Missions- und Feftgefänge auch Haus- und Kirchenlieder nebit Liturgie und Psalmodien. Busammengestellt von L. W. Fricke, Pastor, Vorsteher des Stephansstifts. Bum 23 eften des Stephans lifts. Hannover. Verlag von Heinr. Feej ch c. 1877. Vice 222242 Kuex Th Glesson Ordnung des Hauptgottesdienstes bei Missionsfesten. Psalmodie, nach dem 5. Psalmton. Pf. 24, 7-10. I. Chor: Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch. II. Chor: Daß der König der Ehren einziehe. I. Wer ist derselbe König der Ehren? II. Es ist der HErr stark und mächtig, der HErr mächtig im Streite. I. Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch. II. Daß der König der Ehren einziehe. I. Wer ist derselbe König der Ehren? II. Es ist der Herr Zebaoth Er ist der König der Ehren. I. u. II.( u. Gem.): Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war von Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. - ( Wo sich die Psalmodie nicht ermöglichen läßt, singe man etwa Nr. 60 des Festbüchleins: Macht hoch die Thür zc.) P.: Herre Gott! Chor: Erbarme dich! P.: Christ! Christe. P.: Herre Gott! Chor: Erbarme dich! Chor: Erbarme dich! p.: Ehre sei Gott in der Höhe! Chor: Und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen! Wir loben dich, wir benedeien dich, wir beten dich an, wir preisen dich, jagen dir Dank, um deiner großen Herrlichkeit willen. HErr Gott, himmlischer König, allmächtiger Vater, HErr, du eingeborner Sohn, JEsus Christus. HErr Gott, du Lamm Gottes. Sohn des Vaters, der du die Sünde der Welt trägst, erbarme dich unser! Der du die Sünde der Welt trägst, nimm an unser Gebet! Der du sigest zur Rechten des Vaters, erbarme dich unser! Denn du allein bist heilig, du allein bist der HErr, du allein bist der Allerhöchste, JEsus Christus mit dem heiligen Geiste, in der Herrlichkeit Gottes des Vaters! Amen! Gem.: Allein Gott in der Höh sei Ehr.( Nr. 77.) P.: Der Herr sei mit euch. Gem.: Und mit deinem Geiste. P.: Allmächtiger HErr Gott! der du bist ein Beschützer Aller, die auf dich hoffen; ohne welches Gnade niemand etwas vermag, noch vor dir gilt. Laß uns deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, auf daß wir durch dein heiliges Eingeben denken, was recht ist, und dasselbe auch durch deine Kraft vollbringen, um Jesu Christi unsers HErrn willen. 1 Gb 18116 Gem.: Amen. P.: liest die epistolische Lection. Chor: Halleluja, Halleluja, Halleluja! Gem.: Komm heiliger Geist 2c.( Nr. 75.) P. liest die evangelische Lection. Chor: Rob sei dir, o Christ! p. intonirt: Ich glaube an einen einigen Gott! Gem.: Wir gläuben all an 2c.( Nr. 76.) Oder: 2 P.: Basset uns unsern allerheiligsten Glauben bekennen:( Gem. bleibt stehen) Ich glaube an Gott, den Vater zc. Chor: Amen, Amen, Amen. Gem.: Es wolle Gott uns gnädig sein 2c.( Nr. 34.) Predigt. Vaterunſer. Friede Gottes. Gem.: O seliges Licht, Dreifaltigkeit zc.( Nr. 106.) P.: Lobet den HErrn, alle Heiden, Halleluja. Chor: Und preiset ihn alle Völker. Halleluja. P.: HErr Gott himmlischer Vater! der du deinen eingebornen Sohn JEsum Christum den Heiden offenbaret, und uns auch in diesen letzten Zeiten durch das selige Licht deines göttlichen Wortes zu der Erkenntniß deines lieben Sohnes hast kommen lassen; wir bitten von ganzem Herzen, du wollest uns durch deinen heiligen Geist also begnadigen und begaben, daß wir nach solchem Lichte deiner Wahrheit immerdar wandeln, uns mit ganzer Zuversicht unsers Heilandes allezeit erfreuen, und also zur ewigen Seligkeit erhalten werden, durch denselben deinen Sohn, unsern HErrn, Amen. Gem.: Amen. P.: Segen. Chor? Amen, Amen, Amen. Missionsfeftlieder. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. 1. es ist das Fest, zu wem 10 empor Schallt der Gemeine heilger Chor Mit frohen Feierliedern! Es gilt des großen Königs Ruhm Dem Priester in dem Heiligthum, Dem Haupt von vielen Gliedern. Droben Loben Ihn, den Meister reine Geister, aber Sünder preisen ihn als Gottes Kinder. 2. Wenn ich dereinst erhöhet bin, Will ich sie alle zu mir ziehn: So hat sein Mund gesprochen. O süßes Licht, o selges Wort, Das geht durch Erd und Himmel fort, Der Tag ist angebrochen! Zeuget, Beuget Euch, ihr Höhen, Inseln, Seen, Länder, Meere; Kinder Gottes bringt ihm Ehre. 3. Fest steht in Ewigkeit dein Thron; So singen wir, o Gottes Sohn, Am Tage deiner Ehren. Weit streckst du von des Vaters Haus Das Scepter deines Reiches aus, Und niemand wird dirs wehren. Machtvoll, Prachtvoll, Unabwendlich wird doch endlich, Herr, den Deinen Ganz dein hoher Rath erscheinen. 4. Nicht Macht und Weisheit dieser Welt, Nicht was dem klugen Fleisch gefällt, Das hast du nicht erforen. Dein Lebenswort, dein Geist und Blut, Das ists, was alle Wunder thut, Was dir uns neu geboren. Helle Quelle Ewger Wahrheit, gieße Klarheit, Kraft und Milde In des Todes Nachtgefilde. 5. Ich komme bald!" so zeugest du. O komm und weck aus todter Ruh, Die noch dein Heil nicht kennen, Daß alle gläubig auferstehn, Dem Bräutigam entgegen gehn, Daß alle Lampen brennen. Faß uns! Laß uns Treue Hände bis zum Ende vor dir heben, Bis du kommst, den Lohn zu geben. A. Knapp. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. ier stehen wir von nah und 2. fern, In Einem Geist, vor Einem HErrn, Vereint zu Dank und Bitte: Jesu, selge Majestät, Gefreuzigt einst und nun erhöht, Tritt ein in unsre Mitte! Stimm an, Nimm an Unsre Lieder, die wir wieder vor dich bringen, Deiner Liebe Thun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, Das breitest du von Jahr zu Jahr Nun aus mit mächtgen 3weigen. 3u Tausenden erwächst dein Bund, Und öffnet Herz und Hand und Mund, Für Gottes Heil zu zeugen; Deinen Reinen Lebenssamen, deinen Namen durch die Weiten Aller Länder auszubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, Und alle Völker werden dir Einst. noch zu Füßen fallen; Du weckst sie aus der Todesruh, Und führst schon Erstlinge herzu 3u Salems heilgen Hallen; Spendest, Sendest Licht und Segen allerwegen deinen Freunden, Herrschest unter deinen Feinden. 1* 4 Eigene Melodie. 3. ch will mich mit dir verloben, Süßer Jesu, du allein Wirst von mir aus Lieb erhoben, Und ich bin nun gänzlich dein. Zwar die Welt wird mich stets haffen, Denn sie haffet dich zugleich, Kann ich aber dich umfassen, So bin ich vergnügt und reich. 2. Alles soll mir Ekel machen, Was zur Eitelkeit gehört, Und in allen meinen Sachen Werde Jesus nur geehrt. Sollt ich Jesum denn nicht lieben, Der mich vor der Welt erwählt? Sollt ich Jesum noch betrüben, Der mich ihm schon zugezählt? 3. Nein die ganze Welt soll wissen, Daß ihr Thun mir nicht gefällt, Ich will meinen Jesum küssen, Welcher mich umarmet hält. Seine Lieb hat mich gefangen und ich will die Freiheit nicht, Denn mein sehnliches Verlangen Ist allein auf ihn gericht. 4. Sollt ein Mensch nur recht erkennen, Wie es Jesu Herze meint, So würd er begierig rennen, Bis er sich mit ihm vereint. Ganz verloren sind all Zeiten, Da man etwas sonst begehrt, Und der Erden Eitelkeiten Sind nicht eines Anblicks werth. 5. O wie lang hab ich verzogen, Wie lang hab ich dich veracht! O wie oft ward ich betrogen Und von dir hinweg gebracht! Aber nun soll uns nichts scheiden, Nicht das Leben, nicht der Tod, Nicht das Kreuz, nicht Schmach und Leiden, Weder Unglück, Schmerz, noch Noth. 6. Stärke du mir meinen Willen Wider meiner Feinde Lift, Denn du mußt in mir erfüllen Was dem Fleisch unmöglich ist. Laß mich nicht mehr von dir wanken, Ach, wo sollt ich sonst auch hin? Weil ich nicht nur in Gedanken, sondern wirklich bei dir bin. 7. So sei tausendmal gegrüßet, Jeſu, meine süße Lust, Sei auch tausendmal geküsset, Sei du mir allein bewußt, Sei mein Wunsch und mein Verlangen. Sei mein Bräutigam und Hort, Sei du meiner Seelen Prangen, Sei mein Alles hier und dort. J. Balth. v. Schüß. 4. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit; Lob ihn mit Schalle, Wertheste Christenheit! Fr läßt dich freundlich zu sich laden, :,: Freue dich, Israel, seiner Gnaden.:,: 2. Der HErr regieret Ueber die ganze Welt, Was sich nur rühret, Alles zu Fuß ihm fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben,:,: Psalter und Harfen ihm Ehre geben.:,: 3. Wohlauf, ihr Heiden, Lasset das Trauern sein, zu grünen Weiden Stellet euch willig ein; Da läßt er uns sein Wort verklinden,:,: Machet uns ledig von allen Sünden.:,: 4. Er giebet Speise Reichlich und überall, Nach Vaters Weise Sättigt er allzumal; Er schaffet früh und spaten Regen,:,: Füllet uns alle mit seinem Segen.:,: 5. Drum preis und ehre Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Wertheste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden::,: Freue dich, Israel, seiner Gnaden.:,: M. A. v. Löwenstern. Mel. Nun sich der Tag geendet hat. 5. ie armen Heiden jammern mich; Denn groß ist ihre Noth; Ach lieber Gott erbarme dich, Sie sind in Sünden todt, 2. Sie beten stumme Gözen an, Sie knien vor Holz und Stein Und wissen nicht in ihrem Wahn, Daß du bist Gott allein. 3. Sie kennen auch den Heiland nicht, Der ihre Sünden trug; Sie leben ohne Trost und Licht Und liegen unterm Fluch. 4. O Vater der Barmherzigkeit, O HErr voll Lieb und Macht, Wann ist erfüllt der Heiden Zeit? Wann endet ihre Nacht? 5. Ihr Elend schreit so laut zu dir, Und deine Kinder flehn: Ach öffne bald der Heiden Thür Und laß sie JEsum sehn. 6. Sie sind ja auch sein Erb und Gut, Sein theurer Schmerzenslohn; Wir bitten durch sein Kreuz und Blut: Ogieb sie deinem Sohn. 7. Daß sie durch ihn mit uns zugleich Und deiner ganzen Schaar Auf Erden und im Himmelreich Dich preisen immerdar! Mel. Ewigkeit, du 2c. 6. ie Macht der Wahrheit bricht herfür, Und klopft an vieler Herzen Thür, Daß man sie woll' einlassen; Des Reichs Erkenntniß gehet auf und führet ihren schnellen Lauf Durch aller Völker Straßen; Ja, die Erkenntniß sammt dem Reich Eröffnet sich nun allzugleich. 2. Seht, was der HErr für Wunder thut! Er giebet seinen Boten Muth Und Kraft den Wahrheitszeugen, Die er aussendet spät und früh; Was sie gehört, posaunen sie und könnens nicht verschweigen. Sie breiten aus zu sei4. Er wird gesehen überall; Man höret seinen Friedenshall; Den Völkern, Sprachen, Zungen Wird meine 5 Gnade weit und breit, Der Reichthum meiner Gütigkeit Verkündigt und gefungen; Man rufet aus bald hier, bald dar Das große Hall- und Jubeljahr. nem 8. 3. Ich lasse, spricht das A und O, Vom ewgen Evangelio Die Botschaft nun ertönen; Ich laß ausrufen Fried und Freud, Wie alles Volk soll sein bereit, mit mir sich zu versöhnen. Mein Engel, der die Botschaft bringt, Sich mitten durch den Himmel schwingt. Mel. Wie schön leucht't uns der Morgenstern. weit die in 7. der Welt! Ein König ists, der Einzug hält, Umglänzt von Gnad und Wahrheit. Wer von der Sünde sich gewandt, Wer auf vom Todesschlafe stand, Der siehet seine Klarheit. Seht ihn Weit hin Herrlich schreiten, Licht verbreiten. Nacht zerstreut er, Leben, Fried und Wonne beut er. 2. O du, der unsre Sünde schlug, Wann wird doch deines Lob's genug In dieser Welt erschallen! Wann wird der Völker volle Zahl In ungetrübtem Sonnenstrahl Zu deinem Tempel wallen, Wo dich Freudig Alle kennen, Jesus nennen, dir geboren, Dir auf ewig zugeschworen! 3. Die ihr von Christi Hause seid, Kommt, schließet nun mit Freudigkeit Den Bund in seinem Namen. Laßt uns auf seine Hände schaun, An seinem Reiche muthig baun, Sein Wort ist Ja und Amen! Flehet, Gehet, Himmelserben anzuwerben. Harret, ringet; Jesus ist es, der euch dinget. A. Knapp. ch hab genug: Mein HErr ist Jesus Christ, Mein Herr ist er allein; Wer nur sein Knecht und treuer Diener ist, Darf ohne Sorgen sein. Ich will ganz meinem. Gott anhangen, Und nicht mehr nach der Welt verlangen: So hab ich gnug. 2. Ich hab genug! Ich bin der Schmerzen los Ünd kränke nicht das Herz! Ich bin vergnügt, Und sig in Gottes Schooß, Der lindert allen Schmerz. Ich sorge nicht mehr für 6 mein Leben, Der Höchste kann mir alles geben: Ich hab genug. 3. Ich hab genug! Mein treuer Vater sieht Mit stetem Blick auf mich; Was ich bedarf An Leib und im Gemüth, Bedenkt er gnädiglich: Drum lasse ich die Heiden sorgen, Bekümmre mich gar nichts um morgen; Heut hab ich gnug. 4. Ich hab genug Und sorge für den Geist, Das andre fällt mir zu; Nur Gottes Reich, Das Jesus suchen heißt, Giebt mir die wahre Ruh: Ich trachte nur des Vaters Willen In Kraft des Geistes zu erfüllen, Drum hab ich gnug. 5. Ich hab genug! Ich lieg an Jesu Brust Und Gottes Vaterherz. Was will ich mehr! Das giebet Himmelslust, Das stillet meinen Schmerz. Im Vorschmack weiß ich schon auf Erden, Was mir im Himmel einst soll werden. Ich hab genug. 10. enn ich ich ihn nur nur ist; Wenn mein Herz bis hin zum Grabe Seine Treue nie vergißt: Weiß ich nichts von Leide, Fühle nichts als Andacht, Lieb und Freude. 2. Es ist noch Zeit, Die Liebe rufet noch, Noch gehen Diener aus: O Stadt, o Land, D eilet heute noch Ins große Rettungshaus! Noch ist die Thüre nicht verschlossen, Die Gnadenzeit noch nicht verflossen; Es ist noch Zeit. 3. Doch es ist Zeit! Die Stunden folgen schnell! Es geht auf Mitternacht! Bald schlägt es voll! Und drüben schimmerts hell: Ihr Jungfrauen erwacht; Der Bräutigam erscheint von weitem: Auf, auf, die Lampen zu bereiten! Auf, es ist Zeit! 2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg an meinem Wanderstabe Treugesinnt nur meinem HErrn; Lasse still die Andern Breite, lichte volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, Schlaf ich fröhlich ein. Ewig wird zu süßer Labe Seines Herzens Flut mir sein, Die mit sanftem 3wingen Alles wird erweichen und durchdringen. 4. Wo ich Ihn nur habe, Ist mein Vaterland: Und es fällt mir jede Gabe Als ein Erbtheil in die Hand. Längst vermißte Brüder Find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedr. Ludw. v. Hardenberg. Mel.: Fahre fort, fahre fort. 9. Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht voll, 11. hervor in vollem Tag! Der Sein Tisch ist noch zu leer! Platz ist da, Wo jeder sizzen soll: Bringt seine Gäste her! Geht, nöthigt fie auf allen Straßen! Der HErr hat viel bereiten lassen; Da ist noch Raum. Deiner Strahlen Macht erhelle, Was in Todesschatten lag. Wolk und Zweifelsnebel fälle; Sende Licht und Wärme nah und fern, Reich des HErrn!:,: 2. Siege bald!:: Komm, das falte Reich der Nacht Aller Enden zu zerstören! Sieh, es sammelt seine Macht; Doch wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit Führt den Streit!:,: 3. Ueberall,:,: Laß bis an der Welten Rand, Laß durch jeden Kreis der Erden Deinen Namen hell erkannt, Deine Kraft verherrlicht werden, Bis du als der Völker Friedefürst Herrschen wirst!:,: 4. Aber ihr,:,: Die der König ausgesandt, Geht voran in alle Zonen, Bahnt die Weg, und macht bekannt Unter allen Nationen, Wie die Gnade, wo der HErr regiert, Triumphiert,:,: 5. Kommt herbei! Frohe Zeiten, säumet nicht, Daß der HErr sich offenbare Als der Völker Recht und Licht. Kommt, daß alle Welt erfahre, Wie die Menschenheerd ihr großer Hirt Weiden wird!:,: C. Bernh. Garve. Mel. Ich will mich mit dir verloben. erz und Herz vereint zu12. tes Herzen Ruh. Lasset eure Liebesflammen Lodern auf den Heiland zu! Er das Haupt, wir seine Glieder; Er das Licht und wir der Schein; Er der Meister, wir die Brüder; Er ist unser, wir sind sein. 2. Hallelujah! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat: Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist! 4. Laß uns so vereinigt werden. Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist: Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein. Zinzendorf. ry Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 13. Es Lebe Jesu Chriſti Ruhm! Sein ewges Evangelium Müff' alle Welt durchtönen. Mit Engelschwingen fleugt es schon, Ruft durch die Welt in süßem Ton: Laßt euch mit Gott versöhnen! Amen! Amen! Völker alle, folgt dem Schalle, daß die Erde Voll Erkenntniß Gottes werde. