mich verlaffnen Armen will kein Helfer sich erbarmen; ich bin todt, mein Herz zerbricht! 4. So will ich mit Freudigkeit dir ein Opfer bringen und von der Gewogenheit deines Namens fingen, denn du rettest, baß mit Lust ich oft tann ansehen, wie der Feinde stolze Brust fall'n muß und vergehen. 2. Grausamlich bin ich getrie ben von des HErren Angesicht, als ich ihn allein zu lieben, nicht gedacht an meine Pflicht drum muß ich so kläglich stehen, doch es ist mir Necht geschehen, mein GOtt rief, ich hört' ihn nicht. 3. Ach, mein Schifflein will versinken recht auf diesem Sündenmeer, GOttes Grimm läßt mich ertrinken, denn sein' Hand ist viel zu schwer, ja mein Schifflein läßt sich jagen durch Verzweif lung, Angst und Plagen ganz entantert, hin und her. Christlicher und kräftiger Trost der angefochtenen Seele. 10. Liebe Seel', hör' auf zu schreien, deines Klagens ist zu Bb2 viel, 388 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. viel, nach dem Trauern kommt 17. Was betrübst du dich mit das Freuen, Herzensangst hat Schmerzen, stille nur und harr auch ihr Ziel, Wechsel ist bei auf GOtt, danten will ich ihm allen Sachen, nach dem Heulen von Herzen, daß ich werde nicht kann man lachen, GOtt, der treibt zu Spott, ob er mich gleich würde mit dir sein Spiel. tödten, hilft er mir dennoch aus Nöthen, er, der starke Zebaoth. 18. HErr, errette mich mit Freuben aus der Höllen Grausam feit! hilf mir, daß ich auch im Leiden dir zu dienen sei bereit, giebst du mir des Geistes Gaben, daß sie mir die Seele laben, tret' ich fröhlich an den Streit. 3. Nift. 762. M. Lobet GOtt, unsern. ch banke bir mit Freuden mein 11. Ist dein Heiland von dir gangen, er wird wieder kommen schon und mit Freuden dich um fangen, recht, wie den verlornen Sohn. Hat dein Liebster dich verlaffen, ei! er kann dich nimmer haffen, seine Güt' ist doch dein Lohn. 12. Hat dich GOtt dahin gegeben, daß dich Satan sichten soll, beben, ei! er meint doch alles wohl, daß du manch schweres Leiden, dies sind seiner Liebe Zeichen, so mir zu meinem Theil oft die doch einer tann erreichen, häufig zugedrungen, durch deine wenn er nicht ist glaubensvoll. Wunderhand gewaltig haft be zwungen und von mir abge= wandt. 13. Ob dich dein Gewissen naget, ob dein Geist bekümmert ist, ob der Höllen Furcht dich plaget, ob dich schreckt des Teufels Lift, traure nicht, GOtt wird es wenden und dir große Lind' rung senden, wenn du nur ge duldig bist. 14. Moses hat auch dies erfahren und sein Bruder Aaron; Noah und die mit ihm waren, sahen nicht die Gnadensonn', David, Joseph und Elias, Petrus, Paulus und Tobias trugen auch ihr Theil davon. 15. Sei zufrieden, liebe Seele, billig trägt du solche Last, hier in dieser Unglückshöhle weiß man ja von teiner Rast; drum so stille nur dein 3a en und gedenk', es sind die Plagen, die du längst verdienet haſt. 16. Brausen jetzt die Wasserwogen, morgen ändert sich das Meer, ist dir heut die Freud' entzogen, morgen tömmt sie wieder her. Ist dir aller Trost entgangen, sei zufrieden, dein Verlangen wird erfüllet nach Begehr. 2. Du hast in harten Zeiten mir diefe Gnad' ertheilt, daß meiner Feinde Streiten mein Leben nicht ereilt, wenn sie an hohen Orten mich, der ichs nicht gedacht, mit bösen falschen Worten sehr übel angebracht. 3. Wenn sie, wie wilde Leuen, die Zungen ausgestreckt und mich mit ihrem Schreien bis auf den Tod erschreckt, so hat dann dein Erbarmen, das alles lindern kann, gewaltet und mir Armen den treuen Dienst gethan. 4. Sie haben oft zusammen sich wider mich gelegt und, wie die Feuerflammen, Gefahr und Brand erregt, da hab ich dann gesessen und Blut vor Angst geschwißt, als ob du mein vergessen und hast mich doch geschüßt. 5. Du hast mich aus dem Brande und aus dem Feu'r gerückt und wenn der Höllen Bande mich um und um bestrickt, so hast du, auf mein Bitten dich, HErr, zu mir gesellt und aus des Unglücks Vom Kreuz, Leiden, glücks Mitten mich frei ins Feld gestellt. 6. Den Kläffer, der mit Lügen, gleich als mit Waffen, tämpft, und nichts kann als betrügen, den hast du oft gedämpft, wenn er, gleich einem Drachen, das Maul hat aufgezerrt, so hast du ihm den Rachen durch deine Kraft gesperrt. 7. Ich war nah' am Verderben, du nahmst mich in den Schooß, es tam mit mir zum Sterben, du aber sprachst mich los und hieltest mich beim Leben und gabst mir Rath und That, die sonst kein Mensch zu geben in seinen Mächten hat. 8. Es war in allen Landen, so weit die Wolken gehn, tein einz' ger Freund vorhanden, der bei mir wollte stehn. Da dacht' ich an die Güte, die du, HErr, täglich thust und hob Herz und Gemüthe, zur Höhe, da du ruhst. 9. Ich rief mit vollem Munde, du nahmest alles an und halfst recht aus dem Grunde, so daß ich's nimmer kann nach Würden g'nugsom loben; doch will ich Tag und Nacht dich in dem Himmel droben zu preisen sein bedacht. Paul Gerhard. 763. M. Was mein GOtt will. uch doch mich wider GOtt viel sperren? Komm immer her, du Kreuzesjoch und bittrer Kelch des HErren, ohn' Angst und Bein mag der nicht sein, der wider GOtt gehandelt, wie ich gethan, da ich die Bahn der schnöden Welt gewandelt. 2. Ich will des HErren Straf' und Zorn mit will'gem Herzen tragen; in Sünden bin ich ja gebor'n, hab' auch im Sündenwagen mit eitler Freud' oft meine Beit ganz sündenhaft verzehret., Noth und Trübfal. 389 GOtt, meinen Hort, in seinem Wort nicht, wie ich soll, geehret. 3. Ich habe den gebahnten Steg verlassen und geliebet den gott vergessenen Jrreweg, drum wird auch nun betrübet mein Herz und Muth durch GOttes Ruth, er hält ein recht Gerichte vor sei nem Thron, giebt Sold und Lohn mit völligem Gewichte. 4. GOtt ist gerecht, doch auch dabei sehr fromm und voller Güte, die Vaterlieb' und Muttertreu, die wohnt ihm im Gemüthe. GOtt zürnet nicht, wie wohl geschicht bei uns hier auf der Erden, da mancher Mann nicht wieder kann zur Sühn' erweichet werden. 5. Nein, traun! das ist nicht GOttes Sinn, sein Zorn der hat ein Ende, wenn wir uns bessern, fällt er hin und macht die strengen Hände sanft und gelind', hört auf, die Sünd' hier bei uns heimzusuchen; GOtt kehrt den Grimm mit Gnaden um und segnet nach dem Fluchen. 6. Das wird fürwahr auch mir geschehn, essoll'sein Jeder spüren, GOtt wird einmal zum Rechten sehn und meine Sach' ausführen, sein Angesicht wird mich an's Licht aus meiner Höhle bringen, daß seine Treu ich frisch und frei erzählen mög' und singen. meine Feind', ob ich darnieder liege, denn mein GOtt wird, eh' ihr's vermeint, mir helfen, daß ich siege, sein' heil'ge Hand wird meinen Stand schon wieder feste gründen, es wird sich Freud' und gute Zeit nach trübem Wetter finden. 8. Ich bin in Noth und weiß doch nicht von rechter Noth zu sagen, denn GOtt ist meines Herz zens Licht, wo das ist, muß es tagen auch in der Nacht, da sich die Macht der Finsterniß vermehret, wenn dieses Licht mir B 63 scheint, 390 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. scheint, so bricht und fällt, was| dein'Trübsal, Angst und Noth, ich mich beschweret. reiße dich aus Noth und Tod. 9. Es tommt die Zeit und ist 766, M. Ach was soll ich Sünder. nicht weit, da ich will jubiliren; der aber, der mich jetzt verspeitu, hast du mein vergeſſen? und Lust hat zu veriren in meiner Noth: wo ist dein GOtt? sicht meiner armen Seele nicht? der wird mit Schanden stehen; Mich hat große Angst besessen, er wird mit Hohn, ich mit der Angst, bie meine Seele preßt, Kron' der Ehren davon gehen. Angst, die mich ohn' Hoffnung läßt. Paul Gerhard. 764, M. Wo Gott zum Haus. ch möcht mich selber feinden balten kann, was mir mein GOtt steckt für ein Ziel zu nehmen an ohn' Widerwill'. 2. Mein Herz fällt oftmals ganz dahin, wenn ich nicht richte meinen Sinn auf Gott und denke, daß er sei in allem meinem Kreuz dabei. 2. Ach! wie lange soll ich sorgen? ach! wie lange soll ich sein weil du dich vor mir verborgen, deine Hülfe gar versteckt und dein Angesicht verdeckt. 3. JEsu, laß dein großes Eilen, sprich doch meiner Seele ein, daß ihr soll geholfen sein. Willst du dich denn nicht verweilen, hoch gewünschter Gnadenthron, JEsu, trauter Davids- Sohn? 3. Bedenk doch dieses, was von GOtt mir zugeschicket wird für Noth, daß es sei lauter Arzenei, daß ein gesunder Christ ich sei. 4. Kehre JEsu, kehre wieder! meine Seele liegt erstarrt hier Ach! mein Jammer ist zu hart, 4. GOtt bleibt ja Vater jeder zu deinen Füßen nieder; JEſu zeit, sein' Güte bleibt in Ewig- Christ, erbarm dich mein, laß leit, sein' Treu, der wir versi- doch Gnade Gnade sein! chert sind, bleibt bis an KindesKindes Kind. 765. M. HerrJefu Chrift, mein's. ch weiß dein Trübsal, Angst ich reiß dich 3. M. M. aus Noth und Tod; drum sei getroft, verzage nicht, denn ich weiß schon, was dir gebricht. 2. Kein Vater war noch je so treu als ich, mein Trost ist immer neu, fein Mutterherz liebt pich so sehr, als ich dich liebe immer mehr. 5. Laß mich doch zu deinen Fü Ben( weil ich armer Sünden tnecht ja nicht suche Kindesrecht), Ben. Ach! wirf mir zu meiner nur der Hündlein Recht genies Rub, nur ein Gnadenbröcklein zu. 6. Gnade, JEsu, und Erbars men such ich und ein Mehrers nicht. HErr, ich laß, ich laß dich nicht hier aus meinen Glaus bensarmen, bis du mich gerissen hajt aus der übergroßen Last. 7. Laß doch meine nassen Wangen, meiner trüben Augen Fluß, 3. Kein Freund, tein Bruder ist so gut, der an dir so viel Wohio dir liegen hier zu Fuß, bei dir that thut, kein Arzt hilft so zu doch meiner Seele ein: Ja! du Gnad' und Trost erlangen! sprich aller Stund', als ich mach Leib und Seel' gefund.. follft erhöret sein. G. v. M. 4. Drum, wenn dich dein Kreuz drückt, mert, daß 767. M. Ach, was soll ich Sünder. meiner Seelen, bich der Trost ergi tidt: ich weiß I die sich dir im Glauben ſchenkt, die Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 391 die sich in der Liebe tränkt und wünscht aus der finstern Höhlen dieses Leibes und der Welt nur zur Wohnung dein Gezelt. 2. Liebster 36su, laß mich finden dich, den meine Seele sucht, sieh doch ihre Furcht und Flucht, laß die Last der schweren Sünden tief ins Meer versentet sein, reiß mich aus der Höllenpein. 3. Schenke mir, was du erworben, als du selbst, du GOttes lamm, wie ein Fluch am Kreuzesstamm bist für meine Sünd' gestorben, mach mich aller Sünden frei, daß ich ewig selig sei. 4. Trifft mich deine Ruth' und Plagen, so bleib' doch mein Gnadenschild, stich und brenn hier wie du willst, laß mich nur nicht ewig zagen, nichts ist alles Kreuz und Leid gegen deine Seligkeit. 5. Stärk' in mir den schwachen Glauben, jeß der Hoffnung Anfer fest, Hoffnung, welche nicht verläßt, wenn der Tod will Alles rauben, so bleib du mein Trost, mein Heil, JEsu, meines Herzens Theil. 6. Alsdann werd' ich selig fühlen deiner Liebe Lust und Zier und das Halleluja dir in gewünschter Ruhe spielen mit den Engeln in der Schaar, die dich loben immerdar. 7. Unterdeß laß mir's gelingen, daß verbleibe stets gerüst't Alles was nur in mir ist, deine Liebe zu besingen JEsu, meine Zuversicht: Liebster JEsu, laß mich nicht. 768, Sn bekannter Melodie. en dich hab' ich gehoffet HErr, lieg' od'r steh, hilf mir aus meinen Nöthen. 3. Mein GOtt und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein' Burg, darin ich frei und ritterlich mög' streiten wid'r meine Feind', der'r gar viel seind an mir auf beiden Seiten. 4. Du bist mein' Stärk', mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein' Kraft, sagt mir dein Wort mein' Hülf', mein Heil, mein Leben, mein starker GOtt in aller Noth, wer mag dir widerstreben. 5. Mir hat die Welt trüglich ge richt't mit Lügen und mit falsch m Gedicht viel Neg' und heimlich' Stricken. HErr, nimm mein wahr in dies'r Gefahr, behüt mich vor falschen Tücken. 6. HErr, meinen Geist befehl ich dir; mein GOtt! mein GOtt! weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! o wahrer GOtt! aus aller Noth hilf mir am leßten Ende. 7. Glori, Lob, Chr' und Herrlichkeit sei dir, GOtt Vat'r und Sohn bereit't, dem Heil'gen Geist mit Namen, die göttlich' Kraft mach uns sieghaft durch JEfum Christum Amen. A. Reußner. 3n 769. M. Erhalt' uns, HErr. n mein'm Elend war dies mein Trost, ich sprach: Es lebt, der mich erlöst, auf den ich in der Noth vertraut, wird mich wieder mit meiner Haut 2. Umgeben, daß ich aus der Erd' vom Tod wieder erwecket werd'. In meinem Fleisch werd' ich Gott sehn, ist g'wißlich wahr 3t und meines Herzens Wonne, den werd', noch ewiglich zu Spotte, 770. M. Es ist das Heil uns. das bitt' ich dich, erhalte mich ft Ephraim nicht meine Kron' in deiner Treu, HErr GOtte. 2. Dein gnädig Ohr neig' her zu mir, erhör' mein Bitt, thu dich herfür, eil' bald mich zu erretten, in Angst und Weh', ich mein trautes Kind, mein theurer Sohn, mein Stern und meine Sonne, mein' Augenluft, mein' eble Blum', mein außer3b4 wähltes 392 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. wähltes Eigenthum und meiner| ihr sollt sie reichlich finden. Wer Seelen Freude? 2. Ich höre seines Seufzens Stimm' und hochbetrübtes Klagen. Mein GOtt hat mich, spricht sich mit Ephraim bekehrt, wird auch mit Ephraim erhört und hier und dort getröstet. Paul Gerhard. Ephraim, gestraft und wohl ge- 771. M. Hilf GOtt, daß mir's. schlagen, er mit batter Zucht, was ist mein Lohn, das ist die Frucht und Nußen meiner Sünden. gleich mein Elend kommen auf's höchst'! ei, laß es sein die Trübsal bringt mir Frommen, dort blidt mir Freudenschein, ich fühle schon Trost, Hülf' und Rath, bald wird von mir ges nommen, was mich gequälet hat. 3. Hör' alle Welt, ich bin getreu und halte mein Versprechen, was ich gered't, da bleibt es bei, mein Wort werd ich nicht brechen, das soll mein Ephraim gar bald erfahren und mich dergestalt recht aus dem Grund erkennen. 4. Ich denk noch wohl an meinen Eid, den ich geschworen habe, da ich aus lauter Gütigkeit mich ihm zu eigen gabe, ich sprach: Du hast mein Herz erfüllt mit deiner Lieb', ich bin dein Schild und wills auch ewig bleiben. Befiehl du deine Wege. 5. Ich will mit meiner starken tott für mich ſo trete Hand dich, als ein Vater führen: dich selbst will ich und all dein Land auf's schönst' und beste zieren, und wirst du mir gehorsam sein, so soll dich meines Segens Schein ohn' alles End' erfreuen. gleich alles so oft ich ruf' und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei GOtt, was kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott? 6. Wo du dich aber bösen Rath wirst von mir wenden lassen, so will ich deine Missethat heimfuchen, doch mit Maßen; und wenn du wieder kehrst zu mir, so will ich wieder auch zu dir mich mit Erbarmen kehren. 2. Nun weiß ich und gläub' feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß GOtt, der Höchst und Beste mir gänzlich günstig sei und daß in allen Fällen er mir zur Rech ten steh und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh'. 7. Nun kehrt zu mir mein Ephraim, sucht Gnad' in meinen Armen; drum bricht mein Herze gegen ihn und muß mich sein erbarmen. Der Unmuth fällt mir mit Gewalt, mein Eingeweide hißt und wallt in treuer Lieb' und Gnade. 2. Laß sehen auf mein Schreien, HErr JEsu, deine Macht, du haft mich ja mit Treue so manches Mal bedacht, ich will dich preisen nach der Zeit, wenn du mich wirst erfreuen dort in der Ewigkeit. Joh. Rift. 772. M. Herzlich thut mich ober: 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut, das machet, daß ich finde das ew'ge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd'; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein JEsus ist mein' Ehre mein Glanz und schönstes Licht 8. Kommt, alleinder, kommt wen der nicht in mir wäre, so zu mir, bere eure Sünden und dürft und** nnt ich nicht vor GOtfuchet Gnad' an meiner Thür, tes Augen n und vor dem Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 393 strengen Siß, ich müßte stracks ver-| wird verfolgt und findet ein' hohe gehen, wie Wachs in Feuers Hip'. schwere Last zu leiden und zu 5. Der, der hat ausgelöschet, tragen, geräth in Hohn und was mit sich führt den Tod, der Spott, das Kreuz und alle Pla ist's, der mich rein wäschet, macht gen, die sind sein täglich Brod. schneeweiß, was ist roth. ihm kann ich mich freuen, hab' einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. In 12, Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt, GOtt will ich lassen sorgen, dem ich mich zugesagt, es koste Leib und Leben und alles, was ich hab', an dir will ich fest kleben und nimmer lassen ab. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmet mir mein Herz, die Höll' und ihre Flammen, die sind mir nur ein Scherz. Rein Unheil mich erschrecket, kein Urtheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket, mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regiert mir meinen Sinn, vertreibet Sorg' und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, giebt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schrecken find't, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde, GOtt aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde ersiehet seine Lust. 9. Sein Geist spricht meinem Geiste, manch' süßes Trostwort zu, wie GOtt dem Hülfe leiste, ber bei ihm suchet Ruh und wie er hab' erbauet ein' edle neue Stadt, da Aug' und Herze schauet, was er geglaubet hat. 10. Da ist mein Theil und Erbe mir prächtig zugericht't, wenn ich gleich fall' und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht, muß ich auch hier gleich feuchten mit Thränen meine Zeit, mein 3Esus und sein Leuchten durchsüßet alles Leid. 13. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich, tein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich. Kein Hunger und kein Dürsten, kein' Armuth, keine Bein, tein Born des großen Fürsten soll mir ein' Hindrung sein. 14. Kein Engel, teine Freuden, tein Thron, kein Herrlichkeit, tein Lieben und kein Leiden, kein' Angst und Fährlichkeit, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schooß. 15. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein, die Sonne, die mir lachet, ist mein HErr JEsu Christ; das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist. Paul Gerhard. 773. M, HErr, nicht schicke deine. 3 dh will meine Stimm' erheben und nach GOttes Rettung streben, meine Stimme steigt empor und er neiget mir das Dhr. Dich, HErr, such ich an dem Tage meiner großen Noth und Plage, meine Hand ist für und für ausgestreckt bei Nacht zu dir. 2. Meine Seel' ist als verlassen und will keinen Trost mehr fasden Satan flieht und haßt, der sen: nicht ohn' Heulen in der 11. Wer sich mit dem verbindet, Bb5 Noth 394 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. Noth trete ich vor dich, mein GOtt!| Namens Herrlichkeit auszubreis Ach! ich muß stets zu dir dringen ten jederzeit, ich will beten, ich und mein Elend vor dich bringen. will wachen, dich das Andre Meines Jammers ist so viel, daß lassen machen. GOtt, ich weiß, mein Geist verschmachten will. du hörest mich, denn dir trau ich festiglich. 774. 9. Beftebl du deine Wege. einen hat GOtt verlassen, der ihm vertraut all'zeit, und ob ihn gleich Viele haffen, geschieht ihm doch kein Leid; GOtt will die Geinen schüßen, zulegt erheben hoch und geben, was ihn'n nüßet hier zeitlich und auch dort. 2. Allein ich's GOtt heimstelle, er mach's, wie's ihm gefällt, zu Nuß mein'r armen Seele, in dieser argen Welt ist doch nur Kreuz und Leiden und muß auch also sein, denn die zeitlichen Freuden bringen uns ewige Bein. 3. Treulich will ich GOtt bitten und nehmen zum Beistand in allen meinen Nöthen, ihm beff'r als mir bekannt, um G'duld will ich ftets bitten in all'm Anliegen mein, er wird mich wohl behüten und mein Nothhelfer sein. 4. All's Glück und Ungelücke, das kommt allein von GOtt, ich weiche nicht zurücke und fleh in meiner Noth: Wie kann er mich denn hassen, der treu' Nothhelfer mein? ja, wenn die Noth am größten, so will er bei mir sein. 5. Reichthum und alle Schäße und was der Welt gefällt, drauf ich den Sinn nicht sebe, das bleibet in der Welt. Ein'n Schab hab' ich im Himmel, der JEsus Christus heißt, ist über alle Schäße, schenkt mir den Heil' gen Geist. 6. Ihn hab' ich eingeschlossen in meines Herzens Schrein, sein Blut hat er vergossen für mich arm's Würmelein, mich damit zu erlösen von ew'ger Angst und Pein, wie könnt' auf dieser Ers den doch größ're Liebe sein? 7. Nun 3. HErr, du willst mein' Augen rühren, daß sie keinen Schlaf mehr spüren, mir kommt Angst und Ohnmacht an, daß ich auch nicht reden kann. Ich gedenk' der alten Zeiten, die vor Jahren mich erfreuten; mein Gemüthe unter sucht ihre allzuschnelle Flucht. 4. Meine Harfe und mein Singen will vor Trauern jetzt nicht llingen, meine Seele forscht bei Nacht und hab' oftmals dies gedacht: wird der HErr denn also bleiben und im Zorn mich von sich treiben, hat der Gnaden bund ein End', nun sich GOtt so von mir wend't? 5. Will er nicht mehr Güt' erweisen, daß man ihn drum könne preisen? seine Zusag' und sein Wort, währen die nicht immerfort? Ist der HErr zu weit ents feffen? Hat er Lieb und Huld vergessen? Will er nicht barmherzig sein nach so vieler Straf' und Bein? 6. Leblich sprach ich in dem Denken: soll ich mich zu Tode tränken? kann des Höchsten rechte Hand doch leicht ändern solchen Stand. Starter GOtt du kannst noch rathen durch dergleichen Wunderthaten, als du schon der ganzen Welt hin und wieder vorgestellt. 7. Wenn ich bei mir im Gemüthe überlege deine Güte, deine Weisheit, deine Macht, hoff' ich darauf Tag und Nacht. Herr! ich bitte, hilf mir Armen durch bein väterlich Erbarmen; sende mir bald Rettung zu und an Leib und Seele Ruh. 8. Daß ich mich zufrieden geben und dir heilig könne leben, deines Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 395 7. Nun sollt' ich mich erzeigen Schaar nicht immerdar es laffen dankbar für solche Gnad'; ich so gelingen. geb' mich GOtt zu eigen mit Allem, was ich hab'. Wie er's mit mir will machen, sei ihm all's heimgestellt, ich b'fehl ihm all' mein' Sachen, er mach's, wie's ihm gefällt. 9. Drum Kreuzeslast, komm, werther Gast, ich will dich willig tragen, weil jeder Christ, so fromm er ist, muß haben seine Plagen. 776. M. Freu dich sehr, o meine. Commt, ihr traurigen Gemüs 8. Amen! mun will ich schließen ther, kommt, wir wollen wies dies schlichte Liedelein. HErr, derkehr'n zu dem HErren, dessen durch dein Blutvergießen laß mich Güter kein Verderber kann verdein Erbe sein! So hab ich all's zehr'n, dessen Macht kein Unglück auf Erden, was mich erfreuet fällt, dessen Gnade wieder stellt, schon: im Himmel soll mir wer- was sein Eifer umgeſtürzet, seine den die ew'ge Gnadenkron'. Gnad' bleibt unverkürzet. D. Andr. Keßler. 775. M. Ach GOtt und HErr. Comm Kreuzeslast, du werther tragen, weil jeder Christ, so fromm er ist, muß haben seine Plagen. 2. Ich will gar gern den Zorn des HErrn und seinen Eifer dulden, weil seine Glut mein Frevelmuth und Sünde wohl verschulden. 3. Ich sag' es recht, ich LasterInecht hab' öfters mißgehandelt, den Sündenpfad durch Wissethat von Jugend auf gewandelt. 4. Dadurch hab' ich gestürzet mich in ewiges Verderben, ich müßte fort zur Höllenpfort' und bösen Lodes sterben. 5. Wenn deine Gunst und Lie besbrunst nicht vor den Riß getreten und nicht dein Sohn, mein Gnadenthron, bei dir mich los gebeten. 6. Weil du denn bist zu jeder Frist, mein GOtt! sehr reich von Güte, wenn sonst dabei ist voller Reu und Buße das Gemüthe; 7. So glaub'ich auch ganz sicherlich, tu mir mi lajen spüren dein' herrlichkeit und mit der Zeit mir meine Sach' ausführen. 8. Du wirst, mein GOtt! aus Hohn und Spott an's Licht mich endlich bringen, der Feinde 2. Zwar hat er uns ja zerrissen mit ergrimmtem Angesicht und uns, da er uns geschmisſen, sehr wegen unverzagt! eben der uns schlägt und plagt, wird die Wunden unsrer Sünden wieder heilen und verbinden. 3. Alle Noth, die mich umfan gen, springt vor seinem Arm entzwei, wenn zwei Tage sind vergangen, macht er uns am dritten frei, daß wir, wenn des dritten Licht durch des Himmels Fenster bricht, fröhlich auf ers neuter Erden vor ihm stehn und leben werden. 4. Alsdann wird man Acht drauf haben und mit großem Fleiße sehn, was für Wundergnad' und Gaben uns von oben hergeschehn. Da wird dieses nur allein unsers Herzens Sorge sein, daß wir GOtt, deß wir uns nennen, mös gen recht und wohl erkennen. 5. Denn er wird sich zu uns machen, wie die schöne Morgenröth', über welche Lust und Lachen bei der ganzen Welt entſteht, er wird kommen uns zur Freud' eben zu der rechten Zeit, poller süßer Kraft und Segen, wie die früh und späten Regen. 6. Ach! wie will ich dich ergößen, du, mein hochgeliebtes Volk! meine Gnade 396 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. Gnade soll dich neßen, wie ein'| Noth, seinen herben, bittern Tod, ausgespannte Wolk, eine Wolte, die das Feld, wenn der Morgen wedt die Welt und die Sonne noch nicht leuchtet, mit dem frischen Thau befeuchtet. P. Gerhard. wenn mein Kreuz mich will ers sticken, wenn mein Leid und Ungemach will den Glauben machen schwach. 777. M. JEsu, meiner Seelen, Niebster Bräutigam, benkst du nicht an die theure Liebespflicht, da du dich mit tausend Wunden meiner Seele hast verbunden? 3. Stärke selbst die matte Seele, Vater der Barmherzigkeit, wende du mein Herzeleid, führ mich aus der Jammerhöhle, gieb Ge duld in Traurigkeit, dir zu Lob in Ewigkeit. D. J. Olearius. 2. Denkst du nicht an deinen 779. M. Mag ich Unglück nicht. Spott, an das Kreuz und an die Mag ich denn nicht von Angst Noth und an deiner Seele Leiund Bein befreit sein, den, da sie sollte von dir scheiden? muß noch im Unglück schweben, 3. Weißt du wohl, daß deine Peins weiß ich doch, daß meine mein' Erlösung sollte sein? Und Christo ist vergeben. Gott ist in wie muß ich denn auf Erden noch nicht weit, ein kleine Zeit so lang gequälet werden? 4. Bin ich dir, als eine Braut, schon verlobet und vertraut: warum läßt du meine Seele in des Leibes Trauerhöhle? tritt er wohl fern, doch rett't er gern die seinem Wort nachleben. 5. Bin ich dein und du bist mein, warum läßt du mich allein? warum willst du mich, mein Leben, nicht alsbald zu dir erheben? 6. Ich verschmachte vor Begier, die mein Herze hat nach dir, ich vergehe vor Verlangen, dich zu sehn und zu umfangen. 7. Dente doch, o Gotteslamm! daß du bist mein Bräutigam, denke daß dirs will gebühren, deine Braut zur Ruh zu führen. 8. Nimm mich, Liebster! in dein Reich, mach mich den Erwählten gleich! nimm mich aus der Trauerhöhle, JEsu, Bräut'gam meiner Seele! 780. In bekannter Melodie. 778. M. Ach, was soll ich Sünder. Mag ich Unglück nicht widers Diebster Bater! soll ich bulden stahn, muß Ungnad' han Kreuz und Widerwärtigkeit? Es sind mir ja herzlich leid alle meine Sündenschulden; laß doch Gnade gehn vor Recht und verstoß nicht deinen Knecht. der Welt für mein Rechtgläuben, so weiß ich doch, es ist mein' Kunst, GOtt's Huld und Gunst, die muß man mir erlauben. GOtt sich verbirgt, bis er erwürgt, die ist nicht weit, ein kleine Zeit er mich sein's Worts berauben. 2. Laß mich deinen Sohn erblit ten, seinen Jammer, Angst und 2, Richt' 2. Der Menschen Hülf' in meiner Sach' ist viel zu schwach, dardes Höchsten ist der best' und blei innen Rath zu finden, der Trost bet fest, das Zeitlich muß vers schwinden, das ew'ge Gut macht rechten Muth, dabei ich bleib', wag' Gut und Leib, GOtt helf mir überwinden. 3. Allein zu dir mein' Hoffs nung ist, HErr JEsu Christ, du wirst mir stehn zur Seiten und sehen auf das Unglück mein, als wär' es dein, wenns wider mich löse mich! HErr, wie du willst, thut streiten. Ich bitte dich, er du bist mein Schild, du wirst mich wohl begleiten. Vom Kreuz, Leiden, 2. Richt', wie ich woll', jeßund mein' Sach', weil ich bin schwach und GOtt mich Furcht läßt finden; so weiß ich, daß kein G'malt bleibt feft, ist's allerbest, das Zeitlich' muß verschwinden, das ew'ge Gut macht rechten Muth, dabei ich bleib', wag' Gut und Leib, GOtt helf' mir's überwinden. 3. All' Ding' ein Weil', ein Sprüchwort ist. HErr JEsu Christ, du wirst mir stehn zur Seiten und sehen auf das Unglück mein, als wär' es dein, wenn's wider mich thut streiten, muß ich dann dran auf diese Bahn; Welt, wie du willt, GOtt ist mein Schild, der wird mich wohl begleiten. Maria, Königin in Ungarn. Mein HErr JEsu Chrift, mein's. Nach dir, o HErr, verlanget mich, du bist mein GOtt, ich hoff' auf dich, ich hoff' und bin der Zuversicht, du werdest mich beschämen nicht. 781. M. Nun danket alle GOtt. ein GOtt, mein Licht, mein Schuß, mein Trost, mein Heil, mein Leben! hilf, daß ich dir mein Herz geduldig mög' ergeben, 2. Der wird zu Schanden, der laß meine Hoffnung gar nicht wan- dich schänd't und sein Gemüthe fen, stärke mich, laß mich dein von dir wend't, der aber, der Vaterherz erquicken gnädiglich.fich dir ergiebt und dich recht 2. Gieb mir durch Stillesein liebt, bleibt unbetrübt. D. J. Olearius. und Hoffen stark zu werden, weil ich ja leiden soll und muß auf dieser Erden; laß deine Hülfe mich erwarten, rette mich aus aller Noth, ich will dich preisen ewiglich. 782, M. Nun freut euch lieben. Meir ein Herz, o GOtt, spricht selbst zu mir: Wo willst du Gnade finden? Der große GOtt, der zürnt mit dir von wegen deiner Sünden; wer GOtt mit seiner Missethat, so oft, wie du, beleidigt hat, dem ist er gar nicht gnädig. Noth und Trübfal. 397 3. Ach lehr' mich einig und allein von ganzem Herzen gläuben, daß du mir wollest gnädig sein und wohl gewogen bleiben; wend alle meine Traurigkeit und mache mein Herz voller Freud', Trost, Hülfe, Heil und Leben. 4. Soll aber ich mich fernerweit mit solchen Sorgen quälen, so bilf, nach deiner Gütigkeit, HErr, meiner armen Seelen, daß ich im Glauben feste steh, bis diese Prob' zu Ende geb und ganz errettet werde. C. Brunchorst. 783. M, Wenn wir in höchsten oder: 2. Drum gieb du mir nach deiner Gnad' ein inniglich's Verlangen, Haß gegen Sünd' und Missethat und Lust, dir anzuhangen, daß ich an solchem Zeichen seh, wie ich noch fest im Glauben steh und an dir, JEsu, bleibe. 3. HErr, nimm dich meiner Seele an und führe sie die rechte Bahn, laß deine Wahrheit leuchten mir im Steige, der uns führt zu dir. 4. Denn du bist ja mein einig's Licht, sonst weiß ich keinen Helfer nicht. Ich harre dein bei Tag und Nacht, was ist's, das dich so säumig macht? 5. Achwend', HErr, deine Augen ab von dem, was ich gesündigt hab'; was denkst du an den Sündenlauf, den ich geführt von Jugend auf? 6. Gedent' an deine Gütigkeit und an die große Süßigkeit, damit dein Herz zu trösten pflegt das, was sich dir zu Füßen legt. 7. Der HErr ist fromm und herzlich gut dem, der sich prüft und Buße thut. Wer seinen Bund 398 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. Bund und Zeugniß hält, der wird| Gnaden ein zum ew'genFried' und erhalten, wenn er fällt. Freudenschein. Paul Gerhard. 784, M. Es spricht der Unweisen. 8. Ein Herz, das GOtt von Herzen in nem Leid erfreut und wenn die nicht ganz in Traurigkeit Noth am tiefsten steht, so wird das Kreuz zur Wonn' erhöht. 9. Nun, HErr! ich bin dir wohl bekannt, mein Geist der schwebt in deiner Hand, du siehst, wie meine Seele thränt und sich nach deiner Hülfe sehnt. versinken, GOtt wird des süßen Trostes Glanz schon wieder lassen blinken, steh' in Geduld, wart' in der Still' und laß GOtt machen, wie er will, er kann's nicht böse machen. 10. Die Angst, so auf mein Herze bringt und daraus so viel Seufzer zwingt, ist groß, du aber bist der Mann, dem nichts zu groß entstehen kann. 2. Ist denn dies unser erstes Mal, daß wir betrübet werden? Was haben wir, als Angst und Qual bisher gehabt auf Erden? Wir sind wohl mehr so hoch ge kränkt und hat doch GOtt uns drauf geschenkt ein Stündlein voller Freuden. 3. So ist's auch GOttes Meinung nicht, wenn er uns Unglück sendet, als sollte drum sein Angesicht ganz von uns sein gewendet; nein, sondern dieses ist sein Rath; daß der, so ihn verlassen hat, durch's Unglück wiederkehre. 4. Denn das ist unsers Fleisches Muth, wenn wir in Freuden leben, daß wir dann unserm höchsten Gut am ersten Urlaub geben, wir sind von Erd' und halten werth viel mehr was hier ist auf der Erd', als was im Himmel wohnet. 11. Drum sieht mein Auge stets nach dir und trägt dir mein Begehren für: Ach! laß doch, wie bu pflegst zu thun, dein Aug' auf meinem Auge ruhn. 12. Wenn ich dein darf, so wende nicht von mir dein Aug' und Angesicht, laß deiner Antwort Gegenschein mit meinem Beten stimmen ein. 13. Die Welt ist falsch, du bist mein Freund, der's treulich und von Herzen meint, der Menschen Gunst steht nur im Mund, du aber liebst von Herzensgrund. 14. Zerreiß die Net, heb' auf bie Strick' und brich des Feindes Dist und Tück'; und wenn mein Unglück ist vorbei, so gieb, daß ich auch dankbar sei. 15. Laß mich in deiner Furcht bestehn, fein schlicht und recht stets einher gehn, gieb mir pie Einfalt, die dich ehrt und lieber duldet, als beschwert. 16. Regier' und führe mich zu dir und andre Christen neben mir; nimm, was dir mißfällt, von uns hin, gieb neue Herzen, neuen Sinn. 17. Wasch'ab all'unsern Sündentoth, erlös' aus aller Angst und Noth und führ uns bald mit 5. Drum führt uns GOtt durch unsern Sinn und läßt uns weh geschehen, er nimmt oft, was uns lieb dahin, damit wir auf wärts sehen und uns zu seiner Güt' und Macht, die wir bisher nicht groß geacht't, als Kinder wieder finden. 6. Thun wir nun das, ist er bereit, uns wieder anzunehmen, macht aus dem Leide lauter Freud' und Lachen aus dem Grä men, und ist ihm das gar schlechte Kunst, wenn er umfängt mit Lieb' und Gunst, dem ist geschwind geholfen. 7. Drum Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 399 7. Drum falle, dubetrübtes Heer wahr', wenn ich hinfahr' aus dies in Demuth vor ihm nieder, sprich: ser Welt, wenn dirs gefällt. HErr, wir geben dir die Ehr', ach! nimm uns Sünder wieder in deine Gnade, reiß die Last, die du uns auferleget hast, hinweg, heil' unsern Schaden. 8. Denn Gnade gehet doch vor Recht, Zorn muß der Liebe weis chen, wenn wir erliegen, muß uns schlecht GOtt sein Erbarmen reichen, dies ist die Hand, die uns erhält, wenn wir die lassen, bricht und fällt all' unser Thun in Haufen. 2. DJEsu Christ! geſtorben bist am Kreuzesstamm, du GOttess lamm, dein' Wunden roth in aller Noth, dein theures Blut fommt mir zu gut, dein Leid'n und Sterb'n mach'n mich zum Erben in deinem Reich, den Engeln gleich. 3. O Heil'ger Geist, ein Tröster heißt, an meinem End' dein'n Trost mir send', verlaß mich nicht wenn mich anficht, des Teuf'ls Gewalt, des Tod's Gestalt. Nach deinem Wort, du höchster Hort, woll'st du mir geben das ew'ge Leb'n. D. L. Selneccer. 9. Auf GOttes Liebe mußt du stehn und dich nicht lassen fällen, wenn auch der Himmel ein wollt gehn und alle Welt zerschellen: 786. m. Ich dank' dir lieber oder: Befiehl du deine Wege. Gott hat uns Gnade zugeſagt, ſein Reiß durch, gefränkte Seele, und traure nicht, wer drauf dem kann es nimmer fehlen. 10. So darfst du auch an seiner Kraft gar keinen Zweifel haben. Wer ist's, der alle Dinge schafft, wer theilt aus alle Gaben? GOtt thut's und das ist auch der Mann, der Rath und That erfinden kann, wenn Jedermann verzaget. 11. Deucht dir die Hülf' unmöglichsein, so sollst du gleichwohl wiss sen, GOtt räumt uns dieses nimmer ein, daß er sich laß einschlies ßen in unsers Sinnes engen Stall, sein Arm ist frei, thut überall viel mehr als wir verstehen. 12. Was ist sein ganzes werthes Reich, als lauter Wundersachen; er hilft und baut, wenn wir uns gleich deß gar kein' Hoffnung machen und das ist seines Namens Ruhm, den du, wenn du sein Heiligthum willst sehen, ihm mußt geben. Paul Gerhard. 785. M. Ich dank' dir GOtt. lauf aus der Schwermuth Höhle, GOtt weiß, was dir gebricht, es ist mein Wohlergehen gewißlich noch nicht reif, indessen bleib' ich stehen, die Hoffnung halt ich steif. 2. Der Höchste wird's wohl ma chen, was will ich Mensche thun? auf GOtt bestehn die Sachen, in ihm will ich beruhn, mich hab' ich GOtt ergeben, der mag belümmert sein, auf mein betrübtes Leben folgt froher Sonnenschein. 3. Bald wird mir Hülfe werden, was soll der feige Muth? Nach dem ich was auf Erden erlitten, wird er gut. Dann werd ich fröh lich singen: Auf GOtt hab' ich gebaut, drum muß es mir gelingen. Wohl dem, der GOtt vertraut. 4. Wohl dem, der seine Sorgen auf GOttes Rücken legt, sein Rath ist uns verborgen, wenn uns ein Unfall schlägt. Wenn's donnert und wenn's blißet und wenn das Wetter tobt, so werden wir beschüßet. Der HErr fei hochgelobt. HErre GOtt! in meiner Noth ruf' ich zu dir, du hilfest mir! Mein'n Leib und Seel' ich dir befehl' in deine Händ'; 5. Ich weiß wohl, wie im Traudein'n Engel send', der mich be- lern ich oftermals gesteckt, die Haut 400 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. Haut beginnt zu schauern, das Herze wird erschreckt, wenn ich Saran gedenke, doch hat der treue GOtt des bösen Feindes Ränke gemacht zu Schand' und Spott. 6. Jetzt wird es auch geschehen; ich bin zwar hochbetrübt, bald werd' ich fröhlich sehen, wie mich der HErr geliebt, wenn dies mein großes Leiden, die centnerschwere Bein, wird von mir müssen scheiden und weggenommen sein. 7. Auf! Sinnen, die ihr zaget, weg, weg Melancholei! wenn mich ein Unfall plaget, macht GOtt mich wieder frei. Muß ich mich jetzt gleich bücken, fomm, frischer, freier Muth! der Höchste wird es schicken, daß mir thut Trübfal gut. 787, M. Chriftus, der uns selig. G. W. Sacer. chwing dich auf zu deinem Warum liegst du, GOtt zum Spott, in der Schwermuthshöhle? mertst du nicht des Satans List? er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den JEsus Christ dir er worben, dämpfen. 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: Flieh du alte Schlange, was erneur'st du deinen Stich, machst mir angst und bange? ist bir doch der Kopf zerknickt und ich bin durchs Leiden meines Heilands dir entrückt in den Saal der Freuden. 3.(*) Wirfst du mir mein' Sünden für? Wo hat GOtt befohlen, daß mein Urtheil über mir ich bei dir soll holen? Wer hat dir die Macht geschenkt, Andre zu verdammen? der du doch selbst liegst versenkt in der Höllen Flammen? ist die Ranzion meiner Missetha ten, bring ich das vor GOttes Thron, ist mir wohl gerathen. 5.(*) Christi Unschuld ist mein Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigenthum, darin ich frei wohne, als in einem festen Schloß, das kein Feind tann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gefahr der Höllen. 6. Štürme Teufel und du Tod, was könnt ihr mir schaden? deckt mich doch in meiner Noth GOtt mit seiner Gnaden; der GOtt, der mir seinen Sohn selbst vers ehrt aus Liebe, daß der ew'ge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 7. Schreie, tolle Welt, es sei mir GOtt nicht gewogen, es ist lauter Täuscherei und im Grund erlogen Wäre GOtt mir gram die mein eigen worden seind, wohl behalten haben. 8. Denn was ist im Himmels zelt? was im tiefsten Meere? was ist Gutes in der Welt, das nicht mir gut wäre? Weme brennt der Sterne Licht? wozu ist gegeben Luft und Wasser? dient es nicht mir und meinem Leben? 9.(*) Weme wird das Erdreich naß von dem Thau und Regen? weme grünet Laub und Gras? weme füllt der Segen Berg und Thäler, Feld und Wald? Wahrlich, mir zur Freude, daß ich meinen Aufenthalt hab' und Leibesweide. 10.(*) Meine Seele lebt in mir durch die süßen Lehren, so die Christen für und für alle Tage hören. GOtt eröffnet früh und fpat meinen Geist und Sinnen, daß sie seines Geistes Gnad' in sich ziehen können. 4. Hab' ich was nicht recht gethan, ist mir's leid von Herzen, bahingegen nehm' ich an Christi Blut und Schmerzen. Denn das 11(*) Was sind der Propheten Wort Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 401 Wort, und Apostel Schreiben?| men deines GOttes Breis und als ein Licht am dunkeln Ort, Ehr', er wird helfen, Amen! Fackeln, die vertreiben meines Herzens Finsterniß, Glaubenssachen das Baul Gerhard. und in Gewissen 788. Mel. Singen wir aus Herz. Sei getroft, der HErr we fein gewiß, und recht grundfest machen. Rath, wenn man wenig übrig hat. Schwacher Christ, was trauerst du? segnet GOtt, so nimmt es zu: Del und Mehl dort mehrte sich, sollte denn nicht träftiglich GOtt auch nähren dich und mich? 2. JEiu, nähre mich hinfort, speise mich auch durch dein Wort, das mir manchen Trost einspricht, Brod allein erhält mich nicht, füll' auch mich nach dieser Zeit; alles Mangels ganz befreit, mit der süßen Ewigkeit. 3. Rift. 789. M. In dich hab' ich gehoffet. unverzagt, o frommer Christ, der du im Kreuz und Unglück bist, befiehl' GOtt deine Sachen. In Noth und Pein vertrau' allein auf ihn, er wird's wohl machen. 2. Dein Unglück kommt nicht ungefähr, es rühret von dem Höchsten her, der hat es so versehen. Drum sei nur still, und was GOtt will, das laß du nur geschehen. 12.(*) Nun auf diesen heil'gen Grund bau ich mein Gemüthe, jehe, wie der Höllenhund zwar dawider wüthe; gleichwohl muß er lassen stehn, was GOtt aufges richtet, aber schändlich muß vergehn, was er selber dichtet. 13. Ich bin GOttes, GOtt ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide; laß es bringen, kommt es doch von geliebten Händen, bricht und kriegt geſchwind ein Loch, wenn es GOtt will wenden. 14. Kinder, die der Vater soll ziehn zu allem Guten, die ge: beihen selten wohl ohne Zucht und Ruthen; bin ich denn nun GOttes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd' auf was Gut's will ziehen? 15. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen, wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht 3. Sollt' auch der Himmel fallen ewig tlagen; sondern hat voll- ein, und die Natur geändert sein, kommne Lust dort in Christi Garso kann doch GOtt nicht hassen, ten( dem er einig recht bewußt) endlich zu gewarten. und auch den Mann, der ihm recht kann vertrauen, nicht verlassen. 4. Zudem wird deine Traurigkeit ja auch nicht mähren allezeit; GOtt wird dir Freude geben, wo nicht allhie, doch dort, da sie soll ewig ob dir schweben. 5. Hab' immer einen Löwenmuth, vertraue GOtt, es wird noch gut auf alle Trübsal werden: GOtt ziehet dich durch's Kreuz zu sich gen Himmel von der Erden. 17. Gi! so faß, o Christenherz, alle deine Schmerzen, wirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr 6. Der liebe GOtt ist so getreu und mehr, gieb dem großen Na- und fromm, daß er dir stehet bei, ( c wenn 16. GOttes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen, aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Erntezeit, da sie Garben machen, da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud' und Lachen. 402 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. wenn Unfall sich erreget, auch Je-| weil du bekommen haft Ruh, das dermann mehr als er kann ertra- zu das ewige Leben. gen, nicht aufleget. 791. M. Bater Unser im Himm. nicht, Herz, wenn dich so manches Kreuz und Schmerz der Menschen Hülf' entriffen hat, so weiß mein Heiland endlich Rath; er ist und bleibt ein solcher Mann, den feine Macht verhindern kann. Halleluja. Heiligen in Traurigkeit und Kreuz oft müssen schwißen, warum willst du denn immerzu im Rosengarten sigen? 8. Bet', hoff' und trau auf deinen GOtt, in allem Jammer, Angst und Noth: laß, wie er will, es gehen. Seg' ihm fein Biel, ist er im Spiel, wirst du noch Wunder sehen. * 9. GOtt Vater, Sohn und Heil'ger Geist, der du ein GOtt bes Trostes heißt, laß Alle Trost empfinden, die traurig sein, und hilf allein das Böse überwinden. 790. M. Hast du denn JEsu. oll ich denn, Jesu, mein Leben in Trauern beschließen? soll ich denn stündlich die Wangen mit Thränen begießen? willst du mich nicht, JEsu, mein Leben und Licht, lassen der Freuden genießen? 2. Schau doch, wie Thränen und Seufzen mein Herze abnagen, wie ich muß jämmerlich leiden und dulden viel Plagen, daß ich vor Noth öfter mir wünsche den Tod, der mich zur Ruhe wird tragen. 3. Ist doch dies zeitliche, dürf tige, flüchtige Leben immer mit Krieg und Streit häufig und stetig umgeben, hier ist nicht Ruh'; JEfu, dir fliehe ich zu, laß mich im Himmel bald schweben. 4. Ich will, was zeitlich ist, gerne und willig verlassen, wandern mit JEsu, dem Heiland, die himmliichen Straßen; ewige Ruh' fühlet mein Herze ja nu, thu mich, o JEsu, nicht lassen. 5. Ade, du falsche Welt! ade, du zeitliches Leben! Nunmehro werd' ich bei JEsu dort ewiglich schweben! Freu, Geel', dich nu, 2. Mein Heiland, komm auch her zu mir, ach komm, ich seufze stets nach dir, ja komm, ich weiß, HErr JEsu Christ, daß du allein mein Helfer bist; dein bin und bleib' ich jederzeit und lobe dich in Ewigkeit. Halleluja. Joh. Rist. 792. M. Jn dich hab' ich gehoffet. erzage nicht, o frommer Christ, der du von GOtt erschaffen bist, obgleich die Zeit ist schwere, vertrau' du deinem lieben GOtt, der wird dich wohl ernähren. 2. Hat er dir doch zu seiner Zeit im Augenbid dein' Seel' und Leib, auch das natürlich' Leben, ohn' all' dein' Müh', Sorg' und Arbeit, im Mutterleib gegeben. 3. Auch nähret GOtt die Vö gelein, die feinen Vorrath sammeln ein, und in den Lüften schweben, sie fäen nicht, sie ernten nicht, doch fristet GOtt ihr Leben. 4. Das sind die klein' Waldvögelein, die dir zu gut erschaf fen sein: sind wir doch gar viel besser, wie sollt' denn GOtt vergessen dein, der nimmer dich vers läffet? 5. Sieh an die schönen Blümlein zart, im weiten Feld an manchem Ort, wachsen aus Staub und Erden, die doch so bald in schneller Fahrt zunichte müssen werden. 6. Ob sie schon sind dahin gericht't, daß sie nähen und spinnen nicht, doch schmückt sie Gött gar schöne, Vom Kreuz, Leiden, schöne, so zart, daß ihnen nichts gebricht, an Tugend, Kraft und Zierde. 7. Weil denn GOtt schmückt das grüne Gras und ziert es schön über die Maaß, das doch gar bald verdorret, wie viel mehr wird er uns das thun, dieweil er für uns sorget? en: tommt Zeit, kommt Rath, der treue GOtt wird dich nicht lassn verzagen. 16. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Noth, bescher' uns auch das täglich Brod, hilf allen gläub's 8. Wie ein Vater für seinen gen Leuten, die jegund leiden Sohn, also wird uns GOtt treu- Angst und Noth in diesen schwes lich thun, wie Christus uns thut ren Zeiten. sagen. Drum seid getroft, spricht GOttes Sohn, und laßt die Heiden zagen. 17. Verlaß uns nicht, HErr JEsu Christ, weil du auch arm gewesen bist, und in dem Kummer schwere; so hilf uns auch zu jeder Frist, den Leib und Seele nähre. 9. Wer ist, der seiner Läng' ein' Ell', ob er sich gleich drum gräm' und quäl', mit Sorgen kann zuseben? Ob er gleich leid't groß Ungemach und kümmert sich im Herzen. 18. Du giebst allhier auf dieser Welt nicht allen gleich viel Gut und Geld, du weißt die rechte Maaßen; jedoch wirst du, wenn Noth und Trübsal. 403 15. Wirst du nun alle deine Noth in dieser Welt bis in den Tod, nach GOttes Willen tra10. Laß fahren, was nicht blei- dir's gefällt, in keiner Noth uns ben will; denn GOtt der HErr, nach seinem Ziel, hat allbereit gemessen dein Theil, und wird dir's geben wohl, er wird dein nicht vergessen. 11. Sprich nicht in Mangel und in Noth: Wo werden wir denn nehmen Brod, daß wir nicht Hunger leiden? Wir haben gar ein'n kleinen Vorrath, womit soll'n wir uns kleiden? 12. Denn der himmlische Vater dein, der für uns trägt die Sorg' allein, weiß wohl, was wir bedürfen; sieh nur, daß du die Sorge dein im Glaub'n auf ihn thuft werfen. 13. Such erst sein Reich und Gerechtigkeit, und sei in dem allzeit bereit, fleißig in allen Din gen, so werden dir zu rechter Zeit all' Sachen wohl gelingen. laffen. 19. Denn Geld und Gut nicht allezeit in Noth, Angst und Gefährlichkeit den Menschen kann erfreuen, vielmehr am gut'n Ges wissen leit', das tann den Muth erneuen. 20. Ein gut Gewisſ'n nimmt man mit sich, das gläub' ein Chrift ganz sicherlich, wenn man scheidet von hinnen, sonst bleibet Alles hinter sich, wenn wir uns recht besinnen. 21. Darum halt immer fest an GOtt, es sei so groß, als woll' die Noth, laß dir nichts liebers werden. Wer GOtt vertraut, fich g'nügen läßt, der ist der Reichst auf Erden. 22. Wenn nun zu uns sich naht der Tod, so tröst' du uns, o HErre GOtt, um deines Sohnes Namen, hilf endlich uns aus aller Noth, durch JEsum Christum Amen. 14. Wenn sich's anließ, als wollten nu Noth, Mangel, Angst und auch dazu Unglück mit Haufen kommen, so laß dich's nicht Nic. Hermann. 793. M. Wenn wir in höchsten. ich und Nöerschreden thun, glaub', es wird We then bin, und weiß oft sein dein Frommen. C c2 nicht 404 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. nicht woher noch hin; so sez' ich meine Zuversicht auf GOtt, der alle Hülf' verspricht. hoch und herrlich acht't, was GOtt gefällt. 6. Ach tönnt' ich singen, wie ich wohl im Herzen wünsch' und billig soll, so wollt ich öffnen meinen Mund, und singen jego diese Stund, was GOtt gefällt. 2. Auch weiß ich, daß mein Kreuzverdruß, mir doch zum Besten dienen muß; ie größ're Noth mein Herz bebrüdt, je reichern Trost mir GOtt zuschidt. 7. Ich wollt erzählen seinen 3. Leid ich in dieser Welt gleich Rath und üben große Wunderthat, viel, so hat es dennoch Maaß und das süße Heil, die ew'ge Kraft, Ziel: und endlich wird in jener die allenthalben wirkt und schafft, Beit mein Leid verkehrt in Fröh- was GOtt gefällt. lichkeit. 4. GOtt macht's mit mir, wie's ihm gefällt, und wenn mich ja die böse Welt nicht länger leiden will, noch kann, so nimmt er mich mit Ehren an. Fr. Fabric. 5. Gieb, Vater, was mir nöthig thut an Leib und Seel', an Ehr' und Gut; hilf, daß mir nur der Himmel werd', das Ird'sche bleib' dann auf der Erd'. 794. Dr. Erschienen ist der herrl. Mas as GOtt gefällt, mein frommes Kind, nimm fröhlich an, stürmt gleich der Wind, und braust, daß Alles tracht und bricht, so sei getrost, denn dir geschicht, was GOtt gefällt. 2. Der beste Will' ist GOttes Will', auf diesem ruht man sanft und still; da gieb dich allzeit frisch hinein, begehre nichts, als nur allein, was GOtt gefällt. 3. Der flügste Sinn ist GOttes Sinn, was Menschen sinnen, fället hin, wird plößlich traftlos, müb' und laß, thut oft, was bör', und selten das, was GOtt gefällt. 4. Der frömmste Muth ist GOttes Muth, der Niemand Arges gönnt noch thut, er segnet, wenn uns schilt und flucht die böse Welt, die nimmer sucht, was GOtt gefällt. 5. Das treuste Herz ist GOttes Herz, treibt alles Unglück hinterwärts, beschirmt und schüßet Tag und Nacht ben, ber stets 8. Er ist der Herrscher in der Höh, auf ihn steht unser Wohl und Weh, er trägt die Welt in seiner Hand: hinwieder trägt uns See und Land, was GOtt gefällt. 9. Er hält der Elemente Lauf, und damit hält er uns auch auf, giebt Sommer, Winter, Tag und Nacht, und alles davon lebt und lacht, mas GOtt gefällt. 10. Sein Heer, die Sterne, Sonn' und Mond gehn ab und zu, wie sie's gewohnt: die Erd ist fruchtbar, bringt herfür Korn, Del und Most, Brod, Wein und Bier, was GOtt gefällt. 11. Sein ist die Weisheit und Verstand, ihm ist bewußt und wohl bekannt, sowohl, wer Böses thut und übt, als auch, wer Gutes thut und liebt, was GOtt gefällt. 12. Sein Häuflein ist ihm lieb und werth; sobald es sich zur Sünde tehrt, so winkt er mit der Vaterruth', und locket, bis man wieder thut, was GOtt gefällt. 13. Was unserm Herzen dienlich sei, das weiß sein Herz, ist fromm dabei, der keinem jemals Guts versagt, der Guts gesucht, dem nachgejagt, was GOtt gefällt. 14. 3st dem also, so mag die Welt behalten, was ihr wohlgefällt, du aber, mein Herz, halt genehm, und nimm vorlieb mit Gott und dem, was GOtt gefällt. 15. Laß Andre sich mit stolzem Muth erfreuen über großes Gut, du Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 405 4. Du giebest mir Ruh, den Himmel dazu, wenn Leiden und Quälen mich wollen entseelen, wenn Jammer und Plagen mich wollen abnagen, so tröste mich hier, du himmlische Zier. 5. Drum laß ich die Welt, dies Jammergezelt, und suche mit Schmerzen die himmlischen Kers zen, die himmlischen Freuden, nach dieser Welt Leiden: nur, JEsu, zu dir steht meine Begier. du aber nimm des Kreuzes Last und sei geduldig, wenn du hast, was GOtt gefällt. 16. Lebst du in Sorg' und groBem Leid, hast lauter Gram und teine Freud'; ei, sei zufrieden, trägst du doch in diesem sauern Lebensjoch, was GOtt gefällt. 17. Musst du viel leiden hier und dort, so bleibe fest an deinem Hort; denn alle Welt und Creatur ist unter GOtt, kann nichts als nur, was GOtt gefällt. 18. Wirst du veracht't von Jedermann, höhnt dich dein Feind und speit dich an, sei wohlgemuth, bein Jesus Christ erhöret dich, weil in dir ist, was GOtt gefällt. 19. Glaub', Hoffnung, Sanft muth und Geduld erhalten GOttes Gnad' und Huld, die schließ in deines Herzens Schrein, so wird dein ewig's Erbe sein, was GOtt gefällt. 20. Dein Erb' ist in dem Himmelsthron, hier ist dein Scepter, Reich und Kron', hier wirst du schmecken, hören, sehn, hier wird ohn' Ende dir geschehn, was GOtt gefällt. Paul Gerhard. 795, In bekannter Melodie. Mas quälet mein Herz für Trauern und Schmerz? was ängstet mein Leben mit Trauern umgeben? was heißet mit Trauern die Welt zu bedauern? die Liebe von dir heißt Himmelsbegier. 2. Was ängstet mein Herz? die brennende Kerz', die himmlische Wonne, die einzige Sonne, er hibet die Glüthe in meinem Gemüthe; nur JEsu, zu dir steht meine Begier. 3. Ach wär' ich bei dir, s meine Begier! O JEfu, mein Leben! wer kann mir sonst geben die himmlischen Freuden nach dieser Welt Leiden? O JEsu, zu dir steht meine Begier. Joh. Flittner. 796, M. O Welt, ich muß dich. Mas soll ein Christ sich fressen, und nur sein Leid ermessen, nicht auf den HErren sehen, Ihn aus dem Kreuze schließen, ohn' welchen, wie wir wissen, kein Uns glüd jemals tann geschehen? 2. Ohn' GOtt vermag uns Allen tein Härlein zu entfallen, tein Finger weh zu thun, er kann nicht mehr als wachen für seis ner Heerde Sachen, wie sonsten allzeit, so auch nun. 3. Sollt' er es anders meinen, als gut mit uns, den Seinen? das glaub' ich ewig nicht. In Trübniß uns verlassen, und uns barmherzig hassen, ist wider seine Treu und Pflicht. 4. Er weiß sich anzustellen, als stürz' er uns zur Höllen, und wär' uns spinnenfeind; bleibt doch in allen Nöthen, ja, möcht er uns auch tödten, der treust und allerbeste Freund. 5. Er kann mit tausend Leiden sich so und so verkleiden in wilder Löwen Haut; ist aber treu an Sinnen, und wird bei ihm von innen ein liebes Vaterherz geschaut. 6. Mit unbekannten Wegen ist er uns überlegen, sein Rath kommt uns nicht bei; doch bleibt sein weiser Handel und unerforschter Wandel von aller Menschen Tas del frei. € c 3 7. Er 406 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. 7. Er pflegt nur seinen From-| 4. Ich kann und mag nicht, wie men so grausam vorzukommen, du wohl verdienet, dich verderben, wer weiß es, was er sucht? Er ich bin und bleib' erbarmungs= leitet uns zum Guten, und hält voll, und halte nichts vom Sterdurch scharfe Ruthen uns in der ben: Denn ich bin GOtt, der rechten Kinderzucht. treue GOtt, mit nichten einer aus der Rott' der bösen Adams= finder, die ohne Treu und Glauben seind, und werden ihren Feinden feind, und täglich größre Sünder. 8. Drum, o betrübte Seelen! schaut aus der Trauer Höhlen auf seines Trostes Licht, dem, der euch hat gequälet und wund geschlagen, fehlet es auch an Gnad' und Hülfe nicht. 9. Gedenkt, was dort geschrieben, uns, die wir GOtt recht lieben, nüßt alles Kreuz und Pein. Das Leid muß unsre Wonne, der Regen unsre Sonne, ja selbst der Tod das Leben sein. Sim. Dach. 797. M. An Wasserflüssen Bab. Va as soll ich doch, o Ephraim, was soll ich aus dir machen? der du so oftmals meinen Grimm hast pflegen zu verlachen: Soll ich dich schüßen, Israel? Soll ich dir deine freche Seel' hinführo noch bewahren? Aus welcher doch von Jugend auf ein solcher gro: Ber Sündenhauf' ohn' alle Scheu gefahren? 2. Sollt' ich nicht billig deiner That und Leben gleich mich stellen? und dich, wie Sodom, ohne wie Sollt' ich nicht billig meine Glut auf dein verfluchtes Gut und Blut, wie auf Zeboim, schütten? dieweil du ja mein Wort und Bahn fast ärger noch als fie gethan, bishierherüberschritten? 3. Ja billig sollt' ich dich dahin in alles Herzleid fenten; allein, es will mir nicht zu Sinn, ich hab' ein andres Denken: mein Herze will durchaus nicht dran, daß dir es thut, wie du gethan, es brennt vor Gnad' und Liebe; mich jam mert dein von Herzen sehr, und tann nicht sehen, daß das Heer der Höllen dich betrübe. 5. So bin ich nicht, das glaube mir, und nimm's recht zu Gemüthe; ich bin der Heil'ge unter dir, der ich aus lauter Güte für meine Feinde in den Tod, und in des bittern Kreuzes Noth mich als ein Lamm will geben; ich, ich will tragen deine Last, die du dir, Mensch gehäufet hast, auf daß du mögest leben. 6. Oheil'ger HErr, o ew'ges Heil, Versöhner meiner Sünden! ach! heil ge mich und laß mich Theil in, bei und an dir finden; erwecke mich zur wahren Reu, und gieb, daß ich dein' edle Treu im festen Glauben fasse; auch tödte mich durch deinen Lod, damit ich allen Sündenfoth hinfort von Herzen hasse. Paul Gerhard. 798. M. Von GOtt will ich nicht. Was willst du dich betrüben, o liebe den nur herzlich lieben, der heißt Immanuel; vertrau dich ihm allein, er wird gut alles machen, und fördern deine Sachen, wie dir's wird selig sein. 2. Denn GOtt verläffet teinen, der sich auf ihn verläßt, er bleibt getreu den Seinen, die ihm vertrauen fest. Läßt sich's an wunders lich, laß du dir gar nicht grauen, mit Freuden wirst du schauen, wie GOtt wird helfen dir. 3. Auf ihn magst du es wagen, getroft mit frischem Muth, mit ihm wirst du erjagen, was dir ist nüß und gut, denn was GOtt haben Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 407 haben will, das kann Niemand| gegen stellt. Laß GOtt nur maverhindern aus allen Menschen- chen, wie er will, und halte seifindern, so viel ihr'r sind im nem Willen still. Spiel. 800. M. Ach, was soll ich Sünder. Menn sich alles widrig ſtellet, ein und J. A. wenn geht Alles hinter sich, wenn dich Angst und Noth befället; was sich hart und schwer anläßt, wird zuletzt das Allerbest'. 4. Wenn auch gleich aus der Höllen der Satan trobiglich mit seinen Rottgesellen sich setzte wider dich; so muß er doch mit Spott von seinen Ränken lassen, damit er dich will fassen, denn dein Werk fördert GOtt. 5. Er richt's zu seinen Ehren, und deiner Seligkeit, soll's sein, kein Mensch kann's wehren, wenn's ihm wär' noch so leid. Will's denn GOtt haben nicht, so kann's Niemand forttreiben, es muß zurücke bleiben, was GOtt will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, ihm sei es heimgestellt, nach nichts mehr ich anst strebe, denn nur, was ihm gefällt. Sein Will ist mein Begier, der ist und bleibt der beste, das glaub' ich stets 3. GOtt geht anders, als wir meinen, sein Thun sieht oft selt sam aus, sein Rath führet's doch hinaus, durch Kreuz macht er groß die Seinen. Was sich hart und schwer anläßt, wird zulett das Allerbest'. D. 3. Dlear. 801. Sn bekannter Melodie. und feſte. Wohl dem, der glaubt Wenn wir in höchſten Nöthen mir! sein, und wissen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hülf' noch Rath, ob wir gleich sorgen früh und spat: We Joh. Heermann. 99. M. Erhalt' uns HErr. enn Menschenhülf' scheint aus zu sein, so stellt sich GOttes Hülfe ein; wenn Niemand hilft, so bilfet er, und macht mein Leiden nicht zu schwer. 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer GOtt, um Rettung aus der Angst und Noth, 2. Was tracht' ich viel nach Menschengunst? die doch vergehet wie ein Dunst. Es ist in dieser Welt kein Freund, der stets es gut mit mir gemeint. 3. Und heben uns're Aug'n und Herz zu dir in wahrer Reu' und Schmerz, und such'n der Sünden Vergebung, und aller Strafen Linderung, 3. Wirf deine Zuflucht nur zu GOtt, der kann dir nehmen deine Noth. Such' den zum Freund, der dir allein mit seiner Hülf' kann nüglich sein. 4. Die du verheißest gnädiglich Allen, die darum bitten dich, im Namen dein's Sohn's JEsu Christ, der unser Heil und Fürsprech'r ist. 5. Drum kommen wir, o HErre GOtt! und klagen dir all' unsre Noth, weil wir jetzt stehen verlassen gar, in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an uns're Sünde groß, sprich uns derselb'n aus Cc 4 4. Wann GOtt ist Freund, als= dann dein Feind ist ohne Macht und ganz verkleint. Und wären noch viel Tausend hier, so könnt doch keiner schaden dir. 2. Merk', wie GOtt die Seinen führet, wunderlich auf dieser Erd', was hier unwerth, ist ihm werth, weil er, wie er will, regieret. Was sich hart und schwer anläßt, wird zuletzt das Allerbest'. 5. Es muß doch gehn, mie's GOtt gefällt, wenn sich gleich Alles 408 Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübsal. Gnaden los, steh' uns in unserm| 7. Sing', bet' und geh' auf GOtElend bei, mach' uns von allen Blagen frei. tes Wegen, verricht das deine nur getreu und trau des Him mels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf GOtt fest, den verläßt er nicht. 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden dans ten dir, gehorsam sein nach deis nem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. P. Ebert. 802. In bekannter Melodie. W auf er nur den lieben GOtt ihn allezeit, den wird er wunderlich erhalten in allem Kreuz und Traurigkeit. Wer GOtt, dem Allerhöchsten traut, der hat auf teinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? was hilft uns unser Weh und Ach! Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach; wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille, und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers GOttes Gnadenwille, wie sein' Allwissenheit es fügt. Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 4. Er tennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl' wenn es nüglich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden, und merket feine Heuchelei, so kommt GOtt, eh' wir's uns versehn, und lässet uns viel Gut's gescheh'n. Georg Neumard. 803. Mel. Allein zu dir, HErr. Wer will doch zweifeln in der ist so heftig? Wer will sich fürchten vor dem Tod? Ach, JEsus ist so fräftig, daß, wenn der Menschen Hülf und Rath im schweren Kreuz ein Ende hat, nur er zu helfen weiß allein, bald tritt herein, und lindert gnädig unsre Pein. 2. Chr' sei GOtt in dem höchs sten Thron 2c. 804. Mel. Durch Adams Fall. 3. Rift. Wer wird, o Gott! der dir vertraut, in seinem Kreuz verlassen? Ich weiß ja, wer auf dich gebaut, den kannst du nimmer hassen. Nur stille sein, und dir allein sich in der Noth ergeben, das hilft fürwahr uns endlich gar das Unglück überstreben. 2. Hilf mir, mein GOtt, aus Noth und Tod, du wirst mich nicht verlassen; ob sich gleich tägs lich mehrt die Noth, dein Trost bringt Freud' ohn' aaßen. Laß endlich mich recht festiglich im Frieden, HErr, abscheiden, und frei von Noth, Sünd', Höll' und Tod, erheben dich mit Freuden. 3. Rift. 5.Dent' nicht in deines Drangsals Hiße, daß du von GOtt verlassen ſeist, und daß der GOtt im Schoße fize, der sich mit stetem Glücke 805. M. Wie nach einer Wasserq. ſpeift! die Folgezeit verändert viel, ie der Hirsch in großen und 6. Es find ja GOtt sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten Alles gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. GOtt ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. Wasser sucht, also sucht dich, Lebensfürsten, meine Seel in ihrer Flucht; meine Seele trägt Begier, lechzet, bürstet, brennt in mir, nach dir, o du süßes Leben! der mir Leib und Seel' gegeben. 2. Acht Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 409 2. Ach! wann werd' ich dahin| gefeffen, warum hast du mein kommen, daß ich GOttes Ange- vergessen? sicht, das gewünschte Licht der Frommen, schau mit meiner Augen Licht? Meine Thränen sind mein Brod Tag und Nacht in meiner Noth, wenn mich schmähen meine Spötter: wo ist nun dein GOtt und Retter? 3. Wenn ich denn deß inne werde, schütt' ich mein Herz bei mir aus, wollte gerne mit der Heerbe deiner Kinder in dein Haus; ja in dein Haus wollt' ich gern gehen, und dir, meinem HErrn, in der Schaar, die Opfer bringen, mit erhabner Stimme singen. 4. Was bist du so hoch betrübet, und voll Unruh', meine Seel'? Harr auf Gott, der herzlich liebet, wohl 8. Warum muß ich gehn und meinen über meiner Feinde Wort? Es ist mir in meinen Beinen durch und durch, als wie ein Mord, wenn fie sagen: wo ist nun dein Gott, und dein großes Thun? davon wenn du sicher lagest, du so viel zu rühmen pflageft? 9. Was bist du so hoch betrübet und voll Unruh', meine Seel'? Harr' auf GOtt, der herzlich lies bet, und wohl siehet, was dich quäl'. Ei, ich werd' ihm dennoch bier fröhlich danten für und für, daß er meinem Angesichte fich selbst giebt zum Heil und Lichte. Paul Gerhard. 7. GOtt der HErr hat mir versprochen, wen es Tag ist, seine Güt', und wenn sich die Sonn' verkrochen, heb' ich zu ihm mein Gemüth; spreche: Du mein Fels und Stein, gegen welchen alles klein, dem ich in dem Schoß 806. M. Warum betrübst du dich. Wie lang', o GOtt, wie lange du mich dich qual'; ei, ich werd' ihm dennoch hier fröhlich danken, daß er mir, wenn mein Herz ich zu ihm richte, hilft mit seinem Angefichte. in Ewigteit vergessen, o mein Licht? Soll denn dein liebes Angefsicht mir nimmermehr erscheis nen nicht? 2. Wie lange soll mein Geist 5. Mein GOtt, ich bin voller fich doch durch Sorgen plagen, Schande, meine Seele voller und annoch mein Herz so quälen Leid, darum denk' ich dein im sich? Soll denn mein Feind stets Lande bei dem Jordan an der spotten mich, und sich erheben Seit', da Hermonim hoch herfür, trobiglich? und hingegen meine Bier, 3ion, ein klein wenig steiget, und dir Kron' und Scepter neiget. 3. O schaue, HErr, mich wieder an! GOtt, öffne deiner Ohren Bahn, gieb meinen Augen Schein, daß, wenn ich nicht mehr hier tann sein, im Tod' ich nicht mag schlafen ein. 6. Deines Zornes Fluthen saus sen mit Gewalt auf mich daher, dein Gericht und Eifer brausen, wie das tiefe weite Meer; deine Wellen heben sich hoch empor und haben mich mit ergrimmten Wasserwogen fast zu Grund hinabgezogen. 4. Daß meiner Widersacher Sinn nicht sagen mag: Er ist dahin, er ist in meiner Macht: daß ich auch nicht werd' ausgelacht, wenn irgend ich zu Fall gebracht. 5. Jch bau, auf deine Hülf' und Rath, und will auch über solche That, weil mir mein GOtt so gut, ihm singen aus erfreutem Muth, daß er so wohl noch an mir thut. E. v. St. 807, Mel € c 5 410 Vom Kreuz, Leiden, 807, M. Ein' feste Burg. Wie lang, o HErr, wie lange dein Herze mein vers geffen? Wie lange soll ich jammersvoll mein Brod mit Thränen essen? Wie lange willst du nicht mir dein Angesicht zu schauen reichen dar? Willst du denn ganz und gar dich nun vor mir verbergen? 2. Wie lange soll die Trauerhöhl' in Sorgen ich besißen? Wie lange soll mein' arme Seel' in diesem Bade schwißen? Soll ich denn alle Tag immer lauter Plag, die Welt im Gegentheil nur immer lauter Heil, nach ihrem Wunsche haben? 3. Ach schaue doch von deinem Saal, und siehe, wie ich leide! Mein Herzensweh und große Qual ist meiner Feinde Freude. HErr, mein getreuer Hort, hör an mein Wort, die ich, durch Trübfal hier gepreffet, schütt herfür, laß dein Gemüth erweichen. 4. Erleuchte meiner Augen Licht mit deinem Gnadenwinke, damit ich in dem Tode nicht entschlafe noch versinke; gieb, daß die böse Rott nicht treib ihren Spott aus mir und meinem Fall, als hätt ich überall verspielet und verloren. 5. Ich steh und hoffe steif und fest darauf, daß du die Deinen nicht endlich untergehen läsf'st, fannst's auch nicht böse meinen. Ob's gleich bisweilen scheint, als wärst du uns feind, und gänzlich abgewend't, so find't sich doch behend dein Vaterherze wieder. 6. Mein Herze lacht vor großer Freud, wenn ich bei mir bedenke, wie herzlich gern in böser Zeit dein Herz sich zu uns lente. Der HErr ist frommes Muths, thut uns alles Guts, das ist mein Lobgefang, den ihm zum Ehrendank ich hier und dort will singen. Paul Gerhard. Noth und Trübsal. 808, M. Befiehl du deine Wege. Millst du von deinen Blogen, o Mensch, befreiet sein, so mußt du nicht verzagen an GOtt, der dir allein kann plötzlich wieder geben, wo du nur gläubig bist, dein Halberstorbnes Leben, das ohnedem sein iſt. 2. Was darfst du dich viel grämen? will Christus selber doch dein Kreuz zu Herzen nehmen, und werfen ab das Joch der Krankheit, so dich drücket auch schier bis auf den Tod, ja, seine Lieb' erquicket uns plößlich in der Noth. 3. Sobald dir GOtt vergeben die schwere Sündenschuld, so fühlst du auch gar eben in deinem Kreuz Geduld; denn das sind GOttes Sitten, daß er den Frommen oft viel mehr giebt als sie bitten, und zwar ganz unverhofft. 3. Rift. S09. M. Die Sonn' hat sich mit. Wie lang, wie lang' willst du HErr, mein vergessen? wie lange soll mich Bein und Schmerzen freffen? Wie lang' entzieht dein Angesicht sich mir? Wie lang' soll sich mein Herz selbst ängsten hier? 2. Wie lang' willst du den Rücken mir zukehren? wie lang' soll sich mein Elend mir vermehren? Laß jehen mich dein gnädig Angesicht, laß meine Seel' im Tod entschlafen nicht. 3. D HErr, mein GOtt! mejn sehnlich Flehen höre, und nimm mich an; ach größermUnfall wehre! Ach komm, ach hilf und rette mich, mein Gott, weil um mich liegt des Unglücks starke Rott. 4. Denn ich vertraue gänzlich deiner Güte, es freuet mich dein väterlich Gemüthe, das gerne hilft, und oft geholfen mir: drum ferner hilf, so will ich danken dir. M. B. S. 810, Mel. Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 411 810. M.Freu' dich sehr, o meine.| bein verwund't, denn sie täglich Mie ie nach einer Wasserquelle die Red' treiben: Schau, wo nun dein GOtt mag bleiben. ein Hirsch schreiet mit Begier! also auch mein arme Seele rust und schreit mein GOtt zu dir; nach dir, lebendigem GOtt, sie Durst und Verlangen hat. Ach! wann soll es doch geschehen, daß ich mag dein Antlit sehen. 7. Mein Seel', was thust du dich fränken, was machst du dir selber Qual? Hoff' auf GOtt, und thu' gedenken: Ich werd' ihm danken einmal, der mir sein Heil sichtbarlich stellt vor Augen und der sich ferner wird hernach ers flären stets für meinen GOtt und HErren. D. A. L. 2. Tag und Nacht mir meine Zähren sind wie ein Speis' oder Brod; wenn ich das hör' mit Beschwerden, daß man fragt: Wo iſt Dein Sott? Ich schutt dann 811. M. Freu' dich sehr, o meine. ion, gieb dich nur zufrieden, 3 Soft ist noch bei dir darin, er hat einen Vatersinn, wenn er straft, so liebt er auch, dies ist sein beliebter Brauch. Zion, lerne dies bedenken, warum willst du dich so kränken? mein Herz gar aus, dent, wie du bist nicht von ihm geschieden, ich in GOttes Haus, geh mit Leuten, die lobsingen, hüpfen und mit Freuden springen. 3. Mein Seel, was thust du dich tränten, was machst du dir sel ber Qual? hoff auf GOtt, und thu gedenken: ich werd' ihm danten einmal, der mir hilft, wenn er nur richt't auf mich sein klar Angesicht. Mein GOtt, weh ist meiner Seelen, die sich grämen thut und quälen. 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen Ach und Weh, schweigt dein Heiland still dazu, gleich als in der sanften Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Fluth wird sich bald legen. 3. Berge, Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn, ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn; dennoch hat es keine Noth in dem Leben und im Tod; Zion, du kannst doch nicht wanten aus den wohlgefaßten Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen deine schönsten Perlen sein, muß das Seufzen und das Stöhnen sein das beste Liedelein, muß dein Burpur sein das Blut, und der Mangel Hab und Gut. Zion, laß dir doch nicht grauen, du kannst deinem GOtt vertrauen. 4. Denn ich denk an dich mein'n HErrn, jenseit dem JordanerLand und den Berg Hermon so ferren, auch den Berg Misar genannt. Ein Abgrund den andern ruft, wenn über mir in der Luft deine Ungestüme brausen, und über dem Haupt her sausen. 5. Alle deine Wasserwogen, deine Wellen allzumal, über mich zusammen schlagen; doch tröst ich mich in Trübsal, doß du helfen willst bei Tag, daß ich des Nachts singen mag, dich als meinen Heiland preise, anruf und anbet' mit Fleiße. 6. GOtt, mein Fels( will ich dann sagen), wie vergißt du mein sogar, wenn mich meine Feind' 5. Dräut man dir mit Schmach so plagen, daß ich traure im- und Banden, mit dem Tod und merdar? 3hr Schmähwort und Herzeleid: ei, du wirst doch nicht falscher Mund mich bis aufs Ge- zu Schanden, denk nur an die Ewigkeit 412 Ewigkeit. Sei nur fröhlich, wohlgemuth, daß der HErr dir solches thut. 3ion, GOtt wird dich schon stärken, dieses mußt du eben merken. Vom Kreuz, Leiden, Noth und Trübfal. 6. Freue dich, nun ist das Ende und der Abend schon herbei, gieb dich nur in GOttes Hände, der dich nun will machen frei; für die Trübsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron! Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen. 7. Halleluja, deine Wonne, ei ja Zion, wird nun groß, denn die schöne Gnadensonne nimmt dich recht in ihren Schooß, giebt dir einen Freudengruß, und den rechten Liebestuß: Zion, wo ist nun dein Klagen? jest kannst du von Freuden sagen. Geist ist dir verwundt't, doch stell' alles Trauern ein; wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann haffen, und aus ihren Sorgen lassen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe tann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin; meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier, du hast mir mein Herz besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; siehe hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an; wie mag es denn anders sein? ich muß ja gedenken dein, deine Mauern will ich bauen, und dich fort und fort anschauen. 8. Dihr Engel, Himmelserben! freuet euch mit Zion hier; denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für, und fich freu'n ohn' alle Zahl in dem schönen Himmelsfaal. Bion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ew'gen Freuden. 3. Pauli. 812. In bekannter Melodie. Dion tlagt mit Angst und 6. Du bist mir stets vor den Augen, du liegst mir in meinem Schooß, wie die Kindlein, die noch saugen; meine Treu zu dir ist groß; mich und dich soll keine Zeit, feine Noth, Gefahr noch Streit, ja der Satan selbst nicht scheiden, bleib getreu in allen Leiden. Joh. Heermann. 813. M. Ich dank' dir, lieber. u dir von Herzensgrunde ruf Schmerzen, Zion, GOttes ich aus tiefer Noth, es ist werthe Stadt, die er trägt in sei- nun Zeit und Stunde, vernimm nem Herzen, die er sich erwählet mein Bitt, HErr GOtt, eröffne hat. Ach! spricht sie, wie hat mein deine Ohren, wenn ich, HErr, zu GOtt mich verlassen in der Noth, dir schrei, thu gnädiglich anhö und läßt mich so harte pressen, ren, was mein Anliegen sei. meiner hat er ganz vergessen. 2. Denn wenn du, HErr, ges 2. Der GOtt, der mir hat verschwinde wollt'st richten unsre sprochen seinen Beistand jeder Sünd', wen würd' man alsdann zeit, der läßt sich vergebens suchen finden, der vor dir, HErr, bejest in meiner Traurigkeit! Ach! stünd? Du aber bist sehr gütig, will er denn für und für grau zu zürnen nicht geneigt, damit sam zürnen über mir? kann und daß dir demüthig mit Furcht will er sich der Armen jetzt nicht werd Ehr erzeugt. wie vorhin erbarmen? 3. Mein Hoffnung ich thu stellen 3. Zion, o du Vielgeliebte, sprach auf GOtt, den höchsten Hort, zu ihr des HErren Mund, zwar ich hoff' von ganzer Seelen auf bu bist jezt die Betrübte, Seel und sein göttliches Wort; mein Seel auf Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 413 auf GOtt vertrauet, auf ihn stets| denn sein Güt' weit und ferren wart't und sicht, gleichwie ein ist männiglich bekannt, bei Wächter schauet, ob schier der ihm wird Heil gefunden; durch Tag anbricht. sein Barmherzigteit Ifrael er 4. Ifrael, auf den HErren von Sünden erlöset und bedein Hoffnung sei gewandt, freit. XXXIII. Trost, Geduld und Auf munterungs- Gefänge. 814. M. Wo GOtt, der HErr. A ch lieben Christen! seid getrost, wie thut ihr so vers zagen, weil uns der HErr heimsuchen thut? Laßt uns von Herzen sagen: die Straf wir wohl verdienet ha'n, solchs muß betennen Jedermann, Niemand darf sich ausschließen. 2. In deine Händ uns geben wir, o lieber denn unser Wandel ist bei dir, hier wird uns nicht gerathen, weil wir in dieser Hütten sein, ist nur Elend, Trübsal und Bein, bei dir der Freud wir warten. 3. Kein Frucht das Weizenförnlein bringt, es fall denn in die Erden, so muß auch unser ird'scher Leib zu Staub und Asche werden, eh er kommt zu der Herrlichkeit, die du, HErr Christ, uns haft bereit't, durch deinen Gang zum Vater. 4. Was wollen wir denn fürchten sehr den Tod auf dieser Erden, es muß einmal gestorben sein; o wohl ist hier gewesen, welcher wie Simeon einschläft, sein Sünd erkennt, Christum ergreift! so muß man selig sterben. 5. Dein Seel bedenk, bewahr den Leib, laß GOtt den Vater sorgen, sein Engel deine Wächter sein, behüten dich vor allem Argen; ja wie ein Henn ihr Küchelein bedeckt mit ihren Flügelein, so thut der HErr uns Armen. 6. Wir wachen oder schlafen ein. so sind wir doch des HErren, auf Christum wir getaufet sein, der kann dem Satan wehren, durch Adam auf uns kommt der Tod, Christus hilft uns aus aller Noth, drum loben wir den HErren. M.I.Gigas. 815. Sn bekannter Melodie. Quf meinen lieben GOtt trau in und Noth, er kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöthen, mein Unglück kann er wenden, es steht in seinen Händen. 2. Ob mich mein Sünd ansicht, will ich verzagen nicht, aufChriftum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm thu ich mich erges ben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem thu ich mich ergeben, ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird GOtt versorgen. 4. Ach mein HErr JEsu Christ, der du so geduldig bist für mich am Kreuz gestorben, hast mir das heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewge Himmelreiche. 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich, hilf mir am lezten Ende, nimm mich in deine Hände, daß ich selig abs scheide zur himmelischen Freude. 6. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzens Grund, du wollest uns thun leiten, HErr Christ, 311 414 Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 817. M. Ein' feste Burg. zu allen Zeiten, auf daß wir deinen| 7. Drum meine Seel', verzage Namen ewiglich preisen. Amen. nicht, halt fest an GOtt dem HErSigm. Weingärt. ren, ob dir jeßund Gewalt ge= 816. M. Wenn mein Stündlein. schicht, halt still und leid es gerne, Betr etrübtes Herz, sei wohlge- es wird wohl kommen noch die muth, thu nicht so gar ver- Zeit, daß GOtt heimsuchen wird zagen, es wird noch alles werden die Leut, die dich jegund betrüben. gut: all dein Kreuz, Noth und Undr. Kriegelmann. Klagen wird sich in lauter Fröhlichkeit verwandeln in gar kurzer Das ist mir lieb, daß Gott, Zeit, das wirst du wohl erfahren. 2. Harr du auf GOtt, weil dir bewußt, daß er sich thut erbarmen der Elenden und hab seine Lust am Schrein und Flehn der Armen, die will er nicht in Ewigkeit verlass'n in ihrem Herzeleid, er will sie draus erretten. mein bei mir stehet. Wenn ich ihn bitte, wird kein Wort in meiner Bitt verschmähet; des schwarzen Todes Hand, sammt der Höllen Band, umfingen überall mein Herz mit Angst und Qual, doch hat mir GOtt geholfen. 2. Jch tam in Jammer, Angst und Noth, und sank fast gar zu Grunde, und da ich sant, rief ich zu GOtt mit Herzen und mit Munde: O HErr, ich weiß, du wirst, als der Lebensfürst, schon führen meine Sach. Und wie ich bat und sprach, so ists auch nun geschehen. 3. Wenn dich dein Vat'r und Mutt'r verläßt in deinen großen Nöthen, so zweifle nicht, vielmehr glaub fest, wollt man dich gleich gar töten, daß dich der HErr doch nimmet auf, laß dich nicht irren der Welt Lauf, trau du nur GOtt alleine. 4. Wär gleich noch eins so groß die Noth, laß dich es nicht er= schrecken, es soll doch der Gerecht' sein Brod nicht such'n an einem Steden. Sagt David nicht: Ich war auch jung und hab gelebt der Jahr genung, habs doch noch nie gesehen. 5. Hier geht es oft und sehr ungleich, der Arme muß sich schmiegen. Wer nur Geld hat und ist sehr reich, vor dem muß man sich biegen. Wer nicht hat großer HErren Gunst, dem hilft auch nicht sein' beste Kunst, er muß darnieder liegen. 6. GOtt aber hält ein andre Art: Was die Welt thut verlachen und was hier wird gedrücket hart, das pflegt er groß zu machen; die Stolzen stößet er vom Stuhl, giebt ihn'n zu Lohn den höll'schen Pfuhl, der stets von Schwefel brennet. 3. Sei wieder froh und gutes Muths, mein Herze, sei zufrieden, der HErr, der thut dir alles Guts, durch ihn ist nun geschieden und ferne weggebracht, was mich traurig macht, er hat mich aus dem Loch und schwarzen Todesjoch mit seiner Hand geriffen. 4. Mein Aug' ist nun von Thränen frei, mein Fuß von seinem Gleiten, das will ich sagen ohne Scheu und rühmen bei den Leuten. Was gar kein Mensch nicht tann, das hat GOtt gethan. Der Mensch ist lügenvoll. GOtt aber weiß gar wohl, wie er sein Wort soll halten. 5. Ich glaube fest in meinem Sinn, und wasmein Herze glaubet, das red't mein Mund in Einfalt hin; wer GOtt vertraut, der bleibet. Die Welt und böse Rott lacht deß, mir zu Spott, ja plagt mich Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 415 mich noch dazu, ich aber steh| 6. Du kannst's nicht böse meinen, und ruh auf dir, mein GOtt das kann kein Mensch verneinen. und Helfer. die milde Vatertreue ist alle Morgen neue. 6. Du stürzest meiner Feinde Rath, und segnest, wenn sie schelten; wie soll ich doch die große Gnad dir immer mehr vergelten? Ich will, HErr, meines Theils den Kelch deines Heils, der voller Bitterkeit, doch mir zum Nuß gedeiht, gehorsamlich annehmen. 7. Was du mir zugemessen hast, das will ich gerne leiden. Wer fröhlich trägt des Kreuzes Last, dem hilfst du aus mit Freuden, du weißt der Deinen Noth und hältst ihren Tod sehr hoch, sehr lieb und werth, auch läßt du auf der Erd ihr Blut nicht ungerochen. 8. So zürne nun gleich alle Welt mit mir, HErr, deinem Knechte. Du, du deckst mich in deinem Zelt, und reichst mir deine Rechte, darüber will ich dich allſtets inniglich, ſo gut ich im- Geduld will sein geübet, fo mer mit lang auf der Erd Angst Noth und Kreuz betrübet, unser Herz beschwert. Geduld macht guten Muth, obgleich inallen Garten dies Kraut nicht gleich will arten, doch thut es trefflich gut. 2. Geduld will sein geübet, die bringt das Herz zur Ruh, fürnehmlich wenn GOtt giebet die Gnad und Kraft dazu. Ist dies Recept verbraucht, so können Kräuter, Pillen, uns nicht den Anstoß stillen, weil alles ganz verra 3. Geduld will sein geübet, wenn Unglück tritt heran; weil der uns dennoch liebet, der alles wenden kann, der ein Nothhelfer heißt, und sißt zu GOttes Rechten, daß er uns, seinen Knechten, Trost, Rath und Hülfe leist. 4. Geduld will sein geübet in dieser lezten Zeit, da alles fast verstiebet in lauter Eitelkeit. Win mann in deinem Hause preisen. Paul Gerhard. 818. M. Nunlaßt unsGOtt, dem. Du u kannst's nicht böse meinen, mein JEsu, mit den Deinen, du Brunnquell aller Güte, du treuestes Gemüthe. 7. Wohlan, drauf will ich's wagen, mich nicht mit Sorgen schlagen, ich habe g'nug am Einen, GOtt tann's nicht böse meinen. 8. Das will ich stets bedenken, es soll mein Leben lenken, mich recht mit GOtt vereinen, der's nicht kann böse meinen. 9. Er ist mein Licht im Leide, mein Wahlspruch, meine Freude; es tröst't in Mark und Beinen: GOtt kann's nicht böse meinen. 10. HErr, laß dein treues Meinen mir stets im Herzen scheinen; erhalt mich bei dem Einen: Du fannst's nicht böse meinen. D. Val. Ernst Löscher. $ 19. risch auf, mein Seel', verzage Siehe p. 379. 820. M. Von GOtt will ich nicht. 2. Du kannst's nicht böse meinen, dein Blut verlässet teinen, dein Wort läßt Alle hoffen, dein Herz steht Allen offen. 3. Du kannst's nicht böse meinen, wenn du das Glück läßt scheinen, du willst alsdann mit Segen zur Buße uns bewegen. 4. Du kannst's nicht böse meinen, wenn du uns läsfest weinen, die schweren Kreuzestriebe sind Schläge treuer Liebe. 5. Du kannst's nicht böse meinen, und züchtigest die Deinen, damit fie in den Wehen, wie reines Gold bestehen. 416 Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. Will gleich Angst, Noth, Gefahr hatten sie ihre Zuversicht gänz bie ganze Welt erfüllen, doch lich gericht't! denn GOtt verläßt fällt ohn GOttes Willen von die Seinen nicht. unserm Haupt kein Haar. 5. Geduld will sein geübet, wenn GOtt auch das verhängt, daß er die Hülf verschiebet, und sich das Kreuz verlängt. Er wendet sich aus Grimm zwar oft im Augen blicke, sieht aber bald zurücke, und hört der Seinen Stimm. 6. Geduld will sein geübet auch in der Todesnoth, wenn sich der Leib ergiebet, zu werden Staub und Koth. Doch, weil die Sünhindern, so gieb du deinen Kindern, o Bater! selbst Geduld. Gott D. Fr. Fabricius. 821. ist euch vonnöthen, S. pag. 313. 822. M. Allein zu dir, HErr. tott ist mein Heil, Glüd, Hülf und Trost, mein Hoff nung und Vertrauen, er hat mich durch sein Blut erlöst, auf ihn will ich fest bauen, er hilfet mir aus aller Noth und steht mir bei im Leb'n und Tod; drum hab' ich diese Zuversicht, und bins bericht't, daß GOtt verläßt die Seinen nicht. was kann mir endlich schaden? was acht' ich alle Noth? ist er auf meiner Seiten, gleichwie er wahrlich ist, laß immer mich bestreiten auch alle Höllenlist. 2. Was wird mich können scheiden von GOttes Lieb und Treu? Verfolgung, Armuth, Leiden und Trübjal mancherlei? Laß Schwert und Blöße walten, man mag durch tausend Bein mich für ein Schlachtschaf halten, der Sieg ist dennoch mein. 3. Ich kann um dessen willen, der mich geliebet hat, g'nug meinen Unmuth stillen, und fassen Trost und Rath. Denn das ist mein Vertrauen, der Hoffnung bin ich voll, die weder Drang, noch Grauen mir ewig rauben soll; 4. Daß weder Tod noch Leben, und keiner Engel Macht, wie hoch sie möchten schweben, kein Für stenthum, tein Pracht, nichts dessen, was zugegen, nichts was die Zukunft heat, nichts, welches hoch gelegen, nichts was die Tiefe trägt; 5. Noch sonst, was je erschaffen, 3. Die Seinen hat der liebe von GOttes Liebe mich soll scheiHErr allzeit aus Noth gerissen, den oder raffen, denn diese grünwie Daniel und andere mehr det sich auf JEsu Tod und Sterthun offenbar zu wissen; der ben, ihn fleh ich gläubig an, der fromme Joseph war in Noth, mich, sein Kind und Erben, nicht Moses desgleichen, doch zu GOtt lassen will, noch tann. S. Dach824. Mel. Geduld eduld wenn 4. Nicht mehr begehr ich hier von GOtt, denn daß ich mög erwerben ein ehrlich Leben nach sein'm Gebot, und darnach selig sterben, daß ich hier leb nach seinem Wort, also, daß ich auch lebe dort, wenn er wird kommen zum Gericht, damit man sicht, daß GOtt verläßt die Seinen nicht. 823. M. Herzlich thut mich verl. ch bin bei GOtt in Gnaden, I 2. Verläßt mich Welt, Freund, Hab und Gut, und was sonst ist auf Erden, so glaub ich doch mit freiem Muth, von GOtt soll mir Hülf werden; er will uns weder hie noch dort verlassen, wie er uns im Wort durch seinen lieben Sohn verspricht, er trügt uns nicht; denn GOtt verläßt die Seinen nicht. Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 417 824. M. Nicht so traurig, nicht.| 825, M. Lobt GOtt, ihr Chriften. ch erhebe, HErr, zu dir meich finge bir mit Herz und ner beiden Augen Licht, mein Mund, HErr, meines Hers Gesicht ist für und für zu den zens Lust! ich sing' und mach' Bergen aufgericht't, zu den Ber- auf Erden tund, was mir von gen, da berab ich mein Heil und bir bewußt. Hülfe hab'. 2. Meine Hülfe kommt allein von des Höchsten Händen her, ber so künstlich, hübsch und fein Himmel, Erde, Luft und Meer, und was in dem allen ist, uns Jum Besten ausgerüst't. 3. Er nimmt deiner Füße Tritt, o mein Herze, wohl in Acht, wenn bu gehest, geht er mit und bewahrt dich Tag und Nacht; sei getroft! das Höllenheer wird dir fchaden nimmermehr. 4. Siehe, wie sein Auge wacht, wenn du liegest in der Ruh, wenn du schläfest kommt mit Macht auf dein Bett geflogen zu seiner Engel goldne Schaar, daß sie deiner nehmen wahr. 5. Alles, was du bist und hast, ist umringt mit seiner Hut; dei ner Sorgen schwere Last nimmt er weg, macht alles gut. Leib und Seele er verdeckt, wenn dich Sturm und Wetter schreckt. 6. Wenn die Sonnenhize brennt und des Leibes Kräfte bricht; wenn dich Stern und Monde blend't mit dem klaren Angesicht, hat er seine starke Hand dir zum Schatten vorgewandt. 7. Nun, er fahre immer fort, der getreue, fromme Hirt, bleibe stets dein Schild und Hort, wenn dein Herz geängstet wird: wenn die Noth wird viel und groß, schließt er dich in seinen Schooß. 8. Wenn du sikest, wenn du stehst, wenn du redest, wenn du hörst, wenn du aus dem Hause gehst und zurücke wieder fehrst, wenn du trittst aus oder ein, woll' er dein Gefährte sein. Paul Gerhard. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad' und ew'ge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch, was has ben wir auf dieser ganzen Erd', das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd'? 4. Wer hat das schöne Hims melszelt hoch über uns gesett? wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? wer schützt uns vor dem Wind? wer macht es, daß man Del und Most zu seinen Zeiten find't? 6. Wer giebt uns Leben und Geblüt? wer hält mit seiner Hand den goldnen, werthen, edlen Fried' in unserm Vaterland? 7. Ach, HErr, mein GOtt, das kommt von dir, du, du mußt alles thun, du hältst die Wach' an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr za Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, treulich bei. 9. Du strafft uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst. sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein' und was sein Kummer sei; tein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. Dd 12. Du 418 Trost, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 12. Du füllst des Lebens Mängel| Kraft mich sehen. D werther aus mit dem, was ewig steht, und Heil'ger Geist! regier' mich alleführst uns in des Himmels Haus, zeit, daß ich dir diene hier und wenn uns die Erd' entgeht. bort in Ewigkeit. 13. Wohl auf, mein Herze, sing' 827. M. Werde munter, mein. und spring' und habe guten ch will meine Augen wenden Jich Muth, dein GOtt, der Ursprung aller Ding ,, ist selbst und bleibt dein Gut. zu dir, GOtt und Herren mein, weil ich muß an allen Enden gleich als wie verlassen sein. Weil du auch, HErr JEsu Christ, der Elenden Zuflucht bist und haft ihnen selbst befohlen, daß sie zu dir schreien sollen. 2. Wende dich zu meinen Klas gen und hilf, wo mir Hülf' ist noth, daß ich dir auch Dank kann sagen und nicht ganz entschlaf' im Tod; mich mit deinen Augen leit' bis zu meiner Seligkeit, die du mir selbst hast erworben, da du für mich bist gestorben. 3. Du hast ja in deinen Händen unser Leben, Gut und Blut; du wirst alles dahin wenden, wie es dir gefallen thut. Alles Leis den, Kreuz und Pein muß das Allerbeste sein; du wirst Alles also kehren, daß es dir gereich' zu Ehren. 4. Darum will ich dir vertrauen, HErr, mein GOtt! zu aller Zeit, und auf dein' Verheißung bauen in Angst und Gefährlichkeit. Wohl dem Joh ganz fest an GOttes Wort; eh' der Höchste sie sollt lassen, eh' müßt er sich selber hassen. 828. 3n bekannter Melodie. Esu, meine Freude, meines Herzens Weide, JEsu, meine Zier! ach wie lang', ach lange! ist dem Herzen bange und ver langt nach dir! GOttes Lamm, mein Bräutigam! außer, dir soll mir auf Erden nichts sonst liebers werden. 14. Er ist bein Schuß, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf' und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht. 15. Was tränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg' und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurüdgefehrt. 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment, nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red' ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhard. 826. M. O GOtt, du frommer, will ch an geduldig tragen, denn ich Jurch meine Sünd' verdienet plche Plagen, bis er mir schaffe lecht, daß er sich mein erbarm' md meine Sach ausführ' mit tinem starken Arm. 2. Er wird mich an das Licht, dann's ihm gefället, bringen, da mein Begehren mir nach Wunsche wird gelingen; daß ich mein's Herzens Lust an seiner Gnade schau und auf dieselb' allein mein Heil und Wohlfahrt bau. 3. D GOtt! du großer GOtt, o Vater! hör' mein Flehen. O JEsu! GOttes Sohn! laß beine 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß den Satan wittern, laß den Feind erbittern, mir steht JEjus Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 419 JEsus bei; ob es jest gleich für und für dankbar sein in fracht und blißt, ob gleich Sünd' meinem Herzen, denken dieser und Hölle schrecken; JEsus will Schmerzen. mich decken. 3. Troß dem alten Drachen, Troß des Todes Rachen, Troß der Furcht dazu; tobe Welt und springe, ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh; GOttes Macht hält mich in Acht; Erd' und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen. 3. Jch bat dich mit Thränen, mit Leid, Angst und Sehnen, mein Aug' und Gesicht hob ich auf und schrie, neigte meine Knie, stand hoch aufgericht't; ich ging hin un her, mein Sinn war bekümmert und voll Sorgen durch die Nacht am Morgen. 4. Weg mit allen Schäßen, du bist mein Ergößen, JEsu, meine Lust. Weg ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt, Elend, Not", Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von JEsu scheiden. 4. Jch, als ich nicht sahe, daß du mir so nahe, f rach zu dir im Sinn: Ich kann nicht mehr beten, tomm, mein Heil, getreten, ſonst sink' ich dahin. Ja, ich sink'! Ei sprach dein Wint: Halt! meinst du, daß ich nicht lebe, noch fort um dich schre" e? 5. Ich war noch im Glauben, den mir doch zu rauben Satan war bemüht, der die armen Seelen in des Leibes Höhlen vielmals nach si zieht. Ich sprach och: Ich glaube noch; glaubt' ich nicht, wie wollt' ich beten, noch vor dich hintreten? 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gef" Üst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr an's Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, 36fus, tritt herein. Denen, die GOtt lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Zucker sein. Duld' ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, JEju, meine Freude. S. Frand. 829. Nach voriger Melodie. Esu, meine Liebe, die ich oft 6. HErr, wer zu dir schreiet, seine Sünd' anspeiet, ruft dich herzlich an aus getreuem Herzen, dessen große Schmerzen wirst du, HErr, alsdann, wenn er fest glaubt, dich nicht läßt, als die Deinen selbst empfinden, tilgen meine Sün'en. 7. Drum, o meine Liebe, die ich oft betrübe hier in dieser Welt, dir dankt mein Gemüthe wegen deiner Güte, die mich noch erhält, I geholfen in den Klagen, Noth Leid, Angst und Bagen. bir dankt mein Gemüthe wegen deiner Güte, die mich noch erhält, die mir oft gar unverhofft hat geholfen in dem Klagen, Noth, Leid, Angst und Zagen. un, ich will gran denken, Jeju. meine beſte Lust, Jeju, 2. wenn ich werd' in Kränken und in lengsten sein; wo ich werde stehen, wo ich werde gehen, will ich denken dein; ich will, dir, Heil, Joh. Angelus. 830. Mel. Du, o schönes. Esu, Seelen Wonne, meine Freudensonne, JEsu, dir JEſu, ist ja bewußt, wie ich dich so herzlich liebe und mich ohne bich betrübe; drum, o JEsu D12 * omm 420 Troft, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. tomm zu mir und bleib bei mir| 8. Ach! wer wollte JEsum lase für und für. 2. JEsu, mein Hort und Erret ter, JEsu, meine Zuversicht, JEsu, starter Schlangentreter, JEsu, meines Lebens Licht, wie verlanget meinem Herzen, JEsulein, nach dir mit Schmerzen! Komm, ach tomm! Ich warte dein, komm, o liebstes JEsulein. sen? JEsum laß ich nimmermehr; Andre mögen Jesum haffen, JEsum ich allein begehr' in ben gut und bösen Tagen, daß er mir mein Kreuz helf' tragen. Weil er ist der Weg und Licht, laß ich meinen JEsum nicht. 9. Ich sollt' in der Hölle liegen immerfort und ohne Bahl, und mich wie ein Schlachtschaf bies gen in dem Schwefelpfuhl und Qual, ja der Lod sollt ewig nagen mein Gewissen und mich plagen; JEsus aber reißt mich raus aus des Satans Folters haus. 10. JEsus hat durch seine Wuns den mich gesund gemacht und heil, daran dent' ich alle Stun den, drum ist er mein bestes Theil; denn durch seinen Tod und Sterben macht er mich zum Himmelserben und das glaub ich sicherlich, JEsus machet selig mich. 11. O! wie follt ich JEsum lassen? weil er mir so wohl gethan und mich von der breiten Straßen hat geführet himmelan; JEsum will ich immer lieben in den Freuden und Betrüben: JEfum laß ich nicht von mir, weil ich leb' auf Erden hier. 3. Kommst du? Ja, du kommst gegangen, JEsu, du bist schon allhier, tlopfest start und mit Verlangen an an meine Herzensthür. Bleib doch nicht so draußen stehen: willst du wieder von mir gehen? Ach! ich lasse dich burchaus nicht weggehn von meinem Haus. 4. Ei, warum sollt' ich dich lassen, JEsu, wieder von mir gehn? meine Wohlfahrt müßt' ich bassen, wenn ich ließe dies geschehn. Wohne doch in meinem Herzen, so muß alle Noth und Schmerzen weichen alsobald von mir, wenn du, JEsu, bist allhier. 5. Ach! nun hab' ich endlich funden den, der meine Seele liebt, der sich mit mir hat verbunden und sich selbst für mich hingiebt, den will ich nun fest umfassen und durchaus nicht von mir las fen, bis er mir den Segen spricht; Meinen JEsum laß ich nicht. 6. Wohl mir, daß ich JEsum habe, o! wie feste halt' ich ihn, daß er mir mein Herze labe, wenn ich krank und traurig bin. JEsum hab' ich, der mich liebet und sein Leben für mich giebet: Ach! drum laß ich JEsum nicht, wenn mir gleich das Herze bricht. 12. Wenn die Welt mit ihren Neben mich zu Boden fällen will, und die andern sich ergößen an derselben Affenspiel, will ich meis nen JEsum fassen in den Arm und ihn nicht lassen, bis daß ich mit ihm zugleich herrschen werd im Himmelreich. 13. Demnach mögen andre weis 7. Muß ich alles gleich verlassen, den sich in dieser Eitelkeit, mich was ich hab' in dieser Welt, will soll nichts von JEsu scheiden und ich doch im Herzen fassen meinen der ew'gen Seligkeit, die mir JEsum, der gefällt mir vor allen JEsus hat erworben, da er ist andern Schäßen, an dem ich mich für mich gestorben. Drum, o fann ergößen, er ist meine Zuver- Welt, fahr' immer bin, wenn ich sicht, meinen JEsum laß ich nicht. nur bei JEsu bin. Wenn • Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 421 14. Wenn ich nur tann JEsum| bei aller Plage mein Schuß bei haben, nach dem andern frag' ich Nacht und Lage, mein Schuß nicht; er kann meine Seele laben in jeder Sache, ich schlafe oder und ist meine Zuversicht; in den wache. letten Todeszügen, wenn ich hülf. los da muß liegen und mir bricht der Augen Licht, laß ich meinen JEsum nicht. 2. Wenn Unglück bricht herein, will er mein Schußherr sein, er will mich nicht verlassen auf allen meinen Straßen, es kann mich nichts anfechten, sein Schuß ist mir zur Rechten. 15. Sollt' ich meinen JEsum las: sen? er wird in der letzten Noth auf der finstern Todesstraßen bei mir stehen, wenn der Tod seine Graufamteit ausübet, und die Meinigen betrübet, und der Teufel mich an ficht; meinen JEsum laß ich nicht. 3. Wenn meiner Feinde Schaar nur tichten auf Gefahr; sein Schuß mich bald umringet, sein Schuß mir Rettung bringet, sein Schuß zu allen Zeiten kann sicher mich begleiten. 16. JEsum nur will ich lieb haben, denn er übertrifft das Gold und all' andre theure Gaben; so kann mir der Sünden Sold an der Seele gar nicht schaden, weil sie von der Sünd' entladen. Wenn er gleich den Leib zernicht't, laß ich meinen JEsum nicht. 4. Wenn Kreuzesnoth ents springt, mein Schußherr zu mir dringt; von ihm tommt mir entgegen Heil, selbst erwünschter Segen; wenn Angst mich hinterschleichet, sein Schuß nicht von mir weichet. 17. JEsus bleibet meine Freude, meines Herzens Trost und Saft, JEsus steuert allem Leide, er ist meines Lebens Kraft, meiner Augen Lust und Sonne, meiner Seele Schaß und Wonne; o! brum laß ich JEsum nicht aus dem Herzen und Gesicht. 5. Wohlan, HErr JEsu Christ, weil du mein Schußherr bist, dein Schuß sich auch herwende zu mir am letzten Ende, dann will ich deinen Namen ohn' Ende preisen, Amen. 18. JEfus iftder FeindeSchrecken, JEsus ist der Hölle Zwang, brum wird er mich auferwecken durch ich dann erneuert werde auferstehen aus der Erde, JEsum schauen von Gesicht; meinen JEsum laß ich nicht. 19. Ach! wie wird mich JEsus herzen, meiner Augen Trost und Licht! alle Thränen, alle Schmerzen wischen von dem Angesicht, und mit großem Jubiliren mich zur Himmelsfreud' einführen. Drum, so höret alle her: JEsum laß ich nimmermehr. 831. M. Auf meinen lieben GOtt. n allen Nöthen ist mein SchußM. Janus. In 832. ft GOtt tott für mich, so tret gleich alles 2c. Siehepag.392. 833. M. Kommt ber zu mir. ft GOtt mein Schild und Hels 3ft schaden kann? Weicht alle meine Feinde, die ihr mir listiglich nachstellt, die ihr mich schmähet in der Welt, ich habe GOtt zum Freunde. 2. Ist GOtt mein Trost und Zuversicht, kann mich tein Leid anfechten nicht. Weicht alle meine Feinde, die ihr nur sinnet auf Gefahr, ich achte solches nicht ein Haar, ich habe GOtt zum Freunde. 3. 3ft GOtt mein Schirm und mein Panier, so kann kein Unglüc D63 Feinde, 422 Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. Feinde, die ihr mich ängstet und sehr, er gehört ins Höllenloch betrübt, es ist umsonst, was ich und dein Retter lebt ja noch. verübt: ich habe GOtt zum Freunde. 4. Bist du dürftig und verlasfen, ist doch GOtt dein höchstes Gut; wenn die Menschen neiden, hassen, hält dich GOtt in seiner Hut. Troß, ihr Feinde, sprich und poch, GOtt, mein Erbtheil, lebt ja noch. 5. Laß es hageln, schneien, wittern, laß die Luft voll Teufel sein, laß die Erde sich erschüttern, du bist GOttes, er ist dein: schwillt der Kreuzsee noch so hoch, ei! dein Helfer lebt ja noch. 6. Kehre wieder, meine Seele, was betrübst und grämst du dich? Wenn ich GOtt die Noth befehle, bin ich fröhlich innerlich; geht's mir übel, sag' ich doch: mein Erbarmer lebt ja noch. Joh. Heermann. 835. M. GOtt des Himmels. Niebster Immanuel, Herzog der 4. 3ft GOtt mein Schuß und treuer Hirt, tein Unfall mich berühren wird. Weicht alle meine Feinde, die ihr mir stiftet Angst und Pein, es wird zu eurem Schaden sein: ich habe zc. 5. Ist GOtt mein Retter und Patron, was acht' ich denn auf Schimpf und Hohn? Weicht alle meine Feinde! die ihr mich lästert früh und spat, es wird euch rich ten eure That: ich habe 2c. 6. Ist GOtt mein Heil, mein' Hülf' und Kraft, acht' ich nicht, was die Welt auch schafft. Weicht alle meine Feinde, die ihr auf mich vergället seid, ihr thut euch felbst gebranntes Leid: ich habe GOtt zum Freunde. 7. Iſt GOtt mein Beiſtand in der Noth, was kann Sünd' und Tod? Weicht alle meine Feinde, Tod, Sünde, Teufel, Höll' und Welt, ihr müsset räumen doch das Feld; ich habe GOtt zum Freunde. 6. D. D. 834. M. GOtt des Himmels. ehre wieder, meine Seele, dich? Laß die Qual- und Kummerhöhle und schau fröhlich über dich. Ei, gedent, gedente doch: GOtt, dein Vater, lebt ja noch. Trost, ach, komm nur bald! Du haft mir, Seelenschat, mein Herz genommen, so ganz vor Liebe brennt und nach dir wallt. Nichts kann auf Erden mir liebers werden, wenn ich, mein JEsu, dich nur stets behalt. 2. Dein Nam' iſt zuckerſüß, Holieblich, wie ein tühler Thau, welcher das Feld erfrischt zur Morgenstunde, also, mein JEsu, wenn ich dir vertrau; es weicht vom Herzen, was mir macht Schmer zen, wenn ich im Glauben dich anbet' und schau. 3. Obgleich das Kreuze mich hier zeitlich plaget, wie es bei Christen oft pflegt zu geschehn, wenn meine Seele nur nach JEfu fraget, so kann das Herze 3. Meint der Satan dich zu doch auf Rosen gehn: Kein fällen, und will sein verdammtes Ungewitter ist mir so bitter, bei Heer deiner Seligkeit nachstel- meinem JEsu kann ich fröhlich len, fürchte dich vor ihm nicht stehn. 2. Liegt das Kreuz auf deinem Rücken, und will Angst und ichwere Bein deine Hoffnung niederdrücken, laß Geduld dein Labfal sein; trägst du gleich ein schweres Joch, GOtt, dein Tröster, lebt ja noch. 4.Sollt' Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 423 4. Sollt' mich gleich alle Welt ein, schwing' die Gedanken über neiden und hassen, bin ich schon sich: der wohnt im Himmel, hier veracht't von Jedermann, von tennet dich. meinen Freunden auch gänzlich verlassen, nimmt mein HErr JEsus sich doch meiner an, und stärkt mich Müden, spricht: sei zufrieben, ich bin dein bester Freund, der helfen kann. 2. Gedenke doch an JEsum Christ, der weiß auf's best", was nüßlich ist und dienet deiner Seligkeit, die er durch seinen Tod bereit't. 3. So du ein rechter Christ willst sein, so mußt du, gleich dem HErren dein, das Kreuze tragen in der Still', dies ist des HErren ernster Will', 5. Drum fahret immer hin, ihr Eitelkeiten, du JEsu, du bist mein, und ich bin dein, ich will mich von der Welt zu dir bereiten, du sollst in meinem Mund und Herzen sein; mein ganzes Leben bleibt dir ergeben, bis man mich legen wird in's Grab hinein. 836. M. HErr, ich habe mißgeb. ein Dankopfer, HErr, ich bringe, so mir recht von Herzen geht, über deine Wunderdinge wird mein Geist zu dir erhöht. GOtt, ich freue mich, mein Leben ist ganz deinem Lob ergeben. 4. Willst du genießen seiner Freud', mußt du zuvor mit tragen Leid. Die himmlisch' Rosen bricht man nicht, eh uns ein Dorn des Kreuzes sticht. Mein 5. So ist's auch nur einen Augenblick, daß währet alles Ungelück, wenn du bedenkst die Ewigkeit, darin besteht die Seligkeit. 6. Wohlan, so mag's nur immer gehn, wie mir es ist von GOtt versehn; was er mir schickt, ist alles gut, ob's gleich nicht alles sanft mir thut. 7. 3hm sei es gänzlich heimges stellt, er mach's nur, wie es ihm gefällt, und laß den schwachen Willen mein sein'm Willen ganz ergeben sein. 2. Daß du meine stolzen Feinde hinter sich getrieben hast, daß, ber mich zu fällen meinte, und nicht hatte Ruh und Rast, nun vor dir, o GOtt, sammt allen selbst umkommen und gefallen. 3. Denn du führest meine Sache und mein Recht so herrlich aus, daß man sieht, dein sei die Rache, und ein Jeder merke draus, wie Menschen selbst zu richten. 4. Der HErr ist ein Schuß der Armen und ein Schild in aller Noth, seine Gnad' und sein Erbarmen steht uns bei bis in den Tod; die ihn kennen und nicht haffen, will er nimmermehr verlaffen. H. Albert. 837. Nicht so traurig, nicht so sehr, mein 2c. Siehe pag. 141. 838. M. Wenn wir in höchsten. du betrübte Seele mein! stell doch einmal das Trauern D S. M. Dillherr. 839. M. Ich danke bir, o GOtt, GOtt, mein Hirt, ich dark nicht giebefst mir die Ruh auf grüner Haiden, und führest mich, wo frische Wasser rinnen, du labest mir die matte Seel' und Sinnen, führst durch den Weg, der richtig ist und eben, damit hierdurch dein Name weit mag schweben. 2. Und sollt' ich gleich in Todes Schatten ziehen durch trübes Thal, will ich kein Unglück fliehen, weil du hier bist und weil dein Stab und Stecken mir reichen Trost und Sicherheit erwetten. Du trägest mir die herrlichs D54 sten 424 Trost, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. sten Gerichte zur Tafel auf, den Feinden im Gesichte. schnöde Geld; Reichthum tann wohl drüden, aber nicht erquit: ten, und bleibt in der Welt. Hab' ich GOtt, so hat's nicht Noth; über hundert tausend Schäßen muß mich GOtt ergößen. 3. Du balsamirst mein Haupt mit frischem Dele, mein Becher muß so voll sein, daß nichts fehle. Barmherzigkeit und Güte werden schweben stets über mir, so lang ich bin im Leben. Ich werde noch ganz ruhig aller Seiten des HErren Haus bewohnen lange Zeiten. 840. M. JEiu, meine Freude. ( elig ist die Seele, die in ihrer Höhle dich, o JEsu, liebt; du wirst sie umarmen und mit Trost erwarmen, wenn sie ist betrübt. Du bist ihr Licht, Heil und Bier, ihres Herzens süße Weide, Leben, Schaß und Freude. 7. Würd' ich mich drob kränken: was würde der denken, der den Himmel baut. Ist er doch mein Vater, mein Freund und Berather, dem ich mich vertraut. Bleibt mir GOtt, mein Stücklein Brod wird mir hier auf dieser Erden auch wohl müssen werden. 2. Ein Herz, das dich liebet, ist stets unbetrübet, und von Sorgen frei; unter tausend Waffen kann es sicher schlafen, denn du stehst ihm bei: wenn der Feind, der's böse meint, noch so grausam tobt und wüthet, wird es doch behütet. 8. Muß ich aller Ehren bloß sein, und vermehren meiner Feinde Ruhm? Laß sie immer pran gen, ich hab' tein Verlangen nach der Wiesen Blum. Menschenehr', was ist sie mehr, als ein ängstenvolles Leben? Gott kann mich erheben. 9. Muß ich sein betrübet; so mich JEsus liebet, ist mir aller Schmerz über Honig süße: taus send Zuckerküsse drücket er ans Herz, wenn die Bein sich stellet ein. Seine Liebe macht zu Freuden auch das bittre Leiden. 3. Schießt der Teufel Pfeile in geschwinder Eile auf die Herzen zu, find' ich in den Klüften und blutrothen Grüften deiner Wunden Ruh. Wenn mich gleich ein D. Heinr. Müller. ganzes Reich voller Teufel will 841. M. Allein auf GOtt setz'. umringen, will ich fröhlich singen. Sei wohlgemuth, laß Trauern 4. Kommen seine Schuppen, mit auf Regen vermehrten Truppen, bieten wie- nenschein. Es giebt doch endlich der Sturm, sprechen mit Bela- noch das Glück nach Toben einen chen: Was will dieser machen, guten Blick. dieser arme Wurm? wirst du doch, das weiß ich noch, mich vor aller Feinde Stürmen, JEsu! wohl beschirmen. 2. Wenn auch der rauhe Winter sich an uns erzeiget zorniglich; die Sonn' bald wieder höher steigt, und alles fröhlich sich erzeigt. 5. Tobt ihr Satansrotten, es wird euer spotten, der im Himmel sist; er wird euer Richten ganz und gar vernichten, wenn ihr noch so schwißt. Seid ihr gleich so groß und reich, als der große Alexander, stürzt er's mit einander. 6. Laßt mir alles nehmen, ich will mich nicht grämen um das 3. Favonius, der zarte Wind, auf harten Frost sich wieder find't, das Eis muß alsdann ganz vergehn, und kann der Schnee gar nicht bestehn. 4. Ein Vöglein, so sich in die Bäum' verkrochen hatte insge heim, sich wieder in die Lüfte schwingt, ein Liedlein seinem Schöpfer singt. 5. So Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 5. So stell nun auch dein Traus ern ein, mein Herz, und laß dein Bagen sein; vertraue GOtt, und glaube fest, daß er die Seinen nicht verläßt. D. 3. Steuerl. 842. 3n bekannter Melodie. wünsch' ich nun ein' gute Nacht der Welt, und laß fie fahren, ob sie mir gleich viel Jammers macht, GOtt wird mich wohl bewahren. Ich meint', die Welt wär' eitel Geld, befind' es nun viel anders. 2. Ein Hirsch, von Schlangen angesteckt, nach frischem Wasser schreiet; also hat mich zum Durst erweckt die Welt, vermaledeiet. Auch macht mir bang' die alte Schlang', daß ich zu GOtt muß schreien. 3. Wann tomm ich in bein Paradeis, da schon viel Christen wohnen, und sagen dir Lob, Ehr' und Preis, bekleidet mit der Sonnen! Wann holst du mich ins Himmelreich, daß ich dein Antlig schaue! 4. Mein Seel' hat Noth und leidet Qual, daß ich so lang muß harren, gespannet auf dem Jammerthal, als zög' ich schwere Karren; da treibt ihr'n Spott die falsche Rott' mit mir in meinen Nöthen. 5. Sie fragen: Ja, wo bleibt dein GOtt? ja, daß er dir er scheine. Der Hohn kränkt mir mein Herz und Muth, daß ich vor Trübfal weine. Ei, tomm doch bald, mein Aufenthalt, und reiß mich von der Erden! 6. Nimm mich in deinen Freudensaal, von dir bereitet droben, da dich die Patriarchen all' mit den Propheten loben, und da die Schaar der Engel klar um dei nen Thron herschweben. 7. Was fränkst du dich, mein' arme Seel'? sei still und thu 425 nicht wanten: GOtt ist mein' Burg, mein Trost, mein Heil, das werd' ich ihm noch danken. Drück' dich und leid' ein' tleine Zeit, nach Angst tommt Freud' und Wonne. 8. Das Kräutlein Patientia wächst nicht in allen Garten; ach GOtt, schaff du mir's immerdar, daß ich mag deiner warten; sonst bin ich sehr betrübt und schwer vor Angst auf dieser Erden. 9. Ich seh, daß dein Zorn, wie ein' Fluth, dem ganzen Land be: gegnet, und daß es schrecklich brausenthut, wo sich dein Grimm erhebet; die Wellen gar ich auch erfahr' sammt deinen Wasserwogen. 10, Darum bin ich der Welt so müd', all'Tag und Nacht ich weine und laß nicht ab, bis deine Güt, verheißen mir, erscheine. Nun eil' doch fort, mein treuer Hort, und nimm mich hin mit Freuden! 11. Wie lang'joll ich hier traurig sein, daß mich die Feinde plas gen? Es ist ein Mord in meis nem Bein, daß sie ganz höhnisch fragen: Sag' an, wo ist dein Jesus Christ? Ja, daß er dir erscheine. 12. Geduld, Geduld, du traur'ge Seel', Geduld ist hier vonnös then, bis uns der lieb' Immanuel von diesen argen Kröten hin zu sich reiß ins Paradeis, da werden wir ihm danken. D. Phil. Nicolai. 843. M. In bich hab' ich gehoffet. raur' nicht so sehr, o frommer du Elend bist, mußt gehn auf fremde Straßen; schwer ist das Joch, doch lebet noch, der sein Volt nie verlassen. 2. Gedenke nicht, du seist allein; es haben müssen Pilgrim sein Erzväter und Propheten; ja, GOttes Kind, frei aller Sünd', war auch in solchen Nöthen. D65 3. Schau 426 Trost, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 3. Schau über dich, da wohnet| bis er zu sich wird nehmen dich, GOtt, versöhnt durch Christi dir deine Treu belohnen. Kreuz und Tod, von dem kann dich nichts scheiden, dir ist bereit't vor aller Zeit das Himmelreich voll Freuden. 4. Mit Gnaden ist und bleibt in dir dein treuer Heiland für und für, du hast ein rein Gewissen; der alte Drach mit Schimpf und Schmach liegt unter deinen Füßen. 5. Sind um dich her der Feinde viel, so hat doch GOtt gesteckt ein Ziel, das sie nicht überschreiten; find't fich Gefahr, der Engel Schaar muß selber für dich streiten. 6. GOtt zählet alle Härlein tlein, nicht eines soll verloren sein, wie sollt' er denn nicht sorgen für Seel' und Leib, für Kind und Weib; sie sind ihm unverborgen. 7. Wenn sich die Feinde lehnen auf, und gehn zu Rath in vollem Hauf, sind stolz und hoch vermessen, so lacht ihr'r GOtt und macht zu Spott, die sein Volk wollen fressen. 10. Sprich dein betrübtes Herz zur Ruh, GOtt wird dir Leute schicken zu, die werden dir bei springen mit treuem Nath und in der That, daß du ihm wirst Lobsingen. 12. Da wirst du sehn mit Freu digkeit, was denen ist für Qual bereit't, die dich so schmerzlich pla: gen; die Laub und Gras, die Dürr und Naß den Gläubigen versagen. 13. Dagegen wirst du ewiglich bei GOtt und mit GOtt freuen dich, in dem verklärten Leben; für Spott und Hohn wird er die Kron' der Herrlichkeit dir geben. 15. Wenn sie denn solches werden schau'n, wird Mancher sich im Kopfe trau'n, der jetund jubiliret; ihr bestes Gut wird sein die Glut, vom Satan angeschüret. 16. Wohlan, so leid' jetzt, was du sollt', und wenn auch gleich der Teufel wollt' vor Zorn die Höll' anzünden, dennoch wirst du in Fried' und Ruh bei GOtt dein Räumlein finden. 3. Heermann. 844, 8. Nimmt deine Trübsal überhand, so ist dir doch auch dies Warum sollt' ich mich denn gräbekannt, daß du solch Kreuz mußt leiden um rechte Lehr', zu Gottes zu vermeiden. men 2c. Siehe pag. 360. 845, M. Ach lieben Christen, seid. Mas kann uns kommen an für wenn uns 9. Wird dir dein zeitlich Gut geraubt und mitzunehmen nichts erlaubt: befiehl GOtt deine Sache! er ist's, der richt't, wenn Niemand spricht; sein ist allein die Rache. 11. Er wird ein Räumlein dir bescher'n, da du dich ehrlich kannst ernähr'n, dabei auch sicher wohnen, 14. Du wirst erfahren in der That, daß deine Zier in GOttes Stadt, die nicht von dir wird weichen, mit aller Pein, die hier mag sein, gar nicht sei zu vergleichen. weidet und speiset uns mit Himmelsbrod und auf die Weide leitet; dazu erquickt in unsrer Noth und kühlet mit dem Wasser süß sein's werthen Heilgen Geistes. 2. Um seines Namens willen uns er führt auf rechter Straßen, will uns zu keiner Zeit trostlos in unsern Nöthen lassen; darum wir stetig muthig sein, auch in der Todesqual und Bein, denn du bist mit uns, HErre! 3. Dein Stab, mit dem du leiten thust, uns tröstest und uns strafet, Trost-, Geduld- und Aufmunterungs- Gesänge. 427 strafet, das Kreuze dämpft des ben. Gieb wahre Reu, mein Herz Fleisches Lust, daß es nicht Scha- erneu', errette Leib und Seele. den schaffet dem Geiste durch der Ach! höre, HErr, dies mein Bes Sünden Gift, die im sterblichen gehr, laß meine Bitt' nicht fehlen. Leibe ist, und thut sich stetig regen. 4. Du hast bereit't uns einen Tisch, den wir stetig anschauen, bein's heil'gen Wortes Nic. Selneccer. werthe Speis', die wir im Herzen kauen; wenn uns des Feindes List angreift, derselb' dann uns're Seel' erquickt sammt seines Geistes Fülle. 5. Dein' Güte und Barmherzigkeit darum uns, HErre, folgen von nun an bis in Ewigkeit, du bist unser Versorger, daß wir hier durch den Glauben sein, dort offenbar im Saale dein Bürger und Hausgenossen. 6. Das helf uns der HErr JEsus Christ, der unsere Herzen bauet durch recht'n Glaub'n und Lieb' auf sich, daß wir den Vater schauen, durch ihn sammt dem Heilgen Geist. Welchem der Wunsch zu Herzen geht, spreche einmüthig Amen. 846. Mel. Was mein GOtt will. Oder: Durch Adams Fall ist. We er GOtt vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden, wer sich verläßt auf JEsum Christ, dem muß der Himmel werden: darum auf dich all' Hoff nung ich ganz fest und steif thu jeßen. HErr JEfu Christ, mein Trost du bist in Todesnoth und Schmerzen. 2. Und wenn's gleich wär' dem Teufel sehr und aller Welt zumider, dennoch so bist du, JEsuChrist, der sie all' schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab' um mich, mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mir wohl geben, was mir ist noth, du treuer GOtt! in dies'm und jenem LeDer 62. Psalm. 847. Mel. Wo GOtt, der HErr. u GOtt ist meine Seele still 3 in meinem ganzen Leben, zu will, GOtt, der mir stets helfen weil ich mich ihm ergeben; tein Unfall wird mich stürzen nicht, wie groß er auch ist zugericht't von denen, die mich hassen. 2. Wie lange stellt ihr Menschen doch nur einem nach vor Allen? Gedenket, daß ihr selber noch müßt in die Grube fallen, nicht anders, als ein' alte Wand, die plötzlich ohne Menschenhand umfällt und wird zunichte. 3. Ihr Sinn ist nur dahin gericht't, wie sie ihn möge dämpfen: mit Lügentand und mit Gedicht sie wider ihn stets kämpfen. Sie geben ihm zwar gute Wort', und fluchen doch im Herzen fort; so falsch ist das Geschlechte, 4. Ich aber wart' auf GOtt allein, zu dem steht mein Vertrauen; er wird mein Trost und Helfer sein, drum will ich auf ihn bauen. Ich weiß, daß ich nicht fallen werd', er ist mein Heil und Schuß auf Erd', er ist mein Fels, mein' Ehre. 5. Ihr lieben Leut', hofft stets auf GOtt, entdeckt ihm eu'r Gemüthe; er läßt den nimmermehr in Spott, der traut auf seine Güte. GOtt ist nicht wie die Menschen sind, da sich oft wenig Hülfe find't, ob man gleich lange harret. 6. Wenn GOtt mas redet, so geschichts, er hält stets sein Versprechen; die Menschen aber sind ja nichts, sie haben viel Gebrechen, es fehlen auch die großen Leut', und wägen so nicht allezeit, wie sie wohl billig sollten. 7. Auf 428 Lob und Dank- Gesänge. 7. Auf Unrecht, Frevel und Ge-| Noth, und helfe von den Sünden. walt soll Reiner sich verlassen; HErr! du bezahlest Jedermann, Pracht, eitle Lust soll man als wie er's verdient, wie er gethan, bald noch in der Jugend hassen. durch Werke deiner Hände. Fällt Einem etwa Reichthum zu, so halt' er doch sein Herz in Ruh, auf daß er's nicht dran hänge. 9.* GOtt Vater! hilf mir kräftiglich das Böse überwinden; o JEsu Christ! befreie mich von Missethat und Sünden. D Heils ger Geist; durch deine Lehr er muntre mich je mehr und mehr, dem Guten nachzustreben. 8. Ich hab' ein Wort gehört von GOtt, daß Niemand sonst zu finden, der also mächtig rett' aus XXXIV. 2ob: und Dank: Gesänge. A₁ 848. Mel. GOtt des Himmels.| hat der Gram mein Herz zerwühlt, lle Welt, was lebt und wes hat der Kummer mich beschwert, bet, was im Feld und hat der Satan mich bethört! ei! Häusern ist, was nur so bin ich nunmehr frei; Heil und Stimm' und Bung' erhebet, Rettung, Schuß und Treu steht jauchze GOtt zu jeder Frist. Die mir treulich wieder bei. net ihm, wer dienen kann, tret't mit Luft vor ihn heran. 2. Sprecht: Der HErr ist unser Meister, er hat uns aus Nichts gemacht, er hat unsern Leib und Geister an die lichte Welt gebracht, wir sind seiner Allmacht Ruhm, feine Schaf und Eigenthum. 4. Nun erfahr ich, schnöderFeind, wie du's hast mit mir gemeint, du hast wahrlich mich mit Macht in dein Neb zu ziehn gedacht; hätt' ich dir zu viel getraut, hätt'st du, eh' ich zugeschaut, mir zum Fall ein Sieb gebaut. 5. Ich erkenne deine List, da du mit erfüllet bist, du belügst mir meinen GOtt, und machst seinen Ruhm zu Spott: wenn er sett, so wirfst du um, wenn er spricht, verkehrt dein Grimm seine süße Vaterstimm'. 3. Frand. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, geht durch seines Vorhofs Gang, Lobet ihn mit schönen Worten, saget ihm Lob, Preis und Dant, denn der HErr ist jederzeit voller Gnad' und Gütigkeit. 849. Mel. Singen wir aus Herz. Auf den Nebel folgt die Sonn', auf das Trauern Freud' und Wonn', auf die schwere, bittre Bein stellt sich Trost und Labsal ein; meine Seele, die zuvor sank bis zu dem Höllenthor, steigt nun bis zum Himmelschor. 6. Hoff' und wart' ich alles Gut's, bin ich froh und gutes Muths, rückst du mir aus meinem Sinn alles gute Sinnen hin: GOtt ist, sprichst du, fern von dir, alles Unglück bricht herfür, steht und liegt vor deiner Thür. 2. Der, vor dem die Welt erschridt, hat mir meinen Geist erquidt, seine hohe, starke Hand reißt mich aus der Höllen Band. Alle seine Lieb' und Güt' überschwemmt mir mein Gemüth und erfrischt mir mein Geblüt. 3.Hab' ich vormals Angst gefühlt, 7. Heb' dich weg, verlogner Mund, hier ist GOtt und GOttes Grund, hier ist GOttes Angesicht und das schöne helle Licht seines Segens, seiner Gnad': all' sein Wort und weiser Rath steht vor mir in voller That. 8. GOtt läßt Keinen traurig stehn, noch im Schimpf zurücke. gehn, Lob- und Dank- Gesänge. gehn, der sich ihm zu eigen schenkt und ihn in sein Herze sentt. Wer auf GOtt sein' Hoffnung sett, findet endlich und zulett, was ihm Leib und Seel' ergößt. 9. Kommt's nicht heute, wie man will, ſei man nur ein wenig ftill; morgen da die Wohlfahrt kommen mag. GOttes Zeit hält ihren Schritt, wann sie kommt, kommt unsre Bitt' und die Freude reichlich mit. 10. Ach! wie ofte dacht' ich doch, da mir noch des Trübsals Joch auf dem Haupt und Halse saß und das Leid mein Herze fraß: Nun ist teine Hoffnung mehr, auch tein Ruhen, bis ich kehr' in das schwarze Todtenmeer. 11. Aber mein GOtt wandt' es bald, heilt und hielt mich der gestalt, daß ich, was sein Arm gethan, nimmermehr g'nug preisen kann. Da ich weder hier noch da einen Weg zur Rettung sah, batt' ich seine Hülfe nah. 12. Als ich furchtsam und verzagt mich selbst und mein Herze plagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen trant gemacht, als mir aller Muth entfiel, tratst du, mein GOtt, selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Maaß und Ziel. 13. Nun, so lang' ich in der Welt haben werde Haus und Belt, soll mir dieser Wunderschein stets vor meinen Augen sein: ich will all mein Lebenlang meinem GOtt mit Lobgesang hierfür bringen Preis und Dank. 14. Allen Jammer, allenSchmerz, den des ew'gen Vaters Herz mir schon jebo zugezählt, oder künftig auserwählt, will ich hier in diesem Lauf meines Lebens allzubauf frisch und fröhlich nehmen auf. 15. Ich will gehn in Angst und Noth, ich will gehn bis in den 429 Tod, ich will gehn in's Grab hins ein und doch all'zeit fröhlich sein. Wem der Stärkste bei will stehn, men der Höchste will erhöhn, tann nicht ganz zu Grunde gehn. Paul Gerhard. 850. Mel. HErr, ich habe, Auf! mein Geiſt, auf! und er treu, er ist's, der, so lang' ich lebe, mich macht aller Sorgen frei, drum auch ihn all'zeit zu ehren, sich mein Spiel soll lassen hören. 2. Seine Huld und Liebe mas chet, daß ich also fröhlich bin, daß mein Mund nur singt und lachet und wirft alles Trauern hin; alles Trauern, alles Leiden wen det er in lauter Freuden. 3. Großer GOtt, laß dir's gefallen, was mein Mund aus Einfalt singt; dein Lob müsse weit erschallen, bis es durch die Wollen bringt; dich zu rühmen und zu loben soll mein Werk sein hier und droben. Sim. Dach. 851. M. Die Sonn' hat sich mit. Bereite bich, mein Herz, aus allen Kräften, entzieh den Sinn den irdischen Geschäften, nimm alsobald bein Saitenspiel zur Hand und sing' ein Lied, in Geistes Glut entbrannt. 2. Schwing'ießt empor die Flügel deiner Sinnen und preise GOtt, der von des Himmels Binnen hat dein Gebet und Seufzen angehört. Sprich: Herren HErr, dein Nam' ist hoch geehrt. 2 3. Du hörest stets des armen Voltes Flehen und pflegest sein Geschrei nicht zu verschmähen; wir haben kaum dir, großer Gnas denthron, die Noth geklagt, da hilfest du uns schon. 4. Du siehest an das lechzende Gefilde und wässerst es ganz gnädiglich und milde; du giebst Befehl, daß sich die Wolkenfluth 430 Lob- und Dank- Gesänge. flut) ergießen soll, als wie sie gestorben und uns die sel'ge ießt auch thut. Lebenskron' durch seinen Tod erworben; der worden ist der Höllen Gift und Frieden hat mit Gott gestist't, drum danket seinem Namen. 5. Ein Tropfenstrom, getrieben von dem Winde aus Westen her, neßt unsre dürren Gründe und unser Feld, das vor so schmächtig schien, das stehet jett ganz fruchtbar frisch und grün. 6. Wo ist doch wohl ein GOtt dir zu vergleichen? wer hat wohl je verübet solche Zeichen, wie du, o GOtt, dir muß der Sonnenschein, Wind, Regen, Bliz stets zu Gebote sein. 5. Lobt GOtt, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet und alles Gute noch ver heißt und stärket, kräftet, gründet; der uns erleuchtet durch sein Wort, regiert und treibet fort und fort; drum dantet sei nem Namen. 7. Nun, großer HErr, wir dan ten deinem Namen, wir danken ihm, daß er Gras, Frucht und Samen zu rechter Zeit durch Regen, Thau erquickt und wieder brauf ein warmes Wetter schickt. 6. Lobt GOtt, der auch dies gute Werk, so in uns angefangen, vollführen wird und geben Stärk', das Kleinod zu erlangen, das er hat allen dargestellt und seinen Gläub'gen vorbehält, drum dantet seinem Namen. 8. Auch bitten wir, laß deinen Gnadensegen auch ferner noch um unsre Felder legen, daß wir mit Dank in Ruh und ungekränkt geniefen das, was deine Hand uns schenkt. 7. Lobt GOtt, ihr starken Seraphim, ihr Fürstenthum und Thronen. Es loben GOtt mit heller Stimm', die hier auf Erden woh nen. Lobt GOtt und preis't ihn früh und spat, ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. 3. Franc. 852. M. Es ist das Heil nns. ringt her dem HErren Lob und Ehr', aus freudigem Gemüthe! Ein Jeder GOttes Ruhm vermehr' und preise seine Güte! Ach lobet, lobet alle GOtt, der uns befreiet aus der Noth! Nun dantet seinem Namen. 2. Lobt GOtt und rühmet alle zeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt und dadurch alle Ding' erhält: Drum danket seinem Namen. 3. Lobt GOtt, der uns geschaffen hat Leib, Seele, Geist und Leben aus lauter väterlicher Gnad' uns allen hat gegeben; der uns durch seine Engel schüßt und täglich giebet, was uns nüßt: drum danket seinem Namen. 4. Lobt GOtt, der uns schenkt' seinen Sohn, der für uns ist Der 146. Pfalm. 853. M. Ich dank' dir, lieber. Du meine Seele finge, wohl dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn: Ich will den HErren droben hier preisen auf der Erd' und will ihn herzlich loben, so lang' ich leben werd'. 2. Ihr Menschen, laßt euch leh: ren, es wird sehr nüßlich sein, laßt euch doch nicht bethören die Welt mit ihrem Schein. Verlasse sich ja Reiner auf Fürstens macht und Gunst, weil sie, wie unser einer, nichts sind, als nur ein Dunst. 3. Was Mensch ist, muß erblas sen und sinken in den Tod, er muß den Geist auslassen, selbst werden Erd' und Koth. Allda ist's dann Lob- und Dankt- Gesänge. dann geschehen mit seinem klugen Rath und ist fein klar zu sehen, wie schwach sei Menschen That. 4. Wohl dem, der einzig schauet nach Jacobs GOtt und Heil, wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Theil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schab geliebt, sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 5. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das zeigen die Geschäfte die seine Hand gemacht, der Himmel und die Erden mit ihrem ganzen Heer, der Fisch' unzählig' Heerden im groBen wilden Meer. 431 Paul Gerhard. Frö gehöre gen Zion in sein Zelt, ist's billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. 854. röhlich wollen wir Alleluja singen, vor GOtt mit Begier unsers Herzens springen, sein' Gnad' vertiget hat all' unsre Sünden; ja in ihm haben wir reiche Schäße funden. 2. All's, was lebt auf Erd', soll und muß GOtt loben, reichlich ist sein Gnad' über uns erhoben. Kraft, Leben, Freud' und Stärk' haben wir ererbet, Höll', Tod und Teufels Macht ist durch ihn verderbet. 6. Hier sind die treuen Sinnen, die Niemand Unrecht thun, all' denen Gutes gönnen, die in der Treu beruh'n. GOtt hält sein Wort mit Freuden und was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schüßt er im Gericht. 3. GOtt sagt Gnade zu allen, die ihm trauen, Trost, Hülf' schickt er zu den'n, die auf ihn bauen, fest stehet, treulich hält, ohne List und Trügen, wie uns sein Wort vermeld't, denn er kann nicht lügen. 4. GOtt sei Lob gesagt, GOttes ein'gem Sohne, GOtt, dem Heilgen Geist, mächtig in ein'm Throne von Anbeginn er war, bleibt auch bis an's Ende; all' Welt ihn suchet klar. HErr, von uns nicht wende. 7. Er weiß viel tausend Waisen zu retten aus dem Tod; er nährt und giebet Speisen zur Zeit der Hungersnoth; macht schöne rothe Wangen oft bei geringem Mahl und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 855, Mel. HErr, ich habe. 8. Er ist das Licht der Blinden, Gott, du Stifter aller Wonne, dessen erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er auf gericht't; er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund. wirkt, was allhier die heiße Sonne mit dem weiten Strahl umzirkt; dich muß aller Athem loben, was auf Erden unten, oben. 9. Er ist der Fremden Hütte, die Waisen nimmt er an: erfüllt der Wittwen Bitte, wird selbst ihr Trost und Mann; die aber, die ihn haffen, bezahlet er mit Grimm, ihr Haus und wo sie saßen, das wirft er um und um. 2. Alles Wild, was auf der Haiden und durch Busch und Hecken geht, alles Rindvieh auf der Weiden, was im Stall und Hürden steht, was auf Bäum' und Feldern klimmet, was durch See und Flüsse schwimmet. 3. Ach die Schaar, die man in Lüften, allen Thalen singen hört, 10. Ach! ich bin viel zu wenig, und die ohne Kunst und Schriften zu rühmen seinen Ruhm, der uns die Sorgen meiden lehrt, muss HErr allein ist König, ich eine vor dir die Stimm' erheben und welte Blum'. Jedoch weil ich mit Furcht dir Ehre geben. 4. Alle 432 Lob- und Dank- Gesänge. 4. Alle Gräslein in den Feldern, 3. Dir, HErr, und beinem Leialles was in Gärten blüht, alle Bäumlein in den Wäldern, alles was man grünen sieht, muß, wenngleich die Menschen schweigen, deinen Ruhm und Macht bezeugen. tiem 193 5. Wie sollt ich denn das verbehlen, was das stumme Laubwert preis't? Soll ich nicht viel mehr erzählen, was du, HErr, mir hast erweis't? mir, der ich mit bösem Leben Anlaß bir zum Born gegeben. den befehl ich meine Weg'; in schweren Unglüdszeiten auf dich die Sorg' ich leg', in Hoffnung, daß du mich davon wohl kannst befreien und durch ein gut Ge deihen ergößen mildiglich. 4. Ja, du kannst alles machen und bleibt auch wohl gemacht, du führeft alle Sachen, wie sie bein Rath bedacht. Thu solches auch an mir, so soll mein Herz mit Springen von deiner Güte fin gen und freudig banten dir.id m. Val. Thilo. 6. Du hast mich aus nichts fors miret, haft von Sünden mich erlöft, hast mich mit Verſtand 857. Mel. HErr, ich habe. allelujah! Hammertrübe Nacht vergeht, weil das Licht getränkter Hersen, meine Freudenfonn', ausgeht! Halleluja! meg mit Kla gen! weg mit Winseln und Ber zagen. 7. Du läßt mir zu gut aussprieBen Bäume, Kräuter, Del und Most, daß ich dessen fann genie- 2. Nun vergeß ich aller ThräBen, giebst mir Wild und Vieh nen, so die Angst mir ausgepreßt, jur Rost: Erbe, Meer und Bust nun verfliegt mein trübes Seh muß geben, was da noth ist meinen und der Sorgen strenge nem Leben. Pest, weil der hohe Tag fich fin8. Wer tann deine Güt' erzähdet, daran Noth und Tod vers len? HErr, dies ist für mich zu schwindet. doi. Joinjalin piel, Zeit und Wort und Kräfte fehlen, benn bein' Hülf' ist ohne Biel Drum so laß mein tinds lich Lallen, die in Einfalt, HErr, gefallen. 3. Frand. 856. M. Von GOtt will ich. 3. Jhr, die neben mir gestanden, als am Kreuz mein Heiland stritt, als er voller Hohn und Schanden, voll von Angst den Tod erlitt, kommt und helft ihn mit mir grüßen, nun er Gruft und Tod durchriffen. Groß ist, HErr, beine Güte, sehr groß ist deine Treu, in der Gerechten Hütte zeigt sie sich täglich neu, wenn sie in aller Noth abwendet Angst und Leiden, burch Trübfal führt zu Freuden und zwinget auch den Tod. 4. Rommt, ich muß ihm früh begegnen, weil sein Gnadenthau abfällt! Ach! er wird mit Trost mich segnen, er, der Trost der müden Welt. Kommt, wer mag sich hier entsegen? Nichts ist, das uns tann verlegen. 2. Wie sollt' ich denn nicht haben an bir, HErr, meine Lust, der du 5, Eins noch, fühl' ich, will mich durch deine Gaben mir so viel drücken, wer doch, ach! wer steht Gutes thust? Du giebest mir mir bei? wer hilft mir das allein, wodurch mein Herz gestil- Wert beschicken? Wer macht Tet, wodurch mein Wunsch erfül- mich des Kummers frei? Wer let und ich fann fröhlich sein. tann Rath, der tauglich, geben? wer getröst't, bast mich dir zum Dienst erwählet, von Berdammniß los gezählet. Lob- und Dank- Gesange. 433 wer legt Hand an, und hilft Schimpf bestehn. Wie ich von heben. bir glaub' und sage, also laß 6. Mich beschwert, ich muß es tla- mir's auch ergehn. Rette mich, gen, ein sehr ungeheurer Stein; laß deine Güte mir erfrischen diese Laft, die ich getragen, drückt mein Gemüthe; neige deiner mir Hals und Schultern ein; ja, Ohren Treu und vernimm mein ich tann davor nicht schauen, dem Angstgeschrei. ich soll mein Herz vertrauen. 2. Sei mein Aufhalt, laß mich 7. Will ich mich zu GOtt er- siben bei dir, o mein starker heben, dieser Stein hält mich Hort; laß mich deinen Schuß zurück; hoff' ich kummerfrei zu beschüßen und erfülle mir bein leben, macht er, daß ich fast er- Wort, da du selbsten meinem Lestid. Will ich fliehn, er tann ben dich zum Fels und Burg gegemich hindern. Wer wird doch ben; hilf mir aus der Heuchler die Sorgen mindern? Band und des Ungerechten Hand. 3. Denn dich hab' ich auserlesen von der zarten Jugend an; dein Arm ist mein Trost gewesen, HErr, so lang' ich denken tann; auf dich hab' ich mich erwogen, alsbald du mich der entzogen, der ich, ehe Tag und Nacht mich erblickt, im Leibe lag. 4. Von dir ist mein Ruhm, mein Sagen, dein erwähn' ich immerzu. Viele spotten meiner Plagen, höhnen, was ich red' und thu. Aber du bist meine Stärke, wenn Andr. Gryphen. ich Angst und Trübsal merke, 858. M. Nun kommt der Heiden. lauf ich dich an; gönne mir, alleluja! lobet GOtt! lobt fröhlich stets zu sein in dir. 8. Auf! mein Geist! auf! ich empfinde, daß ich dieser Wehmuth los. GOtt, durch den ich überwinde, dem kein Wunder wert zu groß, hat, eh' ich es recht ward innen, diesen Stein gewälzt von hinnen. 9. Halleluja! weg mit Klagen, Ich bin meiner Wehmuth frei, weg mit Winseln und Verzagen! mein Erlöser steht mir bei, weil die Finsterniß vergehet und die Freudensonn' entſtehet. einer in dem Heiligthum unsers GOt- Seiten, wenn mein hohes Alter tes hohen Ruhm. 2. Ihn zu loben seid bedacht in der Feste seiner Macht: lobt und preiset weit und breit seine große Herrlichkeit. tommt, da die schwachen Tritte gleiten und man Trost am Stekken nimmt; da greif' du mir an die Arme, fall'ichnieder, so erbarme bu dich, gilt mir in die Hoy, und halt' bis ich wieder steh. 6. Mach es nicht, wie mir's die gönnen, die mein' abgesagte Feind, auch mir, wo sie immer können, mit Gewalt zuwider seind. Sprechen: auf! laßt nns ihn fassen, sein GOtt hat ihn ganz verlassen, jagt und schlägt ihn immerhin, Niemand schützt und rettet ihn. 7. Ach, mein Helfer! sei nicht ferne, fomm und eile doch zu mir, gerne 3. Seine Thaten überall lobet mit Posaunenschall, mit der Instrumenten Klang und dem schönsten Lobgesang. 4. Alles, was nur Odem hat, preise GOttes Rath und That: alles, was ist fern und nab, singe frisch: Halleluja. M. Kram. Der 71. Psalm. 859. M. Du, o schönes Weltgeb. err, dir trau ich all' mein' Lob- und Dank- Gefänge. 434 gerne, zieb mich aus der Noth herfür, daß sich meine Feinde schämen, und vor Hohn und Schande grämen, ich hingegen lustig sei über mir erwies'ne Treu. 8. Mein Herz soll dir all'zeit bringen deines Lob's gebürlich's Theil, auch soll meine Zunge sin gen täglich dein unzählig Heil. Ich din start herein zu gehen, unerschroden da zu stehen durch des großes Herrschers Kraft, der die Erd' und Alles schafft. 9. HErr, ich preise deine Tugend, Wahrheit und Gerechtigkeit, die mich noch in meiner Jugend hoch ergößet und erfreut; hast mich als dein Kind ernähret, deine Furcht dabei gelehret, oftmals wunderlich bedeckt, daß mein Feind mich nicht erschreckt. 10. Fabre fort, o mein Erhalter, fahre fort und laß mich nicht in dem hohen grauen Alter, wenn mir Lebenskraft gebricht; laß mein Leben in dir leben, bis ich Unterricht tann geben Kindes tindern, daß bein' Hand ihnen gleichfalls sei bekannt. 11. GOtt, du bist sehr hoch zu loben, bir ist nirgends etwas gleich, weder hier bei uns noch broben in dem Stern- und Engelreich. Dein Thun ist nicht aus zusprechen, deinen Rath kann Niemand brechen, Alles liegt dir in dem Schooß und dein Wert ist alles groß. mein Weinen, das mir aus den Augen floß: ich selbst werde wie ganz neue, fing' und flinge deine Treue, meines Lebens ein'ges Ziel, auf der Harf und Saitenspiel. 14. Jch bin durch und durch entzündet, fröhlich ist, was in mir ist: alle mein Geblüt empfindet dein Heil, das du selber bist. Ich steh in gewünschtem Stande, mein Feind ist voll Scham und Schande, der mein Unglück hat gesucht, leidet, was er mir geflucht. Paul Gerhard. 860. Das Te Deum laudamus verdeutscht. Err Gott! dich loben wir! HErr GOtt! wir danken dir. Dich, GOtt Vater in Ewigkeit ehret die Welt sehr weit und breit; all' Engel und Himmels: heer, und was da dienet deiner Chr', auch Cherubim und Seraphim singen immer mit hoher Stimm': Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht über Himmel und Erden weit; der heiligen zwölf Boten Zahl und die lieben Propheten all', die theuren Märt'rer allzumal loben dich, HErr, mit großem Schall. Die ganze werthe Christenheit rühmt dich auf Er den allezeit, dich, GOtt, Vater, im höchsten Thron, deinen rechten und einigen Sohn, den Heil'gen Geist und Tröster werth, mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 3. Du König der Ehren, JEsu Christ! GOtt Vaters ewiger Sohn du bist! der Jungfrau'n Leib nicht hait verschmäht, zu erlösen das menschlich' Geschlecht: du 13. Such ich Trost und finde haft dem Tod zerstört sein' Macht, teinen: balde werd' ich wieder und alle Christ'n zum Himmel proß. Dein Trost trodnet mir bracht. Du sit'st zur Rechten 12. Du ergiebst mich großen Nöthen, giebst auch wieder große Freud'; heute läßt du mich ertödten, morgen ist die Lebenszeit, da ermunterst du mich wieber und erneuecft meine Glieder, holst sie aus der Erdenkluft, giebst dem Herzen wieder Luft. GOttes Lob- und Dank- Gesänge. 435 GOttes gleich mit aller Ehr' in's| tann, so sagt auch ihr Gebrüll: Vaters Reich, ein Richter du zukünftig bist üb'r all's, was todt und lebend ist. daß sie zu deinem Sob bereit und danken deiner Gütigkeit. 6. Nehm' ich dann meiner sels ber wahr, so find' ich an mir hell und flar viel tausend Wu derthat, dafür ich jetzt und allezeit muß danten deiner Gütigkeit. P. Gerhard. 4. Nun hilfuns, HErr, den Die nern dein, die mit dein'm theuren Blut erlöset sein; laß uns im Himmel haben Theil mit den Heil'gen im ew'gen Heil; hilf beis nem Volt, HErr Esu Christ, und segne was dein Erbtheil ist, wart' und pfleg' ihr'r zu aller Zeit, und heb' sie hoch in Ewigkeit. sad j bich, und ehr'n deinen Namen steere Wundergnad, bie mir 5. Täglich, HErr GOtt, wir loben 862. M. Von GOtt will ich nicht. dich tiglich. Behüt' uns heut, o treuer erwiesen GOtt, vor aller Sünd' und Misse- so große Dinge bisher that, sei uns gnädig, o HErre hat: denn das ist meine Pflicht GOtt! sei uns gnädig in aller Noth, zeig uns deine Barmherzigs teit, wie unsre Hoffnung zu dir steht; auf dich hoffen wir, lieber HErr, in Schanden laß uns nimmermehr. Amen. D. M. Luther. 861. M. Warum betrübst du dich. in meinem ganzen Leben, bit Lob und Dant zu geben; mehr bab' und kann ich nicht. 2. Du hast mein Herz erhöhet aus mancher tiefen Noth; ben aber, der da gehet und fuchet meinen Tod und thut mir Herzan leid an, den haſt End', wohin ich Herz und Augen wend', was du uns Gutes thust: brum ist mein Herz zum Lob bereit und dantet deiner Gütigkeit, gen, so, daß er meiner Plagen sich nicht erfreuen kann. 3. HErr, mein GOtt! da ich Kranter vom Bette zu dir schrei, da ward dein Heil mein Unter, und stand mir freulich bei. Da Andre fuhren hin aur finstern Todeshöhle, da hielft bu meine Seele und mich noch, wo ich bin. 4. Jhr Heiligen, lobsinget und dantet eurem HErrn, der, wenn die Noth herbringet, bald hört und herzlich gern uns Gnad' und Hülfe giebt: rühmt den, deß Hand uns träget, und wenn er uns ja schläget, nicht allzusehr betrübt. 5. GOtt hat ja Vaterhände und strafet mit Geduld, sein Zorn nimmt bald ein Ende, sein Herz ist voller Huld, und gönnt uns lauter Gut's. Den Abend währt das Weinen, des morgens macht das Scheinen der Sonn' uns gutes Muths. Ee 2 6. Jch 2. Wenn mich auch nur an haucht der Wind, so dünkt mich schon du sprichst: Mein Kind, ich thu es dir zu gut; laß sein dein Herz zum Lob bereit und dante meiner Gütigkeit. 3. Wenn ich das schwang're Feld betracht, wie es vor reichem Segen lacht, so dünkt mich, daß es spricht: Ei, mach dein Herz zum Lob bereit und danke GOttes Gütigkeit. 40 puntong 4. Komm ich dann aus in Busch und Wald, so hör' ich da von fernen bald der Vögel süße Stimm', damit sie sind zum Lob bereit und danken deiner Gütigkeit. 5. Schau ich die bunten Wiesen an, da man die Heerden weiden Dantlied nach überstans bener Krankheit. I 436 Lob- und Dank Gesänge. 6. Ich sprach zur guten Stunde, Der 111. Pfalm. d da mir's noch wohl erging: Ich 863. M. Aus meines Herzens. ſteb auf festem Grunde, acht' allesch will mit Danten kommen mehr, das weiß ich, niederliegen, rechten wahren Frommen, die denn GOtt, der fann nicht trü- GOttes Rath und That mit gen, der liebt mich gar zu sehr. Süßem Lob erhöhn, zu denen 7. Als aber dein Gesichte, ach mill ich treten, und soll mein SOlt sich von mir wandt, da Dank und Beten von ganzem ward mein Trost zu nichte, da Herzen gehn. 102 302 lag mein Heldenstand; es ward mir angst und bang, ich führte chwere Klagen mit Zittern und mit Bagen: HErr, mein GOtt, wie so lang'! tist 2. Groß ist der HErr und mächtig, groß ist auch, was er macht, wer aufmerkt, und andächtig nimmt seine Wert' in Acht, hat eitel Lust daran. Was seine Weisheit sebet und ordnet, das ergötet und ist sehr wohl gethan. 8. Hast du dir vorgenommen, mein ewiger Feind zu sein? was werden dir denn frommen die aus 3. Sein Heil und große Güte geborrten Bein und der elende steht fest und unbewegt: damit Staub, zu welchem in der Erden auch dem Gemüthe, das uns im wir werden, wenn wir werden Herzen schlägt, dieselbe nicht entdes blajsen Todes Raub, weich', hat er zum Glaubenszunder ein Denkmal seiner Wunder gestift't in seinem Reich.idmis 9. So lang' ich Leben habe, lobfing' ich deiner Ehr', dort aber, in dem Grabe, gedent ich dein nicht mehr. Drum eil' und hilf mir auf und gieb mir Kraft zu leben, dafür will ich dir geben mein's Lebens ganzen Lauf. de 10. Nun wohl, ich bin erhövet, mein Seufzen ist erfüllt, mein Kreuz ist umgekehret, mein Herzleid ist gestillt, mein Grämen hat ein End, es ist von meinem Herjen ber bittern SorgenSchmerzen durch dich, HErr, abgewandt. 4. Gott ist voll Gnad' und Gas ben, giebtSpeis' aus milder Hand, die einen wohl zu laben, die ihm allein bekannt; denkt stets an seis nen Bund, giebt denen, die er wei den will mit dem Erb' der Heiden all seine Thaten fund.op daik 5. Das Wirfen seiner Hände, und was er uns gebeut, das hat ein gutes Ende, bringt reichen Trost und Freud' und Wahrheit, die nicht trügt. in GOtt leitet ſeine Knechte in dem rechtschaffnen Rechte, das sie zum Leben neigt. 11. Du bast mit mir gehandelt noch besser, als ich will, mein Klagen ist verwandelt in eines Reigens Spiel, und für das Trauerleid, in dem ich vor gestöhnet, da hast du mich gekrönet mit füßer Luft und Freud'. negnil 6. Sein Herz läßt ihn nicht reuen, was uns sein Mund verspricht, giebt redlich und mit Treuen, was unser Unglück bricht: ist freudig unverzagt, uns alle zu erlösen vom Kreuz und allem Bösen, das seine Kinder plagt, di 12. Auf! daß zu deinerEhre mein' Ehre sich erhüb' und nimmer stille wäre, bis daß ich deine Lieb' und ungezählte Zahl der großen Wunderdinge mit ew'gen Freuden singe im goldnen Himmelssaal. and modd 80D. Br. Fabricius. 7. Sein Wort ist wohl gegründet, sein Mund ist rein und klar, wozu er sich verbindet, das macht er fest und wahr und wird ihm gar nicht schwer. Sein Name, den so Lob- und Dauf- Gefänge. 437 ben er führet, ist heilig und gezie- sonin Der 117. Pfalm. ret mit großer Pracht und Ehr'. 866. M. Nun freut euch, lieben. 8. Die Furcht des HErrn giebet obet den Herrn, ihr Heiden den besten zur heit, die GOtt liebet und rühmt mit seinem Mund. O wie flug ist der Sinn, der diesen Weg verstehet und fleißig darauf gebet, deß Lob fällt nimmer hin. P. G. 864, M. Hast du denn, JEsu. Nobe den Herren, den mächtigrunde, preis't ihn, ihr Völker allzumal, dankt ihm zu aller Stunde. daß er euch auch erwäh let hat, und mitgetheilet seine Gnad' in Christo seinem Sohne. 2. Denn seine groß' Barmherzigkeit thut über uns ſiets walgen König der Ehren, meine ten, fein' Wahrheit, Gnad' und geliebete Seele, daß ist mein Be- Gütigkeit erscheinet Jung und gehren. Rommet zu Hauf, Psal- Alten, und währet bis in Ewigter und Harfe wacht auf! lasset teit, schenkt uns aus Gnad' dieseden Lobgesang hören. 198af tidligkeit Drum singet: Alleluja. 2. Lobe den HErren, der Alles so Der 150 Pfalm. herrlich regieret, der dich auf delers Fittigen sicher geführet, der fällt? hast du nicht dieses verspüret? 13 Lobe den Herren, der tünstlich und fein dich bereitet, ber bir Gesundheit verlieben, dich freund lich geleitet. In wie viel Noth hat nicht ber gnädige GOtt über dir Flügel gebreitet? manis 867. M. Befiehl du deine Wege. Nobet GOtt unsern HErrn in ges feinem zu seinen Ehren, macht herrlich sei nen Ruhm, lobt ihn im Firma mente, da seine groß' Gewalt und sein start Regimente zu sehn ist mannigfalt. Insosg doto 1190 sid 2. Sobet mit Herz und Munde all' seine Wunderthat, die er zu aller Stunde häufig verrichtet hat; ob seiner Majestäten und großen Herrlichkeit, thut sein Sob weit ausbreiten in alle Ewigkeit. 4. Sobe den HErren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus bem Himmel mit Strömen ber Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige tann, der bir mit Liebe begegnet, na dnu 15. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen. Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht, lobende, schließe mit Amen. 1861$ 793. Neander 3. Lobet ihn fröhlich alle mit der Posaunen Klang, dem herren zu gefallen, macht lieblichen Gefang mit Psalter, Harf und Geigen, sammt anderm Instrument; mit Pauten, Pfeif'n und Reigen preifet sein Lob behend' ssd bon 4. Des Herren Namen alle lo bet mit Saitenspiel, mit hellem Cymbelschalle, macht seines Lobes viel, mit Cymbeln, die wohl klingen, rühmt seine Gütigkeit, von seinem Lob thut fingen immer und allezeit. dud're doit ende 5, Es soll den Herren Loben und preisen immerdar, im Himmel hoch bort oben, die engelische Schaar; desgleichen auf der Erden, alles was Odem hat Fe3 foll 790 Der 117. Pfalm. oust 865. M. Meine Seele erhebetben. Nobet denHErrn alle Heiden, und preiset ihn alle Völker; denn feine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Alleluja! 2. Ehre sei dem Vater und dem Sohn, dazu auch GOtt dem Heis ligen Geist, als der im Anfang war und nun, und bleibet bis in Ewigkeit. Amen, Alleluja. MSG Lob- und Dank- Gefänge. 438 foll seines Ruhms voll werden, preis'n seine Wunderthat. 6. Amen mit Mund und Herzen fprecht, o ihr gläub'ge Schaar, all' Traurigkeit und Schmerzen treibt von euch ganz und gar, seid fröhlich in dem HErrn und lobt ihn allezeit, er wird in Freud' verkehr'n all' euer Herzeleid. 7. Er wird euch reichlich geben all's, was euch nöthig ist, allhier in diesem Leben, und dort zu aller Frist; wird euch in Himmel führen und selig machen gar, thuts mit ein'm Eid betheuern. Amen, das werde wahr. 9. Ach! so gönne mir die Freude, 868. M. GOtt des Himmels. JEsu die dein Himmel hegt; fei Meine eines Lebens beste Freude ist du selber meine Weide, die mich der Himmel, GOttes Thron; hier und dort verpflegt, und an meiner Seele Trost und Weide dir recht frch zu sein, nimm mich ist mein JEsus, GOttes Sohn; in den Himmel ein. was mein Herze recht erfreut, ist S69. D. GOtt, du frommer. in jener Herrlichkeit. 8. Trinten, Effen, Tanzen, Sprin gen labet meine Seele nicht; aber nach dem Himmel ringen und auf JEsum sein gericht't, ist der Seele schönste Zier, geht auch aller Freude für. 3. Frant. M. S. L. 2. Undre mögen fich erquicten Nun banket Alle GOtt, mit an den Gütern dieser Welt; ich will nach dem Himmel blicken und zu JEsu sein gestellt; denn der Erde Gut vergeht, JEsus und sein Reich besteht. Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut und noch jebund gethan. 2. Der ewig reiche GOtt woll' uns bei unserm Leben ein immer fröhlich's Herz und edlen Fries den geben, und uns in seiner Gnad' erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr' und Preis sei GOtt, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich im hohen Himmelsthrone, dem dreieinigen GOtt, als der ursprünglich war, der ist und bleiben wird jebund und immerdar. M. Martin Rindard. 3. Reicher kann ich nirgends werden, als ich schon in JEsu bin, alle Schäße dieser Erden find ein schnöder Angstgewinn. JGius ist das rechte Gut, das der Seele sanfte thut. 4. Glänzet gleich das Weltgepränge, ist es lieblich anzusehn; währt es doch nicht in die Länge, und ist bald damit geschehn; plößlich pfleget aus zu sein dieses Lebens Glanz und Schein. 5. Aber dort des Himmels Gaben, die mein JEsus innen hat, können Herz und Seele laben, machen ewig reich und satt, und vergeht zu feiner Zeit jenes Lebens Herrlichkeit. treuer, und sein Himmel mir vers spricht; dort ist alles ausgejagt, was die Seele kränkt und plagt. 7. Einen Tag bei JEsu siben, ist viel besser als die Welt tausend Jahr in Freuden nüßen; aber ewig sein gestellt zu des HErren rechter Hand, bleibt ein auserwählter Stand. Zusap. * 4. Der große, starke GOtt 6. Rost und Motten, Raub und woll' uns von allem Bösen und Feuer schaden auch der Freude was uns schaden mag, gewalnicht, die mein JEsus, mein Ge- tiglich erlösen, er schüß, er rette uns, Lob- und Dank- Gesänge. 439 7. Er lasse seine Lieb' und Güt' um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. * 5. Stell dich, HErr, wie du willst, ich fahre fort mit Schreien in meiner Angst zu dir, du wirst mir Hülf' verleihen, du hast mir's zugesagt, drum muß es auch geschehn. Ich werd noch meine Lust an deiner Hülfe sehn. * 6. Laß dich, HErr JEsu Christ, durch mein Gebet bewegen, tomm in mein Haus und Herz und 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und wenn wir scheiden von der Erd', verbleib' er unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu, und zeig' uns drauf sein Angesicht dort in der ew'gen Ruh. Paul Gerhard. 871, M. Nun laßt uns GOtt, un uns in bring' mir deinen Segen: all Niu Chrifti Namen dem Arbeit, Müh' und Kunst ohn dich nichts richtet aus, wo du mit Gnaden bist, kommt Segen in das Haus. HErren Lob erweisen und seine Güte preisen. 2. Er ist's, der uns das Leben aus Gnaden hat gegeben, Leib, Seel' und was wir haben, sind alles seine Gaben. 3. Daß wir erhalten werden, schafft er, was Noth auf Erden, ja alles Fleisch er speiset, viel Gutes uns erweiset. 4. Da wir in Noth gerathen durch unsre Missethaten, hat er den Sohn uns geben, der wie derbracht das Leben. 5. Wenn wir sein Blut auffassen, wird uns die Sünd' erlassen. Wohl dem, der auf ihn bauer, ihm Leib' und Seel' vertrauet. 6. Den Heil'gen Geist er schentet, mit seinem Blut uns tränfet, mit seinem Fleisch uns speiset, viel Gutes uns beweiset. uns, er helf uns allezeit, so lang' er uns allhier das Leben noch verleiht. * 7. Jest ist die Gnavenzeit, jest steht der Himmel offen, jett hat noch Jedermann die Selig teit zu hoffen, wer diese Zeit versäumt und sich zu GOtt nicht fehrt, der schrei Weh über sich, wenn er zur Höllen fährt. 870. M. Lobt GOtt, ihr Christen. un danket all' und bringet Ehr', ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld't. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall, GOtt, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns vom Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo tein Mensch mehr belfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hochbes trübt, boch bleibet gutes Muths, die Straf erläßt, die Schuld vergiebt und thut uns alles Gut's. Yun 5. Er gebe uns ein fröhlich's Herz, arfrische Geist Sinn, und werf' all' Angst, Furcht, Sorg' und Schmerz in's Meeres Tiefe hin. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil zu allem Stand. 7. Drum lasset uns ihn ehren, und seinen Ruhm vermehren, laßt uns dem HErren singen und ein Dankopfer bringen. 872. Sn bekannter Vielodie. Nun lob', mein' Seel', den HErNaren, men sein; sein' Wohlthat thut er mehren, vergieß es nicht, o Herze mein, hat dir dein' Sünd' verge ben und heilt dein Schwachheit groß, errett't dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schooß, nit reichem e 4 440 Lob- und Dank- Gesänge. reichem Trost beschüttet, verjüngt 873. M. Es ist das Heil uns. dem Adler gleich. Der König ( ei Lob und Ehr' dem höchsten schafft Recht, behütet, die leid'n Gut, dem Vater aller Güte! in seinem Reich.d in the sid dem Gott, der allein Wunder 2. Er hat uns wissen lassen sein thut, dem Gott der mein Ges heil'ges Recht und sein Gericht, müthe mit seinem reichen Trost bazu sein' Güt' ohn' Maßen; es erfüllt, dem GOtt, der allen mangeltan Erbarmung nicht, Jammer stillt. Gebt unserm fein'n Zorn läßt er bald fahren, GOtt die Ehre! straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad' thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold, sein' Güt' ist hoch erhaben bei den'n, die fürch ten ihn. So fern der Ost vom Abend, ist unsre Sünd' dahin. 3. Wie sich ein Vat'r erbarmet über sein' junge Kindlein klein, so thut der Herr uns Armen, so 3. Was unser GOtt geschaffen wir ihn findlich fürchten rein. Er hat, das wird er auch erhalten, kennt uns arm Geschöpfe, GOtt darüber will er früh und spat weiß, wir sind nur Staub, gleich mit seiner Gnade walten. In wie das Gras zu rechnen; ein' seinem ganzen Königreich ist alles Blum' und fallend Laub der Wind recht und alles gleich. Gebt unnur drüber wehet, so ist es nim serm GOtt die Ehre! is rodand mer das also der Mensch verge 4. Ich rief den Herrn in mei het, fein Ende ist ihm nah. sdner Noth: Ach GOtt! vernimm 14. Die Gottesgnad alleine steht mein Schreien! da half mein 2. Es danken dir die Himmels heer', o Herrscher aller Thronen! und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten woh nen, die preisen deine Schöpfers macht, die alles also wohl bes dacht. Gebt unserm GOtt die Chre! Ido As tnd 11.00 fest und bleibt in Ewigkeit bei Helfer mir vom Tod und ließ seiner lieb'n Gemeine, die steht mir Trost gedeihen. Drumdank, in seiner Furcht bereit, die sei- mein Gott, drum dank' ich dir nen Bund behalten. Er herrscht Ach! danket, danket GOtt mit im Himmelreich. Ihr starken En- mit. Gebt unserm GOtt die gel, waltet sein's Lob's und dient Ehre! snip radi zugleich dem großen HErrn zu 5. Der Herr ist noch und nim Ehren und preist sein heil'ges mer nicht von seinem Volk ge Wort! mein Seel' soll auch verschieden, er bleibet ihre Zuver mehren sein Lob an allem Ort.| ficht, ihr Segen, Heil und Frie 5. Sei Lob und Preis mit Ch- den. Mit Mutterhänden leitet ren, GOtt Vater, Sohn, Heiligem er die Seinen stetig hin und her Geist! der woll' in uns vermeh- Gebt unserm GOtt die Ehre. ren, was er aus Gnaden uns verheißt; daß wir ihm fest vertrauen, gänzlich verlaff'n auf ihn, von Herzen auf ihn bauen, daß unser Herz, Muth und Sinn ihm tindlich thun anhangen. Drauf fingen wir zur Stund'! Amen, wir werden's erlangen, glaub'n wir aus Herzensgrunds do ust sunt red Sue dJob: Poliander. 6. Wenn Trost und Hülf' ermangeln muß, die alle Welterzeia get, so kommt und hilft der Uleberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen deme zu, der sonsten nirgends findet Rub Gebt unserm GOtt die Ehre! de 7.3ch will dich all mein Leben lang, o GOtt, von nun an ehren, man soll, o GOtt, bei'm Lobge fang Lob- und Dank- Gesänge. 441 rer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem fang an allen Orten hören. Mein 4. Seinen Geist, den edlen Fühganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue fich: Gebt unserm GOtt die Ehre! ad 8. 3hr, die ihr Christi Namen nennt, erhebet feine Lehre; ihr, hellen Glaubenslicht, das des die ihr GOttes Madt betennt, gebt unserm GOtt die Ehre: die falschen Gößen macht zu Spott: Der HErr ist GOtt! der HErr ist Gott! gebt unserm GOtt die Chre! som Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seiner Beit, GOttes Lieb' in Ewigkeit. on 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht, will dem Leibe Noth zustehen, nimmt er's geichfalls wohl in Acht; wenn mein Können und Vermögen nichts vermag, nichts helfen tann, tommt mein GOtt und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Dingowährt seine Zeit. GOttes Lieb' in Ewigkeit, s 6. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt, wo ich nur mein Aug' hinkehre, find ich, was mich nährt und hält, Thiere, Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh', in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, GOttes Lieb' 2c, mist 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär' ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit 2c. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan rumgeführt, bie mich doch mein Lebetage niemals noch bisher berührt. GOttes Engel, den er sendet, hat das Böse, so der Feind anzurichten ist ge meint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding ic. mic chitant 8. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz ent zeucht, ob es gleich bisweiler Sünde thut und aus der Bahne e 5 weicht 9. So tommet vor sein Anges ficht mit jauchzenvollem Sprin gen, bezahlet die gelobte Pflicht und laß uns fröhlich singen: GOtt hat es alles wohl bedacht, und alles, alles wohl gemacht, Gebt unserm GOtt die Ehre! Jo Joh. Casp. Schaden 874. M. Laffet une ben Herrent, ollt' ich meinem GOtt nicht fingen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Da ich seh in allen Dingen, wie so gut er's mit mir meint. Ist doch nichts, als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn' Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit: GOttes Lieb' in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt; also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bebedt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein We sen gab und das Leben, das ich hab' und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit: GOttes Lieb' in Ewigkeit. 109 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ew'gen Feuer durch sein theures Blut gewinn', Ddu unergründ'ter Brunnen! wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können; Alles Ding währt seine Zeit: GOttes Lieb in Ewigkeit. Joon 442 Lob- und Dant- Gesänge. weicht; also hält auch mein Ver- 3. Wär' ich gleich wie Eröfus brechen mir mein frommer GOtt reich, hätte Baarschaft liegen, zu gut, will mein Fehlen mit der wär' ich Alexandern gleich an Ruth' und nicht mit dem Schwerte Triumph und Siegen, müßte rächen. Alles Ding 2c. gleichwohl siech und schwach Pfühl und Betten brüden; würd' auch mich im Ungemach all' mein Gut erquiden? 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, den noch, wenn ich's recht erwäge, find es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedente und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu sich lente. Alles ic. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn, Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein, also wird auch nach der Pein, wer's erwarten kann, ers freuet. Alles Ding 2c 4. Stünde gleich mein ganzer Tisch voller Luft und Freude, hätt' ich Wildpret, Wein und Fisch und die ganze Weide, die den Hals und Schmad ergökt; wozu würd' es nüßen, wenn ich dennoch ausgeseßt müßt' in Schmerzen sigen? 5. Hätt' ich aller Ehren Pracht, säß' im höchsten Stande, wär' ich mächtig aller Macht und ein Herr im Lande; mein Leib aber hätte doch auf- und angenommen der betrübten Krankheit Joch, was hätt ich für Frommen? 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in GOttes Liebe find't, 6. Jch erwähl' ein Stüdlein ei, so heb' ich meine Hände zu dir, Brod, das mir wohl gedeihet, Bater, als ein Kind, bitte, wollst für des rothen Goldes Roth, da mir Gnade geben, dich aus aller man Ach! bei schreiet. Schmedt meiner Macht zu empfangen Tag mir Speis' und Mahlzeit wohl, und Nacht, hier in meinem ganz und darf mein nicht schonen, zen Leben, bis ich dich nach dieser halt ich ein Gerichtlein Kohl Beit lob' und lieb in' Ewigkeit. höher als Melonen. Paul Gerhard. 7. Sammt und Purpur hilft mir nicht mein Elende tragen, wenn mich Hauptweh, Stein und Gicht und die Schwindsucht plas gen: lieber will ich fröhlich gehn 875. M. Schwing' dich auf. Mer wohl auf ist und geſund, in geringem Kleide, als mit Leid hebe er- in der schönhöhe seinen Mund zu des Höchsten Seide. 2. Ein gesundes frisches Blut macht ein fröhlich's Leben; giebt ans GOtt das ein'ge Gut, ist uns g'nug gegeben hier in dieser armen Welt, da die schönsten Gaben, und des goldnen Himmels Belt, wir noch fünftig haben. ften Güte. Laß uns danten Tag 8. Sollt ich stumm und sprachund Nacht mit viel schönen Lie- los sein, oder lahm an Füßen, dern unserm GOtt, der uns be sollt' ich nicht des Tages Schein dacht mit gesunden Gliedern. sehen und genießen, sollt' ich ge hen spät und früh mit verschloßnen Ohren; wollt' ich wünschen, daß ich nie wär' ein Mensch ge boren. Dantlieb für Gesundheit des Leibes. 9. Lebt ich ohne Rath' und Wiß, wär im Haupt verirret, hätte meiner Seele Siß, mein Herz fich In Kriegszeiten. sich verwirret, wäre mir mein Muth und Sinn niemals guter Dinge, wär' es besser, daß ich hin, wo ich her bin, ginge. 10. Aber nun gebricht mir nichts an erzählten Stücken, ich erfreue mich des Lichts und der Sonnen Blicken: mein Gesichte sieht sich um, mein Gehöre höret wie der Vöglein süße Stimm' ihren Schöpfer ehret. 11, Händ' und Füße, Herz und Geist sind bei guten Kräften, alle mein Vermögen fleußt und geht in Geschäften, die mein Herrscher hat gestellt hier in meinem Bleiben, also lang' es ihm gefällt, in der Welt zu treiben. 44% der mit den hellen Strahlen regt meine Augenlieder. 13. Habe Dant, du milde Hand, die du aus dem Throne deines Himmels mir gesandt, diese schöne Krone deiner Gnad' und großer Huld, die ich all' mein Tage niemals hab' um dich verschuld't und doch an mir trage. 14. Gieb, so lang' ich an mir hab' ein lebend'ges Hauchen, daß ich solche theure Gab' auch wohl möge brauchen: hilf, daß mein gesunder Mund und erfreute Sinnen dir zu aller Zeit und Stund alles Lieb's beginnen. 15. Halte mich bei Stärk' unt Kraft, wenn ich nun alt werde, bis mein Stündlein mich hinrafft 12. Jst es Tag, so mach' und thu in das Grab und Erde; gieb mir ich, was mir gebühret; fommt die meine Lebenszeit ohne sondres Nacht und süße Ruh, die zum Leiden und dort in der Ewigkeit Schlafe führet, schlaf und ruh' die vollkommne Freude. ich unbewegt, bis die Sonne wiePaul Gerhard. Der sechste Theil des Gesangbuches, Sosmob enthaltend die Lieder 639 po in Krieges, Friedens-, Bestzeiten und in dent anderen Landplagen. XXXV. In Kriegszeiten. Aª 876, M. Ach GOtt vom Himmel. 3. Es ist von uns der Nebench GOtt! wir treten hier christ gedrücket und betrogen; vor dich mit traurigem durch Rechtes Schein, Gewalt Gemüthe; wir bitten dich und List ist ihm das Sein entzo demüthiglich, rett' uns gen; darum sich nun die Strafe durch deine Güte. Schau an, wie find't ja unsre anerkannte Sünd', doch die Kriegsgefahr' die bei o HErr! wird uns vergolten. uns anhältimmerdar, uns drauet zu verderben. 4. Verzeih uns unsre Misſethat um Jesu Christi Willen, der für uns deinen Eifer hat am Kreuze wollen stillen! die Schuld ist da auf ihn gelegt, er ist das Lamm, das für uns trägt die Sünd' und Sündenstrafe. 5. Um deffentwillen hilf uns nun, erhöre unsre Klagen, schick uns 2. Gedente, Bater, jetzt nicht mehr, daß wir's verdienet haben und sonderlich, daß wir so sehr geschändet deine Gaben. Wir haben sie viel Jahr' und Zeit zur Pracht, zur Wollust, leppigkeit und Schwelgerei gebrauchet. 444 In Kriegszeiten. uns den Frieden wieder zu, nach 4. HErr JEsu, thu bei uns fo viel schweren Plagen, HErr, das Best, treib' von uns solche unser Land sieht elend aus, man fremde Cäst, den Papst und alle hält sehr übel drinnen haus, es andre Feind', die deinem Wort ist voll Noth und Jammer.zuwider seind. sed enn som 6.0 Der Kön'ge Herzen, Rath 5. Damit ferner bein liebes und Sinn hast du ja in den Hän- Wort in Fried' und Ruh an al ben, bu kannst sie auch allein dahin, lem Ort rein, unverfälscht ges wo dir's beliebet, wenden. Ach! predigt werd', so lang' wir leb'n neige du sie selbst dazu, daß sie auf dieser Erd, da dod doch stiften Frieb und Rub und allem Jammer steuern. 7.D HErr, wir fallen dir zu Fuß, und bitten bich baneben, du wollest doch durch wahre Buß auch bessern unser Leben, daß wir nicht selbst an unserm Theil ver hindern dieses große Heil, und Frieden bald erlangen. dalle 6. Ach! du herzliebster JGiu Christ, weil es aufs höchste kom men ist und allen Leuten wird sehr bang', so bleib' doch nicht mehr außen lang'. nist TAU 7. Mit deiner Hülf, die wir begehr'n in unsrer Noth, ohn all's Aufhör'n. Ach komm und rett uns arme Leut' aus dieser Kriegsbeschwerlichkeit. ded 8. Breit' aus um unser Reich und Land die Flügel deiner Gnaben, es beschüß und segne jeden Stand, mend Unglüd ab und Schaden, so werden wir dich je derzeit für solche Gnad' und Gütigkeit sammt unsern Kindern preisen, isd Smu doit moronatio 9. Hilf, HErr und Helfer, gnä diglich, wend ab die Strafen väterlich, wir woll'n dich preisen dankbarlich, hier zeitlich und dort ewiglich. ni wo and inl 9. Dies alles, Vater, werde wahr, du wollest es erfüllen; erhör' und hilf uns immerdar um JEsu Christi willent denn dein, o HErr, 878. M. Chrift, der du bist ist allezeit, von Ewigkeit zu Mch HErrl schon deines Voltes Ewigkeit, das Reich, die Macht doch, du bist ja unser Vater und Ehre, bursd and so 877.. Wenn wir in höchsten. noch; wir fallen all in deine Arm und rufen: Vater, dich erbarm, andis on 10000 2. Gefündigt haben wir gat sehr, ach! wirf die Sünde weg in's Meer: Wir greifen all nach JEsu Blut und schrein: Hall ein mit deiner Ruthla 20.0 GOtt, dein' arme ChristenHeitjeßt allenthalb'n Ver folgung leid't, sie wird gepreßt, geängstet sehr, und kann's fast nicht ertragen mehr.son 12 Die Feind toben gewaltig lich mit Morden, Brennen grau 3. Nach deinem Namen heißen samlich; es wird verheert all's wir, straf nicht, wie wir's ver mit Gewalt, man schonet weder bient bei dir, wend ab von uns Jung noch Alt. sid neftod bid und unserm Land die Feinde und 93.163 ist zwar unsre Sünden der Feinde Hand. lder uma iber schuld, doch hab', o lieber GOtt, 4. Zeigh deine Lieb und Güs Geduld mit uns so armen Würtigkeit, errette uns zu dieser Zeit, melein, schon' deiner liebsten Rin- beweise an uns insgemein, daß+ berleinis ug mer sonst du der Helfer seist allein. Johni DE 5. Ach 8. Heb auf den Krieg, nimm weg das Schwert, eh wir das durch werden verzehrt, bescher gewünschten Friedensstand bei uns und auch in anderm Land. In Kriegszeiten. 445 5. Ach HErr, sieh doch, wie uns so bang das Herze wallt, komm säum nicht lang, das Unglück trifft uns hart und schwer, und unser Land, das leidet sehr. Schwange nicht; drum hilf uns, HErr, treib von uns fern Krieg und all schändlich's Wesen. s. 7. Erleucht' auch unsern Sinn und Herz durch den Geist deiner 6. Neig deine Ohren, HErr, Guad, daß wir nicht treiben braus mein GOtt, und reiß uns aus ein'n Scherz, der unsrer Seele der Kriegesnoth, erhalte doch schad'. DJEsu Christi, allein du durch Christi Blut Beib, Reben, bist, der solch's wohl tann aus Ludw. Helmboldt. Ehre, Hab und Gut.) assid inrichten. nd 7. Thu deine Augen auf und fieh, wie alles so verheert allhie; uns schein, so wollen wir dir dant bar sein. dom 879. 3n bekannter Melodie, Friedensfürst, HErr JEsu und wahrer GOtt, ein starker Notbbelfer du bist im Leben und im Tod; drum wir allein im Namen dein zu deinem Vater schreien. 880. M. Durch Adams Fall. Gieb Fried', o frommer treuer aller den, wend ab die groß vorste hend? Noth, verhüt' all' unsern Schaden! Der Feind mit Macht dahin nur tracht't, die Völker zu Heiland fromm, erkennen, lob'n und ehren. me up liarR 2. Gieb Fried, o JEsu, lieber HErr, du Schüßer deiner Heerde, es langet an dein Amt und Ehr', den Gottesdienst so werthe, fol ches der Feind mit Ernst jett meint, wills hindern und aus rotten, drum steh uns bei, HErr JEsu, frei, die Feinde mach zu Spotte.delis dejjellour ind 2. Recht große Noth uns stößet an von Krieg und Ungemach, daraus uns Niemand helfen tann, denn du, drum führ die Sach': dein'n Bater bitt, daß er ja nicht im Born mit uns woll' fahren. 3. Gedent, HErr, jebund an dein Amt, daß du ein Friedfürst bin, und hilf uns gnädig allesammt jebund zu dieser Frist; laß uns hinfort dein göttlich Wort im Fried noch länger schallen. ben 4. Verdienet hab'n wir alles wohl, und leidens mit Geduld, doch deine Gnad größer fein soll, denn unsre Sünd und Schuld, 3. Gieb Fried, o HErr GOtt, Heils ger Geist, du Tröster aller Blöden, dein Hülf uns jetzt und allzeit leist, laß dein Kirch nicht vers öden; das G'bet erwed, den Glau ben stärt, gieb wahre Buß und Reute, die Feinde stürz, dein Volk beschüß, auf baß sichs ewig freue. 881. M. Wend' ab deinen Born. Darum vergieb nach deiner Lieb, handen werden, die ſo in Err, unser GOtt, laß nicht zu die du fest zu uns trägeft. 5. Es ist groß Elend und Gefahr, wo Bestilenz regieret; aber viel größer ists fürwahr, wo Krieg geführet wird. Da wird ver acht't und nicht betracht't, was recht und löblich wäre. ihren Nöthen und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen und zu dir rufen. 2. Mache zu Schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach! kehre 6. Da fragt man nicht nach dich mit Gnaden zu uns Armen, Chrbarkeit, nach Zucht und nach laß dichs erbarmen. Ja, dr00 Gericht. Dein Wort liegt auch 3. Und schaffe Beistand mider zu solcher Zeit und gebt im unsre Feinde, wenn du ein Wort sprichst, am 446 In Kriegszeiten. sprichst, werden sie bald Freunde, 6. Zeig' ihm deine Wunder roth, sie müssen Wehr und Waffen nie-| red' von deinem Kreuz und Tod, derlegen, kein Glied mehr regen. und was du mehr haft gethan, 4. Wir haben Niemand, dem wir zeig' ihm unsertwegen an; sage, uns vertrauen, vergebens ist, auf daß du unsre Schuld haft bes Menschenhülfe bauen. Mit dir wir zahlet mit Geduld und erlanget wollen Thaten thun und kämpfen, Gnad' und Huld. die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie tann untertreten und das bebrängte kleine Häuflein retten. Wir trau'n auf dich, wir schrein in JEsu Namen: Hilf, Helfer. Amen. Joh. Heermann. 882. M. Singen wir aus Herz. Preuer Wächter Israel, deß sich freuen Leib und Seel', der du weißest alles Leid deiner armen Christenheit; o du Wächter, der du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt' dein Huldreiches Angesicht. 2. Schau, wie große Noth und Qual trifft dein Bolt jetzt überall, täglich wird der Trübsal mehr; hilf, ach! hilf, schüß' deine Lehr'; wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester, JEsu Christ, der du eingegangen bist in das Heilige zu GOtt, durch dein Kreuz und bittern Tod, uns ver föhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wieder bracht das höchste Gut. 4. Sig'st auch heut in's Baters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser Mittler und Patron, seine höchste Freud' und Kron', den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er teine Bitt abschlägt. 5. Aläglich schreien wir zu dir, flopfen an die Herzensthür, wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigenthum; deines Baters Zorn abwend', der wie lauter Feu'r jetzt brennt und Schier alle Welt durchrennt. 7. JEsu, der du JEsus heißt, als ein JEsus Hülfe leist, hilf mit deiner starken Hand, Mens schenhülf' hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau und mit Zit tern sie anschau. 8. Liebster Schaß, Immanuel, der Beschüber meiner Seel', GOtt mit uns in aller Noth, neben uns und in uns GOtt, GOtt für uns zu aller Zeit, trop dem, der uns thut ein Leid! GOttes Straf' ist ihm bereit't. 9. Deines Vaters starker Arm, komm, und unser dich erbarm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Köpfe trenn', daß dich alle Welt erkenn', aller Herren HErren nenn'. 10. Andre trauen ihrer Kraft, ihrem Glück und Ritterschaft; deine Christen fehn auf dich, trauen dir sich festiglich. Laß sie werden nicht zu Schand', bleib' ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch ganz bekannt. 11. Gürte dein Schwert an die Seit', als ein Held, der für uns streit't, und zerschmettre deine Feind', so viel ihr'r auf Erden seind, auf die Hälse tritt du ihn'n, leg' sie dir zum Schemel hin, und brich ihren stolzen Sinn. 12. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar pers brennt und der Menschen Her zen wend't, daß der Krieg ge winnt ein End'. 13. Ju, In Kriegszeiten. 447 theu'r erlöset haft und uns bald Hülfe fende, 13. JEsu, wahrer Friedefürst, die schwere Baft, der du uns der der Schlange hat zerknirscht ihren Kopf durch deinen Tod, wiederbracht den Fried' bei GOtt; gieb uns Frieden gnäs biglich, so wird dein Volt freuen sich, dafür ewig preisen dich. Joh. Heermann. 5. Du hast vormals die Misses that vergeben beinem Bolte, was beckest du denn deine Gnad jebund mit einer Wolke? Laß deinem Zorn doch nicht den Lauf, den du vor oft gehoben auf, und deines Volls verschonet; wenn auch der Feind gefahren fort mit Grimm, Verfolgung, Raub und Mord, hast du ihn abgelohnet. 6. Willst du denn zürnen ewiglich und zwar mit solcher Strafe? Laß ab! laß ab! erbarme dich! der Wolf zerstreut die Schafe. Nach so viel Elend, Schad' und Schand' wollst du, HErr, uns und unser Land in Ruh und Frieden seßen; und hinfort weder Freund noch Feind, uns, die dein Sohn so treu gemeint, gestatten zu verletzen. 7. Steh du mit treuem Rath uns bei, den wir sonst nirgends wissen; auch denen Kraft und Trost verleih, die mit uns leiden müssen. Damit wir allesammt an dir beständig halten für und für, gieb Freudigkeit darneben, daß wir verachten Schmach und Noth, Verlust und Drangfal, ia den Tod und dir nicht widerstreben. 883. M. An Wasserflüssen Babyl. Mir wissen nicht, HErr Ze: baoth, was wir anfangen follen; wir sind ben Feinden nur ein Spott, die uns verderben wollen. Wir sind ein Schauspiel Jedermann, wer wider uns tritt auf den Plan, der thut die größten Thaten; der Gottlos' darf ganz ohne Scheu mit all den andern jebund frei nach seinem Willen rathen. 2. D! treuer GOtt! sieb doch barein, wie man bedrängt uns Armen, man zwingt und presset Groß und Klein ohn' einiges Erbarmen. Dies ist die Zeit, dies ist der Tag voll Scheltens, Trübfal, Noth und Plag', voll Angst und voll Beschwerden; wir sind jest wie ein kleines Kind, bei dem man teine Kraft mehr find't, wenn's soll geboren werden. 3. Mit uns ist's aus, o GOtt, wo du nicht unsre Sach' ausführest und schaffest deinen Kindern Ruh, die du dir selbst gebierest. Ach schau doch an, ach höre doch die Seufzer aus dem schweren Joch, das wir jetzt müssen ziehen. Wir schütten aus in deinen Schooß den Schmerz, der uns wird gar zu groß, dem nicht ist ju entfliehen. 4. Die Straf ist zwar sehr wohl verschuld't durch unsre schwere Sünden; du aber bist voll Gnad' und Huld, drum deinen Zorn laß schwinden. Der du zuvor Ifrael oft errettet, wenn's auf dich gehofft, die Noth auch jezund wende. Ach! nimm von uns 8. Des Königs Herz ist allezeit, o GOtt, in deinen Händen, du fannst zu Fried' und Einigkeit mit einem Wort es wenden. Wenn. alle Welt im Harnisch wär', kannst du ja mitten durch das Meer uns freien Baß bald machen; du fannst mit deiner starken Hand den Leuten, die vor Grimm entbrannt, zuschließen ihren Rachen. 9. Das macht uns freudig in der Noth, daß wir nicht gar verzagen. Wir sind dein Voll, du unser GOtt, der retten fann von Blagen, Danklieder nach erlangtem Frieden. Wir ringen mit dir glaubensvoll, die Hülf uns den noch werden soll, du wirst uns, dein Volt, hören. Die Sonne muß mit ihrem Schein zuleßt doch fröhlich treten ein, sollt's Jahr und Tag gleich währen. 448 884. m. Ach GOtt und HErr. W Stand, wenn Fried' darinn'n im Land in allem regieret, der Fried' ernährt, Uns fried' verzehrt, all's Gut's der Fried' gebieret. 2. Dem Fried' nachjag', in Lieb' vertrag', wenn's nicht sogleich zugehet; aus Krieg und Streit tommt Herzeleid, Verwüstung draus entstehet. 10. GOtt Vater in dem höchsten Thron, hilf uns doch bald in Gnaden! o JEfu Christe, GOttes Sohn, wend' ab Drangsal und Schaden! o Heil'ger Geist, wir bitten dich, stärt, tröst' und rett' uns träftiglich; wir woll'n alsdann erheben, wenn wir sind von dem Dienstjoch frei, HErr, deine Allmacht, Güt' und Treu, hier und in jenem Leben. 3. D GDit, mein HErr, dem Satan wehr', daß er uns nicht bes thöre! gut Polizei und Fried vers leih, daß eins das andre ehre. 4. So wollen wir uns für und für der Dankbarkeit befleiß'gen, und dich allzeit in Ewigkeit ers heben hoch und preisen. Joh. Heermann. XXXVI. Danklieder nach erlangtem Frieden. 885. M. A GOtt, thu dich. müssen endlich eben auch gleichen antt GOtt an allen En- Ausgang geben. D den, der hier von unsrer Stadt den Unfall wollen wenden, so uns erschrecket hat, der uns mit seiner Hülf' erscheint und reißet uns gar unvermeint dem Unglück aus dem Rachen, und will nach Trauern machen, daß unser Mund soll lachen. 4. HErr, deine Vaterfinnen, die haben hier allein das blutige Beginnen geheißen von uns sein, und dein Verstand hat das ge macht, darauf wir vormals faum gedacht und herzlich doch begehret: jest sind wir es gewähret, da uns wird Ruh bescheeret. 5. Schaut hier die Wert' des HErren, schaut seine Weisheit an, der alles weit und ferren nach Weisheit schaffen kann. Was hier der Mensch kaum kann ab sehn, muß auf sein bloßes Wort geschehn: Er kann die Herzen zwingen, und die auf Ünrub bringen, mit Macht zum Frieden bringen. 2. Was hatten wir zu hoffen noch vor gar kurzer Zeit, eh, als uns hat betroffen, was unsjebund erfreut; des Krieges grausam Angstgeschrei tam immer mehr und mehr herbei; wer kann den Jammer sagen, das Unglück und die Plagen, die uns vor Augen lagen. 3. Schaut nur an andern Or: ten, was Kriegen mit sich bringt, wie hier das Feu'r zur Pforten und da das Schwert eindringt, wie alles öd' ist und verheert! und dieses waren wir auch werth: wo gleiche Laster schweben, die 6. Ach HErr, du wirst vergön nen, daß wir der süßen Ruh noch fünftig brauchen können, bis auf das Ende zu, wenn das, was noch in Zwietracht steht, im Feuer endlich untergeht, da du ohn' Maß der Zeiten uns wirst aus allem. Danklieder nach erlangtem Frieden. 449 allem Streiten in Friedenshäuser| dessen grüne Reiser bisher er leiten. D. M. Bohem. 886, M. Nun bantet alle GOtt. Err GOtt, dich loben wir! regier, HErr, unsre Stimmen, laß deines Geistes Glut in unsern Herzen glimmen; tomm, tomm, o edle Flamm', ach tomm zu uns allhier, so singen wir mit Luft: HErr GOtt, dich loben wir. 2. HErr GOtt, dich loben wir, wir preisen deine Güte, wir rüh- 9. HErr GOtt, wir danken dir, men deine Macht mit herzlichem Gemüthe; es steiget unser Lied bis an des Himmels Thür und tönt mit großem Schall: HErr GOtt, dich loben wir. halten hast; gieb ferner Gnab' allbier, daß auch die Nachwelt sing: HErr GOtt, wir danken dir. 8. HErr GOtt, wir danken dir, und bitten, du woll'st geben, daß wir auch fünftig stets in guter Ruhe leben; trön' uns mit deinem Gut, erfülle nach Gebühr, o Vater, unsern Wunsch. HErr GOtt, wir banten dir. mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen und Pandor, Bosaunen, Geigen, Flöten, und was nur Odem hat, ertön' jest für und für: HErr GOtt, wir loben dich, HErr GOtt, wir danken bir. 3. HErr GOtt, dich loben wir für deine große Gnaden, daß du Joh. Frand. das Vaterland von Kriegeslaft 887. M. D Welt, ich muß dich. entladen, daß du uns blicken läßt hr Alten mit den Jungen, jauchzet alles Volt: HErr GOtt, dich 4. HErr GOtt, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren; jest rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: GOtt Lob! wir sind in Rub, 5Err GOtt, wir danken dir. Chugist oni 100009 5. HErr GOtt, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen; der Strid ist nun entzwei, darum so fingen wir mit Herz und Zung und Mund; HErr GOtt, wir danken dir. GOtt mit süßem Klang; den Himmelskönig preiset, der uns den Frieb jetzt meijet, gebt jeinem Namen Ehr' und Dank. 2. Du Baterland, beschweret, von Feinden ausgezehret, verwüstet hier und da, lob' GOtt, den Krieg er endet, und alles Unglück wenbet, von Herzen fing': Halleluja. 3. Jhr, die vordem geplaget, von Haus und Hof gejaget, feid dankbar immerdar, der Feind mit Schwert und Bogen ist nunmehr abgezogen, nehmt wies der ein, mas euer war. 4. Der Krieg ist weggenommen, der Fried' ist wiederkommen, Gött sei Lob, Ehr' und Preis! Jestscheinet uns die Sonne und bringt nach Travern Wonne, drum lobet GOtt mit höchstem Fleiß. 5. Weil ja das Laub in Wäl6. HErr GOtt, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar haft weggeraffet; es hat die Baterhand uns deine Gnadenthür jest wieder aufgethan. HErr dern, die Blumen auf den FelGOtt, wir danken bir. pudern, die Stern an's Himmels 7. HErr GOtt, wir danken dir, Best, die Vöglein in den Lüfdaß du Kirch', Land und Häufer, ten, die Thier in ihren Klüften den frommen Königsstamm und GOtt loben auf das allerbest!! 291196 390 8ONE Suscrol 6. Groß un pro In Pestzeiten. 450 6. Groß sind, HErr, deine Gaben, die wir empfangen haben von deiner milden Hand, zu vielen tausendmalen kann man sie nich: bezahlen, die du uns allen zugewandt. 7. Wir bitten deine Treue, den Frieden uns verleihe, HErr GOtt, zu unsrer Zeit, wir wollen dafür oben mit allen Engeln loben dein' Ehr' und große Herrlichkeit. 6. Werner. 888. M. Auf meinen lieben GOtt. danken ewiglich, daß du mit es sein Ja und Amen, alsdann unsern Plagen Mitleiden hast wir deinen Namen hier und im getragen und uns in diesem Le- Himmel droben ohn' Ende wols ben noch Frieden wieder geben. len loben. wir sind umgeben gar und stehn all' Augenblick in G'fahr. 2. Behüt' uns, deine Kinderlein, um Christi, unsers HErren Bein, vor Pestilenz und schnellem Tod und laß uns nicht in dieser Noth. 3. In dieser Noth, ach! laß uns nicht, wend' von uns dein'n Born und Gericht, daß dir lobsinge unser Mund für deinen Schuß aus Herzensgrund. B. Ringwald. 2. Hilf doch durch deine Treu, daß er beständig sei, laß uns in unsern Jahren den Krieg nicht mehr erfahren; laß uns in Fries den sterben, die Himmelsruh erwerben. XXXVII. Sn Pestzeiten. 889. M. Wenn wir in höchsten. gedräuet, wer hat sich groß gech GOtt! in Gnaden von scheuet? A uns wend'dies große Kreuz 3. Nun sie mit allem Recht uns 890. ch lieben Christen, seid ge trost 2c. Siehe Seite 413. 391. M. Auf meinen lieben GOtt. Bei dieſer Sterbenssucht giebt alles schier die Flucht, wir meinen gar mit Haufen dem Tode zu entlaufen. Wohin soll ich doch eilen vor seinen leichten Pfeilen. 3. Dein Geist uns lehre auch des Friedens rechten Brauch, daß uns die Friedenszeiten zur Buß' und Besf'rung leiten, und wir durch neue Sünden nicht neuen Krieg entzünden. 4. HErr GOtt! dies alles nun 2. Es ist des Höchsten Ruth' auf unsern Uebermuth, die soll uns alle strafen, die Hirten mit den Schafen; sie hat uns längst wollt' knechtisch fliehen, mich mei ner Straf' entziehen, so möchten GOttes Plagen mich noch viel härter schlagen. 4. Ein Kind, das seine Schuld läßt strafen mit Geduld und kommt der Ruth entgegen, kann Eltern noch bewegen; das sich der Zucht entrissen, wird doppelt mehr geschmissen. 5. Und wo verberg' ich mich? Läßt GOttes Eifer fich in aller Welt nicht finden? Er kommt zuvor den Winden und kann viel schneller wanken, als Menschen mit Gedanken. 6. Führ' ich gleich himmeleing GOtt wird zugegen sein; tönnt ich mich zu erretten auch in die Hölle betten, das letzte Meer er reichen, ihm werd' ich nicht entweichen. 7. Ich weiß in dieser Noth ein Mittel vor dem Tod: Daß wir uns GOtt ergeben, wir sterben oder In Bestzeiten. 451 oder leben, durch wahre Buß' ihn| mir ihn in die Ohren, wenn ich stillen und leiden seinen Willen. die Sprach' verloren, und laß 8. Und hieran halt' ich mich; er- auf Christi Leiden mich sanft barm, GOtt, meiner dich! tomm von hinnen scheiden. meinen Missethaten mit deiner Gunst zu statten, ich bin nicht werth der Erden und dein ge nannt zu werden. 17. Wie selig werd' ich sein, hüllt mich das Grab gleich ein und ich vor allem Jammer fein schlaf in meiner Kammer, und höre tein Getümmel, fiel auch gleich ein der Himmel. 9. Mach' mein Verbrechen gut, durch JEsu Christi Blut, der unsrer Sünden wegen im Grab hat todt gelegen und uns von ihren Banden befreit, da er erstanden. 10. Und weil ich diese Zeit weiß nirgends Sicherheit, woll'st du sie mir verstatten, HErr, unter deinem Schatten; sei meine Burg und Stärke, wenn ich mein 18. Thu, was dein weiser Rath, o GOtt, beschlossen hat mit mir in meinen Sachen, nur laß mich fleißig machen und all'zeit sein ers funden in einer sel'gen Stunden. Simon Dach. 11. Dein Fittig breite sich, o Vater, über mich, laß mich das Gift der Seuchen an teinem Ort beschleichen, auch wider Tod und Grauen gewünschte Hülfe schauen. 12. Nimmt doch wohl in Gefahr ein Mensch des andern wahr, tann er ohn' seinen Schaden ihn nur der Noth entladen, wenn dieser, der beschweret, gutherzig sein begehret. 892. M. Aus tiefer Noth. Gerechter GOtt! uns liegt im Sinn die schwere Straf und Plage, daß in der Nähe sterben hin so Viel' auf alle Tage, indem die Best, dein scharfer Pfeil, herum da fliegt in schneller Eil' von einem zu dem andern. 16. Sprich in der letzten Bein Trost meiner Seelen ein, schrei 2. Wir aber müssen nun vor dir, o großer GOtt, bekennen: dein Grimm hat Ursach' auch allhier und gegen uns zu brennen; denn wir ja leider! allgemein nicht im geringsten frömmer sein, als die du jetzt heimsucheſt. 13. Wie solltest du denn nicht, 3. Deshalben treten wir vor o meine Zuversicht, geneigt sein, dich in Herzens Reu und Buße, mich zu schüßen, wenn mir es nur wir fallen dir demüthiglich, soll nüßen und nicht mein Tod vor GOtt, unserm Schuß, zu Fuße. allen mir heilsam möchte fallen? Die Pest und Seuche von uns 14. Dies trau ich, HErr, dir kehr und gönne feine Macht zu, drum sei jeßt meine Ruh, nicht mehr dem Engel, dem laß andrer Leute Schrecken nicht Verderber. Furcht bei mir erwecken; denn was hat der zu sorgen, den du bei dir verborgen? 15. Würd' ich denn heimgesucht mit dieser deiner Zucht, gieb mitten in den Schmerzen Geduld und Kraft dem Herzen; wenn alles tritt von weiten, so steh du mir zur Seiten. 4. Ach HErr, ach! zeige uns dein Heil, laß uns doch vor dir leben und auch an dir fort haben Theil; Gesundheit gieb darneben; gleich wie mar dem Aug apf' thut, so halte uns in deiner Hut, daß wir bewahret bleiben. 5. Befiehl den Engeln auch hine fort, auf Händen uns zu tragen, daß wir sein frei an allem Ort F12 und 452 In Pestzeiten. und wo wir sein, von Blagen. als Einer, der aus diesem Licht Wend' alle Noth ab und Gefahr in Finsterniß muß fahren; ich und vor der Bestilenz bewahr' steh mit einem Fuß im Grab', uns, die wir auf dich trauen. und keinen treuen Menschen hab' der mich Elenden tröste. 4. Ich bin den lieben Nachbarn mein in meinem schweren Ors den und den Bekannten groß und flein ein Schmach und Scheusal worden; wer mich von ferne gehen sieht, flieht und verbirgt sein Angesicht, als ob ich häßlich stinke. 6. Doch thu, o GOtt, was dir beliebt, wir wollen's dir befehlen; wer sich in deinen Willen giebt, darf sich mit Angst nicht quälen. Ein Sperling ist sehr wenig werth und fällt doch keiner auf die Erd' ohn' deinen guten Willen. 7. Wir wissen, daß all' unsre Haar' sind auf dem Haupt gezählet; es dient zum Besten immerdar, was du uns hast erwählet. Du wirst uns allen groß und flein, was uns wird gut und felig sein, bis an das Ende geben. 8. Steh anderswo auch denen bei, die schon das Unglück troffen; gieb, daß ihr Glaube standhaft fei, laß in Geduld sie hoffen, daß du aus Gnaden ihnen doch mit Hülse wirst erscheinen noch, es tomm auch, wie es wolle. 9. GOtt Vater, Sohn und Heilger Geist, der du zu allen Zeiten haft große Güt' und Macht ermeis't in viel Gefährlichkeiten: bebut uns auch nun gnädiglich, daß wir für alle Wohlthat dich noch hier auf Erden preisen. 893. M. Wenn mein Stündlein. HErr! dein' Ohren neig' zu mir, aus Gnad' dich mein erbarme; all' mein Begier steht nur zu dir, stärk' mich mit deinem Arme. Mit Angst ich hoch umgeben bin und weiß jetund gar nirgend hin, denn zu dir, HErr, alleine. 2. Mein' arme Seel' voll Jammers ist, der Geist in mir verichmachtet, mein Herz im Leib sich nagt und frißt, viel sinnet und betrachtet und find't doch nirgend Rast noch Ruh. O lieber GOtt! spring' du mir zu, ich muß sonst untersinken. 3. Ich werd' geacht't, wo du mich nicht thust gnädiglich bewahren, 5. Mein Freunde stehen fern von mir und scheuen meine Plage; ein Jeder denkt: wer frägt nach dir? Mir hilft nicht, daß ich tlage; ich bin wie ein gefangner Mann, der nirgend nicht auskommen kann und sich nicht kann berühren. 6. Gerechter Gott, erbarm dich mein, vergieb mir meine Sünde, von Todesschrecken, Furcht und Bein mich gnädiglich entbinde; nach deinem Rath mir Hülfe schaff', im Zorn mich nicht von hinnen raff', du allerliebster Vater. 7. Wend' dich zu mir, du treuer GOtt, laß dich mein' Bitt' er weichen, beschüße mich in dies ser Noth und thu an mir ein Zeichen, auf daß ein Jedermann versteh, daß kein Gerechter un tergeh, der deinem Wort vers trauet. 8. Doch bitt' ich's nicht aus frechem Muth, ich stell's in dei nen Willen: was mir an Leib und Seel' ist gut, woll'st du an mir erfüllen; thu wohl an mir, wie du das weißt, erhör' mich auch nach deinem Geist, laß mich nicht untertreten. 9. Darum vertrau ich deiner Macht, will mich dir ganz erges ben, will auf dich hoffen Tag und Nacht, mag sterben oder leben. Mir g'scheh, wie du, mein Vater, willt, In Bestzeiten. 453 willt, der Tod mir wie das Leben tein Seuch', noch Krankheit gilt, dein Sohn hat mich erlöset. 10. Weil ich nun, Vater, deine Gab', wie ich sie denn befinde, JEsum in meinem Herzen hab', so tröst' ich mich geschwinde und nach der Welt ich gar nichts frag', dem Teufel und dem Tod absag', sie können mir nichts nehmen. 11. Was nun mein Schöpfer hat erfehn, diesmal an mir zu üben, das wird mir auch gewiß geschehn, follt ich mich denn betrüben? Mein' Seel', sei fröhlich in dem HErrn, denn er ist fromm und hilfet gern Allen, so auf ihn hoffen. B. Ringwald. 894. M. Wenn wir in höchsten. Mend' ab in Gnaden, frommer solch Angst und Noth, damit wir sind umgeben gar und stehen stündlich in Gefahr. 2. Behüt' uns, deine Kinderlein, um Christi Willen insgemein, vor Bestilenz und schnellem Tod und laß uns nicht in dieser Noth. 3. In dieser Noth, ach! laß uns nicht, wend' ab von uns dein Borngericht, daß dir lobsing' aus Herzensgrund für die Errettung unser Mund. 895. M. Ans tiefer Notb. W Mer in dem Schutz des Höchsten ist und sich Gott thut erge: ben, der spricht: Du, HErr, mein' Zuflucht bist, mein GOtt, Hoffnung und Leben, der du ja wirst er retten mich von's Teufels Stricken gnädiglich und von der Pestilenze. 2. Mit seinen Flügeln deckt er dich, auf ihn sollst du vertrauen, sein' Wahrheit schüßt dich g'waltiglich, daß dich bei Nacht kein Grauen noch Betrübniß erschrekten mag, auch kein Pfeil, der da fliegt bei Tag, weil dir sein Wort thut leuchten. 3. Kein' Pestilenz dir schaden Lann, die in dem Finsternschleichet; rührt dich an, die um Mittag umstreichet. Ob Tausend stürben dir beiseit und zehen Tausend anderweit, soll es doch dich nicht treffen. 4. Ja, du wirst auch noch Luft und Freud' mit deinen Augen fehen an der Gottlosen Herzeleid, wenn Vergeltung wird g'schehen; weil der HErr ist dein' Buversicht und dir der Höchst sein'n Schuß verspricht, drum, daß du ihm vertrauest. 5. Sein lebel wird begegnen dir, tein' Plag' dein Haus wird rühren, denn er sein'm Engel für und für befiehlet dich zu führen und zu behüten vor Unfall, auf daß Stein dein'n Fuß lezze. 6. Auf Löw'n und Ottern wirst du gehn und treten auf die Drachen, auf jungen Löwen wirst du stehn, ihr' Zähn' und Gift verlachen; denn dir der'r keines schaden tann, tein' Seuch' kommt dem vom andern an, der auf GOtt thut vertrauen. 7. Er begehrt mein aus Herzensgrund und hofft auf meine Güte, drum helf ich ihm zu aller Stund', ich will ihn wohl behüten; ich will all'zeit sein Hel fer sein, drum, daß er kennt den Namen mein, deß soll er sich ia trösten. 8. Er ruft mich an als seinen GOtt, drum will ich ihn erhören, ich bin bei ihm in aller Noth, ich will ihm Hülf' gewähren, zu Ehren ich ihn bringen will, lang's Leb'n ihm geb'n ohne Biel, mein Heil will ich ihm zeigen. 