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 14. Das ist eine felge Stunde, Jesu, da man dein gedenkt, Und das Herz von Herzensgrunde Tief in deine Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen: Das erfüllet unsre Zeit mit der höchsten Seligkeit. Mel. Es ist das Heil uns kommen. Die Leuchte 3. Ach, du holder Freund, vereine 15. Dein Wort, D HErr, laß Deine dir geweihte Schaar. Daß sie sich so herzlich meine, Wie's dein letzter Wille war; Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist. 2. Nun, so laß auch diese Stunde Dein Gedächtniß in uns sein. In dem Herzen, in dem Munde Leb und herrsche du allein; Laß uns deiner nie vergessen. Wie Maria still gesessen, Da sie dir hat zugehört, Mach das Herz dir zugekehrt. E. G. Woltersdorf. unsern Füßen; Erhalt es bei uns klar und rein. Hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rath und Trost in aller Noth, Daß wir im Leben und im Tod Beständig darauf trauen. 2. Gott Vater, laß zu deiner Ehr Dein Wort sich weit ausbreiten! Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr Erleuchten mög und leiten! Oheil'ger Geist, dein göttlich Wort Laß in uns wirken fort und fort, Glaub', Lieb, Geduld und Hoffnung! Dav. Denicke. 16. Erhalt uns, HErr, bei deinem Wort Und wehr des Teufels Trug und Mord; Gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. 8 2. Den stolzen Geistern wehre doch, Die sich mit G'walt erheben hoch Und bringen stets was Neues her, 3u fälschen deine rechte Lehr'. 3. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein ja ist! Darum so steh Du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 4. Dein Wort ist unsers Herzens Truß Und deiner Kirche wahrer Schup; Dabei erhalt uns, lieber HErr, Daß wir nichts andres suchen mehr. Nic. Selnecker. Mel. Jesu, deine heilgen Wunden. 17. in Todeserr, wie sind noch viel der schatten gehn! Komm, o Hirt, auch sie zu weiden; Kannst du sie verirret sehn? Nimm der Heerde selbst dich an, Führe sie des Lebens Bahn; All' auf weitem Erdenrunde Füge zu dem Gnadenbunde. 2. HErr, laß deine Boten eilen, Sende Knechte mehr noch aus, Deine Gaben auszutheilen, Sie zu laden in dein Haus. Manchen Jüngling, dir versöhnt, Laß mit Gnad und Geist gekrönt Dem gebundnen Knecht der Sünden Deinen Namen froh verkünden. 3. HErr, wir sind ja deine Christen, Sollten wir nicht Herz und Hand Zu dem großen Baue rüsten Deines Reichs in allem Land? Gieb ein Herz in Liebe warm, Das des Jammers sich erbarm, Und die vielen weit Verirrten Bring zu dir, dem guten Hirten. Mel. Gott sei Dank, oder: Nun komm, der 2c. 18. Teju, bittend kommen wir Mit den Deinen jetzt zu dir; Hör auf unser kindlich Flehn, Was wir bitten, laß geschehn. 2. Jesu, ziehe bei uns ein, Lap uns ganz dein eigen sein; Schenk uns allen deinen Geist, Den dein theures Wort verheißt. 3. Weck die todte Christenheit Aus dem Schlaf der Sicherheit; Mache deinen Ruhm bekannt Ueberall im ganzen Land. 4. Laß dein Wort zu dieser Zeit Kräftig schallen weit und breit; Allen Heiden werde fund Deiner Gnade Friedensbund. 5. Thu der Völker Thüren auf; Deines Himmelreiches Lauf Hemme keine List noch Macht; Schaffe Licht in dunkler Nacht. 6. Gieb den Boten Kraft und Muth, Glaubenshoffnung, Liebesgluth; Laß viel Früchte deiner Gnad Folgen ihrer Thränensaat. Mel. Wachet auf! ruft uns die Stimme. 19. iner ist's, an dem wir hangen, Der für uns in den Tod gegangen Und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Beiber, unsre Herzen Gehören dir, o Mann der Schmerzen; In deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigenthum; Bereite dir zum Ruhm Deine Kinder; Verbirg uns nicht Das Gnadenlicht Von deinem heilgen Angesicht. 2. O Herr Jesu, Ehrenkönig, Die Ernt' ist groß, der Schnitter wenig; Drum sende treue Zeugen aus, Sende sie hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen Zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes! Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 3. Deine Liebe, deine Wunden, Die uns ein ewges Heil erfunden, Dein treues Herz, das für uns fleht, Wollen wir den Seelen preisen Und auf dein Kreuz so lange weisen, Bis es durch ibre Herzen geht. Denn kräftig ist dein Wort; Es richtet und durchbohrt Geist und Seele. Dein Joch ist süß, Dein Geist gewiß Und offen steht dein Paradies. 4. Heiland, deine größten Dinge Beginnest du still und geringe, Was sind wir Arme, HErr, vor dir! Aber du wirst für uns streiten Und uns mit deinen Augen leiten. Auf deine Kraft vertrauen wir. Dein Senfkorn arm und klein Wächs't endlich ohne Schein Doch zum Baume, Weil du, Herr Christ, Sein Hüter bist, Dem es von Gott vertrauet ist. u. Knapp. 20. abre fort,:: Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, Laß die erste Liebe nicht, Suche stets die Lebensquelle. Zion, dringe durch die enge Pfort, Fahre fort!:,: 2. Leide dich, Leide dich, Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und Hohne, Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlangen Stich: Leide dich, Leide dich! 3. Brich herfür, Brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft! Weil die Bruderliebe brennet, Zeige was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thür Brich herfür, Brich herfür! 4. Halte aus, Halte aus, Zion, halte deine Treu! Laß dich ja nicht laulich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei! 9 Mel. Dir, dir, Jehova, will ich singen. 21. ach auf, du Geiſt der ersten Zeugen, Die auf der Mau'r als treue Wächter stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen Und die getrost dem Feind entgegengehn; Ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Schaaren zu dir bringt. 2. O, daß dein Feu'r doch bald entbrennte! O, möcht' es doch in alle Lande gehn! Ach, Herr, gieb doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn. O, Herr der Ernte, siehe doch darein: Die Ernt' ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. So gieb dein Wort mit großen Schaaren, Die in der Kraft Evangelisten sein; Laß eilend Hilf uns widerfahren Und brich in Satans Reich und Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 4. Ach daß die Hülf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, Dein Volk aus dem Gefängniß nähme! O würd es doch nur bald vor Abendlicht! Ach reiße Herr den Himmel bald entzwei Und komm herab zur Hülf und mach uns frei! 5. O beß're 3ions wüste Stege; Und was dein Wort im Laufe hindern kann, Das räum, ach räum aus jedem Wege. Vertilg, o Herr den falschen Glaubenswahn, Und mach uns bald von jedem Miethling frei, Daß Kirch und Schul ein Garten Gottes fei. K. H. v. Bogatsky. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland. Auf, verlasse, was dahinten! 3ion, in 22. alte, walte nah und fern; dem aus, Halte aus! J. E. Schmidt. Allgewaltig Wort des Herrn, Wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 2. Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält, Und der Sünder Trost und Rath Zu uns hergesendet hat! 10 3. Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heilgen Todes That Ewig weggenommen hat! 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist, Und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark und rein, Alle Völker harren dein: Walte fort, bis aus der Nacht Alle Welt zum Tag erwacht. 6. Auf zur Ernt' in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld, Klein ist noch der Schnitter Zahl, Viel der Garben überall. 7. Herr der Ernte, groß und gut, Weck zum Werke Lust und Muth: Laß die Völker allzumal Schauen Deines Lichtes Strahl! Mel. Jesus, meine Zuversicht. 23. Eine Heerde und Ein Hirt! Wie wird dann dir sein, D Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Heerde! Mach dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden; Blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht! 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Heerde! Kleine Heerde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. F. A. Krummacher. 24. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend'. Jesu Christe, wahres Licht, Erleuchte, die dich kennen nicht, Und bringe sie zu deiner Heerd, Daß ihre Seel auch selig werd. 2. Erfüll mit deinem Gnadenschein, Die in Irrthum verführet sein; Auch die, so heimlich sichtet an, In ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit Gnad Und sein verwundt Gewissen heil; Laß es am Himmel haben Theil. 4. Den Tauben öffne das Gehör; Die Stummen richtig reden lehr, Die nicht bekennen wollen frei, Was ihres Herzens Glaube sei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, Bring her, die sich von uns getrennt. Versammle die zerstreuet gehn: Mach feste, die im 3weifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich Auf Erden und im Himmelreich, Hier zeitlich und dort ewiglich, Für solche Gnade preisen dich. 3. Heermann. Mel. Wachet auf, ruft uns. 25. alles dir unterPönig Jesu, streite, siege, liege, Was lebt und webt in dieser Welt! Blick auf deine Friedensboten; Laß wehen deinen Lebensodem Durchs ganze weite Todtenfeld! Erhöre unser Flehn Und laß es bald geschehn, Amen, Amen! So rühmen wir und jauchzen dir ein Hallelujah für und für. Mel. Laffet uns den Herren preisen. 26. K Pomm, o Herr, komm bald, du Treuer! Gieb, ach gieb dich allen kund Und entzünd dein heilges Feuer Auf dem ganzen Erdenrund. Großes hast du schon begonnen, Großes willst du ferner thun; Deine Liebe kann nicht ruhn Bis die ganze Welt gewonnen, Bis ein jedes Herz besiegt, Herr, zu deinen Füßen liegt. K. A. Töring, † 1844. 27. obe den Herren, den mächStigen König der Ehren, Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf! Psalter und Harfe, wacht auf! Lasset den Lobgefang hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt. Haſt du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Noth Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir Flügel gebreitet. 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lob seinen Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht! Lob ihn in Ewigkeit! Amen. 3. Neander. 28. ein Herz, ach rede mir Mein nicht drein, Ich muß von hinnen eilen, Ich muß bei meinem Jesu sein. Was soll ich hier verweilen, Wo Eitelkeit die Welt bedeckt? Drum weg! mein Geist sich dorthin streckt. 2. Mein Herzensfreund, ich laß dich nicht. Ich kann nichts bessers haben, In dir ist Ruh und Freudenlicht, Du fannst vollkommen laben. Nichts ist, das mehr Vergnügung giebt, Als von dir, Jesu, sein geliebt. 3. Du, du bist mein, und ich bin dein, Wir sind in eins verbunden: Dies gute Theil hab ich allein Durch 11 deine blutge Wunden. Du bist mein Fels, der mich nicht läßt, Auf dir ruht meine Seele fest. 4. Herr Jesu! ohne dich muß mir Die Welt zur Hölle werden: Ich habe, hang ich nur an dir, Den Himmel schon auf Erden. Es quillt mein Lebenstrank von dir, Du setzt dich mir zum Manna für. 5. O selge Stunde, da man dich Ins Herze recht kann schließen! Wie läßt du da so süßiglich Genad und Frieden fließen. So oft das Herze nach dir blickt, Wird es mit Himmelslust erquickt. 6. Das schwerste Kreuz wird leicht und klein, Denn du hilfst selber tragen, Du richtest es zum Besten ein, Kannst nicht von Herzen plagen. Dein Ruthenstreich ist voller Huld, Tu forderst von uns nur Geduld. 7. Führst du mich nun gleich wunderlich, Mein Freund! durch Dick und Dünne, Hast du doch allzeit über mich Gewiß was Guts im Sinne. Es führet mich dein Wunderpfad zu dir in meines Vaters Stadt. 8. Ich laß mich deiner Liebeshand, Sie labt mit ewger Liebe: Du bist entfernt von Unbestand In deinem Liebestriebe. Dein Herz ist immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu. 9. Du blinde Welt such immerhin Nur Koth und Dunst der Erden. Nur Jesus ists, in dem mein Sinn Kann recht ergetzet werden. Drum rede mir nur niemand drein, Ich will und muß bei Jefu sein. 3. C. L. Hallendorf. arre, meine Seele, harre 29. aves Herrn; Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, Und ein neuer Frühling Folgt dem Winter nach:: In allen Stürmen, 12 in aller Noth, Wird er dich beschirmen, Der treue Gott:,: 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn; Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht: Gott verläßt uns nicht: Größer als der Helfer Ist die Noth ja nicht:: Ewige Treue, Retter in Noth, Rett auch unsre Seele, Du treuer Gott.:,: Mel. Mein Gott, ich bin jetzt erschienen. 30. 1erde Licht, du Stadt der Heiden, Und du, Salem, werde Licht! Schaue, welch ein Glanz mit Freuden Ueber deinem Haupt anbricht; Gott hat derer nicht vergessen, Die im Finstern sind gesessen. 2. Dunkelheit, die mußte weichen, Als dies Licht kam in die Welt, Dem kein anders ist zu gleichen, Welches alle Ding erhält. Die nach diesem Glanze sehen, Dürfen nicht im Finstern gehen. 3. Dieses Licht läßt uns nicht wanken In der rechten Glaubensbahn. Ewig, Herr, will ich dir danken, Daß du hast so wohl gethan Und uns diesen Schatz geschenket, Der zu deinem Reich uns lentet. 4. Gieb, Herr Jesu, Kraft und Stärke, Daß wir dir zu jeder Zeit Dienen und durch Glaubenswerke Folgen in Gerechtigkeit, Und hernach im Freudenleben Heller als die Sterne schweben. Joh. Rist. 31. Die ie wir uns allhier beisammen finden Schlagen unsre Hände ein, Uns auf deine Marter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu sein. Und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne Deinem Herzen angenehm und schöne, Sage: Amen! Und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Zinzendorf. Mel. Lobt Gott ihr Christen. 32. T finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust! Ich sing und mache fröhlich kund, Was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad Und ewge Quelle seist, Daraus uns allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser armen Erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben wird. 4. Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Thau und Regen nett? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Oel und Most Zu seinen Zeiten find't? 6. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, Und du mußt alles thun, Du hältst die Wach an unsrer Thür Und läßt uns sicher ruhn. 7. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Gerathen, herzlich bei. 8. Du strafft uns Sünder mit Geduld Und schlägst nicht allzusehr. Ja, endlich nimmst du unsre Schuld Und wirfst sie in das Meer. 9. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht, Und giebst uns, was uns hoch erfreut, Und dir zu Ehren reicht. 10. Du zählst, wie oft ein Christe wein, Und was sein Kummer sei; Kein Zähr- und Thränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei. 11. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem, was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht. 12. Wohlauf, mein Herze, sing und spring Und habe guten Muth, Dein Gott, der Ursprung aller Ding Ist selbst und bleibt dein Gut. 13. Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment, Nein, was er thut und läßt geschehn, Das nimmt ein gutes End. 14. Ei nun, so laß ihn ferner thun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in Frieden ruhn Und ewig fröhlich sein. P. Gerhard. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 33. Küstet euch, ihr Chriſtenleute, Die Feinde zur Beute; Ja, Satan selbst hat eu'r begehrt. Wappnet euch mit Gottes Und an jedem Orte, Damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, Hier ist Immanuel. Hosianna! Der Starke fällt Durch diesen Held Und wir behalten mit das Feld. 2. Jesu, stärke deine Kinder, Und mache die zum Ueberwinder, Die du erkauft mit deinem Blut. Schaff in uns ein neues Leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn uns entfallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geist, Dadurch die Liebe fleußt In die Herzen; So halten wir Getreu an dir Im Tod und Leben für und für. W. Erasm. Arends. 