9. Chr' sei dem Vater und dem Sohn und auch dem Heil'gen Geiste, als es im Anfang war und nun, der uns sein' Gnade leiste, daß wir wandeln auf seinem Pfad, daß uns der arge Feind Ff3 nicht 454 In Pestzeiten. nicht schad', wer das begehrt,| Schritt' auf deinen Wegen segfprech' Amen. S. Heyden. nen; denn er hat seiner Engel Schaar befohlen, daß sie vor Gefahr dich ganz und gar bewahren, Der 91. Pfalm. 896. M. An Wafferflüffen. unterm sten sißt, der ist sehr wohl bebecket, wenn alles donnert, tracht und blißt, bleibt sein Herz unerschredet. Er spricht zum HErrn: du bist mein Licht, mein, Hoffnung, meine Zuversicht, mein Thurm und starke Veste; du rettest mich von's Jägers Stric, und treibst des Todes Netz' zurück und schüßest mich auf's Beste. 2. Frisch auf, mein Herz, GOtt tärket dich mit Kraft auf allen Seiten; schau her, wie seine Flügel fich ganz über dich ausbreiten; sein Schirm umfängt und deckt dich ja, sein Schild fängt auf, was hier und da von Pfeis Ten fliegt und tobet. Der Schild ift GOttes wahres Wort, der Schirm ist, was der starke Hort versprochen und gelobet. und nicht vielleicht an einen Stein zu deinem Schaden fahren. 6. Du wirst auf wilden Löwen gehn und treten auf die Drachen, du wirst ihr Gift und scharfe Zähn' in deinem Sinn verlachen; das macht, daß GOtt will bei dir sein, und spricht: Mein Knecht begehret mein, so will ich ihm beispringen; er kennet meines Namens Zier, drum will ich ihm auch nach Begier mein' Hülf und Rettung bringen. 7. Er ruft mich an, so will ich ihn ganz gnädiglich erhören; wenn sein Feind auf ihn aus will ziehn, so will ich stehn und wehren, ich will ihn reißen aus dem Tod und nach erlittner Angst und Noth mit großer Ehr' ergößen. Ich will ihn machen lebenssatt und wenn er g'nug ges lebt hat, in's ew'ge Heil verPaul Gerhard segen. Danklied nach der Pest. 3. Wenn dich die schwarze Nacht umgiebt, kannst du fein sicher schlafen; des Tages bleibst du unbetrübt von deines Feindes Wagen. Die Beste, die im Finftern schleicht und des Mittages 897, M. Wer nur den lieben. umberkreucht, wird von dir abhalten in wahrem Glauben geführet. Und wenn gleich Taus fend fallen hier und zehen Taus fend hart bei dir, bleibst du doch unberühret. meinen GOtt, ich bin nun durch sein Liebeswalten befreiet von der Krankheit Noth und steh gesund da und mein Haus. Wie sprech' ich GOttes Güte aus! 4. Hingegen wirst du Lust und Freud' an deinen Feinden sehen, wenn ihnen alles Herzeleid vom Höchsten wird geschehen. Wer GOtt verläßt, wird wiederum verlassen und mit großem Grimm zu seiner Zeit erschlagen; du aber, der du bleibst bei GOtt, find'it Gnad' und darfst in keiner Noth ohn' Hülf und Trost verzagen. 5. Rein Uebel wird zu deiner Hütt' eingehn und dir begegnen; GOtt wird all' deine Tritt und 2. Die Seuche hat viel hingerissen an diesem und an jenem Ort, uns aber hat sie lassen müssen ganz unberühret immerfort. Daraus man sieht, wie viel es nüßt, wenn GOttes Hand uns deckt und schüßt. 3. GOtt, unser Helfer, sei gelobet, daß du der Krankheit Macht und Wuth, die so sehr bei uns hat getobet, nur haft gebraucht zu unsrer Ruth, daß wir von solcher frei In Landplagen. 455 frei und los, gesund noch sind| ferner unsrer dich erbarme, sei uns in deinem Schooß. ser Schutz und Hülfe du, und 4. Wir fallen dir in deine Arme, nimm bei Tage und bei Nacht, und sagen alle Beff'rung zu. Ach! als wie dein Auge uns in Acht. XXXVIII. In Landplagen. G Die Litanei in Reimen. 898. M. Vater unser im Himmelr. Ott Vater in dem Himmelreich, GOtt Sohn, GOtt Heil'ger Geist zu gleich, du heilige Dreifaltigkeit! ein ein'ger GOtt von Ewigkeit, auf dein Zusag' wir bitten dich, wollst uns erhören gnädiglich. 2. Ach! lieber GOtt unser verschon', nach unserem Verdienst nicht lohn', erbarm' dich unser durch dein Gnad', Leib, Ehr' und Gut behüt' vor Schad'; sei gnädig uns und hilf uns, HErr, verlaß uns, dein Volk, nimmermehr. 3. Behut' uns vor des Satans Tück, daß er uns nicht mit List berück'; wend' ab von uns sein feur'ge Pfeil', hilf, daß er uns nicht übereil'. Ach lieber GOtt, verlaß uns nicht, wenn uns die arge Welt anficht. 4. Behüt' uns, GOtt, zu aller Stund' vor Irrthum, Laster, Schuld und Sünd', vor Krieg, Haß, Feindschaft, Gift und Neid, vor Wasser, Feu'r und theurer Zeit, vor Bestilenz, Krankheit geschwind, vor Ungewitt'r, schädlichem Wind. 5. Behüt' uns, HErr, in aller Noth, auch vor ein'm bös'n schnellen Tod; vor allem, HErr, verlaß uns nicht, wenn wir kommen vor dein Gericht und vor des ew'gen Tod's Gefahr, ach lieber GOtt, auch uns bewahr'. 6. Wir armen Sünder bitten mehr, o JEfu Christ, du lieber HErr, hilf uns durch dein' heil fam' Geburt, heil's Auferstehn und Himmelfahrt, durch deinen Tod'skampf, theures Blut, durch dein Kreuz, Blutschweiß, bittern Tod. 7. Dein' heil'ge christlich' Kirche führ', behalt' im Wort und reis ner Lehr' und heil'gem Leb'n die Diener bein, die vorsteh'n der christlich'n Gemei'n: zum Wort gieb deinen Geist und Kraft, daß es Frucht bring' und bei uns haft'. 8. In dein' Ernt' treu' Arbeiter send', Secten und Keßerei abs wend', tilg' aus all' Rotten, falsche Lehr' und allen Nergernissen wehr', auch die noch irren, bring' zurecht und leit sie auf der Wahrheit Weg. 9. Auch stürz'durch dein'gewalt'ge Hand, die deinem Wort thun Widerstand, vor des grausamen Türken Gewalt dein Reich und arme Kirch' erhalt', die sie hier leiden muß auf Erd', ihr Blut vor dir ist theu'r und werth. 10. Beschütz' auch unser Leib und Gut, wend' ab all' Aufruhr, Krieg und Blut, den Königen, Fürsten und Herren gieb Gnad', daß sie ja recht regier'n, auch daß sie halten Fried' allzeit, sich hüten vor Zwietracht und Streit. 11. Gieb unserm König Sieg und Glück, brich seiner Feinde Macht und Tück'; beschüß auch unsern Landesherrn; mit Segen woll'st auch reichlich mehr'n unsre Stadt, Rath und ganz' Gemein', die laß dir all' befohlen sein. 12. Den Christen all' in Noth und G'fahr mit Hülf' erschein, sie stets bewahr', tröst' und erhalt die Herzen der'r, die behaft't find Ff4 mit In Landplagen. 456 mit Aengsten schwer, die Waisen schütz' mit deiner Hand, die Wittwen tröst in ihrem Stand. 13.Die Säugenden und Schwangern all', auch Kinder bewahr' vor Unfall; hilf allen, die schwach sind und frank, daß ihr' Hoffnung auf dich nicht want, mach' sie an ihrer Seel' gesund und tröst' sie in der letzten Stund'. 14. GOtt Vater der Barmhers zigteit, mit deinen Engelein geleit ben feefahr- und reisenden Mann, hilf, daß es ihn'n wohl möge gahn; por allem Unglück, Schad' und Gefahr sie gnädiglich all'zeit bewahr'. 15. Ach, lieber HErr, gieb start Geduld, den'n, die da leid'n ohne Schuld, und rett' sie aus der Feinde Händ', ihr Elend und Gefängniß wend; tröst' die auch in der letzten Noth, die man vom Leben bringt zum Tod, net haben allzumal; behüt' vor Krieg und theurer Zeit, vor Seus chen, Feu'r und großem Leid. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht', wir bitten Gnad' und nicht das Recht; denn so du, HErr, den rechten Lohn uns geben wollst nach unserm Thun, so müßt' die ganze Welt vers gehn und könnt tein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach HErre GOtt! durch die Treue dein, mitTrost und Rettung uns erschein', beweis' an uns dein' große Gnad' und straf' uns nicht auf frischer That, wohn' uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns sei. 4. Warum willst du so zornig sein, über uns arme Würmelein? Weißt du doch wohl, o großer GOtt, daß wir nichts sind, denn Erd'und Koth, es ist ja vor dein'm Angesicht unsre Schwachheit ver borgen nicht. 16. Auch all'n, die unsre Feinde find, vergieb ihr' Missethat und Sund', gieb, daß wir ihn'n auch gern vergeb'n, mit jedem Menschen friedlich leb'n; hilf, daß all' Sünder fich betehr'n, von Herzens grund dein' Gnad' begehr'n. 17. Ach HErr, die Früchte auf dem Land wollst du geb'n durch dein' milde Hand, auch sie bewahr' vor Hag'l und Schad', zu brauch'n fie recht, gieb uns dein' Gnad', daß sie nicht unsern Leib beschwer'n und unsre Herzen von dir kehr'n. 18. O Jesu Christ, wahr'r GOttessohn! o JEfu Christ, du Gnadenthron, o JEsu Christ, du Gotteslamm, das der Welt Sünde trug und nahm, erbarm' dich unser allezeit! gieb Fried' und ew'ge Seligkeit. 7. Leit' uns mit deiner rechten Hand und segne unire Stadt und Land, gieb uns all'zeit dein heil'ges Wort, behüt'vor's Teufels List und Mord, verleih ein sel'ges Stündelein, auf daß wir ewig B. Ringwald. bei dir sein. 900. In bekannter Melodie. treuer Gott, die schwererereich von Gütigkeit, großer GOtt von Macht 899. M. Vater unser im Himmelr. Ni imm von uns, HErr, du Straf und große Noth, die wir und mit Sünden ohne Zahl verdies willst du das ganze Land strafen mit 5. Die Sünd' hat uns verder bet sehr, der Teufel plagt uns noch viel mehr; die Welt, auch unser Fleisch und Blut, uns alle zeit verführen thut. Solch Elend kennst du, HErr, allein, ach, laß es dir zu Herzen gehn. 6. Gedenk' an dein's Sohn's bittern Tod, sieh an sein heil'g fünf Wunden roth, die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld: deß trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. In Landplagen. 457 mit Grimmigkeit? vielleicht möch- du verschonen, nicht nach den ten noch Fromme sein, die thäten nach dem Willen dein, der wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 2.D großer GOtt von Ehr', dies ferne sei von dir, daß Böf und Fromm zugleich die strenge Straf' berühr'; der möchten etwa fünfgig sein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wollest du verschonen, nicht nach den Werten lohnen. 3.D großer GOtt von Rath, laß die Barmherzigkeit ergehen und halt ein mit der Gerechtigkeit; der möchten fünf und vierzig sein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wolleft du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 4. großer GOtt von Stärk, schau an arme Land und wende von der Straf' dein' ausgestredte Hand; der möchten etwa vierzig sein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wollest du verschonen, nicht nach den Werten lohnen. 5. großer GOtt von Kraft, Laß doch erweichen dich, weil bas elend Gebet so oft erholet sich; der möchten etwa dreißig ſein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wollest du verschonen, nicht nach den Werken lohnen. 6. O großer GOtt von Gnad', erhör' auch diese Stimm', und in dein'm hohen Thron das Seufzen tief vernimm; der möchten etwa zwanzig sein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wollest du verschonen, nicht nach den Werten lohnen. 7. großer GOtt von That, schau, wie die arme Erd' von beiner Mildigkeit noch einen Wunsch begehrt; der möchten etwa zehen sein, die thäten nach dem Willen dein. Drum wollest Werken lohnen. 8. D großer GOtt von Lob, wenn ja das Maß erfüllt der Sünden und aus Zorn uns gar verderben willt; so möchten doch die Kinderlein thun nach dem rechten Willen dein, der wolleft du verschonen, uns nicht nach Sünden lohnen. 9. O großer GOtt von Treu, weil vor dir Niemand gilt, als dein Sohn JEsus Christ, der deinen Born gestillt; so sieh doch an die Wunden sein, sein' Marter, Angst und schwere Bein, um feinetwillen schone, uns nicht nach Sünden lohne. D. S. M. Meyfarth. 901. M. Herzliebster JEsu, was. end ab deinen Zorn, lieber mit und laß nicht wüthen beine blut'ge Ruthe, richt' uns nicht streng nach unsern Missethaten, sondern nach Güte. 2. Denn so du wolltest nach Verdienste strafen, wer könnte deinen Grimm und Zorn ertragen? All's müßt' vergehen, was du hast geschaffen, vor deinen Plagen. 3. Vergieb, HErr, gnädig unsre große Schulde, laß über das Recht deine Gnade walten, denn du pflegst zu schonen nach großer Hulde, uns zu erhalten. 4. Sind wir doch arme Würmlein, Staub und Erden, mit Erbsünd', Schwachheit, Noth und Tod beladen. Warum sollen wir gar zunichte werden, im Born ohn' Gnaden? 5. Sieh an dein's Sohnes Kreuz und bitter Leiden, der uns erlöſet hat mit seinem Blute und eröffnen lassen sein Herz und Seiten, der Welt zu Gute. 6. Darum, ach Vater! laß uns nicht verderben, dein Gnad' und Geist durch Christum wollst uns Ff5 gebens In Landplagen. 458 geben; mach uns sammt ihm des Himmelreiches Erben mit dir zu sterben. Barth. Gefius. 6. Du läsfest wachsen Laub und Gras, du machest Berg' und Thäler naß, du giebest sanften Thau, vom Himmel auch den Regenguß und aus der Erde manchen Fluß. 7. Du bringest in der Hungersnoth aus bloßer Erde Wein und Brod, das unser Herz erfreut, du giebest Fische, Fleisch und Mark, so daß wir werden fett und stark. 8. HErr, öffne doch dein Woltenhaus und schütte reichen Segen aus, beweis' jest deine Kraft, die so viel hundert tausend Mann wohl eh' in Noth gesehen an. 9. Du bist ja noch derselbe GOtt, auf dessen Winken und Gebot der Acker fruchtbar wird; their' aus den Segen weit und breit in dieser hochbedrängten Zeit. In theurer Zeit. 902. M. Warum betrübst du. Barmherziger, grundfrommer GOtt, ach! fieh doch an die große Noth, die uns liegt auf dem Hals; es drücket uns die Theurung sehr; der Hunger wächst je mehr und mehr. 2. Wie Erz und Eisen, Stein und Sand ist nunmehr fast das ganze Land; der Vorrath ist hinweg. Die armen Leut' verschmachtet gehn, die Vorrathshäuser wüste stehn. 3. Du hast die Sünder heimge sucht, die Arbeit unsrer Händ' verflucht, wie du gebräuet haft; es fühlt der Vater mit dem Kind, was wir verdienet mit der Sünd'. 4. Ach HErr, sieh an die große Noth, entzieh uns nicht dein täglich Brod, schütt' deinen Segen aus: du bist ja unsre Zuversicht, drum bitten wir: verstoß uns nicht. 5. Du bist von allmachtreicher 11. Nun du bist GOtt von Alters Kraft, der allem Vieh sein Fut- her, drum diese Bitte uns gewähr': ter schafft und sein Geschöpf er- gieb christliche Geduld, auch Nothhält; den blauen Himmel deckest durft hier in dieser Zeit, bis du du mit segensreichen Wolken zu. uns bringst zur Seligkeit. 10. Nimm auch in dieser Hungersnoth die Kraft nicht von dem lieben Brod, ach! jätt'ge unsern Leib. Verleihe, daß auf dein Bes fehl sich mehre das Korn, Brod und Mehl. Der fiebente Theil des Gesangbuches enthält Wetter- und Reise- Gesänge zu Lande und Wasser. A XXXIX. Um fruchtbares Wetter. 903, M. HErr, straf' mich nicht.| Menschen und Vieh traurig sein; ch HErre, du gerechter wenn du zuschließ'st den Himmel GOtt, wir haben's wohl dein, so müssen wir verschmachten. verdienet mit unsrer 2. HErr, unsre Sünd' bekennen Sünd' und Missethat, daß wir, die wollst du uns verzeihen; unser Felb nicht grünet, daß all' unsre Hoffnung steht zu dir, Trost, Um fruchtbares Wetter. 459 Trost, Hülf' thu uns verlei-| Grunde gehn die Früchte, die wir hen. Gieb uns Regen und Segen dein( Klarheit und Sonnenschein) um deines Namens will'n allein, HErr, unser GOtt und vor uns sehn, durch allzugroßen Regen. 905. M. Vater aller Frommen. Das Land woll'st du bedenken mit deinem 3. Gedenke, HErr, an deinen und sein Gepflügtes tränken, Bund, um deines Namens wil- mit Regen machen weich, daß len bitten wir dich aus Herzens- sein Gewächs es gebe zur Nothgrund, und thu' unsre Noth stillen vom Himm'l mit dem Regen dein( Sonnenschein), denn dein ist ja der Himm'l allein, ohn' es nicht regnen( die Sonn' nicht scheinet). durft diesem Leben: wir woll'n dir dankbar sein. 4. Kein andrer Göz' vermag es nicht, daß er sollt' Regen( Klarheit) geben, den Himmel hast du zugericht't, darinnen du thust schweben, allmächtig ist der Name dein, solch's alles kannst du thun allein, HErr, unser GOtt und Tröster. Joh. Heermann. 906, M. HErr, ich habe. Ott, deß Güte sich nicht ens det, du denn Vaterhand gänzlich von uns abges wendet? willst du uns und unser Land mit den viel gedräuten Plagen ganz und gar zu Boden schlagen? 3. Des Feldes Früchte leiden Noth, wo wellen wir denn nehmen Brod, wenn selbe ganz verderben? Ach! habe, HErr, mit uns Geduld und straf uns nicht, wie wir's verschuld't, laß uns nicht Hungers sterben. 4. Es ist ja nichts mit unsrer Stärk', es sind auch aller Menschen Werk' umsonst ohn' deinen Segen; drum laß ja nicht zu 2. Warum willst du, GOtt der Götter, über uns so zornig sein? Ach! was sind wir? Stoppeln, Blätter, Würmer, Schaum, ein leerer Schein. Laß doch unsre heiße Zähren deinen Zorn in Gnade kehren. 3. Sieh, o HErr, das Feld muß trauern, weil es nicht getränket wird; unsre Necker sind wie Mauern, so ist Alles ausgedürrt, unsre Gründe sind ganz trocken und die Saat muß ganz verstocken. 9 4. M. Kommt her zu mir. Ach, starker GOtt! wend' von uns nicht dein gnadenreiches Angesicht und nach Ver dienst nicht strafe; verwirf uns doch nicht ganz und gar, in die ser.ngst nimm unser wahr, getreu en Beistand schaffe. 2. Der Himmel ist verdunkelt ga 3, es ist der hellen Sonnen 4. Ist der Himmel denn vers G' mz mit Wolken ganz bedek- schlossen? soll hinfort das Wol; der Regen unaufhörlich euft, dadurch das Land wird fast ersäuft, viel Krankheit auch erwecket. kenfaß nicht mehr werden ausgegossen? soll hinsort das Himmelnaß nicht mehr unser Feld ergößen? nicht mehr unsre Wiesen neben? 5. Soll das Land nun Eisen werden? soll das Feld ganz öde stehn? sollen wir sammt unsern Heerden ganz verschmachten, gar vergehn? Ach HErr! laß dich doch bewegen, laß doch deinen Zorn sich legen. 6. Dente doch an deinen Bogen, den du in die Luft geſtellt, als u deinen Bund vollzogen, nach 460 Um fruchtbares Wetter. nach der Sündfluth erster Welt; nen milden Segen, die hier zu du, HErr, hast noch nie gebro- Lande früh und spat der Ackerschen, was du vormals hast ver- mann geworfen hat, auf dein sprochen. Wort, in die Erde. 7. Ja, du haft mit deinem Segen uns zu jeder Zeit beschenkt, haft mit früh und spätem Regen unser dürres Land getränkt; denn dein Wort bleibt ewig stes hen, muß gleich Erd' und Luft vergehen. 3. Ohn' dich so ist all' unsre Kunst, Fleiß, Arbeit und Vermögen vergebens, wo du deine Gunst nicht geben wirst zum Pflügen und allen Samen wecken auf, daß er wohl reif und seinen Lauf mit gut'm Gewinn erlange. 4. HErr, straf' uns nicht in deinem Born, gedenk' an deine Güte! den Weinstock und das liebe Korn uns gnädiglich behüte vor Hagel, Frost, Sturmwind und Schlag, vor Mehlthau und was schaden mag den Früchten insgemeine. 5. Vor großer Dürrheit uns bewahr', Günde, 8. Drum, o HErr, wir wollen trauen, du wirst unsre Bitt' erhör'n, du wirst unsre Felder bauen und derselben Früchte mehr'n; du wirst uns mit Fülle speisen, daß wir dich drum werden preisen. 3. Frand. 907. M. In allen meinen Thaten. Err! willst du nicht den Deischeinen, an dem du gnädig bist? soll denn das stete Flehen dir nicht zu Dhren gehen? Erhöre uns, HErr JEsu Christ. 2. Laß ab, laß ab zu strafen die Hirten sammt den Schafen, gieb, daß die Sonne schein'. Ach! Taß dich, GOtt, bewegen, nimm weg den steten Regen, auf daß wir wieder dankbar sein. 3. So soll von allen Zungen dir werden Preis gesungen, dein Name sein erhöht; dein Lob wird hoch erklingen, dich wird man froh befingen, so lange diese Erde steht. Ph. D. Besen. 908. M. HErr, straf' mich nicht. HErr GOtt! der du deiner Schaar haft zugesagt auf Erden, daß sie von dir soll immerdar im Kreuz getröstet werden, dazu auch das tägliche Brod, sammt Rettung aus der Angst und Noth, gar reichlich über tommen: 2. Gieb reine Luft, warm'n Sonnenschein, gut'n Thau und fruchtbar'n Regen, damit die Früchte wachsen fein durch dei damit nicht etwa mit Gefahr das Wetter was anzünde. Halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir mögen Scheun' und Faß durch seinen Segen füllen. 6. Gieb gnädig, was uns deine Hand jetzt thut gar reichlich weisen und thu damit im ganzen Land all' Creaturen speisen; so wird dich loben Groß und Klein, die Alten und die Kinderlein und was auf Erden lebet. 7. Wir trauen dir, o HErre GOtt, dein' Gnade laß uns walten; du weißt wohl, was uns mangeln thut, haft lange hausge= halten, und wirst noch ferner so regier'n, daß man wird deinen Segen spür'n und deinen Namen preisen. B. Ringwald. 909. Nach voriger Melodie. GOtt, der du das Firmament mit Wolken thust bes decken, der du imgleichen kannst behend das Sonnenlicht erwetken; halt doch mit vielem Regen ein und gieb uns wieder Sonnenschein, daß unser Land fich freue. 2. Die Danklieder für das fruchtbare Wetter. 461 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns hast perspros chen und wohne uns in Gnaden bei, die wir dich tindlich suchen.. Wie hält sich so hart dieser Zeit dein Herz und sanfte Freundlichfeit? du bist ja unser Vater. 5. Gieb uns von deinem Himund ganz verkehrtes Leben, so dei- melsjaal dein klares Licht und nen Zorn entzündet hat, daß wir in Nöthen schweben. Wir müssen zeugen unsre Schuld, weil wir die Buße nicht gewollt, so muß der Himmel weinen. 3. Das machet unsre Missethat 2. Die Felder trauern weit und breit, die Früchte leiden Schaden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Nässe sind beladen. Dein Segen, HErr, den du gezeigt uns Urmen, sich zur Erde neigt und will fast gar verschwinden. XL. Danklieder für das fruchtbare Wetter. 910. M. Allein GOtt in der. Oder: HErr, straf' mich nicht. A ch HErre GOtt, wir loben dich und preisen deinen Namen, daß du uns haft so gnädiglich unser Gewächs und Samen befeuchtet mit dem Regen warm; o höchster GOtt dich doch erbarm und ferner uns bedente. 2. Gieb fruchtbar'n Regen und Sonnenschein zu rechter Zeit und Stunden, daß unser Land mit Früchten fein erfüllet werd' gefunden; frön' du das Jahr mit deinem Gut, halt' unser Feld in guter Hut und unsre Furchen tränke. 3. Du weißt ja, daß wir Kinder sind und hochgeliebte Erben, die theu'r erkauft dein liebes Kind, drum laß uns nicht verderben. Behüt' uns, HErr, vor Hungersnoth und gieb uns unser täglich Brod aus reichen milden Gnaden. Sonne und laß uns wieder überall empfinden Freud' und Wonne, daß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im Himmel und auf Erden. 4. Wenn du austhust dein' milde Hand, so steht alles im Segen; wenn du gnädig anschaust das Land, so neiget sich der Regen; wenn du aufthust, so sammeln wir; wenn Schuß und Schirm herkommt von dir, mag uns tein Unglück schaden. 5. Behüt' uns auch, o treuer GOtt, vor allem unserm Samen, vor aller Feind' Gewalt und Spott, zu Ehren deinem Namen. Beschüß vor's Teufels Tyran nei, vor's Papstes Mord und Trügerei, durch JEsum Chris stum. Amen. 911. M. HErr straf' mich nicht. [ uf! Christenherz, beileib' nicht säum', laß uns den Höchsten loben! GOtt sucht sein Land in Gnaden heim, er wässert ea von oben, er träntet seine Fure chen jetzt, er giebt dem Lande, was ihm nüßt, durch einen gnäd gen Regen. 2. GOtt, du erhörst uns für und für, das Lob wird dir gegeben, drum kommet alles Fleisch zu dir, daß es erhält sein Leben, du bist und bleibst der Helfersmann, du hast uns auch jetzt Hülf' gethan, dein Name sei gepriesen. 3. Krön' fort das Jahr mit deinem Gut, schüß' das Gewächs auf Erden, erfreue unser Herz und Muth, laß, was uns nüßet, werden! zu rechter Zeit gieb Sonnenschein, zu rechter Zeit send' Regen ein, schenk' fruchtbares Gewitter. 912. Mel. 462 Danklieder für das fruchtbare Wetter. 912, M. Auf meinen lieben GOtt.| 7. Denn nun der Sonnen Zier Nun ist der Regen bin, wohl geht wieder schön herfür, bringt auf mein und Sinn, nach dem fing' nach betrübtem Leiden, GOtt, deinem HErrn, mit Freuden, GOtt hat sein Herz gekehret und unsre Bitt' erhöret. Wärme und den Segen und wirkt auf Berg und Thalen mit wunderreichen Strahlen. 8. Die Erde wird erquickt und 2. Sein Born war sehr ent- was durch Näß' erstickt, das wird brannt auf uns und unser Land, nun wieder leben und reife er sprach: 3hr Menschenkinder, Früchte geben; die Neder gut ihr seid und bleibet Sünder, Getreide, die Wiesen Gras und wollt von der Bosheit Straßen Weide. euch gar nicht wenden lassen. 9. Die Bäume werden schön 3. Drum soll mein Himmelslicht in ihrer Fülle stehn, die Berge sein klares Angesicht in schwarze trübe Decken und dunkle Wolten stecken und für das helle Scheinen nur immer zu euch werden fließen und Wein und Dele gießen, das Bienlein wird wohl tragen bei guten warmen Tagen. weinen. 10. Davon wird unser Theil das ew'ge Gut und Heil uns allesammt zumessen, wir werden's sehn und essen, und mit dem Gut der Erden zur G'nüg' gesättigt werden. 4. Bald aber fiel sein Grimm burch unsers Seufzens Stimm', bas ewige Gemüthe dacht' an sein' ew'ge Güte und ließ, auf unser Schreien, ihm seinen Born gereuen. 5. Die Wolken flogen weg; der feuchten Winde Steg, daher die Wasser flossen, nahm ab und ward verschlossen, des hohen Himmels Tiefen, die hörten auf zu triefen. 6. Steh auf, du mattes Feld, aus deinem Trauerzelt, steh auf und laß uns wieder die Dankund Lobeslieder zu deines Schöpfers Ehren mit Lust und Freuden hören. 11. Nun, Gott ist fromm und treu, sein' Huld ist immer neu, und läßt sich leicht verfühnen, giebt, was wir nicht verdienen, läßt gnädiglich sich finden, straft nicht nach unsern Sünden. 12. Darum, so richte nun, o Mensch, auch du dein Thun zu GOttes Lob und Ehre, daß er dich mehr erhöre, wenn du vor ihn mit Beten in Noth wirst ferner treten. Paul Gerhard. XLI. Bei großem Ungewitter. 913. M. Erbarm' dich mein. A ch GOtt! wie schrecklich ist dein Grimm, wenn du start auf den Wolken gehst und deine schwere Donnerstimm mit starkem Krachen von bir stöß'st! wir arme, blöde Menschentind' erkennen deine große Macht, drum wir in Furcht und Schreden sind, dieweil der Himmel blißt und kracht. 2. Die Erde, die sich sonst nicht regt, in großer Furcht erschüttert sich, wenn du nur schnaubeſt, wird bewegt der Berge Grund und fürchtet dich. Dein Arm ist start, dein' Hand ist schwer, wenn du im Zorn sie hebest auf, und wirfst die Strahlen hin und her: mit Zittern treten wir zu Hauf'. 3. Wir hätten wohl verdient, Q GOtt, mit unsern Sünden schwer Bei großem Ungewitter. 463 zu Fuße fällt? schwer und viel, daß du uns schlügst| gewaltig Reich, da alles strads mit Grimm zu Tod, weil fast Niemand gehorchen will, doch weil wir deine Kinder seind, dein Volt und Schafe deiner Weid', das Bolt, das seine Schuld beweint, so hoffen wir Barmherzigkeit. 4. Wir wissen nichts und nirgends hin, wenn wir durchlaufen alle Welt, zu wem wir sicher möchten fliehn, all' Creatur zur Rach' sich stellt. Wir wissen nichts, als deine Gnad', die alle Morgen neu aufgeht, die groß und mann stets offen steht. 5. Wir schreien aus dem Jams merthal durch Christum, deinen lieben Sohn, hinauf zu dir ins Himmels Saal. Um seinetwillen unser schon', o Vater der Barmherzigkeit, straf' uns ja nicht, wie wir verschuld't, uns ist die Sünde herzlich leid; tehr' dich zu uns mit Gnad' und Huld. 6. Laß nicht anzünden deinen Bliß, was du an Nahrung hast verehrt; vor Donnerschlägen uns beschüß', laß unsern Leib sein unversehrt! sei du bei uns in die ser Noth, zu dem all' Hoffnung ist gericht't, behüt' vor bösem, schnellem Tod, mit deiner Hülf' verlaß uns nicht. 7. Bedecke du mit deiner Hand Leib, Leben, Haus, Vieh, Gut und Hab', erhalt die Frücht' durch Feld und Land und was sonst mehr ist deiner Gab'; vor Schlossen, Hagel, Wasserfluth, vor Feu'r und anderm Wetterschad' halt' uns, D GOtt, in deiner Hut, wir wol len rühmen deine Gnad'. 8. Du bist allein der HErr und GOtt, dem Donner, Bliz, Feu'r, Luft und Wind, dem alles stehet zu Gebot und seinen Willen thut geschwind. Ach HErr! wo ist dir Jemand gleich im Himmel und in aller Welt? wer hat ein solch 9. Drum sprich ein Wort, so weichet bald des schweren Wetters Grausamkeit, dein Wort durchbringet mit Gewalt, drum uns zu retten sei bereit. Ach komm, ach tomm! und jetzt beweis', daß bu der rechte Helfer seist, so wollen wir dir singen Preis, sammt Christo und dem Heil'gen Geist. J. Heermann. 914. M. Auf meinen lieben GOtt. in Wetter steiget auf, mein zu ihm geschwind zu Fuße, durch wahre Neu und Buße, damit gleich deine Sünden durch Christi Lod verschwinden. 2. HErr, der du gut und fromm, zu dir ich gläubig fomm, bitt' mir aus dein Erbarmen, hab' Christum auf den Armen, um dessentwillen schone, mir nicht nach Sünden lohne. 3. Durch Christi theures Blut mach' mir mein Herz und Muth, das sich nicht knechtisch scheue, besonders deiner Treue in allem tindlich traue und auf dein Helfen baue. 4. Ich will mit dem, was mein, dir ganz ergeben sein, dein Flügel wird mich decken, verjagen alles Schrecken und lassen uns aus Gnaden das Wetter gar nicht schaden. 5. Wohlan! verlaß uns nicht, bleib unsre Zuversicht und laß dein Vaterlieben auch jetzt an uns sich üben, so woll'n wir, weil wir les ben, dir Preis und Ehre geben. Amalia Juliana, Gräfin zu Rudolftadt. 915. M. Christe, der bu bift, Tag. o bist du? GOtt! hier ist dein Kind, ich fürcht' mich in dem starken Wind, du machst, daß sich ein Sturm erregt, die Erde bebt und wird bewegt. 2. Komm 464 Danklieder nach dem Ungewitter. 2. Komm her zu mir, mein A. Bedräu denn, so du willst, Helfersmann, mir ist sehr angst, den Wind, dir Wind und Meer fuß ich ruf dich an, zu deinem Ohr gehorsam sind, damit der Wind multomm mein Geschrei und deine uns immerdar laß ohne Schrecken bi Rechte steh mir bei. Bet und Gefahr. hidy aby mad 4503. Vergieb mir alle meine Sünd, verberge stets und jetzt geschwind mich und die Meinen, Land 5. Erhör nach deinem Willen mich und laß den Sturm bald legen sich, ich will mit denen beze und Leut' in JEsu aufgespaltne Meinen dir von Herzen danten men Seil under fich betegren. stets dafürag mit bestagn Wenn id por dir mit Buß er bu bie recht, ob dut urtbeileit Schein und wein, also XLII. Danklieder nach dem Gnab' all Uebelthat, bie bisher gequälet het. gefd 2. 916.M. Auf meinen lieben GOtt. entbras Wetter ist vorbei durch Suns GOttes Vatertreu, nach unserem Verlangen ist es finde. Vorm wohl abgegangen, wir find der Furcht entledigt, uns ist 3. Ach mach' es, mein Gott! nekt gar nichts beschädigt.it Gus bei weiter so, mach'über deinen Schuß tigtet 2. Das macht das Baterherz, uns froh, so sagen wir. Dem ber des Heilands Blut und Schmerz, GOttestind schad't nichts mit 3. des Trösters sein Beschirmen, daß GOtt, fein Sturm, fein Wind. ne dieses Wetters Stürmenteinen neuen Getit in mis. Heermann. mein Härlein uns verleget, noch in Gefahr geſeßet. 3, GOtt Lob! GOtt Lob dafür! habe hun sei und bleibe dir nächst unferm Leib und Leben, der Ruhm allein gegeben, ja alle Ehr', Kraft, Stärke für diese Allmachtswerke. 4. Von deiner heil'gen Höh du aber auf uns seh, laß deine Gnad jauns fassen, in Lieb' und Leid nicht e laffen und deine Hülfe spüren, so lange wir uns rühren. bich 5. So wollen wir standhaft uns freuen deiner Kraft, dir alle Ehr heerweisen, dich rühmen und dich preisen, bis in dem Himmel droben wir dich vollkommen loben. balt i be egns.ge 917. M. Auf meinen lieben GOtt. er Sturm ist weg, ich freue mich und preife dich, GOtt, inniglich. Gelobt sei deine Allmachtshand, die Angst und Noth Norl 4 und Sund empfing mich Ungewitter. bie Wahrheit 2. Uns allen, wie wir selbst ges stehn, ist ja tein einzig Leid geschehn: daraus wir merken, was es nüßt, wenn GOttes Lieb' und macht uns schüßt nee; mein bu bo Jeju and want e bat abgewandt. 30h. bremana, Wir 918. M. Von GOtt will ich. habenjeßtvernommen, wie du, HErr Zebaoth, zu uns bist schrecklich kommen durch Bliz und Feuersnoth: wir wären gar verzehrt, wenn du es nicht ge= wendet und Hülfe zugesendet, wie wir's von dir begehrt. 2. HErr! deine Macht wir preisen, dein Born ist uns bes fannt, doch fannst du uns auch weisen, wie deine Gnadenband, die dich anflehen, schüßt. Wer sich zu dir belehret, der bleibet unversehret, wie sehr es kracht und blißt. 3. Ist Trübsal da mit Haufen, so denkst du jederzeit an die, so dich anlaufen, hilfft in Barms herzigkeit. Du hast an uns_gedacht, wie du deß nicht vergessen, der in der Arch' gesessen, haft ihn zu Land gebracht. 4. Das Wetter ist vertrieben durch Reise- Gesänge zu Lande. 465 burch deine Gnad' und Kraft: du für dies, was du gethan, von bist stets bei uns blieben, hast Sicherheit verschafft. Wie dein Sohn Jesus Christ das wilde Meer bedräuet, die Jünger bald erfreuet, der Helfer du stets bist. 5. Haus, Hof, Gut, Leib und Leben hat beine Gnadenhand behütet und daneben beschüßet unser Land. Dein gnädig Angeficht läßt du uns wieder schauen, die wir uns dir vertrauen mit starter Zuversicht. 6. Dankopfer wir dir bringen B 919. M. O Welt, ich muß dich. armherz'ger GDit und Va ter, du treuer Menschenrather, auf dein Wort zieb ich aus ganz unbe tannte Straßen: wirst du mich nicht verlassen, so bin ich überall ૩u Haus. 2. Ach HErr, der du kannst neigen und nach Gefallen beugen der Menschen Herz und Sinn, erwecke fromme Leute und bring' auf meine Seite Beförd'rer, wenn ich einsam bin. XLIII. Reise- Gesänge zu Lande. 6. Wenn's nicht nach Wunsch ergehet und etwa Noth entstehet, gieb einen frischen Muth; werd' ich auf dich nur bauen, so kann mir vor nichts grauen, es wird doch endlich alles gut. 7. Du wollst den lieben Meinen auch gnädiglich erscheinen, du liebster Vater du; halt' ab, was kann betrüben, und wenn dir's wird bea lieben, so führ'mich ihnen wieder zu. 8. Soll aber dies geschehen, daß ich nicht mehr soll sehen der Väter Grenzestein; soll ich bei Frema den leben, will ich nicht wider streben, ist doch bei Fremden auch gut sein. 9. GOtt, du wirst meinen Reisen gewünschten Fortgang weisen, du wirst nach deinem Wort mich schüßen und ernähren, auch Glüc und Heil bescheeren; in GOttes Na= men zieh' ich fort. G. W. Sacer. 3. Behüte mich vor Feinden und heuchlerischen Freunden, gieb mir dein Engel zu; gesegne meine Werte, sei Morgens meine Stärke und dann auch Abends meine Ruh'. 4. Laß mich nach Tugend trachten und dein Gebot hoch achten; laß allen falschen Schein der schnöden vollen Zeiten von mir weit aus deiner Macht wir singen, nimm's, Vater! gnädig an, durch Christum, deinen Sohn, um sein's Verdienstes willen, der deinen Born kann stillen, der wahre Gnadenthron. 7. Ach HErr! am jüngsten Tage, wenn der herein nun fällt, daß er mit Donnerschlage anzünde diese Welt, so streck' aus deine Hand, und zieh uns, die wir glauben an dich und treu verbleiben, hinauf 3. Heermann. ins Vaterland. verbannet sein. 5. Die Weisheit laß mich tüssen, gieb mir ein rein Gewissen und teusch gesinntes Herz, daß ich mein Thun und Dichten nach dir HErr, möge richten; die Sünde ſei mir ja kein Scherz. Eitelkeiten, der laster-| 920. M. Dies sind die heil'gen. GOttes Namen fahren wir, ſein Hülf und Gnad' bez gehren wir, des Vaters Güt' behüt' uns heut', bewahr' auch unsre Seel' und Leib. Kyrieleis. 2, Christus sei unser Geleitsmann, bleib' bei uns stetig auf der Bahn und wend' von uns des 6 g Fein 466 Feindes Lift, auch was sein'm Wort zuwider ist. Kyrieleis. Reise- Gesänge zu Lande. 3. Der Heil'ge Geist auch ob uns halt' mit seinen Gaben mannigfalt, er tröst' und stärk' uns in der Noth und führ' uns wieder heim zu GOtt. Kyrieleis. 921. M. Chrift, der du bist der. n JEsu Namen reif' ich aus, der selbſt aus feines Baters Haus, als aus dem höchsten Freudensaal, ist kommen in dies Jammerthal. 2. Was man in JEsu Namen thut, das machet freudig Herz und Muth, es muß in ihm gerathen wohl und seines Segens werden voll. 3. Du, JEsu, richtest meinen Fuß, daß nichts von dir mich wenden muß du führst mich aus und wieder ein, durch dich wird alles heilsam sein. 4. Befiehl den Engeln, daß sie mich auf allen Wegen sicherlich begleiten und durch ihre Wach' abwenden alles Ungemach. 5. Treib' meine Sachen glücklich fort und bringe mich selbst an den Ort, dahin zu kommen ich gedent'; der Menschen Herzen zu mir lent. 6. Daß sie mich willig nehmen an wenn ich nicht weiter reisen tanni zu solchen Leuten führe mich, die fromm sind und recht lieben dich. 7. Bor Straßenräubern mich bewahr', vor Wassersnoth und Kriegsgefahr, vor wil en Thieren, Fall und Brand, vor Stößen und vor Sünd' und Schand'. 8. In deine Händ' ergeb' ich dir Seel Leib, und was sonst ist in mir, an allen Orten nah und weit, bei Jedermann, zu jeder Zeit. 9. Behüt' in Gnaden Weib und Kind, Blutsfreunde, Haus, Hof, Vieh, Gesind' und was ich mehr verlassen hab' allda wend' alles Unglück b. 10. Und wenn ich glücklich dann vollbracht, was zu vollbringen ich gedacht, so führe wieder mich zu Haus, wie du mich haft geführet aus. 11. Und laß mich finden unversehrt, was du aus Gnaden mir verehrt. Für solchen Schutz und start' Geleit dant' ich dir, GOtt, in Ewigkeit. Joh. Heermann 922. M. Es ist das Heil uns. GOtt! im Namen Ju Christ ich nun meine Straßen, mein Hirt und Hüter selbst du bist, du wirst mich nicht verlassen; mein Leib und Seel' befehl' ich dir, mein' Ehr' und Gut und was du mir auf dieser Welt bescheret. 2. Ich weiß, daß ich auf dieser Erd' bin mit Gefahr umfangen, zu keiner Zeit auch völlig werd' allhier die Rub' erlangen. Ich bin ein Pilgrim, der stets muß fortsegen seinen Stab und Fuß, der nirgend hat sein Bleiben. 3. Doch hilfst du, daß ich immerzu die Noth noch überwinde, bis daß ich dort die wahre Ruh und rechte Heimath finde, da ist denn Müh' und Srge aus, da bin ich eigentlich zu Haus, all' Unruh' hat ein Ende. 4. An solche Ruhstätt' denk ich hier jetzt und in meinem Wallen; ich bitt', o HErr, mich so regier', daß dir's auch mög' gefallen. Leit' mich allzeit auf rechter Bahn, und alles, was ich fange an, das segne du von oben. 5. Dir ist am besten, HErr, be tannt, was mein Stand mit sich führet, daß mir deshalben jetzt zu Land den Weg zu thun gebühret. Bring' mich gesund, wo hin ich soll, mein Werk laß mich verrichten wohl, und glücklich wiederkommen. 6. Indessen rend' all' Unheil ab von meinen Anverwandten, bie ich Reise- Gesänge zu Lande. ich zu Haus gelassen hab', von Freunden und Bekannten, laß sie bir, GOtt, befohlen sein, hilf, daß ich sie und all das Mein' in gutem Stande finde. 7. Daneben mir auch dies verleih', daß ich behutsam wandle und immerdar vorsichtig sei in allem, was ich handle; durch deines Heil'gen Geistes Gnad gieb rechte Zeit, Verstand und Rath, zu meinem Thun und Lassen. 8. Schic' beinen Engel vor mir her, den Weg mir zu bereiten, befiehl, daß er dem Satan wehr und allen bösen Leuten. Nimm mich, o HErr, in deinen Schub, daß ihre List, Gewalt und Truß mir nimmer können schaden. 9. Nun, Vater, dir ergeb' ich mich, du kannst stets Hülfe senden, bewahr' und führ' mich gnädig lich hier und an allen Enden und laß mich bald, wo dir's gefällt, nach dieser Unruh in der Welt bei dir dort Ruh' erlangen. 923. M. Kommt her zu mir. o brech' ich auf von diesem Ort und zieh' in deinem Namen fort; HErr GOtt, du und über bein liebes Kind, das zwar nichts ist als Staub und Wind, dein' Gnadenflügel breiten. 2. Gieb, daß die lieben Engelein, die starken Helden, bei mir sein auf allen meinen Wegen, und zwischen die, so dieser Zeit mir nachzustellen sind bereit, und zwischen mich zu legen. 3. HErr, biete mir die Gnadenhand, ich sei zu Wasser oder Land, in Feldern, Wäldern, Hekken, da woll- st du in aller Noth vor Räubern, Schand' und schnelLem Tod mit deiner Hand mich decken. 467 4. Sollt' ich auch kommen, we das Gift der schnellen Pest die Menschen trifft und durch die Länder wüthet, so schüße mich nach deinem Rath; ich weiß, wer dich zum Führer hat, der bleibet wohl behütet. 5. Drum bitt' ich auch dich, meinen HErrn, geleite mich, wie jener Stern aus Morgenland die Weisen; schweb' über mir, o du, mein Heil! wie dort die Feu'r- und Wolkensäul', auf allen meinen Reifen. 6. Verleih' auch, daß ich Weib und Kind, auch gute Freund' und Hausgesind' und was du mir geland treff' an in einem guten geben, in meinem lieben VaterStand und wohl vergnügtem Leben. 7. Drum reis' ich denn nun diesesmal durch Wiesen, Felder, Berg und Thal, weil GOtt mir ist zur Seiten: der mich wird träftig diesen Weg und folgends auch den schmalen Steg gen Himmel wohl geleiten. Joh. Rift. Bei Fortgang der Reiſe. 924. M. Mit Fried' und Freud'. risch und getrost, nun reis' der HErr ist mein Licht, Weg und Pfort', gewiß und Amen, auf ich mich verlaffe. wie mir zusagt sein Wort, dar2. Mein'n Ausgang er behüten wird wohl und eben, meinen Eingang er segnen wird auch darneben, mit GOtt den Anfang enden. mach', so wirst mit ihm auch 3. Ach HErre GOtt, eröffne mir selbst deine Wege! Ach, HErre GOtt, weise du mir deine Stege. Den Gang richt' ich nach dir, laß meinen Fuß nicht gleiten. M. I. W. 6 g2 Morgen 468 Reise- Gesänge zu Wasser. Morgenlied eines Reisenden. Abendlied eines Reisenden. 925. 926. rauner Abend sei willkommen Siehe p. 47. 2C. Du u baft auf unsern Wegen 2c. Bra Siehe p. 30. XLIV. Reise- Gesänge zu Wasser. 927. M. Es ist gewißlich an. Ott, der du aller Himmel der Tod, so sich bald zu uns naht, macht, daß man schreit und klader Erden und das so große weite Meer mit als Len feinen Heerden so wunders barlich haft gemacht, was du willst, das muß sein vollbracht, im Meer und allen Tiefen. 2. Du hast das Meer mit seis ner Thür, o großer GOtt, verschlossen, dein' Allmacht schaut man für und für, wenn es wird ausgegossen; es bricht her wie aus Mutterleib, daß es in seinen Ufern bleib', hat deine Hand geboten. 3. Ob fich's nun gleich mit Macht ergeußt, so seine Fluthen wallen, ob es gleich tobet, braust und reißt, muß es doch wieder fallen; in seinem Rande muß es stehn, und darf das Ziel nicht übergehn, dein Wort hat es versiegelt. 4. Du bist der HErr auf wil der Fluth, da tennt man deine Werke, da sieht man, was dein' Allmacht thut, da kennt man deine Stärke; wenn du sprichst, fährt mit großem Graus ein ungeheurer Sturmwind aus, wirft hohe Wasserberge. 5. Da fliegen wir bald himmelan, bald stürzen wir zur Höllen, all' Arbeit wird umsonst gethan, es werfen uns die Wellen; das Segel reißt, der Mastbaum bricht, tein Thau, kein Anker dauert nicht, wir taumeln als ein Truntner. Schiff regiert und einen sichern Weg geführt, im Meer auch giebst du Gänge. 7. Vor dir legt sich das tolle Meer, du gehst auf einem Wagen, und stürmt das Wetter noch so sehr, du kannst es bald verjagen; um einen Wink ist dir's zu thun, so müssen Wind und Fluthen ruhn; wer kann sich dir vergleichen? 8. D Höchster, deine Allmachtshand nicht nur das Land bedecket, sie wird auch auf der See erkannt, da ist sie ausgestrecket; mit dir will ich zu Segel gehn, laß glücklich deine Winde wehn, gieb sichre Fahrt und Wetter. 9. Hilf uns zusammen an den Port, vor Räubern uns behüte, erschein' uns allen fort und fort mit deiner Huld und Güte, laß teinen Sturmwind stehen auf, hilf, daß das Schiff in seinem Lauf mag keinen Anstoß leiden. 10. Wenn sich das wüste Meer erhebt und braust mit stolzen Wogen, daß uns aus Furcht das Herze bebt, sei du uns nicht entzogen. Wenn wir dir tlagen uns re Noth, ach; so errett' uns von dem Tod und führ' uns aus den Nengsten. 11. So wollen wir dir immer dar Lob' Ehr' und Dank erweisen, und wie du hilfest aus Gefahr, vor allen Völkern preisen. O HErr laß unsre Zuversicht auf 6. Wir wissen ferner keinen| dich zu Schanden werden nicht, Rath, der fühne Schiffer zaget, um Jesu willen. Amen. Um Reise- Gesänge zu Wasser. Um guten Wind. 928. M. Herzlich thut mich. Mir heben unsre Augen zu dir, W o GOtt, allein; kein Rath tann sonst nicht taugen, wirst du nicht um uns sein, der Wind liegt gänzlich stille, wir können nirgend fort, und hilft nicht Müh' noch Wille, noch Kunst zum sichern Port. 2. HErr, der du auf den Winden und ihren Flügeln fährst, und ihren Lauf kannst binden, so oft du es begehrst; ja der du sie läßt kommen aus fremder Heimlichkeit, die noch kein Mensch vernommen, sei auch von uns nicht weit. 3. Du wirst dich nicht versperren vor unserm Schiffgeschrei; wie Knecht' auf ihre HErren in Noth und Armuth frei, wie Mägd' auf ihre Frauen in ihrer Sorgen Noth allein nach Rettung schauen: so seh'n wir auch auf GOtt. In Gefahr zur See, 930. M. An Wasserflüssen. Wer ist es, der die Segel lenkt, und der das Schiff regieret? der jenes Heer ins Meer versenkt, bin's, der allerhöchste GOtt, der der Mosen hat geführet? Ich groß' und starke Zebaoth, der auch an allen Enden so wunderbarlich helfen tann, daß in der Noth sich Jedermann getrost zu mir darf wenden. 2. Ich spreche nur den Wellen zu, wenn sie so grausam wüthen, er sich legen zur 4. HErr, HErr! sei uns genäbig, die Kraft und Macht ist dein, laß nicht die Segel ledig, gieb guten Wind hinein, der uns den Richtsteig weise, zugleich so nah als weit, HErr, fördre diese Reise durch deine Gütigkeit. Danklied für den guten Wind. 929. M. Mein Hüter und mein. o oft ich schrei aus meines persens 469 men, so würd' ich doch von mei nem GOtt vernommen; er zählt mein Thun, mein Wesen, meine Sachen, und hilft mir dran ein gutes Ende machen. 3. Als nun kein Wind nicht wollte förder jagen, als Wind und See auch fast vor Anter lagen, und wir nun bald den HErren angeschrieen, so hat er strads uns guten Wind verliehen; die Wellen gehn mit ungezählten Haufen, und eilen fort dem Binde nachzulaufen. 4. Die Mastenhöh' baut sich durch alle Lüfte, das Schiff rennt frei hin über alle Klüfte, das Segeltuch reißt fort an seinen Bäumen, und keines will den Fortgang uns versäumen. Wie wohl geht's dem, der blos dem HErren trauet, und seine Sorg auf dessen Hülfe bauet. hört der HErr mich zu der Stunde, wie sollte mich denn seine Treu' nicht stärken, dieweil sein Ohr auf jedes Wort will merken, wenn ich in Angst nach seinem Berge sehe, und um Genad' in seinen Himmel flehe. 2. Ich freue mich, daß er so gerne rettet, und hätt' ich schon mich in den Grund gebettet, da weder Sonn' noch Monde kann binkomich kann der Fluth gebieten; drum fürchte dich kein Härlein mehr, betrübte Seel', ob noch so sehr jetzt Wind und Wellen rasen; bedent es nur in deinem Sinn, ob ich der große GOtt nicht bin, vor dem kein Wind kann blasen. 3. Gedenk' an meine Jünger nur, wie heftig sie dort schrieen, als ich mit ihnen überfuhr, sie lagen auf den Knieen, und riefen: 6 g 3 Mei 470 Meister, hilf uns bald! Und als ich nun zwang mit Gewalt die Hocherhabnen Wellen, da sprang ihr Herz, sie dankten mir; ein Gleiches will ich thun an dir, kein Wetter soll dich fällen. 4. Sollt' endlich auch das Schiff sogar zu Stück und Trümmern gehen, so will ich mitten in Ge= 932. M. In bich hab' ich gehoffet. fahr bei dir stehen: o erhebet sich Ich will dich retten aus dem 3 mein Herz, und sucht demüMeer, als ich den Jonas wieder her ans Land gebracht mit Freu- thiglich dein väterlich Beschirden. Es geh' auch immer wie men. Hilf, daß ich sei von Sor es woll', erinn're dich, daß dich nichts soll von meiner Liebe scheiden. gen frei, und von des Satans Stürmen. Danklied nach vollbrachter Reise. 5. Dafür will ich dich preisen, so lang' ich leb' und bin, ich will dir Dank erweisen, HErr, nimm das Opfer hin! du bist mein starker Hort, drum o! dein Lob vor Allen in mein m Mund erschallen recht freudig hier und dort. Joh. Heermann. 2. Dein Engel sei mein Reis' Gefell, er bringe mich gesund zur Stell', und wenn ich heim 931. M. Von GOtt will ich.ner Seit', daß mich kein Unfall gedente, sei dein Geleit zu meiLaß jest mit süßen Weiſen, kränke. Nach dem Ungewitter. HErr Reise. mich deine Wunder preisen für Danklied nach abgelegter Alles in der Welt; dein Lob foll immerdar in meinem Munde klingen, dir, will ich, HErr, lobsingen, der du hilft aus Gefahr. ich auf dem erzürnten Meer, das so viel stolze Bahren warf grausamlich daher. Ach GOtt! das Schifflein floh erschrecklich schnell gen Himmel, brauf ward ein groß Getümmel, der wollte so, der so. 3. Bald fiel das Schiff zu Grunde, bald sprang es wieder auf, und hielt in einer Stunde so manchen harten Lauf, daß wir den Trunknen gleich, bald taumel ten, bald fielen, ja wurden durch dies Wühlen, wie Todte blaß und bleich. 4. Doch der du giebst das Leben, du Menschenhüter du, du hast nicht zugegeben, daß wir noch immerzu verlassen sollten sein, du ließest Hülfe kommen, du hast uns aufgenommen durch deinen Schuß allein. 933. M. Werde munter mein. Nun hab' ich, GOtt Lob! vollendet meine vorgehabte Reis', nun ist solche ganz geendet, darum viel Lob, Ehr' und Preis, weil mich deine Gnad'nhand hat so sicher durch das Land wieder bis hieher geführet, jetzt, o mein GOtt, dir gebühret, 2. Du, mein GOtt, hast mich bewachet durch der Engel Schußgeleit, mich so glücklich auch ges machet, daß ich jest mit Lust und Freud' hier nun wieder kommen an, und mir so viel Guts gethan, daß ich dich muß herzlich preisen und dir ewig Dank erweisen. 3. Ach, ich bitte dich, erzeige mir noch ferner deine Gnad', daß ich bald das Ziel erreiche, so mein Geist noch vor sich hat; führe mich aus diesem Leid hin in deine Ewigkeit, ich verlange von der Erden, laß mich ewig selig werden. Der Der achte Theil des Gesangbuchs, enthaltend: vom Tod und Sterben, vom jüngsten Gericht, von der Hölle und Verdammniß, vom ewigen Freudenleben. XLV. Bom Tod und Sterben. 934. M. Ach daß doch mein. AⓇ ch! daß doch mein JEsus täme, und die Seele bald wegnähme hier aus die sem Jammerthal zu sich in den Freudensaal. 2. Ist doch hier nichts mehr als Klagen, Seufzen, Weinen, lauter Plagen; alle unsre beste Zeit ist nur Müh' und Herzeleid. 3. Nichtig, flüchtig sind die Tage, unser Leben ist nur Plage, al les ist nur Eitelkeit hier in die: fer Sterblichkeit. 4. Was wir schauen nur auf Erden, muß zu Staub und Asche werden, was wir sehen, das verschwind't, gleich wie Rauch und Staub im Wind. 5. Drum begehr' ich nicht zu leben, hier in dieser Welt zu schwer ben, sondern nur bei GOtt zu sein, so verschwindet Angst und Bein. 6. Fahre hin, du Weltgetümmel, weil mein Wandel stebt gen Himmel, Chre, Gut und Geld, Ade, o du falsche Welt, Vale! Lied eines Wittwers. 935, M. Wenn mein Stündlein. Nch GOtt! ich muß in Traurig feit mein Leben nun beschlie Ben, dieweil der Tod von meiner Seit' so eilends hat geriffen mein treues Herz, der Tugend Schein, der muß ich jetzt beraubet sein, wer tann mein Elend wenden? 471 2. Wenn ich an ihre Freundlich feit gedent' in meinem Herzen, die sie mir hat zu jeder Zeit, in Freud' und auch in Schmerzen, erwiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehre sich, vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? der meiste Theil nicht Glauben hält, die Treu will gar ver schwinden. Ich glaub' und red' es ohne Scheu: die best' ist doch getraute Treu, der muß ich jetzt entrathen. 4. Fürwahr! mir geht ein schar fes Schwert jebund durch meine Seele, die abzuscheiden oft be gehrt aus ihrer Leibeshöhle. Wo du nicht, o HErr JEsu Christ, in solchem Kreuz mein Tröster bist, muß ich vor Leid verzagen. 5. O treu geliebtes, sel'ges Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst wollt' enden; ich will betrachten deinen Stand, wie GOtt dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud' und Wonne. 6. Kein' Angst, noch Trübfal, Weh und Noth kann dich jebund verleßen, im Himmel thut der fromme GOtt mit Liebe dich ergößen. Die Seele schaut mit Luft und Freud' die heilige Dreifaltigs teit, mit allen Auserwählten. 7. Der Höchst' hat dich in seinem Schooß, und wischt dir ab die Thränen, erfüllet dich mit Freuden groß, danach wir uns auch sehnen. Du stehest bei der En gel. Schaar, lobsingest GOtt frei ohn' Gefahr, mit süßem Ten und Schalle. g 4 8. Der 472 Vom Tod und Sterben. 8. Der Leib der ruht gar sanft kommen, kommt ihr doch alle her und fein ohn' alle Qual und zu mir, drum wollt euch nicht beSorgen, vor allem Unglück, groß trüben mehr, nun lobt mit mir und klein, liegt er darin verbor- den HErren. gen; kein Beinlein, ja tein Stäubelein wird dir davon verloren sein, die Engel dich bewahren. 9. In turzer Zeit wird JEsus Christ dich wieder auferwecken, und weil du auch sein Schäflein bist, wird er die Hand ausstrecken, dich führen in sein Himmelreich, daß du mit Leib und Seel' zugleich bei ihm sollst ewig bleiben. 10. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben; ich aber tomm' hinauf zu dir, da werd' ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn' und Lust, die deine Seele täglich kost' drauf ich mich herzlich freue. 3. Dieweil ich zu den'n kommen bin, nach den'n ich hatt' Verlangen, die von hinnen geschieden sind, und mir sind vorgegangen aus dieser sehr betrübten Welt: nun nähm' ich nicht groß Gut und Geld, und käm' wieder auf Erden. 4. An jenem Tag, wenn ich aufsteh, welch's ich erwart' mit Freuden, will ich euch alle wiedersehn und ewig bei euch bleiben; der Tod wird uns nicht scheiden mehr, auch kein Unglüd betrüben sehr, wie hier auf dieser Erden. 5. Hiermit ich euch gesegnen thu, ihr Großen und ihr Kleinen, die ih mich habt begleit't zur Ruh, um mich sollt ihr nicht weinen. Thut Buß', schickt euch mit ganz zem Fleiß, wenn der Lod kommt, daß ihr bereit und gläubig werd't erfunden. 11. O wie mit großer Freudigteit woll'n wir einander tennen; da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach! welche Freude wird dann sein, wenn ich die, die ich jetzt bewein', mit Freuden werd' umfangen. 12. Dies will ich stets in Traurigkeit mir zu Gemüthe führen, erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebühren. GOtt alles Trostes, steh bei mir, und 937, M. Freu' dich sehr, o meine. mich durch deinen Geiſt regier', ch! wann kommet doch die zu und der letzte genblic, da ich dir von Herzens grunde, JEsu, meine Seele schid'! mich verdrießt mein Leben fast; ach! wann wird des Lebens Last von mir werden weggenommen, daß ich möge zu dir kommen! 2. HErr, wie lange soll ich weinen, soll die Lebenssonne mir denn nun nimmermehr erscheinen? ach! wie lange soll ich hier also gar verlassen sein? ach, erbarme dich doch mein! eile doch mit meis nem Ende, und nimm mich in 3.€ 8 3. Heermann. 936. M. Ach lieben Christen seid. Ach lieben Christen trauert nicht, thut euch nur recht bedenken, ob ich gleich bin aus eur'm Gesicht, wollt euch darum nicht tränken, ich bin gekomm'n aus Angst und Noth zur Ruh und schlafe sanft in GOtt, der mich nun hat entbunden. 6. Ade! Ade! zu guter Nacht! ich fahr' in GOttes Namen, ein jeder Mensch sein' End' betracht', so woll'n wir allzusammen an jenem Tag GOtt schauen an, und mit einander Freude han in der Ewigkeit. Amen. 2. Viele Angst hatt' ich und groBes Leid, bedentt's um GOttes willen, und gönnt mir doch die ew'ge Freud', die ich jetzt hab' be- deine Hände, Vom Tod und Sterben. 3. Es ist hier doch nichts als Klagen, nichts als lauter Herzes leid, teiner tann es anders sagen; diese ganze Lebenszeit ist nur lauter Angst und Noth, ach, tomm doch, o süßer Tod, fordre mich doch zu dem Leben, ich will gar nicht widerstreben. 4. Ach wie oft hab' ich gebeten, ach wie manche lange Nacht ist mein Geist vor dich getreten, und hat heiße Seufzer bracht, daß du, JEsu, wollest ihn aus des Todes Leibe ziehn, von der Sünd' und allem Bösen aus der Höllen ihn erlösen. 5. Wie viel heiße Herzensthränen haben mich doch schon befeucht't; von dem großen SeelenSehnen bin ich ganz und gar erbleicht, und du hörest mich doch nicht, o du frommer Seelen Licht, wann werd' ich dich doch anschauen, in den schönen SternenAuen. 473 3. Ach was ist doch Frömmigteit? eine Unvollkommenheit, Niemand kann damit bestehn, wenn GOtt ins Gericht will gehn. 4. Ach was ist doch Gut und Geld? nichts als nur ein Koth im Feld; heute reich und morgen arm; Reichthum bringet Sorg' und Harm, 5. Ach was ist doch Amt und Ehr'? nur ein Leben mit Bes schwer. Der viel Gaben hat allhier, wird beneidet für und für. 6. Ach was ist doch Menschengunst? nur ein blauer Nebeldunst. Lieber, trau dem Freunde nicht, auch der Bruderglaube bricht. 6. Wann willst du mich doch erfreuen? ach! wann wirst du doch einmal meine Seele mir verneuen, o du schöner Sternensaal! Wie viel lengste soll ich noch leiden in des Leibes Joch, eh'mein Geist wird weggenommen, und ich werde zu dir kommen? 7. Ich will nur geduldig leiben, und indeß bereiten mich, JEsu, zu den großen Freuden, die mir sind bereit't durch dich. Romme, komme, wann du willst, o du starter Seelenschild, hole meine arme Seele aus der tranten Leibeshöhle. 7. Ach was ist doch Fröhlichkeit? eine ungesunde Zeit, davon oft die Seel' verdirbt, Mancher vor der Zeit hinstirbt. 8. Ach was Haß und was für Neid tragen gegen uns die Leut'! hier ist Zorn, Verleumdung dort, also geht es fort und fort. 9. Ach wie frank und ungesund sind wir Menschen alle Stund', fast kein Glied zu finden ist, dem nicht mangelt was zur Frist. 10. Ach was ist doch unser Tod? nur ein Ende aller Noth, da wir ohne Kreuz und Bein bei GOtt ewig werden sein. 11. Drum freu' ich mich allezeit auf die wahre Himmelsfreud', da uns gar nichts mangeln wird, da nur Freude wird gespürt. 12. Freude, die tein Ohr berührt, die tein's Menschen Herz gespürt, Freude in- und äußerlich: auf die Freude freu ich mich. 3. Rofenth. Ach was ist doch unser Leb'n? 939. M. Es ist das Heil uns. 938. M. Nun kommt der Heiden. nichts, als nur im Elend schweb'n! wenn es gut gewesen ist, ist es Müh' zu jeder Frist. 2. Ach was ist doch unsre Zeit? nichts, als nur ein langer Streit, da nur eins das andre haßt, da tein Fried', tein' Ruh noch Rast. ch wie elend ist unſre Zeit allhier auf dieser Gar bald der Mensch darnieder liegt, wir müssen alle sterben; allhier in diesem Jammerthal ist Müh' und Arbeit überall, auch wenn es wohl gelinget. G g 5 2. Ach 474 Vom Tod und Sterben. 2. Ach Adams Fall und Misse-| seine Hände küffen, tritt man that solch's alles auf uns erben; omorgen gar mit Füßen. GOtt, gieb du uns guten Rath, daß wir's erkennen lernen; daß wir so blind und sicher sein mit ten in Trübsal und in Bein, das ist ja zu erbarmen. 8. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Wissen! der das Werk kann trefflich führen und vernünftig discuriren, muß bald allen Wiß verlieren. 3. HErr GOtt, du unsre 3uflucht bist, dein Hülfe thu uns senden, denn du der Deinen nicht vergißt, die sich zu dir nur wenben; mit deinem Geiste steh uns bei, ein selig Stündlein uns verleih durch JEsum Christum, Amen. M. Joh. Gigas. 9. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Dichten! der die Kunst hat liebgewonnen, und manch' schönes Wert ersonnen, ist doch nicht dem Tod entronnen. 10. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schäße! es tann Glut und Fluth entstehen, dadurch eh' wir's uns versehen, alles muß zu Boden gehen. 940. In bekannter Melodie. Ich wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Leben! wie ein Nebel bald entstehet, und bald wiederum vergehet, so ist unser Leben, sehet! 11. Ach wie nichtig, ach wie flüchs tig ist der Menschen Herrschen! der durch Macht ist hoch geſtiegen, muß zuleßt aus Unvermögen in dem Grabe niederliegen. 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Tage! wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so eilt unsre Zeit von hinnen. 12. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Brangen! der in Purpur, hoch vermessen, ist gleich wie ein GOtt gefeffen, dessen wird im Tod vergessen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Freude! wie fich wechseln Stund' und Beis ten, Licht und Dunkel, Fried' und Streiten, so sind unsre Fröh lichkeiten. 13. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Rönnen! ber die Kranten wohl zu heilen konnte guten Rath ertheilen, den muß auch der Tod ereilen. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 14. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Sachen! Alles, alles was wir sehen, das muß fallen und vergehen: wer GOtt fürcht't, wird ewig stehen. Mich. Frant. 941. 3n bekannter Melobie. lle 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Stärke! der ein worfen mit den Riesen, den trifft eine kleine Drüsen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Glücke! wie sich eine Kugel brehet, die bald ba, bald dorten stehet, so ist unser Glücke, jehet! 7. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Ehre; über ben, dem man hat müssen heute alles Fleisch vergeht wie Heu; was da lebet, muß verderben, soll es anders werden neu. Dieser Leib der muß verwesen, wenn er ewig soll genesen der so großen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit't. 2. Darum will ich dieses Leben, wenn es meinem GOtt beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin Vom Tod und Sterben. 475 bin darüber nicht betrübt; denn wandte, Brüder, Freunde und Bein meines JEsu Wunden hab' ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesnoth ist des HErren JEsu Tod. kannte, lebet wohl zu guter Nacht! GOtt sei Dant, es ist vollbracht! 3. G. Albinus. 3. JEsus ist für mich gestor ben und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das Heil er worben, drum fahr' ich mit Freuden hin, hier aus diesem Weltgetümmel in den schönen GOttes himmel, da ich werde allezeit sehen die Dreieinigkeit. 942. In eigener Melodie. llenthalben wo ich gehe, size, liege oder stehe, sehn' ich mich nach JEsu Christ, der für mich gestorben ist. 2. Von der bösen Welt zu scheiden, nach so viel und großem Leiden, wann es ihm gefällig ist, bin ich fertig und gerüst't. 3. Wenn ich werde mit ihm leben, herrschen und in Freuden schweben: o wie selig werd' ich sein bei den lieben Engelein! 4. Herzlich werd'ich mich erfreuen, wenn mich Christus wird erneuen, und im Himmel führen ein, prächtig, stets bei ihm zu sein. 5. Zung' und Herze wird da klingen und dem HErren JEsu singen, ewig werd ich stimmen ein mit den lieben Engelein. 6. Besser Leben werd' ich finden, ohne Tod und ohne Sünden. D wie selig werd ich sein bei den lieben Engelein! 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen sißet die gezwölfte Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm GOtt zu Ehr'n ewig Halleluja hör'n. 6. Ach! Jerusalem du Schöne, ach wie helle glänzeſt du, ach wie A Christ, weil du geſund am lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud' und Wonne! jebund gehet auf die Sonne, fegund gehet an der Tag, der tein Ende nehmen mag. 943. M.HErr JEsuChrift, meins. Tod gedent', o frommer Leibe bist, gieb dich mit gutem Willen drein, es muß einmal gestorben sein. 2. Nun ist sehr ungewiß die Zeit, drum mach' dich alle Stund' bereit; im Augenblick muß Mancher dran, und keinen Aufschub haben kann. 7. Ach, ich habe schon erblicet diese große Herrlichkeit, jezund werd' ich schön geschmüdet mit dem weißen Himmelstleid, mit der gold'nen Ehrenkrone steh' ich da vor GOttes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. 3. Die Art und Weif auch du nicht weißt, wie du aufgiebeſt deiz nen Geist; der Tod hat Mittel mancherlei, daß er dem Menschen komme bei. 8. Nun hier will ich ewig woh- 4. Und wo ihn dann nach seinen, liebster Schaß, zu guter nem Tod einmal hinweis't der Nacht! eure Treu wird GOtt beg'rechte GOtt, bleibt er ewig am lohnen, die ihr habt an mir voll- jüngsten Tag, er auch kein'n bracht. Liebsten Kinder und Ver- Wechsel finden meg. 5. Drum 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen da vor GOttes Thron. Da die Seraphinen prangen, und das hohe Lied anfangen: Heilig! heilig! heilig! heißt GOtt der Vater, Sohn und Geist. 476 Vom Tod und Sterben. 5. Drum weil du lebst, so rüste endlich mehr? So hätt' ich auch dich zu sterb'n in Christo seliglich. kein Leiden. Du lebest oder schläfft nun ein, wirst du in GOttes Händen sein. D. Andr. Keßler. 8. Halt' inne, Herz, und sprich so nicht, was dir der Höheste verspricht, das hält er: du sollft leben. Er hat berufen Jedermann, den Himmel trägt er allen an, die sich nur ihm ergeben. 9. Du zager Mensch, was zweifelst du, GOtt schließt den Him mel teinem zu, es hat uns GOtt zusammen durch seines Sohnes Blut erwählt, wir sind den Engeln zugezählt, wenn wir uns nicht verdammen. 10. Was wünschest du, ein Hirsch zu sein, ja ein verworfner Kieselstein? du bist ein Mensch ge boren: dir ist die süße Seligkeit nebst allen Gläubigen bereit, GOtt hat dich ausertoren. 11. GOtt ist nicht selber wider sich, uns allen ruft er gnädig lich, sein Will' ist unverhehlet. Wer glaubt und klaget seine Schuld, mit diesem hat der HErr Geduld, und macht ihn auserwählet. 944. M. Rommt her zu mir. Bis is hierher ist mein Lauf vollbracht, es heißt mit mir, zu guter Nacht, mein Leben wird sich enden; der Höchste ruft, das Herze zagt, die zweifelsvolle Lehre plagt, wohin soll ich mich wenden? 2. Es fallen mir Gedanken ein, ob ich auch werde selig sein, ob ich auch sei erwählet? ob denn des HErren JEsu Blut auch mir vergossen sei zu gut? Ach! dies ist's, so mich quälet. 3. Berufen sind wir alle zwar: wer weiß, bin ich auch in der Schaar, die GOttes Gnade schauen? Er spricht: es sind nicht viel erwählt. Zu welchen bin denn ich gezählt? wer sagt's? Wem soll ich trauen? 4. Bin ich erwählt, wie Mancher spricht, so schadet mir tein Laster nicht, den Himmel muß ich erben; bin ich verdammet zu der Glut, so tommt kein Glauben mir zu gut, ich muß doch ewig sterben. 12. Der fromme DOtt berufet Viel', den Meisten ist es wie ein Spiel; drum müssen sie auch bleiben geschlossen aus des Himmels Saal. Gar klein ist der Erwählten Zahl, weil wenige nur glauben. 5. Ach GOtt! ach Gott! wie tommst du mir so schrecklich und so grausam für; ach bin ich denn verloren? Ach soll ich denn er: 13. GOtt siehet keinen Menschen fehen sein in Ewigkeit zur Höl- an, uns allen hat er fund gethan, lenpein? o wär' ich nie geboren! was er von uns will haben; 6. Ein Hirsch, der seinen Auf der Heil'ge Geist ist auch bereit enthalt sucht in dem wild- und zu fördern unsre Seligkeit durch wüsten Wald, ist seliger auf Er- seine theure Gaben. den: er lebet lang, und wenn er stirbt, zugleich sein Leib mit ihm verdirbt. So gut mag mir's nicht werden. 14. GOtt härtet keines Mens schen Sinn, er nimmt viel eher von uns hin, was uns kann ewig hindern. Der sich muthwillig nicht verstößt, der ist erwählt, der ist erlöst, der kommt zu'n Himmelstindern. 15, Der treue JEsus ist das Buch, das allen schweren Sünden 7. O möcht' ich nur ein Kiesels stein auf unbewohnten Bergen sein! hätt' ich gleich keine Freuben, hätt' ich gleich weder Stand noch Ehr', was wär' es denn nun Vom Tod und Sterben. 477 benfluch von Grund aus aufge- 5. Wenn mein Herz und Gehoben. Hier merke GOttes Wahl danten zergehen wie ein Licht, und Rath, hier lerne GOttes Gna- das hin und her thut wanken, denthat, so lebest du dort oben. wenn ihm die Flamm' gebricht, 16. GOtt will ja nicht des Sünders Tod, ihn jammert herzlich unsre Noth, wie sollt er mich denn haffen? ich bin sein Werk, sein Ebenbild, er ist gerecht, genädig, mild: ich will ihn gläubig fassen. 6. Alsdann fein sanft und stille, HErr, laß mich schlafen ein nach deinem Rath und Willen, wenn kommt mein Stündelein. 7. Ach laß mich an bir tleben, wie eine Klett' am Kleid, und ewig bei dir leben in jener Himmelsfreud'. 17. Auf GOtt steht meine Zuversicht. Getreuer GOtt, dich laß ich nicht, du wirst mich auch nicht lassen. Ich weiß, daß du barmherzig bist: durch meinen Heiland JEsum Christ geh' ich die Himmelsstraßen. 8. Wohl in des Himmels Throne sing' ich Lob, Ehr' und Preis, und ewig bei dir wohne, Vater, Sohn, S. Graffius. Heil'ger Geist. 946. M. Kommt ber zu mir. siehest, Mensch, wie fort eine 18. Viel Sünden hab' ich zwar gethan, doch schau' ich meinen Jesum an, so läßt von mir das Schrecken! Die Sünden sind mir herzlich leid, ich glaube, daß mich Gott zur Freud' wird gnädig auferwecken. 2. Bedenk' es weislich in der Zeit, und flieh' den Schlaf der Sicherheit, sei augenblicklich wak ter; denn wiss', es bleibt dabei noch nicht, daß man dich hin aus diesem Licht trägt auf den GOttesacker. 3. Wir werden aus den Gräbern gehn, und alle vor der Richtbank stehn, die Christus selbst wird hegen, wenn auf der dem thu' ich mich ergeben, mit Engel Feldgeschrei die Glut das Freud' fahr' ich dahin. große Weltgebäu wird in die 945. In bekannter Melodie. Christus der ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn, 19. Mit Freuden geb' ich gute Nacht, ade! Welt, mein Lauf ist vollbracht, dies Leben will sich enden. Mein Seelchen, sei nur uns verzagt, der Himmel ist dir zugesagt, du bleibst in GOttes Händen. G. R. Sacer. andre dort, uns gute Nacht muß geben; der Tod hält keinen andern Lauf, er sagt zuletzt die Wohnung auf uns allen, die wir leben. 2. Mit Freud' fahr' ich von dan- Asche legen. nen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög' zu ihm kommen, und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth, durch sein' heil'ge fünf Wunden bin ich versöhnt mit GOtt. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Odem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, HErr, nimm mein Seu, zen auf. 4. Alsdann wird erstlich aller Welt Belohnung werden zugestellt, die Sünder sollen büßen, und ihnen ohn' Betrug und Schein selbst Kläger, Richter, Henter sein, verdammt durch ihr Gewissen. 5. Ach GOtt, kommt mir dies Urtheil vor, so steigen mir die Haar' empor, mein Herz fühlt Angst und Schrecken; ihr hohen Hügel, heb' ich an, ihr Berg, und was 478 Vom Tod und Sterben. was sich stürzen kann, fallt her,| uns im letzten Zagen die Hölle mich zu bedecken. will verklagen, daß wir auf deinen Namen getrost verscheiden, Amen. G. Rob. 6. HErr JEsu, meine Zuversicht, ach! laß dein strenges Zorngericht, ach laß es mir nicht schaden! biet' an dem Vater den Vertrag, damit ich freudig hören mag den süßen Spruch der Gnaden. 7. Gieb, daß ich mich bei gutem Sinn, und weil ich noch bei Kräften bin, zum Sterben fertig halte, und nicht, o JEsu! meine Lust, begriffen in der Sünden Wust, zum ew'gen Tod erkalte. S. Dach. 947. M. Auf meinen lieben GOtt. Herzeleid, die allerbesten Tage sind felten ohne Klage, und wo wir Schein- Lust finden, ist Angst und Qual dahinten. 948. M. Chriftus, der uns selig. Cinen guten Kampf hab' ich auf der gekämpfet, 6.0 JEsu! Todes Tod, laß uns in Sterbens- Noth, dein innerliches Stärken in unsern Herzen merken, daß wir beim Leber3Enden uns freudig zu bi- wenden. 7. Spring uns, o Hei'and, zu, und gieb den Sinnen Rub', wenn GOtt hat gnädiglich all' mein Leid gedämpfet, daß ich meinen Lebenslauf seliglich vollendet, und mein' arme Seel' hinauf Christo zugesendet. 2. Forthin ist mir beigelegt der Gerechten Krone, die mir wahre Freud' erregt in dem Himmelsthrone; forthin meines Lebens ich nämlich GOttes Angesicht meine Seele schauet. 3. Dieser schnöden bösen Welt jämmerliches Leben, mir nun länger nicht gefällt, drum ich mich ergebe meinem JEsum, da ich bin ießt in lauter Freuden, denn sein Tod ist mein Gewinn, mein Verdienst sein Leiden. 2. Kein Stand, kein Alter ist vor Widerglück gefrist't, so bald ein Mensch geboren, ist ihm die Pflicht erforen, ohn' Ausflucht und ohn' Meiden, was kommen kann, zu leiden. 3. Ein Jeder fühlt sein Theil, und find't kein andres Heil, das ihn der Schuld entziehe, denn daß er sich bemühe um Trost, se lig zu sterben und GOttes Gunst zu erben. 4. Gute Nacht, ihr meine Freund', alle meine Lieben, alle, die ihr um mich weint, laßt euch nicht be trüben, diesen Hintritt, den ich thu in die Erde nieder, schaut, die Sonne geht zur Ruh', kommt doch morgen wieder, 4. Solch' Sterben ist der Schluß an Unmuth und Verdruß, die 5. Alberti. 949. M. Wenn mein Stündlein. uns mit vollem Haufen stets' toms in Würmlein bin ich arm und klein, mit Todesnoth umge: men angelaufen: o selig, wer dem ben, tein'n Trost weiß ich in Mark Leben das Ende kann gut geben. und Bein, im Sterben und im 5. Der lebt und schwebt allzeit Leben, denn daß du selbst, HErr in lauter Fröhlichkeit, da er sein Jesu Christ, ein armes WürmLeben liebet, da ihn kein Ding lein worden bist; ach GOtt! betrübet, da er in vollen Freu- erhör' mein Klagen. den kann seine Seele weiden. 2. Laß mich, HErr Christ, an deinem Leib ein grünes Zweiglein bleiben, mit deinem Geist, HErr, bei mir bleib', wenn Leib und Soel' soll scheiden: wenn mir vergeht all' mein Gesicht und ... cines Bleibens nicht mehr ist allhi auf dieser Erden. 3. So Vom Tov und Sterben. 479 3. So laß mich nicht in dieser| macht, wie schwer, o GOtt! wie Noth umkommen noch verzagen; hart ist diese Last! ich schwemme tomm' mir zu Hülf', du treuer manche Nacht mein hartes Lager GOtt, mein' Angst hilf mir er- durch mit Thränen: wie lange, tragen. Denk', daß ich bin am lang' muß ich mich sehnen? Wann Leibe dein ein Glied und grünes ist's genug? Zweigelein, im Fried' laß mich hinfahren. 4. Es ist genug, wenn nur mein JEsus will, er tennet ja mein Herz; ich harre sein, und halt' indessen still, bis er mir allen Schmerz, der meine sieche Brust abnaget, zurückelegt und zu mir saget: Es ist genug! 5. Es ist genug, HErr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein JEsus kommt! nun gute Nacht, o Welt, ich fahr' ins Himmels Haus, ich fahre sicher hin mit Frieden, mein groBer Jammer bleibt danieden. Es ist genug! 4. Gedent', HErr! an den theuren Eid, den du selbst hast geschworen: so wahr du lebst in Ewigkeit, ich soll nicht sein verloren, ich soll nicht kommen ins Gericht, den Tod auch ewig schmecken nicht, dein Heil wollst du mir zeigen. 5. Ach GOtt! laß mir ein' Leuchte sein dein Wort zum ew'gen Leben, ein sel'ges Ende mir verleih', ich will mich dir ergeben; ich will dir trau'n, mein HErr und GOtt, denn du verläßt in keiner Noth, die deiner Hülf' erwarten. 951. M. Wie nach einer Wasserqu. Creu dich sehr, o meine Seele, 6. Drauf will ich nun befehlen dir mein' Seel' in deine Hände; ach treuer GOtt! steh' fest bei mir, dein'n Geist nicht von mir wende; und wenn ich nicht mehr reden kann, so nimm den letzten Seufzer an durch JEsum Christum, Amen. B. Frölich. 950. In bekannter Melodie. und vergiß all' Noth und Qual, weil dich nuu Christus, dein HErre, ruft aus diesem Jammerthal. Aus der Trübsal, Angst und Leid sollst du fahren in die Freud', die kein Ohr jemals gehöret, und in Ewigkeit auch währet. G 3 ist genug! so nimm, HErr, 2. Tag und Nacht hab' ich gerufen zu dem HErren, meinem GOtt, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf' aus der Noth. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End' mög' ha'n, so hab' ich gewünschet eben, daß sich enden mög' mein Leben. meinen Geist zu Zions Geistern hin; lös' auf das Band, das allgemälig reißt, befreie diesen Sinn, der sich nach seinem GOtte fehnet, der täglich tlagt und nächtlich thränet: Es ist genug! 2. Es ist genug des Jammers 3. Denn gleich wie die Rosen der mich drückt durch Adams stehen unter Dornen spißig gar, Apfelgier; das Sündengift hat also auch die Christen gehen in mich zu sehr erstickt, nichts Gu- lauter Angst und Gefahr. Wie tes wohnt in mir. Was tläglich mich von GOtte trennet, was täglich mich beflecket nennet, das ist genug! die Meereswellen sind, und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund ge4, Welt, Tod, Teufel, Sünd' und Hölle unser eigen Fleisch und Vom Tod und Sterben. 480 und Blut, plagen stets hier unsre Seele, lassen xns bei teinem Muth; wir sind voller Angst und Plag', lauter Kreuz sind unsre Tag', wenn wir nur geboren werden, find't sich Jammer g'nug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröth' her Ieuchtet, und der Schlaf sich von uns wend't, Sorg' und Kummer baher streichet, Müh find't sich an allem End'. Unsre Thränen sind das Brod, so wir essen früh und spat, wenn die Sonn' nicht mehr thut scheinen, ist nur lauter Klag' und Weinen. 6. Drum, HErr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jebund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlös't. Hilf, daß ich mit Fried' und Freud' mög' von hinnen fahren heut, ach! sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 10. Freu' dich sehr, o meine Seele, und vergiß all' Noth und Qual, weil dich nun Christus, dein HErre, ruft aus diesem Jammerthal; seine Freud' und Herrlichkeit sollst du seh'n in Ewigfeit, mit den Engeln jubiliren, in Ewigkeit triumphiren. Simon Grafflus. 952, M. HErr, straf' mich nicht. ar wohl mein Herz entschlos sen ist, mit Ernst sich zu bes werben, bei meinem Heiland JEsu Christ zu leben und zu sterben; der Welt ich überdrüssig bin, sehn' mich nur nach dem Himmel hin, HErr, laß mich den ererben. 2. Was ist die Welt, was ist ihr Ruhm? was ist der Mensch dars innen? Ein Schatten, Schaum und Wiesenblum', ein eiteles Bes ginnen. Ist auch was je zu fins den drein, so unsrer Seel' kann hülflich sein, wenn sie nun fährt von hinnen? 3. Onein, wer außer Esn Christ den Weg zum Leben suchet durch Werk, Verdienst, ja was es ist, muß ewig sein verfluchet, nie hat ein Mensch, jei wer er sei, durch seiner Werke Trügerei das Heil GOtt abgepochet. 7. In dein' Seite will ich fliehen an mein'm bittern Todesgang, durch dein' Wunden will ich ziehen in's himmlische Vaterland; in das schöne Paradeis, drein der Schächer thät sein' Reis', wirst du mich, HErr Christ, einführen, und mit ew'ger Klarheit zieren. 4. Mein JEsus ist mein höchs 8. Ob mir schon die Augen bre- stes Gut; in seinen heil'gen Wuns chen, das Gehöre gar verschwind't, den, an sein Verdienst und heilmeine Zung' nicht mehr tann ges Blut mein Glaub' fest bleibt sprechen, der Verstand sich nicht gebunden, das ist mein Stecken, besinnt; bist du doch mein Licht Stärk' und Stab, da ich Trost, und Hort, Lebensweg und Him- Hülf' und Sieg her hab' in meimelspfort'. Du wirst mich in nen Todesstunden. Gnad' regieren, auf der rechten 5. Warum wollt ihr denn trauBahn heimführen. rig sein, daß ich von hinnen 9. Laß dein' Engel mit mir fah- scheide? Ich fahr' in GOttes ren auf Elias Wagen roth, meine Hand hinein, da ich kein' Angst Seele wohl bewahren, wie Laz'- mehr leide. Geduldet euch, trau'rt rum nach seinem Tod: laß sie nicht so sehr, halt't rechte Maaß, ruh'n in deinem Schooß, und gebt GOtt die Ehr', ich schweb' erfülle sie mit Trost, bis der in lauter Freude. Leib kommt aus der Erden und fie beid' vereinigt werden. 6. Ein christlich Herz, so recht erwägt der Seelen- Freuden Leben Vom Tod und Sterben. 481 Leben und fort dahin Verlangen wied'rum zusammen bringen und trägt, muß seufzend wohl anheben: Komm, 3Eju, liebster Heiland mein, es sehnt sich meine Seel' allein in deinem Glanz zu schweben. kräftiglich mit vielem Triumphiren in Himmel führen. G. W. 953. M. Herzliebster JEsu, was. Geliebten Freund', was thut ihr so verzagen mit vielem Seufzen, Heulen und Wehtlagen, darum, daß dieser Leib soll in die Erden geleget werden. 2. Wißt ihr nicht, daß sein Stündlein ist gekommen? Der HErr hat ihn gnädig aufgenommen und aus der Angst, die ihn oftmals gebissen, gänzlich geriffen. 3. Hier hat er müss'n in G'fahr zu allen Zeiten mit Teufel, Fleisch und bösen Menschen streis ten, viel Herzeleid erfahren und ertragen mit großen Klagen. 4. Nun ist er aller seiner Feinde Toben und alles Jammers frei und überhoben, es kann ihm teine 954. Mt. Zion tlagt mit Angst. Creatur zuseßen, noch ihn vergleichwohl hab' ich obgeſiegt: ich leben. 5. Nun hat er alles Unglück aber weh den Höllenhunden, die überwunden, den rechten Fried', so feindlich mich betriegt. Des den besten Schaß gefunden, dars erwürgten Lammes Blut hat vernach hat er, gleich als ein Christ löscht der Pfeile Glut, welche gestrebet, dieweil er lebet. von des Satans Schaaren in mein Herz geschossen waren. 2. Laßt mir auch den Sarg bes stecken und den schönsten Sieges tranz meines Leichnams Haar bedecken, gleich als ging ich an den Tanz; weil die Seele triums phirt und sich mit der Krone ziert, die im Himmel alle Froms men, so recht wohl gekämpft, bekommen. 6. Sein Geist, der lebt jebund in großer Freude, ist angethan mit einem weißen Kleide und preiset hoch mit englischem Gedichte GOttes Gerichte. 10. Da wir dann in ganz himmlischen Geberden, ohn' Sünd' und Klag', zusammen bleiben werden, vom Teufel, Tod und allen Aergernisſen gar nichts mehr wissen, 11. Sondern vollkommen und ganz engelreine uns lieben in verklärtem Fleisch und Beine und eroiglich GOtt lob'n in seinem Reiche, den Engeln gleiche. 12. Das wollt ihr, mein' geliebten Freund', bedenken und euer Herz nicht wie die Heiden tränfen, die von den Todten, wenn fie die begraben, tein' Hoffnung haben. 7. Aber sein Leib, der jetzt wird hingeleget, ist wie ein Korn in's gute Land gefäet, wird auferstehn in Kraft mit großem Preise himmlischer Weise. 13. GOtt helf, baß wir zur Zeit auch still einschlafen und von dem HErrn sammt allen seinen Schas fen am jüngsten Tag zum Leben aus der Erden erwedet werden. Nic. Hermann. 3. Jhr, die ich muß hinterlassen, was soll dieser Unmuth sein? Diese Klag' ohn' alle Maßen, hat der Mißgunst großen Schein. Kränkt es etwa euren Sinn, daß 9 Dann wird eruns, wann seine ich abgeschieden bin? Nein! ers Gloden tlingen, mit großer Freud' wägt, was ist mein Scheiden? Welt 8. Das wird geschehn, wann ihm und auch uns allen die Stimm' des großen GOttes wird erschal: len, der wiederum all' ungeschickte Sachen wird richtig machen. 482 Vom Tod und Sterben. Welt und ihren Kummer mei-| glücklich erben des schönen Himden. mels Ehrensaal. 4. Und daß Niemand sich betrübe, wißt, daß mich kein' Angst und Noth scheiden kann von GOttes Liebe, weder Leben, noch der Tod, nicht was herrschet in der Buft, nicht des finstern Abgrunds Kluft, noch was sonst mag sein zu nennen, wird von GOtt mich ewig trennen. 6. Wie öfters wird verführet manch Kind, an dem man spüret rechtschaffne Frömmigkeit; die Welt voll List und Tücke legt heimlich ihre Stricke bei Tag und Nacht, zu jeder Zeit. 7. Jhr' Netze mag sie stellen, mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir thun kein Leid. Denn wer tann den verlegen, den Christus jetzt wird seßen ins Schloß vollkommner Sicherheit? 5. Ja, es wird ein Tag fich finden, daß auch ihr, befreit der Welt und geschieden von den Sünden, mir sollt werden beigefellt. Da wir GOtt, das wahre Licht, werden sehn von Angesicht, und soll uns gesammt kein Leiden dann von Jesu Christo scheiden. Sim. Dach. 955. M. O Welt, ich muß dich. Ott men, da ich werd' aufgenommen ins schöne Paradies. Ihr Eltern dürft nicht klagen, mit Freuden sollt ihr sagen: Dem Höchsten sei Lob, Chr' und Breis. 2. Wie kann's GOtt beffer machen? er reißt mich aus dem Rachen des Teufels und der Welt, die jetzt wie Löwen brüllen, ihr Grimm ist nicht zu stillen, bis alles übern Haufen fällt. 3. Dies sind die letzten Tage, da nichts als Angst und Plage mit Haufen bricht herein. Mich nimmt nun GOtt von hinnen und läsfet mich entrinnen der überhäuften Noth und Bein. 4. Kurz ist mein irdisch Leben, ein bessres wird mir geben GOtt in der Ewigkeit, da werd' ich nicht mehr sterben, in keiner Noth ver8. Buvor bracht' ich euch Freude, jest, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz; doch wenn ihr's recht betrachtet und, was GOtt thut, hoch achtet, wird sich bald lindern euer Schmerz. 10. Wenn ihr mich werdet finden vor GOtt, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn und tragen Siegespalmen in Händen, und mit Psalmen des HErren Ruhm und Lob erhöhn: 11. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der GOttes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergiebt. 12. Ade, nun seid gesegnet, was euch jehund begegnet, ist Andern auch geschehn: Biel' müssen's noch erfahren. Nun, GOtt woll' euch bewahren! dort wollen wir uns wiedersehn. Joh. Heermann 956. M. Wo GOtt der HErr. derben, mein Leben wird ſein HErr GOtt, mein Jammer bet ein End', aus diesem Leben, nimm meine Seel' in deine Händ', als die du mir gegeben. Ich bitt', o HErr, sei gnäbig mir und nimm mich väter lich 5. GOtt eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange weinen in diesem Thränenthal. Ein schnell nd selig Sterben ist schnell und 9. GOtt zählet alle Stunden, er ken= net Jedermann; nichts ist ja je ge schehen, das er nicht vorgesehen, und was er thut, ist wohlgethan. Vom Tod und Sterben. lich zu dir, mein Geist thut zu dir streben. 2. Weil ich gelebt in dieser Zeit, hab' ich viel Sünd' begangen und deine große Gütigkeit nicht dankbarlich empfangen. 483 gewisses Leben vielleicht gar bald ein Ende nimmt; ja lehre du mich deinen Schluß, daß ich einmal von hinnen muß. 3. Hier hab' ich Lebenslang zu Dies reuet lernen, mich von der Sünde abmich von Herzensgrund all' Au- zuziehn, mich von der Erde zu genblick' und bitt' jebund: HErr, entfernen und um den Himmel laß mich Gnad' erlangen. zu bemühn, dieweil der Tod allein beweist, was Christenthum und Glaube heißt. 4. Ich muß ja nach der Wohnung trachten, allwo ich ewig bleiben kann, drum lehr' mich auf den Himmel achten, den seh ich als mein eigen an: so wird mein Haus hier auf der Welt und auch im Himmel wohl beſtellt. 3. Mein' Hoffnung steht zu aller Frist auf deine große Güte und meinen Heiland, JEsum Christ; hilf, Helfer und behüte, daß ich nicht fall' aus deiner Gnad' und mir des Feindes Macht nicht schad', ob er gleich heftig wüthe. 4. Für mich hat Christus g'nug gethan, des Kreuzes Tod gelitten, den seh' ich auch im Glauben an, er hat für mich gestritten, den Teufel, Höll' und Tod verwund't, hat sie vertilget gar zu Grund und ihre Macht zerschnitten. 5. Dran halt' ich mich, mein HErr und GOtt, und will mich drauf verlassen; ich fürchte gänzlich nicht den Tod, zieh fröhlich hin die Straßen zu meinem HErren JEsu Christ, der jegund mein Begleiter ist, das weiß ich guter maßen. 6. Ich glaub', es ist gewißlich wahr und kann mich nicht betrügen, daß ich ins ew'ge Leben fahr', sein Wort wird mir nicht lügen. Mit Christo werd' ich immerdar und mit der auser wählten Schaar des Todes Macht besiegen. M. Fr. R. HG 957. M. Wer nur den lieben, Err GOtt, du kennest meine Tage, du siehst, daß ich, dein schwaches Kind, den Schaß in folchen Schaalen trage, die irdisch und zerbrechlich sind. Drum mache du mich allezeit zum Sterben fertig und bereit. 2. Laß mich nach der Erkenntniß streben, daß du mir hast mein' Zeit bestimmt und daß mein un5. Mein Herz ist nur im Himmel droben, denn da ist auch mein Schatz und Theil, den hat mir JEsus aufgehoben, dort ist das mir versprochne Heil. Die Wollust ist mir viel zu schlecht, im Himmel ist mein Bürgers recht. 6. Wohlan, so will ich täglich sterben, ich lebe so, als lebt ich nicht: und also kann ich nicht verderben, wenn mir der Tod die Augen bricht. Mein Ende kommt mir süße für, denn du, mein JEsu, lebst in mir. 7. Dein Bote kann mich nicht erschrecken, die Welt erstaunt vor seinem Bild; mir soll er lauter Lust erwecken, weil du durch ihn mich holen willt. Wo man mit ihm Bekanntschaft hat, da hat das Schrecken feine Statt. 8. Ei! kommt ihr angenehmen Stunden, komm, eile, mein Ers lösungstag, da ich, von aller Noth entbunden, zum Leben sterbend dringen mag. Da find' ich in des Höchsten Hand mein Eden und gelobtes Land. 9. Doch, HErr, dir will ich mich ergeben dir, dessen Eigenthum ich bin. Du, liebster JEsu, bist H 42 mein 484 Vom Tod und Sterben. mein Leben und Sterben bleibet 6. JEsu, steh alsdann mir bei, mein Gewinn. Ich lebe dir, ich fterbe dir, fei du nur mein, so g'nüget mir. 10. Willst du mich länger leben lassen, so geb' ich mich geduldig brein: und sollt ich heute noch erblassen, so wird dein Schluß mein Wille sein. Wer deinen Rath erkennt und ehrt, der ist zum Himmelreich gelehrt. 11. Laß dich, mich und die Welt erkennen; dich, daß du mir mein Alles bist, mich, daß ich Staub und nichts zu nennen, die Welt, sich und die Welt erkennt, der macht ein richtig Testament. v. Senf. 958. In eigener Melodie. wann ich diesem kurzen Leben, wegen meiner Sterblichkeit, gute Nacht soll geben, wenn ich werd' auf dein Gebot durch den Tod alles übergeben. 2. Was für Höllenangst und Qual, was für Furcht und große Schrecken, Leid und Trauern ohne Bahl, wird sich da erwecken! Satan! du wirst immerzu, ohne Ruh, meine Sünd' aufdecken. 3. Mein zerbrochnes Augenlicht und die fast erstarrte Sinnen, mein verfallnes Angesicht eilen dann von hinnen; alles wird mir abgerafft, Geist und Kraft will mir ganz entrinnen. 4. Meine Füße werden Eis, bei den harten Herzensschlägen laß ich falten Lodesschweiß, alles will sich legen; meiner welten Zunge Band ist gespannt und kann sich nicht regen. 5. Dieser Leib und dies Gebein, ob ich noch so ängstlich zage, muß der Würmer Fraß doch sein über wenig Tage; alles ist der Schlangen Raub, Asch und Staub, was ich an mir trage. laß mich Armen nicht verderben, mach mich aller Aengsten frei durch dein Blut und Sterben: tröste mich durch deinen Geist, der mich heißt GOttes Kind und Erben. 7. Hilf, daß ich dies Pilgerland, dieses eitle Thun mög' hassen, und mir recht den Himmelsand ins Gemüthe fassen. Dann will ich mit Freud' und Wonn' hie davon und die Welt verlassen. M. G. Myl. 959, M. Wenn mein Stündlein. Err JEsu Christ, ich weiß gar sterben, wann aber dies gesche hen soll und wie ich werd' vers derben, dem Leibe nach, das weiß ich nicht, es steht allein in dein'm 2. Und weil ich denn, als dir bes wußt, durch deines Geistes Gabe, an dir allein die beste Luft in meinem Herzen habe und feste glaub', daß du allein mich hast von Sünd' gewaschen rein, und mir dein Reich erworben: 3. So bitt' ich dich, HErr Jesu Christ, halt' mich bei den Gedanten und laß mich ja zu teiner Frist von dieser Meinung wanken, sondern dabei verharren fest, bis daß die Seel' aus ihrem Nest wird in den Himmel fahren. 4. Kann's sein, so gieb durch deine Hand mir ein vernünft'ges Ende, daß ich mein' Seel' fein mit Verstand befehl' in deine Hände und so im Glauben sanft und froh, auf meinem Bettlein oder Stroh, aus diesem Elend fahre. 5. Wo du mich aber auf dem Feld, durch Raub auf fremder Grenze, in Wassersnoth, Hiz' oder Kält, oder durch Pestilenze, nach deinem Rath willst nehmen hin, so richt' nicht, HErr, nach meinem Sinn, den ich im Leben führe. 6. Wo Vom Tod und Sterben. 485 6. Wo aber ich aus Schwachheit| ich treulich dir befehle; schlaf groß, mich ungebührlich hätte, ging etwa, oder läge bloß, und unbescheiden red'te: so laß mich's, HErr, entgelten nicht, weil's wi der mein Bewußt geschicht und mich nicht kann besinnen. also ein, im Namen dein, sanft, selig und fein stille, am jüngsten Tag wirst du ohn' Klag' mich wed'n nach deinem Willen. 7. O herr, gieb mir in Todespein ein säuberlich's Geberde und hilf, daß mir das Herze mein fein fanft gebrochen werde, und wie ein Licht, ohn' übrig Web, auf dein unschuldig Blut vergeh, das du für mich vergoffen. 8. Jedoch ich dich nicht lehren will, noch dir mein End'vorschrei: ben; sondern dir allweg halten still, bei deinem Wort verbleiben, und glauben, daß du als ein Fürst des Lebens mich erhalten wirst, ich sterb'gleich, wie ich wolle. 9. Derhalben ich in meinem Sinn mich dir thu ganz ergeben; denn sich, der Tod ist mein Gewinn, du aber bist mein Leben und wirst mein'n Leib ohn' alle Klag', das weiß ich g'wiß, am jüngsten Tag, zum Leben auferwecken. B. Ringwald. 960. M. Durch Adams Fall ist. Err JEsu Christ, mein HErr und GOtt, laß mich doch nicht verderben, dein theures Blut, dein'n bittern Tod, laß sein mein'n Trost im Sterben, denn g'wiß glaub' ich, daß du für mich am Kreuz dein Blut vergossen, von Sünden mein gewaschen rein, den Himmel aufgeschlossen. 2. Drauf will ich nun, HErr JEsu Christ, dir folgen herzlich gerne, wann dir's gefällt und dein Will' ist, sei nur von mir nicht ferne; mit deinem Geist mir Hülfe leist', im Glauben mich bewahre beständiglich, das bitt' ich dich, bis ich von hinnen fahre. 3. Alsdann an meinem leßten End', HErr Christ, mein' arme Seele in deine allmächtige Händ' 4. Da werd' ich dann stets bei dir sein, in Ehr' und Freud' er= hoben. sammt allen Auserwählten dein ohn' Unterlaß dich loben, dein' Herrlichkeit in Ewigkeit mit meinen Augen schauen, darauf ich frech das Amen sprech' und las mir gar nicht grauen. 961, M.HErr JEsuChrift, wahr'r. HErr( O) JEſu Christ, mein's Lebens Licht, mein höchster Trost, mein Zuversicht, auf Erden bin ich nur ein Gast und drüdt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab' vor mir ein' schwere Reis' zu dir ins himmlisch' Baradeis, da ist mein rechtes Vaters land, daran du dein Blut hast gewandt. 3. 3u reisen ist mein Herze matt, der Leib gar wenig Krajte hat, allein mein' Seele schreit in mir, HErr, hol' mich heim, nimm mich zu dir. 4. Drum stärk' mich durch das Leiden dein, in meiner letzten Todespein dein Blutschweiß mich tröst' und erquid', mach' mich frei durch dein' Band' und Strick. 5. Dein' Backenstreich' und Ruthen frisch, der Sünden Striemen mir abwisch', dein Hohn und Spott, dein' Dornentron' laß sein mein Ehr', mein' Freud' und Wonn'. 6. Dein Durst und Gallentrant mich lab', wenn ich sonst keine Stärkung hab'; dein Angstgeschrei tomm mir zu gut, bewahr' mich vor der Höllenglut. 7. Die heiligen fünf Wunden bein laß mir rechte Felslöcher sein, darein ich flieh als eine Taub', daß mich der höll'sche Weih nicht raub'. 8. Wenn mein Mund nicht kann 5 63 reden 486 Vom Tod und Sterben. reden frei, dein Geist in meinem 3. Wenn mir vergeht all' mein Herzen schrei. Hilf, daß mein' Gesicht und meine Ohren hören Seel' den Himmel find', wenn nicht; wenn meine Zunge nicht meine Augen werden blind, mehr spricht und mir vor Ang 9. Dein letztes Wort laß sein mein Herz zerbricht. mein Licht, wenn mir der Tod das Herz absticht; behüte mich vor Ungeberd', wenn ich mein Haupt nun neigen werd'. 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt und mir all' menschlich' Hülf zerrinnt; so komm, o HErr Christ, mir behend' zu Hülf an meinem letzten End'. 10. Dein Kreuz laß sein mein'n Wanderstab, mein' Ruh und Rast dein heil'ges Grab; die reinen Grabetücher dein laß meinen Sterbefittel sein. 5. Und führ' mich aus dem Jammerthal, verkürz' mir auch des Todes Qual, die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib. 6. Bis sich die Seel' vom Leib abwend't, so nimm sie, HErr, in deine Händ', der Leib hab' in der Erd' sein' Ruh, bis sich der jüngst' Tag naht herzu. 7. Ein fröhlich Auferstehn vers leih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech'r sei und meiner Sünd' nicht mehr gedent', aus Gnaden mir das Leben schenk. 8. Wie du hast zugesaget mir, in deinem Wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins Gericht, auch den Tod ewig schmecken nicht, und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 10. Sondern ich will mit starter Hand ihn reißen aus des Todes Band, und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er denn mit mir zugleich 11. In Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! Ach, HErr, vergieb all' unsre Schuld, hilf, daß wir warten mit Geduld, 11. Laß mich durch deine Nägelmaal' erblicken die Genadenwahl; durch deine aufgeſpaltne Seit' mein' arme Seele heimgeleit'. 12. Auf deinen Abschied, HErr, ich trau, darauf mein' letzte Heimfahrt bau. Thu mir die Himmelsthür weit auf, wenn ich beschließ mein'n Lebenslauf. 13. Am jüngsten Tag erweck mein'n Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, welch's das erschrecklich Urtheil spricht. 14. Alsdann mein'n Leib verneure ganz, daß er leucht wie der Sonne Glanz und ähnlich sei dein'm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 15. Wie werd' ich dann so fröhlich sein, werd' singen mit den Engelein und mit der Auserwählten Schaar ewig schauen dein Antlit flar. M. Böhm. 962. Nach voriger Melodie. Err JEsu Christ, wahr'r Mensch und GOtt, der du litt'st Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir dein's Vaters Huld erwarbst: 2. Jch bitt' durch's bittre Leiden dein, du woll'st mir Sünder gnädig sein, wenn ich nun komm in Sterbensnoth und ringen werde mit dem Tod. 12. Bis unser Stündlein kommt herbei. Auch unser Glaub' stets wacker sei, dein'm Wort zu trauen feftiglich, bis wir entschlafen seliglich. Baul Eberus. 963. In Vom Tod und Sterben. 487 963. In bekannter Melodie. sterben und trauen meinem GOtt, thut mich verlangen er wird sie wohl verſorgen, retHerzlich nach einem sel'gen End', weil| ten aller ich hier bin umfangen mit Trübsal und Elend; ich hab' Lust abzuscheiden von dieser argen Welt, jehn' mich nach ew'gen Freuden. O JEsu! komm nur bald. 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd', Tod, Teuft und Höll'; es hat dein Blut gekostet, brauf ich mein Hoffnung stell'; warum soll mir denn grauen vor'm Tod und höll'schem G'sind? weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein fel'ges Kind. 3. Wenn gleich süß ist das Le ben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben zu sterben willig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel' fährt hin, deß freu ich mich gar eben, sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Würmern wird verzehrt, doch auferweckt soll werden durch Christum, schon verklärt, wird leuchten als die Sonne und ohne Noth, in Himmelsfreud' und Wonne; was schad't mir denn der Tod! 5. Ob mich die Welt gleich reiget, länger zu bleiben hier und mir auch immer zeiget Ehr', Geld, Gut, all' ihr Zier; doch ich das gar nichts achte es währt ein' kleine Zeit, das Himmlisch' ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide von meinen Freunden gut, das mir und ihn'n bringt Leide, doch tröstet mich mein Muth, daß mir in größern Freuden zusammen werden komm'n und bleiben ungeschieden im himmes lischen Thron. 7. Ob ich gleich hinterlasse betrübte Waiselein, der'r Noth mich über die Maße jammert im Herzen mein, will ich doch gerne 8. Was thut ihr so verzagen, ihr armen Waiselein? Sollt' euch GOtt Hülf' versagen, der speist die Raben klein? Frommen Wittwen und Waisen ist GOtt der Vater treu, Troß dem, der sie beleid'get, bas glaubet ohne Scheu. 9. Gesegn' euch GOtt der HErre, ihr Vielgeliebten mein, trauert nicht allzusehre über den Abschied mein; beständig bleibt im Glauben, wir werd'n in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 10, Nun will ich mich ganz wenden zu dir, HErr Christ, allein, gieb mir ein selig's Ende, send' mir dein' Engelein, führ' mich ins ew'ge Leben, das du erworben hast durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 11. Hilf, daß ich ja nicht wante von dir, HErr JEsu Christ, den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf mir ritterlich ringen, dein' Hand mich halte fest, daß ich mag fröhlich fingen das Consumatum est. ( GOtt lob! es ist vollbracht.) C. Knoll. 964. M. Freu dich sehr, o meine. He jest in meiner lebten Err, wohin mich wenNoth? denn es dräut mir aller Enden dein Gericht, Sünd', Höll' und Tod. Jetzt schließ ich die kurze Zeit und tret' in die Ewigteit, da mich Qual ohn' End' und Maßen, oder Freude wird umfaffen. 2. Keinem kann der Himmel werden, der nicht heilig ist und rein, mich beschmußt der Schlamm der Erden, Hunde sieht man draußen sein. Wird die Hölle denn mein Theil? Ist nicht Rettung, Trost und Heil? Weißt du, hh4 GOtt, Vom Tod und Sterben. 4. HErr, wenn mein Stündlein tommt heran, so laß die Engel um 3. Das sei fern von deiner Güte, mich stahn, daß sie mein' Seel' beine Treu ist offenbar und er in's Himmels Saal heimführen quidt mir mein Gemüthe, es ist aus dem Jammerthal und sie da je gewißlich wahr, und ein theuer bleib' in deiner Hand als ein werthes Wort, dessen starten durch's Blut erworbnes Pfand. Grund kein Mord und kein wil- 966. M. Auf meinen lieben GOtt. mein der Sturm der Höllen ewig mirammer ist sehr groß, mein wird können fällen. 4. Daß mein JEsus ist gekom- Leib, durch Sünd' verderbet, viel men zu den Sündern in die Welt, Schwachheit hat geerbet, manch' hrer Noth sich angenommen, sie Krankheit muß ich leiden, eh' ich erkaufet nicht durch Geld, son- hier kann abscheiden. dern durch sein theures Blut, ihre bösen Sachen gut, und sie von der Höllen Rachen frei und selig dort zu machen. 2. HErr, daß ich war gesund, das hast du mir vergönnt, daß ich noch hab' das Leben, das hast du mir gegeben, du kannst mir's auch erhalten, wie manchem grauen Alten. 5. Solches glaub' ich, GOtt, von Herzen, gieb mir nur Beständigteit, türz' mir meine Todesschmergen, sei mein Beistand, mein Geleit; end' mir selig meinen Lauf, und nimm mich zu dir hinauf, daß ich mit der Engel Weisen dich dafür mag ewig preisen. Simon Dach. 488 GOtt, nicht Rath zu finden diesem Gräuel meiner Sünden? 965. M. Nimm von uns, HErr. ier lieg ich armes Würmelein, Bein, vor Angst mein Herz im Leib zerspringt, mein Leben mit dem Tode ringt; Vernunft und alle Sinn' sind matt, mein's Lebens bin ich müd' und satt. 2. Darum, HErr JEsu, zu mir eil', vertreib' des Teufels feur'ge Pfeil', der um mich jetzt thut brüllen her, gleich wie ein Löw' und grimm'ger Bär, daß mich von deiner Lieb' nicht scheid' Anfechtung, Angst und Herzeleid. 3. HErr, laß mich in dem Reiche dein nur den geringsten Tiener sein, den festen Glauben mir verleih, daß ich gerecht und selig sei, erlöset durch dein theures Blut von Sünden, Tod und Höllenglut. 3. Jest bin ich krank und matt, weiß weder Hülf' noch Rath, mein' Sünd' das Herze naget, den Leib die Krankheit plaget, mein' Kräfte sind vergangen, nach Hülf' steht mein Verlangen. 4. Kein Arzt bewährter ist, als du, HErr JEsu Christ, du kannst es allein wenden, es steht in deis nen Händen; dein Hülf wird begehret. 5. Du hilfst in Nöthen gern, drum sei von mir nicht fern, zu dir will ich mich kehren, du woll'st mir Hülf' gewähren, mir meine Sünd' verzeihen, von Krankheit mich befreien. 6. Doch wo die Krankheit groß, mir gäb'an's Herz ein'n Stoß, der mir dasselb' abbrennet, daß Leib und Seel' jich trennet, so woll'st mir Beiſtand leisten, das hilft am allermeisten. 7. An meinem letzten End' sei dies mein Testament: Mein Gut soll Andern werden, der Leib gehört der Erden, mein' Seel' thu ich bescheiden zum Himmelreich mit Freuden. 8. Doch Vom Tod und Sterben. 489 8. Doch, daß mein armer Leib nicht in der Erden bleib', so wollst du ihn ohn' Schrecken am jüngsten Tug aufweden, mit dir in Himmel führen und ihn mit Klarheit zieren. gen, wenn aller Sinnen Kraft gebricht; thust du es, GOtt, mein Heiland, nicht? M. Böhm. 967. 3n bekannter Melobie. Johni charmer Mensch doch gar nichts bin; GOtt's Sohn allein ist mein Gewinn, daß er Mensch worden, ist mein Trost, er hat mich durch sein Blut er lös't. 3. Mich dünft, da lieg' ich schon vor mir in großer Hip', ohn' Kraft und Zier, mit höchster Herzensangst befallen, Gehör und Rede ein Grab, doch kränkt die Sünde nehmen ab, die Augen werden mir mich vor allem; des Satans Anflag' hat nicht Ruh, sezt mir auch mit Versuchung zu. 4. Ich höre der Posaunen Ton und seh auch den Gerichtstag 2. D GOtt Vater! regier du mich mit deinem Geist bestän- schon, der mir auch wird ein Urdiglich, laß deinen Sohn, mein'n theil fällen; hier weiset mein GeTrost und Leb'n allzeit in mei- wisſensbuch, dort aber des Ges nem Herzen schweb'n. 3. Und wenn die Stund' vorhans den ist, nimm mich zu dir, HErr JEsu seßes Fluch mich Sündentind hinab zur Höllen, da, wo man ewig, ewig Leid, Mord, Jammer, Angst und Zeter schreit. Christ, denn ich bin dein und du bist mein, wie gern wollt ich bald bei dir sein. 4. HErr JEfu Chrifte, hilf du mir, daß ich ein Zweiglein bleib' an dir und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner Herrlichkeit eingeh. 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, umsonst erbiet't ein Bruder fich, den andern hier erst los zu machen, er muß es ewig lassen ſtehn, wir werden ewig nicht ents len Rachen. Wer hilft mir sonst gehn, triegt einmal uns der Hölin dieſer Noth, wo du nicht, GOtt, 5. Mit deinen Engeln in dein'm Reich dich lob'und preise ewiglich; bas bitt' ich dich demüthiglich. Amen, Amen, erhöre mich. 968. In bekannter Melodie. ch bin ja, HErr, in deiner Licht gebracht, du unterhältst mir auch das Leben, du tennest meis ner Monden Zahl, weißt, wenn ich diesem Jammerthal auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weiß du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab' ich nun, als dich allein, der mir in meiner letzten Bein mit Trost und Rath weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann und ich muß mit dem Tode rin6. Der Teufel hat nicht macht an mir, ich habe bloß gefündigt dir, dir, der du Missethat vergies best. Was maßt sich Satan dessen an, der kein Geseß mehr geben du, HErr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin, ich weiß, dag ich des HErren bin. 7. HErr JEsu, ich, dein theures Gut, bezeug es mit selbst deinem Blut, daß ich der Sünden nicht gehöre; was schont denn Satan meiner nicht und schreckt mich durch das Zorngericht? Komm rette deines Leidens Ehre, was giebest du mich fremder Hand und hast so viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil! du läsfest mich, dein $ 65 wahres 490 Vom Tod und Sterben. 8. Doch, wer weiß, wozu es nüßet, daß du mich so züchtigest. daß ich werde so gepreßt und vor welcher Noth es schüßet; denn wer in der Welt sich freut, kommt oft um die Seligkeit. S. Dach. wahres Theil, zu tief in deinen doch einmal wieder, gieb mir Wunden sigen, hier lach' ich aller endlich doch einmal Herzenslust Angst und Noth, es mag Geset, nach dieser Qual. Höll' oder Tod auf mich her don nern oder bligen; dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines Fremden sein. 969. M. Ach was soll ich Sünder. ch bin müde, mehr zu leben, nimm mich, liebster GOtt, zu dir, muß ich doch im Leben hier täglich in Betrübniß schweben, meine größte Lebenszeit läuft dahin in Traurigkeit. 2. Möcht' es dir, mein GOtt, gefallen, wollt' ich herzlich gern ins Grab, da mein Leid geschnitten ab, da mein schmerzenvolles Wallen dieses Lebens ganz verschwind't und sein endlich's Ende find't. 9. Drum laß hier die Straf ergehen, schlage zu und stäupe fort, lieber GOtt, und schone dort: doch damit ich's tann ausstehn, so verleihe mir Geduld nach verborgner Gnad' und Huld. 3. Ich verschmachte fast vor Sorgen, meine milde Thränenfluth und des Kreuzes heiße Morgen; Furcht, Betrübniß, Angst und Noth sind mein' täglich Speis' und Brod. 10. Und nimm mich nach deinem Willen, nach der ausgestandnen Qual in den großen Freudensaal, da sich alle Noth wird stillen. Komm, o GOtt, wann dir's gefällt und reiß mich von dieser Welt. Georg Neumard. 970. M. Mag ich Unglück nicht ch hab', GOtt Lob! das mein' wir müssen uns nun scheiden; in JEsu Namen sanft und still ich wandern will zur Seligkeit mit Freuden. In dieser Welt war 4. Seh ich jene bösen Rotten, die sich in die Welt verliebt, werd' mir bestellt nur Angst und Noth, ich innerlich betrübt, denn sie mei- zuleßt der Tod; jetzt endet sich ner höhnisch spotten, wenn sie mein Leiden. sprechen: Seht den Mann, dem sein GOtt nicht helfen kann. 5. Dann geh ich in meine Kam: mer, fall' auf meine matten Knie, heul' und wins'le je und je und beweine meinen Jammer; meiner Thränen milder Lauf steiget zu den Wolken auf. 2. In JEfu Namen schlaf' ich ein, er führt allein mich aus dem Tod ins Leben. Am Kreuze sein vergoßnes Blut kommt mir zu gut, macht fröhlich mich danes ben; der edle Saft bringt rechte Kraft, stärkt mir mein Herz im Todesschmerz, kann Freud' und Wonne geben. 3. In JEsu Namen fahr' ich hin, denn mein Gewinn ist Chris stus, wenn ich sterbe; ich weiß, daß du mich nicht verläff'st, ich glaube fest, im Tod ich nicht vers derbe: mir ist bereit't in Ewigkeit von GOttes Sohn die Ehrens tron', das rechte Himmelserbe. G. Werner. 971. Mel. 6. GOtt! wann wirst du dich erbarmen über meine schwere Bein? Wann wirst du mir gnädig sein? Ach, wann wirst du mich umarmen? Ach, mein GOtt! wie lang', wie lang' soll mir doch noch sein so bang'? 7. Sete mich doch einmal nieder, laß mich tommen doch zur Rub, allerliebster Vater du; tröste mich Vom Tod und Sterben. 491 971. Mel. Herzlich thut mich. er nackt und bloß, bringt nichts ch hab' mich GOtt ergeben, mit sich auf diese Welt, kein Gut mit ist kein Immerleben, es muß geschieden sein; der Tod kann mir nicht schaden, er ist nur mein Gewinn, in GOttes Fried' und Gnaden fahr' ich mit Freud' dahin. 2. Mein Weg geht jest vorüber, o Welt! was acht' ich dein? Der Himmel ist mir lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich reif'fertig bin, in GOttes Fried' und Gnaden fahr' ich mit Freud' dahin. 3. Ach, sel'ge Freud' und Wonne hat mir der HErr bereit't, da Christus ist die Sonne, Leben und Seligkeit! Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? in GOttes Fried' und Gnaden fahr' ich mit Freud' dahin. 4. Gesegn' euch GOtt, ihr Meis nen, ihr Liebsten allzumal, um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von feiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmnt fleißig ja in Acht, in GOttes Fried und Freude folgt mir bald all' hernach. M. Joh. Siegfried. 972. 3n bekannter Melodie. hab' mein' Sach' GOtt 3 er wenig gute Tag', mein täglich Brod ist Müh' und Klag'; wenn mein GOtt will, so will ich mit hinfahr'n im Fried', Sterb'n ist mein G'winn und schad't mir nicht. 11. Und ob mich schon mein' Sünd' ansicht, dennoch will ich verzagen nicht, ich weiß, daß mein getreuer GOtt für mich in Tod sein'n liebsten Sohn gegeben hat. 12. Derselbe, mein HErr JEsus Christ, für all' mein Sünd' ges storben ist und auferstanden mir zu gut, der Hölle Glut gelöscht mit seinem theuren Blut. 13. Dem leb' und sterb' ich allezeit, von ihm der Tod mich nimmer mir, wie's ihm gefällt, soll ich allhier noch länger leb'n: nicht widerstreb'n, sein'm Willen thu ich mich ergeb'n. 2. Mein' Zeit und Stund' ist, wenn GOtt will, ich schreib' ihm nicht vor Maß noch Ziel; es find gezählt all' Härlein mein, beid' groß und klein, fällt keines ohn' den Willen sein. 3. Es ist allhier ein Jammer: thal, Angst, Noth und Trübsal überall, des Bleibens ist ein' tleine Zeit voll Mühseligkeit, und wer's bedenkt, ist imm'r im Streit. wenn er hinfällt. 5. Es hilft tein Reichthum, Geld noch Gut, kein' Kunst noch Gunst, kein stolzer Muth, vor'm Tod kein Kraut gewachsen ist, mein frommer Christ, alles, was lebet, sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch, gesund und start, sieh, morgen todt und liegen im Sarg; heut blühn wir wie die Rosen roth; bald frant und todt; ist allenthalben Müh und Noth. 7. Man trägt eins nach dem andern hin; wohl aus den Augen und dem Sinn; die Welt vergiffet unser bald, sei jung od'r alt, auch unsrer Ehren mannigfalt. 8. Ach HErr, lehr' uns bedenten wohl, daß wir sind sterblich allzumal, auch wir allhier kein Bleiben han, müff'n all' davon, ges lehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Das macht die Sünd', o treuer GOtt, dadurch ist kommen der bittre Tod, der nimmt und frißt all' Menschenkind, wie er sie find't, fragt nicht, weß Stand's oder Ehr'n sie sind. 4. Was ist der Mensch? Ein Erdenkloß, von Mutt'rleib tommt 492 Vom Tod und Sterben. mer scheid't, ich leb' od'r sterb', so 4. Dir, o du Geist der Gnaden, bin ich sein, er ist allein der laß ich den letzten Blick; werd' ein'ge Trost und Helfer mein. ich im Schweiße baden, so sieh auf mich zurück. Ach! schrei in meinem Herzen, wenn ich kein Glied mehr rühr' und stell' in meinen Schmerzen mir nichts als JEsum für. 14. Das ist mein Trost zu aller Beit, in allem Kreuz und Traus rigkeit: Ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn' alle Klag' werd' auferstehn aus meinem Grab. 15. Mein lieber, frommer, treuer GOtt all' mein Gebein bewahren thut; da wird nicht eins vom Leibe mein, sei groß oder klein, umkommen, noch verloren sein. 16. Mein'n lieben GOtt von Angesicht werd' ich anschauen, dran zweifl' ich nicht, in ew'ger Freud' und Herrlichkeit, die mir bereit't, ihm sei Lob, Breis in Ewigkeit. 17. O JEsu Christe, GOttes Sohn, der du für mich hast g'nug gethan, ach! schließ' mich in die Wunden dein, du bist allein der eing'ge Trost und Helfer mein. 18. Amen, mein lieber frommer GOtt, bescher' uns all'n ein'n sel': gen Tod, hilf, daß wir mögen allzugleich bald in dein Reich tommen und bleiben ewiglich. D. Pappus. 973. M. Herzlich thut mich. ch habe Lust zu scheiden, mein 3 sehne mich zur Freuden nach Zions Rosenfeld; weil aber keine Stunde zum Abschied ist benennt, so hört aus meinem Munde mein legtes Testament: 2. GOtt Vater, meine Seele be scheid' ich deiner Hand; führ sie aus dieser Höhle in's rechte Vaterland. Du hast fie mir gegeben, so nimm und Leben nur dein alleine bin. 3. Was werd' ich, JEsu, finden, das dir gefallen kann? Ach! nimm du meine Sünden als ein Vermächtniß an; wirf fie in deine Wunden, in's rothe Meer hinein, so hab' ich Heil gefunden und schlafe selig ein. 5. Jhr Engel nehmt die Thränen von meinen Wangen an, ich weiß, daß euer Sehnen sonst nichts erfreuen kann. Wenn Leib und Seele scheiden, tragt mich in Abrams Schooß, so bin ich voller Freuden und aller Thränen los. 6. Euch aber, meine Lieben, die ihr mich dann beweint, euch hab' ich was verschrieben, GOtt, euren besten Freund. Drum nehmt den letzten Segen, es wird gewiß geschehn, daß wir auf Zions Wes gen einander wiedersehn. 7. Bulegt sei dir, o Erde, mein blasser Leib vermacht, damit dir wieder werde, was du mir zuges bracht, mach' ihn zu Asch und Staube, bis GOttes Stimme ruft, denn dieses sagt mein Glaube, er bleibt nicht in der Gruft. 8. Das ist mein letter Wille, Nun wart' ich in der Stille, bis daß ich meinen Lauf durch Christi Tod vollende, so geh ich freudig hin und weiß, daß ich ohn' Ende des Himmels Erbe bin. Benj. Schmold. 974. In eigener Melodie. ch weiß, daß mein Erlöser lebt, ob hab' Sünd' gethan und sterbe; all' meine Feinde sind erlegt, nicht Einer kann mir schaden; so groß ist GOttes Gnade, welcher mir seinen lieben Sohn JEsum Christ hat geschenket, liebers war nichts in seinem Thron; hieran mein Herz gedenket. 2. Er Vom Tod und Sterben. 493 2. Er wird mich hernach aus der Munde schreien, laß meines Erd' leiblich wieder aufweden, Seufzens Stimm' durch dein mich soll kein Feind mehr schrecken, Blut mich befreien vom ew'gen Höll', Teufel, Tod, oder was mehr Höllengrimm. entgegen ist der Freuden, räumt 976, M. Vater unser im Himmel. er auf mit sein'm Leiden, trob, n Christi Wunden schlaf' ich daß ihm etwas widerbell', zertreten ist die Schlange: o HErr! mein' Seel' ich dir befehl', Gnad' ist bei dir die Menge. Vein, bie machen mich von Sünden rein; ja, Christi Blut und G'rechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, da= mit will ich vor GOtt bestehn, wenn ich zum Himmel werd' eingehn. 3. Zu dir hab' ich mein' Zuversicht und werde nicht betrogen; sei bei den Unerzognen, auf daß sie, durch dein Wort erleucht't, Christen werden und bleiben, himmlische Güter lieben, selig vollenden diese Zeit, sammt allen, so dein'n Namen erkennen und in Ewigkeit stets dich anschauen. Amen. M. 2. Helmboldt. 975. M. Herzlich thut mich. ch will gar gerne sterben, wer läßt den nicht verderben, deß Glaub' auf ihn gericht't. Mein Heil ist vorgegangen und kommen durch den Tod dahin, wo mein Verlangen entnommen aller Noth. 2. HErr JEsu! du mein Leben! der du mein Leben mir erworben, laß mich schweben im Himmel, dort bei dir: Nimm mich aus dieser Kammer voll Elend, Angst und Bein und reiß mich aus dem Jammer, der hier uns bleibt gemein. 2. Mit Fried' und Freud'ich fahr dahin, ein GOttestind ich all' zeit Dank hab', mein Tod, du führest mich, in's ew'ge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt sein. HErr JEsu, stärk' den Glauben mein. D. Paul Eberus. 977. M.HErr JEsuChrist, wahr'r. ilf, Noth, erbarm' dich mein, o treuer GOtt, ich bin ja doch dein liebes Kind, troß Teufel, Welt und aller Sünd'. 2. Ich trau auf dich, mein GON und HErr, wenn ich dich hab', was will ich mehr? Ich hab' ja dich, HErr JEsu Christ, du mein GOtt und Ers löser bist. 3. Deß freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muths und harre bein, verlaß mich ganz auf deinen Nam'n, hilf, Helfer, hilf, drauf sprech' ich Am'n. 3. Hier macht die Sünd' uns Klagen, Neid, Noth, Müh, Haß 978, M. O GOtt, bu frommer. und Qual, es haben Furcht und du breiein'ger GOtt, den ich 4. Hiervon werd' ich gerissen, HErr, nimm dich meiner an, befreie mein Gewissen; und wenn ich nicht mehr fann mit meinem fie plagen sich mit Se, an deine Güt', die vor der Welt Ehrfurcht quält hier den Sinaewesen, und sei mir Sünder auch Geiz, Tag, Nacht und Mor-| Doch, o GOtt, stets gnädig hier, gen, doch nimmt man nichts daß ich recht christlich leb' und mit hin. sterbe sanft in dir. 2. Ich lege Leib und Seel, o GOtt, in deine Hände! Ach! lehre du mich stets gedenken an mein Ende, auch sterben, eh' ich sterbe, dun 494 Vom Tod und Sterben. und hören alle Stund': Mensch, zu und bis am jüngsten Tag du mußt sterben auch, das ist der alte Bund. schent' eine sanfte Ruh. 10. Ich weiß, durch's Lammes Blut werd' ich schon überwinden und einen gnäd'gen GOtt im Tod und Leben finden. Ich halte mich an GOtt und meines JEsu Blut, ich weiß, GOtt macht es schon mit meinem Ende gut. 3. Weil JEsus mir zu gut gestorben, wie geboren, so glaub' ich gar gewiß, ich werd' nicht sein verloren. Weck mich nur stetig auf, daß ich bereitet sei, wie du mich haben willst, wenn mein End' tommt herbei. 4. Jch traue deiner Treu, durch JEsu Blutvergießen, und will auch weder Zeit noch Ort zum Tod ausschließen. Komm, wenn, wie, wo du willst, nur daß ich selig sterb', durch JEsu Blut und Tod das Himmelreich ererb'. 5. So lang' allhier ich leb' und wenn ich werd' entſchlafen, geb' ich, das, du hast erschaffen: GOtt Sohn! was du erlöst, das geb' ich wieder dir; GOtt, Heil'ger Geist! was bu geheiligt, nimm von mir. 6. Mein JEsus tomme mir stets vor in seinem Leiden und sage, daß mich nichts, nichts von ihm folle scheiden. Er halt' mich mit der Hand, da ich gezeichnet ein, und rufe stets, ich soll nicht, nicht verloren sein. 7. Vor Sünden, Höll' und Tod und vor des Satans Schrecken mein JEsus stelle sich, er laß sein Blut mich decken und sei ein Vorschmack mir der ew'gen Se ligkeit, daß ich vor Freud' nicht fühl' des Todes Bitterteit. 8. Das, was ich hinterlaß, vers sorg' er, schüß' und liebe, und geb', daß mich im Tod nichts hindre noch betrübe; erhalt' mich bei Verstand und einem frischen Muth, daß mitten im Gebet ich sterb' auf JEsu Blut. 9. Nun geb' ich meinen Geist nochmals in GOttes Hände und warte, bis er kommt mit einem fel'gen Ende, daß er mir nach dem Tod drückt' selbst die Augen 11. Ich sage Amen drauf in meines JEsu Namen. Es sage gleichfalls auch der HErre, mein GOtt, Amen! Ach sage Ja zu mir. Dreiein'ger GOtt! komm du, ach! sage: Set getrost, mein Kind, ich tomme nu. 978. Mt. Zion tlagt mit Angst. aſſet ab, ihr meine Lieben, laſſet ab von wollt ihr euch mehr betrüben, weil ihr deß versichert seid, daß ich alle Qual und Noth überwunden und bei GOtt mit den Außerwählten schwebe voller Freud' und ewig lebe. 2. Derer Tod soll man beklagen, die dort in der Höllenpein müssen leiden alle Plagen, so nur zu erdenken sein; die GOtt aber nimmt zu sich in den Himmel, gleich wie mich, und mit lauter Wollust tränket: wer ist, der sich darob kränket? 3. In des HErren JEsu Wunden hab' ich mich geschlossen ein, da ich alles reichlich funden, wo durch ich kann selig sein; er ist die Gerechtigkeit, die vor GOtt gilt jederzeit. Wer dieselb' ergreift im Glauben, dem kann nichts den Himmel rauben. 4. Niemand sag, ich ſei umkommen, ob ich gleich gestorben bin, mein GOtt hat mich weggenommen, Sterben ist jeßt mein Gewinn. Vor dem Unglück hat er mich hingerafft so väterlich. Jest kann mich kein Trübsal pressent, alle Angst ist nun vergessen. 5. Der Vom Tod und Sterben. 495 5. Der Leib schläft in seiner Kam-| 979. M. GOtt des Himmels. mer ohne Sorgen, sanft und wohl Qaß mich, JCju, in dem Leben uod verschläst den großen Jammer, dessen jetzt die Welt ist voll. Meine Seele schauet an den, der nichts als lieben kann, der auf seinen Schooß mich sebet und mit höchster Freud' ergößet. 6. In der Welt ist nichts zu finden, als nur Theurung, Best und Streit und was mehr die großen Sünden bringen für Beschwerlichkeit; sonderlich kommt noch ein Schwert, das der Christen Herz durchfährt. D! viel beffer, selig sterben, denn durch diesen Zwang verderben. 7. Solcher Noth bin ich entgangen, nichts ist, das mich schrek ten kann, Fried' und Freud' hat mich umfangen, tein Feind darf mich springen an. Ich bin sicher ewiglich in des HErren Hand, der mich sich zum Eigenthum erworben, da er ist am Kreuz gestorben. 8. Euch wird, meine liebsten Freunde, die ihr weinet in der Welt, schüßen wider alle Feinde GOttes Sohn, der starke Held. Seid und bleibt ihm nur getreu; feine Gnad' ist täglich neu. Wer Betrübte will betrüben, der muß wie die Spreu zerstieben. 9. Nun, ich will euch dem befehlen, der sich euren Vater nennt, der die Thränen pflegt zu zählen, dem sein Herz vor Liebe brennt. Der wird euch in eurem Leid tröften und zu seiner Zeit an den Ort, da ich bin, führen und mit böchster Klarheit zieren. 10. Da wird uns der Tod nicht cheiden, der uns jetzt geschieden hat. GOtt selbst wird uns alsdann weiden und erfreun in seiner Stadt. Ewig, ewig werden wir in dem Paradies allhier mit einanber jubiliren und ein englisch Les ben führen. Joh. Heermann. nur einzig sein ergeben, damit meine Lebenszeit ich so ende, daß zu dir meine Seele geh von hier. 2. Nimm sie auf in deine Hände und dem Leibe gieb die Ruh; hernach, wenn das jüngste Ende kommt, führ' sie demselben zu, damit ewig ohne Zeit ich dein wahres Lob ausbreit'. Amen. 980. D. Freu' dich sehr, o meine. Niebster GOtt, wann werd' ich sterben! meine Zeit läuft immer hin, und des alten Adams Erben, unter denen ich auch bin, haben das zum Vatertheil, daß sie eine kleine Weil' arm und elend sind auf Erden und dann selber Erde werden. 2. Ich zwar will mich auch nicht widern, zu beschließen meine Zeit, trag' ich doch in allen Gliedern Samen von der Sterblichkeit, geht doch immer da und dort einer nach dem andern fort und schon Mancher liegt im Grabe, den ich wohl gekennet habe. 3. Aber GOtt, was werd' ich denten, wenn es wird an's Sterben gehn, wo wird man den Leib versenken? Wie wird's um die Seele stehn? Ach! was Kummer fällt mir ein, wessen wird mein Vorrath sein? und wo werden meine Lieben nach einander hin verstieben? 4. Doch was darf es dieser Sor gen? Soll ich nicht zu JEsu gehn? Lieber heute noch als morgen, denn mein Fleisch wird auferstehn. Ich verzeih es gern der Welt, daß sie alles hier behält, und bescheide meine Erben einem GOtt, der nicht kann sterben. 5. Herrscher über Tod und Leben, mach' einmal mein Ende gut, lehre mich den Geist aufgeben, mit 496 Vom Tod und Sterben. mit recht wohlgefaßtem Muth. Bater mein im Leben sein, sollt' Hilf, daß ich ein ehrlich Grab ich denn widerstreben? neben frommen Christen hab' und auch endlich in der Erde nimmer mehr zu Schanden werde. 2. Das sei von mir entfernet weit zu aller Zeit, recht sterben will ich lernen und schicken mich auf's allerbest', mit Glauben fest in Christo ganz belehren; denn er ist mein und ich bin sein, sein Leiden, Tod hilft mir aus Noth, sollt' sich mein Freud' nicht mehren? 3. Der Vater Christum hat ges schenkt, an's Kreuz gehentt, für mich mußt' er auch sterben, auf daß ich ew'gen Tod's nicht stürb', mit nicht'n verdürb', bas mußt' sein Sohn erwerben: Ist das nicht Gunst? groß' Lieb' umsonst? der Vater gut solch's an mir thut, macht mich sein's Reiches Erben. 983. M. Bater Unser im Himm. ein GOtt und Schöpfer zu Mein mir eil', wenn mein Herz trifft des Todes Pfeil. Ach! laß mich armes Würmelein in JEsu Namen schlafen ein und führe meine Seel' ohn' Qual in deines Himmels Freudensaal. 984. M. GOtt des Himmels. Mensch, fag' an, was ist dein Leben? Blum' und Casp. Neumann. 981. In bekannter Melodie. Mach's ach's mit mir, GOtt, nach deiner Güt', hilf mir in meinem Leiden, was ich dich bitt', verfag' mir nicht: Wenn sich mein Seel' soll scheiden, so nimm sie, HErr, in deine Händ', ist alles gut, wenn gut das End'. 2. Gern will ich folgen, lieber HErr, du wirst mich nicht verberben; ach! du bist doch von mir nicht fern, wenn ich gleich hier muß sterben; verlassen meine liebsten Freund', die's herzlich gut mit mir gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd', die Seel' sich zu dir schwinget, in deine Hand fie un versehrt vom Tod in's Leben bringet; hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Noth und Trübsal überall. 4. Tod, Teufel, Höll', die Welt und Sünd' mir können nichts mehr schaden, bei dir, o HErr, ich Rettung find', ich tröst' mich deiner Gnaden, dein ein'ger Sohn, aus Lieb und Huld, für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Warum soll ich denn traurig sein, weil mir's so wohl thut gehen? bekleid't mit Christi Unschuld, fein wie eine Braut ist stehe. Gehab dich wohl, du schnöde Welt, bei GOtt zu leben mir gefällt. Joh. Herm. Schein. dürres Laub, das am Zweige taum tann tleben und verkriecht sich in den Staub; dies bedenke, Menschenkind, weil wir alle sterblich sind. 2. Was ist Adel, hoch Geschlechte? was ist wohlgeboren sein? Muß der HErr doch mit dem Knechte leiden bittre Todespein. Kaiser, König, Edelmann, alle müssen sie daran. 3. Was ist Weisheit, was sind Gaben? Was ist hochgelahrte Kunst? Was hilft Ehr' und Ansehn haben und bei Herren große Gunst? Dringt sich doch der Tod herein, nichts hilft klug und weise sein. 982. M. Mag ich Unglück nicht. Mag ag ich dem Tod nicht widerstahn, soll und muß dran, so will ich mich drein geben: ob's Fleisch ein' tleine Zeit abstirbt, doch nicht verdirbt, mein Geist muß wieder leben, wird schön 4. Was ist Reichthum? was verklärt, auch ewig werth beim sind Schäße? Nur ein glänzend gelber Vom Tod und Sterben. 497 gelber Koth; Mensch! darauf dein| lehren: wie, woher, wann kommt Herz nicht sebe: sieh die Zeit an der Tod, daß wir uns bei Zeit und den Tod, dieser nimmt das bekehren, und entgehn der Sees Leben hin, iene frißt Gut und lennoth, weislich und mit klugem Gewinn. Sinn denken stets an's Ende hin. Val. Budrian jun. 5. Was ist Zierlichkeit und Schöne? Ach! ein weißer Was ferschaum; helle Stimm' und süß' Getöne? Uch? ein leer und nicht ger Traum. Dampf vergeht, und nicht vor dem Tod besteht. 6. Was ist Jugend? frische Jahre? in der besten Blüthe stehn? Junger Muth und graue Haare müssen mit dem Tode gehn: ist boch hier kein Unterschied unter jung' und alten Leut'. 7. Menschentöchter, Menschen föhne, laßt euch dies gesaget sein: Seid ihr hoch, weis, reich und schöne, ihr seid doch nur Todtenbein; hier ein wohlge schmückter Bau, nach dem Tod der Würmer Au'. 8. Staub und Asche, willst du prangen mit dem Wissen und Verstand? mit der Röthe deiner Wangen? mit dem Gold an deiner Hand? kann es doch nicht helfen dir, wenn der Tod klopft an die Thür. 9. Menfchentind, nimm dies zu Herzen: hier ist Leben, hier ist Lob, hier ist Freude, hier sind Schmerzen; willst du meiden ew'ge Noth, denke, daß du sterben mußt, so erstirbt der Sünden Lust. 10. Leg' ab Mißgunst, Neid und Haffen, Demuth lieb', laß Hoffahrt sein; alles mußt du Andern lassen, nackt zur Grube kriechen ein. Heute bist du HErr im Haus, morgen trägt man dich hinaus. 11. Wer dies tlüglich thut erwägen, der wird als ein rechter Christ Falsch- und Bosheit von fich legen, denken auch zu jeder Frist, wie er möge fertig sein, wenn der letzte Tag bricht ein. 12. Ach HErr JEsu! wollst uns 985. M. O wir armen! Sünder. mir vergebt zu leben länger alle der Reben sind wir Gall und Wust. Meines Herzens Sehnen steiget über sich, mein Gebet und Thränen wünschen, JEsu, dich. 2. Was ist doch zu liebent an der eitlen Welt? was bat ohn' Betrüben sie uns vorgestellt? ihre süße Freuden, die so zart und weich, trachten uns zu scheiden von dem Himmelreich. 3. Mich soll sie betrügen fünf tig nimmermehr. Weg mit ihren Lügen! weg mit ihrer Ehr'! weg mit ihren Schäßen! nichts kann meinen Muth mehr forthin ers gößen, als des Himmels Gut. 4. Was soll ich entfernen länger meinen Sinn von dem Reich der Sternen, da ich Bürger bin? Ich hab' abzuscheiden brünstig heiße Lust, und an dir zu weiden, JEsu, Aug' und Brust. 5. O! wie fröhlich singen werd' ich immerdar, und die Saiten zwingen, sammt der Engel Schaar, bich, mein HErr, dort oben in der Freudenkron' ewiglich zu los ben recht vor deinem Thron. 6. Ach wie werd' ich glänzen dort so hell und weiß, zieren mich mit Kränzen in dem Paradeis, in den Lebensbächen tränk ich mich da fatt, tangel und Ges brechen finden dort nicht Statt. 7. Flieg' mit deinem Wagen, Sonne, bring' mein Ziel mit dir bergetragen! was verweilst du viel? Komm, gewünschtes Stünds lein, das mich, als ein Kind GOttes, in das Bündlein jenes Lebens bind't. 498 Vom Tod und Sterben. 8. Länger hier zu leben, schwind't GOtt! Heiliger, starker GOtt! wir alle Lust. Erde, deine Reben Heiliger, barmherziger Heiland, sind mir Gall' und Wust. Meines du ewiger GOtt laß uns nicht Herzens Sehnen steiget über sich; verzagen vor der tiefen Höllenach, gieb meinen Thränen bald, o glut. Kyrieleison. Himmel, dich! Er. Francisci. 986. 3n bekannter Melodie. Mit Fried' und Freud' ich fahr' dahin in GOttes Willen, getroft ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille, wie GOtt mir verheißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. min 3. Mitten in der Höllenangst unsre Sünd' uns treiben, Wo soll'n wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, HEr Christ, alleine. Vergossen ist dein theures Blut, das g'nug für die Sünde thut. Heiliger HErre GOtt! Heiliger starter GOtt! Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger GOtt! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleiſon. Leib D. M. Luther. 988. Begräb- 989. An Antwort niß- Gesang. d. Verstorbenen. un laßt uns o grabet mich nun begraben, daran immer hin, da wir kein'n Zwei- ich so lang verfel haben, er wahret bin, bis werd' am jüng- mein ge treuer sten Tag auf- Seelen- Hirt stehn, und un- mich wieder verweslich ber- auferweden vorgehn. wird. 2. Er ist Erd' 2. Ja freilich D. M. Luther. 987. In bekannter Melodie. Mitten wir im Leben sind mit und von der Er- werd' ich nach wen den, auch 2. Das macht Christus, wahr'r GOttes Sohn, der treue Heiland, den du mich, HErr, hast sehen lahn, und machst bekannt, daß er sei das Leben und Heil in Noth und auch im Sterben. 3. Den du hast allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen las den, durch sein theures, heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und sel'ge Licht für die Heiden, zu erleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden; er ist dein's Volks Israel der Preis, Ehr', Freud' und Wonne. such'n wir, der Hülfe thut, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, HErr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, HErr, erzürnet hat. Heiliger HErre GOtt! Heiliger starker GOtt! Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger GOtt! laß uns nicht versinken in der bittern Todesnoth. Kyrieleiſon. zur Erd' wieder Asche, Erde, werden, und Staub undKoth; von der Erd' doch wird das wieder aufstehn, schwache Fleisch wenn GOttes und Bein von Posaun' wird meinem GOtt angehn. bewahret sein. 3. Die Seele 3. Mein Leib lebt ewig in wird hier der GOtt, der sie Würmer Spott, 2. Mitten in dem Tod ansicht allhier aus lau- die Seele ist bei uns der Höllen Rachen; wer will ter Gnad' von meinem Gott, uns aus solcher Noth frei und aller Sünd' der durch sein's ledig machen? Das thust du, und Missethat Sohns Tods HErr, alleine, es jammert dein'r durch seinen bitterteit ſie hat Barmherzigkeit unsre Sünd' und Sohn erlöset erlöst zur Seliggroßes Leid. Heiliger HErre hat. teit. 4. Sein Vom Tod und Sterben. 499 2. Was schadet's mir, daß mein Gebein muß in das Grab vera scharret sein? mein Seelchen schwebet ohne Leib in Himmelsglanz und Herrlichkeit, 3. In solchem Schmuck, in folcher Zier prang ich vor GOttes Thron allhier: mein JEsulein ist meine Lust, mein Labsal, meine beste Kost. 4. Was frag' ich nun nach jener Welt? Mein JEsulein mich füßt und hält, in ihm erfreu' ich mich allein, ohn' ibn tann ich nicht fröhlich sein. 4. Sein Jam- 4.Was hier von mer, Trübsal Trübfal mich und Elend ist verleßt, wird jetzt tommen zu ein'm mit Himmelsfel'gen End', er luft erfeßt: die hat getragen Welt ist nur ein Christi Joch, ist Jammerthal, gestorben und le dort ist der rechte bet noch. Freudensaal. 5. Die Seele 5. Wenn alle lebt ohn' alle Welt durch Feu'r Klag', der Leib zerbricht und schläft bis am GOtt wird baljüngsten Tag, ten sein Gericht, an welchem so wird mein GOtt ihn ver Leib verkläret flären, und em' stehn, und in das ger Freud' wird Himmelreicheingewähren. 1 gehn. 5. Mit Weinen war ich erst gebor'n, zum Jauchzen bin ich nun erfor'n: ich finge mit der Engelschaar das ewig neue Jubeljahr. d 6. Hier ist er 6. Wie manche in Angst gewes Widerwär sen, dort aber tigkeit hatt' ich 6. Nichts Lieber's meine Zunge singt, nichts Reiner's meinen Oh wird er gene in meiner Leren klingt, nichts Süßer's meinem fen in ew'ger benszeit! Freud' und aber Wonne, leuchten nichts wie die helle denn ewigliche Sonne. Himmelslust. ist bewußt, Nun Herzen ist, als mein herzliebster Jesus Christ. mir 7. Nun lassen 7. So laßt mich wir ihn hier nun in sanfter schlafen, und Ruh, und geht gehn alle heim nach eurer Wohunsere Straßen, nung zu; ein schicken uns Jeder denke auch mit allem Nacht und Fleiß, denn der Tag, wie er Lod fommt uns auch selig sters gleicher Weis'. ben mag. 8. Das belf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut von's Teufels und ew'ger Lein; ihm sei Lob, Preis und Ehr' allein. Nun M. Weiß 990.M.HErr JEsus Christ, wahr. un lieg' ich armes Würmelein, und rub' in meinem Kämmerlein, ich bin durch einen sanften Tod entgangen aller Angst und Noth. 7. Drum lieben Eltern, böret auf zu tlagen meinen kurzen Lauf, ich bin vollkommen worden bald, wer selig stirbt, ist g'nugsam alt. 8. Bedenket meinen Freudens stand, und wie es in der Welt bewandt; bei euch rumoret Krieg und Streit, hier herrschet Fried' und Fröhlichkeit. 9. Wer auf der Erden lange lebt, derselb' auch lang' an Sünden tlebt, muß streiten oft mit Fleisch und Blut, das Manchem weh und bange thut. 10. Ja leiden muß er Kreuz und Noth, und auch wohl einen bangen Tob; bier hab' ich schon nach kurzem Streit erlangt die Kron' der Herrlichkeit. 11. Wie manches Kind fällt sich zu Tod; wie manches sticbt in Wassersnoth, wie leide manches lange Qual, eh' es kömmt aus dem Jammerthal? Ji2 12. Sollt 500 Vom Tod und Sterben. man hold, und thut ihm nichts zuwider. 12. Sollt es euch denn nicht um ein'ger Sünden Lohn und tröstlich sein, daß ich so sanft geschla- Sold; wer ausgeföhnt, dem ist fen ein? daß mir das liebe JEsulein verkürzet meine Todespein? 13. Drum legt die Hand auf euren Mund, und seht auf GOtt, der euch verwund't, der euch zu heilen ist bereit, wenn's dient zu eurer Seligkeit. 6. Ei nun, so nehm ich GOttes Gnad und alle seine Freude mit mir auf meinen letten Pfad, und weiß von keinem Leide. Der wilde Feind muß wie ein Schaf, sein Ungestüm ein süßer Schlaf und sanfte Ruhe werden. 14. An jenem Tag wir werden gehn, da vor GOtt Groß' und Kleine stehn, zur himmelischen Chrifttagsfreud', mit höchster Ehr' uno Herrlichkeit. 7. Du JEsu, allerliebster Freund, bist selbst mein Licht und Leben, du hältst mich fest und kann kein Feind dich, wo du stehest, heben, In dir steh ich und du in mir, und wie wir stehn, so bleiben wir hier und dort ungeschieden. 8. Mein Leib, der legt sich hinzur Ruh, als der fast müde worden; die Seele fährt dem Himmel zu, und mischt sich in den Orden der auserwählten GOttesschaar, und hält das ewge Jubeljahr mit allen heilgen Engeln. 9. Kommt dann der Tag, o höchs ster Fürst! der Kleinen und der Großen, da du zum allerletten wirst in die Posaune stoßen, so soll dann Seel und Leib zugleich mit dir in deines Vaters Reich zu deiner Freud' eingehen. M. M. Schirner. 991. M. Wenn mein Stündlein. un sei getroft und unbetrübt, du mein Geist und Gemüthe! Dein JEsus lebt, der dich ge liebt, eb' als dir dein Geblüte und Fleisch und Haut war zugericht't, der wird dich auch gewißlich nicht an deinem Ende haffen. 2. Erschrecke nicht vor deinem End', es ist nichts Böses drins nen; dein lieber HErr stredt seine Händ' und fordert dich von hinnen aus so viel tausend Angst und Qual, die du in diesem Jammerthal bisher bast ausgestanden. 3. 3war beißt's ja Tods- und Sterbensnoth; doch ist da gar tein Sterben, denn JEsus ist des Todes Tod, und nimmt ihm das Verderben, das alle seine Stärk' und Kraft mir, wenn ich jest werd' hingerafft, nicht auf ein Härlein schade. 4. Des Todes Kraft besteht in Sünd' und schnöden Missethaten, darin ich armes Adamstind so oft und viel gerathen. Nun ist die Sünd' in JEsu Blut ersäuft, erstickt, getilgt, und thut fort gar nichts mehr zur Sache. 5. Die Sünd' ist hin, und ich bin rein; Troß dem, der mir das nehme! Hinfüro ist das Leben mein, barf nicht, daß ich mich gräme 10. It's nun dein Will', so stell dich ein, mich selig zu verjeßen. Ach! ewig bei und mit dir sein, wie hoch muß das ergößen? Eröffne dich, du Todes: pfort'! auf daß an solchen schönen Ort ich durch dich möge fahren. Paul Gerhard. 992. Nach voriger Melodie. GOtt! wenn ich bei mir bes tracht', daß alles Fleisch verdirbet, und nehme dies dabei in Acht, wie schleunig Mancher stirbet, so ruf' ich dich, o Vater, an, denn deine Güt' und Allmacht tann mir auch hierinnen helfen. 2. Ich weiß wohl, daß ich sterben muß, doch nicht zu welcher Stunden; Vom Tod und Sterben. 501 ben: drum gieb, daß ich in fteter 3. Und laß mich also schlafen Buß' und GOtt'sfurcht werd' erfunden, auf daß ich jeßt und allezeit zu meiner Heimfahrt sei bereit, sobald du mich absorderst. 3. HErr, rechne mir es ja nicht zu, daß ich's mich unterfange, und an dich diese Bitte thu', warum mir oft wird bange: Aus lauter unverdienter vor vielen Schmerzen mich behüt' und langwierigem Lager. 4. Doch aber auch bewahre mich vor schnellem bösen Ende; Wahnwiß und Jammer gnädiglich, o treuer Gott! abwende. Ein solches Stündlein mir verleih', daß ich auch meine Sünd' dabei im Glauben mög' bereuen. 5. Laß mich den werthen Heilgen Geist bis an mein End' regieren; gieb, daß ich alsdann allermeist tönn seinen Beistand spüren, daß mir da kräftig komm' zu gut des HErren JEsu theures Blut, so er für mich vergossen. 6. Hilf, HErr! hilf in der Todesnoth, laß mich nicht lange quälen, dir will ich meine Seel', o GOtt! in deine Händ' befehlen; verkürz mir alle Angst und Pein, daß, wenn mein Ende da foll sein, ich bald in Fried' abscheide. 2. Bacmeister. 993. M. Ach Gott vom Himmel. Herr! gedenk' in Todespein nicht meiner schweren Sünben, besonders hilf du mir allein die Schmerzen überwinden; errette mich durch deinen Tod, und hilf mir in der letzten Noth, ach! laß mich Gnade finden. 2. Sprich Tröstung meiner Seele zu, und biet' mir deine Hände! der Leib, der schlafe sarft und ruh': und wenn an meinem Ende geschrecket wird und schwach mein Muth, so stärke mich dein theu res Blut, den Trostgeist, HErr, mir sende. eininJEsuChristiNamen, verkürze mir die Todespein, und laß mich guten Samen der Früchte tragen für und für, zum Tod bereit sein, hilf du mir, ach GOtt! durch JEsum. Amen. 2. Bacmeister. 994. M. HErr JEfuChrist wahr'r. Jeju, GOttes Lämmelein, ich leb' od'r ich dein; ich bitt', laß mich mit dir zugleich ein Erbe sein in deis nem Reich. 2. Denn was wär sonst dein Sterbensnoth, so viel Striemen und Wunden roth, wenn ich auch nicht der Seligkeit genießen sollt in Ewigkeit. 3. Warum hält'st du dein'n Leib und Leben im Grab verschloss'n und aufgegeb'n, wenn nicht mein Tod durch deinen Tod verjagt sollt't werd'n, du treuer GOtt! 4. Darum, o JEfu, steh mir bei, gewissen Trost und Hülf verleih; verlaß den nicht, HErr JEsu Christ, der mit dein'm Blut gewaschen ist. 5. In Frieden laß mich schlafen ein, und in dir haben Ruhe sein, ein sel'ges Ende mir bescher', dein Antlig laß mich sehn, o HErr! 6. Jch bitt' durch's bitt're Leiden dein, laß das mein letztes Wünschen sein, so will ich loben allezeit dich, o HErr GOtt in Ewigkeit. M. Möller. 995. M. Herzlich thut mich. Mensch, gedenk an's Ende! willst du nichts Uebles thun; der Tod bringt oft behende das allerleßte Run. An einem Augenblicke hängt ewig Wohl und Weh; drum denke wohl zurücke, wohin bein Leben geb. 2.0 Mensch, gedenk' a'ns Endel wer weiß, ob nicht noch heut' der Tod sich zu dir wende, drum mache dich bereit, wenn du sollst Rechnung geben, von dem, was Ji3 du 502 Vom Tod und Sterben. du gethan, damit dein eignes Leer's mir hat bereit't; hier mag ich ben dich nicht vertlagen kann. nicht mehr bleiben, der Tod thut 3.0 Mensch! gedent' an's Ende, mich vertreiben, mein' Seele fich ftirb stets den Sünden ab; gieb vom Leibe scheid't. dich in GOttes Hände, und fürchte 8. Damit fahr ich von hinnen, nicht das Grab. Sei fertig alle o Welt thu dich besinnen, denn Stunden, halt dich an Christi du mußt auch hernach; thu dich Blut: stirbst du in JEsu Wun- gu GOtt bekehren, und von ihm den, so ist dein Ende gut. Gnad' begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. Benj. Schmold. 996. M. Nun ruhen alle Wälder. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör' auf von Sünd' und SchanWelt! ich muß dich lassen, Ben in's ew'ge Vaterland; mein'n Geist will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben seben in Gottes gnäd'ge Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn; tein Bleiben ist auf Erden, das Ew'ge muß mir werden: mit Fried und Freud' ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von GOtt gezogen durch Schand' und Büberei, will verzagen, mit Glauben jagen, daß mir mein' Sünd' vergeben sei. 4. Auf GOtt steht mein Vertrauen, sein Antlig will ich schauen, wahrlich, durch JEsum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. 5. Die Sünd' mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden, umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu from men, so will ich zu ihm kommen allein durch wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnüb Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ew'ge Leben, umsonst will er's mir geben, und nicht nach mein'm Verdienst und Wahl. 7. Drauf will ich fröhlich sters ben, das Himmelreichererben, wie mit Beten und mit Wachen, sonst alle ird'sche Sachen sollst du gutwillig fahren labn. 10. Das schent ich dir am Ende: Ade, zu GOtt ich wende, zu ihm steht mein' Begier. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein'n Abschied zu Herzen, mein's Bleibens ist jetzt nicht mehr hier. D. Joh. Heß. 997. In bekannter Melodie. wie felig ſeid ihr doch ihr Tod zu GOtt gekommen; ihr seid entgangen aller Noth, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben, was wir hier kennen, ist nur Müh' und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer sicher und befreit von allem Jammer, kein Kreuz noch Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus mischet ab all' eute Thränen, habt das schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach! wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? wer wollt' hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm Vom Tod und Sterben. 503 6. Komm, o Christe, tomm uns| GOtt widerstrebt, mit Sünden auszuspannen, lös' uns auf und Sünden mehret: O wohl! wer führ' uns bald von dannen, bei nicht die Sünden mehr darf bei dir, o Sonne, ist der frommen sich empfinden. Dan MISO Seelen Freud' und Wonne. gold and still S. Dach. 998. In eigener Melodie, Cieg, Sieg, mein Kampf ist 9. Drum liebstes Mutterherz gebt euren Muth zufrieden, laßt fahren Angst und Schmerz, daß ich von euch geschieden, der, so mich euch gegeben, nimmt wieder hin das Leben. aus, nun hab' ich meine Krone! hier ist das Wollusthaus, ich steh' vor GOttes Throne in reiner weißer Seiden, so heißt mich JEsus fleiden. 2. Nun wird von mir geschaut die Stadt, da alle Stücken von GOtt sind ausgebaut, hier sieht man Berlen blicken, die Wände schön bemalet, von Jaspis alles strahlet. 3. Ach wundersüßer Hall, ach welch' ein schönes Singen war doch der Jubelschall, als mich mit Freud' umfingen die Chör' der Cherubinen, nebst tausend Seraphinen. 4. Als sie mit froher Luft mich zu dem Bräut'gam brachten, der brückt mich an die Brust, daß Herz und Sinne lachten, fein erster Wink und Grüßen war nichts als süßes Küssen. 5. Wohl mir, ich bin vertraut mit ihm in's Himmels Grenzen, ich prang' als eine Braut, um schränkt mit Siegeskränzen, mit Lust bin ich umschwemmet, kein Kummer mich beklemmet. 6. Drum Erde, gute Nacht, dein falsch geschmücktes Wesen wird ganz von mir verlacht, ich bin bei dir gewesen. Nur weg, du Weltgetümmel! ich wähle mir den Himmel. 7. So hört mit Weinen auf, o treuste Mutterjeele, denkt aller Menschen Lauf geht hin zur Grabeshöhle; wohl, wer ihn zeitlich endet, und sich zur Ruhe wendet. 8. Je länger man hier lebt, je mehr es widerfähret, daß man 10. Habt Dank für alle Müh, für alle Sorg' und Plagen, die ihr so spät als früh für euer Kind getragen, habt Dank für euren Segen, nun will mich GOtt verpflegen. 11. Stellt auch die Thränen ein, ihr Schwestern und Gebrüder; wenn meine Todtenbein' nun werden grünen wieder, da soll's gewiß geschehen, daß wir uns wiedersehen. mino 999. M. Herzlich thut mich. o hab' ich nun vollendet den schweren Lebenslauf, mich ganz zu GOtt gewendet, und geh jest bimmelauf; sehr matt bin ich von Thränen, mein Herz ist schwach von Noth, von Seufzen und von Stöhnen, drum komm, o lieber Tod! 2. In allen meinen Jahren, von zarter Jugend an, hab' ich es wohl erfahren, wie schwer die Himmelsbahn; ich bin auf keinen Rosen gegangen jederzeit, wie etwa die Gottlosen in stolzer Sicherheit. 3. Was ist der Menschen Leben? Wenn sie auf's allerbest' sich köns nen hier erheben, so ist es Müh' gewest, ja nichts denn eitel Gors gen! nur lauter Gram und Noth, den Abend als den Mors gen; drum ist man lieber todt. 4. Wie oft hab ich geklaget, gleich wie ein Wandersmann: Ach hätt' ich Rast! gefraget: Wann tomm' ich himmelan? werd' ich noch lange gehen auf eitler Er314 den 504 Vom Tod und Sterbent. den Tand? ach werd' ich nicht ein liebes Kind oft macht! was bald sehen das rechte Vaterland? ihm kann widerfahren, das fürch 5. GOtt Lob! nun soll es wer- tet, der es liebt: den Kummer den, nun ist die Stund' herbei, tönnt ihr sparen, brum seid nicht daß ich von dieser Erden soll so betrübt. Om d werden los und frei; nun hab' ich ausgeklaget; ich hab' in mei nen Streit mich ritterlich gewaget, die Kron' ist mir bereit. 6. D Liebsten, laßt das Weinen, es ist ja ohne Noth, GOtt eilet mit den Seinen durch einen sel' gen Tod, eb' noch viel Trübsal tommen; GOtt weiß, sie dräuen schon. Wohl dem, der nur genommen zum schönen Himmesthron. 7. Wenn ihr euch tönnt bedenten, wenn ihr mich lieben wollt, so dürft ihr euch nicht tränten ob diesen Todesfold. In die sem Weltgebäude hab' ich euch ja geliebt, drum gönnt mir doch die Freude, die mir mein Hei Land giebt. 8. Wir werden fein verbunden, ohn' alle Noth und Leid, nach wenig Zeit und Stunden, dort in der Ewigkeit: da wird uns GOtt verneuen, da werden wir uns auch recht miteinander freuen nach himmlischem Gebrauch. 9. Ade! nun muß ich scheiden, ihr Freunde, gute Nacht! zur Himmelsluft und Freuden. Ihr Liebsten, seid bedacht, wie ihr mich wollet finden im schönen Baradeis, das Eitle überwinden. Nun, gute Nacht! ich reis'. Jean Paul. 1000. Mel. Herzlich thut mich. o hab ich obgesieget, mein Lauf ist nun vollbracht, ich bin gar wohl vergnüget; zu taufend guter Nacht! ihr aber, meine Lieben, thut nicht so ängstiglich, was wollt ihr euch betrüben? stehts doch sehr gut um mich. 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen 3. Ach Mutter, laß die Zähren, stellt eure Klagen ein; des Höchsten sein Begehren, das muß erfüllet sein. Darum ihr jezo weis net und gar zu kläglich thut, das ist ja wohl gemeinet, GOtt mahet alles gut. 4. Die Freude, die sich reget bei einem Wandersmann, wenn er die Reise leget, und kommet glücklich an; die Freude, bie em pfindet ein Schiffer, wenn sich schier ein sicher Hafen findet, die spür' ich jest bei mir. 5. Fahr'hino Angst und Schmer zen, fahr' immer, immer hin, ich freue mich on Herzen, daß ich erlöset bin; ich leb' in tausend Freuden in meines Schöpfers Hand, mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Die noch auf Erden wallen, in irrthumsvoller Zeit, vermös gen faum zu lallen von froher Ewigkeit; viel besser wohl gestor ben, als in der Welt gelebt; die Schwachheit ist verdorben, worinnen ich geschwebt. 7. Schmüct meinen Sarg mit Kränzen, wie sonst ein Siegsmann prangt; aus jenen Himmelslenzen hat meine Seel' erlangt die ewig grüne Krone; die werthe Siegespracht rührt her von GOttes Sohne, der hat mich so bedacht. 8. Noch nebet ihr die Wangen, ihr Eltern, über mir, euch bat das Leid umfangen, das Herze bricht euch schier; des Vaters treue Liebe sieht sehnlich in mein Grab, die Mutter stehet trübe, und kehrt die Augen ab. 9. Ich war euch nur geliehen auf eine kleine Zeit, will Gott mich Vom Tod und Sterbent. 505 mich zu sich ziehen, so werset bin| fällt dem, der dir ist ergeben; das Leid, und sprecht: GOtt hat's gegeben, GOtt nimmt's, er Hat das Recht, bei ihm steht Lod und Leben, der Mensch ist GOt: tes Knecht. brum eil' ich aus dem Jammer: thal zu dir in deinen Freudensaal, daß ich bei dir stets bleibe. 10. Seht nicht an meine Jahre, gedenkt vielmehr zurück, daß ich ein Mensche ware und jeden Augenblick zum Tode reif und zeitig, von erster Kindheit an; wie seid ihr doch so streitig in dem, was GOtt gethan. 3. Gleichwie der, welcher auf dem Meer ein'n Schiffbruch soll erleiden, sich nach der Anfahrt sehnet sehr, die Wellen zu vermeiden; so dürftet mein Seel' nach dir; drum fomm, o HErr, und hilf nur mir, daß ich den Port erlange. 11. Daß ihr mein Grab müßt fehen, zeigt unsrer Schwachheit Stand! daß es so bald gesche hen, thut GOttes Vaterhand. GOtt wird das Leid euch stillen, ich sterbe nicht zu jung; wer stirbt nach GOttes Willen, der stirbt schon alt genug. 4. So bitter tann der Tod nicht sein, ich will ihn froh umfangen. weil mein HErr JEsus ist allein mit ihm so umgegangen, daß er ihn bis auf's Haupt erlegt, und Kraft in seinen Händen trägt, daß er zum Schlaf muß werden. 5. Wie ich mich demnach nie: mals scheu in meinem Bett zu schlafen; also von Herzen ich mich freu', daß du, GOtt, wollst verschaffen, daß nur ein süßer Schlaf soll sein der Tod mir, ohne Furcht und Bein, daß er mich zu dir führet. 6. So spann doch aus, ach from mer GOtt! spann mich aus meis nem Karren, erlös' mich von der Qual und Noth, ich kann nicht länger harren. Der Welt und Lebens bin ich satt, vor Angst der Seelen müd' und matt, daß ich begehr zu sterben. 1002. Mel. Herzlich thut mich. Nalet will ich dir geben, du arge, falsche Welt, dein sündtich böses Leben durchaus mir nicht gefällt; im Himmel iſt gut gier, da wird Gott ewig lohnen dem, der ihm dient allhier. 2. Rath mir nach deinem Herzen, o JEfu, GOttes Sohn! soll ich hier dulden Schmerzen, hilf mir, HErr Christ, davon; verkürz' mir alles Leiden, tröst' meinen blöden Muth, laß mich selig abscheis den, fes' mich in dein Erbgut. 315 3. In 12. Schein ich zu früh entnommen? sag Jemand: kann man auch zu früh in Himmel tommen? GOtt bleibt bei dem Gebrauch: er eilet mit den Seinen zur schönen Himmelspracht. Wer mag nun den beweinen, der bei den Engeln lacht? ( Nachruf der Betrübten.) 13. Fahr' wohl, o liebe Seele! genieß der süßen Lust, uns in der Trauerhöhle ist nichts hiervon bewußt. Wann wird doch angelangen desselben Tages Schein, daß du uns wirst umfangen! O! möcht es heute sein! 6.. Sacer. 1001. M. HErr JEfu Chrift, ich. Spann' aus, spann' aus, ach frommer G. N. aus meinem Karren, erlös' mich von der Qual und Noth, taj kann kaum länger harren; der Welt und Lebens bin ich satt, vor Angst der Seele müd' und matt, daß ich begehr' zu sterben. 2. Denn was ist doch die schnöde Welt? Was ist doch unser Leben? ein nichtig Nichts, das nicht ge 506 Vom Tod und Sterben. 3. In meines Herzens Grunde| Heilig! Heilig! Heilig! klinget dein Nam' und Kreuz allein fun- in dem Himmel immerdar. Welt, felt all' Zeit und Stunde, drauf bei dir ist Krieg und Streit, tann ich fröhlich sein; erschein Angst und bloße Eitelkeit; aber mir in dem Bilde, zu Trost in mei- hier ist allezeit Friede, Freud' und ner Noth, wie du, HErr Christ, Seligkeit. so milde dich haft geblut't zu Tod'. 4. Verbirg mein' Seel' aus Gnaden in deine offne Seit', rückt sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit! Der ist wohl hier gewesen, wer kömmt ins Himmels Schloß, der wird ewig genesen, der bleibt in deinem Schooß. 5. Schreib' mein'n Nam'n aufs beste ins Buch des Lebens ein, und bind' mein Geel' fein feste ins schöne Bündelein der'r, die im Himmel grünen, und vor dir leben frei; so will ich emig rühmen, daß dein Herz treue sei. M. Val. Herberger. 1003. In eigener Wielodie. Ober: Alle Menschen müssen. elt Ade! ich bin dein müde ich will nach dem Himmel zu, da wird sein der rechte Friede, und die ew'ge stolze Ruh. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit; in dem Himmel allezeit Friede, Freud' und Seligkeit. 2. Ich bin da schon angekommen, ich bin meiner Krankheit los, und der Schmerzen ganz entnommen, ruhe sanft in GOttes Schooß. In der Welt war Angst und Noth, Krankheit und zuleßt der Tod: aber hier ist allezeit Friede, Rub' und Seligkeit. 5. Laßt doch euer Trauern bleiben, meine Lieben, weinet nicht, es ist gar nicht zu beschreiben, wie mir hier so wohl geschicht. Denn bei euch war Angst und Noth, Schmerzen und der bittre Tod; aber hier ist allezeit Friede, Ruh' und Seligkeit. 2. Was empfind' ich da für Freude! was ist hier für Herrlich teit! übersüße Himmelsweide la6. Dentet, daß es wird geschehen, daß ihr mich in kurzer Zeit fröhlich werdet wiedersehen in der großen Herrlichkeit. Denn bei euch war nichts denn Noth, Müh' und Angst und gar der Tod; aber hier ist allezeit Friede, Ruh' und Seligkeit. 7. Ich bin nur vorangegangen, will euch also Anlaß geb'n, daß euch soll darnach verlangen, wo wir ewig sollen leb'n. Denn die Welt hat Krieg und Streit, all' ihr Thun ist Eitelkeit; aber hier ist allezeit Friede, Ruh' und Seligkeit. 5. Alberti. 1004. In bekannter Melodie. Menn mein Stündlein vorhanden ist und ich soll fahr'n mein' Straße, so g'leit' du mich, HErr JEsu Christ, mit Hülf' mich nicht verlasse, mein' Seel' an meinem letzten End' befehl' ich, HErr, in deine Händ', du wirst sie wohl bewahren. 2. Mein' Sünd'n mich werden kränken sehr, mein G'wissen wird mich nagen, denn ihr'r sind viel wie Sand am Meer, doch will bet mich schon allbereit. Welt, ich nicht verzagen; gedenk'n will bei dir ist Krieg und Noth, Krankheit und zuleßt der Tob; aber hier ist allezeit Friede, Freud' und Seligkeit. ich an deinen Tod, HErr JEsu, deine Wunden roth, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem 4. Unaussprechlich schöne singet Leib, beß tröst ich mich von Hers GOttes auserwählte Schaar, zen, von dir ich ungeschieden 816 bleib' Vom Tod und Sterben. 507 süße, und desto bittrer diese Welt, damit ich ihre Luft nicht büße, wenn dein Gericht das Urtheil fällt. Mein Gott 2c. bleib' in Todesnoth und Schmer-| 6. Ach! mache mir den Himmel zen, wenn ich gleich sterb' so sterb' ich dir, ein ew'ges Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd' ich im Grab nicht blei ben, mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Tod'sfurcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei Sir leb' und bin, drum fahr' ich hin mit Freuden. 5. So fahr' ich hin zu JEsu Christ, mein'n Arm thu ich ausstreden; so schlaf' ich ein und ruhe fein, tein Mensch kann mich aufwecken; denn Jesus Christus, Gottes Sohn, der wird die Himmelsthür aufthun, mich führ'n zum ew'gen Leben. Nic. Heermann. 1005. M. Wer nur den lieben. er weiß, wie nahe mir mein kommt der Lod. Ach! wie geschwinde und behende kann kommen meine Todesnoth. Mein GOtt, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Abend anders werden, als es am frühen Morgen war, wie bald verwechselt sich auf Erden das Leben mit der Todtenbahr'. Mein GOtt, ich bitt' durch Christi Blut zc. 7. Nichts ist, das mich von JEsu scheide, es sei gleich Leben oder Tod! er bleibt im Leben meine Freude, mein GOtt, mein Alles in der Noth. Mein Gott zc. 8. Ich habe JEsum angezogen schon längstens in der heil'gen Tauf', er ist mir auch daher ge wogen, hat mich zum Kind ges nommen auf. Mein GOtt, ich bitt' durch Christi Blut 2c. 9. Ich habe JEsu Fleisch gegess sen, sein Blut hab' ich getrunken hier; nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib' in ihm und er in mir. Mein GOtt, ich bitt" durch Christi Blut 2c. End' heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit JEsu glüdt, ich bin und bleib in seinen Sorgen, geſeßt, daß Noth und Tod mich drückt. Mein GOtt, ich bitt' 2c. 11. Jch leb indessen ganz vers gnüget, und sterb ohn' alle Küm merniß, es tomme nur, wie GOtt es füget, so glaub' ich doch und bin gewiß, daß durch sein' Gnad' und Christi Blut mein leg tes Ende werde gut. 3. HErr, lehr' mich stets mein End' bedenken, und daß ich einstens sterben muß, so darf mich M. G. m. Pfefferkorn. 1006. M. Herzlich thut mich. u dir, o Fürst des nicht im Tod erst kränken die allzu: 3 HErr Eju, ruft mein lang' gesparte Buß'. Mein GOtt, ich bitt' durch Christi Blut zc. Herz, ach laß mich nicht verges 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bens erzählen meinen Schmerz; bestellen, daß ich befreit sei für und es ängsten mich die Sünden, es für, und seufze stets in allen Fälschrecket mich der Tod, der Salen: HErr, wie du willst, so schick's mit mir. Mein Gott 2c. tan will mich binden, die Hölle macht mir Noth. 5. Ach, Vater! deck' all' meine 2. Ach! Niemand kann mich ret: Sünde mit Christi Blut und Wun- ten, als du mit deinem Blut: es den zu, damit ich hier Vergebung zittern Band und Ketten vor dies finde, und dort die längst ge- ser rothen Fluth; es schreien, die wünschte Rub'. Mein GOtt 2c. mich haffen? wo ist doch nun dein 508 Vom Tod und Sterben. dein Gott? du bist von ihm| reich Auferstehn, soll ich ihm wieder verlassen, du bist des Teufels haben und in den Himmel gehn. Spott. 3. Allein in deinen Wunden er blick' ich Schuß und Trost vor allen Teufelsbunden, die sich auf mich erbos't. Ich sehe deine Seis ten, mein JEsu, offen stehn, laß deinen Geist mich leiten, getrost hinein zu gehn. 10. Allda soll meine Freude, die ich von ferne seh, nach ausges standnem Leide( ach daß es bald gescheh) mit JEsu triumphiren. und für den Sterbegang, im se ligen Regieren, ihm opfern Lob und Dank. 4. Reiß meine matte Seele aus der verdammten Welt, und aus der Mörderhöhle, die mich ge fangen hält. Ach! strecke du die Hände doch nach mir Armen aus, die Seufzer ich dir sende, sei du mein Zufluchtshaus. 11. Nun will ich gerne sterben, mein Jesus geht voran, wie kann ich denn verderben? ich bleib' ihm zugethan: er hat sich mir verbunden, sein Bund soll feste stehn; durch seine offne Wunden will ich in Himmel gehn. Bach. Hermann. 5. In meinem größten 3agen foll, JEfu, deine Bein, die du für mich getragen, mein größtes Labmich dein Blut erblicken, bas du vergessen hast, dein Kreuz laß mich erquicken, wenn Mund und Herz erblaßt. 6. Ach! stärke meinen Glauben, und nimm mich wohl in Acht; will mich die Hölle rauben, so sprich: Es ist vollbracht; ich habe ausgestanden, was dieser leiden foll, hier ist mein Blut vorhanben, hier ist die Zahlung voll. 7. So tann ich brauf mit Freuden aus diesem Kerter ziehn, auf dein Verdienst und Leiden, weil ich versichert bin, du wirst, eh' ich erbleiche, mir in das Herze schrei'n, ich soll in deinem Reiche und Baradiese ſein. Täglicher Blick in das Grab. 1007. M. Wer nur den lieben. Das Grab ist da, hier steht mein Bette, da ich den Tod umarmen soll. Ach! wer sich nur gebettet hätte, der schliefe sanit und ruhte wohl! man denket gar zu wenig dran, daß man so leichtlich sterben kann. 2. Das Grab ist da! so heißt es immer, wir gehen ein und gehen aus; die Welt ist wohl ein schönes Zimmer, doch aber ein geborgtes Haus. Bequemt man sich am besten hier, so weiset uns der Tod die Thür. 3. Das Grab ist da oft bei der Wiegen; wie manches Kind grüßt kaum die Welt, so muß es schon im Sarge liegen, dieweil der Tod nicht Ordnung hält, und alles ohn' Erbarmen bricht, die Frucht sei zeitig oder nicht. 4. Das Grab ist da! die beſten Jahre sind auch des blassen Todes Raub, der wirft den Stärksten auf die Bahre, und legt den Schönsten in den Staub; ein jeder Schritt, den man vollbracht, naht sich mit uns zur Grabesnacht. 5. Das Grab ist da! sobald wir älter, so gehn wir auf den Kirch hof 8. HErr JEsu! deinen Händen befehl' ich meinen Geist, du wirst die Enge enden, wenn er von bannen reist, die werden ihn begleiten in deinen Ehrensaal, da wirst du ihm bereiten ein süßes Freudenmahl. 9. Mein Körper mag indeffen fanft in dem Grabe ruhn, kein faules Würmerfressen soll ihm nicht Schaden thun; denn, HErr, durch dein Begraben und sieg Vom Tod und Sterben. 509 hof zu. Die Glieder werden im- mer sein, nnd nicht nach Pracht mer kälter, und sehnen selbst sich nach der Ruh, denn Sterben ist der feite Schluß, der Junge tann, der Alte muß. und Reichthum streben, das ist ein tahler Leichenstein. Die Grabs schrift, die die Tugend gräbt, macht, daß man auch im Tode lebt. 10. Das Grab ist da! kein Weltgetümmel stört mich bei dem Ges danken nicht. Je näher Grab, je näher Himmel, wer weiß, wie bald mein Herze bricht; und doch ers schreckt ich nicht dafür, mein Grab wird mir zur Himmelsthür. 11. Das Grab ist da! ich steb vielleichte mit einem Fuße drina nen schon; wie, wenn ichs heute noch erreichte? die Zeit eilt flügelschnell davon. Doch bin ich immerdar bereit, das Grab sei nabe oder weit. 12. Das Grab ist da! weg Eitels teiten! bei euch vergißt man nur das Grab. Ich will mich täglich so bereiten, daß ich den Tod vor Augen hab. Ich bin ein Mensch; so heißt es ja: Das Grab ist da! das Grab ist da! Beni. Schmold. 6. Das Grab ist da! was sollt ich wähnen, daß es noch ferne von nir sei? denn man begräbt ja den und jenen, und Jeder muß an diese Reih; wie Manchen legt man auf die Bahr', der jünger und gesunder war. 7. Das Grab ist da! ich will mit Buße dahin stets meine Wallfahrt thun. Ich falle dir, mein GOtt, zu Fuße, ach! laß mich nicht in Sünden ruhn. Wer Sünde mit sich nimmt ins Grab, stirbt dir und auch dem Himmel ab. 8. Das Grab ist da, wo michs soll laben, so muß ich auch im Glauben mich in meines JEsu Wunden graben. Mein Heiland, ich umfasse dich, denn du bist meines Todes Tod, steh bei mir in der letzten Noth. 9. Das Grab ist da! mein tur jes Leben soll fünftig desto from XLVI. Bom Jüngsten Gericht. 1008. M. Auf meinen lieben,| Sammet und die Seiden, die de, du süße Welt! ich deinen Leib bekleiden: was mag A™ schwing' in's Himmels- genennet werden, ist lauter Koth zelt die Flügel meiner und Erden. Ginnen, und suche zu ge-| 5. Fahr hin mit deiner Ehr': winnen, was ewiglich bestehet, was ist die Hoheit mehr, als wenn dieses Rund vergehet. 2. Fahr hin mit deinem Gut, das eine kleine Fluth so balde kann verheeren, und eine Glut verzehren. Fahr hin mit deinen Schäßen, die nimmer recht ergößen. Kummer im Gewinnen, und Herzleid im Zerrinnen? Was frag ich nach den Ehren, die nur das Herz beschweren. 3. Fahr hin mit deiner Luft, sie ist nur Koth und Wust, und deine Fröhlichkeiten vergehen mit den Zeiten. Was frag ich nach den Freuden, auf die nur folgen Leiden. 4. Fahr hin mit deiner Pracht, von Würmern ist gemacht der der mir sein Herze giebet, und 6. Fahr hin mit deiner Gunst: falsch lieben ist die Kunst, dadurch der wird betrogen, dem du dich zeigst gewogen. Was frag ich nach dem Lieben, das endlich muß betrüben. 7. Jm Himmel ist der Freund, der mich recht herzlich meint, mich Bom Jüngsten Gericht. 510 mich so brünstig liebet, daß er mich und Trübsal drüdet. 8. Des Himmels Herrlichkeit ist mir schon zubereit't. Meine Name steht geschrieben bei denen, die GOtt lieben. Mein Ruhm wird nicht vergehen, so lang' GOtt wird bestehen. 9. O Bions goldne Pracht! wie hoch bist du geacht't! Von Perlen sind die Pforten, das Gold hat aller Orten die Gassen ausgeschmücket. Wann werd' ich hingerüdet? 10. D süße Himmelslust! wohl dem, dem du bewußt; wenn wir ein Tröpflein haben, so kann es uns erlaben, wie wird mit groBen Freuden der volle Strom uns weiden. 11. O theures Himmelsgut, du machejt rechten Muth. Was werben wir für Gaben bei dir, HErr JEsu, haben; mit was für reichen Schäßen wirst du uns dort ergößen. 12. Fahr', Welt! fahr' immer hin, gen Himmel steht mein Sinn, das Irdisch' ich verfluche, das Himmlisch' ich nur suche. Abe! du Weltgetümmel, ich wähle mir den Himmel. D. H. Müller. 2. Wie Christus ist erstanden, so wird er er dich und mich auch aus des Todes Banden erretten kräftiglich. Zum allerersten werden die Todten auferstehn, eh' als das Volk auf Erden wird vor Gerichte gehn. 3. Er selbst, der HErr der HErren, wird durch ein Feldegejchrei es zeigen weit und jerr n, daß er vorhanden sei; des Engels Wort wird schallen, und sagen: kommt herfür! zu denen Menschen allen, so je gewesen hier. 4. Er wird uns, die wir leben, vom Erdenkreis zu sich hin in die Wolken heben, da wir dann ewiglich beim HErren wohnen werden. Glaub' sicherlich und frei, daß unser Tod auf Erden des Lebens Anfang sei. 5. HErr JEsu! komm und eile, zu begen dein Gericht; gieb, daß wir mittlerweile im Glauben wanten nicht, uns dazu fertig machen, und immer sein bereit mit Beten und mit Wachen, bis kommt die rechte Zeit. Mart. Opiß. 1011. M. Auf meinen lieben. Die Zeit iſt nunmehr nah, biſt da; die Wunder, die den Leuten dein' Ankunft sollen deuten, die sind, wie wir geſehen, in großer Zahl 1009. M. Es ist gewißlich an. Auf dein' Zukunft, HErr JEsu wir hoffen alle Stunben! der jüngste Tag nicht fern mehr ist, dran werden wir entbunden. Hilf nur, daß wir sein wacker sein, wenn du mit deinen Engelein und dein'm Gericht wirst kommen. 1010. M. Wacht auf, ihr Christen. Das as blinde Volk der Heiden, so keine Hoffnung hat, empfindet großes Leiden und ist ohn' allen Rath, wenn ihm was Liebes stirbet: uns lehrt des Glaubens Kraft, daß Keiner nicht verdirbet, den gleich der Tod wegrafft. 2. Was soll ich denn nun thun? Ich soll auf dem beruhn, was du mir hast verheißen, daß du mich wollest reißen aus meines Grabes Kammer und allem andern Jammer. 3. Ach, JEsus, wie so schön wird mir's alsdann ergehn, du wirst mit tausend Blicken mich durch und durch erquicken, wenn ich hier von der Erde mich zu dir schwingen werde. 4. Ach! was wird doch dein Wort, o süßer Seelenbort! was wird doch Vom Jüngsten Gericht. 511 boch sein dein Sprechen, wenn 13. Hier ist der Engel Land, der dein Herz aus wird brechen zu mir und meinen Brüdern, als deines Leibes Gliedern. sel'gen Seelen Stand, hier hör' ich nichts als Singen, hier seh' ich nichts als Springen, hier ist kein Kreuz, kein Leiden, kein Tod, tein bittres Scheiden. 5. Werd' ich dann auch vor Freud' in solcher Gnadenzeit den Augen ihre Zähren und Thränen können wehren, daß sie mir nicht mit Haufen auf meine Wangen laufen? 14. halt ein, mein schwacher Sinn, halt ein, wo denkst du hin, willst du, was grundlos, grünhudden, was unbegreiflich, finden? Hier muß der Wiß sich neigen, und alle Redner schweigen. 6. Was für ein schönes Licht wird mir dein Angesicht, daß ich in jenem Leben werd' erstmal sehen, geben! wie wird mir deine Güte entzünden mein Gemüthe. 7. Dein' Augen, deinen Mund, dein Leib, der noch verwund't. da wir sonst fest auf bauen, das werd ich alles schauen, auch innig, herzlich grüßen die Maal' an Händ' und Füßen. 15. Doch aber meine Zier, dich laß ich nicht von mir, dein will ich stets gebenten, HErr! der du mir wirst schenken mehr, als mit meiner Seelen ich wünschen kann und zählen. 16. Ach, wie ist mir so weh, eh' ich dich aus der Höh', HErr, sehe zu uns kommen! ach, daß 8. Dir ist allein bewußt die un- zum Heil und Frommen du meis verfälschte Lust und edle Seelen- nen Wunsch und Willen noch speise in diesem Paradeise, die möchtest heut erfüllen. Jon tannst du wohl beschreiben, ich kann nichts mehr als gläuben. 9. Doch was ich hier gegläubt, das steht gewiß und bleibt mein Heil, dem gar nicht gleichen die Güter aller Reichen; all' ander Gut vergehet, mein Erbtheil, das bestehet. 17. Doch weißt du deine Zeit; mir ziemt, nur stets bereit und fertig dazustehen, und so zum HErrn zu gehen, daß alle Stund' und Tage mein Herz mich zu dir trage. Paul Gerhard. 18. Das gieb, HErr, und verleih, auf daß dein' Huld und Treu' ohn' Unterlaß mich wecke, daß mich dein Tag nicht schrecke, da unser Schreck auf Erden soll Fried' und Freude werden. 1012. M. Nun freut euch, lieben. 3 ist gewißlich an der Zeit, daß GOttes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichteit, zu richten Bös' und From= men; dann wird das Lachen werden theu'r, wenn alles wird vergehn im Feu'r, wie Petrus davon schreibet. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welt ihr Ende, darauf bald werden auferstehn all' Todten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der HErr 10. Ach HErr! mein schönstes Gut, wie wird sich all' mein Blut, in allen Adern freuen, und auf das Neu' erneuen, wenn du mir wirst mit Lachen die Himmelsthür aufmachen. 11. Komm her, fomm und emfind', o auserwähltes Kind, tomm, schmecke, was für Gaben ich und mein Vater haben; tomm, wirst du sagen, weide dein Herz in ew'ger Freude. 12. Ach! du so arge Welt was ist dein Gut und Geld hier gegen diese Kronen, und mehr als goldne Thronen, die Christus hingestellet dem Volt, das ihm gefället. 512 vom Jüngsten Gericht. HErr von Stunde an verwan- nommen gar, noch sprechen sie: deln und verneuen. Es hat kein G'fahr. Das ist ein Zeichen vor dem jüngsten Tag. 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erd'n hab'n getrieben: da dann gewiß ein Jedermann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. O weh demselben, welcher bat des Herren Wort verachtet, und nur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet! der wird fürwahr gar tabl bestehn, und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die Hölle. 5. DJEsu! Hilf zur selben Zeit, von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd' angezeichnet funden! daran ich benn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht't, und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, und wenn du wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen; auf daß ich sammt den Brüdern mein mit dir gehn' in den Himmel ein, den du uns haft erworben. 7.0 JEsu Christ! du machst es lang mit deinem jüngsten Lage, den Menschen wird auf Erden bang' von wegen vieler Plage. Romm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns doch in Gnaden los von allem Uebel! Amen. B. Ringwald. 1013. In bekannter Melodie. Gott hat das Evangelium gegeben, daß wir werden fromm; die Welt acht't solchen Schat nicht hoch, der mehre Theil fragt nichts darnach. Das ist ein Zeichen vor dem jüngsten Tag. 2. Man fragt nichts nach der guten Lehr', der Geiz und Wucher noch vielmehr hat überhand ge3. Täglich erdenkt man neue Neb', das sind der Gottlosen Ge seß, damit sie alles Gut zu sich gern wollten reiß'n gewaltiglich. Das ist ein Zeichen 2c. 4. Man rühmt das Evangelium; und will doch Niemand werden fromm. Fürwahr, man spott't den lieben GOtt, noch sprechen sie: Es hat kein Noth. Das ist ein 2c. 5. Es ist doch eitel Büberei, die Welt treibt große Schinderei, als ob kein GOtt im Himmel wär', das Armuth muß sich leiden sehr. Das ist ein Zeichen 2c. 6. Die Schäß' der Kirchen nimmt man hin, das wird ihn'n bringen tein'n Gewinn; die Armen läßt man leiden Noth, und nimmt ihn'n aus dem Mund das Brod. Das ist ein Zeichen 2c. 7. Die Schäß' der Kirchen sind ihr Gift, die sind von ihnen nicht gestift't; doch nehmen sie das Kir chengut: sieh, was der leid'ge Geiz nicht thut. Das ist ein ic. 8. Man fragt nach GOtt dem HErrn nicht mehr, die Welt stinkt ganz nach eitler Ehr'; die Hoffahrt nimmt ganz überhand, Betrügen, Lügen ist kein Schand'. Das ist ein Zeichen 2c. 9. Wo bleibt die brüderlicheLieb'? die ganze Welt ist voller Dieb', kein Treu' noch Glaub' ist in der Welt, ein Jeder spricht: Hätt ich nur Geld. Das ist ein 2c. 10. Die Welt will sich nicht laſſen wehr'n an GOtt's Wort will sich Niemand kehr'n, sie haben nichts gelernet mehr, denn nur Fressen und Saufen sehr. Das ist ein 2c. 11. Jhr' größte Kunst ist bans quettir'n und in der Büberei studir'n, das kann sie aus der Maßen wohl; die Welt ist aller Schaltheit voll. Das ist ein Beichen 2c. 12, Die Vom Jüngsten Gericht. 513 12. Die liebe Sonne tann nicht bleib'n lang und straf'n einmal mehr zusehen, und entsetzt sich sehr, darum verliert sie ihren Schein, das mag ein' große Trübsal sein. Das ist ein Zeichen 2c. 13. Der Mond und Sterne ängsten sich, und ihr' Gestalt sieht jämmerlich, wie gern sie wollten werden frei von solcher großen Büberei. Das ist ein Zeichen 2c. 14. Darum fomm, lieber HErre Christ, das Erdreich überdrüssig ist zu tragen solche Höllenbränd', drum mach' einmal mit ihr ein End', und laß uns sehn den lieben Jüngsten Tag. D. Erasmus Alberus. 1014. M. Vom Himmel hoch. Chr lieben Christen freut euch nun, bald wird erscheinen GOttes Sohn, der unser Bruder worden ist, das ist der liebe JEsus Christ. 2. Der Jüngste Tag ist nun nicht fern, komm, JEsu Christe, lieber HErr! Kein Tag vergeht, wir warten dein, und wollten gern bald bei dir sein. 3. Verrathen ist der Wider christ, sein' Heuchelei und arge List sind offenbar und gar am Tag, deß führt er täglich große Klag'. 4. Du treuer Heiland JEsu Christ, dieweil die Zeit erfüllet ist, die uns verkündigt Daniel, drum komm, lieber Immanuel. 3. Sanct Simeon wart't auch auf dich, und deiner Zukunft freute sich; er ward auch seiner Bitt' gewährt, da er sah, was sein Herz begehrt. 6. Er sprach: Nun will ich sterben gern, weil ich gesehn hab' meinen HErrn; doch soll es nicht gestorben sein, sondern im Frieden fahr' ich sein. 7. So warten wir nun auch der Stund', und bitten dich aus Herzensgrund, du wollst nicht außen die alte Schlang'.. 8. Die alle Welt ermordet hat, und kann nicht Lügens werden satt, die nimm, sammt ihrer Lasterschul', und wirf sie in den Schwefelpfuhl. 9. Dein lieben Kinder warten all', wenn doch einmal die Welt zerfall, und wenn des Teufels Reich zergeh, und er in ew'gen Schanden steh. 10. Er ist's, der deinen Namen schänd't, und der die armen Leut' verblend't: der böse Geist sucht seinen Ruhm, und hindert, daß dein Reich nicht komm'. 11. Was du befiehlst, das lästert er, und tobt dawider gräulich sehr. Was uns beschert dein' milde Hand, das nähm uns gern der Höllenbrand. 12. Der Satan hört nicht auf zu wehr'n, daß sich so wenig Leut' befehr'n; er wend't die Leut' von deinem Wort, und richtet an Haß, Neid und Mord. 13. Der Teufel brächt' uns gern zu Fall, und wollt' uns gern verschlingen all', er tracht't nach Leib, Seel', Gut und Ehr'; HErr Christ, dem rothen Drachen wehr. 14. Die Welt kann nun nicht länger stehn, ist schwach und alt, sie muß vergehn, sie kracht an allen Orten sehr, und kann die Last nicht tragen mehr. 15. Die Creatur nicht länger kann der Eitelkeit sein unterthan, und wollt gern wieder werden frei von Teufels Mord und Tyrannei. 16. Der Papst hat sie so hart beschwert, und alle gut' Ordnung verkehrt; drum wär' sie gern sammt uns erlöst; wir hoffen all' auf deinen Trost. 17. Die alten Väter warten all', wenn du erscheinst mit großem Schall, mit aller lieben Engel Schaar, 514 Vom Jüngsten Gericht. Schaar, d'rauf warten wir manch| rig bleibest, und sein Werk nicht hundert Jahr. treibest. 18. Ei, lieber HErr, eil' zum Gericht, laß sehn dein herrlich Angesicht, das Wesen der Dreieinigkeit, das helf uns GOtt in Ewigkeit. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er soll was geben, er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben, und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. D. Erasm. Alberus. 9. Doch wohl gut! es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll' seiner Gunst beschütten, wenn wir glaubend bitten. 10. Drum so laßt uns immerdar machen, flehen, beten, weil die Angst, Noth und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns GOtt wird richten und die Welt ver= nichten. Freistein. 1015. M. Straf mich nicht. Mache dich, mein Geist, bereit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit unverhofft betrete; denn es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. 2. Aber mache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Noth, sammt dem Tod, möchte dich in Sünden unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser HErr erleuchten; wa1016. che, sonsten wird sein Licht dir. Watimme, 2c. S. p. 79. auf, ruft die noch ferne deuchten; denn GOtt will für die Füll' seiner Gnaden: 1017. m. Walt's GOtt, mein. gaben offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans List Wacht auf, ihr Christen alle, nicht im Schlaf antreffe, weil er sonst behende ist, daß er dich beäffe; denn GOtt giebt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. wacht auf mit ganzem Fleiß, in diesem Jammerthale, macht auf, es ist nun Zeit, der HErr wird balde kommen, der Tag will Abend han, die Sünd'r wird er verdammen, wer mag vor ihm bestahn. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, 2. Geld, Gut kann uns nicht oder wenn sie sich verstellt, wie- rathen, es hilft kein hoher Muth, der an sich bringe. Wach' und du mußt es kurz verlassen, wenn sieh, damit nie viel von falschen kommt der bittre Tod; jetzt bist du Brüdern unter deinen Gliedern. schön von Farben, jetzt bist dujung 6. Wache dazu auch für dich, und reich, GOtt kann dich bald für dein Fleisch und Herze; da- verderben im Augenblick der Zeit. mit es nicht liederlich GOttes 3. Darum ihe Christen alle, die Gnad' verscherze; denn es ist vol- ihr zusammen seid, laßt euren ler List, und kann sich bald heu- Hochmuth fallen, und wartet auf cheln, und in Hoffahrt schmei- die Zeit; mollt ihr bei GOtte cheln. leben, so sucht das ew'ge Gut, er wird's euch reichlich geben, und helf'n aus aller Noth. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der HErre muß dich frei von dem 4. GOtt's Wort ist uns gegeben allen machen, was dich drückt aus laut'r Barmherzigkeit, daß und bestrickt, daß du schläf- wir darnach soll'n leben, und machen Von der Hölle und Verdammniß. chen uns bereit. So laßt uns das nun fassen, und kleben fest daran, wollen wir es verlassen, so ist's mit uns gethan. 5. Ach! wär' der nie geboren, der GOttes Wort veracht't, es ist mit ihm verloren, er wandert in der Nacht voll Laster und voll Schande, und spott't mit GOttes Lohn empfahn. Wort: o weh! dem groß'n Elende, sein' Seel' ist ewig ermord't. XLVII. BonderHöllen. Verdammniß. G 1018. M. Es ist gewißlich an.| Grausen fort, und in den Abrschrecklich ist es, daß man grund springen; es wird, so bald nicht der Hölle Pein be- du fährst davon, wie Dathan, trachtet, ja, daß sie fast als Korah, Abiron, die Hölle dich ein Gedicht von Vielen verschlingen. wird verachtet; da doch kein Augenblick vergeht, daß nicht ein Hauf' im Sarge steht, vom Wür ger abgeschlachtet. 6. Gedenk jetzt nicht: wie kann es sein, daß dieserOrt soll fassen solch' eine Meng', und so viel Bein die Sünder fühlen lassen? D Menschenkind! die Höll' ist weit, ihr Feld ist groß, die Stadt ist breit von Angst- und Martergassen. 2. Halt ein. o Mensch! mit deinem Lauf, es ist ja leicht geschehen, daß dich gereut der schlimme Kauf, drum bleib' ein wenig stehen; wir wollen erst das Höllenloch, den Schwefelpfuhl, des Satans Joch, mit rechtem Ernst befehen. 7. In diesem Loch ist gar kein Licht, noch heller Glanz zu finden, die liebe Sonne scheint hier nicht, man tappet wie die Blinden; hier leuchtet weder Mond noch Stern', ein Höllenkind das lebt von fern in schwarz verbrannten Gründen. 8. Hier steiget auf ein dider Rauch, erschrecklich anzusehen, ein' rechter Bech- und Schwefelschmauch, der überall muß gehen; ein Schmauch, der billig wird genannt: Angst, Jammer Marter, Qual und Brand, dafür man nicht kann stehen. 9. Wer mag ermessen den Gestant, der hier auch wird gefunden? das strenge Gift kann machen frank urplößlich die Gesunden, er ist wie dicker Roth und Feu'r, durch ihn wird alles Ungeheu'r, das stinket, überwunden. 10. Dies große Feld hegt einen Kt 2 Brand, 3. Merk auf, der du mit groBer Bracht hier läsfest Häuser bauen, du wirst in jener finstern Nacht dergleichen nimmer schauen; der Höllen Wohnung ist ein Schlund, ein' tiefe Pfüß', in welcher Grund du fallen wirst mit Grauen. 515 6. Die Arm'n, die bei euch wohnen, wollt da eu'r Aug'n aufschlahn, sie werden euch beschämen, wenn ihr vor'm G'richt werd't stahn: das sollet ihr wohl wissen, daß GOtt nichts zu vergelten steht, und der den Armen Gut's gethan, der wird sein'n M. Frand. 4. Da findet sich tein schöner Saal, tein Vorhaus, teine Kammer, es heißt und ist ein Ort der Qual, den Satans starke Kiammer fest auf einander hat verpicht; es ist ein Wohnhaus ohne Licht, ein Schwefelloch voll Jammer. 5. Man wird dich auch an die sen Ort nicht sanft zu Wagen bringen, ach nein, du mußt mit 516 Von der Hölle und Verdammniß. Brand, der schwarz und traurig niß, des Donners Macht? Heut scheinet, doch brennet dies ver- ist es Zeit, bald gute Nacht der fluchte Land mehr, als der Sün- argen Welt zu sagen. Joh. Rift. der meinet; bei diesen Flammen tann er sehn die Plagen, welche dort geschehn, die man zu spät beweinet. 1019. 3n bekannter Melodie. Ewigkeit, du Donnerwort! o Schwert, das durch die Seele bohrt! o Anfang sonder Ende! o Ewigkeit! Zeit ohne Zeit! ich weiß vor großer Traurigfeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes Herz ers bebt, daß mir die Zung' am Gaumen flebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, und ganz wird aufgehoben; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, fie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben, ja, wie mein Heiland selber spricht, aus ihr ist tein' Erlösung nicht. 12. In dieser Trau'r- und Jammernacht ist lauter Angst und Schrecken; ach! höret, wie der Donner tracht, es blitt an allen Eden, es prasselt stets an diesem Ort, die Winde brausen fort und fort, der Hagel bleibt nicht stecken. 13. Gin jeder Sünder hat sein 3. D Ewiglett! du machst mir Loch, in welchem er muß quälen; bang', o ewig, ewig ist zu lang, denn unter diesem Teufelsjoch hier gilt fürwahr kein Scherzen; hat einer nicht zu wählen, drum, wenn ich diese lange man darf nicht schweifen bin Nacht, zusammt der großen Bein, und her, des Satans Macht fällt betracht, erschreck' ich recht von viel zu schwer, er hat da zu be- Herzen. Nichts ist zu finden fehlen. weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. 14. Die Stolzen werden allzumal dort bei einander sigen: die Säufer werden in der Qual den süßen Trank ausschwißen; den Schindern wird die Gnade theu'r; die Hurer wird das Höllenfeu'r in Ewigkeit erhiben. 4 Wenn der Verdammten große Qual so manches Jahr, als an der Zahl hier Menschen sich ernähren, als manchen Stern der Himmel hegt, als manches Laub die Erde trägt, noch endlich sollte 15. Wer ist, der das erdulden währen; so wäre doch der Pein tann, was die Verdammten lei- zuletzt ihr recht bestimmtes Ziel den? Jhr freche Sünder, denkt gefest. baran, ihr müsset plöglich scheiden. Ist euch der Kerker hier zu viel? ach GOtt! es ist ein Kinderspiel, dort wird es anders ichneiden. 11. Das Höllenfeu'r ist schreck lich heiß, kann Stein und Stahl verzehren, der ew'ge Angst- und Todesschweiß wird die Verdammten nähren; dies Feuer das brennt grausam zwar, verbrennet doch nicht ganz und gar die, so den Tod begehren. 16. Magst du hier nicht gefangen sein? wie wirst du denn ertragen, o Mensch! der Höllen Angst und Bein, deu Ranch, Geftant, das Klagen, die Finster tau5. Nun aber, wenn du die Ges fahr viel hundert tausend, send Jahr hast kläglich ausgestans den, und von den Teufeln sols cher Frist ganz grausamlich ge= martert bist, ist doch kein Schluß vorhanden. Die Zeit, so Niemand zählen kann, die fänget ftets von neuem an. 6. Ach GOtt! wie bist du so ge recht! Von der Hölle und Verdammniß. 517 recht! wie strafest du die bösen| Henker sein, ohn' Ende dich beKnecht' so hart im Pfuhl der trüben! Wo ist ein so beredter Schmerzen. Auf kurze Sünden Mann, der dieses Werk ausspredieser Welt hast du so lange Pein chen kann? bestellt! Ach, nimm es wohl zu 12. O Ewigkeit! du DonnerHerzen, betracht' es wohl, o Men- wort! o Schwert, das durch schenkind, kurz ist die Zeit, der die Seele bohrt, o Anfang sonTod geschwind. 7. Ach! fliehe doch des Teufels Strick, die Wollust kann ein'n Augenblick und länger nicht er gößen; dafür willst du dein' arme Seel' hernachmals in des Teufels Höhl', o Mensch! zum Pfande seben? Ja schöner Tausch, ja wohl gewagt, das bei den Teu feln wird betlagt. der Ende! o Ewigleit! Zeit ohne Zeit! ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, HErr JEsu, in dein Freudenzelt. 8. So lang ein GOtt im Himmel lebt, und über alle Wolken schwebt, wird solche Marter währen, es wird sie plagen Kält' und Hig, Angst, Hunger, Schrecken, Feu'r und Bliß, und sie doch nicht verzehren. Dann wird sich enden diese Pein, wenn GOtt nicht mehr wird ewig sein. 9. Wach' auf, o Mensch! vom Sündenschlaf, ermuntre dich, verlornes Schaf, und bessre bald dein Leben; wach' auf, es ist nun hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben; vielleicht ist heut der letzte Tag, wer weiß, wie man noch sterben mag. 10. Ach! laß die Wollust dieser Welt, Pracht, Hoffahrt, Reichthum, Chr' und Geld, dir länger nicht gebieten; schau an die große Sicherheit, die falsche Welt und böse Zeit, zusammt des Teufels Wüthen. Vor allen Dingen hab in Acht die vorerwähnte lange Nacht. 11. D du verfluchtes Menschen find von Sinnen toll, von Her zen blind, laß ab, die Welt zu lieben. Ach! Ach! soll denn der Hölle Pein, da mehr denn tausend Johann Rift. 1020. M. Vater unser im Himm. sichrer Mensch! bekehre dich, du lebest hier nicht ewiglich zu seiner Zeit mußt du davon, und wirst empfangen deinen Lohn, nachdem du hast in dieser Welt dein Thun und Wesen angestellt. 2. Bedenke, was die Ewigkeit doch sei für eine lange Zeit, wie sie ganz ohne Ende ist, und daß nach dieser Lebensfrist die Sünder in der Höllenpein gequälet müssen ewig sein. 3. Ob du ausstündest allzuhand so manche Plagen, als man Sand am Meer, und so viel Sternenlicht man an dem blauen Himmel sicht; ja, wäre noch der Qual so viel, so hätte sie doch Maaß und Ziel. 4. Hier aber ist's nicht so ge than, die Qual fängt stets von neuem an, viel hundert, hundert tausend Jahr sind wie der Tag, der gestern war, und es wird dieser Höllenpein in Ewigkeit tein Ende sein. 5. Darum, du sich'res Menschentind, schlag diese Warnung nicht in Wind; laß ab von deiner Missethat, noch ist es Zeit, noch ist es Rath. Was du versäumst in dieser Zeit, das büßest du in Ewigkeit. Kt 3 XLVIII 518 XLVIII. Vom ewigen Freudenleben. 1021. M. Nun lob' mein Seel'. F risch auf! nun laßt uns singen, ihr Kinder GOttes allzumal, von unerhörten Dingen, der großen Freud' im Himmelssaal. Bald wird der Tag anbrechen, an welchem GOttes Sohn uns freundlich wird zusprechen: Kommt her, empfangt den Lohn, den ich euch geb' aus Gnaden! fommt her, ererbt das Reich, darin ihr ohne Schaden und Trübsal lebt zugleich. 5. O Freud' in GOttes Kammer! o Freud' in seinem Friedenslicht! da man von Kriegesjan. mer nicht das geringste Wörtlein spricht; da wird man Friede halten mit GOtt, und ewiglich in stiller Ruhe walten, nicht mehr betrüben sich; da wird man Friede haben auch mit der Engel Schaar, ja Leib und Seel' erlaben im Frieden immerdar. 2. O Freud'! o Lust! o Wonne! wir sollen GOttes Antlit sehn! o Licht! o Glanz! o Sonne! wie wird uns doch so wohl geschehn! Jetzt sehen wir im Spiegel und einem dunkeln Wort; wenn aber wird das Siegel eröffnet, soll man dort den HErren selber schauen. O süßer Gnadenblia! der Tod macht mir kein Grauen, denn Sterben ist mein Glück. 3. Hinweg mit allen Freuden, die man in diesem Leben hegt! Hinweg mit Gold und Seiden, davon man schöne Kleider trägt! Hinweg mit Saitenspielen! Hinweg mit süßem Wein! Hinweg mit Königsstühlen! Hinweg mit Perlenschein! Ein'n Augenblick GOtt sehen in seinem Himmelszelt, macht größre Freud' entstehen, als alle Lust der Welt. 4. O Freud' in jenem Leben! o Freud' im schönen Paradeis, welch's uns ein Herz wird geben, das gar von keiner Trübsal weiß, das sich nicht darf entsegen vor Unglück und Gefahr, das Niemand kann verleßen, das frisch ist immerdar, das frei von allen Sorgen, nicht suchet Geld noch Gut, das vor dem Neid verborgen, stets lebt in sichrer Hut, 6. Freud'! O Jubiliren! o Jauchzen! o voll Wonne sein! wie wollen wir lustiren dort oben in des Himmels Schein! Wir wollen da bewohnen den Palast, der geschmückt mit hundert tausend Kronen, der zehnmal heller blickt, als alle Diamanten, Rubinen und Saphir; ihr Himmelsanverwandten, bedenkt es, was für Zier! 7. O Freud'! ein neuer Himmel, o Freud'! ein neuer Erdenkreis, davon der Welt Getümmel das Wenigste zu sagen weiß, da man in steten Lenzen uneingeschlossen lebt, nicht in gewissen Grenzen, wie auf der Erde schwebt; nein, da man nach Gefallen in GOtt erfreuet sich, der alles ist in allen, und herrschet ewiglich. 8. D Freud'! o lieblich's We sen! in welchem wird zu finden sein Gesellschaft auserlesen, GOtt selbst mit seinen Engelein; da König' und Propheten, da die Betenner sind, die GOtt aus Nöthen gerissen hatgeschwind; woselbst die Patriarchen, und keusche Jungfräulein, Besizer und Monarchen des Himmels werden sein. ren 9. Freud'! o lieblich's Singen! o süßes Lied! o Lustgeschrei! wunderfröhlich's Klingen! o nimmer stille Cantorei! die schnellen Himmelsgeister und Engel stehen Vom ewigen Freudenleben. 519 stehen da, wie die Kapellenmei- und was mein Herz begehret; ster, das groß Halleluja mit uns auf hohen Geigen, auf Lauten und Pandor zu machen; nichts soll schweigen im Baß, Discant, Tenor. wird kommen ihm zum Lohn; denn dort in jenem Reich an Schönheit und Geberden wir alle sollen werden den lieben Engeln gleich. 6. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch sein'n Tod und Leiden den Himmel aufgethan; da wird vor Augen klar, GOtt Vater sammt dem Sohne; dazu die dritt' Bersone uns werden offenbar. 7. Hier müssen wir noch lallen, gleichwie die Kinderlein, dort aber in uns allen der HErr wird selber sein! in jener Sommerzeit wird GOtt mit Freud'und Wonne erscheinen wie die Sonne, der ganzen Christenheit. 8. Da finden wir beisammen, was scheidet hier der Tod, die nur auf Christi Numen entschlafen sind in GOtt, der Eh'mann sein Gemahl, Sohn, Tochter und Befannten, Freund, Brüder und Verwandten, die Lieben allzumal. 9. Dazu viel tausend Menschen, die wir niemals geseh'n, die alten Patriarchen, Propheten groß und klein, der zwölf Apostel Zahl, die Märt'rer mit den Kronen, viel Manns- und Weibsperfonen, die GOtt gedienet all'. 10. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, auch werden sich nicht schämen die Eng'l die bei uns sein; die frommen Geisterlein uns werden mit Ve langen ganz brüderlich umfangen, und mengen mitten ein. 11. Da dürfen wir nicht fragen: wer ist der, oder die? Was unsre Augen sehen, das alles kennen fie: das Stückwerk höret auf, wir werden uns wohl kennen, von rechter Liebe brennen, die nimmter höret auf. 10. O Freud'! o Luft! o Leben! o goldnes Haus: o schönste Zier! wir wollen kräftig streben in die fer Sterblichkeit nach dir. GOttes Antlig sehen! o stets im Frieden sein! o bei den Engeln stehen! o theurer Himmelsschein! o Herrlichkeit ohn' Ende! mein GOtt, wenn dir's gefällt, so nimm mich auf behende! Nun gute Nacht, o Welt! J. Riſt. 1022. M. Von GOtt will ich. Err Christ! thu mir verleihen, zu singen deinem Geist, mich thut herzlich erfreuen, was himmlisch ist und heißt. Ein himmlisch Paradeis, darin von allem Bösen der HErr mich wird er lösen, ich mir bereitet weiß. 2. Ein Tag ist angesetet von GOtt dem HErren mein, mein Herz sich sehr ergößet, wenn es gedenkt dahin; den Jüngsten Tag ich mein', da mich der HErr wird wecken, und fröhlich wird erquicken mit seinen Gütern rein. H& r 3. Tod, Sünd', Noth, Karnkheit, Schmerzen, Angst, Jammer und Elend, und was betrübt die Herzen, im Himmel hat ein End'. Fahr' hin all' Traurigkeit! mein GOtt, dem ich getrauet, ein'n Freudensaal gebauet hat mir in Ewigkeit. 4. Er wird freundlich umfangen und trösten meine Seel', danach steht mein Verlangen, das ist mein Trost und Heil; da wird sein lieber Sohn abwischen alle Thränen von denen, die hier weinen, und leiden Schmach und Hohn. 5. Mein Leib und Seel' vertlä12. Da wird man hören klingen bas himmlisch Saitenspiel, ret, soll leuchten wie die Sonn',' des Himmels Chor wird bringen in Vom ewigen Freudenleben. 520 D. 3. Olearius. in GOtt der Freuden viel, das liebe JEjulein inmittelst uns fein drücken, und freundlich wird anblicken mit seinen Neugelein. Gütigkeit dort preisen in der Ewigkeit. 1024. M. Von GOtt will ich. Wie lieblich sind bort oben all' 13. Mit den Engeln auch fröh- deine Wohnung, GOtt, da lich wir werden fingen GOtt: wir stets werden loben dich, o Oheilig, heilig, heilig ist der HErr Zebaoth! mein Herz und HErr Zebaoth; ein neues Freu- Seel' begehrt, daß ich bald da denlied: Glori, Lob, Ehr' und anlange, und Ruh von dem emWeisheit, Kraft, Reichthum, pfange, was mich allhier beschwert. Preis und Klarheit sei GOtt in Ewigkeit. 14. Rein Ohr hat je gehöret, es hat kein Aug' gesehn die Freud' so den'n bescheret, so GOttes Erben sein. Wenn ich solch's nehm' in Acht, thut sich mein Herz hoch schwingen, und geht in vollen Sprüngen, daß ich der Welt nicht acht'. 3. Dort wird nicht mehr empfunden des Fleisch's und Geistes Krieg, dann hab' ich überwunden durch Christi Tod und Sieg; ich kann da meinen GOtt von ganzem Herzen lieben, erfüllen und stets üben das allergrößt' Gebot. 4. Hier hab' ich manche Plage, Müh, Arbeit, Sorg' und Last, daß ich bei Nacht und Tage oft habe wenig Rast! ist ein Anlie gen hin, muß ich auf's andre trän ken Leib, Seele, Muth und Sinn. 5. Dort werd' ich von nichts wissen, das mir zuwider sei, stets 2. Wer an sich denkt zu aller werd' ich Ruh genießen, von Zeit, der meidet Sünd' und Ei- Müh' und Plagen frei; Sorg', telteit, damit er gläubig wohl Schwachheit, Hiß' und Kält' man bereit hinfahren kann mit Fried' da nicht mehr erfähret; was uns und Freud'. allhier beschweret, ist nicht in jener Welt. 3. Ewigkeit! Ewigkeit! du bist ein Circul groß und weit, dein Umfang machet alle Zeit, dein Mittelpunkt Unendlichkeit. 4. Du führst uns von der Eitel teit, du lebreſst uns Unsterblich, feit, daß wir, von Tod und Höll befreit, eingeh'n in's Himmels Herrlichkeit. 