13 die freue sich Und sing mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter bist Und läßt die Sünd nicht walten. Dein Wort die Hut und Weide ist Die alles Volk erhalte In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke Gott und lobe dich Das Volk in guten Thaten Das Land bring Frucht und bessre sich, Dein Wort laß wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, Uns segne Gott der heilige Geist, Dem alle Welt die Ehre thu. Vor ihm euch fürchtet allermeist Und sprecht von Herzen: Amen! Luther. Mel. Kommt her zu mir, spricht. 35. erzage nicht, du Häuflein klein, Obschon die Feinde willens sein Dich gänzlich zu verstören Und suchen deinen Untergang, Davon dir wird ganz angst und bang: Es wird nicht lange währen. 2. Tröste dich deß, daß deine Sach Ist Gottes. Dem befiehl die Rach Und laß es ihn nur walten. Er wird durch einen Gideon, Den er wohl kennt, dir helfen schon, Dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, Muß Teufel, Welt und Höllenpfort Und was dem thut anhangen, Endlich werden zu Hohn und Spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott: Den Sieg woll'n wir erlangen. Gustav Adolfs Feldlied. s wolle Gott uns gnädig sein Und seinen Segen geben; Sein Antlit uns mit hellem 34. Eigene Melodie, oder: Mach's mit mir Gott. Schein Erleucht' zum ew'gen Leben: 36. ir nach! spricht Christus, unser Held; nach, wir erkennen Und was ihn liebt auf Erden Und Jesu Christi Heil und Stärk Bekannt den Heiden werden Und sie zu Gott bekehre. ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt meinem Ruf und Schalle; Nehmt euer Kreuz und Ungemach Auf euch, folgt meinem Wandel nach. 2. So danken Gott und loben dich Die Heiden überalle; Und alle Welt 14 2. Ich bin das Licht: ich leucht euch für Mit heilgem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mir Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Fällt's euch zu schwer, ich geh voran, Ich steh euch an der Seite; Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, Bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, Wenn er den Feldherrn sieht angehn. 4. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel' nachgehen Und wohlgemuth, getrost und gern In allen Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron Des ewgen Lebens nicht davon. 37. Joh. Angelus( Scheffler). Mel. Wie groß ist des Allmächtgen Güte. daß doch bald dein Feuer brennte, Du unaussprechlich Liebender, Und bald die ganze Welt erkennte, Daß du bist König, Gott und Herr. 3war brennt es schon mit heller Flamme, Jetzt hier und dort, in Ost und West, Dir dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst- und Freudenfest. 2. Veleb, erleucht, erwärm, entflamme Je mehr und mehr die ganze weite Welt, Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held. Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle, die auf Erden wohnen, Knien vor dem Thron des Lammes hin. J. L. Fricker. 2. Seht, er kommt, bringt allem Volke Gnade, Segen, Ueberfluß. Mit ihm fließen aus der Wolke Ström' herab zum Heilsgenuß. Selbst das Land der Sklaverei Macht der Sohn in Wahrheit frei. 3. Also sehn sein Reich wir kommen Immer näher jeden Tag; Amen! rufen alle Frommen, komm, o komm, du Freudentag, Daß das menschliche Geschlecht Wall' in Gottes Licht und Recht. K. U. Döring. Mel. Jesus meine Zuversicht. 39. ich, ein weites Todtenfeld Voller dürrer beine! Ach, kein Sonnenstrahl erhellt Diese Nacht mit frohem Scheine! Hüter, ist die Nacht bald hin? Wird dein Morgen bald erglühn? 2. Ach, die große Heidenwelt Iſt noch finster und verdunkelt; Hier und da nur, schwach erhellt, Lichtesschimmer einzeln funkelt. Millionen sind noch fern Von dem Reiche meines Herrn! 3. O, wann bricht der Frühling an Nach den langen Wintertagen? Herr, du bist es, der da kann zu den Todtenbeinen sagen: Rauschet, reget, füget euch; Seid ein Leib für Gottes Reich! 4. Herr so sprich dein Lebenswort Uleber alle Todtenbeine! Odem Gottes, wehe fort, Daß sich alles neu vereine! Mache alles wieder neu, Alles Alte geh vorbei! Christ. Fr. 3 eller. Mel. Allein Gott in der Höh sei Chr. Mel. Gott des Himmels und der Erden. 38. ingt dem Herrn in allen 40. ir find vereint, Herr Jefu Landen, Singt, ihr fernsten Völker, singt, Jesus ist mit Hilf zu Handen, Mächtger seine Stimm erflingt. Er macht Bahn und offne Thür; Was da lebt, dank ihm dafür! Christ, In deinem heilgen Namen, Der Menschensohn allein du bist, Der fäet guten Samen; Der Acker ist die ganze Welt; O pflanze selbst im wüsten Feld Dir deines Reiches Kinder. 2. Ja, Erstgeborner, emger Fürst der Könige auf Erden, Von allen Heiden sollst und wirst Du angebetet werden. Das glauben und drum hoffen wir, Die du zum Werke rufft, von dir Auch unsrer Saat Gedeihen. 3. Schon sproßt manch Sämlein zart und still, Verspricht einst vollen Waizen. Wir danken, und solch Danken will Alsdann zum Bitten reizen; Klein ist dein Garten noch zur Zeit, Die Wildniß ringsum öd' und und weit; O Heiland, hilf uns weiter! 4. Gieb uns durch deines Geistes Kraft, Herr Jesu, heiße Liebe, Die Eintracht, Muth und Eifer schafft, Daß sich ein Jeder übe, Für sich und andre stets zugleich Nach dem verheißnen Gottesreich Vor allem Ding zu trachten. 5. Was wird's doch einst für Freude sein, Wenn deine Schnitter ernten, Und alle dann sich ewig freun, Die deiner harren lernten! Wir harren dein, o siege du In deinen Gliedern, bis die Ruh Für Gottes Volk erscheinet! R. Sti t. 15 verheißen war, Die bringen nun entsündigt Dir Preis und Ehre dar. 4. Du hast den ärmsten Sclaven, Wo heiß die Sonne glüht, Wie deinen andern Schafen, 3u Liebe dich bemüht; Und selbst den öden Norden, Den ewiges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten Erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, Bis deine Liebe siegt, Bis dieser Kreis der Erden Zu deinen Füßen liegt; Bis du im neuen Leben Die ausgeföhnte Welt Dem, der sie dir gegeben, Vor's Angesicht gestellt. 6. Und siehe, tausend Fürsten Mit Völkern ohne Licht, Stehn in der Nacht und dürften Nach deinem Angesicht. Auch sie hast du gegraben In deinen Priesterschild, Am Brunnquell sie zu laben, Der dir vom Herzen quillt. 7. So sprich dein göttlich: Werde! Laß deinen Odem wehn, Daß auf der finstern Erde Die Todten auferstehn; Daß, wo man Gözen fröhnet, Und vor den Teufeln knict, Ein willig Volk versöhnet Zu deinem Tempel zieht. 8. Wir rufen, du willst hören; Wir fassen, was du sprichst; Dein Wort muß sich bewähren, Womit du Fesseln brichst; Wie viele sind zerbrochen, Wie viele sinds noch nicht! O du, der's uns versprochen, Werd' aller Heiden Licht. A. Knapp. Mel. Valet will ich dir geben. 41. Der du zum Heil erschienen Der allerärmsten Welt, Und von den Cherubinen Zu Sündern dich gesellt, Den sie mit frechem Stolze Verhöhnt für seine Huld, Als du am dürren Holze Versöhntest ihre Schuld! 2. Damit wir Kinder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre Und uns Mel. Christus, der ist mein Leben. ch mit deiner Gnade, paus. Von Westen und von Güden, 42. Flvei uns HErr 36ju Chrift, JEſu Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List! 2. Ach, bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns beid', hier und dorte, Sei Güt' und Von Morgen ohne Zahl Sind Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 3. Im schönen Hochzeitskleide, Von allen Flecken rein, Führst du zu deiner Freude Die Völkerschaaren ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein Heil| Heil bescheert! 16 3. Ach, bleib mit deinem Glanze Bei uns, du werthes Licht; Dein' Wahrheit uns umschanze, Damit wir 46. irren nicht! 4. Ach, bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher HErr; Dein' Gnad' und all's Vermögen In uns reichlich vermehr! 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei uns, du reicher Held, Daß uns der Feind nicht truke, Noch fäll' die böse Welt! 6. Ach, bleib mit deiner Treue Bei uns, mein HErr und Gott! Beständigfeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth! Jos. Stegmann. Mel. Erhalt uns, HErr, bei deinem Wort. 43. ch, bleib bei uns, HErr Fª JEsu Christ, Weil es nun Abend worden ist; Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns verlöschen nicht. 2. In dieſer schwer betrübten Zeit Verleih' uns, HErr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sacrament Rein behalten bis an das End'. N. Selnecker. Mel. Liebster JEsu, wir sind hier. 44. njern Ausgang ſegne GOtt, Unsern Eingang gleichermaßen, Segne unser täglich Brod, Segne unser Thun und Lassen, Segne uns mit selgem Sterben Und mach uns zu Himmelserben! Hartm. Schenck. 45. ie Gnade unsers HErrn JEsu Christi, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des heil'gen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen! Amen. Marschlieder. chönster HErr JEsu, Herrscher aller Enden, Gottes und Mariä Sohn, Dich will ich lieben, Dich will ich ehren, Du meines Herzens werthe Kron. 2. Schön sind die Wälder, Schöner sind die Felder In der schönen Frühlingszeit; JEsus ist schöner, JEsus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht't der Monden, Schöner leucht't die Sonne Und die Sternlein allzumal. JEsus leucht schöner, JEsus leucht't reiner, Als all die Engel im Himmelssaal. 4. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist nur gegen ihn als Schein. Keiner auf Erden Lieber uns kann werden Als der schönste JEsus mein. 47. 10 findet die Seele die D der Ruh? Wer deckt sie mit schützenden Fittigen zu? Ach bietet die Welt keine Freistatt mir an, Wo Sünde nicht wohnen, nicht anfechten kann? Nein, nein, nein, nein hier ist sie nicht, Die Heimath der Seele ist droben im Licht. 2. Verlasse die Erde, die Heimath zu sehn, Die Heimath der Seele, so herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde gebaut, Ist dieses die Heimath der Seele der Braut? Ja, ja, ja, ja, dieses allein Kann Ruhplatz und Heimath der Seele nur sein. 3. Wie selig die Ruhe bei JEsu im Licht, Tod, Sünde und Schmerzen, die find't man da nicht. Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang, Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, Ruh, Ruh, himmlische Ruh Im Schooße des Mittlers ich eile dir zu! 48. ott ist die Liebe, Läßt 49. rüder, seht die Bundesmich 2. Chor: Gott ist die Liebe, er liebt auch mich. Beide Chöre: Drum sag ich noch einmal: Gott ist die Liebe, Gott ist die Liebe! Er liebt auch mich. fahne In den Lüften wehn! Neubelebt sollt ihr die Rechte Gottes fiegen sehn.:,: Gott mit uns! sei unsre Losung! Vorwärts Gloria! Ach! uns winkt die Lebenskrone! Muth Halleluja!:,: 2. Seht des Satans mächt'ge Heere Wüthen in dem Streit; Manche sah'n wir um uns fallen, Drum seid kampfbereit!:,: Gott mit uns!- jei unsre Losung! Vorwärts Gloria! Ach! uns winkt die Lebenskrone! Muth Halleluja!:,: 2. 1. Chor: Ich lag in Banden der schnöden Sünde: 2. Chor: Ich lag in Banden und konnt nicht los. 3. Ich lag im Tode, des Teufels Schrecken; Ich lag im Tode, Der Sünden Sold. 4. Er sandte Jesum, Den treuen Heiland; Er sandte Jesum Und macht mich los. Beide Chöre: Drum jag ich noch einmal 2c. 5. Jesus, mein Heiland, Gab sich zum Opfer; Jesus, mein Heiland, Büßt meine Schuld. 6. Er ließ mich laden Durchs Wort der Gnaden: Er ließ mich laden Durch seinen Geist. 7. Das Wort der Gnade Ist meine Speise; Das Wort der Gnade Stillt meinen Durst. Beide Chöre: Drum sag ich noch einmal zc. 8. O süße Liebe, Du Brunn des Heiles: O süße Liebe, Der Seelen Trost: 9. Du heilst, o, Liebe, All meinen Jammer; Du stillst, o Liebe, Mein tiefstes Weh. 10. Du füllst mit Freuden Die matte Seele: Du füllst mit Frieden Mein armes Herz. Beide Chöre: Drum sag ich noch einmal zc. 11. Du läßt mich erben Die ewge Freude; Du läßt mich erben die ewge Ruh. 12. Dich will ich preisen, Du ewge Liebe; Dich will ich loben So lang ich bin. Beide Chöre den ganzen Vers. Aug. Rische. 3. Blickt auf Jesu Kreuzesbanner, Hört auf sein Signal, Daß ihr bald in seinem Namen Sieget überall. :,: Gott mit uns! sei unsre Losung! Vorwärts Gloria! Ach! uns winkt die Lebenskrone! Muth Halleluja!:,: 4. Seid getreu!" ruft unser Jesus, „ Denn ich komme bald!" Nimm uns, Herr, dir ganz zu eigen, Sage Jung und Alt.:,: Gott mit uns! sei unsre Losung! Vorwärts Gloria! Ach! uns winkt die Lebenskrone! Muth Halleluja!:,: " 17 - 50. es Christen Schmuck und Ordensband Das ist das Kreuz des HErrn, Und wer erst seinen Werth erkannt, Der trägt es froh und gern, Der trägt es froh und gern. 2. Man nimmt's mit Demuth, trägt's mit Lust Und achtet's für Ges winn; Doch trägt man es nicht auf der Brust, O nein, man trägt es drin!:: 2 3. Und wenn's auch schmerzt und wenn's auch drückt, Bleibt man doch glaubensvoll; Man weiß ja wohl, wer's uns geschickt, Und was es wirfen soll.:,: 18 4. Man trägt es auch nur kurze Zeit, Blos als ein Unterpfand Für das zukünft'ge Ehrenkleid Im lieben Vaterland.:,: s ist ein Reis entsprungen 51. Aus einer Wurzel zart, Wie uns die Alten sungen, Von Jeffe war die Art, Und hat ein Blümlein bracht Mitten im kalten Winter, Wohl zu der halben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaias sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd: Aus Gottes ewgem Rath Hat sie ein Kind geboren, Wohl zu der halben Nacht. 3. Das Blümelein so kleine Das duftet uns so süß, mit seinem hellen Scheine Vertreibt die Finsterniß. Wahr'r Mensch und wahrer Gott, Hilft uns aus allen Leiden, Rettet von Sünd und Tod. 4. Lob, Ehr sei Gott dem Vater, Dem Sohn und heilgen Geist, Maria, Gottesmutter, Sei hoch gebenedeit! Der in der Krippen lag, Der wendet Gottes Zoren, Wandelt die Nacht in Tag. 5. O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammerthal Laß dein Hülf uns geleiten Hin in den Freudensaal, In deines Vaters Reich, Da wir dich ewig loben: O Gott, uns das verleih! 52. in nach oben möcht ich ziehen, Hin nach meines Vaters Haus; Wo die ewgen Höhen glühen, Wo die Himmelsblumen blühen, Ruhte meine Seele aus, Ruhte meine Seele aus. 2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich auf zu meinem Stern; Ueber Meere, Thäler, Hügel, Ohne Schranke, ohne Zügel Folgt ich immer meinem HErrn.:,: 3. Still und selig mit Marien Ihm zu Füßen säß ich da; Immer möcht ich vor ihm knieen, In mich seine Worte ziehen, Hätt ihn immer hold und nah.:,: 4. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit den Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen, Seines Wortes Trost empfing.:,: 5. Ander Loos ist uns bereitet: Wie auch grünet rings das Land, Wie sich rings die Ferne breitet Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund entschwand.:,: 6. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Herrlich wird er wieder kommen: Seine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur.:,; 7. Einst erklingen andre Stunden Und das Herz nimmt andern Lauf; Erdenjammer ist verschwunden, In den selgen Liebeswunden Löset aller Schmerz sich auf.:,: 8. Meine Seele, gleich der Taube, Die sich birgt im Felsenstein, Wird der Erde nicht zum Raube: In den Himmel dringt der Glaube, Meine Lieb und Sehnsucht ein.:,: 9. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn; Al mein Denken, all mein Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin.:,: 53. Laßt mich gehn, Laßt mich gehn, Daß ich Jesum möge sehn! Meine Seel ist voll Verlangen, Ihn auf ewig zu umfangen, Und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht,:,: Sonne, die durch Wolken bricht: O, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht. 3. Ach, wie schön:,: Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich über Thal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn! 4. Wie wirds sein,:: Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen HErr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! - 5. Paradies,:,: Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen! Bring uns, Herr, ins Paradies! G. Knak. 54. h bete an die Macht der Liebe, Die sich in Jesu offenbart; Ich geb mich hin dem freien Triebe, Mit dem ich Wurm geliebet ward; Ich will, anstatt an mich zu denken, Ins Meer der Liebe mich versenken. 3. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben. Ich fühls, ich muß für dich nur sein. Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben: Mein Ruhplay ist in dir allein. Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen: Drum folg ich deinen selgen Zügen. 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, Und wie verlangt dein Herz nach 55. ein Und liegt mir dies Jenn ich mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, Neigt sich mein Alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich, ich hab dich erlesen. und das im Sinn, Und ist doch nur ein irdisch Ding Zum Trauern zu gering, Dann denk ich bald, was soll der Schmerz, Komm schaffe dir ein ander Herz. Denn Trauern ist in dieser Welt Vom bösen Feind bestellt. 2. Dann denk ich auch an Jesum Christ, Wie er voll guten Zuspruchs ist; Er spricht im hellen Osterschein: Stellt euer Trauern ein! Dann kommt mir gleich ein Lied in Sinn, Ich fing es leise vor mich hin, Bis daß es durchbricht mit Gewalt Und hell und laut erschallt. 4. Für dich ist ewig Herz und Leben, Erlöser du, mein einzig Gut. Du hast für mich dich hingegeben Zum Heil durch dein Erlösungsblut, Heil des schweren, tiefen Falles, Für dich ist ewig Herz und alles! 19 O, wenn doch dieß der Sünder wüßte, Sein Herz wohl bald dich lieben müßte. 6. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Grunde, drück ihn tief hinein! Möcht deine süße Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen. 7. In diesem theuren Jesusnamen Das Vaterherze öffnet sich: Ein Brunn der Liebe, Fried und Freude Quillt nun so nah, so mildiglich. Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte, Sein Herz wohl bald dich lieben müßte. 5. Ich liebt und lebte recht im Zwange, Als ich mir lebte ohne dich. Ich wollte dich nicht, ach, so lange! Doch liebtest du und suchtest mich. 8. Lob sei dem hohen Jesusnamen, In dem der Liebe Quell entspringt, Von dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem die selge Schaar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende! Wie falten sie die frohen Hände! 3. Je heller meine Stimme klingt, Je tiefer Jesus in mich dringt; Mit ihm zieht lichter Osterschein Ins arme Herz hinein. Drum sollt ich wieder traurig sein, So hol ich Jesum singend ein: Und o, wie selig ist das Herz, Das so versingt den Schmerz. 20 56. ie Sach ist dein, Herr Jesu Christ, Die Sach, an der wir stehn, Und weil es deine Sache ist, kann sie nicht untergehn. Allein das Weizenkorn, bevor Es fruchtbar sproßt zum Licht empor, Wird sterbend in der Erde Schooß Vorher vom eignen Wesen los:: Im Sterben los, Vom eignen Weſen los:,: 2. Du gingest, Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich zum Theil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Thor Sammt deiner Sach zum Licht empor! Zum Licht empor, 58. Härſt du doch bei uns Todes Thor. S. Preiswerk. 5. Ihr Menschenkinder kommt herbei, Der Herr der ruft euch laut Und Engel singen auch dabei, Wenn er vom Himmel schaut. Sie singen mir o komme heim 2c. 2. Dort ziehen Erdensöhne ein Im Namen unsers Herrn Und stehn vor ihm gerecht und rein, Von Sünd und Schuld entfernt. Sie singen mir o komme heim 2c. 3. Darf ich auch manchen dort nicht sehn, Die zwar geladen sind, Jetzt aber einen Ruf verschmähn, Ich bleib ihm treu gesinnt. Sie singen mir o komme heim 2c. 4. Er spricht so freundlich komm zu mir, Du findest bei mir Ruh, Und Engelschaaren jauchzen dir Den Gruß des Himmels zu. Sie singen mir o komme heim 2c. 6. Ihr Kinder Gottes seht nicht mehr Auf Eitelkeit zurück, Nein, schaut doch auf des Himmels Heer Mit eures Glaubens Blick. Sie singen mir o komme heim 2c. 7. Die Welt vergeht mit ihrer Luft In einem kurzen Nu; Ihr findet an des Heilands Brust Und bei den Engeln Ruh. Sie singen mir o komme heim 2c. ter Jesus Christ! Wollten all dich herzlich lieben, Weil du gar so freund57. Es giebt ein Reich da Jeſus lich biſt. Wärst du doch bei uns gethront, so wunderschön, Von Engelschaaren längst bewohnt, Die uns entgegen gehn. Sie fingen mir o komme heim, Sie singen mir o komme heim, Die Engel sie stehn auf des Himmelshöhn Und fingen komme heim, Komme heim, Komme heim, Die Engel sie stehn auf des Himmelshöhn Und singen komme heim. Lieber, trauter 2. O wir haben wohl vernommen, Was dein Mund der Liebe spricht: Laßt die Kindlein zu mir kommen, Wehret mir die Kleinen nicht! O wir haben wohl vernommen, Was dein Mund der Liebe spricht. 3. Wohl in einem schönen Bilde Haben wirs mit angesehn, Wie um deine Huld und Milde Mütter fnien und Kinder stehn. Wohl in einem schönen Bilde Haben wirs mit angesehn. 4. Wirst du denn nicht wiederkehren, Lieber, trauter Jesus Christ? O wir wollen dich verehren, Weil du gar so freundlich bist. Wirst du denn nicht wiederkehren, Lieber, trauter Jesus Christ? 5. Wenn du kommst, die Kinder eilen Alle fröhlich hin zu dir; Wollten gern bei dir verweilen, Jesu, aller Liebe Zier! Wenn du kommst, die Kinder eilen Alle fröhlich hin zu dir. Fint. Kirchliche Feste und Zeiten. Advent. Mel. Aus meines Herzens Grunde. 59. uf, auf, ihr Reichsgenoſsen! Eur König kommt heran, Empfahet unverdrossen Den großen Wundermann! Ihr Christen, geht herfür. Laßt uns vor allen Dingen Ihm Hosianna singen Mit heiliger Begier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der König ist gar nah; Hinweg all Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort Hoch tröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können Im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern; Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern; Der HErr will in der Noth Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hülf erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr frechen Sünder: Der König merket drauf, Wenn ihr verlornen Kinder In vollem Lasterlauf Auf Arges seid bedacht, Ja thut es ohne Sorgen; Gar nichts ist ihm verborgen. Er giebt auf alles acht. 5. Seid fromm, ihr Unterthanen, Der König ist gerecht; Laßt uns die Weg ihm bahnen Und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut, Drum lasset uns die Plagen, Welch' er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Muth. 6. Frisch auf in Gott, ihr Armen, Der König sorgt für euch, Er will durch sein Erbarmen Euch machen groß und reich; Der an ein Thier gedacht, Der wird auch euch ernähren; Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht. 7. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, 21 Der König kommt mit Macht; An uns, sein' Herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein Noch Zorn hinfür uns schaden, Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 8. So lauf mit schnellen Schritten, Den König zu besehn, Dieweil er kommt geritten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann. 9. Der König will bedenken Die welch er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, Als der sich selbst uns giebt Durch seine Gnad' und Wort'; Ja König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 10. Nun HErr, du giebst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du jagst den Sündern nach; Drum wollen wir allein Die Stimmen hoch erschwingen, Ein Hosianna singen Und ewig dankbar sein. I. Rist. 60. acht hoch die Thür, die Thor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Leben mit sich bringt: Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, Mein Schöpfer reich von Rath! 2. Er ist gerechi, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt, Sein Königskron ist Heiligkeit, Sein Scep ter ist Barmherzigkeit; All unsre Noth zu End er bringt, Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet fei mein Gott, Mein Heiland, groß von That! 3. Owohl dem Land, o wohl der Stadt, So diesen König bei sich hat; Wohl allen Herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die 22 rechte Freudensonn, Bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, Mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, Eur Herz zum Tempel zubereit't; Die Palmen der Gottseligfeit Streut hie mit Andacht, Lust und Freud; So kommt der König auch zu Weihnacht. 61. elobet seift du, Jeſus Christ, Daß du Mensch geboren bist Von einer Jungfrau, das ist wahr, Deß freuet sich der Engel Schaar. Halleluja. 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm, Und in dem Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja. 7. Das hat er alles uns gethan, Sein' große Lieb' zu zeigen an. Deß freu' sich alle Christenheit, Und dank' ihm deß in Ewigkeit. Halleluja! guther. euch, Ja Heil und Leben mit zugleich. 62. t Gelobet Gott, Rath, voll That, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, Meins Herzens Thür dir offen ist; Ach zeuch mit deiner Gnade ein, Dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit Den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, Sei ewig Preis und Ehr! G. Weißel. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast der Welt hier ward. Er führt uns aus dem Jammerthal Und macht uns Erb'n in seinem Saal. Halleluja. un finget und seid froh, Jauchzt alle und sagt so: Unsers Herzens Wonne Liegt in der Krippe bloß, Und leuchtet als die Sonne In seiner Mutter Schooß. Du bist A und O! Du bist A und O! 2. Sohn Gottes in der Höh, Nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüthe, Kindlein zart und rein, Turch deine große Güte, O liebſtes Jefulein! Zeuch mich hin nach dir, Zeuch mich hin nach dir! 3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir waren all verdorben Durch Sünd und Eitelkeit; So hat er uns erworben Die ewge Himmelsfreud. Eya, wärn wir da! Eya, wärn wir da! 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippe find't; In unser armes Fleisch und Blut Verfleidet sich das ew'ge Gut. Halleluja. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Der liegt in Marien Schooß. Der ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding' erhält allein. Halleluja. 4. Das ew'ge Licht geht da herein, 63. Lobt Gott, ihr Christen, Giebt der Welt nun neuen Schein; Es leuchtet mitten in der Nacht, Und uns zu Lichteskindern macht. Halleluja. Sallzugleich in seinem höchsten Thron! Der heut schleußt auf sein Himmelreich Und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schooß Und wird ein Kindlein klein, Er liegt dort elend, nackt und bloß, Um unser Heil zu sein. 3. Er äußert sich all sein'r Gewalt, Wird niedrig und gering, Und nimmt 4. Wo ist der Freudenort? Nirgends mehr, denn dort, Da die Engel singen Mit den Heilgen all, Und wo die Psalmen klingen Im hohen Himmelssaal. Eya, wärn wir da! Eya, wärn wir da! Nach Peter v. Dresden. an sich die Knechtsgestalt, Der Schöpfer aller Ding'. 4. Er wechselt mit uns wunderbar, Er wird uns Menschen gleich, Und beut uns seine Gottheit dar, Wird arm und macht uns reich. 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; Das mag ein Wechsel sein! Er wird ein Kind, um mir das Recht Der Kindschaft zu verleih'n. 6. Heut schleußt er wieder auf das Thor Zum ew'gen Paradeis, Der Cherub steht nicht mehr davor, Gott sei Lob, Ehr' und Preis! N. Hermann. Neujahr. Mel. Jesus meine Zuversicht. 64. Tesus soll die Losung sein, Da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein Denen zum Paniere dienen, Die in seinem Bunde stehn, Und auf seinen Wegen gehn. 2. Jesu Name, Jesu Wort Soll in den Gemeinen schallen; Und so oft wir nach dem Ort, Der nach ihm genannt ist, wallen, Mache seines Namens Ruhm Unser Herz zum Heiligthum. 3. Ja, wir wollen unsre Bahn Nun in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Stern voran, So wird alles wohl bestehen Und durch seinen Gnadenschein Alles voller Segen sein. 4. Alle Sorgen, alles Leid Soll sein Name uns versüßen, So wird alle Bitterfeit Uns zum Segen werden müssen. Er, der unsern Kummer stillt, Jesu Nam' sei Sonn und Schild. Benj. Schmold. Epiphanias. Mel. Wie soll ich dich empfangen. 23 Himmel ist dein Thron. Hilf, daß Allhier auf Erden Den Menschen weit und breit Dein Reich bekannt mag werden Zur ewgen Seligkeit. 2. Von deinem Reich auch zeugen Die Leut aus Morgenland. Die Knie sie vor dir beugen, Weil du ihn'n bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, Dazu das göttlich Wort, Drum man dich billig preiset, Daß du bist unser Hort. 65. Dein Reich soll ewig währen, Im 3. Du bist ein großer König, Wie uns die Schrift vermeldt. Doch achtest du gar wenig Vergänglich Glück und Geld, Prangst nicht auf einem Rosse, Trägst keine güldne Kron, Sitz'st nicht in festem Schlosse Hier haft du Spott und Hohn. - Darstellung. Mel. Wie soll ich dich empfangen. Jesu, König aller Ehren, Herr 66. Her det licht der Heide Rönig aller Ehren, Herr Jesu, Davids Sohn, 4. Doch bist du schön gezieret, Dein Glanz erstreckt sich weit, Dein Gut allein florieret Um dein' Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schüßen Durch dein Macht und Gewalt, Daß sie im Frieden sizzen, Die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, In dein Reich nimm mich auf; Dein Güte schenk mir Armen Und segne meinen Lauf. Mein'n Feinden wollst du wehren, Dem Teufel, Sünd und Tod, Daß fie mich nicht verzehren: Rett mich aus aller Noth. 6. Du wollst in mir entzünden Dein Wort, den schönsten Stern. Laß falsche Lehr und Sünden Sein von mein'm Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne Und mit der Christenheit Dich meinen König nenne Jezt und in Ewigkeit. Mart. Böhme. Lieb, Wir kommen jegt mit Freuden Durch deines Geistes Trieb In diesen 24 deinen Tempel Und suchen mit Begier Nach Simeons Erempel Dich großen Gott allhier. 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Dahin du dich verbunden Durch dein Verheißungswort: Vergönnst noch heutzutage, Daß man dich gleicherweis' Auf Glaubensarmen trage, Wie hier der alte Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, In Schrecken unsre Sonne, In Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Gluth und Flamme, In Noth ein Freudenstrahl, In Krankheit Arzt und Amme, Ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß legt wie Simeon Ein jeder Christ kann singen Den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden Die Augen zugedrückt, Nachdem ich schon hienieden Den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja ich hab im Glauben Mein Jesu dich geschaut. Kein Feind kann dich mir rauben, Wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen Und in dem meinen du. Uns scheiden teine Schmerzen, Kein' Angst, kein Schmerz dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen So scheel und schwül mich an, Daß oft vor Angst und Heulen Ich dich nicht kennen kann; Dort aber wirds geschehen, Daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen Dein immer flares Licht. Joh. Franc. Paffion. 67. hrifte, du Lamm Gottes, cos Der du trägst die Sünde der Welt, Erbarme dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes 20. 3. Christe, du Lamm Gottes zc. Gieb uns deinen Frieden! Amen. 68. Lamm Gottes unschuldig, Am Stamm des Kreuzes geschlachtet; Allzeit erfunden geduldig, Wiewohl du wurdest verachtet. All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen, Erbarm dich unser, o Jesu! 2. O Lamm Gottes unschuldig zc. 3. O Lamm Gottes unschuldig 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! n. Decius. Mel. Vom Himmel hoch. 69. Bab ab Lob und Dank, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist. Dein bittrer Tod, das Leiden dein Mein Heil und Leben ist allein. 