6. Hier muß ich manchmal ben in Noth und Dürftigkeit; was mir das Glück gegeben, iſt in Gefahr allzeit; von allem, das ich hab', fann ich im Tod nichts fassen, ich muß es alles laffen, bis auf ein Tuch ins Grab. 7. Dort hab ich zu empfangen 5. Ach HErr, durch dein' Barm Reichthum und Ueberfluß, ich herzigkeit verleih' der ganzen werd' es all's erlangen ohn' MißChristenheit, daß wir all' deine' gunst und Verdruß; auch ist's ohn 15. Drum woll'n wir nicht verzagen, die jetzt in Trübsal seind, thut gleich die Welt uns plagen, und ist uns spinnefeind; es währt ein kleine Zeit; der Held wird bald hertraben, und ewiglich uns laben, sein' Hülf' ist g'wiß nicht weit. 1023. 9. Wenn wir in höchsten. P. Nic. 2. Hier muß ich immer streiten, weil bei mir böse Lust einschleicht auf allen Seiten, oft ohne mein Bewußt; die seßt mir dann so zu, daß ich mich unterweilen von ihr laß übereilen, und manche Sünde thu. melsfreud' und Herrlichkeit! o herrlich's Leben ohne Zeit, den Kindern GOttes zubereit't! Vom ewigen ohn' all' Gefahr vor Roste und vor Schaben, kein Dieb kann darnach graben, es bleibt mir immerdar. 8. Hier bin ich oft von Leuten ganz einsam und allein, ich muß auch wohl zu Zeiten bei bösen Menschen sein; ist noch ein frommes Herz, das ich nicht gern wollt' missen, wird's doch von mir gerissen nicht ohne Leid und Schmerz. 9. Dort finde ich sie wieder, die Frommen allzumal, da lieben mich die Brüder, die Heil'gen ohne Zahl; die Engel selber sich mein da nicht werden schämen, mich willig zu sich nehmen, um mich sein ewiglich. 10. Hier muß ich oft erdulden Verachtung, Schmach and Hohn, oft frieg' ich, ohn' Verschulden für's Wohlthun schlechten Lohn; denn Menschengunst und Ehr' sich insgemein bald endet, eh' man die Hand umwendet, hat man davon nichts mehr. Freudenleben. 521 hier seufzen und flehen, dort jauchzen fort und fort; ist hier der Trübsal viel, die ich ein' Zeitlang leide, weit mehr ist dort die Freude, ja ohne End' und Ziel. 14. Gieb, HErr, daß ich auf Erden mich sehne stets barnach, und nimmer müd' mög' werden bei allem Ungemach. Hab' ich mehr Arbeit hier, wird auch in's Himmels Wohnung vor Andern mehr Belohnung dort widerfahren mir. 15. Gieb auch, daß mich nichts ziehe auf breite Sündenbahn, daß ich mit Sorgfalt fliehe, was dich erzürnen kann, und niemals laffe ab, die böse Lust zu dämpfen, dawider stets zu kämpfen, weil ich zu leben hab'. 16. Hilf, daß mit reinem Herzen ich all' mein Thun verricht', daß ich auf Müh' und Schmerzen dich schon von Angesicht, da du, GOtt, alles bist, und lohnest deinen Knechten dort, wo zu deiner Rechten stets lieblich Wesen ist. 11. Dort in dem Himmelsthrone, aus unverdienter Gnad', die ew'ge Ehrenkrone mir GOtt verwahret hat. Kein Auge hat geseh'n, kein Ohr hat je vernommen, es ist in tein Herz tommen, was uns da wird gescheh'n. 17. Der Engel Chor wird bringen uns da der Wollust viel, weit besser wird da klingen, als einig Saitenspiel, das Dank- und Siegeslied, dadurch man, HErr, dich ehret, all' deinen Ruhm vers mehret in Herzens Freud' und Fried'. 12. Wenn ich dies recht betrachte, vergeß ich alles Leid, für nichts ich dann mehr achte die Welt 18. Drum will ich hier auch lo= mit ihrer Freud'; Ehr', Wollust, ben dich, Vater, Sohn und Geist, Geld und Gut ist eitel und be- daß du im Himmel oben mir so trüget, was ewig bleibt, vergnü- viel Freud' verheiß'st in alle Ewigget llkommen Herz und Muth. keit, du woll'st mich nur vom 13. Die hier mir Thränen säen, Böser auf Erden bald erlösen. mit Freuden ernten dort, die HErr, komm' zu rechter Zeit! XLIX. 1025. M. Ach GOtt vom. ch GOtt! viel wollen Christen sein, und leben wie die Heiden; die Sünden herrschen insgemein, und Niemand will sie meiden, dein Anhang. Wort wird blos nur angehör't, und wenige dadurch bekehrt zu einem heil'gen Leben. 2. Die meisten geh'n in Sicherheit, wohin ihr Fleisch sie führet, thun nicht in dieser Gnadenzeit 015 522 An was ihn'n zu thun gebühret; so boshaftig ist auch die Welt, daß sie die gar für Narren hält, die GOtt von Herzen fürchten. 3. Des Glaubens rühmen viel' sich sehr, und leben doch in Sünben; ja, es ist fast kein Glaube mehr und Gottesfurcht zu finden. Wenn das ein Lehrer nun beklagt, wird er verleumd't, gehaßt, verjagt, als wie ein Landsverräther. 4. 3war tann von außen Mancher sich so fromm und heilig stellen, hegt aber den Schalt innerlich und ist ein Kind der Höllen, ein Heuchler, der GOtt nicht geund lei am meisten sich betrüget. daß ich mich vergangen hab'. Ich 5. Das macht es auch allein ließ mich die Lust verführen, nicht aus, wenn man nur früh lief mit Böcken hin spazieren, aufstehet, und dann zum Schein tam weit von der Heerde ab. ins Gotteshaus, und Sacramen- 2. Ach, mich stechen im Gewiss ten gehet; wenn vieler Mundsen Dornen, und ich soll ein BisBess rung verspricht, und sich doch sen dort der Höllenwölfe sein. gleichwohl bessert nicht, so bleibt's JEsu, treuer Hirt, wollst kom ein Heuchelwesen. men; laß die neun und neunzig Frommen, komm, hol mich, das hundertst', ein. 6. Zum Glauben gehört dies dazu, daß Christi Blut uns wäschet; wenn aber ein Heuchler im Nu im Sündenschlamm sich löschet, was kann dann wahre Rein'gung sein? das Herz bleibt ein verhärt'ter Stein, zur Seligkeit untüchtig. 3. Mache, daß in deinem Stalle eine Freud' ob mir erschalle, bring' mich wieder zu der Heerd' und dein Stab alsdann mich lenke, daß ich mich nicht ferner fränke. JCsu, laß es sein gewährt. S. v. B. 7. Das Leben, das muß zeigen an, wer in mir herrsch' und lebe, ob ich, so viel ich immer kann, dem Fleische widerstrebe; ob Christo auch in mir allein das Herze sei geräumet ein, und er in solchem wohne. 8. Die täglich' Buße muß auch sein der Lebensstand auf Erden, ich muß ein neuer Mensch allein in Christo JEfu werden, der nicht mehr sei der Sündenknecht; hergegen der allein gerecht durch Christum, Christo diene. ng. der hav' en Glauben nicht zum Schein und laß sich nicht bethös ren die Welt: er lebe nach dem Geist, thu nicht, was Fleisch und Blut ihn heißt, such' wie er GOtt gefalle. 10. Drum Christen! laßt das Glaubenslicht stets leuchten vor den Leuten, auf daß es an euch mangle nicht, rechtschaffen auszubreiten des Höchsten Lob in dieser Zeit, bis wir ihn dort in Ewigkeit mit Freuden werden preisen. C.F. G. 1026. M. Ach was soll ich. ch! ich armes Schäflein schreie, 9. Wer nun ein wahrer Christ will sein, und Christo angehören, 1027. M. HErr ich habe mißgeh. ch! was sind wir ohne JEſu? dürftig, jämmerlich und arm! Ach! was sind wir? voller Elend! Ach! HErr JEsu! dich erbarm! Laß dich unsre Noth bewegen, die wir dir vor Augen legen. 2. Wir sind nichts ohn'dich, HErr JEsu! hier ist lauter Finsterniß, dazu quälet uns gar heftig der vergift'te Schlangenbiß. Dieses Gift steigt zu dem Herzen, und verursacht stete Schmerzen. 3. Ach! ohn' dich, getreuer JEsu! schreckt der Teufel und die Höll'; Die Anhang. 523 Die Verdammniß macht mich zit-| 1028. M. Mach's mit mir Gott. tern, da ich ſteh auf dieſer Stell' Auf Christenmensch! auf, auf auf, zum Ueberwinden! in dieser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu fin= den. Wer nicht will streiten, trägt die Kron' des ew'gen Lebens nicht davon. der Abgrund flammt und trachet. 4. Ohne dich, herzliebster JEsu! kommt man nicht durch diese Welt, fie hat fast auf allen Wegen unsern Füßen Neg' gestellt; sie kann troßen und kann heucheln, und hält uns mit ihrem Schmeicheln. 5. Ach! wie kraftlos, HerzensJEsu! richten sich die Kranken auf! unsre Macht ist lauter Ohnmacht in dem müden Lebenslauf; denn man sieht uns, da wir wallen, öfters straucheln, oftmals fallen. 2. Der Teufel kommt mit ſei ner List, die Welt mit Pracht und Prangen, das Fleisch mit Wol Lust, wo du bist, zu fällen dich und fangen; streitst du nicht wie ein tapfrer Held, so bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn' dein's Feldherrn hast geschworen; dent ferner, daß du als ein Mann zum Streit bist auserkoren; ja denke, daß ohn' Streit und Krieg nie Einer zum Triumph aufstieg. 4. Wie schmählich ist's, wenn ein Soldat dem Feind den Rücken kehret, wie schändlich, wenn er seine Stätt' verläßt und sich nicht wehret; wie spöttlich, wenn er noch mit Fleiß aus Zagheit wird dem Feind zum Preis. 8. Faß uns an, o süßer JEsu! führ' uns durch die Pilgerstraß', daß wir auf den rechten Wegen gehen fort ohn' Unterlaß! Laß uns meiden alle Stricke, und nicht wieder sehn zurücke. 5. Bind an, der Teufel ist bald hin, die Welt wird leicht verjaget, das Fleisch muß endlich aus dem Sinn, wie sehr dich's immer plaget; o ew'ge Schande, wenn ein Held vor diesen dreien Buben fällt. 6. Wer überwind't, und friegt den Raum der Feinde, so vermesa 9. Laß den Geist der Kraft, sen, der wird im Paradies vom HErr JEsu! geben unserm Geiste Baum des ew'gen Lebens essen; Kraft, daß wir brünstig dir nach wer überwind't, den soll kein Leid wandeln, nach der Liebe Eigen- noch Tod berühr'n in Ewigkeit. schaft! Ach HErr! mach uns 7. Wer überwind't, und seiner selber tüchtig, so ist unser Leben richtig. Lauf mit Ehren kann vollenden, 6. Darum stärk' uns, liebster JEsu! sei in Finsterniß das Licht! öffne unsre Herzensaugen, zeig' dein freundlich Angesicht! spiel', o Sonn! mit Lebensblicken, so wird sich das Herz erquicken. 7. Tritt den Satan, starter JEsu! unter unsern schwachen Fuß; komm zu deiner Braut gegangen, gieb ihr einen Liebesfuß, daß sie Himmelfreud' verspüre, und kein Leid sie mehr berühre. dem wird der HErr alsbald dara 10. Dann wird Lob und Dank, auf verborgnes Manna senden, HErr JEsu! schallen aus des Herzens Grund; dann wird alles jubiliren, und dir singen Herz und Mund, dann wird auf der ganzen Erden JEsus hochgelobet werden. ihm geben einen weißen Stein und einen neuen Namen drein. Lackemann. 8. Wer überwind't, bekommt Gewalt, wie Christus, zu regieren, mit Macht die Völker mannigfalt an einer Schnur zu führen; wer über 524 Anhang. überwind't, bekommt vom HErrn| liegt's, soll der sein recht, so wird zum Feldpanier den Morgenstern. auch g'wiß das Leben schlecht zu 9. Wer überwindet, der soll dort GOtt im Himm'l gerichtet. in weißen Kleidern gehen, sein guter Name soll sofort im Buch des Lebens stehen; ja, Christus wird denselben gar bekennen vor der Engel Schaar. 10. Wer überwind't, soll ewig nicht aus GOttes Tempel gehen, vielmehr drin, wie ein englisch Licht und goldne Säule stehen; der Name GOttes, unsers HErrn, foll leuchten von ihm weit und fern. 11. Wer überwindt, soll auf dem Thron mit Christo JEsu fißen, soll glänzen wie ein GOttessohn, und wie die Sonne bligen, ja, ewig herrschen und regier'n, und immerdar den Himmel zier'n. 12. So streit' denn wohl, streit' teck und fühn, daß du mögst überwinden; streng' an die Kräfte, Muth und Sinn, daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron', bleibt ewiglich in Spott und Hohn. 1029. Mel. Es ist das Heil uns Ober: Allein GOtt in der Höh. Auf diesen Tag bedenken wir, daß Christ gen Himm'l ge fahren! und danken GOtt, aus höchst'r Begier, mit Bitt': er woll' bewahren uns arme Sünder hier auf Erd', die wir von wegen manch'r Gefährd' ohn' Hoffnung hab'n tein Troste. 2. Drum sei GOtt Lob, der Weg ist g'macht, uns steht der Himmel offen; Christus schließt auf mit großer Pracht, vorhin war all's verschlossen. Wer glaubt, deß Herz ist freudevoll, dabei er sich dann rüsten soll, dem HErren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt, noch sein'n Willen thut, dem ist's nicht Ernst zum HErren; denn er wird auch vor Fleisch und Blut sein Him. melreich versperren. Um Glauben 4. Solch' Himmelfahrt fängt in uns an, wenn wir den Vater finden, und fliehen stets der Welt ihr' Bahn, thun uns zu GOttes Kindern, die sehn hinauf, und GOtt herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab, bis sie zus sammen kommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns GOtt zu sich nehmen, und seinen Sohn wird machen gleich, als wir denn jett bekennen; da wird sich finden Freud' und Muth, zu ew'ger Zeit beim höchsten Gut. GOtt woll', daß wir's erleben. 6. Chr' sei dem HErren JEsu Christ, der für uns ist gestorben, und wieder auferstanden ist, des Vaters Huld erworben, daß wir nun nicht in Adams Fall umkome men und auch sterben all', sondern das Leben erben. D. 3. 3wid. 1030. M. Nun komm der Heiden Oder: JEsu komm doch selbst zu. Mus der Liefen rufe ich zu dir, Ohren gnädig leih, mert die flehend' Stimm dabei. 2. Aus der Tiefen rufe ich, Sünden gehen über mich! Willst du rechten, HErr, mit mir, so besteh ich nicht vor dir. 3. Aus der Tiefen rufe ich! will denn Niemand hören mich? Ach, so höre, JEsu, mein! du wirst ja der Helfer sein. 4. Aus der Tiefen rufe ich, ach! schon lang erbärmiglich; Kreuz und Leiden halten an, JEsus mich erretten kann. 5. Aus der Tiefen rufe ich, JEsu Gnade tröstet mich; ich harr', warte, feufze, ach! bis zur andern Morgenwach'. 6. Aus der Tiefen rufe ich, JEsu Gnade tröstet mich; ob es mir Anhang. mir gleich gehet hart, ich doch der Erlösung wart'. 7. Aus der Tiefen rufe ich: JEfus wird erlösen mich; JEsus machet, daß ich rein werd von allen Sünden mein. 8. Nunmehr hab' ich ausgeruft; JEsus kommt und machet Luft, Seele, schwing' dich in die Höh', fage zu der Welt: Ade: 1031. M. Erstanden istderH.Chr. Chriftus ist heut' gen Himm'l gefahr'n, Alleluja. Einkönig, von GOtt auserfor'n. Alleluja. 2. Er fißt zur rechten GOttes Hand, Alleluja, in gleicher Herrlichkeit und Stand. Alleluja. 3. 3ween Engel sagten offenbar: Alleluja! ihr Galiläer nehmet wahr, Alleluja. 4. JEsus, der von euch ist genomm'n, Alleluja, der wird nun bald zu richten kommen. Allel. 5. Den Gläubigen hat er be reit't, Alleluja, einen Weg zur ew'gen Seligkeit. Alleluja. 6. Für diese gnadenreiche Zeit, Alleluja, sei dir, GOtt, Dank in Ewigkeit, Alleluja. 1032. M. OGOtt, du frommer. Da a ich in meiner Noth zu dir, mein Heiland, schrie, und fiel vor deinem Thron auf meine schwache Knie, da ich mit Thränen bat um Rettung aus der Noth: da halfest du mir aus, mein allerliebster GOtt! 2. Nicht blieb es eine Noth, die mich Bedrängten drückte, die mir das wahre Ziel nach Möglichkeit verrückte; von innen schlug auf mich des Satans Engel zu, von sußen ließe mir der Dränger teine Ruh. 3. Elendig war gewiß mein Zustand hier zu schäßen, als ich, nicht einen Fuß fonnt' auf das Trockne setzen; doch zoge mich der HErr aus großer Wassersluth. Mein Herze! preise den, der große Dinge thut. 525 4. Ruhm, Preis und Dank sei dir, o allerhöchstes Wesen! daß du aus solcher Angst hast lassen mich genesen, gemachet, daß mein Herz durch Gnade feste ward, der Schuldherr fället mir nicht, wie bishero, hart. 5. Theil' ich die Wohlthat ein, die JEsus mir erwiesen; so hat er doppelt Recht, wenn er will sein gepriesen; er half mir, als ich rief, aus meiner großen Noth, er gab, nebst seiner Gnad', mir auch mein täglich Brod. 6. Nicht uns, HErr! nicht uns gieb, nur deinem Namen Ehre; so sprechet, die mit mir anhangen Chrifi Lebre: gelobet sei der HErr! gelobet seine Treu! gelobet seine Güt', die alle Morgen neu. 7. Kein Mensch, kein Engel nicht, kein Leid und keine Freuden, die sollen mich von dir und deiner Liebe scheiden. Mein GOtt! ich liebe dich mit stetem Dank und Breis, gieb, daß ich meine Lieb' auch mit der That beweis. 1033, tel. Es ist das Heil uns. Oder: Ach Herre, du gerechter. as Elend weißt du GOtt allein, wie mir alle Kräfte sein durch Adams Fall verderbet; denn mein Verstand verfinstert ist, ich kann dich gar nicht, wie du bist, nach deinem Rath erkennen. 2. Mein Wille ist so sehr verkehrt in meinem Thun und Lassen, daß er am meisten das begehrt, was du befiehlst zu haffen. Hingegen Vater, was du willt, bei mir sehr wenig oftmals gilt, ich seb' es aus den Augen. 3. Es geht des alten Adams Trieb nur immerdar zur Sünden, daß recht Vertrauen, rechte Lieb', sich in mir nicht befinden; daß ich dem Nächsten diene nicht, wenn's nicht zu meinem Nuß geschicht, und suche nur das Meine. 4. 3a. 526 Anhang. 11. Den Willen leit' nach deinem Wort, daß ich dich herzlich liebe, dir fest vertrau, und fort und fort in GOttesfurcht mich übe, daß ich dir meine Taufzusag' mit starkem Vorsaß alle Tag' aufs neue wiederhole. 4. Ja, wenn ich Alles recht be tracht', so würd' gar leicht auf Erden ein Abgott aus mir selbst gemacht, dem fort gedient müßt werden; denn eigne Lieb' und eigne Ehr', auch Eigennuß und was deß mehr, mir leider! noch anhanget. 5. Dies ist die Wurzel und der Grund, d'raus alles Unheil rühret, daß ich zu mancher Zeit und Stund' von dir werd' abgeführet. G3 steht nur stets mein Herz und Muth nach Wollust, Ehre, Geld und Gut und solchen eitlen Dingen. 6. Da ich mich nun der Sün- 13. Gieb mir des Geistes Freudenlust nicht sollt' gefangen geben, digkeit, daß ich dadurch verachte und wie mir's macht dein Wort Geld, Ehr' und Wollust dieser bewußt, ihr all'zeit widerstreben; Zeit, das Ewige betrachte! Ach! so dent' ich nicht so fleißig dran, ruf dich nicht fort um Hülfe an, ich bin oft träg' und sicher. 12. Und weil dir Niemand ohn' Gebet beständig fann anhangen, so gieb, daß ich oft vor dich tret', die Gnade zu erlangen, damit mein ganzes Christenthum des Nächsten Nuß und deinen Ruhm ohn' Heuchelei befördre. nimm mich mir und gieb mich dir, daß ich dir leb', und sterbe mir und meinen bösen Lüsten. 7. Wenn mir was Böses kommt in Sinn, dawider ich sollt kämpfen, so tracht' ich nicht alsbald dahin, das Feu'r mit Macht zu dämpfen; das nimmt denn in mir überhand, daß ich möcht' leicht in Sünd' und Schand' darüber gröblich fallen. 14. Des Fleisches und des Geistes Krieg ist dies bei Jung und Alten, laß mich da immerfort den Sieg durch deine Kraft erhalten. HErr, stärke mich, und mich erneu', daß ich stets unverdrossen sei, an diesen Streit zu treten. 15. Vor Stolz und Ehrfurcht mich behüt', daß die nicht funden werden in meinem Herzen und Gemüth, in Worten und Geberden; Hoffahrt war ja des Teufels Fall, ach! hilf, Herr, daß ich überall fest an der Demuth halte. 16. Die Sorg'der Nahrung nimm von mir, laß mich nicht mehr begehren, denn was ich hab' vonnöthen hier, mich ehrlich zu ernähren; daß ich auch keinen Zweifel hab', du werdest mich bis inmein Grab mit Unterhalt versorgen. 17.HErr, gieb mir Gnade, daß ich 10. Darum, HErr, in dergleichen dämpf' des Fleisches bösen Willen, Noth sieh mich an mit Erbarmen; und wider mich ja selber kämpf', komm mir zu Hülf, du treuer die Lust nicht zu erfüllen, wenn's GOtt, und steh mir bei, mir Ar- gleich nur in Gedanken wär': men; erleucht' durch deine Gnad' hilf auch, daß ich mich nicht beund Güt' mein unverständiges Ge- schwer mit Essen oder Trinken. müth, daß ich dich recht erkenne, 18. Gieb, daß ich oft der Höllen Qual 8. Oft will ich auch die arge Welt, die ich doch stets soll fliehen, wenn meinem Fleisch ihr Wert gefällt, mit zur Gesellschaft ziehen; sie will, daß ich auch Uebles thu, und Andre reizen soll dazu, daß sie mit Sünd' begehen. 9. Ach! Gott! ich hab' nach solcher Art gar lang mit großem Schaden, eh ich zu dir bekehret ward, gelebet außer Gnaden; ich bin auch noch nicht ohn' Gefahr, dieweil mir jetzt und immerdar die Sündenlust anklebet. Anhang. Qual hierwieder mög' bedenken, wie häufig man die wird einmal für böse Lust einschenken; Bech, Schwefel, Jammer ohne Maaß wird folgen dort ohn' Unterlaß auf kurze Lust und Freude. 19. Laß mich allzeit vorsichtig sein, mit wem und wie ich wandle, daß ich halt' mein Gewissen rein in allem, was ich handle, und achte teines Menschen Gunst, wenn mich die Welt durch ihre Kunst von dir zu sich will ziehen. 20. Dem bösen Geist gieb nimmer zu, mich irgend zu verleßen, und meine Seel' aus ihrer Ruh auf's neu in Noth zu sehen! Wenn sich Versuchung zu mir wend't, laß sie gewinnen so ein End', damit ich's tönn ertragen. 21. Verleih, o Vater, gnädiglich, daß es ja mög' geschehen, was ich, dein Kind, nun bitte dich mit Seufzen und mit Flehen! Hilf, wenn mir alle Hülf' zerrinnt, daß ich doch fröhlich überwind' in JEsu Christi Namen. Joh. Angelus. 1034. In eigener Melodie. Die ie goldne Sonne, voll Freud' und Wonne, bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquidendes, liebliches Licht; mein Haupt und Glieder, die lagen danieder; aber nun steh ich, in munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. 2. Mein Auge schauet, was GOtt gebauet zu seinen Ehren, und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wenn sie mit Frieben von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schooß. 527 und Widder, an welchen er sich am meisten ergößt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren, sind seine Werte und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen, wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigteit Schein. 5. Ich hab' erhoben zu dir hoch droben all' meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn' allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Lucifers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke: laß mich auf deinen Ges boten bestehn. 6. Laß mich mit Freuden, ohn' alles Neiden, sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen, und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ist's gewesen? in einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläs't. Alles in allem muß brechen und fallen, Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet; GOtt aber stehet ohn' alles Wanken! seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödtlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. GOtt, meine Krone, vergieb und schone; laß meine Schulden in Gnad' und Hulden von deinen Augen sein abgewandt; sonsten regiere mich, leitr und führe, wie dir's gefället, ich habe gestellet alles in deine Beliebung und 10. Willst 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sei GOtte zum Opfer gefeßt. Die besten Güter sind unsre Gemüther, dankbare Lieder sind Weihrauch Hand. 528 Anhang. 10. Willst du mir geben, womit recht gläubig beten, giebt Zeugmein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: GOtt ist das Größte, das Schönste und Beste! GOtt ist das Süßste und Allergewißte, aus allen Schäßen der edelste Hort. niß meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe JEsu Christi sei, daher ich Übba, lies ber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Her zen schallet durch deines Heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb', daß mir's die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab' gethan. 11. Willst du mich kränken, mit Galle tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen; wohlan, so mach' es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, hast nie6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem mals teinen zu febre betrübt. Willen eingericht't, und wird ge12. Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonn' gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle, und selige Stille hab' ich zu warten im himmlischen Gar ten, dahin sind meine Gedanken gericht't. P. Gerhard. wiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohn's geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad' um Gnade bin. 7. Wohl mir! daß ich dies Reugniß habe, drum bin ich voller Trost und Freudigkeit, und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die giebſt du, und thust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr 1035. M.OJEsu! meiner Seel, Dir, dir, Jehovah! will ich fingen; denn wo ist doch ein solcher GOtt wie du? Dir will ich meine Lieder bringen, ach gieb mir 8. Wohl mir! ich bitt' in JEsu deines Geistes Kraft dazu, daß Namen, der mich zu deiner Rechich es thu im Namen JEsu Christ, ten selbst vertritt; in ihm ist alles so wie es dir durch ihn gefällig ist. Ja und Amen, was ich von dir 2. Zieh mich, o Vater! zu dem im Geist und Glauben bitt'. Wohl Sohne, damit dein Sohn mich mir! Lob dir! jetzt und in Ewigwieder zieh zu dir; dein Geist in keit, daß du mir schenkest solche Craffelius. meinem Herzen wohne, und meine Seligkeit. Sinne und Verstand regier', daß 1036. M. Was mein GOtt will. ich den Frieden GOttes schmed'u freies Herz, was zagest du, dir darob im Sinnen? Herzen sing' und spiel. GOtt selber gönnet dir die Ruh, 3. Verleih mir, Höchster, solche du willst sie dir mißgönnen; wenn Güte, so wird gewiß mein Sin- nach Begehr es nicht geht her, gen recht gethan! so tlingt es was darfst du dich drum grämen? schön in meinem Liede, und ich GOtt lebet doch, das glaub' ich bet' dich im Geist und Wahrheit noch, der mag es auf sich nehmen. an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing' im höbern Chor. 2. Dort oben sißt der große Mann, der diese Welt regieret, der alle Ding' vermag und kann, und wunderthätig führet; mit Vorbedacht die GOttesmacht ver4. Denn der tann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz un aussprechlich sind, der lehret mich wal 529 die GOttesgunst verleihet; weg blindes Glück, weg Nothgeschick, hinfort ich euch verlache, GOtt gönnt es doch, das gläub' ich noch, und stell' ihm heim die Sache. 9. Auf deine Vorsicht, GOtt, ich schau, dich will ich lassen walten, auf deine Treu' und Güt' ich bau, die nimmermehr erkalten. Ich hoff' und bet', und frisch fort tret' in meines Amtes Schranken. GOtt forget doch, das gläub' ich noch, und trau ihm ohne Wanken. 1 Ich sei in Armuth oder reich, tier unten oder oben, es gilt, mein GOtt, mir alles gleich, ich will dein Aufsicht loben. Es hält mein Will' dem deinen still, schick, was du zu willst schicken. GOtt schickt es doch, das gläub' ich noch, wie mir es mag gelücken. 11. Geht mirs bei frommem Les be schlecht, und wohl den schlimm. Leuten; gilt Unrecht mehr mals mehr als Recht: laß mich es schicklich deuten; du ordnest schon den Gnadenlohn, damit du mich willst zieren. GOtt liebt mich doch, das gläub' ich noch, der wird mich selig führen. befe 12. Dir, GOtt und Vater, ich mein ganzes Thun und Leben, und mich mit Sorgen nimmer qual'; dir bleibt es heims gegeben. So wie es woll', und wie es soll, mag alles immer ge hen. GOtt hilft mir doch, das gläub' ich noch, es muß um mich wohl stehen. 7. Wonach und wie ein Jeder ringt, und dem er nachgegangen, 1037. M. OGOtt, du frommer. darnach es ihm auch oft gelingt, oblan! Wenn Wert und u sagst: ich bin ein Christ. mit Gott es zu erlangen; dein Fleiß gewinnt, was GOtt dir Leben dir dessen, was du sagst, gönnt; auf Wagniß folgt Er- Beweis und Zeugniß geben, so sprießen. GOtt fegnet doch, das steht es wohl um dich; ich wüns glaub' ich noch, und läßt es sche, was du sprichst, zu werden alle mich genießen. Tage, nämlich ein guter Christ. 2. Du sagst: ich bin ein Christ. Der ist's, der JEsum kennet, and was in diesem Leben frommt, und seinen GOtt und HErrn ihn 8. Wenn dann von oben ab es tommt, was zeitlich mich erfreuet, 81 nicht Anhang. waltet alle Sachen, GOtt herrschet doch, das gläub' ich noch, und laß ihn weislich machen. 3. Wie, wann und wo, und was er heißt sodann, das muß geschehen; waß er von dir und mir beschleußt, daß soll und wird bestehen. Rath, Wiz und Kunst ist ganz umsonst, läßt GOtt es nicht gerathen. GOtt führt mich noch, das gläub' ich doch, in allen meinen Thaten. 4. Die Gaben seiner Vatergüt' uns austheilt nach gefallen, und mit gemessnem Unterschied; er schenkt nicht alles allen. Dort giebt er viel, hier seßt er Ziel, und hält das Maaß im Geben. GOtt giebet doch, das gläub' ich noch, die Nothdurft meinem Leben. 5. Dem giebt er Reichthum, jenem nicht; der tann sich kaum ernähren. Der ist gelehrt, dem Wig gebricht, der niedrig, der ste in Ehren. So ists bestellt; so wird die Welt durch Ordnung fest erhalten. GOtt hauset doch, das gläub' ich noch, und laß ihn immer walten. 6. Hiernächst will er die Arbeit auch frisch angegriffen haben, und heischt von dir den rechten Brauch der Leibs- und Seelengaben. Drum nicht vergrab' der Gaben Hab, Fleiß, Schweiß und Müh anwende. GOtt nährt mich doch, das gläub' ich noch, leg' ich nur an die Hände. 4 Anhang. 530 nicht alleine nennet, sondern thut auch mit Fleiß, was fordert sein Gebot. Thust du nicht auch also, ist, was du sagst, ein Spott. 3. Du sagst: ich bin ein Chrift. Wer sichs will nennen lassen, muß lieben, was ist gut, mit Ernst das Böse haffen; der liebet Christum nicht, der noch die Sünden liebt, ist auch lein Christ, ob er sich gleich den Namen giebt. 4. Du sagst: ich bin ein Christ; denn ich bin ja besprenget mit Wasser in der Tauf, mit Christi Blut vermenget. Ja wohl, bast aber du gehalten auch den Bund, den du mit GOtt gemacht in jener Gnadenstund? 5. Hast du ihn nicht vorlängst gar oft und viel gebrochen? Hast bu, als GOttes Kind, dich, wie du hast gesprochen, in allem Thun erzeigt, dem Guten nachgestrebt? Hat nicht der alte Mensch bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: ich bin ein Christ, weil GOttes Wort und Lehre ohn' allen Menschentand ich fleißig les' und höre. Ja, Lieber! thust du auch, was dieses Wort uns lehrt? Nicht der's hört sondern thut, der ist bei GOtt geehrt. mit dem, was Christus nur in Abendmahl will schenken. Wohl aber zeige mir, ob Christi Leib und Blut in dir zur Heiligung auch seine Wirtung thut. 12. Bist du ein jolcher Christ, so mußt du sein gesinnet, wie JEsus Christus war. Wenn reine Liebe rinnet aus deines Herzens Quell, wenn du demüthig bist von Her zen, wie der HErr, so sag', du seist ein Christ. 13. So lang ich aber noch an dir erseh und spüre, daß Stolj und Uebermuth dein Sinn und Herz regiere, wenn an der Sanftmuth Stell' sich zeiget Saß und Neid, so bist du ganz gewiß vom Christenthum sehr weit. 14. Du sagst: ich bin ein Christ, und rühmst dich deß mit Freuden, thust aber du auch mehr, als andre tluge Heiden? Ach! öfters nicht so viel, als Gutes sie ges than, sie werden dorten dich gewißlich flagen an. 8. Uch! du bleibst nach wie vor; 15. Sag nicht: ich bin ein Christ, bein Worte, Werk und Sinnen bis daß dir Werk und Leben auch find oftmals ärger noch, dein dessen, was du sagst, Beweis und Borsag und Beginnen geht nach Zeugniß geben. Die Wort' seind dem alten Trieb, und was noch nicht genug, ein Christ muß ohne gut soll sein, ist, wenn mans Schein das, was er wird gerecht besieht, nur lauter Heuchel- nannt, im Wesen selber sein. schein. 16. Ach, mein GOtt, gieb Ges 9. Du sagst: ich bin ein Christ, nad', mich ernstlich zu befleißen, las speisen mich und tränten zu sein ein wahrer Christ, und nicht 7. Du sagst: ich bin ein Christ, ich beichte meine Sünden, und laß beim Beichtstuhl mich auch oftermalen finden. Sind't aber fich, mein Freund, ich bitte, sag es mir, nach abgelegter Beicht' die Beff'rung auch bei dir? 10. Du sagst: ich bin ein Chrift; ich bete, les' und singe, ich geb ins GOtteshaus; sind das nicht gute Dinge? Sie sind es, aber wenn sie werden so verricht't daß GOtt auch stets dabei ein reines Herze sicht. 11. Du sagst: ich bin ein Christ; ich kann dies nicht gestehen, es ſei denn, daß ichs werd' aus deinem Wandel sehen. Wer sagt und rühmet, daß er Christo angehör, und auch sein Jünger sei, muß wandeln gleich wie er. Anhang. nicht nur so zu heißen: Denn welcher Nam' und That nicht hat und führt zugleich, der kommet nimmermehr zu dir in's Himmelreich. 1038. M. Nun laßt uns den Leib, u unbegreiflich höchstes Gut, an welchem flebt mein Herz und Muth, mich dürft't, Lebens quell! nach dir: Ach hilf! ach lauf; ach tomm zu mir! 2. Ich bin ein Hirsch, der burstig ist von großer Hig': du, JEsu! bist für diesen Hirsch ein Seelentrant, erquide mich, denn ich bin trant. 3. Ich schreie zu dir ohne Stimm', ich seusze nur: o HErr! vernimm, vernimm es doch, du Gnadenquell, und labe meine dürre Seel. 4. Ein frisches Wasser fehlet mir, HErr JEsu! zeuch, zeuch mich nach dir; nach dir ein großer Durst mich treibt, ach! wär' ich dir nur einverleibt. 5. Wo bist du denn, o Bräutigam? wo weidest du, o GOtteslamm? an welchem Brünnlein rubeft du? ich dürste, laß mich auch dazu. 6. Ich kann nicht mehr, ich bin zu schwach, ich dürst, ich schrei und ruf' dir nach; der Hirsch muß bald gekühlet sein, du bist ja sein, und er ist dein. 1039. In eigener Melodie. Fins ist Noth! Uch, HErr, dies Eine lehre mich erkennen boch! alles and're, wies auch scheine ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Herze sich naget und plaget, und dennoch tein wahres Vergnügen erjaget. Erlang' ich dies Eine, das alles ersetzt, so werd' ich mit Einem in allem ergößt. 2. Seele, willst du dieses finden, fuch's bei feiner Creatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing' dich über die Natur. Wo Gott 531 und die Menschheit in Einem vereinet, und alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das bestenothe wendigste Theil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu JEsu Füßen voller Andacht niederließ; ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gänzlich in Jesum versentt, und wurde ihr alles in Ginem geschenkt. 4. 2lso ist auch mein Berlan= gen, liebster JEsu, nur nach dir, laß mich treulich dir anhangen. schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umtehrten zum größes sten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o JEsu, ist Leben und Geist, was ist wohl, das man nicht in JEsu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle, in dir ja verborgen liegt. Gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demuth und Eins falt regieret, und mich zu der Weisheit, die himmlich ist, führet. Ach! wenn ich nur Jesum recht tenne und weiß, so hab' ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor GOtt ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. JEju, es muß mir ge= lingen durch dein rofinfarbnes Blut. Die böchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben: die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht, du bistja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Le ben, ist in dir, mein Heiland, mir 212 alles Anhang. 532 alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, JEsu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? mich beschwemmt die Gnadenfluth, du bist einmal eingegangen in das Heil'ge durch dein Blut, da hast du die ew'ge Erlösung erfunden, daß ich nun der höll'schen Herrschaft entbunben; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im tindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles G'nügen, Fried' und Freude jezo meine Seel ergößt, weil auf eine frische Weide mein Hirt, JEsus, mich geseßt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, JEsu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, JEsu, im Glauben erblickt. 10. Drum auch, JEsu, du alleine follst mein Ein und Alles sein; prüf', erfahre, wie ich's meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster! auf ewigem Wege. Gieb, daß ich nur alles hier achte für Koth, und JEsum gewinne: dies eine ist noth. 1040. M. Estostet viel ein Christ. macht dir gar keinen Schmerz, die Unlust schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergieb ihn willig in den Tod, so hats nicht Noth:,: 4. Wirf nur getroft den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; spricht: Vater, schau mein Elend gnädig an, so ist's gethan:: 5. Besiz dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest. Versiehst du's oft, und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest; so ist dein Fehl und findliches Versehn als nicht geschehn:,: 6. Laß nur dein Herz im Glaus ben ruhn, wenn dich wird Nacht und Finsterniß bedecken: dein Vas ter wird nichts Schlimmes mit dir thun, vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so gläube nur:: 7. So wird dein Licht auf's neu entstehn, und wirst dein Heil mit großer Klarheit schauen; was du gegläubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele! sieh doch, wie ein wahrer Christ so selig ist:,: s ist nicht schwer, ein Christ zu sein, und nach dem Sinn des reinen Geistes leben. 3war der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben, doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit den schweren Streit:: 2. Du darfst ja nur ein Kindlein fein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist! schau doch wie gut er's mein. Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben; drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr, es ist nicht schwer:: 3. Dein Vater fordert nur das Geistes leben; denn der Natur Herz, daß er es selbst mit reiner| geht es gar sauer ein, sich immerGnade fülle; der fromme GOtt dar in Christi Tod zu geben, und 8. Auf, auf! mein Geist, was säumest du, dich deinem GOtt ganz tindlich zu ergeben? geb ein, mein Herz, geneuß die süße Ruh, im Frieden sollst du vor dem Vater schweben; die Sorg' und Last wirf nur getroft und tühn allein auf ihn:: 1041. In voriger Melodie. s toftet viel ein Christ zu ſein, und nach reinen Anhang. 533 und ist gleich hier ein Kampf| Finsterniß zu reißen. Was sorgest wohl ausgericht't, das macht's noch nicht:: 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, die ihren Gift in unsre Fersen bringen, da kostet's Müh auf seiner Hut zu stehn, daß nicht der Gift kann in die Seele man's so spürt man mit der Zeit die Wichtigkeit:: 3. Doch ist es wohl der Mühe werth, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets auf's Himmlische geleget. Es hat wohl Müh, die Gnade abermacht, daß mans nicht acht't:,: 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wird der Leib so start, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblich im Gesichte! dieweil ihn da die wesentliche Pracht so schöne macht:: 5. Da wird das Kind den Vater fehn, im Schauen wird es ihn mit Lust empfinden; der lautre Strom wird es da ganz durchgehn, und es mit GOtt zu einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn! Wer mags verstehn:,: 6. Da giebt sich ihm die Weisheit ganz, die es hier stets als Mutter hat gespüret, fie frönet es mit ihrem Perlenkranz, und wird als Braut der Seelen zugeführet. Die Heimlichkeit wird da ganz offenbar, die in ihr war:,: 7. Was GOtt genießt, genießt es auch, was GOtt besißt, wird ihm in GOtt gegeben, der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, wie lieblich wird es doch mit JEsu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein, als GOtt allein:,: 8. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedente, was für Kraft uns GOtt verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn! wie wohl wirds thun!:,: 1042. In eigener Melodie. Es wird schier der letzte Tag die Bos heit hat sehr zugenommen, was Christus hat vorgesagt, das wird jetzt beklagt. 2. Der Abfall vom Glauben wird erfahren, daß er sei geschehn vor langen Jahren, wie Paulus, der fromme Mann, klärlich zeiget an. 3. Der verdammteSohn hat lang gesessen in dem Tempel GOttes, hoch vermessen, sich gerühmt und sein Gebot, gleich als wärer GOtt. 4. Viel falsche Propheten sind ers standen, ja noch Rotten und Secs ten vorhanden, die mit ihrer That und Lehr der Welt schaden sehr. 5. Weil uns nun der antichristisch Orden durch GOttes Wort offer bar worden, so laßt uns fliehen mit Fleiß seine Lehr' und Weis'. 6. Laßt uns in den Bund des HErren treten, und darinnen stets machen und beten, denn der letzte Tag geht her, kömmt uns immer nähr'r. 7. Die Welt mehret sich in Sünd und Thorheit, und trachtet zu dämpfen GOttes Wahrheit; der HErr wirds lassen geschehn, ihr also zusehn. 8. Aber wenn sie meint, sie hab' gewonnen, und sei allem Ungelüd entronnen, wirds ihr erst mit aller Macht tommen hundertfach. 9. Große Plag' wird sie plößlich umgeben, und ihr alle Schöpfung widerstreben; dann wird Christus kommen frei, daß er Richter sei. 10. Und er wird seinen Erzengel schicken, und alle Verstorbne lassen wecken, daß sie allesammt aufstehn, vor Gerichte gehn. 213 11. Dann 534 Anhang. 31. Dann wird er zu seinen En-| Sünd und Höll, den Satan selbst, geln sprechen: Nun will ich mich den starten Widersacher, dazu an mein'n Feinden rächen; wer den Tod veracht ich schnell; denn wider mich hat gethan, wird mir ist ein Reich gegeben, da mich friegen sein'n Lohn. krönet Ehr und Preis, ja ein solches Freudenleben, da mar nichts von Thränen weiß. 12. Sammelt mir her meine Auserfornen, alle Gläubigen und Neugebornen, die meinen Buud wohl bedacht, treulich baben vollbracht. 3. Bin ich doch schon ein rechter Erb im Himmel, ein Bürger in der höchsten Stadt, ich achte nichts der schnöden Welt Getümmel, ich bin der eitlen olluft satt; leb ich doch schon bei den Lieben, die der HErr nach seinem Rath in das Lebensbuch ges schrieben, und vorlängst erwäh= let bat. 13. Und die werden sich zur Rechten stellen, da der HErr ein lieblich Urtheil fällen, sie wird segen gewaltiglich in die Luft bei sich. 14. Aber zum Gottlosen wird er sprechen: Nun wohlan, ich werde mit euch rechnen; warum habt ihr meinen Bund genommen in Bund? 15. So ihr doch Gottfeligkeit ver achtet, undnur nach Untugend habt getrachtet: Ich schweig, und da meinet ihr, es wäre nichts vor mir. 16. Weicht von mir, all ihr Vermaledeiten, in das Feu'r, welch's vor langen Zeiten allen Teufeln ist bereit't für ihre Bosheit. 4. Gleichwie ein Held in keiner Schlacht sich scheuet, im Fall er stich- und fugelfrei; also mein Herz sich billig hoch erfreuet, dies weil des Todes Tyrannei meiner Seelen nicht kann schaden, weil auch sie ganz fröhlich spricht: Tod, was acht ich deiner Gnaden, deinen Stachel scheu ich nicht. 17, 2lsbann werden sie zur Höllen müssen, und daselbst für ihr' Untugend büßen in unaussprechlicher Pein, der kein End wird sein. 18. Aber sein Volk von diesem gescheiden, wird er führ'n zur bimmelischen Freuden, da es, wie der Connenschein, ewiglich wird sein. 19. Ei nun, HErr, so steh uns bei auf Erden, und bereit' uns, daß wir würdigwerden zu schauen in Ewigkeit deine Herrlichkeit. 5. Und ob mich gleich in diesem Trauerleben Angst, Armuth, Krankheit, Trübsal plagt, so kann ich doch mein Herz zu GOtt erbeben; denn dieser hat mir zus gesagt alles, was mich auch mar hassen, Sünde, Teufel, Tod un) Welt, soll mich frei passiren lassen, weil es ihm alſo gefällt. M. Weiß 1043. 3n eigener Melodie. 6. So freudig tann mich mein HErr JEsus machen, denn er ist mein Kron' und Sonn, er ist mein Hort, mein Trost, mein Herz in Nöthen, ich bin der Himmelsfreuden voll, es mag die Welt mich höhnen, plagen, tödten, ich weiß schon, was mich trösten foll. Höret doch, ihr frommen Kinder, was ich euch will zeigen an, wessen ich als Ueberwinder mich in JEsu rühmen kann. 2. Ich bin in ihm, als meinen Seligmacher, ein König über höchste Freud und Wonn. Alles, was er hat verheißen, liebste Seele, das geschicht, Niemand kann dich von ihm reißen, seine Lippen trügen nicht. 7. Er sprichtja selbst: Wer meine Lehr anhöret, und glaubet dem der mich gesandt, dem hab' ich schon das Himmelreich verehret und solche Freiheit zuerkannt, welch' Anhang. welch' ibn nimmer låsset sterben;| denn aus dieser Todespein springen alle Himmelserben in das Paradies hinein. 8. So bin ich nun ins Leben schon gedrungen, und weiß von teinem Sterben mehr, durch Chrifti Tod hab ich den Tod be wungen, drum freu ich mich von Herzen fehr. Liebste Seele, sei zufrieden, tränte dich nicht für und für, denn der Tod ist abge: schieden, ew'ges Leben ist in dir. 9. So darf ich denn nun teinen Tod mehr scheuen, als der ich taum mehr sterblich bin: drum foll mein Herz in GOtt sich des sen freuen, und legen alles Trauren hin. Sterben soll mich nimmer tränten, weil der Tod verschlungen ist, nur an dich will ich gedenken, weil ich leb', HERR JEsu Christ. 10. D GOttes Rub! o lebendige Quelle! o Wolluststrom! o himmlisch Licht! o fröhlich's Reich! o prächt'ge Ehrenstelle! mein Geist vergisset deiner nicht. Alles was man sonst auf Erden herrlich, groß und mächtig hält, mag gar nicht verglichen werden solcher Freud' in jener Welt 11. Wie trag ich ein so sehnliches Verlangen nach diesem allertheursten Gut! o möcht ich bald die Süßigkeit erlangen, die mir erquidet Seel' und Muth! Wenn ich auf mein langes Leiden einmal nur gedenk daran, lachet mir mein Herz vor Freuden, mehr, als Jemand glauben kann. 12. O Herrlichkeit! die Niemand tann beschreiben, die keines Men schen Ohr gehört: o Lieblichkeit! die Niemand tann vertreiben, welch' alles Leid in Lust verkehrt. Kommet doch, ihr süße Stunden! Ach! mein Heiland, komm herzu! denn in deinem Blut und Wunden such und find ich wahre Kuh. 535 Sonntags- Lieb. 1044. M. Allein GOtt in der. Gepriesen seift du, JEfu Chrift! daß nun der Tag erschienen, der uns der rechte Rasttag ist, GOtt Zebaoth zu dienen. Hinweg mit aller Eitelkeit, die giebt und nimmt die schnelle Zeit, und macht des Fleisch's Erkühnen. 2. Ter Mensch, ein König aller Thier, ihr Herr, sie zu regieren, begabet mit der höchsten Zier, der GOttes Bild soll führen, und ber in Christo hat die Rub, so sich verhalten immerzu, wie es sich will gebühren. 3. Wer ohne Wandel heilig lebt, von dieser Welt entbunden, ob selben GOttes Geist stets schwebt, und hat die Ruh gefunden, be sonders an des HErren Tag, da er erleuchtet ruhen mag die GOtt befohlne Stunden. 4. Hier muß das Herz, Gemüth und Sinn dem Höchsten sein er geben, entfernet von der Welt Beginn, in GOtt beruhigt leben; auf daß er durch des Geistes Stärt hab in uns seiner Gnaden Werk, und ob uns möge schweben. 5. Wir hören fleißig GOttes Wort, wir beten, lesen, singen, wir reden von GOtt fort und fort, und ihm Dantopfer bringen; wir treten bin zu dem Altar, und lassen mit der Christenschaar ein Sonntagslied ertlingen. 6. GOtt hat sein Werk an diesem Tag mit heil'ger Rub vollendet; wie Christus Jesus unsre Plag hat in dem Grab geendet; der Juden Sabbath stirbet heut, und Christi Auferstehungsbeut wird uns frei zugewendet. 7. So lasset uns all insgesammt von Sünden auferstehen, denn solches ist der Christen Amt, die ihren Geist erhöhen, auf daß wir dorten immerzu die nie geend'te 214 Sonn 536 Anhang. Sonntagsrub im Himmelreicher bei dir stehn: Jonas lag in dritten Tag. Schlägt dich Uns glück auch darnieder, GOtt erhebt dich wieder. 4. GOtt, der wird 3 wohl machen, er wird selber machen über deine Noth: wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der from= me GOtt auf dem Plan und nimmt dich an. Dann verstäubt die Angst geschwinde, wie der Rauch im Winde. begeben. 1045. M. O HErre GOtt, dein. Gieb Frieb zu unsrer Zeit, oHErr, groß Noth ist jetzt vorhanden, der Feind begehrt nichts anders mehr, denn daß er bring' zu Schanden den Namen Christ, und dämpf mit List wahr'n GOt tesdienst auf Erden, solchen er halt durch dein G'walt, du bilfft allein in G'fährden. 2. Gieb Fried', den wir verloren han, durch Unglück und bös Leben; dein Wort haft uns geboten an, dem' wir all' widerstreben: denn wir zum Theil dies unser Heil mit Frevel, G'walt austreiben, zum Theil ohn' Grund betennen rund, ohne ohne herzlich' Frömm'gteit bleiben. 3. Gieb Fried', auch deinen Geist uns send', der unser Herz durch Reue und Leid, um unsre Sünd' behend in JEsu Christ erneue, auf daß dein Gnad' all Schand' und Schad', all Furcht und Kriegsbeschwerde von uns abtehr', dadurch dein Ehr' üb'rall erweitert werde. 1046. M. JEsut, meine Freude, Gott Ott. der wird's wohl machen, dem ich alle Sachen allzeit heimgestellt. Er hat mich erko: ren, eh' ich noch geboren bin auf dieſe Welt, hat mir auch, nach stets gegeben hier in diesem Leben. 2. GOtt, der wirds wohl' machen, der mir manches Lachen, Freud' und Lust geschenkt, der mich nie vergessen, der mit Kleid und Essen täglich mich bedenkt; auch wenn fast die Kreuzeslast oft- die Seinen ziemlich drücket, hat er mich erquicket. 5. GOtt, der wirdswohl machen, mächtig in dem Schwachen, ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der sich GOtt erwählet in dem Herzeleid? Drum, mein Herz vergiß den Schmerz, alles steht in seinen Händen, GOtt kann alles wenden. 6. GOtt, der wirds wohl machen, wenn des Todes Rachen gleich ist aufgethan, denn die Lebens: jahre liegen auf der Bahre, führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: Die gelobt und leben werden, kommen in die Erden. 7. GOtt, der wirds wohl machen, der den alten Drachen dämpfet ritterlich; führt er gleich die Seis nen über Stock und Steinen viel: mals wunderlich: Seid bereit zu Freud' und Leid. GOtt befiehl nur deine Sachen. GOtt, der wirds wohl machen. 1047. In eigener Melodie. Ott lebet noch! Seele, was gut, der aus Erbarmen alle Hülf auf Erden thut, der mit Macht und starken Armen machet alles wohlund gut; GOtt kann besser als wir denken, alle Noth am besten lenken. Seele, so bedente doch, lebt doch unser HErr GOtt noch. 2. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt er schlum= 3. GOtt, der wird's wohlmachen! mern oder schlafen, der das Aug Laß das Wetter trachen, und sie hat zugericht, der die Ohren hat Stürme geh'n; wenn mit großem| erichaffen, sollte dieser hören nicht? Grausen alle Wellen brausen, will| GOtt ist GOtt, der hört und siehet, wie Anhang. 537 wie den Frommen weh geschiehet.| Wonne geben. Seele, so bedenke Seele, so bedente doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. doch: lebt doch unser HErr GOtt noch. 3. GOtt lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Der den Grden Ewigkett ist abermals vollen1048, M. AchhErre, du gerechter. zur det! zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Herz sich sehnlich wen det! o Quell! daraus mein Leben fleußt, und alle Gnade sich ergeußt, in meine Seel zum Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzulange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht mein Herz, das sich entzündet; was in mir ist, und mein Gemüth sich so mit dir verbindet, daß du in mir, und ich in dir, und ich doch immer noch allhier will näher in dich dringen. 4. O! daß du selber kämest bald! ich zähl' die Augenblicke: ach komm! eh mir das Herz erkalt't und sich's zum Sterben schicke, tomm doch in deiner Herrlichkeit, schau, deine Braut hat sich bereit't, die Lenden sind umgürtet. 5. Und weil das Del des Geistes ja ist in mir ausgegossen, du mir auch selbst von innen nah', und ich in dir zerflossen, so leuchtet mir des Lebens Licht, und meine Lamp ist zugericht't, dich fröhlich zu empfangen. 6. Komm! ist die Stimme dei ner Braut, komm! rufet deine Fromme, sie ruft und schreiet überlaut: Komm bald, ach JE su, komme! So komme denn, mein Bräutigam, du kenneſt mich, o GOttes Lamm! daß ich dir bin vertrauet. 7. Doch sei dir ganz anheim ges stellt die echte Zeit und Stunde; wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich 215 kommen weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer GOtt liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke zc. 4. GOtt lebet noch, Seele, was verzagst du doch? bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu GOtt nur deinen Lauf. GOtt ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf, GOttes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so 2c. 5. GOtt lebet noch, Seele, was verzagst du doch? wenn dich deine Sünden tränken, dein Verbrechen quält dich sehr: tomm zu GOtt, er wird versenken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stellen. Seele, so bedenke doch zc. 6. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? will dich alle Welt verlassen, und weißt weder aus noch ein, GOtt wird dennoch dich umfassen, und im Leiden bei dir sein. GOtt ist's, der es herzlich meinet, wo die Noth am größten scheinet. Seele, so bedenke doch zc. 7. GOtt lebet noch? Seele, was verzagst du doch? laß den Him mel sammt der Erden immerhin zu Trümmern gehn, laß die Höll' entzündet werden, laß den Feind erbittert stehn, laß den Tod und Teufel blißen, wer GOtt traut, den will er schüßen. Seele, so 2c. 8. GOtt lebet noch! Seele, was verzagst du doch? mußt du schon geängstigt mallen auf der harten Sornenbahn: es ist GOttes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. GOtt wir nach dem Jammerleben Friede, Freud' und 538 lommen heiße, und darauf von nun an richte meinen Lauf, baß ich dir tomm entgegen. Anhang. 8. Ich bin vergnügt, daß mich nichts fannvonn deiner Liebe tren nen, und daß ich frei vor Jeder munn dich darf den Bräut'gam nennen, und du, o theurer Lebensfürst! dich dort mit mir vermäh lenwirst, undmir dein Erbeschenken. 9. Drum p.tif' ich dich aus Dankbarkeit, daß sich der Tag( die Nacht, die Stund' geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt noch mals vollendet, und schreite hurr tig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort' Jerusalems bort oben. 10. Wenn auch die Hände lässig sind, und meine Kniee wanten, so biet' mir deine Hand geschwind in meinen Glaubensschranken; damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 11. Geh, Seele, frisch im Glauben dran, und sei nur unerschrotten, laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleucht, mit Flügeln süßer Liebe. 12. D 3Eju! meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen, du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit, ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in JEsu lebe. H. A. Frande. 1049. M. Nun lob' mein Seel'. Ott das edle Fried- und Freuden: wort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß' und Schwerter, und ihr Mord. Wohl auf! und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o Deutschland, singe Lieder im hohen vollen Chor. Erhebe dein Gemüthe zu deinem GOtt und sprich: HErr, deine Gnad' und Güte bleibt dennoch ewiglich. 2. Wir haben nichts verdienet, als schwere Straf und großen Born, meil stets bei uns noch grüs net der freche schnöde Sündendorn. Wir sind führwahr geschlagen mit harter scharfer Ruth, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben träge, GOtt ist und bleis bet treu, hilf, daß sich bei uns lege der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal wilkommen, du theure, werthe Friedensgab! jegt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab; in dich hat GOtt versenket all' un ser Glück und Heil; wer dich betrübt und träntet, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze, und löscht, aus Unverstand, die goldne Friedensterze mit seiner eignen Hand. 4. Das drückt uns Niemand bef ser in unsre Seel' und Herz hins ein, als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, fest aber lauter Wälder und dürre wüs ste Haid'; ihr Gräber voller Leichen und blut'gen Heldenschweiß der Helden, deren gleichen auf Erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine Sinnen, D Mensch! und laß den Thränenbach aus beiden Augen rinnen; geh in dein Herz und dente nach was GOtt bisher gesendet, das hast du ausgelacht; nun hat er und bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen, zu deinem Heil, zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutes thun. 6. Uch laß dich doch erwecken, wach auf, wach auf, du harte Welt, eh, als das harte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt; wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muths, der Friede, den fr Anhang. er giebet, bedeutet alles Gut's. Er will die Lehre geben: das Ende naht berzu, da sollt ihr bei GOtt leben im ewgen Fried' und Ruh. Paul Gerhard. Um fruchtbares Wetter. 1050. M. Erhalt uns, HErr, bei. Gott Ott Vater! der du deine Sonn läßt scheinen über Bös' und Fromm', und der ganzen Welt damit leucht'ſt, mit Rea'n und Thau die Erd' befeucht'st. 2. Die Berg' machst du von oben naß, und läßt drauf wachsen Laub und Gras; in Gäng und Fels gut Erz du legst, Fried, Schuß und Rath du selber hegit. 3. Du giebst auch reichlich Brod und Wein, daß Menschen Herz tann fröhlich sein, du deckst auch unsre Sünde zu, dein Wort bringt uns Trost, Fried und Ruh. 4. So bitt'n wir nun dein' Gnad und Güt', im Wort' und Fried' uns stets behüt', die Frücht' der Erden uns bewahr, und gieb uns heu'r ein reiches Jahr. 5. Ein fruchtbar' Wetter ans be scheer, dem Hag'l und Ungewitter wehr; Schnee. Regen, Wind und Sonnenschein allzeit dein'm Wort gehorsam sein. 6. Heuschred'n und Raupen sind dein' Ruth', als das Schaden an Früchten thut; folch' Ungeziefer, HErr, vertreib', daß bein' Gab' unbeschädigt bleib'. 7. Dent, daß wir arme Würmelein dein' G'schöpf, Erbgut und Kinder sein, und warten auf dein' milde Hand, uns aus dein'm Wort und Werk bekannt. ( Um Sonnenschein). 8. Die liebe Sonn' uns scheinen laß, beiß wachsen Erz, Brod, Wein und Gras, daß Leut' und Vieh ihr Nahrung hab, und dich ertenn'u aus deiner Gab'. 539 ( Um fruchtbaren Regen). 9. Durch Christ dein'n Sohn hör unsre Bitt', theil uns ein'n gnäd'gen Regen mit, und trön' bas Jahr mit deiner Hand, mit dein'n Fußstapfen düng' das Land. 10. Den Herrn von Zion dich man nennt, in aller Welt bein Güt' man tennt. hörst unsre Bitt und hilfst allein, gieb Gnad', das wir dir dankbar sein. 1051, M. HErr, ich habe mißgeh. ute Nacht ihr eitlen Freuden, gute Nacht, du falsche Welt! Sehet doch, welch Angst und Leis den jetzt aussteht der Lebenshelb, wie er zittert, wie er ringet, daß sein Blut auch vom ihm dringet. 2. Wie soll ich denn Wollust pfles gen, und, o schnöde Welt, mit dir gehen auf den breiten Wegen der verderblichen Begier? Nein, ich will nun JEsu leben, und euch gute Nacht jetzt geben. 3. Ich mag euch durchaus nicht hören, die ihr bald ein frommes Herz mit dem Ansehn könnt be thören, hebet euch nur hinter* wärts; ihr sollt mich nicht mehr verblenden, noch von JEsu mich abwenden. 4. Beffer ists, mit JEsu leiden Hohn, Berachtung, Schmach und Spott, als von ihm sein abges scheiden, und bei der gottlosen Rott' hier in großen Ehren sizen, and dort in der Hölle schwizen. 3. Weg mit Hoffart, Stolz und Prangen, weg mit allem Uebermuth, meines Heilands Haupt und Wangen triefen überall von Blut, und dem Schußherrn aller Frommen sind die Kleider selbst genommen. 6. Ach! das Haupt muß Dornen tragen! und die Glieder prangen noch; ja der Herr muß Blöße tla gen, und der Knecht stolziret doch. du falsch beschöntes Gleißen! wer fann bich doch billig heißen! 7. Weiche 540 Anhang. 7. Weiche Schwelgen, weiche| Adern fließen. Gieb Weisheit Saufen, denn dein Wesen macht, und Verstand, gesunde Seel und daß mich Furcht und Schrecken Leib, und daß in diesem auch überlaufen, wenn ich nur be- ein rein Gewissen bleib. bent, wie sich auch zu ihrem großen Schaden, viel in Wollust überladen. 3. Regier und führe mich, damit ich deinen Willen in alle meinem Thun nach Wunsche mög erfüllen. Hilf, daß ich allemal in deinen Wegen geh, und ja zu keiner Zeit bei bösen Leuten steh. 4. Ach! segne mich, mein GOtt, in allen meinen Werken, laß deinen guten Geist zum Guten mich stets stärken; gieb, daß ich so mein Thun begrüße und bes schließ, damit ich Nußen spür, und keine Hinderniß. 5. Erfülle mein Gemüth mit deines Geistes Gaben, daß alle meine Wort auch Kraft und Nachdruck haben. Regiere meine Zung', daß alles mit Bedacht zu meiner Nußbarkeit ia werde vorgebracht. 8. Und dem Schöpfer aller Dinge hats so gut nicht können sein, baß, als er am Kreuz nun hinge, in der schwersten Todespein er, sein mattes Herz zu laben, möcht' ein Tröpflein Wasser haben. 9. Drum geb ich euch, schnöden Sünden, hiermit nochmals gute Nacht, weichet fern, und bleibt dahinten, ihr habt GOt die Angst gebracht, daß er tlaget ohne Maßen, wie sein GOtt ihn hab verlassen. 10. Daß der Lebensherr verftirbet, und daß er ein Fluch jetzt ist, der den Segen uns erwirbet: das soll mich zu jeder Frist von der Sündenbahn abschrecken, und zu wahrer Buß erwecken. 11. Habe Dant, o Freund der Seelen! für die Angst und Traurigkeit, für die Striemen, Noth und Quälen, für des Todes Bitterkeit, die du hast, von Sünd' und Schanden uns zu retten, ausgestanden. 6. Gefällt es sonsten dir in dies sem Kummerleben, an Chre, Geld und Gut auch etwas mir zu geben; so hilf, daß solch Geschenk ich also lege an, damit ich ewiglich vor GOtt bestehen kann. 12. Gieb, daß wir orthin bereuen unsrer Sünden schwere Last, und die Strafe nicht erneuen, die du ießt bezahlet hait; sondern dir uns ganz ergeben, und nach deinem Willen leben. 7. Behüte Leib und Seel vor Schmach, Gefahr und Sünden, und laß bei meiner Schuld mich wieder Gnade finden vor deinem Gnadenstuhl! Ja, Vater, schüße mich vor aller Feinde Macht und falscher Zungen Stich. 1052. M. OGOtt, du frommer. 8. Gieb mir ein keusches Herz und heilige Gedanken, gieb, daß ich mit Geduld verbleib in diesen ab' Dant, darin du mich ges GOtt, für deine große Güte, fest, daß ich mit Jedermann, so die du an Leib und Seel, an Sin- weit es christlich ist, in Frieden nen und Gemüthe von Kindheit leben kann. mir erzeigt. Hab Dank für alle Gnad', die mich und mein Geschlecht bisher beſtrahlet hat. 2. Laß deinen Segensbrunn noch ferner sich ergießen, und seinen Saft und Kraft durch meine 9. Ja hilf, o starker GOtt! damit ich meine Feinde mit Sanftmuth überwind, und alle Herzensfreunde in steten Ehren halt; das mit ich jederzeit mit allen Kräften fuch' die wahre Seligteit. 10. Lak 541 beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Nun HErr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Muth, denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft uns thut; hingegen meine Sinner, mein Lassen und Beginnen i böse und nicht gut. 8. Darum, du GOtt der Gna den, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden, und mach mich täglich neu; gieb, daß ic deinen Willen stets suche zu erfüllen, und steh' mir kräftig ber. HErr JEſu, Gnadenſonne, wahr: 1055. M. Ott, du frommer. Lichhaltes Expenslicht; laß Schetets meine Lage zählen 3. HErr GOtt, Heiliger Geist, erbarme dich unser! 1054. M. HErrChrift, du ein'ger, Err, mich Anhang. 10. Laß endlich meine Seel' durch deinen Engelswagen zu dir, o treuer GOtt! hinauf in Himmel tragen: gieb, daß der blasse Leib werd' einer Rub gewährt, und endlich mit der Seel' in Ewig keit verklärt. $ 6 1053. In eigener Melodie. Err GOtt Vater! erbarme dich unser! 2. Christe, GOttes ein'ger Sohn, erbarme dich unser! Angesicht nach deiner Gnad' erfreuen und meinen Geist er neuen; mein GOtt! versag' mir's nicht. 2. Vergieb mir meine Sünden, und wirf sie hinter dich, laß allen Born verschwinden, und hilf genädiglich; laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben, ach HErr! erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamssinn, und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe, und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Beförd're dein Erkenntniß in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verständniß durch dein heiliges Wort, damit ich an dich glaube, und in der Wahrheit bleibe zu Truß der Höllenpfort'. 5. Tränt' mich an deinen Brüften, und freuz'ge mein Begier sammt allen bösen Lüsten, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb ich dir. 6. Ach! zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und die zum Wohlgefallen daß ich werde klug und hüte mich vor Fehlen. Ein Stück ist wie der heut' von meinem Leben hin, und deinem Nichterstuhl ein gut's ich näher bin. 2. Da ich von Wort und Werk, von meinem ganzen Leben, ja, von Gedanken auch, dir Rechenichaft soll geben: hilf, daß mit meiner Seel', zu einer uten Ruh, ich hier dir erst mit Reu', durch Christum, Rechnung thu'. 3. Komm, meine Seele tomm, wir wollen selbst uns richten, auf unser heut'ges Thun gar g'naue dent' und tichten. Schon' deiner selber nicht. Ach! untersuch' mit Fleiß, und denke, daß es GOtt und dein Gewissen weiß. 4. Fang' von dem Morgen an, vom Tage bis zu Nachte, und nach einander doch dies folgende bes trachte: Ob du hast mit Gebet ges fangen an den Tag? Gelobet deinen GOtt bei jedem Glockenschlag? 5. Ob du gedanket heut' für Christi Tod und Leiden? an Heil' gen Geist gedacht, und deine Lauf mit Freuden? GOtt über all's geliebt, den nächsten gleich als dich? gewesen treu und fromm, und Niemand ärgerlich. 6. Ob 542 6. Ob du tein faul Geschwäß, tein Fluchen angefangen? Wo bu gewesen bist? Mit wem du umgegangen? D bu geliebt, gehört, gelesen GOttes Wort? dich darnach bast gericht't, stets und an allem Ort? Anhang. 7. Db, als vor GOttes Aug', im Glauben du gewandelt? Mit Wiss'n und Willen GOtt zuwider nie gehandelt? Ob du auch wie derholt den vor'gen Sündenwust, und dich ergößet hab' die alte Sündenlust? 8. Db du hast ohne Dant die GOttesgab' empfangen? Dem Geiz und eitler Chr' unbillig an gehangen? Die dir GOtt vorge fest, geliebet und geehrt, ihr und des Nächsten Fehl' aum Besten hast gelehrt? 9. Ob deinem Nächsten du in etwas je geschadet? Mit seinem Gut und Blut dich sündlich nie beladet? Hab'it seinen Nuß gesucht? Ihn fälschlich nie gericht't! Den Armen wohlgethan? Nie mand verlassen nicht? 10. Ob du bist teusch gewest in Wort, Gedank' und Werken? in Eff'n und Trinken dich stets må: Big lassen merken? Demüthig dich bezeigt? Geduldig in dem Leid? Gesuchet GOttes Chr'? Geliebt Gerechtigkeit? 11. Ob du dich GOtt gelass'n? mit ihm gewest zufrieden? Nicht mißbraucht GOttes Güt', Zeit, Glück und Gab' hienieden? in Summa: so gelebt, daß du dabei gewollt, daß dein GOtt dich so findt't, wenn er jest tommen sollt? 12. Die Prüfung ist geschehn, und leider so befunden, es sei der große GOtt beleidigt alle Stunden, viel Zeit sei mißge braucht, gedach sehr wenig heut' an Gott, sein Wort, Tod, End', Gericht und Ewigkeit. 13. Es kann die Sünde hier nicht werden all' gezäblet? Denn wer fann wissen boch wie oft und viel er fehlet! Die Seel', Leib, Aug, Obr, Mund, Hand, Fuß voll Sünde stedt, und mir, wenn ich's bedent', das Herz im Leib' erschredt. 14. Nun, nimmer wieder thun, versprich die wahre Buße, dem ich gesündigt hab', dem fall' ich jest zu Fuße. Ich schlage nun in mich, gläub an GOtt mit Begier; GOtt, sei mir Sünder doch durch Christum gnädig hier. 15. Sieh, ich getröste mich blos deines Gnadenthrones, und wasch' mich aus dem Strom des Blutes deines Sohnes: Mit dem, was er gebüßt, ich hier zu dieſem Mal bir meine Rechnung thu', und meine Schuld bezahl. 16. Mein JEsu! laß mich nicht, ich hüll' mich in dein Leiden, die Sünde, die uns schied, laß nie uns wieder scheiden; durch's Heil'gen Geistes Kraft sag' ich nun bis in's Grab GOtt alle Folgen zu und allen Sünden ab. 17. Lehr' mich, mein GOtt! nur thun nach deinem Wohlgefallen, und nimmer wissentlich in ein ge Sünde fallen; regier' und führe mich, daß stets in Glück und Noth ich besser fürchte dich und halte dein Gebot. 18. Nun, JEsu Blut hat mir die Sünde ganz durchstrichen, mit meinem lieben GOtt auf ewig mich verglichen, die Rechnung abgelegt für mich so köstlich gnt; wie wird der Schlaf heut' sein so fanft auf JEsu Blut! 19. Mein Herz ist mir nun leicht, ich lebe oder sterbe, durch JEfum ich gewiß das Himmelreich ers erbe, vor Christi Richterstuhl ob ich werd' offenba, so fürcht' ich mich nunmehr, durch Christi Blut, tein Haar. 1056 Mel. Anhang. 1056. M. Aus tiefer Noth. Err, unser HErr, wie herrlich in Himmel du erhöhet bist, und machst mit G'walt zu Schanden den Feind, der Rach begehrt zur Stund, jetzt aus der jungen Kinder Mund, und derer, die noch saugen. 2. Wenn ich das Wert der Finger bein, die Himmel, würde sehen, den Mond und Stern, die du hast fein bereit't, so mag ich fagen: Was ist der Mensch, daß du sein denkst, und auf sein'n Sohn die Augen sentit, wer tann sich deß g'nug wundern? 3. Du wirst ihn lassen Mangel ban, ohn' GOtt ein' tleine Weile, aber mit Ehren auferstahn, mit Schmud ibn trönen viele, du wirst ihn machen mit der Stärk, ein'n HErren deiner Hände Werk unter sein' Füß' all's setzen. 4. Schaf', Ochsen und das wilde Bieh, die Vögel in den Lüften, unter sein'n Fuß thun neigen sich, die Fisch' in Wasserklüften, und was da wandelt in dem Meer, darüber herrschet unser HErr: wie herrlich ist sein Name! 5. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, und auch dem Heilgen Geiste, als er im Anfang war und nun, der uns sein Gnade leiste: damit wir gehn auf seinem Pfad, daß uns des Teufels List nicht schad', wer das begehrt, sprech: Amen. 1057. M. Erschienen ist der. eut ist des HErren Ruhetag, Plag; treibt eure Wochenarbeit nicht, kommt vor des Höchsten Angesicht. Alleluja. 543 Armen Stimm, deswegen lobt ibn allesammt, das ist der Chri2. Tret't her, und fallt auf eure Knie, vor GOttes Majestät all bie, es ist sein Heiligthum und Haus, wer Sünde liebt, gehört hinaus. Alleluja. 4. Rühmt unsers GOttes Meis sterthat, da er aus nichts erschaffen hat den Himmel und die ganze Welt, und was dieselbe in sich hält. Alleluja. 5. Und als er sie genug geziert, hat er den Menschen drauf formirt, und ihn nach seinem Ebenbild, mit Weisheit und Verstand erfüllt. Alleluja. 6. Erkennt mit dankbarem Gemüth, wie er allein durch seine Güt' uns täglich schüßet und ernährt, und manches Unglück von uns tehrt. Alleluja. 7. Denft auch, daß heut ges schehen ist die Auferstehung JE su Christ, dadurch die wahre Freudigkeit in aller Noth uns ist bereit't. Alleluja. 8. Der von den Sündern ward veracht't, mit Mördern schändlich umgebracht, daß seine Lehr hätt' kurzen Lauf, und mit ihm müßte hören auf. Alleluja. 9. Der isterstanden hell und llar, und bat erfreut sein' tleine Schaar, die bis ans Ende ihn geliebt, und seinethalben war betrübt. Alleluja. cher Weis', wir wollen aufthun unsern Mund, und sagen das von Herzensgrund. Alleluja. 12. D GOtt, der du den Erdens treis geschaffen haft zu deinem Preis, uns auch bewahrt se manches Jahr in vieler Trübsal und Gefahr. Alleluja. 3. Ganz unerträglich ist sein 13. Hilf, daß wir alle deine Grimm, doch hört er gern des Wert, voll Weisheit, Güte, Macht 10. Leibhaftig er sich ihnen wies, sich selber hör'n und fühlen ließ, damit versichert wär ihr Sinn, des Todes Macht sei nun dahin. Alleluja. 11. Drum wollen wir begehn mit Anhang. 544 Macht und Stärt' erkennen, und je mehr und mehr ausbreiten deis nes Namens Chr. Alleluja. 14. O liebster Heiland JEsu Christ, der du vom Tod erstanden bist, richt unsre Herzen auf zu dir, daß sich der Sünden Schlaf verlier. Alleluja. 15. Gieb deiner Auferstehung Kraft, daß dieser Trost ja bei uns haft, und wir uns drauf verlassen fest, wenn uns nun alle Welt verläßt. Alleluja. 16. Heilger Geist, laß uns dein Wort so hören heut und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr Glaub', Lieb und Hoffnung reichlich mehr. Alleluja. 7. Erleuchte uns, du wahres Licht, entzieh' uns beine Gnade nicht, all unser Thun auch so regier', daß wir GOtt preisen für und für. Alleluja. 1058. D. HErr JEsu Christ. ilf mir, HErr JEsu, weil ich fireb' und mich nicht auf der breiten Straß der rohen Welt befinden laß. 2. Sondern gieb, daß ich Haß und Neid, Unkeuschheit, Geiz und Hoffahrt meid, dazu dem Nächsten recht verzeih, und wie ein Christ barmherzig sei. 3. Bescher' mir auch nach aller Noth in dieser Welt das täglich Brod, daß ich nicht einen harten Mann darf um Befördrung sprechen an. Mord und Lüg'n bes bösen Feins des schüßen mög'n. 7. Verleih mir auch ein'n sanften Muth im Leiden unter deiner Ruth, brauch rechte Maaß in deiner Plag', daß ich nicht ganz und gar verzag. 8. Bornehmlich aber, wenn ich nun werd' sollen gehn in meine Ruh, und nach der Adamskin= der Weis' abscheiben von dem Erdenkreis. 9. So laß mich ja nicht lange lieg'n wider den lebten Feind zu trieg'n, daß ich nicht mög' in Fleischs Geberd'n die Läng' was ungeduldig werd'n. 10. Doch nimm mich auch nicht allzu schnell von hinnen durch ein Ungefäll, in welchem ich den Gnas senbund von Herzen nicht bes achten tunnt. 11. Sondern zuvor nach rechter Maaß mein Fleisch was überwelten laß, und mich zu solcher ernhaglich mach. 12. Damit ich frei vor meinem End' verordnen mög mein Testament, und Jedermann mit gut'm Bedacht im Glauben geb' ein' gute Nacht. 13. Das hilf mir, HErr, durch deinen Geist und durch den edlen theuren Schweiß, der dir im Garten ausgedrung'n, als du mit Todesangst gerung'n. 14. Auf daß ich so durch dein Ge walt in leßten Zügen Recht behalt, und auf der Leiter Jatobs flar ins Leben aus dem Tode fahr' 4. Vergieb mir auch nach dieser Beit all menschliche Gebrechlichfeit, mit welcher ich mich mit Verdruß bis in die Grube schleppen muß. B. R. 5. SowohlvorSchand'als Feurs 1059. M. Nun dantet alle, ch gefahr mich, du getreuer Gott, freue mich in dir, und heiße dich willkommen, mein liebbewahr, und laß die lieben Engel fles JEsulein! du hast dir vorges bein zu allen Zeiten bei mir fein. nommen, mein Brüderlein zu 6. Auf daß sie mich auf allen sein. Ach! wie ein süßer Ton! Seiten, wo ich zu schaffen hab', wie freundlich sieht er aus, der begleiten, und Leib und Seel vor große GOttesjohn. 2. GOtt Anhang. 545 2. GOtt senkt die Majestät, sein| 5. Komm Liebster! zünde an, unbegreiflich Wesen in eines Men- entzünde die Gedanken, entzünde schen Leib; tun muß die Welt genesen; der allergrößte GOtt spricht freundlich bei mir ein, und wird ein kleines Kind, und heißt mein JEsulein. mir mein Herz, so werd ich nies mals wanten aus meiner Liebespflicht! entzünde gegen dich mein Herz, so bleib' ich treu dir, Lieb3. 6. Schade. ster, ewiglich. 3. Wie lieblich flingt es mir, 1061. M. HErr JEfu Chrift, ich. wie schallt es in die Ohren, esch weiß wohl, daß ich sterben harte Herzen bohren das liebste JEsulein; wer JEfnm recht er fennt, der stirb nicht, wenn er stirbt, sobald er JEsum nennt. 4. Wohlan! so will ich mich an diesen JEfum halten, und sollte gleich die Welt in tausend Stücke spalten. O JEsu, dir, nur dir, dir leb' ich nur allein, allein auf dich, auf dich, JEsu! schlaf' ich ein. D. Cafp. Ziegler. 1060. M. OGOtt, du frommer, ch hab ihn dennoch lieb, und bleibe an ihm hangen, er einzig meine Lust, er einzig mein Verlangen; fall' ich schon oftermals aus meiner Liebespflicht, so trennet solches doch die treue Liebe nicht. I 2. Denn hätt' ich nur die Kraft, die ich mir wünschen wollte, wenn mein Wunsch und Begier erfüllet werden sollte; gewiß, ich blieb' getreu, er sollte noch an mir von Herzen sein vergnügt, er meine Höchste Zier. 3. Das Wollen und der Muth sind da, obschon zu Zeiten Vollbringen mangeln will; drum seh' ich täglich streiten in mir mit Fleisch und Blut den geistgefinnten Sinn, weil ich annoch ein Kind in Christi Liebe bin. 4. Und werd ich dermaleinst zu meiner Mannheit kommen, wie will ich ihm so treu verbleiben, meinem frommen und allerbesten Schab. Ach! gegen ihn allein soll in recht teuscher Brunst mein Herz entzündet sein. Stunde; drum hilf, o GOtt, daß ich mit Buß' mich kehr' zu deinem Bunde, daß meine Sünd' ich stets bewein'; jedoch auch deiner Todespein mich tröst' aus Herzensgrunde. 2. Wo Buße folgt, ist keine Noth, im Himmel und auf Erden; da wohnet Gott, und muß der Tod zum sanften Schlafe werden, da schwebt der lieben Engel Heer bei eines Sünders Wiederkehr in Freud' und Lustgeberden. 3. O treuer Heiland, JEsu Christ! erhöre mein Verlangen; laß ja mein Herz zu keiner Frist der Welt und ihrem Prangen, stets aber dir ergeben sein, und als ein fruchtbar Zweigelein an deinem Leibe hangen. 4. O wahrer Mensch und großer GOtt! durch deine Qual und Sterben laß mich nicht we der hier noch dort, im SündenTod verderben, reiß mich aus seiner Bande Macht, und sehe mich mit großer Pracht zu deinen Himmelserben. 5. Jm Himmel wollt ich gerne sein, im Himmel ist gut wohnen, ich zittre vor der Höllenpein, in welcher kein Verschonen, worin ein Wurm, der immer zehrt, ein ewig brennend Feuerheerd, die Sünder zu belohnen. 6. Der Himmel ist ein Ehrensaal, ein Wohnhaus süßer Freuden, da bei des Lammes Abendmahl, nach viel verschmerzten Leiden, der Auserwählten Schaar M m fich 546 sich lebt, und ihre frohe Seel' ergößt mit süßer Himmelsweide. 7. Durch dein unschäßbar theures Blut laß auf dem Himmels: wagen die Seel' in starker Engel Hut zu deinem Throne tragen. Wenn mir vergeht all' mein Geficht, und meine Ohren hören nicht, laß mich doch nicht verzagen. 8. Und eh' ich sterbe, wasche mich mit deinem theuren Blute; was ich gethan hab' wider dich, das halte mir zu Gute; und wenn vorhanden ist mein Ziel, so hilf, daß ich nicht lange fühl des strengen Todes Ruthe. 9. Sobald ich denn gestorben bin, und todt, erstarret liege, so laß mich ehrlich tragen hin, daß ich ein Räumlein triege in frommer Christen Schlafgemach, worin, nach vieler Müh' und Ach, ich ruhig mich vergnüge. 10. Obschon mein Leib muß untergehn, verfaulen und zerstieben, werd' ich doch wieder aufersteh'n, wo meine Asche blieben, und meinen GOtt von Angesicht in hoher Freud' und hellem Licht stets schauen, loben, lieben. 11. Das wird gescheh'n, wenn Christus wird das Weltgebäud' verbrennen, und als ein treuer Seelenhirt' die Böck' und Schafe trennen, den Böcken Schmach und Herzeleid, den Schafen Ehr' und Herrlichkeit gerichtlich zuerkennen. Anhang. und Mund sich GOttes Güt' erfreuen, ja weit und breit aus: schreien desselben Gnadenbund. 2. Helft mir den HErren preisen, ihr Christen überall, mit wunderschönen Weisen, mit Instrumentenschall; er hat sein gnädig Ohr mir zeitig zugewendet, und Hülfe mir gesendet, drauf kam ich bald empor. 3. Nun der ist wohlbestanden der ihn hat angesehn, denn keiner wird zu Schanden, der ihm kann uahe gehn, da der Elende rief, hat ihn der HErr erhöret, in Lust das Leid verkehret, darin er lag so tief. 4. Ach! sehet doch und schmektet, wie freundlich daß er ist, wie fein er uns bedecket vor Satans Macht und List! Er wachet um uns her, wohl dem, der auf ihn bauet, und seiner Güte trauet, dem fällt kein Kreuz zu schwer. 5. Des HErren Augen sehen, was der Gerechte macht, auch müssen offen stehen sein' Ohren Tag und Nacht, er höret ihr Geschrei; wenn Trübsal sie will tödten, so hilft er schnell aus Nöthen, und macht sie sorgenfrei. 6. Der HErr ist nahe denen, die traur'ges Herzens sind. Wie sich sonst Eltern sehnen nach ihrem schwachen Kind, also nimmt gnädig an zerschlagene Gemüther raels Hirt und Hüter, der alles geilen kann. 12. Nun Amen, dieses werde; 7. Der HErr hat nicht verbor: wahr, HErr JEsu, komm be- gen sein Angesicht vor mir, denn hende, bring' uns zu deiner Engel Schaar, und allen Jammer wende, daß wir mit Freuden ewiglich den Bater, Heiligen Geist und dich erheben sonder Ende. Amen. 1062. M. Von Gott will ich nicht. als mein Herz voll Sorgen sich selbst verzehrte schier, da trat er bald herzu, und stillte mein Verlangen; als ich sein' Hülf empfangen, da fühlt' ich stündlich Ruh. 8. Er tennet ja den Jammer, der oft so grausamlich in dieser ch will den HErren loben, sein steh'n erhoben, als bei der Sterund mich; drum ist mein Herz ne Schaar; es soll mein Herz gewiß, daß er auf alles mertet, und Anhang. und die Betrübten stärket in ihrer Kümmerniß. 9. Laß gnädig dir gefallen, du meines Lebens Hort, dies meiner Bunge Lallen, es sind dein' eig'ne Wort'; ach! nimm sie von mir an, dieweil mir will geziemen, von Herzen dich zu rühmen, so lang' ich reden kann. 10. Man lobt dich in der Stille, du Zions Schuß und Heil; HErr, hilf, daß ich erfülle, was ich zu meinem Theil dir kindlich leisten soll. Inmittelst laß vor allen das Opfer dir gefallen, so werd' ich Jauchzens voll. 11. Das ist ja meine Freude, daß ich in Glück und Roth von meinem GOtt nicht scheide; und ob mich gleich der Tod hinreißt aus dieser Welt, bleib' ich doch GOtt ergeben; der friste mir mein Leben, so lang' es ihn gefällt. 12. Wie kann ich dir bezahlen, HErr, deine Güt' und Treu'! es soll zu tausendmalen mein Danklied werden neu. Auf, meine Seele! fort! dem HErren will ich fingen, laß Himmelslieder klingen mit Freuden hier und dort. Joh. Rist. 1063. M. Wer uur den lieben. ch will dich lieben, meine Stärke! ich will dich lieben, meine Zier! ich will dich lieben mit dem Werke, und immerwährender Begier; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herz im Sterben bricht. 547 wahre Ruh! es ist mir leid, und bin betrübt, daß ich dich hab' so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt, und war verblendet, ich suchte dich, und fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet, und liebte das geschaffne Licht; nun aber ist's durch dich gescheh'n, daß ich dich endlich hab' ersehn. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben! als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint. Ich will dich lieben, GOtteslamm, als meinen liebst.n Bräutigam. 5. Ich dante dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, da du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du goldner Mund, daß du mich innigst machst gefund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre geh'n, laß meinen Fuß in deinen Wegen nicht straucheln oder stille steh'n. Erleuchte Leib und Seele ganz, du ewig starker Himmelsglanz. 7. Gieb meinen Augen süße Thränen, gieb meinem Herzen teusche Brunst; laß meine Seele sich gewöhnen zu üben in der Liebeskunst; laß meinen Sinn, Geist und Verstand stets sein zu dir, mein Schaß gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone; ich will dich lieben, meinen GOtt; ich will dich lieben ohne Lohne, auch in der allergrößten Noth. Ich will dich lieben, schönstes Licht! bis mir das Herz im Sterben bricht. I 1064, Mel, Liebster Immanuel. Esu, hilf siegen! du Fürste des Lebens, fieb, wie die Finsterniß dringet herein, wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens mächtig aufführet, mir schädlich zu sein; Satan, der sinnet auf allerhand Ränke, wie er mich sichte, zerstöre und kränke. 2. JEsu, hilf siegen! der du mich erkaufet, rette, wenn Fleisch und Blut, Satan und Welt mich zu M m 2 berücken 3. Ach, daß ich dich so spät er fennet, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und 548 Anhang. berücken ganz grimmig anlaufet,| dessen Versuchung entgehen, der oder auch schmeichelnd sich listig verstellt. Wenn Babel wüthet von außen und innen, laß mir, HErr, niemals die Hülfe zerrinnen. wie ein Engel des Lichtes erscheint? Ach HErr! wo du weichst, so müßt' ich ja irren, wenn mich der Schlangen List sucht zu verwirren. 9. JEsu, hilf siegen! und laß mich nicht sinken, wenn sich die Kräfte der Lügen, aufblähn, und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn; steh mir zur Rechten, o König und Meister! lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 10. JEsu, hilf siegen im Wachen und Beten, Hüter, du schlässt ja und schlummerst nicht ein, laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, mein' Fürsprach' zu sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst du mich, JEsu, ermuntern und wecken. 3. JEsu, hilf siegen! ach, wer muß nicht tlagen: HErr! mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach! laß mich schmecken dein kräftig Verfühnen, und dies zu meiner Demüthigung dienen. 4. JEsu, bilf siegen! wenn in mir die Sünde, Eigenlieb', Hoffart und Mißgunst sich regt; wenn ich die Lust der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben darlegt: so hilf, daß ich vor mir selbst mag erröthen, und durch dein Leiden mein sünd lich Fleisch tödten. 5. JEsu, bilf fiegen! und lege gefangen in mir die Lüste des Fleisches, und gieb, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts fich schwingend durch heiligen Trieb; laß mich eindringen in's göttliche Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. 6. JEsu, hilf siegen! damit auch mein Wille dir, HErr, sei gänz lich zu eigen geschenkt, und ich mich stets in dein Wollen verhülle, wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt! laß mich mir sterben und alle den Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinen. 7. JEfu, hilf fiegen! in allerlei Fällen gieb mir die Waffen und Wehre zur Hand, wenn mir die höllischen Feinde nachstellen, dich mir zu rauben, o edelstes Pfand! so hilf mir Schwachen mit Allmacht und Stärke, daß ich, o Liebster, dein Dasein vermerke. 8. JEfu, bilf fiegen! wer mag sonst bestehen wider den listig verschmißeten Feind? wer mag doch 11. 3& su, bilf fiegen! wenn Alles verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh; wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh: AchHErr! so wollst du im Grunde der Sees len dich mit dem innersten Seufzen vermählen! 12. JEsu, bilf fiegen! und laß mir's gelingen, daß ich das Zeis chen des Sieges erlang', so will ich ewig dir Lob und Dank singen, JEsu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held! dich so mächtig erwiesen. 13. JEsu, hilf siegen! laß bald doch erschallen, daß Zion rufet: Es ist nun vollbracht! Babel, die Stolze ist endlich gefallen, die da bishero so lang' hat gekracht. Ach, HErr! komm, mache ein Ende des Krieges, schmücke dein Zion mit Balmen des Sieges. 14. JEsu, hilf siegen! damit wir uns schicken, würdig zur Hochs zeit Anhang. zeit des Lammes zu geh'n, kleide bein Zion mit güldenen Stücken, laß uns den Untergang Babels einst seh'n! doch wohlan! kracht es, so wird's auch bald liegen: auf, Bion, rüste dich! JEsus bilft siegen. 15. JEsu, hilf siegen! wenn's aun kommt zum Sterben, mach' du mich würdig und stetig bereit', daß ich mich könne recht nennen dein'n Erben, dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. JEsu, mein JEsu, dir bleib' ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben. 16. JEsu, hilf siegen! wenn ich nun soll scheiden von dieser jammer und leidvollen Welt, wenn du mich rufest, gieb, daß ich mit Freuden zu dir mag fahren in's himmlische Zelt, laß mich, ach JEsu! recht ritterlich ringen, und durch dein Leiden und Tod zu dir bringen. Schröder. 1065. M. Es ist gewißlich an der. Romm Sterblicher, betrachte mich, du lebst, ich lebt auf Erden; was du jetzt bist, das war auch ich, was ich bin, wirst du werden; du mußt hernach, ich bin vorhin, gedente nicht in deinem Sinn, daß du nicht dürfest sterben. 2. Bereite dich, stirb' ab der Welt, denk' auf die letzten Stunden; wenn man den Tod verächtlich hält, wird er sehr oft gefunden. Es ist die Reihe heut an mir, wer weiß, vielleicht gilt's morgen dir, ja, wohl noch diesen Abend. 3. Sprich nicht: Ich bin noch garzu jung, ich kann noch lange leben; ach nein, du bist schon alt genug, den Geist von dir zu geben. Es ist gar bald um dich gethan, es sieht der Tod kein Alter an; wie magst du anders denken? 4. Ach ja, es ist wohl klagens werth, es ist wohl zu beweinen, daß Mancher nicht sein Heil begehrt, daß mancher Mensch darf 549 meinen: er sterbe nicht in seiner Blüth', da er doch viel' Exempel sieht, wie junge Leute sterben. 5. So oft du athmest, muß ein Theil des Lebens von dir wehen, und du verlachst des Todes Pfeil; ießt wirst du müssen gehen. Du hältst dein Ziel auf tausend Schritt, und hast dazu kaum einen Tritt, den Tod trägst du im Busen. 6. Sprich nicht: Ich bin frisch und gesund, mir schmeckt auch noch das Essen. Ach! es wird wohl jetzt diese Stund' dein Sarg dir abgemessen; es schneidet dir der schnelle Tod ja täglich in die Hand das Brod. Bereite dich zum Sterben. ein 7. Dein Leben ist ein Rauch, Schaum, ein Wachs, ein Schnee, ein Schatten, ein Thau, ein Laub, ein leerer Traum, ein Gras auf dürren Matten; wenn man's am wenigsten bedacht, so heißt es wohl: Zu guter Nacht, ich bin nun hier geweſen. 8. Indem du lebejt, lebe so, daß du kannst selig sterben, du weißt nicht, wann, wie, oder wo der Tod um dich wird werben. Ach, dent', ach denke doch zurück! ein Zug, ein kleiner Augenblick führt dich zu Ewigkeiten. 9. Du seist dann fertig oder nicht, so mußt du gleichwohl wandern, wenn deines Lebens Ziel abbricht; es geht dir wie den Andern. Drum laß dir's eine Warnung sein, dein Aufersteh'n wird überein mit deinem Sterben kommen. 10. Ach denke nicht: Es hat nicht Noth, ich will mich schon bekehren, wenn nun die Krankheit zeigt den Tod, GOtt wird mich wohl erhören. Wer weiß, ob du zur Krankheit kömmst, ob du nicht schnell ein Ende nimmst, wer hilft alsdann dir Armen? 11. Budem, wer sich in Sünden freut und auf Genade bauet, der mm 3 wird 550 Anhang. wird mit Unbarmherzigkeit der das Lös'geld giebet, und mich Hölle anvertrauet; d'rum lerne kräftiglich vertritt; Liebe, dir sterben, eh' du stirbst, damit du ergeb' ich mich zc. ewig nicht verdirbst, wenn GOtt die Welt wird richten. 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben 3. Angelus. ewiglich. 1067. M. Nun freut euch lieben. Mein Herzens- 3u! meine Lust, an dem ich mich vers gnüge, der ich an deiner Liebesbrust mit meinem Herzen liege: mein Mund hat dir ein Lob bereit't, weil ich von deiner Freundlichkeit so großes Labsal kriege. 12. Zum Tode mache dich geschickt, gedent' in allen Dingen: würd'ich hierüber hingerückt, sollt' es mir auch gelingen? wie fönnt ich jetzt zu Grabe gehn? wie könnt' ich jetzt vor GOtt bestehn? So wird dein Tod zum Leben. 13. So wirst du, wann mit Feldgeschrei der große GOtt wird kommen, von allem Sterben frank und frei, sein ewig aufgenommen. Bereite dich, auf daß dein Tod beschließe deine Bein und Noth. O Mensch! gedenk' an's Ende. G. W. Sacer. 1066. M, GOtt des Himmels. Niebe, die du mich zum Bilde deiner GOttheit hast gemacht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall mit Heil bedacht; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erforen, eh' als ich erschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren, und mir gleich warst ganz und gar! Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten, und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten ew'ge Lust und Seligkeit: Liebe, dir ergeb' ich mich zc. 4. Liebe, die du Kraft und ben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich blos ergeben mir zum Heil und Seelenhort; Liebe, dir ergeb' ich mich zc. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden, und mein Herz hat ganz dahin; Liebe, dir ergeb' ich mich 2c. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt't, Liebe, die 2. Mein Herze wallt und ist in dich mit heißer Lieb' entzündet, es fingt, es springt, es freuet sich, so oft es dich empfindet, so oft es dich im Glauben küßt, der du dem Herzen alles bist, das dich im Glauben findet. 3. Du bist mein wunderbares Licht, durch welches ich erblicke mit aufgedecktem Angesicht, daran ich mich erquicke. Nimm hin, mein Herz, erfüll' es ganz, o wahres Licht, durch deinen Glanz, und weiche nicht zurücke. 4. Du bist mein sich'rer Hims melsweg, durch dich steht alles offen; wer dich versteht, der hat den Steg zur Seligkeit getroffen. Ach! laß mich, liebstes Heil, hinfür doch ja den Himmel außer dir auf keinem Wege hoffen. 5. Du bist die Wahrheit, dich allein hab' ich mir auserlesen; denn ohne dich ist Wort und Schein, in dir ist Kraft und Wesen. Ach mach' mein Herz doch völlig frei, daß es nur dir ergeben sei, durch den es kann geneſen. 6. Du bist mein Leben, deine Kraft soll ich allein regieren, dein Geist, der alles in mir schafft, tann Leib und Seele rühren, daß ich voll Geist und Leben bin; mein Anhang. 551 mich pfleget; mein Arzt, wenn ich verwundet bin, mein Baijam, meine Wärterin, die mich in Schwachheit träget. 14. Du bist mein starker Held im Streit, mein Panzer, Schild und Bogen; mein Tröster in der Traurigkeit, mein Schiff in Wasserwogen; mein Anker, wenn ein Sturm entsteht, mein sichrer Kompaß und Magnet, der mich noch nie betrogen. 15. Du bist mein Leitstern und mein Licht, wenn ich im Finstern gehe; mein Reichthum, wenn es mir gebricht, in Tiefen meine Höhe; mein Zucker, wenn es bits ter schmeckt, mein festes Dach, das mich bedeckt, wenn ich im Regen stehe. 16. Du bist mein Garten, da ich mich in stiller Lust ergöße; mein liebstes Blümlein, welches ich darein zur Zierde sete; mein Röschen in dem Kreuzsihal, da ich mit Dornen ohne Zahl den schweren Gang verleße. mein JEfu, laß mich nun fort hin das Leben nicht verlieren. 7. Du bist mein süßes Himmelsbrod, des Vaters höchste Gabe, damit ich mich in Hungersnoth, als einer Stärkung labe. Brod! das Kraft und Leben giebt, gieb, daß ich, was die Welt beliebt, niemals zur Nahrung habe. 8. Du bist mein Trank, und deine Frucht ist meiner Rehlen süße; wer von dir trinkt, derselbe sucht, daß er dich stets genieße. O Quell'! nach der mein Herze schreit, gieb, daß der Strom der Süßigkeit sich ganz in mich ergieße. 9. Du bist mein allerschönstes Kleid, mein Zierrath, mein Geschmeide; du schmückst mich mit Gerechtigkeit, gleich als mit reiner Seide. Ach! gieb, daß ich die schnöde Pracht, damit die Welt sich herrlich macht, als einen Unflath meide. 10. Du bist mein Schloß und fich'res Haus, da ich in Freiheit fibe, da treibet mich kein Feind hinaus, da sticht mich keine Hiße. Ach! laß mich, liebstes JEsulein! all'zeit in dir erfunden sein, daß deine Huld mich schüße. 11. Du bist mein treuer Seelen hirt, und selber auch die Weide, du hast mich, da ich war verirrt, geholt mit großer Freude. Ach! nimm dein Schäflein nun in Acht, damit es weder List noch Macht von deiner Heerde scheide. 12. Du bist mein holde: Bräutigam, dich will ich stets umfassen; mein Hoherpriester, und mein Lamm, das sich hat schlachten lassen; mein König, der mich ganz besigt, der mich in seiner Allmacht schüßt, wenn mich viel Feinde hassen. 13. Du bist mein qusertor'ner Freund, der mir mein Herz be weget; mein Bruder, der es treulich meint; die Mutter, die 17. Du bist mein Treft im Hers zeleid; mein Lustspiel, wenn ich lache! mein Tagewerk, das mich erfreut, mein Denfea, wenn ich wache; im Schlaf mein Traum und süße Ruh, mein Vorhang, den ich immerzu mir vor mein Bette mache. 18. Was soll ich, Schönster, wohl von dir noch weiter sagen können? Ich will dich meine Lieb's= begier, mein Einzig Alles nennen; denn was ich will, das bist du mir, ach! laß mein Herze für und für von deiner Liebe brennen. M. S. C. Lange. 1068. M. Herzliebster Jesu. mein Mein Eius kommt Sterben ist vorhanden, ich werde frei von dieses Leibes Banden, wie soll ich aber froh und selig sterben, dein Reich ererben? Mm 4 2. Wie 552 2. Wie du, mein JEsu, bist am Kreuz gestorben, und hast dadurch das Leben uns erworben, lo laß auf deinen Tod mich auch abscheiden zu deinen Freuden. Anhang. 3. Und was du noch zuletzt hast ausgesprochen, und deines Vaters Herz damit gebrochen, das will ich dir, indem die Augen brechen, getrost nachsprechen. 4. Vergieb, o Vater, denen, die mich hassen, die wider mich Neid, Eifer ausgelassen; vergib doch, weil die Feinde nicht verstehen, was sie begehen. 5. Vergieb auch mir, o Vater! meine Sünde, und was ich jetzt noch Böses an mir finde; ich bin von Fleisch und Blut oft übereilet, von dir geheilet. 6. Ich habe auch, o JEsu! Leib und Leben in meinem Testament dir übergeben, du wirst die Meinen auch heut' oder morgen hier wohl versorgen. 7. Ich übergebe sie zu deinen Händen, behüte sie vor Sünden, Schmach und Schanden, du wirst, o Vater! meinen letzten Willen gewiß erfüllen. 8. Drauf wendet sich mein Herz von dieser Erden, dein Paradies, das soll mein eigen werden, das schönste Land des Himmels wird noch heute mir schon zur Beute. 9. Ach JEsu, zeige mir jetzt deine Güte, gib mir ein himmelbringen des Gemüthe, daß ich ergreife zum Genadenlohne die schöne Krone, 10. Zwar Höll' und Teufel fangen an zu quälen, und streben mir nach meiner armen Seelen, weil ich dein Wort in dieser Sündenhütten hab' überschritten. 11. Jch Urmer will die Seufzer tiefer faffen: Mein GOtt, mein GOtt, du wirst mich nicht verlassen, weil du am Kreuze schmerzlich für mich bingest, und mich umfingest. 12. Mein Herze dürstet stets nach dir, ich ächze, ich seufze nach dem Himmel, ach! ich lechze nach dir, nach dir, mit großem Durst ich Armer, du mein Erbarmer. 13. Ach! laß mich nicht in meiner Noth versinken, laß mich die Kraft aus deinen Wunden trinken, ich dürfte wie ein Hirsch, laß dich erblicken, mich zu erquicken. 14. Jest kommt der Trost, mein Herz hat sich gelabet, du haft mit Kraft und Labsal mich begabet, Es ist vollbracht! was übrig ist gewesen, ich bin genesen. 15. Nun ist vollbracht mein Leiden' Kreuz und Jammer, mein schwacher Leib schläft sanft in seiner Kammer, die Seele wartet, bis der HErr die Glieder ihr giebet wieder. 16. Ich gebe dir den Geist zu sichern Händen, lös' ihn, o JEsu! von des Leibes Banden, ich sterbe dir, ich lebe deinem Namen. Ach HErr! sprich Amen. B. Schupp. 1069. In eigener Melodie. mein junges Leben hat ein End', mein zeitig Leid und Freud', weil meine Seele nun bebend von meinem Leib abscheid't. Mein Leben kann nicht mehr bestehn, es ist sehr schwach und muß vergehn im Todeskampf und Streit. 2. Doch fährt die Seel' zu GOtt dahin, der sie gegeben hat, mein Tod ist ihr Nuß und Gewinn, dort find' ich Hülf' und Rath, ob schon verschwind't des Leibes Ehr', als wenn er nie wär kommen her aus meiner Mutter Leib. 3. So bleib' nun, schnöde Welt! zurück, ich scheid mit Lust von dir, weil deine List und falsche Tück forthin nicht schaden mir; du giebst auch sonst kein wahre Ruh, bis man die Augen drücket zu, du bist tein stete Stätt'. 4. Jch klag' nicht, daß ich scheiden soll von dir, o wilde Welt, nur diefes Anhang. ses macht mich trauervoll, und höchlich mir mißfällt, daß ich nicht mehr geflohen hab' die Sünd'; Sünd' stößt uns all' ins Grab und macht den Leib zur Erd'. 5. O JEsu Christ! mein's Her zens Freud', ich hab' zwar Sünd' gethan, dein Gnad' sei aber mir nicht weit, steh' bei auf letter Bahn. Wie ich denn noch verzage nicht; HErr, geh mit mir nicht in's Gericht, aus Gnaden mir verzeih! 6. Ach Herr! was du mir auferlegst, ertrag' ich mit Geduld; die Sünd' der ganzen Welt du trägst, vergieb auch meine Schuld, daß ich nicht ewig sei verlor'n; still' den verdienten Vaterzorn, du mein Lob, Ehr' und Preis. 7. Ach! schaue doch, du GOtteslamm, es gehen meine Sünd' mir häufig ob dem Haupt zusamm, errette mich geschwind; das thust du auch, mein Sündenstein ist deiner Hand nur federklein, nicht dir, nur mir zu schwer. 8. Drum sei willkomm'n, du letter Tag der manchen Lebensmüh'; führt, Christenfreund', kein Heidenklag, der Tod trennt uns nur hie; dort aber werden wir zugleich besigen GOttes Ehrenreich; folgt nur in wahrer Buk'. 9. GOtt fegne euch an Leib und Seel'! GOtt fegne, was ihr thut, dem ich euch herzlich all' befehl', er ist das höchste Gut. Wer ihm treu bleibt im bittern Tod, mit dem hat's ewig teine Noth, sein ist der Lebensfranz. 1070. m. Liebster Jesu, wir. Mei Peine Seel', ermuntre dich, deines JEsu Lieb bedenke, wie er für dich giebet sich, darauf deine Andacht lente; ach! erwäg' die große Treue, und dich deines JEsu freue. 553 nenkron', sein Leib ist mit Bluvermenget, er läßt sich für dich verwunden, wo ist größ're Lieb gefunden? 3. Du, du solltest große Bein ewig leiden in der Hölle, und von GOtt verstoßen sein wegen vieler Söndenfälle; aber JEsus trägt die Sünden, und läßt sich Genade finden. 4. Durch sein Leiden ist geſtillt deines GOttes Zorn und Rache, er hat das Gesetz erfüllt, gut gemacht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod umschränket, und deu Himmel dir geschentet. 5. Was zu thun, o liebes Herz, wie sollst du dich recht anstellen? JEsu Leiden ist kein Scherz, seine Liebe kein Verstellen; denke drauf, was dir oblieget gegen den, der für dich sieget. 6. Ich kann nimmer, nimmermehr das Geringste nur vergelten, er verbind't mich allzusehr; meine Trägheit muß ich schelten, daß ich ihn so schlecht geliebet, und wohl gar mit Sünd' betrübet. 7. Was geschehen, soll nun nicht hinfort mehr von mir geschehen, mein Schluß sei nun fest gericht i einen andern Weg zu gehen, darauf ich nur JEsum suche, und was ihn betrübt, verfluche. 8. Weg ihr Sünden, weg von mir, euch kann ich an mir nicht leiden, euretwegen muß ich hier und dort von dem sein gescheiden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 2. Sieh, der wahre GOttesjohn ist für dich an's Holz gehäntet, sein Haupt trägt die Dor9. Du, mein JEsu, du mein Heil, dir will ich mich ganz verschreiben, daß ich dir, als meinem Theil, ewig will getreu verbleiben, dir zu leben, dir zu leiden, dir zu sterben, die zu meiden. 10. Du, mein JEsu, sollst es sein, den ich mir zum Zweck geseget; wie du mein, so will ich dein bleis ben stets und unverlebet; was du mm 5 liebeft. Anhang. 554 liebest, will ich lieben, und was dich, soll mich betrüben. 11. Was du willst, das sei mein Will', dein Wort meines Herzens Spiegel; wenn du schlägest, halt' ich still, dein Geist bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich soll den Himmel erben, darauf kann ich fröhlich sterben. 12. Nun so bleibt es fest dabei, JEsus soll es sein und bleiben, dem ich lebe, deß ich sei, nichts soll mich von JEsu treiben; du wirst, JEsu, mich nicht lassen, ewig will ich dich umfaffen. 13. Jst bereits schon jeto hier solche Freud' und Ruhe zu finden, wenn im Glauben wir mit dir uns, mein JEsu, recht verbinden; schenkst du schon so viel auf Erden, ei! was will im Himmel werden? 14. Was für Luft und Süßigkeit, was für Freud' und Jubiliren, was für Ruhe nach dem Streit, Ehre uns zieren! Ewig, ewig werd' ich loben, wenn ich ganz zu GOtt erhoben. ich gleich soll untergehn, bleibt mir seine Rettung stehn. 4. Meinen JEsum laß ich nicht, wenn mich meine Sünden quälen; wenn mein Herz und Satan spricht: Sie sind groß, und nicht zu zählen; spricht er: Sei getroit, mein Kind, ich, ich tilg' all' deine Sünd'. 5. Meinen JEsum laß ich nicht, wenn mir bricht in letzten Zügen meiner schwachen Augen Licht, da erst, da hilft er mir siegen; ja, in's legte Weltgericht läffet er mich kommen nicht. 6. Meinen Jesum laß ich nicht, denn er wird auch mich nicht lassen, dieses glaub' ich, anders nicht, und er wird mich nimmer haffen; darum sprech ich: Jhn, mein Licht, meinen 36sum laß ich nicht. M. E. Raymann. 1072. M. Machs mit mir, GOtt. Mir nach ſpricht Christus nach! Christen alle, verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle; nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch vor mit heil'gem Tugendleben; wer zu mir kommt, und folget mir, darf nicht im Finstern ich nicht, schweben. Ich bin der Weg, ich mein Leweise wohl, wie man wahrhaftig 15. Ach! ich freu' mich alle Stund' auf dies freudenvolle Le ben, danke dir mit Herz und Mund, du, o JEfu! haft's gegeben! nur im Glauben lap mich's halten, beinen Geist in mir stets walten. 1071. M. Jesus, meine Zuvers. Meinen JEsum laß denn er ist allein ben; wer ihn hat, dem nichts ge- wandeln soll. bricht, der kann sich zufrieden geben, er gerath in was für Noth, wär's auch Satan, Sünd'undTod. 2. Meinen JEsum laß ich nicht, weil kein beff'rer Freund auf Erden; denn er, JEsus, unser Licht, springt in allerlei Beschwerden mir getreulich an die Seit', liebt mich bie in Ewigkeit. 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund, der fließt zu jeder Zeit von süßem Sanftmuthsöle; mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn ist GOtt ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, 3. Meinen JEsum laß ich nicht, und euer Herz von arger Lift zu wenn mich alle Menschen haffen, rein'gen und zu scheiden. Ich bin und der Feinde Macht einbricht, der Seelen Fels und Hort, und auch gedenket so zu fassen, daß führ' euch zu der Himmelspfort. 5. Fällt's Anhang. 3. Fällts euch zu schwer? ich geh' voran, ich steh' euch an der Seite, ich tämpfe selbst, ich brech' die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf steh'n, wenn er den Feldherrn sieht vorgehn. 6. Wer seine Seel' zu finden meint, wird sie ohn' mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in GOtt einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. 555 5. Denn du bist aller Herren HErr, ich Asch' und Staub, und sonst nichts mehr; wistst du darin wohl liegen? Das Haus ist freilich dein nicht werth, ich armer Mensch von Leim und Erd', wie will ich dich vergnügen? 1073, M. Kommt her zu mir. Jun Hosianna, Davids Sohn! 7. So laßt uns nun den lieben 7. Du willst es aber ganz allein: HErrn mit Leib und Seel' nach- O! wär' es doch nur gänzlich rein gehen, und wohlgemuth, getroft von allen fremden Gästen! Du mnd gern bei ihm im Leiden bringest mit Gerechtigkeit im tehen; denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron' des ew'gen Lebens nicht davon. Heil'gen Geiste Fried' und Freud', was ist nun hier zum Besten? 8. Nimm in der Armuth es für gut mit Ehre, Liebe, Furcht, Demuth, und ganz gelaß nem Willen; mein Glaube hänget fest an dir, mels Thron zu allen armen Sündern; zeuch ein! zeuch ein! dir ſtehet hier ganz aufgeschlossen Thor und Thür bei deinen armen Kindern. 6. Was bitt' ich mehr? was wünsch' ich nun? Dir ist's allein darum zu thun, du sprichst: Gieb mir dein Herze! Willst du es nun, so sei es dein, dem Herzen kann nicht besser sein, als bei der Lebensferze. o könnte das dich stillen! 9. Ach! aber alles ist zu schwach, wo du nicht selber hilfst hernach, darum sei du ersuchet! Ei stokb nur alles gleich hinaus, was dir 2. Mein Herz empfängt dich mißfällt in diesem Haus, der Saherzlich gern, du GOttessohn, du tan sei verfluchet. Davidsstern! du wahrer Weibes- 10. So nimm denn nun, was samen; du Siloh, Heiland, du gemacht, zeuch in mein Herz, Hirt und Heil! mein Bruder, Gnadenthron und Heil! komm in des HErren Namen. nimm es in Acht, dir sei es ganz ergeben; bereit' es selbst zu deiner Ruh', und schließ' die Thüre nach dir zu. Willkommen, o mein Leben! 1074. M. In dich hab' ich geh. Mun, liebe Seel', nun ist es Zeit, wach' auf, erwäg' mit Luſt und Freud', was GOtt an uns gewendet: sein'n lieben Sohn von's Himmels Thron in's Jammerthal gesendet. 2. Nicht nur den Juden blos allein, die sein's Geblüt's und Stammes sein, sondern auch allen Heiden ist aufgericht't das ewig Sicht, erleuchtet sie mit Freuden. 3. Der 3. Komm, König, Friedefürst und Held, Erlöser, Mittler, Lösegeld! du Licht und Troft der Hei den! o Seligmacher, Hülf' und Schuß, Versöhner, Rath, Brophet und Truß, zeuch in mein Herz mit Freuden. 4. Ach! sei gelobt, Immanuel! du Sieg'sfürst über Tod und Höll! du Tilger meiner Sünden! Ich bitte, fehre bei mir ein, wie wohl ein schlechter Raum wird sein zur Wohnung da zu finden 556 Anhang. 3. Der Heiden Erstling wunder-| 7. Laß du von Sünden abe, und lich durch einen Stern er holt zu sei ein frommer Christ, ich will dich fich, daß sie den Heiland schauen, selber laben, und schenken meinen und ihren HErrn in Andacht Geist, der dich zum Himmel weis't. ehr'n mit glörbigem Vertrauen. 8. Ich will dich selber speisen mit meinem Leib und Blut, mein' Lieb' andir beweisen, und will dir theilen mit mein'n Schatz und höchstes Gut. 4. Nun, die ihr Heiden seid gewest, begeht mit Dank der Heiden Fest, laßt eure Stimmen flingen, laßt ihm zu Ehr'n euch fröhlich hör'n mit gläubigem Lobsingen. 5. DJEsu! unser Heil und Licht, halt über uns dein Angesicht, mit deinen Strahlen walte, und mein Gemüth durch deine Güt' mit deinem Licht erhalte. 6. Dein Glanz all' Finsterniß verzehr', die trübe Nacht in Licht vertehr', leit' uns in deinen Wegen, daß dein Gesicht und herrlich Licht wir ewig schauen mögen. G. V. 1075. M. In dieser Abendstunde. D Christe! Morgensterne, leucht' uns mit hellem Schein, schein' uns vom Himmelsthrone an die sem dunkeln Ort mit dein'm göttlichen Wort. 2. O JEsu! Trost der Armen, mein Herz heb' ich zu dir, du wirst dich mein' erbarmer, dein' Gnade schenken mir, das trau' ich gänzlich dir. 3. Ich kann und mag nicht schlafen, ich kann nicht fröhlich fein, mir ist verwund't mein'Seele und fürcht' der Höllen Pein; o Christ', erbarm' dich mein! 4. O JEsu, lieber HErre, du ein'ger GOttessohn, von Herzen ich begehre, du wollst mir Hülfe thun, du bist der Gnadenthron. 5. Du haft für mich vergossen dein rosinfarbnes Blut, das laß mich, HErr, genießen, tröst' mich durch deine Güt', hilf mir, das ist mein' Bitt. JEsus. 6. Ist dir verwund't so sehre die arme Seele dein, thu dich zu mir bekehren, ich will dein Helfer fein, vergeben Schuld und Bein. 9. O JEsu! Lob und Ehre sing ich dir allezeit, den Glauben in mir mehre, daß ich nach dieser Zeit mir dir eingeh' zur Freud'. 10. Dies Liedlein ich dir singe, HErr Christ, in meiner Noth, ach hilf, daß mir'3 gelinge, im Le ben und im Tod durch deine Wunden roth. 1076. M. Wer nur den lieben. ! daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund, so stimmt ich damit um die Wette, vom allertiefsten Herzensgrund, ein Loblied nach dem andern an, von dem, was GOtt an mir gethan. 2. O! daß doch meine Stimm' erschallte bis dahin, wo die Sonne steht, o! daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang' es noch im Laufe geht. Ach! wär ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang. 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß, und stehet munter im Geschäfte zu GOttes, meines HErren, Preis. Mein Leib und Seele schicke dich und lobe GOtt herzinniglich. 4. Jhr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu GOttes Ruhm belebet sein, und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach! Alles, Alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben, denn Anhang. denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für Seel' und Leib; Lob sei dir, mildester Berather, für allen edlen Zeitvertreib, den du mir in der ganzen Welt zu meinem Nußen hast bestellt. 8. Mein treuster JEju, sei gepriesen, daß dein erbarmungs: volles Herz sich mir so hülfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von aller Teufel Grausamkeit zu deinem Eigenthum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Gottesgeist! für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Denn wo was Gut's von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher GOtt? Wer schüßet mich auf meinen Wegen? Du, du, o starter Zebaoth! du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Vor andern tüß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast; wie viel thut sie mir doch zu gute, und ist mir eine sanfte Laft! Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Liebsten sei. 11. Jch hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage durch dick und dünne haft geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht voller Freude in deinem steten Lobe stehn? wie sollt ich auch im tiefften Leide nicht triumphirend einhergehn? und fiele auch der Himmel ein, so wollt' ich doch nicht traurig sein. 557 13. Drum reiß' ich mich jetzt aus der Höhle der schnöden Eitelkeiten los, und rufe mit erhöhter Seele: Mein GOtt, du bist sehr hoch und groß! Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit gehört dir jeßt und allezeit. 14. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt, ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird fraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 15. Ach! nimm das arme Lob auf Erden, mein GOtt! in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich ein schöner Engel bin; da sing' ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Joh. Menger. 1077. In eigener Melodie. GOttes Stadt! o güldnes Licht! o Wohnhaus voller Freuden, wann schau ich GOttes Angesicht! wann endet sich mein Leiden, wann schmeck' ich seine große Güte? O Lieb', es brennet mein Gemüthe, ich lieg' und seufze mit Begier, o allerschönste Braut, nach dir. 2. Wie bist du mir so trefflich schön, weiß, zierlich, sonder Tadel, wie glänzend bist du anzusehn, du Braut vom höchsten Adel! du schönste Tochter unsers Fürsten, nach deiner Liebe muß ich dürften; der König selbst hat große Freud an deiner werthen Lieblichkeit. 3. Wie sieht dein Liebster, jag es mir? Er ist ganz außerlesen, wie Rosen seiner Wangen Zier, wie Gold sein prächtig Wefen; er ist der schönste Baum in Wäldern, er ist die beste Frucht auf Feldern; wie Milch und Blut zusammen stehn, so ist mein Liebster anzusehn. 4. Da si ich unter ihm allein, den Schatten mir zu wählen, denn seine Frucht wird süßer sein, als Honig Anhang. 558 Honig meiner Kehlen. Als ich erst tam in seinen Orden, bin ich fast gar entzücket worden, und als ich kaum vom Schlaf erwacht, da sucht' ich ihn die ganze Nacht. Sterne Licht, den Himmel bunt zu malen. Dein Jesus will die Sonne bleiben, die alles Dunkel kann vertreiben, wo die sich zeiget offenbar, da ist ein' Klarheit mehr als klar. 5. Nun tüff' ich seiner Augen Licht, nun hab' ich ihn berühret; ich halt' ihn fest und laß ihn nicht, bis er mich schlafen führet. Dann wird er mir im Freudenleben fein' auserwählte Brüste geben; dann wird er, wunderbarer Weis', erfüllen mich mit Himmelsspeis'. 11. Da steht der König aller Welt ganz prächtig in der Mitten; da will er dich, der tapfre Held, mit Freuden überschütten; da hör' ich seine Diener singen, und ihre Lippen Opfer bringen; da rühmet ihres Königs Kraft des Himmels ganze Brüderschaft. 6. Es wird kein Hunger plagen mich und auch kein Durst mehr 12. Da ist des Lammes Hochzeitquälen. O. sollt' ich nur stets fest, worauf zusammen kommen, herzen dich, und mich mit dir die GOtt aus Krieg, Angst, Hunvermählen; o sollt' ich deine Pfor- ger, Best hat in sein Reich genomten sehen, und bald auf deinen men; da sind sie frei von allen Gaffen gehen! o sollt ich, du mein goldner Schein, nur erst in deiner Hütte sein! Nöthen, da reden sie mit den Propheten, da wohnet der ApostelZahl, wie auch die Märt'rer allzumal. 7. Aus Edelsteinen sind gemacht bein' hochgebaute Mauern, von Perlen ist der Thore Pracht, welch' unverweslich dauern. Nur Gold bede fet deine Gassen, da täglich sich muß hören lassen ein Lobgesang; man singt allda das freudenreich' Halleluja. 13. Auf dieſer Hochzeit finden sich, die GOtt bekennet haben, und von den Heiden jämmerlich ge tödtet, nicht begraben; da freuen sich die keuschen Frauen, da lassen sich die Töchter schauen, welch' hier ihr Leben Tag und Nacht in Zucht und Tugend zugebracht. 14. Da sind die Schiflein, die der Lust der schnöden Welt entronnen, die saugen jezzo GOttes Brust, ſie trinken aus dem Bronnen, der lauter Freud' und Wollust giebet; da liebet man und wird geliebet; die Herrlichkeit ist zwar nicht gleich, doch lebt man gleich an Freuden reich. 8. Da sind der schönen Häuser viel, ganz von Saphir erbauet, des Himmels Pracht hat da kein Biel; wer nur die Dächer schauet, der findet lauter goldne Ziegel, ja, goldne Schlösſer, goldne Riegel, jedoch darf Reiner geh'n binein, er muß denn unbeflecket sein. 9.D 3ion, du gewünschte Stadt! du bist nicht auszugründen. O 15. Die höchste Luft ist, unsern Stadt! die lauter Wollust hat, GOtt in Ewigkeit zu sehen, und in dir ist nicht zu finden Schmerz, vor dem großen Zebaoth bei KöKrankheit, Unglück, Trauern, Bagen, Nacht, Finsterniß und and're Plagen. Es ändert sich niht Tag noch Zeit, in dir ist Freud' in Ewigkeit. nigen zu stehen, ia recht in Himmelsfiebe brennen, die beſten Freunde wiederkennen, mit allen Engeln freuen sich, und lieblich fingen ewiglich. 10. O Stadt! in dir bedarf man nicht der Sonne gold'ne Strahlen, des Mondes Schein, der 16. O GOtt! wie selig werd' ich sein, wenn ich aus diesem Leben zu dir geh' in dein Reich hinein, das Anhang. das du mir dort wirst geben. Ach HErr! wann wird der Tag doch kommen, daß ich zu dir werd' auf genommen! Ach HErr! wann kommt die Stund' heran, daß ich in Zion jauchzen kann? 1078. M. Was GOtt tbut das. großer GOtt in's Himmels Thron, hilf, daß ich mög' erkennen, wer doch gewesen die Perfon, und wie sie sei zu nennen, die hier für mich so ritterlich bis in ihr Grab gestritten, als sie den Tod erlitten. 2. Ach! ist es nicht dein liebstes Herz, dein Kind und Eingeborner? Wie leidet denn so großen Schmerz, o Gott, dein Ausertorner? wie kann es sein, daß solche Bein dem Helden wird ge geben, der allen giebt das Leben? 3. Ja, Vater, ist es nicht der Mann, von dem du selbst gesaget: Er ist es, der mich stillen kann, mein Sohn, der mir behaget? wie muß denn er jebund so schwer die Bürden auf sich nehmen, den Tod dadurch zu zähmen? 4. Jst er nicht selbst die Herrlichkeit? und wird dennoch verspeiet; ja, heist er nicht ein Held im Streit? und wird so leicht zerstreuet; ist er nicht Gott, und leidet Spott? ist er nicht frei von Schulden? und muß den Tod erdulden. 5. Ofrommes, unbeflecktes Lamm, o schönster Mensch auf Erden, o Manna, das vom Himmel kam, du mußt geopfert werden; dein'Händ' und Füß', als die so süß am letzten End' uns laben, die werden ganz durchgraben. 6. Dein würd'ges Haupt, o GOttessohn, das wir mit Zittern eh ren, bedecet eine Stacheltron', dein Elend zu vermehren; dein treuer Mund, der Wahrheit Brund, die rosenfarbnen Lippen ind bleicher als die Klippen. 553 7.0 große Lieb'! jetzt ſeh' ich recht die Wund in deiner Seiten, dadurch du willst mir armen Knecht ein ew'ges Reich bereiten. Dies Herzensblut, das hohe Gut, desgleichen nicht zu finden, befreiet mich von Sünden. 8. Dein' Augen voller Freundlichkeit, der Menschen Lust und Wonne, die klarer waren vor der Zeit, als die so klare Sonne, verändern sich so jämmerlich, die schönsten Lichter schwellen, von lauter Thränenquellen. 9. Sie rinnen wie ein Wasserfluß auf die zerschlagnen Glieder, sie fallen, als ein Regenguß, die zarten Wangen nieder. Ach! nichts ist hie, als Angst und Müh', es wird mit tausend Plagen der schöne Leib zerschlagen. 10. Du trägst die Strafe meiner Schuld und schweren Missethaten, ja läsfest dich aus lauter Huld am Pfahl des Kreuzes braten; das that die Lieb', HErr, die dich trieb, die Sünder aus dem Rachen der Hölle frei zu machen. 11. D Wunderwert! der Herrlich ist, nimmt auf sich uns're Schande! der keusch, gerecht und sonder List gepriesen wird im Lans de, trägt mit Geduld ganz fremde Schuld, ja hat sein eig'nes Leben für uns'res hingegeben. 12. Wie niedrig bist du worden, HErr, um unsrer Hoffart willen? dein Geißeln, Marter und Bes schwer muß uns're Frechheit stillen. Nur uns'e Lust, der Sünden Wust, gebären deinem Herzen, o Heis land! so viel Schmerzen. 13. Jch bin, HErr JEsu, ganz verflucht, du aber bist der Segen; noch hat der Segen mich gesucht auf gar verfluchten Wegen. Ich hab' allein die höchste Pein mit Sünden wohl verdienet, du haft mich ausgefühnet. 14. Jch Anhang. 560 14. Ich war verkauft zur Höllengluth um so viel böser Thaten, da wußt' allein dein göttlich Blut in folcher Noth zu rathen. Der theure Schaß behielt den Plaß, und Satan mußte weichen, Sünd', Höll' und Tod desgleichen. 15. Nun höret auf des Höchsten Rach', es ist sein Zorn gestillet durch so viel Schmerzen, Pein und Schmach, nun ist die Schrift erfüllet, des HErren Tod hat nun die Noth auf Erden weggenommen, der Fried' ist wiederkommen. 16. Herr JEsu, nimm mich gnädig an, vertilg' in mir die Sünde, welch' ich nicht gar ertödten kann, wie leider ich wohl finde. Nur eins bitt' ich, HErr laß ja mich dein theuer Blutvergießen bis in mein Grab genießen! J. Rist. 1079. 3. Sieh' nicht auf mein'n sündlichen Staat, tilg' alle meine Missethat; HErr, wollest in mir schaffen ein rein Herz, thu' ich hoffen. Ein'n rechten Geist erneu' in mir; verwirf mich auch nicht gar von dir, nimm nicht dein'n Heil'gen Geist von mir, sein' Gnad mir leiste, und laß mir wieder kommen her den Trost mein's Heils, o GOtt, mein HErr! der freud'ge Geist ent halte mich. Die Gottlosen will lehren ich, ihr' Wege zu dir kehren. 4. Von Blutschulden auch mich errett', o GOlt, du meines Heils einGott, daß meine Zung' mög' ers schallen dein Gerechtigkeit ob allen. HErr! thu mir auf die Lippen mein, mein Mund verkünd' das Lobe dein, zum Opfer haft kein Luste; ich gäb' es dir auch sonste; Brandopfer auch gleich allesammt gefall'n dir nicht, sind nur ein Tand, vor deinen Augen nur ein Haß; die Opfer GOtt's sind aber das: ein gar zerbrochen Geiste. 5. Ein zerbroch'n und zerschlagen Herz wirst du nicht werfen hinterwärts, und wirst es nicht verachten, das kann ich wohl betrachten. O HErre GOtt, thu' wohl Zion nach deinem guten Willen schon, Jerusalem die Mauern nun wieder zu erbauen; dann wirst du haben Lust und Freud' zum Opfer der Gerechtigkeit, zu den Brandopfern deinen Muth, so wird man dann die Kälber gut auf deinen Matth. Greiter. HErre GOtt! begnade mich, nach deiner Güt' erbärme dich, tilg aus mein Uebertretung, nach deiner groß'n Erbarmung, und wasch' mich wohl, o Herre GOtt, von aller meiner Missethat, und mach mich' rein von Sünde, die ich in mir befinde; denn meine Sünd' ist stets vor mir, ich hab' allein gesündigt dir, por dir hab' ich Uebels gethan; in deinen Worten wirst du bestahn, so man die Rede richtet. 2. Sieb, in Untugend bin ich gemacht, wie mich mein' Mutter hat gebracht, in Sünden mich em-| Altar legen. pfangen: viel Sünd' hab ich begangen. Zur Wahrheit aber hast du Luft, und gabeft mir auch, daß ich wußt, gen, die heimlich ist verborgen. Bespreng' mich HErr, mit Ysop schön, daß ich werd' rein, und masch' mich nun schneeweiß, auch Freud' laß hören mich, daß die Gebein werden fröhlich, die du so bast zerschlagen. 1080. M. Freu dich sehr o meine. Reiche, Vater, deinem Kinde, das vor tritt, deingenädig Ohr geschwinde, theile, JEsu! Gnade mit, gläubig dich zu rufen an, denn ich ohne dich nichts kann, so wird mein Geschrei erhöret, weil du selber es gelehret. 2. Unter so viel Gnadengaben, die Anhang. 561 und Ehr', daß es mir in meinem Stand wohl ergeh' durch deine Hand, müssen sich die Haffer schämen, können mir gar nichtes nehmen. Rutenic. 1081. M. Alle Menschen müssen inge recht, wenn GOttes Gna die von deiner Vaterhand reichlich wir empfangen haben, so zum Theil uns unbekannt, danke ich insonderheit deinem Schuß und Nachtgeleit, daß mit diesen frühen Morgen ich kann aufstehn ohne Sorgen. 3. Tritt, mein Hirte! mir zur Seiten, wenn mich Sündennoth befällt, laß dein Schäflein nicht abgleiten von der Gnade, die mich hält. Ach! vergieb die alte Schuld um des frommen JEsu Huld; so leb ich an diesem Tage frei von meiner Sündenplage. daß dein Geist sich recht entladi von der Last, die ihn beschwert Ringe, denn die Pfort' ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles in Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal 2. Kämpfe bis auf Blut und Leben, dring' hinein in GOttes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe: halbe Liebe hält nicht Stich. 3. Ringemit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wär's auch Tag und Nacht gethan. Hast du dann die Berl' errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse hast bea zwungen, das uns Schaden pflegt zu thun. 4. Gi! wie gerne will ich lau fen heute deinen guten Steg; zieh mich nur vom großen Haufen, der da geht den breiten Weg, da man teine Wahrheit spürt, der zur Hölle abwärts führt. Hilf mir, fromm, gottselig handeln, und vor deinen Augen wandeln. 5. Nicht mir, HErr! nicht mir gieb Ehre, deinem Namen nur allein; daß ich deinen Ruhm vermehre, laß mich heut dein Werkzeug sein. Gieb, daß ich sei gleich und schlecht, gegen Jedermann gerecht, auch Barmherzigkeit ausübe, christlich meinen Nächsten liebe. 4. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zittern wahr, hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. Halte ja die Krone feste, halte männlich, was du hast, recht bes harren ist das Beste, Rückfall ist ein böser Gast. 6. In der Absicht auf mich felber, gieb, daß ich heut züchtig sei, nicht wie jene geile Kälber, die sich dünten trefflich frei, und zerreißen GOttes Seil, fuchen in der Weltihr Theil, lassen Gutes ihren Jungen, meinen, daß sei recht gelungen. 7. Christe! du weißt alle Dinge, weißt, daß ich nicht reine bin, sieh doch, wie ich sehnlich ringe, um zu haben deinen Sinn, der ist heilig, teusch und rein. Ach! hilf mir auch also sein, Welt und Fleisch und Blut befriegen, und damider stets zu siegen. 5. Laß dein Auge ja nicht gef fen nach der schnöden Eitelkeit, bleibe Tag und Nacht in Waffen, fliehe Träg- und Sicherheit; laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zügel nicht. Willst du die Begierden füllen, so verlöscht das Gnadenlicht. 8. Kann ich diesen Zweck erreichen, 6. Fleischesfreiheit macht die mein GOtt! was will ich denn Seele talt und sicher, frech und mehr? thust du mir dies Gnaden-| stolz, frißt hinweg des Glau zeichen, giebest mir auch Brod bens Dele, läßt nichts, als ein N n faules 562 Anhang. faules Holz. Wahre Treu führt| Mich verlangt bei dir zu wohnen, mit der Sünde bis in's Grab be- JEiu, theurer GOttessohn, führe ständig Krieg, richtet sich nach mich zu Himmelsthronen, seb mir teinem Winde, such in jedem auf die Lebenskron'. Kampf den Sieg. 1082. M. Freu dich sehr, o meine. nur auf gegenwärt'ge Zeit; sondern schauet über euch, ringet nach dem Himmelreich, und bes mühet euch auf Erden, wie ihr möget felig werden. 7. Wahre Treu' liebt Christi Wechaffet, schaffet, Menschentins ge, steht beherzt auf ihrer Hut, der, schaffet eure Seligkeit, weiß von feiner Wollustpflege, bauet nicht, wie freche Sünder, hält sich selber nichts zu gut, Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: Du bist toll; weil es, wenn GOtt wird erscheinen, lauter Heulen werden soll. 8. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schaß doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht, und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt in's Himmelreich. 9. Denkt bei jedem Augenblicke, pb's vielleicht der leßte sei; bringt bie Lampen in's Geschicke, holt stets neues Del herbei. Liegt nicht alle Welt im Bösen? steht nicht Sodom in der Gluth? Seele, wer soll dich erlösen? Cilen, eilen ist hier gut. 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut, und desselben Neigung ges hen, sondern was GOtt will und thut, das muß einzig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allen übel oder wohl gefallen. 3. Ihr habt Ursach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß GOttes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja, daß außer seiner Gnade, in euch nichts denn Seelenschade. 10. Gile, wo du dich erretten, und nicht mit verderben willst; mach dich los von Sündenketten, flieb, als ein gejagtes Wild. Lauf der Welt doch aus den Händen, dring' in's stille Zoar ein, eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allem rein. 4. Selig! wer im Glauben käme pfet, selig, wer im Kampf besteht, und die Sünden in sich dämpfet; selig! wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 11. Laß dir nichts am Herzen kleben, flieh vor dem verborgnen Bann, such' in GOtt geheim zu leben, daß dich nichts beflecken tann. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräut'gam hüpft und springt, und wenn du nun überwunden, dich zum Schauen GOttes bringt. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein. Ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; wahren Siegern wird die Krone nur zum beigelegten Lobne. 12. Gile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin be6. Mit der Welt sich luftig mas chen, hat bei Christen keine Statt! fleischlich reden, thun und lachen, schwächt den Geist und macht ihn reit, nun mein Hüttlein abzulegen, matt. Ach! bei Christi Kreuzes mich dürft't nach der Ewigkeit. fahn Anhang. fahn' geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle thun und scherzen. 7. Furcht muß man vor GOtt stets tragen, denn er kann mit Leib nnd Seel' uns zur Hölle niederschlagen; er ist's, der des Geistes Del, und nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen giebt. O! so laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sünden Glieder, welche Satan in euch regt, in den Kreuzestod danieder, bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Händ' und Füße ab, was euch är gert, sentt in's Grab, und denkt mehrmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte. 9. Zittern will ich vor der Sünde, und dabei auf JEsum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach! mein Heiland, geh' doch nicht mit mir Armen in's Gericht; gieb mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, das geschehe, Amen: GOtt, versiegle dies in mir, auf daß ich in JEsu Namen so den Glaubenstumpf ausführ'. Er, er gebe Kraft und Stärk, und regiere selbst das Wert, daß ich wache, bete, ringe, und also zum Himmel dringe. 1083. M. GOtt des Himmels. ( chauet, schauet doch, ihr Sünder! wie's mit eurem JEsu steht; weint und klagt, ihr Men schenfinder, die ihr hier vorüber geht! Kann ein Schmerz und eine Bein auch wie JEsu Schmerzen sein? 563 3. Seht, wie ist sein Haupt durchstochen von der spiz'gen Dornentron'! seht, die Augen sind gebrochen, Leib und Seele trennt sich schon! kann ein Schmerz und 2c. 4. Ach! jetzt neigt er sich zum Ens de! Ach! jetzt schreit er: Meinen Geist, Vater, nimm in deine Hände! Seht, die Erde drobzerreißt. Kann ein Schmerz und eine Bein 2c. 5. Ach! wer ist, den das nicht schmerzet? wer ist, dem das Herz nicht bricht, weil die Sonne sich selbst schwärzet, und entzieht der Welt ihr Licht, weil kein Schmerz und keine Bein kann wie JEsu Schmerzen sein. 1084. M. JEfu, meine Freude. Keele, sei zufrieden! was dir 2. Händ' und Füße sind durchgraben, Herz und Haupt ist matt und schwach, Gall' un. Essig soll ihn laben in dem größten Ungema. Kann ein Schmerz und eine Bein auch wie JEsu Schmerzen sein? GOtt beschieden, das ist alles gut. Treib aus deinem Herzen Ungeduld und Schmerzen, fasse frischen Muth. Ist die Noth dein tglich Brod, mußt du weinen mehr als lachen; GOtt wird's doch wohl machen. 2. Bringt der Feinde Menge alles in's Gedränge, was die Wahrs heit liebt; will man deinen Glau ben von dem Herzen rauben; sei nur unbetrübt; stellt man dir viel Elend für, brummen der Verfolger Rachen; GOtt wird's doch wohl machen. 3. Scheint der Himmel trübe, und der Menschen Liebe stirbet ganz dahin; kommt das Ungelücke fast all' Augenblicke, und quält deinen Sinn: nur Geduld! des Himmels Huld sieht auf alle deine Šaden; GOtt wird's doch wohl machen. 4. Ungeduld und Grämen kann nichts von mir nehmen, macht mir großen Schmerz. Wer sich widerseßet, der nur mehr verletet, drum Geduld, mein Herz! aus dem Sinn mit Sorgen hin, drücket gleich die Last dich Schwachen, GOtt wird's doch wohl machen. Nn 2 5. Wer 564 5. Wer ein Christ will heißen, muß sich auch befleißen, alles auszustehn. Mag doch alles wittern, Erd' und Himmel zittern, ja, zu Grunde gehn; der steht fest, den GOtt nicht läßt. Drum laß alle Wetter frachen, GOtt wird's doch wohl machen. Anhang. 6. Auf die Wafferwogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne blickt. So muß auf das Weinen lauter Freude scheinen, die das Herz erquickt. Laß es sein, wenn Angst und Bein mit dir schlafen, mit dir wachen, GOtt ird's doch wohl machen. 7. Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Geduld be siegt. Fröhlich ausgehalten, und GOrt laffen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, für, alles Unglück zu verlachen, GOtt wird's doch 2c. 8. Nun, so soll's verbleiben, ich will mich verschreiben, GOtt getreu zu sein; beides, Tod und Leben, bleibet ihm ergeben, ich bin fein, er mein. Senn mein Ziel ist: Wie GOtt will. D'rum sag' ich in allen Sachen: GOtt wird's doch wohl machen. 1085. M. Jefus meine Zuv. eele, was ermüd'st du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich, und zu lauter Nicht 3 werden? Suche JEsum und sein Licht, alles and're hilft dir nicht. B. Schmold. 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu GOtt aufschwingen, richt' ibn stets zum Himmel hin, laß ihn i die Gnad ein dringen. Suche JEsum und sein Licht. alles and're hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft füße Ruh', dein betrübtes erz zu iaben: eil' zur Lebensquell' hinzu, da kannst du sie reichlich haben. Suche JEsum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unsel'ge Bein, so das finstre Reich gebieret; laß nur den dein Labsal sein, der zurGlaubensFreude führet. Suche JEsum 2c. 5. Ach! es ist ja schlecht genug, daß du sonst die Zeit verdorben mit nichtswürdigem Gesuch, dabei du fast bist erstorben. Suche 3Esum und sein Licht, alles 2c. 6. Geh' einfältig stets einher, laß dir nicht das Ziel verrücken, GOtt wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche JEsum und sein Licht 2c. 7. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz and'res Wesen heget, als dem Höchsten wohlgefällt, und dein Ursprung dir vorleget? Su che JEsum und sein Licht, alles 2c. 8. Du bist ja ein Hauch aus GOtt, und aus seinem Geist ges boren, darum liege nicht im Roth bist du nicht zum Reich erforen? Suche JEium und sein Licht zc. 9. Schwinge dich fein oft im Geist, über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfehet stehen. Suche JEsum und sein Licht, alles 2c. 10. Nahe dich dem lautern Strom, der vem Thron des Lam= mes tließet auf die, so da keusch und fromm, sich in reichem Maaß ergießet. Suche Jum und 2c. 11. Paß dirseine Mastejtät immerdar vor Augen ichweben. laß mit brünstigem Gebet sich sein Herz zu ihm erheben. Suche JEsum 2c. 12. Sei im Uebrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen, glaube, daß dein Lebenswill' stils len merde dein Verlangen. Drum such JEsum und sein Licht, alles and're hilft dir nicht. 1086. Mei. Wer ist wohl. ( eelen Bräutigam, JEsu, GOttes Lamm! habe Dank für deine Liebe, die mich zieht aus reinem Triebe von dem Sündenschlamm, JEsu, GOttes Lamm. 2. Deine Anhang. 2. Deine Liebesgluth stärket Muth und Blut; wenn du freundlich mich anblickest, und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemuth deine Liebesgluth. 3. Wahrer Mensch und GOtt, Trost in Noth und Tod; du bist darum Mensch geboren, zu erseßen, was verloren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und GOtt! 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht; salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd' ich in dir bleiben für und für! deine Liebe will ich ehren, und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd' in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm' mich ernähre, 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb', uns, den Deinen, die dich kennen, und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deiner Frieden gieb. 9. Wer der Welt abstirbt, emsig sich bewirbt um den lebendigen Glauben, der wird bald empfindlich schauen, daß Niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif' ich dich, du mein ganzes Jch, ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 565 12. Wenn ich mich aufs Neu wiederum erfreu', freuest du mich auch zugleiche, bis ich dort in deinem Reiche ewiglich auf's Neu mich mit dir erfreu'. 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenfron'; hier im Hoffen und im Glauben, dort im haben und im Schauen; denn die Ehrenkron' folgt auf Spott und Hohn. und verwehre, daß die Welt mich Seelenweide meine Freude, nicht ob mir gleich gram, Held aus Davids Stamm. 7. Großer Friedefürst! wie haft du gedürft't nach der MenschenHeil und Leben, und dich in den Tod gegeben, da du riefst: Mich bürst't! großer Friedefürst. laß mich fest an mit Verlangen an dir hangen, bleib' mein Schuß, Schild und Panier. 11. Wenn ich meinen muß, wird dein Thränenfluß nun die meinen auch begleiten, und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thränenfluß fich bald stillen muß. 14. JEsu! hilf, daß ich allhier ritterlich alles durch dich übers winde, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 15. Du, mein Preis und Ruhm, werthe Saronsblum', in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werthe Saronsblum', du mein Preis und Ruhm. 1087. M. Liebster Jesu, bu. 2. Lebensquelle, tlar und helle bist du, wenn ich dich empfind', deine süße Liebestüsse süßer mir als Honig sind. 3. Laß, mein JEfu, teine Unruh mich von deiner Lieb' abführ'n; ob die Welt schon auf dein Zion ihren Haß und Grimm läßt ſpür'n. 4. Ob gleich Dornen mich von vornen und von hinten ganz umringt, schüßest du mich, daß kein Dornstich seine Kraft an mir vollbringt. 5. Weizenkörner, UnkrautsDörner hier beisammen müffen stehn; dort wird scheiden GOtt die beiden, wenn die Ernte wird angehn. 6. Saulus Schnauben kränkt den Glauben und verfolgt die kleine Heerd'. Mein GOtt, höre, viel bekehre, daß dein Kirchlein fruchtbar werd'. Nn 3 7. Und Anhang. 566 7. Und viel Glieder hin und wie der sich zu dir noch finden ein, so wird Freude nach dem Leide über die Bekehrung ſein. 8. Armes Zion, GOtt ist dein Lohn, bleibe du nur ihm getreu, sei geduldig, leb' unschuldig vor der Welt, und rede frei. 9. Schmale Wege, enge Stege zeigen, wie vorsichtig wir wandeln sollen, wenn wir wollen ohne Anstoß leben hier. 10. Furcht und Zittern muß erschüttern Leib und Seel' in wahrer Buß': Reu' im Herzen, GlaubensKerzen GOtt in uns anzünden muß. 11. Brennt der Glaube, ei so schaue, mas für Kräfte er uns giebt; du sollst meiden, willig leis den, gerne thun, was GOtt beliebt. 12. Gifrig haffen, unterlassen, was nur GOtt zuwider ist, seinen Willen zu erfüllen, danach strebt ein wahrer Christ. 1088. Mel. GOtt des Himmels. ich, hier bin ich, Ehrenkönig, lege mich vor deinen Thron, schwache Thränen, tindlich Sehnen bring' ich dir, du Menschensohn! Laß dich finden, laß dich finden von mir, der ich Asch und Thon. 2. Sieh doch auf mich, HErr, ich bitt' dich, lenke mich nach deinem Sinn; dich alleine ich nur meine, dein erfaufter Erb' ich bin. Lag dich finden:,: gieb dich mit und nimm mich hin. 3. Jch begehre nichts, o HErre, als nur deine freie Gnad', die du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der Welt. Laß dich finden:,: der hat alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Seelen wonne, unbeflecktes GOtteslamm! in der Höhle meine Seele suchet dich, o Bräutigam! Laß dich finden:: aus Davids, Stamm. 5. Hör' wie fläglich, wie beweglich dir die treue Seele fingt, wie demüthig und wehmüthig deis nes Kindes Stimme tlingt! Laß dich finden, denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichthum, Wollust, Ehr' und Freud' sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden:: großer GOtt, ich bin bereit. 1089. Mel. Was mein GOtt, o gehst du nun, mein JEsu, hin, den Tod für mich zu leis den, für mich, der ich ein Sünder bin, der dich betrübt in Freuden. Wohlan! fahr' fort, du edler Hort, mein'n Augen soll entfließen ein Thränensee, mit Ach und Weh dein Leiden zu begießen. 2. Ach Sünd'! du schädlich Schlangengift, wie weit fannst du es bringen! dein Lohn, der Fluch, mich jetzt betrifft, in Tod thut er mich dringen. Jetzt kommt die Nacht der Sünden Macht, fremd' Schuld muß ich abtragen: Betracht' es recht, du Sündenknecht, nun darfst du nicht vers zagen. 3. Ich, ich, HErr JEiu, sollte zwar der Sünden Strafe leiden an Leib und Seel', an Haut und Haar, auch ewig aller Freuden beraubet sein, und leiden Bein, so nimmst du hin die Schulde; dein Blut und Tod bringt mich vor GOtt, ich bleib in deiner Hulde. 4. Was kann für solche Liebe dir, HErr JEsu, ich wohl geben? ich weiß und finde nichts an mir; doch will, weil ich werd' leben, mich, Liebster, dir, hier nach Gebühr zu dienen ganz verschreiben, auch nach der Zeit in Ewigkeit dein Diener sein und bleiben. 1090. In eigener Melodie. So giebst du nun, mein Jeju, Nacht, du denn, mein allerliebstes Leben? Ja du bist hin, dein Leiden ist vollbracht: mein Anhang. 567 10. Drauf wag ichs, und schen' teine Sterbensnoth; auf JEsu Tod ist allezeit gut sterben. So ist denn nun ein Tod nicht mehr ein Tod, er ist ein Gang, das Leben zu ererben. 11. Willkommen, Tod! ich sterbe wohlgemuth; ich liefre dir zu deinen treuen Händen, mein liebster GOtt, dein theu'r erkauftes Gut, den Geist, dafür dein Sohn sich ließ verpfänden. 12. Drauf will ich fort! ihr Engel, seid ihr da? kommt, holet mich, die Welt ist mir zu enge. Nun bin ich durch. Triumph! Victoria! GOtt holt mich ein mit trefflichem Gepränge. 13. Mein JEsus kommt, das liebe GOtteslamm empfänget mich auf seiner Himmelsweide, thut schön mit mir, gleich wie ein Bräutigam, Er führet mich zur stolzen Ruh und Freude. 14. Er spricht zu mir: Willkommen, liebes Kind! auf so viel Angst will ich dich nun erquicken im Paradies, da fromme Seelen sind; tomm, komm, und laß dich an mein Herze drücken. mein GOtt ist todt, sein Geist ist aufgegeben. 2. Mein Schaß ist hin, den meine Seele liebt. Der neigt sein Haupt, dem sich der Himmel bucket; der mir und aller Welt das Leben giebt, wird von dem Tod ins finstre Grab gezücket. 3. Kommt ihr Geschöpfe, kommet doch herbei, tlagt euren HErren, ihr Erdentlüfte zittert! Du Abgrund brich, und gieb dein Angstgeschrei, ihr Gräber reißt, ihr harten Felsen splittert. 4. Ach, trau'rt mit mir! ich seh, der Held im Streit, des Vaters Wort, die Zuflucht aller Frommen, der Menschen Heil, der HErr der Herrlichkeit, der Lebensfürst, ist schmählich umgekommen. 5. Wie schmählich ist dein Leib doch zugericht't! wie schmerzlich ist dein Lebensband zerrissen! doch trennet dieser Riß die Liebe nicht, fie fniet vor deinem Kreuz und will dich ktüsſen. 6. Ach, kann ich dir, mein Schab, zu guter legt denn nicht noch etwas Angenehmes schenken? Hier ist mein Herz, ach! ists so werth geschätzt, so laß dich doch in dieses Grab versenken. 7. So schließ ich denn mit dir mein Herze zu. Nun hab ich dich, wie kann ich denn verderben? bring du mich auch, wenn dirs gefällt, zur Ruh, mit dir will ich, mein JEsu, willig sterben. 15. Mein liebster JEsu! dir sei Lob und Dank, daß mich dein liebster Anblick so erfreuet, so nehm ich denn mein Erbtheil in Empfang, und bin zum Himmelsfürsten eingeweihet. 8. Komm immer, Tod, und senke mich ins Grab, ob gleich mein Herz und alle Kräfte trachen, so segt doch nicht mein JEsus von das Schloß der Seraphinen. mir ab, auch mitten in des bit- 17. Es hält mich hier entzückt tern Todes Rachen. 16. Hier ist gut sein! o Herrlichteit! o Pracht! Weg Welt, mit deinen Perlen und Rubinen; g'nug, daß nunmehr der Himmel mich anlacht, die Engelsburg, 9. Mein JEsus tödtet dich, was willst du, Tod? Er hat sich ja schon in den Sieg verschlungen durch seinen Tod: was hab ich denn für Noth? Ich bin vom Tod zum Leben durchgedrungen. ein schönes Licht, und neben mir die Engel und die Thronen; ich seh von Angesicht zu Angesicht GOtt, der Ein Wesen ist, und drei Personen. 18. Ich hör hier stets die süßeMelodei, die Engelstimm der besten Nn4 Musikanten, Anhang. 568 Musikanten, es wohnet mir in tausend Freuden bei die Schaar von Himmelsfreunden und Verwandten. 19. Troß Unglück, Troß, das eins sich an mich macht, Troß, daß mir Satan droht mit einem Stoße. Furcht, Sorge, Kummer, Traurn, gute Nacht, ich lache dein In meines JEsu Schooße. 20. Weicht Schmerz und Web', bie ihr mich in der Zeit so hart gedrückt, habt Dank für eure Plagen, ihr habt gemacht, daß ich in Ewigkeit darf desto schönre Ehrentronen tragen. 21. Ade, mein Leib, und armes Marterhaus, ade, ihr matten, abgezehrten Glieder, ihr habt euch gnug durchächzt, nun ist es aus; geht, leget euch in GOttes Seamen nieder. 22. Nimm, Erd', indeß den blassen Körper an, laß ihn in deinem Schooß feinsanfte liegen, so will ich alles, was du mir gethan an Angst und Drangsal, ewig nimmer rügen. 23. So laß ihn dir fein wohl befohlen sein, bis JEsus ruft: Auf lieben Freund und Brüder, tommt, nehmt mit Leib und Seel' den Himmel ein; so gieb ihn ohn' Verzug der Seele nieder. 24. Daß ich mit Leib und Seel aus meiner Gruft, dem wunderschönen Aufgang aus der Höhe entgegen werd' gezücket in der Luft, und in sein Reich mit vollen Sprüngen gehe. 10 91. M. Sesus meine Zuvers. Sterblicher, du gehit vorbei, wo man mich hat hingeleget schaue hier dein Conterfei, wenn man dich zum Grabe träget. Meine Gruft ist ein Prophet, daß es dir, wie mir ergeht. 2. Dieser Staub ist auch vorhin Fleisch und Bein, wie du, gewefen. Wie ich itund Asche bin, so wird man von dir auch lesen; man vergißt im Tode mein; so wird dein vergessen sein. 3. Heute mir und morgen dir, du mußt endlich an den Reihen; darum stirb bei Zeiten hier, so darfst du den Tod nicht scheuen. Du hast keine Todesfrist, Mensch, bedenke, was du bist. B. Schmold. 1092. In eigener Melodie, Süßer Christ, bu, bu bist meine Wonne, du bist meines Hers zens Lust, die ich trag in meiner Brust, o du schöne Himmelssonne. 2. Du hast ja für mich lassen tödten. Dein den Rosen gleiches Blut ist für meine Seele gut, wenn sie tämst in höchsten Nöthen. 3. Drum, o Schap, laß mich Platz bei dir finden, hast du doch die Seligkeit auch für mich, dein Kind, bereit't, und bezahlt für meine Sünden. 4. Sprichst du nicht, dein Gesicht blickt auf Arme? daß es, wie ein Vater thut, über das geplagte Blut sich zur rechten Zeit erbarme. 5. Ist nicht fund, daß dein Mund dem verziehen, der im Tempel Reue trug, und mit Web ans Herze schlug? soll ich denn nun vor dir fliehen? 6, Nein! auf dich gründ ich mich, du kannst retten, wenn mich gleich der blasse Tod, wenn mich Hölle, Qual und Noth allbereits gefangen hätten. 7. Nimm mich auf, wenn mein Sauf wird geschlossen; laß in deiner Seiten Schrein meine Seele sicher sein, weil dein Blut für sie vergoflen. 8. Fort, o Welt, mir gefällt nichts auf Erden. Leid ist in der Eitelkeit, Lust ist in der Seligkeit: JEsu, laß mich selig werden. 3. S. Ofterlied. 1093.. Erschienen ist der herrl. riumph! Triumph! es kommt mit Pracht der Siegesfürst heut aus der Schlacht; wer seines Reiches Anhang. 569 Reiches Unterthan, schau heute kämpfen hier, daß wir als Reichssein Triumphfest an. Halleluja. 2. Vor Freuden Thal und Wald ertlingt, die Erde schönes Blumwerk bringt, der Zierrath, die Tapezerei zeugt, daß ihr Schöpfer Sieger sei. Halleluja. genossen dort dir folgen durch die Siegespfort'. Halleluja. 1094. M. Alle Menschen müssen. Mater, liebstes Vaterherze, du siehst meine große Noth, meinen Jammer, meinen Schmerze, meinen so gar nahen Tod, meinen Kummer, mein Verlangen, höchstes Darben ist mein Prangen, Durst nach deiner neuen Gnade, groß ist mein erlittner Schade. 3. Die Sonne sich auf's schönste schmückt, und wieder durch das Blaue blickt, die vor pechschwarz im Trauerkleid beschaut den Blut- und Todesstreit. Halleluja. 4. Das stille Lam- m jest nicht mehr schweigt, sich muthig als ein Löw' erzeigt; tein harter Fels ihn hält und zwingt, Grab, Siegel, Riegel vor ihm springt. Halleluja. 5. Der andre Adam heut er wacht aus seiner harten Todesnacht; aus seiner Seiten er er baut uns, seine theu'r erlös'te Braut. Halleluja. 2. Ach! wo bin ich hingerathen aus der Kindschaft? Ich bin nicht werth, um meiner bösen Thaten, die auf Böses nur gericht't, daß ich fort dein Kind soll heißen, mein Herz möchte sich zerreißen, Schaue, wie ich mich betrübe, wenn ich denke deiner Liebe. 5. Wie Aarons Ruthe schön aus: schlug, am Morgen Blüth' und Mandeln trug, so träget Frucht der Seligkeit des Hobenpriesters Leichnam heut. Halleluja. 7. Nun ist die Herrlichkeit er kämpft, der Sünden Pest und Gift gedämpft; der schweren Handschrift Fluch und Bann vertritt hier mein Erlösersmann. Halleluja. 8. Du, liebe Seel', bist ausgebürgt, der höllische Tyrann erwürgt, sein Raubnest und ge schworne Rott' ist ganz verstört, der Tod ein Spott. Halleluja. 9. Hier liegt der stolze Belial; die Höllenbürger allzumal sind fammt der Schwefelburg zerstört, tein Feind sich wider uns em pört. Halleluja. 10. HErr JEsu, wahrer Siegesfürst! wir glauben, daß du schenten wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Halleinia. 11. Triumph! Triumpi! dich ehren wir, und wollen durch dich 3. Mache mich nur deren einen, die du Tagelöhner heiß'st; so wird sich mein kläglich Weinen enden, und ich allermeist werde voller Trostes werden, wenn du mich wirst hier auf Erden deine Gnade laffen blicken, und an deine Brust mich drücken. 4. Dente nicht mehr meiner Sünden, die im Himmel und vor dir ich begangen; laß mich finden dei ner Liebe neue Zier; will ich doch nicht Kind mehr heißen, laß dich nur nicht von mir reißen meines Ungehorsams wegen, der verzehrt hat deinen Segen. 5. Reich bin ich hinweg gezogen, alles hab' ich durchgebracht, vieler Schandlust nur gepflogen, und mich höchst veracht't gemacht: Niemand hat mir wollen geben, aufzuhalten dies mein Leben, Träber, die die Säue fressen; und dies kann ich nicht vergeſſen. 6. Stoß von deinem Angesichte mich doch nur, mein Vater, nicht, weil ich mich her zu dir richte, und ergreife neue Pflicht: halt' mich fest und nicht vertreibe, daß ich ewig bei dir bleibe, von der neuen N n 5 Liebe 570 Anhang. Liebe brennen, laß mich nun und nimmer trennen. 1095. M. Herr ich habe mißgeh. Unser Herrscher! unser König! Liebesband. unser allerhöchstes Gut! herr: lich ist dein großer Name, weil er Wunderthaten thut: löblich nah und auch von fernen, von der Erd bis an die Sternen. 2. Wenig sind zu diesen Zeiten, welche dich von Herzensgrund lieben, suchen und begehren; aus der Säugelingen Mund hast du dir ein Lob bereitet, welches deine Macht ausbreitet. 3. Es ist leider zu beklagen, ja, wem bricht das Herze nicht, wenn man siehet so viel tausend fallen an dem hellen Licht? Ach! wie sicher schläft der Sünder, ist es nicht ein wahres Wunder? 4. Unterdessen, HErr, mein Herrscher, will ich treulich lieben dich; denn ich weiß, du treuer Vater, daß du heimlich liebest mich. Zieh mich kräftig von der Erden, daß mein Herz mag himmlisch werden. 5. HErr! dein Nam' ist hochgerühmet, und in aller Welt bekannt; wo die warmen Sonnenstrahlen nur erleuchten ein'ges Land, da rust Himmel, da ruft Erde: Hochgelobt Jehova werde! 6. HErr, mein Herrscher, o wie herrlich ist dein Name meiner Seel! drum ich auch vor deinen Augen singende dich mir befehl; gieb, daß deines Kindes Glieder sich dir ganz ergeben wieder. Hochzeitlied. 1096. M. Nicht so traurig, nicht. Voller oller Wunder, voller Kunst, voller Weisheit, voller Kraft, voller Huld und Gnad und Gunst, voller Labsal, Trost und Saft, voller Wunder, sag ich noch, ist der keuschen Liebe Joch. sonsten im geringsten nicht mit Ge danken zugewandt, derer Herzen, derer Hand knüpft GOtt in ein 119 3. Dieser Vater zieht sein Kind, jener sein's dagegen auf, beide treibt ein fondrer Wind ihre son= dre Bahn und Lauf; aber wenn die Zeit nun da, wirds ein wohl= gerathnes Paar. 4. Hier wächst ein geschickter Sohn, dort ein' edle Tochter zu: Eines ist des andern Kron', eines ist des andern Ruh, eines ist des andern Licht; wissen's aber beide nicht. 5. Bis so lang es dem beliebt, der die Welt im Schooße hält, und zur rechten Stunde giebt Jedem, was ihm wohlgefällt, da erscheint im Werk und That der so tief verborgne Rath. 6. Da wählt Ahasverus Blick sich die stille Esther aus; den Tobias führt das Glück in der frommen Sarah Haus: Davids bald gewandter Will holt die tlug' Abigail. 7. Jakob flieht vor Esaus Schwert und trifft seine Rahel an; Joseph dient auf fremder Erd, und wird Anaths Herr und Mann; Mose spricht bei Jethro ein, da wird die Zipora sein. 8. Jeder findet, Jeder nimmt; was der Höchst' ihm auserfehn, was im Himmel ist bestimmt, pflegt auf Erden zu geschehn; und was denn nun so geschicht, das ist sehr wohl ausgericht't. 9. Defters denkt man, dies und dies hätte können besser sein; aber, wie die Finsterniß nicht erreicht den Sonnenschein; also geht auch Menschensinn hinter GOttes Weisheit hin. im no 10. Laß zusammen, was GOtt fügt, der weiß, wies am besten ſei. 2. Die sich nach dem Angesicht, Unser Denten fehlt und trügt, niemals hier zuvor gekannt, auch sein Gedank' ist mangelfrei, GOtta Anhang. GOttes Wert hat festen Fuß, wenn jonst alles fallen muß. 11. Siehe frommen Kindern zu, die im heil'gen Stande stehn, wie so wohl Gott ihnen thu, wie so schön er laffe gehn alle Thaten ihrer Händ' auf ein gutes sel'ges End'. 12. Jhrer Tugend werther Ruhm steht in steter voller Blüth'. Wenn sonst aller Liebe Blum' als ein Schatten sich verzieht, und wenn aufhört alle Treu, ist doch ihre Treue neu. 13. Jhre Lieb ist immer frisch, und verjüngt sich fort und fort; Liebe zieret ihren Tisch, und verzuckert alle Wort'. Liebe giebt dem Herzen Raft in der Müh und Sorgenlast. 14. Geht's nicht allzeit wie es soll, ist doch diese Liebe still, hält sich in dem Kreuze wohl, denkt, es sei des HErren Will', und versichert sich mit Freud' einer künf tig beffern Zeit. 571 daß sie ohn' Hintertreiben dein liebes Kind mag bleiben. 2. Zwar ich und meine Leibess frucht sind ungerathne Kinder; doch nehm' ich, HErr, zu dir Zus flucht, laß doch uns arme Sünder durch Christi Wunden werden rein: Du wollest Gnade braus chen, und lassen uns so selig sein, daß wir vor deinen Augen noch etwas wenigs taugen. 15. Unterdessen geht und fließt GOttes reicher Segensbach, speist die Leiber, tränkt den Geist, stärkt des Hauses Grund und Dach, und was klein, gering und bloß, macht er mächtig, viel und groß. 16. Endlich, wenn nun ganz vollbracht, was GOtt hier in dieser Welt frommen Kindern zugedacht, nimmt er sie in's Himmelszelt, und drückt sie mit großer Lust selbst an seinen Mund und Brust. 17. Nun so bleibt ja voller Gunst, voller Labsal, Troft und Saft, vol ler Wunder, voller Kunst, voller Weisheit, voller Kraft, voller Wunder, sag' ich noch, bleibt der teuschen Liebe Joch. P. Gerhard. Einer schwangern Frau. 1097. M. Christ unser HErr, Von on ganzem Herzen dank' ich dir, so lang ich bin im Leben, o treuer Vater, daß du mir haft Leibesfrucht gegeben. Ach! stärke sie durch deinen Geist, und laß sie gnädig schreiben ins Himmelsbuch, das Christus heißt, 3. Du wirst auch, HErr, im Mut terleib' jetzt meine Frucht versor gen, denn sie, sowie ich armes Weib, sind dir ja nicht verborgen; dein' Hand hat sie gebildet ganz ihr Odem, Geist und Leben, des Leibes Form, der Augen Glanz, Herz, Seel' und Geist darneben, so gnädiglich gegeben. 4. Behüte mich zu Tag und Nacht vor Sorgen, Furcht und Schrecken, es müffe mich der Engel Wacht auf dein Geheiß bedecken. Bezwing, o HErr, durch deine Stärk' auch Satans Grimm und Wüthen, beschüße deiner Hände Werk, ihm kannst du ja gebieten, mich und die Frucht behüten. 5. Gieb meinem Kinde eine Seel', die fein sei am Verstande, daß sie den Tugendweg erwähl', vers meide Sund' und Schande. Gieb ihm auch einen frischen Leib, du kannst der Schwachheit wehren. Und wenn ich armes schwaches Weib mein Kindlein soll gebären, so hilf auf mein Begehren. 6. Wenn Stund' und Zeit vor= handen ist, so stärke mich in Gnaden, entbinde mich zu rechter Frist, behüte mich vor Schaden; gieb zur Geburt viel Muth und Kraft, HErr, lindre mir die Schmerzen, du bist es, der mir Hülfe schafft, das bitt' ich dich von Herzen, ohn' Heuchelei und Schmerzen. 7. Wenn nun das liebe Kindlein ist gefund zur Welt gekommen, so laß 572 laß es, o HErr JEsu Christ, doch werden aufgenommen in deinen Tauf- und Gnadenbund, der uns macht geistlich leben: bann foll, o GOtt! mein Herz und Mund stets deine Güt' erheben, viel Preis und Dant dir geben. 1098. M. Warum sollt ich mich. Warum willst du doch für morgen, armes Herz, immerwärts als ein Heide sorgen? Wozu dient dein täglich Grämen? weil GOtt will in der Still sich der Noth annehmen. Anhang. über alles achtet, der wird wahrs lich nach Verlangen Speis' und Trant lebenslang, wie im Schlaf empfangen. 9. Laß die Welt denn sich bemüs hen immerhin: Ach! mein Sinn foll zu JEsu fliehen, er wird geben was mir fehlet, ob er's oft unverhofft eine Weil' verhehlet. 10. Will er prüfen meinen Glauben, und die Gab', die ich hab', mir gar lassen rauben; so muß mir's zum besten kommen, wenn GOtt mir alles schier hat hinweg genommen. 11. Er tann alles wieder geben wenn er nimmt, so bestimmt er sein Wort zum Leben; ach! wie viele fromme Seelen leben so, und sind frob ohne Sorg' und Quälen. 12. gen, wie er will, und find ſtill immer im Verborgen; was GOtt will, ist ihr Vergnügen, und wie er's ohngefähr will mit ihnen fügen. 13. Doch tann ihnen nicht verfas gen GOtt ihr Brod in der Noth, wenn er hört ihr Klagen; er tommt wahrlich, sie zu trösten, eh' man's meint, und erscheint wenn die Noth am größten. 14. 3hre Sorg' ist für die Seelen, und ihr Lauf geht hinauf zu den Felsenhöhlen, zu des HErren JEsu Wunden, hier sind sie aller Müh und der Noth entbunden. 6. Sorgt ein Vogel auf ben 15. Nun, HErr JEsu, meine 3weigen, wenn er singt, hüpft Freude, meine Sonn', meine und springt, wer ihm soll anzei- Wonn', meiner Seelen Weide, fora gen, was er efsen soll und trinten? Nein, ach nein, er allein folgt des Himmels Winken. ge nur für meine Seele, so wird mir auch allhier nichts am Leibe fehlen. 7. Ach! der Glaube fehlt auf Erden; wär er da, müßt uns ja, was uns noth ist, werden. Wer GOtt tann im Glauben fassen, der wird nicht, wenn's gebricht, von ihm sein verlassen. 2. GOtt hat dir geschenkt das Leben, Seel' und Leib, darum bleib ihm allein ergehen: er wird ferner alles schenken, traue fest, er verläßt nicht, die an ihn denken. 3. Sage nicht: was soll ich es schon allhier jo viel zugemeſſen, daß der Leib fich fann ernähren, Uebriges wird indeß GOttes Hand bescheren. 4. Es ist mehr als Trant und Speisen, dieser Leib, darum gläub', daß GOtt wird erweisen, daß er Speis' und Trant tann geben dem der sich festiglich ihm ergiebt im Leben. 5. Sorgst du, wie du dich sollst tleiden? JEius spricht: Sorge nicht, solches thun die Heiden, Schau die Blumen auf den Fel dern, wieso schön diese stehn, und die Bäum' in Wäldern. 8. Wer Gerechtigkeit nachtrachtet, und zugleich GOttes Reich 16. Alles sei dir unverhohlen, was mir fehlt, was mich quält, großer GOtt, befohlen; sorge du, so will ich schweigen, und vor dir, nach Gebühr, meine Kniee beugen. 17. Jch will dir mit Freuden dans ten, fort und fort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Breis sei deinem Namen! sei mein Anhang. 573 mein Theil, Hülf' und Heil, lieb-| getümmel, sondern dort im ster JEsu, Amen. Himmel. 1099. M. Straf mich nicht. Meine nicht, GOtt lebet noch, der dich herzlich liebet; ob dich gleich das schwere Joch Fleisch und Blut betrübet; ach so sei nur getreu, bis die Trauerstunden selig überwunden. 2. Weine nicht, GOtt denkt an dich, wenn du's nicht gedenkest; oftermals verbirgt er sich, so daß du dich träntest; das geschicht aber nicht aus des Zornes Triebe, sondern nur aus Liebe. 3. Weine nicht, wenn er deinFlehn nicht so bald erhöret; bleib' nur vor der Thütre stehn, tlopf an ungestöret. Hab' Geduld, bis die Huld deines Vaters eilet und dein Herze heilet. 4. Weine nicht, wenn seine Hand immer stärker schläget; dieses ist der beste Stand, wenn sich Kreuz erreget. Wenn ein Christ elend ist, dann lebt er beglücket, und ist recht geschmücket. 5. Weine nicht, und nimm das Joch deines JEsu gerne. Wenn GOtt schlägt, jo liebt er doch, denn er ist nicht ferne, wenn die Qual uns vielmal unterm Kreuze dränget, bis er uns umfänget. 6. Weine nicht, er tann dich ja nicht gar lange laffen; denn er ist am ersten da, wenn er scheint zu haffen: wie ein Kind Liebe find't, wenn die Mutter scherzet, zürnt und bald drauf herzet. 7. Weinet nicht, wenn GOtt dich trant auf das Bette leget! jag' vielmehr der Güte Dant, die ihn so beweget, daß er sucht dich durch Zucht aus des Satans Stricken zu sich hinzurücken. 8. Weine nicht, wenn Geld und But ich von dir entfernet; weil GOtt dieses alles thut, daß dein Herze lernet, wie dein Schaß, Ziel und Blaß, nicht beim Welt9. Weine nicht, GOtt kann dich schon ohne Gold erhalten: er ist selbst dein großer Lohn, laß du ihn nur walten. Korn und Wein ist ja sein; er wird dir zum Leben, was bir nöthig, geben. 10. Weine nicht, wenn Menschengunst von dir abgezogen; dies fer eitle Wahn und Dunst hat dich oft betrogen. Menschen sind wie ber Wind, der bald heftig streichet, und bald wieder weichet. 11. Weine nicht, wenn dich die Welt lästert, schmäht und höhnet; wenn der Feinde Zunge bellt, so sei du gewöhnet, daß dein Sinn sich dorthin zu dem Heiland kehret, der dich Sanftmuth lehret. 12. Weine nicht, wirst du schon hier ganz für nichts geschäßet, denke, daß dein' Ehrbegier GOttes Thron verleget. Hier verlacht, dort geacht't, es wird dir verfüßet, was du hier gebüßet. 13. Weine nicht, du hast ja den, der dich auserwählet; laß es, wie es gehet, gehn, bleib nur unge quälet. Dieser Zeit turzes Leid ist das Pfand der Frommen, die zu JEsu kommen. 14. Weine nur um deine Schuld, die du ausgeübet, und bitt'JEsum um Geduld, der die Menschen liebet; weine recht, als ein Knecht, der mit bösen Thaten seinen Herrn verrathen. 15. Weine, weine Tag und Nacht, denn der Sünder Weinen und ihr büßend Seufzen macht GOttes Huld erscheinen. Wenn der Geist Reu erweist, und es ernstlich meinet, hast du recht geweinet. 1100. M. O GOtt, du frommer. Melch eine Sorg' und Furcht soll nich bei Christen wachen, und sie behutsamlich und wohl bedächtig machen! Mit Furcht Anhang. 574 Furcht und Zittern, heißt's, schafft eurer Seele Heil; wenn taum der Fromme bleibt, wie denn der sünd'ge Theil? 2. Der Satan geht umher, und suchet zu verschlingen, legt taufend Neß' und Strick' in unvermerkten Dingen; die Welt ist toll, verführt, und bindt' sich selbst die Ruth, ja gar der ärgste Feind ist unser Fleisch und Blut. 3. Man kann so manche Sünd' unwissentlich begehen; vor GOtt kommt der Gedank' gleich einem Werk zu stehen. Ein einzig räudig Schaf verdirbt den ganzen Stall. Wer steht, der sehe zu, daß er nicht plößlich fall. 4. Jhr sollet, faget GOtt, wie ich bin, heilig leben, mir eure Seele ganz, nicht halb getheilet, geben. Von Adel und Gewalt hab ich nicht viel erwählt, viel Herrherrsager sind der Hölle zugezählt. 5. Und wird ein Frommerschlimm, so soll ihm das nicht dienen, daß er vor folcher Zeit rechtschaffen, gut geschienen. Der Knecht, der es nicht thut, den Willen aber weiß, macht sich vervielte Schläg durch seiner Bosheit Fleiß. 6. Ein einz'ger Apfelbiß fonnt uns so heftig schaden, und Christus mußt' sich selbst in GOttes Borne baden; ein Bruch an deiner Tauf' spricht dir den Meineid zu; vielleicht kommt Tod und Erd' in diesem Blick und Nu. 7. Man hat genug zu thun, die einge Seel' zu retten, wer noch viel anders hat, wie kann er das vertreten? Je größer Amt und Gut, und Pfund und Gaben sein, je größre Rechenschaft bild't man sich tecklich ein. 8. Die ganze erste Welt mußt' jämmerlich vergeben, acht Seelen find allein vor GOtt gerecht ersehen. Nicht zehn Gerechte sind in Sodoms Nachbarschaft; des Samens vierter Theil geht nur in Frucht und Kraft. 9. Es sind nur etliche in Canaan gegangen; auch aus den Zwölfen selbst hat Judas sich erhangen. Der Zehnte danket nur, daß er vom Aussaß rein; ach, möchten fünf nur klug, und fünf nur thöricht sein. 10. Des Richters Zukunft wird gleich einem Blig geschehn; was unrein und gemein, darf nicht in Himmel gehn. Es fühlt die letzte Plag' Egyptens erstes Kind: es wird kein Haus faſt sein, da nicht Verdammte sind. 11. HErr GOtt, so oft ich dies nach aller Läng' bedenke, so schneidet Angst und Furcht durch Adern und Gelente, so schauert mir die Haut, so gellt und flingt das Ohr, so bebet Mund und Herz, und hebet sich empor. 12. Ich lebe zwar getroft durch Glauben, Lieb' und Hoffen, und weiß, daß deine Gnad' noch allen Menichen offen, und deine Lieb' und Treu mich tröstet und er hält; doch fleh ich desto mehr für mich und alle Welt. 13. Sent deine wahre Furcht in aller Menschen Herzen, laß Niemand mit der Buß und wahrem Glauben scherzen. Thu als len Kipel weg, Trägheit, Vermessenheit, Verstockung, Heuche lei, Bosheit, Unheiligkeit. 14. Hilf stegen über das, was du schon überwunden, zerstör des Teufels Reich, laß ihn bald sein gebun den, daß wir mit Fleiß und Sorg' verleugnen, widerstehn, anhalten mit Gebet, entfliehen und entgehn. 15. Verleih Geduld und Trost im Kämpfen und im Ringen, sorgfält'ge Wachsamkeit laß mit Bestand durchdringen; laß uns in heil'ger Furcht, und in Bereitschaft stehn, daß wir mit Freudigkeit vor deinen Augen gehn! 1101. M. Es ist genug, so nimm. Selt, gute Nacht; mein Weg geht himmelan nach Zions Freus Anhang. Freudensaal. Es ist vollbracht der harte Leidenskampf, der Weg durch's Thränenthal. Mein Kreuze wird zu lauter Palmen, mein Thränenlied zu lauter Psalmen. Welt, gute Nacht. 2. Welt, gute Nacht! ich lasse zwar in dir, was mich bisher erfreut; mein Sterben macht viel Herzen voller Schmerz, viel Wunden voller Leid; doch weiß ich, daß auf Edens Auen wir dort einander wiederschauen. Welt, gute Nacht! 3. O Himmelslust! auf Rosen geht mein Fuß, voll Lachen ist mein Mund, an JEsu Brust schlaf ich ganz ungestört; nun bin ich erst gesund, die Schmerzen sind ja nun begraben, hingegen muß mich Freude laben. O Himmelslust! 4. O Himmelslust! Jhr Thränen stört mich nicht; ruft, Lieben, mir Glück zu! mir ist bewußt, was un aussprechlich ist in ewig süßer Rub. Mein Sterb'tag ist im Himmelsorden ein Namens- und Geburtstag worden. O Himmelsluft! B. Schmold. W 1102. Mel. Seelenbräutigam. er ist wohl, wie ou, JEsu, Jüße Ruh! unter Vielen auserforen, Leben derer, die verloren, und ihr Licht dazu, JEsu, süße Ruh. 575 küssen, ich will seen dir zu Füßen wie Maria thät, höchste Majestät. 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigenthum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigenthum, allerschönster Ruhm. 7. Zieh mich ganz in dich, daß vor Liebe ich ganz zerrinne und zerschmelze, und auf dich mein Elend wälze, das stets drücket mich: zieh mich ganz in dich. 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Noth zu erlösen hat geschmecket, meine Schulden zu gedecket, und mich aus der Noth hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit! du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschentet, und in unser Fleisch versentet, in der Füll' der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 8. Deiner Sanftmuth Schild, deiner Demuth Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt, als dein eignes Bild 9. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög' von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn. 11. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich machen mög' und beten, freudig vor dein Ant lig treten; ungefärbte Lieb' in die Seele gieb. 12. Wenn der Welle Macht, in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken. Habe auf mich Acht, Hüter in der Nacht. 13. Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse, und des Fleisches Lüste haffe, gieb mir, höchstes Gut, durch dein theures Blut. 14. Soll's zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs 4. Großer Siegesheld! Tod, Todesthal begleiten, und zur HerrSünd', Höll' und Welt, alle Kraft fichkeit bereiten, daß ich einst mag des großen Drachen hast du woll'n sehn mich zur Rechten stehn. zu Schanden machen durch das 1103. Met. HErr, straf mich. Lösegeld deines Blut's, o Held! Mie GOtt mich führt, so will 5. Höchste Majestät, König und ich gehn, ohn alles Eigenmäh Prophet! deinen Scepter will ich ien: geschieht, was er mir außer10. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze und mich nicht in seinem Nebe Satan halte auf, fördre meinen Lauf. 576 fehn, wird mirs an keinem fehlen; wie er mich führt, so geh ich mit, und folge willig Schritt vor Schritt in kindlichem Vertrauen. 2. Wie GOtt mich führt, so bin ich still, und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch mein Eigenwill will öfters miderstreiten; wie GOtt mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. Anhang. nen in den Rosenstrauch. Ein gut Gewissen aber lacht, weil es die Unschuld freudig macht. 3. Die Perle bleibt in ihrem Werthe, ob man sie gleich mit Koth befleckt! die Lilie zieret doch die Gärte, wenn man sie schon zu Disteln steckt: so bleibt ein gut Gewissen rein, ob noch so viel Verläumber sein. 4. Verstummen doch die kühnent Frösche, sobald ein Licht am Ufer 3. Wie GOtt mich führt, bin ich brennt; so schweigt der Neider vergnügt, ich ruh in seinen Hän- Schandgewäsche, wenn man der den; wie er es schickt und mit mir Unschuld Glanz erkennt. Ein gut fügt, wie ers will kehr'n und wen- Gewissen scheut die That, so wird ben, sei ihm hiermit ganz heimge- der Lügen auch schon Rath. stellt, er machs, wie es ihm wohlgefällt zum Leben oder Sterben. 4. Wie GOtt mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen; scheints der Vernunft gleich wun derlich, sein Rath wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eb er mich an das Licht gebracht, ich bin ja nicht mein eigen. 5. Drumhabe du ein gutGewissen, in Einfalt und in Lauterkeit: so wird die Welt sich schämen müssen, wenn sie das Crucifige schreit. Die Frommen werden solches sehn, der Unschuld wird noch wohl geschehn. 1104.( b). 5. Wie GOtt mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden; steht er mit seiner Kraft mir bei, was mich von ihm will scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest, was GOtt mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 6. WieGÖtt mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hekten; von vornen läßt sich GOtt nicht sehn, doch leßt wird ers aufdecken, wie er nach seinem Vaterrath mich treu und wohl geführet hat; dies sei mein GlaubensAnter. 1104.( a.) M. Wer nur den. ie felig ist ein gut Gewissen, das weder Welt noch Teufel scheut: es ist ein sanftes Federtijen, gebettet mit Zufriedenheit. Ein gut Gewissen ist der Schild, und wenn der Neider noch so brüllt, 2. Das schönste Bild beschmeißen Fliegen, der Staub fällt auf den Purpur auch; so mischt der Neid verdammte Lügen, wie Dorunderbarer König, Herrscher von uns allen, laß dir unser Lob gefallen! deines Vaters Güte hast du lassen triefen, ob wir schon von dir wegliefen. Hilf uns noch, stärk' uns doch, laß die Zunge fins gen, laß die Stimme flingen. 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Thaten, mehr als aller MenschenStaaten: großes Lichtder Sonnen, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen. Lo bet gern Mond und Stern, feid be reit zu ehren einen solchen HErren. 3. Odu meine Seele, singefröhliche finge, finge deine Glaubenslieder! was den Odem holet, jauchze, preis se klinge, wirf dich in den Staub darnieder. Erist GOttZebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, werdenHEr ren kennet, wer den HErrenJEsum liebet! Halleluja singe, welcher Christum nennet, sich von Herzen ihm ergiebet. O wohl dir! glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd' ihn loben. L. 3weis L. 3weiter Anhang. Aª 1105. M. Alle Menschen müssen.| geben, ich sei dein Kind? Ich ch! ein Wort von großer zweifle schier, wenn ich beschau Treue, das theu'r und an mein Leben. Nichts ist an mir, nehmenswerth, ehre ich das mich entzünd't, in wahrer Buß' zu sein gesinnt, wie du von mir begehrest. 2. Den guten Geist, den du mir hast versprochen, mich zu führen, treib' ich von mir, und halt für Last sein himmlisches Regieren; die Freud' in GOtt, die wahre Ruh kann ich mir nimmer eignen zu, weil nur mein Fleisch mich leitet. 3. Du bist ein hocherhab'ner GOtt, der alles wohl regieret, du dräuest Straf und ew'gen Tod, wie Sündern ja gebühret. Das alles, leider! acht ich nicht; den Richter weiß ich, das Gericht will ich doch nicht erwägen. 4. Die vielen Gaben dieser Welt lieb' ich mehr, als den Geber; Pracht, Hoheit, Ehre, Wollust, Geld, das sind die schnöden Träber, wonach ich meine Wünsche stell', worüber ich die wahreQuell', dich, meinen GOtt, verliere. 5. Ich meine zwar, ich liebe dich, wünsch auch dein Gegenlieben, was aber scheidet dich und mich, scheu ich mich nicht zu üben. Ich halte dich für meinen GOtt, will doch nicht halten dein Gebot, ent= zieh mich deinem Joche. 6. Du gabst aus Lieb' mir deinen Sohn, mich Armen zu erlösen; was geb' ich dir für einen Lohn? ich laufe nach dem Bösen. Die Sünden, die du bast verbannt, in die bin ich so sehr entbrannt, daß ich dein gar vergesse. 7. Ja, großer GOtt, es faget miz der Zeuge, mein Gewissen: Ich geb' dir nichts, ich raube dir die Seel, die du serten mit solcher Müh' aus ihrer Noth; ich stürz sie willig in den Tod, verrath' sie einen Feinden. Do 8. Die in tiefster Reue lebenslang auf dieser Erd'! Hier in dieser Welt, ihr Kinder, ein Erlöser aller Sünder, JEsus Christus, kommen ist; Troß nun Welt und Satans List. 2. Schöpfer, ach! ich muß bekennen jeßt zum Preise deiner Gnad': Böses war wohl nichts zu nennen, ich war dessen fähig satt. Leider, ach! vor andern allen ließ die Sünd' ich mir gefallen; aber die Barmherzigkeit sich weit größer anerbeut. 3. Christe, drum muß ich auch billig hier als ein Erempel sein, wie du freundlich, gnädig, willig, alle Sünder ladest ein; rufft: Ach kommt, ihr blöden Tauben, tretet doch herzu im Glauben, ziehet an das Hochzeitskleid in der leßten Gnadenzeit. 577 4. Alleluja! tommt ihr Armen, lobt mit mir des Höchsten Güt, laßt uns preisen sein Erbarmen, eitel Gnade uns jeßt blüht. Le ben er den Todten schenket, und mit seiner Lieb'uns tränket. JEsu, laß uns für und für Alleluja singen dir. 3. H. Schröter. 1106. M. Kommt her zu mir. h GOtt! gieb du uns beine Gnad', daß wir all' Sünd' und Missethat bußjertiglich erkennen, und glauben fest an JEsum Christ, der unsre Hülf und Meister ist, wie er sich selbst thut nennen. 2. Hilf, daß wir auch nach deinem Wort gottselig leben immerfort, zu Ehren deinen Namen; daß uns dein guter Geist regier', auf eb'ner Bahn zum Himmel führ', durch JEsum Christum, Amen. 3. 3ehn. 1107. M. HErr JEsu Chrift, du. Ach GOtt! ist noch dein Geist bei mir, der mir fann Zeugniß 578 Zweiter Anhang. 8.Die Gaben, die von deinerHand Herzen, und zieht sich dennoch ich dankbar sollt empfangen, die nicht zurück, er sieht auf Christi sind's, die mich von dir gewandt, Schmerzen. die sind nur mein Verlangen; mein Geist tlebt dieser Erde an, daß er sich nicht aufschwingen kann zum Ursprung seines Wesens. 4. Ich öffne dir Herz, Seel' und Sinn, mit brünstigem Verlangen dich, meine Ruh' und mein Gewinn, recht freudig zu empfangen. 9. Ach! daß mein Herz so irdisch ist, durch Eitelkeit verdorben, dazu voll arger Tück' und List, zum Guten gar erstorben! HErr, mein, nicht dein ist diese Schuld; doch laß nach deiner Vaterhuld mich Gnad' und Rettung finden. 5. Komm, komm und halt dein Abendmahl mit deinem schwachen Kinde, auf daß dein wundersüßer Strahl mich inniglich entzünde. 6. Dein Manna schmeckt nach Himmelslust, dein Brunnquell fließt ins Leben, davon das, was uns nicht bewußt, zu schmecken wird gegeben. 7. Er ist wohl ein verborg'ner Schab, doch bringt er Geist und Leben( und läßt den Sünden keinen Plaß) die Andacht zu erheben. 8. So fehrt GOtt zu der Seele ein mit allen seinen Gütern, und machet seine Kraft gemein den himmlischen Gemüthern. 9. Da liegt des Teufels Macht zerstreut, die Welt ist überwunden, und führt des Geistes Freudigkeit die Sündenlust gebunden. 10. GOtt zeigt, was zu erwarten sei auf wenig Kreuzesstunden, wenn wir, von diesen Fesseln frei, die Freiheit so gefunden. 10. Berfnirsch', zermalme meinen Sinn, wie du hast angefangen! nimm du mein ganzes Herze hin, und laß mich Heil erlangen; das Heil, das mir Vergebung bringt, und mich zur Heiligung durchdringt aus Christi Tod und Wunden. 11. Den guten Geist, den ich nunnehr so lange nicht gefühlet, laß nir doch wieder kommen her, und teure dem, der zielet auf meinen Untergang und Tod, sonst fällt voll Schrecken, Angst und Noth bie Seel' in das Verderben. 12. Laß nicht der vielen Sünden Wust mich gar kleinmüthig machen; des Sünders Reu' ist deine Lust, der Engel Freud' und Lachen. Dein guter Geist geb' für und für ein Zeichen meinem Geist in mir, daß ich dein Kind und Erbe Ant. Ulr., Herz. zu Braunschweig. 1108. M. Ich dank dir schon. ch komm, du süßer Herzens gast! du Labsal meiner Seele! bei der du deine Wohnung hast in dieser Jammerhöhle. 2. Rott' aus, du theures Glaubenspfand, was nicht dein eigen heißet; ach! beut' dem Willen doch die Hand, der sich der Welt entreißet. 3. Es schaut dein holder Gnadenblick die Sündengruft im 11. Da, daverbind't sich Seel' und GOtt in recht vertrauter Liebe; was nicht ist göttlich, wird zu Spott von diesem Himmelstriebe. 12. Wie leicht ist dades Heilands Joch, wie sanft ist seine Bürde! ach! spricht die Seel', daß ich jest doch ein Himmelsbürger würde! 13. Mein GOtt! wann ziehst du mich zu dir? wann werd' ich dahin kommen, daß ich dein Unt lit für und für anschaue mit den Frommen. 14. Ich glaube doch, ich werde sehn das Gut im Freudenhimmel und dort vor deinem Throne stehn nach diesem Weltgetümmel. dinos uni 15. Da Zweiter Anhang. 579 7 Nun, mein theurer Heiland, wache, wache du in dieser Nacht, schüße mich mit deiner Macht, deine Liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam sein, ob ich jetzt gleich schlafe ein.. 3. S. 1110. M. HErr, ich habe mißgeh. Ach! mein 3Eju, welch' Verderben wohnet nicht in meiner Brust! denn mit andern Adamserben steck ich voller Sündenlust. Ach! ich muß dir nun bekennen: ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen. 2. Wie verkehrt sind meine Wege! wie verderbt mein alter Sinn! der ich zu dem Guten träge, und zum Bösen hurtig bin. Ach! wer wird mich von den Ketten dieses Sündentodes retten? 3. Hilf mir durch den Geist der Gnaden aus der angeerbten Noth; heile meinen Seelenschaden durch dein Blut und Kreuzestod; schlage du die Sündenglieder meines alten Adams nieder. 3. Und mein JEsu, sieh, ich Armer, nehme mich doch nicht in Acht, daß ich dich bei Tag und Nacht herzlich suchte, mein Erbarmer! mancher Tag geht so dahin, da ich nicht recht wacker bin. 4. Ach! ich muß mich herzlich schämen, du erhältst und schützest mich Tag und Nacht so gnädiglich, und ich will mich nicht bequemen, daß ich ohne Heuchelei dir dafür recht dankbar jei. 4. Ich bin unten von der Erden, stecke in dem Sündengrab; soll ich wieder lebend werden, so mußt du von oben ab mich durch deinen Geist gebähren, und mir neue Kraft gewähren. 5. Schaff in mir ein reines Herze, einen neuen Geist gieb mir, daß ic) ja nicht länger scherze mit der Sünden Luftbegier; laß mich ihre Tück bald merken, mich im Geist dagegen stärken. 5. Nun ich komme mit Verlangen, o mein Herzensfreund, zu 6. Lehr' mich machen, beten, rin dir, neige du dein Licht zu mir, dagen, und mein böses Fleisch und der Tag nunmehr vergangen; sei du selbst mein Sonnenlicht, das durch alles Finstre bricht. Blut unters Geistes Joch zu zwingen, weil es doch thut nimmer gut; was nicht kann dein Reich ererben, laß in deinem Tod ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir oben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn und wo mein Feind sich regt; sondern hilf mir tapfer fämpfen, Teufel, Welt und Fleisch zu dämpfen. 002 8. Sollt 15. Du Geist der Gnaden steh mir bei, und laß mich ja nicht fallen; mach meinen Gang gewiß und frei: ach! leite mich in allem. 16. Ach streite wider meinen Feind, so kann und werd' ich siegen, und wenn er's gleich auf's ärgste meint, kannst du nicht unterliegen. 17. Drum nimm mein Herz dir gänzlich ein, und stärk' es aus der Höhe, dann werd ich völlig selig sein, wenn ich dich ewig sehe. 1109. Mel. Ach was soll ich. mein JEsu, sieh, ich trete, da der Tag nunmehr sich neigt, und Finsterniß sich zeigt, hin zu deinem Thron und bete, Neige du zu deinem Sinn auch mein Herz und Sinnen hin. 2. Meine Tage gehn geschwinde, wie ein Pfeil zur Ewigkeit, und die allerlängste Zeit saust vorbei, als wie die Winde, fließt dahin, als wie ein Fluß mit dem schnellsten Wasserguß. 6. Laß mich meine Tage zählen, die du mir noch gönnen willst; mein Herz sei mit dir erfüllt, so wird mich nichts können quälen; denn wo du bist Tag und Licht, schaden uns die Nächte nicht. 580 Zweiter Anhang. 8. Sollt' ich etwa unterliegen, p!| denkt, und kann erkennen, was für so hilf mir wieder auf, und in Güter JEjus giebt: lauter ganz beiner Kraft obsiegen, daß ich mei- vollkomm'ne Gaben wir allein in nen Lebenslauf, unter deinen JEsu haben; denn er selber, JESiegeshänden, möge ritterlich sus Christ, alles mir in allem ist. vollenden. 1112. M. Ermuntre dich mein. lio hat GOtt die Welt geliebt ( das merke, wer es höret), die Welt, die GOtt so hoch betrübt, hat GOtt so hoch geehret, daß er sein'n eingebornen Sohn, den ein'gen Schab, die ein'ge Kron', das ein'ge Herz und Leben mit Willen hingegeben. 1111. M. Du o schönes Weltgeb. Oder: Alle Menschen müssen. A ch! unselig ist zu nennen, der sich in die Welt verliebt, der nicht will noch mag erkennen, was die Welt für Güter giebt. Stückwerk, unvollkomm'nes Wesen ist es, was die Welt erlesen; aber mein HErr JEjus Christ alles mir in allem ist. 2. Ach! wo mag man hier auf Erden finden ein so großes Gut, dadurch möcht' vergnüget werden uns're Seele, Herz und Muth? find ich hier was, das da herzet, dort bald findet sich, das schmerget; aber mein HErr JEsus Christ alles mir in allem ist. 3. Nichts nach Himmel, nichts nach Erden frag' ich, nur nach JEsu Christ; ich wünsch, daß er mir mag werden, der nur mein Verlangen ist! wenn ich den im Herzen habe, so hab ich die theu'rste Gabe: denn ja mein HErr JEsus Christ alles mir in allem ist. 4. Wenn mir Leib und Seel' verschmachtet, weil die Angst mich preßt und drückt, doch mein Herz es gar nicht achtet, weil mich JEsu Lieb' erquickt; denn mein Labsal, Trost und Freude ist er mir in Angst und Leide. Ach! ja, mein HErr JEsus Christ alles 2c. 5. In der Schwachheit meine Stärke, in der Finsterniß mein Licht. Daß ich treibe gute Werte, nur mit seiner Hülf' geschicht. Was mein Herz nur Gut's begehret, das wird mir in dir gewähret; o der Freud'! daß JEsus Christ alles mir in allem ist. 6. Drum, wie selig ist zu nennen, der in JEsum ist verliebt, der be2. Ach! wie muß doch ein ein'ges Kind bei uns hier auf der Erden, da man doch nichts als Bosheit find't, so sehr geschonet werden! wie hißt, wie brennt der Vatersinn, wie giebt und schenkt er alles hin, eh' als er an das Schenten des Ein'gen nur will denten. 3. GOtt aber schenkt aus freiem Muth und treuem milden Herzen, sein ein'ges Kind, sein höchstes Gut, in mehr als tausend Schmerzen; er giebt ihn in viel Schmach und Bein, ja, in den Kreuzestod hinein; zu unerhörtem Leide stößt GOtt sein ein'ge Freude. 4. Warum doch das? Daß du, Welt, frei wieder möchtest stehen, und durch ein theures Löse= geld aus deinem Kerker gehen; denn du weißt wohl, du schnöde Braut, wie, da dich GOtt ihm anvertraut, du, wider deinen Orden, ihm allzu untreu worden. 5. Darüber hat dich Sünd' und Tod, und Satanas Gesellen, zu bittrer Angst und harter Noth beschlossen in der Höllen; und ist hier gar kein andrer Rath, als der, den GOtt gegeben hat, wer den hat, wird dem Haufen der Höllenfeind entlaufen. 6. GOtt hat uns seinen Sohn verehrt, daß aller Menschen Wesen, so mit dem ew'gen Fluch beschwert, Zweiter Anhang. 581 schwert, durch diesen soll gene- fen, weil er den Sohn, der ihm so sen; wen die Verdammniß hat umränkt, der soll durch den, Sen GOtt geschenkt, Erlösung, Trost und Gaben des ew'gen Lebens haben. klar und nah ans Herz gestellet war, auch einzig helfen sollte, durchaus nicht haben wollte. 13. So fahre hin, du tolle Schaar. ich bleibe bei dem Sohne, dem geb ich mich, deß bin ich gar, und er ist meine Krone. Hab' ich den Sohn, so hab' ich g'nug; er ist's, der meine Sünden trug, sein' Angst ist meine Freude, sein Sterben meine Weide. 7. Ach, mein Gott, meines Lebens Grund! wo soll ich Worte finden? mit was für Lobe soll mein Mund dein treues Herz ergründen? wie ist mir immermehr geschehn? was hast du an der Welt ersehn, daß, die so sehr dich böhnet, du so gar hoch gekrönet? 8. Warum behieltst du nicht dein Recht, und ließest ewig pressen diejen'gen, die dein Recht geschwächt und freventlich vergesen? was hattest du an der für Lust, von welcher dir doch war bewußt, daß sie für dein Verschonen, dir schändlich würde lohnen? 9. Das Herz im Leibe weinet mir vor großem Leid und Grämen, wenn ich bedenke, wie wir dir so gar schlecht uns bequemen; die meisten wollen deiner nicht, und was du ihnen zugericht't durch deines Sohnes Büßen, das treten sie mit Füßen. 15. Ei, sprech ich, war mir GOtt geneigt, da wir noch Feinde was ren, so wird er ja, der kein Recht zeugt, nicht feindlich mit mir fahren anjego da ich ihm versöhnt, da, was ich Böses je verdient, sein Sohn, der nichts verschuldet, so wohl für mich erduldet. 16. Fehlt's hie und da, sei un10. Du, frommer Vater, meinst verzagt, laß Sorg' und Kummer es gut mit allen Menschenkin- schwinden; der mir das Größte dern; du ordnest deines Sohnes nicht versagt, wird Rath zum KleiBlut, und reichst es allen Sün- nern finden. GOtt hat mir seinen dern; willst, daß sie mit der Glau- Sohn geschenkt, und für mich in benshand das, was du ihnen zu- den Tod gesenkt, wie sollt' er( laßt gewandt, sie völlig zu erquicken, fest in ihr Herze drücken. uns denken) nicht alles mit ihm schenken? 11. Sieh aber, ist nicht immerfort dir alle Welt zuwider? du bauest hier, du bauest dort, die Welt schlägt alles nieder; darum erlangt sie auch kein Heil, sie bleibt im Tod, und hat kein Theil am Reiche, da die Frommen, die GOtt gefolgt, hinkommen. 17. Ich bin's gewif und sterbe drauf, nach meines GOttes Willen; mein Kreuz und ganzer Les benslauf wird sich noch fröhlich stillen. Hier hab' ich GOtt und GOttes Sohn, und dort bei GOttes Stuhl und Thron, da wird fürwahr mein Leben in ew'gen Freuden schweben. B. Gerhard. 1113. M.Jn dich hab' ich gehoffet. Quf, auf! o Menſch! es ist nun Zeit, zu suchen die Gerechtigs D03 teit, 12. An dir, o GOtt! ist keine Schuld, du, du hast nichts verschlafen, der Feind und Hasſer deiner deiner Stra14. Ich freue mich, so oft und viel ich dieses Sohns gedenke; dies ist mein Lied und Saitenspiel, wenn ich mich heimlich tränte, wenn meine Sünd' und Missethat will größer sein als Gottes Gnad', und wenn mir meinen Glauben mein eigen Herz will rauben. Zweiter Anhang. 582 teit, die Christus hat erworben, der durch sein Blut gemachet gut, was Satan hat verdorben. 2. Du warst des Schöpfers schön ftes Bild, mit Lieb und Licht von ihm erfüllt, als er dich erst for mirte, und seine Hand in solchem Stand, dich, einer Braut gleich, zierte. 3. Doch sieh, wie durch der Schlangen List du bald darauf gefallen bist aus diesem schönen Orden, wie du ganz blind, und voller Sünd' zum Scheusal bist geworden. 4. Da liegst du nun in deinem Blut, getrennt von GOtt, dem höchsten Gut, und dessen Licht und Leben, der dir dafür, das glaube mir, des Todes Lohn könnt' geben. 5. Schau aber den im Glauben an, den Gott gesetzt zum Helferzmann, JEsum, den Schlangentreter, der selbst für dich geopfert sich, der, der ist dein Erretter. 6. Geh hin und falle ihm zu Fuß, und sprich in wahrer Herzensbuß': HErr, tilge meine Sünden! denk nicht daran, was ich gethan, ach! laß mich Gnade finden. ben; so kommest du zu Fried' und Ruh', und bleibest unverdorben. 1114. In eigener Vielodie. uf, hinauf zu deiner Freude, meine Seele, Herz und Sinn, weg, hinweg mit deinem Leide, hin, zu deinem JEsu hin! er ist dein Schaz. JEsus ist dein ewig Leben; will die Welt kein'n Ort dir geben, bei ihm ist Plaz. 2. Fort, nur fort, steig' immer weiter in die Höh' zu JEsu auf! an, hinan die Glaubensleiter, tlett're mit geschwindem Lauf. GOtt ist dein Schuß. JEsus bleibet dein Beschirmer wider alle Seelbestürmer, und bietet Truß. 3. Fest, fein fest dich angehalten an die starke Jesustreu', laß du, laß du Gott nur walten, seine Güt' ist täglich neu; er meint's recht gut. Wenn die Feinde dich anfallen müssen sie zurücke prallen; hab' guten Muth. 4. Ein, hinein zu GOttes Kammer, die dir JEsus aufgethan, flag" und sag' ihm deinen Jammer, schreie ihn um Hülfe an; er steht dir bei. Wenn dich alle Menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen, das glaube frei. 7. Bringst du ein recht zertnirschtes Herz, das seiner Sunden Qual und Schmerz erfährt, und mit Vertrauen zu JEsu flieht, und den ansieht, so darf dir fort nicht grauen. 5. Hoch, so hoch du kannst erheben deine Sinne von der Erd', schwinge dich dem zu ergeben, was du hast, der dein ist werth: dein JEsus ist, der um dich so treulich wirbet, und für dich aus Liebe stirbet, drum du sein bist. 8. Dies Opfer ist GOtt angenehm, und du bist also recht bequem an Christi theuren Schäßen, die seine Treu' dir schenket frei, dich innig zu ergößen. 6. Auf, hinauf, das Droben suche, trachte doch allein dahin, wo dein JEsus, sonst verfluche allen schnö den Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden, nur bei JEsu ist zu finden die wahre Ruh'. 1115. Diel. JEsu, meines Leb. 10. Drum auf, o Mensch! denn Bittet, so wird euch gegeben, was nur euer Herz begehrt, es ist Zeit, geh, suche die Gerech- was zu dies' und fenem Leben tigkeit, die Christus dir erwor- nüßlich ist, wird euch gewährt; 9. Desselben rein und theures Blut, so er vergossen dir zu gut, wird heilen deine Wunden; dies ist der Saft, der Heil und Kraft dir giebet alle Stunden. J. 6. Schade. sucht Anhang. 583 der wird noch mit großem Preis mir das Leben wieder geben; ich werd' fröhlich auferstehn, meinen Zweiter sucht mit Fleiß, so werd't ihr finden Rath und Trost für eure Sünden. Klopft bei GOtt im Glauben an, so wird euch bald aufgethan.| GOtt mit Augen fehn. 2. Denn wer bittet, der erlanget, was sein Glaube hofft und will; wer GOtt sucht und ihm anhanget, findet seiner Gnaden Füll'; wer mit rechtem Ernst anklopfet, dem bleibt nimmermehr verstopfet GOttes Ohr, das alles hört, sein Leid wird in Freud' verkehrt. 3. Welcher ist wohl von euch allen, so sein Sohn von ihm heischt Brod, der ihm einen Stein zufallen läßt in seiner Hungersnoth? Oder, so er zu ihm träte, und um einen der er brächt auf seinen Tisch eine Schlang' für einen Fisch? 4. So denn ihr, die ihr doch Sünder, und aus argem Samen feid, könnt begaben eure Kinder mit den Gütern dieser Zeit; viel mehr wird auf euer Bitten euer GOtt und Vater schütten über euch den Heil'gen Geist, den er euch durch mich verheißt. 5. JEsu, dies ist deine Lehre, schreib' sie mir in'sHerz hinein, damit ich niemals aufhöre anzuklopfen und zu schrei'n. Ja, du wollst felbst für mich bitten, Gnad' und Segen auf mich schütten, dafür will ich für und für Halleluja bringen dir. 1116. M. JEsus meine Zuvers. ChriſtiLeben tröſtet mich, mir ist's ein gewünschtes Leben, denn ich glaube sicherlich, er sei mir von GOtt gegeben, daß er mich vom Tod befrei', und mein ewig Zeben sei. 4. 3iehe meine Seel' in dich, JEsu, daß sie lebend bleibe, und dich liebe brünstiglich, ihr den Sündenschlaf vertreibe; wer in Sünden schläfet ein, wird des ewgen Todes sein. 5. Lebe mit mir, JEsu, nun mehr als brüderlich verbunden, all' dein Leben, Leiden, Thun, werd' an meiner Seel' gefunden, was ich hab', ist alles dein, was du hast, ist alles mein. 1117. Mel. Wer nur den lieben. 2. Mit ihm hat es keine Noth, er hat Tod mit Tod bezwungen; so bin ich auch durch den Tod schon zum Leben durchgedrungen. Tod, ich frage nichts nach dir, ich will leben für und für. 3. GOtt sei Lob, ich weiß, ich weiß, mein Erlöser ist am Leben, Himmel, auf Erden sind die Freunde rar, denn bei dem falschen Weltgetümmel ist Redlichkeit oft in Gefahr; drum hab ich's immer so gemeint: mein JEsus ist der beste Freund. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege; mein JEsus stehet felfenfest, daß, wenn ich gleich darnieder liege, mich seine Freundschaft doch nicht läßt; er ist's, der mit mir lacht und weint; meinJEsu zc. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nüßen kann; und scheinet dann das Glücke trübe, so steht die Freundschaft hin ten an. Doch hier ist es nicht so gemeint: mein JEsus 2c. 4. Er läßt sich selber für mich tödten, vergießt für mich ſein eigen Blut; er steht mir bei in allen Nöthen, er spricht für meine Schulden gut; er hat mir niemals was verneint; mein JEsus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet; mein Freund, der mein, und ich bin sein; mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach! hab' ich nun nicht recht gemeint: mein JEsus 2c. 004 6. Be= 584 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, sie sind doch gar zu wandelbar, und hätt' ich hundert tausend Feinde, so krümmen sie mir nicht ein Haar. Hier immer Freund, und nimmer Feind! mein JEsus ist der beste Freund. Zweiter Anhang. Benj. Schmold. 1118. M. Valet will ich dir geben. er Bräut'gam wird bald ruDefen: Rommt all, ihr Hochzeitgäſt'! Hilf Gott, daß wir nicht in Sünden mern fest, bald hab'n in unsern Händen die Lampen, Del und Licht, und uns nicht dürfen wenden von deinem Angesicht. 2. Da werden wir mit Freuden den Heiland schauen an, der durch fein Blut und Leiden den Himmel aufgethan, die lieben Patriarchen, Bropheten allzumal, die Märt'rer und Apostel mit ihm in großer Zahl. 3. Die werden uns annehmen als ihre Brüderlein, sich unsrer gar nicht schämen, uns mengen mitten ein. Wir werden alle treten zur Rechten Jesu Christ, als unsern GOtt anbeten, der unsers Fleisches ist. 1529 4. GOtt wird sich zu uns kehren, ein'm Jeden seßen auf ein' goldne Kron' der Ehren, und herzen freundlich drauf; wird uns an sein' Brust drücken aus Lieb', ganz väterlich, an Leib und Seel' uns schmücken mit Gnaden mildiglich. 5. Da wird man hören klingen die rechten Saitenspiel', die Musila wird bringen in GOtt der Freuden viel; die Engel werden fingen, all' Heil'gen GOttes gleich, mit himmlischen Bungen, ewig in GOttes Reich. GOttes Schaß und Brunne, und täglich werden neu. 7. Also wird GOtt erlösen uns gar aus aller Noth, vom Teufel, allem Bösen, vor Trübfal, Angst und Spott, von Trauern, Weh' und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermuth, Zorn und Zagen, von aller bösen Zeit. M. Joh. Walter. 1119, vt, o Gott, du frommer. Der Gnadenbrunn fließt noch, mein Geist! laß deinen GOtt dich doch umsonst nicht winken! es lehrt dich ja das Wort, das Licht vor deinem Fuß, daß Christus dir allein von Sünden helfen muß. 2. Dein Thun ist nicht geschickt zu einem bessern Leben: auf Christum richte dich, der tann dir solches geben, der hat den Zorn versöhnt mit seinem theuren Blut, und uns den Weg gebahnt zu GOtt, dem höchsten Gut. 3. Die Sünden abzuthun kannſt du dir gar nicht trauen, dein Glaube muß allein auf GOttes Hülfe bauen. Vernunft geht, wie sie will, der Satan fann sie drehn: hilft GOttes Geist dir nicht, so ist's um dich geschehn. 4. Nun, HErr, ich fühle Durst nach deiner Gnadenquelle, wie ein gejagter Hirsch, auf so viel Sündenfälle. Wie komm ich aus der Noth, als durch den Gnadensaft? hilf mir durch deinen Geist, in mir ist keine Kraft. 5. Du hast ja zugesagt, du wollst, die Durst empfinden nach der Ges rechtigkeit, befrei'n von ihren Sünden. Nun weiset uns den Weg dein Sohn, der wahre Christ; nur du mußt Helfer sein, weil du voll Hülfe biſt. 6. Er wird uns fröhlich leiten in's ew'ge Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis; da wird sein Freud' und Wonne in rechter Lieb' und Treu', aus meinen Geist zu der Gerechten Les ben! 6.D selig! willst du mir von dies sem Wasser geben, das tränket Zweiter Anhang. 585 ben! Gieb diesen Trunk mir| 2. Was hinkst du den auf beiStets, du Brunn der Gütigkeit! den Seiten, o Seel'? ist GOtt der so ist mir immer wohl in der HErr dein Schab, was haben Gelassenheit. denn die Eitelkeiten für einen Anspruch, Theil und Blaß? Soll er dich nennen seine Braut, kannst du nicht andern sein vertraut. 3. Dafern du Christum willst bes halten, so halt' ihn einig und allein; die ganze Welt muß dir erkalten, und nichts als lauter Gräuel sein; dein Fleisch muß sterben, eh' die Noth der Sterb lichkeit dir bringt den Tod. 4. Warum sollt' ich doch das umfangen, was ich sobald verlassen muß, was mir nach abges kürztem Prangen brächt ewig Ekel und Verdruß? Sollt ich um einen Dunst und Schein, ein Scheusal Heilgen Geistes sein? Chr. Knorr v. Rosenroth. 1120. Nun freut euch lieben. Der er Glaub' ist eine Zuversicht zu GOttes Gnad' und Güte; der bloße Beifall thut es nicht, es muß Herz und Gemüthe durch aus zu GOtt gerichtet sein, und gründen sich auf ihn allein, ohn' Wanten und ohn Zweifel. 2. Wer sein Herz also stärkt und steift in völligem Vertrauen, und JEsum Christum recht ergreift, auf sein Verdienst zu bauen: der hat des Glaubens rechte Art, und kann zur seligen Hinfahrt sich schicken ohne Grauen. 3. Das aber ist kein Menschenwerk, GOtt muß es uns gewähren; drum bitt', daß er den Glauben stärk', und in dir woll' vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein in guten Werken sichtbar sein, sonst ist dein Glaube eitel. 4. Es ist ein schändlich böser Wahn, des Glaubens sich nur rühmen, und doch gehn auf der Sündenbahn, das Christen nicht will ziemen; wer das thut, der soll wissen frei, daß solcher Glaub' nur Heuchelei, der ihn zur Hölle bringe. 5. Drum lasse sich ein frommer Christ mit Ernst sein angelegen, daß er aufrichtig jeder Frist sich halt' in GOttes Wegen, damit sein Glaub' ohn' Heuchelei, vor GOtt dem HErrn rechtschaffen sei, und vor dem Nächsten leuchte. 1121. Mel. Wer nur den lieben. Die Liebe leidet nicht Gesellen, im Fall sie treu und redlich brennt; zwei Sonnen mögen nicht erhellen beisammen an dem Fir mament. Wer Herren, die einan5. Die Augen dieser Erden lachen zwar weidlich in der Sterblichkeit; beweinen aber in dem Rachen der Hölle ihr unendlich Leid; der Ens gel Traub' hingegen tränkt den, der mit Thränen hier sich fränkt. 6. Ach GOtt! wo sind die, die vor Jahren ergeben aller Eitelkeit, und in die Welt so brünstig waren vers liebt? Des schönes Leibes Kleid sind Würmer; ihre Seele sist in ewig heißer Gluth und schwißt. 7. Die Welt sentt ihre Todten nieder, und weckt sie nimmer wieder auf; mein Schaß ruft seine Todten wieder zum unbeschränkten Lebenslauf, verklärt sie, wie das Morgenroth, wenn jene nagt der andre Tod. 8. Was hab' ich denn, o Welt, zu schaffen mit deiner leichten Rosenkron'? flieh hin und gieb ſie deinen Affen, laß mir des Kreuzes Dorn und Hohn. Besiz' ich JEsum nur allein, ist alles was zu wünschen, mein. Er. Francisci. 1122. Mel. Es ist das Heil. der feind, bedienen will, iſt keines Die Engel, die im Himmels loben, 205 und 586 3weiter Anhang. und schauen GOttes Angesicht, all' sein Blut erquide mir Herz, die sind zwar hoch erhoben; doch sind sie von dem HErrn bestellt, daß sie die Kinder auf der Welt behüten und bewahren. 2. O große Lieb', o große Güt'! die GOtt uns Armen zeiget, daß auch ein Englisches Gemüth sich zu den Kindern neiget, die GOtt im Glauben hangen an: drum lobe, was nur loben kann, GOtt mit den Engelschaaren. 3. Ach! werdet doch den Engeln gleich, ihr Sterblichen auf Erden, auch hier in diesem Gnadenreich an Herz und an Geberden. Es ist der Engel Amt und Pflicht, daß GOttes Will' allein geschicht im Himmel und auf Erden. 4. Haut ab, was euch verhin inn nicht eitle Luſt verfüh1124. Mel. Was meinGOtt will. u armer Mensch, laß deinen dern mag an diesem neuen Leben; reißt aus die Unart nach und nach, und bleibet nicht betleben am Erdenkoth, schwingt euch empor im Geist zu GOttes Engelchor, und dienet GOtt mit Freuden. ren, sie reißet zu der Höllen hin, eh' man den Weg kann spüren; sie füllt dein Herz mit Angst und Schmerz, und wenn auch scheint zu tüssen ihr Honigmund, trifft doch zur Stund' ihr Stachel das Gewissen. 2. Du armer Mensch, vergiß es nicht, erkenne deine Banden; ob dich die Lust nicht stets ansicht, ist sie doch noch vorhanden; ließ sie ein Jahr dich ohn' Gefahr, sollst du nicht sicher werden; brichst du ihr Joch, so bleibt sie doch dein alter Feind auf Erden. 3. Du armer Mensch haft schon zu viel auf deinen Hals geladen, ach! sebe heut' den Sünden Ziel, und mehre nicht den Schaden; doch mußt du dies, das glaub' gewiß, auf GOttes Kraft bloß wagen, und im Gebet ihm früh und spät dein Unvermögen klagen. 4. Sprich: Bater, sieh den Jammer an, den Jammer meiner Sünden, weil ich mir selbst nicht helfen kann, und laß mich Gnade finden. Ich bin zu schwach, das Ungemach der bösen Lust zu dämpfen, erbar: 5. Ein Mensch, der sich das Eitle läßt in dieser Welt gefallen, der kommt nicht auf des HErren Fest, wo alle Engel schallen dem großen GOtt zum Preis und Ruhm, und da sein herrlich Eigenthum, das dreimal Heilig singen. 6. DJEsu, mache mich bereit und tüchtig, dich zu loben, damit ich dich, nach dieser Zeit, mit allen Engeln oben erheben mög', und Engeln gleich mög' ewig sein in deinem Reich. Das gieb aus Gnaden, Amen. 2. Laur. 1123, D. Nun laßt uns den Leib. ie Seele Christi heil'ge mich, sein Geist versenke mich in fich, sein Leichnam, der für mich verwund't, der mach' mir Leib und Seel' gesund. Sinn und Muth. 3. Der Schweiß von seinem Angesicht laß mich nicht kommen in's Gericht; sein ganzes Leiden, Kreuz und Pein, das wolle meine Stärke sein. 4. O JEsu Christ, erhöre mich, nimm und verbirg mich ganz in dich, schließ mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kann sicher sein. 5. Ruf mir in meiner lebten Noth, und seß' mich neben dich, mein GOtt, daß ich mit deinen Heil'gen all'n mög' ewiglich dein Lob erschall n. Joh. Angelus. 2. Das Wasser, welches auf den Stoß des Speers aus seiner Seite floß, das sei mein Bad, und Zweiter Anhang. erbarme dich, und lehre mich, burch deine Kraft zu kämpfen. 5. Laß mich stets ausgerüstet sein mit deines Geistes Waffen, daß, wenn die Luft sich findet ein, sie nichts an mir mög' schaffen; verleihe Sieg in diesem Krieg, und laß mich überwinden! ach wehr' und steu'r all'm Ungeheu'r, das mich stets fucht zu binden. 6. Wirst du, Mensch, ihm also thun, so kannst du tühnlich glauben, daß dir, da deine Feind' nicht ruhn, den Sieg wird Niemand rauben. Drauf folgt die Kron' zum Gnadenlohn, jammt immer grünem Frieden, den GOtt uns hat aus lauter Gnad' in seinem Reich beschieden. o 1125. Mel. Nun danket alle, Du bist ein guter Hirt, und wirst es ewig bleiben; o JEfu, gieb, daß ich dies mög' im Herzen gläuben; laß hören deine Stimm', daß ich davon erwach', und als ein Schäflein dir gehorsam folge nach. 2. Ich kenne deine Stimm', und hör' der Fremden keinen, die meine Seele nicht, sich aber selber meinen; der Miethling hält ohn' dem in Noth bei mir nicht Stand, drum folg' ich deiner Stimm' und deiner Hirtenhand. 3. Du bist getreu in Noth, mein Herz soll sich verlassen auf dich, mein Hirt, und dich mit Glaubensarmen fassen; bist du mein Hort, so wird dein Schaf versorget sein, und auf der Weide gehn nach Willen aus und ein. 4. Ach! daß ich deine Treu im Herzen möcht' erkennen, und mich bis in den Tod dein frommes Schäflein nennen; ach! daß ich deine Lieb' erwägen möchte so, daß mich die Hirtenlieb' im Kreuz auch machte froh. 587 Leben! o daß mein ganzes Herz, und was sich in mir regt, zur Gegenliebe würd' aus dieser Lieb' bewegt! 5. O! daß ich dir allein, mein Hirte, wär' ergeben, der du für mich aus Lieb gelassen hast dein 6. Ach! wär' ich Schäfleinsart, die sich um nichts bemühen, noch sorgen, weil sie nicht von ihrem Hirten fliehen; sie gehen, wo der Hirt sie führet hier und dort, und folgen seiner Stimm' und Stab an jeden Drt. 7. O! daß ich möcht auf dich, o JEsu, mein Anliegen stets werfen, und in dir allein mein Herz vergnügen; hergegen stille sein, und sorgen ferner nicht, weil du als Hirte weißt, was deinem Schaf gebricht. 8. Ja, HErr, du willst und kannst, und wirst mich also machen, daß ich im Glauben dir befehle meine Sachen; du kommst ja von dir selbst, und führst die Schäflein ein, daß sie ganz unbesorgt in deinem Schafstall sein. 9. O JEsu, leite mich als ein getreuer Hirte, der seiner Schäf= lein sich annehm', und sie bewirs the selbst zu der bösen Zeit, da wenig Hirten mehr getreuim Glauben sind, noch leben nach der Lehr'. 10. Führ' du, o JEsu, mich auf grüner Weid' und Auen, und laß. mein Glaubensaug' im Leben auf dich schauen, und deine Stimme mich so hören, daß ich dich, als meinen Hirten, lieb' hier und dort ewiglich. 2. Laur. 1126. Mel. Christ unser HErr. in Christ soll nicht der Meinung sein, daß unser Chris stenleben besteh' im Namen nur allein, den Christus uns gegeben, unt daß man möge immerhin, nach einem Wohlgefallen, und angeerbtem bösen Sinn, in die sem Leben wallen, auf eitlen Sündenwegen. 2. Ein wahrer Christ denkt allezeit gebührend zu erweisen den Namen Zweiter Anhang. 588 Namen mit der Thätlichkeit, und GOtt mit Dank zu preisen, der uns des Geistes Kräfte gab im heil'gen Wasserbade, dem wir auch müssen bis in's Grab stets folgen auf dem Pfade des gottergeb'nen Lebens. 3. Unverstand und Sündenle= ben herrschet und nimmt überhand; die dem Unheil widerstre ben, sind als Fremdling' unbes kannt, und wie JEsus selbst, vers acht't, ja ihr Thun steht in Verdacht. Wie ist denn der Welt zurathen bei dergleichen Frevelthaten. 4. JEsus wird bald selbst ein brechen, weil sein Heer sich aufges macht, und sein armes Häuflein rächen, das zu ihm schreitag und Nacht. Darum hebt das Haupt empor zu des Himmels Thür und Thor, daß ihr euer Heil umfahet, weil sich die Erlösung nahet. 4. Dergleichen Heuchelei, o 5. Weil der Feigenbaum auss GOtt! laß mich doch nimmer schläget, und anlegt sein Hoff treiben. In Lieb' und Leid, in nungskleid, so weiß man, daß Noth und Tod laß mich bestän- fich erreget die gewünschte Sombig bleiben. Gieb, daß ich mag merzeit; ja die Blätter zeigen vor allen dich, hernach den Näch- sich in den Frommen häufiglich. sten lieben, auch selbst diejen'gen, Wer bemerkt der Zeiten Zei welche mich verleßen und betrü- chen, wird dies Gleichniß bald ben, damit ich Christo folge. erreichen. 5. Ich bin ein Mensch, und meine Tritt vermögen fehl zu gehen; drum richte, JEsu, meine Schritt', daß ich bald mag aufstehen durch Buße, wenn ich etwa fall'; halt' mein Herz bei dem Einen, daß ich dich fürchte überall, bis du mich zu den Deinen wirst in den Himmel nehmen. 1127, Mel. Freu dich sehr, o. 6. Wächst das Reich der Finsternissen, so wächst auch des Lichtes Reich; jenes wird bald weichen müssen, aber der Gerechten Zweig wird in steter Blüthe stehn, wenn die Welt wird untergehn. Darum freuet euch, ihr Frommen, euer JEsus wird bald kommen. s sind schon die letzten Beiten, drum, mein Herz, bereite dich, weil die Zeichen schon von wei7. Hütet euch, daß nicht mit Fressen und mit Saufen euer Herz, noch mit Nahrungssorg' indessen sei beschwert, als Blei und Erz, daß nicht komme dieser Tag, wie ten zum Gericht ereignen sich. ein Blitz und Donnerschlag, Himmel, Erde, Luft und Meer, machen sich, als GOttes Heer, auf zur Rache, sonder Schonen, über bie im Finstern wohnen. über die auf Erden wohnen, ohn' Erbarmen und Verschonen. 2. Es ist alles fast verdorben in der ganzen Christenheit, Glaub' und Liebe sind erstorben, alles lebt in Eitelkeit. Wie es war zu Noä Zeit, so lebt jest in Sicherheit der gemeine Hauf der Christen, möge bald erlöset werden. die im Sündenkoth sich brüsten. 8. Ja, wir wollen deinen Worten folgen, trauter Seelenschat! stör' der Höllen Macht und Pforten, und mach selber Bahn und Plaß, daß dein Zion werd' bebaut, und die schönste Himmelsbraut von den Banden dieser Erden 3. Wer seinen GOtt recht ehrt und liebt, wie einem Kind gebühret, der scheut sich, daß er nichts verübt, so ihn von GOtt abführet; der Heuchler Art hingegen ist von außen fromm zu scheinen, und doch durch böse Tück und Sist, ein anders bei sich meinen, und in der That verrichten. Laurent. Laurentii. 1128. Mel. Zweiter Anhang. 589 1128. Mel. Herzlich thut mich. 8. Sein Licht wird uns erleuch in Tröpflein von den Reben der süßen Ewigkeit kann mehr Erquidung geben, als dieser eitlen Zeit gesammte Wollustflüffe, und wer nach jenem strebt, tritt unter seine Füße, was hier die Welt erhebt. ten, sein Del und Honigfaft ſoll unsre Lippen feuchten von seis ner Stärte Kraft, mit Weis- und Schönheit werden wir ganz erfüllet sein, und spiegeln die Geberden in seinem hellen Schein. 9. Was wünschest du für Gaben? du wirst sie finden dort, und in dir selbsten haben den Reichthum fort und fort: denn GOtt, vor welchem Kronen und Berlen Staub und Spott, wird selber in uns wohnen, und wir in unserm GOtt. 2. Wer von dir möchte sehen nur einen Blick, o GOtt, wie wohl würd ihm geschehen! die Welt wär ihm ein Spott mit allem ihrem Wesen; so herrlich und so rein, so lieblich, so erlesen ist deiner Augen Schein. 3. Den wahren GOtt zu schauen, das ist die Seligkeit, und aller Himmels Auen ihr schönstes Blumenkleid. Wie war nach seinem Blicken der Abraham so froh, wie wünscht er zu erquicken sich an dir, A und O. 4. Sprach mit Triumph und Brangen der liebe Jakob nicht: Ich habe GOttes Bangen und flares Angesicht gefehn, und bin genesen! Wie glänzte Mosis Haut, als er bei GOtt gewesen, und seinen Mund geschaut! 5. Du reichlichste Belohnung der Auserwählten Zahl, wie lieblich ist die Wohnung, da deiner GOtt heit Strahl sich offenbarlich zeiget! o herrlich edler Tag! dem diese Sonne steiget, und ihn erleuchten mag. 6. O Licht! das ewig brennet, dem keine Nacht bewußt, das kei nen Nebel kennet! Gesellschaft, reich an Lust, da GOtt und Engel kommen mit Menschen überein, und ewiglich die Frommen gelegnet werden sein. 10. Wann werd' ich einmal kommen zu solchem Freudenquell! wär ich doch aufgenommen, und schon bei dir zur Stell! HErr Christe nimm mein Flehen so lang indessen an, bis ich dich selbst gesehen und recht beschauen kann. E. Franc. 1129, Mel. Herzlich thut mich. rmuntert euch, ihr Frommen, zeigt eurer Lampen Schein, der Abend ist gekommen, die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet der Bräutigam mit Pracht; auf! betet, kämpft und wachet, bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, und füllet sie mit Del, und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel'. Die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah! begegnet ihm in Reihen, und singt Halleluja. 3. Ihr tlugen Jungfrau'n alle, hebt nun das Haupt empor, mit Jauchzen und mit Schalle, zum frohen Engel Chor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit: auf, auf, ihr Reichsgenossen! der Bräut'gam iſt nicht weit. 4. Er wird nicht lang' verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen, der schöne 7. Vollkommne Liebe bringet dort immer neue Freud', aus em'ger Lieb' entspringet ein' ew'ge Fröhlichkeit, GOtt selbst ist solche Wonne, ist solcher Liebe Preis, ist seiner Blumen Sonne im Frühlingsschein verheißt Erquit bunten Baradeis. fungszeiten, die Abendröthe zeigt den 590 Zweiter Anhang. den schönen Tag von weitem, da-| deinem Schein durchleuchtet und vor das Dunkle weicht. erfüllet sein. 5. Wer wollte denn nun schlafen? wer klug ist, der ist wach; GOtt kommt, die Welt zu strafen, zu üben Grimm und Rach' an allen, die nicht wachen, und die des Thieres Bild anbeten sammt dem Drachen: drum auf! der Löwe brüllt. 6. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Geberden, und seid nicht mehr betrübt; es find die Freudenftunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 7. Die ihr Geduld getragen, und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Plagen, in Freuden sonder Leid, mit leben, auch regieren, und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphiren in eurer Siegeskron'. 8. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid, hier stehn bie Weizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein', die dort der Tod erschlagen, hier schenkt man Freubenwein. 9. Hier ist die Stadt der Freuben, Jerusalem, der Ort, wo die Erlös'ten weiden, hier ist die sich're Pfort', hier sind die goldnen Gassen, hier ist das Hochzeitmahl, hier soll sich niederlassen die Braut im Rosenthal. 10. O, JEsu, meine Wonne, komm' bald und mach' dich auf; geh' auf, verlangte Sonne, und förd're deinen Lauf. JEsu! mach ein Ende, und führ uns aus dem Streit! wir heben Haupt und Hände nach der ErlösungsBeit. 2. Laurentii. 1130. M. HErr JEsu Christ. G Crne rneure mich, o ew'ges Licht! und laß vor deinem Angeficht mein Herz und Seel' mit 2. Ertödt' in mir die Fleischesluft, und nimm hinweg den Sündenwust, bewaffne mich mit Kraft und Muth, zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, HErr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist; ein willig Opfer willst ja du, und altes Fleisch taugt nicht dazu. 4. Mach' in mir das Gedächtniß neu, daß es auf dich gerichtet ſei, und, was dahinten ist, vergeß, und stündlich Christi Tod ermeß. 5. Des Fleisches Willen tödt' in mir, und mach' ihn unterthänig dir; durch deine Liebe treib' ihn an zu gehn auf deiner Lebensbahn. 6. Und wie ich ohn' dein Gnadenlicht erkenne deinen Willen nicht; so leuchte du, o GOtt allein in dem Verstand mit deinem Schein. 7. Mach' in mir das Gewissen rein, und laß es abgewaschen sein; so kann ich denn durch deinen Sohn mit Freuden stehn vor deinem Thron. 8. Auf dich laß meine Sinne gehn, und stets hinauf gerichtet stehn, daß ich dein Wort mit Freuden hör', mein Herz nach ihm in allen tehr'. 9, Gieb, vaß ich finde deine Kraft, und schmecke deiner Güte Saft; laß mich dein freundlich Angesicht mit Freuden sehn in deinem Licht. 10. Wenn ich in deinem Wort dich such', so laß es mir sein ein Geruch, der Lebenssaft und Süßigkeit in meiner Seelen Kräfte streu't. 11. Und weil du voller Güte bist, die schmeckend und erfreulich ist, so gieb, daß ich dich fühl in mir und ganz umschlossen sei von dir. 12. Und wie ich von mir selbst nichts tann, so treib' durch deinen Geift 3weiter Anhang. Geist mich an, daß er in mir das Ruder führ', Geist, Seel', Herz, Sinn und Mund regier'. 13. Wie dieses ohne Glauben nicht in mir kann werden angericht't, der Glaub' auch ohn' dies nicht besteht, wo er nicht in die Werte geht. 14. So wirke, Herr! durch dei nen Geist den Glauben, der sich kräftig weist, und in ein neues Wesen dringt, und seine Lebensfrüchte bringt. 15. In allem, o HErr JEsu Christ! laß mich mit Kraft sein ausgerüst't, zu fechten wider Fleisch und Blut, und nimm mich unter deine Hut.. 16. So acht ich nicht des Teu fels List, der jegund voller Grimmes ist. Ich bleib' im Sieg; in dir will ich, mein JEsu, leben ewiglich. 1131. Mel. Wer nur den. Erquicke mich, du Heil der Sünder, durch dich und deinen Gnadenschein, und laß, o Freund der Menschenkinder, dein Herz auf mich gerichtet sein. Komm, und erzeige dein Erbarmen dem heil- und hülfbedürftgen Armen. 2. Du bist und bleibst der Trost der Erden, und der gepries'ne Wundermann, durch welchen wir errettet werden, der allen Men schen helfen kann, und uns von allem unsern Schaden durch deine Huld und Kraft entladen. 3. Der Blinde kann die Sonne fehen, der Taube hört die Stimme an, der Lahme muß gerade gehen, der Aussaß wird hinweg gethan, den Todten hast du Geist und Leben und allen Armen Trest gegeben. 4. Haſt du vor dieſem ſolche Tha ten, o gestift't, so wollest du auch jego rathen dem Schaden, der die Seele 591 trifft. Ach! zeige deine große Stärke durch unwerdiente Gna denwerke. 5. Du weißt ja, was wir Mens schen taugen, wir sind verblend't und sehen nicht, darum erleuchte meine Augen mit deinem Glanz und Gnadenlicht, zu sehen, was sonst nicht zu sehen, wenn wir in deinem Licht nicht stehen. 6. Eröffne mir, HErr! meine Ohren, und mache mich zu deis nem Knecht. Hier bin ich, du wollst sie durchbohren, daß ich auf ewig treu und recht dir diene, und auf dein Wort merke, da nach zu thun all' meine Werke. 7. Ich wanke auf gelähmten Füßen, und strauchle hier, bald straucht' ich dort; laß deine Kraft in mich einfließen, daß ich mag gehn gerade fort, und meine Tritte niemals gleiten, noch aus dem Pfad der Wahrheit schreiten. 8. Wer will doch meinen Auss saß heilen, der Krankheit allers schlimmsten Theil? mein Arzt, du wolleft nicht verweilen; ach! heile mich, so werd' ich heil! Laß deine Wunden, o mein Leben! für meine Wunden Pflaster geben. 9. Ich bin ganz todt, und meine Kräfte, Will' und Verstand sind ohne Kraft, zu thun recht göttlis che Geschäfte; HErr, gieb mir neuen Lebenssaft, daß ich gleich einem Baum ausschlage und tausendfache Früchte trage. 10. Ich finde mich arm und elende, entblößt von allem eignen Ruhm; die Friedensbotschaft zu mir sende, dein süßes Evangelium, daß ich dadurch noch hier auf Erden gerecht und selig möge werden. 1132. Mel. Ach GOtt thu dich. Erwach, o Mensch, erwache, ſteh' auf vom es kommt des Höchsten Rache, und seine schwere Straf, mit Schreds ten 592 3weiter Anhang. ten und mit Ungestüm, und sucht| Sinn gewandt; sondern denk' an die Sünder heim im Grimm, die deine Wunden, die dein heilig auf der Erde wohnen; der HErr Fleisch durchrißt, denk an deine wird zornig lohnen, und nur der Trauerstunden, da du Blut für Frommen schonen. mich geschwißt. 4. Fege durch die Kreuzesruthe alles aus dem Herzen aus, wasch es dann mit deinem Blute, und mach' es zu deinem Haus. Ach! eröffne selbst die Thüre, wälz' den Sündenstein davon; gieb, daß ich dich drinnen spüre, du geliebter GOttessohn. 2. Drum fallet Gott zu Fuße, ihr Menschen groß und klein, thut rechte wahre Buße, stellt alle Bosheit ein. Seid auf den groBen Tag bereit, mit Glauben und Gottseligkeit; so trifft euch kein Verderben, so könnt ihr selig sterben, und GOttes Reich ererben. 3. Ach! nehmet dies zu Herzen, die ihr erlöset seid durch Christi Blut und Schmerzen, befehrt euch in der Zeit. Sagt allem ab, was zeitlich ist, und liebt alleine JEsum Christ, thut, was derselb' euch lehret; denn wer ihn so nicht ehret, der wird im Zorn verzehret. 4. Bekehre du uns, HErre, so wers den wir bekehrt, ach! führ' uns aus der Irre zu deiner frommen Heerd'. Verzeih', was wir bisher gethan; nimm uns durch Chris stum wieder an, laß deinen Geist uns leiten, daß wir zu allen Zeiten dein heil'ges Lob ausbreiten. 1133. Mel. Alle Menschen. abre fort mit Liebesschlägen, füßer JEsu, liebster Hort! laß sich Trübfalswinde regen, und bring' mich hierdurch an Port. Ach! ich biete dir den Rücken, schlag' nur zu, ich hab's verschuld't, Kreuz und Noth sind Liebesstricke, Beichen deiner großen Huld. 5. Wenn du es nun eingenommen, so laß gar nichts mehr hinein, denn ich hab' mir vorgenommen, dein hinfort allein zu sein; ich will selbst mich nicht mehr tennen, nicht die Welt, nicht Fleischeslust; Augenlust, Stolz, sünd. lich Brennen, sei mir niemals mehr bewußt. 6. Dann will ich in deinen Armen, unterm Kreuzgang sanfte ruh'n; doch vertrag' auch mit Erbarmen, wenn mein Lassen oder Thun noch mit Schwachheit sehr beflecket, die dir nicht verborgen ift: diese aber wird bedecket, weil du mein Erlöser bist. 2. Ich bin lang von dir gewichen, lang war mir das Eitle lieb; doch bist du mir nachgeschlichen, weil dich deine Liebe trieb, Liebe, die dir Händ und Füße an das Kreuzesholz gespießt, Liebe, die so honigsüße auf die armen Sünder fließt. 7. Nun, du sollst mein in dem Leben, und im Tod auch meine fein, die mit Leib und Seel' ergeben, geh ich in mich selbst hinein; dich such' ich in meinem Herzen, bis du dich mir offenbarst, schente mir des Glaubens Kerzen, wie du vormals gnädig warst. 8. Hör', ach hör' mein sehnlich Flehen! ach! wie lang' verbirgst du dich! Hilf mir kämpfen, widerstehen, meine Kraft verlieret sich; aber du bist in den Schwachen mächtig, wenn ihr Herz be trübt; drum magst du es mit mir machen, JEsu, wie es dir beliebt. Amad. Greuzberg. 3. Ach! so denke nicht, wie lange ich dich, Bräut'gam, nicht er- 1134. In eigener Melodie. kannt, wie ich mich zur alten Schlange fort mit Herz und Zahre fort,:,: Bion, fahre fort im Licht, mache deinen Beuchter helle Zweiter Anhang. 593 helle, laß die erste Liebe nicht, su- ich mein Kreuze williglich ertras che stets die Lebensquelle; Zion, bringe durch die enge Pfort', fahre fort:: 2. Leide dich:,: Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone; Bion, fühlest du den Schlangenstich, leide dich:,: 3. Folge nicht:: Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen, achte nichts ihr Gut und Geld, nimm nicht an den Stuhl des Drachen; Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, 4. Prüfe recht, Zion, prüferecht den Geist, der dich ruft zu beiden Seiten, thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beides das, was krumm und schlecht, prüfe recht:,: 5. Dringe ein, Zion, dringe ein in GOtt; stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht wie die andern todt, sei du gleich den grünen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchelschein dringe ein:,: 6. Brich hervor:: Zion, brich hervor in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch das dir gegebne Thor brich hervor:: 7. Halte aus:: Bion, halte deine Treu, laß dich ja nicht laulicht finden. Auf! das Kleinod rückt herbei, auf! verlasse, was dahin ten. Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus:,: 3. C. Schmidt. 1135( a). M. AufChristenmensch. Geduldig's Lämmlein, JEfu du all' und Plagen, all's Ungemach zu jeder Frist geduldig hast getragen: verleih' mir auch zur Leidenszeit Geduld und alle Tapferkeit. 2. Du hast gelitten, daß auch ich dir folgen soll und leiden, daß gen soll mit Freuden. Ach möcht ich doch in Kreuz und Bein geduldig wie ein Lämmlein sein. 3. Ich wünsche mir von Herzens grund um dich geschlacht't zu werden, und was noch mehr, zu jeder Stund gekreuzigt stehn auf Erden; doch aber wünsch ich auch dabei, daß ich ein Lämmlein JEsu sei. 4. Laß kommen alles Kreuz und Pein, laß kommen alle Plagen, laß mich veracht't, verspottet sein, verwund't und hart geschlagen: laß aber auch in aller Pein mich ein geduldig's Lämmlein sein. 3. Ang. 5. Ich weiß, man kann ohn' Kreuz und Leid zur Freude nicht gelangen, weil du in deiner Herrlichfeit selbst bist durch's Kreuz ges gangen: wer nicht mit dir leid't Kreuz und Bein, kann auch mit dir nicht selig sein. 1136( a). M. Durch Adams Fall. eb' auf, mein's Herzens Morgenstern, und werde mir zur Sonne! geh' auf, und sei von mir nicht fern, du höchste Seelenwonne! erleuchte mich ganz inniglich, daß ich in deinem Lichte noch diesen Tag erblicken mag dein liebstes Angesichte. 2. Ich wünsche nichts, als dich zu sehn, hab' auch sonst kein Verlangen. Ach! wann wird es doch nur geschehn, daß ich dich werd' umfangen! Du bist das Licht, das mein Gesicht alleine will erblicken, du bist der Strahl, der allemal tann meine Seel' erquicken. 3. Du bist der Glanz der Herrlichkeit, und giebst der Welt das Leben, dein Anblick macht noch jederzeit mich den dein Freudenschein macht meine Bein mir über zuckersüße, dein's Mundes Kuß, dein's Geistes Guß macht, daß ich ganz zerfließe. 4. Wo bist du, schönster Bräutigam? O ausertorner Knabe; Pp 100 594 Zweiter Anhang. wo bist du, süßes GOtteslamm, 6. Dieunverdroßne Bienenschaar daß ich mich mit dir labe; komm fliegt hin und her, sucht hier und doch geschwind, du GOtteskind!| dar die edle Honigspeise; des sütomm, komm, daß ich dich preise, Ben Weinstocks starker Saft bringt und dir Lob, Ehr' und Dank, und täglich neue Stärk' und Kraft in Ruhm aus Herzenstraft erweise. seinem schwachen Reiſe. 5. Der Leib wird matt, die Seel' ist schwach, die Augen stehn voll Thränen, der Mund erblaßt, rust Ach und Ach! das Herz ist voller Sehnen. OJEjulein, mein Freudenschein! du kannst mich ja erquicken; verzieh doch nicht, mit deinem Licht mich gnädig anzublicken. 3. Angelus. 7. Der Weizen wächset mit Ge walt, darüber jauchzet Jung und Alt, und rühmt die große Güte deß, der so überflüssig labt, und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüthe. 1135( b). M. Kommt her zu mir. Geh aus, mein Herz, und suche Freud' in dieser lieben Sommerszeit an deines GOttes Gaben; schau an der schönen Garten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide, Narcissen und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft, und macht sich in die Wälder. Die hochbegabte Nachtigall ergößt und füllt mit ihrem Schall Berg', Hügel, Thal und Felder. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speis't die Jungen; der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh' in's tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in den Sand und malen sich an ihrem Rand mit schattenreichen Myrthen; die Wiesen liegen hart dabei, und klingen ganz von Lustgeschrei der Schaf und ihrer Hirten. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen GOttes großes Thun erweckt mir alle Sinnen; ich finge mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 9. Ach! dent' ich, bist du hier so schön, und läsfeſt uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden; was will doch wohl nach dieser Welt, dort in dem besten Himmelszelt und goldnen Schlosse werden. 10. Welch' hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein! wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit unverdroßnem Mund und Stimm' ihr Halleluja singen. 11. O wär' ich da! ach stünd ich schon, o süßer GOtt, vor deinem Thron, und trüge meine Palmen, so wollt' ich nach der Engel Weis', erhöhen deines Namens Preis mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen; mein Herze soll sich fort und fort, an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf mir, und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe; gieb, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrücht' erziehe. 14. Mach' in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd' ein guter Baum, Zweiter Anhang. 595 Segen, tränke du sein durst'ges Land, laß des Heil'gen Geistes Gab' über mich von oben ab, wie die starken Ströme fließen, und mein ganzes Herz durchgießen. Baum, und laß mich wohl bekleiben; verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schönste Blum' und Pflanze möge bleiben. 15. Erwähle mich zum Baradeis, und laß mich bis zur letzten Reis' 2. Kann ein Vater hier im Lean Leib und Seele grünen; so will ben, der doch bös' ist von Naich dir und deiner Ehr' allein, und tur, seinen lieben Kindern geben sonsten keinem mehr, hier und dort nichts, als gute Gaben nur; sollewig dienen P. Gerhard. test du denn, der du heißt guter 1136( b). M. Nunfreuteuchlieben. Vater, deinen Geist mir nicht Hepreiset seist du, Jesu Christ, daß nun der Tag erschienen, der unser werther Ruhtag ist, dem großen GOtt zu dienen; hinweg mit aller Eitelkeit! hinweg mit Ungerechtigkeit! laßt Händearbeit liegen. geben, und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 3. JEsu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, HErr, von dir. Laß den Tröster ewiglich bei mir sein, und lehre mich, in der Wahrheit fest zu stehen, und auf dich im Glauben sehen. 2. Dem Höchsten Herz, Gemüth und Sinn laßt heute sein ergeben, legt das, was fleischlich, von euch hin, dient GOtt mit eurem Leben; auf daß er durch des Geistes Stärk' hab in uns seiner Gnade Werk, und stetig ob uns walte. 3. Hört heute fleißig GOttes Wort mit Beten, Lesen, Singen; laßt uns dem HErren fort und fort der Lippen Opfer bringen. Kommt, tretet hin zu dem Altar, und lasset mitder FrommenSchaar ein Sabbathslied erklingen. 4. Heil'ger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein, und sei tausendmal willkommen; laß mich deinen Tempel sein; säubre du nur selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schön, laß mich wahre Liebe ha4. An diesem Tag ist JEsus ben, und in deiner Gnade stehn; Christ von Todten auferstanden, gieb mir einen starken Muth, heiund hat des böfen Feindes List| lige mein Fleisch und Blut, lehre hierdurch gemacht zu Schanden; mich vor GOtt hintreten, und im er hat dem Tode seine Macht genommen, und uns wiederbracht, was leider war verloren. Geist und Wahrheit beten. 6. So will ich mich dir ergeben, dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelsweisen. 1138.M. Von GOtt will ich nicht. Ott ist ein GOtt der Liebe, ein der er will, daß man sich übe in dem, was wirket Freud' und Fried in einem P p 2 Sinn; 5. Wir Christen müssen gleicher Weis' auch von der Sünd aufstehen, und künftig nun mit allem Fleiß auf guten Wegen gehen, auf daß wir dorten immerzu die höchst gewünschte Sabbathsruh im Himmelreich begehen. 1137. M. Fren dich ſehr, o meine. denn mein Herz ist dürr, wie Sand; Vater, gieb vom Himmel Zweiter Anhang. 596 Sinn; der Zwistigkeit absage, sich brüderlich vertrage in Sanftmuth immerhin. 2. Der Satan ist ein Störer des Friedens, und bedacht, daß 11 des Wortes Hörer ganz lasse aus der Acht, was wider Haß und Neid der Heiland treulich ehret, und wie von GOtt abkehret die Unversöhnlichkeit. 3. Wer hier den Frieden liebet in Wahrheit, ohn' Verdruß, dem Nächsten sich ergiebet ohn' Abficht auf Genuß, der hat am Himmel Theil, da Fried' und Liebe wohnet, da Friede wird belohnet: GOtt ist und bleibt sein Heil 4. Dagegen, wer belcden mit Fitterm Haß und Zorn, der hat den größten Schaden, er ist und bleibt verlor'n! es kommt das theure Blut, so Christus unverdroffen aus Liebe hat vergossen, ihm nimmermehr zu gut. 5. Wer seinen Nächsten hasset, Ser haffet selbsten GOtt; drauf GOttes Zorn ihn fasset, und stürzt in solche Noth, darinnen er verdirbt, wo selbsten kein Erretten; der Hölle Band und Ketten ihn fesseln wenn er stirbt. 6. Wer dieses recht bedenket, der wird der Sonne Licht, wenn es zur Erd' sich lenket, und eh' der Glanz zerbricht, nicht laffen untergehn, bevor sich hab' geleget der Born, den er geheget; wohl! wohl! wenn's ist geschehn. 7. O Christi! steur' und wende des Satans Bitterkeit, damit er nicht behende erwecke Zorn und Streit bei denen, die der Geiſt des Friedens soll regieren, und in der Stille führen zu dem, was lieblich heißt. 8. Hilf uns ja fleißig halten die Finigteit im Geist, daß über uns mög walten dein Segen allermeist, nach deinem Geist und Sinn einander uns vertragen in Freundschaft, und nachjagen dem köstlichsten Gewinn. 1139. M Seelenweide, meine. Ott will's machen, daß die Sachen gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wellen sich verstellen, wenn du nur bei JEsu bist. 2. Wer sich kränket, weil er dentet, JEsus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub' leide Straf. 3. Du Verächter! GOtt, dein. Wächter, schläset ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub' nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei; wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Laß dir süße sein die Küffe, die dir JEsus Ruthe giebt; der sie führet und regieret, hat nie ohne Furcht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanten, fall' in die Gelassenheit; laß den sorgen, der auch morgen HErr ist über Freud' und Leid. 8. GOttes Hände sind ohn' Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. It's beschwerlich, scheint's gefährlich, deinem GOtt ist nichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zuns der, da der Glaube Funken fängt. Alle Thaten sind gerathen jedesmal, wie er's verhängt. 10. Wenn die Stunden sich ge funden, bricht die Hülf' mit Macht herein, und dein Grämen zu beschämen, wird es unverses hens sein. 11. Eignen Willen zu erfüllen, leidet sich's noch ziemlich wohl; da ist Plage, Noth und Klage, wo man leiden muß und soll. 12. Drum Zweiter Anhang. 597 12. Drum wohl denen, die sich seh-| Alles läuft nach seinem Willen, nen nach der stillen Willensruh! sein allsehend Angesicht weichet Auf das Wollen fällt dem Sollen von den Menschen nicht: seine die Vollbringungskraft bald zu. Gegenwart kann füllen Erd und 13. Mehr zu preisen sind die Himmel hier und dort, schaut und Weisen, die schon in der Uebung hört sie fort und fort. stehn, die das Leiden und die Freuden nur mit Hiobs Aug' ansehn. 14 Nun, so trage deine Plage fein getrost und mit Geduld, wer das Leiden will vermeiden, häufet seiner Sünden Schuld. 4. Das Vermögen seiner Hände ist unendlich, also auch seine Gnade sonder Ende, und ihm täglich im Gebrauch. Laß mich sehn dich, dich empfinden, du ewiges Heil, o Licht, welchem nimmer Glanz gebricht, laß mich deine Flamm' entzünden. Ach! du reinste Liebesgluth, brenn' mir lieblich Herz und Muth. 5. Unersättlich füße Weide, gieb dich einst zu schmecken mir; o du höchster Trost und Freude! find' ich alles doch an dir; du kannst rechten Reichthum geben; nichts als lauter Armuth ist da, wo du nicht alles bist. Ach! was ist doch dieses Leben ohne dich, als Höllennoth, übertünchtes Grab und Tod. 15. Die da weichen, und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen laufen zu den Haufen, die zur linken Seite stehn. 16. Aber denen, die mit Thränen tüssen ihres JEsu Joch, wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands werden noch. 17. Amen! Amen! in dem Namen meines JEsu halt ich still'; es geschehe und ergehe, wie und wann, und was er will. 1140. M. Sollt ich meinem GOtt. Groß roßer GOtt, der mich erschaffen hat zu seinem Lob und Preis, laß dein Lob bei mir nicht schlafen, wecke selber meinen Fleiß, stets ein Opfer dir zu bringen: denn wer kann so löblich sein, wer so herrlich, heilig, rein, von so hohen Wunderdingen, so gerecht und schön dazu, schönster HErr und GOtt, als du? 2. Du bist lauter Güt' und Wahrheit, du ein Quellder Freundlichkeit, unaussprechlich hell an Klarheit, Licht und Strahlen sind dein Kleid; Heil und Recht sind deine Werte, alle Dinge deiner Hand dir von Ewigkeit bekannt; deiner Weisheit, deiner Stärke ist nichts gleich, ganz nichtes ist vor dir 3. Niemand mag dir widerstehen; wer ist mächtig doch wie GOtt; wie er's denkt, so muß es gehen, denn er heißt: HErr Zebaoth. 6. Schaß, du reizest mein Verlangen, ach! wann kommt der schöne Tag, HErr, daß ich dich einst umfangen und vollkömmlich schauen mag! daß o meines Gei stes Krone, ich vom eitlen Staube frei, ganz mit dir vereinigt sei, und in deinem Reiche wohne, wo dein Antlig hell und klar und soll werden offenbar. 7. Nun, du hast schon längst erle sen Zeit und Stunde mir zu gut, und ein solches lieblich Wesen auch mit deinem eignen Blut mir verschrieben, unterdessen will ich harren in Geduld, GOtt mein König, deiner Huld, deines Lobes nicht vergessen, Lob und Preis sei dir bereit hier und dort in Ewigkeit. 1141. M.JEsusmeine Zuversicht. Guter Hirte! willſt du nicht deines men, und nach deiner Hirtenpflicht tragen heim auf deinen Armen? Willst du mich nicht aus der Qual holen in den Freudensaal? Pp 3 2. Schau, 598 Zweiter Anhang. 2. Schau, wie ich verirret bin Hochzeittag erkoren. Eia, ei da, auf der Wüsten dieser Erden; da ist Freude, da ist Weide, da ist tomm und bringe mich doch hin Manna, und ein ewig Hosianna. zu den Schafen deiner Heerden; führ mich in den Schafftall ein, wo die heil'gen Lämmer sein. 3. Mich verlangt, dich mit der Schaar, die dich loben, anzu schauen, die da weiden ohn' Gefahr auf den fetten Himmelsauen, die nicht mehr in Furchten stehn, und nicht können irre gehn. 4. Halleluja, Lob, Preis und Ehr' sei unserm Gott je mehr und mehr, und seinem großen Namen; stimmt an mit aller Himmelsschaar, und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen. Klinget, finget: Heilig, heilig, freilich, freilich. heilig ist GOtt, unser GOtt, der HErr Zebaoth! 4. Denn ich bin hier sehr bedrängt, muß in steten Sorgen 1143. Wiel. Wachet auf ruft uns leben, mich um eiligster JEsu, Heiligungsſchräntt, und mit Liſt und Machtquelle, mehr als Crystall umgeben, daß ich armes Schäfe- rein, klar und helle, du lautrer lein keinen Blick fann sicher sein. Strom der Heiligkeit! aller Glanz 5. D HErr JEsu! laß mich nicht der Cherubinen, die Heiligkeit in der Wölfe Rachen kommen, der Seraphinen ist gegen dich hilf mir nach der Hirtenpflicht, nur Dunkelheit. Ein Vorbild daß ich ihnen werd genommen; bist du mir, ach, bilde mich bole mich, dein Schäfelein, in den nach dir, du mein alles! JEsu, ew'gen Schafstall ein. ei nu, hilf mic dazu, daß ich mag heilig sein, wie du. 2. O stiller JEsu! wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille, und bis zum Tod gehorsam war: also mach auch gleicher maßen mein Herz und Willen dir gelassen, ach! bilde meinen Willen gar. Mac mich dir gleich gesinnt, wie ein gehorsam Kind, stille, stille JEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich fein stille sei, wie du. 3. Wachsamer JEju! ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; du mußtest täg lich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor GOtt mit Flehen, und hast gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachsamkeit, daß ich zu dir allzeit wach und bete. JEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei, wie du. 4. Gütigster JEsu, ach wie gnädig, wie liebreich, freundlich und gutthätig bist du doch gegen Freund und Feind! dein Son nena Joh. Angelus. 1142. Mel. Wie schön leuchtet. alleluja, Lob, Preis und Ehr', sei unserm GOtt je mehr und mehr für alle seine Werke! von Ewigkeit zu Ewigkeit sei in uns allen ihm bereit Dant, Weisheit, Kraft und Stärke! Klinget, finget: Heilig, heilig, freilich, freilich, heilig ist GÖtt, unser GOtt, der HErr Zebaoth! 2. Halleluja, Preis, Ehr' und Macht sei auch dem GOtteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit gesprenget und getauft und sich mit uns vermählet! Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Halleluja, GOtt Heil'ger Geist! fei ewiglich von uns gepreis't burch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Zweiter Anhang. 599 9. Nun liebster JEsu, liebstes Leben! mach mich in allem dir recht eben, und deinem heil'gen Vorbild gleich; dein Geist und Kraft mich gar durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe, und tüchtig werd' zu deinem Reich. Ach! zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland! JEsu, ei nu, laß mich, wie du, und wo du bist, einst finden Ruh. G. A. 1144. M. Wo GOtt der HErr. HErr, deine Treue iſt ſo groß, daß müssen; wir liegen vor dir arm und bloß zu deinen Gnadenfüßen. Die Bosheit währet immer fort, und du bleibst doch der treue Hort, und willst uns nicht verderben. 2. Die Sünde nimmet überhand, du siehest selbst die Schmerzen, die Wunden sind dir wohl befannt der sehr verkehrten Herzen; die Schulden nehmen täglich zu, es haben weder Rast noch Ruh, die dir den Rücken kehren. nengianz der scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich undankbar sein. Mein GOtt, ach! lehre mich, damit hierinnen ich dir nacharte: JEsu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich auch gütig sei, wie du. 5. Du sanfter JEsu, warst unschuldig, und littest alle Schmach geduldig, vergabst, und ließ'st nicht Rachgier aus; Niemand kann deine Sanftmuth messen, bei der fein Gifer dich gefressen, als den du hatt'st um's Vaters Haus. Mein Heiland, muth, und dabei guten Eifer: JEfu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich sanftmüthig sei, wie du. 6. Würdigster JEsu, Ehrenkönig! du suchtest deine Ehre wenig, und wurdest niedrig und gering; u wandeltstganz ertieft auf Erden in Demuth und in Knechtsgeberden, erhubst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demuth lehr' mich auch je mehr und mehr stetig üben: JEfu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich demüthig sei, wie du. 7. O teuscher Jesu! all' dein Wesen war züchtig, keusch und aus erlesen, von tugendvoller Sittsamkeit! Gedanken, Reden, Glie der, Sinnen, Geberden, Kleidung und Beginnen war voller lauter Züchtigkeit. O mein Immanuel! mach mir Geist, Leib und Seel teusch und züchtig: JEsu, ei nu, hilf mir dazu, auch keusch und rein zu sein, wie du. 8. Mäßiger JEsu, deine Weise im Trinken und Genuß der Speise lehrt uns die rechte Mäßigkeit: den Durst und Hunger dir zu stillen war, statt der Kost, des Vaters Willen und Werk vollenden, dir bereit't. HErr, hilf mir meinen Leib stets zähmen, daß ich bleib dir stets nüchtern: JEfu, ei nu, hilf mir dazu, daß ich stets nüchtern sei, wie du. 3. Dein Auge stehet wider die, so deiner Wege fehlen, und in dem ganzen Leben hie den krummen Weg erwählen, und suchen in dem Sündenwust zu büßen ihre Fleischeslust nach dem verderbten Willen. 4. Die Creatur entsetzet sich und seufzet, frei zu werden; sie wartet, und thut ängstiglich: der Himmel und die Erden, die deiner Finger Werke sind, und was sich in denselben find't, beweinen solch Verderben. 5. Wir hoffen dennoch fest zu dir, du werdest uns erhören; wir flehen, o GOtt, für und für, du wollest doch befehren die sündenvolle blinde Welt, die sich für so glückselig hält, da sie zur Höllen eilet. 6. Erbarme dich, o treuer GOtt, der du die Welt geliebet, die Welt, die ganz in Sünden todt, in JrrPp 4 hum 600 thum dich betrübet; gieb deinem werthen Worte Kraft, daß es in solchen Herzen haft', die hart sind wie die Felsen. 7. Laß doch die Welt erkennen noch mit ihren blinden Kindern, wie sanft und angenehm dein Joch ei denen armen Sündern, die ühlen ihre Sündenschuld, und wenden sich zu deiner Huld und deines Sohnes Wunden. Zweiter Anhang. 8. Die Heerde, die du hast er wählt, die sebe du zum Segen, und schenke, was ihr annoch fehlt, zu gehn auf rechten Wegen; laß deine Treu, Aug' und Hand sein deinen Gliedern wohl bekannt, die deiner Güte trauen. 9. Ein Vater und ein Hirte meint es treulich mit den Seinen; du bist noch mehr, als beide sind, du kannst's nicht böse meinen; drum trauen wir allein auf dich, ach! leite du uns väterlich nach deinem Rath und Willen. 10. Hier sind wir deine Reben schon und freuen uns darneben, daß du uns die Genadenkron' nunmehro bald wirst geben; wir hoffen bald dein Angesicht zu sehen dort in deinem Licht, da uns das Lamm wird weiden. Hor 1145. Mel, HErr Christ, der. Err JEsu Christ, mein Leben und ein'ge Zuversicht, dir hab' ich mich ergeben, verlaß, verlaß mich nicht; ach! Laß mich deinen Willen beständiglich erfüllen, du meiner Seelen Zier. 2. Ach schenk mir deine Liebe, mein Hort und Bräutigam; gieb, daß ich nicht betrübe dich, werthes Gotteslamm; ach! laß mich an dir hangen, im Herzen dich umfangen, denn du bist liebenswerth. 3. In Lieb: laß mich brennen, und an dir halten fest, von dir laß mich nichts trennen, du bist der Allerbest'; ach! laß mich mit dir sterben, und nachmals auch erers ben das Reich der Herrlichkeit. 4. Ach laß mich allzeit bleiben ein' grüne Reb' an dir, dir will ich mich verschreiben, ach! weiche nicht von mir; ich bleib' dir ganz ergeben, im Tod und auch im Leben, ach! hilf mir Armen bald. 5. Nun, JEsu, sei mein Leben, mein Alles ganz allein, nach dir laß mich stets streben, so werd' ich selig sein, ach! laß mich dich stets suchen, und alles das verfluchen, was mich von dir hält ab. 6. Gieb, daß ich mein Vertrauen nur sez' auf dich allein, HErr! laß mich auf dich schauen, und warten all'zeit dein; ja, laß mich dich stets loben, hier und hernach dort oben in alle Ewigkeit. 7. Mein Heiland, du wollst kom men, ja komm, ach komme doch! erlöse deine Frommen von allem Band und Joch: ach! JEsu, komm, und dämpfe das Fleisch, gieb, daß ich kämpfe allein durch deine Kraft. 8. Nun Vater, hör' mein Lallen, mein JEsu! meine Bitt' laß dir doch nicht mißfallen, und selber mich vertritt; GOtt, Heil' ger Geist, erfülle mein Herz, daß ich sei stille, und all'zeit lobe dich. 1146. Mel. Wer nur den lieben. Err! wenn ich dich nur werde haben, mein bestes Theil zu jeder Zeit, so wird sich Leib und Seele laben, bier zeitlich und in Ewigkeit. Was geht die Welt uns Christen an? genug, wer dich, GOtt, haben kann. 2. Wie schön und hoch haft du gebauet die sternenreiche Him metsstadt, daß sie der Mensch mit Lust anschauet, die so viel Glanz und Klarheit hat. Was geht mich Sternenklarheit an? genug, wer dich, GOtt, haben kann. 3. Wie reich ist doch von Gold und Schäßen der Erden großes Wuns Zweiter Anhang. 601 Wunderfeld! wie weiß sich Man- auch allzusehr, und sagt nur vom cher zu ergößen an Reichthum, Ehre, Gut und Geld. Was geht uns alles dieses an? genug, wer dich, GOtt, haben kann. Bekehren; ei lieber laßt es wie's vor war, Welt bleibet Welt, das seht ihr gar, ist Christus doch gestorben! wenn wir zuweil'n zur Kirche gehn, zur Beicht, und beten beim Aufstehen, ist's denn so gar verdorben? 4. Dergleichen Reden führen die, so sich nach Christo nennen, verleugnen in dem Leben hie, was ihr Mund thut bekennen, sie schelten wohl für Keßerei, daß man sie wollt' bereden frei ein Christ müßt' heilig leben; daß JEjus und sein Geist die Sünd' durch Glauben in uns überwind', ist ihnen gar nicht eben. 4. Kann auch ein fest'res Band im Leben, als zwischen Leib und Seele sein? Wenn die sich von einander geben, alsbald Verschmachtung fället ein. Was geht mich dieses Leiden an? genug, wer dich, GOtt, haben kann. 5. Du, GOtt, ja du bist mein alleine, mein's Herzens Trost und beste Freud', des Himmels Glanz weicht deinem Scheine, die Weltlust aller Herrlichkeit. Was geht die Welt uns Christen an? genug, wer dich, GOtt, haben kann. 5. Drum, lieber GOtt, rett' deine 6. Drum hilf, daß ich an dich Ehr', und JEsu, deines Sohnes. gedenke in meinem Leben allezeit, Laß leuchten immer mehr und und mein Gemüth zum Himmel mehr durch den Geist deines Throlente, entrückt der eitlen Gitel- nes, daß JEsus Christus Heil kett. Was geht die Welt uns und Stärk', Genad' und WahrChristen an? genug, wer dich, heit, Glaub' und Werk' bekannt GOtt, haben kann. uns allen werden, und wie er für, in, mit uns sei: lehr, was wir an ihm haben frei, im Himmel und 3. C. Schade. auf Erden. 1148. Mel. Ach GOtt vom. Silf, lieber GOtt! wie große fen; ob uns gleich nichts als Unglück droht, will man doch's Beste hoffen; man saget allenthalben frei, daß es so bös nicht mit uns sei; wir sind ja gute Christen. 2. Ein Jeder lebt in Sünden fort und will sich nicht bekehren; man thut nicht nach des HErren Wort man läßt es nur beim Hören Genug, daß man zur Kirch' gewest, ob man das Böse gleich nicht läßt, das soll GOtt dienen heißen. 3. Gi, denket man, man kann doch nicht, wie GOttes Wort will, leben; es ist uns wohl ein helles Licht, wir sollen darnach streben! es wär' wohl gut, und stünde fein, doch kann man nicht voll n 5 tom 1147. Mel. An Wasserflüssen. ilf GOtt, wie geht's doch jezo zu, was sind mir das für Beiten? die Menschen hassen ihre Ruh, und wollen gar nicht leiden, Hilf daß man sie führ' den schmalen Steg, der nach dem Himmel führet; sie sagen ungescheuet: Nein! wir wollen bleiben, wie wir sein. Sieh, wie das Volk sich zieret. 2. Genug ist's nicht, daß sie dein Wort verwerfen und verachten, und nach der alten Weise fort, den Bauch zu nähren trachten, sie wollen auch dazu recht han, das größt' Unrecht hat der gethan, der ihnen das verweiset; den halten sie für ungelehrt, und seine Lehre für verkehrt, der ihr Thun nicht hoch preiſet. 3. Wer will von schwachen Menschen mehr, als wir sind, wohl begehren? man treibt die Sach' 602 tommen sein, wir sind gar schwache Menschen. Zweiter Anhang. hab' ich dies und das zu thun; ich kann noch nicht, wie ich will, ruhn; es soll noch wohl gut werden. 11. O lieber Mensch, was den test du, des liebsten Vaters Arme 4. 3war tröst't man sich: Christ ist für mich, das glaub' ich, ja gestorben, hat mir durch's Leiden mildiglich die Seligkeit erworben, sind ausgestreckt, er ruft dir zu, den Himmel durch sein Blut er: daß er sich dein erbarme. Wie fauft, so bin ich auch auf ihn ge- oft ist schon durch seine Macht tauft; soll ich nicht selig werden? dir dein Gewissen aufgewacht, 5. Ja freilich, so dein Glaub' und du willst doch nicht hören! ist recht, so kannst du dies auch hoffen, der macht allein vor GOtt gerecht, und zeigt den Himmel offen; doch hat der Glaub' die Buß' zum Grund', er steht mit GOtt im festen Bund, nach seinem Wort zu leben. 6. Folgt dieses auf den Glauben nicht, daß man im ganzen Leben sich nach des HErren Willen richt't, so ist der Glaub' nicht eben; er ist ein Traum und falscher Wahn, es geht der Mensch auf breiter Bahn, die zur Verdammniß führet. 12. O Sünder! widerstrebe nicht, wenn dich der Vater ziehet, wenn ihm sein Herz zu dir gericht't, in heißer Liebe glühet; gewiß, er meint es gut mit dir; er will mit Gnaden für und für dich reichlich überschütten. 14. Sein Himmel soll dir offer 7. Für uns ist Christi reines stehn mit lauter Freud' und Blut zum Vösegeld gegeben; doch Wonne; er will in dir mit Kraft kommt es denen nicht zu gut, aufgehn, zur Lust, zur Freud' die nach dem Fleische leben. Wer und Sonne; dann sousi bu freuhier der Sünde nicht abstirbt dig seine Bahn fortlaufen, und durch Christi Tod, derselb' ver- stets himmelan mit deinem Herdirbt in seinen Sünden ewig. zen steigen. 13. Nur seufze, flehe, kämpf und ring', er will die Wunden heilen; die Seligkeit ist nicht gering, die er dir will mittheilen. Mach dich von deinen Sünden los, so will er dich auf seinem Schooß in süßer Lieb' umarmen. 8. Das dünket Manchem allzu- 15. O Mensch! o Mensch! was hoch, er will nichts davon hören, säumest du, dem HErrn dich zu er denket wohl; was ist es doch? dies sind ja schwere Lehren. Ei Lieber, wenn es also wär', so wären piel verdammt bisher, und wenig selig worden. ergeben! du findest doch sonst teine Ruh in deines Fleisches Leben; drum reiß das Sündenband entzwei, laß JEsum Christ. dich machen frei, so sollst du ewig leben. J. G. Reupp. 9. Sagt aber nicht des HErren Wort, daß wenig auserwählet? Bfort, daß Christus wenig zählet, die richtig durch dieselbe gehn, und auf dem schmalen Wege stehn, daß sie zum Leben kämen. 10. Und endlich will auch Mancher nicht von wahrer Buße hören, er ichiebt es immer auf und spricht: Ich will mich noch bekehren; jetzt von der Hö 1149. öchster Priester! der du dich selbst geopfert haft für mich, laß doch, bitt' ich noch auf Erden auch mein Herz dein Opfer werden. 2. Denn die Liebe nimmt nichts an, was du, Liebe, nicht gethan; was durch deine Hand nicht gehet, wird zu GOtt auch nicht erhöhet. 3. Drum Zweiter Anhang. 603 3. Drum so tödte immerhin mei-| mich vielmehr mit Kräften deines nen Willen, meinen Sinn, reiß das Unkraut aus dem Herzen, sollt's auch sein mit tausend Schmerzen. 4. Trage Holz auf den Altar, und verbrenn mich ganz und gar. Wenn doch, allerliebste Liebe, von dem Bösen nichts mehr bliebe! Lebens, so, daß dich meine Seel in Ewigkeit erhöh', und ich schon jest in dir geh, sige, lieg und steh. D. Joh. Olearius. 5. Alſo wird es wohl geſchehn, daß der HErr es wird ansehn; also werd ich noch auf Erden GOtt ein liebes Opfer werden. 3. angelus. 1150. M. Nundanfet alle GOtt. Ich dante il megegeben den ch danke dir, mein GOtt, daß Sinn, der gerne dir will hier zu Ehren leben; regier' nun auch mein Herz, steh mir bei früh und spat, in allem meinem Thun gieb selber Rath und That. 2. Laß mein Vorhaben stets auf deine Augen sehen, die alles sehen, was ich thu, was soll geschehen. Laß die Gedanken stets auf dieser Probe stehn; GOtt sieht's, GOtt hört's, GOtt straft's, du kannst ihm nicht entgehn. 3. Lehr' mich bedenken wohl in allen meinen Sachen: Ist's denn auch recht, wenn ich's der Welt gleich wollte machen; ist's denn auch recht, ob's gleich die Menschen sehen nicht? ist's recht vor GOtt? ist's recht vor seinem Angesicht? 4. Ach! führe mich, mein GOtt! und laß ja nicht geschehen, daß ich follt' ohne dich auch einen Schritt nur gehen; denn wo ich selbst mich führ', so stürz ich mich in Tod; führst du mich aber, HErr, so hat es keine Noth 1151. M. Nun freut euch lieben.. Oder: HErr straf mich nicht. h, der ich oft in tiefes Leid gehen, will dennoch GOtt mit großer Freud' und Herzensluſt erhöhen; mein GOtt und König, höre mich ich will ohn' alles Ende dich und deinen Namen loben. 2. Ich will dir mit der Morgenröth' ein täglich Opfer bringen, so oft die liebe Sonn' aufgeht, so ofte will ich singen dem großen Namen deiner Macht, das soll auch in der späten Nacht mein Werk sein und Geschäfte. 3. Die Welt, die deucht uns schön und groß, und was für Gut und Gaben sie trägt in ihrem Arm und Schooß, das will ein Jeder haben; und ist doch alles lauter Nichts, eh als man's recht genießt, zerbricht's und geht im Hui zu Grunde. 4. GOtt ist alleine groß und schön, unmöglich g'nug zu loben, auch denen, die doch allzeit stehn vor seinem Throne droben; laß sprechen, wer nur sprechen kann, doch wird kein Engel, noch kein Mann des Höchsten Größ' aussprechen. 5. Laß mich verlassen mich, und von mir selst entbinden, nicht suchen mich, nur dich, so werd' ich mich doch finden an einem bessern Ort; sucht' ich mich ohne dich, so würd ich doch gewiß niemals recht finden mich. 6. Laß deine Gnad' an mir doch ja nicht sein vergebens; erfülle 5. Die Alten, die nun nicht mehr sind, die haben ihn gepriesen, so hat ein Jeder auch sein Kind zu solchem Dienst gewiesen; die Kinder werden auch nicht ruhn, und werden doch, o GOtt, dein Thun und Werk nicht ganz auspreisen. 6. Wie Mancher hat vor mir dein Heil und Lob mit Fleiß getrieben, und siehe, mir ist doch mein Theil zu loben übrig blieben. Ich will von deiner Wundermacht und der so herrlich schönen Pracht bis an mein Ende reden. 7. Und 604 Zweiter 7. Und was ich rede, wird von mir manch frommes Herze lernen, man wird dich heben für und für hoch über alle Sternen. Dein' Herrlichkeit und starke Hand wird in der ganzen Welt bekannt und hoch gerühmet werden. 8. Wer ist so gnädig, als wie du, wer kann so viel erdulden? Wer fieht mit solcher Langmuth zu so vielen schweren Schulden, die uns der ganzen weiten Welt ohn' Unterlaß bis an das Zelt des hohen Himmels steigen. 9. Es muß ein treues Herze sein, das uns so hoch tann lieben, da wir doch in den Tag hinein, was gar nicht gut ist, üben. GOtt muß nicht anders sein, als gut, daher fließt seiner Güte Fluth auf alle seine Werke. 10. Drum, HErr, so sollen dir auch nun all' deine Werke danken, voraus die Heil'gen, deren Thun sich hält in deinen Schranken, die sollen deines Reichs Gewalt und schöne Regimentsgestalt mit vollem Munde rühmen. Anhang. 14. Du meinst es gut, und thust uns Guts, auch da wir's oft nicht denken; wie Mancher ist betrübten Muths, und frißt sein Herz mit Kränken; besorgt und fürcht't sich Tag und Nacht, GOtt hab' ihn gänzlich aus der Acht gelassen und vergessen. 15. Nein, GOtt vergißt die Seinen nicht, er ist uns viel zu treue. sein Herz ist stets dahin gericht't, daß es uns legt erfreue. Geht's gleich bisweilen etwas schlecht, ist er doch heilig und gerecht in allen seinen Wegen. 16. Der HErr ist nah und stets bereit ein'm Jeden, der ihn ehret; und wer nur ernstlich zu ihm schrei't, der wird gewiß erhöret. GOtt weiß wohl, wer ihm hold und treu, und deme steht er dann auch bei, wenn ihn die Angst umtreibet. 17. Den Frommen wird nichts abgesagt, GOtt thut, was sie begehren, ermißt das Unglück, das sie plagt, und zählt all ihre Zähren, er reißt sie endlich aus der Last; den aber, der sie kränkt und haßt, den stürzt er ganz zu Boden. 11. Sie sollen rühmen, daß der Ruhm durch alle Welt erklinge, daß Jedermann zum Heiligthum dir Dienst und Opfer bringe. Dein Reich, das ist ein ewig Reich, dein' Herrschaft ist dir selber gleich, der du kein End erreichest. 12. Der HErr ist bis in unsern Tod beständig bei uns allen, erleichtert unsre Kreugesnoth, und hält uns, wenn wir fallen: er steuert manchem Unglückslauf, und 1152. Mel. Wer nur den lieben. hilft uns freundlich wieder auf, hr liebet mich in Freud' und ch in allem Paul, Gerhard. wenn wir ganz hingeschlagen. 13. HErr unsre Augen sind Schmerz; wie gut ist GOttes nach dir und deinem Stuhl ge- Gnadenwille, wie freundlich ist kehret; denn du bist's auch, der sein Vaterherz! er ist mein Schuß alles hier so väterlich ernähret; und meine Zier; was GOtt du thust auf deine milde Hand, gefällt, gefällt auch mir machst froh und satt, was auf dem Land, im Meer und Lüften lebet. 2. Mein GOtt weiß alles wohl zu machen, er ist der ewig neue Freund, er läßt mich nach dem Weis 18. Dies alles, und was sonsten mehr man kann für Lob erzwingen, das soll mein Mund, zum Ruhm und Ehr' des Höchsten täglich singen; und also thu auch immerfort, was lebt und webt an jedem Ort, das wird GOtt wohl gefallen. Zweiter Anhang. Weinen lachen, was er thut, das ist wohl gemeint; sein Lieben währet für und für, was GOtt gefällt, gefällt auch mir. 3. Sein Wille bleibet mein Vergnügen, so lang' ich leb' auf dieser Welt: was kann mein eigner Wille fügen, der das nicht will, was GOtt gefällt? Ich denk' an meine Christgebühr, was GOtt gefällt, gefällt auch mir. 5. Wir müssen uns zu allem schikten, denn alles komnit von lies ber Hand. Auch, wenn mich Zentnersorgen drücken, so bleibt mir dieser Trost bekannt, daß doch zu legt der Ueberdruß durch GÖtt zum Besten dienen muß. 4. Er will und wird mich ewig lieben, er weiß wohl, was mir nüglich sei, er hat mich in die Hand geschrieben auf ewig fest verbund'ne Treu. Weg, eigner Wille, weg mit dir, was GOtt gefällt, gefällt auch mir. 6. Es sind ja GOtt sehr schlechte Sachen, und kostet ihm ein eins zig Wort, so kann ich nach dem Weinen lachen: drum treib' ich allen Kummer fort. Nicht ich, der treue GOtt allein, soll meines Glückes Meister sein. 7. Gesett, ich müßte noch vers ziehen; was gut ist, kommt mir nicht zu spät; die Aloe muß langfam blühen, bis sie in vollem Schmucke steht. Wer alles zwingt, dem bringt es Leid; ein jedes Ding hat seine Zeit. 5. GOtt will, daß mir geholfen werde, er will der Seelen Seligkeit; drum reiß ich mich von die ser Erde durch wahre Gottgelassenheit; sein Will' ergehet dort und hier. Was GOtt gefällt, gefällt auch mir. 1153. Mel. Wer nur den lieben. Ich ch lasse GOtt in allem walten, fein Wille bleibt mein fester Rath, dem will ich gerne stille halten, was er für mich beschlossen hat. Ich nehme dies zur Richtschnur an: was GOtt thut, das ist wohlgethan. 8. Wohlan! GOtt soll in allem walten, und dieser Schluß bestes het fest: ich will mich an die Hoffnung halten, die nicht zu Schanden werden läßt; sie wirft in GOtt den Anker ein, so muß sie gut und sicher sein. Amal. Jul. Gräf. zu Schwarzb. 2. Er kennt die rechten Freuden- 1154. Mel. Wer nur den lieben. stunden, inzwischen prüft er die ch trau' auf GOtt in allen Ja Geduld, und wenn er solche treu erfunden, so krönt er uns mit seiner Huld, die eher, als man sich's versieht, mit tausendfacher Gnade blüht. Sachen, denn wer wollt' sonst mein Helfer sein? Ach! Niemand hilft den armen Schwachen, denn nur mein GOtt, der thut's allein; drum seh ich auch in meiner Noth zuvörderst auf den lieben GOtt. 2. Und muß ich gleich zu trüben Beiten was dulden, ei! was ist's denn nun? ich will es herzlich gerne leiden, GOtt wird mir keis nen Schaden thun; drum seh' ich auch in meiner Noth 2c. 3. Er hat es mir ja so verspros chen, daß er mein Helfer wollte sein! ich weiß, er hält mir uns ges 3. Was andre haben, kann ich leiden, denn GOtt hat's so für fie gefügt; wer fremdes Glücke will beneiden, ist mit sich selber mißvergnügt. Ein reines Herz, ein freier Muth gilt mehr, als Gold und alles Gut. 605 trifft alle Hoffnung selig ein. Er macht es wohl durch Rath und That, viel mehr, als man gehoffet hat. 4. An ihn befehl ich meine Wege, wo könnte ich wohl besser sein? bei seiner treuen Hut und Pflege 606 gebrochen, sein Wort trifft sonsten richtig ein; drum seh ich auch zc. 4. Läßt GOtt die Vöglein nicht verderben, ei nun! so glaub' ich steif und fest, daß er mich auch nicht Hungers sterben, noch sonst in Noth verderben läßt; drum feh ich auch in meiner Noth 2c. 5. Wohlan! ich will beständig bleiben bei GOtt in Noth und Todesqual! von GOtt soll mich tein Unglück treiben, drum sag' ich ein für allemal: Ich seh in aller meiner Noth zuvörderst auf den lieben GOtt. Ant. Ulr. Herz. zu Braunschw. 1155. Mel. Herr, nicht schickedeine. Esu, deineLiebesflamme macht, Zweiter Anhang. ter geben, oder lad't mich deine Wahl zu des Himmels Hochzeitsmahl, ach! so laß an allem Orte hören die verliebten Worte: Ich bin dein und du bist mein, uns're Lieb' soll ewig sein. 1156. Mel. JEsu, meines Lebens. Esu, der du wollen büßen für die Sünden aller Welt durch dein theures Blutvergießen, der du dich hast dargestellt als ein Opfer für die Sünder, die verdammten Adamskinder, ach! laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 2. Rette mich durch deine Plagen, wenn mich meine Sünde plagt, laß, ach laß mich nicht verzagen, weil hilf, daß mich dein Angstschweiß fühle, wenn ich Drangsalshize fühle. Ach! laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 3. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei, hilf, daß dein' erlitt'ne Schande meine Kron' und Ehre sei. Trost der Seelen! Heil der Erden! laß mich nicht zu Schanden werden. Ach! laß deine Lodespein nicht an mir verloren sein. 4. Rede durch dein Stilleschweigen, liebster JEsu, mir das Wort, wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Gewissen schreiet, und mir mit Verdammniß dräuet. Ach! laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 3. Ach! was ist der Menschen Lieben? Wenig Lust und viel Betrüben! wiegt die Freundschaft kaum ein Loth, ach! so ist da Centnernoth; will man eine Rose bre: chen, muß man sich vielfältig stechen, und ein Tröpflein Herrlich- 5. Laß mich Freudenrosen brekeit führt ein Meer voll Herzeleid. chen, liebster JEsu, meine Zier, 4. Aber deine Lieb' ist süße, und von den Dornen, die dich stechen, je mehr ich sie genieße, desto mehr JEsu, mache dich zu mir, fröne vertiefet sich meine Seele ganz mich mit Huld und Gnade, daß in dich; und wenn ich in deiner kein Sündendorn mir schade. Liebe mich nur wenig Stunden Ach! laß deine Todespein nicht übe, ist die kurze Zeit fürwahr an mir verloren sein. beffer, als sonst tausend Jahr. 6. Heile des Gewissens Stries men, nimm von mir der Schmer 5. Nun mein Freund! soll ich im Leben dir das Herz noch weizen Last durch die Geißeln, durch die ob sie mir das eitle Spiel ihrer Liebe zeigen will; deine Treu ist meine Freude, deine Wollust meine Weide, und dein Segen mein Gewinn, bis ich todt und selig bin. 2. Dich will ich zur Perle haben, deine Freundschaft soll mich laben, und ich will der Wider schein deiner Gegenliebe sein; deine Wollust will ich wissen, dich will ich im Geiste küssen, dir will ich entgegen gehn, und dem Fleische widerstehn. Zweiter Anhang. 607 die Riemen, welche du gefühlet| laß uns auch so Liebe üben, du hast, daß ich böser Knecht im Himmel, ich auf Erd'; schallet der Sünde Satans Stricke nicht deine Lieb' hernieder, soll dir empfinde. Ach! laß deine Todes- meine schallen wieder; wenn du pein nicht an mir verloren sein. russt: Ich liebe dich! ruft mein 7. Ach! laß deine tiefen Wunden Herz: dich liebe ich. frische Lebensbrunnen sein; wenn mir alle Kraft verschwunden, wenn ich schmacht in Seelenpein, sent' in Abgrund deiner Gnaden alle Schuld, die mich beladen. Ach! laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 3. Schafe ihren Hirten kennen, dem sie auch sind wohl bekannt: laß mich auch nach dir nur rennen, wie du kamst zu mir gerannt; als des Höllenmolfes Rachen eine Beut' aus mir wollt' machen, riefest du: Ich kenne dich! ich auch rief: Dich kenne ich. 4. Heerden ihren Hirten hören, folgen ihrer Stimm' allein, Hir ten auch zur Heerd' sich kehren, wenn sic blöcken groß und klein, laß mich hören, wenn du schreiest; laß mich laufen, wenn du dräuest, laß mich horchen stets auf dich, JEsu, höre du auf mich. 5. Höre, JEsu, und erhöre meine, deines Schäfleins, Stimm', mich auch zu dir schreien lehre, wenn sich naht des Wolfes Grimm; laß mein Schreien dir gefallen, deinen Trost hernieder schallen; wenn ich bete, höre mich, JEsu, sprich: Ich höre dich. 6. Höre, JEsu und erhöre, wenn ich ruf', anklopf und schrei. JEsu, dich von mir nicht fehre, steb mir bald in Gnaden bei! ja du hörst, in deinem Namen ist ja alles Ja und Amen. Nun, ich glaub' und fühle schon deinen Trost, o GOttessohn. 1158. D. Herr, ich habe mißgeb. 8. Ach! zerbrich des Eifers Ruthe, ach! erzeige Gnad' und Huld, tilge doch mit deinem Blute meine schwere Sündenschuld; laß mich in der Angst von Sünden Ruh in deiner Seite finden. Ach! laß deine Todespein nicht an mir verloren sein. 9. Hilf, daß mir dein Dürsten nüße, das am Kreuze dich geplagt, wenn ich lechze, wenn ich schwiße, wenn mich meine Sünde jagt: laß mich deinen Durst genießen, laß mir Lebensströme fließen. Ach! laß deine Todespein an mir nicht verloren sein. 10. JEsu, komm mich zu befreien durch dein lautes Angstgeschrei; wenn viel tausend Sünden schreien, stehe doch mir Armen bei; wenn mir Wort' und Sprach' entfallen, laß mich sanft von hinnen wallen. Laß mir deine Todespein Leben, Heil und Himmel sein. 1157, M. Alle Menschen müssen. Eu, frommer Menschenbeer- Eju, Kraft der blöden Herz den Hirt, zen, in laß mich auch dein Schäflein keit, Labsal in den Sündenwerden, das dein Stab und schmerzen, Arzt für alles Herzes Stimme führt. Ach! du hast leid, Pflaster für die Todeswunaus Lieb' dein Leben für die den, das man stets voll Kraft Schafe hingegeben, und du gabst befunden. es auch für mich, laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden ihre Hirten lieben, und ein Hirt liebt seine Heerd'; 2. Meines Herzens Brünnlein quillet lauter angebornen Wust, Mark und Adern sind erfüllet durch das Gift der bösen Lust; kein Bluts 608 Zweiter Anhang. die er Brüder heißt, und seines Leibes Glieder. Blutstropfen ist zu finden, der das erstandne Kind noch vielmehr nicht starrt von lauter Sünden. uns durch sein Leben selig machen, 3. Ja, ich stecke voller Pfeile durch den Teufel, Fleisch und Welt, eh' ich zu dem Helfer eile, werd' ich wiederum gefällt; meine Seele muß erliegen, eb' sie kann recht Athem kriegen. 4. Will ich mich zu dir erheben, wird vor Trägheit nichts daraus; wenn dein Geist in mir soll leben, jagt das wilde Fleisch ihn aus, daß ich auch die Qual der Schulden fort nicht länger kann erdulden. 5. Drum du Heil der kranken Sünder, Brunn, von dem das Leben springt, selbst das Pflaster und Verbinder, dessen Kur stets wohl gelingt: du kannst Pein und Schmerzen lindern, ja des Todes Stoß verhindern. 4. Aber nicht alleine dies, sons dern weil wir sind im Sohne, welcher selbst den Sündenbiß heilet, daß er in uns wohne; et, so rühmen auch wir Sünder, daß wir nun sind GOttes Kinder. 5. Hochgelobet sagen wir, Vater in dem Himmel oben, siehe, wie die Sünd' allhier noch in uns will immer toben. Thu, o HErr, den Geist uns geben, daß wir in dir D. J. Breithaupt. ewig leben. 1160. M. Meinen JEsum laß. Esus ist der schönste Nam' aller, die vom Himmel kommen, huldreich, prächtig, tugendsam, den GOtt selber angenommen; seiner großen Lieblichkeit gleicht tein Name weit und breit. 2. JEsus ist das Heil der Welt, eine Arznei für die Sünden, JEsus ist ein starker Held, unsre Feind' zu überwinden; wo nur JEsus wird gehört, wird dez Teufel bald geſtört. 3. JEsus ist der Weisen Stein, der Gesundheit giebt und Leben, JEsus hilft von aller Pein, die den Menschen kann umgeben Lege JEsum nur auf's Herz, so verliert sich aller Schmerz. 6. Komm, o HErr! und drück' in Gnaden mir dein Bild in's Herz hinein, so wird meinem alten Schaden durch dein Blut geholfen sein. Salbt dein Dele meine Wunden, so bin ich dann ganz verbunden. 7. Flößest du dann meiner Seele dich, o Helfer, selber ein, so wird meiner Adern Höhle voll des neuen Lebens sein. Ja, mein Mund wird voller Weisen deinen Finger ewig preisen. Ch. Knorr v. Rosenr. 1159. M. Liebster JEsu, wir. Esus Christus, GOttes Lamm, ist für unsre Schuld gestorben, 4. JEsus ist mein ew'ger Schab, und ein Abgrund alles Guten, ist ein fühler Thau, der erfrischet Feld und Au. bat bezahlt am Kreuzesstamm, JEsus ist ein Freudenplaß voller und die Freiheit uns erworben; süßer Himmelsfluthen. JEsus wer die Sünde wohl bereuet, wird durch Christi Tod erfreuet. 2. GOtt, der selbst die Liebe ist, preiset seiner Liebe Wunder, daß sein Sohn, HErr JEsus Christ, starb für alle Feind' und Sünder; sind wir durch dies Blut Gerechte, trifft der Born nicht mehr die Knechte. 5. JEsus ist der süße Brunn, der die Seelen recht erquicket, JEsus ist die ew'ge Sonn', deren Strahl uns ganz entzücket. Willst du froh und freudig sein, laß ihn nur zu dir hinein. 6. JEsus ist der liebste Ton, den mir alle Welt kann singen, ja, ich bin im Himmel schon, wenn ich JEsum 3. Ja, so wir versöhnet sind, weil der Sohn ist hingegeben, so wird Zweiter Anhang. JEfum hör' erklingen, JEsus ist mein's Herzens Freund', meine ew'ge Seligkeit. 7. JEsus ist mein Himmelsbrod, das mir schmeckt, wie ich begehre, er erhält mich vor dem Tod, stärkt mich, daß ich ewig lebe, Zucker ist er mir im Mund, Balsam, wenn ich bin verwund't. 8. JEsus ist der Lebensbaum, voller edler Tugendfrüchte, wenn er find't im Herzen Raum, wird das Unkraut ganz zunichte; alles Gift und Unheil weicht, das sein Schatten nur erreicht. 9. JEsus ist das höchste Gut in dem Himmel und auf Erden, JEsus Name macht mir Muth, daß ich nicht kann traurig werden, JEsus Name soll allein mir der liebste Name sein. 3. Angelus. 1161. M. Kommt her zu mir. hr armen Sünder kommt zu Hauf, kommt eilig, kommt und macht euch auf, mühselig und beladen! hier öffnet sich das JEsusherz für alle, die in Reu' und Schmerz erkennen ihren Schaden. 2. Es heißt: er nimmt die Sünder an; drum tomm, dein JEsus will und kann dich retten und umarmen. Komm weinend, tomm in wahrer Buß', und fall' im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen. 3. Ein Hirt verläßt sein Schäflein nicht, dem's in der Irr'an Hülf' gebricht, er sucht es mit Verlangen; er lässet neun und neunzig stehn, und sie gar in der Wüsten gehn, das eine zu umfangen. 4. Es sucht der liebste JEsus Christ das Schäffein, das verloren ist, bis daß er's hat gefunden; so laß dich finden, liebe Seel', und flieh in JEsu Wundenhöhl, noch sind die Gnadenstunden. 5. O JEsu! deine Lieb' ist groß! ich komm mübselig, nackt und 609 bloß, ach; laß mich Gnade finden. Ich bin ein Schaf, das sich verirrt, ach! nimm mich auf, weil ich verwirrt im Strick und Neß der Sünden. 6. Ach! wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund schier, ach! laß mich wiederkeh ren zu deinem Schafstall, nimm mich an, und mach mich frei vom Fluch und Bann, dies ist mein Herzbegehren. 7. Laß mich dein Schäflein ewig sein, und du mein treuer Hirt allein im Leben und im Sterben, laß mich vom eitlen Weltgefind' ausgehn, und mich als GOttes Kind, um dich, mein Schaß, be= werben. 8. Ich will von nun an sagen ab der Sündenlust bis in mein Grab, und in dem neuen Leben in Heilig- und Gerechtigkeit dir dienen noch die kurze Zeit, die mir zum Heil gegeben. 9. Ach! nimm dein armes Täublein ein, und v1g es sicher bei dir sein in deinen Wundenhöhlen. Bewahre mich vor Sündenwert, und gieb mir deines Geistes Stärk an Leib und an der Seelen. L. Laurentii 1162. Mel, Nun freut euch. hr Christen seht, daß ihr ausfegt, was sich in euch von Sünden und altem Sauerteig noch regt, nichts muß sich deß mehr finden; daß ihr ein neuer Teig mögt sein, der ungesäuert sei und rein, ein Teig, der GOtt gefalle. 2. Habt doch darauf genaue Acht, daß ihr euch wohl probiret, wie ihr's vor GOtt in allem macht, und euren Wandel führet; ein wenig Sauerteig gar leicht den ganzen Teig forthin durchschleicht, daß er wird ganz durchsäuert. 3. Also es mit den Sünden ist, wo eine herrschend bleibet, da D. q bleibt 610 3weiter Anhang. bleibt auch, was zu jeder Frist sind, die auf ihn alleine zielen, zum Bösen ferner treibet; das Osterlamm im neuen Bund er fordert, daß des Herzens Grund ganz rein in allem werde. wenn sich Roth und Drangsal find't; denn des Vaters liebe Ruth' ist uns allerwege gut. 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit, seufz' auch in uns, wenn wir bes ten, und vertritt uns allezeit, so wird uns're Bitt' erhört, und die Zuversicht gemehrt. 4. Wer Ostern halten will, der muß dabei nicht unterlassen die bittern Thränen wahrer Buß'; er muß das Böse haffen, daß Chris stus unser Osterlamm, für uns geschlacht't am Kreuzesstamm, ihn durch sein Blut rein mache. 5. Drum laßt uns nicht im Sauerteig der Bosheit Ostern essen, auch nicht in Schaltheit, ob sie gleich uns hat sehr hart besessen; vielmehr laßt uns die Dfterzeit im süßen Teig der Laus terkeit und Wahrheit christlich halten. 6. HErr JEsu, Osterlamm! verleih' uns deine Ostergaben, daß wir den Frieden und dabei ein reines Herze haben. Gieb, daß in uns dein heilig Wort der Sünden Sauerteig hinfort je mehr und mehr ausfege. Laur. Laurentii. 1163. M. GOtt des Himmels. Domm, o komm du Geist des SL Ewigkeit! deine Kraft sei nicht vergebens, sie erfüll' uns jederzeit, so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Bucht, daß wir anders nichts begin nen, denn was nur dein Wille sucht; dein' Erkenntniß werde groß, und mach' uns vom Irrthum los. 3. Zeige, HErr! die Wohlfahrtsstege; das, was hinter uns gethan, räume ferner aus dem Wege, Schlecht und Recht sei um und an: wirke Reu' an Sünden statt, wenn der Fuß geftrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugniß fühlen, daß wir GOttes Kinder 6. Wird uns auch nach Trofte bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach, mein GOtt! mein GOtt! wie lange! Ei, so mache den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu, und gieb Muth, Ges duld und Ruh. 7. D du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist! förd're in uns deine Werke, wenn der Satan auf uns schießt; schenk uns Waffen in dem Krieg, und erhalt in uns den Sieg. 8. HErr! bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben, du bist unser Schuß und GOtt; sagt das Fleisch gleich ims mer Nein, laß dein Wort ges wisser sein. 9. Wenn wir endlich sollen sters ben, so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr', die uns unser GOtt erkies't und nicht auszusprechen ist. 3. Neander. 1164 M. Lobe den HErren, den. ommst du nun, JEsu! vom Himmel herunter auf Ers den? Soll nun der Himmel und Erde vereiniget werden? Ewiger GOtt! kann dich mein Jammer und Noth bringen zu Menschens geberden?:,: 2. Was ich in Adam und Eva dur Sterben verloren, hast du mir, JEsu, durch Leben und Leiden erforen. Gütiger GOtt! alle mein Jammer und Noth endet sich, da du geboren.:,: 3. Teus Zweiter Anhang. 611 3. Teufel, Tod, Hölle, die zür- ach! laß deinen süßen Mund zu nen und halten zusammen, wol- mir sprechen: Sei gesund. len mich Sünder verschlingen 5. Siehe, meine Seele rühret und gänzlich verdammen. Mäch deinen Saum im Glauben an, tiger GOtt! wende den Jammer wartet, bis sie endlich spüret, und Noth, tilge die höllischen was du hast an mir gethan, an Flammen!:,: dein Wort will ich mich halten, und indeß dich lassen walten; leugnen kannst du dich doch nicht, da dein Wort mir Heil verspricht. 4. Gieb mir, o JEsu! nur heilige, gute Gedanken, halte die Glieder des Leibes in heiligen Schranken. Heiliger GOtt! laß mich nach deinem Gebot herzlich im Glauben dir danken.:: 5. Führe mich endlich, o JEsu! in's ewige Leben, welches du allen, die glauben, versprochen zu geben, da ich bei GOtt ohne Noth, Jammer und Tod ewig in Freuden tann schweben.:,: 6. F. Nachtenh. 1166. Mel. Nun lob' mein'Seel'. 1165. Diel. 3efu, der du meine. San lobt dich in der Stille, Diebster JEsu, in den Tagen du hoch erhab'ner Zions 6. Amen! du wirst mich erhö ren, daß ich durch dich werde rein, und zu mir dein Antlik teh, ren, daß ich könne fröhlich sein; so will ich aus Herzensgrunde deine Güte mit dem Munde rühmen hier in dieser Zeit, bis zur frohen Ewigkeit. deiner Niedrigkeit allhier, hörte man zum Volt dich sagen: Es geht eine Kraft von mir. Laß auch deine Kraft ausfließen, und sich deinen Geist ergießen, da du in der Herrlichkeit nun regierest weit und breit. GOtt, des Rühmens ist die Fülle vor dir, o HErr GOtt Zebaoth: du bist doch HErr auf Erden, der Frommen Zuversicht. In Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht, drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor Jedermann, und deinen Ruhm vermehren, so lang er lallen kann. 2. Es müssen, HErr, sich freuen von ganzer Seel' und jauchzen schnell, welch' unaufhörlich schreien: Gelobt sei der GOtt Israel! sein Name werd' gepriesen, der große Wunder thut, und der auch mir erwiesen, das was mir nüß und gut. Nun, das ist meine Freude, daß ich an ihm stets kleb', und niemals von ihm scheide, so lang' ich leb' und schweb'. 3. HErr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad' ers zeiget; nun, wie vergelt ich's dir? ach! bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben, und preisen weit Q q2 und 2. Denn dir ist in deine Hände nun gegeben alle Macht; bis an aller Welten Ende wird dein Name hoch geacht't. Alles muß sich vor dir neigen, und was hoch ist, muß sich beugen; selbst der lette Feind auch muß endlich unter deinen Fuß. 3. Darum kannst du allen rathen, deine Kraft ist nie zu klein, das bezeugen deine Thaten, die uns aufgeschrieben sein. Ja, du bist deswegen kommen, weil du dir haft vorgenommen, aller Menschen Heil zu sein, und zu retten Groß und Klein. 4. Hier, mein Arzt, steh auch ich Armer, frank am Geiste, blind und bloß; rette mich, o mein Erbarmer, mache mich von Sünden Los, und von den so vielen Tücken, die mein armes Herz bestricken; Zweiter Anhang. 612 Joach. Neander. und breit dich, HErr, mein GOtt! im Leben, und dort in Ewigkeit. 1167. M. GOtt des Himmels. Meine eine Hoffnung stehet feste auf den lebendigen GOtt, er ist mir der allerbeste, der mir beisteht in der Noth: Er allein Joll es sein, den ich nur von Herzen mein'. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen auf ein schwaches Menschenkind? wer kann feste Schlösser bauen in die Luft und in den Wind? es vergeht, nichts besteht was ihr auf der Erde seht. 3. Aber GOttes Güte währet immer und in Ewigkeit, Vieh und Menschen er ernähret durch erwünschte Jahreszeit. Alles hat seine Gnad' dargereichet früh und spat. 4. Giebet er nicht alles reichlich und mit großem Ueberfluß? seine Lieb' ist unbegreiflich, wie ein starter Wasserguß. Luft und Erd' uns ernährt, wenn es GOttes Gunst begehrt. 5. Danket nun dem großen Schöpfer durch den wahren Menschensohn, der uns, wie ein freier Töpfer, hat gemacht aus Erd' und Thon. Groß von Rath, stark von That ist, der uns erhalten hat. 1168..JEsusmeine Zuversicht. Meinen JEfum laß ich nicht! 3. Neander was wollt' ich ihn, so zeigt er mir schon den Himmel auf der Erden, huns gert mich, so seßt er mir Brod, wie lauter Manna, für. 4. Eine Stunde, da man ihn recht ins Herze sucht zu schlies ßen, giebt den seligsten Gewinn, Gnad' und Friede zu genießen; ein nach ihm geschickter Blic bringt viel tausend Lust zurück. 5. D! wie wird mein Kreuz so tlein! hilft er mir doch selber tragen, richtet es zum Besten ein, er will auch nicht immer schla gen, nach der Ruthe kommt die Huld, er begehret nur Geduld. 6. Führt er mich gleich wunderlich, rechts und links, durch dick und dünne, er hat dennoch über mich immer etwas Gut's im Sin- s ne, ja, es führt die Wunderbahn nirgends hin, als himmelan. 7. Von der treuen Liebeshand offenbart sich lauter Liebe, nichts beruht auf Unbestand bei dem treuen Liebestriebe. JEsus immer einerlei, er ist und verbleibet treu. 8. Blinde Welt, such' immerhin Rauch und Roth auf dieser Era den, außer JEsu kann mein Sinn niemals recht vergnüget werden. Also bleibt's bei dieser Pflicht: Meinen JEsum laß ich nicht. B. Schmold 1169. M. JEsus, meine Freude Meine Seel' ist ſtille zu Gott, Wille mir zu helfen steht, mein Herz ist vergnüget mit dem, wie's GOtt füget, nimmt an, wie es geht, geht es nur zum Himmel zu, und bleibt JEsus ungeschieden, so bin ich zufrieden. haben? Ruhe, Freude, Trost und Licht ist in seinem Schooß begras ben; alles, was Vergnügen giebt, hab' ich, weil mich JEsus liebt. 2. Er ist mein, und ich bin sein, Liebe hat mich so verbunden es ist auch mein Trost allein nur sein Blut und tiefe Wunden fein aller Ort und Zeiten, und Auf ihn bau' ich felsenfest, vol-) ler Hoffnung, die nicht läßt. 2. Meine Seele hanget an dir, und verlanget, GOtt, bei dir zu 3. Ohne JEsum würde mir nur die Welt zur Hölle werden; hab' mag keinen leiden, der ihr rede ein; von der Welt, Ehr', Lust und Geld, wonach so viel' sind beslissen, mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, Zweiter Anhang. 613 5. So schenkt er mir auch seinen der den 3. Nein, ach nein! nur einer, von mir geliebt. Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt; er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe, und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt' erwäge, und dich gläubig lege janft in seinen Schooß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stilllem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den fann er erquicken. 5. Meine Seele harret und sich ganz verscharret tief in JEsu 8. Er ist mein Leben, Trost und Brust; sie wird stark durch Hof Licht, mein Fels, mein Heil, fen, was sie je betroffen, träget drum acht' ich nicht selbst Him fie mit Lust, fasset sich ganz män- mel und die Erden, weil mir ohn' niglich durch Geduld und Glauben ihn, nach meinem Sinn, tein feste: am End' kommt das Beste. Gut und Theil mag werden. 6. Amen! es geschiehet, wer zu JEsu fliehet, wird es recht erfahr'n, wie GOtt seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern, und das Glück zu spar'n bis zu End', alsdann sich wend't das zuerst getost'te Leiden, und gehn an die Freuden. 9. Er ist mein allerhöchstes Gut, mein Herz in seinem Herzen ruht, ich schlafe ganz mit Frieden; wir bleiben fort, so hier als dort, vereint und ungeschieden. J. C. Schade. 1170. M.In dich hab' ich gehoffet. Mein Geist und Sinn ist hoch 10. Er segnet mich, wenn man mir flucht, und wenn der Feind mein Unglück sucht, wird's ihm doch nicht gelingen, er macht mich frei, und ſteht mir bei, daß ich kann fröhlich singen. erfreut in GOtt, der mich hat benedeit in Christo, seinem Sohne, den er zum Heil und besten Theil gesandt von seinem Throne. 2. Er hat mich vor der Welt er wählt, und seinen Kindern zuges zählt, er wird mich nimmer lassen; die Gnadenfüll' giebt, was ich will, sein Lieb' ist ohne Maaßen. 11. Es wird mir ewig wohl ergehn, ich werd' ihn selbst mit Augen sehn, den Ursprung aller Freuden, mein Herz wird sich, das glaube ich, ohn' Ende in ihm weiden. 12. Kein menschlich Ohr hat es gehört, was mir von Gott noch ist beschert, ich seh' es schon im Glauben, und freu' mich sehr, daß nimmermehr ein Feind es 3. Bin gleich ich Sünder deß nicht werth, bleibt seine Huld noch unversehrt, sie hebt, sie mir tann rauben. trägt, sie duldet, drum trifft mich nicht das Zorngericht, das ich sonst hätt' verschuldet. 4. Jn Christo siehet er nicht an, was meine Unart hat gethan, wenn ihn mein Glaube fasset, und alle Sünd' die sich noch find't, mit Ernst und Abscheu hasset. ben weis't, sein' Lieb' in's Herze gießet, die mir mein Leid und Traurigkeit vermindert und versüßet. 6. Er ist der allerbeste Freundder's treu und gut mit mir stets meint, man find't nicht seines Gleichen, wer ihn erkennt und Vater nennt, sollt' er von ihm wohl weichen? 7. Ich habe und behalte ihn, ich geb' mich ihm vollkommen hin, ohn' ihn will ich nichts wissen; weil ich ihn hab' zu meiner Gab, kann ich leicht alles missen. 1171. mein Herz, jei zufrieden, bes trübe dich nicht, daß zum Besten dir alles geschicht, was dir jest begegnet, ob's Unglück gleich regnet, stald kommet die Sonne mi fröhlichem Schein Qq 3 is als drum, 614 3weiter Anhang. brum sei nur zufrieden, dein| sicht, mein JEsu, noch nicht kannte? Trauern stell' ein. 2. Vergnügung des Herzens ist besser als Gold, für aller Welt Schäße ich wählen sie wollt'; al lein es sind Gaben, die alle nicht baben. Wohl dem, der sich darauf gegründet hat fest; drum sag' ich nochmalen Vergnügung ist's Best'. Wie blind und thöricht ging ic hin, da mein verkehrter Fleischessinn von Weltbegierden brannte; bis mir von dir Licht und Leben ward gegeben, dich zu kennen, herzlich gegen dich zu brennen. 3. Die rechte Vergnügung darinnen besteht, daß man sei zus frieden, ob's seltsam gleich geht. Bei glücklichen Tagen kann Mancher wohl sagen: Ich bin schon zufrieden, was GOtt mir zuschickt. Nein! sei auch zufrieden, wenn Unglück dich drückt. 3. Die arme Welt hat zwar den Schein, als wär' ihr schlechtes Fröhlichsein ein herrliches Vergnügen; allein wie eilend geht's vorbei, da sieht man, daß es Blendwerk sei, wodurch wir uns betrügen. Drum muß JEsus mit den Schäßen mich ergößen, die bestehen, wenn die Weltlust muß vergehen.molorier 4. Mit Sorgen und Grämen ist nichts ausgericht't, wer recht ist vergnüget, dem gar nichts gebricht; wer sich läßt begnügen an GOttes Verfügen, der lebet vergnüget auf irdischer Welt, weil er ist zufrieden, wie GOtt es gefällt. 5. GOtt geb' einem Jeden vergnügeten Muth, daß, wie es GOtt füget, er's halte für gut; mit Trauern und Grämen läßt GOtt sich nichts nehmen, es schwächt die Gesundheit, dem Herzen bringt's Pein. Wer GOtt nur vertrauet, fann fröhlich stets sein. 6. Drum will ich zufrieden mit meinem GOtt sein; er schicke mir Freude, er schicke mir Bein, so soll mir in Allem sein Wille ge- 6.Derhalben soll mich keine Noth, fallen; denn er weiß am besten, mein JEsu, wär' es auch der Tod, was nütlich uns sei, und will uns von deinem Dienst abschrecken; nicht schaden. Es bleibet dabei. ich weiß, daß mich dein Herze liebt, 1172. M. Wie schön leuchtet.darum so geh' ich unbetrübt mit dir Mein ein JEsu, süße Seelenlust! durch Dorn und Hecken. Plage, mir ist nichts außer dir be- schlage, ich bin stille, ist's dein wußt, wenn du mein Herz erquit: Wille, mich zu tränken, du wirst test; dieweil dein Kuß so lieblich meiner doch gedenken. ist, daß man auch seiner selbst vergißt, wenn du den Geist entzückest, daß ich in dich aus dem Triebe reiner Liebe von der Erde über mich gezohen werde. 7. Und sollt ich auch, mein Hort, in mir dein süßes Manna nicht allhier in dieser Welt empfinden so will ich doch zufrieden sein, und werde deinen Gnadenschein in jenem Leben finden, da man ftets 2. Was hatt' ich doch für Trost und Licht, als ich dein holdes Ange4. Wer JEsum fest im Glauben hält, der hat die Kraft der andern Welt hier allbereit zu schmetten. Pflegt Jesus gleich zu mancher Zeit bei großer Herzenstraus rigkeit sein Antlig zu verdecken; ist doch sein Joch sanft und feiner, als wenn einer auf dem Bette dieser Welt zu schlafen hätte. 5. So weiß ich auch aus deis nem Wort, daß du dich, liebster Seelenhort, nicht ewiglich vers steckest; du thust vor mir die Aus gen zu, auf daß du desto größ're Ruh hernach in mir erweckest, wenn ich treulich als ein' Rebe an dir tlebe, auch im Leide, nicht nur in der süßen Freude. Zweiter Anhang. ftets tann, sich zu laben, JEsum haben, stets erblicken, und ihn in die Arme drücken. 8. Allein, du holder Menschensohn, ich tenne deine Liebe schon, wenn uns die Dornen stechen: dein Herz, das mich in Trauern sebt, und sich verschließt, muß doch zuletzt aus lauter Liebe brechen. Drum füllt und quillt in mein Herze, nach dem Schmerze, deine Süße, die ich schon allhier genieße. 9. Du salbest mich mit Freudenöl, so daß sich öfter Leib und Seel' recht inniglich erfreuen; ich weiß wohl, daß du mich betrübst, ich weiß auch, was du denen giebst, die sich davor nicht scheuen. Drum gieb den Trieb, unabwendig und beständig treu zu bleiben, und recht fest an dich zu gläuben. 10. Der Glaub' ist eine starke Hand, und hält dich, als ein festes Band; ach! stärke meinen Glauben! im Glauben kann dich Niemand mir, im Glauben kann mich Niemand dir, o starker JEsu, rauben, weil ich fröhlich Welt und Drachen tann verlachen, und die Sünden durch den Glauben überwinden. 1173. Mein Bater! zeuge mich, dein Kind, nach deinem Bilde, und schaffe selbst in mir die neue Creatur: laß mich auch gütig sein, ja heilig, weis' und milde, durch deiner Gnaden Kraft, wie du bist von Natur. 2. Mein Licht! erleuchte mich, daß beiner Gnaden Strahlen mir dringen in mein Herz, vertreib'die Finsterniß; ich fall' und irre sonst zu allzuvielen Malen, ja, werd' ich nicht erleucht't, verderb' ich ganz gewiß. 3. Mein Weg zum Vaterland! ach, öffne mir die Pforte, die mich in's Himmelreich im Glauben, überbringt; du weißt ja, daß dein Knecht an einem wüsten Orte 615 schon lang' genug gewohnt, und nur nach Freiheit ringt. 4. O Wahrheit! heil ge mich in aller deiner Wahrheit, und bringe meinen Sinn zur rechten Lauterterkeit; vertreib den Lügengeist durch deines Wortes Klarheit, und mache mich recht fest in allem Kampf und Streit. 5. Mein Leben! leb' in mir und laß mich in dir leben, ich bin ja ohne dich zum Guten gänz lich todt! du bist das Lebensbrod, bas einzig Nahrung ges ben iann meinem matten Geist in aller Hungersnoth. 6. Mein Lämmlein! still und fromm, rein, heilig und unschuls dig, ach! wirke doch in mir den sanften Lämmleinssinn; so werd' ich auch wie du im Leiden recht geduldig, und lasse mich zum Kreuz gar willig führen hin. 7. Mein Meister! lehre mich, den Vater wohl zu kennen, weil ohne dich, o Licht! ich GOtt, das Licht nicht seh'; ach! unterweiſe mich, ihn Abba recht zu nennen, daß alles mein Gebet in rechter Brunst gescheh'. 8. Mein Hoherprieſter! hör' nicht auf für mich zu beten; ach! rufe doch mit mir den Vater täglich an; laß deinen Heil'gen Geist mit Seufzen mich vertreten, wenn ich im harten Kampf selbst nichi mehr beten kann. 9. Mein König! schüße mich, wenn Satan, Welt und Sünde, so sich in mir noch regt, auf meine Seele stürmt; hilf, daß in deinem Schooß ich allzeit Ruhe finde, denn der ist sicher nur, den deine Macht beschirmt. 10. Mein Hirte! weide mich auf einer grünen Auen, und lag're mich im Durst an's frische Wasser hin; hol' meine Seel' herum; wollt' ich auf's Eitle schauen, so bringe bald zurecht den ausgeschweiften Sinn. Qq4 11. Mein 616 Zweiter Anhang. deit, weil mich Gott erfreut. 11. Mein Arzt! bin ich ver-| mand erfähret, als in dem sich wund't, sind ausgezehrt die GOtt verkläret. Ich bin benes Kräfte, so laß den Liebesfluß, dein theu'r vergossnes Blut, mich heilen, laß des Geist's Erneurungslebenssäfte mich laben und erfreu'n, mir stärken Herz und Muth. 6. Denn das sinnlich' Theil füh let nicht dies Heil, bloß der Geist der Seekenkräfte trintet dieſe Himmelsfäfte, denn das sinnlich Theil fühlet nicht dies Heil. 12. Mein Frennd! vertraue dich doch besser meinem Herzen, und laß mich deiner Treu' noch mehr versichert sein, auf daß zu aller Zeit ich meiner Seelen Schmerzen getrost versenken darf in beines Herzens Schrein. 7. In der Sabbatsruh' tritt er selbst herzu. O! wie große süße Wonne strahlet dann von dieser Sonne! in der Sabbathsrub' tritt er selbst herzu. 8. Alles wird versenkt, was uns je gefränkt; diese Freud' weiß nichts von Leiden, weil in Freuden über Freuden alles wird versenkt, was uns je getränkt. 12. Mein Bräut'gam! liebe mich und sebe mir das Siegel der uns verfälschten Lieb', den Geist, auf meine Brust; laß deinen Gruß und Kuß mich schmecken; sei mein Spiegel, darin ich mich beschau' nach aller Herzenslust. 9. O du süßer Hort, du lebens digs Wort! du wirst niemals mich verlassen, hier auf dieser Pils grimmsstraßen, o du süßer Hort, du lebendigs Wort. 1175, M. Alle Menschen müssen. G. A. 14. Mein Ein und Alles! laß mit dir mich Eins hier werden, so wird mir alles Nichts, du aber Alles sein; und nimmet deine Gür mich endlich von der Erden, so geh ich friedensvoll in deine Freuden ein. C. U. Bernstein. 1174. Mel. Seelenbräutigam. du süße Lust aus der Liebesbrust! du erweckest wahre Freude, daß ich falsche Freude meide, o du süße Lust aus der Liebesbrust. Durchbrecher aller Bande! der du immer bei uns bist, bei dem Schaden, Spott und Schande lauter Lust und Hims mel ist; übe ferner dein Gerichte wider unsern Adamssinn, bis uns dein so treu Gesichte führet aus dem Kerter hin. 2. Ist's doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Wert! hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb' und Stärk', daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führest zu der süßen Ruheſtatt. 3. Ach! so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht, denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht't; ob wir wohl von allen Leuten als gefangen sind geacht't, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd' gemacht. 4. Schau' doch aber uns're Ketten, da wir mit der Creatur seufzen, 2. Deine reine Quell' giebet llar und hell geistliche Erquicungsfäfte, lebensvolle Himmelskräfte. Deine reine Quell' giebt es tlar und hell. 3.D gewalt'ger Trieb! o du JE suslieb! o unendlich tiefe Güte! o wie froh ist mein Gemüthe! o gewalt ger Trieb! o du JEsuslieb'! 4. Laßt mich in der Ruh', fragt nicht, was ich thu'. Ich bin durch ben Vorhang gangen, JEsum innig zu umfangen. Laßt mich in der Ruh', fragt nicht, was ich thu'. 5. Ich bin benedeit, weil mich GOtt erfreut. Diese Freud' Nie 3weiter Anhang. zen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Beiten sich auf etwas bessers schickt. 5. Ach! erheb' die matten Kräfte, sich einmal zu reißen los, und durch alle Weltgeschäfte durchgebrochen stehen blos. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich' Vernunftsbedenklichkeit, fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. HErr, zermalme, brich und reiße die verhaßte Macht entzwei, denke, daß ein armer Mensche dir im Tod nichts nüße sei. Heb' ihn aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hinaus, Err, mein GOtt! ich hab' zwar dich durch mich erzürnen können; wie ich versöhne dich durch mich, kann ich gar nicht aussinnen. Doch mich, laß uns wahre Freiheit finden daß dein liebes in an dem in des Vaters Hochzeitshaus. 7. Wir verlangen teine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit; wie bu's nöthig find'st, so thue noch vor unser Abschiedszeit; aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er bie Erlösung findet, da ihm Zeit und Maaß gebricht. 8. Herrscher, herrsche, Sieger, fiege, König, brauch dein Regiment, führe deines Reiches Kriege, mach der Sclaverei ein End'! laß doch aus der Grub' die Seelen durch des neuen Bundes Blut, laß uns länger nicht so quälen, denn du meinst's mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen in Lust und Gefälligkeit; ach! so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns zu rufen, alle schreien wir dich an, zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 617 und ganz vollkommen, nach dem besten Bild gebild't. Der hat Gnad' um Gnad' genommen, wer aus deiner Füll' sich füllt. 11. Liebe! zieh uns in dein Sterben, laß mit dir gefreuzigt sein, was dein Reich nicht fann ererben; führ' in's Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, wo wir nur nicht lässig sein: werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein. G. A. 1176. M. Aus tiefer Noth schrei. 10. Ach! wie theu'r sind wir erworben, nicht der Menschen Knecht zu sein! drum, so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei man nichts Sündhaftes find't, ist mein Erlöser worden. 2. Vom Himmel ist er williglich zu mir auf Erden kommen, und hat mein Fleisch und Blut an sich aus großer Lieb' genommen, daß er mich Schwachen heilen möcht, und dir dafür ein Opfer brächt, was dich zum Zorn gereizet. 3. Dazu hat dich ein Mensch bes wegt, dich mußt' ein Mensch verföhnen; durch's Kreuze, das er willig trägt, mußt er den Born ab. lehnen. Zu deiner Rechten zeigt er dir jetzt immerdar, wie er sich mir mit Freundschaft hat verbunden. 4. Sieh, das ist meine Zuverficht, das ist mein ganz Vertrauen; willst du, gerechter GOtt, mich nicht der Sünden halb anschauen; so sieh mich doch in Gnaden an, weil dein Sohn g'nug für mich gethan, und meine Sünd' gebüßet. 5. Nimm wahr, o Vater! deinen Sohn, sei gnädig deinem Knechte, weil er ward Mensch, ach! so verschon', straf nicht nach strengem Rechte; wenn du siehst seine Nägelmaal', laß meine Sünden ohne Zahl darin verborgen bleiben. Q q 5 6. Wenn 618 Zweiter Anhang. 6. Wenn du beschaust das Blut 1177. M. Nun freut euch, lieben. so roth, das von ihm ist geflossen; himmlische Barmherzigkeit, wasch ab damit den Sünden- die JEsus uns anpreiset, gleich wie GOtt der Vater ist, barmherzig ist zu jeder Frist, und das aus Herzensgrunde. toth, weil er's für mich vergossen. ach! wer ist doch zu dieser Zeit, Weil dich ein Mensch erzürnet der sich getreu erweiset? der, hat, so laß ich deinen Sohn zur Gnad' hinwiederum bewegen. 7. Sehr groß ist's, was ich oft fund viel mit Sünden hab' vers chuldet; jedoch ich nicht verzagen will, weil Christus hat er buldet gehorsamlich den bittern Tod, und wir dadurch, o treuer GOtt, die Seligkeit erworben. 8. Groß ist mein Ungerechtigteit, die deinen Zorn erwedet; sein' Unschuld aber ist das Kleid, damit sie wird bedecket. Kein Mensch so große Sünde find't, die nicht in Christi Tod verschwind't, der unser Bruder worden. 2. GOtt ist barmherzig, spricht der Mund, und wer ist, der's nicht gläubet? Allein, macht GOtt dies also tund, daß er zur Nach folg treibet, so ist verschlossen Herz und Ohr, und wankt der Glaube wie ein Rohr, weil man's unmöglich achtet. 9. Wer ist so hoch in dieser Welt durch Hoffahrt aufgeschwellet, den Christi Niedrigkeit nicht fällt, wenn er sie ihm vorstellet? des Todes Macht so groß ist nicht, der bittre Kreuztod sie zerbricht, den GOttes Sohn erlitten. 10. Ja, wenn man Christi Gnad' und Huld, und aller Menschen Sünden, auf gleiche Waage legen sollt', so würde sich befinden ein solcher großer Unterscheid, als zwischen Nacht- und Tageszeit, als zwischen Höll und Himmel. 11. Darum, o du liebreicher GOtt, deß Gnad' nicht auszugründen, durch deines Sohnes Blut und Tod vergieb mir meine Sünden; laß durch sein' Unschuid meine Schuld, durch sein' Geduld mein' Ungeduld getilget gänzlich bleiben. 13. Gieb feine Demuth mir zum Schuß, die mich vor Stolz be hüte; sein sanfter Muth steur' meinem Truß, laß mich sein voller Güte; er sei mir alles, was ich darf, so wird kein Unglück sein so scharf, das mich verdammen möchte, Joh. Heermann. 3. Von GOtt will man Barms herzigkeit in seinem ganzen Le ben, ja, daß sie möge weit und breit sich über uns erheben; allein soll man Barmherzigkeit am Nächsten thun, wie GOtt gebeut, so ist Niemand zu Hause. 4. Ach! denke, daß der Höchste dir Barmherzigkeit erzeiget, daß dich die Güte überführ' und du auch seist geneiget zu geben dem, der dürftig ist, und gar ein Glied maaß JEsu Christ; dies ist des HErren Wille. 5. Es wird ein grausames Ges richt dort über den ergeben, der dieses hat erkannt im Licht, und läßt es nicht geschehen; das Wiss sen das entschuldigt nicht, man muß ausüben, was GOtt spricht, das ist die rechte Liebe. 6. Wie mancher Reiche stößet aus, und weis't von Thür und Pforten die Armen, die vor seis nem Haus die Noth mit vielen Worten ausschütten, daß ein Felsenstein darüber sollt' mitleidig sein, allein man will's nicht hören. 7. Ach! laß mein Herz barmhers sig sein, und nach Vermögen ges ben, aus wahrer Liebe, nicht zum Schein, wenn ihre Stimm' erheben die Armen in der Hungersnoth. daß sie an meinem Stücks lein Zweiter Anhang. lein Brod, o JEfu, sich erfreuen, 8. Du giebst Barmherzigkeit ohn' End' mir Armen auf der Erden, so laß auch wieder Herz und Händ mit freundlichen Geberden austheilen, was du mir beschert, daß auch der Arme werd ernährt durch den bescherten Segen. 9. Jst unbarmherzig gleich die Welt, und hat ihr Herz verschlossen; so laß mich thun, was dir gefällt, und helfen unverdroffen. Laß mich dem Vater ähnlich sein, der überflüssig schentet ein Barmherzigkeit und Güte. 10. Ja, Vater, gieb mir solchen Sinn, daß ich von deinen Gaben, die du mir giebst, geb' Andern hin, die Dürftigen zu laben, laß mich nach deinem Ebenbild sein liebreich, gütig, sanft und mild; dies bitt' ich herzlich, Amen! Laur. Laurentii. 1178, M. Aus tiefer Noth schrei. Mensch, wie ist dein Herz bestellt? hab' Achtung auf bein Leben! was trägt für Furcht dein Herzensfeld? sind's Dornen oder Reben? denn aus der Frucht kennt man die Saat, auch wer das Land befäet hat, GOtt oder der Verderber. 619 den. Ein Felsenstein hat keinen Saft, drum hat der Same teine Kraft zu sprießen und zu schießen. 2. Ist nun dein Herz dem Wege gleich, und einer Nebenstraßen, da auf dem breiten Lastersteig die Vögel alles fraßen, ach! prüfe dich, es ist kein Scherz, ist so bewandt dein armes Herz, so bist du zu beklagen. 3. Denn ist der Same wegge rafft, vertreten und gefressen, so hast du keine Glaubenskraft, noch Seelenspeis' zu essen. Fällt dir ins Ohr der Same nur, und nicht ins Herz, so ist die Spur zum Leben ganz vertreten. 4. Ist auch das Herze felsenhart, verhärtet durch die Sünden; so ist der Same schlecht verwahrt auf 5. So lang noch nicht zerknirscht dein Herz und vom Gesetz zers schlagen durch wahre Buße, Reu und Schmerz, so kann's nicht Früchte tragen. Bedent' es wohl, und thue Buß', glaub' fest' und falle GOtt zu Fuß', so ist dein Herz genesen, dod 6. Oft ist das Herz auch dornenvoll mit Sorgen angefüllet; oft lebet es in Reichthum wohl, da wird der Sam verhüllet, ja, er ersticket ganz und gar, und wird nicht einmal offenbar, das ist wohl zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um Geld und Reichthum ist bes mühet, und nach der Wollust dies ser Welt mit Aug und Herzen sie het; da kann kein Gutes haben statt, wo man der Wollust nicht wird fatt, der Same muß erſticken. 8. Doch ist, GOtt Lob! noch gus tes Land auf dieser Welt zu fins den, das GOtt dem HErrn allein bekannt, da in den Herzensgründen der Same, den GOtt eingelegt, wohl hundertfältig Früchte trägt: das sind die rechten Herzen. 9. Wer Ohren hat, der höre doch, und prüfe sich ohn' Heucheln, dieweil es heute heißet noch, hier muß sich keiner schmeicheln. Die Zeit vergeht, das Ende naht; fällt auf tein gutes Land hie Saat, so mußt du ewig sterben. 10. HErr JEsu! laß mein Herze sein zerknirschet und zerschlagen, damit der Same dringt hinein, und laß ihn Früchte tragen, die mir im Himmel folgen nach, da ich sie finde tausendfach; das wünsch' ich mit Verlangen. Laur. Laurentii. 1179. Mel. Warum sollt' ichmich. was für ein herrlich Weſen ein da recht 620 Zweiter Anhang. recht in Gott genesen, der aus ihm ganz offenbarlich zeigen. Sie ist neu geboren, und hier schon in dem Sohn ist zum Kind erkoren. 2. Wenn die Seel' sich von der Erden ganz losreißt, durch den Geist heilig hier zu werden, so ist das ihr hoher Adel, welchen fie je und je findet ohne Tadel. wird leuchten als die Sonne, Gott allein wird stets sein ihre Freud' und Wonne. 11. Dann wird sie mit Christo siten auf dem Thron, ihre Kron' wird von Golde blißen, dann wird Jedermann sie kennen, und sie frei ohne Scheu, hoch von Adel nennen. 3. 3rd'sche Scepter, irdsche Kronen sind ein Sand und ein Tand nebst den hohen Thronen; eine Seel', die Gott regieret, hat hier eine zieret. thik n 4. Köstlich ist sie ausgeschmücket, reine Seid' ist ihr Kleid, hoch ist fie beglücket, innerlich glänzt sie von Golde, pranget sehr, lebt in Ehr', denn GOtt ist ihr holde. 5. Doch ihr Glanz bleibt hier verstecket vor der Welt, die sie hält, als wär' sie beflecket, sie lebt jetzt in GOtt verborgen, friegt oft Hohn hier zum Lohn, doch läßt sie GOtt sorgen. 6. Hier steht diese Rof' im Grunde, und ihr Schein bleibet klein bei der Prüfungsstunde. Man tritt sie hier oft mit FüBen, aber GOtt wird den Spott ihr einmal versüßen. Wou 7. Christus, der sie hat erwählet und als Braut sich vertraut, der sieht, was ihr fehlet, er tröst't sie in bitterm Leiden, führt sie dann auf die Bahn der vergnügsten Freuden. 8. Ihre Hoheit wird vermehret bei dem Schmerz, den ihr Herz hier im Kreuz bewähret, dieses schmücket ihre Krone, die einmal nach der Qual sie bekommt zum Lohne. 9. Ewig wird sie triumphiren, wenn ihr Hirt, Christus, wird in sein Haus sie führen und ihr öffnen alle Schäße, damit sie je und je sich daran ergöße. 10. Dann wird sie kein Leid mehr beugen, und ihr Glanz wird sich 1180. Mel. Alles ist an Gottes. wie ſelig find die Seelen, mit len, die sein sanfter Liebesmind so gewaltiglich getrieben, dob me ganz daselbst geblieben, wo sich ihr Geliebter find't. 2. Denn wer fasset ihre Würde, die bei dieses Leibes Bürde sich in ihnen schon befind't? Alle Himmel sind zu wenig für die Seelen, die der König so vortrefflich hat entzünd't. 3. Wenn die Seraphim sich dek ken, und vor deiner Macht ers schrecken, wird er dort von seiner Braut in der wundervollen Krone auf dem glorieusen Throne ohne Decke angeschaut. 4. Sonst erfreut man sich mit Bittern, und bedienet mit Er schüttern dieses Königs Heiligkeit. Aber, wer mit ihm vertrauet, wird, wenn er sein Untlig schauet, dort gar sanftiglich erfreut. 5. Wenn Jehovah man genennet, wird nichts höher mehr erkennet, als die Herrlichkeit der Braut; sie wird mit dem höchsten Wesen, das sie sich zur Lust erlesen, gar zu einem Geist vers traut. 6. Sie ist edler als Karfunkel, Diamanten sind zu dunkel vor dem Glanz der Herrlichkeit, der sie durch und durch erfüllet, der wie Ströme aus ihr quillet, der die Königin erfreut. 7. Drum wer wollte sonst was lieben, und sich nicht beständig üben, 6 Zweiter Anhang. üben, dieses Königs Braut zu sein? Man muß gleich dabei was leiden, sich von allen Dingen scheiden, bringt's ein Tag doch wieder ein. 8. Schenke, Herr, auf meine Bitte, mir ein himmlisches Gemüthe, einen königlichen Geist, mich als dir verlobt zu tragen, allem freudig abzusagen, was nur Welt und irdisch heißt. 9. So will ich mich selbst nicht achten, sollte gleich der Leib verschmachten, bleib' ich JEsu doch getreu. Sollt ich keinen Trost er= blicken, will ich mich damit erquikken, daß ich meines JEsu sei. 10. Ohne Fühlen will ich trauen, bis die Zeit kommt, ihn zu schauen, bis er sich zu mir gesellt; bis ich werd' in seinen Armen in gar süBer Lieb' erwarmen, und er mit mir Hochzeit hält. 4. Gieb gute Nacht der Eitelkeit, und ihrem wüsten Wesen; vergiß der vor'gen Sündenzeit und fuche dein Genesen in wahrer Buß' ohn' Heuchelei, ohn' Falschheit und ohn' Trügerei, nach GOttes heil's ger Lehre; eröffne deiner Thränen Bach, ruf über deine Sünden Ach! und ernstlich dich belehre. 5. Noch ist die Liebs- und Gnadenthür für deine Buße offen, es ist noch heute auch für dich was Gut's von GOtt zu hoffen. Auf! dich zu rechter Reu' anschid', versäume nicht den Gnadenblick, noch scheint dir deine Sonne, es wird auf deiner Thränen Guß erfolgen GOttes Gnadenfluß, und künft'ge ew'ge Wonne. 6. Sprich zu den Sündern ins gemein, die dich so tief vergiftet: Stellt bei mir nur euch nicht mehr ein, ich hab' ein Haus gestiftet vor GOtt in meines Herzens Saal, entweicht und fliehet allzumal, ihr schändliche Verräther! es fliehet meine arme Seel' in der Felslöcher sichre Höhl zu JEsu, dem Vertreter. 7. Ach, JEsu, großes GnadenHeil! du Arzt der Menschentinder! sei gnädig, zum Erbarmen eil', du Trost betrübter Sünder! ich komm! ach komm und nimm mich an, du großer Gnad- und Wundermann! ich bitte um Erbarmen; ich weiß, daß noch wird übrig sein in deinem süßen Herzensichrein ein Trostblick für mich Armen. 3. Erbarme dich selbst über dich 8. O JEfu, Meer der Gütigund deine arme Seele, daß sie keit! laß deine Gnade fließen, und nicht einst so jämmerlich in je- wie ein Strom in dieser Zeit, sich nem Feu'r sich quäle! gedente auch auf mich ergießen. Hier steh' doch, du Sündenknecht, daß ich elend, blind und bloß, eröffne mir 621 GOtt allwissend und gerecht, und deine Laster zähle. Auf! auf ermunt're dich mit Fleiß, die Sün denneße bald zerreiß', du arm' verirrte Seele! C. F. Richter. 1181. M. An Wasserflüssen. wüster Sünder! denkst du nicht, was dein verruchtes Leben an jenem großen Weltgericht für Lohn dir werde geben? gedenkst du nicht in deinem Muth an GOttes Zorn und seine Ruth', damit er grimmig bräuet den Sündern, so in tollem Sinn gelebet, und von Anbeginn vor ihm sich nicht gescheuet? 2. Vergisfest du der Hölle Glut, darin die Teufel wohnen, und man mit vielem Graus und Wuth dich künftig wird belohnen? Von Anfang brennet schon das Feu'r, darin dein Leib, das Ungeheu'r, der Aufenthalt der Sünden, die arme Seel', der freche Geist, der jeßt so manche Luft geneußt, ihr Ach und Weh wird finden. Zweiter Anhang. 622 mir der Liebe Schooß, und laß mich Gnade finden. Führ' auch durch deinen guten Geist mich so, baß ich fort allermeist absterbe allen Sünden. 1182. M. Auf, binauf zu deiner. chwing' dich auf, o meine Seele, steig' aus deinem Staub empor; flieh' aus deiner finstern Höhle, dein Licht bricht mit Glanz hervor, dein süßes Heil, das dir lauter Freude bringet, und mit Lust entgegen singet: GOtt ist dein Theil. 2. Bist du gleich beschwert mit Sünden, mit Verdammniß überdeckt, Gnade, Gnade ist zu finden wider das, was dich erschreckt. Hier ist der Held, der die Sünde überwunden durch sein Blut und bittre Wunden; fie ist gefällt. 3. Alles, alles ist besieget, was dir die Verdammniß droht, Christi Leiden überwieget alle Sünden, Angst und Noth. Der Tod ist todt! drum so laß dein Herz ertlingen, und vor Freuden immer singen: Versöhnt ist GOtt. Er ist der Mann, der dein Herz weiß zu erquicken, und den Stein, der dich mag drücken, bald heben kann. 1183.m.3Esusmeine Zuversicht 6. Diesen zieh dann an im Glauben, leer' dich vor dir selber aus, sein Verdienst laß dir nicht rauben. so vergebet Furcht und Graus. dich unter JEsu Kreuze, und bedenke, was dich da für ein Trieb zur Buße reize. Willst du unempfindlich sein, so bist du mehr als ein Stein. 2. Schaue doch das Jammer, bild zwischen Erd' und Himmel hangen, wie das Blut mit Strös men quillt, daß ihm alle Kraft vergangen. Ach! der übergroßen Noth! es ist gar mein JEsus todt 3. O Lamm GOttes, ohne Schuld, alles das hatt' ich verschuldet; und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich ers duldet, daß ich nicht verloren bin, giebst du dich ans Kreuze hin. 4. Unbeflecktes GOtteslamm, ich verehre deine Liebe, schaue von des Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe, dein im Blute wallend Herz sebet mich in tausend Schmerz. 5. Ich kann nimmer, nimmers mehr diese Plagen dir vergelten, du verbindest mich zu sehr, schenkt ich dir gleich tausend Welten, ach! das wäre nicht genung nur für deinen Gallentrunt. 4. Dadurch mußt du überwinden, kleid' dich nur in Christum ein, durch Beschauung deiner Sünden geht nicht auf der Gnadenschein. Er ist das Licht, dran sich muß das Auge meiden, 6. Nun, ich weiß noch was für draus entsteht der Glanz der dich, ich will dir mein Herze geFreuden, und sonsten nicht. ben, dieses soll beständiglich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein, lebend, leidend, sterbend sein. 5. Mosis Strahlen sind zum Schrecken, die uns unsere Gestalt und das sündlich' Herz aufdecken, wie es gegen GOtt so falt. Er treibt das Herz mit Bedrohen und mit Fluchen, Christum, unser Heil, zu suchen in Reu' und Schmerz. 7. Laß dein Herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Thüre, da hinein will ich stets gehn, wenn ich Kreuz und Noth verspüre, wie ein Hirsch nach Wasser dürst't, bis du mich erquicken wirst. 8. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt ver schmähen, laß mich dich, du höchfres Zweiter Anhang. ftes Gut, immer vor den Augen sehen; führ in allem Kreuze mich wunderlich, nur seliglich. 9. Endlich laß mich meine Noth auch geduldig überwinden, nirgend sonst wird mich der Tod, als in deinen Wunden finden. Wer sich hier sein Bette macht, ſpricht zulett: Es ist vollbracht. Benj. Schmolt! 1184. M. Fren dich sehr, o meine. ei getren in deinem Leiden, laffe dich kein Ungemach von der Liebe JEsu scheiden, murre nicht mit Web und Ach; denke, wie er manche Zeit dir zu helfen war bereit, da bu ihm dein Herz verschlossen, ob ihn das nicht hab' verdrossen. 623 lich ihn obsieget, und die Lebens krone frieget.in nord 6. Sei getreu bis an das Ende, daure redlich aus den Kampf; leidest du gleich harte Stände, duldest du gleich manchen Dampf, ist das Leiden dieser Zeit doch nicht werth der Herrlichkeit, so dir wird dein JEsus geben dort in jenem Freudenleben. 7. Ei, wohlan! so will ich leiden, glauben, lieben, hoffen fest, und getreu sein bis zum Scheiden, weil mein JEsus nicht verläßt den, der ihn beständig liebt, und im Kreuz sich ihm ergiebt. Ihm befehl ich meine Sachen, Jesus wird's zuleßt wohl niachen. 3. C. Schade. 2. Sei getreu in deinem Glauben, baue deiner Seele Grund nicht auf zweifelhafte Schrauben; fage den gewissen Bund, so geschlossen in der Tauf, deinem GOtt nicht wieder auf; fange an ein besser Leben, deinem GOtt zum Dienst ergeben. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen GOtt, der dich geliebt; an dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hart betrübt: denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat. So mußt du verzeihen eben, soll GOtt anders dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Hoffen, hilft GOtt gleich nicht, wie du willt, er hat bald ein Mittel troffen, daß dein Wünschen wird erfüllt; hoffe feft, GOtt ist schon hier, sein Herz bricht ihm gegen dir. Hoffe nur, GOtt ist vor handen, Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 5. Sei getreu in Todesnöthen, Fechte frisch den lebten Bug, sollt dich gleich der HErr auch tödten, das ist ja der letzte Druck: wer da recht mit JEsu ringt, und wie Jakob, ihn bezwingt, der gewiß1185. M. Straf mich nicht in. Seele. iehe, ich gefallner Knecht voller Blut und Schläge, ich dein Diener bin wohl recht langsam, faul und träge. Ach! du GOtt Zebaoth, hör mein Schreien, Stöhnen, und mein ängstlich Sehnen. 2. Jch bin talt, entzünde mich, o erweich mich Harten; speil mich, ich bin hungerig, feucht' mich dürren Garten. Satan schlägt, und erregt sehr viele harte Wunden in Versuchungsstunden. 3. Meines Fleisches Luftbegier macht mir manche Schmerzen, auch die Welt die schießet mir Pfei le nach dem Herzen; mancherlei Menschenschen sucht mich zu er schreden, und in Noth zu stecken. 4. Ach! könnt' ich doch, JEſu, dich, wie ich wollte, lieben; o möcht' ich doch kräftiglich solche Lieb' ausüben! brünstiglich wüns sche ich, dich im Geift zu küssen. und dein zu genießen. 5. Mein Geist weiß und schmeks tet wohl, was es sei, dich lieben; doch das Fleisch ist Trägheit voll, will die Herrschaft üben, Fleisch und Zweiter Anhang. 624 und Geist sieht und reißt mich auf beiden Seiten, o! da gilt es streiten. 6. Ach! was mach' ich Armer doch? wer wird mich erretten? wohin flieh ich endlich noch? wer wird mich vertreten? HErr, mein Heil! komm in il', brich des Fleisches Tüde, die verstrickten Stricke! Christus in euch ist, ob ihr ihm auch nachgehet in Demuth und Geduld, in Sanftmuth, Freunds lichkeit, in Lieb' dem Nächsten stets zu dienen seid bereit. 2. Der Glaube ist ein Licht im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, era neuert Herz und Muth, macht JESUS. 7. Sieh! ich komme und erfüll', uns zu GOttes Kind. Seele dein Verlangen, ja ich. 3. Er schöpft aus Christo Heil, küsse dich, und will dich mit Lieb' umfangen; Fleischesnoth, Welt und Tod, ja der Hölle Banden mache ich zu Schanden. Gerechtigkeit und Leben, und will in Einfalt es dem Nächsten wie der geben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preis't er die Gnade hoch, bekennet JEſum Christ. 8. Meinen Geist, den schenk' ich dir, der das Fleisch bezwinge; auch die Lieb', die dich zu mir zieh' und kräftig dringe; ich heil' dich, dich will ich rein'gen und entbinden, stärken, träft'gen, gründen. 9. Deiner Wunden tiefen Schmerz heilen meine Wunden, deine Schläge hat mein Herz, dir zum Heil, empfunden. Trag Geduld, alle Schuld soll mein Blut be zwingen, tilgen und verschlingen. 4. Er hofft in Zuversicht, was GOtt im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht im Ungemach. 10. Dieser reine Purpurschweiß machet alles reine; was nicht reine, das wird weiß, durchdies Blutalleine. Was der Fall überall unter euch verletzet, wird dadurch ersetet. Seele. 5. Aus Hoffnung wächst die Lieb', weil man aus GOttes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zürnet, thut nicht schänden; denn alles uns zu Nuß und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind'. 11. O wie rein ist doch dein Blut, JEsu, meine Wonne! schneeweiß ist die Wundenfluth, heller, denn die Sonne. Ganz und gar hell und klar werden dort die Deinen durch dein Blut erscheinen. 6. Wir waren GOttes Feind', er giebt uns feinen Sohn, fein eingebornes Kind, zu einem Gnadenthron, segt Liebe gegen Haß. Wer gläubig dies erkennt, wird bald in Lieb' entzünd't, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun GOtt gethan, 12. Dank sei dir, du GOttes- thun wir dem Nächsten eben; lamm! daß du überwunden, daß du droht er uns mit dem Tod, wir mir am Kreuzesstamm die Er- zeigen ihm das Leben; flucht er, Lösung funden. Ich bin dein, dir al jo segnen wir. In Schanden, lein will ich mich ergeben, in dir sie- Spott und Hohn ist unser bester gen, leben. Lud. And. Götter. Trost des Himmels Chrenfron'. 1186, M. Nun danket alle GOtt. Bersuchet euch doch selbst, ob im 8. Seßt uns GOtt auf die Prob', ein schweres Kreuz zu tragen: der bringt leichter Zweiter Anhang. 625 leichter alle Plagen. Statt Mur-| sonsten sind, wie beherzt sie anren, Ungeberd', werd' das Gebet erweckt, weil aller Angst und Noth von GOtt ein Ziel geſtedt. gedrungen, sind ein flüchtiger Gesang, sind ein Erz- und Schele lentlang. 9. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen, wie auch des Höchsten Güt', hält an mit Bitten, Flehen, verzaget an sich selbst und trauet Christi Kraft, vernichtet sich zu Grund, saugt nur aus JEsu Saft; 10. Hält sich an sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werte, steht ab vom Eigensinn, flieht die Vermessenheit, hält sich an GOttesfurcht im Glück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet; denn Christi Leben ist's, wonach der Glaube strebet; erst machet er gerecht, dann heilig, wirket Lust zu allem guten Wert; sieh, ob du auch so thuſt. 12. DHErr, so mehre doch in mir den wahren Glauben! so kann mich keine Macht der guten Wert berauben; wo Licht ist, geht der Schein freiwillig davon aus. Du bist mein GOtt und HErr, führ' mich ins Himmels Haus. D. 3. Just. Breithaupt. 1187. M. Laffet uns den HErren, nter denen großen Gütern, die uns Christus zugetheilt, ist die Lieb' in den Gemüthern, wie ein Balsam, der sie heilt, wie ein Stern, der herrlich blinket, wie ein Kleinod, dessen Preis Niemand zu benennen weiß, wie die Schönheit, die uns winket, und die Lust, so Jedermann zwingen und vergnügen kann. 11nt 2. Liebe kann uns alles geben, was auf ewig nüßt und ziert, und zum die Seelen aufwärts führt; Menfchen oder Engelzungen, wo sich keine Liebe find't, wie bered't sie 3. Was ich von der Weisheit höre, der Erkenntniß tiefer Blick, die geheimnisvolle Lehre, und des Glaubens Meisterstück, so der Berge Grund versehet, was sich mehr in uns verklärt, das vers lieret seinen Werth; alles wird für nichts geschäßet, wenn sich nicht dabei der Geist, der die Liebe wirkt, erweis't. 4. Hätt' ich alle meine Habe denen Armen zugewandt, säh ich nicht Gefahr im Grabe, scheut' ich leiner Flamme Brand, gäb' ich meinen Leib auf Erden ihnen zu verzehren bin, und behielte meinen Sinn, würd ich doch nicht besser werden, bis mich wahre Liebe krönt, und ich von ihr Stärk' entlehnt. 5. Glaubenssieg und Hoffnungsblüthe unterstüßt uns in der Welt, bis das irdische Gebiete und der Schöpfungsbau zerfällt; nur der Liebe weite Grenzen strecken sich in Ewigkeit; alle, welche sie bekleid't, werden unaufhörlich glänzen. Glaub' und Hoffnung bleiben hier, Liebe währet für und für. 6. D du Geist der reinen Liebe, der du von GOtt gehest aus! laß mich spüren deine Triebe, komm in meines Herzens Haus! Alles, was sich selbst nur suchet und nicht gut mit Andern meint( es sein Feinde oder Freund'), laß mich halten als verfluchet. Lenke meinen ganzen Sinn, Geist der Lieb', zur Liebe hin. 1188, M. Nun freut euch lieben. Mach' auf, mein Herz, die Nacht ist gegangen, ermuntere deinen Geist und Sinn, den Heiland zu umfangen, der heute durch des Todes Thür Rr 626 Zweiter Anhang. Thür gebrochen aus dem Grab| Schwachen und den Geringen in herfür, der ganzen Welt zur der Welt, als ein gekrönter SieWonne. gesheld, drum wirst du überwinden. 2. Steh aus dem Grab der Sünden auf und such' ein neues Leben; vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such', was droben, als ein Chrift, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu JEsu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo 36 jus zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sor genstein: dein JEsus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreu zespein in Freud' und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den HErrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen und Salome zum Grabe, die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe; so wirst du sehn, daß JEsus Christ vom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 9. Ach! mein HErr JEsu, der du bist von Todten auferstanden, rett' uns aus Satans Macht nud List und aus des Todes Bauden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, dasdu nns hast erworben. 2. Laur. 10. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen GOtteskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen Ueberwindern, die überwunden durch dein Blut! pErr JEsu, gieb uns Kraft und Muth, daß wir auch überwinden. 1189. M. Freu' dich sehr, o meine. Machet, wachet, ihr Junge frauen, wacht, der Bräut'gam bricht herein; laffet euch nicht schläfrig schauen; zeiget eurer Lampen Schein, schmückt euch, schickt euch, macht geschwind, daß er euch bereit erfind't; wollt ihr erst zum Krämer gehen, ei, so bleibt ihr draußen stehen. 2. O wie selig ist die Seele, die die Lampe zugericht't, daß es ihr da nicht an Dele, wenn der Bräut': gam kommt, gebricht! das ist eine fluge Braut, die darauf, weil's Zeit ist, schaut, die wird bei dem Bräut'gam stehen und mit ihm zur Hochzeit gehen. 3. O wie thöricht sind hingegen, die der Feind also berückt, daß sie 7. Drum auf, mein Herz, fang sich nicht bald drauf legen, daß die an den Streit, weil JEsus über- Lampen sind geschmückt. Jammer! wunden; er wird auch überwin- wenn der Bräut'gam spricht: Ge den weit in dir, weil er gebun- het hin, ich kenn euch nicht; wenn den des Feindes Macht, daß du die Gnadenzeit verflossen und aufstehst und in ein neues Le ben gehst und GOtt im Glauben dienest. die Himmelsthür geschlossen. 4. Gieb, mein Bräut'gam, daß mein Herze sei mit Glaub' und Lieb' erfüllt, und ich nicht die Zeit verscherze, da du Hochzeit halten willt; sondern, wenn dein Tag bricht an und die Thür wird aufgethan, 6. Es hat der Löw' aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte GOtteslamm hat, uns zum Heil, gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überstandnem Streit die Feinde Schau getragen. 8. Schen weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Höllen Rachen, dein JEsus lebt, es hat nicht Noth, er ist noch bei den Zweiter Anhang. 627 gethan, ich, nach überstand'nem 4. Wem sollt' ich mein Herz lieber Leiden, eingeh zu den Hochzeitsfreuden. gönnen, als dem, der mir das Seine giebt? Dich kann ich den Herzliebsten nennen, du hast mich in den Tod geliebt. Mein Herz dein Herz, ein Herz allein, soll dein und keines Andern sein. 5. Laß mich beten, laß mich wachen, bis mein letter Tag anbricht, laß mich ja nichts schläfrig machen, bleibe du bei mir, mein Licht; laß stets deiner Gnaden Schein leuchten in mein Herz hinein. Hilf mir ringen, hilf mir dämpfen. 6. Deine Liebe laß mich ehren und erheben deinen Ruhm, laß mich stets dein Lob vermehren, als dein werthes Eigenthum; nimm doch alle Trägheit hin und ermuntre meinen Sinn; rüste mich mit Geisteswaffen, nur, was du willst, laß mich schaffen. 7. Steur' dem Fleische, wehr'dem Drachen und der bösen Welt dazu, die mich wollen schläfrig machen und doch stören meine Ruh. Wecke du mich stündlich auf und befördre meinen Lauf, daß ich werde alle Stunden klugen Jungfrau'n gleich erfunden. 1190, W. Wer nur den lieben. Mas giebst du denn, o meine Seele, GOtt, der dir täglich alles giebt? was ist in deiner Leibeshöhle, das ihn vergnügt und ihm beliebt? es muß das Liebst und Beste sein; gieb ihm, gieb ihm das Herz allein. 2. Du mußt, was GOttes ist, GOtt geben; fag', Seele, wem gebührt das Herz? dem Teufel nicht, er haßt das Leben; wo die ser wohnt, ist Höllenschmerz. Dir, dir, o GOtt, dir soll allein mein Herz aufwärts gewidmet sein. 3. So nimm nun hin, was du verlangest, die Erstgeburt ohn' alle List, das Herz, damit du, Schöpfer, prangest, das dir so sauer worden ist! Dir geb' ich's willig, du allein hast es bezahlt, es ist ja dein. Carl Friedr. Lochner. 1191. M. Wer nur den lieben. Meil nichts Gemeiners iſt, als und bald vielleicht die Reih' an mir, so will ich mich beizeit bewerben um ein recht se lig's Sterben hier. Ich will erst sterben, eh' ich sterb', daß ich im Tode nicht verderb'. 2. Weil aber dies ist eine Sache, die nicht in Menschenkräften steht, so weiß ich, wie ich's flüglich mache, daß mein Vorhaben doch fortgeht, ich lauf' gerade zu dem Mann, der zum Wohlsterben helfen kann. 3. Das ist nun JEsus, der sein Leben für meines hat geopfert auf mir sein Verdienst zum Trost geges ben, sein Blut zu meiner Seelen Kauf und mir durch seine Todesnoth erworben einen sel'gen Tod. 4. Ach! liebster Schatz! gedenk doch meiner und halte bei mir redlich aus; laß allzeit mich genießen deiner und reiß' aus aller Noth mich raus; denn ich hab doch in diesem Nun mit Niemand als mit dir zu thun. 5. Laß mich absterben meinen Sünden durch stete Reu' und wahre Buß', im Glauben mich mit dir verbinden und lernen. daß ich sterben muß; damit ich mich all' Augenblick zu einem sel'gen Sterben schick'. 6. Ich gebe dir zu treuen Händen, HErr, meine Seel', bein Eigenthum; das Deine mag ich nicht entwenden, es bleibet dein zu deinem Ruhm; gieb du nur selber Achtung drauf. HErr JEsu! meinen Geist nimm auf. Rr 2 7. Bes Zweiter Anhang. 628 7. Bereite mich von auß- und innen, wie du mich selber haben willst. Den Glauben mehr', stärk' meine Sinnen, und sei vor mir stets Sonn'und Schild; die Sünde tilg', dem Satan wehr' und zeig' dich mir mit deinem Heer. 8. Jch bitt' mir aus dein' heil'ge Wunden zur Ruh, dein Wort zur Arzenei, dein's Leidens Kraft zur legten Stunden, des Vaters Herz, des Trösters Treu, dein Blut zur Kron' und Sterbekleid, zulegt zum Grabe deine Seit'. 9. Auf diese Weise mag ich sterben in turzem oder über lang, mir ist, als einem Himmelserben und GOtteskinde gar nicht bang. Die GOtteslieb', das JEsus blut macht's schon mit meinem Ende gut. 1192. M. Ach, wassollichSünder, We er im Herzen will erfahren, und darum bemühet ist, daß der König JEsus Christ sich in ihm mög' offenbaren, der muß suchen in der Schrift, bis er die sen Schatz antrifft. 2. Er muß gehen mit den Weifen, bis der Morgenstern aufgeht und im Herzen stille steht, so fann man sich selig preifen; weil des HErren Angesicht glänzt von Klarheit, Recht und Licht. 3. Denn wo JEsus ist geboren, da erweiset sich gar bald seine göttliche Gestalt, die im Herzen war verloren; seine Klarheit spiegelt sich in der Seelen kräftiglich. 4. Alles Fragen, alles Sagen ist von diesem JEsulein und von dessen Gnadenschein, dem fie fort und fort nachjagen, bis die Seele in der That diesen Schaß gefunden hat. 5. Ach! wie weit sind die zurücke, die nur fragen in der Welt: Wi ist Reichthum, Gut und Geld? wo ist Unsehn bei dem Glücke? wo ist Wollust, Ruhm und Ehr'? und noch solcher Thorheit mehr. 6. Ja, unselig sind die Herzen und in ihrem Wandel blind, die also beschaffen sind, weil sie diesen Schaß verscherzen und ers wählen einen Koth, der nichts hilft in Noth und Tod. 7. Auch heißt nicht nach JEsu fragen, wenn man nur zur Kirche geht und in der Versammlung steht, oder eine Beicht hersagen und darauf zum Nachtmahl gehn, meinend, dann sei g'nug geschehn. 8. Nein! wenn dies in deinem Leben nach Gewohnheit nur ge= schicht, so ist's noch nicht ausgez richt't; du mußt dich GOtt ganz ergeben und im Glauben Nacht und Tag deinem JEsu folgen nach. 9. Denn so läßt er sich bald finden in dem Tempel bei der Beicht, in dem Nachtmahl, und er zeigt, daß die vorbegangnen Sünden sind vergeben, und sein Blut reinigt Seele, Geist und Muth. 10. Dann so kann man freudig treten zu dem Gnadenstuhl und Thron, und den König in der Kron', als ein treuer Knecht, anbeten, der nichts suchet auf der Welt, als was seinem HErrn gefällt. 11. JEsu, laß mich auf der Erden nichtes suchen, als allein, daß du mögest bei mir sein, und ich dir mög' ähnlich werden in dem Leben dieser Zeit und in jener Ewigkeit. 12. So will ich mit allen Weisen, die die Welt für Thoren acht't, dich anbeten Tag und Nacht und dich loben, rühmen, preisen, liebster JEsu, und vor dir christlich wandeln für und für. Laur. Laurentit. 1193. M. VonGOtt will ich nicht. Wer er sich im Geist beschneidet und als ein wahrer Christ des Fleisches Tödtung leidet, die fo Zweiter Anhang. 629 so höchst nöthig ist, der wird dem im Kreuz und Leiden durch deiHeiland gleich, der auch beschnit- nen bittern Tod. ten worden, und tritt in Kreuzes- 9. So wollen wir dich preisen orden in seinem Gnadenreich. 2. Wer so dies Jahr anhebet, der folget Christi Lehr, weil er im Geiste lebet und nicht im Fleische mehr, er ist ein GOtteskind von oben her geboren, das alles, was verloren, in seinem JEsu find't. 3. Doch, wie muß dies Beschneiden im Geiſt, o Menſch, geschehn? Du mußt die Sünde meiden, wenn du willst JEsum sehn. Das Mittel ist die Buß', wodurch das steiz nern Herze in wahrer Reu und Schmerze zerknirschet werden muß. 4. Ach! gieb zu solchem Werke in diesem neuen Jahr, HErr JEfu, Kraft und Stärte, daß sich bald offenbar' dein' himmlische Gestalt in vielen tausend Seelen, die sich mit dir vermählen; ja, thu es, JEsu, bald. 5. Ich seufze mit Verlangen und Tausende mit mir, daß ich dich mög' umfangen, mein' aller fchönste Zier. Wenn ich dich hab' allein, was will Erden? es muß mir alles werden und alles nüßlich sein. 6. Ach! ihr verstockten Sünder, bedenket Jahr und Zeit, ihr abgewichnen Kinder, die ihr in Eitelkeit und Wollust zugebracht. Ach! führt euch GOttes Güte doch einmal zu Gemüthe und nehmt die Zeit in Acht. 7. Beschneidet eure Herzen und fallet GOtt zu Fuß in wahrer Neu und Schmerzen, es wird die Herzensbuß' in Glaubenstraft geschehen, das Vaterherz bewegen, daß man wird vielen Segen in diesem Jahre sehn. 8. Ja, mein HErr JEsu, gebe, daß deine Christenschaar mit dir im Geist so lebe in diesem neuen Jahr, daß sie in keiner Noth sich von dir die ganze Lebenszeit und unsre Pflicht erweisen in alle Ewigkeit, da du wirst offenbar, und wir mit allen Frommen nach diesem Leben kommen in's ew'ge neue Jahr. Laur. Laurentii. 1194. M. Jch hab' nein Sach'. Wie flieht dahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit! wie Wenig denken an wie schweigt hiervon der träge die Stund' von Herzensgrund! Mund. 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtes werther Wasferschaum; im Augenblic es bald wie ihr dieses täglich seht. vergeht und nicht besteht, gleichs " 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir das, was du bist, ich traue dir, laß Berg' und Hügel fallen hin, mir ist Gewinn, wenn ich allein bei JEsu bin. 4. So lang ich in der Hütten wohn', ei lehre mich, o GOttes Sohn, gieb, daß ich zähle meine wach', daß eb' ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letter in dem Tod? o Mensch, du läufſt Noth? Lust, Ehr' und Reichthum dem Schatten zu, bedenk' es nu, du kommst sonst nicht zur wahren Ruh. 6. Weg Eitelkeit! der Thoren Lust, mir ist das höchste Gut bes wußt, das such' ich nur, das bleibet mir, o mein Begier, HErr JEſu! zich mein Herz nach dir. 7. Was wird das sein, wenn ich Throne steh! du unterdessen lehre und bald vor deinem Herzen suche dich. mich, daß stetig ich mit flugem S. Neander. 1195. M. O GOtt, du frommer, Wie wird doch so gering die im ges Rr 3 halten Zweiter Anhang. 630 halten als ein Ding, damit sich laffe scherzen! Es meint die eitle Welt, sie sei gereinigt schon, wenn fie einst niederfällt zum Schein vor GOttes Thron. 2. Wenn zur gewohnten Zeit man will zum Nachtmahl gehen, so macht man sich bereit mit Beten und mit Flehen, bis daß das Werk vorbei, drauf fängt man wieder an zu sündigen aufs neu, wenn, wie und wo man kann. 3. Indessen meint die Welt, sie fei gereinigt worden, weil sie sich eingestellt nach GOttes Will'n und Orden; sie bleibt bei ihrem Wahn, und wer da anders jagt, ist auf der Irrthumsbahn. Ach! bas sei GOtt getlagt. 4. Wie ist die Reinigung doch ein viel ander Wesen und die Erneuerung! es muß, wer sie erlesen, stets kämpfen. Ach, wie viel find't da ein GOttestind zu bessern, weil ohn' Ziel' der Sünden Mängel sind. 5. Das Herz ist eine Quell', aus welcher nichtes fließet als Bosheit, die sich schnell in Wort und Werk ergießet; wer nicht die Quelle leert und stopft den Brunnen zu, wird nimmer recht bekehrt und kommt niemals zur Ruh. 6. Es fehlt an Mitteln nicht, GOtt hatt sie g'nug gegeben, wenn man nur will nach Pflicht des HErren Wort nach leben; allein es will die Welt nicht an die Kreuzigung, und weil das Kreuz mißfällt, folgt keine Besserung. 7. Es kann des HErren Aug' der Schlangen Gift nicht leiden, es siehet, was nicht taug'; drum muß man alles meiden, auch den Esu Blut das Herze werden rein, dann ist der Wandel gut. 8. HErr JEsu, der du mich dies haft erkennen lassen, gieb, daß ich für und für mög' alle Sünden hassen und in der Reinigung zu nehmen bis an's End', bis ich die Heiligung durch deine Krast vollend'. 1196. M. Wenn wir in höchsten. Mohl dem, der feſt im Glauben Laur. Laurentii. steht und in dem Namen JEsu fleht, denn wahrlich, wahrlich es geschicht, was ihm des HErren Mund verspricht. 2. Doch müssen's GOttes Kins der sein, die sonder Trug und Heuchelschein zu ihm aufheben heil'ge Händ', zu solchen er sein Antlig wend't. 3. Wenn zu dem Vater schreit ein Kind, so hört darauf sein Ohr geschwind; wenn's ihn anspricht in Hungersnoth, versagt er ihm ja nicht das Brod. 4. Ein Vater giebet keinen Stein, wenn seine Kinder hungrig sein nach Brod, noch tragen sie davon für Fische, Schlang und Scorpion. 5. Also, wer GOtt zum Vater hat, der wird erhöret in der That, die Sünder aber hört er nicht, er kehrt von ihnen sein Gesicht. 6. Nur der, der von der Sünd' abtritt und stellet JEsum in die Mitt, der schmecket seiner Bitte Frucht, der findet, was er hat gesucht. 7. Drum bet' und fleh' aus Hers zensgrund, im Geist und nicht nur mit dem Mund, in Glaubenskraft und Zuversicht, um alles, woran dir's gebricht. 8. Du aber, JEsu, lehre mich zum Vater beten würdiglich, damit ich dadurch früh und spat in dir erlange Gnad' um Gnad'. 2. 2. 1197, M. Nun danket alle GOtt. Wohl dem, der Jakobs GOtt zum sich erwählet, der, was sein Herze kränkt, voll Hoffnung ihm erzählet, der seine Zuversicht fest auf den HErren stellt, der alle Hülfe thut und ewig Glauben hält, 2. Uns Zweiter Anhang. 2. Unmöglich ist's, daß den sein' Hoffnung kann betrügen, der GOttes Wahrheit traut, die nimmermehr kann lügen. Der HErr ist gut und fromm, und was sein Wort verspricht, das folget in der That gewiß und fehlet nicht. 3. Wie gut ist's, auf den HErrn und nicht auf Menschen bauen, wie eitel, schwach und falsch, wie schnöd ist ihr Vertrauen, das sich auf Fleisch verläßt und einig Menschentind; denn auch die Götter selbst auf Erden sterblich sind, 4. Die sich mit ihrer Noth zu ihren Füßen legen, die müssen Zeugen sein, wie nichtig ihr Vermögen, wie wandelbar ihr Sein und ihrer Hoheit Bracht, wie mancher Unglücksfall ihr Können schamroth macht. 631 9. Gieb, daß ich ferner auch an dir fest hangen bleibe, auch weder Glück noch Noth mich von der Bahn abtreibe, die dein Gebot mir heißt; gieb neuen Geist und Kraft, zu üben immerdar hier gute Ritterschaft; 10. Daß ich, was eitel ist, nicht für mein Wohlsein achte, noch Fleisch für meinen Arm; daß ich nach sonst nichts trachte, als was du selber bist. Ach! nimm, mein GOtt, mich mir, entreiße mich der Welt und zieh mich ganz nach dir. 11. Laß mich in allem Kreuz und auch im Tode schmecken, wie freundlich du mir bist; laß mich die Schuld nicht schrecken, die JEsus schmerzlich g'nug schon längst an meiner Statt gebüßt und dir, mein GOtt, durch sie bezahlet hat. 12. Laß seine Wunden mir alsdann an meinem Ende ein sichres Freischloß sein, dahin mein Geist sich wende, wenn mich mein Herz verdammt, wenn Satan noch zu legt sein Heil an mir versucht und grimmig an mich setzt. 13. Daß, wie ich JEsu hier mich ganz zu eigen gebe, dort, wo er herrscht und lebt, ich ewig mit ihm lebe, als sein erkauftes Gut und treue werthe Braut, die in der Schwachheit hier er sich schon hat vertraut. 14. Daß an dem Freudenort, worinnen Geister wohnen, auch ich dich, meinen GOtt, in allev drei Personen, in deinem klaren Licht vollkommen kennen kann und mit der Engelschaar ein Danklied stimmen an. 1198. M. O GOtt, du frommer. Moran fehlts immer mehr, mein Herze, daß du bleibest nur immer schwach und krant, und fort dein Klagen treibest; Wer ist denn Schuld daran? Rr4 Geh 5. Viel sichrer ist mein Trost, ich weiß, an wen ich glaube: Troß! daß die größte Noth mir solch Vertrauen raube zu dem, der ewig bleibt, dem rechten Wundermann, dem keine Noth zu groß, der helfen will und kann. 6. In ihm ist meine Seel' in höchster Rub und Stille, sein' Hand ist unverkürzt, sein gnadenvoller Wille ist unverändert gut, unendlich seine Kraft, die stets von Alters her hat Hülf und Rath geschafft. 7. Drum halt' ich mich zu GOtt; und das ist meine Freude, wenn mein erquicktes Herz, nach überstandnem Leide, sich seiner Wohl that rühmt und ihm mit ganzem Fleiß ein Danklied singen kann, zu seines Namens Preis. 8. Laß du mich nur, mein GOtt! dein Lob hier zu erhöhen, nicht faul und träge sein, wie du nie auf mein Flehen zu merken müde wirst und stets, von Kindheit an, so überschwenglich viel an mir haft Gut's gethan. 632 Zweiter Anhang. Geh in den innern Grund; durch| 9. Ach ja, mein treuer GOtt! rechtes Forschen wird die Ursach' du bleibest der Gerechte, auch endlich kund. 2. An GOtt fehlts teinmal nicht, denn er ist selbst die Liebe: sein Herz ist allzeit voll der süßen Himmelstriebe, dem Menschen Gut's zu thun; sein Wille bleibet fest, sich mitzutheilen dem, der ihn nur wirken läßt. 3. GOtt ist der Ursprung selbst ber theuren Menschenseelen, wie follt' er sich denn wohl vor ihnen so verhehlen und seine Kraft deinen Wegen bin. entzieh'n? was er hervorgebracht, wird allezeit sehr hoch und werth von ihm geacht't. 4. Hat er doch seinen Sohn für dich dahin gegeben, weil du in Ewigkeit in ihm sollst ewig leben; was hätt' er dies bedurft? Er kam aus freier Wahl; was lockte ihn zu dir? Gar nichts nicht überall. 5. Nichts Gutes war in dir; hingegen war zu finden ein Strudel voller Wuth und eine Welt voll Sünden, ein gräuelvolles Meer, ein Pfuhl voll Höllentoth: in solcher Häßlichkeit lag deine Seele todt. 6. Als ein verworfnes Kind lagst du in deinem Blute, nicht eine Kreatur that etwas dir zu gute; die arme Seele trug des Teufels Larv' an sich, dein Zustand durch und durch war gar zu jämmerlich. 7. Da kam der Seelenfreund, und sich in wenn dich richten will das sünd: liche Geschlechte. Du hast mich jederzeit gesucht in dich zu ziehn; ich habe nur gesucht, dein Gnadenwert zu fliehn. 10. Nun, HErr, erforsche mich und sieh auf meine Wege und wende meinen Fuß vom falschen Heuchelstege. Du, HErr! ertennest mich, erleuchte meinen Sinn, weil ich noch gar zu blind in armen Menschen an, er heilte deinen Schaden mit seinem theuren Blut; und daß er völlig dich mit GOtt vereinigte, nahm er dein Fleisch an sich. 8. Und was hat wohl das Herz des Vaters so bewogen, daß er so vielmal dich durch seinen Geist gezogen? Drum liegt es nicht an GOtt, der es gar treulich meint; du bist dir heimlich selbst der allerärgste Feind. 11. Der Seelen Auge laß in mir einfältig werden, daß es nicht mehr augleich sich richte nach der Erden und nach dem Himmel zu. Nimm alle Schaltheit weg. Dein Wille sei allein und allezeit mein Zweck. 12. Vollbringe, HErr! dein Werk, das du hast angefangen; laß mich durch deinen Geist einmal dahin gelangen, wohin dein Wort mich weist, daß ich zur Reinigkeit, die deinem Volk ge bührt, gelang' in dieser Zeit. 13. So wird mein Leib und Seel' und Geist in die sich freuen und täglich deinen Ruhm und süßes Lob erneuen. Wohl mir! wird sein mein Wort, GOtt hat viel Gnad' erzeigt; sein Ruhm erstrecke sich, so weit der Himmel reicht. Köitsch. 1199, M. Freu dich sehr, o meine. Munderlich ist Gottes Schif ist sein Rath, herrlich ist doch sein Erquit: ten, dies erweist zuletzt die That. Wohl dem, der es recht bedenkt, seinen Sinn zu GOtt nur lenkt, der wird sich in seinem Leben GOttes Obhut stets ergeben. 2. Also pflegt es GOtt zu machen, dieses ist sein alter Brauch: über diesein' Augen wachen, die betrübt und kränkt er auch; stößt in Jammer, Angst und Noth, die er doch bald aus dem Koth will erhöhen, Zweiter Anhang. 633 9. Hält's nun GOtt vor dir verborgen, wenn, wie, wo er helfen will, mach dir darum keine Sorgen, sei nur in dem HErren still. Er will sehen, ob auch fest sich dein Herz auf ihn verläßt; er will, daß du ihn wohl kennest, deſto mehr auch Vater nenneſt. 10. Er will deine Andacht meh ren, welche sonst fast falt und 4. Denke selbsten nur zurücke, todt, er will gern das Lob andeine Jugend es dich lehrt. Ohören, so du nach erlittner Noth wie manches Ungelücke hat GOtt schon von dir gekehrt! öfters, da man hätt' gedacht, du würd'st in der Kreuzesnacht bleiben liegen und ersterben, ließ dich GOtt doch nicht verderben. ihm, als der dein Lebensfürst, noch erfreuet geben wirst, wenn du trostreich wirst erblicken GOttes herrliches Erquiden. erhöhen, hoch versehen und an Seel' und Geist ergößen. 3. Dies bedent', du meine Seele, wenn bei dir die Noth bricht ein, und dich ja nicht selbsten quäle, als sollst du verlassen sein; GOtt spielt mit dir wunderlich, herrlich zu erretten dich; laß dein Herze nur nicht wanken, du wirst ihm noch einmal danken. 5. Nun der große GOtt der Er den, der ist unveränderlich; wolltst du jetzt verzaget werden, als sollt' er nicht schüßen dich? Nein, sein werthes Vaterherz bricht ihm noch in deinem Schmerz, ja wie's eine Mutter träntet, so dein GOtt an dich gedenket. 6. Also fehlt's auch nicht am Können, GOtt kann machen was aus nichts, drum läßt er sich mächtig nennen, wenn er redet, so geschicht's. Nimmt die Noth schon überhand, doch GOtt Mittel sind bekannt, wie er könne dich erlösen, über die Vernunft, vom Böſen. 7. was dir GOtt versprochen hier und dar in seinem Wort, das hält er dir unverbrochen, so gewiß, als er dein Hort. Himmel und die Erd' vergehn, GOttes Wort muß doch bestehn. Drum nur GOttes Zusag' traue, auf sein Macht und Gnade baue. 8. Doch, mein Herz, noch dieses wisse, GOtt ist auch ein weiser Mann, denk nicht, daß er helfen müsse plößlich, da er helfen kann. Wunderlich fügt er die Zeit, wenn er wenden will das Leid, wenn er's herrlich will ausführen, unser Haupt mit Gnade zieren. 11. Drum so lasse GOtt nur walten, ob du manchmal harren mußt; er wird dennoch bei dir halten, deine Noth ist ihm bewußt, die er so genau abmißt, daß auch aller Feinde List dir kein Härlein mag berühren ohne GOtt, sie muß verlieren. 12. Nun, mein JEsu! sei gelobet, freilich bist du mir getreu, ob das Kreuzesmeer schon tobet, ist doch deine Hand dabei. Stärk' nur meine Zuversicht, daß sie fest auf dich gericht't; wunderlich wirst du's noch schicken, herrlich dein Kind zu erquicken. 3. Weissenborn. 1200. M. Aus tiefer Noth schrei. Ach GOtt! es hat mich ganz verderbt der Sünden, die mir von Adam angeerbt; wo soll ich Rettung finden? Es ist mein Elend viel und groß, und ist vor deinen Augen bloß, wie tief mein Herz verdorben. 2. Es ist verdorben mein Verstand, mit Finsterniß umhüllet, der Will' is von dir abgewandt, mit Bosheit angefüllet, und die Begierden sind geneigt, die Lust, die aus dem Herzen steigt, im Werke zu vollbringen. 3. Wer tann aussprechen solchen Gräu'l, der Leib und Seel' beflet-, Rr5 fet Zweiter Anhang. 634 tet? Wer macht uns von dem Unheil heil, das uns hat anges stedet? Der Tausendste bedenkt es nicht, der Sinn ist nicht dahin gericht't, daß man davon genese. 4. Ich komm zu dir in wahrer Reu und bitte dich von Herzen: O JEsu, JEsu, mache frei die Seele von den Schmerzen und dem, was sie bisher beschwert und ihre Lebenskraft verzehrt, sonst muß ich untersinten. 5. Wen sollt' ich anders schreien an, als dich, mein Heil und Leben? du bist allein der Helfersmann, der mir tann Rettung geben, daß ich von Sünden werde rein und als geheilt vor GOtt erschein' durch deinen Tod und Wunden. 6. Du weißt, o JEsu, meine Noth und kannst nach deinem Willen vertreiben diesen meinen Tod und allen Jammer stillen; ja, HErr, du willst, ich traue fest, daß du mich nicht in Angst verläßt, du heißt und bist ja JEsus. 2. Laurentii. 1201. M. LobtGOtt, ihrChriften. Oder: Nun sich der Lag geendet. [ uf! Seele, auf und säume nicht, es bricht das Licht herfür, der Wunderstern giebt dir Bericht, der Held sei vor der Thür:,: 2. Geh weg aus deinem Vaterland, zu suchen solchen HErrn, laß deine Augen sein gewandt auf diesen Morgenstern:: 3. Gieb Acht auf diesen hellen Schein, der dir aufgangen ist, er führet dich zum Kindelein, das heißet Jesus Christ:: 4. Er ist der Held aus Davids Stamm, die theure Saronsblum', das rechte, echte GOtteslamm, Israels Preis und Ruhm:,: 5. Drum höre, merte, sei bereit, verlaß des Vaters Haus, die Freundschaft, deine Eigenheit, geh von dir selbsten aus:,: 6. Und mache dich behende auf, befreit von aller Last, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du dies Kindlein haft:: 7. Du, du bist selbst das Bethlehem, die rechte Davidsstadt, wenn du dein Herze machst bes quem zu solcher großen Gnad';: 8. Da findest du das Lebensbrod, das dich erlaben kann, für deiner Seelen Hungersnoth das allerliebste Mann':,: 9. Nimm wahr, mein Herz, doch deiner Sach', ob gingst du ganz allein, und forsche weiter fleißig nach und such' das Kindelein: 10. Halt doch im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiß, das führet dich zum Lichte fort, aus aller Finsterniß:: 11. In solchem Lichte siehet man das wahre Wort allein, ein armes Menschenkind, das kann nur davon Zeuge sein:,: 12. Johannes selbst, der's treulich meint, der zeuget ja von sich, daß er nur sei des Bräut'gams Freund; zu solchem nahe dich:: 13. Ersinke du vor seinem Glanz in tiefster Demuth ein, und laß dein Herz erleuchten ganz von solchem Freudenschein:: 14. Gieb dich ihm selbst zum Opfer dar, mit Geiste, Leib und Seel', und singe mit der Engel Schaar: Hier ist Immanuel:: 15. O wunderbare Süßigkeit! die dieser Anblick giebt dem, deffen Herz dazu bereit und dieses Kindlein liebt:,: 16. Die Engel in des Himmels Saal, die freuen sich darob, die Kinder GOttes allzumal, die bringen dir ihr Lob:,: 17. So sieh und merk, wie süß die Lust, die hier verborgen liegt in deines JEsu Liebesbrust, die alles Leid besiegt:,: 18, Genieße hier das Engels brod, die süße Himmelskost und lobe Zwetter Anhang. 635 lobe herzlich deinen GOtt bei| Seelen; laß alles, was eitel, verdiesem Friedensmost:: gehen; einzige Luft ist mir nun ferner bewußt, Christus mir ewig ersehnen:: 19. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieses Pfort, die wieder offen steht;,: 20. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird alle Pein, es wird erfreuet Herz und Sinn in die sem JEsulein:: 21. Hier ist in allem Ueberfluß, was einem nur behagt, da ist kein Kummer noch Verdruß, der dir das Herz zernagt: 22. Mit GOtt und allen Seligen hast du Gemeinschaft hier, der Ort ist wohl am glücklichsten, da wohnet GOtt in dir:: 23. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorher erkannt, den stillen Ruh- und Friedenssteg zum ew'gen Vaterland:: 24. Denselben geh in Frieden dann und kehre nicht zurück, Herodi es zu zeigen an, der heget eine Tück':,: 25. Er will das Kindlein bringen um, die edle GOttesfrucht, den theuern Schaß, dein Eigenthum, er dir zu rauben sucht:: 4. Herzog des Lebens! du wols lest mich selber regieren so, daß das Leben ich heilig und selig mag führen; gieb du den Geist, reiche, was göttlich nur heißt, anders die Seele zu zieren:: 5. Friedensfürst! laß mich im Glauben dir treulich anhangen! eile, zu stillen dies Wünschen, mein höchstes Verlangen; von dir nichts mehr, Heiland, ich jetzo begehr', nimm mich dir selber gefangen:: 6. Centnerschwer sind mir die Bürden, wo du nicht willst tras gen. Alles, was irdisch ist, trachtet die Christen zu plagen. Laß es denn sein; lebt man nur Christo gemein, er wird's wohl können verjagen:: 7. Nun, nun, so will ich auch ims mer und ewiglich hassen Bürden, die Christum, das Kleinod, nicht in sich einfassen. Er soll mir sein Reichthum und alles allein. GOtt, GOtt, wer wollte dich lassen?:, 3. W. Kelln. v. Zinnenb. 26. Laß toben, würgen, wie er will, dir wiederfährt kein Leid, geh 1203. M. HErr, ich habe mißgeh. du die Lebensbahn in Still' zur tomm zu mir, ich liebe dich; Esu! komm mit deinem Vater, frohen Ewigkeit:: 1202. M. Lobeden HErren, den. Christe, mein Leben, mein HofI M. Müller. komm, o treuer Seelenrather! Heil'ger Geist, beſiße mich; laß mich, o dreiein'ges Wesen, dir zur Wohnung sein erlesen. fen, mein Glauben, mein Wallen, und das, was Christen kann schmecken und einzig gefallen; richte den Sinn, treuer Welt heiland, dahin, Ruhm dir zu bringen vor allen:,: 2. Laß mich, JEsu, deinem Worte vollen Glauben stellen zu, denn es ist die rechte Pforte zu der süßen Seelenruh: Niemand kann den Trost ergründen, der in deinem Wort zu finden. 2. Einig Geliebter, du Wonne, dich will ich erheben, ich will mich gänzlich dir schenken und völlig hingeben. Nimmst du mich hin, ist es mein großer Gewinn, Keinen wird fränken mein Leben:: 3. Sende nun, o Bater, sende deinen Geist von deinem Thron, der mein Herz zu dem nur wende, was dein allerliebster Sohn, desa sen Wort wir angehöret, uns von deinem Willen lehret. 4. Von 3. Eines, das nöthig, laß mächtig vor allem bestehen, Ruhe der Zweiter Anhang. 636 4. Von mir selbst kann ich nichts fassen, mein Herz ist verfinstert ganz; ich geh auf den Irrthumsstraßen, wo nicht deines Geistes Glanz den verblend'ten Sinn regieret und zur hellen Wahrheit führet. 5. Zünd' doch an die Liebeskerzen und durchhiße Geist und Muth, werther Geist, laß unsre Herzen brennen in der reinen Glut; schaff, daßdeineheil'geFlammen schlagen über uns zusammen. 6. Führe mir stets zu Gemüthe, was mir JEsus zugesagt, daß ich traue seiner Güte, wenn vielleicht der Zweifel fragt: ob auf meine Bitt' und Flehen Hülf' und Rettung wird ergehen. 7. Es kann keine Noth nicht haben, weil mein JEsus wohnt in mir, ich genieße seiner Gaben, die sein Geist mir stellet für, wenn ich ihn beständig liebe und in seinem Wort mich übe. ja, es sollen meine Sinnen nichts, als JEsum lieb gewinnen. LATE 12. JEsu, der du vorgegangen, durch den Tod zum Vater hin, hol' mich, der ich mit Verlangen dir zu folgen willig bin; willst du, ich will gern aufstehen und mit dir von hinnen gehen. 3. P. v. Schult. 1204, M. Bon GOttwill ich nicht. omm, Tröster, komm hernieder vom hohen Himmelsthron auf Christi Freund' und Brüder, komm eilig, komm und wohn' im Herzen allermeist, mit deinem Licht und Gaben und Freudenöl, zu laben, komm, werther Heil'ger Geist. 2. Du bist ein Trost der From: men, gieß aus dein heil'ges Del und laß es zu mir kommen, daß sich mein Herz und Seel' erfreue ewiglich. Komm, Tröster, zu erquicken die Seelen, die sich bücken im Geist demüthiglich. 8. Wer nach seinem Wort nicht lebet und ihn nicht von Herzen liebt, nur nach schnöder Weltlust strebet, der muß ewig sein betrübt; GOtt wird nicht in ihm mehr wohnen, sondern ihn mit Born belohnen. 3. Laß allen Trost verschwinden, den mir die Welt verspricht bei ihrem Dienst der Sünden, der mich doch tröstet nicht. Was Jesus mir anpreis't, dem will ich feste gläuben, du sollst mein Tröster bleiben, du, o GOtt, Heil'ger Geist. 4. Du kannst mein Herz erfreuen und kräftig rüsten aus, ja ganz 9. Mein Herz, du darfst nicht erschrecken, JEsus ist dein Aufenthalt; denn sein Friede wird und gar erneuen mein armes Her dich decken wider alle Feind's- zenshaus. Drum tomm, mein gewalt, die vergeblich auf dich schönster Gast, und bleib im Tod stürmet, weil sein Friede dich und Leben als Tröster mir ers beschirmet. geben, bis mein Gesicht erblaßt. 10. Fahre hin mit deinem Friede, mehr als feindgesinnte Welt, deiner werd' ich zeitlich müde, weil dein Friede bald zerfällt. GOttes Fried' erfreut die Herzen: Welt, dein Friede bringet Schmerzen. 11. Nun soll weder Angst noch Leiden, JEsu, keine Macht noch List mich von deiner Liebe scheiden, weil dein Friede bei mir ist; 5. Der du als GOtt ausgehest vom Vater und dem Sohn und mich im Geist erhöhest zu GOttes Stuhl und Thron, fehr' ewig bei mir ein und lehr' mich JEsum kennen, ihn meinen HErren nennen mit Wahrheit nicht zum Schein. 6. Du kommst ja von dem Vater, der meine Seele liebt, drum jei auch mein Berather. Wenn mich die Welt betrübt, so tomm und tröste Zweiter Anhang. tröste mich und stärk' im Kreuz und Leiden mein Herz mit vielen Freuden, daß es erquicke sich. 7. Ja, zeug in meinem Herzen von JEsu ganz allein, von seinem Tod und Schmerzen und seiner Wahrheit Schein, daß ich ganz 7. Er will uns dadurch ziehen zu überzeugt, kein Bild in meiner Kindern, die da fliehen das, was Seelen, als JEsum mög erwäh- ihm mißgefällt; den alten Menlen, bis sich mein Herz ihm gleicht. schen schwächen, den Eigenwils 8. Leit' mich mit deinem Finger, o Geist von GOttes Thron, und sei mein Herzbezwinger, daß mich kein Schmach', noch Hohn, kein' Trübsal, teine Noth von meinem JEsu scheide, im Kreuz sei meine Freude und Trost bis in den Tod. len brechen und alle böse Lust der Welt. I. Rift. 1205, M. Nun rubenalle Wälder. 637 6. Denn es sind Liebesschläge, wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt, nicht Schwerter, sondern Ruthen sind's, damit GOtt zum Guten auf uns, die Seinen hier zuschlägt. 8. Erwill uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit Glauben und Geduld; und sollt' er uns in Nöthen auch lassen ja gar tödten, uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch scheiden von GOtt und seinen Freu Mein ein Herz, gieb dich zufrieden, dazu er uns ersehn? Man den und bleibe ganz ge- lebe oder sterbe, so bleibet uns schieden von Sorge, Furcht und das Erbe des Himmels ewiglich Gram, die Noth, die dich jetzt doch stehn. drücket, hat GOtt dir zugeschiktet, sei still und halt' dich wie ein Lamm. 10. 3st Christus unser Leben, so muß uns, seinen Reben, der Tod sein ein Gewinn, er mag wohl diese Höhle zerbrechen, doch die Seele fliegt auf zum Bau des Himmels hin. 2. Mit Sorgen und mit Bagen und unmuthsvollen Klagen häufst du nur deine Pein, durch Stillesein und Hoffen wird, was dich jest betroffen, erträglich, sanft und lieblich sein. 3. Kann's doch nicht ewig währen, oft hat GOtt unsere Zähren, eh man's meint, abgewischt; wenn's bei uns heißt: wie lange! wird mir so angst und bange! so hat er Leib und Seel' erfrischt. 4. GOtt pflegt es so zu machen: nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnenschein; nach rauhen Wintertagen der Lenz muß Blumen tragen, er führt in Höll' und Himmel ein. 5. Indeß ist abgemessen die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein; was aber nicht zu tragen, darf sich an uns nicht wagen, und sollt's auch nur ein Quentlein sein. 11. Drum gieb dich ganz zufrie den, mein Herz, und bleib' geschies den von Sorge, Furcht und Gram; vielleicht wird GOtt bald senden, die dich auf ihren Händen hintragen zu dem Bräutigam. 3. A. Freyl. 1206. M. JEsus, meine Zuvers. eine Seele senket sich hin in GOttes Herz und Hände, erwatet ruhiglich seiner Wege Ziel und Ende, liegt fein stille, nackt und bloß in des lieb sten Vaters Schooß. und 2. Meine Seele murret nicht, ist mit Allem wohl zufrieden. was der eigne Wille spricht, ist zum Tode schon beschieden; was die Ungeduld erregt, ist in Christi Grab gelegt. 3. Meine Zweiter Anhang. 638 3. Meine Seele sorget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spiß'gen Dornen sticht und den Frieden nur kann kränken, Sorgen hört dem Schöpfer zu; meine Seele sucht nur Ruh. 4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen GOtt im Leiden, Kummer, der das Herze bricht, trifft und ängstet nur die Heiden. Wer GOtt in dem Schooße liegt, bleibt in aller Noth vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn fie weiß von keinen Nöthen, hängt an GOttes Angesicht auch als dann, wenn er will tödten, wo sich Fleisch und Blut beklagt, wird das Freudenlicht verjagt. 6. Meine Seel' ist still zu GOtt und die Zunge bleibt gebunden; also hab' ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin, gleich wie ein stilles Meer, voll von GOttes Preis und Ehr'. 1207, M. Was GOttthut, das ist. D reicher GOtt von Gütigkeit, von und Erbarmen! wie groß ist deine Lieblichkeit bei allen geistlich Armen! mein Herz ist still und spricht: dein Will' o Vater in der Höhe, dein Will' allein geschehe! 2. Laß leuchten nur dein Angesicht in meinem dunkeln Herzen, da deines theuren Wortes Licht zerstreuet alle Schmerzen und öffnet mir die schöne Thür der Gnade und der Wahrheit, in lauter froher Klarheit. 3. Ach! selig und gar heilig ist, wer hierzu tann gelangen, daß bu, o Mittler JEsu Christ, den Willen nimmst gefangen, und bringst den Sinn zum Vater hin, versöhnt mit deinem Blute, da schmeckt man alles Gute. 4. Denn GOtt ist nicht ein Menschenkind, was Böses zu erwählen; der beste Mensch ist oftmals blind und kann gar leichtlich fehlen. Wer aber sich ganz lediglich vergnügt in GOttes Wegen, der findet lauter Segen. 5. Drum schaff' in mir, o Heil'ger Geist, den wahren Sinn des Sohnes, und gieb mir, der du Tröster heiß'st, die Einfalt deines Thro nes, daß ich ja frei vom Wollen sei und mich dir übergebe, daß dein Will' in mir lebe. 6. Zerbrich, o GOtt! des Teufels List, der immer will verhindern, daß nicht, was auch dein Rathschluß ist, erscheine deinen Kindern. Stoß ab den Feind, der's böse meint, laß an das Licht nie kommen, was er zufügt den Frommen. 7. Wenn aber deines Friedens Schein nun zeiget deinen Willen, so wollest du ohn' alle Bein auch allen Zweifel stillen. Versiegle du in tiefster Rub all' Innigkeit der See len. Dein Wille sei mein Wählen. Eines Ackermannes, wenn er fäet. 1208. M. Wer nur den lieben. Walt's GOtt! ich streue dieſen Samen in das gepflügte Erdreich hin, und thue das in deinem Namen, ich, der ich nichts als Erde bin. Ach! laß mein Werk gesegnet sein, schließ' es in deinen Machtschluß ein! 2. Du, GOtt, weißt, was für Ungelücke, was ihm für Wetter schaden kann; man spürt nicht immer Sonnenblicke, es meld't sich Sturm und Regen an. Heut' kommet Hiße, morgen Wind, die allzuscharf und schädlich sind. 3. Vergönne, GOtt, daß ich bes denke, was sich für Unfall mehr angiebt, wenn ich mein Haupt zur Erde senke, seh' ich, daß sie oft uns betrübt. Dorn, Disteln, Unkraut deckt das Land, die sind von Adam her bekannt. 4. Hier kann ein Wurm das Korn bezwingen, bald blißt darauf des Himmels Haus. Ich mag gleich meine Furchen düngen, geht doch die Zweiter Anhang. die Saat und Arbeit aus. Korn, Hafer, Gerste, Weizen, Lein gerathen nicht und bleiben klein. 5. So steht's, mein Vater, um die Früchte, wenn deine Hand nicht Segen schenkt; der Schweiß von meinem Angesichte wird vielmal mit der Saat vermengt; doch ist mein Sorgen Tag und Nacht umsonst, wo nicht dein Auge wacht. 6. Da nun mein Sorgen, Pflügen, Eggen dem Acker nicht die Früchte bringt, ist es, o HErr, an dir gelegen, daß meine Arbeit wohl gelingt; wohlan, so thu ich, was ich kann, du aber nimm dich meiner an. 7. Laß doch mein Seufzen vor dich kommen, das unter freiem Himmel schallt. Wie du dich meiner angenommen, ich sei gleich jung, ich jei gleich alt, so stehe mir noch ferner bei, daß mein Beruf gesegnet sei. 8. Behüte doch die edlen Gaben, die meine Hand von dir erhält. GOtt Lob! daß wir die Saat noch haben, die in das milde Erdreich fällt. Ach Vater! laß sie wohl aufgehn, laß sie in vollem Gegen stehn. 9. Wend' gnädig ab, was sie tann fränken, und gieb uns ein gesegnet Land, so wollen wir mit Freuden denken an deine milde Vaterhand, wenn Vorrath unsre Scheunen füllt, und alles Leid auf einmal stillt. 10. Frost, Regen, Dürre, Mehlthau, Fluthen, und was sonst unsre Früchte schlägt, sind freilich allzuscharfe Ruthen, die bemmen, was das Erdreich trägt. Treib fern hinweg, was uns ver zehrt, und gieb, was Leib und Seel' ernährt. 11. Doch will ich dir nicht das vorschreiben, Herr Zebaoth, was mich ergößt; du wirst uns doch gewogen bleiben durch Christum, 639 der uns das erseßt, darum uns iener Fluch gebracht, als Adam GOttes Wort veracht't. 12. Wir trauen deiner Vatergüte, die als ein treuer Hauss wirth wacht. Es sei die Saat in Schoß und Blüthe, spürt man, daß dein Herz auf sie lacht. Der fage dies, der Andre das; du, GOtt, allein füllst unser Faß. 13. Wenn Andre ihren Köpfen trauen, so trau ich deinem Va tersinn; wenn sie auf Aberglauben bauen, so weiß ich, daß ich sichrer bin. GOtt, meine Zeit steht nur bei dir, was dir beliebt, das giebst du mir. 14. So geh ich denn in deinem Namen auf dem Gepflügten hin und her; sprich, GOtt, dazu dein kräftig Amen und meine Bitte mir gewähr, mach mich zu solchem Ackersmann, der sich in dein Herz finden kann. 15. Laß mich zu einem Erdreich werden, das nichts als Glaubensfrüchte trägt. Spürt man Frost, Hiße und Beschwerden, wird mir ein Hauskreuz auferlegt: so führe mich nach seinem Rath zu frommer gottgelaßner That. 16. Willst du mit Thau die Furchen tränken, und geben, was mein Heil vermehrt; willst du uns gute Nahrung schenken, und wenden, was die Ernte stört; so soll mein Mund bei Tag und Nacht dich preisen für der Felder Pracht. 17. Sollt aber, was wir doch nicht hoffen, ein Sturm auf unsre Necker wehn; sollt man den Mißwachs, der uns troffen, mit Ach und Jammer weiter sehn: so gieb nach deiner Gnad' und Huld Troſt, Rath und christliche Geduld. 18. Nun, ich kann nichts, als dieses sagen: HErr, wie du willst, so schid's mit mir! Du wirst dieSorgen fürder tragen, die du bezeugt haft für und für, bis nach der Saat 640 Zweiter Anhang. Saat- und Thränenzeit folgt jene| dich und den Leib wohl speis't auf Ernt' der Seligkeit. den Lebenswegen. Hör' nur jene Lerchen an, wie sie moduliren! was ein solcher Vogel kann, will dir auch gebühren. 8. O der großen Vatertreu, die sich zu uns neiget! die uns nicht, gleich dürrem Heu zu dem Grabe beuget! dafür ist Herz, Mund und Seel' heut und alle Stuns den, bis zur finstern Grabeshöhl, dankbarlich verbunden. Beim Einernten. 1209. M. Schwing dich auf zu. Auf, uf, ihr Christen, jauchzt und fingt, dichtet Freudenpsal men! weil das Feld uns Früchte bringt in viel tausend Halmen. Seht, GOtt frönt mit seinem Gut diesen Bau der Erden; sollte nicht der Christen Muth voller Freude werden? 2. GOtt läßt uns auch dieses Jahr unsre Ernte halten, giebt das Brod ohn' all' Gefahr, beides Jung und Alten. O der angenehmen Zeit, da man Garben binbet, und in unsrer Christenheit GOttes Segen findet. ¹3. Alles, was den Leib erhält und die Seele nähret, wird uns reichlich zugestellt, unverdient bescheret. Dieses kommt von GOttes Huld, nicht von unsern Werten; hätt' er nicht mit uns Geduld, würd' er uns nicht stärken. 4. Hier bind't eine Arbeitshand Roggen, Hafer, Weizen, dort zeigt sich ein grünes Land, will die Augen reizen zu befehn sein Lustrevier in belaubten Grenzen; eins geht dar, das andre hier, prangt mit Erntekränzen. 5. Schaut man weiter hier und dort, unter Müh und Schwißen, so erblickt man jenen Ort, wo wir fönnen sißen, zu empfangen Seelenbrod aus der Lehrer Händen, das uns stärkt in Noth und Tod und den Schweiß tann wenden. 6. JEsus, der die Seele nährt, als das Brod des Lebens. JEsus, der dem Mangel wehrt, läßt uns nicht vergebens dort in seinen Thoren stehn und auf sein Wort hören; auch wenn wir nach Hause gehn, schmückt das Herz die Lehren. 7. Drum wohlauf, entflammter Geist, preise GOttes Segen, der 9. Laß, GOtt, deinen Gnadenthau ferner auf uns fließen, daß man Fried' und Leben schau, so die Kost versüßen. Wend' ab Theurung, Pest und Tod, laß uns ruhig leben, so woll'n wir beim lieben Brod dir Dankopfer geben. 1210. M. Wer nur den lieben. Be estell dein Haus, denn du mußt sterben! wer weiß, wenn mich die Stimme ruft! wir sind doch alle Todeserben, auf Jeden warten Sarg und Gruft: so bild' ich mir nichts anders ein, es muß einmal gestorben sein. 2. Was ist mein Leib? Ein Haus der Sünden, ein Ort, wo aller Gräuel wohnt, und sollte mich der Tod so finden, so würd' ich wahrlich nicht verschont; drum laß mich's reuen in der Zeit durch wahre Buß' und Sündenleid. 3. Wie mancher Schmerz pocht an die Thüre, und jede Krankheit ist ein Bot'; wohin ich mei nen Fuß nur rühre, begleitet mich der blasse Tod; mein Leben nimmt im Werden ab, ein jeder Schritt führt mich in's Grab. 4. Drum laß mich stets an's End' gedenken in dieser meiner Sterb lichkeit. Mein GOtt! hilf meine Sinne lenken, und mache du mich selbst bereit; dein Himmelshaus sei mir bestellt, wenn mir mein morsches Haus zerfällt. Benj. Schmold. LI. Dritter LI. Dritter Anhang neuer Lieder. I. Von der Menschwerdung JEsu. erhält. Was zag ich nun, wenn der mich schüßt, der in des Vaters Schooße sigt? 1211. M. Vom Himmel hoch da. ies ist der Tag, den GOtt aller Welt gedacht; ihn preise, was durch JE fum Christ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein ge harrt; doch als die Zeit erfüllet ward, da sandte GOtt von seinem Thron dich, Heil der Welt! dich, seinen Sohn! 3. Wenn ich dies Wunder fas: sen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an und er ermißt, daß GOttes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigst du dich, HErr der Welt, nimmst selbst an uns' rer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir, er kommt voll brünstiger Begier, dich zu erfreun, er hilft dir gern. Gelobt sei, der da kommt vom HErrn! 6. HErr, der du Mensch ge worden bist! Immanuel und GOttes Christ, auf den die Bä ter hoffend sah'n: dich, GOtt, mein Heiland, bet' ich an. 7. Du, unser Trost und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Fleisch und Bruder bier, und GOttes Kinder werden wir. 641 8. Gedante voller Mäjestät! du bist es, der das Herz erhöht. bante voller Seligkeit! es, der das Herz erfreut. du ihn erfuhrt, den Tag der heilig10. Jauchzt, Himmel, die ihr und heute sieht, sing' ihm, dem HErrn, ein neues Lied. 11. HErr! der du uns den Tag Heil gebracht, dich preise, was gemacht, der uns solch' großes durch JEsum Christ im Himmel und auf Erden ist. C.F. Gellert. 1212. M, LobtGOtt, ihr Christen. Kingt dem Versöhnten, fingt ihm Dank, HErr GOtt, dir danken wir. Es danket dort der Lobgesang dir, Ueberwinder, dir. 2. Er, welcher schon von Anbeginn der Welt mein Retter war, wird Fleisch wie ich, und was ich bin, wie göttlich wunderbar! 3. Gerecht ist GOtt, und sein Gericht ist so gerecht wie er. Es gelten alle Himmel nicht vor dir, Erschredlicher! 4. Sterbt, sprachst du, mehr als einen Tod! da lagen wir vor dir, umringt mit Elend und mit Noth, und starben für und für. 5. Dein Zorn, HErr! soll vera föhnet sein, dein Sohn erbarmet sich, und geht den Tod des Kreues ein für eine Welt, für mich! 6. Und als die Zeit erfüllet war, da sandt' er seinen Sohn, hier staunet selbst der Engel Schaar. GOtt sandte seinen Sohn. 7. Der, welcher Erd' und Himmel Geträgt, hüllt sich in Dunkelheit. bist n eine Krippe wird gelegt der HErr der Herrlichkeit. 8. Die Erde kennt nicht ihren Welt! ein Mittler ist's, der sie HErrn, die Himmel kennen ihn, 9. Durch Eines Sünde fiel die und Dritter Anhang 642 und leuchten treu durch einen Stern die Weisen zu ihm hin. 9. Im Staube lieg ich und bet' an, mein König und mein GOtt! ich, dein Geschöpf und Unterthan, bin reich durch deine Noth. 10. Mein ganzes Leben will ich dir, dir, HErr! zum Danke weih'n, mit Freuden arm, ein Pilger hier, und dort ein Bürger sein. 11. Hier gingst du, HErr! in Knechtsgestalt, dort aber, im Gericht, ist dir gegeben die Gewalt, und Finsterniß und Licht. 12. Kommt, Sterbliche! und tüßt den Sohn, eh' noch sein Zorn entbrennt, und eh' er euch von seinem Thron, weh' euch, Verfluchte, nennt. II. Auf's neue Jahr. 1213, M. Es ist das Heil uns. u, GOtt, du bist der HErr der Zeit und auch der Ewigteiten; laß mich auch jest mit Freudigkeit dein hohes Lob ausbreiten. Ein Jahr ist abermals dahin. Wem dank' ich's GOtt, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad' und Güte. 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, Wesen, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, sind gewesen, wir blühen und vergehn durch dich; nur du bist unveränderlich; du warst und bist und bleibest. 3. HErr! ewig währet deine Treu', mit Huld uns zu begegnen, und jeden Morgen wird sie neu, mit Wohlthun uns zu segnen; ich kenne feinen Augenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflossen wäre. 4. Du hast auch im verfloff'nen Jahr mich väterlich geleitet, und wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf und Trost bereitet. Von ganzer Seele preis' ich dich. Aufs neue übergeb' ich mich, GOtt, deiner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld von den verfloss'nen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Christo ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruhn, und lehre Lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Lust und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich, HErr, stets gewissen. haft mit mir und Andern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht; dies reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Viel' beff're Freuden rufen mich zum wichtigern Bemühen. Der Ewigkeit bin ich verwandt, im Himmel ist mein Vaterland, dahin, HErr, laß mich trachten. 8. Olehre selbst mich meine Zeit recht weislich auszutaufen. Laß mich die Bahn zur Ewigkeit mit heil'ger Vorsicht laufen. Der Tage Last erleicht're mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter störet. 1214. Mel. Nun danket alle GOtt. in Jahr ist wieder hin, und hab' ich ihn verbracht, verstrich er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt, hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? 2. War's in der Furcht des HErrn, daß ich ihn angefangen? mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Verlangen, als ein Geschöpf von GOtt, der Tugend mich zu weih'n, und züchtig und gerecht und GOttes Freund zu sein? 3. Hab' ich in dem Beruf, den GOtt mir angewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, meinen GOtt, gepriesen, mir und der Welt genügt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der HErr gebot, nicht weil mich Menschen fah'n? 4. Wie neuer Lieder. 643 4. Wie hab' ich dieses Jahr mein| 1215. Mel. Es ist das Heil uns. eigen Herz regieret? bat mich r ruft der Sonn' und schafft im Stillen oft ein Blick auf Gott das geführet? Erfreut ich mich des HErrn, der unser Fleb'n bemerkt, und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz gestärkt? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmächtigen, durch den sie sind und werden? Verehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich seine Huld? Trug ich das Glück mit Dant, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs süße Stunden? Fühlt' ich der Freundschaft Glück? Sprach ich, was ich empfunden? War auch mein Ernst noch sanft? Die Freude unschuldsvoll? Und hab' ich nichts gered't, das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beispiel still zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Andre traf, war bas mir angenehm? 8. War mir der Fehltritt leid, sobald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? Und wenn auch heute noch Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch wil lig und bereit? 9. GOtt, der du alles weißt, was könnt' ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergieb durch Christi Blut mir die verletzte Pflicht; pergieb und gehe du nicht mit mir in's Gericht. 10. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden fränken, du liebst Barmherzigkeit, und wirst auch mir sie schenken. Sei auch in diesem Jahr mit Gnade über mir! Leb' ich, so leb' ich dir! sterb' ich, so sterb' ich dir! C.F. Gellert. zu theilen. Er schafft es, daß man ficher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht; auf, laßt uns ihm, dem GOtt der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen. 2. HErr! der da ist, und der da war, von dankerfüllten Zungen sei dir für das verflossne Jahr ein heilig Lied gesungen; für Leben, Wohlfahrt, Troft und Rath, für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein, das du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein, in deiner Furcht zu leben. Duschüßest uns, und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 4. Gieb mir, sofern es dir gefällt, des Lebens Ruhund Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt, so gieb mir Kreuz und Leiden. Nur stärke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. 5. Hilf beinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaßnen dich, und der be drängten Glieder. Gieb Glück zu ieder guten That, und laß dich, GOtt, mit Heil und Rath auf unsern König nieder; 6. Daß Weisheit und Gerechtige leit auf seinem Stuhle throne; daß Tugend und Zufriedenheit in un serm Lande wohne; daß Treu und Liebe bei uns sei: dies, lieber Bater, dies verleih in Christo, deis nem Sohne! E. F. Gellert. III. Auf das Fest der Reinigung Mariä. 1216. M. JEsus meine Zuvers. pfer für die ganze Welt! Du kömmst heut in deinen TemS32 pel, 644 Dritter Anhang pel, daß du würdest vorgestellt| nen. Doch, ach wie soll ich uns zum löblichen Erempel, wie Sünder dich, ich selber, wie vers man sich von Jugend an deinem fühnen? Heil mir, ich soll nicht Vater opfern kann. trostlos sein. Dein Sohn, von allen Flecken rein, erbiet't sich mir zum Mittler. 2. Deiner Mutter Reinigung, im Gesetze vorgeschrieben, giebt uns die Erinnerung, dein Gebot getreu zu lieben, und den Weg mit Lust zu gehn, der uns heißt im Tempel stehn. 2. Aus Lieb' ist der von seinem Thron zu mir herabgekommen. Mein Fleisch und Blut hat er, dein Sohn, freiwillig angenoms men; daß er auf seinem Blutaltar zum Opfer das dir brächte dar, was dich zum Zorn gereizet. 3. O du Quell der Reinigkeit! nimm von mir die Sündenflet ten, und laß deiner Unschuld Kleid meine Blöße ganz bedekken. Deines Opfers Wohlgeruch tilge des Gesetzes Fluch. 3. Dich hatt' ein Mensch zum Zorn entbrannt, dich mußt' ein Mensch verfühnen; ein Mensch, wie man ihn nirgends fand, wie nur im Sohn erschienen; ein Heis land einer ganzen Welt, ein Heiland, dessen Lösegeld für alle Zeiten gälte. 4. Er kam und war ein Mensch wie wir, und starb für seine Brüder, und seßt' als Mensch auch neben dir auf seinen Thron sich nieder. Zu deiner Rechten zeigt er dir nun immerdar, wie er mit mir so nahe sich befreundet. 5. Auf ihn seb' ich mein ganz Vertrau'n. Ich werde Gnade finden. GOtt, ist dir's& räu'l, mich anzu schaun im Aussag meiner Sünden? ach! schau in deinem Sohn mich an, der hat genug für mich gethan, die ganze Schuld gebüßet. 6. Ach schone, wenn dein Zorn ent= brennt, in ihm des bösen Knechtes. Dem, den er selber Bruder nennt, gieb Gnade statt des Rechtes. Der Bürge hat für mich bezahlt; aus seinen Nägelmalen strahlt zerknirschten Sündern Wonne. 4. Daß du dieses schwere Joch willig über dich genommen, da dit ohne Sünde doch warest in die Welt gekommen; ach so stelle, JEsu! dich zur Erfüllung auch für mich. 5. Laß mein Opfer Taubenart, reine Unschuld an sich haben. Glaub' und Liebe sei gepaart. Nimm aus Huld die schlechten Gaben von der armen Seele an, die nichts Bessers bringen kann. 6. Ich will dich, wie Simeon, an mein treues Herze drücken; du wirst, als mein Gnadenthron, mich mit Rath und Trost er quicken. Du, der Tröster Israel, fäßester Immanuel. 7. Sei der müden Augen Licht, wenn der Tod sie wird verschlie: ßen. O mein Heiland! laß mich nicht, wenn ich werde sterben müssen. Du bist deines Volkes Preis, und der Weg ins Paradeis. 8. Einst fei dies mein Schwanenlied: HErr, laß mich im Frieden fahren, daß dann dich mein Auge 7. Des Sohnes GOttes Blut sieht bei der Auserwählten Schaa- macht rein, macht rein von allen ren; wo, durch dich, auch jene Sünden. Heil mir! es machet Welt ewig's Licht und Heil erhält. mich auch rein von allen meinen IV. Vom Leiden u.TodeJEsu. Sünden. Ja, das Geseß ist 1217, M. Es ist gewißlich an der. ganz erfüllt, der Fluch gewandt, ich zu erzürnen, GOtt, fonnt der Born gestillt; GOtt schaut ich mich leider! selbst erfüh- in Gnaden nieder. 8. Auch neuer Lieder. 645 8. Auch ich trag Adams schändlich| ist geschehn, das GOtt auch mir Bild, das deinen Zorn erwecket; zum Heil ersehn. boch Christi Unschuld ist der Schild, der mich vor ihm bedecket. So groß kann keine Sünde sein; von ihr macht rein, macht gänzlich rein das Blut des Sohnes GOttes. 9. Ja sollt auch aller Menschen Schuld in einer Waagschal' liegen; so würde Christi Macht und Huld sie noch weit überwiegen. Sie überträfe sie an Macht, so wie der volle Tag die Nacht, des Himmels Glanz die Hölle. 2. Mein Jesus stirbt. Die Fel sen beben; der Sonne Schein verlieret sich; in Todte dringt ein neues Leben, der Heil'gen Gräber öffnen sich; der Vorhang reißt, die Erde kracht; und die Versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinweg gewendet, der auf der Welt voll Sünder lag. Für uns hast du genug gethan; GOtt nimmt uns nun noch gnädig an. 4. Dankvolle Thränen! neßt die Wangen. Mein Glaube sieht nun offenbar die Handschrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir GOtt zum Heil gemacht, rief auch für mich: Es ist vollbracht. 10. Groß ist die Allmacht dieses Bluts. Von Stolz mag Satan schwellen! Ihn stürzt, troß seines Uebermuths, dies Blut zurück zur Höllen. Der Tod, durch dies Blut waffenlos, droh' uns voll Grimmes! Er schrecket blos; sieht sich von uns besieget. 11. Hilf, daß es denn auch seine Kraft, mein GOtt, an mir beweise; und ich den Frieden, den es schafft, selbst aus Erfahrung preise. Laß mich dadurch gewaschen sein, daß ich in ihm von Sünden rein, in ihm dir werth erscheine. 12. Gieb seine Demuth mir zum Schuß, die mich vor Stolz behüte. Sein Beispiel wehre meinem Truß, daß Grimm aus mir nie wüthe; auch seine göttliche Geduld wehr träftig meiner Ungeduld in jeder Schmach und Trübsal. 13. Ja, alles, was ich nur bedarf, sei mir's, so lang' ich lebe, mein Trost, daß GOtt mich nicht verwarf, und täglich mir vergebe. So streng' ist dann kein Richterspruch; so tödtet tein Gesebesfluch, daß er mich tödten sollte. 3. A. Schlegel. 1218. M. Wer nur den lieben. s ist vollbracht! So ruft am Kreuze des sterbenden Erlösers Mund. Wort voll Trost und Leben! reize zur Freude meines Herzens Grund. Das große Opfer 5. O HErr! laß mich nun auch vollbringen, was wahre Dankbarteit begehrt. Laß nach der Heili gung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gewährt. O stärke mich dazu mit Macht, bis meine Beff'rung ganz vollbracht. 6. Du littst so viel zu meinem Leben; drum laß mich stets voll Eifer sein, mich deinem Dienste zu ergeben, und keine Schmach dabei zu scheu'n. Dein Dienst, mein Heiland, sei mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eigenthum. 7. Soll ich, bei dir ergeb'nem Herzen, auch hier durch manche Trübsal gehn; und hat mein GOtt gehäuste Schmerzen zu meiner Prüfung ausersehn; so laß auch mich den Trost era freu'n: Es tommt das Ende meiner Bein. 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, so stärke mich in solcher Last, laß mich den Trost auch sterbend schmecken, daß du ihn überwunden hast. So tret' auch S 3 3 ich 646 Dritter Anhang ich in's Todes Nacht mit dem| doch nackend wird gehauen, wer Triumph: Es ist vollbracht! tann solchen Gräu'l anschauen? 1219. M. Fren dich sehr, o meine. 7. Also sollt' man dir begegnen, Cließt, ihr Augen, fließt, ihr du verruchtes Menschenherz; aber Thränen, und beweinet eure nun kommt dich zu segnen, und Schuld! brich, mein Herz, von zu tragen deinen Schmerz, JE Seufzen, Sehnen, weil ein Lämm- sus, und entblößet sich, und wird lein in Geduld nach Jerusalem dort so jämmerlich abgestraft, zum Tod, ach zum Tod! für zerhackt, zerschlagen, daß kein deine Noth, und der ganzen Welt, hinwandelt: dent', ach! wie haft du gehandelt? Maaß noch Ziel der Plagen. 8. Endlich wird der Schluß ge= sprochen: JEsus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abges brochen, es hilft hier kein Bitten, Flehn. Barrabas wird losgezählt, JEsus wird zum Kreuz erwählt; weg mit diesem, dem Verfluchten! ruft der Haufe der Verruchten. 2. Es soll nun vollendet werden, was davon geschrieben ist, und warum auf diese Erden ist getommen Jesus Christ; schauet nun des Höchsten Sohn in dem Leiden, Schmach und Hohn, in den Wunden, in den Schmerzen, und nehmt alles wohl zu Herzen. 3. Es wird in der Sünder Hände überliefert GOttes Lamm, daß es dein Verderben wende. Jud' und Heiden sind ihm gram, und verwerfen diesen Stein, der ihr Eckstein sollte sein. Ach! dies leidet der Gerechte für die bösen Sündenknechte. 4. JEsus steht in Strid und Banden, dessen Hand die Welt gemacht, bei Verachtung, Spott und Schanden, und wird höhnisch ausgelacht. Backenstreich und Fäustenschlag, Jud's und Heiden grimm und Rach' duldet er für beine Sünden; wer kann solche Lieb' ergründen? 9. Folge denn zur Schädelstätte deinem JEsu treulich nach; aber auf dem Wege bete, bet' im Geist mit weh und ach: daß der Vater auf sein Kind, als den Bürgen für die Sünd', sehen woll' und sich erbarmen über dich Elend' und Armen. 10. Muß ich, JEsu, dich denn sehen, am verfluchten Kreuzespfahl, ach! so laß ich übergehen meine Thränen sonder Zahl. Ach! erbarm' dich, GOtteslamm, das da hängt am Kreuzes stamm; ach. erbarm' dich! weil dein Leiden mir gedeihen soll zur Freuden. 11. Ich will dir ein Opfer ge ben, Seel' und Leib sei meine Gab'; Jeju, nimm dies arme Leben, weil ich ja nichts Besser's hab'. Tödt' in mir, was dir mißfällt, leb' in mir auf dieser Welt; laß mich mit dir leben, sterben, und dein Reich im Himmel erben. 12. Tausendmal sei dir gesungen, liebster JEsu, Preis und Ruhm, daß du Höll' und Tod bezwungen. Nun bin ich dein Eigenthum, und du meine Freud' und Wonn'; möcht' ich dich, o schönste Sonn', bald in deiner Krone sehen! Komm, dein Leiden 2. Laurentii. 1220, Mel. 5. Laß es dir zu Herzen gehen, beff're und bekehre dich. Wer kann diese That ansehen, daß man nicht bewege sich? JEsus steht an unsrer Statt; was der Mensch verdienet hat, büßet JEsus und erduldet, was der Sünder hat verschuldet. 6. Er hält seinen heil'gen Rücken Geißeln, Ruth und Peitschen dar; wer kann dies ohn' Reu' erblicken? Wenn die rohe Judenschaar Hand anlegt an GOttes Bild, das so freundlich, fromm und mild, und ist geschehen. neuer Lieder. 647 1220. M. Ich dank' dir schon.| hier für dich jemals erkalten? Dies ist die Lieb', o HErr, zu dir: dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll' mein Herz mit Danks barkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. Beba edanke, der uns Leben giebt, wer kann dich ganz durchdenfen's 2. hat GOtt die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenken. 2. Hoch über die Vernunft erhöht, umringt mit Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestät, und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonnen Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen; und doch kann ich der Sonne Licht, und ihre Wärm' empfinden. 4. So kann ich auch nicht GOt empfinden, so wirk' er doch sein tes Rath von JEsu Tod ergrün- Werk in mir, und rein'ge mich den; allein das Göttliche der That, von Sünden. das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß JEsus Christ nicht meine Schuld getragen, nicht GOtt und mein Erlöser ist, so werd' ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht GOttes Sinn: so werd' ich irren müssen, und wer Gott iſt, und was ich bin, und werden nicht zu das 16. Und soll ich, GOtt, nicht für und für des Glaubens Freud' 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt( laß mich noch sterbend denken), wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht alles schenken? C.F. Gellert. 1221. M. Herzliebster JEsu was. HErr, stärke mich, dein Leiden 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein Spötter rauben; ich fühle seine Göttlichkeit und halte fest am Glauben. 8. Ich bin deinem'ges Eigenthum, durch dich des Himmels Erbe; dies, Sohn des Höchsten! ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Du giebst mir deinen Geist, das Pfand, im Glauben mich zu stärken, und bildest mich durch deine Hand zu allen guten Werken. 10. So lang' ich deinen Willen gern mit reinem Herzen thue; so fühl ich eine Kraft des HErrn, und schmecke Fried' und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde kränkt, und ich zu dir, HErr, trete; weiß ich, daß dein Herz mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß du, mein Heiland, lebst, und mich einst aus der Erde erweckst, und zu dem Reich erhebst, da ich dich schauen werde. 13. Kann unsre Lieb im Glauben 15. Soll ich dereinst noch würdig sein, hier um dich Schmach zu leiden, so laß mich keine Schmach und Bein von deiner Liebescheiden. Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 2. Vereint mit GOtt, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zerschlagen; die Sünden tragen: 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. GOtt ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, GOtt ist die Lieb' und läßt die Welt erlösen. Dies tann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder. Es türzt mich tief und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus GOttes Feinde zu GOttes Freunde, 534 6. O 648 Dritter Anhang 6.D HErr, mein Heil! an dessen| heiße Thränen rinnen, und Herz Blut ich glaube, ich liege hier und Auge bricht, so lind're vor dir gebückt im Staube, ver voll Erbarmen, Erlöser, meine liere mich mit dankendem Ge- Qual, und führe mich, mich Armüthe in deine Güte. men, durch's öde Todesthal. 7. Sie übersteigt die menschli- 5. Dem Lamme, das erwürget, chen Gedanken; allein sollt' ich und auferstanden ist, dem Mitt barum im Glauben wanken? Ich ler, der gebürget, bezahlt hat, bin ein Mensch, darf der sich un- und vergißt; dem GOtte, dessen terwinden, GOtt zu ergründen? Werke der Erdkreis fühllos sah, 8. Das Größt' in GOtt ist Gnad' sei Preis und Ruhm, und und Lieb' erweisen; uns kommt Stärke, Dank und Halleluja. es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn GOtt uns Gnad' erzeiget, die Gnade steiget. 3. F. Löwen. 1223. M. Herzliebster JEsu. aß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 2. Das Gute thun, das Böse fliehn und meiden, HErr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben, und an dich glauben? 9. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir erwiesen, da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebtest mich, ich will dich wieder lieben, und stets mit Freuden deinen Willen üben. Ogieb zu diesem seligen Geschäfte, HErr, felbst mir Kräfte. 6. F. Gellert. 1222. Miel. Herzlich thut mich. Lamm amm GOttes, das geduldig die Last der Sünden trug; Lamm GOttes, das unschuldig der Zorn der Rache schlug, Lamm GOttes, ach! mein Glaube folgt dir nach Golgatha, hier sing' ich, tief im Staube, dir mein Halleluja! 2. Ich will an deinem Kreuze, du Keltertreter, stehn, und hier die schnöden Reize der Weltlust übersehn. Wie wird bei deinem Leiben, bei deiner Schmach und Bein, die Welt mit ihren Freuden in meinen Augen klein! 3. Wenn sie, auf Trug beflissen, der Sünde Reiz erhebt, und Nachreu im Gewissen, und Angst im Busen gräbt, wenn mich die Wunden schmerzen, die tief die Sünde schlägt: so werde meinem Herzen dein Kreuztod eingeprägt. 4. Wenn sterbend meinen Sinnen die lebte Kraft gebricht, wenn 3. Da du dich selbst für mich dahingegeben, wie könnt' ich noch nach meinem Willen leben, und nicht vielmehr, weil ich dir anges höre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaffnes Herzens werden; da du so viel für uns, die wir's verschuldet, liebreich erduldet? 5. Für welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt ich sie, sie meine Brüder, hassen; und nicht wie du, wenn sie mich untertreten, für sie noch beten. 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten. Du Heiliger! Du HErr und Haupt der Glieder! schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank für deines Kreuzes Schmerzen. Und GOtt giebt uns die Krait neuer Lieder. 649 Kraft in deinem Namen, dir| 3. Kaum reizet ihn der Vater nachguahmen. aller Lügen, so wanket er, läßt willig sich betrügen; und will, von Stolz berauscht, sogar in Sünden die Gottheit finden. 8. Unendlich Glück! du littest uns zu gute. Ich bin versöhnt mit deinem theuren Blute. Du haft mir Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn schon selig hier im Glauben? so wird mir nichts, nichts meine Krone rau ben? so werd' ich dort von Herrlichkeit umgeben einst ewig leben? 10. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad betrete, im Glauben tämpf', im Glauben wach' und bete; so ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, als JEsus lebet. 11. Lodt böse Lust mein Herz mit ihrem Reize; so schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze. Und werd' ich matt im Laufe guter Werke, so sei mir's Stärke. 12. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein ergerniß und eine Thorheit werden, so sei's doch mir, troß allen frechen Spottes, die Weisheit GOttes. 13. GOtt, eile nicht, sie rächend zu zerschmettern, erbarme dich, wenn einer von den Spöttern sich ſpät bekehrt, und dich, den er geschmähet, um Gnade flehet. 4. Verdient Verachtung göttlicher Geseße, verdient Verschwendung unschäßbarer Schäße, verdient ein selbstgemachter böser Schade des Richters Gnade? 5. Was zieht dich denn, Erlöser, auf die Erde? Was schadet dir's, wenn ich verdammet werde? Du bleibest doch, wenn ich gleich Strafe leide, des Vaters Freude. 2. Was ist der Mensch, daß du sein so gedenkest? für ihn dich felbst so tief in's Elend senkest? fiel nicht schon Adam? und, in seinem Falle, mit ihm wir alle? 6. Du herrschest ja vergnügt auf deinem Stuhle, wenn Satans Schaaren schon im Feuerpfuhle durch neue Schuld sich neue Straf' erwerben und ewig sterben. 7. Berehrt beschämt den weisen Rath, ihr Christen, den einzu schau'n die Engel ſelbst gelüſten! bewundert doch in dem Erlösungswerke der Liebe Stärke! 