2. Du hast ja, Herr, bezahlt für mich Das ist mein Glaube, darauf sterb ich. Herr, weck mich auf zur Seligkeit, daß ich dich lob in Ewigkeit. - Mel. Ich will mich mit dir verloben. 70. du Liebe meiner Liebe, Du erwünschte Seligkeit, Die du dich aus höchstem Triebe In das jammervolle Leid Deines Leidens mir zu gute Als ein Schlachtschaf eingestellt und bezahlt mit deinem Blute Alle Missethat der Welt. 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen An dem Delberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen Unaufhörlich fest geliebt; Biebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt! Den, so niemand konnte stillen, Hat dein Sterben hingelegt. 3. Liebe, die mit starkem Herzen Alle Schmach und Hohn gehört; Liebe, die mit Angst und Schmerzen Nicht der strengste Tod versehrt; Liebe, die fich liebend zeiget, Als sich Kraft und Athem end't; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt; Liebe, die aus Liebserbarmen Mich zuletzt in höchster Huld Ihrem Vater überlassen, Die selbst starb und für mich bat, Daß mich nicht der Zorn sollt faffen, Weil mich ihr Verdienst vertrat. 5. Liebe, die mit so viel Wunden Gegen mich als seine Braut Unaufhörlich sich verbunden Und auf ewig angetraut; Liebe, laß auch meine Schmerzen, Meines Lebens Jammerpein In dem blutverwund'ten Herzen Sanft in dir gestillet sein. 6. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuzesholz erworben Ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, Du verwund'te Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deiner Seite ruh! - 7. Liebe, die sich todt gekränket Und für mein erkalt'tes Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann Und der Seelen Heil erworben. Nimm mich ewig liebend an. Joh. Angelus. Mel. Sünder, willst du ruhig sein. 71. Liebe, die du mir zu gut An dem Kreuz dein theures 806 Blut Hast so mildiglich vergossen Und mich in dein Herz geschlossen: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. F. Oftern. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag. 72. Triumph, Triumph! Victoria! Der große Siegesheld steht da, Mein auferstandner Jesus ruft, Sammt Himmel, Erde, Meer und Luft: Victoria! 25 2. Der schwere Blutkampf ist vorbei, Der Bürge stehet wieder frei, Nun ist das schwere Werk vollbracht, Der schöne Tag vertreibt die Nacht: Victoria! 3. Du tapf'rer Ueberwinder du, Ich jauchze tausend Dank dir zu! Es fingt mein tiefster Herzensgrund, Es ruft mein jubelvoller Mund: Victoria! 4. Nun, nun kann ich erst fröhlich sein, Nun ist die Seligkeit recht mein, Du bringst sie aus dem Grabe mit, Ich bin nun aller Sünde quitt: Victoria! 5. Des Vaters Zorn ist nun gestillt Und des Gesetzes Fluch erfüllt; Wie väterlich ist er gefinnt! Er heißet mich sein liebes Kind: Victoria! 6. Ich spotte nun ganz unverzagt Dem Teufel, der mich stets verklagt; Ich will auf Löw'n und Ottern gehn Und doch unüberwindlich stehn. Victoria! 7. Wie lieb ist mir nunmehr der Tod! Das Gift ist weg, nun hat's nicht Noth; Ich schlafe nur im Sterben ein, Mein Grab ist wie ein Kämmerlein. Victoria! 8. Ich weiß, ich weiß, daß du noch lebst, Und niemals ferne von mir schwebst; Ich bin dein theures Eigenthum, Drum schallt bei mir dein steter Ruhm: Victoria! 9. Der Himmel thut sich mir nun auf; Ach, Jesu! förd're meinen Lauf; Wie gern will ich zur Ruhe gehn, Daß ich kann himmlisch auferstehn.. Victoria! 10. Mein Jesu! komm, ich bin bereit. Dann sing' ich dir in Ewigkeit, Bei dir, im sel'gen Himmelszelt: Triumph, Triumph, du großer Held! Victoria! Johann Menter. 26 Eigne Melodie oder: Vom Himmel hoch, mit Weglassung des Halleluja. ( G) 73. ohn, Der von dem eut triumphieret Gottes Tod erstanden schon, Halleluja, Halleluja! Mit großer Kraft un Herrlichkeit, Des danken wir ihm in Ewigkeit. Halleluja, Halleluja. 2. Dem Teufel hat er sein' Gewalt Zerstört, verheert ihm all Gestalt, Halleluja, Halleluja! Wie pflegt zu thun ein starker Held, Der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja. 3. O süßer Herre Jesus Christ, Der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja! Führ uns durch deine Barmherzigkeit Mit Freuden in dein' Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. Basilius Förtsch. Himmelfahrt. 74. G en Himmel aufgefahren ist, Halleluja! Der König der Ehren, Jesus Christ. Halleluja. 2. Er sitzt zur Rechten Gottes Hand, Halleluja! Herrscht über Himmel und alle Land. Halleluja. 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist, Halleluja! In Psalmen von dem Herrn Christ, Halleluja. 4. Nun sitt beim Herren Davids Herr, Halleluja! Wie zu ihm hat gesagt der Herr. Halleluja. 5. Drum jauchzen wir mit großem Schall'n, Halleluja! Dem Herrn Christ zum Wohlgefall'n, Halleluja. 6. Wir loben die Dreieinigkeit, Halleluja! Gott Vater, Sohn und heilgen Geist. Halleluja. Melchior Franck, Pfingsten. 75. Komm, heiliger Geist, Herre Gott! Erfüll mit deiner Gnaden Gut Deiner Gläubgen Herz, Muth und Sinn, Dein brünstge Lieb entzünd in ihn'n. O HErr, durch deines Lichtes Glanz, Zu dem Glauben versammelt haft Das Volk aus aller Welt Zungen; Das sei dir, HErr, zu Lob gesungen. Halleluja! Halleluja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. HErr, behüt vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum Christ mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauten. Halleluja! Halleluja! 3. Du heilige Brunst, süßer Troft! Nun hilf uns fröhlich und getroft In deinem Dienst beständig bleiben, Die Trübfal uns nicht abtreiben. O HErr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hie ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja! Halleluja! Luther. Trinitatisfest. 76. ir glauben all an einen Himmels und der Erden, Der sich zum Vater gegeben hat, Daß wir seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel' auch wohl bewahren; Allem Unfall will er wehren, Kein Leid soll uns widerfahren. Er forget für uns, hüt't und wacht: Es steht alles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Seinen Sohn und unsern HErren, Der ewig bei dem Vater ist, Unly.- Bibl. Glessen Gleicher Gott von Macht und Ehren: Von Maria der Jungfrauen Ist er wahrer Mensch geboren Durch den heilgen Geist im Glauben; Für uns, die wir war'n verloren, Am Kreuz gestorben, und vom Tod Wiederauferstanden ist durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller Blöden Tröster heißt Uns mit Gaben zieret schöne: Die ganze Christenheit auf Erden Hält in einem Sinn gar eben; Hie all Sünd vergeben werden. Das Fleisch soll auch wieder leben: Nach diesem Elend ist bereit Uns ein Leben in Ewigkeit. Amen. Luther. 27 Reformationsfest. 78. in feste Burg ist unſer Gott, Ein gute Wehr und Waffen; Er hilft uns frei aus aller Noth, Die uns jetzt hat betroffen. Der alte böse Feind, Mit Ernst er's jetzt meint, Groß Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist, Auf Erd'n ist nicht sein's Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloren; Es streit't für uns der rechte Mann, Den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer er ist? Er heißt Jesus Christ, Der HErre Zebaoth, Und ist kein andrer Gott, Das Feld muß er behalten. llein Gott in der Höh' 77. I Ehr Und Dank für seine Gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann kein Schade; Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, Nun ist groß Fried ohn Unterlaß, All Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich, Für deine Gnad wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich Regierst ohn alles Wanken; Ganz unermess'n ist deine Macht, Fort g'schieht, was dein Will' hat bedacht. Wohl uns des feinen HErren. 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der'r, die warn verlorn, Du Stiller unsers Haders; Lamm Gottes, heil'ger HErr und Gott, Nimm an die Bitt von unsrer Noth, Erbarm dich unser aller! Taufe. 4. O heil'ger Geist, du höchstes Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Gut, Du allerheilsamſter Tröster, 79. Gott und Bater, nimm jegund Vors Teufels G'walt fortan behüt', Die Jesus Christ erlöset Durch große Mart'r und bittern Tod. Abwend all' unsern Jammer und Noth; Darauf wir uns verlassen. N. Decius. Dieses von unsern Armen. Nimm es auf in deinen Bund Und erzeig ihm dein Erbarmen, Dağ es alle Lebenstage Deiner Kindschaft Zeichen trage. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär, Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, Wie sau'r er sich stellt, Thut er uns doch nicht, Das macht er ist gericht't: Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, Und kein'n Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, Sie haben's tein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben! Luther. 28 2. Wasche es mit deinem Blut, Treuer Jesu, von den Sünden, Laß in seiner Taufe Fluth Den geerbten Fluch verschwinden Und sein Leben auf der Erden Deinem Vorbild ähnlich werden. 3. Und du, werther heilger Geist, Schenk ihm deine Gnadenkräfte. Treibe, wie dein Bund verheißt, Selbst in ihm das Heilsgeschäfte, Daß es stets an Jesu Leibe Ein lebendig Gliedmaß bleibe. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst schenk ihm den Frieden, Weinstock hilf, daß dieser Rebe Dich im Glauben auch umgebe. V. 1-3. I. I. Sprengen. V. 4. Schmolck. Confirmation. 80. Hein Schöpfer, steh mir bei, Sei meines Lebens Licht; Dein Auge leite mich, Bis mir mein Auge bricht. Hier leg' ich Herz und Glieder Vor dir zum Opfer nieder Und widme meine Kräfte Für dich und dein Geschäfte. Du willst ja, daß ich deine sei: Drum, Schöpfer, steh mir bei. 2. Mein Heiland, wasche mich Durch dein so theures Blut, Das alle Fleck'n tilgt weg Und lauter Wunder thut. Schließ' die verirrte Seele In deine Wundenhöhle, Daß sie von Zorn und Sünde Hier wahre Freiheit finde. Ich bin ein Scheusal ohne dich: Mein Heiland, wasche mich! 3. Mein Tröster, gieb mir Kraft, Wenn sich Versuchung zeigt, Regiere meinen Geist, Wenn er zur Welt sich neigt. Lehr' mich den Sohn erkennen, Ihn meinen Herren nennen, Sein Gnadenwort verstehen, Auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: Mein Tröster, gieb mir Kraft. 4. Gott Vater, Sohn und Geist, Dir bin ich, was ich bin. Ach, drücke selbst mein Bild Recht tief in deinen Sinn. Erwähle mein Gemüthe, Zum Tempel deiner Güte, Verkläre an mir Armen Dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist! Mel. Ich will mich mit dir verloben. 81. Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Der da Schaden, Spott und Schande Uns mit Himmelslust versüßt; Strafe ferner an den Deinen Den verhaßten Adams- Sinn, Bis dein seliges Erscheinen Uns führt aus dem Kerker hin. 2. Herrscher, herrsche; Sieger, siege; König, brauch dein Regiment; Führe Deines Reiches Kriege, Mach' der Sclaverei ein End'! Führe aus der Grub' die Seelen Durch des neuen Bundes Blut; Laß uns länger nicht mehr quälen, Denn du meinst's ja mit uns gut! 3. Hatten wir auch selbst erforen Fleisches Lust und Herrlichkeit, Gieb uns dennoch nicht verloren In den Tod der Eitelkeit! Ach, die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Beig' uns nur die ersten Stufen Der gebroch'nen Freiheitsbahn! 4. Ach, wie theu'r sind wir erwor= ben, nicht der Menschen Knecht zu sein; Drum, so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen, Nach dem besten Bild gebild't; Der hat Gnad' um Gnad' genommen, Wer aus deiner Füll' sich füllt. 5. Liebe, zeuch uns in Dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ' ins Paradies uns ein! Doch wohlan! du wirst nicht säumen, Wo wir nur nicht lässig sein; Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. G. Arnold. Buße und Beichte. 82. traf mich nicht in deinem 3orn, großer Gott verschone! Ach, laß mich nicht sein verlorn, nach Verdienst nicht lohne. Hat die Sünd dich entzündt: Lösch ab in dem Lamme Deines Grimmes Flamme. 2. Zeig mir deine Vaterhuld Stärk mit Trost mich Schwachen! Ach, Herr hab mit mir Geduld, Mein Gebeine frachen: Heil die Seel Mit dem Oel Deiner großen Gnaden, Wend ab allen Schaden. 3. HErr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein Der verdammten Seelen; Daß ich dir Für und für Dort an jenem Tage, Höchster Gott, Lob sage. 4. Ach! sich mein Gebeine an, wie sie all erstarren; Meine Seele gar nicht kann Deiner Hülfe harren; Ich verschmacht: Tag und Nacht Muß mein Lager fließen Vor den Thränengüssen. 5. Ach! ich bin so müd und matt Von den schweren Plagen; Mein Herz ist der Seufzer satt, Die nach Hülfe fragen. Wie so lang Machst du bang Meiner armen Seele In der Schwermuthshöhle? 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten: Nunmehr kann ich mit Begier Vor sein Antlit treten. Teufel weich! Hölle fleuch: Was mich vor gekränket, Hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis Hier und auch dort oben; Wie auch Christo 29 gleicherweis, Der allzeit zu loben: Heilger Geist, Sei gepreist, Hoch ges rühmt, geehret, Daß du mich erhöret. 3. G. Allbinus. Abendmahl. 83. chmücke dich, o liebe Seele, Laß die dunkle Sündenhöhle, Komm ans helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu prangen! Denn der HErr voll Heil und Gnaden, Will dich jetzt zu Gaste laden; Der den Himmel kann verwalten, Will jetzt Herberg' in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Bräutigam entgegen, Der mit ſeinen Gnadengaben Jetzt dein armes Herz will laben. Deffn' ihm schnell des Geistes Pforten, Red' ihn an mit süßen Worten: Komm, ich will Dich mit Verlangen Als den liebsten Gast empfangen. 3. 3war beim Kaufe theurer Waaren Pflegt man sonst kein Geld zu sparen; Aber du willst für die Gaben Deiner Huld kein Gold nicht haben, Weil in allen Bergwerksgründen Kein solch' Kleinod ist zu finden, Das die blutgefüllten Schalen Und dies Manna kann bezahlen. 4. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oft mit Thränen Mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebensfürsten, Daß in diesem Brod und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimniß dieser Speise Und die unerforschte Weise Macht, daß ich voll Staunen merke, HErr, die Größe Deiner Werke. Ist auch wohl ein 30 Mensch zu finden, Der Dein' Allmacht tann ergründen? 6. Nein, Vernunft, die muß hier weichen, Kann dieß Wunder nicht erreichen, Daß dies Brod wird nie verzehret, Ob es gleich viel Tausend nähret, Und daß mit dem Saft der Reben llns wird Christi Blut gegeben. O, der großen Heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten. 7. Jesu meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud' und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall' ich zu Deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise. 8. HErr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben, Und dazu ganz unverdrossen, HErr, dein Blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann träftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 9. Jesu, wahres Brod des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens, Oder mir vielleicht zum Schaden, Sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch wie jetzt auf Erden, Mög' Dein Gast im Himmel werden. J. Franc. Christliches Glauben, Lieben, Loben, Leben, Leiden, Sterben. Hochzeit Hausstand. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 84. Tie schön ists doch, Herr Jesu Christ, Im Stande, da dein Segen ist, Im Stande heilger Che! Wie steigt und neigt sich deine Gab Und alles Gut so mild herab Wenn sich Aus deiner heilgen Höhe, An dich Fleißig halten Jung und Alten, Die im Orden Eines Lebens einig worden. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn Und unverrückt beisammen stehn Im Bunde reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerschlagen, Kann zernagen, Was Gott giebet Dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Vor allen giebt er seine Gnad, In deren Schooß er früh und spat Sein Hochgeliebten heget. Dannspannt sein Arm sich täglich aus, Da faßt er uns und unser Haus Gleich als ein Vater pfleget. Da muß Ein Fuß Nach dem andern Gehn und wandern Bis sie kommen In das Zelt und Sitz der Frommen. 