8. Der ew'ge König von der Allmacht Throne, der trägt zum Schimpf nun eine Dornenkrone. Der wird verlästert, den im Himmel oben die Engel loben. 9. Des Höchsten Sohn büßt für die Menschenkinder, der Heiligste 14. Wenn endlich, HErr, mich bezahlet für die Sünder; des Lemeine Sünden tränken, so laß bens Fürst und aller Bosheit dein Kreuz mir wieder Ruhe schen- Rächer stirbt bei dem Schächer. ken; dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried' und Freude. C.F. Gellert. 10. Kann dein Verstand so hohe Gnadenzeichen, so große Wunder seiner Lieb' erreichen? Thut er nicht mehr, uns Erde zu erhöhen, als wir verstehen? 1224. M. Herzliebster JEsu. Wie grundlos sind die Tiefen deiner Liebe, wie heiß, 11. HErr, lehre selbst mich deine wie zärtlich, JEsu, deine Triebe! tein Mutterherz gleicht deinem treuen Herzen, du Mann der Schmerzen. Huld erkennen, im rechten Glaus ben meinen HErrn dich nennen! erbarme dich, und heile meinen Schaden, du Brunn der Gnaden! 12. Ich bin verderbt vom Fuße bis zum Scheitel. Mein Herz ist trozig, widerspenstig, eitel. Mein bestes Thun ist mangelhaft und sündlich, so fehl ich stündlich. S85 13. 3 650 Dritter Anhang 13. Jch flieh, o HErr, zu deinen 6. Vor seinem Thron, in seinem Liebesarmen. Ich such', und bitte Reich, unsterblich, heilig, Ens nichts, als dein Erbarmen. Vergeln gleich, und ewig, ewig selig stoß ben nicht, der seine Sünden sein: HErr, welche Herrlichkeit haffet, und dich umfasset. ist mein! Halleluja. 14. Was machst du, Feind, mir Christi Huld verdächtig? Schweig! seine Kraft ist in dem Schwachen mächtig. Er selbst macht den gerecht, der an ihn gläubet und in ihm bleibet. 7. Mein Herz erfreut sich deß schon hier; Lieb' und Verwund's rung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dant und Pflict fall ich, GOtt, auf mein Angeficht. Halleluja. 8. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst, und du erfüllst einst mein Vertraun, in meinem Fleis sche dich zu schaun. Halleluja. 15. 3ieh' mich, verwund'tes Lamm, zu deinem Kreuze, damit dein Blut die Seele dring' und reize, dich, den Erwerber aller guten Gaben, recht lieb zu haben. 16. Dir, JEsu, leb' ich! dir will 9. Ich soll, wenn du, du Lebensich auch sterben! Laß den nur fürst, in Wolken göttlich kommen nicht, den du verföhnt, verders wirst, erweckt aus meinem Grabe ben! O hilf mir jeßt und in den gehn, und rein zu deiner Rech letten Stunden durch deine Wunten stehn. Halleluja. 10. Mit Engeln und mit SeraV. Von der Auferst. JEsu. Cherubim, mit allen Frommen und mit den. 3. A. Schlegel. aller Zeit soll ich mich freu'n in Ewigkeit. Halleluja. 11. Zu welchem Glück, zu wel chem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum! Mit dir gefreuzigt, sind wir schon auch auferstanden, GOttes Sohn. Halleluja. 12. Nie tomm' es mir aus metnem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin; damit ich mich in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu. Halleluja. 1225. Mel. Erschienen ist der. rinnre dich, mein Geist, erfreut des hohen Tag's der Herrlichkeit! Halt im Gedächtniß JEfum Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja. 2. Fühl' alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erschien; als spräch er: Friede sei mit dir! so freue dich, mein Geist, in mir. Halleluja. 3. Schau über dich und bet' ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt, und herrscht mit GOtt vereint, und ist dein König, und dein Freund. Halleluja. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war! Sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja. 5. Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch GOttes Sohn erreicht? Halle luja. 13. Er ist's, der alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtniß JEsum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja. Fre 6. F. Gellert. 1226. Mel. Nun freut euch. reiwillig hast du dargebracht für uns, o HErr, dein Leben. Du hattest es zu lassen Macht. Macht, wieder dir's zu geben. Und darum liebte dich dein GOtt, weil du, gehorsam bis zum Tod, dich haft für uns erniedrigt. 2. Du neuer 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem GOtt verlassen. Er trönte dich mit Herrlichkeit, die Sterbliche nicht fassen. Dein Freuz, daran man dich erhöht, verwandelt sich in Majestät, denn ou gingst aus dem Grabe. 3. Gehaßt in deiner Niedrigkeit, warst du ein Ziel des Spottes, und zeigtest doch zu gleicher Zeit an dir die Hoheit GOttes. Dein Kreuz schien zwar der Welt ein Gräul; doch sterben für der Feinde Heil, dies ist die höchste Tugend. 4. Dein Reich war nicht von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschenehre. Un Demuth groß, an Lieb ein Held, und göttlich in der Lehre; geduldig und von Sünden rein, gehorsam bis zum Kreuze sein, dies war, HErr, deine Größe. 5. Du starbst am Kreuz. Doch war dir ja die Kraft des HErrn gegeben. Du schafftest, daß der Blinde sah; du gabst den Todten Leben. Du sprachst; es schwies gen Wind und Meer, und selbst der bösen Geister Heer gehorchte deiner Stimme. 6. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schanden. Du bist mein HErr, du bist mein GOtt; denn du bist auferstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der HErr, durch dessen mächtig Wort auch ich einst ewig lebe. 7. Wir sind nun göttlichen Geschlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts; in dieser will ich sterben. Wie du vom Tod erstanden bist, so werd auch ich, HErr JEsu Christ, durch dich einst auferstehen. C.F. Gellert. VÍ. Auf das Pfingstfest. 1227, M. Obuallersüßste Frende. Der er du uns als Vater liebest, treuer GOtt, und deinen Lieder. 651 Geist denen, die dich bitten, giebest, ja, uns um ihn bitten heißt: Demuthsvoll fleh ich vor dir, Vater! send ihn auch zu mir, daß er meinen Geist erneue, und ihn dir zum Tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir entrissen, und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich mich dir ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, JEsu! noch mit ächter Treu meinen GOtt und HErrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräfs tiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre. 4. Emge Quelle heilger Güter, hochgelobter GOttesgeist, der du menschliche Gemüther besserst, und mit Trost erfreust, nach dir, HErr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu GOttes Preise heiligundzumHimmelweise. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, daß ich GOtt, mein höchstes Gut, über Alles möge lieben, daß ich mit getrostem Muth seiner Vaterhuld mich freu, und mit wahrer Kindestreu stets vor seinen Augen wandle, und rechtschaffen denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe! bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleicht'rung der Be= schwerden, kann dem Nächsten nüßlich werden. 7. Gieb mir wahre Selbstertenntniß, daß ich meine Fehler seh, und durch demuthsvoll Bekenntniß GOtt um die Vergebung fleh. Mache täglich Ernst und Treu, sie 311 Dritter Anhang 852 zu bessern in mir neu. Zu dem Heiligungsgeschäfte gieb mir immer neue Kräfte. 8. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen niederschlägt, wenn sich in mir Zweifel finden, die mit Angst mein Herze hegt; wenn mein Aug' in Nöthen weint, und GOtt nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen! 9. Was sich Gutes in mir fin= det, ist dein Gnadenwerk in mir. Selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich, HErr, verlangt nach dir. O so sebe durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. 1228.M.JEsu, deine tiefe Wund. Gdler Geist im Himmelsthrone! Eines Wesens, Einer Kraft mit GOtt Vater und dem Sohne, schwacher Seelen Lebenssaft! Ach! ergieße deine Treu in mein Herz, und mach' es neu, daß GOtt selbst mit seiner Gabe Lust in mir zu wohnen habe. 2. Ach! ich bin mit Schmach und Schanden gar erbärmlich zugericht't. Satan hat mit schnöden Banden meine Freiheit gar zernicht't. GOttes Bild ist ganz verderbt, Sünden sind mir angeerbt: und wie kann GOtt solche Seelen fich zur Wohnung auserwählen? 3. Du bist GOttes starker Finger, der der Sünden Macht zerbricht, Satans mächtiger Bezwinger, meiner Seelen helles Licht; kehrest du nur bei mir ein, ach, so wird mein Herze rein, und auch schon auf dieser Erden eine Wohnung GOttes werden. 4. Geist der Weisheit! komm und leite mich zur rechten Weisheitsquell. Geh und stehe mir zur Seite, mach' mein finstres Herze hell; wenn dein Himmelsglanz mir Leucht't, ist mein höchster Wunsch erreicht; dann wird auch nach Trauerstunden Ruh' und Freud' in dir gefunden. 5. Geist des Trostes! in demt Leiden steh mir allzeit kräftig bei. Wenn die besten Freunde scheis den, bleib du mir beständig treu. Gieb mir ein gelassen Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seelen bei dir finde, und mich stets mit dir verbinde. 6. Geist des Raths! wie oft vers schwindet Rath und That in Angst und Noth! Wenn mein Herz nicht Hülfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod Herz und Augen niederdrückt, wenn ich traurig und gebückt, fast vor Jammer muß vergehen, ach! so bleib' du bei mir stehen. 7. Geist der Freuden! mein Ges müthe suchet an dir seine Lust. Schmeckt mein Herz nur deine Güte, so verlachet meine Brust, was die Welt für Lust erdenkt, Lust, die nur die Seele kränkt. Rechte Freude muß den Frommen ewig von GOtt selber kommen. 8. Geist des Betens! lehr' mich beten: Abba, Vater in der Höh'! treibe mich, vor GOtt zu treten, und gieb, wenn ich vor ihm steh, daß mein Bitten träftig sei, steh mir stets mit Seufzen bei; sprich zu mir in GOttes Namen nach dem Fleh'n ein kräftig Amen. 1229. M. Nun kommt der Heiden. Geift reist vom Vater und vom Sohn! weihe dir mein Herz zum Thron; so wie heut der frommen Schaar, schenke dich mir immerdar. 2. Geist der Wahrheit! leite mich; eigne Leitung täuschet sich, sie, die leicht des Ziels verfehlt, und für Heil sich Unglück wählt. 3. Geist des Glaubens! mehr' in mir solchen Glauben für und für, der mich Christo einverleibt, und durch Liebe Früchte treibt. 4. Geist neuer Lieder. 4. Geist des Betens! nie entsteh' mir dein Beistand, wenn ich fleh'; laß mein Bitten freudig, rein, und vor GOtt erhörlich sein. 5. Geist der Liebe, Kraft und Zucht! wenn mich Fleisch und Welt versucht; o dann unterstüße mich, daß ich ringe ritterlich. 6. Geist der Heiligung! verklär JEsum in mir mehr und mehr. Mindre stets, was mich befleckt, mehre, was du selbst erweckt. 7. Geist des Trostes! wenn mir Noth, Schrecken im Gewissen droht: dann erquicke innerlich durch dein gutes Zeugniß mich. 8. Geist der Hoffnung! rufe du mir vom Thron ermunternd zu; laß mein Herz sich deiner freu'n, und in Hoffnung selig sein. H. I. Tode. VII. Von dem dreieinigen GOtt und seinen Eigenschaften. 1230. M. Nun danket alle GOtt. Anbetung bringen wir, von Ehr: furcht hingerissen, Unendlicher, dir dar, zu deines Thrones Füßen. Doch dürfen wir, wir Staub, zu deinem Thron uns nahn? dich beten Engel selbst auf ihrem Antlig an. 2. Wir stehn, schau'n wir auf dich, beschämt durch unsre Blöße. Laut predigt um uns her die Schöpfung deine Größe. HErr, Licht ist dein Gewand; dein Wohnsiß Herrlichkeit; dein Hauch Allgegenwart; dein Blick Allwis fenheit. 5. Du kannst mit einem Blick der Herzen Innres prüfen. Doch wer kann dich durchschau'n? In deines Wesens Tiefen verliert der Seraph sich, erstaunt, verstummt, sinkt hin. Sollt' ich nicht zittern? ich, der ich nur Asche bin. 4. GOtt, Vater, Sohn und Geist! das, das ist, HErr, dein 653 Name. Du ein Dreieiniger! D wundervoller Name! O Abgrund, davon zeigt die Schöpfung keine Spur! Ihr Drei zusammen Eins; zusammen Ein GOtt nur. 5. Daß dies dein Vorrecht nicht sich an Geschöpfen spiegle, empöre tühnen Stolz; er frage, zweifle, flügle! die Unbegreiflichkeit, die selbst bestätigt's mir. Ich fühl, Uns endlicher, ganz deine Größe hier. 6. Geheimnik, GOttes werth! mir reich an edlen Früchten; du bist der Liebe Lob, du spornst zu ihren Pflichten; du lad'st zur Eintracht ein; du füllst mit Ehrfurcht an, du legest gar uns dar, was GOtt an uns gethan. 7. Bestürzt vor Freude, jauchzt das dankbare Gemüthe. GOtt, wie an Majestät, bist du auch reich an Güte. Wo ist ein GOtt, teit, wie in der Allmacht Kraft, wie du? Auch in Barmherzig= zeigst du Unendlichkeit. 8. Nicht zum Verderben schnell, nein, zum Verzeihn geneigter, beutst du uns Kindschaft an; gabst, großer Unerzeugter, uns, den Beleidigern, den Sohn aus deinem Schooß. O Vater, deine Lieb' ist unermeßlich groß! 9. Glanz feiner Herrlichkeit, Sohn GOttes! Licht vom Lichte! zu Sündern kommst du, HErr, und kommst nicht zum Gerichte. Du büßtest unsre Schuld, uns deinen Brüdern gleich. Sohn GOttes, deine Gnad' ist überz schwenglich reich! 10. Du schaffst uns neu, du Geist des Vaters und des Sohnes. Das Herz beruhigst du, du Pfand des Gnadenlohnes; wohnst, wirkest, lebst in uns, stärkst uns im Tode noch. Gemeinschaft voll von Trost; uns unbegreiflich hoch! 11. Preis sei, GOtt Vater, dir von allen deinen Kindern! Preis sei, Sohn GOttes, dir von uns erlöften Dritter Anhang 654 erlösten Sündern! Preis sei dir, heil'ger Geist, von deiner Chriftenheit! Dreiein'ger, Ehr' und Ruhm sei dir in Ewigkeit! 3. A. Schlegel. 1231, M. Nun danket alle GOtt. GOtt! mit Ehrfurcht stets zu nennen! Du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße meinem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung sein! 2. Du bist das höchste Gut; du weißt von keinem Leide; stets ruhig in dir selbst, schmeckst du volltomm'ne Freude. Dein ist die Herrlichkeit. Auch ohne Creatur bist du dir selbit genug, du Schöpfer der Natur. 3. Duriefst dem, das nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs Mannigfaltigste um dich her auszubreiten. Die Liebe bist du selbst, Verstand und Rath sind dein; und du gebrauchst sie gern, zu fegnen, zu erfreun. 4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig Werde! entstand bein großes Wert, der Himmel und die Erde. Mit deinem träft'gen Wort trägst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmöglich fällt. 5. Du bist der Herren HErr. Der Erde Majestäten sind, Höchster! vor dir Staub. Auch Geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, GOtt! wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß bestehn. 6. Du bist es, der allein Unsterblichkeit befizet, der Leben giebt und nimmt, der unsern Ödem schüßet. Der Geist, der in uns lebt, den haben wir von dir. Willst du, so wird es nichts. Du bleibest für und für. 7. Wer hat dich je gesehn? wer tann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu den Nichteshöhen, wo du voll Majestät auf deinem Stuhle thronst, und unterm frohen Lob der Hims melsheere wohnst. 8. Was wir, Unendlicher! von 1 deinem das du selbst zuvor uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, GOtt! deinen Namen kund. 9. Doch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen. Wird aber dermaleinst der Vorhang weggenommen, der jeßt das Heis ligste noch unserm Blick verschließt, dann sehen wir dich, GOtt! so herrlich, wie du bist. 10. Indeß sei auch schon jetzt dein Ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein Leb von lallend schwachen Bungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrs licht stehn, ein Lied im höhern Chor dich, großer GOtt! erhöhn. 1232. M. Wachet auf, ruft uns. Betet an! Laßt uns lobsingen, und unserm bringen, dem höchsten Wesen Preis und Macht! Betet an! er hat erschaffen! frohlockt! frohlockt! er hat erschaffen! ihm werde Dant und Preis gebracht! wir sind, wir sind von dir, dir Schöpfer jauchzen wir: Halleluja! Er schuf die Welt, die er erhält! lobsingt, lobsingt ihm, seine Welt! 2. Er verließ die ew'ge Stille, uns Seligkeit aus seiner Fülle zu geben, unser GOtt zu sein. Er gebot allmächtig: Werde! Da ward der Himmel und die Erde, da war Jehovah nicht allein. Der Cherub jauchzte schon, der Allmacht erster Sohn: Halleluja! Doch scheint noch nicht der Welt sein Licht. Er spricht: Es sei! Da ist das Licht. 3. Oben wölbt er eine Feste aus neuer Lieder. 655 3. U. Kramer. aus Wassern, unter seiner Feste| Lob gebracht! wir sind, o GOtt, sind Wasser auch, ein hangend von dir! frohlockend jauchzen wir Meer. Wasser decken noch die Halleluja! Er schuf die Welt, Höhen, er donnert, seine Winde die er erhält; lobsing', lobsing' ihm wehen, sie fliehn und decken sie seine Welt! nicht mehr. So bricht er ihren 1233, M. Sei Lob und Ehr dem. Lauf. Nun steigt enthüllt her. Der HErr ist Gott und keiner auf GOttes Erde, sein Eigen- mehr! Frohlockt ihm alle thum zu sein, sein Ruhm, einst Frommen. Wer ist ihm gleich? seines Sohnes Eigenthum! Wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen? Der HErr ist groß! sein Nam' ist groß! er ist unend lich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen! 4. Er gebeut, und alle Felder und Hügel, Thäler, Berg' und Wälder blühn fruchtbar durch sein Wort voll Macht. Und die Sonn' in hoher Ferne regiert den Tag, und Mond und Sterne regieren stiller in der Nacht. Er spricht: da füllt das Meer ein tausendfältig Heer. Halleluja! Auch singt und ruft das Volk der Luft den GOtt an, der zum Sein es ruft. 5. Menschen, fragt auf dem Gefilde das Vieh nur, fraget, wer dem Winde die Fesseln aufgelöset hat? Fragt, wer gab den Wüste neien, zum HErrn, den Thieren, Furcht den Leuen? GOtt, GOtt von Macht groß, groß von Rath! Das Roß, das Schaf, der Stier, GOtt, was ist nicht von dir? Alles jauchzet! der HErr ist GOtt! der HErr ist GOtt! es ist kein andrer GOtt, als GOtt! 6. Tiefer betet an, und bringet mehr Halleluja! Rühmt, lobsin get gewaltigern, erhabnern Dant! Laßt uns, sprach er, Menschen schaffen, ein Bild von uns, uns gleich geschaffen, und Adam ward 5. Jst er nicht nah? ist er nicht fern? weiß er nicht alle Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem mein ein verbergen möge? Wölkt keine Schatten um euch her, Gedanken selbst erkennet er in ihrer ersten Bildung. Schöpfer GOtt Jehovah Zebaoth! Halleluja! der HErr ist GOtt! GOtt Zebaoth, es ist kein andrer GOtt, als GOtt! 2. Er ist und bleibet wie er ist! Wer strebet nicht vergebens ihn auszusprechen? Wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Men schen sind von gestern her; eh' noch die Erde war, war er, noch eher als die Himmel! 3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, das ihn vor uns vers hüllet; ihn fassen alle Himmel nicht, wie weit er sie erfüllet, er bleibet enig wie er war, verborgen und auch offenbar in seiner Werke Wundern. 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er fennt uns, tennet was er schafft, der Wesen ganze Kette; bei ihm ist Weisheit und Vers stand, und Kraft und Stärke, seine Hand umspannet Erd' und Himmel. 7. Ewig wollen wir lobsingen, und Stärke unserm Schöpfer bringen, dem höchsten Wesen Preis und Macht! denn er hat uns auch geschaffen, unsterblich hat er uns geschaffen! ihm werde Dank und 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o HErr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über Alle! Du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, barm herzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner! 7. Un 656 Dritter Anhang 7. Unsträflich bist du, heilig, 6. Das Recht, das uns der gut und reiner als die Sonne! HErr gegeben, ist heilig und un Wohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltst mit Wonne! Du haft Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, der Seligkeiten Fülle! 8. Du nur verdienest Lob und Dank, du nur Gesang und Ehre. Kommt, werdet GOttes Lobge: fang, ihr alle seine Heere; der HErr ist GOtt und keiner mehr! wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen? 3. A. Gramer. 1234. Mel. Wer nur den lieben. ie Himmel rufen, jeder ehret Pracht. Die ausgespannte Feste lehret die Werke, die sein Arm gemacht, und aller Welten Harmonie verkündigt und besinget sie. 2. Es strömt von einem Tag zum andern, gleich Bächen, ihre Rede fort, und eine Nacht er zählt der andern laut ihr gedantenvolles Wort. Es sind nicht Sprachen, die sie spricht, doch, wer hört ihre Stimme nicht? 3. Die Ordnung tunsterfüllter Kreise verherrlicht GOtt durch jedes Land, und macht, damit der Mensch ihn preise, sein Lob der fernsten Welt bekannt. Der HErr schuf mitten in der Welt der Gonn' ein majeſtätisch Zelt. 4. Früh streut sie, daß der Tag erwache, der Morgenröthe Strahlen aus. Sie prangt; so tritt vom Brautgemache der frohe Bräutigam heraus. Sie läuft den Weg, den GOtt gebeut, mit Freuden, wie ein Held sich freut. 5. Jhr hoher Aufgang ist im Morgen, bis in den fernsten West ihr Lauf. Nichts bleibt von ihrer Glut verborgen, sie gehet allen segnend auf. Ihr Glanz zerstreut das Grau'n der Nacht, beseelt die Welt, und giebt ihr Pracht. tabelhaft. Es stärkt die Seelen, daß sie leben, und giebt den frans ten Herzen Kraft. Sein Wort ist ohne Falsch und Trug, erhellt und macht die Einfalt flug. 7. Aus seinen richtigen Gefeßen quillt Freude für die Traurigkeit. Sie heiligen, wie sie ergößen. Wie lauter ist, was GOtt gebeut! HErr, deines Wortes reines Licht erleuchtet jedes Angesicht. 8. Die Furcht vor GOtt erhebt und schmücket ein folgsam Herz und macht es rein. Und ewig Dienste GOttes weihn. Denn alles, was der HErr gebeut, ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 9. Die Zeugnisse des HErrn sind besser, und mehr der Sehnsucht werth als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles noch so seine Gold. Süß sind sie wie der Honig ist, und mehr, als der vom Stocke fließt. 10. Wie strahlen sie nicht dei nem Knechte! Der hat viel Se gen, der sie hält, doch oft vergißt man deine Rechte, wer merkt, o GOtt, wie oft er fällt? Vergieb, das bitt' ich, GOtt, von dir, auch die verborgnen Sünden mir! 11. Erhalte mich von frechen Sünden, die ein vermessner Stolz erzeugt! und laß sie den nicht überwinden, der willig in dein Joch sich beugt, daß ich unschuldig, rein und frei von großer Uebertretung sei. 12. Vernimm voll Huld aus meinem Munde die Reden, die sich deiner freun, und laß zur angenehmen Stunde bir mein Gebet geseufzet sein! ich habe ja dein gnädig Wort, HErr, mein Erlöser, GÖtt, mein Hort! 1235. Mel. 657 überlegt, dem wird von selbst GOtt zu glauben. den wahren 8. Geht nur zurück in euer Herz! treibt nur mit dem Gewissen nicht länger, euch zur Schande, Scherz: so müßt auch ihr so schließen, wit jedes Volk auf Erden gläubt: E ist ein GOtt, 2. Du bist voll Glanz und Maje- Anfang lebt der ewig bleibt, ohn und stät, voll Herrlichkeit und Stärke, wer deine Größe nicht versteht, dem zeigen deine Werke, daß du ein HErr der Herren bist, daß deine Macht unendlich ist, im Himmel und auf Erden. 3. Ich ehre dich in solcher Bracht im Herzen und mit Worten. Mein Geisterwäget Tag und Nacht dein Heil an allen Orten. Mein Mund bekennet jedem frei, daß sonst kein GOtt und Herrscher sei, als du, den wir verehren. neuer Lieder. 1235. M. Esist gewißlich an der. teit, du bleibst auch sonder Ende. Die Welt, so groß, das Meer, so breit, sind Werke deiner Hände. Des Himmels Bau, der Erde Laft, und was du, HErr, geschaffen hast, lehrt uns dein Wesen kennen. 14 4. Ach aber, wie erschrecklich blind sind Menschen, die noch sehen. Ja, Menschen, die vernünftig sind, verleugnen dich, und schmähen: Es ist kein Gott, es ist kein GOtt! Verdammtes Wort! verfluchter Spott! der aus der Höll' entspringet. 5. Verkehrte Thoren dieser Welt, ihr gottvergeßnen Leute, die Satans Strick gefangen hält, ach, ändert euch noch heute! erkennet GOtt, jetzt ist's noch Zeit! sonst müßt ihr in der Ewigkeit aus eurer Qual ihn kennen. 6. Zeigt euch denn nie der Sinne Licht, was euer Wahn bestreitet? Wer hat das Erdreich zugericht't? die Himmel ausgebreitet? Wer hat der Sterne zahllos Heer, das tiefe start umdammte Meer so wunderbar geschaffen? 7. Das muß ein großer Meister fein, ein Wesen, dem nichts gleichet, das diesen allen Glanz und Schein und die Bewegung reichet. Wer dies nur ernstlich 9. Ach GOtt, erwecke selbst die Welt, die ganz im Argen lieget, dich und dein Wort verächtlich hält, und deinen Ruhm bekries get. Du schlägest sie, fie fühlen's nicht. Ach, wenn sie doch dein Zorngericht noch zur Erkenntniß brächte. 10. Jch glaube, HErr, du seist mein GOtt, das will ich jeden lehren; sollt' auch der frechen Thoren Spott deswegen mich entehren. Ich weiß gewiß, ich traue dir, du wirst noch ihnen und auch mir, daß du regierest, zeigen. 1236. M. Wie schön leuchtet der. ott, deß ſtarke Hand die Welt erschaffen hat, und noch erhält: ich spüre deine Güte hier auf der Welt an jedem Ort, fie hilft mir Schwachem gnädig fort; und wenn ich mein Gemüthe von hier zu dir, o GOtt! wende, streckst du Hände voll Erbarmen und voll Wohlthun nach mir Armen. 2. Seh ich den weiten Himmel an, so viel ich davon sehen kann, so seh ich deine Güte. Der Himmelskörper Bau und Pracht, das Sternenheer, das du gemacht, erreget mein Gemüthe, mächtig, freudig dir zu singen, dir zu brin gen Ehr' und Stärke. Groß sind deiner Hände Werte! 3. So oft ich athme und den Hauch der Lüfte fühle, fühl ich auch, GOtt, deine große Güte; Wind, Wasser, Feuer, Schnee und Eis sind deines Wohlthuns lauter 658 Dutter Anhang lauter Preis, und rühren mein 3. Der HErr hat zum Gerichte Gemüthe, täglich hier mich dein sich seinen Thron erhöht. Vor an freuen und von neuem, HErr! seinem Angesichte bleibt nicht, mein Leben dir zum Dienste zu wer widersteht. Ihr kühnen ergeben. Sünder zittert; bereut noch euren Spott. Sein Thron wird nie erschüttert, der HErr bleibt ewig Gott. 4. Der HErr regiert und liebet, was ungerecht ist, nicht. Er wägt die Welt, und übet partheilos sein Gericht. Die Waage sinkt und steiget, wie sein Geset gebeut. Und jedes Land bezeuget des Richters Heiligkeit. 4. Die Erd' ist deiner Güte voll! In allem, was mich nähren soll, schmed ich, GOtt, deine Güte. Ich seh und hör' und fühle sie, in Feld und Wald, an Thier und Vieh. Dies dringet mein Gemüthe, HErr, dich innig ohn' Aufhören zu verehren. Hoch zu loben find ja deiner Güte Proben. 5. Schau ich mich selber achtsam an, so viel ich mich beschauen tann, so seh ich deine Güte. Die zeiget mir ein jedes Glied, ein jeder Sinn, ein jeder Tritt, mein Geist und ganz Gemüthe. Billig muß ich dir hinwieder meine Glieder ganz ergeben, und nun dir zu Ehren leben. 6. HErr! dazu bitt' ich, hilf du mir. Zieh immer näher mich zu dir durch deine große Güte. Oheilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undant hüte. Laß mich, was ich bitt', erlangen; dir anhangen hier auf Erden, bis mir wird dein Himmel werden. VIII. Von der Vorsorge und Regierung GOttes. 1237. Mel. Befiehl du deine. meine ganze Seele macht deinen Ruhm Dir dank' ich und erzähle die Wunder deiner Hand. Mein Herz ist froh. Ich singe: HErr, meine Lust bist du. Dir, dem ich Lieder bringe, dir, Höchster, jauchz' ich zu. Gott 2. Du fizest auf dem Throne als Richter aller Welt, der jeglichem zum Lohne das rechte Urtheil fällt. Wenn dich die Menschen schmähen, dann rächst du ihren Spott. Du schiltst; und sie vergehen vor deinem Born, o GOtt. 5. GOtt ist ein Fels der Armen, ein Fels in jeder Noth. Sie traun auf sein Erbarmen, wenn ihner. Unfall droht. Die Thränen, die sie weinen, sind dir bekannt und werth; du, GOtt, versäumest teinen, der deinen Schuß begehrt. 6. Jhr Bürger Bions, preiset, verkündigt in der Welt, wie groß sich GOtt beweiset, der, was er zusagt, hält. Er denkt daran und fraget nach des Gerechten Blut. Er hört ihn, wenn er flaget und stillt der Wetter Wuth. 7. HErr! sei mir gnädig. Schaue voll Huld auf meine Noth. Du bist's, dem ich vertraue; du hilfst auch selbst vom Tod. Nach überwundnen Leiden geh ich ins Heiligthum und über dich voll Freuden, erheb' ich deinen Ruhm. 1238, Mel. O GOtt, du. HErr! du erforscheſt mich und tennest meine Wege. Ich sige, oder steh, so sind dir meine Stege, ja die Gedanken selbst, von fern bereits bekannt; ich liege oder geh, so hält mich deine Hand. 2. Ach sieh, es ist kein Wort, o HErr! vor dir verborgen. Du weißt, und ordnest selbst des ganzen Lebens Sorgen. HErr, dies begreif' ich nicht; zu wunderlich, zu hoch ist solch Erkenntniß mir; o wer erklärt mir's doch! 3. Mo neuer Lieder. 659 3. Wohin soll ich vor dir und| 10. Ich hasse, großer GOtt! deinem Geiste fliehen? wo kann die alle, so dich hassen; es thut ich deinem Blick, du Höchster! mir schmerzlich weh, daß sie dein mich entziehen? Führ' ich gen Him- Wort verlassen; ich hasse sie im mel gleich, so bist du dennoch da, Ernst, und darum sind sie ist auch stürzt' ich zur Hölle mich, auch wider mich und dich so heftigda bist du mir nah. lich erbitt. 4. Ja, nähm' ich mir auch gleich der Morgenröthe Flügel, und blieb am Rand des Meers und auf dem höchsten Hügel, so führte mich auch hier, GOtt, deine rechte Hand, so blieb' ich dir auch hier so nahe als bekannt. 5. Spräch' ich, es sollte mich die Finsterniß bedecken, doch würde mich das Licht von dei nem Dasein schrecken; denn auch IX. Vom Wesen und Bestimmung der Menschen. 1239. M. Wer nur den lieben. ich, dein ist die Finsterniß ist vor dir helles mein Leben. Wie tröſtlich Licht, die Nacht glänzt Tag vor deinem Angesicht. wie der 6. Du warest über mir in mei ner Mutter Leibe, dein Arm hat mich geformt, so wie ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, bein Wert ist wundervoll; dies hält mein Herz in Acht. ist mein Ursprung mir! Du hast den Odem mir gegeben; mein ganzes Wesen kommt von dir. Du, Vater, riefft mich aus dem Nichts zum frohen Anschau'n deines Lichts. 7. Du kanntest mein Gebein, eh' ich ans Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenommen; dein Auge sah mich schon, eh' ich bereitet war, und jeder künftge Tag war dei nen Blicken klar. 2. Wie viel hab' ich dir zu ver danken, HErr, der du mich bereitet haft; als mich die engen, fin stern Schranken des ersten Da seins noch umfaßt; da war dein Auge über mir, da lebt' ich, Höchster, nur in dir. 3. Du gabst mir die vernünft'ge Seele; die nur so lang' im Fleische lebt, bis sie, daß ihr kein Wohlsein fehle, dein Ruf zum höhern Geist erhebt. Du hast mir Sinnen und Verstand, Begierd' und Willen zugewandt. 8. Wie föstlich sind vor mir, GOtt! deine weisen Schlüsse! wie groß ist ihre Zahl! eh', als ein Mensch sie wise, eh' zählt er leichter noch des ganzen Meeres Sand. Auf dich ist Tag und Nacht mein forschend Herz gewandt. 9. O möchte doch dein Grimm, o GOtt! die Sünder schlagen, und die mein Blut begehr'n, schnell von mir Armen jagen! Sie lästern ohne Scheu, und stets empöret sich ihr unbiegsames Herz so wider mich, als dich. 11. Erforsche mich, o GOtt, und prüfe, wie ich's meine; erfahr' es, ob ich bin, was ich von außen scheine; sieh, ob vielleicht mein Fuß auf bösen Wegen geht, und leite mich den Weg, der ewig mich erhöht. 4. Wenn ich auf meinen Körper sehe, den du so tunstvoll ausgebild't, so wird, o Bater in der Höhe! mein Herz mit Ehrfurcht ganz erfüllt. Ein jedes Glied, ein jeder Sinn reißt mich zu deinem Lobe hin. 5. Durch deiner Vorsicht gnädig's Walten, die mich von Kind heit an umfing, bin ich bis hieher Tt2 noch Dritter Anhang 660 noch erhalten, so daß der Tod vorüberging. Ich stehe noch und preise dich! HErr, deine Rechte schüßet mich. HErr, keiner unschuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist aller Sinn. Dis Weisheit ist dahin, die uns regies 6. Ich bin nicht werth der gro- ren sollte, nur was dein Wille Ben Güte, die du, mein GOtt, wollte, mit freudevollen Trieben an mir gethan. Beschämt empfin- zu wählen und zu üben. det mein Gemüthe die Schuld, die ich nicht leugnen kann. Ich habe, was mich sehr erschreckt, viel fältig Seel' und Leib befleckt. 7. Ja, HErr, ich habe meine Glieder zu Sündengliedern oft gemacht. Vor dir fall' ich in Demuth nieder, vergieb, was ich nicht recht bedacht! Verwirf mich, Vater, nicht von dir! schaff selbst ein reines Herz in mir. 8. Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich thu, was dich erfreut, und Geist und Leib, und Glieder gebe zu Waffen der Gerechtigkeit; daß ich bis in den Tod dir treu, und stets ein Freund der Tugend sei. 9. Fällt dieses Leibes Hütte nieder, vollend' ich dieses Lebens Lauf; o GOtt, so richte du mich wieder verherrlicht aus dem Staube auf. Dein ew'ges Leben fei mein Theil, so preif' ich ewig dich, mein Heil! 1240. M. Wo soll ich fliehen bin. der du schufft den Menschen gut. Du, Höchster! gabst ihm Kräfte zum seligen Geschäfte, in Heiligteit zu wandeln, stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach! wir, dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! Wo ist ießt unter allen ein Mensch ganz rein von Sünden vor dir, o GOtt! zu finden? 5. Fleisch sind wir von Natur. Uns rühren, leider! nur die Güter dieser Erden, die nie vollkommen werden, mehr als die höhern Gaben, die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen, dünkt uns Zwang. Des bösen Herzens Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schnöder Sündenliebe. Und können wir auch zählen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O HErr! was uns gebricht, laß in der Wahrheit Licht so heilsam uns erkennen, daß wir von Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Bessrung nachzujagen. 8. Wohl dem! der sie gewinnt. GOtt! so verderbt wir sind, so willst du uns auch heilen, und Kräfte uns ertheilen, schon wiederum auf Erden dir gleichge sinnt zu werden. 9. HErr! diese deine Huld laß uns durch unsre Schuld nicht freventlich verscherzen. Erwecke streben, damit wir ewig leben. 1241. M. Ich finge dir mit Herz. ch bin, o Gott, dein Eigenthum. Du schufft mich, dein zu sein, mein ganzes Leben dir zum Ruhm und deinem Dienst zu weihn. 2. Du gabft mir den vernünft: gen Geist, bewundernd einzusehn, wie dich, H& r, deine Schöpfung preis't, mit ihr dich zu erhöhn. 3. Hier ist kein Unterschied. Dein 3. Was um mich ist, verfünAuge, Höchster! sieht auf alle digt mir, GOtt! deine HerrlichMenschenkinder, und find't sie teit. Zu ihrem Preise reist mich alle Sünder. Da ist vor dir, hier selbst jede Jahreszeit. 4. Und neuer Lieder. 4. Und ich, ich sollte fühllos sein? ich rühmte dich, HErr, nicht? Ein Herold deines Ruhms zu fein, bleibt meine größte Pflicht. 5. O mache dieser Pflicht mich treu, so treu, HErr, als ich soll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel sei stets deiner Ehre voll. 6. Wer dich verehrt, hält dein Gebot; ihm ist's nicht Last, nicht Bein. Drum gieb auch mir die Kraft, o GOtt, gehorsam dir zu fein. 7. Was du gebeutst, ist für uns gut; du willst nur unser Heil. Wohl dem, der deinen Willen thut; du bist sein Trost und Heil. 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn; und selbst in Traurigkeit schmeckt er, dir Höchster zugethan, in dir Zufriedenheit. 661 wöhnst und lehrst, nur GOttes Willen zu erwählen und deinem eignen Willen wehrst, den stets sein eigen Wählen treugt, so oft ihm gut sein Wollen deucht. 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein 3Esu, daß ich sei vergnügt mit allem, was dein Gnadenwille mit mir und meinem Leben fügt; nur nimm dich meiner Seelen an, so hab' ich, was ich wünschen kann. 6. Ich weiß, du thuft's, sie ist die deine, und kostet dir dein theures Blut; behalt sie du dir schön und reine, laß dies, dein mir vertrautes Gut, nur einzig meine Sorge sein, so trifft mein ganzes Wünschen ein. 7. Indeß sei stets, mein Heil, gepriesen für alle Sorgfalt, die du mir, noch eh' ich war, schon hast erwiesen, da du, mein treuer Hirte, dir zum Eigenthum mich hast erwählt, und deinen Schafen zugezählt. 9. Nach hier vollbrachter Prüfungszeit nimmt ihn der Himmel ein. HErr, laß nach dieser Seligkeit mein ganz Bestreben sein. X. Vom Glauben. 1242. Mel. Wer nur den lieben. Befiehl dem HErren deine Wege, und mache dich von Sorgen los; vertraue seiner Vaterpflege: vor ihm ist nichts zu schwer und groß, das er, zu seines Namens Preis, nicht herrlich auszuführen weiß. 8. Dir sei auch ewig Lob gegeben, daß du so unvermuthet haft für mich gesorgt in meinem Le ben; so lang ich bin der Erden Gast, ist alles liebreich, nüß und gut, was deine Schickung mit mir thut. 9. Dort werd' ich deiner Liebe Thaten erst preisen in Vollkom2. Wo du ihn nur haft rathen lasſen, da hat er alles wohl ge- menheit, wenn nur mein Wünmacht; denn was dein Denkenschen ist gerathen, daß ich kann in nicht tann fassen, das hat er längst der Ewigkeit erkennen, wie dein zuvor bedacht; wie dies sein Rath Wille mir so gut gewesen für hat auserfehn, so und nicht an und für. H. E. b. Gersdorf. ders muß es gehn. 1243. Mel. Kommt her zu mir. 3. Wie werden deine Lebens- ch weiß und bin's gewiß, daß tage befreit! wie leicht wird alle durch dich von aller meiner Noth und Plage dir werden in Sünde! Gelobt sei Gott! ich der Eitelkeit, wenn du nichts bin's gewiß! hilf, o Erretter, wünscheft in der Welt, als was daß ich dies bis an mein End GOtt will und ihm gefällt! empfinde! 4. Dir wird's an keinem Gute fehlen, wenn du dein Herz ge 2. In dieser lasterhaften Zeit des Leichtsinns und der SicherTt3 beit Dritter Anhang 662 heit wach' über meinen Glauben! du Menschenhüter wache du, daß teine Zweifel meine Ruh' und meinen Trost mir rauben! 3. Den Spott der Frevler über dich und deinen Tod am Kreuz, laß mich wie er's verdient, ver achten! mit desto stärkerer Begier laß meine Seele, GOtt, nach dir und deinem Reiche trachten. 4. Wenn mir die Welt, zur Lust geübt, Gelegenheit zur Sünde giebt und zu verbot'ner Freude: so dämpfe du in meiner Brust die angeborne böse Lust, daß ich sie standhaft meide. 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Eingang in dein Hei ligthum, und laß mich deine Gnad' erquicken, zu meinem Heil und dei nem Ruhm. Reich deinen Scepter meiner Seele, die sich wie Esther vor dir neigt, und dir als deine Braut sich zeigt; sprich: ja, du bist's, die ich erwähle. 3. Seignädig, JEiu, voller Güte dem Herzen, das nach Grabe lechat! hört, wie die Zung' in dem Gemüthe: GOtt, sei mir Armen gnädig! ächst. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen, wie könn test du ungnädig sein dem, den dein Blut von Schuld und Bein erlös't, da es so reich geflossen? 7. Nach deinem Himmel würd ich nicht mit Freud und Trost im Angesicht, mit Seelenwollust sea hen. Ich würde den Gedanken fliehn, daß ich einst auch gehofft, für ihn vom Tod hervorzugehen. 4. Jch fall in deine Gnadenhände, und bitte mit dem Glaubenskuß: gerechter König, wende, wende die Gnade zu der Herzensbuß'. Ich bin gerecht durch deine Wunden, es ist nichts sträflich mehr an mir. Bin aber ich vers söhnt mit dir, so bleib' ich auch 8. Der Hölle Schrecken würden mit dir verbunden. mich, der ich von meinem Glau- 5. Ach laß mich deine Weis ben wich, GOtt, fürchterlich er greifen, schwer auf mir liegen, Angst und Schmerz und Furcht in mein verwundet Herz mit jedem Tage bäufen. 9. Der du für meine Sünden starbst, und Hoffnung mir und Trost erwarbit, laß mich so tief nicht fallen! Erhalt' mir meines Glaubens Ruh', und meinen Wandel kehre du nach deinem Wohlgefallen! B. Münter. 5. Ich möchte sonst, burch sie verführt, die Sünde, die den Tod gebiert, mich übereilen lassen! Ich möcht', aus Furcht vor Straf' und Schmach, nicht mehr dich lieben, sondern ach! anfangen dich zu haffen. 1244. D. Dreines Wesen läut're. Mein Jesu, dem die Seraphi 6. Wenn meine Freudigkeit zu dir, mein Glauk' und meine Hoff nung mir, o GOtt, entriffen würde: so würde nichts mich mehr erfreu'n, verhaßt mir selbst dein Wohlthun sein mein Leben eine Bürde. Majestät selbst mit bedecktem Antlig dienen, wenn dein Befehl an sie ergeht: wie sollten blöde Fleischesaugen, die der verhaße: ten Sünden Nacht mit ihrem Schatten trüb' gemacht, dein helles Licht zu schauen taugen? heit leiten, und nimm ihr Licht nicht von mir weg; stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis an's Ende wandle, damit ich auch in dieser Zeit in Lieb' und Her zensfreudigkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich' mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg' und stehe, wenn Stärk' und List neuer List der Feinde wacht, so wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt, und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen, erwähl' es, HErr, zu deinem Thron. Hast du aus Lieb' ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron; so würd'ge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wenn dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben, steig' du in Lieb' herab zu mir! laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang in mir das Herz sich regt, und wenndasselb' auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. W. G. Deßler. XI. Vom Gebet. 1245. Mel. Meinen JEsum laß. Dir, Gott, lei mein Dank geweiht, heilig mein ganzes Leben; denn aus freier Mildigkeit hast du selbst es mir gegeben, es durch Eltern mir verliehn, die der Tugend mich erziehn. Lieder. 663 lenken; stets auf meine Wege schau'n, stets an meiner Wohlfahrt bau'n. 5. Sollt' ich so viel Wohlthat nicht immerdar zu Herzen nehmen? Doch der oft verlegten Pflicht muß ich, GOtt, vor dir mich schämen. O wie so beschämt steh ich! O wie kränkt mein Undant mich! 6. Laß hinfort, wie du verlangst, jede Kindspflicht mich erfüllen. Denn wie oft hat Sorg' und Angst sie beschwert um meinetwillen, tief verwundete mein Schmerz, wenn ich litt, ihr zitternd Herz. 7. Hilf, daß gegen sie mein Herz kindlich sei und nicht blos scheine; und daß ich, trifft sie ein Schmerz, zu dir heiße Thränen weine, für ihr Glück dir dankbar sei, und mich ihrer Freuden fren'. 8. Laß auf ihre Winke mich findlich und mit Sorgfalt achten; ja selbst ihren Wünschen mich noch zuvorzukommen trachten; gern was sie vergnügt, vollziehen, stets, was ihnen Gram bringt, fliehen. 2. GOtt, wie du sie mir ersahst, haft auch du sie mir erhalten. Du läßt, drückt sie schon die Last, ihren Eifer nicht erkalten, giebst für mich auch ihnen Glück; ord nest mir auch ihr Geschick. 3. Sie, sie haben schon, als ich mich zu fühlen kaum begonnte, als ich noch nicht selbst für mich denken, sorgen, wählen konnte, stets für mich von Treu beseelt, überdacht, gesorgt, gewählt. 4. Welche Wohlthat ist's, daß sie ihren besten Fleiß mir schenken, und mein sündhaft Herz schon früh von der Sünd' aufs Gute er, das Beispiel aller Kinder. Der der HErr vom Himmel war, GOt= tes Sohn, das Heil der Sünder, er war doch von Kindheit an, seinen Eltern unterthan. 10. Meine Lust sei denn auch mir, folgsam sein; denn das ist billig und gefällig, GDtt, vor dir. Mach du selbst dazu mich willig. Wohl mir dann! Es wird auch mein dein verheißner Gegen seim 11. Fehlten fie, als Menschen schon; mich beglücken, ist ihr Wille, Hoffnung ist ihr ganzer Lohn. Hilf, daß ich einst die erfülle; werde, wie ihr Herz be gehrt, GOtt gefällig, Menschen werth. 12. GOtt, mein Vater, höre doch, höre meines Herzens Flehen. Tt4 Laß Dritter Anhang 664 Laß im späten Alter noch sie an mir nur Freude sehen! Und erhör' auch ihr Gebet, das für mich um Weisheit fleht. 3. A. Schlegel. 1246. Mel. JEsu, deine tiefe. Dir ir befehl ich meine Kinder, der mit ew'ger Gnade krönt! war auch sie sind vor dir Sünber, doch durch JEsum dir verföhnt; und dir, Vater, Sohn und Geift, GOtt, den unser Glaube preis't, dein zu sein und dir zu leben, durch den Taufbund übergeben. von ihnen, daß ihr Fuß Verfühs rer flieh', und ich einst voll Zuvers sicht, daß der Lüste Gift nun nicht ihr unschuldig Herz verderbe, froh fie segne, wenn ich sterbe. 7. Reiner unter allen werde, das, das bitt' ich, HErr mein GOtt, je den Freunden zur Beschwerde, noch den Feinden je zum Spott. Sei ihr Schild und fester Stab, daß sie sich bis in ihr Grab harten Mangels stets erwehren, ihres Fleißes redlich nähren. 8. Nicht bitt' ich, daß du mit Leiden ihre Herzen ganz verschonst; 2. Jhr Gelall' hast du erhöret, nicht, daß du mit steten Freuden ihre Schwachheit unterstüßt, sie ihrer Tugend hier schon lohnst; verpfleget, sie ernähret, und durch nicht, daß du sie hoch erbebst, Engel sie beschüßt. Engel schaun ihnen großen Reichthum giebst, dein Angesicht, und doch schä- jeden Anschlag strads erfüllest, men sie sich nicht der Beschirmung jeden ihrer Wünsche stillest. dieser Kleinen, die uns oft verachtet scheinen. 3. Sollt' ich für so reiche Güte dir nicht herzlich dankbar sein? mit frohlockendem Gemüthe nicht vor dir mich ihrer freu'n? O wie theuer sind sie mir! und hab' ich sie nicht von dir? ja mein GOtt, wie manchen Segen schenkst du mir auch ihretwegen. 9. Trübsal nüßt oft unsern Seelen; wirkt sie gleich den Sinnen Grau'n. Unglück ist's oft, was wir wählen, wenn wir blos den Sinnen trau'n. Oft heilt Schäden, was doch schmerzt, Ruh' macht weich, Gefahr beherzt; Reichthum lehrt GOtt leicht vergessen, großes Glück macht leicht vermessen. 4. Du, mein Schöpfer und Erhal ter, bist von Kindheit auf mein GOtt; bleibst mein GOtt auch einst im Alter, sei auch meiner Kinder GOtt. Segne und behüte fie! deine Furcht erfüll' sie früh, daß sie, dir zum Wohlgefallen, jung schon deine Wege wallen. 10. Gieb du ihnen, o Allweiser, wie es längst dein Rath bedacht, das nur, was sie frommer, weiser, und zum Himmel reifer macht. Nie kann eine ganze Welt, wenn ihr Reiz die Seele fällt, nie mit allen ihren Schäßen den Verlust der Seel' ersehen. 5. Wie viel lockende Gefahren 11. Doch, was ich zu bitten wage, warten ihrer in der Welt! ihr Ver- find't ein gnädiges Gehör. Rann stand ist unerfahren, Welttand es sein, laß ihre Tage nicht an ichimmert und gefällt; auch ihr Frenden gänzlich leer. Werden Her; ist bald erweicht, böses Bei- sie geprüft durch dich, GOtt, fo spiel haftet leicht; groß ist die Gewalt des Spottes, er vertilgt oft selbst Furcht GOttes. sei es väterlich; und dann laß es ihren Seelen nicht an Trost und Stärke fehlen. 6. Ach, daß sie mit Furcht dir dienen, ist nur dein Werk. Ach! nimm nie deinen Heil'gen Geift 12. Jener Siegstag der Gerech ten sei auch mir ein Freudentag. Hilf, daß zu des Richters Rechten auch 102 neuer Lieder. 665 auch nicht Einer fehlen mag. 8. Gieb von den Gütern dieser Dann frohlod' ich: Richter, fieh! hier bin ich; hier sind auch die, die dein Vater mir verliehen, sie dem Himmel zu erziehen. 13. Nichts kann unser Glück dann mindern, wenn du stets mit Wonn' uns labst; und mit allen meinen Kindern dank ich, daß du mir sie gabst. Dann drückt ferner keine Noth; dann trennt ferner uns kein Tod; dann sind wir, gleich deinen Engeln, frei von Sorgen, rein von Mängeln. 3. A. Schlegel. 1247. Mel. Vor deinen Thron. ch komme vor dein Angesicht; hen nicht; vergieb mir alle meine Schuld, du GOtt der Gnaden und Geduld. 2. Schaff' du ein reines Herz in mir; ein Herz voll Lieb' und Furcht zu dir; ein Herz voll Demuth, Preis und Dank; ein ruhig Herz mein Lebenlang. Welt mir, HErr, so viel, als dir gefällt; gieb deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich mäßig im Genuß, und dürft'ge Brüder zu erfreu'n, mich einen frohen Geber sein. 10. Gieb mir Gesundheit und verleih', daß ich sie nüß', und dankbar sei, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer Pflicht entzieh'. 11. Erwecke mir stets einen Freund, der's treu mit meiner 7. Ich bin zu schwach aus eigner Kraft zum Siege meiner Leidenschaft; du aber sieht mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein läng': res Ziel, und werden meiner Tage viel: so bleib', GOtt, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nah'n: so nimm dich meiner herzlich an, und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. C.F. Gellert. 3. Seimein Beschüßer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, HErr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den XII. Von der Taufe. Verstand; erhalt' ihn mir, o HErr, 1248. M. Wer nur den lieben. mein Hort, und stärk ihn durch ch bin getauft auf deinen Nadein göttlich Wort. Ich bin geht auf deinen Raz 5. Laß, deines Namens mich zu freu'n, ihn stets vor meinen Augen sein. Laß, meines Glaubens mich zu freu'n, ihn stets durch Liebe thätig sein. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sei mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten sei. Heil'ger Geist! Ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. O welch ein Glück ward dadurch mein! Laß, HErr, mich deß auf ewig freu'n. 2. Du hast mich für dein Kind erfläret, mein Vater! und ein selig Theil hast du, Sohh GOttes, mir gewähret, an dem von dic erworb'. nen Heil. Du willst, mein Leben GOtt zu weih'n, Geist GOttes! selbst mein Beistand sein. 3. Die Liebe ist nicht zu ermeſſen, die du, mein GOtt, mir zugewandt. O laß mich nie die Pflicht verTt 5 geffen, 666 Dritter Anhang gessen, dazu ich selbst mich dir| im Streite stand, gekrönt ward, verband, als du in deinen Bund weil sie überwand; umringt von mich nahmst, und mir mit Heil meiner Fehle Schmach, und wei entgegen tamst. nend schau ich dir noch nach! sid 4. Schmal ist der Weg zu GOt tes Höhn, und wenige sind, die ihn gehn; die Pfortrift eng, und der nur dringt durch sie zu GOtt empor, der ringt! Ich lieg auf meinem Angesicht, und fleh, und weine: Laß dein Licht mir leuch ten! Vater, laß mich dein im Leben und im Tode sein! 4. Du bist getreu. Auf deiner Seite bleibt dieser Bund stets feste stehn. Ja selbst wenn ich ihn überschreite, läßt dus dein Vaterherz mich sehn! Du klopfst an mein Gewissen an, und lockst mich auf die rechte Bahn 5. Ich gebe, o mein GOtt, auf's neue mich ganz zu deinem Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue, und bilde mich nach dei nem Sinn. Weich, eitle Welt! o Sünde, weich! GOtt hört es; jest entsag ich euch. 6. Befestige dies mein Verspre chen, mein Vater! und bewahre mich, daß ich es niemals möge brechen. Mein ganzes Leben preise dich! GOtt meines Heils jei ewig mein! und laß mich stets den Deinen sein. XIII. Von der Buße. 1249, Mel. Erbarm' dich mein. bin ich, der Sünder, daß du meiner dich noch stets, du Heiliger, erbarmst, Weltrichter, meiner stets erbarmst? Zum Glauben und zum Thun zu schwach, giebt oft mein Herz der Sünde nach! ich tämpf, o Vater, nicht genug den Kampf der ernsten Heiligung! 2. Wie schnell ist von der rechten Bahn zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in diesen Abgrund blickt! die Missethat, wie nah grenzt sie an einen Fehl, den GOtt verzieh! HErr, Urrl mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in diesen Abgrund blickt! 3. Grgreif du, reiß mich mächtig fort, du Ausspruch GOttes, Donnerwort; der, den von neuem GOtt gebahr, der fündigt nicht! o beil'ge Schaar, die bis zum Sieg 5. Der mir in Christon alles gab, mit Gnaden blick' auf mich herab, auf mich, der Sünde schnellen Raub, den Himmelserben und den Staub. Sint tief, o Seele, nieder, tief vor dem, deß Stimme stets dir rief, fint in den Staub vor dem hinab, der dir in Christo alles gab!! 6. Ja, du erbarmest über mich, Versöhnter und Versöhner dich! vom Leibe dieses Tod's befreit, schau ich einst deine Herrlichkeit, Ob Angst des Todes in mir bebt; verdammt, verdammt mich auch mein Herz; ist GOtt doch größer, als mein Herz! Klopstod. 1250, Mel. Wer nur den lieben. mir liegen hier zu deinen Fü von großer Güt' und Treu'! und fühlen, leider! im Gewissen, wie sehr dein Börn entbrennet sei. Das Maaß der Sünden ist erfüllt. Ach weh uns, wenn du strafen willt. 2. Du bist gerecht, wir alle Sünder; wie wollen wir vor dir bestehn? Wir sind die ungerathnen Kinder, die Wege des Ver derbens gehn, die würdig, daß uns Best und Schwert und Hunger längstens ausgezehrt. 3. Doch, Vater! denk' an deinen Namen, gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja neuer Lieder. 667 lös'tes Israel wird in den Hütters Jakobs schrei'n: der HErr soll mein GOtt ewig sein! Ja und Amen, dein Gidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht, drum geh' mit uns nicht in's Gericht. 4. Wir liegen vor dir in dem Staube, und unser Herz ist ganz zerknirscht. Uns tröstet ganz allein der Glaube, daß du dich noch erbarmen wirst. Ach! hast du noch ein Vaterherz, so sieh doch jetzt auf unsern Schmerz. 5. Der Mittler selbst tritt in die Mitten. Ach, schaue seine Wunden an, die er für uns're Schuld erlitten, wodurch er dir schon g'nug gethan. Wirst du nicht gnädig auf uns sehn, so muß sein Blut verloren gehn. 6. Ach Blut! ach Blut von GOttes Sohne! schrei für uns um Barmherzigkeit. Schau, JEsu, von dem Gnadenthrone, und denke doch der alten Zeit, da dich der Sünder Schmerz gebeugt, da du oft Gnad' und Huld erzeigt. 7. Ach! laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlor'ne Schafe von deiner Hut verlassen stehn. Samml' uns in deinen Gnadenschooß und mach' uns aller Plage los. 3. Sted' ein das Schwert, dus was soll fressen. Den Würger laß vorüber gehn. Laß uns das Brod in Frieden een. Laß keine solche Beit entstehn, die uns dein Wort so theuer macht, daß unser Herz dabei verschmacht't. 9. Gieb Fried' im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit, und laß uns deinen Schuß genießen. Beförd're die Gerechtigkeit; frön unser Feld mit dei nem Gut; nimm Kirch' und Haus in deine Hut. 10. So wollen wir dir Opfer bringen, und deine sein mit Leib und Seel'. Es soll dein Lob zum Himmel dringen; und dein erXIV. Vom Abendmahl.. 1251. M. Wer nur den lieben. ier bin zu erfüllen, was du in deiner Leidens nacht, nach deinem gnadenvollen Willen, zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Uebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht 2. Es werde, HErr, für mein Ge wissen dein Abendmahl ein Unterpfand; mir sei an dein versöhnend Büßen ein selig Antheil zuertannt! So freuet meine Seele sich in deinem Heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk' ich an die Liebe, damit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deine Mit leidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! O gieb von deinem Todesschmerz heut neuen Eindruck in mein Herz. 4. Laß mich mit Ernst die Sünden scheuen, für welche du, dich opfernd, starbst; durch schnöden Mißbrauch nie entweihen, was du so theuer mir erwarbst. Nie führe mich zur Sicherheit der Trost, den mir dein Tods verleiht, 5. Ich übergebe mich auf's neue, o du mein HErrs und GOtt, an dich. Ich schwöre dir beständige Treue vor deinem Tische feierlich. Dein eigen will ich ewig sein. Du starbst für mich; drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spöt tern schämen des Dienstes, den man dir erweis't, mich nie zu einem Schritt bequemen, den mein Gewissen sündlich heißt. D flöße mir den Eifer ein, wie du, o HErr, gesinnt zu sein. 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, und wenn er strauchelnd was versieht, Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben. Nie tomm' 3 mir Dritter Anhang 668 mir aus dem Gemüth, welch eine schwere Schuldenlast du mir aus Huld erlassen hast. 8. Es stärke sich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einst aus des Grabes Staube mich dein allmächt'ger Ruf erhebt, wenn du dich, großer Lebensfürst! den Völkern sichtbar zeigen wirst. heitdir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, HErr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen; 9. Hier liege ich zu deinen Fü- und bitte dich durch deinen Tod, Ben mit Dank und Lob, Gebet um Kraft zu meinem Willen. und Flehn. Laß neue Gnade auf Laß mich von nun an würdig mich fließen; mein Heiland, laß sein, mein ganzes Herz dir, es doch geschehn, daß mir zur HErr, zu weihn, und deinen Tod Stärkung meiner Treu dein zu preisen. Laß mich den Ernst Abendmahl gesegnet sei! der Heiligung durch eine wahre 1252. Mel, Ein Lämmlein geht. Besserung mir und der Welt bech komme, HErr, und suche weisen. dich, mühselig und beladen. GOtt, mein Erbarmer, würd'ge mich des Wunders deiner Gnaden. C.F. Gellert. liege hier vor Thron, Sohn GOttes und des Menschen Sohn, mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh, ich suche Ruh, und finde sie im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder. Du hast die Handschrift abgethan; und wir sind GOttes Kinder. Ich dent an deines Leidens Macht, und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet. Du haft dich für mich dargestellt. GOtt war in dir, und hat die Welt in dir mit sich verfühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden, und läßt an seiner Tafel hier dich Gnad' um Gnade finden. Du rufft: und er erhört dich schon, spricht liebreich: sei getroft, mein Sohn! die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinem Tod ge- 4. Laß mich vor dein Antlig komtauft, und du wirst dem, der dich men, dein Gedächtniß zu erneu'n, erkauft, von ganzem Herzen leben. laß mich heut' mit deinen From= 4. Dein ist das Glück der Se- men deines Todes Zeuge sein. ligteit; bewahr es hier im Glau- HErr, ich schau nach Golgatha, ben, und laß durch keine Sicher- wo dein GOtt dich opfern sah, sehe dich 3. HErr, dies glaub' ich, und empfinde Freudigkeit und Zuversicht. Stellt doch GOtt um meine Sünde nun mich nimmer in's Gericht! Bin ich doch durch deinen Tod völlig ausgeföhnt mit GOtt, und wenn ich im Glauben sterbe, ewig seines Himmels Erbe! 1253. M. Freu dich sehr, o meine. Zitternd, doch voll faniſter Freudein kommich, HErr, Gebot, und gedenk an deine Leiden und an deinen Martertod! Mittler, der du für mich starbst, mir ein ewig Heil erwarbst, ach möcht' ich mich würdig nahen, und das Leben hier empfahen! 2. Weil du, Heiligster, aus Gnaden aller meiner Sünden Last mir zum Heil auf dich geladen, und am Kreuz gebüßet haft; darum stellet mich nun nicht GOtt der Richter in's Gericht; darum will er mein Verbrechen mir verzeihn und nimmer rächen. neuer Lieder. dich in deinem Blute, Zeuge, du littit mir zu gute! 5. Möcht' ich, JEsu, nicht vergebens mich zu deinem Kreuze nahn! möcht' ich dieses Mahl des Lebens nicht mir zum Gericht empfahn! Ach, es gründ' und stärke mich, Mittler, im Vertrau'n auf dich! Ach, es lenke meinen Willen. dein Gesetz, HErr, zu erfüllen. 6. Diesen Vorsab, den ich habe, mich nicht wieder zu entweihn, laß ihn, JEsu, bis zum Grabe start in meiner Seele sein! Vor der drohenden Gefahr, der zu werden, der ich war, beb' ich zaghaft, und empfinde schon von fern die Macht der Sünde. 669 Wort, den großen Schaß der Welt! 7. Wenn sie mich von deinen Wegen schmeichelnd abzuführen broht, laß mich ernstvoll überlegen, welch' ein Tod war JEsu Tod! GOtt, vor dem er im Gericht stand verlassen, laß mich nicht ihn von dir verlassen sehen, und ihn noch durch Sünden schmähen! 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehrfurcht und Vertrauen, mit Lust und frommem Ernst, dadurch mich zu erbauen. Du bist's, der in der Schrift zu meiner Seelen spricht; o segne doch an mir, HErr, deinen Unterricht. 3. Mein GOtt, vor welchem ich jetzt meine Hände falte, gieb, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte, und laß mich deinen Rath empfindungsvoll ver= stehn, die Wunder am Geset, am Wort vom Kreuze sehn! 4. Du, aller Weisheit GOtt, kannst mich nicht irren lassen. Untrüglich ist dein Wort; o laß mich daraus fassen so viel mein Heil verlangt. Du bint's, der Weisheit giebt, wenn man sie reds lich sucht und aus Gewissen liebt. 5. Gieb, daß dein kräftig Wort, o GOtt, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. O stärke mich durch ihn, mit Ernst und Munterkeit das Gute zu vollziehn. 8. Wenn ich in der Frre wandle, geh du mir, Erbarmer nach, zeig' mir, wie ich unrecht handle, stärke mich, denn ich bin schwach, und ertrage mit Geduld meine Schwachheit, meine Schuld! sage: du sollst Gnade finden; ich, ich tilge deine Sünden. 6. Um tugendhaft zu sein, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den läßt du inne werden, die Lehre sei von dir, die uns die Bibel giebt. Man lernt ihr Wort verstehn, wenn man es treulich übt. 9. Dir will ich es ewig danken, daß du so barmherzig bist. Laß mich nur nicht wieder wanken, mein Erretter, JEfu Chrift! Hilf 7. Spricht ie geheimnißvoll, mir, daß ich dir getreu, und mein so laß mich dies nicht schrecken. Vorsat standhaft sei, jede Sünd' Kein endlicher Verstand kann und ihre Freuden bis an meinen Tod zu meiden! XV. Vom Worte GOttes. 1254, M. O GOtt, du frommer, D4 u willst GOtt, daß mein Herz B. Vünter. dich, GOtt, ganz entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nicht was mein Wiß verlangt, ist meines Glaubens werth. zur Heiligkeit genese. Drum 8. Sich seines schwachen Lichte gteb, daß ich dein Wort oft und bei GOttes Licht nicht schämen, mit Andacht lese; das Wort, das ist Ruhm; und die Vernunft alsdeinen Rath von unserm Heil dann gefangen nehmen, wenn enthält. Dank sei dir für dies GOit sich offenbart, ist der Ge schöpfe 670 Dritter Anhang fchöpfe Pflicht! und weise De- es sei in meinem Leiden mir ein muth ist's, zu glauben, was GOtt spricht. 9. Erinnre mich hieran, wenn mich die Zweifel tränken, und lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken: dort sei die Zeit des Schaun's und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit. 10. Find' ich in deinem Wort noch manche Dunkelheiten, so laß mich einen Freund, der mehr als ich sieht, leiten. Ein forschender Berstand, der sich der Schrift geweiht, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 11. Stets sei dein Wort mir werth! Es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie schmähn, bleibt doch dein Wort, o GOtt. C.F. Gellert. 1255. M. Siebster 36ſu, wir sind. Err, mein erleuchte mich, daß ich mich und dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen GOtt und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden weise zu dem Himmel werden. 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst meinem Forschen fort, richtig daraus einzusehen, was zu meinem Heil mich führet, und mir, deinem Knecht, gebühret. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen; laß mein Herz auch folgsam sein, den erkannten Weg zu gehen; denn sonst würd' ich bei dem Wissen doppelt Streiche leiden müssen. Quell von Trost und Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisſe vermehren! Find' ich manche Dunkelheit bei geheimnisvollen Lehren, laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Laß mich, HErr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet, und die Bust der Welt verachtet. 7. D verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln und vor dir gewissenhaft, als dein treues Kind zu handeln; so wird einst in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben. XVI. Bom christlichen Leben und Wandel. 1256. M. Nun freut euch, lieben. mich Dein bin ich, HErr, die will ich lebendig, heilig, rein will ich vor deinen Augen leben. Wie könnt ich eines Andern sein? bin ich nicht durch die Schöpfung dein? nicht dein durch die Erlösung? 2. Ich fiel und wandte mich von dir, zur Finsterniß vom Lichte; doch wandtest du dich, GOtt, zu mir mit deinem Angesichte! Gr barmen war dein Angesicht, mich von der Finsterniß in's Licht zu dir zurück zu rufen. 3. Dein, dein ist die Barmherzigteit, du liebeſt selbst die Sünder; seid, rufft du, heilig, mir geweiht, und meiner Gnade Kinder! Last euch erneuern, werdet gut; dort fließet der Versöhnung Blut, von Sünden euch zu waschen. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was er mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Ja, Sclaven. Wie könnt' ich eines 4. Dein Sohn wird GOtt, ein Mensch, und stirbt, und leidet unsre Strafen, büßt für die Laster und erwirbt den Himmel ihren Undern neuer Lieder. 671 Andern sein? bin ich nicht durch| 4. Wie ein Nebel, so verschwin die Schöpfung dein? nicht dein durch die Erlösung? den meine Tugenden vor mir! fast erkenn' ich sie für Sünden, denn sie stammten nicht von dir; deine Liebe trieb mich nicht zur Erfüllung meiner Pflicht, ohne selbst an dich zu denken, ließ ich mich zum Guten lenten! 5. Durch ihn versöhnt, und dir zum Ruhm erkauft mit seinen Leiden, will ich mich, GOtt, dein Eigenthum, von dir nie wieder scheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt, getödtet, was dir nicht gefällt, damit ich dir nur lebe. 6. Dies wirke deine Kraft in mir, ich habe kein Vermögen, die Laster, alles, GOtt, was dir verhaßt ist, abzulegen. Hier ist mein Herz, nimm mich ganz hin, und gieb mir einen neuen Sinn, damit ich dir gefalle! 5. Ich gehorchte deinem Rechte, das mir diese Folgsamkeit, Huld und Gunst der Menschen brächte, und den Ruhm der Frömmigkeit. Wenn ihr Beifall mich erhob, o wie süß war mir dies Lob! dies allein ließ ich mich treiben, meiner Tugend treu zu bleiben! 6. Ach, wie könnt' ich dich vergess sen, dir, mein GOtt, nicht dankbar sein, deine Liebe nicht ermessen, mich nicht deines Beifalls freu'n? meinen Lohn hab' ich dahin! eitler Ruhm ward mein Gewinn! und zu dir konnt' ich mich schwingen, und ein ewig Lob erringen! 7. GOtt, der du in deinem Sohne reich bist an Barmherzigkeit! GOtt, mein Vater, ach verschone meiner falschen Frömmigkeit. Ich betenne meine Schuld; ach, bedecke sie mit Huld; laß mich deine Liebe rühren, und mein ganzes Herz regieren! 8. Gieb, daß alle meine Werke Früchte deiner Liebe sein; sie er fülle mich mit Stärke, ganz mein Leben dir zu weih'n. Ich bin GOttes Eigenthum! dies sei mir der höchste Ruhm; was ist mir das Lob der Erde, wenn ich seiner würdig werde! B. Münter. 1258. M. OGOtt, du frommer. 3. Christen, die um deinetwillen wandeln, wie dein Wort gebeut, Hr, höre mein Gebet, und diese, laß es es ist diese nur erfüllen das Ge- mein ganzer Ernst, auf deiner seß der Frömmigkeit. Nicht nur Bahn zu wallen. Ergreife, leite, das, was wir gethan, auch die HErr, den Schwachen, der dir Quelle siehst du an; deine Liebe fleht, weil seine Bitte nicht aus soll uns dringen, gute Werke zu falschem Munde geht. vollbringen. 2. Gieb, daß ich redlich mich 7. So werd' ich, der ich finster war, ein Licht in deinem Lichte, besteh' einst mit der kleinen Schaar der Frommen im Gerichte; frohLocke dann, und lobe dich, daß heute Gnad' und Treue mich gerecht und selig machte. 3. A. Cramer. Gott, 1257. M. Freu dich sehr, o meine. Ott, ich will mich ernstlich prüfen, ob ich redlich bin vor dir; du kennst meines Herzens Tiefen, ach entdecke sie auch mir! Laß mich sehen, ob ich treu dir in meinem Wandel sei, ob ich recht zu thun mich übe, weil ich dich von Herzen liebe! 2. Vortheil, Stolz und Eigenliebe find die Götter dieser Welt; aber nie sind sie die Triebe, de ren Wirkung dir gefällt! Wer das Gute, das er übt, nicht aus bessern Gründen liebt, Richter, dem giebst du die Krone der Gerechten nicht zum Lohne! 672 in jeder Tugend übe! ber Glaube, den du willst, soll fruchtbar durch die Liebe in wahrer Heiligkeit, in guten Werken sein. Ich will's; ich will dir, GOtt, mein ganzes Leben weih'n. Dritter Anhang 3. Doch täuscht mein Herz sich oft, mir immer unergründlich; bleibt nach der Heiligung durch Das Wollen hab' ich wohl; zum Thun auch Licht und Kraft: wie unvolltommen bleibt's dennoch! wie mangelhaft. 4. Du kennst mich ganz; du kannst mich reinigen und läutern, den Geist, wenn Licht ihm fehlt, mit deinem Licht erheitern, wenn eine Leidenschaft erwachen will, kannst du durch mein Gewissen ihr gebieten, daß sie ruh'. 5. Ach! darum wollest du mich läutern, mich belehren, der Trägheit des Gemüths, der Lust zur Sünde wehren, mich, wo Gefahren sind, erschrecken, mich zum Streit ermuntern, wo dein Wort zu streiten mir gebeut. 6. Erhalte meinen Gang auf deinem Fußsteig! leite mit deiner Rechten mich, damit mein Fuß nicht gleite; mein Auge laß allein auf deine Wege schaun: so bilf mir, denn du bist mein heiland, mein Vertrau'n. 7. Ich bin dein Pilger hier, umringt von vielen Sündern; ihr Beispiel könnte leicht der Tugend Eifer mindern. Bewahre deinen Knecht vor ihnen, ihre Lust vergift't, entweihe nie die dir geweihte Brust! 8. Bewahre mich, wenn sie verstrickt von eiteln Lüsten sich ihrer Sünden freun, mit ihren Lastern brüsten. Des Sünders Lachen wird in Weinen einst verkehrt, in Trauern seine Lust, wenn er sich nicht bekehrt. 9. Jch aber werde, GOtt, dir nicht unisonst vertrauen, einit, wenn ich treu dir bin, dein selig Antlig schauen, und wenn mein Staub erwacht, von deiner Wonne satt, frohlocken, daß mein Herz sich dir geheiligt hat. 3. A. Cramer. 1259. M. Durch Adams Fall. Oft denkt mein Herz, wie schwer es zu wandeln, und täglich deinem Worte treu zu denken und zu handeln. Wahr ist's, die Tugend fostet Müh', sie ist der Sieg der Lüste; jedoch, mein GOtt, was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Laster freu'n, trifft ja auch Schmerz hienieden. Sie sind die Sclaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüste dämpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen, allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ist anfangs steil, läßt nichts als Mühe blikken, doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. GOtt, hättest du es uns vergönnt, nach unsers Fleisches Wil len, wenn Wollust, Neid und Born entbrennt, die Lüste frei zu stillen; erlaubtest du dem Frevler hier aus Bosheit uns zu fränken; was müßten wir doch dann von dir, du weiser Vater, denken? 5. Du willst, wir sollen glücklich sein, drum gabst du uns Geseße. Sie sind es, die das Herz erfreu'n, sie sind des Lebens Schäße. Du sprichst in uns durch den Vere stand, du sprichst durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe deiner Hand, fliehn oder wählen müssen. 6. Dich neuer Lieder. 673 ner Liebe scheide? Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regierest meinen Lebenslauf und hilfest meiner Schwachheit auf O HErr, mein GOtt, du bist mein Licht:,: Ich folge dir, se irr' ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Geht's gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerechtigkeit. Mein HErr! mein GOtt! Ach, voll Begier:: wünsch' ich zu sein, mein Heil, bei dir. 6. Dich fürchten, das ist Weisheit nur, und Freiheit ist's, sie wählen; ein Thier folgt Trieben der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? was sein Beruf auf Erden? Die Tugend. Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Dir, Höchster, ähnlich werden. Wer 7. O stärke mich dazu mit Kraft, so wird es mir gelingen. Du bist es, GOtt, der beides schafft, das Wollen und Vollbringen. Kräfte hat, wird durch Gebrauch von dir noch mehr bekommen; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hnt, genommen. 8. Mich stärke auf der Tugend Pfad das Beispiel fel'ger Geister; ihn zeigte mir und ihn betrat ja felbst mein HErr und Meister. O laß mich nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern. Mein 3. Mein Sinn ist ganz auf dich wahrer Ruhm ist bei dir, GOtt, gericht't, hab' ich nur dich, so frag' und nicht bei Menschenkindern. ich nicht nach Himmel und nach 9. Gieb, daß ich mit der Ewig- Erden. Denn wär' der Himmel feit den Kampf so kurzer Jahre ohne dich, so könnte keine Lust vergleich' und ernstlich allezeit ge- für mich auch selbst im Himmel dent' an meine Bahre. Das werden. Wärst du nicht schon Kleinod, das der Glaube hält, auf Erden mein, so möcht' ich nicht laß neueu Muth mir geben, und auf Erden sein. Denn nichts ist zu den Freuden jener Welt mich in der ganzen Welt, das mir so oft im Geist erheben. sehr, wie du gefällt. Mein HErr 10. Erhalte mich stets unverzagt, und GOtt! wo du nicht bist:,: wenn mir's nicht immer glücket; ist nichts, das mir erfreulich ist. wenn mich, so viel mein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drücket, du siehst nicht auf die That allein, du siehst auf meinen Willen; ein göttliches Verdienst ist mein! Dies laß mein Herze stillen. E. F. Gellert. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Noth, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel' und Leib verschmachten: dies alles wird, wenn's auch noch mehr, ja, gar wie eine Hölle wär', mein Glaube doch nicht achten. Du bist und bleibest doch mein Heil und meines Herzens Trost und Theil. Denn wahrlich, nur durch dich allein kann Leib und Seele selig sein. HErr, meine Burg! ich hoffe fest:,; daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht und anf Uu der XVII. Liebe zu Gott. 1260. M. Herzlich lieb hab' ich. Dez er du mich als ein Vater liebst und mich mit Wohlthun ganz umgiebst, GOtt, meiner Seelen Freude! Ich bleibe dennoch stets an dir. Was ist, mein GOtt, das je mich hier von dei 674 der Welt dir nicht beharrlich Glauben hält, muß freilich wohl verderben. Er kann, weil er die Lust und Pracht der Erden sich zum Himmel macht, nicht deinen Himmel erben. Denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht sein Herz von dem entfernt, vas dir, du Heiligster! mißfällt, kommt nicht zu jener bessern Welt. Nur den, der hier sein Herz dir weiht:,: nur den führst du zur Herrlichkeit. 6. Gieb, daß ich stets ein gut Gewissen vor dir zu haben sorgsam sei, und mache von den Hindernissender wahren Tugend selbst mich frei. Nie störe Furcht und Lust der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt. 7. In deiner Furcht laß mich stets wandeln, und überall, auch wo ich sei, nach deiner Vorschrift redlich handeln. Du hasseft alle Heuchelei, wer dich von Herzen scheut und ehrt, nur der ist dir, o Vater, werth. Nor 6. Drum halt' ich mich getrost au dir, du aber hältst dich auch zu mir; und das ist meine Freude. Ich sebe meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, auch selbst im tiefsten Leide. Dein Wort, o Höchster! soll al lein mein Trost und meine Richtschnur sein, bis sich einst in der Ewigkeit mein Herz vollkommen deiner freut. GOtt meines Heils! ich warte drauf:,: nimm mich in deinen Himmel auf. XVIII. Furcht vor GOtt. 1261, M. Wer nur den lieben. or dir, o GOtt, sich findlich scheuen, ist unsre allergrößte Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheut er dein heilig Auge nicht. Drum wirk in mir durch deinen Geist die Furcht vor dir, die kindlich heißt. 2. In allem, was ich thu und dente, laß, HErr, das meine Mer bin ich? welche wichtge Weisheit sein, daß ich mein Herz zur Eorgfalt lente, vor jeder Sünde mich zu scheun. Denn wer noch Lust zur Sünde hat, der fürchtet dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu Her zen nehme, daß du allgegenwärtig bist, und das zu thun mich ernstlich schäme, was dir, mein GOtt, zuwider ist. Der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 8. In deiner Furcht laß mich einst sterben, so schreckt mich we der Tod noch Grab, so werd' ich ienes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich gab. GOtt, deine Furcht bringt Segen ein, ihr Lohn wird groß im Himmel sein. og XIX. Von der Demuth. 1262. M. Wer nur den lieben. 4. Laß immer dein Gericht mich scheuen, und wirkte steten Ernst in Dritter Anhang mir, mein Leben deinem Dienst zu weihen, daß ich die Gnade nicht verlier', die mich von dem verdienten Fluch befreit' und stets noch liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Zittern mich schaffen meine Seligkeit. Soll nichts mein ewig Glück erschüttern, so laß mich in der Gnadenzeit mit Vorsicht alles Unrecht fliehn und nur um deine Gunst bemühn. sie recht verstehn. Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, und laß mich achtsam auf mich sehn. W sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Jch bin ein Werk von deinen Händen. Du schufft mich, GOtt, zu deinem Preis; dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch, leb' ich, als dein Eigenthum, auch wie chi soll, zu deinem Ruhm? 3. J neuer Steder. 3. Ich bin ein Christ nach dem Bekenntniß, doch bin ich's, HErr, auch in der That? O, öffne du mir mein Verständniß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den JEsus mir gewiesen, geh, und ob ich auch im Glauben steh. 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, wie ich, mein GOtt, vor dir gesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten täuschen kann. 5. Wer alles weiß, und doch verborgen und unbekannt sich selbst noch bleibt: Wie will der für sein Bestes sorgen? Was ist, was den zur Beff'rung treibt? Sich selbst recht kennen, ist Verstand, drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nicht verlier'. Ach! leite mich mit deinem Licht, so täuschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rech675 auf diese Liebe, die nicht hält, was sie verspricht, Seele, deine Zuversicht! 5. Plößlich überfällt mich wie der Sorge der Vergänglichkeit, irdisch Hoffen, irdisch Leid. Und dann sink' ich muthlos nieder, suche nur bei Menschen Ruh; und mein Helfer w doch du! 6. Ach! vergięb mir, der im Staube dieses Leibes dich noch ten Wege, der mich zum ew'gen nicht, GOtt, erkennt von AngeLeben führt, so bringe mich zurücksicht; ach, vergieb mir, daß mein vom Stege, der in's Verderben Glaube hier noch wankt, und sich sich verliert. Gieb mir zur Bess' nicht fest, wie er sollt, auf dich rung Lust und Kraft; du bist's, verläßt! der beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war und hier gethan. O laß mich's nicht bis dahin sparen, wo Reue nichts mehr helfen kann. HErr, mache mich schon hier recht klug, und frei vom schnöden Selbstbetrug. 2. Aber deiner Liebe trauen, Höchster! das gereuet nie, denn ein starter Fels ist sie! die auf diesen Felsen bauen, wohnen unverlegt, und sehn ruhig selbst die Welt vergehn! 3. Täglich fag' ich's meiner Seele: GOtt liebt ewig! seine Treu wird mit jedem Morgen neu. Jhn, den Ewigen, erwähle dir zum Freund, und jauchze dann, daß kein Feind dir schaden kann. 4. Und ich will auch dich erwählen, Vater, ich will dir allein, ganz dir mein Vertrauen weihn. Aber ach, die Kräfte fehlen meinem Vorsaz; bald vergißt Fleisch und Blut, wie treu du bist! 7. Täglich laß es mich empfinden, wenn mein Herz auf sie sich stüßt, daß nicht Menschenhülfe müßt! Allen Trost laß mir verschwinden, bis ich wieder flieh zu dir; und dann, Vater, hilf du mir! 8. Der du deiner Kinder Flehen, GOtt, mein GOtt, so gern erhörst und sie selbst auch flehen XX. Hoffnung und Verstehen, und erfahren, wie so treu lehrst: Laß mich fest im Glauben trauen auf GOtt. 1263. M. Ach, was soll ich. deine Vaterliebe sei. B. inter. Ach, wie ist der Menschen Liebe so veränderlich, so falt! Wie erstirbt sie nicht so bald! See 1264. M. Was GOtt thut, das. Auf Gott und nicht auf meinen Rath will ich mein Glücke #lu 2 bauen, 676 Dritter Anhang bauen, und dem, der mich er- nicht mein Leid gleich, wenn mein schaffen hat, mit ganzer Seele Herz dir flehet, vorüber gehet? trauen. Er, der die Welt allmäch- 3. Du hebst der Berg der Mens tig hält, wird mich in meinen Taschen; doch empfindet sein ungen als GOtt und Vater tragen. dankbarer Sinn nicht, wer ihn 2. Er sah von aller Ewigkeit gründet; vergißt sein künftig wieviel mir nüßen würde, be- Glück auf dich zu bauen, voll stimmte meine Lebenszeit, mein Selbstvertrauen. Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 4. Dann träumt er stolz: Ihn könne nichts erschüttern. Du ziehst die Hand ab; er beginnt zu zittern, und klagt, wenn du nicht hilfft: GOtt will nicht retten, GOtt kann nicht retten. 5. So ist sein Herz bald trokig, und bald feige, und sündigt, glänzt dein Licht auf seine Steige, und sündigt, wenn du schlägst, wenn deine Schrecken zur Buß' ihn wecken. 3. GOtt fennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille, der geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? die größte Roth hebt oft der Tod, und Ehre, Glück und Habe verläßt mich doch im Grabe. 6. Ach! reinige mein Herz von solchen Sünden! im Glücke lehre mich mein Glück empfinden, und gieb mir Muth, an dir in finstern Tagen nicht zu verzagen. 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt GOtt es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer GOttes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 7. So werd' ich nimmer das Vertrau'n vergessen, das dir gebührt, nicht seig sein, nicht vermessen, im Glück, im Unglück rühmen: GOtt ist mächtig! GOtt nur ist mächtig! 1266. M. Nun ruhen alle Wälder. Mas ist's, daß ich mich quale? 3. A. Gramer. 6. Was ist des Lebens Herrlichfeit? wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ist's überwunden! Hofft auf den HErrn! er hilft uns gern, seid fröhlich, ihr Gerechten, der HErr hilft seinen Knechten. harr' nur auf GOtt, o Seele! harr' und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nüßet; GOtt weiß es, und GOtt schüßet allmächtig den, der nach ihm fragt. 6. F. Gellert. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah. 1265. M. Herzliebster JEsu, was. ollt' ich an deiner Macht, o GOtt, verzagen, wenn mir zur Prüfung du in trüben Tagen mein thränend Auge, meiner Seele Schmachten, nicht scheinst zu achten? 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dir, GOtt, nicht verborgen, der alles sieht und hält, und was du mir beschieden, das dient zu mei2. Wie dürft' ich, o Erhalter aller nem Frieden, wär's auch die Welten, dich hart, dich grausam, größte Last der Welt. dich ohnmächtig schelten; weil 4. 3ch neuer 4. Jch lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier im Segen, den Grund zum Glück zu legen, das ewig wie mein Geist besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, sei mir von dir gewähret! GOtt, du gewährst es gern. Was die fes Glück verleget, wenn's alle Welt auch schäßet, sei HErr, mein GOtt, mir ewig fern. 6. Sind auch der Krankheit Plagen und Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so harr' ich und bin stille zu GOtt, denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh', o GOtt. 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir wiederfahren, wenn du mich willst bewahren? Und du, mein GOtt bewahrest mich. C.F. Gellert. XXI. Liebe des Nächsten. 1267, M. Nun danket alle GOtt. Gieb ieb mir, o GOtt, ein Herz, das jeden Menschen liebet, bei seinem Wohl sich freut, bei seiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennuß und Neid und Härte flieht, und sich um Andrer Glück, als um sein Glück bemüht. 2. Seh ich den Dürftigen, so laß mich gütig eilen, von dem, was du mir giebst, ihm hülfreich mitzutheilen. Laß mich gern dienen, nicht groß vor der Welt zu sein, um mich verehrt zu sehn; nein, Menschen zu erfreun. 3. Dies sei mein GOttesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, muß Andern stets mein Herz mit Rath und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohlthat an; nein, was ich Brüdern thu, das sei dir, GOtt, gethan. 4. Ein Trank, mit dem mein Dienst dem Durstigen begegnet, ein Blick voll Trost, mit dem mein Herz Bedrängte jegnet, ein Rath, Lieder. 677 mit dem mein Mund in Kummer Andre stärkt: nichts bleibt, so klein es ist, von dir, HErr, unbemerkt. 5. Gilt wo ein boshaft Herz, Unfrieden anzurichten, so laß mich sorgsam sein, der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmähsucht tränke nie mein Mund des Nächsten Ruh; er rühme sein Verdienst, deck' seine Fehler zu. 6. Die Rach' ist dein, o GOtt, du sprichst: ich will vergelten. Drum laß mich stille sein, wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht; den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlergehen mit eingeschränktem Blick bei meinem Nächsten stehen. Noch stärker müsse mich sein ewig Glück erfreun und ihm zum Seelenheil mein Herz behülslich sein. 8. Den, der im Glauben wankt, im Glauben zu beſtärken; den, der noch sicher ist, bei seines Flei iches Werken, von der verkehrten Bahn auf rechten Weg zu ziehn, dazu verleih mir Kraft und segne mein Bemüh'n. 9. O heilige du selbst, HErr, meiner Seele Triebe, durch deine Lieb' und Furcht, zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den Nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, GOtt, mir stets vor Augen sein. 1268. M. Machs mit mir, GOtt. ( o Jemand spricht: Ich liebe GOtt! und haßt doch seine Brüder, der treibt mit GOttes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. GOtt ist die Lieb und will, daß ich den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wer dieser Erden Güter hat, und sieht die Brüder leiden, und macht den Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden: der Uu 3 ist 678 Dritter Anhang drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. GOtt schuf die Welt nicht blos für mich, mein Nächster ist sein Kind, wie ich. ist ein Feind der ersten Pflicht und hat die Liebe GOttes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre schmäht und gern sie schmähen höret, sich freut, wenn sich sein 11. Ein Heil ist unser aller Gut. Feind vergeht, und nichts zum Ich sollte Brüder hassen, die Besten kehret, nicht dem Ver- GOtt durch seines Sohnes Blut so läumber widerspricht, der liebt hoch erkaufen lassen? Daß GOtt auch seinen Bruder nicht. mich schuf und mich versühnt, hab' ich dies mehr, als sie verdient? 4. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den nächsten unterstüßet, doch nur aus Stolz, aus Eigennuß, aus Weichlichkeit ihm nüßet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht: der liebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer harret, bis ihn anzuflehn ein Dürft'ger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, der im Verborgnen weinet, nicht gütig forscht, ob's ihm gebricht: der liebt auch seinen Nächsten nicht. 6. Wer Andre, wenn er sie beschirmt, mit Härt' und Vorwurf quälet, und ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet! wie bleibt bei seinem Ungestüm die Liebe GOttes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet, nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. 8. Wahr ist es, du vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben; doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünschest dir die Kraft dazu, und sorgst dafür, so liebest du. 9. Ermattet dieser Trieb in dir, so such' ihn zu beleben. Sprich oft: GOtt ist die Lieb', und mir hat er sein Bild gegeben. Dent' oft: GOtt, was ich bin, ist dein; follt' ich gleich dir nicht gütig sein? 10. Wir haben einen GOtt und HErrn, sind eines Leibes Glieder; 12. Du schenfst mir täglich so viel Schuld, du, HErr, von meinen Tagen! Jch aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? 13. Was ich den Frommen hier gethan, den Kleinsten auch von diesen, das siehst du, mein Erlöser, an, als hätt' ich's dir erwie sen. Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein, und dich in Brüdern nicht erfreu'n? C. F. Gellert. 14. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergeben, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, GOtt, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. 1269. M. Ach, was soll ich Sünder. ollten Menschen, meine Brüder, mir, o GOtt, nicht theuer sein? Sollt' ich sie nicht gern erfreun? sie sind alle Chriſti Glieder, Christi, der für alle starb, allen GOttes Huld erwarb. So 2. Er hat all' aus einem Blute stammen lassen! alle sind GOttes, Jeder ist sein Kind. Alle sind mit einem Blute ihm erkauft, und eines Throns Erben; Erben seines Sohns. 3. GOttes Kinder wollt ich hass sen, lieblos, unbarmherzig sein? meinem Feinde nicht verzeihn? keine Schulden ihm erlassen? und GOtt, deß nur das Gericht, deß die Rach ist, richtet nicht? 4. Der neuer Lieder. Der du für die Uebelthäter um Geduld bat'st und die Last unsrer Schuld getragen hast, unjer Mittler und Vertreter, es versöhnte GOtt durch dich eine Sünderwelt mit sich. 5. Wenn mein Herz, vom Hang zur Sünde hingerissen, dich verkennt und zu Haß und Rach' entbrennt: überwind', o Ueberwinder, meinen Haß, und laß mich sehn in den Tod für uns dich gehn. 6. Deine Thränen, wie sie flos sen, als dein Aug' um mich geweint, laß mich sehen, Menschenfreund! und dein Blut, vor GOtt vergossen, ausgeschüttet, HErr, für mich, und von GOtt verlassen dich. 7. Es ertön' in meinen Ohren: was ich that, entzünde dich; wer den Bruder liebt, liebt mich; mer nicht liebet, ist verloren. GOttes Zorn bleibt über ihm; GOttes Zorn bleibt über ihm! 8. Laß mich's hören, daß ich's übe, was dein Wille mir gebeut, Nachsicht, Sanftmuth, Gütigkeit, daß ich, wie du liebtest, liebe, feurig liebe; mild, getreu, sanft und leicht versöhnlich sei. 9. O ihr, meines Hauptes Glieder, Christi, der für alle starb, allen Gnad' und Huld erwarb, lieben will ich euch, ihr Brüder, für euch beten, euch erfreun, wohl thun, dulden und verzeihn! 3. A. Eramer. 679 dein erbarmend Angesicht! Sün: dern, welche Brüder haſſen, kannſt du keine Schuld erlassen. 3. Wie dein Herz mit jedem Sünder väterliches Mitleid hat; wie der Todesüberwinder selbst für seine Mörder bat: so soll auch ein Christ verzeihen und sich nicht auf Rache freuen. 4. Ach, wir alle sind Verbrecher, häuften alle Schuld auf Schuld! du, der Sünden ernster Rächer, habe noch mit uns Geduld! sei uns gnädig, daß wir leben, und vergieb, wie wir vergeben! XXII. Friedfertigkeit und Versöhnlichkeit. 1270. M. HErr, ich habe mißgeh. Allen, welche nicht vergeben, wirst du, Richter, nicht verzeihn! trostlos werden sie im Leben, trostlos einst im Tode sein! unentladen ihrer Sünden, nimmer vor dir Gnade finden. 2. Ob sie reuend zu dir flehten, hörst du doch ihr Flehen nicht, und verbirgst, wie oft sie beten, 5. Wir geloben's dir mit Freuden: willig wollen wir verzeihn, nie uns rächen, wenn wir leiden, nie zu dir um Rache schrein; täglich vor dein Antlig treten und für unsre Feinde beten! 6. Stärk' uns, Vater, deine Frommen, treu zu bleiben dieser Pflicht! wenn wir in Versuchung kommen, so besiege sie uns nicht! Laß sie uns gewaffnet finden! Laß uns schnell sie überwinden! 7. Also mach' uns deinem Leben, JEsus Christus gleichgesinnt! dann vergieb, wie wir vergeben, allen, die uns schuldig find! Laß für deines Volts Verbrechen dann dein Blut versöhnend sprechen! 8. Heil uns! GOtt verzeiht uns Sündern, geht nicht mit uns in's Gericht; nimmt uns auf zu ſeinen Kindern, zürnet mit uns ewig nicht! Laßt uns beten, laßt uns tämpfen, alle Rach' in uns zu dämpfen! B. Münter. 1271. M. Mach's mit mir, GOtt. Der du, dem Tode nah, für die, die dich du vor deinem Rächer sie, du Menichenfreund, vertratest: Wann werd' ich vor dir ähnlich sein und meinem Feinde gern verzeihn? 2. Jch Sünder, dem noch Rache glüht in heuchlerischem Herzen, der noch sein Wohlgefallen sieht Ulu 4 an 680 an seiner Feinde Schmerzen, ich trete vor dein Angesicht, du Gott der Lieb', und zittre nicht! Dritter Anhang 3. Ich wollte hoffen, Trost im Tod, Huld im Gericht zu finden, zu dir noch flehen: richte, Gott, mich nicht nach meinen Sünden, und hörte nicht die Stimm' in mir: wie du vergiebst, vergiebt GOtt dir! zur Rechten GOttes für mich bittest! erweck' in mir, du Muster wahrer Liebe! der Sanftmuth Triebe. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? du schaltst nicht wieder, als man dich gescholten. Du fegnetest mit Wohlthun nicht blos Freunde, nein, selbst auch Feinde. 4. Die Stimme GOttes schalle mir durch meine ganze Seele: wie du vergiebst, vergiebt Gott bir! erwäg' es, und dann wähle! der wählt den Segen, der vergiebt, und der den Fluch, der Rache liebt. 3. Und ich, HErr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen Andre brennen? Ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten und wieder schelten? 4. Wie kann ich Vater! zu dem 5. Sei, Seele, weoth der Selig- Höchsten sagen, und Groll im teit, dich selbst zu überwinden! Herzen gegen Brüder tragen? duld' und vergieb, denn GOtt Wie kann ich zu ihm flehn, mir verzeiht und straft nicht deine zu verzeihen, und Rache schreien? Sünden! Nicht Rache, Segen rufe du, Begnadigter, dem Feinde zu! 6. Auch mein Beleidiger hat Theil am Heiland aller Sünder! mit Blut erkauft auch ihn zum Heil der Todesüberwinder, an mich und ihn ergeht der Ruf des GOit: s, der uns beide schuf! 9. Wie gern will ich, GOtt, auf dein Wort Haß und Verfolgung leiden; wie gern verzeihn, da du mir's dort vergiltst mit solchen Freuden, wenn mir im Himmel nur Ein Feind dankbare Freudenthränen weint! 1272.M. Herzliebster JEsu, was. Err, mein Versöhner, der du B. Münter. für mich littest! und noch 5. Wer nicht vergiebt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Jünger ist nur, der, wie du, vergiebet und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner See len Triebe, mein Heiland! durch den Geist der wahren Liebe; verNamen der Rachgier Samen. 7. O könnt' ihu meine Sanft- tilge durch die Lust zu deinem muth noch zur Seligkeit bekehren! ihn, der mich haßt, das sanfte Joch der Liebe tragen lehren! wie göttlich würd' es mich erfreun, der Retter seines Heils zu sein! 8. Wie würd' er mir am Weltgericht mit heißen Thränen dan ten, mein Freund und Bruder, ewig nicht von meiner Seite wanken, und Gott erhöhen, dessen Hand uns für die Ewigkeit verband. 7. Wenn Brüder sich an mir worin vergehen, so lehre mich ihr Unrecht übersehen. Laß mich, wenn sie mich auch empfindlich kränken, an dich gedenken. 8, Erwecke dann, o HErr, in meinem Herzen auf's neue das Gedächtniß jener Schmerzen, die du, in deinen schweren Leidensstunden für mich empfunden. 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen! den, der mir flucht, voll Großmuth, wie du, segnen. HErr, mache gegen alle, die mich hassen, mein Herz gelassen. 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd' ich sonst mein ganzes Glück verlieren: o HErr, so laß mich, ihr zu widerstehen, auf dich dann sehen. 11. Du neuer Lieder. 681 11. Du schüßest den, der redlich| freund in Wort und Werken hanvor dir wandelt und überall nach deinem Vorbild handelt. Drum laß in allem mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. delt, und das ist, was er scheint; der Recht und Treue liebet und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit übet, sich unbefledt erhält. XXIII. Gerechtigkeit. 1273. M. Kommt her zu mir. 2. Wohl dem, der Lügen hasset, Du liebst, o Gott, Gerechtig und der, so oft er spricht, so seine und er die Wahrentweiht, am nächsten Unrecht übet. Du bist's, der Jedem seinen Lohn, ohn' alles Ansehn der Perfon, nach seinen Werten giebet. 2. Gerechter GOtt! laß deinen Geist zu dem, was recht und billig heißt, stets meine Seele lenten. Nie komm' es mir doch in den Sinn, aus schnöder Habsucht und Gewinn des Nächsten Recht zu kränken. 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Brust und laß mich stets mit wahrer Lust der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf Unrecht denft, nur Schaden sucht und Andre fränkt, wie kann das Brüder lieben? 4. Nie seufze Jemand wider mich! mein ganzes Herz bestrebe sich, dem Nächsten gern zu geben, was er mit Recht verlangen kann, und immerfort mit Jedermann in Einigkeit zu leben. 5. Laß mich beständig dahin sehn, mit Jeglichem so umzugehn, wie ich's von ihm begehre; damit ich leines Menschen Herz durch meine Härte je mit Schmerz und Kümmerniß beschwere. 6. HErr, mit dem Maß, damit ich hier dem Nächsten messe, wirst du mir dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur Billigkeit, so werd' ich auch zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen. XXIV. Wahrheit und Aufrichtigkeit. 1274. M. Valet will ich dir geben. W belt, der als ein Wahrheitsohl dem, der richtig wan: heit nicht mit Vorbedacht verleßet, und der an allem Ort sich dies vor Augen sebet: GOtt merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, daß sein Gemüthe, HErr, deine Rechte übt. Ihn leitet deine Güte, er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 4. HErr, drücke diese Sache mir tief in's Herze ein, daß ich's zur Pflicht mir mache, der Lügen Feind zu sein; erinnre mein Gewissen, du hasfest Heuchelei, damit ich stets beslissen der Treu und Wahrheit ſei. 5. Nie laß mich was versprechen, das ich nicht halten kann, und nie Zusagen brechen, die ich einmal gethan; nie mich den Stolz verleiten, und nie des Beispiels Macht, als Wahrheit auszubreiten, was ich doch selbst erdacht. 6. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Weisheit Licht, HErr, meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb' und wisse, wenn ich für Andrer Wohl und für mich reden müsse, und wenn ich schweigen soll. 7. Wenn je, um mich zu drücken, des Feindes Anschlag gilt, der sich bei bösen Tücken in guten Schein verhüllt, so stärke meine Seele, daß sie nicht unterliegt und alles dir befehle, durch den die Unschuld siegt. 8. Ein Herz voll Treu und Glau ben, das, GOtt, zu dir sich hält, Uu5 das Dritter Anhang 682 das soll mir Niemand rauben; so kann ich aus der Welt einst mit der Hoffnung gehen: ich werde als dein Kind dich mit den Frommen fehen, die reines Herzens sind. XXV. Selbstliebe. 1275. M. OGOtt, du frommer. ein Wille ist's, o GOtt, ich foll mich selber lieben. laß mich diese Pflicht nach deiner Vorschrift üben, und schränke felbst den Trieb, froh und beglückt zu sein, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Grenzen ein. 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe und daß in allem ich dein Auge kindlich scheue. Wer als ein Christ sich giebt, der flieht auch als ein Christ, was wider deine Furcht und Menschenliebe ist. 3. Kein schnöder Eigennuß be herrsche meine Seele! und wenn zu meinem Glück ich Weg und Mittel wähle, so laß mich stets dabei auf Recht und Wahrheit schaun; auch nie mein Wohlergehn auf Andrer Elend baun. 4. Dein Fluch trifft jedes Glück, dabei die Tugend leidet, dabei der, der es sucht, GOtt, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt deinen Himmel nicht. Nie treffe mich, o GOtt, dies schreckliche Gericht. 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer. Die Welt mit ihrer Lust vergeht doch einst auf immer. Was hilft uns kurze Lust? was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergänglich's Gut ist's, was uns glücklich macht. 6. Ein GOtt ergebnes Herz, ein unverlett Gewissen, nur das kann uns allein des Lebens Last versüßen; das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. O selig! wer danach mit heil'gem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, GOtt, deine Gnade achtet. Der liebt allein sich recht, der find't schon in der Zeit die wahre Ruh, und einst vollkommne Seligkeit. 8. Dies sei mein Zweck, mein Fleiß. O segne mein Bemühen! so wird das wahre Wohl nicht meinem Wunsch entfliehen. Bes wahre mich dabei, HErr, vor dem Lauf der Welt. Gieb, daß ich mich so lieb', als dir es wohlgefällt. 1276, M. Wer nur den lieben. warten nähren, das ist, o Schöpfer! meine Pflicht, muthwillig seinen Bau versehren, verbietet mir dein Unterricht. O stehe mir mit Weisheit bei, daß diese Pflicht mir heilig sei. 2. Sollt ich mit Vorsaß das verlegen, was zur Erhaltung mir vertraut? Sollt' ich gering ein Kunststück schäßen, das du, als Schöpfer, selbst erbaut? Weß ist mein Leib? Er ist ja dein; sollt' ich denn sein Zerstörer sein? 3. Jhn zu erhalten, zu beschüßen, giebst du mit milder Vaterhand die Mittel, die dazu uns nüßen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein. Wie? sollte sie denn mir és sein? 4. Gesunde Glieder, muntre Kräfte, o GOtt! wie viel sind die nicht werth! Wer taugt zu des Berufs Geschäfte, wenn Krantheit seinen Leib beschwert? Jſt nicht der Erde größtes Gut Gesundheit und ein heitrer Muth? 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was meines Körpers Wohlfahrt stört, daß nicht, wenn seine Kräfte leiden, mein Geist den innern Vorwurf hört: du selbst bist Störer deiner Ruh; du zogst dir selbst dein Uebel zu. 6. Laß neuer 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder mich zu bewahren achtsam sein! Drückt mich die Last der Krankheit nieder, so flöße selbst Geduld mir ein. Gewähr' auch dann mir guten Muth, und segne, was der Arzt dann thut. 7. Doch gieb, daß ich nicht übertreibe, was auf des Leibes Pflege zielt; nein, stets in jenen Schranfen bleibe, die dein Geseß mir anbefiehlt. Des Körpers Wohl laß nie allein den Endzweck meiner Sorgen sein. XXVI. 1278. M. Aus meines Herzens. 18. Mein größter Fleiß auf dieser We em Weisheit fehlt, der bitte, Erde sei stets auf meinen Geist gericht't, daß er zum Himmel tüchtig werde, eh' dieses Leibes Hütte bricht; dazu, HErr, segne meinen Fleiß, so leb' ich hier zu deinem Preis. von GOtt, der Weisheit hat. Er leitet unsre Schritte durch seines Geistes Rath. Wer ruft zu ihm hinauf, dem nicht der HErr gewähret, was er von ihm begehret? Er giebt, und rückt's nicht auf. 1277, Mel. In allen meinen. Was ist mein zeitlich Leben, das du mir, GOtt, gegeben? ein unschäßbares Gut. Du gabst mir's hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. Lieder. 683 6. In deine Vaterhände befehl ich, HErr, mein Ende, und meiner Tage Lauf; es sei mein ganzes Leben dir hier zum Dienst ergeben, hilf nur dem guten Willen auf. 7. Was nüßt ein langes Leben dem, der nicht GOtt ergeben, nach wahrer Tugend strebt? Wer GOtt und Menschen liebet, und sich im Glauben übet: nur der hat lang' und wohl gelebt. Weisheit. 2. Hier wird die Saat geſtreuet; dort erntet man erfreuet der Tugend Früchte ein. Je länger ich hier wandle, vor dir rechtschaffen handle, je größer wird mein Glück dort sein. 2. Gieb, Vater meiner Väter, mir einen weiſen Sinn; du giebſt die Uebertreter in ihren Sinn dahin. Ich aber wünsche mir ein Herz, das ich nur liebe, gern, was du forderst, übe; das wünsch ich mir von dir. 3. Der Leib beschwert die Seele; wie leicht verirr ich mich, wenn ich mein Glück mir wähle, erleuchtet nicht durch dich. Durch jeden Schein verführt, wähl' ich mir falsche Güter, wenn, meines Lebens Hüter, mich nicht dein 3. Sollt' ich dies Glück mir raus ben? O HErr, laß mir im Glau- Rath regiert. ben der fünft'gen Erntezeit mein Leben auf der Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut! 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ist wider meine Pflicht! ist Undank deiner Güte. Ein redliches Gemüthe verläßt ja seinen Posten nicht. 5. Gieb, daß ich flüglich fliehe, was oft mit leichter Mühe mir gar mein Leben nim. Doch laß mich auch nicht zagen es muthig dran zu wagen, wo nn mich die Pflicht dazu beſtim 4. Kaum treff' ich, was auf Erden, mir gut und heilsam iſt, wie kann ich selig werden, wenn du mein Licht nicht bist? Regierst du nicht dein Kind, so wird's ein Uebertreter, da meines Heils Verräther selbst meine Sinne sind. 5. Du, HErr, regierst und lentest solch' eine große Welt; geschieht nicht, was du denkest, nicht was dir wohlgefällt? wann überschritt ihr Gleiß die Sonne, die du schufest? was ehrt nicht, wenn du rufelt, gleich willig dein Geheiß? 6. Wenn 684 6. Wenn deine Meere toben, und du gebeutst nur: Ruht! hast kaum die Hand erhoben, so legt sich ihre Wuth. Wie leicht, wenn böser Lust Empörung in mir wüthet, ruht, wenn dein Werk gebietet, der Aufruhr meiner Brust. 7. Ach lente du mein Leben; dir sei es ganz geweiht; mein einzi ges Bestreben sei, was dein Rath gebeut! dann bin ich weis' und flug, dann thu ich recht auf Erden; dann werd' ich selig werden; dann hab' ich, GOttt, genug! 3. 2. Gramer. XXVII. Sorge für die Seele. 1279. Mel. Sei Lob und Ehr'. Nach meiner Seelen Seligkeit Dritter Anhang Freudigkeit auch selbst im Tode geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch' Glück, nur GOttes Gnade und der Blick auf jenes Lebens Freuden. 6. Nach diesem Kleinod, HErr, laß mich vor allen Dingen trachten, und was mir daran hinderlich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh' und im Gericht dereinst besteh', sei meine größte Sorge. 7. Doch was vermag ich, wenn du nicht vor Trägheit mich beschüßest, und mich zur Treu in dieser Pflicht mit Kräften unters stüßest. O stärke mich, mein Gott, dazu, so, find ich hier schon ew'ge Leben. gen. Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? 1280.. Wer nur den lieben. Wie würd' ich einst vor dir besicht, daß ich's schon ergriffen die wünscht einzugehn, muß reines nur schwach! doch, daß ich meine Herzens werden. Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das straus chelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Beff'rung ist die Tugend, oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hiße roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit; und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz für Tugend an. 4. Oft ist die Aend'rung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dämpf'st sie; doch du wechselst nur; dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wollust oder Geiz. 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn auf seine Sünden sehen, und wenn man nicht mehr sünd'gen kann, GOtt um Erbarmen flehen, das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o GOtt, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du rufft uns hier zur Heiligung. Drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. HErr, stärke mir dazu den Trieb, nichts sei zu groß, nichts mir so lieb, das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewönn' ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o GOtt, darüber meiden; was hülfe mirs? Kann auch die Welt mit allem, was sie in sich hält, mir deine Gnad ersetzen? 5. Was führt mich zur Zufriedenheit schon hier in diesem Leben? was kann mir Troft und 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, 685 allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig sein. 12. Sei nicht vermessen! wach und streite; denk nicht, daß du schon g'nug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall, drum wache stets, wach überall. S. F. Gellert. 6. Du dentst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fällt, so werde nichts dein Herz verführen, doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht HErr, wie lange muß ich rin1281, M. HErr, ich habe mißgeh. rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. gen, eh' ich auf der steilen Bahn deines Rechts zum Himmel dringen, und vom Kampfe ruhen kann. Werd' ich meinen Hang zu Sünden endlich völlig überwinden? 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit, jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, und sieh, dein Herz wallt auf und dräut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. neuer Lieder. liebe, was Andern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmähsucht Triebe erwekten dir so manchen Feind, du wirst behutsam, schränkst dich ein, fliehst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen, so regt sich unsre Leidenschaft. Wir wer den im Geräusche schwach und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst GOtt die leich ten Triebe durch einen strengen Lebenslauf, doch opferst du, wills seine Liebe, ihm auch die liebste Neigung auf? dies ist das Auge, dies der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zur Ruh und Stille, die Welt, und liebst die Einsamkeit! doch bist du, forderts GOttes Wille, auch dieser zu entfliehn bereit? dein Herz haßt Habsucht, Neid und Bant, flieht's Unmuth auch und Müssiggang? 11. Du bist gerecht, denn auch bescheiden? liebst Mäßigkeit, denn auch Geduld? du dienest gern, wenn Andre leiden, vergiebst du Feinden auch die Schuld? von 2. Ach wenn mich die Lust der Erde, oder kühner Sünder Spott reizet, daß ich träger werde, wirst du mein vergessen, GOtt? Wirst du, mich zu unterstüßen, eilen? Wirst du dann mich schüßen? 3. Ach, ich zittre GOtt, wie lange soll ich kämpfen? Dieser Streit meiner Schwachheit macht mir bange, und der Welt Gefährlichkeit, daß ich doch noch unterliege und mein Kleinod nicht ersiege. 4. Schaue her zu deinem Kinde! höre mich und steh mir bei. HErr, bewahre mich vor Sünde, mache mich getrost und treu, daß ich standhaft deine Wege wandeln und nicht straucheln möge! 5. Daß die Welt mich nicht verführe, daß sie mich nicht ungetreu mach, und spottend triumphire, daß ich auch gefallen sei, daß sie sich nicht ihrer Siege rühme, weil ich unterliege. 6. Der du Kraft und. Muth gewährest, hilf des Schwachen Schwachheit auf! Ja ich hoffe, daß du höreft, und ich freue mich darauf. Rühmen will ich's, und dir singen, daß du Stärke giebst zu ringen. 3. A. Cramer. 1282. Mel. 686 Dritter Anhang und dir gefällt; damit ich nicht in jener Welt an ew'gen Gütern darbe. 1282. M. Wachet auf, ruft uns.| walten. Gieb selbst mir Weiss Rüſtet euch, ihr Chriſtenleute, heit, gieb mir Kraft, damit ſo die Feinde wie es mir Beute, ja Satan selbst hat eu'r begehrt. Wappnet euch mit GOttes Worte, und kämpfet frisch an jedem Orte, damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Immanuel, Hosianna! der Starke fällt durch diesen Held, und wir behalten doch das Feld. 2. Mein Hab' und Gut kommt ja von dir und deinem milden Segen. Nicht mir zum Fallstrick gabst du mir mein zeitliches Vermögen. Du gabst es mir zum wahren Wohl. Drum gieb, HErr, daß ich's, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des HErren Kraft. 3. Was ist das mir geschenkte Stärket euch in JEsu Namen, daß Gut? Vergänglich und von Erde. ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen. Hilf, daß ich nicht aus UeberWo ist des Glaubens Eigenschaft? muth dadurch vereitelt werde! Wer hier ermüden will, der schaue Nie reiße irdischer Gewinn mein auf das Ziel, da ist Freude. Wohl- Herz zu Ueppigkeiten hin, die an! so seid zum Kampf bereit, wichtgre Sorgen hindern. so trönet euch die Ewigkeit. 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schäßen? verführt mich zeitlich Gut und Geld, sorglos hintan zu sehen, was meiner Seelen Heil begehrt, und mir ein wenig Glück gewährt: wie strafbar würd' ich handeln! 3. Streitet recht die wenig Jahre, eh' ihr kommt auf die Todtenbahre; furz, kurz ist unser Le benslauf. Wenn GOtt wird die Todten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. GOttlob! wir sind versöhnt, daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange und GOttes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Chrenkron'. 4. JEsu, hilf doch deinen Kindern, und mache sie zu Ueberwindern, die du erkauft mit dei nem Blut. Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir, im Tod und Leben für und für. XXVIII.Verhaltengegen zeitliche Güter und im Berufe. 1283. M. We GOtt der HErr. HErr, laß mich doch gewiſſen haft mein Gut ver5. Mein größtes Trachten sei allhier nach deines Geistes Gaben. Wie reich bin ich, o GOtt, in dir, wenn ich nur die kann haben. Hab' ich nur, Höchster, deine Huld, bin ich voll Glauben und Geduld; was fehlt dann meiner Seele? 6. Den Geiz laß ferne von mir sein, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh und Gewissenspein tann Reichthum nicht erlöſen. Er hilft in Todesstunden nichts, und nichts am Tage des Gerichts, da schüßt er keinen Sünder. 7. Laß mich in meiner Sparsam feit die Güter nie verschwenden, die du mir gabst in dieser Zeit, sie nüßlich anzuwenden. Gieb mir die Klugheit, daß ich hier dadurch dem Nächsten so wie mir, es Lebens Müh' erleichtre. 8. Es kommt neuer Lieder. 687 chenschaft. Das laß mich stets| entdecken. Und wo ist eines bedenken, und mein Gemüth ge- Standes Pflicht, die nicht der wissenhaft zur heil'gen Sorgfalt Geiz entehrt und bricht? lenten, also die Güter dieser Zeit zu nüßen, daß ich einst erfreut noch Segen davon ernte. 1284. Mel. Mir nach, spricht. 8. Drum, HErr, erhalte mich dabei, daß ich mir g'nügen lasse; Geiz ewig, als Abgötterei, von mir entfern' und hasse. Ein wei ſei liebt, als Schäße dieser Erden! Wohl dem, der sich mit Eifer übt, an Tugend reich zu werden, und in dem Glauben, daß 1285. Mel. Sei Lob und Ehr'. er lebt, ſich über dieſe Welt erhebt. Zur Arbeit, nicht zum Müſſig2. GOtt, du verwehrst es uns zwar nicht, hier Güter zu besißen. Du gabst sie uns, und auch die Pflicht, mit Weisheit sie zu nüßen. Sie dürfen unser Herz erfreun, und unsers Fleisches Antrieb sein. gang, o auf Erden; drum laß mich doch mein Lebelang kein Knecht der Trägheit werden. Gieb mir Verstand und Lust und Kraft, geschidt, treu und gewissenhaft mein Amt hier zu verwalten. 3. Doch nach den Gütern dieser Beit mit ganzer Seele schmachten, nicht erst nach der Gerechtigteit und deinem Reiche trachten, das ist, o HErr, nicht der Beruf, dazu uns deine Liebe schuf. 4. Der Geiz erniedrigt unser Herz, erstickt die edlen Triebe. Die Liebe für ein schimmernd Erz verdrängt der Tugend Liebe, und machet, der Vernunft zu Spott, ein elend Gold zu unserm GOtt. 5. Der Geiz, so viel er an sich reißt, läßt uns kein Gut genieBen; er quält durch Habsucht unsern Geist und tödtet das Gewissen. Er reißt durch schmeichelnden Gewinn uns blind zu jedem Frevel hin. 3. HErr, vor träger Weichlichkeit wollst du mein Herz bewahren! so werd' ich aus Gemächlichkeit nie meine Kräfte sparen. Erholen werd' ich mich nur dann, wenn ich von Kraft erschöpft, mich kann zu neuer Arbeit stärken. 4. Mit wahrer Vorsicht laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen, die weit entfernt von meiner Pflicht, verschwenderisch verbringen. Das müsse mein Vergnügen sein, mich den Geschäften ganz zu weihn, die du mir auferleget. 6. Um wenig Vortheil wird er schon aus uns mit Meineid sprechen; uns zwingen, der Arbeiter Lohn unmenschlich abzubrechen; er wird in uns der Wittwen Flehn, der Waisen Thränen widerstehn. 5. Ein heil ger Trieb belebe mich, o Höchster! meine Pflichten in deiner Furcht, gestärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freut, giebt zu der Arbeit Munterkeit, versüßt uns ihre Lasten. 7. Nie kann ein Herz, vom Geize hart, des Wohlthuns Freuden 6. Laß mich vor dir, HErr, unschmecken, und in des Unglücks verrückt mit einem Herzen wanGegenwart den Ruf zur Hülfdeln, das Geiz und Ehrsucht nie beitrickt. meines Lebens größtes Gut! 6. F. Gellert. 2. Hast du ein Amt, so warte sein: Das isſt, Gott, dein Wille. O flöße selbst den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle! Hilf mir, daß ich von Zeit zu Zeit an Einsicht und an Tüchtigfeit zu meinem Amte wachſe. 688 Dritter Anhang bestridt. Gewissenhaft zu han-| 6. Doch selbst, o GOtt, in Stras deln, mein Leben deinem Dienst fen unsrer Sünden läßt du den zu weihn, so nüßlich, als ich Weg zu unserm Heil uns finden, kann, zu sein, das sei mir Ehr wenn wir sie uns, die Missethat und Reichthum. zu hassen, züchtigen lassen. 7. Dir zu gefallen, sei mein Zweck bei allem, was ich thue! So wandle ich den rechten Weg zu der Gewissensruhe. Denn wer dir, Heiligster, mißfällt, was nüßet dem die ganze Welt mit allen ihren Schäßen? 7. Jag' ich nur nach dem Frieden im Gewissen: wird alles mir zum Besten dienen müssen. Du, HErr, regierst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 8. Laß mir den zeitlichen Beruf, dazu mich, HErr, auf Erden dein weises Allmachtswort er schuf, doch eine Leiter werden, worauf ich einst in jener Welt, die höheren Beruf enthält, zu Höhern Würden steige. 8. Ich bin ein Gast und Pilger auf der Erden; nicht hier, erst dort, dort soll ich glücklich werden, und gegen euch, was sind, ihr ew'gen Freuden, dieser Zeit Leiden? 9. Wenn ich nur nicht mein Elend selbst verschulde; wenn ich als Mensch, als Christ, hier leid' und dulde, so kann ich, mich der Hülfe der Erlösten sicher getrösten. XXIX. Geduld und Trost im Leiden. 1286. M. Herzliebster JEfu, was. Ein Herz, o GOtt, in Leid und Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, täglich ermessen. 10. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen tränken! doch in der Noth an seinen Schöpfer denken und ihm vertraun, dies stärket unsre Herzen mitten in Schmerzen. 11. Schau über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Mert auf! Wer spricht: bis hierher! zu dem Meere? Ist er nicht auch dein Helfer und Berather, ewig dein Vater? 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter? Bin ich vor dir, HErr, nicht ein Uebertreter? Thu' ich zu viel, wenn ich die schweren Tuge standhaft ertrage? 3. Wie oft, o GOtt, wenn wir das Böse dulden, erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient bekommen, Trübsal der Frommen! 4. Ist Dürftigkeit, in der die Trägen tlagen, sind Haß und Pein, die Stolz und Wollust tragen, des Schwelgers Schmerz, des Neids vermißte Freuden, christliches Leiden? 14. Das Kreuz des HErrn wirkt 5. Ist deren Qual, die deinen Weisheit und Erfahrung; ErfahRath verachtet, nach GOttes rung giebt dem Glauben Muth furcht und Glauben nie getrach- und Nahrung. Ein starkes Herz tet, und die sich jetzt in finstrer| steht in der Noth noch feste. Hoffe Schwermuth quälen, Prüfung das Beste. der Seelen? C. 8. Gellert. 1287, Mel. 12. Willst du so viel, als der Allweise wissen? jebt weißt du nicht, warum du leiden müssen, allein du wirst, was seine Wege waren, nochmals erfahren. 13. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geistes zu empfahen, und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, Andre zu stärken. neuer 1287, M. Estostet viel, ein Chrift. Er wird es thun, der treue GOtt, er kann ja nicht ohn' alle Maß versuchen, er bleibet noch ein Vater in der Noth, sein Segenmund wird seinem Kind nicht fluchen. Ei, höre nur, wie er so freundlich spricht: verzage nicht. 2. Bedente fein, daß du berufen bist, in GOttes Reich durch Trübsal einzugehen. Du glaubest ja, du seist ein wahrer Christ; so muß man auch von dir die Probe sehen. So lang' es geht nach deinem Fleisch und Blut, steht's noch nicht gut. 3. Du hast genug vom Christentreuz gehört, so hast du auch genug davon gesprochen, doch haftet mehr, was die Erfahrung lehrt; drum fomm getrost zum Kreuz heran getrochen. Wer die: Lieder. 689 mich über dich erbarmen; du liemir, drum halt ich dich in meiner Güte Armen. Sei gutes Muths, die Hülfestund' ist nah, dein Trost ist da. 8. Dir sei gedankt, du auserwählter Freund, daß du dein Aug' so richtest auf die Deinen; denn wenn uns jeßt der arge Friedensfeind so hat gefaßt, daß wir verloren scheinen, so stürzest du ihn in der Höllen Schlund zur rechten Stund'. 9. Gieb, daß auch wir, die du so innig liebst, dich mögen stets in Lieb' und Hoffnung ehren, weil du ja nicht von Herzen uns betrübst und unser Leid in Freude willst verkehren. So sei dir denn Lob, Ruhm und Dank gebracht aus aller Macht. 3. D. Herrnschmidt. 1288. m. Alle Menschen müssen. fes faßt, dem wird zuleßt zu Theil Hilf, Gott, daß mein Herz im Trost und Heil. 4. Ch' Joseph steigt auf der Egypter Thron, muß er zuvor den schwarzen Kerker sehen; eh' David kommt zu der verheiß'nen Kron', muß er mit Schmach im Glend umher gehen; Histias wird erst nach der Sterbensnoth befreit vom Tod. Leiden findlich ehrt; nie aus Durst nach eitlen Freuden wider ihn sich fühn empört. Der mußt auch den Kreuzkelch trinken, der doch dein Geliebter war. Mag er mich schon bitter dünken; er ist heilsam, reich' ihn dar! 5. Dein JEsus selbst geht dir zum Beispiel vor, der mußte ja auf Erden vieles leiden, eh' er sich hob zur Herrlichkeit empor, da er nun hat und giebt die ew'gen Freuden. Wer treulich kämpft, bringt auch den guten Lohn zuletzt davon. 6. Drum hoffe nur auf den, der Vater heißt; er ist dir gut, auch mitten in dem Jammer; dein Bräut'gam steht, wenn dich der Kummer beißt, und schaut hinein in deine Herzenskammer; da sieht er's wohl, wenn du bist Trostes bloß und Hülfe los. 7. Und also bricht das Herz ihm gegen dich, er spricht: Ich muß 2. Vater, es gescheh dein Wille! also betete der Sohn, also bet' auch ich; und Stille herrscht in meinem Geiste schon. Willig folg' ich JEsu Schritten, der, ganz rein von aller Schuld, so viel mehr als ich gelitten. Dies, dies stärkt mich zur Geduld. 3. Dir will ich mich übergeben! JEsu! bilde mich nach dir. HErr, du starbst, in mir zu leben; lebe denn nun auch in mir. Lamm, zur Schlachtbank hingeführet, hilf, daß ich in fester Treu, wie den Deinigen gebühret durch Geduld dir ähnlich ſei. 4. Lamm, das, von verruchten Zungen frech verhöhnet, dennoch Xr schwieg; 690 Dritter Anhang schwieg! Stiller Muth bei Lästerungen! wie tief war er von Angst rungen; meld' ein edelmüth'ger durchdrungen! wie seufzt' er laut Sieg! Muß ich gleichen Grimm und schwißte Blut! doch sahn die empfinden, lehre mich gelassen Feinde nicht auf seinem Angesein, und will sich mein Zorn sicht bange Schrecken. Geitärkt entzünden, flöß' mir deine Sanft von GOtt, dämpft er den Tod: muth ein. da jauchten alle Himmel ihm! 5. Unter Pfeilen bittern Spot- 4. Mitgenossen seiner Leiden sind tes, ja, im Schmerz der Kreuzi- wir; einst ernten wir auch Freugung, da vergabst du noch, Lamm den mit ihm, dem Ueberwinder, GOttes, jegliche Beleidigung. ein. Laßt uns kämpfen, laßt uns Vater, so hör' ich dich sprechen, ringen, mit unserm Haupt hinihrer schone dein Gericht, denn durch zu dringen und seines Himfie tennen die Verbrechen, die mels werth zu sein. Der Hülf uns sie jetzt verüben, nicht. schafft, ist Er! Sein großer Nam' int, HErr, unsre Stärke! die ihm vertraun, die werden schaun, welch' eine feite Burg ist er! 6. Selbit der Feinde Heil zu suchen, reiz' auch uns dies Beispiel an. Ja, wir wollen, wenn fie fluchen, mit Gebet zu GOtt uns nahn. Ihre Schuld willst du erlassen: das, o GOtt, ist unser Flehn, daß einst selber, die uns hassen, dort mit uns dein Antlig sebn. 3. A. Schlegel. 1289. M. Wachet auf, ruft uns. 5. Ja, du kommst, von allem Bösen uns, deine Christen, zu erlösen; deß sind wir froh und danken dir! JEsus Christus! nicht verzagen soll unser Herz in trüben Tagen; auf deine Zukunft hoffen wir. Wir wissen, wer du bist, wer dein Erlöser ist; und sind Ejus kommt, von allem Bösen uns, zu sen; er kommt mit Macht und Herrlichkeit. Dann, an seinem großen Tage, verwandelt sich der Frommen Klage in ewige Zufrie denheit. Sei fröhlich, Volk des HErrn! er kommt, er ist nicht fern, dein Erretter. Dein Schmerz ist kaum ein Morgentraum; auf ihn folgt ewig, ewig Heil. 2. Augenblicke dieser Leiden, was seid ihr gegen jene Freuden der unbegrenzten Ewigkeit! Seht die Kron' am Ziele prangen, und kämpft und ringt, sie zu erlangen, die ihr dazu berufen seid! Euch halt' in eurem Lauf kein Schmerz des Lebens auf, Ueberwinder! das Ziel ist nah, bald seid ihr da, und, Hülfe bei. eure Leiden sind nicht mehr! 3. Dustärkst mir unter aller Plage, 3. Der sich euch zum Volk er- jo GOtt, auf mein Gebet den wählet, der eure Thränen alle zäh- Mutb, daß ich gelassen sie ertrage, let, stritt auch mit unerschöpstem und machst zuletzt doch alles Muth. Wie hat JEjus nicht ge- gut. Auf Kummer folgt zufriedner as ist mein Leben auf der den du wölbst, stürz' ein auf uns; rir zagen nicht! B. Münter. 1290. M. 2er nur den lieben. W Grde? Ein Wechſel ist's von Lust und Leid. Hier stört oft Unruh und Beschwerde die sanfe tejte Zufriedenheit. Hier wohn' ih noch in einer Welt, die kein vollkommnes Glück enthält. 2. Weß soll ich mich, o HErr, denn trösten? Nur deiner Huld. Du bist mein Heil, und bleibit, wenn auch die Noth am größten, doch meines Herzens Trost und Theil, und stehst, nach deiner Vatertreu, mir stets mit Rath und neuer Lieder. friedner Dant, auf Klagen froher Lobgesang. 4. 3u ungestörten Sicherheiten schickt sich gewiß tein Prüfungsstand. Wie würde, drückt uns nicht zu Zeiten ein Leiden, unsre Treu erkannt? vollkommne Ruh und Sicherheit ist nur ein Glück der Ewigkeit. 5. Was bist du denn, o meine Seele, in deiner Noth so tummervoll? Vertraue GOtt. Nur ihn erwähle zu deinem Trost, er schüßt dein Wohl. Einst dankst du ihm nach der Gefahr, daß er dein GOtt und Retter war. 6. Er wird es sein. Ruf in Gefahren ihn als den eing'gen Helfer an. Er weiß dich mächtig zu bewahren, und da, wo Niemand helfen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht. Dies stärke deine Zuversicht. 7. Befiehl ihm alle deine Wege, hoff und vertrau ihm allezeit. Auch auf dem allerrauhsten Stege fieh fröhlich hin zur Ewigkeit, da fammelst du von aller Pein den Segen mit Vergnügen ein. 8. So laß mich, GOtt, stets dahin schauen, und dann mit startem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen. Du bist bei mir, das stärke mich. Wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getrost als Christ. 1291. M.InallenmeinenThaten. Was as soll ich ängstlich klagen und in der Noth verzagen? der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele tein wahres Wohlfein fehle. Genug zum Trost mein Herz, für dich! 2. Was nüßt es, heidnisch sorgen und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? Du, Bater meiner Tage! weißt, eh' ich dir's noch sage, mein Leid und auch mein Wohlergehn. 691 ist meine Pflicht. Ich will sie treu ich üben und dich, mein Vater, lieben, denn du verläß'st die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen kleidest und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur! weißt alles; was mir fehlet. Drum, Seele, was dich quälet, befiehl dem HErrn, und glaube nur. 3. Auf deine Hand zu ſchauen, dir findlich zu vertrauen, das, HErr, 5. HErr, alle meine Sorgen, die Noth, die mich verborgen in meinem Geiste nagt, werf' ich auf dich, den Treuen; du weißt den zu befreien, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thränen und sich nach Hülfe sehnen, so tlag' ich dir's, dem HErrn. Dir, Vater, dir befehle ich meinen Wunsch der Seele. Du hörst, du hilfst, du fegnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon größeres Heil gegeben und deinen Sohn geschenkt, du wirst mir Alles schenken und mir zum Besten lenken, was mich zu Sors gen reizt und kränkt. 8. Du führest, HErr, die Deis nen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan; kann ich doch deß mich trösten: du nimmst mich, mich Erlösten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort, bei der Frommen Schaaren, dort werd' ich es erfahfing' ich dir mit Freuden, nach über= ren, wie gut du mich geführt. Da standnem Leiden, den Dant, der deiner Huld gebührt. Sturm. XXX. Glückseligkeit der Christen. 1292. M. Wer nur den lieben. Der Menſch, der Menschenfurcht nicht kennet, für seine Tugend X 2 Alles Dritter Anhang 692 Alles wagt, und wenn die Welt ihn hülflos nennet, an GOttes Hülfe nie verzagt, wie groß, wie liebenswürdig iſt der Mann, echte 2. Er bleibt geruhig, wenn von eben des Donners Stimme sich erhebt, wenn um ihn her die Meere toben und unter ihm die Erde bebt: er weiß, bevor der Schöpfer spricht, versehrt die Creatur ihn nicht. 3. Des Höchsten Wink zu widerstreben, des hohen Russ nicht werth zu sein, sich Fehler selber zu vergeben, dies fürchtet er und bies allein: was sonst als furchtbar ist bekannt, ward blos von Sündern so genannt. 4. Versichert, daß der HErr sein Retter, daß er ihm Schild und Sonne sei, ist ihm der Zorn der Erdengötter und ihr Geneigtsein einerlei; der ist des Himmels Schuß nicht werth, der Fleisch als seinen Schußgott ehrt. 5. Verfolgt ein bittrer Feind fein Leben, zieht Lust ihn in ihr Neß hinein, was kann der Christ? er fann vergeben, kann lieben und GOtt ähnlich sein; fann seiner Haffer Tücke sehn und für fie um Erbarmung flehn. 6. Ist Schmähsucht wider ihn geflissen: wie leicht erträgt er ihren Spott! Was ist sein Trost? sein gut Gewissen! wo hat er wahren Ruhm? bei GOtt! Ein Neid, der dieses Glück nicht stört, ist teine Christenthräne werth. H. J. Tode. ich nicht allein hier Streiter, nein, auch Sieger sein. 1293. M. Singen wir aus HerzIch bin GOttes Bild und Chr sein was will ich mehr? Christus ist mir anverwandt; überföstlich ist mein Stand. Christus ist mein Schmuck und Kleid hier und dort in Ewigkeit; durch ihn werd' ich hoch erfreut. 2. GOtt hat mich gerecht gemacht; Christus hat mir Heil ges bracht; GOtt zürnt nimmermehr mit mir, ich bin selig für und für. GOtt hält mich auf seinem Schooß, ich bin GOttes Hausgenoff', mein Siß ist im Himmelsschloß. 3. GOtt verläßt mich nimmermehr, er giebt, was ich nur be gehr'; alles, was GOtt hat, ist mein; Christi Taufe wäscht mich rein; ich bin GOttes Heiligthum, Christus zieret mich mit Ruhnt, schenkt sich mir zum Eigenthum. 4. GOttes Liebe wohnt in mir, GOttes Gnad' ist mein Panier; Christus hat mich auserwählt Er hat sich mit mir vermählt. Er hat sich mit mir vertraut, ich bin Christi Schaß und Braut, Christi Auge auf mich schaut. 5. Meine Ruh bleibt ungestört, mein Vergnügen ewig währt, meine Lust vergehet nicht, ich komm nimmer in's Gericht. Chris stus selber ist der Mann, der für mich hat g'nug gethan, keine Plage rührt mich an. 7. Gleich froh durchlebt er seine Tage im Schooße der Zufriedenheit, entfernt im Leid von seiger Klage, von Uebermuth zur guten Zeit. So zeigt er stets, wie groß der Christ, wie stark der Freund des Höchsten ist. 6. Drum bin ich stets wohlge muth, weil mich Chriſtus hat in Hut und sein Herz mich ewig liebt, ja, weil er sich ganz mir giebt. Auf, mein Geist, und nicht verweil', GOtt, der selbst dein Gut und Theil, stets zu lieben für dies Heil, 8. HErr JEsu, mächtig in den 1294. M. Es ist das Heil uns. Schwachen, belebe mich mit deich weiß, an wen mein Glaub' ſte fich Unglück machen, sie ist's, die alles ihn rauben. Als Bürger einer in uns schafft. In ihr, HErr, werd' bessern neuer Lieder. 693 bessern Welt, leb' ich hier nur im| teit! empfinde sie, o Seele! vom Glauben. Dort schau ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in JEsu Händen. Tand der Erde unentweiht, erhebe GOtt, o Seele! Der Erde glan zend Nichts vergeht, nur des Gerechten Ruhm besteht durch alle Ewigkeiten. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit; lang ist der Tag des Sieges. Ich kämpfe für die Ewigkeit; erwünschter Lohn des Krieges. Der du für mich den Tod geschmeckt, durch deinen Schild werd' ich gedeckt: was kann mir denn nun schaden? Sturm. 1295. M.DEwigkeit, du Donner. Mein Glaub' ist meines Lebens Ruh und führt mich deinem Himmel zu. O du, an den ich glaube! ach gieb mir, HErr, Be ständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube! tief präg' es meinem Herzen ein, welch Heil es ist, ein Christ zu sein. 2. Du hast dem sterblichen Ges schlecht zu deiner Ewigkeit sein Recht durch deinen Tod erworben. Nun bin ich nicht mehr Asch und Staub, nicht mehr des Todes ew'ger Raub: Du bist für mich gestorben! Mir, der ich dein Erlös'ter bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn! 3. Jch bin erlös'tund bineinChriftl Mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll und bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens! GOtt selber mißt mein Theil mir zu: hier kurzen Schmerz, dort ew'ge Ruh! 4 Was seid ihr Leiden dieser Zeit mir, der ich meiner Ewigfeit mit Ruh entgegen schaue! Bald ruft mich GOtt und ewiglich belohnet und erquickt er mich, daß ich ihm fest vertraue. Bald, bald verschwindet mir mein Schmerz und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. 5. Bin ich gleich schwach, so trag' 7. Zu diesem Glück bin ich er- ich doch nicht mehr der Sünde kauft, o HErr, durch deine Leiden. schmachvoll Joch in meinem Lauf Auf deinen Tod bin ich getauft, auf Erden. Die Tugend ist mir wer will mich von dir scheiden? süße Pflicht, doch fühl' ich es, ich Du zeichnest mich in deine Hand, bin noch nicht, was ich dereinst HErr, du bist mir, ich dir bekannt: soll werden. Mein Trost ist dies: mein sind des Himmels Freuden. GOtt hat Geduld und straft 8. Wie groß ist meine Herrlich mich nicht nach meiner Schuld! 6. Der 3. O HErr, du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigen thum; du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu; drum eile ich ihm freudig zu, du reichst mir meine Krone. 4. HErr, lente meines Geistes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Zeit; im Himmel sei mein Wandel! 5. Jest da mir dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beffre Welt gewährt, wo wir GOtt heilig dienen. Dann wenn mein Auge nicht mehr weint und mein Erlösungstag erscheint, dann werd' ich's froh empfinden. 6. Jm Dunkeln seh ich hier mein Heil; dort ist mein Antlig beiter. Hier ist die Sünde noch mein Theil; dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich, GOtt, vollkommen schmücket. Dritter Anhang 694 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Mittler, aus der Angst, in der ich lag, geriffen. Dir, dir verdank' ich meine Ruh, du heiltest meine Wunden zu, du stilltest mein Gewissen; und fall' ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf! 7. Gelobt sei GOtt! ich bin ein Christlund seine Gnad' und Wahrheit ist an mir auch nicht vergebens. Ich wach in meiner Heiligung, ich spüre täglich Besserung des Herzens und des Lebens, ich fühle, daß des Geines Kraft den neuen Menschen in mir schafft! 8. Dank dir, o Vater, Dant und Ruhm, du lehrtest mich das Christenthum fest glauben, willig üben! Dir, GOtt, mein Lehrer, Lob und Preis, ich lieb' es immer noch, und weiß, ich werd' es ewig lieben! Jetzt und mein künftig Lebenlang bring ich dir, Höchster, Preis und Dank! 1296. M. Wie schön leuchtet der, Mie groß ist deine Herrlichkeit, o Christenmensch! hier in der Zeit und noch vielmehr dort oben! wenn anders, was dein Name heißt, dein Wesen und die That beweist, und deine Werk' dich Loben, Christus Jesus salbt mit Dele deine Seele; Geistesgaben find's, die dich so hoch erhaben. 2. Du bist selbst göttlichen Geschlechts, der Kindschaft und des Kinderrechts mit der Natur theilhaftig. Sieh, welche Lieb' und Ehr' ist dies! die Welt hält's zwar nicht für gewiß, doch, ob sie gleich geschäftig, immer schlimmer es zu machen mit dem Lachen und dem muß 3. Du bist ein Priester und Prophet, der vor des Höchsten Throne steht, und wird von GOtt gelehret. Du bist ein König, dessen Macht weit größer ist, als man gedacht, ob dich gleich Niemand ehret. Freilich heilig und so herrlich bist du schwerlich ohne Glauben, den dir doch kein Feind kann rauben. 4. Du bist auch deines JEsu Braut; hat er sich nicht mit dir vertraut und dich selbst schön geschmücket? hat er dir nicht des Geistes Pfand von seinem Thron herabgesandt, damit du unverrücket stündlich, gründlich mit dem Herzen unter Schmerzen ihm anhangest und nach ihm allein verlangest? 5. Du stehst, bedent's! mit GOtt im Bund, sein Thron ist deines Herzens Grund, darin er Woh nung machet. Aus dir macht er sich einen Ruhm, du bist sein be stes Eigenthum, darüber er stets wachet; was mehr? daß er aus Erbarmen in den Armen dich stets träget und wie eine Mutter heget. 6. Wer ist, der alles sagen kann, was dir für Ehre angethan schon hier auf dieser Erden? so ist's auch noch nicht offenbar, doch bleibt's gewiß und ewig wahr, daß du GOtt gleich wirst werden: deine reinen Leibesaugen werden taugen, GOit zu sehen, wenn du wirst verklärt aufstehen. 7. Christenmensch! bedent den Stand, darin dich GOttes Gnadenhand geseßt, und seine Würde; rühm' deine Höhe jederzeit in aller deiner Niedrigkeit; trag' aber auch die Bürde. Lebe, strebe, daß dein Adel ohne Tadel immer bleibe; und vor allen Dingen gläube! 3. C. Schmidt. XXXI. Vom Lobe Gottes. 1297. M. Ein' feste Burg ist. Nuf ewig ist der HErr mein Tröster! Mein GOtt ist GOtt! mein Licht! mein Heil! und ich bin sein Erlöiter! Du verwirfst mich nicht selbst im Gericht! mit jenes Lebens Ruh erquickst, beschattest du mich schon in diesem Leben! 2. Fern 695 auf Saitenspielen gut! Halleluja! Sein Wort ist süß; was er verhieß, ist Wahrheit! und er hält's gewiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lichte, Gerechtigkeit ist sein Gerichte; die Welt ist seiner Güte voll. Er, der HErr HErr, schuf den Himmel; er wollte, daß das Sterngewimmel der lichten Heere leuchten soll. Es fürchte alle 3. Des Glaubens war ich immer voll; I ß stets sein Licht mir scheinen! gerettet aus der Trübfal soll der Treue Freude weinen! der mich leiden sah, Halle luja! durch den siegt' ich! durch den, der meiner Seele Flehn, selbst mein Verstummen hörte! Welt den HErrn, der sie erhält! Halleluja! Er will, er spricht's, sogleich geschicht's; gebeut er, wird Etwas aus Nichts. 3. Unjer GOtt herrscht ohre Schranken, er wendet Völkern 4. Wenn meine ganze Seele die Gedanken; er macht zunicht fleht, erhoben aus dem Staube; der Heiden Rath. Ewig kann wenn ich im freudigen Gebet, sein Rath nicht wanten, er änmein Vater, mächtig glaube, zu dert sich nicht in Gedanken, er ist der Sieger Chor, zu dir empor gleich groß an Rath und That. steig' ich dann! ruh ich in dir! Wohl dem Volk, dessen GOtt dort bin ich! nicht mehr hier! heißt: HErr, HErr, Zebaoth! bin schon durch Hoffnung selig! Halleluja! Ja, selig ist, wen 5. Allgegenwärtig hast du mich, GOtt erfies't und sich zum Erbauch mich, den Staub, umgeben! theil auserlies't! du siehst mich! ich empfinde dich! sehn werd' ich dich! und leben! hier und dort! und da ist GOtt mir nah! Gedanke meiner Ruh, wie reich an Heil bist du! wie reich am Troste GOttes! 4. O HErr! deine Güte gleichet dem Himmel, deine Wahrheit reichet so weit, als aller Wolken Heer! Ja, als wie der Berge Höhen bleibt die Gerechtigkeit stets stehen, dein Recht wie Tiefen in dem Meer. Eh' Meer und Berge sein, bist du, o GOtt! allein, Halleluja! Tes Himmels Rund, der Erden Grund ward durch den Geist aus deinem Mund. 6. Ich lebe dir! ich sterbe dir! doch nicht durch meine Kräfte. Bin ich des HErrn, so ist's in mir sein göttliches Geschäfte! Ja! ich lebe dir! ich ſterbe dir! Ja! Vater! Vater! dein will ich auf ewig sein! auf ewig dein, 4. Sende zu mir voller Klar Versöhnter! heit, mein GOtt, dein Licht und 1298. Mel. Wachet auf, ruft. deine Wahrheit, daß sie mich leiauchze, auserwählt Geschlechten, wo ich bin; daß sie mich brin zu Klopstock. neuer Lieder. 2. Fern von der Welt mit dir allein, o du, der Wesen Wesen! wie ist von aller seiner Bein durch dich mein Herz genesen! der die Welt schuf, der, der sein wird, Er half mir und war mein GOtt! Allmächtig mein GOtt und gab mir seinen Frieden. half HErrn! ihr Gerechte, ihr From- Cherubinen Flügeln und zu dem men preis't den Höchsten hoch! Stuhl der Gnaden hin! So geh Laffet eure Harfen klingen, ihr ich da hinein, wo Zions Berge müßt ein neues Lied ihm singen! sein. Halleluja! da, wo GOtt so kommt und rühmt und danket wohnt, da, wo er thront, der un doch. Macht es mit frohem Muth ser wie der Kinder schont. ** 4 6. Ach, Dritter Anhang 696 Frommen, und wer ihm troßen will, vergeht. Er hält in Ewigs feit, was er verheißt, und dräut nicht vergebens! Jhr Sünder, bebt, Jehovah lebt; Gerechte, jauchzt, Jehovah lebt. 6. Ach! da will ich denn mit Beten vor den Altar des Höchften treten; zu dem GOtt, der die Schuld vergißt, zu dem GOtt, ber Schild und Sonne, der meine Freud und meine Wonne durch Christi großes Opfer ist. Ich spiel ein Danklied dir da auf der Harfe für. Halleluja! dir GOtt, mein GOtt, HErr Zebaoth, du bist mein Helfer in der Noth. 1299. Diel. Wachet auf, ruft. Kom @ommet, laßt uns niederfallen vor GOtt, und rühmen, daß uns allen der HErr anbetungswürdig ist. Sagt, ihr Engel, fagt, ihr Frommen: GOtt, un fer GOtt, du bist vollkommen; 5. Ewig lebt er; ist ein Rächer der unbeweglichen Verbrecher, der Frommen Vater im Gericht. Dunkel sind noch seine Pfade; einst aber Heiligkeit und Gnade, und alle seine Thaten Licht! Lobsingt, lobsinget GOtt; Jehovah Zebaoth ist, der sein wird! Im Heiligthum erschallt sein Ruhm schon jetzt und fünftig noch weit mehr. 1300, M. Sei Lob und Ehr'. enn o deine J. 2. Cramer. bu warst, du wirst ſein, der du Wemacht, die Weisheit deiner war, bist! Noch eh' der Himmel den GOttes Macht gebar, vor der Erde war GOtt, ihr HErr, schon herrlicher, als ihn, wer endlich ist, erkannt, Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege, se weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein GOtt, mein HErr und Vater. 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du GOtt der Stärke! Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 2. Alles, was er schaffen wollte, was nach der Schöpfung werden sollte, sah er in seiner Möglichteit, als ob's schon erschaffen wäre. Er tannte ewig alle Heere der Welten, denen er gebeut. Allwijsend war der HErr! Allmächtig war der HErr! Gut und heilig! Auch ohne Reich bedurft' er euch; ihr Welten, nicht zur Seligkeit! 3. Dennoch rief er, zu beglütten, euch, Erd' und Himmel; euch zu schmücken floß über euch fein Licht herab, Geistern sich zu offenbaren, erschuf er Geister; zahllos waren die, denen er die Welten gab. Nun hat der HErr ein Reich; ist immer selbst sich gleich, unaussprechlich! und die Natur verkündigt nur, was er vor allen Welten war. 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schooß der Erde auf, mit Vorrath uns zu segnen? O GOtt der Macht und Herrlichkeit, GOtt, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der 4. Alles will und muß den Wil- gerinste Wurm, bringt meinem len des Allgewaltigen erfüllen; Schöpfer Ehre! mich, ruft der was er verordnet, das besteht. Baum in seiner Pracht, mich, ruft Seine Wege sind vollkommen. die Saat, hat GOtt gemacht! Er liebt, beschüßt, beglückt die bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der neuer Lieder. 697 was du verbeutst, verübet; wenn bu gelockt, uns doch verstockt, durch Undant dich betrübet. 5. Der Mensch, ein Leib, den beine Hand so wunderbar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen 7. Doch handle nicht, HErr leitet; der Mensch, der Schöpfung Bebaoth! ach, handle nicht, liebRuhm und Preis, ist sich ein täg- reicher GOtt, mit uns nach unlicher Beweis von deiner Güt' sern Sünden; und Größe. Barmherzigkeit, die laß bei dir 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! GOtt, unser Vater, sei gepreist, und alle Welt sag' Amen! und alle Welt fürcht' ihren HErrn und hoff auf ihn und dien' ihm gern! wer wollte GOtt nicht dienen? C.F. Gellert. XXXII. Bei allgemeiner und besonderer Noth. 1301. M. In dich hab' ich gehoffet. Ott, dessen Aug' uns stets bewacht! du bist allein die Hülf und Macht von uns hülflosen Schwachen. Wir bitten dich demüthiglich, auch über uns zu machen. Gott 2. Uns schrecket, daß der Seuche Gift schon hin und wieder Manchen trifft; fie hebt schon an zu wüthen. Drum flehen wir! wir schrein zu dir: du wollest uns behüten, 3. GOtt, furchtbar ist dein Zorngericht. Uns treff' es nicht; uns würge nicht die mörderische Seuche. Hilf uns, o GOtt! hilf, treuer GOtt, daß sie uns nicht erreiche. 4. 3war würde, sprächst du nur ein Wort, auch unser Land, auch diesen Ort der Seuche Wuth verheeren. Dein Zorn, stürzt er ergrimmt daher, tann schnell ein Volk verzehren. 5. Und, strenger Richter, mäßest du uns Lohn nach unsern Thaten zu: was wär' er, als Verderben? es müßten da wir alle ja des ew'gen Todes sterben. 6. Oft haben wir dir widerstrebt, ben Lüsten mehr, als dir gelebt; Barmherzigkeit! uns finden. 8. Schau an der Herzen Traurigkeit! schau, wie uns unsre Schuld gereut! erlaß sie! schone! schone! ach, gieb uns nicht Tob und Gericht zum vielverwirkten Lohne. 9. Sind wir's nicht werth, so schone doch der zarten Kinder, die jetzt noch nichts vom Vers brechen wissen. HErr, schau auf die! laß doch nicht sie der Väter Frevel büßen. 10. Unschuldiger zwar wohl als wir, sind doch auch sie nicht rein vor dir. Ach! um des Mitte lers willen, der für uns starb, uns Gnad' erwarb, laß deinen Born sich stillen. 11. Stred' aus, HErr, deine starke Hand! deck' unsern Ort! schüß' unser Land, sammt allem was wir haben! Heil unsern Schmerz! still' unser Herz! laß reichen Trost uns laben. 12. Froh stimmen wir dein Lob, HErr, an, und wollen nun dich nicht blos dann, wenn Trübfal da ist, suchen; dir ganz uns weihn, stets dankbar sein und aller Sünde fluchen. 3. A. Schlegel. 1302. M.InallenmeinenThaten. ch hab' in guten Stunden des Lebens Glüd empfunden und Freuden ohne Zahl! so will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, HErr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der Mensch verdient. Will Xr5 Dritter Anhang 698 ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den HErrn. Dir, GOtt, will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen; du hilfft und du erretteſt gern. 4. Wenn sie mit ernster Neue zu dir um Hülfe schrein, so willst du bald aufs Neue ihr GOtt in Christo sein. HErr, unsre Zuversicht, zu dem wir alle flehen, auf den wir alle sehen, hör' uns! verlaß uns nicht! 5. GOtt, unser Heil! ach wende der Zeiten schweren Lauf! 4. Laß du mich Gnade finden, thu deine milden Hände, den mich alle meine Sünden erken- Schatz der Allmacht auf. Was nen und bereun. Jetzt hat mein nur ein Leben hat, nährst du mit Geist noch Kräfte; sein Heil laß Wohlgefallen. Nähr' uns auch, mein Geschäfte, dein Wort mir schaff' uns allen bei unserm ManTroft und Leben sein. gel Rath. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was schreckt mich Grab und Tod? auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, HErr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehs ren, GOtt durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der HErr wird alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. 6. F. Gellert. 1303. M. Aus meines Herzens. u bester Trost der Armen! bu Vater voll Erbarmen, der ewig Glauben hält! du, du erhörst Gebet. Hör' denn, was unser Glaube zu dir jeßt aus dem Staube in unsern Nöthen fleht. 2. Uns bringen unsre Sünden jest Angst und Herzeleid. GOtt; Richter! wir empfinden, was uns dein Wort gedräut. Ein fruchtbar Erdreich soll sein Gut nicht denen zollen, die nie sich bessern wollen. Ach, unser Maß ist voll. 3. Ach! unser sündhaft Leben vertlagt vor dir uns hart. Doch schonen und vergeben ist ja der Väter Art. Und rechter Vater, du bist gut vor allen Vätern, und Uebertretern dein Herz bald wieder zu. 6. HErr, der du auch uns schufeſt, hör' unser Angstgeschrei! Allmäch= tiger, du rufest dem Nichts auch, daß es sei. Uns helfen ist dir leicht. Du kannst dem Mangel wehren, in Ueberfluß ihn kehren, wenn's uns unmöglich deucht. 7. Laß alle Frucht gerathen, uns deine Hülfe sehn. Erquicke du die Saaten, so oft sie traurig stehn. HErr, baue selbst das Land, tränk' es mit Thau und Regen und füll' es an mit Sea gen aus deiner milden Hand. 8. Erhör' uns! kröne, fröne unser Herz gewöhne, daß es in dir ganz ruht; sich deines Wohlthuns freut; dich strebt zum GOtt zu haben, gern mittheilt; deine Gaben durch Mißbrauch nicht entweiht. 9. HErr, deine Tritte triefen, wohin du trittst, von Fett. Die ängstlich zu dir riefen, macht bald dein Lob bered't. Du, der den Mangel hebt, machst doch, trop unsers Sorgens, des Abends, wie des Morgens, noch fröhlich, was 3. A. Schlegel. da lebt. XXXIII. Vom Tode. 1304. M. Aus meines Herzens. er lette meiner Lage iſt mir vielleicht nicht fern; dann wird meine Klage ein Lobgesang dem neuer Lieder. 699 dem HErrn! Vollbracht ist ganz| er ist nicht fern, der letzte meiner mein Lauf! ich trete zu dem Throne und GOtt sett mir die Krone der Ueberwinder auf. 2. Für seines Reiches Erben Tage, er kommt, und meine Klage wird Lobgesang dem HErrn! B. Münter. 1305. M. JEsu, meines Leben. hat Gus mich erklärt: was HErr, laß mich in Frieden fab ren fürcht' ich sterben, mich sterben lehrt? mir ist der Tod Gewinn, daß ich unsterblich werde, entschwing ich mich der Erde, ich, der ich Erde bin. 3. Nicht mich, nur meine Bürde verschließt die finstre Gruft. Mich hebt zu höh'rer Würde mein Vater, der mich ruft. Er ruft mich durch den Tod! der reißt die Sündenglieder, den trägen Leib darnieder: mich selbst führt er zu GOtt. 4. Jch, der Gefahr entronnen, geh aus dem Kampf hervor. Hoch über alle Sonnen hebt mich mein' Glaub' empor. Da tret ich in die Reih'n der Engel, meiner Brüder: in ihre hohen Lieder stimm' ich, selbst Engel, ein. 5. GOtt schaut von seinem Throne mit Huld auf mich herab, dem er in seinem Sohne das Recht der Kindschaft gab. In seiner Ewigkeit sind die erhabnen Freuden, die meine Seele weiden, ihm selber Seligkeit. 6. Die Leiber seiner Frommen sind Saat, von GOtt gesät: die Freudenzeit wird kommen, da reif die Ernte steht. Dann wird der Erntetag ein neues ew'ges Leben auch meinem Staube geben, der tief im Tode lag. 7. Mit dir steh ich im Bunde, HErr, meines Lebens Fürst, der du mir einst die Stunde des Todes senden wirst! erhalt mich stets bereit im Glauben deiner Frommen, laß dann die Stunde kommen, die mich und sie befreit. 8. Dann wandl' ich frei von Kummer des Todes dunkle Bahn! mir bricht nach kurzem Schlummer sein, wo sich die verklärten Schaaren in dir, ihrem GOtt, erfreun. Christus ist und bleibt mein Leben, er der Weinstock, ich der Reben, Tod und Himmel mein Gewinn. GOtt! nimm meine Seele hin. 2. Wie der Hirsch nach Wasser schreiet, so verlangt mein Geist nach dir. Herz und Sinne sind befreiet, öffne nur die Himmels= thür, mir ein unvergänglich Leben mit dem Gnadenlohn zuz geben: Halleluja! in der Zeit, Lob und Preis in Ewigkeit. 3. Hält sich gleich mein GOtt verborgen, er kommt doch zur rechten Zeit und bringt den vers flärten Morgen himmlischer Zufriedenheit. Eile Seele! du ge= rechte, von dem fündigen Ges schlechte, wo der HErr, dein GOtt wird sein, eile zu dem Himmel ein. 4. Nach so vielen Ungewittern werd' ich bei der finstern Nacht meines Grabes wenig zittern. GOtt hat alles wohl gemacht! schon in Schwachheit, als ein Sünder, durch den Glauben Ueberwinder, kann ich bei dem Streite ruhn. Tod! wo ist dein Stachel nun? 5. Meine matten Augen brechen. Sünden und Vergänglichkeit mögen sich im Staube rächen, wenn mein Geist sich hoch erfreut. Zwar mein Leib wird in der Erden erst als Staub zu Staube werden, doch dereinst, verklärt und schön, durch die Allmacht auferstehn. 6. Treuer Vater! ich befehle meinen Geist in deine Hand. ein ew'ger Morgen an! Heil mir, Führe du die stille Seele in das rechte 700 Dritter Anhang rechte Vaterland. Nach der Trüb- 6. Laß mich meine Besserung sal, nach dem Leiden überschütte für mein Hauptgeschäfte achten, sie mit Freuden, daß kein Leid und nach meiner Heiligung mit und tein Geschrei und kein so treuem Eifer trachten, als erSchmerz und Tod mehr sei. wartete noch heut mich Gericht und Ewigkeit. 7. Eile, süßer JEsus! eile! stark ist Liebe, wie der Tod, GOtt gab dich zu meinem Theile, ich umfasse dich, mein GOtt! führe mich aus allen Nöthen, deine Liebe wird mich tödten, ihre starke Gluth allein Tod und Auferstehung sein. 8. In den letzten schweren Bügen bleibe, Jesus! bleibe hier. Hilf mir tämpfen, freudig siegen, ich, dein Kind, verbleibe dir. Mit dem in- 1307. M. Wer weiß, wie nahe. nigsten Entzücken werd ich, Schön- ch will dich noch im Tod er7. Deine Gnade steh mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an guten Früchten sei und dem Nächsten nüßlich werde. Und ist einst mein Ende da, o so sei mit Trost mir nah. Sterbelied eines frommen Christen. ich komme bald, Amen, ja komm, tomme bald. 3. C. Eberwein. 1306. M. JEsus meine Zuvers. mir zum Heil, noch Zeit in Händen, gieb, daß ich sorgfältig sei, sie auch weislich anzuwenden, denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft? 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die uns zugezählten Stunden, eh mans denkt, sind sie dahin und auf ewig uns verschwunden; niemals tehrt ein Augenblick, uns zum Heil, davon zurück. 3. Laß bei ihrer Flüchtigkeit, mich, mein GOtt, doch nie vergefsen, wie unschäßbar sei die Zeit, die du uns hier zugemessen; wie was hier von uns geschieht, ew'ge Folgen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh' die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, noch die Stunden auszukaufen, die zu meiner Seligfeit deine Gnade mir verleiht. 5. Deine schonende Geduld trage mich, GOtt, nicht vergebens! Ach! vergieb mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Lebens ich zu meiner Seelen Wohl nicht gebraucht, so wie ich soll. preis' ich dich, zum Segen gabst du mir mein Leben, nimmst du es mir: du segnest mich. Mein Tod auch soll dir heilig sein. 2. GOtt, welche feierliche Stunden, wenn du mich nun der Erd' entziehst, auf mich, den du getreu befunden, voll schonender Erbarmung siehst! Allmächtiger, in dein Gericht, gehst du mit mir Erlösten nicht. 3. Der Leib wird schwach, die irdsche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; schon gehen meine müden Schritte den Weg zu GOtt aus dieser Welt. Ich bin getrost und zage nicht, denn GOtt ist selbst mein Heil und Licht. 4. Wie sollt' ich vor dem Tode beben, da du für mich, Erlöser, starbst? er ist durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbst. Wie du ihn sahst, will ich ihn sehn, wie du, so werd' ich auferstehn. 5. Laß Qual und Leid mein Grab umringen und mir die letz ten Schreden dräu'n, du halfst mir, HErr, die Welt bezwingen, den Tod darf ich mit dir nicht scheun. So nah dem Lohn, den Gott verspricht, so nah am Ziele sink' ich nicht. 6. D neuer Lieder. 6. Du wacheft über meine Seele, wenn ihre Stärke sich verliert, giebst deinem Engel schon Befehle, der sie zu deinen Freuden führt, des Todes Nacht um mich verscheucht, und mir des Les bens Krone reicht. 7. Ich will dich noch im Tod erheben, selbst nah' am Grabe preis' ich dich, denn ewig werd' ich vor dir leben. Wie segnet dann dein mich! 0 Sterben, mein Gewinn! wohl mir, daß ich erlöset bin. 1308. M.JEsusmeine Zuversicht. Me eine Lebenszeit verstreicht, stündlich eil ich zu dem Grabe. Und was ist's, das ich vielleicht, das ich noch zu leben habe? dent' o Mensch, an deinen Tod, säume nicht, denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben: nichts wird dich im Tod erfreu'n, diese Güter sind nicht dein. 1 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor GOtt dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen, dieses Herz von GOtt erneut, ist des Lodes Freudigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Noth Freunde hülflos um dich beben; dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht, GOtt ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte GOtt, und bet' und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist GOttes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheu'n, lern' auch seiner dich erfreu'n. 701 Leibe. Er, der rief: Es ist voll bracht! nahm dem Tode seine: Macht. 6. Ueberwind' ihn durch Vertrau'n, sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd' ihn schau'n einst in diesem meinem 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein versenken; sprich: HErr, daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken; lehre du mich's jeden Tag, daß ich weiser werden mag. C.F. Gellert. 1309. M. HErr JEsu Christ. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub! sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Lodes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Frrthum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk' in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der HErr gebeut, und unsers Lebens tleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht, da bringt GOtt alles an das Licht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir tägs lich dräut, so sei doch wacker und bereit; prüf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist. 7. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunsch, durch des Erlösers Tod vor GOttes Thron gerecht zu sein, dies macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das GOttes Stimme hört, ihr folgt und sich vom Bösen kehrt: ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, dies ist es, was in Christo gilt. 9. Die 702 Dritter Anhang 9. Die Heiligung erfordert| 3. Verachte denn des Todes Müh; du wirkst sie nicht, GOtt Grau'n, mein Geift! er ist ein wirket ke. Du aber ringe stets Weg zum Schau'n, der Weg im nach ihr, als wäre sie ein Werk finstern Thale! er sei dir nicht mehr fürchterlich! in's Allerhei von dir. ligste führt dich der Weg zum finitern Thale! GOttes Ruh ist unvergänglich, überschwenglich! die Erlösten wird sie unaussprechlich trösten! 10. Der Ruf des Lebens, daß du lebst, dein höchstes Ziel, nach dem du strebst, und deiner Tage Rechenschaft, ist Tugend in des Glaubens Kraft. 4. HErr, HErr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Tod= ten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh' ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir auss geitammelt! Vater! Vater! ich befehle meine Seele deinen Händen, jetzo, Vater, deinen Händen. 5. Vielleicht sind meiner Tage viel; vielleicht bin ich noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert! bin ich von meinem Ziel noch weit? die Hütte meiner Sterblichkeit, wird sie erst spät zertrümmert? Laß mich, Vater! gute Thaten, gute Thaten mich begleiten vor den Thron der Ewigkeiten! 11. 3hr alle seine Tage weihn, heißt eingedent des Todes sein; und wachsen in der Heiligung, ist wahre Tod'serinnerung. 12. Wie oft vergess' ich diese Pflicht! HErr, geh mit mir nicht in's Gericht; drück' selbst des Todes Bild in mich, daß ich dir wandle würdiglich; 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o GOtt, erfors schen mag, und Liebe, Demuth, Fried' und Treu die Frucht des Geistes in ihm ſei; 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meiner Schwachheit widersteh' und einstens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! E. F. Gellert. 1310. M. Wie schön leuchtet der. Wie Mie wird mir dann, o dann mir sein, wenn ich, mich ganz des HErrn zu freun, in ihm entschlafen werde! von teiner Sünde mehr entweiht! entladen von der Sterblichkeit! nicht mehr der Mensch von Erde! Freu dich, Seele! stärke, tröste dich, Er• löste mit dem Leben, das dir dann dein GOtt wird geben. 2. Ich freue mich; und bebe doch! so drückt mich meines Glends Joch, der Fluch der Günde nieder! der HErr erleich tert mir mein Joch! es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, glaubt und erhebt sich wieder! JEsus Christus! laß mich streben, dir zu leben! dir zu sterben! deines Vaters Reich zu erben! 6. Wie wird mir dann, ach! dann mir sein, wenn ich, mich ganz des HErrn zu freu'n, ihn dort anbeten werde! von feiner Sünde mehr entweiht! ein Mitgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von Eide! Heilig! Heilig! Heilig! singen wir dir! bringen Preis und Ehre dir! der war und sein wird, Ehre! XXXIV. Von der Ewigkeit. 1311.M.3Einsmeine Zuversicht. Laßt uns unsers Baterlands, unKlopstock. sers großen Erbe freuen! Ach, der Wehmuth Thräne rann oft der Pilger Wange nieder! Auch der Freude Thräne sei in dem Blick, der aufwärts schaut! 2. Sind wir etwa nur, und nicht auch Versöhnte GOttes? dürfen wir's nicht wissen, GOtt Sünder neuer Lieder. 703 GOtt geb' uns einst des Mitt- vergangen. Hinfort sind dort von lers Erbe? soll der Kleinmuth die entweihn, deren Hand einst Palmen trägt? gerechten GOttesknechten keine Plagen mehr zur Prüfung zu er tragen. 3. Deren Haupt die Kron' umstrahlt, welche nie herunter sin tet? wissen, wissen dürfen wir's, GOtt geb' uns des Mittlers Erbe! dürfen wonnevoll hinauf, wo sein Licht uns leuchtet, schaun! 4. Dort hinauf, wo uns ein Heil, das kein Auge sah, erwar tet! das kein Ohr vernahm, und das selber nicht das Herz erreichte! Ja, wir dürfen dieses Heils uns mit Wonn' und Jubel freun! 5. Freun mit lautem Lobgesang, daß es Erd' und Himmel hören! freun so voll Verwunderung, daß der heiße Dank verstummet! denn tein Auge sah's! kein Ohr hört' es! und kein Herz empfand's! Me Klopstod. 1312. Mel. Wie schön leuchtet. ein ganzer Geist, GOtt, wird entzückt, wenn er nach jenem Himmel blickt, den du für uns bereitet; wo deine milde Vaterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du daselbst verbreitet. Mächtig fühl' ich mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, HErr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Güte dar, zum fröhlichen Empfinden. Doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben, dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab. Dort wischest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o HErr, machst alles neu! das Alte ist 4. In unsers GOttes Heiligthum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen Zungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des HErrn; hier schaut man sie nicht mehr von fern; hier wird sie ganz besungen. Völlig giebt sich den Erlösten, sie zu trösten, der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. 5. Vor seinem Antlitz wandeln fie, auf ewig frei von aller Müh und schmecken seine Güte. Hier stört den Frieden ihrer Brust und ihre tausendfache Lust kein feindliches Gemüthe. Kein Neid, tein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die hinführo nicht mehr fehlen. 6. GOtt! welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deine Baterhand, die deine Liebe hier verband, HErr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich, frei von Mängeln, selbst mit Engeln Freundschaft pflegen. O ein Umgang voller Segen! 7. Wo ist mein Freund, des Höchsten Sohn, der mich geliebt? wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen. Da werd' ich dich, HErr JEsu Christ! so menschenfreundlich, als du bist, auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt! von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die GOtt den Frommen vorbehält! kein Mensch kann sie erwerben. O JEsu! HErr der Herrlichkeit! du hast die Stätt auch mir bereit't, hilf sie mir auch 704 Dritter Anhang neuer Lieder. auch ererben. Laß mich eifrig| Gewinn stets auf Gewinn mich darnach streben, und so leben fühlen, daß ich ewig bin, bie auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. nimmt, gon 1313. Mel. Wer nur den lieben, Nach einer Brüfung turzer Tage erwartet uns die Ewige teit. Dort, dort verwandelt sich die Klage in göttliche Zufrieden heit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. Sunde 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und e beilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geiſt, mit Preis und Dank, die Schittung im Zusammenhang. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo GOtt, mein Heil, fich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig! singen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. barn deiner 2. Wahr ist's, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen fel'gen Augenblid; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er 9. Da werd' ich in der Engel bleibt ein Mensch, und seine Ruh Schaaren mich ihnen gleich und nimmt in der Seelen ab und zu. heilig sehn, das nie gestörte Glück 3. Bald stören ihn des Körpers erfahren, mit Frommen ste Schmerzen, bald das Geräusche fromm umzugehn. Da wird durch dieser Welt; bald tämpft in fei- jeden Augenblick ihr Heil mein nem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. Heil, mein Glück ihr Glück.nb 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und des Bekümmerten vergißt; hier kann der Mensch nie frei von Bein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der GOttes Weg mich gehen ließ, und ihn zu Millionenmalen noch segnen, daß er mir ihn wies; da find' ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. mir richt 11. Da rust, o möchte GOtt es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sei dir! denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O GOtt, wie muß dies Glück erfreu'n, der Retter einer Seele sein! or, bens 5. Hier such' ich's nut, dort werd' ich's finden; dort werd' ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth; den GOtt der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 12. Was seid ihr Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichfeit, die offenbart an uns soll 6. Da wird der Vorsicht heil' werden, von Ewigkeit zu Ewigger Wille mein Will' und meine| keit? Wie nichts, wie gar nichts Wohlfahrt sein; und lieblich We gegen sie, ist doch ein Augenblick sen, Heil die Fülle, am Throne voll Müh? nimim GOttes mich erfreun. Dann läßtarihten Gell, bete bo and Puit bie Fille 6.&. Gellert. her baneben, Verschmäb'. ude, bie lem Mann mit nicht 09, bae Opier mem on- inceden tatin, bo ou webu beiner Gutigkeit enio Breu und Leid, bem Berg Aton, da Chriſten jen Jetis tanter saub, war ghr'n in die opjern bir Gerechtigkeit. wire Geistreichess Gebet- Buch, PERTA darinnen Morgen- und Abend- Segen, auf alle Tage in der Woche, wie auch Sonn- und Festtags-, Buß-, Beicht-, Communion, Danksagungs- Berufs-, Standes-, Kreuz-, Anfechtungs-, Krieges-, Hungers-, Peſtilenz-, Wetter-, Reise-, Krankheits- und Sterbe- Gebete enthalten; aus Arndts, Gerhards und anderer Evangelischen Lehrer geistreichen Büchern mit allem Fleiß zusammengetragen in richtiger Ordnung verfasſet. und Alt- Stettin, gedruckt und verlegt von F. Hessen land, vormals Johann Samuel Leich. 1872. Register über die Gebete, so in diesem Buche zu finden sind. eilige Vorbereitung zum Gebet Morgen- Gebet am Sonntage 5 Abend- Gebet am Sonntag 6 14 Morgen- Gebet am Montage 8 9 Abend- Gebet am Montage Morgen Gebet am Dienstage 10 11 Abend- Gebet am Dienstage Morgen- Gebet am Mittwoch 13 übend- Gebet am Mittwoch Morgengebet am Donnerstage 16 Abend- Gebet am Donnerstage 17 Morgen- Gebet am Freitage 18 Abend- Gebet am Freitage 20 Morgen- Gebet am Sonnabend 22 bend- Gebet am Sonnabend 23 Tägliches Gebet nach jedem Morgen- und Abend- Segen 25 Gebet vor Lesung der Bibel des Morgens 25 26 26 26 $ = pag. 4 vor Lesung der Bibel des Abends Danksagung des Morgens = des Abends Gebet wenn man in die Kirche gebet Gebet in der Kirche = wenn man das Kprieleison finget bei der Epistel wenn das Evangelium gelesen wird - vor der Predigt S nach der Predigt Danksagung für die Geburt 34 JEfu Chrifti Gebet am Neuen- Jahrestage 36 Gebet auf den heiligen drei 37 38 am Tage der Verkündigung Mariä 38 40 am grünen Donnerstage 39 am Charfreitage Danksagung für die siegbafte Auferstehung JEfu Chrifti 41 Von der Himmelfahrt JEsu Chrifti 42 Danksagung für die Sendung 26 27 gehen will Seufzer beim Ausgange Gebet auf den Advent 27 28 H 33 33 34 = = Königs- Tag am Tage der Reinigung Mariä des Heiligen Geistes Gebet am Fest der heiligen Dreieinigkeit Gebet am Tage Johannis des Täufers Am Tage Mariä Heimsuchung 46 Am Tage Michaelis Morgen- Segen, wenn man zur Beichte gehen will Gebet um wahre Buße und Belehrung 44 H Eine Ermahnung zur Buße 48 Seufzer, wenn man GOtt um Vergebung der Sünden bitten will 49 um herzliche Buße 49 28 um unverzügliche Buße 50 28 um wahre Buße und 29 Erkenntniß der Sünden Allgemeine Beichte 29 Gebet vor der Beichte Kurzes Kirchen- Gebet 30 Seufzer vor der Beichte Allgemeines Kirchen- Gebet 30 Gebet wenn man zum BeichtGebet für Kranke und Nothlei- Stuhl gehen will dende, welche in der Kirche Allgemeine Beichte, so in pomFürbitte begehren mern gebräuchlich ist Seufzer unter währender Anfündigung der Absolution 55 Danksagung nach empfangener Absolution. 33 54 Gebet wenn man aus der Kirche = 4546 46 473 46 48 50 52 53 54 55 Eine Eine andere Danksagung Abend- Segen, wenn man zur Beichte gewesen Morgen- Segen eines Communifanten 57 Gebet vor dem H. Abendmahl 58 Um würdigen Genuß des heil. Abendmahls 59 Gebet vor Genuß des heil. Abendmahls Ein anderes = Seufzer wenn man zum Altar tritt 61 Seufzer beim b. Abendmahl 62 beimEmpfang des heil. Leibes Christi 62 Bei Empfang des Blutes Chr. 62 Seufzerlein nach Empfang des Leibes und Blutes Christi 62 Ein anderes 63 Danks. nach dem heil. Abendm. 63 Gebet um neuen Gehorsam 64 C Register über 55 64 einesCommunikanten zum Beschluß des Tages Gebet um seinen Beruf glücklich zu verrichten 65 So man an die Arbeit gehet 66 Danksagung nach der Arbeit 66 Gebet so oft die Glocke schlägt 66 C um zeitliche Nahrung 67 um Glück und Segen zur Haushaltung H C 56 C = 60 61 eines Kriegs- Bedienten oder Soldaten eines Kaufmanns oder Kaufdieners eines Künstlers oder Handwerkers eines Bauern oder Ackermannes 70 Gebet eines Unterthanen für seine Obrigkeit 71 Gebet Chr. Eheleute, die GOtt mit Leibes- Frucht gesegnet 71 Gebet der Eltern für ihrekinder 71 Gebet der Kinder für ihreEltern 72 3 67 um das tägliche Brodt 67 um zeitliche Güter 68 eines Predigers für ſeine Zuhörer 68 69 69 70 die Gebete. Gebet der Eltern für ihr Kind, welches in der Fremde ift 72 Gebet in Kreuz und Leiden 73 Gebet, daß wir uns stets in unserm Kreuz mit Christo 73 trösten Gebet in Kreuz und Widerwär- 74 tigkeit 74 Gebet, darinnen wir erkennen, 75 daß und ohne den Willen 75 GOttes nichts begegnen kann 75 Geber um gnädige Erlösung aus76 dem Kreuz 76 Gebet wider die Versuchung des 77 Teufels 77 77 Seufzer um Trost in Trübsal 77 Gebet in Verfolgung Um Fröhlichkeit des Herzens Gebet in Kriegs- Zeiten In Hunger und Theurung Zur Zeit der Pestilenz Gebet wenns donnert Danksagung nach dem Ungewitter : FEE 2 FFFENH Tägl. Gebete eines Kranken Gebet in Todes- Nöthen 78 78 Gebet um Sonnenschein = um gnädigen Regen wenn man zu Lande verreifen will Danksagung nach der Reise zu Lande Gebet wenn man zur See ver- 73 reisen will 74 Gebet in der Ausfahrt zur See Morgen- Segen zu Schiffe Abend- Segen zu Schiffe Gebet um glücklichen Wind 74 Bei gefährlichem See- Sturm Danksagung nach vollbrachter 81 Reise zu Wasser Gebet um ein seliges Ende 82 Morgen- und Abend- Segen 82 eines Kranken 83 83 78 79 79 FO 80 81 84 Kurze Seufzer in Todes- Noth 85 Gebet in letzten Zügen Gebet wenn der Sterbende ver- 85 scheiden will Gebet wenn der Sterbende oder Kranke verschieden ist X4 85 Heili d TIENUS MC15degnopeitt trl 9/0 thin bi timed Ast di unot his and adulte tollig 706 med troom Uraied moderNTIDE FOR thing pus& donid sinds Hobidat Do 190 in 4 TighING binaröd hudit Gue mon Jun 110 100 and of Thim the NG Mattian prat Duran Dur ver! GETU smod Vis sto his aun stroll fico che contest, big betale sofistus sim at done and 0% Inco spriadzebow d of Jomal on the movid, Alin mod sprieglo sgralatt beadsi? smisd fun bim stur med stbust * 19 smisd sllo juo bim sonurg nollined sgilisd danis hidle nollis Heilige Vorbereitung zum Gebet... . troue is nisill oluns, sid spars anun ni nem ft Mater: Sphn und Geiſt verleih, ist gr oft metigi fron Daßmeinsebet erhörlich seis nisd slas Hör Vater und vertritti michh Soha! Geist des Gebotes giebt den Tonttädro G Ott Vater! Mein Vater? icha ¹St Schil mein Erlöser, löse dein Kind erfahdindbidorohente Bunge mit den Finger dei deinem Angesichte isdundane Allmacht. hueauf den Mund llopfe mit einem brünstigen Abha zum Bobe, das Herzzum Gebete. an dein väterliches Herz. Ich Laß dein Blut heute reden für will beten, denn mich locket mich, daß ich mit Freudigkeit hinzu deine Barmherjigkeit 18th soll sweter zu dem Guddenjubt, und beten, so erfordert es meine Dür Hülfe suche, zur Zeit, da es Noth tigkeit. Wie kann ich aber beten, fit Betreiß den Himmel über mir, ohne deines Geistes Beredsam daß mein Gebet hindurch dringe. teit? Darum laß mir denselben Zeige mir durch deine Wunden das in meiner Schwachheit aufhelfen. brünstige Herz deines himmliſchen Hast du mich gerufen Adaß ich Batersnache es weich in deizu dir tommen foltorufe ich nem Blute, daß es egen mich breche jetzt dichidaß du zu mir kommen und daran denke, was er mir ge mögest Ich weiß wohl, daß ich redet hat. a wo ich nicht beren nicht werth bin, dein Kind zu hei tann, so sei du selbst mein Fürsprecher und vertritt Rechten GOttes. Mache mith frei von der Günde, damit ich desto refer mit teden möge Schweige den Satan, bedräite die Welt, tödte Fleisch und Blut, daß mein Gebet tih Glauben Besto lebendiger, in der Liebe Sesto himmlischer in der Versuchung defto feghafter fel? Du wirft's wohl machen. aber auch du dich über mich ervarmeſt, wie ein Vater über ein Kind, chhoek zeige mir deine Gnade and ver berge dein Angeneht nicht vor mir Laß dir wohlgefallen die Redemer nes Mundes und das Gespräch meines Herzens Neige dein Ohr gönne mir deinen Blid, öffne mit bein Herz. O wie fröhlich werde ich sein über deine Hülfe, wenn du GOtt Heiliger Geist mein mein Gebet wirst erhöret, und meine Thräner gesehen habent. Tröster, ach seitsze in meinem Herzen, und schreie in meinem Munde. Morgengebet am Sonntage. 5 Munde. Ohne dich kann ich mei- so beten, damit ich nicht die Ant nen JEsum teinen HErrn heißen, wort hören möge: Ihr wisset Ohne dich habe ich kein Zeug- nicht, was ihr bittet. niß der göttlichen Kindschaft. O heilige Dreifaltigkeit! Ers Ohne dich kann ich nichts thun. höre mich! Erhöre mich! Erhöre Ach, so wirke doch in mir jetzt, mich! Ich bete an zu deinem Fuß du Geist des Gebets. Lege alle schemel. Ich liege vor dir auf Borte auf meine Lippen. Bresse deine Barmherzigkeit. Heiliger alle Seufzer aus meiner Seele, GOtt! Barmherziger GOtt! Gieb in mir eine heilige Stille. Wahrhaftiger GOtt! Ich halte Reinige die Sinne von aller dir vor deine Allmacht. Ich bes eitlen Absicht. Erleuchte den rufe mich auf deine Liebe. Ich Berstand, heilige den Willen, gründe mich auf alle deine Verbefestige den Vorsaß, vermehre heißungen. Ich lasse dich nicht, das Vertrauen, gründe die Hoff- du segnest mich denn. Sprich nur nung, erwecke die Geduld. Mein ein Wort, so heißt es Amen, in Herz sei dein Bethaus. Meine deinem allerglorwürdigsten NaSeele dein Sela. Laß mich al men. Amen. Du hochgepries'ne Majestät, Erhör' mein sehnliches Gebete, Daß es von Herz zu Herzen geht. Und da ich jetzo vor dich trete, So fieh auf mich von deiner Höh, Bis ich mit Abend von dir geh. Tägliche Morgen- und AbendAndachten. Morgengebet am heiligen Sonntage. Mein GOtt, die Sonne geht men. Laß es nun auch lichte werherfür, Sei du ein helles Licht in mir. Du Sonne der Gerechtigkeit, Vertreib der Sünden Dunkelheit. den in meinem Herzen, du Bater des Lichts, daß ich in deinem Lichte sehe das Licht und darinnen wandele. Bewahre meinen Fuß, wenn ich heute zu deinem Hause Gott Bater, mein Schöpfer, gehe. Meine Seele verlanget und wie an welchem du selbsten geruhet fen. Lege dein Wort in meinen hast. Ich komme von der Mund. Erfülle mit deiner StimRuhe, und gehe zur Ruhe. Ge- me meine Ohren. Erleuchte mit ruhet habe ich diese Nacht in deiner Wahrheit meine Augen. deinen Armen, dafür danke ich Rühre mit deinem Finger meine dir. Diesen Tag willst du in mei- Lippen. Erfülle mit deiner Sünem Herzen ruhen, darüber freue ßigkeit mein Herz. ich mich. Die Nacht ist vergan- Gottesfurcht gen, der Tag aber herbei tom sein, und meinen nicht Laß meine Heuchelei Gottesdienſt nicht 8 6 Abendgebet am Sonntage. nicht Menschenwert. Wenn ich ben. Tröste mich in der Anfechmit dem Zöllner in deinem Vor- tung. Bereite mich zu einem hofe stehe, so sei mein erster seligen Sterben. So werde ich Seufzer: GOtt sei mir Sünder gnädig! GOtt Sohn! mein Heiland, dieser Tag ist dein. An dem bist du auferstanden. Ach! laß mich heute auferstehen vom Irrthum zur Wahrheit, von der Sünde zur Heiligkeit, vom Trauern zu der Zufriedenheit. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ach, rede heute von deinem Heiligthum, so bin ich froh. Ich lege mich an deine Brust; tränke mich mit der Milch des lautern Evangelii. Du aber lege dich durch dein Wort in mein Herz, daß ich reichen Trost von deinem Hause habe. Erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Baue dieses Land, und wässere es; denn deine Brünnlein haben Wassers die Fülle. Streue deinen Samen auf ein gutes Feld, daß es hun dertfältige Früchte bringe. Laß dein Wort sein mein Licht auf halten. Amen. dem Wege, meinen Weg zum Himmel, meinen Himmel im Hers zen; so werde ich Lust an deinen Beugnissen und selbst einen lustigen Sabbath haben. nicht nur ein Hörer, sondern auch ein Thäter sein. Du aber wirst geben das Wollen und das Vollbringen, und die gute Beilage in mir bewahren, ja versiegeln, bis auf den Tag meiner Erlösung. Heilige Dreifaltigkeit, heilige mich heute durch und durch, sei du alles in mir, so vermag ich alles durch dich. Mache dir einen Tempel in meinem Herzen, so wird meinem Hause heute Heil widerfahren. Wohne nicht nur bei mir, sondern bleibe auch in mir. Die Gemeine der Gläubigen sei an diesem Tage ein Herz und eine Seele. Niemand diene dir mit falschem Herzen. Behalte alle Frommen in einer heiligen Ruhe, bis wir noch eine Ruhe finden, welche dem Volke GOttes vorhanden ist. Dort werden wir mit allen Auserwählten ei nen Sabbath nach dem andern Seufzerlein. Mein Herz ist willig und bereit, Dir heilige Dreifaltigkeit, Ein Heiligthum in sich zu bauen, Ach! kehre gnädig bei mir ein, Und laß mich deinen Sonnenschein Bis auf den späten Abend schauen. Hierauf kann angestimmt werden: Licht vom Licht, erleuchte. p. 51. GOtt Heiliger Geist, mein Tröster, der Tag ist auch dein Tag, an welchem du sichtbarlich bist ausgegossen worden. Ergieße dich heute über mich, gieße dich heute in mich. Beige mir an die fem Sonntage die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Falle du auf mich, wenn ich das Wort höre. Laß mir's durch die Ohren in's Herze gehen. Schreibe es durch deinen Finger in meinen Sinn. ge mich in der Buße. mich im Glauben. Erbaue mich So darf mir vor der Nacht nicht in der Liebe. Bessere mich im e ReiniBefestige grauen. GOtt Abendgebet am heiligen Sonntage. Mein GOtt, die Sonne geht zur Ruh, Komm, drücke mir die Augen zu; Doch lasse deinen Geist mich schauen, Abendgebet am Sonntage. 7 an mit dem Purpur deines Verdienstes. In diesem Schlafkleide werde ich süß ruhen, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in meinem Herzen. Gott Bater, mein Wächter, du Hüter Israel. Ich nehme meine Zuflucht an diesem Abend zu deinen offenen Augen. Du schläfest noch schlummerst nicht; ich aber muß beides thun, daß der müde Leib erquicket werde. GOtt Heiliger Geist, mein Erleuchte demnach meine Augen, Beistand, versiegle in mir, was daß ich nicht im Tode entschlafe. ich diesen Tag gehöret habe. Du Ich habe heute die Wunder in haft mir Himmel und Hölle vordeinem Geset gesehen. Wie gestellet, Segen und Fluch andeutlich haft du mich gelehret, gekündiget, Leben und Tod zur wie väterlich vermahnet, wie Wahl gegeben. Laß mich also treulich gewarnet, wie herzlich wählen, daß ich das Beste und getröstet! Aber ich erschrede, Einige erwählen möge. Sei mir wenn ich dagegen auf mich sehe. ein Brunn des lebendigen WasWie sparsam habe ich dich gehö- jers, das in's ewige Leben quillet. ret, wie laulich dich geliebet, wie Bertheile in mir die angeborene ungern dir gefolget, wie muth- Finsterniß durch dein himmlisches willig deinen Zug verachtet. Ach, Licht; lösche dagegen die Liebe laß mich das Wort, welches ich der Welt in meinem Herzen aus. verachtet habe, nicht richten an Laß mich diese bevorstehende Nacht jenem Tage. Laß nicht die Sonne in deiner Liebe einschlafen und über meine Bosheit und deinen in derselben auch wiederum fröhBorn untergehen. Gnade für lich erwachen. Ermuntre meine Hecht bitte ich. Erbarmen für Seele durch heilige Bewegungen, Züchtigung. Sei auch in der daß sie stets zu dir wache, obFinsterniß mein Licht, daß ich gleich der Leib schläfet. Zeige mir morgen zu einem neuen Licht auch im Bette meinen Sarg und und Wandel auferstehe. in meinem Schlafe den Tod, übereilen, sondern wachend und daß mich der letzte Schlaf nicht betend finden möge. Tröste die Betrübten, beruhige die Unruhigen, bekehre die Boshaften. GOtt Sohn, mein Hirte, mache mir jetzt in deinem Blute eine schöne Abendröthe. Dein Schäflein leget sich in deinen Schooß. Dein Hühnlein wirft sich unter deine Flügel. Dein Jünger( deine Jüngerin) schmieget sich an deine Brust. Bewahre mich wie deinen Augapfel. Seße mich wie ein Siegel auf deinen Arm. Halte mich wie einen Ring an deinem Finger. Laß deine Liebe meinen Traum, und dein Wort das Gespräch meines Herzens auf meinem Lager sein. Deine Linke lege sich unter mein Haupt, deine Rechte herze mich. Kleide mit aus von den heutigen Sünden, und kleide mich Väter GOtt, erbarme dich der Heilige Dreifaltigkeit, meiner Meinen und aller Menschen. Laß deinen heiligen Sonntag überall Strahlen der Liebe und Gnade zurüdlassen. Deine Sonne gehe Keinem unter, der dich nur erfennet und liebet. Niemand ist gut, denn du einiger GOtt. Laß uns von dir nichts trennen, o du unzertrennliches Wesen, bis wir zu dem ewigen Sabbath tommen und das Dreimal Heilig unaufhörlich rufen werden. Amen. Seufs a 2 spotrof mn tsdsponsd 80 dad stsid Morgengebet am Montagem #sdomsg Seufzerlein. Schließ dich die Boerei sbogu biſt mein Sicht, Gegenstempel, fende Beine Weisheit herab spon chim ud and 3d ist imp@ Deinem heiligen Himmel, daßsfie Den Gott hatan despleine Ruh. bei mit hei und mit mir arbeite, Didlo Ueberschrifts ebben oder damit ich erkenney was die wohljule sobilzstö This: ud dpd ziggott hyn nein Aoundi! i igien GOni Baterpong bertemids berlebie. = pslog gitlalpinitobierjurs man Sabits ist vergangen( b.15. the verteitt mis imit! beiner Re dieetei din teide neje bensindildoul smisd dny 196 nogod day reidmürag, att ligt einem Fußesten Ehrs Manten Hraftiger Furbined saß ich n Margengebel am Montage. eitt einvecer erz und führet den manier Convironde, viel Segen bitter nDen Egg aro sdad ti mismunandisg sier Mong har fein nicht von Erneure deinen Ginderung der Sonne. Durvist basahte Biesen Woche erster Day! sér! Glang berserrLicht and mon bit gefegner Heißen mahsle 750 potnali red p * 7 Ft. Bacter met Scribis das de Hippein ligne, denn du ismillit deine Ehre teinem Anderns * sgeben, is In dieſem allerheiligten fichkeit, ut Cathellet mir auonein Funtlets von dems Bichtersbeiner Graben, 189 werdente heller ſein dis berond. Der Mondaimint ab und Tagsmici Böhen men stehe ichießt auf und ab und im Guten hingegengguübyinge dir am ersten Wochen nehmen wadusetts Hautes der plage die Erstlinge meiner Linnen mp af tomaten, hitelheng Soune, och preise, dich Bater und Herr Mons und Stethensverfinstert himmels und der Erden, daß werden, 18 nachemichtheilhaf rodud mich, die overwichene Nachttig beines ewigen Lichtesudaß msmit deiner Gnade bedecket, mit ich in deinem Reteteitchiewie 7900igern Liebesüberschattet mit des Himmels Glanz, wie die ndeiner Allmacht, umgeben, baft. Sterne immersaks eriglich. InSeingelghet, du perborgener deffendhegne mich, I do? lange ich de Gotteshabis du mich sowohl in dieser Hütte wohne. Segne adverbirget.nung jetzt aus senderitte dieisich auf deinen nis Verborgenen wiederum and Licht Wegen thdenSegne salle Worte, hervortreten dölleft) Sülle mich die von memenidLippen geben. bonuniaych frühe mit deiner Gnade, Segne allejuerte, die ich in ifrühe molleits dan meine Stimme einent Veruftreife: Segnegalle bören frühe will ich mich zu Bissen, dieplin meinen Mund nadbirachiden und darauf mertentede! Seghe alle Menschen mit bißchitommeshente sum njanged beneich umgeher egne auch border neuen Woche, Im Namen alles Kreuz, daß es zu meinem In unſeren GOttes, werfenich, mein ruse 39 101 ad du mir beisteheit in dem, wozu merdu mich berufen hast Du bist oder Brunnquello alles Guten laß beine Brünnlein reichlich auf mich fließen. Du bist meine Kraft, träftige meinen Leib und B. Bein dienea, tadagnada, Heiliger Geist mein Pfleger, pflege meiner mit Geist und Gnabe Mache in der neuen Woche aus mir einen neuen Menschen und laß mich in einem neuen Leben wandeln. Gieb mir Gaben, daß ich dieselben GOt Abendgebet am Montage. 9 GOtt und metnem nächsten Delay aigua auch diesen Abend au wiedergeben kann. Erwede in mir Was deinen, Ruhm vermehren Luft and Fleißsisme den. Werten meines Berufs und betäube hin Bater, mehie Stätte, Som gegenro meinti Fleisch und Blut, Dank sei dir daß du mich welches du fauter Trägheit de start gemacht, besl Tages Baft neigt ist. Mache meinen per und Hipech ertragends Lob fei Handwetserauf's Gute, meinen dir, daß du ett bäterliches AufWillen begierig zum Guten, mein fehen auf mich gehabt und in meiHerzsbeständig im Guten. Guter nem Berufsmannigfaltig gefegeit! über mich auf ebener het hastaneros find deine Wun Bahn. do Führe auch alle meine der und deine Wohlthaten. Ich nBieben und behule, in gemee te hug zu zahlen fie perfündigen und davon Frommen von njegens Ivic Son Helligen Dreifaltigletta pyhift ind.gr Dubbait, mir heute, piel er BIT nreich von Barmherzigleik, Gutes gethan allein ich habe dir barmerdich unser Du bist die leider viel Böses dafür bewiesen. Liebe selbgch! le liebe uns ie Mein Gewiſsen, eiget mir mehr and je und ziehung zu dir aus Fleden, als der Mond in feinem 7staufent GütersdGibb Friede in Lichte Ja, der Montag übernilande segnedreinen sepen in deuget mich einer großen FinsterInfeinem Stande an unser Herzhig meines Herzens! Mein Mund und Hausindeines Rubms poll Betfaget es Mein Berg bereuet werden. Wenn die Lane unjers es. A richter HErt dein Ange19Leidens werden ein Ende haben, Whicht wider unch, sondern Sinclaß uns einen Tag, anbrechen, auf mich). Sei Mar Sünderrignätrambeinen Vorhöfen deg belleras. Crrette nich von der Obrigteit der Stiffterniß und Tat mich fritiden honit tausend. Sudelien dooufen wir Gelpbet jei per rr nicht in Schatten des Todes sigen. sitäglicht Ameux monisd ni bi tiechten in der gegenwärtigen teherfigare ich aber mit deiner sid siar mol slammig asd tingtatt he hasſe meine Zuverne bilgio eufserlength interdeinen Flügeln ſein. diopul obl, der Anfangrodessetodet eine feinigen Mauer, empendour macht, 391sig ni amein Schild wider alles Schret mong habe hieini Gebati pollbrachten eine Ruhe in der Unruhe, strpns gehe sman ansden Beruf ich mein Leben wenn ich als ein GOtt, der die Welt und mich odter liegen werde ni i sidstreichuillo engsongou Soht, mein Heitunach sllnwiss Kraftish obeniem sach alles Unheit von mir, druil nsnism milethnaid police we welches meine Sünde heute an tim Der Aufdag und das Euge, sein.. gerichtet heile die Wunden dung heuer Tag ein weiterpa 51annes Gewissen 39 daß ich nicht mamam ve 89 800 STA sello eleff dürfe wouneuhe meines Abendgebet aur Montagevisetzenars Streich dein Blut an stiam NisErr Zebaoth, Bein Ruhm verk die Pidhten meiner ammer, daß musg ad mi.shatdtent, and attk. der Bürgenget odrüber gehe. nousDaß er in meinem Herzen grün Sch will mein Herý mit deinem mranDaß es ein Tag dem audero age theuren Namen versiegelnas dLaß dieUnd fine Nacht, der andern jage! gedieses meine Cosung, daß dieses Neuen Sniem Bue nosil bim jumein msdieleid bi dod mdo sim dau di monism sgitfört torn 96 vigtigevel am Dienstage. mein Zeichen sein, daß ich dir über Reiche und Arme. Habe zugehöre, und der Satan tein ein Aufsehen auf deine AuserTheil an mir habe. Bleibe bei wählten. Behüte Verwandte und mir, denn es will Abend werden, Bekannte. Schüße Einheimische und der Tag hat sich geneiget. und Fremde. Segne Freunde und Sehe ich um mein Lager nichts Feinde. Sei aller Nothleidenden als ein finsteres Aegypten, so laß GOtt, aller Betrübten Troft, doch ein lichtes Gosen durch dei- aller Schlafenden Hüter und nen Glanz in meinem Herzen Wächter. Niemand ist gut, als sein: denn auch Finsterniß ist du, einiger GOtt, also verleihe nicht finster bei dir und die Nacht auch uns allen in dir eine gute leuchtet, wie der Tag, wo du bist, Nacht. Amen. o du Licht vom Lichte. Himmlischer Salomo, stelle deine StarSeufzerlein. ten um mein Bette und laß 3u guter Nacht! Mein JEsus mich mit Augen des Geistes se hen, daß derer mehr, die bei mir sind, als derer, die wider mich sind. Du Engel des großen Raths, lap mich nicht der Engel mangein, sondern berathe Leib und Sees mit deinen heiligen Wächtern, daß ich bei dei: nem Schuß ficher ruhen möge. wacht, Daß mir die Nacht tein Grauen macht, Jetzt schließt die Nuh mein' Augen zu. Mein GOtt ist mein und ich bin sein. Dies soll die letzte Losung sein. Hirte deiner Schafe. p. 52. GOtt Heiliger Geist, mein Trost, habe Dant, daß ou viel Gutes heute in mir gewirket hast. Sei gepreiset, daß du viel Bö Tren So tkomm ich auch von Neuem hier, und trage dir mein Herze für. ses heute in mir verhindert hast. An diesem Morgen wieder neu; Es ist dein, was ich Löbliches gethan habe: mein aber, was gefehlet und versehen ist. Habe ich heute den Tempel meines Herzens verunreiniget, ach! so weiche mir. Heilige und reinige ihn wiederum in dem Blute des Lammes. Seße das Siegel wieder auf mein Herz, welches ich durch meine Sünde abgerissen. Ueberschatte mich heute, du Kraft des Höchsten. Bezeuge in mir die göttliche Kindschaft. Zeige mir im Schlafe die himmlische Erbschaft, und bereite mich durch Erblickung des Todes zu meines Lebens seliger Endschaft. Heilige Dreifaltigkeit! von dir find alle Dinge und wir in dir. O du unerforschliche Tiefe des Reichthums, erbarme dich heute Morgengebet am Dienstage. Du alter GOtt machst deine Ott Bater, mein Erhalter. Der Dienstag erfordert einen neuen Dienst von mir. Ach! sei gepriesen für deinen gnädigen Schuß, der mich die vergangene Nacht umgeben hat. Im Schlafe war ich außer mir, aber du warest in mir. Der arge Feind gedachte es böse mit mir zu machen, aber du, GOtt, hast es gut gemacht, wie es jetzt am Tage ist. O du allergetreueſter Menschenhüter, wie groß ist deine Güte, daß Menschen unter dem Schatten deiner Flügel trauen! Habe Dant, daß du meines Ungesichts Hülfe und mein GOtt bist. Morgengebet am Dienstage. 11 du, so erfreue auch. Soll ich mit Thränen säen, so laß mich mit Freuden ernten. Ich will des Morgens deine Gnade, und des Nachts deine Wahrheit vers fündigen. bist. Laß aber auch diesen Mor gen mit dem neuen Lichte dein Antlig auf's Neue über mich leuchten, daß mein Leib und Seele genese. Hat ein jeglicher Tag seine eigene Plage, so laß auch einen jeglichen Tag seinen Segen finden. Sei mir heute, wie ein Thau, der das Land befeuchtet. Laß mich nicht nur im Schweiß meines Angesichts, sondern auch im Preise deiner göttlichen Güte mein Brod essen. Deine Hand sei mit mir im Werke, daß ich mit meinen Händen etwas Gutes schaffe. Willst du mich züchtiGOtt Heiliger Geist, mein Gnadengeist, laß mich auch heute wandeln im Geist, und die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Erleuchte die Augen meines Verstandes, daß ich erkennen möge, welches da sei die Hoffnung meines Berufs. Verleihe das Wollen, wirke das Vollbringen. Du bist der Finger GOtgen, ach! so thue es nicht im tes, schreibe, JEsum Christum Grimm, daß du mich nicht aufreibest. in mein Herz. Erneuere mich an dem inwendigen Menschen. Herrsche in allen meinen Gliedern. Gieb mir Einfalt des Herzens und Lauterkeit des Mundes. Wirke alles in allem nach deinem Wohlgefallen. Laß mich jederzeit prüfen, welches das Beste sei, und erfülle mich mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch JEsum Christum geschehen zur Ehre und Lobe GOttes. Bewahre den theuren Schaß, den ich in einem irdischen Gefäße GOtt Sohn, mein Immanuel, GOtt mit uns! Sei auch heute mit mir. Mache an diesem Tage ein Gefäß deiner Gnade und Ehre aus mir. Bei dir allein ist Gnade und viel Erlösung. Sündige ich, ach! so behalte meine Sünde nicht. Falle ich, so laß mich nicht liegen. Schreibe meine Schuld nicht auf, sondern ab. Tilge meinen Namen nicht aus dem Buche der Lebendigen. Laß mich an diesem Dienstage nicht trage. Und jollte heute mein dienen der Sünde, denn sie loh net mit lauter Reue; nicht die nen der Welt, denn sie bezahlet Sort steige uns mit unserm eigenen Verder- Heilige Dreifaltigkeit! Ich ers ben; nicht dienen dem Satan, gebe mich dir zu einem Opfer, das denn sein Lohn ist in dem Pfuhl. da lebendig, heilig und GOtt Gieb, daß ich dir diene in Heilig- wohlgefällig ist. Sei mit mir feit und Gerechtigkeit, welche dir und den Meinen in Glück und gefällig ist. Und alsdann sei auch Unglüd, in Gesundheit und mein Schild und mein sehr gro- Krankheit, in allen Anliegen. Laß Ber Lohn, ich will vor dir wandeln heute mich nicht und feine Seele und fromm sein. Laß mich dei verloren gehen. Erhalte uns in nen Geist unter den vielfältigen Einigkeit des Glaubens, im Bande Versuchungen in alle Wahrheit des Friedens und in der Hoffführen. Unter den mancherlei nung unsers Erbes. Mache endTrübfalen aber gieb mir ein Herz lich durch einen seligen Tod unnach deinem Willen. Schlägest sern mühseligen Dienstag zu eidu, so verbinde auch. Betrübest rm himmlischen Frei- und Freulebtes Stündlein kommen, so bewahre und erhalte mich zum ewigen Leben.. a 4 dens Arbeibgebentrants Dienstage! dentagezusund führe diens| mißidenti vas Ende vesselben ist Aegypten durch'strothe Meer der der Lob. ch, Balet! strasb mich Bunden Esin's enige Sandah. nicht moeildinvesbienet habe Da wollen wir dir dienen in Baß auch an diesem Dienslagebas Jeinem Ferah Tog, und Nacht. Berbient BeinesmBohnes gelten füdülleimeiner Sichde Weit es a buntetismirdiofd stellen meine Shiber nichtin's Licht vorbelnem Angesicht, sondernl lápiſierin öden Wanden FEsu bergraben einm und stagna bir Senterlein. Min Jest es auf die Arbeit Hbf, Mein Gong beinen WAS schalte Nur beint Ehre heißt mein Ziel, Giebst du mir wenig oder viel, Enechtschaft aut le Fitte, mein GO! bubistaunter as die ein Dieners gewesen soundsthaft Kitechtsgestalto ans diebrochenen Acchiß geschehe, H, Beinte din baß bu ulission der Sünbent tiAngenehuu Morgenblap: 52 befreiens antolugin distad i 19 nism Chihimlichen Freiheitsbert inber Abbidgebet, Dienstage and 10 tisinimin me Die Nachterlicht des Tages thig sim 1stbicton3 sdnechord Mein Gott, nimm, beisten Glanz will allo sid mishichtanu stü Bieb, by in meinem ezen Spis Annenschein GOttes dbringend möchtestusi elch befreie mich doch heute von bem Dienst bei Ungerechtigkeit, daß ich hinfört der Sünded Snachtmehr diene. Gieb nitt deine dienſtbaren Geisterfigu, tible um deren Chron stehen. Steurejsbddirme subad Stannada krbemi brüllendék Vömengsbericht zu erschlingen fachenhaftiv mich heuteontit beinen Augen geleitet, fojbinde auch hich letbebemeine jinbest Augennzuru Bewahre midinimo daai Meinige tidenn regait das Deinige., Wendelab@ Wasserst und Federaupth behnsbuti6th der brothhelfen, is Behütted vot Grauen und ErschredentoDeine Handstann alles andern in De haft mir heute piel Gutes erwies seidath, sebe auch dieses hinzu, daßlich ein dit versöhntesishers autu Ruhes bringeni möger Soll etwa bas Bette sud meinem Grabe werden, so laß mich an dein Grab gedenten unbl meine Seele in deine Wunden better, mme 12 Fou Otti Batert mein Horbound Heild res niftinabermal ein Tag zu Endeptaberd beines Gute nicht, si welchednbein Ender hat Achsdaßrdoch meine Sindesdurch ein Endes hättejo mitadelcheurich biefeurstag mein Gewiffent be schweret habe.dnDogichbielender Menschluwer will mich nevlöseft von dem Beibe dieses Todess] babe leider! rans diesem Dienstage meiner Glieder fehr nivenig begee ben zum Dienste deti Gerechtigs teit, daß die heilig würden. Ich hätte bir allein dienen jollend denn Niemand kann zween Herren dienen aber so habe ich den Geschöpfe mehr gedienet, als diem Schöpfen Ich bin der Sünder Knechtd( Magd) geworden ond GOtt Heilige Geist, mein Licht babes fieblaffen herrschendin meid vom Lichte, laß mir dein Gnaden nem sterblichen LeibetlihtsChe licht nicht mit de Sonne gir horfant zu leisten in ihren Lüstend rüste geben. Ehlafen die Augen? Was habe ich nun zu der Zeit so laß toch mein Gewissen wahfür Frucht? deren ich mich schämen hen. Laß mich mein Lager lieber mit Morgengebetam Mittwoch. 