4. Der Mann wird einem Baume gleich, An Aesten schön, an Zweigen reich; Das Weib gleich einem Reben, Der seine Träublein trägt und nährt Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, O Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehrenkrone: Gott denkt dein bei seinem Throne. 5. Dich, dich hat er ihm auserkorn, Daß aus dir werd herausgeborn Das Volk, das sein Reich bauet; Sein Wunderwerk geht immer fort, Und seines Mundes starkes Wort Macht, daß dein Auge schauet Schöne Söhne Und die Tocken*), Die den Rocken Fein abspinnen, Und mit Kunst die Zeit gewinnen. *) Töchter. 6. Sei gutes Muths: wir sind es nicht, Die diesen Orden aufgericht; Es ist ein höhrer Vater: Der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, Der beste Freund und Rather: Anfang, Ausgang Aller Sachen, Die zu machen wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 7. 3war bleibts nicht aus, es kommt ja wohl Ein Stündlein, da man leidensvoll Die Thränen läffet fließen. Je dennoch, wer sich in Geduld Ergiebt, deß Leid wird Gottes Huld In großen Freuden schließen. Site, Schwite Nur ein wenig: Unser König wird behende Machen, daß die Angst sich wende. 8. Wohl her, mein König! nah herzu! Gieb Rath in Kreuz, in Nöthen Ruh, In Nengsten Trost und Freude! Deß sollst du haben Ruhm und Preis, Wir wollen fingen bester Weis Und danken alle beide, Vis wir Bei dir, Deinen Willen zu erfüllen deinen Namen Ewig loben werden. Amen! P. Gerhard. 85. selig Haus, wo man dich aufgenommen, Du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ, Wo unter allen Gästen, die da kommen, Du der gefeiertste und liebste bist; Wo aller Herzen dir entgegen schlagen, Und aller Augen freudig auf dich sehn, Wo aller Lippen dein Gebot erfragen, Und alle deines Winks gewärtig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind; Wo beide eines Heils gewürdigt, keiner Im Glaubensgrunde anders ist gefinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen, An jedem guten, wie am bösen Tag! 3. Oselig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, 31 der sie als die Seinen Mit mehr, als Mutterliebe hegt und pflegt; Wo fie zu deinen Füßen gern sich sammeln, Und horchen deiner süßen Rede zu, Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland, du. 4. Oselig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen, Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk von einem Eifer brennen, Daß es nach deinem Willen mag geschehn; Als deine Diener, deine Hausgenossen, In Demuth willig und in Liebe frei Das Ihre schaffen, froh und unverdrossen In kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. Oselig Haus, wo du die Freude theilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt: O selig Haus, wo du die Wunden heilest, Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus, Dahin, woher der Vater dich gesendet: Ins große, freie, schöne Vaterhaus. Spitta. Hausrichte. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. 86. Jesum Christ, Daß dieses Haus gerichtet ist. Gott Lob und Dank, mit Vatertren Stand er uns bei der Arbeit bei. 2. Wir können nichts durch unsre Macht; Gott schützet uns bei Tag und Nacht. Er ists, der uns durch seine. Güt Auch jetzt bei diesem Bau behüt't. 3. Drum Preis und Ehre Gott allein! Ihm wollen wir das Haus nun weihn. Er breite seine Hände aus Und segne uns und dieses Haus. Görcke. ( Folgt Zimmermannsspruch und darnach:) 32 87. un dantet Alle Gott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut An uns und allen Enden; Der uns von Mutterleib Und Kindesbeinen an Unzählig viel zu gut, Und noch jetzo gethan. 2. Der ewig- reiche Gott Woll' uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben, Und uns in seiner Gnad, Erhalten fort und fort, Und uns aus aller Noth Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne, Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone Dem dreieinigen Gott, Als es ursprünglich war, Und ist und bleiben wird Jehund und immerdar. N. Decius. Einzug in ein neues Haus. 88. Teju, geh voran, Auf der Lebensbahn: Und wir wollen nicht verweilen Dir getreulich nachzueilen. Führ uns an der Hand Bis ins Vaterland. 2. Solls uns hart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden: Oso gieb Geduld zu beiden. Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, Gieb uns auch die nöthge Pflege. Thu uns nach dem Lauf Deine Thüre auf. v. Zinzendorf. Wenn einer in die Ferne zieht. 89. 11as macht ihr, das ihr weinet, Und brechet mir das Herz! Im HErrn sind wir vereinet Und bleibens allerwärts: Das Band, das uns verbindet, Lös't weder Zeit noch Ort: Was in dem HErrn sich findet, Das währt in ihm auch fort, Das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollt's geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein; Man sieht sich an, als sähe man sich zum letzten Mal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem HErrn doch überall.:,: 3. Man spricht: ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib, Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib; Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch, Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch.:;: 4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn, Wir kennen ja den Einen, mit dem wir alle gehn In einer Hut und Pflege, Geführt von einer Hand, Auf einem sichern Wege Ins eine Vaterland.:,: 5. So sei denn diese Stunde Nicht schwerem Trauerleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm HErrn geweiht; Wenn wir uns ihn erforen 3u unserm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden thut.:,: Spitta. Am Geburtstage. Mel. Allein Gott in der Höh. 90. is hieher hat mich Gott gebracht Durch seine große Güte; Bis hieher hat er Tag und Nacht Bewahrt Herz und Gemüthe. Bis hieher hat er mich geleit't, Bis hieher hat er mich erfreut, Bis hieher mir geholfen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank die Treue, Die Morgensegen. du, o Gott, mir lebenslang Bewieſen 93. Licht vom unerſchöpfEwigkeit, ten Lichte! Schick' uns diese Morgenzeit Deine Strahlen zu Gesichte, Und vertreib durch deine Macht Unsre Nacht. täglich neue. In schreib ich an: Der HErr hat große Ding gethan An mir und mir geholfen. 3. Hilf fernerweit, du treuer Hort, Hilf mir zu allen Stunden, Hilf mir an all und jedem Ort, Hilf mir durch Jesu Wunden; Hilf mir im Leben, Tod und Noth Durch Christi Schmerzen, Blut und Tod, Hilf mir, wie du geholfen. Em. Jul. Gräf. zu Schwarzb.- Rudolstadt. Vor Tisch. Mel. Schmücke dich, o liebe Eeele. 91. peis, o' Vater, deine Kinder, Tröste die betrübten Sünder, Sprich den Segen zu den Gaben, Die wir jetzo vor uns haben, Daß fie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben. Bis wir endlich zu den Frommen An die Himmelstafel kommen. Joh. Heermann. Nach Tisch. Mel. Vom Himmel hoch 2c. ir danken Gott, für deine 92. empfangen haben. Wir bitten dich die wir von 33 den lieben HErrn, Du wollst hinfort uns mehr beschern, 2. Und speisen uns mit deinem Wort, Daß wir satt werden hier und dort. Ach, lieber Gott, du wollst uns geben Nach dieser Welt das ewig Leben. 2. Deiner Güte Morgenthau Fall auf unser matt Gewissen, Laß die dürre Lebensau Lauter süßen Trost genießen, Und erquick uns, deine Schaar, Immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Gluth Unsre kalten Werke tödte, Und erweck uns Herz und Muth Bei erstandner Morgenröthe, Daß wir, eh wir gar vergehn, Recht aufstehn. 4. Ach du Aufgang aus der Höh', Gieb, daß auch am jüngsten Tage Unser Leichnam aufersteh', Und entfernt von aller Plage Sich auf jener Freudenbahn Freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, Du verklärte Gnadensonne! Führ' uns durch das Thränenfeld In das Land der süßen Wonne, Da die Lust die uns erhöht, Nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth. Am Sonntage( Missionsseft). Mel. Gott des Himmels. 94. Ghöner als man denken Balleluja! mag. Heute fühl ich keine Sorgen, Denn es ist ein lieber Tag, der durch seine Lieblichkeit Recht das Innerste erfreut. 2. Süßer Ruhetag der Seelen, Sonntag, der voll Lichtes ist, Heller Tag der dunklen Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt, Stunde voller Seligkeit, Du vertreibst mir alles Leid. 3 34 3. Ach, wie schmeck ich Gottes Güte Recht als einen Morgenthau, Die mich führt aus meiner Hütte zu des Vaters grüner Au. Da hat wohl die Morgenstund Edlen Schatz und Gold im Mund. 4. Ruht nur meine Weltgeschäfte, Heute habe ich sonst zu thun, Denn ich brauche alle Kräfte In dem höchften Gott zu ruhn. Heute schickt kein Am Sonntage( Missionsfeft). Mel. Nun bricht die finstre Nacht herein. Arbeit fich Als nur Gotteswerk für 96. In defu meinen, men Jesu heut der mir 5. Ich will in der Zionsstille Heute voller Arbeit sein, Denn da sammle ich die Fülle Von den höchsten Schäten ein, Wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. Jonath. Krause. Abendsegen. 95. n un ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, Es schläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, Ihr sollt zuvor beginnen, Was eurem Schöpfer wohlgefällt. 5. Auch, euch, ihr meine Lieben, Soll heint kein Leid betrüben, Kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch selig schlafen, Stell euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schaar. Paul Gerhardt. ein' andre Sonne, Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint. 3. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder, Der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'. 4. Breit aus die Flügel beide, O Jesu! meine Freude, Und nimm dein Küchlein ein; Will Satan mich verschlingen, So laß die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein. alles gar Mein Schutz und meine Sicherheit Mein Heil und Leben war, 2. Beg ich mich nun mit Zuversicht Ins Bett zu meiner Ruh; In ihm, der ist und bleibt mein Licht, Schließ ich die Augen zu. 3. Mich schrecket keine finstre Nacht, Nichts ist mir fürchterlich. Mein Jefus ist bei mir und wacht Und schützt und decktet mich. Bu aller Beit. 2. Wo bist du Sonne blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, Die 97. Harum betrübst du dich, mein Herz, des 4. In Jesu Namen schlaf ich ein Und ruhe sanft in ihm; Und wach ich auf in seinem Schein, So bin ich noch bei ihm. Ch. K. L. v. Pfeil. dich und trägest Schmerz Nur um das zeitlich Gut? Vertrau' doch deinem HErrn und Gott, Der alle Ding' erschaffen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht, Er weiß auch wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd' ist sein; Er ist mein Vater, HErr und Gott, Der mir beisteht in aller Noth. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, Wirst du dein Kind verlassen nicht, Du väterliches Herz; Ich bin ein armer Erdentloß, Auf Erden weiß ich keinen Trost. 4. Ach Gott, du bist noch heut' so reich, Als du gewesen ewiglich, Mein Vertraun' steht ganz zu dir; Mach mich an meiner Seele reich, So hab' ich g'nug hier und ewiglich. Hans Sachs. 98. Eins ist Noth! ach HErr, dies Eine erkennen doch; Alles And're, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Darunter das Herze sich naget und plaget, Und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang' ich dies Eine, das Alles ersetzt, So werd' ich mit Einem in allem ergött. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei keiner Kreatur, Laß, was irdisch ist, dahinten, Schwing dich über die Natur, Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, Und alle vollkommene Fülle erscheinet. Da, da ist das beste nothwendige Theil, Mein Ein und mein Alles, mein seliges Heil. 3. Wie Maria war beslissen Und das Eine sich erlas, Da sie einst zu Jesu Füßen Voller Andacht niedersaß; Ihr Herze entbrannte, das Eine zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, fie wollte belehren, Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, So wurde ihr Alles in Einem geschenkt. 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir. Laß mich treulich dir anhangen, Schenke dich zu eigen mir. Ob viele zum größesten Haufen umkehren, Will ich doch in Andacht und Liebe dich hören, Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geift. Was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt; Gieb nur, daß 35 sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Darinnen die Demuth und Einfalt regieret Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach! wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, So hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen Durch dein heil'ges theures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben, Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun, so gieb, daß meine Seele Auch nach deinem Bild' erwacht, Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in dir, mein Heiland, Mir alles gegeben; Entreiße mich aller vergänglichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bes wußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich bedeckt die Gnadenfluth; Du bist einmal eingegangen In das Heil'ge durch dein Blut. Da hast du die ew'ge Erlösung erfunden, Daß ich nun der Herrschaft der Hölle entbunden. Dein Eingang die völlige Freis heit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 9. Drum auch, Jesu, Du alleine Sollst mein Ein und Alles sein; Prüf', erfahre, wie ich's meine, Tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem betrüglichen Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; Gieb, daß ich nur alles hier achte für Spott Und Jesum gewinne; dies Eine ist. Noth. J. H. Schröder. 3* 36 Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. 99. ies ist mein Schmerz, dies kräntet mich, Daß ich nicht g'nug fann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzünd't, Je mehr ich lieb' je mehr ich find', Daß ich dich lieben follte. Von dir Laß mir Deine Güte ins Gemüthe lieblich fließen, So wird sich die Lieb' ergießen. Joh. Heermann. Mel. Herr Gett, der du erforschest zc. 100. ein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen; Dich will ich stets, gleich wie du mich, Mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz in Stücke bricht, Sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigenthum Auf ewiglich verschreiben. P. Gerhard. 101. ie wohl ist mir, o Freund der Seelen, Wenn ich in deiner Liebe ruh'. Ich steige aus der Schwermuthshöhlen Und eile deinen Armen zu. Da muğ die Nacht des Trauerns scheiden, Wenn mit so angenehmen Freuden Die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden, Wer wollte nicht vergnüget werden, Der in dir suchet Ruh' und Lust. 2. Die Welt mag schmähen oder preisen. Es sei also! Ich trau' ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb' erweisen, Bei einem freundlichen Geficht. In dir vergnügt sich meine Seele; Du bist mein Freund, den ich erwähle; Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu' den Anker reicht. 3. Will mich des Mofis Eifer drücken, Bligt auf mich des Gesetzes Weh, Droht Straf' und Hölle meinem Rücken, So steig' ich gläubig in die Höh' Und flieh in deiner Seiten Wunden, Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du mich in die Kreuzeswüsten, Ich folg' und lehne mich auf dich; Tu nährest aus den Wolkenbrüsten Und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen, Genug, wenn ich dich bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tod mag Andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Muth In dir, der du verläsfest Keinen, O, allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End' erschrecken, Wenn er aus mördervollen Hecken Gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildniß scheiden Zu deiner Ruh' der Ewigkeit. 