13 mitsThrövendralkomitnSünden| Gtt& felberdraft an Nunspfhlaf bestedenri Bebide bitch vor än Tod 1995 odtomeininketqunale geblithen mundsentheblichen TräneGinag sebt nach dem 53 manageMadhe meinders zu dei ni monsid tid tiar mellour o nei heiligthumss und beilige Mufgenyeber auf Mittwoch in meiner Marbe Durch deine süßen Segungentot BefreiesimeinsGet Brich an, gewünschte Morgen muth von der Last aller indischen islynd Sorgen und lass dich leinepals Pitäärid Lauter, Gelb mitme 77% issu? Isię nisu taiinis rule Isia sda ginsar fint ud fisi Ottis Vateya mein Erbar mert meiner difts bereit, GOtt, mein Herz ist bereit, ich afrill( fingen und dichten. Deine Barmherzigkeit ist es, daß 19 nicht yar als vin. Der an brechende Tagtteuchtet mir nicht fönlehrin Bieugen, als deine Güte und Freue bie alle Mors gen bei mis neu ist wie fol menschlichen Berduching betreten ugnisd. su Munde So ofdicheinen Dienstag ben meinem Munde soll allein schließer, inoff bieb! mtruiber Mein Gott mein Gold& Wein benten, daß dieles Lebensttur ein Diensthaus oferso damit ich mich freueiden Dienstu deritalbeit abzulegen, und mich stetarbereite, dienbermaleinstimewiden Lichte ambiengnicherhalterinichinde nem Dienftsdetten bis ins den Sogndaup has wontein Jens iftsraudbals bann Eh, fein Diener ffeine Dienerin féin dudge.onsid nopeilige Dreifaltigkeit offenbare beine suherrlichkeibuatch.nbiefe Rachytlandninachdi allen Menschen, ich bich genugjam preisen, daß du bie beiner Machtpientrautendeinte famobban min thufth Mitten in Gnabarsfuchen, beines Schubes der Bachedmitten sin dem Leben bbdäcfent, isGedentegidh ndeine mit dem Rodenimfangen. Ich lag Bebheißungen. Ich will dich nicht als wärhich begtabel Wie leicht derlaffem; oth weläumenns hättesdid soenmchlaffeinem bag großer GOtt, spbeisbeinem BrubelsbeniTodeinberantwors kleinen WHänfleinsbu, speicher ted fönftens ben in deiner Kraft GOttubeiden imens du star steheslsichhigefand.svon meinem bar GOtt, bei bens Schwacheng Battersaufim Duchasbobutchiveik buip Baters beshTrostesy beinden Aufsehenomeinen Odem bewahret, Betrübtengribu Arzt Firdels, bei ihnimill dichspreisen!, 19fos lange den Kranken, bis einiges Leben einsDhems in mir istilu haft beinibenssSterbenden Verhis nichts behütet wie einen Aug apfel ,. mein luge folbibafür auf denlleErrend sehenn Du haft meine müdeninhände mgestartet, ich breite sie aus gu birdo Du hast mein Herz orquidet ich werfeles dafür alssein Opfer in beinen SchooBus Meiremanges Lebew sei divergeben weil du mich leben dig erhalten hast.n Gedente auch heute meiner im Besten. Behüte den Leibuvorn Krankheit, die Seele bor Verführung. Laß dir alles und endlich Atten dahini, mbiteine Racht mehr ist, prfondertu lauter Licht immer und ewiglichament: do10 nisd no chim gol of morsa ni slss Genfgerlein. nsinsdsa Komm, süßeris Schlafu et quide a 5 biznism ismich, gilis 1100 Mein millber Leib vegehreti bichpa Wirp meine Gliedertsanftensinbil Laßyu alleid Schrecken bong mir -door nsfiors fliehup chod do! o Bis daß die Nacht ihr Ende find't 14 Abendgebet am Mittwoch. alles mein Thun und Lassen in mir ein Herz nach deinem Willen. deine Hände befohlen sein. Reiß die Welt aus meiner Brust, und pflanze hingegen in derselben das Reich GOttes. Laß mich alle meine Berufsgeschäfte im Glauben ohne Zweifel anfangen, in der Liebe ohne Hinderniß fortfeßen, in der Hoffnung ohne Unjegen vollenden. Mache mich tüchtig, wo ich untüchtig, mache mich erleuchtet, wo ich thöricht; mache mich getrost, wo ich betrübet bin. Ohne dich kann ich nichts, durch dich will ich alles thun. GOtt Sohn, mein Mittler, Laß mir alle Tage eine Mittwoche sein. Tritt mitten ein bei mir und den Meinen, wie bei deinen Jüngern durch den Kuß des Fries dens. Mittle alles heute zu meiner Seligkeit. Segne in meinem Thun Anfang, Mitte und Ende. Sei bei mir mitten in der Arbeit, und erleichtere mir die Last meines Berufs. Sei bei mir mitten im Kreuze, und versuche mich nicht über mein Vermögen. Wenn ich mitten in der Angst wandele, so erquicke mich. Sündige ich, so tritt mitten zwischen mich und den erzürnten Vater mit dem Rauchwerke deiner hohen priesterlichen Fürbitte, damit der Plage gewehret werde. Laß mich auch die Mittwoche erinnern, wie du mich in deinen Weinberg durch's rothe Meer führtest, jo gemiethet, daß ich nicht müßig stehe an dem Martte dieser Welt, sondern als ein treuer Arbeiter in demselben befunden werde. Sollte ich heute sein als eine Rose mitten unter den Dornen, als ein Schaf mitten unter den Wölfen; ach, so verlaß mich nicht mit deinem Trost, denn mit dir tann ich alles überwinden. führe uns auch mitten durch alle Angstfluthen hindurch. Erhalte uns mitten in der Anfechtung, wie die frommen Männer mitten im feurigen Ofen. Endlich bringe uns mitten durch Noth und Tod hindurch in's ewige Leben, so wollen wir dir mitten in der Ges meine lobsingen, die bei dir im Himmel ist. Amen. 9238 Heilige Dreifaltigkeit, sei an dieser Mittwoche mit uns, unter uns, in uns. Wenn alle Berge mitten in's Meer sänken, und die Welt unterginge, so laß uns dennoch erfahren, daß du mitten unter Israel, und daß du der HErr unser GOtt seieſt. Wie du, o starter GOtt, dein Volk mitten GOtt Heiliger Geist, mein Seufzerlein.as Führer, führe mich auch an die Es wolle mich nun segnen sem Tage nach dem Worte mei- GOtt Vater, Sohn und Geist, nes GOttes, daß ich als ein So kann mir nichts begegnen, Kind GOttes sei ohne Tadel, Was Noth und Uebel heißt. lauter und unsträflich, mitten unter Es muß mir alles Nutzen geben, dem unartigen und argen Ge- Lieb' oder Leid, Tod oder Leben, schlechte. Mache meinen Gang ge- Du Aufgang aus der Höhe. p. 53. wiß auf deinem Fußſteige. Bäume Abendgebet am Mittwoch. meine Bange, halte meine Augen, betäube meine Ohren, binde meine Die Last ist aus, nun kommt Hände und Füße, bedeute mein die Luft, modtage Herz, wenn böfe Gedanken, Die mir in sanfter Ruh bewußt. Worte und Werte hervorbrechen Mit JEsu wach' und schlaf' ich ein, wollen. Behüte mich vor meis Wie sollt' ich denn nicht fröhlich nem eigenen Willen, rnd gieb ba fein? GOtt avenogever am Mittwoch. 15 Feinde nicht ruhen, so widerstehe ihnen mit deinem Arm. Liege ich mitten unter den Löwen, so laß mich auch mitten unten den En geln liegen, die ihren Rachen zuhalten. Bin ich wie ein Mensch, der mitten im Meere schläft, fo gieb mir dennoch eine Stille in meinem Herzen, daß meine Seele nicht unruhig sein dürfe. Verbirg mich heimlich in deinem Gezelt, welches die Losung hat: Die Liebe ist sein Panier über mir. mein Gott Ott Vater, mein Erretter, ich will dir abermal ein Frendenopfer thun und deinem Namen danken, daß er so tröstlich ist. Du rettest mich aus aller meiner Noth. Je mehr ich Tage hinter mich lege, je mehr genieße ich deine Liebe, je mehr schmecke ich deine Freundlichkeit, je mehr erfahre ich deine Treue, je näher komme ich aber auch dem Tage, der allen meinen Tagen ein Ende machet. Ach! daß ich doch einen jeden und also GOtt Heiliger Geist, auch den heutigen Tag also zu- Redner! laß mich diesen Feiergebracht hätte, daß deine Liebe abend mit feurigem Gebete manicht wäre beleidiget, deine Geschen. Bin ich heute kaltsinnig gerechtigkeit nicht gereizet, mein wesen in meinem Christenthum, Gewissen nicht beschweret, meine so entzünde deine brünstige Liebe Strafe nicht gehäufet worden! in mir, und laß das Fünklein Ach! ich erkenne die Finsterniß meines Glaubens nicht in der meines Herzens bei diesem dunt- Asche ersticken. Habe ich gewanlen Abende. Die Mittwoche zei- delt nach dem Fleisch, so erneure get mir eine Mitternacht meiner mich im Geist. Lege ich meine Sünde. Wo soll ich hingehen vor deinem Angesicht! Sollte mich nicht dein Fluch treffen, daß meine Leuchte verlöschte mitten in Finsterniß? Ach, mein GOtt! züchtige mich nicht nach deiner Gerechtigkeit. Verwandle deinen Richterstuhl in einen Gnaden stuhl. Laß meine Sünde wohl ferne von mir sein, du aber sei nicht ferne von mir. Vergieb und vergiß meine Schuld; gedenke aber an deine Huld und sei auch in der zukünftigen Nachtmein GOtt, der sich über mich erbarme. Kleider ab, so ziehe mir JEsum Christum an. Schließe ich meine Augen zu, so erwecke du mein Gewissen. Seufze ich in der Nacht, so schreie du selbst das Abba für mich. Rede ich mit meinem Herzen auf meinem Lager, so laß den Inhalt meines Gesprächs nichts als meinen JE sum sein. Will mir eine Furcht ankommen, so halte mir vor, daß ich nicht einen knechtischen, sondern einen findlichen Geist empfangen habe, und mich also nicht fürchten dürfe. Heilige Dreifaltigkeit, auf deine Gnade lege ich mich, mit deiner Barmherzigkeit decke ich mich hinter deiner Allmacht verberge ich mich. Verriegle mein Haus, versiegle mein Herz mit deinem Schuße. Sei bei uns zur echten und Linten. Sei meiner Freunde Freund, Erquicke alle Mühselige und Beladene. Gieb uns auf eine geruhige Nacht einen GOtt Sohn, mein Fürsprecher! tilge aus die Handschrift, fo wider mich ist. Thue aus dem Mittel, was ich an diesem Mittwoch gesündiget habe. Du Baunt des Lebens mitten im Paradiese GOttes, laß mich heute unter deinem Schatten ruhen. Ich suche auch des Nachts dich, den meine Seele liebet. Ruhe bei mir, so schlafe ich selig. Wo ja mein 16 Morgengebet am Donnerstage. 9001ushnal mo jedsponsdie einen fröhlichen Morgen. Bisderstand der Macht der Finster endlich keine Mittwoche mehr sils. Mun haben sich meine Kräfte fein wird und wir alle dont new versammeld, midines Gliederuer fammelts georden) woidasi Camm quickersund ich stehetgefund or mitten auf dem Stahlmuns wet veinen Augen. AchBaternimm den wirdus Dirinei Ehre in Zeit dichlauch heute deines Kindes an. unbitin Ewigkeitismen. podse Baß deine Barniherzigkeit hervoře duse So 18 bill cuts tem bi Dibischen wiedie: Morgensöthe und Gottes sind being Genbechiniedreinen hau Han, is Gieb, Die alles Ich für dat verbann. daß alleonteine ErittenbonoSegen Seoth noch Lob: tiefen, sieltjih squftbeinen Be Denn wo ich bin, da ist mein GOtt gen thuhimmerbe. Slecht und MI JE BILA Undeb behüter mich bensich dar ichlafen isso incte pich in meinem tistbilars 19d rud a Morgengevet ain Donitetder Moi njolito sed dinil 900DINSohn, mein Königstlaß ich rauchers air mdreſem. Morgen Wenke beim Ungesicht freundlich Mein Gefichiers it so if smein Lebends Laßt auch 89 ud fod tusichtior, in diesent Donnerstages daffelbe Das istun purien leuchternhaß nietha Seele gedeje. stü nis brightnes, sim tim Semifreddotichsnd fördere Rases and lichte pst mis en bas West meiner Hände.89 Eollte Sie einen Minunel art Affoja shoutebisinderimites dind Diivaterpometa Persööged! oorleieneschäftein werdentaich! meine ersteuGorge dible mio site doeen. Knecht. slBekehre em Morgens in das Rob: veinir bu mich Eurostgenbersich unaus prechlichentimGated& Der beteren, hilf duiditheto Donnerstag ist nun auch erlebet piste mármgetofenon Behytesimich Juho za tebe nö Dafür bringe or Sitherheidbes Herzens, und with bir best opfer einer Vipdon Gomiongteit bes Wandels. Beird nid bezahle bir vasche eigetatis beine Fußtphen, daß Hibbe meines Herzenzing Page dithsidhichtu mirdenochimeng Welt tilt acob," Baller aufwachte: moet bent Gatand folgemi möge. egpahrlich ist der Ort an diesem geuchi michoidiejimath sofästanfe " Orte um meinigette finde ich buh, dins moridur mir ein mensch Ble Fußstapfen Better Biebezibie etiches Rochniauflegeft, bo lasismich Hat meine Wache bestelletdobie bodabei dden ganzen Edgin Hat meinte hube gewartet vie den Geilend deiner Liebetigeben. Hatch iese antipkeberam Diebpbdpl bilhers and dein jeder aufgerbeter. Aup, webhttlich, wag den dnohiza deben habe, Gre, apsdy dich neitted ſo schienoneitag2 seitlo daßis ich Herzlich angenomment Dushaft- indicherithvererbes letzten Gerichtsmein Lager nicht gler Todtenbahte, dommers snverschreckers vor dem och mein Haus für Mördergrube gegenwärtigen Gefeßdonntermund versen ailen Unter behom also stüglich.nin nowahrein Buße sem verlachte ich den Smerfunden werded. Weil ich nicht 288er Gotttsfen.Deine Macht wi- niweiß wefiit das legte Stund gid Tint 1900 mo nisd rim 100 nom mellofegide lein sign!! 19 t 94 nebijdört nsnis poftrema mo todepnaprafl Abendgebet am Donnerstage. gatimiz 796 thnic 190 CHANG 10 nsprofit leitu Atomimt, forskat mich allerdem deufserle bildns Stunden bereit sein, dirumeinem or tehdich meine teibericansis] Königeylentgegen gu gebentabiup Unto binomioofEfulangethanol mGDttrsthelliger Geil meine Der tannldben rechter Schmid Stärten sei auch intuinbahwa tis ni srdo ishiri henterier med chem heutelginchligsaß mich die Jedoch bei Mlleris pisicithinu few Pagönthorheben, daß es nich Will ich auch an die letzte Rub auf den Abende nicht denen möge, Unda gide Sterbetitteha bey gelebet ju babin Bündendirsin Adrad 190907 Lich can instbert Berstande and 4 wohl any 18 ballerbirisein peiligthum, im miei frem Willen Sapomichuan demnism si od nid bi aur n ath denn Frothinentin barberindhi i Wig Abeuduchet om Dourcing Meines Geetertoine stichiwhen Rath der Gottlosen. Dteit Fußaftigt bereit, doété ginicht auf dem Weg der du HErr der Herrlichkeit! Simdir. Noge meinembsimdhen Peich wieder sineth Enfrott Maighingemaumisund Gebird, Fröhlich hinterlegent mag. daß fie indem ebots and desteiths amionet zenei, Chriſt behalten warbens Benjhige water mein höchfles Gut, hast, du es anbefalede nchisin deiner Seele abermal Ben ergangenen Tag stäffen, dBerdadler allenBitter mit mir genhet! Deine Güte steid Des. Kreire soin reides Bener den geben ser dumb binje bas Richtibes Troftest meine Untourbigteilinis ver bittes dans beröinternißlider Größe deinet, Barmherzigkeit ver Tabsale.hernor.nsicbomin ein gleiche promuß ich mich Jacob dergdigteso Herg Bet meinem be dagen: 8ch bin dahen nightwerth, fcheidenen heiled Laß mich nicht was du an mir gethan haft, Mit dhenierig del nach Gütern, die uns sekfüppäterlicher Vorsorge halt deitel, machen; spandertuspflanzecin du mich berathen, it was für aidreine Celmsucht nach den wah: getreuen. Wachlamkeit, halt u Fren Schätten die eine beständige ichs so viel taulens Gefährlichs Bergrisgungogeben undirdie dich feiten entrifien Mit was fir auch im terben mitnehmen kann. Dangmuth bast, du mich in meistupedige Dreifaltigkeitt ichheir new Sünden getragen! Wit was diges binibentar meinen Reib und tüy Geduld indicher ball du Seeleol Schoß meinbeben und nice pleit! Weben einsetes Bob ideiner Herr- sieb mir doch einewechte Empfin Nichteitsdeid. 19endesdich auch ungspan der Größe delen, was in Gebetiders Berlaffenenisir mich die schuldig bin, her pie Barmesdich beittes Erbead Segnederschrede ich auh, menn ich bei dein Boltis Laß die Meinen nicht allemi diesem Guten in meinem dus veinen hegens noch aus dei- Heische nichts Gutes, fingers nem HerzenbLeifersuns nach dei haft mich mahl, mit Wohlthaten drem Rathgaind nimin und end- süberschüttet, aben, ich habe deine sich mit Ghren an. Ehre sei dir Gnade und Gabe mißbraucht. GOtt in der Höher Frieder auf Diese Seile der Liebe habe ich Erden und den Menschen ein zerrinen. Meine Sünde iſt jetzt Wohlgefallen. Amen. vor mir, dein Zorn über mir, die Angie. u 18 Morgengebet am Freitage. Angst der Hölle in mir. O Va-| nen Geist von der Last aller irter der Barmherzigkeit, wie sünd- dischen Sorgen, welche uns oft lich ich auch bin, nehme ich den die Nacht zum Tage machen. Vernoch meine Zuflucht zu dir. Bei banne aus meinen Gedanken alle dir ist die Vergebung, daß man unreinen Lüste; aus meinen Ohdich fürchte. Ach, HErr! ver- ren alle bösen Zeitungen; aus gieb nach deiner Liebe, die du meinen Augen alle Schreckbilder fest zu mir trägeſt. der Hölle. Wecke mich wieder zu einer glückseligen Stunde. Iſt der Thür, so laß meinen lebten aber mein lettes Stündchen vor Blick in die Wunden JEsu gehen. nur selig, obgleich plößlich. Auf Christum und in Christo ist es am besten schlafen gehen. GOtt Sohn, meine einzige Zuflucht, zu dir flieh ich, verstoß mich nicht. Ich höre wohl an diesem Donnerstage dein Gesez donnern, aber auch dein süßes donnern, aber auch dein süßes Evangelium Friede und Gerechtigkeit predigen. Habe ich schon große Ursachen, traurig zu sein Heilige Dreifaltigkeit! laß auch über meine Sünde, so habe ich heute die Meinen dieses Siegel doch noch viel größere Ursachen, haben: Der HErr kennet die Seimich zu erfreuen über deine Liebe, nen. Mache zunichte den Rath die mich nicht will lassen verlo- der Gottlosen. Heilige die Ruhe ren gehen. Verwandle durch die aller Frommen. Schüße die Liebe den Zorn deines himmli- Wohnungen Jacobs. Gieb uns schen Vaters in lauter Gnade, diejenigen zu, die um deinen die Finsterniß der gegenwärtigen Thron stehen, so wollen wir uns Nacht in lauter Licht, ja, meinen morgen vor diesem Thron bücken Tod, wenn er heute erfolgen und sagen: Der GOtt Jsraels follte, in lauter Leben. Hast du ist mit uns, der GOtt Jacobs nichts, o Seelenfreund, wo du schüßet uns. In deinem Namen dein Haupt hinlegeft, ach! so lege sprechen wir indessen Amen. es heute auf mein Herz, so werde ich in dir ruhen und du in mir. Ich will dich halten und nicht lasſen, bis ich dich in meine Kammer bringe. Ach, bist du bei mir drinnen, so werde ich wohl bleiben. GOtt Heiliger Geist, mein Pfand und Siegel, versiegle mich auch heute mit dem Zeichen der göttlichen Kindschaft. Erinnere mich meines Taufbundes, damit ich im Bündlein der Lebendigen eingebunden bleibe. Baue dir Seufzerlein. In JEsu Namen schlaf' ich ein. Der Feind mag lauter Donner spein, Ich werde darum nicht erwachen. GOtt wendet einen jeden Schlag, und kann auf einen Donnerstag Die angenehmste Stille machen. Die Nacht ist Niemands. p. 54, Morgengebet am Freitage. auch im Schlafe einen Tempel Gieb, JEsu, daß die Morgenin mein Herz und erfülle dasröthe selbe mit süßen Träumen. Ver- Die Macht der Finsterniffe laß mich nicht, wenn mich alle tödte. Menschen verlassen. Wenn ich In deinem Blute stelle mir von mir selbst nicht weiß, so Den rechten Himmelspurpur denke du an mich. Befreie meifür. GOtt Morgenbet am Freitage. 19 Ott Vater, meine Freude, Tode. Hast du, Sohn GOttes, so stehe ich wieder auf zu mich frei gemacht, so bin ich recht deinem Lobe. Wache auf frei. Gieb, daß dieser Tag mir meine Ehre. Das Herz mein heute und nimmer aus dem GePsalter, die Lippen meine Har- dächtniß komme. Heute bin ich fen, klingen von deinem Ruhme. mit Israel aus dem Diensthause Dieser Freitag, mein Frei- Tag. gegangen, heute hast du meine Mein Auge frei von der Finster Seele aus dem Kerter geführet, niß, mein Ohr frei vom Schrek- das danke ich deinem Namen. ten, meine Füße frei vom Stride Ach! laß mich die herrliche Freides Jägers, mein Herz frei von heit, die du mit deinen Banden allem Grauen der Nacht. O erworben hast, nicht brauchen herrliche Freiheit! das Auge sie zum Deckmantel der Bosheit, het es, der Mund rühmet es, die daß deine Gnade in mir nicht Seele erfennet es. Fahre fort, o vergebens sei. Gieb vielmehr, daß allgütigster Vater! in solcher Frei- ich eine Dienstbarkeit mit der anheit mich zu befestigen. Befreie dern verwechsele, die Dienstbarmich von allem, was mir schäd- keit der Sünden mit der Dienstlich und dir mißfällig ist. Ziehe barkeit der Gerechtigkeit. Du hast meinen Fuß aus dem Neße, das mich theuer erkauft, laß mich heute mir Welt und Satan gestellet und künftig dein eigen sein, dabat. Zerschneide alle Bande der mit ich mich nicht wiederum in Eitelkeit, die mich fest an die das knechtische Joch fangen lasse. Erde heften und vom Himmel los- Pflanze heute dein Kreuz in mein reißen. Laß meine Begierden Herz. Drücke deine Dornen in nicht ruhen auf Dingen, die keine mein Fleisch, daß es nicht geil werRuhe haben. Schütte in mir aus de. Hefte mich an dich mit Nädeine Gnade, und gieb mir keinen geln der Liebe. Zeige mir durch geringern Reichthum, als dich die geöffnete Brust dein im Blute felbst. Mache mich in meinem wallendes Herz als meine einBerufe emsig und vergnügt. Deine zige Freistatt, wenn die Seele Liebe und dein Segen versüße in lengsten ist. Gieb Balsam mir, was mir zu sauer wird. Frei her aus deinen geheiligten Wunvom Kreuze will ich an diesem den für mein geängstetes GewisFreitage nicht sein, ich werde sen. Dein im Tode geneigtes auch, leider nicht frei von der Haupt laß mich heute küssen, wo Sünde bleiben. Dort aber laß ich nach deinem Willen dem Tode mich deinen Trost, und hier deis begegnen sollte. Das sei meine ne Gnade finden, wenn ich sie Losung an diesem Tage: JEsus, suchen werde. Laß mich im Kreuze meine Liebe, ist gekreuziget. nicht verzagt, in der Sünde nicht verstockt sein; in jenem Linderung, in dieser aber Vergebung erhalten. Sei mein GOtt, der mir hilft, und meine Hülfe, die mich in keiner Noth verläßt. GOtt Heiliger Geist, mein Freund, bewahre mich heute vor aller Sünde, welche ist eine Feindschaft wider GOtt. Laß mich der Welt Feind und GOttes Freund sein, und alsdann auch schmecken und sehen, wie freundlich der HErr ist. O! was für Freiheit werde ich an dieſem Freitage befißen, wenn ich meinen GOtt Sohn, meine Freiheit. Der Freitag war dein Sterbetag. Durch deinen Tod hast du mich frei gemacht vom ewigen 20 Abendgebet am Freitage. So hab' ich ein Bette dem Salomon gleich, nen Verstand und Willen dir Ich lege mein Herze mit Glaus ben in euch, völlig unterwerfen werde; denn wo der Geist des HErren ist, da ist Freiheit. Gieb, daß ich dem Fleis che nicht Raum gebe, noch mich laffe den eitlen Wahn der Welt gefangen nehmen. Reiß mich je mehr und mehr los von dem, was irdisch ist, und zeige mir bei allen Trübsalen, daß auch dermaleinst bie Creatur frei werden wird vom Dienst der Eitelkeit zur herrlichen Freiheit der Kinder GOttes. Wir sind Kinder der Freien, und warten auf Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die unser aller Mutter ist. Da werden wir vollkommen frei sein, unsere Seele aus dem Tode gerissen, unsere Augen frei von Thränen, unser Fuß frei vom Gleiten. Eia, wären wir da! Und fürchte nicht, daß mich ein Unfall betrübe. Ott Vater, mein Geber alles Guten, was gebe ich dir wieder für alle deine Gas ben, die ich diesen verflossenen Tag von dir empfangen habe? Ich bin ein Kind des Zorns, und dennoch hast du mir deine Gnade so reichlich erwiesen. Da ich nichts verdienet, so hast du mir alles gegeben, was mir noth ist. Alle Wohlthaten, die du über mich ausgeschüttet, sind Früchte deiner allerbarmenden Liebe. Alles Kreuz, das du mir zugeschicket, ist eine Wirkung deiner väterlichen Neigung. Und diesen AuHeilige Dreifaltigkeit, sei heute genblic muß ich sagen: Bis bienicht ferne von einem Jeglichen her hat mir der HErr geholfen. unter uns, in dir leben, weben Ach, warum habe ich nicht Engels und sind wir. Jfrael hoffet auf zungen, beine Treue und Barms dich; laß unsere Hoffnung nicht herzigkeit nach Würden zu erhezu Schanden werden, denn du ben! Allein, wie beschämt mich bist unser GOtt. Erhebe über meine Sünde vor deinem Angeuns das Licht deines Untlikes. ficht, daß ich mich fürchten muß, Vermehre dein Reich in uns. mein Dantopfer werde bir Bleibe mit deiner Wahrheit bei uns. Laß uns muthig glauben, heilig leben, geduldig leiden, selig sterben. Wir lassen dich nicht, du segnest uns denn. Amen. 500 101 13.8. Home Seufzerlein. nicht gefällig sein. Es ist wahr, daß der Sünder vor dir nicht bestehen kann; aber das ist auch ges wiß, daß du den Sünder in sei: ner Buße nicht verstoßen willst. Ich will deine heilige VerheiBung ergreifen, daß, wer an JEfum Christum glaubet, nicht soll verloren werden. In diesem Glauben rechtfertige mich. In dieser Gerechtigkeit absolvire mich. Sei mir um Christi willen gnädig und barmherzig. Finsternis bedecket nun das Erdreich, du aber dece mich mit deiner allergetreuesten Liebe. Sende mir Abendgebet am Freitage. Seine Nachtwache bis zur fröhIhr blutigen Wunden der leislichen Morgenwache. benden Liebe, GOtt Sohn, mein Alles in Allem, 00 Ich bitte, JChu, bid Dein Blut komm' über mich, Doch aber in Genaden; Da kann mir keine Noth, d Kein Elend und kein Tod, Auch gar kein Tenfel schaden. Schließet euch, ihr Augen. p. 55. motiwßburs aindepleted le. 21 yetem te din venres jevnd fier, life, das hoider nalle Rich aber denke pige Male mora. Such meine chenili novo tas offe an men mene mogiral an bạn nh thiên 909 2 e, alle hein Colbec, Shutteitsputed Go aheitenil Trabe 300 1196 Gederren WIE FENDER& Hesten dowis Hüft in Sicher nonstolling cuspic Bentegn Igalorage une dote Nimfer am Sound Bagnolite Mantas besondern nuden liches Ende geburte. ditir 20th 296 BMIR, MG ers soon onigd in die had bongga, ride más, medie meines Erlö di pe minst mit Sichtszeichen vor sign wood of achterlen Wettsago folfs meine 190 sido reine Chet ein. ghill ally satte Find des frente anihich in stres! Da i dio um anca jammeln hind td- gerer alting Entgehelfhio-1910 1911 pingle guiderkenmach, 19 Berflegledus mit dieſem us maisto duben Gasherigen Sie nahe der Dety ven. ttch 9 elmano bhi, G ઘ onlineituaneirogelisabling ten ver notidden tad en geben diesem Bes lognerebin TOIDES ON Sagener datid ni anu rinis si istenceifatitatetri deine olin is sognep 20 rest& del padre e fiche im Fin M befebley tend Din Krafte nyfore 9 monen Jan Settre Sterbe. Stäten der Schwachheit. Dein debute tul Stefe Macht veth Haupt- Schug sérnigser Schild in her heige e ty sien, to lift es dir auf Gefahr. wird eine Plage blittrünſtige menſe vallen zu unsern hatten noden Sei Söll mit mein Herz Frechen at Fotore Pechle in beiner geöffneten ispite. Beitewas fet mein Begi's gatasida och titte delle göze prietterlichen Wünden und fage: ir lebe ich dir terb0¹2bein dia to thot and revendig. mirt mit uns Bazeve dhe deinem ohne mit deinem Geiste! Laß dieſe Schrift an unfer Haus und Heigheschrieben ein Hier ist der HErr! Ist GOtt für uns, wer will wiberains fein! Amen. be Senfrerteine me GOtt Heilige Geiſt, frein Ber- thin 390ft huol treter Befugltepe meine Seuffer So ist der Freitag, nun vorbei, mit Betnem 200bd. Besprenge sie Und dy, mein JE, machst mich mit den Brufe des unschuldigen frein doel is Lammes. Verstegle fie mit dem Daß ich in deinen tiefen Wunder letzten Angstgefchrei meines fter- Der Kinder GOttes Freiheit Benden JEfu. Wenn ich jest Asghts 16 unden, 1989 " mein Licht auswöschen werde, so Gieb que nunmehr, durch seine in bint 19du ud 316 ustądildo gesine mert DUTE mouth anity SAVA madagund almon, 19 Salle dai 191119Dist obente nicht alle Matien Chester diffeltager methe herferon acon geven in etmestele, TH = 90 #G 31 Wenn ich meine Kleider ablege, Bum Freitag eine frete Nacht! to iehe mich an mit Kraft aus Lasim GOttes schaue mich. p. 55. b Morgens Morgengebet am Soprabend. Morgengebet am Soun| nichts Böses über mich wollen, medspin abend. im nus Dein Wille iſt, den helteh ngar dny, projn might 1910#GOtt she mein Hohepries Mein 3in, et mein Merge then ich bringt giydiesen Morgen tim show thauni sine nopinam inspim Opfer, Wasfönnte Eranice meines Herzens Aug ind ich his wohl Anamelweres, brin Und laß mich heuten frucht gen als dich selber? Ich richte mich 11. sngr.b feinadan ad idboufrir deinen, Wunden, in Meit, Früchten, welche bidet melden ich geiten zu Bette ming pidluhl streuism vid bi Labodiese die Brennen seinus Ott Bator, meine Hüche, bis weichen mir heutesalles wail zu nhierher dhaff dansfabermete gließet, Babdieses diendeniter geholfen, so u dhafte Großesmah feim burd meldemir heute bein mir gethan, bes bin ich fröhlich. hinimlihers Baterd die Gnaden Groß war die Gefahr, barinnen titten sumerfensnabdiefes bie ich diesen vergangenes donesht Sellerigen idirgin melche ich schwebte Großbie Madt und mich heutel beiralles Gefahr als List der Feinde, bie nauf meine seischüchternes Zäublein verberGeele lauerten! Nochwist- hen töntte. Saß dieses die Lippen Bor aber deine Kraft, die! mich doinwebtre beate mich bei Gott wider Alles mächtiglich beſohet weitrate nehnsidth Sunde hat. Dávunidwill ich des Whr dund Ehaferfalles pilte. Rathe gens dehie Gütterunb bes Abend mir heute midt iheinen deren, heine Wahrheit verdängigem Wie daßlich nicht aupAlborge gerathe. follit disabebi deine Wohltija- Bed dits iſt istach und That si sen vergeten dhe herrichi ad che haft mirsdebut, was mein Ders babe, wasmict bein ist? s chatill wünschette anih mit Kraft bir alles wieder gebond was bir daus sombHöhe and mache meine gehöret, heilige bir ineinen Weredabne: Wandel. 8ch hoffe Beib za öinenstebendigen Opfer, daraufdakhuso guddia kustanein und meine Seele zu einentiminer Gergifsentett besuologerne währenden Eigenthum:& Mein hilsesturs Breite beine Güte über Herz foll dich lieben, mein and bie; so bichstennen und deine GeToll dich loben, aile meine Gliedrechtigteispüberdien Frommen. maßen sollen thir bienemds alle Bob mich dendsten Tag in die meine Gina bingehoudens 18h seronches aljosnigingen pas, bitte aber auchinfür diesenstag, wenn es der lebte meines Lebens boßibuidenfelben) mindbeinem sein sollte, ich ihn in die sanft Gegen heiligen wolleft. Baß mich und selig beschließen möge. swandelnd wie sichts gebühretsin meinem Beruf dania ich berufen bin. Regiere bie Bufälle meines Bebéns nach deiner Weisheitih will dir in Allem stille badten. GOR Seither Geist, ein Leitstern, leite mith heute auf 10 rechter Baon. Schaffe, daß ich mich übe, ein gutes Gewiffen zu haben, danfit Bahelbe mich nicht mir geben, als möge meines ganzen sich bittepd burstannitomirdetwas ben halbertBewahre mich ivi Befferes deben als ich begebre, der die Ver erhalte Ich bitte aber nicht mehr als ich in der grungen arte 22 bieses: HErty dein Wille geschehe. mich mider dies Verfolgungen. Du wirst bus launshs bus willst Seimein Rothgeber, wenn ich zweifle. 23 Abendgebet am Sonnabent! aweifle: Set mein Geleffsmanny| Sobe ich Licht und Leberf wenn ich wandele Stärke mich Wenn mich die Nacht umgeben. bei dem Glender dieſes mühſeli- Du Bater, mein Anfang und Ott einen Din1 eines bessern und ewigen Lebens, gen. Wie ich diese Woche mit beſſern Bertsche über alle meine Neigun deiner Gnade angefangen also gew: 91 Gebiete über dalle meine tube taj sie auch durch diefelbe Worte? Degiere alle meine Wette. zu Ende gebracht. Ach, was für etibin Mache allen meinen Wandel zu Dankbarkeit, was für Liebe einem guten Gerüche vor Dit. ich dir, meinem GOtte, schuldig Bestledige mein Herz durch beiwe fut, for vietesmunansprechliche heiligen Verordnungen, daß es Wohlthaten, die ich zwischen dies eller uordentlichen Sorgen müssem Anfang und Ende nenoffen fig gehe, sund deiner göttlichen habe. Du hast mir so viel Liebes Vorsehung einen Eintragsthure. erwiesen, da ich dich doch beleidiPaß mich zuvörderst das Reich get HaberDu bist so nahe bei mic GOttes suchen und alsdann ver- gewesen, da ich doch mein Auge fichert sein, daß mir das andere fosoft joon bit abgewendet. Du alles zufällen werde. Und nach haft Gutes, lich Böfestgehäufet. ollen deinen Gaben gleb du dich ch! sitch kam die Größel deiner Smit felber, die ich an meiner Liebe nicht genugiem, begreifen, Geite withheldir ganz and aber auch leider die Menge metHar ergebett zu sein stund im Enter Uebertretungen nicht übers 5deilige Dreifaltigkeit vollende pjébenuspisebbcha o barmherziger bas gute Werk in mir beim Ende Bieser Wocher Macher an diesem beinenstheuren Verbeibungen. Tage gut, was sich in den übri- Wodmeine Günde mächtig ist, gen böse gemacht, Schüße und da ist deinen Gnade noch viel vette deine arme Christenheit bis mächtiger s HErr, den du Tan's Ende der WeltoGieb uns has Werkindeinen Hände nicht Bes Glaubens Beständigkeits Geverschinähest, was erwartest du Bild in Kreuz und Widerwärtig- anders von mir armen Sünder, Peit. Gieb unsern Grenzen Friede, als ein gertnirschtes Herz, welches Vater, nehme ich meine Zuflucht tot nist fern Häusern Gegenzunfern sich von ganzem Herzen undir Angehörigen Leben und volle befehret und von deiner GerechBenigem Erlöse uns, so lange tigteits gu deiner Barmherzigkeit Wir leben, Amen! 190 80 stor seine Zuflicht nimmt. Bab doch NOT SIG heute deine Gndben sein wie eis 08 Seufzerleitt. dunen Abendregen. So ferne der Nun, IC, sprich den Segen Morgen ist vom Abend, so ferne Auf allen meinen Wegen, islaß auch meine Sünde an die thi Und siede jelbst das Ziel: 9 sem Sonnabendiconsimit fein. So wird das Wert vollführet, Gieb, daß ich das Ende dieser 23ie mir zu thun gebühret Woche also mache, daß ich nicht An Und deine Chr' es haben will Die Nacht giebt gute.dp. 56.sd Abendgebet am Sonnabend, Die Sonne geht zu Rüfte, him Bleib bei mir, JEfu Chrifte, ein Ende nehmerimit Schreden. wiel die Gottlosen, deren Ende ist die Verdammnis: sondern las mich aus Gnaden davon bringen das Ende des Glaubens, welches ist der Seelen Seligkeit, in b2 GOtt 24 Abendgebet am Sonnabendsted 190 GOtt Sohn, meine Gerechtig auch mich wird sest behalten bis feit, du bist des Gefeßes Ende, wer an dich glaubet, der wird gerecht. Ich schließe mich beim Schluffe der Woche in deine Wunden, Stelle mich deinem himmlischen Vater vor in deinem Blute Betleide mich mit deiner Gerechtigkeit, Tilge meine Sünde burch deine ewige gebe. be fehle dir Leib und Seele, du hast beides erlöset, du getreuer GOtt. Zeichne mich in deine durch Böhra ten Hände. Laß heute dein Haupt über mir voll Thaues und deine Loden voller Radtropien sein, Gieb auch, daß ich allezeit unter den tlugen Jungfrauen erfunden werde, und wenn du um Mitters nacht tommest, mit dem Defe des Glaubens, dir entgegen gehen Heiligen Dreifaltigkeit deine möge. Weil ich auch unter denen Jahre nehmen tein, Ende, aber bin, auf welche das Ende der bei uns ist nahe kommen das Ende Welt tommen ist, so laß mich aller Dinge. Nch! laß es nicht gar beim Ende dieser Woche auf eine aus sein mit uns, sondern deine felige Bereitschaft bedacht sein, Barmherzigfeit tein Ende, baben. deine Zukunft mit Freuden zur Und wann sich das Ende unsers erwarten. Wie du die Deinen Lebens herzu nahen sollte, ſo bis all's Ende geliebet, to bleibe laß uns kommen zum Anfange auch bei uns bis an's Ende der der großen himmlischen Woher Welt nach deiner alfergetreueffen Sie du beinem Erbe porlängsten Verheißung. Gieb uns Bestän- verheißen haft. Laß uns sterben digkeit des Glaubens in der des Todes der Gerechten, und Liebe und wie an's Ende, daß ich unsträflich ſei auf den Tah seiner Butunst. Solhich morgen deben, fo erivede mich zu einem geistlichen Leben. Morgen ist des HErren Fest. Be reite mich dazu in heiliger Furcht. Indessen versiegele meine Ruhe heute mit der Gnade und Liebe meines Jeju. Breite deine Fl gel über alle meine Angehörige. Sei der Traurigen Leuchte in der Sinterniß, Erleichtere die Lait aller Muden. Schaffe, daß bei deinen Kreuzträgern die Ber chung so ein Ende gewinne, daß sie es ertragen tönuen. Laß heute alle Menschen an ihr Gnde gez denken, so werden, Balbi Bimmer Uebels thun, dlaimed, then Wort an uns: Wer beharret bis an's Ende dersiolliselig wetben. So wollen wir dich ohne Ende rühmen dort, wo deines Königreiches wird tein Ende sein. GOtt Heiliger Geist, mein Lebe rer, lehre mich heute inbrünstig beten, Err, lehre mich bedenten, daß es ein Ende mit mir haben muß, daß mein Leben ein Biel hat und ich davon muß. Bereite mich alle Abende zum Tode, und laß mich niemals in Sicherheit zu Bette gehen. Gieb, daß ich allezeit warte auf die Offenbarung JEfu Chrifti, welcher 20 der Frommen, so heißt es: Ende gut, Alles gut.Amen? adi Senfterleimg inds So ist die Woche un beschloffen, und auch zugleich der Tag verflaijen, Wer weiß, wie nab mein Ende fei? Nimm, Jesu, mich in deine Hände, So tomme, wenn du willst, mein 499 Ende; Jeh warte beffen ohne Schen Denn, was mein Ende hier auf Erden, Das muß mir dort ber Anfang werden. Die Woche geht zu Ende, p. 56, EAG 1197 $ 10301 Läg : 00 TIM# 00 Off Lesung der heil. Schrift. 25 Augen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage unter Augen ge stellet und ich dadurch vor Engeln und Menschen zu Schanden werden möge; sondern verleihe mir so viel Zeit und Raum zur Buße, daß ich meine Ulebertretung von Herzen erkennen, bekennen und derselben Vergebung und Trost aus deinem feligmachenden Wort erlangen möge. Ach! barmherziger Vater, verlaß mich nicht und nimm ja deia nen Heiligen Geist nicht von mir. Mein Herz und meines Herzens Suversicht ist dir, o Herzens tündiger! wohl bekannt, in derfelben erhalte mich zum emigen Leben. Laß mich sterben, wenn du willst, verleihe mir nur ein vers nünftiges, fanftes, feliges Ende. Amen. HErr JEsu, nimm meine Seele in deine Hände und laß sie dir befohlen sein. Amen. Gebete vor und nach Eaglidies debet eines from meu Chrißen nach jedem Morgen- und Abendsegen der zu sprechen. i Opfre GOtt Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde. P. 50, v.14.0 od tim Isprofie ch! du lieber GOtt und HErr, ich lebe, aber ich weiß nicht, wie lange. Ich muß sterben, und weiß nicht wann; du mein himmfischer Vater! weißt es. Wohlan, soll dieses Stündlein oder dieser Tag etwa der letzte Tag( dieje Nacht etwa die leßte Nacht) meines Lebens sein: HErr, dein Wille geschehe, der ist allein der beste, nach demselben bin ich be reit, im wahren Glauben an Christum, meinen Erlöser, zu le ben und zu sterben. Allein, lieber GOtt, gewähre mir nur diese Bitte, daß ich nicht möge plößlich in meinen Sünden sterben und verderben. 01 DO Gieb mir rechtschaffene Erkenntniß, Reue und Leid über meine begangene Sünde, und stelle sie mir noch in diesem Leben unter HErr JEsuChrist, du höchſtes Gut, Ich bitt' dich durch dein theures Blut, Mach' mir mein lettes Ende gut; Obgleich daffelb' ist wunderlich, so laß es nur sein feliglich. Amen. snötall any wo amundiadoste 896 isipid dan song and sier Andächtige Gebete onur scand is sdn: 89 tdied of memor u no troll. tarindod vor und nach Sesung der heiligen Schrift.' n id Helloor. Gebet vor Lesung der Bibel holdes Morgens. gi [ bba, mein Vater! fiehe, Bier bin ich, du hast mich in deinem Wort gerufen. Hier liege ich auf meinen Knieen vor dir, mein GOtt, deinen Willen zu vernehmen. Ach! so erleuchte doch meinen ganz verfinsterten Verstand, daß ich deine Geheimnisse und was du von mir haben willst, wohl und recht vers stehe; wede meine Ohren, daß ich es willig höre, entzünde mein Herz mit feuriger Liebe, daß ich es mit der größesten Freude und Begierde annehme und deinen Willen, mein GOtt! gerne thue. Nun das Blut Jeju, jo mir deinen Heiligen Geist erworben, das erbitte jeßt diesen Geist der Wahrheit und Erkenntniß, mit diese Capitel mir werder ein Geruch des Lebens zum Leben. Amen, mein Vater, um des Tos des deines Kindes JEfu willen. Amen. as b 3 Gebet 26 Gebete vor und nach Defung der heil. Schrift. Gebel vor Lesung der Bibel] höchster! daß du dich mir so gütig Abendstidopisjärnenden gegeben, deinen Wildes fu, aller armen Sünder Heilen und geihan und den Weg gezeiget, den ich zum Himmel may Fans and then they wandelno Milda Gar 911 unte der blandt Varkanius niit Jellem Wintem: Soile du Sohn fer, allmächtigert, meinem Davids, erbarme dich meint bein#wachen Fleisch und Blut, daß Berde brechent dapibuiten frei von Jolchem Worte plantats te Billeje Mage galleft: as gbweiche, es niemats nereugne, wilt du, das ich die tuin fall? dondern vor aller Well betenne, und da er sprach: Erry daßsich mein Leben darnach anstelle und lehen mögel alsobald seine Tugen was ich geleien, so dir wohlges fällig, durch die That ausübe; erleuchtetest.Sepefebend! ich 11 armer, von Natur Blinder, öffne 19 dir gebäſſig, fliehe und meide, mit gleichem Winfeln mein Bibel- auch in meiner lebten Nutt aller buch, darinnen du vorüber geheſt.deiner Zuſage, ſo bu mit in deis Ach, wie drohet Satan, bie Welt, nem Wort gethan, mich sehr ge troffe und darauf fanft und fes freie vielnieht, ich febreie unb rufe: 36ju, du Sohn Davies, erbarme dich mein! rufe du déc auch meiner seufzeliden elleri heiliger Bater, in deiner Wahrs heit, dein Wort ist die Wahrs heit“. O HErr, bilf,& Sert, laß Alles wohl gelingen! Amen, eff thun foll? Nan Erekſo, bute Danksagung des Abends. ich um aller beiner Blutstropfench habe GOtt von Angesicht mitten nichts mehr alert, beigeleben, und meine Stele iſt daß ich dich in dieſem Bibelbucheogeneſented for Aith hoch yun, u meiner Seelen Eerigteit feben mein GOtt, daß wie ich bid in Forst mise Jisu Holod 16 deinem Worte eplenne, glio auch HErr, eröffne the mir Sie Augen, stets vor Augen habe und im Herdaß ich sehe die Wunder an dei- zen und mich bute, das ich in leine nem Belele. Eröfte mich dem- Sündejwillige, noch thue mider nachs mit deinem Machtvorte dieses dein Gebot, damit ich als Ser febend! Thue es ser du bist ein Knecht der, nuh jeines ripar Bd wabchaffige List, welches HErren Willen weiß, souch alle Menschen erleuchter, um aller nach thue, auf daß ich nicht dops deiner Marter und Qual willen pelte Streichen auf mich lade. die du um meiner Seligkeit willen Baß, mein gütighter 3Ghi, dieſes s gusgeſtanden, Anten.dein Wort sind mir jeits eingeem nord du mop pflanzetd sein, damit es meine Danksagung dessutorgens. Scele felig mache.stch, ASPE erbarme dich über mich! Chrifte, D dante dibi güäbigen Vater, undpreise deinen Namen, du Aller1dtand8rv@ nºpaun erbarme dich über mich. Amen. strate nehilled red mi bio topom dok snied dni bildsil sis isin517 đau m១៥១/ m១ón Idol gnutostnl rello mi 19nied him- daar od 39gtus metgsl med no aid södra monisd ni go nie mon admi 19diar du must nord dusjunt fuo nuse led i not Kirchenstund monisd mi sidemed Hirde liad rad Kirchengebete. gitüg of rim bid ud and lastböd ladi 326 puul2 100 100 al monies medegen sirchengebetetená dit Tommid mure thi and tapissen manism and rodni nomi 19llo 0 will lieber den Thig halten in meines GOttes Hauſeden langer drohnen in der Gottiphen dem Tho84 d. Jun 2 Gewißlich ist der HEry an dieſem Date! Wie heilig ist diese Stätte! analleth yng auf Hier ist nichts anders, denn GOtBeibe, int deur Felse, if fez Wafat und chtes Haus, d. 9. Moſ, 28, 16. 17. Gilets weisen, wie Bobt Alters. cheggeljeblo 195 beefbestein Boll mit einergielabie eerbe eines& Biete Sie vielen 981 Toni GHI seg stodo 27 wir nichts ggr aus in ſeine 90 ante din jongeru, fe, it Alle morgen, her und deine Tren ist groß. Der Umächtiger Soft 1² GimmitisWera Barmherzigkeit hogetoch tein Ende, ist Bater, auf delle croße Güte 190. spill ich in dein Halls geben und anbeten gegen deine heiligen ry ist mein Theil, pricht meine Tempet in deiner Surdit, HErr, Seele barum will ich auf ihn Teite mich in deined Gerechtigteit,& koffen. Denn der HErr ist freundBichte einen Weg vor mir her, plich dem, der auf ihn horret, und net Gebotanir meines Beils.8 mächtigen * 19 Dena bie hijf mein| Kløgel, 391 3,22.23. 24. 25. Gon and und himmauf habe Luft seiner möh- hod, discher Bater, auf deinen Ve nung und bin gerne und der Gelebt, comme ich jebund in dein meinse der Heiligen vid dich bo- Haus zu beten, dein feligmachen" Ben und belennen. Wir lieblich des Wort zu hören, Trost und find seiner Wohnutigen, Höre Erquichung für meine arme Seele gebaothing Grell vertinget zu holen. Weil denn leider mein und febrer day nag Beiger Wor- Herz, Gemüth und Verstand ſo anhofen.pendafta bindranbeten blind, und gleichfam als mit 39 und Thiee und nieberfallen Dor einem Fell überwachſen ist, daß Bem Epen, toper tips geinicht sich dein Wort in meinem Fleiſche Bat, den er ist unser CDit mind nicht hören, verstehen, noch bewir das Bolt seine Weite and halten kann, und dennoch meine Suele seines HeurdesudGthebet, betrübte Seele gerne Trost haben Ven HErrivanje GOtt, stbetet möchte: so, bitte ich dich im Namen deines Jieben Sohnes JCſu Chritt: Bhren meines Herzens mir die Augen und an zu seinem Buißschemeindeim er, < ift heilig. Ich böte zu dik zursanangenehnten Betty GDi, dinch deine 5 große Gute ettore mich niit bel- demen Heiligen Geift Cer net treten gyalfe, neodrs od tim idir bid amandra namiGebek in de kinders 37 Wie lieblich sind deine Woynungen, HErr Zebaoth! Wohl denen, die in deinem Hause wohnen. Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser, denn sonst tausend. öffenapidaß ich dein heiliges Bost miti herzlicher Undacht hödeitud verstehen und behalten möge; dich in der heiligen Schrift erkennen, finden, sehen und mich deiner in aller Anfechtung bis an den letzten Seufzer von Herzen freuen und wider Sünde, Tob 6 4 28 Kirchengebete. Tod und Terfel kräftig trösten, Gebet, wenn das Evangeund also das ewige Leben und inn- verlesen wird. E Geligkeit erlangen möge. Daju fa hilf mir, du hochgelobte Dreisi Ich schäme mich des Evangelii einigkeit, GOtt Vater Sohn von Christo nicht, denn es ist and Heiliger Geist, von nun an eine Kraft GOttes, die da felig bis in Ewigkeit. Amen. non machet Alle, die daran glauben.08 Jimad nodrour lofjordegen Röm. 1, v. 16, 9mism voll aus Gebet, wenn man das Das Wort GOttes ist lebendig, 11 Kyrieleison finget, und kräftig und schärfer, denn jube dag ongit rod or this ein zweischneidig. Schwert, undert HErr, du bist mein GOtt, dich durchdringet, bis daß es scheidet preise ich. Ich lobe deinen Nas Seele und Geist, auch Mart und men, denn du thukunder, Bein, und ist ein Nichter der Ge allo deine Boernehmen von Alters danken und Sinnen des Herzens. 19 91( ITSITS. her sind tren und wahrvaftig br. 4, v. 12. Efaia 25, v. 1.d con nebl d onu norod githödno sun loin ratodefeber der HErr, erbarm dich und ichert himmlischer Vater, sepse HErr, erbarm dich unser! o ich jeßt hier unter deiner HeiChriste, erbarm bich unser! figen christlichen Gemeine und und verschone deines Volts, wel Betfaninilung bin, da man bein ches du mit deinem kostbarlichen heiliges Wort und Evangelium theuren Blut erlöset baff, und von deinem lieben Sohn Jesu zürne nicht ewiglich über unsere Christo lauter und rein predigen Sünde. O HErr, gedenke nach deinem Wohlgefallen und gutem Willen, den du zu deinem Bolte bast, und besuche uns mit deinem Heil, daß wir schauen das Gute deiner Auserwählten, und uns freuen in der Freude beines Volts und dich loben mit deinem Erbtheile. Amen. allo sid on und deiner armen Christenheit vortragen wird, was od 70 Esus Christus uns armen, elen den, betrübten Sündern, und Günderinnen durch seine heilige Menschwerdung, Leiden, Sterben, Blutvergießen, fröhliche Aufer ſtehung und Himmelfahrt zu gut ausgerichtet hat. Ich bitte Andisi dich, du wollest mir durch deinen Gebet bei der Epistel. Deiligen Geist Gnade verleihen, Denn er spricht: Ich habe dich daß ich mit deiner göttlichen in der angenehmen Zeit erböretülfe dein Wort und heiliges und habe bir am Tage des Heils Evangelium von JEsu Christo gebelfen. Gebet, jetzt ist die ans hier mit allem Fleiße höre, nicht genehme Beit, jest in der Lag allein mit den auswendigen Obidas ves Heils, 2 Cor. 61 v. 200 ren, sondern auch von Herzen and thing and lielais alſo annehme und faſſe, daß es in Allmächtiger, ewiger, gütiger mir zur ewigen- Seligkeit, Frucht 19 und mein welches täglich möge, begreifen fündlich Leben bessere, der Sünde das göttliche Wort des Heiligen absterbe und ein ehrlich, züchtig, Geistes, und das sich unterwerfe nüchtern und fromm Leben unter d dem süßen Joch 3Eju Christi und der reinen Lehre des heiligen bem Gehorsam seiner heiligen Evangelit führe, daß bu, liebil Gebote. Amen.nomi Indopal ber allmächtiger Vater, dadurch gelobet ad 90 Kirchengebete, 29 du, o GOtt, dasselbe in unsere Herzen, daß wir darnach thun, leben und sterben mögen. Gieb, daß wir allezeit in deinem Erkenntniß wachsen und zunehmen. Laß ess nicht allein bei uns, sondern auch bei allen Völkern bekannt und ausgebreitet werden, damit es unsere und aller Menschen Herzen rühren und befeuchten möge, gleich wie der Regen und Schnee die Erde befeuchten und fruchtbar machen; auf daß wir dich, ewigen rufen, loben, ehren und danken; GOtt, lernen recht erkennen, andaß wir auch alles, was wir thun Geboten anstellen, damit wir alles deinen Geboten wie Reinige uns von eit rame Kinder erfunden, enblich des emigen Lebens und Erbtheils, das uns durch Jesum Christum erworben iſt, theilhaftig werden mögen. Amen. sinaden. 1119 lo 16 der Weltliebe, wende ab fremde Gedanken. Behüte mich, daß ich dein Wort ja nicht mit verkehrtem Herzen und verstocktem Sinne nur zu meinem Verderben ana höre, noch der Satan diejen edlen Samen wieder von meinem Herzen hinweg reiße; sondern laß mich durch diese Predigt im Glauben starter, in der Liebe mächtiger, ewiger Gott, brünstiger, im Leben heiliger, in barmherziger Vater! ich armeinem Beruf fleißiger, im Gemer, elender, funbiger Mensch, be wissen reiner, auch in Geduld kenne dir alle meine Sünde und und Hoffnung beständiger werden. Missethat, womit ich dich jemals Amen.is/isa soon flisersgil mit Gedanken, Worten und WerBorn, seitliche und ewige Stra fen erzürnet und deinen gerechten fen wohl verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr; und ich bitte dich durch deine grundlose Barme berzigkeit und durch das beilige, unschuldige, für mich und an meiner Statt ausgestandene bit tere Leiden und Sterben beines gelobet und gepreiset, und mein Nächster gebelfert werde. Amen. Gebet vor der Predigt. Join ollen Da ich ben HErrn fuchte, ante wortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht. Schmel let und sehet, mie freundlich der HErr ist, wohl dem, der auf ibu trauet. Ps. 34, v. 5. u. 9. allmächtiger GOtt, Heiliger Geist, eröffne meine und aller Zuhörer Ohren und Herzen, erleuchte unsern Verstand, nicht nur andächtig hören und verstehen, sondern auch fassen und behalten, ja auch thun und vollbringen. Gebet nach der Predigt. Der Mund bes Gerechten rebet bie Weisheit, und seine Zunge lehret das Recht.n Das Gesets seines GOttes in in feinem Herzen, seine Tritte gleiten nicht, Pf. 37, v. 30. 31. 111911 Off ch danke dir, mein himmlischer baß du mir armen Sünder zum Trost dein heiliges Wort so reich lich haft lassen verkündigen und vortragen; drücke und versiegle tadala Allgemeine Beichte und Absolution fammt dem Bindetim schlüffel. od slo and mount and lisg, manusi wollest mir armen bußfertigen Sünder gnädig und barmherzig sein, und alle meine Sünde mir vergeben! Amen. Amen. 100001 65 ( Hierauf 30 todopniechengebetemophi strol **( Hierauf ſpricht der ordinirte no sredigeralad bilgid uf Tolche eure her the Beichte RTA uniren Sünden aufisien und alle wohl verdiellten Strafen ud iglicy megneboreichida pelund Sünderbeterminis, vuund bie ganze christliche! Gemeine teſt, Tundige euch ich ihr eure Sünden herflich Bereute, ban in alleri Geligkeit and, Uniröf= lichkeit bewahrensds2 mochiltig JEsur Chriftum gläubet, auf und misd brud dnu notlodss offeinerudens afsilaufs den Rüß Verdehmlich laß deine Gnobe ten des GDiteslammes, alle er großd werden übers dens König, siSünde werset, und den ger unsern Herini, bees die Könis Tschen Borhabe habet, durchind ſtand GOttesides Heiligen Geigint deined Gemahlings bevisbie euer beroen stessenen findliches Lehen forthin Kronpringerursunbeine Gemah gugbeffern, biraits meines Am tes, als ein berufener undi- perordneterbiDieter Galles, wie Gnade Gesand auf Befehl, ja, an Statt meines HErrn JEfu Chrifti, als wenn ihr ſeinen helligen Mund selbst revergebe ich euch alle Lin, über sämmtliche Königliche Alle, die dem Königlichen Hauſe Bringen und Prinzessinnen und anverwandt, und augethan find. entendeff Wie Besfehlen dir auch alle hohe und niedere Königliche Beamte uns eure tes des Vaters+ des Sohnes hiesige Königliche Bandesregie + und des Heiligen Geistes trung und alle übrigen Collegia, Amen, minin son msd# 8 Ingleten Büchermhelffer und alla que nobilista monisdaty biefel Stust, eslin dau ma t shußfertigen Sicheren, Gt- 10 10 100 stes, feines Wortes und der hoch. Reinigen auch alle Chruten von ihren Bastern, permehregin heiligen Sacramente Beräsbtern, olaus GOttesu Wort undrim Nainen das, Gute, Gjeh uns auch men Esu Christian, daß alle deinen Brieden und alles, peil. ihre Sünde zum Gericht ihnen Macherzui Schanden alle, sempe, Dorbehalten sein, und daß Gottliche Gemeine auß des Teufels 19 wider uns und eine chriſt abieselben zeitlichound ewigstrofen werbe, dafernes ſie nicht in der Eingeben, falscheisiit wornehGrabenzeit ablaffend und dernit- men. Bepleiben uns auch gut liche Bußes thun, dvelchen Buße Wetter, Früchte der Eron Gesundheit des Leibes. Behüte mwir ihnen auchsdon Herzenisan-, wünschen, undisle dazu wollen uns auch spory Bestilent Brieg, Feuer theurer Betti, nel sermahnet habenior 29mnlist Idoll stagions du mobiltis Gieb uns auch, und allen unsern lempisunde ungebeurenpoee. Kurzes Kirchengebebiofeinden deine göttliche Liebe Mir bitten dich, HErr GOtt, und Einträchtigkeit, num Ju wolleft buvchbeine milde Güte unsers HErrn und Heilandes und Barmherzigteit bie Banden willen uten toilisden med 19mmo 191916 191inditot( bisit noin sed dnu terdem 2979fnu isd mallo immat sono2 sdrear torötteg dem dny zdı. moll Allgemeines S Algentileshengebet. Adicines sirchefen an dich allenthalben häs diglich deinergiche an, sons Umächtiyerlangemi geolgi GD! derlich, her gedrüdien und vers flegee grmbarinherzigen Batebian JEU solgten und dicholle Shp SrChrif! 9rddanfon sbir omon und Säugamment y allen Herr Thieh, daß buguh in diesem zeitlichen Leben bishers hämplich erhalten, und durch dein Evans sagelinson beinem Sohne auch A chvenitywiglich iebe unts Perwer in Ghaden an gr= br ſchalten und Regenerustus ouble multidi Vornehmlich aber arbeine jubemd ewigen Lebent becausea Gnade großm werden über den sind zubereiten läsfest, wie wir König unsern Hemgt über die sibern ebenrinth jest beins heiliges ning seines Genrahtit, über Bortsdin Friedel and Ruhe an die Königin Wittnie, über den ddem Ende anhörenlömiremorronprinzen und seiner Gemah sbilginön shilimm] 350 millin, übersäumtlicher Königliche Prinzen und Prinzenaen, und Our te sitten alle, die dem omglichen Hauſe alverbandt und zugethan find. vergren uns unsere Gülten und Seniom nie no, 01 Uebertretungen und erneure uns importanza de sim neist unsers, 1, Gemüthes, Sebe sie bei gefundem und otpaß with dir dienen in Heilig- tangem Leben zum Chriftlichen ideitadio Gerechtigkeit, die dir Bor orbilde, deinem Polte Jug, and gefallist schilginön egitsid osad+ sink and åst Digello nopindi allo du T Seffis mogilisd sed dnu t du rutt aller Wahrheit Bu dem Ende nimm auch in und alles restes! pemahan deinen väterlichen Schuß alle vor dem abſcheulichen Zoche de schersund chiedere Offigiene und der Soldatenbi auf storiteit des Unglauben Erten Wegen und Singen ste ipatie unter uns hat aller Gewis gieve the shergen jederzeitilidaß whensreihelk die Predigt einesie vent Give Uwelchen slo lanverfälschten Wortes ſammudem theuer geleistet, fleißipendonges reinen Gebrauch seiner helligen, hoofantlich nachlebens Behlte Sacramente und gieb erleuchtete, vor antheis undirahsledentrene Hiften und Lehrer, welche den Seuchenuanchiallemandern die Wahrheit und den Frieden uebeliblaß sies deine väterliche lieben uns und unfern Nachiebedrundrs Fürsorgesubergestalt tomten. 19d stbury Tatts studies& adis2 ssd tisddmurt ertennen, daßihres Diensten gereichens Cauro beiner Chrei um Schatse ber Kirche und den a goiSteute und wehte machAglich allen öffentlichen and heathen terlandes, wies auchisautomer Berführungen und Verleitungen von dem wahren Glauben und zeitlichen der Kraft der Gottseligkein damit fabiilsushi und also bein Name ehimüthiglich, 100 1100bid mattid time wie in der ganzen Christenheit, Wir befehlen die manch alle also auch in diesen unseen Ban- thöhe und niedere Civilbediente, den geheiligt, dein Reichliver- nefofibers tunsern daverordneten mehret, und des Satans Reich Statthalter dieser Pommerschen mehr und mehr gestöret werde. Lande, sammt allen bei unserer Bom ewigen Wohl estan Allgemeines Kirchengebet. Pommerschen Regierung und| Geist, damit wir nicht sic beren übrigen Collegiis befind| Uebertretungen deinen Segen lichen Königlichen Räthen und verscherzen, und deine gerechte Bedienten, die des Königs und Strafe uns zuziehen. des Vaterlandes Nußen und Beste treulich suchen und befördern, imgleichen Bürgermeister und Rath dieser Stadt. isd3 spsin De anualedrall must 30 Lehre fie alle einmüthig dahin und 82 moulard aft Wir erkennen, o Err! wenn du uns nach deiner Langinuth bis jebt damit verschonet haft, daß es nicht unsere Gerechtigkeit, die dich dazu beweget, denn wir find und unmüße trachten, daß Redd hinge vor dir, sondern allein deine tigkeit gehandhabet, gen alles ungerechte Wesen durch grumblose Barmherzigkeit; nach ihren Dienst getilget werde. derselben sei uns ferner gnädig, Stehe ihnen bei mit deiner vä- und Lente unsere Herzen auch terlichen Hülfe, daß der Sünden zur Liebe gegen den nächsten und Seufzer des Landes weni- und thätigem Mitleiden gegen ger, und dein Segen unter uns alle Rothleidende, daß wir nie vermehret werde. vergessen, Jedermann, auch un 100 1190 fern Feinden, Gutes zu thun, damit wie erweisen, daß wir deine Kinder sind, and d 9011910 1970 ni si SHOTI Bewahre uns vor einem bös sen und schnellen Tode, und be reite uns mehr und mehr durch deinen Geist und Gnade zu einem seligen Ende, our relin 210 911 and madumi and sliöt mendi Vornehmlich in der leßten Tos desstunde unterstüße uns mit den träftigen Tröstungen deines Geis stes; treib von uns alle Anfechtungen und vermehre in uns den Glauben an deinen Sohn JE sum, daß wir überwinden alle Schrecken des Todes, sterben in deiner Gnade, dahin fahren in deinem Frieden, ruhen im Grabe unter deinem Schuß, auferstehen durch deine Kraft und darauf ererben die selige Hoffnung, das ewige Leben, um deines lieben Sohnes willen JEsu Christi, un nadspon ind im 15 ansers HErrn, welchem sammt dir Du heiliger GOtt! bewahre und dem Heiligen Geiste sei Lob uns vor Sünden und Schanden und Preis, Chre und Herrlichkeit und steheuns bei mit deinem guten ießt und immerdar. 17) dan 1] bi' binim esleid uit 1910 m nadraden 5199 onu dis Irim tim ist 8511 adag 190 sd meg 1999 Amen. #indrats? Gebet Segne, liebreicher GOtt, uns und alle Königlichen Länder, die christliche Kinderzucht, alle ehrliche Handthierung und Nahrung zu Wasser und zu Lande, Hilf einem Jeden in seiner Noth und erbarme dich aller, die wo zu dir schreien; behalte uns in beiner Liebe und laß uns alles in der Welt zum Besten dienen. SUSITY IS 98% 919 T Wende von uns in Gnaden ab alle wohl verdienten Landplagen, feindlichen Einfall und Räuberhaufen, Hunger und theure Zeiten, Feuer und Wassersnoth, Bestilenz und andere Seuchen an Menschen und Vieh, und was wir sonst mit unsern Sünden verdienet haben. Gieb gedeihliches Gewitter und laß wohl gerathen die Früchte der Erdent Sei ein Hei land aller Menschen, sonderlich deiner Gläubigen bd19 do 19 JadopKirchengebetespme 33 59190 den, welche in Kirchensor Gebet für die Brauken, Kreuz entlediget, beim Leben ers Betrübten und Nöthleiden- rinen werden; fo werden ſie nicht ihrer alleinGOttes gnädigen Hülfe bilte begehren. fas und deinen troftreichen Beistand rühmten, müssen, sondern auch Der Mensch ging hin und perserkennen, jedaß der Kirchenges Mängiger's den Juden, es sei meine Gebet piel vermöge, dam JEfus der ihn gesund gemacht der theuren Verbeißung JEsu babe. Job. 5. 9. 15 nd insid Christinwillennis Amen.il 91092 991 böchſter, Tröſter, Heilser gebet, wenn man aus der Snsd von felbiten mnam modo ilgis im gedanke vir von ganzem Herz set, bag du mich lehreit die Rechte, wich Balten, verlaß mich dether Gerechtigkeit, Deine Rechte nemmermehr.4. 119, S. 7. 8. Nun, HErr GÖff, der du groß 79 feiner betrübten Kirchen auf Grudhirde gehen willlo mg den verheißen und gelands einem tronreichen Beistande: Ich leuze as die fur alle franten betrübten und nothleidenden Bersonen, welche deiner ulte höchlich bedürfen nach deinem Troff ernſtlich schreien und dar über des Kirchengebetes sehnlich geachtet bijnach Allem, das begehren. Und bitte demüthiglich, wir mit unseren Ohren, gehöret tröste sie in ihrem Glende, er haben, der du uns dir zum Voll quite ihr, Gemüth lindere, ihre bereitet hat, und unserit, Smerzen, reinige ihre Angit, worden bist, befrästige, Err hiff auf ihrer Schwachbeit, be Gott, hein Wort Jas HErr, forbere ibre Seligieit, und führe HErr, du bist mein Gott und sie aus aller rubjeligkeit, Gieb deine Worte werden, Wahrheit ihnen Stärke des Glaubens, daß sein. Demnach, o du Gottes fie ihrem GOtt in aller Roth Friedens, tritt den Satan, unsi vertrauen, perleihe dazu christ- ter unsere Füße. Dein Friede, liche Geduld, daß sie ihr Kreuz welcher höher ist, denn alle Verdem Eren Christo, geduldig nuyff, bewahre mein, bersunbo nachtragen und erbaue ibre, Hoff Sign in Chrifto 3Ghu.nomen. nung, pab sie nicht auf's Ge- Der Herr lenne mich und her genwärtige, sondern auf das hüte mich! Der HErr, Jaffe sein Bufünftige sehen, und siebe sie Antlig leuchten über mir und sei an my bemi Harnisch GOttes, mir gnädig! Der HErr erhebe auf daß, wenn das boje Stündlein sein Angeucht auf mich und gebe tommt sie alles wohl ausrichten mir Friedel Amen nodod ism und das Feld hebalten mögen. Seufzer beim Ausgangelion Ja, wenn es dir wohlgefällig, mein GOtt und Bater, fegne deiner Kirche erbaulich, ihnen nüglich und an der Seligkeit nicht schädlich it, jo vertritt fie mit angenehmen Seufzen bei GOtt in allem ihrem Anliegen, daß sie bald wieder genesen, an Leib und Seele gedeihen, in ihrer Betrübniß erfreuet, von dem dilsonol mich, 19llo anal Der Sohn erhaltes gnädiglichsnisd Was er mir hat gegeben; Der Geift erleuchte Tag und Nacht Sein Untlitz über mir mit Macht, Und schüße mir mein Leben Le Nur dieses wünsch' ich für und für: Der Friede GOttes sei mit mir! Sobe 338 Wiventsgebets sid Juds stodrs Sohe. Testichett deemol bun no 190 moo ndo 19mrodeg sid it had sunning Gebet auf den Aben zu Sönigo sodhili mund daß wir Jun Jear Infinissum no nedsatso auchtrabie obie Apostels dim in volsl Chriloddaßftd bei em Beborfant unanunterwerfen, dmnd alter unsere Beminist unter nchinile nello deinen Gehorsan gefangenenehn Sohne Davida men Hilf bdaß wird in den Weg unseren Herzen bereiten die Dhöver weitgqind die Thüre in abrd Westbadmachen, daß miz mit Dahtsagungen sborlbein, Ans geficht dhlbumierandailimmendar jad uus kingiehen wolle, aeg alomat 910 appflanned dem gelobet fei, der da bommt in dem Namen des Erry Sosianng in berbelilowatth. 24.19.191 DA th GrrofChu Christe, But Nö önig der Ghren, dini Gob Hithishasiwini dich öffentlich und angeftheuett mit biasem Böllein betonnen vogoders Weltgandrin christlicher Bereitschaft allespit ev funden werden dit audienen in reitigkeit und Gerechtigkeit unser des lebendigen GOttes und Danburst Hochgelobebd seto GOtt viders Du bist im Namen her nes Batedeoninen in die Welt, du hast dich als ein Sönigt non Ifrael dein Gerechter und the fer eingestellet bei deinem Bolte Jerusalemyrbaß but doffelbige brachteit zur Berechtigkeit und beine Gfenbensrettefest und die felig machtest von Eimbergueil fiendich aber nicht ansesund an genommen haben, so haft bu dich nouns aumen Heidenhemenbet, baß wir dein Bolt sein sollen, und ziehst noch täglich beisbeinet Alche ein in deinenin Worte und Sacramentyd dafür wie dit von Herzens banten und bitten, baße bis uns solche deine Grade redit wolleftsju erkennen geben. Adicherr! ieben auch bebiuhs ein und mache dir eine Wohnung ins unfern HerzenpDdbisbija unsereiland und Helfer, nicht atidins in leiblichen Nöthen fon bern zuvörderst wider ben Lob und Teufel. Darum fragen mir nicht nach Himmel und Erden, wenn wir nur dich haben, und da uns gleich Leibis und Seel verschmachtet, fo bist bir doch, GOM, allezeit imfers Hergens Trost und unser Theil. Du bist ja des Baterjabarum wirst du ate etniBater die Tochter Zion, beine Kirche nicht lassen, du kannst fie duchis wohl schüßen, als ihr belong., Darwin auch die Handreichning thun, von unserm ermögen nind deinen geistlichen Ginzug fog vichruns möglich, be förberi duchdindiFall der Noth beinethrilbert gerne! Alles verlass few, users bu gidinsextwillen fo aimbordenjodaß duseine Gielin entlehnen müffen und am Stamme dès eenzes in deinem höchsten Durstinicht einen Trunk Waffers belommen ofönnen; damit wir also ninn beinerndebtend Bulanft bast Ende des Glaubens per Gesten Seligkeit Bavon bringen, die din luns to theuer durch dein eigen Blut erworben haft. Dafür wie diep o treuter Erlöser! sammt bent Water and demii Heiligen Geiste, inLob, Breis und Dant sagen hierdzeitlichis undi bort ewiglich. Amen! nelloor mediocr Danksagung für die Geburt ist Vo Qingar E 91 oct 1910 TI Jalotgöde Chres feir GOttorin der Höhel Friebe auf Erden und den Men schemein Wobfgefallen. Lucu2, 14. thriobe dich und danke dir, o HErr JEsu Christe, du eine geborner 358 geborner Sohn vom Bater, he der über die Natur, doch für die Geburt, die daßlen. vor dem Undufurichten fang, das der Erstgeborne voy ala Jature wieder lein Creatidens the der Ewigkeit gen geschehen! du übertrifft weit mit zonjes wordens naarmel Mens deixen unaussprechlichen Wun schen so biet gebiediget, und hier dern, die Ordnung der Natur bei auf Erdenon einem anjanbern allen Menschen, die femals ges Stallerabderi Mensch geboren, bören worden, und durch deine und aus Liebe zu unseren Armuth: göttliche Kraft, obers Winschber ini endanges Kripplain wollen dung Fortgang oftest und hei getoget berben omdhyl preife dich lestu- urettfindlichen Ged auch, ollectiebies Esulein, für bust di lichen Anfangrüßes beinerheiligenandrs herrliche en Ciudeinib das artes gehönes butt voivl den dreinen teufchen Kinderhin seiner schyren djunge Jungfrawon Mariajurimgleichen frädlichen Mutteridwie gesegneta wegelo beines Auths and des wiei.blich ist deine Geburt! Sie gang werdthtetenslagers in einer endet informitraurigen Zustand, for fihlechten ahdigeringen Viehs tilget die Handsstristisders vers trippesi Wer kann das alles, wie damtem Natur, dieswiders uns wohl test billig, Ewürdiglich und gendahend daß mumebro diejeni nothdürftigiermögen, dass der gen, besten es beib und zumider, höchster Gött, mains Menfchetu u biß ßleausbamperdammte Süns gud, fo baina gaoin Kind were leugeboren, sich freuen und herz ben wollent Durbies gaoßes Bob lich träften lönnen deinen heiligen und Dant bleibsidirud fürsdag tid uunbelectensdGeburtstraft gadged menschliche Geschlenizu melihens siers durch deine Gnade gabtewewig fchulbinumbeils du unt und Geir ahrhaftigazum Leben beffen Citöingodillendich in tönnen is iedergeboren werden. einengeskripplein wollen sein. Ich dankes din 0: 30hs Christe, fchließen staffend! miOds; melch ein die eini er Sohn GOttes abers vander gottsligesis Geheimuiß, matsd für deinen herrliche und under Süßigteit, öja füße Liebe mislauters naberurgeichentte ifodas, daß manziegt fingen and heidige Gebairt. Denn durch dies fagen anilGOtto ist dein Kind selbiged babensdwir Freudigkeit dhoven, hun Windeln gewistelt und Rutgangisin daller Zuversicht and reinsengesofipplein vor dirbdden Glauben an did, ur das Vich gelegetamorden. O! Grabers Gites, darinnen, mir swoldy leine unbegreifliched Nie stehen und uns nun xühmen kön zuigteil imbas, daß derisErr ab den der Heinungsdecozukünfti les Herren uns zu gut unser Mit- gen Herrlichkeit, die GOtt uns teht ja eit necht aller Knechte perbeißen und geben will. Du werden wollen Insenes hat die, bist das rechte Biand unserer Grlömein, GOttz und HErr, die de bonnung. Wir armen elende piel Jung, anser aller einige und ewi zu wenig bedünlet, aß du Schöpfer und mein Bater wä- Sünder haben, Zuilucht zu dir, salt, du hast noch dazu mein Bru- der du uns geſuchet und geliebet ser Fleisch von meinem Fleisch, host; ehe win gewesen und dich ers id, Wahlern Mensch doch außer tannt haben. D du heilige und and sbhne die alted verderbliche liebel Kindheitmeines HErrn Gandenschuld), verden wol Jesul dusbringesto menschlichen Herzen sansodan Weihdghtsgebete. TE SPORTISTK plig in 19090 nsbed nursul doilgred ramistabber? reloj rou snu stud 191 Smp my eirch 9700 dos( 390301 moinengil#guest align versen mbreshnichids and allesbergs täglichenahringstgege madienished wes Hefe idenys durin, siger Herzen GnstruFreud' grauak ibinete desinencheligendurnu Speiersderfüdafise allerlei isimet indang bibiedrsen Chrisipetke, dnfeinsiihen 191sich nicht awarie leinenSinsaynunde el dinglefind dies anligenhauterndemshipsd for betonbn Batmirghäinige Simion undian inschsensphid amibet spaus abuer intialiitand svo smon Feuthanthuynd Abismitudinallengststemiradsidgrasiglehre bebited tikind de Gerodis nu aßöchs minerowieftöner windbeinsdißen tisadieristeit nuoristradthsäterlichten ergäbben, isbetting untowind wahrhebane shie seats ans; begini Dergangene dinge Benselbergernind millia Babt bat sendeiget af hans asenn duu bakbeindantlerschwarisgest chinat ardömnsvemoteldo achter danfrent Wasiddhigaris Gürcista, andaber $ 18 mellan deborensmaden isalesineigeschrift dus michiryon men hernitueiud geweet.athust holches prine Pel benslichen Sugedeng Wormherzinheid sagte mitsadir Tienung bisybuyeine hesh Babsanda Dall, amb bittenbich Bineneilwibehemüthigli stedings nicht diffiteringillmaß in diesesirguninjere posjiena did temanterne und mit heiligen senden dansin with dich so witherzürs norgen bij het verhabennfendednstergiebanie bagren, die die ersten fröhlichen uns sumspunserarurn JEsu fungoten deiners willen. Repintensamir keine beiligen Giebunt gewolenauskich halters neinintents untoliitle= mit Bentbarem Herzen andächtips that in das meye Sahti bringen, herunder ewig Joben und sondern den alten Menschen aus preifen with die dienen möge und der neuen anziehen den nach mendu duhej vetit, metaffed, Aſtren Fangenan, * 10 SUD 1919 sid ud simr 1st Gebebrams Menjahrstage, tim stdürted allo affär food 9 11 lieber Baterions and Neue zu segnen. Gieb uns neugeborne Hengen erneure beine päterliche barmbergerlicher Bater, heiligen Muty and gerechte Freuen uns, gieb wir haben lebt, abermal ein Weste.Nimm von uns alles Jahr unsers Elends und unserer Herzeleid und wohlverdiente Bilgrimschaft in diesem irdischen Strafen. Und well dies fünftige Leben zu Ende gebracht und fan- Jahr wie auch die ganze Zeit gen in deinem Namen ein neues unsers Lebens, keine Stunde und an. Ach HErr und GOtt! wie groß ist deine Gute, die du uns bisher aus päterlichem Herzen so unzählig erwiesen hast, da wir doch mit unsern Sünden nichts als Strafe perdienet haben. Dein heiliges Wort hast du uns sammt dem rechten Gebrauch der beiligen Sacramente rein er halten, friedliches Regiment be Augenblick vergehet, da wir nicht tönnten ohne deinen Schuß in groß Elend gerathen, so halte deine Gnadenhandpäterlich über uns Barmherziger GOtto und Batert erhöre unser Gebet, ers barme dich aller Menschen, ers halte uns bein reines Wort, heis lige alle Lehrer und Prediger, baue Kirchen und Schulen. Bes büte 70 Gebet am heiligen Dreifonigstage. 37 büte uns vor falscher Lehre, stärke| uns seiner herzlich freuen dürfen. alle treuen Regenten, fördere Lob, Ehre, Preis und Dank sei guten Rath und That, segne Ba- bit, barmherziger, gütiger GOtt. ter und Mutter, regiere Kinder für diese und alle deine großen und Gesinde, bewahre uns vor Wohlthaten. Wir bitten dich herzs Krieg und Blutvergießen, wende lich. regiere uns mit deinem Heiab Best und Theurung, steure| ligen Geist, daß wir, ungeachtet dem Grimm des Teufels, sende aller Gefahr, Versäumniß und Suas deine heiligen Engel, beschere Untoften, deinen Sohn, unsern digut Gewitter, tröne das Jahr Immanuel, suchen, finden und mit deinem Gut, gieb Friede im erkennen und ihn in seinen GliedBande, unserm Herzen Freude, maßen nähren und erhalten und unserm Leibe Gesundheit, unfrer da wir ihn ja aus Schwachheit Stadt Einigkeit; benedeie unsre| verlieren, daß wir ihn ja in deiNahrung, fördre das Wert unsrer nem heiligen Worte suchen und Hände, nähre treue Arbeiter, be finden. Laß uns im Glanz des febre bie Sünder, bekräftige die Lichts, so die ganze Welt erleuchFrommen, bringe zurecht die Fr- tet, wandeln und unsere Füße. origen, erleuchte unsre Feinde, Beruf und Aemter nach dem wehre allen Verfolgern, schüße Schein des leuchtenden Sternes Wittwen und Weisen, versorge bie Armen, speise die Hungrigen, tränke die Durstigen, erquide die Verjagten, derlöse die Gefanges nen, tröfte die Elenden, erfreue die Traurigen, pflege die Kransaten, hilf den Hülflosen, labe die Kraftlofen, errette bie Bedrängten, hilf den Gebährenden, bes wahre die Reisenden, sei bei den Sterbenden durch JEsum Chriftum, deinen lieben Sohn, unsern Heiland und Erlöser. Amen. enradspuren emu 0910 mongst deines Wortes richten, daß wir ein neu christliches Leben bestän dig führen mögen. Regiere und benebeie unsere liebe Obrigkeit und die ganze christliche Gemeine. Behüte uns vor Hauptkrankhei ten, Pestilenz, Theurung, vor Feuer, Krieg und Blutvergießen. Steure den Türken, Tartaren und allen barbarischen Völkern. Sei du unser GOtt und Vater, unser Schuß und Schirm, wie du die Weisen aus Morgenlande errettet und behütet Gebet auf den heiligen hast. Tröste alle betrübten, mit doig Dreikönigstag. dem Tode ringenden Herzen und $ 1b9399 erfülle sie mit deiner Himmels= Err, heiliger, allmächtiger, freude. Und wenn wir dieses ewiger GOtt! wir danken elende Leben verlassen sollen, beiner göttlichen Majestät, daß so laß uns vorleuchten dein bu den Weisen aus Morgen- heiliges Wort, daß wir im lande deinen heiligen und einge- Finstern und Todesschatten die kornen Sohn JEsum Christum haft offenbaret, und daß du auch uns arme Heiden, durch den Stern deines feligmachenden Wortes, zu seiner heilsamen Ertenntniß haft tommen lassen, daß SUOTS Sonne der Gerechtigkeit, beinen lieben Sohn, jeben und uns seiner Geburt und Verdienstes wider alle Anfechtung freuen und trösten und selig werden, so wollen wir dich wir nicht vor ihm, wie Herodes loben und rühmen in alle Ewigund die Juden erschrecken, sondern teit. Amen, rod sonidssalonu 797092 30 9911 1797 919m 1990 nolud du modiin sund nis 38 Gebet am Tage der Reinigung up Verkündigung Mariä. Gebet am Tage der Reini- pundinSchwächheita ausinmeinem Gemüthe, srbastrich michystöhlich spoffingung Ataria. ma mbued beinesGnabres perhieltrerund Süd Thripus hat gemacht die Rein nicht unrein vorbeinen Augen sniaigung Unserer Sund durch sich erfunden werdeto Und wenn das et de mi Gubersteines irbischenunlebens Get Chrifte du gewütfuftes herzuivahets 18 baite, das mich auch, medemeuchtendes Vichtsbero theuvers Erlösenrestrin demen neiden, der Beutendeine heissbeilagen ohäiden uitds Armen und lige Kirchfahrt mit einer liebeanlajmich nimmermehr fallen daß Mutter in den Temper gehaltenya micheris atau mit seinen AnSunt Sisus du Methiettoegewisfechtangensiins Ewigkeit bardus of sich unter das Geleh gethan und nicht reissen bömie.riefcere mir bitte bid effeuchte mich, daß ich eine stille fröhlichermd frienliche mich die ergebe einen Opfer, Hinpahetydstuted den altens& ibas ba levendig, heitig und dirmeon) daß mein Sterben in einen wohlgefällig Tell und deinen emsanften Schlaf berwandelt werde pel oft mit Andacht besische. Gieb undrs ich dich in tsewigen Licht mir auch, daß ich mich reiniges mit ben doduserwäbiten san 15 von allen Fundlicher Lustenandschauen möge2 HErr Christe, Begierden durchonBetrachtung bei Dienerridobitedimib Fried' meiner Heiligen Toufe and emfiripanddeuds Fahe ichchahih weil gen Streit oder ein verderttessterbengispirabjainn mein Ge lech and whir way weil ich bwiammAmem, drolis, regi Tehr schwach bin zu holchem Heinreg noc si ded bim susti bi ligen Wer!! forteinige du selbstin Gebetorom Tage sider ohermeine Tundliche natin und vernis nididih atailäim tehrtes Het durch einen Heiliaffod tomme on st Her Beift uns sein unschuldigesig Dicerrsing iftiging ter Blut. Berleihe mity day by dache Botschaft önbhi do dabas redite Sicht der Welt adje dubameine Secte: freue mil tindlichen Augen stets amuliceridichini Gt, deinem, hei* 190 und me in Finsternthwandele landen danke Beinemisper auch daß ich dich in allem Glend vir die Zusage meg ben Erlöiung lound Anfechtung, in allem Schret- besu atenschlichen Geschlechts perten und Furcht des Geivisenssfülletasundid feinen Sohn hin's mit den Armen eine wahren leist gesandtseinfröhlich über sch Glaubens ergreife; dich in meinbeinen Würdigkeitsdag Gott ist bery chließend mich vein ganzenschrborden and in viel dan i ich tröfte Zaithe indirinansbich gewenhet it. Wer famybie bas Licht der Ertemitrijd deines Betheliglein GOttes die inper göttlichen Willens und berlichen Bendungsdfeines Sobutesnens Anrufen, auch eintes thatigeninberiesen, sgemudiam prenent D Gidilbens det durch gute Werkeli ErrighChriste, shu holdseliger tvoren diensthenfeuchteris aufstenschenfreund hiich danleiðir, das GOttime inmel fidadurchdaß du in demisaarten geheilig gepriesen werden Erleuchte meinenten Beiber Mariä menschliche NaAufen, daß ich ihtimodestur dan dich genomment and suns entschlafe Treibe durch den Glang mit seinen Bater wieder vers beinen eitlichteit alle Finsterniß föhnet haft, ob wir's gleich um bich Birni prupid Gebets am grünen Donnerstagen isds 883⁹ michmicht verschuldeth and were fnia 196 aebetin isda bibieneth Du hast eine selige Reise am.grünkn Donnerstage. drauf bichs genommentis Aus dem symmetribest rou toimmen in den bse Gieben ich sehe por dep Thüre andeib Mavia, aus dem Beibe Masund hope an: jp Semand meine Sniä auf Erden, vonis ders deben Stimme hören wird, und die Thür un'oreng, vom Kreuzin's Grabs gusthun, zu dem werde ich einge moms bemisGrabeilmiedenuint deins hen und das Abendmahl mit ihm dnHimmelkeichu nilind solchestiallesi halten und er mit mir. Offenb. doumisünßarme Sünderinwillenas Gobijo tedeschija. 201 Demubu hast von deinem Ehronych danke dir, HErr JGlu, daß Subtchd zushins Thermieden gelassenou por deinem Abschiede aus sirauf bass wir einmahsuider himmen der Welt deine liebe Gemeine so slischen Herrlichkeit erhaben würd wohl bedacht und uns auf Ers benis Du hast didfehrigedemüthtben einen solchen heiligen Tisch noget, hufdbaß wir ewig bereichen und ein sp tröstliches Sacrament 30 möchten.Duchaft uns allegehrgeſtiitet und perpronet hafta Ja, thhochgeehvet, bu bist unser Bruss ich preise dich, mein theurer Ers her wordenrufldaß wir GOttes löser, og du dich nicht allein kinder feley. Du hast uns nicht zum Opier, für meine und aller deverschmähet, do te min Staub und Welt Sünde dahingegeben und lisAsche indhi Größere Liebenbät- am Kreuz ishlachten fallen, sontest bwmns nicht ergeigen könnens dern, daß du auch im heiligen Süßer Heiland und Smmanuel& Abendmahl michearmen, hungriich freue mich deß je von Herzenigen und sündlichen och busser-Tund hoffe gewiß, bu werdest mit stigen Denisen mit einem heis mir nicht gurnen und bein eigenligen SelbegundBlute, peisest Fleisch und Blut nicht hassen und mir alle, deine erworbenen 19h röster mit deiner Heiligtelts, Güter und Wohlthafen dadurd 1 ob ich gleich fündig und unheilig zueigneit und versiegelst., subin. Du hast durch deine heiliges HErek das Brod, das wir bres isMenschider Sung einen ewigen unschen ist ja die Gemeinschaft, pei19 Gertrennlichenis Bundd mit GOtt mes Seibes und der Kelch, welund uns gemacht. Du hast chen mir jegnen, iſt ja die Gemein als wahred GOtt) bouch mensch- schaft deines Blutes lewie foll liche Natur an dich genommen, ich dir ass meinem St, vergelauf daß du als ber rechte Mitta tena dabu dich lo nahe zu mir ilet, wischentis GOtt undrisuns thuft und eine solche himmlische handeln, GOtt verfühnen unsre göttliche Gemeinschaft mit mir Noth und Jammerors erfennempausrichtest, dadurch ich nicht allein und uns reichlich tvöftens tönntests mit dir fondern auch durch dich Allerliebster Brüdernud JEsus mit der ganzem Heiligen DreiChristets ach tomme au mir mit faltigkeit vereiniget werde. In 19 Deinete Gnabe, werachter mich dem du mich mein 3E14, mit nicht benn ich bin dein imd be deinem heiligen Leibe, und Blut gelire auch bein stets zudbleibend ſpeisest und tranfeſty verbindest Wol nun mein Fleisch und Blut du dich mit mir so felt, daß ich onherrschtbauwerde ich auch durch nun binfort ein Gliedmaß deibich in Ewigteit herrschen und mes Fleisches und Gebeines bin. mtegieren. Amen od tandöluntheilestijo mildiglich mit mir, 8 dhid € 2 40 Gebet am Charfreitag. penter Celor meningaf mich armen mir, daß nun bein ganzer am Verbienstluad Gerechtigkeit Singer und verdammten Mens mein eigen istisandiich dadurch hen shig alle meine 10 vor meinen GOttodoing@ ect Gardieniny? jaki cam und angenehm Binjolas doen geins helgear Sefpen tantomatsu gesündigtjihätte und vergießen erl Dur hajt Dem Da, by thüft dich spomdhej mix. Err JER Chriſte, ipię grob, tit daß durttunbollegeit in mitob dein Leiden, wie ihmer t peine hen, milhuduoch beinion heiligen Being wis pie topie mich it Deine Hearter Shift lebendig machen und my die tief, and deine undert, wie hermehrdeonmi taffen will. biters and schmerzlich MEGISTO meindiherrs und meine Gatt! pod jejungussprechlich ( UTY MISS we teostlich stärkestron meiner Deine, Siehe damit, ou mich der Blaubenpur wie olieblichdemmedest nein lieben Bater, perfghnet hajt Bumente BuversichtbHilf, E a fie am Alberge, blütigen Ju dup Anserter Gemeinschaft Sachweiß, hot, großer Sodesangst längerie feftenperde, daß ich sei chrißet, daß die Blmistrovien i eines Verdienstesspund auf die Erde fallen lint Weh tightenste bänger2 jenfrendi von allen einen Judungern pers her tröste? daß ich dir jedänger je lahlen in die hande pen Jcbnppen tiefer indertelbet Gundreind unab- duben und; gotugies Schaat, nich slich stiednlig bleibenidan chillig für mich ergeben, merche durch mithadit, nGOttaudeinem hicheart and ungezwungen ge und meinem Buteorund mit dem binden, von einem ungerechten Heiligen Geist, jeritangerine fashichter, zum andern unbarmber tigervereinigtis lauudg verbunden zig geführet; daselbſt bil pu en had breiten möge, big an fälschlich verklaget, verurtheilt Ewiglet Dwohnes and und mit mir, mein HGFbDEju, saimmt dem Fäusten in das Ungeficht gef Bater underhaligen Geibnind gen( worden) Du bistum inter erzeige dich Fräftig in inson Mifethet millen vermander und interlaßrs Machdorhich rechts de um rege millen er " Bendig heilig and felig, ndaß dich schlagen, gegeißelt und mi, Pors mit einem Herzennmitsbeitigem nen getrönes and, Jammerite zu Wurm, Berstände mit heller inge, mit gerichtet, wie ein arm Batige handen und üßen bei der nicht einem Menschen an Hem Namen thitsFreudensbiene ich geweſenna Dený du mareſt Sab meine Gliedmaßen mit Lust der Allerverachtethie und Unwerhun and volbbingen Alles, was hested plerie Schmerzen und was bir pefällig tftdAuf daß sich an rantheit, also daß es auch ein Beberais etre eue Creatur, dit, beidnisch Ders erbarmet hat und memem Eren undersHaupte, gesagt. Schet, weich, ein Mensch Heichfaeniih n fein hand durch das! Day but von wegen meiGOttes Kraft undd Machtinurney, Vrißhandlung mitten, unter ewigen Bolltonnenheit bewahret, die been lebelthäter gerechnet und erhalten werdermenul und als ein Fluch aufgehänget, suben mit Nänd Gebet am Charfreltagegeln hurchgraben aza in beis modatenbidu HErr JEsuinem höchſten Durst mit Effig 1 chid Christelswabrer GOtt and und Ballen getränket und mit om iedzi neda2 adi ud med 9 ello@ red Sun onu 19119179 murod Es aronen pntistiind ma teda 41 SMTD him Danggung, am helligen Offertage. NO TOFNng Mist nun dod großen Schmerzen Haft, vel lösetidad) wouist dein Stachel? en Bein aufgegeben, auf des ötlepdmbiisendein Sig? Dir zu unsere Schuud bezahltest uns sei Danto daß du uns den Sieg Tode wir durch Beine Wanden gehet gegeben hastri Dunbitshem Let würden. D HerVNCju Chrifte ein Giftagemesen und herr Hölle diefe und & undert deine Weav- eine Testleng; dichast den Lod und Bein sage ich dir Lob verschlingen tempiglich und alle und Dant und bitte sich Tay bein unsere Thränen pondupfern Uu Betlines butrey⁹0 Quibelt und gent abgewischen Romanet, fajiet Sterben ans All nicht verloren und zusdem Herrn geheni er bat Jein, fondern, ern, daß ich mich deren uns gefchlagenu er wirdniums in jeder Zeit von Herzen runde wieder verbinden hat uns und tröfter much baffelbige also verwundehilevi wird uns wieder Benete und betrachte du alle heilen, er wird jung, wieder auf Boje Luft in mir ausgelöshet richtenisam dritten Lage er wird und gedämpfer dagegen aber bite cuns debendig machen nach dreien Tugend elugepflanzet und gemeh- Tagenssibasd mir von ihm leben tet werden auf daß ich ber Sunde werdens Dagum freuen sich mein abgeſtorben ber Gefechilgtelt Herzmaind meine Ehresit, fröhTebe und beiten mit gelasſenen ich denn GOtt batsleine Seele Vorbilde nachfolge, in deine nicht dins der Hölledgelajien und Sustapfen A trete, das lebeligt nicht zugegeben, tidaß jem peili" Seouldertrage und das munget Toie Verwesung mäben adu recht mit gutem Gewisseil telte, bist einertfeine Zeit von GOtt Umen. for en pig perlaffen gewesengaber, nun, mit shoorsea togelfrag hilbild Ehren und Schmud gekrönet; Noutſagung für die freghüffe bwo biſt aus der Angſt und Gericht hinhveggeriffen wer mill Nuferstehung SGfu Chrifti. Breines Lebens Bänge ausreden? SIS an 12 afth yesthebeninunds utein Wunder oorsansern Augen Van inget mit Freudenuvom Siege in den 812 dr E Chriffe, adatter Deri Steingiben, die Bauleute Lowe vont Stamin Juba busbetworfen habem tft zum Echſtein unüberwindlicher Held, divarächtis bolden ind das ist vom Herrn ger Siegesfürst, du starter Sinfon, bir Sündentilger und Neberwinder pes Tobes, du Schlangentreter und Berstörer der Höllenpich fage Hütten der Gerechten in die Rechte dir herzlich Dant für deine negdes hErrn it erhöhet, die Rechte hafte fröhliche Auferstehung ba- des Grew behält den Sieg Durch dir dem Tode bie Macht werde ichtufterben, sondern le Benommen und eine ein emigesorsun- ben und des Heren Wert ververgängliches Wesen wieder an's tündigeninu Durbast getrunken Licht gebracht. Du haft dich bewie- bvom Bach auf dem Wege, darum ſen als ein allmädniger HErr, der hast dull dein Haupt empor geba hat die Schlüssel der Hölle hobend Du bist wahrhaftig die und des Tobes, ber da ausschließt Auferstehung und das Leben, und Niemanduhließt" Du wer an dich glaubet, der wird wareſt tobt und fiebe, nun lebeſt teben, ob er gleich stirbet, da von Ewigteit Ewigkeit bist der Gläubigen Leben, barum tart Re 19 Du hast dein Volt vom Tode errettet und aus der Hölle er können sier nimmermehr sterben; denn du, ihr Leben, stirbest nicht, € 3 darum 8 42 Dantragung an heiligen Østettages& Jollais mstle ni ogline darum Jönnen ſie ihr Leben nicht der Aufein tung] lg& fi& Chriftëzi verlieren Uch mein Erp 3& ſul tomthe in meineriderstenes dy bift hervorgebrochen, wie die meine Seelel vehn über diesen ſchöne Morgenrathe majeſtalt- Frieben wird man sich seenten, wie scher, Weye hit du, auferstanden man sich freitet in een Ernte uten in einem Grobahen, Deine belli- man fröhlich ist, wenn mun Beute gen, Engel eroinen Suno selgen austheilet. ig, heinoh Gree und das Grab und Tagen Was Christel haft als ein Siegesfarsto suchet ihr den Sebendigen unter nach erhaltenein Siegebie vechted den Lodten Rommet her, feher Beute der Unsterblichkeit ausgest die Stätter pander HErr gelegen, theilet, die schönen Feiverleider Achts welche schönen fleißigen der Verklärung, wie Simson ing Kammerdiener find um dein Grab seiner Hochzeit, da er die Philifter hertebet die beiligen Wächter schlug? Ach the auch mich bered die auf thren Herrn warten, jelben theilhaftig werden te jaus wenn er aufstehet. Ach freund laß uns alle orelimir didi licher Er du erscheinen den durch wahre Bußen auferstehend großen Sundern, Maria- Magda- und Theil haven andererstend lená und Betro und ſprtoſt. Auferſtehung, auf daß der anderes Gehe hin und lage meinen Brü- Tod an uns nicht Macht habe dern: Sch fahre auf all meinent Stebe du in uns auf, lebe budin Vater und zu eurem Bater, zu uns bestege und avervinde meinem GDB md zu eurem in size dielelepnden Tod Gott, Du bist ein Bürgrim gen Bellfel und Hollerreaften unsere Emmaus und legeft deinen betrübe Seele in Angst und Evaurigtels? ten Jungen alle Schrift dus durch dein Wort und Gettides du kommeſt, zu den Aposteht im Friedensdrected auch and verschlossenen Baule, zeigt Ihnen jungsten Tage, durch Kraft deiner Hände und Fuße deine Sette Auferstehung, meinen Leiblion und Wunden Maal und heilet ewigen Leben, wenn du ei damit die Wunden thres Un- sagen: Wachetlauf und wühmet? glaubens, inest mit ihnen aus die ihr Thlafet unter ber Eadeng Liebe zum Zeugniß, daß du wahre denn mein Thaut ist eine Thau baftig lebelt, auf daß du frespetfest des grünen Heldes? Alshann mit den Früchten deiner Aufer wird mein nichtiger vermestic ſtebung; denn du theitest biefel- cher, werblicher Leiboloanziehen ben Früchte aus durch einen eri- die Unverweslichkeit, Unsterblich gen Frieden, welcher alle himm- teit Kraft und Chre und wird Lichen Gutts in sich begreift, GOttes Huld und Guade, Ver gebung der Sünden, Gerechtig Leit, Sieg, Troft ewige Freude und ewiges Leben, dagegen er weisest du, daß Slinde, Lod, Tellt fel, Born, Fluch, Hölle und Ver dammals überlourben und in weg sind, fonit fonnte tein Stiebe zu uns tommen. MIST ähnlich sein einem overthärtent Leibe: denn unser Lebenolinim dir verborgen; wenn aber unser Leben wird effenbar werden do werden wir auch offenbar wer den in der Herrlichstelt. Amenn mu floare elin dit Vou der Himmelfahrt 3fa 19nmang Chrißie 1991 d JEsu Herr Jeju Chriſte, du allmäche: bulbreicher, troffreicher, lebenor tiger Siegesfürftsforderandul ger Friede! Du edle Frucht dich durch beine sieghajte und fröhliche Von der Himmelfahrt JEfu Chrifti 43 fröhliche Simpelfahrt geſebet bait des, der Alles in Allem erfüllet. elbigeerd einiges majestät und Burgeshten der Mar Kraftid Gottes mundiale berfed Baust der seinen Leib und seine Seinder geleget zum Schemel, peiz Gnieder mit Leben? Liest, Froſt neturüber nämlich 1915 Bungeon Kraft, Starte, Sten Friede und Tods Tentel nelle unplan Adm Suelt Frende Hoherptiefer falbestuns Wie folhjsich dieten Triumph ewiger diesensies, nidieje, perchichteil mit deinem Heiligen Geift giebſte diesen deinen, hyhen Stamen ger Evangelistelli Apostel Brophe Bitten und Lehrer, auf daß nugiam u mürdighich ru es Acht sende ſolche Bauleute, die du mit dem Geift der Weisheit un Belstandes erfüller haft. Du Baff ein ewiges Hohespries sterthum, Barum fannſt du all elig machen, Bebefe erhører Sie au dir tommen wis rufen. Du haft uns durch Himmelfahrt den Weg ge bet dies eröffnet und wie Stätte im Es Meil du und preiſen? Denn nachdem pu dein gefftlicher Leib erbdiet werde. gemacht hast, die Reinigung unexep Günde durch dich jeunt, bursdich in den Himmel gelepes zur Rechten der Wigieltät tesound, bijt, fopiel bejjes worden, denn die Engel oviel nar einen höhereneamen er en erbet haft genn welchem Ene zu gel bath Gott biiemals gejagts beine Gebed dich zu meiner Rechten selger den Himme und Bara Deinabinumlicher Bater, hat die alles unter deing, Buße gethan, Simme Simmel bereite nichts aufgenommen, denn ich unser Haupt gewiß deine felbiber Du bast din unterthanges 19 werden macht die Engel, die Gewaltigen Glieder nicht braußen Breiben, die Fürstenthümer und die Kräfte; dit wirft ims alle ndajbolch, auf modu budap auchishaft du in dieſem herrlichen daß wir it fehen das fieghaften? Triumph ausgezogen mit deine Herrlichkeit die höllischen Furstenthumner und durch ist unsere felige Hoffnung Gewaltigenieöffentliche Schau bestätiget, daß wir gewiß zu die getragen und einen Trumph aus kommen werden, dadurch ist unibuerg gemacht durch dich ſelbst here Gerechtigkeit bekräftiget! denn Duoftarter GOtt fähreit, auf mit darum erſcheineft du vor deinem Jauchzens undider HErr mit himmlischen Vater, zum Zeugniß, hellen Boſaumentobinget una baß bu durch den Blut in 3 ferm Goth( oblinget, ihm flug, Allerheiligste eingegangen" biſt, lichiar Den Wagen GOttes it viel und eine ewige Erlöſung erfuntaufend maltausend. Du bist den und die ewige Gerechtigkeit aufgefahren in die pohe und wiedergebracht paſt. haft das Gefängniß gefangen ge- nách, die, daß wir fährt du baft Gahen empfangen Gemüthern bel bir im himmlifür die Menschen, du bist erhöhet schen Wesen und Leben wandeln über alle Engel und Fürsten und wohnen mögen, daß wir thümer, über alle Gewalt und auch allda unfer Herz haben, da Macht, über alles, das in dieser unser Schaß, ist und suchen, was und jener Welt mag genennet droben ist und nicht, was drunwerdens GOtt, hat dich zum ten ist, daß wir vergeſſen, was Haupts geseget deiner Gemeine, dahinten ist und strecken uns die das ist dein Leib und die Fülle nach dem was zukünftig 169 diehe uns unsern spildört C4 Bieb Fellais Han Simmels bifte 44 A Dainishging amphleiligend Pfingsttag dsds unschadfdir, flaufen wiro GiebriBuanfenirboris Himmetugesandtjol uns Flügel berimanlischen Modsavehe unssandund mache umarmit genrithandsche heiligen Vorkudengibend beinesi Munde ben ti landensnachbir, dasCavir.urdisobigi wie du deinebJüngervanblięsis! fliehen. 20 mjdin merde chybranjejtinde duden etibeniSchöpfungi? hin dommehirddirdchbein ingebleinen lebendigen Obem dem Mensd ficht deherrundo imit dir affahreddchen einblietest und ihnsam madug zu deinen Gmunds gulangnembtürlichen Beben debendig machtest In GOtel Komms HErr JEsusundschlanmachen na dlabendigidurch: nimumo mich zusdir samnendspnsbeinen heillgendGeist inademigesd laaduraing ni.ro, and edebiens Ach bunliebreiches GOttese Drakfagung, am: helligeholämnele inset leichte ans! Ach dipin Pfingstage für die Sendung Jelenbiges Wasser! erquidemusdu angina destinasqutimo du Odem GOttes, mache inaug des Heiligen Geilfe lebendiglis Di bu belliger Fingergil chufeindlichers yer HC HC Christet wieinBorts Cn.bientafel unsers Herr 19 lamyuichier genugsam dankentistensbror du Kraftsguß der Höhdod für die hoher herplichend göttlichelenänte; uns in dinhereto rhachini Gabe deines Heiligen Geiste a bheith D dushimmlisches Freudenölnið welchen du verheißen hast ,, tröstermidrerfreue uns inimiererion du spelats 3ch will Wasser gie Traubigteiblagebreicher Hims ni Ben auf die DurftigetStröme melsthanderhuide anfere werwelt ni aufibie Darren ishimill meinenden HerzenliDu gnädiger Regenloom Geist ausgießen über allesleich, befeuchte unsere perdorrtensersnis daß me follend wachsenjimie Grass ZendstOHGre JEfungieß süben am Waffer meine Söhned undbansrauss henbGeither Ghaden ni Töchter sollengsweisagents ihre und des Gebetsnder inims.fediseis Jünglingelrollen, Gefahtesfehen, unsermöfchwathew Gehetgurpülfer ihre bettestennfolten tämmer has tomme, bernama bei Gottovert of benginfast hast deinem peiligenistretelmiti un ansprechlichem Seufinis Geift Horgfishenimeinend tähtenäjoen benda Zeugniß gebe unfernbon frischen Wafer. Atherquidke undroGeistisbaßdiriDea] Kinder träntelijers Dürrensbergen mit findiDentner ist jäsein Geist derdi demselbentis! daßjumperest Geeldakindschaftis/ dasiGichel GOttesom grüneid mierdas Grasridu hast das Pandtounfors dErbea mitis beinenuGet ins Feueftammen peldem wir persiegelt find bisinu berable gefandt snorber Apostel auf. idenifag unserers rlöhungbil Bungen feurig dgemachtigd, iepurch dwelchen dwin mufem Abbau@ mit seinem nheiligen Feuer desitieben Vater Inahlwelthem wirser Heiligen Griffes yétait..nach erkennen, daß dit in uns bleibestallo wätme, evierichte dund gentzünderweil dein Geiftslinuunsableibek.mid unsere Herzen im! Glaubenis ini Bass auch diesen deinen Heiligens beranBiebendrinan Andacht im Geist mit siebenfältigen Gabendu Gebetim Loben GDites Laßübersums uhen, dennotüins z bein Wort wieneins Fetter imamo Gutermabeto übenudin der Geiſtnið fernierjen werden, haßnes dispder Weisheit, des Verstandes, deoni von brennerund deachte? Dyilbast lugheitides Maths der Kraftst deinem Heiligen Geifto in einem der Stärked derbFurcht GOttesni! Windedund in einem lieblichen Er ist ein Geistd des Friedeng, sid laß GebebpameFest despheiligen Dreifaltigkeit. 45+ laßians shurdhrihn einfriedfam Bundi wachsemssmögen, ti Glaube Hermund Gewissenhabeaun GioLiebe Hoffnuppi DemuthülBanu ist ein Geist der Liebe und Einiges buld, Andacht Gebetmbatrog leitsiläßoms dutch feide Kraft ipideafdrht.riodu einige Freuben! Liebe und Einigkeitvanbundenblei unserer Seelent nhid Ges.wivil berbaß endingsgiCeingid Leibe, rimjdich nimmerinbhrsbetrübenumbchid zudeinem Leibe, EmEsüChristel bosudutsintreibenisonderradshabi als fGfieber gufamshendverbinderim bichallgemüge beinionsu Grliftsein Geift Ides Batebs und behalten wir schlafenmodet wt20 desgSohnes; deindevgVater undischen, gehentober frihen leben oben in Sobnifendendihndsdarunb Ibereitsterben, daß du in unfern Feelers fentent niges del luns shiits demi- Baterlewig stelbell in blej FEfter unds bemons, himbauchetidns Lebens bandubit GD Heagget ligen Dreifaltigkeit. Er ist eitgeistlich. Du Geist der Herrlichkeit be Biebedgebuits divuhi masheE26Dites loduhenübersinnlaß uns er und neuen Greaturen. DerosmitiStephana GOttes Herrlich halben oeiliger Geist wenden teitis hehen, mbieonsin Geistbiundin! unferner ab von deri Welt zum Glaubeng dorbilabet voie Arigenü himmlischen Bebenil madenia unsicht zu Angesichts@Antenisd sdn nachlear ud newegliche Bewegungen fange betin find rasiodract in unsanais reivige Seben, pichte in unstrauß Has Meich Gottest smärtDreifalligkeitsid jun ned welche für Gerechtigkeit, nsriedensonbau Heilige Dreifaltigoditjun undrrendersinsheitigen Geitbateti nohyund Erneuve in una tas, Bid GOttesnshellige Geistystoinn danken sdirind in rechtschaffener Berechtigkeitund daß du dich in deinem Worte unamo Heiligkeit.& ndindi wenatam aller hast du erkennensgegeben dö Troffignu dieser Welin vorläffet burgroßert Gott, netbaltenunsi so bleiber Coil indsenwahrer undrandounsern Nachtolammen solches di einiges Trösterl beicus ewiglichas deinsgeligmachendes Erkenntnißred nachrisber 9Berheißung nansersnapnumst bei demselbennfest bess HErrn JEsa ChiptiriLehre deitei hamten stund nichts bavott rabiini führes stärkeniheile, erquice ndipenbig nagachensTrüDiers heilige, ört machettuna lebendig poseitfunser hochhelobterreifaltigkeitysdminred Helfer Beistand and Mathn Kraftprühneh wehren und spreisem dichig und Trost: seisunfreriaSeebenls peiligunheiligs heilig ist unserisd Licht und Freubes in Traurigkeit.GOtt oder HEronze boothbo Allersd Duobit jarsunferorhimmlischesBande, dhimmelmund Erden sindu Freubenöt, mit welchen wir gedofeinerd Herokchteitilianons feinertim falben dinal anui bist jadunferChren well.. GOtt Vater pojebis himmlisches Täubeleinsmitivemipuns dgnädig dund sterfreue unsic Delblattigöttlicher Gnade: truhe mit deiner Diebe! miGDt Sobrinu über uns wie über dein HErrei ams gnädig undrerhalte uns 190 JEfu ChristourDu bistuja imferes durchp bein Vecdienstla? Dr Gotts himmlisches Salbung di diedsuns Heiliger Geist, Heilsuna gnädiggisd Alles debretroffei unsersi Geistes erquiche und träfte duns mitsheiarraf Stärke, dass wir durch dichi die her theiligen Beiwohnung indoo Lüftes users Fleisches dämpfen, heiligen Dreifaltigkeitsfeiunarisd die Früchte aber des Geifles finghäbigil hilf unsisrecht glaubenyit dol chriftlich 46A llict adap stbise Feltgebeth at t re und Freundlichteit lieben Liebe nander fleto Tere Silky STE chriftlich leben, gehuldig, leiden in Demuth und und endlich, wenn die gechte Zeit, die Merte Sper 123 19 tommt, felig sterben Samit wir und Barmberigteit mit allen Engeland Musers big erweiſen, wählten, dich yon Angelicht, jug Seele und sein, lichis Angesicht schauen unge dich, dass erfreuen, dinnoitte felbst ewig lieben, loben und prei- ahen meiden, Siehe ondrio, 93. jen mögen. Amen, HErr JEsu, das viele Elend, dem wif ilt die in deinem Namen. Amen. fer Welt unterworfen sind und ertette una piyestürge dinte gewaltigen Arin. 9.mmm 3001 Gebet am Cage 3ohunnis nism des Cünfesso of Feinde, die dein geringes Häuflein hiruchett für bei Mumächtiger G, emiger afin deiner gusht, shant Balne stermir, rühmen und Preiſen Barmherzigkeit für dich, dah du burro Sanch, Johan, pung Blerpen möge Seele nen den ersten Brediger Neuenumere Testaments die fröbliche Bot- Namen nen mit eigen schaft des heiligen Evangelin haft HAID 100 g behen HILPAR Bethen Jakjd mieq jid this? willen.. 330100 Jisdinora dnu m GebetsmiCatolichnoliais Irrad beinen berd fakt! 9000 mals uns fund thyn laſſen. Wir bittenm dich ingleichen, Demüt lich du wollest, piele e machendes Worten, intern filiger, großer GDA dirsiniz chen und Herzen durch ten dir das Du und beiner a Heiligen Geit erhalten, dasſelbe göttlichen Weisheit & Vattua uns fest glauben und wider alle& chey, Liebe genen Sie liebelt Anfechtungen von Sunde, Tod Enger uns zu Dienern und Wathi Teufel und Hölle jum, träftigen, tern, beſtellet bait, die mis diss Trol gedeiben, daffen, Hilf, anun, seine feurige mater Uthgeben und daß solche guadenteiche Botschon vor allem Gridsen, uffd Gefahr Lieber Vater unsliau deiner Sicherheit diene,& behüten müßlent sondern wir vor dir, mit mill- klaß dieſe Beine ſtarten Belden gem Gehorſam, in veiligkeit und ung; bimmiricher sheerfchaaven Gerechtigkeit zu leben bemühet sich fernezgin um deine liebe sein, bis wir bort bei dir zur fe- Kirche und unser ganzes and ligen Vollkommenheit gelangen, lagern, daß fie des Le Ceufels mied butch Gum Chriftum, unserne auch aller jeitter Gileder and Sif maler und Heiland unddhelfer by Amen and Diener Bosheit, dn veringen.n Sports dnu medal 1999 anisme auf Gewalt, abtreiben und b Gebet. am Tage. Martā( Sende die lieben el the unten 79201 128 dsimll Heimsuchungson Stegen mit ihrem our aden, unseth. Wegen und Birheilige Mutter deines lieben ten, daß uns teth linglid noch Sohnes auf ihrer Reiſe gnädig- Uebel berühre. Steb uns auch lich behütet hast. Wir bitten bichleite, führer und beschüße uns auch auf unsern Wegen und Stegen, Regiere uns, daß il sim außer und Mountsigen. snis band thin thim dog Numächtiger Soll," det Bu bilete pieſe deine väterliche Liebe nac Genüge zu erkennen, damit wir dich allezeit Bafür loben und ei nes frommen, heiligen und reinen Lebens sebil Morgenfegen, wenn man zueBeichte gehen will. 49 cebents dette thigent," auf zwe wir das Gelettel wieler« Heltigen Gruch die lieben Engel durch Sünde und gel to wollen wir Ihren und Lafter nicht von uns verfagen, Haller Auserwählten Gefellayatto! noch denen böfen Geiffern über dich famme Sohn als heiligen uns Macht einräumen. Cudlit, Gelstein Ewigkeit obens und wenn umjere Seele nach bent Him preisetia Witten, nuo bisgnll met reifen joll, beſtellen en de rod nemle ragam na bestelle derfelben onu medal nedsil giars fdlet nem: email menigd ni GHI oni straorsinu 19397 Buß- Beicht und Communiongebete. Morgentegen wend manach! so veeteibe mir doch, mein Bater! deine träftige Gnade zu zur Beichte gehen was diesem Wert. Du hast vör Zeiten deinent Volt Comiger einen größten Vers itus Baterne 325 bir erhebe i mein Herz in söhnungstag anzuſtellen und d dieler Morgenstunde und dantefetern, befohlen, an welchem dur dir demüthiglich, daß mein ihre Miffetbart vergebens haft:& auch Leben is hierher erhalten und sich so laß mir doch duce piejeni mich in dieser Nacht vor Schret? Tag einen rechten Versöhnungssa Sündenn ten und Krankheit, favor der tag fein, auf daß meine Listilab Macht des Fürstent verdwengenommen under minded Fingernis, bebutet bajt, HErr that perfegelt werdelaargthe besil dein Ausſehen bewahrt meinen tenne meinen Abfall und Veran Odem noch diese Stunde und du derben und du weißt selbst, no friſtet mir immer das Leben, ob HErr! der du alle Dinge welft, ich wohl mit meinen Sünden den was für eine schwere Last es Tad verdienet habe. Nun mein mir ist, den Leib der Sünden Gott! las nicht ab deines at herum zu tragen, ein bevlentes habendinde das men findes zu verſchenen, gieb| Gewiffen zu mir Seinen Heiligen Geiſt in Schlangengift zu empfinden! Gead mein Herz, daß er mich heut und rechter GOtt! bu könntest billig allezeit regiere, vor Sünden be- die Seele die dich zuerst veral hüte und in alle Wahrheit leite:| laffen, von deinem Augenäht und daß er mir das Herz aufthue, wie aller Hoffnung der Gnade vers der Lydia damit ich auf deinwerfen, aber du offenbarest dich Gebot achte dein Gefes fiebel in deinem Wort als ein gnädiger und halte. On meißt, HErr, Pater. Darum komme ich zu dir mein Gott, daß sich mein Herz und bitte dich in Chrifto Jeju, nach deiner Gnade Jehnet: Es laß meine Seele leben und etwas gebet aber leider ſehr schwach ba- gelten in deinen Augen. In Bieb mit her. Ach! so starte mich durch mir Gnade zurh mahren Umfehdeine Kraft und siebe meine rung. Laß mich nicht durch eine Seele zu dir. Und weil ich mir Heuchelbuße meine Seele betrug burch deines Gelftes Trieb vorgen, sondern belehre du mich gelebet habe, heute por dir recht, hilf du mir, so ist mir ge erscheinen, mit dem Zöllner an holfen. Laß meine Gerechtigkeit meine Brust zu schlagen, meine besſer sein, als der Schriftges Sünden zu beichten und eine lehrten und Pharisäer! Laß nicht tröstliche Absolu zu erbitten: allein meine Lippen und äußerlichen 311 Digel Beichtgebete. 2tt sonded Horord nd had nognit atdzim hara TED Licheno Diemt begeben, ondern erneure auch den Grund deines Her damit ich den Sünden abgeftor ben, ir allein lebe in Chriſto JCh meinem 91 pellen John Freudig auf mich, nehine und von seinen Fußstapfen nicht speiche, beder aus Rechten, no zur Linten, Du, mein om must dieles in mir wirken mirt's auch thun, denn ich weiß, bake ou anapig bilt und will Sünders Nch! so führe doch mein Sers and Sinn purch deinen Geist bahin, daß ich mög' Alles meinicht 20 dich fann dein Angelicht ant gegen dich Teheiden und ich an deinem Seibe perstellen, denn es iſt parmber ein Gliedmaß ewig bleibe. Amen. und wird nicht emiglich zur is Sterauf tann qugestimmt were Auf. med de an dieſem sed egen fiar no Eine Ermahnung zur Buße. Qilgions adat Anu, sadalad meine Seele! aus der Sundenberberge und Täume nicht langer sich mit beinem Gott zu verföhnen, den bu mit deinen pielfältigen Sundent, böſem. Weſen und 991 Lubn empfangen, um nderminen let allewege bereitung Jobe fteter Buben, daß dich ber 200 nicht einmal in Sünden hinreiße und de tein Reffer g" Viele Leute Perben 19 plößlich und unverſehens, 3 der Stunce, po ne es nicht vermeinen. Wie gefähr chung mßlich ſtehet es alshamn um ihre Seele! Wablan! weil du demnach beißt, wann peine Stunde kommt, la balte eine jede für die lette, ſchide dich und begegne deinem Sou dura wahre Buße, se Febre mieber 31 Bedente do pein Glens und jammerlichen Zustand in dieſem Leben, denn wie bald sem Leben bisher so sebp= des. Verderbens und erzur- mas du thun fann diesente n net Säume nicht und ipare nichts mehr als an dein pell ja nicht deine Buße länger auf, Balte bich auf Stejer Grden als daß der 30thGDifes dich nicht übereile, daß du nicht unbereitet zum Abschiede aus dieser Welt erfunden und in die emige Bere dummnik hernach gestoßen meg ein Bilgrim, den der Welt Ge Ichäfte nichts angehen. Behalte dein Herz frei und aufgehoben zu GH, denn dit, Vaſt hift teine bleibende Stätte, on fondern die aus fünftige mußt du suchen, un babin sende dein Geber und Sent zen mit Thronen auf das du Der Mensch ist in einem Leben wie Graa eri blubet wie eine Blume auf dem Felde, wenn ber Wind darüber gebet OND VAI dig nen Erténne und bereue mur deine Manelbát, daß du wider gen HErrn deinen Gott gejun Glauben das fheure Berpienit piget baft, Ergreife mit matrem deines tolten fallen, dich aus des eu 113 Gemart and von dem emigen Tope 34 erthjence Mach, dis 103 pon den Striden der Sünde und thue Erru eingehen mögelfim Amen. Seufzer, wenn man- HOU innisVergebung der Sürden mannsins bitten will nie nimmer daarum fiebett der Vater mod spam wohl zu, wie du dich verbältit. mie du hier gelebet, also wirst du im Besten gebenten, Jus Christus Buß und Beichtgebette Chriftus wolle mir die Sünden- den du bräueft den Sündern, Seit solle mir has Herze ten- deine Barme ten, 88hp TIT die Gnade GOttes Tes H9L0H Berge und 140) Pei werde aller Since 1991 Hemed MESE SU Vanishis thin 89 Gebets and daher auße und hisar Troldane $ 199 5rdi mu and tekehrungonmad ud mit der bung, und der Berger ALL 00 nicht mehet in feiner Gewatt, wie Kilisk Und uttalis Kamakelldurd mugeiligen Geys thund unermeßlich prechlich großtei. des durch deinen gewirtet in Manaffe in petto, Maria Maddalena, am 380ner Se all Jette Bhuff Tching line sprac: Ott fei mir Sumber Tolth busferrines Films ghädigste falfes Bieb für Dery getreuet byb maphattre nue megen meiner begangenen Sulle 152 9 Bimmel und set sn. euc 13, 18, Sumachtiger mi sott Barmbettider Vater du weißt und Maria Magdalena bittetulee 1911. herzlich zu seufzen AMT HEIL foy RD 90 das THE 83 FC8812 setten Cang Lichten bir sind auch nicht tüchtig, von uns ſelber, als von uns ſelber erwus Gutes zu gebenten, find, ut von dir, Bert bu yeftener Gott. Infanderbett aber ist die Buße nicht ein unfers Tundlichen Stetiges und vert sung ins Builge willen, erhöre Blutes, ſondern es iſt seit Nett, Pleſes, ment, Bebet, ultäplättch du mußt uns Buze uns befelfren, wenn wir bir betehtet werden und 900.6 und Bag Mi 81 Barmberger und geGDIf und Sater erhöre dhibe 1. Lato 91 dira a u dir mit dieſem meinen ndo from bemüthigen Gebet, o GOtt den Willen habe ich mobi zur Buße und Bekehrung ave nur bas Vermögen will fich mire gend finden! Jun, o lieber Hetr Goll, da haft mit den Ben Willen gegeben, pateb mir doch das Vollbringen." Schaffe in gelundiger Her wir armen Sunder gnädigt denn ondern, daß wir du willst ja nicht den Tod des Sandersu ſondern adeß Dernſid Um belehre und lebe ewiglich. in herzliche Buße under un ramo 0 10 DE thin bid Bakehrunge 196 god mit deinen Heiligen Geift Cuß ihn in mir träftiglich witten recht faffene Gutennintpuder Sünden und erleuchteten Augen meines Verständnisses, daß ich erkennen jei und ange möge den Gräuel meiner vielfäl- Zeit insdag natjec mein Gourd Je 19t Brid Sak ich nicht aus eigener Vernunft und Kraft zu wahrer Buße kommen, noch an meinen HErrni. Efünt Chriftum. glauBen tann DIED ar Mara 198 milbab Selligen Geift und meine Bekehrung nicht Heuchelei und mein Glaube nicht falsch, fondern rechtschaften und Berzlich Hemen Früchten atfe geſpürgt, und erkannt of 390slog sig ud 0 130 160 Buß und Beichtgebete. gau Un Cunverzüglichersßuße. von Herzenich vertraue dir nicht manis di 90 SHISH ill mit, o mein Herr Cup Gänzlich, meines Bergens Dichten ungrachten dit hose von Judaß ich nicht verziche, Wie ein Lüon Dir au belehren und meine Bußergen auf immerdar. Brunnd deino aller quiller, so is nicht aufſchiebe von einem Tage Disdum bem andern wenn eine bouilletpus, memem Bergen die Gugge Hast du mit zugelaget, abertunde, de gehet heraus Berachs Hoffahrt, be tung Salterung mit hden morgenden Tag haft du on nicht verheißen. Git ſo betteibesgend eigene Ehre und Liebe, Unsmiguur, daß ich heute Buße thue und gehoramio senofchaft Ungeduld mich betebre, auf daß ich nicht mors Rachgiesjon H Lingerechtigkeit dol Seiz allerlei birden in meinen Sünden ermiljens bøfe, Suite, uber ismelce, bu, o " tment. STT COJE frosted gerechten GOtt, das Urtheil getudGebet min wahre Bußerundsprochen hajt: Die das Barn, JIN bun, MSO der Sünden nipollen, das Reich Gottes nicht SHOC003 sererbeno Ach! mein GOtt mein edge burheiligerlodgerechter und Schöpfer und Eribier, id lage gound bekennettoir mit reuigem 19/ gerbrochenem zerschlagenem Heri 19 zen und zerknirschtem Geiste meine 298 Uebertretungandi Minethat. Ach n9HErr! wieb find meiner Sünden, of wiedSandstam Meerin hiel gehen über mein Haupt und wie eine 19nschweren Lashiofindd heldig zu 100fchweru worden.ni Wien grob ist sdsmeines Missethatan daß sie gen Bilde geschaffen, aber dafelbe perloren habe und bin worden das Bild des Satans, das ganze Reich des Satans ist leider in mir mit aller Bosheit und Untugend und bin ein Werkzeug des Satans worden. Ach Ert, mein Gott, mein Elend it größer, denn ich dir es llagen tann! ich bin ein Gräuel in allem meinem Himmet steiget uitd schretet. Willst Wesens und Zbun, alle meine daw mit mir rechten, for tann ich Gerechtigteit ist wie ein unflätig 100bittaus Tausend nicht Eines ant Kleid ich vermelle in meinen Toowottens Achh welch eine unreine Sünden, wie die Blätter, meine SuMasser und Klumpend bis ich Sünden werden mich auch noch nivie bin ich durch das tödtliche, dabin führen wie ein Wind. Ach DoGift der Erbfünde so jammerlich HErr! ich habe alle deine Wohls gan Geeled und Leibi perderbet! thaten mißbrauchetic Siehe, ich bin aus sündlichem nooSamen gezeuget, meine Mutter Bisat mich in Sünden empfangen: spoom Hauptibis auf die Fußsobe miten it nichts Gesundes an mit id Ach Her, wer will einen Reinen darfinden, da tein Reiner ist? Ach! mit allen meinen ,, Gliedern und Sträften Leibes und der Seelen dir wis derstrebet, mit Leib und Seele habe ich den Sünden und dem Ach ich bin Teufel gedienet. 1193 aus deiner Gnade gefallen in deinen ewigen Born, aus der Seligkeit in die ewige Verdamm niß aus dem Leben in den ewi gen Tod, aus dem Himmel in Ach HErr! dichimbin neinhbösere Zweigsdaus beinent giftigen Baunti alle meine Kräfte sind verderbet, mein Verstand ist perfinstert, mein Wille die unterste Hölle. be ise bir widerspenstig, ich ertenne ich bin der verlorne Sohn, der nd dich nicht recht, dch liebe dich nicht seine Güter jo ichändlich vers Frodod Schwende süß hins Beichtgebete. 051 kmén del Batº tch³ blh mpct werth,|. and DershbGwürdigen Vergebung DaB ü z ich“, bein, Kinh hodyeinöch der Sünden Gieb mir einen wäre, welth," bay Vie mich aus, jeifnir bien Belft, ein zerbrochedeinem Superße und nim nes, det Feildes Dera laß meine mermehr wieder aufähmen Ich Augenhränenquellen werden, der Anwp derir meinen meine Sünden berzlich zu beweis in ab forzehn Taffens drpfand nen mu Betro und mit Maria chulord he and have in Gwigteit Dragoalena. O mein SETT und in betalah nya binther GD, wenn ich Tag und Nacht Mana, Ofe unter die Mörden gez, weineteau tonnte ich mein Glend fallen, vierhalen mich ausdesos, night genug, beweinen, 4 gen und des schöneld Vilhes Götz nicht genug Bektagen, tes heraubet und haben mich an meinen Lingehorsam nicht genug 98 get this Seele ehetgeriam: bejeufzen. Ach mein Gott! es Alle ting ved Theireue mich nicht fit fehta Chut Satuin hilkou mir mein 1986 meine Sunde 0 980 this the ich den $ 193 of sid 2012 980) rand in dieſer Noth, denn Mennverdienenphabegi( benmbas habe shehhunte in vier Wän nüße Begrich billig verdienet) Inals daß ich sdispan the su mich sein so werden wich meinen Gött, meinen Schöps NoGlour ich betegref myus fr uppoffe mire fermeinkh lieben Batermeigeholfen, denn du biſt mein Mihne wenst Erhatterprimeinen Erlojer, DHErr wer tank day bose Herp Ineinen Seligmachenismeinen ges ändern ein neueschaffen freien prietendimeinen! einigen, 390166 min, dvi dgetreuer wahrhaftigéil TrösternsOboch, ſo mis Bateri guten Werten Wardfyto dvielfältig forigröblich, so Earth Sie fieter und whscheulichent schändlich beleidiget und erzürnet Studenwunden heilen? Dü/ HErr haben und bin. bir for undankbar ng game Welt welnyes malles egeweseno qür todeine große Liebe sni Filet Rintill heg was posesteld Droue, Wohlthaf und Barm perheer and waffebin mith herzigkeit. Ach wie werde ich beOtt ein feines Herz und giebehen vor deinem Angesicht vor le bile nellen gewissen Geist deinemvigerechten Gericht vor Beliotrk het von beinent allen heiligen Engeln und Auserwählten! Ach! wo soll ich bingehen port deinem Geist? wo joll ( bi $ 1911 39 int mic # 1911 attac und nimm deiner Heis deilich von mir. Teoste pieber mit seiner Hulle h hinfliehen von deinem Anges und der freudige Geist erhalte ichtsüf Deine rechte Hand wird jot mich, niger bed the verlorene mich bochnantallen Orten finden sls chat went du mich nicht sücheftrpand vatten och kann und weiß thewiglich und bleibecht smehr denn dies einige: ewig verloren nihon mich auf Vaterpsichihabergefündiget im deinen naden und einget mich Himmels und vor dir und bin auf deinem himmligen Schafftall nicht werth, daß ich dein Kind Gieb mir eine göttliche Traurigspheißem Achjädchihabe mich der teit Sie du mitte eine heilsame indschaft verlustig gemacht, ich 17 Neue fur Seligteit, die Niemand habemaufgehöret: dein Kind zu mid 790 geteuer und St mit bo * 390 den Glauben bereitet werde, färgund habe ifall mein Kindesrecht big zu werden Beines Trostes verloren; aber ich glaube, du habeft OUTF 52 Buß- und Beichtgebete. habeft noch nicht aufgehvide mein miett! Fürsprecher am jüngſten Bater 39 feing benn deines Barne Gericht, babaish nicht dari bören bertigteitiit groß Mind, währet bie shredliche, timmer Weichet ponsEwigkeit Ewigkeit von mir das brilebelthäter, ich Darum erbarme dich mein und babe, end nie exstant! Dintens siehe nicht an meine under fons at einers, as mit eue bermudeitei unendliche oplewiße und Traurigleitmerbrochen u Gnade undeBarnsbersigleiten merenjithi ballelbine epigré beines lieben Sobnes in Chrißt dir mit einem ter bes willen Amen.tspsirea ud snarerengetz das wirst.dy night pers eduply and do sando son achten. Erfülle an mir die Vers Gebet nu Vergebung der being badbystaget Go tollen dnü Sünden ist 100 alle, die an sich glauben, nicht name Loiding verloren werdengitdongeng das HErr JEfu Christe, mein ewiegerieben haben, lich, Hen ger Hoherpriester, Bürbitter ich glaubes bei meinem Unglau Mittler, Veriöhner wie treulich bend laß mich nicht in meinen hast du die verlorenen Schafe Sünden verderbensod noch die gefuchet die Sünders aur Burke Strafe, jewiglich übermu ble gerufen am Kreuz für die Weben die Strafegliegt sauf dit, belthäters gebeten deines Vaters du bait heogelittens auf daß wir Hery bahurdh vetjöbnet, ventrittit driegensbätten, indurch eine auch noch alle busfertigen Sünder Wunden sind siis.oebeilets para und bittest deinem bimmlichen gat will ich michterlaten im Bater die Strafe ab. Siehe ich bin Glauben hoffen und erwartenspe ein Kind des Zorns, alles Dichter Glaubens Ende und die enige und Trachten, meines Herzenstift Seligkeitarmenisid tim söle nur bösenummerdandach weiß- sever vor der Betcle.d dan in din nichts Gutes woher sprong 190 19011093 net Wollen habe ich wohl, aber ich armes Stubenlind, wo vollbringend das Gate finde ich bin treibet mich die Angſt nichtsisondern das Böse, seid de Geminen, meldes mich selbs nichts will thue ich: dorren antiaget, daß ich des ewigen ich tann nicht merken, wie oft ich feble; theine Günhen geben siber mein Haupt, wie eine ichmere Sait find sie mir zumschwer worden? Uber, HErr JEsu du bait fie von mir genommen und getragen Mein Erlöfer mein Heiland und Helfer, erbarmes dich mein, rau dir habe ich allein Zuflucht du gerichlagener Felshs verbirg mich vor den Gimondes Satans und Schreden der Höllen in die Steinriten und Felslöcher deiner blutigen Wundens mende alle Blagen von mir gnädiglich ab, daß ich nicht im Grimm verzehrer und aufgefreien werden bleib' Todesischuldig binknirgends andere bin, als au bir du gnädi ger, unen barmherziger Ott, der du nicht Sust bast zum Tode des Sünders, sondern willst, daß er sich belehre und lebe. Aber acht wie schäme ich mich von deiner Mas jestät, der du aller Welt Nichter bist. Ich habe gefündigen und so babesich aufgehöret dein Kind zu feu unde bin dein Feind worden. Ich habe deine Gnade perachtet, und so bin ich deines Borns wür dig, Ich habe mit der gottlosen Welt gewandelt und so follte ich mit ihr verdammet werden. D miegviel böse Gebanten, die ich prsa isdad si Tomisd ud dnu rigidon tod tapoleg nicht allem stedepthis du S3 rettenti e rachuß- und Beichtgebetsgiuo tchin chan is 53 ma nicht mehr due weiß wie viel barmherziger GOttgislaße met ne galiose Wörtel dies nicht alle Bußerechtshaffert, meinen Glaibebda wie biel boshaftige Ben aingefärbt, meine Besserung Sanden, de vit nichts ut unausbleiblich Feindrs Jhumill Sunden gehalten, steben fest als und kann bir nichts verschwelgen; Beugen widersmith bor beinem schweige bunur nicht auch zu Nichterstatt und schreien sich um einen diens was bue ein solches their an als te schrubven hastbet Betnént Leben, verdient habe ich einige was du versiegelt.haft mit bets en els die, welches voller nes Sohnes Lode, das glaube Gratiel einen Mundy bez voller ich bashohet bas Stite dich. inhuber Worte Hände, die ook GOtt Tei min6rmen Sünder fer ungerechtigkeit find10eine gnädig! Amen. Seele, die voller Angst ein Geros nism si muth bassboller Gridhredniß ist Allein ich bringe auch vor bein Angesicht das Blut JEswydwet des für mies cheletriell träf mich tiger, als das Abels. no Andächligeri Seufzer vor conser Beithle ad and stod nsistolist allergütighter und frommer mein Bekenntniß und Betchte don mirang Oneinige wahre Hoffnung des Heils meiner Seelen! sich bitterich, giebimir die Gnade, daß ich meine Sünden vechtlers bennen schmerzlich berenen hund bitterlich beiveinen, auch mich durch wahren Glauben an dir, meinem Heilandejn wieder aufs richten und trösten mögella HErrt Soch auf meinen Hohenpriester der mit dem Näucherwert seiner vielfältigen Fürbitte gwischen mich und dich getretenirst.bi hseße diefen Gnadenstuhl neben deinen Richtersticht dringendedes meine Blöße mit diesem Burpur. De der Ungerechte, Er meine Gerechtigtett, dh der Schuldige, C meine Infchuldnch der Verfluchte, Er mein Segen, Ich laß mein Gebet vor deine Ohren der Toste, o mein Leben? Ach nimm bieses blutige Lamm von meinen Händen! Beige mir durch die offenen Wunden JEsu dein Hetz wie es Gnade für Recht ergehen läffet, Sei gnädig mei ner Missethat bie da groß ist, Ach Vater nimm wiederum an das verlorene Kindum deffent willen dein Kind gelitten hat AcEsat dein Blut seb meine Beſprengung wider alle des Ged sebes Beschuldigungrid Achy Hei liger Geist, zertnirsche mein Herz, zerschlage meinen Geist, daß fie vor GOtt ein gefälliges Opfer find. Und also gehe ich hin, Gnade, Gnade zu suchen, wo GOtt Ghabe in den Mund seines Die ners geleget hat. Gnädiger und tommen. Wenn du mit mir zürs nen wolltest, wo wollte ich einen Helfer finden? Wer wollte sich sonsten über meine Sünde und Nebertretung erbarmen? Ach, HErrp gedente mein, der du das Cananäische Weiblein und den Zöllner zur Bußengerufen und den weinenden Petrum zu Gnaden angenommen HErr, mein GOtterhöremein Gebet und tiefes Seufzen! Ofrommer Herr JEsu, der Welt Heiland der bu dich den Tode des Kreuzes ergeben, uns arme Sünder dadurch felig zu machen, ehe jego mich armen Sünder an, der ich deinen Namen anrufe; siehe nicht auf mein gottlofes böses Leben, daß du deiner Güte dabei vergessen wollen d Bußnoit Bus und Beichtgebete. en tidoudouges Bebent einen wollen, habe ich gleich das be- GOtt, daß ich derfelben in kindante Barber Bumihrijfenster and versemnem illet, o bast te zum by doch noch so viel mehr world, uten Vorfagfaffe und med fortan BABA Mich behalten und de- fetquid felt an deiner Soon, lig machen unni Setahfir gud- dimetnich seltänyanbi Seligmacher guneltet da bist geſam Chethahn Hall Amen. imet lignerer GarmendichismethoHEreight Christe, cabermerke fand Hufte Seeley Tyse bu hast ja zumeinem Leben dich e sabeaf tand Beitgeiste elba nway Model Hins tegen Wunden DHE JETegeben 9th, ofninn nichyboch 19aapbir settanget michael e Gadegant Ebriedu die Sofie de deines Dieners Wund gelen Midfiicht zu Seigneter östliche Absolation and ben werbeu? pe mich, Tap dein Vettebung allermouter Sauben A Tattogenere mich und ehe madisbei mit deinem Sende van licht lifid deine Wahrheiligen Geisteht daß ich hinfüro Heit, daß sie Retten ottelig tebe de Gause antide nshether o Hinggriffel! Trabnih alleiro and bidipomeinen sentetidine Seele da meine Garant Can Chafalling im disunded and Unrecht vitenne and sahren Glagoon soft halterund asjeho bieftibel mi nur mit sem eigd felt werders Qlimented of nisative daeth fondern bon berto GOW Hetticher Geomech Tendir beidhte und bekannetele innen stund ohnesteinen BeiTibetodo delam euener and weber tech anh echt 8 #lenste adeluche und finde. Ubichten, mochrechtglauben dann, Topflanze autour deinen ei oi eittzinde bidochinanir often Geist in this einensten eine Spendine widätt rundwah sorsa mein Leben hinshuizen Glauben.; Lapimetri Gebet so besſern! thew Zeuple der in andächtig metne Guße und Beichte einer Minahat nicht verderbene walich und meinen Glauben siden bu geschaffen uns erishet bast, 19 Jei paß ich merburme dich inetner, well es noch in meinem DAB anders nichts igal ist um Erbarmen, daß du fühle, noch empfinde, als daß Imich nicht just getr be witchelanir burchte Beitige Abfolution tes verdammen dürfen HerramingSünde verziehen und vers fet mein Helfer 9199 9 Amen. SHINITO ned sdo Sohn und Heiliger Geift! Amen. Gebethi imenn somairu zmry dtail, sd mi puplot. HTT Betch thicht" anes" wie 19& bu Gamberger Dir und 19 Baterih bitte diy vite 1903 gemeine Beigist kin Sommeratatbräuchlichs ift. masizing netts Bonpicch genegroped odte, bied döllest bitte, ihrantbllets pmeine thid demen sündigen Menschen Beichte hören und mir die Versguabigseint mir meine schwere gehung der Sünden sprechen, um sGünde nichts zurechnen, sondern GOttes, there avan die Heilige Absolution mit wider- armer fündiger Mensch fahren lassen, hilfliebers betemmel bor GOtt and vor astmor sid nrsdnot euch, 1801 mln be & d 19gitbom atadepthis dan du Danksagung nach der Abjolution. ednit ni modiptis- 300,& 00( bistg( iii yudh puchardaßich miger alle Gebyte, hini selammsykisünder notteismin Gedanken, Morten She ansHier und mich die Framnowe Werken wielopenmbines habe men yd Mietthe Bot be ud and von Natur in Sündemam dudu gnädiger; und barmberdur bandar s plongen and perdorben bin- und- Bug taipes Gott und Baterich nunter GDstes Barn Bewigen hage pir pon, Brynde meines Hersodes indig. Daymein zen ab und an das du mir bersabeträchtisundimir leid armen Sünder debt Chermaldurch mavien siers peinen Diener 19e, meine Sunbourner haben und bitte pon ber den vergeben und wieder auf's urgeninttnwolle min alle meines were das ewige Sebenaugelaget drumbe um deines lieben Sohnes und zu agen angenommen bait. dides Sun En Christ willen, bitte ich beralih giebt mir nedus Graden vergeben, mein erandeiner Heiligen Geist und schaffe mmitd dem Heiligen Geist oper: bin mir ein reines der, DAR rich orneuernh; wie ich auch sein möttli=+ feitiglich glaubebidab mir alle soches Wort glaube undis fraue meinenkinden, urchd JEsum noDieweilidhen den vom HErrn Christum, vergebem fein spellen mChrista Behlhabet, allen Buß einem geminen Unterpiende drfertigen ihre Gündelan pergeben diote morgen den wahren Seib so bitte ich euch durch Chriſtum und Blut, deines, liebsten Sohnes bibe wollet mich mit Gottes Wort. Chriſti, dm Brad und Wein is unterrichten und trösten und mir einenud trinkenbisayi meiner thim Samen ZEhe Chriſti die Ver- Seglen Gelialeita erleibe mir gebung uden Günden niprechen, garch, Exppu, getreuer GOtt, Tifeinen Beib und Blut, in Sacra- bab ich mich bintort heffer por dment aur Stärkung meines Glgusündenis hitte, nidenselben desto of bens barreichen; ich millmich feinden werden und mein Leben st mit Gottes: Gülfenbeslemann 9 nach deinem Willen austellen möge, elfeeren nute wahren adich fremmer werbe und mich hindertidigung dee! henereira Dazy, molletounsmir Sibin 879001bfolationism mi gnädiglich helfen simit deinem And alo somums hon slam Heiligen Geiſt, um Jesu Christi nodd Guri Ghublaß diese peiness allerliebsten Gobnes mil279 dieetei ch tief nimeinen Amema nemmndisc Est biety jettent 8c mich Cine andere Dankſagung. perselben in Kreuz und Ber- obe den HErrn, meine Seele, folgung, in der Noth undun untas rinmir istiadfeiten niTod tablen und mich auf heiligen Ramen, K 10. 55 dergie nicht, meinen versöhnten und ognd meineen. Lobe den HErrn, armas en din Guten gethan hat. Der Pigen GOtt allezeit verlassen die alle deine Sünden vergiebet Smögerament sider beilet allen beine, Gebrechen. * 19 91d Tim du neröd stobis& Der, kein Sehen vom Verderben Dankfaging made empfan- slojet, der dich frönet, mit Gnade insm gener Abfolution and fröhlich machet und du Abfolution mynda Barmherzigkeit, in der deinen Too Die Starten bedürfen des Arztes wieder jung wirst, wie ein Adler. dacht, sondern die Kranten. Ich Psalm 103, v. 1-4. d2 Allmächtiger offit si9C. 56 Abendsegen, wenn man zur Beichte gewefen.re Mumächtiger, himmlij scher Ba| mein ganzes Leben nach deinem tera, ich fage bi oon herzen Willen anvellen möge, durch Z6fo2metre Tenis Lob und Dant, daß du mich Chri armen gefallenen Menschen mumm miederum to nabig angesehen und aus der Grube der emi !!! S man Abendfegenim swenn Verdammniß gezogen hangen 90 anis a night and duke Denn TOMB BRICHen gewesen Tayung frinberate attad du biſt ja ber Stiga 100 habt, dondern in Deinem Born ten ger Gol! igi michapitreft hättefl jo hätte la rechte Bater über alles, was in meinen Sünden terben und Simper hefter im Simmel und perderben millen Deiner Güte auf Erden. Drum wendet sich stas sac guvers allein babe issuanfchreihen, mein Herz in findlic daß es nicht gar aus mit mir ist nicht und Vertrauen deine Barmherzigkeit hat noch an mein armes Gebet Welches tein Snor fondern sie ist alle nicht aus falschem Wounde gebet. Morgen neu und deine Freue ist Sert, Ich, panie dit, daß bu mich groß. Ach! mie tann ich dir ver- Hach Beinem Bilde geſchaffen und gelten alle deine Wohlthaten, die in Chrifto zu deinem inde ans hitt tat Bir num sunce TROACH I erzeiget, sonderlich, spanießt mich heute or schweren Sünden abermab purchs Wort, var de Versöhnung, welches dir unter und aufgerichtet, die bakten und ihmeren Bande meiner Sunden nden aegrillen und mich durch deinen auf meinen und Stegen durch deine guten Engel begleitet haft. ,, Absonderlich dante idi bir von Herzen für das trofliche Mort das du mir heute Berleihea de aface Serr! deinen durch deinen Fishi. WATED Heiligen Geiſt, daß die dieser und mich von meinen Sünden abermals, empfangenen graden- taszählen..! Lallenge in ettenne reichen Abrolittion feftiglich glaube ich mein Gou, mie aut du es and in allen Anfechtungen mich mit uns zarmen. Menschentindern berselben berzlich fröste. Gieb mir meinest. Du betrüben wohl, aber auch deine Gnade, daß fort by traſteſt, auch wieder und ers hin den Sünden, jeko harmest dich unfer nach deiner wiederum abfolpirt worden, nicht großen Güte, und durch dieſelbe mehr also nachhänge, noch mei- baft su auch mich heute der Vers nem perderbten Fleiſch- den Wil- gebung meiner Sünden wiederum Jeg falle, Tondernpaß ich per persichert, DHErr Berfiegle Sünden je länger je mehr absterbe, dieſen Trost in meinem Herzen has leych Jammt. den Ruften und laß mich alle eit seine Straft und Begierden treuzige, hingegen empfinden, wenn Angit nahe ist dir nach allen deinen Geboten una ich reinen Belfer fehe. Sei er Finsterniß mit willigem Gehorsam diene. auch mitten in der Bestätige, o HErr, in mir, was mein Sicht. Bewahre mich vor bu jept Gutes an mir angefan- dem Grauen der Nacht und allem nen, daß ich die Welt und mich Unglüd. Laß deine Augen mich selbit nicht mehr also liebe, noch behüten, deine Hand mich schüßen die Sünde in meinem sterblichen und beine Güte mich umfangen. Leibe herrschen daffe, ſondern Laß deine Liebe mein Hauptjoista nomous stiffen, & d malace at Cintés# yötfjellheft Morgensegen THE FEMIJU DAR zipit dir Von Herzen begehre ich deiner des Nachts, bazu mit met Mushrols Frübe gut nem Gente mathe dir. Jim HEIT GOH Bater m Simmel! erbarme dich über mich, SIGHTS Cijen, dein Erbarmen meine wenn ic ermane, Dede und das diebliche Weſen zu deiner Rechten meinen Traum ſeine Berleihe mix sing ſquire Rube, daß mein Gein und Gemüthis desquitetuin imorgens Defto munterer und eifriger Sem Gottesdienste, Betwoyne. Gis Welt Heiland! erbarme bich über balte mein Hera in fteter Bes mich Betr Golf Heiliger trachtung belner Allmacht, Wuht heit, Welsheit, Liebe und Barm berzigtett, Hilf, daß i morgen gelund erwache und mit Freuden in dein Haus gehe, anzubeten in deinem heiligen Tempel, dets Gein! erbarme dich Taver mich! fei mit gnädig und hilfthie! in meiner Letter Noth Und am jüngsten Gericht bilf mult, lieber Hert Got Amen in as god ( 50) Sierauf tann angestimmt wer Den nuld mit Bunklen 149 nepraill Table dove maileg ner surot. Wenn ich mich toob Bette hatten and edgin manied us affirdo) ni þid geindtida2- aviad olla Mørgenſegen gottfeligen ndnu mersal Communicanten. ilong tegisgus tegnie match deute und lad 184 und ha a theitte Seele er STOP bebite micr⁹ nomrom two muntert, so fethet fie allbereit entre fine unge im Gette das Broß des Lebens Albell Communicanten. 57 11901 $ 190 Offeabfuts, bethen Leib mein Efu, dein Blut, mein Jesu, welchem du mich heute Tätnag com mutigen und tränken willſt damit Deng Amen. Nopa, mein Vati wie herzlich ich den meiten Weg zum Himmel liebeit dir mich, daß du mich vetroft und sicher wandern könne. nad zurüdgelegter Nacht, da ich demnach aut," auf meine unter beinen lügeln, ia har in Seelet wache auf die Beit ist deinen Armen, fo fanft geschla- da, aufzustehen vom Schlaf. Lege Ten( wofür dein Name ¹ Hotbge- at alle Werte" der Finsternis. tobet fet), 10 gnädig und gesund Die Nacht ist vergangen, Siehe an diesem Morgen wieder auf- aus den alten Schlafroc des verermecter hall Sort mußte dein verbten Steifches und lege das tind Eliam ein Engel weden Kleid der Unschuld und Gerechund Tagen Stehe auf und iß; tigteif Efu Chrifft burth ways und als Elids erwachte, da jabe ten Glauben an damit bei die er zu seinen Häupten ein geröſtet ſer Mahlzeit du deinem Bräuti Brod und eine Kanne mit Was- gam herzlich wohlgefallen mögest. fer. D feliger Morgen da nicht ein Engel vor meinem Bette er 0 HöretZachaus aus deinem Munde, allerfüßester Jesu, die felige cheinet, sondern du, mein hoch- Stimme: freige etlend hernieder, gelobter Gott, du mein barm- ich muß heute zu deinem herziger Vater selbſt, und mir Hause einfebreno teiger er einen ſeligen Morgen heute mit dielen Worten bietest. tebe auf eilend hernieder und nimmt sich auf mit Freuden!! dies ist d 3 die fort Lud hamad felt Angestan auf mich und gebe that 58% d Gebet dood bero phbildgens hendusable Die StimmedieinabinFreundes Q[ crs HEres Bried bleker hi fru meines josugrbie chi in meinem nende ichdiehundrisio werderichsl Betteis an diesem Morgenlhören bein abenduish würdig.ampignsd Stehereilen aufschuh heute gensniAchnisubdu umdiden bed beintehrens UhHrishida Sandeswilleregelvenzigersphis weißt mulle tage buoneist das geschehe amt aller deincseusp melofu, chbarscherichtsgiebscheftcalbenen Maited andrs Buil habearbeiddo Halbgemagens milleyido, buqhodn chietveres& det bundodes Herzens erfor- aligteitrigub qutardduldet bestil ichen/ meno die meine Gestahidromels Winam! IsoComed freuery daß heute mein Hery aufidochs Hereinu BurGelegnetetspoensd Erben dein Himlinel sotts werden pas Gom, twas stebestida draußended Dudhehestimiesimiers herzlichen Her ind mit Herzen Ramchan Freuben Gch dichbringen willind oniongelimait pet danas nis meiner Munet Kammetnind dich, msaf, nimeinseits extra meinendis Brahtigined datinnend ssdicalPag. 257 ndual jehurich bitüffensar Alleingreines Wideonojams setti monilis quälet mich daßbuch Gressvised Gebetspak- dem, helligenz« Himmels under Erden, seinems gidAbendmahlhi and rat a bete Wohnung, da heiliger GOtt smism pirts eine Sundenhöhtetuin melchering Nämächtigers barmherzigeta süt ür nichts Guiesumwohnet, autreffentigen Schöpfer Himam wirstibarum falle ich mitsBetromelsmunauben Erbengroß titta nieder, willwar nichtach aß die deine Güteübergroß deine Breuson von mir moltest hinausgehenishünmelsands Greersiflolls end oder vons Imeniem Herzen zurücksioner Gnade und deing Barmhers bleiben fondeen lage di maine sigteit reichst his an die Wallen bin ein fündiger Love Menfch other mais doar Bädhäisbiej Günden darym domus leur Haus fürniem anebo Eine Fleisch zu dir denn bei dir ist Zöllnerand underhüttel ein Bergebung of via Goofling Aufenthalt du undrbochsweit fie Efumbwillig mallen einenru Simben. rausch anmähindwach der Gegen über barmherziger Gottlbimmlisherm fergetprothens heute ist diesem Bateres fieher Eichoarmer großesd Hauselheid midevahven sinterat Sündern kommer ight muchsau ofred dieser Guider auch Abrahams hindi dieweils ich dhonſtrsteined Busin Sohnd ist bennirdessiMenschenflucht haben noch irgends Hülielg Sohn istitominenzugfuchenbundsdweiß, so schreieich von Grundid selig zu machen, das verlorem iftis meiner Geelen mit geängstetemid Auf blefe beine Gnade verlassen Geistlundgerschlagenem Herzensl ich mich auch imein gnädiherheismo Othonju dirundbiteris d lander auch über meines Jundige inbrünftiglich weil du gestrigenm Höhlenivinst du ausaufentHoute Tages( odem heuter irübdarin odenis wiberfährsticbiesein pauseisHeilsutrönlichen Absolutions durch den Bist did gleich meini SunderstoMund deines Dieners mich aufn bistlodas bochureins Kind grobenno Gnaden aller meiner Sünden deswegen komme ich zu bie, dich entbunden, somollest du meinend zu suchenband seligilgu machen, Sünde nicht mehr gedenkenindon mellobus verloren wareft. Amen.dern diefelbe hinter dich werfen. ilst und 597 Gebet dood Bemophilig ensalbend undh und in diefe des MeeresberbJdu smallest michnivürdigmachenic fentenpdbich meiner gnädibit schogundeinem Tisch sichduit spellm barnen mand mir einengdaßeris einschenkengrden Becher ndeins& Migethaten verzeihen, umbleinesspliobes and Guadelup Jalgrypk eingebotenelo: Bohnestallimeides Shaflein tomme ausdehnten Weidead Fürpsether's Gulösens sundumiBrodides shebens, shumiles lignuersnChristinEsurs millenisbetoihen Brunnengoach, waham Daraufwitb ich ahopnud, obimallioresfüßemmelsbrodkieswete lisabe oteruobus tihp chmürdighin- mirs sinensgeütlichen unders heitheobensmith!! runde unter and sennurindass ich nach den geledwebo rob unb Beihodbitch reie miereinspis odorpietr bendahren Reibind Blut, memach frischen Waffet Bors allen neth Etos EhwChrifft, Dingengrabenigiebimmits abrea Vetficherungd baß mir alle meine berglither guerdinbid Leid nither Sandenverge Ben Jeienmin festem mechied Gündemum leger Mirsanm Glauben, die Wirkunghides basrehted hachseitliche Kleidsdesm Heiligen Geistes empfangen. Hilf Glaubensnidurch welches sich beings o baralheizigerunifcher helligers Verdienst nergreine undur ter, daß ich spierbig em- Sodfekbe, rutein schönes kleid leid pfange, aur Benerung meines haltend bewahramdamit ichi fündhaftigens ditebeh 379 gitch richtlein anwürdigersme jelis methes blodeh Geigensnitz Giebsmim einn bemüthiges pegrin Stättänyambredmehrung melenföhnlichesni, shaß ich meinen o nesuschruthento Gladbenst und Feinden vanherzensgrind versin dann zomelter Seelen helb und gebeglstilgerdus meinem Herzeno Selagtetzpanend dnu soon rendieb Burzels, aller Bitterfeito oundda nailodie aid no sid tachior Feindseligteitpflanze dagegen dind würdigen Genußo desnihejsicherzigkeit, daß sich meinen Nächs 35 and red and videoistenia alle Menschenisinsdir lieb onligen Abendmahder habe. Nchi dir wahres Oſterlämme Gert JEfu Chriffe, meindgenlein 8rfe dufmeine Speised: daß euer.irte undoniBischoflom ich dichgenießen undressendmatu medteb Seelen! 116e buigestgenbittern branend undaberglichenra hafts Fah bin das Broboideas Reue und mit dem ungeheuertensi bens, Wervon mir isset denwirb Bhodiseines rheiligendundi byfers& nicht hangerntrand betisamimichtigen Lebens. Ach! ich fonime suid glaubet, Beng wird inaderimehedinsthit vieler Unsauberkeiti belas dürsten Jeh tommel dir und derrichtsbringe zu dimeinem uns bitte dich beadthiglichlssa molanmeinem Leib und Seele poller Aus left mich durch wahrend lahifagunda Gräuell ach! reinigers benberettorandumwürdigen Gast mich bu höchste Reinigkeit Derbi machen dieserohlimmlischen Mahtriheitigern Leibsats er vom Kregol zeit, aduiwollest mich deinoarmes Edbgenommen mand, wurdecinseing Saflen heute nobibelf auf Beirellis Leinwand eingewideltbach net grünen Auei anderam dfviswollte GOttichismöchte dich mit schen Wasser des Lebells führen sorreinem Herzen aufnehmen, dalsid du wollest meine Seele erquidenbestir wohlgefällig.mAchh! daß ich d und mich auf rechter Straßesfüh- dichschnitt beiligets Andachtsdumuz ren, um deines stadens willen fangen und in meine Liebe einmits or teln, 11 160 Gebetoon demilhelligen Abendntahl. Jeln dich mit Mynthen besser- heinsiheral das leis ift Bokfallen brochenen derzens randi Geiftes mahven, htunblichih Bugenben; falben sollte bras dhimmelbedd erfüllelles mit deiner Gnaßerit mußte in einem goldenen Gefüße beinethi Geisto mit deiner Liebe, aufgehoben werden zum Gedächt mit deiner Sanitmuthyr mit bei niß in der Bade des Bundes: Ach hen Demuth, mib beiner Geduld. spollte GOtt! ich möchte dich in Ach buhüßes Brodndes ebens!! einem ganzgeinen nergenbibe- speise mich im ewigen Leben, buß mahrenlauch mein HErdodu hast mich nin Gwigkein nicht] Hungere sia felbstdnesagt Die Stärken be- und bürstadigmdir haberth molle Bürfem desd Arstes niiht, sondern Gemüged bil bist mit alles bleibe toie Aranten; jach ich bin Straut, serbig in mirdundo daß ich ewig ich bedanfd deiner talarpmeines indir bleiben, wie durgesagt haft: himmlischend Seelettante sodiru Bermain Fleischaffed unds hivin bait gesagt: kommet her zu mit Blist strinket debbleiben in imit alle, die ihr mühselig nind beldden and tchlins ihmisund ich werde feld, ich will ench cerquickenstraththmbauferweckensdaim sofüngsten Errich tommeomit wielehi Sün- are niensurbredi med mi den beladen nimiurssienbon mir, and did song remisd mudi entlebige mich diesengroßen Bärde; Gebets vor Genie Bungrides ich kommer als ein Unteiner, drei Idoneiliden" Abendmähts." nig mich als ein Blinderrer nschrnish nichst mi OHH dap leu ste ein maimeden und siebient, and te macheüßerist man meiner me ein Berlomeriliiuchen michorals freundlich der HErr ist Blachrich ein Verdammter, mache mich selig. Umbidigerbimoherd tommiermit Ach JEsu! mein liebster Seelen- folche Gnade, daß der Sohn mei prautigamssführenüicht Bön mir mes GOttes gu mielkomme? Ich jelber ab und nimm mich auf u bioiel zu gering oallert folcher birja in bichi denban bitdelenquernbrBarmherzigteit. sch ich) in mir selber sterbesiche in foll Manna effent und Wasser bes dirbinsichgerecht in minbih ebens bintenuDas ist der Tisch, ich eitel Grünbegriinidielbasicsemelihensou farimeiner ahe Beete ligpin mir bin ichseiteb Berdaint bereitet haftsonDas ist die Arznei, nißim harburmein himmlischer dadurch mein verlehtes Gewiffen Bräutigam& nbodine neudate, nich heiß wird. DaslistrBasnSiegel, will ndichtführens in dienkammer auf welchem ndies Versicherung meines perjens, be willich, dich der Gelösung beruhetrsii asisit tüffensdauf daßismich niemand das Bland Kraft dessen Gus höhne, bringelmirdie Süßigkeit bermeinigeifta DasistdieSpeife beiner Siebe) dei Geru beines and Trant nomiminel, die dich feligeni ewigen Lebensy den Ge hinimlisch machenprD Grabe ber schmadd deinerl Gerechtigkeit, die alle Gnabe! Goofomir Dich dals dir an und du als ein Gast tehrest ein timmein Herzlisiertönntest du mir snäher kommen, als wenn duu meinenbeiselwirst on Wie könntest did midldfüßer feinitals wenn du mir zu einems Trante wirst? 1 die Lieblichkeit deiney Gufenvie Bierbe deiner Demhithtidie Frucht beiner Barmherzigkeitu Ach mein himmlischer Arzil ich bringebie eine tobte Seele, mache sie leben dig, einentrante Seele, heile fie; Gebetavole denilhelligent Abendmahl. 061 minst Rohigießl bich sehr diefiin baßsihmonimiermehr bhungern, mein Herz hineinnich legedmeis Endih dürften follz: Ach HCor, hier then Mund ran deine Walhden: tomimtizi dir eine arme nhungHErich dlaffer dich nichtpisau brige und burstiger Seele nach deifegrueftr mich beim Heiliged Leib, nen Speisegumb randdbergewiathbetliger mich durch undbuech, dnen: Gevechtigteft sinib Seligkeit. bandsich seindavahtes Gliedban D bid Brodndesi Lebens, spelse bem Beibe meines FEsadrheilhei- michrarmen nhungrigen mit beiliges Blubinafdhe inich von allen het wahren Liebe din Brann Gündens dundrischreibe mich dins des Lebenspirante und erquide Bith besnebenstid Nähreimich, mich Durftigen mit deinemisahHurreines Broddund vermehre bieten Blut, dauf baß: ich gefattiget Sraft meines Glaubend Tiderando erquittet ausd diesem Jamquided mich, bubjedlésnErauben- merthalsimmichelgu bir hinauftiin Blut nunddimached muchnizu teilter den Himmel erhebe, da bu fizest Rebe an deinem Weinstod. dnDuden Rechten deines himmlischen bulreinige Liebenthsmith schmet Baterstand vertrittsbours. Da ten ben überschwenglichen Reich ich Dich! Sertioner Hunger D thum beiner Gnade. Gięb ,, daß Durstodinsiewigert Freided und choingimusten Hochzeitstreide Frohlocken fammt beinemi Bater zu diesem großen Shendmahl und Heitigenis Geistem preiſen gebe und im rechten geistlichen werdecin Gwigteido Unien. D Prieſterschmuck mor meinen Rudächtige Seufzer Nowenn 29Denpriester trete. nssallergütig-& ferd Erlösen, maches amichorselbst sman izum heiligen Altars Gnadentisched Um deined Wun-- 9199 19tdsi! den willen lasse mich nicht zum Gerichtsllsondern zur 1Gnabe, ! ude br GDth Baterijekorntrete ich subdem beiligen Altan, den nigi jumi: Todeso Fonderns uzum höchsten Schazo imbiAbendmahl Leben gespeisetrs undongeftäntet werdend Son tommerich ins De muth, stommeisdurin dersiebe. Speile michi sowerbal ichisfatt werden und doch immer thach dir hungerns Tränke mich, focwerde ich trunten werden vorblden bei chen Güterns deines pauses und boch immer noch dinobirsten Mein Glaubenift gewiß daß bein Leib sind fut unter Brod und au genießen des großen Ge beimnisses: Stärkemeinen Glau benbierhalte meine Geuzeris bes feftige meine Liebe.ni Seingnädig mirarmen Sünder und laß michja den mahren Leibound Blut JEfu Christi empfangen, nicht zum Ges richt, fonbern sur Bersicherungiber Bergebungbimeiner Günden sünd meiner Seelen Seligkeit. Amen. 899 HErris Gjud Sheiftesbein Wein dnich umpimmebspeisen heiliger wahrer? Frohnleichnam, und dränken werde. Amen. allo foonis add mism Err JEsu Christess ber bumit odeinem heiligen Munde sel: berfagetsia Werschungrign und burstig ist, der soll zu die kommen, buwollest ihn speisen und tränken, der für mich gelittend habben bittern Tod und der theure Schat deines heiligen unschuldigen Blus tesdamitdicherlaufet dumbrsers löset bin und das für mich veri gossen ist zur Abwaschung aller meiner Sünden, der wolle mich jegund speisen und tränkeri, stär 65 ten 628a Gebetenpon and sheidenheiligen Abendihal ten awak bewahren aurtemisen Beines allerheiligstehi Beibes Lebendiuno smiris mihelen benzii dar intre ſcheine Brod! C Trothonden alle meine Sanden immer wie di vergebenafsien. stlmens Amen. will be bates may fint nus Helen giebert, fais figisd fodeiligen Geith ierosinin den bitter. Ang im geberich in, pas bheilige hendusgeben Hasyidastilahimin gegnis mahl zunempfangenean! Bum Beißen zum epigen Bebeninis Lebend zum Leben! uitd Fusid nsjon H 2191 Gerichte! Tutte meinen Glauzt bennrode mets Gopiſiensis Heiligera sethitarle un mix] Beere steine, ebensoidabreimich im rechtenslaut und bih misszugwürdigen Get Bent Jum ewigen Leben; menijod nichung- an Umerb Di Gott gezoget Clipfohlrable dillpig's ite Amensid • Chriſti, ſprich obe in bujmeindem Begionen, tip? et IC meinenud und Wangenismene Herzengnojams JE Hier mal mich an deinen persister HErr( JS Chrift S Lebensquell and Sicht der innan Samit wundersc La mig windiglichsehenisch mit dem entengut deinen Diele beine Himmelspeisen mugiliallerheiligstens drautnisbasolla Minsaus Heils und die zmien 172 im Wein Ratlodiapilot ad nislln Breiiqmensshor story anu eindliedt gedunlo nad brud igiebita mie ni muthisle Seyfer beim Gebrauch kesamteuz mengolfen halenzurmst heiligeti: Abendmahls.tuVergebung meiner Sündempluz tirer terprong. ani, stu das Tab Geberbendungsbi Em Em Chryte, dein heiliaboomse beh sim um bid Shir beim in per Seit wenig macht dein ewigen Leben. strig, du spolu theures Bluta traules mich, seinen HErriJCs Christe, elatug Leiden und Sterben frie mich heilige But starteund Besch SE JGin Shriften erhorendhyahre wich im rechten Grailators in heine heiligen fint unden verbirg mich und daß mich gimn ben am ewigenseben Auf d mernicht von bis gishieden jetu, Du haft, Eigmfgenommen HE GuShriftehimor dem Meine Schulden burch böſen, Deind bewähte mich, eine rechirdail Bhutónusaf ud meines 9 0. gnade mica au panish dich mit einer Geligteit abpute stin aller Auserwählten loke und Seufzevicium wrich Empfden preife ewiglich. vend rachompilung des Leibes was Blite bil mariam and distrsg id nii 29die? 20 Inn13 Herzlicherenzer bei Emendör ditu edhe sotul du pfahung des Belbes Chriftig. Ich habe GOttaven Angesicht des 191 im heiligen Abendmahlanism ſeben und meine Seele, jiſtagen ud taldamisa vid tim bit and also nesen 826 94030 fod ein mit willkommen bundy allerheilsamite, Speiſe, be miferi Gt 15u labet! du beilsamiter Trankersor wie wohl hast du mich gedu 1903 Christe mit der edlen Speiſe wie träftiglich bait isun meinen its Seele Danksagutig naghlienurheiligen Abendmahls 630 1 Seele disquideflpDsüßen Horripovestampfund butigenschiet 3Gy! na mich geführet in für allers beitinheitiges Weidenge deine himmliche Speiſekammer für die Schlage, für die Sihtach prz und mit dem Brad des Lebens für.nvie evouldete Berspira mich gefältiget ligu maht mich urobte schmerzthelipBarfe Dot eingetappenting bdinen chinmhchenonentionell beine Wundendsa Weintele2wiaGutes Hygirmalle benenevenfom Barmherzigkeit poll eingeldens deinenThtanen ,! BettiveSenses? fet.ch habe genoften die Speite zeruhid veine für deines der Unterblichtete fich Babe gel pregiuni sau abattarsd trunken denselh theineinfiebendichew os, for alle dette bisim dafür hanteric pir herzlich love thaten, bieduromedaburdiernu dich ewiglich worked, this die Gehütting dressig Gefeßes, für die Vergebung denil und anderes ragen. empfangene wahrenGemein- Bezahlung dunddusinagimet ſchaft deines, allerheiligſten& Lei für eine misserhaismifir bie bes und Baites piente muy dimen Bersöhnung seines Himmlischends? Sumber( Sunderin) durch seine Baterie erworbene indi Gnadelig begehrters Bergetangtfgeschentierechtigtenjarfrivin? alleen heinendens filhotes peiligung durven Heiligen seliger Erhaltung meines Leibes| Geips fürd das einige Velenj und Lebens und zu starter Be- welcher bhithatent allein du gleitung meiner Seelen dus dies nich durch den Glauben theilhafs fem Telenden hoorhalstro bentig temder uns Burtt vas boles zukünftigen ewigen sund phimolise theure Bfdnoteine Leibegiuitbl schen Freudensaal. HErr JEful Blutes im Sacrament versichert vereinige dich mit mir nach deiner paſt, lisch qoie tönnteſt on mus alle Foodrien höher Pfund geben del D aingen guten Werte und bleibe in fol ner Biebe und eine größere Berundi cher Weisermit mir, mit das ich sicherung einer Gulungu wedis? ewiglich bleibe y dir, Simen Bergebung der Sunden und dead ewigennebenst Gebisa, ni Danksagung nach den herbeiner großen Liebe nimmermehers រ ដែល មា, bendmahl od sergente, ſonderit deines Heilthenrom and isnis Todesstefglich geden te Dein Ach du freundlicher, liebreicher, heiliger Weib und Blut Heilige löd süßeris herlichen BüroJEhudhegne bestedele, meinew Lejbund rad Christe! divdhe ich von Herzen Seele und behüte mich vor allen Dant Joan du nicht mitidev tösta Sünden. Ach meine Eripfer undello lichen, und etheuren Speite, and Seligmacher! Tebe Su in mir undir Trant deines und Blutes geneibes ich in dir, vertreibe aus meinem gespellet und geträn- Herzent alle Whitilhend, erhalte fet baft. wer bin ich, daß unds beste das allein das spauboj4 du nich Umbardigen gewürdiget meines erens Meineriarmeni hast, von deinen Tische zu essen! Seele hat sich mit dir vermählet, Ich dante dir für die eine Liebe als eine BrautardWhast dich mit und Trener für beined Mensch- thr perlobet und pereiniget in werdüny, für dere heiliges, holdsk Ewistelt, He ist nun eine Stönigin feliges Evangelium, für deinen worden, dieweil ne dith, den 9.99 nig 64 Um neuen Gehokkam hinda zum Beschluß des Tages. S nig aller Ringettgi tirem e mab betommen hatpwte Jollte fie Fich wieder zu Dienstmago sta duaber i Baighstbibaffelbe fenten und in Beinem Burchtreiten wie dietsigefälligist Sabitte ich dich chen for vielesunden und und giebishitt ein neues Herzigdaß ich sauberteit? wie sollte sie sich Ihres devoSünden doon Herzen sfeind Abels wiederts verlustig machen werde. Laß beine Furcht mich heis durch die Eitelkeit und Nichtige ligen, daß ichreinodiber dindrome teit der Bunde und sich selbst un mer Bebennanfangesund lebe in wiebig machen eines Rothen the Heiligteito unde Gerechtigkeit, die niglichen Gemahls? Ach schmüde dir gefälligs ist. Basichndeiner und Ziere meine Seele mit geist! Gnadedound meiners Buiage nie lichen Schmua, mit himmlischer vergessen, sondern daß ich wider Schönheit, mit startem Glauben, mein Fleisch und Bhutkundi mis feuriger Liebe brennender Hoffe nung mit edler Demuth, heiliger Geduld, brünstigem Gebet, holde feligers Sanftmuthu sehnlichent Verlangen nach dir allen und nach dem ewigen Leben, das ich nach dem Kleinodiminverddoffen mit dit allein eine freundliche Gelaufen, damitinrichs ergreife rund meinschaft habe, ich effe oder frinte, midy felbftinicht verunehnen Behre schlafe oder machenlebe oder nichthuninachd deinem Wohlges sterbe, daß bu bei mir und in mit fallemmauf daß ich gerecht und und ich bei dir ind in dir evig gottfelig lebesini dieser Weld und bleibey stets mit bir esse und trinke) warte auf die feliges Hoffiding and von doindrede singe und sage Erscheinigunber Herrlich leitddes ohn Unterlaß an dich gedenke, großen GOttesi und unsets Hei daß ich moge in diesem Glauben landes JEfu Chrift, namien ni einschlafenyi am jungsten Tage dour di sdnd nello.: indoo fröhlich auferstehen und in die Gebet eines Communikanten ewige Frende eingeben, Amen, zum Benchluß des Tagesbi bilgidong sim d Onu Dim 2nd fr9cfrol in bi sit and Rebeb umistenten Gehorsam fbbas Liebster Bater& noushaft der alle bösen Bürste erriftlichftreite und nicht wieder aufs Neuedin Sünde undiLaster falled Ich habe votdmirBeberandisod, faß mich jar das Lebentergreifendnd des und Besſern mich heute, idein verlornes, Kindl Gnädiger GOtt undroVatery du hast mir aus Barmherz sigkeit alle meine Sünden verges ben und mich zu Gnaden um Christi, deines lieben Sohnes Ich habe bir auch von Hemsen) of dangdien, mein Leben durch deine Gnade ernstlich zu bessern und fremmer zu werden Ach Herr und GOtt! weitidest Menschen Thund nicht stebet in feiner Gewalt, wie er wondele und seinen Gang richte, auch das Tichterbi des menschlie chen Herzens datte Eager böser ist wieder zur Gnaden angenommen JEfus durstreuenifeiland taller armen Sündert du hast mit deis nemi Blute denizörmdeines Vas ters gestillet, für mich gebeten, mich, perirrtes auf beine blutigen Wajeln wieder geleget, über meine Buße mit beineft beiligen Engeln dich heute gefreuet und biſt jeko gana eins mit mir. 5 GOn Heiliger Geistl du hast meine GOtt wohlgefälliged Baßenmeine Andacht in mir gewirket; du hast mic20 GOtt,& ben Wegrebeutes wieder gezeiget, 8pp2 ssd duBerufs- amda Standesgebete.nuan mul 65 gezeiget pdbeno dichinhinfürodium mich, mein Gott gedenken was Himmel wandern follaisun bin für ein Gemächte ich bin gedente. ichgewißtibaß alle meine Süniden doch, daßrich Staub und Miche mit verziehen, sund Gottisfeiten bin, und nimm bannenberg dejs Sunde mehr ngedenfenn will nen Heiligen Geist, inimmeriebs Ich binngewiß, daß mein Gebet: von mir. Laß diesen deinen Gent itburchidie Wolfenbgedrungen michbistetsleiten ist aufgebener GDstHatnes suomeinem Besten Bahnya Hindere durch diesen Geist ehoretisi Derowegenkommelich mein Gott sellers Gelegenheite beinibemb Echluffe dieses Tages mit auchzenniund Frohloden GOtt der barmeiner Bonnesbitte vor dein Angesicht dienmich zur Sünde leden dürfte Wece mich durch deinen, Geit wenn mein Geist in unde ein DIHCrunch willigen will, daß ich deingzarnis binrudgering dieiet roroßenland ges Richtergntlig erblice. Mache unbeschreiblichen Barmherzigkeit durch einen Geist zu Schanden bien douheutej astmuid bewiesen alle listigen Anläufe des Teufels, Hast! deinnGOtsd allerliebster der Welt und meine eigene gnädigers Gottsddafand will bid Slechesupung Blutes.nepasitu bichoboben immertisund ewiglich mich durch diesen deinen Heiligen Aber sachgzürde nicht, HErr, daß Geist zu den Früchten des Geis ich sunsnoch einmab inif dir reder stes, damit in mir wachie Glaube Mirlaffe Angstad daß ich möchte Liebe, agffnungDemuth Gen Ben henbg nuit bir gemachtinud Andacht und Gottes funct Bunbls Balbisbieden dsbeitreten Erforsche mich Gott, und erfahre and indie alte Sündennoch mich wiederstützen, denn nicht weiß, mein GDat, daß ins mir das in meinem Fleich, nichts Gates wohnt: Wollen habe ich mohl, abiedingen das Ghite flade mein Herz, pyüte mich, und erfahre wie ich meinen und siehe, ob ich auf höjem Wege bin und leite mich auch einem Wegem Nun, ich übergehe mich dir und deiner Regierung ganz und gar mein bas thue ich nicht, sondern das Bodeusas ich ich will das the ich Gahwindraich mein Wider facher,& bera Eeufels nicht scuten, ernhabers mich denn wieder ger bracht im vorigen Jammer und Nothlm Achd so erbarme Dich um allerbeiner Güters willen über natedog him if tellitleg Sast mishöchstrieg nisd him mich und hilf mir gnädiglich meine lake and Beſſerung des Lebens poubringen, die ich mit ganzem Vertrauen auf dich habe vorgenommen. Grrlaß mich nicht zu Schanden werden, Amen, um des theuren Verdienstes Chu Christis willen. Amens dnu nad somde mobail Camisd( Wind3 and def mallia radar Berufe und Standesgebetean bus rid tim sau smsm vedi 19psleg Gebethi nne Teinend Beruf navn sonno sist brudneda nism Geiliger barmherziger, ballein glücklich zu verrichten: 19 39041906 tim Behre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn bif bißimei GOtt dein guter Geist führe mich aufsebnert Bahnspi.n143, 110.0 19019898 derin dundeinen Kutchten deinem jedenar seinaPhundris pertrauest, uniter welchen sich der geringste binbinGiebed ich bin zu geringe aller deiner Barmherzigkeit und Treue, 10 68 stoBerufsonddStartbesgebete. snistroud die du täglich an mir thust.I felbige dulch zuthun belki gnäsidiya viteli richi deminbiglichy du digen underlichen Hülfe löbs dorotlenminsaus Ghaben vergelicandumuglicht Gouführen hel Inchen bag Ciap dh diesen memeinen maut todßudies ein vorgednuBeruf alla Bfteriu machtaping ges nouvendseit und Arbeit mit ridwefen bind und alles nach deinenis in dangefangen, durch bleh gu dei Truworte und Heiligen Willen nichto nemyöttlichen Lope und Preis dnevihtel haberoch Gemeinhind meines nächsten Wohlfahrt fedGoitisfei aivynadigimo dodgiete und tommen yoendet werde durch nomichihlafürd misbehnem Bettigen deinen lieben Sohn JEsum Chris Cafe Baß 16 Met Weste meinesoostund unsern Herth! Amen Berufs une meine Sachend gelltitte nedbilttäg meriso ndi nách dobiemi Heiligens göttlichen Aptiggung nach gethaner no Wort mir Beistas erzen Dant, jus Beyfandas der Weishelikund verMerkandese( menoptiner 354, in bent, all nad Labe den Engel des größell Rathaipon unter Vermögen in an wels nogmeinen Lehrmeiſter und Milhgenu cheg Gnade und Hülfe winnichts gianber hein honderdeine Weisheind thun, fannen gist) blage, Pis pon deine Es daß fie bei mir eis dins mit mai EnsQülfe medarbette sende deinen Ongel ponist Pumir Biesen * min het besgu allen meinen Ges heutigen Lag geleitet, bait, ohne 379chaften uitven! Wegitbereite, den ich mahrlich nichts hätte möund alle Hinderniſles aus dempie Diemies, but allein Wege räume, wie du dieſer Shade hit, in der ich alles gethan habe. Aleishers Altein Stärke erzeiget haft allen lisoDienern von Anfang her Nacheil heſt, mit demuthigſter Hitte, Derohalben du billig allein das ni mich auch tüchtig zubem Ambis and das ich werthchten soll damit ich nen dy gleicher Weise, wie du mir dasbie Baben foobu mir vertequeſt, dieſe Arbeit haft helfen pollhrinjulfecht gebraintensägerobie fals, and dir dieselbige wol 92 Cyben und zu Mug meines Nachaft Bergllen und be, mir, ammt Senften, grund beißach weders And meinem Nachſten an Leib und nichage Mittel noch Gmbe verstehe, Segle geheiben latten, durch JE 39nivie ich mein Amt führen soll, forp fum Christum, deinen Sohn, un momache du mein lieber GDit benneren, Hen: ramenit ud Anfang reglerei das Mittel und Gebebi so oft die Glocke Tegnenbas Ende.tobiteureurdesastog danie schlägtid med mi na bosenindest Liftmand Betrugs Crep JCh Christer bien debe nisknd halte ideine Hand und Vache ichga dibisterbe ichyrdein bin snisbericht, unscheines olieben ich stoot und lebendig, DiEju nonSohnesa Jesus Christirs willenbi Christe, GOttes Sohnhilberleihe mengisnt ni bin modnimi einopeliges Stündleingaus bilGebet, formandzur 12ebeit diesem Jammerthal alguscheiden, mism redir bid geht. nsunbino auf daß ich ansträflich und unbemodewigerstbarmheräger GOttifledi vor deinen Angesicht befun nise rith Bitte dich du wollest mir dend werden und die fröhliche nou meiner vorgenommenen Webeit Stulane hören möge: Kommet her, tollandroWart ninidbießemm meinem ihr Gesegneten meines Vatersyers göBeruf Sint Wil Berstand) ja perbetubas Reichs welches euch bes noftraftsunds Starte verleihen undd rettet ift bon Unbeginn der Welt. slisu Amen. Gebet sts Berronda Standesgebete. 88 67 Sonte Love, tay. ha ta Gabetum zeitliche Nabai dashed then baai Thue, beine adol flug nachilungen gegid ud milde Hornafaineissund ernähre led Otthihimmliſchen Bauchschafdich mein täglich Brod site stent des ought mein Lebenkheus devistmildergnominanttim mein Rechuund Beebnsmein Hah bagang empfange, aller Sorge und isdundund alleho madai meinGeir willigorgehen underbir, sistit, das ben bu orgegeben von mindreichers Ott, any aller Dürftadodigababasidstempfangen richte sigleid mit artem Glauben, lindunserendy atlieb utilich vertrauen möge, deribu tebest I nevy, Hauswesen, regiereltiin Ewigleith Umen. aundehen machnis Saber um dagigliche deinem göttlichen Willen, die zum bn snige red turs gabe, da Tremigen und einer giebt Speiſe, denen sie ihn jedermännand Nuß Segneshütrehtert, er godenlet ewiglich an To al mas due Bſg IIQWy sÐ. Jobdicand run anes, mus sur leiddio Wirirpeine Anliegen dauf den sitten haft Hebot Hehöret under der wird sich versorgen nadhaburi ich meinen Lifterbutt har und wird den Gerechten nicht ewig silügen Voll- denn wenn du slebett, for in tærnbeitaften, Pf. 5p.ape 23. sammeln wis und wenn du beines 19 Seachtetis amoreren nach dem and Boldkattilung 18 wird alles vejärd Reich GOttes und nach seiner Gezony iger hat den blhallen mensrechtigkeit, so wird euch das andere egen alles zufallendnipricht Chriftus, sdMatthid6b.j33.5muör 90sM sand molinogavefully bübe" Die vorsichopiger;: allmächtiger GOtt, du andate and inteffen And Hüseboreicher milder Bater, weil bugin teine Stube wie ich armer Mensch nichts mit in Time the wider GOttes; die Welt gebracht habe, sondern in od trdile so madend and blog arm und elend Jour soul Beinen Guter that sell an geboren gleichwohl aber des Aufimens endevich Mehl vom Ars penthalts meines pergänglichen Le de 18with Digg attent nisl et il Ginet und styöt sugandhaltungs 910 Daneben ebenssund bets Rabring, meines 46.hwachen Leibes) benöthigt bin, tiger Gott und HErr, nach Gnadens dindibitterd dichorwom edus ich durch deinen Geger Grunde meines Herzense du in den häuslichen Stand gesehetswollen nichts ansehen mein Versdsbante ich dir dafür von Herzendienstafonit bin ich keines Bissen nidunddweil ich mich darin urdu Beodes, auch nicht eines Tröpflein upeine Hands dund Berussarbeit Masters werth! sondern beine sdichristlichdnähren will, mogu ichlugenabwenden von meinen Suzupörgerit deines Segens bedarf, Sünden, mich in meiner Dürf ne bitte ich dich um deines salleistigkeit und Armuth, nödiglich sdliebsten Sobnes hud Christi anschauen ach dich über mein millenduismolled nur in meines Elend mäterlicher barmen. snem Beruf dpäterlichar bestehen mein GOttjandi Vater dein andmit: gnädiges Auskommen Gut iſtisndahdu mir giebest, von * perleihenmiwill shum, was deinemmsgnädigen Thronnjället 29 db mirdis meinem Berufsbeschs berab das Liebe Brod, sprich tägs ildenunanquierlegtobaft, nieb: bunlichsdelleu aust Derlebendigen .namle Quelle, tads 68% da adon a atsdepasdnnt dir afir Berufs- und Berufs- und Standesgebete. exte dal dug on ordamuse Quelle, die bei dir ift, fließet herab| Schirmismein Weib und Kinder der Strom, daraus ich alle Tage und alle mein Hausgesinde, beg trinte. Du bist der reiche GOtt hüte uns von Sünden, Schanden und Speisemeister der dus alle Federac Waffenrund vorallem deine dürftigen& Creaturen er Uebel Sende uns einen heiligen natreft, bi bift der mitbe Engelia bermuns bebüte, in allem ter der du beine hungrigen Sie unserms Thun undeben der der verforheft. Darunt thue auf unsleite und führe auf dem rech deine, milde Hand undersättige ten Wege, biduf daß wir nichts mich mit Wohlgefallen. Gegne teden, thun oder gedenken wider meme Speise und gieb mitoss deine heiligen Bebote und Billen, viel Brod, chut meiner sondern danach leben bich ehren, Nahrung vonnöthen habe. Laß toben immer und ewiglich, durch mich seine guten Gaben in Friede Jesum Christumandeinen lieben und Gesundheit genießen aber Sohn menur sad nidzuar nimmermehr in infiggang und Gebet eines Predigers für Faulheit verschwenden, sondern mi ansdfeine Buböversod dns der Sparsamteit mich befleißigen tetrenier Get Auchimmlischer und das abrige zu Náthe halten Bater, der du mich zum UrErmede auch mein Herz jur tag belterioin beinein Ernte gefendet lichen Dankbarkeit, baßys gleich haftad Jcho bittes dich für meine wie bu dus böterlicher Güte mich Suhörer and Bfarrfinder, welche und die Meinigen täglich speiseft, id liebli habes in der Wahrheit, also auch mit dich alle Tage und du wolleft sie mit deinem Deis ohne Unterlag bafür loben und ligen Geist erleuchten, leiten und preifen Almen, 15011 führen, daß sie zu Herzen neb Gebet um zeitliche Güter, Den rommen giebt Gon Gitter, die ba bleiben und was er befceret, bas gedeihet immerbar. Git 110 150 160sdisl7sa sim Gott egnetben Frommen ihre Güter und wenn die Beit tommt gedeihen fie balbr, 23. Ah! HErr GOtt himmlischer men, was ich ihnen aus deinem Befehlvortrage, damit sie nicht vergeblicherhörer, hondern ha tevi des Wortes seien. Heilige sie durch und durch, daß sie Buße thun und sich helebren von der Finsterniß zum Sichts und von der Gewalt des Satans zu dir, zu empfangen Vergebung der Vater der und de ben meine Seele und Seib, mein nen, die geheiligt werden durch Gut und habe und alles was den Glauben an Jesum Chris mein ist, das hast du mit alles gestum Gieb ihnen Kraft, nach dem geben, von dir habe ich's empfan- Reichthumsodeineristi Herrlichkeit gen; richte und ordne du, o lieber start zu werden durch deinen GOtt im Himmel, alles in mei- Geist an dem inwendigen Mennem Hause, Handel, Stande, schen und Christum zu wohnen Thun und Leben, nach deinem durch den Glauben in ihrem Hergöttlichen Willen, die gu Lobezen und durch die Siebe einges und Jedermann zu Willen und wurzeltmundgegründet werden. Nuß. Denn dir lebe ich, auf dich Mache sie fertig zu allem guten traue ich, du wirst mich nicht Werk zumthun deinen Willen verlassen, dir befehle ich unter und schaffe in ihnen, was dir ges deinen göttlichen Schuß und fällig ist, durch JEsum Christum; vers Berufs- und Standesgebete. 69 1ch aftern Sünden und von des Feindes hand oder jonst sterbensonde pasishehe, vermehre fie und laß ihre Liebe deine väterliche Gnade und FürBBAig footben intermeinander torgel allegt empfinden. Vor al und gegen Febermain, daß ihre ben Dingen ziehe meiner you Herzen gestartet boonsträflich den Wellingsregiere ich durch fein in der Herrlichteil vousbir deinend Heiligen Gi HalbieitarftJGfu Chrifti derselbendny Duchen fammt allenadfeinen 19Heiligen Reubenjmund der Thue bebendortdiemThür nicht einen möge dondern dich thres Herzens daufomumblisherbe meinen; Jiung allezeit per Au Bugay math bräftigbichspdaß fie genaddim Herzen a g dagsort meiner Predigt, micht das auch beschlossen, daß ich eindiligenscheidsonderrilieieties matinn einemsnelhzuge bleiben yen wahrhaftig dift) odlasdeit Work annehmen undnmions dit würdiglich wandelnir Machene Gry, dein Wille, eich mir nur würdig des Berufsord erille pain ichigliabidee una bereit alles wohlgefallen seiners Guile diy many du kommest, damit ich und das Word bes Ghaibens in nicht zur Hölle da nichts, denn de raft, auf, daß Dan ribner gwig Dual und Bein, il pers Rempudenes sengebarnenSa toben werde davor, behüte mich, He Jesu Chriſtianbd fieriamsihid Here in Chrift, der du Mensch betwiejew morbertichach deiner geboren bist, um deines bittern Guade, 19Huf mit daß ich nicht Seidens und Sterbens willen. dertierepasdichierarbeitet, lion Amen bilpöt pepinielll aid anye yech vollen Löhn empfange: Be Gebet eines Kaufmanns bure fie( meinebliebenBuhörer du der Kaufdieners ande ohne Fehl und stelle sie vor das HErr, der du rechtmäßigen Augesicht beiner Herrlichbeitransandel und Gewerbe dir Fräflich mit Freubentrum Chrifttwillen. Amemachildegrea Gebet eines Kriegsbedien si ten, oder Soldaten, si y wohlgefallen lälleft und mich sumar Kaufmannsstand berufen. id haftich bitte dich du wollest mir verleihen, daß ich, mit Fleiß an deiner Furcht, halte und ja Errfu, gütigster Heiland, 9 berwiesest, nochlo ihren rsStand nen Bruder übervortheile, fonverdammest, ich auch mich aus dern mit dem zeitlichen Gut recht erheblichen und bin ramus hesten handele im Kaufen und Vertaubekannten Urfadjendsinsrieges fena Behüte mich, daß ich meinem zug und Dienst begeben Die Mächsten nicht vorfäßlicher Weise weil ich aber in gefährlichen Unrecht oder Schaden thue, noch Begebenheiten nichtweiß, wodieses mein Guti mit Wucher und boend jenesd Unglüdr auf mich lebersabdmebre und noch dazu Tauertsonbitte und fleheistch traße, sondern, was ich will, daß bich an, allergütigstev HErr JEht, min geschehe, folches auch andern fenberbeine heiligen Engelwel- Seuten thue, Bemahre mich vor dhe mich behütendumb bewahren der leidigen Geldfenche, daß ich mögen auf allengmeinen Wegen, nicht das Zeitliche mehr, als daß mich kein Unghid s treffe. bidder du bist mein höchstes Erhalte mich auch mitten unter Gut, liebe und durch unordent meinen Feinben und laß michliche Mittel michau bereichern muthird mul2 baud hi gillöt de dub mabilitög mi nicht 70 Berufs- und Standesgebete. nicht begehre, ainda Atalteclistet, daß ich nicht until i al falles in eufurbans, and tridesgen ohnifordered sondern geht und viel herichte und schädlichen bandele med dine egensch dn Büfe welche perjenten die Menscheintes chat hehensand 19schen in Bergerben Versnormemestrua aibreshmen, ammin Gieb daß ich mindestand Insignich Gnadel finden bet ougersang& vielmehr, das ihnendußßench, meinte Achath gegenwärtige, Gutbranche uon annehmen darübeberbarmenamd nach andrepente Regiere mich minsGytebanjiri gene DE MED yörgerita Schäßspillbich mich übrennbon mei in merito ainda er merchange Arbeit und in deiner anten nach Gempa diei une isiner Furcht wandenis Gegne du mich, Gerachligigio trachte, ainda minhmentu wie in deinem nichts wangelp, way brand einem Wort perheihenhaft und dieb, 31 das ich machi bets dyberen cheit memindere die es immerlicher Rebensbeinand 190 adendusten daben mötesa deinerhimminhen ger emberzigen Gott, pobassourchin humu Chrikum, 39nballmeis Pater, wh weiß daßardeinen lieben! Sohn, Annad alle gute Gaben, id alle hoaft rebat dwes Baueys oder cha usarbeiten stup dun Abdermanne Surplat allein Men Air skemmt und daßsto Otti Schopfors Himmels and mitchau pomeneiven. Gegen mit sinds den Grden, du dodlita bahwir meinerheit nichtssichten das Land bauen und und von uns werden, wenn ichsferubat- serer Handarbeit nähren jollen, stehen mira, njeherfem ,; and auf das wir Butih Béthengen & mein Brog pritfargen ellen pürde. Fundet Broß und Nahrung banon Umgether Gegen ist alles gele-" Gaben, id tame wir leben. Flache nogen der machet teie übe. du unser and Alchtbar und Darum tue ich dich, meine tena karamayur nilegne neuch meine et helt perant und zoughen hebe, lehe aisa elundheit und dein Wieb aut etterz dire in richt dentialgmes Derz daß thoorheb mits deur jagu Muresa Radje, nebme mit meinem bescheidenery Upratus rushsharigitys Theil and wille, paß das senine, bidesmich mein Weib hinner, das mn Werechter that, beller det einde, hauerung Hohundabili, denn das; große Outrigler Gatti daß ich mich an einem Be lojen te hapjes dir leith jet feht ehtichnables ohne Bortheil einen, Armen, jo on wide with and Betragihandele und meine zu machen, Erleuchte und regiere ache jo perichte, daß topicmein Herz ich mich des mand Aurobiothie zjspomitich Hong nem Spitsporedolior feligtett befleiligfor den Reichenny wilhen: Gegen verlangensin the Cut, nicht misgönne, vor Auf eine haber und teinen ungel spiegelung, Lintrene und Diebſtahlsweldisfund brit mich hütel, daß ich andern freuz; Aments up therlandiy is lich diene und arbeite, mich des Gelpt eines Unterthanen ushig balts, and herleikar, gidipsniglatth zu werden, ami guten Werken. Behüte mich vor Geiz und Unies 19! 36 Hery, allmächtiger Ott, der du alle Obrigkeit einges febet TER or stadsgasdrot du 29 Berufs- und » ì lidnu thin chi ând LEHJØå 410, Staudesggbete. ‚ ardened schi? 1 1dfebetanol buradeinostheeb Gebeb peagitbeil für Ihre dortigen ble den gesetiap bilobbi onugthveet Isia dmu ortvernsthaltet atlep toelichen Ordereener Heber Cond nungen Bund dichudie wollest Vater und Ethälter is meiner Hoven Dörigkeit wahre aller Creatinen, ta dante dit von diGOttesiarcht, Weisheit untouchergen die Leibesfrüchte fo drens Bathrgebeliigubbederf aber du mit durch einen Segen ese infechtschaffenes leitniß geben hast and biete sich Herzlich, isber spelnen Tällainbeligmachenderweil du gefäger hoff, but olleit 15Religionnfestisund sunbeweglich doften Heiligen Geise gebeft dllen, erhaltennns Besthbeine unsch widers die diay datum bitter; Vegnädige malle Teifelstünder und ordund auch meine deme Ander mit der dunderallel broFeinde und WRßnem Heiligen Gang der in then tisgömmer bieb beindlich oder öffent- stewahre SucchGDites anjinbe, ndiche threm Anroder Leben( auch welche ist der Weisheit Anfang nostellenmi Erhoice shes in der Moth und die rechte Klugheit, wer daranschügen sie mit denen Gha- mach thut des Lob bleibenig densingeln, nderletheil ihoniundlich weselige ne auch mit deiner THver EIB Trbwhweta Inachahten Gelernt, behüte ofie folgern anges Bebek und gute vor aller Abgötteder und faller dBehindheit Gezethe ihr Gute Belytey Sage in sem wahren TiandTreile, die sie allezett behute ferganacheliden Glauben und in umgesu Christts will apAnten aller Gottfeligkeit aufwachen und nallal erdon- tisdrand 19191 Bardh bis ans Ende berharren. Gebet christlicher Cheleute NODE 151130 OLTIJ Share Thingien ihnen" eingläubiges 99 ge By die varene Horfamesdemüthiges Herz, auch SP4, mit weißes Früchte sie zetke Weisheit und Verſtand, dan indiche dwarfell und nehmen Tuhlieber fronder GOthouge an unter und Graße Ber GOtt sd houer himiklidyer 1Bater, und bemenjen.lange in a HO bag trer und wahrhaftig bist deullen, Ihr Werz Bie Vieve deines zöttlistbiel dich anrufen wir spüren deichen Wortes und gegen gedermann * Mentigöttlichen Sehen aus unsermäufrichtig, in Bandhing chamgüchtigen Chebette und stehen in Wäftig in Geberden, züchtig in Hoffnung bu werdest ung this Sisten wahrhaftig in Worten, diner lebendigen Velbesfrucht zufrey in Werten fleißig in Geliteater Beit erfreuen. Für diesen Pichätten, stüdlich in Verrichtung Anfang jagen wir dir Lob and Wres Verurs und Amts, verstänDant und bitten dich herzlich, dig in Sachen, richtig in allen bu wollest die die Frucht in Mut- Dingen, sanftmüthig und freundterletbe väterlich laffen befohlen lich gegen alle Menschen zu sein. ein ne vor allem Uebel behüten, Lehüte fie vor allen Aergernissen logchußen and bewahren, daß the dieser welt, daß sie nicht verführet teineid widerfahre und laß diese werden durch böfe Gesellschaft: anfere Leibesfrucht zu rechter Reitas e Hight in Schlemmen une und besund auf die Welt Unzucht derathen, daß fie fic geboreit werden und zu der bei ihr Leben nicht ſelbst vertürzen, igen Taufe tommen, burch Chri- auch andere nicht beleidigen. Set stum, deinen lieben Sohn, unsern ihr Schuß in aller Gefahr, daß sie HErrn und Erlöser. Amen. nicht plößlich umkommen. Laß e 2 mich dnes Standesgebete? Berufs 72 Day pini Tenger alsoi mich ja nicht Unehre und Schande, Flenden ande, elenden betrüßten Jammerthal fondern Freude und Chre on ihnen den himmlischen, emigen Freuden erlehen, daß durch sie auch dein faal, burch ZGfum Chriftum, das Reich permehret und die Zahl der fromme, hebörshine inbodeinen Gläubigen groß werde, daß e Heben Söhng unfern einigen Bet auch im Himmel um deinen Tischland und Seligmacher bent fei berjiben mögeysio dienai bimm- mit bir und dem Heiligen Geift Prans Preis hefagetz Con fischen Delameige und dich mit Lob, Ehr 1 bis in Emigteit, Amen. allen, Auserwählten, ehren, lößen nun an und preisen mögen, durch Zum Gebet der Eltern für ihr Chrikung unserm Sorry, met billing of reinde iſes niso ni noeind, weldies indeein Gebet frommer Kinder für plak dormigerafgerondominiat ism ni hre Eltern. Join in Inl yo dante dir mein himmilta harjad mie du weißt in deinem Other Vater wir haben unser dicheri, Bateri Padu daß du mit Kind christlichen und notfjelige Eltern nament in die Fremde geſchidet thast bescheret, die mich meinem und Tonnen tulfo demfelben mit HErrn Eu Chrifto in per he Mathe Sucht und Unterweisung gen Taufe haben einperleiben laj: nicht betwöhnen. Deswegen bit22 at big herzlich zu wolleft fen: and mich Rothe Sygeng; auf I ten wir Jansons 2901 obisd daher zu einer furcht und unfer Kind durch heilsame allem Guten guterzogen und hiers Regungen und Bewegungen deiInnen einen Fleiß Mühe noch nes Beiligen Gentes alſo führen. DIFEREN Antoften geparet haben und daß es in den Wegen deiner Ge bitte dich, allerliebſter Vater du bote wandels und ſein Gewiſſen einem 8 Sündenbranomal mwollest mir einen weiligen Geist uhars verleihen hab ich treulich folge 1 nimmermehr verleße. Naf Geit! und mich zu allem Guten aieben laß auch deine lieben Engel bei taffeSprich du deinen göttlichen ihm ſein und es vor aller Ge Segen, Gnade und Gedeiben zu fahr mächtig befchüßen damit meinem Borhaben, daß ich was nicht dein Gefchöpt dir ut en& Und Fruchtbarliches dir zum Lobe mir ehre, lebe und timer si dumbr meinem Nächſten zur Wohl- Blut uns einen Schauspled u fahrt und meinen lieben Elternche sondern feine Jugend in jur Freude lerne, behalte und le- deiner Surcht alſo zubringe bas oliglicht gebrauche. Erhalte meine mit es sich derselbigen alle Zeit diebsten Eltern bei langem Leben freuen und in dem Bunde ben tsunda frischer Geſundheit, daß ſie es in der heiligen Taufe mit Imir länger müße ſein und verleihe Dir gemacht, bestandig verbleiben duns endlich fämmtlich nach dieſem möge, Amen. Amendoim Un Olvas 3 9.19 jim tudun ul Kreuz und Anfechtungsgebetenne sonol arlores Jom brut bunter 130 Der Kreuzstab ſchläget mich, daß ich foll Thränen weinen So will mein Eius mir mit ſeiner Gnds erscheinen. gaufölert mich zur fyon' und zu der Himmelswaag, Bro Deum ich die JEsu, folg und dir mein Kreuz nachtrag. to Gebet im Kreuz und Leiden. Hum Chriftum glauben und in inch HErre du frommer, und& findliche Buversicht un bir un gnädiger Gott, du lieb- hangen, was dreicher Vater und Schußherr heiligen Rath beschloffen und geordnet, aller, so an deinen Schn, 3G- nitor alemises beinem Kreu und Anfechtungsgebete. 73 Beordnek, daß iſt, alles Töblich ſtecke und weiß weder Rath noch 19 sm folle bitte dich aben," du" getreuer Gol, bu mollest meiner nicht vergesſen" mich nicht ver laſsen, und dein Antly wör mir nicht verbergen noch meinen Ihwachen Glaubensfinten lassen, baß ich nicht vergehe in meinen Aengſten vor großer Traurigkeit und Schwermüthe Hilfsmised Frommer, berzlieber Vater erhöre mich, mein GOtt and HErr, laß mich nicht vergehen in meis nem Bagen, ſtärke meinen Glauben, führe mich dft deiner Hand, wie ein Vater ſein schwaeles Kind lein gängelt, und laß mich allezeit dein Kind ſein und bleiben denn ich traue und hoffe aufibich, die weil du so gnädig bist, und mein Herz freuet sich in dir, daßdduiso gerne hippoverrytu hilfrsmir auf, um deines Namens Ehre wilfen, und errette mich aus gegenwärtiger Angſt und Noth, so will barmherziger Gillberdadei- tch di banten und preisen von jen lieben Sohn JEsum Christum Phun an Bis in Eigkeit Amen. am Kreuzträger für uns gemacht, Gebet, sarin wit erkennen, und durch sein Kreus all unser day ung ohne den Willen Kreuz und Leiden weihen und heir Gottes nichtson Begegnen igen laffen, mir bitten sich durch for god amuro& manism dein ſelbst Kreux Leiden und Zoo, bur mein Himmlischer Water, Du wolleft uns dein väterlich Herz, gleb," daß ich verstehen und pas du gegen uns trägeſt, in un- 1 glauben möge, daß mir ohne deiferm Kreuz, Trubial und Anfech- nen Willen und Verhängniß indietung zu erkennen geben, damit wir her Welt nichts begegnen tann, so in tindlicher Zuversicht und star- du nicht längst zuvor zu meinem tem Bertrauen auf dich, alles mit Heil und Wohlfahrt verordnet Geduld leiden, und wenn wir haft. Hilf, du einiger, ewiger Hel mit Chrifto hier zeitlich genug aus- fer, daß ich mich dir mit Leib und gestanden, mit ihm auch endlich Seel' mit Chr' und Gut, mit zur ewigen Freude und Herrlich Glüd und Unglud, es währe lange teit eingeben mögen. Amen. ober turz, aus ganzer Macht verGebet in Kreuz und Wie traue und befehle. Amen. derwärtigkeiten. Gebet um gnädige Erlösung aus dem Kreuz. alle auch wohl gefaßten tajjen, in Betrachtung, daß du mit deiner wunderbarlichen Regierung nichts onders, als deines Ramens Chre und aller, Menschen Seligieit Suchest, meil du es denn alſo für gut angesehen und nach deinem päterlichen Willen geordnet, daß wie durch viel Freuz und Belden in dein emiges Reich und Herrlich teit eingeben sollen, to regiere guadiglich unsere Herzen mit deinem Deiligen Geiste, daß mit deinen tägigen Willen erkennen, unser threuz geduldig tragen, und nach Ausgestandener Trübfal hernach mit Christo eingehen mögen in gen himmlischen ewigen Freudenlagt und dein heiliges Angeſicht in Ewigteit anschauen. Amen. Sebet, daß wir uns ſtets in Anserm Kreuz mit Chriſto 140 MT 23 800 stigns& mis tellsanum. In Errallmächtiger, getreuer und ewiger SOH! armer Sünder rufe zu dir pon Grund meines Herzens, und flage dir meine Noth, die du sie best und erkennest, darin ich leider Bion spricht: Der HErr hat mich verlassen. Der HErr bat mein vergessen. Kann auch ein e 1910 9Weib 74 und Kreys, Hug nicchtungsgebete. Weib ihres Kindes. fie on tary ste 140 HAST V6 tilan ellen, daß euch, er wird sie erretten in eis Bei der her faze, me 180i07) gusta Sohn ihres Lelles puno se torn allmächtiger Grundi Id df Bettelben verganggo mag ta endrer unters herken in feed bodi wew nigt selyeffend Siete Chrifti, erwater Beidigtermhevism in ie angethebe ifficile Figkeit und alles vostres werdet dinge gaan der die unichiap tröftest nap Curatmaliger ohid Ben- Lem unseln Veldelt und Trubjanin egne Tallige Erelide las mich auch die Süßigkeit der dü bat to read in den du mernes" Tednes meinem Durretning jesinghjenter haſt; geduldig krepje fehmecken, mit daß went off und gegoljártha. mode dustrin ich als Leibens hiel habersäumim ten! Cap die Untelitung deine reichlich möge getröstet werden im Furth with" alletheimen HerBurch JEsum Christum. HETK sem relpen bestaben war mein 06/01 mich take en buses de gren! Inger Wunder eten, bis will th Vich huld und Unfrieden in mit ender pretten in Ewigkeit. Amen. T Temasid lieber in Berachtungsaus Hello Baß du willſt mein Kreygt 39tqö erfolgungis und Somerzen" menten, hapo vermalire auch in Mie die Gabe deine Propheten und Apoſtolus der Geduld, daß ich alle men Anfederzeit bargeſtellenhaff die bierg liegen auf die werfen und dies Allergeringsten in dieser Weltzgit mein zeitlich Anliegen me end ihnen auch den Geist ungurhisd lich am Besten dienen mögel Loß gegeberduetasun elbin mich nad diesem Ungewitter met achtung freudig und fryddignid nes Frübfals einen fehlichen Anfelden heb mein da Gebe regilisd JEfu Chrift, der redule) 1 blid meiner Erloung feber och in ihre uprapfen there indlus will thy sich loben und dir dan- mic teine Schmachs und Verfolersk ten the Gwigteit. Atheninis gung von bit abwenden tafleurst Gebet wider die Bersachun und in dieser Weltajatim mundverfolgegelastert? ou genof gen des Eenfels starter Leberwinder des schmäht werden wild mit feinebbi's ste, weil dir uns versprochen, du tannpler habe ich meine Bubalo wolleft bei uns sein in aller Testh, flucht zu dir und's tufer deinen ſei duch heute mit mir i harten Schuy an errette mich bon bödnu und fchweren Versuchungen dessen frebelnden Leuten, denn vond Salans, damit ein meiner:#folchen Fann nifa Niemand ettetello graufan gestüt met waß mich bei fentals de allein. verteta mutiue ner Febreichen Gegenwärtfiets Geduld, daß ich mir wet helligersun freuen und troffen, daß der böse poster Bdulo durch Schände undlicr Feind mich von dir Himmermeye Ehrezusilech there and boy Geis reißen und scheiden tonne Unten uchte zeldir sürthdkinh dobisnu Herzensfeuffer um Frost Hewige Chee und Freude Amien, no Spin Erlifatid salish Grr JEfu Christels, Aniello tchin Golfe off mytervetten seine Gebet um ein frohliches bun Auscribätten die in Tagal nu hun er in 1996 and Nacht zufen, und sollte Genghadijer Golt, id rufe zur bulb bariber habenprs Bagero dir Berleihe nivelistallenpied 919 megolied deur naunftsdsin sind dnot du imlerdeengind Jónü atsdopaonyhteistlingsgebéte. und Kreuz #potting it drior is tours and mellanrad gganti gerai agar Kreuz en fröhliches Here, erhalte, ner hohen Mgieltät zu ape und michmand durchindeiney Barn uns zugemeinen und Sigh herggeit in der Sündendngit Lahrt recht permalien, du har b meines betrübten Herzens, Griser God behüte uns und die ganze barneto Hootcb eines geängsteren Chriſtenheit; por aporten Hebel, Hägheinsistent dein Wort ehret. Schaden, Ung ping Noth indies und Heternetauf, daß ich mich hen gefährlichen Seiten Beſchirme über deine Siche gegen mich alle deine Gläubigen, vor aller Gewalt geitferue eitheuren Borgiens per deinde, Hejeremfi fichtbarlich opend stes, meines Leben Hann Ghriftianfishbarlich od Halfe und michuberzlich tristessung di Starfe, mider die große Jogwall mitrsöblichen Herzegaanpuis ung ſizgen Anſchläge aller unſerer Amena mutindo muide brumächtigen, und der grauſamen ui Sphet an Kriegszeiten inner aller Christen, Erhieinge divineyalle Feinde auteam wir uns deſte ruhiger zu perio Err Ott tiBaterniderr nens gottlichen. Diemin belehrend A 75 Heiliger Geines Göpfer, und mit allen Deiligen deine Majes Erhöfer und röster, my bitten tät bohen und ehren mögen Dazu durdnog beinen nimmerwährende hill and beangpige, ung, du autigers gruslehe armherzigheibe suchshin machen Bateyoured hund tigerung aymes Sunday night whilfyn deinen einigen Songsit deinem Born, und strafe uns untern, Herrn und Seligmachem nicht in deinem Grymensondery welcher sich der bis für unsere Audebil dieweil being Cute uns aur une geopfert mersine eri rufet and togetjie erweiche und Foden rendemenchembatan erleichte unsere finsteren und stel mit dem lebest und regierell, duire nernen ergen zu wahren, Ersin Singler des Seiligen Geiffesio tennings undeney Wissethabo dankein einiger und gebenggeleternst mito pinauber bieselbige bittere in Swigteitsd teda Uman Reus und eig tragen una helbum Gebet ingen ang hund rechtich offenen Stüsülez por Bunkelmagtiger alshald sanfangen sind wirken und kong mit Arme Sun- st Durbist dzu jeder Beit ein Erp her a betennen, daß die gegenfour unda Liebhaber des Friedenss wärlige Beit und Hungersnothist barum imm now uns hinweg deine Strafe und Ruthe i, pens allen, Unfriedenie Zwiajnalty und du züchtigest and trafeltper Misverstand im Glaubend Tilge, vielfältigen, Mißbrauch deiner ausspund vertreibballen dlug überflüssigen Gaben, mit Frellenon willen Borm Reid, Nufruhd Saufen und innuplichererhort Geis StolzanFrevel, Unzucht schwendung deiner Gütern d und dergleichen mehr, welche die welcher dein heiliger Name 19 197 an deinen Gläubigen haßfest und oft mit Flüchen und Schwören ä nicht alleine zeitlich sondern verletet, deine heiligen Feiertage auch dort mit dem bollischen so viel entheiligt werdens Was Feuer strafest. Erhalte auch un- sollen mir arme Bedrängte mun feres Obrigkeit und Regenten, anders vornehmen, denn daß wir beide, geistliche und weltliche, vor deinem erzurnten Angelichten daß sie ihr Amt und Stand bei niederfallen und bellagen unsere Sünde, e 4 76 ffo Wetbergebeteg stadspojiste Sündet bitten ums Budde smay uadit allenthalben Jännnerliche Barmherzigkeitio dicwollest vom Gestalts des Todes; ergeheti unn Hintinel und aus der Erden bei allenthalben auf den Ferien nach newegen verleihen, damit besi unddist Riemand, der uns lönned Leibeseitliche Nahrimgrizubeitsd errettenpidenn daorsEred fun liches Nothouts wiederkomme lieberminder des Tobes, des Zeusil und die Armendivor Hunger und felsuund der Höllen Dm Gr Rummen nicht verberbenpidoned evharmes dichounseritecte tjein dern nach empfangenem Gegend deingeblutige Schwertyuzude hingg dich hoher und chreyente dich deine gewaffnete pande Gebet zur Zeit der Bestilenz erbarmen, heile was verwandek laß dich der großen Niederlager odgütiger lundribarmherziger ist, behalte, was noch gesund iſti GOtthehe, wiratmes Bere und gieb, daß mit bei solcher bei laffene sind unserer Sünde halber ner Heimsuchung uns zu die bes in deines Händerfgefallen und lehrenstund wo nicht zeitlich, den werden mit den Pfeilenben tödta noch ewiglichrleben und erhaltend lichen Bestilengtbart verwundet werden bolmenampa i lisi Die ist das Stbeugerboch einj so schöner Schmuck der Christen Dieses ist dastsanfter ochs und ein Steden in der Wüstenen pil 19gilied misd Den GOttjeinen Kinders reicht misd 19tis machil 98 dni tedaennuihroFußwotn Wege weicht: le nadail rad bid am ministgloro mi ar busTO OT Onu mislisoni nomielt Wettergebete. Gevet? Thenk dit bonnest auf dem Fade und alles, was wir slorod and blintumoinid bi haben, bis dein Zorn und das Numächtigeenils ewiger ritt schrecklichel Ungewitter, vorüber bu barmherziger, liebernsBant geheis Beweised an uns, daß du teteil miravor deinenri Borm derrechten Nothhelfer feiest, ein nirgens Billetett tönen) benf Schuß zur Zeit der Noth und lab zu deiner gandlosen, hold- unaibeini Baterherze wiedersehen. feltgenwaterlichen Guabe und durch Chum Chriftum menge Barmherzigkeit for rufen wie Danksagung nach dem Unges) in dieser Noths Gubinrinden snis atbnwitter. mich mis Himmel itibbitten wisnGnader armherziger GOtta shimma durch seinen Iteben Sbhh JEfuntg lischer Vater wir haben Chriftum Wa HE GOttlstrafe dich nach deinem Befehl in ung uns nicht in deinem Born und seret Nothoangerufen und rou züchtige Pungtishichtsdinusbeinemd hast uns errettet, beromegeniar Grimm: Lapins deiner Blige, genumiridir von Grund unserer welche chvedlich leuchten nicht Herzen Dant daß du unser fo beschädigen, unser Haustsid päterlich verschonet und deinen Hofnicht anzünden toch bied gerechten Born dine große Gnade starten Donnerschlägengerschmheted verwandelt haft, welche Gnade tern: Sei du bei unsoundbes duduns nimmermehr vergessen, hüte uns vor einem bösen sichnet noch uns von Neuem in muth len Tode. Bedede mit deinertall williged Gümdend gerathen, dajjen machtigen and raints Giraden wollefte damit wir, bich nicht flügeln unsern Lelbounds Leben, abermals mierzürnen und/ 34 Haus und Hof Vieh, die Früchter Strafei bewegen und gleichwie deine d9 19 Heisegebete zusande und Wasser. beine Gute alle Stimber bei uns unsere sündemmichtijentgelten newwifedealso ladoauch unsere HErr, foerstopfed diei ehitet des Dantfaging alle Standendivolo Hindmets, vertreibe dieu Wallen dich kommen and maimmerdar unbolabums pie liebe Sonnewies mit den pero und zwanzig Welters derisscheinenlereiloffnung? sten sagen: Ort, du bist würdig und Hülfed sunser rost und Busin zu nehmen Preis und Ehre und flacht ist und bleibet inbind des Kraft pibenn dunhaft allesDinges burobimmebs dmd Grde gemacht geschaffen, und durch deinen Wild hafts Amenagnofqms dhon ned len haben sie das Wesenbind Gebet lim guädigen Negewid werden erhalten Dird seisobl und#Dants in Ewigkeit, nAmen Burikber Azer Buter, take in JEful Ranten Amenlodsd ideiden Himmel auf denn ki Ba Gebebanis Sonnenschein du alleimhast den Schlüsset dazu. End JEsup menuivir Chur Theiled unsu ausisdeinem guter unsere Sünde beweineten; so Schaß neinenpfruchtbaren Diegen bürste berhimmeb Inich toiveinee midat esquides die Erdem extreue Dieweil wir ganzverstocketsund biedlieben Früchtes benm alles verhärtel find fuchest Sumns bilo seufzeb birs nach Schrel er: lig mit diesem feuchten und schäds höre unfer Gebetses ist Noth da! lichen Wetter heim. Aber erbare Erhöre unsouhidaß dein heiliger me dich der lieben Armen und der Names Bonduna gelobet und gelleinen Kinderlein und lasse sie preiset werde in Ewigkeit. Amen. 771 Reifegebetezu Sander and Wafffty, Gebety wenn man zu Landed ich hinkommetiüglich handle, 19düzoverreifen willbilborb und mir wohl gelingen Bewahre meinen Aus- und Eingang voit num ambiss in Ewigkeit, Amen. Danksagung nach der Reiſe dlod AutoBande, roniad Herbern dui vor Beiten dein Volt dgftael burch wunderlidhjeto Wege ambug durch efite wilder Wüstetomittiseinen unguibellem is dit leiter) besages Bater, ich dante dir pon ein Schirm, desi Nachts eine Grund meines Herzens, daß du Flämmie gewefen, weil sich jest mich meine vorgehabte Reife meines Berufs halber reisen muß, glücklich haft lassen pollbringen for Bitte ich bich von Herzen, du und mich durch deiner lieben wolleft mit mir und vor mir her Engelein Schuß mit Freuden wie stehen und mich den rechten Weg derum zu den Meinen gebracht, führen, auch zu seiner Zeit gefund und vor allem Uebel Irrthum wieder beimbringen, rage mich unbin Feindschaft väterlich bet wie ein Mann seinen Sohn träget, wahrets daß ich nicht von Räu durch alle Wege, ibahin ich man bern und Mördern bin umges beln muß Decte mich mit beiner bracht, vons wilden Thieren ger Hand und errette mich von berd risengrodermonsten in Wasserss Sand ber Feinde Laß mich beine noth bund andere Fährlichkeiten Engel geleiten und alles wohlfchike gerathenisddaß sich auch einen fen, was ich vorhaber also, daßlich Arm oder Bein zerbrochen, noch mit Freuden wieder heim kommen sonst beschädigt bin in Suma möge Regtere mich, daß ich, wo ma, daß ich( wie der junge Ton bias e 5 911196 78 P Reisegebeten applian PORNO F190 Tim bids burch den Engel" raphael)" batertiae ilmacht, und Vordi und her forge? D'Gifi 9094 291 frist and Din und denBru Bezhot bin Helettet oorgen, dieies alles, weder Mente, noch je eines dei habe ich deiner väterlichen Vor- ner Geſchöpfe Lönnen mich, fre, forge und Altmädtigem Schulse, retten, Wind bläſet och se zu Dantell Herzen ud er Und bitte te dich von will, das after hebt empordeinaut IDU wollelt mich unsur Meinen fortan auch gnädiglich| Grund noch Boden oben ORN Ire EDF: 200 die Weller en, unler mir, ehe tar the you feinend 100 Lehüten in seinen Schup neh- den broßen hohen Himmel, men und an Ceib und Seele bislichen leben mut sur Seiffa ind zum emigen Leben felinlich ertfalzgleiter Gef ten, um| JE| Chrifi Willen, amen. Darum, p. 6ft, hebe ich meine oll Frau Sorgent Geset, wenn man zur Seo Augen verreifen will? Veer in's mit Hülfe fommt, meine Billes allein, non hem me sisschiff ritkarsar onsdot femit urete ich doma stomme 1900 dem Bern 1061 Himmel und Erden gemacht hat. KEIT DEIN Chriſte. In dieſes| Die ergebe ich mich heute mit 191 Schift, belette du mich, und tritt mit it Leiß und Seel, Gut und Blüfgeyhist mir hinein rieb mit deine be ich allein, dit traue id 44 off her men und zeige mit deine Barmherzig- meine Hoffnung ſtellt teit baß ich empfinden moge wie Hither buite trage mort du die Thure hinter mir schließeft du diefes Schyflein, auf deinen und mich belliteit, wie du bem lie- slugem, erbalfs, mich, datinnen, ə ben Alipgter Noch hethan haſt, und vei Hill mir im Schiffe, denn da et in feinen aften und Schiffe Yöntten Top 198 lein einging, To wird mir auf dieſer wenn ich aber nur ich partamen meiner ganzen Reite tein Leid habe, to frage ich nichts nuck Simidi bi widerfahren, du wirst mit mir ſein, I mel und Erde. Ja, mie ich jest comi mich hinführen, en, und wiederum Lande wieder ablege, ung ste Erde, anherb Frisch befund und leben weit hinter mirlaffe, ſo bi daßi dig zu den Meinen bringen, und gleichergeſtalt alle Suverlicht irbi? helfen das mein Wandel und icher und mens& licher Stufe muer bers Geschäfte in Vir" riftlich voll lasſe, derfelben abiage and mich hadijual 30gen werdengo alles um dein felbft vir allein ergebe, Stehe, Err, to 1937 willen mit dem Vater und dem ergebe mich sir gang ung gar zu en 198 HOO Heiligen Gellt ein ewiger Gott, gen in dethen Willen, mache du es in Grigteit geehret. Amen. OHI Gebet in der Ausfahrt³ baß es zu meiner Seelen Seligteit, den snu mize Seepbilbinism& das Beſte iſt. Ich ergebe mich in b Tehör ewiger Golf, ich fahre beine Hände, benn du ban nuch low Jeht auf die Höhe und über deine Hand gezeichnet, und Nier, ils? gebe mich der wilden, roten Seemand wird mich aus deinen Hända ſchwebe ich jetzt daher swiſchen den reißen, dieweil ich ein SchafHimmel und Erden auf dem" lein Chrift juni und seiner Weide Wasſer auf dieſem geringen und bin, darauf will ich gerne leben loo spin schwachen Gebau und Schiff und sterben, durch Beistand desaisld lein, welches ich selber nicht, Heiligen Geistes. Amen. viel weniger mid chußen noch Morgensegen zu Schiffe. 