6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich leh'n auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh' in dem Gemüthe, Nach deiner unumschränkten Güte, Des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O, reicher Trost: mein Freund ist mein! W. Deßler. Mel. Herzlich lieb hab ich dich 2c. in alles ist auf dich nur 102. werden. dich, so frag ich nicht Nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, So könnte keine Lust für mich In tausend Himmeln Wärst du nicht schon auf Erden mein, Möcht ich auch nicht auf Erden sein, Denn auch die ganze weite Welt Hat nichts, das mir wie du gefällt.: Herr Jesu Christ:: wo du nicht bist, Ist nichts, das mir erfreulich ist. E. Neumeister. 103. ollt' ich meinem Gott nicht singen, Sollt' ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut er's mit mir meint. Ist doch nichts als lauter Lieben, Das sein treues Herze regt, Das ohn' Ende hebt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab' Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding 2c. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer Durch sein theures Blut gewinn'. Unbegreiflich ist die Güte Deren Tiefe ja mein Geist, Ob er sich gleich sehr befleißt, Nicht kann fassen im Gemüthe. Alles Ding zc. 4. Seinen Geist, den edlen Führer Giebt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelpfort'; Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich 37 zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding 2c. 5. Das weiß ich fürwahr, und lasse Mirs nicht aus dem Sinn' entgehn: Christenkreuz hat seine Maaße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein, Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding zc. P. Gerhard. Volksweise: Mir ist's zu wohl. 104. un hab ich ihn verstanden Den wunderbaren Zug, Der meine Seel in Banden Der Liebe zu dir trug. 2. Die ew'ge Liebe legte Ihn selber in mein Herz, Als sichs so tief be wegte In unverstandnem Schmerz. 3. Ich soll dich betend hegen Du freundlich liebes Bild, Daß dich mit Gottes Segen Die stille Lieb umhüllt. 4. Nun darf ich nicht mehr fragen, Nun ist die Liebe frei Nun darf ich nicht mehr zagen, Nun bleib ich freudig treu. Lieder einer Verborgenen. Volksweise: Nun leb wohl du kleine 2c. 105. Friede, Friede aus der Fülle Deiner Liebe, deiner Ruh, Friede macht die Freude stille Deckt die Schmerzen milde zu. 2. Erdenweh und Erdenfreude Ziehn das volle Herz zu dir; Ach, wie mahnen sie mich beide An die Heimath über mir! 3. Doch ich will nicht weiter denken, Ohne Wort verstehst du mich; Schweigend will ich mich versenken, Naher Seelenfreund, in dich. 4. Nur das Eine: Laß den Meinen Von der Engel Blick bewacht, Deine Leuchte helle scheinen, Sei ihr Hüter in der Nacht. Lieder einer Verborgenen. 38 Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen 2c. 106. selges Licht, Treifaltigfeit, Du hochgelobte Einigkeit, Die Sonne weicht mit ihrem Schein, Geuß dein Licht in das Herz hinein. 2. Des Morgens, HErr, dich rühmen wir, Am Abend beten wir zu dir Und preisen deine Herrlichkeit Von nun an bis in Ewigkeit. 3. Gott Vater in dem höchsten Thron, Und Jesus Christ, sein ein'ger Sohn, Mit jammt dem werthen heilgen Geist Sei nun und immerdar gepreist. 107. 1er Morgenstern Boll Tie leucht't uns Gnad' und Wahrheit von dem HErrn, Die süße Wurzel Jesse! Du Sohn Davids aus Jacobs Stamm, Mein König und mein Bräutigam, Haft mir mein Herz besessen. Lieblich, Freundlich, Schön und herrlich, groß und ehrlich, reich von Gaben, Hoch und sehr prächtig erhaben. 2. O meines Herzens werthe Kron', Wahr'r Gottes und Marien Sohn, Ein hochgeborner König! Mit Freuden rühm ich deine Ehr', Dein's heil'gen Wortes jüße Lehr' Geht über Milch und Honig. Herzlich, Will ich Dich drum preisen und erweisen, daß man merke In mir deines Geistes Stärke. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein du mein HErr und Gott allein, Die Flamme deiner Liebe, Daß ich in dir nun immer bleib, Und mich kein Zufall von dir treib, Nichts kränke noch betrübe. In dir Laß mir Ohn' Aufhören sich vermehren Lieb' und Freude, Daß der Tod uns selbst nicht scheide. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn du mit deinem Angesicht Mich gnädig wirst anblicken; O Jesu, du mein höchstes Gut, Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich innerlich erquicken. Tröst mich freundlich, Hilf mir Armen aus Erbarmen, hilf in Gnaden, Auf dein Wort komm ich geladen. 5. Gott Vater, o mein starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt In deinem Sohn geliebet; Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, Er ist mein Schaß, ich seine Braut, Drum mich auch nichts betrübet. Eia, Eia, Himmlisch Leben wird er geben mir dort oben, Ewig soll mein Herz ihn loben. 6. Singt unserm Gott, singt oft und viel Und laßt andächtig Saitenspiel Ganz freudenreich erschallen, Dem allerliebsten Jesulein, Dem wunderschönen Bräut'gam mein, zu ehren und gefallen. Singet, Springet, Jubilieret, triumphieret, dankt dem HErren, Groß ist der König der Ehren. 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein Schatz ist das A und O, Der Anfang und das Ende. Er wird mich auch zu seinem Preis Aufnehmen in das Paradeis, Des flopf' ich in die Hände. Amen, Amen, Komm du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, Deiner wart ich mit Verlangen. Nicolai. 108. daß ich tauſend Zungen hätte Und einen tausendfachen Mund, So stimmt ich damit um die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. 2. O, daß doch meine Stimme schallte Bis dahin, wo die Sonne steht; O, daß mein Blut mit Jauchzen wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach, wäre jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang! 3. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o starker Zebaoth. Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 4. Vor andern füß ich deine Ruthe, Die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute, Und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, Daß ich von deinen Liebsten sei. 5. Ich hab' es ja mein Lebetage Schon so manch liebes Mal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Recht wunderbarlich haft geführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein 7. D'rum reiß' ich mich jetzt aus der Höhle Der schnöden Eitelkeiten los Und rufe mit erhöhter Seele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß; Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit Gehört dir jetzt und alle Zeit. Joh. Menger. Mel. Wie soll ich dich empfangen. Engel, keine Freuden, 6. Wie sollt ich nun nicht voller 111. Kesein Toron, feit gern Freuden In deinem steten Lobe stehn? Wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht triumphirend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, So will ich doch nicht traurig sein. Mel. Warum sollt ich mich denn. 109. Ferr, mein Hirt, Brunn 39 aller Freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben. Mel. Herzlich thut mich verlangen. einmal 110. heiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein, So reiß mich aus den Nengsten Kraft deiner Angst und Pein. 2. Du bist mein, weil ich dich fasfe Und dich nicht, O mein Licht, Aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich Und ich dich Ewig werd' umfangen. Paul Gerhardt. 2. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod Und laß mich seh'n dein Bilde In deiner Kreuzesnoth. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt. Mel. Wie sie so sanft ruhn. err, mein Hirt, Brunn 112. Th hab von ferne, Herr, deinen lichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, kein Herzeleid; Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der keines soll mich lenken Aus deinem Arm und Schooß. 2. Mein Herze geht in Sprüngen Und kann nicht traurig sein, Ist voller Freud' und Singen, Sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; Das, was mich singen machet, Iſt, was im Himmel ist. Paul Gerhardt. Und hätte gerne Mein Herz vorausgeschickt, und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hingegeben. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heute an ewig wohnen! 40 3. Nur ich bin sündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn; Und ohn Ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. 3.T. Hermes. 113.1achet auf! ruft uns die Stimme Der Wächter sehr hoch auf der Zinne Wach auf, du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde, Sie rufen uns mit hellem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf! Der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit zu der Hochzeit; Ihr müsset ihm entgegengehn. 2. Zion hört die Wächter singen, Das Herz thut ihr vor Freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm du werthe Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria sei dir gesungen Mit Menschen und mit Engelzungen, Mit Harfen und mit Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt, wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gesehen, Kein Ohr hat je gehört solche Freude; Drum jauchzen wir und singen dir Das Halleluja für und für. Ph. Nicolai. 114. Terusalem, du hochgebaute Stadt, Wollt Gott, wär in dir! Mein sehnlich Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir. Weit über Berg und Thale, Weit über blaches Feld Schwingt es sich über alle Und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag, und noch viel schönre Stund, Wann wirst du kommen schier, Da ich mit Lust, mit Freud und freiem Muth Die Seele geb von mir, In Gottes treue Hände Zum auserwählten Pfand, Daß sie mit Heil anlände In jenem Vaterland. 3. Im Augenblick wird sie erheben sich Bis an das Firmament, Wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich Die Stätt der Element, Fährt auf Eliä Wagen Mit heilger Engel Schaar, Die sie in Händen tragen, Umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, Thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, Eh ich bin kommen fort Aus jenem bösen Leben, Aus jener Nichtigkeit Und mir Gott hat gegeben Das Erb der Ewigkeit! 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schaar Kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, Seh ich die beste Kron, Die Jesus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war von ferne In meinem Thränenland. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, Auch Christen insgemein, Die weilanddort trugen des Kreuzes Joch Und der Tyrannen Pein, Schau ich in Ehren schweben, In Freiheit überall, Mit Klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem Strahl. 41 gnug für die Sünde thut. Heiliger HErre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott! Baß uns nicht entfallen Von des rechten Glaubens Trost! Kyrie eleison. Luther. Der 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin ins schöne Paradeis, Von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, Mund von Lob und Preis; Das Halleluja reine Man singt in Heiligteit, Das Hosianna feine Ohn End in Ewigkeit. 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten Daß von dem Schall und von dem 116. 17 driedubin, weils Wenn die Leiche aufgehoben wird. it Freud' fahr ich süßen Ton Sich regt der Freudensaal, Mit hunderttausend Zungen, Mit Stimmen noch viel mehr, Wie von Anfang gesungen Das große Himmels heer. Mayfart. Gottes Wille, Getrost ist mir mein Herz und Sinn, Sanft und stille, Wie Gott mir verheißen hat, Der Tod wird mein Schlaf werden. 2. Das machet Christus, Gottes Sohn, Der treue Heiland, Den du mich, HErr, hast lassen sehn Und machst bekannt, Daß er mein Heil und Leben sei In Noth und auch im Sterben. Begräbniß. Im Hause am Sarge. 115. 171 find mit dem Tod itten wir im Leben umfangen: Wen suchen wir, der Hülfe thut, Daß wir Gnad' erlangen? Das bist du, HErr alleine. Uns reuet uns're Missethat, Die dich HErr erzürnet hat. Heiliger HErre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott! Laß uns nicht versinken in des bittren Todes Noth. Kyrie eleison. 2. Mitten in dem Tod ansicht Uns der Höllenrachen. Wer will uns aus solcher Noth Frei und ledig machen? Das thust du, HErr alleine; Es jammert dein Barmherzigkeit Unsre Sünd und großes Leid. Heiliger HErre Gott, Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen Höllenglut. Kyrie eleison. 3. Mitten in die Höllenangst Unsre Sünd' uns treiben. Wo sollen wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ alleine; Vergossen ist dein theures Blut, Das 3. Den hast du allen vorgestellt Mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt Heißen laden Durch sein heilsam theures Wort, Das überall erschollen. 4. Er ist das Heil und sel'ge Licht Für die Heiden, Zu' rleuchten, die dich kennen nicht Und sie zu weiden; Er ist dein's Volkes Israel Preis, Ehre, Freud' und Wonne. Luther. Wenn die Leiche durchs Dorf getragen wird. 117. Welt, ich muß dich lassen: Ich fahr dahin mein Straßen Ins ewig' Vaterland. Mein'n Geist will ich aufgeben, Dazu. mein Leib und Leben Setzen in Gottes gnädig' Hand. 2. Mein Zeit ist nun vollendet, Der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn: Kein Bleiben ist auf Erden, Das Ew'ge muß mir werden; Mit Fried' und Freud' fahr ich dahin. 42 3. Auf Gott steht mein Vertrauen, Sein Ang'sicht will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters Huld erworben; Mein Mittler er auch worden ist. 4. Die Sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus Gnaden Umsonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen, So will ich zu ihm kommen Allein durch wahren Glauben gut. 5. Damit fahr ich von hinnen: O Welt, thu dich besinnen, Denn du mußt auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren Und von ihm Gnad begehren; Im Glauben sei du auch nicht schwach. J. Heß. Oder: 118. Valet will ich dir geben, Du arge, falsche Welt, Dein fündlich böses Leben Durchaus mir nicht gefällt. Im Himmel ist gut wohnen, Dahin steht mein' Legier, Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient allhier. 2. Rath' mir nach deinem Herzen, Jesu, Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz' mir alles Leiden, Stärk' meinen blöden Muth; Laß mich selig abscheiden, Setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde, Dein Nam' und Kreuz allein Funfelt all' Zeit und Stunde, Drauf kann ich fröhlich sein. Erschein' mir in dem Bilde, Zum Trost in meiner Noth, Wie du, Herr Christ, so milde Dich haft geblut't zu Tod. 4. Verbirg mein' Seel aus Gnaden In deine offne Seit'; Sie rück' aus allem Schaden, In deine Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt in's Himmelsschloß: Der ist ewig genesen, Der bleibt in deinem Schooß. 5. Schreib' meinen Nam'n auf's beste, In's Buch des Lebens ein Und bind' mein Seel fein feste In's schöne Bündelein Der'r, die im Himmel grünen Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger. Wenn der Sarg am Grabe steht. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund. Es ist ist noch eine Ruh 119. vorhanden, Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht; Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden, Dort wird vor seinem Stuhle weiden, Wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der schöne Kampf geendet, Bald, bald der saure Lauf vollendet; So gehst du ein zu deiner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns so bestimmt. Das Lämmlein wollte darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben, Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt, Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Geht nicht mehr krumm und sehr gebückt. Ihr habt des Tages Last getragen; Dafür läßt euch das Lämmlein sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid mein Volk, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Teufel toben, Seid nur getrost und gehet ein. 4. Was mag wohl einen Kranken laben Und einen müden Wandersmann? Wo jener nur ein Bettlein haben Und sanfte darauf ruhen kann; Wenn dieser sich darf niedersetzen, An einem frischen Trunk ergötzen; Wie sind fie beide so vergnügt! Doch dies find kurze Ruhestunden, Es ist noch eine Ruh erfunden, Da man auf ewig stille liegt. 5. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos. Ach fasset dieses Wort ihr Müden, Legt euch dem Lamm in seinen Schooß! wir eilen, Beim Gang zur Kirche. und uns nicht länger hier verweilen; 121. und mein Heiland ist T Dort wartet schon die frohe Schaar. Fort, fort, mein Geist zum Jubilieren! Begürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! im Leben. Dieses weiß ich, sollt' ich nicht Darum mich zufrieden geben, Was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? 3. S. Kunth. 2. Jesus, er, mein Heiland lebt, Ich werd' auch das Leben schauen, Sein, wo mein Erlöser schwebt; Was rum sollte mir denn grauen? Läffet auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? Bei der Beerdigung. 120. un laßt uns den Leib begraben, Weil wir keinen Zweifel haben, Er werd' am jüngsten Tag aufstehn Und unverweslich hervor gehn. 2. Er ist Erd und von der Erden, Wird auch zur Erd' wieder werden, Und von der Erd' wieder aufstehn, Wenn Gottes Posaun' wird angehn. 3. Sein' Seele lebt ewig in Gott, Der sie allhier aus lauter Gnad' Von aller Sünd' und Missethat Durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend Ist kommen zu ein'm sel'gen End'; Er hat getragen Christi Joch, Ist gestorben und lebet noch. 43 7. Nun lassen wir ihn hier schlafen Und geh'n all' heim unsre Straßen, Schicken uns auch mit allem Fleiß, Denn der Tod kommt uns gleicherweis'. 8. Das helf' uns Christus unser Trost, Der uns durch sein Blut hat erlöst Von Teufels G'walt und ew'ger Pein, Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. M. Weiß. 5. Die Seele lebt ohn' alle Klag', Der Leib schläft bis zum jüngsten Tag; An welchem Gott ihn verklären Und ew'ge Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, Dort aber wird er genesen, In ewiger Freud und Wonne Leuchten wie die helle Sonne. 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm verbunden, Meine starke Glaubenshand Wird in ihn gelegt gefunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher Auch einmal zu Asche werden. Dieses weiß ich; doch wird er Mich erwecken aus der Erden, Daß ich in der Herrlichkeit Um ihn sein mög' allezeit. 5. Dann wird eben diese Haut Mich umgeben, wie ich gläube; Gott wird werden angeschaut, Dann von mir in diesem Leibe, Und in diesem Fleisch werd' ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen; Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, Werd' in seiner Liebe brennen; Nur die Schwachheit um und an Wird von mir sein abgethan. 44 7. Nur daß ihr den Geist erhebt Von den Lüften dieser Erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt sollt werden. Schickt das Herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu sein. Luise Henr., Kurf. v. Brandenburg. In der Kirche. 122. Christus, der ist mein Leben, Und Sterben mein Gewinn; Ihm hab' ich mich ergeben, mit Freud' fahr' ich dahin. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Odem geht schwer aus, Wenn ich nicht mehr kann sprechen: HErr nimm mein Seufzen auf. 2. Mit Freud' fahr' ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich ewig zu ihm kommen Und ewig bei ihm sein. Volksweise: Zu Augsburg steht zc. 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, 124. ein Herz leg ich in ║ Leiden, Angst und Noth. Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. Haupt in seinen Schooß, Mein Aug' ist stets zu ihm gewandt, Sucht seine Augen bloß. Drum still mein Herz, Durch Freud und Schmerz:: Zieht er dich himmelwärts.:,: 5. Mein Herz, Sinn und Gedanken Zergehn schon als ein Licht, Das hin und her thut wanken, Weil mir die Kraft gebricht. 8. Ich sing im Himmelsthrone Ihm nun Lob, Ehr und Preis, Wo ich nun ewig wohne In jenem Paradeis. Anna, Gräfin zu Stollberg. Schluß. Mel. Alle Menschen müssen 2c. 123. Jerusalem, du schöne, Dwie helle glänzest du! Wie ein lieblich Lobgetöne Hör ich jetzt in stiller Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jetzo gehet auf die Sonne, Jezzo geht mir an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. J. G. Albinus. 7. Fein selig, sanft und stille, Gleich als vom süßen Ton, Schlaf ich, weils Gottes Wille, Mein Trost ist Gottes Sohn. 2. HErr, mache meine Seele still, Nimm mich an deine Brust. Dein Wille sei auch stets mein Will, Dein Wort sei meine Lust. Dein Kreuz allein Im Herzen mein:: Laß mich dein eigen sein.:,: F. 6. Drum laß mich an dir kleben, Wie eine Klett am Kleid Und ewig 125. Jeſu, dir leb ich, Jeſu, dir leben In deiner dir dein bin ich im Leben und im Tod. 2. O sei uns gnädig, Sei uns barmherzig, Führ uns Herr Jesu In deine Seligkeit. Psalmodien. Advent. Pf. 24, 7-10.( S. Seite 1). Weihnacht. Pf. 24, 7-10. Dazu: Jef. 9,6. I. Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, II. Welches Herrschaft ist auf seiner Schulter. I. Und er heißet Wunderbar, II. Rath, Kraft, Held, Ewigvater, Friedefürst. I u. II. Ehre sei dem Vater zc. Epiphanias. Jef. 60, 1-3. Im 5. Ton. I. Mache dich auf und werde Licht. II. Denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. I. Denn siehe, Finsterniß decket das Erdreich und Dunkel die Völker; II. Aber über dir gehet auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. I. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, II. Und die Könige im Glanz, der über dir aufgeht. I u. II. Ehre sei dem Vater zc. Paífionszeit. Jes. 53, 4a. 5. Im 3. Ton. I. Fürwahr er trug unsere Krankheit, II. Und lud auf sich unsere Schmerzen. I. Er ist um unserer Missethat willen verwundet, II. Und um unsere Sünde willen zerschlagen. I. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten II. Und durch seine Wunden sind wir geheilet. 1. u. II. Ehre sei dem Vater 2c. Ostern und Osterzeit. Ps. 118, 15-17. 22. 23. Im 5. Ton. 45 I. Man singet mit Freuden vom Sieg II. Die Rechte des Herren behält den in den Hütten der Gerechten. Sieg. I. Die Rechte des Herren ist erhöhet; II. Die Rechte des Herrn behält den Sieg. I. Ich werde nicht sterben, sondern leben, II. Und des Herren Werk verkündigen. I. Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein worden, II. Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen. I. u. II. Ehre sei dem Vater 2c. Bimmelfahrt. P. 47, 2. 6-9. Im 5. Ton. I. Frohlocket mit Händen alle Völker II. Und jauchzet Gött mit fröhlichem Schalle. I. Gott fähret auf mit Jauchzen II. Und der Herr mit heller Posaune. I. Lobsinget, lobsinget Gotte; II. Lobsinget, lobsinget unserem Könige. I. Denn Gott ist ein König auf dem ganzen Erdboden; II. Lobsinget ihm klüglich. 46 I. Gott ist König über die Heiden; II. Gott fizet auf seinem heiligen Stuhle. I u. II. Ehre sei dem Vater zc. Pfingsten. P₁. 118, 24. 27-29. Im 5. Ton. I. Dies ist der Tag, den der HErr macht; II. Laßt uns freuen und fröhlich darinnen sein. I. Der HErr ist Gott, der uns erleuchtet. II. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars. I. Du bist mein Gott, ich danke dir; II. Mein Gott ich will dich preisen. I. Danket dem HErrn, denn er ist freundlich II. Und seine Güte währet ewiglich. I u. II. Ehre sei dem Vater zc. Trinitatis. Der Apoftolische Glaube. Im 5. Ton. I. Ich glaube an Gott den Vater, II. Allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde. I. Und an Jesum Christum, II. Seinen eingebornen Sohn unseren Herren. I. Der empfangen ist von dem heiligen Geifte, II. Geboren von der Jungfrau Maria, I. Gelitten unter Pontio Pilato, II. Gekreuzigt, gestorben und begraben, I. Niedergefahren zur Hölle, II. Am dritten Tage auferstanden von den Todten. I. Aufgefahren gen Himmel. II. Sizend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters. I. Von dannen er kommen wird II. 3u richten die Lebendigen und die Todten. I. Ich glaube an den heiligen Geist, II. Eine, heilige, christliche Kirche, I. Die Gemeine der Heiligen, II. Vergebung der Sünden, I. Auferstehung des Fleisches, II. Und ein ewiges Leben. I. u. II. Ehre sei dem Vater zc. Trinitatiszeit. Pf. 23. Im 5. Ton. I. Der HErr ist mein Hirte, II. Mir wird nichts mangeln. I. Er weidet mich auf einer grünen Aue, II. Und führet mich zum frischen Wasser. I. Er erquicket meine Seele; II. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. I. Und ob ich schon wanderte im finstern Thal, fürchte ich kein Unglück; II. Denn du bist bei mir dein Stecken und Stab die trösten mich. I. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde, II. Du salbest mein Haupt mit Del und schenkest mir voll ein. I. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang, II. Und ich werde bleiben im Hause des HErrn immerdar. I. u. II. Ehre sei dem Vater zc. Im Sür die Trinitatiszeit. Im 5. Ton: Pf. 100. 121. 73, 1 u. 23-26. 46, 2-6. 11. 12. 103. 105, 1-5. 8-12. 17. 22. 84( Kirchweih). 96, 1. 3-13 ( Missionsfest). 3. Ton: P₁. 42, 2-4. 8. 12. P₁. 130( Bußtag). Ordnung des Hauptgottesdienstes bei Missionsfesten. Missionsfestlieder. Marschlieder Kirchliche Feste und Zeiten. Advent Weihnacht. Neujahr. Epiphanias Darstellung .. Passion Oftern. Himmelfahrt Pfingsten Trinitatisfest Reformationsfest Inhalt. . Nr. . 1 46 .. 59 61 4 5 66 5 22 74 75 76 78 64 65 67 Nr. 43 Ach bleib bei uns Herr Jesu Christ Ach bleib mit deiner Gnade. Allein Gott in der Höh sei 42 1717 59 90 Auf, auf ihr Reichsgenossen. Bis hieher hat uns Gott gebracht Brüder, seht die Bundesfahne. 49 Christe du Lamm Gottes, der 67 Christus der ist mein Leben. 122 Das ist eine sel'ge Stunde 14 41 50 5 45 Dein Wort o HErr laß allweg. 15 Der du zum Heil erschienen Des Christen Schmuck und Ordens Die armen Heiden jammern Die Gnade unsers HErrn. Die Macht der Wahrheit Die Sach ist dein Herr Jesu Christ 56 Dies ist mein Schmerz dies.. Die wir uns allhier beisammen. 31 Eine Heerde und ein Hirt... 23 Einer ist's an dem wir hangen. 19 6 99 72 Taufe Confirmation Beichte Abendmahl Christliches Glauben, Lieben, Loben, Leben, Leiden, Sterben. Hochzeit Hausstand Hausrichte. Einzug in ein neues Haus Wenn einer in die Ferne zieht. Register. Am Geburtstage. Tischlieder.. Morgensegen Abendsegen 3u aller Zeit. Begräbniß. ♦ Psalmodien. . Nr. 79 80 82 83 . 84 86 88 89 90 91 93 95 97 115 9 Ein feste Burg ist unser Gott. Eins ist Noth! ach HErr dies Eine Erhalt uns HErr bei deinem.. Es giebt ein Reich da Jesus thront 57 Es ist ein Reis entsprungen... 51 Es ist noch eine Ruh vorhanden 119 Es ist noch Raum sein Haus. Es lebe JEsu Christi Ruhm Es wolle Gott uns gnädig sein Fahre fort, fahre fort, Zion Friede Friede aus der Fülle Gelobet seist du Jesus Christ Gen Himmel aufgefahren ist Gott ist die Liebe läßt mich. Gott Lob und Dank durch Jesum Gott und Vater nimm Hab Lob und Dank Herr Jesu. Halleluja! schöner Morgen Harre meine Seele. Hent triumphiret Gottes Sohn. Nr. 78 98 16 13 34 20 105 61 74 48 86 79 69 94 29 73 48 Nr. Herr Jesu Licht der Heiden... 66 HErr mein Hirt Brunn aller.. 109 HErr wie sind noch viel der 17 Herz und Herz vereint zusammen 12 Hier stehen wir von nah und. 2 Hin nach oben möcht ich ziehen. 52 Ich bete an die Macht der Ich hab genug: Mein HErr Ich hab von ferne die Stadt.. 112 Ich finge dir mit Herz und. 54 8 32 3 Ich will mich mit dir verloben. Jerusalem du hochgebaute. Jesu bittend kommen wir 114 18 Jesu, dir leb' ich Jesu, dir sterb' ich 125 Jesu, geh voran, Auf der. 88 Jesus meine Zuversicht 121 ● Jesus soll die Losung sein 64 In Jesu Namen der mir heut. 96 Kein Engel keine Freuden. 111 König Jesu streite, siege. 25 Komm, heilger Geist, Herre Gott 75 Komm, o HErr komm bald du. 26 Laßt mich gehn, Laßt mich gehn 53 Liebe, die du mir zu gut 71 Lobe den Herren den mächtigen. 27 Lobt Gott ihr Christen alle gleich 63 Macht hoch die Thür die Thor macht 60 Macht weit die Pforten in der. Mein alles ist auf dich gericht't. 102 Mein Herz, ach rede mir nicht drein 28 Mein Herz leg ich in Jesu Hand 124 Mein Lebetage will ich dich... 100 Mein Schöpfer steh mir bei. Mir nach! spricht Christus unser Held.. y 80 ● .. 36 Mit Fried und Freud fahr ich. 116 Mitten wir im Leben sind Morgenglanz der Ewigkeit Nun danket alle Gott. . 115 93 87 104 Nun hab' ich ihn verstanden Nun laßt uns den Beib begraben 120 Nun preiset alle Gottes. 4 Nun ruhen alle Wälder. 95 Nun singet und seid froh O daß doch bald dem Feuer. O daß ich tausend Zungen O du Liebe meiner Liebe. ● Durchbrecher aller Bande Jerusalem du schöne o wie. 123 Jesu Christe, wahres Licht.. OKönig aller Ehren, HErr ● Nr. 62 37 108 70 81 ಪಟ್ಟಿದೆ 24 65 Lamm Gottes unschuldig. 68 Osel'ges Licht, Dreifaltigkeit.. 106 Oselig Haus wo man dich. 85 Welt ich muß dich lassen. • 117 Reich des Herrn, brich hervor 11 Rüstet euch ihr Christenleute... 33 Schönster Herr Jesu, Herrscher Schmücke dich o liebe Seele. Sieh ein weites Todtenfeld. Singt dem HErrn in allen. Sollt ich meinem Gott nicht 83 39 38 103 72 44 118 35 Speif' o Vater deine Kinder 91 Straf mich nicht in deinem 3orn 82 Triumph Triumph Victoria... Unsern Ausgang jegne Gott Valet will ich dir geben.. Verzage nicht, du Häuflein Wach auf du Geist der ersten. Wachet auf ruft uns die Stimme 113 Wärst du doch bei uns geblieben 58 Walte, walte nah und fern... 22 Warum betrübst du. Was macht ihr, daß ihr Wenn ich einmal soll scheiden Wenn ich ihn nur habe 21 97 89 110 10 55 30 1 Wenn ich zu Zeiten traurig bin Werde Licht, du Stadt der Heiden Wes ist das Fest, zu wem empor Wie schön ists doch Herr Jesu Christ 84 Wie schön leucht't uns der... 107 Wie wohl ist mir o Freund der 101 Wir danken Gott für deine Gaben 92 Wir glauben all' an einen Gott 76 Wir sind vereint Herr Jesu Christ 40 Wo findet die Seele die Heimath 47 der Er wird's noch zu Ehren bringen, Daß es nicht an einem fehlt. Noch sind wir in fremden Lande, Wo das Lied des Pilgers tlagt; Doch es brechen schon die Bande, Und der Heimath Morgen tagt. 2. Die ihr sigt in schwerem Leide An den Wassern Babylon, Nehmt die Harfe von der Weide, Becket auf den Freudenton. Richt mehr soll das Auge thränen, Wenn das Herz an Zion denkt; Denn ihm ward nach langem Sehnen Neu ein Hoffnungsstrahl geschenkt. 3. Kann man in der Knechtschaft singen Und im Weinen fröhlich sein? Aber wenn die Bande springen, Wenn die Freiheit bricht herein! Hört ihr nicht von ferne schallen Der Erlösten Freudenlied? Seht ihr nicht ein Häuflein wallen, Das hinauf nach) 3ion zieht? 4. Noch ist nur die Erillingsgarbe 3n das Haus des HErrn gebracht. Doch schon weicht die Trauerfarbe Der betelibten langen Nacht. Sind die Erstlinge gereifet, 3st auch nah das Erntefest, Wo der HErr uns aufgehäufet Reiche Garben sehen läßt. 5. Ach, wie würd es uns erquicken, Gottesstadt Jerusalem, Wenn der HErr mit Gnadenblicken Deine Bande von dir nağın'! Und getreft darfst du drauf hoffen; Sieh, dein Netter säumet nicht! Heber dir sein Himmel offen, Und es scheinet dir sein Licht! 6. Noch ist gültig die Verheißung, Die in Gottes Buche steht Und die er mit Machterweisung Wird erfüllen früh und spät. Nicht ein Jota wird zerfallen, Das sein theures Wort verspricht. Lagt es laut und fröhlich schalten: Was er zusagt, das geschieht. 7. 3ionstonig, laß uns sehen, Daß du gnädig auf uns blicft, Vis du uns aus deinen Höhen Vollen Erntefegen schicst! Krön indeß durch stifte Früchte Huldreich unser schwaches Thun, Bis wir einst im ew'gen Lichte Selig von der Arbeit ruhn. Schlüte: sche Hofbuchdruckerei in Hannover. Barth. Inches 1 Centimetres Haus- und Kirchenlieder 2 3 Blue Missions- und Fettgefänge 2 3 4 Cyan auch 5 6 7 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow Hannover. Verlag von Heinr. Jeesche. 1877. 9 4 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 6 15 White ₁ 116 117 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8