1792 bergen Tanit. Borduf ſoll ich ar nier Bater, der but ein all mer Mensch mich denn verlaffen, als allein auf dich und dein mächtiger GOtt und König, 19 and nag BIND Reijsgebote zu Majefare f. 17 mein 79 mit beiner Gegenwart herrscheſt werde, Soneer Deine OTO OT mein Gehen und Speng menemid übelos infiftet und Green, undanes Vitinnen faddith W Chre und du mich biet Nacht Gastel aniak 935 beine Vervelbling #bergebe dir imid our liges Leben laten TCO habe mich D vor deine Kraft Mastrea dent's Gr Granen Ges ge cacts Dor enden. Fähreattaen Stilimwin derfti offic mich unversehells terronnen numberfen und ftoBens hot 2007 Wellen die mich Ihlafens HND. unwiffend Battentornen ver schlingen denn rest meite mit fein Hebels teine Plage Bat Schifflein genlaht nen Engeln befohlen daß te mich auf den Händen deCo ISTERIES 9/01 1911 nimmer; ich uba, tlchlum id tradens find der 2. meines merito alter Orgnig aner Brus Salileins an feinen Stein oder bütend gab mir aucht Sie Nachtigd Felfen gestoßen Du warst Bei zum Deckel aller Sünde. mir 25 d 1900 ich STU Stanism schlafen können und es der Noth darum aber heit beggqug fila ditor of duch Buggh se nist liber den Roß wir wisseld jekundben und Büvernicht an Dior mit Freuden die fröhlting Mors mer pude; m tiefſtey, dolgte im genröhe und mader. $ 14 Sabginmus at damitswitcBdan anschauen und mi Quer du kommen und antroppen, wur gid wunderlichen Lauf, des unti tein machend Hyge der Seestled laufenden geſtraten immels en 3d dir erheben mögen. Ung freuen, Saffr after 15 gepiger nachdem dir über uns der Seelennos und Danf nach alſo, But, und, Stachtmachenlion gefaget weich, bitte ich bitte ich welter, poultif, mount su dir auch anſers: 7. TITS GOH und Vater, Lob I in a voller unter päterlich geruben implet bundsdag Ru durch deinen Sohn Eium Chri- eib ung Sut alſo, Jaſſen, heteko na stum, dit moller mich dieſen an- en ſein, damit du 19, wenn wire gehenden Tag auch mit pethem aus menschlicher linfraft in un Schtim bewahren, daß ich wüterm Machen möchten, in unzeig brt in meinem Berigtigen Schlai, fallen idu feliglich möge fortziehen näch dem giet deines heiligen Wortes laufen und bieten Tag dbue el nige Sunden wider das Gewillen vollbringen, damit du in mir bleiben, in mir mehnen und dein Werk in mir schaffen mögeft, Gieb Gnade, daß ich in großer Todesgefahr an Leib und Seel behütet To unter Ichlailpler teuermann nd sein und bleiben, dogt wir hiertnic mit durch den zeitlichen Schlafmele erquidel, unserm Laut chriſtlicbarbi nachkommen mogen, Daraut 10 misl tann ich mich zur Ruhe ſanit nies Isio derlegen und meine Augenlide berg: ១៥ lasſen schlummern, deine heiligen rom misd dnu bid lun Engel sin 906 HET YOU 1900 100% 100 HU g 16 duten und achten, defrat bintapet ung 2stenertunft, das Ende, meines Leben und alles HA der Pis 0² mein Bad Hummer m und auf Erdenal made2 gapings mu in Abendiegen zu aktu not ein einiger Got Pfer biſt, Drap hat sich genfiget, es with so Abend werden und die intere Nacht kommi heran, darum wird Barum Dr unſere Gefahy eroh ung porglicht begegnet, und. Denn wenn du nicht bleix en un ROS HIS zu meinem beſt und mit deinem hellen Glanz im haft deinen Beg gergele, My galp ut es bald @ samsd Metſegebete 13 Waſſer- tada dieses mit Engelzebiedbu, oden Menschen isu sagen? Gich Gnad gute, zu Winden machette perdent, daß wir durch Anregung unsere Reise und das ganze Schiff eines göstlichen und ger ghidfeligd treiben und sich igen, Windes in unſerm Herzen ihren Heiligen Flügeln den Weg angeblafen werden, daß das Seuer eigen, bengesowandeln ſoll; und des Gepete des Troffes und der ich will dich für diese und alle an poffnung in uns recht aufgehe, bere Barmherzigkeit Wloben und damit wir nicht mu Zweifel, preifen andoides Mongena deine Wankelmuth und Unglauben Bies Gnabe des Abends deine Güte Jes und alles andere von dir bits vertündigen, durch das Verdienst ten mögen. Du bist viel geneig des blutigeft Schweißes Christi ter uns die Bitte zu gewähren, Ehi unsers HEren, im Heiligen als wir zu bitten, garum tomme Geist. Umeng ni, glüd snied zu Hülfe unſerm ſchwachen GlauGebet um glücklichen Wind. ben mit deiner zeitgen billje, jo V Ulmächtigen, sögnädigter, GDU, werden wir deines- Petligen Gethimmlischer mehr 80 Windes auch theithaftig werden. Das verleihe, o Gott, durch dens jelbendeinen Helligen Geiſt, damit du unsern( Glauben aufblaſest, in Christo JEfu unserm HErrn, einis gen GOft in Emigteit. Amen. bel geführlichem neturm. Anu( 98 hoood FID ner, der durdie Erde gegründet uitdlndasi Meen damit gleichsam mierin einen Sad gefallet, auch dem Wasser den Geist und Wind gestellet, der darüber wehet und ihn in alle Orte der Welt, verfehet, daß er dinisu Diensten stehe und beine Gebote ausrichtenDu gebieteſt ihm und er hält en nich; bu sprichst ein Wort under kommt aus Hefer Gefahr schreien aus smiderwärtigen Orten pi Uch und heulen wir jeßt zu diť, GOst, HErr, hier ist uns geholfen durch eile uns zu helfen, denn das Waseines glückseligen Windes Kraft, fer gehet uns bis an die Seele, welchen du doch gnädigtshicken sundis Riemand, der erretien kann, wollefitwinke nun, so wird er bir als du allein. Ach Herr, vergehorsam Trund neitruns sein, suche uns nicht zu lange, nach deinem Befehl GOtt, der .yom maniem tien. [ us fieter Roth, SEHT GOH, Siebe an unfete Noth und bu den Wind aus nichts geschaffhöre das Brausen der ofen hast du wirst und kannitiaans Winde, das Krachen des Schiffbem cmiderwärtigen einen gludleins, das Traffeln des Wasſers, feligen Wind schaffen, denn deine jebe an, wie wir hier wallen; Allmacht ist nicht allein über schwarze und dicke finstere Nebel die Winde, sondern über Himmel haben uns umschlonnen; wer sollte und Erden; auch wirst du uns jauns hier helfen tönnen, als du, benfelben nicht verfagenz der du GOtt allein? Willstoudennewiglich ains eind viel theures Windlein zurnen und feine Gnade mehr gefchentet hast, als das Braujen erzeigen? It's denn ganz und gar des süßen Windes, des Heiligen aus mit deiner Gute? Hast dir vers Beistes, den du auch über uns in gelen gnädig zu ſett und deine ber heiligens aufe und Gehör Barmherzigteit vor Bornvergöttlichen Wortes reichlich haft Schlofen? Stehe, Bere auf, gehen lassen, wie solltest du denn warum schläfest du? Wirvergehen. uns dieses irdische Geschent ver- HErr, mache auf und laß uns ſehen Gebete File Traittetuito Sterbende. 0 81 leben und bes väfertiche| mich chicht haftoverschlingen days Stimme, damit duit denen un fen 19 ondern beismier mies ein gern lenge the Klett allmächtiger Schiffspoftons tim prament glaubigen Wahr fft es, wir find Shiff gewesen unbrübers Wind Heingläubig, aber be aber songs onder and Meert! geherrschetlisdaßstüle mehre untern Grauben und das nach deinem Geboksgehorsamlich uns emprinden beine starte All- than und unsere Fahrt befördern macht das du nur einen Wint müssendoWahtlich, wahrlich, Tou gebell alsbald Er wird du vist allein ein mächtiger GDitis du der Wind und das Meer gehorsam Bist devitindem der Dank ge fein und wir wollen Bidy Toben, biheet. Die danke ich mit allen preiten und dir dantlagen für die deinen Heiligen, Nogbylone. Errettung unfer Lebenlang. ang Antent. paulo and allen Apostel die mir Danksagung nach volls deine Hülfe in großen Wassern erfahren haben dagunidadein 1901901 Reise zu Wasset. HER GDit himinli obgebuhvety beins in allein ber Ichen Bater! Hier he dein Nuhan dein Cast allein die Chee Anecht, ben su auf Temer langen und Herrlichkeit, die auch die Schifffahrt geſchüßet, geführet und majo zhelfensteino dallein. begleitet und nach allem Wunsch Nimm ſlang Heer, diesen meine wieder zu Lande gebracht haft, Dantfagang, laß sie ditoleinmein daß er nummehr von aller Noth Jüßes Geruchopfer auf demts golund Gefahr befreiet, deinen Erd- denen Altar Christo JEfu, in dem boden gefund betreten mag. Dar- preinen und heisachen Rauchfah um fomme ich auch mit meinem seiner rothen stofs Wunden, danTantopfer zu dir, bringe dir die gezündet mit der Feuer des HeiFarren, meiner Lippen und danteligen! Getstest det du lebeft ein pige bon Herzen, daß du den einigers GOttail hochgelobetsin Schlund des grausamen Meeres Ewigkeito Amen fi rid Horst svonitie nogle bula Sanis um Gebete für Kranke und Sterbende Gebet um ein feliges Ende, Morgen- und Abendgebet du diaf töglich zu bitten, soumist eines Keankem prodig si allmächtiger CHu getrener GDit bund gnädiger barmherziger Gött 1 Bated unseres HErrn JEfu bitte sich durch deine heiligen Christinnichshageicbird Lob und Wunden, durch einen bittern Dantsdaß dut mich schwachen op, laß mich auch in bir felih- 1 Menschen diesen Tag( Nacht) sich und wohl sterben, mit allen über so gnädiglich erhalten, ges Deinen heiligen are Behüte mich Thütet und gestärkets haft! Ich PDP getnews bösen schnellen Zöde, Pbitte dich von Herzen, im Namen Toab ich nicht in Sünden" über- Chu Christi, du wollest auch die eilet, werde und sterbe, wenn du sen Tag( Nacht) und dies übrige groß Mipfallen an mir haft" ſon- Beit meines Lebens beiner Barms bern daß ich mit guter Vorberei- herjigkeit gumir wenden, inteine tung, und mit Empiabung Beines Bundesverzeiherd, mich durch beiligen Leibes und Blutes möge deine Gnadel trösten, durch deine a dir wandelt, bei dir Ghabe raft starten durch deitentei a finden und der ewigen Seligkeitigen Geiftofleiten, damit deich nsheilhaftig werden. Amen. nach deinem Willen lebens und leiden 88 Gebete fult kedute unte 82 stabende. संता fb₂ 1490 1019 ftes. Amengut Istnägliches Gebet cipes Krankeid as Jduniasthit mrisd TouJb03- gid १ १६१५१ ९ १८ deinen moge Ich befehle auch allen und pesades in gener 91jiElen en meinen tranfen, Leib ung phang 1 valstsidehodaltean mugit auch meine Seele in deine heiligen, Idyvelß bricht mir aus und fühle adsanpfad helbeittger, Eugen ſei annimis jetzt, Jakmiles eine m mit mir, daß der hole Seind teine, Bülte hald oblegen perne, denn 119.Semalt, noch Macht gn yütg finden ign bin Erge und werden meder di bagen HECh Cinay Shrig auf Gede perden, danon, im ges numeinen Aflichten HS U PU new way; hym. de bine 984 aber, meinen einzigen Round Belzijn geines Ichingislichen des * esting in pirgit, des Deyligen Sezz! willen, tak mix mi frauen vor dem Ende, den ich wie ein Lämm auf der Schlachtpant, por Augen die nepiem 05 ondern froite mich in Toi od trommer, Gott, harmherziger hpesngthen und Schweren Sende Bater, billig fommt nicht alz, deinen heiligen Engels daß er misdein dieſen Strantheit über mich mich, wie dich, HErp Chriſte, da Mi nachdem ich bis Anger ig aftungen meiner ung der ganzen Welt Bilspiel mider sich geſündiget, sondern Sunde be balken mins remode bilich jollte auch, wenn du inge, Stecht rangeſt Härte Achiert! es mit mir perfahren wolltest, meiner pmuß einmal gelachen dem auf Misfethat, wegen emia perſonen Erden ist, nichts, denn zruhſal, ift mi und perdammet jeing Well mich Angst und Bein Meine Beit odotherab herzlich reiter und ich nach periloijen und meine age, ind deiner Engder an deinem dieben, dahin. Behi hin. Bebute mich nur Err! spil Sobne In Christo bie jeinden 14. Mordhwerer Anfechtung und vor ni liches Berlangen trages gob in einen ſchreditchenende. 2918 de. Ich BäGOtt, meiner d dodaß, mit auch leiche freudig wishdante girz, Blus chiderfahren, Pergiel nur mich der pter, sab du mich, aus Gnaden ediger väterlichen Bulgne le meine zur Gemeinschaft der christlichen Sünde.endengu meiner che gepracht, daß du mir zum Krankheit nach deinem Nath, zu lengmachenden Glauben gehol deiner Chro, upp niejner Geliganten und mich bishers, parinnen sniteit bi Berletheindelien Meduld erhalten bay!, erhalte mich noch And son GS 1 1houmarode, dabei bispan mein lebtes Ende. nuBereichen soll, 19 beschere, niin ein Sohn mich nicht enthallen pon du liges Engea Wut du mig, aber icesi nechten Glaubens, Trost, daß nsaus Gnaden wieder aufhelsen, 19, mirpom andern und einigen mobebüter mich daß ich bintire ose tein Leid gelchebe, jinim nicht mehr jundige und folicher Bater! smill Whend, wernibann nicht etwas Werderes mider, den und die Lage, meines Lebens bfahren mögen Laß mich mein haben nich geneiget, bleibe bei sd Leben nach einem Wohlgefallen wir und peise mich zu ette. dretlid bellen, damit ich im HErr Christe, laß mich lang eindeiner Huld und Gnade hier jchlafen und in meiner Reim örzeitlich und dort ewiglich verfahrt, wie Stephanus, den pimbleiben könne, men id del piten dehen, HErr, heiltGeber in oprengtheniger Geit! weiche nicht von mir, des bis scheiden, Lebens und Pern der Ser daß ich mm, wie ein Bieb, bas ligkeit, der du die Schlüssel der hin fahre. Erhalte mich bei guter Verstildebe 83 Vernunit pertürze mir die Toz| cht vor deinem Richterstuht, erbesqual And Himme had mith Pcheidend fet mettoneller und naden bon diefeln elendent de afsprchyt nelle mie unter deine old Bentho Pammerisat chand and bit in pe having 341 bethter Nechten und snigen Similtet. Bei Chripe der ty mich mit Steuyen hotell! Gehe du in unserer Sünde witten gër ſein zu deines$ 3EAn Freude!! Hilf, and 19 Gebete für f für Kranke und Sterheyde. dope 38 mit du Tebe und mitt Gebet und Freudengejung bir ewig Stene, um dein Telbſt willen." Aiden. Kürze Seufzee in Todesnothyme s 100 1191 * 98 tigtelt willen on Ben Todten er inden bift, 96 mein ikdif& Haus 89dieselterlichen Billle zerbro! chen und mein gelb mit Erde me he wild fy gieb pift zur non Bett ders teltten porauiten, für à von Dir in Bater! ben natürlichen Leib einen geistdir Befehle ich meinen Leib sorfichen gelbundants de verse tich bind Seele seriörgetel baß sie 35 in Anesten und achten get belforgeiendewiglich. Ach noget wis lap Ufiveribesticht in Etiche Chrifte auf bein 119 Bertlichkeit und Auferste Beldienst leve und sterbe Tay hilf, Vertible meinen Leib daß daß ich nicht allein poffer 91 Telig 89 er abhlich werde HErr Christes terve ſyndern auch doit ewiglich turbeinem" gerfurten elbeddedeng Goft Beiliger Geiſt! jebne with bei mit selbst nach auf deinen Tröſt berlaß ich mich Der Anbichafts ich freue mich allein, Ichaffe, das ich bald im diber limfligell Guter" Ehre und Himmer schaue, was ich diffeßo Berrittelt und warte auf deine glauben ind daß ich dort befize. ellventelle Batthie uns eie was sichert höffer heilige nes Leibes Gustung und auf ein Dreieinigkeit 90 hochgelobe in anderes und ewiges Leben Hadi Gwigkeit, verleihe gnädiglich daß der Betheibung" Gottes. Ich ich durch diese meine Sterblich nogaline, das hojpleine Ruhe vor rett eingyel in die ewige Freude muhande en Bolte Gottes und Seligkeit Amen. So Ing Barinhene, a amigefreuen Cir Fen! Du Heiland Aller monen und bietechien Tench Beter die auf bichranen, baterierden gibte the helte bineverlaß mich nicht, der ich eine die water Weich. 19HErt Hoffnung allein auf deine Vorms togs hasir lebe ich, der steibe ich fertigteitekel ißmich un aber in fost this lebendige sie lieblichen Worte hören und na ben Utd du Biff meinth meinem Herzennerschellen, die eete Befohlen welche du zu den Schächer am 79Tein Bu, witt fe mohl bewahren streuze hesprochen Heute wirst bu yan sie erlöfet, du wahrhafti die mit mir in Paradiese ein. TId Thai Denn insey Sirich wilche von Herzen aufgelöset und bei die in der einigen Seligteit, zu eindomeniu dlug 19.usd be 9 dry der Bu fütünsülg Bist, zu richten die gevendigen und ble Todten, mittelge mir inet lige Auf erstehung mit allen Beligen und illvereinige Leib und Seele wieder, her dis über even und Geht ein Bet Vift, faß mich mit guten Sewien und fröhlichem Unge Herr Chutnei mitä dig, erbarme ich mein und erhalte mich durch den heures Blut. Nimm mich auf zu dir in dein ewiges Himmelreich. In deine 84 Gebete für Kranke und Sterbende. deine Hände befehle ich meinen| so herrlich nach seinem Ebenbilde Geist. Hilf mir durch deine erschaffen hat. Fahre hin, im Barmherzigkeit. Amen. O Namen GOttes des Sohnes, HErr Jesu Christe, der du der dich so theuer erkauft und für mich den Todeskampf mit seinem bittern Leiden und mit blutigem Schweiß ausges Sterben erlöset hat. Fahre hin standen hast, ich bitte dich von im Namen Gottes des HeiliHerzen, du wollest mich in dieser gen Geistes, der dich zu seinem meiner letzten Noth nicht verlassen, Tempel bereitet und geheiliget sondern von aller Angst gnädig hat. Der gütige und barmhererlösen und meine Seele sanft zige GOtt, der den armen vers und selig zu dir nehmen. Amen. storbenen Lazarum in den Schooß So fahr' ich hin zu JEsu Christ, Abrahams und den Schächer am Mein' Arm' thu ich ausstrecken. Kreuz in das Paradies hat tra So schlaf' ich ein und ruhe sein, gen lassen, der wolle dich durch Rein Mensch kann mich auf das bittre Leiden JEsu Christi, wecken, scines lieben Sohnes, unsers HErrn und Heilandes, vor dem Teufel bewahren und durch seine heiligen Engel führen lasſen in das ewige Vaterland, daß du daselbst mit allen Auserwählten in ewiger Freude und Seligkeit leben mögest. Dahin er auch Denn Jesus Christus, GOttes Sohn, Der wird die Himmelsthür aufthun, Mich führ'n zum ew'gen Leben. Gebet, wenn der Kranke in letzten Zügen ist. Allmächtiger, ewiger Umächtiger, ewiger GOtt! uns allen nach dieser vergäng= laß dich erbarmen das ängstlichen Zeit gnädiglich wolle vers helfen. Amen. liche Seufzen und Wehklagen dieses sterbenden Menschen und nimm ihn auf in dein Himmelreich, das du ihm und allen Gläubigen aus Gnaden von Anfang der Welt bereitet hast. Ent binde ihn gnädiglich, o HErr und nachdem er die Schuld der Natur im Tode bezahlt, so tröste ihn mit deinen Auserwählten ewiglich durch deinen lieben Sohn, unsern HErrn JEsum Christum. Amen. Gebet, wenn der Sterbende oder Kranke verschieden ist. Barmherziger, ewiger GOtt! daß die Seele dieses Menschen, so jetzt von seinem Leibe verschieden iſt. deinen lieben Engeln und Auserwählten in deinem Reich zugefellet werde und daß dieser sein todter Leib wieder auferſtehe am jüngsten Tage zum ewigen Le ben, durch deinen lieben Sohn, unsern HErrn JEfum Chriftum, der mit dir lebet und herrschet in Ewigkeit des Heiligen Geis ftes, ein wahrer GOtt in Ewigs Gebet, wenn der Sterbende verscheiden will. ahre hin, du eble Seele, im Namen des Vaters, der dichkeit. Amen. Fah Nun gute Nacht! weg mit der Erden, Du aber, Himmel, sei gegrüßt, Hier will ich JEsu Schooßtind werden, Der sich schon mit der Seele küßt. Ach! was ist hier für Lust und Pracht, Drum sag ich selig: Gute Nacht. sansdret dл 91NDTR Tüf steds 48 90 ing manist bon biltred of noniem bi aldd somöd snied 97 tosiin raniobra, ik Cond 890 110 mp outbid Itigi 08 dar( toire msgitend tim 690 on media nid en lis manist u tagilisdeg * 19dmind 190 didistretcnsb nd istoirs nedret 92 ao 291to nemo mi od sttid i fod madnoft ud mers@ teretgel senism NO NISONO Semu nsfälts Booth nad ni muogo nedroti slnemden vid ug gilet dis of o und Epiſteln -DT) пр auf alle Sonn- und Festtage Jiind3 u®e noes' ganzes- fahresg க imite tit Crist o Sretni senda maden wober auch se inad rod dalis dan no snist( brud driesin Bommern gebräuchlichen 19@ nebear besonderen Besper Texte : maticharisaule nello time as mus n'adui he efindlich, tisfgrls du sous17 grub Stufa 96 na tede bun 19 midn@ fisgöm nebst dem i napig metaal ni Marle 39 loer Symbolo Athanafii admodest 196 90 und der Geſchichter to the vom Leiden Sterben, Auferstehung in bid del chil 400 DIST 1 sid and ili us Simmelfahrt au giduálé red unsers HErrn und Hellandes JEfu Chriſti 2c., aux biss den vier Evangelisten zusammengezogen. mi stole aus ist 191910 and onu 901900 me odstrafun ridsiat dis? Wie auch die skulle manied laine ndi 92 miZerstörung der Stadt Jerusalem do bilgias ndo meus amied ud med minde nem 56 muude mit allem Fleiß, at de tsofred dnu 19del rio m inspinach der Pommerschen Kirchen- Agendes giorni 1100 19tdoor nise eingerichtet, 9199 9lde ud aid endoss 9) 1911( 10 red& rsin sed mamose U 901 190 tim gear Itball stug nuil disa dildoo u bi liar sid 1800 199 19 tim noci bil 192 Druck und Verlag von F. Hessenland. EVAN GE Melavel Epistel am 1. Sonntage des Advents. Röm. 13. v. 11 bis 14. ieben Brüder: Weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir's glaubten. Die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbei gekommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsterniß und anlegen die Waffen des Lichts. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid; sondern ziehet an den HErrn Jesum Christum, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Der HErr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschahe aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesaget ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der laſtbaren Eselin. Die Jünger gingen hin, und thaten, wie ihnen JEsus befehlen hatte, und brachten die Efelin und das Füllen, und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten falem kamen gen Beth- sie auf den Weg. Das Volk phage an den Delberg, sandte aber, das vorging und nachJEsus seiner Jünger zween, folgte, schrie und sprach: und sprach zu ihnen: Gehet Hofianna, dem Sohn David! hin in den Flecken, der vor Gelobet sei, der da kommt euch lieget, und bald werdet im Namen des HErrn! ihr eine Eselin finden ange Sofianna in der Höhe! bunden, und ein Füllen bei ihr; löset sie auf und führet sie zu mir. Und so euch Jemand etwas wird sagen, so sprechet: Evangel. am 1. Sonntage des Advents. Matth. 21. v. 1 bis 9. Da fie nun nahe bei JeruEpistel am 2. Sonntage des Advents. Röm. 15. v. 4 bis 13. Nieben Brüder, was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Evangelia und Episteln. 3 burch Geduld und Trost der Schrift| schmachtenvorFurcht und vor Hoffnung haben. GOtt aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid unter einander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobet GOtt und den Vater unsers HErrn JEsu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleich wie euch Christus hat aufgenommen zu GOttes Lobe, Ich sage aber, daß JEsus Christus sei ein Diener gewesen der Beichneidung um der Wahrheit wil len GOttes, zu bestätigen die Verheißung, den Vätern geschehen. Daß die Heiden aber GOtt loben um der Barmherzigkeit wil len, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinen Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch ihr Heiden mit seinem Volt. Und abermal: Lobet den Herrn alle Heiden, und preiset ihn alle Völker. Und abermal spricht Esaias: Es wird sein die Wurzel Jeffe, und der auferstes hen wird zu herrschen über die Heiden, auf den werden die Hei- hen, bis daß es alles geschehe. den hoffen. GOtt aber der Hoff Himmel und Erde werden nung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habet, durch die Kraft des Heiligen Geistes. Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmelkräfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aberdieses anfängt zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum, und alle Bäume. Wenn sie jetzt ausschagen, so sehet ihr's an ihnen, und mers fet, daß jeßt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich GOttes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergeEvangelium am 2. Sonntage des Advents. Luc. 21. v. 25 bis 36. nd es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond, und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange sein, und werden zagen, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden ververgehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnellüber euch. Denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. Soseid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget zu entfliehen diesem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. A 2 Epistel Evangelia und Episteln. 4 Epistel am 3. Sonntage des Advents. 1. Cor. 4. v. 1 bis 5. Dafür halte uns Jedermann, nämlich für Christi Diener und Haushalter über GOttes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist sein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder voneinem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt, aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget: Der HErr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der HErr komme, welcher auch wird an's Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Herzen offenbaren: alsdann wird einem Jeglichen von GOtt Lob widerfahren. Evangel. am 3. Sonntage des Advents. Matth. 11. v.2 bis 10. a aber im Gefängniß die Werke Chrifti hörte, sandte er seiner Jün ger zween, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? JEsus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen, die Lah men gehen, die Aussäßigen seid ihr hinaus gegangen in die Wüsten zu sehen? wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häuser. Oder, was seid ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr eis nen Propheten sehen? Ja ich sage euch, der auch mehr ist, denn ein Prophet. Denn dieser ift's, von dem geschrieben ste het: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. Epistel am 4. Sonntage 4 bis Lieben Brüder: Freuet euch in dem HErrn allewege, und abermal sage ich: Freuet euch. Eure Lindigteit laffet fund sein allen Menschen. Der HErr ist nahe. Sorget nichts; Bitte im Gebet und Flehen mit sondern in allen Dingen lasset eure Danksagung vor GOtt fund wer den. Und der Friede GOttes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Evangel. am 4. Sonntage des Advents. Joh. 1. v. 19 bis 28. werden rein, die Tauben hö- Und dies iſt das Zeugnißoren, stehen auf, hannes, Judensandund den Armen wird das ten von Jerusalem Priester Evangelium gepredigt. Und und Leviten, daß sie ihn fragfelig ist, der sich nicht an mir ten: Wer bist du? Und er beärgert. Da die hingingen, kannte und leugnete nicht, und fingJEsus an zu reden zu dem er bekannte: Ich bin nicht Volk von Johannes: Was Christus. Und sie fragten ihn: Was Evangelia und Episteln. 9 auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volt zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Zur Vesper wird anstatt der Epistel geprediget Joh. 1. v. 1 bis 5. m Anfang war das Wort, und Was denn? Bist du Elias? Er der sich selbst für uns gegeben hat, sprach: Ich bins nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen fie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort gebendenen, die uns gesandt haben. Was sagest du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüsten: Richtet den Weg des HErrn, wie der Prophet Elias gesagt hat. Und die gesandt waren, diewaren von den Pharisäern. Und fragten ihn, und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen das Wort war bei GOit, und GOtt war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei GOtt. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gewar das Leben, und das Leben war macht, was gemacht ist. In ihm das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsterniß, und die Finsterniß hat's nicht begriffen, Evangel. am 1. Weihnachtsfeiertage. Luc. 2. v. 1 bis 7. Ich mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nichttennet. Der ists, der nach mir kommen wird, welcher vormir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhrie men auflöse. Dies geschah zu Bethabara, jenseits des Jordans, da Johannes taufte. Epistel am 1. WeihnachtsFeiertage, so vorm Altar verlesen wird. Tit. 2. v. 11 bis 14. 3 ist erschienen die heilsame Gnade GOttes allen Menschen und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in bieser Welt, und warten auf die ten Weibe, die war schwanselige Hoffnung und Erscheinung ger. Und als sie daselbst der Herrlichkeit des großen GOttes, und unsers HeilandesJEfuChristi, 3 begab sich aber zu der ein vom Kaiser Augusto ausging, daß alle Welt geschäßet würde. und diese Schätzung war die allererste, und geschahe zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und Jedermann ging, daß er sich schäzzen ließe, ein Jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa aus der Stadt Nazareth, in das Jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem; darum, daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schäßen ließe mit Maria, seinem vertrauwaren, kam die Zeit, daß fie 23 gebären 6 Evangelia und Episteln. gebären sollte. Und sie gebar| zur rechten GOttes. Und sprach: ihren ersten Sohn, und witfelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn fie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Siehe, ich seheden Himmel offenund Gottes stehen. Sie schrieen aber des Menschen Sohn zur Rechten laut, und hielten ihre Ohren zu, und stürmten einmüthig zu ihm ein, ſtieBen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanum, der anrief, und sprach: HErr JEsu, nimm meis nen Geist auf! Er kniete aber nieder und schrie laut: HErr behalte ihnen diese Sünde nicht. Und als er das gesagt, entschlief er. Evangel. am 2. Weihnachtsoder St. Stephanustage, so vorm Altar verlesen wird. Matth. 23. b. 34 bis 39. Epistel am 2. Weihnachtsoder St. Stephanstage, so vorm Altar verlesen wird. Apostelgesch. am 6. v. 8 bis zu Ende des Capitels, und Capitel 7. v. 54. bis zu Ende v. 59. ( tephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, that Wunder und große Zeichen unter dem Volt. Da standen Etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner, und der Cyrener, und der Aleranderer, und die licia und Asia waren, und befrag: Den Bharifäern, Schrifter HErr verten sich mit Stephano. Und sie mochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, der da redete. Da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Lästerworte reden wis der Mosen und wider GOtt. Und bewegten das Volk und die Weltesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu und risen ihn hin, und führten ihn vor den Rath. Und stellten falsche Zeugen dar, die sprachen: dieser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider dieseheilige Stätte und das Geseb. Denn wir haben ihn hören sagen: JEsus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und ändern die Sitte, die uns Moses gegeben hat. Und sie saben auf ihn alle, die im Rath saßen, und ſahen sein Ange ficht, wie eines Engels Angesicht. Da sie solches höreten, gings ihnen durchs Herz und bissen die Zähne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sahe er auf gen Himmel, und sabe dießerr lichkeit GOttes, und JEsum steben gelehrten und Obersten der Juden: Siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise, und Schriftgelehrten: und derselbigen werdet ihr etliche tödten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet fie verfolgen von einer Stadt zu der andern: auf daß über euch komme alle das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerech ten Abels, bis auf's Blut Zacharias, Barachiä Sohn, welchen ihr getödtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über diesGeschlecht kommen. Jerusalem! Jerusalem! die du tödteft die Propheten, und steinigest die zu dir Evangelia und Episteln. 7 dir gefandt sind: wie oft habe| wickelt und in einer Krippe lies ich deine Kinder versammeln gend. Und alsbaldwar bei dem wollen, wie eine Henne ver- Engel die Menge der himmlis sammelt ihre Küchlein unter schen Heerschaaren, die lobten ihre Flügel, und ihr habt nicht GOtt, und sprachen: Ehre sei gewollt. Siehe, euer Haus soll GOtt in der Höhe, und Friede euch wüste gelassen werden. auf Erden, und den Menschen Denn ich sage euch: Ihr wer- ein Wohlgefallen! det mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobet sei, der da kommt im Namen des HErrn. Epistel am 3. Weihnachts oder St. Johannistage, so vorm Altar verlesen wird. Sir. 15. v. 1 bis 8. Zur Vesper wird anstatt der Epistel gepredigt: Joh. 1. v. 14. Und das Wort ward Fleisch, und wohnete unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohns vom Vater voller Gnade und Wahrheit. Evang. am 2. Weihnachtstage, welches gepredigt wird. Luc. 2. v. 8 bis 14. nd es waren Hirten in der felbigen Gegend auf dem Und olches thut Niemand, denn der den HErrn fürchtet; und wer sich an GOttes Wort hält, der fins det sie. Und sie wird ihm begegnen wie eine Mutter, und wird ihn empfangen wie eine junge Braut. Sie wird ihn speisen mit Brod des Verstandes, und wird ihn tränken mit Wasser der Weisheit. Dadurch wird er start werden, daß er feft stehen kann; und wird sich ansiehals ten, daß er nicht zu Schanden wird. Sie wird ihn erhöhen über seinen Nächsten, und wird ihm seinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn krönen mit Freude und Felde bei den Hürden, die hüte- monne, und mit ewigem Namen ten des Nachts ihre Heerde. begaben. Aber die Narren finden Und siehe, des HErrn Engel sie nicht, und die Gottlosen können trat zu ihnen, und die Klarheit sie nicht ersehen. Denn sie ist ferne des HErrn leuchtete um sie, Heuchler wissen nichts von ihr. von den Hoffärtigen, und die und sie fürchteten sich sehr. Und der Engelsprach zu ihnen: ober St. Johannistage, so vorm Evang. am 3. Fürchtet euch nicht, siehe, ich Altar verlesen wird. Joh. 21. verkündige euch große Freude, die allem Bolt wiederfahrenet, wird. Denn euch ist heute der Da aber Heiland geboren, welcher ist Christus, der HErr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gev. 19 bis 24. spricht er zu Petro: JEfus bas gesaFolge mir nach. Petrus aber wandte sich um, und sahe den Jünger folgen, welchen JE sus lieb hatte, der auch an sei ner Brust am Abendessen geA 4 legen 8 Evangelia und Episteln. legen war, und gesagt hatte:| Evang. am 3. WeihnachtsHErr, wer ists, der dich verräth? Da Petrus diesen sahe, tage, welches geprediget wird. Luc. 2. v. 15 bis 20. ſpricht er zu JEſu: HErr, Und da die Engel von ihnen gen was soll aber dieser? spricht zu ihm: So ich will, chen die Hirten unter einan daß er bleibe, bis ich komme, der: Lasset uns nun gehen gen was gebet es dich an? Folge Bethlehem, und die Geschichte du mir nach. Da ging eine Nedeaus unternden Brüdern: sehen, die da geschehen ist, die uns der HErr kund gethanhat. Dieser Jünger stirbet nicht. Und sie kamen eilend, und fanUnd JEsus sprach nicht zu den beide, Marium und Joihm: Er stirbet nicht, son- seph, dazu das Kind in der dern: Se ich will, daß er blei- Krippe liegend. Da sie es aber be, bis ich komme, was gehet gesehen hatten, breiteten sie es dich an? Dies ist der Zün- das Wort aus, welches zu ger, der von diesen Dingen ihnen von diesem Kinde gesagt zeuget, und hat dies geschrie- war. Und alle, vor die es kam, ben. Und wir wissen, daß sein wunderten sich der Nede, die ihnen dieHirten gesagt hatten. Zeugniß wahrhaftig ist. Marie aber behielt alle diese Zur Vesper Worte, und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten fehrten wieder um, preiseten und lobetenGOttum alles, daß fie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. NB. Wenn zwischen Weihnach ten und Epiphania nur ein Sonntag vor oder nach Neujahr einfällt, so ist die Epistel am Sonntage nach Weihnachten: Gal. 4. v. 1 bis 7.3 wird anstatt der Epistel geprediget: Joh. 1. v. 6 bis 13. swar ein Mensch pon GOtt gefandt, der hieß Johannes. Derfelbige tam zum Zeugnis, daßervon bem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sonderndaß erzeugetevon dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschenerleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht; und bie Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigenthum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viel ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, GOttes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von GOtt geboren sind. Qieben Brüder! Ich sage aber, so lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; fon dern er ist unter den Vormun dern und Pflegern, bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußers Evangelia und Episteln. 9 äußerlichen Sagungen. Da aber| HErrn und redete von ihm die Zeit erfüllet ward, sandte GOtt zu allen, die auf die Erlösung seinen Sohn, geboren von einem Weibe, und unter das Geset gethan: auf daß er die, so unter dem Geset waren, erlösete, daß wir die Rindschaft empfingen. Weil ihr benn Kinder seid, hat GOtt ge fandt den Geist seines Sohnes eure Herzen, der schreiet: Abba! lieber Vater. Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind es aber Kinder, so find es auch Erben GOttes durch Christum. Evangelium am Sonntage nach Weihnachten, Luc.2, v.33 6.40. Ind sein Vater und Mutzu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Geseß des HErrn, kehrten sie wieder in Gali läum, zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit, und GOttes Gnade war bei ihm. in ter wunderten sich deß, das von ihm geredet ward. Und Simon segnete sie, und NB. Wenn zwischen Weihnachten und Epiphania zwei Sonntage einfallen, so ist am ersten Sonntage in Pommern die Epistel: Offenb. Joh. 14. v. 1 bis 5, und das Evangelium: Matth. 2. v. 13 bis 23. ſprach zu Maria, ſeiner Mut- Und ich habe ein Lamm ſtehen ter: Siehe, dieser wird gesett zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird:( Und es wird ein Schwert durch deine Seele auf dem mit ihm hundert und vier und viers die den Namen seines Vaters geschrieben an ihre Stirn. Und hörete eine Stimmevom Himmel, als eines großen Wassers, und wie eine Stimme eines großen Donners: und die bringen) auf daß vieler Her- Stimme, die ich hörete, war zen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlechte Aser, die war wohl betaget, und hatte gelebet sieben Jahr mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauschaft.Und war nun eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, diente GOtt mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde, und preisete den als der Harfenspieler, die auf ihren Harfen spielen. Und fangen wie ein neu Lied, vor dem Stuhl, und vor den vier Thieren und den Aeltesten: und Niemand konnte das Lied lernen, ohne die hundert und vier und vierzig taus send, die erkauft sind von der Erden. Diese sind's, die mit Weibern nicht befleckt sind, denn sie sind Jungfrauen, und folgen dem Lamm nach, wo es hingehet. Diese sind erkaufet aus ben Menschen, zu Erstlingen GOtt und dem Lamm. Und in ihrem Munde ist kein Falsches funden, denn sie sind unsträflich vor dem Stuhl GOttes. 2 5 Evan 10 Evangelia und Episteln. Evangel. Matth. 2. v. 13-23.| gestorben war, siehe, daerschien a fie aber hinweg gezogen der Engel des HErrn dem Jowaren, siehe, da erschien seph im Traum in Egyptender Engel des HErrn dem Jo- land, und sprach: Stehe auf, seph im Traum, und sprach: und nimm das Kindlein und Stehe auf, und nimmdas Kind seine Mutter zu dir, und lein und seine Mutter zu dir, ziehe hin in das Land Israel. und fliehe in Egyptenland, und Sie sind gestorben, die dem bleibe allda, bis ich dir sage; Kinde nach dem Leben standenn es ist vorhanden, daß He- den. Und er stand auf und rodes das Kindlein suche, das- nahm das Kindlein und seine selbe umzubringen. Und er Mutter zu fich, und kam in stand auf, und nahm dasKind- das Land Israel. Da er aber lein und seine Mutter zu sichbei hörete, daß Archilaus im Jüdider Nacht, und entwich in schen Lande König war, anEgyptenland, und blieb allda statt seines Vaters Herodes, bis nach dem Tode Herodes. fürchtete er sich dahin zu komAuf daß erfüllet würde, das men. Und im Traum emder HErr durch den Prophe- pfing er Befehl von GOtt, ten gesagt hat, der da spricht:| und zog in die Orte des Ga Aus Egypten habe ich meinen liläischen Landes, und kam, Sohn gerufen. Da Herodes und wohnte in der Stadt, nun sahe, daß er von den Wei- die da heißet Nazareth. Auf sen betrogen war, ward er sehr daß erfüllet würde, das da gezornig, und schickte aus, und sagt ist durch den Propheten: ließ alle Kinder zu Bethlehem Er soll Nazarenus heißen. tödten, und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernet hatte. Da ist erfüllet, das gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens. Rahel beweinte ihre Kinder, und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes Epistel am Neujahrstage, so vorm Altar verlesen wird. Gal. 3. v. 23 bis 29. Rieben Brüder: Ehe denn aber unter dem Geseß verwahret und der Glaube kam, wurden wir verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbaret werden. Also ist fen auf Christum, daß wir durch den gewe Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube tommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeiſter. Denn ihr seid alle GOttes KinJEsu. Denn wie viel euer ges der durch den Glauben an Christo tauft sind, die haben Christum anges Evangelia und Episteln. 11. angezogen. Hier ist kein Jude NB. Wenn zwischen Weihnachten noch Grieche; hier ist kein Knecht noch Freier; hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzu= mal Einer in Christo JEsu. Seid ihr aber Chrifti, so seid ihr ja Abrahams Samen, und nach der Verheißung Erben. Epistel am Neujahrstage, so in der Vesper gepredigt wird. Esaias 8. v. 5 bis 10. Und nd der HErr redete weiter mit mir und sprach: Weil dies Volk verachtet das Wasser zu Siloha, das stille gehet und tröstet sich des Rezin, und des Sohnes Remaljas: Siehe, so wird der HErr über sie kommen lassen starke und viele Wasser des Stroms, näm: lich den König zu Affyren und alle seine Herrlichkeit, daß sie über alle ihre Bäche fahren, und über alle ihre Ufer gehen. Und werden ein: reißen in Juda, und schwemmen und überhergehen, bis daß sie an den Hals reichen und werden ihre Flügel ausbreiten, daß sie dein Land, o Immanuel, füllen, so weit es ist. Seid böse, ihr Völker, und gebet doch die Flucht. Höret ihr es alle, die ihr infernen Landen seid: Rüstet euch, und gebet doch die Flucht; Lieber, rüstet euch, und gebet doch die Flucht. Beschließet einen Rath, und werde nichts daraus. Beredet euch, und es bestehet nicht; denn hier ist Immanuel. und Epiphania zween Sonntage einfallen, so ist die Epistel am Sonntage nach Neujahr: Gal.4. v. 1 bis 7; das Evangelium Luc. 2. v. 33 bis 40, so wie fie oben pag. 9 stehen. Evangel. am Neujahrstage Luc. 2, v. 21. Epistel am Fest der Erscheinung Christi, sonst Ept phania oder heil. drei Könige ge nannt. Esaias 60 v. 1 bis 6. Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf über dir. Denn siehe, Finster niß bedecket das Erdenreich, und Dunkel die Völker; aber über dir gehet auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, und die Könige Hebe deine Augen auf, und siehe im Glanz, der über dir aufgehet. umher, diese alle versammelt, kom den von ferne kommen, und deine men zu dir. Deine Söhne wers Töchter zur Seite erzogen wer den. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir tommt. Denn die Menge der Kameele Midian und Epha. Sie werden wird dich bedecken, die Läufer aus aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und bes HErrn Lob verkündigen. 11nd Evangelium am Fest der Erscheinung Chrifti, sonst Epiphania oder heil. drei Könige genannt. Matth. 2. v. 1 bis 12. nd da acht Tage um wa ren, daß das Kind be schnitten würde, da ward sein Name genennet JEsu, welcher genennet war von dem zu Bethlehem im JüdiEngel, ehe denn er im Mutter- schen Lande, zur Zeit des Könileibe empfangen ward. Da a JEsus geboren war ges Herodes, siehe, da kamen die 12 Evangelia und Episteln. Epistel am 1. Sonntage nach der heil. 3 Könige. Röm. 12. Brüv. 1. bis 6. ermahne euch, die Weisen vom Morgenlande| sahen, wurdensiehocherfreuet, gen Jerusalem, und sprachen: und gingen in das Haus, und Wo ist der neugeborene König fanden das Kindlein mit Mader Juden? Wir haben seinen ria, seiner Mutter, und fielen Stern gesehen im Morgenlan- nieder, und beteten es an, und de, und sind kommen, ihnanzu- thäten ihre Schäße auf und beten. Da das der König Hero- schenkten ihm Gold, Weihrauch des hörte, erschrack er, und mit und Myrrhen. Und GOtt be ihmdas ganze Jerusalem. Und fahl ihnen im Traum, daß fie ließ versammeln alle Hohen sich nicht sollten wieder zu Hepriester und Schriftgelehrten rodes lenken, und zogen durch unter dem Volk, und erforschte einen andern Weg wieder in von ihnen, wo Christus sollte ihr Land. geboren werden. Und sie sagfen zu ihm: Zu Bethlehem im Jüdischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: UndduBethlehem im Jüdischen Lande, bist mit nichten die Kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein HErr sei. Da berief Herodes die Weisen heimlich, und er lernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre. Und weisetefie genBethlehem, und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogensiehin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kind lein war. Da sie den Stern! der, durch die Barmherzigfeit GOttes, daß ihreure Leiber bea gebet zum Opfer, das da lebendig, beilig und GOtt wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern vers ändert euch durch Veränderung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen mögt, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene GOtteswille. Dennichsagedurchdie Gnade, die mir gegeben ist, Jeders mann unter euch, daß Niemand weis ret zu halten, sonderndaß er von ihm ter von ihm halte, denn sich's gebübmäßiglich halte; ein Jeglicher, nach dem GOtt ausgetheilethatdas Maß des Glaubens. Denn gleicher Weise als wir in einem Leibe viel Glieder haben, und alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben; also sind wir viele ein Leib in Christo, aber unter eins ander ist einer des andern Glied, und haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist Evangelium am 1. Sonntage nach der heil. breidnige. Luc. 1. v. 41 bis 52. Und Evangelia und Episteln. 13 nd seine Eltern gingen alle alle diese Worte in ihrem Herdas Osterfest. Und da er zwölf Jahr alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem, nach Gewohnheitdes Festes. Undda die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind JEsu zu Jerusalem; und seine Eltern wußten es nicht. Sie meinten aber, er wäreunter den Gefährten, und tamen eineTagereise, undsuch ten ihn unter den Gefreunde ten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen fie wiederum gen Jerusalem, und fuchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel fißen mitten unterdenLehrern, daßer ihnen zuhörte, und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da fie ihn sahen, entsegten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum haft du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein Weisheit, Alter und Gnade bei GOtt und den Menschen. Epistel am 2. Sonntage nach der h.3kön. Röm. 12v.7bis 16. Qieben Brüder: Wir haben mans er cherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat Jemand Weissagung, so sei sie dem Glau ben ähnlich. Hat Jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret Jemand, so warte er der Lehre. ErmahnetJemand, sowarte er des Ereinfältiglich. Regieret Jemand, se sei er sorgfältig. Uebet Jemand Barmherzigkeit, so thue er es mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. asſet das Arge. Hanget dem Gu ten an. Die brüderliche Liebe unter einandersei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun sollt. Seid brünstig im Geist. Schicket Euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübfal. Haltet an am Gebet! Nehmet euch der heiligen Noth durft an. Herberget gerne. Seg net, die euch verfolgen. Segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. 1 Trachtet nicht nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium am 2. Sonntage nach der heil. 3 Könige, Joh. 4. v. 1 bis 11. Vamuß in dem, das meines Band am dritten Tage ward ters ist? Und sie eine Hochzeit zu Cana, in das Wort nicht, das er mit Galiläa, und die Mutter JGihnen redete. Und er ging mit su war da. JEsus aber und ihnen hinab, und kam gen Na- seine Jünger wurden auch auf zareth, und war ihnen unter die Hochzeit geladen. Und da than. Und seine Mutter behielt es an Wein gebrach, spricht bie 14 Evangelia und Episteln. die Mutter JEsu zu ihm: Sie| ohne von GOtt; wo aber Obrig haben nicht Wein. JEsus teit ist, die ist von GOtt verordnet. spricht zu ihr: Weib, was habe Wer sich nun wider die Obrigkeit sebet, derwiderstrebet GOttes Ords ich mit dir zu schaffen? Meine nung, die aber widerstreben, wer Stunde ist noch nicht gekom- den über sich einUrtheil empfangen. men. Seine Mutter spricht zu Denn die Gewaltigen sind nicht den Dienern: Was er euch sa- den guten Werken, sondern den bös get, das thut. Es waren aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so sen zu fürchten. Willst du dich aber allda sechs steinerne Wasser- thueGutes, so wirst du Lob von ders trüge geseget nach der Weise selbigen haben. Denn sie ist GOt der Jüdischen Reinigung, und tes Dienerin, dir zu gut. Thust du gingenjein einen zwei oderdrei aber Böſes, so fürchte dich: benn fie trägt dasSchwert nicht umsonst, Maß. JEsus spricht zuihnen: Sie ist GOttes Dienerin, eine Rä Füllet die Wasserkrüge mit cherin zur Strafe über den, der Wasser. Und sie füllten sie bis Böses thut. Soseid nun aus Noth oben an. Und er spricht zu unterthan, nicht allein um der ihnen: Schöpfetnun, undbringetes dem Speisemeister. Und fie brachten es. Als aber der Speisemeister kosteteden Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam( die Diener aber wußten's, die das Wasser geschöpfet hatten), rufet der Speise meister den Bräutigam, und spricht zu Jedermann giebt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringern; du haft den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das JEsus that, geschehen zu Cana in Galiläa, und offenbarete seineHerrlichteit. Und seine Jünger glaubStrafewillen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müss set ihr auch Schoß geben, denn sie sind GOttes Diener, die solchen bet nun Jedermann, was ihr schulSchuß sollen handhaben. So gedig seid: Schoß, dem der Schoßgebühret; Boll, dem der Zoll gebühret; Furcht, dem die Furcht gebühret; Ehre, dem die Ehre gebübret. Evangelium am 3. Sonnt. nach der h. 3kön. Matth.8.v.1bis 13. ten an ihn. Epistel am 3. Senntage nach der b.3Kön.Röm. 13.v.1bis 17. Jede edermann sei unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit, a JEsus vom Berge abging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussäßiger kam, und betete ihn an und sprach: HErr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und JEsus streckte seine Hand aus, rührete ihn an und sprach: Ichwill'sthun, sei gereiniget. Und alsbald ward er von seinem Aussaß rein. Und JEsus sprach zu ihm: Siehe zu, sag'sNiemand, sondern gehe hin, und zeige dich den Priestern, und opfre die 15 Evangelia und Episteln. die Gabe, die Moses befohlen| geschehe, wie du geglaubethaft. hat, zu einem Zeugniß über sie. Und sein Knecht ward gesund Da aber JEsus ausging zu zu derselbigen Stunde. Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und sprach: HErr, mein Knecht liegt zu Hause unb ist gichtbrüchig, und hat große Qual. JEsus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: HErr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich binein Mensch, dazuder Obrigteit unterthan, und habe un ter mir Kriegsknechte, noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so gehet und zum anv. 23 bis 27. dern: Komme her, so kommt und Ejus trat in das Schiff, und seine Jünger er; und zu meinem Knechte: folgten ihm. Und siehe, da Thue das, so thut er's. Da das erhob sich ein groß Ungestüm JEsus hörte, verwunderte er im Meer, also, daß auch das sich und sprach zu denen, die Schifflein mit Wellen bedeckt ihmnachfolgten: Wahrlich, ich ward; und er schlief. Und fage euch: Solchen Glauben die Jünger traten zu ihm, und habe ich in Israel nicht gefun- weckten ihn auf, und sprachen: den. Aber ich sage euch: Viele HErr, hilf uns, wir verderwerden kommen vom Morgen ben! Da sagte er zu ihnen: undvom Abend, und mit Abra- Jhr Kleingläubigen, warum ham und Jsauc und Jakob im seid ihr so furchtsam? Und Himmelreich sißen. Aber die stand auf, und bedrohete den Kinderdes Reichs werden aus- Wind und das Meer: da ward gestoßen in die äußerste Fin- es ganz stille. Die Menschen sterniß hinaus, da toird sein aber verwunderten sich, und Heulen und Zähnklappen. sprachen: Was ist das für Und JEsus sprach zu dem ein Mann, daß ihm Wind Hauptmann Gehe hin, dir und Meer gehorsam ist? Epiftel Epistel am 4. Sonntage nach der b. 3Kön. Röm. 13.v.8bis10. Seid Niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet, denn wer den an erfüllet. Denn das da gesagt ist: dern liebet, der hat das Gesetz Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht tödten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugniß geben; dich soll nichts gelüsten; und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset. Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Geseßes Erfüllung. Evangel. am 4. Sonntage nach der heil. 3 Könige. Matth. 8 Evangelia und Episteln. 16 Epistel am 5. Sonntage nach der heil. 3 Könige. Col. 3. b. 12 bis 17. vater, und sprachen: HErr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gefäet? Woher hat er denn das Unziehet nun an, als die Ausermählten GOttes, Heilige und Geliebte, herzliches Erbar- fraut? Er sprach zu ihnen: men, Freundlichkeit, Demuth, Das hat der Feind gethan. Sanftmuth, Geduld; und ver- Da sprachen die Knechte: trage einer den andern, und verge Willst du denn, daß wir hin bet euch unter einander, so Jemand Klage hat wider den andern, gleich wie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede GOttes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid, in einem Leibe, und seid dankbar. Laffet das Wort Christi unter euch reichlich woh- zeit will ich zu den Schnittern nen in aller Weisheit: lehret und sagen: Sammelt zuvor das ermahnet euch selbst mit Psal- Unkraut, und bindet es in men und Lobgesängen, und geist- Bündlein, daß man es verlichen lieblichen Liedern, und sin brenne: aber den Weizen fam get dem HErrn in eurem Herzen. Und alles, was ihrthut, mit Borten oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des HErrn JEsu, und danket GOtt und dem Vater durch ihn. gehen und es ausgäten? Er sprach: Nein; auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgätet. Laffet beides mit einander wachsen, bis zu der Ernte; und um die Erntemelt mir in meine Scheuern. Epistel am Tage der Reinigung Mariä. Jer. 23. v. 5 bis 8. Evangelium am 5. Sonntage Siebe, es kommt die Zeit, spricht der HErr, daß ich dem David nach der heil. 3 Könige. Matth. 13. ein gerecht Gewächs erwecken will, und soll ein König sein, der b. 24 bis 30. nd ein ander Gleichniß vor, und sprach: das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, fam sein Feind, und jäete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da So wahr der HErr lebt, der nun das Kraut wuchs und die Kinder Jfrael aus EgyptenFrucht brachte, da fand sich land geführet hat: sondern, so auch das Unkraut. Da tra- Samen des Hauses Israels bat wahr der HErr lebt, der den ten die Knechte zu dem Haus- heraus geführet und gebracht aus Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu derselbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird HErr, der unsere Gerechtigkeit ist. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HErr, daß man nicht mehr sagen wird: dem Evangelia und Episteln. 17 dem Lande der Mitternacht, und du deinen Diener in Frieden aus allen Landen, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Lande wohnen sollen. Evangelium am Tage der Reinigung Mariä. Luc. 2. b. 22 bis 32. nd da die Tage ihrer ReiMost famen, brachten sie das Kind JEsu gen Jerusalem, auf daß sie ihndarstelletendem HErrn.( Wie denn geschrieben stehet in dem Gefeße des HErrn: Allerlei Männlein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem HErrn geheiliget heißen.) Und daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gefeße des HErrn: Ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbige Mensch war frommund gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israel, und der Heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem Heiligen Geist, er follte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des HErrn gesehen. Und kam auf Anregen des Geistes inden Tempel. Und da die Eltern das Kind JEsum in den Tem pel brachten, daß sie für ihn fahren, wie du gesagt hast, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, wel chen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuch ten die Heiden, und zum Preis Epistel am 6. Sonntage nach der heil. 3 Könige. 2. Petri 1. v. 16 bis 21, enn wir haben nicht den klugen tund gethan haben die Kraft und Zukunft unsers HErrn JEſuChrist, sondern wir haben seine Herrlichs teit jelbst gesehen, da er empfing von GOtt dem BaterEhreund Preis durch eine Stimme, die zu ihm ges schah von der großen Herrlichkeit, dermaßen: Dies ist mein lieber Sobn, an dem ich Wohlgefallen gehöret, vom Himmel gebracht, da habe. Und dieseStimme haben wir wir mit ihm waren auf demheiligen Berge. Wir haben ein festesprophes tisches Wort, und ihr thut wohl, daß das ba scheine in einemdunkelnOrt, ihr darauf achtet, als auf ein Licht, bis derTag anbreche, und der Mor genstern aufgehe in eurem Herzen, und das sollt ihr für das erste wiss Schrift geschiehet aus eigener Aus sen, daß keine Weissagung in der legung. Denn es ist noch nie eine Weinlagung aus menschlichem Wil len hervorgebracht, sondern die heiligen MenschenGOttes haben gere det, getriebenvondemheiligen Geist. Evangelium am 6. Sonntage nach der heil. 3 Könige. Matth. 17. v. 1 bis 9. thäten, wie man pflegt nachnd nach sechs Tagen nahm zu dem da er seine Arme, und lobete GOtt, Jacobum, und Johannem und sprach: HErr, nun läsfest' seine Brüder, und führete fie B. beiseits 18 Evangelia und Episteln. beiseits auf einen hohen Berg, cher aber, der da lämpfet, ents und ward verkläret vor ihnen. hält sich alles Dinges; Jene also, Und sein Angesicht leuchtete daß sie eine vergängliche Kroné Und sein Angesicht leuchtete empfangen, wir aber eine unverwie die Sonne, und seine Klei- gängliche. Ich laufe aber also, der wurden weiß, als ein Licht. nicht als aufs Ungewiſse, ich fechUnd siehe, da erschienen ihnen te also nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betäube Moses und Elias, die redeten meinen Leib, und zähme ihn, daß mit ihm. Petrus aber antwor- ich nicht den Andern predige, und tete, und sprach zu JEsu: selbst verwerflich werde. Ich will HErr, hier ist gut sein, willst euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unsere Väter sind du, so wollen wir hier dreihüt- alle unter der Wolke gewesen, und ten machen, dir eine, Most sind alle durch's Meer gegangen, eine, und Elias eine. Da er und sind alle unter Mose getauft, noch also redete, fiehe, da über- mit der Wolke und mit dem Meer. und haben alle einerlei geistliche schattete sie eine lichte Wolke. Speise gegessen, und haben alle Und siehe, eine Stimme aus einerlei geistlichen Trant getrunder Wolke sprach: Dies ist ken; sie tranfen aber von dem mein lieber Sohn, an wel geistlichen Fels, der mit folgte, chem ich Wohlgefallen habe, ihrer Vielen hatte GOtt feinen welcher war Christus. Aber an den sollt ihr hören. Da das Wohlgefallen; denn sie sind niedie Jünger höreten, fielen sie dergeschlagen in der Wüste. auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. JEfus aber trat Evang. am Sonnt.Septuageſ. Matth. 20, v. 1 bis 16. zu ihnen, rührete fie an, und Das Himmelreich ist gleich auf, und am Morgen ausging, Arbei ter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sahe andere an dem Markte mitßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, den Schranken laufen, die was recht ist. Und sie gingen laufen alle, aber einer erlanget hin. Abermal ging er aus tet euch nicht. Da fie aber ihre Augen aufhoben, sahen fie Niemand, denn JEsum allein. Und da sie vom Berge herab gingen, gebot ihnen JEsus, und sprach: Ihr sollt dies Gesicht Niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Todten auferstanden ist. Epistel am Sonnt. Septuages. 1. Cor. 9. v. 24 bis Cap. 10. v. 5. Misset ihr nicht, daß die, so in daß ihr es ergreifet. Ein Jegli um die sechste und neunte Stunde, Evangelia und Episteln. 19 Oder, habe ich nicht macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Legten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Epistel am Sonnt. Seragesim. 2. Cor. 11. v. 19 bis Cap. 12, v. 9. Qieben Brüder: Jhr vertraget Stunde, und that gleich also. Letzten geben gleich wie dir. Um die eilfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müßig stehen, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: es hat uns Niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch wer den. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinberges zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gieb ihnen den Lohn, und hebe an an den Leßten bis zu den Ersten. Da kamen, die um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfing ein Jeglicher seinen Groschen. Da aber die Ersten kamen, meinten fie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein Jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese Leßten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du haft fie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einenGroschen? Nimm was dein ist und gehe hin. Ich will aber diesem gerne die Narren, dieweil ihr tlug seid. Jhr vertraget, so euch Jemand schindet, so euch Jemand Jemand zu Knechten machet, so euch nimmt, so euch Jemand troßt, so euch Jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unben. Worauf nun Jemand kühn ist ehre, als wären wir schwach gewor( ich rede in Thorheit), drauf bin ich auch tühn. Sie sind Ebräer: ich auch. Sie sind Ifraeliten: ich ich auch. Sie sind Diener Chrifti: auch. Sie sind Abrahams Same: ( ich rede thörlich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfters gefangen, oft in Todesnöthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche, weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, einmal ge ſteiniget, breimal habe ich Schiffhabe ich zugebracht in der Tiefe des Meers. Ich habe oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu dern, in Gefahr unter den JuWasser, in Gefahr unter den Mörden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr unter den Städten, in Gefahr in den Wüsten, Gefahr unter den falschen Brüin Gefahr auf dem Meer, in dern, in Mühe und Arbeit, B2 in Evangelia und Episteln. 20 in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße, ohne was sich sonst zuträgt, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen, und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. GOtt und der Vater unsers HErrn JEfu Christi, welcher sei ges lobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damasco, der Landpfleger des Königs Areta, verwahrete dieStadt der Damascer, und wollte mich greifen. Und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauern niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nüße: doch will ich kommen auf die Gesichte Evangel. am Sonnt. Serages. Luc. 8. v. 4 bis 15. Da a nun viel Volks bei und Offenbarungen des HErrn. Ich tenne einen Menschen in Christe vor vierzehn Jahren( ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; GOtt weiß es). Derselbige einander war, und aus den Städten zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Säemann aus 34 säen seinen Samen: und indem er säete, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und etliches fiel auf den Fels, und da es ward entzücket bis in den dritten aufging, verdorrete es, darHimmel. Und ich tenne denielbigen Menschen( ob er in dem Leibe, oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; GOtt weiß es). Er ward entzüdet in das Paradies, und hörete unaussprechliche Worte, welche fein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen, von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, thäte ich dar: seine um nicht thörlich; denn ich wollte bie Wahrheit sagen. Ich enthalte Jünger und sprachen, was mich aber deß, auf daß nicht diese Gleichnisse wären? Er Jemand mich höher achte, denn aber sprach: Euch ist es geges er an mir siebet, und von mir höret. Und auf daß ich mich nicht ben, zu wissen das Geheimniß ber hohen Offenbarung überhebe, des Reiches GOttes; den anist mir gegeben ein Pfahl ins dern aber in Gleichnissen, daß fie Fleisch, nämlich des Satans Ens gel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal den HErrn geflehet habe, daß er von mir weiche. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chrifti bei mir wohne. um, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und ersticks ten es. Und etliches fiel auf ein gut Land, und es ging auf und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre. Es frugen ihn aber Evangelia und Episteln. 21 fie es nicht sehen, ob sie es sein des ewigen Lebens, nach der schon sehen, und nicht verste ben, ob sie es schon hören. Das ist aber dies Gleichniß: Der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. Evang. am Sonnt.Quinquag. oderEstomihi. Matth. 3. v. 13bis17. u der Zeit kam aus Game ist das Wort GOttes. 3 alilda an den Jordan zu Johanne, daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde; und du komDie aber an dem Wege sind, dassind, die es hören; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und seligwerden. Die aber auf dem Fels sind die, wenn sie es hömest zu mir? JEsus aber ant ren, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel, eine Zeit lang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen fie ab. Das aber unter die Dornen fiel, find die so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reich thum und Wollust dieses Le bens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, find die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Herzen, und bringen Frucht inGeduld. Epistel am Sonnt. Quinquag. wortete, und sprach zu ihm: Laß jetzt also sein, alſo gebühret es uns alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er es ihm zu. Und da JEsus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da that sich der Himmel auf über ihm. Und Johannes sahe den Geist GOttes gleich als eine Taube herabfahren, und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe. oder Esto mihi, so vorm Altar verlesen wird. Tit. 3. v. 4 bis 7. Epistel am 1. Sonntage in der Fasten. 2. Cor.6. v. 1 bis 10. Nieben Brüder: Wir ermahnen aber euch, als ihr nicht vergeblich dieGnade GOt= tes empfanget. Denn er ſpricht: Ich habe dich in der angenehmen a aber erſchien die Freundlich unseres Heilandes, nicht um der Werte willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er Zeit erhöret, und habe dir am Tauns selig durch das Bad der Wiege des Heils geholfen. Gehet, jest dergeburt und Erneuerung des ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Heiligen Geistes, welchen er aus- Tag des Heils. Laffet uns aber gegoffen hat über uns reichlich Niemand irgend ein Aergerniß ges durch JEium Christum unsern Heiben, auf daß unser Amt nicht verland. Auch daß wir durch dejjel- lästert werde. Sondern in allen bigen Gnade gerecht und Orben Dingen lasset uns beweisen, als die 33 Diener 22 Evangelia und Episteln. Diener GOttes, in großer Geduld, so laß dich hinab, denn es stehet in Trubsalen, in Nöthen, in Neng sten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wa chen, in Fasten, inReuschheit, in Ertenntniß, in Langmuty, in Freund lichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft GOttes; durch geschrieben: Er wird seinen Engel über dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Da sprach JEWaffen der Gerechtigkeit, sus zu ihm: Wiederum stehet zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte; als die Verführer, und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch betannt: als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüch tigten, und doch nicht ertödtet; als die Traurigen, aber allezeit fröh lich; als die Armen, aber die doch Viele reich machen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangel. am 1. Sonntage in der Fasten oder Invocavit. Matth. 4. v. 1 bis 11. auch geschrieben: Du sollst GOtt deinen HErrn nicht versuchen. Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihreHerrlichkeit, und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, so du niederfälleft und michanbetest. Daſprach JEsus zu ihm: Hebe dichweg von mir, Satan! denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten GOtt deinen HErrn, und ihm allein dienen. Da verließihnder Teu fel; undsiehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. D Epistel am 2. Sonntage in der Fasten oder Reminiscere. 1. Teffal. 4. v. 1 bis 7. Meiter, lieben Brüder, bitten in a ward JEsus vom Geist in die Wüste geführet, auf daß er von dem Teufel versuchet würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du GOttes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und er antwortete und sprach: Es ste von uns empfangen habt, wie ihr dem HErrn JEsu, nachdem ihr het geschrieben: Der Mensch sollet wandeln, und GOtt gefallebet nicht vom Brod allein, len, daß ihr immer völliger werdet. sondern von einem jeglichen Denn ihr wisset, welche Gebote Wort, das durch den Mund HErrn JEsum. Denn das ist der wir euch gegeben haben durch den GOttes gehet. Da führete ihn Wille GOttes, eure Heiligung, daß der Teufel mit sich in die heilige ihr meidet die Hurerei, und ein Stadt, uno stellete ihn auf die Jeglicher unter euch miffe sein Faß i Zinne des Tempels, und sprach 3u hehalten Heiligung und Eh tel icht in der Luftfeuche, wie zu ihm: Bist du GOttes Sohn, die beide die von GO: nichts wiffen; Evangelia und Episteln. 23 wissen; und daß Niemand zu weit| Weib, dein Glaube ist groß; greife, noch bevortheile seinen dir geschehe, wie du willst. Bruder im Handel: Denn der HErr ist der Rächer über das al- und ihre Tochter ward geles, wie wir euch zuvor gesagt sund zu derselbigen Stunde. und bezeuget haben. Denn GOtt hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Epistel am 3. Sonntage i.d.Fasten od.Oculi. Ephef.5.v.1-9. Evangelium am 2. Sonntage tes Nachfolger, als die lieben in der Fasten oder Reminiscere. Kinder; und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns geliebet hat, und sich selbst dargegeben für uns, zurGabe Opfer.GOtt einem Matth. 15. v. 21 bis 28. nd JEsus ging aus von 11 boten, und entwich in sur Gabe und Opfer, aber unb die Gegend Tyrus und Sidon. Und siehe ein Caninäisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach, und sprach: Ach HErr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr fein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn, und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber, und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder, und sprach: HErr, hilf mir! Aber er antwortete, alle Unreinigkeit oder Geiz laffet nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet. Auch schandoder Scherz, welche euch nicht ziebare Worte und Narrentheidinge, men: sondern vielmehr Dantjagung. Denn das sollt ihr wissen, daß keinHurer, oderlinreiner, oder Gei siger( welcher iſt ein Gößendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und GOttes, lasset euch Niemand verführen mit vergeblichen Wor ten; denn um dieser willen kommt der Zorn GOttes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ibre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß, nun aber seid ihr ein Licht in dem HErrn. Wandelt wie die Kinder Die des Geistes ist allerlei Gültigkeit, und Ge rechtigkeit und Wahrheit. und sprach: Es ist nicht fein, ei aus, der war stumm. Evang. am 3. Sonntage in der Fasten. Luc. 11. v. 14 bis 28. nd ihr fel daß man den Kindern Brod nehme, und werfe es Und es geschahe, da der Teufel vor die Hunde. Sie sprach: ausfuhr, da redete der StumJa HErr! aber doch essen die me. Und das Volk verwunHündlein von den Brodsam- derte sich. Etliche aber unter lein, die von ihrer Herren Ti- ihnen sprachen: Er treibet die sche fallen. Da antwortete Teufel aus durch Beelzebub, JEsus, und sprach zu ihr: O den Obersten der Teufel. Die 34 an Evangelia und Episteln. 24 andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fället über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr saget: Jch treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben fie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch GOttes Finger die Teufel austreibe, so kömmt je das Neich GOttes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter ſeinen Palaft bewahret, so bleibet das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt, und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er fich verließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich: und wer nicht mit mir sammlet, wenn er kommt, so findet er es mit Besemen gekehret und geschmücket. Denn gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind, denn er selbst, und wenn sie hinein kommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselbigen Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die GOttes Wort hören und bewahren. Epistel am 4. Sonntage in der Fasten oder Lätare. 1.Cor. 13. das ganze Capitel. Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weisbeimnisse, und alle Erkenntniß, sagen könnte, und wüßte alle Ges und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versette, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und men gäbe und ließe meinen Leib wenn ich alle meine Habe den Arbrennen, und hätte der Liebe nicht, der zerstreuet. Wenn der un- so wäre es mir nichts nüße. Die saubere Geist von dem Men- Liebe ist langmüthig und freundschen ausfähret, so durchwanbelt er dürre Stätte, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wieder umfehren in mein Haus, da aus ich gegangen bin. Und lich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blähet sich nicht. Sie stellet sich nicht ungeberdig, sie suchet nicht das Ihre, sie laßt sich nicht erbittern, sie trachtet icht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, fie freuet sich aber der Wahrheit. Sie Evangelia und Episteln. 25 nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und betverträgt alles, fie glaubet alles, war. Es geschahe aber, da er fie hoffet alles, fie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden, und die Sprachen auf bören werden, und das Erkennts niß aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stüdwert, und unser Weissagen ist Stüdwerk. Wenn aber tommen wird das Vollkommene, so wird das Stüdwert aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war flug wie ein Kind, und hatte findische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab was tindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Worte, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich es stückweise, dann aber werde ich es erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: aber SieLiebe ist die größeste unter ihnen. Evangelium am 4. Sonntage in der Fasten. Luc. 18. v, 31 bis 43. r nahm aber zu sich die telte. Da er aber hörete das Volk, das durchhin ging, for schete er, was da wäre. Da verkündigten sie ihm, JEsus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: JEsu, du Sohn David, erbarme dich mein. Die aber vorne angingen, bedräueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie vielmehr: Du Sohn David, er barme dich mein. JEfus aber stand stille, und hieß ihn zu sich führen.Da sie ihn abernahebei ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daßich dir thun soll? Ersprach: HErr, daß ich sehen möge. Und JEsus sprach zu ihm: Sei sehend; dein Glaube hat dir geholfen. € er nen: Sehet, wir gehen hinauf und folgete ihm nach und gen Jerusalem, und es wird preisete GOtt. Und alles Volk, alles vollendet werden, was das solches sabe, lobete GOtt. geschrieben ist durch die Pro- Epistel am 5. Sonntage pheten von des Menschen in der Fasten, oder Judica. Ebr. 9. Sohn. Denn er wird überv. 11 bis 15. antwortet werden den Hei- ieben Brüder: Christus aber ist er ein Hoden, und er wird verspottet, herpriester der zukünftigen Güter, und geschmähet, und verspeiet durch eine größere und vollkomme werden. Und sie werden ihn nere Hütte, die nicht mit der Hand geißeln und tödten; und am gebauet ist; auch nicht durch der gemacht ist, das ist, die nicht also dritten Tage wird er wieder Böcke und Kälber Blut, sondern aufersichen. Sie aber vernah- er ist durch sein eigenes Blut einmen der leines, und die Ne- mal in das Heilige eingegangen, de war ihnen verborgen, und funden. Denn so der Ochsen und und hat eine ewige Erlösung er wußten nicht, was da gesagt der Böde Blut, und die Siche 26 von der Rub gesprenget, heiliget die unreinen zu der leiblichen Reis nigkeit: wie viel mehr wird das Blut Chrifti, ber sich selbst ohne allen Wandel durch den Heiligen Geist GOtt geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den tobten Werken, zu dienen dem lebendigen GOtt. Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Te staments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Uebertretungen( die unter bem ersten Teſtament waren), die so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium am 5. Sonntage in der Fasten. Joh. 8. v. 46 bis 59. Evangelia und Epiſteln. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aberdie Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von GOtt ist, der höret GOttes Wort: Darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von GOtt. Da antworteten die Juden, und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und haft den Teufel? JEsus ant wortete: Ich habe keinenTeu fel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich fage euch: So Jemand mein Wort wird balten der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen mir, daß du den Teufel hast, Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So Jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist, und die Propheten find gestorben. Was machst du aus dir selbst? JEsus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet, er sei euer GOtt und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich würso würde ich ein Lügner, gleich wie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sahe ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahr alt, und hast Abraham gesehen? JEsus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber JEsus verbarg sich, und ging zum Tempel hinaus. Epistel am Tage der Verkündigung Mariä. Esaias 7.. 10 bis 15. Und der HErr redete abermals dir ein Zeichen vom HErrn, deizu Ahas, und sprach: Fordere nem GOtt; es sei unten in der Hölle oder droben in der Höhe. Aber Evangelia und Episteln. 27 Aber Ahas sprach: Ich will's nicht| Vaters David geben; und fordern, daß ich den HErrn nicht er wird ein König sein über versuche. Da sprach er: Wohlan, das Haus Jakob ewiglich, und so höret ihr vom Hause David: It's euch zu wenig, daß ihrbieLeute beleidiget, ihr müsset auch meinen GOtt beleidigen? Darum so wird euch der HErr selbst ein zei chen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird er essen, daß er wisse Böses zu vers werfen, und Gutes zu erwählen. seines Königreichs wird kein Ende sein. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, fintemal ich von teinem Manne weiß. Der En gel antwortete und sprach zu ihr: der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird GOttes Sohn Evangelium am Tage der Verkündigung Mariä. Luc. 1. b. 26 bis 38. nd am sechsten Mond ward der von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißet Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrauhieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein, und sprach: Gegrüßet seist duHoldselige! Der HErr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da fie aber ihn sahe, erschrak sie über seine Rede, und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engelsprachzuihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hastGnade bei GOtt gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, deß Namen sollst du JEsus heißen, der wird groß und ein Sohndes Höchsten genannt werden; und GOtt der HErr wird ihm den Stuhl seines Elisabeth, deine Gefreundete ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sei. Denn bei GOtt ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des HErrn Magd; mir gesche he, wie du gesagt haft. Und der Engel schied von ihr. Epistel am Palm- Sonntage. Phil. 2. v. 5 bis 11. Lieben Brüder: Ein Jeglicher sei gesinnet, wie JEsus Christus auch war; welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er es doch für einen Raub, GOtt gleich und nahm Knechtsgestaltan, ward sein, sondern äußerte sich selbst. gleich wie ein anderer Mensch und an Geberden als ein Mensch erfunden. Ererniedrigte sich selbſt, ja zum Tode am Kreuz. Darum und ward gehorsam bis zum Tode, hat ihn auch Gott erhöhet, und bat 28 hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist: daß in dem Namen JEsu sich beugen sollen alle derer Knie, die im Himmel und auf Erden, und unter der Erden sind. Und alle Zungen betennen sollen, daß JEsus Chriftus der HErr sei, zur Ehre GOttes des Vaters. Evangelia und Episteln. Des ter Zion: Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Ejel, und auf ei nem Füllen der lastbaren Eſelin. Solches aber verstanden seine Jünger zuvor nicht; sondern da Jesus war verkläret, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben und sie solches ihm gethan hatten. Viel Volks aber, das auf das Fest gekommen war, da es hörete, daß JEsus kommt gen Jerusalem, nahm es Palmenzweige, und gingen hinaus ihm aus ben vier Evangelisten. entgegen. Auch tam viel Volks es andern Tages, da sie nahe der Juden mit dem HErrn von zu Jerusalem tamen, gen Bethanien, welches des Tags zu Bethphage und Bethanien an vor dahin gelaufen war, nicht den Delberg, sandte JEsus seiner allein 3Esum, sondern auch LaJünger zween, und sprach zu ih- zarum zu sehen, welchen er von nen: Gehet hin, in den Flecken, den Todten auferwecket hatte. der gegen euch lieget, und als Das Volt aber, das mit ihm bald, wenn ihr hinein kommt, war, da er Lazarum aus dem werdet ihr eine Eselin finden an- Grabe rief, und von den Todten gebunden, und ein Füllen bei erweckete, rühmete die That: ihr, auf welchen noch nie ein Darum ging ihm auch das Volk Mensch gesessen ist. Löset sie auf, entgegen, da es hörete, er hätte und führet sie zu mir. Und so solches Zeichen gethan. Die euch Jemand etwas wird sagen, Pharisäer aber sprachen unterso sprecht: Der HErr bedarf einander: Ihr sehet, daß ihr ihrer; so bald wird er sie euch las nichts ausrichtet. Siehe, alle sen und hersenden. Die Jünger Welt läuft ihm nach. Aber viele gingen hin, und fanden auch das des Volts breiteten ihre Kleider Füllen gebunden an der Thür, auf den Weg. Die anderen hieben draußen auf dem Wegscheid, und Zweige von den Bäumen, und thaten wie ihnen JEsus befohlen streueten sie auf den Weg. Und hatte. Und etliche, die da stan- da er nahe herzu kam, und zog den den, sprachen zu ihnen: Was Delberg herab, fing das Volk, das machet ihr, daß ihr das Füllen vorging und nachfolgete, und der ablöset? Sie fagten aber zu ih- ganze Haufe seiner Jünger mit nen, wie ihnen JEsus geboten Freuden an GOtt zu loben mit hatte. Und sie ließen es zu. Und lauter Stimme über alle Thas fie brachten die Eselin und das ten, die sie gesehen hatten, und Füllen ju JEsu, und legten ihre schrieen, und sprachen: Hosianna Kleider darauf, und segten ihn dem Sohne David! gelobet jei, darauf. Das geschahe aber alles, der da tömmt ein König in dem auf daß erfüller würde, das da Namen des HErrn! Gebenes gefaget ist durch den Propheten, deiet sei das Reich unsers Vaters der da spricht: Saget der Toch- David, der da kömmt im Naman Evangel. am Balm- Sonnt. Matth. 21 suche pag. 2. Auch wird geprediget anstatt 1. Cor. 11 suche p. 30. Historia am Palm- Sonntage Evangelia und Episteln. 29 men des HErrn! Hosianna in ner auch sein. Und wer mir dies der Höhe! Friede sei im Himmel, und Ehre in der Höhe! Und etliche der Pharisäer im Volt sprachen zu ihm: Meister, strafe deine Jünger. Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch, wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien. Und als er nahe hinzukam, sahe er die Stadt an, und weinete über sie und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken, zu biefer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun nen wird, den wird mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, bilf mir aus dieser Stun de! doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Bater, verkläre deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verkläret, und will ihn abermal verklären. Da sprach das Volt, das dabei stand und zuhörete: Es donnert. Die andern sprachen: Es redet ein Engel mit ihm. JEsus antwor ist es vor deinen Augen verborgen. tete, und sprach: Diese Stimme Denn es wird die Zeit über ist nicht um meinetwillen gedich kommen, daß deine Feinde schehen, sondern um euretwilwerden um dich und deine Kin: len. Jest geht das Gericht über der mit dir eine Wagenburg die Welt. Nun wird der Fürit ichlagen, dich belagern, und an dieser Welt ausgestoßen werden. allen Orten ängitigen, und werden Und ich, wenn ich erhöhet werde dich schleifen, und keinen Stein von der Erde, so will ich sie alle auf dem andern lassen; darum, zu mir ziehen. Das sagte er aber daß du nicht erkennet hast die zu deuten, welches Todes er sterBeit, darinnen du heimgesuchet ben würde. Da antwortete ihm bist. Es waren aber etliche Grie- das Volk: Wir haben gehöret chen unter denen, die hinauf ge- im Gesep, daß Christus ewiglich kommen waren, daß sie anbeteten bleibe: Und wie sagest du denn, auf das Feit, die traten zu Phi- des Menschen Sohn muß erhöhet lippo, baten ihn und sprachen: werden? Wer ist dieser MenHErr, wir wollten JEsum gerne schensohn? Da sprach Christus sehen. Philippus kommt und sa- zu ihnen: Es ist das Licht noch getes Andrea; und Philippus und eine kleine Zeit bei euch: WanAndreas sagten es weiter JEiu, delt, dieweil ihr das Licht habt, JEfus aber antwortete ihnen, daß euch die Finsterniß nicht und sprach: die Zeit ist gekom- überfalle. Wer in Finsterniß men, daß des Menschen Sohn wandelt, der weiß nicht, wo er verkläret werde. Wahrlich, wahr- hingehet. Glaubet an das Licht, lich, ich sage euch: es sei denn, dieweil ihr es habet, auf daß ihr des daß das Weizentorn in die Erde Lichtes Kinder seid. Und als er falle, und ersterbe, so bleibet es zu Jerusalem einzog, erregte sich allein; wo es aber erstirbet, so die ganze Stadt, und sprach: bringet es viel Früchte. Wer sein Wer ist der? Das Volk aber Leben lieb hat, der wird es verlies sprach: Das ist der JEsus, der ren; und wer sein Leben auf die Prophet von Nazareth, aus fer Welt hajset, der wird es erhals Galiläa. Und JEsus ging zum ten zum ewigen Leben. Wer mir Tempel GOttes hinein, und dienen will, der folge mir nach; fing an auszutreiben alle Vers und wo ich bin, da soll mein Die- täufer und Käufer im Tempel, und 30 Evangelia und Episteln. und stieß um der Wechsler Ti- Epistel am grünen Donners sche, und die Stühle der Tauben- tage 1. Cor. 11. v. 23 bis främer, und sprach zu ihnen: 32. Es stehet geschrieben: Mein Lieben Brüder: Ich habe es von dem HErrn empfangen, das ich Haus soll ein Bethaus heißen; euch gegeben habe. Denn der HErr ihr aber habt eine Mördergrube Ejus in der Nacht, da er verrathen daraus gemacht. Und es gin- ward, nahm er das Brod, dankete gen zu ihm Blinde und Lahme und brach es, und sprach: Nehmet, im Tempel, und er heilete sie. effet, das ist mein Leib, der für euch Da aber die Hohenpriester und gebrochen wird; solches thut sumeiSchriftgelehrten sahen die Wun- nem Gedächtniß. Desselbigen gleis ber, die er that, und die Kinder chen auch den Kelch nach dem im Tempel schrieen und sagten: Abendmahl, und sprach: Dieser Hosianna dem Sohne David! Kelch ist das neue Testament in wurden sie entrüstet, und spra- meinem Blut; solches thut, so oft chen zu ihm: Hörst du auch, was ihr es trinket, zu meinem Gedächt diese sagen? JEsus sprach zu niß. Denn so oft ihr von diesem ihnen: Ja! habt ihr nie gelesen: Brod esset, und von diesem Kelch Aus dem Munde der Unmündi trintet, sollt ihr des HErrn Tod gen und Säuglinge hast du Lob verkündigen, bis daß er kommt. zugerichtet? Und da er alles beWelcher nun unwürdig von fehen hatte im Tempel, ließ er sie da, und ging am Abend hinaus gen Bethanien, und blieb daselbst mit den Zwölfen vor den Juden verborgen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen that, glaubten sie doch nicht an ihn. Auf daß erfüllet würde der Spruch des Propheten Jesaias, da er saget: HErr, wer glaubet unserm Predigen? Und wem ist der Arm des HErrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben. Denn Jesaias saget abermal: Er hat ihre Augen verblendet, und ihr Herz verstocket, daß sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen, und sich belehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagt Jesaias, da er seine Herrlichkeit sahe, und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viele an ihn. Aber um der diesem Brod isset, oder von dem Kelch des HErrn trinket, der ist schuldig an dem Leibe und Blute des HErrn. Der Mensch aber prüfe sich selbst, und also eſſe er von diesem Brod, und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket ihm selber das Gericht, darum, daß er nicht unterscheidet den Leib des HErrn. Darum sind auch so viel Schwa che und Kranke unter euch, und ein gut Theil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet; wenn wir aber gerichtet werden, so wer den wir von dem HErrn gezüchtiget, auf daß wir nicht sammt der Welt verdammet werden. Evang. am grünen Donnerstage. Job ¹3. v 1 bis 15. or dem aber der es nicht, daß sie nicht in den Ostern, daJEsus erkannBann gethan würden; denn sie te, daß seine Ben gekommen hatten lieber die Ehre bei den war, daß er aus dieser Welt Menschen, denn die Ehre bei ginge zum Vater, wie er GOtt. batte Evangelia und Episteln. 31 Denn er wußte seinen Verräther wohl, darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nieder, und sprach abermals zuihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Jhr heißet mich Meister und HErr, und saget recht daran; denn ich bin es auch. So nun ich, euer HErr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. hatte geliebet die Seinen, die ihr seid rein; aber nicht alle. in der Welt waren, so liebte er fie bis an's Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Juda Simonis Jscharioth ins Herz gegeben, daß er ihn verriethe, wußte JEsus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von GOtt gekommen war, und zu GOtt ging, stand er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hub an den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petro und derselbige sprach zu ihm: HErr, solltest du mir meine Füße waschen? JEsus antwortete und sprach zu ihm: Was ich thue, das weißt du jeßt nicht, du wirst es aberhernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. JEsus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: HErr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. SprichtJEsus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht denn die Füße waschen; sondern er ist ganz rein: und Epistel am stillen Freitage. Efaias 52. v. 13 bis 15. und Cap. 53. b. 1 bis 12. Ziehe, mein Knecht wird weisund sehr hoch erhaben sein. Daß lich thun, und wird erhöhet, sich Viele über dich ärgern werden, weil seine Gestalt häßlicher ist, denn anderer Leute, und sein AnAber also wird er viele Heiden bes sehen, denn der Menschen Kinder. sprengen; daß auch Könige werden ihren Mund gegen ihn zuhalten. Denn welchen nichts davon vertündiget ist, dieselben werden es nichts davon gehört haben, die werden es merken. Aber wer glaubet unserer Predigt? Und wem wird der Arm des schießt auf vor ihm, sie ein Reis, HErrn geoffenbaret? Denn er un mie eine Wurzel 3 13 dürrem Erdreid, Cr hatte keine Geſtalt, no Schöne; wir sehen ihn, aber fallen hätte. Er war der Allerver da war keine Gestalt, die uns geach Evangelia und Episteln. 32 achtetste und Unwertheite, voller Schmerzen und Krankheit: Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsre Krank heit, und lud auf sich unsere Schmerzen: Wir aber hielten ihn für den, der geplagt, und von GOtt geschlagen und gemartert wäre; aber er ist um unserer Misses that willen verwundet, und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Jrre, wie Schas fe, ein Jeglicher fabe auf seinen Weg; aber der HErr warf unser aller Sünde auf ihn. Da er ge straft und gemartert ward, that er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlechtbank geführet wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scheerer, und seinen Mund nicht aufthut. Er ist aber aus der Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge aus: reden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missethat meines Volls geplaget war. Und er ist begraben wie die Gottlosen, und gestorben wie ein Reicher; wieJEsus sprach zu ihm: Wahrwohl er niemand Unrecht gethan lich, ich sage dir: Heute wirst hat, noch Betrug in seinem Mundu mit mir im Paradiese sein. de gewefen ist. Aber der HErr Und es war um die sechste wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schulbopfer gegeben hat, so wird er Samen haben, und in die Länge leben, und des HErrn Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. Darum, daß feine Seele gearbeitet hat, wird er seine Luft sehen, und die Fülle haben; und durch sein Erkennt niß wird er, mein Knecht, der Gerechte, Viele gerecht machen! ich befehle meinen Geist in Stunde, und es ward eine Finsterniß über das ganze Land, bis an die neunte Stunde. Und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerriß mitten entzwei: Und JEsus rief laut und sprach: Vater, deine Denn er trägt ihre Sünden. Dars um will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben; darum, daß er sein Leben in den Tod gegeben hat, und den Uebelthätern gleich gerechnet ist, und er Vieler Sünde getragen hat, und für die Uebelthäter gebeten. Evangel. am stillen Freitage, so vorm Altar verlesen wird. Luc.23. b. 39 bis 46. ber der Uebelthäter einer, die da gehänget waren, lästerte ihn und sprach: Bift du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, ftrafte ihn, und sprach: und du fürchtest dich auch nicht vor GOtt, der du doch in gleicher Verdammniß bist? Und zwar, wir sind billig darinnen, denn wir empfangen, was unsere Thaten werth find; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu JEsu: HErr, ge denke an mich, wenn du in dein Reich kommeft. Und Evangelia und Episteln. 33 deine Hände! und als er das Lamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Sauerteig, auch nicht im Sauers Ostern halten nicht im alten teig der Bosheit und Schaltheit, sondern in dem Süßteig der gesagt, verschied er. Ein anderes Evangelium. Luc. 23, v. 50 bis 56. 11n nd siehe, ein Mann mit Namen Joseph, ein Lauterkeit und Wahrheit. Raths- Herr, der war ein guter frommer Mann; der hatte nicht gewilliget in ihren Rath und Handel, der war von Arimathia, der Stadt der Juden; der auch auf das Reich GOttes wartete: der ging zu Pilato, und bat Und 1 NB. Zur Besper wird anstatt der Epistel die Geschichte der Aufs erstehung Chrifti, an allen drei Ofter Feiertagen eingetheilet und erkläret, wie solche hinter der Passion zu finden. Evangel. am 1. heil. OfterTage. Marc. 16. v. 1 bis 8. nd da der Sabbath verganum den Leib JEiu. Und gen war, fauften Maria nahm ihn ab, wickelte ihn in Magdalena, und Maria Jaeine Leinwand, und legte ihn cobi, und Salome Specerei, in ein gehauen Grab, darin- auf daß sie kämen und salbenen niemand je gelegen hatte. ten ihn. Und sie kamen zum Und es war der Rüst- Tag, Grabe an einem Sabbather und der Sabbath brach an. sehr frühe, da die Sonne aufEs folgten aber die Weiber ging. Und sie sprachen unter nach, die mit ihm gekommen einander: Wer wälzt uns waren aus Galiläa, und be den Stein von des Grabes schaueten das Grab, und wie Thür? Und sie sahen dahin, sein Leib geleget ward. Sie und wurden gewahr, daß der kehreten aber um, und bereite-! Stein abgewälzet war; denn ten Specerei und Salben; er war sehr groß. Und sie und den Sabbath über waren gingen hinein in das Grab, fie stille nach dem Geseß. und sahen einen Jüngling zur Hierher gehöret noch die ganze rechten Hand sißen, der hatte Bassions: Historie, welche bin ein langes weißes Kleid an; tex mit beigebrudt ift. und sie entsetten sich. Er aber Epistel am 1. heil. Ofter- Tage. sprach zu ihnen: Entseget euch nicht. Ihr suchet JEsum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, und ist ganzen Teig versäuert? Darum nicht hier. Siehe da dieStätte, feget den alten Sauerteig aus, da sie ihn hinlegten. Gehet auf daß ihr ein neuer Teig ſeib, aber hin, und saget es seinen gleich wie ihr ungefäuert seid. Denn wir haben auch ein Oster- Jüngern und Betro, daß er vor C. euch 1. Cor. 5. v. 6 bis 8. Nieben Brüder: euer Ruhm ist nicht fein. Wiſſet ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den 34 Evangelia und Episteln. euch hingehen wird in Galilä-| Richter der Lebendigen und der am; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gefaget hat. Und fie gingen schnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen, und sagten nieTodten. Von diesem( JEſu) eugen alle Propheten, daß durch an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Evangel. am Oster- Montage. Luc. 24. v. 13 bis 35. mand etwas, denn ſie fürchte ten sich. und siehe, zween aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechszig Feldweges weit, deß Name heißet Emahus. Und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschahe, da sie so redeten, und befragten sich mit einander, nahete JEsus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber Epistel am Oster- Montage. Apoft.- Gesch. 10. v. 34 bis 43. Petrus aber that seinen Mund auf, und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß GOtt die Person nicht ansiehet: sondern in allerlei Volt, wer ihn fürchtet, und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die GOtt zu den Kindern Ssrael gesandt hat, und verkündigen lassenden Frieden durch JEsum Christum( welcher ist ein HErr über ihre Augen wurden gehalten, alles), die durch das ganze jüdische daß sie ihn nicht kannten. Er Land geschehen ist, und angegangen sprach aber zu ihnen: Was in Galiläa nach der Taufe, die Jo- sind das für Reden, die ihr hannes predigte. Wie GOtt denfelbigen JEsum von Nazareth ge- zwischen euch handelt unterfalbet hat mit dem Heiligen Geist weges, und seid traurig? Da und Kraft, der umher gezogen ist, antwortete einer, mit Namen und hat wohlgethan, und gesund Cleophas, und sprach zu gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren, denn GOtt ihm: Bist du allein unter den war mit ihm. Und wir sind Zeu- Fremdlingen zu Jerusalem, gen alles deß, das er gethan hat der nicht wisse, was in diesen im jüdischen Lande und zu Jerus Tagen darinnengeschehen ist? falem. Den haben sie getödtet, und an ein Holz gehänget. Und er sprach zu ihnen: WelDenselbigen hat GOtt aufer- ches? Sie aber sprachen zu wedet am dritten Tage, und ihn ihm: Das, von Jesu von lassen offenbar werden, nicht al- Nazareth, welcher war ein lem Volk, sondern uns, den vor: erwählten Zeugen von GOtt, die Prophet, mächtig von Thaten wir mit ihm gegessen und getrun- und Worten, vor GOtt und ten haben, nachdem er aufer- allem Volk; wie ihn unsere standen ist von den Todten.(*) Hohenpriester und Obersten Und hat uns geboten zu predis überantwortet haben zur gen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von GOtt ein Verdammniß des Todes, und gefreu1 Evangelia und Episteln. 35 gekreuziget. Wir aber hoff- fie sprachen unter einander: ten, er sollte Israel erlösen. Brannte nicht unser Herz in Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind früh bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kom men und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zumGrabe, undfanden esalso, wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: D ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben. Mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herr lichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen; und er stellete sich, als wollte er weiter gehen. Und sie nöthigten ihn, und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschahe, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankte, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie stan den auf zu derselbigen Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem, und fanden die Eilfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der HErr ist wahrhaftig auferstanden, und Simoni erschie nen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre, an dem, da er das Brod brach. Epistel am Oster- Dienstage. Apoft.- Gesch. 13. v. 26 bis 33. hr Männer, lieben Brüder, ihr Kinder des Geschlechts AbraIhr Männer, lieben Brüder, ihr ham, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses die falem wohnen, und ihre Obersten, dieweil sie diesen nicht kannten, noch die Stimme der Propheten ( welche auf alle Sabbather geles sen werden), haben sie dieselben mit ihrem Urtheil erfüllet. Und wiewohl sie keine Ulrfach des Todes an ihm fanden, baten sie doch Bilatum, ihn zu tödten. Und als ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn fie alles vollendet hatten, was von von dem Holz, und legten ihn in ein Grab. Aber GOtt hat ihn aufs erwecket von den Todten. Und er mit ihm hinauf von Galiläa gen ist erschienen viele Tage denen, die Jerusalem gegangen waren, wels che sind seine Zeugen an das Volt. und wir auch verkündigen euch Vätern geschehen ist, daß dieselbige die Verheißung, die zu unsern € 2 GOtt > Evangelia und Episteln. 36 GOtt uns, ihren Kindern erfüllet hat, in dem, daß er JEsum auferwecket hat. Evangel. am Oster- Dienstage. Luc. 24. v. 36 bis 47. a fie aber davon redeten, trat er selbst, JEfus, mitten unter fie, und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschrafen aber, und fürchteten sich, meineten, fie jähen einen Geist. Und er prach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken? Und warum kommen solche Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße, ich bin es selber; fühlet mich und jehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das fagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. Da fie aber noch nicht glaubten vor Freuden, und sich verwunderten, sprach) und also mußte Christus leis den, und auferstehen von den Todten am dritten Tage, und predigen lassen in seinem Na men, Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern, und anheben zu Jerusalem. Epistel am 1. Sonntage nach Ostern, oder Quasimodogeniti. 1. Joh. 5. v. 4 bis 10. Lieben Brüder: Alles, was von GOtt geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, ber die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne der da glaubet, daß JEsus GOttes Sohn ist? Dieser ist es, der da kommt mit Wasſer und Blut, JEsus Christus, mit Wasſer und Blut. Und der Geist ist es, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn Drei sind die da zeugen im Himmel: Der Geist; und diese Drei sind Eins. Bater, das Wort, und der Heilige und Drei sind, die da zeugen auf er zu ihnen: Habt ihr hier et- Erden: der Geist, und das Waswas zu essen? Und fie legten ser, und das Blut; und die Drei ihm vor ein Stück vom gebra- find beisammen. So wir der Menschen Zeugniß annehmen, so tenen Fisch und Honigseim. ist GOttes Zeugniß größer; denn Und er nahm es, und aß vor GOttes Zeugniß ist das, das er geihnen. Er aber sprach zu zeuget hat von seinem Sohn. Wer ihnen: Das sind die Reden, der hat solches Zeugniß bei ihm. da glaubet an den Sohn GOttes, die ich zu euch sagte, da ich Evangelium am 1. Sonntage noch bei euch war: Denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im nach Ostern, Quasimodogeniti. Joh. 20. v. 19 bis 31. m Abend aber deffelbigen Sabbaths, da Jünger pheten, und in den Psalmen. versammelt, und die Thüren Da öffnete er ihnen das Ver- verschlossen waren aus Furcht ſtändniß, daß fie die Schrift vor den Juden, kam JEsus, verstanden. Und sprach zu und tratmitten ein, und spricht ihnen: Also ist es geschrieben, zu ihnen: Friede sei mit euch! Evangelia und Epiſteln. 37 euch! Und als er das sagte, ungläubig, sondern gläubig. zeigte er ihnen die Hände und Thomas antwortete, und feine Seite. Da wurden die sprach zu ihm: Mein HErr, Jünger froh, daß sie den und mein GOtt. Spricht HErrn sahen. Da sprach JEsus zu ihm: Dieweil du JEsus abermal zu ihnen: mich gesehen hast, Thoma, so Friede sei mit euch! Gleich glaubest du. Selig sind, die wie mich der Vater gesandt nicht sehen und doch glauben. hat, so sende ich euch. Und auch viel andere Zeichen that da er das sagte, blies er sie JEsus vor seinen Jüngern, an, und sprach zu ihnen: die nicht geschrieben sind in Nehmet hin den Heiligen diesem Buche. Diese aber sind Geist. Welchen ihr die Sün- geschrieben, daß ihr glaubet, de erlasset, denen sind sie er- JEsus sei Christ, der Sohn lassen, und welchen ihr sie be- GOttes, und daß ihr durch haltet, denen sind sie behalten. den Glauben das Leben haber ( Evangel, am St. Thomas- Tage.) in seinem Namen. homas aber, der Zwölfen Epistel am 2. Sonntage nach einer, der da heißet Zwilling, war nicht bei ihnen, da JEsus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir Denn dazu seid ihr berufen. haben den HErrn gesehen. Er litten hat für uns, und uns ein auch geaber sprach zu ihnen: Es sei Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachdenn, daß ich in seinen Händen folgen seinen Fußstapfen. Welcher sehe die Nägelmaale, und lege teine Sünde gethan hat, ist auch meine Finger in die Nägel- funden. Welcher nicht wiederschalt, tein Betrug in seinem Munde ermaale, und lege meine Hand in da er gescholten ward, nicht droseine Seite, will ich es nicht hete, da er litt; er stellete es aber glauben. Und über acht Tage dem heim, der da recht richtet. Welcher unsere Sünde selbst ge= waren abermal seine Jünger opfert hat an seinem Leibe auf darinnen, und Thomas mit dem Holz, auf daß wir, der Sün ihnen: Kommt JEsus, da die de abgestorben, der Gerechtigkeit Thüren verschlossen waren leben; durch welches Wunden ihr und tritt mitten ein, und ret wie die irrenden Schafe; aber seid heil geworden. Denn ihr wa spricht: Friede sei mit euch! ihr seid nun bekehret zu dem HirDanach spricht er zu Thoma: ten und Bischof eurer Seelen. Reiche deine Finger her, und Epistel am 2. Sonntage nach fiehe meine Hände, und reiche deine Hand her, und lege sie. in meine Seite, und sei nicht Ostern, oder Misericordias Demini, so vorm Altar verlesen wird. 1. Petr, 2. v. 21 bis 25. Ditern, oder Misericordias Demini, so in der Vesper geprediget wird. 1. Cor. 15, v. 1 bis 19 und v. 29 bis 34, C 3 38 Evangelia und Episteln. I ch erinnere euch aber, lieben unsere Predigt vergeblich, so ist ich euch verkündiget habe, welches würden aber auch erfunden falsche ihr auch angenommen habt, in Zeugen GOttes, daß wir wider welchem ihr auch stehet, durch GOtt gezeuget hätten, er hätte welches ihr auch selig werdet, Christum auferwecket, den er nicht welchergestalt ich es euch vertün- aufermedet hätte, fintemal die diget habe, so ihr es behalten habt, Todten nicht auferstehen. Denn es wäre denn, daß ihr es umsonst so die Todten nicht auferstehen, geglaubet hättet. Denn ich habe so ist Christus auch nicht aufers euch zuvörderst gegeben, welches standen. Ist Christus aber nicht ich auch empfangen habe: daß auferstanden, so ist euer Glaube Christus gestorben sei für unsere eitel; so seid ihr noch in euren Sünde nach der Schrift: und Sünden; so sind auch die, so in daß er begraben sei, und daß er Christo entschlafen sind, verloren. auferstanden sei am dritten Tage Hoffen wir allein in diesem Leben nach der Schrift, und daß er auf Christum, so sind wir die gesehen worden ist von Rephas, elendesten unter allen Menschen. darnach von den Zwölfen. Dar- Was machen sonst, die sich taunach ist er gesehen worden von fen lassen über den Todten, so mehr denn fünfhundert Brüdern allerdings die Todten nicht auf auf einmal, deren noch viele le- erstehen? Was lassen sie sich tauben, etliche aber sind entschlafen. fen über den Todten? Und was Darnach ist er gesehen worden stehen wir alle Stunden in der son Jacobo, darnach von allen Gefahr? Bei unserm Ruhm, den Aposteln. Am leßten, nach allen, ich habe in Christo JEsu, unserm ist er auch von mir, als einer un- HErrn, ich sterbe täglich. Habe zeitigen Geburt, gesehen worden. ich, menschlicher Meinung, zu Denn ich bin der geringste unter, Epheso mit den wilden Thieren den Aposteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeine GOttes verfolget habe. Aber von GOttes Gnaden bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn fie alle; nicht aber ich, sondern GOttes Gnade, die mit mir ist. (*) Es sei nun ich, oder jene; also predigen wir, und also habt ihr geglaubet. So aber Christus gepredigt wird, daß er sei von den gefochten, was hilft es mir, so die Todten nicht auferstehen? Laffet uns essen und trinken, denn morgen sind wir todt. Lasset euch nicht verführen; böse Geschwäße verderben gute Sitten. Werdet doch einmal recht nüchtern, und fündiget nicht: denn Etliche wissen nichts von GOtt. Das sage ich euch zur Schande. Evangelium am 2. Sonntage nach Ostern, Misericordias Do mini. Joh. 10, v. 12 bis 16. Testen auferstanden, wie ſagen denn Etliche erstehung der Todten sei nichts? Ist aber die Auferstehung der Todten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber te ist, deß die Schafe nicht Christus nicht auferstanden, so ist eigen sind, siehet den Wolf Ich bin ein guter Hirte. Ein fein Leben für die Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirtoms Evangelia und Episteln. 39 Oftern, oder Jubilate, so in der Besper gepredigt wird. 1. Cor. 15. v. 20 bis 28. und v. 35 bis 49. kommen, und verläßt die schen als die Freien, und Schafe, und fliehet: und nicht, als hättet ihr die Freiheit der Wolf erhaschet und zer- als die Knechte GOttes. Thut Ehre zum Deckel der Bosheit, sondern streuet die Schafe. Der jedermann. Habet die Brüder lieb. Miethling aber fliehet; denn Fürchtet Gott. Ehret den König. er ist ein Miethling, und ach Epistel am 3. Sonntage nach tet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und er kenne die Meinen, und bin bes kannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater; und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselbigen muß ich herführen, und fie werden meine Stimme hören, und wird eine Heerde und ein Hirte werden. Epistel am 3. Sonntage nach Oftern, oder Jubilate, so vorm Altar verlesen wird. 1. Petr. 2. v. 11 bis 17. Qieben Brüder! ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Bilgrimme: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten. Und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden, als von Ulebelthätern, eure guten Werke sehen, und GOtt preisen, wenn es nun an den Tag tommen wird. Seid unterthan aller menschlichen Ordnung, um des HErrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache über die Ulebelthäter, und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten MenNieben Brüder! nun aber ift Todten, und der Erstling geworden Christus auferstanden von den unter denen, die da schlafen. Sin temal durch einen Menschen der Tod, und durch einen Menschen die Denn gleichwie sie in Abam alle Auferstehung der Todten kommt. sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein Jeglicher aber in seiner Ordnung. Der Erstling Christus; darnach die Christum angehören, wenn er tommen wird. Darnach das Ende, wenn er das Reich GOtt und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft, und alle Obrigkeit und Gewalt. Er muß aber herrschen, bis daß er alle seine Feinde unter seine Füße lege. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine Füße gethan. Wenn er aber faget, daß es alles unterthan sei, ist es offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles unterthan hat. Wenn aber alles ihm unterthan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst unterthan sein dem, der ihm alles unterthan hat; auf daß GOtt sei alles in allem.(*) Möchte aber jemand sagen: Wie werden die Todten auferstehn? Und mit welcherlei Leiber werden sie kommen? Du Narr, das du säest, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und das € 4 40 Evangelia und Episteln. nach Oftern, oder Jubilate. Joh. 16. v. 16 bis 23. J gern: Ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen: denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, das er saget zu uns: Ueber ein kleines, so werdet ihr du säest, ist ja nicht der Leib, der Evangelium am 3. Sonntage werden soll; sondern ein bloßes Korn, nämlich Weizen, oder der andern eins. GOtt aber giebt ihm einen Leib, wie er will, und einem Jeglichen von dem Samen feinen eigenen Leib. Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch; sondern ein anderes Fleisch ist der Men sehen, ein anderes des Viehes, ein anderes der Fische, ein anderes der Vögel. Und es sind himmlische Körper und irdische Körper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die Himmlischen, und eine andere die Irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klar: heit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern übertrifft den andern nach der Klarheit. Also auch die Auferstehung der Todten. Es wird gefäet verweslich, und wird auf erstehen unverweslich. Es wird gefäet in Unehre, und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gefäet in Schwachheit, und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesäet ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Hat man einen natürlichen Leib, To hat man auch einen geistlichen Leib. Wie es geschrieben stehet: Der erste Mensch Adam ist gemacht ins natürliche Leben, und der legte Adam ins geiſtliche Leben. Ihr werdet weinen und heuAber der geistliche Leib ist nicht ber erste, sondern der natürliche, darnach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erden, und irdisch; der andere Mensch ist der HErr vom Himmel. Welcherlei der Irdische ist, solcherlei sind auch die Irdischen; und welcherlei der Himmlische ist, solcherlei sind auch die Himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des Irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des Himmlifchen. mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich fehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, das er saget: über ein Kleines? Wir wissen nicht, was er redet.Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, daß ich gesagt habe: über ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: len, aber die Welt wird sich freuen, ihr aber werdet traurig sein; doch eure Traurigfeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebäret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist gekommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr babt Evangelia und Episteln. 41 habt auch nun Traurigkeit;| ne. Denn es wird die Posaune aber ich will euch wiedersehen, schallen, und die Todten werden und euer Herz soll sich freuen, wir werden verwandelt werden. auferstehen unverweslich, und und eure Freude soll niemand Denn dies Verwesliche muß ans von euch nehmen. Und an ziehen das Unverwesliche, und demselbigen Tage werdet ihr dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies mich nichts fragen. Verwesliche wird anziehen das Unverwesliche, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichteit; dann wird erfüllet werden das Wort, das geschrieben stehet: Der Tod ist verschlungen in den wo ist dein Stachel? Hölle! wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Geſet. GOtt aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unfern HErrn JEsum Christum. Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich, und nehmet immer zu in dem Werk des HErrn, sintemal ihr wisſet, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem HErrn. Epistel am 4. Sonntage nach Oftern, oder Cantate, so vorm Altar verlesen wird. Jac. 1. b. 16 bis 21. rret nicht, lieben Brüder! Alle alle mene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung, noch Wechsel des Lichts und der Finsterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Creaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden, und langfam zum Zorn: Denn des Menschen Born thut nicht, was vor GOtt recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, an mit Evangelium am 4. Sonntage nach Ostern, oder Cantate. Joh. 16. v. 5 bis 15. das Sanftmuth, das in euch gepflan- Jüngern: Nun aber gehe sprach seinen zet ist, welches len selig machen. Epistel am 4. Sonntage nach Ostern, oder Cantate, so in der Vesper geprebigt wird. 1. Cor. ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: wo geheft du hin? Sondern, dieweil ich 15. v. 50 bis 58. Davon sage ich aber, lieben solches zu euch geredet habe, Brüder, daß Fleisch und ist euer Herz voll Traurens Blut nicht können das Reich geworden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu blid. sur Zeit der leßten Posau- euch senden. Und wenn derGOttes ererben. Auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche. Siehe, ich sage euch ein Geheimniß: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, und dasfelbige plößlich, in einem Augenselbige 42 Evangelia und Episteln. felbige kommt, der wird die Welt strafen, um die Sünde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht. Um die Stinde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht sehet. Um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommen wird, der wird euch in alleWahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden, sondern, was er hören Brüder! So ermahne wird, das wird er reden, und ich nun, daß man vor allen was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verklären, denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein, darum habe ich gesagt, er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen Oftern, oder Vocem Jucundita tis, so in der Vesper gepredigt wird. 1. Thim. 2. v. 1 bis 4. Nieben Dingen zuerst thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligs teit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heilande, welcher will, daß allen Menschen geholfen werde, und zur Erkenntniß der Wahrheit kommen. gißt, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkom darinnen beharret, und ist nicht mene Geseß der Freiheit, und ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter, derselbige wird selig sein in seiner That. So aber jes mand unter euch sich läßt dünken, er diene GOtt, und hält seine Zunge nicht im Baum, sondern verführet sein Herz, deß Gottes dienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor GOtt dem Vater ist der: die Waisen und Wittwen in ihrem Trübfal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. Epistel am 5. Sonntage nach Epistel am 5. Sonntage nach Evangelium am 5. Sonntage Ostern, oder Vocem Jucunditatis, so vorm Altar verlesen wird, Jac. 1. v. 22 bis 27. nach Ostern, oder Vocem Jucunditatis. Joh. 16. v. 23 bis 30. Esus sprach zu seinen JünNieben Brüder! Seid aber Thägern: Wahrlich, wahrlich, ter des Worts, und nicht Hörer allein, damit ihr euch selbst betrüger. Denn, so jemand ist ein Hörer des Worts, und nicht ein Thäter, der ist gleich einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschauet; denn nach dem er sich beschauet hat, gehet er von Stund an davon, und verich sage euch: So ihr den Va ter etwas bitten werdet in mei nem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen fet Evangelia und Episteln. 43 ſei. Solches habe ich zu euch| und ließ sich sehen unter ihnen durch Sprüchwort geredet, pierzig Tage lang, und redete mit es fommt aber die Zeit, daß als er sie versammelt hatte, befahl ihnen vom Reiche GOttes. Und ich nicht mehr durch Sprücher ihnen, daß sie nicht von Jerus wort mit euch reden werde, salem wichen, sondern warteten sondern euch frei heraus ver- auf die Verheißung des Baters, kündigen von meinem Vater. welche ihr habt gehöret( ſprach er) von mir. Denn Johannes hat An demselbigen Tage werdet mit Wasser getauft, ihr aber sollt ihr bitten in meinem Namen. mit dem Heiligen Geiste getaufet Und ich sage euch nicht, daß werden, nicht lange nach diesen ich den Vater für euch bitten Tagen. Die aber, so zusammen ge tommen waren, fragten ihn, und will: denn er selbst, der sprachen: HErr, wirst du auf diese Vater, hat euch lieb, darum, Zeit wieder aufrichten das Reich daß ihr mich liebet, und Israel? Er abe prach zu ihnen: glaubet, daß ich von GOtt Es gebühret euch nicht zu wisſen Zeit oder Stunde, welche der ausgegangen bin. Ich bin Vater seiner Macht vorbehalten vom Vater ausgegangen, hat; sondern ihr werdet die Kraft und gekommen in die Welt; des Heiligen Geistes empfangen, wiederum verlasse ich die welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein Welt, und gehe zum Vater. zu Jerusalem und in ganz Judäa Sprechen zu ihm seine Jün- und Samaria, und bis an das ger: Siehe, nun redest du Ende der Erde. Und da er solfrei heraus, und sagest tein ches gesagt, ward er aufgehoben Sprüchwort. Nun wissen ihn auf vor ihren Augen weg. zusehends, und eine Wolke nahm wir, daß du alle Dinge wis- Und als sie ihm nachsahen gen feft, und bedarfst nicht, daß Himmel fahren, siehe, da standen dich jemand frage. Darum bei ihnen zween Männer in weisen Kleidern, welche auch sagten: glauben wir, daß du von Ihr Männer von Galiläa, was GOtt ausgegangen bist. stehet ihr, und sehet gen Himmel? Epistel am Tage der Himmel Dieser JEsus, welcher von euch fahrt Christi. Apoft.- Gesch. 1. ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gese ben habet gen Himmel fahren. Evangelium am Himmel fabrie- Tage. Marc. 16. v. 14 bis 20. b. 1 bis 11. Die ie erste Rede habe ich zwar gethan, lieber Teophile, von alle dem, das JEsus anfing, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln ( welche er hatte erwählet) durch uleßt, da die Eilfe zu Tische saßen, offenbarete den Heiligen Geist Befehl gethan er fich, und schalt ihren Unhatte. Welchen er sich nem Leiden lebendig erzeiget hatnach sei glauben, und ihres Herzens te bare mancherlei Erweisungen, Härtigkeit, daß sie nicht gealaubet 44 Evangelia und Episteln. glaubet hatten denen, die ihn den GOttes. So jemand redet, gesehen hatten auferstehen. daß er es rede als GOttes Wort. So jemand ein Umt hat, daß er Und sprach zu ihnen: Gehet es thue, als aus dem Vermögen, bin in alle Welt, und prediget das GOtt darreichet, auf daß in das Evangelium aller Crea- allen Dingen GOtt gepriesen wer tur. Wer da glaubet und de durch Jesum Christ, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewiggetauft wird, der wird selig werden: wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da feit zu Ewigkeit. Amen. Evangelium am Sonntage nach der Himmelfahrt Christi, Eraubi. Joh. 15. v. 26 bis Cap. 16. v. 1 bis 4. seinen glauben, sind die: In meinem I Jüngern: Wenn aber der Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen Tröster kommen wird, welchen reden, Schlangen vertreiben. ich euch senden werde vom Und so sie etwas Tödtliches Vater, der Geist der Wahrtrinken, wird es ihnen nicht heit, der vom Vater ausgeschaden. Auf die Kranken het, der wird zeugen von mir. werden sie die Hände legen, so Und ihr werdet auch zeugen: wird es besser mit ihnen denn ihr seid von Anfang bei werden. Und der HErr, nach- mir gewesen. Solches habe dem er mit ihnen geredet hat- ich zu euch geredet, daß ihr te, ward er aufgehoben gen euch nicht ärgert. Sie werHimmel, und sizzet zur rechten den euch in den Bann thun. Hand GOttes. Sie aber gin- Es kommt aber die Zeit, daß, gen aus, und predigten an wer euch tödtet, wird meinen, allen Orten. Und der HErr er thue GOtt einen Dienst wirkete mit ihnen, und bekräf- daran. Und solches werden tigte das Wort durch mit- sie euch darum thun, daß sie folgende Zeichen. weder meinen Vater, noch Epistel am Sonntage nach der mich erkennen. Aber solches Himmelfahrt Chrifti, Eraudi. habe ich zu euch geredet, auf 1. Petr. 4. v. 8 bis 11. daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich's euch gesaget habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gefaget, denn ich war bei euch. Epistel am 1. heil. PfingstNieben Brüder: So seid nunmd zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe becket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln, und dienet einander, ein Jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnas Tage, so vorm Altar verlesen wird. Ap.- Gesch. 2. v. 1 bis 13. Und Evangelia und Episteln. 45 [ nd als der Tag der Pfingsten Da trat Petrus auf mit den war, waren( die Eilfen, hub auf seine Stim Jünger Chrifti) alle einmüthig me, und redete zu ihnen: 3hr bei einander. Und es geschahe Juden, lieben Männer, und alle schnell ein Brausen vom Himmel, die ihr zu Jerusalem wohnet, das als eines gewaltigen Windes, und sei euch fund gethan, und lasſet erfüllete das ganze Haus, da sie meine Worte zu euren Ohren faßen. Und man sabe an ihnen eingehen. Denn diese sind nicht die Bungen zertheilet, als wären trunken, wie ihr meinet, fintefie feurig; und er setzte sich auf mal es ist die dritte Stunde am einen Jeglichen unter ihnen. Und Tage. Sondern das ist es, das wurden alle voll des Heiligen Gei- durch den Propheten Joel zuvor stes, und fingen an zu predigen gesaget ist: Und es soll geschehen mit andern Zungen, nachdem der in den letzten Tagen, spricht Geist ihnen gab auszusprechen. Es GOtt: Ich will ausgießen von maren aber Juden, zu Jerusalem meinem Geist auf alles Fleisch; wohnend, die waren gottesfürch- und eure Söhne und eure Töchter tige Männer, aus allerlei Volt, sollen weisfagen, und eure Jüng das unter dem Himmel ist. Da linge sollen Gesichte sehen, und nun diese Stimme geschah, kam eure Aeltesten sollen Träume hadie Menge zusammen, und wurden ben. Und auf meine Knechte bestürzt; denn es hörete ein Jeg- und auf meine Mägde will ich in licher, daß sie mit seiner Sprache denselbigen Tagen von meinem redeten. Sie entsetten sich aber Geist ausgießen, und sie sollen alle, verwunderten sich, und spra- weissagen. Und ich will Wunder chen unter einander: Siehe, find thun oben im Himmel, und nicht dieſe alle, die da reden, aus Zeichen unten auf Erden, Blut Galiläa? Wie hören wir denn ein und Feuer, und Rauchdampf. Jeglicher seine Sprache, darinnen Die Sonne soll sich verkehren in wir geboren find? Parther und Finsterniß, und der Mond in Meder, und Elamiter, und die Blut, ehe denn der große und wir wohnen in Mesopotamia, und offenbarliche Tag des HErrn in Judäa und Cappadocia, Ponto tommt. Und soll geschehen, wer und Asia, Phrygia und Pamphy- den Namen des HErrn anrufen lia, Egypten und an den Enden der wird, soll selig werden. Ihr Lybien bei Cyrenen, und Auslän- Männer von Israel, höret diese der von Rom, Juden und Juden- Worte: JEsum von Nazareth, den Genossen, Creter und Araber; Mann von GOtt, unter euch mit wir hören sie mit unsern Zungen Thaten und Wundern und Zeichen die großen Thaten GOttes reden. bewiesen, welche GOtt durch ihn Sie entsetzten sich aber alle, und that unter euch( wie denn auch wurden irre, und sprachen einer zu ihr selbst wisset), denselbigen dem andern: Was will das wer-( nachdem er aus bedachtem Rath den? Die andern aber hatten und Vorsehung GOttes erges ihren Spott, und sprachen: Sie ben war) habt ihr genommen sind voll süßen Weins. durch die Hände der Ungerechten, und ihn angeheftet und erwürget. Den hat GOtt auferwecket, und aufgelöset die Schmerzen des Todes, nachdem e8 Vesper- Tert am 1. heiligen Pfingst- Tage. Apost.- Gesch. 2. v. 14. bis Cap. 4. v. 4. 46 Evangelia und Episteln. es unmöglich war, daß er sollte reten, ging es ihnen durchs Herz, von ihm gehalten werden. Denn und sprachen zu Petro und zu David spricht von ihm: Ich habe den andern Aposteln: Ihr Mänben HErrn allezeit vorgesetzt vor ner, lieben Brüder, was sollen mein Angesicht; denn er ist an wir thun? Petrus sprach zu ihnen: meiner Rechten, auf daß ich Thut Buße, und lasse sich ein nicht beweget werbe. Darum Jeglicher taufen auf den Namen ist mein Herz fröhlich, und meine Jesu Christi, zur Vergebung Bunge freuet sich, denn auch der Sünden, so werdet ihr em mein Fleisch wird ruhen in der pfangen die Gabe des Heiligen Hoffnung. Denn du wirst meine Geistes. Denn euer und eurer Seele nicht in der Hölle lassen, Kinder ist diese Verheißung, und auch nicht zugeben, daß dein Hei aller, die ferne find, welche GOtt, liger die Verwesung sehe. Du unser HErr, herzu rufen wird. haft mir tund gethan die Wege Auch mit vielen andern Worten des Lebens. Du wirst mich er- bezeugete er, und ermahnete, und füllen mit Freuden vor deinem sprach: Lasset euch helfen von Angesicht. Ihr Männer, lieben diesen unartigen Leuten. Die Brüder, lasset mich frei reden zu nun sein Wort gerne annahmen, euch, von dem Erz- Vater David: ließen sich taufen; und wurden Er ist gestorben und begraben, hinzugethan an dem Tage bei und sein Grab ist bei uns bis drei tausend Seelen. Sie aber diesen Tag. Als er nun ein Pro- blieben beständig in der Apostel phet war, und wußte, daß ihm Lehre, und in der Gemeinschaft, GOtt verheißen hatte mit einem und im Brodbrechen, und im Eide, daß die Frucht seiner Lenden Gebet. Es kam auch allen Seelen follte auf seinem Stuhl sizen, hat Furcht an, und geschahen viel er es zuvor gesehen, und geredet Wunder und Zeichen durch die von der Auferstehung Christi, daß Apostel. Alle aber, die gläubig seine Seele nicht in der Hölle waren geworden, waren bei eingelassen ist, und sein Fleisch die ander, und hielten alle Dinge Verwesung nicht gesehen hat., gemein. Ihre Güter und Habe Diesen JEsum hat GOtt aufers verkauften sie, und theileten sie wedet, deß sind wir alle Zeugen. aus unter alle, nachdem jederNun er durch die Rechte GOttes mann noth war. Und sie waren erhöhet ist, und empfangen hat die täglich und stets bei einander eine Verheißung des Heiligen Geistes müthiglich im Tempel, und bras vom Bater, hat er ausgegossen chen das Brod hin und her in dies, das ihr sehet und höret. Häusern; nahmen die Speise, Denn David ist nicht gen Him- und lobeten GOtt mit Freuden mel gefahren. Er spricht aber:| und einfältigem Herzen, und hat Der HErr hat gesagt zu meinem ten Gnade bei dem ganzen Volt. HErrn: Seße dich zu meiner Der HErr aber that hinzu täglich, Rechten, bis daß ich deine Feinde die da selig wurden, zu der Ge lege zum Schemel deiner Füße. meine. Petrus aber und Johan So wisse nun das ganze Haus nes gingen mit einander hinauf Ifrael gewiß, daß GOtt diesen in den Tempel, um die neunte Jesum, den ihr gekreuziget habt, Stunde, da man pflegte zu beten. zu einem HErrn und Christ ge- Und es war ein Mann lahm von macht hat. Da sie aber das hös Mutterleibe, der ließ sich tragen, und 1 Evangelia und Episteln. 47 und sie festen ihn täglich vor verleugnetet ben Heiligen und des Tempels Thür, die da heißt die Schöne, daß er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen. Da er nun sahe Petrum und Johannem, daß sie wollten zum Tempel hinein gehen, bat er um ein Almosen. Petrus aber sahe ihn an mit Johanne, und sprach: Siehe uns an. Und er sabe sie an, wartete, daß er etwas von ihnen empfinge. Betrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir! Im Namen JEfu Christe von Nazareth, stehe auf und wandele. Und griff ihn bei der rechten Hand, und richtete ihn auf. Alsobald standen seine Schenkel und Knöchel fest, sprang auf, konnte gehen und stehen, und ging mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang, und lobete GOtt. Und es sahe ihn alles Volk wandeln und GOtt toben. Sie tannten ihn auch, daß er es war, der um das Almosen gesessen hatte vor der schönen Thür des Tempels; und sie wurden voll Wunders und Entjegens über dem, das ihm widerfahren war. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petro und Johanne hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heißet Salomonis, und wunderten sich. Als Petrus das ſahe, antwortete er dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber? Oder, was sehet ihr auf uns, als hätten wir diesen wandeln gemacht durch unsere eigene Kraft oder Verdienst? Der GOtt Abrahams, und Isaaks, und Jakobs, der GOtt unserer Väter hat sein Kind JEsum verkläret, welchen ihr überantworter und verleugnet habt vor Pilate, da derselbige urtheilete, ihn los zu lassen. Ihr aber Gerechten, und batet, daß man euch den Mörder schenkte. Aber den Fürsten des Lebens habt ihr getödtet; den hat GOtt aufer: wecket von den Todten, deß sind wir Zeugen. Und durch den Glauben an seinen Namen hat er an diesem, den ihr sehet und kennet, bestätiget seinen Namen; und der Glaube durch ihn hat diesem gegeben die Gesundheit vor euren Augen. Nun, lieben Brüder, ich weiß, daß ihr es durchUnwissenheit gethan habt, wie auch eure Obersten. GOtt aber, was er durch den Mund aller seiner Pros pheten zuvor verkündiget hat, wie Christus leiden sollte, hat es also erfüllet. So thut nun Buße, und bekehret euch, daß eure Sünden vertilget werden: Auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesicht des HErrn, wenn er senden wird den, der euch jeßt zuvor geprediget wird, JEsum Christ, welcher muß den Himmel einnehmen, bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was GOtt geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. Denn Moses hat gesagt zu den Vätern: Einen Propheten wird euch der HErr, euer GOtt, erwets ken aus euren Brüdern, gleich wie mich, den sollt ihr hören in allem, das er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, welche Seele denselbigen Propheten nicht hören wird, die soll vertilget werden aus dem Volk. Und alle Propheten von Samuel an, und hernach, wie viel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkündiget. Ihr seid der Prophes ten und des Bundes Kinder, wels chen GOtt gemacht hat mit euren Vätern, da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen gefegnet 48 Evangelia und Episteln. segnet werden alle Völker auf Er-| Nicht gebe ich euch, wie die den. Euch zuvörderst hat GOtt Welt giebt. Euer Herz erauferwedet sein Kind JEsum, und hat ihn zu euch gefandt, euch schrede nicht, und fürchte fich zu fegnen, daß ein Seglicher sich nicht. Ihr habt gehöret, daß bekehre von seiner Bosheis. Als ich euch gesagt habe: Ich sie aber zum Volk redeten, tra- gehe hin, und komme wieder ten zu ihnen die Priester, und der Hauptmann des Tempels, und zu euch. Hättet ihr mich lieb, bie Sadducäer( die verdroß, daß so würdet ihr euch freuen, fie das Volk lehreten, und ver- daß ich gesagt habe, ich gehe tündigten an JEsu die Auferste- zum Vater; denn der Vater hung von den Todten) und legten die Hände an sie, und setzten fie ein, bis an den Morgen; denn es war jetzt Abend. Aber viele unter denen, die dem Wort zuhöreten, wurden gläubig; und ward die Zahl der Männer bei fünf tauſend. ist größer denn ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Sch werde hinfort nicht mehr viel Evangel. am 1. heil. Pfingst- mit euch reden, denn es Tage. Joh. 14. v. 23 bis 31. kommt der Fürst dieser Welt, Esus sprach zu seinen und hat nichts an mir. Aber Jüngern: Wer mich lie: auf daß die Welt erkenne, daß bet, der wird mein Wort hal- ich den Vater liebe, und ich ten und mein Vater wird also thue, wie mir der Vater ihn lieben, und wir werden geboten hat: Stehet auf, und zu ihm kommen, und Woh- lasset uns von hinnen gehen. nung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Epistel am Pfingst- Montage, so vorm Altar verlesen wird. Apost. Gesch. 10. v. 42 bis 48. Retrus sprach: HErr hat ist nicht mein, sondern des Baters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gePuns geboten, zu predigen dem Volt, und zu zeugen, daß er ist verordnet von GOtt ein Richter der Lebendigen und der Todten. Bon diesem zeugen alle Prophes wesen bin. Aber der Tröster, ten, daß durch seinen Namen der Heilige Geist, welchen alle, die an ihn glauben, Verges mein Bater senden wird in bung der Sünden empfangen sol meinem Namen, derselbige te redete, fiel der Heilige Geist len. Da Petrus noch diese Wors wird es euch alles lehren, und auf alle, die dem Wort zuhöre euch erinnern alles deß, das ten. Und die Gläubigen aus ich euch gesagt habe. Den der Beschneidung, die mit Bes Frieden lasse ich euch, meis fich, daß auch auf die Heiden die nen Frieden gebe ich euch. Gabe des Heiligen Geistes ausge Evangelia und Episteln. 49 gegoffen ward; denn sie höreten,| Leute und Laien waren, und kanndaß sie mit Zungen redeten, und ten sie auch wohl, daß sie mit GOtt hoch preiseten. Da antJEsu gewesen waren. Sie sahen wortete Petrus: Mag auch Je- aber den Menschen, der gesund mand das Wasser wehren, daß war worden, bei ihnen stehen, diese nicht getauft werden, die und hatten nichts dawider zu den Heiligen Geist empfangen reden. Da hießen sie sie bin haben, gleich wie auch wir? Und aus gehen aus dem Rath, und befahl sie zu taufen in dem Na- handelten mit einander, und spramen des HErrn. chen: Was wollen wir diesen chen, durch sie geschehen, ist fund Menschen thun? Denn das Zeiund offenbar allen, die zu Jeru falem wohnen, und wir können es nicht leugnen. Aber, damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, lasset uns ernstlich sie bedrauen, daß sie hinfort teinem Menschen von diesem Namen sagen. Und riefen sie und ge boten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht hören ließen, noch lehreten in dem Namen JEsu. Petrus aber und Johannes antworteten, und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob es vor GOtt recht sei, daß wir euch mehr gehorchen, denn GOtt? Wir können es ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehöret haben. Aber sie draueten ihnen, und ließen sie gehen, und fanden nicht, wie sie sie peinigten, um des Volkes willen; denn sie lobeten alle GOtt über dem, was geschehen war. Denn der Mensch war über vierzig Jahr alt, an welchem dies Zeichen der Gesundheit geschehen war. Und als man sie hatte laffen gehen, tamen sie zu den Ihren, und verkündigten ihnen, was die Ho henpriester und Aeltesten zu ihnen gesagt hatten. Da sie das höreten, hoben sie ihre Stimme auf einmüthiglich zu GOtt, und sprachen: HErr! der du bist der GOtt, der Himmel und Erde, und das Meer, und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der dit Vespertert am Pfingstmontag Apostelgesch. 4 v. 5 bis Cap. 5. d. 1 bis 18. 3 is es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und Aeltesten, und Schriftgelehrten gen Jerusalem: Hannas, der Hohepriester, und Caiphas, und Johannes, und Alexander, und wie viel threr waren vom Hohenpriester Ge schlechte und stelleten sie vor sich, und fragten sie: Aus welcher Gewalt, oder in welchem Namen habt ihr das gethan? Betrus, voll des Heiligen Geistes, prach zu ihnen: Ihr Obersten des Voltes, und ihr Aeltesten von Israel! So wir heute werden gerichtet über dieser Wohlthat an dem tranten Menschen, durch welche er ist gesund worden: So sei euch und allem Voll von Israel fund gethan, daß in dem Namen JEsu Christi von Nazareth, welchen ihr getreuzis get habt, den GOtt von den Todten auferwecket hat, stehet dieser allhier vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in teinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden. Sie sahen aber an die Freudigkeit Petri und Johannis, und verwunderten sich; denn sie maren gewiß, daß es ungelehrte 50 Evangelia und Episteln. ein Sohn des Trostes), vom Ges schlecht ein Levit aus Cypern, der hatte einen Acker, und verkaufte ihn, und brachte das Geld, und legte es zu der Apostel Füßen. Ein Mann aber, mit Namen Ananias, sammt seinem Weibe Saphis ra, verkaufte seine Güter, und entwandte etwas vom Gelde, mit Wissen seines Weibes, und brachte einen Theil, und legte es zu der Apostel Füßen. Petrus aber sprach: Anania! warum hat der Satan dein Herz erfüllet, daß du dem Heiligen Geist lügeft, und entwendest etwas vom Gelde des Ackers? Hättest du ihn doch wohl mögen behalten, da du ihn hattest, und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sonbu durch den Mund Davids, deines Knechts, gesagt haft: Warum empören sich die Heiden, und die Völker nehmen vor, das umJonst ist? Die Könige der Erde treten zusammen, und die Fürsten versammeln sich zu Hause wider den HErrn, und wider feinen Christ. Wahrlich., ja, sie haben sich versammelt über dein heiliges Kind JEsum, welchen du gesalbet hast, Herodes und Pontius Pilatus, mit den Heiden und dem Volke Israel, zu thun, was deine Hand und dein Rath zuvor bedacht hat, das geschehen sollte. Und nun, HErr! siehe an ihr Dräuen, und gieb deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden dein Wort, und strecke deine Hand aus, daß Gesundheit und Zeichen und Wunber geschehen durch den Namen deines heiligen Kindes JEsu. dern GOtt gelogen. Da aber Und da sie gebetet hatten, bewegte Ananias diese Worte hörete, fiel fich die Stätte, da sie versam- er nieder, und gab den Geist melt waren, und wurden alle des auf. Und es kam eine große Heiligen Geistes voll, und rede- Furcht über alle, die dies hörten das Wort GOttes mit Freu- ten. Es standen aber die Jüngdigkeit. Der Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Auch Reiner fagte von seinen Gütern, daß sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemein. Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugniß von der Auferstehung des HErrn JEsu, und war große Gnade bei ihnen allein. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wie viel ihrer was ren, die da Aecker oder Häufer hatten, verkauften sie dasselbe, und brachten das Geld des vertauften Gutes, und legten es zu der Apostel Füßen; und man gab einem Jeglichen, was ihm noth war. Joses aber, mit dem Sunamen von den Aposteln genannt Barnabas( das heißt: linge auf, und thaten ihn bei seits, und trugen ihn hinaus, und begruben ihn. Und es begab sich über eine Weile, bei dreien Stunden, kam sein Weib hinein, und wußte nicht was geschehen war. Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so theuer verkauft? Sie sprach: Ja, so theuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins geworden, zu versuchen den Geist des HErrn? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Thür, und werden dich hinaus tragen. Und alsbald fiel sie zu seinen Füßen, und gab den Geiſt auf. Da tamen die Jünglinge, und fanden sie todt, trugen sie hinaus, und begruben sie bei ihrem Evangelia und Episteln. 51 ihrem Mann. Und es kam eine wer aber nicht glaubet, der große Furcht über die ganze Ge- ist schon gerichtet; meine, und über alle, die solches denn er höreten. Es geschahen aber viel glaubet nicht an den Namen Beichen und Wunder im Volt durch der Apostel Hände( und waren alle in der Halle Salomos nis einmüthiglich. Der andern aber durfte sich keiner zu ihnen thun; sondern das Volt hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugethan, die da glaubten an den HErrn, eine Menge der Männer und der Weiber) also, daß sie die Kranten auf die Gassen heraus trugen, und legten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus käme, daß sein Schatten ihrer Etliche über ichattete. Es tamen auch herzu viele von den umliegenden Städ ten gen Jerusalem, und brachten die Kranten und die von unsaubern Geistern gepeinigt waren und wurden alle gesund. Es stand aber auf der Hohepriester, und alle die mit ihm waren ist bucäer), und wurden voll Eifers; und legten die Hände an die Apostel, und warfen sie in das gemeine Gefängniß. des eingebornen Sohnes GOttes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsterniß mehr denn das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Arges thut, der hafset das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in GOtt gethan. Epistel am Pfingstdienstag so vorm Altar verlesen wird. Apost. Gesch. 8. v. 14 bis 17. a aber die Apoſtel höreten zu Evang. am Pfingstmontage. Sob. 3. v. 16 bis 21. Jou Esus sprach zu Nicodemo: Also hatGOtt die Welt geliebet, daß er seinen eingebornenSohn gab, aufdaßalle, die das Wort GOttes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Ve trum und Johannem. Welche, da sie hinab kamen, beteten sie empfingen.( Denn er war noch über sie, daß sie den Heiligen Geist auf Reinen gefallen, sondern was ren allein getauft in dem Namen Christo JEfu.] Da legten fie die Hände auf sie, und sie ems Vespertert am Pfingstdienstag pfingen den Heiligen Geist. 5. v. 19 bis 42. an ihn glauben, nichtverloren so gepredigt wird. Apoft.- Gesch. werden, sondern das ewigeleben haben. DennGOtt hatseinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern, daßdie Weltdurchihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, Aber der Engel des HErrn thatt in der Nacht die Thür bes Gefängnisses auf, und führte fie heraus, und sprach: Gehet bin Tempel zum Volk alle Worte und tretet auf, und redet im dieses Lebens. Da sie das gehört hatten. D 2 52 Evangelia und Episteln. hatten, gingen sie früh in den gebung der Sünden. Und wir Tempel und lehreten. Der Ho- find seine Zeugen über dieſe hepriester aber tam, und die mit Worte, und der Heilige Geist, ihm waren, und riefen zusam- welchen GOtt gegeben hat denen, men den Rath, und alle Aeltesten die ihm gehorchen. Da sie das der Kinder von Israel, und sand- höreten, ging es ihnen durchs ten hin zum Gefängniß, sie zu Herz, und dachten sie zu tödten. holen. Die Diener aber tamen Da stand aber auf im Rath ein bar, und fanden sie nicht im Ge- Pharisäer, mit Namen Gimaliel, fängniß; tamen wieder, und ver- ein Schriftgekehrter, wohlgehals tündigten und sprachen: Das ten von allem Volt, und hieß Gefängniß fanden wir verschlos- die Apostel ein wenig hinaussen mit allem Fleiß, und die Hü- gehen und sprach zu ihnen: Ihr ter draußen stehen vor den Thü- Männer von Israel, nehmet ren; aber da wir aufthaten, fan- euer selbst wahr in diesen Mens den wir Niemand drinnen. Da schen, was ihr thun follet. Vor diese Rede höreten der Hohepries diesen Tagen stand auf Theudas, ter und der Hauptmann des und gab vor, er wäre etwas, Tempels, und andere Hoheprie- und hingen an ihm eine Zahl ster, wurden sie über ihnen betre- Männer, bei vier hundert; der ten, was doch das werden wollte, ist erschlagen, und alle, die ihm Da kam einer dar, der verkün- zufielen, sind zerstreuet, und zus digte ihnen: Sehet, die Männer nichte worden. Darnach stand die ihr ins Gefängniß geworfen auf Judas aus Galiläa, in den habt, sind im Tempel, stehen und Tagen der Schäßung, und machfehren das Volt. Da ging hin te viel Volts abfällig ihm nach; der Hauptmann mit den Dies und er ist auch umgekommen, und nern, und holete sie, nicht mit alle, die ihm zufielen, sind zers Gewalt; denn sie fürchteten sich streuet. Und nun sage ich euch: vor dem Volk, daß sie nicht ge- Lasset ab von diesen Menschen, steiniget würden. Und als sie sie und lasset sie fahren. Ist der brachten, stelleten sie sie vor den Rath oder das Wert aus den Rath. Und der Hohepriester frag- Menschen, so wird es untergehen, te sie, und sprach: Haben wir ist es aber aus GOtt, so könnet euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr es nicht dämpfen, auf daß ihr ihr nicht sollet lehren in diesem nicht erfunden werdet, als die Namen? und sehet, ihr habet wider GOtt streiten wollen. Da Jerusalem erfüllet mit eurer Leh- fielen sie ihm zu, und riefen die re, und wollt dieses Menschen Apostel, stäupten sie und geboBlut über uns führen. Petrus ten ihnen, sie sollten nicht reden aber antwortete und die Apostel in dem Namen JEsu, und ließen und sprachen: man muß GOtt fie gehen. Sie gingen aber fröh mehr gehorchen, denn den Men- lich von des Raths Angesicht, schen. Der GOtt unserer Väter daß sie würdig gewesen waren, um hat JEsum auferwecket, welchen seines Namens willen Schmach ihr erwürget habt, und an das zu leiden. Und höreten nicht Holz gehangen. Den hat GOtt auf, alle Tage im Tempel, und burch seine rechte Hand erhöhet hin und her in Häuſern zu lehzu einem Fürsten und Heiland, ren, und zu predigen das Evanzu geben Ifrael Buße und Vergelium von JEfu Christo. Evans Evangelia und Episteln. 53 Evangel.am Pfingstdienstage. welch eine Tiefe des Reich8. der Esus sprach zu seinen und Erkenntniß GOttes! Wie Jüngern: Ich bin ein gar unbegreiflich sind seine Ge Wege! Denn wer hat des HErrn richte und unerforschlich seine Sinn erkannt? oder, wer ist sein Rathgeber gewesen? oder, wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen. rechter Weinstock, und mein Vater ein Weingärtner. Einen jeglichen Reben an mir, der nicht Frucht bringet, wird er wegnehmen; und einen jeglichen, der da Frucht bringet, wird er reinigen, daß er mehr Frucht bringe. Ihr seid jest rein um des Wortes Vespertert in Pommern. Das Symbolum willen. das ich zu euch ge- oder Glaubensbekenntniß des beis redet habe. Bleibet in mir ligen Atanasii, wider die Arias und ich in euch. Gleich wie der ner gestellet. Rebe kann keine Frucht bringen von ihm selber, er bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr ſeid die Reben; wer in mirblei. bet, und ich in ihm, der bringet viele Furcht; denn ohne mich fönnet ihr nichts thun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen, wie eine Rebe, und verdorret, und man sam melt fie, und wirft sie ins Feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollet, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vaterge ehret, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Jünger. Epistel am Sonntage Trinitatis, oder am Fest der heiligen Dreieinigkeit. Röm. 11. b. 33 bis 36. der muß vor allen Dingen Zer da will selig werden, den rechten christlichen Glauben haben. Wer denselben nicht ganz und Zweifel ewiglich verloren sein. gar rein hält, der wird ohne Dies ist aber der rechte chriftz einen GOtt in breien Personen, und heit ehren. Und nicht die Perſos drei Personen in einer Gottnen in einander mengen, noch das göttliche Wesen zertrennen. Eine andere Person ist der Vater: Eine andere der Sohn Eine andere der Heilige Geist. Aber der Vater, und der Sohn und der Heilige Geist ist ein einiger GOtt, gleich in der Herrlich feit, gleich in ewiger Majeſtät. Welcherlei der Vater ist, solcherlei ist der Sohn, solcherlei ist auch der Heilige Geist. Der Vater ist nicht geschaffen. Der Heilige Geist ist nicht ges Der Sohn ist nicht geschaffen. schaffen. Der Vater ist unmeßlich. Der Sohn ist unmeßlich. Der Heilige Geist ist unmeßlich. D 3 Der Evangelia und Der Vater ist ewig. Der Sohn ist ewig. Der Heilige Geist ist ewig. Und doch sind nicht drei Ewige, sondern es ist Ein Ewiger. Episteln. Auf daß also, wie gesagt ist, drei Personen in einer Gottheit, und Ein GOtt in dreien Personen geehret werde. Gleichwie auch nicht drei Un- Wer nun will selig werden, der geschaffene, noch drei Unmeßliche, muß also von den dreien Persosondern es ist ein Ungeschaffener, nen in GOtt halten. und ein Unmeßlicher. Also auch: Der Vater ist alles ist aber auch nöthig zur ewigen Seligkeit, daß man treulich mächtig. Der Sohn ist allmächtig. glaube, daß JEsus Christus, unser Der Heilige Geist ist allmächtig. HErr, wahrhaftiger Mensch sei. Und sind doch nicht drei Allmächtige, sondern es ist ein Allmächtiger. So ist nun dies der rechte Glaube, so wir glauben und bekennen, daß unser HErr JEsus Christus GOttes Sohn, GÖtt und Mensch ist. Also: Der Vater ist GOtt. Der Sohn ist GOtt. Der Heilige Geist ist GOtt. Und sind doch nicht drei Götter, fondern es ist ein GOtt. Also: der Vater ist der HErr. Der Sohn ist der HErr. Der Heilige Geist ist der HErr. Und sind doch nicht drei HErren, sondern es ist Ein HErr. Denn gleich wie wir müssen, nach christlicher Wahrheit, eine tede Person für sich Einen GOtt und Herren betennen, GOtt ist er aus des Vaters Natur vor der Welt geboren; Mensch ist er aus der Mutter Natur in die Welt geboren. Ein vollkommner GOtt, ein vollkommner Mensch, mit vers nünftiger Seele und menschlichem Leibe. Gleich ist er dem Vater nach der Gottheit; kleiner ist er denn der Vater, nach der Menschheit. Und wiewohl er GOtt und Mensch ist, so ist er doch nicht zwei, sondern ein Christus. Giner, nicht daß die Gottheit in die Menschheit verwandelt sei, sondern daß die Gottheit hat die Menschheit an sich genommen.. Ja, einer ist er, nicht daß die zwei Naturen vermengt sind, sonbern, daß er eine einige Person ist. Denn gleich wie Leib und Seele ein Mensch ist, so ist GOtt und Mensch ein Christus. Also können wir im christlichen Glauben nicht drei Götter oder drei HErren nennen. Der Vater ist von Niemand weder gemacht, noch geschaffen, noch geboren. Der Sohn ist allein vom Vater, nicht gemacht, noch geschaffen, sondern geboren Der Heilige Geist ist vom Vas ter und vom Sohn nicht gemacht, noch geschaffen, noch geboren, son dern ausgehend. So ist nun ein Vater, nicht drei Väter; ein Sohn, nicht drei Söhne; ein Heiliger Geist, nicht brei Heilige Geister. Und unter diesen dreien Personen ist keine die Erste, teine die Leßte, teine die Größte, teine die Kleinste, sons Von dannen er kommen wird bern alle drei Personen sind mit zu richten die Lebendigen und inandere gleich ewig, gleich groß, die Todten Und Welcher gelitten hat um unserer Seligkeit willen, zur Höllen gefahren, am dritten Tage auf erstanden von den Todten. Aufgefahren gen Himmel, fizet zur rechten Hand GOttes, des allmächtigen Vaters: Evangelia und Episteln. 55 und Und zu seiner Zukunft müssen| Was vom Fleisch geboren alle Menschen wieder auferstehen wird, das ist Fleisch, und was mit ihren eigenen Leibern, müssen Rechenschaft geben, was fie gethan haben. Und welche Gutes gethan haben, werden ins ewige Leben gehen; welche aber Böses gethan haben, die werden ins ewige Feuer gehen. vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläDas ist der rechte christliche set, wo erwill, und du höreft Glaube. Wer denselben nicht sein Sausen wohl; aber die fest und treulich glaubet, der kann nicht selig werden. weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fährt. | Also ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicos 3 war ein Mensch unter demus antwortete und sprach den Pharisäern, mit Na- zu ihm: Wie mag solches zu men Nicodemus, ein Oberster gehen? JEsus antwortete vater den Juden, der kam zu und sprach zu ihm: Bist du JEsu bei der Nacht, undsprach ein Meister in Israel, und zu ihm: Meister, wir wis- weißt das nicht? Wahrlich, sen, daß du bist ein Lehrer von wahrlich, ich sage dir: Wir GOtt gekommen, denn Nie- reden, daß wir wissen, und mand kann die Zeichen thun, zeugen, daswirgesehen haben, die du thust, es sei denn GOtt und ihr nehmet unser Zeugnis mit ihm. JEsus antwortete, nicht an. Glaubet ihr nicht, und sprach zu ihm: Wahrlich, wenn ich euch von irdischen wahrlich, ich sage dir: Es sei Dingen sage; wie würdet ihr denn, daßJemand von neuem glauben, wenn ich euch von geboren werde, kann er das himmlischen Dingen sagen Reich GOttes nicht sehen. Ni- würde? Und Niemand fährt codemus spricht zu ihm: Wie gen Himmel, denn der vom kann ein Mensch geboren wer- Himmel hernieder gekommen den, wenn er alt ist? Kann er ist, nämlich des Menschen auch wiederum in seiner Mut- Sohn, der im Himmel ist. ter Leib gehen und geboren Und wie Moses in der Wüwerden? JEsus antwortete: ste eine Schlange erhöhet Wahrlich, wahrlich, ich sage hat: also muß des Menschen dir: Es sei denn, daß Jemand Sohn erhöhet werden, aufdaß geboren werde aus dem Was- alle, die an ihn glauben, nicht ser und Geist, so kann er nicht verloren werden, sondern das in has ReichGOttes kommen. ewige Leben haben. D4 Epistel Evangelium am Sonntage Trinitatis. Joh. 3. v. 1 bis 15. 56 Epistel am 1. Sonntage nach Trinit, 1. Joh. 4. v. 16 bis 21. Ott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in GOtt, und GOtt in ihm. Dar an ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleich wie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe; Lasset uns ihn lieben; Denn Er hat uns erst geliebet. So Jemand pricht: Ich liebe GOtt, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er fiehet, wie kann er GOtt lieben, den er nicht fiehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer GOtt liebet, daß der auch seinen Bruder liebe. Evangelia und Episteln. Ishte n Evangelium am 1.Sonntage nach Trinit. Luc. 16. v. 19 bis 31. Esus sprach zu seinen Jüngern: Es war ein rei cher Mann, der fleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand, und lebete alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor sei ner Thür voller Schwären, und begehrte sich zu sättigen vonden Brosamen, die vondes Reichen Tische fielen; doch kamen dieHunde undleckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schooß, der Reiche aber starb auch, und | ward begraben. Als er nun in der Hölle und in derQualwar, bob er seine Augen auf, und sahe Abraham von ferne, und Lazarum in seinem Schooß, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dichmeiner, und sende Lazarum, daß er das Neußerste seines Fingers ins Wasser tauche, und fühle meine Zunge, denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du deinGutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen: Nun aber wird er getröstet, und du wirstgepeiniget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß, die da wollten von hinnenhinabfahren zu euch, fönnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Bater! daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch fommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten, laß sie dieselbigen hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern, wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, so würden sie Buße thun. Er sprach zu ihm: Kärnfie Mosen Evangelia und Episteln. 57 und die Propheten nicht, so schuldige mich. Und der Andere werden sie auch nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferstünde. sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, siezubesehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der Drittesprach: Ich habe ein Weibgenommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprachzuseinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und führe die Armen, und Krüppel, und Lahmen, und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wasdu befohlen haft, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen, und an die 3äune, und nöthige sie hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein wird. Epistel am 2. Sonntage nach Trin. 1.Joh. 3. v. 13 bis 18. Vern erwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hafset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Lode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschläger; und ihr wisset, daß ein Todtschläger nicht hat das ewige Leben bei ihm blei bent. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß Er sein Leben für uns gelassen hat. Und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber Jemand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder barben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe GOt tes bei ihm? Meine Kindlein, las let uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern mit der That und mit der Wahrheit. Evangelium am 2. Sonntage nach Trin. Luc. 14. v. 16 bis 24. Esus sprach zu den Juder machte ein großes Abendmahl, und lud viele dazu. Und fandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommet, denn es ist alles bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus gehen, und ihn besehen; ich bitte dich, entnachTrinit. so vorm Altarmverlesen am 3ª Sonntage wird. 1. Petri 5. v. 6 bis 11. Qieben Brüder! so demüthiget euch nun gewaltige Hand GOttes, daß er euch erhöhe werfet auf ihn, denn er forget für zu seiner Zeit. Alle eure Sorge euch. Seid nüchtern und wachet, denn euer Widersacher, der Teu fel, gebet umher, wie ein brüllenverschlinge; dem widerstehet fest der Löwe, und suchet, welchen er im Glauben, und wisset, daß eben dies 58 Evangelia und Episteln. hatte zween Söhne. Und der Jüngste unter ihnen sprach zum Bater. Giebmir, Vater, das Theil der Güter, das mir gehöret. Und er theilete ihnen das Gut. Und nicht lange darnach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen und zog ferne über Land, und dafelbst brachte er sein Gut um mit Brassen. Daernun alles dasSeine verzehret hatte, ward eine große Theurung durch dasselbige ganze Land; und er fing an zu darben. Und ging hin, und hängete sich an einen Bürger deffelbigen Landes, der schickte ihn auf seinen Acer, die Säue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Träbern, die die Säue aßen, und Niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich, und sprach: Wie viel Tagelöhner hat mein Vater, die Brod die Fülle haben, und ich verderbe im Hun ger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen, und zu ihm sagen: Vater, ich habe gefündiget in dem Himmel und vor dir; und bin hinfort nicht mehr werth, daß ich dein Sohn heiße, mache mich als einen deiner Tage löhner. Und er machte sich auf, und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sahe ihn Vater, und dieselbigen Leiden über eure Brü-| gesündiget in dem Himmel und der in der Welt gehen. Der GOtt vor dir; und bin hinfortnicht mehr aber aller Gnade, der uns berufen werth, daß ich dein Sohn heiße. hat zu seiner ewigen Herrlich- Uber der Vater sprach zu seinen teit in Christo Jesu, derselbige Knechten: Bringet das beste Kleid. wird euch, die ihr eine kleine hervor, und thuts ihm an, und Zeit leidet, vorbereiten, stärken, gebet ihm einen Fingerreif an träftigen, gründen. Demselbigen seine Hand, und Schub an seine sei Ehre und Macht von Ewig- Füße. Und bringet ein gemästet teit zu Ewigkeit! Amen. Kalb her, und schlachtet es. Laßt Veſpertert am 3. Sonntage uns essen und fröhlich sein! denn nach Trinit. Luc. 15. v. 11 bis 32. dieser mein Sohn war todt, und Und JEsus sprach: Ein Mensch ist wieder lebendig geworden; er war verloren, und ist gefunden wor den. Und fingen an fröhlich zu ſein. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde; und als er nahe zum Hause kam, hörete er das Gesänge und den Reigen. Und er rief zu sich der Knechte einen, und fragte, was das wäre? Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat ein gemästet Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. Da ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater hinaus, und bat ihn. Er antwortete aber, und sprach zum Vater: Siehe, so viel. Jahre diene ich dir, und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bod gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemästet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und gutes Muths sein; denn die ser dein Bruder war todt und ist wieder lebendig geworden; er war verloren, und ist wieder gefunden. Evangelium am 3. Sonntage nach Trin. Luc. 15. v. 1 bis 10. nabeten aber zu ihm lon, lief, und fiel ibm um ſeinen Callerlei 3öllner und Sünihn, Hals, und küssete ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Bater, ich habe der, Evangelia und Episteln. 59 der, daß sie ihn höreten. Und vor den Engeln GOttes über die Pharisäer und Schriftge- einen Sünder der Buße thut. lehrten murreten, und spra- Epistel am Taçe Johannis chen: Dieser nimmt die Sündes Täufers. Esaias 40. v. 1 bis 5. der an, und isset mit ihnen. röstet. tröstet mein Bolt, Er aber sagte zu ihnen dies spricht euer GOtt. Redet Gleichniß, und sprach: Wel- mit Jerusalem freundlich. Und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft cher Mensch ist unter euch, ein Ende hat, denn ihre Missethat der hundert Schafe hat, und ist vergeben; denn sie hat zwie so er der Eines verlieret, der fältiges empfangen von der Hand nicht lasse die neun und neun- Es ist eine Stimme eines Predi des HErrn, um alle ihre Sünde. zig in der Wüste, und hingehe gers in der Wüste: Bereitet dem nach dem verlorenen, bis daß HErrn den Weg, machet auf dem er es finde? Undwenn er es ge- Gefilde eine ebene Bahn unferm fundenhat, fo leget er esauffei- GOtt. Alle Thäler sollen erhöhet ne Achseln mit Freuden. Und werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedriget werden; und wenn er heim kommt, rufet er was ungleich ist, soll eben, und was seine Freunde und Nach- höckricht ist, soll schlicht werden: barn, und spricht zu ihnen: Denn die Herrlichkeit des HErrn foll offenbaret werden; und alles Freuet euch mit mir, denn ich Fleisch mit einander wird sehen, habe mein Schaf gefunden, daß des HErrn Mund redet. das verloren war. Ich sa Evangel. am Tage Johannis ge euch: Also wird auch des Täufers. Luc. 1. v. 57 bis 80. Freude im Himmel ſein überndElisabeth kam ihre Zeit, sollte. thut, vor neun und neunzig Ge- Und sie gebar einen Sohn. rechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder, welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so fie der Einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und tehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Undwennsie ihn gefunden hat, rufet sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein und ihre Nachbarn und Ge freundeten höreten, daß der HErr große Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Tage, tamen sie zu beschneiden d. 3 Kindlein, und hießen ihnnach seinem Vater Zacharias. Aber seine Mutter antwortete, und sprach: Mit nichten! sondern er soll Johannis heißen. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch Niemand in deiner Freundschaft, der also heiße. Und fie 60 Evangelia und Episteln. winkten seinem Vater, wie| neten ohne FurchtunserLebener ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täflein, schrieb und sprach: Er heißt Johannes. Und sie verwun berten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgethan, und redete, und lobete GOtt. Und es kam eine Furchtüberalle Nachbarn. Und diese Geschichte ward allen ruchbar auf dem gan zen jüdischen Gebirge. Und alle, die es höreten, nahmen es zu Herzen, und sprachen: Was meinest du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistesvoll, weiffagete und sprach:(+) Gelobet fei der HErr, der lang in Heiligkeit und Gerech tigkeit, die ihm gefällig ist. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem HErrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntniß des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden durch die herzliche Barmherzigkeit unseres GOttes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, auf daß er er scheine denen, die da figen in Finsterniß und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. (+) Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist; und war in der Wüsten, bis daß er sollte hervortreten vor GOtt denn er bat besucht und erlöset sein Volt. Und hat uns aufgerich tet ein Horn des Heils in dem Haufe seines Dieners Davids. Als er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, daß er uns errettete von unsern Feinden, und von der Hand aller, die uns hassen, und die Barmherzigkeit erzeigete unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund, und an seinen Eid, den er geschworen hat unferm Vater Abraham, uns zu geben; daß wir erlöset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieIsrael. nach Trinit. Röm. 8. v. 18 bis 23. am 4. nach Trinit. Rom. 8. v. 18 bis 23. Lieben Brüder, denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sei, die an uns soll geoffenbaret werden. Denn das ängstliche Harren rung der Kinder GOttes; finteder Creaturwartet auf die Offenbamal die Creatur unterworfen ist der Eitelkeit, ohne ihren Willen, sondern um des willen, der fie Denn auch die Creatur frei wers unterworfen hat auf Hoffnung. den wird von dem Dienst des vers gänglichen Wesens, zu der herre lichen Freiheit der Kinder GOtCreatur sehnet sich mit uns, und tes. Denn wir wissen, daß alle ängstet sich noch immerdar. Nicht allein Evangelia nnd Episteln. 61 allein aber sie, sondern auch wir zuvor den Balken aus deinem felbft, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbft nach der Kindschaft, und wars ten auf unseres Leibes Erlösung. Evangel. am 4. Sonntage nach Trinit. Luc. 6. v. 36 bis 42. Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. Epistel am Tage Der der Heimsuchung Mariä. Röm, 12. v. 9 bis 18. er HErr JEsus sprach: Darum seid barmhergig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerich tet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch verge ben. Gebet, so wird euch gegeben. Einvollgedrückt, gerüttelt und überflüssig Maaß wird man in euren Schooß geben: Denn eben mit dem Maaß da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte Qieben Brüder: Die Liebe set nicht falsch. Hasset das Arge, derliche Liebe unter einander sei hänget dem Guten an. Die brüherzlich. Einer tomme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun Schicket euch in die Zeit. Seid follt. Seid brünstig im Geist. fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübfal. Haltet an am Gebet. Nehs met euch der heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch Freuet euch mit den Fröhlichen, und verfolgen. Segnet, und fluchet nicht. weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. ihnen ein Gleichniß: Mag sondern haltet euch herunter au Trachtet nicht nach hohen Dingen, auch ein Blinder einem Blinden Niedrigen. Haltet euch nicht den den Weg weisen? Wer selbst für flug. Vergeltet Nies den sie nicht alle beide in die mand Böses mit Bösem. FleißiGrube fallen? Der Jünger get euch der Ehrbarkeit gegen ist nicht über seinen Meister; an euch ist, so habet mit allen Jedermann. Ist es möglich, so viel wenn der Jünger ist wie sein Menschen Friede. Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deihen von dem Stamm Isaia nem Auge wirst du nicht ge- und ein Zweig aus seiner Wurwahr? Oder, wie kannst du sa- zel Frucht bringen; auf welchem gen zu deinem Bruder: Halt der Geist der Weisheit und des wird ruhen der Geist des HErrn, stille, Bruder, ich will den Verstandes, der Gein des Raths Splitter aus deinem Auge und der Stärke, der Geist der ziehen; und du siehest selbst Erkenntniß und der Furcht des nicht den Balken in deinem sein in der Furcht des HErrn. HErrn. Und sein Riechen wird Auge? Du Heuchler, ziehe Er wird nicht richten, nach dem ſeine Eine andere Epistel. Efaia 11. v. 1 bis 5. Und es wird eine Ruthe aufges 62 Evangelia und Episteln. feine Augen sehen, noch strafen,| landes. Denn er hat die Nie nach dem seine Ohren hören; drigkeit seiner Magd angeſe sondern wird mit Gerechtigkeit den richten die Armen, und mit Gehen: Siehe, von nun an werricht strafen die Elenden im Lande. den mich selig preisen allekinUnd wird mit dem Stabe seines deskinder. Denn er hat großeMundes die Erde schlagen, und Dinge an mir gethan, der da mit dem Odem seiner Lippen Bottlosen tödten. Gerechtigteit mächtig ist, und des Name heiwird der Gurt seiner Lenden sein, lig ist. Und seine Barmherzigund der Glaube der Gurt seiner feit währet immer für und für Nieren. bei denen, die ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößet die Gewaldie Elenden. Die Hungrigen tigen vom Stuhl, und erhebet füllet er mit Gütern und läſſet die Reichen leer. Er denket der Barmherzigkeit, und hilft ſeinem Diener Israel auf. Wie er geredet hat unsern Vätern, und Samen Abraham und seinem Samen ewiglich.( †) Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden, dar nachlehretefiewiederumheim. Evangelium am Tage der Heimsuchung Mariä. Luc. 1. b. 39 bis 56. aria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge Endelich zu der Stadt Juda und kam in das Haus Zacharias, und grüßete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Mariä hörete, hüpfete das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heiligen Geistes voll, und rief laut, und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines HErrn zu mir kommt? seid allesammt gleich gefinnet, Qieben aber Siehe, da ich die Stimme mitleidig, brüderlich, barmhers beines Grußes hörete, hüp: fete mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und, o felig bist du, die du geglaubet hast, denn es wird vollendet werden was dir gesagt ist von dem HErrn. Und Maria sprach:( †) Epistel am 5. Sonntage nach Trinit. 1. Petr. 3. v.8 bis 15. zig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Schelt wort mit Scheltwort; sondern das gegen segnet, und wisset, daß ihr bazu berufen seid, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß fie nicht Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende fich vom Bösen und thue Gutes er; eine Seele erhebet den HErrn, und mein Geist freuet sichGOttes meinesHei- suche Frieden und jage ihm nach. Tenn Evangelia und Episteln. 63 Denn die Augen des HErrn sehen im andern Schiffe waren, auf die Gerechten, und seine Oh ren auf ihr Gebet; das Angesicht aber die, Böses thun. Und wer ist, der euch schaden tönnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leis det um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Troßen nicht, und erschrecket nicht: Heiliget aber GOtt den HErrn in eurem Herzen. Evangel. am 5. Sonntage nach Trin. Luc. 5. v. 1 bis 11. daß sie kämen, und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und fülleten beide Schiffe voll, also, daß sie sanken. Da das Simon Petrus sahe, fiel er JEsu zu den Knien, und sprach: HErr, gehe von mir hinaus, ich bin ein fündiger Mensch. Denn es war ihm ein Schrecken angekommen, und allen, die mit ihm waren, über 38 Es begab sich aber, da sich diesen Fischzug, den sie mit gethan hatten; desſelbigen gleichen auch Jacobum und Johannem, dieSöhneZebedäi, Simonis Gefellen. Und JEsus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach. zu drang, zu hören das Wort GOttes, und er stand am See Genezareth, und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Neße: trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führete. Und er seßte sich, und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehört zu reden, sprach er zu Simon: Fahret auf die Höhe, und werfet eure Neße aus, daß ihr einen Zug thut: Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Neß auswerfen. Und da fie das thaten, beschlossen fe eine große Menge Fische: und ihr Net zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die Epistel am 6. Sonntage nach Trin. Röm. 6. v. 3 bis 11. ieben Brüder: Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in JEsum Christ getauft sind, die sind in seinen Tod getauft. So sind wir ie mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, let von den Todten durch die gleich wie Christus ist auferwets Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein: dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gefreuLeib aufhöre, daß wir hinfort zigt ist, auf daß der sündliche der Sünde nicht dienen. Denn wer 64 Evangelia und Epifteln. wer gestorben ist, der ist gerecht-| Gabe, und gehe zuvor hin, fertigt von der Sünde. Sind und versöhne dich mit deiwir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus von den Todten er wedet, hinfort nicht stirbt, der Tod wird hinsort über ihn nicht herrschen. Denn daß er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, zu einem mal; daß er aber lebet, bas lebet er GOtt. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und lebet GOtt in Christo JEfu, unserm HErrn. Evang. am 6. Sonntage nach Trinit. Matth. 5. v. 20 bis 26. Esus sprach zu seinen nem Bruder; und alsdann fomme, und opfere deine Gas be. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist; auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst übers antworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und du werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir, wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch I ſage Es sei denn eure Gerechtigfeit besser, denn der Schrift- Epistel am 7. Sonntage gelehrten und Pharisäer, so nach Trinit. Röm. 6. v. 19 bis 23. werdet ihr nicht in das ieben Brüder! ich muß mensch Himmelreich kommen. Ihr lich davon reden, um der habt gehöret, daß zu den Al- ches. Gleichwie ihr eure Glie Schwachheit willen eures Fleis ten gesagt ist: Du sollst nicht der begeben habet zum Dienst der tödten; wer aber tödtet, der Unreinigkeit, und von einer Uns soll des Gerichts schuldig gerechtigkeit zu der andern; alsein. Ich aber sage euch: ber zum Dienst der Gerechtigkeit, so begebet nun auch eure GlieWer mit seinem Bruder zür- daß sie heilig werden. Denn da net, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder saget: Racha! der ist des Raths schuldig. Wer aber saget: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; so laß allda vor dem Altar deine ihr der Sünden Knechte maret, da waret ihr frei von der Gerech der Zeit für Frucht? Welcher ihr tigkeit. Was hattet ihr nun zu euch jeßt schämet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Süns geworden, habt ihre eure Frucht, frei und Knechte daß ihr heilig werdet; das Ende uber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold; aber Leben, in Christo JEsu, unserm die Gabe GOttes ist das ewige HErrn. Evans Evangelia und Episteln. 65 Evangel. am 7. Sonnt. nach Trinit. Marc. 8. v. 1 bis 9. Du der Zeit, da viel Volts Fleische, daß wir nach dem Fleische leben, denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben durch den 3vawar, und hatten nichts müsſen, wo ihr aber schäfte töb zu essen, rief JEsus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Bolts, denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret, und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden fie auf dem Wege verschmachten; denn Etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüste, daß wir sie sättigen. Und er fragte fie: Wie viel habt Brode? Sie spratet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist GOttes treibet, die sindGOttes Kinder. Denn ihr habt pfangen, daß ihr euch abermal nicht einen knechtlichen Geist emfürchten müßtet, sondern ihr habt einen findlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, giebt Zeugniß unserm Geist, daß lieber Vater! Derselbige Geist wir GOttes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich GOttes Erben, und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangel. am 8. Sonnt. nach Trinit, Matth. 7. v. 15 bis 23. hen: Sieben. Und er gebotschen Bolt: Sehet euch sprach zum dem Volk, daß fie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm vor, vor den falschen Prophe die sieben Brode, und dank- ten, die in Schafskleidern te, und brach sie, und gab sie zu euch kommen; inwendig seinen Jüngern, daß fie die aber sind sie reißende Wölfe. selbigen vorlegten. Und sie An ihren Früchten sollt ihr sie legten dem Volk vor. Und erkennen. Kann man auch hatten ein wenig Fischlein; Trauben lesen von den Dorund er dankte, und hieß die nen? Oder Feigen von den felbigen auch vortragen. Sie Disteln? Also ein jeglicher aßen aber, und wurden fatt, guter Baum bringet gute und hoben die übrigen Brot Früchte; aber ein fauler ten auf, sieben Körbe. Und Baum bringet arge Früchte. ihrer waren bei vier tausend, Ein guter Baum kann nicht die da gegessen hatten. Und arge Früchte bringen, und er ließ sie von sich. ein fauler Baum kann nicht Epistel am 8. Sonntage nach jeglicher Baum, der nicht gugute Früchte bringen. Ein Trinit. Röm, 8. v, 12 bis 17. sind wir nun, lieben Brü- te Früchte bringet, wird ab der, Schuldner, nicht dem gehauen, und ins Feuer geworfen. 66 Evangelia und Episteln. worfen. Darum, an ihren Welt gekommen ist. Darum, wer Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HErr, HErr, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HErr, nicht in ich läßt dünten, er stehe, mag Es hat euch noch teine, denn wohl zusehen, daß er nicht falle. menschliche Versuchung betreten. Aber GOtt ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende ge winne, daß ihr es könnetertragen. Evangel. am 9. Sonnt. nach Trinit. Luc. 16. v. 1 bis 9. sprach zu seinen Deinem Namen geweifſagt? Jüngern: Es war ein J reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor Epistel am 9. Sonnt. nach Trinit. 1. Cor. 10, v. 6 bis 13, Lieben Brüder: Das ist aberuns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelüftet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleich wie jener etliche wurden, als geschrieben stehet: Das Bolt sette sich nieder zu essen und zu trinten, und stand auf zu spielen. Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag drei und zwanzig tausend. Lasset uns aber auch Christum nicht verfuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur funfzig. Darnach sprach er Warnung, auf welche das Ende der zu dem andern: Du aber, Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viel Thaten gethan? ihm berüchtiget, als hätte er Dann werde ich ihnen beken- ihmine Güter umgebracht. nen: Ich habe euch noch nie Und er forderte ihn, und erkannt, weichet alle von mir, sprach zu ihm: Wie höre ich ihr Uebelthäter. das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gefeßet werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Del. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, sete dich, und schreibe flugs mio Evangelia und Episteln 67 wie viel bist du schuldig? Er deinem Frieden dienet; aber sprach: Hundert Malter nun ist es vor deinen Augen Weizen. Und er sprach zu verborgen. Denn es wird die ihm: Nimm deinen Brief, Zeit über dich kommen, daß und schreibe achtzig. Und der deine Feinde werden um dich Herr Lobete den ungerechten und deine Kinder mit dir eine Haushalter, daß er flüglich Wagenburg schlagen, dich begethan hatte. Denn die Kin- lagern, und an allen Orten der dieser Welt find flüger, ängsten, und werden dich denn die Kinder des Lichts schleifen, und keinen Stein auf in ihrem Geschlechte. Und dem andern lassen, darum, ich sage euch auch: Machet daß du nicht erkennet hast die euch Freunde mit dem unge Zeit, darinnen du heimgeſurechten Mammon, auf daß, chet bist. Und er ging in den wenn ihr nun darbet, sie Tempel, und fing an auszueuch aufnehmen in die ewi treiben, die darinnen verge Hütten. kauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bet- Haus, ihr aber habt es gemacht zur Mörder- Grube. Und er lehrete täglich im Epistel am 10. Sonnt. nach Trinit. 1. Cor. 12. v. 1 bis 3. Dieben Brüde.: Von den geist lichen Gaben aber will ich euch nicht verhalten. Ihr wisſet, daß ihr Heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen Tempel. Aber die HohenGößen, wie ihr geführet wurdet. priester und SchriftgelehrDarum thue ich euch fund, daß ten, und die Vornehmsten im niemand JEsum verfluchet, der durch den Geist GOttes rebet. Volk trachteten ihm nach, Und niemand kann JEsum einen daß sie ihn umbrächten, und HErrn heißen, ohne durch den fanden nicht, wie sie ihm Heiligen Geist. bing ihm an, und hörete ihn. thun sollten, denn alles Volk Epistel am 11. Sonnt. nach Trinit. Röm. 9. v. 30 bis 33. Nieben Brüder: Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht standen, haben die Gerechtigkeit haben nach der Gerechtigkeit geerlanget. Ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber nachgestanden, und hat das Gehat dem Geseß der Gerechtigkeit ieß der Gerechtigkeit nicht über€ 2 tommer. In der Vesper wird anstatt der Epistel geprediget die Historia von der Stadt Jerusalem, welche hinten beigefügt ist. Evangel. am 10. Sonnt. nach Trinit. Luc. 19. v. 41 bis 48. nd als JEsus nahe hinzu Und kam, sahe er die Stadt an, und weinete über fie, und sprach: wenn du es wüßteft, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu 68 Evangelia und Episteln. lommen. Warum das? Darum, Epistel am 12. Sonnt. nach daß sie es nicht aus dem Glauben, Trinit, 2. Cor. 5. v. 4 bis 11. sondern als aus den Werken besieben Brüder: Ein solches VerGefeßes suchen. Denn sie haben fich gestoßen an den Stein des Anlaufens; wie geschrieben stes het: Siehe da, ich lege in 3ion einen Stein des Anlaufens, und einen Fels der ergerniß, und wer an ihn glaubet, der soll nicht zu Schanden werden. Evangel. am 11. Sonnt. nach Trinit, Luc. 18, v. 9 bis 14. er HErr JEsus sagte trauen aber haben wir durch Christum zu GOtt, nicht, daß wir tüchtig sind, von uns selber etwas zu denken, als von uns selber; son dern, daß wir tüchtig sind, ist von Gott; welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tödtet, aber der Geist macht lebendig. So aber D aber zu tödtet, und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also, daß die Kinder Israel nicht konnten anfe hen das Angesicht Mofis, um bet Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhöret; wie sollte nicht selbst vermaßen, daß fie fromm wären, und verachteten die andern, ein solches Gleichniß: Es gingen zween Menschen hinauf in den Tempel zu be- vielmehr das Amt, bas den Geist ten, einer ein Pharisäer, der giebt, Alarheit haben? Denn andere ein Zöllner. Der Pha- so das Amt, das die Verdammniß rifäer stand, und betete bei sich prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigselbst also: Ich danke dir, leit prediget, überschwengliche GOtt! daß ich nicht bin, wie Klarheit. Denn auch jenes Theil, andere Leute, Räuber, Unge- das vertläret war, ist nicht für rechte, Ehebrecher, oder auch Klarheit zu achten gegen dieſe wie dieser Zöllner. Ich faste so das Klarheit hatte, das da auf überschwengliche Klarheit. Denn zweimal in der Woche, und ge- höret, vielmehr wird das Klare be den Zehenten von allem, heit haben, das da bleibet. das ich habe. Und der Zöll- Evangel. am 12. Sonnt. nach ner stand von ferne, wollte Trinit, Marc. 7. v. 31 bis 37, auch ſeine Augen nicht aufheUnd da JEfus wieder aus ben gen sondern ging von schlug an seine Brust, und Tyri und Sidon, kam er an sprach: GOtt, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in fein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden. das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Boll besonders, und legte ibm Evangelia und Episteln. ihm die Finger in die Ohren, und spißete, und rührete seine Zunge, und sahe auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Ohren auf. und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie soll ten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr fie es ausbreiteten; und verwunderten sich über die MaBen, und sprachen: Er hat Alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend, und die Sprachlosen redend. 69 der Sünde willen, bis der Same täme, dem die Verheißung gesche Engeln durch die Hand des Mitt hen ist, und ist gestellet von den lers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittter; GOtt aber ist einig. Wie, ist denn das Ge Das sei ferne! Wenn aber ein set wider GOttes Verheißungen? Geseß gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem alles beschlossen unter die Sünde, Gefeß. Aber die Schrift hat es auf daß die Verheißung täme durch den Glauben an JEsum Christum, gegeben denen, die da Evangel. am 13. Sonnt. nach Trinit. Luc. 10. b. 23 bis 37. nd JEsus wandte sich zu seinen Jüngern, und sprachinsonderheit: Seligsind Epistel am 13. Sonntage nach die Augen, die da sehen, das Trinit, Galat, 3. v. 15 bis 22. ihr sehet. Denn ich sage euch: Nieben Brüder! Ich will nach Viele Propheten und Könige menschlicher Weise reden. Verachtet man doch eines Menschen wollten sehen, das ihr sehet, Testament nicht, wenn es bestäti- und haben es nicht gesehen; get ist, und thut auch nichts dazu. und hören, das ihr höret, und Nun ist je die Verheißung Abra haben es nicht gehöret. Und ham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht durch die Samen, fiehe, da stand ein Schriftge als durch Viele, sondern als durch lehrter auf, versuchte ihn, und Einen, burch deinen Samen, sprach: Meister, was muß ich welcher ist Christus. Ich sage aber thun, daß ich das ewige Leben davon: Das Testament, das von GOtt zuvor bestätigt ist auf ererbe? Er aber sprach zu Christum, wird nicht aufgehoben, ihm: Wie stehet im Geset gedaß die Verheißung sollte durch das schrieben? Wie liefest du? Er Gefeß aufhören, welches gegeben antwortete, und sprach: Du ist über vierhundert und dreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe sollst GOtt deinen HErrn durch das Gefeß erworben würde, lieben, von ganzem Herzen, so würde es nicht durch Verhei- von ganzer Seele, von allen Bung gegeben. Gott aber hat es Kräften, und von ganzem Abraham durch Verheißung frei geschenkt. Was soll denn das Gemüthe, und deinen NächGeseb? Es ist dazu gekommen, um ften als dich selbst. Er aber € 3 sprach 1 [ C 70 Evangelia und Episteln. Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach JEsus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen. Epistel am 14. Sonntage nach Trinit. Gal. 5, v. 16 bis 24. sprach zu ihm: Du hast recht die Mörder gefallen war? geantwortet; thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu JEsu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete JEsus, und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Je richo, und fiel unter die Mör der, die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester Nieben Brüder! Ich sage aber: ihr die Lüste des Fleisches nicht Wandelt im Geist, so werdet vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, daß ihr. gieret euch aber der Geist, so seid nicht thut, was ihr wollet. ihr nicht unter dem Gefeße. Of fenbar sind aber die Werke des ReEin diefelbe Straße hinab 309; Fleisches, als da sind: Ehebruch, und da er ihn sahe, ging er vorüber. Deffelbigen glei chen auch ein Levit: da er kam bei der Stätte, und sahe hn, ging er vorüber. Samariter aber reisete, und kam dahin: und da er ihn fahe, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, und goß darein Del und Wein, und hob ihn auf sein Thier, und führete ihn in die Herberge, und pflegte sein. Des an dern Tages reisete er, und zog heraus zween Groschen, Hurerei, Unreinigkeit, Unzuchta Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Bant, Zwie tracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Freffen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor ge sagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reid, GOttes nicht ererben. Die Frucht Friede, Geduld, Freundlichkeit, aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Gütigteit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit; wider solches ist das Geseß nicht. Welche aber Chris Fleisch, sammt den Lüsten und ftum angehören, die freuzigen ihr Begierden. Evangelium am 14. Sonnt. nach Trinit. Luc. 17. v. 11 bis 19. JEreisete Jerusalem und gab fie dem Mirthe, und Und es begab sich, da 36sprach zu ihm: Pflege seiner; und so du was mehr wirst darthun, will ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dünket dich, der unter diesen dreien der Nächste fei gewesen dem, der unter ne, und erhoben ihre Stimzog er mitten durch Samariam und Galiläam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussäßige Männer, die standen von ferme, Evangelia und Episteln. 71 ist, der betrüget sich selbst. Ein Jeglicher aber prüfe sein Wert ihm selber Ruhm haben, und ſelbst, und alsdann wird er an nicht an einem andern. ein Jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird Denn me, und sprachen: JEsu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschahe, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber nnter ihnen, da er sahe, daß er gesund worden war, kehrete er um, und preisete GOtt mit lauter Stimme, und fiel der wird von dem Fleische auf sein Angesicht zu seinen das Berderben ernten. Wer Füßen, und dankte ihm. aber auf den Geist fäet, der wird Und das war ein Samari- von dem Geiste das ewige Leben ter. JEfus aber antwortete ernten. Lasset uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; und sprach: Sind ihrer nicht denn zu seiner Zeit werden wir Zehn rein geworden? Wo auch ernten, ohne Aufhören. find aber die Neune? Hat Als wir denn nun Zeit haben, fich sonst Keiner gefunden, so lasset uns Gutes thun an je der wieder umkehre, und gäbe GOtt die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach allerlei Gutes dem, der ihn unmit dem Wort, der theile mit terrichtet. Frret euch nicht, GOtt läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säet, Glaubens Genossen. dermann, allermeist aber an des zu ihm: hin, dein Glaube hat dir Evangel. am 15. Sonnt. nach Trinit. Matth. 6. v. 24 bis 34. Esus ISüngern: Niemand kann geholfen. Epistel am 15. Sonntage nach Trinit. Gal. 5. 25 u. 26, und Cap. 6. v. 1 bis 10. Nieben Brüder: So wir im weder er wird einen haffen, zween Herren dienen, ent und den andern lieben, oder wird einem anhangen, und den andern verachten. Ihr könnet nicht GOtt dienen und dem Mammon. Darum sage Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter einander zu entrüsten und 3u haffen. Lieben Brüder, so ich euch: Sorget nicht für ein Mensch etwa von einem Fehl übereilet würde, so helset ihm wieder zurecht, mit sanftmüthigem Geiste, die ihr geistlich seid, und siebe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Geset Christi erfüllen. So aber sich jemand läßt dunken, euer Leben, was ihressen und trinken werdet; auch nicht für euren Leib, was thr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter er sei etwas, so er doch nichts dem Himmel an, sie fäen nicht, 4 fie 72 Evangelia und Episteln. Trinit. Ephes. 3. v. 13 bis 21. Nieben Brüder: Darum bitte fie ernten nicht, sie sammeln| Epistel am 16. Sonntagenach nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater näh ret sie doch. Seid ihr denn ich, daß ihr nicht müde wernicht viel mehr denn sie? die ich für euch leide, welche euch det, um meiner Trübsal willen, Wer ist unter euch, der seiner eine Ehre sind. Derhalben beuLänge eine Elle zuseßen möge, ge ich meine Kniee gegen den Bas ob er gleich darum sorget? ter unsers HErrn Jesu Christi, Und warum sorget ihr für die les, was da Kinder heißt im Him der der rechte Vater ist über alKleidung? Schauet die Lilien mel und auf Erden, daß er euch auf dem Felde, wie sie wach- Kraft gebe, nach dem Reichthum sen; fie arbeiten nicht, auch seiner Herrlichkeit, start zu wers spinnen sie nicht. Ich sage inwendigen Menschen, und Chris den durch seinen Geist an dem euch, daß auch Salomo in stum zu wohnen durch den Glaus aller seiner Herrlichkeit nicht ben in euren Herzen, und durch bekleidet gewesen ist, als der- die Liebe eingewurzelt und ges selben eines. So denn GOtt gründet werden, auf daß ihr be das Gras auf dem Felde also welches da sei die Breite und greifen möget mit allen Heiligen, kleidet, das doch heute stehet, die Länge, und die Tiefe, und die und morgen in den Ofen ge- Höhe; auch erkennen, daß Chris worfen wird, sollte er das stum lieb haben viel besser ist, nicht vielmehr euch thun? Derfüllet werdet mit allerlei Gots denn alles Wissen, auf daß ihr ihr Kleingläubigen! Darum tesfülle. Dem aber, der überfollt ihr nicht sorgen und sa- schwenglich thun tann über alles, gen: Was werden wir essen? was wir bitten und verstehen, Was werden wir trinken? wirket, dem sei Ehre in der Ges nach der Kraft, die da in uns Womit werden wir uns klei- meine, die in Christo JEfu ist, den? Nach solchem allen zu aller Zeit, von Ewigkeit zu trachten die Heiden. Denn Ewigkeit. Amen. euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Evangel. am 16. Sonnt. nach Trinit. Luc. 7. v. 11 bis 17. Reiche GOttes, und nach sei- Und es begab sich danach, daß in eine Stadt, mit Namen Nain, ging, und seiner Jünger gingen viele mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn mar euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. Evangelia und Epiſteln. 73 war seiner Mutter, und sie| Brüder verworfen ist, der sie verwar eine Wittwe. Und viel Volts aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der HErr sahe, jammerte ihn der felbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! und trat hinzu, und rührete den Sarg an, und die Träger standen. Und tlaget Tag und Nacht vor GOtt. durch des Lammes Blut, und durch Und sie haben ihn überwunden das Wort ihres Zeugniffes, und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod. Darum freuet euch ihr Himmel, und die da rinnen er ſprach: Jüngling, ich ſage Zuberie Jünger zu JEſu, Evangel. am St. MichaelisTage. Matth. 18. v. 1 bis 11. derselbigen Stunde tradir, stehe auf! Und der Todte richtete sich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn feiner Mutter. Und es tam fie Alle eine Furcht an, und priesen GOtt, und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und GOtt hat sein Volk heimge suchet. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze Jüdische Land, und in alle umliegende Länder. Epistel am St. Michaelis Tage. Off. Joh. 12. v. 7 bis 12. Und nd es erhob sich ein Streit im Himmel. Michael und seine Engel ftritten mit dem Drachen, und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr ge funden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin gewor fen. Und ich hörte eine große Stimme, die jprach im Himmel: Nun ist das Heil, und die Kraft, und das Reich, und die Macht unsers GOttes, seines Christus geworden, weil der Verkläger unserer dich ärgert, so haue ihn ab, und sprachen: Wer ist doch der Größeste im Himmelreich? JEsus rief ein Kind zu sich, und stellete es mitten unter fie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget, wie dies Kind, der ist der Größeste im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget würde, und ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt, der Äergerniß halber! Es muß ja Nergerniß kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Aergerniß kommt. So aber deine Hand oder dein Fuß und 74 Evangelia und Episteln. und wirf ihn von dir: Es ist| Evangel. am 17. Sonnt. nach dir besser, daß du zum Leben Trinit. Luc. 14. v. 1 bis 11. lahm, oder als Krüppel eingehest, denn daß du zwe de oder zween Füße habeft, und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es ihn. Und siehe, da war ein aus, und wirf es von dir: Mensch vor ihm, der war Es ist dir besser, daß du ein- wassersüchtig. Und JEsus äugig zum Leben eingehest, antwortete, und sagte zu den denn daß du zwei Augen Schriftgelehrten und Pharihabeft, und werdeft in das säern, und sprach: Ist es auch höllische Feuer geworfen. recht auf den Sabbath heiSehet zu, daß ihr nicht je- len? Sie aber schwiegen stille. mand von diesen Kleinen ver- Und er griff ihn an, und heiachtet; denn ich sage euch: lete ihn, und ließ ihn gehen. Ihre Engel im Himmel se- Und antwortete, und sprach hen allezeit das Angesicht zu ihnen: Welcher ist unter meines Vaters im Himmel. euch, dem sein Ochse oder Esel Denn des Menschen Sohn in den Brunnen fället, und ist gekommen selig zu ma- er nicht alsbald ihn heraus chen, das verloren ist. ziehet am Sabbath- Tage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwähleten oben anzu sißen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so sebe dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sei; und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem; und du müsfest dann mit Scham unten an sizzen. Sondern, wenn du geladen wirst, so gehe hin, und sebe dich unten an; auf dak. Epistel am 17. Sonntage nach Trinitatis. Ephef. 4. v. 1 bis 6. Nieben Brüder! So ermahne nun euch ich Gefangener in dem HErrn, daß ihr wandelt, wie es sich gebühret eurem Beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist, durch das Band des Friedens. Ein Leib, und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein HErr, ein Glaube, eine Taufe, ein GOtt und Vater( un fer) Aller, der da ist über euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Und es begab sich, daß ein Haus eines Obersten der Pharisäer, auf einem Sabbath, das Brod zu essen: und sie hielten auf Evangelia und Episteln. 75 * daß, wenn da kommt, der lieben GOtt, deinen HErrn, dich geladen hat, spreche zu von ganzem Herzen, von dir: Freund, rücke hinauf; ganzer Seele, von ganzem dann wirst du Ehre haben Gemüth. Dies ist das vorvor denen, die mit dir zu nehmste und größeste Gebot. Tische fißen. Denn wer sich Das andere ist dem gleich: felbst erhöhet, der soll ernie Du sollst deinen Nächsten liebriget werden; und wer sich ben, als dich selbst. In dieselbst erniedriget, der soll er sen zweien Geboten hanget höhet werden. das ganze Geseß und die Da nun die Propheten. Pharisäer bei einander waren, fragte sie JEsus, und fprach: Wie dünket euch umChristo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er fprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen HErrn, da er sagt: Der HErr hat gesagt zu meinem HErrn: Seße dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße. nun David ihn einen HErrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. So Evangel. am 18. Sonnt. nach Trinit. Matth. 22. v. 34 bis 46. Da aber die Pharifder hi Epiſtel am 19. Sonntagenach reten, daß JEsus die Sadducäer zum Schweigen Nieben Brüder! So leget nun gebracht hatte, versammelten von euch ab, nach dem vorigen fie fich. Und einer unter ih der durch Lüste im Irrthum sich alten Menschen, nen, ein Schriftgelehrter, ver- verderbet. Erneuert euch aber suchte ihn und sprach: Mei- im Geiste eures Gemüths, und ster, welches ist das vornehm- ziehet den neuen Menschen an, der nach GOtt geschaffen ist, in fle Gebot im Gefeß? JEsus rechtschaffener Gerechtigkeit und aber sprach zu ihm: Du sollst Heiligkeit. Darum leget Lügen Epistel am 18. Sonntage nach Trinit. 1. Cor. 1, v. 4 bis 9. Nieben Brüder! ich danke meinem GOtt allezeit eurethalben, für die Gnade GOttes, die euch gegeben ist in Christo JEsu, daß ihr seid durch ihn an allen Stücken reich gemacht, an aller Lehre, und in aller Er tenntniß. Wie denn die Predigt von Christo in euch träftig geworden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers HErrn JEsu Christi, welcher auch euch wird feft behalten, bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers HErrn JEsu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft feines Sohnes JEfu Chrifti, unsers HErrn. 76 Evangelia und Episteln. Lagen ab, und redet die Wahr- das sahe, verwunderte es sich, beit, ein Jeglicher mit seinem und preisete GOtt, der solNächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind. Zürnet und he Macht den Menschen fündiget nicht; laffet die Sonne gegeben hat. nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lä- Epistel am 20. Sonntage nach sterer. Wer gestohlen hat, der Trinit, Ephes. 5. v. 15 bis 21. steble nicht mehr, sondern arsieben Brüder: So sehet nun zu, beite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. Evangel. am 19. Sonnt. nach Trinit. Matth. 9. v. 1 bis 8. a trat Jesus in das Schiff, und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gicht brüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun JEsus ih ren Glauben sahe, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getroft, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei wie ihr vorsichtiglich wandbelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen; und schicket euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da ſei des HErrn Wille; und saufet euch nicht voll Weins, darausein unor dentlich Wesen folgt, sondern werbet voll Geistes, und redet unter einander von Psalmen und Lobe gesängen, und geistlichen Liedern, finget und spielet dem HErrn in euren Herzen; und saget Dant allezeit für alles, GOtt und dem Vater, in dem Namen unsers HErrn JEfu Chrifti. Und ſeib unter einander unterthan, in der Furcht GOttes. ſich ſelbſt: Dieſer läſtert GOtt. Uund rebete abermals durch Da aber JEsus ihre Gedanten sabe, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben? oder zu sagen: Stehe auf und wandle? Auf Gleichnisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte, und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochdaß ihr aber wisset, daß des zeit riefen, und sie wollten Menschen Sohn Macht habe, nicht kommen. Abermals auf Erden die Sünde zu verge- sandte er andere Knechte aus, ben, sprach er zu dem Gicht- und sprach: Saget den Gästen, brüchigen: stehe auf, hebe siehe, meine Mahlzeit habe dein Bette auf, und gehe ich bereitet, meine Ochsen und heim. Und er stand auf, und mein Mastvieh ist geschlachging heim. Da das Volk tet, und alles bereit; kommet zur Evangel. am 20. Sonnt. nach Trinit, Matth. 22. v. 1 bis 14. antwortete, Evangelia und Episteln. 7.7 zur Hochzeit. Aber sie ver- der Macht seiner Stärke. Ziehet achteten das, und gingen bin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Handti rung. Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und tödteten fie. Da das der König hörte, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gäste waren es nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brachten zu sammen, wen sie fanden, Böse und Gute, und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sahe allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Kleid an, und sprach an den Harnisch GOttes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deß willen, so er greifet den Harnisch GOttes, auf daß ihr, wenn das böse Stündlein kommit, Widerstand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit wel chem ihr auslöschen könnet alle feurigen Pfeile des Bösewichts, und nehmet der Helm des Heils, und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort GOttes. Evangel. am 21. Sonnt. nach Trinit, Joh. 4, v. 47 bis 54. zu ihm: Freund, wie bist du her ein gekommen, und hast doch kein hochzeitliches Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die äußer ste Finsterniß hinaus, da wird sein Heulen und Zähnklappen. Denn viele sind berufen, aber wenige find auserwählt. Epistel am 21. Sonnt. nach Und es war ein Königischer, Capernaum. Dieser hörete, daß JEsus kam aus Judäa in Galiläa; und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab käme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todtfrank. Und JEsus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zei chen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der KöTrinit. Ephef. 6. v. 10 bis 17. nigische sprach zu ihm: HErr, Zulest, meine Brüder, seid komm hinab, ehe denn mein start in dem HErrn, und in Kind stirbt. JEsus spricht zu 78 Evangelia und Episteln. zu ihm: Gehe hin, dein Sohn| mich nach euch allen verlanget lebet. Der Mensch glaubte von Herzensgrunde in Jesu Christo. Und darum bete ich, dem Wort, das JEsus zu daß eure Liebe je mehr und ihm sagte, und ging hin. mehr reich werde in allerlei Er Und indem er hinab ging, tenntniß und Erfahrung, daß ihr begegneten ihm seine Knech- prüfen möget, was das Beste fei; auf daß ihr seid lauter und unte, verkündigten ihm, und anstößig bis auf den Tag Chrifti, sprachen: Dein Kind lebt. erfüllet mit Früchten der Gerech Da forschte er von ihnen die tigkeit, die durch JEsum Stunde, in welcher es besser stum geschehen( in mit ihm geworden war. Und Ehre und Lobe GOttes. fie sprachen zu ihm: Gestern Evangel. am 22. Sonnt. nach um die siebente Stunde verChris euch) zur Trinit. Matth. 18. v. 23 bis 35. seinen ließ ihn das Fieber. Da merkte der Bater, daß es um die Stunde wäre, in welcher JEsus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andre Zeichen, das JEsus that, da er aus Judäa in Galiläa kam. Epistel am 22. Sonntage nach Trinit. Philipp. 1. v. 3 bis 11. Nieben Brüder: Ich danke mei nem GOtt, so oft ich eurer ge bente; welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet für euch alle, und thue das Gebet mit Freuden, über eure Gemeinschaft am Evangelio, vom ersten Tage an bisher: und bin desselbigen in gu ter Zuversicht, daß der in euch angefangen hat das gute Wert, der wird es auch vollführen bis an den Tag JEsu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen halte, darum, daß ich euch in meinem Herzen babe, in biesem meinem Gefängniß, darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade I Jüngern: Darum ist das Himmelreich gleich einem Kö nige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib, und seine finder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und fand einen seiner Mit- Knechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an, und würgete ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein MitKnecht Denn GOtt ist mein Zeuge, wie 79 Knecht nieder, und bat ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mit Knechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kairdisch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dandes Jesu Christi, des HErrn, nen wir auch warten des Heilanwelcher unfern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Dinge ihm unterthänig machen. Wirkung, damit er kann auch alle Evangel. am 23. Sonnt. nach Trinit. Matth. 22. v. 15 bis 22. men, und brachten vor ihren a gingen die Phariſäer hin, und hielten einen Herrn alles, was sich begeben Rath, wie sie JEfum finger hatte. Da forderte ihn sein in seines Rede. Und sandten Herr vor sich, und sprach zu zu ihm ihre Jünger, sammthe ihm: Du Schalks- Knecht, rodis Dienern, und sprachen: alle diese Schuld habe ich dir Meister, wir wissen, daß du erlassen, dieweil du mich ba- wahrhaftig bist, und lehrest teft. Solltest du denn dich den Weg GOttes recht, und nicht auch erbarmen über dei- du fragest nach niemand, nen Mit Knecht, wie ich mich denn du achtest nicht das Anüber dich erbarmt habe? Und sehen der Menschen. Darum sein Herr ward zornig, und sage uns, was dünket dich? überantwortete ihn den Pei- 3ft es recht, daß man dem nigern, bis daß er bezahlte Kaiser Zins gebe oder nicht? alles, was er ihm schuldig Da nun JEsus merkte ihre war. Also wird euch mein Schaltheit, sprach er: Ihr himmlischer Vater auch thun, Heuchler, was versucht ihr so ihr nicht vergebet von eu mich? Weiset mir die Zinsrem Herzen, ein Jeglicher sei- münze. Und sie reichten ihm nem Bruder seine Fehler. Epistel am 23. Sonnt. nach Trinit. Phil. 3. v. 17 bis 21. Golget mir, lieben Brüder, und fehet auf die, die alse wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nunabersage ich auch mit Weinen, die Feinde bes Kreuzes Christi, welcher Ende ist die Verdammniß, welchen der Bauch ihr GOtt ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und GOtt, was GOttes ist. Da fie das hörten, verwunderten sie sich, und ließen ihn, und gingen davon. Epistel Evangelia und Episteln. Evangelia und Episteln. 80 Epistel am 24. Sonntage nach Trinit. Col. 1. v. 9 bis 14. Nieben Brüder! Derhalben auch wir von dem Tage an, da wires gehöret haben, hören wir nicht auf für euch zu beten, und bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntniß feines Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand, daß ihr wandelt würdiglich bem HErrn zu allem Gefallen, und fruchtbar feid in allen guten Werten, und wachset in der Erkenntniß GOttes, und gestartet werdet mit aller nach seiner Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte fich JEsus um, und sabe sie, und sprach: Sei getroft, meine Tochter, dein Glaube hat dir Und das Weib geholfen. ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sahe die Pfeiffer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht todt, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging Macht, in aller Geduld und Lang müthigkeit, mit Freuden; und dantsaget dem Vater, ber uns tüchtig gemacht hat zu dem Erb: theil ber Heiligen im Licht: Welcher uns errettet hat von der er hinein, und ergriff fie bei Obrigkeit der Finsterniß, und der Hand; da stand das hat uns verseßet in das Reich Mägdlein auf. Und dies Gefeines lieben Sohnes, an wel rücht erscholl in dasselbige chem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich, bie ganze Land. Vergebung der Sünden. Evangel. am 24.Sonnt. nach Trinit, Matth. 9. v. 18 bis 26. Da a JEsus solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: HErr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber fomm, und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und JEsus ftand auf, und folgte ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahr den Blutgang gehabt, Epistel am 25. Sonnt. nach Trinit. 1. Theffal, 4, v.13 bis 18. Mir wollen euch aber, liebe nicht von denen, die ba schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid, wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, daß JEsus gestors ben und auferstanden ist; also wird GOtt auch die da entschlafen sind durch JEsum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des HErrn, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zutunft des HErrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der HErr, wird mit einem Feldgeschrei und Stim trat von hinten zu ihm, und me bes Erzengels, und mit rührete feines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich felbst: möchte ich nur sein der Posaune GOttes hernieder tommen vom Himmel, und dieTod ten in Chrifto werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und Evangelia und Episteln. 81 und überbleiben, werden zugleich oder da; so sollt ihr es nicht mit denselbigen hingerückt werden glauben. Denn es werden in den Wolken, dem HErrn entgegen in der Luft, und werden falsche Christi und falsche Proalso bei dem HErrn sein allezeit. pheten aufstehen, und große So tröstet euch nun mit diesen Zeichen und Wunder thun, Worten unter einander. daß verführet werden in den Irrthum,( wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch Evangel. am 25. Sonntage nach Trinit, Matth. 24, v. 15 bis 28. I Esus sprach zu seinen Sie auch sein die Zukunft des Menschen Sohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. sehen werdet den Gräuel der sie zu euch sagen werden: Verwüstung, davon gesagt Siehe, er ist in der Wüsten; ist durch den Propheten Da- so gehet nicht hinaus. niel, daß er stehe an der hei he, er ist in der Kammer; so ligen Stätte( wer das lieset, glaubet es nicht. Denn gleich der merke darauf); alsdann wie der Blitz ausgehet vom fliehe auf die Berge, wer Aufgang, und scheinet bis im jüdischen Lande ist. Und zum Niedergang; also wird wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist, von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzet, fo würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet. So als dann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, Epistel am 26. Sonnt. nach Trinit. 2. Petr. 3, v. 3 bis 14. Nieben Brüder! Und wisset das aufs erste, daß in den letzten die nach ihren eignen Lüsten wanTagen kommen werden Spötter, deln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen find, bleibt es alles, wie es von Aber muthwillens wollen sie nicht Anfang der Creatur gewesen ist. wissen, daß der Himmel vorzei ten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestannoch ward zu der Zeit die Welt den durch GOttes Wort: Den= durch dieselbigen mit der Sündfluth verderbet. Also auch der Himmel jebund und die Erde ret, daß sie zum Feuer behalten werden durch sein Wort gespawerden am Tage des Gerichts URD 82 Evangelia und Episteln. und Verdammniß der gottlosen alle Völker versammlet werMenschen. Eines aber sei euch den. Und er wird sie von einunverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem HErrn ist wie tau send Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der HErr verziehet nicht die Verheißung, wie es et liche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns, er mit und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße febre. Es wird aber des HErrn Tag kom ander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Böcke zur Linken. Da wird denn der König sagen zn denen zu seiner Rechten: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, men, als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen ererbet das Reich, das euch werden mit großem Krachen, die bereitet ist von Anbeginn der Elemente aber werden vor Hiße Welt. Denn ich bin hungzerschmelzen, und die Erde und rig gewesen, und ihr habt die Werke, die darinnen sind, werden verbrennen. So nun mich gespeiset. Ich bin durdas alles soll zergehen, wie sollt stig gewesen, und ihr habt ihr denn geschickt sein mit heili- mich getränket. Ich bin gem Wandel und gottseligem ein Gast gewesen, und ihr Wesen, daß ihr wartet, und eilet zu der Zukunft des Tages des HErrn, in welchem die Him mel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hiße zerschmelzen werden. Wir warten aber eines habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin frank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antneuen Himmels, und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so thut Fleiß, daß ihr von ihm unbeflect und unsträflich in Frieden erfunden werdet. worten, und sagen: HErr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich geſpeiset? Oder durftig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? Oder nackend, und haben dich bekleischen Sohn kommen det? Wann haben wir dich wird in seiner Herrlichkeit, krank oder gefangen gesehen, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sigen auf dem Stuhl seiner Herrlich Feit und werden vor ihm und find zu dir gekommen? Und der Königwird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich! ich sage euch: Was ihr getban Evangelium am 26. Sonnt. Evangelium am 26. Sount. nach Trinitatis. Matth. 25, v. 31 bis 46. mo enn aber des Men Evangelia und Episteln. 83 gethan habt einem unter die-| denn ihr selbst wisset gewiß, daß sen meinen geringsten Brüder Tag des HErrn wird kom dern, das habt ihr mir ge- Denn wenn sie werden sagen, es men wie ein Dieb in der Nacht. than. Dann wird er auch ist Friede, es hat keine Gefahr; so sagen zu denen zur Linken: wird sie das Verderben schnell Gehet hin von mir, ihr Ver- überfallen, gleich wie der Schmerz fluchten, in das ewige Feuer; den nicht entfliehen. Ihr aber, ein schwangeres Weib, und werdas bereitet ist dem Teufel lieben Brüder, seid nicht in der und seinen Engeln. Ich bin Finsterniß, daß euch der Tag wie hungrig gewesen, und ihr ein Dieb ergreife. Ihr seid allbabt mich nicht gespeiset. Ich Kinder des Tages; wir sind nicht zumal Kinder des Lichts, und bin durstig gewesen, und ihr von der Nacht, noch von der habt mich nicht getränket. Finsterniß. So lasset uns nun Ich bin ein Gast gewesen, nicht schlafen, wie die andern, und ihr habt mich nicht be- sondern lasſet uns wachen und nüchtern sein. Denn die da herberget. Ich bin nackend ge- schlafen, die schlafen des Nachts; wesen, und ihr habt mich nicht und die da trunken sind, die sind bekleidet. Ich bin krank und des Nachts trunken. Wir aber, gefangen gewesen, und ihr die wir des Tages find, sollen nüchtern sein angethan mit dem habt mich nicht besuchet. Da Krebs des Glaubens und der werden sie ihm auch ant- Liebe, und mit dem Helm der worten und sagen: HErr, Hoffnung zur Seligkeit. Denn wann haben wir dich gesehen GOtt hat uns nicht gesetzt zum Born, sondern die Seligkeit a hungrig, oder durstig, oder besißen, durch unsern HErr.. einen Gast, oder nackend, oder JEsum Christ, der für uns getrant, oder gefangen, und storben ist, auf daß, wir machen haben dir nicht gedienet? oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet Dann wird er ihnen antwor euch unter einander, und bauet ten, und sagen: Wahrlich! ich einer den andern, wie ihr denn fage euch: Was ihr nicht ge- thut. than habt einem unter die sen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Bein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben. Epistel am 27. Sonnt. nach Trinit. 1. Thesi. 5. v. 1 bis 11. on den Zeiten aber und J Evangel. am 27. Sonnt. nach Trinit, Matth. 25. v. 1 bis 13. Esus sprach zu seinen Jüngern: Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bräutigam entge Non Stunden, lieben Brüder, gen. Aber fünf unter ihnen ist nicht noth euch zu schreiben; waren thöricht, und fünf il F2 waren 84 Evangelia und Episteln. waren flug. Die Thörich- sprachen: Nicht also, auf daß ten nahmen ihre Lampen, nicht uns und euch gebreche. aber fie nahmen nicht Del| Gehet aber hin zu den Krämit sich. Die Klugen aber mern, und kaufet für euch nahmen Del in ihren Gefä- selbst. Und da sie hingingen, Ben, sammt ihren Lampen. zu kaufen, kam der BräutiDa nun der Bräutigam ver- gam; und welche bereit wazog, wurden sie alle schläfrig, ren, gingen mit ihm hinein und entschliefen. Zur Mit- zur Hochzeit. Und die Thüternacht aber ward ein Ge- re ward verschlossen. Zuletzt schrei: Siehe, der Bräuti kamen auch die andern Junggam kömmt; gehet aus, ihm frauen, und sprachen: HErr, entgegen! Da standen diese HErr, thue uns auf! Er Jungfrauen alle auf, und antwortete aber und sprach: schmückten ihre Lampen. Die Wahrlich, ich sage euch: Ich Thörichten aber sprachen zu kenne euch nicht. Darum den Klugen: Gebet uns von wachet, denn ihr wissfet weder eurem Del, denn unsere Tag noch Stunde, in welcher Lampen verlöschen. Da ant des Menschen Sohn komworteten die Klugen und men wird. Die Historia von dem bittern Leiden und Sterben unsers HErrn und Heilandes JEfu Christi. Aus den vier Evangelisten zusammengezogen. Erstes Hauptstück. Wie Christus das Osterlamm mit seinen Jüngern gegessen, und was dabei vorgefallen. G 8 war aber nahe das Fest| geben; und murreten über sie. der süßen Brode, das da Da das JEsus merkte, sprach er Dstern heißet. Und JEsus zu ihnen: Lasset sie zufrieden, was sprach zu seinen Jüngern: bekümmert ihr das Weib? Sie Ihr wisset, daß nach zweien Lagen hat ein gutes Werk an mir gethan. Dstern wird, und des Menschen Ihr habt allezeit Arme bei euch, Sohn wird überantwortet wer- und wenn ihr wollt, könnt ihr ihden, daß er gekreuziget werde. nenGutes thun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat gethan, was sie konnte. Denn daß sie dies Wasser hat auf meine:: Leib gegossen, damit ist sie zuvor gekommen meinen Leichnam zu falben zu meinem Begräbniß. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium gepre digt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtniß, was sie jetzt gethan hat. Es war aber der Satan gefahren in den Judas, genannt Jicharioth, der da war aus der Zahl der 3wölfen. Und er ging hin, und redete mit den Hohenpriestern, und mit den Hauptleuten, daß er ihn verriethe, und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verrathen. Da sie das hörten, wurden sie froh. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. Und er versprach sich. Und von dem an suchte er Gelegenheit, wie er ihn überantwortete ohne Rumor. 3 Aber Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und die Aeltesten im Volk in dem Palast des Hohenpriesters, der da heißet Caiphas, und hielten Rath, wie sie JEfum mit List griffen, und tödteten; denn sie fürchteten sich vor dem Volt. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volt. Und da nun JEsus war zu Bethanien, im Hause Simonis, des Aussäßigen, trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser. Und sie zerbrach das Glas, und goß es auf sein Haupt, da er zu Tische faß. Da das seine Jünger sahen, wurden sie unwillig, und sprachen: Was soll doch dieser Unrath? Man könnte das Wasser um mehr denn drei hundert Groschen verkauft haben, und dasselbige den Armen 86 Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. Aber am ersten Tage der süßen| Brode, auf welchem man mußte opfern das Osterlamm, traten die Jünger zu JEfu, und sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen, und dir bereiten das Osterlamm zu essen? Und er sandte Betrum und Johannem, und sprach: Gebet hin in die Stadt, fehet, wenn ihr hinein kommt, wird euch ein Mensch begegnen, der träget einen Wassertrug, fol get ihm nach in das Haus, da er hinein gehet, und saget zu dem Hauswirth: Der Meister läßt dir sagen: meine Zeit ist herbei gekommen, ich will bei dir die Ostern halten. Wo ist das Gasthaus, darin ich das Osterlamm essen möge mit meinen Jüngern? Und er wird euch einen großen gepflasterten Saal zeigen, daselbst bereitet es. Sie gingen hin, und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und am Abend kam er, und setzte sich zu Tische mit den zwölf Aposteln. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide; denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß erfüllet werde das Reich GOttes. Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet denselben und theilet ihn unter euch; denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewächs des Weinstockes, bis das Reich GOttes komme, an dem Tage, da ich es neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich. Und indem sie aßen, in der Nacht, da er verrathen ward, nahm der HErr JEsus das Brod, dankte, und brach es, und gab es den Jüngern und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches thut zu meinem Gedächtniß. Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, bantte, und gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus. Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch und für Viele vergossen wird, zur Vergebung der Sünden. Sols ches thut, so oft ihr es trinket, zu meinem Gedächtniß. Und sie tranken alle daraus. Vor dem Fest aber der Ostern, das ist, auf demselben Abend, da JEsus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis an das Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Juda Simonis Ischa: rioth ins Herz gegeben, daß er ihn verriethe, wußte JEsus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben, und daß er von GOtt gekommen war, und zu GOtt ginge, stand er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hob an den Jüns gern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, das mit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petro, und derselbe sprach zu ihm: HErr, solltest du mir die Füße waschen? JEsus antwortete und sprach zu ihm: Was ich thue, das weißt du jebt nicht, du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! JEsus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: HErr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht JEsus zu ibm: Wer Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. 87 Wer gewaschen ist, der darf nicht| thun würde! Und sagten zu ihm, denn die Füße waschen, sondern er einer nach dem andern: HErr, ist ganz rein. Und ihr seid rein, bin ichs? Und der andere: Bin aber nicht alle. Denn er wußte sei- ichs? Er antwortete, und sprach: nen Verräther wohl, darum sprach Einer aus den Zwölfen, der mit er: Ihr seid nicht alle rein. mir in die Schüssel tauchet, der wird mich verrathen. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm beschlossen und geschrieben ist; doch wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verrathen wird!€ 3 wäre ihm besser, daß derselbe Mensch noch nie geboren wäre. Da antwortete Judas, der ihn verrieth, und sprach: Bin ich es, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und fette sich wieder nieder, und sprach abermals zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Jhr heißet mich Meister und HErr, und ihr saget recht daran, denn ich bin es auch. So ich nun euer Meister und HErr euch die Füße gewaschen habe, sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. Bahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr, noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, seligseid ihr, so ihr es thut. Nicht sage ich von euch allen. Ich weiß, welche ich erwählet habe; sondern daß die Schrift erfüllet würde: Der mein Brod isset, der tritt mich mit Füßen. Jetzt sage ich es euch, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es geschehen ist, daß ihres glaubet, daß ich es bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da JEsus solches gesagt hatte, ward er betrübt im Geist, und zeu gete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch, der mit mir isset, wird mich verrathen. Siehe, die Hand meines Verräthers ist mit mir über Tische. Und die Jünger wurden sehr traurig, sahen sich unter einander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch wäre unter ihnen, der das Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß, an der Brust JEsu, welchen Jesus lieb hatte, dem wintte Simon Be trus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem er saget; denn ders selbe lag an der Brust JEsu; und sprach zu ihm: HErr, wer ists? JEsus antwortete: der ists, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein, und gab ihn Juda Simonis Isharioth. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach JEsus zu ihm: Was du thust, das thue bald. Dasselbige wußte aber niemand über dem Tische, wozu er es ihm sagte. Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel batte, JEsus spräche zu ihm: Kaufe, was uns noth ist, aufs Fest; oder, daß er den Armen etwas gebe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er so bald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinaus gegangen war, spricht JEsus: Nun ist des Menschen Sohn verkläret, und GOtt ist verfläret in ihm. Ist GOtt verkläret in ihm, so wird ihn GOtt auch verklären in ihm selbst, und wird ihn bald verklären. F4 88 Historia vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Es erhob sich aber ein Zant| daß er euch möchte sichten, wie den unter ihnen, welcher unter ihnen Weizen. Ich aber habe für dich follte für den Größesten gehalten gebeten, daß dein Glaube nicht werden. Er aber sprach zu ihnen: aufhöre. Und wenn du dermalDie weltlichen Könige herrschen, einst dich bekehrest, so stärke deine und die Gewaltigen heißet man Brüder. Er sprach aber zu ihm: gnädige Herren: Ihr aber nicht HErr, ich bin bereit mit dir ins also; sondern der Größeste unter Gefängniß und in den Tod zu geeuch soll sein wie der Jüngste, hen. Er aber sprach: Wahrlich, und der Vornehmste wie ein Die- wahrlich, ich sage dir, Petri, der ner. Denn welcher ist der Grö- Hahn wird heute nicht krähen, Beste? der zu Tische sibet, oder der ehe denn du dreimal verleugnet da dienet? Jsts nicht also, daß, hast, daß du mich kennest. Und der zu Tische sibet? Jch aber bin er sprach zu ihnen: So oft ich unter euch, wie ein Diener. Ihr euch gesandt habe ohne Beutel, aber seid es, die ihr beharret habet ohne Taschen, und ohne Schuh, bei mir in meinen Anfechtungen. habt ihr auch je Mangel gehabt? Und ich will euch das Reich be- Sie sprachen: Niemals. Da scheiden, wie mir es mein Vater sprach er zu ihnen: Aber nun, beschieden hat, daß ihr essen und wer einen Beutel hat, der nehme trinken sollt über meinem Tisch, ihn, desselbigen gleichen auch die in meinem Reich, und sißen auf Tasche; wer aber nicht hat, der Stühlen, und richten die zwölf verkaufe sein Kleid, und kaufe Geschlechter Israel. ein Schwert, denn ich sage euch, Lieben Kindlein, ich bin noch es muß doch auch noch vollendet eine kleine Weile bei euch. Ihr werden an mir, das geschrieben werdet mich suchen, und wie ich stehet: Er ist unter die Uebelzu den Juden sagte, wo ich hin- thäter gerechnet. Denn was von gehe, da könnt ihr nicht hinkom- mir geschrieben ist, das hat ein men. Und sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch unter einander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf daß auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe unter einander habt. Ende. Sie sprachen aber: HErr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Spricht Simon Petrus zu ihm: HErr, wo gehest du hin? JEsus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmals folgen. Petrus spricht zu ihm: HErr, warum kann ich bir auf diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben bei dir lassen. JEsus antwortete ihm: Solltest du dein Leben bei mir Laffen? Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehret, Das andere Hauptflück. Vom geistlichen Leiden Christi am Delberge. 1nd da sie den Lobgesang geſpro chen hatten, ging JEsus hinaus nach seiner Gewohnheit, über den Bach Kidron, an den Delberg. Es folgten ihm aber seine Jünger nach. Da sprach er zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir, denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Heer de werden sich zerstreuen. Wenn ich aber aufstehe, will ich vor euch hin Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. 89 hingehen in Galiläam. Petrus aber antwortete, und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an bir ärgerten, so will ich mich doch an dir nimmermehr ärgern. JGsus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heut in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen gleichen sags ten auch alle Jünger. Zum andern mal ging er aber hin, betete und sprach: Mein Vater! ist es nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe? ich trinke ihn denn, so geschehe dein Wille. Und er kam und fand sie abermal schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm ants worteten, und er ließ sie und ging aber hin, und betete zum britten mal dieselbigen Worte, und sprach: Bater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir: doch nicht schehe. Es erschien ihm aber ein mein, sondern dein Wille geEngel vom Himmel, und stärtete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete bef tiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Da kam JEsus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane. da war ein Garten, darein ging JEsus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Da sprach JEsus zu ihnen: Seget euch hier, bis daß ich dort hingehe, und bete. Und er nahm zu sich Betrum und Jas cobum und Johannem, die zween Söhne Zebedäi, und fing an zu trauern, zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod, bleibet hier, und wachet mit mir; betet, auf baß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf, und tniete nieber, fiel auf sein Angesicht auf die Erde, und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüber gin ge, und sprach: Abba, mein Vater! es ist dir alles möglich, überhebe mich dieses Kelches; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und er tam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zu Petro: Simon, schläfest du? Ver möchtest du nicht eine Stunde mit mir zu machen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Und er stand auf vom Gebete, und kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend vor Traurig keit, und sprach zu ihnen: Ach! wollt ihr nun schlafen und ruhen? Was schlafet ihr? Es ist genug. Sehet, die Stunde ist gekommen, und des Menschen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände. Stehet auf, und lasset uns gehen, siehe, der mich verräth, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Und alsbald, da er noch redete, siehe, da tam Judas, der Zwölfen einer. Da er nun zu sich hatte genommen die Schaar und Diener der Hohenpriester und Pharisäer, der Aeltesten und Schriftge= lehrten, ging er zuvor der Schaar und kommt dahin mit Fackeln, Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist es, den greifet und führet ihn gewiß. Als nun JEsus mußte alles, was ihm be5 gegnen 90 Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. gegnen sollte, ging er hinaus, und mir mein Vater gegeben hat? sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: JEsum von Nazareth! JEsus sprach zu ihnen: Ich bins! Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen. Als nun JEsus zu ihnen sprach: Ich bins! wichen sie zurüd, und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermals: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: JEfum von Nazareth. JEsus antwortete: Ich habe es euch gesagt, daß ich es sei; suchet ihr denn mich, so las fet diese gehen. Auf daß das Wort erfüllet würde, welches er sagte: Ich habe derer keinen verloren, die du mir gegeben haft. Und Judas nahete sich zu JEsu, Und Judas nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen. Und alsbald trat er zu ihm, und sprach: Gegrüßet ſeift du, Rabbi! und küßte ihn. JEsus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Juda! verräthst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu, und legten die Hände an JEsum, und griffen ihn. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: HErr, sollen wir mit dem Schwert drein schlagen? Da hatte Simon Pe= trus ein Schwert, und zog es aus, und schlug nach des Hohenprieſters Knecht, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also geschehen. Und er rührte sein Ohr an, und heilte ihn. Zu der Stunde sprach JEsus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels, und den Aeltesten, die über ihn gekom men waren: Jhr seid als zu einem Mörder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen, mich zu fangen. Bin ich doch tägs lich geseffen bei euch, und habe gelehret im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt. Über dies ist eure Stunde und die Macht der Finsterniß, auf daß die Schrift erfüllet werde. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfüllet werde die Schrift der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger, und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut: und die Jünglinge griffen ihn. Er aber ließ die Leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen. Das dritte Hauptstück. Von dem Leiden Christi vor dem Hohenpriester Caiphas, und vor dem Concilio der geistlichen Prälaten. ieSchaar JEfus aber antwortete, und Die haar aber, und der ers sprach: Laßt sie doch so ferner ner der Juden nahmen JEsum, machen. Und sprach zu Betro: und banden ihn, führten ihn Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschicke mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den aufs erste zu Hannas, der war Caiphas Schwäher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Caiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Und sie führeten ihn zu dem Hohenpriester Caiphas( das ist, zum Historia vom Leiden und Sterben JEfu Christi. 91 zum Fürsten der Priester), dahin einen Badenstreich, und sprach: alle Hohenpriester und Schriftge- Sollst du dem Hohenpriester also lehrten und Aeltesten sich versam- antworten? JEsus antwortete: melt hatten. Simon Petrus aber habe ich übel geredet, so beweise folgte JEsu von ferne, und ein es, daß es unrecht sei; habe ich andrer Jünger, bis an den Pa- aber recht gerebet, was schlägest last des Hohenpriesters. Dersel- du mich? Hannas aber hatte ihn bige Jünger war dem Hohenpries gebunden gesandt zu dem Hohen ster bekannt, und ging mit JEsu priester Caiphas. Simon Petrus hinein in des Hohenpriesters Pa- aber stand und wärmete sich. Und laft. Petrus aber stand draußen über eine kleine Weile, nach dem vor der Thür. ersten Verleugnen, als er hinaus ging nach dem Vorhofe, trähete der Hahn. Und eine andere Magd sahe ihn, und hob abermal an zu sagen zu denen, die dabei standen: Dieser war auch mit dem JEsu von Nazareth. Da sprachen si zu ihm: Bist du nicht seiner Jü ger einer? Und eine ande sprach: Du bist auch der Eine Und er leugnete abermals, un schwur dazu, und sprach: Mensch, ich bins nicht, und ich kenne auch den Menschen nicht. Und über eine kleine Weile bei einer Stunde, bekräftigte es ein andrer mit denen, die da standen, und sprach: Wahrlich, du bist auch der Einer, du bist ein Galiläer, denn deine Sprache verräth dich. Spricht des Hohenpriesters Knecht, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den. Menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, trähete der Hahn zum andernmal. Und der HErr wandte sich um, und sahe Petrum an. Da gedachtePetrus an das Wort JEsu, das er zu ihm gesagt hatte: ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und ging hinaus, und weinete bitterlich. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führte Betrum hinein. e standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlenfeuer gemacht danieden mitten im Balast, denn es war falt, und wärmten sich. Petrus aber stand bei ihnen, und wärmte sich, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. Die Magd aber des Hobenpriesters, die Thür hüterin, sahe Petrum bei dem Licht, da er sich wärmte, und sahe eben auf ihn, und sprach: Und du warst auch mit dem JEsu von Galiläa! Bist du nicht auch die ses Menschen Jünger einer? Er leugnete aber vor allen, und sprach: Weib, ich bin es nicht, ich fenne sein nicht, ich weiß auch nicht, was du sagst. Aber der Hohepriester fragte JEfum um jeine Jünger und um seine Lehre. JEsus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammen kommen, und habe nichts im Winkel geredet. Was frägst du mich darum? Frage bie darum, so es gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe, fiehe, bieselben wissen, was ich gesagt habe. Als er aber folches rebete, gab der Diener einer, die dabei standen, JEsu suchten falsche Zeugnisse wider JG Die Hohenpriester aber und die Neltesten, und der ganze Rath sum: 92 Historia vom Leiden und Sterben JEju Christi. fum, auf daß sie ihn zum Tode ist es, der dich schlug? Und viele hülfen, und fanden feines, wie andere Lästerungen jagten sie wis wohl viele falsche Zeugen herzu- der ihn. traten: denn ihre Zeugnisse stimmten nicht überein. Bulegt stan den auf und traten herzu zween falsche Zeugen, und gaben falsche Beugnisse wider ihn, und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: Ich kann und will abbrechen den Tempel GOttes, der mit Händen gemacht ist, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Und ihre Zeugnisse stimmten noch nicht überein. Des Morgens aber sammelten sich alle Hohenpriester, Schriftges lehrten und die Neltesten des Volkes, dazu der ganze Rath, und hielten einen Rath über JEsum, daß sie ihn zum Tode hülfen; und führten ihn hinauf vor ihren Rath, und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns. Er sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Mens schen Sohn sißen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Und der Hohepriester stand auf unter ihnen, und fragte JEsum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? JEsus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals, und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Ich beschwöre dich bei dem lebendigen GOtt, daß du uns sagest, ob du feist Christus, der Sohn GOttes? JEsus sprach: Du sagst es: Ich bin's. Doch ich sage euch: Bon nun an werdet ihr sehen des Menschen Sohn sißen zur rechten Hand der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohepriester seinend der ganze Haufe stand auf. Kleider, und sprach: Er hat GOtt und banden JEsum, führeten gelästert! was dürfen wir weiter ihn von Caipha vor das RichtBeugniß? Siehe, jetzt habt ihr sei- haus, und überantworteten ihn ne Gotteslästerung gehört. Was dem Landpfleger Bontio Pilato. dünket euch? Sie aber verdamm- Und es war noch früh. Da das sas ten ihn alle, und sprachen: Er ist he Judas, der ihn verrathen hatte, des Todes schuldig. Die Männer daß er verdammt war zum Tode, aber, die JEsum hielten, verspot- gereute es ihn, und brachte herteten ihn, und speieten aus in wieder die dreißig Silberlinge den sein Angesicht, und schlugen ihn Hohenpriestern und den Aeltesten, mit Fäusten. und sprach: Ich habellebles gethan, daß ich unschuldig Blut verrathen habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tems Etliche aber verdeckten ihn, und schlugen ihm ins Angesicht, besonders die Knechte, und sprachen: Weissage uns, Christe! wer Da sprachen sie alle: Bist du denn GOttes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was dürfen wir weiter Zeugniß? Wir haben es selbst gehöret aus seis nem Munde. Das vierte Hauptstück. Bon dem Leiden Christi vos dem weltlichen Richter Pontio Pilato. Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. 93 Tempel, hob sich davon, und er hentte sich selbst, und ist mitten entzwei geborsten, und sein( Eingeweide ausgeschüttet. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den GOttes Kasten legen, denn es ist Blutgeld. finden wir, daß er das Volk ab wendet, und verbietet den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht: Er sei Christus, ein König. Da ging Pilatus wieder hinein in das Richthaus, und rief JEsu, und fragte ihn, und sprach: Bist du der Juden König? JEsus stand vor ihm und antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet: Was hast du gethan? JEsus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Da Reich nicht von dannen. sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? JEfus antwortete: Du sagst es. Ich bin ein König. Ich bin dazu gebos ren, und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit zeugen ſoll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pis latus zu ihm: Was ist Wahrheit? Sie hielten aber einen Rath, und tausten um die Silberlinge, um den Lohn der Ungerechtigkeit, eines Töpfers Acker, zum Begräbniß der Pilger. Und es ist tund geworden allen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache, Hackeldama, das ist ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Jeremias, da er spricht: Sie haben genom men dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, wel chen sie kauften von den Kindern Israel; und haben sie gegeben um eines Töpfers Acker, als mir der HErr befohlen hat. Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern effen möchten. Da ging Pilatus zuihnen hinaus, und sprach: Was bringet ihr für eine Klage wider diesen Menschen? Sie antworte ten, und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Uebelthäter, wir hätten ihn dir nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Gefeße. Da sprachen die Juden zu ihm: Bir dürfen niemand tödten. Auf daß erfüllet würde das Wort JEsu, welches er gesagt, da er deutete, welches Todes er sterben würde. Da fingen die Hohenpriester und die Aeltesten an, ihn hart zu vertlagen, und sprachen: Diesen Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden, und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verklas get ward von den Hohenpriestern und Aeltesten, antwortete er nichts. Pilatus fragte ihn abermal, und sprach: Antwortest du nichts? siehe, wie hart sie dich verklagen. Hörest du nichts? Und er antwor tete ihm nicht auf ein Wort mehr; also, daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hiel ten an, und sprachen: Er hat das Volk erreget, damit, daß er gelehret hat hin und her, im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hicher. 94 Historia vom Leiden und Sterben JEsu Christi. Da aber Pilatus Galiläam hörete, he, einen Mord begangen hatte. fragte er, ob er aus Galiläa wäre. Und das Volt ging hinauf und Und als er vernahm, daß er unter bat, daß er thäte, wie er pflegte. Herodes Obrigkeit war, übersand- Und da sie versammelt waren, antte er ihn zu Herodes, welcher in wortete ihnen Pilatus: Ihr habt denselbigen Tagen auch zu Jeru- eine Gewohnheit, daß ich euch eis falem war. nen los gebe auf Ostern. Welchen wollt ihr, daß ich euch losgebe? Barrabam oder JEsum, den König der Juden, den man nennet Christum? Denn er wußte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. Da aber Herodes JEsum sahe, ward er sehr froh, denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffte, er würde ein Zeichen von thm sehen. Und er fragte ihn mancherlei, er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgefinde verachtete und verspottete ihn, legten ihm ein weißes Kleid an, und fandte ihn wieder zu Pilato. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit einander, denn zuvor waren sie einander feind. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten, und das Volk zusammen, und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende, und sehet, ich habe ihn vor euch verhöret, und finde an dem Menschen der Sachen teine, der ihr ihn beschuldiget; Herodes auch nicht, denn ich habe euch zu ihm gesandt, und sehet, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes werth sei; darum will ich ihn züchtigen und los lassen. Auf das Fest aber mußte der Landpfleger nach Gewohnheit dem Volte einen Gefangenen los geben, welchen sie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, der war fast rüchtig, nämlich einen Uebelthäter und Mörder, der hieß Barrabas, der mit den Aufrührerischen war ins Gefängniß geworfen, welcher im Aufruhr, der in der Stadt geschaUnd da er auf dem Nichtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, ich habe heute viel erlitten im Traum, von seinet wegen Aber die Ho: henpriester und Weltesten überredeten und reizeten das Volt, daß sie um Barrabam bitten sollten, und JEsum umbrächten. Da antwortete nun der Landpfle: ger, und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen Zweien, den ich euch soll los geben? Da schrie der ganze Haufe, und sprach: Hinweg mit diesem, und gieb uns Barrabam los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte JEsum los lassen, und sprach: Was soll ich denn machen mitJEsu, den man Christum nennet? Sie schrieen abermal: Kreusige, freuzige ihn! Er aber sprach zum dritten mal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und los lassen. Aber sie schrieen noch vielmehr, und sprachen: Kreuzige ihn! Und sie lagen ihm an mit großem Geschrei, und forderten, daß er gefreuziget würde. Und ihr und der Hohenpricster Geschrei nahm überhand. Da nahm Bilatus JEsum und geißelte hn Die Kriegstnechte aber des Lanopflegers führelen ihn binein Denn der sich zum Könige macht, der ist wider den Kaiser. Historia vom Leiden und Sterben Jesu Christi. 95 hinein in das Richthaus, und rie-| Sünde. Von dem an trachtete fen zusammen die ganze Rotte, und Pilatus, wie er ihn los ließe. zogen ihn aus, und legten ihm ei- Die Juden aber schrieen, und nen Purpurmantel an, und floch- sprachen: Läsfest du diesen los, so ten eine Krone von Dornen, und bist du des Kaisers Freund nicht. feßten sie ihm auf sein Haupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand, und beugten die Knie vor ihm, und spotteten ihn, und fingen an ihn zu grüßen, und sprachen: GOtt grüße dich, lieber König der Juden! und schlugen ihn ins Angesicht, und speieten ihn an, und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein Haupt, und fielen auf die Knie, und beteten ihn an. Da Pilatus das Wort hörte, führte er JEsum heraus, und segte sich auf den Richtstuhl, an der Stätte, die da heißet: Hochpflaster, auf Ebräisch aber Gab batha. Es war aber der Rüsttag in den Ostern um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, treuzige ihn. Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König treuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiser. Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging JEsus heraus, und trug eine DornenKrone und Purpur- Kleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, freuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin, und treus ziget ihn, denn ich finde teine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gefeß, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu GOttes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr, und ging wieder hinein in das Richthaus, und spricht zu Jiu: Von wannen bist du? Über JEjus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe dich zu freuzigen, und Macht habe dich los zu geben? JEsus antwortete: Du hätteſt keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben hecub gegeben; darum, der mich die überantwortet hat, der bat größere Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffete, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, ge= dachte er dem Volk genug zu thun, und urtheilte, daß ihre Bitte geschehe; nahm Wasser, und wusch die Hände vor dem Volk, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu. Da antwortete das ganze Volk, und sprach: Sein Blut komme über uns, und über unsere Kinder. Da gab er ihnen Barrabam los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefängniß geworfen, um welchen sie baten. JEsum aber, gegeißelt und verspottet, übergab er ihrem Willen, daß er gefreuzigt würde. Das fünfte Hauptstück. Von der Ausführung, Kreuzigung und Begräbniß Christi. a nahmen die Kriegs- Knechte JEsum, zogen ihm den Mantel 96 Historia vom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. war die dritte Stunde, da sie ihn treuzigten. JEjus aber sprach: Vater vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun. tel aus, und zogen ihm seine Kleider an, und führeten ihn hin, daß sie ihn freuzigten. Und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinaus gingen, fanden sie einen Menschen, der vorüber ging, von Cyrene, mit Namen Simon, der vom Felde tam, der ein Vater Alexandri und Ruffi war, den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trüge, und legten das Kreuz auf ihn, daß er es JEsu nachtrüge. Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweinten ihn. JEsus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst, und über eure Kinder. Denn sehet, es wird die Zeit tommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben! Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hügeln: bedecket uns! Denn so man das thut am grünen Holz, was will am dürren werden. Pilatus aber schrieb eine Ulebers schrift, geschrieben, was man ihm Schuld gab, die Ursach seines Todes, und sezte sie auf das Kreuz, oben zu seinem Haupte. Es war aber geschrieben: JEsus von Nazareth, der Juden König. Diese Ueberschrift lasen viele Juden, denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da JEsus gekreuziget ist. Und es war geschrieben in Ebräischer, Griechischer und Lateinischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilato: Schreib nicht, der Juden König, sondern, daß er geſagt habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich gez schrieben habe, das habe ich ges schrieben. Die Kriegs- Knechte, da sie JEsum gekreuziget hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Theile, einem jeglichen KriegsKnechte ein Theil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an gewirket burch und durch. Da sprachen sie unter einander: Lasset uns den nicht zertheilen, sondern darum losen, weß er sein soll! auf daß erfüllet würde die Schrift, die da sagt: Sie haben meine Kleiz der unter sich getheilet, und ha ben über meinen Rock das 2008 geworfen. Und sie saßen allda und hüteten sein. Solches tha ten die Kriegs- Knechte. Und das Volk stand und sahe zu. Es wurden aber auch hingeführet zween andere Uebelthäter, daß sie mit ihm abgethan würden. Und sie brachten ihn an die Stätte, die da heißt auf Ebräisch Golgatha, das ist verdolmetschet: Schädelstätte. Und sie gaben ihm Effig, oder vermyrrheten Wein zu trinken, mit Gallen vermischet. Und da er es schmeckte, wollte er es nicht trinken. Und sie kreuzigten ihn an der Stätte Golgatha, und zween Uebelthäter mit ihm, Es standen aber bei dem Kreuze einen zur rechten, und einen zur JEfu seine Mutter, und seiner linken Hand, JEsum aber mitten Mutter Schwester, Maria, Cleoinne. Und die Schrift ist erfüllet phas Weib, und Maria Magdadie da sagt: Er ist unter die tena. Da nun JEsus seine MutMebelthäter gerechnet. Und es ter sahe, und den Jünger dabei ſtehen, Historia vom Leiden und Sterben JEsu Christi. 97 stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn. Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter. Und von Stund an nahm sie der Jünger zu sich. dein Reich tommst! Und JEsus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein! Die aber vorüber gingen, lästerten ihn, und schüttelten die Köpfe, und sprachen: Pfui dich! wie fein zerbrichst du den Tempel, und bauest ihn in breien Tagen? hilf dir selber! bist du GOttes Sohn, so steige herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester verspotteten ihn unter einander mit den Schriftgelehrten und Neltesten, sammt dem Volke, und Er fen, und kann sich selber nicht helfen. Ist er Christus, der König von Israel, der Auserwählte GOttes; er helfe sich selber, und steige nun vom Kreuz, auf daß wir esse hen und glauben ihm. Er hat GOtt vertrauet, der erlöse ihn nun, luftet es ihn; denn er hat gesagt: Ich bin GOttes Sohn. Dasselbige rückten ihm auch auf die Mörder, die mit ihm gekreuziget waren, und schmäheten ihn. Es verspotteten ihn auch die Kriegstnechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber. Aber der Uebelthäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn, und sprach: Bist du Christus, so bilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn, und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor GOtt, der du doch in gleicher Verdammniß bist? Und awar, wir sind billig darin; denn wir empfangen, was unsere Thaten werth sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt, Und sprach zu JEsu: HErr, gedenke an mich, wenn du in Und da es um die sechste Stunde kam, ward eine Finsterniß über das ganze Land, bis zu der neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief JEsus laut, und sprach: Eli! Eli! lama asaptha ni! das ist verdolmetschet: Mein GOtt! mein GOtt! Warum haft du mich verlassen! Etliche aber, die da standen, da sie das hörten, sprachen sie: Der rufet den daß schon alles vollbracht war, Elias. Darnach, alsJEsus wußte, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürftet! Da stand ein Gefäß voll Essig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und füllte ihn mit Essig und Isopen, und steckte ihn auf ein Rohr, und hielt es ihm dar zum Munde, und tränkete ihn und sprach zu den andern: Salt, laß sehen, ob Elias komme und ihn herabnehme. Da nun JEsus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und abermal rief er laut, und sprach: Bater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt, neigte er das Haupt, und gab seinen Geist auf. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die Felsen zerriffen, und die Gräber thaten sich auf, und standen auf viel Leiber der Heiligen die da schlies fen, und ginger. aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und tamen in die heilige Stadt, und erschienen Vielen. Aber der Hauptmann, der da bei stand gegen ihm über, und die bei 98 Historia vom Leiden und Sterben JEsu Chriſti. bei ihm waren, und bewahrten| würde: Ihr sollt ihm kein Bein JEsum, da sie sahen, daß er mit zerbrechen. Und abermals spricht solchem Geschrei verschied, und eine andere Schrift: Sie werden sahen das Erdbeben, und was da sehen, in welchen sie gestochen geschah, erschraten sie sehr, und haben. preiseten GOtt, und sprachen: Darnach am Abend, weil es Wahrlich, dieser ist ein frommer der Rüsttag war, welcher ist der Mensch gewesen, und GOttes Vor- Sabbath, tam Joseph von Sohn. Und alles Volt, das Arimathia, der Stadt der Juden, dabei war, und zusahe, da sie ein reicher Mann, ein Rathsherr, sahen, was da geschahe, schlugen ein guter, frommer Mann, der fie an ihre Brust, und wandten nicht gewilligt hatte in ihren wieder um. Es standen aber seine Rath und Handel, welcher auf Verwandten von ferne, und viel das Reich GOttes wartete, denn Weiber, die ihm aus Galiläa er war ein Jünger JEsu, doch waren nachgefolgt, und sahen heimlich, aus Furcht vor den das alles; unter welchen war Juden; der wagte es, und ging Maria Magdalena, und Maria, hinein zu Pilato, und bat, daß des kleinen Jakobs und Joses er möchte abnehmen den LeichMutter, und Salome, die Mut- nam JEsu. waren. ter der Kinder Zebedai, welche Pilatus aber verwunderte sich, ihm nachgefolget waren, da er daß er schon todt war, und rief in Galiläa war, und gedienet, den Hauptmann, und fragte ihn, und viele Andere, die mit ihm ob er längst gestorben wäre? Und hinauf gen Jerusalem gegangen als er es erfundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Die Juden aber, die weil es der Leichnam JEfu, und befahl, man Rüfttag war, daß nicht die Leich- sollte ihm ihn geben. Und Joseph name an dem Kreuze blieben den taufte eine Leinewand. Es kam Sabbath über( denn desselbigen aber auch Nicodemus, der vors Sabbathstag war groß), baten mals bei der Nacht zu JEsu ge= fie Bilatum, daß ihre Beine ge- kommen war, und brachten Myrrbrochen und abgenommen wür- hen und Aloe unter einander, bei den. Da tamen die Kriegs- hundert Pfunden. Da nahmen tnechte, und brachen dem ersten sie den Leichnam JEfu, der abges die Beine, und dem andern, der nommen war, und wickelten ihn mit ihm gekreuzigt war. Als sie in reine Leinwand, und banden aber zu JEsu kamen, da sie sa- ihn mit leinen Tüchern, und mit hen, daß er schon gestorben war, Specereien, wie die Juden pflegbrachen sie ihm die Beine nicht, ten zu begraben. sondern der Kriegsknecht einer öffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugniß ist wahr, und derselbige weiß, daß er wahr sagt, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet Es war aber an der Stätte, da er gefreuzigt ward, ein Garten, und im Garten ein neu Grab, das war Josephs, welches er hatte lassen hauen in einen Felsen, in welches niemand je gelegt war; daselbst hin legten sie JEsum, um des Rüsttags willen der Juden, daß der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war, und wälsten einen großen Historia von der Auferstehung Jesu Christi. großen Stein vor die Thür des Grabes, und gingen davon. Es war aber allda Maria Magdalena, und Maria Joses, die setzten sich gegen das Grab, auch andere Weiber, die da JEfu auch waren nachgefolgt von Galiläa, die beschaueten, wohin und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehrten aber um, und bereiteten die Specerei und Salben. Und den Sabbath über waren sie still, nach dem Geset. Des andern Tages, der da folget nach dem Rüsttage, kamen die Hohenpriester und Pharisäer fämmtlich zu Pilato, und sprachen: 99 Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebe te: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger tommen und stehlen ihn, und sagen zum Volke: Er ist auferstanden von den Todten, und werde der lette Betrug är ger, denn der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter, gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hüs tern, und versiegelten den Stein. Die Historia von der Auferstehung und Himmelfahrt IChu Chrifti. su Erstes Hauptstück. Wie der HErr JEsus am heiligen Ostertage von den Todten auferstanden, und sich den Seinen geoffenbaret. D a der Sabbath vergangen aufging, und trugen die Specerei, war, tam Maria Magda- die sie bereitet hatten. lena, und die andere Maria, welche genannt wird Jatobi, undSalome, und Johanna und andere mitihnen, die mit JEsu gekommen waren aus Galiläa, fauften und bereiteten dieSpecerei, daß sie kämen und falbten JEfum; denn den Sabbath über waren fie stille nach dem Gesetz. Am Abend aber der Sabbathen, welcher anbricht am Morgen des ersten Tages der Sabbathen sehr frühe, da es noch finster war, famen sie zum Grabe, da die Sonne Und siehe, es geschah ein groß Erdbeben; denn der Engel des HErrn stieg vom Himmel herab, trat hinzu, und wälzte den Stein von der Thür, und setzte sich dars auf. Und seine Gestalt war wie der Blib, und sein Kleid weiß wie der Schnee. Die Hüter aber erschraten vor Furcht, und wurs den, als wären sie todt. Die Weiber aber sprachen unter einander: Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Thür? Denn er war sehr groß. Und sie sahen 2 100 Historia vom Leiden und Sterben JEsu Christi. sahen dahin, und wurden gewahr, ein in das Grab, und siehet die daß der Stein abgewälzt war vom Leinen gelegt, und das Schweiße Grabe. Und sie gingen hinein in tuch, das JEsu um das Haupt das Grab, und fanden den Leib des gebunden war, nicht bei den LeiHErrn JEsu nicht. Da läuft nen gelegt, sondern beiseits einMaria Magdalena hinweg, sol- gewidelt, an einem besondern Ort. ches nachzusagen. Und da die Da ging auch der andere Jünger Weiber darum bekümmert waren, hinein, der am ersten zum Grabe daß der Leib JEsu nicht da war, fam, und sahe, und glaubte es. siehe, da traten zu ihnen zween Denn sie wußten die Schrift noch Männer mit glänzenden Kleidern. nicht, daß er von den Todten Und sie erschrafen, und schlugen auferstehen müßte. Da gingen die ihr Angesicht nieder zur Erde. Jünger wieder zusammen. Und Da sprachen sie zu ihnen: Was Betrus verwunderte sich, wie es suchet ihr den Lebendigen bei den Todten? Er ist nicht hier. Er ist darzuginge. an, wie er euch fagte, da er noch in Galiläa war, und sprach: Des Menschen Sohn muß über antwortet werden in die Hände der Sünder, und gekreuziget werden, und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten seine Worte, und gingen vom Grabe, und verkündigten das darnach den Eilfen, und den Andern allen, und sagten solches den ApoUnd es deuchten sie ihre Worte eben, als wären es Mährlein, und glaubten ihnen nicht. an Da aber Maria Magdalena also läuft( wie gesagt), kommt sie zu Simon Petro, und zu dem andern Jünger, welchen JEsus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den HErrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Maria aber stand vor dem Grabe, und weinete draußen. Als sie nun weinet, sahe sie in das Grab, und siehet zween Engel in weißen Kleidern sigen, einen zum Haupte, den andern zu Füßen, da sie den Leichnam JEsu hingelegt hatten. Und dieselben sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen HErrn meg genommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück, und siehet JEsum ste hen, und weiß nicht, daß es JEsus ist. Spricht JEsus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: HErr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingelegt? so will ich ihn holen. Spricht JEsus zu ihr: Maria! Da wandte fich um, und sprach zu ihm: Rabbus ni! daß heißt: Meister. Spricht JEsus zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf zu mei nem Bater, und zu eurem Vater, zu meinem GOtt, und zu eurem Diese Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus, und tamen zum Grabe. Es liefen aber die 3ween zugleich; und der andere Jünger lief zuvor schneller denn Betrus, und kam am ersten zum Grabe, fiehet hinein, und siehet die Leinen geleget. Er ging aber nicht hinein. Da tonat Simon Petrus ihm nach, und ging hin- GOtt. Historia von der Auferstehung JEfu Chrifti. 101 Diese ist die Maria Magdale- meinen Brüdern, daß sie bingehen na, von welcher JEsus austrieb in Galiläam, daselbst werden sie sieben Teufel, welcher er am er- mich sehen. sten erschien, da er auferstanden Da sie aber hingingen, siehe, da war, frühe am ersten Tage der kamen etliche von den Hütern in Sabbather. Und sie ging hin, und die Stadt, und verkündigten den verkündigte es denen, die mit ihm Hohenpriestern alles, was geschegewesen waren, die da Leid tru- hen war. Und sie kamen zusam gen und weinten; daß sie den HErren gesehen hätte, und solches hätte er zu ihr gesagt. Und dieselben, da sie hörten, daß er lebte und wäre ihr erschienen, glaubten sie es nicht. men mit den Aeltesten, und hielten einen Rath, und gaben den KriegsKnechten Geld genug, und sprachen: Saget, seine Jünger kamen des Nachts, und stahlen ihn, dieweil wir schliefen. Und so es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen, und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld, und thaten, wie sie gelehrt waren. Und solche Rede ist ruchbar geworden bei den Juden, bis auf den heutigen Tag. ie Weiber gingen hinein in das Grab, und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sizen, der hatte ein lang weiß Kleid an, und sie entsetten sich. Es war aber der Engel des HErrn. Und er sprach zu ihnen: Entseget euch nicht: Ich weiß, daß ihr suchet JEſum von Nazareth, den Getreu- Und siehe, zween aus ihnen gingen an demselben Tage zigten: Er ist nicht hier; er ist in einen Flecken, der war von Je auferstanden, wie er gesagt hat. rufalem sechszig Feldweges weit, Kommt her, und sehet die Stätte, deß Namen heißet Emahus. Und da der HErr gelegen hat, und gehet fie redeten mit einander von allen schnell, und jaget es seinen Jün diesen Geschichten. Und es gegern, und Betro, daß er auferstanden sei von den Todten. Und schahe, da sie so redeten, und besiehe, er wird vor euch hingehen fragten sich mit einander, nahete JEsus zu ihnen, und wandelte in Galiläam, da werdet ihr ihn mit ihnen. Aber ihre Augen wurſehen, wie er euch gesagt hat. den gehalten, daß sie ihn nicht Siehe, ich habe es euch gesagt. fannten. Denn in einer andern Gestalt erschien er ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterweges, und seid traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von JEsu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten, vor GOtt und allem Volk 3 Und sie gingen schnell zum Grabe hinaus, mit Furcht und großer Freude, und liefen, daß sie es seinen Jüngern verkündigten: Denn es war sie Zittern und Entseßen angekommen. Und sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich. Und da sie gingen seinen Jüngern zu verkündigen, siehe, da begegnete ihnen Ejus, und sprach: Seid gegrüßer Und e traten zu ihm, griffen an seine Füße, und fielen vor ihm nieder. Da sprach JE sus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! gehet hin, und verkündiget es 102 Historia von der Auferstehung JEsu Christi. Volt; wie ihn unsre Hohenpriester Und sie erzählten ihnen, was auf und Obersten überantwortet ha- dem Wege geschehen war, und wie ben zur Verdammniß des Todes, er von ihnen erkannt wäre, an und gekreuziget. Wir aber hoff- dem, da er das Brod brach. Und ten, er sollte Israel erlösen. Und denen glaubten sie auch nicht. über das alles ist heute der drit: Es war aber am Abend desselbi te Tag, daß solches geschehen ift. gen Sabbaths, und die Thüren was Auch haben uns erschreckt etliche ren verschlossen, da die Jünger Weiber der Unsern, die sind früh versammelt waren, aus Furcht bei dem Grabe gewesen, haben vor den Juden. seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen: Sie haben ein Gefichte der Engel gesehen, welche fagen: Er lebe. Und etliche unter ihnen gingen hin zum Grabe, und fanden es also, wie die Weiber fagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: Dihr Thoren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm gesagt war. Und sie tamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er fürder gehen. Und fie nöthigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich ge neiget. Und er ging hinein bei ihnen zu bleiben. Und es geschahe, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankete, brach es, und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und ertannten ihn, und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselbigen Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem, und fanden die Eilfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der HErr ist wahrhaftig aufers standen, und Simoni erschienen, Da sie aber davon redeten, kam JEsus selbst, da sie zu Tische saßen, und trat mitten ein, und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch. Und schalt ihren Unglauben, und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubet hatten denen, die ihn gesehen hatten auf erstanden. Sie erschracken aber und fürchteten sich, meineten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrokten? Und warum kommen sol che Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Hände und Füße: Ich bins selber; fühlet mich, und sehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hände und Füße, und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den HErren sahen. Da fie aber noch nicht glaubten vor Freuden, und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stück vom gebratenen Fisch und Honigseims. Und er nahms und aß vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war. Denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Geset Mosi, in den Propheten, und in den Psalmen. Da eröffnete er ihnen das Verständniß, daß sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: Also ist es geschrieben, und alfo Historia von der Auferstehung Jesu Christi. 103 JEsus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben. also mußte Christus leiden, und auferstehen von den Todten am dritten Lage, und predigen lassen in seinem Namen, Buße und Vergebung der Sünden, unter allen Darnach in Galiläa offenbaVölkern, und anheben zu Jerusa- rete sich JEsus abermal an dem lem. 3hr aber seid deß alles Meer bei Tiberias. Er offenbarZeugen. Und abermal spricht er te sich aber also: Es waren bei zu ihnen: Friede sei mit euch! einander Simon Petrus, und Gleich wie mich mein Vater ge- Thomas, der da heißet Zwilling, sandt hat, so sende ich euch. und Nathanael von Cana, aus Und da er das sagte, blies er Galiläa, und die Söhne Zebedai, sie an, und sprach zu ihnen: und andere zween seiner Jünger. Nehmet hin den Heiligen Geist! Spricht Simon Petrus zu ihnen: Welchen ihr die Sünden erlasset, Ich will hin fischen gehen. Sie denen sind sie erlassen, und wel- sprachen zu ihm: So wollen wir chen ihr sie behaltet, bene ind mit dir gehen. Sie gingen binfie behalten. aus, und traten ins Schiff also bald. Und in derselbigen Nacht fingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen war, stand JEsus am Ufer. Aber die Jünger wußten nicht, daß es JEsus war. Spricht JEsus zu iheis nen: zu ner, der da heißet Zwilling, effen? Sie antworteten ihm: war nicht bei ihnen, da JEsus Nein. Er aber sprach zu ihnen: tam. Da sagten die andern Jün- Werfet das Net zur Rechten des ger zu ihm: Wir haben den Schiffes, so werdet ihr finden. Da HErrn gesehen. Er aber sprach zu warfen sie, und konnten nicht ihnen: Es sei denn, daß ich in mehr ziehen, vor der Menge der seinen Händen sehe die Nägel Fische. maal, und lege meine Finger in die Nägelmaal, und lege meine Hand in seine Seite, mill ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jün ger darinnen, und Thomas mit ihnen. Kommt JEsus, da die Thüren verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thoma: Reiche deine Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand ber, und lege fie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete, und sprach zu ihm: Mein HErr und mein GOtt! Spricht Da sprach der Jünger, welchen JEsus lieb hatte, zu Petro: Es ist der HErr. Da Simon Petrus hörte, daß es der HErr war, gürtete er das Hemde um sich( denn er war nackend) und warf sich ins Meer. Die andern Jünger aber tamen auf das Schiff( denn sie waren nicht fern von dem Lande, sondern bei zwei hundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fi schen. Als sie nun austraten aufs Land, sahen sie Kohlen gelegt und Fische darauf, und Brod. Spricht JEsus zu ihnen: Bringet ber von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein, und zog das Netz aufs Land, voll 64 gros Das andere Hauptflück Was zwischen Ostern und der Himmelfahrt des HErrn vorgegangen. 104 Historia von der Auferstehung JEsu Christi. großer Fische, hundert und drei| den Jünger folgen, welchen JE und funfzig. Und wiewohl ihrer sus lieb hatte, der auch an seiner so viele waren, zerriß doch das Net| Brust am Abendessen gelegen war nicht. Spricht JEsus zu ihnen: und gesagt hatte, HErr, wer ist's, Kommt und haltet das Mahl! der dich verräth? Da Petrus dies Niemand aber unter den Jün sen sahe, spricht er zu JEsu: HErr, gern durfte ihn fragen: Wer bist was soll aber dieser? JEsus sprach du? Denn sie wußten es, daß es zu ihm: So ich will, daß er bleibe, der HErr war. Da kommtJEsus, bis ich komme, was gehet es dich und nimmt das Brod, und giebtes an? Folge du mir nach. Da ging ihnen, desselbigen gleichen auch eine Rede aus unter den Brüdern: bie Fische. Das ist nun das dritte: Dieser Jünger stirbt nicht. Und mal, daß JEfus geoffenbaret ist JEsus sprach nicht zu ihm: Er seinen Jüngern, nachdem er von stirbt nicht, sondern, so ich will, den Todten auferstanden ist. daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen zeuget, und hat dies geschrieben; und wir wissen, daß sein Zeugniß wahr ist. Aber die eilf Jünger gingen in Galiläa auf einen Berg, dahin JEsus sie beschieden hatte. Und da ist er gesehen worden von mehr denn fünf hundert Brüdern auf einmal, eren noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder. Etliche aber zweifelten. Und JEsus trat zu ihnen, und redete mit ihnen, und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium allen Creaturen, und lehret alle Völker, und taufet sie in dem Namen des Bas ters, und des Sohnes, und des Heis ligen Geistes. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Wer da glaubet und getaufet wird, der wird selig wers den; wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden fie Teufel austreiben, mit neuen Bungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas tödtliches trinken, wird es ihnen nicht schaden. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht JEsus zu Simon Betro: Simon Johanna! hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, HErr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer. Spricht er aber zum andernmal zu ihm: Simon Johanna! hast du mich lieb? Er sprach zu ihm: Ja, HErr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schafe. Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Johanna! hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? Und sprach zu ihm: HErr, du weißt alle Dinge; du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht JEsus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahrlich, ich sage bir, da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wo du hin wolltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein inderer wird dich gürten, und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er GOtt preisen würde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus wandte sich um, und sahe Historia von der Auferstehung JEsu Christi. 105 ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Beugen sein zu Jerusalem, und in ganz Judäa und Samaria, und bis ans Ende der Erde. Er führte sie aber hinaus bis gen Bethania, und hob die Hände auf, und segnete fie. Und es geschahe, da er sie segnete, nachdem er nun genugsam zu ihnen geredet hatte, nach seiner Auferstehung, schied er pon ihnen. Und ward aufgehoben zusehens, und fuhr gen Himmel. Und eine Wolle nahm ihn auf vor ihren Augen, und hat sich zur rechten Hand GOttes gesetet. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da standen bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr, und sehet gen Himmel? Dieser JEsus, welcher von euch den. Auf die Kranten werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende. Darnach ist er gesehen worden von Jacobo, 1. Cor. 15, 7. Also, ehe er zum Himmel vor ihren Augen aufgenommen ward, erzeigete er sich lebendig seinen Aposteln nach seinem Leiden, und dasselbige durch mancherlei Erweisung. Und ließ sich sehen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich GOttes, eröffnete ihnen das Verständniß, daß sie die Schrift verstanden. Das dritte Hauptstück. Wie der HErr Christus am vierzigsten Tage nach seiner Auferstehung gen Himmel gefahren. Und als er sie versammelt hats te, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Vaters, und sprach: Sehet, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters, wel che ihr habt gehöret von mir. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angethan werdet mit Kraft aus der Höhe. Denn Johannes hat mit Wasser getaufet, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getaufet werden, nicht ange nach diesen Tagen. Die abec, sammen gekommen waren, fragten ihn und sprachen: HErr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er aber sprach zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; sondern * 0 ist aufgenommen gen immel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Sie aber beteten ihn an, und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude von dem Berge, der da heißet der Delberg, welcher ist nahe bei Jerusalem, und liegt einen Sabatther Weg davon. Und als sie hinein tamen, stiegen sie auf den Söller, da denn sich enthielten Petrus und Jacobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, Alphäi Sohn, und Simon Zelotes, und Judas Jacobi. Diese alle waren stets bei einander, einmüthig mit Beten und Flehen, sammt den Weibern, und Maria, der Mutter JEsu, und seinen Brüdern. Und waren allewege im Tempel, lobten und benedeieten GOtt. 65 Histos 106 Historia von der letzten Zerstörung Historia von der letzten gänzlichen Zerstörung ber Stadt Jerusalem. Aus den Geschichtschreibern Josepho, Egesippo, Eusebio und Nicephoro zusammengetragen. Is sich die Zeit nahete, daß hat man gesehen in der Luft und GOtt wollte über Jerusa- Wolken an vielen Orten des Himden endlichen Born gehen laffen, wie die Propheten und der HErr Christus selbst ihnen gedräuet, und zuvor gesagt hatten, sind diese nachfolgende Zeichen vorher gegangen. Es ist am Himmel ein Comet gesehen, wie ein Schwert gestaltet, welcher ein ganz Jahr über der Stadt gestanden eine große Rüstung von Reitern und Knechten in den Wolken zusammenziehen, und sich schlagen in der Nacht. Item, vor dem Pfingst- Tage, als die Briester inwendig im Tempel haben wollen bereiten, was zum Fest gehöret, haben sie ein groß Gepolter, und darnach eine Stimme gehöret, welche und von jedermann gesehen wor-| gerufen hat: Lasset uns von hinden. Item, eben in den Tagen nen wegziehen! wiewohl Etliche der ungesäuerten Brode, am ach sagen, das sei geschehen zur Zeit, ten Tage des Monats April, um da der Vorhang im Tempel unneun Uhr in der Nacht, ist bei dem ter Christi Leiden zerrissen ist. Altar im Tempel ein solch hell- Jtem, es ist ein Mensch gewesen, glänzend Licht erschienen, daß ic- JEsus, genannt Anania, eines ge dermann gemeinet, es wäre Tag. meinen Mannes Sohn, selbiger, Item, ein ebernes großes starkes als er ist gen Jerusalem gekommen, Thor am innern Tempel, daran auf das Fest der Laubrüst, hat aus zwanzig Männer heben mußten, einem sondern heftigen Geist ge= wenn man es wollte aufthun, wel- schrieen: D ein Geschrei vom Mors ches mit starken eisernen Schlös- gen! O ein Geschrei vom Abend! sern und Riegeln verwahret war, O ein Geschrei von den vier hat sich um die sechste Nacht- Stun- Winden! Ein Geschrei über ganz be selbst aufgethan. Item, auf den Jerusalem, und den Tempel! Eine ein und zwanzigsten Tag Juni, elende Klage über Braut und Bräus der Stadt Jerusalem. 107 Bräutigam! Ein Geschrei über| phanus sagt, als Mörder und Veralles Volk! Und das klägliche räther, den gerechten und unschulSchreien trieb er Tag und Nacht| digen Christum getödtet hatten, an einander, und lief wüthend in ist es mit dem ganzen Jüdischen der Stadt umher. Und wiewohl Reich in allen Städten immer ärihn etliche mit Geißeln und Ruger geworden. Die Hohenpriethen straften, die diese Worte, als ster hoben an, übten Tyranney eine böse Deutung über die Stadt, wider die andern Priester. Unter nicht gerne hörten, so hörte er den andern Gewaltigen war allerdoch nicht auf. Und als man die lei Haß und Neid, und schickte sen Menschen hat gebracht vor den sich alles zur Uneinigkeit im Regi Landpfleger, welchen die Römer ment, und ließ sich ansehen, daß da hatten, der ihn auch mit Gei- eine große Aenderung und ZerrütBeln hart bis aufs Blut stäupen tung des Reichs vorhanden wä und peitschen ließ, hatter doch re. Auf solchen Zwiespalt uud mit feinem Wort Gnade gebeten, Haß der Gewaltigen unter sich, hat auch nicht eine Bähre oder erhoben sich Rotten und allerlei Thräne gelassen, sondern ohne Un partheiische Bertrennungen. Und terlaß überlaut geschrieen: Weh! außerdem trug sich zu allerlei Weh! Weh dir, o du armes Je- Unglück, viel Raubens und Morrusalem! Albinus, der Richter, dens in der Stadt und außer hat ihn als einen Thoren verach- Jerusalem, und schickten sich alle tet. Dieser Mensch aber ist sie Sachen, daß beide Regiment geistben Jahre an einander nicht viel lich und weltlich, zu Trümmern mit Leuten umgegangen, sondern gehen wollten. Darüber begab allein gegangen, wie ein Mensch, sichs auch, daß der Kaiser Nero der etwas tief bei sich besin Cestium Florum in das Jüdische net, oder tichtet, und hat im- Land schickte; und als er den Jumerdar diese Worte von sich den sehr hart war, und mit vies hören lassen: Weh! Weh dir, o du len Dingen seinen Geiz, Stolz armes Jerusalem! Und von sol- und Muthwillen übte, haben chem Rufen ist er nicht müde ge- ihn die Juden verjagt; und als worden. Und als die Stadt nun ist er mit ihnen zu schlagen kam, hat von den Römern belagert gewe- er fünf tausend Mann der Seifen, ist er auf den Mauern um- nen verloren. Also wütheten die her gegangen, und hat immer geschrieen: Weh über den Tempel! Weh über das ganze Volk! Und zulegt hat er auf eine Zeit diese ungewöhnlichen Worte dazu gesagt: Wehe auch mir! Und in dem Worte ist er ungefähr von der Feinde Geschoß getroffen und also todt geblieben. Diese und andere große Zeichen sind vorher gegangen, ehe Jerusalem zerstört ist. Nun wollen wir von der Zerstörung an ihr selbst auch furz reden. Da die Juden, wie SteJuden durch GOttes Verhängniß, daß sie auch wider die Rös mer sich setzten, und von ihnen abfielen. Als aber der Kaiser Nero das erfuhr, schickte er Flavium Vespasianum mit seinen Sohn Tito in Syriam. Diese Zeit ist im ganzen Orient, wie auch Tranquillus schreibt, eine gemeine Sage und Gerücht gewesen, daß eben um diese Zeit Etliche, so aus Judäa kommen würden, sehr groß und ganz mächtig in aller Welt sollten werden. Und wiewohl das an dem geistlichen Reich 108 Historia von der letzten Zerstörung Reich Christi also wahr ward, da fen und zu Vespasiano geführt. ber Name Christi( welcher gebo- Als er nun demselben propheren ist aus Jüdischem Stamm) zeiet, er würde noch Kaiser werdurch die Predigt des Evangelii den, hat er ihn gnädiglich erhal in aller Welt groß ward, so ha- ten. Und derselbe Josephus hat ben es doch Etliche von den zween geschrieben, was wir von dieser Vespasianis verstanden. Die Ju- Historie wissen. den aber zogen das Prognosticon auf sich. Und nachdem ihnen etliche Schlachten wider ihre FeinAls dies in Galiläa geschahe, ist ein Haufe gesammeltes, freches de geriethen, wurden sie stolz, räuberisches Volk gen Jerusalem machten drei Hauptleute, und gekommen, das hat einer der grogriffen mit Gewalt die Stadt Ben Herren, Johannes, zuwege Ascalon an. Da sind sie in zwei gebracht, daß er durch diese Rotte Schlachten darnieder gelegt, ha- das Regiment ganz zu sich brächte. ben( über das, daß die Hauptleute Da ist abermal viel heimlichen umgekommen) in die zwanzig tau- Mords, viel Räuberei, viel Plünsend Mann verloren. Also zog dern zu Jerusalem gewesen, und Vespasianus auf Befehl des Kai- hat sich allenthalben zum großen fers in Galiläam, welches ein volk- Unglück geschickt, und ist die arme reich Land war, verwüstete und Stadt allenthalben viel geplagt verheerte alles durchaus, und war gewesen. Es sind die Zeit etliche des Mordens, Raubens und Bren- Hohepriester erschlagen, und oft nens kein Ende. Da wurden viele Blut vergossen, auch im Tempel. tausend Juden erschlagen, auf Josephus schreibt, daß zwölf tau einmal in die funfzig tausend send von den besten, edelsten Juwehrhafter Männer, ohne Weiber, den in diesem Lärmen umgekomKinder, gemeinen Pöbel und Land- men sind, und ihre Güter und HäuVolk. Das Kriegs- Volk hat da ser hat man dem Böbel und Knechweder Alt noch Jung verschont, ten gegeben zu plündern. Etliche nicht der Schwangern, nicht der meinen, dieses haben die Römer Kinder in den Wiegen. Sechs durch Praktiken zugerichtet. So tausend junge Männer hat Ve- war nun damals schon, ehe das spasianus auf einmal als eigene rechte Wetter sie überfiel, JerusaLeute geschickt, am Isthmo zu gra- lem mit dreierlei Unglück geplagt, ben in Achaja. Dreißigig tausend nämlich, mit dem Kriege der NöJüdische Kriegs- Leute sind zu der mer, mit Auirrhr und allerlei Beit auf einmal für leibeigen Meuterei in der Stadt, und mit verkauft. Fünf tausend haben den Tyrannen, welche sich durch sich aus Verzweiflung selbst von parteiische Brattifen einer nach hohen Felsen herabgestürzt. Der dem andern aufwarfen, und um Zeit war ein trefflicher Mann, der Herrschaft willen viel Blut faft gelehrt, weise und verständig, vergossen. Als nun zu der Zeit priesterlichen Amts, unter den Ju- die Gadarener sich widersezig den, und ihrer Obersten einer im machten den Römern, mußte fich Kriege, mit Namen Josephus. Und Vespasianus aus dem Winter- Laals er im ersten Schreden mit ger eilends erheben, und nam Gaetlichen wenigen in die Höhle ge- dara, die Stadt ein, und durch seis flohen war bei der Stadt Galiläa, nen Hauptmann Placidum schlug Jotapata genannt, ward er ergrijs er in die dreißig tausend Bürger in der Stadt Jerusalem. 109 giment je länger je mehr( wie es denn geht) zerrissen. Ein Part hatte den Tempel inne, unter denen war Oberster Eleazarus, ein Sohn Simonis, bei dem hielten die Zeloten, ein böses, heuchlerisches Volk, das den Bürgern sehr feind war. Den untern Theil der Stadt hatte Johannes inne, welcher ein Anfang allerlei Unglücks war, von welchem oben gesagt. Den oberen Theil hatte der Simeon inne, mit zwanzig tausend Jdumäern, welche erfordert waren, die Stadt vor der Beloten Muthwillen und gewaltsamen Vornehmen zu schützen; da man derselbigen Gäste gern wäre wieder los gewesen, hat man ih rer nicht können los werden. in die Flucht; zwei tausend nahm| welche die Einigkeit und das Re er gefangen; der andere Pöbel und flüchtige Haufe stürzte sich in den Jordan, und ihre todten Körper find im Jordan geflossen, bis in den See Asphaltiten, welchen man das todte Meer nennt, und da find jenseit des Jordans bis gen Macheron, allenthalben alle Juden von den Römern überfallen, und in groß Schrecken gekommen. Als nun zu Ausgang des Winters der Lenz angegangen, da Vespa fianus gehört, daß Nero todt wäre, lag er zu Cäsaria, und machte sich eilend auf, und hatte alle Städte der Juden und Idumäer eingenommen, ohne etliche Schlösser, welche etliche fremde Krieger inne hatten; und allenthalben hat er die Städte beseßt mit Römischem Kriegsvolt, daß er Jerusalem, welches allein übergeblieben war, desto leichter stürmen und einnehnen könnte. Und dasmal ist Bes pasian von seinem Kriegsvolt zum Kaiser aufgeworfen. Darnach 30g er in Egypten. Von da wollte er in Italien, und befahl Tito derweilen das KriegsRegiment wider die Juden. Titus aber, als er Kundschaft halber an Derter nahe bei Jerusalem geritten war, entkam schwerlich, daß er von den Juden nicht gefangen ward. Darnach schlug er sein Lager auf bei Scopus, eine Viertelmeile von der Stadt, und theilete das Kriegsvolt, die Stadt mehr, denn an einem Ort zu be Lagern. Mittler Zeit war ein groß mächtig Voll aus allen Städten, von allen Orten her auf das Osterfeft, des Gottesdienstes halben, zu Jerusalem zusammen gekommen. So waren auch, wie oben angezeigt, zuvor in der Stadtviel gesammelte Habe, verwegenes loses Volk, welches aus Galiläa vertrieben und waren drei Parten in der Stadt, Titus, als er nun merkte, daß die Stadt Jerusalem mit so unzähe ligem Volk überladen und übers menget war, rüstete und stärkte sich in großer Eil, die Stadt zu belagern, und eine Wagenburg um sie zu schlagen, wie Christus ihnen gesagt, dieweil das Volk bei ein ander wäre, daß sie der Hunger desto härter drängte und ängstete. Da das die Juden sahen, versuchten sie ihre höchste Macht, das zu hindern, zu wehren, und zuvor zukommen. Aber es war aus; da war kein Glück mehr. Unser HErr GOtt wollte das Garaus mit ih nen spielen, darum ging ihnen kein Anschlag noch Rath fort. Da war eitel Uneinigkeit. Und ist die Zeit in der Stadt ein Aufruhr worden, daß eine große Menge Volks er schlagen ward bei dem Tempel. Die Stadt Jerusulem war sehr fest an dem Orte, da man zur Stadt kommen konnte, hatte drei Mau ern, darum legte sich das Römische Kriegsvolt mit ganzer Macht hinan, die Stadt zu stürmen; und nach großer Arbeit ist die zwiefältiae 110 Historia von der letzten Zerstörung tige Mauer erobert und einge- war, so gerieth es doch den Rönommen. Dieselbige Zeit ist eine mern alles, und war kein Sieg noch unzählige Menge Volts Hungers Glück mehr bei den Juden. Als gestorben, wie Josephus schreibt. nun die Römer das Schloß innen Um ein klein Bißlein Brod haben hatten, gab der Drommeter mit sich oft die besten Freunde gehauen der Posaune ein Zeichen, und wurund gestochen. Die Kinder ha- den die Juden, welche das Schloß ben den Eltern, Vater und Mutter inne hatten, alle erschlagen, Etoft die Speise aus dem Munde liche von den Mauern geworfen, gerissen. Da hat weder Bruder Etliche sind selbst zu Tode gefalnoch Schwester sich einer des an- len, Etliche sind bei der Nacht dern erbarmt. Ein Scheffel Korn eilends in die Stadt entkommen. hat viele Gulden gegolten. Etliche Folgends hat das Kriegsvolt sich haben Kuhmist vor großem Huns um die, so den Tempel inne hatger, Etliche die Riemen von den ten, ernstlich angenommen. Man Sätteln, das Leder von den Schil- sagt, Titus sei willens gewesen, den abgenagt und gegessen. Etliche des Tempels zu verschonen( als haben noch Heu im Munde gehabt, der Religion), aber es war aus, und sind also todt gefunden. Et- GOtt schickte es, daß da kein Verfiche haben an den heimlichen Ges schonen war. Denn als manlange mächern gesucht, mit Unflath und und heftig gestritten und gearbeiMist sich von dem Hunger zu er- tet hatte, und die Juden weder retten und ist eine solche große mit Dräuen, noch Vermahnen mächtige Menge Hungers gestor zu bewegen gewesen, die festen ben, daß Ananias, Eleazari Sohn, Derter zu übergeben, mertte das welcher in der Zeit der Belagerung Kriegsvolt, daß der Ort nicht zu Tito geflohen, angezeigt, daß anders, denn mit Hunger( welhundert tausend, und funfzehntau- ches denn lange würde), oder mit send todte Körper in der Stadt ges Feuer wäre abzubrechen. Und also funden und begraben sind. Egesip- haben Etliche der Kriegstnechte pus schreibt, daß allein zu einer Feuer in den Tempel geworfen, Pforte viele tausend Leichen her- das ist angegangen, und also auf ausgetragen, und daß in die sechs die Stunde das herrliche, treffhundert tausend Menschen solcher liche, töstliche Gebäude, welches Zeit der Belagerung tobt geblieben der Zeit hoch und weit berühmt sein. Die Juden hatten noch in war, verbrannt und zu Asche nen die Bury Antoniam, welches geworden. Die Juden, so den eine starte sestang war. So hats oberen Ort der Stadt inne hatten sie auch den Tempel inne, von ten, sind zum Theil in die Stadt welchem eine Brücke in die Stadt geflohen; aber viele mehr sind ging. Diese Festung zu erobern durch Feuer und Schwert um lostete viel mehr Arbeit, denn alle gekommen. Die Priester haben andere Derter. Titus aber, obwohl ihr Leben zu fristen ganz flägergewiß war, daß der Hunger end- lich gebeten und gefleht; aber lich die Juden in der Stadt tilgen da ist Gnade bei GOtt und den und theilen würde, ließ sich doch Leuten ausgewesen. Titus, wie die Zeit lang werden, und hielt an, Egesippus schreibt, hat geants vermahnte das Kriegsvolt, die wortet: So ihr Tempel und Festung mit Gewalt zu stürmen. Gottesdienst dahin sei, bedürfe Wiewohl nun große Gefahr dabei man auch der Priester nicht mehr. Die der Stadt Jerusalem. 111 Dieser Die Verwüstung des Tempels Jerusalem geoffenbaret. ist geschehen auf den zehnten schreckliche Fall hat sie bewegt, Tag des Monats August, gleich daß sie von dem Tage an gedacht auf den Tag, da der erste Tem- haben, sich zu ergeben, und sind pel vom Könige zu Babylonien mit Zito zur Unterredung und verbrannt ist, und ist der Tag Handlung gekommen. Aber, diesonderlich der Unglückstag dem weil Friebe zu machen nun zu Tempel gewesen. Und von dem lange geharret war, und sie um ersten Tempel an, und seiner Er- Friede und Freiheit baten, da sie bauung, welchen Salomo erbaut, schon ausgehungert, und auf das bis auf das andere Jahr Vespa- Höchste bedrängt waren, ward fians, da der Tempel zu Grunde nichts daraus, und ist wenig Tage verwüstet ist, sind tausend hun- die Stadt noch kümmerlich aufdert und ein Jahr. Von der gehalten. Mittlerzeit ist unzähZeit an aber, da man den andern lig viel Volk aus großer Angst Tempel wieder angefangen hat und höchster Noth unerträglichen zu bauen, welches ist geschehen Hungers aus der Stadt ins Laim andern Jahr des ersten Cyri, ger den Feinden in die Hände sind fünf hundert und neun und gelaufen. Da hat man sie sehr sechszig Jahr. Da nun die Ju- wohlfeil verkauft. Indem haben so geängstet wurden, wiewohl ben ungefähr die Kriegsknechte teine Hoffnung der Rettung war, gesehen, daß ein Jude aus seis starben viele Tausend Hungers. nem eigenen Mijt hat Gulden, Doch blieben die Uebrigen bei welche er eingeschluckt, gelesen. ihrem Bornehmen. Josephus Da ist bald ein Gerücht durch das schreibt, daß auf die Tage, als ganze Lager ergangen unter dem der Tempel verbrannt und ver- Kriegsvolt, die Juden, die herwüstet, ein schrecklich gräulicher aus ins Lager geflohen, hätten Fall sich begeben, welchen man Gold eingeschluckt.( Denn es bei den Nachkommen kaum waren Etliche, welche durch fleiglauben wird. Es war eine ehr- ßiges Besuchen sonst nichts denn liche Frau, reich und großen Ges Gold tonnten wegbringen, oder schlechts, jenseit des Jordans, vor den Kriegern behalten.) Das aus Furcht mit den andern gen Gerücht gab nun Ursach, daß von Jerusalem geflohen. Als nun den Kriegsknechten, welche dachdie Stadt so hart bedrängt und ten, sie würden bei allen Juden geängstet war mit Hunger, hat Gold finden, über zwei tausend fie ihr junges Kindlein in der Juden in einer Nacht aufgeſchnitWiege( mit was für Jammer und ten wurden. Und ihrer wären Schmerzen, ist wohl zu denken) Viele mehr umgekommen, wenn geschlachtet, und das halbe Theil Titus nicht hätte lassen ausrus gebraten und gegessen, die andere fen und gebieten, daß man Hälfte, als die Kriegstnechte die Gefangenen nicht töbten umber gelaufen, und Speise ge- sollte. Endlich ist die Stadt sucht, hat sie ihnen vorgeseßt. Jerusalem erobert, und da ist Die Kriegsknechte aber haben weder Jung noch Alt verschont. sich vor dem gräulichen Anblick Doch ich ein Gebot ausgerufen, entfeßt, und doch sich des elen- daß man aller elenden Leute, die den Weibes erbarmt, und die zu keiner Wehr oder Widerstande Sache den großen Herren zu vermögend wären, verschonen follte. 112 Historia von der letzten Zerstörung Jerusalems. follte. Also ist ganz Jerusalem hat zerreißen lassen. Die Menge durchaus von Feinden schrecklich aller Gefangenen, so am Leben, geplündert, angesteckt und ver- sind an der Zahl gewesen sieben brannt, das mehrere Theil zerrüt- und neunzig tausend, so doch erst tet und verwüstet. Wenig Ge- wohl zehenmal hundert tausend, bäude sind stehen geblieben, daß als die Belagerung angefangen, man etlich Römisches Kriegsvolt in der Stadt gewesen, welches bat können darin zur Besaßung mehrentheils Fremde gewesen, laffen. So sind auch etliche ein- und nicht Bürger, wiewohl alle zelne wüste steinerne Gebäude vom Jüdischen Stamm und und wüste Thürme geblieben, al- Geblüt. Als nun Titus Jerusalein blos öde Anzeigungen, daß lem mit Gewalt eingenommen, da eine Stadt etwa gewesen wäre. verbrannt, zerrüttet und verheeret Und ist also Jerusalem verwüstet, hatte, beseßte er den Ort des und zu Grunde verderbet den ach- Landes mit etlichen Kriegsten Tag Septembers, im fünf- fnechten, um der umliegenden ten Monat darnach, als sie erst Länder willen, und er vorrückte belagert ward. Von dem großen bis an den Fluß Euphrat; denn Haufen und unzähliger Menge so weit ging dazumal das Römider Gefangenen hat Titus sieb- sche Reich. Als aber die gewals zehn tausend, alles junge, starte tige, berühmte, heilige Stadt Je= Mannspersonen, nach Alexan- rusalem zerstöret ift, hat man ge drien geschickt, daselbst, wie leibei- zählt von Anfang der Welt vier gene Knechte, Steine zu tragen, tausend und vier und funfzig. und zu arbeiten. Viele Juden hat Vom Anfang der Stadt Rom man wie das Vieh, gar wohlfeil acht hundert drei und zwanzig verkauft. Zwei tausend hat man Jahr. Nach den Leiden Christi hin und wieder ausgetheilt in im vierzigsten Jahr. Also hat Länder, durch das ganze Römi- Jerusalem, die allerberühmteſte sche Reich daß man sie zum Ge- Stadt im ganzen Morgenlande pränge. Denn man Schauspiel ein elend jämmerlich gehalten, die wilden Thiere Ende gehabt. - Det Kleine Catechismus, mit der Auslegung D. Martin Luthers. Das erste Hauptflück. Von den Behn Geboten. Das erste Gebot. ch bin der HErr, deinGOtt: Du sollst nicht andere Götter haben neben mir. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. Das andere Gebot. Du sollst den Namen deines GOttes nicht unnüßlich führen: denn der HErr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen; sondern den selben in allen Nöthen anrufen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot. Du sollst den Feiertag heiligen. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir die Bredigt und sein Wort nicht verachten; son dern dasſelbe heilig halten, gerne hören und lernen. Das vierte Gebot. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten, noch erürnen; sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und werth halten. Das fünfte Gebot. Du sollst nicht tödten. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe feinen Schaden noch Leid thun; sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöthen. Das sechste Gebot. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken, und ein Jeglicher sein Gemahl liebe und ehre. Das siebente Gebot. Du sollst nicht stehlen. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten sein Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Waare oder Handel an uns bringen; sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das chte Gebst. Du sollst nicht falsch Zeugniß reden wider deinen Nächsten. )(. Was 2 Der Catechismus Lutheri. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verrathen, afterreden, oder hösen Leu mund machen; sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden, und alles zum Besten kehren. Das neunte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Haufe stehen, noch mit einem Schein des Rechtes an uns bringen; sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienstlich sein. Das zehnte Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was sein ist. Was ist das? Antwort: GOtt dräuet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten. Darum sollen wir uns fürchten vor feinem Zorn, und nicht wider ſolche Gebote thun. Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen, und gerne thun nach seinen Geboten. Das andere Hauptstück. Von dem Christlichen Glauben. Der erste Artikel. Von der Schöpfung. Ich glaube an GOtt, den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. und Was ist das? Antwort: Wir sollen GOtt fürchten lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen; sondern dieselben anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. Was sagt nun GOtt von diesen Was ist das? Antwort: Ich glaube, daß mich GOtt geschaffen hat, sammt allen Creaturen, mir Leib und Seele, Au gen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat, und noch erhält; dazu Kleis der und Schuh, Esſen und Trin ten, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Gü ter, mit aller Nothdurft und Nahrung dieses Leibes und Les bens reichlich und täglich versorJch, der HErr, dein GOtt, get, wider alle Fährlichkeit be bin ein starker, eifriger GOtt, schirmet, und vor allem Uebel der über die, so mich hassen, behütet und bewahret. Und das alles aus lauter väterlicher, göttdie Sünde der Väter heimlicher Güte und Barmherzigkeit, suchet an den Kindern bis ohne alle mein Verdienst und ins dritte und vierte Glied; Würdigkeit; das alles ich ihm zu aber denen, so mich lieben, und danken und zu loben, und dafür meine Gebote halten, thue ich zu bienen und gehorsam zu sein schuldig oin. as ist gewißlich wohl bis ins tausendste Glied. wahr. Geboten allen? Antwort: Er sagt also: Der Catechismus Lutheri. mi Der andere Artikel. Von der Erlösung. Und an JEsum Christum, seinen einigen Sohn, unsern HErrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geiste, ge boren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Höllen, am dritten Tage auferstanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, fißend zur rechten Hand GDt tes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten. 8 Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Was ist das? Antwort: Ich glaube, daß ich nicht aus eis gener Bernunft noch Kraft an JEglauben oder zu ihm kommen kann; sum Christum, meinen HErrn, sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im halten; gleichwie er die ganze rechten Glauben geheiliget und erChristenheit auf Erden berufet, sammlet, erleuchtet, heiliget, und bei JEsu Christo erhält im rechten stenheit er mir und allen Gläubie einigen Glauben. In welcher Chrigen täglich alle Sünden reichlich vergiebt, und am jüngsten Tage mich und alle Todten auferweden wird, und mirsammt allen Gläubigen in Christo ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. Das dritte Hauptstück. Vom Gebet des HErrn. Later Unser, der du bist im Himmel. Was ist das? Antwort: Ich glaube, daß JEsus Christus, wahrhaftiger GOtt vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein HErr, der mich verlornen und verdamm: ten Menschen erlöset hat, erworben gewonnen von allen Sünden, vom Tode, und von der Ge- Was ist das? Antwort: walt des Teufels, nicht mit Gold GOtt will uns damit locken, oder ilber, sondern mit seinem daß wir glauben sollen, er sei unheiligen, theuren Blute, und mit ser rechter Vater, und wir seine seinem unschuldigen Leiden und rechten Kinder; auf daß wir geSterben, auf daß ich sein eigen trost und mit aller Zuversicht ihn ſei, und in seinem Reich unter bitten sollen, wie die lieben Kinihm lebe und ihm diene in ewider ihren lieben Vater bitten. ger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleich wie er ist auf erstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. V Die erste Bitte. Geheiliget werde deine Name. Was ist das? Antwort: GOttes Name ist zwar an ihm selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns beilig werde. Der dritte Artikel, Von der Heiligung. Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung derSünden, X( 2 Wie geschiebt das? Antwort: Wo das Wort GOttes lauter auch heilig, als die Kinder GOttes und rein gelehret wird, und wir darnach 4 Der Catechismus Lutheri. barnach leben: Das hilf uns, sem Gebet, daß er es uns ertens lieber Vater im Himmel! Wer nen lasse, und mit Danksagung aber anders lehret und lebet, denn empfangen unser täglich Brod. das Wort GOttes lehret, der ent- Was heißt benn täglich Brod? heiliget unter uns den Namen Antwort: GOttes. Da behüte uns vor, lieber himmlischer Vater. Die andere Bitte. Dein Reich komme. wohl Was ist das? Antwort: GOttes Reich kommt ohne unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geschieht das? Antwort: Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist giebt, daß wir seinem heiligen Worte durch seine Gnade glauben, und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist das? Antwort: GOttes guter, gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet, aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. Wie geschieht das? Antwort: Wenn GOtt allen bösen Rath und Willen bricht und hindert, so uns den Namen GOttes nicht heiligen, und sein Reich nicht kom men lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille; sondern stärket und erhält uns fest in seinem Wort und Glauben, bis an unser Ende; das ist sein gnädiger und guter Wille. Die vierte Bitte. Unser täglich Brod gieb uns heute. Was ist das? Antwort: GOtt giebt täglich Brod auch wohl auch unsere Bitte allen bösen Menschen; aber, wir bitten in dieAlles was zur Leibesnahrung und Nothdurft gehöret, als Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und ges treue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Bucht, Ehre, gute Freunde, ges treue Nachbarn und desgleichen. Die fünfte Bitte. Und vergieb uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern Schuldigern. Was ist das? Antwort: Wir bitten in diesem Gebet, ansehen wolle unsere Sünden, und der im nicht um derselben willen solche Bitte nicht versagen. Denn wir sind der keines werth, das wir bitten, haben es auch nicht verdienet; sondern er wolle uns alles aus Gnaden geben. Denn wir täglich viel sündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben, und gerne wohlthun denen, die sich an uns verfündigen. Die sechste Bitte. Und führe uns nicht in Versuchung. Was ist das? Antwort: aber wir bitten in diesem Gebet GOtt versucht zwar niemand; daß uns GOtt wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge, noch verführe in Miß glauben, Verzweiflung und ans dere große Schande und Laster. Und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen, und den Sieg behalten. Die Der Catechismus Luthert. Die siebente Bitte. Sondern erlöse uns von bem Uebel. Was ist das? Antwort: Wir bitten in diesem Gebet, als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Uebel Leis bes und der Seelen, Gutes und Ehren erlöse, und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere, und mit Gnaden aus biesem Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Amen. Was heißt Amen? Antwort: Daß ich soll gewiß sein, solche Bitten find dem Vater im Himmel angenehm und erhöret. Denn er felbst hat uns geboten also zu beten, und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, Ja, es soll also geschehen. Das vierte Hauptsflück. Vom Sacrament der heiligen Taufe. Bum ersten: Was ist die Taufe? Antwort: Die ie Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie Ist das Wasser in GOttes Gebot gefaset, und mit GOttes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort GOttes? Antwort: Da unser HErr Christus spricht, Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, lehret alleHeiden, und taufet sie im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Zum andern: Was giebt oder nützet die Taufe? Antwort: Sie wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tode und 5 Teufel, und giebt die ewige Se ligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung GOt tes lauten. Welche sind denn selche Work und Verheißung GOttes? Antwort: Marci am lebten: Wer da glauDaunser HErr Christus spricht: bet und getaufet wird, der wird selig werden: Wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Bum dritten: Wie kann Wasser folche große Dinge thun? Antwort: Waffer thuts freilich nicht, sondern das Wort GOttes, so mitund bei dem Wasser ist, und der Glaus be, so solchem Worte GOttes im Wasser trauet, denn ohne GOttes Wort ist das Wasser schlecht Wasser, und keine Taufe; aber mit dem Worte GOttes ist es eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist, wie St. Paulus sagt zum Tito im 3. Ca pitel: Durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heili genGeistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch JE sum Christum unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben sein des ewigen Lebens, nach der Hoffnung, das ist gewißlich wahr. Zum vierten: Was bedeutet denn solch Waffertaufen? Antwort: Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und ferben mit allen Sünden und bö Buße soll ersäufet werden, und sen Lüsten, und wiederum täglich heraus kommen, und auferstehus ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor GOtt ewiglich lebe. )( 3 Wo 6 Der Catechismus Lutheri. Wo stehet das geschrieben? Was nützet denn solch Effen und Antwort: St. Paulus zu den Römern am 6. spricht: Wir sind sammt Christo durch die Taufe begraben in den Tod, auf daß, gleich wie Christus ist von den Todten auferwecket durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen wir auch in einem neuen Leben wandeln. Das fünfte Hauptstück. Vom Sacrament des Altars. Was ist das Sacrament des Altars? Antwort: Es ist der wahre Leib und Blut unsers HErrn JEsu Christi, unter dem Brod und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christo selbst eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? Antwort: So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus, Marcus, Lucas und St. Paulus: Unser HErr JEsus Christus, in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete und brachs, und gabs seinen Jüngern, und sprach: Nehmet hin, esset, das ist mein Leib, der für euch ge geben wird. Solches thut zu meinem Gedächtniß. ► Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahle, dantete und gab ihnen den, und sprach: Nehmet hin, und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches thut, so oft ihrs trinket zu meinem Gedächtniß. Trinken? Antwort: Das zeigen uns diese Worte: Für euch gegeben und vergoffen zur Vergebung der Sünden. Näm lich, daß uns im Sacrament Vers. gebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte ges geben wird; denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Effen und Trin ten solche große Dinge thun? Antwort: Effen und Trinken thuts freis lich nicht, sondern die Worte, so da stehen: Für euch gegeben und vers goffen zur Vergebung der Süns den. Welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken als das Hauptstück im Sacrament, und wer denselben Worten glaubet, der hat, was sie sagen, und wie sie lauten, nämlich, Verges bung der Sünden. Wer empfänget denn solch Sacras ment würdiglich? Antwort: Fasten und leiblich sich bereiten, ist wohl eine feine äußerliche Zucht; aber der ist recht würdig und wohl geschickt, der den Glaus ben hat an diese Worte: Für euch gegeben und vergoffen zur Verges Worten nicht glaubet, oder zweis bung der Sünden. Wer aber diesen felt, der ist unwürdig und unges schickt. Denn das Wort: Für euch, fordert eitel gläubige Herzen. Dom Amt der Schlüssel des Himmelreichs. Was sind die Schlüffel des Him melreichs? Antwort: Die Schlüssel des Himmelreichs die HErr JEsus Christus auf Erden im Evangelium eingesetzet hat, den bußfertigen Sündern die Sünde zu lösen, den unbußfertigen Sündern Der Catechismus Lutheri. dern die Sünden zu binden, wie die Worte Christi lauten. Welches sind denn solche Worte Christi? Antwort: Da unser HErr JEsus Christus spricht, Joh. im 20. Cap.: Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch auch. Nehmet hin den Heiligen Geist: Welchen ihr die Sünde vergebet, denen sind fie vergeben; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Was geben die Schlüssel, oder wozu sind sie nütze? Antwort: Das zeigen uns diese Worte an: Welchen ihr die Sünde vergebet, denen sind sie vergeben. Nämlich, daß den Gläubigen Vergebung der Sünden im Namen JEsu Christi, durch seinen Tod und Blut erworben, zugeeignet wird, auf daß der Glaube gestärket, das Gewissen versichert und ruhsam gemacht werde. Denn dem Glauben folget Friede im Herzen, wenn die Sünde vergeben ist. Wie kann der Mensch Sünde vergeben? Antwort: Der Mensch thut es freilich nicht als ein Mensch von sich selbst, sondern von Amts wegen, auf des HErrn Christi Befehl, wie die Wor te lauten: Welchen ihr die Sünde vergebet, denen sind sie vergeben. Nehmet hin den Heiligen Geist. Denn gleich wie des Menichen Sohn auf Erden Macht hat, die Sünde zu vergeben, also hat er dieselbe Macht im Predigtamt eingeseget, da er spricht: Wie mia) mein Vater gesandt hat, so sende ich euch auch, Joh. im zwanzigsten Capitel. Item: Wer euch höret, der höret mich. Luc. 10. Welchen soll die Sünde vergeben werden? Antwort: Denen, welche in wahrhaftiger Buße ihre Sünde bekennen, und mit demüthigem gläubigen Hersen durch JEfum Christum Gnade 7 und Trost begehren, wie der HErr Christus spricht zu dem Gichtbrüchigen: Matth. am 9. Mein Sohn, glaube fest, dir sind deine Sünden vergeben. Und zu der bußfertigen Sünderin, Luc. 7. Dir sind deine Sünden vergeben, dein Glaube hat dir geholfen, gehe hin in Frieden. Welchen soll man die Sünde behalten? Antwort: Allen Unbußfertigen und Un gläubigen, die in Sünden muths willig stecken bleiben, und alle christliche Vermahnung verachs ten, wie der HErr Christus lehret, Matth. 18. Sündiget dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Höret er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen: Höret er dich nicht, so nimm noch einen oder zween zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Beugen Munde. Höret er die nicht, so sage es der Gemeine. Höret er die Gemeine nicht, so halte ihn als einen Heiden und Zöllner. Chriftliche Fragstücke, durch Dr. Martin Luther ge stellet fitr die, so zum Sacrament gehen wollen, mit ihren Antworten. 1. Glaubeft du, daß du ein Sün der bist? Antwort: Ja, ich glaube es, ich bin ein Sünder. 2. Wie weißt du das? Antwort: Aus den zehn Geboten, die habe ich nicht gehalten. 3, Sind dir deine Sünden auch leid? Antwort: Ja, es ist mir leid, daß ich mis der GOtt gesündigt habe. 4. Was hast du denn mit deinen Sünden bei GOtt verdient? Antwort: Seinen Zorn und Ungnade, zeits lichen Tod und die ewige Vers dammniß. 8 Der Catechismus Lutheri. 5. Hoffest du auch selig zu werden?| vergossen wird, zur Verge Antwort: bung der Sünden. Solches thut, so oft ihrs trinket, su meinem Gedächtniß. 13. So glaubeft du, daß im Sacrament ber wahre Leib und Blut Chrifti sei? Antwort: Ja, ich glaube es. 14. Was bewegt dich das zu glau ben? Antwort: Das Wort Chrifti: Nehmet, effet, das ist meinLeib; Trinket alle daraus, das ist mein Blut Ja ich hoffe es. 6. Weß tröftest du dich benn? Antwort: Meines lieben HErrn JEsu Christi. 7. Wer ist Christus? Antwort: GOttes Sohn, wahrer GOtt und Mensch. 8. Wie viel sind Götter? Antwort: Nur einer, aber drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. 9. Was hat denn Christus für dich gethan, daß du dich seiner tröfteft? Antwort: Er ist für mich gestorben, und hat sein Blut am Kreuz für mich vers goffen, zur Vergebung der Sünden. 10. Ist der Vater auch für dich gestorben? Antwort: Nein, denn der Vater ist nur GOtt, der Heilige Geist auch; aber der Sohn ist wahrer GOtt und wahrer Mensch für mich gestorben, und hat sein Blut für mich vergossen. 11. Wie weißt du das? Antwort: Aus dem heiligen Evangelio, und aus den Worten vom Sacrament, undbeiseinem Leib und Blut imSacrament mir zum Pfande gegeben. 12. Wie lauten die Worte? Antw.: Unser HErr JEsus Christus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankte, und brach es, und gabsseinen Jüngern, und sprach: Nehmethin, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches thut zu meinem Gedächtniß, Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den, und sprach: Nehmet hin, und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch 15. Was sollen wir thun, wenn wir seinen Leib effen, und sein Blut trinken, und das Pfand also nehmen? Antwort: Seinen Tod und Blutvergie Ben verkündigen, und gedenken, wie er uns gelehret hat: Solches thut, so oft ihrs thut, zu meinem Gedächtniß. 16. Warum sollen wir seines Todes gedenken, und denselben verfündigen? Antwort: Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat können genug thun für unsere Sünde, denn Christus, wahrer GOtt und Mensch, und daß wir lernen erschrecken vor unsern Sünden, und dieselben lernen groß achten und uns seiner allein freuen und trösten, und also durch denselben Glauben selig werden. 17. Was hat ihn benn bewegt für deine Sünde zu sterben und ges nug zu thun? Antwort: Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und zu andern Sündern, wie geschrieben stehet: Joh. 14, Röm. 5, Galat. 2, Ephes. 5. 13. Endlich aber, warum willst du zum Sacrament gehen? Antwort: Auf daß ich lerne glauben, daß Christus um meiner Sünde willen aus großer Liebe gestorben sei, wie gesagt, und darnach von ihm auch lerne 1 Der Catechismus Lutheri. 9 lerne GOtt und meinen Nächsten| be, und glaube doch der Schrift lieben. was sie davon saget, Galat. 5, Röm. 7. 19. Was soll einen Christen bermahnen und reizen das Sacrament bes Altars oft zu empfangen? Antwort: Von GOttes wegen soll ihn Beides, des HErrn Christi Gebot und Verheißung, barnach auch seine eigene Noth, so ihm auf dem Halse liegt, treiben, um welcher willen solch Gebieten, Loden und Verheißen geschieht. ( Unsre Noth ist, daß wir schwer gefündigt haben, und daher alle Augenblide des Bornes GOttes und des Todes gewärtig sein müssen.) 20. Was soll aber ein Mensch thun, wenn er solche Noth nicht fühlen kann, oder teinen Hunger und Durft des Sacraments empfindet? Antwort: Dem tann nicht besser gerathen werden, als daß er erstlich in seinen Busen greife und fühle, ob er auch noch Fleisch und Blut ha Zum andern, daß er um sich sehe, ob er auch noch in der Welt sei, und dente, daß es an Süns den und Noth nicht fehlen werde, wie die Schrift sagt, Joh. 15 u. 16, 1. Joh. 2. und 5. Cap. Zum dritten, so wird er auch den Teufel um sich haben, der ihm mit Lügen, Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und äußerlich lassen wird, wie ihn die Schrift nennet, Joh. 8. und 16, 1. Petr. 5, Ephef. 6, 2. Timoth 2. NOTA. Die chriftliche Haustafel. Wie ein Jeder in seinem Stande GOtt dienen soll. Predigern. Cin Bischof und Prediger soll unsträflich Diese Fragstücke und Antworten sind kein Kinderspiel, sondern von dem Ehrwürdigen und frommen D. Luther für Jung und Alt aus einem großen Ernst vorgeschrieben. Ein Jeder sehe sich vor, und lasse es sich auch Ernst sein; denn St. Paulus an die Galater im 6. Cap. spricht: Irret euch nicht, GOtt läßt sich nicht spotten. Den Bischöfen, Pfarrherren und| und zu strafen die Widersprecher. 1. Timoth. 3, Tit. 1. Was die Christen ihren Lehrern und Seelsorgern zu thun Mann, nüchtern, mäßig, sittlich, gastfrei, lehrhaftig, als ein Haushalter GOttes. Nicht ein Weinfäufer, nicht pochen, nichtunehrliche Handthierung treiben; sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig; der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kin: der habe mit aller Ehrbarkeit; nicht ein Neuling, auf daß er sich nicht aufblase, und dem Lästerer ins Urtheil falle. Der da halte ob dem Wort das gewiß ist, und lehren tann, auf daß er mächtig sei zu mahnen durch die heilsame Lehre, schuldig sind. Der HErr hat befohlen, daß dies jenigen, die das Evangelium predis gen, vom Evangelio sich nähren sol len. Der dem Altar dienet, ſoll vom Altar leben. 1. Cor.9. Dermit GOttes Wort unterrichtet wird, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, GOtt, läßt sich nicht spotten. Gal. 6. Die Neltesten, die wohlvorstehen, und am Wort arbeiten, halte man zwiefacher Ehren werth. Denn GOtt der HErr spricht in der Schrift: dem Ochsen, der da dre)( 5 schet, 10 Der Catechismus Lutheri. schet, sollst du nicht das Maul vers| Was die Unterthanen der Obrigbinden. Und Christus spricht: Ein teit zu thun schuldig sind. Arbeiter ist seines Lohnes werth. Jedermann sei unterthan der 1. Tim. 5. Wir bitten euch, liebe Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Brüder, daß ihr erkennt, die an Denn es ist keine Obrigkeit ohne euch arbeiten, und euch vorstehen von GOtt geordnet. Wer sich nun in dem HErrn, und euch ermah- wider die Obrigkeit seßet, der wi nen, habet fie desto lieber, um ih- derstrebet GOttes Ordnung: Wer res Werkes willen, und seid fried- aber widerstrebet, der wird sein Ursam mit ihnen. 1.Theff. 5. Gehor- theil empfangen. Denn sie trägt das chet euren Lehrern, und folget ihs Schwert nicht umsonst: Sie ist nen, denn sie machen und sorgen GOttes Dienerin, eine Rächerin für eure Seelen, als die da Rechen- zur Strafe über den, der Böses schaft dafür geben müssen, auf daß thut. So seid nun aus Noth unsie es mit Freuden thun, und nicht terthan, nicht allein um der Strafe mit Seufzen: denn das ist euch willen, sondern auch um des Ges nicht gut. Hebr. 13. wissens willen. Derhalben müffet ihr auch Schoß geben, denn sie sind GOttes Diener, die solchen Schut sollen handhaben. So gebet nun Jedermann, was ihr schuldig seid, Schoß, dem der Schoß gebühret: Zoll, dem der Zollgebühret: Furcht, dem die Furcht gebühret: Ehre, dem die Ehre gebühret. Röm. 13. Und Christus spricht: Matth. 22, Gebet GOtt, was GOttes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist. Man muß GOtt mehr gehorchen, denn den Menschen. Up.- Gesch. 5, Sanct Paulus in der 1. Tim. 2. spricht: So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Bitte, Gebet, Fürbitte und Dankfagung für alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben unter ihnen führen, in aller GOtt seligkeit und Ehrbarkeit. Und zu seinem Jünger Tit. 3 spricht er: Erinnere sie, daß sie den Fürsten und der Obrigkeit zu allen guten Werken bereit sein, niemand lästern, 2c. Der weltlichen Obrigkeit. Lasset euch weisen, ihr Könige, und lasset euch züchtigen ihr Richter auf Erden. Dienet dem HErrn mit Furcht, und freuet euch mit Bittern. Pf. 2. Jtem, ihr Fürsten und Städte, thut eure Thore weit auf, daß Christus der König der Herrlichkeit darinnen wohne. Pf. 24. Könige sollen der Kirchen und Prediger Pfleger sein, und Königinnen sollen ihre Säugammen fein. Ef. 49. Saffet ab vom Bösen, und lernet Gutes thun, trachtet nach Recht, helfet den Bedrückten, schaffet den Waisen Recht, und helfet der Wittwen Sachen. Ef. 1. Den Richtern. Siehe dich um unter allem Bolte nach redlichen Leuten, die GOtt fürchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind, die seße über sie, daß sie das Volk allezeit richten. 2. Buch Mos. 13. Sehet zu, was ihr thut, benn ihr haltet das Gericht nicht den Menschen, sondern dem HErrn, und er ist mit euch im Gericht. Darum lasset die Furcht des HErrn bei euch sein, und hütet euch, und thut es: Denn bei dem HErrn unserm GOtt ist kein Unrecht, noch Ansehen der Person, noch Annehmen des Geschente, 2. Buch der Chron. 19. Den Ehemännern. Ihr Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem weiblichen, als dem schwächsten Werkzeug seine Ehre, als auch Miterben der Gnade des Lebens, auf daß euer Gebet nicht verhindert Der Catechismus Lutheri. 11 nern und Arbeitern. dert werde. 1 Petr. 3. Ihr Män-| Den Knechten, Mägden, Tagelöhe ner, liebet eure Weiber, gleich, wie Christus geliebet hat die Gemeine. Eph. 5. Ihr Männer, liebet euse Weiber, und seid nicht bitter gegen sie. Col. 3. Den Ehefrauen. Die Weiber sein unterthan ihren Männern, als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt. Und wie Sara Abraham gehorsam war, und hieß ihn Herr. Ephef.5, 1 Betr. 3. Der Weiber Schmud net und nicht den Menschen. joll nicht auswendig sein mit Gol- wiffet, daß ein Jeglicher Gutes Ihr Knechte, seid gehorsam eus ren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfältigkeit eures Herzens, als Christo, nicht mit Dienst allein vor Augen, als der Menschen zu Gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen GOttes thut von Herzen mit gutem Willen. Lasſet euch dünken, daß ihr dem HErrn die Und de, Silber und köstlichen Kleidern; sondern inwendig im Herzen, in Heiligkeit vor GOtt. 1. Betr. 3. thut, das wird er von dem HErrn empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier. Ephef.6. Ihr Knechte, seid euren Herren unterthan, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. 1. Petr. 2. Den Eltern. Den Haus- Herren und HausFrauen. ist, Die Worte des HErrnsollst du zu Herzen nehmen, und sollst sie dei nen Kindern einschärfen, und mit ihnen davon reden, wenn du in deinem Hause sizest, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, oder aufstehest. 5.B.Mos.6. Laß nicht ab, dein Kind zu züchtigen: denn wo du es mit der Ruthe hauest, so errettest du seine Seele. Sprüche Sal. 23. Wer der Ruthe schonet, der haffet seinen Sohn. Wer sein Kind lieb hat, der züchtiget es bald. Spr. Sal. 13. Haft du Kinder, so ziehe sie wohl von Jugend auf. Laß ihnen ihren Wil len nicht in der Jugend, und entschuldige ihre Thorheit nicht. Sir. 7. Jhr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, daß sie nicht schen werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zu dem HErrn. Ephes. 6. Ihr Herren, was recht und gleich das beweiset den Knechten, und lasset das Dräuen, und wisſet, daß ihr einen HErrn im Himmel habt, und ist bei ihm kein Anſehen der Berson. Ephes. 6, Coloff. 4. Der gemeinen Jugend und Jungen. Ihr Jungen, seid unterthan den Neltesten, und haltet fest an der Demuth; Denn GOtt widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demüs thigen giebt er Gnade. So demüs thiget euch nun unter die gewaltis ge Hand GOttes, daß er euch ers höhe zu seiner Zeit. 1. Petr. 5. Laſs fet euch nicht verführen; weder die Hurer, noch die Trunkenbolde, noch die Räuber, noch die Lästerer, noch die Weichlinge werden das Reich GOttes ererben. 1. Cor. 6. Den Wittwen. Den Kindern. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HErrn, denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter: das ist das erste Gebot, das Verheißung hat, nämlich, daß dirs wohl gehe, und du lange lebest auf Erden. Ephef. 6. Die eine rechte Wittwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet am Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig todt. 12 Der Catechismus Lutheri. tobt. Solches gebeut, auf daß sie selbst: in dem Worte sind alle untadelich sein, nicht schwäßig, Gebote verfaffet. Röm. 13. Und nicht fürwißig, die umlaufen durch halte an mit Beten für alle Mens bie Häuser, und reden, das nicht schen. 1. Timoth. 2. sein soll. 1. Timoth. 5. Der Gemeine. Liebe deinen Nächsten, als dich Ein Jeder lern sein Lection, So wird es wohl im Hause stehn. Wie ein Haus- Vater sein Gesinde soll lehren Morgens und Abends sich segnen. Der Morgensegen. Das walte GÖött Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen. Der Abendsegen. Das walte GOtt Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen. stum, deinen lieben Sohn, meinen stum, deinen lieben Sohn, meinen HErrn, daß du mich diese Nacht HErrn, daß du mich diesen Tag über vor allem Schaden und Ge- über gnädiglich behütet und bes fahr behütet hast, und bitte dich, wahret hast, und bitte dich, du du wollest mich diesen Tag über wollest mir vergeben alle meine auch gnädiglich behüten und be- Sünde, wo ich Unrecht gethan hawahren vor Sünden und allem Uebe, und mich diese Nacht über auch bel, daß dir all mein Thun und Le- gnädiglich behüten und bewahren: ben gefalle: Denn ich befehle mich, Denn ich befehle mich, meinen Leib meinen Leib und Seele, und alles und Seele, und alles in deine Häns in deine Hände. Dein heiliger Ende. Dein heiliger Engel sei mit gel sei mit mir, daß der böse Feind mir, daß der böse Feind teine teine Macht an mir finde. Amen. Macht an mir finde. Amen. Wie ein Haus- Vater sein Gesinde soll lehren das Benedicite und Gratias sprechen. Das Benedicite. Die Kinder und Gefinde sollen mit Vater Unser, der du bist im gefalteten Händen fein züchtig vor den Tisch treten und sprechen: Aller [ ller Augen warten auf dich, HErr, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit, du thust beine milde Hand auf, und fättigest alles, was da lebet, mit Wohl gefallen. Ehre sei GOtt dem Bater, und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Amen. Himmel, geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, alſo auch auf Erden. Unser täglich Brod gieb uns heute, und vergieb uns unsere Schuld, als wir pergeben unsern Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Uebel. Denn dein ist das Reich, die Kraft, und die Herrlichkeit, von nun an bis in Ewigkeit. Amen. Err re ſo viel zu esſen triegen, daß fier GOtt, himmlischer Bater, ſie fröhlich und guter Dinge darüber find. Denn Sorgen und Geiz hinhert solch Wohlgefallen. ben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen durch JEsum Christum unsern HErrn. Amen, Das Der 1. und 2. Buß- Pfalm. 13 ihn fürchten, und auf seine Güte warten. Ehre sei GOtt dem Vater, und dem Sohne, und dem Heiligen Geifte. Amen. Das Gratias. Also auch nach dem Essen sollen fie gleicher Weise fein züchtig, nnd mit gefaltenen Händen sprechen: antet dem HErrn, denn er ist seine währet ewiglich! Der allem Fleische Speise giebt, ber dem Viehe sein Futter giebt, den jungen Raben, die ihn anrufen. Er hatnichtLust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an Jemandes Beinen. Der du lebest und regierest in Ewigs HErr hat Gefallen an denen, die keit. Amen. Darnach das Baterunser, und dies nachfolgende Gebet. Mir danken dir, HErr GOtt, himmlischer Bater, durch JEsum Christum, deinen lieben Sohn, unsern HErrn, für alle deine Gabe und Wohlthat, der Die sieben Buß- Psalmen. Der 6. Pfalm. HErr! straf mich nicht in deinem Born, und züchtige mich nicht in deinem Grimm. 2. HErr, sei mir gnädig, denn ich binschwach, heile mich, HErr! denn meine Gebeine sind erschrocken. 3. Und meine Seele ist sehr erschrocken; ach du HErr, wie lange! 4. Wende dich, HErr! und er rette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen. 5. Denn im Tode gedentet man deiner nicht; wer will in der Hölle danten? 6. Ich bin so müde vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht, und nebe mit meinen Thränen mein Lager. 7. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauren, und ist alt geworden; denn ich allenthalben geängstiget werde. 8. Weichet von mir alle Uebelthäter, denn der HErr höret mein Weinen. 2. Wohl dem Menschen, dem der HErr die Missethat nicht zurech net, in dessen Geist kein Falsch ist. 3. Denn da ich eswollteverschwei gen, verschmachteten meine Gebeine durch mein täglich Heulen. 4. Denn deine Hand warTag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Sela. 5. Darum bekenne ich dir meine Sünde, und verhehle meine Misſes that nicht. Ich sprach: ich will dem HErrn meine Uebertretung bekennen; da vergiebst du mir die Missethat meiner Sünden. Sela. 6. Dafür werden dich alle Heilis gen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn große Wasserfluthen tommen, werden sie nicht an die selbigen gelangen. 7. Du bist mein Schirm, du wollest mich vor Angst behüten, daß ich errettet, ganz fröhlich rühmen tönnte. Sela. 9. Der HErr höret mein Flehen; mein Gebet nimmt der HErr an. 10. Es müssen alle meine Feinde zu Schanden werden, und sehr erschrecken, sich zurück kehren, und zu Schanden werden plößlich. Der 32. Psalm. 8. Ich will dich unterweisen, und dir den Weg zeigen, den du wan deln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. 9. Seid nicht wie Rosse und Maulthiere, die nicht verständig sind, welchen man Zaum und Mohl dem, dem die Ulebertre- Gebiß muß ins Maul legen, tungen vergeben sind, dem wenn sie nicht zu dir wollen. die Sünde bedecket ist. 10. Der Der 3. und 4. Buß- Psalm. 14 10. Der Gottlose hat viel Plage; Wer aber auf den HErrn hoffet, ben wird die Güte umfangen. 11. Freuet euch des HErrn, und feid fröhlich ihr Gerechten, und rühmet alle ihr Frommen. Der 38. Pfalm. HErr, Err, strafe mich nicht in deinem Born, und züchtige mich nicht in deinem Crimm! 2. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. 3. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Dräuen, und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde. 4. Denn meine Sünden gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last find sie mir zu schwer geworden. 5. Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Thorheit. 6. Ich gehe krumm und sehr gebüdket, den ganzen Tag gehe ich traurig. 7. Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe. 8. Es ist mit mir ganzanders, und bin sehr zerstoßen; ich heule vor Unruhe meines Herzens. 9. HErr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen. nicht höret, und der feine Widerrede in seinem Munde hat. 15. Aber ich harre, HErr, auf dich; du HErr, mein GOtt wirst mich erhören. 16. Denn ich denke, daß sie ja sich nicht über mich freuen! wenn mein Fuß wantte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 17. Denn ich bin zu Leiden ge macht, und mein Schmerz ist immer vor mir, 18. Denn ichzeigemeine Misſethat an, und sorge für meine Sünde. 19. Aber meine Feinde leben, und find mächtig; die mich unbillig baffen, sind groß. 20. Und die mir Arges thun um Gutes, seßen sich wider mich, darum, daß ich ob dem Guten halte. 21. Verlaß mich nicht, HErr mein GOtt, sei nicht fern von mir. 22. Eile mir beizustehen, HErr, meine Hülfe! Der 51. Psalm. Ott, sei mir gnädig nach deiner Cüte, und tilge meis ne Sünde nach deiner großen Barmherzigkeit. 2. Wasche mich wohl von meiner Missethat, und reinige mich von meiner Sünde. 3. Denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist im mer vor mir. 4. An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir gethan: Auf daß du Recht behaltest in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du geri test wirst. 5. Siehe, ich bin aus fündlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden ems pfangen. 10. Mein Herz betet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir. 11. Meine Lieben und Freunde stehen gegen mich, und scheuen meine Plage, und meine Nächsten treten ferne. 12. Und die mir nach der Seele ftehen, stellen mir, und die mir übel wollen, reden, wie sie Schas den thun wollen, und gehen mit eitel List um. 13. 3d aber muß sein wie ein Tauber, und nicht hören; und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufthut. 14. Und muß sein wie einer, der daß ich schneeweiß werde. 6. Siehe, duhastLustzur Wahrheit, die im Verborgenen lieget, du läsfest mich wissen die heimliche Weisheit, 7. Entsündige mich mit Jop, daß ich rein werde; wasche mich, 8. Las Der 5. Buß- Pfalm. 15 Brand. 8. Laß mich hören Freude und beine sind verbrannt, wie ein Bonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. 9. Berbirg dein Untlig von meinen Sünden, und tilge alle meine Missethat. 10. Schaffe in mir, GOtt, ein reines Herz, und gieb mir einen neuen gewissen Geist. 11. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. 12. Tröste mich wieder mit deiner Hülfe, und der freudige Geist enthalte mich. 13. Denn ich will die Uebertreter beine Wege Lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren. 14. Errette mich von den Blutschulden, GOtt, der du mein GOtt und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. 15. HErr, thue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige. 16. Denn du haft nicht Luft zum Opfer, ich wollte dir es sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen bir nicht. 17. Die Opfer, die GOtt gefallen, find ein geängsteter Geist; ein ges ängstetes und zerschlagenes Herz wirst du, GOtt, nicht verachten. 18. Thue wohl an Zion nach beiner Gnade, baue die Mauern zu Jerusalem. 19. Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer, dann wird man Farren auf deinem Altar opfern. Der 102. Pfalm. HErr, böre mein Gebet, und laß mein Schreien zu dir kommen. 2. Verbirg dein Antlig nicht vor mir in der Noth, neige deine Ohren zu mir, wenn ich dich anrufe, jo erhöre mich bald. 3. Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Ge4. Mein Herz ist geschlagen, und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse mein Brod zu essen. 5. Mein Gebein klebet an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen. 6. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüsten; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Städten. 7. Ich wache, und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache. 8. Täglich schmähen mich meine Feinde und die mich spotten, schwören bei mir. 9. Denn ich esfe Asche, wie Brod, und mische meinen Trank mit Weinen, 10. Vor deinem Dräuen und 3orn, daß du mich aufgehoben und zu Boden geſtoßen hast. 11. Meine Tage sind dahin, wie ein Schatten, und ich verdorre wie Gras. 12. Duaber, HErr, bleibstewiglich und dein Gedächtniß für und für. 13. Du wolltest dich aufmachen und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seiest, und die Stunde ist gekommen. 14. Denn deine Knechte wollten gern, daß sie gebauet würde, und sehen gern, daß ihre Steine und Kalt zugerichtet würden; 15. Daß die Heiden den Namen des HErrn fürchten, und alle Kös nige auf Erden deine Ehre; 16. Daß der HErr Zion bouet und erscheinet in seiner Ehre. 17. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen, und verschmäbet ihr Gebet nicht. 18. Das werde geschrieben auf die Nachkommen, und das Volt, das soll geschaffen werden, wird den HErrn loben. 19. Denn er schauet von seiner heiligen Höhe, und der HErr fies het vom Himmel auf Erden; 20. Daß 16 Der 6. und 7. Buß- Pfalm. 20. Daß er das Seufzen der Ge 8. Und er wird Israel erlösen fangenen höre, und los mache bie aus allen seinen Sünden. Der 143, Pfalm. Kinder des Todes. 21. Mut bap tiener himm mein stehen um deiner su Bion prediErr, erhöre wer gen den Namen bes HErrn, unb fein Lob zu Jerusalem. Wahrheit willen! erhöre mid 22. Wenn die Völker zusammen um deiner Gerechtigkeit millen. tommen, und die Königreiche, bem2. Und gehe nicht ins Gerich HErrn zu dienen. mit deinem Knecht, denn vor din ist tein Lebendiger gerecht. 23. Er bemüthigt auf dem Wege meine Kraft, er gertze meine Lage. 24. Ich sage: Mein GOtt, nimm mich nicht weg in der Hälfte meis ner Tage. Denn der Feind verfolget meins Seele, und zerschlägt mein Leber zu Boden: er legt mich ins Fins stere, wie die Todten in der Welt. 4. Und mein Geist ist in mir ge ängstet, mein Herz ist mir in meinem Leben verzehrt. 25. Deine Jahre währen für und für. Du hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Wert. 5. Ich gebente an die vorigen Zeiten, ich rede von allen deinen Thaten, und ſage t von den Wers ten deiner Hände, jlrelle, le 6. Jch breite meine Hände aus 26. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle ver alten, wie ein Gemand sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wiritu dir, meine Seele pürstet nach edir, wie ein durres Band, Sela. 27. Du aber bleibeft, wiedu bist, 7. HErr, erhöre mich bald, mein und deine Jahre nehmen tein Ende. 19705318 d 110 k 28 Die Kinder deiner Knechte werben bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen. isht snow Der 130 Balm. us der Tiefe rufe ich, Err, zu dir. 2. höre 25Err, bore meine Stimmet Laß deine Obren merten auf die 110 On Stimme meines Flebens 3. So du willst, HErr, Sünde zu rechnen, HErr, wer wird bestehen? 4. Denn bei dir ist die Vergebung, daß man sich fürchte, 5. Ich harre des HErrn, meine Seele battet, und ich hoffe, auf sein Wort hasil id tor 6. Meine Seele wartet auf den HErrn von einer Morgenwache bis zur andern mim 7. Ich hoffe auf den Herrn, denn bei dem HErrn ist die Gna be und viel Erlöjung bei ihm. Geist pergehet, verbirg dein Untlis nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grabe fahren, alda ug ble 8. Laß mich früh hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich: Thue mir und den Weg, dar auf ich gehen soll, denn mich vers langet nach bir.. 9. Errette mich, mein GOft, hrpon meinen Feinden, zu dir habe ich Zuflucht. 10. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein GOtt; dein guter Geist führe mich to osig auf ebner Bahn. 11. Herr, erquide mich um betnes Namens willen; führe meine Seefe aus der Noth, um deiner Gerechtigteit willen. 12. Und verstöre meine Feinde um deiner Gute willen, und bringe um alle, die meine Seele angsti gen; benn ich bin dein Knecht. # 1 Register aller Gesänge, welche in diesem Buche zu finden und auf welcher Seite jedes Lied zu suchen. pag. pag. 462 371 372 444 217 Aber bermal ist eins dahin 101 Ach GOtt, was ist ein Mensch 303 Ach allerliebster GOtt 368 Ach GOtt, wie manches Herz 371 Ach alles, was Himmel 302 Ach GOtt, wie schrecklich Ach bleib' bei uns, HErr JEsu 31 Ach GOtt, wie schwer ist Ach bleib' bei uns, HErr 282 Ach GOtt, wir treten hier 443 Ach bleib' mit deiner Gnade 282 Ach HErr, behüte meine Seel' 31 Ach, daß doch mein Heiland 369 Ach HErre du gerechter GOtt 458 Ach, daß doch mein JEsus 471 Ach HErre GOtt, wir loben 461 Ach du allerhöchste Freude 255 Ach HErr, ich liebe herzlich 283 Ach du edler Gast der Seelen 68 Ach HErr, mich armen Sünd. 217 Ach du getreuer, frommer 369 Ach HErr, mit großen Ach ein Wort von großer 577 Ach HErr, schon' deines Ach frommer GOtt, wo soll 214 Ach HErr, schone meiner Ach Gnad' über alle Gnaden 256 Ach HErr, mie ist dein Zorn 217 Ach GOtt, dein' arme Christ. 444 Ach HErr, wie lange willst 372 Ach GOtt, dein liebes Kind 303 Ach, hilf mir, hilf, HErr 218 Ach GOtt, der Satan giebt 370 Ach höchster GOtt, verleihe 304 Ach GOtt, erhör' mein Seuf- Ach, ich armes Schäflein 522 zen und Wehtlagen Ach ja, fürwahr, er, der A GOtt, es hat mich Ach JEsu, dessen Treu Ach GOtt, gieb du uns deine 577 Ach JEsu, werther Gnaden 305 Ach GOtt, ich muß dir's klagen 216 Ach komm, du süßer Herzens 578 Ach GOtt, ich muß in Traur. 471 Ach laß dir, liebster GOtt Ach GOtt, in Gnaden von 450 Ach lieben Christen, seid Ach GOtt, ist noch dein Geist 577 Ach GOtt, thu dich erbarmen Ach GOtt und HErr, wie Ach GOtt! viel' wollen Ach GOtt vom Himmel, sieh 282 370 118 633 82 1 214 215 521 413 Ach lieben Christen, trauert 472 Ach mein JEsu, sieh, ich trete 579 Ach mein JEsu, welch' 579 Ach sagt mir nicht von Gold 305 Ach starker GOtt, wend' 459 (*) Ach Register über die Gefänge, Acht stirbt denn so mein th 118 Auf ewig tit der HErr mein 694 Ach trener B barmbetz 973 2 Goh und Hiche aufsid 873 Ach Vater mein Gemuite 974 21,0auf an dieſem Morgewig Ah! une 1074d901 emne 2980 20, y homeine Biobet sic felig ut Ach wann kammt so aufpsih Menggenbet72 fuf, auf, mein Getfi vilkunnes 257 puf," auf ment Welfy z lobed( 2 Auf, auf, men hantenuopa Muf, Menschen ist be Ach was hab ich dusherfthiet 219 Ach was th it buth unfer Leben 4 Ach was soll to Sunder math. 20 Ach was sind wit 8the Eru 522 Ach wells Bet pigg 84 892027, Christenberg bered fonin Ach wenn its with Horn ton Hot BAM 256 20lf, Christenhefty! Daupmees Ach wie beight Auf Christi Himmelfahrt Ach wie Auf deine Zutunft, HErr Auf den Nebel folgt die Auf diesen Tag bedenken wir 524 Auf, hinauf zu deiner Auf, ihr Christen jauchzt થ g wie will sid nbA ulle na dialo Find and fromme 34 428 Ach mit g 311 ut detnet Ach wie in der Menfülen LET 582 Ach wie lange 1140. Ach wie richtig, ach wie 640 da Ach wut attten under rempur mein Geit auf und 429 Ach mindergroßer Stegen per were Geiſtlund meintlighe Noe Du Lube part 2011, meine Stempaund stigs Alte Mewt chell m We the masken Hebeirit.siz13 Alle Melt Body LEVE DO 2, SE, auf und Allenthalben, m tchached Allen, welche nicht vergeben 629 Allein auf Gif fet veit 306 Allein Coff in ver Sober 10 pe Allein au soviet Battle Alles hat ein s derife medier Gintti 20 hits der effufeli i Hisa 2uts Goes Wattment inlig83 Nis Aepolape Gott det 1104 Aus eines Herzens Gounderda usefer nothschret ipl222 ug 19 fir 98 nedol nellof riot mutisd A neds2 nism i 19d sutird ISI tobom gilshered Suffi d lammig ned i utird Cos Ulles it all Gones Senat Also hat Gout die Wel 28 Belt 2o hdt 35 GOO HARDT ON t See liebt, daß er Colifin Also hat Soft Mitelt de 19 liebtas miestelist Hallög, pe THE ver: Allo heffin Also hoch hat GOff Hellebet 27 167 510 465 458 armherz'ger GOtt Barmherz'ger, grund. Barmherz'ger Bater 375 Bedent'doch, oBErt Zebaoth 286 Bedent, o Mensch, stets 307 Als gleich die Stillger Als Gottes kamm, uns P6 PE As IEhna rails Goes a selephen Errellenge1 Als Jens Chrifus in der 257 Als Grus von der Tauf 284 Als vierai Tad Hath Oftern 163 Bericht du deiner Wegbin@ 308 Setele du mich, Heri, 223 Vereileich mein Herpausi 429 Anbetung bri en bir bor 053 estell' sein Haus den duin640 Anbetungswind ger Golt Angenehme Morgenblide id An Tod gebent, frommer 475 An Wasserflünen Babylon 285 Auch dieses Tages Glänzen 31 854 52 Bescher uns, her, dus jm57 Beteranlaßt uns to bringenine54 Betrübtes Herpp setor negofin414 Berdi Christus ohne Schul8 119 Bewähr mich GOtt, mein S03 egne 700oto Bei Regiſter über die Gefange. 400 mism 1990 296 the gjers full off Bei dieser Sterbenssucht 450 Bin ich allein ein Fremdling 377 Bis hierher sitomein, Lauf 476 Bittety do wird euch gegeben 582 Bleiches Untliks hekim Jun, 20 Blodigkeit hat unise Sinnen 68 Brauner ben ihm Jug Brichnentaweb( wein armes Bringt ber dem Brunnquell! alles 30 176 TOI trdoflammig intinde fue Old To tinutu& snied juk 864 Ten of mood lat 1618 Das alf il abgegangen Das Einde Boll der Seiden 510 Das Glend meißt du, Goft, 525 Das fromme Lamm erduldet 123 Das Grap, il Das große Sicht der Welt 39001H Das Lano, mogu COTHOTEDUI Haji Spar Das neugeborne Rindeleju. 1 Dasmatt Gudie o as man patt, sater, und as walt mein GO star sid tolgt leds med jule Das Wetter ift norber par men, meine Seefior Tomise tunnid Jul Den Vater bort oben .ajm ich GOH Dein 9100 Chrift, der du bist 39932 Christeisdu Beistand deiner 286 Christe, du Samm GOttes 124 Christe, bu mein Lebensbort 122 Christen mein Leben, mein 636 Christ be, gen Dimmeld 169 Christ ist erstanden von der 15 Christi Beben tröstets mich 588 Shrift fos in Todeshangen 153 Chrige meiner Seelen Lebens 4 Christen, hört, was ihr jofts 68 Christ, unser HErr, zum 209 Christum wir sollen loben 82 Christus, der ist mein Leben 477 Christus, der une felig macht 121 Christus ist heut gen Himmel 525 Aldrior notre po nejsid jullen $ 80 Oba Deiner tiefen Bunden Blur Dein Wille jit's, à Goff Der Beste Freund ist in dem Der Bräut'gam wird bald er bu bil 276 du bill dret in Ciniglect Der du, dem sode nah, film Der du Here Jeſu, Rub Der du mich als ein Bater: 673 Det du uns als Bater Hebeir Der Glaube macht allein Der Glaub ist eine Zuversicht Der Gnadenbrunn fließt so Der Hem der aller uden Der Herr der hat mein Der HErr GOtt und teiner 655 Der HErr ist mein getreuer od 0176 Der Heilige Gellt vodil 153 Der Höllen Pforten, find ed othe er lebie meiner Tage silks 987 COA 834.diturgen gredimin8 of EVE YOS 8 33 198 19d& Der lieben Sonnen Licht und 088 dionds& nobod'insds Der Mensch, der Menschent, 69 Stel bingilla Insdag Der Sabbath ist pergangen ja Christus geboren war 83 Der Sturm alt med dive Da ich in meiner Roth 25 Der 299 Bricht an und Pios Da JEsus an dem Kreuze 12 Der Tag, der if so freudenreich Dantet dem HErren, denn Der Teg hat sich geneiget 51 Dante dems Euren aus Not Der Tag ist hin, der Sonnengl. Dankt dem HEren heut bis 60 Der Tag ist nun vergangen Dankt GOtt ans allen Enden 448 die dunkle Nacht Danksagen wir alled sudur 286 Der Tag ist nun vergangen, Danblieb GOtt in der Höhegs die soldnen Sterne Das alte Jahr ist nun dahin 101 Der Lag vertreibt die finitre Das alte Jahr vergangen ist 102 Der Tod hat zwar verschlung. 154 (*) 2 Der ame 9 odras anonis 147 Register über die Gesänge! Der Tod ist todt, dasbus 154 Des Heiligen Geistes reichen. Des Höchsten Kinoptrug rsd 277 Des Lebenaturze Beitbus 1478 Des Leibes warten undnihti) 682 Des Morgens wenn ich früh do Dich zu erzürnen, Gottfonnt 644 Die Engel die in himmelsks585 Die finstre Nacht jestiwieder 28 Die güldne Sömnedvolbus 1527 Die helle Sonn' leuchthjeht 10 Die Himmelruten, jedenebrets 65t Die Liebe leidet nicht Gesellen 585 Die Morgensonne gebetpillioride Die Nacht giebt gute Nacht 156 Die Nacht ist vor der Thürb 135 Die Nacht ist Niemandian b55 Die Nacht ist minmehr hinilda Die Nachtistaunverschwunden 108 Dupsmeine Seele singe T30 Da o schönes Weltgebäude 311 Baſagit ich bin ein Christ 529 Ducstehest, Mensch wie for 472 Durch Adams Fall ist ganz 272 Durch deine Roth und s Dusch Trauern und durch 03 Dürit' geh Seelontonimet her 69 Ducunbegreiflich höchstes 31 Dul Bott? das du getaufer Su weinest für Jerusalem 224 Ducwillst GO! das mein 669 eð du 19 TIM 95900 ET 91101 970 trstisa 980 9mmost red mudi 89 drior 13 Ove nis nein im nolint 80 A notert ed amu tod 13 8YS nsmrat& mu lied and thi 80 nidod' nno alled sid ji& Die Nachtwach nun vergangen 42 Edler Geist, im Himmelsthr, 652 586 og95 Seele Chrifti Dies ist der Tag, den GOtt 641 Gil mit Weil pflegt man ¹312 Die Song hat sich mit dbrem 85 CineChrift soll nicht der 1587 Die Woche geht zu Ende 56 Gino feste Burg ist unser 1288 Die Zeit ist nunmehr nah 510 Cinen guten Stambi habe ich 478 Dir befehl' ich meine Kinder 664 Gin& Herz, or GOtt, in Leid 688 Dir, dir, Jehovah will ich 528 Gin Jahr ist wieder hin 642 Dir, GOtt, sei mein Dank 663 Gin Kindelein so löbelichbing 84 Dir, HErr, will ich lobsingen 12 Gin Kind geborn Bethe196 Dies sind die heil'gen Zehn 199 Gin Lämmlein geht und ist25 Dreieininkeit der GOttheit 184) in matter ich ihreitin78 Drückt dich hier Untreu 10288 Elit neuer Tag ein neues 1351 Du armer Mensch, laß deinen 5860 Ein Streit, ein großer Du Ausgang aus der Höhelu530Ein Tag geht nach dem Du bester Trost der Armen 6980 Ein Tröpflein von den Du bist ein guter Hirt a'gidl5870Ein Wetter steiget auf Du bist ein Mensch, dassd 3090 Ein Würmlein bin ich arm 478 Du blinder Mensch ist 198840Cins ist Noth! ach HErr 531 Du der kein Böses thut Jun6600Entwichen ist der Sonnen Licht 48 Du fährst gen Himmel, JEfu 1690 Erbarm dich mein, berre 224 Du freies Herz, massagest 5280 Erbarm dich mein, o JEfu 225 Du Friedensfürst, HErri di 445 Erhalt uns, HErr, bei 10 288 Du GOtt, du bist der HErr 6420 Erhör', o HErr, mein Bitten 288 Du hast auf unfern Wegend 30 Erinnre dich, mein Geist 650 Du hast uns, lieber HErre 205 Erlöser, ich bin zwar nicht 225 Du fannst's nicht bösetist 1415 Ermuntre dich, Herz, Muth 137 Du Lebensbrod, HErr 19258 Ermuntre dich, mein from var 53 589 463 Du Lebensfürst, HErr is 1169 AI mer Christ is onu 9378 Du liebe Unschuld du 1310 Du liebst, o GOtt, Gerechtigt. 681 Ermuntre dich, mein schwas ATOS Tercher, Geist lo digo 084 Era Register über die Gesänge! Ermuntre dich, meinschwacher Freut euchs GOttes Kinder 156 TIE Sinndegtis snöchl a 185 Steuts euch, the Christen alle 890 Ermunterteuch, thrfrommen 589 TS der Stegesfütfristibog 170 Geneure mich, orem ges Licht 590 Freut euchiihr Christen alle, 89 C Geruft der Sonn und schafft 643 288 GOtt fhentiroor 89dis 176 Grquide mich, du Heilider b591 Freuet euch, ihr GOttestil 890 Erscheine, Jüßer Seelengast 259 40 demofretet euchirs 177 Erschienen der berrlich 154 Freuet each ihr Christen alle, si Grichredlich angespaß 89 freuenisi tball ertimi$ 85 Erstanden in der heilge Christ 155 Freut euchhoche Christening- 91 C Erwache, mein Gemüthenison 1301 gemeinbusl nno alled 104 Erwachenich, erwacher 59 Fretets eich dihr GOttesting fe Erwecke mir Herz, Ohr und 69 380 derspreisetimit misdaivil Erweitert eure Pforten Freiwilligi haft bur dargebr 650 Frisch auf, mein Seel, verzage 379 Frisch auf, nun laßt uns 518 14 ch und getroft nith reife 467 Fröhlichdfoll mein Herzeboll 85 Fröhlich wollen wir Alleluja 431 Febblocket mit den Händen 171 Früh Morgens, da die Sonn 156 Für Gericht, HErr JEjus steh 225 Für jest beschertes Genta 73 Er wird es thun, der fromme 689 Es fallen mir Gedanken ein 476 Er hat uns heißen treten Es ist das Heil uns kommen 278 Es ist die helle Sonn' dahin 36 Es ist genug fo nimm HErr 479 Es ist gewißlich an der Zeit 51 Ge dit gewiß ein töitlich Ding 312 Es ist nicht schwer ein Christ 532 Gegst vollbracht! do rusinst 645 G loftet viela ein Chriftzu 532 Esjagt, das Heit bera 790312 Es find ſchon die lezten Beiten 5889 60 ad samo us idag soll sic 016 don damnum fitis si 400 rsonia anism bi' Idsted ri 390 chillion Roadst aid dig 800 i SI msgnidol i llio 113 cei mds mon lied sid onit si ar lustig jubilirentislinisi862 Gar wohlhreint er 11480 Gedankender uns Bében giebt 647 Geduld ist euch vonnöthen13133 ni Geduld will sein geübet 19194153 niGeduldig's Lämmlein, JEsu 593 ni Gegrüßets feist dur GOtt fid26 Gegrüßet feist dursmeinedril126 Geh auf, imein Herzens 190593 313 aus Herz und 594 Geheimnis ist und wird 89191290 Geht, ihr traurigen Gedanken 379 Geist vom Vater und vom 652 Beliebten Freundwas f0481 Geldbet sei der HErr mein 185 Gelbbet seispidu, Esu Chrift 87 Gelobet jeist du jederzeitrade48 Geldbet sei der HErr, der de 190 Gelbbet jei Jfraels GOtted 190 Gerechter GOtt, uns (*) 3 451 GeprieCofpricht Bion in der Notbn378 Es stehn vor GOttes Throne2195 Es wartet alles HErr auf 57 Es wird schier dey legle Tagrar533 Capoll' uns GOtt genädig 290 Ed med bom idag goz mi med nog nisliqör2 EDA Juro tagiott rette 81 min id nislman IES Trob diose ji ani 84, this manned ti ngbiarin Zabr 282 Fahre fort mit Liebesschl 592 Fabre fort Bion fahre fort 592 Feate augi fegtauso 156 Fhet, ihr Augen fließt ihr 646 Fren dich, ängstlichest bi 1259 Fren dich, du merthe Christin116 Freu dichiehr, o meine Seeleanum Berz und Geisting 9m 14 Freu dich sehr, o meine Seele, mum Agund vergiß all' 479 Register über die Gefänge 39 Gefriesen fehst duur 58 GOtt se boht der Tagzist T Gepreiset pelst dw, JEsuChrist. Gott sei uns gnädig undi 186 Gelegneth Erediei Gaben 11138 Gettost ist mir, nodGDbrsar 534 Gleb diozufriedeni candofeir B15 Sieb Fried frommerior 1445 Gieb Friedligu unfoer Beitr36. Ofeb hvituo 6Dtt, eine lers, 1677. 20 186 GOtt Vatsaller, Butigkeit 299 GOtt Vater! den gu deine GOtt Vater in dem 1100 1 GDtti Bater in der Ewigigit 205 Gotts Bater, sonde deuren GOtt Batesi Sonu De GOtt Vater, Usinrung GOtt unser Bater, per bu 205 GOtt will's machen, daß die 596 Großer GOtt, den wichherish.59% Großer GOtt, wir arme Time 58 Groß isteri deine Gute 42 Gute Nacht, the gi Guten Hirte! millt du 597 SS bodud find 08 10 ud 488 isrbi bi id A8 disar bid wide nede2 nismid T ind 000 ichwohl habt ich überw, r48. Gud hiverfrommendour Gott, das tetholgungämn 298 Otto dein Engebodhugt bil 195 GOtta bero bi jaiSealt und1: 380 GOtt der but aller 191fdsil 468. Gott, bet bu aus lautersil225 GOtt, ber Sun haft gebabet tud GOtt det bunjegund deine 169 Golts der bu felber bist bas316 GOtt, bell Bated wohnt uns 486 GOtt ber wird wohld ti th36 GOtt bei Güte ich nichtji1459 GOtt des Himmels undirt turl GDtty deffen uguns stets 697 GOtt, bir fein Dank gegeben 196 GOtths buStiften aller poil 431 GOtt, deribuimohust in einemrsb4 GOtthähretraufigen Himmel.171 GOtt, gieb einen milden Regen 395 60tt, giebe mir zinerkennen 316 GOtt hat das Evangelium 512 GOtt, Heil'ger Geist bili 177 GOtt, heil'ger Schöpfer aller 173 Ott, ich will mich ernstlich 871 GOtt ist ein GOtt der Liebe 395 GOtt ist mein allerhöchstes 202 GOtt ist mein Heilim 416 GOtt ist mein Hirt, ich im 290 Ott ist mein Lichter ist 381 GOtt lebetonoch, Seele nu 336 GOtt Lob! daßrich for festm454 Ott Lob! deb Tag ist nun da 36 GOtt Lobh der Tag ist hun zu 50 GOtthBoblbe Stund' rift 482 GOtt Lob! ein Schrittisd 1537 GOtt Lob! mein Esulgdh14 GOtt Lob! nun ist erschollen 538 GOtt, meine ganze Seeles 1658 GOtt, mein Bater, gäblin 381 GOtt sei Dank durch alle GOtt sei gelobet und samma2 thirsau sp'nis dnu Pa nism third ab' Dant, mein frommer 540 Hallelujah lobet GOtt 433 Halleluja! Lob, Breis und Chr598 Hallelujah meiner past du denn Eu, dein 38% heilig ist GOtt den Erfe e 261 peilighter Ehu poeiligungs 58 Helft min Off Gute 104 HErr, sallerhöchster GOtt 316 HErr, aller Weisheit fell 321 HErr, auf dein Wort fods 178 HErr Christ, der einge 279 Erp Christ, man kanth) HErr Christ, thu minam 12 519 og 200 658 Grydeine Rechte und 1 HErr, deine Treue ist so groß 599 HErr, der du vormals hajt. 383 HErr, die trau ich all mein 433 HErr, du erforichest meinen 317 HErr, du erforscheft mich HErr du wollest lebren 291 HErr GOtt der du mein 206 HErr GOtt, dich loben alle 196 HErr GOtt, dich loben wir 434 6rr GOtt, dich loben wir 74 8 regier HErr unire, 449 260 HErr GOtt, du bist ja für 318 HErr Register über die Gefänge? $ err GDA HW bilo 110 HErr, med uforichft noi292 Gnen ich dich nur bab.291 Err! ment) ishonch Ewigteit anong Enu ist 1630 Sorr OD! Ou Tekneto 1480 Herr Gott," erhalte füb 198 Ser GOtt nantier 11480 Serriak sei Tabpveis CD rr, wiesburonill, EC werdeChoben rim i to 600 Hrispermirmbien auto 319 292 Orrtijerlange mußdich 685 Hr, grillanyemalt du doch 386 Err GD Basel erbarthe 540 Herr GOtt Vater imoto 1130 SET GOWaterspeise& 11 r, ridit thi fudit Idoarb460 Herr, hre mein Gebeinu 1670 Gr, wohidridhrsmid 1487 Berr. Ich ent nendior 1484 50 allerlighted ot and 1319 Herr, faydi Sether Tredor Seglich Kehbhabari hics 91320 mir sur 0 C 180000861& hidsid verlangen: 487 Surte babe mißgehandeld 220 Beliebster Glin, warshaft: 127 Err JEW Chriſt detzel s129 HErr JEHF Chat HErr JEsu Christ, du höchst. 227 HErr JEsu Christ, du GOtt 36 HErr JEsu Christ, ich schrei 384 HErr JEsu Chr ich weiß 484 eit ist diddag bei Freuden: 157 HErr JEsu Chrif mein Leben Heatisthis der Tageschienen( 74 und ein'ge Zuversicht Sbut triumphuset Ottesd 11158 HErr JEfu Christ, mein HErr Her Binich, JEfu Kut Buffllem 1667 Ondan ish J& drys Hidr habysch Frommend 11320 Herr Ben Whelst Pensier lieg' idlarmesi Bürteli 488 Geliebièras Eim mi bast, 30 Seut fabristtd auß und 172 eut istianseneiland JChusa IChettipagd 82.1d67952: 174. Hekt Sits dedos Estoff Ruhe11548 600 en dos Injuls Herr JEfu Chrif mein Tish 93 HErr Eu Christchu ud this Serre Chrillmati486 Serre Chrifte Wetta291 Err Ciudeine ng 127 HErr, JG Theed Bras 1261 Der Chabensonne 43 Herr Gu Licht der Helden D13 Herr Juraufster GOtt 383 Err, la nich doch gewissen haft meinud termiegs nicht zu deinersd 11229 Hier liegt bengmeines Seeles( 87 if Göttysda mein herz: 689 iG, Olaft mir sdsin 128 Silf, Dittgroi gehtstböch: 601 Si, Helferihi ing lis 1498 Silfarei ta'lisd 104 il, diéhenst, Hasbi 1886 SO , liber GOttwierigroße: 601 Siff, mein Gith! mier i 11292 bilf mir, HErEfu weit 544 1686 l mir mein GOtthilf# 1229 Serr, laß mich in Friede fahren E, GDtamirbeinem 11386 und Bet191912 9niso 11699 hilf uns, sher, chanallen! 11321 HErr mein GOtt Tehve 1841 himme hörebimeine Liederi: 37 Sert mein Sicht! erleuchte 670 Hinweg hinivegallo! do2 11322 Herr mein Versöhnert ber 680 Hinnegu hinweg Melanchol: 323 Berr, nicht schtde beined 1227 inhunter ist der Sonnensch 37 HErr, nun läsfest du deinen Dritte deiner Schafe! do2 11 52 Herr, Faff uns mie die 17d Hochgelobet sei ninser! do2 1118 Serr, nätte mich, dein Leiden 17 Hörnan mein Herz, die 129 HErr straf mich nicht in 13228 Höchster Priester, der du dich 602 underttausend Seelenf. 1230 T allo oud Ino ist HOU 008 dnu todolog is 1100 Jammer Err, unfer GOtt laß nicht 445 HErr, unser HErr wieigor 543 HErr, wann ich, du getreuer 385 find (*) 4 Register über die Gesängest prol dd Ich komm jeht als ein armer 2612 e testin m Ich laſſe GQts in allemid 6058 natoda ganism nello Ich liebe dich meinHErnt 328 Kommer hat mich ganz 387 mert o GD, antallem 435 Jauchze, auserwähltid 105 Ich möcht mich selbers dis2 390 Joppretje dich Gott, der Jahy preise, dich and finde Ich ruf zu dir HErr JEfu 328 Sensinge, die mit Herz u417 Sch Staub vom Staube, mude A Geschlechteid mods2 ms695 Jauchze GOtt mit and i 90 Ich argier Erdentlope 19191488 Ich armer Menschhoch 1951480 Ich armer Mensch, che suffe 230 Ich armer 435 Jcb armer Sünder weiß sol232 Sch steh an deiner Kripper 188 Ich bin bei GOtt im 914163 stell mich ein treuer 263 Ich bin ein Gast, auf Erden 323 Ich suche dich in meinem Ich bin getauft auf deinen, 665ch trau auf GOtt in allen: 605 Ich bin GOttes Bild und Ehri 692 Ich trete frisch gu GOttes 263 Ich bin hierüber renden 293 Ich weiß, an men mein Glaub'u Ich bin ig HErr, in deiner 489 Ich bin in allen wohl zu 292 Ich bin mit dir, mein GOtt 824 Ich bin müde mehr zu leben 490 Ich bin, o Goth dein Ein agentbumis slo i mmo 660 Ich bin vergnügt und den d Ich bins gewiß, mich 18 38 603 292 Ich danke dir demüthiglich 325 Ich dant' dir, GOtt, für all' 18 Ich dank dir, lieber HErre Ich danke dir, liebreicher Ich danke dir mein GOtt Ich danke dig mit Freuden 388 Ich dank' dir schon durch is Ich danke dir, o GDit, in Ich, der ich oft in tiefes Leid Ich erhebe HErr, zu dir Ich freue mich in dir0 Ich grüße dich, du frömmster Ich habe Bust zu scheiden Ich hab', GOtt Lob, das Ich hab' in GOttes Herz Ich hab' in guten Stunden 697 Ich hab' ihn dennoch lieb 545 Ich hab' mich Gott ergeben 491 Ich halte GOtt in allem stille 604 Ich hab mein Sach' GOtt 491 Ich hab oft bei mir selbst 326 Ich hab's verdient, was will 389 Ich komme, HErr, und suche 668 olebt, ob ich schon dod 492 Ich weiß und bin's gewiß 661) Ich weiß wohl daß ich stenben 545 Ich will den Ecren, loben 546 3ch will bes Erren Born 418 3h will ich sieben meine 547 pill dich noch im Tod quide 80erheben siinäred ni 700 1976 Ich will gar gerne sterben 493 203 will meine Augen i 418 603 Ich will meine Stimmiom 393 417 Ich will mit Danken min 436 544 Ich will yom meiner al 232) 130 3 will au allers Stundmo263 492Je mehr mir Jahre zählen 105 490 Jesaia dem Propheten 197 325 Eju, allerliebster Bruder 331 Eu, dein betrübtes Leiden 131 JEfu, deine Liebesflamme 606 Gru, deine Passion 131 Eiu, deine tiefen Wunden 132 JEy, der du meine Seele 233 Eu, der du wollen büßen 606 Eu, du eingeborner dni 202 Eiu, du großer Wunderm. 62 Ich komme vor dein Angsicht 6653Eju, du hast mein vergessen 390 JEsu, OR 98 EEE 400 gefich hält galas ranjan 692 Ich weiß, daß GOtt mich 329 Ich weiß, daß mein Erlöjer 159 Ich weiß peine Trubsabgol, 390 Ich weiß, mein GOtt, daß all 330 Ich weiß, daß mein Erlöser u Register über die Gefänge. je 20 JEfu, frommer Menschenal Ihr schwarzen Sorgen SESHeerdensbod ammo 607 3hr Sünder hört wer ruft 191 JEfu, hilfslegen, du Fürste 547 m finstern Stall, o 89 Seu, tommmit deinem Bater 635 In allen meinen Thaten 333 JEfu, Kraft der Blöben Herz 607 In allen Nöthen ist mein421 Jeu Leiden, Bein und Cod 132 In Christi Wunden 493 Zhu, Liebstet meiner Seelen 390 bem Leben hier piso 334 dich hab' ich gehoffet 8391 Jeu, meine Freudep meines 418 3Eju, Efur meine Freudey ben dieser Abendstünde erheb 39 Jeju, meines Herzens 263 In dieser Morgenstunde er JEsu, meine Lieberou duni 419 Ju, meine Sonne, Jes 332 JEfu, meine Stärte deine 20 Jeju, meiner Freuden Freude 106 Gju, meiner Seelen Leben 339 Gju, meiner Seelen Licht 135 JEh, meiner Seelen Ruhls 106 Jeju, meiner Seelen Wonne 419 Gu, meiner Seelen Weide 332 Gu, meines Lebens Leben 1353 36u, mun fei gepreifet 103 St Golt für mich, so trete 392 JEfu, segne unser Wert disar693 Gatt mein Schild me Jesu starte meinen Glauben 202 ebo muß des Nachts nidog Jeju, wir sind tommen her 66 Jeht komm ich als ein armer 61 Jefum hab ich mir do de107 Jebund geh ich Armer bin 235 JEfu Chriftus GOttes Tamm 608 JEfus Christus, unser Heilsat land, der den Tod Miq59 Jesus Christus, unser Heidi 08 öffne dich bis MTD 29 3n dieser Morgenstund In dulce jubildomu In GOttes Namen Fahren" In Esu Namen veil ich In mein'm Elend waren beiner Sünden viel 056 ft dieser nicht deadrid 137 l Ephraim nicht meine gleich mein Glenb 1391) 392 ses SE land der von uns den 264 JEsus Christus, wahre 160 JEsus ist der schönste Nain 608 Elus ist mein Aufenthalt 254 Gius ist mein Birts 64 JEfus meine Zuversicht Dig60 Jus nimmt die Sünder934 JEfus kommt von allem 690 Jest tomm ich als ein armer 261 Ihr Alten mit den Jungen 449 Ihr armen Sünder tommt Com arors and of Haidtümed aid sinnd 81 W 1000 id Innd be 81 il id nod b 88 1schis vid stand be 808 100 mism vid stand o Dehre wieder eineid sing29 Kein größer Wunder Inn 90 Reihen hat GOtt verlassen 394 Komm Kreuzes Läfte do 19395 Rommet, lanet uns iederf. 696 Komm GOtt Schöpfer 178 tomm Heily: Geist, erfüll die 179 Komm Heilg: Geist, HErre 179 in Romm, Heidenheiland, Löseg. 75 Romm! komm! Himmels 179 Romm, 6 tomm, du Geist des 610 Romm, o Sonne, meiner 39 Romm Sterblicher, betrachte 549 Komm Tröster, tomm hern. 636 Kommst du, kommst du Licht 75 Kommst du nun JEsu vom 610 Kommt her und schaut Rommt heraus all ihr Rommt ber zu mir, spricht 334 (*) 5 89 do 160 279 z auf sl 609 Ihr Christen ausertoren isd Ihr Christen laßt uns Ihr Christen seid erwählt Ihr Christen seht, daß ihr 609 Ihr, die ihr los zu sein ¹50 89 Ihr Himmel tröpfelt Than 75 Ihr Kinder kommet her Ihr lieben Christen freut 513 Ihr schwachen Knie, jetzt steh 136 198 137 138 Kommt 1910 900 ni465 466 391 Register über die Gefängel mig! 153 Kommt, ihr fandden Abumst. 265 Lobet den Herren, denn er ni Rommi the traurigen 395 Lobet Gort von Herzensg: 107 Stammt, fast uns unter 113 Lobet GOtt unferthErten 437 Kommt und fast endrum 335 Christen Stammt amb lapt tast ulls Effijum 112 Syrie Cleifon 06 1098 236 Kyrie fons bonitatis dein Her Furie, Golf Vater 1100 Sume, Bcn Gormater en dox H I and mine I nemno relsid ohun ind must eor nagnofsgno bit tod mus nige 801 187 Lobt GOtt Lobet, ihr nech, den 199 Lob set dem allerhöchsten Lob uvem Gott in Sirgel 19 1919 i 20 misill Ice nism tmmat aujo niste SOI Spor lidel autor nisi Söd mis ind 2 ssgmui nish 181 bildo due misse nisi ččč ndo& die onnoijoc nuit OPE 1100 bi dnd' bo Tommor togbuni mustache dich, mein Gelt 14 EDI nanotestue i mus Mach's mit mir GOtt ¹496 Samm GOttes bas geduldig 018 Mach hoch die 396 612 194 Lamm GOttes challe! Mag in Benn nicht von Laß deinen Geist mich stets 648 Mag tah dem Tod nicht 1496 79to Lafet ab, ihr meine Lieben 494 Magich Unglück nicht 1896 Lanet uns den Herren 161 Man loht vith in der Shag 611 Laffet uns mit Feu immo 139 Meine Augen schließid hebr 40 Lab mich bun Tein undmol 199 Mein Chrift, wunm deine 291211 Laß mich You m dem Leben 495 Mein Dankopfer, HE 1423 Laß mich freuer GOH 180 Meine Hoffnung steher feste 1612 Las Furcht und Bein weit! 91 Memen 3uth laß ich nichtss Laß jetzt mit süßen Weijen, 4709 eweil er ich für mich 1839 Last uns früb, ben Erren 23 Meinen Jesum laß ich nicht, sile meine Seel te 266 18 Meinen Efüm taß ich that, the denn er ist allein mein 554 Meinen JEfum laß ich nicht, ach was wollt a Meine Seel erhebet den Meine Seel' ermuntre dich 553 Meine Seel' ist stille, zu GOtt 612 Meine Seel', jest ist es Zeit 140 Meine Seele, laß es geben 338 Meine Seele sehtet sich 637 Mein ganzer Geist, GOtt, 703 Mein Geist und Sinn i 613 Mein Glaus ist meinesbo1693 Mein GOtt, das Herze bring' 336 Mein GOtt, die will ich 294 Mein Gott, du bist dernd 295 Mein GOtt, ich habe mir 337 Mein GOtt, ich tob und Mein( Ott, mein Licht 1397 Mein GOtt, nun ist es wieder 23 Mein Gott und Schöpfer 496 Mein Herz, gieb dich zufrieden 637 Mein 396 239 Laßt une fauchen, laßt 1624 Laßt uns mit Ernst dil 117 Last uns unsers Vaterlands 702 Licht von Licht erleuchte do 51 Liebe, die du mich zum Bilde 550 Liebe Seele un dich dur 265 Lieber Golf, ich hudbi 237 Lieber GOtt, wann werd' 495 Liebster Brauf gam, bentit Liebster GOtt, vergieb die Liebster Heiland, Licht der Liebster JEsu, hör' mein Liebster JEsu, in den Tagen 611 Liebster Eju, set gegrüßet 139 Liebster Esu, wir sind hier 70 Liebfter Immanuel 422 Liebster Vater ich dein Kind 238 Liebster Vater, foll ich dulden 396 NSROTO Litaney simal( 8236 Lob, Preis, Ruhm, Chr' und 93 Lobe den HErren, den 91437 Lobet den Herren alle alle 437 Lobet den Herren ibrid 437 92 237 254 TI Register über die Gefängse 1391 grülten 17.3 Lat 8 orty Mein Heral( ſpricht, 3872 Nyn danfet alle GOtt mit Mein er en tiden i en dantet all und bringet 439, Meinders und gelden 13 Jun dantet Soft mit Ser: 108 Mein Herzeichwinge 100 183 Nun freut euch GOttes i.imptast Mein Herzens- meine, a Nyn freutench lieben Mein Jun Denie Seraph 662 Mein Süße Seelenlul 614 Mein Jesus ist getreu Mein JEsus tommt, mein Mein JEsus lebt! was Mein junges Leben hat ein Mein Mund soll Föhlich Mein' Sach' hab ich GOtt Mein' inste, Bier bid ab Dein'Geelire un Jun geht das Sonnenlicht 9130 Pun gieb mein Sh gute 108 en GOtt LopLes ist pouhr. Fan Gott wir to ben dich Nun hab ich GOtt Lob 551 162 468 Mein Geelchen chapinhad ham ikides Benen Mein' Seel 9HErr) Tim Nun iſt Afratag vergangen 241 Mein Sungi beicht, und das iſt dien tablett auch d Mein Vater zeuge mich, den blevouprachis di, do 197 Mein Wert with metal 340 Then ist mit Soutlema anu 19 Meine Lebenszeit verstreicht 70tr Nun kommt, po neve su to Meines Lebens beste Freude 38 Nu kommt er einen bim 268 Mensch, lagzon, was y pein, 4961 Nun komme ich eingelagerin 54 Menſch, millingu dinasty Down Lajjet Golfes, Gutebim 98 Menich will never morge 2017 Then laßt ung penLeiput 498 Menschenhull nichtig ligar339 Nom lagt uns keln und jas Mert gut menerzhör Nun last yns GOtt dem, Mie ist ein gentlicheſein 18 Nun lasset uns aufguimen Mir math pricht Christus 5540 Sam liebe Seel, lit Mir yergebt in Leben länger 497 Nun lieg ich mes ITH Mit Fried canda Frendric simeine Seel den pogon Phin lob Mit Ernst, o Menschenting, 77 Nun meiner Seel herbebetid Mitten wir im Leben ind498 Ny ruhen gue Wälder Ecč bid 99 199iss SIO Que siti 1999missam 109 men 439 100 TO sich der ag geendel42 sei getiph und na 500 110 OPI ti9889 189 199 is a treten wir ins neue ANTO: 1910sty 888 medan 90 9199 smis TED bit ist 9199 smisi EOT# 00 is anon nisl CES sid doigra 100 reijdsi? Se 190 tbi2 dnplis retidsi YES niem gadu Nach dir, 9. HErr, verlanget 397 Hd nego n Nach einer Prüfung ture81 552 187 340 191) 470 Nun hat auch dieser Sonnen 41 Nun hat sich angefangen 109 Nun Hofianna Davids Sohn 555 Nun jauchzet all for Frommen 77 Nun ist auferstanden 163 1990 191 439 Ald 194 ? 90% tida12 retider setiders er Laged, and 100 704 Or wid dit rigt. Angst und Leid 239 191 191 342 556 De Nach meiner Seelen Selige) 684 Nicht, daß ich's schon ergrijjen 6841 Blindheit bin ich Nicht so traurig nicht 341 D Chrißle, Morgensternes 9 Nimm jezt hinweg, o GOtt 70D daß ich könnte Thränen 141 Nimm von uns HErr, du 456 D daß ich tauſend Zungen Nimm von uns, HErre GOtt 239 hätte under mad Noch dennoch mußt du drum 3980 du allersüß ste Freude Nun bitten wir den H. Geist 180 D du betrübte Seele mein 556 180 423 O du Register über die Gesänge Dabu breiein'ges Othsons 493 Heiland lear 240 P616 Debu Dadu süße Sustauschilderi Durchbrecher aller Bande 616 241 296 95 Herrscher in dem med dag44 höchfter Golf verleihe 1304 höchstes Wert de Elend, Jommer, Angitis 142 D JEsu Christe GOttes DoEmisleitl, du Donnerm, 516 O JEfu Christe, wahres DeEwigleit Ewigkeit do 520 O JEiu Christ, dein Dfalsche Treuchu do 142 Defrommer Christ, nimm im Defrommer ung getreuer bin Dit denkt mein Heraient 973 DoFürstenlind, ausperson 94 Geduld, du sier der door 343 GOtt, da ich gar Leinen 212 O GOtt, der du aus Herzens 197 JEsu Christ, du höchstes 227 JEfu Christ, mein schön. 345 GOtt, der du aus Liebes 206 O GOtt, der du das Firma, dai Esament 24 343 din ochiq Ehren König 113 Lämmlein GOttes Lamm GOttes unschuldig 145 liebe Seel wo find ich 192 25 347 460 GOtt, de tarte Sand 657 D GOtt du rommer im D GOtt du höchster tion may O Gott, ich thu dir danten GOtt, im Namenju 466 GOtt, mein Hirteiched 1423 Gott, mein Schöpfer char43 GOtt, wenn ich bei mir 5000 GOtt, wir danken deiner 65 GOttes Stadt! o goldnes 557 Dgroßer GOtt, ich, tomme 43 Ogroßer GOtt, in's Himmels 559 Ogroßer GOtt von Macht 456 Ogroßes Wert, geheimnißo. 268 Dhaupt voll Blut und 143 619 Menseh, bebente stets Mensch, der HErre JEfus 242 Menich, gebent an's 19801 Mensch, wie ist dein meine Seel', erhebe dich 203 Opfer für die ganze Welt 643 O Quell! daraus berfließet 70 reicher GDit von Gütigkeit 638 sicherer Mensch! betebre 517 10 19001296 starker GOtt ins starter Git und starter Goit und Vater 207 heilige Dreifaltigkeit, 9 24 heures Blut o rothe 145 O beilige Dreifaltigkeit, vollTod, wo ist dein Sigchel 164 182 188 SO Majestät and i 188 heilige Dreieinigkeit di 143 Dheil'ge Fluth no insill get12 Deil'ger Geit, du, böchst. Heilger Geist, tehr bei Oheil ger großer GOtt DopErre GOtt, begnad'ge 660 Doh Erre GOtt, dein 295 DHErre GOtt! in meiner 399 DHErr, dein' Dhren nein 442 Err, gedent in Todes Erre GOt, der du DHErr, mein GOtt, ich Trcuri teit! o Hereleid 145 freuer Beiland JET 297 2125 Bater aller Frommren 207 1815 Vater der Barmherzigkeit 242 Vater frommer Herzen 207 Vater groß von Gnabe242 überschweres Leiden 1946 pas für ein herrlich Wesen 619 welch ein unvergleichlich's b 0102213 Gut Welt, ich muß dich laffen 502 9146 Belt, sich hier bein wie selig feid ihr doch ihr 502 062 501 460 617 Dhimmlische Barmherzigleit 618 Dwie selig sind die Seelen 620 O wir du HErr, nun läiſeſt bu zu. 115 einen Engel 295 mein's Leb. 85 3Gill, dir jei ewig Dant 269 3Gju, du ment Brautigam 270 JEiu, GOttes Lämmelein 501 OJEiu, GOttes Lamm O JEsu, JEju, GOttes JEsu, meine Wonne Elu, süß, wer dein 144 346 270 110 Ein Beicht, nu LAS aes 11. n Dewir armen Sünder Owohl dem, der die rechte 348 Owüster Sünder! dentst du 621 Dewundergroße Freu 2917 asti sthird#IDE 291doar sthird de TSS asfibed njadindo vide id the vi CPE näch mist Hind 28 de 2'gism, find Prediger, du Gottes Sirte, 70 Register über die Gelänge. 103 nislommö? Esti ANI OYS OII 147 Seelenweide, meine nisisid 565 Seht, welch' ein Mensch ist148 Selig ist die Seele o 424 Sep alles weit und 165 in deinem Leiden 628 et getreu o Christenseele 350 et getroff Der HErr weiß 400 Set Lob, Preis Chri and 189 Set Lob und Ehru Sem96110440 Set mir tausendmal gegrüßer 147 Ser nicht ſtolz, o liebe Seele 85 in Bethlehem 96 getüflet Set wohl gegrüßet, gufer 9948 Sei unverzagt," frommer 400 betwohlgemuth, lapTrayern 424 Sieg! Sieg! mein Kampf 503 Sieh, hier bin ich Ehrenkönig 566 Siche, ich gefallner Knecht™ 623 هندی mino2 891100 89110 sanois misd 1080 Neiche Tater deinem Kinde 560 durch, gefränkte 399 Rett b HErr JEju 297 Richte GOtt, mir meinen 348 Richt', JEiu, unser Herz 70 Ringe recht, wenn GOttes 561 Ristet euch, ihr Christenleute 686 sdst wa DE Sie ist mir lieb die werthe 298 Singen wir aus Herzensgr. 65 Singen bit aus Herzensgrund 00( Beihnachtslied) 197 Singt dem Verföhliten 1842 * 5058 OTSE So brech ich auf von diesem 467 566 566 OY 860 tisiniti era niso ti sia bingo geb ich mich zufrieden 353 COS bid adsde 1999 nismo gehest du, mein Jeju the side 974 Sb glebst du nun, mein todsiljisorodu So hab' ich nun vollendet noo 1100 19chiso hab ich obgeſteget # d8d ihr felig chlus: erscha 349 So hast du denn, o JEfu 71 Schaffet, tchaffer Diensth. 562 So Jemand spricht. 39677 503 1980504 Schaffet, 243 425 3910 Schaff in mir, GOtt, ein Schau, lieber GOtt, wie Schaut schaut! was ist für 97 Schauet, schauet doch ihr 563 Schap über alle Shape 159350 Schäße 19102 Schließet euch, ihr Augen 55 Schmüde dich, o liebe Seele 271 Schönster JEiu, GOttes 1970 Schönster JEiu, liebites 351 Schönster Jesu, meine blod 251 Schwing' dich auf zu deinem 400 Schwing' dich auf, o meine 622 622 Seele, geb auf Golgatha Seele, sei zufrieden Seele, was ermüd'st du dich 564 Seelenbräutigam, JEju Seelengast, erscheine272 243 So oft ich schrei aus que 469 349 So mahr ich lebe, pricht So wünsch ich nun ein Soll ich denn, JEiu, mein 402 Soll ich denn mich täglich 353 Sollten Menschen meine 678 Sollt es gleich bisweilen354 Sollt' ich an deiner Macht 676 Sollt' ich meinen GOtt nicht 441 Sollt' ich meinem GOtt Cout' ich meinen JEfum Sorge, Bater, sorge du Spa in aus, spann aus ( 113) Sh doch, Seele, steh doch Stell' alle dein Beginnen Stell' ollzeit deinen Willen 298 Sicher, du gehst vorbei 568 204 298 355 563 564 Straf' 505 355 356 Metfifter Aber die Gelänge. Straf mich nicht in défirem Such wer da wi ein ander. Süßer Chrift, per bu bit AF AAN ST Faßer Troit der Matten i s -Tollred snuttbusl nöbisi s temomis and usfiersd if us ti nis site 808 IOT isi 190 idel 19 bit si 18 msgnojams bid di Dot si Ponaden Menſchen Dia& Randanzem Herzen San Bon GOtt ist nicht 8358 Bor deltfen Thronefret 95 Ber Bir JCD in lig Ec fadel HCO Jobin nisl EYC toru dnu graonis ble misd gr di ledn tisu Ard gou misnonfl stug tis 888 19d tidst tisdaisal me mo& nonisd do' dns raur nicht fofefy Hot sim vas Gotfei Trener Gollt id muß 5x5( aggif 8 ណ owerkten' dars 9 Treuer Wächter frael 146 Kadh duf mein Chrin 185 Tritt doch heran, du for Orion sing fach auf mein Hersunds 25 Triumph! Triumph! Jour 568 Gachauff mein Herz Bien825 Tröstet töltels Mommola achet auf the Chriſten alle B.14 meine 8909 Gachet wather, the Bungfer 826 18 dnolis nism; nemmoi achet aut, taft uns die n ZOE dru Idogs that ud igenacher Betel Lagund OIA megole meno di ee n'dod usinstfirdi Walt's Gott 008 107 1100 aid nstmod si Wann Ginter alle Kunst ng ist ein Kindlen heute Mann wir in höchsten ns U Unser Herrscher, unter. 570 Wär' GDit nithe mit ungggg Unsre müden Augenlider 144 Warum beethod du via ang59 Ursprung wahrer Freuben 182 Warum mathet porchebi mid 1111 Unter denen großen Gütern 625 Batum allt le mich verk ¹800 warum with bu bod für 1572 MI a'ni qid notnad tillarum id da draußen 1980 GGS rsuit taidnslnod nil| marindiuhulékg- mi rL47 208 nonis nn 25, neduola si as alle Weisheit an der 1189 O nammont tast nedod sillas ut Rummer was für ¹861 00k u negulk stinu neded til að fürchtest du Feind 1914 505 Mas Fradih der Walt 861 Balet mill di 358 838 ert t45 359 07 Vater aller Gno1111 Was giebst du denn, omeine 827 356 Bater, add a thith that ad GDP gefalt meinbit 1404 Bater, der du im Himmel 1207 Was Gott ut, das istu 1862 Vater, liebites Baterbeste 1569 Was ist Boh des Menschen 65 Bater unfer in Himmelreich ¹208 Was ist mein Leben Guver 690 Vergebens ift all Müh Was ist mein zeitlich Leben 683 Berleih uns Frieden HOP Was ist daß ich michior 1676 Bersucher eich Soch felbft 624 was tann ich doch fue Dant 254 Berzage nicht, du Häuflein 296 Mas turn ans toninen an$ 426 Berzage nicht su trautig's 402 Was Lobes soll wir die 9166 Verzage nicht fromme 402 Was mein GOtt will das 9362 Verzage nicht, Menschen 246 58a qualet mein Herzforp 9405 Boller Wunder, voller Kunst 570 Bom Himmel hoch da komm 98 Vom Himmel fam derro Id. 99 Vom Adam her, so lange Zeit 78 Was soll ein Chrifto fichurg$ 405 Was soll ich ängstlich flagen 691 Was ſoll ich dich o Ephraim 406 Was soll ich, Jesu, bringen 273 Was Register über die Geſänge. ie lang Was willst duaarmer Erden 363 Was willt du dich betrügen, de 406 Weg, mein Herz mit den 248 រស់ Weh mir, daß ich aftag 29 Weil nichts Gemeier 3,187 Weine nicht, GOft lebet 573 Welch' eine Sorg' und Furcht 573 Welt, ade! ich bin dein 506 Welt, gute Nach mein Weg 574 Wem Weisheit fehlt, der 683 Born 457 mange and bort the 190 Mie einer Baſtetquelle Wie ſchon leuchtet der Mor genstern, voll Gnag Wieschön leucht'tuns der Morgenftern vom Firmament 26 Wie selig ist ein gut Gewissen 576 Wie sicher lebt der Mensch 701 Wie soll ich dich empfangen 81 Wie soll ich mein GOtt 182 germa A3 829 Hos 31 ab Wend' ab in Gnaden fromm. era 製 po wie with the to jent, mein Wie 166 81 Wie wird mir dann, B dann 702 Wie wohl bast but getabet 273 Wie's Gott gefault 365 Willkommen, auferstandnet Willkommen, mein Heiland Willst du recht mohl und Willst du von deinen Plagen Wir Christenleur hab'n Wir danken dir, GOtt für 506 Wir danten dir HErr JEſu 365 1407 151 MAD 407 ora 407 674 427 Wenn dein herzlichster Sohn 150 Wenn dich Unglüc baten b 208 Wenn Siner, alle Kunst und 359 Wenn GOttes Sohn mein 280 Wenn ich die beiligen den 201 Wenn sich in Angst und 19 493 Wenn ich mich mit Geganten 359 Wenn ich Schöpferz deine 696 Wenn Menschenhülfi Wenn meine Sünd Wenn mein Stimplein or Wenn sich alles midrico Wenn wir in höchſtend Wer bin ich welche micht' ge Werde munter mein Gemüthe 45 Wer GOtt pertraut hat Wer um ber ich hat 364 Wer im Herzen will erfahren 628 Wer indi dem Schuß desin, 458 Wer ist es der die Gegel 469 Wer ist wohl, wie du Jesu 575 Wer nur den lieben GOtt 408 Wer ſeinen JGjum recht 368 Wer sich im Geut beschneidet 628 Wer unterm Schirm des Wer weiß wie nabe mir Wer will die auserwählte Wer will aachaweifeln in 408 Wer wird Gott, der bir 408 Werwohl auf ist und gesund 442 Wie der Hirsch in großen 408 Wie fleucht dahin der da2629 Wie GOtt mich führt. 575 Wie groß ist deine errlichkeit 694 Wie grundlos sind die Tiefen 649 Bierist es möglich, höchtes 364 Wie lang, o GOtt, wie Wie lang, o HErr, wie S 410 99 300 1173 Wir danten dir, ETT 30 Chrift, daß du gen Wir danten dir, Herr SefHFOL Christ, daßbudas summi. 1994 Wir danken dir, HErr, in's 114 255 Wir danten di o treuer Wir glauben alle an einen 204 Wir haben jetzt vernommen 464 Wir heben unsre Augen zu 469 46 Wir legen uns nun Wir llegen hier zu beinen¹666 Wir Menschen sind zu dem 300 454 Wir singen all mit Freuder 166 507 Wir singen bir, Immanuel 280 Wir wissen nicht, Herr 100 791047 Wo bist du, GOtt! hier ift 463 Wo find' ich Hull und Rath 249 Wo GOtt der HErr nicht 301 Wo GOtt zum Haus nicht 366 808365 Wo ich nur geb und wo Wo soll ich fliehen bin 80252 Wohl dem, der bente Schake 687 Wohl dem, der den Herren 366 Bohl dem, der Jacobs GOtt 630 409 3.5l dem, der Efum liebet 301 410 Wohl dem, der in GOttes 366 Wobl fus bi beze Wel me Wohl dem der ohne Wandel 367 Wohl dem, der richtig wandelt 681 Wohl dem, der sich auf seinen 366 Wohl dem der fest im Glauben steht de Wohl dem Menschen, der Wohl dem Menschen, derwan 249 delt nicht i Wohl stehts im Lande in. 448 Woran fehlt's immer mehr 631 Wunderbarer Gnadenthron 101 Wunderbarer König 576 Wunderlich ist GOttes Schic, 632 bieber gequalet hat. 2. Wenn deines 3. 201 Register über die Gesänge. 174 Zieh uns nach dir, so Zion, gieb dich nur zufrieden 411 3ion flagt mit Angst und 412 Zions Burg ist meine Freude 71 Bitternd, doch voll sanfter F. 668 Bu dieser österlichen Zeit 166 Zu dir, o Fürst des Lebens 507 Zu dir, o GOtt, erhebet sich 470 Zu dir, HErr JEsu, komme 252 Zu dir, von Herzensgrunde 27 Zudir, von Herzensgrunderuf 412 3u GOtt allein hab' ich's 302 3u GOtt ist meine Seele 427 Zum Bilde GOttes mar Zur Arbeit, nicht zum M. Zur Lammes Hochzeit 274 281 687 66 Si m euch Beuch mich, zeuch mich 281 Bor Du und sie so hoch) mitoy gefäh; wer damit jente Sunbe het den bitde 60tt on mit u feit u jeder Zeit, und sein berritbres Derz ereut. art afers Born 630 367 cnn, langt de fo les troite ples ir ber chweren Throud stoc het die in dem ich oft. her Welt aushalten, ri Sort but gudi 100 but 3weierlei bitt' ich von dir all mein G ' bor wird bein wird iteu 3.! fieh nicht an bie Clithe mein/ thu ab all Ungerdefle in aur has here rem rop ren bak * Steg 1: or 9813 bren. Mein Shrerie bu Off me, Den von mir, le reno mit rid hden 60 Rein benim it, 1 bat bir bas- mid gegeben Cette vi Regi Wohl dem der ohne W Wohldem, der richtig wo Wohl dem, der sich auf s Wohl dem der fest im Gla steht dein Wohl dem Menschen, Wohl dem Menschen, der delt nicht Wohl stehts im Lande Woran fehlt's immer Wunderbarer Gnaden Wunderbarer König Wunderlich ist GOttes bieber nequalet hat. 2. Wenn deine 3. entle unt 200 deinen T euch ein zu Beuch mich, zeuch Bor Gou ind geftant; per damit fent het, den bitdi 60tt an pfert, ju jeder Zeit, becnibres per erreut. pies yr der icower die in dem ich ter Welt aushal MALE Bater habes cm, langt je gjort but A Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 15 3 14,90 6 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red 5 T₁₁ 1₁2 11 Li 13 Magenta 14 6 CO 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8